Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Kammer III III 2020 185 Entscheid vom 8. März 2021 Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident lic.iur. Karl Gasser, Richter Dr.oec. Andreas Risi, Richter MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber Parteien 1.A.________, 2.B.________, Beschwerdeführerinnen, Beschwerdeführerin Ziff. 2 gesetzlich vertreten durch C.________, Berufsbeistand, beide Beschwerdeführerinnen vertreten durch Rechtsanwalt D.________, gegen Gemeinderat Oberiberg, Jessenenstrasse 20, 8843 Oberiberg, Vorinstanz, Gegenstand Vollstreckungsrecht (Ordnungsbusse)2 Sachverhalt: A.Die Erben des E.________ sel. (____1915 bis ____1993; E.________'s Erben; nachstehend: Gesamteigentümer), bestehend nach dem Tod der beiden Söhne F.________ sel. (____1947 bis ____2003) und G.________ sel. (____1949 bis ____2020) noch aus den beiden Töchtern B.________ (geboren ____1948) und A.________ (geboren ____1958), sind Gesamteigentümer der Liegenschaft KTN __01, Oberiberg. Darauf befindet sich unter anderem das Ge- bäude Nr. ____ (H.________-strasse __; Liegenschaft I.________). Mit Schrei- ben vom 4. Juli 2017 forderte der Gemeinderat Oberiberg die Gesamteigentümer auf, die vom Zerfall bedrohte bzw. teils bereits zerfallene Liegenschaft so zu si- chern, dass die akute Gefahr, dass Teile des Gebäudes oder des Gebäudein- halts weggeblasen werden und Dritte gefährden könnten, abgewendet werden könne, und den Gemeinderat bis spätestens 25. August 2017 schriftlich über die getroffenen Massnahmen zu informieren (Bf-act. 6). Mit Schreiben vom 4. Juni 2019 an die Gesamteigentümer wies die kommunale Baukommission die Gesamteigentümer darauf hin, dass bei der Liegenschaft I.________ gemäss Information des kantonalen Amtes für Raumentwicklung (ARE) kein Anspruch auf Wiederaufbau, Sanierung oder Erneuerung bestehe (vgl. Schreiben des ARE vom 28.9.2017 an die J.________ GmbH, in: [unnum- merierte] Vi-Akten). Weil das Gebäude den gesetzlichen Anforderungen nicht mehr entspreche, müsse es aus Gründen des Umwelt-, Gewässer-, Abfall- und Nachbarschutzes vollständig beseitigt werden. Den Gesamteigentümern werde daher Frist bis 15. Juli 2019 angesetzt, um einen Zeitplan für den Beginn der Ab- brucharbeiten und den Abschluss des Rückbaus einzureichen. Falls sich die Ge- samteigentümer gegen einen Rückbau aussprächen, werde die Baukommission beim Gemeinderat eine kostenpflichtige Rückbauverfügung beantragen (Bf- act. 9). Weitere Aufforderungen und Fristansetzungen der kommunalen Behör- den erfolgten am 5. November 2019 (an den Amtsbeistand der Beschwerdefüh- rerin Ziff. 2, in: [unnummerierte] Vi-Akten) und 7. Februar 2020 mit Fristanset- zung bis 31. März 2020 (Bf-act. 10). B.Mit Beschluss (GRB) Nr. 2020-0104 vom 28. April 2020 erliess der Ge- meinderat gegenüber den Gesamteigentümern folgende Verfügung: 1. Die Erben von E.________ als Grundeigentümer der Liegenschaft KTN __01 werden unter solidarischer Haftung verpflichtet, das baufällige ehemalige Wohnhaus auf der Liegenschaft KTN __01, bis zum 30. September 2020 abzubrechen und umweltgerecht, gemäss den gesetzlichen Vorgaben zu entsorgen.3 2. Sollten die Erben von E.________, resp. die Grundeigentümer der Liegenschaft KTN __011 [recte: __01] dieser Aufforderung nicht vollständig und fristgerecht nachkommen: a) werden diese nach Art. 292 des Strafgesetzbuches vom 21. Dezember 1937 (SR 311.0, StGB) beim zuständigen Bezirksstaatsanwalt verzeigt. Danach wird mit Busse bestraft, wer der von einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten unter Hinweis auf die Strafandrohung dieses Artikels an ihn erlassene Aufforderung nicht Folge leistet; b) werden diesen für jeden Tag der Nichterfüllung, unter solidarischer Haftung, eine Ordnungsbusse von CHF 50.00 vom 1. Oktober 2020 bis 30. Oktober 2020 angedroht. Nach dem 30. Oktober wird bei Nichterfüllung eine Erhöhung der Ordnungsbusse oder Ersatzvornahme verfügt. 3.-5.(Bearbeitungsgebühr von Fr. 400.--; Rechtsmittelbelehrung; Zustellung). Diese Verfügung ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen. C.Nachdem die Gesamteigentümer der Verpflichtung gemäss diesem GRB Nr. 2020-0104 vom 28. April 2020 nicht nachgekommen waren, verfügte der Gemeinderat mit GRB Nr. 2020-0232 vom 6. Oktober 2020 was folgt: 1. Zur Durchsetzung des mit GRB 2020-0104 vom 28. April 2020 verfügten Rückbaus des ehemaligen Wohnhauses auf der Liegenschaft KTN __01 der Erben des E.________ wird gemäss Erwägungen ab dem 1. November 2020 unter solidarischer Haftung eine Ordnungsbusse von CHF 50.00 für jeden Tag bis zur Erfüllung festgesetzt. 2. Die Ordnungsbusse wird für jeden Tag der Nichterfüllung bis zum 30. November 2020 verfügt. Nach Ablauf von 30 Tagen wird die Eintreibung der Busse verfügt. Da die Erben solidarisch haften, kann die Busse von max. CHF 1'500.00 bei jedem einzelnen Verfügungsempfänger eingetrieben werden. 3. Es erfolgt eine Verzeigung nach Art. 292 des Strafgesetzbuches vom 21. Dezember 1937 (SR 311.0, StGB) beim zuständigen Bezirksstaatsanwalt wegen nicht Folgeleistung einer behördlichen Anordnung. 4. Die Gebühren für diese Verfügung werden (unter solidarischer Haftung für alle Erben von E.________) auf CHF 60.00 festgesetzt (…). 5. Gegen diese Verfügung kann innert 20 Tagen seit Zustellung beim Regierungsrat des Kantons Schwyz schriftlich Beschwerde eingereicht werden. 6. (Zufertigung). D.Gegen diesen GRB Nr. 2020-0232 (Versand am 7.10.2020) lassen A.________ und B.________ mit Eingabe vom 29. Oktober 2020 Beschwerde "betreffend Rückbauverfügung baufälliges Gebäude" beim Verwaltungsgericht erheben mit den folgenden Anträgen: In materieller Hinsicht:4 1. Die Verfügung des Gemeinderates Oberiberg vom 6. Oktober 2020 sei aufzuheben; 2. Die Sache sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen; 3. Eventualiter sei eine Ersatzvornahme (Abbruch Gebäude) anzuordnen. In prozessualer Hinsicht: 1. Eventualiter sei bezüglich der Verfügung des Gemeinderates Oberiberg vom 6. Oktober 2020 die Rechtsmittelfrist wiederherzustellen; 2. Es sei der Verwaltungsgerichtsbeschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen; 3. Die Kosten des Verfahrens seien auf die Staatskasse zu nehmen, den Beschwerdeführerinnen 1 und 2 sei für das Beschwerdeverfahren eine angemessene Parteientschädigung (zzgl. gesetzlicher Mehrwertsteuer) zuzusprechen. E.Mit der Fristansetzung zur Einreichung einer Vernehmlassung wies der ver- fahrensleitende Richter darauf hin, dass der Beschwerde gemäss § 42 VRP von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zukommt. F.Mit Vernehmlassung vom 3. Dezember 2020 beantragt die Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde, soweit überhaupt darauf eingetreten werde, zu Las- ten der Beschwerdeführerinnen. Mit Replik vom 13. Januar 2021 lassen die Be- schwerdeführerinnen ihre Anträge gemäss Beschwerde vom 29. Oktober 2020 erneuern. GZwischenzeitlich haben die Beschwerdeführerinnen mit Eingabe vom 30. Oktober 2020 "betreffend Rückbauverfügung baufälliges Gebäude" beim Gemeinderat Oberiberg ein Gesuch um "Wiedererwägung der Verfügung des Gemeinderates vom 28. April 2020" (= GRB Nr. 2020-0104, vgl. Ingress. lit. B hiervor) eingereicht und beantragen lassen, Ziffer 2 dieser Verfügung sei aufzu- heben. Nachdem der Gemeinderat Oberiberg auf dieses Wiedererwägungsge- such mit GRB Nr. 2020-0299 vom 1. Dezember 2020 nicht eingetreten war, liess die Beschwerdeführerin Ziff. 1 hiergegen mit Eingabe vom 17. Dezember 2020 beim Verwaltungsgericht Beschwerde erheben (Verfahren III 2020 207). H.Mit Eingabe (Duplik) vom 5. Februar 2021 äussert sich der Gemeinderat zur Replik der Beschwerdeführerinnen vom 13. Januar 2021. Die Beschwerde- führerinnen nehmen mit Eingabe vom 22. Februar 2021 Stellung zur Duplik des Gemeinderates. Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:5 1.Im Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege (VRP; SRSZ 234.110) vom 6. Juni 1974 wird die Verfahrensvereinigung nicht ausdrücklich erwähnt. Nach konstanter Rechtsprechung können Beschwerden vereinigt werden, wenn das Gericht für zwei oder mehrere Verfahren in der gleichen Verfahrensart zuständig ist und sich die verschiedenen Beschwerden im Wesentlichen auf die gleichen Tatsachen (Sachverhalt) und die gleichen Rechtsgründe (Rechtsfragen) stützen (vgl. statt vieler VGE III 2011 151 + 155 vom 18.1.2012 Erw. 1; VGE 603 + 606/92 vom 23.9.1992 Erw. 1). Die Vereinigung wird beschwerdeweise nicht beantragt. Von einer Vereinigung dieses sowie des Verfahrens III 2020 207 (vgl. Ingress. lit. G) von Amtes wegen ist vorliegend abzusehen. Die Interessenlagen der Beschwerde führenden Par- teien sind nicht völlig deckungsgleich, was sich darin zeigt, dass die Beschwer- deführerin Ziff. 2 im Verfahren III 2020 207 vor Verwaltungsgericht nicht mehr auftritt. Zudem unterscheiden sich die beiden Verwaltungsgerichtsbeschwerden im Anfechtungsobjekt. Die Rügen der Beschwerdeführerinnen beschlagen - an- ders als im Parallelverfahren - keine Fragen der Wiedererwägung. Insbesondere aber erscheint vorliegend angesichts der zahlreichen Schriftenwechsel in beiden Verfahren und der Beiladung des Regierungsrats in nur einem Verfahren (III 2020 207) eine Verfahrensvereinigung als nicht angezeigt und prozessökono- misch nicht als sinnvoll (vgl. VGE III 2018 198 vom 18.12.2019 Erw. 1.1; Bert- schi/Plüss, in: Kommentar VRG, Vorbemerkungen zu §§ 4-31 N 59 f.). Die Koordination der beiden Verfahren wird durch die Beratung und Beurteilung an der gleichen Kammersitzung sowie die gleichzeitige Eröffnung der Entscheide sichergestellt. 2.Die Beschwerdeführerinnen beantragen in formeller Hinsicht die Wieder- herstellung der Rechtsmittelfrist, sofern nicht von einer formlosen Wiederherstel- lung ausgegangen werde (vgl. Ingress lit. D hiervor; Beschwerde S. 5 Rz. 16 f.). Weiter beantragen sie, der Verwaltungsgerichtsbeschwerde bzw. "der Busse" sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen (vgl. Ingress lit. D hiervor; Beschwerde S. 17 Rz. 80). 2.1.1Es besteht eine Funktionsteilung zwischen Entscheidungs- und Voll- streckungsverfahren. Im Entscheidungsverfahren (oder Erkenntnisverfahren) wird über den Bestand oder Nichtbestand öffentlicher Rechte und Pflichten, im Voll- streckungsverfahren über die Art und Weise der Durchsetzung entschieden. Er- gebnis des Entscheidungsverfahrens ist die Sachverfügung, jenes des Vollstre- ckungsverfahrens die Vollstreckungsverfügung (vgl. VGE III 2017 40 vom 25.4.2017 Erw. 2.1; VGE III 2008 82 vom 29.5.2008 Erw. 1.1; VGE 1008/01 vom 6 29.5.2001 Erw. 1a mit Hinweisen; Jaag, in: Kommentar VRG, Vorbemerkungen zu §§ 29-31 N 15 f.). Die Vollstreckung rechtskräftiger Baubewilligungsentscheide ist weder im Pla- nungs- und Baugesetz noch in den Ausführungserlassen geregelt. Auf das Bau- bewilligungsverfahren finden indes generell die Vorschriften des Verwaltungs- rechtspflegegesetzes Anwendung. Für die Vollstreckung von Verfügungen und Entscheiden sind die §§ 76 bis 79a VRP massgebend (vgl. VGE III 2008 85 vom 20.8.2008 Erw. 3.1; Hagenbuch, Kontrolle, Vollstreckung und Vollzug von Verfü- gungen im Baurecht, in: EGV-SZ 1998, S. 203). 2.1.2Als Vollstreckungsmassnahmen stellt § 78 Abs. 1 VRP für das Verwal- tungs- und verwaltungsgerichtliche Verfahren die Schuldbetreibung für Geldzah- lungen und Sicherheitsleistungen (lit. a), die Ersatzvornahme auf Kosten des Pflichtigen (lit. b), den unmittelbaren Zwang gegen den Pflichtigen oder seine Sachen (lit. c) sowie die Ordnungsbusse für jeden Tag bis zur Erfüllung (lit. d) zur Verfügung. Die Behörde beachtet bei der Wahl der Vollstreckungsmassnahme den Grundsatz der Verhältnismässigkeit. Sie kann nötigenfalls polizeiliche Hilfe beanspruchen (§ 78 Abs. 4 VRP). Die Bestrafung nach Massgabe des Verwal- tungsstrafrechts und des Art. 292 des Strafgesetzbuches bleibt vorbehalten (§ 78 Abs. 3 VRP). Vor Anordnung der in § 78 Abs. 1 lit. b, c und d VRP bezeichneten Vollstreckungsmassnahmen wird der Pflichtige unter Ansetzung einer Frist zur Erfüllung aufgefordert, wenn nicht Gefahr in Verzug ist (§ 79 Abs. 1 VRP). 2.1.3Das Verwaltungsrechtspflegegesetz unterscheidet zwischen selbständigen und unselbständigen Vollstreckungsverfügungen (vgl. § 51 lit. g VRP). Die un- selbständige Vollstreckungsverfügung erfolgt zeitgleich mit der Sachverfügung und ergeht in aller Regel zusammen mit der Sachverfügung in einem einzigen Beschluss (Verwaltungsakt). Hier gilt hinsichtlich des Rechtsmittelverfahrens die übliche Zuständigkeitsordnung: erste Beschwerdeinstanz ist der Regierungsrat; die Beschwerdefrist beträgt 20 Tage. Demgegenüber wird die selbständige Vollstreckungsverfügung zeitlich nach der Sachverfügung erlassen. Der Vollzug der selbständigen Vollstreckungsverfügung setzt die Vollstreckbarkeit der Sachverfügung voraus. In der Regel ist dies erst (aber immer) der Fall, wenn die Sachverfügung nicht mehr durch ein ordentliches Rechtsmittel angefochten werden kann (vgl. § 76 lit. a VRP; VGE III 2013 63 vom 18.6.2013 Erw. 1.4; VGE III 2010 146 vom 21.9.2010 Erw. 1.5; VGE III 2008 82 vom 29.5.2008 Erw. 1.2 mit weiteren Hinweisen) oder wenn den Rechtsmitteln keine aufschiebende Wirkung zukommt, oder wenn die aufschiebende Wirkung entzogen wurde (§ 76 lit. b VRP). Selbständige Vollstreckungsandrohungen und 7 Vollstreckungsverfügungen können nach § 51 lit. g VRP mit Verwaltungsge- richtsbeschwerde direkt beim Verwaltungsgericht angefochten werden. Die Be- schwerdefrist beträgt nach § 56 Abs. 2 lit. e VRP 10 Tage. 2.1.4Im Beschwerdeverfahren gegen eine Vollstreckungsverfügung kann der zu Grunde liegende Sachentscheid nicht mehr angefochten werden. In der Be- schwerde gegen die zu vollstreckende Verfügung können grundsätzlich nur Mängel vorgebracht werden, die in der Vollstreckungsverfügung selber begrün- det sind (z.B. Unverhältnismässigkeit, Widerspruch zur Sachverfügung), es sei denn, der Beschwerdeführer mache geltend, die Sachverfügung sei nichtig oder verstosse gegen ein unverjährbares und unverzichtbares Grundrecht (vgl. VGE III 2008 82 vom 29.5.2008 Erw. 1.3; VGE 1053/99 vom 11.1.2000 Erw. 2 m.H., u.a. auf VGE 579/92 vom 23.9.1992, Prot. 1064). 2.1.5Die Sachverfügung muss auch vollstreckungsfähig sein. Die fehlende Verfügungsberechtigung des Pflichtigen bzw. die fehlende Duldungsverpflichtung der Berechtigten stellt beispielsweise ein Vollstreckungshindernis dar (EGV- SZ 2012 B 17.1 Erw. 1.7 f.). 2.1.6Anfechtungsgegenstand ist der gemeinderätliche GRB Nr. 2020-0232 vom 6. Oktober 2020 (Versand am 7.10.2020; Ingress lit. C f.). Es handelt sich hierbei um eine selbständige Vollstreckungsverfügung, welche mit Verwaltungsgerichts- beschwerde beim Verwaltungsgericht unter Einhaltung einer zehntägigen Rechtsmittelfrist angefochten werden kann (vgl. Erw. 1.4). Der Umstand, dass der gemeinderätliche Beschluss mit einer falschen Rechtsmittelbelehrung verse- hen war (insbesondere mit einer Rechtsmittelfrist von 20 statt 10 Tagen), darf den Beschwerdeführerinnen, die im gemeinderätlichen Verfahren noch nicht be- anwaltet waren und sich erst kurz vor Ablauf der Rechtsmittelfrist gemäss der Rechtsmittelbelehrung anwaltlich beraten liessen (vgl. Beschwerde S. 5 f. Ziff. 13), nicht zum Nachteil gereichen, wie auch die Vorinstanz zutreffend festhält (Vernehmlassung vom 3.12.2020 S. 1 unten). Unter diesen Umständen ist von einer fristgerechten Beschwerdeerhebung am 29. Oktober 2020 auszuge- hen, nachdem der angefochtene Beschluss den Beschwerdeführerinnen am 9. Oktober 2020 zuging, was nicht bestritten wird. Auf die Beschwerde ist einzu- treten (vgl. VGE III 2009 104 vom 27.10.2009 Erw. 1). 2.2.1Gemäss § 42 VRP kommt der Verwaltungs- und der Verwaltungsgerichts- beschwerde aufschiebende Wirkung zu, soweit nicht durch Rechtssatz etwas anderes bestimmt wird (Abs. 1). Hat die Verfügung nicht eine Geldleistung zum Gegenstand, so kann die Vorinstanz einer allfälligen Beschwerde die aufschie- bende Wirkung ausnahmsweise entziehen; dieselbe Befugnis steht der Rechts-8 mittelinstanz nach Einreichung der Beschwerde zu (Abs. 2). Die Rechtsmittel- instanz kann die von der Vorinstanz entzogene aufschiebende Wirkung wieder- herstellen; über ein Begehren um Wiederherstellung der aufschiebenden Wir- kung ist ohne Verzug zu entscheiden (Abs. 3). 2.2.2Nachdem der Verwaltungsgerichtsbeschwerde grundsätzlich aufschieben- de Wirkung zukommt (vgl. auch Ingress lit. E), ein Rechtssatz für die strittige Be- schwerdesache nichts anderes bestimmt und die aufschiebende Wirkung in der angefochtenen Vollstreckungsverfügung auch nicht entzogen worden war, be- steht kein Grund, weiter auf dieses Begehren einzugehen. Jedenfalls kommt der vorliegenden Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu. 3.1.1Mit der mit GRB Nr. 2020-0104 eröffneten (Sach-)Verfügung vom 28. April 2020 wurden die "Erben von E.________ als Grundeigentümer" unter solidari- scher Haftung verpflichtet, das baufällige ehemalige Wohnhaus auf der Liegen- schaft KTN __01 bis zum 30. September 2020 abzubrechen und umweltgerecht zu entsorgen. Mit der in demselben Verwaltungsakt eröffneten (unselbständigen) Vollstreckungsandrohung wurde den Erben von E.________ sel. resp. den Grundeigentümern der Liegenschaft KTN __01 für den Fall des nicht vollständi- gen, fristgerechten Nachkommens der Aufforderung einerseits die Verzeigung nach Art. 292 StGB und anderseits eine Ordnungsbusse von Fr. 50.-- vom 1. Ok- tober 2020 bis 30. Oktober 2020, ggf. mit anschliessender Erhöhung bei Nichter- füllung, angedroht (vgl. vorstehend Ingress lit. B). 3.1.2In der vorliegend angefochtenen selbständigen Vollstreckungsverfügung vom 6. Oktober 2020 erwog die Vorinstanz im Wesentlichen sinngemäss, die Verfügungsempfänger des GRB Nr. 2020-0104 vom 28. April 2020 seien trotz Strafandrohung sowie der Androhung von Vollstreckungsmassnahmen der Auf- forderung, das Gebäude abzubrechen, nicht nachgekommen (Erw. 1). Um den Verfügungsempfängern noch eine letzte Chance zur Umsetzung des GRB Nr. 2020-0104 zu geben, werde als erster Tag der Vollstreckungsmassnahme der 1. November 2020 festgelegt (Erw. 2). Es erfolge die angedrohte Verzeigung gemäss Art. 292 StGB (Erw. 3). Die Verfügungsempfänger würden verpflichtet, den Gemeinderat schriftlich über den erfolgten Gebäudeabbruch zu informieren, damit die Ordnungsbusse gestoppt werden könne. Im Falle des Nichtabbruchs bis Ende November 2020 erfolge eine Erhöhung der Ordnungsbusse (Erw. 4). 3.2Die Beschwerdeführer rügen beschwerdeweise in materiell-rechtlicher Hin- sicht (ab S. 12), die Vorinstanz habe den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig festgestellt, das Recht unrichtig angewandt und ihr Ermessen und die Ermessenshandhabung überschritten und missbraucht (S. 12 lit. B.i und 9 S 14 lit. B.ii). Sie machen im Wesentlichen sinngemäss geltend, die Vorinstanz habe bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 6. Oktober 2020 keine Kenntnis über den Tod von G.________ sel. als Mitglied der Erbengemeinschaft E.________ sel. gehabt, ansonsten sie die Verfügung mindestens auch den Er- ben der Erbschaft G.________ sel. hätte zustellen müssen. Der Tod von G.________ sel. habe massive Auswirkungen auf die Handlungsmöglichkeiten der Erben bzgl. der Liegenschaft in I.________ und der Bezahlung von Rech- nungen (S. 12 Rz. 51). Die Erben von G.________ sel. wüssten nicht, wie hoch dessen Schulden seien. Sicher sei lediglich, dass er Schulden habe (S. 12 Rz. 54). Die im Gesuch um Erstellung des öffentlichen Inventars gestellte Frage, ob die Bezahlung von Rechnungen durch die Erbengemeinschaft oder ein Rückbau der Liegenschaft die Annahme der Erbschaft von G.________ sel. durch Einmi- schung zur Folge hätte, habe das Bezirksgericht K.________ nicht beantworten können bzw. wollen. Es habe damit das Risiko bestanden - und es bestehe wei- terhin -, dass bei einem durch die Beschwerdeführerinnen angeordneten Rück- bau der Liegenschaft die überschuldete Erbschaft von G.________ sel. nicht mehr ausgeschlagen werden könne (S. 13 Rz. 55). Ein Drittel der Liegenschaft I.________ aus der Erbengemeinschaft E.________ sel. befinde sich im Nach- lass von G.________ sel. Die Liegenschaft könne daher nur noch verwaltet wer- den; bei darüber hinaus gehenden Handlungen könne die Erbschaft von G.________ sel. nicht mehr ausgeschlagen werden (S. 13 Rz. 56). Es sei erst nach der Entscheidung, ob die Erbschaft angenommen werde oder nicht, mög- lich, die Liegenschaft durch die annehmenden Erben abzureissen. Werde ausge- schlagen, würden evtl. andere Erben bzw. der Kanton Zürich in die Erbenge- meinschaft hinzukommen, mit welchen/welchem eine Lösung gefunden werden müsste (S. 13 Rz. 57). Es sei fraglich, ob die Bezahlung der an die gesamte Er- bengemeinschaft gerichteten Ordnungsbusse unter solidarischer Haftung eine Annahme der Erbschaft von G.________ sel. bedeute. Davon müsse "wohl aus- gegangen werden" (S. 14 Rz. 58). Die Vorinstanz könne nicht Personen mit Ord- nungsbusse und Strafanzeige belangen, welche auf den Sachverhalt de facto keinen Einfluss hätten. Es handle sich nicht um eine Vollstreckungshandlung, da der Abbruch durch die Beschwerdeführerinnen nicht vollstreckt werden könne und dürfe (S. 14 Rz. 59). Es bestehe bei der fraglichen Liegenschaft keine Ge- fahr, dass das Gebäude zusammenfalle und andere in Gefahr bringe (S. 14 Rz. 60). Die Beschwerdeführerinnen bestreiten sodann die Verhältnismässigkeit der Voll- streckungsmassnahme (S. 15 lit. B.iii). Durch die Unkenntnis des Todes von G.________ sel. habe die Vorinstanz diese rechtserhebliche Tatsache bei der Wahl der Massnahme nicht berücksichtigen können. Das Ziel der Busse und der 10 Verzeigung sei, dass die Erbengemeinschaft E.________ sel. die Liegenschaft I.________ abbreche. Diese Erbengemeinschaft sei aber aktuell nicht hand- lungsfähig. Die Auferlegung der Busse stelle eine reine Schikane dar, da das im öffentlichen Interesse liegende Ziel der Bussenauferlegung nicht erreicht werden könne. Auch die strafrechtliche Verzeigung ändere nichts daran, dass die Be- schwerdeführerinnen das öffentliche Inventar des verstorbenen Bruders, G.________ sel., abwarten müssten. Auch diese Verzeigung sei reine Schikane und erfülle keinen eigentlichen Zweck. Weder die Busse noch die Verzeigung seien "in Anbetracht der Schwere der [den] Beschwerdeführerinnen 1 und 2 zur Verfügung stehenden Alternativen" zumutbar. Die Alternative bestehe nämlich in der Annahme der Erbschaft von G.________ sel. Es bleibe das Ergebnis des öf- fentlichen Inventars abzuwarten (S. 15 Rz. 65 ff.). Es wäre vorliegend verhält- nismässiger gewesen, wenn die Gemeinde bereits zum Zeitpunkt des Verfü- gungserlasses am 6. Oktober 2020 die Ersatzvornahme angeordnet und ansch- liessend die Kosten "der Erbengemeinschaft E.________/G.________" in Rech- nung gestellt hätte (S. 16 Rz. 72). 3.3Die Vorinstanz hält mit Vernehmlassung vom 3. Dezember 2020 im We- sentlichen sinngemäss fest, das vorliegende Beschwerdeverfahren dürfe nicht dazu genutzt werden, die Rechtsmittelfrist für die Verfügung vom 28. April 2020 wiederherzustellen oder diese in Rechtskraft erwachsene Verfügung nachträglich wieder aufzuheben (S. 1 [unten] f.). Wenn die Beschwerdeführer nach dem Tod von G.________ sel. davon ausgegangen seien, den Abbruch nicht vollstrecken zu dürfen, hätten sie vor Ablauf der Frist zwei Monate Zeit gehabt, ein entspre- chendes Wiedererwägungsgesuch einzureichen. Die nun nachträgliche Einrei- chung eines Wiedererwägungsgesuchs zusammen mit der Beschwerde gegen die verfügte Ordnungsbusse deute darauf hin, dass es in erster Linie darum ge- he, den rechtskräftigen GRB 2020-0104 vom 28. April 2020 aufzuheben (S. 2 2. Absatz). Die Argumente betreffend den Zustand der Liegenschaft gehörten nicht ins vor- liegende Verfahren - sie hätten innert Rechtsmittelfrist gegen die Verfügung vom 28. April 2020 vorgebracht werden können (S. 2 4. Absatz). Die Beschwerdefüh- rer würden keinen Nachweis vorlegen, weshalb ihnen durch die Umsetzung der Abbruchverfügung ein Nachteil entstehen könnte. Auch das Bezirksgericht K.________ habe ihre Behauptungen nicht bestätigt. Es gebe nicht den gerings- ten Anhaltspunkt dafür, dass bei einem Abbruch der Liegenschaft davon ausge- gangen werden müsste, dass die Erbschaft nicht mehr ausgeschlagen werden könne. Da sodann die Ordnungsbusse nicht der Erbengemeinschaft, sondern für die einzelnen Mitglieder angeordnet worden sei, könne mit Sicherheit gesagt 11 werden, dass das Bezahlen dieser Ordnungsbusse nicht als Erbschaftsannahme gelte. Es gelte auch nicht als Annahme des Erbes, wenn die Justiz zum Schluss komme, ein oder mehrere Mitglieder der Erbengemeinschaft hätten gegen Art. 292 StGB verstossen (S. 2 5. Absatz). Die Ausschlagung werde bei über- schuldeten Erbschaften von Gesetzes wegen angenommen. Die Annahme erfol- ge, wenn sich Erben vor der Ausschlagung bereichern würden. Weder der Lie- genschaftsabbruch noch die Bezahlung der Ordnungsbusse könnten ernsthaft als Bereicherung oder anderwärtige Vorteilsannahme eingestuft werden (S. 2 [unten] f.). Da auch der Erblasser seit dem 28. April 2020 verpflichtet gewesen sei, das Wohnhaus abzubrechen, handle es sich beim Abbruch um den geforder- ten Fortgang eines Geschäfts, welcher bereits lange vor dem Todestag erforder- lich gewesen sei und nun nachgeholt werden müsse, was aber weder eine An- eignung von Erbschaftssachen noch eine Verheimlichung darstelle (S. 3 1. Ab- satz). Die anderen ab dem gleichen Zeitpunkt ebenfalls ins Recht gefassten Grundei- gentümer seien unabhängig von der Tatsache, dass ein Mitglied der Erbenge- meinschaft verstorben sei, weiterhin verpflichtet. Die Umsetzung sei nach wie vor möglich (S. 3 2. Absatz f.). Hätte die Gemeinde eine Ersatzvornahme angeord- net, hätte die Kostenübernahme noch in ferne Zukunft verschoben werden kön- nen. Zweck der Beschwerde sei wahrscheinlich einzig, letztlich für die Kosten nicht aufkommen zu müssen (S. 3 letzter Absatz). Ordnungsbussen hätten Vor- rang gegenüber der Ersatzvornahme. Für letztere sei es noch zu früh (S. 4 in fi- ne). Die Vollstreckungsverfügung sei notwendig und rechtens und auch die straf- rechtliche Verzeigung sei nicht zu bemängeln (S. 3 2. Absatz in fine, 4. Absatz am Anfang). 3.4Replicando bringen die Beschwerdeführerinnen im Wesentlichen sinn- gemäss vor, das öffentliche Inventar über den Nachlass von G.________ sel. lie- ge bis am 22. Februar 2021 zur Einsicht auf. Es bestehe ein Passivenüberschuss von Fr. 114'218.88. Eine Ausschlagung müsse in Erwägung gezogen werden (S. 5 Rz. 9 ff.). Der Abbruch koste bis zu Fr. 27'540.--, derweil dringende Aus- besserungen oder der Liegenschaftsunterhalt kaum solch hohe Kosten generie- ren würden. Mit dem Abbruch würden Vermögenswerte des Erblassers vernichtet (S. 6 Rz. 14). Es treffe zu, dass die Beschwerdeführerinnen verpflichtet worden seien, das Haus I.________ abzubrechen; beim Versterben von G.________ sel. sei der Beschluss vom 28. April 2020 seit langem in Rechtskraft erwachsen (S. 8 Rz. 22, S. 10 Rz. 30). Zurzeit sei der Abbruch nicht notwendig und es könne der Abschluss des öffentlichen Inventars mit anschliessender Bedenkfrist abgewartet werden (S. 10 Rz. 31). 12 Die Kantonspolizei Schwyz habe die Beschwerdeführerin Ziff. 1 befragt. Es sei aber bisher nicht darüber entschieden worden, ob ein Verstoss gegen Art. 292 StGB vorliege (S. 11 Rz. 36). Im Falle des Abbruchs liege nicht ein Fortgang der Geschäfte vor, da der Abbruch nach der Erbaufteilung durch die Beschwerdefüh- rerin Ziff. 1 hätte erfolgen sollen (S. 11 f. Rz. 39). Ein Abbruch könne nicht nur von den beiden Beschwerdeführerinnen in Auftrag gegeben werden (S. 12 Rz. 43). Sie seien aber bereit, die Rechnung für den Abbruch durch Ersatzvor- nahme nach dem öffentlichen Inventar und einer allfälligen Annahme der Erb- schaft zu bezahlen (S. 16 Rz. 60). Eine Ordnungsbusse habe gegenüber der Er- satzvornahme keinen Vorrang (S. 17 Rz. 65). Im Übrigen halten die Beschwerde- führerinnen im Wesentlichen an ihren Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbe- schwerde fest. 4.1.1Die Erbengemeinschaft E.________ sel. bestand zum Zeitpunkt des Erlas- ses der der vorliegend angefochtenen Vollstreckungsverfügung zugrundeliegen- den Sachverfügung vom 28. April 2020 (noch) aus den beiden Beschwerdeführe- rinnen sowie G.________ sel. Letzterer ist am ____ 2020, vor Erlass der vorlie- genden angefochtenen Vollstreckungsverfügung, bei noch ungeteilter Erbschaft (von E.________ sel.) verstorben. Die gesetzlichen Erben von G.________ sel. sind wiederum die Beschwerdeführerinnen, welche die Erbengemeinschaft G.________ sel. begründen. Somit sind die beiden Beschwerdeführerinnen (ein- zige) Mitglieder der Erbengemeinschaft G.________ sel. und anderseits Teil der Erbengemeinschaft E.________ sel., dies neben der aus ihnen bestehenden Er- bengemeinschaft G.________ sel. (vgl. Ingress lit. A; Beschwerde S. 6 f. Rz. 18 f., S. 9 Rz. 33 ff., S. 11 Rz. 45; Replik S. 12 Rz. 43). Dies heisst, dass die Beschwerdeführerinnen einerseits direkte Erben von E.________ sel. sind, an- derseits kraft ihrer Stellung als Erben von G.________ sel. auch Erbeserben von E.________ sel. 4.1.2Stirbt ein Erbe, nachdem er den Erbgang erlebt hat, so vererbt sich gemäss Art. 542 Abs. 2 ZGB sein Recht an der Erbschaft auf seine Erben. Dieses "sein Recht an der Erbschaft" umfasst namentlich die Rechte des Erben als Mitglied der Erbengemeinschaft. Der Erbeserbe - und im Falle mehrerer Erbeserben jeder derselben - wird somit seinerseits Mitglied der Erbengemeinschaft mit genau denselben Rechten, wie sie sein Rechtsvorgänger besessen hat (Urteil BGer 5A_413+424/2013 vom 26.7.2013 Erw. 4.1; BGE 75 II 196 Erw. 2b). Diese Wei- tervererbung an die (gesetzlichen und eingesetzten) Erben, sofern sie den Erb- lasser überleben, gilt nicht nur für die bereits dem Erben zugeteilten Aktiven und Passiven, sondern für seine gesamte materiell- und verfahrensrechtliche Stellung als Erbe. Stirbt der Erbe, treten somit seine Erben mit allen ihren Rechten und 13 Pflichten in die bestehende Erbengemeinschaft ein (vgl. BSK ZGB II-Schwander, Art. 543 N 7 mit Hinweisen). 4.1.3Für die vorliegende Konstellation ergibt sich somit, dass die Zustellung der vorliegend angefochtenen Vollstreckungsverfügung an die Erbengemeinschaft E.________ sel. dadurch, dass die Beschwerdeführerinnen als (schwebende) Erbinnen insoweit auch in die verfahrensrechtliche Stellung ihres verstorbenen Bruders G.________ sel. eingetreten und dadurch Erbeserben von E.________ sel. sind, auch als an diese erfolgt gelten kann. Eine gesonderte Zustellung an die beiden Beschwerdeführerinnen infolge ihrer Stellung als nunmehrige Erben- gemeinschaft G.________ sel. erübrigte sich. Abgesehen davon könnte dem Einwand der Beschwerdeführerinnen, die Voll- streckungsverfügung hätte auch den Erben von G.________ sel. zugestellt wer- den müssen, allenfalls bei einer formalistischen Betrachtungsweise beigepflichtet werden. Angesichts der Personalunion im Bestand der Erbengemeinschaften E.________ sel. und G.________ sel., die in beiden Fällen aus den beiden Be- schwerdeführerinnen bestehen, erwiese sich ein solcher Zustellmangel jedoch offenkundig als für die Beschwerdeführerinnen nicht nachteilig. Anders zu befin- den müsste als überspitzter Formalismus betrachtet werden. 4.1.4Unbestritten ist allerdings, dass der Entscheid der Beschwerdeführerinnen über eine allfällige Ausschlagung oder Annahme der Erbschaft ihres Bruders G.________ sel. noch aussteht. Mit Schreiben vom 8. Januar 2021 teilte das No- tariat L.________ dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerinnen mit, das öf- fentliche Inventar über den Nachlass von G.________ sel. liege den Beteiligten bis am 26. Februar 2021 zur Einsicht auf; die entsprechenden Publikationen würden am ____ 2021 u.a. im SHAB sowie im Amtsblatt des Kantons Zürich er- scheinen (Bf-act. 21; vgl. Amtsblatt des Kantons Schwyz Nr. __ vom ____2021, S. ___ [https://www.sz.ch/public/upload/assets/____.pdf]). 4.2Die Beschwerdeführerinnen behaupten zu Recht nicht, die der vorliegend angefochtenen Vollstreckungsverfügung vom 6. Oktober 2020 zugrundeliegende - und nur eingeschränkt überprüfbare (vgl. Erw. 2.1.4) - Sachverfügung vom 28. April 2020 sei nichtig oder verstosse gegen ein unverjährbares und unver- zichtbares Grundrecht. Soweit die Beschwerdeführerinnen die Sachverfügung vom 28. April 2020 thematisieren, so auch was ihre Argumentation anbelangt, ein Abbruch sei derzeit mangels einer Gefahrenlage noch gar nicht nötig, ist daher auf diese Vorbringen im vorliegenden Verfahren grundsätzlich nicht näher einzu- gehen. 14 5.1Mit dem angeordneten Abbruch des baufälligen Gebäudes soll ein (bau-) polizeiwidriger Zustand behoben werden. 5.1.1Die zur Behebung eines polizeiwidrigen Zustandes erforderlichen Mass- nahmen sind grundsätzlich gegen den Störer zu richten. Als Störer gilt nicht nur, wer als Verhaltens- oder Handlungsstörer den polizeiwidrigen Zustand selbst oder durch das unter seiner Verantwortung erfolgende Verhalten Dritter verur- sachte, sondern auch, wer als Zustandsstörer über die Sache, die den ord- nungswidrigen Zustand bewirkt, die rechtliche oder tatsächliche Gewalt hat, was namentlich auf Eigentümer zutrifft. Der jeweilige Eigentümer eines Grundstücks hat für einen rechtswidrigen Zu- stand auf seinem Grundstück als Zustandsstörer grundsätzlich unabhängig da- von einzustehen, wodurch dieser Zustand entstanden ist und ob ihn dafür ein Verschulden trifft. Veräussert er sein Grundstück oder geht dieses in Folge eines Erbgangs auf einen anderen über, entsteht beim Rechtsnachfolger originär eine eigene bauordnungsrechtliche Verantwortlichkeit. Aufgrund seiner Eigenschaft als Zustandsstörer darf gegen ihn vorgegangen werden, auch wenn er die Störung nicht verursacht hat. Es gilt im Bau- und Planungsrecht der Grundsatz, dass eine Pflicht kraft Dinglichkeit der auf das Grundstück gerichteten Verfügung auf den Rechtsnachfolger übergeht; personale Elemente der Verfügung beein- trächtigen die Übergangsfähigkeit nicht, da der Schwerpunkt der Verpflichtung im Grundstücksbezug liegt; subjektive Sachverhaltselemente sind für die Störerei- genschaft nicht massgebend (vgl. Urteil BGer 1C_59/2011 vom 10.5.2011 Erw. 3.3; Ruoss Fierz, Massnahmen gegen illegales Bauen, S. 83 f.; KG LU V 12 251 vom 18.7.2013 Erw. 4.1). 5.1.2Haben aufgrund des Zivilrechts mehrere Personen Verfügungsgewalt über die betreffende Streitsache, sind sie zusammen bzw. in ihrer Gesamtheit als Zu- stands- und/oder Verhaltensstörer zu betrachten. Ist der Störer aus zivilrechtli- chen Gründen nicht in der Lage, einem Befehl Folge zu leisten, muss auch in diesem Falle gegen die anderen Verfügungsberechtigten entweder ein gleichlau- tender (Abbruch-)Befehl oder ein Befehl zur Duldung des Eingriffs ergehen. Steht der Widerstand des an der abzubrechenden Baute (Mit-)Berechtigten zum vorn- herein fest, wird daher die zuständige Baubehörde nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts mit Vorteil die notwendigen Beseitigungs- und Duldungsverfü- gungen im selben Verfahren erlassen, um einerseits bei der Anordnung der Voll- streckungsmassnahmen allen auf dem Spiele stehenden Privatinteressen zu- gleich Rechnung zu tragen und andererseits eine unerwünschte Verzögerung der Vollstreckung zu verhindern (vgl. Urteil BGer 1C_292/2017 vom 15.9.2017 Erw. 3.1 mit zahlreichen Hinweisen, u.a. auf BGE 107 Ia 19 Erw. 2a ff. [i.Sa. Fer-15 rari vs. Bezirk Küssnacht]; BGE 143 I 147 Erw. 5; Ruoss Fierz, a.a.O., S. 82 f. Fn 69, S. 85 f.; Rhinow/Krähenmann, Schweizerische Verwaltungsrechtspre- chung, Ergänzungsband, Basel 1990, Nr. 135 B/III/a und b; Jaag, a.a.O., Vorbe- merkungen zu §§ 29-31 Rz. 19). 5.2.1Die Erben erwerben die Erbschaft als Ganzes mit dem Tode des Erblas- sers kraft Gesetzes (Art. 560 Abs. 1 ZGB). Damit wird für das schweizerische Erbrecht das Prinzip der Universalsukzession statuiert. Es bedeutet, dass alle überhaupt vererbbaren Vermögenswerte, die dem Erblasser zugestanden haben, sowie seine vererbbaren Schulden auf die Erben im Zeitpunkt des Todes oder der Verschollenerklärung übergehen. Es findet keine direkte Nachfolge eines einzelnen Erben in bestimmte einzelne Nachlasswerte statt, sondern mehrere Erben erwerben die Erbschaft zur gesamten Hand. Die Erben werden zwingend zu einer Erbengemeinschaft verbunden (Müller/Lieb-Lindenmeyer, in: ZGB Kommentar, hrsg. von Kren Kostkiewicz, Wolf, Amstutz, Fankhauser, Zürich 2016, Art. 560 N 1). 5.2.2Haben mehrere Personen, die durch Gesetzesvorschrift oder Vertrag zu einer Gemeinschaft verbunden sind, eine Sache kraft ihrer Gemeinschaft zu Ei- gentum, so sind sie Gesamteigentümer, und es geht das Recht eines jeden auf die ganze Sache (Art. 652 ZGB). Die Rechte und Pflichten der Gesamteigentü- mer richten sich nach den Regeln, unter denen ihre gesetzliche oder vertrags- mässige Gemeinschaft steht. Besteht keine andere Vorschrift, so bedarf es zur Ausübung des Eigentums und insbesondere zur Verfügung über die Sache des einstimmigen Beschlusses aller Gesamteigentümer (Art. 653 Abs. 1 und 2 ZGB). 5.2.3Eine dieser Gesamteigentümerschaften ist die Erbengemeinschaft gemäss Art. 602 ZGB. Beerben mehrere Erben einen Erblasser, so besteht unter ihnen, bis die Erbschaft geteilt wird, infolge des Erbgangs eine Gemeinschaft aller Rechte und Pflichten der Erbschaft (Art. 602 Abs. 1 ZGB). Sie werden Gesamtei- gentümer der Erbschaftsgegenstände und verfügen unter Vorbehalt der vertragli- chen oder gesetzlichen Vertretungs- und Verwaltungsbefugnisse über die Rechte der Erbschaft gemeinsam (Art. 602 Abs. 2 ZGB). Gesamteigentümer handeln grundsätzlich nach dem Prinzip der Einstimmigkeit und Gemeinsamkeit. Ent- scheidungen über Nutzung, Verwaltung und Vertretung des gemeinschaftlichen Objekts erfordern Einstimmigkeit. Auch nach der neueren Praxis des Bundesge- richts wird stets am Erfordernis der Willensübereinstimmung für alle Entschei- dungen über die Nutzung, Verwaltung und Vertretung des gemeinschaftlichen Objekts festgehalten (Art. 653 Abs. 2 ZGB; Urteil BGer 5C.289/2005 vom 15.6.2007 Erw. 6.1 mit Hinweisen). Die Gesamteigentümer bilden deshalb 16 grundsätzlich auch in einem Prozess eine notwendige Streitgenossenschaft (vgl. Urteil BGer 5A_137/2010 vom 21.5.2010 Erw. 5.3). Vorbehältlich anderer Rege- lungen müssen alle Gesamteigentümer einem Beschluss zustimmen, damit Ge- samteigentum ausgeübt bzw. darüber verfügt werden kann. Das Einstimmig- keitserfordernis erfasst jede Eigentumsausübung, d.h. Nutzungs-, Verwaltungs- und Verfügungshandlung jeder Art (Wichtermann, in: BSK ZGB II, 4. Aufl., Basel 2011, Art. 653 N 12 f.). 5.2.4Als Mitglied der Erbengemeinschaft kann jeder Erbeserbe (vgl. vorstehend Erw. 4.1.2) die Teilung verlangen und grundsätzlich die gleichen Rechte geltend machen wie die direkten Erben. Eine eigene Erbengemeinschaft im Sinne von Art. 602 ZGB bilden die Erbeserben hingegen in Bezug auf die Erbschaft ihres unmittelbaren Erblassers, zu der auch dessen - ihnen zugefallene - Anteil an der unverteilten Erbschaft gehört. Die Auseinandersetzung der (zweiten) Erbenge- meinschaft der Erbeserben setzt in der Regel die vollständige oder teilweise Li- quidation der ersten Erbengemeinschaft voraus, deren Mitglieder auch die Erbe- serben sind. Die Erbschaften der beiden Gemeinschaften sind zu unterscheiden und haben je ihr eigenes Schicksal (vgl. Urteil BGer 5A_413+424/2013 vom 26.7.2013 Erw. 4.1 mit Hinweisen). Die erste Erbengemeinschaft ist vorliegend diejenige von E.________ sel., die zweite diejenige von G.________ sel. 5.2.5Sowohl die in Rechtskraft erwachsene Sachverfügung (und gleichzeitig un- selbständige Vollstreckungsverfügung) vom 28. April 2020 wie auch die vorlie- gend angefochtene selbständige Vollstreckungsverfügung vom 6. Oktober 2020 stehen im Zusammenhang mit einem Grundstück aus der Hinterlassenschaft von E.________ sel. Dieser Nachlass wurde unbestrittenermassen nicht ausgeschla- gen und noch nicht geteilt. Es ist weiter unbestritten, dass die massgebende Sachverfügung, welche auch die Androhung der Ordnungsbusse beinhaltete und die - vorbehalten des Aus- gangs des parallelen Wiedererwägungsverfahrens - in Rechtskraft erwachsen ist, noch vor dem Tod von G.________ sel. erging. Die entsprechende(n) Verpflich- tung(en) betreffen somit das Gesamteigentum aus dem Nachlass von E.________ sel. Die solidarische Haftung der Erben für die Schulden des Erblassers (Art. 603 Abs. 1 ZGB) erfasst auch die Erbgangsschulden, d.h. Verpflichtungen, die nach dem Tode des Erblassers zulasten der Erbengemeinschaft entstanden sind (BGE 93 II 11 Erw. 2.a, Urteil BGer 5P.134/2002 vom 5.9.2002 Erw. 2.2). Es kann daher grundsätzlich keine Rolle spielen, ob die Baufälligkeit, welche zur 17 Rückbauverfügung geführt hat, auf das Verhalten des Erblassers (E.________ sel.) oder der Erben zurückzuführen ist. Aus dem gesetzlichen Solidarschuldverhältnis der Erben ergibt sich im Weiteren auch, dass ein Gläubiger jeden solidarisch haftbaren Erben einzeln auf Erfüllung der ganzen Schuld belangen darf (vgl. Art. 143 f. OR). Die Erbschaftsgläubiger können deshalb nach ihrer Wahl entweder alle Erben zugleich oder einen nach dem andern oder auch nur einen beliebigen Erben in Anspruch nehmen. Sämtli- che Erben bleiben so lange verpflichtet, bis die ganze Forderung getilgt ist (Art. 144 OR). Eigenheit der Solidarität ist es, dass sich die Gläubiger nicht um das Innenverhältnis und damit die endgültige Aufteilung eines Forderungsbetra- ges zwischen den Schuldnern zu kümmern brauchen (vgl. BGE 129 V 70 Erw. 3.2). Folglich muss das Gemeinwesen analog vorliegend den Abbruch von jedem Erben verlangen können. 5.2.6Angesichts der Tatsache, dass der Erblasser E.________ sel. bereits im _____ 1993 verstorben ist und das Schreiben der Gemeinde mit der Aufforde- rung an die Erben, das vom Zerfall bedrohte Gebäude zu sichern, erst im Juli 2017 (vgl. vorstehend Ingress lit. A) und somit 24 Jahre später erging, drängt sich die Annahme auf, dass der mangelnde Unterhalt des Gebäudes seitens der Erben für die Baufälligkeit verantwortlich ist. Indes macht es für die Beurteilung, wie vorstehend (Erw. 5.2.5) angesprochen, keinen Unterschied, falls der Grund für die Baufälligkeit im Verhalten des Erblassers E.________ sel. begründet liegt oder ob die Erben als Verhaltensstörer zu betrachten sind. Ist der Erblasser E.________ sel. als Verhaltensstörer zu betrachten, sind die nunmehrigen Ge- samteigentümer als Zustandsstörer zu qualifizieren. Zu ergänzen ist, dass die Verhaltensstörung vorliegend so oder anders in der Unterlassung des Gebäude- unterhalts beruht (zur Unterlassung als Verhaltensstörung vgl. BGE 102 Ib 203 Erw. 4.b). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann die Kostenpflicht - auch die latente - des Verhaltensverursachers im Fall der Universalsukzession gemäss Art. 560 Abs. 2 ZGB auf dessen Erben übergehen. Zwar kann nicht die Verhal- tensverursachereigenschaft durch Erbfolge auf einen Erben übertragen werden, wohl aber die Schulden des Erblassers, einschliesslich solcher öffentlich- rechtlicher Natur, sofern der Erbe die Erbschaft nicht ausschlägt (vgl. BGE 142 II 232 Erw. 6.3, mit zahlreichen Hinweisen, u.a. auf BGE 139 II 106 Erw. 5.3.2). Konkret hat das Bundesgericht den Übergang der Kostentragungspflicht des Verhaltensverursachers (im Rahmen von Altlastensanierungen) auf seine Erben an zwei Voraussetzungen geknüpft. Einerseits muss zum Zeitpunkt des Erb- gangs eine rechtliche Grundlage für eine Sanierungs- und Kostentragungspflicht 18 bestanden haben. Andererseits müssen die Erben die Möglichkeit gehabt haben, das Erbe auszuschlagen oder unter öffentlichem Inventar anzunehmen, was die Vorhersehbarkeit einer Sanierungspflicht bedingt (BGE 142 II 232 Erw. 6.3 mit Hinweis auf Urteil BGer 1A.273/2005 / 1A.274/2005 / 1P.669/2005 vom 25.9.2006 Erw. 5.3 [in: URP 2007 S. 861]). In Anwendung dieser Rechtsprechung auf den vorliegenden Fall sind diese Vor- aussetzungen erfüllt. Die Gemeinde hat ihre Abbruchanordnung mit § 54 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes (PBG; SRSZ 400.100) vom 14. Mai 1987 be- gründet, also einer im Zeitpunkt des Erbganges (21.4.1993, vgl. vorstehend In- gress lit. A) bestehenden rechtlichen Grundlage. Eine bereits damals bestehende Baufälligkeit wäre für die Erben damals bereits erkennbar gewesen und die Mög- lichkeit zur Ausschlagung des Erbes oder Annahme desselben unter öffentlichem Inventar hätte bestanden. 5.2.7Es erweist sich somit aus einer erbrechtlichen (und wirtschaftlichen) Optik, dass die Abbruchkosten nur die Passiven des noch zu teilenden Nachlasses von E.________ sel. erhöhen bzw. dessen Aktiven mindern. Auf den Nachlass von G.________ sel. wirkt sich dies nur indirekt und insofern aus, als sich dessen An- teil am grundsätzlich vorgängig zu teilenden Nachlass von E.________ sel. um einen entsprechenden Anteil verringert und sich somit entsprechend auch die Passiven des grundsätzlich erst danach zu teilenden Nachlasses von G.________ sel. entsprechend erhöhen. Dieser Anteil von E.________ sel. wie auch der beiden Beschwerdeführerinnen beträgt unbestrittenermassen je ein Drittel (vgl. Bf-act. 13 S. 5 [von der KESB noch nicht genehmigter Erbteilungsver- trag vom 3.7.2020]). 5.2.8Ebenso müsste es sich mit den Kosten der von den Beschwerdeführerin- nen eventualiter beantragten Ersatzvornahme durch die Gemeinde verhalten, welche - wie es der Name sagt - die Kosten für den grundsätzlich von den Ei- gentümern zu veranlassenden Rückbau des Gebäudes "ersetzen" bzw. als Sur- rogat an die Stelle der Abbruchkosten treten. 5.2.9Es erweist sich mithin, dass der angeordnete Abbruch des Gebäudes, un- abhängig davon, ob er durch die Beschwerdeführerinnen selber oder auf dem Weg der Ersatzvornahme erfolgt, wie auch die hieraus für die Beschwerdeführe- rinnen resultierenden Kosten keine Einmischung der Beschwerdeführerinnen als "schwebende" Erbinnen in das Erbe ihres Bruders G.________ sel. darstellen können. 19 5.3Es stellt sich indessen die Frage, wie es sich diesbezüglich mit den vorlie- gend strittigen Ordnungsbussen (als repressive Sanktion, vgl. Häfelin/Müller/ Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl., Zürich 2020 Rz. 1484 ff. sowie Wiederkehr, in: Wiederkehr/Richli, Praxis des allgemeinen Verwaltungsrechts, Bern 2012, Rz. 3144 ff.; exekutorische Sanktion nach Jaag/Häggi Furrer, in: Waldmann/Weissenberger, Praxiskommentar VwVG, 2. Aufl., Zürich 2016, Art. 41 N 4; Ordnungsbusse als "repressive Massnahme mit exekutorischen Zü- gen" gemäss Kölz/Häner/Bertschi, Verwaltungsverfahren und Verwaltungs- rechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich 2013, Rz. 669) verhält. 5.4.1Der Umstand, dass die Ordnungsbusse wie die Ersatzvornahme (diese als exekutorische Sanktion, vgl. Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 1467 ff.) auf Kosten des Pflichtigen ebenfalls bei den Vollstreckungsmassnahmen in § 78 Abs. 1 VRP geregelt ist, spricht dafür, dass für die Ordnungsbusse grundsätzlich das Gleiche gelten muss, wie vorstehend zur Ersatzvornahme dargelegt wurde. 5.4.2Bei Ordnungsbussen handelt es sich um Verwaltungsstrafen für verwal- tungsrechtlich begründete Pflichtverletzungen; sie sind verwaltungsrechtlicher Natur. Im Vordergrund steht grundsätzlich nicht ihr pönaler Charakter, sodass auch die in Art. 6 Abs. 2 EMRK verankerte Unschuldsvermutung nicht zur An- wendung gelangt (vgl. Wiederkehr, a.a.O., Rz. 3144 f.). Vielmehr bezwecken sie die Durchsetzung des Verwaltungsrechts und die Erfüllung von verwaltungsrecht- lichen Pflichten (Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 1484 und Rz. 1440). 5.4.3Wie bereits erwähnt, sind die Erben von E.________ sel. (bzw. die Be- schwerdeführerinnen) als Zustandsstörer oder als Verhaltensstörer zu betrachten (vgl. vorstehend Erw. 5.2.6). Im einen wie im anderen Fall ist bei ihnen infolge des Erbganges eine originäre bauordnungsrechtliche Verantwortlichkeit entstan- den (vgl. vorstehend Erw. 5.1.1). Diese baurechtliche Verantwortlichkeit be- schlägt auch die Ordnungsbusse, welche den Zweck verfolgt, die in der Verant- wortung stehenden Personen dazu anzuhalten, den baupolizeiwidrigen in einen rechtskonformen Zustand überzuführen. Angesichts der solidarischen Haftung der Gesamteigentümer kann dies, wie ebenfalls ausgeführt (vgl. vorstehend Erw. 5.2.5), von jedem einzelnen Erben verlangt werden. Dass und inwiefern dies zu einer Einmischung in den Nachlass von G.________ sel. und somit (der Fiktion) der Annahme der Erbschaft führen kann, ist nicht nachvollziehbar, zumal es sich um eine öffentlich-rechtliche Anordnung handelt, welche im Zeichen der Herstellung eines baupolizeilich konformen Zustandes zu erfüllen ist. Ob die betreffenden Kosten (Abbruch und/oder Ordnungsbusse) zu Lasten des Nachlasses von E.________ sel. gehen, wie vorstehend hinsichtlich 20 der Abbruchkosten angenommen (vgl. vorstehend Erw. 5.2.7), ist letztlich im vor- liegenden Verfahren nicht weiter zu prüfen, sondern im Rahmen der erbrechtli- chen Auseinandersetzung des Nachlasses von E.________ sel. zu beurteilen. 5.4.4Nachdem Subjekt des Gesamteigentums grundsätzlich jeder einzelne Ge- samthänder ist (vgl. Mangisch, in: ZGB Kommentar, hrsg. von Kren Kostkiewicz, Wolf, Amstutz, Fankhauser, Zürich 2016, Art. 652 N 2), wäre es grundsätzlich wünschenswert, wenn die Erben bzw. die beiden Beschwerdeführerinnen in der angefochtenen Verfügung auch je einzeln aufgeführt worden wären. Indes wer- den zum einen die "Erben" solidarisch zur Bezahlung der Ordnungsbusse ver- pflichtet und sind diese Erben hinreichend bekannt bzw. ergeben sich aus der Erbenbescheinigung (vgl. Erbteilungsvertrag S. 4 Ziff. III.b); die solidarische Ver- pflichtung ist angesichts der Unabhängigkeit der Ordnungsbusse von einem (in- dividuellen) Verschulden zulässig. Zum andern sind Gesamthandschaften man- gels Rechts- bzw. Prozessfähigkeit grundsätzlich nicht betreibungsfähig. Hiervon ausgenommen ist jedoch die Erbengemeinschaft, bei welcher jedes Mitglied aktiv und passiv betreibungsfähig ist (vgl. Mangisch, a.a.O., Art. 653 N 7). Somit dürfte auch eine auf die Erben(-gemeinschaft) ausgestellte Ordnungsbussenverfügung vollstreckbar sein. Dies ist indes gegebenenfalls in einem betreibungsrechtlichen Verfahren zu prüfen. 5.5Was die von den Beschwerdeführerinnen befürchtete Einmischung anbe- langt, ist in erbrechtlicher Hinsicht ergänzend noch Folgendes festzuhalten: 5.5.1Das Verwaltungsgericht befindet grundsätzlich gestützt auf öffentlich- rechtlichen Grundlagen und es besteht für die Verwaltungsbehörden an und für sich auch keine Pflicht, zivilrechtliche Vorfragen zu entscheiden, vorbehalten es ergibt sich ein unzweifelhaftes Resultat (Urteil BGer 1C_246/2015 vom 4.3.2016 Erw. 2.4 mit zahlreichen Hinweisen). 5.5.2Gemäss Art. 571 Abs. 2 ZGB ist eine Ausschlagung nicht mehr möglich, wenn ein Erbe sich vor Ablauf der Frist in die Angelegenheiten der Erbschaft eingemischt oder Handlungen vorgenommen hat, die nicht durch die blosse Verwaltung der Erbschaft und durch den Fortgang der Geschäfte des Erblassers gefordert waren, oder wenn er Erbschaftssachen sich angeeignet oder verheimlicht hat (vgl. ZK-Escher, Art. 571 ZGB N 6; BSK-Schwander, Art. 571 ZGB N 4). Namentlich muss die Handlung im Interesse des Nachlasses notwendig sein (insbesondere bei Schadensabwendung). Zudem darf diese Handlung keinen Aufschub bis zum endgültigen Erwerb der Erbschaft dulden (Piotet, SPR IV/2, S. 603). Immerhin dürfen an die Notwendigkeit keine zu hohen Anforderungen gestellt werden (BGE 54 II 416 Erw. 2). Blosse 21 Verwaltungshandlungen bzw. Fortgang der Geschäfte sind beispielsweise Einholen von Auskünften über den Stand der Erbschaft, dringende Ausbesserungen, Zahlung fälliger Erbschaftsschulden, Weiterführung eines hängigen Prozesses oder eines eingeleiteten Zwangsvollstreckungsverfahrens, Weiterführung eines Geschäftsbetriebs, Unterhalt von Gebäude, u.w. (vgl. Piotet, a.a.O., S. 602 f.; BSK-Schwander, Art. 571 ZGB N 5; BK-Tuor/Picenoni, Art. 571 ZGB N 10 ff.). Es kann kaum in Abrede gestellt werden, dass die öffentlich-rechtliche Verpflichtung, das baufällige Gebäude abzubrechen und die infolge der Nichtbeachtung dieser Verpflichtung angeordnete Ordnungsbusse im Lichte der dargelegten Rechtslage nicht als Einmischung in einen Nachlass qualifiziert werden kann. 6.1Die Beschwerdeführer rügen schliesslich, die angefochtene Vollstre- ckungsverfügung sei unverhältnismässig. Sodann habe die Vorinstanz mit der Wahl der Vollstreckungsmassnahmen das Ermessen nicht nur überschritten und missbraucht, sondern auch nicht korrekt gehandhabt. 6.2.1Staatliches Handeln muss im öffentlichen Interesse liegen und verhältnis- mässig sein (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidge- nossenschaft [BV; SR 101] vom 18.4.1999). Der Grundsatz der Verhältnismäs- sigkeit fordert, dass die Verwaltungsmassnahmen ein geeignetes und notwendi- ges Mittel darstellen, um das im öffentlichen Interesse zu verwirklichende Ziel zu erreichen. Die drei Elemente Geeignetheit, Erforderlichkeit und Zumutbarkeit müssen kumulativ erfüllt sein, damit der Grundsatz der Verhältnismässigkeit ge- wahrt ist. Diese staatliche Pflicht wird auch in § 78 Abs. 4 Satz 1 VRP, wonach die Behörde bei der Wahl der Vollstreckungsmassnahme den Grundsatz der Verhältnismässigkeit beachtet (vgl. Erw. 2.1.2), statuiert. Während bei Eignung und Erforderlichkeit auf die objektive Sicht abzustellen ist, beurteilt sich die Zu- mutbarkeit (Verhältnismässigkeit im engeren Sinne) primär aus der subjektiven Sicht des Verfügungsadressaten (vgl. VGE III 2020 93 vom 23.10.2020 Erw. 6.1 mit Hinweisen). 6.2.2Neben den Mängeln, die zur Aufhebung einer Vollstreckungsverfügung führen können (vgl. vorstehend Erw. 2.1.4), kann die Behörde in Ausnahmefällen ermessensweise, im Sinne der Verhältnismässigkeit, dann (einstweilen) auf die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands verzichten, wenn beispielsweise eine laufende Gesetzesrevision den rechtswidrigen Zustand mit grosser Wahr- scheinlichkeit beheben würde. Wurde indes bereits eine Vollstreckungsmass- nahme beschlossen, so muss aus Gründen der Rechtssicherheit und der 22 Rechtsgleichheit vollstreckt werden. Die vollstreckende Behörde kann nicht auf die Vollstreckung verzichten (vgl. EGV-SZ 2018 B 8.5 Erw. 4.5 f. m.H., u.a. auf BGE 108 Ia 216). Überdies ist gemäss der Rechtsprechung mit der Androhung der Vollstreckung - und folglich auch mit der Vollstreckung - zuzuwarten, sofern hierfür besondere Umstände sprechen (EGV-SZ 2018 B 8.5 Erw. 4.5 m.H.a. Waldmann, in: FHB Öffentliches Baurecht, Rz. 6.50 m.H.a. die Rechtsprechung, u.a. Urteil BGer 1C_730/2013 vom 4.6.2014 Erw. 6.4). 6.3.1Die Ordnungsbusse ist erfahrungsgemäss und so auch vorliegend geeig- net, die betreffenden Personen zur Erfüllung ihrer persönlichen Pflichten anzu- halten. Zu bejahen ist auch ihre Erforderlichkeit. Als mildere Massnahme geht sie in Beachtung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes der Ersatzvornahme und dem unmittelbaren Zwang vor. Als Vorstufe zur Ersatzvornahme und zum unmit- telbaren Zwang kommt sie allerdings nur bzw. nur solange in Frage, als sie sich als Vollstreckungsmassnahme auch eignet (vgl. VGE III 2008 179 vom 11.12.2008 Erw. 1.3; VGE 1027/01 vom 29.11.2001 Erw. 2a = EGV-SZ 2001 B 17.1). Es kann den Beschwerdeführerinnen daher nicht gefolgt werden, wenn sie mo- nieren, eine Ersatzvornahme wäre verhältnismässiger gewesen als die "unsinni- ge Ordnungsbusse". Mit dem Gemeinderat (Vernehmlassung S. 4) ist festzuhal- ten, dass es bei der Wahl der Vollstreckungsmassnahme nicht darum gehen kann, eine für die Pflichtige(n) ideale Massnahme zu verfügen. 6.3.2Mit Fr. 50.-- pro nichterfülltem Tag kommt der "Tagessatz" angesichts der möglichen gesetzlichen Maximalbusse von Fr. 500.-- pro Tag (vgl. § 78 Abs. 5 VRP) sodann im untersten Bereich zu liegen. Überdies sprach die Vorinstanz die Ordnungsbusse zugunsten einer nochmaligen einmonatigen Erfüllungsfrist im Sinne einer letzten Chance nicht schon - wie mit der unselbständigen Vollstre- ckungsverfügung vom 28. April 2020 angedroht - ab Oktober 2020, sondern erst ab November 2020 (vgl. Erw. 3.1.1 f.; Ingress lit. B und C). Die Zumutbarkeit (Verhältnismässigkeit im engeren Sinn) ist somit ebenfalls zu bejahen. 6.3.3Gründe, welche zu einer Behebung des rechtswidrigen Zustands führen könnten und daher allenfalls einen einstweiligen Verzicht auf den verfügten Ab- bruch rechtfertigten, sind weder ersichtlich noch werden solche geltend gemacht, jedenfalls nicht substantiiert. Die Befürchtung einer Einmischung in die mögli- cherweise überschuldete Erbschaft G.________ sel. und die Verunmöglichkeit einer Ausschlagung stellt, wie vorstehend dargelegt, jedenfalls keinen solchen Grund dar. Ein Grund, der ein weiteres Zuwarten rechtfertigen könnte, ist eben- falls nicht ersichtlich, zumal sich die Gemeinde diesbezüglich nunmehr schon 23 mehrere Jahre kulant zeigte (vgl. vorstehend Ingress lit. A f.) und das baufällige Gebäude gemäss der Darstellung der Gemeinde, an deren Richtigkeit nicht zu zweifeln ist (vgl. Fotoaufnahme, in: [unnummierierte] Vi-Akten) mittlerweile ein Sicherheitsrisiko darstellt. 6.4Die angefochtene Vollstreckungsverfügung bzw. die verfügte Ordnungs- busse wahrt also den Grundsatz der Verhältnismässigkeit. Soweit die Beschwer- deführerinnen im gleichen Zusammenhang rügen, die Vorinstanz habe ihr Er- messen nicht nur überschritten und missbraucht, sondern auch nicht korrekt ge- handhabt, erweisen sich die diesbezüglichen und nicht weiter substantiierten Vorbringen ebenso als unbegründet. 6.5Nachdem die Beschwerde abzuweisen ist, ist der Beginn der Ordnungs- busse - unter dem Vorbehalt des zwischenzeitlich erfolgten Abbruchs des ehe- maligen Wohnhauses - neu auf den ersten Tag des ersten Monats nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides festzusetzen. 6.6Sollten die Beschwerdeführer zwischenzeitlich der Abbruchanordnung kei- ne Folge geleistet haben und auch trotz dieses Entscheides nicht willens sein, der gemeinderätlichen Anordnung Folge zu leisten, wird sich allerdings die Frage stellen und vom Gemeinderat zu prüfen sein, ob eine allfällige Fortsetzung der Ordnungsbusse über die Dauer eines Monats hinaus noch zielführend sein kann oder ob nicht sinnvollerweise direkt zur Ersatzvornahme auf Kosten der Be- schwerdeführerinnen (bzw. des Nachlasses von E.________ sel.) geschritten wird, wie es auch aus baupolizeilichen Gründen (vgl. vorstehend Ingress lit. A) als geboten erscheint. 7.Grundsätzlich ist jede Verwaltungsbehörde gemäss § 78 Abs. 3 VRP be- fugt, die Bestrafung im Sinne von Art. 292 StGB anzudrohen (Jaag, a.a.O., § 30 N 54). Dieser Androhung wie der Strafanzeige kommt kein Verfügungscharakter gemäss § 6 VRP zu, da damit keine Rechtsbeziehungen verbindlich festgesetzt werden. Weder die Strafandrohung noch die Strafanzeige sind daher vor Verwal- tungsgericht anfechtbar. Entsprechend ist diesbezüglich nicht auf die Beschwer- de einzutreten (vgl. z.B. VGE III 2017 185 vom 20.12.2017 Erw 4.6). 8.Diesem Ergebnis entsprechend werden die auf Fr. 1'500.-- festzusetzenden Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) den unter- liegenden Beschwerdeführerinnen unter solidarischer Haftung auferlegt (§ 72 VRP). Parteientschädigungen (§ 74 VRP) sind keine zuzusprechen.24 Demnach erkennt das Verwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. Der Beginn der Ordnungsbusse wird - unter dem Vorbehalt des zwischenzeitlich erfolgten Abbruchs des ehemaligen Wohnhauses auf der Liegenschaft KTN __01 Oberiberg - neu auf den ersten Tag des ersten Monats nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides festgesetzt. 2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) werden auf Fr. 1'500.-- festgesetzt. Die Beschwerdeführerinnen haben am 5. November 2020 einen Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- bezahlt. Sie ha- ben die Restanz von Fr. 500.-- innert 30 Tagen seit Zustellung des Ent- scheids auf das Postkonto 60-22238-6 des Verwaltungsgerichts zu über- weisen. 3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau- sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005). Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe- schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 5. Zustellung an: -den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerinnen (2/R) -die Vorinstanz (R; unter Beilage der Eingabe der Beschwerdeführerinnen vom 22.2.2021) -das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (z.K.) -und das kantonale Amt für Raumentwicklung (z.K.). Schwyz, 8. März 2021 Im Namen des Verwaltungsgerichts Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:25 *Anforderungen an die Beschwerdeschrift Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru- mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen. Versand: 16. März 2021