<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00170</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204201&amp;W10_KEY=13013569&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00170</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 04.05.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Straf- und Massnahmenvollzug</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug unter Aufschub der Landesverweisung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Zulässigkeit des Vollzugs der Landesverweisung bei bedingter Entlassung aus dem Strafvollzug. Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E. 1). Ob die Landesverweisung bei der bedingten Entlassung aus dem Strafvollzug zu vollziehen ist, hängt davon ab, ob die Resozialisierungschancen in der Schweiz oder im Ausland (regelmässig im Heimatstaat des Betroffenen) grösser sind. Massgeblich sind die persönlichen Verhältnisse, nicht aber die allgemeinen Arbeitsmarktbedingungen (E. 2.1). Die Eltern des Beschwerdeführers und zwei Geschwister leben im Heimatstaat, während er hier ausser der Beziehung zu zwei Brüdern keine nennenswerten Kontakte hat. Die Annahme der Vorinstanzen, die Integration sei nicht geglückt und die Resozialisierungschancen seien im Heimatland besser, ist unter diesen Umständen nicht rechtsverletzend (E. 2.2). Die Verknüpfung der bedingten Entlassung mit dem Vollzug der Landesverweisung ist zulässig (E. 3). Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege und eines unentgeltlichen Rechtsbeistands wegen Aussichtslosigkeit (E. 4). Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ANORDNUNG IM STRAF- UND MASSNAHMENVOLLZUG">ANORDNUNG IM STRAF- UND MASSNAHMENVOLLZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEDINGTE ENTLASSUNG">BEDINGTE ENTLASSUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LANDESVERWEISUNG">LANDESVERWEISUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PROBEWEISER AUFSCHUB">PROBEWEISER AUFSCHUB</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PROGNOSE">PROGNOSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RESOZIALISIERUNGSCHANCE">RESOZIALISIERUNGSCHANCE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHE PROZESSFÃHRUNG (UP)">UNENTGELTLICHE PROZESSFÃHRUNG (UP)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHER RECHTSBEISTAND (URB)">UNENTGELTLICHER RECHTSBEISTAND (URB)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKNÃPFUNG">VERKNÃPFUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VOLLZUG">VOLLZUG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 38 StGB</span><br/><span class="gerade">Art. 55 Abs. II StGB</span><br/><span class="ungerade">§ 16 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 43 Abs. I lit. g VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 43 Abs. II VRG</span><br/><span class="gerade">§ 50 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>A, geboren 1978, wurde mit Urteil des Obergerichts des Kantons ZÃ¼rich vom 28. Januar 2002 unter anderem wegen vollendeter versuchter vorsÃ¤tzlicher TÃ¶tung zu einer Zuchthausstrafe von 6 Jahren verurteilt, wovon 692 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft erstanden waren. Zudem wurde er fÃ¼r die Dauer von 10 Jahren aus dem Gebiet der Schweiz verwiesen, wobei der Vollzug der Landesverweisung nicht aufgeschoben wurde. Am 12. Oktober 2003 stellte A, welcher in der Strafanstalt PÃ¶schwies inhaftiert ist, das Gesuch um bedingte Entlassung auf den frÃ¼hest mÃ¶glichen Termin, das heisst den 6. MÃ¤rz 2004. Im Weiteren beantragte er den Aufschub der gerichtlichen Landesverweisung. Mit VerfÃ¼gung vom 4. Februar 2004 entsprach der Sonderdienst des Amts fÃ¼r Justizvollzug des Kantons ZÃ¼rich dem Gesuch A's insoweit, als die bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug unter Ansetzung einer dreijÃ¤hrigen Probezeit gewÃ¤hrt wurde, jedoch erst auf den Zeitpunkt, in welchem die gerichtliche Landesverweisung vollzogen werden kÃ¶nne. Der Aufschub des Vollzugs der gerichtlichen Landesverweisung wurde mit gleicher VerfÃ¼gung abgelehnt und die Kantonspolizei ZÃ¼rich wurde beauftragt, die Landesverweisung zu vollstrecken.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen diese VerfÃ¼gung vom 4. Februar 2004 liess A bei der Direktion der Justiz und des Innern des Kantons ZÃ¼rich am 27. Februar 2004 Rekurs erheben, welcher mit VerfÃ¼gung vom 9. MÃ¤rz 2004 abgewiesen wurde.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 8. April 2004 (Poststempel vom 10. April 2004) liess A Beschwerde an das Verwaltungsgericht gegen den Rekursentscheid vom 9. MÃ¤rz 2004 erheben mit den AntrÃ¤gen, es sei die bedingte Entlassung voraussetzungslos auszusprechen und der Vollzug der Landesverweisung sei unter Ansetzung einer Probezeit von drei Jahren aufzuschieben, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten des Justizvollzugs des Kantons ZÃ¼rich. Ausserdem beantragte er im Sinne einer vorsorglichen Massnahme die umgehende Entlassung aus dem Strafvollzug. Gleichzeitig stellte er das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands. Mit Vernehmlassung vom 21. April 2004 beantragte die Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde. Ebenso beantragte das Amt fÃ¼r Justizvollzug mit Beschwerdeantwort vom 22. April 2004 die Abweisung der Beschwerde. Das Amt fÃ¼r Justizvollzug ging davon aus, der BeschwerdefÃ¼hrer sei bereits ausgeschafft worden, was sich aber als irrtÃ¼mlich herausstellte.</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Einzelrichterin</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>§ 43 Abs. 1 lit. g in Verbindung mit Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) lÃ¤sst die Beschwerde gegen Anordnungen in Straf- und Polizeistrafsachen, einschliesslich Vollzug von Strafen und Massnahmen, unter anderem zu, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht (vgl. auch § 27 Abs. 2 des kantonalen Straf- und Vollzugsgesetzes vom 30. Juni 1974 [StVG]). </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Bundesgericht bejaht seine ZustÃ¤ndigkeit sowohl betreffend bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug nach Art. 38 des Strafgesetzbuchs (StGB; BGE 105 IV 167) wie auch betreffend Vollzug der Landesverweisung bei bedingter Entlassung (Art. 55 Abs. 2 StGB; BGE 122 IV 56, 118 IV 221 E. 1a; BGr, 10. Juli 2003, 6A.44/2003, E. 1.1; 16. </span><span>Mai 2003, 6A.13/2003; 6. </span><span>November 2002, 6A.58/2002, je unter www.bger.ch; zum Ganzen Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 43 N. 23 f.). Somit ist auch die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts in vorliegender Sache gegeben.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Da es sich um Anordnungen aufgrund der §§ 16, 17 Satz 1 und 21 StVG in Verbindung mit den §§ 2 lit. a, 5 lit. a, 8 lit. a, 53 und 147 der Justizvollzugsverordnung vom 24. Oktober 2001 handelt, fÃ¤llt die Behandlung in die einzelrichterliche Kompetenz (§ 38 Abs. 2 lit. b VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span>Mit dem heutigen Entscheid wird das Begehren um Erlass vorsorglicher Massnahmen gegenstandslos.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.4 </span></b><span>Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen gemÃ¤ss den §§ 50 f. VRG Rechtsverletzungen (einschliesslich des Ermessensmissbrauchs sowie der ErmessensÃ¼ber- und ‑unterschreitung) sowie die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des (entscheidungswesentlichen) Sachverhalts gerÃ¼gt werden. Dem Verwaltungsgericht ist demgemÃ¤ss die ErmessensÃ¼berprÃ¼fung versagt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 81 und N. 91 letztes Beispiel; vgl. auch BGr, 10. Juli 2003, 6A.44/2003, E. 2.2; 16. </span><span>Mai 2003, 6A.13/2003, E. 2; 6. </span><span>November 2002, 6A.2002, E. 2, alle unter www.bger.ch).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde richtet sich gegen den in Verbindung mit der bedingten Entlassung angeordneten Vollzug der gerichtlichen Landesverweisung. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Wird ein Verurteilter bedingt entlassen, so entscheidet die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde, ob und unter welchen Bedingungen der Vollzug der Landesverweisung probeweise aufgeschoben werden soll (§ 55 Abs. 2 StGB). Massgebend ist, ob fÃ¼r den Verurteilten in der Schweiz oder im Ausland die besseren Chancen fÃ¼r die Resozialisierung bestehen. Zu berÃ¼cksichtigen sind dabei namentlich die persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse, die Beziehung zur Schweiz, die FamilienverhÃ¤ltnisse, die ArbeitsmÃ¶glichkeiten und die soziale Integration (BGr, 10. Juli 2003, 6A.44/2003, E. 2.2; 16. Mai 2003, 6A.13/2003, E. 2; 6. November 2002, 6A.58/2002, E. 2, je unter www.bger.ch; vgl. auch Stefan Trechsel, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Kurzkommentar, 2. A., ZÃ¼rich 1997, Art. 55 N. 6 mit Hinweisen). Allerdings kÃ¶nnen gÃ¼nstigere Arbeitsmarktbedingungen in der Schweiz den Entscheid ebenso wenig beeinflussen wie etwa ein besserer Ausbau der schweizerischen Sozialeinrichtungen (BGE 104 Ib 330 E. 2). VerfÃ¼gt der Betroffene Ã¼ber enge Beziehungen im Ausland bzw. zu dort lebenden Personen, liegt ein Indiz dafÃ¼r vor, dass die Chancen einer Resozialisierung ausserhalb der Schweiz grundsÃ¤tzlich gut oder jedenfalls nicht schlechter sind als in der Schweiz (BGE 116 IV 283 E. 2a mit Hinweisen). Eine GesamtwÃ¼rdigung aller UmstÃ¤nde kann aber auch in einem solchen Fall zum Ergebnis fÃ¼hren, dass aus ResozialisierungsgrÃ¼nden ein Aufschub der Landesverweisung angezeigt ist, etwa um einem Betroffenen zu ermÃ¶glichen, den Kontakt zu seinen Kindern zu pflegen (vgl. BGE 116 IV 285 E. 2c; zum Ganzen BGr, 10. Juli 2003, 6A.44/2003, E. 2.2, www.bger.ch).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.2.1 </span></b><span>Der Beschwerdegegner und die Vorinstanz attestierten dem BeschwerdefÃ¼hrer in legalprognostischer Hinsicht verhÃ¤ltnismÃ¤ssig gute BewÃ¤hrungsaussichten. Der Be­schwerde­fÃ¼hrer habe sich im Strafvollzug klaglos verhalten und bei der Anlasstat habe es sich um ein Einzeldelikt mit einer hochspezifischen TÃ¤ter-Opfer-Beziehung gehandelt, weshalb eine hohe GefÃ¤hrdung der Sicherheit der Schweiz ausgeschlossen werden kÃ¶nne. Massgebend kÃ¶nne demnach nur sein, ob die BewÃ¤hrungsaussichten des Beschwerde­fÃ¼hrers in der Schweiz besser oder jedenfalls nicht schlechter seien als im Heimatland. Sowohl der Justizvollzug des Kantons ZÃ¼rich als auch die Rekursinstanz gelangten in der Folge zum Ergebnis, eine Resozialisierung des BeschwerdefÃ¼hrers in seinem Heimatland sei erfolgversprechender als in der Schweiz. BegrÃ¼ndet wurde dies unter anderem damit, dass sich die sozialen Kontakte des BeschwerdefÃ¼hrers in der Schweiz auf die beiden hier lebenden BrÃ¼der und eine Tante beschrÃ¤nkten. Von einer geglÃ¼ckten sozio­kulturellen Integration kÃ¶nne nicht ausgegangen werden. Der Umstand, dass mehr als die HÃ¤lfte der Familie im Heimatland lebe (seine Eltern sind nach Z zurÃ¼ckgekehrt) und ein Ã¼ber die Familie hinausgehendes Beziehungsnetz in der Schweiz offenbar nicht bestehe, spreche fÃ¼r eine erhÃ¶hte Chance der Integration im Heimatland. Die Vorinstanz verwies auch auf die ungÃ¼nstigen beruflichen Aussichten des BeschwerdefÃ¼hrers in der Schweiz. Die bisherigen Arbeitsstellen des BeschwerdefÃ¼hrers zeigten, dass fÃ¼r ihn hier lediglich Stellen als Hilfsarbeiter in Frage kÃ¤men. Gerade fÃ¼r ungelernte Arbeiter sei die Arbeitsmarktlage jedoch auch in der Schweiz schlecht.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.2.2 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer liess demgegenÃ¼ber festhalten, es treffe wohl zu, dass seine Eltern formell wieder nach Z zurÃ¼ckgekehrt seien. Diese seien aber als Rentner nicht in der Lage, ihm finanziell beizustehen. Faktisch wÃ¼rden die Eltern hÃ¤ufig und lange bei den hierzulande lebenden BrÃ¼dern zu Besuch weilen. Im Weiteren habe die Vorinstanz nicht berÃ¼cksichtigt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer seit Jahren nicht mehr in Z gewesen sei und demzufolge â von der dort lebenden Schwester und einem Bruder abgesehen â Ã¼ber gar keine persÃ¶nlichen Beziehungen mehr verfÃ¼ge. Zu den hier lebenden BrÃ¼dern habe er eine sehr enge Beziehung. Sie hÃ¤tten den Kontakt auch wÃ¤hrend seiner StrafverbÃ¼ssung aufrechterhalten und ihn unterstÃ¼tzt, wo sie nur konnten. Gerade deswegen seien sie fÃ¼r ihn die wichtigsten Bezugspersonen. Dass er keine engeren Kontakte mit Schweizern habe knÃ¼pfen kÃ¶nnen, sei ihm nicht zum Vorwurf zu machen. Es sei wohl bekannt, dass schweizerischerseits gegenÃ¼ber AuslÃ¤ndern, jedenfalls solchen aus weiter entfernten LÃ¤ndern, eine gewisse ZurÃ¼ckhaltung herrsche. Umso mehr sei zu gewichten, dass er in beruflicher Hinsicht immer voll integriert gewesen sei. Ausserdem sei es gerichtsnotorisch, dass das schweizerische Gastgewerbe ohne auslÃ¤ndische HilfskrÃ¤fte zusammenbrechen wÃ¼rde. Die Argumentation der Vorinstanz, wonach es der BeschwerdefÃ¼hrer als Hilfskraft auf dem schweizerischen Arbeitsmarkt schwer haben werde, treffe fÃ¼r die von ihm bevorzugte Branche gerade nicht zu. Aufgrund der UmstÃ¤nde bestehe fÃ¼r ihn praktisch die Gewissheit, dass er ohne weiteres wieder Arbeit finden werde, besonders im Gastgewerbe. DemgegenÃ¼ber seien die Zukunftschancen in Z vÃ¶llig ungewiss. Eine RÃ¼ckkehr dorthin kÃ¤me einem Sprung ins Nichts gleich, weshalb die Resozialisierungschancen dort unvergleichlich schlechter seien als jene in der Schweiz. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.2.3 </span></b><span>Der Beschwerdegegner und die Vorinstanz haben bezÃ¼glich der hiesigen sozialen Kontakte des BeschwerdefÃ¼hrers festgehalten, diese wÃ¼rden sich lediglich auf die hier lebenden FamilienangehÃ¶rigen beschrÃ¤nken. Das hat der BeschwerdefÃ¼hrer nicht bestritten. Es ist somit nicht zu beanstanden, wenn aufgrund der Limitierung der sozialen Kontakte auf die hier lebenden FamilienangehÃ¶rigen geschlossen worden ist, dass keine weitreichende soziale Integration besteht. Daran Ã¤ndert auch nichts, dass die Beziehung des BeschwerdefÃ¼hrers zu seinen hier lebenden BrÃ¼dern sehr eng ist und seine Eltern oft zu Besuch bei ihnen weilen. Bei der Beurteilung der sozialen Integration sind diese Gegebenheiten zwar entsprechend zu wÃ¼rdigen. Ebenfalls zu berÃ¼cksichtigen ist aber, ob der Betreffende noch Ã¼ber weitergehende ausserfamiliÃ¤re Kontakte verfÃ¼gt, was der BeschwerdefÃ¼hrer hier nicht geltend macht. In diesem Zusammenhang ist auch nicht weiter auf die AusfÃ¼hrungen des BeschwerdefÃ¼hrers einzugehen, wonach ihm kein Vorwurf gemacht werden kÃ¶nne, dass er keine engeren Freundschaften mit Schweizern habe knÃ¼pfen kÃ¶nnen. Diese Frage stellt sich nicht, haben doch weder die Vorinstanz noch der Beschwerdegegner dem BeschwerdefÃ¼hrer vorgehalten, er unterhalte keine Freundschaften mit Schweizern. Denkbar wÃ¤re ja auch, dass er zu nicht zur Familie gehÃ¶renden auslÃ¤ndischen StaatsangehÃ¶rigen, welche hier leben und integriert sind, enge Beziehungen unterhÃ¤lt. Jedenfalls steht fest, dass der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼ber keine nennenswerten ausserfamiliÃ¤ren Kontakte in der Schweiz verfÃ¼gt, was auch gegen eine tiefe Verwurzelung spricht. DemgegenÃ¼ber leben in Z eine Schwester sowie ein Bruder und mittlerweile auch die Eltern des BeschwerdefÃ¼hrers. Selbst wenn Letztere des Ãfteren in der Schweiz zu Besuch weilen, Ã¤ndert dies nichts daran, dass sie nach Z zurÃ¼ckgekehrt sind. Allein schon der Umstand, dass weitere Geschwister und die Eltern im Heimatland leben, belegt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer dort Ã¼ber weitreichende, tragfÃ¤hige Kontakte verfÃ¼gt. Da der BeschwerdefÃ¼hrer in Z eine glÃ¼ckliche Kindheit verlebt hat, dort aufge­wachsen ist und die Schulen besucht hat, ist er mit den dortigen Gepflogenheiten vertraut, umso mehr, als er auch in der Schweiz hauptsÃ¤chlich Kontakt zu seinen aus demselben Kulturkreis stammenden FamilienangehÃ¶rigen unterhÃ¤lt. Unter den gegebenen UmstÃ¤nden kann nicht davon ausgegangen werden, eine RÃ¼ckkehr nach Z kÃ¤me einem Sprung ins Nichts gleich. Die Beurteilung des Beschwerdegegners und der Vorinstanz, wonach fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer eine erhÃ¶hte Chance der Integration im Heimatland bestehe, stellt daher keine Rechtsverletzung dar.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass gemÃ¤ss der bundesgerichtlichen Recht­sprechung gÃ¼nstigere Arbeitsmarktbedingungen in der Schweiz den Entscheid Ã¼ber den probeweisen Aufschub der Landesverweisung ebenso wenig beeinflussen kÃ¶nnen wie etwa ein besserer Ausbau der schweizerischen Sozialeinrichtungen (BGr, 10. Juli 2002, 6A.44/2003, E. 2.2 mit Hinweisen). Unter diesen UmstÃ¤nden ist vorliegend nicht weiter relevant, dass die Eltern des BeschwerdefÃ¼hrers ihn mit ihrer Rente in Z nicht unterstÃ¼tzen kÃ¶nnen und die wirtschaftlichen VerhÃ¤ltnisse dort ungÃ¼nstig sind, wÃ¤hrend er hier im Gastgewerbe sofort eine Stelle finden kÃ¶nnte (vgl. BGr, 10. Juli 2003, 6A.44/2003, E. 3.1, www.bger.ch). Im Weiteren ist im vorliegenden Verfahren das Prinzip des Non-Refoulement bzw. die Frage nach der Vollstreckbarkeit der Landesverweisung unmassgeblich (BGE 116 IV 105 E. 4d-i, vgl. auch BGE 124 II 289 E. 4), weshalb nicht weiter auf den geltend gemachten erneuten Ausbruch von Spannungen zwischen den ethnischen Gruppen in Z eingegangen werden kann.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die Vorinstanz dem BeschwerdefÃ¼hrer ohne Verletzung des ihr zustehenden Ermessens fÃ¼r den Fall des Verbleibens in der Schweiz eine ungÃ¼nstigere Prognose stellen durfte als bei einer RÃ¼ckkehr in die Heimat, weshalb sie den Vollzug der Landesverweisung anordnen konnte.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Anzumerken ist, dass es keine Rechtsverletzung darstellt, die bedingte Entlassung hier mit dem Vollzug der Landesverweisung zu verbinden. Allgemein ist die bedingte Entlassung zwar die Regel, von der nur aus guten GrÃ¼nden abgewichen werden darf. Sie kann aber mit Auflagen oder einer Schutzaufsicht verbunden werden, wenn sich dies gÃ¼nstig auf die Resozialisierung des Verurteilten auswirkt (vgl. BGE 124 IV 193 E. 4d/aa+bb). Entsprechend kann sie mit dem Vollzug der Landesverweisung verbunden werden (vgl. auch BGr, 3. November 2000, 6A.78/2000, E. 2, www.bger.ch).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Vorliegend wurden die Resozialisierungschancen des BeschwerdefÃ¼hrers in der Schweiz aus den ausgefÃ¼hrten GrÃ¼nden als weniger gÃ¼nstig bezeichnet, was nicht zu beanstanden ist. Unter den gegebenen UmstÃ¤nden ist auch nicht zu bemÃ¤ngeln, dass die Vorinstanz die bedingte Entlassung nicht etwa in Verbindung mit einer Schutzaufsicht und Weisungen angeordnet hat (Art. 38 Ziff. 2 f. StGB), sondern stattdessen vom Vollzug der Landesverweisung abhÃ¤ngig gemacht hat. Es ist nochmals festzuhalten, dass es sich dabei um einen Ermessensentscheid handelt, der im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren nur unter beschrÃ¤nktem Gesichtswinkel Ã¼berprÃ¼ft werden kann (§ 50 Abs. 1 VRG). Mit ihrem Rekursentscheid hat die Vorinstanz aber weder Recht verletzt noch Ermessen Ã¼berschritten, wenn sie dem Beschwerdegegner darin beigepflichtet hat, die Resozialisierungschancen des BeschwerdefÃ¼hrers seien wegen der soziokulturellen ZugehÃ¶rigkeit in dessen Heimat hÃ¶her als in der Schweiz.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der BeschwerdefÃ¼hrer kostenpflichtig (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG) und es steht ihm keine ParteientschÃ¤digung zu. </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>4.2</span></b><span> Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters. Seine Beschwerde erscheint jedoch aus den dargelegten GrÃ¼nden als aussichtslos, weshalb das Begehren abzuweisen ist (§ 16 Abs. 1 und 2 VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 31 f. und 39).</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text17"></a>verfÃ¼gt</span><span> </span><span>die Einzelrichterin</span><span>:</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um unentgeltliche Rechtspflege und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters wird abgewiesen;</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'560.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Einzug2">6. Mitteilung an: â¦â¦..</p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>