<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <a name="idp272320"></a><div class="big bold">Urteilskopf</div> <br/>92 II 303<br/><br/><br/><div class="paraatf">45. Auszug aus dem Urteil der I. Zivilabteilung vom 25. November 1966 i.S. Köppel gegen Kommanditgesellschaft Heinrich Gertsch &amp; Cie.</div> <div class="paraatf"></div> <a name="idp273760"></a><br/><div id="regeste" lang="de"> <div class="big bold">Regeste</div> <br/><div class="paraatf">Berufung. <div class="paratf">Tragweite von <span class="artref">Art. 55 Abs. 2 OG</span>. </div> </div> </div> <a name="idp277312"></a> <a name="idp280672"></a> <br/><div> <a name="idp284032"></a><span class="big bold" id="erwaegungen">Erwägungen</span> <span class="small">ab Seite 303</span> </div> <br/><div class="paraatf"> <a name="page303"></a><div class="center pagebreak">BGE 92 II 303 S. 303</div> </div> <div class="paraatf">Nach <span class="artref">Art. 55 Abs. 1 lit. c OG</span> muss die Berufungsschrift enthalten:</div> <div class="paraatf">"die Begründung der Anträge. Sie soll kurz darlegen, welche Bundesrechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt sind. Ausführungen, die sich gegen die tatsächlichen Feststellungen richten, das Vorbringen neuer Tatsachen, neue Einreden, Bestreitungen und Beweismittel sowie Erörterungen über die Verletzung kantonalen oder ausländischen Rechtes sind unzulässig."</div> <div class="paraatf"><span class="artref">Art. 55 Abs. 2 OG</span> bestimmt sodann, eine Berufungsschrift, deren Begründung den vorstehenden Vorschriften nicht entspreche, könne unter Ansetzung einer kurzen Frist zur Verbesserung zurückgewiesen werden unter der Androhung, dass bei Nichtbefolgen auf die Berufung nicht eingetreten werde.</div> <div class="paraatf">Diese Vorschrift erlaubt dem Bundesgericht, einzuschreiten, wenn die Rechtserörterungen der Berufungsschrift ungebührlich weitschweifig sind oder die Begründung Ausführungen enthält, die <span class="artref">Art. 55 Abs. 1 lit. c OG</span> nicht zulässt. Dagegen will <span class="artref">Art. 55 Abs. 2 OG</span> dem Berufungskläger nicht ermöglichen, nachträglich die Berufungsschrift durch Anbringen zu ergänzen, die er dem Bundesgericht binnen der Berufungsfrist hätte unterbreiten müssen. Die gegenteilige Auffassung liefe auf eine Erstreckung der in <span class="artref">Art. 54 Abs. 1 OG</span> auf 20 Tage begrenzten Berufungsfrist hinaus, was nach <span class="artref">Art. 33 Abs. 1 OG</span> ausgeschlossen ist. Wenn <a name="page304"></a><div class="center pagebreak">BGE 92 II 303 S. 304</div>der Berufungskläger seinem Anwalt den Auftrag zur Weiterziehung erst so kurze Zeit vor Ablauf der Berufungsfrist erteilt, dass dieser das Rechtsmittel nicht mehr abschliessend begründen kann, hat er die Folgen daraus selber zu verantworten. Dem Gesuch um Ansetzung einer Nachfrist im Sinne von <span class="artref">Art. 55 Abs. 2 OG</span> kann daher nicht entsprochen werden.</div> </div></body></html></html>