<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00070</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106157&amp;W10_KEY=13013577&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00070</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.06.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung und Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nachträgliche Bewilligung eines Lagerplatzes ausserhalb der Bauzone Auf einen Augenschein und eine mündliche Schlussverhandlung ist zu verzichten (E. 1b). Die Beschwerdeführerin erhielt 1972 eine Bewilligung für die Errichtung eines Magazins auf dem Nachbargrundstück des jetzt streitbetroffenen. Dieses wurde später eingezont (E. 2b). Das streitbetroffene Grundstück wurde 1976, 1981 und 1982 noch nicht als Lagerplatz benützt. Vor 1988 wurde dessen Nordteil als Lagerplatz in Betrieb genommen, ab 1993 auch der südliche (E. 2c). Mangels Standortgebundenheit war der Lagerplatz nicht nach Art. 24 Abs. 1 aRPG bewilligungsfähig (E. 3). Auch eine Bewilligung nach Art. 24 Abs. 2 aRPG fällt nicht in Betracht, da das zulässige Mass der Erweiterungen schon vorher ausgeschöpft war (E. 4a-d). Art. 24 Abs. 2 aRPG verlangte als zusätzliche Anforderung die Vereinbarkeit mit den wichtigen Anliegen der Raumplanung (E. 4e). Auch eine Bewilligung nach Art. 24c RPG kann nicht erteilt werden (E. 5b). Nicht anwendbar ist Art. 37a RPG (E. 6). Die Beschwerdeführerin hat keine Baubewilligung "ersessen". Inwieweit aus Gründen des Vertrauensschutzes auf die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands zu verzichten ist, hat die Baudirektion zu entscheiden (E. 7a). Ob andere Bauten in der Umgebung störender in Erscheinung treten, ist nicht von Bedeutung (E. 7b).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃNDERUNG">ÃNDERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN">AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN">AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERWEITERUNG">ERWEITERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLEICHBEHANDLUNG IM UNRECHT">GLEICHBEHANDLUNG IM UNRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LAGERPLATZ">LAGERPLATZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STANDORTGEBUNDENHEIT">STANDORTGEBUNDENHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TEILWEISE ÃNDERUNG">TEILWEISE ÃNDERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSSCHUTZ">VERTRAUENSSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZONENKONFORMITÃT">ZONENKONFORMITÃT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWECKÃNDERUNG">ZWECKÃNDERUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 24 lit. I aRPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 24 lit. II aRPG</span><br/><span class="gerade">Art. 24c aRPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 37a aRPG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die Baudirektion erteilte der Firma A AG am 7. September 1998 nach­trÃ¤glich eine Ausnahmebewilligung gestÃ¼tzt auf Art. 24 Abs. 2 des Bundesgesetzes Ã¼ber die Raumpla­nung in der Fassung vom 22. Juni 1979 (aRPG) fÃ¼r die einige Jahre zuvor vorgenommene Erweiterung des in der Landwirtschaftszone gelegenen Lagerplatzes auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 in Winterthur, Weiler X. Der Bauausschuss Winter­thur erteilte der Firma A AG am 10. November 1998 die entsprechende Baubewilli­gung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Der ZÃ¼rcher Heimatschutz rekurrierte am 10. Dezember 1998 gegen die Baube­willigungen an den Regierungsrat, ebenso am 14. Dezember 1998 D, EigentÃ¼mer der Ã¶st­lich des Lagerplatzes liegenden Parzellen Kat.-Nr. 10 und 11. Der Regierungsrat vereinigte die Rekurse, liess einen zweiten Schriftenwechsel durchfÃ¼h­ren, die Akten ergÃ¤nzen und hiess die Rekurse am 24. Januar 2001 gut. Er hob die ange­fochtenen Entscheide auf und be­auftragte die Baudirektion, ein Verfahren betreffend Ab­bruch einer widerrechtlichen An­lage auf dem streitbetroffenen GrundstÃ¼ck durchzufÃ¼hren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Die Firma A AG gelangte gegen diesen Entscheid am 28. Februar 2001 mit Be­schwerde an das Verwaltungsgericht. Sie beantragt die Aufhebung des angefochte­nen Ent­scheids und die Wiederherstellung der erstinstanzlich erteilten Bewilligungen, even­tuell unter der Auflage, den Lagerplatz gegenÃ¼ber der Umgebung zusÃ¤tzlich "einzu­grÃ¼nen", unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegner. In verfahrens­rechtlicher Hinsicht beantragt die BeschwerdefÃ¼hrerin die DurchfÃ¼hrung eines Augen­scheins und einer mÃ¼ndlichen Schlussverhandlung sowie die Befragung von Aus­kunfts­personen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Staatskanzlei beantragte fÃ¼r den Regierungsrat am 27. MÃ¤rz 2001 die Abwei­sung der Beschwerde. Den gleichen Antrag stellten der ZÃ¼rcher Heimatschutz am 29. MÃ¤rz und D am 7. Mai 2001. Letzterer beantragt zudem eine ParteientschÃ¤di­gung. Die Baudirek­tion und die Baupolizei Winterthur erklÃ¤rten Verzicht auf Stellung­nahme.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auf entsprechende Anfrage liess die Baupolizei Winterthur dem Verwaltungsge­richt am 22. Mai 2001 Informationen Ã¼ber die Kanalisationserschliessung und den Stand der Kanalisationsplanung fÃ¼r den Weiler X im Jahr 1972 zukommen. Die Parteien er­hielten Gelegenheit, sich dazu zu Ã¤ussern.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Vorbringen der Parteien werden, soweit erforderlich, in den anschliessenden ErwÃ¤gungen zusammengefasst.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Das Verwaltungsgericht ist kraft § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde sach­lich und funktional zustÃ¤ndig. Die Legitimation der BeschwerdefÃ¼hrerin ergibt sich ohne Weiteres aus § 21 lit. a in Verbindung mit § 70 VRG.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Sachverhalt wird durch die Akten hinreichend dokumentiert. Der Interessen­abwÃ¤gung, namentlich der Frage des Eingriffs in das Landschaftsbild, kommt vorliegend nicht die Bedeutung zu, welche ihr die BeschwerdefÃ¼hrerin beimisst. Auf den beantragten Augenschein ist daher zu verzichten. FÃ¼r den Fall, dass das Verwaltungsgericht keinen Augenschein vornimmt, hat die BeschwerdefÃ¼hrerin Verzicht auf die DurchfÃ¼hrung einer Ã¶ffentlichen Schlussverhandlung erklÃ¤rt. Da im Ãbrigen die Standpunkte der Par­teien schrift­lich ausreichend dargelegt werden konnten, besteht kein Anlass, eine mÃ¼ndli­che Schlussverhandlung durchzufÃ¼hren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Ende MÃ¤rz 1958 erwarb K die im Weiler X gelegenen Grund­stÃ¼cke alt Kat.-Nr. 04 (Wohnhaus, Scheune, Stall und Schopf; 1505 m<sup>2</sup>) und alt Kat.-Nr. 05 (122 m<sup>2</sup>) und richtete darauf ein BaugeschÃ¤ft ein, welches in der Folge von seinem Sohn L und an­schlies­send von dessen SÃ¶hnen unter der Firma A AG (zunÃ¤chst Kollektiv-, spÃ¤ter Aktien­ge­sell­schaft) weitergefÃ¼hrt wurde. Die Firma A KG erwarb im Dezember 1970 die sÃ¼dlich an alt Kat.-Nr. 04 (1967 um­gewandelt in Kat.-Nr. 16) angrenzenden, unÃ¼berbauten Grund­stÃ¼cke alt Kat.-Nr. 17 und 18. Offenbar im Oktober 1973 erwarb die Firma auch die Lie­gen­schaft Z (alt Kat.-Nr. 07). Im November 1973 wurden die Parzellen alt Kat.-Nr. 16, 07, 17 und 18 zur Parzelle Kat.-Nr. 20 zu­sammengelegt. Offenbar seit Januar 1974 trÃ¤gt diese Parzelle die Kat.-Nr. 01. Zur Zeit bestehen anscheinend Absichten, die Parzelle wieder zu unterteilen. Diese Parzellierung ist jedoch soweit ersichtlich noch nicht vollzogen. Im Fol­genden wer­den aus GrÃ¼nden der ZweckmÃ¤ssigkeit die bis No­vember 1973 gÃ¼ltigen Parzel­lennummern verwendet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Bauausschuss Winterthur erteilte der BeschwerdefÃ¼hrerin am 24. Juli 1972 die Bewilligung fÃ¼r die Errichtung eines Magazins (Werkhof) auf den Parzellen alt Kat.-Nr. 16 und 17. Der ganze Weiler X und damit auch das BaugrundstÃ¼ck befanden sich da­mals gemÃ¤ss der Bauordnung der Stadt Winterthur vom 25. April 1966 (BauO) im Ãbrigen Gemeindegebiet, welches vorwiegend fÃ¼r die Land- und Forstwirtschaft bestimmt war (§ 67 BauO). GemÃ¤ss der Teilbauordnung der Stadt Winterthur fÃ¼r die Aussenwachten vom 7. Juni 1982 wurden alt Kat.-Nr. 16 der Kernzone und alt Kat.-Nr. 17 und 18 dem Ãbrigen Gemeindegebiet zugeteilt. Mit der Bau- und Zonenordnung der Stadt Winterthur vom 11. MÃ¤rz 1986 (BZO) gelangte der Weiler X in die Kernzone IV. Dabei wurde auch das Magazin auf alt Kat.-Nr. 16 und 17 eingezont, so dass alt Kat.-Nr. 17 teilweise in die Kern- und teilweise in die Landwirtschaftszone zu liegen kam.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Der Regierungsrat hat in tatsÃ¤chlicher Hinsicht festgestellt, dass seit der Errich­tung des Magazins die ganze Parzelle alt Kat.-Nr. 17 dauernd, in mehr oder weniger aus­greifendem Ausmass, als Lagerplatz genutzt wurde (E. 5a). Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, dass auch alt Kat.-Nr. 18 zwar erst nach 1978 (aber vor 1988) befestigt wurde, dass dieser (sÃ¼dliche) Teil des Lagerplatzes indessen bereits vor der Befestigung fÃ¼r Hu­mus­depots sowie kurzzeitige Materiallagerungen und dergleichen Verwendung gefun­den habe. Sie offeriert als Beweis fÃ¼r diese Behauptung die Befragung von drei Auskunfts­per­sonen, welche wegen ihrer damaligen beruflichen TÃ¤tigkeit Kenntnis der VorgÃ¤nge auf dem streitbetroffenen GrundstÃ¼ck haben sollen. Auf diese Befragung ist zu verzichten. Wie die BeschwerdefÃ¼hrerin selbst erwÃ¤hnt, lÃ¤sst sich auch aus den bei den Akten liegenden Luft­aufnahmen die Nutzung der Parzelle alt Kat.-Nr. 18 ausreichend zuverlÃ¤ssig rekons­truieren. Jedenfalls kann ausgeschlossen werden, dass die Befragung der Personen, auf welche sich die BeschwerdefÃ¼hrerin bezieht, rund 20 Jahre nach den fraglichen Ereig­nissen genauere AufschlÃ¼sse vermitteln kann.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Anhand der Luftaufnahmen lÃ¤sst sich Folgendes feststel­len: Etwa gleichzeitig mit dem Bau des Magazins wurde offenbar die gesamte FlÃ¤che von alt Kat.-Nr. 17 be­fes­tigt. Jedenfalls ist dies der Zustand, wie er durch die Luftaufnahme von 1976 doku­men­tiert wird. Diese Aufnahme zeigt auf alt Kat.-Nr. 18 den 1963 noch nicht vorhandenen Pony­stall. Im Ãbrigen weist alt Kat.-Nr. 18 eine ungleichmÃ¤ssige OberflÃ¤che auf. Dies ist so zu interpretieren, dass die Grasnarbe von den Ponies teilweise zerstÃ¶rt oder zumindest beein­trÃ¤chtigt wurde. Hingegen deutet nichts darauf hin, dass alt Kat.-Nr. 18 als Lagerplatz ge­nutzt wurde. So fehlt ein entsprechender Zugang; auch Fahrspuren oder HÃ¼gel (von Hu­mus­depots) sind nicht zu erkennen. Ãhnliche, sich von demjenigen des Jahrs 1976 hÃ¶chs­tens durch eine intaktere Grasnarbe unterscheidende Zu­stÃ¤nde dokumentieren die Luftauf­nahmen vom Juli 1981 und vom MÃ¤rz 1982. Nach diesem Datum, aber vor 1988, wurde der Lagerplatz erweitert und er­streckte sich bis zur endgÃ¼ltigen Erweiterung von 1993 etwa bis in die Mitte von alt Kat.-Nr. 18. Bis 1993 dÃ¼rfte der sÃ¼dliche Teil der Parzelle weiterhin als Pony­weide gedient haben. Belegt ist diese Nutzung letztmals durch die Aufnahmen des Be­schwerdegegners 2 vom April 1990.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es lÃ¤sst sich auf Grund dieser Aufnahmen nicht ausschliessen, dass auf alt Kat.-Nr. 18 vereinzelt Humus zwischengelagert wurde. Diese Nutzung erscheint aber als eher un­wahrscheinlich. Auf jeden Fall kam eine solche Lagerung nur selten vor, ansonsten die Luft­aufnahmen entsprechende Spuren zeigen wÃ¼rden. Entgegen der Behauptung der Be­schwerdefÃ¼hrerin ist daher davon auszugehen, dass jedenfalls bis zu einem unbestimmten Zeitpunkt zwischen 1982 und 1988 alt Kat.-Nr. 18 nicht als Lagerplatz genutzt wurde. Eine allfÃ¤llige sporadische Nutzung fÃ¼r die Zwischenlagerung von Humus wÃ¼rde an dieser Qua­lifikation nichts Ã¤ndern. Wurde alt Kat.-Nr. 18 erst in den achtziger Jahren als La­gerplatz verwendet, mithin nach Inkrafttreten des Raumplanungsgesetzes (1. Januar 1980), so kann sich die BeschwerdefÃ¼hrerin hinsichtlich dieser Parzelle von vornherein nicht auf Bestan­desschutz bzw. die Besitzstandsgarantie berufen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Im Streit liegt die Herrichtung und Nutzung von alt Kat.-Nr. 18 als Lager­platz. Dies ist als Erweiterung des auf alt Kat.-Nr. 17 bestehenden Lagerplatzes anzu­sehen. Die BewilligungsfÃ¤higkeit richtet sich, wie der Regierungsrat zutreffend erwogen hat (E. 7a), in erster Linie nach dem Recht, welches im Zeitpunkt der ohne Bewilligung vorgenommenen Erweiterung in Kraft stand, d.h. nach Art. 24 aRPG. Mit Blick auf die Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands ist zudem zu prÃ¼fen, ob die Bewilligung allenfalls aufgrund der revidierten Bestimmungen von Art. 24 ff. RPG in der Fassung vom 20. MÃ¤rz 1998, in Kraft seit 1. September 2000, zu erteilen wÃ¤re. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wie bereits die Baudirektion in ihrer VerfÃ¼gung vom 7. September 1998 zutreffend erwogen hat, ist der Lagerplatz in der Landwirtschaftszone (klarerweise) nicht standortge­bunden. Er dient weder der Landwirtschaft noch einem zonenfremden, aber standortgebun­denen Betrieb, fÃ¼r den er aus technischen oder betrieblichen GrÃ¼nden notwendig ist (vgl. dazu BGE 124 II 252 E. 4c). Zwar ist nicht zu bestreiten, dass ein Bauunternehmen auf einen Lagerplatz angewiesen ist. Ferner leuchtet es ein, dass es zweckmÃ¤ssig und wirt­schaft­lich ist, ein Magazin und den Lagerplatz am selben Ort zu betreiben. So oder so dient aber der Lagerplatz vorliegend einem nicht auf einen Standort ausserhalb der Bauzone an­gewiesenen und daher nicht standortgebundenen Betrieb. Der ganze Betrieb der Beschwer­defÃ¼hrerin kÃ¶nnte ohne Weiteres in einer Industrie- und Gewerbezone untergebracht wer­den, und mÃ¼sste dies grundsÃ¤tzlich auch sein. Die Standortgebundenheit kann nicht mit der ZugehÃ¶rigkeit zu einer Baute gerechtfertigt werden, die selbst nicht standortgebunden ist (BGE 115 Ib 295 E. 3d, 108 Ib 359 E. 4b). Eine Ausnahmebewilligung gemÃ¤ss Art. 24 Abs. 1 aRPG kann daher nicht erteilt werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) GemÃ¤ss Art. 24 Abs. 2 aRPG kann das kantonale Recht gestatten, Bauten und Anlagen zu erneuern, teilweise zu Ã¤ndern oder wieder aufzubauen, wenn dies mit den wich­tigen Anliegen der Raumplanung vereinbar ist. Es kann dahingestellt bleiben, ob das kantonale Recht bereits eine entsprechende Vorschrift enthielt, als die nÃ¶rdliche HÃ¤lfte von alt Kat.-Nr. 18 als Lagerplatz befestigt wurde, da im nachtrÃ¤glichen Bewilligungsver­fahren der am 20. Mai 1984 eingefÃ¼gte § 357 Abs. 3 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. Sep­tember 1975 jedenfalls zur Anwendung gelangt wÃ¤re.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Am 1. Juli 1972 ist das Bundesgesetz Ã¼ber den Schutz der GewÃ¤sser gegen Ver­unreinigung vom 8. Oktober 1971 (GewÃ¤sserschutzgesetz, aGSchG) in Kraft getreten. Ge­mÃ¤ss Art. 20 aGSchG durften Bewilligungen fÃ¼r den Neu- und Umbau von Bauten und An­lagen aller Art ausserhalb des im generellen Kanalisationsprojekt abgegrenzten Gebiets nur erteilt werden, sofern der Gesuchsteller ein sachlich begrÃ¼ndetes BedÃ¼rfnis nachwies. Diese Regelung, die Ã¼brigens auch in hÃ¤ngigen Rechtsmittelverfahren um der Ã¶ffentlichen Ordnung willen sofort anzuwenden war (BGE 99 Ib 150 E. 1), verfolgte bewusst auch ein Ziel der Raumplanung, nÃ¤mlich die Verhinderung der Streusiedlung (BGE 100 Ib 86 E. 4, vgl. auch 105 Ia 330 E. 3d) und damit die Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet. Wegen ihrer raumplanerischen Zielsetzung war sie auch auf Bauten und Anlagen anwendbar, in welchen kaum oder kein Abwasser anfiel, insbesondere auf LagerplÃ¤tze von Bauunterneh­men (BGE 104 Ib 374).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Durch das Raumplanungsgesetz wurde die BedÃ¼rfnisklausel in Art. 20 aGSchG auf­gehoben; an ihre Stelle trat die Regelung von Art. 24 RPG. Die Rechtsprechung zum sach­lich begrÃ¼ndeten BedÃ¼rfnis im Sinn von Art. 20 aGSchG wurde daher auch bei der Anwen­dung von Art. 24 Abs. 1 RPG als wegleitend angesehen (BGE 108 Ib 130 E. 2). In seiner Rechtsprechung zu Art. 24 Abs. 2 RPG erwog das Bundesgericht, die MÃ¶glichkeit, zonen­widrige Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone in bescheidenem Umfang zu vergrÃ¶s­sern, dÃ¼rfe nur einmal benÃ¼tzt werden. Zwar sei es nicht unzulÃ¤ssig, gestÃ¼tzt auf Art. 24 Abs. 2 RPG mehrere zeitlich getrennte Ãnderungen an einem Objekt vorzunehmen. Diese dÃ¼rften indessen insgesamt das unter dem Gesichtspunkt dieser Bestimmung zulÃ¤ssige Ãn­derungsmass nicht Ã¼berschreiten. Dabei waren auch Ãnderungen, die noch gestÃ¼tzt auf Art. 20 aGSchG bewilligt worden waren, in Rechnung zu stellen (BGE 112 Ib 277 E. 5, 113 Ib 219 E. 4d).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) 1972 lag der Weiler Stadel wie erwÃ¤hnt im Ãbrigen Gemeindegebiet, woran sich erst 1982 etwas Ã¤nderte. Das Ãbrige Gemeindegebiet galt nicht als Bauzone im Sinn von Art. 19 f. aGSchG, auch wenn darin das Bauen, namentlich die Errichtung von Wohnbau­ten, unter gewissen Voraussetzungen zulÃ¤ssig war (BGE 101 Ib 301 E. 2b). Zudem ver­fÃ¼gte X gemÃ¤ss den unbestrittenen Angaben des Baupolizeiamts Winterthur im Jahr 1972 Ã¼ber keine Kanalisation, sondern nur Ã¼ber Gruben und ÃberlÃ¤ufe in GewÃ¤sser. Ein Gene­relles Kanalisationsprojekt (GKP) fÃ¼r die Aussenwachten wurde 1976 erstellt; die Leitung nach X wurde zu Beginn der achtziger Jahre gebaut.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In der Baubewilligung vom 24. Juli 1972 wird hinsichtlich des Ma­gazins ausge­fÃ¼hrt, dieses diene einem vorbestehenden Gewerbebetrieb, dem eine angemes­sene Erwei­terung zuzugestehen sei. Weiter wird erwogen: "GemÃ¤ss Mitteilung des Kan­tons ist das vorliegende GebÃ¤ude nach Art. 28 der eidg. GewÃ¤sserschutzverordnung vom 19. 6. 72 zu beurteilen, sodass die Baubewilligung auch unter diesem Aspekt erteilt werden kann." Letztere ErwÃ¤gung ist offensichtlich unzutreffend. Art. 28 der allgemeinen GewÃ¤s­ser­schutz­verordnung vom 19. Juni 1972 gestattete unter dem Titel "Neu- und Umbauten ohne Bauzone und GKP" in Gemeinden, die weder Ã¼ber Bauzonen noch Ã¼ber ein GKP ver­fÃ¼gten, die Erteilung von Baubewilligungen (nur) innerhalb des engeren Baugebiets, wel­ches das erschlossene und vor der Erschliessung stehende Land umfasste. Abgesehen da­von, dass fraglich erscheint, ob das Magazin damals innerhalb des engeren Baugebiets von X errichtet wurde, kann auf keinen Fall gesagt werden, dieses Baugebiet sei erschlos­sen ge­wesen. Dies hÃ¤tte vorausgesetzt, dass die HÃ¤user an die Kanalisation angeschlossen ge­wesen wÃ¤ren (BGE 101 Ib 25 E. 3). Der Magazinneubau und das Herrichten eines La­ger­platzes hÃ¤tten daher nur nach Massgabe von Art. 20 aGSchG bewilligt werden dÃ¼rfen. Dass die entsprechenden Voraussetzungen erfÃ¼llt waren, ist im Licht der in ErwÃ¤gung 4b er­wÃ¤hn­ten Rechtsprechung fraglich, kann aber offen bleiben. FÃ¼r das Magazin wurde eine rechtskrÃ¤ftige Baubewilligung erteilt; zudem wurde das GebÃ¤ude 1986 eingezont. Damit wurden diesbezÃ¼glich rechtmÃ¤ssige VerhÃ¤ltnisse geschaffen. FÃ¼r die Herrichtung und Nut­zung des Lagerplatzes auf alt Kat.-Nr. 17 wÃ¤re 1972 nach dem Bundesrecht eine for­melle Baubewilligung erforderlich gewesen. Ob sie hÃ¤tte erteilt werden kÃ¶nnen, kann da­hinge­stellt bleiben, da diese Nutzung nach Treu und Glauben heute nicht mehr in Frage gestellt werden kann. Zu Gunsten der BeschwerdefÃ¼hrerin ist daher mit den Vorinstanzen auch hinsichtlich des Lagerplatzes auf alt Kat.-Nr. 17 von einer rechtmÃ¤ssig erstellten bzw. ge­Ã¤nderten Anlage auszugehen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Das Ausmass der 1972 vorgenommenen Ãnderung ist erheblich, wurde doch ein voluminÃ¶ser Neubau erstellt und die frÃ¼here BetriebsflÃ¤che stark vergrÃ¶ssert. Diese Vor­keh­ren sind als teilweise Ãnderung im Sinn von Art. 24 Abs. 2 aRPG anzusehen, wie die Baudirektion zutreffend erwogen hat. Ebenfalls beizupflichten ist der Baudirektion inso­fern, als mit der damaligen Erweiterung das Mass des gemÃ¤ss Art. 24 Abs. 2 aRPG ZulÃ¤s­sigen ausgeschÃ¶pft wurde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Daran Ã¤ndert auch die Tatsache nichts, dass das Magazin (wie die Ã¼brigen zuvor im Ãbrigen Gemeindegebiet gelegenen Bauten der BeschwerdefÃ¼hrerin) seither eingezont wurde(n). Die ausserhalb der Bauzone liegende, seit 1972/73 als Lagerplatz genutzte FlÃ¤­che betrÃ¤gt gut 2'200 m<sup>2</sup>. Allein diese FlÃ¤che ist im VerhÃ¤ltnis zur gesamten damaligen Be­triebsflÃ¤che so bedeutend, dass mit ihrer Nutzung das Mass der zulÃ¤ssigen Erweiterung des vorbestehenden Betriebs im Sinn von Art. 24 Abs. 2 aRPG als ausgeschÃ¶pft gelten muss und zusÃ¤tzliche Erweiterungen unter diesem Titel nicht mehr in Frage kommen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Die Baudirektion hat dennoch eine Ausnahmebewilligung erteilt, weil Art. 24 Abs. 2 aRPG und § 357 Abs. 3 PBG zusÃ¤tzlich eine umfassende AbwÃ¤gung zwischen den Ã¶ffentlichen und den schutzwÃ¼rdigen privaten Interessen verlangten. Daran ist soviel rich­tig, dass Art. 24 Abs. 2 aRPG als <i>zusÃ¤tzliche</i> Anforderung statuiert, dass Erneuerungen, Ãnderungen oder Wiederaufbauten mit den wichtigen Anliegen der Raumplanung verein­bar sein mÃ¼ssen (vgl. Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs- und Baurecht, 2. A., ZÃ¼­rich 1992, Rz. 794 und 811). Die Rechtsauffassung der Baudirektion lÃ¤uft aber darauf hin­aus, dass es vom Ermessen der BewilligungsbehÃ¶rde abhÃ¤ngt, ob eine Ausnahmebewilli­gung zu erteilen sei oder nicht, weil sie die InteressenabwÃ¤gung nicht als <i>zusÃ¤tzliche</i> An­forderung versteht, sondern diese <i>an die Stelle</i> der Ã¼brigen Voraussetzungen setzt. Dies steht in klarem Widerspruch zum Gesetz. Sofern ein Vorhaben den Rahmen einer teilwei­sen Ãnderung sprengt, kann es nicht unter dem Titel einer wie auch immer gearteten Inte­r­essenabwÃ¤gung dennoch bewilligt werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine andere Frage ist es, ob allenfalls aus GrÃ¼nden des Vertrauensschutzes eine Be­willigung nachtrÃ¤glich zu erteilen oder zumindest auf die Wiederherstellung des rechtmÃ¤s­sigen Zustands zu verzichten ist (dazu hinten E. 7a).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Zu prÃ¼fen ist als NÃ¤chstes, ob die Bestimmungen des revidierten Raumplanungs­gesetzes zu einer abweichenden Beurteilung fÃ¼hren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Art. 24 Abs. 1 aRPG wurde ersetzt durch Art. 24 RPG. Die Anforderungen an die Standortgebundenheit gelten unverÃ¤ndert weiter; es kann auf E. 3 verwiesen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Auch Art. 24c RPG schreibt grundsÃ¤tzlich nur die bisherige Praxis zu Art. 24 aRPG fort (Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, Band I, 3. A., ZÃ¼rich 1999, Rz. 707 und 728 ff.; Rudolf Muggli, Kurzkommentar zum Entwurf fÃ¼r eine Ãnderung des Raumplanungsgesetzes vom 20. MÃ¤rz 1998, in: Schweizerische Verei­nigung fÃ¼r Landesplanung VLP [Hrsg.], Raum &amp; Umwelt 1998, Bern 1999, S. 56 ff., Art. 24c N. 1, 4). Neu ist im We­sentlichen nur, dass die Erneuerung, Ãnderung, Erweite­rung und der Wiederaufbau von bestehenden Bauten seit der Revision direkt gestÃ¼tzt auf Art. 24c RPG und das zugehÃ¶rige Bundesverordnungsrecht zu beurteilen sind, also kein kantonales AusfÃ¼hrungsrecht mehr voraussetzen. Insofern fÃ¼hrt das neue Recht nicht zu einem fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin gÃ¼nstigeren Ergebnis.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Immerhin stellt sich die Frage, ob Art. 24c RPG gegenÃ¼ber seiner VorgÃ¤ngerbe­stimmung nicht sogar enger sei. Die Bestandesgarantie von Art. 24c Abs. 1 RPG gilt neu fÃ¼r Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen, "die nicht mehr zonenkonform sind". GemÃ¤ss Art. 41 der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 (RPV, SR 700.1) ist Art. 24c RPG anwendbar auf Bauten und Anlagen, die seinerzeit in Ãbereinstimmung mit dem materiellen Recht erstellt oder geÃ¤ndert wurden, durch die nachtrÃ¤gliche Ãnderung von Erlassen oder PlÃ¤nen jedoch zonenwidrig geworden sind. Im ErlÃ¤uternden Bericht des Bundesamts fÃ¼r Raumentwicklung zur Totalrevision der RPV wird dazu ausgefÃ¼hrt, der Ausdruck "die nicht mehr zonenkonform sind" in Art. 24c Abs. 1 RPG gehe auf die parla­mentarische Redaktionskommission zurÃ¼ck. Er sei zu verstehen als "durch Rechts- oder PlanÃ¤nderung zonenwidrig geworden", was durch die Verordnung nun geklÃ¤rt werde. Als massgeblichen Stichtag bezeichnet der Bericht grundsÃ¤tzlich den 1. Juli 1972, d.h. das In­krafttreten des damaligen GewÃ¤sserschutzgesetzes. Somit sei Art. 24c RPG auf Bauten und Anlagen, die am 1. Juli 1972 noch nicht bestanden, nur dann anwendbar, wenn sie seit ih­rer Erstellung von einer Bau- in eine Nichtbauzone ausgezont worden seien. Keine Anwen­dung finde Art. 24c RPG auf rechtswidrig erstellte oder geÃ¤nderte Bauten und Anlagen, und zwar selbst dann nicht, wenn die Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands we­gen UnverhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit oder Zeitablaufs nicht mehr durchgesetzt werden kann (Bun­desamt fÃ¼r Raumentwicklung, Neues Raumplanungsrecht, ErlÃ¤uterungen zur Raumpla­nungs­verordnung und Empfehlungen fÃ¼r den Vollzug, Bern 2000/2001, Teil I, S. 42 ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Selbst wenn man vorliegend ausser Acht lÃ¤sst, dass die Baubewilligung fÃ¼r das Magazin und die Inanspruchnahme der Lagerplatzes auf alt Kat.-Nr. 17 erst nach dem 1. Juli 1972 erfolgten, und diese Anlagen als rechtmÃ¤ssig erstellt bzw. geÃ¤ndert betrachtet, so ist nicht zu Ã¼bersehen, dass der Lagerplatz nie innerhalb einer Bauzone lag und daher auch nicht durch Plan- oder RechtsÃ¤nderung rechtswidrig wurde. Eine Lehrmeinung plÃ¤­diert allerdings dafÃ¼r, "die Wendung 'zonenwidrig geworden' nicht wÃ¶rtlich zu verstehen und den Geltungsbereich der Besitzstandsgarantie gemÃ¤ss Art. 24c RPG auf die folgenden beiden Kategorien von Bauten zu erstrecken: einerseits auf solche, die vor dem 1. Januar 1980 rechtmÃ¤ssig erstellt wurden, anderseits auf solche, die seither von einer Bau- in eine Nichtbauzone umgeteilt wurden." (Peter Karlen, Die Ausnahmebewilligung nach Art. 24â24d RPG, ZBl 102/2001, S. 291 ff., 297 f.). Indessen sprechen die Materialien zur RPG-Re­vision nicht dafÃ¼r, grundsÃ¤tzlich auf das Inkrafttreten des Raumplanungsgesetzes statt auf das Inkrafttreten des GewÃ¤sserschutzgesetzes von 1971 abzustellen, wenn die ZulÃ¤ssigkeit von Ãnderungen vorbestehender Bauten zu beurteilen ist. Der Bundesrat betonte sowohl in der Botschaft vom 22. Mai 1996 (BBl 1996 III 513 ff., 541) wie auch im Parlament (Amtl. Bull. S 1997, 218), dass hinsichtlich der Besitzstandswahrung das geltende Recht Ã¼ber­nom­men werden sollte. Dem wurde in den RÃ¤ten nicht widersprochen. EinlÃ¤sslich und kontro­vers diskutiert wurde nur die spezielle Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen voll­stÃ¤ndige ZweckÃ¤nderungen von bestehenden Bauten zulÃ¤ssig sein sollten. Das Parla­ment einigte sich diesbezÃ¼glich auf einen Kompromiss (Art. 24a und 37a RPG). Allein in diesem Zusammenhang wurde das Stichdatum 1. Januar 1980 ins Gesetz aufgenommen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ob Art. 24c RPG auf die vorliegend zu beurteilende Inanspruchnahme von alt Kat.-Nr. 18 anwendbar ist oder nicht, kann offen bleiben. Auf jeden Fall sind bereits die 1972/73 vorgenommenen Erweiterungen der zuvor vorhandenen Bauten und Anlagen als teilweise Ãnderung anzusehen, die auch bei einer Anwendung von Art. 24c Abs. 2 RPG in Rechnung zu stellen wÃ¤ren. Damit ist auch nach neuem Recht festzustellen, dass das Mass der zulÃ¤ssigen Erweiterung bereit damals ausgeschÃ¶pft wurde und zusÃ¤tzliche Ausdehnun­gen der LagerflÃ¤che nicht mehr bewilligungsfÃ¤hig sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Die BeschwerdefÃ¼hrerin bezeichnet es als "besonders Ã¼berraschend", dass der Regierungsrat nicht geprÃ¼ft hat, ob der Lagerplatz gestÃ¼tzt auf Art. 37a RPG bewilligt wer­den kÃ¶nne. Immerhin hat auch die BeschwerdefÃ¼hrerin im Rekursverfahren diese Bestim­mung nicht angerufen. Dies zu Recht. GemÃ¤ss Art. 37a RPG regelt der Bundesrat, unter welchen Voraussetzungen ZweckÃ¤nderungen gewerblich genutzter Bauten und Anlagen zu­lÃ¤ssig sind, die vor dem 1. Januar 1980 erstellt wurden oder seither als Folge von Ãnde­rungen der NutzungsplÃ¤ne zonenwidrig geworden sind. Der Bundesrat ist diesem Auftrag in Art. 43 RPV nachgekommen. Voraussetzung ist namentlich, dass die Baute oder Anlage rechtmÃ¤ssig erstellt oder geÃ¤ndert worden ist (Abs. 1 lit. a).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zu beurteilen ist vorliegend nicht die ZweckÃ¤nderung einer gewerblich genutzten Bau­te oder Anlage, sondern diejenige einer bisher landwirtschaftlich â d.h. zonenkon­form â genutzten FlÃ¤che. Dieser Sachverhalt wird nicht von Art. 37a, sondern von Art. 24 und 24c Abs. 2 RPG geregelt. Wenn aber mit der BeschwerdefÃ¼hrerin angenommen wÃ¼rde, die umstrittene Parzelle alt Kat.-Nr. 18 sei bereits als Lagerplatz genutzt worden, so lÃ¤ge keine ZweckÃ¤nderung im Streit; zudem kÃ¶nnte klarerweise nicht gesagt werden, die Baute oder Anlage sei rechtmÃ¤ssig erstellt oder geÃ¤ndert worden. Art. 37a RPG und Art. 43 RPV sind daher auf den zu beurteilenden Fall offensichtlich nicht anwendbar.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>7. Nachdem die Nutzung von alt Kat.-Nr. 18 gemÃ¤ss den einschlÃ¤gigen Bestim­mun­gen des Raumplanungsgesetzes nicht bewilligt werden kann, fragt es sich, ob die Be­willi­gung aus anderen GrÃ¼nden zu erteilen ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Die BeschwerdefÃ¼hrerin beruft sich auf Vertrauensschutz. Nach der Rechtspre­chung geht die Befugnis der BehÃ¶rden, die Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands zu verlangen, nach einer Frist von 30 Jahren unter. Der GrundeigentÃ¼mer ersitzt gewisser­massen das Recht, den an sich rechtswidrigen Zustand des GebÃ¤udes beizubehalten, vorbe­hÃ¤ltlich baupolizeilicher Massnahmen im engen Sinn. Haben die BaupolizeibehÃ¶rden die rechtswidrigen GebÃ¤ude oder GebÃ¤udeteile Ã¼ber Jahre hinaus geduldet, obwohl ihnen die Rechtswidrigkeit bekannt war oder sie diese bei Anwendung der erforderlichen Sorgfalt hÃ¤tten erkennen mÃ¼ssen, so greift der Vertrauensschutz allenfalls schon vor Ablauf von 30 Jahren. Solange die BehÃ¶rde jedoch bloss untÃ¤tig geblieben ist, erscheint bei der Deu­tung der UntÃ¤tigkeit als behÃ¶rdliche Duldung grosse ZurÃ¼ckhaltung geboten (VGr, 29. Ja­nuar 1998, BEZ 1998 Nr. 3; BGE 107 Ia 121 E. 1; VGr, 12. Juni 1987, ZBl 89/1988, S. 261). Nur wenn der rechtswidrige Zustand wÃ¤hrend sehr langer Zeit hingenommen wurde und die Verletzung Ã¶ffentlicher Interessen nicht schwer wiegt, vermag der Umstand al­lein, dass die BehÃ¶rden nichts dagegen unternommen haben, einen Vertrauenstatbestand zu begrÃ¼nden (VGr, 30. April 1987, BEZ 1987 Nr. 19; vgl. auch VGr GE, 22. Juni 1993, Baurecht 1995, S. 11 Nr. 6).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Hier liegt von vornherein nicht der Fall vor, dass die Baubewilligung "erses­sen" wurde. Denkbar ist bloss, dass aus GrÃ¼nden des Vertrauensschutzes auf die Wieder­her­stellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands ganz oder teilweise zu verzichten ist. Wie der Re­gierungsrat im angefochtenen Entscheid zutreffend voraussetzt, ist es zunÃ¤chst Sache der Baudirektion, hierÃ¼ber im Rahmen des entsprechenden Verfahrens zu befinden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dabei kann die 1993 vorgenommene Ausdehnung des Lagerplatzes auf die sÃ¼dliche HÃ¤lfte von alt Kat.-Nr. 18 offensichtlich nicht beibehalten werden. In Frage kommt eine sol­che LÃ¶sung allenfalls hinsichtlich der nÃ¶rdlichen HÃ¤lfte, die zwischen 1982 und 1988 als Lager in Betrieb genommen wurde. Die Baudirektion wird einerseits abzuklÃ¤ren haben, in welchem Jahr die Erweiterung stattfand, d.h. wie lange der widerrechtliche Zu­stand be­reits geduldet wurde, bis der private Beschwerdegegner das Bewilligungsverfahren veran­lasste. Anderseits wird zu wÃ¼rdigen sein, wie schwer der Eingriff in die Ã¶ffentlichen Inte­ressen wiegt, wenn der Lagerplatz in beschrÃ¤nktem Umfang beibehalten wird. Bei die­ser AbwÃ¤gung wird gegebenenfalls auch zu berÃ¼cksichtigen sein, ob der Eingriff in die Ã¶ffent­lichen Interessen namentlich des Landschaftsschutzes durch geeignete Auflagen ge­mildert werden kÃ¶nnte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die BeschwerdefÃ¼hrerin verweist auf zwei andere Bauten bzw. Anlagen im Ge­biet des Weilers X, die landschaftlich stÃ¶render in Erscheinung treten sollen als der hier zu beurteilende Lagerplatz. Damit macht sie sinngemÃ¤ss eine Gleichbehandlung im Unrecht geltend. Abgesehen davon, dass die von der BeschwerdefÃ¼hrerin erwÃ¤hnten FÃ¤lle sowohl in tatsÃ¤chlicher wie in baurechtlicher Hinsicht mit ihrem eigenen nicht vergleichbar sind, und dass grundsÃ¤tzlich kein Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht besteht (vgl. Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 412 ff.), zeigen die vorangegangenen ErwÃ¤gungen, dass der umstrittene Lager­platz nicht, jedenfalls nicht in erster Linie, wegen des Eingriffs in das Landschaftsbild, son­dern aus grundsÃ¤tzlichen raumplanungsrechtlichen GrÃ¼nden rechtswidrig ist. Die Frage, ob die BehÃ¶rden in den andern beiden FÃ¤llen einzuschreiten haben, spielt in diesem Zusam­men­hang keine Rolle.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>