Beschluss vom 18. Oktober 2016 Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, Emanuel Hochstrasser und Cornelia Cova, Gerichtsschreiberin Patricia Gehrig Parteien A., Beschwerdeführer gegen 1. KANTON BASEL-STADT, Staatsanwaltschaft, 2. KANTON ZUG, Staatsanwaltschaft, Beschwerdegegner Gegenstand Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO) B u n d e s s t r a f g e r i c h t T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l Geschäftsnummer: BG.2016.30 - 2 - Die Beschwerdekammer hält fest, dass: - die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug gegen A. wegen Hinderung einer Amtshandlung (evt. Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte), Be- schimpfung und sexuelle Belästigungen eine Strafuntersuchung führte (act. 2); - die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel -Stadt mit Gerichtsstandsverfü- gung vom 12. September 2016 das durch die Staatsanwaltschaft des Kan- tons Zug geführte Strafverfahren gegen A. übernahm (act. 2); - A. hierauf mit Beschwerde vom 26. September 2016 an die Beschwerde- kammer des Bundesstrafgerichts gelangte und ausführte, er habe die vorge- worfenen Taten nicht begangen und verlange Akteneinsicht (act. 1); - A. mit Schreiben vom 27. September 2016 darauf aufmerksam gemacht wurde, dass mit einer Beschwerde, die sich gegen eine Übernahmeverfü- gung richtet, nur Rügen gegen die Verfahrensübernahme und nich t gegen die Tatvorwürfe vorgebracht werden können, und A. aufgefordert wurde, bis zum 10. Oktober 2016 mitzuteilen, ob sich seine Beschwerde gegen die Ver- fahrensübernahme richtet und bejahendenfalls eine begründete Beschwerde einzureichen (act. 3); - er innerhalb der anberaumten Frist keine Begründung einreichte. Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: - eine nicht gehörig begründete Beschwerde von der Rechtsmittelinstanz zur Verbesserung innerhalb einer kurzen Nachfrist zurückgewiesen wird (Art. 385 Abs. 1 und Abs. 2 Satz 1 StPO); - die Rechtsmittelinstanz auf das Rechtsmittel nicht eintritt, wenn die Eingabe auch nach Ablauf der Nachfrist den Anforderungen nicht genügt (Art. 385 Abs. 2 Satz 2 StPO); - mit Schreiben des Gerichts vom 27. September 2016 dem Beschwerdefüh- rer eine Nachfrist bis zum 10. Oktober 2016 gesetzt wurde, um eine Begrün- dung zu seiner Beschwerde nachzureichen; - der Beschwerdeführer diese Frist ungenutzt hat verstreichen lassen, indem er zwar auf das Schreiben antwortete, dass er eine Beschwerde gegen die - 3 - Verfahrensübernahme durch die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt mache, je- doch keine Begründung nachreichte; - auf die Beschwerde daher gestützt auf Art. 385 Abs. 2 Satz 2 StPO nicht einzutreten ist; - der Beschwerdeführer, sollte er die Zuständigkeit der mit dem Strafverfahren befassten Behörde (vorliegend die Staatsanwaltschaft Kanton Basel -Stadt) anfechten wollen, vorerst bei dieser nach Art. 41 Abs. 1 StPO unverzüglich die Überweisung des Falles an die seiner Meinung nach zuständige Strafbe- hörde beantragen muss; - aufgrund der Besonderheiten des Falles ausnahmsweise auf die Erhebung einer Gerichtsgebühr zu verzichten ist (Art. 73 StBOG und Art. 5 des Regle- ments des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Ge- bühren und E ntschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]); - 4 - und erkennt: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Es wird keine Gerichtsgebühr erhoben. Bellinzona, 19. Oktober 2016 Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: Zustellung an - A. - Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt - Staatsanwaltschaft des Kantons Zug Rechtsmittelbelehrung Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.