<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.00799</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichter Bachofner<br/>Sozialversicherungsrichterin Sager<br/>Gerichtsschreiberin Peter-Schwarzenberger</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 20. November 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Y.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren 1978, meldete sich am 27. Mai 2011 unter Hinweis auf psychische Probleme bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/3). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, teilte dem Versicherten am 5. September 2011 mit, dass mangels Erfüllung der ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">jährigen Wartefrist derzeit kein Anspruch auf eine Rente bestehe (Urk. 6/15). Mit Mitteilung vom 10. Juli 2012 (Urk. 6/22) teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass er keinen Anspruch auf berufliche Massnahmen habe, da er angemessen eingegliedert sei (vgl. Urk. 6/23 S. 1). Mit Verfügung vom 22. Januar 2013 (Urk. 6/29) wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Versicherte meldete sich am 5. Dezember 2014 unter Hinweis auf eine schwere Depression erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/31). Die IV-Stelle klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und teilte dem Versicherten am 7. März 2016 mit, dass zurzeit aufgrund seines </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gesundheitszustandes keine Eingliederungsmassnahmen möglich seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 6/60).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zudem veranlasste die IV-Stelle ein psychiatrisches Gutachten, das am 27. Januar 2017 erstattet wurde (Urk. 6/83). Nach durchgeführtem Vorbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheid</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfahren (Urk. 6/86; Urk. 6/89) lehnte die IV-Stelle das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 23. Juni 2017 (Urk. 6/92 = Urk. 2)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Versicherte erhob am 15. Juli 2017, vertreten durch seinen behandelnden Psychotherapeuten,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegen die Verfügung vom 23. Juni 2017 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ihm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> seit mindestens 18. Dezember 2014 eine ganze Rente zuzusprechen, eventuell sei ein neutrales, polydisziplinä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">res Gutachten in Auftrag zu geben (Urk. 1 S. 1 Ziff. 1-3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 14. September 2017 (Urk. 5) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am 11. Oktober 2017 zur Kenntnis gebracht (Urk. 7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Beeinträchtigungen zu prüfen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ob ein psychischer Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schaden mit Krankheitswert besteht, welcher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eine psychiatrische, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">141 V 281 E. 2.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Eine fachärztlich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einwandfrei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">139 V 547 E. 5.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).</span></p><p><span> </span><span>Das für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosomatische Leiden entwickelte strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indika</span><span>toren, die es </span><span>-</span><span> unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungs</span><span>faktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderer</span><span>seits </span><span> erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu</span><span>schätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundes</span><span>ge</span><span>richts 9C_590/2017 vom 1</span><span>5. </span><span>Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines renten</span><span>begründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus</span><span>wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchs</span><span>grund</span><span>lage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachge</span><span>wiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete ver</span><span>sicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). </span></p><p><span> </span><span>Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kategorie „funktioneller Schweregrad" (E. 4.3)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">Komplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)</span></p><p><span>-</span><span>Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">sourcen, E. 4.3.2)</span></p><p><span>-</span><span>Komplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3) </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">druck (E. 4.4.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beweisrechtlich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">entscheidend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">März 2018 E. 7.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Übergangsrechtlich ist bedeutsam, dass die vor der Rechtsprechungsänderung eingeholten Gutachten nicht einfach ihren Beweiswert verlieren. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE 141 V 281 E. 8 unter Hinweis auf BGE 137 V 210 E. 6). Mithin ist im kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kreten Fall zu klären, ob die beigezogenen Gutachten – allenfalls zusammen mit weiteren fachärztlichen Berichten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eine schlüssige Beurteilung anhand der massgeblichen Indikatoren erlauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und -dichte kann zudem unter Umständen eine punktuelle Ergänzung genügen (vgl.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urteile des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">März 2018 E. 5.2.2 und 8C_300/2017 vom 1. Februar 2018 E. 4.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete die Abweisung des Leistungsbegehrens in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) damit, dass aufgrund der versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">medizinischen Beurteilung die gestellten Diagnosen einer rezidivierenden depressiven Störung, aktuell mittelgradige Episode, und einer Aufmerksamkeits- und Aktivitätsstörung zwar nachvollziehbar seien, aus den Akten jedoch hervor gehe, dass beim Beschwerdeführer gute Ressourcen vorlägen und die psychiatri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche Behandlung intensiviert werden könne. Dies lasse darauf schliessen, dass er trotz der psychischen Einschränkungen einer Arbeitstätigkeit nachgehen könne (S. 1 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Daran hielt die Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort (Urk. 5) grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sätzlich fest.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber beschwerdeweise (Urk. 1) auf den Standpunkt, er sei seit dem Frühjahr 2014 durchgehend zu 100 % arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähig (S. 1). Das in Auftrag gegebene psychiatrische Gutachten, auf welches die Beschwerdegegnerin ausschliesslich zur Entscheidfindung abgestellt habe, sei nicht beweiskräftig und genüge deshalb in keiner Weise als Entscheidgrundlage (S. 3 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Rente hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, führte in seinem undatierten, wohl </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juli 2014 erstellten Bericht (Urk. 6/53/13; vgl.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 6/53/1-5 S. 4) aus, dass er den Beschwerdeführer seit 2005 psychiatrisch behandle, und nannte eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">telgradig, eine Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung und eine kombinierte Persönlichkeitsstörung als Diagnosen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem Bericht von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Oberarzt, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Privat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klinik </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, vom 27. Januar 2015 (Urk. 6/38 = Urk. 6/39) ist zu ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmen, dass der Beschwerdeführer seit dem 23. Dezember 2014 in der Klinik zum zweiten Mal stationär psychiatrisch behandelt wird. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nannte eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychoti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche Symptome (ICD-10 F33.2), und eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keitsstörung (ICD-10 F90.0) als Diagnosen (S. 1 Mitte).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> führte in seinem Bericht vom 13. März 2015 (Urk. 6/44) aus, dass sich der Beschwerdeführer, bei gleich gebliebenen Diagnosen (Ziff. 1.1; vgl. vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hend E. 3.2) seit dem 23. Dezember 2014 immer noch in stationärer Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung befinde (Ziff. 1.3). Seit dem 23. Dezember 2014 bestehe für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Schreiner eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 1.6).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Bei einer (Teil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)Remission der Symptomatik könnten insbesondere die Belastbarkeit und Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zentrationsfähigkeit für den angestammten Beruf wieder deutlich gebessert erscheinen und die Arbeitsfähigkeit sukzessive gesteigert werden (Ziff. 1.8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Lic. phil. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Neuropsychologin und Psychologin FSP, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Privatklinik </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, berichtete am 30. März 2015 über die am 24. März 2015 während des stationären Aufenthalts in der Klin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">i</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">k durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geführte neuropsy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chologische Untersuchung (Urk. 6/53/7-12) und führte aus, dass eine leichte neu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ropsychologische Störung, hauptsächlich im Rahmen einer einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10 F90.0) sowie der depressiven Störung (ICD</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10 F33.2) vorliege. So habe die Testuntersuchung leichte Störungen der selektiven Aufmerksamkeit/Impulskontrolle, des verbalen Gedächtnisses sowie punktuell der exekutiven und visuell-räumlichen Fertigkeiten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ergeben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, wobei letztere beiden durch Flüchtigkeitsfehler zustande gekommen seien und somit vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmlich als sekundäre Aufmerksamkeitsstörung zu verstehen seien (S. 5).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Lic. phil. I Y.___, Psychologe und Psychotherapeut SPV, und Dr. med. E.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, führten in ihrem undatierten, bei der Beschwerdegegnerin am 17. Juni 2015 eingegangenen Bericht (Urk. 6/53/1-5) aus, dass sie den Beschwerdeführer seit August 2014 behandeln (Ziff. 1.2), </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und nannten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ängstlich (vermeidende) Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6) </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">abhängige Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.7)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F32.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10 F90.0) </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer sei von Dezember 2014 bis April 2015 in der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> stationär behandelt worden (Ziff. 1.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Seit Juli 2014 bestehe für die Tätigkeit als Schreiner und Betreuer eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Die Wiederaufnahme einer (angepassten) Tätigkeit sei vom Therapieverlauf abhängig. In ein bis zwei Jahren sollte ein Wiedereinstieg mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich sein (Ziff. 1.7, Ziff. 1.9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Lic. phil. I F.___ nahm zu den von der Beschwerdegegnerin gestellten Rück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fragen (vgl. Urk. 6/54) am 27. Juli 2015 Stellung (Urk. 6/56) und führte diesbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">züglich aus, dass in den beiden Arbeitsbereichen Schreiner und Betreuer keine funktionellen Einschränkungen bestünden. Der Beschwerdeführer könne sich eine Rückkehr in einen «normalen» Schreinerbetrieb jedoch nicht mehr vorstellen und dies werde auch nicht empfohlen. Eine Schreinertätigkeit in einem agogischen Bereich wäre aber durchaus denkbar. Berufliche Massnahmen seien durchaus ins Auge zu fassen, der Beschwerdeführer fühle sich dazu auch in der Lage. Die Prog</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nose sei mit Unterstützung eines auf den Beschwerdeführer zugeschnittenen Programms mit einer hohen Erfolgswahrscheinlichkeit sehr positiv.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nannte in ihrem Verlaufsbericht vom 13. April 2016 (Urk. 6/62) eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leicht- bis mittelgradige Epi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sode (ICD-10 F33.1), und eine Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10 F90.0) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.2). Derzeit bestehe in der bisherigen Tätigkeit als Schreiner </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sowie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in einer ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">passten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 2.1). Es fänden wöchentliche Sitzungen statt und der Beschwerdeführer werde medikamentös behandelt (Ziff. 3.1-3.2). Die Prognose sei derzeit nicht einschätzbar (Ziff. 3.3).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Lic. phil. I F.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nannte in seinem Bericht vom 4. Juni 2016 (Urk. 6/65) fol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gende Diagnosen (S. 1 Ziff. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">schizoide Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ängstlich (vermeidende) Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leicht- bis mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10 F90.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Momentan sei die Arbeitsfähigkeit stark limitiert (S. 2 Ziff. 3). Es fänden wöchentliche Psychotherapie-Sitzungen und gelegentliche Paarsitzungen statt. Der Beschwerdeführer könne nicht alle Termine wahrnehmen (S. 2 Ziff. 5). Die Prognose sei unbestimmt und abhängig von Verlaufsfaktoren (S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ziff. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.9</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. G.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Ober-ärztin, B.___, Privatklinik C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, führte in ihrem Austrittsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richt vom 31. Oktober 2016 (Urk. 6/78/1-4) aus, dass der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer vom 8. September bis zum 6. Oktober 2016 zum dritten Mal in der Klinik hospitalisiert gewesen sei, und nannte folgende Diagnosen (S. 1 Mitte):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10 F90.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung (ICD</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">10 Z73)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen der neuropsychologischen Abklärungen vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und 30. September</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2016 habe sich die Verdachtsdiagnose einer Autismus-Spektrum-Störung und insbesondere eines Asperger-Syndroms nicht erhärten können. Der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer habe in allen durchgeführten neuropsychologischen Tests zur Überprüfung der sozialen Kognitionen unauffällige Ergebnisse erzielt (S. 3 oben; vgl. den dies</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bezüglichen neuropsychologischen Bericht vom 30. September 2016 in Urk. 6/78/8-11). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vom 8. September bis zum 23. Oktober 2016 habe eine 100%ige Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit bestanden. Die Weiterführung der psychiatrisch-psychotherapeutischen Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">handlung sowie die Fortführung der psychopharmakologischen Therapie werde dringend empfohlen. Zudem werde die Fortführung der Paartherapie empfohlen (S. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.10</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. H.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und für Neurologie, erstattete das von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebene psychiatrische Gutachten am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">27. Januar 2017 (Urk. 6/83) und nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 41 Ziff. V.III.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, aktuell mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Aufmerksamkeits- und Aktivitätsstörung (ICD-10 F90.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">narzisstische Persönlichkeitsakzentuierung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er einen aktuellen Konsum von Cannabis (ICD-10 F12; S. 41 Ziff. V.III.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. H.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> legte dar, dass in der gutachterlichen Gesamtschau anhand der Akten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lage, der Eigenanamnese und des klinischen Befundes beim Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer eine rezidivierende depressive Störung mit einer 2004/2005 aufgetretenen psychotischen Episode und einer wohl leichten psychotischen Episode zirka 2011 plausibel sei. In den letzten 13 Jahren habe die Ausprägung der Depression fluk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tuiert. Derzeit sei der Schweregrad der Depression als leicht bis mittelgradig ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zustufen. Die Diagnose einer Aufmerksamkeits- und Aktivitätsstörung sei eben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">falls plausibel. Zudem gebe es beim Beschwerdeführer deutliche Hinweise auf zumindest eine narzisstische Persönlichkeitsakzentuierung. Die Diagnose einer ängstlich-vermeidenden Persönlichkeitsstörung sei hingegen nicht nachvollzieh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bar, hierfür seien die nötigen diagnostischen Kriterien nicht erfüllt. Dagegen wür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den die Eigenanamnese des Beschwerdeführers und der klinische Befund sprechen. Auch passe die Diagnose einer ängstlich-vermeidenden Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keitsstörung nicht zur Diagnose einer Aufmerksamkeits- und Aktivitäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störung, da solche Menschen im Regelfall nicht ängstlich-vermeidend seien. Auch die Diagnose einer schizoiden Persönlichkeitsstörung sei nicht nachvollziehbar, die diagnostischen Kriterien seien nicht erfüllt. Der Beschwerdeführer sei nicht gleichgültig gegen Lob oder Kritik, im Gegenteil sei er sehr kritikempfindlich, könne durchaus Freude empfinden und habe freundschaftliche Beziehungen. Auch eine sexuelle Abstinenz liege nicht vor. Gegen die Diagnose einer schizoiden Persönlichkeitsstörung spreche au</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> das unauffällige testpsycholo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gische Profil, das durchgeführt worden sei, um eine Störung aus dem Autismus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spektrum, genauer gesagt eines Asperger Syndroms, zu untersuchen (S. 32 ff. Ziff. IV). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Für die angestammte Tätigkeit als Betreuer von Jugendlichen bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 50 %. Im Verlauf seit Mitte 2014 habe eine fluktuierende Arbeitsunfähigkeit bestanden. Es sei plausibel, dass von zirka Juli 2014 bis Oktober 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen habe. In der ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Tätigkeit als Schreiner bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 25 % zum Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkt der Begutachtung. Von Juli 2014 bis Oktober 2016 sei die durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schnittliche Arbeitsunfähigkeit (mit deutlichen Fluktuationen) auf 50 % zu schätzen (S. 45 f. Ziff. V.VI.1). In einer weiter angepassten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 75 % ab der Begutachtung analog zur Tätigkeit als Schreiner (S. 47 Ziff. V.VI.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.11</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In seiner Stellungnahme vom 15. Februar 2017 (Urk. 6/85/6-7) führte pract. med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">I.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für Arbeitsmedizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), aus, dass auf das eingeholte psychiatrische Gutachten von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. H.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (vorstehend E. 3.10) abgestellt werden könne. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer ist gelernter Schreiner. Als er sich am 27. Mai 2011 zum ersten Mal bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug anmeldete, befand er sich seit August 2009 in der Ausbildung zum Fachmann Betreuung, schloss diese jedoch nicht ab. Anfang Januar 2012 begann der Beschwerdeführer wieder als Schreiner zu arbeiten, beginnend in einem 50%-Pensum und ab März 2012 in einem 60%-Pensum. In Absprache mit seinem Therapeuten wurde vereinbart, das Pensum bis im August 2012 auf 100 % zu steigern. Die Beschwerdegegnerin ging damals davon aus, dass die gelernte Tätigkeit als Schreiner einer medizinisch angepassten Tätigkeit entspreche (vgl. Urk. 6/3 Ziff. 5.2; Urk. 6/23 S. 1). Nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dem de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerdeführer der Aufforderung der Beschwerdegegnerin mittels Schreiben vom 28. August 2012 (Urk. 6/24) und Mahnung vom 11. Oktober 2012 (Urk. 6/25) nicht nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gekommen war</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mitzuteilen, ob er das Pensum wie geplant auf 100 % habe steigern können, konnte die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin nicht prüfen, ob ein </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nspruch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auf eine Rente bestand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. In der Folge wies die Beschwerdegegne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 22. Januar 2013 (Urk. 6/29) ab.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Von Juli 2012 bis Mitte März 2014 war der Beschwerdeführer bei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">J.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> GmbH als Schreiner tätig, wobei das Arbeitsverhältnis aus wirtschaftlichen Gründen beendet wurde (Urk. 6/43; Urk. 6/46 S. 1). Seither war er nicht mehr erwerbstätig und wird von der Sozialhilfe unterstützt (vgl. Urk. 6/83 S. 24 Ziff. II). Am 5. Dezember 2014 meldete sich der Beschwerdeführer erneut bei der Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/31). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der psychiatrische Gutachter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. H.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ist Facharzt für Psychiatrie und Psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">therapie sowie für Neurologie, so dass er zur Beurteilung des Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitszustands des Beschwerdeführers grundsätzlich befähigt ist. Das psychiatri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche Gutachten erscheint denn auch für die streitigen Belange umfassend und berücksichtigt die geklagten Beschwerden des Beschwerdeführers. Zudem wurde es in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) erstellt und leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und die Schlussfolgerungen wurden nachvollziehbar begründet. Damit erfüllt das psychiatrische Gutachten die praxisgemässen Kriterien an ein beweiskräftiges Gutachten (vgl. vorstehend E. 1.7), weshalb zur Beurteilung des Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stands des Beschwerdeführers grundsätzlich darauf abzustellen ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. H.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> diagnostizierte eine rezidivierende depressive Störung, aktuell mittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gradige Episode (ICD-10 F33.1), eine Aufmerksamkeits- und Aktivitäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störung (ICD-10 F90.0) und eine narzisstische Persönlichkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">akzentuierung mit Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung auf die Arbeitsfähigkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sowie einen aktuellen Konsum von Cannabis ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Er attestierte dem Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit als Betreuer von Jugendlichen eine aktuelle Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit von 50 %. Von zirka Juli 2014 bis Oktober 2016 habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen. In der angepassten Tätigkeit als Schreiner bestehe aktuell eine Arbeitsunfähigkeit von 25 %. Von Juli 2014 bis Oktober 2016 habe eine Arbeitsunfähigkeit von durchschnittlich 50 % vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gelegen. Auch in einer weiter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> angepassten Tätigkeit bestehe eine Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit von aktuell 75 % (vorstehend E. 3.10). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Bundesgericht entschied mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BGE 143 V 418, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (vgl.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hend E. 1.4), so auch vorliegend. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es ist deshalb nachfolgend aus rechtlicher Sicht zu beurteilen, ob aufgrund der rezidivierenden depressiven Störung, aktuell mittelgradige Episode, der Aufmerksamkeits- und Aktivitäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störung und der narzisstischen Persönlichkeitsakzentuierung eine Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit ausgewiesen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zum Komplex Gesundheitsschädigung ist in Bezug auf den Indikator Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde festzuhalten, dass der Beschwerdeführer auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund des depressiven Syndroms an teilweiser Freudminderung, Grübel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">neigung, leichteren Schlafstörungen und Ängsten leidet (Urk. 6/83 S. 32 Ziff. IV, vgl.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">S. 28 f. Ziff. III).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Bezug auf den Indikator Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">–resistenz ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer seit Ende 2004 psychiat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">risch-psychotherapeutisch behandelt wird (vgl. Urk. 6/11/1-5 Ziff. 1.3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4; Urk. 6/83 S. 4 ff. Ziff. I; vgl. auch vorstehend E. 3.1, E. 3.10). Die bisherige Therapie ist teilweise lege artis. Nach Angaben des Beschwerdeführers findet eine regelmässige wöchentliche psychotherapeutische Behandlung beim Psychologen lic. phil. I </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">F.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> statt (Urk. 6/83 S. 42 Ziff. IV.1), wobei der behandelnde Psychologe im Juni 2016 noch angab, der Beschwerdeführer könne nicht alle Termine wahrnehmen (vorstehend E. 3.8). Eine psychiatrische Behandlung findet laut Angaben des Beschwerdeführers hingegen kaum statt, er habe keine Termine bei seiner Psychiaterin Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, er würde nur Rezepte vor ihr erhalten (Urk. 6/83 S. 42 Ziff. IV.1). In der Vergangenheit wurde der Beschwerdeführer bereits stationär behandelt (vorstehend E. 3.2-3.3, E. 3.5, E. 3.9-3.10). An verblei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">benden Therapieoptionen besteht nach Ansicht des psychiatrischen Gutachters die Möglichkeit der Intensivierung der psychiatrischen Behandlung. Des Weiteren ist aus psychiatrischer Sicht eine vollständige Cannabisabstinenz indiziert (Urk. 6/83 S. 42 Ziff. IV.3). Demnach sind die Therapieoptionen noch nicht aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geschöpft, was auf eine positive Prognose hindeutet. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Bezug auf die Komorbidität ist festzuhalten, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dass sich der Cannabiskonsum negativ auf die depressive Störung auswirkt. Die narzisstische Persönlichkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zentuierung und erhöhte Kränkbarkeit wirken sich ebenfalls negativ auf die depressive Störung aus (Urk. 6/83 S. 41 Ziff. III.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zum Komplex Persönlichkeit ist festzuhalten, dass keine Persönlichkeitsstörung vorliegt (vorstehend E. 3.10). Der Beschwerdeführer verfügt über gute kognitive und mnestische Fähigkeiten, eine gute Kommunikationsfähigkeit sowie eine gute Ausbildung (Urk. 6/83 S. 39 Ziff. V.I.8, S. 40 Ziff. V.II.5)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> verfügt demnach durchaus über persönliche Ressourcen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zum Komplex sozialer Kontext ist festzuhalten, dass d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er Beschwerdeführer mit seiner Partnerin in einer Wohnung zusammenlebt, über einen guten Freundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kreis verfügt und sich auch regelmässig mit Freunden trifft. Auch macht er Urlaube, fährt dabei, obwohl er über Ängste beim Autofahren berichtet, weite Strecken ins Ausland und hat dort keine Schwierigkeiten, sich in die Familie seiner Partnerin zu integrieren. Zudem verfügt der Beschwerdeführer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">über eine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n geregelten Tagesablauf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geht diversen Aktivitäten nach. So arbeitet er aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">giebig handwerklich sowohl im Garten als auch im häuslichen Bereich, führt komplexe Elektronikbasteleien durch und kann sich hierfür auch lange auf die Tätigkeit konzentrieren (Urk. 6/83 S. 44 Ziff. V.V.2, vgl. S. 14 ff. Ziff. II). Somit verfügt der Beschwerdeführer durchaus über Ressourcen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu prüfen ist weiter die Konsistenz. Hinsichtlich des Gesichtspunkts der gleich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mässigen Einschränkungen des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bereichen ist festzuhalten, dass diesbezüglich keine gleichmässigen Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkungen bestehen. Der Beschwerdeführer war zuletzt von Juli 2012 bis Mitte März 2014 bei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">J.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> GmbH als Schreiner angestellt, seither hat er nicht mehr gearbeitet (vorstehend E. 4.1). Daneben zeigt der Beschwerdeführer jedoch Aktivitäten im Tagesablauf, betätigt sich handwerklich im Garten und im häusli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Bereich, verfügt über einen guten Freundeskreis, macht Urlaub und fährt Auto (Urk. 6/83 S. 44 Ziff. V.V.2). Ausserdem ist das Aktivitätenniveau im Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gleich zum Zeitpunkt vor Eintritt der Gesundheitsschädigung nicht wesentlich reduziert (Urk. 6/82 S. 44 Ziff. V.V.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hinsichtlich des Gesichtspunkts des behandlungs- und eingliederungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tisch ausgewiesenen Leidensdrucks ist schliesslich festzuhalten, dass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> psychothe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rapeutische und stationäre Behandlungen stattfanden. Die psychiatri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche Behandlung finde hingegen kaum statt (Urk. 6/83 S. 42 Ziff. IV.1). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dies deutet auf einen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gewissen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Leidensdruck hin. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Damit resultiert ein Gesamtbild, welches aus psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">atri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scher Sicht nicht auf bedeutende funktionelle Beeinträchtigungen schliessen lässt. Die vom psychiatri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Gutachter attestierte aktuelle, mithin ab Begutachtungszeitpunkt geltende, 50%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Betreuer von Jugendlichen beziehungsweise 25%ige Arbeitsunfähigkeit in der Tätigkeit als Schreiner oder sonstigen angepassten Tätigkeit (vorstehend E. 3.10, E. 4.3) über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeugt daher nicht. Ob </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">es sich dem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> psychiatrische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Gutachter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gend </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> basierend auf den Feststellungen der erstmaligen Anmeldung zum Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bezug (vgl. vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stehend E. 4.1) - bei der Tätigkeit als Betreuer von Jugendlichen um die ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stammte Tätigkeit und bei der Tätigkeit als Schreiner um eine angepasste Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit handelt (vgl. Urk. 6/83 S. 45 Ziff. VI.1)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> oder ob es sich nicht vielmehr bei der Tätigkeit als Schreiner um die angestammte Tätigkeit handelt, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">braucht vorliegend deshalb nicht abschliessend beurteilt zu werden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da die Arbeitsunfähigkeit ein unbestimmter Rechtsbegriff des formellen Gesetzes ist (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6 ATSG), kommt der Arztperson bei der Folgenabschätzung der von ihr erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigung keine abschliessende Beurteilungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kompetenz zu, sondern sie nimmt hierzu Stellung, das heisst sie gibt eine Schätzung ab. Diese ist durch die rechtsanwendenden Behörden im Rahmen der rechtlichen Vorgaben zu würdigen (BGE 140 V 193 E. 3.1 und 3.2). Weil die Arbeitsfähigkeit somit keine rein medizinische, sondern letztlich eine juristische Frage ist, können sich Konstellationen ergeben, bei welchen von der im medizi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nischen Gutachten festgestellten Arbeitsfähigkeit abzuweichen ist, ohne dass dieses seinen Beweiswert verlöre (SVR 2013 IV Nr. 9 S. 21, Urteil des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richts 8C_842/2011 vom1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Oktober 2012 E. 4.2.2). Im vorliegenden Fall ist insofern vom psychiatrischen Gutachten abzuweichen, als dass festgehalten werden kann, dass der Beschwerdeführer aus versicherungsrechtlicher Sicht ab dem Begutachtungszeitpunkt, mithin ab November 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (vgl. Urk. 6/83 S. 2 unten)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, in seiner Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. H.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> legte in seinem Gutachten in schlüssiger und nachvollziehbarer Weise dar, weshalb keine Persönlichkeitsstörung, insbesondere keine ängstlich-vermei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dende Persönlichkeitsstörung oder schizoide Persönlichkeitsstörung, vorliegt (vorstehend E. 3.10). Darauf ist abzustellen. Die Berichte von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, lic. phil. I</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> F.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, die eine Persönlichkeitsstörung diagnostizierten (vorstehend E. 3.1, E. 3.5, E. 3.8), vermögen somit am Beweiswert des Gutachtens nichts zu ändern. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.7</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.7.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hinsichtlich der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers vor dem Zeitpunkt der psychiatrischen Begutachtung im November 2016 hielt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. H.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> fest, dass es in Bezug auf die (angestammte) Tätigkeit als Betreuer von Jugendli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen plausibel sei, dass von zirka Juli 2014 bis Oktober 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen habe. Die Arbeitsunfähigkeit als Schreiner schätze er hingegen von Juli 2014 bis Oktober 2016 auf durchschnittlich 50 % (vorste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hend E. 3.10, E. 4.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, der damalige behandelnde Psychiater des Beschwerdeführers, machte in seinem Bericht vom Juli 2014 keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit (vorstehend E. 3.1). Von Mitte bis Ende 2014 liegen keine weiteren Arztberichte vor. Von Ende </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dezember </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2014 bis im April 2015 wurde der Beschwerdeführer in der Privatklinik der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> stationär behandelt (vorstehend E. 3.2-3.3, E. 3.5). Ein Arzt der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> attestierte dem Beschwerdeführer im März 2015, als sich dieser noch in stationärer Behandlung befand, sodann eine seit Dezember 2014 bestehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Schreiner (vorstehend E. 3.3). Dass der Beschwerdeführer während des stationären Aufenthaltes nicht arbeitsfähig war, ist nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vollzieh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bar. Dem neuropsychologischen Bericht vom März 2015 sind keine Angaben zur Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit zu entnehmen (vorstehend E. 3.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der behandelnde Psychologe lic. phil. I </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">F.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> attestierte dem Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer im Juni 2015 eine seit Juli 2014 bestehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit für die Tätigkeit als Schreiner und Betreuer (vorstehend E. 3.5). In Bezug auf diesen Bericht ist auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass Hausärztinnen und Hausärzte wie überhaupt behandelnde Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräfte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc). Ausserdem legte der behan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">delnde Psychologe nicht näher dar, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufgrund welcher Befunde und Beeinträchti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> seit Juli 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vorliegen soll. Im Juli 2015 war der behandelnde Psychologe sodann der Ansicht, dass eine Schreiner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tätigkeit in einem agogischen Bereich durchaus denkbar sei, ohne das Pensum jedoch näher zu umschreiben (vorstehend E. 3.6). Im Juni 2016 machte er hingen keine Angaben mehr zur Arbeitsfähigkeit (vorstehend E. 3.8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schliesslich wurde der Beschwerdeführer erneut von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nfang September bis </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nfang Oktober 2016 in der Privatklinik der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> stationär behandelt. Eine Ärztin der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> attestierte dem Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer sodann vom 8. September bis zum 23. Oktober 2016 eine 100%ige Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit (vorstehend E. 3.9). Dass der Beschwerdeführer während des stationären Aufenthaltes und zirka zwei Wochen darüber hinaus nicht arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hig war, ist denn auch nachvollziehbar. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.7.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sämtliche Tatsachen, aus denen eine Anspruchsberechtigung abgeleitet wird, müssen zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Bleiben für den Leistungsanspruch erhebliche Tatsachen unbewiesen, so hat der Versicherte die Folgen dieser Beweislosigkeit zu tragen (Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichtes zum IVG, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2014, Art. 28a N 278 und 280 mit Hinweisen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 261 E. 3b).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.7.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es liegen für den Zeitraum von Juli 2014 bis Oktober 2016 einerseits Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schätzungen in verschiedenen echtzeitlichen medizinischen Berichten vor, welche – wie oben erwähnt einzeln, wie auch in der Gesamtheit – nicht zu überzeugen vermögen sowie andererseits die Einschätzung von Dr. H.___ in dessen Gutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten vom Januar 2017. Darin kam Dr. H.___ zu folgendem Schluss: </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">«Für die angepasste Tätigkeit als Schreiner schätze ich die durchschnittliche AUF (mit deutlichen Fluktuationen) von Juli 2014 bis Oktober 2016 im Zeitverlauf höher ein mit durchschnittlich 50 %. Der Versicherte hat während dieser Zeit auch über Aktivitäten berichtet wie Umzug, Renovierung der Wohnung usw., in denen die AUF eher niedriger einzuschätzen ist. Andererseits wurde dieser Zeitraum unterbrochen durch dokumentierte Phasen mit einer höheren AUF und durch stationäre Aufenthalte, während der die AF 0 % war. Somit ergibt sich mit über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wiegender Wahrscheinlichkeit für diesen Zeitraum eine durchschnittliche AUF von 50 %» (Urk. 6/83 S. 46 unten und S. 47 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Einschätzung einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit mit deutlichen Fluktuationen im Zeitraum von Juli 2014 bis Oktober 2016 von Dr. H.___ vermag ebenfalls nicht zu überzeugen. Zwar gab es in jenem Zeitraum zwei stationäre Aufenthalte mit einer ausgewiesenen Arbeitsunfähigkeit von 100 % für die jeweilige Dauer des Aufenthaltes (Ende Dezember 2014 bis zu einem zeitlich nicht näher definier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Austritt im April 2015, mithin von rund 3 Monaten [vgl. Urk. 8/83/25], und 8. September bis 6. Oktober 2016, mithin von rund 1 Monat; vgl. vorstehend E. 3.2-3.3 sowie E. 3.9). In Bezug auf den zweiten hier relevanten stationären Aufent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halt ist zu erwähnen, dass kurze Zeit nach dem Austritt die psychiatrische Begut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achtung am 23. November 2016 stattfand mit der ab Begutachtungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zeitpunkt attestierten 25%igen Arbeitsunfähigkeit in der Tätigkeit als Schreiner und in angepassten Tätigkeiten (Urk. 6/83). Angesichts der sich nicht wesentlich unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheidenden Diagnosen anlässlich des stationären Aufenthalts in 2016 und im Gutachten erscheint die von den Ärzten der B.___ attestierte Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit mit dem stationären Aufenthalt an sich begründet zu sein, und sie entspricht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht einer hier zu berücksich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigenden Arbeitsfähigkeit aus medizinisch-theoretischer Sicht auch in angepass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Tätigkeiten im Zeitraum vor der Begutachtung. In Bezug auf den ersten hier relevanten stationären Aufenthalt von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ende Dezember 2014 bis zu einem zeitlich nicht näher definierten Austritt im April 2015</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist ebenfalls von einer lediglich den stationären Aufenthalt betreffenden Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit von 100 % auszuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hen. Dabei wurde im entsprechenden Bericht einer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seits wiederholt auf die grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sätzlich gute Prognose sowie die potentiell mögliche 100%ige Arbeitsfähigkeit nach Remission </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hingewiesen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und andererseits auch das Vorliegen psychosozialer Belastungsfaktoren erwähnt (vgl. Urk. 6/44/2-3 Ziff. 1.4-1.8), womit ebenfalls nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer längerdauernden invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">denversicherungsrechtlichen 100%igen Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit in jeglicher Tätigkeit auszugehen ist. Dies muss umso mehr gelten, als im Juli 2015 eine Schreinertä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigkeit in einem agogischen Bereich als durchaus denkbar bezeichnet wurde mit sehr positiver Prognose (vgl. vorstehend E. 3.6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In jener Zeit von Juli 2014 bis Oktober 2016, in welcher der Beschwerdeführer nicht stationär behandelt wurde, erscheint sodann die von Dr. H.___ attestierte 50%ige Arbeitsfähigkeit (mit deutlichen Fluktuationen) - wie bereits erwähnt - als nicht überzeugend. Zum einen ist unklar, was mit den «deutlichen Fluktua</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tionen» konkret gemeint ist. Angesichts der stationären Aufenthalte einer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seits und der von Dr. H.___ erwähnten zahlreichen Tätigkeiten und Aktivitäten andererseits kann davon ausgegangen werden, dass Abweichungen sowohl gegen oben (höhere Arbeitsfähigkeit) als auch gegen unten (tiefere Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit) gemeint wurden. Diese ungenaue Angabe ist jedoch nicht geeignet, eine verläss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche invalidenversicherungsrechtlich relevante Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit zu begründen. Im Übrigen ist angesichts des in jenem Zeitraum vorliegenden Gesundheitszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stands (im Wesentlichen die von Dr. H.___ gestellten Diagnosen mit Ausnahme einer schweren Ausprägung der depressiven Störung während der stationären Behandlung von Dezember 2014 bis April 2015; vgl. vorstehend E. 3.2-3.3, E. 3.5 sowie E. 3.10) mit der attestierten Arbeitsunfähigkeit von rund 50 % ebenfalls ein strukturiertes Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 durchzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führen. Hierfür kann auf die vorstehenden Erwägungen E. 4.4-4.5 verwiesen werden. Insbesondere erfolgten im Zeitraum von 2014 bis 2016 zahlreiche Tätigkeiten und Aktivitäten, welche insbesondere mit Hinblick auf den ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">haltens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bezogenen Aspekt der Konsistenz beziehungsweise mit Hinblick auf die Frage nach der gleichmässigen Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen beweisrechtlich entscheidend sind (BGE 141 V 281 E. 4.4). So habe der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführer im Jahr 2014 für ein halbes Jahr einem Bekannten auf dem Biohof geholfen. Im Jahr 2015 sei er mit der Freundin zusammengezogen und sie hätten zusammen die Wohnung sehr ausführlich renoviert. Das habe er fast ein Jahr lang gemacht mit Unterbrechungen und dies sei eine gute Beschäftigung gewesen (Urk. 6/83 S. 24 f.). Zudem seien Urlaube in Holland erfolgt (Urk. 6/83 S. 16). Insgesamt kann somit auch im Zeitraum von Juli 2014 bis Oktober 2016 weder von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit als Schreiner und in angepassten Tätigkei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten noch von einer invalidenversicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rechtlich relevanten längerdauernden höheren Arbeitsunfähigkeit ausgegangen werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schliesslich ist von weiteren Abklärungen in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit zwischen Juli 2014 und Oktober 2016 in antizipierter Beweiswürdigung abzuse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 124 V 94 E. 4b, 122 V 157 E. 1d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">), da nicht davon auszugehen ist, dass weitere medizinische Abklärungen mit überwiegender Wahrscheinlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit zu einem anderen Ergebnis führen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach dem Gesagten ist kein invalidisierender Gesundheitsschaden ausgewiesen, weshalb die Beschwerdegegnerin das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers im Ergebnis zu Recht abgewiesen hat. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wert festzulegen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">69 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG) und auf Fr. 7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">00.-- anzusetzen. Entspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chend dem Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gang des Verfahrens sind sie dem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> u</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nterliegenden Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 700</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Y.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannPeter-Schwarzenberger</p><p></p></div> </div></body></html>