<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2005.00028</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205338&amp;W10_KEY=13013564&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2005.00028</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 31.08.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 07.06.2007 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 2002</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Selbst wenn der im StG vorgesehene Abzug für Zuwendungen und Beiträge an im Kantonsrat vertretene politische Parteien das StHG verletzen würde, wäre es ausgeschlossen, allen Steuerpflichtigen unabhängig von tatsächlich gezahlten Beiträgen gestützt auf das Rechtsgleichheitsgebot den gleichen Abzug zu gewähren. Es würde dadurch nicht Gleichbehandlung im Unrecht gewährt, sondern Unrecht durch neues Unrecht auszugleichen versucht und widerspräche dem Legalitätsprinzip, dem Rechtsgleichheitsgebot und dem Willkürverbot. Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABZUG">ABZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BUNDESRECHTSWIDRIG">BUNDESRECHTSWIDRIG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEBENSHALTUNGSKOSTEN">LEBENSHALTUNGSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGALITÃTSPRINZIP">LEGALITÃTSPRINZIP</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: POLITISCHE PARTEIEN">POLITISCHE PARTEIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSGLEICHHEIT">RECHTSGLEICHHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STEUERHARMONISIERUNG">STEUERHARMONISIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WILLKÃRVERBOT">WILLKÃRVERBOT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 5 Abs. I BV</span><br/><span class="gerade">Art. 8 Abs. I BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 49 Abs. I BV</span><br/><span class="gerade">§ 31 Abs. I lit. h StG</span><br/><span class="ungerade">§ 61 lit. g StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Die Eheleute A und B wurden vom kantonalen Steueramt mit EinschÃ¤tzungs- und Einspracheentscheid (Steuerrechnung) vom 21. April 2004 bzw. 22. Oktober 2004 fÃ¼r die Steuerperiode 2002 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ bzw. Fr. â¦ und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. â¦ veranlagt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Pflichtigen erhoben hiergegen Rekurs mit dem Antrag, es sei das steuerbare Einkommen aus GrÃ¼nden der Rechtsgleichheit um Fr. 3'000.- herabzusetzen, weil der in dieser HÃ¶he in § 31 Abs. 1 lit. h des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) vorgesehene Abzug fÃ¼r Zuwendungen und BeitrÃ¤ge an politische Parteien nach dem Bundesgesetz Ã¼ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden vom 14. Dezember 1990 (StHG) unzulÃ¤ssig sei.</p> <p class="Urteilstext">Der Einzelrichter der Steuerrekurskommission II wies den Rekurs am 4. Februar 2005 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 14. MÃ¤rz 2005 an das Verwaltungsgericht liessen die Pflichtigen ihren Rekursantrag wiederholen; ausserdem beantragten sie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend die Steuerrekurskommission II auf Vernehmlassung verzichtete, schloss das kantonale Steueramt auf Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Urteilstext">Der Einzelrichter Ã¼berwies die Akten der Kammer zur Beurteilung.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Von den EinkÃ¼nften werden laut § 31 Abs. 1 lit. h in Verbindung mit § 61 lit. g StG abgezogen die Zuwendungen und BeitrÃ¤ge an im Kantonsrat vertretene politische Parteien bis zum Gesamtbetrag von Fr. 3'000.- fÃ¼r in ungetrennter Ehe lebende Steuerpflichtige und von Fr. 1'500.- fÃ¼r die Ã¼brigen Steuerpflichtigen. </p> <p class="Urteilstext">Die Pflichtigen haben nach ihren eigenen Angaben im massgebenden Jahr 2002 keine derartigen Zuwendungen oder BeitrÃ¤ge bezahlt, so dass ihnen nach der vorstehenden Gesetzesbestimmung kein Abzug zusteht. Sie machen jedoch geltend, diese Vorschrift widerspreche dem hÃ¶herrangigen Steuerharmonisierungsgesetz, weil § 31 Abs. 1 lit. h StG zum unzulÃ¤ssigen Abzug von Lebenshaltungskosten fÃ¼hre. Um dem dadurch verletzten Rechtsgleichheitsgrundsatz von Art. 8 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) zu genÃ¼gen, mÃ¼sse allen Steuerpflichtigen der Abzug eines Betrags von Fr. 3'000.- bzw. von Fr. 1'500.- gewÃ¤hrt werden.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Der in Art. 8 Abs. 1 BV verankerte Anspruch auf Gleichbehandlung verlangt, dass Gleiches nach Massgabe seiner Gleichheit gleich, Ungleiches nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich zu behandeln ist. Das Rechtsgleichheitsprinzip gilt indessen nicht uneingeschrÃ¤nkt. Der Grundsatz der GesetzmÃ¤ssigkeit der Verwaltung von Art. 5 Abs. 1 BV geht jenem im Konfliktfall in der Regel vor. Wenn eine BehÃ¶rde in einem Fall eine vom Gesetz abweichende Entscheidung getroffen hat, gibt das den Privaten, die sich in der gleichen Lage befinden, grundsÃ¤tzlich keinen Anspruch, ebenfalls von der Norm abweichend behandelt zu werden (<span>BGE 126 V 392</span>, BGE 124 IV 47, <span>BGE 122 II 451</span> f.). Dies gilt jedenfalls dann, wenn die abweichende Behandlung lediglich in einem einzigen oder in einigen wenigen FÃ¤llen erfolgt ist. Besteht hingegen eine eigentliche gesetzeswidrige Praxis und lehnt es die BehÃ¶rde ab, diese aufzugeben, so kÃ¶nnen Private verlangen, dass die widerrechtliche BegÃ¼nstigung, die Dritten zuteil wurde, auch ihnen gewÃ¤hrt werde (BGE 127 I 2 f., BGE 123 II 254, BGE 122 II 446 E. 4, BGE 115 Ia 83; Urteil des Bundesgerichts vom 9. November 1990, verÃ¶ffentlicht in <span>ASA 59 S. 737</span>, E. 3b und c; vgl. auch Rainer J. Schweizer, Kommentar zur Schweizerischen Bundesverfassung, ZÃ¼rich/ Basel/Genf 2002, Art. 8 N. 46).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Ob der in § 31 Abs. 1 lit. h in Verbindung mit § 61 lit. g StG vorgesehene Abzug von Fr. 3'000.- bzw. Fr. 1'500.- fÃ¼r Zuwendungen und BeitrÃ¤ge an im Kantonsrat vertretene politische Parteien vor dem Steuerharmonisierungsgesetz standhÃ¤lt, kann vorliegend dahingestellt bleiben. Selbst wenn er dieses Bundesgesetz verletzte und aufgrund der derogatorischen Kraft des Bundesrechts gemÃ¤ss Art. 49 Abs. 1 BV von den zÃ¼rcherischen VerwaltungsbehÃ¶rden und Gerichte kraft des sie bindenden LegalitÃ¤tsprinzips nicht zugelassen werden dÃ¼rfte, erschiene es ausgeschlossen, gestÃ¼tzt auf das Rechtsgleichheitsprinzip allen Steuerpflichtigen, die von diesem steuergesetzlichen Abzug nicht Gebrauch machen, einen betragsmÃ¤ssig gleich hohen Abzug zu gewÃ¤hren. </p> <p class="Urteilstext">Das Rechtsgleichheitsgebot bewirkt nÃ¤mlich nur, dass eine widerrechtliche BegÃ¼nstigung, die Dritten zuteil wird, allen Personen bei im Wesentlichen gleichen VerhÃ¤ltnissen zuteil werden muss. Das bedeutet, dass einzelne Steuerpflichtige, welche Zuwendungen und BeitrÃ¤ge an im Kantonsrat vertretene politische Parteien ausgerichtet haben, hierfÃ¼r einen Abzug von hÃ¶chstens Fr. 3'000.- bzw. Fr. 1'500.- auch dann verlangen dÃ¼rften, wenn § 31 Abs. 1 lit. h StG bundesrechtswidrig wÃ¤re, sofern die zÃ¼rcherischen BehÃ¶rden die als bundesrechtswidrig erkannte Praxis nicht aufgeben wÃ¼rden. </p> <p class="Urteilstext">Jedenfalls fiele die von den Pflichtigen verfochtene Ausdehnung der BegÃ¼nstigung Ã¼ber den Tatbestand und den Regelungszweck der Gesetzesvorschrift von § 31 Abs. 1 lit. h StG hinaus von vornherein ausser Betracht. Ein genereller, von jeglicher Geldleistung (Zuwendung, Beitrag) unabhÃ¤ngiger Abzug von Fr. 3'000.- fÃ¼r alle verheirateten bzw. Fr. 1'500.- fÃ¼r die Ã¼brigen Steuerpflichtigen, welche keine Zuwendungen und BeitrÃ¤ge an im Kantonsrat vertretene politische Parteien ausgerichtet haben, verstiesse seinerseits gegen das Steuerharmonisierungsgesetz und damit gegen das LegalitÃ¤tsprinzip, wÃ¤re aber auch mangels sachlichem Zusammenhang mit dem als bundesrechtswidrig gerÃ¼gten Abzug im Licht von Art. 9 BV willkÃ¼rlich. Dergestalt wÃ¼rde nicht Gleichbehandlung im Unrecht gewÃ¤hrt, sondern Unrecht durch neues Unrecht auszugleichen versucht. Das aber wÃ¤re verfassungsrechtlich nicht zu rechtfertigen, widersprÃ¤che es doch sowohl dem Grundsatz der GesetzmÃ¤ssigkeit als auch dem Rechtsgleichheitsgebot und dem WillkÃ¼rverbot. </p> <p class="Urteilstext">Das fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den BeschwerdefÃ¼hrenden aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG) und steht ihnen keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in Verbindung mit § 152 und § 153 Abs. 4 StG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 560.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden je zur HÃ¤lfte auferlegt, unter solidarischer Haftung fÃ¼r die gesamten Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>