A bteilung III C -710/2006 {T 0/2} U rteil vom 2. Juli 2007 M itw irkung: R ichter Trom m er (Vorsitz); R ichter Vuille; R ichterin Beutler; G erichtsschreiber Birgelen. 1. F._______, Beschw erdeführerin 2. B._______, Beschw erdeführer beide vertreten durch Fürsprecher Adrian Blättler, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Einreisebew illigung für F._______ und ihre beiden Kinder O ._______und U ._______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie 1972 geborene türkische Staatsangehörige F._______ (nachfolgend: G esuchstellerin bzw . Beschw erdeführerin) beantragte am 22. N ovem ber 2005 bei der Schw eizerischen Vertretung in Ankara ein einm onatiges Vi- sum für sich und ihre beiden Kinder U ._______ (geb. 2003) und O ._______(geb. 2000), um im Kanton Bern w ohnhafte Fam ilienangehörige ihres Ehem annes zu besuchen. Als G astgeber und G arant trat ihr Schw a- ger B._______ (nachfolgend: G astgeber bzw . Beschw erdeführer) auf. N ach form loser Verw eigerung leitete die Schw eizerische Vertretung das G esuch an das Bundesam t für M igration (BFM , nachfolgend: Vorinstanz) zur Prüfung und zum form ellen Entscheid w eiter. B. N achdem der M igrationsdienst des Kantons Bern w eitere Abklärungen ge- troffen hatte, w ies die Vorinstanz das G esuch um Bew illigung der Einreise m it Verfügung vom 10. Januar 2006 ab. Zur Begründung w urde ausge- führt, es bestehe keine G ew ähr für eine fristgerechte und anstandslose W iederausreise. D ie G esuchstellerin stam m e aus einer R egion, aus w el- cher als Folge der dort herrschenden w irtschaftlichen und soziokulturellen Verhältnisse ein starker Zuw anderungsdruck festzustellen sei. G ründe, w elche eine Einreise dennoch als zw ingend notw endig erscheinen liessen, lägen keine vor. C . G egen diese Verfügung liessen die G esuchstellerin und ihr G astgeber am 10. Februar 2006 beim Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartem ent (EJPD ) Beschw erde erheben. D arin w ird um Aufhebung der angefochte- nen Verfügung und um Erteilung einer Einreisebew illigung für die Be- schw erdeführerin und ihre beiden Kinder ersucht, dam it diese den Be- schw erdeführer und w eitere Angehörige besuchen können. Zur Begrün- dung führen sie im W esentlichen aus, die Vorinstanz sei in der angefochte- nen Verfügung nicht auf ihre konkreten Verhältnisse eingegangen: D ie Be- schw erdeführerin und ihr Ehem ann seien Angestellte der Verw altung ihrer W ohngem einde. Sie arbeiteten beide Vollzeit, sie auf dem Zivilstandsam t, er als Buchhalter, und sie lebten in gesicherten finanziellen Verhältnissen. Für eine fristgerechte W iederausreise spreche auch der U m stand, dass das Visum sgesuch nur die Beschw erdeführerin und die beiden noch nicht schulpflichtigen Kinder um fasse, w ährenddessen ihr Ehem ann in der Tür- kei bleiben w ürde. D er Beschw erdeführer habe in der Schw eiz politisches Asyl erhalten und er sei aufgrund einer Schussverletzung invalid. Im glei- chen H aushalt lebten auch noch seine Eltern, denen insbesondere auf- grund seines schlechten G esundheitszustandes Fam ilienasyl gew ährt w or- den sei, sow ie ein w eiterer Bruder, dessen Asylverfahren noch hängig sei. Sein Vater (geb. 1938) sei für türkische Verhältnisse bereits ziem lich alt und es sei ungew iss, w ie lange er noch lebe. Auch die M utter (geb. 1951) sei gesundheitlich angeschlagen. Er und seine Eltern seien in der Schw eiz anerkannte Flüchtlinge und könnten grundsätzlich nicht m ehr in die Türkei zurückkehren. Aufgrund der Visum spflicht für türkische Staatsangehörige in zahlreichen Ländern und des schlechten G esundheitszustandes von ihm und seinen Eltern sei ein Besuch der Beschw erdeführerin m it ihren Kin-3 dern in der Schw eiz effektiv die einzige M öglichkeit für ein Treffen und viel- leicht auch die letzte G elegenheit für die Eltern, ihre Enkel und ihre Schw iegertochter noch einm al zu sehen. D . In ihrer Vernehm lassung vom 30. M ärz 2006 spricht sich die Vorinstanz für eine Abw eisung der Beschw erde aus. D ie Erw erbstätigkeit der Beschw er- deführerin und ihre fam iliären Bindungen im H eim atland könnten keine hin- reichende G ew ähr für eine anstandslose und fristgerechte R ückkehr bie- ten. D as habe sich bereits bei den G astgebern gezeigt, die sich trotz die- ser fam iliären Beziehungen nicht davon hätten abhalten lassen, in die Schw eiz einzureisen und ein Asylgesuch zu stellen. Ü berdies hätten w eite- re Angehörige der Beschw erdeführerin das H eim atland verlassen, um im Ausland Asyl zu beantragen. Es bestehe zw ar kein Anlass, an der Integ- rität der G astgeber zu zw eifeln. Es sei jedoch nur der G ast selber in der Lage, hinreichend G ew ähr für eine fristgerechte W iederausreise zu bieten. E. In ihrer R eplik vom 4. M ai 2006 halten die Beschw erdeführenden an ihrer Beschw erde fest und w eisen erneut darauf hin, dass sow ohl die Beschw er- deführerin als auch ihr Ehem ann berufstätig seien und in stabilen ökonom i- schen Verhältnissen in der Türkei leben w ürden. D ie beiliegende U rlaubs- bestätigung der Verw altung ihrer W ohngem einde zeige, dass die Be- schw erdeführerin in ungekündigter Stellung arbeite und ihren Arbeitgeber über die geplante R eise in die Schw eiz inform iert habe. D am it sei eine an- standslose und fristgerechte R ückkehr der Beschw erdeführerin und ihrer Kinder in die Türkei gew ährleistet. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 Verfügungen des Bundesam tes für M igration (BFM ) betreffend Verw eige- rung der Einreisebew illigung unterliegen der Beschw erde an das Bundes- verw altungsgericht (Art. 20 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20] i.V.m . Art. 31, Art. 32 sow ie Art. 33 Bst. d des Verw altungs- gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t die Beurteilung der beim In- krafttreten des Verw altungsgerichtsgesetzes am 1. Januar 2007 bei Eidge- nössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei Beschw erde- diensten der D epartem ente hängigen R echtsm ittel. Für die Beurteilung gilt das neue Verfahrensrecht (Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 G em äss Art. 37 VG G richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverw al- tungsgericht nach dem Bundesgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sow eit das Verw al- tungsgerichtsgesetz nichts anderes bestim m t. D as U rteil des Bundesver- w altungsgerichts ist endgültig (Art. 1 Abs. 2 VG G i.V.m . Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]).4 1.4 D ie Beschw erdeführenden sind gem äss Art. 48 Vw VG und Art. 20 AN AG zur Beschw erde legitim iert; auf die frist- und form gerecht eingereichte Be- schw erde ist einzutreten (Art. 49 ff. Vw VG ). 2. 2.1 D ie Schw eizerische R echtsordnung gew ährt grundsätzlich keinen An- spruch auf Bew illigung der Einreise. D er Entscheid darüber ist - vorbehält- lich nachfolgend zu erörternder H inderungsgründe - von der Bew illigungs- behörde in pflichtgem ässer Ausübung ihres Erm essens zu fällen (Art. 4 und Art. 16 Abs. 1 AN AG , Art. 9 Abs. 1 der Verordnung vom 14. Januar 1998 über Einreise und Anm eldung von Ausländerinnen und Ausländern [VEA, SR 142.211], PETER U EBE R SAX, Einreise und Anw esenheit, in: PETER U EBE R SAX / PETER M Ü N C H / TH O M A S G EIS ER / M AR TIN AR N O LD (H rsg.), Ausländer- recht, Ausländerinnen und Ausländer im öffentlichen R echt, Privatrecht, Steuerrecht und Sozialrecht der Schw eiz, Basel/G enf/M ünchen 2002, S. 143; U R S BO LZ, R echtsschutz im Ausländer- und Asylrecht, Basel und Frankfurt a.M . 1990, S. 29 m it w eiteren H inw eisen; PH ILIP G R AN T, La protec- tion de la vie fam iliale et de la vie privée en droit des étrangers, Basel usw . 2000, S. 24). 2.2 Ausländerinnen und Ausländer benötigen zur Einreise in die Schw eiz ei- nen Pass und ein Visum , sofern sie nicht aufgrund besonderer R egelung von diesem Erfordernis ausgenom m en sind (Art. 1 bis 5 VEA). U m ein Vi- sum zu erhalten, m üssen Ausländerinnen und Ausländer die in Artikel 1 Absatz 2 VEA aufgeführten Voraussetzungen erfüllen. Sie haben unter an- derem G ew ähr für eine fristgerechte W iederausreise zu bieten (Art. 1 Abs. 2 Bst. c VEA). 3. 3.1 D ie Beschw erdeführerin und ihre beiden Kinder bedürfen aufgrund ihrer N ationalität zur Einreise in die Schw eiz nebst dem Pass eines Visum s. D ie Vorinstanz verw eigerte die Erteilung eines solchen Visum s m it der Begrün- dung, die anstandslose und fristgerechte W iederausreise erscheine nicht als hinreichend gesichert. 3.2 W enn es zu beurteilen gilt, ob das Kriterium der gesicherten W iederausrei- se erfüllt ist, m uss ein zukünftiges Verhalten beurteilt w erden. D azu lassen sich in der R egel keine Feststellungen, sondern lediglich Prognosen tref- fen. D abei rechtfertigt es sich durchaus, Einreisegesuchen von Bürgerin- nen und Bürgern aus Staaten oder R egionen m it politisch respektive w irt- schaftlich vergleichsw eise ungünstigen Verhältnissen zum vornherein m it Zurückhaltung zu begegnen, da die persönliche Interessenlage in solchen Fällen häufig nicht m it dem Ziel und Zw eck einer zeitlich befristeten Einrei- sebew illigung in Einklang steht. 3.3 In der Türkei sind auch heute noch breite Bevölkerungsschichten von ver- gleichsw eise schw ierigen w irtschaftlichen und sozialen Lebensbedingun- gen betroffen. D ie Liberalisierungspolitik der letzten Jahrzehnte hat dem Land zw ar ein rasches W irtschaftsw achstum , aber ebenso eine zuneh- m end ungleiche Einkom m ensverteilung beschert. D aran hat sich auch 5 nach der schw eren W irtschafts- und Finanzkrise im Jahre 2001 nichts W e- sentliches geändert; das seither w ieder zu beobachtende W irtschafts- w achstum hat der breiten Bevölkerungsm ehrheit w eder m ehr Beschäfti- gung beziehungsw eise Einkom m en noch grössere Konsum m öglichkeiten gebracht. Insbesondere die unteren Bevölkerungsschichten leben w eiter- hin am R ande des Existenzm inim um s. D er jahrelange innenpolitische Kon- flikt in den Kurdengebieten im Südosten und O sten der Türkei und die da- m it einhergehenden Problem e haben zu einer m assiven und anhaltenden Landflucht der Bevölkerung in die grösseren Städte der R egion sow ie in die w estlichen G ebiete des Landes geführt, w as w iederum eine Zunahm e der Arbeitslosenquote und der ganzen dam it verbundenen sozialen Proble- m atik nach sich zieht. In den Kurdengebieten ist der N otstand zw ar seit N ovem ber 2002 aufgehoben. Trotz w iederholter Ausrufung der einseitigen W affenruhe durch die PKK kom m t es jedoch w eiterhin zu bew affneten Auseinandersetzungen zw ischen der U ntergrundorganisation und türki- schen Sicherheitskräften. O bw ohl die Türkei bereits seit längerer Zeit der Europäischen M enschenrechtskonvention beigetreten ist, bestehen nach w ie vor D efizite in den Bereichen der M einungsfreiheit, der kulturellen R echte, der G ew erkschaftsrechte und der R eligionsfreiheit (Q uelle: http://w w w .ausw aertiges-am t.de, Stand: M ai 2007). D ie Verhältnisse in der Türkei w iderspiegeln sich in einer anhaltend hohen Em igrationsrate. D ie Bereitschaft, das Land auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen zu verlassen, w ird erfahrungsgem äss dort noch be- günstigt, w o bereits Verw andte oder Bekannte im Ausland leben und ent- sprechend ein m inim ales soziales Beziehungsnetz vorhanden ist. Im Falle der Schw eiz führen diese Verhältnisse angesichts der strengen ausländer- rechtlichen Zulassungsregelung nicht selten zu unerw ünschten U m ge- hungsm echanism en. So haben hier beispielsw eise im Jahre 2005 714 tür- kische Staatsangehörige um Asyl ersucht. Ende April 2006 befanden sich 2'564 Personen aus der Türkei im Asylverfahren (vgl. R EG U LA KIEN H O LZ, Tür- kei: Zur aktuellen Situation, Schw eizerische Flüchtlingshilfe, Bern M ai 2006). D ie Problem atik liegt dabei nicht so sehr in der Tatsache, dass überhaupt Asylgesuche gestellt w erden, als vielm ehr darin, dass diese G e- suche regelm ässig nicht aus dem Ausland, sondern nach illegaler oder sonst w ie erw irkter Einreise in der Schw eiz eingereicht w erden. U m ge- hungsm echanism en sind aber auch insofern gang und gäbe, als nach er- folgter Einreise m it einem Besuchervisum trotz gegenteiliger Zusicherun- gen Verlängerungsgesuche gestellt w erden oder versucht w ird, den Auf- enthalt auf eine ganz andere ausländerrechtliche G rundlage abzustützen. 4. 4.1 Bei der R isikoanalyse sind aber nicht nur solch allgem eine U m stände und Erfahrungen, sondern auch säm tliche G esichtspunkte des konkreten Ein- zelfalles zu berücksichtigen. O bliegt einem G esuchsteller im H eim atstaat beispielsw eise eine besondere berufliche, gesellschaftliche oder fam iliäre Verantw ortung, kann dieser U m stand durchaus die Prognose für eine an- standslose W iederausreise begünstigen. U m gekehrt m uss bei G esuchstel- lern, die in ihrer H eim at keine der erw ähnten Verpflichtungen haben, die 6 sie von einer m öglichen Em igration abhalten könnten, aufgrund entspre- chender Erfahrungen das R isiko eines frem denpolizeilich nicht vorschrifts- gem ässen Verhaltens (nach bew illigter Einreise zu einem Besuchsaufent- halt) hoch eingeschätzt w erden. 4.2 Bei der Beschw erdeführerin handelt es sich um eine 35-jährige, verheirate- te Frau, w elche m it ihrem Ehem ann und ihren zw ei m inderjährigen Kinder in einem D orf in der Provinz Kahram an M aras lebt und dort auch bei der öffentlichen Verw altung arbeitet. Auf den ersten Blick könnte in diesen Verhältnissen durchaus eine Verknüpfung gesehen w erden, die gew isse G ew ähr für eine fristgerechte W iederausreise nach einem Besuchsaufent- halt abzugeben verm ag, zum al der Ehem ann und Vater in der Türkei zu- rückbleiben w ürde. In Bezug auf die beruflichen und w irtschaftlichen Ver- hältnisse gilt allerdings einzuschränken, dass eine aktuelle Bestätigung über das Arbeitsverhältnis des Ehem annes der Beschw erdeführerin nicht vorliegt und in Bezug auf beide Ehegatten nicht bekannt ist, w elches Ein- kom m en sie erw irtschaften. 4.3 Kom m t hinzu, dass sow ohl die Beschw erdeführerin selbst als auch ihr Ehem ann aus einem fam iliären U m feld stam m en, das sehr stark von Em ig- ration geprägt ist. So leben gem äss den Feststellungen der Schw eizeri- schen Vertretung zw ei Brüder der Beschw erdeführerin als Asylbew erber in England. Auf Seiten ihres Ehem annes leben sein Bruder (der Beschw erde- führer) und die Eltern als anerkannte Flüchtlinge, ein w eiterer Bruder als Asylbew erber und ein C ousin m ütterlicherseits als vorläufig Aufgenom m e- ner in der Schw eiz, drei C ousins m ütterlicherseits als anerkannte Flüchtlin- ge in D eutschland und eine w eitere Schw ester als anerkannter Flüchtling in Frankreich. D ie Eltern des Beschw erdeführers reisten anfangs 1998 auf- grund dessen dam als kritischen G esundheitszustandes m it einem einm o- natigen Besuchervisum in die Schw eiz ein. Einm al hier, stellten sie trotz vorgängiger U nterzeichnung einer W iederausreiseverpflichtung ein Asylge- such. D abei führten sie nicht nur die dam als prekäre gesundheitliche Situ- ation des verletzten Sohnes, sondern auch asylrelevante G ründe ins Fel- de. W eiter anzufügen ist, dass gem äss den Aussagen seines Bruders im Asylverfahren auch der Ehem ann der Beschw erdeführerin in der Vergan- genheit vom türkischen M ilitär unter D ruck gesetzt und Schikanen unter- w orfen w orden sein soll. U nter diesen U m ständen kann entgegen den ab- gegebenen Beteuerungen nicht ausgeschlossen w erden, dass es die Be- schw erdeführerin - einm al in der Schw eiz - den Verw andten ihres Ehem an- nes gleich tun und für sich und ihre Kinder ebenfalls Asyl beantragen oder versuchen könnte, den w eiteren Aufenthalt auf eine andere rechtliche Ba- sis zu stellen. D ass sie den Ehem ann zurücklassen und eine Anstellung aufgeben w ürde, kann vor diesem fam iliären H intergrund kaum als H inde- rungsgrund gelten. 4.4 N ach dem bisher G esagten durfte die Vorinstanz zu R echt davon ausge- hen, die fristgerechte W iederausreise sei nicht gew ährleistet (vgl. Art. 14 Abs. 1 i.V.m . Art. 1 Abs. 2 Bst. c VEA). Zw ar lässt sich diese Einschätzung nicht zu einer gesicherten Feststellung verdichten; sie reicht aber aus, um die Erteilung einer Einreisebew illigung - auf w elche w ie bereits erw ähnt 7 ohnehin kein R echtsanspruch besteht - abzulehnen. 5. D ie von den Beschw erdeführenden geltend gem achte spezifische Interes- senlage ist im Ü brigen in entscheidenden Punkten zu relativieren. D er an- geblich schlechte G esundheitszustand der M utter und die behauptete al- tersbedingte G ebrechlichkeit des 69-jährigen Vaters sind in keiner W eise dokum entiert. Auch über eine allfällige R eiseunfähigkeit des Beschw erde- führers existieren keine im Zeitpunkt der G esuchseinreichung aktuellen Belege. G egen eine solche U nfähigkeit spricht, dass der Beschw erdefüh- rer sich in der Zeit seit seiner Verletzung schon w iederholt, letztm als im August 2005 um Ausstellung eines schw eizerischen R eisedokum ents für ausländische Personen bem üht hat. 6. Aus vorstehenden Erw ägungen folgt, dass die angefochtene Verfügung im Lichte von Art. 49 Vw VG nicht zu beanstanden ist. D ie Beschw erde ist da- her abzuw eisen. 7. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens w erden die unterliegenden Beschw erdeführenden kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D ie Verfah- renskosten sind auf Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 1, Art. 2 und Art. 3 Bst. b des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädi- gungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). (D ispositiv S. 8)8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten im Betrag von Fr. 600.-- w erden den Beschw erde- führenden auferlegt. Sie sind durch den am 4. M ärz 2006 in gleicher H öhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - den Beschw erdeführenden (Einschreiben) - der Vorinstanz (Einschreiben; Akten 2 200 908 zurück) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: A. Trom m er L. Birgelen Versand am :