<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2006.00046</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206277&amp;W10_KEY=4467134&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2006.00046</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 15.11.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Staats- und Gemeindesteuern 1.7.2002 - 30.6.2003</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Ermessenseinschätzung aufgrund eines fehlenden amtlichen Formulars<br/><br/>Die vom kantonalen Steueramt vorgenommene Ermessenseinschätzung erfolgte zu Recht, da die Pflichtige das amtliche Formular "Auszug aus der Erfolgsrechnung/Angaben über die Bewertung der Warenvorräte" trotz Mahnung - und auch im Einsprache- und Rekursverfahren - nicht einreichte. Das Steueramt geriet dadurch in einen Untersuchungsnotstand und war somit berechtigt, die Einschätzung nach pflichtgemässem Ermessen vorzunehmen. Die Pflichtige konnte den Nachweis der Unrichtigkeit der Ermessenseinschätzung nicht erbringen. Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BRUTTOGEWINNMARGE">BRUTTOGEWINNMARGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BUCHFÃHRUNG">BUCHFÃHRUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSENSEINSCHÃTZUNG">ERMESSENSEINSCHÃTZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HILFSFORMULAR">HILFSFORMULAR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: JAHRESRECHNUNG">JAHRESRECHNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNRICHTIGKEITSNACHWEIS">UNRICHTIGKEITSNACHWEIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERFAHRENSPFLICHTEN">VERFAHRENSPFLICHTEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 957 OR</span><br/><span class="ungerade">§ 134 Abs. II StG</span><br/><span class="gerade">§ 135 StG</span><br/><span class="ungerade">§ 139 Abs. II StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2006 Nr. 90</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Die am 10. Januar 2000 gegrÃ¼ndete und seit 1. Juli 2000 steuerpflichtige A AG betreibt den Handel und die Herstellung von Bestandteilen fÃ¼r Nutzfahrzeuge. Im EinschÃ¤tzungsverfahren fÃ¼r die Steuerperiode vom 1. Juli 2002 bis 30. Juni 2003 verlangte das kantonale Steueramt trotz Mahnung erfolglos von der Pflichtigen eine stichhaltige BegrÃ¼ndung fÃ¼r die Verschlechterung der Bruttogewinnmarge gegenÃ¼ber dem Vorjahr von 55 % auf 38 %, das vollstÃ¤ndige Inventar per 30. Juni 2003, das vollstÃ¤ndig ausgefÃ¼llte Formular "Auszug aus der Erfolgsrechnung/Angaben Ã¼ber die Bewertung der WarenvorrÃ¤te" sowie BegrÃ¼ndung und Nachweis fÃ¼r die GarantierÃ¼ckstellung gemÃ¤ss Bilanz von Fr. 73'000.-. Das Steueramt veranlagte die Pflichtige hierauf am 8. Dezember 2005 mit einem steuerbaren Reingewinn von Fr. â¦ und einem steuerbaren Eigenkapital von Fr. ... Dabei schÃ¤tzte es den Warenbruttogewinn und die GarantierÃ¼ckstellung gestÃ¼tzt auf § 139 Abs. 2 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen auf Fr. â¦ bzw. Fr. â¦ und rechnete die Differenz zu den verbuchten BetrÃ¤gen von Fr. â¦ bzw. Fr. â¦ dem deklarierten steuerbaren Gewinn hinzu. Ausserdem erhÃ¶hte es das steuerbare Eigenkapital um den aufgerechneten Betrag der GarantierÃ¼ckstellung.</p> <p class="Urteilstext">An dieser EinschÃ¤tzung hielt das kantonale Steueramt mit Einspracheentscheid vom 31. MÃ¤rz 2006 fest.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Steuerrekurskommission I wies den hiergegen gerichteten Rekurs der Pflichtigen am 30. Juni 2006 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Pflichtige liess mit Beschwerde vom 9. August 2006 dem Verwaltungsgericht beantragen, sie sei fÃ¼r die Steuerperiode vom 1. Juli 2002 bis 30. Juni 2003 mit einem steuerbaren Reingewinn von Fr. â¦ und einem steuerbaren Eigenkapital von Fr. â¦ einzuschÃ¤tzen. Die Aufrechnung bezÃ¼glich der GarantierÃ¼ckstellung beanstandete die Pflichtige nicht mehr. Ausserdem verlangte sie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Urteilstext">Die Steuerrekurskommission I und das kantonale Steueramt schlossen auf Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 StG alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden.</p> <p class="Erwgung2">Das <span class="UrteilstextCharChar">Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sachverhalt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das von der Rekurskommission in Ãbereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf Angemessenheit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekurskommission zu setzen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts erstreckt sich</span> lediglich auf rechtsverletzende Ermessensfehler, d.h. auf ErmessensÃ¼berschreitung und auf Ermessensmissbrauch (RB 1999 Nr. 147).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Im Beschwerdeverfahren gilt das Novenverbot. FÃ¼r das Verwaltungsgericht ist somit die gleiche Aktenlage massgebend wie fÃ¼r die Rekurskommission. Tatsachen oder Beweismittel, die nicht spÃ¤testens im Rekursverfahren behauptet bzw. vorgelegt oder angerufen worden sind, dÃ¼rfen infolgedessen im Beschwerdeverfahren grundsÃ¤tzlich nicht nachgebracht werden (RB 1999 Nrn. 149 und 150; Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann/Hans Ulrich Meuter, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼rcher Steuergesetz, 2. A., ZÃ¼rich 2006, § 153 N. 43, auch zum Folgenden). Vom Novenverbot ausgenommen sind dagegen echte Noven, namentlich neue tatsÃ¤chliche Behauptungen und Beweismittel, die auf einem Revisions- oder Nachsteuergrund (§ 155 beziehungsweise § 160 StG) beruhen oder der StÃ¼tzung von geltend gemachten Rechtsverletzungen dienen, die ihrer Natur nach neuer tatsÃ¤chlicher Vorbringen oder Beweismittel bedÃ¼rfen. Neue, erstmals vor Verwaltungsgericht gestellte Rechtsbegehren sind schliesslich allgemein zulÃ¤ssig, sofern sie sich nicht auf Tatsachen und Beweismittel stÃ¼tzen, welche unter das Novenverbot fallen (RB 1999 Nr. 149).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b><span>Die steuerpflichtige Aktiengesellschaft muss laut § 135 Abs. 1 StG alles tun, um eine vollstÃ¤ndige und richtige EinschÃ¤tzung zu ermÃ¶glichen. Sie hat insbesondere gemÃ¤ss § 134 Abs. 2 StG der kraft § 133 StG einzureichenden SteuererklÃ¤rung â neben den Bestandteil des amtlichen Formulars bildenden HilfsblÃ¤ttern und Fragebogen </span>(VGr, 25.2.1986, RB 1986 Nr. 50 = StE [1987] B 93.5 Nr. 6) â <span>die unterzeichneten Jahresrechnungen (Erfolgsrechnungen und Bilanzen) der Steuerperiode beizulegen. Um die ÃberprÃ¼fung dieser Beilagen zu ermÃ¶glichen, muss sie auf Verlangen der SteuerbehÃ¶rde insbesondere die GeschÃ¤ftsbÃ¼cher, einschliesslich der Belege, einreichen oder deren Einsichtnahme an Ort und Stelle dulden (§ 135 Abs. 2 und § 132 Abs. 2 StG). </span></p> <p class="Urteilstext">Weil die Jahresrechnung auf formell und materiell ordnungsgemÃ¤ssen GeschÃ¤ftsbÃ¼chern beruhen muss (Art. 957 des Obligationenrechts), ist die Verletzung der obligationenrechtlichen BuchfÃ¼hrungsgrundsÃ¤tze zugleich als nicht gehÃ¶rige ErfÃ¼llung der Pflicht zur Beilage der Jahresrechnung zu wÃ¼rdigen.<span> <span>Die der Steuerpflichtigen Ã¼berbundene Pflicht zur ordnungsgemÃ¤ssen BuchfÃ¼hrung obliegt ihr somit zugleich auch als steuerrechtliche Verfahrenspflicht (RB 1963 Nr. 71, 1977 Nr. 72, 1988 Nr. 33). Wird diese Pflicht trotz Mahnung verletzt und erscheint deswegen der Unternehmenserfolg als ungewiss, so wird die Steuerpflichtige fÃ¼r ihren gesamten steuerbaren Reingewinn kraft § 139 Abs. 2 StG nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen eingeschÃ¤tzt.</span></span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.1 </b>Dadurch, dass die Pflichtige trotz Mahnung dem kantonalen Steueramt kein vollstÃ¤ndiges Inventar per 30. Juni 2003 und kein vollstÃ¤ndig ausgefÃ¼lltes Formular "Auszug aus der Erfolgsrechnung/Angaben Ã¼ber die Bewertung der WarenvorrÃ¤te" eingereicht hatte, verletzte sie ihr obliegende Verfahrenspflichten. Aus diesem Grund geriet das kantonale Steueramt hinsichtlich des Warenbruttogewinns in einen Untersuchungsnotstand, der das Steueramt ohne weiteres berechtigte, den Bruttogewinn in Anwendung von § 139 Abs. 2 StG nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen zu schÃ¤tzen.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.2 </b>FÃ¼r die nach den obligationenrechtlichen BuchfÃ¼hrungsvorschriften formell ordnungsgemÃ¤ss gefÃ¼hrte Buchhaltung spricht regelmÃ¤s­sig die natÃ¼rliche Vermutung ihrer materiellen Richtigkeit, d.h. der wahrheitsgemÃ¤ssen Wiedergabe der aufgezeichneten GeschÃ¤ftsvor­fÃ¤lle und des ausgewiesenen GeschÃ¤ftserfolgs im Sinn der "Bilanzwahrheit". Diese Vermutung kann entweder durch direkten Beweis der materiellen Unrichtigkeit der GeschÃ¤ftsbÃ¼cher, z.B. durch Be­weis der Nichtverbuchung von Einnahmen oder durch Nachweis von anderen Tat­sachen, welche die Unrichtigkeit vermuten lassen, z.B. von der Verbuchung fiktiver GeschÃ¤ftsvorfÃ¤lle, umgestossen werden (vgl. RB 1988 Nr. 33; Martin Zweifel, in: Martin Zweifel/Peter Athanas (Hrsg.), Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/1, 2. A. Basel/Genf/MÃ¼nchen 2002, Art. 46 StHG N. 8). Die materielle Unrichtigkeit einer formell ordnungsgemÃ¤ss gefÃ¼hrten Buchhaltung darf beispielsweise vermutet werden, wenn sich ein offensichtlicher, erheblicher und un­erklÃ¤rbarer Widerspruch zwischen dem in den GeschÃ¤ftsbÃ¼chern ausgewiesenen Bruttogewinn und den entsprechenden, fÃ¼r gleichartige Betriebe nach anerkannten statistischen GrundsÃ¤tzen erhobenen Erfahrungszahlen ergibt. Diese Vermutung kann aber ihrerseits durch die KlÃ¤rung eines solchen Wi­derspruchs entkrÃ¤ftet werden (vgl. BGr, 2.11.1973, ASA 42 [1973/74] 558; BGr, 19.9.1980, ASA 49 [1980/81] 670; RB 1988 Nr. 33; Zweifel, Art. 46 StHG N. 8a). </p> <p class="Urteilstext">Die Tatsache, dass die Jahresrechnung der Pflichtigen gegenÃ¼ber dem vorangegangenen GeschÃ¤ftsjahr vom 1. Juli 2001 bis 30. Juni 2002 eine Verschlechterung der Bruttogewinnmarge um 17 % von 55 % auf 38 % aufweist, rechtfertigte fÃ¼r sich allein nicht die Vermutung, dass der buchmÃ¤ssig ausgewiesene Reingewinn materiell unrichtig sein kÃ¶nnte, zumal es sich beim vorliegenden GeschÃ¤ftsjahr erst um die dritte GeschÃ¤ftsperiode handelt. Deshalb hat die Pflichtige keine Verfahrenspflicht verletzt, wenn sie keine stichhaltige BegrÃ¼ndung fÃ¼r die Verschlechterung der Bruttogewinnmarge gegenÃ¼ber dem Vorjahr von 55 % auf 38 % gegeben hat. Dieser Umstand vermag jedoch an der zu Recht vorgenommenen ErmessenseinschÃ¤tzung nichts zu Ã¤ndern (vgl. vorstehende E. 2.2.1). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.1 </b>Eine EinschÃ¤tzung nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen kann die steuerpflichtige Aktiengesellschaft gemÃ¤ss § 140 Abs. 2 Satz 1 StG nur wegen offensichtlicher Unrichtigkeit anfechten. Wegen des im Beschwerdeverfahren geltenden Novenverbots (vgl. vorn E. 1.2) hat sie im Einspracheverfahren, spÃ¤testens aber im Rekursverfahren nachzuweisen, dass die ErmessenseinschÃ¤tzung offensichtlich unrichtig ist. Sie hat den Nachweis dadurch zu erbringen, dass sie innerhalb der Rechtsmittelfrist die versÃ¤umten Verfahrenspflichten erfÃ¼llt, eine zur Beseitigung der Ungewissheit Ã¼ber die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse erforderliche substanziierte Sachdarstellung gibt und hierfÃ¼r notwendige Beweismittel beibringt oder zumindest anbietet (RB 1999 Nr. 150). </p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.2 </b><span>Die Pflichtige hat im Einspracheverfahren zwar das Wareninventar nachgereicht, nicht aber das amtliche </span>Formular "Auszug aus der Erfolgsrechnung/Angaben Ã¼ber die Bewertung der WarenvorrÃ¤te"<span>. Weil aber dieses Formular </span>â wie allgemein die HilfsblÃ¤tter und Fragebogen â Bestandteil des amtlichen SteuererklÃ¤rungsformulars bildet (vgl. vorn E. 2.1), hat sie insoweit die ihr nach § 133 StG obliegende Verfahrenspflicht nicht vollstÃ¤ndig nachgeholt. Dass die im betreffenden Hilfsformular nachgefragten Angaben auch in der Erfolgsrechnung ersichtlich sind, vermag der Pflichtigen nicht weiterzuhelfen. Denn es ist angesichts der sie von Gesetzes wegen treffenden umfassenden Mitwirkungspflicht ihre Aufgabe und nicht Sache des kantonalen Steueramts, die fÃ¼r die Veranlagung erheblichen Angaben zusammenzustellen und deren Richtigkeit zu bezeugen. Da das Formular die Vornahme der Veranlagung zweifelsohne erleichtert, darf es von der Pflichtigen verlangt werden, ohne dass darin ein Ã¼berspitzter Formalismus zu erblicken wÃ¤re, wie diese rÃ¼gt. Dass ihr das AusfÃ¼llen des Formulars nicht mÃ¶glich oder nicht zumutbar gewesen wÃ¤re, macht die Pflichtige selber nicht geltend. Sie hat demzufolge den Nachweis der Unrichtigkeit der ErmessenseinschÃ¤tzung hinsichtlich des Warenbruttogewinns nicht erbracht. Unter diesen UmstÃ¤nden brauchte die Rekurskommission keine weiteren Untersuchungen mehr zu treffen. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.1 </b>Ist der Unrichtigkeitsnachweis nicht erbracht, fragt es sich nur noch, ob die ErmessenseinschÃ¤tzung offensichtlich unrichtig, d.h. willkÃ¼rlich, ausgefallen ist. WillkÃ¼rlich ist eine SchÃ¤tzung dann, wenn sie sich nach den Akten als geradezu unmÃ¶glich, als sachlich nicht begrÃ¼ndbar erweist (RB 1963 Nr. 62 = ZBl 65, 384 = ZR 65 Nr. 13).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.2 </b>Das kantonale Steueramt hat den Warenbruttogewinn aufgrund einer Marge von 50 % geschÃ¤tzt. Angesichts der Tatsache, dass die Jahresrechnung der Pflichtigen gegenÃ¼ber dem vorangegangenen GeschÃ¤ftsjahr eine Verschlechterung der Bruttogewinnmarge um 17 % von 55 % auf 38 % aufgewiesen hat und die Pflichtige bloss pauschale und vage sowie nicht substanziierte und nachvollziehbare GrÃ¼nde fÃ¼r diesen RÃ¼ckgang, wie Konjunktur, Konkurrenzsituation und dergleichen oder einen im Jahr 2003 ausgelaufenen Grossauftrag der Armee, der aber offenkundig nicht die gesamte in Frage stehende GeschÃ¤ftsperiode vom 1. Juli 2002 bis 30. Juni 2003 beschlÃ¤gt, vorgebracht hat, kann nicht gesagt werden, diese SchÃ¤tzung sei nach den Akten sachlich nicht begrÃ¼ndbar. Sie erweist sich jedenfalls nicht als offensichtlich unrichtig.</p> <p class="Urteilstext">Aus all den vorstehend genannten GrÃ¼nden ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG) und steht ihr keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in Verbindung mit § 152 und § 153 Abs. 4 StG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'560.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>