Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht Vom 7. November 2013 (725 13 143 / 265) ____________________________________________________________________ Unfallversicherung Unfallkausalität; Spätfolgen, Status quo sine; Vertrauensschutz Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Daniel N oll, Kantonsrichter Christof Enderle, Gerichtsschreiber Martin Kaiser Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Erik Wassmer, Advokat, Fischmarkt 12, 4410 Liestal gegen Basler Versicherung AG , Aeschengraben 21, Postfach , 4002 Basel , Beschwerdegegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Güterstrasse 106, 4053 Basel Betreff Leistungen A. Die 1961 geborene A.____ stolperte während der Au sübung ihrer beruflichen Tätigkeit als Dentalassistentin an der Klinik B.____ am 14. Juli 2008 im Operationssaal. Am 28. Juli 2008 erfolgte die Erstuntersuchung auf der chirurgischen Not fallstation im Universitätsspital Basel. Dabei wurde eine Distorsion des oberen Sprunggelenks links diagnostiziert. Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht B. A.____ hatte sich bereits im Jahre 1980 erstmals bei einem Unfall das Aussenband am linken Fussgelenk gerissen, welches anschliessend operativ wieder hergestellt worden ist. C. Am 8. August 2008 meldete der Arbeitgeber von A.__ __ den Vorfall mittels Scha- densmeldung bei Basler Versicherung AG als Unfall an. D. Wegen persistierender Schmerzen wurde am 4. November 2008 eine diagnostische Arthroskopie durchgeführt. Dabei wurde eine Arthrotom ie, eine Osteophyten-Resektion sowie eine laterale und mediale Bandplastik am linken oberen Sprunggelenk vorgenommen. E. Aufgrund weiterhin bestehender Schmerzen hat sich A.____ in der Folge zur weiteren Behandlung in die Klinik C.____ begeben. Dort erfolg ten weitere operative Eingriffe. Am 18. Februar 2011 wurde ihr schliesslich eine Mobility-Totalprothese implantiert. F. Da A.____ auch nach diesen Operationen weiterhin ü ber Schmerzen klagte, wurde am 12. April 2012 eine offene Revision mit Débridement u nd am 31. Mai 2012 eine Arthrotomie durchgeführt. G. Die Basler Versicherung AG beauftragte in der Folge Dr. med. D.____, FMH Fachärz- tin für Physikalische Medizin und Rehabilitation, mit ei ner Begutachtung der Beschwerden von A.____. In ihrem Gutachten vom 16. Juli 2012 hielt sie fest, dass die unfallkausalen Schäden mit der Operation vom 4. November 2008 behoben worden seien und dass der Status quo ante spätestens drei Monate nach dieser Operation, also am 4. Februar 2009, eingetreten sei. Es sei lediglich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung ein es erheblichen Vorzustandes gekom- men. H. Gestützt auf das Gutachten von Dr. D.____ vom 16. Juli 2012 stellte die Basler Versi- cherung AG am 13. August 2012 ihre Leistungen rückwirkend per 31. Dezember 2009 ein. Für die Zeit ab dem 1. Januar 2010 forderte sie zudem sämtliche erbrachten Leistungen zurück. I. Gegen diese Verfügung erhob A.____ am 22. August 2012 fristgerecht Einsprache und reichte die Begründung am 12. November 2012 innert an gesetzter Frist nach. A.____ bestritt dabei die Schlüssigkeit des Gutachtens von Dr. D.____. J. Die Einspracheinstanz legte die Einwände von A.____ Dr. D.____ zur Stellungnahme vor. Mit ergänzender Stellungnahme vom 14. Februar 2013 hielt Dr. D.____ an ihrer Beurteilung gemäss Gutachten vom 16. Juli 2012 fest. K. Am 14. März 2013 verlangte A.____ gestützt auf ein e Beurteilung des RAD im Rahmen eines IV-Verfahrens vor der IV-Stelle des Kantons Basel-Landschaft eine weitere Begutachtung in den Disziplinen Rheumatologie und Psychiatrie. L. Mit Einspracheentscheid vom 10. April 2013 wurde die Einsprache von A.____ teilwei- se gutgeheissen. Die Leistungseinstellung der Basler Ver sicherung AG per 4. Februar 2009 Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht wurde bestätigt, auf eine Rückforderung der zu viel erb rachten Versicherungsleistungen wurde mangels Rückkommenstitel jedoch verzichtet. M. Gegen den Einspracheentscheid vom 10. April 2013 e rhob A.____, vertreten durch Erik Wassmer, Advokat, am 13. Mai 2013 beim Kantonsgerich t des Kantons Basel-Landschaft (Kantonsgericht), Abteilung Sozialversicherungsrecht, Besch werde. Sie beantragte die Aufhe- bung des Einspracheentscheids und dass die Basler Versicheru ng AG aufgrund des Unfalles vom 28. Juli 2008 zur Ausrichtung der gesetzlichen Leistunge n zu verpflichten sei. Als Verfah- rensantrag stellte sie das Begehren, dass bezüglich der Un fallkausalität ein polydisziplinäres Gutachten mit chirurgischer, orthopädischer, neurologisch er und neuropsychologischer Beteili- gung - auch in Bezug auf den Unfall aus dem Jahre 1980 - einzuholen sei. N. Mit Noveneingabe vom 3. Juni 2013 bringt die Beschw erdeführerin, vertreten durch Erik Wassmer, Advokat, ergänzend vor, dass sie im Vertrauen auf die grundsätzliche Kosten- gutsprache der Basler Versicherung AG vom 11. Januar 20 10 die letzte Operation vom 31. Mai 2012 (Arthrotomie) im Spital E.____ habe durchführe n lassen. Auf das erneute Kostengut- sprachegesuch des Spitals habe die Basler Versicherung AG nicht, wie im Gesuch verlangt, innert 5 Tagen, sondern erst vier Monate später reagie rt und das Gesuch wegen fehlender Un- fallkausalität abgewiesen, was nicht zulässig sei. Vielme hr sei die Beschwerdeführerin in ihrem Vertrauen zu schützen, weshalb gestützt auf die Kosteng utsprache vom 11. Januar 2010 von der Basler Versicherung AG sämtliche angefallenen Kosten zu übernehmen seien. O. In ihrer Vernehmlassung vom 23. Juli 2013 beantra gte die Basler Versicherung AG, vertreten durch Advokat Andrea Tarnutzer-Münch, die Abweisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 56 Abs. 1, Art. 57 und Art. 60 des am 1. Januar 2003 in Kraft getretenen Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicher ungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide der Unf allversicherer über Versicherungs- leistungen beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht innert eines Monats Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist gemäss Art. 58 ATSG das Ve rsicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die betroffene versicherte Person zur Z eit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hatte. Gemäss § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal- tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, als einzige gerichtliche Instanz des Kan- tons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versichere r. Es ist somit sachlich und ört- lich für die Behandlung der vorliegenden Beschwerde z uständig. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist demnach einzutreten. 2. Streitig und zu prüfen ist vorliegend, ob die Basle r Versicherung AG ihre gesetzliche Leistungspflicht ab 1. Januar 2010 zu Recht abgelehnt hat bzw. ob sie die Unfallkausalität ab 1. Januar 2010 zu Recht verneint hat. Die Beschwerdeführeri n argumentiert, dass sämtliche aktu- Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht ellen Beschwerden auf den Unfall vom 14. Juli 2008 oder als Spätfolgen auf den Unfall aus dem Jahr 1980 zurückzuführen seien. Im Weiteren sei das Gutachte n von Dr. D.____ nicht objektiv und als Parteigutachten der Basler Versicherung AG zu betrachten. 3. Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallv ersicherung (UVG) vom 20. März 1981 gewährt die Unfallversicherung Leistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfäl- len und Berufskrankheiten. Die Natur der Gesundheitsschädi gung ist kein Kriterium, um einen Schadensfall eher als Unfall oder Krankheit einzustufen . Entscheidend sind die unmittelbare Ursache der Schädigung und die Art ihrer Entstehung (vg l. A LEXANDRA RUMO -JUNGO , Recht- sprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, B undesgesetz über die Unfall- versicherung, Zürich 1995, S. 18 ff.). 4.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsgerichtsbesch werdeverfahren wird vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Versicherungsträger und G erichte haben von sich aus und ohne Bindung an die Parteibegehren für die richt ige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grunds atz wird ergänzt durch die Mitwir- kungspflicht der Parteien (vgl. Art. 61 lit. c ATSG; B GE 122 V 158 E. 1 a). Den meisten an- spruchsbegründenden Risiken liegen medizinische Sachverhalte zugrunde. Zur Beurteilung der Rechtsfragen sind Versicherungsträger und Gericht daher a uf Unterlagen angewiesen, die ihnen vorab von Ärzten zur Verfügung gestellt werden. 4.2 Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat das Gericht von Amtes wegen die not- wendigen Beweise zu erheben. Eine Beweislast besteht nu r in dem Sinne, dass im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen ge- bliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (vgl. L OCHER , a.a.O., § 68 N 3 ff. mit weiteren Hinweisen). Diese Beweisregel greift allerdings erst, we nn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Bewe iswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die hohe Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu ent- sprechen (vgl. BGE 117 V 263 E. 3b). Das schweizerische S ozialversicherungsrecht kennt demnach keinen Grundsatz, wonach die Versicherungsorgane im Zweifel zu Gunsten der Ver- sicherten zu entscheiden haben. Ein Anspruch auf Leistunge n besteht nur, wenn die Voraus- setzungen dafür mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erfüllt sind (vgl. ZAK 1983 S. 259). 4.3 Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Besch werdefall das Gericht darf eine Tatsache folglich nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt ist (vgl. MAX KUMMER , Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. Auflage, Bern 1984, S. 134 f.). Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt de n Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl . BGE 121 V 47 E. 2a; ZAK 1986 S. 189 f. E. 2c). 4.4 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen, wie a lle anderen Beweismittel, nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz d er freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozi alversicherungsgericht alle Be- weismittel - unabhängig von wem sie stammen - objektiv z u prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Be urteilung des streitigen Rechtsan- spruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander wide rsprechenden medizinischen Berich- ten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Bewe ismaterial zu würdigen und die Grün- de anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. 4.5 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist dem nach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitig en Untersuchungen beruht, auch die ge- klagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakt en (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizini- schen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerung en der Expertin oder des Experten be- gründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunf t eines Beweismittels noch die Be- zeichnung der eingereichten Stellungnahmen als Bericht oder Gutachten, sondern dessen In- halt (vgl. BGE 122 V 160 E. 1c; T HOMAS LOCHER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Auflage, Bern 2003, § 68 N 3). 4.6 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsp rechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzu stellen (vgl. die ausführlichen Zusam- menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit Hinweisen). So ist den im Rah- men des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten exte rner Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Unters uchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Bef unde zu schlüssigen Ergebnissen gelan- gen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerken nen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit Hinweisen). So weicht das Gericht etwa bei Gerichtsgutachten nach der P raxis nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung des medizinischen Experten ab, dessen A ufgabe es ist, seine Fach- kenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt me- dizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen kann vorlieg en, wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht eingeholt es Obergutachten in überzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt. Abweichende Beurteilung kann ferner gerechtfer- tigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen ande rer Fachexperten dem Gericht als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsg utachtens in Frage zu stellen, sei es, dass es die Überprüfung durch einen Oberexperten für angezeigt hält, sei es, dass es ohne Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweiche nde Schlussfolgerungen zieht (BGE 125 V 352 f. E. 3b mit Hinweisen). 4.7 Was Parteigutachten anbelangt, rechtfertigt der Umstand allein, dass eine ärztliche Stellungnahme von einer Partei eingeholt und in das Verfahren eingebracht wird, nicht Zweifel an ihrem Beweiswert (ZAK 1986 S. 189 E. 2a in fine). Auch den Berichten und Gutachten versi- cherungsinterner Ärzte kommt schliesslich Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei si nd und keine Indizien gegen ihre Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der bef ragte Arzt in einem Anstellungsver- hältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon au f mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begrün det erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein str enger Massstab anzulegen (BGE 125 V 353 E. 3b). 5.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhang s sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Um- schreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzus ammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache g esundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis- tige Integrität des Versicherten beeinträchtigt hat, de r Unfall mit andern Worten nicht wegge- dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene g esundheitliche Störung entfiele (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 5.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Ding e und nach der allgemeinen Le- benserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von de r Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis). Im Bereich organisch obj ektiv ausgewiesener Unfallfolgen spielt allerdings die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der si ch aus dem natürlichen Kausalzu- sammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität de ckt (vgl. BGE 134 V 111 f. E. 2.1, 127 V 103 E. 5b/bb). 5.3 Gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG werden die Leistungen n icht gekürzt, wenn die Gesund- heitsschädigung nur teilweise Folge des Unfalles ist. Ist die Unfallkausalität einmal mit der er- forderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, wird durch den Unfall aber ein krankhafter Vor- zustand verschlimmert oder erst manifestiert, entfällt di e deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers in dem Moment, in dem der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ur- sache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Ge- sundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bes tanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Ve rlauf eines krankhaften Vorzu- standes auch ohne Unfall früher oder später eingestell t hätte (status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausal zusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen ei nes Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgr ad der überwiegenden Wahrschein- lichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht (BGE 117 V 360 E rw. 4a und 376 Erw. 3a, 115 V 142 Erw. 8b mit Hinweisen). Da es sich hierbei um eine ans pruchsaufhebende Tatfrage handelt, Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht liegt aber die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründen- der natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht beim Versicherten, sondern beim Un- fallversicherer. Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen (Urteil des Bundesgerichts vom 4. November 2004, U 183/04, E.3.2 mit Hinweisen). 6.1 Aus den vorliegenden medizinischen Unterlagen in Z usammenhang mit dem vom Be- schwerdeführer geltend gemachten Leistungsanspruch ergibt sich betreffend die natürliche Kausalität das folgende Bild: 6.2.1 Das 49-seitige Gutachten von Dr. D.____ vom 16. Ju li 2012 enthält eine vollständige Auflistung der Akten seit dem Vorfall vom 14. Juli 2008 sowie eine Auflistung zusätzlich einge- holter Arztberichte. Ebenso ist die Vorgeschichte gemäss A ktenlage dokumentiert, sowie die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin. Das Gutachten äussert sich zum orthopädisch- rheumatologischen Untersuchungsbefund, enthält eine Be urteilung der orthopädisch- rheumatologischen Untersuchungsbefunde und nimmt zur Un fallkausalität Stellung. Zuletzt werden die Diagnosen aufgeführt, gefolgt von einer B eurteilung der Arbeitsfähigkeit. Am Ende des Gutachtens nimmt Dr. D.____ zu Zusatzfragen Stellung. 6.2.2 In ihrem Gutachten hält Dr. D.____ auf Seite 39 ff. („Unfallkausalität“) fest, dass die mediale Instabilität mit nachfolgender Bandplastik al lenfalls möglicherweise, aber nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Vorfall vom 14 . Juli 2008 zurückzuführen sei. Für einen sich unfallfremd auswirkenden Vorzustand würden h ingegen die unfallnahen intraoperati- ven Befunde vom 8. November 2008 sowie die Befunde des M RI vom 31. August 2009 spre- chen. So haben damals, und somit zeitnah zum Unfallerei gnis, bereits fortgeschrittene degene- rative Veränderungen bestanden, welche in diesem Ausmass nicht überwiegend wahrscheinlich während des kurzen Zeitraumes zwischen dem Ereignis vom 14. Juli 2008 und der Operation vom 4. November 2008 entstehen können. Zusammenfassend und unter Berücksichtigung aller Gegebenheiten sei, abgesehen vom lateralen Bandappar at, bei fehlenden objektiven traumati- schen Schäden, aber erheblichen degenerativen Veränderungen eine sogenannte überholende Kausalität durch degenerative Veränderungen wahrscheinl icher als distorsions- bzw. supinati- onsbedingte Gewebeschädigungen. Der Status quo ante sei rein bezogen auf die unfallkausa- len Läsionen somit spätestens drei Monate nach der Operation vom 4. November 2008 erreicht. Zu Komplikationen bezüglich der lateralen Band-Rekonst ruktion sei es im Verlauf auch nicht gekommen. Die Operationen vom 14. Januar 2010, vom 1 8. Februar 2011 und vom 31. Mai 2012 würden somit nur möglicherweise, aber nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in kausalem Zusammenhang mit dem Supinationstrauma vom 1 4. Juli 2008 stehen, weshalb es bei der Beschwerdeführerin zu einer vorübergehenden Verschlimmerung eines Vorzustandes mit inzwischen eingetretener überholender Kausalität d ieses Vorzustandes und zunehmender Symptomatik der OSG- (und möglicherweise auch USG)-Arth rose rechts kam. Auch die Anga- ben der Beschwerdeführerin, vor dem Supinationstrauma unter keinen Schmerzen im Bereich des rechten Sprunggelenkes gelitten zu haben und zwar häu fig, im Vergleich zum linken Sprunggelenk jedoch etwa gleich oft „umgeknickt“ zu sein, lasse nicht zwingend den Schluss zu, dass die aktuellen Beschwerden mit überwiegender Wa hrscheinlichkeit unfallbedingt seien. Nicht nachvollziehbar sei diese Schlussfolgerung, wenn si e unter Ausblendung bei gebotener Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht Sorgfalt erforderlichen differenzialätiologischen Abklärungen den Blick auf den Vorzustand und auf kongruierende Ursachen verstellt. Deshalb sei das k ausalisieren allein aufgrund einer ver- meintlichen chronologischen Abfolge medizinisch weder ei nleuchtend noch schlüssig begrün- det; dieses folgt nämlich der wissenschaftlich und versiche rungsmedizinisch unhaltbaren Be- weisregel „post hoc ergo propter hoc“). Bemerkenswert se i auch die lange Latenz zwischen Unfallereignis und der ersten Arztkonsultation. So habe die Beschwerdeführerin noch während 2 Wochen ihrer in 90 %-igen Umfang im Stehen und Geh en durchzuführenden Tätigkeit als Dentalassistentin im Operationsbereich vollumfänglich, da s heisst zu 100 %, nachgehen kön- nen. Eine Arbeitsunfähigkeit sei erst ab dem 28. Juli 2008 attestiert worden. 6.3 Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei zusam menfassend und unter Berücksichti- gung aller Gegebenheiten und Befunde eine unfallkaus ale Arbeitsunfähigkeit als Dentalassis- tentin spätestens drei Monate nach der operativen Revi sion vom 4. November 2008 nicht mehr ausgewiesen. Hingegen bestehe unfallfremd aus orthop ädisch-rheumatologischer Sicht dauer- haft eine 90 %-ige Arbeitsunfähigkeit als Dentalassistentin. 7.1 Das Gutachten von Dr. D.____ erscheint insgesamt betreffend die streitigen Belange als umfassend, es beruht auf allseitigen Untersuchungen wobei auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt werden. Das Gutachten wurde in Kenntn is der Vorakten (Anamnese) abge- geben, es ist in der Darlegung der medizinischen Zusamme nhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtend, in sich widerspruc hsfrei und in der Schlussfolgerung be- gründet. 7.2 Der Beschwerdeführerin kann nicht gefolgt werden, wenn sie diesbezüglich einwendet, dass die Indikation zu den Folgeoperationen und die seither anhaltenden Schmerzen gemäss Einschätzung ihres behandelnden Arztes Dr. med. F.____ a uf den Vorfall vom 14. Juli 2008 zurückzuführen sind. In den Berichten ist zwar mehrfach vo n sekundärer Arthrose bzw. von posttraumatischer Arthrose die Rede, seine Einschätzung wird jedoch in keiner Weise begrün- det, während im Gutachten von Dr. D.____ ausführlich und nachvollziehbar begründet wird, weshalb die bestehenden degenerativen Schäden gerade nicht auf den Vorfall vom 14. Juli 2008 zurückzuführen sind. Zu beachten ist betreffend der Einschätzung durch Dr. F.____ auch, dass sich die behandelnden Ärztinnen und Ärzte zudem in e rster Linie auf die Behandlung zu konzentrieren haben, deren Berichte nicht den Zweck eine r den abschliessenden Entscheid über die Versicherungsansprüche erlaubenden objektiven B eurteilung des Gesundheitszustan- des verfolgen und deshalb kaum je die materiellen Anfo rderungen an ein Gutachten im Sinne der Rechtsprechung erfüllen. Aus diesen Gründen und auf grund der Erfahrungstatsache, dass insbesondere Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auf tragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3a/cc S. 353 mit wei- teren Hinweisen), wird im Streitfall auch eine direkt e Leistungszusprache einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte denn auch kaum je in Frage kommen (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Oktober 2009, 8C_216/2009, E. 4.5). Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 7.3.1 Die Beschwerdeführerin kann auch nichts zu ihren Gunsten ableiten, wenn sie geltend macht, dass sich das Gutachten nicht zur Frage äussere, inwi efern die aktuellen Beschwerden als Spätfolgen zum Unfall aus dem Jahr 1980 zu betrachten seien. 7.3.2 Von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar g eheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Veränderungen bewirkt , die zu einem andersgearteten Krankheitsbild führen können. Spätfolgen schliessen sich somit begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis, vorliegend an das Ereignis aus dem Jahr e 1980, an (BGE 118 V 296 E. 2c). Diesbezüglich müsste die Beschwerdeführerin beim damalig en Unfallversicherer gestützt auf eine entsprechende (Rückfall-)Meldung dessen Leistungsp flicht geltend machen, welcher sich dann mittels Verfügung zur Kausalität zwischen den erneu t geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschaden äussern muss (BGE 118 V 296 f. E. 2c). Vorliegend wurde keine Rückfallm eldung von Seiten der Beschwerdeführe- rin beim damaligen Unfallversicherer getätigt. Folglich ist die Frage, inwiefern die Beschwerden eine Spätfolge des Unfalles aus dem Jahr 1980 darstellen könnten, nicht Gegenstand des vor- liegenden Verfahrens, bei dem der Streitgegenstand auf die Leistungen für die Folgen aus dem Vorfall vom 14. Juli 2008 beschränkt ist. Folglich bestan d für Dr. D.____ auch kein Anlass, sich zu dieser Frage zu äussern. Dies steht auch in Einklang m it Art. 77 UVG, wonach derjenige Versicherer die Leistungen erbringt, bei dem die Versich erung im Zeitpunkt des Unfalles be- standen hat. Soweit sich die Ansprüche der Beschwerdefüh rerin auf den Unfall aus dem Jahre 1980 beziehen, müssen diese folglich gegenüber dem dam aligen Versicherer geltend gemacht werden. Auch aus Art. 100 Abs. 1 bis 3 UVV kann die Be schwerdeführerin für die Geltendma- chung eines Leistungsanspruchs gegenüber die Basler Versi cherung AG nichts zu ihren Guns- ten ableiten, da dieser nicht zur Anwendung kommt. Der Argumentation der Beschwerdeführe- rin, wonach Abs. 3 auch dann zur Anwendung komme, wenn , wie vorliegend der Fall ist, keine Rentenleistung zugesprochen worden ist, kann nicht gefolgt werden. 7.4 Entgegen der Argumentation der Beschwerdeführeri n kann auch die Objektivität und Zuverlässigkeit des von der Basler Versicherung AG eingehol ten Gutachtens nicht bereits auf- grund des Umstandes in Frage gestellt werden, dass es von d er Basler Versicherung AG als einer Prozesspartei eingeholt und in das Verfahren eingebracht worden ist. Es müssen gemäss E. 4.7 vielmehr besondere Umstände vorliegen, welche da s Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung als begründet erscheinen. Das Gutachten von Dr. D.____ erscheint, wie bereits erwähnt, als in sich widerspruchsfrei und auch sonst liegen keine Indizien vor, welche das Miss- trauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung durch Dr. D.____ objektiv als begründet erschei- nen lassen. Solche Indizien werden von der Beschwerdefü hrerin denn auch nicht genannt bzw. zumindest glaubhaft gemacht. 7.5 Somit kann zusammenfassend festgehalten werden, da ss in Bezug auf den Unfall vom 14. Juli 2008 aufgrund des überzeugenden Gutachtens von Dr. D.____ davon auszugehen ist, dass der Status quo sine spätestens am 4. Februar 2009 er reicht wurde, so dass die Leis- tungseinstellung der Basler Versicherung AG auf diesen Zeitpunkt nicht zu beanstanden ist. Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 8.1 Die Beschwerdeführerin macht vorliegend geltend, d ass sie die letzte Operation vom 31. Mai 2012 (Arthrotomie) im Spital E.____ im Vert rauen auf die grundsätzliche Kostengut- sprache der Basler Versicherung AG vom 11. Januar 2010 hab e durchführen lassen. Auf das erneute Kostengutsprachegesuch des Spitals vom 23. April 2012 nach erfolgter Operation habe die Basler Versicherung AG nicht, wie im Gesuch verlang t, innert 5 Tagen, sondern erst vier Monate später, am 13. August 2012, reagiert und das G esuch wegen fehlender Unfallkausalität abgewiesen, was nicht zulässig sei. Vielmehr sei die Besch werdeführerin in ihrem Vertrauen zu schützen, weshalb gestützt auf die Kostengutsprache vom 11. Januar 2010 von der Basler Ver- sicherung AG sämtliche angefallenen Kosten im Zusammenhan g mit der Operation zu über- nehmen seien. Im Ergebnis habe die Basler Versicherung A G mit ihrem Verhalten eine Ver- trauensgrundlage geschaffen. 8.2 Der verfassungsrechtliche Vertrauensschutz setzt ein Ve rhalten oder eine Äusserung einer Behörde, vorliegend des Unfallversicherers voraus, d ie gegenüber einer bestimmten Per- son eine Vertrauensgrundlage schafft. Im Vertrauen auf das entsprechende Verhalten handelt der Private in einer Art und Weise, die sich für ihn sch ädigend oder nachteilig auswirkt. In sol- chen Fällen kann sich der Betroffene auf Treu und Glau ben (Vertrauensschutz) berufen, um einen Schaden oder einen Nachteil von sich abzuwenden. Besonders hat sich die Rechtspre- chung des Bundesgerichts mit den Voraussetzungen befasst, u nter denen Art. 9 BV den Ein- zelnen in seinem Vertrauen auf eine unrichtige behörd liche Auskunft schützt. Damit der Einzel- ne in seinem Vertrauen in die Auskunft geschützt wird, i st erforderlich, dass diese von der zu- ständigen Stelle gegeben wurde, der Fehler für den B etroffenen nicht erkennbar war und sich der Sachverhalt oder die Rechtslage seit Auskunftsbegehr en nicht geändert hat. Entscheidend ist dabei der Bestimmtheitsgrad einer amtlichen Äusseru ng und nicht deren Rechtsnatur. Die Auskunft muss derart bestimmt sein, dass eine Privatperson daraus die für ihre Dispositionen massgebenden Informationen entnehmen kann (BGE 131 II 637 f. E. 6.2; siehe zum Ganzen auch J ÖRG PAUL MÜLLER /M ARKUS SCHEFER , Grundrechte in der Schweiz, 4. Auflage, Bern 2008, S. 33 f.). 8.3 Die (generelle) Kostengutsprache vom 11. Januar 20 10 betrifft vorliegend lediglich Leistungen des Versicherers im Rahmen des gesetzlichen Umf anges gemäss UVG, aber nicht Leistungen gemäss Privatdeckung. Soweit die Beschwerdeführ erin mit dem Vertrauensschutz Leistungen im Rahmen des VVG geltend macht, kann folg lich keine Vertrauensgrundlage be- stehen. Im Weiteren beschränkt sich die Kostengutsprache ex plizit auf den Unfall vom 14. Juli 2008. Leistungen, die nicht im Zusammenhang mit dem Un fall stehen, können damit nicht ab- gedeckt werden. Insofern steht die Kostengutsprache unter dem Vorbehalt eines Wegfalls der Unfallkausalität bzw. unter dem Vorbehalt, dass sich der Sachverhalt seit der grundsätzlichen Kostengutsprache nicht geändert hat. Die Beschwerdeführe rin kann sich somit auch für die ob- ligatorischen Leistungen nicht auf den Vertrauensschutz be rufen. Vielmehr hat für die entspre- chenden Leistungen die Krankenversicherung der Beschwerdeführerin aufzukommen. 9. Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die Beschwerde vol lumfänglich abzuweisen ist. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 10. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG hat der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein . Für das vorliegende Verfahren sind demnach keine Kosten zu erheben. Was die Parteikosten b etrifft, so beschränkt sich der An- spruch auf eine Parteientschädigung auf Beschwerde führe nde Personen (Art. 61 lit. g ATSG), weshalb der obsiegenden Beschwerdegegnerin trotz anwalt licher Vertretung keine Parteient- schädigung zusteht. Die ausserordentlichen Kosten sind somit wettzuschlagen. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Mitteilung an Parteien Bundesamt für Gesundheit Präsidentin Gerichtsschreiber Gegen diesen Entscheid wurde am 3. Februar 2013 Beschwerde ans Bundesgerichts erhoben (vgl. nach Vorliegen des Urteils: Verfahren-Nr. 8C_99/2014 ).