<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2021.00602</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=222260&amp;W10_KEY=13013465&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2021.00602</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 06.04.2022</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung [Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung eines 42-jährigen türkischen Staatsangehörigen. Er erhielt eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehefrau und liess sich von dieser wieder scheiden. Vor Rekursinstanz macht er geltend, dass er seine Ex-Ehefrau wieder ehelichen wolle] Seit seiner Scheidung hat der Beschwerdeführer nach Art. 42 AuG keinen Anspruch mehr auf eine Aufenthaltsbewilligung (E. 3). Die Ehe des Beschwerdeführers dauerte keine drei Jahre. Die Verweigerung eines Aufenthaltstitels in der Schweiz berührt den Schutzbereich des Rechts auf Privatleben nach Art. 8 Abs. 1 EMRK des Beschwerdeführers nicht, da er sich weder auf ein schutzwürdiges Konkubinat im Sinn von Art. 8 Abs. 1 EMRK noch auf eine unmittelbar bevorstehende Hochzeit berufen kann (E. 4). Aufgrund des neu eingegangenen Polizeirapports erscheint der rechtserhebliche Sachverhalt vorliegend nicht genügend erstellt und hat er sich seit der letzten materiellen Beurteilung durch die Migrationsbehörde wesentlich verändert. Die Sache wird zur Vornahme der neu erforderlichen Sachverhaltsabklärung zur Prüfung einer ermessensweisen Anwesenheitserlaubnis und zur Vermeidung eines Instanzenverlusts zu neuem Entscheid an das Migrationsamt zurückgewiesen (E. 5). Teilweise Gutheissung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EHE">EHE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEFESTIGTES KONKUBINAT">GEFESTIGTES KONKUBINAT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HEIRATSPLÃNE">HEIRATSPLÃNE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HOCHZEIT">HOCHZEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIVATLEBEN">PRIVATLEBEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKWEISUNG">RÃCKWEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TÃRKEI">TÃRKEI</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 43 AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 50 AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 51 AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 62 AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 8 EMRK</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=56736" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2021.00602</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">6. April 2022</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Viviane Sobotich, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Ivana Devcic. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt1">Der 1979 geborene tÃ¼rkische StaatsangehÃ¶rige A reiste am 25. oder 26. Juli 2005 illegal in die Schweiz ein und heiratete am 14. Oktober 2005 die Schweizer BÃ¼rgerin C (geb. 1960). Im Rahmen eines Familiennachzugs wurde ihm daraufhin am 16. November 2020 eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei der Ehefrau erteilt. Am 11. Dezember 2006 zogen die Ehegatten in den Kanton D, woraufhin A dort eine Aufenthaltsbewilligung erhielt. </p> <p class="Sachverhalt1">Nach einem erneuten Umzug verweigerte der Beschwerdegegner mit VerfÃ¼gung vom 7. Oktober 2010 die Bewilligung des Kantonswechsels und wies A an, das zÃ¼rcherische Kantonsgebiet zu verlassen, woraufhin er â nicht fristgerecht â in den Kanton D zurÃ¼ckkehrte. Mit VerfÃ¼gung vom 28. MÃ¤rz 2012 stellte der Migrationsdienst des Kantons D fest, dass die Aufenthaltsbewilligung von A erloschen sei und wies ihn weg, woraufhin er â nach einem rechtswidrigen Aufenthalt â am 19. Juli 2013 aus der Schweiz ausreiste. </p> <p class="Sachverhalt1">AnlÃ¤sslich einer polizeilichen Einvernahme vom 27. Mai 2014 gab A zu Protokoll, dass er am 4. oder 5. Mai 2014 erneut illegal in die Schweiz eingereist sei. Gleichentags sei auch seine Ehe mit C geschieden worden. </p> <p class="Sachverhalt1">Am 2. Dezember 2014 verheiratete sich A mit der in der Schweiz niederlassungsberechtigten tÃ¼rkischen StaatsangehÃ¶rigen E (geb. 1971), woraufhin ihm am 12. Januar 2015 eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei der Ehegattin erteilt wurde. Mit VerfÃ¼gung und Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 1. MÃ¤rz 2016 wurde den Ehegatten das Getrenntleben per 14. Januar 2016 bewilligt. Da die Ehe zu diesem Zeitpunkt weniger als drei Jahre gedauert hatte, teilte der Beschwerdegegner A mit, dass er seine Aufenthaltsbewilligung nicht mehr verlÃ¤ngern werde. Daraufhin machten die Ehegatten geltend, dass sie sich nach wie vor lieben wÃ¼rden, jedoch etwas Zeit brÃ¤uchten. Sie seien zudem daran, wieder zusammenzuziehen und seien bereits auf der Suche nach einer gemeinsamen Wohnung. In der Folge verlÃ¤ngerte die Vorinstanz die Aufenthaltsbewilligung von A, zuletzt befristet bis 1. Dezember 2018. Am 9. November 2018 stellte dieser erneut ein VerlÃ¤ngerungsgesuch fÃ¼r seine Aufenthaltsbewilligung. </p> <p class="Sachverhalt1">Mit VerfÃ¼gung und Urteil des Bezirksgerichts Uster vom 25. Januar 2019 wurde die Ehe von A und E schliesslich geschieden.</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="00Vorgabetext"><span>Am 30. Januar 2019 gaben A und E anlÃ¤sslich einer polizeilichen Befragung unter anderem zu Protokoll, die eheliche Gemeinschaft nach der im Jahr 2016 erfolgten Trennung nicht wieder aufgenommen zu haben. </span></p> <p class="00Vorgabetext"><span> </span></p> <p class="00Vorgabetext"><span>WÃ¤hrend seiner Anwesenheit in der Schweiz trat A wiederholt strafrechtlich in Erscheinung und erwirkte die folgenden strafrechtlichen Verurteilungen gegen sich:</span></p> <p class="00Vorgabetext"><span>- Freiheitsstrafe von 90 Tagen, bedingt vollziehbar unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren wegen rechtswidriger Einreise und rechtswidrigem Aufenthalt gemÃ¤ss Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 10. MÃ¤rz 2006;</span></p> <p class="00Vorgabetext"><span>- Geldstrafe von 120 TagessÃ¤tzen und einer Busse von Fr. 2'000.-, davon zwei Tage durch Haft erstanden, bedingt vollziehbar unter Ansetzung einer Probezeit von drei Jahren wegen rechtswidrigen Aufenthalts, ErwerbstÃ¤tigkeit ohne Bewilligung und Ãbertretung des BetÃ¤ubungsmittelgesetzes gemÃ¤ss Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ZÃ¼rich-Limmat vom 15. Januar 2012;</span></p> <p class="00Vorgabetext"><span>- Freiheitsstrafe von 60 Tagen, davon ein Tag durch Haft erstanden (unter Widerruf der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ZÃ¼rich-Limmat vom 15. Januar 2012 bedingt ausgesprochenen Strafe), wegen rechtswidrigen Aufenthalts gemÃ¤ss Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 18. Juni 2013;</span></p> <p class="00Vorgabetext"><span>- Freiheitsstrafe von 14 Tagen, davon zwei Tage durch Haft erstanden, wegen mehrfacher rechtswidriger Einreise und mehrfachen rechtswidrigen Aufenthalts gemÃ¤ss Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 28. Mai 2014. </span></p> <p class="Urteilstext">Nachdem A das rechtliche GehÃ¶r bezÃ¼glich eines allfÃ¤lligen Widerrufs der Aufenthaltsbewilligung gewÃ¤hrt worden war, widerrief das Migrationsamt am 25. Februar 2021 seine Aufenthaltsbewilligung, unter Ansetzung einer Ausreisefrist bis zum 25. Mai 2021.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt1">Den hiergegen erhobenen Rekurs wies die Sicherheitsdirektion am 29. Juni 2021 ab. </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt1">Mit Beschwerde vom 7. September 2021 liess A dem Verwaltungsgericht beantragen, es sei der vorinstanzliche Rekursentscheid vom 29. Juni 2021 aufzuheben und das Migrationsamt anzuweisen, seine Aufenthaltsbewilligung zu verlÃ¤ngern. Eventualiter sei die Sache im Sinn der ErwÃ¤gungen zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen; unter Kosten und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Beschwerdegegners. In formeller Hinsicht liess er um Sistierung des Beschwerdeverfahrens bis zum Abschluss des beim Zivilstandsamt F hÃ¤ngigen Ehevorbereitungsverfahrens ersuchen.</p> <p class="Urteilstext"><span>Eine mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 8. September 2021 auferlegte Kaution wurde fristgerecht geleistet. Weiter wurde A darauf hingewiesen, dass er dem Verwaltungsgericht </span>sÃ¤mtliche bewilligungsrelevante Tatsachen zeitnah mitzuteilen hat, namentlich eine Beendigung seiner Beziehung oder des Zusammenlebens mit seiner neuen Partnerin, erneute StraffÃ¤lligkeit oder eine VerÃ¤nderung seiner finanziellen VerhÃ¤ltnisse.</p> <p class="Sachverhalt1">Mit Eingabe vom 3. Dezember 2021 liess A innert erstreckter Frist dem Verwaltungsgericht mitteilen, dass das Zivilstandsamt F mit VerfÃ¼gung vom 19. Oktober 2021 die Eheschliessung zwischen ihm und E verweigert habe. Er habe dagegen fristgerecht Beschwerde beim Gemeindeamt des Kantons ZÃ¼rich erhoben. </p> <p class="Sachverhalt1">Am 1. April 2022 Ã¼bermittelte das Migrationsamt dem Verwaltungsgericht einen Polizeirapport der Kantonspolizei ZÃ¼rich vom 21. MÃ¤rz 2022 betreffend eine Hausdurchsuchung bei A und seiner Verlobten.</p> <p class="Sachverhalt1">WÃ¤hrend sich das Migrationsamt nicht vernehmen liess, verzichtete die Sicherheitsdirektion auf Vernehmlassung. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b><span>Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, ErmessensÃ¼berschreitung oder Ermessensunterschreitung und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden (§ 20 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b><b><span> </span></b><span>Nach § 52 in Verbindung mit § 20a Abs. 2 VRG sind neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel im Beschwerdeverfahren grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssig. Abzustellen ist entsprechend auf die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse im Zeitpunkt des gegenwÃ¤rtig zu fÃ¤llenden Entscheids (vgl. BGE 135 II 369 E. 3.3; BGr, 20. April 2009, 2C_651/2008, E. 4.2).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Am 1. Januar 2019 sind zahlreiche Ãnderungen des AuslÃ¤ndergesetzes vom 16. Dezember 2005 (AuG), das nunmehr AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetz (AIG) heisst, in Kraft getreten. In sinngemÃ¤sser Anwendung von Art. 126 Abs. 1 AIG bleibt auf Gesuche, die vor Inkrafttreten der GesetzesÃ¤nderung eingereicht wurden, grundsÃ¤tzlich das bisherige Recht anwendbar (vgl. BGr, 19. Dezember 2019, 2C_549/2019, E. 4.1; Marc Spescha in: derselbe et al., Kommentar Migrationsrecht, 5. A., ZÃ¼rich 2019, Art. 126 N. 1).</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b><span>Der auslÃ¤ndische Ehegatte einer hier niedergelassenen AuslÃ¤nderin hat</span> Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn dieser mit ihr zusammenwohnt (Art. 43 Abs. 1 AuG). Nach AuflÃ¶sung der Ehegemeinschaft besteht gemÃ¤ss Art. 50 Abs. 1 AuG ein nachehelicher Aufenthaltsanspruch, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und kumulativ eine erfolgreiche Integration besteht oder wichtige persÃ¶nliche GrÃ¼nde einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen. Ãberdies darf gemÃ¤ss Art. 51 Abs. 2 AuG die Berufung auf einen nachehelichen Aufenthaltsanspruch nicht rechtsmissbrÃ¤uchlich erscheinen und es dÃ¼rfen keine WiderrufsgrÃ¼nde nach Art. 62 AuG vorliegen. Auch wenn die Ehegemeinschaft in der Schweiz keine drei Jahre gedauert hat, kann sich ein Aufenthaltsanspruch ergeben, wenn wichtige persÃ¶nliche GrÃ¼nde einen weiteren Landesaufenthalt erforderlich machen.<span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b><span>Unbestritten ist, dass die Ehe mit E am 25. Januar 2019 geschieden und weniger als drei Jahre gelebt wurde, weshalb dem BeschwerdefÃ¼hrer weder aus Art. 43 Abs. 1 AuG noch aus Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG ein Anspruch auf VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung zusteht. Auch werden keine wichtigen persÃ¶nlichen GrÃ¼nde gemÃ¤ss Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG geltend gemacht, die einen Anspruch auf VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung begrÃ¼nden kÃ¶nnten. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer behauptet, die Beziehung zu seiner frÃ¼heren Ehefrau im Herbst 2020 wiederaufgenommen und sich mit dieser erneut verlobt zu haben, weshalb ihm gestÃ¼tzt auf das Recht auf Privat- und Familienleben nach Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) und Art. 13 Abs. 1 der Schweizerischen Bundesverfassung (BV) ein Aufenthaltsanspruch zukomme.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Auf den Anspruch auf Achtung des Familienlebens nach Art. 8 Abs. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV kann sich berufen, <span>wer hier nahe Verwandte mit einem gefestigten Aufenthaltsrecht (Schweizer BÃ¼rgerrecht, Niederlassungsbewilligung, Anspruch</span></span> auf <span>eine Aufenthaltsbewilligung) oder selbst ein solches Anwesenheitsrecht in der Schweiz hat, sofern die familiÃ¤re Beziehung tatsÃ¤chlich gelebt wird und intakt ist (BGE 127 II 60 E. 1d/aa). FamiliÃ¤re Beziehungen ausserhalb der Kernfamilie (Ehegatten, minderjÃ¤hrige Kinder, Eltern) fallen nur bei besonderen AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnissen in den Schutzbereich des Rechts</span> auf <span>Familienleben (BGE 115 Ib 1 E. 2; BGr, 19. Juni 2012, 2C_582/2012, E. 2.3).</span></p> <p class="Erwgung2">Aus einem Konkubinat ergibt sich ein entsprechender Bewilligungsanspruch nur dann, wenn die partnerschaftliche Beziehung seit Langem eheÃ¤hnlich gelebt wird; die Beziehung der Konkubinatspartner muss bezÃ¼glich Art und StabilitÃ¤t in ihrer Substanz einer Ehe gleichkommen (gefestigtes Konkubinat). Dabei ist wesentlich, ob die Partner in einem gemeinsamen Haushalt leben; zudem ist der Natur und LÃ¤nge ihrer Beziehung sowie ihrem Interesse und ihrer Bindung aneinander, etwa durch Kinder oder andere UmstÃ¤nde wie die Ãbernahme von wechselseitiger Verantwortung, Rechnung zu tragen (BGr, 23. Februar 2014, 2C_458/2013, E. 2.1). Auch konkrete Hinweise auf eine unmittelbar bevorstehende Hochzeit sind zu berÃ¼cksichtigen (BGr, 24. Juni 2015, 2C_208/2015, E. 1.2).</p> <p class="Erwgung2">Weitere familiÃ¤re Bande sind regelmÃ¤ssig nur bei Bestehen besonderer AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnisse geschÃ¼tzt (vgl. BGE 120 Ib 257 E. 2.d; VGr, 28. Januar 2015, VB.2014.00699, E. 2.1; VGr, 4. Juni 2014, VB.2014.00172, E. 2.1).</p> <p class="Erwgung2">Jedoch kann das ebenfalls in Art. 8 Abs. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV geschÃ¼tzte Recht auf Achtung des Privatlebens auch verletzt sein, wenn besonders intensive, Ã¼ber eine normale Integration hinausgehende private Bindungen gesellschaftlicher oder beruflicher Natur bzw. entsprechend vertiefte soziale Beziehungen zum ausserfamiliÃ¤ren bzw. ausserhÃ¤uslichen Bereich bestehen (BGE 130 II 281 E. 3.2.1).</p> <p class="Erwgung2">Sowohl bei der Beurteilung des Rechts auf Familien- als auch bei der Beurteilung des Rechts auf Privatleben ist von den aktuellen tatsÃ¤chlichen und rechtlichen VerhÃ¤ltnissen auszugehen (BGE 120 Ib 257 E. 1.f).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt erstmals im Rekursverfahren vor, dass er die Beziehung zu seiner Exfrau E wiederaufgenommen habe und die beiden per 1. November 2020 zusammengezogen seien. Ferner sei beiden klargeworden, dass die Scheidung ein Fehler gewesen sei, weshalb sie sich zur Wiederverheiratung entschlossen hÃ¤tten. Hierzu hÃ¤tten sie bereits beim Zivilstandsamt F ein Gesuch um Vorbereitung der Heirat gestellt. Der einzige Grund, weshalb sie noch nicht verheiratet seien, liege im Verdacht des Zivilstandsamts F begrÃ¼ndet, wonach die Eheleute eine Scheinehe eingehen wÃ¼rden. Der BeschwerdefÃ¼hrer und E seien jedoch Ã¼berzeugt, dass sie das Zivilstandsamt an der AnhÃ¶rung vom 28. September 2021 von der Aufrichtigkeit ihrer Beziehung werden Ã¼berzeugen kÃ¶nnen. Insoweit wÃ¼rden konkrete Hinweise im Sinn der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auf eine unmittelbar bevorstehende Hochzeit zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und seiner hier niedergelassenen Verlobten hindeuten.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.2 </b>Was der BeschwerdefÃ¼hrer vorbringt, vermag nicht zu Ã¼berzeugen. Der BeschwerdefÃ¼hrer war mit E bereits im Dezember 2014 verheiratet, hingegen trennten sich die Eheleute schon im Januar 2016 und liessen sie sich am 25. Januar 2019 scheiden, womit die eheliche Gemeinschaft lediglich 13 Monate andauerte. Auch gab E nach der Scheidung anlÃ¤sslich der polizeilichen Befragung vom 30. Januar 2019 an, dass die Heirat mit dem BeschwerdefÃ¼hrer ein Fehler gewesen sei und es ihr heute besser gehe als wÃ¤hrend der Ehe. Inzwischen sei beiden Ex-Eheleuten zwar klargeworden, dass die Scheidung ein Fehler gewesen sei, weshalb sie den Bund der Ehe wieder eingehen mÃ¶chten. Zudem seien sie per November 2020 erneut zusammengezogen. Dennoch betrÃ¤gt die Beziehung gerademal 16 Monate und ist kinderlos geblieben. Vor diesem Hintergrund kann noch nicht von einer seit Langem eheÃ¤hnlich gelebten partnerschaftlichen Beziehung und damit von einem gefestigten Konkubinat im Sinn der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gesprochen werden, was unter dem Gesichtspunkt von Art. 8 EMRK einen Bewilligungsanspruch ergeben kÃ¶nnte. So weist auch das Bundesgericht daraufhin, dass nach der Rechtsprechung selbst ein Zusammenleben von 18 Monaten zur BegrÃ¼ndung des Bewilligungsanspruchs in der Regel (noch) nicht genÃ¼gt (vgl. BGr, 4. Oktober 2010, 2C_225/2010, E. 2.2 und BGr, 17. Juni 2008, 2C_300/2008, E. 4.2; <span>vgl. auch BGr, 21. Dezember 2012, 2C_1035/2012, E. 5.2 [Zusammenleben von vier Jahren]) und die Konventionsorgane beim Fehlen von gemeinsamen Kindern einen Anspruch bisher in solchen FÃ¤llen erst bejaht haben, in denen die Beziehungen jeweils sechs bis achtzehn Jahre gedauert hatten (BGr, 4. November 2010, 2C_97/2010, E. 3.3)</span>. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.3 </b>Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer geltend macht, dass konkrete Hinweise bestÃ¼nden, die auf eine unmittelbar bevorstehende Hochzeit hindeuten wÃ¼rden, gilt Folgendes festzuhalten: Zwar reichten die Ex-Ehegatten beim Zivilstandsamt F ein Gesuch um Vorbereitung der Heirat ein, hingegen wurde ihnen die erneute Eheschliessung aufgrund vermutlich einer rechtsmissbrÃ¤uchlichen Eheschliessung verweigert. So hÃ¤lt das Zivilstandsamt in seiner VerfÃ¼gung vom 19. Oktober 2021 unter anderem fest, dass gewichtige Indizien bestÃ¼nden, welche auf eine Scheinehe schliessen lassen und die Ehewilligen wÃ¼rden als Ã¤usserst unglaubwÃ¼rdig erachtet werden. Aus den Unterlagen des Migrationsamtes ergebe sich der Rechtsmissbrauch der Eheschliessung zum Zweck der BegrÃ¼ndung eines legalen Aufenthalts des BeschwerdefÃ¼hrers in der Schweiz deutlich und der BeschwerdefÃ¼hrer habe diesen auch mittels Vorlage der eingereichten Beweise und DurchfÃ¼hrung der Befragung der Verlobten nicht entkrÃ¤ften kÃ¶nnen. Generell seien die Angaben des Paars zur QualitÃ¤t und Dauer der Beziehung widersprÃ¼chlich erfolgt. Ferner gab der BeschwerdefÃ¼hrer anlÃ¤sslich einer Befragung durch die Stadtpolizei ZÃ¼rich am 30. Januar 2019 zudem zu, dass er bereits seine erste Ehefrau nur geehelicht habe, um einen rechtmÃ¤ssigen Aufenthalt in der Schweiz zu erhalten. Aufgrund all dieser UmstÃ¤nde bestÃ¼nden fÃ¼r das Zivilstandsamt keine Restzweifel, weshalb es das Verfahren gemÃ¤ss Art. 97a ZGB vollumfÃ¤nglich verweigerte. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat hierauf beim Gemeindeamt des Kantons ZÃ¼rich fristgerecht Beschwerde erhoben. In Anbetracht des Vorangegangenen ist, entgegen den AusfÃ¼hrungen des BeschwerdefÃ¼hrers, folglich nicht mit einem baldigen Abschluss des Ehevorbereitungsverfahrens bzw. einer baldigen Heirat zu rechnen. </p> <p class="Urteilstext"><span>Damit kann festgehalten werden, dass aufgrund der UmstÃ¤nde, namentlich der Dauer der kinderlosen Beziehung und des Zusammenlebens der Partner und des Fehlens einer unmittelbar bevorstehenden Heirat, vorliegend (noch) kein im Sinn der Rechtsprechung anspruchsbegrÃ¼ndendes Konkubinat besteht. </span></p> <p class="Urteilstext">Da der kinderlose BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼ber keine engen Verwandten mit einem gefestigten, hiesigen Aufenthaltsrecht verfÃ¼gt, kann er auch sonst <span>keinen Aufenthaltsanspruch aus dem nach Art. 8 Abs. 1 EMRK und Art. 13. Abs. 1 BV geschÃ¼tzten Recht auf Familienleben ableiten. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b>Auch aus dem Recht auf Privatleben vermag der BeschwerdefÃ¼hrer keinen Aufenthaltsanspruch abzuleiten. Der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤lt sich seit mehr als zehn Jahren in der Schweiz auf, weshalb er nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung grundsÃ¤tzlich Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung gestÃ¼tzt auf den Schutz des Privatlebens gemÃ¤ss <span>Art. 8 Abs. 1 EMRK haben kÃ¶nnte (BGE 144 I 266, E. 3). Wie von der Vorinstanz ausfÃ¼hrlich dargelegt wurde, hat er sich den Aufenthalt wÃ¤hrend seiner ersten Ehejahre von 2005 bis zur Ausreise 2013 durch TÃ¤uschung der BehÃ¶rden erschlichen, weshalb der Aufenthalt wÃ¤hrend dieser Zeit nicht an die 10-Jahresfrist anzurechnen ist (vgl. BGr, 29. Oktober 2018, 2D_37/2018, E. 3.3). Ferner liegt auch keine besonders ausgeprÃ¤gte Integration des BeschwerdefÃ¼hrers vor, zumal die Integration des BeschwerdefÃ¼hrers in den Arbeitsmarkt als durchschnittlich zu beurteilen ist. </span>Selbst der Umstand, dass er in der Schweiz Beziehungen geknÃ¼pft hat, vermag noch keine vertieften sozialen Beziehungen zu belegen, handelt es sich bei den eingereichten Schreiben doch Ã¼berwiegend um Personen aus dem tÃ¼rkischen Kulturkreis. Ferner lassen auch d<span>ie mangelhaften Deutschkenntnisse des BeschwerdefÃ¼hrers darauf schliessen, dass sich seine hiesigen Kontakte Ã¼berwiegend auf die tÃ¼rkische Diaspora beschrÃ¤nkt haben, wÃ¤re doch ansonsten mit weitaus besseren Deutschkenntnissen zu rechnen (VGr, 20. MÃ¤rz 2019, VB.2018.00783, E. 4.3.1). So war er auch bei seiner polizeilichen Einvernahme vom 30. Januar 2019 auf einen Ãbersetzer angewiesen. Hinzu kommt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer gemÃ¤ss Rekurseingabe verschuldet ist sowie </span><span>seit 2006 diverse </span>strafrechtliche Verurteilungen unter anderem <span>wegen mehrfachen Vergehens gegen das AuG gegen sich erwirkt hat. Auch dass er sich mittlerweile darum bemÃ¼ht, seine Schulden zu sanieren und sich von der Sozialhilfe hat lÃ¶sen kÃ¶nnen, begrÃ¼ndet noch keine besonders ausgeprÃ¤gte Integration des BeschwerdefÃ¼hrers. DarÃ¼ber hinaus macht er nichts geltend, was auf eine besonders ausgeprÃ¤gte Eingliederung in schweizerische VerhÃ¤ltnisse schliessen lassen wÃ¼rde. </span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b><span>Die Feststellung der Vorinstanz, dass der BeschwerdefÃ¼hrer keinen Anwesenheitsanspruch aus dem Recht auf Privatleben ableiten kann, ist damit nicht zu beanstanden. Es kann im Ãbrigen auf die</span><span> diesbezÃ¼glichen vorinstanzlichen</span> ErwÃ¤gungen<a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getMarkupDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=221818&amp;W10_KEY=5956762&amp;nTrefferzeile=3&amp;Template=standard/results/document.fiw#ctx5"></a> <span>verwiesen werden, welche nach wie vor GÃ¼ltigkeit beanspruchen kÃ¶nnen und denen das Verwaltungsgericht beitritt.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>In Anbetracht der mangelhaften wirtschaftlichen und sprachlichen Integration, der Verschuldung sowie der StraffÃ¤lligkeit des BeschwerdefÃ¼hrers ist es nicht zu beanstanden, dass der Beschwerdegegner dem BeschwerdefÃ¼hrer auch im Rahmen des pflichtgemÃ¤ssen Ermessens keine Aufenthaltsbewilligung im Kanton ZÃ¼rich erteilt hat (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG).</p> <p class="Urteilstext"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer kam erst im Alter von 26 Jahren in die Schweiz und verbrachte damit seine prÃ¤genden Kindheits- und Jugendjahre im Heimatland. Folglich kann davon ausgegangen werden, dass er mit dessen Sprache und Gepflogenheiten nach wie vor vertraut ist und er sich dort wieder wird eingliedern kÃ¶nnen, zumal im Heimatland seine zwei Schwestern und seine Mutter leben, zu welchen er sehr gute Kontakte pflegt. </span>Des Weiteren gab die Ex-Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers vor dem Zivilstandsamt F an, dass es fÃ¼r sie keine Rolle spiele, wo sie mit dem BeschwerdefÃ¼hrer wohnen werde. Sie kÃ¶nne es sich sogar vorstellen, mit dem BeschwerdefÃ¼hrer in der TÃ¼rkei ein Haus zu bauen. Insoweit wÃ¼rde die Wegweisung des BeschwerdefÃ¼hrers auch unter BerÃ¼cksichtigung seiner wiederaufgenommenen Beziehung zu seiner Ex-Ehefrau nicht als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssige Massnahme erscheinen, zumal beide bei der Wiedereingehung der Beziehung mit einer allfÃ¤lligen Wegweisung des BeschwerdefÃ¼hrers rechnen mussten. Es <span>bestehen auch sonst keine Hinweise fÃ¼r eine qualifiziert unangemessene und damit rechtsverletzende ErmessensausÃ¼bung. Sodann sind auch </span>Vollzugshindernisse im Sinn von Art. 83 AIG ebenfalls weder ersichtlich noch werden solche substanziiert geltend gemacht. Der angefochtene Rekursentscheid erweist sich bezogen auf den Zeitpunkt seines Erlasses somit grundsÃ¤tzlich als recht- und verhÃ¤ltnismÃ¤ssig.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Im vorliegenden Entscheid ist indessen auf die UmstÃ¤nde abzustellen, wie sie sich im heutigen Zeitpunkt prÃ¤sentieren (vgl. E. 1.2 vorstehend). Der Beschwerdegegner hat am 31. MÃ¤rz 2022 dem Verwaltungsgericht den Polizeirapport der Kantonspolizei ZÃ¼rich vom 21. MÃ¤rz 2022 Ã¼bermittelt. In diesem sind die Resultate der polizeilichen Ermittlungen zusammengefasst, welche im Zusammenhang mit der Strafanzeige des Zivilstandsamts F wegen TÃ¤uschung der BehÃ¶rden aufgenommen wurden. Darin wird festgehalten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer und seine Verlobte eine 2,5-Zimmer-Wohnung bewohnten, in welcher die persÃ¶nlichen GegenstÃ¤nde beider Personen aufzufinden seien. Zudem wÃ¼rden sie im gleichen Doppelbett schlafen. Die Auswertung der Mobiltelefone und der beiden Laptops habe keine Hinweise auf eine TÃ¤uschung der BehÃ¶rden ergeben. Der ausgewertete WhatsApp-Chatverlauf der Heiratswilligen habe ab 16. September 2020 regelmÃ¤ssige, beinahe tÃ¤gliche Treffen dokumentiert, erwecke den Anschein einer normalen und gelebten Partnerschaft.</p> <p class="Erwgung2">Diese Entwicklung des rechtserheblichen Sachverhalts, nÃ¤mlich dass der BeschwerdefÃ¼hrer mit seiner Verlobten allenfalls heute doch eine echte Beziehung lebt und die Verlobten damit heute auch eine (echte) eheliche Beziehung eingehen mÃ¶chten, fÃ¼hrt dazu, dass der Sachverhalt sich seit der letzten materiellen Beurteilung durch die MigrationsbehÃ¶rde wesentlich verÃ¤ndert darstellt und weiter abzuklÃ¤ren ist. <span>Es rechtfertigt sich deshalb, die Sache zur Vornahme von allenfalls neu erforderlichen SachverhaltsabklÃ¤rungen und insbesondere zur PrÃ¼fung der Erteilung einer ermessensweisen Anwesenheitserlaubnis und zur Vermeidung eines Instanzenverlusts zu neuem Entscheid an den Beschwerdegegner zurÃ¼ckzuweisen. </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. Die Sache ist zur ergÃ¤nzenden SachverhaltsabklÃ¤rung und zum Neuentscheid an den Beschwerdegegner zurÃ¼ckzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2">Eine RÃ¼ckweisung zur weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid bei offenem Ausgang ist in Bezug auf die Nebenfolgen grundsÃ¤tzlich als Obsiegen der beschwerdefÃ¼hrenden Partei zu behandeln (BGr, 28. April 2014, 2C_846/2013, E. 3.2 f. mit Hinweisen; Marco Donatsch in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014, § 64 N. 5). Da der BeschwerdefÃ¼hrer unterliegt in Bezug auf die Frage, ob ihm die Aufenthaltsbewilligung gestÃ¼tzt auf Art. 8 EMRK zu verlÃ¤ngern und <span>der Rekursentscheid diesbezÃ¼glich zu bestÃ¤tigen ist, rechtfertigt es sich, die Kosten des Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdegegner zu 1/10 und dem BeschwerdefÃ¼hrer zu 9/10 aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Mangels Ã¼berwiegenden Obsiegens steht dem BeschwerdefÃ¼hrer keine ParteientschÃ¤digung zu.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Beim vorliegenden RÃ¼ckweisungsentscheid handelt es sich um einen Zwischenentscheid gemÃ¤ss Art. 93 des Bundesgesetzes Ã¼ber das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG). Die Beschwerde an das Bundesgericht kann deshalb nur erhoben werden, wenn der Zwischenentscheid einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kÃ¶nnte oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeifÃ¼hren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit und Kosten fÃ¼r ein weitlÃ¤ufiges Beweisverfahren ersparen wÃ¼rde.</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. <span>Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Sache wird im Sinn der ErwÃ¤gungen zur weiteren Untersuchung und zur Neuentscheidung an den Beschwerdegegner zurÃ¼ckgewiesen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. <span>Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner zu 1/10 und dem BeschwerdefÃ¼hrer zu 9/10 auferlegt.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>4. <span>Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen <span>dieses Urteil kann Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>