B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-2830/2010 U r t e i l v o m 2 0 . M a i 2 0 1 4 Besetzung Richterin Kathrin Dietrich (Vorsitz), Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot, Richter Christoph Bandli, Gerichtsschreiberin Tanja Petrik-Haltiner. Parteien EGL Grid AG, 5080 Laufenburg, Zustelladresse: c/o Swissgrid AG, Werkstrasse 12, 5080 Laufenburg, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Stefan Rechsteiner und Rechtsanwältin lic.iur. Azra Dizdarevic-Hasic, VISCHER AG, Schützengasse 1, Postfach 1230, 8021 Zürich, Beschwerdeführerin, gegen Swissgrid AG, Werkstrasse 12, 5080 Laufenburg, Beschwerdegegnerin, und Eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Kosten und Tarife 2010 für die Netznutzung Netzebene 1 und Systemdienstleistungen. A-2830/2010 Seite 2 Sachverhalt: A. Mit Datum vom 19. Mai 2009 veröffentlichte die nationale Netzgesel l- schaft swissgrid ag (im Urteilszeitpunkt: Swissgrid AG [Swissgrid]) als Betreiberin des schweizerischen Übertragungsnetzes für elektrische Energie die Kosten und Tarife 2010 für die Netzebene 1. Sie erhöhte den Tarif für die Netznutzung der Netzebene 1 um 26 %. B. Am 28. Mai 2009 gab die Eidgenössische Elektrizitätskommission (E l- Com) bekannt, sie überprüfe die Tarife des Übertragungsnetzes von A m- tes wegen. C. In der Folge legte die ElCom mit Verfügung vom 4. März 2010 insbeso n- dere die Tarife 2010 für die Netznutzung der Netzebene 1 (Dispositiv - Ziffer 1) neu fest und bestimmte in Dispositiv -Ziffer 3, dass die Differenz zwischen den in Dispositiv -Ziffer 2 vorsorglich für die Verfahrensdauer verfügten Tarife und denjenigen Tarifen gemäss Dispositiv -Ziffer 1 im Rahmen der periodenübergreifenden Saldierung du rch Senkung der Netznutzungstarife in den Folgejahren zu kompensieren sei . Mit Ziffer 11 des Dispositivs bestimmte sie, dass CHF 40 Mio. der Einnahmen aus marktorientierten Zuteilungsverfahren aus dem Jahr 2010 für die D e- ckung der anrechenbaren Kosten des Übertragungsnetzes desselben Jahres zu verwenden seien. Über die Verwendung der restlichen Ei n- nahmen in diesem Bereich werde zu einem späteren Zeitpunkt separat entschieden. Des Weiteren auferlegte sie der EGL Grid AG in Dispositiv - Ziffer 13 Gebühren in de r Höhe von CHF (…). Die Verfügung wurde der Swissgrid und den übrigen beteiligten Parteien (Übertragungsnetzeige n- tümer, Netzbetreiber und Endverbraucher mit Ausspeisepunkten vom Übertragungsnetz sowie Betreiber von Kraftwerken mit einer elektrischen Leistung von mindestens 50 MW) eröffnet. D. Mit Eingabe vom 21. April 2010 erhebt die EGL Grid AG (nachfolgend: Beschwerdeführerin) gegen die Verfügung der ElCom (nachfolgend: Vo r- instanz) vom 4. März 2010 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragt die Aufhebung der Ziffern 1, 3, 11 und 13 des Dispositivs sowie der sie betreffenden Zeilen der Tabellen Nr. 2, 3, 4 , 6 und 7 des Anhang 3 der angefochtenen Verfügung. A-2830/2010 Seite 3 Die Tarife 2010 für die Netznutzung der Netzebene 1 ab 1. Januar 2010 seien neu zu verfügen, eventualiter sei die Vorinstanz anzuweisen, sie neu zu verfügen und zwar unter Beachtung der folgenden Anmerkungen: Zusätzlich zum in der angefochtenen Verfügung bereits per 30. Septe m- ber 2008 anerkannten Anlagenrestwert von CHF (…) sei ein solcher von CHF (…) festzustellen, d.h. es sei von einem Gesamtanlagenrestwert von CHF (…) auszugehen. Weiter sei en für die Berechnung der strittigen Netznutzungstarife zusätzlich zu den bereits anerkannten CHF (…) kalku- latorische Abschreibungen in der Höhe von CHF (…) und zusätzlich zu den bereits anerkannten CHF 6'523'054 kalkulatorische Zin sen von CHF (…) als anrechenbare Kapitalkosten anzuerkennen, d.h. Gesamtk a- pitalkosten in der Höhe von CHF (…) zu berücksichtigen . Die von der Vorinstanz anerkannten Anlaufkosten von CHF (…) seien dazu zu addi e- ren. Der Malus von 20 % gemäss Art. 13 Abs. 4 der Stromversorgungs- verordnung vom 14. März 2008 (StromVV, SR 734.7 1) sowie der Malus von 20.5 % gemäss der angefochtenen Verfügung sei en bei der Ermit t- lung der anrechenbaren Kapita lkosten nicht anzuwenden. Im Übrigen sei im Rahmen der Berechnung der Netznutzungstarife 2010 bezüglich ihrer Anlagenanteile von einem betriebsnotwendigen Nettoumlaufvermögen von CHF (…) auszugehen und es seien CHF (…) als anrechenbare Kos- ten für dessen Verzinsung anzuerkennen. In Zusammenhang mit der Aufhebung von Dispositiv -Ziffer 3 sei die Swissgrid (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zu verpflichten, den Diffe- renzbetrag zwischen den anerkennbaren K apitalkosten von insgesamt CHF (…) und den einstweilen anerkannten Kapitalkosten von CHF (…) in der Höhe von CHF (…) zuzüglich 5 % Zins seit Beschwerdeerhebung auszubezahlen. Im Rahmen der Aufhebung von Dispositiv -Ziffer 11 sei die Vorinstanz anzuweisen, bezüglich der Verwendung der restlichen Einnahmen aus marktorientierten Zuteilungsverfahren aus dem Jahr 2010 unverzüglich zu entscheiden. In prozessualer Hinsicht stellt die Beschwerdeführerin das Begehren, das Verfahren sei bis zur Urteilseröffnung im Verfahren betreffend die Kosten und Tarife für die Netznutzun g Netzebene 1 und Systemdienstleistungen für das Jahr 2009 (A-2654/2009) – ausgenommen in Bezug auf Dispos i- tiv-Ziffer 11 – zu sistieren. Im Anschluss an die Urteilseröffnung in jenem Verfahren sei ihr unabhängig von einer allfälligen Sistierung die Gelege n- heit einzuräumen, ihre Rechtsbegehren und ihre Begründung anzupa s- sen sowie Beweisanträge zu stellen. A-2830/2010 Seite 4 E. Mit Zwischenverfügung vom 30. Juli 2010 wird das Beschwerdeverfahren bis zum letztinstanzlichen Entscheid des Bundesgerichts bzw. des Bu n- desverwaltungsgerichts über die Anordnungen gemäss Dispositiv -Ziffern 1, 5 und 13 der Verfügung der Vorinstanz vom 6. März 2009 betreffend die Kosten und Tarife 2009 für die Netznutzung der Netzebene 1 und Sys- temdienstleistungen sistiert. F. Mit Instruktionsverfügung vom 8. Juli 2013 hebt das Bundesverwaltung s- gericht die Sistierung auf, nimmt das Beschwerdeverfahren wieder a n- hand und gibt der Beschwerdeführerin Gelegenheit, ihre ursprüngliche Beschwerdeschrift anzupassen bzw. zu erklären, inwiefern sie an der B e- schwerde festhalten möchte. G. Die Beschwerdeführeri n hält mit Eingabe vom 22. Juli 2013 an ihren Rechtsbegehren gemäss Beschwerdeschrift vom 21. April 2010 vorerst vollumfänglich fest und stellt den prozessualen Antrag, das Verfahren sei vorerst bis zum rechtskräftigen A bschluss des vorinstanzlichen Verfa h- rens Nr. 952-09-131 zu sistieren. Eventualiter sei ihr die Frist für die A n- passung der ur sprünglichen Beschwerdeschrift bis zum 30. September 2013 zu erstrecken. H. Mit Zwischenverfügung vom 7. August 2013 weist das Bundes verwal- tungsgericht den Sistierungsantrag der Beschwerdeführerin ab und gibt ihr erneut Gelegenheit, ihre ursprüngliche Beschwerdeschrift anzupassen bzw. zu erklären, inwiefern sie an der Beschwerde festhalten möchte. I. Die Beschwerdeführerin erläutert mit E ingabe vom 3. September 2013 auf entsprechende Aufforderung hin die Umstrukturierungen vom 25. Juni 2013 und erteilt Auskunft über die dabei auf die neu gegründete Gesel l- schaft (CHE-343.775.743) übertragenen Vermögenswerte. J. Am 30. September 2013 reicht di e Beschwerdeführerin eine Ergänzung der Beschwerdeschrift vom 21. April 2010 ein und nimmt folgende Anpas- sungen vor: A-2830/2010 Seite 5 Zusätzlich zum in der angefochtenen Verfügung bereits per 30. Septe m- ber 2008 anerkannten Anlagenrestwert von CHF (…) sei ein solcher von CHF (…) inkl. Wert der Grundstücke festzustellen, d.h. es sei von einem Gesamtanlagenrestwert von CHF (…) auszugehen. Weiter sei en für die Berechnung der strittigen Netznutzungstarife zusätzlich zu den bereits anerkannten CHF (…) kalkulatorische Abschreibungen in der Höhe von CHF (…) und zusätzlich zu den bereits anerkannten CHF (…) kalkulatori- sche Zinsen von CHF (…) als anrechenbare Kapitalkosten anzuerke n- nen, d.h. Gesamtkapitalkosten in der Höhe von CHF (…) zu berücksichti- gen. Die von der Vorinstanz anerkannten Anlaufkosten von CHF (…) sei- en dazu zu addieren. Der Malus von 20.5 % gemäss der angefochtenen Verfügung sei bei der Ermittlung der anrechenbaren Kapitalkosten nicht anzuwenden. Anstelle des in Art. 13 Abs. 4 StromVV vo rgesehenen Ma- lus von 20 % sei ein solcher von maximal 4.99 % anzuwenden. Im Übri- gen sei im Rahmen der Berechnung der Netznutzungstarife 2010 bezü g- lich ihrer Anlagenanteile das betriebsnotwendige Nettoumlaufvermögen unter Berücksichtigung der höheren Kapita lkosten gemäss neuem Rechtsbegehren neu zu berechnen: Bei einem Zinssatz von 4.55 % seien zusätzlich zu den bereits anerkannten CHF (…) weitere CHF (…) als an- rechenbare Kosten für dessen Verzinsung anzuerkennen. In Zusammenhang mit der Aufhebung von Dispos itiv-Ziffer 3 sei die B e- schwerdegegnerin zu verpflichten, den Differenzbetrag zwischen den anerkennbaren Kapitalkosten von insgesamt CHF (…) und den einstwei- len anerkannten Kapitalkosten von CHF (…) in der Höhe von CHF (…) zuzüglich Zinsen gemäss Art. 13 A bs. 3 Bst. b StromVV bei einem Zin s- satz von 4.55 % seit 1. Januar 2010, von 4.25 % seit 1. Januar 2011, von 4.14 % seit 1. Januar 2012, von 3.83 % seit 1. Januar 2013 und 4.70 % seit 1. Januar 2014 auszubezahlen. Das Begehren betreffend Aufhebung von Dispositiv-Ziffer 11 sei gegenstandslos geworden. K. Mit Beschwerdeantwort vom 4. November 2013 nimmt die Beschwerd e- gegnerin zu den Anträgen der Beschwerdeführerin Stellung und verzich- tet darauf, eigene Anträge zu stellen. L. Die Vorinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom 5. Dezember 2013 die A-2830/2010 Seite 6 teilweise Gutheissung der Beschwerde und die Rückweisung an sie zur Überprüfung der anrechenbaren Kosten der Beschwerdeführerin. M. Die Beschwerdeführerin nimmt mit Eingabe vom 16. Januar 2014 a b- schliessend zu den Ausführungen der Vorinstanz und der Beschwerd e- gegnerin Stellung und verlangt abweichend von der angepassten B e- schwerdeschrift im Rahmen der Aufhebung von Dispositiv -Ziffer 3 wie ur- sprünglich die Verzinsung der Deckungsdifferenz zu einem Zinssatz von 5 %. N. Am 30. Januar 2014 reichen die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz unaufgefordert Schlussbemerkungen bzw. eine ergänzende Stellun g- nahme zu den Ausführungen der Beschwerdeführerin vom 16. Januar 2014 ein. O. Die Beschwerdeführerin nimmt mit Eingabe vom 20. Februar 2014 zu den Eingaben der übrigen Verfahrensbeteiligten vom 30. Januar 2014 Ste l- lung. P. Auf die Ausführungen der Beteiligten und sich bei den Akten befindliche Dokumente wird – soweit entscheidrelevant – im Rahmen der nachfo l- genden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Die ElCom gehört zu den B e- hörden nach Art. 33 Bst. f VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bu n- desverwaltungsgerichts. Eine Ausnahme nach Art. 32 VGG, was das Sachgebiet angeht, ist nicht gegeben. Demnach ist das Bundesverwa l- tungsgericht für die Beurteilung der erhobenen Beschwerde zuständig A-2830/2010 Seite 7 (vgl. auch Art. 23 des Stromversorgungsgesetzes vom 23. März 2007 [StromVG, SR 734.7]). 1.2 Die angefochtene Verfügung vom 4. März 2010 enthält unterschiedli- che Teile: In Dispositiv-Ziffer 1 werden die Arbeits-, Leistungs- und Grund- tarife für die Netznutzung der Netzebene 1 auf bestimmte Beträge abg e- senkt; das Bundesgericht hatte eine für das Jahr 2009 verfügte Abse n- kung (stillschweigend) als Endentscheid qualifiziert (vgl. Urteil des Bu n- desgerichts 2C_25/2011 und 2C_58/2011 vom 3. Juli 2012 E. 1.1 und E. 1.5, nicht publiziert in: BGE 138 II 465 und Urteile des Bundesgerichts 2C_450/2012 vom 27. März 2013 E. 1.4 und 2C_412/2012 vom 27. März 2013 E. 1.4 je mit Hinweis). Nach den Anordnungen über di e Anwendung des vorsorglich verfügten Tarifs (Dispositiv -Ziffer 2) und zur Behandlung der daraus entstehenden Differenzen (Dispositiv -Ziffer 3) hat die Vori n- stanz ferner über die Einnahmen aus marktorientierten Zuteilungs - verfahren verfügt (Dispositiv-Ziffer 11). 1.2.1 Verfügungen, mit denen Tarife (soweit es sich nicht um Erlasse i.S.v. Art. 82 Bst. b des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110] handelt) festgelegt bzw. genehmigt oder allenfalls abgeä n- dert werden, gelten grundsätzlich als Endv erfügungen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_450/2012 vom 27. März 2013 E. 1.4.2, 2C_412/2012 vom 27. März 2013 E. 1.4.2 und 2C_572/20 12 vom 27. März 2013 E. 3.4.2 je mit Hinweisen). Indessen hat das Bundesgericht die Verfügun- gen betreffend die Kosten un d Tarife für die Nutzung der Netzebene 1 in den Jahren 2009 und 2010 insofern als Zwischenentscheide eingestuft, als die Vorinstanz die Kosten für Systemdienstleistungen erst provisorisch festgelegt hatte und die tatsächlichen Kosten zu einem späteren Zei t- punkt genehmigen und den entsprechenden definitiven Tarif festlegen wollte (vgl. hierzu Urteil d es Bundes verwaltungsgerichts A -2876/2010 vom 20. Juni 2013 E. 1.2.2). 1.2.2 Im Gegensatz zu den Kosten für Systemdienstleistungen enthält die umstrittene Verfügung – jedenfalls in Bezug auf die angefochtenen Dispositiv-Ziffern und insbesondere in Bezug auf die strittigen anreche n- baren Vermögenswerte und Kosten der Beschwerdeführerin – keinen derartigen Vorbehalt und stellt daher einen definitiven Entscheid dar. Die einzelnen Zahlungen bzw. Vergütungen gestützt auf den Tarif stellen da- her keine blossen Akontozahlungen dar. Die Vorinstanz wird demnach auch nicht aus eigenem Antrieb in einem späteren Verfahren auf diesen Teil der Verfügung, d.h. die Kosten und Tarife 201 0, die Auszahlungsmo-A-2830/2010 Seite 8 dalitäten und ihre eigenen Verfahrenskosten zurückkommen, weshalb diesbezüglich ein endgültiger Entscheid vorliegt. Die vorliegende B e- schwerde richtet sich demzufolge gegen eine Endverfügung und braucht nicht die besonderen Voraussetzun gen für die Anfechtung einer Zw i- schenverfügung nach Art. 45 f. VwVG zu erfüllen (vgl. auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-2222/2012 vom 10. März 2014 E. 1.2.2). 1.3 Zur Beschwerde ist berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 48 Abs. 1 VwVG). 1.3.1 Die ursprüngliche Beschwerdeführerin nahm als beteiligte Partei am vorinstanzlichen Verfahren teil. Als Eig entümerin von Anlagen des Übertragungsnetzes war sie durch die angefochtene Verfügung beso n- ders betroffen und durch die Nichtanerkennung gewisser Kosten und durch die ihr auferlegten Verfahrenskosten materiell beschwert. Mit Eintrag ins Tagesregister des Handelsregisters vom 15. Januar 2013 verlegte sie ihren Sitz nach Laufenburg mit Domi ziladresse bei der B e- schwerdegegnerin (vgl. Schweizerisches Handelsamtsblatt [SHAB] vom 18. Januar 2013). Mit Eintrag ins Tagesregister vom 25. Juni 2013 änder- te sie ihre Firma in EGL NE1 AG und spaltete einen Teil ihrer Aktiven im Betrag von CHF 154'000 in die gleichentags gegründete neue Gesel l- schaft EGL Grid AG ab; Passiven wurden dabei keine übernommen (SHAB vom 28. Juni 2013). Übertragen wurde der neu gegründeten EGL Grid AG unter dem Titel "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" insbesondere eine nicht bewertbare Forderung im Verfahren A-2830/2010 vor dem Bundesverwaltungsgericht, bei dem die übertragende Gesel l- schaft Anspruchstellerin für die Forderung auf beziff erte höhere anr e- chenbare Kosten für das Tarifjahr 2010 zuzüglich Zins sowie vorinstanzli- chen Gebühren von CHF (…) ist. Mit Tagesregistereintrag vom 28. Juni 2013 gingen die der EGL NE1 AG verbleibenden Aktiven und Passiven mittels Fusion auf die Beschwerde gegnerin über, womit die Beschwerd e- führerin untergegangen ist (SHAB vom 3. Juli 2013). 1.3.2 Die Rechtsnachfolge infolge Umstrukturierung wie Abspaltung oder Fusion, die eine Universalsukzession bewirkt, gilt nicht als Parteiwechsel, der nur unter bestimmten V oraussetzungen zulässig ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts 1C_356/2013 vom 5. März 2014 E. 1.2 in fine, 2C_895/2008 vom 9. Juni 2009 E. 1.1 und 4C.385/2005 vom 31. Januar A-2830/2010 Seite 9 2006 E. 1.2.1 f. mit Hinweisen; vgl. auch BVGE 2012/23 E. 2.4.2.1). Da- bei findet Ar t. 17 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 4. Dezember 1947 über den Bundeszivilprozess (BZP , SR 273) i.V.m. Art. 4 VwVG gemäss ständiger bundesverwaltungsgerichtlicher Recht sprechung Anwendung (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts B -4818/2010 vom 23. Mai 2011 E. 1.2, B-1611/2007 vom 7. Oktober 2008 E. 1, Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts B-6135/2007 vom 30. Januar 2008 E. 2.1 mit Hinweis und auch VPB 68 (2004) Nr. 21 E. 1c). Demgemäss gilt n e- ben der Rechtsnachfolge auf Grund einer Gesamtnachf olge auch die Rechtsnachfolge kraft besonde rer gesetz licher Bestimmungen nicht als Parteiwechsel. Art. 33 Abs. 4 StromVG, welcher festhält, dass die Elektr i- zitätsversorgungsunternehmen (EVU) bis spätestens fünf Jahre nach I n- krafttreten des StromVG das Übertragungsnetz auf gesamtschweizer i- scher Ebene auf die nationale Netzgesellschaft überführen, stellt eine solche besondere gesetzliche Bestimmung dar, die eine Rechtsnachfolge regelt; zudem wurde vorliegend eine Abspaltung nach dem Fusionsg e- setz vorgenommen. Somit kann die neue Gesellschaft EGL Grid AG, die die hier strittigen Forderungen übernommen hat, das Verfahren weiterfüh- ren und wird nachfolgend, der Einfachheit halber, als Beschwerdeführerin bezeichnet (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesverwalt ungsgerichts A-2222/2012 vom 10. März 2014 E. 1.3.2). 1.4 Auf die im Übrigen form - und fristgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 50 und Art. 52 VwVG) ist demnach einzutreten. 2. 2.1 Die Beschwerdeführerin passt im Rahmen der Ergänzung ihrer B e- schwerdeschrift vom 30. September 2013 ihre Rechtsbegehren teilweise an. Der Streitgegenstand darf im Lauf des Beschwerdeverfahrens weder erweitert noch qualitativ verändert werden; er kann sich höchstens um nicht mehr streitige Punkte reduzieren, nicht aber ausweiten. Besch wer- deanträge können daher nach Ablauf der Beschwerdefrist höchstens pr ä- zisiert, eingeengt oder fallengelassen, nicht aber erweitert werden. Ein Antrag, der über das hinausgeht, was von der Vorinstanz entschieden wurde oder der mit dem Gegenstand der angefochtenen Verfügung nichts zu tun hat, ist ungültig ( MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, Rz. 2.8, 2.208 und 2.213 je mit Hinweisen; BGE 133 II 30 E. 2.2; Urteil des Bundesverwaltungsg e- richts A-2876/2010 vom 20. Juni 2013 E. 2.2). A-2830/2010 Seite 10 2.2 Mit ihrer Ergänzung der Beschwerdeschrift vom 30. September 2013 beantragt die Beschwerdeführerin, teils höhere, teils tiefere Kapitalkosten für das Tarifjahr 2010 anzurechnen. Insgesamt liegen die geltend g e- machten Kapitalkosten in der Höhe von CHF (…) (anstelle des ursprüng- lichen Betrags von CHF […]) jedoch tiefer als diejenigen gemäss Rechts- begehren der Beschwerdeschrift vom 21. April 2010 . Eventualiter – für den Fall der Anwendung des Abzugs nach Art. 13 Abs. 4 StromVV – passt die Beschwerdeführerin ihr ursprüngliches Rechtsbegehren dahingehend an, dass anstelle des Malus von 20 % maximal ein solcher von 4.99 % anzuwenden sei. Im Übrigen erfolgen Anpassungen betreffend die Ve r- zinsung des Nettoumlaufvermögens und bezüglich der Verz insung der Deckungsdifferenzen der Stromtarife 2010, wobei die Beschwerdeführerin betreffend Letztere mit abschliessender Stellungnahme vom 16. Januar 2014 wieder den ursprünglich geforderten Zinssatz von 5 % beantragt. Die Beschwerdeführerin reduziert ihre ursprünglichen Beschwerdeantr ä- ge insgesamt betragsmässig und engt sie somit ein, während betreffend die Anwendung des Abzugs gemäss Art. 13 Abs. 4 StromVV und die Ver- zinsung des Nettoumlaufvermögens eine Präzisi erung erfolgt, was im Rahmen des Beschwe rdeverfahrens zulässig ist (vgl. vorangehende E. 2.1). 3. Mit dem Rechtsbegehren betreffend die Aufhebung von Dispositiv - Ziffer 11 beantragt die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz sei anzuwe i- sen, bezüglich der Verwendung der restlichen Einnahmen aus marktor i- entierten Zuteilungsverfahren aus dem Jahr 2010 unverzüglich eine U n- tersuchung einzuleiten und darüber zu entscheiden. Nach Erhebung der Beschwerde hat die Vorinstanz a m 21. Dezember 2011 im Verfah ren Nr. 929-10-001 eine mittlerweile in Rechtskraft erwachs ene Verfügung betreffend die Verwendung der restlichen Einnahmen aus marktorientie r- ten Zuteilungsverfahren erlassen. Damit ist das vorgenannte Rechtsb e- gehren der Beschwerdeführerin nachträglich gegenstandslos geworden, was sie im Übrigen selbst bestätigt. Das Verfahren ist demnach diesb e- züglich als gegenstandslos geworden abzuschreiben (vgl. Art. 58 Abs. 3 VwVG; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.207, 3.211 und 3.224). Über die Auswirkungen auf die Kostenverlegung und Parteien t- schädigung ist in de r entsprechenden Erwägung (vgl. hinten E. 12.3) zu befinden. A-2830/2010 Seite 11 4. Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die bei ihm angefochtenen Ve r- fügungen und Entscheide grundsätzlich mit uneingeschränkter Kognition, d.h. auch auf eine allfällig unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts hin, ebenso auf Angemessenheit (Art. 49 VwVG). Die Vorinstanz ist keine gewöhnliche Vollzugsbehörde, sondern eine ve r- waltungsunabhängige Kollegialbehörde mit besonderen K ompetenzen (vgl. Art. 21 f. StromVG). Als Fachorgan ist sie Regulierungsinstanz mit besonderer Verantwortung. Dies rechtfertigt eine gewisse Zurückhaltung des Bundesverwaltungsgerichts bei der Überprüfung des vorinstanzlichen Entscheides. Es befreit das Bu ndesverwaltungsgericht aber nicht davon, die Rechtsanwendung auf ihre Vereinbarkeit mit Bundesrecht zu überprü- fen. Sodann amtet die Vorinstanz in einem höchst technischen Bereich, in dem Fachfragen sowohl im Bereich der Stromversorgung als auch ök o- nomischer Ausrichtung zu beantworten sind. Ihr steht dabei – wie ande- ren Behördenkommissionen auch – ein eigentliches "technisches Ermes- sen" zu. In diesem Rahmen darf der verfügenden Behörde bei der Beu r- teilung von ausgesprochenen Fachfragen ein gewisser Ermessens - und Beurteilungsspielraum belassen werden, soweit sie die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte geprüft und die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und umfassend durchgeführt hat (vgl. BGE 133 II 35 E. 3, BGE 132 II 257 E. 3.2, BGE 131 II 13 E. 3.4, BGE 131 II 680 E. 2.3.2 mit Hi n- weisen; BVGE 2009/35 E. 4; Urteile des Bu ndesverwaltungsgerichts A-2222/2012 vom 10. März 2014 E. 3, A -2654/2009 vom 7. Mai 2013 E. 4, A-2656/2009 vom 7. Mai 2013 E. 5 und A -8666/2010 vom 2. Mai 2013 E. 2; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.155). 5. 5.1 5.1.1 Die Beschwerdeführerin bringt betreffend Anlagebewertung vor, der Kaufpreis von CHF (…), den sie 2001 für die von der EGL AG überno m- menen und heute noch in ihrem Eigentum stehenden Netzanlagen be- zahlt habe, entspreche den massgeblichen tatsächlichen Anschaffung s- kosten i.S.v. Art. 15 Abs. 3 StromVG und sei daher als Basis für die E r- mittlung der anrechenbaren Kapitalkosten zu verwenden bzw. wäre von der Vorinstanz im Rahmen der Tariffestsetzung zu berücksichtigen gewe- sen. Bezüglich dieser durch Sacheinlage erworbenen Anlagen, welche al- lesamt vor 1999 erstellt worden seien, seien die auf dem Kaufpreis basie-A-2830/2010 Seite 12 renden Kapitalkosten für das Tarifjahr 2010 anzuerkennen. Zur Festl e- gung des Kaufpreises sei der Netzanteil der Voreigentü merin auf der B a- sis der SBDK-Studie 1998 (zusammenfassender Bericht der Cygnus E n- gineering AG und Electrowatt Engineering AG "Bewertung Schweizer Verbundnetz", erstellt am 18. Januar 2000 im Auftrag der Schweizer i- schen Betriebsdirektoren-Konferenz SBDK) anhand von Wiederbescha f- fungszeitwerten bewertet worden. Diese Studie habe den Substanzwert des gesamten Übertragungsnetzes auf CHF 3.462 Mia. eingestuft, wobei die Bewertung rein kostenbasiert erfolgt sei und somit weit unter dem Verkehrs- bzw. Ertragswert liege. Die dama lige Bewertung sei anhand dieser Studie vorgenommen worden , abzüglich der Abschreibungen und zuzüglich der Investitionen für die Jahre 1999 und 2000. G estützt darauf sei der Kaufpreis in der Höhe von CHF (…) (inkl. dazugehöriger Grundstücke sowie der Grundstücke in […] und […]) ermittelt worden. Weiter teilt die Beschwerdeführerin mit, im Rahmen der Financial Due D i- ligence zur Vorbereitung der Überführung des Übertragungsnetzes auf die Beschwerdegegnerin im mit der Beschwerde eingereichten Anlagen- raster Lücken entdeckt zu haben und deklariert die entsprechenden Anla- gen im vorliegenden Beschwerdeverfahren nach . Der Restwert dieser Gebäude und Schaltanlagen betrage ausgehend vom im Jahr 2001 be- zahlten Kaufpreis per 30. September 2008 CHF (…), die kalkulatorischen Abschreibungen würden sich auf CHF (…), die kalkulatorischen Zinsen auf CHF (…) belaufen. Insgesamt seien ausgehend von den zu Unrecht nicht anerkannten Anlagerestwerten von CHF (…) (exkl. Grundstücke) für die vor 1999 errichteten Anlagen im Tarifjahr 2010 zusätzlich zu den b e- reits anerkannten Kapitalkosten auch kalkulatorische Abschreibungen in der Höhe von CHF (…) und kalkulatorische Zinsen von CHF (…) anzuer- kennen. Falls die Anlagewerte der vor 1999 erb auten Anlagen nicht auf der Basis des Kaufpreises berechnet würden, seien die entsprechenden Anschaf- fungs- bzw. Herstellkosten, soweit sie nicht mit Baukostenbelegen ermit- telt werden könnten, synthetisch zu bewerten . Die Beschwerdeführerin reicht im vorlie genden Verfahren eine Zusammenstellung von mit Ba u- kostenabrechnungen belegten ursprünglichen Anschaffungs - und He r- stellkosten in de r Höhe von CHF (…) ein. Für alle Anlagen, für welche keine Baukostenabrechnungen vorhanden seien, macht sie in ihrer Even- tualposition synthetische, anhand der Pöyry-Studie (Bericht der Pöyry Energy AG, "Bewertung per 31. Dezember 2005 des schweizerischen Übertragungsnetzes", erstellt am 12. Februar 2007 im Auftrag der Schweizerischen Betriebsdirektorenkonferenz SBDK) ermittelte Werte A-2830/2010 Seite 13 geltend. Zudem weist sie darauf hin, dass gemäss bundesverwaltungsge- richtlicher Rechtsprechung mittels synthetischer Methode stets eine Anla- ge in ihrer Gesamtheit zu bewerten sei und nicht bloss einzelne Lücken zu schliessen seien. Die Ba ukostenabrechnungen für die Leitung (…) seien unvollständig; es fehle der Abschnitt (…). Deshalb sei dieser Le i- tungsabschnitt aus der Zusammenstellung der Baukostenabrechnungen entfernt worden und werde mit einem Restwert von CHF (…) synthetisch bewertet. Die synthetischen Anschaffungszeitwerte aller vor 1999 erric h- teten Anlagen würden insgesamt CHF (…) betragen, diejenigen der Anla- gen, für welche keine Baukostenabrechnungen vorliegen würden, CHF (…); diese Werte seien vollumfänglich anzuerkennen. Die Besch werdeführerin erklärt, stets bestritten zu haben, dass es sich bei den von der Vorinstanz anerkannten Anlagerestwerten um ursprüngl i- che Anschaffungs- bzw. Herstellkosten handle. Vielmehr habe die Vori n- stanz in Anwendung ihrer mittlerweile vom Bundesgericht für rechtswidrig erklärten Praxis die Buchwerte der Voreigentümerin anerkannt. Die im vo- rinstanzlichen Verfahren eingereichten ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellkosten, die auf der Basis der Baukostenabrechnungen ermittelt worden seien, habe die Vorinstanz hingegen nicht anerkannt. Die geltend gemachten und belegten Anlagenrestwerte in der Höhe von CHF (…) so- wie die entsprechenden Kapitalkosten für das Tarifjahr 2010 in der Höhe von CHF (…) seien vollumfänglich anzuerkennen. 5.1.2 Die Vorinstanz anerkennt einen Restwert von CHF (…) für die vor 1999 errichteten Anlagen, Abschreibungen von CHF (…) und Zinskosten in der Höhe von CHF (…) als Basis für die anrechenbaren Kosten der Beschwerdeführerin für das Jahr 2010. Da die ursprünglichen Anscha f- fungs- und H erstellkosten bekannt seien, bestehe grundsätzlich kein Grund, auf synthetische Werte auszuweichen. Aus Beschwerdebeilage 70 ergebe sich, dass es sich bei den von der Beschwerdeführerin nachd e- klarierten Werten um Kaufpreise handle, welche keine ursprünglichen An- schaffungs- bzw. Herstellkosten i.S.v. Art. 15 Abs. 3 StromVG darstellen würden und damit nicht Basis für die Netzbewertung und Ermittlung der anrechenbaren Kosten bilden könnten. Vielmehr habe die Beschwerd e- führerin für diese Gebäude und Schaltanlag en ebenfalls die ursprüngl i- chen Anschaffungs - bzw. Herstellkosten einzureichen. Falls diese aus nachvollziehbaren Gründen nicht vorhanden sein sollten, seien diese A n- lagen allenfalls ausnahmsweise anhand der swis sasset-Methode synthe- tisch zu bewerten. A-2830/2010 Seite 14 Sie beantragt die Rückweisung zur Neuberechnung der Kapitalkosten der Beschwerdeführerin für das Tarifjahr 2010 und erklärt in diesem Zusa m- menhang, es sei kein Grund ersichtlich, den gesamten Leitungsabschnitt (…) aus der Zusammenstellung der Baukostenabrechnu ngen zu entfe r- nen. Es sei möglich, die Kosten für den Abschnitt (…) von den Kosten der übrigen Leitungsabschnitte abzugrenzen. Demnach sei einzig letzterer Abschnitt aus der Zusammenstellung zu entfernen und synthetisch zu bewerten. Für den Abschnitt (…) seien hingegen die vorhandenen histori- schen Restwerte zu verwenden. 5.2 Wie soeben erwähnt, verlangt die Beschwerdeführerin in ihrer Haupt- position, für alle Anlagen, die vor 1999 errichtet worden seien, solle der Kaufpreis für die Ermittlung der anrechenbaren Netznutzungskosten massgebend sein. Die Verwendung des Kaufpreises als Basis für die a n- rechenbaren Kosten hat das Bundesverwaltungsgericht bereits im Verfah- ren betreffend die Netznutzungskosten und -tarife 2009 behandelt. Es hat diesbezüglich Folgendes festgehalten: 5.2.1 Art. 15 Abs. 3 erster Satz StromVG bestimmt, dass die Kapitalko s- ten auf der Basis der ursprünglichen Anschaffungs - bzw. Herstellkosten der bestehenden Anlagen zu ermitteln sind. Die Botschaft zur Änderung des Elektrizitätsgesetzes und zum Strom versorgungsgesetz vom 3. Dezember 2004 (BBl 2005 1611, nachfolgend: Botschaft StromVG) hält diesbezüglich fest, dass der Anschaffungswert Ausgangsbasis für die Bemessung der Abschreibung gemäss Art. 15 Abs. 3 Bst. a StromVG sein solle. Das Anlagevermögen b erechne sich auf Basis des ursprünglichen Anschaffungswerts (BBl 2005 1653). Gemäss Art. 15 Abs. 4 Bst. a StromVG legt der Bundesrat die Grundlagen zur Berechnung der B e- triebs- und Kapitalkosten fest. Art. 13 Abs. 2 Satz 2 StromVV präzisiert die anrechenba ren Kapitalkosten dahingehend, dass als Anschaffungs - bzw. Herstellkosten nur die Baukosten der betreffenden Anlage gelten. Die Vorinstanz sei demnach dem Wortlaut dieser Verordnungsbesti m- mung gefolgt, indem sie den Kaufpreis nicht als Anschaffungs - bzw. Her- stellkosten anerkannt habe (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-2654/2009 vom 7. Mai 2013 E. 6.2). 5.2.2 Der Begriff der Anschaffungs - bzw. Herstellkosten hat seinen U r- sprung im Rechnungswesen (Finanzbuchhaltung). Unter die Anscha f- fungs- bzw. Herstellkoste n fallen sämtliche Aufwendungen im Zusa m- menhang mit der Beschaffung oder Herstellung eines Produktes. So kö n- nen im Rahmen der Beschaffung insbesondere auch Vergütungen für A-2830/2010 Seite 15 Dritte wie Kaufpreis, Gebühren, Transportkosten etc. aktiviert werden, aber auch etwa die im Zusammenhang mit der Beschaffung oder Herstel- lung von Produkten anfallenden Fremdfinanzierungskosten. Im Rahmen der Herstellung sind insbesondere die Fertigungslöhne, die Material -, die Fertigungsgemein-, die Lagerhaltungskosten etc. zu erfassen. Der G e- setzgeber verwendete allerdings nicht nur den Begriff Anschaffungs- bzw. Herstellkosten, sondern ergänzte diesen um das Wort "ursprüngliche". Insbesondere mit Blick auf die französische und italienische Fassung von Art. 15 Abs. 3 StromVG, in denen "i nitial" bzw. "iniziale" verwendet wird, also von anfänglichen Kosten die Rede ist , drückt der Gesetzgeber aus, dass er nicht Anschaffungs - bzw. Herstellkosten zu einem beliebigen Zeitpunkt akzeptiert, sondern nur die anfänglichen, beim Bau der Anlage entstandenen Kosten. Zu beachten ist ferner, dass der Wortlaut von Art. 15 Abs. 3 StromVG eine anlagenbezogene und nicht eine eigent ü- merbezogene Sichtweise hat, dass also die ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellkosten der Anlagen zu ermitteln sind und nicht etwa die dem aktuellen Eigentümer irgendwann entstandenen Anschaffungs- bzw. Her- stellkosten. Weder der Botschaft zum StromVG (BBl 2005 1653) noch der parlamentarischen Diskussion zu Art. 15 StromVG ist etwas Gegenteil i- ges zu entnehmen; die im bundesrätl ichen Entwurf vorgeschlagene B e- stimmung wurde ohne Änderung zum Gesetz erhoben (AB 2005 N 1068 bzw. AB 2006 S 846). Schon bei der Erarbeitung des Elektrizitätsmark t- gesetzes vom 15. Dezember 2002 (EMG, BBl 2000 6189), das in der R e- ferendumsabstimmung vom 22 . September 2002 abgelehnt wurde, war die Art der Netzbewertung umstritten. Damals einigte man sich auf die ur- sprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellkosten als Basis, ein Kompr o- miss der in Art. 15 Abs. 3 StromVG übernommen wurde ( Urteil des Bu n- desverwaltungsgerichts A-2654/2009 vom 7. Mai 2013 E. 6.2.3 mit Hi n- weisen). Zudem hat das Bundesgericht in seinem Urteil 2C_222/2011 vom 3. Juli 2012 in E. 5.4 zwar in Bezug auf den anwendbaren Zinssatz, aber nicht weniger deutlich festgehalten, "dass das Gesetz nic ht auf den Kaufpreis abstellt, welchen ein Netzbetreiber b e- zahlt hat, sondern auf die ursprünglichen Anschaffungskosten unter Abzug der kalkulatorischen Abschreibungen (Art. 15 Abs. 3 StromVG; Art. 13 Abs. 1 und Abs. 2 StromVV). Dieser Grundsatz würde unte rlaufen, wenn im Falle von Han d- änderungen jeweils der Kaufpreis als Kalkulationsbasis genommen würde, kön n- ten doch dadurch die anrechenbaren Kosten beliebig in die Höhe getrieben we r- den." A-2830/2010 Seite 16 5.2.3 Das Bundesverwaltungsgericht ist somit bei der Auslegung von Art. 15 Abs. 3 StromVG unter Berücksichtigung der einschlägigen bu n- desgerichtlichen Praxis zum Ergebnis gelangt, dass unter den ursprüngli- chen Anschaffungs- bzw. Herstellkosten nur die historischen Baukosten zu verstehen sind . Art. 13 Abs. 2 Satz 2 StromVV , welcher diese Be- schränkung auf die Baukosten ausdrücklich festhält, stimme mit den ge- setzlichen Vorgaben überein und sei von der Vorinstanz und dem Bu n- desverwaltungsgericht anzuwenden (vgl. Urteil des Bundesverwaltung s- gerichts A-2654/2009 vom 7. Mai 2013 E. 6.2.5). An der zitierten Rech t- sprechung ist festzuhalten und es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz in Anwendung vorgenannter Bestimmungen den von der Beschwerdeführerin im Jahr 2001 bezahlten Kaufpreis nicht als ursprüng- liche Anschaffungs- bzw. Herstellkosten akzeptiert hat. Die entsprechen- de Rüge erweist sich damit als unbegründet. 5.3 Eventualiter – für den Fall, dass die Anlagewerte nicht auf der Basis des Kaufpreises ermittelt würden – macht die Beschwerdeführerin ge l- tend, sie seien an hand der Baukostenbelege zu evaluieren . In diesem Zusammenhang beanstandet sie die vorinstanzliche Praxis, auf die Buchwerte der Voreigentümerin abzustellen. Bei Anlagen, für welche ke i- ne Baukostenabrechnungen vorhanden seien, sei anhand der in Art. 13 Abs. 4 StromVV vorgesehenen synthetischen Methode vorzugehen. 5.3.1 Übereinstimmend mit der in den vorangehenden Erwägungen 5.2.1 ff. festgehaltenen Rechtsprechung ist für die Ermittlung der anrechenb a- ren Kosten von den historischen Baukosten als ursprüngliche Anschaf- fungs- bzw. Herstellkosten auszugehen. Das Bundesgericht hat diesbe- züglich in BGE 138 II 465 E. 6.3.2 festgehalten, dass der nach Art. 15 Abs. 3 StromVG zu ermittelnde Anschaffungsrestwert nicht identisch mit dem finanzbuchhalterischen Buchwert ist. Folglich sind die von der B e- schwerdeführerin bis heute nachgewiesenen historischen Baukosten a n- zuerkennen und bilden die Grundlage für die der Beschwerdeführe rin im Jahr 2010 zu vergütenden Kapitalkosten und Abschreibungen. Die B e- schwerde ist in diesem Punkt begründet und die vorinstanzliche Verf ü- gung insofern aufzuheben. Unterhaltskosten hingegen sind bei der B e- rechnung der anrechenbaren Kapitalkosten im Rahme n der Festsetzung der Netznutzungsentgelte gemäss Art. 13 Abs. 2 Satz 2 StromVV nicht zu berücksichtigen (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -2654/2009 vom 7. Mai 2013 E. 7.3 sowie nachfolgende E. 5.4). A-2830/2010 Seite 17 5.3.2 In Fällen, in denen die massgebenden histori schen Bauabrechnun- gen nicht mehr vorliegen, ist einzig die synthetische Methode nach Art. 13 Abs. 4 StromVV – mit der letztlich ebenfalls die ursprünglichen Anschaf- fungs- bzw. Herstellkosten ermittelt werden sollen – anzuwenden. Es bleibt kein Raum für ein e andere Bewertungsart. Gerade im Rahmen e i- ner Handänderung eines Stromnetzes kann daher – wie bereits erwähnt – der Kaufpreis für eine seit Jahren bestehende Anlage nicht massg e- bend sein (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -2654/2009 vom 7. Mai 2013 E. 6.3 und vorne E. 5.2.1). Der sogenannte synthetische Anlagewert ist gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht ein grundsätzlich anderer Wert als der ursprüngl i- che Anschaffungswert, sondern vielmehr eine Methode, um diesen zu ermitteln, wenn die historischen Belege nicht komplett sind (BGE 138 II 465 E. 6.2 in fine). Die synthetische Methode ermittelt zunächst die ak - tuellen Wiederbeschaffungsneuwerte, wobei diese einheitlich auf das Jahr 1998 indexiert werden. Der so gewonnene Wert wird sodann auf das Erstellungsjahr zurückindexiert (Anschaffungsneuwert). Davon werden die kalkulatorischen Abschreibungen (Art. 13 Abs. 2 StromVV) abgezogen (vgl. BGE 138 II 465 E. 6.5). Die synthetische Bewertung gemäss Art. 13 Abs. 4 StromVV ist eine Ausnahmemethod e, für den Fall, dass sich die Baukosten nicht mehr feststellen lassen. Dass die Voraussetzungen für deren Anwendung erfüllt sind, hat der Netzeigentümer, welcher sich dar- auf beruft, zu beweisen, wobei diese negative Tatsache nicht im strengen Sinn bewiesen werden kann. Immerhin kann erwartet werden, dass de r- jenige, der sich auf die synthetische Methode beruft, glaubhaft darlegt, dass und weshalb er die historischen Werte nicht mehr ermitteln kann (BGE 138 II 465 E. 6.3; vgl. auch Urteil des Bundesverwaltun gsgerichts A-5141/2011 vom 29. Januar 2013 E. 7.7 und 8). 5.3.3 Die Beschwerdeführerin fordert wie bereits im Tarifüberprüfung s- verfahren 2009 für etwas mehr als die Hälfte ihrer vor 1999 errichteten Anlagen die Anwendbarkeit der synthetische Methode , wobei die Pöyry- Studie den Ausgangspunkt dieser Bewertung bildet. Sie macht insbeson- dere geltend, dass gewisse Anlagen vor Jahrzehnten errichtet worden seien und sie selbst das Netz gekauft und nicht gebaut habe. Im Rahmen jenes Beschwerdeverfahrens hat das Bundesve rwaltungsgericht betref- fend die strittigen Anlagewerte bereits festgehalten, die Beschwerdeführe- rin habe d as Fehlen der entsprechenden historischen Belege / Bauab- rechnungen plausibel dargelegt, so dass für diese im vorliegenden Ve r- fahren identischen Anlagen die synthetische Methode grundsätzlich er-A-2830/2010 Seite 18 gänzend zur Anwendung kommt (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-2654/2009 vom 7. Mai 2013 E. 6.3). 5.3.4 Betreffend die beantragte synthetische Bewertung des Leitungsab- schnitts (…) ist Folgendes festzuhalte n: Mittels synthetischer Methode können nicht bloss "Lücken" innerhalb einer Anlage geschlossen werden, es wird immer der gesamte Anlagewert ermittelt; einzelne Kostenkomp o- nenten wie z.B. die Projektkosten werden demnach nicht getrennt bewe r- tet (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-2876/2010 vom 20. J u- ni 2013 E. 6.2.2.3 mit Hinweis, A-2786/2010 vom 10. Juli 2013 E. 4.2.3 und A-8581/2010 vom 23. Juli 2013 E. 4.2.3). Es trifft somit zu, dass nicht nur einzelne Komponenten innerhalb einer Anlage mittel s synthetischer Methode zu bewerten sind, sondern vielmehr der Anlagewert als Ganzes so zu ermitteln ist. Da es sich dabei – wie erwähnt – um eine ergänzende Methode für den Fall handelt, dass die ursprünglichen Anschaffungs- und Herstellkosten nicht fests tellbar sind (vgl. auch Art. 13 Abs. 4 S tromVV), spricht jedoch nichts dagegen, einzelne Leitungsabschnitte im Rahmen der Bewertung nach Möglichkeit klar zu unterteilen bzw. voneinander ab- zugrenzen. Sofern die betreffenden Leitungsabschnitte ohne Einschrän- kung getrennt bewertet werden können, sind sie diesbezüglich als einzel- ne Anlagen zu betrachten und es sind grundsätzlich so viele Leitungsab- schnitte wie möglich historisch zu bewer ten (vgl. auch Erläuternder B e- richt zum Vernehmlassungsentwurf zur StromVV, zu Art. 12 Abs. 4, w o- nach bei teilweiser Lückenhaftigkeit der Anlagenbuchhaltung die fehle n- den Werte – und nur diese – mit einer transparenten und einheitlichen Methode auf der Basis von repräsentativen Einheitspreisen zurückg e- rechnet werden). 5.4 Die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Kosten müssen noch daraufhin überprüft werden, ob es sich tatsächlich um Baukosten im vorgenannten Sinne handelt. Die Prüfung der Bauabrechnungen erfordert Fachkenntnisse, die dem Bundesverwaltungsgericht nicht in glei chem Masse zur Verfügung stehen wie der Vorinstanz. Ausserdem hat die Vo r- instanz das Verfahren betreffend Neufestsetzung der anrechenbaren Kos- ten der Beschwerdeführerin für das Tarifjahr 2009 wieder eröffnet und wird aufgrund der zwischenzeitlich ergangene n bundesverwaltungsg e- richtlichen Rechtsprechung weitere Abklärungen zu treffen haben, die sich auch auf die anrechenbaren Kosten der Beschwerdeführerin für das Tarifjahr 2010 auswirken. Es rechtfertigt sich daher, die Angelegenheit zur Prüfung der Bauabrec hnungen und Neuberechnung der anrechenbaren historischen als auch der synthetischen Kapitalkosten an die Vorinstanz A-2830/2010 Seite 19 zurückzuweisen (vgl. dazu Art. 61 Abs. 1 VwVG). Die Angelegenheit ist aber auch zur Klärung des Sachverhaltes an die fachkundige Vorinstanz zurückzuweisen: Diese wird im Rahmen der Rückweisung bei der Neube- rechnung der anrechenbaren Kosten der Beschwerdeführerin für das Jahr 2010 die vom Bundesverwaltungsgericht i m Urteil A-2654/2009 vom 7. Mai 2013 in E. 9.2 aufgeworfene Frage der Zuordnung d er die Leitung (…) betreffenden Bauabrechnungen zu den geltend gemachten synthet i- schen Werten sowie die Möglichkeit der wertmässigen Unterteilung der einzelnen Abschnitte der Leitung (…) zu klären haben. Dass die Leitung von (…) nach (…) in (…) vollumfänglich zum schweizerischen Übertr a- gungsnetz gehört (vgl. dazu Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-2654/2009 vom 7. Mai 2013 E. 7.3) , weshalb die damit verbundenen Kapitalkosten grundsätzlich anrechenbar sind, hat die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 5. Dezember 2013 bereits anerkannt. 6. Im Zusammenhang mit der synthetischen Bewertung der vor 1999 errich- teten Anlagen der Beschwerdeführerin stellen sich weiter die Fragen nach der Verwendung des Indexes für die Rückindexierung und der Anwe n- dung eines individuellen Korrekturfaktors. 6.1 6.1.1 Die Beschwerdeführerin beantragt diesbezüglich zum einen, der von der Vorinstanz vorgenommene rechtswidrige Abzug von 20.5 % sei ersatzlos aufzuheben und zum anderen sei auf ihren synthetisch ermitte l- ten Werten anstelle des Abzuges von 20 % gemäss Art. 13 Abs. 4 letzter Satz StromVV bloss eine individuelle Korrektur von höchstens 4.99 % vorzunehmen. Sie betont, dass die swissasset -Studie (swissasset, "Prü- fung der synthetischen Anschaffungsneuwerte anha nd Ist-Abrechnungen exemplarischer Leitungen", 17. Oktober 2008) sowohl den Produzenten- und Importpreisindex ( PPI) als auch den Höchstspannungsleitungsindex (Hösple-Index) für anwendbar erachte, weshalb die Verwendung des PPI nicht zu beanstanden sei. Sie habe die Restwerte der anhand von Ba u- kostenabrechnungen nachgewiesenen Anlagen mit ihrer synthetischen Bewertung verglichen und so ihren individuellen Korrekturfaktor ermittelt: Die Differenz betrage rund CHF (…) bzw. 4.99 %. Die Anwendung des Hösple-Indexes führe tendenziell im Vergleich zur Anwendung des PPI zu einem tieferen Korrekturfaktor. In ihrem Fall führe die Anwendung des Hösple-Indexes jedoch zu zu tiefen Anlagewerten: Anstatt eines Malus - Korrekturfaktors von 4.99 % müsste ein Bonus -Korrekturfaktor von A-2830/2010 Seite 20 4.41 % angewendet werden. Deshalb sei der Hösple -Index in ihrem Fall für die Ermittlung von Anlagewerten nicht geeignet bzw. nicht sachg e- recht, da er auch bei einem Korrekturfaktor von 0 % zu einer zu tiefen und damit gesetzeswidrigen Bewertung der Anlagen führen würde. Es werde im Übrigen bestritten, dass sich aus der Rechtsprechung ergebe, dass ausschliesslich der Hösple-Index für die Rückindexierung anzuwen- den sei. 6.1.2 Die Vorinstanz erklärt, bei Neuberechnungen der anrechenbaren Kosten auf den Hös ple-Index und damit auf einen Korrekturfaktor von 1.47 % abzustellen. Auch im vorliegenden Verfahren habe die synthet i- sche Bewertung der Anlagen der Beschwerdeführerin gestützt auf die swissasset-Methode zu erfolgen und es sei der Hösple -Index zur Rückin- dexierung zu verwenden. Anerkenne man die swissasset-Methode als auf alle Übertragungsnetzeigentümerinnen zur Ermittlung objektivierter sy n- thetischer Werte gleichermassen anwendbar, könnten zwischen den D a- ten der Beschwerdeführerin und denjenigen aller übrig en Übertragungs- netzeigentümerinnen keine systematischen Differenzen vorliegen. De m- nach seien für die Berechnung des individuellen Korrekturfaktors die A n- lagen aller Übertragungsnetzeigentümerinnen und nicht nur eine Auswahl der Anlagen der Beschwerdeführer in heranzuziehen. Die Übertragung s- netzeigentümerinnen, darunter auch die Beschwerdeführerin, hätten die Erarbeitung einer einheitlichen Bewertungsmethode in Auftrag gegeben und damit individuelle Bewertungsmethoden ausgeschlossen. Im Ra h- men der swissasset -Methode sei das Mengengerüst diverser Anlage n- komponenten erfasst, ihre Einheitswerte pro Anlagegruppe definiert und der Anschaffungsneu - und Anschaffungszeitwert ermittelt worden. Die Einheitswerte würden auf historischen Investitionskosten basieren, we l- che sich aus vorhandenen Ist-Abrechnungen exemplarischer Anlagen des Übertragungsnetzes ergäben. Bei Verwendung der swissasset -Methode und des Hösple -Indexes sei für das Übertragungsnetz ein genereller A b- zug von 1.47 % auf synthetischen Werten vorzunehmen. E in individueller Abzug für jede Übertragungsnetzeigentümerin wäre nur mit einer Änd e- rung der Einheitswerte bzw. mit einer von der swissasset -Methode a b- weichenden Bewertungsart zu begründen, was die Beschwerdeführerin nicht geltend mache. Die Berechnung des Korrekturfaktors von 1.47 % basiere auf einer Durchschnittsbetrachtung für alle Übertragungsnetze i- gentümerinnen, welche die swissasset -Methode verwenden würden. S o- bald ein Unternehmen einen anderen, d.h. individuellen Korrekturfaktor zugesprochen erhalte, werde dieser Durchschnitt für alle anderen Übe r- tragungsnetzeigentümerinnen systematisch unrichtig. Da die Beschwe r-A-2830/2010 Seite 21 deführerin im Vergleich einen tieferen individuellen Korrekturfaktor ge l- tend mache, würde der durchschnittliche Korrekturfaktor für die übrig en Übertragungsnetzeigentümerinnen konsequenterweise ansteigen. Fol g- lich müsste der durchschnittliche Korrekturfaktor neu berechnet werden, was jedoch nicht möglich sei, solange unklar sei, welche Übertragung s- netzeigentümerinnen einen vom durchschnittliche n Korrekturfaktor a b- weichenden individuellen Faktor geltend machten. Somit könnten nur noch individuelle Abzüge verfügt werden und der durchschnittliche Abzug von 1.47 % wäre nicht mehr anzuwenden. 6.1.3 Die Beschwerdeführerin erklärt in diesem Zusammenhang, di e Einheitswerte gemäss swissasset-Methode unverändert übernommen zu haben. Es stehe jeder Übertragungsnetzeigentümerin frei, nachzuweisen, dass der für sie anzuwendende individuelle Korrekturfaktor tiefer als 1.47 % bzw. 12.7 % liege. Gemäss Rechtsprechung handle es sich bei der synthetischen Methode um eine Hilfsmethode, anhand welcher mö g- lichst mit den ursprünglichen Anschaffungs - bzw. Herstellkosten ve r- gleichbare Werte ermittelt werden sollen. Wie hoch der individuelle Ko r- rekturfaktor ausfalle, hänge nur in einem ersten Schritt von der synthet i- schen Bewertungsmethode und damit von den verwendeten Einheitswe r- ten und vom verwendeten Index ab. In einem zweiten Schritt stehe der individuelle Korrekturfaktor in Relation zu den vergleichsweise herang e- zogenen Anschaffungs- bzw. Herstellkosten der historisch bewerteten An- lagen sowie zur Zusammensetzung dieser Anlagen. Ihre Stichprobe zur Berechnung des individuellen Korrekturfaktors sei im Vergleich zu derj e- nigen der Vorinstanz repräsentativer und aussagekräftiger . Der von der Vorinstanz auf der Basis von 14 Leitungen berechnete durchschnittliche Korrekturfaktor verliere seine Aussagekraft nicht, wenn er im Einzelfall nicht angewendet werde. Seine Gültigkeit sei jedoch auf jene Fälle b e- schränkt, in welchen den ents prechenden Unternehmen der Nachweis eines (tieferen) individuellen Korrekturfaktors nicht gelinge. Es sei sac h- logisch, dass sich für die einzelnen Übertragungsnetzeigentümerinnen unterschiedliche individuelle Korrekturfaktoren ergäben, da jedes Netz e i- ne andere Kostenstruktur aufweise. Zum von ihr ermittelten Korrekturfaktor und dessen Datenbasis nimmt sie wie folgt Stellung: Während die von der Vorinstanz angewendeten Ko r- rekturfaktoren von 1.47 % bzw. 12.7 % auf einem Vergleich von lediglich 14 Leitungen b asierten, bestehe ihre Stichprobe zur Berechnung des i n- dividuellen Korrekturfaktors nebst einem wertmässigen Anteil von 53 % Leitungen zu 47 % aus Schaltanlagen und sei daher aussagekräftiger. Es A-2830/2010 Seite 22 könne davon ausgegangen werden, dass der geltend gemachte in dividu- elle Korrekturfaktor von 4.99 % bei Verwendung des PPI repräsentativer sei als der von der Vorinstanz angewendete Korrekturfaktor. 6.2 Die Vorinstanz hat in ihrer Verfügung vom 4. März 2010 auf von ihr anerkannten synthetischen Werten einen Abzug von 20.5 % vorgeno m- men, weil sie in einem Anlagenvergleich zum Schluss gelangt war, dass die Ist -Kosten um diesen Faktor unter den synthetische n Werten lägen. Zusätzlich hat sie auf den synthetischen Werten einen Abzug von 20 % gemäss Art. 13 Abs. 4 letzter Satz StromVV vorgenommen (Rz. 132). Das Bundesgericht hatte in BGE 138 II 465 zunächst im Rahmen einer I n- struktionsverhandlung versucht, die Differenz zwischen den Bewertu ngs- methoden anhand von Bauabrechnungen und einer synthetischen Bewer- tung zu überprüfen und zu plausibilisieren (E. 6.9). Dabei hat es bei ve r- schiedenen Netzeigentümern gr osse Unterschiede in den Anlage bewer- tungen festgestellt. Als Zwischenergebnis hielt da s Bundesgericht fest, eine gewisse Reduktion sei begründet, der Abzug von 20.5 % sei jedoch zu hoch (BGE 138 II 465 E. 6.9.3 und 6.8.4). Auf diesen Abzug ist de s- halb auch im vorliegenden Verfahren zu verzichten. 6.3 6.3.1 Der pauschale Abzug von 20 % gemäss Art. 13 Abs. 4 StromVV beruht auf der swissasset -Studie. Diese Studie wurde durchgeführt, um einer Überbewertung der Anlagen durch Anwendung der synthetischen Methode entgegenzuwirken. Eine Delegation der swissasset sicherte 2008 Vertretern des Bundesamtes für Energie (BFE) sowie Vertretern der Vorinstanz zu, die synthetischen Anschaffungswerte anhand exemplar i- scher Ist-Kosten für Leitungen zu stützen. Die swissasset setzte dement- sprechend eine Arbeitsgruppe ein, deren Ziel es war, Leitungen möglichst unterschiedlicher Art über ein möglichst breites Zeitfenster für die Erste l- lung aussagekräftiger Ist -Abrechnungen aufzufinden bzw. die entspr e- chenden Daten aufzubereiten und diese den synthetischen Werten g e- mäss swissasset-Bewertungsmethodik gegenüberzustellen. Der Wert der untersuchten 14 Anlagen entspricht rund 10 % des Übertragungsnetzes (swissasset-Studie, S. 3 und 5). 6.3.2 Zum Abzug von 20 % gemäss Art. 13 Abs. 4 letzter Satz StromVV für Anlagewerte, die nach der synthetischen Methode ermittelt worden sind, hat das Bundesgericht in BGE 138 II 465 E. 7.7 Stellung genommen und erkannt, dass dieser gesetzwidrig sei, soweit er kumulativ zu einer A-2830/2010 Seite 23 Korrektur von synthetischen Werten vorgenommen werde. Der abstrakte Abzug von 20 % gemäss Verordnung sei ein pauschaler Wert, der solan- ge anwendbar sei, als nicht im Einzelfall nachgewiesen werden könne, dass er zu einer gesetzwidrigen Bewertung führe, wobei die Beweislast bei den Netzeigentümern liege, da sie sich auf eine Ausnahmemethode beriefen. Der korrekte Abzug würde in j enem Verfahren bei weniger als 20 % liegen, doch hätten jene Beschwerdeführerinnen mit ihren drei A n- lagen, für welche sie die historischen Baukosten belegen konnten, nicht mit genügender Bestimmtheit darlegen können, wie hoch der korrekte Wert wäre. Diese verbleibende Ungewissheit gehe zu Lasten der Netze i- gentümerin. Es sei daher in solchen Fällen der in Art. 13 Abs. 4 StromVV vorgesehene Abzug von 20 % von den synthetischen Werten vorzune h- men, aber nicht kumulativ dazu ein weiterer individueller Abzug. Sowohl das Bundesgericht als auch das Bundesverwaltungsgericht e r- achten die synthetische Bewertung gemäss swissasset -Methode als sachgerecht (BGE 138 II 465 E. 6.8.1 und E. 6.9.1; Urteile des Bunde s- verwaltungsgerichts A -2876/2010 vom 20. Juni 2013 E. 6.3.3 .2; A-2786/2010 vom 10. Juli 2013 E. 5.1.3 und A -8581/2010 vom 23. Juni 2013 E. 5.1.2 f. und E. 5.3). Das Bundesgericht hat im Übrigen festge- stellt, dass bei Verwendung des PPI die Ist-Werte gegenüber den synthe- tischen um 12.7 % tie fer seien und der PPI zu r Rückindexierung von Wiederbeschaffungswerten eher ungeeignet sei. Die Verwendung des Hösple-Indexes sei nicht zu beanstanden: Das Gutachten des Instituts für Wirtschaftsstudien Basel GmbH (IWSB), auf welchem der Hösple-Index beruhe, komme zum Ergebnis, dass der PPI für die Ermittlung der A n- schaffungs- bzw. Herstellkosten bei Anlagen des Übertragungs - und Ver- teilnetzes nicht sachgerecht sei, da darin die im Leitungsbau hauptsäc h- lich verwendeten Materialien bzw. die zur Erstellung von elektrischen An- lagen notwendigen Komponenten nicht (vollständig) abgebildet würden. Der PPI sei zwar bereits in den Vorarbeiten zur StromVV als möglicher Index bezeichnet worden, was aber nicht ausschliesse, dass von den damaligen Annahmen ab gewichen werde, wenn sich aufgrund wisse n- schaftlicher Erkenntnisse eine andere Lösung als geeigneter erweise. Die für den Hösple-Index verwendeten Subindices seien offiziell ausgewiesen und erfüllten damit auch die entsprechenden Anforderungen gemäss Art. 13 Abs. 4 StromVV. Der Hösple-Index beziehe sich zwar nur auf Le i- tungen, nicht aber auf die übrigen Anlagen. Aus dem IWSB -Gutachten ergebe sich aber, dass der PPI für Schaltanlagen noch weniger geeignet sein dürfte als für die Leitungen. Unter diesen Umstä nden sei es nicht zu beanstanden, wenn der Hösple -Index mangels besserer Alternativen A-2830/2010 Seite 24 nebst der Rückindexierung von Leitungen auch für die anderen Anlagen verwendet werde (BGE 138 II 465 E. 6.8.3 f.; vgl. auch Urteile des Bu n- desverwaltungsgerichts A-2583/2009 vom 7. November 2012 E. 8.1 und A-2876/2010 vom 20. Juni 2013 E. 6.3.3.2). Die Differenz zwischen den synthetisch mit dem Hösple -Index berechneten Werten und den (histori- schen) Ist-Werten beträgt 1.47 % (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsge- richts A-2876/2010 vom 20. Juni 2013 E. 6.3.3.2 und A-2518/2012 vom 7. Januar 2014 E. 3.5 mit Hinweisen). 6.3.3 Die für die synthetische Bewertung per 31. Dezember 1998 ve r- wendeten Einheitskosten wurden gemäss Pöyry -Studie 2007 nochmals auf ihre Plausibilität hin über prüft. In diesen Einheitskosten als Durc h- schnittskosten sind alle Aufwendungen (Eigen- und Fremdleistungen), die zur Erstellung von üblichen Anlagetypen benötigt werden, enthalten (S. 16). Bei den Leitungen wurden die Einheitskosten im Jahr 2000 anhand von Erfahrungswerten und abgerechneten Projekten ermittelt und 200 7 an- hand aktueller Marktpreise überprüft (Pöyry-Studie 2007, S. 16) . Für die Schaltanlagen wurden historische Kosten sowie Richtangebote der ABB und von Siemens für verschiedene Primäranlagen untersucht. Diese Kos- ten wurden gemittelt, aufgerechnet und mit einem prozentualen Zuschlag für Engineering, Bau, Schutz, Leittechnik und Overhead versehen. 200 7 wurden diese Kosten aufgrund aktueller Marktpreise mit einem Bottom-up Ansatz verifiziert (Pöyry-Studie 2007, S. 17 ff.). Zur Bewertung der Trans- formatoren wurden im Jahr 2000 Richtangebote von Lieferanten eingeholt und mit Erfahrungswerten der Energiegesellschaften verglichen. Es e r- folgten prozentuale Zuschläge für Engineering, Bau, Schutz und Leit tech- nik, Montage, Inbetriebsetzung und Diverses. 2007 wurden diese Kosten u.a. aufgrund der steigenden Metallpreise um 10 % erhöht sowie mit i n- ternationalen Studien für Höchstspannungstransformatoren verglichen und verifiziert (Pöyry-Studie 2007, S. 19) . Die Grundstückspreise wurden wie bereits im Jahr 2000 mit Einheitskosten von 100 CHF/m² vera n- schlagt und weder rückindexiert noch abgeschrieben (vgl. dazu hinten E. 7.5). 6.3.4 Die Aussage der Vorinstanz, dass nur eine Änderung der Einheit s- kosten zu einer Änderu ng der Korrekturfaktoren führen würde, trifft nicht zu. Auch ein Indexwechsel würde zu einer Anpassung des Korrekturfa k- tors führen. Es ist jedoch kein Grund ersichtlich, von den bereits meh r- fach überprüften Einheitskosten gemäss swissasset -Methode abzuwe i-A-2830/2010 Seite 25 chen, zumal keine bekannten Alternativen existieren. Mit Verweis auf die soeben zitierte Rechtsprechung ist folglich mit der Vorinstanz für die Rückindexierung von der Anwendung des Hösple -Indexes auszugehen. Der Abzug von 1.47 % bei dessen Verwendung anste lle des PPI en t- spricht dem ursprünglichen Abzug von 20 % gemäss Art. 13 Abs. 4 StromVV, dies unter Berücksichtigung der Änderungen gemäss bunde s- gerichtlicher Rechtsprechung. Er beruht wie erwähnt auf einem Vergleich von 14 Anlagen. 6.4 Gestützt auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung ist der Korre k- turfaktor von 1.47 % bei Verwendung des Hösple -Indexes zur Rückind e- xierung anzuwenden, solange die einzelnen Unternehmen nicht mittels repräsentativer Stichprobe nachweisen können, dass in ihrem Fall ein i n- dividueller (tieferer) Abzug zum Zug kommt (vgl. vorangehende E. 6.2.2 ff.). Die Zahl der von der Beschwerdeführerin historisch belegten Anlagen bzw. Anlagenbestandteile ist erheblich grösser als etwa in dem vom Bu n- desgericht in BGE 138 II 465 beurteilten Sachverhalt. Die Beschwerde- führerin konnte die Anschaffungs - bzw. Herstellkosten von 43 % ihres Übertragungsnetzanteils mittels Bauabrechnungen historisch nac hwei- sen. Insgesamt ist ihre Stichprobe daher genügend gross für einen Ve r- gleich der historischen mit den synthetischen Werten bzw. zur Festse t- zung eines individuellen Korrekturfaktors. Das Bundesgericht hatte in sei- nem Urteil insbesondere auf den swissasset -Bericht verwiesen. Darin wird eine Auswahl von Anlagen, die etwa 10 % des gesamten schweizeri- schen Höchstspannungsnetzes abdeckt, als repräsentativ eingestuft. Mengenmässig dürfte daher die Auswahl der Beschwerdeführerin erst recht repräsentativ sein. Zudem kann die Beschwerdeführerin Baukosten für Anlagen aus allen Jahrzehnten nachweisen. Wie sich fer ner bestätigt, ist auch die Verbreitung der Anlagentypen im Anlagenspiegel und im Z u- sammenzug der historisch belegbaren Anlagen ähnlich: Während die g e- samten Anlagen der Beschwerdeführerin wertmässig zu 55 % aus Le i- tungen und 45 % aus Schaltanlagen bestehe n, umfassen die mit histor i- schen Bauabrechnungen belegten Anlagen zu 57 % Leitungen und zu 43 % Schaltanlagen. Insgesamt ist daher die Stichprobe der Beschwerde- führerin genügend gross für einen Vergleich der historischen mit den syn- thetischen Werten bzw. zur Festsetzung eines individuellen Korrekturfa k- tors. Die Anwendbarkeit eines individuellen Faktors wurde in diesem Sinn für das Tarifjahr 2009 bestätigt und kann auch für das Folgejahr bestätigt werden, da es sich um dieselbe Stichprobe handelt (vgl. zum Ganzen: Ur-A-2830/2010 Seite 26 teil des Bundesverwaltungsgerichts A -2654/2009 vom 7. Mai 2013 E. 9.2). Das Vorgehen der Beschwerdeführerin orientiert sich an der swi s- sasset-Studie, welche von der Rechtsprechung als sachgerecht gestützt wird. Hingegen muss der individuelle Korrekturfaktor neu berechnet wer- den, da die Beschwerdeführerin die Rückindexierung mittels PPI vorg e- nommen hat. Seit Juni 2010 sind die neuen Indexreihen der Vorinstanz (Hösple-Index) bekannt. Da diese zu einem exakteren Ergebnis führen, sind sie im Einklang m it der bundesgerichtlichen Rechtsprechung anz u- wenden, so dass die Rückindexierung mittels Hösple-Index zu erfolgen hat (vgl. vorangehende E. 6.3.2). 6.5 Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt somit ebenfalls als be- gründet: Der synthetisch ermittelte Anlagewert ist anstelle des gemäss Art. 13 Abs. 4 letzter Satz StromVV vorgesehenen Abzugs von 20 % nur um einen individuellen Korrekturfaktor zu kürzen; die zusätzliche Kürzung um 20.5 % entfällt. Die Anwendung des Hösple-Indexes durch die Vorin- stanz ist wie erwähnt nicht zu beanstanden, führt jedoch dazu, dass die synthetischen Werte und der konkrete individuelle Korrek turfaktor neu zu ermitteln sind. Da es sich hierbei um detaillierte Sachverhaltsfragen b e- triebswirtschaftlicher Art handelt, ist die Sache auch diesbezüglich an die Vorinstanz zur Überprüfung zurückzuweisen. 7. 7.1 Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, ihre Grundstücke se i- en grösstenteils zum aktuellen Verkehrswert von CHF (…) anzurechnen. Für die restlichen Grun dstücke, für welche aufgrund des geringen Werts kein Gutachten eingeholt worden sei, werde der Kaufpreis in der Höhe von CHF (…) als damaliger Verkehrswert geltend gemacht. Insgesamt sei also von einem Verkehrswert der Grundstücke von CHF (…) auszugehen, welcher zu einem voll gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz (Weighted Average Cost of Capital, WACC) von 4.55 % zu verzinsen sei, so dass ihr diesbezüglich Zinskosten in der Höhe von CHF (…) anzu- rechnen seien. Da Grundstücke nicht abgeschrieben würden, fielen keine anrechenbaren kalkulatorischen Abschreibungen an. Es seien die enteig- nungsrechtlichen Grundsätze der Grundstücksbewertung anzuwen den, welche durch Art. 15 StromVG nicht ausgeschlossen würden. Eventualiter – für den Fall, dass das Bundesverwaltungsgericht auf die Grundbuchwerte abzustellen gedenke – bringt die Beschwerdeführerin vor, für diejenigen Grundstücke, für welche die Grundbuchwerte nicht A-2830/2010 Seite 27 mehr eruierbar seien, sei auf den jeweiligen Verkehrswert abzustellen. Sie führt au s, sofern das Gericht (auch) die Bewertung der Grundstücke zu Verkehrswerten ablehne, sei in Übereinstimmung mit der vorinstanzl i- chen Auffassung bezüglich vier strittiger Grundstücke in den Kantonen Aargau und Graubünden auf den synthetischen Wert abzustel len. Sie macht in diesem Zusammenhang geltend, dass die in den Grundbuchb e- legen aufgeführten Werte oft keinen vollständigen Aufschluss über die Grundstückswerte zu geben vermöchten, da gewisse Grundstücke u m- parzelliert, getauscht oder zusammengelegt worden seien. Aus den vo r- handenen Grundbuchbelegen betreffend die beiden Parzellen in (…) er- gebe sich nicht, von welchem Wert die Parteien beim Tausch ausgega n- gen seien. Für diese Parzellen lägen keine Preise vor, weil sie sich in e i- nem Regulierungsgebiet befänd en. Im Tauschvertrag würden einzig die Zahlungen für Inkonvenienzen und Gewinnanteilsrechte beziffert, die j e- doch keine Rückschlüsse auf den Wert der Grundstücke zuliessen. Die Grundstücke in (…) seien per 1. Juni 1984 durch Güterregulierung en t- standen; die vorhandenen Grundbuchbelege liessen ebenso wenig Rück- schlüsse auf deren damaligen Wert zu. Deshalb habe sie die betreffe n- den Grundstücke synthetisch bewertet und zwar im Einklang mit der bu n- desverwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung und der vorinstanzlic hen Praxis, indem sie mit dem PPI den Einheitswert von CHF 100/m 2 auf das Baujahr der sich auf den Grundstücken befindlichen elektrischen Anlagen rückindexiert habe. Für einen wertmässig geringen Anteil von Grundstücken im (…) habe sie aus Zeitgründen die entsprechenden Grundbuchbelege nicht einholen können; diese seien aufgrund der Minderheitsbeteiligungen an den en t- sprechenden Grundstücken nicht in ihren Unterlagen archiviert . Da diese Grundstücke wertmässig von geringer Bedeutung seien (CHF […]), wäre die Einholung jedes einzelnen Grundbuchbelegs mit unverhältnismäss i- gem Aufwand verbunden. Es könne zudem davon ausgegangen werden, dass sie zu Grundbuch - oder tieferen Werten übergegangen seien. Betreffend die Grundstück santeile in den (…) Gemeinden (…),(…),(…),(…) und (…) sei demnach auf den Kaufvertrag vom 27. Februar 2003 abzustellen. Dieser Vertrag belege einen auf den Grundbuch- oder tieferen Werten basierenden Kaufpreis in der Höhe von CHF (…), weshalb dieser Betrag als Grundbuchwert anzuerkennen sei. Die Behauptung der Vorinstanz, die Tabelle 2 in Randziffer 17 ihrer Ste l- lungnahme vom 16. Januar 2014 sei fehlerhaft, treffe nicht zu: Grundst ü- cke seien elektrischen Anlagen nicht gleichzusetzen, weshalb kein Ko r- rekturfaktor und kein reduzierter WACC zur Anwendung gelange. Alle n-A-2830/2010 Seite 28 falls sei ein zum Korrekturfaktor betreffend synthetisch bewerteter Anl a- gen analoger Korrekturfaktor anzuwenden. 7.2 Die Vorinstanz stellt sich auf den Standpunkt, der aktuelle Verkehr s- wert spiele für die Ermittlung der anrechenbaren K osten keine Rolle . Massgebend bleibe der Wert eines Grundstücks zum Zeitpunkt des Baus der damit im Zusammenhang stehenden Anlage. Die Grundstückswerte seien im Übrigen nur mit dem WACC von 4.55 % zu verzinsen, sofern da- für die ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellkosten eingesetzt wor- den seien. Bei einer Bewertung der Grundstücke zu Verkehrswerten oder Kaufpreisen fände jedoch eine Aufwertung und somit eine Neubewertung statt, weshalb die entsprechenden Werte diesfalls zum reduzierten WACC von 3.55 % zu verzinsen seien. Auch für die anrechenbaren Ko s- ten von Grundstücken dürfe nicht ohne Weiteres auf die Kaufpreise a b- gestellt werden, selbst wenn diese mittels Beleg im Grundbuch hinterlegt seien. Massgebend sei nämlich nicht der letzte Grundbuchwert, sondern der Wert eines Grundstücks zum Zeitpunkt des Baus der damit zusa m- menhängenden elektrischen Anlage. Es sei jedoch denkbar, dass der letzte im Grundbuch belegte Kaufpreis dem ursprünglichen Grundstück s- wert entspreche. Sie bringt in Bezug auf die gelt end gemachten synthetischen Werte der Beschwerdeführerin für Grundstücke vor, d ie ursprünglichen Anscha f- fungspreise der Grundstücke seien aus den Belegen ersichtlich, die sich bei den Grundbuchämtern befänden. Die Voraussetzungen für eine sy n- thetische Bewertung seien damit in der Regel nicht gegeben. Sie aner- kennt grundsätzlich, dass für gewisse Grundstücke die Grundbuchwerte nicht mehr eruierbar sein können. Soweit möglich, seien die Grundbuc h- belege jedoch für alle Grundstücke einzureichen, selbst wenn sie wert- mässig von geringer Bedeutung seien. Bei Tauschgeschäften sei der Wert des eingetauschten Grundstücks, welcher ebenfalls aus dem Grundbuch ersichtlich sei oder sich durch Hochrechnungen oder Que r- vergleiche ermitteln lasse, anstelle des Werts des erwor benen Grun d- stücks einzusetzen. Bei Neuparzellierungen dürfte der Wert einer Parzelle sich ebenso anhand des Werts der ursprünglichen Parzelle ableiten la s- sen. Somit sei bei nicht eruierbaren Grundbuchwerten ebenso wenig wie beantragt auf den Verkehrswert a bzustellen, welcher keine Basis für die Berechnung der anrechenbaren Kosten bilden könne. Vielmehr seien die- se Grundstücke wie alle übrigen Anlagen, für welche die ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellkosten ausnahmsweise nicht mehr festgestellt werden könnten, nach der in Art. 13 Abs. 4 StromVV vorgesehenen sy n-A-2830/2010 Seite 29 thetischen Methode zu bewerten. Die synthetische Bewertung von Grundstücken des Übertragungsnetzes folge grundsätzlich wie diejenige anderer Anlagen der von der Branche festgelegten swissasset-Methode. Im Rahmen dieser Methode habe die Branche für die Grundstücksbewe r- tung einen Einheitswert von CHF 100 pro m2 definiert, welchen sie akzep- tiert habe. Die so bewerteten Grundstücke würden anschliessend ebe n- falls rückindexiert und in die Gesamtsumme z ur Bestimmung des indiv i- duellen Korrekturfaktors einbezogen. Es sei zutreffend, dass Grundstücke nicht abgeschrieben würden und daher Art. 15 Abs. 3 Bst. a StromVG und Art. 13 Abs. 2 zweiter Satz StromVV auf Grundstücke nicht anwendbar seien. Der Wert der Grundstücke sei Teil der Baukosten der Anlage. 7.3 Die strittigen Grundstücke wurden zu einem Grossteil 2003 von der Axpo Trading AG zu einem Verkaufspreis von CHF (…) bzw. unter B e- rücksichtigung der zwischenzeitlichen Abgänge CHF (…) übernommen. Anlässlich d er Überführung des Übertragungsnetzes wurden die Grundstücke per 31. Dezember 2012 neu bewertet. Diese Neubewertung hat einen Gesamtwert exkl. Zinsen von CHF (…) bzw. (…) (inkl. Grundstücke ohne Gutachten Verkehrswert, gemäss Beilage 68) erg e- ben. Davon mac hen die Grundbuchwerte exkl. Zinsen CHF (…) bzw. CHF (…) (inkl. Grundstücke ohne Grundbuchbelege, Bewertung zum Verkehrswert resp. zum Kaufpreis) aus. Mit ihrer abschliessenden Ste l- lungnahme überarbeitete die Beschwerdeführerin diese Aufstellung und ersetzte die Grundstückwerte, für welche keine Grundbuchwerte vorha n- den sind, zum einen durch synthetisch kalkulierte Werte in der Höhe von CHF (…), zum anderen wurden die Werte, welche vorher als auf dem Kaufvertrag basierend deklariert waren, mit dem Vermerk "implizit und explizit auf Grundbuchwerten basierend" versehen. 7.3.1 Mit dem Netznutzungsentgelt gemäss Art. 14 StromVG werden den Netzeigentümern die ihnen entstehenden Betriebs - und Kapitalkosten (Art. 15 StromVG) vergütet. Um die Leitungen zu erstellen, muss ten die Netzeigentümer auch die erforderlichen Grundstücke oder zumindest b e- schränkte dingliche Rechte daran erwerben. Der dafür benötigte Kapita l- bedarf bzw. die massgeblichen Kapitalkosten bilden Teil der ursprüngl i- chen Anschaffungs- bzw. Herstellkosten. Für einen allfälligen Mehrwert der Grundstücke, der seit dem Bau der elektrischen Anlagen entstanden sein kann, ist ebenso wenig ein Kapitalisierungsbedarf ersichtlich wie für eine kalkulatorische Aufwertung. Es muss dafür grundsätzlich weder E i- gen- noch F remdkapital eingesetzt werden (vgl. zur Finanzierung der Aufwertungen Urteil des Bundesgerichts 2C_222/2011 vom 3. Juli 2012 A-2830/2010 Seite 30 E. 4.6.2). Für die Ermittlung der anrechenbaren Betriebs - und Kapitalkos- ten, die den Netzeigentümern im Jahr 2010 aus dem Netznutzungstarif zu vergüten sind, spielt daher der aktuelle Verkehrswert der Grundstücke keine Rolle. Die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten aktue l- len Verkehrswerte der Grundstücke sind für die Berechnung der Kosten im Jahr 2010 sowie für die entspreche nde Tarifbewertung somit nicht massgebend. Soweit für die Grundstücke die entsprechenden Grun d- buchbelege vorliegen, sind diese gemäss bundesverwaltungsgerichtlicher Rechtsprechung als Basis der anrechenbaren Kos ten zu verwenden (vgl. zum Ganzen: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -2654/2009 vom 7. Mai 2013 E. 8.6.3 mit Hinweis). Der von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Verkehrswert der Grundstücke ist allenfalls im Rahmen der Überführung des Übertragungsnetzes auf die Beschwe rdegegnerin zu berücksichtigen (vgl. diesbezüglich Urteil des Bundesverwaltungsg e- richts A-5581/2012 vom 11. November 2013 E. 6.8.3 und E. 8). 7.3.2 Aus d er von der Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit der Bewertung der Grundstücke eingereichten Aufstellung ist ersichtlich, dass 62 % der deklarierten Werte dem Grundbuch entnommen wurden, 3 % auf Kaufverträgen basieren und 35 % der Grundstücke synthetisch b e- wertet wurden. Das Bundesgericht hat in seinem Urteil 138 II 465, in welchem es ver- schiedene Aspekte de r synthetischen Methode zu beurteilen hatte, wie erwähnt die Pöyry-Studie als Basis für die in Art. 13 Abs. 4 StromVV g e- nannte synthetische Methode anerkannt , sich jedoch nicht konkret zur Grundstücksbewertung geäussert (BGE 138 II 465 E. 6.9.1). In Bezug auf die Grundstücke sind verschiedene Besonderheiten zu beachten, so etwa dass diese nur konjunkturelle oder raumplanungsbedingte Wertveränd e- rungen erfahren können, nicht aber eine Altersentwertung kennen und folglich nicht gemäss Art. 960a des Obligationenrechts vom 30. März 1911 (OR, SR 220) abzuschreiben sind. Weiter dürften die Voraussetzun- gen für eine synthetische Bewertung der Grundstücke kaum je erfüllt sein: Wie bereits im Rahmen der Anlagebewertung festgestellt worden ist, handelt es sic h bei der synthetischen Bewertung um eine Ausnahmem e- thode, die nur dann angewendet werden kann, wenn sich die ursprüngl i- chen Anschaffungs- bzw. Herstellkosten nicht mehr nachweisen lassen (vgl. vorne E. 5.3.2). Gemäss Art. 216 Abs. 1 OR bedarf der Vertrag über den Erwerb eines Grundstücks der öffentlichen Beurkundung. Ein w e- sentlicher Punkt dieses Vertrages ist der Kaufpreis. Um ein Grundstück zu Eigentum zu erwerben, muss dessen Erwerb in das Grundbuch eing e-A-2830/2010 Seite 31 tragen werden (Art. 656 Abs. 1 des Schweizerische n Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 1907 [ZGB, SR 210]). Dabei dient der Kaufvertrag als Beleg für das Grundbuch (Art. 948 Abs. 2 ZGB). Die Belege sind gemäss Art. 37 Abs. 2 der Grundbuchverordnung vom 23. September 2011 (GBV, SR 211.432.1) unbefristet auf zubewahren. Zumindest Kopien des Kau f- vertrages sind daher beim Grundbuchamt erhältlich zu machen (vgl. zum Ganzen: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -2654/2009 vom 7. Mai 2013 E. 8.6.2). 7.4 Die Beschwerdeführerin bringt keine triftigen Gründe vor, weshalb ihr der Nachweis der ursprünglichen Anschaffungskosten der Grundstücke nicht möglich sein sollte und diese stattdessen synthetisch bewertet we r- den müssen. Insbesondere wären die Grundbuchbelege betreffend die Grundstücke im (…) offenbar vorhanden und wur den dennoch nicht ei n- geholt. Diese Grundstücke sind daher grundsätzlich nicht synthetisch zu bewerten. Betreffend die Grundstücke in Graubünden und im Aargau hat die Beschwerdeführerin die entsprechenden Grundbuchbelege einge- reicht. Ihre in diesem Zusammen hang vorgebrachten Argumente bezüg- lich Tausch, Umparzellierung und Zusammenlegung erachtete die Vori n- stanz in einem nicht die Beschwerdeführerin betreffenden Fall als plausi- bel und liess dementsprechend ausnahmsweise die synthetische Bewer- tung der fraglichen Grundstücke zu (vgl. vorinstanzliche Verfügung vom 28. März 2014 im Verfahren 212 -0004/212-0005/212-0008/212-0017 Rz. 34). Mit Verweis auf vorgehend zitierte Rechtsprechung bleibt nochmals festzuhalten, dass grundsätzlich für jedes einzelne Grundstück d er en t- sprechende Grundbuchbeleg einzureichen und auch massgeblich ist und eine synthetische Bewertung nur im Ausnahmefall und im Vergleich zur Anlagebewertung noch seltener zur Anwendung kommen dürfte (vgl. vo- rangehende E. 7.3.2). Es wird jedoch Sache der Vorinstanz sein, im Rahmen der erneuten Überprüfung der anrechenbaren Kosten der B e- schwerdeführerin für das Tarifjahr 2010 betreffend einzelne Grundstücke allenfalls nötige Quervergleiche oder Hochrechnungen anzustellen. 7.5 Im Rahmen einer allfälligen synthetischen Bewertung der betreffen- den Grundstücke stellen sich des Weiteren folgende Fragen: Zum einen hat die Beschwerdeführerin z ur Rückindexierung den PPI verwendet. Dieser Index erscheint jedoch betreffend die Ermittlung von Grundstücks- preisen nicht sachg erecht, d.h. mittels PPI kann kein zuverlässiger Schluss auf die ursprünglichen Anschaffungskosten gezogen werden. Ebenso wenig berücksichtigt der Hösple-Index, welcher für die Rückinde- xierung von Anlagen entwickelt wurde, die Entwicklung der Grundstück s-A-2830/2010 Seite 32 preise. Der von der Branche erarbeitete und von der Vorinstanz akze p- tierte Einheitswert von CHF 100, welcher pro m² verwendet werden (Pöy- ry-Studie, S. 18) , basier t auf der swissasset -Studie. Für die Bewertung wurden die Einheitskosten per 31. Dezember 1998 verwendet, welche 2007 nochmals überprüft wurden ( Pöyry-Studie, S. 16). Der so ermittelte Grundstückwert wird gemäss Studie weder rückindexiert noch abg e- schrieben ( Pöyry-Studie, S. 18). Zum anderen wurden die synthetisch bewerteten Grundstücke von der Besc hwerdeführerin weder mit einem Korrekturfaktor multipliziert noch zu einem reduzierten WACC von 3.55 % verzinst. Wie soeben erwähnt ist der Hösple -Index für die Rückindexi e- rung von Grundstück werten nicht sachgerecht. In diesem Zusamme n- hang ebenso wenig gee ignet ist ein Korrekturfaktor, welcher auf einem Anlagenvergleich beruht. Sofern keine sachgerechten Alternativen vor- handen sind, könnte für die Grundstücksbewertung wie im Rahmen der Anlagebewertung erwähnt, auf eine Einheitsmethode abgestellt werden (vgl. vorne E. 6.2.3). Es stellt sich im Übrigen die Frage, ob betreffend die strittigen Grundstückwerte überhaupt eine Aufwertung stattgefunden hat. Der Verzicht auf die Anwendung des obgenannten Korrekturfaktors im Rahmen der Bewertung von Grundstücken ist n achvollziehbar, da dieser auf Anlagen basiert. Den Fragen nach der Verwendung eines sachg e- rechten Indexes i.S.v. Art. 13 Abs. 4 StromVV für eine allfällige Rückinde- xierung und der allfälligen Anwendung eines Korrekturfaktors sowie der Verzinsung zum vollen WACC von 4.55 % wird die Vorinstanz im Rahmen der erneuten Überprüfung der anrechenbaren Kosten der Beschwerd e- führerin nachzugehen haben. 8. Nachdem das Rechtsbegehren der Beschwerdeführerin betreffend Anl a- genrestwerten und Kapitalkosten insofern gutzuheiss en ist, als die Ang e- legenheit zu neuer Prüfung und Neuberechnung der anrechenbaren Ko s- ten an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, ist das Nettoumlaufvermögen nochmals auf der Basis der neu festzusetzenden Kapitalkosten zu b e- rechnen (und in der Folge auch die Deckungsdifferenzen, vgl. dazu nach- folgende E. 9). Insofern ist das entsprechende Rechtsbegehren der B e- schwerdeführerin ebenfalls gutzuheissen und die Angelegenheit zur Ne u- berechnung des Nettoumlaufvermögens an die Vorinstanz zurückzuwe i- sen. Zur vorinsta nzlichen Methode der Ermittlung des betriebsnotwend i- gen Nettoumlaufvermögens bleibt Folgendes festzuhalten: Gemäss bu n- desgerichtlicher Rechtsprechung ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz im Rahmen ihrer Überprüfungszuständigkeit das Nettoumlau f- vermögen präzisiert und nur einen halben Monatsumsatz als betrieb s-A-2830/2010 Seite 33 notwendig erachtet (BGE 138 II 465 E. 9.4). Die Praxis der Vorinstanz, nur einen halben Monatsumsatz als betriebsnotwendig anzuerkennen, ist demnach nicht zu beanstanden (vgl. zum Ganzen auc h Urteil des Bu n- desverwaltungsgerichts A-2222/2012 vom 10. März 2014 E. 7.2). 9. Die Beschwerdeführerin beantragt weiter die Aufhebung von Dispositiv - Ziffer 3 der Verfügung und die Verpflichtung der Beschwerdegegnerin, den Differenzbetrag zwischen den effekt iv anrechenbaren Netzkosten und den einstweilen anerkannten Netzkosten unverzüglich zu bezahlen. Betreffend die Verzinsung verlangt sie mit ihrer ursprünglichen B e- schwerdeschrift sowie in ihrer abschliessenden Stellungnahme einen Zinssatz von 5 % ab Beschwerdeerhebung . In ihrer Beschwerdeergän- zung erklärt sie sich hingegen einverstanden mit der Verzinsung zum j e- weiligen WACC der Jahre 2010 bis 2014. Die Vorinstanz hatte in Disposi- tiv-Ziffer 3 verfügt, die Differenz zwischen dem am 9. Juli 2009 vorsorglich verfügten Tarif, der während des gesamten Jahrs 2010 anzuwenden sei, und dem in der angefochtenen Verfügung festgesetzten Tarif sei im Ra h- men der periodenübergreifenden Saldierung durch Senkung der Netznut- zungstarife in den Folgejahren zu kompensieren. Die Beschwerdegegnerin hält in diesem Zusammenhang fest, in Ziff. 10.6.4 des zwischen ihr und der Muttergesellschaft der Beschwerd e- führerin abgeschlossenen Sacheinlagenvertrags sei v orgesehen, dass entsprechende Differenzen ohne Abzug und periodengerecht gemäss den Vorgaben der vorinstanzlichen Weisung 1/2012 an die Sacheinleg e- rin weitergeleitet würden. Es sei daher sachgerecht, eine allfällige, g e- richtlich angeordnete Rückzahlung hin sichtlich der geforderten Ausza h- lung der Differenz zwischen den bereits erfolgten Zahlungen und den für das Tarifjahr 2012 anerkennbaren Beträgen nach demselben Modus vo r- zunehmen. Die Beschwerdeführerin bestreitet die Massgeblichkeit von Ziff. 10.6.4 des S acheinlagenvertrags: Der vorliegend strittige Betrag sei bereits 2009 geltend gemacht worden und hätte 2010 ausbezahlt werden sollen. Eine zusätzliche Verzögerung durch Zuwarten, bis die Beschwe r- degegnerin den entsprechenden Betrag über die Tarife eingenom men habe, entbehre jeglicher Grundlage und sei nicht zumutbar. Die Vori n- stanz erhebt keine Einwände dagegen, dass mit den Deckungsdiffere n- zen gemäss ihrer Weisung 1/2012 verfahren werde. Sie weist lediglich darauf hin, dass die Beschwerdeführerin einen unr ichtigen WACC ve r- wende: Richtigerweise würden die Deckungsdifferenzen 2010 ab dem 1. Januar 2010 mit dem WACC 2012 von 4.14 %, ab dem 1. Januar 2011 A-2830/2010 Seite 34 mit dem WACC 2013 von 3.83 % und ab dem 1. Januar 2012 mit dem WACC 2014 von 4.7 % verzinst. 9.1 Das Entgelt für die Netznutzung darf gemäss Art. 14 Abs. 1 StromVG die anrechenbaren Kosten sowie die Abgaben und Leistungen an G e- meinwesen nicht übersteigen. In der Botschaft zum StromVG wird betre f- fend die anrechenbaren Kosten zunächst festgehalten, dass das Net z- nutzungsentgelt grundsätzlich von den stromverbrauchenden En d- verbrauchern zu zahlen ist (sog. Ausspeiseprinzip [BBl 2005 1652]). We i- ter wird ausgeführt, dass vom Kostendeckungsprinzip ausgegangen we r- de. Sollte zum Ende einer Kalkulationsperiode festgestellt we rden, dass die erhobenen Netznutzungsentgelte über den anrechenbaren Netzko s- ten sowie den Abgaben und Leistungen an Gemeinwesen liegen, sei die entsprechende Differenz in der nachfolgenden Kalkulationsperiode ko s- tenmindernd zu berücksichtigen (BBl 2005 1653). Dies wurde schliesslich so mit Art. 19 Abs. 2 StromVV auf Verordnungsstufe kodifiziert. Art. 14 Abs. 3 Bst. a StromVG betont ferner, dass die Netznutzungstarife die von den Endverbrauchern verursachten Kosten widerspiegeln sollen. Die Vor- instanz wendet Art. 19 Abs. 2 StromVV analog auch auf den Fall an, in welchem die Netznutzungsentgelte eines Jahrs unter den anrechenbaren Kosten liegen (vgl. Weisung 1/2012 der ElCom vom 19. Januar 2012/13. Juni 2013 betreffend Deckungsdifferenzen aus den Vorjahren). Im Bereich der Tarife der Netzebene 1 können sehr grosse Deckungsdi f- ferenzen entstehen, die in der Regel über drei aufeinander folgende Ka l- kulationsperioden zu verteilen sind. Sofern die Beschwerdegegnerin meh- reren Übertragungsnetzeigentümerinnen gleichzeitig grosse Deckungsdif- ferenzen zurückzahlen müsste, könnte deren Liquidität gefährdet sein und es daher zu Tarifschwankungen kommen. Die sichere Elektrizität s- versorgung, welche Hauptzweck des StromVG bildet (vgl. Art. 1 Abs. 1 StromVG), wäre somit nicht meh r gewährleistet. Aus diesen Gründen e r- scheint es sachgerecht und steht im Einklang mit dem StromVG, dass Deckungsdifferenzen in den kommenden Tarifperioden berücksichtigt und auf diese Weise von den kostenpflichtigen Endverbrauchern getragen werden (vgl. z um Ganzen: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-2487/2012 vom 7. Oktober 2013 E. 8.4.1 f.). 9.2 Eine sofortige Auszahlung der Unterdeckung an eine einzige Eige n- tümerin erscheint mit Blick auf das verfassungsrechtliche Gleichbehan d- lungsgebot (Art. 8 Abs. 1 B V) als heikel. Gemäss diesem Grundsatz ist Gleiches nach Massgabe seiner Gleichheit gleich zu behandeln, umg e- kehrt aber auch bestehenden Ungleichheiten durch rechtlich differenzierte A-2830/2010 Seite 35 Behandlung Rechnung zu tragen (vgl. MÜLLER/SCHEFER, Grundrechte in der Schweiz, 4. Aufl. 2008, S. 654 mit Hinweisen). Darüber hinaus haben direkte Konkurrenten einen besonderen Anspruch auf Gleichbehandlung, der sich aus der Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 Abs. 1 BV) ergibt; das G e- meinwesen hat sich gegenüber den am freien Markt d irekt Konkurrieren- den neutral zu verhalten. Selbst wenn eine Differenzierung sachlich g e- rechtfertigt und damit nach Art. 8 Abs. 1 BV gerechtfertigt wäre, kann dies die Wirtschaftsfreiheit verletzen ( MÜLLER/SCHEFER, a.a.O., S. 1056). Die verschiedenen Eigentümer des Übertragungsnetzes sind als direkte Ko n- kurrenten zu qualifizieren, weshalb hoheitlich angeordnete, unterschiedl i- che Auszahlungsfristen eine verfassungswidrige Ungleichbehandlung zur Folge haben würden. Sofern die Beschwerdeführerin die umgehende Auszahlung der Unterdeckung beantragt, ist das Begehren daher abzu- weisen (vgl. zum Ganzen auch: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-2487/2012 vom 7. Oktober 2013 E. 8.4.3 mit Hinweisen). 9.3 Gemäss Art. 15 Abs. 4 Bst. a StromVG legt der Bundesrat die Grund- lagen zur Berechnung der Betriebs - und Kapitalkosten fest. Da sich die Kapitalkosten u.a. aus der kalkulatorischen Verzinsung der betriebsno t- wendigen Vermögenswerte ergeben (Art. 15 Abs. 3 Bst. b StromVG), muss gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung in der Kompetenz, die Grundlage zur Berechnung der Kapitalkosten festzulegen, zwangsläufig auch die Kompetenz enthalten sein, den für die Kalkulation massgebe n- den Zinssatz festzulegen (Urteil des Bundesgerichts 2C_222/2011 vom 3. Juli 2012 E. 4.4). Sofern die Beschwerdeführerin die vorinstanzliche Praxis betreffend Verzinsung allfälliger Deckungsdifferenzen gemäss Weisung 1/2012 nicht akzeptieren sollte, bleibt Folgendes festzuhalten: Sind die Einnahmen der Beschwerdegegnerin aufgrund der Anwendung der im Rahm en der vorsorglichen Massnahmen festgelegten Tarife nicht kostendeckend bzw. übersteigt der verfügte Hauptsachentarif den eins t- weilen verfügten Tarif, entsteht bei der Beschwerdegegnerin und nicht bei den ehemaligen Übertragungsnetzeigentümerinnen eine ent sprechende Deckungsdifferenz. Diese ist von den Deckungsdifferenzen der Übertr a- gungsnetzeigentümerinnen zu unterscheiden. Letztere entstehen, wenn eine Beschwerdeinstanz die Betriebs - oder Kapitalkosten eines Netze i- gentümers höher festlegt, als sie von der Vorinstanz als anrechenbar ver- fügt worden sind. Aus der Erhöhung der anrechenbaren Kapitalkosten der Beschwerdeführerin resultieren für sie neue Tarife 2010. D amit geht eine Erhöhung der Deckungsdifferenz 2010 sowie des entsprechenden, a k- zessorischen Zins betrags einher. Diese Deckungsdifferenz soll mit en t-A-2830/2010 Seite 36 sprechender Verzinsung gemäss Weisung 1/2012 auf die Tarife 2012, 2013 und 2014 verteilt werden. Ihre Ermittlung wird aber erst mit Recht s- kraft der Verfügung betreffend die Tarife 2012 definitiv, denn sow ohl in diesem Rahmen als auch bei der Berechnung der Tarife 2013 und 2014 ist die entsprechende Deckungsdifferenz zu berücksichtigen. Da das Übertragungsnetz bzw. der Anteil der Beschwerdeführerin daran bereits ins Eigentum der Beschwerdegegnerin übergegan gen ist, kommt der im entsprechenden Sacheinlagevertrag unter Ziff. 10.6 Abs. 4 festgeschrie- bene Ausgleichsmechanismus zum Tragen. Es wird Sache der Vorinstanz sein, sich im Rahmen der aus der Neuberechnung der Tarife 2010 für die Beschwerdeführerin folgenden Neufestsetzung der Deckungsdifferenzen sowie des entsprechenden Zinsbetrags mit dem Verhältnis der relevanten Bestimmungen des Sacheinlagevertrags zur Weisung 1/2012 auseina n- derzusetzen. Es kann in diesem Zusammenhang jedoch bereits fes t- gehalten werden, dass hierbei spezifisch der Ausgleich von Deckungsdif- ferenzen und nicht eine allgemeine Verzugssituation zu beurteilen ist, so dass der WACC Anwendung findet. Der von der Vorinstanz betreffend Deckungsdifferenzen vorgesehene Kompensationsmechanismus ist des- halb an sich nicht zu beanstanden, weshalb die Beschwerde in diesem Punkt abzuweisen ist. 10. Schliesslich beanstandet die Beschwerdeführerin die Kostenverlegung im vorinstanzlichen Verfahren. Eine Kostenauflage in der Höhe von CHF (…) lasse sich angesichts der Tatsache , dass der Vorinstanz zuzu rechnende organisatorische Doppelspurigkeiten zu beträchtlichem Arbeitsaufwand geführt hätten, nicht rechtfertigen. Die Vorinstanz erklärt, die Gesamtkosten nach dem Zeitaufwand ermittelt zu habe n, wie dies in Art. 3 Abs. 2 der Verordnung vom 22. November 2006 über Gebühren und Aufsichtsabgaben im Energiebereich (GebV-En, SR 730.05) vorgesehen sei. Hingegen bestehe keine Regelung über die Aufteilung dieser Gesamtkosten in einem Mehrparteienverfahr en. Unter Beachtung des Rechtsgleichheitsgebots und Willkürverbots s eien die Kosten anhand sachgerechter Kriterien zu verlegen. Sie habe sich daher bei der Kostenverteilung auf das Mass der vorgenommenen Kürzung en als sachgerechtes Kriterium gestützt und d ie Gebühren demnach den einzelnen Übertragungsnetzeigentümern im Verhältnis der Reduktion der anrechenbaren Netzkosten auferlegt. Indem die verursa chten Hand- lungsbeiträge de n dafür Verantwortlichen zugerechnet würden , werde auch dem Verursacherprinzip Rechnung getragen. A-2830/2010 Seite 37 10.1 Das Bundesverwaltungsgericht hat in seinen bereits ergangenen Urteilen zur Kosten - und Tarifverfügung 2009 für d ie Netzebene 1 vom 6. März 2009 festgestellt, dass die Vorinstanz die Gebührenverteilung in Dispositiv-Ziff. 13 offensichtlich einzig nach den Resultaten ihrer Überprü- fung der Tarife für die Netznutzung der Netzebene 1 vorgenommen hat. Sie habe in der angefochtenen Verfügung dargelegt, wie sie die Verfa h- renskosten berechnet und entsprechend dem Verteilschlüssel verlegt h a- be. Zentral sei dabei die Erläuterung, dass die errechneten Gebühren zu 30 % der Beschwerdegegnerin und zu 70 % den einzelnen Übertr a- gungsnetzeigentümern im Verhältnis der Reduktion der anrechenbaren Netzkosten zu den bei der Beschwerdegegnerin eingereichten Netz kos- ten auferlegt würden. Auf die nachvollziehbaren und rechtlich begründ e- ten Ausführungen der Vorinstanz könne ohne weitere Wiederholungen verwiesen werden. Insbesondere erachtete das Bundesverwaltungs ge- richt das Kriterium der von den jeweiligen Übertragungs netzeigentümern überhöht gel tend gemachten anrechen baren Kosten als sinnvoll und sachgerecht, um die Verfahrenskosten proportional aufzuteilen. An den von der Vorinstanz für die Gebührenberechnung angewendeten Grundsätzen und Berech nungsschritten sei an si ch nichts auszusetzen (Urteile des Bundesverwaltu ngsgerichts A-2606/2009 vom 11. November 2010 E. 18.3 f. und A-2649/2009 vom 24. August 2011 E. 9). 10.2 Indessen ist vorliegend einerseits zu berücksichtigen, dass sich die Beschwerde gegen die vorinstanzliche Verfügung als teilweise berechtigt erweist und somit ein Teil der Kürzungen zu Unrecht erfolgt ist. Anderer- seits hat die Beschwerdeführerin gewisse Belege erst im Beschwerdever- fahren nachgereicht, ist also ihrer Mitwirkungspflicht im vorinstanzlichen Verfahren nicht vollumfänglich nachgekommen. Da die Beschwerde tei l- weise gutzuheissen und die Sache zur entsprechenden Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist, wird Letztere eine allenfalls redu- zierte Auferlegung der erstinstanzlichen Gebühren im Rahmen der erneu- ten Prüfung zu berücksichtigen haben. Die entsprechende Dispositiv - Ziffer 13 ist demnach in Bezug auf die Beschwerdeführerin ebenfalls auf- zuheben. 11. Zusammenfassend ist daher im Ergebnis festzuhalten, dass die B e- schwerde teilweise gutzuheissen, die Dispositiv-Ziffer 1 samt dazugehöri- ger Tabellen und die Dispositiv-Ziffer 13 der angefochtenen Verfügung mit Bezug auf die Beschwerdeführerin aufzuheben und die Angelegenheit zu neuer Festsetzung der anrechenbaren Kosten unter Berücksichtigung ei-A-2830/2010 Seite 38 nes individuellen Korrekturfaktors sowie des betriebsnotwendigen Nett o- umlaufvermögens und entsprechender Zinskosten im Sinne der Erw ä- gungen und zur Neuverlegung der Gebühren an die Vorinstanz zurüc k- zuweisen ist. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. 12. 12.1 Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Pa r- tei auferlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Keine Verfahrenskosten werden Vo r- instanzen oder beschwerdeführenden und unterliegenden Bundesbehö r- den auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Verfahrenskosten, die durch Verlet- zung von Verfahrenspflichten verursacht wurden, können auch der obsi e- genden Partei auferlegt werden (Art. 63 Abs. 3 VwVG). Dies ist insb e- sondere dann der Fall, wenn Beschwerdeführende das Beschwer - deverfahren durch Verletzung der Mitwirkungspflic hten unnötigerweise verursacht haben, indem beispielsweise Beweismittel spät eingereicht werden ( MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 4.52; Urteil des Bu n- desverwaltungsgerichts A-2654/2009 vom 7. Mai 2013 E. 13 mit Hinwe i- sen). Dies trifft teilweise auf die Beschwerdeführerin zu; sie hat erst im Beschwerdeverfahren gewisse Anlagen nachdeklariert und einige Grund- buchbelege gar nicht eingeholt . Somit ist ihr auch insoweit ein Teil der Verfahrenskosten aufzuerlegen, als sie obsiegt. 12.2 Die Spruchgebühr richtet sich nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, Art der Prozessführung und finanzieller Lage der Parteien. Sie beträgt bei einer Streitigkeit mit Vermögensinteresse CHF 100 bis CHF 50'000 (Art. 63 Abs. 4bis Bst. b VwVG und Art. 2 Abs. 1 sowie Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschäd i- gungen vor dem Bundesverwaltungs gericht [VGKE, SR 173.320.2]). Vo r- liegend ist von einer Streitigkeit mit Vermögensinteresse auszugehen, wobei der genaue Streitw ert aufgrund der komplizierten Sachlage nicht exakt bezifferbar ist. Angesichts der Rechtsbegehren und Vorbringen der Beschwerdeführerin zu den anrechenbaren Kapitalkosten ist aber sicher ein Streitwert von über CHF 5 Mio. gegeben, womit der diesb ezügliche Gebührenrahmen von CHF 15'00 bis CHF 50'000 nach Art. 4 VGKE zur Anwendung kommt. Unter Berücksichtigung der erwähnten Kriterien und der Tatsache, dass Zwischenverfügungen betreffend Sistierung erlassen worden sind, werden die Verfahrenskosten auf CHF 20'000 festgesetzt. 12.3 Das für die Kostenverlegung massgebende Ausmass des Unterli e- gens hängt von den in der konkreten Beschwerde gestellten Rechtsb e-A-2830/2010 Seite 39 gehren ab. Abzustellen ist auf das materiell wirklich Gewollte ( MO- SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 4.43). Die Beschwerdeführerin ver- langt, es sei auf die Kaufpreise als ursprüngliche Anschaffungs - bzw. Herstellkosten abzustellen, weshalb zusätzliche Anlagezeitwerte in der Höhe von etwa CHF (…) (inkl. Grundstückwerte) anzuerkennen seien bzw. gestützt darauf etwa CHF (…) zusätzlich anrechenbare Kapitalkos- ten. Dem Hauptstandpunkt auf Anerkennung des 2001 bezahlten Kau f- preises als ursprüngliche Anschaffungs - bzw. Herstellkosten kann nicht gefolgt werden. Hingegen wird die Vorinstanz nach Rechtskraft dieses Entscheids die anrechenbaren Werte im Sinne der Erwägungen neu fest- zusetzen haben. Betreffend Dispositiv-Ziffer 11 bleibt festzuhalten, dass der vorinstanzliche Entscheid, welcher die Gegenstandslosigkeit des en t- sprechenden Antrags verursacht hat, erst im Lauf des Beschwerdeverfah- rens, also nach Beschwerdeerhebung ergangen ist. Es rechtfertigt sich daher nicht, sie diesbezüglich als unterliegend einzustufen und mit Ko s- ten zu belasten. Von untergeordneter Bedeutung sind der fallen gelasse- ne Antrag auf in tegrale Anwendung des nicht reduzierten Satzes für die kalkulatorische Verzinsung des Anlagevermögens und das teilweise O b- siegen in Bezug auf die vorinstanzlichen Verfahrenskosten. Insgesamt hat die Beschwerdeführerin im Ausmass von ca. zwei Dritteln obsiegt und ist zu einem guten Drittel unterlegen. Unter Berücksichtigung der Tats a- che, dass die Beschwerdeführerin ihren verfahrensrechtlichen Mitwi r- kungspflichten nicht vollumfänglich nachgekommen ist, sind ihr die hälft i- gen Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 10'000 aufzuerlegen. Diese sind mit dem geleisteten Kostenvorschuss von CHF 3'000 zu verrechnen. Die Differenz ist ihr nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden En t- scheids in Rechnung zu stellen. Die Beschwerdegegnerin beantragt, ihr seien unabhängig vom Ausgan g des Verfahrens keine Verfahrenskosten oder Parteientschädigungen auf- zuerlegen, da es nicht gerechtfertigt sei , sie im vorliegenden Verfahren als unterliegende Partei zu qualifizieren . Sie macht geltend, wie im Ver- fahren betreffend die Tarifperiode 2009 ausdrücklich auf die Stellung von Anträgen verzichtet zu haben und verweist auf ihre Beschwerdebegrün- dung vom 13. Juni 2013 im bundesgerichtlichen Verfahren betreffend die Tarifperiode 2009. Das Bundesgericht hat in seinem Urteil 2C_572/2012 vom 27. März 2013 E. 4 festgehalten, dass, auch wenn die Beschwerde- gegnerin keine Anträge gestellt und die Umsetzung des Urteils zuges i- chert habe, der Ausgang jenes Verfahrens dennoch zur Folge habe, dass sie von den Beschwerdeführerinnen keine Systemdienstleistungsk osten vergütet erhalte; sie sei daher materiell notwendige Gegenpartei und als A-2830/2010 Seite 40 solche unterlegen. Das Bundesverwaltungsgericht hatte in Beschwerd e- verfahren, die sich gegen die vorinstanzliche Tarifverfügung vom 6. März 2009 richteten, die Beschwerdegegneri n jeweils als teilweise mitobsi e- gend bzw. mitunterliegend eingestuft, weil auch sie Zweifel an der Rechtmässigkeit gewisser Anordnungen der Vorinstanz, insbesondere in Bezug auf die Systemdienstleistungen geäussert hatte (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-2606/2009 vom 11. November 2010 E. 20 und A-2607/2009 vom 10. Oktober 2010 E. 15). Im vorliegenden Verfa h- ren hat sich die Beschwerdegegnerin zum Streit gegenstand nicht konkret geäussert. In BGE 138 II 465 hat das Bundesgericht die Kosten nicht der Beschwe r- degegnerin, sondern der Vorinstanz auferlegt (nicht publ. E. 11). In jenem Verfahren war dieselbe Konstellation zu beurteilen wie im vorliegenden: Die Vorinstanz hatte die von der Beschwerdegegnerin festgelegten Netz- nutzungstarife abgesenkt. Dagegen erhoben diverse EVU , welche d a- mals noch Eigentümerinnen des Übertragungsnetzes waren, Beschwerde mit dem Antrag, es seien höhere anrechenbare Betriebs - und Kapitalkos- ten zu berücksichtigen als diejenigen, welche die Vorinstanz anerkannt hatte. Die (teilweise) Gutheissung der Beschwerde hatte zur Folge, dass die Netznutzungstarife und damit auch die Einnahmen der Beschwerd e- gegnerin anstiegen; diese hatte die gleichläufigen Interessen wie die o b- siegenden Bes chwerdeführerinnen, weshalb sie nicht als unterliegende Partei betrachtet werden konnte (Urteil des Bundesgerichts 2C_435/2013 vom 18. Oktober 2013 E. 3.6). Dementsprechend sind der Beschwerde- gegnerin auch im vorliegenden Verfahren keine Kosten aufzuerlegen. Da der Vorinstanz gemäss Art. 63 Abs. 2 VwVG keine Verfahrenskosten au f- erlegt werden können, ist die andere Hälfte der Verfahr enskosten in der Höhe von CHF 10'000 auf die Staatskasse zu nehmen. 13. 13.1 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei ist von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 ff. VGKE). Bei nur teilweisem Obsiegen ist die Entschädigung entsprechend zu kürzen (Art. 7 Abs. 2 VGK E). Wird keine Kostennote eingereicht, so setzt das Gericht die Entschädigung aufgrund der Akten fest (Art. 14 Abs. 2 VGKE), wobei der Stundenansatz für Anwältinnen und Anwälte mindestens CHF 200 und höchstens CHF 400 beträgt (Art. 10 Abs. 2 VGKE). Soweit die Beschwerdeführerin erst im Beschwerde -A-2830/2010 Seite 41 verfahren entscheidwesentliche Beweismittel eingereicht hat und damit im vorinstanzlichen Verfahren ihrer Mitwirkungspflicht nicht vollumfänglich nachgekommen ist, gilt der entsprechende Aufwand als selbst verschu l- det. Insofern besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Urteil e des Bundesverwaltungsgerichts A -2606/2009 vom 11. November 2010 E. 15.4 und A-2654/2009 vom 7. Mai 2013 E. 14). Unter Berücksichtigung der verschiedenen Rechtsschriften, die im Verfahren einzureichen waren, des nur teilweisen Obsiegens und des teilweise selbst verschuldeten Aufwandes wird die Parteientschädigung für die Beschwerdeführerin auf CHF 20'000 inkl. Aus lagen und Mehrwertsteuer festgesetzt. Die B e- schwerdegegnerin ist nicht durch einen aussenstehenden Anwalt vertr e- ten, sie hat daher keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Auch die Vorinstanz hat keinen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE). 13.2 Gemäss Art. 64 Abs. 2 und 3 VwVG ist die Parteientschädigung in erster Linie einer unterliegenden Gegenpartei aufzuerlegen, wenn sie sich mit selbständigen Begehren am Verfahren beteiligt hat und leistungs- fähig ist. Wie in vorangehender Erwägung 12.3 festgehalten, vertreten die Beschwerdegegnerin und die Beschwerdeführerin gleichläufige Intere s- sen, so dass Erstere nicht als (teilweise) unterliegend eingestuft werden kann. Die Vorinstanz hat daher in Anwendung von Art. 64 Abs. 2 VwVG für die der Bes chwerdeführerin zuzusprechende Parteientschädigung aufzukommen. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Das Beschwerdeverfahren wird mit Bezug auf das Rechtsbegehren betreffend die Dispositiv-Ziffer 11 der Verfügung vom 4. März 2010 (Ver- wendung der restlichen Einnahmen aus marktorientierten Zuteilungsver- fahren) als nachträglich gegenstandslos geworden abgeschrieben. 2. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen teilweise gu tgeheissen, Dispositiv-Ziffer 1 sowie die dazugehörigen Tabellen und Dispositiv-Ziffer 13 der angefochtenen Verfügung werden in Bezug auf die Beschwerd e- führerin aufgehoben und die Angelegenheit wird zur Prüfung und Ne u- festsetzung der anrechenbaren Kosten unter Berücksichtigung eines indi- viduellen Korrekturfaktors sowie des betriebsnotwendigen Nettou mlauf-A-2830/2010 Seite 42 vermögens und entsprechender Zinskosten an die Vorinstanz zurückg e- wiesen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 3. Der Beschwerdeführerin werden Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 10'000 auferlegt. Diese werden mit dem g eleisteten Kostenvor- schuss von CHF 3'000 verrechnet. Der Restbetrag von CHF 7'000 ist in- nert 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils z u- gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. Die Zustellung des Einza h- lungsscheins erfolgt mit separa ter Post. Die andere Hälfte der Verfa h- renskosten wird auf die Staatskasse genommen. 4. Der Beschwerdeführerin wird eine Parteientschädigung von CHF 20'000 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zugesprochen, welche ihr durch die Vorinstanz nach Eintritt der Rec htskraft des vorliegenden Urteils zu en t- richten ist. 5. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. 952-09-131; Einschreiben) – das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde). Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Kathrin Dietrich Tanja Petrik-Haltiner Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer A-2830/2010 Seite 43 Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefoch- tene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdefü h- rer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: