<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2024-01-11-1C_4-2024.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1C_4/2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 11. Januar 2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Kneubühler, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Baur. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________ AG in Liquidation, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Strassenverkehrsamt des Kantons Zug, Hinterbergstrasse 41, 6312 Steinhausen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Vorsorglicher Führerausweisentzug, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen die Verfügung des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug, Verwaltungsrechtliche Kammer, </div> <div class="para">vom 22. November 2023 (V 2023 88). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 22. September 2023 entzog das Strassenverkehrsamt des Kantons Zug B.________, geboren 1941, den Führerausweis aller Kategorien vorsorglich für unbestimmte Zeit, da seine Fahreignung aufgrund kognitiver Defizite nicht mehr bejaht werden könne. Gegen diesen Entscheid gelangte B.________ an das Verwaltungsgericht des Kantons Zug. Dieses forderte ihn mit Verfügung vom 6. Oktober 2023 zur Zahlung eines Kostenvorschusses von Fr. 1'200.-- bis zum 30. Oktober 2023 auf, ansonsten das Verfahren vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben werde. Innert der angesetzten Frist wurde der Kostenvorschuss nicht geleistet. Mit Verfügung vom 22. November 2023 schrieb das Verwaltungsgericht deshalb das Verfahren androhungsgemäss von seinem Geschäftsverzeichnis ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Mit Eingabe vom 29. Dezember 2023 erhebt die A.________ AG in Liquidation zugunsten von B.________ beim Bundesgericht Beschwerde betreffend "Rechtsverweigerung vorsorglicher Führerausweisentzug [...]". Soweit erkennbar, richtet sich die Beschwerde gegen die Verfügung des Verwaltungsgerichts vom 22. November 2023. </div> <div class="para">Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.1.</b> Gegen den angefochtenen kantonal letztinstanzlichen Entscheid eines oberen Gerichts stünde grundsätzlich die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen (Art. 82 lit. a, Art. 83, Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2), liegt ihm doch ein vorsorglicher Führerausweisentzug und damit ein Zwischenentscheid zugrunde, der nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sofort anfechtbar ist, da er für die betroffene Person einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von <span class="artref">Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG</span> bewirkt (Urteile 1C_330/2020 vom 10. März 2021 E. 1.1; 1C_285/2018 vom 12. Oktober 2018 E. 1). Beschwerdebefugt nach <span class="artref">Art. 89 Abs. 1 BGG</span> wäre indes der vom vorsorglichen Führerausweisentzug betroffene B.________ selbst; die dem Wortlaut der Beschwerde nach zu seinen Gunsten beschwerdeführende A.________ AG in Liquidation erfüllt die Legitimationsvoraussetzungen gemäss <span class="artref">Art. 89 Abs. 1 BGG</span> mangels eigener unmittelbarer Betroffenheit dagegen offenkundig nicht. Auf die Beschwerde ist daher ohne Prüfung der weiteren Eintretensvoraussetzungen im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 BGG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.2.</b> Würde trotz des Wortlauts der Beschwerde davon ausgegangen, effektiv führe nicht die A.________ AG in Liquidation, sondern B.________ Beschwerde, wirkte sich dies nicht zu dessen Gunsten aus. </div> <div class="para">Nach <span class="artref">Art. 42 Abs. 1 BGG</span> haben Rechtsschriften die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Gemäss <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> ist in der Begründung in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe ergeben sich aus den <span class="artref">Art. 95 ff. BGG</span>. Erhöhte Anforderungen an die Begründung gelten, soweit die Verletzung von Grundrechten sowie von kantonalem und interkantonalem Recht gerügt wird (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>). Die Beschwerde muss sich wenigstens kurz mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzen; rein appellatorische Kritik reicht nicht aus. Genügt die Beschwerde den Begründungsanforderungen nicht, ist auf sie nicht einzutreten (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=19&amp;from_date=01.01.2024&amp;to_date=20.01.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-V-136%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page136">BGE 140 V 136</a> E. 1.1<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=19&amp;from_date=01.01.2024&amp;to_date=20.01.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F138-I-171%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page171">138 I 171</a></span> E. 1.4). </div> <div class="para">Vorliegend sind die gesetzlichen Begründungsanforderungen offensichtlich nicht erfüllt, setzt sich die Beschwerde mit dem angefochtenen Entscheid doch nicht auseinander und geht aus ihr nicht hervor, inwiefern die Vorinstanz Recht im Sinne von <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> verletzt haben soll, indem sie die bei ihr eingereichte Beschwerde gegen den vorsorglichen Führerausweisentzug mit der erwähnten Begründung abgeschrieben hat. Würde B.________ als Beschwerdeführer betrachtet, wäre deshalb bereits aus diesem Grund ohne weitere Prüfung der Eintretensvoraussetzungen ebenfalls im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 BGG</span> auf die Beschwerde nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Bei diesem Verfahrensausgang ist die Beschwerdeführerin an sich kostenpflichtig; auf eine Kostenerhebung kann indes verzichtet werden (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Parteientschädigungen sind keine zuzusprechen (<span class="artref">Art. 68 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, dem Strassenverkehrsamt des Kantons Zug und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zug, Verwaltungsrechtliche Kammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 11. Januar 2024 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Kneubühler </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Baur </div> </div></body></html>