A bteilung II B -2198/2006 {T 0 /2 } U rteil vom 18. M ai 2007 M itw irkung: R ichterin Vera M arantelli (vorsitzende R ichterin), R ichter C laude M orvant, R ichterin M aria Am gw erd; G erichtsschreiberin Beatrice Brügger P._______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für B erufsbildung und Technologie (B B T), Effingerstrasse 27, 3003 Bern, Vorinstanz Prüfungskom m ission für Personalberater, VSAA - Q SK-Sekretariat, Laupenstrasse 22, 3008 Bern, Erstinstanz betreffend B erufsprüfung. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. P._______ legte im H erbst 2004 die Berufsprüfung für Personalberater ab. D abei w ählte er für das Abschlussm odul unter vier m öglichen Them en das Them a N r. 2 "Verm ittlung von über 50-Jährigen (50plus)", das w ie folgt um schrieben w ar: "Ausgangslage: Ältere Stellensuchende, die über 45 Jahre alt sind, können in der Europäischen U nion nur schw er verm ittelt w erden. D ie EU hat deshalb gem einsam m it dem Eu- ropäischen Sozialfonds ein auf die Bedürfnisse der über 45-Jährigen zugeschnitte- nes Projekt zur W iedereingliederung in den Arbeitsm arkt ins Leben gerufen. W äh- rend vielen Jahren w aren in der Schw eiz junge M enschen anteilsm ässig w eniger zahlreich auf dem Arbeitsm arkt vertreten als Personen über 40. H eute ist es für Stellensuchende über 40 schw ieriger eine Stelle zu finden als für Jüngere. Eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch zu erhalten, ist gar die H auptschw ierig- keit bei den über 50-Jährigen. Eine Stelle zu bekom m en, erw eist sich für die Be- troffenen oft als Spiessrutenlauf. D ie Situation der älteren Stellensuchenden könn- te sich m öglicherw eise verbessern, w enn W irtschaft und Stellennachfrage w ieder anziehen. D ie G ründe für die schw ierige Arbeitsm arktsituation bei älteren Stellensuchenden sind vielschichtig. Sind die heutigen Arbeitsbedingungen oder deren Entw icklung schuld oder liegt es an den geforderten Fachkom petenzen? O der stellt sich grund- sätzlich die Frage, ob ältere Stellensuchende (50plus) noch in der Lage sind, sich anzupassen und N eues zu lernen? Ist die Jugendlichkeit als Ideal unserer G esell- schaft verantw ortlich oder, präziser noch, die Q ualitäten die m an den jungen M en- schen zuschreibt. M anche Soziologen argum entieren, dass unsere G esellschaft dem "Jugendw ahn" verfallen sei. W ie können die Personalberater(innen) ihre älte- ren Kunden also zielgruppenspezifisch beraten, w ie ihre Verm ittlungsfähigkeit ver- bessern? W ie eine Stelle für sie finden? Aufgaben: Erstellen Sie zunächst eine Liste m it Argum enten, die die Aussage, über 50-jähri- ge Stellensuchende seien äusserst schw er verm ittelbar, bestätigen, bzw . w iderle- gen. Stützen Sie sich dabei auf Ihre praktische Erfahrung als Personalberater(in), auf Statistiken oder andere Inform ationen, die Ihnen zur Verfügung stehen. Zeigen Sie auf, w ie die Beratung ihrer Ansicht nach idealerw eise aussehen m uss, dam it sich die über 50-Jährigen besser auf dem Arbeitsm arkt integrieren lassen. N ennen Sie die arbeitsm arktlichen M assnahm en und die w eiteren M assnahm en, die für die R AV-Personalberater(in) in dieser H insicht von N utzen sein könnten. Zeigen Sie die G renzen, bzw . die Vor- und N achteile dieser M assnahm en auf, indem Sie ins- besondere auch darauf hinw eisen, w as auf politischer Ebene getan w erden m üss- te, um diese M assnahm en um zusetzen. D iese Analyse führen Sie in Ihrem Kanton und für die ganze Schw eiz durch. Ein Vergleich m it den M assnahm en der EU - und der O EC D -Staaten erlaubt es Ihnen, Ihre Argum entation und Ihre Vorschläge zu begründen, bzw . zu unterm auern. Zur Erinnerung: Es geht nicht darum , eine Situa- tionsanalyse vorzunehm en, sondern neue Vorschläge einzubringen. Inhalt: Anhand Ihrer Arbeit w ird sich zeigen, inw iefern die Beratung und Betreuung der 3 über 50-Jährigen in Ihrem R AV/Kanton oder in der Schw eiz den Bedürfnissen der Betroffenen und der Arbeitgeber entspricht. Sollte sich herausstellen, dass die Ab- läufe nicht auf die Bedürfnisse zugeschnitten sind, w ird insbesondere ein Ver- gleich m it den in der EU - und den O EC D -Ländern getroffenen M assnahm en zei- gen, w as in gesetzlicher und institutioneller H insicht unternom m en w erden kann, um die Beratung und Betreuung zu optim ieren. Ihre Arbeit gibt ausserdem Auf- schluss darüber w ie die Arbeitsm arktfähigkeit der über 50-Jährigen erhalten und verbessert w erden könnte. Sie w ird ebenfalls verdeutlichen, w elche Änderungen es unter U m ständen braucht, dam it die berufliche W iedereingliederung von über 50-Jährigen künftig problem loser abläuft. G egenstand ihrer Arbeit sind ausserdem verschiedene M echanism en zur Prävention von Langzeitarbeitslosigkeit bei ausge- steuerten über 50-Jährigen. Ihre Arbeit enthält sow ohl ihre persönlich Analyse als auch Ihre neuen Vorschläge. Es geht also nicht einfach nur darum , einen Ü ber- blick über die heutige Politik und die bestehenden M assnahm en zu geben." M it Schreiben vom 2. N ovem ber 2004 teilte die zuständige Prüfungskom - m ission P._______ m it, er habe die Prüfung nicht bestanden. G em äss dem beigelegten Prüfungsergebnis hatte er bei der eidgenössische Berufs- prüfung vom 26.-28. O ktober 2004 die schriftliche Prüfung m it der N ote 4 bestanden und die m ündliche Prüfung m it der N ote 2,5 nicht bestanden. Es w urde auf Art. 15 des R eglem ents über die Erteilung des eidgenössi- schen Fachausw eises als Personalberaterin/Personalberater (R eglem ent) verw iesen, w onach das Abschlussm odul als bestanden gilt, w enn beide Teile m it "bestanden" beurteilt sind. B. Am 30. N ovem ber 2004 erhob P._______ gegen diesen Entscheid Be- schw erde beim Bundesam t für Berufsbildung und Technologie (Bundes- am t) und beantragte, der m ündliche Teil des Abschlussm oduls und dem zu- folge die Prüfung seien als bestanden zu bew erten und es sei ihm der Fachausw eis zu erteilen. Er berief sich in seiner Beschw erde auf eine w ill- kürliche Bew ertung und Verfahrensfehler. Zum Prüfungsablauf stellte er fest, er habe, im G egensatz zu anderen Kandidaten, nicht im voraus in den Prüfungsraum gehen und sich vorberei- ten können. D ie Vorbereitungen habe er im Zeitrahm en der Prüfung erledi- gen m üssen. Kurz vor Prüfungsbeginn sei er durch die Prüfungsleiterin an- gefragt w orden, ob er anstelle von Exam inator M . Exam inator S. akzeptie- re. Er sei nicht darauf hingew iesen w orden, dass dieser nicht ein ordentli- cher Exam inator gem äss der Liste 2004, sondern zusätzlich aufgeboten w orden sei. Er könne nicht beurteilen, w ie intensiv sich dieser m it seiner Abschlussarbeit befasst habe. Aus der Fragestellung habe geschlossen w erden können, der Exam inator sei bezüglich der Sozialarbeit nicht beson- ders kom petent. Im W eiteren habe, entgegen dem Prüfungsreglem ent, der Exam inator sich m it ihm nicht in Schriftsprache sondern in Schw eizer- deutsch unterhalten. D ie U m stände am Prüfungstag - Exam inatorenw ech- sel, keine Vorbereitungszeit, Sprache, berufsfrem de Fragen m it erhöhtem Erklärungsbedarf usw . - seien nicht reglem entskonform gew esen und könnten ihm nicht angelastet w erden. Er habe Akteneinsicht erhalten. Aus 4 den Prüfungsprotokollen und den persönlichen N otizen der Exam inatoren gehe hervor, dass seine Art und sein Stil "nicht sehr gut angekom m en" sei- en. D er Them enbezug sei in Frage gestellt w orden. D iese Kritik hätte aber bei der schriftlichen Arbeit angebracht w erden m üssen. Beim M edienein- satz sei offenbar das Plakat nicht gew ürdigt w orden. Er sei, entgegen der M einung der Exam inatoren, in den Antw orten nicht ausgew ichen. Er habe, um die Fragen zu beantw orten, auch die Funktionsw eise der Sozialhilfe er- klären m üssen. D er Verm erk betreffend Foto und D atenschutz sei unver- ständlich. D ie m ündliche Prüfung als "bestanden" zu w erten, beantrage er, w eil Exam inator S. nicht auf der Prüfungsliste aufgeführt sei, die Prüfung nicht in Schriftsprache erfolgt sei, ihm keine Zeit zur Vorbereitung gew ährt w orden sei, dem Kriterium "R hetorik" zuviel Bedeutung beigem essen w or- den und der Sachinhalt der Präsentation nicht gew ertet w orden sei, das Prüfungsprotokoll nicht den Vorgaben der Kom m ission für Q ualitätssiche- rung (Q S-Kom m ission) entspreche, ausschliesslich die Taxonom ie C (An- w enden/kom plexe Problem e lösen, Punktezahl m ultipliziert m it Faktor 3) zur Bew ertung herangezogen w orden sei, im Prüfungsprotokoll die Zeit- überschreitung nicht angegeben w orden sei, der Inhalt der Präsentation ungenügend in die Fachdiskussion habe einfliessen können und nicht ob- jektiv (Fachbezug des Prüflings) bew ertet w orden sei, gleichzeitig zw ei in- einandergreifende Berufsfelder (Sozialarbeit und Personalberatung) hätten geprüft w erden sollen, es aber dem Exam inator an Fachw issen Soziale Ar- beit gefehlt habe, kein Eintrag "N ote m ündl." vorhanden sei und die N ach- vollziehbarkeit so nicht gew ährleistet sei, ebenso die verw endete Form el "45:18=2,5" nicht im Prüfungsreglem ent oder der W egleitung erw ähnt sei und die kreative Leistung des Vorschlags "M entoring" zum indest das Krite- rium "eigene Lösungsansätze" vollum fänglich erfülle. D ie Q S-Kom m ission leitete m it Eingabe vom 1. Februar 2005 die Stellung- nahm en der beiden Exam inatoren vom 10. Januar 2005 w eiter. D iese be- antragten die Abw eisung der Beschw erde. Bestätigt w urde, dass der Be- schw erdeführer nicht vorzeitig den Prüfungsraum habe betreten können. D a er nur m it Folien und einem Plakat gearbeitet habe und im Prüfungs- raum ein einsatzbereiter H ellraum projektor und ein Flipchart vorhanden gew esen seien, habe dafür kein Anlass bestanden. Exam inator S. sei zu- nächst m ündlich angefragt w orden und habe am 30. Septem ber 2004 eine schriftliche Einladung und die Prüfungsdossiers erhalten. D er Beschw erde- führer sei gefragt w orden, ob die Prüfung in Schriftsprache oder in Schw ei- zerdeutsch stattfinden solle, und er sei m it Schw eizerdeutsch einverstan- den gew esen. Es seien keine Vorgaben gem acht w orden, w ie die Fragen beantw orten w erden m üssten. Es sei das W issen eines Personalberaters, nicht dasjenige eines Sozialarbeiters abgefragt w orden und das Them a sei die Verm ittlung von über 50-Jährigen gew esen. Es treffe zu, dass P._______ w ie ein Pfarrer gew irkt habe, w as nicht w eiter schlim m gew e- sen sei. Erw artet w orden seien aber keine ausschw eifenden, sondern sachliche Antw orten auf die gestellten Fragen. D er Them enbezug sei bei der schriftlichen Arbeit bew ertet w orden. D ie m ündliche Prüfung diene der Vertiefung des Them enbezugs. P._______ habe diese Anforderung nicht 5 erfüllt, da er entgegen der Problem stellung keine eigenen Vorschläge ein- gebracht habe und eine Beschreibung der Situation nicht der Aufgaben- stellung entspreche. P._______ habe die Funktionsw eise der Sozialhilfe nicht erklären m üssen. G efragt w orden sei nach konkreten M assnahm en und Vorschlägen für die Verm ittlung von bei R egionalen Arbeitsverm itt- lungszentren (R AV) angem eldeten und noch anspruchsberechtigten Ar- beitslosen. D er eine Exam inator kenne im Ü brigen aufgrund seiner Tätig- keit die Funktionsw eise der Sozialhilfe sehr gut. D ie Stichw orte "Foto, D a- tenschutz" hätten als Anhaltspunkt für m ögliche Fragen gedient. D iese sei- en jedoch nicht gestellt w orden. Zu den w ichtigsten Anträgen sei festzu- stellen, dass der Sachinhalt der Präsentation bew ertet und als ungenü- gend em pfunden w orden sei. D as Ausw eichen von P._______ bei konkre- ten Fragen der Personalverm ittlung, aktiven arbeitsm arktlichen M assnah- m en (AAM -M assnahm en) und R AV-Tätigkeit sei eklatant gew esen und habe im m er w ieder zum Them a Sozialarbeit geführt. D as Beschreiben des M entoring entspreche der geforderten Lösung nicht. P._______ nahm dazu m it Eingabe vom 13. M ärz 2005 Stellung. Er ver- w ies bezüglich der Sprache auf das R eglem ent und erklärte, es sei nicht einzusehen, w ieso der Kandidat über eine Abw eichung vom R eglem ent entscheiden solle. Es sei eindeutig das W issen eines Personalberaters ab- gefragt w orden. Er sei ausgebildeter Sozialarbeiter und w olle Personalbe- rater w erden, nicht um gekehrt. Ein D ialog m it anderen Fachbereichen sei ohne Zw eifel angezeigt. Er hätte die Fragen inhaltlich verstanden und sachbezogen beantw ortet. D ie Kritik des Them enbezugs hätte bei der schriftlichen Arbeit angebracht w erden m üssen. Es sei seit seiner Anm el- dung für die Ausbildung klar gew esen, dass er nicht in erster Linie für die Arbeitslosenversicherung tätig sei. Es m üsse auch für nicht R AV-M itarbei- ter m öglich sein, die Prüfung zu bestehen. D a er die schriftliche Prüfung bestanden habe, sei davon auszugehen, dass die U m setzung der Aufgabe dem Prüfungsreglem ent entsprochen habe. D em zufolgen seien die Bem er- kungen der Exam inatoren Fehlbeurteilungen und dürften nicht zur Beurtei- lung herangezogen w erden. D as Bundesam t ersuchte am 22. D ezem ber 2005 die Q S-Kom m ission um zusätzliche Angaben. Es w ollte w issen, w eshalb sich die Aufgabenstellung auf beim R AV angem eldete und anspruchsberechtigte Arbeitslose bezo- gen habe und w eshalb das Verm itteln von Arbeitskräften und der Verleih von Personal zw ingend m it R AV-Tätigkeiten in Verbindung gebracht w er- den m üsse. W eiter w urde gefragt, ob die Kritik am Them enbezug bei der schriftlichen Arbeit P._______ bekannt gew esen sei, und, falls er dies nicht gew usst habe, ob das erneute Bezugnehm en auf das verfehlte The- m a in der m ündlichen Prüfung in die Bew ertung von 2 Punkten einbezogen w orden sei. D as Bundesam t w ollte ferner w issen, ob das kritisierte Ab- schw eifen und Ausw eichen unter den Stichw orten "Fragen zur D iplom ar- beit" und "persönlicher Eindruck" auf diesen verfehlten Them enbezug zu- rückgehe. W eiter w urde nach der überschrittenen Zeit und deren Bew er- tung sow ie der Anw endung der Taxonom ie C gefragt.6 D ie Q S-Kom m ission reichte m it Eingabe vom 19. Januar 2005 eine unda- tierte Stellungnahm e der Exam inatoren ein. D iese führten aus, die Aufga- benstellung habe sich beim gew ählten Them a explizit auf R AV-Berater be- zogen. U nter diesem G esichtspunkt sei die Them enw ahl von P._______ nicht sehr glücklich gew esen. D ie Bew ertung der schriftlichen Prüfung sei nicht Teil der m ündlichen Prüfung und deshalb w erde nicht darüber ge- sprochen. D er Kandidat habe die M öglichkeit durch konkrete Beantw ortung der Fragen die Prüfung zu bestehen. In der Aufgabenstellung sei klar ver- langt w orden, nicht eine Situationsanalyse vorzunehm en, sondern neue Vorschläge einzubringen. D ie Fragen nach diesen Ansätzen habe P._______ nicht beantw orten können und sei auf die Analyse abge- schw eift. D eshalb habe er nur zw ei Punkte erhalten. D as Abschw eifen habe m it der fehlenden Antw ort nach konkreten Vorschlägen zu tun. D as Ü berschreiten der Zeit w erde nach folgendem R aster beurteilt: Zeit einge- halten: 6 Punkte; bis 2 M inuten überzogen: 5 Punkte; 2-5 M inuten überzo- gen: 4 Punkte. P._______ hielt m it e-M ail vom 19. Februar 2006 an seiner Beschw erde fest und nahm Stellung zu der Eingabe der Q S-Kom m ission. Er vertrat die M einung, die Integrationsarbeit m üsse auf den aktuellen Berufsalltag Be- zug nehm en. Er kritisierte die Erw ähnung des R AV und des R AV-Beraters. D iese Begriffe w ürden sich w eder im R eglem ent noch in der W egleitung finden. Er w ies darauf hin, dass die Integrationsarbeit auf den aktuellen Berufsalltag Bezug nehm en m üsse. D ie Frage der Kontrolle der M essung der Zeit m üsste geklärt w erden. Er verw ies im W eiteren auf seine bisheri- gen Argum ente betreffend der reglem ents- und w egleitungsw idrigen Argu- m ente der Exam inatoren. M it Entscheid vom 20. April 2006 w ies das Bundesam t die Beschw erde ab. Es w urde geprüft, ob die vorgebrachten Verfahrensfehler im Prüfungsab- lauf das Prüfungsergebnis ungünstig beeinflusst hätten. D as Bundesam t kam zum Schluss, das R eglem ent und die W egleitung seien durch die Them en und die Fragestellungen - die sich aus dem vom Beschw erdefüh- rer gew ählten Them a ergeben hätten - nicht verletzt w orden. Selbst w enn gew isse Verfahrensm ängel zu R echt gerügt w orden seien bzw . die Bew er- tung nicht nachvollziehbar sei, w ürde deren Korrektur in der N otengebung zu keinem genügenden R esultat für das Bestehen der Prüfung führen. D ies betraf die Bew ertungen des M edieneinsatzes (Berücksichtigung des Plakats), die Bew ertung der R hetorik sow ie die Zeitüberschreitung. D as Bundesam t ging davon aus, dass der M edieneinsatz - bei dem nicht nach- vollziehbar sei, ob das Plakat gew ürdigt w orden sei - und die R hetorik - bei der die Ausführungen der Exam inatoren lediglich auf gew isse M ängel schliessen liessen – höchstens je m it der Teilnote 5 bew ertet w erden könnten. Es ging von einem Verzicht auf einen N otenabzug w egen der Zei- tüberschreitung und som it der Teilnote 6 aus, da diese durch die fehlende M öglichkeit der Vorbereitung im Prüfungsraum bedingt sein könnte. Falls den anderen Kandidaten diese M öglichkeit gegeben w orden w äre, w ürde 7 dies eine U ngleichbehandlung darstellen. Zur R üge der berufsfrem den Fragen w ie auch zu der Bew ertung des Them enbezugs (Teilnote 2), der Fragen zur Präsentation (Teilnote 2) und den Fragen zur D iplom arbeit (Teilnote 2) verw ies das Bundesam t auf die Aufgabenstellung in dem vom Beschw erdeführer gew ählten Them a und die M ängel in den Antw orten. P._______ sei auf die Aufgabenstellung, die arbeitsm arktliche und w eitere M assnahm en, w elche für R AV-M itarbeiter von N utzen sein könnten, ver- langt habe, nicht eingegangen und den diesbezüglichen Fragen ausgew i- chen. D as Bundesam t verneinte die Befangenheit des Exam inators S. Zur Prüfungssprache w urde festgestellt, ein allfälliger Verfahrensfehler bezüg- lich der Prüfungssprache hätte das Ergebnis nicht so beeinflussen können, dass davon ausgegangen w erden m üsste, P._______ hätte die Prüfung in H ochdeutsch bestanden. D as Kriterium "R hetorik" sei aufgrund der in der W egleitung in Ziffer IV Bst. b aufgeführten Kriterien anteilsm ässig korrekt berücksichtigt w orden. D as Bundesam t verw ies auf die in der W egleitung vorgesehene höchste Stufe (K6) der Taxonom ie nach Bloom , w elche die Bew ertung der Taxonom ie C (Anw enden/kom plexe Problem e lösen) recht- fertige und erklärte die Berechnung der m ündlichen N ote m it der Form el "45:18". C . P._______ (Beschw erdeführer) erhob gegen diesen Entscheid am 19. M ai 2006 Beschw erde bei der R ekurskom m ission EVD und beantragt die Auf- hebung des vorinstanzlichen Entscheids, die Bew ertung der m ündlichen Prüfung als "bestanden" und die Erteilung des Fachausw eises. Er habe die schriftliche Arbeit bestanden. D ies sei nicht genügend gew ürdigt w orden. Im m ündlichen Teil sei es darum gegangen, die schriftliche Arbeit zu prä- sentieren. O b die Arbeit z.B. für R AV-Berater von N utzen sei, spiele keine R olle. D ie in der schriftlichen Arbeit bei einem Fallbeispiel indirekt ge- äusserte Kritik an der Arbeit eines R AV-Beraters dürfe nicht dazu führen, dass er den Fachausw eis nicht erhalte. Er hätte von der Prüfungsleitung und den Exam inatoren, die m it der R AV-Arbeit beruflich und geschäftlich direkt verbunden seien, m ehr N eutralität und O ffenheit für interdisziplinä- ren D ialog erw artet. Betreffend den Exam inator sei er von der Prüfungslei- terin anlässlich der Akteneinsicht inform iert w orden, Exam inator S. sei ein "scharfer" Exam inator. Sie habe ihm von beruflichen Schw ierigkeiten die- ses Exam inators erzählt. Sie habe erw ähnt, dass es bezüglich seiner schriftlichen Arbeit D iskussionen gegeben habe. Som it gehe er davon aus, dass für ihn bereits im voraus das negative R esultat festgestanden habe. Er stelle die N eutralität der Prüfungsleiterin in Frage. W eiter w iederholt er die R ügen betreffend der m angelnden Vorbereitungszeit und der Prüfungs- sprache. Er m acht geltend, die R hetorik dürfe nicht nach den M assstäben von M odul 1 bew ertet w erden, da er für dieses M odul eine G leichw ertig- keitsanerkennung habe. Betreffend die Ausführungen der Vorinstanz zu der Anw endung der Taxonom ie C verw eise er nochm als darauf, dass er die schriftliche Prüfung bestanden habe. D er Erm essensspielraum sei zu seinen U ngunsten genutzt w orden. Zur w illkürlichen Bew ertung der Prü- fung hält er fest, der Sachinhalt habe sich aus der schriftlichen Arbeit erge-8 ben und dürfe nicht m ehr zur Bew ertung der Prüfung herangezogen w er- den. Er und die Exam inatoren seien offenbar von unterschiedlichen Vor- stellungen ausgegangen. Aufgrund der schriftlichen Arbeit habe er keine andere Schlussfolgerungen präsentieren und diskutieren können. Sollte es sich um ein M issverständnis handeln, dürfe ihm dies nicht angerechnet w erden. W eiter habe es ihn sehr irritiert, dass ein zw eiter Schriftenw echsel durchgeführt w orden sei. Seines W issens w erde ein solcher nur in Spezial- fällen angeordnet. D as Bundesam t beantragte m it Stellungnahm e vom 30. Juni 2006 die Ab- w eisung der Beschw erde bei der R ekurskom m ission EVD . Es erklärt ins- besondere, der zw eite Schriftenw echsel könne einer w eiteren Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts dienen, ohne dass es sich um einen Spezialfall handeln m üsse. D ie Q S-Kom m ission unterbreitete m it Eingabe vom 15. August 2006 ein Schreiben der Exam inatoren vom 4. Juli 2006, in dem deren bisherige Stellungnahm en bestätigt w urden. Im N ovem ber 2006 teilte der Präsident der R ekurskom m ission EVD den Partien m it, dass die Verfahrensakten zur W eiterbehandlung an das Bun- desverw altungsgericht übergeben w ürden, sollte das Verfahren nicht bis 31. D ezem ber 2006 abgeschlossen sein Am 11. Januar 2007 gab das Bundesverw altungsgericht die Ü bernahm e des Verfahrens sow ie die Besetzung des Spruchkörpers bekannt. Am 28. April 2007 reichte der Beschw erdeführer beim Bundesverw altungs- gericht eine w eitere Eingabe ein. D arin hält er fest, er habe nie für die Ar- beitslosenversicherung/R AV tätig sein w ollen und w ürde sich allenfalls auch schriftlich verpflichten, nie eine entsprechende Stelle zu suchen. Fer- ner m acht er geltend, zur Beurteilung seiner Leistungen sollten auch die von ihm abgelegten M odulprüfungen herangezogen w erden. Auf die dargelegten und w eitere Vorbringen w ird, sow eit sie rechtserheb- lich sind, in den Erw ägungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. O b die Prozessvoraussetzungen vorliegen und auf eine Beschw erde ein- zutreten ist, hat die entscheidende Instanz von Am tes w egen und m it freier Kognition zu prüfen (vgl. BG E 130 II 65 E. 1). D er Entscheid des Bundesam tes vom 20. April 2006, m it w elchem die Be- schw erde gegen die Verw eigerung der Erteilung des eidgenössischen Fach- ausweises "Personalberater" abgew iesen w urde, stellt eine Verfügung nach Art. 5 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw al- tungsverfahren dar (Vw VG , SR 172.021). D iese Verfügung w ar bisher bei der R ekurskom m ission EVD angefochten, w elche vor dem Inkrafttreten des 9 Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw altungsgericht (Verw altungsgerichtsgesetz, VG G , SR 173.32) am 1. Januar 2007 (vgl. AS 2006 1069) zur Beurteilung der Streitsache sachlich und funktionell zustän- dig w ar (vgl. Art. 61 Abs. 1 Bst. c Ziff. 1 des Berufsbildungsgesetzes, BBG , SR 412.10, aufgehoben gem äss Ziff. 35 des Anhangs zum VG G ). D as Bundesverw altungsgericht, das gem äss Art. 31 VG G als Beschw erdein- stanz Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 Vw VG beurteilt, ist nach Art. 53 Abs. 2 VG G (i.V. m it Art. 33 Bst. d VG G ) für die Behandlung der vor- liegenden Streitsache zuständig, zum al keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G greift. D er Beschw erdeführer hat am Verfahren vor dem Bundesam t teilgenom - m en und ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt. Er hat zudem ein als schutzw ürdig anzuerkennendes Interesse an deren Aufhe- bung oder Änderung, w eshalb er zur Beschw erde legitim iert ist (Art. 48 Abs. 1 Vw VG ). D er Kostenvorschuss w urde fristgem äss bezahlt (Art. 63 Abs. 4 Vw VG ). D er angefochtene Entscheid erging am 20. April 2006. Som it ist auf die in der form - und fristw ahrenden Beschw erde vom 19. M ai 2006 (Poststem pel 20. M ai 2006; Art. 50 und 52 Abs. 1 Vw VG ) gestellten R echtsbegehren ein- zutreten. Sow eit der Beschw erdeführer indessen in seiner nicht restlos klar form ulier- ten Eingabe vom 28. April 2007 sinngem äss von den in der Beschw erde vom 19. M ai 2006 abw eichende R echtsbegehren stellt, ist darauf m angels W ahrung der Beschw erdefrist nicht einzutreten. D ies betrifft insbesondere jene R echtsbegehren, die sich aus der Feststellung des Beschw erdeführers ergeben könnten, gegenüber dem Ausbildungsanbieter jederzeit eine schriftliche Zusicherung abzugeben, sich nie aktiv um eine Stelle als Perso- nalberater für die "Arbeitsversicherung/R AV" zu bem ühen. 2. G em äss den Art. 26 ff. des Bundesgesetzes vom 13. D ezem ber 2002 über die Berufsbildung (BBG , SR 412.10) ist die höhere Berufsbildung w eitge- hend Sache der zuständigen O rganisationen der Arbeitsw elt. D iese regeln die Zulassungsbedingungen, Lerninhalte, Q ualifikationsverfahren, Ausw ei- se und Titel (vgl. Art. 28 Abs. 2 BBG ). Sie berücksichtigen dabei die an- schliessenden Bildungsgänge. D ie Vorschriften unterliegen der G enehm i- gung durch das Bundesam t (vgl. Art. 27 und 28 BBG ). Bereits nach dem alten Bundesgesetz vom 19. April 1978 über die Berufsbildung (aBBG , AS 1979 1687, 1985 660, 1987 600, 1991 857, 1992 288 2521, 1996 2588, 1998 1822, 1999 2374, 2003 187), das per 1. Januar 2004 durch das vor- angehend zitierte heute geltende BBG abgelöst w urde, konnten die Berufs- verbände vom Bund anerkannte Berufsprüfungen und höhere Fachprüfun- gen veranstalten (Art. 51 Abs. 1 aBBG und Art. 44 Abs. 1 der dam als gel- tenden, am 1. Januar 2004 durch die Verordnung vom 19. N ovem ber 2003 10 über die Berufsbildung [BBV, SR 412.101] abgelösten, alten Verordnung vom 7. N ovem ber 1979 über die Berufsbildung [aBBV, AS 1979 1712, 1985 670, 1993 7, 1996 208, 1998 1822, 2001 979]). Sie hatten darüber ein R eg- lem ent aufzustellen, das der G enehm igung des Eidgenössischen Volksw irt- schaftsdepartem ents (EVD ) bedurfte (Art. 51 Abs. 2 aBBG und Art. 45 aBBV). G estützt auf die - dam als geltenden - D elegationsbestim m ungen des aBBG erliess der Verband Schw eizer Arbeitsäm ter (VSAA) am 1. D ezem ber 1999 ein R eglem ent über die Erteilung des eidgenössischen Fachausw eises als Personalberaterin/Personalberater (R eglem ent), w elches am 2. M ai 2000 vom EVD genehm igt w urde. D ie Q ualitätssicherungs-Kom m ission Perso- nalberaterIn eidg. Fachausw eis (Q S-Kom m ission) erliess gestützt auf das R eglem ent eine W egleitung, die auf den 1. O ktober 1999 in Kraft trat (hier m assgebend: Stand Juni 2000) G em äss dem R eglem ent haben die Kandidaten durch die Berufsprüfung für Personalberater/Personalberaterin zu bew eisen, dass sie fähig sind, M erkm ale von regionalen, nationalen oder internationalen Arbeitsm ärkten w ahrzunehm en und zu beurteilen, O rganisationen in Personalfragen zu unterstützen und entsprechende Entscheidungshilfen zur Verfügung zu stellen, Q ualifikationen von Personen, die Arbeit suchen, zu erfassen, dar- zustellen und zu bew erten, Beurteilungsinstrum ente in der Personalselek- tion anzuw enden, Suche, Selektion, Verm ittlung und Verleih von Personal aufgrund von Anforderungsprofilen durchzuführen, Projekte durchzuführen (z.B. Suchkam pagnen oder zw eckbestim m te Zusam m enarbeit m it exter- nen O rganisationen), juristische Fragen auf angem essenem N iveau zu be- arbeiten oder abzuklären, Beratungsgespräche aktiv zu gestalten und Be- ratungsstrategien zu entw ickeln, seine/ihre Personalberatung kostenbe- w usst zu gestalten (Art. 2 Abs. 2 R eglem ent). D ie Bedingungen für die Er- teilung des Fachausw eises setzen voraus, dass der Abschluss verschiede- ner M odulabschlüsse nachgew iesen w ird, w elche in der dem R eglem ent zugehörigen W egleitung aufgeführt sind (Art. 13 Abs. 1 R eglem ent). D as Abschlussm odul besteht aus einer m odulübergreifenden schriftlichen Ab- schlussarbeit und deren Präsentation und Besprechung (Art. 14 R egle- m ent). Beim Abschlussm odul w erden die schriftliche und m ündliche Prä- sentation und Besprechung je m it bestanden bzw . nicht bestanden bew er- tet. D as Abschlussm odul gilt als bestanden, w enn beide Teile m it bestan- den beurteilt sind (Art. 15 R eglem ent). 3. N ach Art. 49 Vw VG (i. V. m . Art. 37 VG G ) kann m it der Beschw erde ans Bundesverw altungsgericht die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich Ü berschreitung oder M issbrauch des Erm essens, unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes sow ie U nange- m essenheit der angefochtenen Verfügung gerügt w erden. Bei der Ü berprüfung von Exam ensleistungen auferlegte sich seinerzeit die 11 R ekurskom m ission EVD entsprechend der Praxis des Bundesrates (VPB 62.62 E. 3; 56.16 E. 2.1), des Bundesgerichts (BG E 121 I 225 E. 4b; 118 Ia 488 E. 4c; 106 Ia 1 E. 3c) sow ie anderer verw altungsunabhängiger R ekurskom m issionen (VPB 66.62 E. 4) Zurückhaltung, indem sie in Fra- gen, die seitens der Verw altungsjustizbehörden naturgem äss schw er über- prüfbar sind, nicht ohne N ot von der Beurteilung der erstinstanzlichen Prü- fungsorgane und Exam inatoren abw ich. Begründet w urde dies m it dem Ar- gum ent, der R echtsm ittelbehörde seien zum eist nicht alle m assgebenden Faktoren der Bew ertung bekannt, w eshalb es ihr in der R egel nicht m ög- lich sei, sich ein zuverlässiges Bild über die G esam theit der Leistungen des Beschw erdeführers in der Prüfung und der Leistungen der übrigen Kandidaten zu m achen. Ü berdies hätten Prüfungen häufig Spezialgebiete zum G egenstand, in denen die R echtsm ittelbehörde über keine eigenen Fachkenntnisse verfügt. Eine freie Ü berprüfung der Exam ensbew ertung w ürde zudem die G efahr von U ngerechtigkeiten und U ngleichheiten ge- genüber anderen Kandidaten in sich bergen. D aher habe sich die Auffas- sung durchgesetzt, dass die Bew ertung von schulischen Leistungen von der R echtsm ittelbehörde nicht frei, sondern nur m it Zurückhaltung zu über- prüfen sei (vgl. BG E 131 I 467 E. 3.1, BG E 121 I 225 E. 4b, BG E 118 Ia 488 E. 4c, BG E 106 Ia 1 E. 3c). In einem Beschw erdeverfahren nehm en die Exam inatoren, deren N otenbe- w ertung beanstandet w ird, im R ahm en der Beschw erdeantw ort der Prü- fungskom m ission Stellung (vgl. Art. 57 Abs. 1 Vw VG ). In der R egel über- prüfen sie bei dieser G elegenheit ihre Bew ertungen nochm als und geben bekannt, ob sie eine Korrektur als gerechtfertigt erachten oder nicht. So- lange konkrete H inw eise auf Befangenheit fehlen und die Beurteilung nicht als fehlerhaft oder völlig unangem essen erscheint, w ar nach der Praxis der R ekurskom m ission EVD auf die M einung der Exam inatoren abzustellen. Vor- ausgesetzt w urde aber, dass die Stellungnahm e insofern vollständig w ar, als darin substanziierte R ügen des Beschw erdeführers beantw ortet w ur- den, und dass die Auffassung der Exam inatoren, insbesondere sow eit sie von derjenigen des Beschw erdeführers abw ich, nachvollziehbar und ein- leuchtend w ar (R EKO /EVD 95/4K-014 E. 7.2, publiziert in: VPB 61.32). Es sind keine G ründe ersichtlich, von dieser Praxis abzuw eichen. Insofern hat sich auch das Bundesverw altungsgericht bei der Ü berprüfung von Exam ens- leistungen im oberw ähnten R ahm en Zurückhaltung aufzuerlegen (vgl. BVG E B-2202/2006 vom 25.1.2007 Erw . 3). Eine solche Zurückhaltung rechtfertigt sich allerdings nur bei der Bew ertung von Prüfungsleistungen. Ist dagegen die Auslegung und die Anw endung von R echtsvorschriften streitig oder w erden Verfahrensm ängel im Prüfungsablauf gerügt, hat die angerufene R echtsm ittelbehörde die erhobenen Einw endun- gen m it freier Kognition zu prüfen, andernfalls sie eine form elle R echtsverw ei- gerung begeht (vgl. BG E 106 Ia 1 E. 3c; VPB 56.16 E. 2.2; R EN É A. R H IN O W /BEAT KR ÄH EN M AN N , Schw eizerische Verw altungsrechtsprechung, Ergän- zungsband, Basel 1990, N r. 80 B I f).12 4. D ie vom Beschw erdeführer vorgebrachten R ügen beziehen sich zum einen auf die als ungenügend bew ertete m ündliche Prüfung respektive auf die W ürdigung der Beziehung zw ischen dieser und seiner als genügend be- w erteten schriftlichen Arbeit, zum anderen m acht er aber auch Verfahrens- fehler geltend, die nur m ittelbar m it der m ündlichen Prüfung in Zusam m en- hang stehen. 4.1 In letztgenannter H insicht bringt der Beschw erdeführer zunächst vor, er habe, im G egensatz zu anderen Kandidaten, nicht vorzeitig in den Prü- fungsraum hinein gehen und sich vorbereiten können; seine Vorbereitun- gen habe er innerhalb der Prüfungszeit vornehm en m üssen. D am it rügt der Beschw erdeführer zum indest sinngem äss eine U ngleichbehandlung im Sinne von Art. 8 BV. D ie Frage, ob der Beschw erdeführer, w ie er ohne es zu belegen behaup- tet, effektiv anders behandelt w urde, als die übrigen Prüfungskandidaten kann indessen offen gelassen w erden: D ie nicht bestrittene Tatsache, dass der Beschw erdeführer nicht vorzeitig in den Prüfungsraum gelassen w urde, könnte näm lich in Bezug auf dessen Prüfungsergebnis höchstens insofern relevant sein, als bei der Bew ertung der m ündlichen Prüfung w e- gen einer Zeitüberschreitung zw ei Punkte abgezogen w urden. W ie das Bundesam t in seinem Entscheid vom 20. April 2006 zu R echt fest- stellte, hätte der Beschw erdeführer aber die Prüfung selbst dann nicht be- standen, w enn ihm diese Punkte nicht abgezogen w orden w ären (vgl. auch unten Ziff. 5.5). 4.2 In verfahrensrechtlicher H insicht bem ängelt der Beschw erdeführer w eiter, die Prüfung sei statt in der Schriftsprache in Schw eizerdeutsch abgehalten w orden. G em äss Art. 8 des R eglem ents kann sich der Kandidat oder die Kandidatin in einer der drei Am tssprachen D eutsch, Französisch oder Italienisch prü- fen lassen. D ie W egleitung präzisiert in Ziff. IV Bst. b, dass die Prüfung sich in H ochsprache abw ickelt. D ie R üge des Beschw erdeführers erscheint angesichts dieser Bestim m un- gen auf den ersten Blick als begründet. Allerdings hatte sich der Be- schw erdeführer, w ie aus den Stellungnahm en der Exam inatoren hervor- geht und von ihm auch nicht bestritten w ird, auf eine entsprechende Frage hin, vor der Prüfung ausdrücklich dam it einverstanden erklärt, dass diese in Schw eizerdeutsch abgehalten w urde. W eshalb bereits das Stellen einer solchen Frage, w ie vom Beschw erdeführer vor der Vorinstanz geltend ge- m acht w urde, unzulässig sein sollte, ist nicht erkennbar, zum al die M ög- lichkeit, sich in M undart zu äussern, sehr oft als Erleichterung em pfunden w ird. Fest steht jedoch, dass der nun vom Beschw erdeführer beanstandete M angel bei entsprechender negativer R eaktion auf die Frage der Exam ina- toren, hätte verm ieden w erden können. Inw iefern dem Beschw erdeführer eine solche R eaktion nicht zum utbar gew esen w äre (siehe dazu etw a den Entscheid des Bundesgerichts vom 1. Septem ber 2003 [2P.26/2003, ins- bes. E. 3.5]), ist nicht ersichtlich. D en Verfahrensm angel erst nach dem Er-13 gehen des ungünstigen Entscheids im R echtm ittelverfahren zu erheben, w iderspricht som it hier dem G rundsatz von Treu und G lauben (BG E 121 I 225 E. 3; 120 Ia 19 E. 2c aa; vgl. auch ALFR ED KÖ LZ/ISABELLE H ÄN ER , Verw al- tungsverfahren und Verw altungsrechtspflege des Bundes, 2. Auflage, Zü- rich 1998, R z. 258). D ie sich auf die Prüfungssprache beziehende, erst nachträglich vorge- brachte R üge des Beschw erdeführers kann deshalb nicht gehört w erden. 4.3 Ebenfalls erst im vorinstanzlichen Verfahren äusserte der Beschw erdefüh- rer auch die nun in der Beschw erde w iederholte Kritik an einem der Exam i- natoren. N ach Art. 8 Ziff. 4 des R eglem ents m üssen Einsprachen gegen Exam ina- toren m indestens 2 W ochen vor Prüfungsbeginn vorgebracht w erden. D em Beschw erdeführer w urde die Teilnahm e des nun von ihm kritisierten Exa- m inators erst kurz vor der Prüfung m itgeteilt. D ieser w ar auch nicht im vor- gängig abgegebenen Verzeichnis erw ähnt. D er Beschw erdeführer hatte som it nicht die M öglichkeit, allfällige, diesen Exam inator betreffende Ein- w ände innerhalb der vorgesehenen Frist anzubringen. R echtlich hätten diese Einw ände allerdings nur zum Ausstand dieses Exa- m inators führen können. D ie Ausstandsgründe bestim m en sich nach Artikel 10 Abs. 1 Vw VG (vgl. unveröffentlichter Beschw erdeentscheid der R EKO /EVD vom 18. Januar 2001 i. S. O . [99/H B-030], E. 5). N ach der im Zeitpunkt der Prüfung an- w endbaren und daher hier m assgebenden alten Fassung dieses Artikels (AS 1969 737 resp. AS 2005 5699; zum anw endbaren R echt vgl. statt vie- ler BG E 126 III 431 E. 2a und 2b sow ie BG E 119 Ib 103 E. 5) haben Per- sonen in den Ausstand zu treten, w enn sie in der Sache ein persönliches Interesse haben, m it einer Partei durch Ehe verbunden sind oder m it ihr eine faktische Lebensgem einschaft führen, m it einer Partei in gerader Linie oder bis zum dritten G rade in der Seitenlinie verw andt oder verschw ägert sind, Vertreter einer Partei sind oder für eine Partei in der gleichen Sache tätig w aren oder aus anderen G ründen in der Sache befangen sein könn- ten. D ie Tatsache, dass der kritisierte Exam inator nicht auf der Exam inatoren- liste aufgeführt w ar und der Beschw erdeführer erst kurz vor der Prüfung über dessen Einsatz inform iert w urde, verunm öglichte es dem Beschw er- deführer zw ar, vor der Prüfung Einw ände gegen den Exam inator anzubrin- gen, einen Ausstandsgrund im Sinne von Art. 10 Vw VG verm ag sie indes- sen nicht zu begründen. Andere G ründe, die dafür sprechen w ürden, dass der Exam inator als befangen zu betrachten w äre, w erden vom Beschw er- deführer nicht vorgebracht und sind auch auf G rund der Akten nicht er- sichtlich. D ie nun gegen den Exam inator geltend gem achten Einw ände hätten daher selbst dann, w enn der Beschw erdeführer sie innerhalb der dafür vorgese- henen Frist hätte vorbringen können, nicht gereicht, um ein Ausstandsbe- gehren m it Erfolg zu begründen. D ie bezüglich des einen Exam inators vor-14 gebrachten R ügen des Beschw erdeführers erw eisen sich daher als unbe- gründet. D ies gilt inbesondere auch insow eit, als der Beschw erdeführer m it Blick auf dessen H altung in Fragen der Sozialarbeit die fachliche Kom petenz des betreffenden Exam inators in Frage stellt. D ie Kom petenz eines Exam i- nators ist nicht unter dem Titel der Befangenheit zu prüfen. Auch die vom Beschw erdeführer ins Feld geführte Verbundenheit des Exam inators m it der Arbeit der R AV verm öchte daran nichts zu ändern. Es ist jedoch hier darauf hinzuw eisen, dass der Beschw erdeführer eine Prüfung als Perso- nalberater ablegte. In dieser Prüfung hat der Kandidat unabhängig von ei- ner allfälligen Vorbildung, sein W issen als Personalberater unter Bew eis zu stellen. D ass anlässlich der Prüfung auf Fragen die das R AV betreffen Bezug genom m en w urde, ist daher nicht zu beanstanden, zum al sich die- ser Bezug gerade auch aus der vom Beschw erdeführer selber gew ählten Aufgabenstellung ergab. M ögliche persönliche Problem e des Exam inators, w ie sie der Beschw erdeführer vom H örensagen erw ähnt, ebenso w ie die Bezeichnung als "scharfen" Exam inator durch eine D rittperson lassen ebenfalls keinen Schluss auf dessen Befangenheit zu. Selbst w enn die Prüfungsleiterin, deren "N eutralität" der Beschw erdeführer in Frage stellt, diesem gesagt haben sollte, seine Arbeit habe Anlass zur D iskussion ge- geben, lässt das, entgegen der Ansicht des Beschw erdeführers, nicht dar- auf schliessen, das negative R esultat der m ündlichen Prüfung habe bereits vor dieser Prüfung festgestanden, d.h. die M einung der Exam inatoren sei im vornherein festgestanden. Aus den Prüfungsunterlagen geht hervor, dass die einzelnen Bereiche der m ündlichen Prüfung bew ertet w orden sind, der Beschw erdeführer som it, auch unabhängig von der schriftlichen Arbeit die M öglichkeit hatte, eine genügende N ote zu erzielen. Eine Befan- genheit der Exam inatoren ist dem zufolge in dieser H insicht nicht erkenn- bar. N icht w eiter einzugehen ist auch auf die vom Beschw erdeführer aufgew or- fene Frage der "N eutralität" der Prüfungsleiterin, zum al er diese nicht w ei- ter begründet und auch aus den Akten nichts ersichtlich ist, das die Prü- fungsleitung als befangen erscheinen liesse. 4.4 Schliesslich m acht der Beschw erdeführer geltend, es habe ihn irritiert, dass das Bundesam t den Exam inatoren nach deren Bericht schriftlich Zu- satzfragen gestellt habe. Inw iefern und w elche rechtlich relevanten R ügen der Beschw erdeführer dam it zum Ausdruck bringen m öchte, w ird indessen nicht klar. W ie aus den Akten hervorgeht, ging es im Schreiben vom 22. D ezem ber 2005 einzig darum , im R ahm en der Instruktion des Verfahrens offen ge- bliebene Fragen abzuklären. D er erw ähnte Schriftenw echsel ist daher nicht zu beanstanden. 5. Bezüglich der m ündlichen Prüfung an sich bem ängelt der Beschw erdefüh- rer sow ohl deren Inhalt respektive die Fragestellung und die G ew ichtung 15 einzelner Kriterien als auch deren Bew ertung. D iesbezüglich verm utet er zum einen, die insgesam t ungenügende Bew ertung seiner m ündlichen Leistungen gehe auf den Inhalt der schriftlichen Prüfung zurück, zum an- deren m oniert er, dass die von ihm bestandenen M odulprüfungen nicht in die Beurteilung m iteinbezogen w urden. Zudem m acht er geltend, es sei nicht gew ürdigt w orden, dass er die schriftliche Prüfung bestanden habe. 5.1 Auf G rund der letztgenannten R üge ist davon auszugehen, dass der Be- schw erdeführer annim m t, bei der m ündlichen Prüfung gehe es lediglich da- rum , die schriftliche Arbeit zu präsentieren. D en Berichten der Exam inato- ren ist indessen zu entnehm en, dass anlässlich der m ündlichen Prüfung nicht nur eine Präsentation, sondern auch eine Vertiefung der schriftlichen Arbeit verlangt w urde. N ach Art. 14 des R eglem ents besteht das Abschlussm odul aus einer m o- dulübergreifenden schriftlichen Abschlussarbeit und deren Präsentation. D ie W egleitung hält in Ziff. IV Bst. b zum Prüfungsablauf des m ündlichen Teils des Abschlussm oduls fest, dass bei der Beurteilung des m ündlichen Teils betreffend die Präsentation die Kriterien "Beschränkung auf das W e- sentliche, Ü berzeugungskraft, Stringenz, R hetorik und Präsentationstech- nik" sow ie betreffend das G espräch die Kriterien "konkrete, spezifische Ausführung, H intergrundüberlegungen, kritische W ürdigung bestehender Ansätze, eigene Lösungsansätze, D iskussion derselben" gelten. Bei den Lernzielen sieht die W egleitung in Ziff. VII vor, dass die Kandidaten in der m ündlichen Präsentation und D iskussion der Abschlussarbeit Zusam m en- hänge erkennen, diskutieren und aus theoretischen Betrachtungen Schlüs- se für die eigene Praxis ziehen sow ie die Ergebnisse der gesam ten Be- schäftigung m it dem betreffenden Them a auf anschauliche Art und W eise zur G eltung bringen können. Aus der W egleitung geht som it klar hervor, dass in der m ündlichen Prü- fung nicht nur die Präsentation der schriftlichen Arbeit, sondern auch eine vertiefte Auseinandersetzung m it dem Them a gefordert ist. D em entspricht auch die Tatsache, dass für die Bew ertung die höchste Stufe der Taxono- m ie nach Bloom (K 6) vorgesehen ist. D anach beurteilt der Kandidat/die Kandidatin "eine Lösung, ein Verfahren, eine M ethode etc. hinsichtlich der Zw eckm ässigkeit. Folgende Schritte gehören zu einer kom pletten Beurtei- lung: D er Kandidat/die Kandidatin definiert die relevanten Beurteilungskri- terien. Er verbindet diese Kriterien zu einem Beurteilungssystem . D ies be- inhaltet im w esentlichen gruppierte und gew ichtete Kriterien. D er Kandidat/die Kandidatin bew ertet eine Lösung, ein Verfahren, eine M etho- de. Er benutzt dazu sein Beurteilungssystem . D er Kandidat verfasst eine G esam tbew ertung oder entscheidet sich für eine Lösung, ein Verfahren, eine M ethode etc. Er begründet seinen Entscheid auf der Basis des Beur- teilungssystem s." U nter diesen U m ständen ist es nicht zu beanstanden, w enn die Exam ina- toren von den Kandidaten eine vertiefende D iskussion und nicht eine blos- se Präsentation der schriftlichen Arbeit verlangten. 16 5.2 D er Inhalt, respektive die Fragestellung bei der m ündlichen Prüfung w ar durch das gew ählte Them a und die eingereichte schriftliche Arbeit gege- ben. D azu ist festzustellen, dass der Beschw erdeführer einen Fachaus- w eis als Personalberater erw erben w ollte. D ie Prüfungsaufgaben w aren deshalb, unabhängig von der bisherigen Tätigkeit der Kandidaten, auf die Tätigkeit eines Personalberaters bezogen. Auch w enn der Beschw erdefüh- rer sich aufgrund seiner Tätigkeit m it gew issen Fragen aus dem Blickw in- kel der Sozialarbeit beschäftigt hatte, m usste er nicht seine Kenntnisse in diesem Bereich, sondern jene im neu erlernten Fachgebiet, der Personal- beratung, unter Bew eis stellen. D er Begriff der Personalberatung um fasst die privatw irtschaftliche und öf- fentliche Arbeitsverm ittlung sow ie den Personalverleih (Art. 2 Abs. 1 R eg- lem ent). D er Beschw erdeführer hatte für sein Schlussm odul die Ausw ahl unter vier Them en: "1. Arbeitsm arktliche Anforderungen an Stellensuchen- de", "2. Verm ittlung von über 50-Jährigen (50plus)", "3. Berufliche Einglie- derung von Ausländern/Ausländerinnen", "4. PersonalberaterIn – ein Be- ruf, viele Kom petenzen". Er entschied sich für das Them a 2, bei dem ge- m äss der Fragestellung, die oben unter Bst. A w iedergegeben w urde, ins- besondere arbeitsm arktliche M assnahm en und die Tätigkeit des R AV zu berücksichtigen w aren. Arbeitsm arktliche M assnahm en sind in Art. 59 ff. des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die obligatorische Arbeitslo- senversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG , SR 837.0) defi- niert. Sie betreffen die öffentliche Arbeitsverm ittlung, die von den R AV durchgeführt w ird. D er Bezug auf das R AV in der Fragestellung w ar som it durch das gew ählte Them a bedingt. Auch w enn der Beschw erdeführer nicht auf einem R AV tä- tig w ar, hätte er sich über die entsprechende Problem atik inform ieren kön- nen. Er hatte aber auch die M öglichkeit, für sein Abschlussm odul ein ande- res Them a zu w ählen, für das das auf das R AV bezogene W issen nicht notw endig w ar. D ie zur Ausw ahl stehenden Them en liessen dies ohne w ei- teres zu. Entgegen der Ansicht des Beschw erdeführers ist som it die Fra- gestellung als solche nicht zu beanstanden. 5.3 Zur Beurteilung des Inhalts der m ündlichen Prüfung führten die Exam inato- ren in ihrer Stellungnahm e vom 10. Januar 2005 aus, die m ündliche Prä- sentation diene als Instrum ent um den Them enbezug zu vertiefen und m üsse beim Beschw erdeführer als absolut nicht erfüllt gew ertet w erden. Entgegen der Problem stellung habe dieser keine eigenen Vorschläge ein- gebracht. Eine blosse Beschreibung der Situation entspreche nicht der Aufgabenstellung. D er Beschw erdeführer hätte die Funktionsw eise der So- zialhilfe nicht erklären m üssen. Es sei nach konkreten M assnahm en und Vorschlägen für Arbeitslose, die auf dem R AV angem eldet und noch an- spruchsberechtigt sind, gefragt w orden, so w ie es die Aufgabe vorsehe. D er Beschw erdeführer sei jedoch konsequent ausgew ichen und habe alles nur aus Sicht der Sozialhilfe erklärt. D as Ausw eichen des Beschw erdefüh- rers bei konkreten Fragen der Personalverm ittlung, bei AAM -M assnahm en und R AV-Tätigkeit sei eklatant gew esen und habe diesen im m er w ieder zur Sozialarbeit zurückgeführt. D as Them a sei indessen nicht Sozialarbeit 17 und Personalberatung, sondern die Verm ittlung von über 50-jährigen Ar- beitslosen gew esen. D as Beschreiben des M entoring sei keine eigene Lö- sung w ie gefordert und daher entsprechend bew ertet w orden. Auf ein Ersuchen vom 22. D ezem ber 2005 verw iesen die Exam inatoren zur Frage, w eshalb sich die Aufgabenstellung nur auf beim R AV angem eldete anspruchsberechtigte Arbeitslose bezogen hätte, auf die Aufgabenstellung des gew ählten Them as. Sie erklärten, der Beschw erdeführer habe diese R AV-bezogene "Problem stellung überhaupt nicht beantw ortet, und sei allen diesbezüglichen Fragen ausgew ichen". Zum Bezug zur Them enw ahl hiel- ten die Exam inatoren fest, die Bew ertung der schriftlichen Prüfung sei nicht Teil des m ündlichen Prüfungsablaufs. Vielm ehr habe der Kandidat die M öglichkeit durch die konkrete Beantw ortung der Fragen die Prüfung zu bestehen. In der Aufgabenstellung sei klar verlangt, dass nicht eine Situati- onsanalyse vorzunehm en sei, sondern vielm ehr neue Vorschläge einzu- bringen seien. D ie Frage nach genau diesen Ansätzen habe der Beschw er- deführer indessen nicht beantw ortet. Statt dessen sei er, da er keine kon- kreten Vorschläge gehabt hätte, auf die Analyse abgeschw eift und habe so versucht, sich durch langes Ausholen "über die Zeit zu retten" um w eiteren konkreten Fragen zu entgehen. D ie gestellten Fragen hätten auf der vom Beschw erdeführer abgegebenen D iplom arbeit basiert und die entsprechen- den konkreten Ansätze generieren sollen. Auf Seite 12 der D iplom arbeit habe der Beschw erdeführer den Begriff der kollektiven Beschäftigungspro- gram m e verw endet, auf entsprechende N achfrage hin aber nicht, w ie es die Aufgabenstellung vorgebe, neue Vorschläge einbringen können. D ie Exam inatoren führten w eiter aus, sie gingen davon aus, dass ein Kandidat seine Arbeit verstehe, deshalb käm en, w ie aus der Fragestellung ersicht- lich sei, vor allem Anw endungsfragen zum Tragen. Ihnen gehe es darum , zu ergründen, w ie ein Kandidat die Erkenntnisse aus seiner Arbeit in der Praxis um setze und deren Anw endungen beurteile. Aus den soeben geschilderten Ausführungen sow ie auch aus den auf dem Prüfungsprotokoll notierten Stichw orten ist ersichtlich, dass sich die Exam i- natoren bei der m ündlichen Prüfung zw ar auf die D iplom arbeit als G rundla- ge stützten; m it Blick auf die gew ählte Aufgabe (Them a N r. 2) und deren U m schreibung aber auch Fragen stellten, m it denen das Them a vertieft w erden sollte. D ies w ar, w ie vorangehend dargelegt, zulässig und ist daher nicht zu beanstanden. 5.4 N ach dem Prüfungsprotokoll beurteilten die Exam inatoren die Leistungen des Beschw erdeführers nach den Kriterien "Them enbezug", "R hetorik", "M edieneinsatz", "Zeitvorgabe", "Fragen zur Präsentation" und "Fragen zur D iplom arbeit (inhaltlich/sachlich)“; zum letzten im Prüfungsprotokoll er- w ähnten Kriterium "Fragen zur Konzeption der D iplom arbeit" w urde nichts verm erkt. G em äss Ziff. IV Bst. b der W egleitung gelten für die Beurteilung der Prä- sentation und des G esprächs die Kriterien "Beschränkung auf das W esent- liche", "Ü berzeugungskraft", "Stringenz", „R hetorik", "Präsentationstech- nik", "konkrete, spezifische Ausführung", "H intergrundüberlegungen", "kriti-18 sche W ürdigung bestehender Ansätze", "eigene Lösungsansätze" und "D iskussion derselben". W erden die im Prüfungsprotokoll erw ähnten und bew erteten Kriterien be- trachtet, zeigt sich, dass m it drei der Kriterien ("R hetorik", "M edieneinsatz", "Zeitvorgabe") auf die Art der Präsentation und m it drei w eiteren ("The- m enbezug", "Fragen zur Präsentation" und "Fragen zur D iplom arbeit") auf deren Inhalt Bezug genom m en w ird. D ass und inw iefern dies nicht den Vorgaben in Ziffer IV der W egleitung entsprechen sollte, w urde vom Be- schw erdeführer nicht dargelegt und ist auch für das Bundesverw altungsge- richt nicht ersichtlich. D ie W egleitung legt die G ew ichtung der einzelnen Kriterien nicht fest. D ie- se steht som it im freien Erm essen der Prüfungskom m ission. D as freie Erm essen ist, w ie jedes staatliche H andeln, nicht nach Belieben w ahrzunehm en, sondern pflichtgem äss, insbesondere unter Beachtung des W illkürverbots und des G rundsatzes der Verhältnism ässigkeit auszu- üben (siehe etw a BG E 122 I 267 E. 3b). N ach dem Prüfungsprotokoll w urden die bew erteten Kriterien "Them enbe- zug", "R hetorik", "M edieneinsatz", "Zeitvorgabe", "Fragen zur Präsentation" und "Fragen zur D iplom arbeit (inhaltlich/sachlich)" je m it ei- nem Sechstel gew ichtet. D ass die Prüfungskom m ission dam it das ihr zustehende Erm essen nicht pflichtgem äss beziehungsw eise rechtsungleich oder sogar w illkürlich aus- geübt hätte, ist für das Bundesverw altungsgericht nicht erkennbar. Insgesam t sind som it w eder die einzelnen Kriterien an sich, noch deren G ew ichtung zu beanstanden. D ie diesbezüglichen Vorbringen des Be- schw erdeführers erw eisen sich daher als unbegründet. D ies gilt insbesondere auch insow eit, als der Beschw erdeführer geltend m acht, das Kriterium "R hetorik" könne nicht "nach den M assstäben ge- m äss M odul 1 bew ertet" w erden, da ihm für dieses M odul eine G leichw er- tigkeitsanerkennung zugestanden w orden sei. N ach der W egleitung bein- haltet das M odul 1 die Them en "Ausbildungsplanung/Lerntechnik/Lernm e- thodik". Es ist som it von vornherein nicht m it "R hetorik" gleichzusetzen. Zudem ist darauf hinzuw eisen, das das Abschlussm odul gem äss Art. 14 R eglem ent m odulübergreifend ist; es um fasst folglich Inhalte verschiede- ner M odule, w ird aber von diesen unabhängig bew ertet. Schliesslich sieht die W egleitung für die m ündliche Prüfung, das hier zur D iskussion stehen- de M odul 8, einzig die Taxonom iestufe K 6 der Taxonom ie nach Bloom vor. D ies entspricht, w ie die Vorinstanz zu R echt feststellte, der höchsten Stufe der angew endeten Taxonom ie C (vgl. dazu oben Ziff. 5.1). D as Krite- rium "R hetorik" hätte daher auch schon aus diesem G rund nicht nach einer anderen Taxonom iestufe geprüft w erden können. 5.5 In Bezug auf die Bew ertung der einzelnen Kriterien m acht der Beschw er- deführer nicht ausdrücklich geltend, seine Leistungen seien unterbew ertet w orden. Er beschränkt sich m it Ausnahm e der bezüglich den Kriterien 19 "R hetorik" und "M edieneinsatz" geäusserten Kritik im W esentlichen viel- m ehr darauf - w ie vorangehend dargelegt zu U nrecht - den Inhalt, bezie- hungsw eise die Fragestellung der m ündlichen Prüfung zu kritisieren. D ass er die ihm gestellen Fragen stringent und richtig beantw ortet hätte, legt er indessen nicht dar. U nter diesen U m ständen besteht für das Bundesverw altungsgericht zum in- dest bezüglich der Kriterien "Them enbezug", "Frage zur Präsentation" und "Fragen zur D iplom arbeit (inhaltlich/sachlich)" keine Anlass dazu, von ei- ner U nterbew ertung auszugehen. In Bezug auf das Kriterium "R hetorik" stellte die Vorinstanz fest, aus den Ausführungen der Exam inatoren könne zw ar auf gew isse M ängel ge- schlossen w erden, verzichtete aber in der Folge darauf zu prüfen, ob die Bew ertung m it der Teilnote 2 gerechtfertigt sei. G leich ging sie auch be- züglich der ebenfalls ungenügenden Teilnote für das Kriterium "M edienein- satz" vor, m it dem H inw eis darauf, nicht nachvollziehen zu können, ob das vom Beschw erdeführer verw endete Plakat bei der Bew ertung gew ürdigt w orden sei. Ihr Vorgehen begründete sie in beiden Fällen dam it, dass die Leistungen des Beschw erdeführers angesichts der festgehaltenen M ängel höchstens m it der Teilnote 5 und selbst unter der Annahm e einer Bew er- tung m it dieser Teilnote insgesam t nicht als genügend hätten bew ertet w erden können. Aufgrund der nicht zu kritisierenden Bew ertung der Kriterien "Them enbe- zug", "Frage zur Präsentation" und "Fragen zur D iplom arbeit (inhaltlich/sachlich)" und der offensichtlich nicht fehlerlosen Leistung des Beschw erdeführers bezüglich der Kriterien "R hetorik" und "M edieneinsatz", die eine bessere Bew ertung als die N ote 5 nicht rechtfertigen w ürde, steht in der Tat fest, dass der Beschw erdeführer für seine Leistungen anlässlich der m ündlichen Prüfung insgesam t keine genügende N ote erzielen kann; dies selbst dann, w enn ihm für das Kriterium Zeitvorgabe die M axim alnote 6 zugestanden w ürde. D as Vorgehen der Vorinstanz ist unter diesen U m ständen nicht zu bean- standen. 5.6 Sow eit der Beschw erdeführer schliesslich bem ängelt, die bestandenen M odulprüfungen seien nicht in die Beurteilung einbezogen w orden, ist fest- zuhalten, dass erfolgreich abgeschlossene M odulabschlüsse oder G leich- w ertigkeitsbestätigungen zw ar eine Voraussetzung für die Zulassung zum Abschlussm odul und die Erteilung des Fachausw eises sind (Art. 7 Abs. 3 und Art. 16 R eglem ent), die Beurteilung des Abschlussm oduls aber aus- schliesslich aufgrund der schriftlichen und m ündlichen Präsentation und Besprechung erfolgt. D as Abschlussm odul gilt als bestanden, w enn diese beiden Teile m it bestanden beurteilt w erden (Art. 15 R eglem ent). D ass die vorgängig bestandenen M odule, respektive deren Bew ertung bei der Beurteilung der Leistungen des Beschw erdeführers anlässlich des Ab- schlussm oduls nicht einbezogen w urden, ist daher ebenfalls nicht zu bean- standen.20 6. D ie R ügen des Beschw erdeführers erw eisen sich som it, sow eit sie über- haupt zu hören sind, als unbegründet. D ie Beschw erde ist daher abzuw ei- sen. 7. Bei diesem Verfahrensausgang sind dem Beschw erdeführer als unterlie- gender Partei die Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). Sie sind auf Fr. 900 - festzusetzen und m it dem am 29. M ai 2006 einbe- zahlten Kostenvorschuss zu verrechnen. Parteientschädigung w ird keine gesprochen (Art. 64 Vw VG ; Art. 7 Abs. 1 VG KE). 8. D ieser Entscheid kann nicht m it Beschw erde in öffentlich-rechtlichen An- gelegenheiten an das Bundesgericht w eitergezogen w erden (Art. 1 Abs. 2 VG G i. V. m . Art. 83 Bst. t des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht, BG G , SR 173.110). Er ist dem nach endgültig. D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen, sow eit darauf einzutreten ist. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 900.-- w erden dem Beschw erdeführer aufer- legt und m it dem am 29. M ai 2006 geleisteten Kostenvorschuss in der sel- ben H öhe verrechnet. 3. Es w ird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (eingeschrieben, unter R ücksendung der Be- schw edebeilagen) - der Vorinstanz (R ef-N r. 122 / cip; eingeschrieben, unter R ücksendung der Vorakten) - der Prüfungskom m ission (eingeschrieben, unter R ücksendung der Akten) D ie vorsitzende R ichterin: D ie G erichtsschreiberin: Vera M arantelli Beatrice Brügger Versand am : 29. M ai 2007