<h2>SubmittedText<h2><p>Am 18. März 1988 hat der Nationalrat ein Postulat (87.992) überwiesen, mit dem der Bundesrat eingeladen wurde, dem Parlament ein neues Tourismuskonzept zu unterbreiten. Darin seien die seit der letzten Darstellung, von 1979, eingetretenen Veränderungen, die neuesten Erkenntnisse und die künftige Ausrichtung des schweizerischen Tourismus zu berücksichtigen.</p><p>In seiner Stellungnahme vom 24. Februar 1988 zu meiner Motion erklärte sich der Bundesrat bereit, der beratenden Kommission für Fremdenverkehr den Auftrag zu einer umfassenden Analyse der Lage und Probleme sowie der Entwicklungsperspektiven des schweizerischen Tourismus zu erteilen: "Sollten die Ergebnisse dieser Arbeiten wesentliche Anpassungen der tourismuspolitischen Ziele und Massnahmen erfordern, wird das Schweizerische Tourismuskonzept überarbeitet und den eidgenössischen Räten in geeigneter Form Bericht erstattet." (AB 1988 N 430)</p><p>Seit der Überweisung des Postulates sind nun mehr als sechs Jahre verstrichen. Deshalb bitte ich den Bundesrat folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Welche Gründe haben zur Verzögerung der Überarbeitung des Schweizerischen Tourismuskonzeptes geführt?</p><p>2. Wieweit sind die Arbeiten der beratenden Kommission für Fremdenverkehr gediehen?</p><p>3. Liegen bereits Ergebnisse dieser Arbeiten vor?</p><p>4. Wann gedenkt der Bundesrat, den eidgenössischen Räten einen Bericht zu erstatten?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Der Bundesrat hat die Erarbeitung der Grundzüge für die Tourismuspolitik in seine Richtlinien der Regierungspolitik 1991 bis 1995 aufgenommen. Der Bericht wird erst gegen Ende der Legislatur vorliegen, da in den letzten drei Jahren die Reorganisation der Schweizerischen Verkehrszentrale dringend durchgeführt werden musste.</p><p>2. Die vom Bundesrat in Aussicht gestellte Analyse der wirtschaftlichen Lage und der Entwicklungsperspektiven ist bereits Ende 1990 einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt worden. Eingeholte Gutachten über die Rahmenbedingungen des Tourismus in unserem Land werden Ende dieses Jahres vorgelegt.</p><p>3. Es ist vorgesehen, die konventionellen Arbeiten nächstes Jahr abzuschliessen und die Ergebnisse noch vor Ende der laufenden Legislaturperiode einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen.</p><p>4. Der Bericht soll mit den interessierten Kreisen eingehend erörtert werden. Der Bundesrat wird darauf beschliessen, wann und in welcher Form die Berichterstattung an die eidgenössischen Räte erfolgen wird.</p>