B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-5692/2014 U r t e i l v o m 1 0 . O k t o b e r 2 0 1 4 Besetzung Einzelrichter Thomas Wespi, mit Zustimmung von Richter Daniele Cattaneo; Gerichtsschreiber Alfred Weber. Parteien A._______, (…), Guinea, Zentrum für Asylbewerber,(…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren); Verfügung des BFM vom 24. September 2014 / N (…). D-5692/2014 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer am 23. Juli 2001 ein erstes Mal in der Schweiz um Asyl nachsuchte und unter anderem angab, er sei Staatsa n- gehöriger von Sierra Leone, dass das Bundesamt für Flüchtlinge ( BFF) mit Verfügung vom 16. Juli 2002 das Asylgesuch ablehn te und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, dass die damalige Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) mit Urteil vom 16. August 2002 die gegen diese Verfügung hinsichtlich der We g- weisung erhobene Beschwerde abwies, dass gemäss Vollzugs- und Erledigungsmeldung der zuständigen kant o- nalen Behörde vom 29. September 2004 der Beschwerdeführer seit dem 15. Juli 2004 als verschwunden galt, dass der Beschwerdeführer am 21. August 2014 in der Schweiz erneut um Asyl nachsuchte und sich als guineischer Staatsangehöriger bezeic h- nete, dass er am 1. September 2014 befragt wurde und ihm gleichzeitig das rechtliche Gehör zur allfälligen Zuständigkeit eines anderen Staates zur Behandlung seines Antrages gewährt wurde, dass das BFM mit Verfügung vom 24. September 2014 – eröffnet am 29. September 2014 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat , die Wegweisung aus der Schweiz nach Deutschland anordnete und den Beschwerdeführer auffor- derte, die Schweiz am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Entscheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushänd i- gung der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den Be- schwerdeführer verfügte, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 3. Oktober 2014 gegen die- sen Ent scheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und mit einem bekannten Vordruck in englischer Sprache und deutschspr a- chiger Begründung unter Kosten - und Entschädigungsfolge die Aufh e-D-5692/2014 Seite 3 bung d er angefochtenen Verfügung, die Anerkennung der Flüchtlingse i- genschaft und die Gewährung von Asyl beantragte (Ziff. 1 und 2), dass festzustellen sei, dass der Vollzug der Wegweisung unzulässig, u n- zumutbar und unmöglich sei , und die vorläufige Aufnahme an zuordnen sei (Ziff. 3), dass er die Gewährung der unentgeltlichen Rechts pflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 110a Abs. 1 AsylG sowie den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses beantragte (Ziff. 4), dass eventualiter die aufschi ebende Wirkung wiederherzustellen sei (Ziff. 5), dass ferner die zuständige Behörde vorsorglich anzuweisen sei, die Ko n- taktaufnahme mit den Behörden des Heimat - oder Herkunftsstaats sowie jegliche Weitergabe von Daten an dieselben zu unterlassen (Ziff. 6), dass eventualiter bei bereits erfolgter Datenweitergabe die beschwer - deführende Person darüber in einer separaten Verfügung zu informie ren sei (Ziff. 7), dass die vorinstanzlichen Akten am 7. Oktober 2014 beim Bundesverwal- tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 1 AsylG), und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verf ü- gungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V. m. Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die ang efochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung hat und daher zur Einreichu ng der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), D-5692/2014 Seite 4 dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde – un- ter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen – einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art . 111 Bst. e AsylG) und es sich, wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründethe it hin zu übe r- prüfen (Art. 31a Abs. 1‒3 AsylG), die Beurteilungskompetenz der B e- schwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorin- stanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2012/4 E. 2.2 m.w.H.), dass die Fragen der Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft und der Gewährung von Asyl demgegenüber nicht Gegenstand des angefocht e- nen Nichteint retensentscheides und damit auch nicht des vorliegenden Verfahrens bilden, weshalb auf die entsprechenden Beschwerdeanträge nicht einzutreten ist, dass allfällige Vollzugshindernisse gemäss Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG (SR 142.20) nicht zu prüfen sind, da das Fehlen von Überstellungshindernis- sen bereits Voraussetzung des Nichteintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 2010/45 E. 10), weshalb auf den Antrag auf Gewährung der vorläufigen Aufnahme ebenfalls nicht ei n- zutreten ist, dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyls u- chende in einen Drittstaat ausreisen kön nen, der für die Durchführung D-5692/2014 Seite 5 des Asyl - und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG), dass diesbezüglich die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Krit e- rien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Pr ü- fung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist, (nachfolgend: Dublin-III-VO) zur Anwendung kommt, dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem ei n- zigen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III (Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird, wobei die einzelnen Bestimmungskriterien in der Reihenfolge ihrer Auflistung im Kapitel III Anwendung finden (Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständig- keit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens z u- ständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragsteller in den eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentl i- che Grü nde für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Au f- nahmebedingungen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder entwürdigenden Behandlung im Sinne von Art. 4 der Charta d er Grund- rechte der Europäischen Uni on (ABl. C 364/1 vom 18.12.2000, nachfol- gend: EU-Grundrechtecharta) mit sich bringen, und nach den Regeln der Dublin-III-VO kein anderer zuständiger Mitgliedstaat bestimmt werden kann, dass der nach dieser Verordnung zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist, einen Antragsteller, der während der Prüfung oder nach Ablehnung se i- nes Antrags in einem anderen Mitgliedstaat einen Antrag gestellt hat oder der sich im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats ohne Aufenthalts- titel aufhält, nach Massgabe der Artikel 23, 24, 25 und 29 wieder aufz u- nehmen (Art. 18 Abs. 1 Bst. b und d Dublin-III-VO), dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 beschliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlose n g e- stellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prüfung z u- ständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; sog. Selbsteintrittsrecht), D-5692/2014 Seite 6 dass den vorliegenden Akten zu entnehmen ist, dass sich der Beschwer- deführer vor seiner Einreise in die Schweiz in Deutschland aufgehalten und dort um Asyl nachgesucht hatte, dass der Beschwerdeführer anlässlich seiner Befragung zur Person im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) B._______ vom 1. September 2014 unter anderem ausführte, in der Schweiz (2001) und danach in C._______ ein Asylgesuch gestellt zu haben, wo er bis i m Jahr 2007 geblieben sei, ehe er freiwillig und mit eigenem Pass nach Guinea z u- rückgekehrt sei, wo er sich bis Ende 2012 beziehungsweise bis ins Jahr 2013 aufgehalten habe, dass er die Frage , ob er während seiner zweiten Reise nach Europa in anderen Ländern um Asyl nachgesucht habe, zunächst verneinte und auf Vorhalt (gemäss Abgleich mit der europaischen Fingerabdruck -Daten- bank [Zentraleinheit Eurodac] habe er in drei Ländern, am 6. Januar 2013 in D._______, am 28. Januar in E._______ und am 4. Oktober 2013 in Deutschland, um Asyl nachgesucht) ausführte, dies sei zutreffend, dass er ferner angab, Deutschland am Tag der Asylgesuchstellung in der Schweiz verlassen zu haben, ohne einen Entscheid abzuwarten, dass das BFM – nach abschlägigen Antworten auf seine jeweiligen Über- nahmeersuchen durch D._______ und E.________ – die deutschen Be- hörden am 18. September 2014 um Wiedera ufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO e r- suchte, dass die deutschen Behörden dem Gesuch um Übernahme am 22. Sep- tember 2014 gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin -III-VO zustimmten, was bedeutet, dass der dort anhängige Antrag abgelehnt worden war, dass der Vollständigkeit halber festzuhalten ist, dass die vorinstanzlichen Erwägungen im Zusammenhang mit der angeblichen Rückkehr des B e- schwerdeführers nach Guinea und dessen beinahe fünfjähriger dortiger Aufenthalt für das vorliegende Verfahren nicht von Belang sind, dass die Zuständigkeit Deutschlands somit gegeben ist, dass es keine wesentlichen Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfah- ren und die Aufnahmebedingungen für Antragsteller in Deutschland wür- den systemische Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer u n-D-5692/2014 Seite 7 menschlichen oder entwürdigenden Behandlung im Sinne von Art. 4 EU– Grundrechtecharta mit sich bringen, dass Deutschland Signatarstaat der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101), des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) sowie des Zusatzproto- kolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR 0.142.301) ist und sei nen diesbe- züglichen völkerrechtlichen Verpflichtungen nachkommt, dass auch davon ausgegangen werden darf, dieser Staat anerkenne und schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des internationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, die internationalen Schutz bean tragen (sog. Aufnahmerichtli- nie) ergeben, dass unter diesen Umst änden die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Satz 2 Dublin-III-VO nicht gerechtfertigt ist, dass der Beschwerdeführer mit seinem Vorbringen, er könne nicht nach Deutschland zurück, er sei sehr krank und in Deutschland hätten sie ihm nicht geholfen, weshalb er die Schweiz um Hilfe ersuche, implizit die An- wendung der Ermessensklausel von Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO fordert, was zum Selbsteintritt der Schweiz und zur Beurteilung des Antrags auf internationalen Schutz durch dieses Land führen würde, dass der Beschwerdeführer jedoch kein konkretes und ernsthaftes Risiko dargetan hat, die deutschen Behörden würden sich weigern , ihn aufzu- nehmen und seinen Antrag auf internationalen Schutz unter Einhaltung der Regeln der Verfahrensrichtlinie zu prüfen, dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, Deutschland werde in seinem Fall den Grundsatz des Non -Refoulement missachten und ihn zur Ausreise in ein L and zwingen, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem er Gefahr laufen würde, zur Ausreise in ein sol- ches Land gezwungen zu werden, D-5692/2014 Seite 8 dass der Beschwerdeführer keine konkreten Hinweise für die Annahme dargetan hat, Deutschland würde ihm dauerhaft die ihm gemäss Aufnah- merichtlinie zustehenden minimalen Lebensbedingungen vorenthalten, und er sich bei einer vorüberge henden Einschränkung im Übr igen nöt i- genfalls an die deutschen Behörden wenden und die ihm zustehenden Aufnahmebedingungen auf dem Rechtsweg einfordern könnte (vgl. Art. 26 Aufnahmerichtlinie), dass sich der Beschwerdeführer auf seinen Gesundheitszustand beruft, der einer Überstellung entgegenstehe, dass dem Beschwerdeführer durch die Assistenzärztin C.N. der Notfal l- aufnahme des Spitals (Name) in B._______ vom 29. August 2014 ein (Krankheitsbild) unbestimmten Ursprungs diagnostiziert wurde, ihm en t- sprechende Medikamente verabreicht respektive mitgegeben wurden und ausgeführt wurde, die Organisation allfälliger weiterer Konsultationen sei- en im Zuweisungskanton vorzunehmen, dass der Beschwerdeführer damit implizit geltend macht, die Überstellung nach Deutschland setze ihn einer Gefahr für seine Gesundheit aus und verletze damit Art. 3 EMRK, dass eine zwangsweise Rückweisung von Personen mit gesundheitlichen Problemen nur dann einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK darstellen kann, wenn die betroffene Person sich in einem fortgeschrittenen o der termina- len Krankheitsstadium und bereits in Todesnähe befindet (vgl. BVGE 2011/9 E. 7 mit Hinweisen auf die Praxis des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte [EGMR]), dass dies im vorliegenden Fall für die Situation des Beschwerdeführers nicht zutrifft, dass er gemäss seinen Aussagen seit einem Gefängnisaufenthalt in Gui- nea im Jahre 2012 , wo man ihm chemische und biologische Substanzen verabreicht habe, an diesen Krankheitssymptomen leide und zwecks B e- handlung dieser gesundheitlichen Beschwerden das Land verlassen h a- be, dass er seit dem Zuweisungsentscheid an den Kanton vom 8. September 2014 weder vor Erlass der angefochtenen Verfügung noch auf B e- schwerdeebene detaillierte medizinische Unterlagen eingereicht hat, wel-D-5692/2014 Seite 9 che seine Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe (Krankheitsbild g e- mäss eigenen Angaben) zu stützen vermöchten, dass allein mit dem Hinweis auf die bereits eingeleitete Behandlung in der Schweiz, welche eine (diagnostiziertes Krankheitsbild) zu Tage gefördert habe, noch keine Hindernisgründe im ob en erwähnten Sinne dargetan werden, die einer Wegweisung nach Deutschland entgegenstehen wü r- den, dass bei dieser Sachlage auch keine Frist für die Beibringung von in der Beschwerde in Aussicht gestellten und nicht näher spezifizierten weiteren Dokumenten anzusetzen ist, dass es im Übrigen allgemein bekannt ist, dass Deutschland über eine ausreichende medizinische Infrastruktur verfügt, dass die Mitgliedstaaten den Antragstellern die erforderliche medizinische Versorgung, die zumindest die Notversorgung und die unbedingt erforder- liche Behandlung von Krankheiten und schweren psychischen Störungen umfasst, zugänglich machen müssen (Art. 19 Abs. 1 Aufnahmerichtlinie), und den Antragstellern mit besonderen Bedürfnissen die notwendige me- dizinische oder sonstige Hilfe (einschliesslich einer geeigneten psychol o- gischen Betreuung) zu gewähren haben (Art. 19 Abs. 2 Aufnahmerichtli- nie), dass der Beschwerdeführer in Bezug auf se in Krankheitsbild – entgegen den Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe – in Deutschland einer re- lativ umfassenden medizinischen Behandlung unterzogen wurde, er diese aber als falsch empfunden und es deswegen unter anderem vorgezogen hat, zwecks Weiterbeh andlung seiner gesundheitlichen Beschwerden, in der Schweiz um Asyl nachzusuchen (B 3 S. 5, 6 und 9), dass die schweizerischen Behörden, die mit dem Vollzug der angefochten Verfügung beauftragt sind, den medizinischen Umständen bei der B e- stimmung der konk reten Modalitäten der Überstellung de s Beschwerde- führers Rechnung tragen und die deutschen Behörden vorgängig in g e- eigneter Weise über die spezifischen medizinischen Umstände informi e- ren werden (vgl. Art. 31 f. Dublin-III-VO), dass es nach de m Gesagten keinen Grund für eine Anwendung der E r- messensklauseln von Art. 17 Dublin-III-VO gibt und an dieser Stelle fes t- zuhalten bleibt, dass die Dublin -III-VO den Schutzsuchenden kein Recht D-5692/2014 Seite 10 einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszuwählen (vgl. auch BVGE 2010/45 E. 8.3), dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetre- ten ist und – weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Auf- enthalts- oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die Überstellung nach Deutschland angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]), dass – wie erwähnt – unter diesen Umständen allfällige Vollzugshinde r- nisse gemäss Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG nicht mehr zu prüfen sind, da das Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des Nich t- eintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 2010/45 E. 10), dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist , soweit darauf einzutreten ist, und die Verfügung des BFM im Ergebnis zu bestätigen ist, dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist, weshalb sich der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung als gegenstandslos erweist, dass es sich ebenso verhält in Bezug auf das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses, dass im Rahmen des Dublin -Verfahrens Kontakte mit dem Heimatstaat ohnehin nicht in Betracht fallen, weshalb auch die diesbezüglichen Antr ä- ge gegenstandlos sind, dass aus den dargelegten Gründen den Beschwerdebegehren keine ernsthaften Erfolgsaussichten beschieden waren, weshalb das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG unabhängig von der Frage der prozessualen Bedürftigkeit des Beschwerdeführers abzuweisen ist, dass mangels Erfüllens der diesbezüglichen Voraussetzungen das G e- such um amtliche Verbeiständung (Art. 110 a Abs. 1 AsylG) ebenfalls a b- zuweisen ist, D-5692/2014 Seite 11 dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 6 00.– (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) demnach dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) D-5692/2014 Seite 12 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG so wie um amtliche Verbeiständung im Sinne von Art. 110a Abs. 1 AsylG werden abgewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Dieser Betrag is t innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale Migrationsbehörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Thomas Wespi Alfred Weber Versand: