Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 22. Oktober 2015 (720 15 168 / 275) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Invalidenrente, Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, Bemessung der Invalidität Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Mar kus Mattle, Kantonsrichter Yves Thommen, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann Parteien A.____ , Beschwerdeführerin , vertreten durch Michelle Wahl , Advok a- tin, Fischmarkt 12, 4410 Liestal gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Die 1961 geborene A.____ war vom 1. Oktober 2000 bis 30. Juni 2012 Dentalassisten- tin in der Klinik B.____. Am 14. Juli 2008 erlitt A .____ einen Unfall, bei dem sie sich am linken Fussgelenk verletzte. Am 19. November 2011 meldete sie sich unter Hinweis auf Fussgelenk- beschwerden bei der Eidgenössischen Invalidenversic herung (IV) zum Leistungsbezug an. In der Folge zog die IV-Stelle des Kantons Basel-Lands chaft (IV-Stelle) die Akten der C____AG als zuständige Unfallversicherung bei. Nach weitere n Abklärungen der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse sprach sie A.____ – nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren – Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht mit Verfügung vom 16. April 2015 aufgrund eines IV-G rades von 45% rückwirkend ab 1. Mai 2012 eine Viertelsrente zu. B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin Michelle Wahl, am 11. Mai 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversiche rungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte, in Gutheissung der Beschwerde sei die Ver fügung vom 16. April 2015 aufzuheben und es sei ihr mit Wirkung ab 1. Mai 2012 eine ganze Rente auszurichten; unter o/e- Kostenfolge. Die Beschwerde begründete sie im Wesentli chen damit, dass die Verfügung auf unzureichenden medizinischen Unterlagen beruhe und der Einkommensvergleich nicht korrekt durchgeführt worden sei. C. In ihrer Vernehmlassung vom 29. Juni 2015 schloss die I V-Stelle auf Abweisung der Beschwerde. D. Nachdem das Bundesgericht mit Leitentscheid vom 3. Ju ni 2015 (BGE 141 V 281 ff.) seine bisherige Rechtsprechung zur invalidisierenden Wi rkung von somatoformen Schmerzstö- rungen und vergleichbaren pathogenetisch-ätiologisch un klaren syndromalen Beschwerdebil- dern ohne nachweisbare organische Grundlage in zentralen Punkten geändert hatte, gab die instruierende Präsidentin des Kantonsgerichts den Parteie n am 9. Juli 2015 Gelegenheit, zur Auswirkung des Leitentscheids auf die vorliegende Streitsache Stellung zu nehmen. E. Am 10. August 2015 führte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen aus, es fehle an einer zuverlässigen medizinischen Grundlage für eine um fassende Beurteilung der relevanten Indikatoren, weshalb eine erneute Begutachtung notwen dig sei. Demgegenüber hielt die IV- Stelle am 26. August 2015 fest, dass die neue bundesger ichtliche Rechtsprechung im vorlie- genden Fall nicht zur Anwendung komme. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf d ie im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Beschwerde vom 11. Mai 2015 ist einzutreten. 2. Streitig ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführ erin. Massgebend ist der Sachver- halt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 16. April 2015 entwickelt hat. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprü- fungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). 3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich m indestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigk eit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in ei nem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). 3.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussich tlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie k ann im IV-Bereich Folge von Geburts- gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommende n allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver- stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des V orliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 200 8 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über- windbar ist (Satz 2). 3.4 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person A nspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Vi ertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 3.5 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Inval iditätsgrad aufgrund eines Einkommens- vergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen , das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der med izinischen Behandlung und allfälliger Ein- gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktla- ge erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden w äre (Valideneinkommen). Der Einkom- mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol gen, dass die beiden hypothetischen Er- werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt un d einander gegenübergestellt wer- den. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditä tsgrad bestimmen (allgemeine Me- thode des Einkommensvergleichs; BGE 104 V 136 E. 2a und b). Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterl agen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei- ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen S tellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, we lche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Perso n auf dem allgemeinen, ausgegliche- nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frag e kommenden Arbeitsmarkt zumutba- rerweise noch verrichtet werden können (ULRICH MEYER -BLASER , Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vg l. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an- deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Be- weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 4.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem G rundsatz der freien Beweiswürdi- gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen me dizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltu ngsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund e ingehender Beobachtungen und Unter- suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun- de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswür digung volle Beweiskraft zuzuer- kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässi gkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Di ese im Bereich der Unfallversicherung entwickelten Grundsätze finden für das IV-Verwaltungsve rfahren sinngemäss Anwendung (Ur- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht teil des EVG vom 9. August 2000, I 437/99 und I 575/9 9, E. 4b/bb). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfa hrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche V ertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen. Bei der Abschätzung des Beweiswerts im Rahmen einer freien und umfassenden Beweiswürdigung dürfen allerdings auch die potenti- ellen Stärken der Berichte behandelnder Ärzte nicht verg essen werden. Der Umstand allein, dass eine Einschätzung vom behandelnden Mediziner stammt, darf nicht dazu führen, sie als von vornherein unbeachtlich einzustufen; die einen läng eren Zeitraum abdeckende und umfas- sende Betreuung durch behandelnde Ärzte bringt oft we rtvolle Erkenntnisse hervor. Auf der anderen Seite lässt es die unterschiedliche Natur von Beha ndlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizini- schen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4 S. 175; Urteil des EVG I 506/00 vom 13. Juni 2001, E. 2b) nicht zu, ein Administrativgutachten stets i n Frage zu stellen und zum Anlass wei- terer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ä rzte zu anderslautenden Einschätzun- gen gelangen (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007 , I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweiche nde Beurteilung aufdrängt, weil die be- handelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ä rztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung uner kannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts I 514/06 vom 25. Mai 2007, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 5. Für die Beurteilung des vorliegenden Falls sind im W esentlichen die folgenden medizi- nischen Unterlagen zu berücksichtigen: 5.1 Die IV-Stelle beauftragte Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. E.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Tra umatologie des Bewegungsapparates, mit einem bidisziplinären Gutachten. Am 13. September 2013 diagnostizierte Dr. D.____ mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine Neurasthenie (I CD-10 F48.0). Es bestünde eine tägliche leichtgradige Antriebs- und Kraftlosigkeit sowie Müdigkei t. Anamnestisch seien gelegentliche leichtgradige Deprimiertheit, Hoffnungslosigkeit, Lust- und Freudlosigkeit, Interessensverlust, ein sozialer Rückzug sowie negative pessimistische Zukunftsgeda nken auszumachen. Auf- grund der Beschwerden, insbesondere der geklagten Kraf t- und Energielosigkeit, bestünde aus psychiatrischer Sicht für sämtliche Tätigkeiten eine Einschr änkung der Arbeitsfähigkeit von 10%. Eine zusätzliche Verminderung der Leistungsfähigkeit könne nicht ausgemacht werden. In orthopädischer Hinsicht stellte Dr. E.____ am 19. März 2 014 mit Auswirkung auf die Arbeitsfä- higkeit eine posttraumatische, sekundäre Arthrose im oberen Sprunggelenk (OSG) rechts (ICD- 10 M19.17) fest. Ohne Auswirkungen bestünde eine begin nende Chondrose C5/6 mit degene- rativen Discopathien HWK 4/5, 5/6 sowie 6/7 ohne Wurzela ffektionen und chronisch rezidivie- rende Lumbalgien. Ausschliesslich stehende und gehende T ätigkeiten seien der Versicherten im Umfang von 25% zumutbar. Für Berufe mit Wechselbelastung bestünde eine Arbeitsfähigkeit von 80%. Rein sitzende berufliche Tätigkeiten seien zu 100% zumutbar. Gesamthaft betrachtet bestünde aus bidisziplinärer Sicht aufgrund der psychisch b edingten Einschränkung von 10% seit Oktober 2010 eine Arbeitsfähigkeit von 90%. Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.2 Am 8. April 2014 hielt Prof. Dr. med. F.____, G astroenterologie und Allgemeine Innere Medizin, fest, dass die Versicherte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Leberdoppel- schaden mit ausgeprägter Parenchymverfettung und geringg radiger chronisch sklerosierender Steatohepatitis sowie Hämochromatose und eine Adiposi tas aufweise. Infolge des Leberscha- dens bestünde eine vermehrte Müdigkeit resp. eine verminderte Leistungsfähigkeit. 5.3 Am 14. April 2014 führte Dr. med. G.____, Facha rzt für Arbeitsmedizin, Regionaler ärztlicher Dienst (RAD) beider Basel, aus, aufgrund des B erichts von Prof. Dr. F.____ vom 8. April 2014 sei davon auszugehen, dass die von Dr. D.____ festgestellte Neurasthenie gut mit der Erschöpfbarkeit infolge des Leberschadens erklärt we rden könne. Daher seien bei einem theoretischen Vollpensum auch in sitzenden Tätigkeiten vermehrt Pausen zu berücksichtigen. 5.4 Am 28. November 2014 diagnostizierte Dr. med. H.__ __, Facharzt für Physikalische Medizin, Schmerzklinik I.____, mit Auswirkung auf die Ar beitsfähigkeit einen unfallbedingten Sprunggelenkschaden am 17. Juli 2008 und vier nachfolgende Operationen, Folgen eines Fron- tal-Autounfalls vom 7. Oktober 1988 und eine Schulte rsteife rechts seit etwa einem Jahr. In ih- rer bisherigen Tätigkeit als Dentalassistentin sei die V ersicherte seit dem Jahr 2012 zu 50% arbeitsunfähig. Überwiegend sitzende Tätigkeiten im Wechsel mit Aufstehen und kurzen Geh- strecken, ohne Hebe- und Tragebelastung, Besteigen von Leitern oder Treppen, ohne vermehr- te Arbeiten über Schulterhöhe seien bis zu fünf Stunden pro Tag zumutbar. 5.5 Am 22. Dezember 2014 hielt Dr. med. J.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, im Wesentlichen fe st, dass er die Versicherte seit Anfang März 2013 nicht mehr behandelt habe, weshalb er keine Angaben über den aktuellen Gesundheitszustand machen könne. 5.6 Am 9. März 2015 führte Dr. G.____ aus, dass die Be schwerden an der Halswirbelsäule (HWS), u.a. die Kopfschmerzen nach Schleudertrauma bei leichten degenerativen Veränderun- gen der HWS im somatischen Gutachten berücksichtigt worden seien. Es seien der Versicher- ten zusätzliche Pausen zuzugestehen, was zu einer Einschrä nkung von 20% bzw. einer Ar- beitsfähigkeit in Verweistätigkeiten von 80% führe. Im aktuellen Bericht der Schmerzklinik I.____ werde lediglich bestätigt, dass die Versicherte in einer angepassten Tätigkeit seit 2012 eine Arbeitsfähigkeit von fünf Stunden pro Tag aufwei se. Zwar habe die zusätzliche Schulter- steife rechts Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Indes er gebe sich daraus keine andere Einschät- zung hinsichtlich der quantitativen Arbeitsfähigkeit. Au fgrund der Untersuchungsbefunde sei eine vorwiegend sitzende Tätigkeit nicht ausgeschlossen, w eshalb das Verweisprofil weiterhin gelte. Weitere medizinische Abklärungen seien nicht angezeigt. 6.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Ver fügung vom 16. April 2015 bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfäh igkeit der Versicherten auf das Gut- achten der Dres. D.____ und E.____ vom 13. September 2013/19. März 2014, den Bericht von Prof. Dr. F.____ vom 8. April 2014 und die Einschätz ungen des RAD-Arztes Dr. G.____ und ging davon aus, dass die Versicherte seit dem 17. Februa r 2011 im Umfang von 20% in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.3 hiervor), ist den im Rahmen Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, sol ange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertisen sprechen. Solche Indizi en liegen nicht vor. Die Beurteilung der Dres. D.____ und E.____ beruht auf eingehenden U ntersuchungen der Versicherten und berücksichtigt die übrigen bei den Akten liegenden medi zinischen Berichte. Zudem gehen die Gutachter auf die Beschwerden der Versicherten ein und vermitteln ein hinreichendes Bild über deren Gesundheitszustand. Auch die Beurteilung von Prof . Dr. F.____ vom 8. April 2014 und die Einschätzungen des RAD-Arztes Dr. G.____ sind nachvol lziehbar begründet. Sie leuchten in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein und die Schlussfolgerungen überzeu- gen. Es wird deutlich, dass die Versicherte in orthopädischer und psychiatrischer Hinsicht keine bedeutenden pathologischen Befunde mit Auswirkung auf d ie Arbeitsfähigkeit aufweist und die vom behandelnden Arzt Prof. Dr. F.____ festgestellte ve rmehrte Müdigkeit und verminderte Leistungsfähigkeit in einem Leberdoppelschaden begründe t ist. Vor diesem Hintergrund er- scheint die Beurteilung des RAD-Arztes Dr. G.____, dass di e von Dr. D.____ festgestellte Er- schöpfbarkeit ihre Ursache im Leberschaden habe, plausibel . Auch dessen Beurteilung, dass bei der Versicherten aufgrund der somatisch erklärbaren Einschränkungen zusätzliche Pausen zuzugestehen sind, ist schlüssig. Daher ist die Einschätzung, wonach der Versicherten eine angepasste Tätigkeit zu 80% zumutbar sei, nicht zu beanstan den. Insgesamt ist die fachärztli- che Beurteilung der Dres. D.____ und E.____, von Prof . Dr. F.____ und des RAD-Arztes Dr. G.____ sowohl in der Darlegung der medizinischen Zu sammenhänge als auch bezüglich der daraus gezogenen Schlussfolgerungen überzeugend, weshalb die IV-Stelle bei der Beurtei- lung der medizinischen Sachlage darauf abstellen durfte . Da die von Dr. D.____ festgestellte Kraft- und Energielosigkeit – nach der überzeugenden Beurteilung von Dr. G.____ – mit dem erst später festgestellten Leberschaden erklärt werden kan n und deshalb der diagnostizierten Neurasthenie lediglich untergeordnete Bedeutung zukomm t, ist der IV-Stelle auch darin beizu- pflichten, dass die neue bundesgerichtliche Rechtsprechun g zur invalidisierenden Wirkung von somatoformen Schmerzstörungen und vergleichbaren pathogenetisch-ätiologisch unklaren syn- dromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare organisch e Grundlagevorliegend vorliegend nicht zur Anwendung kommt. 6.2 Daran vermögen die Vorbringen der Beschwerdeführer in nicht zu ändern. Soweit sie die Zuverlässigkeit der Beurteilung des orthopädischen G utachters Dr. E.____ in Frage stellt, kann ihr nicht gefolgt werden. Vielmehr beruht dessen Beurteilung des Gesundheitszustandes auf einer eingehenden Anamnese und Untersuchung sowie einer sorgfältigen Würdigung der bisherigen medizinischen Akten. Auch dessen Beurteilung de r Arbeitsfähigkeit ist nachvollzieh- bar und es kann – entgegen der Ansicht der Beschwerdefü hrerin – weder gesagt werden, Dr. E.____ habe bei der Einschätzung der Arbeitsfähig keit die Rückenbeschwerden der Be- schwerdeführerin nicht hinreichend berücksichtigt noch er scheint das von ihm angegebene Stellenprofil als unrealistisch oder unzumutbar. Abgese hen davon, dass rechtsprechungsge- mäss der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen ist, dass b ehandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen, benennen die be handelnden Ärzte Dres. H.____ und Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht J.____ in ihren Berichten vom 28. November 2014 und 22 . Dezember 2014 keine Aspekte, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdi gt geblieben wären (vgl. E. 4.3 hier- vor). Auch ist die Auswirkung des Leberschadens auf die Arb eitsfähigkeit hinreichend berück- sichtigt. Insgesamt vermögen die Vorbringen der Beschwe rdeführerin die ausschlaggebende Beweiskraft der Beurteilungen der Dres. D.____ und E._ ___, von Prof. Dr. F.____ und des RAD-Arztes Dr. G.____ nicht in Zweifel zu ziehen. Vielm ehr lassen sie eine zuverlässige Ein- schätzung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit des Versiche rten zu, weshalb in antizipierter Be- weiswürdigung (vgl. BGE 126 V 130 E. 2a mit zahlreiche n Hinweisen) auf die von der Be- schwerdeführerin beantragte zusätzliche Abklärung verzichtet werden kann. 7.1 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen de r gesundheitlichen Beeinträchti- gungen. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.5 hiervor), i st der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimme n. Dabei ist in zeitlicher Hin- sicht grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt d es Rentenbeginns abzustellen ist (BGE 129 V 222, 128 V 174), welcher – zu Recht unbest ritten – auf Juli 2012 zu liegen kommt (vgl. Art. 29 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 IVG). Für den nachfolgend durchzuführenden Einkommens- vergleich sind demnach die zu diesem Zeitpunkt gegebene n Einkommensverhältnisse massge- bend. 7.1.1 Bei der Ermittlung des ohne Invalidität erzielba ren Einkommens (Valideneinkommen) ist entscheidend, was die versicherte Person im massgeben den Zeitpunkt nach dem Beweis- grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 E. 5b) als Gesunde tatsächlich verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkre t wie möglich zu erfolgen. Massge- bend ist, was die versicherte Person aufgrund ihrer ber uflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände unter Berücksichtigung ihrer beruflichen Weiterentwicklung, soweit hiefür hinreichend konkrete Anhaltspunkte bestehen, zu erwarten gehabt hät te (BGE 96 V 29; ZAK 1985 S. 635 E. 3a sowie RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 f. E. 3b). Da im Gesundheitsfall erfahrungsgemäss die bisherige Tätigkeit in der Regel weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens häufig der zuletzt erzielte, der Teuerung sowie der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (RKUV 1993 Nr . U 168 S. 101 E. 3b am Ende; vgl. auch ZAK 1990 S. 519 E. 3c). 7.1.2 Die IV-Stelle veranschlagte das Valideneinkommen gemäss den Angaben der ehema- ligen Arbeitgeberin im "Fragebogen Arbeitgeber" vom 15. Februar 2012 auf Fr. 77‘787.45. Da aufgrund der Akten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass die Ver- sicherte im Gesundheitsfall die bisherige Tätigkeit wei tergeführt hätte und bei der Bemessung des Valideneinkommens entscheidend ist, was eine versichert e Person als Gesunde überwie- gend wahrscheinlich tatsächlich verdienen würde, und nicht , was sie bestenfalls verdienen könnte (BGE 131 V 51 E. 5.1), ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das Validenein- kommen aufgrund der Lohnangaben der ehemaligen Arbeitgeberin bemessen hat. 7.2.1 Bei der Ermittlung des trotz Gesundheitsschadens zumu tbarerweise erzielbaren Ein- kommens (Invalideneinkommen) ist zu Recht unbestritten, d ass dieses unter Beizug der Tabel- lenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) zu bestimmen ist. Laut Tabelle TA1, Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht belief sich der Zentralwert für die im Anforderungsnive au 4 beschäftigten Frauen im Jahr 2010 auf Fr. 4‘225.--. Unter Berücksichtigung der durchschnittl ichen Wochenarbeitszeit von 41,6 Stunden und einer Nominallohnentwicklung von 2% (vgl. B FS Lohnentwicklung Tabelle T 39) resultiert ab Juli 2012 (Arbeitsfähigkeit von 80%) ein Invalideneinkommen von Fr. 43‘026.-- (Fr. 4‘225.-- x 12 : 40 x 41,6 x 102% x 80%). 7.2.2 Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnittswer- ten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche u nd berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe h aben können (BGE 124 V 323 E. 3b/aa). Ein Abzug hat jedoch nicht automatisch, sondern nur dann zu erfolgen, wenn im Ein- zelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch a uf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 126 V 80 E. 5b/aa in fine). Besteht Anlass für einen Abzug, so ist dieser unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen. Er d arf 25% nicht übersteigen (BGE 135 V 301 E. 5.2, 126 V 80 E. 5b/bb-cc). Die Ein schätzung des leidensbedingten Abzugs ist eine Ermessensentscheidung. Bei deren Überprüfung ka nn es nicht darum gehen, dass das Kantonsgericht als kontrollierende richterliche Behörde ihr Ermessen an die Stelle der Vor- instanz setzt. Es geht vielmehr um die Frage, ob der zu ü berprüfende Entscheid, den die Be- hörde nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit d en allgemeinen Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht zweckmässiger weise anders hätte ausfallen sollen. Allerdings darf das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich somit auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung al s naheliegend erscheinen lassen (vgl. BGE 126 V 81 E. 6 mit Hinweis). 7.2.3 Vorliegend hat die IV-Stelle keinen Abzug vom Ta bellenlohn vorgenommen. Die Be- schwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe nicht berücksich tigt, dass sie auch bei den ihr zu- mutbaren Verweistätigkeiten erheblich eingeschränkt sei , was zu einer Einkommenseinbusse führe. Auch würde sich ihr Alter und die Tatsache, dass sie seit etlichen Jahren nicht mehr er- werbstätig sei, negativ auf ihre berufliche Stellung auswirken. Daher rechtfertige sich ein Abzug vom Tabellenlohn von 15%. 7.2.4 Den Ausführungen der Beschwerdeführerin kann n icht gefolgt werden. Zunächst wurde den gesundheitlichen Einschränkungen durch das reduzierte Pensum hinreichend Rechnung getragen. Eine zusätzliche Berücksichtigung der gesundheit lichen Einschränkungen unter dem Titel des leidensbedingten Abzugs im Sinne von BGE 126 V 75 würde somit zu einer unzulässi- gen doppelten Anrechnung desselben Faktors führen. Fer ner ist festzuhalten, dass auch bei einem Belastungsprofil für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten, selbst bei eingeschränkter Leis- tungsfähigkeit, noch kein Abzug von statistischen Werten gerechtfertigt ist. Dies ergibt sich dar- aus, dass der Tabellenlohn im Anforderungsniveau 4 bere its eine Vielzahl von leichten bis mit- telschweren Tätigkeiten umfasst (vgl. Urteil des Bundesgeri chts vom 30. März 2009, Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 9C_72/2009, E. 4 mit Hinweisen). Vorliegend berecht igen die Kriterien Alter sowie Anzahl Dienstjahre zu keinem Abzug. Auch ist der bundesgerichtliche n Rechtsprechung folgend davon auszugehen, dass statistisch gesehen Teilzeitarbeit bei Fr auen nicht weniger gut entlöhnt wird als eine Vollzeittätigkeit (vgl. U LRICH MEYER , in: Murer/Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht - IVG, 2. Aufla ge, Zürich/Basel/Genf 2010, S. 317; vgl. dazu auch Urteil des EVG vom 2. Juni 2006, I 419/05, E. 5.1). Insgesamt ist das Vorgehen der IV-Stelle nicht zu beanstanden und es beste ht – entgegen der Ansicht der Be- schwerdeführerin – kein Anlass, in ihr Ermessen korrigier end einzugreifen. 8. Setzt man im Einkommensvergleich für das Jahr 2012 das Invalideneinkommen von Fr. 43‘026.-- dem Valideneinkommen von Fr. 77‘787.45 gegenüber, so resultiert daraus eine Erwerbseinbusse von Fr. 34‘761.45, was einen IV-Grad von 44,68% bzw. gerundet von 45% (vgl. zur Rundungspraxis: BGE 130 V 121) und somit Anspru ch auf eine Viertelsrente gibt. Demgemäss ist die Verfügung der IV-Stelle zu schützen und die Beschwerde abzuweisen. 9. Gemäss Art. 69 Abs. 1 und 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor kantonalem Ver- sicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligu ng oder die Verweigerung von IV- Leistungen kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass aufe rlegt. Vorliegend ist die Beschwer- deführerin unterliegende Partei, weshalb die Verfah renskosten ihr aufzuerlegen sind. Die Ver- fahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- werden mit de m geleisteten Kostenvorschuss ver- rechnet. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessaus gang entsprechend wettzuschla- gen. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- we rden der Be- schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kos tenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- verrechnet. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. http://www.bl.ch/kantonsgericht