<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00211</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105648&amp;W10_KEY=4467150&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00211</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 29.08.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 16.03.2001 gutgeheissen, den Entscheid aufgehoben und die Sache zur Neubeurteilung an das Verwaltungsgericht zurÃ¼ckgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Gesundheitswesen</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Bewilligung zur selbständigen Berufsausübung als Ärztin</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Entzug der Bewilligung zur selbständigen ärztlichen Berufsausübung:<br/><br/>Voraussetzungen zur selbständigen ärztlichen Berufsausübung; Grundlagen der Berufspflichten; Voraussetzungen zum Bewilligungsentzug (E. 2).<br/>Nach bereits 1997 verfügten Einschränkungen der Praxisbewilligung infolge unsachgemässer Verschreibung von suchterzeugenden Arzneimitteln hat sich die Beschwerdeführerin inzwischen mehrfach über diese Einschränkungen hinweggesetzt; zudem ist eine Praxisvertreterin nur ungenügend instruiert worden (E. 3 a-e). Auch ohne konkrete Gefährdung von Patienten wiegen die Verfehlungen insgesamt schwer, und die Vertrauenswürdigkeit der Beschwerdeführerin ist auch durch den eigenen Konsum von Betäubungsmitteln bzw. Medikamenten erheblich belastet (E. 3 f). Der Entzug der Bewilligung ist deshalb gerechtfertigt (E. 4).<br/><br/>--&gt; BGE 2P.232/2000 vom 16.3.2001 (Gutheissung)</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARZNEIMITTELMISSBRAUCH">ARZNEIMITTELMISSBRAUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARZT">ARZT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Gesundheit ST: BERUFSAUSÃBUNG">BERUFSAUSÃBUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERUFSPFLICHT">BERUFSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWILLIGUNGSENTZUG">BEWILLIGUNGSENTZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BGE">BGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PFLICHTVERLETZUNG">PFLICHTVERLETZUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 7 Abs. I lit. a aGesundheitsG</span><br/><span class="ungerade">§ 8 Abs. I aGesundheitsG</span><br/><span class="gerade">§ 9 aGesundheitsG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Dr. med. X praktiziert seit 1993 als selbstÃ¤ndige Ãrztin mit Be­willigung zu FÃ¼hrung einer Privatapotheke in Y. Infolge wiederholter Verschreibung von Rohypnol und Toquilone an DrogenabhÃ¤ngige und nach erfolgloser diesbezÃ¼glicher Er­mahnung der Ãrztin verbot ihr die Gesundheitsdirektion am 17. Februar 1997 unter gewis­sen EinschrÃ¤nkungen und Differenzierungen, Medikamente, die unter die BetÃ¤ubungsmit­telgesetzgebung fallen, zu verordnen und abzugeben. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Aufgrund verschiedener zwischen November 1999 und MÃ¤rz 2000 aufgedeckter VerstÃ¶sse gegen dieses Verbot entzog die Gesundheitsdirektion X die Bewilligung zur selbstÃ¤ndigen Ã¤rztlichen TÃ¤tigkeit mit VerfÃ¼gung vom 28. April 2000.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Gegen diese VerfÃ¼gung erhob X am 8. Juni 2000 Beschwerde an das Verwal­tungsgericht und beantragte, die angefochtene VerfÃ¼gung sei aufzuheben, eventualiter sei die Bewilligung zur selbstÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung unter Aufhebung der Bewilligung zur FÃ¼hrung einer Privatapotheke aufrechtzuerhalten. In formeller Hinsicht beantragte sie eine Sistierung des Beschwerdeverfahrens, bis Ã¼ber ihr gleichzeitig einge­reichtes WiedererwÃ¤­gungsgesuch entschieden sei.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit Beschwerdeantwort vom 29. Juni 2000 beantragte die Gesundheitsdirektion die Abweisung der Beschwerde. Gleichzeitig wandte sie sich auch gegen eine Sistierung des Verfahrens und trat auf das WiedererwÃ¤gungsgesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht ein, bzw. wies es ab.</p> <p class="Einzug1"> </p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1">1. Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der gegen die VerfÃ¼gung der Ge­sundheitsdirektion vom 28. April 2000 erhobenen Beschwerde sachlich und funktionell zustÃ¤ndig (§ 41 und § 19a Abs. 2 Ziffer 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997; VRG). Der angefochtene Entscheid unterliegt im Verfahren der Direktbeschwerde nicht nur der Rechts‑ sondern auch der Ermessenskontrolle (§ 50 Abs. 1 und 3 VRG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. Um gegen Entgelt oder berufsmÃ¤ssig medizinische Verrichtungen vorzunehmen, ist eine Bewilligung der Gesundheitsdirektion erforderlich (§ 7 Abs. 1 lit. a des Gesund­heitsgesetzes vom 4. November 1962; GesundheitsG). Die Bewilligung wird erteilt, wenn der Gesuchsteller das eidgenÃ¶ssische Arztdiplom besitzt, vertrauenswÃ¼rdig ist und nicht an einem geistigen oder kÃ¶rperlichen Gebrechen leidet, das ihn zur BerufsausÃ¼bung offen­sichtlich unfÃ¤hig macht (§§ 8 Abs. 1 und 16 Abs. 1 GesundheitsG). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die selbstÃ¤ndige ArzttÃ¤tigkeit setzt infolge der spezifischen Situation eines Patien­ten, des enormen Wissensvorsprungs des Arztes gegenÃ¼ber diesem und der demzufolge entstehenden AbhÃ¤ngigkeit ein enges VertrauensverhÃ¤ltnis zwischen Arzt und Patient vor­aus. Dieses Vertrauens erweist sich ein Arzt dann als wÃ¼rdig, wenn von ihm aufgrund sei­ner bisherigen BerufstÃ¤tigkeit und LebensfÃ¼hrung erwartet werden darf, dass er bei der selbstÃ¤ndigen AusÃ¼bung seines Berufs alle notwendige Sorgfalt anwenden wird (vgl. § 12 Abs. 1 GesundheitsG). Die Berufspflichten der Ãrztinnen und Ãrzte im Allgemeinen und die Anforderungen an die Ã¤rztliche Sorgfalt im Besonderen regelt das kantonale Gesund­heitsrecht nicht. Diese ergeben sich in erster Linie aus dem Bundesrecht, etwa aus den dem Patientenauftrag entspringenden Ã¤rztlichen Vertragspflichten, aus den Schranken der straf­rechtlichen Ordnung oder etwa auch aus dem Heilmittel‑, BetÃ¤ubungsmittel‑ und Sozial­versicherungsrecht. Begeht ein Bewilligungsinhaber bei der AusÃ¼bung seiner Ã¤rztlichen TÃ¤tigkeit eine strafbare Handlung, etwa eine solche gegen Leib und Leben oder gegen die Amts‑ oder Berufspflichten, so liegt darin ohne weiteres auch eine Verletzung der Ã¤rztli­chen Sorgfaltspflicht. Diese kann jedoch auch ohne das Vorliegen eines Straftatbestands im engeren Sinn verletzt sein. Die Ã¤rztliche Sorgfalt hat sich ganz allgemein an den anerkann­ten Regeln der medizinischen Wissenschaft zu messen. Soweit spezifische Berufsorganisa­tionen einen Verhaltenskodex in Form einer Standesordnung oder von Richtlinien aufge­stellt haben, kÃ¶nnen diese Ausdruck anerkannter Regeln der medizinischen Wissenschaft bilden und damit das Mass der notwendigen Sorgfalt bestimmen (vgl. VGr, 15. Juli 1999, VB.99.00145 und VGr, 7. Oktober 1999, VB 99.00213).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Bewilligung zur selbstÃ¤ndigen AusÃ¼bung der ArzttÃ¤tigkeit ist zu entziehen, wenn deren Voraussetzungen nicht mehr vorhanden sind oder wenn den BehÃ¶rden nach­trÃ¤glich Tatsachen zur Kenntnis gelangen, aufgrund derer die Bewilligung hÃ¤tte verweigert werden mÃ¼ssen (§ 9 Abs. 1 Satz 1 GesundheitsG). Nicht jede Verletzung der Ã¤rztlichen Berufspflicht rechtfertigt es jedoch, der betroffenen Person die fÃ¼r die Bewilligungsertei­lung vorausgesetzte VertrauenswÃ¼rdigkeit abzusprechen. Aus diesem Grunde nennt § 9 Abs. 1 Satz 2 GesundheitsG als EntzugsgrÃ¼nde unter anderem nur die schwere, die Patien­ten gefÃ¤hrdende Verletzung der Berufspflichten und die missbrÃ¤uchliche AusnÃ¼tzung der beruflichen Stellung. Der Entzug, der fÃ¼r die ganze oder einen Teil der BerufstÃ¤tigkeit auf bestimmte oder unbegrenzte Zeit erfolgen (§ 9 Abs. 2 GesundheitsG) kann, muss gemessen an der Pflichtverletzung und den auf dem Spiel stehenden privaten und Ã¶ffentlichen Inter­essen jedenfalls verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sein. Dabei sind die gesamten UmstÃ¤nde eines Falles zu wÃ¼rdigen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. a) Im Oktober 1995 hatte die BeschwerdefÃ¼hrerin dem in einem Methadonpro­gramm bei einem anderen Arzt stehenden Patienten A. Z. unter anderem mehrmals die Medikamente Toquilone (Wirkstoff Methaqualon) und Rohypnol (Wirkstoff Flunitraze­pan) - beides Benzodiazepine - verschrieben. Die Gesundheitsdirektion wies sie in der Folge darauf hin, wegen der Gefahr bei kombiniertem Konsum von Benzodiazepinen und Opiaten seien solche Verschreibungen an drogenabhÃ¤ngige Patienten unter den Ãrzten ab­zusprechen. Auf Stellungnahme der BeschwerdefÃ¼hrerin hin beanstandete die Gesund­heitsdirektion am 5. Dezember 1995 sowohl die Rezeptierung von Rohypnol und Toqui­lone zur Behandlung von Symptomen des Methadonentzuges als auch das wiederholte Verschreiben von Rohypnol aufgrund eines angeblichen Medikamentendiebstahls. Sie er­mahnte die BeschwerdefÃ¼hrerin, bei der Verschreibung von suchterzeugenden Medika­menten wie Rohypnol und Toquilone die Ã¤rztliche Sorgfaltspflicht einzuhalten. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Nachdem die BeschwerdefÃ¼hrerin an A. Z. sowie an zwei weitere drogenabhÃ¤ngige Personen in den folgenden Monaten erneut wiederholt Rohypnol verschrieben hatte, fand am 28. Januar 1997 eine Aussprache mit dem Kantonsarzt und dessen Stellvertreter statt. Aufgrund der Schilderungen der Ãrztin entstand der Eindruck, dass sie die Kontrolle in der Behandlung von drogensÃ¼chtigen Patienten aus den HÃ¤nden verloren hatte, sich durch diese Patienten bedroht und erpresst fÃ¼hlte. Dies fÃ¼hrte zur VerfÃ¼gung der Gesundheitsdi­rektion vom 17. Februar 1997 (act. --), welche im Wesentlichen Folgendes auferlegte: ein grundsÃ¤tzliches Verbot der Verschreibung und der Abgabe von Medikamenten, die unter die BetÃ¤ubungsmittelgesetzgebung fallen (Ziff. I), als Ausnahme von diesem Verbot je­doch die Erlaubnis, psychotrope Substanzen gemÃ¤ss Art. 3 lit. b der Verordnung Ã¼ber die BetÃ¤ubungsmittel und die psychotropen Stoffe vom 29. Mai 1996 (BetmV) Ã¼ber die Apo­theke C in Y zu verschreiben (Ziff. II), an DrogenabhÃ¤ngige jedoch nur mit Bewilligung des KantonsÃ¤rztlichen Dienstes im Einzelfall (Ziff. III), ein absolutes Verbot der Ver­schreibung der psychotropen Substanzen Flunitrazepam und Methaqualon (Ziff. IV). Schliesslich enthielt die VerfÃ¼gung einen Vorbehalt fÃ¼r den BetÃ¤ubungsmittel­bezug bei der Kantonsapotheke in NotfÃ¤llen (Ziff. V). FÃ¼r den Fall erneuter Regelwidrig­keiten bei der BerufsausÃ¼bung wurde der BeschwerdefÃ¼hrerin der Entzug der Praxisbewil­ligung angedroht (Ziff. VI). Im gleichen Sinn schrÃ¤nkte auch die Kantonale Heilmittelkon­trolle am 16. Juli 1997 die der BeschwerdefÃ¼hrerin erteilte Bewilligung zur FÃ¼hrung einer Pri­vatapotheke ein. Am 8. September 1997 kam es sodann zu einer hier nicht weiter inte­res­sierenden Lockerung des Verbotes gemÃ¤ss Ziff. I der VerfÃ¼gung vom 17. Februar 1997 mit Bezug auf Hustenmedikamente. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die VorwÃ¼rfe, welche zur dargelegten EinschrÃ¤nkung der Praxisbewilligung ge­fÃ¼hrt haben, wiegen schwer. Die Ãrztin hatte sich von drogenabhÃ¤ngigen Patienten zuneh­mend unter Druck setzen lassen und dabei offensichtlich die therapeutische Distanz, wel­che gerade sÃ¼chtigen oder suchtgefÃ¤hrdeten Patienten gegenÃ¼ber besonders wichtig ist, verloren. Die Verschreibung und Abgabe von suchterzeugenden Medikamenten birgt ein ganz erhebliches Risiko in sich und kann daher, wenn sie medizinisch nicht einwandfrei indiziert ist, gerade bei DrogenabhÃ¤ngigen letztlich tÃ¶dliche Folgen haben. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Am 5. November 1999 stellte die Stadtpolizei ZÃ¼rich in der Drogenszene in ZÃ¼­rich 4 bei F. P., dessen Ehefrau als Arzthelferin bei der BeschwerdefÃ¼hrerin angestellt ist, verschiedene psychotrope Medikamente sicher, darunter auch Toquilone (Methaqualon), Rohypnol (Flunitrazepam), Dormicum (Midazolam) und Valium (Diazepam). Der Betrof­fene erklÃ¤rte, er selber sei kein Drogenkonsument, sondern gehÃ¶re einer Institution an, die DrogensÃ¼chtige zum AufhÃ¶ren bewegen wolle. Er gehe zwei bis dreimal pro Monat in die Drogenszene und sammle jeweils die von den SÃ¼chtigen vor Polizeiaktionen versteckten Drogen ein, um sie zu vernichten. Von den in seinem Besitz befindlichen Medikamenten habe er das Dormicum fÃ¼r seinen Sohn und das Nozinan (nicht psychotrop) von der Be­schwerdefÃ¼hrerin, ansonsten stammten die Medikamente von den SÃ¼chtigen. AnlÃ¤sslich einer nachfolgenden Hausdurchsuchung bei der Familie P. wurden neben verschiedenen rezeptpflichtigen nicht-psychotropen Medikamenten auch zwei psychotrope vorgefunden, nÃ¤mlich 1,5 mg Lexotanil (Bromazepam) und 30 mg Normaform (Phentermin), die jedoch an Ort belassen wurden. Auf telefonische Anfrage hin gab die BeschwerdefÃ¼hrerin an, sie habe F. P. diese Medikamente abgegeben, da er an einer Nervenkrankheit leide. Im Be­schwerdeverfahren bringt sie vor, lediglich das Dormicum (Midazolam) stamme aus ihrer Praxis, im Ãbrigen habe sie mit ihrer Aussage ihrer Arzthelferin und deren Mann helfen wollen, ohne zu bedenken, dass sie sich damit selber belaste.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Gesundheitsdirektion sieht im Verhalten der BeschwerdefÃ¼hrerin einen Ver­stoss gegen Ziff. I ihrer VerfÃ¼gung vom 17. Februar 1997, wobei unklar ist, von welchem Sachverhalt sie im Einzelnen ausgeht. Dabei weist die VerfÃ¼gung unter anderem auf eine Aussage der Ehefrau des Angeschuldigten hin, wonach dieser die Medikamente von der BeschwerdefÃ¼hrerin bekommen habe. Da eine solche Aussage jedoch nicht bei den Akten liegt, kann darauf vorliegend nicht abgestellt werden. Auch die polizeilich protokollierte Ãusserung der BeschwerdefÃ¼hrerin gibt keinen hinreichenden Anhaltspunkt fÃ¼r die Abgabe von Rohypnol, Toquilone und Valium. Mangels Protokollierung der gestellten Frage ist unklar, welche Medikamente die BeschwerdefÃ¼hrerin mit "diese" im seinerzeitigen Tele­fongesprÃ¤ch tatsÃ¤chlich meinte, ob die im Park sichergestellten, die zu Hause vorgefunde­nen oder Ã¼berhaupt alle. Im Weiteren erscheinen auch die Angaben von F. P. selber nicht unglaubwÃ¼rdig, nachdem er in der polizeilichen Einvernahme einigermassen genaue An­gaben Ã¼ber die Organisation D, der er angehÃ¶re, inklusive Internetadresse, Personen und Versammlungsdaten machen konnte. Immerhin sah auch die Polizei angesichts der Be­weislage keinen Anlass zu weiteren Ermittlungen gegen F. P. Auf dessen Angaben, wel­che mit denjenigen der BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼bereinstimmen, ist daher abzustellen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Damit bleibt in diesem Punkt einzig der Vorwurf an die BeschwerdefÃ¼hrerin, dass sie dem nichtdrogenabhÃ¤ngigen F. P. fÃ¼r dessen Sohn das Medikament Dormicum selber abgegeben hat, anstatt es ihm Ã¼ber die Apotheke C zu verschreiben. Dieser Verstoss ist nicht schwerwiegend. Da die Ehefrau von F. P. als Arzthelferin bei der Be­schwerdefÃ¼hre­rin arbeitet, ist es noch einigermassen nachvollziehbar, wenn auch verboten, dass die Be­schwerdefÃ¼hrerin hier den komplizierteren Weg der Verschreibung umgangen und das Me­dikament aus ihrem Bestand direkt abgegeben hat. Der Umstand allerdings, dass die Be­schwerdefÃ¼hrerin aus GefÃ¤lligkeit bei einer polizeilichen Ermittlung falsche Angaben macht, wirft kein besonders gÃ¼nstiges Licht auf sie.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Eine am 30. November 1999 durch die Kantonale Heilmittelkontrolle durchge­fÃ¼hrte Kontrolle bei der Apotheke C in Y ergab, dass die Beschwerde­fÃ¼hrerin mehrfach Produkte, die der BetÃ¤ubungsmittelgesetzgebung unterstehen, an Pati­entinnen und Pati­enten verschrieben hatte. Dabei handelte es sich aber nur um solche Wirkstoffe, welche die BeschwerdefÃ¼hrerin an nicht drogenabhÃ¤ngige Personen verschrei­ben durfte. Da die be­troffenen Patientinnen und Patienten nicht als betÃ¤ubungsmittel­ab­hÃ¤ngig aktenkundig waren, leitete die Gesundheitsdirektion aus dieser Kontrolle denn auch keinen Vorwurf an die BeschwerdefÃ¼hrerin ab.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) AnlÃ¤sslich einer durch die Kantonale Heilmittelkontrolle am 29. Februar 2000 durchgefÃ¼hrten Inspektion in der Arztpraxis mussten verschiedene Arzneimittel und Medi­zinprodukte eingezogen und vernichtet werden (act. --). Dies betraf zum grossen Teil Pro­dukte, deren Verfalldaten abgelaufen waren, sodann zwei registrierungspflichtige Pro­dukte, fÃ¼r deren Bezug und Verwendung die BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼ber keine Bewilligung der Gesundheitsdirektion im Sinn von § 6a der Verordnung Ã¼ber den Verkehr mit Heil­mitteln vom 28. Dezember 1978 verfÃ¼gte, und schliesslich eine Packung Rohypnol und eine Packung Ionamine (Phentermin). Eine Nachfrage bei der Firma E ergab sodann, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin in der Zeit zwischen Juli 1997 und Februar 2000 zahlreiche psy­chotrope Arzneimittel bezogen hatte, welche unter das Verbot der Gesund­heitsdirektion fallen (act. --). Dabei handelte es sich einerseits um verschiedene Schlaf- und Beruhi­gungsmittel sowie um AppetitzÃ¼gler, die sie gemÃ¤ss Ziff. II der VerfÃ¼gung der Gesund­heitsdirektion zwar an nicht drogenabhÃ¤ngige Personen verschreiben, aber nicht selber ab­geben durfte. Ausserdem hatte sie in der fraglichen Zeit insgesamt 191 Packungen Rohyp­nol und 84 Packungen Toquilone bezogen, welche sie nach Ziff. IV der VerfÃ¼gung weder abgeben noch verschreiben durfte. Schliesslich waren drei Notfallprodukte geliefert wor­den, die gemÃ¤ss Ziff. V der VerfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion nur Ã¼ber die Kantons­apotheke hÃ¤tten bezogen werden dÃ¼rfen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit Bezug auf den Verstoss gegen Ziff. II der VerfÃ¼gung macht die Beschwerde­fÃ¼hrerin geltend, sie habe diese Medikamente nur in geringen Dosen an wenige nicht dro­genabhÃ¤ngige Patienten abgegeben. Diese Behauptung mag zwar zutreffen, lÃ¤sst sich je­doch nicht Ã¼berprÃ¼fen, da die BeschwerdefÃ¼hrerin diese Produkte direkt an die Patienten, zu welchen selbstverstÃ¤ndlich auch Angestellte, Verwandte und Freunde zÃ¤hlen, abgab, anstatt sie Ã¼ber die Apotheke C zu verschreiben. Dieser Verstoss wiegt schwer. Indem die BeschwerdefÃ¼hrerin im fraglichen Zeitraum regelmÃ¤ssig die fraglichen Heil­mittel an meh­rere Patienten direkt abgab, hat sie sich von Anfang an Ã¼ber die VerfÃ¼gung der Gesund­heitsdirektion klar hinweggesetzt und damit verhindert, dass der auf ihre Ver­schreibung hin erfolgte Medikamentenbezug lÃ¼ckenlos kontrolliert werden konnte. Wenn sie damit auch mÃ¶glicherweise keine Patienten direkt gefÃ¤hrdet haben sollte, so wurde durch ihr Verhalten letztlich doch das Ziel der ihr auferlegten BeschrÃ¤nkung massgeblich gefÃ¤hrdet. Der Umstand, dass die Abgabe auf ausdrÃ¼cklichen Wunsch der Patienten er­folgte, welche die Medikamente nicht aus der Apotheke C beziehen wollten, entlastet die BeschwerdefÃ¼h­rerin dabei wenig. Der Einwand belegt gerade, dass die Be­schwerdefÃ¼hrerin nach wie vor MÃ¼he hat, sich gegen die WÃ¼nsche ihrer Patienten genÃ¼­gend abzugrenzen, um die ihr gesteckten Grenzen zu beachten. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Zum Bezug von Rohypnol (Flunitrazepan) bringt die BeschwerdefÃ¼hrerin vor, die­ses sei ausschliesslich fÃ¼r den Eigengebrauch bestimmt gewesen. Diese Angabe lÃ¤sst sich zwar ebenfalls nicht Ã¼berprÃ¼fen. Immerhin spricht jedoch der Umstand, dass bei der Praxi­s­inspektion nur eine Packung Rohypnol und diese angeblich in einer Schublade im Sprechzimmer und nicht im Arzneimittelraum vorgefunden wurde, eher fÃ¼r deren Richtig­keit. Insofern kann der BeschwerdefÃ¼hrerin ein Verstoss gegen das ihre auflegte Verbot gemÃ¤ss Ziff. IV der VerfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion hier nicht vorgeworfen werden. Jedoch vermag der mit diesem Einwand belegte eigene regelmÃ¤ssige und betrÃ¤chtliche BetÃ¤ubungsmittelkonsum der BeschwerdefÃ¼hrerin auch nicht gerade Vertrauen in ihre Be­rufstÃ¤tigkeit und ihre Sorgfalt bei der Verschreibung von suchterzeugenden Medikamenten zu erwecken. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit Bezug auf das mehrfach erworbene Medikament Toquilone sodann gibt die Be­schwerdefÃ¼hrerin an, dieses an eine einzige Patientin abgegeben zu haben, welche nicht drogenabhÃ¤ngig sei und seit einem Verkehrsunfall an SchlafstÃ¶rungen leide. Toquilone habe sich als das einzige bei ihr wirksame Schlafmittel erwiesen. Die Patientin habe ge­wusst, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin das Medikament nicht verschreiben oder abgeben dÃ¼rfte, habe aber den Arzt nicht wechseln wollen. Damit hat die BeschwerdefÃ¼hrerin klar gegen das Verbot von Ziff. IV der VerfÃ¼gung verstossen. Wenn gleich die Medikamenten­abgabe im konkreten Fall durchaus medizinisch indiziert gewesen sein mag, so zeigt der Vorfall erneut, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin MÃ¼he hat, sich gegen die WÃ¼nsche ihrer Pati­enten genÃ¼gend abzugrenzen, und dabei auch bereit ist, die Grenzen des ZulÃ¤ssigen zu Ã¼berschreiten. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Was die Notfallmedikamente betrifft, welche die BeschwerdefÃ¼hrerin zwingend hÃ¤tte Ã¼ber die Kantonsapotheke beziehen mÃ¼ssen, so wurden zwei davon auf Veranlassung der Praxisvertreterin geliefert (dazu nachfolgend ErwÃ¤gung e). Das dritte Medikament will die BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r sich selber benÃ¶tigt haben. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat die unrechtmÃ¤ssig bezogenen Mittel demnach nicht selber fÃ¼r die Patientenbehandlung einge­setzt. Jedoch wirft auch hier der eigene Konsum von 14 Packungen Ritalin ein bedenkli­ches Licht auf die VertrauenswÃ¼rdigkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">e) AnlÃ¤sslich der Praxisinspektion stellte sich auch heraus, dass die BeschwerdefÃ¼h­rerin die Praxisvertreterin, welche sie fÃ¼r die Zeit vom 6. Januar bis 31. MÃ¤rz 2000 bestellt hatte, nur ungenÃ¼gend Ã¼ber die EinschrÃ¤nkungen der Praxisbewilligung orientiert hatte. So wusste diese zwar, dass Benzodiazepine in der Praxis nur rezeptiert wÃ¼rden, die weiteren EinschrÃ¤nkungen in der Praxisbewilligung wie etwa die zwingende Verschreibung psycho­troper Stoffe Ã¼ber die Apotheke C oder der Bezug von NotfallprÃ¤paraten Ã¼ber die Kantons­apotheke waren ihr nicht bekannt. Entsprechend verstiess diese Vertreterin denn auch in zwei FÃ¤llen gegen die letztgenannte Auflage. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Dieser Vorwurf wiegt ebenfalls schwer. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wurde mit VerfÃ¼­gung vom 13. Januar 2000 ausdrÃ¼cklich darauf hingewiesen, dass die EinschrÃ¤nkungen der Praxisbewilligung auch fÃ¼r ihre Vertreterin gelten wÃ¼rden (act. --). Indem sie ihre Kol­legin nur ungenÃ¼gend Ã¼ber die VerfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion orientierte, gab die BeschwerdefÃ¼hrerin einmal mehr zu erkennen, dass sie die ihr auferlegten BeschrÃ¤nkungen nicht wirklich ernst nahm. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">f) Gesamthaft zeigen diese VorfÃ¤lle, dass sich die BeschwerdefÃ¼hrerin offensicht­lich Ã¼ber die ihr auferlegten BerufseinschrÃ¤nkungen hinwegsetzte, und dies trotz ausdrÃ¼ck­licher Androhung des Bewilligungsentzuges im Fall erneuter Regelwidrigkeiten. Im We­sentlichen behinderte ihr Verhalten die ihr auferlegte Kontrolle der Medikamtenverschrei­bung, in einem Fall kam dabei eine Patientin zu einem Medikament, welches ihr die Be­schwerdefÃ¼hrerin nicht einmal hÃ¤tte verschreiben dÃ¼rfen. Dass die BeschwerdefÃ¼hrerin mit ihrem Verhalten die Gesundheit ihrer Patientinnen und Patienten konkret gefÃ¤hrdet hÃ¤tte, ist zwar aufgrund der Akten nicht erstellt, immerhin beinhaltet aber die Verhinderung der Kontrolle der Rezeptierung eine indirekte PatientengefÃ¤hrdung. Ihr Fehlverhalten betraf daher nicht nur eine rein formale Ebene. Die BeschwerdefÃ¼hrerin verkennt offenbar den Sinn der ihr auferlegten BerufseinschrÃ¤nkungen, wenn sie glaubt, indem sie keine drogen­abhÃ¤ngige Patienten mehr behandle, sei die Gefahr gebannt. Die VerfÃ¼gung der Gesund­heitsdirektion sollte nicht nur die direkte Abgabe von Benzodiazepinen an DrogenabhÃ¤n­gige verhindern, sondern auch den Bezug durch DrogenabhÃ¤ngige Ã¼ber nichtdrogenabhÃ¤n­gige Mittelsleute. Das Vertrauen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin das dafÃ¼r notwendige Ur­teilsvermÃ¶gen selber aufzubringen vermag, fehlte der Gesundheitsdirektion zu Recht. Die frÃ¼heren VorfÃ¤lle zeigten deutlich, dass sie sich allzu leichtfertig auf Angaben von Patien­ten verliess und sich nicht gegen diese abgrenzen konnte. Eine nach wie vor mangelnde Distanz ihren Patienten und deren WÃ¼nschen gegenÃ¼ber belegen auch die neuerlichen Be­gebenheiten. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die VertrauenswÃ¼rdigkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin wird nicht zuletzt auch durch ih­ren eigenen betrÃ¤chtlichen BetÃ¤ubungsmittelkonsum erheblich belastet. Nach ihren Anga­ben braucht sie zuweilen 4 bis 5 mg Rohypnol, um schlafen zu kÃ¶nnen, und umgekehrt zur BewÃ¤ltigung ihrer 60-80 Std./Woche Ritalin, um in der Nacht wach zu bleiben (act. --). Laut Arzneimittelkompendium liegt die empfohlene Tagesdosis von Rohypnol fÃ¼r Erwach­sene bei 0,5 bis 1 mg, zu steigern hÃ¶chstens auf 2 mg, wÃ¤hrend Ritalin, welches allein in Anhang a figuriert und daher nicht im Sinne von Art. 3 Abs. 2 BetmG von der Kontrolle ausgenommen ist, nicht zur Behandlung normaler ErmÃ¼dungszustÃ¤nde angewendet werden soll. Beide Mittel machen insbesondere bei lÃ¤ngerer Einnahme abhÃ¤ngig (vgl. <span class="MsoHyperlink"><span>www.kom-pendium</span></span>.<span>ch</span><i>). </i>Wer in diesem Masse BetÃ¤ubungsmittel benÃ¶tigt, um den beruflichen Anfor­derungen zu genÃ¼gen, ist diesen offensichtlich nicht gewachsen. Dabei mag zwar die eige­ne Ãberforderung durchaus eine Rolle spielen, jedoch erhÃ¶ht die persÃ¶nliche Haltung ge­genÃ¼ber BetÃ¤ubungsmitteln jedenfalls die Gefahr eines allzu leichtfertigen Umgangs mit suchterzeugenden Medikamenten bei der Patientenbehandlung. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. Nachdem die BeschwerdefÃ¼hrerin die ihr auferlegten BeschrÃ¤nkungen bisher of­fensichtlich nicht ernst genommen hat, fragt es sich, wie deren Wirkung verstÃ¤rkt und de­ren Einhaltung durchgesetzt werden kann. Im Eventualstandpunkt bietet sie selber an, es sei ihr die Bewilligung zur FÃ¼hrung einer Privatapotheke unter Orientierung der potentiel­len Lieferfirmen zu entziehen. Hierzu macht die Gesundheitsdirektion zu Recht geltend, dass diese Massnahme nicht geeignet ist, die auferlegten BeschrÃ¤nkungen besser durchzu­setzen. Die festgestellten Regelwidrigkeiten betrafen gerade nicht den der BeschwerdefÃ¼h­rerin belassenen Bereich der Privatapotheke, d. h. die Abgabe von Heilmitteln, die nicht der BetÃ¤ubungsmittelgesetzgebung unterstehen, sondern ausschliesslich den ihr verbotenen Bereich. Aufgrund dessen, wie sich die BeschwerdefÃ¼hrerin bis anhin Ã¼ber das Verbot hinwegzusetzen verstand, fehlt es der Gesundheitsdirektion verstÃ¤ndlicherweise am Ver­trauen, dass sie sich an ein weiter gehendes Medikamentenabgabeverbot halten wÃ¼rde. In Frage kÃ¤me daher hÃ¶chstens ein an die Hersteller und Lieferanten direkt gerichtetes Ver­bot, die entsprechenden Heilmittel an die BeschwerdefÃ¼hrerin abzugeben. Ein solches ist aber rechtlich nicht zulÃ¤ssig, da es ins vorliegende Verfahren nicht involvierte Dritte be­treffen wÃ¼rde. In eine Ã¤hnliche Richtung weist im Weiteren zwar die von der Beschwerde­fÃ¼hrerin angebotene Orientierung der potentiellen Lieferfirmen. Jedoch ist auch dies keine genÃ¼gend wirksame und praktikable LÃ¶sung, da es nach den AusfÃ¼hrungen der Gesund­heitsdirektion gar nicht mÃ¶glich ist, alle Bezugsquellen und Verkaufsstellen Ã¼ber die Ein­schrÃ¤nkung zu informieren. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss bietet sich als einziges Mittel nur die vollstÃ¤ndige Einstellung in der selbstÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung an. Da im Moment nicht absehbar ist, ob und auf welche Weise es der BeschwerdefÃ¼hrerin allenfalls gelingen wird, das verlorene Vertrauen in eine sorgfÃ¤ltige selbstÃ¤ndige BerufsausÃ¼bung wiederherzustellen, hat der Bewilligungsentzug zwangslÃ¤ufig unbefristet zu erfolgen. Es ist ihr jedoch unbenommen, in einigen Jahren etwa durch die Vorlage eines Arbeitszeugnisses, welches insbesondere auch RÃ¼ckschlÃ¼sse hinsichtlich der in der bisherigen BerufsausÃ¼bung beanstandeten Punkte zulÃ¤sst, und eines Berichtes Ã¼ber den positiven Verlauf einer eigenen Therapie ein erneutes Gesuch um Er­teilung der Bewilligung zu stellen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Beschwerde ist daher vollumfÃ¤nglich abzuweisen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">...</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. ...</p> <p class="Einzug2"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>