<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.00075</span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Ersatzrichterin Romero-Käser<br/>Gerichtsschreiberin Tiefenbacher</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 31. Januar 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Christina Ammann</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Sautter &amp; Ammann Rechtsanwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Bahnhofstrasse 12, Postfach 25, 8610 Uster</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1970, war bis zum 15. Januar 2001 als Hilfsgipser tätig (Urk. 7/2 S. 1) und bezog seit 1. Januar 2002 eine ganze Invalidenrente (vgl. Urk. 7/23-24, Urk. 7/27, Urk. 7/37), bis diese mit durch Urteil des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verwaltungsgerichts vom 14. März 2013 (Urk. 7/156) bestätigter Verfügung der Zentralen Ausgleichskasse (ZAS) vom 3. September 2010 per 31. Oktober 2010 wiedererwägungsweise aufgehoben wurde (Urk. 7/102).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 18. Mai 2016 meldete sich der Versicherte erneut bei der Invalidenver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">siche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/168). Mit Vorbescheid vom 16. August 2016 stellte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, in Aussicht, auf sein Gesuch nicht einzutreten (Urk. 7/176). Nachdem der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte hiergegen am 8. September 2016 Einwände erhoben hatte (Urk. 7/177; Einwandergänzung vom 27. Oktober 2016, Urk. 7/187), bestätigte die IV-Stelle mit Verfügung vom 5. Dezember 2016, dass sie auf das Leistungsbegehren nicht eintrete (Urk. 7/192 = Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen die Verfügung vom 5. Dezember 2016 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 23. Januar 2017 Beschwerde und beantragte sinngemäss, die IV-Stelle sei zu verpflichten, auf sein Leistungsbegehren einzutreten und seinen Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anspruch zu prüfen (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 1. März 2017 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Am 24. März 2017 wurde dem Beschwerdeführer antragsgemäss (vgl. Urk. 1) die unentgeltliche Prozess</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">füh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung gewährt und Rechtsanwältin Christina Ammann als unentgeltliche Rechtsvertreterin für das vorliegende Verfahren bestellt (Urk. 8). Am 11. Januar 2018 (Urk. 10) reichte der Beschwerdeführer einen Arztbericht (Urk. 11) nach.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">87 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Verordnung über die Invalidenversicherung (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. </span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">87 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 in Verbindung mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVV soll verhindert werden, dass sich die Verwaltung nach vorangegangener rechtskräftiger Leistungsverweige</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begründeten, das heisst keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Gesuchen befassen muss (BGE 109 V 108 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2a, 264 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3). Hingegen kann diese Eintretensvorschrift nicht dahin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungsabweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spektrum glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher (wie selbst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E. 2.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur Prüfung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verpflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt glaubhaft sind;</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei wird sie unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dement</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen (ZAK 1966 S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">279, vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2 mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen). Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richt grundsätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Behandlung der Eintretensfrage durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">treten streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung gestützt auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">87 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 IVV Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerde führt; hingegen unterbleibt eine richterliche Beurteilung der Eintre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tensfrage, wenn die Verwaltung auf die Neuanmeldung eingetreten ist (BGE 109 V 108 E. 2b). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens im Sinne des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">87 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 und 3 IVV sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die Tatsa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">änderung muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b) erstellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen (BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2 mit Hinweisen). Erheblich ist eine Sachver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">änderung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine (höhere) Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juni 2013 E. 2.3 mit Hinweisen auf 8C_1009/2010 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">April 2011 E. 2.2 und 9C_838/2011 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Februar 2012 E. 3.3.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin trat auf das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers nicht ein mit der Begründung (Urk. 2), dieser habe nicht glaubhaft dargelegt, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten Verfügung wesentlich verändert haben. Es habe zwar eine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit durch die Diskushernien-Operation bestanden, eine dauerhafte Verschlechterung sei jedoch nicht ausgewiesen. Auch wenn eine weitere Operation durchgeführt werden sollte, könne höchstens von einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit ausgegangen werden (S. 1 unten f.). Es sei ihm aus medizinscher Sicht weiterhin eine angepasste Tätigkeit zu 100 % zumutbar (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen wandte der Beschwerdeführer im Wesentlichen ein (Urk. 1), allein schon aufgrund der bildgebenden Befunde sei eine erhebliche Verschlechterung seines Gesundheitszustandes ausgewiesen. Er habe sich einer Operation unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziehen lassen, die nicht den gewünschten Erfolg gebracht habe, und ein erneu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tes operatives Vorgehen stehe zur Diskussion (S. 4). Auch leide er neu an einer rezidivierenden depressiven Störung, welche aufgrund der inzwischen eingetre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tenen Chronifizierung invalidisierend sei (S. 7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer eine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes glaubhaft gemacht hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Verfügung der ZAS vom 3. September 2010 (Urk. 7/102) beziehungsweise dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 14. März 2013 (Urk. 7/156) lag das Gutachten des Y.___ vom 6. August 2009 (Urk. 7/84) zugrunde. Darin wurden explizit keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt (S. 12). Als Diagnosen ohne Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gutachter (S. 12 f.):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anamnestisch Status nach chronisch rezidivierendem, lumbospondy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">logenem Schmerzsyndrom bei einer im Magnetresonanztomogramm (MRI) der Lendenwirbelsäule (LWS) vom 6. August 2001 dokumentierter diskreter Protrusion L1/2 und kleiner Diskushernierung L4/5 und L5/S1, psychiatrisch sekundäre Symptomausweitung und Selbstlimitierung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">im MRI der Halswirbelsäule (HWS) und LWS vom 6. August 2001 atte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">stierte leichte Spondylarthrosen und leichte S-förmige Skoliose, leichte knöcherne Einengung der Foramina C4/5 und C5/6 ohne korrelierende klinische Befunde</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">arterielle Hypertonie und gleichzeitiger Nikotinabusus (ca. 2.5 Packung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">en täglich)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Leptospirose (anamnestisch)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der orthopädische Gutachter stellte fest, dass die Beweglichkeit, Bewegungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherheit und Bewegungsharmonie in jeder Hinsicht uneingeschränkt sei. Sämt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche Positionswechsel vom Sitzen zum Stehen und Liegen und umgekehrt könnten zügig und harmonisch realisiert werden. Die Beweglichkeit der Wirbelsäule sei uneingeschränkt. Bei der Rumpfbeuge erreichten die Fingerspitzen mühelos den Boden und das Aufrichten aus der vornübergebeugten Position sei mühelos. Auch die übrigen Bewegungsebenen der Wirbelsäule seien nicht messbar defizitär. Der Status der Rumpfmuskulatur sei suffizient. Im Bereich der Extremitätengelenke fänden sich keinerlei Pathologien (S. 10).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auf dem neurologischen Begutachtungsgebiet fänden sich keinerlei Hinweise auf radikuläre Reizsymptome oder gar Defizite zervikal-radikulär oder lumbal-radikulär. Für die in der lumbalen Bildgebung nachgewiesenen geringgradigen Veränderungen in Höhe L1/2 und L2/3 seien keinerlei sensomotorische Defizite fassbar. Das Aufstehen aus der Hocke sei sogar monopedal möglich, und die Flexibilität der lumbalen Wirbelsäule sei ausgezeichnet und ohne erkennbare Schmerzsymptomatik. Sollte eine radikuläre relevante Schädigungsfolge jemals bestanden haben, was nach den vorliegenden Befunden nicht nachvollziehbar sei, so hätten sich diese komplett zurückgebildet. Es sei zum aktuellen Zeitpunkt keine zu einer Arbeitsunfähigkeit führende Schmerzsymptomatik erkennbar, weder zervikal noch lumbal (S. 11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend seien aus somatischer orthopädischer und neurologischer Sicht keinerlei die Arbeitsfähigkeit limitierende Befunde feststellbar (S. 14).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Rahmen der psychiatrischen Abklärung sei ein anhaltendes lumbospondy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">logenes und lumboischialgieformes Schmerzsyndrom mit sekundärer Symptom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weitung und Selbstlimitierung formuliert worden. Der klinisch psychopatho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">logische Befund lasse allerdings keine Hinweise auf eine depressive Störung von Krankheitswert erkennen und es fänden sich keine alltagsrelevanten Angst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">symp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tome. Der Beschwerdeführer verfüge über ausreichende Ressourcen der psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chischen Grundfunktionen. Die Kriterien für eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung seien nicht erfüllt (S. 12).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 13. August 2015 wurde im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> eine mikrochirur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Dekompression und Sequestrectomie L5/S1 links und Foraminotomie links durchgeführt. Im Austrittsbericht vom 18. August 2015 (Urk. 7/173/6-7) stellten die Ärzte der Orthopädie, Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie, folgende Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nosen (S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Lumbalgie und intermittierend schmerzhafte S1-Radikulopathie und motorische L5-Radikulopathie links (M5) mit/bei</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Segmentdegeneration L5/S1</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Rezessus- und Foramenstenose links bei paramedianer und partiell intraforamineller Diskushernie L5/S1 links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">arterielle Hypertonie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach akutem Nierenversagen im Rahmen einer Enteritis April 2015</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">bekannter sensorischer Nervus ulnaris-Ausfall rechts, seit Jahren bestehend</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 16. September 2015 berichteten die Ärzte (Urk. 7/173/8-9), es bestünden erheb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche Restbeschwerden im Sinne einer schmerzhaften L5/S1 Radikulopathie links, weshalb ein MRI der LWS veranlasst worden sei, um ein Rezidiv auszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schliessen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 28. September 2015 wurde berichtet (Urk. 7/173/10-11), das Kontrastmittel-MRI der LWS habe Folgendes ergeben: Postoperative Veränderung bei Status nach Dekompression L5/S1 mit Hemilaminektomie links und Hämatoserom und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Granulationsgewebe entlang des Zugangsweges; kleine Rezidivdiskushernie L5/S1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> links mit möglicher Kompression der deszendierenden S1-Nervenwurzel links; mittelschwere Foramenstenose links; stationäre Retrolisthese L5/S1. Es gebe zwei Möglichkeiten des weiteren Vorgehens: Zum einen eine Revisionsoperation zur Rezidiventfernung Neurolyse S1 auf der linken Seite, zum anderen die Möglichkeit des Zuwartens, da die Hauptkompression durch postoperatives Granu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lationsgewebe bestehe. Gegen einen Revisionseingriff spreche, dass der Beschwerdeführer nach der Operation nie wirklich beschwerdefrei gewesen sei, dass zusätzlich eine Foramenstenose bestehe, welche nur mittels Aufrich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spondylodese behandelbar sei, und dass die Hauptkompression im Rahmen des postoperativen Granulationsgewebes bestehe, welches nach einer erneuten Opera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tion wieder auftreten könne.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 4. November 2015 berichteten die Ärzte (Urk. 7/173/2-3), die L5- bezieh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise S1-Symptomatik auf der linken Seite habe durch die Operation gut behandelt werden können. Die Schmerzen im Bereich des linken Beines seien nahezu komplett regredient. Weiterhin beklage der Beschwerdeführer ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">prägte, ausgeweitete Lumbalgien. Im MRI zeigten sich korrespondierend leichte, jedoch altersentsprechende degenerative Veränderungen der LWS. Aus wirbel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">säulenchirurgischer Sicht könnten dem Beschwerdeführer aktuell keine weiteren Massnahmen angeboten werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Laut Bericht von Dr. med. A.___, Fachärztin für Psychiatrie und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chotherapie, vom 9. Juni 2016 (Urk. 7/172) leidet der Beschwerdeführer neben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> den bekannten Diagnosen (vgl. vorstehende E. 3.2) an einer rezidivierenden depressiven Störung. Die zunehmende depressive Symptomatik zeige sich durch verminderte Aufmerksamkeit und Konzentration, Antriebslosigkeit, Kraftlosig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit, bedrückte Stimmung, Verzweiflung, Misstrauen, grosse innere Unruhe so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e psychomotorische Angespanntheit.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Laut Bericht von Prof. Dr. med. B.___, Chefarzt Radiologie an der Z.___, vom 8. Juli 2016 (Urk. 7/183) ergab die bildgebende Untersuchung desselben Datums eine deutliche mediolinkslaterale Diskushernie L5/S1 mit Kompression der Wurzel S1 links und eine hochgradige Foramen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stenose L5/S1 links mit Kompression der Wurzel L5 links (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. C.___, Facharzt für Neurochirurgie, berichtete am 19. August 2016 (Urk. 7/184), die Befunde aus der aktuellen Bildgebung der LWS vom 8. Juli 2016 erklärten die Beschwerden des Beschwerdeführers mit einer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seits linksseitigen Beinschmerzen und andererseits prädominanten Kreuz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schmerzen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. D.___, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie Facharzt für Rheumatologie, stellte im Bericht vom 4. Januar 2017 (Urk. 3/3) fest, die rein deskriptive Diagnose der chronischen vertebralen und spondylogenen Symptomatik ändere sich im Vergleich zur Beschreibung im Gutachten von 2009 nicht, klinisch bestehe aber ein anderer Hintergrund mit einer progredienten Segmentdegeneration und in diesem Sinne einer Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">terung des Befundes im Bereich der LWS (S. 1 unten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. E.___, Facharzt für Neurochirurgie, stellte im Bericht vom 9. Januar 2018 (Urk. 11) fest, der Gesundheitszustand des Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">füh-rers habe sich seit der Begutachtung im 2009 erheblich und nachweislich ver-schlechtert. Es sei im 2015 eine Bandscheibenoperation bei L5/S1 links in der Z.___ durchgeführt worden. Im Laufe der Zeit habe sich eine soge-nannte Gleitinstabilität zwischen dem fünften Lendenwirbel und dem Kreuzbein mit Versatz der Wirbelsäule gegenüber dem Kreuzbein um bis zu 9 mm gebildet. Als Folge dieser Veränderungen habe der Beschwerdeführer chronische Kreuz-schmerzen mit linksseitigen Beinschmerzen entwickelt. Wegen der beschrie-benen Veränderungen zwischen dem fünften Lendenwirbel und dem Kreuzbein habe er, Dr. E.___, am 31. Mai 2017 eine Versteifungsoperation durchgeführt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei ihrem Entscheid auf die Beurteilung durch med. pract. F.___, Fachärztin für Chirurgie und Trauma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">to-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">logie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), vom 25. Juli 2016 (vgl. Feststel-lungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">blatt vom 16. August 2016, Urk. 7/175 S. 3), wonach bereits zum Zeitpunkt des Gutachtens von 2010 eine Diskushernie L5/S1 bekannt gewesen und festgestellt worden sei, dass die angestammte Tätigkeit als Gipser nicht Wirbelsäulen adaptiert sei, hingegen eine vollständige Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keiten attestiert worden sei.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vorab bleibt festzustellen, dass das Y.___-Gutachten, auf welches sich med. pract. F.___ bezog, nicht wie von ihr zitiert aus dem Jahr 2010 stammt, sondern am 6. August 2009 erstattet wurde. Darin stellten die Gutachter (E. 3.1) zwar keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, trotzdem kam aber der orthopädische Gutachter bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zum Schluss (S. 11), dass unter Berücksichtigung der Befunddokumentation der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wirbel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">säule Tätigkeiten mit besonderen statischen Beanspruchungen der Wirbel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">säule ungünstig seien und die ursprüngliche Tätigkeit als Hilfsgipser unter das Spektrum der wirbelsäulenbelastenden Tätigkeiten falle, weshalb sie „gemieden” werden sollte. Richtigerweise wären wohl die die LWS betreffenden Diagnosen unter dem Titel „Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit” zu nennen gewesen. Das Bundesverwaltungsgericht schloss denn auch auf eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit und auf eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit (Urk. 7/156 S. 19 E. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Während die Y.___-Gutachter (E. 3.1) bei einer diskreten Protrusion L1/2 und einer kleinen Diskushernierung L4/5 und L5/S1 keine radikuläre relevante Schädigungsfolge verifizieren und keinerlei Einschränkungen der Motorik erken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen konnten sowie eine in jeder Hinsicht uneingeschränkte Beweglichkeit der Wirbelsäule und des Rumpfes feststellten, war im August 2015 eine mikro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chirurgische Dekompression und Sequestrectomie L5/S1 links und Foramino</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tomie durch die Ärzte der Uniklinik Z.___ (E. 3.2) notwendig geworden, was unzweifelhaft auf eine Verschlechterung der degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule im Bereich L5/S1 hindeutet. Nach der erfolgten Operation berich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teten die Ärzte am 4. November 2015 über einen guten Behandlungserfolg insoweit, als die Schmerzen im Bereich des linken Beines nahezu komplett regredient waren. Der Beschwerdeführer klagte aber weiterhin über ausgeprägte, ausgeweitete Lumbalgien, welche mit den mittels MRI erhobenen leichten, jedoch altersentsprechenden degenerativen Veränderungen der LWS korrespon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dierten. Die bildgebende Untersuchung vom 8. Juli 2016 (E. 3.4) ergab eine deutliche mediolinkslaterale Diskushernie L5/S1 mit Kompression der Wurzel S1 links und eine hochgradige Foramenstenose L5/S1 links mit Kompression der Wurzel L5 links. Damit findet sich für die geklagten Beschwerden ein objek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tivierbares Korrelat, welches im Zeitpunkt des Y.___-Gutachtens nicht vorhan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den war. Insofern hielt die Verschlechterung des Gesundheitsschadens auch nach der Operation an und es wurde, allerdings erst nach Verfügungserlass, aufgrund einer Gleitinstabilität eine Versteifungsoperation durchgeführt (vgl. E. 3.7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In psychiatrischer Hinsicht verneinten die Y.___-Gutachter (E. 3.2) das Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liegen einer Störung. Im Bericht vom 9. Juni 2016 beschrieb Dr. A.___ (E. 3.3) eine zunehmende depressive Symptomatik.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Angesichts des oben beschriebenen Sachverhalts hat der Beschwerdeführer glaubhaft dargelegt, dass sich sein Gesundheitszustand verschlechtert hat. Ob und allenfalls inwiefern sich diese Verschlechterung auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt und für den Rentenanspruch relevant ist, wird die Beschwerdegegnerin zu prüfen haben. Folglich ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, dass die Verfügung vom 5. Dezember 2016 aufzuheben und Sache an die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin zurückzuweisen ist, damit sie die Neuanmeldung materiell prüfe.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p>5.</p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">69 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG) und auf Fr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. 7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gestützt auf § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Parteientschädigung. Nachdem die unentgeltliche Rechtsvertreterin trotz Aufforderung (vgl. Urk. 8) keine Honorarnote eingereicht hat, ist ihr Aufwand nach Ermessen festzulegen. Unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und des gerichtsüblichen Ansatzes von Fr. 220.-- zuzüglich Mehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">steuer ist die Parteientschädigung auf Fr. 1‘700.-- (inkl. Mehrwertsteuer und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Barauslagen) festzusetzen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">die</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Verfügung</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> vom </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">5. Dezember 2016</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> aufgehoben und die Sache an Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird, damit sie die Neuanmeldung vom </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">18. Mai 2016</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> materiell prüfe.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">700</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt. Rechnung</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der unentgeltlichen Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin Christina Ammann, Uster,</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädi</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">gung von Fr.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> 1’700</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Christina Ammann</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage je einer Kopie von Urk. 10-11</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannTiefenbacher</p><p></p></div> </div></body></html>