<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00230</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204498&amp;W10_KEY=13013567&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00230</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 30.09.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Gesundheitswesen</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Bewilligung zur Führung eines Krankenhauses</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Entzug einer Bewilligung zur Führung eines Krankenhauses wegen Einstellung des Klinikbetriebs Der Entzug der Bewilligung betrifft die Wirtschaftsfreiheit und muss daher den Anforderungen an die Einschränkung von Grundrechten genügen (E. 3.1). Die Bewilligung hat den Charakter einerseits einer Polizeierlaubnis, die grundsätzlich widerrufbar ist, und anderseits einer Betriebsbewilligung, weil sie im Hinblick auf die Führung eines bestimmten Krankenhauses erteilt worden ist (E. 3.2, 4.1-2). Mit der Betriebseinstellung - eine Wiederaufnahme ist nicht geplant - ist eine massgebende Voraussetzung für die Bewilligung nicht mehr erfüllt, weshalb ein Entzug zulässig ist (E. 4.3-4). Damit wird auch die Verwendung des Begriffs "Klinik" unzulässig, weil eine private Praxis zur ambulanten Behandlung von Kranken nicht als Klinik bezeichnet werden darf (E. 5). Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSKÃNDUNG">AUSKÃNDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Gesundheit ST: BERUFSAUSÃBUNG">BERUFSAUSÃBUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BETRIEBSBEWILLIGUNG">BETRIEBSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWILLIGUNG">BEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWILLIGUNGSENTZUG">BEWILLIGUNGSENTZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTZUG">ENTZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Grundrechte ST: HANDELS- UND GEWERBEFREIHEIT">HANDELS- UND GEWERBEFREIHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KLINIK">KLINIK</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KRANKENHAUS">KRANKENHAUS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: POLIZEIBEWILLIGUNG/-ERLAUBNIS">POLIZEIBEWILLIGUNG/-ERLAUBNIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: POLIZEIBEWILLIGUNG/-ERLAUBNIS">POLIZEIBEWILLIGUNG/-ERLAUBNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SPITAL">SPITAL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIRTSCHAFTSFREIHEIT">WIRTSCHAFTSFREIHEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 42 Abs. I aGesundheitsG</span><br/><span class="ungerade">§ 43 aGesundheitsG</span><br/><span class="gerade">§ 19 Abs. II lit. a ÃrzteV</span><br/><span class="ungerade">Art. 27 BV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Die Gesundheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich bewilligte Dr. X am 14. MÃ¤rz 1973, das Krankenhaus Privat-Klinik Dr. X in Q, zu fÃ¼hren. In der Bewilligung wird unter Ziff. 8 festgehalten, dass dieselbe von der Gesundheitsdirektion aus schwerwiegenden GrÃ¼nden jederzeit entzogen werden kann. Am 22. MÃ¤rz 2001 liess Dr. X der Gesundheitsdirektion Mitteilung davon machen, dass wegen AuflÃ¶sung der Klinik Y ab Januar 2001 keine Patrec-Daten mehr geliefert werden kÃ¶nnten. Mit Schreiben vom 3. November 2003 teilte die Gesundheitsdirektion Dr. X mit, dass vorgesehen werde, die erteilte Bewilligung zur FÃ¼hrung eines Krankenhauses infolge Nichtgebrauchs zu lÃ¶schen. Am 15. Dezember 2003 wurde Dr. X Frist angesetzt, um den Verzicht auf die Krankenhausbewilligung zu erklÃ¤ren bzw. zum geplanten Vorgehen der Gesundheitsdirektion (LÃ¶schung bzw. Entzug der Bewilligung wegen Nichtgebrauchs) Stellung zu beziehen. Sie nahm dazu am 27. Januar 2004 Stellung.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 13. April 2004 entzog die Gesundheitsdirektion die Bewilligung vom 14. MÃ¤rz 1973 mit sofortiger Wirkung; es wurde sodann eine Frist bis 31. Juli 2004 gewÃ¤hrt fÃ¼r die gesetzeskonforme Umbenennung der privaten Arztpraxis</span><span>. </span></p> <p class="Urteilstext"><b> </b></p> <p class="Urteilstext"><b>II.</b></p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 12. Mai 2004 beantragte Dr. X sinngemÃ¤ss die Aufhebung der VerfÃ¼gung vom 13. April 2004. Die Gesundheitsdirektion ersuchte in ihrer Beschwerdeantwort vom 23. Juni 2004 um Abweisung der Beschwerde. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 19a Abs. 2 Ziff. 4 in Verbindung mit § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Die Gesundheitsdirektion ging in der VerfÃ¼gung vom 13. April 2004 davon aus, dass das Krankenhaus "Privat-Klinik Dr. X" seit Mitte 2001 nicht mehr betrieben werde. Sie erwog sodann, dass in einem stillgelegten Krankenhaus die gesundheitspolizeiliche Aufsicht nicht ordnungsgemÃ¤ss wahrgenommen werden kÃ¶nne, weshalb auch nicht sichergestellt sei, dass die Einrichtung fÃ¼r die zweckmÃ¤ssige Unterbringung und stationÃ¤re Behandlung der Kranken gewÃ¤hrleistet werde. Vom Entzug der Krankenhausbewilligung werde die Praxisbewilligung der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht betroffen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt ihrerseits vor, dass die WeiterfÃ¼hrung der Bettenstation durch den Vermieter verunmÃ¶glicht werde; nach wie vor sei der Name "Klinik Y" indessen ein internationaler Begriff. Sodann hÃ¤lt die BeschwerdefÃ¼hrerin fest, dass ihre fachliche Qualifikation nach wie vor ausgewiesen sei. Die Tagesklinik verfÃ¼ge Ã¼ber eine Operationssaaleinrichtung mit einem Ausliegeraum und Ãberwachung. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Das Betreiben eines Krankenhauses fÃ¤llt in den Schutzbereich der Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 der Bundesverfassung [BV]). Der Entzug einer entsprechenden Bewilligung muss daher den verfassungsrechtlichen Anforderungen an die EinschrÃ¤nkungen von Grundrechten (Art. 36 BV) genÃ¼gen. Solche EinschrÃ¤nkungen bedÃ¼rfen einer gesetzlichen Grundlage. Schwerwiegende EinschrÃ¤nkungen mÃ¼ssen im Gesetz selbst vorgesehen sein. Ausgenommen sind FÃ¤lle ernster, unmittelbarer und nicht anders abwendbarer Gefahr (Abs. 1). Sodann mÃ¼ssen solche EinschrÃ¤nkungen durch ein Ã¶ffentliches Interesse oder den Schutz von Grundrechten Dritter gerechtfertigt sein (Abs. 2) sowie dem Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit entsprechen (Abs. 3). Der Kerngehalt der Grundrechte ist unantastbar (Abs. 4). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Die Gesundheitsdirektion zieht in der angefochtenen VerfÃ¼gung in rechtlicher Hinsicht § 42 f. GesundheitsG heran. Insbesondere stÃ¼tzt sie sich auf § 43 GesundheitsG, wo festgehalten wird, dass es zum Betrieb eines Krankenhauses einer Bewilligung der Gesundheitsdirektion bedarf (Abs. 1), wobei die Bewilligung aus schwerwiegenden GrÃ¼nden verweigert oder entzogen werden kann (Abs. 2). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die streitbetroffene Bewilligung charakterisiert sich als Polizeierlaubnis. Damit wird festgestellt, dass eine aus polizeilichen GrÃ¼nden unter Bewilligungspflicht stehende TÃ¤tigkeit deshalb erlaubt ist, weil sie mit den polizeilichen Vorschriften Ã¼bereinstimmt. Was die Voraussetzungen fÃ¼r die Erteilung einer Polizeierlaubnis betrifft, mÃ¼ssen diese in einem sachlichen Zusammenhang mit der bewilligungspflichtigen TÃ¤tigkeit stehen. Die Polizeierlaubnis ist widerrufbar, was auch dann gilt, wenn das Gesetz keine Vorschriften Ã¼ber den Widerruf der Erlaubnis enthÃ¤lt; in solchen FÃ¤llen ist jeweils massgebend, ob das Interesse an der Verwirklichung objektiven Rechts Ã¼berwiegt gegenÃ¼ber dem Interesse an der Rechtssicherheit bzw. am Vertrauensschutz. Dabei fÃ¤llt ins Gewicht, dass eine Polizeibewilligung etwa dann in materielle Rechtskraft erwachsen kann, wenn die Berechtigten bereits von ihr Gebrauch gemacht und nicht wieder rÃ¼ckgÃ¤ngig zu machende Dispositionen getroffen haben (dazu Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2002, Rz. 2523, 2553).</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Streitig ist in erster Linie, ob die Einstellung des Krankenhausbetriebs als solche einen schwerwiegenden Grund im Sinn von § 43 Abs. 2 GesundheitsG bildet, um die gestÃ¼tzt auf § 43 Abs. 1 GesundheitsG erteilte Bewilligung zu entziehen. Von massgebender Bedeutung ist dabei, ob es sich bei der Bewilligung nach § 43 Abs. 1 GesundheitsG um eine Betriebsbewilligung handelt oder nicht. Bei Betriebsbewilligungen liegt nÃ¤mlich regelmÃ¤ssig die Ausgangslage vor, dass mit der Erteilung der Bewilligung eine VerknÃ¼pfung der einzuhaltenden Betriebsvorschriften erfolgt; wenn nicht mehr sichergestellt ist, dass die entsprechenden Vorschriften eingehalten werden, stellt sich sodann die Frage, ob die entsprechende Bewilligung widerrufen werden kann. So verhÃ¤lt es sich etwa bei der Zulassung von Apothekerinnen und Apothekern, wo die Bewilligung erst nach einer Inspektion der RÃ¤ume und Einrichtungen erteilt wird, was dazu fÃ¼hrt, dass von einer eigentlichen Betriebsbewilligung zu sprechen ist (dazu VGr, 13. Juli 2001, VB.2001.00085, www.vgrzh.ch). â Anders ist die Rechtslage bei denjenigen Bewilligungen, welche bestimmte persÃ¶nlich zu erfÃ¼llende fachliche Anforderungen voraussetzen. Dazu zÃ¤hlt etwa die Bewilligung betreffend die selbstÃ¤ndige BerufsausÃ¼bung als Ãrztin oder als Arzt; hier ist massgebend, dass im zÃ¼rcherischen Recht keine gesetzliche Grundlage dafÃ¼r besteht, die BerufsausÃ¼bungsbewilligung von der FÃ¼hrung einer Praxis abhÃ¤ngig zu machen (RB 2003 Nr. 61). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Die vorliegend strittige Bewilligung zur FÃ¼hrung eines Krankenhauses ist als Betriebsbewilligung zu qualifizieren. Dies ergibt sich bereits aus dem Wortlaut von § 43 Abs. 1 GesundheitsG, wo ausdrÃ¼cklich der Begriff des "Betriebes" Verwendung findet. Dasselbe ergibt sich klar aus der Bewilligung vom 14. MÃ¤rz 1973, wo schon im Titel von der "FÃ¼hrung eines Krankenhauses" gesprochen wird. Sodann wird in Ziff. 2 der Bewilligung eine eindeutige VerknÃ¼pfung mit einem bestimmten Betrieb vorgenommen und vermerkt, dass die Bewilligung "nur fÃ¼r dieses Krankenhaus" gilt. Schliesslich wird in Ziff. 5 der Bewilligung ausdrÃ¼cklich Bezug genommen auf die Einrichtung des Krankenhauses und auf das erforderliche Personal. BeizufÃ¼gen ist, dass auch in der Literatur die Rede davon ist, dass eine Bewilligung vorausgesetzt ist, damit ein Krankenhaus âbetriebenâ werden kann (vgl. Tobias Jaag, Verwaltungsrecht des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Rz. 3118). Damit ist die Bewilligung vom 14. MÃ¤rz 1973 nicht als Bewilligung zur Aufnahme einer bestimmten TÃ¤tigkeit zu werten (wie dies beispielsweise bei der Praxisbewilligung der Fall ist), sondern als eigentliche Betriebsbewilligung. Massgebend ist mithin, ob die Betriebsvorschriften nach wie vor eingehalten werden. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bestreitet nicht, dass das Krankenhaus geschlossen ist. Die Einstellung des Betriebes erfolgte im Jahr 2001. Die BeschwerdefÃ¼hrerin bestreitet auch nicht, dass seit dem Jahr 2001 kein Personal mehr beschÃ¤ftigt wird und dass seit einigen Jahren keine Berichte betreffend Belegung mehr eingereicht worden sind. Es bestehen auch keine PlÃ¤ne, den Betrieb des Krankenhauses wieder aufzunehmen. Damit steht aber fest, dass eine massgebende Voraussetzung zum Betrieb eines Krankenhauses nicht mehr erfÃ¼llt ist. Nach Ziff. 5 der Bewilligung vom 14. MÃ¤rz 1973 muss das Krankenhaus fÃ¼r die zweckmÃ¤ssige Unterbringung und Behandlung der Kranken eingerichtet sein und Ã¼ber das notwendige ausgebildete Personal verfÃ¼gen. Es kommt hinzu, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin seit lÃ¤ngerer Zeit die erforderlichen Angaben betreffend Belegung des Krankenhauses nicht mehr geliefert hat, was eine Missachtung von Ziff. 7 der Bewilligung vom 14. MÃ¤rz 1973 bedeutet. Damit ist die in § 42 Abs. 1 GesundheitsG festgelegte Aufsicht der Gesundheitsdirektion massgebend erschwert bzw. ausgeschlossen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.4 </span></b><span>Es ergibt sich mithin, dass die Bewilligung vom 14. MÃ¤rz 1973 als eigentliche Betriebsbewilligung zu qualifizieren ist, wobei eine VerknÃ¼pfung mit verschiedenen Betriebsvorschriften erfolgt. Im konkreten Fall werden die Betriebsvorschriften seit lÃ¤ngerer Zeit nicht mehr eingehalten. Eine konkrete und fassbare Absicht, das Krankenhaus innert absehbarer Frist wieder zu erÃ¶ffnen, besteht nicht. Die gÃ¤nzliche Einstellung des Betriebes ohne Hinweise auf eine bevorstehende WiedererÃ¶ffnung desselben betrifft den Kerngehalt der erteilten Bewilligung und nicht bloss einzelne Auflagen oder Nebenbestimmungen. Dadurch wird die effektive Wahrnehmung der gesundheitspolizeilichen Aufsicht ausgeschlossen. Dieser Tatbestand ist als schwerwiegender Grund im Sinne von § 43 Abs. 2 GesundheitsG zu werten. Deshalb ist im vorliegenden Fall rechtmÃ¤ssig, wenn in der angefochtenen VerfÃ¼gung die Bewilligung vom 14. MÃ¤rz 1973 entzogen wird. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin scheint sich denn auch weniger gegen den verfÃ¼gten Entzug der Betriebsbewilligung zu wenden als gegen die in Ziff. II der angefochtenen VerfÃ¼gung festgelegte Pflicht zur Umbenennung der privaten Arztpraxis. Freilich hÃ¤lt die BeschwerdefÃ¼hrerin zugleich fest, dass sie die neue Bezeichnung ihrer Arztpraxis noch vor Ende der ablaufenden Frist bekanntgeben werde.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin verwendet fÃ¼r ihre Praxis die Bezeichnung "Klinik Y". Die Gesundheitsdirektion erachtet diese Bezeichnung deshalb als nicht gesetzmÃ¤ssig, weil die BeschwerdefÃ¼hrerin das Krankenhaus "Privat-Klinik Dr. X" nicht mehr betreiben kann. Zur BegrÃ¼ndung verweist die Gesundheitsdirektion auf § 19 Abs. 2 lit. c (richtig: lit. a) der Ãrzteverordnung vom 6. Mai 1998 (ÃrzteV). Hier wird ausdrÃ¼cklich festgehalten, dass eine private Praxis zur ambulanten Behandlung von Kranken nicht als Klinik oder Institut bezeichnet werden darf. Dies auch dann nicht, wenn ein Interesse daran bestehen sollte, den etablierten Namen der Klinik weiterhin zu verwenden. Massgebend hiefÃ¼r ist nicht ein solches Interesse, sondern, ob eine Klinik tatsÃ¤chlich noch gefÃ¼hrt wird oder nicht.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist befugt, eine selbststÃ¤ndige Ã¤rztliche TÃ¤tigkeit im Sinne von § 1 ÃrzteV auszuÃ¼ben, wie dies mit VerfÃ¼gung vom 16. Oktober 2001 (mit Wirkung bis 31. Dezember 2004) festgelegt wurde. Die ihr erteilte VerfÃ¼gung bezieht sich dabei auf den Tatbestand von § 1 Abs. 1 <i>lit. a</i> ÃrzteV (Ãrztinnen und Ãrzte mit privater Praxis); die BeschwerdefÃ¼hrerin zÃ¤hlt nÃ¤mlich nicht zu den in § 1 Abs. 1 lit. b bis lit. d ÃrzteV genannten Personenkategorien. Was die in § 18 ff. ÃrzteV geregelte AuskÃ¼ndung betrifft, ist fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin insbesondere § 19 Abs. 2 lit. a ÃrzteV von Bedeutung. Hier wird mit der Verwendung des Begriffes der "privaten Praxis" ein klarer Bezug gemacht zu § 1 Abs. 1 lit. a ÃrzteV. Dies lÃ¤sst klar werden, dass diejenigen Ãrztinnen und Ãrzte, die nach § 1 Abs. 1 lit. a ÃrzteV eine private Praxis fÃ¼hren, nicht befugt sind, zur Bezeichnung dieser Praxis den Begriff "Klinik" oder "Institut" zu verwenden. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Weil der BeschwerdefÃ¼hrerin die Bewilligung zur FÃ¼hrung eines Krankenhauses zu Recht entzogen worden ist, hat dies demnach demnach zugleich zur Folge, dass sie ihre private Praxis nicht (mehr) als "Klinik Y" bezeichnen darf. </span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. In der VerfÃ¼gung vom 13. April 2004 wurde eine Frist bis 31. Juli 2004 angesetzt, um die Praxis umzubenennen. Die Gesundheitsdirektion hat mithin eine Ãbergangsfrist von dreieinhalb Monaten als angemessen erachtet. Es rechtfertigt sich bei dieser Ausgangslage, der BeschwerdefÃ¼hrerin eine ab Rechtskraft (= Zustellung) dieses Entscheides laufende Frist von vier Monaten anzusetzen, um die Praxis in Ãbereinstimmung mit den massgebenden Vorschriften auszukÃ¼nden. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten der unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). </span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Der BeschwerdefÃ¼hrerin wird eine ab Rechtskraft dieses Entscheides laufende Frist von vier Monaten fÃ¼r die gesetzeskonforme Umbenennung der privaten Arztpraxis angesetzt. </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1â560.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Mitteilung...<br/> <br/> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>