<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, mehr Mittel zur Verfügung zu stellen für die Forschung über neu auftretende gefährliche Schädlinge wie die Schmierlaus oder die Marmorierte Baumwanze, damit rasch Strategien für deren nachhaltige Bekämpfung in die landwirtschaftliche Praxis eingeführt werden können.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Probleme, die durch die vom Motionär erwähnten Schädlinge hervorgerufen werden, sind bekannt. Die genannten Schädlinge erfüllen jedoch nicht die Kriterien zur Einstufung als besonders gefährlich im Sinne von Artikel 149 Absatz 2 des Landwirtschaftsgesetzes (LwG). Deshalb unterliegen sie keinen Bekämpfungsmassnahmen gemäss Artikel 153 LwG. Der Vernehmlassungsbericht zur Agrarpolitik 22 plus sieht einen neuen Artikel im LwG vor, der den Bundesrat dazu ermächtigen würde, in Zukunft Vorschriften zum Schutz von Kulturen und Pflanzenmaterial vor neu auftretenden Schadorganismen, die aber nicht als besonders gefährlich eingestuft werden, zu erlassen, sofern für die erfolgreiche Bekämpfung eine Koordination auf nationaler Ebene erforderlich ist. Es ist zweifelsohne schwierig, zwischenzeitlich ohne die Unterstützung der Forschung eine Lösung gegen die Schmierlaus und die Marmorierte Baumwanze zu finden. Deshalb werden bereits heute Entomologen von Agroscope herangezogen: Gegenwärtig stehen 1,6 Vollzeitstellen zur Verfügung, um Wege zu erforschen, diese beiden Schädlinge zu bekämpfen und ihre Epidemiologie besser zu verstehen.</p><p>Um zu vermeiden, dass eine verstärkte Forschung nach Mitteln zur Bekämpfung der obengenannten Schädlinge auf Kosten anderer, ebenso notwendiger Forschungsarbeiten erfolgt, fordert der Motionär eine Erhöhung der finanziellen Mittel des Bundesamtes für Landwirtschaft um 4 Millionen Franken über einen Zeitraum von fünf Jahren. Der Betrag erscheint willkürlich, und der Antrag ist nicht mit den Ausgabenbeschlüssen von Bundesrat und Parlament vereinbar. Jede Erhöhung des Budgets muss vom Parlament im Rahmen des Voranschlags beschlossen werden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.