Abkommen vom 26. April 1999 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Republik Belarus zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen (mit Prot.) <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2001/81/19991228/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2001/81/19991228"/><FRBRdate date="1999-12-28" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1999-04-26" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1999-12-28" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.672.916.91"/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 26 aprile 1999 tra il Consiglio federale svizzero e la Repubblica di Bielorussia per evitare le doppie imposizioni in materia di imposte sul reddito e sul patrimonio (con prot.)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Abkommen vom 26. April 1999 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Republik Belarus zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen (mit Prot.)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 26 avril 1999 entre le Conseil fédéral suisse et le Gouvernement de la République du Bélarus en vue d'éviter les doubles impositions en matière d'impôts sur le revenu et sur la fortune (avec prot.)" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2001/81/19991228/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2001/81/19991228/de"/><FRBRdate date="1999-12-28" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1999-04-26" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1999-12-28" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2001/81/19991228/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2001/81/19991228/de/xml"/><FRBRdate date="1999-12-28" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1999-04-26" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1999-12-28" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.672.916.91 </docNumber></p><p> AS <b>2001</b> 418; BBl <b>1999</b> 9167</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Originaltext</p><p><docTitle>Abkommen<br/>zwischen dem Schweizerischen Bundesrat <br/>und der Regierung der Republik Belarus <br/>zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen</docTitle></p><p>Abgeschlossen am 26. April 1999 <br/>Von der Bundesversammlung genehmigt am 16. März 2000<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2001/80" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2001</b> 417</ref></p></authorialNote> <br/>Ratifikationsurkunden ausgetauscht am 28. Dezember 1999</p><p>In Kraft getreten am 28. Dezember 1999</p><p> (Stand am 20. Februar 2001)</p></preface><preamble><p>Der Schweizerische Bundesrat <br/>und <br/>die Regierung der Republik Belarus,</p><p>vom Wunsche geleitet, ein Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen abzuschliessen,</p><p>haben Folgendes vereinbart:</p></preamble><body><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><heading>Persönlicher Geltungsbereich</heading><paragraph eId="art_1/para"><content><p>Dieses Abkommen gilt für Personen, die in einem Vertragsstaat oder in beiden Vertragsstaaten ansässig sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><heading>Unter das Abkommen fallende Steuern</heading><paragraph eId="art_2/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Abkommen gilt, ohne Rücksicht auf die Art der Erhebung, für Steuern vom Einkommen und vom Vermögen, die für Rechnung eines Vertragsstaats oder seiner politischen Unterabteilungen oder lokalen Körperschaften erhoben werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_2"><num>2.</num><content><p>Als Steuern vom Einkommen und vom Vermögen gelten alle Steuern, die vom Gesamteinkommen, vom Gesamtvermögen oder von Teilen des Einkommens oder des Vermögens erhoben werden, einschliesslich der Steuern vom Gewinn aus der Veräusserung beweglichen oder unbeweglichen Vermögens, der Lohnsummensteuern sowie der Steuern vom Vermögenszuwachs.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_3"><num>3.</num><content><p>Zu den bestehenden Steuern, für die das Abkommen gilt, gehören insbesondere</p><blockList><item eId="art_2/para_3/lbl_a"><num>a) </num><blockList><listIntroduction eId="art_2/para_3/lbl_a/listintro">in Belarus:</listIntroduction><item eId="art_2/para_3/lbl_a/lbl_i"><num>(i) </num><p>die Steuer auf  Einkommen und Gewinnen von juristischen Personen;</p></item><item eId="art_2/para_3/lbl_a/lbl_ii"><num>(ii) </num><p>die Steuer auf dem Einkommen von natürlichen Personen;</p></item><item eId="art_2/para_3/lbl_a/lbl_iii"><num>(iii) </num><p>die Steuer auf unbeweglichem Vermögen; und</p></item><item eId="art_2/para_3/lbl_a/lbl_iv"><num>(iv) </num><p>die Grundsteuer</p></item><item eId="art_2/para_3/lbl_a/bull_u5"><num/><p>(im Folgenden als «belarussische Steuer» bezeichnet);</p></item></blockList></item><item eId="art_2/para_3/lbl_b"><num>b) </num><p>in der Schweiz:</p></item><item eId="art_2/para_3/bull_u3"><num/><p>die von Bund, Kantonen und Gemeinden erhobenen Steuern</p><blockList><item eId="art_2/para_3/bull_u3/lbl_i"><num>(i) </num><p>vom Einkommen (Gesamteinkommen, Erwerbseinkommen, Vermögensertrag, Geschäftsertrag, Kapitalgewinn und andere Einkünfte); und</p></item><item eId="art_2/para_3/bull_u3/lbl_ii"><num>(ii) </num><p>vom Vermögen (Gesamtvermögen, bewegliches und unbewegliches Vermögen, Geschäftsvermögen, Kapital und Reserven und andere Vermögensteile)</p></item><item eId="art_2/para_3/bull_u3/bull_u3"><num/><p>(im Folgenden als «schweizerische Steuer» bezeichnet).</p></item></blockList></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_4"><num>4.</num><content><p>Das Abkommen gilt auch für alle Steuern gleicher oder im Wesentlichen ähnlicher Art, die nach der Unterzeichnung das Abkommens neben den bestehenden Steuern oder an deren Stelle erhoben werden. Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten teilen einander am Ende eines jeden Jahres die in ihren Steuergesetzen eingetretenen wesentlichen Änderungen mit.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><heading>Allgemeine Begriffsbestimmungen</heading><paragraph eId="art_3/para_1"><num>1.</num><content><p>Im Sinne dieses Abkommens, wenn der Zusammenhang nichts anderes erfordert,</p><blockList><item eId="art_3/para_1/bull_u1"><num/><p>a) </p><p>(i) </p><p>bedeutet der Ausdruck «Belarus» die Republik Belarus und, wenn im geografischen Sinne verwendet, das Gebiet, in dem die Republik Belarus nach belarussischem Recht und in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht Hoheitsrechte ausüben darf;</p><blockList><item eId="art_3/para_1/bull_u1/lbl_ii"><num>(ii) </num><p>bedeutet der Ausdruck «Schweiz» die Schweizerische Eidgenossenschaft;</p></item></blockList></item><item eId="art_3/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>bedeuten die Ausdrücke «ein Vertragsstaat» und «der andere Vertragsstaat» je nach dem Zusammenhang Belarus oder die Schweiz;</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>umfasst der Ausdruck «Person» natürliche Personen, Gesellschaften und alle anderen Personenvereinigungen;</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_d"><num>d) </num><p>bedeutet der Ausdruck «Gesellschaft» juristische Personen oder andere Rechtsträger, die für die Besteuerung wie juristische Personen behandelt werden;</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_e"><num>e) </num><p>bedeuten die Ausdrücke «Unternehmen eines Vertragsstaats» und «Unternehmen des anderen Vertragsstaats» je nachdem ein Unternehmen, das von einer in einem Vertragsstaat ansässigen Person betrieben wird, oder ein Unternehmen, das von einer im anderen Vertragsstaat ansässigen Person betrieben wird;</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_f"><num>f) </num><p>bedeutet der Ausdruck «feste Einrichtung» einen festen Platz wie ein Büro oder eine Räumlichkeit, durch die die selbstständige Tätigkeit einer natürlichen Person ganz oder teilweise ausgeübt wird;</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_g"><num>g) </num><p>bedeutet der Ausdruck «internationaler Verkehr» jede Beförderung mit einem Seeschiff oder Luftfahrzeug, das von einem Unternehmen eines Vertragsstaats betrieben wird, es sei denn, das Seeschiff oder Luftfahrzeug wird ausschliesslich zwischen Orten im anderen Vertragsstaat betrieben;</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_h"><num>h) </num><blockList><listIntroduction eId="art_3/para_1/lbl_h/listintro">bedeutet der Ausdruck «Staatsangehöriger»:</listIntroduction><item eId="art_3/para_1/lbl_h/lbl_i"><num>(i) </num><p>jede natürliche Person, die die Staatsangehörigkeit eines Vertragsstaats besitzt;</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_h/lbl_ii"><num>(ii) </num><p>jede juristische Person, Personengesellschaft und andere Personenvereinigung, die nach dem in einem Vertragsstaat geltenden Recht errichtet worden ist;</p></item></blockList></item><item eId="art_3/para_1/lbl_i"><num>i) </num><blockList><listIntroduction eId="art_3/para_1/lbl_i/listintro">bedeutet der Ausdruck «zuständige Behörde»:</listIntroduction><item eId="art_3/para_1/lbl_i/lbl_i"><num>(i) </num><p>in Belarus das Staatliche Steuerkomitee oder seinen bevollmächtigten Vertreter; </p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_i/lbl_ii"><num>(ii) </num><p>in der Schweiz den Direktor der Eidgenössischen Steuerverwaltung oder seinen bevollmächtigten Vertreter.</p></item></blockList></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_2"><num>2.</num><content><p>Bei der Anwendung des Abkommens durch einen Vertragsstaat hat, wenn der Zusammenhang nichts anderes erfordert, jeder im Abkommen nicht definierte Ausdruck die Bedeutung, die ihm nach dem Recht dieses Staates über die Steuern zukommt, für die das Abkommen gilt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><heading>Ansässige Person</heading><paragraph eId="art_4/para_1"><num>1.</num><content><p>Im Sinne dieses Abkommens bedeutet der Ausdruck «eine in einem Vertragsstaat ansässige Person» eine Person, die nach dem Recht dieses Staates dort auf Grund ihres Wohnsitzes, ihres ständigen Aufenthalts, des Ortes ihrer Geschäftsleitung oder eines anderen ähnlichen Merkmals steuerpflichtig ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_4/para_2/listintro">Ist nach Absatz 1 eine natürliche Person in beiden Vertragsstaaten ansässig, so gilt Folgendes:</listIntroduction><item eId="art_4/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>Die Person gilt als in dem Staat ansässig, in dem sie über eine ständige Wohnstätte verfügt; verfügt sie in beiden Staaten über eine ständige Wohnstätte, so gilt sie als in dem Staat ansässig, zu dem sie die engeren persönlichen und wirtschaftlichen Beziehungen hat (Mittelpunkt der Lebensinteressen);</p></item><item eId="art_4/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>kann nicht bestimmt werden, in welchem Staat die Person den Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen hat, oder verfügt sie in keinem der Staaten über eine ständige Wohnstätte, so gilt sie als in dem Staat ansässig, in dem sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat;</p></item><item eId="art_4/para_2/lbl_c"><num>c) </num><p>hat die Person ihren gewöhnlichen Aufenthalt in beiden Staaten oder in keinem der Staaten, so gilt sie als in dem Staat ansässig, dessen Staatsangehöriger sie ist;</p></item><item eId="art_4/para_2/lbl_d"><num>d) </num><p>ist die Person Staatsangehöriger beider Staaten oder keines der Staaten, so regeln die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten die Frage in gegenseitigem Einvernehmen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_3"><num>3.</num><content><p>Ist nach Absatz 1 eine andere als eine natürliche Person in beiden Vertragsstaaten ansässig, so regeln die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten die Frage in gegenseitigem Einvernehmen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><heading>Betriebsstätte</heading><paragraph eId="art_5/para_1"><num>1.</num><content><p>Im Sinne dieses Abkommens bedeutet der Ausdruck «Betriebsstätte» eine feste Geschäftseinrichtung, durch die die Tätigkeit eines Unternehmens ganz oder teilweise ausgeübt wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_5/para_2/listintro">Der Ausdruck «Betriebsstätte» umfasst insbesondere:</listIntroduction><item eId="art_5/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>einen Ort der Leitung,</p></item><item eId="art_5/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>eine Zweigniederlassung,</p></item><item eId="art_5/para_2/lbl_c"><num>c) </num><p>eine Geschäftsstelle,</p></item><item eId="art_5/para_2/lbl_d"><num>d) </num><p>eine Fabrikationsstätte,</p></item><item eId="art_5/para_2/lbl_e"><num>e) </num><p>eine Werkstätte und</p></item><item eId="art_5/para_2/lbl_f"><num>f) </num><p>ein Bergwerk, ein Öl- oder Gasvorkommen, einen Steinbruch oder eine andere Stätte der Ausbeutung von Bodenschätzen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_3"><num>3.</num><content><p>Eine Bauausführung oder Montage ist nur dann eine Betriebsstätte, wenn ihre Dauer zwölf Monate überschreitet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_4"><num>4.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_5/para_4/listintro">Ungeachtet der vorstehenden Bestimmungen dieses Artikels gelten nicht als Betriebsstätten:</listIntroduction><item eId="art_5/para_4/lbl_a"><num>a) </num><p>Einrichtungen, die ausschliesslich zur Lagerung, Ausstellung oder Auslieferung von Gütern oder Waren des Unternehmens benutzt werden;</p></item><item eId="art_5/para_4/lbl_b"><num>b) </num><p>Bestände von Gütern oder Waren des Unternehmens, die ausschliesslich zur Lagerung, Ausstellung oder Auslieferung unterhalten werden;</p></item><item eId="art_5/para_4/lbl_c"><num>c) </num><p>Bestände von Gütern oder Waren des Unternehmens, die ausschliesslich zu dem Zweck unterhalten werden, durch ein anderes Unternehmen bearbeitet oder verarbeitet zu werden;</p></item><item eId="art_5/para_4/lbl_d"><num>d) </num><p>eine feste Geschäftseinrichtung, die ausschliesslich zu dem Zweck unterhalten wird, für das Unternehmen Güter oder Waren einzukaufen oder Informationen zu beschaffen;</p></item><item eId="art_5/para_4/lbl_e"><num>e) </num><p>eine feste Geschäftseinrichtung, die ausschliesslich zu dem Zweck unterhalten wird, für das Unternehmen zu werben, Informationen zu erteilen, wissenschaftliche Forschung zu betreiben oder ähnliche Tätigkeiten auszuüben, die vorbereitender Art sind oder eine Hilfstätigkeit darstellen;</p></item><item eId="art_5/para_4/lbl_f"><num>f) </num><p>eine Montage, die von einem Unternehmen eines Vertragsstaats im Zusammenhang mit den von ihm gelieferten Maschinen oder Ausrüstungen im anderen Vertragsstaat durchgeführt wird;</p></item><item eId="art_5/para_4/lbl_g"><num>g) </num><p>eine feste Geschäftseinrichtung, die ausschliesslich zu dem Zweck unterhalten wird, mehrere der unter den Buchstaben a) bis f) genannten Tätigkeiten auszuüben, vorausgesetzt, dass die sich daraus ergebende Gesamttätigkeit der festen Geschäftseinrichtung vorbereitender Art ist oder eine Hilfstätigkeit darstellt.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_5"><num>5.</num><content><p>Ist eine Person – mit Ausnahme eines unabhängigen Vertreters im Sinne des Absatzes 6 – für ein Unternehmen tätig und besitzt sie in einem Vertragsstaat die Vollmacht, im Namen des Unternehmens Verträge abzuschliessen, und übt sie die Vollmacht dort gewöhnlich aus, so wird das Unternehmen ungeachtet der Absätze l und 2 so behandelt, als habe es in diesem Staat für alle von der Person für das Unternehmen ausgeübten Tätigkeiten eine Betriebsstätte, es sei denn, diese Tätigkeiten beschränken sich auf die in Absatz 4 genannten Tätigkeiten, die, würden sie durch eine feste Geschäftseinrichtung ausgeübt, diese Einrichtung nach dem genannten Absatz nicht zu einer Betriebsstätte machten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_6"><num>6.</num><content><p>Ein Unternehmen wird nicht schon deshalb so behandelt, als habe es eine Betriebsstätte in einem Vertragsstaat, weil es dort seine Tätigkeit durch einen Makler, Kommissionär oder einen anderen unabhängigen Vertreter ausübt, sofern diese Personen im Rahmen ihrer ordentlichen Geschäftstätigkeit handeln.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_7"><num>7.</num><content><p>Allein dadurch, dass eine in einem Vertragsstaat ansässige Gesellschaft eine Gesellschaft beherrscht oder von einer Gesellschaft beherrscht wird, die im anderen Vertragsstaat ansässig ist oder dort (entweder durch eine Betriebsstätte oder auf andere Weise) ihre Tätigkeit ausübt, wird keine der beiden Gesellschaften zur Betriebsstätte der anderen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><heading>Einkünfte aus unbeweglichem Vermögen</heading><paragraph eId="art_6/para_1"><num>1.</num><content><p>Einkünfte, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person aus unbeweglichem Vermögen (einschliesslich der Einkünfte aus land- und forstwirtschaftlichen Betrieben) bezieht, das im anderen Vertragsstaat liegt, können im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Ausdruck «unbewegliches Vermögen» hat die Bedeutung, die ihm nach dem Recht des Vertragsstaats zukommt, in dem das Vermögen liegt. Schiffe und Luftfahrzeuge gelten nicht als unbewegliches Vermögen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_3"><num>3.</num><content><p>Absatz 1 gilt für Einkünfte aus der unmittelbaren Nutzung, der Vermietung oder Verpachtung sowie jeder anderen Art der Nutzung unbeweglichen Vermögens.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_4"><num>4.</num><content><p>Die Absätze 1 und 3 gelten auch für Einkünfte aus unbeweglichem Vermögen eines Unternehmens und für Einkünfte aus unbeweglichem Vermögen, das der Ausübung einer selbstständigen Arbeit dient.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><heading>Unternehmensgewinne</heading><paragraph eId="art_7/para_1"><num>1.</num><content><p>Gewinne eines Unternehmens eines Vertragsstaats können nur in diesem Staat besteuert werden, es sei denn, das Unternehmen übt seine Tätigkeit im anderen Vertragsstaat durch eine dort gelegene Betriebsstätte aus. Übt das Unternehmen seine Tätigkeit auf diese Weise aus, so können die Gewinne des Unternehmens im anderen Staat besteuert werden, jedoch nur insoweit, als sie dieser Betriebsstätte zugerechnet werden können.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_2"><num>2.</num><content><p>Übt ein Unternehmen eines Vertragsstaats seine Tätigkeit im anderen Vertragsstaat durch eine dort gelegene Betriebsstätte aus, so werden vorbehaltlich des Absatzes 3 in jedem Vertragsstaat dieser Betriebsstätte die Gewinne zugerechnet, die sie hätte erzielen können, wenn sie eine gleiche oder ähnliche Tätigkeit unter gleichen oder ähnlichen Bedingungen als selbstständiges Unternehmen ausgeübt hätte und im Verkehr mit dem Unternehmen, dessen Betriebsstätte sie ist, völlig unabhängig gewesen wäre.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_3"><num>3.</num><content><p>Bei der Ermittlung der Gewinne einer Betriebsstätte werden die für diese Betriebsstätte entstandenen Aufwendungen, einschliesslich der Geschäftsführungs- und allgemeinen Verwaltungskosten, zum Abzug zugelassen, gleichgültig, ob sie in dem Staat, in dem die Betriebsstätte liegt, oder anderswo entstanden sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_4"><num>4.</num><content><p>Soweit es in einem Vertragsstaat üblich ist, die einer Betriebsstätte zuzurechnenden Gewinne durch Aufteilung der Gesamtgewinne des Unternehmens auf seine einzelnen Teile zu ermitteln, schliesst Absatz 2 nicht aus, dass dieser Vertragsstaat die zu besteuernden Gewinne nach der üblichen Aufteilung ermittelt; die gewählte Gewinnaufteilung muss jedoch derart sein, dass das Ergebnis mit den Grundsätzen dieses Artikels übereinstimmt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_5"><num>5.</num><content><p>Auf Grund des blossen Einkaufs von Gütern oder Waren für das Unternehmen wird einer Betriebsstätte kein Gewinn zugerechnet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_6"><num>6.</num><content><p>Bei der Anwendung der vorstehenden Absätze sind die der Betriebsstätte zuzurechnenden Gewinne jedes Jahr auf dieselbe Art zu ermitteln, es sei denn, dass ausreichende Gründe dafür bestehen, anders zu verfahren.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_7"><num>7.</num><content><p>Gehören zu den Gewinnen Einkünfte, die in anderen Artikeln dieses Abkommens behandelt werden, so werden die Bestimmungen jener Artikel durch die Bestimmungen dieses Artikels nicht berührt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><heading>Seeschifffahrt und Luftfahrt</heading><paragraph eId="art_8/para_1"><num>1.</num><content><p>Gewinne eines Unternehmens eines Vertragsstaats aus dem Betrieb von Seeschiffen oder Luftfahrzeugen im internationalen Verkehr können nur in diesem Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_2"><num>2.</num><content><p>Absatz 1 gilt auch für Gewinne aus der Beteiligung an einem Pool, einer Betriebsgemeinschaft oder einer internationalen Betriebsstelle.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><heading>Verbundene Unternehmen</heading><paragraph eId="art_9/para_1"><num>1.</num><content><p>Wenn</p><blockList><item eId="art_9/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>ein Unternehmen eines Vertragsstaats unmittelbar oder mittelbar an der Geschäftsleitung, der Kontrolle oder dem Kapital eines Unternehmens des anderen Vertragsstaats beteiligt ist oder</p></item><item eId="art_9/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>dieselben Personen unmittelbar oder mittelbar an der Geschäftsleitung, der Kontrolle oder dem Kapital eines Unternehmens eines Vertragsstaats und eines Unternehmens des anderen Vertragsstaats beteiligt sind</p></item></blockList><p>und in diesen Fällen die beiden Unternehmen in ihren kaufmännischen oder finanziellen Beziehungen an vereinbarte oder auferlegte Bedingungen gebunden sind, die von denen abweichen, die unabhängige Unternehmen miteinander vereinbaren würden, so dürfen die Gewinne, die eines der Unternehmen ohne diese Bedingungen erzielt hätte, wegen dieser Bedingungen aber nicht erzielt hat, den Gewinnen dieses Unternehmens zugerechnet und entsprechend besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_2"><num>2.</num><content><p>Werden Gewinne, für die ein Unternehmen eines Vertragsstaats in diesem Staat besteuert worden ist, auch den Gewinnen eines Unternehmens des anderen Vertragsstaats zugerechnet und entsprechend besteuert und handelt es sich dabei um Gewinne, die das Unternehmen des anderen Vertragsstaats erzielt hätte, wenn die zwischen den beiden Unternehmen vereinbarten Bedingungen die gleichen gewesen wären, wie sie unabhängige Unternehmen miteinander vereinbaren würden, so können sich die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten zur Herbeiführung einer Einigung über die Berichtigung der Gewinne in den beiden Vertragsstaaten konsultieren.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><heading>Dividenden</heading><paragraph eId="art_10/para_1"><num>1.</num><content><p>Dividenden, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Gesellschaft an eine im anderen Vertragsstaat ansässige Person zahlt, können im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_10/para_2/listintro">Diese Dividenden können jedoch auch in dem Vertragsstaat, in dem die die Dividenden zahlende Gesellschaft ansässig ist, nach dem Recht dieses Staates besteuert werden; die Steuer darf aber, wenn der Empfänger der Dividenden der Nutzungsberechtigte ist, nicht übersteigen:</listIntroduction><item eId="art_10/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>5 vom Hundert des Bruttobetrags der Dividenden, wenn der Nutzungsberechtigte eine Gesellschaft (jedoch keine Personengesellschaft) ist, die unmittelbar über mindestens 25 vom Hundert des Kapitals der die Dividenden zahlenden Gesellschaft verfügt;</p></item><item eId="art_10/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>15 vom Hundert des Bruttobetrags der Dividenden in allen anderen Fällen.</p></item></blockList><p>Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten regeln in gegenseitigem Einvernehmen, wie diese Begrenzungsbestimmungen durchzuführen sind.</p><p>Dieser Absatz berührt nicht die Besteuerung der Gesellschaft in Bezug auf die Gewinne, aus denen die Dividenden gezahlt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_3"><num>3.</num><content><p>Der in diesem Artikel verwendete Ausdruck «Dividenden» bedeutet Einkünfte aus Aktien oder anderen Rechten, ausgenommen Forderungen, mit Gewinnbeteiligung sowie aus sonstigen Gesellschaftsanteilen stammende Einkünfte, die nach dem Recht des Staates, in dem die ausschüttende Gesellschaft ansässig ist, den Einkünften aus Aktien steuerlich gleichgestellt sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_4"><num>4.</num><content><p>Die Absätze 1 und 2 sind nicht anzuwenden, wenn der in einem Vertragsstaat ansässige Nutzungsberechtigte im anderen Vertragsstaat, in dem die die Dividenden zahlende Gesellschaft ansässig ist, eine gewerbliche Tätigkeit durch eine dort gelegene Betriebsstätte oder eine selbständige Arbeit durch eine dort gelegene feste Einrichtung ausübt und die Beteiligung, für die die Dividenden gezahlt werden, tatsächlich zu dieser Betriebsstätte oder festen Einrichtung gehört. In diesem Fall ist Artikel 7 beziehungsweise Artikel 14 anzuwenden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_5"><num>5.</num><content><p>Bezieht eine in einem Vertragsstaat ansässige Gesellschaft Gewinne oder Einkünfte aus dem anderen Vertragsstaat, so darf dieser andere Staat weder die von der Gesellschaft gezahlten Dividenden besteuern, es sei denn, dass diese Dividenden an eine im anderen Staat ansässige Person gezahlt werden oder dass die Beteiligung, für die die Dividenden gezahlt werden, tatsächlich zu einer im anderen Staat gelegenen Betriebsstätte oder festen Einrichtung gehört, noch Gewinne der Gesellschaft einer Steuer für nichtausgeschüttete Gewinne unterwerfen, selbst wenn die gezahlten Dividenden oder die nichtausgeschütteten Gewinne ganz oder teilweise aus im anderen Staat erzielten Gewinnen oder Einkünften bestehen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><heading>Zinsen</heading><paragraph eId="art_11/para_1"><num>1.</num><content><p>Zinsen, die aus einem Vertragsstaat stammen und an eine im anderen Vertragsstaat ansässige Person gezahlt werden, können im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_2"><num>2.</num><content><p>Diese Zinsen können jedoch auch in dem Vertragsstaat, aus dem sie stammen, nach dem Recht dieses Staates besteuert werden; die Steuer darf aber, wenn der Empfänger der Zinsen der Nutzungsberechtigte ist, 8 vom Hundert des Bruttobetrags der Zinsen nicht übersteigen. Ungeachtet der vorstehenden Bestimmungen dieses Absatzes darf aber diese Steuer im Falle eines von einer Bank gewährten Darlehens irgendeiner Art 5 vom Hundert des Bruttobetrags der Zinsen nicht übersteigen.</p><p>Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten regeln in gegenseitigem Einvernehmen, wie diese Begrenzungsbestimmung durchzuführen ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_3"><num>3.</num><content><p>Ungeachtet der Bestimmungen des Absatzes 2 sollen Zinsen, die aus einem Vertragsstaat stammen, von der Besteuerung in diesem Staat ausgenommen sein, wenn sie</p><blockList><item eId="art_11/para_3/lbl_a"><num>a) </num><p>an eine nutzungsberechtigte Person gehen, die im anderen Vertragsstaat ansässig ist und wenn das Geschäft, das die Forderung begründet, durch die Regierung des erstgenannten Staats genehmigt worden ist;</p></item><item eId="art_11/para_3/lbl_b"><num>b) </num><p>im Zusammenhang mit einem Kreditverkauf von industriellen, gewerblichen, medizinischen oder wissenschaftlichen Ausrüstungen und damit verbundenen Dienstleistungen durch ein Unternehmen des anderen Vertragsstaats stehen;</p></item><item eId="art_11/para_3/lbl_c"><num>c) </num><p>für Obligationen gezahlt werden, die von einem Vertragsstaat oder einer seiner politischen Unterabteilungen oder lokalen Körperschaften herausgegeben wurden.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_4"><num>4.</num><content><p>Der in diesem Artikel verwendete Ausdruck «Zinsen» bedeutet Einkünfte aus Forderungen jeder Art, auch wenn die Forderungen durch Pfandrechte an Grundstücken gesichert oder mit einer Beteiligung am Gewinn des Schuldners ausgestattet sind, und insbesondere Einkünfte aus öffentlichen Anleihen und aus Obligationen einschliesslich der damit verbundenen Aufgelder und der Gewinne aus Losanleihen. Zuschläge für verspätete Zahlung gelten nicht als Zinsen im Sinne dieses Artikels.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_5"><num>5.</num><content><p>Die Absätze 1, 2 und 3 sind nicht anzuwenden, wenn der in einem Vertragsstaat ansässige Nutzungsberechtigte im anderen Vertragsstaat, aus dem die Zinsen stammen, eine gewerbliche Tätigkeit durch eine dort gelegene Betriebsstätte oder eine selbstständige Arbeit durch eine dort gelegene feste Einrichtung ausübt und die Forderung, für die die Zinsen gezahlt werden, tatsächlich zu dieser Betriebsstätte oder festen Einrichtung gehört. In diesem Fall ist Artikel 7 beziehungsweise Artikel 14 anzuwenden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_6"><num>6.</num><content><p>Zinsen gelten dann als aus einem Vertragsstaat stammend, wenn der Schuldner dieser Staat selbst, eine seiner politischen Unterabteilungen oder lokalen Körperschaften oder eine in diesem Staat ansässige Person ist. Hat aber der Schuldner der Zinsen, ohne Rücksicht darauf, ob er in einem Vertragsstaat ansässig ist oder nicht, in einem Vertragsstaat eine Betriebsstätte oder eine feste Einrichtung und ist die Schuld, für die die Zinsen gezahlt werden, für Zwecke der Betriebsstätte oder der festen Einrichtung eingegangen worden und trägt die Betriebsstätte oder die feste Einrichtung die Zinsen, so gelten die Zinsen als aus dem Staat stammend, in dem die Betriebsstätte oder die feste Einrichtung liegt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_7"><num>7.</num><content><p>Bestehen zwischen dem Schuldner und dem Nutzungsberechtigten oder zwischen jedem von ihnen und einem Dritten besondere Beziehungen und übersteigen deshalb die Zinsen, gemessen an der zu Grunde liegenden Forderung, den Betrag, den Schuldner und Nutzungsberechtigter ohne diese Beziehungen vereinbart hätten, so wird dieser Artikel nur auf den letzteren Betrag angewendet. In diesem Fall kann der übersteigende Betrag nach dem Recht eines jeden Vertragsstaats und unter Berücksichtigung der anderen Bestimmungen dieses Abkommens besteuert werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><heading>Lizenzgebühren</heading><paragraph eId="art_12/para_1"><num>1.</num><content><p>Lizenzgebühren, die aus einem Vertragsstaat stammen und an eine im anderen Vertragsstaat ansässige Person gezahlt werden, können im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_12/para_2/listintro">Diese Lizenzgebühren können jedoch auch in dem Vertragsstaat, aus dem sie stammen, nach dem Recht dieses Staates besteuert werden; wenn der Empfänger der Lizenzgebühren der Nutzungsberechtigte ist, darf die Steuer aber nicht übersteigen:</listIntroduction><item eId="art_12/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>3 vom Hundert des  </p><p>Bruttobetrages der Lizenzgebühren, die für die Benutzung oder für das Recht auf  Benutzung von Patenten, geheimen Formeln oder Verfahren oder für die Mitteilung gewerblicher, kaufmännischer oder wissenschaftlicher Erfahrungen gezahlt  werden;</p></item><item eId="art_12/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>5 vom Hundert des Bruttobetrages der Lizenzgebühren, die für die Benutzung oder für das Recht auf Benutzung gewerblicher, kaufmännischer oder wissenschaftlicher Ausrüstungen oder von Transportfahrzeugen gezahlt werden;</p></item><item eId="art_12/para_2/lbl_c"><num>c) </num><p>10 vom Hundert des Bruttobetrages der Lizenzgebühren in allen anderen Fällen.</p></item></blockList><p>Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten regeln in gegenseitigem Einvernehmen, wie diese Begrenzungsbestimmung durchzuführen ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_3"><num>3.</num><content><p>Der in diesem Artikel verwendete Ausdruck «Lizenzgebühren» bedeutet Vergütungen jeder Art, die für die Benutzung oder für das Recht auf Benutzung von Ureberrechten an literarischen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Werken, einschliesslich kinematographischer Filme, von Patenten, Marken, Mustern oder Modellen, Plänen, geheimen Formeln oder Verfahren oder für die Benutzung oder das Recht auf Benutzung gewerblicher, kaufmännischer oder wissenschaftlicher Ausrüstungen oder von Transportfahrzeugen sowie für die Mitteilung gewerblicher, kaufmännischer oder wissenschaftlicher Erfahrungen (Know-how) gezahlt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_4"><num>4.</num><content><p>Die Absätze 1 und 2 sind nicht anzuwenden, wenn der in einem Vertragsstaat ansässige Nutzungsberechtigte im anderen Vertragsstaat, aus dem die Lizenzgebühren stammen, eine gewerbliche Tätigkeit durch eine dort gelegene Betriebsstätte oder eine selbstständige Arbeit durch eine dort gelegene feste Einrichtung ausübt und die Rechte oder Vermögenswerte, für die die Lizenzgebühren gezahlt werden, tatsächlich zu dieser Betriebsstätte oder festen Einrichtung gehören. In diesem Fall ist Artikel 7 beziehungsweise Artikel 14 anzuwenden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_5"><num>5.</num><content><p>Lizenzgebühren gelten dann als aus einem Vertragsstaat stammend, wenn der Schuldner dieser Staat selbst, eine seiner politischen Unterabteilungen, eine seiner lokalen Körperschaften oder eine in diesem Staat ansässige Person ist. Hat aber der Schuldner der Lizenzgebühren, ohne Rücksicht darauf, ob er in einem Vertragsstaat ansässig ist oder nicht, in einem Vertragsstaat eine Betriebsstätte, mit der die Verpflichtung zur Zahlung der Lizenzgebühren zusammenhängt, und trägt die Betriebsstätte die Lizenzgebühren, so gelten die Lizenzgebühren als aus dem Staat stammend, in dem die Betriebsstätte liegt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_6"><num>6.</num><content><p>Bestehen zwischen dem Schuldner und dem Nutzungsberechtigten oder zwischen jedem von ihnen und einem Dritten besondere Beziehungen und übersteigen deshalb die Lizenzgebühren, gemessen an der zu Grunde liegenden Leistung, den Betrag, den Schuldner und Nutzungsberechtigter ohne diese Beziehungen vereinbart hätten, so wird dieser Artikel nur auf den letzteren Betrag angewendet. In diesem Fall kann der übersteigende Betrag nach dem Recht eines jeden Vertragsstaats und unter Berücksichtigung der anderen Bestimmungen dieses Abkommens besteuert werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><heading>Gewinne aus der Veräusserung von Vermögen</heading><paragraph eId="art_13/para_1"><num>1.</num><content><p>Gewinne, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person aus der Veräusserung unbeweglichen Vermögens im Sinne des Artikels 6 bezieht, das im anderen Vertragsstaat liegt, können im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_2"><num>2.</num><content><p>Gewinne aus der Veräusserung beweglichen Vermögens, das Betriebsvermögen einer Betriebsstätte ist, die ein Unternehmen eines Vertragsstaats im anderen Vertragsstaat hat, oder das zu einer festen Einrichtung gehört, die einer in einem Vertragsstaat ansässigen Person für die Ausübung einer selbstständigen Arbeit im anderen Vertragsstaat zur Verfügung steht, einschliesslich derartiger Gewinne, die bei der Veräusserung einer solchen Betriebsstätte (allein oder mit dem übrigen Unternehmen) oder einer solchen festen Einrichtung erzielt werden, können im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_3"><num>3.</num><content><p>Gewinne eines Unternehmens eines Vertragsstaats aus der Veräusserung von Seeschiffen oder Luftfahrzeugen, die im internationalen Verkehr betrieben werden, oder von beweglichem Vermögen, das dem Betrieb dieser Schiffe oder Luftfahrzeuge dient, können nur in diesem Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_4"><num>4.</num><content><p>Gewinne aus der Veräusserung des in den Absätzen 1, 2 und 3 nicht genannten Vermögens können nur in dem Vertragsstaat besteuert werden, in dem der Veräusserer ansässig ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_14"><num><b>Art. 14</b></num><heading>Selbstständige Arbeit</heading><paragraph eId="art_14/para_1"><num>1.</num><content><p>Einkünfte, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person aus einem freien Beruf oder aus sonstiger selbstständiger Tätigkeit bezieht, können nur in diesem Staat besteuert werden, es sei denn, dass der Person im anderen Vertragsstaat für die Ausübung ihrer Tätigkeit gewöhnlich eine feste Einrichtung zur Verfügung steht. Steht ihr eine solche feste Einrichtung zur Verfügung, so können die Einkünfte im anderen Staat besteuert werden, jedoch nur insoweit, als sie dieser festen Einrichtung zugerechnet werden können.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Ausdruck «freier Beruf» umfasst insbesondere die selbstständig ausgeübte wissenschaftliche, literarische, künstlerische, erzieherische oder unterrichtende Tätigkeit sowie die selbstständige Tätigkeit der Ärzte, Rechtsanwälte, Ingenieure, Architekten, Zahnärzte und Buchsachverständigen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_15"><num><b>Art. 15</b></num><heading>Unselbstständige Arbeit</heading><paragraph eId="art_15/para_1"><num>1.</num><content><p>Vorbehaltlich der Artikel 16, 18 und 19 können Gehälter, Löhne und ähnliche Vergütungen, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person aus unselbstständiger Arbeit bezieht, nur in diesem Staat besteuert werden, es sei denn, die Arbeit wird im anderen Vertragsstaat ausgeübt. Wird die Arbeit dort ausgeübt, so können die dafür bezogenen Vergütungen im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_2"><num>2.</num><content><p>Ungeachtet des Absatzes 1 können Vergütungen, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person für eine im anderen Vertragsstaat ausgeübte unselbstständige Arbeit bezieht, nur im erstgenannten Staat besteuert werden, wenn</p><blockList><item eId="art_15/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>der Empfänger sich im anderen Staat insgesamt nicht länger als 183 Tage innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten aufhält und</p></item><item eId="art_15/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>die Vergütungen von einem Arbeitgeber oder für einen Arbeitgeber gezahlt werden, der nicht im anderen Staat ansässig ist, und</p></item><item eId="art_15/para_2/lbl_c"><num>c) </num><p>die Vergütungen nicht von einer Betriebsstätte oder einer festen Einrichtung getragen werden, die der Arbeitgeber im anderen Staat hat.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_3"><num>3.</num><content><p>Ungeachtet der vorstehenden Bestimmungen dieses Artikels können Vergütungen für unselbstständige Arbeit, die an Bord eines Seeschiffes oder Luftfahrzeuges ausgeübt wird, das von einem in einem Vertragsstaat ansässigen Unternehmen im internationalen Verkehr betrieben wird, in diesem Staat besteuert werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_16"><num><b>Art. 16</b></num><heading>Aufsichtsrats- und Verwaltungsratsvergütungen</heading><paragraph eId="art_16/para"><content><p>Aufsichtsrats- oder Verwaltungsratsvergütungen und ähnliche Zahlungen, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person in ihrer Eigenschaft als Mitglied des Aufsichts- oder Verwaltungsrats einer Gesellschaft bezieht, die im anderen Vertragsstaat ansässig ist, können im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_17"><num><b>Art. 17</b></num><heading>Künstler und Sportler</heading><paragraph eId="art_17/para_1"><num>1.</num><content><p>Ungeachtet der Artikel 14 und 15 können Einkünfte, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person als Künstler wie Bühnen-, Film-, Rundfunk- und Fernsehkünstler sowie Musiker, oder als Sportler aus ihrer im anderen Vertragsstaat persönlich ausgeübten Tätigkeit bezieht, im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_17/para_2"><num>2.</num><content><p>Fliessen Einkünfte aus einer von einem Künstler oder Sportler in dieser Eigenschaft persönlich ausgeübten Tätigkeit nicht dem Künstler oder Sportler selbst, sondern einer anderen Person zu, so können diese Einkünfte ungeachtet der Artikel 7, 14 und 15 in dem Vertragsstaat besteuert werden, in dem der Künstler oder Sportler seine Tätigkeit ausübt. Dieser Absatz ist nicht anzuwenden, wenn dargetan wird, dass weder der Künstler oder Sportler selber, noch mit ihnen verbundene Personen unmittelbar an den Gewinnen dieser Person beteiligt sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_18"><num><b>Art. 18</b></num><heading>Ruhegehälter</heading><paragraph eId="art_18/para"><content><p>Vorbehaltlich des Artikels 19 Absatz 2 können Ruhegehälter und ähnliche Vergütungen, die einer in einem Vertragsstaat ansässigen Person für frühere unselbstständige Arbeit gezahlt werden, nur in diesem Staat besteuert werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_19"><num><b>Art. 19</b></num><heading>Öffentlicher Dienst</heading><paragraph eId="art_19/para_u1"><content><blockList><item eId="art_19/para_u1/lbl_1"><num>1. </num><p>a) </p><p>Vergütungen, ausgenommen Ruhegehälter, die von einem Vertragsstaat oder einer seiner politischen Unterabteilungen oder lokalen Körperschaften an eine natürliche Person für die diesem Staat oder der politischen Unterabteilung oder lokalen Körperschaft geleisteten Dienste gezahlt werden, können nur in diesem Staat besteuert werden.</p></item><item eId="art_19/para_u1/lbl_b"><num>b) </num><p>Diese Vergütungen können jedoch nur im anderen Vertragsstaat besteuert werden, wenn die Dienste in diesem Staat geleistet werden und die natürliche Person in diesem Staat ansässig ist und</p><blockList><item eId="art_19/para_u1/lbl_b/lbl_i"><num>(i) </num><p>ein Staatsangehöriger dieses Staates ist oder</p></item><item eId="art_19/para_u1/lbl_b/lbl_ii"><num>(ii) </num><p>nicht ausschliesslich deshalb in diesem Staat ansässig geworden ist, um die Dienste zu leisten.</p></item></blockList></item><item eId="art_19/para_u1/lbl_2"><num>2. </num><p>a) </p><p>Ruhegehälter, die von einem Vertragsstaat oder einer seiner politischen Unterabteilungen oder lokalen Körperschaften oder aus einem von diesem Staat oder der politischen Unterabteilung oder lokalen Körperschaft errichteten Sondervermögen an eine natürliche Person für die diesem Staat oder der politischen Unterabteilung oder lokalen Körperschaft geleisteten Dienste gezahlt werden, können nur in diesem Staat besteuert werden.</p></item><item eId="art_19/para_u1/lbl_b"><num>b) </num><p>Diese Ruhegehälter können jedoch nur im anderen Vertragsstaat besteuert werden, wenn die natürliche Person in diesem Staat ansässig ist und ein Staatsangehöriger dieses Staates ist.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_3"><num>3.</num><content><p>Auf Vergütungen und Ruhegehälter für Dienstleistungen, die im Zusammenhang mit einer gewerblichen Tätigkeit eines Vertragsstaats oder einer seiner politischen Unterabteilungen oder lokalen Körperschaften erbracht werden, sind die Artikel 15, 16 und 18 anzuwenden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_20"><num><b>Art. 20</b></num><heading>Studenten</heading><paragraph eId="art_20/para"><content><p>Zahlungen, die ein Student, Praktikant oder Lehrling, der sich in einem Vertragsstaat ausschliesslich zum Studium oder zur Ausbildung aufhält und der im anderen Vertragsstaat ansässig ist oder dort unmittelbar vor der Einreise in den erstgenannten Staat ansässig war, für seinen Unterhalt, sein Studium oder seine Ausbildung erhält, dürfen im erstgenannten Staat nicht besteuert werden, sofern diese Zahlungen aus Quellen ausserhalb dieses Staates stammen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_21"><num><b>Art. 21</b></num><heading>Andere Einkünfte</heading><paragraph eId="art_21/para_1"><num>1.</num><content><p>Einkünfte einer in einem Vertragsstaat ansässigen Person, die in den vorstehenden Artikeln nicht behandelt wurden, können ohne Rücksicht auf ihre Herkunft nur in diesem Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_2"><num>2.</num><content><p>Absatz 1 ist auf andere Einkünfte als solche aus unbeweglichem Vermögen im Sinne des Artikels 6 Absatz 2 nicht anzuwenden, wenn der in einem Vertragsstaat ansässige Empfänger im anderen Vertragsstaat eine gewerbliche Tätigkeit durch eine dort gelegene Betriebsstätte oder eine selbstständige Arbeit durch eine dort gelegene feste Einrichtung ausübt und die Rechte oder Vermögenswerte, für die die Einkünfte gezahlt werden, tatsächlich zu dieser Betriebsstätte oder festen Einrichtung gehören. In diesem Fall ist Artikel 7 beziehungsweise Artikel 14 anzuwenden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_3"><num>3.</num><content><p>Dieser Artikel ist nicht anzuwenden für an der Quelle erhobene Steuern auf Lotteriegewinnen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_22"><num><b>Art. 22</b></num><heading>Vermögen</heading><paragraph eId="art_22/para_1"><num>1.</num><content><p>Unbewegliches Vermögen im Sinne des Artikels 6, das einer in einem Vertragsstaat ansässigen Person gehört und im anderen Vertragsstaat liegt, kann im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_22/para_2"><num>2.</num><content><p>Bewegliches Vermögen, das Betriebsvermögen einer Betriebsstätte ist, die ein Unternehmen eines Vertragsstaats im anderen Vertragsstaat hat, oder das zu einer festen Einrichtung gehört, die einer in einem Vertragsstaat ansässigen Person für die Ausübung einer selbstständigen Arbeit im anderen Vertragsstaat zur Verfügung steht, kann im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_22/para_3"><num>3.</num><content><p>Seeschiffe und Luftfahrzeuge, die im internationalen Verkehr von einem Unternehmen eines Vertragsstaats betrieben werden, und bewegliches Vermögen, das dem Betrieb dieser Schiffe oder Luftfahrzeuge dient, können nur in diesem Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_22/para_4"><num>4.</num><content><p>Alle anderen Vermögensteile einer in einem Vertragsstaat ansässigen Person können nur in diesem Staat besteuert werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_23"><num><b>Art. 23</b></num><heading>Vermeidung der Doppelbesteuerung</heading><paragraph eId="art_23/para_1"><num>1.</num><content><p>In Belarus wird die Doppelbesteuerung wie folgt vermieden:</p><blockList><listIntroduction eId="art_23/para_1/listintro">Bezieht eine in Belarus ansässige Person Einkünfte (Gewinne) oder hat sie Vermögen, die nach diesem Abkommen in der Schweiz besteuert werden können, so rechnet Belarus:</listIntroduction><item eId="art_23/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>auf die vom Einkommen (Gewinnen) dieser Person zu erhebende Steuer den Betrag an, der der in der Schweiz gezahlten Einkommensteuer (Gewinn-) entspricht;</p></item><item eId="art_23/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>auf die vom Vermögen dieser Person zu erhebende Steuer den Betrag an, der der in der Schweiz gezahlten Vermögensteuer entspricht.</p></item></blockList><p>Der anzurechnende Betrag darf jedoch in beiden Fällen den Teil der vor der Anrechnung ermittelten Steuer vom Einkommen (Gewinn) oder vom Vermögen nicht übersteigen, der auf die Einkünfte (Gewinne), die in der Schweiz besteuert werden können, oder auf das Vermögen, das dort besteuert werden kann, entfällt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_23/para_2/listintro">In der Schweiz wird die Doppelbesteuerung wie folgt vermieden:</listIntroduction><item eId="art_23/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>Bezieht eine in der Schweiz ansässige Person Einkünfte oder hat sie Vermögen und können diese Einkünfte oder dieses Vermögen nach diesem Abkommen in Belarus besteuert werden, so nimmt die Schweiz, vorbehaltlich des Unterabsatzes b), diese Einkünfte oder dieses Vermögen von der Besteuerung aus; sie kann aber bei der Festsetzung der Steuer für das übrige Einkommen oder das übrige Vermögen dieser ansässigen Person den Steuersatz anwenden, der anzuwenden wäre, wenn die betreffenden Einkünfte oder das betreffende Vermögen nicht von der Besteuerung ausgenommen wären.</p></item><item eId="art_23/para_2/lbl_b"><num>b) </num><blockList><listIntroduction eId="art_23/para_2/lbl_b/listintro">Bezieht eine in der Schweiz ansässige Person Dividenden, Zinsen oder Lizenzgebühren, die nach den Artikeln 10, 11 oder 12 in Belarus besteuert werden können, so gewährt die Schweiz dieser ansässigen Person auf Antrag eine Entlastung. Die Entlastung besteht:</listIntroduction><item eId="art_23/para_2/lbl_b/lbl_i"><num>(i) </num><p>in der Anrechnung der nach den Artikeln 10, 11 und 12 in Belarus erhobenen Steuer auf die vom Einkommen dieser ansässigen Person geschuldete schweizerische Steuer; der anzurechnende Betrag darf jedoch den Teil der vor der Anrechnung ermittelten schweizerischen Steuer nicht übersteigen, der auf die Einkünfte entfällt, die in Belarus besteuert werden können; oder</p></item><item eId="art_23/para_2/lbl_b/lbl_ii"><num>(ii) </num><p>in einer pauschalen Ermässigung der schweizerischen Steuer; oder</p></item><item eId="art_23/para_2/lbl_b/lbl_iii"><num>(iii) </num><p>in einer teilweisen Befreiung der betreffenden Dividenden, Zinsen oder Lizenzgebühren von der schweizerischen Steuer, mindestens aber im Abzug der in Belarus erhobenen Steuer vom Bruttobetrag der Dividenden, Zinsen oder Lizenzgebühren.</p></item></blockList></item><item eId="art_23/para_2/bull_u3"><num/><p>Die Schweiz wird gemäss den schweizerischen Vorschriften über die Durchführung von zwischenstaatlichen Abkommen des Bundes zur Vermeidung der Doppelbesteuerung die Art der Entlastung bestimmen und das Verfahren ordnen.</p></item><item eId="art_23/para_2/lbl_c"><num>c) </num><p>Eine in der Schweiz ansässige Gesellschaft, die Dividenden von einer in Belarus ansässigen Gesellschaft bezieht, geniesst bei der Erhebung der schweizerischen Steuer auf diesen Dividenden die gleichen Vergünstigungen, die ihr zustehen würden, wenn die die Dividenden zahlende Gesellschaft in der Schweiz ansässig wäre.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_24"><num><b>Art. 24</b></num><heading>Gleichbehandlung</heading><paragraph eId="art_24/para_1"><num>1.</num><content><p>Staatsangehörige eines Vertragsstaats dürfen im anderen Vertragsstaat keiner Besteuerung oder damit zusammenhängenden Verpflichtung unterworfen werden, die anders oder belastender ist als die Besteuerung und die damit zusammenhängenden Verpflichtungen, denen Staatsangehörige des anderen Staates unter gleichen Verhältnissen unterworfen sind oder unterworfen werden können. Diese Bestimmung gilt ungeachtet des Artikels 1 auch für Personen, die in keinem Vertragsstaat ansässig sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_24/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Besteuerung einer Betriebsstätte, die ein Unternehmen eines Vertragsstaats im anderen Vertragsstaat hat, darf im anderen Staat nicht ungünstiger sein als die Besteuerung von Unternehmen des anderen Staates, die die gleiche Tätigkeit ausüben. Diese Bestimmung ist nicht so auszulegen, als verpflichte sie einen Vertragsstaat, den im anderen Vertragsstaat ansässigen Personen Steuerfreibeträge, ‑vergünstigungen und -ermässigungen auf Grund des Personenstandes oder der Familienlasten zu gewähren, die er seinen ansässigen Personen gewährt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_24/para_3"><num>3.</num><content><p>Sofern nicht Artikel 9, Artikel 11 Absatz 7 oder Artikel 12 Absatz 6 anzuwenden ist, sind Zinsen, Lizenzgebühren und andere Entgelte, die ein Unternehmen eines Vertragsstaats an eine im anderen Vertragsstaat ansässige Person zahlt, bei der Ermittlung der steuerpflichtigen Gewinne dieses Unternehmens unter den gleichen Bedingungen wie Zahlungen an eine im erstgenannten Staat ansässige Person zum Abzug zuzulassen. Dementsprechend sind Schulden, die ein Unternehmen eines Vertragsstaats gegenüber einer im anderen Vertragsstaat ansässigen Person hat, bei der Ermittlung des steuerpflichtigen Vermögens dieses Unternehmens unter den gleichen Bedingungen wie Schulden gegenüber einer im erstgenannten Staat ansässigen Person zum Abzug zuzulassen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_24/para_4"><num>4.</num><content><p>Unternehmen eines Vertragsstaats, deren Kapital ganz oder teilweise unmittelbar oder mittelbar einer im anderen Vertragsstaat ansässigen Person oder mehreren solchen Personen gehört oder ihrer Kontrolle unterliegt, dürfen im erstgenannten Staat keiner Besteuerung oder damit zusammenhängenden Verpflichtung unterworfen werden, die anders oder belastender ist als die Besteuerung und die damit zusammenhängenden Verpflichtungen, denen andere ähnliche Unternehmen des erstgenannten Staates unterworfen sind oder unterworfen werden können.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_24/para_5"><num>5.</num><content><p>Dieser Artikel gilt ungeachtet des Artikels 2 für Steuern jeder Art und Bezeichnung.</p></content></paragraph></article><article eId="art_25"><num><b>Art. 25</b></num><heading>Verständigungsverfahren</heading><paragraph eId="art_25/para_1"><num>1.</num><content><p>Ist eine Person der Auffassung, dass Massnahmen eines Vertragsstaats oder beider Vertragsstaaten für sie zu einer Besteuerung führen oder führen werden, die diesem Abkommen nicht entspricht, so kann sie unbeschadet der nach dem innerstaatlichen Recht dieser Staaten vorgesehenen Rechtsmittel ihren Fall der zuständigen Behörde des Vertragsstaats, in dem sie ansässig ist, oder, sofern ihr Fall von Art. 24 Absatz 1 erfasst wird, der zuständigen Behörde des Vertragsstaats unterbreiten, dessen Staatsangehöriger sie ist. Der Fall muss innerhalb von drei Jahren nach der ersten Mitteilung der Massnahme unterbreitet werden, die zu einer dem Abkommen nicht entsprechenden Besteuerung führt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_2"><num>2.</num><content><p>Hält die zuständige Behörde die Einwendung für begründet und ist sie selbst nicht in der Lage, eine befriedigende Lösung herbeizuführen, so wird sie sich bemühen, den Fall durch Verständigung mit der zuständigen Behörde des anderen Vertragsstaats so zu regeln, dass eine dem Abkommen nicht entsprechende Besteuerung vermieden wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_3"><num>3.</num><content><p>Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten werden sich bemühen, Schwierigkeiten oder Zweifel, die bei der Auslegung oder Anwendung des Abkommens entstehen, in gegenseitigem Einvernehmen zu beseitigen. Sie können auch gemeinsam darüber beraten, wie eine Doppelbesteuerung in Fällen vermieden werden kann, die im Abkommen nicht behandelt sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_4"><num>4.</num><content><p>Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten können zur Herbeiführung einer Einigung im Sinne der vorstehenden Absätze unmittelbar miteinander verkehren. Erscheint ein mündlicher Meinungsaustausch für die Herbeiführung der Einigung zweckmässig, so kann ein solcher Meinungsaustausch in einer Kommission durchgeführt werden, die aus Vertretern der zuständigen Behörden der Vertragsstaaten besteht.</p></content></paragraph></article><article eId="art_26"><num><b>Art. 26</b></num><heading>Diplomaten und Konsularbeamte</heading><paragraph eId="art_26/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Abkommen berührt nicht die steuerlichen Vorrechte, die den Mitgliedern diplomatischer Missionen und konsularischen Vertretungen nach den allgemeinen Regeln des Völkerrechts oder auf Grund besonderer Übereinkünfte zustehen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_2"><num>2.</num><content><p>Ungeachtet des Artikels 4 gilt eine natürliche Person, die Mitglied einer diplomatischen Mission, einer konsularischen Vertretung oder einer ständigen Vertretung eines Vertragsstaats ist, die im anderen Vertragsstaat oder in einem dritten Staat gelegen ist, als im Entsendestaat ansässig, wenn sie </p><blockList><item eId="art_26/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>nach dem Völkerrecht im Empfangsstaat mit Einkünften aus Quellen ausserhalb dieses Staates oder mit ausserhalb dieses Staates gelegenem Vermögen nicht steuerpflichtig ist und</p></item><item eId="art_26/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>im Entsendestaat den gleichen Verpflichtungen bezüglich der Steuer von ihrem gesamten Einkommen oder vom Vermögen unterworfen ist wie in diesem Staat ansässige Personen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_3"><num>3.</num><content><p>Das Abkommen gilt nicht für internationale Organisationen, deren Organe oder Beamte, und für Personen, die Mitglieder einer diplomatischen Mission, einer konsularischen Vertretung oder einer ständigen Vertretung eines dritten Staates sind und die sich in einem Vertragsstaat aufhalten und in keinem der Vertragsstaaten für die Zwecke der Steuern vom Einkommen oder Vermögen als ansässig gelten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_27"><num><b>Art. 27</b></num><heading>Inkrafttreten</heading><paragraph eId="art_27/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Abkommen bedarf der Ratifikation; die Ratifikationsurkunden werden so bald wie möglich in Warschau ausgetauscht.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_27/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_27/para_2/listintro">Das Abkommen tritt mit dem Austausch der Ratifikationsurkunden in Kraft und seine Bestimmungen finden Anwendung:</listIntroduction><item eId="art_27/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>hinsichtlich der an der Quelle erhobenen Steuern auf Einkünfte, die am oder nach dem 1. Januar des auf das Inkrafttreten des Abkommens folgenden Kalenderjahres gezahlt werden;</p></item><item eId="art_27/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>hinsichtlich der andern Einkommen- und Vermögensteuern für Steuerjahre, die am oder nach dem 1. Januar des auf das Inkrafttreten des Abkommens folgenden Kalenderjahres beginnen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_27/para_3"><num>3.</num><content><p>Das zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken am 5. September 1986<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1988/323_323_323" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.672.977.21</b></ref></p></authorialNote> in Moskau abgeschlossene Abkommen über Steuerfragen wird mit dem Inkrafttreten dieses Abkommens im Verhältnis zwischen der Schweiz und der Republik Belarus aufgehoben.</p></content></paragraph></article><article eId="art_28"><num><b>Art. 28</b></num><heading>Kündigung</heading><paragraph eId="art_28/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_28/para/listintro">Dieses Abkommen bleibt in Kraft, solang es nicht von einem Vertragsstaat gekündigt wird. Jeder Vertragsstaat kann das Abkommen auf diplomatischem Weg unter Einhaltung einer Frist von mindestens sechs Monaten zum Ende eines Kalenderjahres kündigen. In diesem Fall findet das Abkommen nicht mehr Anwendung:</listIntroduction><item eId="art_28/para/lbl_a"><num>a) </num><p>hinsichtlich der an der Quelle erhobenen Steuern auf Einkünften, die am oder nach dem 1. Januar des auf die Kündigung folgenden Kalenderjahres bezogen werden;</p></item><item eId="art_28/para/lbl_b"><num>b) </num><p>hinsichtlich der andern Einkommen- und Vermögensteuern für Steuerjahre, die am oder nach dem 1. Januar des auf die Kündigung folgenden Kalenderjahres beginnen.</p></item></blockList></content></paragraph></article><signature><p><i>Zu Urkund dessen</i> haben die hierzu gehörig bevollmächtigten Unterzeichneten dieses Abkommen unterschrieben.</p><p>Geschehen zu Minsk am 26. April 1999 im Doppel in deutscher, belarussischer und englischer Sprache, wobei jeder Wortlaut gleicherweise verbindlich ist. Bei unterschiedlicher Auslegung soll der englische Wortlaut massgebend sein.</p><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>Für den<br/>Schweizerischen Bundesrat:</p></td><td><p>Für die Regierung <br/>der Republik Belarus:</p></td></tr><tr><td><p>Paul André Ramseyer</p></td><td><p>Nikolai Tarasovich Grinev</p></td></tr></table></signature></body><components><component><doc name="annex"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2001/81/19991228/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2001/81/19991228"/><FRBRdate date="1999-12-28" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1999-04-26" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1999-12-28" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.672.916.91"/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 26 aprile 1999 tra il Consiglio federale svizzero e la Repubblica di Bielorussia per evitare le doppie imposizioni in materia di imposte sul reddito e sul patrimonio (con prot.)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Abkommen vom 26. April 1999 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Republik Belarus zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen (mit Prot.)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 26 avril 1999 entre le Conseil fédéral suisse et le Gouvernement de la République du Bélarus en vue d'éviter les doubles impositions en matière d'impôts sur le revenu et sur la fortune (avec prot.)" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2001/81/19991228/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2001/81/19991228/de"/><FRBRdate date="1999-12-28" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1999-04-26" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1999-12-28" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2001/81/19991228/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2001/81/19991228/de/xml"/><FRBRdate date="1999-12-28" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1999-04-26" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1999-12-28" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Protokoll</block></container></preface><mainBody><p>Der Schweizerische Bundesrat <br/>und <br/>die Regierung der Republik Belarus,</p><p>haben in Minsk am 26. April 1999 anlässlich der Unterzeichnung des Abkommens zwischen den beiden Staaten zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen die folgenden, einen integrierenden Bestandteil des Abkommens bildenden Bestimmungen vereinbart.</p><p>1.  Es besteht Einvernehmen darüber, dass der Ausdruck «Schweizerischer Bundesrat» die Regierung der Schweizerischen Eidgenossenschaft bedeutet.</p><p>2.  Im Fall von Belarus bedeutet der Ausdruck «capital» «property».</p><p>3.  Der im Abkommen verwendete Ausdruck «politische Unterabteilung» bezieht sich auf die Schweiz.</p><p>4.  <i>zu den Artikeln 3, 6, 8, 13, 15, und 22</i></p><p>Es besteht Einvernehmen darüber, dass die Bestimmungen über den Betrieb von Seeschiffen oder Luftfahrzeugen im internationalen Verkehr auch für den internationalen Strassenverkehr gelten.</p><p>5.  <i>zu Artikel 4</i></p><p>In Bezug auf Absatz 3 besteht Einvernehmen darüber, dass bei der Bestimmung der Ansässigkeit einer anderen als einer natürlichen Person die folgenden Kriterien zu berücksichtigen sind: der Ort, von dem aus eine Gesellschaft tatsächlich geleitet und beherrscht wird; der Ort, an dem die wesentlichsten, für die Geschäftsleitung einer Gesellschaft zentralen Entscheidungen getroffen werden; der Ort, an dem die wichtigsten Verwaltungstätigkeiten einer Gesellschaft ausgeübt werden; und der Ort, an dem die relevanten Geschäftsbücher geführt werden.</p><p>6.  <i>zu Artikel 7</i></p><p>In Bezug auf Artikel 7 Absätze 1 und 2 besteht Einvernehmen darüber, dass, soweit ein Unternehmen eines Vertragsstaates im andern Staat durch eine dort gelegene Betriebsstätte Güter oder Waren verkauft oder eine andere Geschäftstätigkeit ausübt, die Gewinne dieser Betriebsstätte nur auf demjenigen Teil der Gesamteinkünfte ermittelt werden, die der Betriebsstätte für ihre effektive Tätigkeit bei diesen Verkäufen oder Geschäften zugerechnet werden kann.</p><p>Hat ein Unternehmen bei Verträgen über die Planung, Lieferung oder Montage oder den Bau gewerblicher, kaufmännischer oder wissenschaftlicher Ausrüstungen oder Anlagen oder öffentlicher Einrichtungen eine Betriebsstätte, so werden die Gewinne dieser Betriebsstätte nicht auf Grund der gesamten Summe des Vertrages ermittelt, sondern nur auf Grund des Vertragsteils, der tatsächlich durch die Betriebsstätte im Staat, in dem diese liegt, erfüllt wird.</p><p>Die Gewinne, die auf denjenigen Teil des Vertrags entfallen, der durch den Hauptsitz des Unternehmens erfüllt wird, können nur in dem Staat besteuert werden, in dem das Unternehmen ansässig ist.</p><p>Geschehen zu Minsk am 26. April 1999 im Doppel in deutscher, belarussischer und englischer Sprache, wobei jeder Wortlaut gleicherweise verbindlich ist. Bei unterschiedlicher Auslegung des deutschen und des belarussischen Wortlauts soll der englische Wortlaut massgebend sein.</p><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>Für den <br/>Schweizerischen Bundesrat:</p></td><td><p>Für die Regierung <br/>der Republik Belarus:</p></td></tr><tr><td><p>Paul André Ramseyer</p></td><td><p>Nikolai Tarasovich Grinev</p></td></tr></table></mainBody></doc></component></components></act></akomaNtoso>