<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2020.00472</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=221305&amp;W10_KEY=13013475&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2020.00472</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.05.2021</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe: Weisung zur Veräusserung von Wohneigentum im Ausland. Die Beschwerdeführerin wurde von der Sozialbehörde verpflichtet, ihre Miteigentumsanteile an zwei Wohnungen im Ausland zu veräussern, worauf sie geltend machte, den einen Miteigentumsanteil unterdessen ihrer Mutter, den anderen ihrer Grossmutter je zurückgeschenkt zu haben, weshalb ein Verkauf nicht mehr möglich sei. Der Verkauf des Miteigentumsanteils an der Wohnung, welche die Grossmutter bewohnt, stellt für die Beschwerdeführerin selber keine unzumutbare Härte dar, lebt sie doch in der Schweiz. Es stellt sich somit die Frage, ob die Veräusserung ihres (der Beschwerdeführerin) Miteigentumsanteils eine solche Härte für die Grossmutter zur Folge haben könnte, dass davon abgesehen werden müsste bzw. â noch vorweg â eine solche überhaupt relevant wäre. Die der Beschwerdeführerin gewährte Sozialhilfe kann indessen nicht dazu dienen, wirtschaftliche Härten einer im Ausland lebenden, nicht unterhaltsberechtigten Angehörigen abzufedern und dadurch allfällige Unzulänglichkeiten eines ausländischen Sozialhilfe- oder -versicherungssystems auszugleichen. Selbst eine für die Grossmutter mit der Veräusserung des Miteigentumsanteils der Beschwerdeführerin verbundene Härte, welche jedoch nicht dargetan wird, führte somit nicht dazu, dass von einer entsprechenden Auflage hätte abgesehen werden müssen. Eine solche erwies sich vielmehr als zulässig (E. 4.1.1-3). Dem Vollzug der erteilten Auflage steht nun allerdings entgegen, dass die Beschwerdeführerin ihren Miteigentumsanteil an der Wohnung der Grossmutter inzwischen mit Schenkungsvertrag ihrer Grossmutter zurückübereignet hat. Nachdem Auflagen und Weisungen geeignet sein müssen, die Lage des Hilfeempfängers zu verbessern, erscheint eine Verbesserung der finanziellen Situation der Beschwerdeführerin nach der inzwischen erfolgten Schenkung des Miteigentumsanteils an ihre Grossmutter nicht mehr möglich (E. 4.1.4). Ebenso war eine Veräusserung des anderen Miteigentumsanteils aufgrund Übereignung an die Mutter nicht mehr möglich. Nachdem aber eine Auflage nicht aufrechterhalten werden kann, die â und deren Zweck â sich nicht mehr erfüllen lässt, ist diese aufzuheben. Im Ergebnis ist die Beschwerde daher zwar gutzuheissen. Das Vorgehen der Beschwerdeführerin, welche bereits im Rekursverfahren hätte Auskunft über die erfolgten Schenkungen geben können, ist aber im Rahmen der Kosten zu berücksichtigen (E. 4.3). Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens war einzig, ob die Weisung an die Beschwerdeführerin, ihre Miteigentumsanteile an den erwähnten Wohnungen zu verkaufen, Bestand haben konnte oder nicht. Wie das Verhalten der Beschwerdeführerin, welche sich bewusst realisierbarer Vermögenswerte entledigte, zu würdigen ist und welche Folgen dieses in sozialhilferechtlicher Hinsicht zeitigen könnte, wird die Beschwerdegegnerin noch zu prüfen haben (E. 4.4). Gutheissung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFLAGE">AUFLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITEIGENTUM">MITEIGENTUM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERÃUSSERUNG">VERÃUSSERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEISUNG">WEISUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOHNEIGENTUM">WOHNEIGENTUM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZULÃSSIGKEIT">ZULÃSSIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 14 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 20 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 21 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 21 Abs. 1 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 16 Abs. 2 SHV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=52935" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2020.00472</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 3. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">20. Mai 2021</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Rudolf Bodmer<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter AndrÃ© <br/> Moser, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Cyrielle SÃ¶llner <br/> Tropeano.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A,<b> </b>c/o B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Stadt ZÃ¼rich, vertreten durch das Sozialdepartement, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Zentrale Verwaltung,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Sozialhilfe,</b></p> <b><span><br/> </span></b> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A, russische StaatsangehÃ¶rige, geboren im Jahr 1999, wird seit Oktober 2017 durch die Sozialen Dienste der Stadt ZÃ¼rich mit wirtschaftlicher Hilfe unterstÃ¼tzt. Seit 11. November 2017 lebt sie wegen Schwierigkeiten im elterlichen Haushalt im begleiteten Wohnen des B. A verfÃ¼gte Ã¼ber Wohneigentum in Russland: Sie besass einen Miteigentumsanteil von 1/2 an der Wohnung 01, Block 02, Haus 03, C-Strasse, Kreis D, Moskau (fortan Wohnung D) sowie einen Miteigentumsanteil von 1/3 an der Wohnung 04, Block 02, Haus 05, E-Strasse, Kreis F, Moskau (fortan Wohnung F). In der Wohnung D wohnt die Grossmutter von A, welche Ã¼ber die andere HÃ¤lfte des Miteigentums verfÃ¼gte. Die Wohnung F gehÃ¶rt ihrer Mutter und dient nur als Ferienwohnung. Mit Entscheid der Stellenleitung vom 28. November 2017 wurde A die materielle UnterstÃ¼tzung einstweilen vorschussweise bewilligt und sie verpflichtet, ihre Miteigentumsanteile von 1/2 an der Wohnung D und von 1/3 an der Wohnung F bis 31. Juli 2018 zu verkaufen. Daraus sollte ein ErlÃ¶s von (damals) rund Fr. 78'700.- resultieren.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Gegen den Entscheid der Stellenleitung vom 28. November 2017 erhob A am 21. Dezember 2017 Antrag auf Neubeurteilung, der von der SozialbehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich mit Entscheid vom 1. MÃ¤rz 2018 abgewiesen wurde.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen legte A mit Eingabe vom 19. April 2018 Rekurs beim Bezirksrat ZÃ¼rich ein und verlangte die Aufhebung des Entscheids der SozialbehÃ¶rde vom 28. November 2017 bzw. die Aufhebung der Verpflichtung, ihre Miteigentumsanteile verkaufen zu mÃ¼ssen. Ausserdem bestritt sie die Werte der Wohnungen, wie sie im angefochtenen Entscheid festgesetzt worden waren (Wohnung D: 2,5 Zimmer, Wert umgerechnet Fr. 104'988.81, davon 1/2 (Fr. 52'490.-); Ferienwohnung F: 1,5 Zimmer, Wert umgerechnet Fr. 78'671.90, davon 1/3 (Fr. 26'224.-). Mit Beschluss vom 11. Juni 2020 bestÃ¤tigte der Bezirksrat ZÃ¼rich die festgelegten Werte der beiden Wohnungen ebenso wie die Verpflichtung von A, ihre Miteigentumsanteile daran zu verkaufen, und wies den Rekurs ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Dagegen erhob A mit Eingabe vom 8. Juli 2020 Beschwerde am Verwaltungsgericht und machte geltend, ein Verkauf ihrer Miteigentumsanteile sei ihr nicht mÃ¶glich, da die Wohnung D von ihrer Grossmutter bewohnt werde und ihr Miteigentumsanteil â den ihr die Grossmutter geschenkt habe â inzwischen mittels rÃ¼ckgÃ¤ngig gemachter Schenkung wieder an jene zurÃ¼ckgegangen sei. Der Miteigentumsanteil an der Wohnung F sei ihr von ihrer Mutter finanziert und Ã¼bertragen worden, wobei abgesprochen worden sei, dass dieser Miteigentumsanteil mit ihrer (A's) VolljÃ¤hrigkeit wieder an ihre Mutter zurÃ¼ckgehen wÃ¼rde. Ihre beiden Miteigentumsanteile seien nunmehr wieder im alleinigen Besitz ihrer Grossmutter und Mutter. A legte dazu verschiedene in russischer Sprache gehaltene Unterlagen ein. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 21. Juli 2020 war A Frist angesetzt worden, um eine amtlich beglaubigte deutsche Ãbersetzung der Beschwerdebeilagen einzureichen. Dieser Pflicht kam sie nur ungenÃ¼gend nach, indem sie lediglich eine der vier Beilagen und erst noch verspÃ¤tet in Ã¼bersetzter Form nachreichte. Dabei handelt es sich um den Schenkungsvertrag vom 13. August 2018, womit sie ihr Miteigentumsdrittel an der Wohnung F ihrer Mutter zurÃ¼ckÃ¼bereignete, verbunden mit einer weiteren Eingabe, die inhaltlich der Beschwerde entspricht. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Mit VerfÃ¼gung vom 17. September 2020 wurden die Stadt ZÃ¼rich sowie der Bezirksrat ZÃ¼rich zur Vernehmlassung zur Beschwerde aufgefordert. Beide beantragten ohne einlÃ¤ssliche Stellungnahme die Abweisung der Beschwerde. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 4. Januar 2021 wurde A erneut aufgefordert, den Schenkungsvertrag betreffend ihren Miteigentumsanteil an der Wohnung D in Ã¼bersetzter Form einzulegen. Ihrer Eingabe vom 25. Januar 2021 lag zwar die Ãbersetzung eines Schenkungsvertrags vom 7. Mai 2018 fÃ¼r einen Wohnungsanteil bei, doch betraf die Schenkung die Ãbereignung von 1/3 des Miteigentums an der Wohnung F von der Grossmutter an die Mutter von A. Diese Eingabe wurde der Stadt ZÃ¼rich mit VerfÃ¼gung vom 3. Februar 2021 zur Stellungnahme zugestellt. Anscheinend ging A aufgrund dieser VerfÃ¼gung davon aus, dass ihr eine Frist laufe; am 10. Februar 2021 stellte sie deshalb ein Fristerstreckungsgesuch. Obwohl ihr mitgeteilt worden war, dass ihr keine Frist laufe, legte sie mit Eingabe vom 15. Februar 2021 schliesslich die verlangte Ãbersetzung des Schenkungsvertrags vom 13. August 2018 Ã¼ber die Ãbereignung ihres Miteigentumsanteils von 1/2 an der Wohnung D an ihre Grossmutter ein. Diese wurde der Gegenpartei zur Kenntnisnahme zugestellt. Weitere Stellungnahmen erfolgten nicht.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r die Behandlung der vorliegenden Beschwerde gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig. In der Sache geht es um die Frage, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin gemÃ¤ss der ihr auferlegten Weisung die ihr gehÃ¶renden Miteigentumsanteile an zwei Wohnungen in Moskau verkaufen mÃ¼sste, woraus ein mÃ¶glicher ErlÃ¶s von (damals) rund Fr. 78'700.- resultieren kÃ¶nnte, den sie Ã¼berwiegend fÃ¼r ihren Unterhalt zu verwenden hÃ¤tte. Da der Streitwert somit den Betrag von Fr. 20'000.- Ã¼bersteigt, ist die Kammer zum Entscheid berufen (§ 38b Abs. 1 lit. c VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Wer fÃ¼r seinen Lebensunterhalt und den seiner FamilienangehÃ¶rigen mit gleichem Wohnsitz nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann, hat Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe (§ 14 Abs. 1 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 [SHG]). Zu den eigenen Mitteln gehÃ¶ren alle EinkÃ¼nfte und das VermÃ¶gen der hilfesuchenden Person. Von der Verwendung des VermÃ¶gens kann abgesehen werden, soweit dadurch fÃ¼r die Hilfe suchende Person und ihre AngehÃ¶rigen eine HÃ¤rte entstÃ¼nde (§ 16 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 der Sozialhilfeverordnung vom 21. Oktober 1981 [SHV]).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Hat eine Hilfe suchende Person Grundeigentum oder andere VermÃ¶genswerte in erheblichem Umfang, deren Realisierung ihr nicht mÃ¶glich oder nicht zumutbar ist, wird in der Regel die Unterzeichnung einer RÃ¼ckerstattungsverpflichtung verlangt. Darin verpflichtet sich die Hilfe suchende Person, die Leistungen ganz oder teilweise zurÃ¼ckzuerstatten, wenn diese VermÃ¶genswerte realisierbar werden (§ 20 Abs. 1 SHG). Hilfesuchende haben grundsÃ¤tzlich keinen Anspruch auf Erhaltung von Grundeigentum, insbesondere dann nicht, wenn sie langfristig und in erheblichem Ausmass unterstÃ¼tzt werden. Personen, die Liegenschaften besitzen, sollen nicht bessergestellt sein als Personen, die VermÃ¶genswerte in Form von Sparkonten oder Wertschriften angelegt haben (VGr, 21. August 2018, VB.2017.00873, E. 3.1). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>VerfÃ¼gt die Hilfe suchende Person Ã¼ber Grundeigentum (insbesondere Liegenschaften und entsprechende Miteigentumsanteile), so gehÃ¶rt dieser VermÃ¶genswert zu den eigenen Mitteln im Sinn von § 14 SHG und § 16 Abs. 2 SHV. Handelt es sich um erhebliches VermÃ¶gen und ist es realisierbar, muss zunÃ¤chst daraus der Lebensunterhalt bestritten werden, bevor wirtschaftliche Hilfe beansprucht werden kann. GrundsÃ¤tzlich ist Grundeigentum im Ausland gleich zu behandeln wie in der Schweiz gelegenes (VGr, 26. Oktober 2016, VB.2016.00408, E. 2.2). Mindestens nach Schweizerischem Recht hat jeder MiteigentÃ¼mer fÃ¼r seinen Anteil die Rechte und Pflichten eines EigentÃ¼mers, und dieser Anteil kann von ihm verÃ¤ussert, verpfÃ¤ndet und von seinen GlÃ¤ubigern gepfÃ¤ndet werden (Art. 646 Abs. 3 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches ZGB). HÃ¤lt eine um wirtschaftliche Hilfe ersuchende Person Grundeigentum in Form von Miteigentum, kann sie ihren Anteil ohne Zustimmung der anderen MiteigentÃ¼mer verÃ¤ussern (Kantonales Sozialamt [Hrsg.], Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuch, Kap. 9.3.01, 22. Mai 2014). </p> <p class="Erwgung2"><span>Den VerhÃ¤ltnissen der jeweiligen Klienten angemessene (weder luxuriÃ¶se noch allzu kostenaufwendige und mit entsprechenden Mietobjekten vergleichbare) Liegenschaften (z.</span><span> </span><span>B. bescheidene EinfamilienhÃ¤user oder Eigentumswohnungen oder GeschÃ¤ftsrÃ¤ume), die von den Klienten (oder eventuell von nahen AngehÃ¶rigen) auf Dauer selber bewohnt oder (sinnvoll) gewerblich genutzt werden, mÃ¼ssen normalerweise nicht realisiert werden. Dies gilt vor allem dann, wenn die Hypothekarbelastung und die Nebenkosten sich in einem Bereich bewegen, welcher fÃ¼r ein Mietobjekt als Mietzins von der Sozialhilfe Ã¼bernommen wÃ¼rde, oder wenn die Kosten gar unter dem Betrag liegen, der gemÃ¤ss gemeindeinterner Richtlinie fÃ¼r den entsprechenden Haushalt als angemessen gilt. </span>Hingegen ist die Realisierung einer Liegenschaft (oder Teilen davon) in der Regel dann zumutbar, wenn diese von der Hilfe suchenden Person nicht selber (und auch nicht von nahen AngehÃ¶rigen) dauernd bewohnt wird und dies in absehbarer Zeit (z.<span> </span>B. innert eines Jahres) auch nicht konkret beabsichtigt ist. Auch FerienhÃ¤user und nicht notwendige Zweitwohnungen mÃ¼ssen grundsÃ¤tzlich realisiert werden (Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuch, Kap. 9.3.01 Ziff. 2).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Nach § 21 Abs. 1 SHG darf die wirtschaftliche Hilfe mit Auflagen und Weisungen verbunden werden, die sich auf die richtige Verwendung der BeitrÃ¤ge beziehen oder geeignet sind, die Lage des HilfeempfÃ¤ngers und seiner AngehÃ¶rigen zu verbessern. Dazu gehÃ¶ren namentlich Bestimmungen Ã¼ber die Verwendung der wirtschaftlichen Hilfe, die Aufnahme einer zumutbaren Arbeit oder Ã¤hnliche Verhaltensmassregeln, die nach den UmstÃ¤nden angebracht erscheinen (§ 23 lit. d SHV). Nach § 21 Abs. 2 SHG sind Auflagen und Weisungen nicht mehr selbstÃ¤ndig anfechtbar; diese Bestimmung ist allerdings erst seit 1. April 2020 in Kraft und gilt nicht fÃ¼r frÃ¼her erteilte Auflagen und Weisungen wie die vorliegende vom 28. November 2017. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die Vorinstanz ging auf die Vorbringen der BeschwerdefÃ¼hrerin im Rekursverfahren ein, wonach ihre Grossmutter die Wohnung in D bewohne, ohne Miete dafÃ¼r zu entrichten, und nicht in der Lage sei, den Miteigentumsanteil zu Ã¼bernehmen oder eine Hypothek dafÃ¼r aufzunehmen. Die Vorinstanz hielt allerdings dafÃ¼r, auf das der BeschwerdefÃ¼hrerin zustehende Recht, ihren Miteigentumsanteil an der Wohnung in D zu verkaufen, habe dies keinen Einfluss. Zu den VerhÃ¤ltnissen der Ferienwohnung ihrer Mutter Ã¤usserte sich die BeschwerdefÃ¼hrerin im Rekursverfahren nicht. Entsprechend kam die Vorinstanz zum Schluss, der BeschwerdefÃ¼hrerin sei es mÃ¶glich und zumutbar, die beiden Miteigentumsanteile, deren Werte sich auf aussagekrÃ¤ftige amtliche Dokumente abstÃ¼tzen liessen, zu verÃ¤ussern. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>In der Beschwerde vom 8. Juli 2020 machte die BeschwerdefÃ¼hrerin im Wesentlichen geltend, aufgrund ihrer DoppelbÃ¼rgerschaft hÃ¤tte sie die (Mit-)Eigentumsanteile an den beiden Wohnungen jÃ¤hrlich versteuern mÃ¼ssen, was sie aufgrund ihrer familiÃ¤ren und finanziellen Situation nicht habe tun kÃ¶nnen. Ein Verkauf ihres Miteigentumsanteils an der Wohnung D wÃ¤re ihr sodann nicht mÃ¶glich gewesen, weil diese Wohnung von ihrer Grossmutter bewohnt werde. Dieser Miteigentumsanteil sei ihr mittels Schenkung der Grossmutter Ã¼bertragen worden; sie habe die Schenkung inzwischen rÃ¼ckgÃ¤ngig machen kÃ¶nnen. Der Miteigentumsanteil an der Wohnung in F sei von ihrer Mutter finanziert worden. Dabei habe die Absprache bestanden, dass dieser mit ihrer VolljÃ¤hrigkeit wieder an ihre Mutter zurÃ¼ckgehen sollte. Inzwischen habe sie auch diesen Miteigentumsanteil ihrer Mutter zurÃ¼ckgeschenkt. Ein Verkauf ihrer Miteigentumsanteile sei daher nicht mehr mÃ¶glich, da diese nunmehr wieder im alleinigen Besitz von Mutter und Grossmutter seien.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Mit Entscheid der Stellenleitung vom 28. November 2017 war die BeschwerdefÃ¼hrerin verpflichtet worden, ihre Miteigentumsanteile bis spÃ¤testens 31. Juli 2018 zu verkaufen. Die ihr zukommende wirtschaftliche Hilfe wurde im Sinn von § 20 SHG (vorn E. 2.2) einstweilen nur vorschussweise zugesprochen. Die Auflage zum Verkauf der Miteigentumsanteile wurde als mÃ¶glich und zumutbar qualifiziert, da der Verkauf ihres Miteigentumsanteils an der Wohnung ihrer Grossmutter nicht zur Folge haben mÃ¼sse, dass diese ihre WohnmÃ¶glichkeit verliere, und der Verkauf des Miteigentumsanteils an der Wohnung ihrer Mutter nicht auf Widerstand stiess. Aus den VerkÃ¤ufen sollte ein erheblicher Betrag resultieren. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wurde angesichts der wohl eher geringen MÃ¶glichkeiten, ihre Miteigentumsanteile auf dem freien Markt zu verkaufen, auf eine LÃ¶sung innerhalb der Familie verwiesen.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.1.1 </b>Wie dargelegt, erweist sich eine Auflage als zulÃ¤ssig, wenn sie geeignet ist, die VerhÃ¤ltnisse einer Sozialhilfe beziehenden Person zu verbessern (vorn E. 2.4). Das ist vorliegend grundsÃ¤tzlich der Fall, sollte sich doch aus den VerkÃ¤ufen nach der damaligen Berechnung ein Betrag von insgesamt rund Fr. 78'700.- ergeben (vorn I.A.). </p> <p class="Erwgung3"><b>4.1.2 </b>Allerdings ging die Stellenleitung in der BegrÃ¼ndung des Entscheids vom 28. November 2017 davon aus, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin an der Wohnung der Grossmutter in D nur 1/3 halte, was nicht zutrifft; der dortige Miteigentumsanteil betrÃ¤gt 1/2 und wurde der BeschwerdefÃ¼hrerin mit Vertrag vom 3. MÃ¤rz 2010 Ã¼bereignet. Die Vorinstanz verneinte die Frage, ob bei einem Verkauf dieses hÃ¤lftigen Miteigentumsanteils ausserhalb der Familie bei dannzumal zwei gleichrangigen MiteigentÃ¼mern die WohnmÃ¶glichkeit ihrer Grossmutter gefÃ¤hrdet wÃ¼rde (vorn E. 4.1). Die BeschwerdefÃ¼hrerin stellt das substanziiert nicht infrage. Der Miteigentumsanteil wurde ihr Ã¼bertragen, als sie erst 10 Jahre alt war. Es ist daher von einem ihr eingerÃ¤umten unbelasteten und vorbehaltlos eingerÃ¤umten Miteigentumsanteil an besagter Wohnung auszugehen. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.1.3 </b>In der Tat wird diese Wohnung von der Grossmutter der BeschwerdefÃ¼hrerin bewohnt. Ob es sich dabei um eine "nahe AngehÃ¶rige" handelt, steht nicht fest, ebenso wenig, ob diese Wohnung angesichts des Alters der Grossmutter weiterhin auf Dauer bewohnt werden wird (vorn E. 2.3). Die Grossmutter soll ihre Wohnung aus dem frÃ¼heren politischen System Russlands geschenkt bekommen haben und keine Miete zahlen mÃ¼ssen. </p> <p class="Urteilstext"><span>Der Verkauf des Miteigentumsanteils an der Wohnung D stellt fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin selber jedenfalls keine unzumutbare HÃ¤rte dar, lebt sie doch in der Schweiz und nutzt die Wohnung als Unterkunft hÃ¶chstens fÃ¼r gelegentliche Besuche bei ihrer Grossmutter, weshalb ein Bedarf an dieser Wohnung im Ausland nicht dargetan ist. Es stellt sich somit die Frage, ob die VerÃ¤usserung ihres (der BeschwerdefÃ¼hrerin) Miteigentumsanteils eine solche HÃ¤rte fÃ¼r die Grossmutter zur Folge haben kÃ¶nnte, dass davon abgesehen werden mÃ¼sste bzw. â noch vorweg â eine solche Ã¼berhaupt relevant wÃ¤re. Weder dem BehÃ¶rdenhandbuch noch den SKOS-Richtlinien lÃ¤sst sich zwar etwas dazu entnehmen, ob vom Grundsatz der Realisierung von Grundeigentum abgewichen werden muss, wenn es sich um im Ausland gelegenes Grundeigentum mit dort lebenden AngehÃ¶rigen ausserhalb der eigentlichen Kernfamilie (Ehegatten/minderjÃ¤hrige Kinder) handelt. Jedoch macht die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht geltend, ihrer Grossmutter gegenÃ¼ber als ihre Enkelin in irgendeiner Form unterhaltsverpflichtet gewesen zu sein (vorn E. 4.1.2), noch war es ihr gar mÃ¶glich, ihren Miteigentumsanteil zu versteuern und insofern ihre Grossmutter zu entlasten, womit sich schon von daher die Frage stellt, inwieweit von einer "nahen AngehÃ¶rigen" im Sinne der genannten Regulative ausgegangen werden kann. Denn im Normalfall dÃ¼rften die nÃ¤chsten AngehÃ¶rigen, auf welche RÃ¼cksicht zu nehmen ist, vor allem die (Ex-)Ehefrau und die minderjÃ¤hrigen Kinder sein, welche getrennt vom SozialhilfeempfÃ¤nger in dessen Eigentumswohnung leben (vorn E. 2.3). Des Weiteren handelt es sich bei der Grossmutter nicht um eine Person, welcher selber die FÃ¼rsorgeabhÃ¤ngigkeit in der Schweiz drohte, mÃ¼sste sie die Wohnung verlassen. Die der BeschwerdefÃ¼hrerin gewÃ¤hrte Sozialhilfe kann indessen nicht dazu dienen, wirtschaftliche HÃ¤rten einer im Ausland lebenden, nicht unterhaltsberechtigten AngehÃ¶rigen abzufedern und dadurch allfÃ¤llige UnzulÃ¤nglichkeiten eines auslÃ¤ndischen Sozialhilfe- oder -versicherungssystems auszugleichen. Selbst eine fÃ¼r die Grossmutter mit der VerÃ¤usserung des Miteigentumsanteils der BeschwerdefÃ¼hrerin verbundene HÃ¤rte, welche jedoch nicht dargetan wird, fÃ¼hrte somit nicht dazu, dass von einer entsprechenden Auflage hÃ¤tte abgesehen werden mÃ¼ssen. Eine solche erwies sich vielmehr als zulÃ¤ssig und hÃ¤tte angesichts ihres ausgewiesenen Werts von 6'390'970 Rubel zu einem erheblichen Betrag zugunsten der BeschwerdefÃ¼hrerin gefÃ¼hrt (vorn E. II), auch wenn sich dieser wegen des geÃ¤nderten Rubelkurses (1 Rubel = CHF 0.0122; 29. April 2021) etwas reduziert hat (1/2 von Rubel 6'390'790 = Rubel 3'195'395 = CHF 38'984.-).</span></p> <p class="Erwgung3"><b>4.1.4 </b>Dem Vollzug der erteilten Auflage steht nun allerdings entgegen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin ihren Miteigentumsanteil an der Wohnung der Grossmutter inzwischen mit Schenkungsvertrag vom 13. August 2018 ihrer Grossmutter zurÃ¼ckÃ¼bereignet hat und diese nunmehr wieder alleinige EigentÃ¼merin der Wohnung D ist. Nachdem Auflagen und Weisungen geeignet sein mÃ¼ssen, die Lage des HilfeempfÃ¤ngers zu verbessern, erscheint eine Verbesserung der finanziellen Situation der BeschwerdefÃ¼hrerin nach der inzwischen erfolgten Schenkung des Miteigentumsanteils an ihre Grossmutter nicht mehr mÃ¶glich. Zwar wÃ¤re eine Verbesserung der Situation der BeschwerdefÃ¼hrerin noch dadurch denkbar, dass sie fÃ¼r ihren Miteigentumsanteil keine Steuern mehr bezahlen muss. Da sie dazu aber ohnehin nicht in der Lage war (vorn E. 4.1.3), lÃ¤sst sich auch aus dem allfÃ¤lligen Wegfall einer Steuerbelastung auf keine Verbesserung ihrer finanziellen Lage schliessen. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Mit Bezug auf die 1-Zimmer-Wohnung F hatte sich die BeschwerdefÃ¼hrerin bereit erklÃ¤rt, ihren Miteigentumsanteil von 1/3 daran zu verkaufen. Da es sich um eine unbewohnte Ferienwohnung handelt, stÃ¼nde einem Verkauf nichts entgegen. Die entsprechende Auflage erweist sich somit als gerechtfertigt, resultierte aus diesem Verkauf auch ein respektabler Betrag von (damals) Fr. 26'224.-. Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin die HÃ¶he dieses Betrags beanstandet, ergibt sich dieser aus der von ihr eingelegten Ãbersetzung des Schenkungsvertrags fÃ¼r einen Wohnanteil, wo der Wert der Wohnung F mit 4'788'983.36 Russische Rubel bzw. 1/3 davon mit 1'596'327.79 Russische Rubel angegeben wurde, was umgerechnet <i>aktuell</i> noch CHF 19'475.20 (1 Rubel = CHF 0.0122; 29. April 2021) ausmacht. Die Differenz zum ursprÃ¼nglich errechneten Betrag von rund CHF 6'800.- ergibt sich allein aus dem Zeitablauf und der damit verbundenen Ãnderung des Wechselkurses.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.1 </b>Wie sich aus dem eingelegten Schenkungsvertrag vom 13. August 2018 ergibt, Ã¼berliess indessen die BeschwerdefÃ¼hrerin ihren Miteigentumsanteil von 1/3 an der Wohnung F ihrer Mutter G ebenfalls schenkungsweise, und ihre Mutter nahm diese Schenkung an. Im Rekursverfahren konnte diese Schenkung noch nicht berÃ¼cksichtigt werden, weil der Schriftenwechsel bereits im Mai 2018 beendet war und die BeschwerdefÃ¼hrerin den erwÃ¤hnten Schenkungsvertrag damals nicht zu den Akten gab, obwohl der Rekursentscheid erst unter dem 11. Juni 2020 erfolgte. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.2 </b>Dass die Ãberlassung des Miteigentumsanteils fÃ¼r diese Wohnung schenkungsweise an die Mutter der BeschwerdefÃ¼hrerin erfolgte, erstaunt allerdings in mehrfacher Hinsicht. Vorab hatte die BeschwerdefÃ¼hrerin gegenÃ¼ber der Beschwerdegegnerin geltend gemacht, als russische StaatsangehÃ¶rige mÃ¼sse sie Ã¼ber Wohneigentum in Russland verfÃ¼gen, sonst verliere sie den russischen Pass, was offensichtlich nicht zutrifft, nachdem sie sich inzwischen beider Miteigentumsanteile entledigte. Ausserdem erscheint das VerhÃ¤ltnis zwischen der BeschwerdefÃ¼hrerin und ihrer Mutter als Ã¤usserst gespannt, nachdem ihre Mutter sie im Oktober 2017 aus der Wohnung geworfen und ihr vorgeworfen haben soll, ein sexuelles VerhÃ¤ltnis mit dem (schweizerischen) Stiefvater zu pflegen. Dies fÃ¼hrte schliesslich zur Unterbringung der BeschwerdefÃ¼hrerin ausserhalb der Familie. Ferner soll ihrer Darstellung nach ein Erbkrieg und lang andauernder Streit zwischen Mutter und Grossmutter unter Einbezug von AnwÃ¤lten bestehen. Dies alles lÃ¤sst die erfolgte Schenkung, womit die BeschwerdefÃ¼hrerin auf die EntschÃ¤digung ihres VermÃ¶genswerts zugunsten ihrer Mutter verzichtete, in seltsamem Licht erscheinen, was allerdings ebenso fÃ¼r die ursprÃ¼nglichen Schenkungen der Miteigentumsanteile an die BeschwerdefÃ¼hrerin gilt, die damals gerade 9 bzw. 10 Jahre alt war. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.3 </b>Schliesslich findet die Behauptung der BeschwerdefÃ¼hrerin, es sei vereinbart gewesen, dass mit Eintritt ihrer VolljÃ¤hrigkeit der Miteigentumsanteil an der Ferienwohnung wieder an ihre Mutter zurÃ¼ckgehe, in den Akten keine Entsprechung; im Rekurs erwÃ¤hnte sie nichts davon. HÃ¤tte es sich aber so verhalten, wÃ¤re eine separate Schenkung wohl nicht erforderlich gewesen. Ausserdem ist in wirtschaftlicher Hinsicht nicht ersichtlich, welcher Zweck mit der Ãberschreibung des Miteigentumsanteils an der Ferienwohnung nur bis zur VolljÃ¤hrigkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin verfolgt worden wÃ¤re. Schliesslich wurde die BeschwerdefÃ¼hrerin im Jahr 2017 volljÃ¤hrig (vorn I.A.), also noch vor der Rekurserhebung vom 19. April 2018. Dennoch berief sie sich in ihrer Rekursschrift nicht darauf, dass ihr Miteigentumsanteil infolge ihrer VolljÃ¤hrigkeit bereits an ihre Mutter Ã¼bergegangen wÃ¤re oder Ã¼bergehen wÃ¼rde. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Zusammenfassend lÃ¤sst sich somit festhalten, dass der Vollzug der Auflage an die BeschwerdefÃ¼hrerin, sowohl den Miteigentumsanteil von 1/2 an der Wohnung der Grossmutter (Wohnung D) als auch ihren Miteigentumsanteil von 1/3 an der Ferienwohnung ihrer Mutter (Wohnung F) zu verkaufen, nicht zu beanstanden gewesen wÃ¤re, jedoch von der BeschwerdefÃ¼hrerin durch die vorgenommenen Schenkungen vereitelt wurde (vorn E. 4.1.3, 4.2). Nachdem aber eine Auflage nicht aufrechterhalten werden kann, die â und deren Zweck â sich nicht mehr erfÃ¼llen lÃ¤sst, ist diese aufzuheben. Im Ergebnis ist die Beschwerde daher zwar gutzuheissen. Das Vorgehen der BeschwerdefÃ¼hrerin, welche bereits im Rekursverfahren hÃ¤tte Auskunft Ã¼ber die erfolgten Schenkungen geben kÃ¶nnen, wird aber im Rahmen der Kosten zu berÃ¼cksichtigen sein. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens war einzig, ob die Weisung an die BeschwerdefÃ¼hrerin, ihre Miteigentumsanteile an den erwÃ¤hnten Wohnungen zu verkaufen, Bestand haben konnte oder nicht. Wie das Verhalten der BeschwerdefÃ¼hrerin, welche sich bewusst realisierbarer VermÃ¶genswerte entledigte, zu wÃ¼rdigen ist und welche Folgen dieses in sozialhilferechtlicher Hinsicht zeitigen kÃ¶nnte, wird die Beschwerdegegnerin noch zu prÃ¼fen haben.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Demnach ist in Gutheissung der Beschwerde die Verpflichtung der BeschwerdefÃ¼hrerin, ihre Miteigentumsanteile an den besagten Wohnungen zu verkaufen, aufzuheben. Die korrekt erfolgte Auflage konnte einzig wegen des Verhaltens der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht vollzogen werden. Es rechtfertigt sich daher, der BeschwerdefÃ¼hrerin gemÃ¤ss dem Verursacherprinzip die Kosten des Verfahrens aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Dies umso mehr, als das vorliegende Verfahren wohl hÃ¤tte vermieden werden kÃ¶nnen, wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin bereits die Rekursinstanz Ã¼ber die vorgenommenen Schenkungen informiert hÃ¤tte (vorn E. 4.2.3). ParteientschÃ¤digungen sind bei diesem Ausgang nicht zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG). Da im vorinstanzlichen Verfahren keine Kosten auferlegt wurden, erÃ¼brigen sich weitere Bemerkungen dazu.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Entsprechend werden der Beschluss des Bezirksrats ZÃ¼rich vom 11. Juni 2020 sowie der Beschluss der SozialbehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich vom 1. MÃ¤rz 2018 sowie Dispositiv-Ziffer 2 der VerfÃ¼gung der Stellenleitung vom 28. November 2017 aufgehoben.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 4'400.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 165.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 4'565.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>