<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <a name="idp273424"></a><div class="big bold">Urteilskopf</div> <br/>97 III 118<br/><br/><br/><div class="paraatf">26. Auszug aus dem Entscheid vom 3. Dezember 1971 i.S. A.</div> <div class="paraatf"></div> <a name="idp274544"></a><br/><div id="regeste" lang="de"> <div class="big bold">Regeste</div> <br/><div class="paraatf"><span class="artref"><artref id="CH/281.1/123/5" type="start"></artref><artref id="CH/281.1/123/1" type="start"></artref>Art. 123 Abs. 1 und 5 SchKG</span><artref id="CH/281.1/123/5" type="end"></artref><artref id="CH/281.1/5" type="end"></artref>. <div class="paratf">Wenn der Schuldner bereits in mehreren Betreibungen mit den ihm nach <span class="artref">Art. 123 SchKG</span> gewährten Abschlagszahlungen in Rückstand geraten ist, begeht der Betreibungsbeamte keine Rechtsverletzung, wenn er dem Schuldner in neuen Betreibungen keinen solchen Aufschub mehr gewährt. </div> </div> </div> <a name="idp282544"></a> <a name="idp293952"></a> <br/><div> <a name="idp301808"></a><span class="big bold" id="erwaegungen">Erwägungen</span> <span class="small">ab Seite 118</span> </div> <br/><div class="paraatf"> <a name="page118"></a><div class="center pagebreak">BGE 97 III 118 S. 118</div> </div> <div class="paraatf">Aus den Erwägungen:</div> <div class="paraatf">Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid für das Bundesgericht verbindlich festgestellt, dass der Rekurrent in <a name="page119"></a><div class="center pagebreak">BGE 97 III 118 S. 119</div>mindestens vier Betreibungen mit Abschlagszahlungen in Rückstand geraten sei. Gemäss <span class="artref">Art. 123 Abs. 5 SchKG</span> fiel somit in den betreffenden Betreibungen der Verwertungsaufschub ohne weiteres dahin. Unter diesen Umständen lag es aber durchaus im Ermessen des Betreibungsamtes, den Verwertungsaufschub in den neu dazugekommenen Betreibungen nicht mehr zu gewähren. Das Amt durfte ohne Überschreitung oder Missbrauch des ihm nach <span class="artref">Art. 123 Abs. 1 SchKG</span> zustehenden Ermessens davon ausgehen, es bestehe keine genügende Gewähr dafür, dass der Schuldner die Abschlagszahlungen in den neuen Betreibungen pünktlich entrichten würde (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=3&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;from_year=1971&amp;to_year=1971&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;from_date_push=&amp;top_subcollection_clir=bge&amp;query_words=&amp;part=all&amp;de_fr=&amp;de_it=&amp;fr_de=&amp;fr_it=&amp;it_de=&amp;it_fr=&amp;orig=&amp;translation=&amp;rank=0&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F82-III-35%3Ade&amp;number_of_ranks=0&amp;azaclir=clir#page35">BGE 82 III 35</a> sowie JOOS, Handbuch, S. 215, BLUMENSTEIN, Handbuch, S. 427 unten, und JAEGER, Kommentar, N 6 zu <span class="artref">Art. 123 SchKG</span>). Eine Rechtsverletzung beging es also mit der Ablehnung des anbegehrten Verwertungsaufschubes nicht, und eine weiter gehende Ermessensüberprüfung steht dem Bundesgericht im Gegensatz zu den kantonalen Aufsichtsbehörden nicht zu (<span class="artref"><artref id="CH/281.1/17" type="start"></artref>Art. 17-19 SchKG</span><artref id="CH/281.1/19" type="end"></artref>).</div> </div></body></html>