<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>AK.2015.00048</span></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Gerichtsschreiber Sonderegger</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 23. Mai 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Martin Schnyder</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Schnyder Rechtsanwälte &amp; Wirtschaftsberater</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Sihlquai 253, Postfach 2067, 8031 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Y.___ GmbH war der Sozialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">siche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, als beitragspflichtige Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">berin angeschlossen und rechnete mit ihr die paritätischen und FAK-Beiträge ab (vgl. 9/156-157). Mit Urteil vom 11. Oktober 2013 eröffnete der Konkurs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richter des Bezirksgerichts Z.___ den Konkurs über die Gesellschaft. Das Konkursverfahren wurde am 12. November 2013 mangels Aktiven eingestellt (Urk. 11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 23. September 2015 forderte die Ausgleichskasse von X.___, der ab 25. Februar 2009 (Tagebucheintrag im Handelsregister des Kantons Zürich, Urk. 11) einziger Gesellschafter und alleiniger (formeller) Geschäftsführer der Y.___ GmbH gewesen war, Schadenersatz für ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gangene bundes- und kantonalrechtliche Sozialversicherungsbeiträge der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> GmbH in der Höhe von Fr. 83‘743.60 (Urk. 9/136). Die dagegen erhobe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ne Einsprache (Urk. 9/145) hiess die Ausgleichskasse mit Entscheid vom 23. September 2015 teilweise gut und reduzierte die geforderte Schadener</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">satz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">summe auf Fr. 75‘364.90 (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Eingabe vom 26. Oktober 2015 liess X.___ gegen den Einspra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cheentscheid vom 23. September 2015 Beschwerde erheben und beantragen, der angefochtene Entscheid sei ersatzlos aufzuheben, eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Ausgleichskasse schloss in der Beschwerdeantwort vom 3. Dezember 2015</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8), was dem Beschwerdeführer zur Kennt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nis gebracht wurde (Urk. 10).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Art. 52 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlasse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherung (AHVG) hat ein Arbeitgeber, der durch absichtliche oder grob</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lässige Missachtung von Vorschriften der Versicherung einen Schaden zufügt, diesen zu ersetzen. Handelt es sich beim Arbeitgeber um eine juris</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tische Person, so haften subsidiär die Mitglieder der Verwaltung und alle mit der Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schäfts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">füh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung oder Liquidation befassten Personen. Sind mehrere Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sonen für den gleichen Schaden verantwortlich, so haften sie für den ganzen Schaden so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lida</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">risch (Art. 52 Abs. 2 AHVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Vorschriften über die Arbeitgeberhaftung nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">52 AHVG sowie die da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu entwickelte Rechtsprechung des Bundesgerichts finden mangels eigener Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stimmungen sinngemäss Anwendung auf die Invalidenversicherungs- (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">66 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung), Erwerbsersatz- (Art. 21 Abs. 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des Bundesgesetzes über </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft) und Arbeitslosenversicherungsbeiträge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgesetzes </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ven</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">z</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">entschädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sowie auf jene</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> an die Familienausgleichskassen (FAK) gemäss dem Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgesetz über die Familienzulagen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">25 lit. c). Gleiches gilt für die bis 3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dezember 2008 nach kantonalem Recht erhobenen FAK-Beiträge (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">§ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">33 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 des Gesetzes über Kinderzulagen für Arbeitnehmer in der bis Ende 2007 gültig gewesenen Fassung bzw. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">§ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">33 des ab </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Januar 2008 bis 3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">0. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juni</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2009 gültig gewesenen Kinderzulagengesetzes; nicht publi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziertes Urteil des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts 2P.251/19</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">96 vom 30. Juni 1997). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Schadenersatzanspruch verjährt zwei Jahre, nachdem die zuständige Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gleichskasse vom Schaden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kenntnis </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erhalten hat, jedenfalls fünf Jahre nach Eintritt des Schadens. Diese Fristen können unterbrochen werden. Der Arbeitge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber kann auf die Einrede der Verjährung verzichten (Art. 52 Abs. 3 AHVG; vgl. auch BGE 131 V 4 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei Einstellung des Konkursverfahrens mangels Aktiven gilt der Schaden als mit dem entsprechenden Beschluss eingetreten, der den Konkurs amtlich für fruchtlos erklärt, woraus der Verlust der Beitragsforderung der Ausgleichs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kasse resultiert. Die Frist von zwei Jahren für die Geltendmachung der Schadener</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">satzforderung seit Kenntnis des Schadens beginnt demnach vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">punkt der Fruchtloserklärung beziehungsweise von deren Veröffent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">im Schweize</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rischen Handelsamtsblatt (SHAB) an zu laufen (BGE 129 V 193 E. 2.3, 128 V 10 E. 5a, 126 V 443 E. 3c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Konkursverfahren über die Y.___ GmbH</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wurde - wie er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wähnt - am 12. November 2013 mangels Aktiven eingestellt (Urk. 11). Damit wurde die zweijährige Verjährungsfrist von Art. 52 Abs. 3 AHVG ausgelöst. Mit dem Erlass der Schadenersatzverfügung vom 23. September 2014 (Urk. 9/136) wahrte die Beschwerdegegnerin diese Frist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die streitgegenständliche Forderung ist somit nicht verjährt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Voraussetzung für eine Haftung nach Art. 52 AHVG ist zunächst das Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liegen eines Schadens. Dieser besteht darin, dass der AHV ein ihr gesetzlich geschul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter Beitrag entgeht. Die Höhe des Schadens entspricht dabei dem Betrag, dessen die Kasse verlustig geht (Thomas Nussbaumer, Die Ausgleichs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kasse als Partei im Schadenersatzprozess nach Artikel 52 AHVG, ZAK 1991 S. 383 ff. und 433 ff.). Verwaltungs- und Betreibungskosten, Veranlagungs- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und Mahnge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bühren sowie die Verzugszinsen bilden Bestandteil des Scha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, welcher der Ausgleichskasse zu ersetzen ist (BGE 121 III 382 E. 3bb; vgl. auch BGE 109 V 95 oben, 108 V 189 E. 5). Im Hinblick auf die in Art. 14 Abs. 1 AHVG normierte Beitrags- und Abrechnungspflicht des Arbeitgebers gehören auch die Arbeitgeberbeiträge zum massgeblichen Schaden (BGE 98 V 26 E. 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Schadenersatzforderung setzt sich gemäss dem Kontoauszug vom 2. Dezember 2015 und der Beitragsübersicht gleichen Datums (Urk. 9/156-157) aus unbezahlt gebliebenen Beiträgen für die Jahre 2008, 2011 und 2012 sowie Mahn- und Betreibungsgebühren und Verwaltungskosten zusammen. Bei den Akten liegen entsprechende Rechnungen (Urk. 9/39, 9/47, 9/50, 9/57, 9/62, 9/64, 9/66, 9/74</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, 9/106,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 9/117), Mahnungen (Urk. 9/55, 9/59, 9/67, 9/70, 9/71, 9/81, 9/83, 9/86), Betreibungen (Urk. 9/72, 9/87, 9/88, 9/113) und Zahlungsbefehle (Urk. 9/75, 9/89, 9/96, 9/126), gegen welche die Firma keinen Rechtsvorschlag erhoben hatte. Die (fehlenden) Beiträge für das Jahr 2008 wurden erst am 25. Oktober 2013 in Rechnung gestellt, nachdem die Arbeitgeberkontrolle vom 2. Oktober 2013 ergeben hatte, dass entsprechende Löhne nicht deklariert worden waren (Urk. 9/107, 9/108, 9/117). Aus diesen Unterlagen und der Beitragsübersicht ergibt sich ein Schadensbetrag von Fr. 77‘204.20 (Urk. 9/156-157). Dieser Betrag ist soweit unbestritten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 23. September 2014 hatte die Beschwerdegegnerin eine Schadenersatzforderung von Fr. 83‘743.60 geltend gemacht (Urk. 9/136). Am 5. November 2014 ging bei ihr eine (Teil-)Zahlung von Fr. 6‘499.40 ein. Zudem stornierte sie Mahngebühren von Fr. 40.-- (Urk. 9/156 S. 6). Daraus resultierte die obgenannte Schadenersatzforderung von Fr. 77‘204.20. Im ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fochtenen Einspracheentscheid berücksichtigte sie, dass am 11. Oktober 2013 der Konkurs über die Y.___ GmbH eröffnet worden war. Sie führte dazu aus, ab diesem Zeitpunkt habe der Beschwerdeführer keine Zahlungen der Y.___ GmbH mehr veranlassen können. Die effektiven Beiträge für das Jahr 2012 in der Höhe von Fr. 38‘103.80 seien zwar erst am 7. Oktober 2013 in Rechnung gestellt worden. Da die Akontobeiträge jedoch viel zu gering gewesen seien, hafte er dennoch für diesen Ausstand. Indessen be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stehe keine Haftung für die danach angefallenen Verzugszinsforderungen und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Betreibungskosten von Fr. 750.20. Gleich verhalte es sich grundsätzlich für die am 25. Oktober 2013 in Rechnung gestellten Lohnbeiträge für die Jahre 2008 und 2012 in der Höhe von insgesamt Fr. 7‘585.50. Jedoch sei dieser Position die Zahlung vom 5. November 2014 in der Höhe von Fr. 6‘499.40 anzurechnen, da diese nicht an eine bestimmte Rechnung gekoppelt gewesen sei. Demnach sei die Haftung weiter um Fr. 1‘089.10 (richtig wohl: </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fr. 1‘086.10 [Fr. 7‘585.50 ./. Fr. 6'499.40]) zu reduzieren. Damit verbleibe eine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Schadenersatzforderung von Fr. 75‘364.90 (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit der Konkurseröffnung entfiel die Befugnis des Beschwerdeführers als Organ der Y.___ GmbH zur Vermögensdisposition (vgl. BGE 103 V 123 E. 5). Danach entstandene Forderungen können ihm deshalb nicht angelastet werden. Indes bilden Sozialversicherungsbeiträge beziehungsweise Beitrags</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, die zu einem Zeitpunkt entstanden waren, als der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer (einziges</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) formelles Organ der Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> G</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mbH war, Bestandteil des Schadens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Weder Abrechnungspflicht, Beitragsschuld noch Fälligkeit sind von der Zustellung einer Rechnung oder einer Veranlagungs- oder Nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zahlungsverfügung seitens der Ausgleichskasse abhängig. Die Abrechnungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflicht sowie die Beitragsschuld entstehen im Zeitpunkt der Lohnzahlung (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">14 und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">51 AHVG; Urteil des damaligen Eidgenössischen Versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts H 136/00 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dezember 2000 E. 4b)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Vor diesem Hintergrund ist unerheblich, wenn die Beschwerdegegnerin erst nach der Konkurseröffnung sichere Kenntnis von der genauen Höhe der geschuldeten Sozialversicherungsbeiträge erhielt respektive diese erst danach einforderte, was der Beschwerdeführer verkennt (vgl. Urk. 1 S. 3). Zu Recht hat die Beschwerdegegnerin daher den am 7. Oktober 2013 in Rechnung gestellten Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trag von Fr. 38‘103.80 für ausstehende definitive Beiträge bei der Scha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">summe berücksichtigt, da sie die Folge von zu tiefen Akontobeiträgen sind (vgl. dazu auch nachfolgend E. 5.3.2). Soweit der Beschwerdeführer moniert, die Anrechnung der Zahlung vom 5. November 2014 in der Höhe von Fr. 6‘499.40 an die Ausstände aus dem Jahr 2008 sei nicht statthaft, da er zu jener Zeit noch gar nicht Gesellschafter der Y.___ GmbH gewesen sei (Urk. 1 S. 4), übersieht er, dass nach der Rechtsprechung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> - in Anlehnung an Art. 87 OR - der Grundsatz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> gilt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, dass nachträgliche Zahlungen vorab zur Tilgung der ältesten Beitragsschulden zu verwenden sind (BGE 112 V 6; ZAK 1988 S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">02; SVR 1995 AHV Nr. 70 S. 213), es sei denn, der Schuldner erkläre, welche Schuld er tilgen wolle (vgl. Art. 86 OR). An einer solchen Erklärung fehlt es vorliegend (vgl. Urk. 2 S. 2), weshalb das Vorgehen der Beschwerdegegnerin nicht zu beanstanden ist. Es hat daher bei der Scha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">densberechnung der Beschwerdegegnerin sein Bewenden. Auszugehen ist mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hin von einem vorliegend relevanten Schadensbetrag von Fr. 75‘364.90.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 14 Abs. 1 AHVG und die Art. 34 ff. der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> schreiben vor, dass der Arbeitgeber bei jeder Lohnzahlung die Arbeitnehmerbeiträge in Abzug zu bringen und zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sammen mit den Arbeitgeberbeiträgen der Ausgleichskasse zu entrichten hat. Die Arbeitgeber haben den Ausgleichskassen periodisch Abrechnungsunter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lagen über die von ihnen an ihre Arbeitnehmer ausbezahlten Löhne zuzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellen, damit die entsprechenden paritätischen Beiträge ermittelt und verfügt werden können. Die Beitragszahlungs- und Abrechnungspflicht des Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gebers ist eine gesetzlich vorgeschriebene öffentlichrechtliche Aufgabe. Die Nichterfüllung dieser öffentlichrechtlichen Aufgabe bedeutet eine Missach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung von Vorschriften im Sinne von Art. 52 Abs. 1 AHVG und zieht die volle Schadendeckung nach sich (BGE 118 V 193 E. 2a; vgl. BGE 132 III 523 E. 4.6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus den Akten ist ersichtlich, dass die Y.___ GmbH den ihr als Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geberin obliegenden Zahlungsverpflichtungen nur schleppend und in den Jahren 2008, 2011 und 2012 nicht beziehungsweise nur unvollständig nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kommen war. Schliesslich blieben geschuldete Sozialversicherungsbeiträge (inklusive Nebenkosten) in der Höhe von Fr. 77‘204.20 unbezahlt, wovon vorliegend Fr. 75‘364.90</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">relevant sind (vgl. E. 2.4 hievor). Es bedarf deshalb keiner weiteren Ausführungen, dass die Y.___ GmbH</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorschriften im Sinne von Art. 52 Abs. 1 AHVG verletzt hat, weshalb der von ihr verursachte Schaden grundsätzlich voll zu decken ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zu prüfen bleibt, ob und inwieweit der entstandene Schaden auf ein quali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziert schuldhaftes Verhalten des Beschwerdeführers zurückzuführen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die wesentliche Voraussetzung für die Schadenersatz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflicht besteht nach dem Wortlaut des Art. 52 AHVG darin, dass der Arbeitgeber absichtlich oder </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grob</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahrlässig Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schriften verletzt hat und dass durch diese Missachtung ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Scha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den verursacht worden ist (BGE 108 V 186 E. 1a). Absicht bezieh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise Vorsatz und Fahrlässigkeit sind verschiedene Formen des Verschul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dens. Art. 52 AHVG sta</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tuiert demnach eine Verschuldenshaftung, und zwar handelt es sich um eine Verschuldenshaftung aus öffentlichem Recht. Die Schadenersatzpflicht ist im konkreten Fall nur dann begründet, wenn nicht Umstände gegeben sind, welche das fehlerhafte Verhalten des Arbeitgebers als gerechtfertigt erscheinen lassen oder sein Verschulden im Sinne von Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicht oder grober Fahrlässigkeit aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schliessen. In diesem Sinne ist es denkbar, dass ein Arbeitgeber zwar in vorsätz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">licher Missachtung der AHV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schrif</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten der Ausgleichskasse einen Schaden zufügt, aber trotzdem nicht schaden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ersatz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflichtig wird, wenn besondere Um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stände die Nichtbefolgung der ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlägigen Vorschriften als erlaubt oder nicht schuldhaft erscheinen lassen (BGE 108 V 186 E. 1b; ZAK 1985 S. 576 E. 2). So kann es sein, dass es einem Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geber, der sich in schwieriger finanzieller Lage befindet, durch das Nichtbezahlen der Beiträge gelingt, die Existenz seines Unternehmens zu retten. Ein solches Vorgehen führt allerdings nur dann nicht zu einer Haf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung gemäss Art. 52 Abs. 1 AHVG, wenn der Arbeitgeber im Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">punkt seiner Entscheidung aufgrund der objektiven Umstände und einer seriö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen Beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung der Lage damit rechnen durfte, dass er die Forde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung der Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gleichs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kasse innert nützlicher Frist würde befriedigen können (BGE 108 V 188; ZAK 1992 S. 248 E. 4b; vgl. BGE 132 III 530).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Liegt ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Selbst- oder Mitverschulden der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ausgleichskasse vor, kann dies</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in sinn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemässer Anwendung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">von Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">44 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 OR zu einer Herabsetzung der geltend gemachten Forderung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> führen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Voraussetzung dafür ist, dass sich die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verwaltung einer groben Pflichtverletzung schuldig gemacht hat, was nament</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich dann der Fall ist, wenn sie elementare V</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">orschriften der Beitragsveranla</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung und des Beitragsbezugs missachtet hat. E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ine Herabsetzung kann nur erfol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen, wenn und soweit das pflichtwidrige Verha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lten der Verwaltung für die Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stehung oder Verschlimmerung des Schadens adäquat kausa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">l gewesen ist (BGE 122 V 189 E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. 3c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Grobe Fahrlässigkeit liegt praxisgemäss vor, wenn ein Arbeitgeber das ausser Acht lässt, was jedem verständigen Menschen in gleicher Lage und unter glei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Umständen als beachtlich hätte einleuchten müssen. Das Mass der zu ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">langenden Sorgfalt ist abzustufen entsprechend der Sorgfaltspflicht, die in den kaufmännischen Belangen jener Arbeitgeberkategorie, welcher die betreffende Person angehört, üblicherweise erwartet werden kann und muss. Dabei sind an die Sorgfaltspflicht einer Aktiengesellschaft hinsichtlich der Einhaltung gesetz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">licher Vorschriften grundsätzlich strenge Anforderungen zu stellen. Ähnlich ist zu differenzieren, wenn es darum geht, die subsidiäre Haftung der Organe eines Arbeitgebers zu ermitteln (BGE 108 V 202 E. 3a; ZAK 1985 S. 51 E. 2a, S. 620 E. 3b; vgl. BGE 132 III 529 E. 4.6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nicht jedes einer Firma als solcher anzulastende Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schulden muss auch ein solches ihrer sämtlichen Organe sein. Vielmehr hat man abzuwägen, ob und in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wieweit eine Handlung der Firma einem bestimmten Organ im Hinblick auf dessen rechtliche und faktische Stellung innerhalb der Firma zuzurechnen ist. Ob ein Organ schuldhaft gehandelt hat, hängt demnach entscheidend von der Verantwortung und den Kompetenzen ab, die ihm von der juristischen Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">son übertragen wurden (BGE 108 V 199 E. 3a; ZAK 1985 S. 620 E. 3b). Bei einfa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Verhältnissen muss vom einzigen Verwaltungsrat einer Aktien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sellschaft, der als solcher die Verwaltung der Gesellschaft als einzige Person in Organstel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung zu besorgen hat, in der Regel der Überblick über alle wes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Belange der Firma verlangt werden, und dies selbst dann, wenn er seine Befugnisse weitgehend an einen Geschäftsführer delegiert hat. Er kann mit der Delegation der Geschäftsführung nicht zugleich auch seine Verant</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wortung als einziges Verwaltungsorgan an den Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schäftsführer delegieren (BGE 108 V 199 E. 3b).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Formell eingesetzte Geschäftsführer einer GmbH wie auch Personen, die faktisch die Funktion eines Geschäftsführers ausüben, haften für den der Ausgleichs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kasse zufolge nicht bezahlter Bundessozialversicherungsbeiträge entstandenen Schaden nach den gleichen Grundsätzen wie Organe einer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aktien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gesellschaft. Dagegen besteht für den blossen Gesellschafter einer GmbH </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vorbehältlich einer abweichenden statutarischen Regelung keine Pflicht zur Kontrolle oder Überwa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chung der Geschäftsführung, weshalb ihm das Fehl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halten der Gesellschaft auch nicht angerechnet werden darf (BGE 126 V 237 ff.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer brachte zu seiner Entlastung im Wesentlichen vor, er habe alles unternommen, um eine regelkonforme Verabgabung der Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherungsbeiträge zu gewährleisten. Die Vorausdeklarationen seien recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zeitig erfolgt. Bei grösseren Ausständen habe die Y.___ GmbH Raten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zahlungen verlangt, was von der Beschwerdegegnerin bewilligt worden sei. Er selber sei nicht operativ tätig gewesen. Operativ geführt worden sei die Y.___ GmbH von Z.___. Dass nun Beitragsausstände bestünden, sei auf dessen strafbares Verhalten zurückzuführen (Urk. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vorweg ist festzuhalten, dass im vorliegenden Prozess nicht zu untersuchen ist, ob die Liquidation beziehungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise der Konkurs der Y.___ GmbH</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> allenfalls hätte vermieden werden können oder ob am vorliegenden Verfah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren nicht beteiligten Drittpersonen diesbezüglich irgendein Schuldvor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wurf gemacht werden könnte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Vielmehr ist einzig z</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">u entscheiden, ob die Y.___ GmbH</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die ihr als Arbeitgeberin obliegenden Pflichten verletzt hat und ob gegebenenfalls ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n qualifiziertes Verschulden des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdef</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ührers</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zu be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">jahen ist.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer war einziger und sonst auch allein einzelzeich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">berechtigter Geschäftsführer der Y.___ GmbH. Bei dieser Gesellschaft handelte es sich um ein relativ kleines Unternehmen mit einfacher Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungsstruktur (vgl. Urk. 9/36, 9/100). Bei solch leicht überschaubaren Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hält</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nissen muss von einem Geschäftsführer einer Gesellschaft mit beschränk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ter Haftung verlangt werden, dass er den Überblick über alle wesentlichen Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lange des Unternehmens hat. Der Beschwerdeführer selber führte denn auch aus, dass er über die Beitragsausstände bestens informiert gewesen sei (Urk. 1 S. 5, Urk. 9/145/4). Vor diesem Hintergrund hätte er deshalb selbst unver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">züg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich die zweckdienlichen Handlungen, welche die Beitragszahlungen sicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellt hätten, veranlassen müssen. Der Umstand, dass die operative Füh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung des Unternehmens nach seinen Angaben allein in den Händen von Z.___ lag, mag ihn nicht zu entlasten. Denn wäre ihm die Wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nehmung der gesetzlichen Pflichten nicht möglich gewesen, - wofür indessen keine Anhaltspunkte bestehen, nachdem er über die finanzielle Situation im Bilde war - hätte er nach ständiger Praxis und Rechtsprechung zu Art. 52 AHVG als Gesellschafter umgehend demissionieren müssen (vgl. etwa Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">urteile 9C_328/2012 vom 11. Dezember 2012 E. 5.3 und 9C_461/2009 vom 31. Dezember 2010 E. 5.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ein Betrieb darf praxis- und rechtsprechungsgemäss zudem nur so viel Lohn auszahlen, als auch die darauf entfallenden Sozialversicherungsbeiträge noch gedeckt sind (siehe etwa Bundesgerichtsurteile 9C_311/2015 vom 9. Juli 2015 E. 4.2.2 mit Hinweis, H 90/00 vom 20. Juni 2001 E. 4d mit Hinweis auf SVR 1995 AHV Nr. 70), was bei der Konkursitin gerade nicht der Fall war. Wenn die Liquiditätssituation die Begleichung der vollen Bruttolöhne zuzüg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich des Beitragsanteils des Arbeitgeberbeitrages nicht zulässt, sind die Lohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zahlungen auf ein Mass zu reduzieren, welches die Entrichtung der darauf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">entfallenden Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsbeiträge erlauben (Bundesgerichtsurteil H 69/05</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 15. März 2006 E. 5.3.3 mit Hinweis). Die verantwortlichen Organ</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e haben gerade in wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen darauf zu achten, dass die darauf von Gesetzes wegen ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schuldeten Beiträge entrichtet </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">werden können (Bundesgerichtsurteile 9C_311/2015 vom 9. Juli 2015 E. 4.2.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2, 9C_38/2015 vom 15. Mai 2015 E. 3.3, 9C_328/2012 vom 11. Dezember 2012 E. 5.1 und H 63/05 vom 25. Mai 2007 E. 6.4, je mit Hinweisen). Dem ist der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer aber nicht nachgekommen; er nahm damit einen Scha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eintritt in Kauf. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Soweit der Beschwerdeführer den Vorwurf, es seien im Jahr 2012 zu wenig Akontozahlungen geleistet worden, nicht geltend lassen will und mithin eine Pflichtwidrigkeit bestreitet (Urk. 1 S. 3), ist Folgendes festzuhalten: Nach Art. 35 Abs. 1 AHVV haben die Arbeitgeber im laufenden Jahr periodisch Akontobeiträge zu entrichten. Diese werden von der Ausgleichskasse auf Grund der voraussichtlichen Lohnsumme festgesetzt. Nach Art. 35 Abs. 2 AHVV haben die Arbeitgeber der Ausgleichskasse wesentliche Änderungen der Lohnsumme während des laufenden Jahres zu melden.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Gemäss Rz. 2048 der Wegleitung über den Bezug der Beiträge (WBB) in der AHV, IV und EO gilt eine Abweichung der jährlichen Lohnsumme um mindestens 10 Prozent </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">von der ursprünglichen voraussichtlichen Lohnsumme als wesentlich im Sinn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">35 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 AHVV.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Der Fehlbetrag von Fr. 38‘103.80 ist nun aber gerade darauf zurückzuführen, dass die definitiven Beiträge im Jahr 2012 erheblich höher ausfielen als die geleisteten Akontobeiträge. Grund dafür war, dass wesentliche Änderungen in der Lohnsumme der Ausgleichskasse nicht gemeldet worden waren. Mit Schreiben vom 13. Juni 2012 hatte die Y.___ GmbH nämlich das Gesuch gestellt, die AHV-Lohnsumme sei als Folge von Mitarbeiterentlassung nach unten zu korrigieren und noch auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. 150‘000.-- festzusetzen (Urk. 9/58). Aus der korrigierten, endgültigen Lohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">laration ergab sich aber, dass die Lohnsumme sich sogar auf Fr. 369‘160.90 belief (Urk. 9/146). Wären die Lohnbezüge korrekt gemeldet </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">worden, wäre der Beschwerdegegnerin kein Schaden entstanden. Der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführer verkennt die rechtliche Situation, wenn er sich unter Hinweis darauf, die Akontobeiträge seien stets bezahlt worden, seiner Verantwortung entziehen will (vgl. auch Bundesgerichtsurteil H 154/06 vom 5. April 2007 E. 6.1.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auch der Tilgungsplan vom 27. März 2012, mit welchem die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nerin der Y.___ GmbH Ratenzahlungen ermöglichte, vermögen den Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführer nicht zu entlasten (Urk. 1 S. 3, Urk. 9/42). Bei der Beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilung der Frage, ob die verantwortlichen Arbeitgeberorgane ihren Sorg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">falts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflichten im Zusammenhang mit der Einhaltung der Beitragszahlungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflicht nachgekommen sind, ist ein mit der Ausgleichskasse vereinbarter Zahlungsaufschub mit Tilgungsplan mitzuberücksichtigen, soweit dem Bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trags</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflichtigen damit ein Abweichen von den ordentlichen Zahlungster</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">minen zugestanden wird (BGE 124 V 253).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der genannte Tilgungsplan bezog sich einzig auf die definitiven Beiträge für das Jahr 2011 (Urk. 9/39, 9/42). Indessen wurde auch er letztlich nicht eingehalten (Urk. 9/42 S. 2, Urk. 9/79). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die letzte Zahlung erging am 23. November 2012 (Urk. 9/42 S. 2, Urk. 9/157</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Durch die ausbleibenden Zahlungen fiel der Aufschub ohne Weiteres dahin (Art. 34b Abs. 3 AHVV). Überdies ändert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ein Zahlungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aufschub mit Tilgungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">plan bei mehrmonatigen bis mehrjährigen Beitragsausständen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> an der Wider</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rechtlichkeit der nicht ordnungsgemässen Bezahlung der Beiträge nichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Die Verschuldensfrage ist auch hier </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">primär nach den Umständen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zu beurteilen, die zum Zahlungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rückstand geführt haben (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 124 V 253 E. 3b; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">urteil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> H 372/00 vom 31. Juli 2001 mit Hinweisen).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Das dem Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführer vorwerfbare Verhalten besteht denn auch gerade darin, dass es überhaupt zu den Beitragsausständen gekommen ist, indem die Y.___ GmbH unter seiner (Mit-)Verantwortung über Jahre Löhne ausbezahlte, ohne dass die darauf entfallenden Sozialversicherungsbeiträge entrichtet wurden. Daran ändert nichts, dass er selber auf Lohn verzichtete respektive private Mittel in die Gesellschaft einschoss, da er diese nicht zur Deckung der Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stände verwendete (vgl. Urk. 1 S. 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schliesslich setzt die Schadenersatzpflicht des Arbeitgebers nach Art. 52 AHVG voraus, dass zwischen der absichtlichen oder grobfahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lässigen Miss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung von Vorschriften und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">salzusammen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hang gegeben ist (BGE 119 V 401 E. 4a mit Hinweisen auf die Lehre, 103 V 120 E. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nis allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mein als begünstigt erscheint (BGE 119 V 401 E. 4a mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen; vgl. auch BGE 122 V 189 sowie 119 Ib 334 E. 3c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine Haftungsbeschränkung wegen mitwirkenden Drittverschuldens eines solidarisch Haftpflichtigen zieht das Bundesgericht bloss als eher theoretische Möglichkeit in Betracht, die, wenn überhaupt, nur bei einer ausgesprochen exzeptionellen Sachlage von praktischer Bedeutung sein kann; so etwa, wenn das Verschulden des in Anspruch genommenen Haftpflichtigen als so leicht erscheint und in einem derartigen Missverhältnis zum Verschulden des Dritten steht, dass es offensichtlich ungerecht wäre, wenn jener den ganz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en Schaden tragen müsste (Bundesgerichtsurteil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9C_328/2012 vom 11. Dezem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2012 E. 2.3 m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">it</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> weiteren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Hinweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Die Unterbrechung des adäquaten Kausalzusammenhangs fällt insbesondere in Betracht, wenn ein Verwal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rat durch strafrechtlich relevante Machenschaften eines anderen Organs der Gesellschaft über die Ausstände gegenüber der Ausgleichskasse hinters Licht geführt und dadurch an der Wahrnehmung seiner Pflichten gehindert wurde (Bundesgerichtsurteile 9C_135/2011 vom 11. April 2011 E. 4.3.2 mit weiteren Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Ausführungen des Beschwerdeführers waren er und Z.___ im Innenverhältnis gleichwertige Geschäftspartner und verfügten über dieselben Rechte und Pflichten. Die Besorgung der Büroarbeiten, inkl. Buchhaltung und Vertragswesen, sei seine Aufgabe gewesen. Für die Ausführung der Arbeiten, inkl. Organisieren und Auswählen der Mitarbeiter, Wahrnehmung der Termine mit Bauherren und Architekten, sei Z.___ zuständig ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wesen (Urk. 9/139/3). Letzterer sei als faktisches Organ zu behandeln (Urk. 1 S. 6). Dass die Beschwerdegegnerin zu einem Schaden gekommen sei, sei auf das strafbare Verhalten von Z.___ zurückzuführen (Urk. 1 S. 6). Dies</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">züglich ist dem Strafantrag des Beschwerdeführers vom 3. Juni 2013 zu ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nehmen, dass er Z.___ Sachentziehung, Diebstahl, ungetreue Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schäftsführung und Veruntreuung vorwirft (Urk. 9/139/1). Z.___ habe (zusammen mit O.___) anfangs Dezember 2012 das Büro und das Lager der Y.___ GmbH ausgeräumt und die Sachen entwendet respektive gestohlen. Zudem habe er eine Konkurrenzfirma gegründet und für diese unter anderem auf Rechnung der Y.___ GmbH Materialien bestellt. Im Weiteren habe Z.___ Gelder veruntreut (Urk. 9/139/6-8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ob diese Vorwürfe zutreffen, braucht vorliegend nicht geklärt zu werden. Denn der Beschwerdeführer wirft Z.___ nicht vor, ihn über die Bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tragsausstände getäuscht zu haben. Vielmehr war er, wie er selber ausführt, über die finanzielle Situation stets im Bilde (Urk. 9/145/4). Im Übrigen be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">treffen die Vorwürfe primär den Zeitraum ab Dezember 2012. Die Beitrags</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stände fallen aber in die Zeit davor. Das (allfällige) Fehlverhalten von Z.___ unterbricht den adäquaten Kausalzusammenhang somit nicht. Soweit der Beschwerdeführer fordert, die Beschwerdegegnerin habe nicht ihn, sondern Z.___ in die Pflicht zu nehmen (Urk. 1 S. 6), ist er darauf hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zuweisen, dass eine allfällige Schadenersatzpflicht von Z.___ nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist. Selbst wenn die Voraus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en hiefür gegeben wären, entbände dies den Beschwerdeführer nicht von seiner Schadenersatzpflicht, sieht das Gesetz (bei mehreren Schadenersatz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflichtigen) doch eine Solidarhaftung vor. Es war demzufolge zudem der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdegegnerin überlassen, welcher der Solidarhafter sie ins Recht lassen wollte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das vorwerfbare Verhalten führte zum Schaden der Beschwerdegegnerin. Wäre die Konkursitin unter der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">V</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erantwortung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ihren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abrech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nungs- und Zahlungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflichten rechtzeitig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und vollständig nachgekommen und wären nur so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weit Löhne ausbezahlt worden, als die darauf geschuldeten Abgaben bei Fällig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit hätten beglichen werden können, wäre der Schaden nicht eingetreten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Beschwerde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Martin Schnyder</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Da der Streitwert Fr. 30'000.-- übersteigt, kann gegen diesen Entscheid innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff., insbesondere Art. 85, in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubSonderegger</p><p></p></div> </div></body></html>