<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.00919</span></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Annaheim<br/>Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer<br/>Gerichtsschreiberin Schleiffer Marais</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 31. Juli 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Rechtsanwalt Oliver Streiff, Sozialversicherungsrecht, Team Recht</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Hönggerstrasse 24, 8037 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der 1957 geborene X.___ absolvierte eine Lehre als Detailmon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teur (Urk. 7/2) und arbeitete zuletzt bis 2004 als Logistiker bei der Y.___ (Urk. 7/12 S. 2 und Urk. 7/40 S. 2). Am 9. August 2013 meldete er sich unter Hinweis auf somatische (chronische Hepatitis C, Thrombozytopenie, Hepatomegalie, hepatozelluläres Karzinom) und psychische Erkrankungen bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/5). Die Sozialversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die erwerblichen und me</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dizinischen Verhältnisse ab und veranlasste insbesondere eine bidisziplinäre Begutachtung (Innere Medizin und Psychiatrie) durch das Z.___ (Expertise vom 17. November 2014, Urk. 7/28/1-10). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/31) wies die IV-Stelle unter Hinweis darauf, dass die Arbeitsunfähigkeit des Versicherten vorwiegend durch ein Abhängigkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verhalten begründet sei, das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 5. Juli 2016 (Urk. 2) ab.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob der Versicherte unter Beilage einer E-Mail von Dr. med. A.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie und FMH Praktischer Arzt, vom 18. August 2016 (Urk. 3/4), sowie von Berichten des B.___ vom 13. Juli 2016 (Urk. 3/6) und der Polikliniken C.___ und D.___ vom 26. August 2016 (Urk. 3/5) am 30. August 2016 Beschwerde (Urk. 1) und bean</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragte, die Verfügung vom 5. Juli 2016 sei aufzuheben und es seien weitere Sachverhaltsabklärungen in Form eines polydisziplinären Gutachtens vorzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmen. In formeller Hinsicht stellte er das Gesuch um unentgeltliche Prozess</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führung (S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 5. Oktober 2016 (Urk. 6) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rer am 6. Oktober 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beant</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärztliche Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete ihre leistungsabweisende Verfügung (Urk. 2) damit, dass die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers vor allem durch das Suchtgeschehen begründet sei und deshalb keine Invalidität im Sinne des Gesetzes vorliege. Aus somatischer Sicht bestehe aufgrund der Leberzirrhose eine Einschränkung von maximal 10-20 %, was indessen keinen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung begründe (S. 1). Die Beschwerdegegnerin führte weiter aus, dass der Beschwerdeführer aufgrund IV-fremder Faktoren (plötzlicher Stellenverlust) keiner Arbeitstätigkeit mehr nachgehe. Eine Persön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichkeitsstörung sei nicht ausgewiesen, nachdem er eine mehrjährige Ausbil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dung absolviert habe und danach über längere Zeit ohne Probleme beim selben Arbeitgeber tätig gewesen sei. Die gleichzeitig mit dem Stellenverlust aufgetre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tene remittierte depressive Störung führe sodann zu keinem langandauernden Gesundheitsschaden, welcher die Arbeitsfähigkeit längerfristig einschränke. Des Weiteren hätten die Ursachen der chronischen Diarrhoe nicht eruiert werden können, wobei auffallend sei, dass sich die diesbezüglichen Beschwerden bei den stationären Aufenthalten mit mehrheitlicher Abstinenz jeweils verbessert hätten. Schliesslich wies die Beschwerdegegnerin darauf hin, dass das Gutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten zwar anhand der rechtlichen Kriterien erstellt worden sei, die Invalidenver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherung allerdings ergänzend abkläre, weshalb eine versicherte Person an ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ner Erkrankung leide; vorliegend sei klar ersichtlich, dass die Erkrankung auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund IV-fremder Faktoren entstanden sei (S. 2 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber in seiner Beschwerde (Urk. 1) auf den Standpunkt, dass neben der Anpassungsstörung durch die Tumordiag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nose sowie dem Cancer-related Chronic Fatigue Syndrome eine unbehandelte Hepatitis C mit extrahepatischen Symptomen, unter anderem auf die Psyche, vorliege, wobei diese Punkte im Rahmen der IV-Abklärung nicht besprochen worden seien. Des Weiteren bestehe eine Pankreasinsuffizienz mit wahrscheinli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cher Malabsorption, weshalb sich weitere Abklärungen, insbesondere ein poly</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">disziplinäres Gutachten mit der Disziplin Gastroenterologie, aufdrängten (S. 7 Ziff. 4). Dem bidisziplinären Gutachten des E.___ sowie der Einschätzung der behandelnden Psychiaterin kämen sodann eine höhere Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weiskraft als der internen Beurteilung der IV-Stelle zu, da sich in den IV-Akten auch keine Begründung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) und des Rechtsdienstes der Beschwerdegegnerin finde, weshalb das Gutachten nicht den rechtlichen Kriterien entsprechen soll. Die Gutachter sowie die behandelnden Ärzte seien zudem zum Schluss gekommen, dass ein sekundäres Suchtgesche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hen vorliege (S. 8 Ziff. 9 und Ziff. 12 f.). Im Weiteren sei die neue bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtliche Rechtsprechung zur Schmerzpraxis respektive der entsprechende Indi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">katorenkatalog nicht anwendbar, da es sich vorliegend nicht um ein syndroma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">les Beschwerdebild handle. Schliesslich seien für den Fall, dass das Suchtge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schehen verneint werde, die Voraussetzungen einer befristeten Rente gegeben (S. 9 Ziff. 15-17).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In dem von der Beschwerdegegnerin veranlassten Gutachten des E.___ vom 17. November 2014 (Urk. 7/28/1-10) stell</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Dr. med. F.___, Assistenzarzt, Dr. med. G.___, FMH Innere Medizin und Oberärztin, sowie Prof. Dr. med. H.___, FMH Innere Medizin und Klinikdi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rektor an der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin des E.___, sowie Dr. med. I.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, folgende Diagnosen (S. 7):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">kombinierte Persönlichkeitsstörung mit dissozialen und emotional instabi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">len Zügen (ICD-10 F61)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Suizidversuch 10/1998</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronische Diarrhoe seit 2011</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">multifaktoriell bedingt: Aethylabusus, Pankreasinsuffizienz</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">belastungsabhängige Fussgelenksschmerzen bei möglicher Pseudogicht OSG rechts</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">hepatozelluläres Karzinom, ED 06/2013 bei chronischer Hepathitis C und Le</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">berzirrhose</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Radiofrequenzablation der Neoplasie am 12.6.2013</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">schwere portalhypertensive Gastropathie bei Leberzirrhose Child A</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Hepatitis B und A</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">aktuell: rezidivfrei</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Opiatabhängigkeit</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">gegenwärtig Teilnahme am ärztlich überwachten Substitutionspro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">gramm (ICD-10 F11.22)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Alkoholabhängigkeit, aktiver Konsum (ICD-10 F10.25)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisch-venöse Insuffizienz</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">short-barret Ösophagus, ED 2013</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">letzte Gastroskopie 7/2014: keine Dysplasiezeichen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">leichte Thrombopenie, differenzialdiagnostisch toxisch iR Aethylabusus</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gutachter führten aus, der Beschwerdeführer berichte über eine sehr ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkende Diarrhoe mit 20 Toilettengängen pro Tag sowie Fussgelenksbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerden rechts bei Belastung als Hauptursachen für seine Arbeitsunfähigkeit als Landschaftsgärtner. Sie hielten weiter fest, dass die Diarrhoe trotz mehrma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liger stationärer Aufenthalte im B.___ nicht gänzlich geklärt sei. Der Beschwerdeführer habe während der zweistündigen Untersuchung nie auf die Toilette gehen müssen, so dass die angegebenen Beschwerden, objektiv ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sehen, wahrscheinlich weniger stark ausgeprägt seien beziehungsweise stark fluktuierten. Bei bekanntem Aethylabusus sowie der Tatsache, dass die Diarrhoe nach Spitaleintritt oft spontan regredient gewesen sei, sei ein durch Alkohol versursachter Durchfall sehr wahrscheinlich. Als weitere mögliche Mitursache sei eine chronische Pankreatitis mit Pankreasinsuffizienz postuliert worden, wo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bei die Therapie mit Creon zu einer teilweisen Linderung der Beschwerden ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führt habe. Daneben sei auch eine Malabsorptionsstörung bei anamnestischer Einnahme von lactosereicher Nahrung statuiert worden und es habe eine ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechende Ernährungsberatung stattgefunden, mit vorübergehender Besserung der Beschwerden. Aktuell zeige sich bezüglich der Diarrhoe ein leicht erhöhtes Calprotectin, so dass eine entzündliche Ursache nicht ganz ausgeschlossen sei. Insgesamt wäre eine erneute gastroenterologische Standortbestimmung zur er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">neuten Beurteilung der Ursache des Durchfalls, zur Objektivierung des Schwere</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grads der Beschwerden sowie Optimierung der Therapie und zur genauen Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schätzung der Arbeitsunfähigkeit zu empfehlen. Da jedoch die Arbeitsfähigkeit vorwiegend aus psychiatrischer Sicht stark eingeschränkt sei, sei auf eine er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">neute gastroenterologische Abklärung verzichtet worden (S. 8 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Betreffend die chronischen Schmerzen im rechten Sprunggelenk hielten die Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achter fest, dass Dr. med. J.___ vom Institut für Rheumatologie des B.___ in seinem Bericht vom 5. Februar 2014 (vgl. Urk. 7/28/35-36) eine gemischte Kristallarthropathie bei Pyrophosphatkristallen im Punktat sowie leicht erhöhtem Harnsäurespiegel im Blut postuliert habe. Ein aktuelles Röntgen des rechten OSG zeige Weichteilverkalkungen, jedoch keine Arthrose des Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lenks. Anhand der vorliegenden Befunde sei eine isolierte Pseudogicht als Grund für die Beschwerden am wahrscheinlichsten. Hinsichtlich einer leidens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">angepassten Tätigkeit sollten die Fussgelenksschmerzen bei längerem Laufen auf unebenem Gelände berücksichtigt werden (S. 9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich der Hepatitis C mit Leberzirrhose und einem hepatozellulären Karzi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nom zeige der Beschwerdeführer nach einmaliger Radiofrequenzablation des Turmors einen guten Verlauf ohne Hinweise für ein Rezidiv. Die Langzeitprog</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nose sei jedoch ohne die kurative Lebertransplantation ungewiss. Die Leberzir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rhose alleine führe aufgrund erhöhter Müdigkeit zu einer dauerhaften Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungseinschränkung von 10-20 % (S. 9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend hielten die Gutachter fest, dass aus internistischer Sicht eine multifaktoriell bedingte Diarrhoe (Pankreasinsuffizienz, Aethylabusus, Ma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">labsorption), eine belastungsabhängige Fussgelenkssymptomatik bei Pseudo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gicht und eine Leberzirrhose mit HCC in Remission als arbeitsfähigkeitsein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkende Erkrankungen bestünden. Die genaue Beurteilung der Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit aus somatischer Sicht sei aufgrund der psychiatrischen Einschränkungen indessen nicht ausschlaggebend (S. 9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Weiteren wurde ausgeführt, dass die aktuelle psychiatrische Abklärung die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung mit dissozialen und emotional instabilen Zügen in Kombination mit einer rezidivierenden depressiven Störung bestätige. Diese Störungen führten zu einer erheblich verminderten Stresstoleranz und emotionalen Belastbarkeit sowie zu kognitiven Defiziten und abweichendem so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zialem Verhalten, was aus rein psychiatrischer Sicht zu einer dauerhaften Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkung der Arbeitsfähigkeit von 100 % im regulären Arbeitsmarkt führe (S. 9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine Integration in den regulären Arbeitsmarkt sei aufgrund der bestehenden psychiatrischen Einschränkungen nicht möglich und es bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten. Die Arbeitsunfähigkeit könne an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hand der spärlichen Akten retrospektiv nicht sicher beurteilt werden. Im Bericht der C.___ (vgl. Urk. 7/13) sei eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit seit 2011 attestiert worden. Seit dem Datum des Gutachtens bestehe eine Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit von 100 % (S. 9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Gutachter Dr. I.___ hielt in seinem psychiatrischen Fachgutachten vom 2. Oktober 2014 (Urk. 7/28/14-21) fest, die Überlegungen im Bericht der C.___ (vgl. Urk. 7/13), wonach der Beschwerdeführer die Suchtformen se</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kundär zu einer Persönlichkeitsstörung und einer affektiven Störung entwickelt habe, seien insofern nachzuvollziehen, als dass die erheblich von der Norm ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weichende Persönlichkeitsstruktur es dem Beschwerdeführer zwar ermöglicht habe, sich an einem vermeintlich sehr sicheren Arbeitsplatz regel- und norm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">konform zu verhalten, er nach dem Stellenverlust jedoch rasch dekompensiert sei, so dass er nicht mehr zurück ins produktive Leben gefunden habe. Die Anamnese des Beschwerdeführers, der nach initialem Kontakt zu stark suchter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zeugenden Substanzen einer Entgiftungsbehandlung zugeführt worden sei, da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach während vieler Jahre ein geregeltes Leben geführt habe, dann erneut den Drogen verfallen sei und nun seit acht Jahren in einem strikt reglementierten Heroinsubstitutionsprogramm stehe, sei eher atypisch. Dies verwundere indes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen nicht, da die bestehende psychische Komorbidität den Beschwerdeführer im Coping-Verhalten erheblich limitiere (S. 7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Weiteren führte Dr. I.___ aus, dass sich der Beschwerdeführer als Kind italienischer Einwanderer mit einigen Schwierigkeiten in der Schweiz soziali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">siert und, allerdings nur auf Druck des Vaters, den Beruf eines Mechanikers er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lernt habe. Infolge des Verlusts des Arbeitsplatzes sei es zu erheblichen psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chosozialen Belastungen gekommen, welche zu einer massiven Reaktivierung der vorbestehenden Suchterkrankung und der Dekompensation der Persönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keitsstörung geführt hätten. Der Beschwerdeführer habe schnell eine störungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spezifische Hilfe zu suchen gewusst und sei nach einer kurzen Methadon-Sub</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stitution einer Behandlung im Heroinsubstitutionsprogramm zugeführt worden. Die Versorgung mit Substitutionsmitteln habe sich, wohl aufgrund des starken Cravings und des hohen Bedarfs, problematisch gestaltet, wobei die jetzige Versorgung aus einer Kombination von Morphium, Diaphin und Oxazepam, gemessen am fehlenden Beikonsum, optimal ausfalle. Der Beschwerdeführer be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richte von einer strikten Tagesstruktur aufgrund der Termine an der C.___-Klinik und bewerte dies als einen eindeutigen Zuwachs an Lebensqualität und blicke zuversichtlich in die Zukunft. Die bisherige Behandlung sei deshalb ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deutig als Erfolg zu bewerten, so dass es, bei entsprechender Anpassung der eventuellen Tätigkeit an körperliche Einschränkungen, durchaus angebracht sei, den Beschwerdeführer an Reintegrationsmassnahmen heranzuführen. Der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lauf der Substitutionsbehandlung deute darauf hin, dass der Beschwerdeführer bei entsprechender Führung, wenngleich nur im vordefinierten Rahmen einer geschützten Arbeitsstelle, durchaus in der Lage sein könne, entsprechend auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gestellten Regeln und Normen konform zu wirken. Dem aktuell bestehenden fragilen Gleichgewicht müsse dabei Rechnung getragen werden (S. 7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Gutachter wies schliesslich darauf hin, dass die Einschätzung der C.___-Klinik, wonach der Beschwerdeführer eine behinderungsangepasste Tätigkeit im Umfang von maximal 3-4 Stunden pro Tag bei kognitiv und körperlich wenig anspruchsvoller Arbeit ohne Kundenkontakt und Teamarbeit ausüben könne, geteilt werde. Diese Einschränkung sei insbesondere durch eine erheblich ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">minderte Stresstoleranz und emotionale Belastbarkeit sowie durch kognitive Defizite und abweichendes soziales Verhalten bedingt. Empfehlenswert sei die Fortsetzung der ambulanten DOT-Behandlung, wobei der Beschwerdeführer kaum Aussichten auf eine Besserung der Arbeitsfähigkeit habe und das aktuelle Leistungsniveau lediglich aufrechterhalten werden könne (S. 8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die behandelnde Psychiaterin des Beschwerdeführers, Dr. med. K.___, Oberärz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tin Psychiatrie an den Polikliniken C.___ und D.___, stellte in ihrem Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richt vom 26. August 2016 (Urk. 3/5) folgende Diagnosen (S. 1 f.): </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">mit dissozialen und emotional instabilen Zügen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">bei Status nach Suizidversuch 10/98</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">hepatozelluläres Karzinom seit 06/13 mit/bei</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Cancer-related Chronic Fatigue</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronischer Hepatitis C, Genotyp 4, ED 12/98</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Lebersegment VII, direkt angrenzend Lebersegmentvene (VII/VIII)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Radiofrequenzablation 12.06.13: Bezirk von 4 cm</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">portalhypertensive Gastropathie (Gastro 28.05.13)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Leberzirrhose CHILD B (Diagnose 04/16, vorher CHILD A)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronische Diarrhoe seit 2011</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Hospitalisation im B.___ 01/14</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">differenzialdiagnostisch bei exokriner Pankreasinsuffizienz, Malabsorp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">tion</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Colitis (Colon descendends) unklarer Genese (01/14)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf Short-barret Ösophagus</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronische venöse Insuffizienz</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kristallarthropathie OSG rechts</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. K.___ führte aus, dass die Ultraschalluntersuchung des Bauches am 13. Juli 2016 eine Verschlechterung, neu mit Aszites (Wassereinlagerung) und Spleno</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">megalie (Milzvergrösserung), sowie eine Verschlechterung des Zirrhosestadiums der Leber zeige. Die erhöhten Leberwerte zeigten eine Verschlechterung der Le</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">berfunktion seit einigen Monaten. In psychischer Hinsicht stehe seit 2013 eine chronische Müdigkeit mit Verminderung des Antriebs im Vordergrund. Die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerden seien im Zusammenhang mit der Lebererkrankung erklärbar und be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dingten eine deutliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Es bestehe eine dau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ernde Müdigkeit und Erschöpfung trotz Remission der Depression respektive ausgeglichener Stimmungslage (S. 2). Der Befund der fortschreitenden Leber</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zirrhose erkläre die zunehmenden und die Leistungsfähigkeit einschränkenden körperlichen Symptome (Schwitzen, wechselnde Oberbauchbeschwerden, Juck</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">reiz, Beinödeme, Lidödeme). Bezüglich Opiatabhängigkeit sei der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer seit Jahren stabil substituiert und habe keinen Nebenkonsum (S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Betreffend Einschätzung des RAD wies Dr. K.___ darauf hin, dass die Tatsache, dass der Beschwerdeführer eine mehrjährige Ausbildung habe absolvieren kön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen, nicht gegen die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung spreche. Es sei häu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fig, dass gerade eine langjährige stabile Arbeitssituation einem Menschen mit Persönlichkeitsstörung ermögliche, stabil zu bleiben. Das Auftreten verschiede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ner Belastungen führe dann dazu, dass die für solche Menschen typische Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkung der Bewältigungsstrategien sichtbar werde. Der Stellenverlust habe somit nicht zur psychischen Erkrankung geführt, sondern es habe sich das Voll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bild der bereits vorbestehenden Persönlichkeitsstörung nach Wegfallen der sta</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bilisierenden Arbeitsstelle mit haltgebender Tagesstruktur gezeigt. Dem Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführer sei es nach dem Stellenverlust aufgrund seiner durch die Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sönlichkeitsstörung bedingten Einschränkungen nicht mehr möglich gewesen, eine Arbeitstätigkeit aufzunehmen. Die Symptomatik, welche mit der Diagnose der Persönlichkeitsstörung einhergehe, begründe eine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Ferner zeige auch die Entwicklung einer Cancer-related Chronic Fatigue nach der Diagnose Leberkrebs die deutlich eingeschränkten Bewältigungsstrategien und erhärte die Diagnose der Persönlichkeitsstörung (S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. K.___ hielt weiter fest, dass die Diarrhoe von den Gastroenterologen des B.___ als multifaktoriell beschrieben worden sei. Aus einer erfolglosen Ursachensuche könne sodann nicht darauf geschlossen werden, dass der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführer nicht unter der Symptomatik leide oder die Erkrankung nicht bestehe. Der Hinweis, dass sich die Symptome während des Spitalaufenthalts verbessert hätten, könne zudem auf Zusammenhänge mit der Ernährung hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deuten. Des Weiteren liefere der Umstand, dass der Beschwerdeführer während der gutachterlichen Untersuchung nicht zur Toilette habe gehen müssen, keinen verwertbaren Hinweis. Die Diarrhoe trete vor allem morgens auf und die Un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tersuchung stelle eine Ausnahmesituation dar, welche den Toilettengang durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aus beeinflussen könne (S. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Weiteren führte Dr. K.___ aus, dass aufgrund der langjährigen Behandlung und des täglichen Umgangs mit dem Beschwerdeführer die Diagnose der Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sönlichkeitsstörung als primäre Erkrankung beurteilt werde, wobei diese Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fassung vom Gutachter Dr. I.___ geteilt werde (S. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Betreffend das E.___-Gutachten wies Dr. K.___ schliesslich darauf hin, dass die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ses eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der freien Marktwirtschaft für sämtliche Tätigkeiten belege. Des Weiteren werde im Gutachten bezüglich der Leberzir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rhose eine dauerhafte Leistungseinschränkung von 20 % angegeben. Ferner werde eine Einschränkung aufgrund der Diarrhoe attestiert, aber nicht quantifi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziert. Da sich die medizinischen Befunde der Leberzirrhose verschlechtert hätten und die Diarrhoe eine deutliche Einschränkung darstelle, sei von einer erhebli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Limitierung der Arbeitsfähigkeit auch im Zusammenhang mit den inter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nistischen Diagnosen auszugehen (S. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Lage der Akten sind Ursache, Ausmass und namentlich Bedeutung der Diarrhoe für das Leistungsvermögen des Beschwerdeführers nach wie vor unklar. Angesichts des leicht erhöhten Calprotecin konnte nebst dem diskutierten Zusammenhang mit dem Aethylabusus und der Pankreas- insuffizienz eine entzündliche Ursache nicht ganz ausgeschlossen werden, sodass die Ärzte des E.___ im November 2014 an sich eine – auch aus heutiger Sicht angezeigte – erneute Beurteilung mit Objektivierung des Schweregrades und genauer Angabe der damit verbundenen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit empfahlen. Auf eine entsprechende Abklärung wurde nur deswegen verzichtet, weil die E.___-Gutachter die Arbeitsfähigkeit vorwiegend als aus psychischen Gründen eingeschränkt sahen (Urk. 7/28/1-10 S. 8 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sodann wies die behandelnde Psychiaterin Dr. K.___ im kurz nach Erlass der angefochtenen Verfügung ergangenen Bericht vom 26. August 2016 auf eine zwischenzeitlich (im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung von Mitte Juli 2016) festgestellte, die Leistungsfähigkeit weiter einschränkende Verschlechte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung des Zirrhosestadiums der Leber mit Aszites und Spenomegalie hin (Urk. 3/5 S. 1 und S. 2), was nicht von vornherein und ohne nähere Abklärung unbeachtlich bleiben kann, auch wenn Dr. K.___ nicht auf solche Leiden spezi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">alisiert ist. Ähnliches gilt für deren Hinweis auf einen Cancer-related Fatigue (vgl. zum Ganzen BGE 139 V 346).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Weiterer Klärungsbedarf besteht hinsichtlich der vom zuständigen E.___-Gutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ter Dr. I.___ und der Psychiaterin Dr. K.___ diagnostizierten kombinierten Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61.0) mit dissozialen und emotional instabilen Zügen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Persönlichkeitsstörungen im Sinne von</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ICD-10 F60-62 umfassen tief verwur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zelte, anhaltende Verhaltensmuster, die sich in starren Reaktionen auf unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schiedliche persönliche und soziale Lebenslagen zeigen. Dabei findet man bei Personen mit Persönlichkeitsstörungen gegenüber der Mehrheit der betreffenden Bevölkerung deutliche Abweichungen im Wahrnehmen, Denken, Fühlen und in Beziehungen zu anderen. Solche Verhaltensmuster sind meistens stabil und be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziehen sich auf vielfältige Bereiche von Verhalten und psychischen Funktionen. Häufig gehen sie mit persönlichem Leiden und gestörter sozialer Funktions- und Leistungsfähigkeit einher. Persönlichkeitsstörungen unterscheiden sich von Persönlichkeitsänderungen durch den Zeitpunkt und die Art und Weise ihres Auftretens. Sie beginnen in der Kindheit oder Adoleszenz und dauern bis ins Erwachsenenalter an. Persönlichkeitsänderungen dagegen werden im Erwachse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nenalter erworben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Bei der Diagnose einer Persönlichkeitsstörung sollte der Kli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">niker alle Aspekte des individuellen Lebens und der persönlichen Funktionen berücksichtigen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dilling H./Mombour W./Schmidt M.H. (Hrsg.),</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">10. überarbeitete Auflage 2015, S. 274 f.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> F60-62).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. I.___ wies auf eine „erheblich von der Norm abweichende Persönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keitsstruktur“ des Beschwerdeführers hin (Urk. 7/28/14-21 S. 7), machte indes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen keine Angaben darüber, inwiefern sich dessen Persönlichkeitsstruktur kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kret von der Norm unterscheidet. Vielmehr beliess er es beim pauschalen Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weis auf eine erheblich verminderte Stresstoleranz und emotionale Belastbar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit, auf kognitive Beeinträchtigungen und auf ein abweichendes soziales Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halten (S. 9), ohne darzutun, wie sich dies im Einzelnen zeigt und wie sich diese Defizite konkret auf die Arbeitsfähigkeit auswirken. Im Weiteren äusserte sich der Gutachter nicht zum Auslöser respektive Beginn der Persönlichkeitsstörung, sondern beschränkte sich bezüglich der Kindheit und Adoleszenz auf den Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weis, dass sich der Beschwerdeführer als Kind italienischer Einwanderer mit ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nigen Schwierigkeiten in der Schweiz habe sozialisieren können, einen Realab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schluss erreicht und auf Druck des Vaters den Beruf eines Mechanikers erlernt habe (Urk. 7/28/14-21 S. 7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Übrigen machte auch die behandelnde Psychiaterin Dr. K.___ in ihrem Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richt vom 26. August 2016 keine näheren Angaben betreffend den Beginn der Persönlichkeitsstörung. Sie beschränkte sich im Wesentlichen auf den Hinweis, dass sich durch den Stellenverlust das Vollbild der bereits vorbestehenden Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sönlichkeitsstörung gezeigt habe und es dem Beschwerdeführer danach auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund seiner durch die Persönlichkeitsstörung bedingten Einschränkungen nicht mehr möglich gewesen sei, wieder eine Arbeitstätigkeit aufzunehmen. Wie die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ses „Vollbild“ aussieht, worin die Einschränkungen bestehen beziehungsweise wie sie sich konkret auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auswirken, ist dem Bericht von Dr. K.___ nicht zu entnehmen (S. 3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten ist der medizinische Sachverhalt (Gesundheitszustand und Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) in wesentlichen Teilen ungeklärt, wes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halb es weiterer Abklärungen bedarf. Entsprechend ist die Verfügung vom 5. Juli 2016 (Urk. 2) aufzuheben und die Sache zu diesem Zweck (sowie zur allfälligen Prüfung von Integrationsmassnahmen) an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Hernach wird sie über den Leistungsanspruch des Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführers neu verfügen. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Damit ist der Antrag des Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führers auf Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung (Urk. 1 S. 2) ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">genstandslos.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><br/></p><p></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 5. Juli 2016 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rech</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">nung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Stadt Zürich Soziale Dienste</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubSchleiffer Marais</p></div> </div></body></html>