<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2004.00056</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204744&amp;W10_KEY=13013567&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2004.00056</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.11.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 16.09.2005 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung für die Steuerperiode 1.1. - 31.12.2001</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Gewinnsteuerliche Anerkennung der Rücklage für Ersatzbeschaffung. Auslegung von § 68 StG. Die steuerneutrale Ersatzbeschaffung gemäss § 68 StG ist auf den Bereich des betriebsnotwendigen Anlagevermögens beschränkt. Weiter ist Voraussetzung, dass das Ersatzobjekt im Betrieb die gleiche Funktion zu erfüllen hat wie der ausgeschiedene Vermögensgegenstand. Die Einteilung des ehemaligen Produktionsbetriebs in Stockwerkeinheiten ist eine Zweckänderung, weshalb die Ersatzbeschaffungsrücklage zu Unrecht gebildet wurde.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANLAGEVERMÃGEN">ANLAGEVERMÃGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BETRIEBSNOTWENDIGKEIT">BETRIEBSNOTWENDIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSATZBESCHAFFUNG">ERSATZBESCHAFFUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FUNKTIONSGLEICHHEIT">FUNKTIONSGLEICHHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: IMMOBILIENGESELLSCHAFT">IMMOBILIENGESELLSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKLAGE">RÃCKLAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STEUERNEUTRALITÃT">STEUERNEUTRALITÃT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMLAUFVERMÃGEN">UMLAUFVERMÃGEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 68 Abs. I StG</span><br/><span class="gerade">§ 68 Abs. II StG</span><br/><span class="ungerade">§ 68 Abs. III StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2004 Nr. 97 S. 189</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>Die A AG, welche bis Ende 1987 in der Matratzen- und LiegemÃ¶belfabrikation tÃ¤tig war, verkaufte am 1. Januar 1988 den gesamten Produktionsbetrieb und den Vertrieb an die C in Y. Die Fabrikliegenschaft an der L-Strasse in X blieb im Eigentum der A AG, welche sie in der Folge an die C weiter vermietete. Nachdem die KÃ¤uferin Ende Juni 2000 den Betrieb ebenfalls eingestellt hatte, beschloss die A AG das FabrikgebÃ¤ude in Lofts und Gewerbe- bzw. BÃ¼rorÃ¤ume umzunutzen. Im Jahre 2001 verÃ¤usserte die Pflichtige sieben der insgesamt zwÃ¶lf in Stockwerkeinheiten erstellten Lofts sowie die vier GewerberÃ¤ume. Den sich daraus ergebenden Verkaufsgewinn von Fr. â¦ verbuchte sie im GeschÃ¤ftsjahr als Erfolg und stellte ihm eine Ersatzbeschaffungsreserve in gleichem Umfang gegenÃ¼ber. Diese RÃ¼cklage lÃ¶ste die Pflichtige noch im selben Jahr zu Gunsten des Anlagekontos L-Strasse, X, wieder auf. In der SteuererklÃ¤rung 2001 deklarierte die Pflichtige einen Reingewinn von Fr. â¦ und nach Abzug des der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer unterliegenden Liegenschaftengewinns von Fr. â¦ einen Reingewinn von Fr. â¦ und ein steuerbares Eigenkapital von Fr. â¦.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Im EinschÃ¤tzungsentscheid vom 6. Juni 2003 erachtete das kantonale Steueramt die Investition des Liegenschaftengewinns in die Stockwerkeigentumseinheiten nicht als Ersatzbeschaffung und rechnete die vorgenommene Reservenbildung von Fr. â¦ beim steuerbaren Reingewinn auf. Gleichzeitig reduzierte sie den der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer unterliegenden Teil des Liegenschaftsgewinns auf Fr. â¦ und schÃ¤tzte die Pflichtige auf dieser Grundlage mit einem steuerbaren Reingewinn von Fr. â¦ und mit einem steuerbaren Eigenkapital gemÃ¤ss SteuererklÃ¤rung von Fr. â¦ ein. Die dagegen erhobene Einsprache wies das kantonale Steueramt am 7. April 2004 nach erfolgter Anzeige der HÃ¶hertaxation ab und erhÃ¶hte das Eigenkapital um die aufgerechnete Ersatzbeschaffungsreserve auf Fr. â¦</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Den dagegen erhobenen Rekurs der Pflichtigen wies die Steuerrekurskommission I mit Entscheid vom 15. Juni 2004 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 15. Juli 2004 liess die Pflichtige dem Verwaltungsgericht beantragen, sie mit einem steuerbaren Reingewinn von Fr. â¦ und einem steuerbaren Kapital von Fr. â¦ einzuschÃ¤tzen. Zudem verlangte sie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Sowohl die Steuerrekurskommission I als auch das kantonale Steueramt schlossen auf Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Das Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sachverhalt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das von der Rekurskommission in Ãbereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf Angemessenheit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekursinstanz zu setzen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts erstreckt sich lediglich auf rechtsverletzende Ermessensfehler, d.h. auf ErmessensÃ¼berschreitung und auf Ermessensmissbrauch (RB 1999 Nr. 147).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Nach § 64 Abs. 1 Ziff. 3 StG setzt sich der steuerbare Reingewinn einer juristischen Person unter anderem aus den der Erfolgsrechnung nicht gutgeschriebenen ErtrÃ¤gen, mit Einschluss der Kapital-, Aufwertungs- und Liquidationsgewinne, vorbehÃ¤ltlich § 68 StG, zusammen. GemÃ¤ss § 68 StG kÃ¶nnen beim Ersatz von GegenstÃ¤nden des betriebsnotwendigen AnlagevermÃ¶gens die stillen Reserven auf ein Ersatzobjekt mit gleicher Funktion Ã¼bertragen werden; ausgeschlossen ist die Ãbertragung auf VermÃ¶gen ausserhalb der Schweiz (Abs. 1). Findet die Ersatzbeschaffung nicht im gleichen GeschÃ¤ftsjahr statt, so kann gemÃ¤ss § 68 Abs. 2 StG im Umfang der stillen Reserven eine RÃ¼cklage gebildet werden. Diese RÃ¼cklage ist innert angemessener Frist zur Abschreibung auf dem Ersatzobjekt zu verwenden oder zu Gunsten der Erfolgsrechnung aufzulÃ¶sen. Als betriebsnotwendig gilt nur AnlagevermÃ¶gen, das dem Betrieb unmittelbar dient; ausgeschlossen sind insbesondere VermÃ¶gensobjekte, die dem Unternehmen nur als VermÃ¶gensanlage oder nur durch ihren Ertrag dienen (Abs. 3).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span> § 68 StG engt die steuerneutrale Ersatzbeschaffung auf den Bereich des betriebsnotwendigen AnlagevermÃ¶gens ein, wobei es sich sowohl beim ausscheidenden als auch beim wiederbeschafften VermÃ¶gensgegenstand um ein betriebsnotwendiges Anlagegut handeln muss. Die Mittel aus dem Verkauf eines nicht betriebsnotwendigen Wirtschaftsguts kÃ¶nnen demnach nicht steuerneutral in betriebsnotwendiges AnlagevermÃ¶gen reinvestiert werden (vgl. Markus Reich/Marina ZÃ¼ger in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2a, Basel/Genf/MÃ¼nchen 2000, Art. 30 DBG N. 5; Ernst KÃ¤nzig, Die EidgenÃ¶ssische Wehrsteuer (Direkte Bundessteuer), I. Teil, 2. Aufl. Basel 1982, Art. 21 BdBSt N. 197). Betriebsnotwendig sind WirtschaftsgÃ¼ter, die nach ihrer Zweckbestimmung unmittelbar der Leistungserstellung des Betriebs dienen und ohne BeeintrÃ¤chtigungen des betrieblichen Leistungserstellungsprozesses nicht verÃ¤ussert werden kÃ¶nnen (Markus Reich in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/1, 2., Aufl., Basel/Genf/MÃ¼nchen 2002, Art. 8 StHG N. 71, auch zum Folgenden und mit Hinweisen; Reich/ZÃ¼ger, Art. 30 DBG N. 6). Die betriebsnotwendigen VermÃ¶genswerte bilden unerlÃ¤ssliche Bestandteile der betrieblichen Einheit; ihre VerÃ¤usserung wÃ¼rde zu einer substanziellen VerÃ¤nderung des Betriebs fÃ¼hren. Beurteilungsgrundlage der Betriebsnotwendigkeit bilden immer die betrieblichen VerhÃ¤ltnisse des Unternehmens. Unter UmstÃ¤nden kann auch Immobilienkomplexen eine eigenstÃ¤ndige betriebliche Funktion zukommen (Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼rcher Steuergesetz, ZÃ¼rich 1999, § 19 N. 39). Ausgeschlossen ist jedoch die Ersatzbeschaffung von VermÃ¶gensgegenstÃ¤nden, die dem Unternehmen lediglich als VermÃ¶gensanlage oder durch ihren Ertrag dienen (§ 68 Abs. 3 StG). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Die Ersatzbeschaffung ist auf das AnlagevermÃ¶gen beschrÃ¤nkt. Dies wird in der Lehre zwar als sachwidrig bezeichnet (Reich, Art. 8 StHG N. 72; Peter Locher, Kommentar zum Bundesgesetz Ã¼ber die direkten Bundessteuern, I. Teil, Therwil/Basel 2001, Art. 30 DBG N. 10); eine Ausweitung auf das UmlaufvermÃ¶gen ist indessen aufgrund des klaren gesetzlichen Wortlauts von § 68 Abs. 1 StG nicht angezeigt. Das AnlagevermÃ¶gen wird in Finanzanlagen, Sachanlagen und immaterielle Anlagen unterteilt (Art. 663a Bundesgesetz vom 30. MÃ¤rz 1911 betreffend die ErgÃ¤nzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [OR]). Die Zuteilung eines Wirtschaftsguts zum Anlage- oder UmlaufvermÃ¶gen richtet sich nicht nach der Ã¤usseren Beschaffenheit, sondern nach der Zweckbestimmung, beziehungsweise ihrer zukÃ¼nftigen Funktion im Unternehmen sowie der Dauerhaftigkeit der getÃ¤tigten Investition (Reich, Art. 8 StHG N. 72, mit Hinweisen). Das AnlagevermÃ¶gen dient dem Unternehmen demnach zur dauernden oder mehrmaligen Nutzung. AnlagegÃ¼ter werden somit nicht zum Zweck der VerÃ¤usserung, sondern zur wiederholten Nutzung und zum Verbrauch beschafft. WirtschaftsgÃ¼ter, die demgegenÃ¼ber laufend angeschafft und wieder verÃ¤ussert werden, bilden UmlaufvermÃ¶gen. GrundstÃ¼cke gehÃ¶ren demzufolge gewÃ¶hnlich zum AnlagevermÃ¶gen. Beim LiegenschaftenhÃ¤ndler sind sie jedoch in der Regel Waren und damit UmlaufvermÃ¶gen (Karl KÃ¤fer, Berner Kommentar, Band VIII/2 Art. 958-964, Die kaufmÃ¤nnische BuchfÃ¼hrung, 2. Teilband, Bern 1981, Art. 958 OR N. 320). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span>Als weitere Voraussetzung der steuerneutralen Ersatzbeschaffung wird vom Gesetzgeber verlangt, dass das Ersatzobjekt im Betrieb eine gleiche Funktion zu erfÃ¼llen habe wie der ausgeschiedene VermÃ¶gensgegenstand. Die Frage der Funktionsgleichheit ist betriebsbezogen zu betrachten. Von einem "Ersatzobjekt mit gleicher Funktion" kann nur dann ausgegangen werden, wenn das neu angeschaffte Wirtschaftsgut die LÃ¼cke, die das Ausscheiden des ersetzten Wirtschaftsguts bewirkt, wieder schliesst. Mit dem Ersatz soll aber dem technischen Fortschritt und dem wirtschaftlichen BedÃ¼rfnis des Unternehmens Rechnung getragen werden (Reich/ZÃ¼ger, Art. 30 DBG N. 11 und 12). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.5 </span></b><span> Die steuerneutrale Ersatzbeschaffung ist gemÃ¤ss Art. 68 Abs. 1 StG ausdrÃ¼cklich auf das Gebiet der Schweiz beschrÃ¤nkt. Ausgeschlossen ist demnach die Ãbertragung von stillen Reserven auf VermÃ¶gen ausserhalb der Schweiz.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.6 </span></b><span>Erfolgt die Ersatzbeschaffung nicht innerhalb des GeschÃ¤ftsjahrs, so kann im Umfang der stillen Reserven eine RÃ¼cklage gebildet werden (§ 68 Abs. 2 StG). Diese ist innert angemessener Frist zur Abschreibung auf einem Ersatzobjekt zu verwenden. In der Regel kann eine Frist von zwei Jahren als angemessen bezeichnet werden. Wird die Ersatzbeschaffung nicht innert nÃ¼tzlicher Frist durchgefÃ¼hrt, so muss davon ausgegangen werden, der Verkauf des ursprÃ¼nglichen Gegenstands beeintrÃ¤chtige die Fortsetzung der GeschÃ¤ftstÃ¤tigkeit nicht und der Gegenstand sei nicht betriebsnotwendig (Richner/Frei/ Kaufmann, § 68 StG N. 29).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Die Rekurskommission hat in ihren ErwÃ¤gungen die Fabrikliegenschaft nicht als betriebsnotwendiges Gut qualifiziert und die Voraussetzungen fÃ¼r eine steuerprivilegierte Ersatzbeschaffung bereits aus diesem Grunde verworfen. Der Gewinn stamme aus einem VermÃ¶genswert, welcher der Pflichtigen seit Einstellung des eigenen Fabrikationsbetriebs nunmehr als blosse Kapitalanlage bzw. zur Erzielung von Mietertrag gedient habe. Eine steuerneutrale Ersatzbeschaffung liege mit dem Ausbau der genannten Wohneinheiten unter diesen UmstÃ¤nden nicht vor, da Kraft ausdrÃ¼cklicher Bestimmung in § 68 Abs. 3 StG Aktiven, die der Unternehmung nur als Kapitalanlage bzw. nur zu Ertragszwecken dienen, der Qualifikation als betriebsnotwendige VermÃ¶genswerte von vornherein nicht zugÃ¤nglich seien. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Der Pflichtigen ist aufgrund obiger AusfÃ¼hrungen (E. 2.2) durchaus beizupflichten, wenn sie sinngemÃ¤ss geltend macht, dass das Halten und Verwalten von eigenen Immobilien unter bestimmten Voraussetzungen einen Betrieb darstellen kann und bei einer solchen Immobiliengesellschaft dem Immobilienkomplex eine eigenstÃ¤ndige betriebliche Funktion zukommen kann, welcher dem Unternehmen nicht nur mittelbar als Kapitalanlage dient. Aus der Erfolgsrechnung 2001 der Pflichtigen geht hervor, dass sie Miet- und BaurechtszinsertrÃ¤ge von Fr. â¦ erwirtschaftet hat, denen ein Personalaufwand von Fr. â¦ gegenÃ¼bersteht. Ein Hinweis darauf, dass die Pflichtige Ã¼ber die Verwaltung ihrer eigenen Liegenschaften hinausgehende Leistungen an Dritte erbracht hat, ist aus den Akten indessen nicht ersichtlich. Ferner hat sie sieben Stockwerkeigentumsanteile an Dritte verkauft. Auch wenn die Pflichtige gewisse, fÃ¼r einen Betrieb typische Merkmale aufweist, kann die Frage, ob ihr tatsÃ¤chlich Betriebscharakter zukommt, offen gelassen werden, da selbst bei Bejahung eines Betriebs die verÃ¤usserten GrundstÃ¼cke aufgrund der nachfolgenden ErwÃ¤gungen nicht betriebsnotwendiges AnlagevermÃ¶gen darstellen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Das ehemalige FabrikgebÃ¤ude diente der Pflichtigen bis 1987 unmittelbar zur Leistungserstellung ihres Betriebs und stellte bis dahin unzweifelhaft betriebsnotwendiges AnlagevermÃ¶gen dar. Nach dem Verkauf des Produktionsbetriebs war die Liegenschaft bis Ende Juni 2000 an die C vermietet und diente der Pflichtigen nunmehr noch zur Erzielung von Ertrag. Hernach teilte die Pflichtige das Objekt in Stockwerkeigentum auf und nutzte es in Lofts und Gewerbe- bzw. BÃ¼rorÃ¤ume um. Damit erfuhr die Liegenschaft eine wesentliche ZweckÃ¤nderung. Die Stockwerkeinheiten waren spÃ¤testens ab diesem Zeitpunkt nicht mehr fÃ¼r eine allfÃ¤llige betriebliche Leistungserstellung notwendig, sondern wurden von der Pflichtigen lediglich noch zum Zweck des Verkaufs gehalten. Ob die Liegenschaft unter diesen UmstÃ¤nden Ã¼berhaupt dem AnlagevermÃ¶gen oder vielmehr dem UmlaufvermÃ¶gen zuzuordnen ist, kann damit offen bleiben. Ferner wurden die Objekte auch nicht aus betrieblicher Notwendigkeit heraus ersetzt, sondern â wie die Pflichtige selber geltend macht â der aus dem Verkauf der Stockwerkeigentumsanteile erzielte Gewinn wurde aus GrÃ¼nden der RentabilitÃ¤t in den Ausbau eines bereits bestehenden Objekts reinvestiert. Damit sind die Voraussetzungen fÃ¼r eine steuerfreie Ãbertragung der stillen Reserven auf den Ausbau der zwei im Eigentum der Pflichtigen verbleibenden Lofts nicht erfÃ¼llt und die ErsatzbeschaffungsrÃ¼cklage von der Pflichtigen aus steuerrechtlicher Sicht zu Unrecht gebildet worden. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der Pflichtigen aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG) und steht ihr keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in Verbindung mit § 152 und 153 Abs. 4 StG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 9'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 9'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Einzug2">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>