<h2>SubmittedText<h2><p>Den Stimmberechtigten wurden in den Erläuterungen des Bundesrates zur Unternehmenssteuerreform II Steuerausfälle von insgesamt weniger als 1 Milliarde Franken offengelegt. Seit Februar 2011 wissen wir, dass grosse Kapitalgesellschaften verrechnungs- und einkommenssteuerfreie Ausschüttungen von bis zu 40 Milliarden Franken planen.</p><p>1. Was will der Bundesrat gegen diese massiven Steuerausfälle für Bund und Kantone unternehmen?</p><p>2. Ist er bereit, rasch eine Korrektur dieses neuen Steuerschlupflochs zu unterbreiten?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Bei der Verrechnungssteuer resultieren 2011 Mindereinnahmen, denen dann 2012 ein Rückgang der Rückerstattungen gegenüberstehen wird. Bei der Einkommenssteuer dürften die Auswirkungen des Kapitaleinlageprinzips bescheiden sein, da ein Grossteil der Aktien von institutionellen Anlegern sowie Personen im Ausland gehalten wird. Bis zum heutigen Datum wurde die Rückführung von Agio-Reserven in Höhe von rund 8 Milliarden Franken bekanntgegeben. Der Bundesrat geht aufgrund der heute vorliegenden Ankündigungen der Gesellschaften nicht von massiven Steuerausfällen aus. Deshalb und weil die steuerfreie Rückführung der Agio-Reserven an die Aktionäre systemgerecht ist, wird der Bundesrat keine Korrekturen vorschlagen.</p>