B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-4137/2012 U r t e i l v o m 1 4 . N o v e m b e r 2 0 1 2 Besetzung Richter Frank Seethaler (Vorsitz), Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz, Richter Hans Urech, Gerichtsschreiberin Bianca Spescha. Parteien X._______, Spanien vertreten durch Y._______, Schweiz Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenrente (Rentenanspruch). B-4137/2012 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA (nachfolgend: Vori n- stanz) mit Verfügung vom 22. Juni 2012 X._______ (nachfolgend: B e- schwerdeführer) ab dem 1. September 2 010 eine Dreiviertelsrente z u- sprach, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 6. August 2012 gegen diese Verfügung Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhob und bea n- tragte, den Rentenbeginn aufgrund der Anmeldung bei der spanischen Sozialversicherung festzulegen, dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 10. Oktober 2012 bea n- tragte, die Beschwerde sei in dem Sinne gutzuheissen, dass die ang e- fochtene Verfügung aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurück- gewiesen werde, damit diese in Zusammenarbeit mit der spanischen S o- zialversicherung das massgebende Anmeldedatum überprüfe und a n- schliessend neu entscheide, dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungsg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verb indung mit Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Inva- lidenversicherung (IVG, SR 831.20) zur Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG zuständig ist, dass die IV-Stelle eine Vorinstanz g emäss Art. 33 lit. d VGG ist und vo r- liegend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt, dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist, dass die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht wurde (Art. 60 ATSG und Art. 52 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) und somit auf die Beschwerde einzutreten ist, dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 10. Oktober 2012 au s- führte, das auf dem amtlichen Formular E 204 festgehaltene Anmelded a- tum des 26. März 2010 erscheine nicht plausibel, da zum einen aus dem Einspracheentscheid der spanischen Sozialvers icherung vom 25. Juni 2009 hervorgehe, dass dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Dezember 2008 eine Invalidenrente gewährt worden sei, und zum a n-B-4137/2012 Seite 3 deren aus dem Feststellungsblatt vom 8. Mai 2008 ersichtlich sei, dass beim Beschwerdeführer ab dem 8. Mai 20 08 eine "Incapacidad perm a- nente absoluto" festgestellt worden sei, nachdem seit dem 13. Juli 2007 eine "Incapacidad temporal" bestanden habe, dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung weiter feststellte, dass den Akten nicht schlüssig zu entnehmen sei, w ann die massgebliche Anme l- dung bei der spanischen Invalidenversicherung, welche normalerweise auch für die schweizerische Invalidenversicherung massgebend sei, e r- folgte sei, weshalb sich der Sachverhalt insoweit als weiter abklärung s- bedürftig erweise, dass somit dem Verfahren im jetzigen Zeitpunkt die Entscheidungsreife mangelt und es sich deshalb rechtfertigt, die Streitsache zur Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts, insbesondere zur Feststellung des massgeblichen Anmeldedatums bei der spanisch en Invalidenversich e- rung, und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zurüc k- zuweisen (Art. 61 Abs. 1 VwVG), dass eine derartige Rückweisung in Bezug auf die Kostenfrage praxi s- gemäss als Obsiegen der beschwerdeführenden Partei zu betrachten ist (BGE 132 V 215 E. 6), dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu e r- heben sind (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG), dass dem nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer keine Parteien t- schädigung zuzusprechen ist. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die angefochtene Verfügung vom 22. Juni 2012 wird aufgehoben. Die Sache wird zur Feststellung des massgeblichen Anmeldedatums bei der spanischen Invalidenversich e- rung und zum Erlass einer neuen Ve rfügung an die Vorinstanz zurückge- wiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. B-4137/2012 Seite 4 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Gerichtsurkunde) – das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV (Gerichtsurkunde) Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Frank Seethaler Bianca Spescha Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsge setzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die U n- terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 14. November 2012