BRKE I Nr. 24/1996 vom 9. Februar 1996 in BEZ 1996 Nr. 15 7. Gemäss § 49a Abs. 1 PBG soll die minimale Ausnützungsziffer bei ei nge- schossigen Zonen in der Regel 20 %, bei zweigeschossigen Zonen 30 %, bei dre i- geschossigen Zonen 50 %, bei viergeschossigen Zonen 65 % und bei mehr als vie r- geschossigen Zonen 90 % betragen. Von diesen minimalen Ausnützungsziffern darf im Regelfall nur da nn nach unten abgewichen werden, wenn der regionale Sie d- lungsplan für ein Gebiet eine niedrigere bauliche Dichte festlegt. Die genannten M i- nimalvorschriften gelten nicht nur hinsichtlich der Ausnützungsziffer, sondern auch in Bezug auf die anderen vom Pl anungs- und Baugesetz vorgesehenen Nutzungszif- fern, so auch für die Baumassenziffer. W ird anstelle der Ausnützungsziffer eine a n- dere Nutzungsziffer gewählt, ist daher eine entsprechende Umrechnung erforderlich. 8. Die mit der Bauordnungsrevision für die Zone W2L festgesetzte Baumassen- ziffer von 1,3 m 3 /m 2 lässt sich zwar mit dem im Kreisschreiben der Baudirektion vom 29. April 1993 für zweigeschossige Zonen errechneten Minimalmass von 1,8 m 3 /m 2 nicht in Ei nklang bringen. Zu beachten ist indessen, dass die ermi ttelten minimalen Baumassenziffern bezüglic h aller Zonen von einer Gebäude breite von 10 m sowie von den mit der Revision des Planungs- und Ba ugesetzes bezüglich Gebäude - (bzw. Geschosshöhe und Erdgeschosserhebung über das Terrain) und Firsthöhen festgesetzten Maximalwerten (§§ 279 und 281 Abs. 1 lit. a PBG) ausgehen. Macht indes sen eine Gemeinde bei der Revision der Bau - und Zonenordnung von der in § 49 Abs. 2 PBG enthaltenen E rmächtigung Gebrauch und setzt abweichende Reg e- lungen fest, reduzieren sich die m inimalen Baumassenziffern entsprechend (vgl. d a- zu auch die Schlusserwägungen im Krei sschreiben der Ba udirektion v om 29. April 1993). Vorliegend hat die Gemeinde U nterengstringen von dieser Ermächtigung Gebrauch gemacht und in der fraglichen zwe igeschossigen W ohnzone die Gebä u- dehöhe, die nach der Berechnungsweise von § 279 PBG 8,1 m betragen würde, auf 7,5 m b eschränkt; auch beträgt die maximal zulässige Firsthöhe nicht 7 m, sondern lediglich 5 m. Diese Umstände führen bezogen auf die Z one W2L der Gemeinde Un- terengstringen zu einer zulässigen Reduzierung der schem atisch errechneten Ba u- massenziffer. Die festgesetzte Baumassenziffer von 1,3 m 3 /m 2 unterschreitet denn auch den aufgrund der verfeinerten Umrechnungsmethode der Baud irektion, welche die örtlichen Geg ebenheiten (Hanglagen etc.) miteinbezieht, ermittelten W ert (1,26 m 3 /m 2 ) nicht. Die von der ' Vorinstanz eruierte Baumassenziffer der best ehenden Überbauung dieser Zone wird durch die festgesetzte Baumassenziffer ebe nfalls nicht unterschritten. Damit erweis t sich die für die Zone W 2L festgesetzte Bauma s- senziffer als noch vertretbar und damit als rechtmässig. Bemerkungsweise ist anzufügen, dass im E ntwurf des regionalen Richtplan s für das fragliche Gebiet die Fes tlegung einer niedrigen baulichen Dichte vorges ehen ist - 2 - (vgl. hierzu die Erwägungen in RRB Nr. 1024 vom 13. April 1994 betreffend die Tei l- genehmigung der revidierten Bau - und Zonenordnung der Gemeinde Unt er- engstringen). 9. Aus allen diesen Erwägungen ergibt sich, dass die getroffene Baumassenzi f- fer-Festsetzung der in § 49a Abs. 1 PBG für die entsprechende Zone festgesetzten minimalen Ausnützungsziffer nicht widerspricht. Sodann ist auch dem Umstand, dass das Regime der Ausnützungsziffer zusätzlich zu den Hauptgebäuden auch noch nicht au snützungsrelevante "Besondere Gebäude" gestatten würde, in der r e- vidierten Bauordnung dadurch adäquat Rechnung getragen worden, dass "Besond e- re Gebäude" bei der Baumassenziffer ebenfalls nicht anrechenbar sind. Die ang e- fochtene Festsetzung e rweist sich als gesetz - und rechtmässig, weshalb der Rekurs abzuweisen ist.