<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2002.00008</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106674&amp;W10_KEY=13013576&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2002.00008</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 08.05.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>ausserordentliche Einkünfte (Steuerjahr 1998)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Eine von einem Hauptaktionär beherrschte AG schüttete im Dezember 1998 nach 25 Jahren erstmals eine Dividende aus. Diese Dividende erweist sich unter dem allein massgeblichen Gesichtswinkel des vorliegend noch anwendbaren Bemessungssystems der Pränumerandobesteuerung mit Vergangenheitsbemessung als ausserordentliche Einkunft und unterliegt einer ganzen Jahressteuer.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN">ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSERORDENTLICHE EINKUNFT">AUSSERORDENTLICHE EINKUNFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEMESSUNGSORDNUNG">BEMESSUNGSORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEMESSUNGSSYSTEM">BEMESSUNGSSYSTEM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DIVIDENDE">DIVIDENDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINSCHÃTZUNG UND EINSCHÃTZUNGSGRUNDLAGEN">EINSCHÃTZUNG UND EINSCHÃTZUNGSGRUNDLAGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: JAHRESSTEUER">JAHRESSTEUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEISTUNGSFÃHIGKEITSPRINZIP">LEISTUNGSFÃHIGKEITSPRINZIP</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SYSTEMWECHSEL">SYSTEMWECHSEL</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 58 aStG</span><br/><span class="ungerade">§ 275 StG</span><br/><span class="gerade">Art. 69 StHG</span><br/><span class="ungerade">Art. 72 StHG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A hÃ¤lt 2'700 Aktien, entsprechend einer Beteiligung von 90 %, an der 1973 gegrÃ¼ndeten X AG, ZÃ¼rich. Am 10. Dezember 1998 schÃ¼ttete die Gesell­schaft nach 25 Jahren erstmals Dividenden aus, und zwar von Fr. 2'000'000.-, beruhend auf dem Reingewinn des GeschÃ¤ftsjahrs 1997. Auf den Pflichtigen entfielen Dividenden von Fr. 1'800'000.-. FÃ¼r die folgenden GeschÃ¤ftsjahre 1998 bis 2000 zahlte die Gesellschaft Dividenden von jeweils Fr. 2'250'000.- aus.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das kantonale Steueramt betrachtete mit EinschÃ¤tzungsentscheid vom 31. MÃ¤rz 2000 und Einspracheentscheid vom 5. Juni 2000 die Dividenden von Fr. 1'800'000.- als aus­serordentliche EinkÃ¼nfte und veranlagte die Eheleute A hierfÃ¼r mit einer separaten Jahressteuer.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Die Steuerrekurskommission II wies den hiergegen erhobenen Rekurs am 17. Dezember 2001 ab. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 7. Februar 2002 liessen die Pflichtigen dem Verwaltungsgericht beantragen, es sei keine separate Jahressteuer zu veranlagen, eventualiter sei diese auf Fr. 95'400.- festzusetzen; subeventualiter sei die Sache an die Rekurskommission zurÃ¼ckzuweisen. Ausserdem verlangten sie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Steuerrekurskommission II und das kantonale Steueramt schlossen auf Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Ausserordentliche EinkÃ¼nfte, die im Kalenderjahr 1998 oder in einem in diesem abgeschlossenen GeschÃ¤ftsjahr erzielt wurden und nach altem Recht â d.h. unter der Herrschaft des frÃ¼heren, auf 1. Januar 1999 aufgehobenen Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 (aStG) â zusammen mit dem Ã¼brigen Einkommen im Steuerjahr 1999 zu besteuern gewesen wÃ¤ren, unterliegen laut § 275 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) in seiner ursprÃ¼nglichen Fassung in der Steuerperiode 1999 einer separaten Jahressteuer, soweit sie die mit ihrer Erzielung zusammenhÃ¤ngenden oder ausserordentlichen Aufwendungen sowie die verrechenbaren Verluste Ã¼bersteigen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Als ausserordentliche EinkÃ¼nfte gelten gemÃ¤ss Abs. 2 dieser Vorschrift Kapitalabfindungen fÃ¼r wiederkehrende Leistungen, aperiodische VermÃ¶gensertrÃ¤ge wie EinkÃ¼nfte aus der VerÃ¤usserung oder RÃ¼ckzahlung von Obligationen mit Ã¼berwiegender Einmalverzinsung und Substanzdividenden, Lotteriegewinne und realisierte stille Reserven wie Kapital- und Aufwertungsgewinne auf geschÃ¤ftlichen VermÃ¶genswerten, die AuflÃ¶sung von RÃ¼ckstellungen und die Unterlassung geschÃ¤ftsmÃ¤ssig begrÃ¼ndeter Abschreibungen und RÃ¼ckstellungen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Bundesgesetzgeber hat â aus Anlass des Ãbergangs vom ursprÃ¼nglich festge­legten Differenzsteuerverfahren zum Jahressteuerverfahren bei dem den Kantonen freistehenden Wechsel des Systems der zeitlichen Bemessung â mit Novelle vom 9. Oktober 1998, in Kraft seit 1. Januar 1999, Art. 69 des Bundesgesetzes Ã¼ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden vom 14. Dezember 1990 (StHG) abgeÃ¤ndert. Er hat neu in Abs. 1 bestimmt, dass die Einkommenssteuer der natÃ¼rlichen Personen fÃ¼r die erste Steuerperiode (n) nach dem Wechsel der zeitlichen Bemessung von der Vergangenheits- zur Gegenwartsbemessung gemÃ¤ss Art. 16 StHG nach neuem Recht veranlagt wird. Laut Art. 69 Abs. 2 StHG unterliegen ausserordentliche EinkÃ¼nfte, die in der Steuerperiode vor dem Wechsel oder in einem GeschÃ¤ftsjahr erzielt werden, das in dieser Periode abgeschlossen wird, fÃ¼r das Steuerjahr, in dem sie zugeflossen sind, einer vollen Jahres­steuer; vorbehalten bleibt Art. 11 Abs. 2 und 3 StHG (Satz 1). Aufwendungen, die mit der Erzielung der aus­serordentlichen EinkÃ¼nfte unmittelbar zusammenhÃ¤ngen, kÃ¶nnen abgezogen werden (Satz 2). Nach Art. 69 Abs. 3 StHG gelten als ausserordentliche EinkÃ¼nfte insbesondere Kapitalleistungen, aperiodische VermÃ¶gensertrÃ¤ge, Lotteriegewinne sowie aus­ser­ordentliche ErtrÃ¤ge aus selbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit. Bei einem Wechsel im Sinn von Art. 16 StHG, d.h. von der Vergangenheits- zur Gegenwartsbemessung mit einjÃ¤hriger Steuerperiode, gelten gemÃ¤ss Art. 69 Abs. 7 StHG die Abs. 1 bis 6 dieser Bestimmung ab 1. Januar 1999 (Satz 1). Vorbehalten bleiben die kantonalen Verfahren zum Wechsel der zeitlichen Bemessung, die von [Art. 69] Absatz 1 abweichen und am 1. Januar 1999 in Kraft stehen (Satz 2).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Aus Art. 69 Abs. 7 StHG ergibt sich, dass die Abs. 1 bis 6 dieser Bestimmung ab 1. Januar 1999 fÃ¼r Kantone â wie den Kanton ZÃ¼rich â gelten, welche die zeitliche Bemessung wechseln und hierfÃ¼r kein vom Jahressteuerverfahren abweichendes Verfahren (z.B. das Differenzsteuerverfahren) vorgesehen haben, welches bereits am 1. Januar 1999 in Kraft ist. Der Bundesgesetzgeber hat sich mit dieser â zeitlich spÃ¤teren und daher vorgehen­den â Anordnung Ã¼ber die Regelung von Art. 72 Abs. 1 und 2 StHG hinweggesetzt, wonach erst nach Ablauf der achtjÃ¤hrigen Ãbergangsfrist, also ab 1. Januar 2001, das Bundesrecht des StHG direkt Anwendung findet, wenn ihm das kantonale Steuerrecht widerspricht. Angesichts der zeitlichen Dringlichkeit der Umsetzung in das kantonale Recht kann nicht beanstandet werden, dass der Regierungsrat insoweit gestÃ¼tzt auf Art. 72 Abs. 3 StHG die erforderlichen vorlÃ¤ufigen Vorschriften mit Ver­ordnung des Regierungsrats Ã¼ber den Vollzug von Art. 69 StHG vom 14. Oktober 1998 [OS 54, 718] getroffen hat. Es kann diesbezÃ¼glich auch auf die vorinstanzlichen, in StE 2001 B 65.4 Nr. 1 verÃ¶ffentlichten Ãber­­legungen verwiesen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aufgrund von § 1 der erwÃ¤hnten regierungsrÃ¤tlichen Verordnung unterliegen demnach im Jahr 1998 oder in einem GeschÃ¤ftsjahr, das in diesem Jahr endet, anfallende aus­serordentliche EinkÃ¼nfte, die nach den bemessungsrechtlichen Bestimmungen des alten Steuergesetzes (vom 8. Juli 1951) im Steuerjahr 1999 zu besteuern gewesen wÃ¤ren, in Abweichung von § 275 Abs. 1 StG (siehe vorstehend ErwÃ¤gung 1a), im Steuerjahr 1998 â somit nicht in der Steuerperiode 1999 â gesamthaft einer se­paraten Jahressteuer. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ob der Regierungsrat gestÃ¼tzt auf Art. 72 Abs. 3 StHG auch befugt war, die in § 275 Abs. 2 StG enthaltene Umschreibung der ausserordentlichen EinkÃ¼nfte abzuÃ¤ndern, wie er dies in § 2 Abs. 1 der Verordnung getan hat, kann dahingestellt bleiben, weil sich fÃ¼r den vorliegenden Fall am Ergebnis nichts Ã¤ndert, wenn § 275 Abs. 2 StG in seiner ursprÃ¼nglichen Fassung vom 8. Juni 1997 zur Anwendung gebracht wird. Auf die diesbezÃ¼glichen Vorbringen der BeschwerdefÃ¼hrenden braucht daher nicht eingegangen zu werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts (vgl. RB 1992 Nr. 26 = StE 1994 B 64.1 Nr. 2) ist bei der Auslegung des Begriffs der ausserordentlichen EinkÃ¼nf­te nicht nur auf die drei typischen Beispiele der Kapitalabfindungen, der Liquidations‑ und der Lotteriegewinne abzustellen. Entscheidend ist vor allem der Zweck, der diesem Be­griff im Rahmen der gesetzlichen Bemessungsordnung der PrÃ¤numerandobesteuerung mit Vergangenheitsbemessung zukommt, welche kraft § 56 ff. des gemÃ¤ss § 268 StG aufgehobenen Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 fÃ¼r die Steuerjahre bis 1998 galt und nach § 49 ff. in Verbindung mit § 269 StG mit dem Wechsel zur Gegenwartsbemessung fÃ¼r die Steuerjahre ab 1999 beendet wird. Das System der PrÃ¤numerandobesteuerung mit Vergangenheitsbemessung beruht nÃ¤mlich auf der Fiktion, das Einkommen des dem Steuerjahr vorangegangenen Kalenderjahrs sei gleich hoch wie jenes des Steuerjahrs (RB 1986 Nr. 48 mit Hinweisen). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zweck der Sonderregelung der ausserordentlichen EinkÃ¼nfte ist es, mit der Steuer­gerechtigkeit nicht zu vereinbarende erhebliche DisparitÃ¤ten zwischen wirtschaftlicher Leis­­tungsfÃ¤higkeit und Steuerbelastung zu beheben. In diesem Licht sind EinkÃ¼nfte dann als </span></p> <p class="Einzug1"><span>ausserordentlich zu wÃ¼rdigen, wenn sie aperiodischer Natur sind, also wirtschaftlich nicht dem entsprechenden Bemessungsjahr zugeordnet werden kÃ¶nnen, ferner wenn sie nicht aus einer Quelle fliessen, aus welcher der Steuerpflichtige normalerweise sein Einkommen schÃ¶pft. Schliesslich kÃ¶nnen auch EinkÃ¼nfte allein aufgrund ihrer ungewÃ¶hnlichen HÃ¶he als ausserordentlich gelten (RB 1994 Nr. 42). Alle EinkÃ¼nfte, deren zweimalige BerÃ¼cksichtigung bei der Steuerbemessung zu Beginn der Steuerpflicht als stossend und unvereinbar mit dem LeistungsfÃ¤higkeitsprinzip erscheinen wÃ¼rde, sind nÃ¤mlich ausserordentliche EinkÃ¼nfte im Sinn des Gesetzes und mÃ¼ssen dem­zufolge nach dem PrÃ¤judiz des Verwaltungsgerichts vom 21. November 2001 (SB.2001.00036, verÃ¶ffentlicht auf http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung) auch bei Beendigung des Bemessungssystems der Sonderregelung von § 275 Abs. 1 und 3 StG bzw. von Art. 69 Abs. 1 StHG bzw. von § 1 des diese Bestimmung vollziehenden regierungsrÃ¤tlichen Verordnung un­ter­worfen werden. Denn es ist kein sachlicher Grund dafÃ¼r erkennbar, weshalb der kantonale Gesetzgeber fÃ¼r den systembedingten Wechsel von der Vergangenheits- zur Gegenwartsbemessung mit der AufzÃ¤hlung in § 275 Abs. 2 StG (in der ursprÃ¼nglichen Fassung) eine anderen Begriff der aus­serordentlichen Einkommenselemente gewÃ¤hlt haben sollte als fÃ¼r den auf anderen TatbestÃ¤nden â ZwischeneinschÃ¤tzung (§§ 59 ff. aStG) oder Beendigung der Steuerpflicht (§ 58 aStG) â beruhenden Bemessungswechsel. Die AufzÃ¤hlung ein­zelner Arten von aus­serordentlichen EinkÃ¼nften in § 275 Abs. 2 StG kann infolgedessen dem Sinn und Zweck dieser Norm nach vernÃ¼nftigerweise nur beispielhaft und nicht als abschliessend verstanden werden. Entgegen dem durch die AufzÃ¤hlung in­soweit zu engen Wortlaut sind somit nicht nur Substanzdividenden, sondern all diejenigen Dividenden als ausserordentlich EinkÃ¼nfte zu wÃ¼rdigen, welche die vorstehend umschriebenen, von der Rechtsprechung entwickelten Voraussetzungen erfÃ¼llen. Aus diesem Grund erÃ¼brigt es sich auch die offerierte Einholung einer Stellungnahme der GeschÃ¤ftsleitung des kantonalen Steueramts.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Frage, ob die streitbetroffenen, im Jahr 1998 beschlossenen Dividenden 1997 der X AG in HÃ¶he von Fr. 1'800'000.- ausserordentliche EinkÃ¼nfte des pflichtigen Eheman­nes darstelle oder nicht, ist damit ausschliesslich unter dem Gesichtswinkel des vor­liegend noch anwendbaren Bemessungssystems der PrÃ¤numerandobesteuerung mit Ver­gan­genheitsbemessung und im Licht der hierzu soeben (unter ErwÃ¤gung a) wiedergegebenen Ãberlegungen der Rechtsprechung zu beantworten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aus bemessungsrechtlicher Sicht kommt es zunÃ¤chst entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrenden nicht darauf an, aus welchen sachlichen Motiven die AktionÃ¤re entschieden haben, erstmals im Jahr 1998 eine Dividende auszuschÃ¼tten. Damit ist insbesondere unerheblich, ob die genannte AusschÃ¼ttung auf ein "Umdenken bei dem damals ...jÃ¤hrigen Pflichtigen [...] insbesondere nach dem Tod [von Q] im Sommer 1997" zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Sodann sind bemessungsrechtlich einzig solche Gesichtspunkte massgebend, welche den Steuerpflichtigen wÃ¤hrend der Dauer seiner eigenen Steuerpflicht betreffen, geht es doch einzig um die Frage, ob seine wirtschaftliche LeistungsfÃ¤higkeit und Steuerbelastung erheblich auseinanderfallen. Tatsachen, die sich nach dem Wechsel des Systems der zeitlichen Beendigung verwirklicht haben, mÃ¼ssen daher ausser Betracht bleiben. Die in den Fol­­gejahren von der X AG ausgeschÃ¼tteten Dividenden sind daher entgegen der An­sicht der BeschwerdefÃ¼hrenden nicht in die Beurteilung der bemessungsrechtlichen WÃ¼rdigung der streitbetroffenen Dividenden 1997 einzubeziehen. Demzufolge erscheinen diese erstmals und â unter dem System der Vergangenheitsbemessung letztmals â im Jahr 1998 ausgerichteten Dividenden insofern als einmalig ("singulÃ¤r"), als der Gesetzgeber dieses System auf den 1. Januar 1999 aufgehoben und durch das System der Gegenwartsbemessung ersetzt hat. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die gesetzliche Fiktion, das Einkommen des dem Steuerjahr vorangegangenen Kalenderjahrs sei gleich hoch wie jenes des Steuerjahrs, bedingt schliesslich bei grundsÃ¤tzlich periodisch fliessendem Einkommen die PrÃ¼fung, ob das betreffende Einkommen im Bemes­­­sungs- bzw. Steuerjahr im Vergleich mit dem periodischen Fluss der Einkommensquel­le und unter BerÃ¼cksichtigung deren Natur zu einer unhaltbaren Verzerrung von wirtschaft­licher LeistungsfÃ¤higkeit und Steuerbelastung des Steuerpflichtigen fÃ¼hrt. Unter diesem As­pekt ist von Bedeutung, dass die X AG von ihrer GrÃ¼ndung im Jahr 1973 an bis </span></p> <p class="Einzug1"><span>1996 ungeachtet der erwirtschafteten Gewinne keine Dividenden ausgerichtet hat. Dem ge­genÃ¼ber steht die in Frage stehende Dividende 1997, welche mit insgesamt Fr. 2'000'000.- zwei Drittel des Grundkapitals betrÃ¤gt, was unter dem Gesichtswinkel der PeriodizitÃ¤t mit Bezug auf die in Frage stehende Einkommensquelle einer nicht haltbaren Verzerrung von wirtschaftlicher LeistungsfÃ¤higkeit und Steuerbelastung gleichkommt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Unter WÃ¼rdigung der dargelegten bemessungsrechtlich erheblichen UmstÃ¤nde ergibt sich, dass die Dividenden 1997 von Fr. 1'800'000.- im Vergleich zum in den vorangegangen rund 25 Jahren unterbliebenen Dividendenfluss als einmalig erscheint. WÃ¤re die Dividende ebenfalls nur ein einziges Mal zu Beginn der Steuerpflicht ausgeschÃ¼ttet worden, so wÃ¤re deren zweimalige Be­rÃ¼cksichtigung bei der Steuer­bemessung stossend und mit dem LeistungsfÃ¤higkeits­prin­zip unvereinbar gewesen. Sie bilden demzufolge ausserordentliche EinkÃ¼nfte im Sinn des Geset­zes, die auch bei Beendigung der Steuerpflicht der entsprechenden Sonderregelung unterworfen werden mÃ¼ssen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>FÃ¼r eine Aufteilung des Dividendenbetrags in eine ordentliche und eine ausserordentliche Komponente, welche die BeschwerdefÃ¼hrenden eventualiter verfechten, besteht kein sachlicher Grund; vielmehr ist von der gegebenen rechtlichen Gestaltung der tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse und damit von den beschlossenen Dividenden als solche auszugehen. Schliesslich kann auch der subeventualiter vertretenen RÃ¼ckweisung der Sache an die Vor­instanz nicht gefolgt werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. ... </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss <a id="Text4"></a></span><span>entscheidet</span><span> die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>