<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.1999.00217</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105321&amp;W10_KEY=4467151&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.1999.00217</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 17.02.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Unvollständigkeit eines Angebots bei der öffentlichen Vergabe von Baumeisterarbeiten; Referenzen der Anbieter als Zuschlagskriterium. <br/><br/>Zulässigkeit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde (E. 1). Anwendbares Recht (E. 2). Ein unvollständiges Angebot berechtigt zum Ausschluss des Anbietenden (§ 26 Abs. 1 lit. d SubmV). Wird entgegen den Bestimmungen der Ausschreibungsunterlagen kein Terminprogramm und kein Bauplatzinstallationsplan eingereicht und enthält das Angebot ausserdem Kalkulationsfehler, welche trotz verlangter zusätzlicher Erläuterungen (§ 28 Abs. 1 SubmV) eine Ungewissheit über allfällige Nachforderungen bewirken, so ist das Angebot unvollständig und der Anbieter ist vom Vergabeverfahren auszuschliessen (E. 4a). Die Erfahrung eines Anbieters und dessen Referenzen bzgl. ähnlicher Aufträge bilden ein zulässiges Zuschlagskriterium. Gab es im Zusammenhang mit früheren Aufträgen Beanstandungen, so darf dies im Vergabeverfahren negativ berücksichtigt werden (E. 4b). Liegt ein Ausschlussgrund vor, so kommt dem Umstand, dass der betreffende Anbieter das preislich günstigste Angebot einreichte, keine Bedeutung mehr zu (E. 4d).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSCHLUSS">AUSSCHLUSS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSCHLUSSGRUND">AUSSCHLUSSGRUND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KALKULATIONSFEHLER/-IRRTUM">KALKULATIONSFEHLER/-IRRTUM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REFERENZ">REFERENZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNVOLLSTÃNDIGKEIT">UNVOLLSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSCHLAGSKRITERIEN">ZUSCHLAGSKRITERIEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 26 lit. I d SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 28 lit. I SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 31 lit. I SubmV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. Mit Ausschreibung vom 15. April 1999 erÃ¶ffnete die Schulgemeinde C. im offe­nen Verfahren die Submission fÃ¼r verschiedene Arbeitsgattungen, unter ande­rem die Bau­meisterarbeiten (BKP 211) fÃ¼r den Neubau der Schulanlage K.. Am Wett­bewerb beteilig­ten sich elf Anbieter. Die niedrigste Offerte reichte die A. AG, in B., ein mit einer Offert­summe ‑ nach Korrektur von Rechnungsfehlern von insge­samt rund Fr. 319'900.‑ ‑ von netto Fr. 2'612'149.‑ (mit Option Holzschnitzelfeuerung). Das zweitniedrigste Angebot offerierte die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) H. AG/I. AG, in C./J. mit netto Fr. 2'712'805.55 (mit Option Holzschnitzel­feuerung).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Beschluss vom 30. Juni 1999 vergab die Schulgemeinde C. die Baumeister­ar­bei­ten fÃ¼r Fr. 2'640'938.40 (netto ohne Holzschnitzelfeuerung) der ARGE H. AG/I. AG mit der BegrÃ¼ndung "beste ErfÃ¼llung der Zuschlagskrite­rien". Der Vergabeentscheid wurde der A. AG zusammen mit den GrÃ¼nden, weshalb ihrem Angebot nicht der Vorzug gegeben wur­de, mit Schreiben vom 1./6. Juli 1999 erÃ¶ffnet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Hiergegen erhob die A. AG mit Eingabe vom 14. Juli 1999 Be­schwer­de beim Verwaltungsgericht. Sie beantragte die Aufhebung des Vergabeentscheids und den Zu­schlag an die BeschwerdefÃ¼hrerin, eventuell die RÃ¼ckweisung der Vergabe an die Vorin­stanz zur Neubeurteilung; in formeller Hinsicht verlangte die A. AG, es sei dem Rechts­mittel die aufschiebende Wirkung zu erteilen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Schulgemeinde C. beantragte in ihrer Beschwerdeantwort vom 26. Juli 1999 die Abweisung der Beschwerde, unter Kosten‑ und EntschÃ¤digungsfolgen. Die Beschwer­de­fÃ¼hrerin verzichtete auf die Einreichung einer Replik. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 29. Juli 1999 wies der AbteilungsprÃ¤sident das Gesuch um Er­teilung der aufschiebenden Wirkung ab. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit rechtserheblich, in den nachfolgen­den ErwÃ¤gungen wiedergegeben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Gegen den Entscheid einer GemeindebehÃ¶rde Ã¼ber die Vergabe eines Ã¶ffentli­chen Auftrags steht die Beschwerde an das Verwaltungsgericht zur VerfÃ¼gung. FÃ¼r Verga­ben im Anwendungsbereich der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Be­schaf­fungswesen vom 25. November 1994 (IVÃ¶B) ergibt sich dies aus § 3 des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Interkantonalen Vereinbarung vom 22. September 1996 (IVÃ¶B-BeitrittsG) in Verbindung mit Art. 15 IVÃ¶B. FÃ¼r andere Vergaben hat der Re­gierungsrat mit § 1 Abs. 3 der Submissionsverordnung vom 18. Juni 1997 (SubmV) ge­stÃ¼tzt auf § 2 Abs. 2 und § 7 Abs. 1 IVÃ¶B-BeitrittsG die Bestimmungen des Beitrittsge­set­zes und der Verordnung auf Ã¶ffentliche Beschaffungen der Gemeinden anwendbar er­klÃ¤rt, soweit es durch das Bundesgesetz vom 6. Oktober 1995 Ã¼ber den Bin­nenmarkt (BGBM) verlangt wird. GestÃ¼tzt darauf gelangt der in § 3 IVÃ¶B-BeitrittsG gere­gelte Rechtsschutz gegenÃ¼ber allen nach dem vollstÃ¤ndigen Inkraft­treten des Binnen­marktge­setzes ergangenen Vergabeentscheiden zur An­wendung (VGr, 24. MÃ¤rz 1999, BEZ 1999 Nr. 13, E. 1; vgl. Al­fred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungs­rechts­pflegege­setz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist daher zulÃ¤ssig. Auf das Beschwer­de­verfahren kommen die Bestimmungen der §§ 3 ff. IVÃ¶B-BeitrittsG, ergÃ¤nzt durch die sinn­gemÃ¤ss heranzuziehenden Vorschriften der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffent­li­che Beschaffungswesen, zur Anwendung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die in Frage stehende Vergabe von Baumeisterarbeiten wird vom Geltungsbe­reich der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen nicht er­fasst (vgl. Art. 7 IVÃ¶B). Die Gemeinden wurden jedoch vom Regierungsrat gestÃ¼tzt auf § 2 Abs. 2 IVÃ¶B-BeitrittsG mit Wirkung ab 1. Januar 1999 in die kantonale Regelung des Be­schaffungswesens gemÃ¤ss Beitrittsgesetz und Submissionsverordnung einbezogen (RRB Nr. 1501 vom 1. Juli 1998; LS 720.111) und unterstehen damit auch in Bezug auf den Ab­lauf des Vergabeverfahrens und die materielle Behandlung der Angebote den Bestim­mun­gen des kantonalen Rechts. Die angefochtene Vergabe ist daher nach diesen Regeln zu be­urteilen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Nach § 31 Abs. 1 SubmV erfolgt der Zuschlag ‑ sofern nicht ausnahmsweise das alleinige Kriterium des niedrigsten Preises (§ 31 Abs. 2 SubmV) zur Anwendung kommt ‑ auf das wirtschaftlich gÃ¼nstigste Angebot. Bei der Bewertung der Angebote ist das Preis-Leistungs-VerhÃ¤ltnis zu beachten, wobei neben dem Preis insbesondere die fol­genden Kriterien berÃ¼cksichtigt werden kÃ¶nnen: QualitÃ¤t, Termine, Wirtschaftlichkeit, Betriebskosten, Kundendienst, Ãkologie, ZweckmÃ¤ssigkeit, technischer Wert, Ãsthetik, KreativitÃ¤t, Lehrlingsausbildung, Infrastruktur. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die fÃ¼r eine Beschaffung massgeblichen Zuschlagskriterien legt die vergebende Be­hÃ¶rde im Hinblick auf die Besonderheiten des jeweiligen Auftrags fest. Um die notwen­dige Transparenz des Vergabeverfahrens (Art. 1 Abs. 2 lit. c IVÃ¶B) zu gewÃ¤hrleisten, muss die Festlegung der Zuschlagskriterien zu Beginn des Verfahrens erfolgen, und sie sind den In­teressenten in den Ausschreibungsunterlagen bekannt zu geben (§ 17 Abs. 1 lit. i SubmV). Die Kriterien sind in der Reihenfolge ihrer Bedeutung aufzufÃ¼hren oder es ist zumindest die relative Bedeutung, die den einzelnen Kriterien zukommt, ersichtlich zu machen (BGE 125 II 86 E. 7c; vgl. VGr, 24. MÃ¤rz 1999, BEZ 1999 Nr. 13 E. 3b). </span></p> <p class="Einzug1"><b><span> </span></b></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerdegegnerin ist diesen Anforderungen nachgekommen und hat in den Submissionsunterlagen unter der Rubrik "Angaben zur Ã¶ffentlichen Ausschreibung" die Zu­schlagskriterien wie folgt aufgelistet: </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. VollstÃ¤ndigkeit des Angebots </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Erfahrung in der AusfÃ¼hrung vergleichbarer AuftrÃ¤ge, Referenzen </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Organisatorische, technische LeistungsfÃ¤higkeit </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. AusbildungsplÃ¤tze im eigenen Betrieb </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Preislich gÃ¼nstigstes Angebot</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der VergabebehÃ¶rde steht beim Urteil darÃ¼ber, welches Angebot anhand der Zu­schlagskriterien das wirtschaftlich gÃ¼nstigste sei, ein erheblicher Ermessensspielraum zu (VGr, 7. Juli 1999, BEZ 1999 Nr. 26 E. 6a, mit Hinweisen). In dieses Ermessen greift das Verwaltungsgericht, dem keine ÃberprÃ¼fung der Angemessenheit des Entscheids zusteht (Art. 16 Abs. 2 IVÃ¶B; vgl. auch § 50 Abs. 3 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 [VRG]) nicht ein. Zu prÃ¼fen ist dagegen eine allfÃ¤llige Ãber­schreitung oder ein Missbrauch des Ermessens (Art. 16 Abs. 1 lit. a IVÃ¶B; vgl. § 50 Abs. 2 lit. c VRG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Die Beschwerdegegnerin hat in ihrem Vergabeentscheid gegenÃ¼ber der Be­schwer­defÃ¼hrerin festgehalten, deren Angebot sei nach Bewertung der Eignungs‑ und Zu­schlagskriterien gemÃ¤ss Ausschreibung nicht auf den ersten Rang zu setzen, weshalb die Arbeiten an andere Unternehmer vergeben worden seien. Dabei seien folgende GrÃ¼nde in die Bewertung der Zuschlagskriterien eingeflossen: </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. VollstÃ¤ndigkeit des Angebots: <br/> - Fehlende Unterlagen wie Terminprogramm und Bauplatzinstallation <br/> - Offensichtliche Kalkulationsfehler gemÃ¤ss Ihrem Schreiben vom 23.6.99 </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Erfahrung in der AusfÃ¼hrung vergleichbarer AuftrÃ¤ge, Referenzen: <br/> - Schreiben von Dr. L. vom 29.6.99 betreffend M. <br/> Wohnbaugenossenschaft, J. <br/> - Ãbrige, telefonisch eingeholte Referenzen: <br/> fachlich und terminlich i.O.; TeamfÃ¤higkeit wurde oft bemÃ¤ngelt; hÃ¤ufige<br/> Preisnachforderungen <br/> - Die SichtbetonqualitÃ¤t beim Werkhof C. entspricht nicht den Vorgaben der<br/> Architekten und wird, entgegen Ihren Angaben, auch nicht mit Blech ver-<br/> kleidet. </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Organisatorische und technische LeistungsfÃ¤higkeit: <br/> - Es wird bezweifelt, dass der Felsabbau mit einem 1.2 To-Abbauhammer <br/> fristgerecht erfolgen kann. <br/> Sprengen kommt aufgrund der Situation mitten im bebauten Gebiet nicht in <br/> Frage. </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. AusbildungsplÃ¤tze: <br/> i.O. </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Preis:<br/> bei BerÃ¼cksichtigung aller Preiskorrekturen hÃ¤tte Ihr Angebot fÃ¼r die Bau­meisterarbeiten auf Platz 3 rangiert. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Das von der Beschwerdegegnerin als Zuschlagskriterium genannte Erfordernis der <i>VollstÃ¤ndigkeit des Angebots </i>stellt nach § 26 Abs. 1 lit. d SubmV als solches auch einen Ausschlussgrund dar. Ein unvollstÃ¤ndiges Angebot berechtigt ‑ ausser bei unterge­ordneten MÃ¤ngeln (vgl. VGr, 16. Juni 1999, BEZ 1999 Nr. 25 E. 6) ‑ zum Ausschluss eines Anbieters von der Teilnahme. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Die Submissionsunterlagen wurden der BeschwerdefÃ¼hrerin mit einem Schrei­ben des ArchitekturbÃ¼ros N. Architekten AG, ZÃ¼rich, vom 14. Mai 1999 zugestellt. In diesem Begleitschreiben hielten die Architekten fest, dass zusammen mit dem Angebot ein Terminprogramm fÃ¼r die AusfÃ¼hrung der offerierten Arbeiten und ein Vorschlag fÃ¼r die Bauplatzinstallation einzureichen seien. Terminprogramm und Bau­platzinstallationsplan waren somit Bestandteil der einzureichenden Offertunterlagen. Dabei ist unmassgeblich, dass diese Dokumente nicht ‑ wie von der BeschwerdefÃ¼hrerin bemÃ¤n­gelt ‑ "in den Vorbe­dingungen des Vertrags‑ und Devistextes", sondern im Begleitschrei­ben erwÃ¤hnt und ver­langt wurden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Den Angebotsunterlagen der BeschwerdefÃ¼hrerin lagen weder ein Terminpro­gramm noch ein Bauplatzinstallationsplan bei. Die AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrerin zur Bauplatzinstallation und zum Bauprogramm im "Technischen Bericht Ã¼ber Bau­meis­ter­arbeiten und Baugrubenaushub", welcher dem Angebot beigelegt wurde, sind all­gemein ge­halten und beziehen sich nicht auf das konkrete Bauvorhaben. Trotz telefoni­scher Auf­for­derung des zustÃ¤ndigen ArchitekturbÃ¼ros vom 27. Juni 1999 reichte die Be­schwerde­fÃ¼h­rerin diese Unterlagen nicht nach. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Nach OffertÃ¶ffnung ersuchte das planende ArchitekturbÃ¼ro N. Architekten AG die BeschwerdefÃ¼hrerin mit Schreiben vom 22. Juni 1999 um Ãber­prÃ¼fung und BegrÃ¼n­dung verschiedener Positionen, so unter anderem hinsichtlich der Pos. 451.401 (Scha­lun­gen fÃ¼r WÃ¤nde, Schalungstyp 4‑14, SichtbetonoberflÃ¤che mit Ta­felstruktur, Fugen ab­ge­dichtet und Strukturbild nach Plan) sowie Pos. 673.305 (Einlagen [sichtbar bleibende Eternit-Druckrohre fÃ¼r Oberlichter]). In ihrer Antwort vom 23. Juni 1999 fÃ¼hrte die Be­schwerdefÃ¼hrerin unter anderem aus, sie habe den Schalungspreis Typ 4‑14 (Preis gemÃ¤ss Offerte Fr. 22.‑/m</span><sup><span>2</span></sup><span>) unter Verwendung von grossflÃ¤chigen Schalele­men­ten gerechnet. Als "Nachtrag" offeriere sie das Belegen von GrossflÃ¤chenelementen resp. Rahmenschalungen mit Schaltafeln mit einem Zuschlag zu den Pos. 451.401 von Fr. 14.‑/m</span><sup><span>2</span></sup><span>. Die Pos. 673.305 fÃ¼r sichtbare Rohreinlagen fÃ¼r Oberlichter offerierte die Be­schwerdefÃ¼hrerin nunmehr mit Fr. 950.‑/StÃ¼ck gegenÃ¼ber Fr. 30.‑/StÃ¼ck in der Offerte. Das ArchitekturbÃ¼ro teilte hierauf der BeschwerdefÃ¼hrerin mit Zuschrift vom 24. Juni 1999 mit, ihr seien offenkundig bei der Kalkulation gewisse Fehler unterlaufen. PreisÃ¤nderungen nach der OffertÃ¶ffnung seien je­doch nicht mehr statthaft. Die Schulgemeinde bestehe auf den AusfÃ¼hrungsspezifikationen und werde keine Nachforderungen akzeptieren. Die Be­schwerdefÃ¼hrerin werde ersucht, mit­zuteilen, ob sie ihr Angebot unter den genannten Um­stÃ¤nden aufrecht erhalte. Glei­chen­tags sandte die BeschwerdefÃ¼hrerin einen Fax, wonach sie bestÃ¤tige, dass sÃ¤mtliche offe­rier­ten Einheitspreise gemÃ¤ss Offerte und Offertbeschrieb vollumfÃ¤nglich GÃ¼ltigkeit hÃ¤t­ten. Mit dem erwÃ¤hnten telefonischen Anruf vom 27. Juni 1999 wurde die Beschwerde­fÃ¼h­rerin aufgefordert, eine BestÃ¤tigung einzureichen, dass die offerierten Einheitspreise sich auf die von der Schulgemeinde gestellten Forderungen ge­mÃ¤ss Brief vom 22. Juni 1999 be­ziehen wÃ¼rden. Eine BestÃ¤tigung in diesem Sinn folgte daraufhin jedoch nicht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin war aus den genannten GrÃ¼nden unvoll­stÃ¤ndig. Einerseits fehlten das in den Ausschreibungsunterlagen verlangte Terminpro­gramm und der Bauplatzinstallationsplan. Diese wurden trotz Aufforderung nicht nachge­reicht. Das Angebot war aber auch bezÃ¼glich der Pos. 451.401 (Schalungen fÃ¼r WÃ¤nde) und 673.305 (Einlagen) unvollstÃ¤ndig. Das Schreiben der BeschwerdefÃ¼hrerin vom 23. Ju­ni 1999 zeigt, dass sie hinsichtlich dieser Positionen falsch kalkuliert und statt Fr. 36.‑/m</span><sup><span>2</span></sup><span> Sichtbetonschalung Fr. 22.‑/m</span><sup><span>2</span></sup><span> sowie statt Fr. 950.‑/StÃ¼ck Eternitrohre Fr. 30.‑/StÃ¼ck of­fe­riert hat. Laut § 28 Abs. 1 SubmV war die auftraggebende Schulge­meinde berechtigt, von der anbietenden BeschwerdefÃ¼hrerin bezÃ¼glich dieser Positionen eine schriftliche ErlÃ¤u­te­rung zu verlangen sowie eine ErklÃ¤rung, dass sich die offerierten Einheitspreise auch auf die verlangten AusfÃ¼hrungsspezifikationen beziehen. Eine derar­tige ErklÃ¤rung hat die Be­schwerdefÃ¼hrerin nicht abgegeben. Ihr Fax vom 24. Juni 1999, wonach die offerierten Ein­heitspreise "vollumfÃ¤nglich GÃ¼ltigkeit haben", besagt nicht in unmissverstÃ¤ndlicher Weise, dass sich diese auch auf die AusfÃ¼hrungsspezifikationen be­ziehen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese MÃ¤ngel des Angebots sind nicht nur untergeordneter Natur. Das Terminpro­gramm und der Installationsplan ermÃ¶glichen dem Auftraggeber zu kontrollieren, ob die LeistungsausfÃ¼hrung termingerecht und mit zweckmÃ¤ssigem Arbeitsablauf durchgefÃ¼hrt wird. Auch die MÃ¤ngel bezÃ¼glich der beiden erwÃ¤hnten Positionen 451.401 und 673.305 bzw. die fehlende Klarstellung durch die BeschwerdefÃ¼hrerin sind bedeutend. Vom Scha­lungstyp 4‑14 (Pos. 451.400) sind insgesamt 5'595 m</span><sup><span>2</span></sup><span> ausgeschrieben, von den Eternit-Druckrohren fÃ¼r Oberlichter (Pos. 673.305) 83 StÃ¼ck. Der von der BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrem Schreiben vom 23. Juni 1999 hierfÃ¼r verlangte "Nachtrag" wÃ¼rde sich mithin auf Ã¼ber Fr. 150'000.‑ belaufen. Dieser "Nachtrag" zeigt auch, dass sich nach dem VerstÃ¤ndnis der BeschwerdefÃ¼hrerin bezÃ¼glich dieser Positionen die Spezifikation des Leistungsver­zeichnisses und jene im Schreiben der Architekten vom 22. Juni 1999 unterscheiden. Eine Ungewissheit darÃ¼ber, ob die von der BeschwerdefÃ¼hrerin offerierten Preise sich auch auf die verlangten AusfÃ¼hrungsspezifikationen beziehen oder aber mit Nachforderungen zu rech­nen ist, war daher fÃ¼r die ausschreibende Schulgemeinde unzumutbar. In diesem Zu­sam­menhang durfte die Schulgemeinde berÃ¼cksichtigen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrem Schreiben vom 23. Juni 1999 auch bezÃ¼glich der ‑ vorliegend nicht streitigen ‑ Aus­hubar­beiten NachtrÃ¤ge verlangte bzw. Fehler im Angebot zugestand. Weiter waren der Be­schwer­defÃ¼hrerin in der Zusammenstellung der Beton‑ und Stahlbetonarbeiten mehrere Additionsfehler unterlaufen und hatte deren Angebot um rund Fr. 282'000.‑ nach oben kor­rigiert werden mÃ¼ssen. Angesichts dieser NachlÃ¤ssigkeiten bei der Offertstellung war die verlangte Klarstellung durchaus gerechtfertigt. Die Schulgemeinde war mithin sogar be­rech­tigt, wegen dieser ‑ keineswegs untergeordneten ‑ MÃ¤ngel des Angebots die Be­schwer­defÃ¼hrerin gemÃ¤ss § 26 Abs. 1 lit. d SubmV vom Vergabeverfahren auszuschlies­sen. Auf jeden Fall hat die Schulgemeinde zurecht festgehalten, die BeschwerdefÃ¼hrerin habe das Kriterium der "VollstÃ¤ndigkeit des Angebots" nicht erfÃ¼llt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) aa) Als zweites Zuschlagskriterium nannte die Ausschreibung die "<i>Erfahrung in der AusfÃ¼hrung vergleichbarer AuftrÃ¤ge, Referenzen</i>". Die Beschwerdegegnerin fÃ¼hrt in ihrer Beschwerdeantwort hierzu aus, aus einem Schreiben von Rechtsanwalt Dr. M. sowie eingeholten AuskÃ¼nften bei der Architektin O., dem ArchitekturbÃ¼ro P., bei der Bauabtei­lung SBB und bei der Q. AG habe gefolgert wer­den mÃ¼ssen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin versucht sein kÃ¶nnte, ihr tiefes Angebot durch zu­mindest teilweise unberechtigte Diskus­sionen Ã¼ber Einheitspreise und Preisnach­for­de­run­gen "nachzubessern". Die unmissver­stÃ¤nd­liche Auskunft der M.-Wohnbauge­nos­sen­schaft J., wonach sich die Auseinander­set­zung mit der BeschwerdefÃ¼hrerin "auf teils un­begrÃ¼ndete und an den Haaren herbeigezo­ge­ne Nachforderungen, ferner Ã¼bersetzte Prei­se bei eingeholten Nachtragsofferten" konzent­rier­te, habe die Schulgemeinde notge­drungen als gewichtigen Negativpunkt berÃ¼cksich­ti­gen mÃ¼ssen. Hinsichtlich des Werkho­fs C. habe die Politische Gemeinde auch qualitative Beanstandungen anbringen mÃ¼ssen. Na­mentlich habe es bei jenem Bau noch heute Diskus­sionen Ã¼ber die AusfÃ¼hrung gegeben. Auch die SpeditivitÃ¤t in der Erledigung von MÃ¤ngel­behebungsarbeiten sei ein Kriterium, das die Beschwerdegegnerin bei der Beurteilung der verschiedenen Angebote mit berÃ¼ck­sichtigen durfte. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) In ihrer Rechtsmittelschrift vom 14. Juli 1999 fÃ¼hrt die BeschwerdefÃ¼hrerin hierzu aus, sie habe ausgezeichnete Referenzen. Einzig mit der M.-Wohnbaugenossen­schaft J. seien tatsÃ¤chlich gewisse Differenzen entstanden. Es werde aber verschwiegen, dass das Devis unvollstÃ¤ndig und teilweise mangelhaft gewesen sei, die Abmahnungen absolut berechtigt waren, die Termine trotz hartem Winter eingehalten wurden, der Bau­leiter das Objekt bei Halbzeit praktisch ohne Vorkenntnisse Ã¼bernehmen musste, die Ar­beiten innerhalb des Vertrags abgerechnet werden konnten und der Architekt mitten in der Bauzeit gesundheitlich ausgefallen war. Was den Sichtbeton beim Werkhof C. be­tref­fe, so seien Teile der BetonflÃ¤chen mit Blechen und Stahlbauten Ã¼berdeckt worden. Von den Ã¼brigen SichtbetonflÃ¤chen seien 95% - 98% sehr gut. Beim Rest seien gewisse Kor­rek­turen notwendig. Die beanstandeten Punkte wÃ¼rden jedoch anstandslos erledigt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Die Erfahrung in der AusfÃ¼hrung vergleichbarer AuftrÃ¤ge ist ein zulÃ¤ssiges Zu­schlagskriterium. Referenzen bzw. AuskÃ¼nfte Ã¼ber frÃ¼her erstellte Bauwerke sind naturge­mÃ¤ss subjektiv verfasst. Aus mehreren gleichlautenden AuskÃ¼nften darf aber abgeleitet werden, dass ihnen eine gewisse ObjektivitÃ¤t zukommt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In einem Schreiben vom 29. Juni 1999 hÃ¤lt Dr. L. als ehemaliges Mitglied des Ver­waltungsrats der M.-Wohnbaugenossenschaft J. zu den Bau­meis­terarbeiten der Beschwer­defÃ¼hrerin in den Jahren 1994 - 1996 fest, dass bezÃ¼glich Preise und Termine mit der Be­schwerdefÃ¼hrerin Schwierigkeiten entstanden. Diese Aus­sage deckt sich mit verschiedenen telefonisch eingeholten Referenzen. Die erhaltenen Aus­kÃ¼nf­te sind an sich fÃ¼r die Be­schwer­defÃ¼hrerin grundsÃ¤tzlich positiv; bemÃ¤ngelt wird aber ver­schiedentlich die Preis­nachforderungen durch die BeschwerdefÃ¼hrerin. ‑ Die Beschwer­de­gegnerin rÃ¼gt weiter in ihrem Vergabeentscheid bzw. in ihrem Begleitschreiben an die Be­schwerdefÃ¼hrerin, die SichtbetonqualitÃ¤t beim Werkhof C. entspreche nicht den Vorgaben der Architekten. Tat­sÃ¤chlich enthÃ¤lt das Abnahmeprotokoll vom 2. Juli 1999 betreffend Werkhof R. in C., ver­schiedene Beanstandungen zum Sicht­beton. Da auch das Bauprojekt der Schulgemeinde C. grosse FlÃ¤chen Sichtbeton bei WÃ¤nden, Treppenschalungen, Decken, UnterzÃ¼ge usw. vom Typ 3 und 4 vorsieht, durf­te die Beschwerdegegnerin die Beanstandungen beim Werkhof hinsichtlich Sichtbeton als fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin negativ werten. Das zweite Zu­schlags­kriterium erfÃ¼llt die Be­schwerdefÃ¼hrerin somit nicht zur vollen Zufriedenheit.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) BezÃ¼glich der Zuschlagskriterien 3 (organisatorische und technische Leistungs­fÃ¤higkeit) und 4 (AusbildungsplÃ¤tze) ergeben sich keine fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin nega­tiven und entscheidrelevanten UmstÃ¤nde. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Was das Zuschlagskriterium des <i>preislich gÃ¼nstigsten Angebots </i>betrifft, so hat die BeschwerdefÃ¼hrerin das tiefste Angebot eingereicht. Dieses musste allerdings wegen Ad­di­tions‑/Zusammenzugsfehler um rund Fr. 282'000.‑ nach oben korrigiert werden. Die Netto-Offertsumme der BeschwerdefÃ¼hrerin betrÃ¤gt ohne die ‑ von der Gemeindever­sammlung ab­gelehnte ‑ Holzschnitzelfeuerung und ohne Korrektur der vorn erwÃ¤hnten "unklaren" Positionen 451.401 und 673.305 Fr. 2'543'348.‑. Das Netto-Angebot der be­rÃ¼cksichtigten H. AG/I. AG liegt mit Fr. 2'640'938.‑ 3,84 % Ã¼ber jenem der Beschwer­de­fÃ¼hrerin. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Zusammengefasst ist festzuhalten, dass das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin in wichtigen Punkten unvollstÃ¤ndig war, was gemÃ¤ss § 26 Abs. 1 lit. d SubmV zum Aus­schluss der BeschwerdefÃ¼hrerin von der Teilnahme fÃ¼hrt. Mit der Nennung der VollstÃ¤n­digkeit des Angebots als erstrangiges Zuschlagskriterium hat die Beschwerdegegnerin zum Ausdruck gebracht, dass dieses Erfordernis streng gehandhabt wird. Zudem ergeben sich bei der BeschwerdefÃ¼hrerin gewisse Bedenken hinsichtlich des zweiten Zuschlagskrite­riums ("Erfahrung in der AusfÃ¼hrung vergleichbarer AuftrÃ¤ge, Referenzen"). Der Umstand, dass dieses Kriterium an zweiter Stelle aufgefÃ¼hrt wird, spricht dafÃ¼r, dass dieser Gesichts­punkt wichtiger ‑ oder zumindest gleichrangig ‑ ist als das als letztes genannte Kriterium des preislich gÃ¼nstigsten Angebots. Im Gegensatz zu demjenigen der BeschwerdefÃ¼hrerin war das Angebot der ARGE H. AG/I. AG vollstÃ¤ndig und erfÃ¼llt diese An­bietergemein­schaft das zweite Zuschlagskriterium bestens. Unter diesen UmstÃ¤nden spielt es keine Rol­le, dass das Angebot der ARGE H. AG/I. AG preislich um 3,84% Ã¼ber jenem der Be­schwer­defÃ¼hrerin liegt. FÃ¼r den in der Beschwerdeschrift pau­schal erhobenen Vorwurf, die Baukommission habe sich bei ihrem Vergabeentscheid "vor allem von regionalen, protek­tionistischen Argumenten" und damit von vergabefremden Kriterien leiten lassen, finden sich in den Akten keinerlei Anhaltspunkte. Der Zuschlag an die von der Beschwerdegeg­nerin ausgewÃ¤hlte Anbieterin war mithin gerechtfertigt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. AusgangsgemÃ¤ss hat die Beschwerde­fÃ¼hrerin die Verfahrenskosten zu tragen. Sie ist Ã¼berdies zu verpflichten, der Beschwerde­gegnerin eine angemessene EntschÃ¤digung von Fr. ......‑ fÃ¼r ihre Umtriebe im Beschwer­deverfahren auszurichten (§ 17 Abs. 2 VRG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>