<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2006.00011</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205840&amp;W10_KEY=13013562&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2006.00011</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 10.05.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Grundstückgewinnsteuer (2. Rechtsgang)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Kostenverlegung im zweiten Rechtsgang durch die Steuerrekurskommission Zusprechung einer Parteientschädigung durch die Steuerrekurskommission Hebt das Verwaltungsgericht einen Rekursentscheid auf, weil es die Sache an die Rekurskommission zurückweist, dann befindet sich das Rekursverfahren in demjenigen Stand, in welchem es sich vor Fällung des aufgehobenen Rekursentscheids befunden hat. Das Verfahren wird alsdann erst mit dem Neuentscheid im zweiten Rechtsgang abgeschlossen. Kostenauflage und -verlegung sind deshalb so vorzunehmen, wie wenn der erste Entscheid nicht erfolgt wäre. Massgebend ist folglich einzig der Verfahrensausgang gemäss Neuentscheid. Erweist sich gemäss diesem eine in einem ersten Rechtsgang eingeholte Expertise als unnütz, so sind allerdings die entsprechenden Kosten trotz an sich bestehender umfassender Kostenverlegungspflicht auf die Staatskasse zu nehmen. Was die Zusprechung einer Parteientschädigung betrifft, so muss diese nur angemessen sein und prüft das Verwaltungsgericht lediglich, ob die Rekurskommission bei der Zusprechung ihr Ermessen missbraucht hat und sich von sachfremden Gesichtspunkten hat leiten lassen. Da solches im vorliegenden Fall geschehen ist, ist die ihm Rekursverfahren durch den Beschwerdegegner zu leistende Parteientschädigung zu erhöhen.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTSCHÃDIGUNG">ENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTSCHÃDIGUNGSHÃHE">ENTSCHÃDIGUNGSHÃHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EXPERTISE">EXPERTISE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GUTACHTENSKOSTEN">GUTACHTENSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIENTSCHÃDIGUNG">PARTEIENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: EinschÃ¤tzungs-,Rekurs- und Beschwerdeverfahren ST: REKURSVERFAHREN">REKURSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKWEISUNG">RÃCKWEISUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 12 GebV VGr</span><br/><span class="ungerade">§ 151 Abs. I StG</span><br/><span class="gerade">§ 152 StG</span><br/><span class="ungerade">§ 17 Abs. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2006 Nr. 94</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A und C verÃ¤usserten am 17. Dezember 1998 als GesamteigentÃ¼mer infolge einfacher Gesellschaft das an der L-Strasse 02â 03â 04 und 05 in der Gemeinde X gelegene GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 05 (drei WohnhÃ¤user und ein Gewerbehaus mit 4880 m<sup>2</sup> GebÃ¤udegrundflÃ¤che, Hofraum und Garten) zum Preis von Fr. 15'850'000.- an die F. Aus Anlass dieser HandÃ¤nderung auferlegte der Ausschuss fÃ¼r Grundsteuern der Gemeinde X den VerÃ¤usserern mit Einspracheentscheid vom 27. MÃ¤rz 2003 eine GrundstÃ¼ckgewinnsteuer von Fr. â¦</p> <p class="Urteilstext">Die Steuerrekurskommission III hiess den Rekurs der Pflichtigen am 18. MÃ¤rz 2005 teilweise gut. Sie ermittelte einen GrundstÃ¼ckgewinn von Fr. 923'699.- und setzte demgemÃ¤ss die GrundstÃ¼ckgewinnsteuer auf Fr. â¦ herab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 22. April 2005 (SB.2005.00033) beantragte der Ausschuss fÃ¼r Grundsteuern der Gemeinde X dem Verwaltungsgericht, es sei ein GrundstÃ¼ckgewinn von Fr. 2'085'314.10 zu veranlagen; zudem verlangte er die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Urteilstext">Die Pflichtigen liessen am 29. April 2005 ihrerseits durch C Beschwerde erheben (SB.2005.00035) mit dem Antrag, es sei die Sache an die Steuerrekurskommission III zurÃ¼ckzuweisen; eventualiter sei der Steuerbetrag auf Fr. 0 festzusetzen. DarÃ¼ber hinaus forderten sie eine ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht vereinigte mit Entscheid vom 21. September 2005 die beiden Beschwerden. Es hiess die</span> Beschwerde der Gemeinde X teilweise und diejenige der Pflichtigen vollstÃ¤ndig gut und wies die Sache zur weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid an die Steuerrekurskommission III zurÃ¼ck. Ausserdem wies es die Rekurskommission an, Ã¼ber die Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen des Rekursverfahrens im Neuentscheid zu befinden. Es erwog, das Gericht kÃ¶nne nicht beurteilen, ob fÃ¼r die Delegation der Unterschriftsberechtigung des Gemeindesteueramts an die G GmbH, welche Auflagen im Namen des Gemeindesteueramts erlassen habe, eine hinreichende Rechtsgrundlage im kommunalen Recht bestehe, weil die Rekurskommission die AbklÃ¤rung dieser Frage zu Unrecht als unerheblich gewÃ¼rdigt habe. Ausserdem habe die Rekurskommission eine allfÃ¤llige Verletzung des vom Pflichtigen C rechtzeitig verlangten Rechts auf mÃ¼ndliche Vertretung der Einsprache im Rekursverfahren nicht geheilt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dies Steuerrekurskommission III hiess in ihrem Neuentscheid vom 16. Dezember 2005 den Rekurs von C vollstÃ¤ndig und denjenigen von A teilweise gut. Sie wies die Sache zur DurchfÃ¼hrung einer gesetzmÃ¤ssigen EinschÃ¤tzung und zur Neuentscheidung an den Ausschuss fÃ¼r Grundsteuern der Gemeinde X zurÃ¼ck. Sie gelangte zum Schluss, dass eine Rechtsgrundlage fÃ¼r die Unterschriftsdelegation an H (</span>G GmbH) gefehlt habe. Der Ausschuss habe auch die versÃ¤umte mÃ¼ndliche Verhandlung nachzuholen.</p> <p class="Urteilstext"><span>Die Rekurskommission auferlegte die Verfahrenskosten von Fr. 22'458.95, worunter Fr. 15'524.35 Expertenkosten des ersten Rechtsgangs, zu 1/3 C und zu 2/3 der Gemeinde X, unter solidarischer Haftung von A mit C. Ausserdem verpflichtete sie die Gemeinde X, C eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (inkl. Mehrwertsteuer) zu bezahlen. Die Rekurskommission fÃ¼hrte aus, weil sich der zweite Rechtsgang auf die verfahrensrechtlichen Aspekte, ob die EinschÃ¤tzung bzw. der Einspracheentscheid gesetzmÃ¤ssig zustande gekommen seien oder nicht, beschrÃ¤nkt habe, rechtfertige es sich, die StaatsgebÃ¼hr gegenÃ¼ber dem Streitwert angemessen herabzusetzen und der Gemeinde X als Verursacherin der RÃ¼ckweisung aufzuerlegen. Entsprechend erscheine eine von der Gemeinde C zu entrichtende ParteientschÃ¤digung von (insgesamt) Fr. 1'000.- als angemessen. Nachdem das Verwaltungsgericht keine Stellung zu den materiellen Streitfragen bezogen habe, bestehe fÃ¼r die Rekurskommission kein Anlass, daran zu zweifeln, dass die im ersten Rechtsgang angeordnete Expertise fÃ¼r die Rechtsfindung nÃ¶tig gewesen sei. Die Parteien hÃ¤tten sich denn auch auf der Grundlage der vom SachverstÃ¤ndigen geschÃ¤tzten Mietzinse verstÃ¤ndigt. Es erscheine daher sachgerecht, diese Expertenkosten samt den "Nebenskosten" des ersten Rechtsgangs im gleichen VerhÃ¤ltnis wie im Erstentscheid den Parteien aufzuerlegen. FÃ¼r den zweiten Rechtsgang seien hingegen keine weiteren Kosten zu erheben.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>IV. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 7. Februar 2006 liess C dem Verwaltungsgericht beantragen, es seien ihm keine Rekurskosten aufzuerlegen und es sei ihm eine auf Fr. 6'000.- zuzÃ¼glich Mehrwertsteuer erhÃ¶hte ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Rekursverfahren zuzusprechen. Ausserdem verlangte er die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren und stellte das Begehren um Sistierung des Beschwerdeverfahrens.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>WÃ¤hrend die Steuerrekurskommission III auf Vernehmlassung verzichtete, liess A den Antrag stellen, die Kosten des ersten und des zweiten Rechtsgangs seien der Gemeinde X aufzuerlegen. DarÃ¼ber hinaus verlangte er eine ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren. Die Gemeinde X schloss auf Abweisung der Beschwerde und forderte die Zusprechung eine ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Einzelrichter Ã¼berwies die Akten der 2. Kammer zur Beurteilung.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Entgegen dem Antrag des Pflichtigen C besteht kein triftiger Grund, das vorliegende Verfahren betreffend Kostenauflage und ParteientschÃ¤digung zu sistieren, damit sich die Parteien Ã¼ber die GrundstÃ¼ckgewinnsteuer einigen kÃ¶nnen. Solches ist ihnen auch bei FortfÃ¼hrung und Erledigung des Beschwerdeverfahrens mÃ¶glich.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 in Verbindung mit § 213 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden.</p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sachverhalt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das von der Re­kurs­kommission in Ãbereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf Angemessen­heit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekurs­instanz zu setzen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts erstreckt sich lediglich auf rechtsverletzende Ermessensfehler, d.h. auf ErmessensÃ¼berschreitung und auf Ermes­sens­missbrauch.</p> <p class="Urteilstext">Ihr Ermessen Ã¼berschreitet die BehÃ¶rde, wenn sie den Rahmen des ihr gesetzlich zustehenden Ermessens verlÃ¤sst, indem sie nach Ermessen entscheidet, obwohl ihr das Gesetz kein solches einrÃ¤umt. Ein Ermessensmissbrauch liegt vor, wenn die BehÃ¶rde das Ermessen zwar im gesetzlich vorgegebenen Rahmen ausÃ¼bt, dieses aber unter sachfremden Gesichtspunkten oder in Missachtung allgemeiner Rechtsprinzipien betÃ¤tigt; das ist insbe­sondere der Fall, wenn die ErmessensbetÃ¤tigung als unhaltbar, als willkÃ¼rlich und rechts­ungleich erscheint (RB 1999 Nr. 147).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die Kosten des Verfahrens vor der Rekurskommission werden laut § 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 212 StG der unterliegenden Partei auferlegt; wird der Rekurs teilweise gutgeheissen, werden sie anteilsmÃ¤ssig aufgeteilt. Wenn besondere VerhÃ¤ltnisse es rechtfertigen, kann nach § 151 Abs. 3 StG von einer Kostenauflage abgesehen werden. </p> <p class="Urteilstext">Stets sind die gesamten Kosten als solche zu verlegen. Es ist im Allgemeinen nicht statthaft, einzelne Kosten, wie beispielsweise jene fÃ¼r ein Gutachten, den Parteien nach einem andern SchlÃ¼ssel als die Ã¼brigen Kosten aufzuerlegen. Immerhin ist es zulÃ¤ssig, einen Teil der Barauflagen auf die Staatskasse zu nehmen, etwa wenn die Rekurskommission unnÃ¶tigerweise eine Expertise eingeholt hat (vgl. Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann/Hans Ulrich Meuter, Kommentar zum harmonisierten Steuergesetz, 2.A. ZÃ¼rich 2006, § 151 N. 18).</p> <p class="Urteilstext">Hebt das Verwaltungsgericht einen Rekursentscheid auf, weil es die Sache an die Rekurskommission zurÃ¼ckweist, dann befindet sich das Rekursverfahren in demjenigen Stand, in welchem es sich vor FÃ¤llung des aufgehobenen Rekursentscheids befunden hat. Das Verfahren wird alsdann erst mit dem Neuentscheid im zweiten Rechtsgang abgeschlossen. Kostenauflage und -verlegung sind deshalb so vorzunehmen, wie wenn der erste Entscheid nicht erfolgt wÃ¤re. Massgebend ist folglich einzig der Verfahrensausgang gemÃ¤ss Neuentscheid (vgl. so schon RB ORK 1955 Nr. 56). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die Rekurskommission hat die Sache wegen schwerwiegender VerfahrensmÃ¤ngel â wegen Unterschriftsdelegation ohne Rechtsgrundlage an aussenstehende Personen und versÃ¤umter mÃ¼ndlicher AnhÃ¶rung eines Pflichtigen â an den Ausschuss fÃ¼r Grundsteuern der Gemeinde X zurÃ¼ckgewiesen und diesen angehalten, auf der Grundlage eines gehÃ¶rig durchgefÃ¼hrten Verfahrens einen neuen Veranlagungsentscheid zu fÃ¤llen. </p> <p class="Urteilstext">Sie hat daher zu Recht erwogen, es rechtfertige sich, die StaatsgebÃ¼hr der Gemeinde X als Verursacherin der RÃ¼ckweisung aufzuerlegen. Das gilt indessen auch fÃ¼r die AusfertigungsgebÃ¼hren, Porti und Barauslagen des ersten Rechtsgangs von insgesamt Fr. 923.-, wobei angenommen werden darf, die AusfertigungsgebÃ¼hren und Porti entsprÃ¤chen jenen massgeblichen des Neuentscheids. </p> <p class="Urteilstext">Angesichts der schon in der Rekursschrift gerÃ¼gten VerfahrensmÃ¤ngel, deren BegrÃ¼ndetheit die Rekurskommission im zweiten Rechtsgang festgestellt hat, erweisen sich die im ersten Rechtsgang eingeholte Expertise und der durchgefÃ¼hrte Augenschein als unnÃ¼tz. Die Rekurskommission hÃ¤tte die Kosten dieser Untersuchungshandlungen auf die Staatskasse nehmen sollen (vgl. RB 1961 Nr. 61; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, § 151 N. 18), was sie jedoch zu Unrecht unterlassen hat.</p> <p class="Urteilstext">Dementsprechend sind die Rekurskosten im Betrag von (Fr. 6'000.- StaatsgebÃ¼hr + Fr. 923.- =) Fr. 6'923.- der Gemeinde X aufzuerlegen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>FÃ¼r die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung gilt kraft § 152 in Verbindung mit § 212 StG das Verwaltungsrechtspflegegesetz vom 24. Mai 1959 (VRG) sinngemÃ¤ss. Nach § 17 Abs. 2 VRG kann die unterliegende Partei oder Amtsstelle zu einer ange­messenen EntschÃ¤digung fÃ¼r die Umtriebe ihres Gegners verpflichtet werden, namentlich wenn die rechtsgenÃ¼gende Darlegung komplizierter Sachverhalte und schwieriger Rechtsfragen besonderen Aufwand erforderte oder den Beizug eines Rechtsbeistandes rechtfertigte (lit. a), oder ihre Rechtsbegehren oder die angefochtene Anordnung offen­sichtlich unbegrÃ¼ndet waren (lit. b).</p> <p class="Urteilstext">Das Gesetz verlangt die Zusprechung einer "angemessenen", nicht also einer "vollen" EntschÃ¤digung. Zu ersetzen ist somit lediglich der notwendige Rechtsverfolgungsaufwand (vgl. RB 1998 Nr. 8). Notwendig sind dabei Parteikosten, die zur sachgerechten und wirksamen Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung aufgrund der besonderen UmstÃ¤nde des Einzelfalls objektiv unerlÃ¤sslich sind (<span>RB 1981 Nr. 5; </span>vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2.A. ZÃ¼rich 1999, § 17 N. 10 ff. und 36 ff.). <span>Eine "volle" EntschÃ¤digung in dem Sinn, dass sÃ¤mtliche mit dem Prozess irgendwie zusammen­hÃ¤ngenden, auch indirekt durch diesen ver­ursachten Umtriebe abzugelten wÃ¤ren, liesse sich demge­gen­Ã¼ber sachlich nicht rechtfertigen. Zu den entschÃ¤digungsberechtigten Umtrieben im Rekurs­ver­fahren gehÃ¶ren namentlich die Auslagen fÃ¼r die Beratung, die Vertretung oder die Ausarbeitung der Rekursschrift, fer­ner der Zeitaufwand und die Kosten, die durch Teilnahme an Ver­hand­lungen, die Instruk­tion des Beraters oder Vertre­ters und die Beschaffung von Beweismitteln, Unterlagen, Li­teratur und Gerichtsentscheiden entstanden sind. Bei der Festset­zung der EntschÃ¤digung ist zum einen von der Bedeutung des Rechts­streits und vom Mass an Verantwor­tung bei dessen FÃ¼hrung auszugehen, welche Um­stÃ¤nde in der HÃ¶he des Streit­werts zum Ausdruck gelangen kÃ¶nnen; zum an­dern sind die tatsÃ¤chlichen und/oder rechtli­chen Schwierig­keiten des Falls und dessen Umfang sowie GrÃ¼n­de der Billig­keit zu berÃ¼cksich­tigen (RB 1992 Nr. 34).</span></p> <p class="Urteilstext">Diese aus dem Gesetz fliessenden Ãberlegungen finden etwa auch in § 12 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997 (LS 175.252) ihren Niederschlag, wonach die ParteientschÃ¤digung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen bemessen wird (Abs. 1) und ein unnÃ¶tiger oder geringfÃ¼giger Aufwand nicht ersetzt wird (Abs. 2).</p> <p class="Urteilstext">Einem bestimmten oder bestimmbaren Streitwert trÃ¤gt die 2. Kammer des Verwaltungsgerichts in langjÃ¤hriger Praxis bei einer vertretenen Partei durch Heranziehung der Verordnung des Obergerichts Ã¼ber die AnwaltsgebÃ¼hren vom 10. Juni 1987 (LS 215.3) Rechnung. Die nach dem dort in § 2 Abs. 1 festgelegten Tarif berechnete GrundgebÃ¼hr wird fÃ¼r das Beschwerdeverfahren in der Regel auf einen Drittel herabgesetzt (VGr, <a id="GA_GESCH_NR">21. Mai 2003, SB.2002.00103</a> und SB.2002.00104, E. 5b, verÃ¶ffentlicht auf http://www.vgrzh.ch), wobei die so ermittelte EntschÃ¤digung bei Vorliegen besonderer UmstÃ¤nde um hÃ¶chstens die HÃ¤lfte Ã¼ber- oder unterschritten werden kann. Allerdings kÃ¶nnen diese GrundsÃ¤tze nicht ohne weiteres auf die Festsetzung einer angemessenen EntschÃ¤digung fÃ¼r das Rekursverfahren Ã¼bertragen werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Die angemessene EntschÃ¤digung ist im Einzelfall von der Rekurskommission nach freiem, aber pflichtgemÃ¤ssem Ermessen festzusetzen (vgl. RB 1998 Nr. 8). Im Beschwerdeverfahren darf das Verwaltungsgericht daher nur prÃ¼fen, ob die Rekurskommission ihr Ermessen missbraucht hat, was namentlich der Fall ist, wenn sie die ParteientschÃ¤digung im Licht der dargelegten GrundsÃ¤tze willkÃ¼rlich, insbesondere nach sachfremden Gesichtspunkten, festgesetzt hat (siehe vorn ErwÃ¤gung 2 am Ende; vgl. auch RB 1992 Nr. 39). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>In der Tat erscheint die dem Pflichtigen C von der Rekurskommission zugesprochene EntschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (inkl. Mehrwertsteuer) angesichts des aufwendig durchgefÃ¼hrten Rekursverfahrens und des Streitwerts im Rekursverfahren von rund Fr. ... (entsprechend der HÃ¤lfte der mit Einspracheentscheid vom 27. MÃ¤rz 2003 veranlagten GrundstÃ¼ckgewinnsteuer von Fr. â¦) als sachlich nicht haltbar. Es rechtfertigt sich, die ParteientschÃ¤digung â wie beantragt â auf Fr. 6'000.- zuzÃ¼glich Mehrwertsteuer von (7,6 % von Fr. 6'000.- = Fr. 456.- =) Fr. 6'456.- festzusetzen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Der Pflichtige A hat im Rekursverfahren keinen RÃ¼ckweisungs-, sondern lediglich einen EinschÃ¤tzungsantrag gestellt. Angesichts des infolge der RÃ¼ckweisung unentschiedenen Ausgangs des Verfahrens hat er entgegen seiner Auffassung in der Beschwerdevernehmlassung von vornherein keinen Anspruch auf eine ParteientschÃ¤digung. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Aus all den angefÃ¼hrten GrÃ¼nden ist die Beschwerde gutzuheissen. </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der Gemeinde X aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 und § 213 StG) und steht ihr keine ParteientschÃ¤digung zu. Vielmehr hat diese dem BeschwerdefÃ¼hrer C eine solche EntschÃ¤digung auszurichten, welche beim vorliegenden Streitwert von rund Fr. 15'000.- auf Fr. 800.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) festzusetzen ist (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG in Verbindung mit § 152, § 153 Abs. 4 und § 213 StG). A, der mit seinem Antrag auf Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Rekursverfahren unterliegt und lediglich hinsichtlich seiner entfallenden Solidarhaft fÃ¼r Rekurskosten von rund Fr. 7'000.- obsiegt, kommt angesichts des geringfÃ¼gigen Aufwands fÃ¼r die Beschwerdevernehmlassung von vornherein kein EntschÃ¤digungsanspruch zu. </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die Rekurskosten werden im Betrag von Fr. 6'923.- der Beschwerdegegnerin auferlegt und im Ãbrigen auf die Staatskasse genommen. Die Beschwerdegegnerin wird ausserdem verpflichtet, dem BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 2 fÃ¼r das Rekursverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 6'456.- (Mehrwert­steuer inbegriffen) zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'100.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 2 eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 800.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>