<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat soll in einem Bericht den gesetzgeberischen Bedarf zu folgenden religiösen Fragestellungen unserer Gesellschaft darlegen:</p><p>1. das Aufhängen von Kreuzen und anderer religiöser Zeichen in öffentlichen Gebäuden (Gerichte, Verwaltung, Schulen usw.);</p><p>2. das Tragen grösserer religiöser Zeichen (z. B. Habit, Kippa oder Kopftuch) in öffentlichen Gebäuden (Gerichte, Verwaltung, Schulen usw.) im Vergleich zum Tragen kleinerer religiöser Zeichen (z. B. kleine Kreuze, Davidsterne oder Halbmonde als Halsschmuck);</p><p>3. die Abschaffung der Kirchensteuer für juristische Personen (d. h. im StHG festgeschriebenes und mit der Religions- und Glaubensfreiheit begründetes Verbot für die Kantone, Kirchensteuern von juristischen Personen zu erheben).</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist bereit, einen Bericht über Präsenz und Bedeutung religiöser Symbole im öffentlichen Raum ausarbeiten zu lassen (Ziff. 1 und 2 des Postulates). Dieses Thema ist heute Gegenstand von Kontroversen sowohl auf der Ebene des Bundes als auch auf der Ebene der Kantone. Ein Bericht kann zur Klärung der Frage beitragen.</p><p>Einen Bericht zur Frage der Kirchensteuern juristischer Personen (Ziff. 3 des Postulates) erachtet der Bundesrat hingegen nicht als opportun. Die Kompetenz zur Erhebung von Kirchensteuern liegt bei den Kantonen. Ein bundesrechtliches Verbot der Erhebung solcher Steuern durch die Kantone zieht der Bundesrat nicht in Erwägung, sodass es auch nicht sinnvoll ist, dazu einen Bericht zu erarbeiten.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme der Ziffern 1 und 2 sowie die Ablehnung der Ziffer 3 des Postulates.