<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2025-04-17-1C_427-2024.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1C_427/2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 17. April 2025</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Haag, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Merz, </div> <div class="para">nebenamtlicher Bundesrichter Mecca, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Bisaz. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Johannes Glenck, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Bereich Administrativmassnahmen, </div> <div class="para">Lessingstrasse 33, Postfach, 8090 Zürich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Führerausweisentzug, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, 1. Abteilung, Einzelrichterin, vom 6. Juni 2024 (VB.2023.00407). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para">A.________ fuhr am 1. März 2022 mit einem Personenwagen auf der Autobahn B27 in Bad Dürrheim (Deutschland) mit einer Geschwindigkeit von 158 km/h (nach Toleranzabzug) statt der erlaubten 100 km/h. Mit Entscheid des Landratsamts Schwarzwald-Baar, Kreis Villingen-Schweningen wurde er am 8. Juni 2022 unter Berücksichtigung einer Voreintragung im Fahreignungsregister mit 510.- Euro bestraft. A.________ wurde mit einem Fahrverbot von einem Monat belegt. </div> <div class="para">Im eidgenössischen Informationssystem Verkehrszulassung ist A.________ verzeichnet: Verfügung vom 30. Dezember 2019, Entzug des Führerausweises für einen Monat wegen schwerer Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften (Geschwindigkeit, Auslandstat). </div> <div class="para">Gestützt auf diesen Sachverhalt entzog das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich A.________ mit Verfügung vom 7. März 2023 den Führerausweis aufgrund einer schweren Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften für die Dauer von zehn Monaten. Es untersagte ihm während dieser Zeit das Führen von Motorfahrzeugen aller Kategorien, aller Unterkategorien sowie der Spezialkategorie F und hielt fest, diese Massnahme habe auch den Entzug allfälliger Lernfahr- und internationaler Führerausweise sowie die Aberkennung ausländischer Führerausweise zur Folge. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para">Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 11. April 2023 Rekurs an die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich. Diesen Rekurs wies die Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 13. Juni 2023 ab. </div> <div class="para">Dagegen gelangte A.________ mit Beschwerde vom 14. Juli 2023 an das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich. Mit Urteil vom 6. Juni 2024 wies dieses die Beschwerde ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>C.</b> </div> <div class="para">Mit Eingabe vom 10. Juli 2024 erhebt A.________ dagegen Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht. Er beantragt, das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 6. Juni 2024 aufzuheben und dem Beschwerdeführer den Führerausweis für einen Monat zu entziehen. Allenfalls sei das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 6. Juni 2024 aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. </div> <div class="para">Das kantonale Strassenverkehrsamt sowie das Bundesamt für Strassen ASTRA stellen den Antrag, die Beschwerde abzuweisen. Das Verwaltungsgericht beantragt, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>D.</b> </div> <div class="para">Mit Präsidialverfügung vom 24. Juli 2024 hat das Bundesgericht der Beschwerde auf Antrag des Beschwerdeführers die aufschiebende Wirkung erteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid über einen Führerausweisentzug. Dagegen steht die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nach <span class="artref">Art. 82 ff. BGG</span> offen. Ein Ausnahmegrund (vgl. <span class="artref">Art. 83 BGG</span>) liegt nicht vor. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen und ist als betroffener Ausweisinhaber zur Beschwerde berechtigt (vgl. <span class="artref">Art. 89 Abs. 1 BGG</span>). Da auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen gegeben sind, ist auf die Beschwerde vorbehältlich zulässiger und genügend begründeter Rügen (vgl. Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 i.V.m. <span class="artref">Art. 95 ff. BGG</span>) einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Mit der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann insbesondere die Verletzung von Bundesrecht gerügt werden (<span class="artref">Art. 95 lit. a BGG</span>). Das Bundesgericht wendet dieses grundsätzlich von Amtes wegen an (<span class="artref">Art. 106 Abs. 1 BGG</span>). Die Verletzung von Grundrechten prüft es insoweit, als eine solche Rüge in der Beschwerde vorgebracht und genügend begründet worden ist (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=05.04.2025&amp;to_date=24.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F148-I-127%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page127">BGE 148 I 127</a> E. 4.3 mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Streitig ist ein Führerausweisentzug nach einer Widerhandlung im Ausland. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.1.</b> Gemäss Art. 16c <sup>bis</sup> Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 1958 (SVG; SR 741.01) wird nach einer Widerhandlung im Ausland der Führerausweis entzogen, wenn im Ausland ein Fahrverbot verfügt wurde und die Widerhandlung nach den <span class="artref"><artref id="CH/741.01/16^b" type="start"></artref>Art. 16b und 16c SVG</span><artref id="CH/741.01/16^c" type="end"></artref> als mittelschwer oder schwer zu beurteilen ist. <span class="artref">Art. 16c <sup>bis</sup> SVG</span> bildet die formelle Rechtsgrundlage für den Entzug des Führerausweises durch eine schweizerische Verwaltungsbehörde wegen eines im Ausland begangenen Verkehrsdelikts (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=05.04.2025&amp;to_date=24.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F148-II-511%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page511">BGE 148 II 511</a> E. 2.1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.2.</b> Bei der Festsetzung der Dauer des Ausweisentzugs sind die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu lenken (<span class="artref">Art. 16 Abs. 3 Satz 1 SVG</span>), wobei die Mindestentzugsdauer nicht unterschritten werden darf (<span class="artref">Art. 16 Abs. 3 Satz 2 SVG</span>). Die konkret verfügte Entzugsdauer soll geeignet sein, die mit der Massnahme beabsichtigte erzieherische und präventive Wirkung am besten zu erzielen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=05.04.2025&amp;to_date=24.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F128-II-173%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page173">BGE 128 II 173</a> E. 4b). Bei im Ausland begangenen Widerhandlungen gilt zusätzlich die spezielle Bestimmung von <span class="artref">Art. 16c <sup>bis</sup> Abs. 2 SVG</span>. Danach sind die Auswirkungen des ausländischen Fahrverbots zu beachten, wobei die Mindestentzugsdauer in Abweichung von der Grundregel von <span class="artref">Art. 16 Abs. 3 Satz 2 SVG</span> unterschritten werden darf. Hingegen darf die Entzugsdauer bei Personen, zu denen im Informationssystem über die Verkehrszulassung (vgl. <span class="artref">Art. 89c lit. d SVG</span>) keine Daten zu Administrativmassnahmen enthalten sind, die am Begehungsort im Ausland verfügte Dauer des Fahrverbotes nicht überschreiten. In einem solchen Fall darf die schweizerische Behörde mithin keine strengere Wertung vornehmen als die ausländische, selbst wenn nach hiesigen Massstäben ein längeres Fahrverbot gerechtfertigt erschiene (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=05.04.2025&amp;to_date=24.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-II-256%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page256">BGE 141 II 256</a> E. 2.4). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.3.</b> Das Bundesgericht hat in <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=05.04.2025&amp;to_date=24.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F148-II-511%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page511">BGE 148 II 511</a> E. 4.4 f. festgehalten, dass ein Eintrag im Informationssystem über die Verkehrszulassung genügt, damit die ausländische Entzugsdauer überschritten werden darf. Der Eintrag muss nicht kaskadenrelevant i.S.v. Art. 16a Abs. 2, Art. 16b Abs. 2 lit. b-f und <span class="artref"><artref id="CH/741.01/16^c/e" type="start"></artref><artref id="CH/741.01/16^c/b" type="start"></artref>Art. 16c lit. b-e SVG</span><artref id="CH/741.01/16^c/e" type="end"></artref><artref id="CH/741.01/e" type="end"></artref> sein. Nur tatsächliche Ersttäter im Strassenverkehr können von der Regelung profitieren, dass die im Ausland verfügte Dauer eines Führerausweisentzugs von den Schweizer Behörden nicht überschritten werden darf. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.4.</b> Insgesamt sind bei der Festlegung der Entzugsdauer grundsätzlich die für Inlandtaten geltenden Vorschriften anzuwenden, sofern sich aus <span class="artref">Art. 16c <sup>bis</sup> SVG</span> nichts anderes ergibt. Die schon vollstreckte ausländische Massnahme ist anzurechnen, wobei der schweizerische Entzug und die ausländische Massnahme zusammen nicht strenger erscheinen dürfen als ein Entzug bei einer in der Schweiz begangenen Anlasstat (zum Ganzen: Urteil 1C_354/2022 vom 10. Juli 2023 E. 3.4 mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer wehrt sich einzig dagegen, dass er nicht wie eine Person ohne Eintrag im Informationssystem über die Verkehrszulassung nach Art. 16c bis Abs. 2 dritter Satz SVG beurteilt wurde. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.1.</b> Der Beschwerdeführer argumentiert, die Vorinstanz lege <span class="artref">Art. 16c bis Abs. 2 SVG</span> entgegen der Ratio legis und dem Willen des Gesetzgebers aus. Diese Bestimmung sei so formuliert, um einer allfälligen Informationsasymmetrie einer ausländischen Behörde, die nach der Vorstellung des Gesetzgebers keine Kenntnisse von Vorakten haben werde, Rechnung zu tragen. Diese Ausgangslage bestehe vorliegend aber nicht, da das Landratsamt Kenntnis sämtlicher Umstände gehabt habe. Somit sei <span class="artref">Art. 16c bis Abs. 2 SVG</span> ihrem Sinn und Zweck nach auszulegen, was dazu führe, dass in diesem Fall die deutsche Sanktion von einem Monat Führerausweisentzug, die in Kenntnis aller relevanten Umstände festgelegt worden sei, zu übernehmen sei. Die Vorinstanz habe daher zu Unrecht eine Administrativmassnahme geschützt, die über die ausländische Sanktion hinausgehe. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.2.</b> Was der Beschwerdeführer vorbringt, entspricht dem, was er bereits vor der Vorinstanz vorgebracht hat. Auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz kann deshalb verwiesen werden (<span class="artref">Art. 109 Abs. 3 BGG</span>). Wie die Vorinstanz zu Recht darlegt, handelt es sich bei der vom Beschwerdeführer begangenen Überschreitung der signalisierten Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn um 58 km/h um eine schwere Widerhandlung im Sinn von <span class="artref">Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG</span>. Zudem weist der Beschwerdeführer wegen einer früheren Widerhandlung einen Eintrag wegen schwerer Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften (Auslandstat) im Informationssystem Verkehrszulassung auf. Nach <span class="artref">Art. 16c bis SVG</span> gilt der Beschwerdeführer daher als Wiederholungstäter und kann sich entsprechend auch nicht auf die bevorzugte Behandlung von Ersttätern nach <span class="artref">Art. 16c bis Abs. 2 SVG</span> berufen, wie die Vorinstanz zu Recht schliesst. Der Beschwerdeführer dringt mit seinen Einwendungen dagegen nicht durch. Letztlich soll er nach seiner Argumentation auch dann als Ersttäter i.S.v. <span class="artref">Art. 16c bis SVG</span> bevorzugt behandelt werden, wenn seine im Ausland begangene Wiederholungstat von den zuständigen ausländischen Behörden in Kenntnis seiner früheren Taten (bzw. der im Informationssystem über die Verkehrszulassung verzeichneten Taten) beurteilt wurde. Eine solche Interpretation ist weder im Wortlaut von <span class="artref">Art. 16c bis SVG</span> angelegt noch mit dieser Bestimmung vereinbar. Von der Erleichterung nach <span class="artref">Art. 16c bis Abs. 2 SVG</span> profitieren nur eigentliche Ersttäterinnen und -täter, die keinen Massnahmeneintrag aufweisen (vorne E. 3.3). Der Beschwerdeführer behauptet zu Recht nicht, dass er ein eigentlicher Ersttäter im Sinne von <span class="artref">Art. 16c bis Abs. 2 SVG</span> sei. Entsprechend zielen auch seine Verweisungen auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts zu Ersttäterinnen und -tätern ins Leere. Bei einem Zweittäter erfolgt ein Rückgriff auf das Kaskadensystem ohne Berücksichtigung der Obergrenze, wie das Bundesgericht bereits mehrfach geurteilt hat (siehe insbesondere <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=05.04.2025&amp;to_date=24.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F148-II-511%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page511">BGE 148 II 511</a>; ferner die Urteile 1C_354/2022 vom 10. Juli 2023 E. 3.3 und 5.6; 1C_768/2021 vom 15. Dezember 2022 E. 6). Eine solche Auslegung drängt sich nicht nur nach dem klaren Wortlaut der Bestimmung auf. Wie die Vorinstanz zu Recht argumentiert, führen auch die Rechtsgleichheitsüberlegungen zu diesem Schluss, welche für den Gesetzgeber gleichermassen von grosser Bedeutung waren; so soll eine Widerhandlung im Wiederholungsfall gleich behandelt werden, ob sie in der Schweiz oder im Ausland erfolgt ist (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=05.04.2025&amp;to_date=24.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F148-II-511%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page511">BGE 148 II 511</a> E. 4.4-4.6; Urteile 1C_354/2022 vom 10. Juli 2023 E. 5.6; 1C_768/2021 vom 15. Dezember 2022 E. 6.2). Es liegt daher auch im Sinn des Gesetzgebers, dass eine solche Widerhandlung im Ausland im Wiederholungsfall von keiner Erleichterung nach <span class="artref">Art. 16c bis Abs. 2 SVG</span> profitiert. Die vorinstanzliche Auslegung von <span class="artref">Art. 16c bis Abs. 2 SVG</span> ist entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht zu beanstanden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen. Der unterliegende Beschwerdeführer trägt die Gerichtskosten (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Es sind keine Parteientschädigungen geschuldet (<span class="artref">Art. 68 Abs. 3 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 3'000.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 1. Abteilung, und dem Bundesamt für Strassen schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 17. April 2025 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Haag </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Bisaz </div> </div></body></html>