<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, ein Massnahmepaket auszuarbeiten, welches die Abhängigkeit der Versorgung der Schweizer Bevölkerung mit ausländischen Lebensmitteln verringert.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Parlament hat mit dem am 19. März 2021 beschlossenen Artikel 6a Absatz 1 des Landwirtschaftsgesetzes (SR 910.1) den Bundesrat beauftragt, die Reduktionsziele bei den Stickstoff- und Phosphorverlusten festzulegen. Gemäss Absatz 2 hat sich der Bundesrat dabei auch am Ziel des Ersatzes importierter Kunstdünger durch die Förderung der Nutzung von Nährstoffen basierend auf einheimischen Hofdüngern und einheimischer Biomasse zu orientieren. Bei der Versorgung mit stickstoffhaltigen Mineraldüngern ist die Schweizer Landwirtschaft vollständig von Importen abhängig. China, Indien und Russland sind die grössten Produzenten von Ammoniak, dem Ausgangsstoff für die Produktion von mineralischen Stickstoffdüngern. Mit einer effizienteren Nutzung der einheimischen Hofdünger und Biomasse wird nicht nur die Umwelt entlastet, sondern auch die Abhängigkeit von Importen von Produktionsmitteln reduziert.</p><p>Der Bundesrat hat mit dem am 22.6.2022 verabschiedeten Bericht "Zukünftige Ausrichtung der Agrarpolitik (Bericht des Bundesrates in Erfüllung der Postulate 20.3931 der WAK-S vom 20. August 2020 und 21.3015 der WAK-N vom 2. Februar 2021)" klargestellt, dass er eine Selbstversorgung mindestens im heutigen Umfang auch bei wachsender Bevölkerung erhalten will und im Bericht aufgezeigt, wie dies erreicht werden soll.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.