<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00103</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105488&amp;W10_KEY=13013581&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00103</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 17.05.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Niederlassungsbewilligung (Familiennachzug)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nachzug eines 16-jährigen mazedonischen "Adoptiv"-Sohns: Ausländische Adoption nach internationalem Privatrecht. Vorfrageweise Beurteilung der Anerkennung der Adoption für die Hauptfrage, ob ein Anspruch auf Familiennachzug besteht. Keine Anerkennung, weil kein vorausgegangenes Pflegeverhältnis und weil nach den widersprüchlich geschilderten familiären Umständen die Adoption als missbräuchlich erscheint (E. 1). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ADOPTION">ADOPTION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANERKENNUNG">ANERKENNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: FAMILIENNACHZUG">FAMILIENNACHZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Privatrecht UR: Zivilgesetzbuch ST: FAMILIENRECHT">FAMILIENRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAMILIENSCHUTZ">FAMILIENSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: IPRG">IPRG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 17 lit. II ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 EMRK</span><br/><span class="gerade">Art. 29 lit. III IPRG</span><br/><span class="ungerade">Art. 78 IPRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Am 26. Januar 1987 heiratete A.B., damals jugoslawischer und heute ma­zedonischer StaatsangehÃ¶riger, in der gemeinsamen Heimat seine Landsfrau C.D. Seitdem weilte er zunÃ¤chst als Saisonier in der Schweiz. Am 22. August 1990 wurde seine Saison- in eine Jahresaufenthaltsbewilligung umgewandelt und am 25. No­vem­ber 1997 erhielt er eine solche zur Niederlassung. Am 18. Oktober 1992 war die Gattin mit den Kindern E und F, geboren 1987 bzw. 1990, im Rahmen des Familiennach­zugs hier eingereist. Im Jahr 1995 kam der Sohn G zur Welt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Beschluss vom 29. Juli 1999 gewÃ¤hrte das Zentrum fÃ¼r Sozialarbeit in H, Mazedonien, dem Ehepaar B. die Adoption des am 26. Juli 1984 daselbst gebo­renen I.J., unter Ãnderung von dessen Nachnamen J in B.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 26. August 1999 ersuchte A.B. um die Einreisebewilligung fÃ¼r den <br/> Adoptivsohn I zum Verbleib bei den Eltern .Das wies die Fremdenpolizei des Kantons ZÃ¼rich (Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit) mit VerfÃ¼gung vom 28. Oktober 1999 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Hiergegen liess A.B. am 26. November 1999 rekurrieren. Mit Beschluss vom 2. Februar 2000, zugestellt am 9. des nÃ¤mlichen Monats, wies der Regierungsrat den Rekurs kostenfÃ¤llig und unter Verweigerung einer Partei­entschÃ¤digung ab; als Rechtsmittel gab er die Beschwerde an das Verwaltungsgericht an.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Am 7./9. MÃ¤rz 2000 liess A.B. an das Verwaltungsgericht gelangen und beantragen, es seien die Anordnungen des Regierungsrats vom 2. Februar 2000 und der Fremdenpolizei vom 28. Oktober 1999 aufzuheben sowie dem Gesuch um Einreisebewilli­gung fÃ¼r I.B. stattzugeben, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten des Regierungsrats.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 22. MÃ¤rz 2000 liess sich die Staatskanzlei fÃ¼r den Regierungsrat mit dem An­trag auf Beschwerdeabweisung vernehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit verzichtete stillschweigend auf Be­schwerdeantwort.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. </span><span>§ 43 Abs. 1 lit. h in Verbindung mit Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegeset­zes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG; LS 175.2) lÃ¤sst die Beschwerde an das Ver­waltungsgericht auf dem Gebiet der Fremdenpolizei nur zu, soweit die Verwaltungsge­richtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht. Das trifft zu bei Entscheiden Ã¼ber Aufenthalts- und Niederlassungsbewilligungen, auf deren Erteilung AuslÃ¤nder/innen ei­nen bundesrechtlichen oder staatsvertraglichen Anspruch haben (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943/4. Oktober 1991, SR 173.110; BGE 124 II 361 E. 1a).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Laut Art. 17 Abs. 2 Satz 3 des Bundesgesetzes vom 26. MÃ¤rz 1931 Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder (ANAG; SR 142.20) haben ledige Kinder unter 18 Jahren Anspruch auf Einbezug in die Niederlassungsbewilligung ihrer Eltern, wenn sie mit ihnen zusammen wohnen werden (Martina Caroni, Privat- und Familienleben zwischen Men­schenrecht und Migration, Berlin 1999, S. 91 f.). Ferner garantiert Art. 8 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) den Schutz des Familienlebens. Das lÃ¤sst die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht - und damit die vorgÃ¤ngige kantonale Beschwerde an das Verwaltungsgericht - fÃ¼r die um eine fremdenpolizeiliche Bewilligung ersuchenden AuslÃ¤nder/innen oder ihre hier anwesenden nahen Verwandten mit gefestigtem Anwesenheitsrecht (insbesondere Niederlassungsbewilligung) zu, sofern die familiÃ¤re Beziehung tatsÃ¤chlich gelebt wird und intakt ist (BGE 124 II 361 E. 1b).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Vorinstanz fand in erster Linie, die Adoption von I. durch den BeschwerdefÃ¼hrer und dessen Gemahlin lasse sich nicht anerkennen (E. 3). Trifft das zu, fehlt es an einem anspruchsbegrÃ¼ndenden Kinds‑ (ANAG) bzw. FamilienverhÃ¤ltnis (EMRK) und kann daher auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werden (vgl. Marc Spescha, Handbuch zum AuslÃ¤n­derrecht, Bern/Stuttgart/Wien 1999, S. 102).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Nach Art. 78 des Bundesgesetzes vom 18. Dezember 1987 Ã¼ber das Internatio­nale Privatrecht (IPRG; SR 291) anerkennt die Schweiz auslÃ¤ndische Adoptionen, wenn sie ‑ wie hier ‑ im Heimatstaat der adoptierenden Ehegatten ausgesprochen worden sind (Abs. 1). AuslÃ¤ndische Adoptionen oder Ã¤hnliche Akte, die von einem KindesverhÃ¤ltnis im Sinn des schweizerischen Rechts wesentlich abweichende Wirkungen entfalten, werden in der Schweiz nur mit denen anerkannt, die ihnen im Staat der BegrÃ¼ndung zukommen (Abs. 2). Kraft Art. 27 Abs. 1 IPRG anerkennt die Schweiz im Ausland ergangene Ent­scheidungen nicht, wenn die Anerkennung mit dem schweizerischen Ordre public offen­sichtlich unvereinbar wÃ¤re. Wird eine Entscheidung ‑ so gegenwÃ¤rtig ‑ vorfrageweise geltend gemacht, erlaubt Art. 29 Abs. 3 IPRG der angerufenen BehÃ¶rde, selber Ã¼ber die Anerkennung zu befinden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GemÃ¤ss einem Urteil des Bundesgerichts vom 29. April 1982 widerspricht es dem hiesigen Ordre public, wenn einer Adoption kein PflegeverhÃ¤ltnis vorausgegangen ist. Und die Nichtanerkennung einer auslÃ¤ndischen Adoption verstÃ¶sst laut einem Entscheid der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskommission vom 15. Dezember 1977 jedenfalls dann weder gegen Art. 8 noch den das Recht auf FamiliengrÃ¼ndung verbÃ¼rgenden Art. 12 EMRK, wenn das Adoptivkind nicht bei den Adoptiveltern gelebt hat (Quellen bei Cyril Hegnauer, Berner Kommentar, 1984, Art. 268 N. 89 und 89b ZGB). An der menschenrechtlichen Situation scheint sich inzwischen nichts geÃ¤ndert zu haben (vgl. Jochen Frowein in: EMRK-Kommentar, 2. A., Kehl/Strassburg/Arlington 1996, Art. 8 N. 17 und 12 N. 6; Arthur Haef­liger/Frank SchÃ¼rmann, Die EuropÃ¤ische Menschenrechtskonvention und die Schweiz, 2. A., Bern 1999, S. 319; Caroni, S. 32 und ‑ kritisch ‑ 236 f.). Ebenso wenig weicht das Bundesgericht in seiner Praxis zu Art. 8 EMRK von dieser Linie ab (Caroni, S. 243 f., wiederum mit Kritik). Ein PflegeverhÃ¤ltnis nun liegt lediglich vor, wenn die Adop­tiveltern das Kind ins eigene Heim aufnehmen und es persÃ¶nlich betreuen. Das Pfle­geverhÃ¤ltnis braucht nicht in einem Zug zu verlaufen, doch darf es sich auch nicht bloss auf gemeinsame Ferien­aufenthalte beschrÃ¤nken (Cyril Hegnauer, Grundriss des Kindesrechts, 5. A., Bern 1999, N. 11.04). In solchem Sinn hat die Vorinstanz ‑ worauf sich in Anwen­dung von § 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG zustimmend verweisen lÃ¤sst ‑ richtig festgehalten, zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer, dessen Frau und I. habe nie eine Wohngemeinschaft bestanden (E. 3a+c). Das Abstreiten in der Beschwerde erschÃ¶pft sich mit reinem Protest, ohne dem inhaltlich etwas entgegensetzen zu kÃ¶nnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>FÃ¼r Urs Mosimann (in: Internationales Privatrecht, Basel/Frankfurt am Main 1996, Art. 78 N. 15) dÃ¼rfte das Bundesgerichtsurteil vom 29. April 1982 immer noch richtig sein. Indes hat BGE 120 II 87 eine auslÃ¤ndische Adoption eines erst vierwÃ¶chigen Kindes aner­kannt, die offenbar auf keinem PflegeverhÃ¤ltnis beruhte. Und mit Botschaft vom 19. Mai 1999 betreffend das Haager Ãbereinkommen vom 29. Mai 1993 Ã¼ber den Schutz von Kin­dern und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der internationalen Adoption sowie das Bundesgesetz zum Haager AdoptionsÃ¼bereinkommen und Ã¼ber Massnahmen zum Schutz des Kindes bei internationalen Adoptionen unterbreitet der Bundesrat die Genehmigung einer internationalen Konvention und den Entwurf eines Gesetzes, wonach fÃ¼r die Aner­kennung auslÃ¤ndischer Adoptionen denselben kein PflegeverhÃ¤ltnis vorausgegangen sein muss (BBl 1999, 5795 ff., insbesondere 5828 f. und 5840; Hegnauer, Kindesrecht, N. 11.04). Vor diesem Hintergrund erheben sich Zweifel, ob der Mangel eines Pflegever­hÃ¤ltnisses fÃ¼r sich der Anerkennung der Adoption von I. entgegenstehe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Unter der Annahme, es handle sich hier Ã¼berhaupt um eine Volladoption (vgl. Mosimann, Art. 78 N. 11 ff. sowie act. 6/2), muss dieser aber jedenfalls wegen rechtsmiss­brÃ¤uchlicher BegrÃ¼ndung die Anerkennung versagt bleiben. Eine Adoption soll "ehrlich und aufrichtig ‑ d.h. nicht lediglich als Vorwand zur Verschaffung eines Einreise- und Aufenthaltstitels ‑ die BegrÃ¼ndung von Familienleben" anstreben (Caroni, S. 237; vgl. auch S. 191). Sie "ne peut Ãªtre un moyen d'obtenir plus aisÃ©ment l'autorisation de s'Ã©tablir en Suisse et de faciliter l'avenir Ã©conomique de l'adoptÃ©. Le regroupement sera en particulier refusÃ© lorsque l'adoption intervient tardivement, surtout lorsqu'elle aurait pu avoir lieu plus tÃ´t, et que l'enfant doit venir en Suisse Ã la fin des sa scolaritÃ©" (Alain Wurzburger, La ju­risprudence rÃ©cente du Tribunal fÃ©dÃ©ral en matiÃ¨re de police des Ã©trangers, Berne 1997, S. 16).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer und seine Gattin wollen I. als Blutsverwandten seit des­sen Geburt kennen. Als das Kind das Alter von sieben Jahren erreicht habe, also 1991, hÃ¤tten es seine leiblichen Eltern aus wirtschaftlichen GrÃ¼nden nicht mehr behalten kÃ¶nnen. Damals hÃ¤tten die jetzigen mit den seinerzeitigen Eltern die Adoption vereinbart und ihnen seither jÃ¤hrlich Fr. 4'000.‑ Unterhaltszahlungen geleistet. Vor der formellen Adoption, deren schwieriges Verfahren sich Ã¼ber fast drei Jahre hingezogen habe, hÃ¤tte I. als guter SchÃ¼ler in der Heimat noch die angefangene achtjÃ¤hrige Grundschule beenden mÃ¶gen und das dann auch getan. Im Ãbrigen macht der BeschwerdefÃ¼hrer vor jeder Instanz miteinander unvereinbare Angaben, was die Betreuung des Kindes ab dem Alter von sieben Jahren anlangt: Erstens soll es bei den leiblichen El­tern geblieben sein, zweitens in einem Heim geweilt und drittens bei den heutigen Adoptivgrosseltern vÃ¤terlicherseits gelebt haben. Letzteres lÃ¤sst einen fragen, warum denn die leiblichen Eltern Geld bekamen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Damit mag es sich wie auch immer verhalten. Mit der Vorinstanz (E. 5 f.) bleibt unerklÃ¤rlich, wieso der BeschwerdefÃ¼hrer sowie seine Gemahlin das Kind I. ‑ nach bloss einem Jahr Grundschule ‑ nicht adoptierten und nachzogen, als jene 1992 mit den leiblichen Kindern in die Schweiz kam, wenn es ihnen um die BegrÃ¼ndung von Familienleben gegan­gen wÃ¤re, bzw. erlaubt das einzig den Schluss, dass die Adoption vor weniger als einem Jahr nur geschah, um fÃ¼r I. die Einreisebewilligung erwirken und ihm die hiesigen Ausbildungs‑ (und dann Erwerbs)chancen erÃ¶ffnen zu kÃ¶nnen. Die wohlbegrÃ¼ndeten in­haltlichen Zweifel der Vorinstanz am Adoptionsentscheid (E. 3) dÃ¼rfen und mÃ¼ssen auf sich beruhen, machen aber jedenfalls die angebliche Langwierigkeit des Verfahrens voll­kommen unglaubwÃ¼rdig. LÃ¤sst sich demnach die Adoption nicht anerkennen und folglich auf die Beschwerde nicht eintreten, ist dennoch Ã¼ber die behauptete persÃ¶nliche Beziehung des BeschwerdefÃ¼hrers und von dessen Frau zu I. nichts gesagt und diesen unbenommen, ihm weiterhin UnterstÃ¼tzung zu gewÃ¤h­ren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. HÃ¤tte die unzutreffende Rechtsmittelbelehrung der Vorinstanz die Beschwerde veranlasst, wÃ¤ren die Kosten auf die Gerichtskasse zu nehmen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/ Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 13. N. 27). So verhÃ¤lt es sich indes nicht, weil der BeschwerdefÃ¼hrer auch die Nichtanerkennung der Adoption anficht. Er wird daher als Unterliegender kosten­pflichtig und kann aus dem nÃ¤mlichen Grund keine ParteientschÃ¤digung erhalten (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 sowie § 17 Abs. 2 VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 15).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2.<span> </span></span><span>Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf ...<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3.<span> </span></span><span>Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>