<h2>SubmittedText<h2><p>Ein Tunnel zwischen Linthal GL und Trun GR (Töditunnel) würde den strukturschwachen Regionen Glarner Hinterland und Surselva und damit den Kantonen Glarus und Graubünden Potential eröffnen, dem Kanton Glarus eine südliche ganzjährige Erschliessung geben und einen zusätzlichen Zugang zum schweizerischen Schmalspurnetz schaffen.</p><p>Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Als wie wichtig wird das schweizerische Schmalspurnetz für die Alpenregion beurteilt und wäre es sinnvoll, als Ergänzung zum Grimseltunnel, über den Töditunnel einen zusätzlichen Zugang zu diesem Netz zu schaffen?</p><p>2. Wie beurteilt der Bundesrat die volkswirtschaftlichen und regionalpolitischen Auswirkungen eines Töditunnels für den Kanton Glarus und die Surselva?</p><p>3. Besteht die Bereitschaft, im Sinne einer gesamtheitlichen Betrachtung der Weiterentwicklung des Schmalspurnetzes, analog zum Grimseltunnel, auch einen Studienauftrag zum Töditunnel zu erteilen?</p><p>4. Wären mit einem Töditunnel zusätzliche Nutzungen möglich (Erweiterung Hochspannungsnetz und Autoverlad)?</p><p>5. In welchem Zeithorizont wäre ein Töditunnel frühestens realisierbar?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Mit der Botschaft über den Bau der schweizerischen Eisenbahn-Alpentransversale aus dem Jahr 1990 (BBI 1990 II 1075) hat der Bundesrat das sogenannte "Ostalpenbahnversprechen" politisch aufgehoben. Dafür wurden die Einbindung der Ostschweiz ins nationale und internationale Bahnnetz verbessert und massgebliche Ausbauten in der Surselva über den NEAT-Kredit finanziert. Der Verzicht auf die Tödi-Greina-Biasca-Linie wurde damit vom Bund bereits einmal kompensiert.</p><p>1./2./4. Das schweizerische Schmalspurnetz nimmt heute für die Alpenregion eine zentrale Erschliessungsfunktion ein. Die Beurteilung einer Ergänzung des Schmalspurnetzes über den Töditunnel wurde bisher nicht geprüft, da seitens der involvierten Kantone kein Bedarf für eine Verbindung angemeldet wurde. Ebenso liegen keine Beurteilungen für zusätzliche Nutzungen vor.</p><p>3. Relevant für die Auslösung von Abklärungen und Studien im Hinblick auf einen nächsten Ausbauschritt ist die Eingabe entsprechender Angebotsziele durch die Kantone, die gemäss Artikel 48d des Eisenbahngesetzes für die regionale Angebotsplanung verantwortlich sind. Im behördenverbindlichen Sachplan Verkehr "Mobilität und Raum 2050" ist auf auf lange Sicht raumplanerisch kein Töditunnel eingetragen.</p><p>5. Voraussetzung für eine vertiefte Studie über einen Töditunnel ist, dass die betroffenen Kantone einen Bedarf für eine Verbindung geltend machen und dieses Bedürfnis im Rahmen eines Angebotskonzepts in die Planung eines der nächsten Ausbauschritte eingeben.</p>  Antwort des Bundesrates.