<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>UV.2016.00068</span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichter Bachofner<br/>Sozialversicherungsrichterin Sager<br/>Gerichtsschreiberin Lienhard</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 16. Juni 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Fürsprecher Frank Goecke</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">advokatur rechtsanker</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Ankerstrasse 24, Postfach 9822, 8036 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Unfallversicherung Y.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1960, war seit 2001 als Hortleiterin bei der Y.___ angestellt und dadurch bei der Unfallversicherung der Y.___ (nachfolgend: Unfallversicherung) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sie am 30. Januar 2010 nach einer Blutleere stürzte und sich im Gesicht verletzte (Urk. 7/G1). Die Unfallversicherung erbrachte die gesetz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Leistungen (Urk. 7/G2). Mit Verfügung vom 25. Februar 2014 (Urk. 7/G27) lehnte die Unfallversicherung die Kostenübernahme für ein laterales Brauenlift rechts sowie eine beidseitige Oberlidblepharoplastik (vgl. Urk. 7/G25)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ab. Die dagegen am 20. März 2014 (Urk.7/J5) von der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten erhobene und am 22. Mai 2014 ergänzte Einsprache (Urk. 7/J10) hiess die Unfallversicherung nach Einholung eines Gutachtens (Urk. 7/M24) mit Entscheid vom 2. September 2015 teilweise gut, indem sie die Kosten für die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Oberlidblepharoplastik</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> übernahm und der Versicherten eine Integritäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entschädigung von 5 % zusprach (Urk. 7/J14). Dieser Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit einer weiteren Verfügung vom 27. Oktober 2015 (Urk. 7/G81) verneinte die Unfallversicherung die Kausalität verschiedener weiterer Beschwerden der Versicherten. Die dagegen am 27. November 2015 erhobene Einsprache (Urk. 7/J20) wies die Unfallversicherung mit Entscheid vom 3. Februar 2016 ab (Urk. 7/J24 = Urk. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen den Einspracheentscheid vom 3. Februar 2016 (Urk. 2) erhob die Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherte am 7. März 2016 Beschwerde mit dem Antrag auf dessen Aufhe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bung sowie auf Zusprache weiterer gesetzlicher Leistungen, namentlich Behandlungskosten, Integritätsentschädigung und allenfalls Taggelder (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 30. März 2016 (Urk. 6) beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin am 6. April 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verhalt verwirklicht hat </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stimmungen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">30. Januar 2010</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ereignet, wes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Fall Anwendung finden und in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> dieser Fassung zitiert werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">UVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">krankheiten gewährt (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1). Der Bundesrat kann Körper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schädigun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziehen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">rung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">den hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">es Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">anspruche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">s nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">quate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">salität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">hang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">11 UVV). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wieder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2c mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Rückfälle und Spätfolgen schliessen sich begrifflich an ein bestehendes Unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ereignis an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht der Unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">versicherung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">heitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> (BGE 118 V 293 E. 2c in fine).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 26. April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45; BGE 119 V 7 E. 3c/aa). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">blosse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da es sich hiebei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diese Beweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen und sind für sämtliche Leistungsarten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">massgebend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante entfällt eine Teil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ursächlichkei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">t für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine vel ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">cherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">(Urteil des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid (Urk. 2) wie folgt: Die Beschwerdeführerin mache einen Rückfall geltend. Bereits im Dezember 2013 seien die zu beurteilenden Beschwerden als nicht unfallkau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sal beurteilt worden, insbesondere sei die Kieferfraktur abgeheilt gewesen. Die Kaubeschwerden seien infolge der Okklusionsstörung unfallfremd vorbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stehend, indem bereits im Jugendalter eine Zahnspangenbehandlung begonnen und sogar eine chirurgische Umstellungsosteotomie beider Kiefer in Erwägung gezogen worden sei. Ebenso hätten die zeitnah zum Unfall angefertigten computertomographischen Aufnahmen keine traumatische Läsionen des Ober- und Unterkiefers mit einem vorbestehenden frontal offenen Biss und einem Overjet von ca. 13 bis 15 mm gezeigt (S. 5 Mitte). Für die aktuelle Okklusionssituation und die beschriebenen Kaubeschwerden spielten jedoch gemäss Gutachter auch weitere unfallfremde posttraumati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche Faktoren eine wesentliche Rolle; so zeige sich ein Knochenschwund im Sinne einer generalisierten Parodontopathie. Es sei ein stark fortschreitender Knochenverlust sichtbar, was mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu den Abszessbildungen und notwendigen Zahnextraktionen im Oberkiefer geführt habe. Dabei sei es überwiegend wahrscheinlich auch zu den bekannten Zahnwanderungen gekommen. Einen möglichen Einfluss auf die Zahn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lockerung könne auch die craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) habe. Dabei handle es sich um eine schmerzhafte Fehlregulation des Kauapparates mit psychischem, strukturellem und funktionellem Hintergrund. Diese sei möglicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise durch den Unfall verschlimmert worden. Ansonsten fände sich kein Vorzustand, welcher mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlimmert worden wäre. Die natürliche Unfallkausalität der CMD und der Kaubeschwerden sei zu verneinen (S. 5 unten f.). Daran vermöchten die weiteren ärztlichen Meinungen aus näher dargelegten Gründen (S. 6 Mitte ff.) nichts zu ändern. Daran hielt sie in ihrer Beschwerdeantwort fest (Urk. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin machte geltend (Urk. 1 S. 6 f.), ihr Kostengut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprache</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gesuch für die Oberlidkorrektur sei von der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin zutreffenderweise als umfassende Rückfallmeldung behandelt wor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den. Es sei zwar richtig, dass die CMD und die Kaubeschwerden vorbestehend seien. Dabei sei jedoch ausser Acht gelassen worden, dass eine massive Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlechterung nach dem Ereignis eingetreten sei. Die Kaubeschwerden seien nach dem Unfall und den notwendigen chirurgischen Eingriffen bedeutend massiver in Erscheinung getreten. Auch die CMD werde bei unfallbedingten Einwirkungen und chirurgischen Massnahmen verstärkt. Bereits bei geringen unfallbedingten Einwirkungen könne das craniomandibuläre System gestört werden. Nur schon anhand der Gebissmodelle sei die unfallbedingte Schädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung nachvollziehbar. Auf das von der Beschwerdegegnerin eingeholte Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten könne aus näher dargelegten Gründen nicht abgestellt werden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Streitig und zu prüfen ist, ob die geklagten Beschwerden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in rechtsgenügli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chem Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">30. Januar 2010</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> stehen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Unfallmeldung vom 9. Februar 2010 (Urk. 7/1) stürzte die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin nach einer Blutleere und erlitt im Bereich des Schädels/des Gesichts einen Bruch. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Erstbehandlung erfolgte auf der chirurgischen Notfallstation des Z.___. Mit Verlegungsbericht vom 31. Januar 2010 (Urk. 7/M5) wurde fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gehalten, dass die Beschwerdeführerin am Abend des 30. Januar 2010 nach Alkohol- und Cannabiskonsum seitlich von einem Barhocker auf die linke Körper- und Gesichtshälfte gestürzt sei. Gemäss anwesenden Gästen sei sie kurz bewusstlos gewesen. Der Glasgow-Coma-Scale (GSC) - Wert habe stabil 15 betragen. Es habe retrograde Amnesie bestanden, keine Nausea, kein Erbrechen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Es wurden die folgenden Diagnosen gestellt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">multiple Mittelgesichtsfrakturen links mit und bei</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">lateraler dislozierter Orbitawandfraktur</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">undislozierter Orbitabodenfraktur</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">retrobulbärem Hämatom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">zweifacher Jochbeinfraktur</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Frakturen der lateralen und ventralen Wand vom Sinus maxillaris</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Commotio cerebri</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Beschwerdeführerin sei notfallmässig ins A.___ verlegt worden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Ärzte der Klinik für Kiefer- und Gesichtschirurgie am A.___ stellten mit Bericht vom 4. Februar 2010 (Urk. 7/M4) folgende Diagnosen: </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">dislozierte Jochbein-, Jochbogen-Fraktur links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Fraktur der medialen Orbitawand und des Orbitabodens links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">bei Status nach Sturz vom Barhocker am 31. (richtig: 30.) Januar 2010</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Intraoral sei die Okklusion habituell und der Zahnstatus ohne Hinweis auf ein Trauma gewesen. Die operative Reposition und Osteosynthese habe am 1. Februar 2010 stattgefunden. Der postoperative Verlauf habe sich pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">blemlos gestaltet. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Mit einem weiteren Bericht vom 18. Februar 2010 (Urk. 7/M2) stellten die Ärzte des A.___ folgende Diagnosen:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">laterale Mittelgesichtsfraktur links mit gering dislozierter Orbitaboden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">frak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">tur links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Fraktur der lateralen Orbitawand mit Medialverlagerung eines Fragmentes</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Hämatosinus maxillaris links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Fraktur der facialen, lateralen dorsalen Wand Sinus maxillaris links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">doppelte Jochbogenimpressionsfraktur links, dislozierte Jochbeinfraktur links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Intraoral habe die Schneidekantendistanz 30 mm betragen und sei schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">haft eingeschränkt gewesen. Die Okklusion sei ungestört, die Mandibula und Maxilla seien fest und ohne Hinweis auf Frakturen gewesen. Behandlungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">abschluss sei voraussichtlich in zwei Jahren (S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 16. April 2010 fand eine operative Kieferhöhlenrevision links statt (Urk. 7/M7). Im Operationsbericht (Urk. 7/M6) wurde festgehalten, dass das ehemalige Frakturareal sehr schön verheilt sei; es zeige sich keinerlei Defekt mehr im Bereich der Kieferhöhlenwände. Die Kieferhöhle stelle sich absolut unauffällig dar. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Bericht vom 11. November 2010 (Urk. 7/M10) führten die Ärzte des A.___ aus, nach dem Eingriff vom 16. April 2010 seien die Beschwerden im Bereich der Kieferhöhle mit Kopfschmerzen und blutiger Sekretion deutlich regredient gewesen. Bildgebend zeige sich eine gute Belüftung der Kiefer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">höhlen beidseits mit regelrechter Knochenheilung im Bereich der ehemaligen Frakturen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 9. Juni 2011 (Urk. 7/M15) berichteten die Ärzte des A.___ erneut und führten aus, dass sich im postoperativen Verlauf eine Regredienz der Beschwerden im Bereich des linken Jochbogens gezeigt habe. Bei der Jahres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kontrolle habe die Patientin immer noch über leichte Beschwerden im Bereich des linken Jochbeins mit leichtem Taubheitsgefühl der Wange, vor allem bei Wetterumschwung, berichtet. Intraoral und extraoral hätten sich bis auf eine Hypästhesie im Bereich des zweiten Trigeminusastes links unauffällige Befunde gezeigt. Die Entfernung des restlichen Osteosynthese</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">materials werde von der Patientin nicht gewünscht. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 27. November 2011 (Urk. 7/M17) ersuchte PD Dr. med. B.___, Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie, A.___, um Kostengutspra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che für ein laterales Brauenlift rechts sowie eine beidseitige Oberlidb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leropharoplastik. Die Diagnose lautete wie folgt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">deutliche Asymmetrie der Augenbrauen mit asymmetrischer Dermatocha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">lasis rechts mehr als links bei</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Status nach offener Reposition einer dislozierten Jochbein- und Jochbogenfraktur im Januar 2010</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Nebendiagnosen: </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Status nach Implantation künstliches Hüftgelenk rechts 1999</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Kaufunktionsstörung beidseits</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Rheumatologie, nahm am 19. Dezember 2013 (Urk. 7/M18) zuhanden der Beschwerdegegnerin Stellung und führte aus, die Kieferfraktur sei abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heilt, damit sei der Status quo ante erreicht (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.9</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. dent. D.___, Vater der Beschwerdeführerin (vgl. Urk. 7/M25), meldete am 10. Januar 2014 (Urk. 7/M19 = M20) mehrere unfallbedingt angeschlagene Zähne und nannte verschiedene Sofortmassnahmen sowie als Zwischenbehandlungsvorschlag eine vorläufige Beobachtung. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.10</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. E.___, Facharzt für Neurologie, nahm zuhanden des Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">treters am 2. Juni 2014 (Urk. 7/M21) wie folgt Stellung: Aus dem Unfall vom 30. Januar 2010 mit Commotio cerebri, mit länger dauernder Amnesie und kurzer Bewusstlosigkeit, bei Gesichtsschädelfrakturen (Orbita und Sinus maxillaris) ergäben sich aus neurologischer Sicht eine neuropa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">thische Funktions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung des N. trigeminus II links sowie ferner neurovege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tative und neuropsychologische Beschwerden (S. 3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.11</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. dent. F.___, Praxisnachfolger von Dr. med. dent D.___ (vgl. Urk. 7/M25 S. 1), führte mit zuhanden des Rechtsvertreters der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherten erstelltem Bericht vom 28. August 2014 (Urk. 7/M22) aus, er habe die Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherte am 19. März 2014 erstmals untersucht. Der Lockerungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grad der ersten beiden Prämolaren im Oberkiefer sei durch Stützgewebs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verlust so fortge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schritten, dass eine Entfernung der beiden Zähne notwendig gewesen sei. Dies sei die einzige Behandlung, die er vorgenommen habe. Eine objektive Zuordnung der Beschwerden in „vor und nach dem Unfall“ sei auf Grund der ihm zur Verfügung stehenden Daten sehr schwierig. Ein Grossteil der Symp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tome, welche die Versicherte angebe, fielen in den Kompetenz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bereich eines Hals-Nasen-Ohren-Arztes oder Augenarztes. Die massive Malokklusion mit Non-Okklusion einzelner Zähne im Ober- und Unterkiefer könnten für einige der geschilderten Schmerzsymptome sowie für die Kaufunktionsstörung und den Tinnitus verantwortlich sein.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.12</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. und med. dent. G.___ hielt mit Bericht vom 17. Dezember 2014 (Urk. 7/M23) fest, die Beschwerdeführerin leide unter starken Spannungskopfschmerzen mit einer craniomandibulären Dysfunk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tion. Das Kiefergelenk rechts sei druckschmerzhaft und der Loslass-Schmerz projiziere sich auf den musculus temporalis. Eine massive isometrische Hypertrophie des Masseter liege auf der linken Seite vor (S. 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.13</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 13. August 2015 (Urk. 7/M24) erstattete Dr. med. et med. dent. H.___, Facharzt für Oto-Rhino-Laryngologie, für Hals- und Gesichtschirur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gie sowie für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Leitender Arzt am I.___, im Auftrag der Beschwerdegegnerin ein Gutachten. Die Beschwerdeführerin habe berichtet, dass sie als Kind mit einer kieferorthopä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dischen Dehnapparatur behandelt worden sei. Sie habe in ihrer Jugend auch bereits eine Knirschschiene tragen müssen. In der Folge sei sogar eine kom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">biniert kieferorthopädisch/kieferchirurgische Bisskorrektur mittels mandi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bulo-maxillärer Umstellungsosteotomie zur Diskussion gestanden, sei aber nicht durchgeführt worden. Wegen Abszessen und Überbelastung der ersten Prämolaren im Oberkiefer seien diese Zähne im Sommer 2014 extra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hiert worden. Zudem seien Sägeschnitte im Oberkiefer durchgeführt worden, mit dem Ziel der Funktionswiederherstellung (S. 1 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Zu den Befunden (S. 4) hielt Dr. H.___ fest, dass aktuell diverse zahnärztli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">che Arbeiten inklusive kieferorthopädischen Zahnbewegungen mit fixer Apparatur im Oberkiefer stattfänden, wodurch ohne Kenntnis des genauen Behandlungsplans eine detaillierte Befunderhebung erschwert sei. Dieser Zustand entspreche jedenfalls überhaupt nicht mehr der Situation anlässlich des Unfalls von 2010 (S. 5 oben). Dr. H.___ nannte die folgenden Diagno</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sen (S. 5 Ziff. 4):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Sturz von einem Barhocker am 30. Januar 2010 mit Aufprall der linken Körper- und Gesichtshälfte</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Commotio cerebri (kurze Bewusstlosigkeit, Amnesie)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">dislozierte Jochbein-/Jochbogenimpressionsfraktur links, Fraktur der medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">alen Orbitawand links, gering dislozierte Orbitabodenfraktur links, Fraktur der lateralen Kieferhöhlenwand links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Contusio bulbi, Hyposphagma links, kleine Netzhautblutung links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach operativer Reposition und Osteosynthese über drei Zugänge: bikoronar/laterale Augenbraue links/enoral-vestibulär links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Teilentfernung des Osteosynthesematerials von enoral sowie Kieferhöhleninspektion am 16. April 2010 ohne Nachweis einer Sinusitis maxillaris </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">asymmetrische Dermatochalasis Oberlid beidseits, rechts mehr als links, verschmälerter Lidspalt rechts, diskrete Brauenasymmetrie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Hypästhesie, Dysästhesie N V/2 links (2. Ast des N. Trigeminus)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Okklusionsstörung mit offenem Biss</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Lückenbildung im Oberkiefer bei Status nach Zahnextraktion infolge Abszessbildung 2014, laufende zahnärztliche Behandlung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">generalisierte Parodontose</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) / Myarthropathie des Kauappara</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">tes, Masseterhypertrophie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Tinnitus, links teilweise pulssynchron, beginnende Altersschwerhörigkeit</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Alterssichtigkeit</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">massives Schnarchen, obstruktives Schlafapnoe-Syndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die deutlich asymmetrische Ausprägung der Lidfehlstellung sei auffallend, weshalb ein Zusammenhang mit dem Unfall beziehungsweise mit dem durchgeführten koronaren Operationszugang nicht abzusprechen sei. Die Kaubeschwerden infolge der Okklusionsstörung müssten einerseits gemäss Aussage der Beschwerdeführerin als unfallfremd prätraumatisch vorbeste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">hend beurteilt werden. Andererseits würden in den vorhandenen Berichten stabile Okklusionsverhältnisse ohne Frakturnachweis des Ober- und Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">kiefers beschrieben. Ebenfalls bestätigten die bildgebenden Aufnahmen vom 30. und 31. Januar 2010 die Abwesenheit von jeglichen traumatischen Läsionen des Ober-und Unterkiefers mit einem vorbestehenden frontal offe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">nen Biss und einem Overjet (Überbiss der Frontzähne) von etwa 13 bis 15 mm (S. 7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Für die aktuelle Okklusionssituation und die beschriebenen Kaubeschwerden spielten jedoch auch weitere unfallfremde posttraumatische Faktoren eine wesentliche Rolle. Es zeige sich ein zunehmender horizontaler Knochen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">schwund im Sinne einer generalisierten Parodontopathie. Die Aufnahmen verdeutlichten den stark progredienten Knochenverlust bis zum Apex, was mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu den Abszessbildungen und not</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">wendigen Zahnextraktionen im Oberkiefer geführt haben dürfte. Im Rahmen dieser ausgeprägten Parodontopathie sei es mit überwiegender Wahrschein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lichkeit auch zu den genannten Zahnwanderungen gekommen. Einen mögli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">chen Einfluss auf die Zahnlockerung könne jedoch auch die CMD haben. Bereits bei der Untersuchung vom 13. März 2015 habe die Okklusion nicht mehr mit der dokumentierten Situation vom 28. April 2014 übereingestimmt, da zwischenzeitlich kieferorthopädische Massnahmen erfolgt seien. Im Wesentlichen stünden auch hier posttraumatische unfallfremde Faktoren im Vordergrund (S. 7 Mitte).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Bei der CMD und Myoarthropathie handle es sich um eine schmerzhafte Fehlregulation des Kauapparates mit psychischem, strukturellem und funk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tionellem Hintergrund. Das Hauptcharakteristikum bestehe in einer musku</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lären Verspannung des Kausystems mit multifaktoriellen Ursachen und viel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">schichtiger Symptomatik. Bei der Versicherten sei anamnestisch bekannt, dass sie bereits im Jugendalter eine Aufbissschiene wegen Knirschens habe tragen müssen, was klar unfallfremd sei. Im Unfallzusammenhang könnte die emotionale Stresssituation durch das Unfallgeschehen gewertet werden (S. 7 unten f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Ein symptomatischer Tinnitus nach schweren Kopftraumata könne objektiv kaum belegt oder widerlegt werden. Daneben könne ein Tinnitus jedoch auch im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen auftreten, weshalb hier wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tere unfallfremde posttraumatische Faktoren anzunehmen seien. Weiter habe der Unfall keinen Einfluss auf die Sehprobleme gehabt, ebenso bestehe kein sicherer unfallkausaler Zusammenhang mit der Augenmigräne oder dem Nasenlaufen. Das Schnarchen und die Schlafapnoe seien eindeutig unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">fremd (S. 8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die CMD könnte durch den Unfall möglicherweise verschlimmert worden sein. Inwiefern sich dies auch auf die Parodontopathie oder spätere Zahn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">wanderung ausgewirkt habe, könne aus medizinscher Sicht beim besten Willen nicht eingeschätzt werden (S. 8 unten). Ansonsten finde sich kein Vorzustand im Sinne einer Krankheit oder gesundheitlicher Beeinträchtigung, welcher mit überwiegender Wahrscheinlichkeit verschlimmert worden wäre. Die Zahnstellung sei durch den Unfall nicht verändert worden (S. 9 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Bleropharochalasie hätte ohne das Trauma und den erforderlichen Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">griff möglicherweise auch das linke Oberlid betroffen, so dass heute ein symmetrischer Zustand vorhanden sein könnte. Die Kauproblematik und Zahnsituation hätte mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch ohne das Unfallgeschehen vom 30. Januar 2010 zum heutigen Beschwerdebild geführt. Die Okklusion sei nachweislich damals nicht verändert worden (keine Frak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">turen der Maxilla oder des Unterkiefers, keine Zahnfrakturen oder Lockerun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gen). Die Parodontopathie mit erheblichem Knochenschwund sei nur fünf Monate nach dem Unfall evident gewesen und hätte somit mit überwiegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">der Wahrscheinlichkeit ebenfalls zu den Zahnlockerungen und Abszessbil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">dungen mit notwendigen Zahnextraktionen geführt. Der status quo sine sei erreicht. Der schicksalsmässige Verlauf der multifaktoriellen CMD sei nicht beurteilbar. Die übrigen Beschwerden (Hörverminderung, Sehprobleme bei Dunkelheit, Augenmigräne, Nasenlaufen, Schnarchen und Schlafapnoe) wären auch ohne Unfallgeschehen heute mit überwiegender Wahrscheinlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">keit vorhanden (S. 9 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die begonnene Okklusionstherapie müsse fortgesetzt werden, wenn auch nicht unfallkausal (S. 9 unten). Der Ausfall des N. infraorbitabilis links begründe eine Integritätsentschädigung von 5 % (S. 10 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Weiter hielt Dr. H.___ fest, dass das Taubheits- und Schwellungsgefühl der linken Wangenregion als nahezu sicher unfallkausal zu beurteilen sei: Die Ausstrittsstelle des N. infraorbitabilis verlaufe direkt in der infraorbitalen Frakturlinie der dislozierten Jochbeinfraktur und werde meistens bereits beim Trauma durch Quetschung geschädigt. Als überwiegend wahrscheinlich unfallkausal beurteilte Dr. H.___ die Lidasymmetrie. Möglicherweise unfallkausal beziehungsweise als richtungsgebende Verschlimmerung eines Vorzustandes seien die Spannungskopfschmerzen im Rahmen der CMD und allenfalls der Tinnitus (S. 11 Mitte f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Eher nicht oder sogar nicht unfallkausal seien die Kaubeschwerden infolge Okklusionsstörung. Weder die Maxilla noch die Mandibula wiesen entspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">chende Frakturen auf, welche zu dieser Bisskonstellation hätten geführt haben können. Die Notfallberichte bestätigten ebenfalls die stabilen Kieferverhältnisse. Es sei möglich, dass die Versicherte infolge der Sensibili</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tätsverminderung des 2. Trigeminusastes den Eindruck eines gestörten Bisses erhalte. Die Parodontopathie sei vorbestehend. Ein dermassen ausgeprägter Knochenschwund entwickle sich nicht in dieser kurzen Zeit. Der heutige Gebisszustand sei geprägt durch laufende zahnärztliche Massnahmen infolge nicht unfallkausal notwendiger Zahnentfernung (S. 12 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.14</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. D.___ nahm am 30. September 2015 zuhanden des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin zum Gutachten von Dr. H.___ Stellung (Urk. 7/M25) und hielt fest, dass bei der Beschwerdeführerin seit Jugendalter eine CMD bestehe. Die Symptome und Beschwerden seien nach dem Unfall und den notwendigen Eingriffen bedeutend massiver in Erscheinung getreten. Die Symptomatik und Beschwerden würden bei unfallbedingten Einwirkungen und chirurgischen Massnahmen meistens mit diffusen Nebenwirkungen ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stärkt. Im craniomandibulären System träten auch schon bei den geringsten akzidentiellen Einwirkungen vielfältige diffuse Nebenwirkungen auf. Diese aufgelisteten Beschwerden nach dem Unfall könnten zur vorbestandenen Symptomatik bei CMD auftreten und persistieren (S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.15</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. F.___ hielt mit einem weiteren Bericht vom 13. Januar 2016 (Urk. 7/J23) gestützt auf Bilder der angefertigten Zahnmodelle und Studium der klinischen Situation fest, dass die Beschwerdeführerin vor ihrem Unfall bei normalem Kieferschluss okklusale Kontakte beidseitig im Bereich der Molaren und Prämolaren und einen geringen offenen Biss im Bereich der Frontzähne (ca. 2mm) gehabt habe. Sie habe seit Jahren eine Nachtschiene getragen, die für eine okklusale Stabilität gesorgt habe (S. 1). Da sich nach dem Unfall die Kontaktsituation zwischen Ober-und Unterkieferzahnreihen massiv verschlechtert habe, sei die starke Zunahme der muskulären Beschwerden und der Kopfschmerzen zu erklären (S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin geht davon aus, dass die Kaubeschwerden, die Kaufunktionsstörung, das CMD sowie die Zahnfehlstellung auf den Unfall vom 30. Januar 2010 zurückzuführen beziehungsweise dadurch ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlimmert worden seien (vgl. Urk. 1 S. 7ff.). Die Parodontopathie erachtet sie jedoch wie die Beschwerdegegnerin als unfallfremd (vgl. Urk. 1 S. 9 Mitte). Nicht einzugehen ist auf die Lidasymmetrie, die Lähmungserschei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nungen der linken Gesichtshälfte, das Taubheitsgefühl und die Schwellungen der linken Wangenregion, das Fremdkörpergefühl sowie das Stechen und Brennen über der Metallplatte; diese Beschwerden wurden im Einsprache</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">entscheid vom 2. September 2015 rechtskräftig als unfallkausal beurteilt (vgl. Urk. 7/J14 S. 5 unten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus den Akten geht hervor, dass die vorliegend geltend gemachten Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den zeitlich erst weit nach dem Unfallereignis vom 30. Januar 2010 dokumentiert wurden. So wurden in den zeitnah ergangenen Berichten über die Erstversorgung der Beschwerdeführerin ausser der Fraktur der lateralen und ventralen Wand der Kieferhöhle (Sinus maxillaris) keine Verletzungen der Zähne oder des Ober- und Unterkiefers beschrieben. Der Zahnstatus war im Februar 2010 ohne Hinweis auf ein Trauma, die Okklusion habituell. Dass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die Schneidekantendistanz 30 mm betragen und schmerzhaft eingeschränkt gewesen sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, wurde einzig im Bericht vom 18. Februar 2010 erwähnt, wobei nicht differenziert wurde, ob dies unfallbedingt sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Die Okklusion war </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">terhin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ungestört, die Mandibula und Maxilla seien fest und ohne Hinweis auf Frakturen gewe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen (vgl. vorstehend E. 3.2-3.3). Die Kieferhöhle wurde sodann nach erfolgreicher Revision im November 2010 als absolut unauffäl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lig beurteilt (vgl. vorstehend E. 3.5). Im Juni 2011 wurde sodann festgehal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten, dass intraoral bis auf die Hypästhesie im Bereich des zweiten Trigemi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nusastes unauffällige Befunde bestanden. Die Beschwerdeführerin berichtete auch zu diesem Zeitpunkt einzig über leichte Beschwerden im Bereich des linken Jochbeins mit leichtem Taubheitsgefühl in der Wange (vgl. vorstehend E. 3.6). Kau-, Kiefer- oder Zahn(stellungs)beschwerden, wie sie später geltend gemacht wurden, und die CMD wurden in den medizinischen Akten nicht erwähnt. Erst anlässlich des Kostengutsprachegesuchs vom 27. November 2011, mithin fast zwei Jahre nach dem Unfallereignis, wird erstmals eine Kaufunktionsstörung beidseits erwähnt (vorstehend E. 3.7). Der Vater der Versicherten führte sodann im Januar 2014 einen Zusammenhang mit dem Unfall an, indem er „unfallbedingt angeschlagene Zähne“ meldete (vgl. vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stehend E. 3.9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Werden durch einen Unfall Beschwerden verursacht, übernimmt die Unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherung den durch das Unfa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">llereignis verursachten Schaden. F</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ür spätere Gesundheitsstörungen kommt sie dagegen nur auf, wenn eindeutige Brücken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">symptome gegeben sind</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">abei sind an den Wahrscheinlichkeitsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weis umso strengere Anforderungen zu stellen, je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urteile des Bundesgerichts 8C_252/2013 vom 8. Juli 2013, E. 2.2; 8C_163/2013 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">November 2013, E. 2.2, je mit Hinwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Vorliegend sind, wie vorstehend ausgeführt, keine beziehungweise keine ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">deutigen Brückensymptome dokumentiert. Dass der Vater der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">führerin unfallbedingt angeschlagene Zähne feststellte (vgl. vorstehend E. 3.9), vermag angesichts der Angaben der Ärzte des A.___ vom Februar 2010 nicht zu überzeugen. Weiter ist der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und der erstmaligen Erwähnung der Beschwerden beträchtlich, weshalb umso strengere Anforderungen an den Wahrscheinlichkeitsbeweis zu stellen sind. Der Beschwerdeführerin, die bei Geltendmachung eines Rückfalls beweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">pflichtig ist, gelingt es angesichts der vorhandenen Aktenlage nicht, mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit eine natür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">liche und adäquate Kausalität zwischen Unfall und späteren Beschwerden im Sinne eines Rückfalls zu begründen. Die Beschwerdegegnerin ist somit nicht für einen Rückfall leistungspflichtig.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Es stellt sich jedoch die Frage nach einem krankhaften Vorzustand (vgl. vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">stehend E. 1.5). Dieser Auffassung ist im Übrigen auch die Beschwerdeführe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">rin (vgl. Urk. 1 S. 7 Ziff. 25). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">PD Dr. B.___ nannte im November 2011 als Nebendiagnose Kaufunkti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">onsstörungen beidseits (vgl. vorstehend E. 3.7), machte aber keine Angaben dazu, ob dies auf den Unfall vom 30. Januar 2010 zurückzuführen seien. Dr. E.___ (vorstehend E. 3.10) äusserte sich nur zur neuropathischen Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung, für die sich die Beschwerdegegnerin leistungspflichtig erklärte (vgl. vorstehend E. 4.1). Dr. F.___ hielt im August 2014 fest, es sei sehr schwierig, aufgrund der ihm zur Verfügung stehenden Daten die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den in solche vor und solche nach dem Unfall zu unterscheiden (vorstehend E. 3.11). Daraus lässt sich nichts ableiten. Dass Dr. F.___ in seinem Bericht vom 13. Januar 2016 (vorstehend E. 3.14) davon ausging, dass nach dem Unfall sich die Kontaktsituation zwischen Ober- und Unterkieferzahnreihe massiv verschlechtert habe, entspricht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Formel „post hoc ergo propter hoc", nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sie nach diesem aufgetreten ist. Diese</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> jedoch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> beweisrechtlich nicht zulässig und vermag zum Beweis natürlicher Kausalzusammenhänge nicht zu genügen (BGE 119 V 335 E. 2b/bb., Urteil des Bundesgerichts 8C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E. 5.1).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dies gilt auch für den Bericht von Dr. D.___ vom September 2015 (vgl. vorstehend E. 3.13), worin ebenfalls einzig aufgrund einer zeitlich nach dem Unfallereignis ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">getretenen Verschlechterung die Unfallkausalität bejaht wird. Zudem machte Dr. D.___ geltend, dass auch chirurgische Massnahmen die Symptome und Beschwerden verstärken könnten, womit ebenfalls keine Klarheit hinsichtlich der Unfallkausalität geschaffen wird.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Einschätzung durch Dr. F.___ vermag weiter auch deshalb nicht zu überzeugen, weil er den Einfluss der zwischenzeitlich vorgenommen Behandlungen (Zahnextraktion, Sägeschnitte), wie sie Dr. H.___ feststellte, nicht mit berücksichtigte. Dr. H.___ hielt denn auch fest, dass der heutige Gebisszustand durch laufende zahnärztliche Massnahmen geprägt sei (vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">stehend E. 3.12). Die Gebissübersicht, welche Dr. F.___ im Januar 2016 zur Begründung seiner Einschätzung beilegte, war ihm zudem bereits bei seinem Bericht vom August 2014 bekannt (vgl. Urk. 7/M22), so dass nicht nachvoll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ziehbar ist, warum er seine im Januar 2016 vorgenommene Beurteilung nicht schon im August 2014 vornahm. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dem Bericht von Dr. G.___ lassen sich keine Angaben zu einer Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlimmerung des krankhaften Vorzustandes entnehmen (vgl. vorstehend E. 3.12). Hingegen nahm Dr. H.___ in seinem Gutachten vom 13. August 2015 (vorstehend E. 3.13) ausführlich Stellung. Dieses Gutachten wurde unter Berücksichtigung der Akten, Erhebung der Anamnese und Durchführung einer Untersuchung erstellt. Es ist für die streitigen Belange umfassend und die darin vorgenommene Einschätzung ist, wie nachfolgend zu zeigen ist, schlüssig begründet. Es vermag den praxisgemässen Anforderungen (vorste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hend E. 1.6) zu genügen, weshalb grundsätzlich darauf abzustellen ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. H.___ hielt hinsichtlich der Okklusionsstörung fest, diese sei anam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nestisch vorbestehend, denn bei der Beschwerdeführerin sei bereits in der Jugend eine Bisskorrektur zur Diskussion gestanden. Die vorhandenen Berichte würden jedoch stabile Okklusionsverhältnisse ohne Frakturnachweis oder Nachweis traumatischer Läsionen zeigen. Für die aktuelle Okklusions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">situation wie auch für die Kaubeschwerden sei zudem ein stark progredienter Knochenschwund mitverantwortlich. Die Zahnstellung sei durch den Unfall nicht verändert worden. Es sei überwiegend wahrscheinlich, dass die Kau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">problematik, die von der Okklusionsstörung mitbeeinflusst werde, auch ohne den Unfall zum heutigen Beschwerdebild geführt hätte (vorstehend E. 3.12). Dies vermag angesichts der erheblichen vorbestehenden Okklusionsstörung, der fehlenden traumatischen Beeinträchtigung und dem Knochenschwund sowie insbesondere aufgrund der wie vorstehend gezeigt fehlenden zwi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schenzeitlich aufgetretenen Beschwerden zu überzeugen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Hinsichtlich der CMD und Myoarthropathie ist gemäss Dr. H.___ bekannt, dass die Beschwerdeführerin bereits im Jugendalter deswegen eine Aufbiss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">schiene habe tragen müssen. Gemäss Dr. H.___ hätten sich die CMD und damit zusammenhängend die Spannungskopfschmerzen und der Tinnitus infolge des Unfalls möglicherweise verschlimmert. Die blosse Möglichkeit genügt jedoch nicht für das Bejahen eines Kausalzusammenhanges. Wäre tatsächlich eine Verschlimmerung eingetreten, so hätte die CMD mit den damit zusammenhängenden Symptomen mit überwiegender Wahrscheinlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">keit Eingang in die zeitnah erstellten Arztberichte gefunden. Dies ist jedoch nicht der Fall. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus dem Gutachten von Dr. H.___ folgt somit, dass die Beschwerdeführe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rin an einem krankhaften Vorzustand mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Kaubeschwerden, Kaufunktions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung, CMD </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und einer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Zahnfehlstellung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> leidet, welcher jedoch durch den Unfall nicht verschlimmert wurde. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit war der Gesundheitszustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), bezüglich dieser Leiden bereits im Unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zeitpunkt erreicht. Die Beschwerdegegnerin ist mit dem Gutachten von Dr. H.___ ihrer Beweislast nachgekommen (vgl. vorstehend E. 1.5). Sie ist für die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Kaubeschwerden,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Kaufunktionsstörung, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">CMD</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit ihren Symptomen wie Tinnitus und Kopfschmerzen sowie für die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zahnfehlstellung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht leistungspflichtig.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Der angefochtene Entscheid erweist sich als rechtens. Dies führt zur Abwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sung der Beschwerde. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Fürsprecher Frank Goecke</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Unfallversicherung Y.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Gesundheit</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">richt Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannLienhard</p></div> </div></body></html>