<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00408</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106484&amp;W10_KEY=4467147&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00408</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.01.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>aufschiebende Wirkung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Abweisung der Gemeindebeschwerde gegen die Wiedererteilung der mit der Rechtsmittelbelehrung entzogenen aufschiebenden Wirkung des Rekurses durch die Rekursinstanz, da diese das private Interesse an der einstweiligen Weitergeltung der entzogenen Bewilligung zur dauernden Hinausschiebung der Schliessungszeit eines Barbetriebs während des Rekursverfahrens ohne Rechtsverletzung höher gewichtet hat als das öffentliche Interesse der Nachtruhe an einem sofortigen Entzug.<br/>Gemeindelegitimation und Voraussetzungen für die Zulässigkeit der Beschwerde gegen den Zwischenentscheid gegeben (E. 1). Die Bewilligung zur dauernden Hinausschiebung der Schliessungszeit kann jederzeit entzogen werden (E. 2). Die Vorinstanz hat die Voraussetzungen für ein Abweichen von der Grundregel der aufschiebenden Wirkung des Rekurses als nicht gegeben betrachten können (E. 3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFSCHIEBENDE WIRKUNG">AUFSCHIEBENDE WIRKUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: AUFSCHIEBENDE WIRKUNG UND VORSORGLICHE MASSNAHMEN">AUFSCHIEBENDE WIRKUNG UND VORSORGLICHE MASSNAHMEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: BERUFS- UND GEWERBERECHT">BERUFS- UND GEWERBERECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINDELEGITIMATION">GEMEINDELEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: LÃRMSCHUTZ">LÃRMSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHTRUHE">NACHTRUHE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT">POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: POLIZEISTUNDE">POLIZEISTUNDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PROGNOSE">PROGNOSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHLIESSUNGSSTUNDE">SCHLIESSUNGSSTUNDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIRTSCHAFTSSCHLUSSSTUNDE">WIRTSCHAFTSSCHLUSSSTUNDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWISCHENENTSCHEID">ZWISCHENENTSCHEID</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 15 lit. I GastgewerbeG</span><br/><span class="ungerade">§ 16 lit. I GastgewerbeG</span><br/><span class="gerade">§ 10 lit. I GastgewerbeV</span><br/><span class="ungerade">Art. 57 USG</span><br/><span class="gerade">§ 21 lit. b VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 25 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 48 lit. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Am 7. Juli 1998 erteilte das Polizeidepartement der Stadt ZÃ¼rich fÃ¼r das Restaurant N an der O-strasse in ZÃ¼rich eine Bewilligung zur dauernden Hinausschiebung der Schliessungszeit tÃ¤glich bis 04.00 Uhr. Mit VerfÃ¼gung vom 9. August 2001 wurde diese Bewilligung unter Hin­weis auf zahlreiche LÃ¤rmklagen und Verzeigungen entzogen. Um den Zweck der Massnah­me sicherzustellen, wurde zudem einer allfÃ¤lligen Ein­sprache die aufschiebende Wirkung entzogen. Zwei WiedererwÃ¤gungsgesuche des Patentinhabers B wies das Polizeidepartement am 3. September 2001 ab. Am 20. September 2001 liess B beim Stadtrat ZÃ¼rich Einsprache erheben gegen die VerfÃ¼gungen des Polizeidepartements vom 9. August und 20. September 2001; gleichzeitig ersuchte er, ihm die Bewilligung fÃ¼r die dauernde Hinausschiebung der Schliessungs­stunde im N weiterhin, provisorisch zumindest fÃ¼r ein weiteres Jahr, zu bewilligen. Der Stadtrat wies die Einsprache am 24. Oktober 2001 ab und hielt am Entzug der aufschiebenden Wirkung fest.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen die stÃ¤dtischen Anordnungen rekurrierte B am 7. November 2001 an die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons ZÃ¼rich mit dem Antrag, ihm die Bewilligung fÃ¼r die dauerhafte Hinausschiebung der Schliessungsstunde weiterhin, provisorisch zumindest fÃ¼r ein weiteres Jahr, zu bewilligen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er, es sei dem Verfahren aufschiebende Wirkung zu erteilen, indem die Bewilligung fÃ¼r die Hinausschiebung der Ãffnungszeiten einstweilen, bis zu einem rechtskrÃ¤ftigen Entscheid, gÃ¼ltig bleibe. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Zwischenentscheid vom 29. November 2001 erteilte die Volkswirtschaftsdirek­tion dem Rekursverfahren aufschiebende Wirkung. Zur BegrÃ¼ndung wies sie darauf hin, dass die aufschiebende Wirkung des Rekurses von Gesetzes wegen die Regel bilde und deren Entzug das Vorliegen besonderer GrÃ¼nde voraussetze. Solche GrÃ¼nde vermisst die Vorinstanz im hier zu beurteilenden Fall. Selbst wenn solche GrÃ¼nde jedoch zu bejahen wÃ¤ren, erweise sich der Entzug der aufschiebenden Wirkung als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig und daher nicht rechtmÃ¤ssig; denn die Interessen der lÃ¤rmgeplagten Nachbarschaft an einer sofortigen Entziehung der Ausnahmebewilligung vermÃ¶chten das bedeutende finanzielle Interesse des Lokalbetreibers kaum zu Ã¼berwiegen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 19. Dezember 2001 gelangte die Stadt ZÃ¼rich rechtzeitig an das Verwaltungsgericht. Sie verlangt die Aufhebung des vorinstanzlichen Zwischenentscheids und die BestÃ¤tigung der stÃ¤dtischen Anordnungen, mit welchen die Bewilligung zur Hinausschiebung der dauernden Schliessungszeit fÃ¼r das Restaurant N mit sofortiger Wirkung entzogen worden war. Zur BegrÃ¼ndung verwies der Stadtrat auf insgesamt 16 LÃ¤rmklagen, die seit Oktober 1999 erfolgt seien. In diesem Zusammenhang seien die Betreiber des N zehn Mal zur Anzeige gebracht worden, weil die Musik aus dem Lokal weitherum stÃ¶rend wahrgenommen worden sei; in drei FÃ¤llen sei die Techno­musik schon in einer Entfernung von ca. 50 m deutlich hÃ¶rbar gewesen. Die Ã¶ffentliche Ruhe und damit auch die Gesundheit der lÃ¤rmbetroffenen Nachbarschaft werde durch den nachmitternÃ¤chtlichen Betrieb des N in erheblichem Mass gestÃ¶rt. Da chronische NachtruhestÃ¶rungen zu ge­sundheitlichen SchÃ¤den fÃ¼hrten, stelle der LÃ¤rmschutz in der Umweltschutzgesetzgebung ein zentrales Anliegen dar. Aus den Akten ergebe sich eine andauernde und schwere Bedrohung eines wichtigen Polizeigutes. Es sei davon auszugehen, dass bei einer einstweilen weiter bestehenden Bewilligung laufend neue NachtruhestÃ¶rungen verursacht wÃ¼rden. Mit­hin sei ein besonderer Grund als Voraussetzung fÃ¼r den Entzug der aufschiebenden Wirkung zu bejahen. Sodann seien die Ã¶ffentlichen und privaten Interessen am Schutz des zentralen Polizeiguts der Ã¶ffentlichen Ruhe und Gesundheit hÃ¶her zu gewichten als das rein finanzielle Interesse des Lokalbetreibers, durch mÃ¶glichst lange Ãffnungszeiten den Ge­winn zu maximieren. Zudem kÃ¶nne der Lokalbetreiber die Ver­fahrensdauer mit Einzelbewilligungen Ã¼berbrÃ¼cken. Zu berÃ¼cksichtigen sei weiter, dass der Lokalbetreiber trotz der verschiedenen Interventionen der Wirtschaftspolizei nichts un­ternommen habe, um die andauernden Immissionen nachhaltig zu unterbinden. Abschlies­send wies der Stadtrat darauf hin, dass es bei der betroffenen BevÃ¶lkerung und bei anderen Gastrobetreibern, die sich grundsÃ¤tzlich an die Vorschriften hielten, auf vÃ¶lliges UnverstÃ¤nd­nis stossen wÃ¼rde, wenn die NachtruhestÃ¶rungen durch den fraglichen Betrieb wÃ¤hrend der Dauer des Rechtsmittelverfahrens nicht unterbunden wÃ¼rden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> Die Volkswirtschaftsdirektion verzichtete auf Vernehmlassung zur Beschwerde. B liess mit Eingabe vom 10. Januar 2002 Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin beantragen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Das Verwaltungsgericht beurteilt Beschwerden gegen letztinstanzliche Anord­nungen von VerwaltungsbehÃ¶rden, soweit die Gesetzgebung keine abweichende ZustÃ¤n­dig­­­keit vorsieht oder eine Anordnung als endgÃ¼ltig bezeichnet (§ 41 des </span><span>Verwaltungs­rechts­pflegegeset­zes</span><span> vom 24. Mai 1959 [VRG]). Da im Bereich der zu beurteilenden Streit­­sache kein Ausnahmetatbestand vorliegt, fÃ¤llt sie grundsÃ¤tzlich in die Entscheidungs­kompetenz des Ver­waltungsgerichts. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) aa) Nach kantonalem Recht ist eine</span><span> Gemeinde zur Wahrung der von ihr vertretenen schutzwÃ¼rdigen Interessen beschwerdebefugt (§ 70 in Verbindung mit § 21 lit. b VRG). Ge­mÃ¤ss Art. 57 </span><span>des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983 </span><span>kann die Ge­mein­de die Rechtsmittel des eidgenÃ¶ssischen und des kantonalen Rechts ergreifen, sofern sie durch eine VerfÃ¼gung berÃ¼hrt wird und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an der Aufhebung oder Ãnderung hat. Die neuere Bundesgerichtspraxis bejaht grundsÃ¤tzlich die Beschwer­de­legitimation einer Gemeinde, wenn in den Wirkungskreis der Gemeinde fallende Ã¶ffent­liche lokale Anliegen geltend gemacht werden, z.B. wenn sich Gemeinden zugunsten ihrer Einwohner fÃ¼r LÃ¤rmschutz einsetzen (BGE 124 II 293 E. 3b mit Hinweisen).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) In der BegrÃ¼ndung ihres Rechtsmittels beruft sich die BeschwerdefÃ¼hrerin auf das Ã¶ffentliche Interesse an Ruhe und Gesundheit, also sinngemÃ¤ss auf den Schutz der BevÃ¶lkerung vor LÃ¤rmemissionen. Die Stadt ZÃ¼rich ist daher grundsÃ¤tzlich zur Beschwerde befugt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Bei der angefochtenen VerfÃ¼gung der Volkswirtschaftsdirektion handelt es sich um einen Zwischenentscheid. Als solcher ist er ans Verwaltungsgericht weiterziehbar, wenn er fÃ¼r den Betroffenen einen Nachteil zur Folge hat, der sich spÃ¤ter voraussichtlich nicht mehr beheben lÃ¤sst (§ 48 Abs. 2 VRG). Dabei genÃ¼gt das Vorliegen eines tatsÃ¤chlichen Nachteils (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 48 N. 6).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nachdem die Vorinstanz dem Rekursverfahren aufschiebende Wirkung zugebilligt hat, ist es dem Beschwerdegegner erlaubt, sein Lokal fÃ¼r die Dauer des vorinstanzlichen Verfahrens weiterhin bis 04.00 Uhr offen zu halten. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen besteht damit eine erhÃ¶hte Gefahr fÃ¼r StÃ¶rungen der Nachtruhe, die sich im Fall der Verwirklichung nachtrÃ¤glich nicht mehr beheben lassen. Insofern liegt in der GewÃ¤hrung der aufschiebenden Wirkung ein Nachteil zulasten der Anwohner, deren Interessen das Gemeinwesen wie dargelegt wahrzunehmen berechtigt ist. </span><span>Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. GemÃ¤ss § 15 Abs. 1 des Gastgewerbegesetzes vom 1. Dezember 1996 (Gast­ge­werbeG) sind Gastwirtschaften von 24 Uhr bis 5 Uhr geschlossen zu halten. Allerdings werden dauernde Ausnah­men von der Schliessungszeit bewilligt, wenn die Nachtruhe und die Ã¶ffentliche Ordnung nicht beeintrÃ¤chtigt werden. Vorbehalten bleiben EinschrÃ¤nkungen nach dem Planungs‑, Bau‑ und Umweltschutzrecht (§ 16 Abs. 1 GastgewerbeG</span><span>)</span><span>. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GemÃ¤ss § 10 Abs. 1 der Gastgewerbeverordnung vom 16. Juli 1997 (GastgewerbeV) kann die Bewilligung jederzeit entzogen werden, namentlich bei wiederholten NachtruhestÃ¶rungen. </span><span>In diesem Sinn ist die fÃ¼r das Lokal des Beschwerdegegners bewilligte Hin­ausschiebung der Schliessungsstunde mit den durch den Einspracheentscheid des Stadtrats vom </span><span>24. Oktober 2001 </span><span>geschÃ¼tzten VerfÃ¼gungen des Polizeidepartements entzogen worden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) GemÃ¤ss der Grundregel von § 25 VRG kommt dem Lauf der Rekursfrist und der Einreichung des Rekurses aufschiebende Wirkung zu. Allerdings ist die verfÃ¼gende BehÃ¶rde laut derselben Gesetzesnorm befugt, aus besonderen GrÃ¼nden etwas anderes zu bestimmen, also dem Rekurs die aufschiebende Wirkung zu entziehen. In diesem Sinn hat der Stadtrat dem Rekurs des Beschwerdegegners gegen den Entzug der Bewilligung die aufschiebende Wirkung entzogen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) An die in § 25 VRG aufgefÃ¼hrten besonderen GrÃ¼nde sind relativ hohe Anforderungen zu stellen. GemÃ¤ss KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl muss es sich "um besonders qualifizierte und zwingende GrÃ¼nde handeln", ohne dass allerdings "ganz ausserordentliche GrÃ¼nde" vor­liegen mÃ¼ssten. Es ist erforderlich, dass ein schwerer Nachteil droht, wenn die aufschiebende Wirkung nicht entzogen wird. Dieser kann etwa in einer zeitlich unmittelbar be­vorstehenden oder inhaltlich schweren Bedrohung bedeutender PolizeigÃ¼ter bestehen (§ 25 N. 13 mit Hinweisen). </span><span>FÃ¼r den Entzug der aufschiebenden Wirkung werden wichtige GrÃ¼nde vorausgesetzt. Das sind bedeutende und dringliche Ã¶ffentliche und/oder private An­liegen, die den Interessen an einem Aufschub der Wirksamkeit einer Anordnung bis zur endgÃ¼ltigen KlÃ¤rung der Rechtslage vorgehen (Thomas Merkli/Arthur Aeschlimann/Ruth Herzog, Kommentar zum Gesetz Ã¼ber die Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, Bern 1997, Art. 68 N. 16). </span><span>Diese verhÃ¤ltnismÃ¤ssig hohen Anforderungen ergeben sich zudem bereits daraus, dass der von der Stadt ZÃ¼rich angeordnete Entzug der aufschiebenden Wirkung im Ergebnis dem sofortigen Entzug der Bewilligung fÃ¼r verlÃ¤ngerte Ãffnungszeiten im Sinn einer vorsorglichen Massnahme entspricht. FÃ¼r die Anordnung vorsorglicher Mass­­nahmen bedarf es allgemein des Vorliegens besonderer GrÃ¼nde. Solche sind zu bejahen, wenn ein schwerer, wahrscheinlich eintretender Nachteil droht (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 6 N. 10). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Analog zur Rechtsprechung bei vorsorglichen Massnahmen (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 6 N. 10) muss sich auch der Entzug der aufschiebenden Wirkung in jedem Fall als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erweisen (</span><span>Merkli/Aeschlimann/Herzog, Art. 68 N. 16; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 25 N. 14). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Grund fÃ¼r den Entzug der aufschiebenden Wirkung im Rahmen des Entzugs einer bisher gewÃ¤hrten Bewilligung kann der Schutz von PolizeigÃ¼tern vor konkreten Gefahren sein; als geschÃ¼tztes Polizeigut gelten allgemein die Ã¶ffentliche Ordnung, wozu die Nacht­ruhe zu zÃ¤hlen ist, dann aber auch die RechtsgÃ¼ter der Einzelnen wie Leben, Gesund­heit, kÃ¶rperliche Unversehrtheit, Freiheit, Eigentum (vgl. etwa Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 1902). </span><span>Der Entscheid Ã¼ber die aufschiebende Wirkung muss sich daher gerade beim Entzug von wirtschaft­­lich bedeutsamen Bewilligungen danach richten, ob es eine schwere und unmittelbare GefÃ¤hrdung wichtiger Ã¶ffentlicher Interessen, beispielsweise die Bedrohung bedeutender PolizeigÃ¼ter, abzuwenden gilt (Fritz Gygi, Aufschiebende Wirkung und vorsorgliche Mass­nahmen in der Verwaltungsrechtspflege, ZBl 77/1976, S. 1 ff., 7). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zwar handelt es sich bei der Nachtruhe nicht um ein bloss unbedeutendes Polizeigut; es ist daher im Verfahren betreffend den Entzug der Bewilligung gemÃ¤ss § 10 GastgewerbeV grundsÃ¤tzlich mÃ¶glich, bei Wiederholungsgefahr den sofortigen Vollzug anzuordnen. Im Rahmen der InteressenabwÃ¤gung ist allerdings vorweg zu beachten, dass die geltende Ordnung â wie schon die unterschiedlichen Sanktionen aufzeigen â dem Rechtsgut der Nachtruhe keinen Ã¤hnlich hohen Wert beimisst wie anderen PolizeigÃ¼tern: WÃ¤hrend etwa die KÃ¶rperverletzung strafrechtlichen Androhungen unterliegt, die bis zu Zuchthausstrafen reichen, wird die Missachtung der Nachtruhe jeweils nur mit Busse sanktioniert. Bei entgegenstehenden, wirtschaftlich gewichtigen Interessen des Lokalbetreibers ver­langt der Entzug der aufschiebenden Wirkung mithin die Erwartung schwerer BeeintrÃ¤chtigungen der Nachtruhe â mithin die BeeintrÃ¤chtigung in einem Ausmass, welches klar Ã¼ber das hinausgeht, was gemÃ¤ss § 10 Abs. 1 GastgewerbeV zum Entzug der Bewilligung ausreicht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Wohl ergibt sich aus den Akten, dass die Nachtruhe durch die im Lokal des Beschwerdegegners gespielte Musik wiederholt gestÃ¶rt worden ist. FÃ¼r eine schwere StÃ¶rung im Sinn vorstehender ErwÃ¤gungen bestehen jedoch keine genÃ¼genden Anhaltspunkte. Die Beschwerde zeigt denn auch nicht auf, dass hier von NachtruhestÃ¶rungen besonderen Aus­masses auszugehen wÃ¤re. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Ein Entzug der aufschiebenden Wirkung kÃ¤me somit nur in Frage, wenn die Interessen des Beschwerdegegners an verlÃ¤ngerten Ãffnungszeiten eher unbedeutend erschei­nen wÃ¼rden. Mit Bezug auf diese wirtschaftlichen Interessen ist die Vorinstanz indes davon ausgegangen, dass sein Betrieb zu den zahlreich frequentierten Lokalen an der O-strasse ge­hÃ¶re. Mit der Schliessung des Lokals um Mitternacht statt um 04.00 Uhr gehe dem Betreiber ein grosser Teil an Einnahmen verloren. Sie stellt deshalb auf Seiten des Be­schwer­de­gegners bedeutende finanzielle Interessen fest. Diese EinschÃ¤tzung ist nicht zu beanstanden. Beim Lokal des Beschwerdegegners handelt es sich um eine Bar mit Musik. Diese lÃ¤sst sich nicht vergleichen mit einem gewÃ¶hnlichen Restaurationsbetrieb, der vorab wegen Speise und Trank aufgesucht wird. Der Hinweis in der Beschwerde, nur knapp 400 der Ã¼ber 1'800 Gastwirtschaftsbetriebe in der Stadt ZÃ¼rich wÃ¼rden Ã¼ber eine Be­willigung zur dauernden Hinausschiebung der Schliessungsstunde verfÃ¼gen, kann daher fÃ¼r den vorliegenden Fall nicht massgeblich sein. Die Vorinstanz hat somit das Interesse des Beschwerde­gegners an der einstweiligen Weitergeltung seiner Bewilligung ohne Rechtsverletzung hÃ¶her gewichten kÃ¶nnen als das Ã¶ffentliche Interesse an einem sofortigen Entzug der Bewilligung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Daran vermag auch nichts Entscheidendes zu Ã¤ndern, dass relevante BeeintrÃ¤chtigungen der Nachtruhe aktenkundig sind. Wenn dies zwar dafÃ¼r spricht, dass sich die erst­instanzliche Anordnung in der Hauptsache schliesslich als rechtmÃ¤ssig erweisen wird, lÃ¤sst sich doch im Rahmen der bloss summarischen PrÃ¼fung noch nicht von einer genÃ¼gend eindeutigen Prognose zulasten des Beschwerdegegners sprechen. Die heutigen Prozessaussich­­ten kÃ¶nnen daher fÃ¼r den Entscheid Ã¼ber die aufschiebende Wirkung nicht entscheidend ins Gewicht fallen (vgl. dazu KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 25 N. 14; Merkli/Aeschlimann/ Herzog, Art. 68 N. 16, je mit Hinweisen).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>g) Schliesslich verweist die BeschwerdefÃ¼hrerin auf einen Entscheid in Pra 2001 Nr. 144, wonach regelmÃ¤ssig auftretender und erheblich stÃ¶render GastrolÃ¤rm unzulÃ¤ssig sei, auch wenn dies fÃ¼r den Lokalbetreiber mit erheblichen wirtschaftlichen Einbussen verbunden sei. In diesem bundesgerichtlichen Entscheid ging es indessen weder um den Entzug der aufschiebenden Wirkung noch allgemein um vorsorgliche Massnahmen. Da die Voraussetzungen fÃ¼r einen sofortigen Bewilligungsentzug â wie dargelegt â strenger als diejenigen fÃ¼r einen Entzug im ordentlichen Verfahren sind, bleibt die zitierte und an sich selbstverstÃ¤ndliche Feststellung des Bundesgerichts fÃ¼r den vorliegenden Fall ohne relevante Bedeutung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>h) Zusammengefasst ist festzuhalten, dass die Vorinstanz dem Rekurs des Beschwerdegegners ohne Rechtsverletzung die aufschiebende Wirkung wieder gewÃ¤hren konnte. Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. â¦</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>