Kantonsgericht Schwyz Beschluss vom 24. Januar 2025 BEK 2024 208 Mitwirkend Kantonsgerichtspräsident Reto Heizmann, Kantonsrichterinnen Annelies Inglin und Viviane Liebherr, Gerichtsschreiberin Michelle Mettler. In Sachen A.________, Beschuldigter und Beschwerdeführer, amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt B.________, gegen Staatsanwaltschaft, 3. Abteilung, Postfach 128, Bahnhofstrasse 4, 8832 Wollerau, Anklagebehörde und Beschwerdegegnerin, vertreten durch Staatsanwalt C.________, betreffend Untersuchungshaft (Beschwerde gegen die Verfügung der Einzelrichterin am Zwangsmass- nahmengericht vom 16. Dezember 2024, ZME 2024 197);- hat die Beschwerdekammer,Kantonsgericht Schwyz 2 nachdem sich ergeben und in Erwägung: 1. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz führt gegen den Beschuldigten eine Strafuntersuchung betreffend qualifizierte ungetreue Ge- schäftsbesorgung, Betrug, mehrfache Urkundenfälschung, Misswirtschaft und Geldwäscherei (SU A3 2023 5152; Vi-act. 1; 1/12). Am 13. Dezember 2024 vollzog die Kantonspolizei Schwyz beim Beschuldigten eine Hausdurchsu- chung (Vi-act. 1/4-7) und inhaftierte ihn im Anschluss daran (Vi-act. 1, S. 1; 1/1 und 5). Die Staatsanwaltschaft stellte am 14. Dezember 2024 beim Zwangsmassnahmengericht einen Antrag auf Anordnung der Untersuchungs- haft (Vi-act. 1). Die Einzelrichterin ordnete am 16. Dezember 2024 bis am 12. Februar 2024 Untersuchungshaft an (angef. Verfügung, Dispositivziffer 1 [U-act. 4.1.022]). Mit Beschwerde vom 24. Dezember 2024 (Eingang am Kan- tonsgericht: 27. Dezember 2024) beantragte der anwaltlich vertretene Be- schuldigte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und er sei per sofort (Weihnachtstag 25. Dezember 2024) aus der Haft zu entlassen, eventualiter unter Auflage der Passsperre und der Meldepflicht bei der Kantonspolizei Zürich sowie des Verbots, in diesem Strafverfahren mitinvolvierte Personen zu kontaktieren, mit der Androhung der sofortigen Verhaftung, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Staatskasse (KG-act. 1, S. 1). Das Kantonsgericht wies den Antrag auf sofortige Haftentlassung mit Verfügung vom 27. Dezember 2024 ab (KG-act. 3). Das Zwangsmassnahmengericht übermittelte die Akten mit dem Antrag auf kostenfällige Abweisung der Be- schwerde (KG-act. 4). Mit Beschwerdevernehmlassung vom 7. Januar 2025 beantragte die Staatsanwaltschaft, die Beschwerde sei kostenpflichtig abzu- weisen (KG-act. 6). Der Beschuldigte nahm zur Beschwerdevernehmlassung am 11. Januar 2025 Stellung (Eingang Kantonsgericht: 13. Januar 2025; KG-act. 8, S. 5). Die Staatsanwaltschaft reichte am 13. Januar 2025 eine Noveneingabe ein (KG-act. 9, 9/1). Die Eingaben wurden den Parteien wechselseitig zugestellt (KG-act. 10). Die Staatsanwaltschaft teilte am 17. Ja-Kantonsgericht Schwyz 3 nuar 2025 mit, sie verzichte auf eine weitere Stellungnahme, und reichte zu- gleich die Einvernahmeprotokolle derjenigen Einvernahmen ein, die seit dem 9. Januar 2025 durchgeführt wurden (KG-act. 11, 11/1). Der Beschuldigte äusserte sich nochmals am 20. Januar 2025 (KG-act. 13). Am 23. Januar 2025 teilte er den Verzicht auf eine weitere Stellungnahme mit (KG-act. 15). 2. a) Der Beschuldigte rügt eine Verletzung von Art. 226 StPO. Der be- gründete anfechtbare Entscheid müsse innert 48 Stunden ergehen, was nicht der Fall sei, wenn am 16. Dezember 2024 die Haftverhandlung stattfinde und der begründete Entscheid dem Unterzeichneten am 23. Dezember 2024 zu- gestellt werde. Die Verletzung von Art. 226 StPO führe zur Nichtigkeit des Haftentscheids, weshalb der Beschuldigte sofort zu entlassen sei (KG-act. 1, Ziff. 1; KG-act. 8, S. 1). b) Gemäss Art. 226 Abs. 1 StPO entscheidet das Zwangsmass- nahmengericht unverzüglich, spätestens aber innert 48 Stunden nach Eingang des Antrags. Es eröffnet seinen Entscheid der Staatsanwaltschaft, der be- schuldigten Person und ihrer Verteidigung unverzüglich mündlich oder, falls sie abwesend sind, schriftlich. Anschliessend stellt es ihnen eine kurze schrift- liche Begründung zu (Art. 226 Abs. 2 StPO). Die schriftliche Begründung ist auch nach der 48-Stunden-Frist, jedoch ohne weitere Verzögerungen (im Regelfall spätestens nach 3-4 Tagen) nachlieferbar (BGer 1B_564/2011 vom 27. Oktober 2011 E. 3; Jositsch/Schmid, Schweizerische Strafprozess- ordnung, Praxiskommentar, 4. Auflage, 2023, Art. 226 StPO N 5). Wenn die schriftliche Haftbegründung nicht zum Zeitpunkt der mündlichen Urteilsver- kündung erfolgen kann, muss sie gemäss dem Beschleunigungsgrundsatz (Art. 5 StPO) so schnell wie möglich in einer separaten Entscheidung mitge- teilt werden, wobei eine Zustellung erst neun Tage nach dem mündlich eröff- neten Entscheid zu spät ist (BGE 139 IV 379 E. 2.6 f. = Pra 2013 Nr. 74 E. 2.7; vgl. auch KGer SZ, Beschluss BEK 2020 200 vom 18. Januar 2021 Kantonsgericht Schwyz 4 E. 2). Die Zwangsmassnahmenrichterin eröffnete ihren Entscheid im Dispositiv am Montag, 16. Dezember 2024 (Vi-act. 4). Die Zustellung der schriftlichen Begründung an den amtlichen Verteidiger des Beschuldigten erfolgte am Montag, 23. Dezember 2024 (KG-act. 4). Eine Zustellung innert 48 Stunden ist entgegen der Behauptung des Beschuldigten (KG-act. 1, Ziff. 1; KG-act. 8, S. 1) gesetzlich nicht vorgeschrieben (Art. 226 Abs. 2 StPO). Nach dem Ge- sagten ist die Zustelldauer von rund einer Woche noch mit dem Beschleuni- gungsgebot vereinbar, zumal die begründete Verfügung innert weni- ger Arbeitstage versandt wurde (angef. Verfügung, S. 8). Eine Verletzung von Art. 226 StPO liegt damit nicht vor. Abgesehen davon würde eine Verletzung der prozessualen Höchstfristen im Haftanordnungs- und Haftprüfungsverfah- ren nicht automatisch zur Haftentlassung oder Nichtigkeit des Entscheids führen (KG-act. 1, S. 2; Forster, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. A. 2023, Art. 226 StPO N 3). 3. a) Der Beschuldigte rügt weiter, es liege kein Tatverdacht vor (KG-act. 1, Ziff. 4). Er macht zusammengefasst geltend, mit den Aussagen von D.________ und der detaillierten Durchsicht der Gutschriften und Belastungen des T.________ (Bank)-Kontos sei erstellt, dass keine ungetreue Geschäfts- besorgung und keine Fälschung von Dokumenten von Handwerkern vorliegen könne. Das T.________ (Bank)-Konto zeige, dass Gelder geschäftsbegründet abgeflossen seien und deshalb schon aus rechtlichen Gründen keine unge- treue Geschäftsführung vorliegen könne, weil es sich nicht um Gelder handle, die der E.________ hätten zugutekommen sollen (KG-act. 1, Ziff. 4.1 f.; KG-act. 8, S. 3 f.). Die Vorinstanz habe nur vage Bemerkungen gemacht, was weder eine Inhaftierung noch einen Tatverdacht rechtfertige, weil der Sach- verhalt und die rechtliche Würdigung nicht auf eine Geldwäschereihandlung hinweisen würden (KG-act. 1, Ziff. 4.3).Kantonsgericht Schwyz 5 aa) Gemäss Art. 221 Abs. 1 StPO ist Untersuchungshaft namentlich zuläs- sig, wenn die beschuldigte Person eines Verbrechens oder Vergehens drin- gend verdächtigt wird und ernsthaft zu befürchten ist, dass sie sich durch Flucht dem Strafverfahren oder der zu erwartenden Sanktion entzieht (lit. a, Fluchtgefahr), oder dass sie Personen beeinflusst oder auf Beweismittel einwirkt, um so die Wahrheitsfindung zu beeinträchtigen (Art. 221 Abs. 1 lit. b StPO, Kollusionsgefahr). In Bezug auf die Voraussetzung des dringenden Tatverdachts ist zu überprüfen, ob ausreichend konkrete An- haltspunkte für eine Straftat und eine Beteiligung des Beschuldigten an dieser vorliegen. Eine erschöpfende Abwägung sämtlicher belastender und entlas- tender Beweisergebnisse ist jedoch nicht vorzunehmen. Vielmehr genügt im Haftprüfungsverfahren, in welchem das Beschleunigungsgebot keinen Raum für ausgedehnte Beweismassnahmen lässt, der Nachweis konkreter Ver- dachtsmomente, wonach das inkriminierte Verhalten mit erheblicher Wahr- scheinlichkeit die fraglichen Tatbestandsmerkmale erfüllen könnte (vgl. auch BGE 150 IV 239 E. 3.3 m.H.). Zur Frage des dringenden Tatverdachts hat das Zwangsmassnahmengericht deshalb weder ein eigentliches Beweisverfahren durchzuführen noch dem erkennenden Bezirks- bzw. Strafgericht vorzugreifen (zum Ganzen BGE 137 IV 122 E. 3.2; BGer 1B_341/2015 vom 23. Oktober 2015 E. 2.3.1; KGer SZ, Beschluss BEK 2020 149 vom 15. Oktober 2020 E. 2.b). bb) Die Staatsanwaltschaft und die Zwangsmassnahmenrichterin verdächti- gen den Beschuldigten mehrerer Vermögensdelikte mit erheblichem Schaden in Millionenhöhe (U-act. 1, Ziff. II, Dossier 3.1, 3.2, 1.1, 1.2; angef. Verfügung, E. 2.1.1; U-act. 9.1.001; Vi-act. 1, S. 1 f.: Art. 158, Art. 146, Art. 251, Art. 165 und Art. 305bis StGB). Im Kern wird der Beschuldigte in Bezug auf mindestens 35 Kontoüberträge dringend verdächtigt, in seiner Funktion als Geschäftsfüh- rer sowie Verwaltungsrat(-spräsident) der F.________, der G.________ = Tochtergesellschaft der F.______, sowie der H.________ (seit dem ___ in Kantonsgericht Schwyz 6 Liquidation) in den Jahren 2013 bis 2023 von seinem jeweiligen Arbeitsort aus auf diverse Subunternehmen lautende fiktive Rechnungen erstellt, visiert und auf deren Basis zu Lasten der bei der G.________ für verschiedene Baupro- jekte geführten Baukonten rechtsgrundlose Zahlungen an die entsprechenden Subunternehmen ausgelöst zu haben. Der Grossteil der an die Subunterneh- mer überwiesenen Gelder sei von dort weiter auf ein auf den Beschuldigten lautendes Privatkonto bei der T.________(Bank) (und vermutlich auf weitere Privatkonti des Beschuldigten) zurückgeflossen (Vi-act. 1, Ziff. II.1 f., Dossier 3.1). Der Beschuldigte werde ausserdem im Zusammenhang mit die- sen Gesellschaften und seinem Privatkonto der mehrfachen Geldwäscherei / mehrfachen Anstiftung zur Geldwäscherei (Dossier 3.2) sowie des Betrugs und der Urkundenfälschung (Dossier 1.1) und der Misswirtschaft (Dossier 1.2) dringend verdächtigt (Vi-act. 1, Ziff. II.1, S. 1-4). Die Strafuntersuchung gegen den Beschuldigten wurde am 6. September 2024 nach Eingang von zwei Strafanzeigen eröffnet (Vi-act. 1/12 [U-act. 9.1.001]; U-act. 8.1.001 mit Beila- gen 1-9 [U-act. 8.1.004-12] und U-act. 8.3.001 mit Beilagen 1-53 [U-act. 8.3.003-60]). Aus den umfangreichen Strafanzeigen, deren Beilagen und den bisherigen Untersuchungsakten ergeben sich konkrete Hinweise auf mehrere Zahlungsflüsse zwischen den Konten mehrerer Unternehmen und einem Privatkonto des Beschuldigten, die in zeitlichem Konnex und in teilwei- se ähnlich hohen Beträgen erfolgt seien und um die sich der Beschuldigte selbst bereichert haben könnte (vgl. Vi-act. 1, Ziff. II.1 S. 2, Ziff. II.2 S. 3 f.). Ausserdem liegen Verdachtsmomente vor, dass Zahlungen keinen effektiven Rechnungsgrund gehabt hätten (Vi-act. 1, Ziff. II.1 S. 2; U-act. 8.3.071, 8.3.045/0103 [Beilage 41 zur Strafanzeige], 8.3.046 [Beilage 42 zur Strafan- zeige]) und in sechs Projekten ein Schaden in Höhe von rund Fr. 5.5 Millionen entstanden sei (U-act. 8.3.001 und 8.3.008/2). cc) An der Hafteinvernahme vom 14. Dezember 2024 bestritt der Beschul- digte die Vorwürfe (Vi-act. 1/15, Rz. 186 f.; Rz. 295 ff.; Rz. 313 ff.; Rz. 358; Kantonsgericht Schwyz 7 Rz. 379; Rz. 402; Rz. 408; Rz. 420; Rz. 440; Rz. 457). Er machte Ausführun- gen zu verschiedenen Projekten, Abbuchungen und Vorkommnissen in der Vergangenheit (Vi-act. 1/15, Rz. 190 ff.). Er habe ein paar Zahlungen erhalten, zu dem stehe er (Vi-act. 1/15, Rz. 348). Das Geld, das er erhalten habe, sei als Aktionärsdarlehen in die Unternehmen eingebracht worden (Vi-act. 1/15, Rz. 349 f.). Anlässlich der Haftverhandlung vom 16. Dezember 2024 bestritt der Beschuldigte die Vorwürfe erneut und sagte aus, er könne es belegen und wenn alles nachgewiesen sei, könne er alles genau erklären (Vi-act. 5, Ant- wort 21 und 35). Es gebe einen Streit zwischen den Aktionären und diese hät- ten alles gewusst, was sie in der E.________ getan hätten (Vi-act. 5, Frage 38; vgl. Vi-act. 1/15, Rz. 515 f.). Auf den Vorhalt des Dossiers 1.2 (Misswirtschaft) antwortete der Beschuldigte, dass er nicht alles richtig ge- macht habe (Vi-act. 5, Frage 26). dd) Wie eingangs erwähnt, ist eine erschöpfende Abwägung sämtlicher be- lastender und entlastender Beweisergebnisse im Haftprüfungsverfahren nicht vorzunehmen (vgl. oben E. 3.a.aa). Der Beschuldigte verweist in seinen Aus- führungen zum fehlenden Tatverdacht pauschal auf die Einvernahme von D.________ und das T.________ (Bank I)-Konto (KG-act. 1, Ziff. 4.1 ff.). Be- treffend das T.________ (Bank I)-Konto hebt er keine Position hervor, die ge- gen die konkreten Verdachtsmomente spräche (KG-act. 1, Ziff. 4.1 ff., vgl. auch Ziff. 3.10 ff.; vgl. U-act. 6.3.006-014, vgl. auch U-act. 8.3.010/01-73). Aus der Einvernahme von D.________ (U-act. 10.1.004) zitiert er an anderer Stelle zwei Aussagen (KG-act. 1, Ziff. 2.5 f.), ohne dass er konkret erklärt, inwiefern damit der dringende Tatverdacht entkräftet würde (KG-act. 1, Ziff. 4.1). Der Beschuldigte legt nicht dar und es ergibt sich aus den Akten nicht, inwiefern allein die Aussagen von D.________ und die detail- lierte Durchsicht des T.________ (Bank I)-Kontos die ihm vorgeworfenen Straftatbestände und eine ungetreue Geschäftsführung ausschlössen (KG-act. 1, Ziff. 4). Der Beschuldigte reichte mit Beschwerdebeilage 1/2 hand-Kantonsgericht Schwyz 8 schriftliche Notizen ein und machte geltend, er könne über jede Buchung Aus- kunft geben (KG-act. 1/2, KG-act. 1, Ziff. 2.4). Bei dieser Beilage handelt es sich um tabellarisch aufgeführte Buchungsdaten, Beträge und kurze Vermer- ke, die nicht selbsterklärend sind und vom Beschuldigten in seiner Beschwer- de nicht mehr erläutert werden (KG-act. 1, Ziff. 4.1 ff.; Ziff. 2.4; KG-act. 1/2). Wie die Zwangsmassnahmenrichterin überzeugend erwog, ist derzeit schwer- lich nachvollziehbar, weshalb die Geldflüsse einer Gesellschaft über das Privatkonto des Beschuldigten hätten abgewickelt werden sollen (angef. Ver- fügung, E. 2.1.4), was der Beschuldigte in seiner Beschwerde unkommentiert liess (KG-act. 1, Ziff. 4). Die Vorbringen in seiner Eingabe vom 11. Januar 2024, die er nach Ablauf der Beschwerdefrist und bezugnehmend auf die Be- schwerdevernehmlassung einreichte, blieben unsubstantiert und unbelegt (KG-act. 8, S. 3 f.). Aufgrund der bisherigen Untersuchungsergebnisse liegen konkrete Anhaltspunkte vor, dass der Beschuldigte die Tatbestände der quali- fiziert ungetreuen Geschäftsbesorgung, der mehrfachen Urkundenfälschung und der Geldwäscherei erfüllt haben könnte, indem er in seiner Funktion als Geschäftsführer und Verwaltungsrat(-spräsident) mutmasslich fiktive Rech- nungen erstellte und visierte (vgl. auch KG-act. 6, Ziff. 4; U-act. 10.1.004, Rz. 80 ff.) sowie auf deren Basis aus dem von ihm zu verwaltenden Vermögen Überweisungen zugunsten seines Privatkontos und weiterer Konti bewirkte, wodurch bei den Unternehmen ein Vermögensschaden entstand und er sich selbst bereichert haben könnte (Art. 158 Abs. 1 Ziff. 1 und 3, Art. 251 StGB, Art. 305bis StGB; vgl. auch Vi-act. 1, Ziff. II.1, Dossier 3.1 und 3.2; vgl. auch U-act. 8.3.001/003-60). Zudem liegen konkrete Indizien vor, dass sich der Be- schuldigte des Betrugs und der Urkundenfälschung strafbar gemacht haben könnte, indem er unter Angabe von falschen Geschäftszahlen einen Covid-19- Kredit in Höhe von Fr. 496’500.00 erwirkt und sich damit zumindest teilweise selbst bereichert haben könnte (Art. 146 und Art. 251 StGB; U-act. 8.1.001/004-12; Vi-act. 1, Ziff. II.1, Dossier 1.1). Aufgrund der Aussage des Beschuldigten und den Ausführungen im Haftantrag, wonach er es als Kantonsgericht Schwyz 9 Verwaltungsratspräsident der G.________ trotz abzeichnender Überschul- dung unterliess, das Konkursgericht zu benachrichtigen und er damit die rechtzeitige Konkurseröffnung verschleppt haben könnte, erfüllte er zudem möglicherweise den Tatbestand der Misswirtschaft (Art. 165 StGB; Vi-act. 5, Frage 26; Vi-act. 1, Ziff. II.1, Dossier 1.2). Daher liegen genügend konkrete Anhaltspunkte und der dringende Tatverdacht für die genannten strafbaren Handlungen unter Beteiligung des Beschuldigten vor. b) aa) Der Beschuldigte macht zudem geltend, es liege keine Fluchtgefahr vor. Für die Fluchtgefahr sei der zivilrechtliche Wohnsitz und nicht die Schrif- ten entscheidend. Den Wohnsitz habe er hier (KG-act. 1, Ziff. 3.1; KG-act. 8, S. 3; KG-act. 13, Ziff. 1). Die steuerrechtliche Streitigkeit sei mit dem beigeleg- ten Verwaltungsgerichtsentscheid rechtskräftig erledigt, also gebe es nichts mehr zu flüchten (KG-act. 1, Ziff. 3.2; KG-act. 1/3). Ferienmässig halte er sich in Kroatien auf und dass er die Sprache dort spreche, sei familiär bedingt (KG-act. 1, Ziff. 3.3 f.; KG-act. 8, S. 3; vgl. auch KG-act. 13, Ziff. 1 und 2). Die Konten im Ausland seien bekannt und ediert (KG-act. 1, Ziff. 3.6). Er sei seit Sommer 2024 nur einmal im Oktober 2024 in Kroatien gewesen und habe per Zufall am Wochenende nach der Verhaftung ein Ferienwochenende geplant (KG-act. 1, Ziff. 3.12; vgl. KG-act. 13, Ziff. 2). Seine Frau und Kinder seien hier (KG-act. 1, Ziff. 3.17; KG-act. 13, Ziff. 2). bb) Die Annahme von Fluchtgefahr als besonderer Haftgrund setzt ernsthaf- te Anhaltspunkte dafür voraus, dass sich die beschuldigte Person dem Straf- verfahren oder der zu erwartenden Sanktion durch Flucht entziehen könnte (Art. 221 Abs. 1 lit. a StPO). Im Vordergrund steht eine mögliche Flucht ins Ausland, denkbar ist jedoch auch ein Untertauchen im Inland (BGer 7B_560/2023 vom 6. Oktober 2023 E. 2.1.2). Ob Fluchtgefahr besteht, ist aufgrund einer Gesamtwürdigung aller wesentlichen Umstände zu beurtei- len. Zu berücksichtigen sind insbesondere der Charakter der beschuldigten Kantonsgericht Schwyz 10 Person, ihre moralische Integrität, ihre finanziellen Mittel, ihre Verbindungen zur Schweiz, ihre Beziehungen zum Ausland und die Höhe der ihr drohenden Strafe. Selbst bei einer befürchteten Reise in ein Land, das die beschuldigte Person grundsätzlich an die Schweiz ausliefern oder stellvertretend verfolgen könnte, ist die Annahme von Fluchtgefahr nicht ausgeschlossen. Die Schwere der drohenden Strafe darf als Indiz für Fluchtgefahr gewertet werden, genügt jedoch für sich allein nicht, um den Haftgrund zu bejahen (BGer 7B_650/2023 vom 6. Oktober 2023 E. 2.1.2; BGE 145 IV 503 E. 2.2; 143 IV 160 E. 4.3; je mit Hinweisen). Miteinzubeziehen sind die familiären und sozialen Bindungen, die berufliche und finanzielle Situation, die Kontakte zum Ausland und konkre- te (Aus-)Reiseabsichten (BGE 142 IV 160 E. 4.3; Beeler, Praktische Aspekte des formellen Untersuchungshaftrechts nach Schweizerischer Strafprozess- ordnung, 2016, S. 35 f.). Hat die beschuldigte Person ausschliesslich das Schweizer Bürgerrecht, müssen in der Regel besondere Beziehungen zum Ausland, wie beispielsweise enge verwandtschaftliche Kontakte oder Grun- deigentum im Ausland, vorliegen, um Fluchtgefahr annehmen zu können. Je vermögender eine Person ist, desto eher ist sie in der Lage, sich längerfris- tig im Ausland aufzuhalten (Hug/Scheidegger, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 2. A., 2014, Art. 221 StPO N 16 m.V.; KGer SZ, Beschluss BEK 2019 86 vom 4. Juni 2019 E. 2.b.aa.cc). Bei Schweizer Bürgern können unstete Wohn- und Meldever- hältnisse sowie fehlende gefestigte soziale Beziehungen in der Schweiz und konkrete Beziehungen ins Ausland für die Annahme der Fluchtgefahr spre- chen (BGer 7B_650/2023 vom 6. Oktober 2023 E. 2.3.2). cc) Der Beschuldigte besitzt die Schweizer Staatsbürgerschaft (Vi-act. 1/15, Rz. 96; U-act. 1.1.001/1, 1.1.010/1). Er sagte im Strafverfahren aus, sein Lebensmittelpunkt und Wohnsitz seien Zürich (Vi-act. 1/15, Rz. 84 und 100 ff.; Vi-act. 5, Frage 10; KG-act. 1, Ziff. 3.1). Dahingegen bestritt er in einem steuerrechtlichen Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Zürich, einen Wohn-Kantonsgericht Schwyz 11 sitz in der Schweiz zu haben (KG-act. 1/3, Urteil SR.2024.00014 vom 3. Juli 2024 E. 2.2). Der Beschuldigte ist in der Schweiz nicht angemeldet und seine Wohn- und Meldeverhältnisse sind unstet (vgl. U-act. 8.1.013 S. 3, 7 f., 9 f.; U-act. 1.1.001, 1.1.002). Er wechselte seinen Wohnsitz gemäss Untersu- chungsakten in den letzten Jahren mehrmals (Zuzug vom Vereinigten König- reich nach Schindellegi, Wegzug von der ________Strasse xx, 8834 Schindel- legi, an die ________Strasse yy, 8630 Rüti [U-act. 1.1.001], Abmeldung bei der Einwohnergemeinde Rüti ZH vom 7. November 2022 nach Kroatien, ________Strasse zz, 52210 Rovinj [U-act. 1.1.002; vgl. aber KG-act. 9 und 9/1], mutmasslich aktueller Wohnsitz ________Strasse aa, 8052 Zürich [U-act. 5.1.001]; mutmasslich aktueller Wohnsitz seiner Noch-Ehefrau in St. Moritz; U-act. 8.1.013, S. 7; vgl. auch KG-act. 1, Ziff. 3.17). Im Polizeirap- port vom 6. November 2024 werden weitere Adressen in Sachseln und Sarnen (OW) genannt. Der Staatsanwaltschaft war bis am 6. November 2024 keine gültige Adresse in der Schweiz bekannt (U-act. 8.1.013, S. 3 und 8). Zudem sind gegen den Beschuldigten drei Strafverfahren hängig (U-act. 1.1.012) und neun Verlustscheine im Gesamtbetrag von Fr. 155’343.80 registriert (U-act. 1.1.005). Der Beschuldigte spricht serbokroa- tisch und hat einen engen Bezug zu Kroatien, wo er gemäss eigenen Anga- ben eine Wohnung mietet und zu 15 % arbeitstätig ist (auf Baustellen, bei Sanierungen und als Skipper / Hochseekapitän auf einer mutmasslich geleas- ten Yacht, Vi-act. 1/15, Rz. 80 ff., 108, 143 ff., 156 ff.; Vi-act. 5, Frage 10; U-act. 8.1.013 S. 5; vgl. auch angef. Verfügung, E. 2.2.1). Er sagte zudem aus, er habe viele Cousins und einen Onkel und viele Verwandte seiner Noch- Ehefrau in Kroatien (Vi-act. 1/15, Rz. 130 f.). Der Beschuldigte erwähnte im Zusammenhang mit der Strafuntersuchung denn auch einen grossen Reputa- tionsschaden bei den Banken und dass das Leben kaputt sei. Er habe Aufträ- ge und wenn er nicht da sei, würden diese bachab gehen (Vi-act. 1/15, Rz. 520 ff.). Es bestehen Hinweise auf mehrere ausländische Bankkonti und der Verbleib von beträchtlichen Vermögenswerten scheint derzeit ungeklärt Kantonsgericht Schwyz 12 (U-act. 8.3.057; Vi-act. 1, S. 6; KG-act. 6, Ziff. 2). Der Beschuldigte wird meh- rerer Verbrechen, die mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe (Art. 158 Abs. 1 Ziff. 1 und 3, Art. 146, Art. 251, Art. 165 StGB) und Vergehen, die mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe (Art. 305 bis StGB) bedroht werden, verdächtigt. Die zu erwartende Freiheitsstrafe von mehreren Monaten oder Jahren und die genannten Umstände legen die konkrete Fluchtgefahr nahe. Der Beschuldigte vermag mit seiner pauschalen Rüge, die Konti im Ausland seien bekannt und ediert und wenn er gewollt hätte, hätte er schon lange flüchten können (KG-act. 1, Ziff. 3.5 f.), die Fluchtgefahr nicht in Abrede zu stellen. Aufgrund seiner widersprüchlichen Aussagen hinsichtlich eines Wohnsitzes in der Schweiz (vgl. KG-act. 1/3, E. 2.2; KG-act. 1, Ziff. 3.2; Vi-act. 5, Frage 10) und seinen aktenkundig oft wechselnden Wohnadressen erübrigen sich Ausführungen zur Massgeblichkeit des zivilrechtlichen oder steuerrechtlichen Wohnsitzes (KG-act. 1, Ziff. 3.1; Vi-act. 5, S. 7; KG-act. 13, Ziff. 1). Der Beschuldigte setzt sich im Übrigen mit den vorinstanzlichen Erwä- gungen nicht auseinander, zumal er hauptsächlich seinen Standpunkt betref- fend D.________, die Zahlungen und deren Kontrollen sowie die verschiede- nen Konstellationen der Gesellschaften und den involvierten Personen (I.________, J.________) bekräftigt (KG-act. 1, Ziff. 3.7-3.18). Dass der Be- schuldigte in beruflicher Hinsicht keinen Auslandsbezug habe, weil weder er noch seine Frau als Gründer, Gesellschafter oder Geschäftsführer einer kroatischen Gesellschaft eingetragen seien (KG-act. 13, Ziff. 2), steht im Widerspruch zu seiner Aussage, wonach er in Kroatien zu 15 % arbeitstätig sei (vgl. Vi-act. 1/15, Rz. 80 ff.). Die Erwägungen der Zwangsmass- nahmenrichterin sind nach dem Gesagten nicht zu beanstanden (angef. Ver- fügung, E. 2.2.1). c) aa) Der Beschuldigte rügt ausserdem, es bestehe keine Kollusionsge- fahr (KG-act. 1, Ziff. 2). Die kollusionsfreie Einvernahme von D.________ habe am 23. Dezember 2024 stattgefunden, sodass der Hauptpunkt der vor-Kantonsgericht Schwyz 13 instanzlichen Begründung der Kollusionsgefahr entfalle (KG-act. 1, Ziff. 2.1). Die Anzeigeerstatter hätten sämtliche Akten mit der Strafanzeige eingereicht und alle Kontiauszüge lägen vor, sodass gar keine Kollusionshandlungen mehr möglich seien (KG-act. 1, Ziff. 2.2; KG-act. 8, S. 2; KG-act. 13, Ziff. 2). Der Beschuldigte sei zu entlassen, da in der Zwischenzeit die Anzeigeerstatter befragt worden seien und demnächst die Handwerker befragt würden, sodass theoretisch keine Kollusionsgefahr gegeben sei (KG-act. 13, Ziff. 2; vgl. auch KG-act. 8, S. 1). bb) Strafprozessuale Haft wegen Kollusionsgefahr soll verhindern, dass der Beschuldigte die wahrheitsgetreue Abklärung des Sachverhalts vereitelt oder gefährdet, namentlich indem er sich mit Zeugen, Auskunftspersonen, Sach- verständigen oder Mitbeschuldigten ins Einvernehmen setzt oder sie zu wahr- heitswidrigen Aussagen veranlasst oder dass er Spuren und Beweismittel be- seitigt. Die theoretische Möglichkeit, dass der Beschuldigte kolludieren könnte, genügt indessen nicht, um Haft unter diesem Titel zu rechtfertigen. Es müssen vielmehr konkrete Indizien für die Annahme von Kollusionsgefahr sprechen. Das Vorliegen des Haftgrunds ist nach Massgabe der Umstände des jeweili- gen Einzelfalles zu prüfen (BGE 137 IV 122, E. 4.2; BGE 132 I 21, E. 3.2 mit Hinweisen). Konkrete Anhaltspunkte für Kollusionsgefahr können sich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes namentlich aus dem bisherigen Verhalten des Beschuldigten im Strafprozess ergeben oder aus seinen per- sönlichen Merkmalen, aus seiner Stellung und seinen Tatbeiträgen im Rah- men des untersuchten Sachverhalts sowie aus den persönlichen Beziehungen zwischen ihm und den ihn belastenden Personen. Bei der Frage, ob eine massgebliche Beeinträchtigung des Strafverfahrens wegen Kollusionsgefahr droht, ist auch der Art und Bedeutung der von Beeinflussung bedrohten Aus- sagen und Beweismittel, der Schwere der untersuchten Straftaten sowie dem Stand des Verfahrens Rechnung zu tragen (BGE 137 IV 122 E. 4.2; BGE 132 I 21 E. 3.2.1 mit Hinweisen).Kantonsgericht Schwyz 14 cc) Hinsichtlich der Kollusionsgefahr ist das frühe Stadium des Verfahrens zu berücksichtigen. Die Staatsanwaltschaft eröffnete die Strafuntersuchung mit Verfügung vom 6. September 2024 (Vi-act. 1/12). Am 13. Dezember 2024 erfolgte eine Hausdurchsuchung in Dübendorf (________Strasse bb, Räum- lichkeiten Arbeitsort) und in Zürich (mutmasslicher Wohnort an der ________Strasse aa; Vi-act. 1/4 und 1/5). Die Geschäftsräume in Dübendorf wurden leer angetroffen (Vi-act. 1/4). Der Beschuldigte erwähnte, die Ge- schäftsunterlagen seien in ein Lager gebracht worden (Vi-act. 5, Frage 30; vgl. auch Vi-act. 1/7, S. 3). Er nannte den Ort des Lagers jedoch nicht (Vi-act. 1/7, S. 2; Vi-act. 5, Frage 28 ff.). Das Lager ist gemäss Beschwerde- vernehmlassung vom 7. Januar 2025 nach wie vor unbekannt (KG-act. 6, Ziff. 2). Die Indizien, dass der Beschuldigte bereits kolludierte, in- dem er Unterlagen in ein Lager gebracht haben könnte, kommentiert er in seiner Beschwerde nicht (KG-act. 1, Ziff. 2.1-7). Mit Stellungnahme vom 11. Januar 2025 macht er einzig geltend, die Anzeige umschreibe keinerlei Vermögenswerte, die irgendwo lagern sollten, sodass das Lager und irgend- welche nicht bezeichnete Vermögenswerte keine Kollusionsgefahr begründen könnten (KG-act. 8, S. 2). Am Tag der Hausdurchsuchungen wurde eine wei- tere Geschäftsadresse in Baar ZG bekannt (Vi-act. 1/7 S. 3). Eine zusätzliche Durchsuchung erfolgte am 16. Dezember 2024 an der ________Strasse cc, 8600 Dübendorf, wo verschiedene Effekten des Beschuldigten sichergestellt wurden (U-act. 5.1.021-22). Es liegen damit konkrete Hinweise vor, dass wei- tere Geschäftsräume mit persönlichen Unterlagen und Datenträgern bestehen könnten (vgl. hierzu KG-act. 6, Ziff. 2; U-act. 5.1.021) und dass relevante Ge- schäftsunterlagen zuhause bei Mitarbeitern oder in einem Lager aufbewahrt werden (vgl. Vi-act. 5, Frage 28). Indem der Beschuldigte in seiner Beschwer- de hinsichtlich der Geschäftsunterlagen und Kontoauszüge einzig vorbringt, diese seien alle bei den Akten und es seien theoretisch keine Kollusionshand- lungen mehr möglich, vermag er die vorinstanzlichen Erwägungen hinsichtlich der konkreten Kollusionsgefahr nicht zu entkräftigen (KG-act. 1, Ziff. 2.1-7). Im Kantonsgericht Schwyz 15 Übrigen ist die Auswertung der an der Hausdurchsuchung sichergestellten Datenträger (z.B. Tablet Samsung, Nr. 6; USB-Stick Porsche, Nr. 22) und Do- kumente (z.B. Notizbuch Allgood, Nr. 26; Vi-act. 1/5) sowie des gespiegelten Mobiltelefons des Beschuldigten (Vi-act. 1/7, S. 3) und der Effekten gemäss Sicherstellungsprotokoll vom 16. Dezember 2024 an der ________Strasse cc, 8600 Dübendorf ZH (U-act. 5.1.022, insb. B1.1, C1.8-11, F1.1) ausstehend (vgl. auch Vi-act. 1, Ziff. 5; KG-act. 6, Ziff. 2). Es bestehen Hinweise auf Konti und Bankverbindungen im Ausland (U-act. 8.3.057; Vi-act. 1/7, S. 3; Vi-act. 1/15, Rz. 150 betreffend nicht genannte Bank, welche die Yacht in Kroatien least) und es sind Abklärungen zum Verbleib von Vermögenswerten vorzunehmen (Vi-act. 1/15, Rz. 508 ff.; U-act. 8.3.001 und 8.3.008/2). Zudem sind gemäss Beschwerdevernehmlassung die Einvernahmen von mindestens acht Personen ab dem 14. Januar 2025 bis Februar 2025 geplant (KG-act. 6, Ziff. 2). Der Beschuldigte verkennt in seiner Beschwerde, dass die Kollusionsgefahr nicht nur betreffend D.________, sondern auch für die Ver- antwortlichen der K.________AG, der L.________GmbH, der M.________AG, der N.________AG, der O.________AG und der P.________GmbH bzw. der Q.________GmbH und weiteren Personen besteht (Vi-act. 1/15, Rz. 502 ff.; KG-act. 6, Ziff. 2: R.________GmbH, S.________; vgl. auch Vi-act. 1/15, Rz. 190 ff.; Rz. 450). Damit bezieht sich die Kollusionsgefahr nicht nur auf die in der Zwischenzeit erstmals einvernommenen I.________ und J.________ sowie D.________ (vgl. KG-act. 11/1; U-act. 10.1.008, 10.1.009, 10.1.010), sondern auch auf weitere Verantwortliche der genannten Unternehmen und mindestens fünf weitere Personen (vgl. KG-act. 6, Ziff. 2, wonach die Einver- nahmen von mindestens acht Personen geplant seien). Unter diesen Umstän- den besteht zumindest bis zur Durchführung der genannten Einvernahmen unter Gewährung der Teilnahmerechte und bis zu den allfällig vorzunehmen- den Editionen und zur Auswertung der sichergestellten Unterlagen und Daten- träger konkrete Kollusionsgefahr. Der Antrag auf sofortige Haftentlassung und der Eventualantrag auf Haftentlassung nach Einvernahme der Anzeigeerstat-Kantonsgericht Schwyz 16 ter sind folglich abzuweisen (KG-act. 8, S. 5). Die vorinstanzlichen Erwägun- gen sind aus diesen Gründen nicht zu beanstanden (angef. Verfügung, E. 2.2.2). d) Wie alle strafprozessualen Zwangsmassnahmen hat Untersuchungshaft verhältnismässig zu sein (vgl. Art. 5 Abs. 2, Art. 36 Abs. 3 BV, Art. 197 Abs. 1 lit. c und Art. 212 Abs. 2 lit. c StPO). Gemäss Art. 237 Abs. 1 StPO ist insbesondere anstelle von Untersuchungshaft als mildere Vorkehr eine Ersatzmassnahme anzuordnen, wenn sie den gleichen Zweck erfüllt. Überdies muss Untersuchungshaft durch die Bedeutung der Straftat gerechtfertigt sein (Art. 197 Abs. 1 lit. d StPO) und darf nicht länger dauern als die zu erwartende Freiheitsstrafe (Art. 212 Abs. 3 StPO). Die Staatsanwaltschaft führt eine Strafuntersuchung wegen verschiedener Ver- mögensdelikte, die über einen langen Zeitraum begangen und zu einer erheb- lichen Schadenssumme geführt haben sollen (vgl. Vi-act. 1, Ziff. II.4). Ange- sichts der Schwere der dem Beschuldigten vorgeworfenen Vermögensdelikte (vgl. oben E. 3.a.bb, 3.a.dd, 3.b.cc), des Umfangs und Anfangsstadiums der Strafuntersuchung und weil die in Art. 237 Abs. 2 StPO genannten Ersatz- massnahmen keinen hinreichenden Schutz gewährleisten, um der Flucht- und Kollusionsgefahr genügend wirksam entgegenzutreten, erweist sich die Unter- suchungshaft im derzeitigen Verfahrensstand als verhältnismässig. Der Be- schuldigte legt denn auch nicht dar, inwiefern eine Haft bis am 10. Februar (recte: 12. Februar 2025, vgl. angef. Verfügung, Dispositivziffer 1) oder bis nach den Einvernahmen der Handwerker unverhältnismässig sein soll (KG-act. 13, Ziff. 2). Angesichts des Strafrahmens für qualifizierte unge- treue Geschäftsbesorgung, mehrfache Urkundenfälschung, Betrug und Miss- wirtschaft von jeweils Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe und Geldwäscherei von Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe droht keine Überhaft (vgl. Vi-act. 1, Ziff. II.4 und angef. Verfügung, E. 2.4; vgl. oben E. 3.b.cc). Indessen ist die Staatsanwaltschaft mit Blick auf die Verhältnismäs-Kantonsgericht Schwyz 17 sigkeit angehalten, die erforderlichen Untersuchungshandlungen zeitnah durchzuführen und nach deren Abschluss zu prüfen, ob der Beschuldigte aus der Haft zu entlassen ist (vgl. Art. 212 Abs. 2 StPO). Die Eventualanträge hin- sichtlich Ersatzmassnahmen erläutert der Beschwerdeführer nicht, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist mit Hinweis auf die begründete vorderrich- terliche Annahme, dass sich die konkrete Fluchtgefahr zurzeit nicht mit Er- satzmassnahmen beheben lasse (angef. Verfügung E. 2.3; auch BGer 1B_382/2022 vom 11. Oktober 2022 E. 2.5). 4. Die Beschwerde ist aus diesen Gründen abzuweisen. Ausgangsgemäss trägt der unterliegende Beschuldigte deren Kosten (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die allfällige Entschädigung des amtlichen Verteidigers bleibt bei der Hauptsache (Art. 135 Abs. 2 StPO);-Kantonsgericht Schwyz 18 beschlossen: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1’200.00 werden dem Beschuldigten auferlegt. 3. Die Entschädigung des amtlichen Verteidigers verbleibt bei der Haupt- sache. 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Straf- sachen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Be- schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. 5. Zufertigung an den amtlichen Verteidiger (2/R; mit KG-act. 16), die Staatsanwaltschaft (1/R an die 3. Abteilung mit KG-act. 15 und 16 und 1/R an die Amtsleitung/zentraler Dienst) und die Vorinstanz (1/ü) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/ES, mit den Akten) und an die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv). Namens der Beschwerdekammer Der Kantonsgerichtspräsident Die Gerichtsschreiberin Versand 24. Januar 2025 amu