Abteilung I A-1709/2006 {T 0/2} U r t e i l v o m 2 8 . O k t o b e r 2 0 0 8 Richterin Salome Zimmermann (Vorsitz), Richter Markus Metz, Richter Pascal Mollard, Gerichtsschreiber Johannes Schöpf. X._______, .., vertreten durch ..., Beschwerdeführerin, gegen Oberzolldirektion, Sektion LSVA 2, Monbijoustrasse 91, 3003 Bern, Vorinstanz. Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA / Leicht- und Leerfahrtenbewilligungen). B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l Besetzung Parteien GegenstandA-1709/2006 Sachverhalt: A. Die X._______ mit Sitz in ... bezweckt gemäss Handelsregistereintrag die Ausführung von Warentransporten aller Art im In- und Ausland. Am 8. Juli 2003 führte der Zolluntersuchungsdienst bei der Gesellschaft eine Hausdurchsuchung durch und be schlagnahmte diverse Unterlagen. In der Untersuchung ergab sich nach Ansicht der Verwaltung unter anderem, dass die X._______ in den Jahren 2001 bis 2003 zu Unrecht Leer- und Leichtfahrtenbewilligungen (LL- Bewilligungen; dazu E. 2.2) benützt hatte. B. Mit Nachbezugsverfügung vom 5. Juli 2005 forderte die Oberzoll- direktion (OZD) für zu Unrecht mit solchen Bewilligungen zurückgeleg- te Fahrten bei der X._______ leistungsabhängige Schwerverkehrs- abgaben (LSVA) im Betrag von Fr. ... ein. In dieser Verfügung verwies sie auf die Untersuchungshandlungen und ein Tatbestandsprotokoll des Untersuchungsdienstes vom 6. Dezember 2004 in einer Untersuchung gegen Y._______, Gesellschafter und Geschäftsführer mit Einzelunterschrift der X._______ sowie auf eine angeheftete Auflistung, welche zu jeder angeblich zu Unrecht verwendeten LL- Bewilligung deren Nummer, Kontrollschild, Einfahrt (jeweils mit Datum, Zollamt und Kilometerstand), Ausfahrt (jeweils mit Datum, Zollamt und Kilometerstand), die zurückgelegte Distanz, den Ansatz und den Ge- samtbetrag der LSVA sowie den Grund enthält, weshalb die Bewilli- gung zu Unrecht verwendet worden sei. C. Gegen diese Nachbezugsverfügung liess die X._______ (Be- schwerdeführerin) am 7. September 2005 Beschwerde an die Eidge- nössische Zollrekurskommission (ZRK) führen mit dem Antrag, die Verfügung sei aufzuheben, eventuell sei der Beschwerdefall an die Vorinstanz zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Vorinstanz. Dabei stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, diese Verfügung sei nicht genügend begründet, und sie könne die einzelnen von der OZD geltend gemachten Positio- nen nicht überprüfen, weil die entsprechenden Unterlagen im Rahmen eines Strafverfahrens beschlagnahmt worden seien. Es sei Aufgabe der OZD, jede einzelne Position zu belegen. Zudem berief sich die Ge- sellschaft darauf, dass ihr die für die LL-Bewilligungen in den Jahren Seite 2A-1709/2006 2003 und 2004 bezahlten Beträge von der Verwaltung nie gutge- schrieben worden seien. Weiter macht sie eine Verletzung des recht- lichen Gehörs geltend. Das Verfahren sei auch an die OZD zurückzu- weisen, weil diese weitere Beschwerden vom 5. Januar 2005 bzw. 28. Februar 2005 behandle. Innert Frist wurden die Beschwerde ver- bessert und der Kostenvorschuss bezahlt. D. Die OZD teilte der ZRK am 25. November 2005 mit, sie habe die Nachbezugsverfügung vom 5. Juli 2005 in Wiedererwägung gezogen und reichte eine entsprechende neue Nachbezugsverfügung vom glei- chen Datum ein. Diese enthält einerseits eine ausführliche Darlegung der Rechtsgrundlagen für die Nachforderung, zählt die Gründe auf, weshalb die LL-Bewilligungen zu Unrecht verwendet worden sein sollen und weist darauf hin, die Beschwerdeführerin habe in der Unter- suchung die Möglichkeit gehabt, zu den Feststellungen der Unter- suchungsbehörde Stellung zu nehmen. Der Betrag für die Schwerver- kehrsabgabe für zu Unrecht mit LL-Bewilligungen zurückgelegte Fahr- ten wird in dieser neuen Verfügung auf Fr. ... für das Konto Nr. ... und Fr. ... für das Konto Nr. ..., insgesamt somit auf total Fr. ... festgelegt. E. Der Vertreter der Beschwerdeführerin teilte der ZRK am 20. Januar 2006 innert erstreckter Frist mit, dass er an der Beschwerde trotz Wie- dererwägung durch die Vorinstanz festhalte bzw. auch gegen diese Be- schwerde einreiche. Zur Verbesserung aufgefordert, wiederholte er die oben (unter Sachverhalt Punkt C) aufgeführten Anträge, wobei er zu- sätzlich eventuell die Anordnung einer Expertise über die einzelnen Nachforderungspositionen verlangte. Die Fehlerhaftigkeit der Ver- fügung illustrierte er anhand von drei Beispielen von LL-Bewilligungen, für welche die OZD zu Unrecht die Schwerverkehrsabgabe nicht zu- rückerstattet habe. Im Übrigen wiederholt er das bereits in der Be- schwerde vom 7. September 2005 Gesagte. Für das Verfahren, das zur Wiedererwägung durch die OZD führte, verlangt er, dass dieser die Kosten auferlegt und ihm eine Entschädigung zugesprochen werde. F. In ihrer Vernehmlassung vom 24. Februar 2006 beantragte die OZD, die Beschwerde sei kostenpflichtig abzuweisen, soweit darauf einzu- treten sei und wiederholte zum einen das in der Nachbezugsverfügung Ausgeführte. Zum anderen zeigt sie auf, dass sie in den drei von der Seite 3A-1709/2006 Beschwerdeführerin angesprochenen Fällen die LSVA aufgrund des Nichterhebungsverfahrens nicht in Rechnung gestellt habe, weil sie davon ausging, dass zu Recht von einer LL-Bewilligung Gebrauch ge- macht worden sei. Demzufolge müssten auch keine Gutschriften erfol- gen. Weiter reichte sie zu den von der Beschwerdeführerin erwähnten drei Beispielen die entsprechenden Rechnungen und Veranlagungen sowie Ausdrucke der Logfiles ein, um zu belegen, dass es sich nicht um Leer- oder Leichtfahrten im Sinne der einschlägigen Rechts- normen gehandelt habe. Eine Expertise hält die OZD nicht für not- wendig. G. Am 6. Februar 2007 teilte das Bundesverwaltungsgericht den Parteien mit, es habe das vorliegende Verfahren zuständigkeitshalber über- nommen. Mit Verfügung vom 17. Juli 2007 forderte die Instruktions- richterin die OZD auf, das Dossier des Strafverfahrens sowie weitere Belege einzureichen, welcher Aufforderung diese mit Eingabe vom 28. August 2007 nachkam. Mit Verfügung vom 24. Juli 2007 wurde die Beschwerdeführerin aufgefordert, zur Frage der reformatio in peius durch die Vorinstanz Stellung zu nehmen und auf die Möglichkeit des Klagerückzugs hingewiesen. Der Vertreter der Beschwerdeführerin reichte auch innert erstreckter Frist keine Stellungnahme ein, weshalb insoweit androhungsgemäss aufgrund der Akten entschieden wird. H. Am 30. Oktober 2007 setzte die Instruktionsrichterin der OZD Frist zur Beantwortung verschiedener Fragen im Zusammenhang mit den zur Diskussion stehenden Bewilligungen und den dazugehörigen Logfiles. Die Verwaltung reichte die entsprechenden Antworten am 9. November 2007 ein. Am 15. November 2007 verfügte die Instruktionsrichterin, die Beschwerdeführerin könne sich bis 29. November 2007 zu diesen Aus- führungen äussern. Ihr Vertreter reichte innert erstreckter Frist am 14. Januar 2008 eine kurze Stellungnahme ein, ohne jedoch auf die Ausführungen der OZD einzugehen. I. Am 17. April 2008 setzte die Instruktionsrichterin der OZD Frist an, um insbesondere zum Beweis behaupteter Inlandtransporte sowie Einfuhr- und Exportverzollungen weitere Unterlagen einzureichen. Am 8. Mai 2008 reichte die OZD die Kopien aller die Nachforderungen be- treffenden Bewilligungen inklusive die vom Untersuchungsdienst Seite 4A-1709/2006 beschafften Transportunterlagen ein. Die Beschwerdeführerin nahm innert erstreckter Frist mit Eingabe vom 30. Juni 2008 nur knapp Stellung und äusserte sich insbesondere nicht substanziiert zu den von der OZD eingereichten Unterlagen. Auf die einzelnen Ausführungen der Parteien wird - soweit entscheid- wesentlich - im Rahmen der nachstehenden Erwägungen einge- gangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Bis zum 31. Dezember 2006 unterlagen Entscheide der OZD be- treffend den Vollzug der Bestimmungen über die LSVA der Be- schwerde an die ZRK. Das Bundesverwaltungsgericht übernahm, sofern es zuständig war, die am 1. Januar 2007 bei der ZRK hängigen Rechtsmittel. Die Beurteilung erfolgt nach neuem Verfahrensrecht (Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun- desverwaltungsgericht [Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32]). Soweit das VGG nichts anderes bestimmt, richtet sich gemäss Art. 37 VGG das Verfahren nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das Bundes- verwaltungsgericht ist zur Behandlung der Beschwerde sachlich wie funktionell zuständig (Art. 31 und 33 Bst. e VGG in Verbindung mit Art. 23 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 19. Dezember 1997 über eine leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe [SVAG, SR 641.81]). 1.2 Die Beschwerdeführerin hat die Verfügung der OZD vom 5. Juli 2005 mit Eingabe vom 7. September 2005 – unter Berücksichtigung der Gerichtsferien – fristgerecht und nach Verbesserung in rechts- genügender Form bei der ZRK angefochten (Art. 50 und 52 VwVG). Sie ist durch die angefochtene Verfügung beschwert und zur An- fechtung berechtigt (Art. 48 VwVG). Der von der Beschwerdeführerin einverlangte Kostenvorschuss ist fristgerecht bezahlt worden. Auf die Beschwerde ist daher einzutreten. 1.3 Die Nachbezugsverfügung vom 5. Juli 2007 wurde durch die OZD am 25. November 2005 in Wiedererwägung gezogen. Die Beschwerde- instanz setzt jedoch die Behandlung der Beschwerde fort, soweit diese Seite 5A-1709/2006 durch die neue Verfügung der Vorinstanz nicht gegenstandslos ge- worden ist (Art. 58 Abs. 3 VwVG). In ihren Stellungnahmen vom 12. und 20. Januar 2006 hat die Beschwerdeführerin ausdrücklich er- klärt, dass sie nach wie vor die Berechtigung des Nachbezugs über- haupt bestreite und an der Beschwerde festhalte, weshalb das ur- sprünglich eingeleitete Beschwerdeverfahren weiter geführt wird (ANDRÉ MOSER /MICHAEL BEUSCH /LORENZ KNEUBÜHLER , Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, Basel 2008, Rz. 3.46). 1.4 In der wiedererwägungsweise erlassenen Nachbezugsverfügung vom 25. November 2005 wurde der Entscheid durch die OZD insoweit zu Ungunsten der Beschwerdeführerin abgeändert, in dem die geltend gemachte Forderung neu auf Fr. ... statt auf Fr. ... lautet. Es liegt somit eine reformatio in peius vor (Art. 62 Abs. 2 und 3 VwVG; dazu E. 1.5). Die Tragweite dieser neuen Nachbezugsverfügung ist insofern eingeschränkt, als ihr lediglich der Charakter eines Antrags an das Bundesverwaltungsgericht zukommt. Denn zufolge des Devolutiv- effektes der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht ist die Zu- ständigkeit, über eine reformatio in peius zu befinden, auf dieses über- gegangen (Urteil des Bundesgerichts 2C_263/2007 vom 24. August 2007 E. 1.3; Urteil des Bundsverwaltungsgerichts A-1466/2006 vom 10. September 2007, E. 2; M OSER /BEUSCH /KNEUBÜHLER , a.a.O., Rz. 3.45 und Fn. 158). Anfechtungsobjekt der vorliegenden Beschwerde, das heisst der bei der Beschwerdeinstanz angefochtene Verwaltungsakt (vgl. R ENÉ R HINOW /HEINRICH K OLLER /CHRISTINA K ISS, Öffentliches Prozessrecht und Justizverwaltungsrecht des Bundes, Basel 1996, Rz. 963 ff.) ist somit noch immer die (ursprüngliche) Nachbezugsverfügung vom 5. Juli 2005. Aus diesem Grund wird der Antrag der Beschwerdeführerin in der Eingabe vom 20. Januar 2006, das Beschwerdeverfahren gegen die Verfügung vom 5. Juli 2005 wegen Gegenstandslosigkeit abzuschreiben, dessen Kosten dem Staat aufzuerlegen und die Be schwerdeführerin angemessen zu entschädigen, abgewiesen. 1.5 Beabsichtigt eine Behörde, auf ein Rechtsmittel hin zu einer refor- matio in peius zu schreiten, hat sie die betroffene Partei vorgängig darauf aufmerksam zu machen und ihr Gelegenheit zu einer Stellung- nahme einzuräumen. Dieser in Art. 62 Abs. 3 VwVG statuierte Grund- satz fliesst auch direkt aus der verfassungsrechtlichen Garantie des rechtlichen Gehörs gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101). Seite 6A-1709/2006 Er eröffnet dem von einer Verschlechterung bedrohten Beschwerde- führer die Möglichkeit, sein Rechtsmittel zurückzuziehen und damit den in Aussicht stehenden ungünstigen Entscheid abzuwenden (BGE 129 II 385 E.4.4.2; 122 V 166 E. 2a; Urteile des Bundesverwaltungs- gerichts A-1630/2006 und 1631/2006 vom 13. Mai 2008 E. 1.3). Die Beschwerdeführerin hat von der ihr durch das Bundesverwaltungs- gericht eingeräumten Möglichkeit zur Stellungnahme keinen Gebrauch gemacht. Eine solche Änderung der angefochtenen Verfügung zuungunsten einer Partei ist zwar zulässig, wenn die angefochtene Verfügung Bun- desrecht verletzt oder auf einer unrichtigen oder unvollständigen Fest- stellung des Sachverhalts beruht (Art. 62 Abs. 2 VwVG). Die reformatio in peius sollte jedoch mit Zurückhaltung angewendet werden (M OSER /BEUSCH /KNEUBÜHLER , a.a.O., Rz. 3.200). Das Bundesgericht macht von der reformatio in peius nur Gebrauch, wenn der betreffende Entscheid offensichtlich unrichtig und die Korrektur von erheblicher Bedeutung ist (Urteil des Bundesgerichts 2A.19/2002 vom 3. Dezember 2002, E. 4; BGE 108 Ib 228 E. 1B; ferner Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-1348/2006 vom 30. Mai 2007 E. 6.4). 1.6 Gegenstand des Beschwerdeverfahrens kann nur sein, was Ge- genstand des erstinstanzlichen Verfahrens war oder nach richtiger Ge- setzesauslegung hätte sein sollen (Urteile des Bundesgerichts 2C_642/2007 vom 3. März 2008 E. 2.2, 2A.121/2004 vom 16. März 2005 E. 2.1; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-1408/2006 vom 13. März 2008 E. 2 mit Hinweisen). Gegenstände, über welche die erstinstanzlich verfügende Behörde nicht entschieden hat, darf die zweite Instanz nicht beurteilen; sonst würde in die funktionelle Zustän- digkeit der ersten Instanz eingegriffen. Demnach sind sämtliche für die Abgabeperioden vom 1. November 2001 bis 30. April 2003 (Konto 29441) und vom 1. bis 31. Dezember 2001 sowie vom 1. Februar bis 30. April 2002 (Konto 57278) durch die Beschwerdeführerin einge- reichten LL-Bewilligungen Beschwerdegegenstand, da deren Berück- sichtigung bzw. Nichtberücksichtigung zu dem in der Verfügung gel- tendgemachten Gesamtbetrag führt (vgl. Beilage zur wieder- erwägungsweise erlassenen Nachbezugsverfügung vom 25. November 2005). Die Beschwerdeführerin hat denn auch in der Beschwerde- verbesserung vom 19. September 2005 ausgeführt, sie bestreite die Rechtmässigkeit aller mit der Nachbezugsverfügung vom 5. Juli 2005 in Rechnung gestellten Beträge. An dieser Auffassung hat sie auch Seite 7A-1709/2006 nach der Wiedererwägung durch die Vorinstanz festgehalten. Hin- gegen sind die für die Abgabeperioden ab 1. Mai 2003 (Konto ...) bzw. 1. Mai 2002 (Konto ...) eingereichten LL-Bewilligungen, insbesondere auch jene, die in den Beschwerden an die OZD vom 5. Januar bzw. 28. Februar 2005 behandelt werden, nicht Gegenstand dieses Beschwerdeverfahrens, weil die Vorinstanz über diese - wie die Parteien übereinstimmend festhalten - noch keine Verfügung erlassen hat. Auf die diesbezüglichen Rügen ist somit nicht einzutreten. 1.7 Das Bundesverwaltungsgericht kann den angefochtenen Ent- scheid prinzipiell in vollem Umfang überprüfen. Gerügt werden kann die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens (Art. 49 Bst. a VwVG), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 49 Bst. b VwVG) sowie die Unangemessenheit (Art. 49 Bst. c VwVG). Infolge des Grundsatzes der Rechtsanwendung von Amtes wegen ist das Bundesverwaltungsgericht als Beschwerdeinstanz ver- pflichtet, auf den festgestellten Sachverhalt jenen Rechtssatz anzu- wenden, den es als den zutreffenden erachtet, und ihm jene Aus- legung zu geben, von der es überzeugt ist (BGE 119 V 347 E. 1a; FRITZ G YGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 212). Demnach ist das Bundesverwaltungsgericht als Beschwerdeinstanz an die rechtliche Begründung der Begehren nicht gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG) und kann eine Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den angefochtenen Ent- scheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (sogenannte Motivsubstitution, vgl. BVGE 2007 41 E. 2, Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-7406/2006 vom 1. Juni 2007 E. 2, Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-1410/2006 vom 17. März 2008 E. 2.1). Der Untersuchungsgrundsatz und das Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen finden jedoch ihre Grenze darin, dass die Beschwerdeinstanz nicht von sich aus zusätz- liche Sachverhaltsabklärungen vornimmt oder weitere Rechtsstand- punkte untersucht, für die in den vorgebrachten Rügen oder den Akten nicht zumindest Anhaltspunkte bestehen (BGE 119 V 349 E. 1a; 117 V 263 E. 3b; 117 Ib 117 E. 4a; 110 V 53 E. 4a; ANDRÉ GRISEL , Traité de droit administratif, Bd. II, Neuchâtel 1984, S. 927; G YGI, a.a.O., S. 211 ff.). Die Beschwerdeinstanz ist nicht gehalten, nach allen möglichen Rechtsfehlern zu suchen, für entsprechende Fehler müssen sich min- destens Anhaltspunkte aus den Parteivorbringen oder den Akten er- geben (vgl. BGE 121 III 274 E. 2b; M OSER /BEUSCH /KNEUBÜHLER , a.a.O., Seite 8A-1709/2006 Rz. 1.54 ff.; vgl. zum Ganzen auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-1359/2006 vom 26. Juli 2007 E. 1.3). 2. 2.1 2.1.1Gemäss Art. 85 Abs. 1 BV kann der Bund auf dem Schwer- verkehr eine leistungs- oder verbrauchsabhängige Abgabe erheben, soweit diese Verkehrsart der Allgemeinheit Kosten verursacht, die nicht durch andere Leistungen oder Abgaben gedeckt sind. Die LSVA wird seit dem 1. Januar 2001 auf den im In- und Ausland immatrikulier- ten (in- und ausländischen) schweren Motorfahrzeugen und An- hängern für den Güter- oder den Personentransport erhoben (Art. 3 SVAG). Abgabepflichtig ist der Halter, bei ausländischen Fahrzeugen zusätzlich der Fahrzeugführer (Art. 5 Abs. 1 SVAG). Der Bundesrat re- gelt den Vollzug der Schwerverkehrsabgabe (Art. 10 Abs. 1 SVAG). Die abgabepflichtige Person hat bei der Ermittlung der Fahrleistung mitzu- wirken. Der Bundesrat kann den Einbau spezieller Geräte oder ande- rer Hilfsmittel zur fälschungssicheren Erfassung der Fahrleistung vor- schreiben (Art. 11 Abs. 1 und 2 SVAG). 2.1.2Die Abgabe wird mit einem von der Zollverwaltung zugelassenen elektronischen Messgerät ermittelt. Dieses besteht aus dem im Fahr- zeug eingebauten Fahrtschreiber bzw. Wegimpulsaufnehmer sowie einem Erfassungsgerät ("Tripon"), das die massgebende Fahrleistung ermittelt und registriert (Art. 15 Abs. 1 der Verordnung vom 6. März 2000 über eine leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe [Schwer- verkehrsabgabeverordnung, SVAV, SR 641.811]). Der Halter muss dafür sorgen, dass das Messgerät dauernd funktionstüchtig ist (Art. 18 Abs. 1 SVAV). Führt das Motorfahrzeug einen Anhänger mit, so muss die Fahrzeugführerin oder der Fahrzeugführer alle erforderlichen An- gaben am Erfassungsgerät deklarieren (Art. 17 Abs. 1 SVAV). 2.1.3Der Abgabepflichtige unterliegt dem Selbstdeklarationsprinzip (Art. 11 Abs. 1 SVAG, Art. 21 – 23 SVAV; Urteile des Bundesverwal- tungsgerichts A-1705/2006 vom 14. Januar 2006 E.2.2, und A-1695/2006 vom 27. Februar 2007 E. 2.2). Er hat der Zollverwaltung die für die Berechnung der Abgabe erforderlichen Angaben innerhalb von 20 Tagen nach Ablauf der Abgabeperiode zu deklarieren (Art. 22 Abs. 1 SVAV). Die Veranlagung der Abgabe erfolgt auf Grund der vom Abgabepflichtigen eingereichten elektronischen oder schriftlichen De- Seite 9A-1709/2006 klaration (Art. 23 Abs. 1 SVAV). Die durch das Erfassungsgerät er- mittelten Kilometer sind für die Berechnung der Abgabe massgebend (Art. 22 Abs. 2 SVAV). Die Gesetzmässigkeit der vorstehenden Verord- nungsbestimmungen ist in der Rechtsprechung bereits mehrfach be- stätigt worden (statt vieler: Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-1705/2006 vom 14. Januar 2006 E. 2.3 und A-1695/2006 vom 27. Februar 2007 E. 2.2.1, je mit Hinweisen). Überdies stützen sich die meisten dieser Verordnungsnormen direkt auf den Gesetzesbuch- staben, wie etwa die Mitwirkungspflicht bei der korrekten Ermittlung der Fahrleistung (Art. 21 SVAV, Art. 11 Abs. 1 SVAG) oder das Er- fassungsgeräteobligatorium (Art. 15 Abs. 1 SVAV, Art. 11 Abs. 2 SVAG), woraus gleichzeitig die grundsätzliche Verbindlichkeit der mit dem vorgeschriebenen Gerät erfassten Daten folgt sowie dass bei all- fälligen Fehlern des Erfassungsgerätes dem Abgabepflichtigen die Pflicht aufzuerlegen ist, die erforderlichen Massnahmen zur Behebung zu ergreifen, und ihm bei behaupteter Fehlerhaftigkeit der durch das Erfassungsgerät aufgezeichneten Daten gleichsam die Beweis- führungslast zu übertragen ist (Entscheide der ZRK vom 5. Juli 2004 ZRK 2003-035 E. 2c; vom 29. April 2002, veröffentlicht in Archiv für Schweizerisches Abgaberecht [ASA] 72 S. 497). 2.2 2.2.1Am 21. Juni 1999 schlossen die Schweizerische Eidgenossen- schaft und die Europäische Gemeinschaft das Abkommen über den Güter- und Personenverkehr auf Schiene und Strasse (SR 0.740.72, nachfolgend Landverkehrsabkommen). Aus dessen Art. 37 ergibt sich, dass die Vertragsparteien im Rahmen ihrer Zuständigkeiten und ge- mäss ihren jeweiligen Verfahren die schrittweise Einführung von Ge- bührenregelungen anstreben, die darauf abzielen, den Strassenfahr- zeugen und den anderen Verkehrsträgern die von ihnen verursachten Kosten anzulasten. Zur Erreichung der in Artikel 37 festgelegten Ziele führte die Schweiz in zwei Stufen ab dem 1. Januar 2001 bzw. 1. Januar 2005 eine nichtdiskriminierende Gebührenregelung für Kraft- fahrzeuge ein. Art. 40 Abs. 3 Bst. b des Landverkehrsabkommens sieht vor, dass - abweichend von der allgemeinen Regel - die Europäische Gemeinschaft für den Zeitraum vom 1. Januar 2001 bis zum 31. Dezember 2004 ein jährliches Kontingent von 220'000 einfachen Leerfahrten oder einfachen Fahrten zur Beförderung von leichten Wa- ren im schweizerischen Alpentransit erhält , sofern das tatsächliche Gesamtgewicht des Fahrzeugs im beladenen Zustand 28 Tonnen nicht Seite 10A-1709/2006 überschreitet, gegen Entrichtung einer Gebühr für die Benutzung der Infrastruktur in Höhe von Fr. 50.-- im Jahr 2001, Fr. 60.-- im Jahr 2002, Fr. 70.-- im Jahr 2003 und Fr. 80.-- im Jahr 2004. Die Schweiz erhält ebenfalls ein Kontingent zu denselben Bedingungen. Insofern enthält das Landverkehrsabkommen eine Abweichung vom Grundsatz, dass die LSVA leistungs- oder verbrauchsabhängig erhoben wird. 2.2.2In Anwendung des Landverkehrsabkommens erliess die Schweiz das Bundesgesetz vom 8. Oktober 1999 zur Verlagerung von alpenquerendem Güterschwerverkehr auf die Schiene (SR 740.1; Ver- kehrsverlagerungsgesetz), dessen Zielsetzung die folgende ist: "Der Bund ist bestrebt, zum Schutz des Alpengebietes in Zusammenarbeit mit den Kantonen, den Bahnen und seinen europäischen Partnern eine sukzessive Verlagerung von alpenquerendem Güterschwer- verkehr auf die Schiene zu erzielen" (Art. 1 Abs. 1). Nach Art. 2 Abs. 2 des Verlagerungsgesetzes soll diese Zielsetzung in erster Linie durch die zeitgerechte und zielgerichtete Umsetzung der Bahnreform, des SVAG, des Bundesbeschlusses vom 4. Oktober 1991 über den Bau der schweizerischen Eisenbahn-Alpentransversale (SR 742.104, Al- pentransit-Beschluss) und des Landverkehrsabkommens erreicht werden. Art. 4 Abs. 1 des Verkehrsverlagerungsgesetzes hält fest, dass die Erhebung der Abgabe auf Kontingenten für Leer- sowie Leichtfahrten nach der Übergangsregelung des Landverkehrsab- kommens oder nach anderen bilateralen Verkehrsabkommen sich nach dem SVAG richtet, soweit die besonderen Bestimmungen in den inter- nationalen Verkehrsabkommen keine abweichenden Vorschriften ent- halten und dass der Bundesrat den Vollzug regelt. Eine solche ab- weichende Bestimmung enthält der erwähnte Art. 40 Abs. 3 Bst. b des Landverkehrsabkommens, welcher für ein bestimmtes Kontingent an Leicht-und Leerfahrten das SVAG ausser Kraft setzt. Nach Art. 5 Abs. 1 Verkehrsverlagerungsgesetz regelt der Bundesrat in Absprache mit den Kantonen für das schweizerische Kontingent die Anzahl und die Verteilung der LL-Bewilligungen. 2.2.3Auf dieser Rechtsgrundlage erliess der Bundesrat die Ver- ordnung vom 1. November 2000 über die Kontingente für 40-Tonnen- sowie Leer- und Leichtfahrten (Fahrten-Kontingentsverordnung; AS 2000 2780). Was die Leer- und Leichtfahrten anbelangt, bestimmt Art. 7 Abs. 1 der Fahrten-Kontingentsverordnung, dass die Bewilligung nur für Transittransporte über die Schweizer Alpen ausgestellt wird. Darunter wird nach Art. 2 Bst. a Fahrten-Kontingentsverordnung eine Seite 11A-1709/2006 Fahrt durch Schweizer Territorium von Grenze zu Grenze, ohne Über- nahme oder Entladung von Gütern, verstanden (vgl. auch Art. 3 Abs. 1 Landverkehrsabkommen, wonach unter Transit die Beförderung von Gütern oder Personen [ohne Be- oder Entladung] sowie Leerfahrten durch das Gebiet einer Vertragspartei zu verstehen ist). Nach Art. 16 Abs. 1 der Fahrten-Kontingentsverordnung erstellt die Ausgabestelle des Bundes eine Rechnung, welche gleichzeitig mit der Bewilligung dem Anspruchsberechtigten zugestellt wird. Nach Abs. 4 kann er dann eine pauschale Rückerstattung der LSVA für den Transittransport auf Grund einer solchen Bewilligung verlangen. Dazu muss er den Nach- weis erbringen, dass der Transittransport durchgeführt worden ist. Reicht er jedoch zusammen mit der Abrechnung eine LL-Bewilligung ein, wird die an sich geschuldete LSVA gemäss den Ausführungen der OZD "im Nichterhebungsverfahren erhoben", das heisst solche Ab- gaben werden nicht erhoben und aufgrund der Benützung der LL-Be- willigung zurückerstattet, sondern gar nicht erst eingefordert. Dies führt dazu, dass, falls der Abgabepflichtige eine solche Bewilligung zu Unrecht benutzt, die Abgabe nachgefordert, das heisst nachträglich in Rechnung gestellt werden muss. 2.2.4Die ZRK hat sich im Entscheid vom 15. Oktober 2002, veröffent- licht in Verwaltungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 67.46, bereits mit Fragen im Zusammenhang mit LL-Bewilligungen befasst. Dabei hat sie festgehalten, dass auch der blosse Wechsel des Anhängers eine Übernahme oder Entladung von Gütern im Sinne von Art. 40 Abs. 3 Landverkehrsabkommen bzw. Art. 2 Bst. a Fahrten-Kontingentsverord- nung darstellt (E. 5b/bb), und entschieden, dass kein Transittransport vorliegt, wenn zwei Sattelzugfahrzeuge, die aus unterschiedlicher Richtung in die Schweiz eingefahren sind, die von ihnen gezogenen Anhänger gegenseitig übernehmen und in der Richtung aus der Schweiz ausfahren, aus der sie gekommen sind. Ebenso handle es sich nicht um einen Transittransport, wenn ein Zugfahrzeug ohne An- hänger in die Schweiz einfahre, in der Schweiz einen Anhänger an- hänge und die Schweiz wieder verlasse. Auch kein Transittransport liege vor, wenn ein Zugfahrzeug mit Anhänger in die Schweiz einfahre, diesen Anhänger dann parkiere und einen andern Anhänger ankupple, mit diesem eine Lieferung vornehme und anschliessend wieder den ursprünglichen Anhänger ankupple und damit die Schweiz verlasse (E. 5b/cc). Seite 12A-1709/2006 2.3 Die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein haben am 11. April 2000 einen Vertrag betreffend die Leistungsabhängige Schwerver- kehrsabgabe im Fürstentum Liechtenstein abgeschlossen. (nach- folgend "Vertrag"; SR 0.641.851.41). Danach erheben sie gemeinsam auf ihrem Gebiet eine LSVA (Art. 1 Abs. 1 des Vertrags). In einer zu- sätzlichen Vereinbarung (nachfolgend "Vereinbarung"; SR 0.641.851.41 ab S. 3) werden die Einzelheiten geregelt, insbeson- dere die Übernahme der schweizerischen materiellrechtlichen Vor- schriften in das liechtensteinische Recht sowie deren paralleler Vollzug (Art. 1 Abs. 2 des Vertrags). Art. 2 der Vereinbarung hält fest, dass für die Erhebung der LSVA beide Vertragsstaaten als gemeinsames An- wendungsgebiet gelten. 2.4 Die Beweiswürdigung endet mit dem gerichtlichen Entscheid dar- über, ob eine rechtserhebliche Tatsache als erwiesen zu gelten hat oder nicht. Der Beweis ist geleistet, wenn das Gericht gestützt auf die freie Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt ist, dass sich der rechtserhebliche Sachumstand verwirklicht hat. Gelangt das Gericht aufgrund der Beweiswürdigung nicht zur Überzeugung, die fest- stellungsbedürftige Tatsache habe sich verwirklicht, so fragt es sich, ob zum Nachteil der Abgabebehörde oder des Abgabepflichtigen zu entscheiden ist, wer also die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat. Nach der objektiven Beweislastregel ist bei Beweislosigkeit zu Un- gunsten desjenigen zu urteilen, der die Beweislast trägt (G YGI, a.a.O., S. 279 f.; M ARTIN ZWEIFEL , Die Sachverhaltsermittlung im Steuerveran- lagungsverfahren, Zürich 1989, S. 109 f.). Die Abgabebehörde trägt die Beweislast für Tatsachen, welche die Abgabepflicht als solche begrün- den oder die Abgabeforderung erhöhen, das heisst für die abgabe- begründenden und -mehrenden Tatsachen. Demgegenüber ist der Ab- gabepflichtige für die abgabeaufhebenden und -mindernden Tatsachen beweisbelastet, das heisst für solche Tatsachen, welche Abgabe- befreiung oder Abgabebegünstigung bewirken (statt vieler: Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-1393/2006 vom 10. Dezember 2007 E. 1.4 und A-1379/2006 vom 10. September 2007 E. 1.4, je mit weite- ren Hinweisen). 2.5 Der Anspruch auf das rechtliche Gehör als selbständiges Grund- recht (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 4 der Bundesverfassung der Schweizeri- schen Eidgenossenschaft vom 29. Mai 1874 [aBV]) umfasst das Recht des Privaten, in einem vor einer Verwaltungs- oder Justizbehörde ge- führten Verfahren mit seinem Begehren angehört zu werden, Einblick Seite 13A-1709/2006 in die Akten zu erhalten und zu den für die Entscheidung wesentlichen Punkten Stellung nehmen zu können (vgl. ULRICH HÄFELIN /GEORG MÜLLER / FELIX U HLMANN , Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2006, Rz. 1672 ff.). Der Gehörsanspruch ist nach feststehender Rechtsprechung formeller Natur, mit der Folge, dass seine Verletzung ungeachtet der Erfolgsaus- sichten der Beschwerde grundsätzlich zur Aufhebung des mit dem Ver- fahrensmangel behafteten Entscheids führt (statt vieler: BGE 126 I 19 E. 2d/bb). Nach der Rechtsprechung kann eine Verletzung des Ge- hörsanspruchs aber als geheilt gelten, wenn die unterbliebene Ge- währung des rechtlichen Gehörs (also etwa die unterlassene An- hörung, Akteneinsicht oder Begründung) in einem Rechtsmittelver- fahren nachgeholt wird, in dem die Beschwerdeinstanz mit der glei- chen Prüfungsbefugnis entscheidet wie die untere Instanz. Die Heilung ist aber ausgeschlossen, wenn es sich um eine besonders schwer- wiegende Verletzung der Parteirechte handelt, zudem darf dem Be- schwerdeführer kein Nachteil erwachsen und die Heilung soll die Aus- nahme bleiben (BGE 129 I 129 E. 2.2.3; 126 V 130 E. 2b; 126 I 68 E. 2; Urteil des Bundesgerichts 1A.234/2006 vom 8. Mai 2007 E. 2.2; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-1737/2006 vom 22. August 2007 E. 2.2; H ÄFELIN /MÜLLER /UHLMANN , a.a.O., Rz. 986 f.). Bei Verstössen gegen die Begründungspflicht wird der Mangel als behoben erachtet, wenn die Rechtsmittelbehörde eine hinreichende Begründung liefert oder wenn die unterinstanzliche Behörde anlässlich der Anfechtung ihres Entscheides eine genügende Begründung nachschiebt, etwa in der Vernehmlassung (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-1737/2006 vom 22. August 2007 E. 2.2; LORENZ KNEUBÜHLER , Die Be- gründungspflicht, Bern 1998, S. 214 mit Hinweisen). 3. Die OZD hat ihrer wiedererwägungsweise erlassenen Nachbezugs- verfügung vom 25. November 2005 eine Zusammenstellung sämtlicher nach ihrer Auffassung von der Beschwerdeführerin zu Unrecht bean- spruchten LL-Bewilligungen beigelegt. 3.1 Der Nachweis, "dass der Transittransport durchgeführt worden ist", obliegt nach Art. 16 Abs. 4 Fahrten-Kontingentsverordnung dem An- spruchsberechtigten. Dies entspricht dem in E. 2.3 genannten Grund- satz, dass die Abgabepflichtige für die steueraufhebenden und -min- dernden Tatsachen beweisbelastet ist. Die Beschwerdeführerin hat Seite 14A-1709/2006 denn auch die von den Einfahrts- bzw. Ausfahrtzollämtern abgestem- pelten Bewilligungen eingereicht. Der genannte Nachweis ist nach Auf- fassung des Bundesverwaltungsgerichts mittels der Stempel von je einem Zollamt jenseits und diesseits der Alpen in den Feldern Einfahrt respektive Ausfahrt auf dem Bewilligungsformular erbracht. Im Rahmen ihrer Kontrollpflicht hat die OZD nun die Möglichkeit, den Gegenbeweis zu erbringen, das heisst den von der Beschwerde- führerin mittels des abgestempelten Bewilligungsformulars erbrachten Nachweis zu entkräften. Dabei hat sie sich zu Recht primär auf die durch das Tripon erfassten Daten abgestützt, da die Veranlagung der LSVA auf Grund der von der Abgabepflichtigen eingereichten elektro- nischen oder schriftlichen Deklaration erfolgt (Art. 23 Abs. 1 SVAV). Wie in E. 2.1.3 ausgeführt, sind die mit dem vorgeschriebenen Gerät erfassten Daten grundsätzlich verbindlich und trägt die Abgabe- pflichtige, wenn sie geltend macht, die Daten seien fehlerhaft, dafür die Beweisführungslast. Die Beschwerdeführerin hat die Richtigkeit der Daten nicht bestritten; die blosse pauschale Bestreitung der in der Auf- listung zur Nachbezugsverfügung aufgeführten Positionen ist ungenü- gend, so dass von der Richtigkeit der aufgezeichneten Daten ausge- gangen werden kann. Umgekehrt gilt aber auch, dass sich die OZD die aus dem Logfile ergebenden Daten entgegen zu halten hat. Die OZD muss die Aufzeichnungen des Tripon dem Bundes- verwaltungsgericht einreichen, damit dieses im Bestreitungsfall die Umstände nachprüfen kann, die gegen das Vorliegen einer LL-Fahrt sprechen. Ergibt sich jedoch der Beweis der Unrichtigkeit der behaup- teten LL-Fahrt nicht aus den Aufzeichnungen des Tripon, sondern aus anderen Feststellungen, beispielsweise aus den Akten des Unter- suchungsdienstes, muss die OZD auch die weiteren Beweismittel ein- reichen. Der blosse Hinweis auf das Tatbestandsprotokoll des Unter- suchungsdienstes ist ungenügend, dies umso mehr, als der Beschuldigte das Protokoll nicht unterzeichnet und damit den Sachver- halt auch nicht anerkannt hat. Indem die OZD der Eingabe vom 8. Mai 2008 auch eine Zusammenstellung der Bewilligungen beilegte, auf welcher sowohl das angewendete Verfahren der In-Rechnung-Stellung dargelegt wird als auch die Beweismittel für die missbräuchliche Inan- spruchnahme der Bewilligung im Einzelnen aufgeführt sind, ist sie ihrer Substanziierungspflicht nachgekommen. Fehlten die genannten Beweismittel und käme das Bundesverwaltungsgericht zur Auffassung, dass der von der OZD geltend gemachte Grund für die missbräuch- Seite 15A-1709/2006 liche Verwendung nicht bewiesen sei, hätte die Verwaltung als für den Gegenbeweis beweisbelastete Partei die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen. 3.2 Vorweg ist zu prüfen, ob durch die von der OZD angeführten Er- eignisse grundsätzlich das Vorliegen einer Transitfahrt im Sinne von Art. 40 Abs. 3 Landverkehrsabkommen bzw. Art. 2 Bst. a Fahrten-Kon- tingentsverordnung, das heisst eine Fahrt durch Schweizer Territorium von Grenze zu Grenze, ohne Übernahme oder Entladung von Gütern bzw. einer Leichtfahrt, das heisst einer Fahrt mit einem Gesamtgewicht von unter 28 Tonnen nach Art. 40 Abs. 3 Bst. b Landverkehrsab- kommen ausgeschlossen wird. Zu prüfen sind die nachfolgenden, in der Auflistung zur Nachbezugsverfügung genannten Ereignisse: Aufliegerwechsel: Dieser gilt als Übernahme oder Entladung von Gü- tern (dazu E. 2.2.4). Inlandtransport: Dieser gilt als Übernahme oder Entladung von Gütern (dazu E. 2.2.4). Anhänger an: Dieser gilt als Übernahme oder Entladung von Gütern (dazu E. 2.2.4). Export: Ein Export setzt voraus, dass in der Schweiz Waren über- nommen worden sind; demzufolge liegt keine Transitfahrt vor. Ausfahrt nicht gestempelt: Fehlt der Stempel, ist der Nachweis für eine Transitfahrt nicht erbracht (E. 3.1). Übernahme einfuhrverzollter Ware: Die Übernahme von Ware im In- land ist nicht zulässig und führt dazu, dass keine Transitfahrt vorliegt. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sämtliche von der OZD in der Auflistung zur wiedererwägungsweise erlassenen Nachbezugsver- fügung vom 25. November 2005 aufgeführten Ereignisse dazu führen, dass keine Leicht- bzw. Leerfahrt im Sinne von Art. 40 Abs. 3 Bst. b des Landverkehrsabkommens vorliegt. 3.3 Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin in der Eingabe vom 14. Januar 2008 geben die Logfiles darüber Auskunft, ob bei den eingereichten LL-Bewilligungen die LSVA effektiv in Rechnung gestellt wurde – und deshalb, wenn die OZD keine missbräuchliche Verwen- dung der Bewilligung nachweisen kann, zurückerstattet werden muss – oder ob die Abgabe im Nichterhebungsverfahren erhoben wurde – und deshalb bei Missbrauch der Bewilligung nachgefordert werden kann. Der Bezug der Abgabe ist Kolonne "Ber." (= Berechnet) mit "J" (= ja), das Nichterhebungsverfahren mit "N" (= nein) verzeichnet, wie in der Seite 16A-1709/2006 Vernehmlassung vom 24. Februar 2006 sowie in der Eingabe vom 8. Mai 2008 ausgeführt wird. 4. Die OZD hat ihrer wiedererwägungsweise erlassenen Nachbezugsver- fügung vom 25. November 2005 eine Zusammenstellung sämtlicher nach ihrer Auffassung von der Beschwerdeführerin zu Unrecht bean- spruchten LL-Bewilligungen beigelegt. Diese präzisierte sie mit der der Eingabe vom 8. Mai 2008 beigelegten Tabelle und den weiteren Unter- lagen. 4.1 Was jene drei Einzelpositionen anbelangt, welche die Be- schwerdeführerin ausdrücklich bestreitet, ergibt sich Folgendes: 4.1.1Gemäss den Angaben auf der Bewilligung ... wurde diese für einen Leertransport am 26. und 27. November 2002 von ... nach ... verwendet. Die Stempel von Einfahrts- und Ausfahrtszollamt entsprechen diesen Angaben, ebenso der Code im Logfile (3450 bzw. 4182). Die Fahrt wurde, wie sich aus der zweithintersten Kolonne des Logfiles ergibt, nicht verrechnet (Nichterhebungsverfahren; vgl. E. 2.2.3). Aus den Aufzeichnungen ergibt sich auch, dass am 26. November um 16.50 Uhr der Auflieger abgehängt und um 19.41 der Auflieger mit dem Kontrollschild ... angehängt wurde. Demnach liegt ein Anhängerwechsel vor, weshalb die Bewilligung zu Unrecht benutzt und die entsprechende LSVA zu recht nachgefordert wurde. 4.1.2Was die Bewilligung ... anbelangt, wurde von der Be- schwerdeführerin deklariert, diese werde für eine Leerfahrt von ... nach ... am 24. März 2003 verwendet. Ein- und Ausgangsstempel sowie Logfileeintrag (Code 2580 bzw. 4182) entsprechen diesen Angaben. Die Fahrt wurde, wie sich aus dem Logfile ergibt, nicht verrechnet (Nichterhebungsverfahren; vgl. E. 2.2.3). Die von der OZD weiter eingereichten Dokumente zeigen jedoch, dass Zucker geladen und nach ... transportiert wurde. Demzufolge wurde die Bewilligung zu Unrecht beansprucht und die Nachforderung erfolgte zu Recht. 4.1.3Die Bewilligung ... wurde gemäss Angaben für eine Leerfahrt von ... nach ... am 23./24. April 2003 verwendet. Dem entsprechen Stempel und Logfileeinträge (Code 3080 und 4182). Die Fahrt wurde, wie sich aus der Veranlagungsverfügung Nr. ... vom 30. April 2003 ergibt, nicht verrechnet (Nichterhebungsverfahren; vgl. E. 2.2.3). Die weiteren eingereichten Unterlagen zeigen, dass Tiefkühlprodukte nach Seite 17A-1709/2006 ..., das heisst im Inland transportiert wurden. Mangels einer Transitfahrt ist die Nachforderung gerechtfertigt. 4.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat auch jede der übrigen zehn Positionen nachgeprüft, wobei es sich an die Reihenfolge in der "korri- gierten Zusammenstellung des Nachbezugs" hält, welche Beilage zur Wiedererwägungsverfügung der OZD vom 25. November 2005 bildet. 4.2.1Bewilligung ...: Aus dem Logfile ergibt sich, dass ein Anhänger deklariert wurde, ebenso das Nichterhebungsverfahren. Zudem zeigen die weiteren von der OZD eingereichten Unterlagen, dass in ... im Fürstentum Liechtenstein Leercontainer zugeladen wurden. Wie in E. 2.3 aufgezeigt, ist das Staatsgebiet des Fürstentums Liechtenstein gemeinsames Anwendungsgebiet der LSVA, somit Inland, weshalb ein Inlandtransport vorliegt und die Nachforderung gerechtfertigt ist. 4.2.2Bewilligung ...: Hier fehlt der Ausfahrtsstempel, so dass eine alpenquerende Transitfahrt nicht nachgewiesen ist. Die Fahrt wurde bereits in Rechnung gestellt und wird in der Nachforderung deshalb zu Recht nicht berücksichtigt. 4.2.3Bewilligung ...: Aus dem Logfile ergibt sich, dass ein Auflieger ab- und angehängt wurde. Die Fahrt wurde nicht verrechnet, so dass die Nachforderung gerechtfertigt ist. 4.2.4Bewilligung ...: Aus dem Logfile und den weiteren Unterlagen ergibt sich, dass in ... Waren ausgeladen wurde, weshalb keine Transitfahrt gegeben ist. Die definitiven Veranlagung vom 30. April 2002 hält fest, dass die Bewilligung nicht berücksichtigt, das heisst die LSVA bereits bezogen wurde. Sie wird denn auch von der OZD nicht nachgefordert. 4.2.5Bewilligung ...: Die von der OZD weiter eingereichten Unterlagen zeigen, dass Tiefkühlprodukte nach ... transportiert wurden, also keine Transitfahrt vorliegt. Da gemäss Logfile das Nichterhebungsverfahren angewendet worden war, ist die Nachforderung gerechtfertigt. 4.2.6Bewilligung ...: Die von der OZD nachgereichten weiteren Unterlagen zeigen, dass Tiefkühlprodukte von ... nach ... transportiert wurden. Hingegen ergibt sich aus dem Logfile, dass die Fahrt bereits verrechnet wurde; weder die Bewilligung noch das Nichterhebungsverfahren werden erwähnt. Es erfolgte jedoch mit der Seite 18A-1709/2006 definitiven Veranlagung vom 31. Juli 2002 eine Gutschrift dieser Bewilligung, so dass die Nachforderung gerechtfertigt ist. 4.2.7Bewilligung ....: Die weiteren von der OZD eingereichten Unterlagen zeigen, dass in ... im Fürstentum Liechtenstein Leergut zugeladen wurde. Da das Gebiet des Fürstentums Liechtenstein für die Erhebung der LSVA als Inland gilt (E. 2.3), liegt keine Transitfahrt vor. Das Logfile zeigt, dass das Nichterhebungsverfahren angewendet wurde, weshalb die Nachforderung gerechtfertigt ist. 4.2.8Bewilligung ...: Gemäss den weiteren eingereichten Unterlagen wurden Tiefkühlprodukte nach ... transportiert, das heisst keine Transitfahrt durchgeführt. Es wurde das Nichterhebungsverfahren angewendet, weshalb die Nachforderung gerechtfertigt ist. 4.2.9Bewilligung ...: Aus dem Logfile ergeben sich der Auf- liegerwechsel und dass das Nichterhebungsverfahren Anwendung fand. Die Nachforderung ist demzufolge gerechtfertigt. 4.2.10Bewilligung ...: Aus dem Logfile ergeben sich ein zweifacher Aufliegerwechsel und das Nichterhebungsverfahren, weshalb die Nachforderung zu Recht erfolgte. 4.3 Nachdem sich gezeigt hat, dass sämtliche Nachforderungen durch die OZD gerechtfertigt sind und die Beschwerdeführerin die Berech- nung der Höhe der einzelnen nachgeforderten Beträge und deren Addi- tion durch die Verwaltung in der wiedererwägungsweise erlassenen Nachbezugsverfügung vom 25. November 2005 nicht bestritten hat, kann darauf abgestellt werden. Die Korrektur der ursprünglichen Nach- bezugsverfügung vom 5. Juli 2005 ist auch unter dem Blickwinkel der reformatio in peius (E. 1.5) zulässig. 5. Was die weiteren von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Ar- gumente anbelangt, gilt Folgendes. 5.1 In den auf S. 4 der Beschwerdeschrift aufgeworfenen Fragen sowie den dortigen Beilagen 23 und 24 geht es nicht um das vorlie- gende Verfahren, sondern um die Verfahren betreffend Zoll, Mineralöl- steuer und Mineralölzuschlag. Diese wurden zwar im Rahmen des gleichen Zollstrafverfahrens eingeleitet, haben aber mit dem vorliegen- Seite 19A-1709/2006 den Verfahren über die Nachforderung von LSVA keinen Zusammen- hang, weshalb nicht darauf eingegangen werden muss. 5.2 Die Beschwerdeführerin verlangt in ihrer Eingabe vom 6. Januar 2006 eine "neutrale Expertise zu den Computerauszügen". Mit letzte- ren ist wohl die Beilage zur wiedererwägungsweise erlassenen Nach- bezugsverfügung gemeint. In E. 4.4 wird ausgeführt, weshalb die dort aufgeführten Kolonnen "Berücksichtigte Bewilligungen" und "Gutge- schriebene Bewilligungen" verbindlich sind. Zum Beweis der Einträge in den nächsten Kolonnen hat die OZD im Laufe des Verfahrens die Logfiles sowie am 8. Mai 2008 umfangreiche weitere Unterlagen ein- gereicht. Diese Beweismittel genügen, damit sich das Bundesver- waltungsgericht eine Meinung darüber bilden kann, ob die LL-Bewilli- gungen zu Recht oder zu Unrecht beansprucht wurden. Sollte die Be- schwerdeführerin mit den "Computerauszügen" die Logfile-Ausdrucke meinen, hat die OZD diese in verschiedenen Eingaben im Laufe des Verfahrens für das Bundesverwaltungsgericht verständlich erklärt. Das Bundesverwaltungsgericht weist daher dieses Beweisbegehren in anti- zipierter Beweiswürdigung ab. Aus dem Gebot der Gewährung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 4 aBV) folgt zwar der Anspruch auf Abnahme der von einer Partei angebotenen Beweise, jedoch nur soweit diese erhebliche Tat- sachen betreffen und nicht offensichtlich beweisuntauglich sind (BGE 127 I 54 E. 2b mit Hinweisen; vgl. auch Art. 33 Abs. 1 VwVG). Keine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt vor, wenn eine Behörde auf die Abnahme beantragter Beweismittel verzichtet, weil sie – wie hier – auf Grund der bereits abgenommenen Beweise ihre Überzeugung ge- bildet hat, wenn die Tatsachen bereits aus den Akten genügend er- sichtlich sind und in vorweggenommener, antizipierter Beweis- würdigung angenommen werden kann, dass die Durchführung des Be- weises im Ergebnis nichts ändern wird (BGE 131 I 153 E. 3; 124 I 208 E. 4a; 122 II 464 E. 4a, je mit Hinweisen; M OSER /BEUSCH /KNEUBÜHLER , a.a.O., Rz. 3.124 ff.; betreffend Antrag auf Zeugeneinvernahme: Urteil des Bundesgerichts 2C_115/2007 vom 11. Februar 2008 E. 2.2; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-1570/2006 vom 18. September 2008 E. 4.1). 5.3 Ob eine Gehörsverweigerung vorliegt, weil es der Beschwerde- führerin nicht möglich gewesen sein soll, zu den Argumenten der OZD Stellung zu nehmen, da die Akten im Rahmen eines Strafverfahrens Seite 20A-1709/2006 beschlagnahmt gewesen seien, braucht nicht entschieden zu werden. Die Beschwerdeführerin hatte im vorliegenden Verfahren vollumfäng- liche Akteneinsicht, insbesondere wurden ihr sämtliche LL-Bewilligun- gen und die dazugehörigen Logfiles in Kopie zugestellt. Weiter wurden ihr auch die mit der Eingabe vom 8. Mai 2008 von der OZD eingereich- ten Unterlagen zur Stellungnahme zugeschickt. Dass sie sich nicht de- tailliert dazu äusserte, hat sich die Beschwerdeführerin selber zuzu- schreiben. Ebenso enthalten die wiedererwägungsweise erlassene Nachbezugsverfügung der OZD und die Ausführungen in diesem Urteil eine umfassende Begründung. Nach der in E. 2.4 dargelegten Recht- sprechung würden diese Gehörsverweigerungen, falls es sich über- haupt um solche handelt, im vorliegenden Verfahren geheilt. 6. Die Beschwerde ist damit vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. 7. Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin die Kosten des Ver- fahrens zu tragen. Diese werden in Anwendung des Art. 63 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 und Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun- desverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) auf Fr. ... festgesetzt. Damit wird berücksichtigt, dass sich die Gerichtsgebühr nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache und der Art der Prozessführung bemisst. Die umfangreichen Akten und der Umstand, dass sich die Beschwerdeführerin bloss schleppend und nie substanziiert zu den von der OZD geltend gemachten Nachforderungspositionen geäussert hat, haben dem Gericht einen beträchtlichen (zusätzlichen) Arbeitsaufwand verursacht (vgl. auch Urteil des Bundesverwaltungs- gerichts A-1332/2007 vom 14. Juni 2007 E. 4.1). Der von der Be- schwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss von Fr. ... wird ver- rechnet und von diesem Betrag in Abzug gebracht. Eine Partei- entschädigung wird aus denselben Gründen nicht ausgerichtet (Art. 65 VwVG e contrario). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: Seite 21A-1709/2006 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. Es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin der Oberzolldirektion Fr. ... schuldet. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. ... werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. ... verrechnet. Der Restbetrag von Fr. ... ist innert 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet. 4. Dieses Urteil geht an: - die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) - die Vorinstanz (Gerichtsurkunde) Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: Salome Zimmermann Johannes Schöpf Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-recht- lichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Be- gehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un- terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweis- Seite 22A-1709/2006 mittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG). 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