<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2019-05-10-1F_14-2019.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1F_14/2019</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 10. Mai 2019</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Chaix, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Kneubühler, Muschietti, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Störi. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Gesuchsteller, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern, Strassenverkehrsamt, </div> <div class="para">Gesuchsgegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Revisionsgesuch gegen das Urteil 1C_556/2016 des Schweizerischen Bundesgerichts vom 14. Juni 2017. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para">Das Strassenverkehrsamt des Kantons Luzern verweigerte A.________ am 2. Mai 2016 die Ausstellung eines schweizerischen Führerausweises und aberkannte ihm auf unbestimmte Zeit die Verwendung des ausländischen nationalen oder allenfalls internationalen Führerausweises. Dieser Entscheid wurde vom Kantonsgericht Luzern am 23. November 2016 und vom Bundesgericht am 14. Juni 2017 mit Urteil 1C_556/2016 geschützt. </div> <div class="para">Mit Eingaben vom 21. März 2019 ans Strassenverkehrsamt und vom 25. März 2019 ans Kantonsgericht beantragt A.________ die Wiederaufnahme des Verfahrens mit der Begründung, aus dem Urteil des Verwaltungsgerichts Wien vom 11. Januar 2019 ergebe sich, dass sein ausländischer Führerausweis vom 20. August 1999 bis zum 11. Januar 2019, mithin im hier entscheidungsrelevanten Zeitraum, gültig gewesen sei, weshalb ihm ein schweizerischer Führerausweis hätte ausgestellt werden müssen. </div> <div class="para">Die beiden kantonalen Instanzen überwiesen die Eingaben vom 21. bzw. 25. März 2019 zuständigkeitshalber dem Bundesgericht. </div> <div class="para">Mit Eingabe vom 5. April 2019 teilt A.________ dem Bundesgericht mit, das Strassenverkehrsamt möge seinen Entscheid vom 4. August 2016 selber aufheben. </div> <div class="para">Vernehmlassungen wurden keine eingeholt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para">Die Erfüllung des Anliegens des Gesuchstellers - die Ausstellung eines schweizerischen Führerausweises - setzt voraus, dass das Bundesgericht das Urteil 1C_556/2016 in Revision zieht, die Entscheide des Kantonsgerichts vom 23. November 2016 und des Strassenverkehrsamts vom 2. Mai 2016 aufhebt und letzteres anweist, ihm einen Führerausweis auszustellen. Die Eingaben des Gesuchstellers sind daher als Revisionsgesuch gegen das Urteil des Bundesgerichts entgegenzunehmen. </div> <div class="para">Nach <span class="artref">Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG</span> kann die Revision eines bundesgerichtlichen Urteils unter anderem verlangt werden, wenn der Gesuchsteller nachträglich erhebliche Tatsachen erfährt oder entscheidende Beweismittel auffindet, die er im früheren Verfahren nicht beibringen konnte, unter Ausschluss der Tatsachen und Beweismittel, die erst nach dem Entscheid entstanden sind. </div> <div class="para">Das Urteil des Verwaltungsgerichts Wien, auf das sich der Gesuchsteller beruft, erging am 11. Januar 2019 und damit nach dem Urteil 1C_556/2016 vom 14. Juni 2017. Es stellt damit von vornherein keinen zulässigen Revisionsgrund dar, womit auf das Revisionsgesuch nicht einzutreten ist. Auf die Erhebung von Kosten kann ausnahmsweise verzichtet werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Gesuchsteller, dem Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern, Strassenverkehrsamt, und dem Obergericht des Kantons Luzern, 4. Abteilung, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 10. Mai 2019 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Chaix </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Störi </div> </div></body></html>