<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen und Bericht zu erstatten, wie die Zulassungsprüfung für das Studium der Humanmedizin qualitativ verbessert werden kann. Es sollen Vor- und Nachteile des israelischen Modells überprüft und die Kosten mit denen des in der Schweiz geltenden Eignungstests Medizin (EMS) verglichen werden. Daraus soll insgesamt beurteilt werden können, ob das israelische Modell eine für die Schweiz bessere Option ist.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Eignungstest Medizin (EMS), der an den Universitäten Basel, Bern, Freiburg und Zürich zur Anwendung kommt, stellt fest, ob eine Kandidatin oder ein Kandidat geeignet ist, das Medizinstudium erfolgreich zu absolvieren.</p><p>Diese Art der Zulassungsbeschränkung führt zu hohen Studienerfolgsquoten an den Universitäten mit Numerus clausus.</p><p>Es wird weiter davon ausgegangen, dass wichtige soziale und fachliche Kompetenzen, die Ärztinnen und Ärzte zur Berufsausübung beherrschen müssen, während der mehrjährigen Aus- und Weiterbildung erworben werden.</p><p>Der Bundesrat ist sich bewusst, dass in den letzten Monaten wiederholt Kritik am EMS geäussert worden ist. Zwar liegt die Festlegung und Umsetzung des EMS grundsätzlich in der Kompetenz der Kantone, wie dies im Postulat richtig festgehalten wird. Die Kantone sind für die Auswahl der Studierenden an ihren Universitäten zuständig, und es ist an ihnen, allfällige alternative Auswahlverfahren wie das israelische Modell zu prüfen oder einzuführen. An den Westschweizer Universitäten beispielsweise erfolgt die Selektion vor allem während des ersten Studienjahres.</p><p>Der Bundesrat teilt aber die Ansicht des Postulanten, dass vor dem Hintergrund der Kritik der EMS überprüft werden sollte. Die Schweizerische Hochschulkonferenz (SHK) soll 2016, unter der Koordinationsleitung des Bundes, im Bereich Humanmedizin die Thematik der Eignungsprüfungen aufnehmen. Die SHK plant, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, welche Effizienz und Kosten sowie alternative Verfahren zum EMS prüfen und diskutieren soll. Die Resultate sollen bis Ende 2016 in Form eines Berichtes vorgelegt werden.</p><p>Aus den erwähnten Gründen erachtet es der Bundesrat deshalb nicht als zweckmässig, zum jetzigen Zeitpunkt einen separaten Bericht zu verfassen. Er beantragt die Ablehnung des Postulates.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.