A bteilung IV D -2572/2007 {T 0/2} U rte il v o m 4 . O k to b e r 2 0 0 7 R ichter W alter Lang (Vorsitz), R ichterin Therese Kojic, R ichter D aniel Schm id, G erichtsschreiber M artin M aeder. 1. A ._______, geboren (...), Kam erun, 2. B ._______, geboren (...), Kam erun, 3. C ._______, geboren (...), Kam erun, alle w ohnhaft (...), alle vertreten durch Frau C laudia D hali-Scheitlin, C AR ITAS / Schw eiz, (...), Beschw erdeführer, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. G esuch um Kantonsw echsel (R echtsverw eigerung bzw . R echtsverzögerung) / N (...). B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandD -2572/2007 Sachverhalt: A . D ie Beschw erdeführer erschienen am 2. Januar 2006 gem einsam im Em pfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) des BFM in D ._______ und suchten um Asyl nach. Zum Beleg ihrer Identität gaben sie ihre am 15. April 2005 durch die ständige M ission Kam eruns in G enf ausge- stellten R eisepässe, w orin als ihr D om izil eine Adresse in E._______ aufgeführt ist, zu den Akten. G leichzeitig übergaben sie dem BFM je eine am 27. Septem ber 2004 ausgestellte kam erunische Identitäts- karte. Bei der Erhebung ihrer Personalien führten sie aus, sie seien Brüder, befänden sich seit 24. D ezem ber 2004 in der Schw eiz und hätten sich seit der Einreise bei ihrer M utter in E._______ aufgehalten. B . N achdem das BFM die Beschw erdeführer am 10. Januar 2006 sum - m arisch zum R eisew eg und zu den G ründen für das Verlassen des H eim atstaates befragt hatte, w ies es diese m it separaten Zw ischenver- fügungen vom 12. Januar 2006 gestützt auf A rt. 27 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) und A rt. 21 und 22 der Asyl- verordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) dem Kanton F._______ zu. B .a Zur Begründung der Zuw eisungsentscheide hielt das BFM fest, aus der Abklärung im EVZ und nach erfolgter R echtsbelehrung seien keine spezifischen schützensw erten Interessen der Asylbew erber er- sichtlich, die für eine Zuw eisung in einen bestim m ten Kanton sprechen w ürden. B .b D ie Beschw erdeführer unterliessen es, die Zuw eisungsentscheide vom 12. Januar 2006 innert der dam als geltenden Frist von 10 Tagen m it Beschw erde beim Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartem ent (EJPD ) anzufechten. C . M it Eingabe vom 31. M ai 2006 unterbreiteten die Beschw erdeführer dem BFM ein G esuch um Bew illigung eines Kantonsw echsels. Zu des- sen Begründung führten sie zusam m enfassend aus, sie verlangten ei- ne Zuw eisung in den Kanton G ._______, w eil sie einen Anspruch auf Fam ilienleben m it ihrer dort ansässigen M utter, der eingebürgerten Schw eizerin H ._______, hätten und A rt. 22 Abs. 2 AsylV 1 in diesen S eite 2D -2572/2007 Fällen einen Kantonsw echsel nicht von der Zustim m ung der be- troffenen Kantone abhängig m ache. Zusam m en m it der G esuchsschrift vom 31. M ai 2006 reichten die Be- schw erdeführer je einen G eburtsschein im O riginal zu den Akten. D . D .a M it Schreiben vom 15. Juni 2006 teilte das BFM den Beschw erde- führern unter H inw eis auf ihre M inderjährigkeit m it, ein G esuch um Kantonsw echsel könne nur durch ihren gesetzlichen Vertreter - ihre M utter oder einen vom Kanton F._______ zu ernennenden Vorm und - eingereicht w erden. W eiter orientierte das BFM die Beschw erdeführer darüber, dass es ihrer M utter beziehungsw eise den zuständigen Vor- m undschaftsbehörden obliege, die bis dato unklaren Verw andtschafts- verhältnisse abzuklären (M utter - Kinder), und dass es sich m it einem separaten Schreiben in der Angelegenheit m it dem I._______ des Kantons G ._______ in Verbindung setzen w erde. D .b M it Schreiben gleichen D atum s (15. Juni 2006) lud das BFM den I._______ des Kantons G ._______ ein, bis zum 15. August 2006 zum Kantonsw echselgesuch Stellung zu nehm en. Als E rklärung für die Ein- holung der Stellungnahm e gab es an, obw ohl im Kantonsw echselge- such die Einheit der Fam ilie geltend gem acht w erde, sei m an unter den gegebenen U m ständen nicht bereit, die Beschw erdeführer in den Kanton G ._______ um zuteilen. Zuerst m üssten die Verhältnisse geklärt sein, so insbesondere festgestellt w erden, ob es sich überhaupt um die M utter der drei Kinder handle. Ausserdem m üsse gew ährleistet sein, dass sich jem and - w enn nicht die M utter - um die Jugendlichen küm m ere. D .c D as BFM liess Kopien seines an den I._______ des Kantons G ._______ gerichteten Schreibens vom 15. Juni 2006 sow ie der G e- suchsschrift vom 31. M ai 2006 der J._______ des Kantons F._______ zukom m en und forderte diese auf, bis zum 15. August 2006 m it- zuteilen, ob von ihrer Seite ein Kantonsw echsel gew ünscht w erde oder nicht. E. M it Verfügung vom 21. Juni 2006 stellte das BFM in Bezug auf alle drei Beschw erdeführer das N ichterfüllen der Flüchtlingeigenschaft fest, lehnte ihre Asylgesuche ab, w ies sie aus der Schw eiz w eg und ord- nete den Vollzug der W egw eisung an. Zur Begründung der N ichtzu- erkennung der Flüchtlingseigenschaft führte das BFM unter anderem S eite 3D -2572/2007 aus, die Vorbringen der Beschw erdeführer, w onach sie von ihrer M ut- ter vernachlässigt und nach deren Ausreise von verschiedenen M än- nern ausgenutzt und m issbraucht w orden seien, kom m e keine asyl- rechtliche R elevanz zu. Als Argum ent für die Zum utbarkeit des W eg- w eisungsvollzugs führte das BFM unter anderem an, bei den Be- schw erdeführern handle es sich um faktische H albw aisen, deren M ut- ter das Schw eizer Bürgerrecht erw orben habe und in der Schw eiz le- be, w eshalb vorausgesetzt w erden könne, dass diese ihre m inderjähri- gen Kinder - das älteste stehe w enige Tage vor Erreichen der Volljäh- rigkeit - bei einer R ückkehr nach Kam erun von der Schw eiz aus finan- ziell unterstütze. F. M it Schreiben vom 29. Juni 2006 teilte die J._______ des Kantons F._______ dem BFM m it, dass sie m it dem Kantonsw echsel einverstanden sei, falls die fam iliären U m stände einen solchen zuliessen. G . M it Entscheid vom 26. Juli 2006 trat das EJPD auf eine am 14. Juli 2006 von den Beschw erdeführern eingereichte Beschw erde nicht ein. Zur Begründung hielt das EJPD im W esentlichen fest, bei dem Schreiben des BFM vom 15. Juni 2006 handle es sich entgegen der in der Beschw erde vom 14. Juli 2006 vertretenen Ansicht nicht um einen anfechtbaren N ichteintretensentscheid. Es w erde darin lediglich eine Konkretisierung der form ellen und m ateriellen Voraussetzungen für einen Kantonsw echsel vorgenom m en und darauf hingew iesen, dass sich das BFM m it dem I._______ des Kantons G ._______ in Verbin- dung setzen w erde. Aus den Akten des BFM ergebe sich denn auch, dass das BFM am 15. Juni 2006 den Kanton G ._______ um eine Stellungnahm e zum G esuch um Kantonsw echsel bis zum 15. August 2006 gebeten habe. D ie D eutung des Schreibens als N ichteintretensentscheid treffe deshalb nicht zu. H . M it Schreiben vom 31. Juli 2006 teilten die Beschw erdeführer durch ihre R echtsvertreterin dem BFM m it, sie könnten die Ausführungen im Schreiben vom 15. Juni 2006 nicht nachvollziehen. So stelle das R echt auf Pflege des Fam ilienlebens m it ihrer gem einsam en M utter ein höchstpersönliches R echt dar, und zudem seien sie alle drei urteils- fähig, w eshalb das G esuch um Kantonsw echsel unabhängig von einer S eite 4D -2572/2007 Zustim m ung der die elterliche G ew alt ausübenden Person entgegen- genom m en w erden m üsse. W eiter gehe aus den von ihnen eingereich- ten G eburtsurkunden und Pässen klar hervor, dass H ._______ ihre gem einsam e M utter sei. H iervon sei denn auch das BFM in seinem ablehnenden Asylentscheid vom 21. Juni 2006 offensichtlich aus- gegangen. Ausserdem m üsse das BFM bedenken, dass es gem äss A rt. 22 Abs. 2 AsylV 1 in Fällen w ie dem vorliegenden, in denen die betroffene Person einen Anspruch auf Einheit der Fam ilie geltend m a- chen könne, alleine für den Entscheid über den Kantonsw echsel zu- ständig sei und m ithin ohne die Zustim m ung der betroffenen Kantone verfügen könne. I. I.a M it Beschw erde vom 26. Juli 2006 an die dam als zuständige Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) liessen die Beschw erde- führer zur H auptsache die Aufhebung der Verfügung des BFM vom 21. Juni 2006 und R ückw eisung der Sache an die Vorinstanz beantra- gen. Im Eventualpunkt ersuchten sie um Zuerkennung der Flüchtlings- eigenschaft und G ew ährung des Asyls, subeventualiter um Feststel- lung der U nzulässigkeit und U nzum utbarkeit des W egw eisungsvoll- zugs und um G ew ährung der vorläufigen Aufnahm e. I.b D er zuständige Instruktionsrichter der AR K bestätigte m it Zw i- schenverfügung vom 9. August 2006 gegenüber den Beschw erdefüh- rern deren Berechtigung zur Anw esenheit in der Schw eiz bis zum Er- lass des Beschw erdeentscheids. I.c In ihrer Vernehm lassung vom 29. August 2006 beantragte das BFM die Abw eisung der Beschw erde vom 26. Juli 2006. I.d Per 1. Januar 2007 übernahm das neu geschaffene Bundesverw al- tungsgericht die Beurteilung der Beschw erde vom 26. Juli 2006. J. J.a Am 25. August 2006 reichten die Beschw erdeführer beim I._______ des Kantons G ._______ ein - so bezeichnetes - G esuch um Fam iliennachzug ein, m it dem Begehren, es sei ihnen der Fam iliennachzug zu bew illigen und eine N iederlassungsbew illigung zu erteilen. J.b D er I._______ des Kantons G ._______ teilte den Beschw erde- führern m it Schreiben vom 11. Septem ber 2006 m it, dass gem äss ei- S eite 5D -2572/2007 ner W eisung des BFM vom 30. Septem ber 2004 Kam erun zu jenen Ländern gehöre, bei denen vor der E rteilung einer Bew illigung zuerst die heim atlichen D okum ente auf ihre Echtheit hin überprüft w erden m üssten. W eil sie sich bereits in der Schw eiz aufhielten, sei es ratsam , w enn sie sich direkt m it der Schw eizer Vertretung in Yaoundé in Verbin- dung setzten und abklärten, w ie sie die Ü berprüfung der D okum ente am Besten in die W ege leiten könnten. D ie Kosten dieser Abklärungen seien von H ._______ zu tragen. D as G esuch um Fam iliennachzug könne erst abschliessend geprüft w erden, w enn die Antw ort der Schw eizer Vertretung vorliege. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibe es beim I._______ des Kantons G ._______ pendent. K . K .a M it Schreiben vom 29. Septem ber 2006 gaben die Beschw erde- führer dem BFM zu verstehen, dass sie die Einreichung einer Be- schw erde w egen R echtsverzögerung beziehungsw eise w egen Verlet- zung von A rt. 8 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidge- nossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) in Erw ägung zögen, falls nicht bis zum 12. O ktober 2006 ein Entscheid über das Kantons- w echselgesuch vom 31. M ai 2006 getroffen w orden sei. K .b In seinem diesbezüglichen Antw ortschreiben vom 11. O ktober 2006 hielt das BFM fest, der I._______ des Kantons G ._______ habe inform iert, dass er - bevor er zum Kantonsw echselgesuch Stellung nehm en könne - das Fam iliennachzugsgesuch behandeln w erde. So- m it seien zuerst die Bedingungen für den Fam iliennachzug zu erfüllen, w ie sie den Beschw erdeführern im Schreiben vom 11. Septem ber 2006 kom m uniziert w orden seien. D as Verfahren betreffend Kantons- w echsel habe leider Verzögerungen erfahren durch die verschiedenen von den Beschw erdeführern eingeleiteten Schritte. Es könne daher dem BFM nicht vorgew orfen w erden, es zögere den Entscheid hinaus, w enn von den Beschw erdeführern sow ohl beim Kanton als auch beim Bund G esuche eingereicht w ürden. Am vielversprechendsten sei es deshalb, gem äss den vom I._______ des Kantons G ._______ form u- lierten Bedingungen vorzugehen, dam it dieser dem BFM die ausste- hende Antw ort zum Kantonsw echselgesuch zukom m en lassen könne. L. Am 30. M ärz 2007 reichten die Beschw erdeführer eine als "R echts- verw eigerungs- bzw. R echtsverzögerungsbeschw erde" bezeichnete R echtsschrift (im Folgenden: R echtsverw eigerungs- und R echtsverzö- S eite 6D -2572/2007 gerungsbeschw erde) beim EJPD ein, in w elcher sie beantragten, es sei über ihr Kantonw echselgesuch vom 31. M ai 2006 unverzüglich zu entscheiden, in dem Sinne, dass sie für die D auer ihres Asylverfahrens dem Kanton G ._______ zuzuw eisen seien. Im W eiteren sei ihnen die unentgeltliche R echtspflege zu gew ähren, insbesondere auf die Erhe- bung eines Kostenvorschusses zu verzichten, und ausserdem sei das vorliegende Beschw erdeverfahren prioritär zu behandeln. M . D as EJPD erklärte sich in der Sache als unzuständig und überw ies die R echtsverw eigerungs- und R echtsverzögerungsbeschw erde m it Be- gleitschreiben vom 4. April 2007 dem Bundesverw altungsgericht zur w eiteren Behandlung. N . N .a M it Zw ischenverfügung vom 23. April 2007 vertagte der zuständi- ge Instruktionsrichter des Bundesverw altungsgerichts die Beurteilung des G esuchs um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege auf ei- nen späteren Zeitpunkt. G leichzeitig verzichtete er antragsgem äss auf das Erheben eines Kostenvorschusses und überw ies das D oppel der R echtsverw eigerungs- und R echtsverzögerungsbeschw erde m it den Akten dem BFM zur Vernehm lassung. N .b In seiner Vernehm lassung vom 25. M ai 2007 beantragte das BFM die Abw eisung der R echtsverw eigerungs- und R echtsverzögerungsbe- schw erde, w obei es zur Begründung im W esentlichen auf die Kom - plexität des Sachverhalts und auf D oppelspurigkeiten hinw ies, zu w el- chen die von den Beschw erdeführern gew ählte Vorgehensw eise - H än- gigkeit sow ohl eines Kantonsw echsel- als auch eines Fam iliennach- zugsgesuchs - geführt habe. N .c D er zuständige Instruktionsrichter des Bundesverw altungsgerichts brachte den Beschw erdeführern die Vernehm lassung des BFM m it Zw ischenverfügung vom 30. M ai 2007 zur Kenntnis. N .d M it Eingabe vom 14. Juni 2007 m achten die Beschw erdeführer von dem ihnen eingeräum ten R eplikrecht G ebrauch. S eite 7D -2572/2007 D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss A rt. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw altungsgericht (Verw altungsgerichtsgesetz, VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach A rt. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach A rt. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in A rt. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D am it ist die Beschw erde an das Bundeverw altungsgericht zulässig gegen Verfügungen des BFM (vgl. A rt. 33 Bst. d VG G ), w elche gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) erlassen w urden; das Bundesver- w altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (A rt. 105 AsylG ; A rt. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BG G , SR 173.110]). 1.2 G em äss A rt. 37 VG G richtet sich das Verfahren vor dem Bundes- verw altungsgericht nach den Bestim m ungen des Vw VG , sow eit das VG G nichts anderes bestim m t. D ie R egeln des VG G über die Zustän- digkeit des Bundesverw altungerichts als Beschw erdeeinstanz (A rt. 31- 34) enthalten keine spezifischen Aussagen zur Frage, in w essen Kom - petenz die Behandlung von R echtsverw eigerungs- und R echtsverzö- gerungsbeschw erden fällt. A rt. 46a Vw VG besagt, dass gegen das un- rechtm ässige Verw eigern oder Verzögern einer anfechtbaren Verfü- gung Beschw erde geführt w erden kann. W ie beim Entscheid über die erstm alige Zuw eisung an einen Kanton (A rt. 27 Abs. 3 AsylG , vgl. Bst. B hiervor) handelt es sich beim Ent- scheid über ein G esuch eines bereits zugew iesenen Asylbew erbers um Bew illigung eines W echsels in einen bestim m ten Kanton (A rt. 22 Abs. 2 AsylV 1) um eine selbständig beim Bundesverw altungsgericht anfechtbare Zw ischenverfügung (A rt. 107 Abs. 1 AsylG , A rt. 32 VG G e contrario). 2. 2.1 D ie Frage der Prozessfähigkeit ist als Sachurteilsvoraussetzung von Am tes w egen zu prüfen (FR ITZ G YG I, Bundesverw altungsrechtspfle- ge, 2. Aufl., Bern 1983, S. 73). Als verfahrensrechtliches Korrelat der H andlungsfähigkeit ist sie nach den einschlägigen zivilrechtlichen Vorschriften zu beurteilen (vgl. Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 1996 N r. 3 E. 2b S eite 8D -2572/2007 S. 19). Sie setzt dem nach U rteilsfähigkeit, M ündigkeit und das Fehlen einer Entm ündigung voraus (A rt. 13 und 17 des Schw eizerischen Zivil- gesetzbuches vom 10. D ezem ber 1907 [ZG B, SR 210] sow ie A rt. 35 i.V.m . A rt. 20 Abs. 1 Bst. a des Bundesgesetzes vom 18. D ezem ber 1987 über das Internationale Privatrecht [IPR G , SR 291]). D ie Beschw erdeführer sind gem äss ihren m ündlichen Angaben und den von ihnen eingereichten Pässen und G eburtsurkunden am 25. Ju- ni 1988 (Beschw erdeführer 1), am 1. April 1989 (Beschw erdeführer 2) und am 22. Februar 1990 (Beschw erdeführer 3) geboren. Stellte m an auf diese D aten ab, w ären der Beschw erdeführer 2 und der Be- schw erdeführer 3 bei der Einreichung der Beschw erde am 30. M ärz 2007 knapp unter 18 Jahre beziehungsw eise knapp über 17 Jahre alt und dam it unm ündig gew esen. U rteilsfähige U nm ündige können sich grundsätzlich nur m it Zustim m ung des gesetzlichen Vertreters durch ihre H andlungen verpflichten (A rt. 19 Abs. 1 ZG B). R echte, die ihnen um ihrer Persönlichkeit w illen zustehen, verm ögen sie jedoch ohne Zu- stim m ung des gesetzlichen Vertreters selbständig auszuüben (A rt. 19 Abs. 2 ZG B). D as Einreichen eines Asylgesuches w ie auch die Ergrei- fung von dam it zusam m enhängenden R echtsm itteln sind so genannt "höchstpersönliche" R echte, die ein nicht m ündiger, aber urteilsfähiger G esuchsteller ohne Zustim m ung seines gesetzlichen Vertreters aus- üben kann (vgl. EM AR K 1996 N r. 5). U rteilsfähig ist jeder, dem es nicht w egen seines Kindesalters oder infolge anderer U m stände an der Fähigkeit m angelt, vernunftgem äss zu handeln (A rt. 16 ZG B). Vor- liegend bestehen aufgrund der Akten keinerlei Anhaltspunkte, die zu Zw eifeln an der U rteilsfähigkeit des Beschw erdeführers 2 und des Be- schw erdeführers 3 in Bezug auf das vorliegende Beschw erdeverfahren Anlass geben w ürden. Insbesondere verm itteln die Protokolle der An- hörungen vom 20. Februar 2006 den Eindruck, der Beschw erdefüh- rer 2 und der Beschw erdeführer 3 seien sich über den Sinngehalt der an sie gerichteten Fragen im Klaren gew esen, hätten sachbezogen darauf geantw ortet und sich bei der D arlegung ihrer Asylgründe und persönlichen w ie fam iliären Verhältnisse jederzeit von vernünftigen Ü berlegungen leiten lassen. Infolgedessen ist von der U rteilsfähigkeit des Beschw erdeführers 2 und des Beschw erdeführers 3 und dam it von der Prozessfähigkeit säm tlicher Beschw erdeführer bei Anhebung des vorliegenden R echtsm ittelverfahrens auszugehen. Im Ü brigen hätte der Beschw erdeführer 2 im heutigen Zeitpunkt sein 18. Lebensjahr ohnehin vollendet und w äre dem nach ebenfalls als m ündig zu betrach- ten (vgl. A rt. 14 ZG B). S eite 9D -2572/2007 2.2 D ie R echtsverw eigerungs- und R echtsverzögerungsbeschw erde ist akzessorisch zum H auptverfahren, w eshalb sich die Beschw erde- befugnis nach der Legitim ation im H auptverfahren richtet. D em nach ist zur Beschw erde berechtigt, w er vor der Vorinstanz am Verfahren teil- genom m en hat (A rt. 48 Abs. 1 Bst. a Vw VG ), durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist (A rt. 48 Abs. 1 Bst. b Vw VG ) und ein schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (A rt. 48 Abs. 1 Bst. c Vw VG ). H iervon ausgehend, w ären die Be- schw erdeführer zur Beschw erde gegen die abschlägige Beurteilung ihres Kantonsw echselgesuchs befugt; folgerichtig sind sie zur Be- schw erde gegen das unrechtm ässige Verw eigern und Verzögern eines solchen Entscheids legitim iert. 2.3 D ie R echtsverw eigerungs- und R echtsverzögerungsbeschw erde unterliegt keiner perem ptorischen Frist (A rt. 6 AsylG i.V.m . A rt. 50 Abs. 2 Vw VG ). D ie Beschw erdeführer reichten ihre Beschw erde in gültiger Form ein (A rt. 6 AsylG i.V.m . A rt. 52 Vw VG ). Auf diese ist som it - unter Vorbehalt der nachstehenden Erw ägung 2.4 - einzutreten. 2.4 M it der R echtsverw eigerungs- und R echtsverzögerungsbeschw er- de im Sinne von A rt. 46a Vw VG kann ausschliesslich das unrechtm äs- sige Verw eigern und Verzögern einer anfechtbaren Verfügung gerügt w erden. Konsequenterw eise beschränkt sich die Prüfungsbefugnis der dam it befassten Behörde auf die Frage, ob das G ebot des R echts- schutzes in angem essener Zeit im konkreten Fall verletzt w orden ist oder nicht. D agegen hat sich die Behörde einer Stellungnahm e dazu zu enthalten, w ie ein unrechtm ässig verw eigerter oder verzögerter Entscheid inhaltlich hätte ausfallen sollen. Sow eit die Beschw erdefüh- rer beantragen, sie seien für die D auer ihres Asylverfahrens dem Kan- ton G ._______ zuzuw eisen (Beschw erdebegehren 2), ist som it auf die Beschw erde nicht einzutreten. 3. 3.1 D as Verbot der R echtsverw eigerung beziehungsw eise R echtsver- zögerung w ird verletzt, w enn eine G erichts- oder Verw altungsbehörde untätig bleibt oder das gebotene H andeln über G ebühr hinauszögert, obw ohl sie zum Tätigw erden verpflichtet w äre. Eine R echtsverw eige- rung ist som it nur dann m öglich, w enn ein Anspruch der Privaten auf Behandlung ihrer Begehren besteht (U LR IC H H ÄFELIN /G EO R G M Ü LLE R /FELIX U H LM AN N , Allgem eines Verw altungsrecht, 5. Auflage, Zürich Basel G enf 2006, S. 356, R z. 1657). Von R echtsverw eigerung oder R echtsverzö- S eite 10D -2572/2007 gerung kann nicht schon dann die R ede sein, w enn eine Behörde eine Eingabe nicht sofort behandelt. R echtsverzögerung ist nur gegeben, w enn sich die zuständige Behörde zw ar bereit zeigt, den Entscheid zu fällen, ihn aber nicht binnen der Frist trifft, w elche nach der N atur der Sache und nach der G esam theit der übrigen U m stände noch als an- gem essen erscheint (a.a.O ., R z 1658). 3.2 Vorliegend ist bei einer streng dogm atischen Betrachtung vorw eg die Frage aufzuw erfen, ob die Beschw erdeführer sich überhaupt auf einen durchsetzbaren Anspruch auf Behandlung ihres am 31. M ai 2006 eingereichten Kantonsw echselgesuchs durch das BFM berufen können. Zur Begründung des Kantonsw echselgesuchs m achen die Beschw er- deführer geltend, w eil in ihrem Fall angesichts der in einem anderen Kanton lebenden M utter ein Anspruch auf Einheit der Fam ilie bestehe, m üsse das BFM unter Beachtung von A rt. 22 Abs. 2 AsylV 1 ihre U m - teilung in den W ohnkanton der M utter verfügen, und zw ar unabhängig davon, ob die beiden betroffenen Kantone dam it einverstanden seien. Exakt diese Begründung hätten sie jedoch auf dem W eg einer Be- schw erde gegen die ursprünglichen Zuw eisungsentscheide des BFM vom 12. Januar 2006 (vgl. Bst. B hiervor) vorbringen können (vgl. A rt. 27 Abs. 3 letzter Satz AsylG ). D ass ihre M utter dam als nicht im Kanton G ._______, sondern noch im Kanton E._______ W ohnsitz hatte, ist dabei m it Blick auf die vergleichbare geografische D istanz zum Kanton F._______ ohne Belang. N ach ihren Angaben lebten die Beschw erdeführer seit ihrem Eintreffen in der Schw eiz im D ezem ber 2004 in W ohngem einschaft m it ihrer M utter in der Stadt E._______. Insofern präsentierten sich die im Kantonsw echselgesuch vom 31. M ai 2006 angeführten, das Fam ilienleben erschw erenden U m stände (geografische D istanz, G eldnot) für sie im gleichen M asse bereits im M om ent ihrer Zuw eisung in den Kanton F._______ am 12. Januar 2006. Aus w elchen G ründen sie dam als gleichw ohl auf eine Anfechtung der Zuw eisungsentscheide innert der dam aligen gesetzlichen Frist von 10 Tagen beim EJPD verzichtet haben, legen sie nicht im Einzelnen dar. Lediglich im Fam iliennachzugsgesuch vom 25. August 2006 (vgl. Bst. J.a hiervor) lassen sie hinsichtlich der N ichtanfechtung eines abw eisenden Entscheids des zuständigen Am ts des Kantons E._______ vom 25. August 2005 über ein erstes G esuch um Fam iliennachzug vom 1. Januar 2005 durchblicken, dass sich ihre M utter dam als nicht zuletzt w egen ihrer gesundheitlichen Problem e generell überfordert gefühlt habe. Bei dieser Sachlage charakterisiert S eite 11D -2572/2007 sich das Kantonsw echselgesuch vom 31. M ai 2006 als W iedererw ä- gungsgesuch gegen die rechtskräftigen Zuw eisungsentscheide vom 12. Januar 2006. D ie Beschw erdeführer scheinen diese Auffassung denn auch selbst zu teilen (vgl. Beschw erde vom 30. M ärz 2007 Ziff. 2.1.1. S. 4). W eil im Kantonsw echselgesuch zudem Tatsachen geltend gem acht w erden, die bei Eintritt der R echtskraft der Zuw eisungsentscheide nach ungenutzt abgelaufener Beschw erdefrist bereits Bestand hatten und den Beschw erdeführern zw angsläufig auch schon dam als bekannt w aren, erscheint zw eifelhaft, ob ein hinreichend substanziiertes W ie- dererw ägungsgesuch vorliegt, bezüglich dessen eine Eintretens- und Behandlungspflicht seitens der zuständigen Behörde erst greifen w ür- de. Ein W iedererw ägungsgesuch soll grundsätzlich nicht dazu dienen, eine unterlassene förm liche Beschw erde zu ersetzen und die ordentli- chen Beschw erdefristen zu um gehen (vgl. U R SIN A BEER LI-BO N O R AN D , D ie ausserordentlichen R echtsm ittel des Bundes und der Kantone, Zürich 1985, S. 51). Auf ein W iedererw ägungsgesuch ist daher unter anderem dann gar nicht erst einzutreten, ja es ist darüber nicht einm al in einer anfechtbaren Verfügung zu befinden, w enn zu dessen Begründung ausschliesslich Sachverhaltsbestandteile aufgeführt w erden, die auf dem ordentlichen R echtsm ittelw eg hätten eingebracht w erden können, so dass aus der R echtsschrift keine tatsächlichen Anhaltspunkte er- sichtlich sind, die auf das Vorliegen eines W iedererw ägungsgrundes hindeuten w ürden (vgl. EM AR K 2005 N r. 25 E. 4.2. und 4.3. S. 227 f., 2003 N r. 7 E. 4a S. 44). Vorliegend jedoch m it dieser Begründung den Beschw erdeführern einen Anspruch auf form elle Behandlung ihres Kantonsw echselgesuchs vom 31. M ai 2006 abzustreiten, w ürde - an- gesichts der noch näher darzulegenden Verhaltens- und Argum enta- tionsw eise des BFM (vgl. E. 3.3.2 hiernach) - auf einen überspitzten Form alism us hinauslaufen. D em entsprechend lässt sich eine unzuläs- sige R echtsverw eigerung oder R echtverzögerung nicht allein schon m it dem Argum ent verneinen, es habe seitens des BFM gar keine ob- jektive Verpflichtung zum Tätigw erden bestanden (vgl. U LR IC H H ÄFELIN /G EO R G M Ü LLE R /FELIX U H LM AN N , a.a.O ., S. 356, R z. 1657, S. 357, R z. 1661 und S. 392, R z. 1832 f.). 3.3 3.3.1 D as BFM hat zu keinem Zeitpunkt Zw eifel daran entstehen las- sen, dass es zum Erlass eines Entscheids über das Kantonsw echsel- gesuch gew illt ist. Eine R echtsverw eigerung fällt dam it nicht in Be- tracht. S eite 12D -2572/2007 3.3.2 H ingegen verm ag das BFM letztlich nicht stichhaltig zu erklären, inw iefern es w egen nicht selbst zu verantw ortender U m stände bis heu- te nicht hätte in der Lage sein sollen, über das Kantonsw echselgesuch vom 31. M ai 2006 zu befinden. D ass der "Sachverhalt äusserst kom pliziert" ist, w ie das BFM in der Vernehm lassung vom 25. M ai 2007 ausführt, lässt sich nach einer Prü- fung der Akten nicht bestätigen. Aus diesen ergibt sich augenfällig, dass das BFM die Beurteilung des Kantonsw echselgesuchs von zu- sätzlichen Abklärungen zur Frage abhängig m acht, ob zw ischen den Beschw erdeführern und der von ihnen als M utter bezeichneten Per- son, der Schw eizerin H ._______, tatsächlich ein Kindesverhältnis besteht. Auch unter Berücksichtigung dessen ist jedoch nicht einzusehen, w arum das BFM nicht längstens über das Kantons- w echselgesuch befunden hat. So hätte es einerseits die für nötig ge- haltenen U ntersuchungen zu den verw andtschaftlichen Beziehungen zw ischen den Beschw erdeführern und H ._______ von Am tes w egen vornehm en oder für den Fall, es hätte die Beschw erdeführer als in diesem Punkt bew eisführungspflichtig erachtet, die betreffenden Versäum nisse feststellen und in seinen Entscheid über das Kantons- w echselgesuch einfliessen lassen können. Ebenso w enig ist verständlich, w arum das BFM m it seinem Entscheid über das Kantonsw echselgesuch vom 31. M ai 2006 bis zum Abschluss der Prüfung des am 25. August 2006 beim Kanton G ._______ eingereichten Fam iliennachzugsgesuchs zuw arten sollte, w ie es dies den Beschw erdeführern m it Schreiben vom 11. O ktober 2006 in Aussicht gestellt hat. D ass der Kanton G ._______ seinerseits eine Stellungnahm e zum Kantonsw echselgesuch (vgl. Bst. D .b hiervor) offenbar erst für die Zeit nach Beurteilung des ihm unterbreiteten Fam iliennachzugsgesuchs angekündigt hat (vgl. das erw ähnte Schreiben vom 11. O ktober 2006, A53/2), entbindet das BFM nicht von seiner Pflicht, die D auer des bei ihm hängigen Verfahrens in Sachen Kantonsw echselgesuch im Auge zu behalten und seinen Entscheid nicht über G ebühr hinauszuzögern. D as BFM hätte unabhängig von dem beim Kanton G ._______ eingereichten Fam iliennachzugsgesuch entscheiden und dabei sachverhaltsm ässig ohne w eiteres darauf abstellen können, dass eine Zustim m ung beider Kantone im Sinne von A rt. 22 Abs. 1 Asyl V nicht vorliegt. D ass es aus G ründen praktischer N atur w ie etw a Personalknappheit oder anderw eitig verursachter Ü berlastung bis heute nicht über das Kantonsw echselgesuch hat entscheiden können, w ird vom BFM nicht als Argum ent eingebracht. In seiner Vernehm lassung vom 25. M ai S eite 13D -2572/2007 2007 sichert das BFM im G egenteil zu, es w erde - nach Beurteilung der R echtsverw eigerungs- und R echtsverzögerungsbeschw erde - die notw endigen Abklärungen vornehm en, um über das Kantonsw echsel- gesuch zu entscheiden beziehungsw eise die M utter-Kind-Beziehung zu überprüfen. W arum es diese Abklärungen nicht w eit früher vorge- nom m en hat und nun dam it gar bis zum Vorliegen des U rteils über die vorliegende R echtsverw eigerungs- und R echtsverzögerungsbeschw er- de zuw artet, bleibt freilich nicht nachvollziehbar. 3.3.3 D am it kann als Fazit festgehalten w erden, dass das BFM die N ichtbeurteilung des am 31. M ai 2006 eingereichten Kantonsw echsel- gesuchs bis zum heutigen Tage nicht m it objektiv achtensw erten G rün- den zu erklären verm ag. D ie D auer des Verfahrens kann unter Berück- sichtigung der fallspezifischen U m stände nicht m ehr als angem essen bezeichnet w erden. D as BFM hat sich dem nach vorw erfen zu lassen, den Entscheid über das Kantonsw echselgesuch unrechtm ässig zu ver- zögern. 3.4 D ie R üge der R echtsverzögerung erw eist sich nach dem G esag- ten als begründet. D ie Beschw erde ist folgerichtig - sow eit auf diese einzutreten ist (vgl. E. 2.4 hiervor) - gutzuheissen, und die Akten sind an das BFM zurückzuleiten m it der Anw eisung, um gehend über das Kantonsw echselgesuch zu befinden. 4. 4.1 D em Ausgang des Verfahrens entsprechend sind keine Kosten zu erheben (A rt. 63 Abs. 1 und 2 Vw VG ). D am it stellt sich die Frage einer Befreiung der Beschw erdeführer von der Bezahlung von Verfahrens- kosten durch das Bundesverw altungsgericht nicht m ehr. D as m it der Beschw erde eingereichte G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege ist daher als gegenstandslos zu betrachten. 4.2 D en Beschw erdeführern ist - als in der H auptsache obsiegender Partei - für die ihnen im Beschw erdeverfahren erw achsenen notw endi- gen Kosten eine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. A rt. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . A rt. 7 Abs. 1 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D e- zem ber 2006 [VG KE, SR 173.320.2]). D ie R echtsvertreterin der Be- schw erdeführer hat eine vom 20. Septem ber 2007 datierende Kosten- note eingereicht. Sie beziffert darin den Zeitaufw and m it 330 M inuten, w as dem Bundesverw altungsgericht angesichts des U m fangs und dem Schw ierigkeitsgrad der Sache - m it Ausnahm e des nicht entschädi- S eite 14D -2572/2007 gungspflichtigen Aufw ands von 10 M inuten für die Erstellung der Kos- tennote selbst - angem essen erscheint. D ie von ihr den Beschw erde- führern in R echnung gestellten, w enngleich nicht näher aufgeschlüs- selten (vgl. A rt. 9 Abs. 1 Bst. b VG KE) Spesen in der H öhe von insge- sam t Fr. 53.80 können kulanterw eise als noch verhältnism ässig be- zeichnet w erden. N eben den Kosten der Vertretung m achen die Be- schw erdeführer keine w eiteren notw endigen Auslagen geltend (A rt. 8 VG KE). D ie ihnen geschuldete Parteientschädigung ist alsdann in Be- rücksichtigung der eingereichten Kostennote (A rt. 9 Abs. 1 Bst. a und b VG KE) und des für nichtanw altliche berufsm ässige Vertreter und Ver- treterinnen geltenden Stundenansatzes (A rt. 10 Abs. 2 VG KE) auf Fr. 913.80 festzusetzen. (D ispositiv nächste Seite) S eite 15D -2572/2007 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird gutgeheissen, sow eit darauf einzutreten ist. 2. D as BFM w ird angew iesen, um gehend über das Kantonsw echsel- gesuch vom 31. M ai 2006 zu befinden. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. 4. D as BFM w ird angew iesen, den Beschw erdeführern eine Parteient- schädigung von Fr. 913.80 auszurichten. 5. D ieses U rteil geht an: - die R echtsvertreterin der Beschw erdeführer (Einschreiben) - die Vorinstanz (R ef-N r. N [...]; per Kurier) - die J._______ des Kantons F._______ - den I._______ des Kantons G ._______ D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: W alter Lang M artin M aeder Versand: S eite 16