<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">[AZA 7] </div> <div class="para">U 185/00 Vr </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Präsident Lustenberger, Bundesrichter Meyer und Ferrari; Gerichtsschreiberin Bucher </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 31. Januar 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">T.________, 1970, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Kurt Balmer, Glockengasse 18, Zürich, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Luzern, Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para">und </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Versicherungsgericht des Kantons Aargau, Aarau </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Erwägung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass die wegen ihrer damaligen Erwerbstätigkeit für die Firma X.________ AG bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) versicherte T.________ am 31. Dezember 1990 bei einem Autounfall als Mitfahrerin auf dem Rücksitz eine Contusio capitis mit Riss-Quetschwunde rechts frontal am Haaransatz sowie an der Oberlippe ohne nachgewiesene Commotio cerebri erlitt (Bericht des Kreisarztes Dr. med. L.________ vom 6. September 1991), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass die SUVA aus diesem versicherten Unfall die vorübergehenden Leistungen (Krankenpflege, Taggeld) erbrachte, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass die SUVA in Anbetracht der anhaltenden, insgesamt sogar zunehmenden Beschwerden zur Abklärung der Unfallkausalität eine Reihe von anstaltsinternen und -externen Abklärungen der involvierten medizinischen Fachrichtungen anordnete oder beizog, </div> <div class="para">dass die SUVA gestützt darauf zur Auffassung gelangte, es lägen keine Unfallfolgen mehr vor, weshalb sie die bisherigen Leistungen auf Ende Juni 1996 einstellte (Verfügung vom 25. Juni 1996), </div> <div class="para">dass die Anstalt die hiegegen eingereichte Einsprache mit Entscheid vom 19. März 1997 ablehnte, </div> <div class="para">dass das Versicherungsgericht des Kantons Aargau die dagegen erhobene Beschwerde abwies (Entscheid vom 29. März 2000), </div> <div class="para">dass T.________ Verwaltungsgerichtsbeschwerde führen lässt mit dem Rechtsbegehren, es seien ihr, unter Aufhebung von kantonalem Gerichts- und Einspracheentscheid, zu Lasten der SUVA je eine volle Invalidenrente und Integritätsentschädigung sowie "sämtliche Heilungskosten" zuzusprechen, eventuell sei die Sache zur Neuentscheidung "an die Vorinstanz resp. SUVA zurückzuweisen, zwecks Festlegung der Rente und Integritätsentschädigung", </div> <div class="para">dass die SUVA auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, wohingegen das Bundesamt für Sozialversicherung sich nicht hat vernehmen lassen, </div> <div class="para">dass das kantonale Gericht die für die Beurteilung massgeblichen Grundsätze gemäss der Rechtsprechung zu <span class="artref">Art. 6 UVG</span> zutreffend dargelegt hat, weshalb darauf verwiesen werden kann, </div> <div class="para">dass im Zeitpunkt des verfügten und vorinstanzlich bestätigten Fallabschlusses (30. Juni 1996), somit fünfeinhalb Jahre nach dem versicherten Unfall (31. Dezember 1990), keine somatischen Folgen der erwähnten Unfallverletzungen erstellt noch durch weitere Abklärungen beweisbar sind, </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin in psychischer Hinsicht trotz der von Dr. med. S.________ verwendeten Terminologie im Gutachten vom 20. Februar 1993 eindeutig an keiner posttraumatischen Belastungsstörung im Sinne der ICD 10 Unterabschnitt F 43.1 leidet, da Dr. med. C.________, Allgemeine Medizin FMH, welcher die Beschwerdeführerin seit 15. Mai 1991 behandelte, im Schreiben vom 1. Mai 1995 an ihren Rechtsvertreter in Übereinstimmung mit den Angaben des Dr. med. S.________ im Attest vom 21. August 1993 bestätigte, er könne "keine typischen Symptome der posttraumatischen Belastungsstörung" wie "Alpträume, lähmende Erinnerungen etc." eruieren, worin sich der Fall entscheidend von der in RKUV 1999 Nr. U 335 S. 207 beurteilten Sache unterscheidet, </div> <div class="para">dass die Frage der natürlichen Kausalität der psychischen und psychosomatischen Beschwerden, an welchen die Versicherte unbestreitbarerweise leidet, offen bleiben kann, </div> <div class="para">dass nämlich die Beschwerdeführerin am 31. Dezember 1990 mit Blick auf den Geschehensablauf und die zugezogenen Verletzungen keinen schweren und auch keinen mittelschweren im Grenzbereich zu den schweren Ereignissen stehenden Unfall im Sinne der Rechtsprechung erlitten hat, woran nichts ändert, dass sich das Auto mehrmals überschlug und der mitfahrende Grossvater des Ehemannes dabei getötet wurde, </div> <div class="para">dass die Adäquanz nach den Kriterien gemäss <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=3&amp;from_date=16.01.2001&amp;to_date=04.02.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F115-V-133%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page140">BGE 115 V 140</a> zu prüfen ist, weil der Verlauf der gesundheitlichen Entwicklung nach dem Unfall frühzeitig und markant von psychischen und psychosomatischen Faktoren geprägt war, wie die Ausweitung der schon durch Dr. med. L.________ am 31. Januar 1991 erhobenen "leicht depressive(n) Stimmung" zu einem "anhaltend larviert-depressive(n) Zustandsbild" (Bericht des Dr. med. T.________ vom 28. Februar 1992) und einer "somatisierte(n) Gemütsdepression mit neurotischen Zügen bei Status nach traumatischer Schreckreaktion" (Gutachten des Dr. med. S.________, Spezialarzt FMH für Neurologie und für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 20. Februar 1993) belegt, </div> <div class="para">dass die massgeblichen Kriterien nicht in der von der Rechtsprechung verlangten Weise erfüllt sind, was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, welche zu Unrecht von einem mittelschweren, an der Grenze zum schweren Unfall stehenden Ereignis ausgeht, denn auch letztlich nicht in Abrede gestellt wird, </div> <div class="para">dass diese Beurteilung unter Ausserachtlassung des beanstandeten Berichtes (Stellungnahme auf Grund der Akten) des Prof. Dr. med. K.________ vom 24. Oktober 1994 erfolgt, weshalb die hiegegen gerichteten Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegenstandslos sind, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht </div> <div class="para">des Kantons Aargau und dem Bundesamt für </div> <div class="para">Sozialversicherung zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 31. Januar 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der II. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: </div> </div></body></html>