<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2003.00075</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204551&amp;W10_KEY=4467140&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2003.00075</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.10.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Grundstückgewinnsteuer</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Liegenschaftenhändler<br/><br/>Als ausserkantonale Liegenschaftenhändler tätige juristische Personen sind kraft § 221 Abs. 2 StG berechtigt, die auf den Kanton Zürich entfallende direkte Bundessteuer bei der Grundstückgewinnsteuer gewinnmindernd geltend zu machen, soweit sie auf deren Berücksichtigung bei der Einkommens- und Gewinnsteuer ausdrücklich verzichtet haben. Der Verzicht kann sich dabei auch aus den Umständen ergeben, etwa wenn aufgrund der Akten geschlossen werden kann, dass die Aufwendungen bei den Staats- und Gemeindesteuern zum Abzug gebracht worden sind.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABZUGSFÃHIGKEIT">ABZUGSFÃHIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DIREKTE BUNDESSTEUER">DIREKTE BUNDESSTEUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRUNDSTÃCKGEWINNSTEUER">GRUNDSTÃCKGEWINNSTEUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LIEGENSCHAFTENHÃNDLER">LIEGENSCHAFTENHÃNDLER</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 33 lit. 3 StG</span><br/><span class="gerade">§ 65 Abs. I lit. a StG</span><br/><span class="ungerade">§ 221II StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2004 Nr. 107 S. 201</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Am 11. April 2001 verÃ¤usserte die A AG mit Sitz in W (Kanton V) die im Stadtquartier Y, L-Strasse 1 und 2, gelegenen Liegenschaften Kat.Nrn. 3 und 4. Aus Anlass dieser HandÃ¤nderung auferlegte die Kommission fÃ¼r die Grundsteuern der Stadt X der VerkÃ¤uferin mit Veranlagungsbeschluss vom 20. August 2002 eine GrundstÃ¼ckgewinnsteuer von Fr. ...</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Auf Einsprache der A AG hin setzte die VeranlagungsbehÃ¶rde die Steuer am 11. MÃ¤rz 2003 auf Fr. â¦ herab und Ã¼berband der Einsprecherin wegen schuldhafter Verfahrenspflichtverletzung die Kosten des Einspracheverfahrens.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Den hiergegen von der steuerpflichtigen Gesellschaft erhobenen Rekurs hiess die Steuerrekurskommission III mit Entscheid vom 28. Oktober 2003 unter BestÃ¤tigung der Kostenauflage der Vorinstanz gut und setzte die GrundstÃ¼ckgewinnsteuer auf Fr. â¦ herab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Die Rekurskommission legte einleitend die Eigenheiten des im Kanton ZÃ¼rich geltenden sogenannten monistischen Systems der Besteuerung von GrundstÃ¼ckgewinnen sowie die speziellen Regeln fÃ¼r die Besteuerung von LiegenschaftenhÃ¤ndlern im interkantonalen VerhÃ¤ltnis dar und erwog anschliessend zusammengefasst:</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Die Rekurrentin sei als gewerbsmÃ¤ssige LiegenschaftenhÃ¤ndlerin einzustufen. Das Bundesgericht habe sich bis anhin noch nicht prÃ¤judiziell dazu ausgesprochen, ob der Liegenschaftskanton verpflichtet sei, dem interkantonalen LiegenschaftenhÃ¤ndler die fÃ¼r den VerÃ¤usserungsgewinn geschuldete direkte Bundessteuer insoweit bei der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer gewinnmindernd anzurechnen, als sie ausscheidungsrechtlich auf den Liegenschaftskanton entfalle. Allerdings habe das Bundesgericht entschieden, dass der Liegenschaftskanton die auf den Ertrag aus der betreffenden Liegenschaft anfallende Bundessteuer zum Abzug Ã¼bernehmen mÃ¼sse, wenn es sich um eine Kapitalanlageliegenschaft eines ausserkantonalen Unternehmens handle. Der Sitzkanton sei also nicht verpflichtet, die ganze Bundessteuer des betreffenden Unternehmens anzurechnen. Es scheine sachlich angebracht, diese Rechtsprechung auf den vorliegenden Streitfall analog anzuwenden, da es nicht darauf ankommen kÃ¶nne, ob â wie hier â die VerÃ¤usserung von UmlaufvermÃ¶gen oder aber von AnlagevermÃ¶gen die Bundessteuerpflicht ausgelÃ¶st habe. Wenn alsdann das Bundesgericht in konstanter Rechtsprechung zum Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung erkannt habe, dass LiegenschaftenhÃ¤ndler mit ausserkantonalem Sitz oder Wohnsitz die aus einer HandÃ¤nderung herrÃ¼hrende GrundstÃ¼ckgewinnsteuer auch ohne gesetzliche Grundlage im Belegenheitskanton zur Anrechnung bringen kÃ¶nnten, sofern im Sitz- oder Wohnsitzkanton bei ausschliesslicher dortiger Steuerpflicht der Abzug der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer bei der Gewinnsteuer zugelassen sei, dann drÃ¤nge es sich auch unter diesem Aspekt auf, die anteilige direkte Bundessteuer per Analogie als bei der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer anrechenbare Aufwendung anzuerkennen, da die direkte Bundessteuer im Kanton ZÃ¼rich bei der Berechnung des steuerbaren Reingewinns von juristischen Personen abzugsfÃ¤hig sei. Denn nach der erwÃ¤hnten bundesgerichtlichen Rechtsprechung dÃ¼rfe die Ausgestaltung des kantonalen Systems der Besteuerung von GrundstÃ¼ckgewinnen nicht dazu fÃ¼hren, dass eine dem Liegenschaftskanton zugewiesene Aufwendung von einem anderen Kanton Ã¼bernommen werden mÃ¼sse oder Ã¼berhaupt nicht zum Steuerabzug zugelassen sei. "Den gleichen oder Ã¤hnlichen Gedanken" bringe Ã¼brigens § 221 Abs. 2 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) zum Ausdruck. Die Rekurrentin hÃ¤tte sich daher mit Erfolg auch auf diese Norm berufen kÃ¶nnen. WÃ¼rde dem Rekurs nicht stattgegeben, wÃ¤re auch das sogenannte Schlechterstellungsverbot verletzt, denn wenn die Rekurrentin ausschliesslich im Kanton ZÃ¼rich steuerpflichtig wÃ¤re, dÃ¼rfte sie die gesamte direkte Bundessteuer bei der Gewinnsteuer in Abzug bringen. Da die Rekurrentin die anteilige direkte Bundessteuer wegen Beendigung der Steuerpflicht im Kanton ZÃ¼rich per 11. April 2001 (Datum der VerÃ¤usserung der streitbetroffenen Liegenschaften) bzw. wegen Erleidens eines Verlusts im Steuerjahr 2001 nicht bei der Gewinnsteuer habe zum Abzug bringen kÃ¶nnen, sei der Abzug der fraglichen Steuer bei der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer zuzulassen und kÃ¶nne das diesbezÃ¼gliche Wahlrecht der Rekurrentin gemÃ¤ss § 221 Abs. 2 StG gar nicht Platz greifen. Lege man zwecks Vermeidung einer interkantonalen Doppelbesteuerung bei der Rekurrentin der GrundstÃ¼ckgewinnsteuerberechnung die Ausscheidung des kantonalen Steueramts V zugrunde, welche den auf den Kanton ZÃ¼rich entfallenden Anteil der direkten Bundessteuer mit Fr. â¦ und damit nur um Fr. â¦ hÃ¶her als das kantonale Steueramt ZÃ¼rich beziffert habe, ergebe sich eine GrundstÃ¼ckgewinnsteuer von Fr. â¦</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Hiergegen erhob die Stadt X, vertreten durch die stÃ¤dtische Kommission fÃ¼r die Grundsteuern, am 11. Dezember 2003 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, den Rekursentscheid aufzuheben und den Einspracheentscheid wiederherzustellen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Die Beschwerdegegnerin beantragte Abweisung der Beschwerde und verlangte eine angemessene ParteientschÃ¤digung, wÃ¤hrend die Rekurskommission Verzicht auf Beschwerdebeantwortung erklÃ¤rte.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span><br/> NatÃ¼rliche und juristische Personen, welche mit Liegenschaften handeln, kÃ¶nnen gemÃ¤ss § 221 Abs. 2 StG Ã¼ber die in Abs. 1 dieser Bestimmung erwÃ¤hnten Aufwendungen hinaus weitere mit der Liegenschaft zusammenhÃ¤ngende Aufwendungen geltend machen, soweit sie auf deren BerÃ¼cksichtigung bei der Einkommens- oder Gewinnsteuer ausdrÃ¼cklich verzichtet haben (vgl. zur Tragweite und Entstehungsgeschichte dieser Vorschrift Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼rcher Steuergesetz, ZÃ¼rich 1999, § 221 N 99 ff.; vgl. neuerdings auch Felix Richner<span>,</span> in: ZStP 2004, S. 175 ff., auch zum Folgenden). Wie sich aus den Protokollen der kantonsrÃ¤tlichen Debatte zur fraglichen Gesetzesvorschrift ergibt, erschÃ¶pft sich deren Zweck nicht in der Gleichstellung von ausser- und innerkantonalen gewerbsmÃ¤ssigen LiegenschaftenhÃ¤ndlern, sondern ging es in erster Linie darum, fÃ¼r gewerbsmÃ¤ssige LiegenschaftenhÃ¤ndler das sogenannte dualistische GrundstÃ¼ckgewinnbesteuerungssystem einzufÃ¼hren (vgl. Prot. KR 1995-99, S. 6715 ff.; vgl. Richner, S. 178 f.). </span></p> <p class="Erwgung1"><span>§ 221 Abs. 2 StG ist anwendbar fÃ¼r alle HandÃ¤nderungen, die nach Inkrafttreten dieser Bestimmung per 1. Januar 1999 vollzogen werden (vgl. § 279 Abs. 1 StG).</span></p> <p class="Erwgung1"><span>WÃ¤hrend es fÃ¼r die AbzugsmÃ¶glichkeit nach dem Wortlaut dieser Vorschrift nicht darauf ankommt, ob es sich bei der Steuerpflichtigen um eine natÃ¼rliche oder um eine juristische Person handelt, spielt diese Unterscheidung mit Bezug auf den Umfang der AbzugsmÃ¶glichkeit insoweit eine Rolle, als gewisse Aufwendungen, wie namentlich Steuern, nur von juristischen Personen (im Rahmen der Gewinnsteuern) geltend gemacht werden kÃ¶nnen (vgl. § 65 Abs. 1 lit. a StG und § 33 lit. e StG). </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht im Wesentlichen lediglich geltend, dass Steuern nicht unter den Begriff der Aufwendungen fielen. Das Gericht hat jedoch nach Beschwerdeerhebung, nÃ¤mlich mit rechtskrÃ¤ftig gewordenem Urteil vom 28. April 2004, mittlerweile erkannt, dass unter den Begriff der (weiteren) "Aufwendungen" im Sinn der fraglichen Gesetzesvorschrift jede im Zusammenhang mit dem verÃ¤usserten GrundstÃ¼ck erbrachte Geldleistung falle, insbesondere auch Steuern (SB.2003.00062; in: ZStP 2004, Nr. 3, S. 254). Es hat daher die aus Anlass der VerÃ¤usserung einer Liegenschaft erhobene GrundstÃ¼ckgewinnsteuer als eine mit der Liegenschaft zusammenhÃ¤ngende Steuer gewÃ¼rdigt und unter anderem darauf hingewiesen, das Gesetz selber stelle in § 221 Abs. 1 lit. d StG ausdrÃ¼cklich die HandÃ¤nderungssteuer in einen solchen Zusammenhang mit der Liegenschaft. Aus den Gesetzesmaterialien ergibt sich denn auch, dass der Gesetzgeber ganz bewusst den unspezifischen Ausdruck der "Aufwendungen" statt denjenigen der "Anlagekosten" als grundstÃ¼ckgewinnsteuerrechtlichen Gesetzesbegriff gewÃ¤hlt hat (vgl. Art. 12 Abs. 1 des Steuerharmonisierungsgesetzes vom 14. Dezember 1990 und § 219 Abs. 1 StG; vgl. Prot. KR 1995-99, S. 6723, 6725 f., 6728). Es sind daher grundsÃ¤tzlich alle mit dem verÃ¤usserten GrundstÃ¼ck â nicht nur mit der VerÃ¤usserung des GrundstÃ¼cks selber â zusammenhÃ¤ngenden Steuern der juristischen Person abzugsfÃ¤hig, nÃ¤mlich unter anderem nebst der HandÃ¤nderungssteuer und der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer insbesondere auch die direkte Bundessteuer. </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Dass die GrundstÃ¼ckgewinnsteuer der Gemeinde zusteht bzw. "innerhalb des Kantons verbleibt", wÃ¤hrend dies bei der Bundessteuer nicht der Fall sei, kann entgegen dem VerstÃ¤ndnis der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht gegen die AbzugsfÃ¤higkeit der letzteren ins Feld gefÃ¼hrt werden. Denn abgesehen davon, dass vom Rohertrag der direkten Bundessteuern 30 % den Kantonen zufallen (Art. 128 Abs. 4 der Bundesverfassung vom 18. April 1999), wird damit ein sachfremdes Kriterium ins Spiel gebracht. HÃ¤tte der Gesetzgeber sich diese Logik zu eigen machen wollen, hÃ¤tte er z.B. den Abzug von MÃ¤klerprovisionen nach § 221 Abs. 1 lit. c StG davon abhÃ¤ngig machen mÃ¼ssen, dass der Vermittler die Provision im Liegenschaftskanton als Einkommen bzw. Gewinn versteuern wÃ¼rde. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Somit kann sich nur noch fragen, ob die Beschwerdegegnerin auf die Geltendmachung der Bundessteuer bei der Gewinnsteuer "ausdrÃ¼cklich verzichtet" hat (§ 221 Abs. 2 StG), was die Rekurskommission soweit ersichtlich nicht eigens geprÃ¼ft hat.</span></p> <p class="Erwgung1"><span>Aus den Gesetzesmaterialien ergibt sich, dass der Verzicht auf Geltendmachung von Aufwendungen im Sinn von § 221 Abs. 2 StG bei der Einkommens- bzw. Gewinnsteuer nach den Vorstellungen des Kantonsrats laufend erklÃ¤rt werden muss (vgl. Prot. KR 1995-99, S. 6725), und zwar in Form von den SteuererklÃ¤rungen beizulegenden Aufstellungen mit ausdrÃ¼cklicher Bezeichnung derjenigen Aufwendungen, welche bei der Einkommens- beziehungsweise Gewinnsteuer aktiviert oder auf andere Weise nicht geltend gemacht werden, beziehungsweise mit Aufstellungen Ã¼ber Abschreibungen.</span></p> <p class="Erwgung1"><span>Freilich dÃ¼rfen die Anforderungen an die VerzichtserklÃ¤rung nicht Ã¼berspannt werden. Es muss den Steuerpflichtigen gestattet sein, den Verzichtsnachweis auf andere als die beschriebene Art und Weise zu erbringen. Namentlich muss der Nachweis als geleistet betrachtet werden, wenn aufgrund der Akten ausgeschlossen werden kann, dass die Aufwendungen bei den Staats- und Gemeindesteuern zum Abzug gebracht worden sind. </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Im vorliegenden Fall ist durch die Akten erstellt, dass der Abzug der auf den Kanton ZÃ¼rich entfallenden Bundessteuer im unbestrittenen Betrag von Fr. â¦ bei den zÃ¼rcherischen Staats- und Gemeindesteuern in Ermangelung entsprechender steuerbarer ErtrÃ¤ge nicht geltend gemacht werden konnte. Die Rekurskommission hat daher diese Steuern zu Recht bei der strittigen GrundstÃ¼ckgewinnsteuer gewinnmindernd berÃ¼cksichtigt. Da ihre nach der sogenannten iterativen Methode vorgenommene Steuerberechnung (vgl. hierzu Richner/Frei/Kaufmann, § 220 N. 34f.; § 221 N. 121) unbestritten geblieben und soweit ersichtlich korrekt ist, ist die Beschwerde abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>AusgangsgemÃ¤ss sind die Kosten des Verfahrens der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 StG in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG). Der unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrerin steht von vornherein keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in Verbindung mit § 152 und § 153 Abs. 4 StG). DemgegenÃ¼ber ist diese gestÃ¼tzt auf die genannten Bestimmungen zu verpflichten, der Beschwerdegegnerin eine angemessene ParteientschÃ¤digung zu bezahlen.</span></p> <p class="KKP-Normal"><span> </span></p> <p class="KKP-Normal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'560.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird verpflichtet, der Beschwerdegegnerin eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.-- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen.</p> <p class="Einzug2">5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Einzug2">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>