A bteilung III C -315/2006 {T 0/2} U rteil vom 17. Juli 2007 M itw irkung: R ichter Im oberdorf (Kam m erpräsident); R ichter Trom m er; R ichter Vuille; G erichtsschreiber Longauer. X._______, Beschw erdeführerin, vertreten durch cand. iur. Ali Tüm , gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz, betreffend A usnahm e von der zahlenm ässigen B egrenzung. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest: dass die 1983 geborene Beschw erdeführerin türkische Staatsangehörige ist, de- ren Eltern und jüngere G eschw ister in der Schw eiz aufenthaltsberechtigt sind, w ährend sie selbst und zw ei ältere G eschw ister in der Türkei leben, dass die Beschw erdeführerin am 17. D ezem ber 2004, w ährend eines Besuchs- aufenthaltes in der Schw eiz, bei der zuständigen kantonalen M igrationsbehörde um Erteilung einer hum anitären Aufenthaltsbew illigung ersuchte, dass die kantonale M igrationsbehörde die Angelegenheit der Vorinstanz unter- breitete zum Entscheid über eine Ausnahm e von den H öchstzahlen gem äss Art. 13 Bst. f der Verordnung vom 6. O ktober 1986 über die Begrenzung der Zahl der Ausländer (Begrenzungsverordnung, BVO , SR 823.21), dass die Vorinstanz nach G ew ährung des rechtlichen G ehörs m it Verfügung vom 22. M ärz 2006 eine Ausnahm e von den H öchstzahlen der Begrenzungsver- ordnung gestützt auf Art. 13 Bst. f BVO verw eigerte, dass die Beschw erdeführerin am 21. April 2006 R ekurs beim Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartem ent (EJPD ) einlegte und die Erteilung der Aufent- haltsbew illigung sow ie des notw endigen Einreisevisum s beantragte, dass die Vorinstanz m it Vernehm lassung vom 9. Juni 2006 auf Abw eisung der Beschw erde schliesst, dass auf den w eiteren Akteninhalt, sow eit rechtserheblich, in den Erw ägungen eingegangen w ird, und zieht in Erw ägung: dass im R echtsm ittelverfahren nur darüber befunden w erden kann, w orüber die Vorinstanz in G estalt einer Verfügung entschieden hat, bzw . bei richtiger R echtsanw endung hätte entscheiden m üssen, dass m öglichen G egenstand des vorliegenden R echtsm ittelverfahrens deshalb allein die Frage darstellt, ob die Vorinstanz zu R echt eine Ausnahm e von den H öchstzahlen der Begrenzungsverordnung verneint hat, dass sich die darüber hinausgehenden R echtsbegehren der Beschw erdeführerin um Erteilung eines Einreisevisum s und einer Aufenthaltsbew illigung als unzuläs- sig erw eisen, dass Verfügungen des BFM über Ausnahm en von den H öchstzahlen der Be- grenzungsverordnung der Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht unter- liegen (Art. 20 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer; AN AG , SR 142.20), dass das Bundesverw altungsgericht zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Ver- w altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beim EJPD hängige Beschw erden in dieser M aterie übernim m t und sie nach M assgabe des neuen Verfahrensrechts beurteilt (Art. 53 Abs. 2 VG G ),3 dass sich das Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht nach dem Bundes- gesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren richtet (Vw VG , SR 172.021), sow eit das Verw altungsgerichtsgesetz nichts anderes bestim m t (Art. 37 VG G ), dass die Beschw erdeführerin als m aterielle Verfügungsadressatin legitim iert und auf ihre frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde im oben dargestellten U m fang einzutreten ist (Art. 48 ff. Vw VG ), dass Art. 13 Bst. f BVO ausländische Personen von der G eltung der Begren- zungsm assnahm en ausnim m t, w enn sich die Anw endung dieser M assnahm en als schw erw iegender persönlicher H ärtefall ausw irken w ürde, dass diese H ärtefallregelung vor allem dazu dient, solchen Personen erleichtert zu einer Aufenthaltsbew illigung zu verhelfen, denen es auf G rund ihrer fortge- schrittenen Integration nicht zugem utet w erden kann, in einem anderen Land, nam entlich im H erkunftsstaat, zu leben (vgl. BG E 130 II 39 E. 3 S. 41 f.), dass die H ärtefallregelung dagegen nicht als M assnahm e ausgestaltet ist zum Schutz vor staatlichen und privaten Ü bergriffen, kriegerischen Ereignissen und ähnlichen Situationen, die als Vollzugshindernisse im Sinne von Art. 14a AN AG gelten und zur vorläufigen Aufnahm e führen können (vgl. U rteil des Bundesge- richts 2A.245/2004 vom 13. Juli 2004 E. 4.2.1), dass die Beschw erdeführerin, die nur im R ahm en von Besuchsaufenthalten in der Schw eiz w eilte, ausschliesslich geltend m acht, sie w erde in ihrem H eim at- dorf durch Feinde ihrer Fam ilie an Leib und Leben bedroht, dass sich die Vorbringen der Beschw erdeführerin som it auf Vollzugshindernisse im Sinne von Art. 14a AN AG beschränken, die nach dem G esagten zum vornhe- rein nicht geeignet sind, einen schw erw iegenden persönlichen H ärtefall im Sinne von Art. 13 Bst. f BVO zu begründen, dass die Sachverhaltsbehauptungen im Ü brigen in Bezug auf Anlass, Art und In- tensität der G efährdung in sich w idersprüchlich und inhaltlich nicht nachvollzieh- bar sind, ihnen dem nach die G laubw ürdigkeit ohnehin abgesprochen w erden m uss, dass sich die angefochtene Verfügung som it als rechtm ässig erw eist (Art. 49 Vw VG ) und die Beschw erde unter Kostenfolge zu Lasten der Beschw erdeführe- rin (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ) abzuw eisen ist, sow eit darauf eingetreten w erden kann, dass die Kosten des Verfahrens auf Fr. 700.-- festzusetzen sind (Art. 1, Art. 2 und Art. 3 Bst. b des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [SR 173.320.2]), dass dieses U rteil endgültig ist (Art. 83 Bst. c Ziff. 5 des Bundesgerichtsgeset- zes vom 17. Juni 2005 [SR 173.110]). D ispositiv S. 44 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen, sow eit darauf eingetreten w ird. 2. D ie Verfahrenskosten im Betrag von Fr. 700.-- w erden der Beschw erde- führerin auferlegt. Sie sind durch den am 16. M ai 2006 geleisteten Kosten- vorschuss gedeckt. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin - der Vorinstanz D er Kam m erpräsident: D er G erichtsschreiber: A. Im oberdorf J. Longauer Versand am :