<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird eingeladen, die Planung für die Weiterführung der Alptransit-Linie von Lugano bis zur italienischen Grenze fortzusetzen und zu beschleunigen. Nur so kann auch diese Hochgeschwindigkeitsstrecke den erhöhten Anforderungen an den Bahngüterverkehr gerecht werden, wie sie mit der Annahme der Alpen-Initiative entstanden sind.</p><p>Die bestehende, etwa 20 bis 25 Kilometer lange Strecke ist kurvenreich und führt durch dichtbesiedelte Gebiete wie die Agglomeration Lugano. Schon aus Gründen der Lärmbelästigung ist es unvorstellbar, dass sie ein Verkehrsvolumen bewältigen könnte, welches das ursprünglich vorgesehene noch übertrifft.</p><p>Ist der Bundesrat bereit:</p><p>1. die laufenden Planungsarbeiten zur Festlegung der Linienführung von Alptransit im Süden von Lugano zu beschleunigen und zu ergänzen;</p><p>2. zusammen mit Italien festzulegen, wo die Linie ins italienische Schienennetz einmünden soll;</p><p>3. den eidgenössischen Räten möglichst bald eine Botschaft samt Antrag für einen Rahmen- und einen Planungskredit für diese letzte Alptransit-Strecke zu unterbreiten (wann denkt er diese Botschaft dem Parlament vorlegen zu können?);</p><p>4. die hierfür notwendigen Arbeiten in das von Parlament und Volk bereits gutgeheissene Programm zur Verwirklichung der Alptransit-Linie aufzunehmen, damit sich die Strecke von Lugano bis zur Grenze bei der Inbetriebnahme der Gotthardlinie von Alptransit nicht als ein gefährlicher Engpass auf einer wichtigen Nord-Süd-Verbindungsachse erweist?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die GotthardBasislinie wird für ein alpenquerendes Verkehrsvolumen von 150 Zügen pro Tag und Richtung gebaut. Zusätzlich können 44 Schnell und Güterzüge pro Tag und Richtung über die Bergstrecke geleitet werden.</p><p></p><p>Zusammen mit der LötschbergSimplonAchse können auf diese Weise 69 MioTonnen Güter durch die Alpen befördert werden. Das entspricht gemäss den vorliegenden Verkehrsprognosen der gesamten Verkehrsnachfrage im Zeitraum 2015/2020 (Schiene und Strasse zusammen).</p><p></p><p>Durch den neuen VerfassungsArtikel 36sexies wird weder die gesamte Nachfrage im NordSüdVerkehr noch die Kapazität der GotthardBasislinie verändert.</p><p></p><p>Mit der NEAT wird eine Kapazität von 69 Mio t geschaffen. Unsere Bahnen werden damit in der Lage sein, den gesamten auf unser Land entfallenden Alpentransit (Schiene und Strasse) zu übernehmen, d.h. auch die rund 2 Mio t, die heute die Schweiz auf der N2 durchqueren.</p><p></p><p>Aus dieser Sicht besteht kein Anlass, die vom Volk gutgeheissene NEATVorlage abzuändern.</p><p></p><p>Das bedeutet nun allerdings nicht, dass wir die Planung der Weiterführung der NEAT von Lugano nach Mailand vernachlässigen. Erste Schritte sind schon vor zwei Jahren eingeleitet worden. Zur Zeit werden technische Machbarkeitsstudien erstellt. Die Arbeiten werden von einer italienischschweizerischen Arbeitsgruppe begleitet. Darin sind schweizerischerseits das Bundesamt für Verkehr, die SBB und der Kanton Tessin vertreten.</p><p></p><p>Ein Baubeschluss dürfte erst nach Inbetriebnahme der NEAT aktuell werden. Der genaue Zeitpunkt lässt sich heute noch nicht mit genügender Klarheit beurteilen.</p>  Antwort des Bundesrates.