Steuerrekursgericht des Kantons Zürich 1. Abteilung 1 DB.2011.19 1 ST.2011.32 Entscheid 31. Mai 2011 Mitwirkend: Abteilungspräsident Anton Tobler, Steuerrichter Walter Balsiger, Steuerrichter Michael Ochsner und Gerichtsschreiber Hans Heinrich Knüsli In Sachen 1. A, 2. B, Beschwerdeführer/ Rekurrenten, vertreten durch C, gegen 1. S c h w e iz e r i s c h e E i d g e n o s s e n s c h a f t , Beschwerdegegnerin, 2. S t a a t Z ü r i c h , Rekursgegner, vertreten durch das kant. Steueramt, Division Bau, Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich, betreffend Direkte Bundessteuer 2003 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2003 - 2 - 1 DB.2011.19 1 ST.2011.32 hat sich ergeben A. A (nachfolgend der Pflichtige) ist Eigentümer der D AG (nachfolgend D) und der E AG (nachfolgend E). Er wies bei der D hohe Ausstände aus; deren Saldo betrug nach einer Erhöhung 2002 um Fr. 4'985'093.- und 2003 um Fr. 3'285'222. - per 31. Dezember 2003 schliesslich Fr. 14'337'423. -. Per gleiches Datum verzichtete die E gegenüber der D auf Forderungen von Fr. 2'030'000.-. Der Pflichtige und seine Ehefrau B (nachfolgend z usammen die Pflichtigen) deklarierten in ihrer Steuererklärung 2003 ein steuerbares Ei nkommen und Vermögen von Fr. 0. -. Am 8. – 11. August 2005 führte das kantonale Steueramt bei ihnen sowie den dem Pflichtigen gehörenden Gesellschaften Buchpr üfungen durch, und am 8. Juli 2008 erstattete der Revisor seinen Bericht. Darin sah er u.a. vor, beim Einkommen die Darlehenserhöhung der D an die Pflichtigen von Fr. 3'285'222.- sowie den Forderungs- verzicht der E von Fr. 2' 030'000.- als verdeckte Gewinnausschüttung aufzurec hnen; weiter kürzte er beim Vermögen die Schulden um Fr. 8'270'315.- (= Fr. 4'985'093.- + Fr. 3'285'222. -). Der Steuerkommissär übernahm diese Aufrechnu ngen und schätzte die Pflichtigen am 22. Juli 2008 fü r die Staats - und Gemeindesteuern 2003 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 4'520'500.- (satzbestimmend Fr. 4'619'300.-) und e i- nem steuerbaren Vermögen von Fr. 4'016'000.- (satzbestimmend Fr. 4'485'000. -) ein. Am gleichen Tag erging der entsprechende Hi nweis direkte Bu ndessteuer 2003 mit einem vorgesehenen steuerbaren Einkommen von Fr. 4'619'000. -. Die Veranlagung s- verfügung/Schlussrechnung direkte Bundessteuer wurde am 8. August 2008 versandt. B. Hiergegen liessen die Pflichtigen am 8. September 2008 je Einsprache e r- heben und beantragen, auf die erwähnten Aufrechnungen zu verzichten. Am 12. Fe b- ruar 2010 fand eine Besprechung statt, an welcher die Pflichtigen weitere klärende Vorbringungen in Aussicht stellten. Am 8. April 2010 wurde den Pflichtigen hi erzu noch förmlich Frist angesetzt. Nach mehrmals erstreckter Frist reic hten sie am 19. August 2010 eine Stellungnahme ein; darin machten sie insbesondere bisher noch nicht be- kannte Wertreserven von Fr. 6'541'000.- auf den zahlreichen Liegenschaften der Pflichtigen geltend. Am 7. Dezember 2010 wurde eine weitere Besprechung durchg e- führt. - 3 - 1 DB.2011.19 1 ST.2011.32 Das kantonale Steueramt hiess die Einsprache am 6. J anuar 2011 in Bezug auf die Staats- und Gemeindesteuern 2003 teilweise gut, indem es das steuerbare und das satzbestimmende Vermögen auf je Fr. 0.- herabsetzte; im Übrigen wies es die Ein- sprachen ab. C. Mit Beschwerde bzw. Rekurs vom 7. Februar 2011 wiederholten die Pflic h- tigen den Einspracheantrag, unter Kosten - und En tschädigungsfolgen zulasten des Rekursgegners bzw. der Beschwerdegegnerin. Die D habe den Pflichtigen kein Darl e- hen gewährt. Bei der neuen Forderung gegen den Pflichtigen habe es sich vie lmehr um eine Folge der vertraglichen Konstruktion von 1987 gehandelt. Damals habe der Pflichtige zusammen mit einem w eiteren Investor die D erworben, wobei der Kaufpreis über ein Darlehen von einer Bank finanziert und durch ein Drittpfand auf dem Grun d- stück der D sicher gestellt worden sei. 2002/03 habe das Grundstück ve rkauft werden können; der Gewinn sei von der D zur Ablösung des Drittpfands ve rwendet worden, wodurch sich der ausstehende Kontokorrentsaldo des Pflichtigen entspr echend erhöht habe. Darin liege keine verdeckte Gewinnausschüttung, sondern die Verwirklichung eines Kreditrisikos. Aber selbst bei Annahme eine s Darlehens seien die Voraussetzu n- gen einer Simulation nicht erfüllt. Die Pflichtigen hätten – unter Berüc ksichtigung der stillen Reserven – über ein Vermögen von gut Fr. 6 Mio. verfügt, sodass sie das a n- geblich simulierte Darlehen gut hätten zurückzahlen können. Beim ebenfalls aufg e- rechneten Forderungsverzicht der E handle es sich um eine Bereinigung, indem die E der D in der Vergangenheit weit überhöhte Rechnungen gestellt habe. Die Annahme einer verdeckten Gewinnausschüttung ergebe keinen Sinn, da der Pflichtige die D kurz darauf verkauft habe. Das kantonale Steueramt schloss in seiner Rekurs -/Beschwerdeantwort vom 22. Februar 2011 auf Abweisung der Rechtsmittel. Die Eidgenössische Steuerverwa l- tung liess sich nicht vernehmen. Das Steuerrekursgericht zog die Einschätzungsakten der E und der D bei. - 4 - 1 DB.2011.19 1 ST.2011.32 Die Kammer zieht in Erwägung: 1. a) aa) Nach Art. 20 Abs. 1 lit. c Bundesgesetzes über die direkte Bunde s- steuer vom 14. Dezember 1990 (DBG) und § 20 Abs. 1 lit. c des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) sind u.a. Einkünfte aus beweglichem Vermögen steuerbar, wie Div i- denden, Gewinnanteile, Liquidationsüberschüsse, Kapitalrückzahlungen für Gratisakt i- en und geldwerte Vorteile aus Beteiligungen aller Art. Zu den letztgenannten Leistu n- gen gehören nament lich auch offene und verdeckte Gewinnausschüttungen sowie Zuwendungen von Aktiengesellschaften an die Anteilsinhaber oder ihnen nahestehe n- de Dritte, die einem Aussenstehenden nicht oder zumindest nicht in gleichem Masse gewährt würden. Geldwerte Leistungen in letzterem Sinn sind nach der Rechtspr e- chung immer dann anzunehmen, wenn (a) die Gesellschaft keine oder keine gleichwer- tige Gegenleistung erhält, (b) der Akti onär bzw. Anteilsinhaber direkt oder indirekt (z.B. über eine ihm nahestehende Person oder Unt ernehmung) einen Vorteil erhält, der e i- nem Dri tten unter gleichen Bedingungen nicht zugebilligt worden wäre, die Leistung also insofern ungewöhnlich ist, und (c) der Charakter dieser Leistung für die Gesel l- schaftsorgane erkennbar war (vgl. BGE 119 Ib 116 E . 2.; 115 Ib 274 E. 9b; ASA 69, 202 E. 2; je mit weiteren Hinweisen). Der Grund solcher Vorteilszuwendungen liegt nicht in der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft, sondern im Beteiligungsverhältnis. Mit der Ausrichtung von geldwe r- ten Vorteilen kommt die Gesellschaft nicht geschäftlichen Verpflichtungen nach, so n- dern verwendet Gewinn im Interesse ihrer Aktionäre (Art. 660 OR; Markus Reich, Ve r- deckte Vorteilszuwendungen zwischen verbundenen Unternehmen, in: ASA 54, 621 f.). Ob eine Leistung an den Inhaber v on Beteiligungsrechten gerade wegen dieser Eige n- schaft erfolgt ist und einem Dritten nicht erbracht worden wäre, bestimmt sich danach, ob sie ungewöhnlich ist und sich mit einem sachgemässen Geschäftsg ebaren nicht vereinbaren lässt, also als geschäftsmässi g nicht begründet erscheint (BGE 113 Ib 23 E. 2c). Dazu ist ein Drittvergleich anz ustellen, wobei in jedem Einzelfall alle konkreten Umstände des zwischen der Gesellschaft und dem Anteilseigner abgeschlossenen Geschäfts zu berüc ksichtigen sind und davon au sgehend bestimmt werden muss, ob das Geschäft in gleicher Weise mit einem der Gesellschaft nicht Verbu ndenen auch abgeschlossen worden wäre (BGr, 10. November 2000 = StE 2001 B 24.4 Nr. 58 und ASA 66, 554 und 559). - 5 - 1 DB.2011.19 1 ST.2011.32 bb) Die verdeckte Gewinnausschüttung k ann nicht nur in einem Wertzufluss an den Aktionär oder eine ihm nahestehende Person liegen, sondern auch in der Ve r- hinderung eines entsprechenden Wertabflusses. Eine derartige Vorteilszuwendung wird insbesondere angenommen, wenn eine Gesellschaft den gena nnten Pers onen ohne betrieblichen Grund ein Darlehen gewährt im Bewusstsein, auf eine Rückzahlung allenfalls verzichten zu müssen (StE 1990 B 24.4 Nr. 25 mit Hinweisen, auch zum Fo l- genden). Unter solchen Umständen erscheint das hingegebene Darlehen als sim ulier- tes, ungültiges Rechtsgeschäft (Art. 18 Abs. 1 OR). cc) Die Rechtsprechung hat verschiedene Indizien entwickelt, die darauf schliessen lassen, dass ein zwischen Aktiengesellschaft und Aktionär abgeschloss e- nes Darlehensgeschäft simuliert ist (ASA 53 , 54 ff.; StE 1989 B 24.4 Nr. 17; André Rouiller, Geldwerte Leistungen in Form von Aktionärsdarlehen, ASA 55, 3 ff.; alle auch zum Folgenden). Derartige Anhaltspunkte bilden beispielsweise folgende Tatsachen: – fehlender schriftlicher Darlehensvertrag über Höhe und Rückzahlung des Da r- lehens sowie über dessen Verzinsung; – fehlende Bonität des Schuldners; – Kumulierung von Darlehen und Novation der Zinsen in eine zusätzliche Darl e- hensschuld; – fehlende effektive Rückzahlungen; – aussergewöhnliche Höhe des Darlehens; – laufende Erhöhung der Schuldsumme; – fehlende Dividendenzahlungen; – fehlender Zusammenhang des hohen Darlehens mit dem statutarischen Zweck der Gesellschaft. All diese Elemente stellen bloss Teile der erforderlichen Gesamtb etrachtung des Einzelfalls dar. Diese hat grundsätzlich aus der Sicht im Zeitpunkt des Vertragsa b- schlusses bzw. der Hingabe des Darlehensbetrags zu erfolgen; s pätere Entwicklungen können nur insoweit berücksichtigt werden, als sie zu diesem Zeitpunkt bereits bekannt oder zumindest abseh bar waren (BGr, 3. Februar 1995 = ASA 64, 641 und 646). Bei der Gesamtbetrachtung steht im Vordergrund, ob die Gesellschaft einem unbeteiligten Dritten unter den nämlichen Bedingungen das zur Diskussion stehende Darlehen ebenfalls gewährt hätte (vgl. VGr, 22. November 2000 = StE 2001 B 24.4 Nr. 60). Ist dies auszuschliessen, ist davon auszugehen, die Darlehensgewährung bzw. -erhöhung - 6 - 1 DB.2011.19 1 ST.2011.32 entspreche nicht einem betrieblichen Vorgang, sondern sei im Beteiligungsverhältnis zwischen Gesellschaft und Aktionär begründet. dd) Liegt eine verdeckte Gewinnausschüttung vor, wird sie beim Gesellscha f- ter grundsätzlich im Zeitpunkt erfasst, in welchem er mit der Ablieferung des Erhalt e- nen nicht mehr rechnen muss (RB 1981 Nr. 50). Dies gilt auch für Darlehen der G e- sellschaft an ihren Akt ionär oder diesem nahestehende Personen. Bei von Anbeginn an simulierten Darlehen fliesst die verdeckte Gewinnausschüttung demen tsprechend bereits bei der Darlehenshingabe zu (StRK I, 27. August 1992 = StE 1993 B 24.4. Nr. 32; ASA 53, 54 und 64 f.). Wird das Darlehen erst im Lauf der Zeit unei nbringlich, weil sich die finanzielle Lage des nahestehenden Schuldners erst allmählich ve r- schlechtert, ist das Darlehen beim Borger bzw. – bei Darlehen unter Schwestergesel l- schaften – beim gemeinsamen Ak tionär in dem Zeitpunkt und in dem Umfang als ve r- deckte Gewinnausschüttung aufzurechnen, in welchem sich die Uneinbringlichkeit objektiv verwirklicht hat (vgl. StRK I, 4. Mai 1995, I 87/1994, 17. April 1997, I 65/1996 sowie VGr, 28. August 1996, SB.95.00043). ee) Macht die Steuerbehörde geltend, ein Darlehen sei simuliert, hat sie au f- grund ihrer Untersuchungen den steuerbegründenden Tatbestand der Simulation au f- zuzeigen, mithin darzutun, dass eine Leistung der Gesellschaft ganz oder teilweise nicht geschäftsmässig begründet sein kann (vgl. StE 1990 B 24.4. Nr. 25). Dabei dü r- fen die Anforderungen an den Nachweis naturgemäss nicht allzu hoch angesetzt we r- den. Es genügt vielmehr, dass sie den behaupteten Sachverhalt glaubhaft macht bzw. dass sich dieser in s achgemässer Würdigung der Verhältnisse als sehr wahrscheinlich erweist (vgl. StRK I, 16. Dezember 1991, R 148/90). Diesfalls obliegt es alsdann der steuerpflichtigen Gesellschaft bzw. dem begünstigten Aktionär, die begründete Verm u- tung zu entkräften und de n Gegenbeweis für die geschäftsmässige Begründetheit der streitigen Leistung zu erbringen. Die Begünstigungsabsicht des Leistungserbringers darf bei alledem in der Regel ohne besonderen Nachweis der Steuerbehörden vorau s- gesetzt werden (vgl. VGr, 24. November 1977 = ZBl 1978, 265 = ZR 1978 Nr. 59). b) Die Pflichtigen schuldeten der D am 31. Dezember 2002 Fr. 11'052'201.-. 2003 erhöhte sich die Schuld um Fr. 3'285'222.- auf einen Endstand per 31. Dezember 2003 von Fr. 14'337'423. - (Revisionsbericht). Das ka ntonale Steueramt erfas ste die gesamte Erhöhung 2003 als verdeckte Gewinnausschüttung; mithin geht es d avon aus, dass die Erhöhung des Darlehens bereits bei Hingabe simuliert war. - 7 - 1 DB.2011.19 1 ST.2011.32 Das kantonale Steueramt beruft sich in erster Linie auf die f ehlende Boni tät der Pflichtigen. Die s zu Recht: Gemäss den Feststellungen des Steuerkommissärs in der Einschätzung 2002 waren die Pflichtigen per 31. Dezember 2002 mit Fr. 10'504'613. - überschuldet. Bei seinen Berechnungen liess er die von der D dem Pflichtigen 2002 gewährte Darlehenserhöhung um Fr. 4'985'093. - sogar nicht als Schuld zum Abzug zu, d.h. die Vermögenslage wird um diesen Betrag besser darg e- stellt als die Pflichtigen selbst deklarierten. Es ist auszuschliessen, dass bei einer solch schlechten Vermögenslage die D einem unbeteiligten Dritten ebenfalls ein ungesicher- tes Darlehen von Fr. 3'285'222.- gewährt hätte. Die finanzielle Situation der Pflichtigen war sogar derart krass schlecht, dass sich der Schluss auf eine Darlehen ssimulation bereits allein deshalb aufdrängt. Obschon die D im eigenen Einschätzungsverfahren zur Einreichung eines schriftlichen Darlehensvertrags aufgefordert wurde, hat sie keinen solchen vorgelegt. Auch im vorliegenden Verfahren haben die Pflichtigen keinen solchen produziert. Dar- aus ist der Schluss zu ziehen, dass kein schriftlicher Darlehensvertrag abgeschlossen wurde. Dies stellt einen weiteren Hinweis auf eine Darlehenssimulation dar. Die Kreditgewährung stellte zudem für die D ein aussergewöhnlich hohes Klumpenrisiko dar. Ihre Bilanz per 31. Dezember 2002 wies ein Total der (bereinigten) Aktiven von rund 12'700'000. - auf, wovon Fr. 11'052'202. - auf die Position Darl ehen Nahestehende entfiel . Nach eigenen Angaben der Pflichtigen betrug ihre Schuld g e- genüber der D per 31. Dezember 2002 nur ungleich weniger, nämlich Fr. 10'700'000.-. Machte demnach die Schuld der Pflichtigen einen derart hohen A nteil der Aktiven aus, hätte eine unbeteiligte Dritt gesellschaft – ungeachtet der effekt iven Vermögenslage des Schuldners – eine weitere E rhöhung, wenn überhaupt, nur gegen Leistung einer Sicherheit gewährt. Gestützt auf diese Umstände liegt der Schluss nahe, dass die D bei der 2003 gewährten Darlehenserhöhung mit grosser Wahrscheinlichkeit damit rechnen musste, der betreffende Betrag werde nicht zurückbezahlt, sodass die Gewährung nur mit der beherrschenden Stellung des Pflichtigen als Eigentümer erklärt werden kann. c) Die Pflichtigen machen dagegen geltend, dass sie durchaus kreditwürdig gewesen seien. Dabei stellen sie auf den Vermö gensstand per 31. Dezember 2003 - 8 - 1 DB.2011.19 1 ST.2011.32 gemäss Einschätzungsentscheid vom 22. Juli 2008 ab, wo mit ein satzbestimmendes Vermögen von Fr. 4'485'000.- festgesetzt wurde. Hierzu räumen sie zwar ein, dass der darin enthaltene Wert der D-Aktien von Fr. 5 Mio. tatsächlic h auf Fr. 0. - zu setzen sei, sodass ein steuerbares Vermögen von Fr. – 515'000.- resultiere. Unter Hinzurechnung noch nicht berücksichtigter stiller Reserven von Fr. 6'541'000. - auf ihren Grundstücken ergebe sich aber ein Vermögen von Fr. 6 Mio.. Aus diesem hätte die Schuld von Fr. 3'285'222.- ohne weiteres zurückbezahlt werden können. Eine sachgerechte Beurteilung der Vermögenssituation hat indessen zum massgeblichen Zeitpunkt vor der Darlehensvergebung zu erfolgen, somit per Ende 2002. Wie bereits erwä hnt, waren die Pflichtigen zu diesem Zeitpunkt bereits um rund Fr. 10 Mio . überschuldet. Selbst bei Vorhandensein der behaupteten stillen R eserven hätte sich demnach an der schlechten wirtschaftlichen Lage der Pflichtigen nichts g e- ändert. Immerhin ergib t der Vergleich des von den Steuerbehörden im Einschä t- zungsentscheid vom 22. Juli 2008 errechneten Verm ögensstands per 31. Dezember 2003 mit den Vorjahreszahlen tatsächlich eine erhebliche Verbesserung. Bei genauer Betrachtung ist sie inde ssen nur scheinba r. Der Vermögensstand per 31. Dezember 2003 beruhte nämlich eben gerade darauf, dass die Darlehenserhöhung 2003 von Fr. 3'285'222.- und diejenige von 2002 von Fr. 4'985'093.-, somit insgesamt Fr. 8'270'315.-, als simuliert qualifiziert und dementsprechend nicht als Schuld vom Vermögen abge zogen wurden . Wie die Pflichtigen selber geltend machen, tr aten die Darlehen der D an die Stelle eines ihnen gewährten Bankdarlehens, welches abgelöst wurde. Entspr echend bestand anfangs 2003 noch ein Darlehen der F AG von Fr. 3 Mio. Die scheinbare Verbesserung der Vermögenssituation ist demnach darauf z u- rückzuführen, dass die Bankdarlehen durch die simulierten und deshalb nicht berüc k- sichtigten Darlehen der D substituiert wurden. Weiter waren die Aktien der D in der Aufstellung des Steue rkommissärs nicht – wie die Pflichtigen fälschlich behaupten – mit Fr. 5 Mio., sondern entsprechend der Deklaration im Wertschriftenverzeichnis 2003 mit Fr. 9'678'000. - eingesetzt worden; übernimmt man den Wert der Pflichtigen, nä m- lich Fr. 0 .-, verringert sich das Vermögen sogar massiv, und liegt es auch unter B e- rücksichtigung der b ehaupteten stillen Reserven auf den Liegenschaften noch immer weit unter Fr. 0. -. Entsprechend hat das kantonale Steueramt im Einspracheentscheid das steuerbare Ve rmögen auf Fr. 0. - herabgesetzt. Insgesamt können die Pflichtigen - 9 - 1 DB.2011.19 1 ST.2011.32 aus der Einschätzung des Vermögens per 31. Dezember 2003 demnach nichts zu i h- ren Gunsten ableiten. d) Die Pflichtigen halten weiter dafür, der Rechtsgrund für die Za hlung der D habe nicht in einem Darlehen, sondern in der Verwirklichung eines Kreditrisikos gel e- gen. Der Pflichtige habe 1987 die D (damals G AG) für Fr. 12 Mio. gekauft. Die H habe ihm ein entsprechendes Darlehen gewährt, wofür das Grundstück der D als Sicherheit zur Verfügung gestellt worden sei. 2002 und 2003 habe die D das auf ihrem Grun d- stück lastende Pfandrecht ablösen müssen, um das Grundstück überhaupt ve rkaufen zu können. Mit dieser Argumentation machen die Pflichtigen sinngemäss ge ltend, dass effektiv keine Darlehenserhöhung erfolgt sei, sondern es sich um einen Übergang des Forderungsrechts (Subrogation) kraft Befriedigung des Gläubigers durch die D als Pfandeigentümerin gehandelt habe. aa) Da das kantonale Steueramt die rechtlichen Grundlagen einer Darlehen s- simulation nach dem Gesagten dargetan und nachgewiesen hat, obliegt es bewei s- rechtlich den Pflichtigen, ihre Einwendungen substanziiert darzulegen und zu bewe i- sen, da es sich um einen steuermindernden Umstand handelt. bb) Ist der Grundeigentümer – wie hier – nicht Schuldner der Pfandforderung, so kann er das Pfandrecht unter den gleichen Voraussetzungen ablösen, unter denen der Schuldner zur Tilgung der Forderung befugt ist (Art. 827 Abs. 1 ZGB). Befriedigt er den Gläubiger, so geht das Forderungsrecht auf ihn über (Abs. 2). Dieses Recht ist von Gesetzes wegen bei Ablösung des Pfandrechts sowohl von Grundpfandverschreibun- gen wie von Schuldbriefen vorgesehen (Art. 845 ZGB; Bernhard Trauffer, in: Basler Kommentar, 3. A., 2007, Art. 827 N 1f. ZGB). Im Anhang zur Jahresrechnung der D wurde jeweils eine Schuldbriefbeste l- lung zugunsten Dritter im Umfang von Fr. 12'000'000.- ausgewiesen. Gemäss Ziff. 11 des öffentlich beurkundeten Verkaufsvertrags vom 1. April 2003 sind die auf dem Kaufobjekt lastenden drei Schuldbri efe "nach den Angaben der Verkäuferin" unbela s- tet. Sie verpflichtete sich, diese Pfandtitel am selben Tag ins unbelastete Eige ntum der Käuferin zu übertragen. Daraus ist zu schliessen, dass der Verkauf des Grun dstücks tatsächlich mit einer Ablösung der Pfandhaft verbunden war. - 10 - 1 DB.2011.19 1 ST.2011.32 Der Ablauf der Transaktionen geht indessen aus der Sachdarstellung der Pflichtigen nicht hervor. Zuerst fragt es sich, wie denn die Schuldbriefe unbelastet am Tag des Vertragsabschlusses an die Käuferin herausgegeben werden konnten , wenn diese doch an eine Bank (H) verpfändet waren und der Kaufpreis nach der Sachda r- stellung der Pflichtigen eben gerade zur Ablösung des Pfandrechts verwendet wu rde. Von Interesse wäre aber insbesondere eine lückenlose Darstellung des Geldflu sses, sodass nachverfolgt werden kann, wer genau bei der Bank mit welchem Geld den Schuldbrief herausgelöst hat. Über den Ablauf der Transaktionen liegt aber keine su b- stanziierte Sachdarstellung vor, noch irgendwelche Dokumente wie Kontoblätter, Ve r- träge mit der kred itgebenden Bank, Banküberweisungen und Zahlungsbel ege, noch werden solche als Beweise angeboten. Dies obschon der Steuerkommissär mit Aufl a- ge vom 8. April 2010 die Pflichtigen aufgefordert hatte, die näheren Umstände im Z u- sammenhang mit dem Darlehen darzul egen. Bei dieser Sachlage ist offen, ob es ta t- sächlich die D war, welche das Darlehen bei der Bank ablöste. Falls dem nicht so war, lag aber auch keine Subrogation vor und ist der Argumentation der Pflichtigen von vornherein der Boden entzogen . Die Gründe für die Auszahlung des erhaltenen Kau f- preises an den Pflichtigen müssen anderswo gesucht werden. cc) Selbst wenn aber tatsächlich eine Subrogation vorliegt, ist den Pflichtigen damit nicht geholfen. Diesfalls wäre zwar die Erhöhung des Darlehens als not wendige Folge der Drittpfandbestellung anzuerkennen. Indessen stellt sich die Frage, ob die dem zugrunde liegende Situation dem Drittvergleich standhält: Vorab ist nicht ersichtlich, weshalb die D diese Transaktionen überhaupt vo r- genommen hat. Es ist of fenkundig, dass sich ihre finanzielle Situation durch den Ve r- kauf der Liegenschaft e rheblich verschlechtert hat, bestehen ihre Aktiven damit doch nur noch aus einer noch weiter erhöhten, ungesicherten Darlehensforderung gegen- über den Pflichtigen . Über die Motive des Verkaufs machen die Pflichtigen keine rlei Ausführungen, insbesondere ist nicht ersichtlich, dass es sich hierbei um einen zwangsweisen Verkauf auf Druck der Gläubiger gehandelt hätte. Es ist deshalb nicht nachvollziehbar, weshalb die D zu einer solchen ausschliesslich im Intere sse ihres Alleinaktionärs liegende n Transaktion durch Begleichung dessen Schulden hätte ei n- willigen sollen. Zudem beruhte die Situation 2003 darauf, dass zwischen der D und dem Pflichtigen der Grundsatz des Drittvergleic hs seit langem konsequent missachtet wor-- 11 - 1 DB.2011.19 1 ST.2011.32 den war. Das Drittpfand wurde bereits 1987 für eine Schuld von Fr. 12 Mio. begründet, aber nie abgelöst. Die ve rpfändete Liegenschaft stellte das Hauptaktivum der D dar. Wie bereits dargelegt, hatte sie ihrem Alleina ktionär unabhängig davon zudem ausse r- gewöhnlich hohe Kredite gewährt. Diese kamen dadurch zustande, dass die D auch die Darlehenszinsen auf dem abgesicherten Darlehen bezahlte, unter B elastung des Aktionärs. Irgendwelche Rückzahlungen von diese n erfolgten nie. Per Mitte 1998 schuldete der Pflichtige der D dadurch aufgelaufene Zinsen von Fr. 4'069'776. -. Im Rechtmittelverfahren betreffend die Einschätzung der D für die Steuerperi ode 2002 wurde zudem die Pfandbestellung zugunsten des Pflichtigen von allen Rec htsmittel- instanzen bis zum Bundesgericht als Verstoss gegen den Drittvergleich beurteilt (StRK II, 12. Mai 2006, 2 ST.2006.73/2 DB.2006.46; VGr, 15. November 2006, SB.2006.00041; BGr, 18. Juni 2007, 2A.775/2006). Insbesond ere wurde festgestellt, dass die D eine verdeckte Gewinnausschüttung an den Pflicht igen erbrachte, indem sie für die Pfandbestellung keine Pfandkommission verlangt hatte. Es kann ausgeschlossen werden, dass unter unabhängigen Dritten eine G e- sellschaft eine derartige Kumulation von Risiken akzeptiert hätte, musste sie doch nicht nur mit dem Verlust der Liegenschaft, sondern aufgrund der hohen Darlehensschuld des Alleinaktionärs auch mit der Unerhältlichkeit des ihm gewährten Darlehens rec h- nen, und dies alles, ohne dass sie hierfür je eff ektiv eine Entschädigung erhalten hätte. Für die D bestand demnach grosse Gefahr, bei einer Verwertung der Liegenschaft die wirtschaftliche Existenzgrundlage zu verlieren. Mithin hätte sie längst vom Pflicht igen die Rückzahlung der ausstehenden Aktionärsda rlehen und die Ablösung des Drit t- pfands verlangen müssen. Entsprechende Schritte wurden offenkundig 1998 unte r- nommen, ergibt sich doch aus der Sachdarstellung der Pflichtigen, dass sich die Schuld gegenüber der Bank 1998 von Fr. 12 Mio. auf Fr. 7,5 Mio. reduziert hatte. In der Folge stieg indessen der Ausstand aufgrund kumulierter Zinsen wi eder an, was sich die D offenbar ohne weiteres gefallen liess. Wenn nun – wie die Pflichtigen behaupten – die D bei Verkauf der Liege n- schaft tatsächlich die Ve rkaufssumme zur Ablösung des Pfandrechts h at einsetzen müssen und ihr deshalb kraft Subrogation eine weitere Forderung gegen den Pflicht i- gen erwuchs, handelt es sich um eine direkte Konsequenz der zugrunde liegenden, gegen den Drittvergleich verstossenden Situatio n. Damit ist aber die Beza hlung der Schulden ihres Alleinaktionärs als verdeckte Gewinnausschüttung zu beurteilen, was zur Aufrechnung des Betrags beim Pflichtigen führt. - 12 - 1 DB.2011.19 1 ST.2011.32 2. a) Streitig ist ferner eine verdeckte Gewinnausschüttung der ebenfalls dem Pflichtigen gehörende E an ihn. Die E wies per 31. Dezember 2003 gege n die D eine Forderung von Fr. 2'030'518. - aus, auf welcher sie per dieses Datum eine Wertberic h- tigung auf Fr. 0.- vornahm. Die Pflichtigen begründeten dies damit, dass die Ford erung aus Dienstleistungen resultiert habe, welche die E der D im Zusammenhang mit den verkauften Grundstücken erbracht habe, und für welche Erstere weit überhöhte Rec h- nungen gestellt habe. Diese seien nach dem Verkauf der Grundstücke, der die Übe r- höhung aufgezeigt habe, bereinigt worden. b) Verdeckte Gewinnausschüttungen können auch darin bestehen, dass Schwestergesellschaften ei nander verdeckte Vorteile zuwenden. Dies setzt voraus, dass dies nicht geschäftlich motiviert, sondern ausschliesslich im gemeinsamen Bete i- ligungsverhältnis b egründet ist. Konstruktiv wird der Vorgang im Recht der direkten Steuern durch die so genannte Dreieckstheorie bewältigt, nach der davon ausgega n- gen wird, dass die Zuwendung einerseits eine verdeckte Gewinnausschüttung der e i- nen Schwestergesellschaft an den gemeinsamen Aktionär und andererseits eine ve r- deckte Kapitaleinlage des Aktionärs in die andere Schwestergesellschaft darstellt (StE 1991 B 24.4 Nr. 27; Reich, ASA 54, 635 f.). Zumindest dort, wo die Beteiligung zum Privatvermögen zähl t, ist die verdeckte Gewinnausschüttung an den Aktionär steuerlich stets als Vermögensertrag zu erfassen. c) Die Sachdarstellung der Pflichtigen erklärt die Wertkorrektur auf den Ford e- rungen in keiner Weise: aa) Entgegen der Wortwahl handelt es sich offenkundig nicht um eine Wertbe- richtigung: Der Wert eines Aktivpostens in der B ilanz kann mittels Abschreibungen oder Wertberichtigungen herabgesetzt werden (Art. 28 DBG; § 27 Abs. 2 lit. a StG) . Unter- schiede bestehen insoweit, als un ter einer Abschreibung die gewinnmindernde Hera b- setzung des E rtragssteuerwerts eines Aktivums auf den massgebenden Bilanzwert zu verstehen ist (RB 1986 Nr. 40 = StE 1987 B 23.43.2 Nr. 4) . Dergestalt ist die Abschrei- bung also dazu bestimmt, Wertminderungen auszugleichen, wobei angenommen wird, die Entwertung sei bis zum Bilanzstichtag tatsächlich eingetreten; damit hat sie definit i-- 13 - 1 DB.2011.19 1 ST.2011.32 ven Charakter (Peter Locher, Kommentar zum DBG, I. Teil, 2001, Art. 28 N 3, auch zum Folgenden). Mit der Wertberichtigung wird demgegenüber ledigli ch vorüberg e- henden Wertveränderungen auf Anlage - und U mlaufvermögen Rechnung getragen (VGr, 25. Juni 2008, SB.2007.00084). Wegen ihres vo rübergehenden Charakters we r- den sie in der steuergesetzlichen Terminologie zu den Rückstellungen gezählt (vgl. Art. 29 Abs. 1 lit. b und c DBG; Locher, Art. 29 N 25 ff.; Reich/Züger, in: Komme ntar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/2a, 2. A., 2008, Art. 28 N 44 DBG ; Rich- ner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. A., 2009, Art. 28 N 17 DBG und Kommentar zum ha rmonisierten Zürcher Steuergesetz, 2. A., 2006, § 64 N 87 StG). Nach Sachdarstellung der Pflichtigen sind die Forderungen gegen die Schwestergesellschaft hera bgesetzt worden, weil sie als überhöht beurteilt worden sind. Damit handelt es sich offenkundig um eine definitive Herabsetzung des Betrags im gegenseitigen Einvernehmen. Insbesondere machen die Pflichtigen im Rekurs bzw. in der Beschwerde nicht geltend, die Herabsetzung sei aufgrund mangel nder Bonität der Schuldnerin (D) erfolgt. Damit liegt aber – wenn überhaupt eine Wertkorrektur in Frage kommt – eine Abschreibung vor. bb) Aus der Sachdarstellung der Pflichtigen geht nicht hervor, weshalb die Forderungen der E überhöht gewesen sein sollen. Die Gründe für die Wertkorrektur werden nicht dargetan. Zwar wird geltend gemacht, der Verkauf der Grundstücke habe die Überhöhung aufg ezeigt. Diese Behauptung ist indessen derart unbestimmt, dass sie für die Überprüfung der Wertkorrektur auf ihre geschäftliche Begründetheit hin un- tauglich ist. Auch die Akten helfen nicht weiter. Daraus ergibt sich, dass die Forderu n- gen der E gegen die D auf dem Konto Nr. der D gutgeschrieben wurden, wobei es sich offenkundig um ein Kontokorrent der E bei der D handelte. Bei den Akten li egen zwei Rechnungen der E vom 14. Januar bzw. 16. Juni 2002 im Be trag von Fr. 689'194.- bzw. Fr. 635'092.-, insgesamt Fr. 1'324'286.-. Gemäss Text betrafen diese diverse A b- klärungen, Projektstudien, Kostenerfassung, diverse Studien gemäss Prot okoll; die in Rechnung gestellten Beträge ergaben sic h aus dem Produkt von nach Mitarbeitern aufgeschlüsselten Arbeitsstunden, multipliziert mit Stundenansätzen. Es ist nicht e r- sichtlich, worin der Zusammenhang zwischen der Höhe der Rechnungen und de m Verkaufspreis der Liegenschaft bestehen soll. Weiter ist rätselhaft, wie von bloss "überhöhten" Rechnungen auszugehen ist , wenn der d arauf basi erende Saldo aller Forderungen von Fr. 2'030'518. - auf Fr. 0. - herabsetzt wird. Dem Rekursgericht ist es - 14 - 1 DB.2011.19 1 ST.2011.32 deshalb nicht möglich, anhand der Ausführungen der Pflichtigen di e geschäftliche Not- wendigkeit der Wertko rrektur zu beurteilen. Damit erweist sich der Rekurs bzw. die Beschwerde in einem wesentlichen Punkt nicht substanziiert. cc) Würde man die Ausführungen der Pflichtigen zudem zum Nennwert ne h- men, würde dies sogar zu einem Verdacht auf strafbare Handlungen führen. Die E und die D müssen sich das Wissen des Pflichtigen als ihr Eigentümer anrechnen la ssen. Wenn nun die E für ihre Leistungen überhöhte Rechnungen gestellt hätte, musste dies der D bekannt gewesen sein. Zieht man überdies in Betracht, dass der gesamte Forde- rungssaldo auf Fr. 0. - reduziert worden ist, lässt die Sac hdarstellung keinen anderen Schluss zu, als dass die Rechnungen nicht nur "überhöht", sondern von Anfang an Nonvaleurs waren. Die beiden erwähnte n Rechnungen der E im Betrag von insgesamt Fr. 1'324'286.- wurden von der D indessen bei der Veranlagung der Grundstücksteuern im Zusammenhang mit dem Verkauf des Grundstücks als Anlagekosten steuermi n- dernd geltend gemacht und von der Kommission für die Grundsteuern Zürich im Veran- lagungsbeschluss vom 17. August 2004 auch akzeptiert. Wenn nun diese Rechnungen von Anfang an ohne Wert gewesen sein sollen, so hätten sie offenkundig einem Ste u- erbetrug bei den Grundstücksgewinnsteuern gedient. dd) Bei dieser Sachlage stellt das Rekursgericht auf die verbuchten Sachve r- halte ab. Demnach ist davon auszugehen, dass die E der D über Leistungen Rechnung gestellt und 2003 ihr die Bezahlung des aufgelaufenen Saldo erlassen hat, ohne hierfür substanziierte geschäftsmässige Gründe anzuführen. Damit hat sie der Schwesterg e- sellschaft Leistungen erbracht, die ausschliesslich im gemeinsamen Beteiligungsve r- hältnis begründet sind und deshalb in Anwendung der Dreieckstheorie bei den Pflicht i- gen zur Aufrechnung führen. 3. Aufgrund dieser Erwägungen sind die Rechtsmittel abzuweisen. Ausgang s- gemäss sind die Kosten des Verfahrens den Pflichtigen aufzue rlegen (Art. 144 Abs. 1 DBG und § 151 Abs. 1 StG) und ist ihnen keine Parteientschädigung zuzusprechen (§ 152 StG i.V.m. § 17 Abs . 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 sowie Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 - 3 des Bundesg e- setzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968). - 15 - 1 DB.2011.19 1 ST.2011.32 Demgemäss erkennt die Kammer: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Der Rekurs wird abgewiesen. […]