<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2021.00301</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=222199&amp;W10_KEY=13013467&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2021.00301</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 16.03.2022</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 31.05.2023 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA: Der Beschwerdeführer ist seit Jahren arbeitslos und von der Sozialhilfe abhängig. Er macht geltend, seit einem Unfall im Jahre 2005 arbeitsunfähig zu sein. Zwei Gesuche um Erteilung einer IV-Rente wurden abgewiesen; ein weiteres ist noch hängig.] Der Beschwerdeführer geht seit Jahren keiner Erwerbstätigkeit mehr nach, mit einer Wiederaufnahme ist nicht zu rechnen. Er hat damit seinen Status als Arbeitnehmer verloren. Der Sozialhilfebezug bzw. das Fehlen genügender finanzieller Mittel steht einer freizügigkeitsrechtlichen Bewilligung als Nichterwerbstätiger entgegen. Dem Beschwerdeführer steht auch kein Verbleiberecht zu. Es lag beim Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der Erwerbsaufgabe keine dauernde Arbeitsunfähigkeit vor und er macht auch nicht geltend, dass sich sein Zustand verschlechtert hätte (E. 4.3). Die Länge der Aufenthaltsdauer des Beschwerdeführers korreliert in keiner Weise mit seiner beruflichen und wirtschaftlichen Integration, weshalb er auch aus dem Recht auf Privatleben keinen Anwesenheitsanspruch geltend machen kann (E. 4.4.1). Einem allfälligen Anwesenheitsanspruch gestützt auf ein Konkubinat (Recht auf Familie) stehen die gewichtigen öffentlichen Interessen an seiner Wegweisung entgegen (E. 4.4.2). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSUNFÃHIGKEIT">ARBEITSUNFÃHIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EU-BÃRGER/-IN">EU-BÃRGER/-IN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFEABHÃNGIGKEIT">SOZIALHILFEABHÃNGIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=56671" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2021.00301</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">16. MÃ¤rz 2022</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Viviane Sobotich, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="MsoNormal"><span>A, geboren 1976, StaatsangehÃ¶riger von Italien, hielt sich von 1999 bis 2002 in der Schweiz mit befristeten Saisonbewilligungen auf. Zuletzt reiste er im MÃ¤rz 2002 in die Schweiz ein. Am 20. Juni 2002 beantragte er eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA zur ErwerbstÃ¤tigkeit, woraufhin ihm am 24. Juli 2002 eine bis am 24. Juli 2007 gÃ¼ltige Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA erteilt wurde. Im Mai 2007 wurde die Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA bis zum 24. Juli 2012 verlÃ¤ngert. </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Am 25. August 2003 erlitt A einen Autounfall, wobei er sich eine Fraktur am linken Daumen zuzog. Am 9. August 2005 hatte er einen Motorradunfall, bei dem er sich mehrere BrustwirbelkÃ¶rper brach. A leidet eigenen Angaben zufolge seither unter massiven RÃ¼ckenbeschwerden. Zudem soll er seit ungefÃ¤hr 2004 unter Depressionen leiden und im Jahr 2005 einen Suizidversuch unternommen haben. Mit unangefochtener VerfÃ¼gung vom 1. Dezember 2010 verneinte die IV-Stelle der Sozialversicherungsanstalt des Kantons ZÃ¼rich (nachfolgend: SVA) einen Anspruch auf eine IV-Rente. DemgegenÃ¼ber sprach die Suva ihm mit VerfÃ¼gung vom 26. Juli 2011 aufgrund einer ErwerbsunfÃ¤higkeit von 25 % rÃ¼ckwirkend ab dem 1. Mai 2007 eine Viertels-Rente zu.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Mit Gesuch vom 15. Dezember 2011 beantragte A dem Migrationsamt die Erteilung einer Niederlassungsbewilligung. Das Gesuch wurde am 9. Februar 2012 abgewiesen. Am 7. Juni 2012 ersuchte er um VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA. AbklÃ¤rungen des Migrationsamts ergaben, dass A bereits seit August 2005 keiner ErwerbstÃ¤tigkeit mehr nachgegangen bzw. sein letztes ArbeitsverhÃ¤ltnis per 30. April 2007 gekÃ¼ndigt worden war und er von der Sozialhilfe unterstÃ¼tzt werden muss. Mit VerfÃ¼gung vom 17. Oktober 2012 wies das Migrationsamt das Gesuch um VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA ab und setzte A Frist zum Verlassen der Schweiz. Auf den dagegen (verspÃ¤tet) erhobenen Rekurs trat die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 28. Februar 2013 nicht ein.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Der neu angesetzten Ausreisefrist kam A in der Folge nicht nach. Am 5. August 2013 stellte er ein neues Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA. Am 26. Juli 2012 hatte er sich erneut zum Leistungsbezug bei der SVA angemeldet. Diese trat mit VerfÃ¼gung vom 6. Februar 2013 auf das Leistungsbegehren nicht ein, wogegen A Beschwerde beim Sozialversicherungsgericht des Kantons ZÃ¼rich erhob. Mit Urteil vom 6. Juni 2013 wurde die Beschwerde gutgeheissen und die Sache an die SVA zurÃ¼ckgewiesen, damit sie auf die Neuanmeldung vom 26. Juli 2012 eintrete. Mit VerfÃ¼gung vom 28. Mai 2014 lehnte die SVA das Leistungsbegehren erneut ab, weil ihrer Ansicht nach der InvaliditÃ¤tsgrad bei A nach wie vor unter 40 % lag. Dagegen erhob A abermals Beschwerde, welche das Sozialversicherungsgericht mit Urteil vom 16. Juli 2015 abwies. Am 27. November 2019 meldete er sich zum dritten Mal zum Bezug von IV-Leistungen an. Dieses Verfahren ist soweit ersichtlich noch hÃ¤ngig. Mit Bezug auf die erwÃ¤hnte Suva-Rente hatte A sodann bei der Suva am 20. Januar 2013 eine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes geltend gemacht und um ErhÃ¶hung der Viertels-Rente ersucht, was die Suva in der Folge ablehnte. Ferner machte er mit Schadensmeldung vom 18. Januar 2016 bei der Suva einen RÃ¼ckfall zum Unfall vom 9. August 2005 geltend, weil er im September 2011 in der Badewanne ausgerutscht sei. Mit VerfÃ¼gung vom 11. April 2016 und Einspracheentscheid vom 8. August 2018 verneinte die Suva ihre Leistungspflicht fÃ¼r das neu geltend gemachte Ereignis. Die dagegen beim Sozialversicherungsgericht eingereichte Beschwerde wurde mit Urteil vom 15. November 2019 abgewiesen.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>A hÃ¤tte die Schweiz nach dem Entscheid der Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion vom 28. Februar 2013 verlassen mÃ¼ssen. Weil er sich indessen im Juli 2012 erneut zum Leistungsbezug bei der SVA angemeldet hatte und in der Folge Ã¼ber mehrere Jahre hinweg die genannten Verfahren betreffend Erteilung einer IV-Rente und ErhÃ¶hung einer Suva-Rente liefen, erteilte ihm das Migrationsamt am 13. Februar 2014 erneut eine bis 24. Juli 2014 befristete Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA, damit er die Verfahren in der Schweiz abwarten konnte. In der Folge wurde die Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA aus demselben Grund mehrmals verlÃ¤ngert, zuletzt mit GÃ¼ltigkeit bis zum 23. Januar 2020.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>A ist in der Schweiz mehrfach strafrechtlich in Erscheinung getreten:</span></p> <p class="MsoNormal"><span>-<span> </span></span><span>Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ZÃ¼rich-Limmat vom 19. Oktober 2007 wurde er wegen Diebstahls, SachbeschÃ¤digung und Hausfriedensbruchs mit einer bedingten Geldstrafe von 90 TagessÃ¤tzen zu Fr. 40.- (Probezeit von zwei Jahren) und einer Busse von Fr. 500.- bestraft.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>-<span> </span></span><span>Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 17. Februar 2010 wurde er wegen fahrlÃ¤ssiger KÃ¶perverletzung und der vorsÃ¤tzlichen groben Verletzung von Verkehrsregeln mit einer bedingten Geldstrafe von 30 TagessÃ¤tzen zu je Fr. 30.- (Probezeit von drei Jahren) und einer Busse von Fr. 800.- bestraft.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>-<span> </span></span><span>Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 23. MÃ¤rz 2012 wurde er wegen vorsÃ¤tzlicher grober Verletzung der Verkehrsregeln mit einer Geldstrafe von 40 TagessÃ¤tzen zu je Fr. 30.- bestraft, unter Widerruf des mit Strafbefehl vom 17. Februar 2010 gewÃ¤hrten bedingten Vollzugs der Geldstrafe von 30 TagessÃ¤tzen zu je Fr. 30.-.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Zudem musste ihm in den Jahren 2003, 2005, 2009 und 2010 vier Mal der FÃ¼hrerausweis entzogen werden.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>A hat Ã¼berdies Schulden. GemÃ¤ss dem Betreibungsregisterauszug des Betreibungsamts B-Nord vom 20. Juli 2017 lagen gegen ihn 14 offene Verlustscheine in der HÃ¶he von insgesamt Fr. 11'735.50 vor. Sodann bezog er in der Gemeinde B bis zum 15. Februar 2017 Sozialhilfeleistungen in der HÃ¶he von insgesamt Fr. 79'496.25. In der Stadt F musste er bis zum 9. MÃ¤rz 2020 mit FÃ¼rsorgegeldern in der HÃ¶he von gesamthaft Fr. 14'643.90 unterstÃ¼tzt werden. Die UnterstÃ¼tzung durch die Sozialhilfe dauert weiterhin an.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Am 6. Januar 2020 reichte A ein Gesuch um VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung EUE/FTA ein. Das Migrationsamt tÃ¤tigte in der Folge verschiedene AbklÃ¤rungen zum Stand der sozialversicherungsrechtlichen Verfahren und zur Frage, wie A seinen Lebensunterhalt bestreitet. Mit VerfÃ¼gung vom 20. November 2020 wies das Migrationsamt das Gesuch um VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA ab und setzte A Frist zum Verlassen der Schweiz bis zum 31. Januar 2021.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="MsoNormal"><span>Den dagegen erhobenen Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion am 24. MÃ¤rz 2021 ab und setzte </span><span>A<span> eine neue Frist zum Verlassen der Schweiz bis am 25. Juni 2021.</span></span><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="MsoNormal"><span>Am 30. April 2021 erhob </span><span>A<span> Beschwerde und beantragte dem Verwaltungsgericht, es sei in Aufhebung des Entscheids der Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion vom 24. MÃ¤rz 2021 seine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA zu verlÃ¤ngern, unter Kostenfolge. </span></span></p> <p class="MsoNormal"><span>WÃ¤hrend die Sicherheitsdirektion auf eine Vernehmlassung verzichtete, liess sich das Migrationsamt nicht vernehmen.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Die Kammer erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 20 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>GemÃ¤ss Art. 2 Abs. 2 des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 (AIG, vormals AuslÃ¤ndergesetz bzw. AuG) gilt dieses Gesetz fÃ¼r StaatsangehÃ¶rige eines Mitgliedstaats der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft (heute EuropÃ¤ische Union [EU]) nur so weit, als das FZA keine abweichenden Bestimmungen enthÃ¤lt oder das AIG gÃ¼nstigere Bestimmungen vorsieht. Vom FZA unberÃ¼hrt bleiben nach Art. 12 in Verbindung mit Art. 22 FZA staatsvertragliche Regelungen, welche einen weitergehenden Anspruch auf Aufenthalt verschaffen. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer als italienischer StaatsangehÃ¶riger auf das FZA berufen kann, ist unbestritten.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Nach Art. 4 FZA in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 und Art. 6 Abs. 1 Anhang I FZA haben StaatsangehÃ¶rige einer Vertragspartei, welche mit einem Arbeitgeber des Aufnahmestaats ein ArbeitsverhÃ¤ltnis von mindestens einem Jahr eingegangen sind, Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung mit einer mindestens fÃ¼nfjÃ¤hrigen GÃ¼ltigkeit. GemÃ¤ss Art. 6 Abs. 1 Anhang I FZA wird diese Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA hernach automatisch verlÃ¤ngert, sofern die Bewilligungsvoraussetzungen nach wie vor erfÃ¼llt sind.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.1 </b>Nach Art. 23 Abs. 1 der Verordnung Ã¼ber die EinfÃ¼hrung des freien Personenverkehrs vom 22. Mai 2002 (VEP) und Art. 62 Abs. 1 lit. d AIG kann eine Aufenthaltsbewilligung unter anderem widerrufen oder nicht mehr verlÃ¤ngert werden, wenn eine mit der VerfÃ¼gung verbundene Bedingung nicht (mehr) eingehalten wird. Als Bedingung im vorgenannten Sinn gilt auch der Aufenthaltszweck, wie er gemÃ¤ss Art. 33 Abs. 2 AIG mit jeder Aufenthaltsbewilligung verbunden wird (Silvia Hunziker in: Martin Caroni/Thomas GÃ¤chter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder [AuG], Bern 2010, Art. 62 N. 43; VGr, 21. Dezember 2016, VB.2016.00640, E. 3.1 [nicht auf www.vgrzh.ch verÃ¶ffentlicht]). Der Verlust der Arbeitnehmereigenschaft bzw. die Aufgabe der selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit fÃ¼hrt damit in der Regel zum Verlust der darauf basierenden freizÃ¼gigkeitsrechtlichen Aufenthaltsrechte, insbesondere wenn die betroffene Person in der Folge von der Sozialhilfe unterstÃ¼tzt werden muss und somit auch freizÃ¼gigkeitsrechtliche AufenthaltsansprÃ¼che im Sinn von Art. 24 Abs. 1 Anhang I FZA entfallen (vgl. zum Ganzen VGr, 9. Januar 2019, VB.2018.00624, E. 2.1.3 [nicht auf www.vgrzh.ch verÃ¶ffentlicht]). </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.2 </b>Nach Art. 6 Abs. 6 Anhang I FZA darf einer arbeitnehmenden Person eine gÃ¼ltige Aufenthaltsbewilligung nicht allein deshalb entzogen werden, weil sie keine BeschÃ¤ftigung mehr hat, entweder weil sie infolge von Krankheit oder Unfall vorÃ¼bergehend arbeitsunfÃ¤hig oder unfreiwillig arbeitslos geworden ist, falls Letzteres vom zustÃ¤ndigem Arbeitsamt ordnungsgemÃ¤ss bestÃ¤tigt wird. Dabei gelten die von der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde ordnungsgemÃ¤ss bestÃ¤tigten Zeiten unfreiwilliger Arbeitslosigkeit und die Abwesenheiten infolge Krankheit oder Unfall als BeschÃ¤ftigungszeiten (vgl. Art. 4 Abs. 2 Anhang I FZA in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 und Art. 4 Abs. 2 der Verordnung [EWG] Nr. 1251/70 der Kommission vom 29. Juni 1970 Ã¼ber das Recht der Arbeitnehmer, nach Beendigung einer BeschÃ¤ftigung im Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaates zu verbleiben [ABl 1970, L 142 vom 30. Juni 1970 S. 24 ff.; hiernach: Verordnung [EWG] Nr. 1251/70]; siehe zum Ganzen BGE 147 II 35 E. 3.1). Hingegen verliert der Arbeitnehmer seinen freizÃ¼gigkeitsrechtlichen Status, wenn er freiwillig arbeitslos geworden ist, aufgrund seines Verhaltens feststeht, dass keinerlei ernsthafte Aussichten (mehr) darauf bestehen, dass er in absehbarer Zeit eine andere Arbeit finden wird, oder sein Verhalten gesamthaft als rechtsmissbrÃ¤uchlich bezeichnet werden muss (BGE 144 II 121 E. 3.1; 141 II 1 E. 2.2.1, mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.3 </b>Die bundesgerichtliche Rechtsprechung ging zunÃ¤chst davon aus, dass die freizÃ¼gigkeitsrechtliche Arbeitnehmereigenschaft spÃ¤testens nach 18 Monaten (BGr, 10. April 2014, 2C_390/2013, E. 4.3; Andreas ZÃ¼nd/Thomas Hugi Yar, Staatliche Leistungen und Aufenthaltsbeendigung unter dem FZA in: Astrid Epiney/Teresia Gordzielik [Hrsg.], PersonenfreizÃ¼gigkeit und Zugang zu staatlichen Leistungen, ZÃ¼rich etc. 2015, S. 192 f. und 199) bzw. zwei Jahren (BGr, 25. November 2013, 2C_1060/2013, E. 3.1) unfreiwilliger Arbeitslosigkeit verloren ging. Dabei vermochten BeschÃ¤ftigungsmassnahmen auf dem zweiten Arbeitsmarkt den Verlust der Arbeitnehmereigenschaft nicht hinauszuzÃ¶gern (BGE 141 II 1 E. 2.2.5; BGr, 7. Dezember 2017, 2C_882/2017, E. 2.3.1; VGr, 20. Juni 2018, VB.2018.00218, E. 2.3). Seit dem 1. Juli 2018 regelt Art. 61a AuG (heute AIG) das ErlÃ¶schen des Aufenthaltsrechts sowie den Zugang zur Sozialhilfe fÃ¼r StaatsangehÃ¶rige der EU/EFTA-Mitgliedstaaten, die ursprÃ¼nglich eine Aufenthalts- oder Kurzaufenthaltsbewilligung zur AusÃ¼bung einer unselbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit erhalten haben und deren ArbeitsverhÃ¤ltnis unfreiwillig beendet wurde (vgl. Botschaft zur Ãnderung des AuslÃ¤ndergesetzes vom 4. MÃ¤rz 2016, BBl 2016 3000 ff., 3054 f.). Bei unfreiwilliger Arbeitslosigkeit nach einer Anstellung von mehr als zwÃ¶lf Monaten sieht Art. 61a Abs. 4 AIG vor, dass die Aufenthaltsbewilligung spÃ¤testens sechs Monate nach dem Ende des Anspruchs auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung erlischt. Nach lÃ¤ngerer Arbeitslosigkeit wird die Arbeitnehmereigenschaft sodann auch durch kÃ¼rzere, befristete ArbeitseinsÃ¤tze nicht mehr wiedererlangt (BGr, 10. April 2014, 2C_390/2013, E. 4.4 und 5.3; VGr, 20. Juni 2018, VB.2018.00218, E. 2.3; kritisch hierzu Benedikt Pirker, Zum Verlust der Arbeitnehmereigenschaft im FreizÃ¼gigkeitsabkommen, AJP 2014, 1222 f.). Demnach erlischt das Aufenthaltsrecht von StaatsangehÃ¶rigen der Mitgliedstaaten der EU und der EFTA mit einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA sechs Monate nach der unfreiwilligen Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses bzw. spÃ¤testens sechs Monate nach dem Ende der EntschÃ¤digungszahlungen aus der Arbeitslosenkasse (Art. 61a Abs. 4 AIG). </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.4 </b>Die Regelungen von Art. 61a AIG regeln nicht Konstellationen eines unfreiwilligen Stellenverlusts aufgrund vorÃ¼bergehender oder dauernder ArbeitsunfÃ¤higkeit (Art. 61a Abs. 5 AIG; vgl. Marc Spescha in: Marc Spescha et al. [Hrsg.], Migrationsrecht, 5. A., ZÃ¼rich etc. 2019, Art. 62 AIG N. 6). Der in Art. 61a Abs. 5 AIG statuierte Ausschluss der Anwendbarkeit von Art. 61a Abs. 4 AIG kann aber nicht dazu fÃ¼hren, dass ein Arbeitnehmer, dessen ArbeitsverhÃ¤ltnis aufgrund vorÃ¼bergehender ArbeitsunfÃ¤higkeit infolge von Krankheit oder Unfall beendet wurde, nach Ablauf der in letzterer Bestimmung statuierten Frist seine freizÃ¼gigkeitsrechtliche Arbeitnehmereigenschaft uneingeschrÃ¤nkt behÃ¤lt, obschon es ihm zumutbar wÃ¤re, einer angepassten TÃ¤tigkeit nachzugehen. Jedenfalls dann, wenn er nach Ablauf dieser Frist trotz Wiedererlangung der FÃ¤higkeit, eine angepasste ErwerbstÃ¤tigkeit auszuÃ¼ben, wÃ¤hrend sechs Monaten keine solche TÃ¤tigkeit aufnimmt, ist deshalb (in Analogie zu Art. 61a Abs. 4 AIG und trotz Art. 61a Abs. 5 AIG sowie Art. 6 Abs. 6 Anhang I FZA) von einem ErlÃ¶schen der freizÃ¼gigkeitsrechtlichen Arbeitnehmereigenschaft auszugehen vgl. (BGr, 5. November 2021, 2C_986/2020, E. 6.4.1) </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.5 </b>Bei dauernder ArbeitsunfÃ¤higkeit besteht ein bedingungsloses Verbleiberecht, wenn StaatsangehÃ¶rige der EU oder EFTA wegen eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit dauernd arbeitsunfÃ¤hig geworden sind und Anspruch auf eine Rente eines schweizerischen VersicherungstrÃ¤gers haben oder nach zweijÃ¤hrigem stÃ¤ndigem Aufenthalt in der Schweiz aus einem anderen Grund dauerhaft arbeitsunfÃ¤hig werden (Art. 4 Abs. 2 Anhang I FZA in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 lit. b der Verordnung (EWG) Nr. 1251/70 bzw. Art. 2 Abs. 1 lit. b der Richtlinie 75/34/EWG; ZÃ¼nd/Hugi Yar, S. 191 mit Hinweisen). GemÃ¤ss den genannten Bestimmungen muss die unselbstÃ¤ndige bzw. selbstÃ¤ndige ErwerbstÃ¤tigkeit gerade "infolge dauernder ArbeitsunfÃ¤higkeit" aufgegeben worden sein, was nicht der Fall ist, wenn die Erwerbsaufgabe auf andere GrÃ¼nde zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist bzw. der Arbeitnehmerstatus bei Eintritt der ArbeitsunfÃ¤higkeit bereits entfallen war (vgl. BGE 141 II 1 E. 4.2.3). In Analogie zum Sozialversicherungsrecht liegt eine derartige "dauernde ArbeitsunfÃ¤higkeit" erst vor, wenn gesundheitliche GrÃ¼nde die Aufnahme einer angepassten TÃ¤tigkeit ausserhalb des angestammten Berufsumfelds dauerhaft verhindern und in diesem Sinn eine dauernde ErwerbsunfÃ¤higkeit vorliegt (BGE 146 II 89 E. 4; VGr, 29. April 2020, VB.2020.00041, E. 2.1.5; vgl. auch die Differenzierung zwischen Arbeits- und ErwerbsunfÃ¤higkeit in Art. 6 f. des Bundesgesetzes Ã¼ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 [ATSG]). Wer sich auf ein Verbleiberecht im Sinn der genannten Bestimmungen berufen kann, behÃ¤lt seine als selbstÃ¤ndig oder unselbstÃ¤ndig ErwerbstÃ¤tiger erworbenen Rechte und hat insbesondere auch Anspruch auf Sozialhilfe bzw. ErgÃ¤nzungsleistungen (vgl. BGE 141 II 1 E. 4.1). FÃ¼r den Eintritt der dauernden ArbeitsunfÃ¤higkeit ist auf die Ergebnisse im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren abzustellen (BGr, 16. Februar 2018, 2C_262/2017, E. 3.6.2). Sind in Bezug auf die behauptete dauernde ArbeitsunfÃ¤higkeit die IV-AbklÃ¤rungen noch im Gang, ist vor der FÃ¤llung des Bewilligungsentscheids im Zweifelsfall die VerfÃ¼gung der zustÃ¤ndigen IV-Stelle abzuwarten (BGE 141 II 1 E. 4.2.1 unter Hinweis auf BGr, 30. Oktober 2013, 2C_587/2013; BGr, 8. Juli 2014, 2C_1102/2013, E. 4.4). </p> <p class="MsoNormal"><b><span>3.3 </span></b><span>Nebst den AnwesenheitsansprÃ¼chen, die sich aus dem FZA bzw. dem AIG ergeben, ist auch das Recht auf Achtung des Privatlebens nach Art. 8 EMRK in die PrÃ¼fung einzubeziehen. Nach einer rechtmÃ¤ssigen Aufenthaltsdauer von rund zehn Jahren kann regelmÃ¤ssig davon ausgegangen werden, dass die sozialen Beziehungen in diesem Land so eng geworden sind, dass es fÃ¼r eine Aufenthaltsbeendigung besonderer GrÃ¼nde bedarf. Im Einzelfall kann es sich freilich anders verhalten und die Integration zu wÃ¼nschen Ã¼briglassen. Es kann auch sein, dass schon zu einem frÃ¼heren Zeitpunkt der Anspruch auf Achtung des Privatlebens betroffen ist (BGE 144 I 266 E. 3.9). Die allgemein fÃ¼r die Beurteilung der Integration bestehenden Kriterien sind in Art. 58a AIG verankert (</span><span>Beachtung der Ã¶ffentlichen Sicherheit und Ordnung; Respektierung der Werte der Bundesverfassung; Sprachkompetenzen und Teilnahme am Wirtschaftsleben oder am Erwerb von Bildung).</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Sodann kann eine auslÃ¤nderrechtliche Fernhaltemassnahme Art. 8 Abs. 1 EMRK (Recht auf Familienleben) verletzen, wenn eine partnerschaftliche Beziehung seit Langem eheÃ¤hnlich gelebt wird oder konkrete Hinweise auf eine unmittelbar bevorstehende Hochzeit hindeuten. Die Bindung der Konkubinatspartner muss bezÃ¼glich Art und StabilitÃ¤t in ihrer Substanz einer Ehe gleichkommen. Dabei ist wesentlich, ob die Partner in einem gemeinsamen Haushalt leben; zudem ist der Natur und LÃ¤nge ihrer Beziehung sowie ihrem Interesse und ihrer Bindung aneinander, etwa durch Kinder oder andere UmstÃ¤nde wie die Ãbernahme von wechselseitiger Verantwortung, Rechnung zu tragen (BGE 135 I 143 E. 3.1). </span><span>AnknÃ¼pfend an die GrundsÃ¤tze des Ehegattenunterhaltsrechts kann bei einem partnerschaftlichen Zusammenleben von mindestens fÃ¼nf Jahren tendenziell von einem gefestigten Konkubinat ausgegangen werden (vgl. die Beispiele in BGr, 3. Mai 2018, 2C_880/2017, E. 3.2 und BGr, 31. Mai 2013, 2C_1194/2012, E. 4.2).</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Nach Art. 8 Abs. 2 EMRK ist ein Eingriff in das Recht auf Achtung des Privat- oder Familienlebens dann statthaft, wenn er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft fÃ¼r die nationale Sicherheit, die Ã¶ffentliche Ordnung oder zur Verhinderung strafbarer Handlungen, zum Schutz der Gesundheit und Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig erscheint (vgl. BGr, 19. November 2018, 2C_417/2018, E. 6.2).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Die Vorinstanz ging davon aus, dass der BeschwerdefÃ¼hrer nicht als Arbeitnehmer im Sinn des FZA zu qualifizieren sei und daher keinen Aufenthaltsanspruch gestÃ¼tzt auf Art. 6 Abs. 1 Anhang I FZA habe. Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrte sie aus, der BeschwerdefÃ¼hrer gehe seit August 2011, als er in einem Pensum von bis 30 % als â¦ fÃ¼r die C AG tÃ¤tig gewesen sei, keiner bezahlten ErwerbstÃ¤tigkeit im ersten Arbeitsmarkt mehr nach und er mÃ¼sse von der Sozialhilfe unterstÃ¼tzt werden. Selbst wenn man davon ausgehe, dass er nach der Festanstellung aufgrund der befristeten ArbeitseinsÃ¤tze seine Arbeitnehmereigenschaft vorerst beibehalten habe, sei er damit seit knapp zehn Jahren nicht mehr arbeitstÃ¤tig. Er habe daher seinen Status als Arbeitnehmer zweifellos verloren. Sein darauf basierendes Aufenthaltsrecht sei in Anwendung von Art. 61a Abs. 4 AIG erloschen. Der Ausnahmetatbestand von Art. 61a Abs. 5 AIG greife nicht, da von keiner ArbeitsunfÃ¤higkeit im Zeitpunkt der Erwerbsaufgabe auszugehen sei. </p> <p class="MsoNormal"><span>Ferner sei offensichtlich, dass der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼ber keine ausreichenden finanziellen Mittel verfÃ¼ge, um seinen Lebensunterhalt in der Schweiz selbstÃ¤ndig bestreiten zu kÃ¶nnen. Ein freizÃ¼gigkeitsrechtlicher Anspruch auf einen Aufenthalt ohne ErwerbstÃ¤tigkeit komme ihm deshalb nicht zu (Art. 24 Abs. 1 lit. a Anhang I FZA). </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Ebenso komme ihm auch kein Verbleiberecht gestÃ¼tzt auf die Eigenschaft als ehemaliger Arbeitnehmer zu (Art. 4 Anhang I FZA). Zwei IV-Begehren des an RÃ¼ckenbeschwerden und psychischen Beschwerden leidenden BeschwerdefÃ¼hrers seien rechtskrÃ¤ftig abgewiesen worden. Die SVA habe in ihrer vom Sozialversicherungsgericht bestÃ¤tigten VerfÃ¼gung vom 28. Mai 2014 festgehalten, dass die erneuten medizinischen AbklÃ¤rungen ergeben hÃ¤tten, dass der Sachverhalt nach wie vor unverÃ¤ndert sei. Beim BeschwerdefÃ¼hrer bestehe aus fachÃ¤rztlicher Sicht eine vollumfÃ¤ngliche ArbeitsfÃ¤higkeit fÃ¼r eine somatisch optimal leidensangepasste TÃ¤tigkeit (leichte und wechselbelastende TÃ¤tigkeit ohne Lastenheben Ã¼ber 5 kg). Da der InvaliditÃ¤tsgrad unter 40 % liege, bestehe kein Rentenanspruch. Die Suva gehe beim BeschwerdefÃ¼hrer von einer ErwerbstÃ¤tigkeit von 25 % aus. Der BeschwerdefÃ¼hrer dÃ¼rfe daher im Zeitpunkt der Aufgabe der ArbeitsverhÃ¤ltnisses Ende April 2007 bzw. im August 2011 zwar durchaus gesundheitliche Probleme gehabt haben. Eine dauernde ArbeitsunfÃ¤higkeit, die zu einem bedingungslosen Verbleiberecht fÃ¼hren wÃ¼rde, habe jedoch offensichtlich nicht vorgelegen. Nachdem den ersten beiden IV-Verfahren kein Erfolg beschieden gewesen sei, erscheine die invalidenrechtliche Ausgangslage mittlerweile klar und eindeutig. Eine weitere VerfÃ¼gung der SVA brauche unter diesen UmstÃ¤nden fÃ¼r die Regelung des Aufenthalts nicht abgewartet werden.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer wendet dagegen im Wesentlichen ein, dass es entgegen den AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz nicht zutreffe, dass er eine leidensangepasste TÃ¤tigkeit ausfÃ¼hren kÃ¶nne. Er habe dies mehrmals versucht als Schwimmlehrer, Bademeister, Pizzakurier, Fleischlieferant und Taxifahrer, habe jedoch aufgrund der Schmerzen die TÃ¤tigkeiten nicht weiterfÃ¼hren kÃ¶nnen. Da diese Versuche gescheitert seien, sei er sich nicht sicher gewesen, dass die von der SVA vorgenommene Beurteilung korrekt sei, weshalb er sich erneut zum Bezug einer IV-Rente angemeldet habe. Am 12. April 2021 sei er darÃ¼ber informiert worden, dass eine polydisziplinÃ¤re medizinische Untersuchung bevorstehe. Auch gemÃ¤ss EinschÃ¤tzung von Dr. D, bei der er sich in psychiatrischer Behandlung befinde, bestehe eine 100%-ArbeitsunfÃ¤higkeit. Sodann sei er im MÃ¤rz 2020 an der linken Schulter operiert worden. Die Behandlung sei noch nicht abgeschlossen. </p> <p class="MsoNormal"><b><span>4.3 </span></b><span>GemÃ¤ss unbestrittener vorinstanzlicher Sachverhaltsfeststellung hielt sich der BeschwerdefÃ¼hrer in den Jahren 1999 bis 2002 mit befristeten Saisonbewilligungen in der Schweiz auf. Zuletzt reiste er im MÃ¤rz 2002 in die Schweiz ein. Seine letzte feste Anstellung bei der E AG wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer per Ende April 2007 gekÃ¼ndigt, nachdem er seit dem Motorradunfall vom August 2005 seiner TÃ¤tigkeit als â¦ nicht mehr nachgegangen war. Zwischen 2008 und 2011 hatte er insgesamt noch vier kÃ¼rzere Teilzeit-ErwerbseinsÃ¤tze. Der letzte dieser EinsÃ¤tze fand von Juli bis August 2011 statt, als er in einem Pensum von 30 bis 40 % als â¦ fÃ¼r die C AG tÃ¤tig war. Seither hat er nie mehr gearbeitet. Mit einer Wiederaufnahme der ErwerbstÃ¤tigkeit ist unter diesen UmstÃ¤nden nicht zu rechnen. Wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, hat der BeschwerdefÃ¼hrer seinen Status als Arbeitnehmer damit verloren.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Es ist weiter unbestritten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer von der Sozialhilfe abhÃ¤ngig ist und fÃ¼r seinen Lebensunterhalt nicht selbstÃ¤ndig aufkommen kann. <span>Der Sozialhilfebezug bzw. das Fehlen genÃ¼gender finanzieller Mittel steht einer freizÃ¼gigkeitsrechtlichen Bewilligung als NichterwerbstÃ¤tiger im Sinn von Art. 2 Abs. 2 Anhang I FZA entgegen (vgl. Art. 24 Abs. 1 lit. a Anhang I FZA in Verbindung mit Art. 16 VEP; vgl. BGE 142 II 35 E. 5.1, 135 II 265 E. 3.3â7). </span>Es ist deshalb in Ãbereinstimmung mit der Vorinstanz festzustellen, dass er keinen Anspruch auf einen Aufenthalt ohne ErwerbstÃ¤tigkeit hat. </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Umstritten ist hingegen, ob dem BeschwerdefÃ¼hrer ein Verbleiberecht zukommt. Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer geltend macht, nach wie vor wegen des Unfalls im Jahr 2005 krank zu sein und nicht arbeiten zu kÃ¶nnen, kann ihm nicht gefolgt werden. Wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, durchlief der BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund der Unfallfolgen zwei Mal erfolglos ein IV-Verfahren. Das erste Begehren wurde mit VerfÃ¼gung der SVA vom 1. Dezember 2010 abgewiesen; das zweite Gesuch vom 26. Juli 2012 wurde mit Urteil des Sozialversicherungsgerichts vom 16. Juli 2015 rechtskrÃ¤ftig abgewiesen. Sodann reichte er am 20. Januar 2013 ein Gesuch um ErhÃ¶hung seiner Suva-Viertels-Rente ein, weil sich sein Gesundheitszustand verschlechtert habe. Die Suva lehnte dieses Gesuch ab. In der Folge machte er mit Schadensmeldung vom 18. Januar 2016 bei der Suva einen RÃ¼ckfall zum Unfall vom 9. August 2005 geltend, weil er im September 2011 in der Badewanne ausgerutscht sei. Auch dieses Begehren ist mit Entscheid des Sozialversicherungsgerichts vom 15. November 2019 rechtskrÃ¤ftig abgewiesen worden. Es ist deshalb mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass beim BeschwerdefÃ¼hrer zum Zeitpunkt der Erwerbsaufgabe keine dauernde ArbeitsunfÃ¤higkeit vorlag. An dieser Feststellung vermag auch die vom BeschwerdefÃ¼hrer eingereichte undatierte Ã¤rztliche Stellungnahme seiner behandelnden Psychiaterin Dr. D nichts zu Ã¤ndern. Dem Schreiben kommt nur beschrÃ¤nkte Beweiskraft zu, zumal die EinschÃ¤tzung der Ãrztin keiner unabhÃ¤ngigen Begutachtung gleichkommt und hÃ¶chstens ein Parteigutachten darstellt (VGr, 20. MÃ¤rz 2019, VB.2018.00298, E. 3.4, mit Hinweisen). Die Psychiaterin attestiert ihm zwar eine 100%-ArbeitsunfÃ¤higkeit. Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrt sie allerdings vorwiegend physische Unfallfolgebeschwerden (Schmerzen) auf, deren Beurteilung jedoch nicht zu ihrem Fachgebiet gehÃ¶rt. In Bezug auf seine psychischen Probleme gibt die Ãrztin an, seine Arbeitsversuche seien auch an seinen Konzentrationsschwierigkeiten, Ãngsten und Schlafproblemen gescheitert. Dass und inwiefern beim BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund seiner psychischen Probleme eine (volle) ArbeitsunfÃ¤higkeit vorliegen soll, geht aus der Ã¤rztlichen Stellungnahme hingegen nicht (hinreichend) hervor. Der BeschwerdefÃ¼hrer macht denn auch nicht geltend, aufgrund von psychischen Problemen nicht arbeiten zu kÃ¶nnen. Weitere Belege, welche ihm eine ArbeitsunfÃ¤higkeit attestieren wÃ¼rden, hat der BeschwerdefÃ¼hrer nicht eingereicht. Sodann zeigt der BeschwerdefÃ¼hrer nicht auf, zumindest nicht substanziiert, dass und inwiefern sich seine gesundheitliche Situation seit der letzten Begutachtung verschlechtert haben soll. Es ist deshalb nicht ersichtlich, weshalb ein erneutes IV-Verfahren zu einem anderen Resultat gelangen sollte. Selbst wenn ihm im laufenden IV-Verfahren eine dauerhafte ArbeitsunfÃ¤higkeit attestiert werden sollte, kann der BeschwerdefÃ¼hrer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Das Recht, bei dauernder ArbeitsunfÃ¤higkeit in der Schweiz zu verbleiben, setzt voraus, dass die Arbeitnehmereigenschaft aufgrund der ArbeitsunfÃ¤higkeit aufgegeben wurde. Der BeschwerdefÃ¼hrer war zum Zeitpunkt, als er seine Arbeitnehmereigenschaft verlor, nicht arbeitsunfÃ¤hig. Er kann daher auch aus dem Recht, bei dauernder ArbeitsunfÃ¤higkeit in der Schweiz verbleiben zu kÃ¶nnen, keinen Anwesenheitsanspruch ableiten. Der Abschluss des IV-Verfahrens muss folglich nicht abgewartet werden. </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer hat nach dem Gesagten keinen freizÃ¼gigkeitsrechtlichen Anspruch auf einen Aufenthalt in der Schweiz. Ebenso ergibt sich kein solcher Anspruch aus den Bestimmungen des AIG.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤lt sich indessen seit mehr als 22 Jahren in der Schweiz auf, weshalb er sich grundsÃ¤tzlich auf das in Art. 8 EMRK garantierte, ebenfalls einen Anwesenheitsanspruch vermittelnde Recht auf Privatleben berufen kÃ¶nnte (BGE 144 I 266 E. 3). DafÃ¼r fehlt es ihm jedoch an einer genÃ¼genden Integration. So korreliert die LÃ¤nge der Aufenthaltsdauer des BeschwerdefÃ¼hrers insbesondere in keiner Weise mit seiner beruflichen und wirtschaftlichen Integration (vgl. BGr, 13. August 2018, 2C_1048/2017, E. 4.5). Negativ ins Gewicht fÃ¤llt dabei insbesondere seine SozialhilfebedÃ¼rftigkeit sowie die HÃ¶he der bezogenen Leistungen. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist seit Jahren arbeitslos und muss seit 2009 mit kurzfristigen UnterbrÃ¼chen von der Sozialhilfe unterstÃ¼tzt werden, obwohl es ihm zumutbar gewesen wÃ¤re, sich um eine geeignete Arbeitsstelle zu bemÃ¼hen. Wie den IV-Verfahren zu entnehmen ist, liegt bei ihm fÃ¼r eine leidensangepasste ErwerbstÃ¤tigkeit eine vollumfÃ¤ngliche ArbeitsfÃ¤higkeit vor. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat Sozialhilfeleistungen in der HÃ¶he von Fr. 94'139.- (Stand 9. MÃ¤rz 2020) bezogen. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat zudem Schulden in der HÃ¶he von Fr. 11'735.50 (Stand 20. Juli 2017) angehÃ¤uft und ist strafrechtlich in Erscheinung getreten. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.2 </b>Sodann bleibt zu prÃ¼fen, ob der BeschwerdefÃ¼hrer aus dem Recht auf Familie (Art. 8 EMRK) einen Anwesenheitsanspruch ableiten kann. Wie sich aus den Akten ergibt, lebt der ledige und kinderlose BeschwerdefÃ¼hrer seit Mitte 2016 mit seiner Lebenspartnerin und ihrem Kind zusammen. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat indes keinerlei Belege fÃ¼r einen allfÃ¤lligen Anspruch gestÃ¼tzt auf das Konkubinat eingereicht und hat sich auch mit keinem Wort dazu geÃ¤ussert. Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, wÃ¤re, selbst wenn von einem gefestigten Konkubinat auszugehen wÃ¤re, ein Eingriff in das Recht auf Familienleben vorliegend gerechtfertigt (Art. 8 Abs. 2 EMRK). Es besteht ein erhebliches Ã¶ffentliches Interesse an der Fernhaltung von AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤ndern aus der Schweiz, welche durch ihre SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit das wirtschaftliche Wohl des Landes gefÃ¤hrden (Art. 3 Abs. 1 AIG; vgl. BGr, 2. November 2017, 2C_260/2017, E. 3.5). </p> <p class="Erwgung3">Diesem Ã¶ffentlichen Interesse sind die persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse und der Grad der Integration der auslÃ¤ndischen Person gegenÃ¼berzustellen. Als entgegenstehende private Interessen kÃ¶nnen etwa eine lange Anwesenheitsdauer in der Schweiz, die familiÃ¤re Situation bzw. die BeziehungsverhÃ¤ltnisse, die Arbeitssituation, die Integration, die finanzielle Lage, Sprachkenntnisse oder die bei einer RÃ¼ckkehr in das Heimatland drohenden Nachteile ins Gewicht fallen. Dies ergibt sich aus Art. 5 Abs. 2 und Art. 36 Abs. 3 der Bundesverfassung vom 18. April<span> 1999 (BV; vgl. BGE 143 I 21 E. 5.5.2; BGr, 30. August</span> 2018, 2C_499/2018, E. 2.3.1) sowie Art. 8 Abs. 2 EMRK und Art. 96 AIG.</p> <p class="MsoNormal"><span>Der seit rund 23 Jahren in der Schweiz lebende 45-jÃ¤hrige BeschwerdefÃ¼hrer hielt sich erstmals im Alter von 23 Jahren als Saisonnier hier auf. Er ist jedoch in seinem Heimatland aufgewachsen und sozialisiert worden. Er hat rund die HÃ¤lfte seines Lebens in seinem Heimatland verbracht. <span>Es ist daher davon auszugehen, dass er mit der Landessprache und den dortigen VerhÃ¤ltnissen bestens vertraut ist. Die ihm zugesprochene Suva-Rente in HÃ¶he von Fr. 1'025.50 sowie eine allfÃ¤llige IV-Rente wÃ¼rden dem BeschwerdefÃ¼hrer auch nach Italien ausbezahlt werden. </span>Sollte ihm keine IV-Rente zugesprochen werden, stÃ¼nde er auch hier vor der Aufgabe, sich beruflich neu zu orientieren. Wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, ist es ihm grundsÃ¤tzlich zuzumuten, in sein Heimatland zurÃ¼ckzukehren, selbst wenn keine Verwandten ersten Grades mehr im Heimatland leben. Dem stehen auch seine geltend gemachten gesundheitlichen Probleme nicht entgegen. </span><span>Medizinische GrÃ¼nde sprechen gegen eine Aufenthaltsbeendigung, wenn bei einer RÃ¼ckkehr eine Ã¼berlebensnotwendige Behandlung nicht erhÃ¤ltlich gemacht werden kann (medizinische Notlage) und die fehlende MÃ¶glichkeit der (Weiter-)Behandlung eine drastische und lebensbedrohende Verschlechterung des Gesundheitszustands nach sich ziehen wÃ¼rde (BGr, 26. MÃ¤rz 2018, 2C_401/2017, E. 5.5 mit Hinweisen). </span><span>Auch wenn der BeschwerdefÃ¼hrer hier Vertrauen in die ihn behandelnden Ãrzte aufgebaut hat, ist in Ãbereinstimmung mit der Vorinstanz festzustellen, dass die medizinische Versorgung in Italien gewÃ¤hrleistet erscheint und er als italienischer StaatsbÃ¼rger Zugang zu den medizinischen Institutionen hat. </span><span>Es wird nicht verkannt, dass die RÃ¼ckkehr in sein Heimatland negative Auswirkungen auf seinen Gesundheitszustand haben kann. Es gibt jedoch keine </span><span>Hinweise darauf, dass die Aufenthaltsbeendigung eine drastische und lebensbedrohende Verschlechterung seines Gesundheitszustandes nach sich ziehen wÃ¼rde. Auch ist nicht ersichtlich, dass der BeschwerdefÃ¼hrer auf eine spezifische Therapie oder PrÃ¤parate angewiesen wÃ¤re, welche nur in der Schweiz, aber nicht in Italien erhÃ¤ltlich wÃ¤ren. Dass er die Beziehung zu seiner Lebenspartnerin fortan nicht in der Schweiz wird weiterfÃ¼hren kÃ¶nnen, hat der BeschwerdefÃ¼hrer durch seine mangelnde Integration selbst verschuldet. Er kann die Beziehung auch durch gegenseitige Besuche und mit Mitteln der modernen Telekommunikation weiterfÃ¼hren. </span><span>Es sind beim BeschwerdefÃ¼hrer nach dem Gesagten weder in wirtschaftlicher noch sozialer Hinsicht unÃ¼berwindbare Hindernisse fÃ¼r eine Wiedereingliederung in Italien ersichtlich.</span><span> Der BeschwerdefÃ¼hrer hat sÃ¤mtliche ihm bisher gebotenen Chancen nicht zu nutzen vermocht, sodass sich die aufenthaltsbeendende Massnahme trotz seiner langen Anwesenheit und der Beziehung zu seiner Lebenspartnerin dennoch rechtfertigt. Bei einer Gesamtbetrachtung der genannten UmstÃ¤nde erscheint die NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA nach dem Gesagten als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig.</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>4.5 </span></b><span>VollstÃ¤ndigkeitshalber ist festzuhalten, dass aufgrund der mangelnden Integration auch die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA an den BeschwerdefÃ¼hrer nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen ausser Betracht fÃ¤llt (Art. 33 Abs. 3 AIG).</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG) und ist ihm keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen, zumal eine solche auch nicht beantragt wurde.</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das vorliegende Urteil kann mit Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) angefochten werden, soweit ein Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung geltend gemacht wird. Andernfalls kann lediglich die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG wegen der Verletzung verfassungsmÃ¤ssiger Rechte ergriffen werden. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss erkennt die Kammer:</span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen. </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. </span><span>Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt. </span></p> <p class="MsoNormal"><span>4. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>