<h2>SubmittedText<h2><p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein: </p><p>Die gesetzlichen Grundlagen des Fortpflanzungsmedizingesetzes (FMedG) seien so zu präzisieren, dass die ursprünglich vom Gesetzgeber beabsichtigte Unabhängigkeit betreffend Aufsicht über Zentren der Fortpflanzungsmedizin und Unabhängigkeit für die Erstellung einer vollständigen Statistik gewährleistet sind.</p><p>Insbesondere ist dabei zu beachten: </p><p>- dass die in Artikel 11 FMedG vorgesehene statistische Erhebung von einem unabhängigen staatlichen Organ durchgeführt wird, und nicht etwa durch die in der bundesrätlichen Verordnung über die Durchführung von statistischen Erhebungen des Bundes (SR 431.012.1) erwähnte Schweizerische Gesellschaft für Reproduktionsmedizin bzw. deren Fivnat-Kommission, einer reinen Exponentin der Interessengruppe der Reproduktionsmediziner;</p><p>- dass sämtliche in Artikel 11 FMedG geforderten Zahlen ab dem Jahr 2001 von einer unabhängigen Instanz nachzuerheben und zu publizieren sind, insbesondere auch die in Artikel 42 FMedG verlangten;</p><p>- dass Artikel 14 Absatz 2 FMedV so abgeändert wird, dass die von den Aufsichtsbehörden an das Bundesamt für Statistik übermittelten Daten nicht mehr anonymisiert, sondern für die einzelnen reproduktionsmedizinischen Zentren aufgeschlüsselt werden;</p><p>- dass die in Artikel 12 FMedG vorgesehenen unangemeldeten Inspektionen durch unabhängige staatliche Organe vorgenommen werden, und nicht als "Dienstleistung" durch Interessengruppen der Reproduktionsmediziner selber;</p><p>- dass die Zahl der sogenannten überzähligen Embryonen differenziert erhoben wird. Dabei sollen u. a. die Motive für das Absterbenlassen sowie die Verwendung für die Forschung erfasst werden.</p>