<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine das Energiegesetz (EnG) ergänzende Bestimmung vorzulegen, die die Förderung der Plus-Energie-Bauten (PEB) vordringlicher und stärker unterstützt.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Mit einem Anteil von rund 46 Prozent am inländischen Energieverbrauch spielt der Schweizer Gebäudepark in der Tat eine wichtige Rolle bei der Erreichung der Ziele der Energiestrategie 2050. Gemäss Artikel 89 Absatz 1 der Bundesverfassung (SR 101) setzen sich Bund und Kantone im Rahmen ihrer Zuständigkeiten für eine ausreichende, breitgefächerte, sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung sowie für einen sparsamen und rationellen Energieverbrauch ein. Während der Bund, wie der Motionär richtig festhält, Grundsätze über die Nutzung einheimischer und erneuerbarer Energien und über den sparsamen und rationellen Energieverbrauch festlegt (Art. 89 Abs. 2 der Bundesverfassung), sind vor allem die Kantone für Massnahmen, die den Verbrauch von Energie in Gebäuden betreffen, zuständig (Art. 89 Abs. 4 der Bundesverfassung). Der Gebäudebereich und damit auch das Festlegen allfälliger Bestimmungen, welche die Förderung der Plus-Energie-Bauten unterstützen, liegen somit nicht in der Kompetenz des Bundes, sondern sind Sache der Kantone.</p><p>Die Kantone sind sich der grossen Bedeutung des Gebäudebereichs in Zusammenhang mit der Energiestrategie 2050 durchaus bewusst. So sehen die Kantone im Rahmen der Anpassungen der Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (Muken) u. a. vor, dass sich Neubauten ab 2020 ganzjährig möglichst selbst mit Wärmeenergie versorgen und zur eigenen Stromversorgung beitragen sollen (vgl. dazu Medienmitteilung der Konferenz kantonaler Energiedirektoren vom 2. September 2011). Der Bundesrat unterstützt diese Arbeiten und empfiehlt den Kantonen, weitere Verschärfungen der Muken zu prüfen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.