<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2P.297/2004 /dxc </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 2. Dezember 2004 </div> <div class="para">II. Öffentlichrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Wurzburger, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Hungerbühler, Bundesrichter Merkli, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Hugi Yar. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">1. AA.________, </div> <div class="para">2. BA.________, </div> <div class="para">3. CA.________, </div> <div class="para">4. DA.________, </div> <div class="para">5. EA.________, </div> <div class="para">6. FA.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para">alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Beat Frischkopf, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern, Bahnhofstrasse 15, Postfach 4168, 6002 Luzern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para"><span class="artref">Art. 9 BV</span> (Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung/ Wegweisung), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsrechtliche Beschwerde gegen den Entscheid des Justiz- und Sicherheitsdepartements des Kantons Luzern vom 29. Oktober 2004. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht stellt fest und zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Das Amt für Migration des Kantons Luzern sah am 3. Januar 2002 davon ab, die Aufenthaltsbewilligungen der aus Serbien/Montenegro stammenden Familie A.________ zu verlängern; gleichzeitig wies es sie weg. Das Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern bestätigte diesen Entscheid auf Beschwerde hin am 29. Oktober 2004. Die kantonalen Behörden gingen davon aus, die Tatsache, dass AA.________ hier trotz Verwarnung über längere Zeit wiederholt straffällig geworden (Diebstähle bzw. SVG-Delikte) und permanent verschuldet sei, lasse ihn als "unerwünschten" Ausländer erscheinen, dessen Bewilligung nicht verlängert werden könne. Mit der Wegweisung von AA.________ falle der Aufenthaltszweck seiner Angehörigen dahin, weshalb deren Bewilligungen ebenfalls nicht zu erneuern seien, zumal sie "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" hier von der Fürsorge leben müssten. Die Familie A.________ hat hiergegen staatsrechtliche Beschwerde eingereicht; sie beantragt, den Entscheid des Justiz- und Sicherheitsdepartements wegen Willkür aufzuheben (<span class="artref">Art. 9 BV</span>). </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Eingabe erweist sich als offensichtlich unzulässig und kann ohne Weiterungen im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span> erledigt werden: </div> <div class="para">2.1 Auf dem Gebiet der Fremdenpolizei ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen die Verweigerung von Bewilligungen ausgeschlossen, auf die das Bundesrecht keinen Anspruch einräumt (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG). Die Gewährung bzw. Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung liegt im freien Ermessen der Behörden, soweit der Betroffene sich nicht auf eine Sondernorm des Bundesrechts oder eines Staatsvertrags berufen kann, die ihm ein entsprechendes Recht verschafft (<span class="artref">Art. 4 ANAG</span> [SR 142.20]; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=5&amp;from_date=16.11.2004&amp;to_date=05.12.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F128-II-145%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page145">BGE 128 II 145</a> E. 1.1.1 mit Hinweisen). Gegen Wegweisungsentscheide sowie entsprechende Vollzugsakte ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gestützt auf Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 in Verbindung mit <span class="artref">Art. 101 lit. c OG</span> zum Vornherein (absolut) ausgeschlossen (Urteil 2A.448/2004 vom 18. August 2004, E. 2.1 mit Hinweisen). </div> <div class="para">2.2 Die Beschwerdeführer gestehen ausdrücklich zu, dass keine Norm ihnen einen Anspruch auf die beantragten Bewilligungen gewährt (Beschwerdeschrift, S. 5 Ziff. 4); die entsprechende Problematik wäre im Übrigen zuerst vor dem kantonalen Verwaltungsgericht aufzuwerfen gewesen (vgl. <span class="artref">Art. 98a OG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=5&amp;from_date=16.11.2004&amp;to_date=05.12.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F127-II-161%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page161">BGE 127 II 161</a> ff.). Zwar kann sich aus dem durch <span class="artref">Art. 8 EMRK</span> bzw. <span class="artref">Art. 13 Abs. 1 BV</span> geschützten Recht auf Achtung des Privatlebens bei besonders intensiven Beziehungen zur Schweiz ein Anspruch auf die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ergeben, doch sind die in der Rechtsprechung hierfür entwickelten Voraussetzungen vorliegend nicht dargetan (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=5&amp;from_date=16.11.2004&amp;to_date=05.12.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-II-377%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page377">BGE 126 II 377</a> E. 2c S. 384 ff.; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=5&amp;from_date=16.11.2004&amp;to_date=05.12.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-II-281%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page281">130 II 281</a> ff.). </div> <div class="para">2.3 Besteht kein Anspruch auf die verweigerten Bewilligungen, fehlt es den Beschwerdeführern praxisgemäss auch an einem rechtlich geschützten Interesse im Sinne von <span class="artref">Art. 88 OG</span>, um die Bewilligungsverweigerung wegen einer Verletzung des Willkürverbots (<span class="artref">Art. 9 BV</span>) mit staatsrechtlicher Beschwerde anfechten zu können (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=5&amp;from_date=16.11.2004&amp;to_date=05.12.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-I-81%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page81">BGE 126 I 81</a> E. 3 - 7 S. 85 ff.). Zwar sind sie befugt, losgelöst von einem Anspruch in der Sache selber eine Verletzung von Verfahrensgarantien geltend zu machen, deren Missachtung eine formelle Rechtsverweigerung darstellt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=5&amp;from_date=16.11.2004&amp;to_date=05.12.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F127-II-161%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page161">BGE 127 II 161</a> E. 2c u. E. 3b); sie erheben indessen keine entsprechenden Rügen (<span class="artref">Art. 90 Abs. 1 lit. b OG</span>). Soweit sie auf den Gesundheitszustand von FA.________ verweisen, hat sich das Justiz- und Sicherheitsdepartement mit diesem und den Betreuungsmöglichkeiten im Kosovo eingehend auseinander gesetzt; ihre Kritik beschlägt insofern ausschliesslich die Beweiswürdigung. Da diese mit dem Entscheid in der Sache selber eng verknüpft ist und hiervon nicht getrennt werden kann, ist auf die Eingabe auch insofern nicht einzutreten (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=5&amp;from_date=16.11.2004&amp;to_date=05.12.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F120-IA-227%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page227">BGE 120 Ia 227</a> E. 1 S. 230 mit Hinweisen). </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Mit dem vorliegenden Entscheid in der Sache selber wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos. Gestützt auf die publizierte Rechtsprechung war die vorliegende Beschwerde zum Vornherein aussichtslos, weshalb das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung abzuweisen ist (vgl. <span class="artref">Art. 152 OG</span>); die Beschwerdeführer haben dementsprechend die Kosten für das bundesgerichtliche Verfahren zu tragen (vgl. Art. 156 Abs. 1 i.V.m. Abs. 6 und Art. 153 bzw. <span class="artref">Art. 153a OG</span>). Parteientschädigungen sind nicht geschuldet (<span class="artref">Art. 159 Abs. 2 OG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span>: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die staatsrechtliche Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung wird abgewiesen. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird den Beschwerdeführern unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt. </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Beschwerdeführern sowie dem Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 2. Dezember 2004 </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>