<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2020.00465</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=220753&amp;W10_KEY=4480704&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2020.00465</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.11.2020</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist noch nicht rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Widerruf der Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Nachehelicher Aufenthalt: Umstritten ist, ob dem Beschwerdeführer aus anderen wichtigen Gründen ein nachehelicher Anspruch auf Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung zusteht.]<br/><br/>Aufgrund der Trennung kann der Beschwerdeführer seinen derzeitigen Aufenthalt weder auf einen ehelichen Aufenthaltsanspruch noch auf das konventions- und verfassungsmässig geschützte Recht auf Familienleben stützen (E. 2.1).<br/><br/>Die vom Beschwerdeführer geschilderten ehelichen Probleme (Untreue und Verursachen von Schulden) erreichen die nötige Intensität für einen nachehelichen Härtefall nicht. Ebenso vermag der Umstand, dass er hier eine Arbeitsstelle hat und sich ein soziales Netzwerk aufgebaut hat, keinen nachehelichen Härtefall zu begründen (E. 2.2).<br/><br/>Dem Beschwerdeführer war auch nach pflichtgemässem Ermessen keine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen (E. 2.3).<br/><br/>Abweisung der Beschwerde.<br/></b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHEHELICHER HÃRTEFALL">NACHEHELICHER HÃRTEFALL</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=49489" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2020.00465</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">11. November 2020</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Widerruf der Aufenthaltsbewilligung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A, geboren am â¦, StaatsangehÃ¶riger des Kosovo, heiratete am 29. Dezember 2015 die Schweizer BÃ¼rgerin C und reiste am 2. April 2017 in die Schweiz ein. Am 28. Juni 2017 erhielt er im Rahmen des Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilligung, zuletzt befristet bis zum 1. April 2020. Mit VerfÃ¼gung vom 12. August 2019 widerrief das Migrationsamt die Aufenthaltsbewilligung von A, nachdem die Ehefrau erklÃ¤rt hatte, dass ihr Ehewille im August 2018 erloschen sei und sie die gemeinsame Wohnung per 1. April 2019 verlassen habe, um mit ihrem neuen Partner zusammenzuleben. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den dagegen am 26. September 2019 erhobenen Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 2. Juni 2020 ab und setzte A eine Frist zum Verlassen der Schweiz bis am 2. September 2020.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt1">Mit Beschwerde vom 8. Juli 2020 beantragte A dem Verwaltungsgericht, es sei der Entscheid der Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion vom 2. Juni 2020 aufzuheben und seine Aufenthaltsbewilligung zu verlÃ¤ngern. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen. </p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion auf Vernehmlassung verzichtete, liess sich das Migrationsamt nicht vernehmen. </p> <p class="Urteilstext">Am 12. August 2020 ersuchte A das Verwaltungsgericht um GewÃ¤hrung der aufschiebenden Wirkung. Mit Schreiben vom 19. August 2020 wurde ihm bestÃ¤tigt, dass er aufgrund der Suspensivwirkung der eingereichten Beschwerde an das Verwaltungsgericht wÃ¤hrend der HÃ¤ngigkeit des Beschwerdeverfahrens Ã¼ber ein prozedurales Aufenthaltsrecht verfÃ¼gt. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, ErmessensÃ¼berschreitung oder Ermessensunterschreitung und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden (§ 20 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Der auslÃ¤ndische Ehegatte einer Schweizer BÃ¼rgerin hat Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn dieser mit ihr zusammenwohnt (Art. 42 Abs. 1 des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 [AIG]). Entscheidend ist damit nicht allein das formelle Eheband zwischen den Beteiligten, sondern der Bestand einer gelebten Wohn- und Ehegemeinschaft (BGE 136 II 113 E. 3.2). Bei intakter und gelebter Ehe lÃ¤sst sich ein entsprechender Aufenthaltsanspruch zudem auch auf das in Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) und Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung (BV) festgehaltene Recht auf Familienleben stÃ¼tzen. </p> <p class="Urteilstext">Es ist unbestritten, dass die Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers ihren Ehewillen im August 2018 verloren hat und per 1. April 2019 aus der ehelichen Wohnung ausgezogen ist. Der BeschwerdefÃ¼hrer kann seinen derzeitigen Aufenthalt deshalb weder auf einen ehelichen Aufenthaltsanspruch noch auf das konventions- und verfassungsmÃ¤ssig geschÃ¼tzte Recht auf Familienleben stÃ¼tzen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.1 </b>Auch wenn die Ehegemeinschaft in der Schweiz keine drei Jahre gedauert hat (und/oder die Integration nicht erfolgreich verlaufen ist), kann sich ein Aufenthaltsanspruch ergeben, wenn wichtige persÃ¶nliche GrÃ¼nde einen weiteren Landesaufenthalt erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG, der sogenannte nacheheliche HÃ¤rtefall). Hierbei wird aufgrund der gesamten UmstÃ¤nde des Einzelfalls eine erhebliche IntensitÃ¤t der Konsequenzen fÃ¼r das Privat- und Familienleben vorausgesetzt, was namentlich vorliegen kann, wenn die betroffene auslÃ¤ndische Person Opfer ehelicher Gewalt wurde, die Ehe nicht aus freiem Willen geschlossen hat oder die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gefÃ¤hrdet erscheint (Art. 50 Abs. 2 AIG). Der nacheheliche HÃ¤rtefall muss sodann in KontinuitÃ¤t bzw. KausalitÃ¤t zur gescheiterten Ehegemeinschaft und dem damit verbundenen (abgeleiteten) Aufenthalt stehen (BGE 137 II 345 E. 3.2.3; VGr, 2. Oktober 2013, VB.2013.00349, E. 2.3.1). Fehlt es an einem derartigen Konnex, kann gemÃ¤ss Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG allenfalls von den Zulassungsvoraussetzungen abgewichen werden, um schwerwiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefÃ¤llen oder wichtigen Ã¶ffentlichen Interessen Rechnung zu tragen. Im Gegensatz zum nachehelichen HÃ¤rtefall liegt die Bewilligungserteilung beim allgemeinen HÃ¤rtefall im Sinn der "Kann-Bestimmung" von Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG jedoch im (pflichtgemÃ¤ss auszuÃ¼benden) Ermessen der BewilligungsbehÃ¶rde. Ebenso im Ermessen der BewilligungsbehÃ¶rden liegt die Zulassung zu einem Aufenthalt ohne ErwerbstÃ¤tigkeit zu Aus- und Weiterbildungszwecken nach Art. 27 AIG. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.2 </b>Im Ãbrigen gilt es, bei der Beurteilung der wichtigen persÃ¶nlichen GrÃ¼nde nach Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AIG sÃ¤mtliche Aspekte des Einzelfalls mitzuberÃ¼cksichtigen, wozu auch die UmstÃ¤nde, die zur AuflÃ¶sung der Gemeinschaft gefÃ¼hrt haben, gehÃ¶ren. Hat der Aufenthalt nur kÃ¼rzere Zeit gedauert und wurden keine engen Beziehungen zur Schweiz geknÃ¼pft, lÃ¤sst sich ein Anspruch auf weiteren Verbleib nicht begrÃ¼nden, wenn die erneute Integration im Herkunftsland keine <i>besonderen</i> Probleme stellt. Entscheidend ist, ob die persÃ¶nliche, berufliche und familiÃ¤re Wiedereingliederung als stark gefÃ¤hrdet zu gelten hat und nicht, ob ein Leben in der Schweiz einfacher wÃ¤re. Ein persÃ¶nlicher, nachehelicher HÃ¤rtefall setzt aufgrund der konkreten UmstÃ¤nde eine erhebliche IntensitÃ¤t der Konsequenzen fÃ¼r das Privat- und Familienleben der auslÃ¤ndischen Person voraus, die mit ihrer Lebenssituation nach dem Dahinfallen der gestÃ¼tzt auf Art. 42 Abs. 1 bzw. Art. 43 Abs. 1 AIG abgeleiteten Anwesenheitsberechtigung verbunden sind (BGE 138 II 229 E. 3.1, mit Hinweisen, unter anderem auf BGE 137 II 345 E. 3.2.1, 3.2.3). Insgesamt ist eine Gesamtbetrachtung vorzunehmen (BGE 138 II 229 E. 3.2.1 f. mit zahlreichen Hinweisen; BGr, 11. April 2019, 2C_133/2019, E. 3.2).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, es gebe neben ehelicher Gewalt und gefÃ¤hrdeter Wiedereingliederung im Heimatland auch andere wichtige persÃ¶nliche GrÃ¼nde fÃ¼r einen weiteren Aufenthalt. Es habe schwerwiegende eheliche Verfehlungen gegeben. Seine Ehefrau habe das Scheitern der Ehe verschuldet, indem sie eine aussereheliche Beziehung eingegangen sei, aus welcher ein Kind hervorgegangen sei. Ausserdem habe sie ihm Schulden aufgebÃ¼rdet. Sie habe eine SchÃ¶nheitsoperation in â¦ durchfÃ¼hren lassen und ihn dafÃ¼r haftbar gemacht. Er habe seine Heimat wegen seiner Ehefrau verlassen und die BrÃ¼cken weitgehend abgebrochen. Eine RÃ¼ckkehr in den Kosovo sei fÃ¼r ihn zusÃ¤tzlich mit einer HÃ¤rte verbunden, da er eine Anstellung bei der E GmbH habe und ein soziales Netz aufgebaut habe. Die Vorinstanz habe die schwerwiegenden ehelichen Verfehlungen bei ihrem Entscheid nicht berÃ¼cksichtigt.</p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.2.4 </span></b>Der BeschwerdefÃ¼hrer beruft sich erstmals vor Verwaltungsgericht auf einen (nachehelichen) HÃ¤rtefall aus anderen wichtigen GrÃ¼nden. Seine RÃ¼ge, die Vorinstanz habe die ehelichen Probleme in ihrem Entscheid nicht berÃ¼cksichtigt, verlÃ¤uft deshalb ins Leere. Im Sinn der genannten Bestimmungen kann sich ein nachehelicher HÃ¤rtefall auch dann ergeben, wenn aufgrund der GesamtumstÃ¤nde davon ausgegangen werden muss, dass eine Aufenthaltsbeendigung erhebliche Konsequenzen fÃ¼r das Privat- und Familienleben des BeschwerdefÃ¼hrers hÃ¤tte. Solche UmstÃ¤nde sind vorliegend nicht ersichtlich: Es mag zutreffen, dass die aussereheliche Beziehung der Ehefrau ursÃ¤chlich fÃ¼r die Trennung der Ehegatten gewesen war und seine Ehefrau ihn mit Schulden belastet hat. Nicht jede unglÃ¼ckliche, belastende und nicht den eigenen Vorstellungen entsprechende Entwicklung einer Beziehung ist jedoch zur BegrÃ¼ndung eines nachehelichen HÃ¤rtefalls und eines weiteren Anwesenheitsrechts in der Schweiz geeignet (BGE 138 II 229 E. 3.2.2). Die vom BeschwerdefÃ¼hrer geschilderten ehelichen Probleme erreichen die nÃ¶tige IntensitÃ¤t fÃ¼r einen nachehelichen HÃ¤rtefall nicht. Ebenso vermag der Umstand, dass er hier eine Arbeitsstelle hat und sich ein soziales Netzwerk aufgebaut hat, keinen nachehelichen HÃ¤rtefall zu begrÃ¼nden, trifft dies doch auf die meisten hier lebenden AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder zu. </p> <p class="Erwgung2">Der 28-jÃ¤hrige BeschwerdefÃ¼hrer ist erst vor drei Jahren in die Schweiz gekommen. Soweit aus den Akten ersichtlich ist, geht seine sprachliche, soziale und wirtschaftliche Integration nicht Ã¼ber Ã¼bliche Integrationserwartungen hinaus. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist mit der Sprache und den Gepflogenheiten seines Heimatlandes zweifellos bestens vertraut. Eine RÃ¼ckkehr erscheint dem BeschwerdefÃ¼hrer nach dieser kurzen Zeit ohne Weiteres zumutbar. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b><span>Ausserhalb des Anspruchsbereichs entscheiden die kantonalen MigrationsbehÃ¶rden nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen Ã¼ber die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. </span>Die Praxis des Migrationsamts, wonach eine Aufenthaltsbewilligung bei einer ehelichen Gemeinschaft, die weniger als drei Jahre in der Schweiz gelebt wurde, in der Regel nur dann im freien Ermessen (Art. 96 AuG) erneuert wird, wenn besondere individuelle UmstÃ¤nde einer Wegweisung entgegenstehen, hÃ¤lt vor dem Gesetz stand (VGr, 12. September 2012, VB.2012.00394, E. 3.2). Es finden sich vorliegend keine Hinweise darauf, dass das Migrationsamt sein Ermessen in qualifizierter Form unrichtig ausgeÃ¼bt hÃ¤tte und sich dabei insbesondere von sachfremden Motiven hÃ¤tte leiten lassen.</p> <p class="Urteilstext"><span>Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung1">Das vorliegende Urteil kann mit Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) angefochten werden, soweit ein Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung geltend gemacht wird. Andernfalls kann lediglich die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG wegen der Verletzung verfassungsmÃ¤ssiger Rechte ergriffen werden. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. <span>Gegen dieses Urteil kann Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> <p class="Urteilstext"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>