<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Eidgenössisches Versicherungsgericht </div> <div class="para">Tribunale federale delle assicurazioni </div> <div class="para">Tribunal federal d'assicuranzas </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sozialversicherungsabteilung </div> <div class="para">des Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Prozess </div> <div class="para">{T 0} </div> <div class="para">C 293/05 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 10. März 2006 </div> <div class="para">IV. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Präsident Ursprung, Bundesrichter Schön und Frésard; Gerichtsschreiber Lanz </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">M.________, 1951, Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden, Grabenstrasse 9, 7000 Chur, Beschwerdegegner </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Vorinstanz </div> <div class="para">Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden, Chur </div> <div class="para"> </div> <div class="para">(Entscheid vom 18. August 2005) </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sachverhalt: </div> <div class="para">A. </div> <div class="para">Die 1951 geborene M.________, lic. phil., Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, ist seit März 2004 als arbeitslos gemeldet. Am 4. April 2005 stellte sie ein Gesuch um Zustimmung zum Besuch der vom 28. - 30. April 2005 am Institut für Familienforschung und -beratung der Universität Fribourg für ein Kursgeld von Fr. 1200.- durchgeführten "Ausbildung zur Teen-Triple P-Trainerin". Mit Verfügung vom 7. April 2005 und Einspracheentscheid vom 26. Mai 2004 (recte: 2005) lehnte das Kantonale Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden (KIGA) die Gewährung von Leistungen ab, da der Kurs die Vermittelbarkeit nicht wesentlich verbessere. </div> <div class="para">B. </div> <div class="para">Die von M.________ gegen den Einspracheentscheid erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit Entscheid vom 18. August 2005 ab. </div> <div class="para">C. </div> <div class="para">M.________ führt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung des kantonalen Gerichtsentscheides sei das KIGA zu verpflichten, die Kosten von mindesten zwei von drei möglichen Triple P-Kursen (Teen-Triple P mit Kurskosten von Fr. 1200.-; Pre Teen-Triple P mit Kurskosten von Fr. 800.-) zu übernehmen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">KIGA und Staatssekretariat für Wirtschaft verzichten auf eine Vernehmlassung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Soweit in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde neu die Übernahme von Kosten für (mindestens) einen weiteren Triple P-Kurs geltend gemacht wird, ist auf sie nicht einzutreten, da dieses Leistungsbegehren nicht Gegenstand von Verwaltungs- und kantonalem Verfahren bildete. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">2.1 Das kantonale Gericht hat die gesetzliche Regelung, wonach die Arbeitslosenversicherung finanzielle Leistungen für arbeitsmarktliche Massnahmen zur Förderung der Eingliederung und insbesondere der Vermittlungsfähigkeit - verstanden als objektive, arbeitsmarktabhängige Vermittelbarkeit (Thomas Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Soziale Sicherheit, Rz 548 mit Hinweisen) - der Versicherten erbringt (<span class="artref">Art. 59 Abs. 1 AVIG</span> in der seit 1. Juli 2003 geltenden Fassung; <span class="artref">Art. 59 Abs. 2 lit. a AVIG</span>, in Kraft seit 1. Juli 2003), zutreffend dargelegt. Dasselbe gilt für die zu <span class="artref">Art. 59 AVIG</span> in den früheren Fassungen ergangene, weiterhin anwendbare (SVR 2005 ALV Nr. 6 S. 19 f. Erw. 3 [Urteil B. vom 24. Dezember 2004, C 77/04]) Rechtsprechung. Darauf wird verwiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin verfügt als qualifizierte Psychologin, Psychotherapeutin und Lehrerin bereits über einen sehr guten und breiten Ausbildungs- und Erfahrungsstand. Es ist mit Verwaltung und Vorinstanz davon auszugehen, dass die zur Diskussion stehende Zusatzausbildung ihre Chancen, eine neue Anstellung zu finden, und damit ihre Vermittelbarkeit, nur unwesentlich erhöhen. Es kann hiezu auf die einlässliche Begründung im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. </div> <div class="para">2.2 Bereits im kantonalen Verfahren gab die Versicherte denn auch zu erkennen, dass sie Sinn und Zweck des beantragten Kurses nicht in erster Linie in einer Verbesserung ihrer Berufsmöglichkeiten als Arbeitnehmerin sieht. Vielmehr geht es ihr, wie aus der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nunmehr deutlich hervorgeht, namentlich darum, die so erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten im Rahmen einer seit Herbst 2004 angestrebten und zwischenzeitlich begonnenen freiberuflichen Tätigkeit einzusetzen. Nun sieht das Gesetz zwar in <span class="artref">Art. 71a ff. AVIG</span> unterstützende Massnahmen zur Förderung der selbstständigen Erwerbstätigkeit vor. Die hier zur Diskussion stehende Zusatzausbildung zählt aber nicht zu diesen, auf Taggelder während der Planungsphase eines Projektes und die anteilsweise Übernahme des Verlustrisikos bestimmter Bürgschaften (<span class="artref">Art. 71a AVIG</span>) beschränkten Leistungen. Dies hat das kantonale Gericht ebenfalls zutreffend erkannt. Der angefochtene Entscheid ist somit in allen Teilen rechtens. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Da die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offensichtlich unbegründet ist, wird sie im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span> erledigt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und dem Staatssekretariat für Wirtschaft zugestellt. </div> <div class="para">Luzern, 10. März 2006 </div> <div class="para">Im Namen des Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident der IV. Kammer: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>