<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird eingeladen, die Durchführung einer nationalen Lohngleichheitskonferenz zu prüfen, an der Wege und Handlungsstrategien zur Beseitigung der Lohndiskriminierung der Frauen erarbeitet werden. An der Konferenz sollen alle zentralen Akteure wie die Sozialpartnerinnen und -partner, die Gleichstellungsorgane von Bund und Kantonen, die Wirtschaftsverbände, Frauenorganisationen und die Wissenschaft beteiligt werden. Ziel der Konferenz muss es sein, geeignete Strategien zur Überwindung der verfassungswidrigen Lohndiskriminierung der Frauen zu erarbeiten und Wege zur Umsetzung aufzuzeigen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist der Meinung, dass von einer nationalen Lohngleichheitskonferenz ausser dem Bekunden guten Willens und unverbindlichen Erklärungen der Teilnehmenden wenig konkrete und langfristige Massnahmen zur Verwirklichung der Lohngleichheit zu erwarten sind und eine solche deshalb wenig zielgerichtet ist. </p><p>Es ist vielmehr Aufgabe der Sozialpartner, im Rahmen der Verhandlungen von Gesamtarbeitsverträgen dafür zu sorgen, dass auch die konkrete Ausgestaltung der Lohngleichheit thematisiert und integriert wird. Erste Aussagen in dieser Richtung hat der Schweizerische Gewerkschaftsbund im Rahmen seiner diesjährigen Lohnkampagne unlängst formuliert (siehe "12 Probleme der Lohnpolitik in der Schweiz", SGB-Dossier 38, April 2006).</p><p>Der Bund unterstützt die Sozialpartner mit der Entwicklung und Zurverfügungstellung von geeigneten Instrumenten zur Überprüfung der Lohngleichheit (wie beispielsweise das ökonomisch-statistische Selbsttestinstrument Logib) und indem er Finanzhilfen für innovative Projekte zur Realisierung der Lohngleichheit leistet. Zudem entschied der Bundesrat mit Beschluss vom 15. Februar 2006 im Anschluss an die Evaluation des Gleichstellungsgesetzes folgende Massnahmen: die Sensibilisierung zu verstärken, die Einführung von Anreizsystemen zu prüfen, das Verfahren zur Überprüfung der Einhaltung der Lohngleichheit im öffentlichen Beschaffungswesen zu regeln und verschiedene Modelle von Behörden mit Untersuchungs- und Durchsetzungskompetenzen in Diskriminierungsfragen vertieft zu prüfen. All diese Massnahmen sollen auch dazu beitragen, die Lohngleichheit zu verwirklichen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.