<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, das bisherige Ausbauziel für die schweizerische Wasserkraftproduktion im Energiegesetz (Art. 1 Abs. 4) stark zu erhöhen. Die durchschnittliche Jahreserzeugung von Elektrizität aus Wasserkraftwerken soll bis zum Jahr 2030 gegenüber dem Stand im Jahr 2000 um mindestens 5000 Gigawattstunden (statt 2000 Gigawattstunden) erhöht werden. Der Bundesrat wird zudem beauftragt, die Bewilligungsverfahren für die Wasserkraftwerke stark zu straffen und zu vereinfachen, damit dieses Ziel erreicht werden kann.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Vor dem Hintergrund der Ereignisse in Japan hat der Bundesrat am 23. März 2011 das UVEK mit der Erarbeitung neuer Energieszenarien und entsprechender Aktions- und Massnahmenpläne beauftragt. Schwerpunkt der durchzuführenden Arbeiten bildeten drei Stromangebotsszenarien: Weiterführung des bisherigen Strommixes mit allfälligem vorzeitigem Ersatz der ältesten drei Kernkraftwerke im Sinne höchstmöglicher Sicherheit (Variante 1); kein Ersatz der bestehenden Kernkraftwerke am Ende ihrer Betriebszeit (Variante 2); vorzeitiger Ausstieg aus der Kernenergie, bestehende Kernkraftwerke werden vor Ende ihrer sicherheitstechnischen Betriebszeit abgestellt (Variante 3).</p><p>Gestützt auf die Ergebnisse dieser Arbeiten hat sich der Bundesrat am 25. Mai 2011 dafür ausgesprochen, die zukünftige Stromversorgung gemäss Variante 2 sicherzustellen.</p><p>Im Rahmen der Energieperspektiven 2035 des Bundesamts für Energie aus dem Jahr 2007 sind die Ausbaupotenziale der Wasserkraftnutzung abgeschätzt worden. Inklusive Umbauten und Erneuerungen und inklusive der Kleinwasserkraft wurde der realistische Ausbau mit 4300 bis 5000 Gigawattstunden angegeben. Nicht berücksichtigt sind die Auswirkungen des Klimawandels (Reduktion des Abflusses aus dem Alpenraum) und die Umsetzung von Restwasservorschriften bei Neukonzessionierungen. Die vom Motionär angesprochenen Bewilligungsverfahren (Konzessions- und Baubewilligungsverfahren) sind ebenfalls Gegenstand einer vertieften Prüfung.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.