<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00136</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205230&amp;W10_KEY=4467138&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00136</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.07.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Belagsarbeiten: Umstrittene Bewertung der Zuschlagskriterien "Qualität" und "Termine".<br/><br/>Da die Anbieter mit der Offerte Angaben zu einem allfälligen Qualitätssicherungs-Zertifikat und zu vergleichbaren Referenzobjekten machen mussten, war für sie ersichtlich, dass diese Gesichtspunkte für die Bewertung der Qualität von Bedeutung sein würden. Die Gewichtung der Unterkriterien musste nicht im Voraus bekannt gegeben werden. Die Verwendung der beiden Unterkriterien "Zertifizierung" und "Unternehmerbewertung" war daher ohne ausdrückliche vorgängige Bekanntgabe zulässig (E. 4.1).<br/>Die Berücksichtigung eines Qualitätsmanagement-Zertifikats als Unterkriterium des Zuschlagskriteriums "Qualität" mit einer Gewichtung von lediglich 2 % ist nicht zu beanstanden. Damit im Vergabeverfahren schon für die Vorbereitung der Zertifizierung Punkte vergeben werden können, müssen jedoch zumindest Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Vorbereitungsarbeiten einen gewissen Stand erreicht haben (E. 4.2).<br/>Die vom Beschwerdegegner von seinen eigenen Fachleuten anlässlich früherer Aufträge vorgenommenen Bewertungen dürfen als eigene Erfahrungen der Vergabebehörde wie Referenzen externer Auftraggeber berücksichtigt werden. Es ist einer Vergabebehörde indessen nicht gestattet, gegenüber allen Anbietern von vornherein nur auf ihre eigenen Bewertungen abzustellen und auf die Einholung externer Referenzauskünfte zu verzichten. Dies würde dazu führen, dass Anbieter, die noch keine Aufträge für die betreffende Auftraggeberin ausgeführt haben, keine Chance auf den Zuschlag hätten (E. 4.3).<br/><br/>Die Beschwerdegegnerin hat auch für die Beurteilung des Zuschlagskriteriums "Termine" in unzulässiger Weise lediglich auf ihre internen Unternehmerbewertungen abgestellt und die externen Referenzen nicht ausgewertet (E. 5).<br/><br/>Rückweisung (E. 6).<br/><br/>Teilweise Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWERTUNG DER ZUSCHLAGSKRITERIEN">BEWERTUNG DER ZUSCHLAGSKRITERIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: QUALITÃT">QUALITÃT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: QUALITÃTSMANAGEMENT">QUALITÃTSMANAGEMENT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REFERENZ">REFERENZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REFERENZAUSKÃNFTE">REFERENZAUSKÃNFTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TERMINE">TERMINE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZERTIFIKAT">ZERTIFIKAT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 33 Abs. I SubmV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Mit einer Publikation vom 14. Januar 2005 erÃ¶ffnete die Baudirektion Kanton ZÃ¼rich, Tiefbauamt, eine Submission im offenen Verfahren fÃ¼r Belagsarbeiten an der L-Strasse und der M-Strasse in X. Innert Frist gingen 16 Angebote mit OffertbetrÃ¤gen zwischen Fr. 370'370.30 und Fr. 593'108.10 ein. Mit VerfÃ¼gung vom 28. Februar 2005 erteilte die Baudirektion den Zuschlag der E AG. Der Entscheid wurde den nicht berÃ¼cksichtigten Anbietern am 7. MÃ¤rz 2005 schriftlich erÃ¶ffnet und am 11. MÃ¤rz 2005 im kantonalen Amtsblatt publiziert.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die A AG und die B AG, die als </span><span>Arbeitsgemeinschaft</span><span> ein gemeinsames Angebot eingereicht hatten, erhoben gegen den Vergabeentscheid der Baudirektion am 18. MÃ¤rz 2005 Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Sie beantragten zur Hauptsache, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und der Zuschlag sei ihrer </span><span>Arbeitsgemeinschaft</span><span> zu erteilen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Beschwerdegegners. Ferner ersuchten sie darum, der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Beschwerdegegner stellte in seiner Beschwerdeantwort vom 14. April 2005 Antrag auf Abweisung der Beschwerde und Verweigerung der aufschiebenden Wirkung, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerinnen. Mit Replik vom 17. Mai und Duplik vom 7. Juni 2005 hielten die Parteien an ihren AntrÃ¤gen fest. Die Mitbeteiligte verzichtete mit Scheiben vom 12. April 2005 auf eine Stellungnahme.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 26. April 2005 wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung erteilt und den BeschwerdefÃ¼hrerinnen Akteneinsicht (mit EinschrÃ¤nkungen) gewÃ¤hrt.</span></p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = <span class="urteilstextchar">BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 sowie § 2 des Gesetzes vom 15. September 2003 Ã¼ber den Beitritt zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung zur Anwendung.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen beanstanden, dass der angefochtene Entscheid nicht begrÃ¼ndet worden sei und ihnen der Beschwerdegegner auch auf ihre Anfragen hin keine ausreichende BegrÃ¼ndung geliefert habe (Schreiben des Beschwerdegegners vom 15. und 16. MÃ¤rz 2005). Der Beschwerdegegner hat jedoch mit der Beschwerdeantwort eine ausfÃ¼hrliche BegrÃ¼ndung seines Vergabeentscheids vorgelegt, und die BeschwerdefÃ¼hrerinnen erhielten mit der Replik Gelegenheit, dazu umfassend Stellung zu nehmen. Eine allfÃ¤llige Verletzung des BegrÃ¼ndungserfordernisses wÃ¤re damit auf jeden Fall geheilt.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Beschwerdegegner gab in den Ausschreibungsunterlagen die folgenden Zuschlagskriterien und Gewichtungen bekannt: Preis 80 %, QualitÃ¤t 15 %, Termine 5 %. Aufgrund der Auswertung erhielten die Parteien bei diesen Kriterien die folgenden Bewertungen:</p> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Preis <br/> max. 80 Pkte.</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">QualitÃ¤t <br/> max. 15 Pkte.</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Termine <br/> max. 5 Pkte.</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Total Punkte</p> </td> </tr> <tr> <td> <p class="Urteilstext">BeschwerdefÃ¼hrerinnen</p> </td> <td> <p class="Urteilstext">80</p> </td> <td> <p class="Urteilstext">9</p> </td> <td> <p class="Urteilstext">3</p> </td> <td> <p class="Urteilstext">92</p> </td> </tr> <tr> <td> <p class="Urteilstext">Mitbeteiligte</p> </td> <td> <p class="Urteilstext">74</p> </td> <td> <p class="Urteilstext">15</p> </td> <td> <p class="Urteilstext">4</p> </td> <td> <p class="Urteilstext">93</p> </td> </tr> </table> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die Bewertung des Preises, bei welchem die BeschwerdefÃ¼hrerinnen gestÃ¼tzt auf ihr gÃ¼nstigeres Angebot um 6 Punkte besser abschnitten als die Mitbeteiligte, ist unbestritten. Strittig sind dagegen die Bewertungen der beiden Kriterien "QualitÃ¤t" und "Termine".</span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Unter dem Zuschlagskriterium "QualitÃ¤t" beurteilte der Beschwerdegegner die beiden Merkmale "Zertifizierung" (max. 2 Punkte) und "Unternehmerbewertung" (max. 13 Punkte). Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen machen geltend, dass diese Unterkriterien im Voraus hÃ¤tten bekannt gegeben werden mÃ¼ssen.</p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht hat in einem Grundsatzentscheid zur Bekanntgabe der Zuschlagskriterien (RB 2002 Nr. 47 = BEZ 2003 Nr. 13 E. 3) die Frage aufgeworfen, ob allfÃ¤llige zur Anwendung gelangende Unterkriterien vorgÃ¤ngig bekannt zu machen seien. Dabei wies es darauf hin, dass die vergaberechtlichen Normen keine Unterscheidung von Haupt- und Unterkriterien vorsehen. Entscheidend mÃ¼sse sein, dass fÃ¼r die Anbietenden erkennbar werde, welche Aspekte eines Angebots fÃ¼r dessen Bewertung wesentlich seien. Ob dies mittels Festlegung einer ausreichenden Zahl von "Haupt"-Kriterien oder mit der Hilfe weniger Hauptkriterien und zusÃ¤tzlicher Unterkriterien geschehe, sei letztlich ohne Belang, und es mÃ¼sse auch erlaubt bleiben, die eigentlichen Kriterien durch (nicht abschliessende) Hinweise zu erlÃ¤utern, die keine Unterkriterien mit eigener Gewichtung darstellten (E. 3g a.E.; vgl. auch VGr, 27. Oktober 2004, VB.2003.00238, E. 4.2.3, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Urteilstext"><span>Vorliegend mussten die Anbieter mit der Offerteingabe deklarieren, ob und allenfalls seit wann sie Ã¼ber ein QualitÃ¤tssicherungs-Zertifikat verfÃ¼gen, und sie hatten vergleichbare Referenzobjekte wÃ¤hrend der letzten drei Jahre zu nennen. Damit war fÃ¼r sie ersichtlich, dass diese Gesichtspunkte fÃ¼r die Bewertung der QualitÃ¤t von Bedeutung sein wÃ¼rden. Die Gewichtung der Unterkriterien musste nicht im Voraus bekannt gegeben werden (ebenso wenig wie jene der Hauptkriterien; vgl. </span>RB 2002 Nr. 47 = BEZ 2003 Nr. 13 E. 3f). Die Verwendung der beiden Unterkriterien war daher ohne ausdrÃ¼ckliche vorgÃ¤ngige Bekanntgabe zulÃ¤ssig.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Der Beschwerdegegner benotete das Kriterium <a id="OLE_LINK1">"Zertifizierung" </a>in der Weise, dass er fÃ¼r eine vorhandene Zertifizierung 2 Punkte und fÃ¼r eine Zertifizierung in Vorbereitung einen Punkt erteilte. Die Mitbeteiligte erhielt bei dieser Bewertung 2 Punkte, den BeschwerdefÃ¼hrerinnen wurden keine Punkte zuerkannt. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen wenden dagegen ein, dass eine Zertifizierung nichts Ã¼ber die fachliche Qualifikation der beteiligten Unternehmen aussage; Ã¼berdies seien beide Partnerinnen ihrer Arbeitsgemeinschaft zur Zertifizierung angemeldet, was wenigstens eine Benotung mit einem Punkt hÃ¤tte ergeben mÃ¼ssen.</p> <p class="Urteilstext">Zertifikate fÃ¼r ein QualitÃ¤tsmanagement (QM) nach den Normen ISO 9001 oder 9002 werden oft fÃ¼r die Beurteilung des Zuschlagskriteriums "QualitÃ¤t" herangezogen. Soweit durch den Gegenstand der Vergabe begrÃ¼ndet, gilt dies als zulÃ¤ssig, wobei jedoch ein QM-Zertifikat nicht das einzige und in der Regel auch nicht das wichtigste Element einer QualitÃ¤tsbeurteilung darstellt (VGr, 30. Juni 2004, VB.2004.00095, E. 3.1, www.vgrzh.ch). Vorliegend erscheint die BerÃ¼cksichtigung des QM-Zertifikats mit einer Gewichtung von lediglich 2 % der gesamten Zuschlagskriterien (bzw. 13 % des Kriteriums "QualitÃ¤t") als durchaus sachgerecht und ist nicht zu beanstanden.</p> <p class="Urteilstext"><span>Der Beschwerdegegner hat gemÃ¤ss seiner Skala eine Zertifizierung "in Vorbereitung" mit einem Punkt (der HÃ¤lfte des Punktemaximums) benotet. Ob dieses Vorgehen gerechtfertigt sei, mag fraglich erscheinen, da die Vorbereitung der </span>Zertifizierung noch nichts darÃ¼ber aussagt, mit welchem Erfolg sie schliesslich durchgefÃ¼hrt wird. Allerdings erfordern bereits die Vorbereitungsarbeiten eine ÃberprÃ¼fung der betrieblichen AblÃ¤ufe im Hinblick auf die gesetzten Ziele, und dieser Vorgang macht denn auch einen wesentlichen Teil des Nutzens der Zertifizierung aus. Damit im Vergabeverfahren schon fÃ¼r die Vorbereitung Punkte vergeben werden kÃ¶nnen, mÃ¼ssen jedoch zumindest Anhaltspunkte dafÃ¼r bestehen, dass die Vorbereitungsarbeiten einen gewissen Stand erreicht haben. Im Einzelnen braucht dies vorliegend nicht geklÃ¤rt zu werden.</p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen machen in der Replik nur noch geltend, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 das Zertifizierungsverfahren eingeleitet habe. Sie belegen dies mit einer BestÃ¤tigung der Zertifizierungsstelle F AG vom 26. Januar 2005, wonach die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 gleichentags mÃ¼ndlich den Auftrag fÃ¼r den Aufbau eines QM-Systems in ihrem Unternehmen erteilt habe. Der Projektstart war nach demselben Schreiben am 9. Februar 2005 vorgesehen, also einen Tag nach dem Termin fÃ¼r die Eingabe der Angebote fÃ¼r die hier beurteilte Submission. Ein derart frÃ¼hes Stadium der Vorbereitungsarbeiten reicht nach dem Gesagten nicht fÃ¼r eine positive Beurteilung beim Kriterium </span>Zertifizierung. Fortschritte des Zertifizierungsverfahrens, die allenfalls seither gemacht wurden, wÃ¤ren nicht zu berÃ¼cksichtigen, da die Angebote auch im Beschwerdeverfahren so zu beurteilen sind, wie sie der Vergabestelle zum Zeitpunkt ihres Entscheids vorlagen (VGr, 13. April 2000, VB.1999.00348, E. 5c/bb, www.vgrzh.ch; 21. April 2004, VB.2003.00268, E. 3.2.2, www.vgrzh.ch; 8. Dezember 2004, VB.2004.00304, E. 4.2, www.vgrzh.ch). Die vom Beschwerdegegner vorgenommene Benotung mit 0 Punkten ist daher gerechtfertigt. Offen bleiben kann, ob der erst nachtrÃ¤glich beigebrachte Beleg der BeschwerdefÃ¼hrerinnen Ã¼berhaupt noch berÃ¼cksichtigt werden dÃ¼rfte und wie die Bewertung bei einem Mitglied der <span>Arbeitsgemeinschaft</span> ausfallen mÃ¼sste, das nur zu rund 30 % an den ausgeschriebenen Arbeiten beteiligt ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.1 </b>Beim Kriterium "Unternehmerbewertung" berÃ¼cksichtigte der Beschwerdegegner vor allem die von seinen eigenen Fachleuten anlÃ¤sslich frÃ¼herer AuftrÃ¤ge vorgenommenen Bewertungen. Es handelt sich dabei um standardisierte Beurteilungen der ausgefÃ¼hrten Arbeiten, bei denen anhand eines Formulars mehrere Kriterien und Unterkriterien mit den Noten "sehr gut", "gut", "genÃ¼gend" oder "ungenÃ¼gend" taxiert werden. Die Bewertungen werden nach den insoweit unbestrittenen Angaben des Beschwerdegegners jeweils mit den betroffenen Unternehmern besprochen und von diesen gegengezeichnet. Die Unternehmer haben die MÃ¶glichkeit, sich gegen eine aus ihrer Sicht unzutreffende Beurteilung zu wehren und das Ergebnis nochmals zu besprechen; die Unterzeichnung erfolgt erst, wenn alle Beteiligten mit der Bewertung einverstanden sind. Ein zur Zufriedenheit des Auftraggebers ausgefÃ¼hrter Auftrag wird nach den AusfÃ¼hrungen des Beschwerdegegners in der Regel mit "gut" bewertet; die Note "sehr gut" werde nur fÃ¼r besondere, Ã¼berdurchschnittliche Leistungen erteilt.</p> <p class="Urteilstext">Im vorliegenden Fall verfÃ¼gte die Unterhaltsregion IV des Strasseninspektorats, welche die Vergabe des Auftrags vorbereitete, Ã¼ber je eine Unternehmerbewertung der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 und der Mitbeteiligten, die aus frÃ¼heren AuftrÃ¤gen fÃ¼r diese Unterhaltsregion stammten. Auf diese Unternehmerbewertungen stellte sie fÃ¼r die vorliegende Vergabe ab. Die BeschwerdefÃ¼hrerin 1, deren Gesamtbewertung auf "gut" lautete, erhielt 9 Punkte, die Mitbeteiligte mit der Gesamtbewertung "sehr gut" 13 Punkte. Ãber die Mitbeteiligte lagen dem Beschwerdegegner Ã¼berdies vier weitere Unternehmerbewertungen aus andern Unterhaltsregionen vor, die alle das Gesamtresultat "sehr gut" erzielt hatten. Diese waren jedoch nach seinen Angaben fÃ¼r den Entscheid nicht massgebend, sondern dienten lediglich dazu, das sehr gute Resultat aus der Unterhaltsregion IV zu verifizieren.</p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen wenden gegen dieses Vorgehen ein, dass es nicht zulÃ¤ssig sei, nur auf eigene Bewertungen des Beschwerdegegners abzustellen und Referenzen anderer Auftraggeber ausser Acht zu lassen. Die Referenzen der BeschwerdefÃ¼hrerin 2 seien auf diese Weise Ã¼berhaupt nicht berÃ¼cksichtigt worden, und aus dem Umstand, dass der Beschwerdegegner Ã¼ber fÃ¼nf interne Beurteilungen der Mitbeteiligten, aber nur Ã¼ber eine der BeschwerdefÃ¼hrerin 1, verfÃ¼gt habe, ergebe sich ebenfalls eine Ungleichbehandlung. Ferner sei eine Notenskala, welche fÃ¼r eine Gesamtbewertung mit "sehr gut" 13 Punkte, fÃ¼r eine solche mit "gut" nur 9 Punkte vorsehe, nicht begrÃ¼ndbar. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.2 </b>Nach der angewandten Notenskala fÃ¼r das Kriterium "Unternehmerbewertung" ergab eine Bewertung mit "sehr gut" das Maximum von 13 Punkten, und die Bewertungen "gut", "genÃ¼gend" und "ungenÃ¼gend" ergaben 9, 4 und 0 Punkte. Das entspricht, soweit mÃ¶glich, einer linearen Skala und ist nicht zu beanstanden. Im vorliegenden Fall fÃ¼hrt dies dazu, dass eine Bewertung mit "sehr gut" gegenÃ¼ber einer solchen mit "gut" einen um 4 % hÃ¶heren Preis aufwiegt. Das liegt noch im Rahmen des dem Beschwerdegegner zustehenden Ermessens.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.3 </b>Referenzen Ã¼ber bisherige Leistungen eines Anbieters sind ein geeignetes Mittel, um die QualitÃ¤t einer kÃ¼nftig zu erbringenden Leistung einzuschÃ¤tzen, und sie werden denn auch regelmÃ¤ssig fÃ¼r diesen Zweck herangezogen. Eigene Erfahrungen der VergabebehÃ¶rde dÃ¼rfen dabei wie Referenzen externer Auftraggeber berÃ¼cksichtigt werden, vorausgesetzt, dass sie konkret beschrieben sind, um eine objektive Beurteilung und die Vergleichbarkeit zu gewÃ¤hrleisten (VGr, 23. Februar 2005, VB.2004.00499, E. 6.2, www.vgrzh.ch; 25. Januar 2001, <a id="juris1">VB.2000.00233</a>, E. 2c [nicht publiziert]). Die Methode, die der Beschwerdegegner zur Bewertung seiner Auftragnehmer entwickelt hat, dient der geforderten Objektivierung der eigenen Erfahrungen und erscheint als zweckmÃ¤ssig. </p> <p class="Urteilstext"><span>Es ist einer VergabebehÃ¶rde indessen nicht gestattet, gegenÃ¼ber allen Anbietern von vornherein nur auf ihre eigenen Bewertungen abzustellen. Dies wÃ¼rde dazu fÃ¼hren, dass Anbieter, die noch keine AuftrÃ¤ge fÃ¼r die betreffende Auftraggeberin ausgefÃ¼hrt haben, keine Chance auf den Zuschlag hÃ¤tten. Denkbar ist allenfalls, dass in einer Situation, in welcher fÃ¼r alle aussichtsreichen Anbieter genÃ¼gend interne Bewertungen vorliegen, ausschliesslich auf diese abgestellt werden darf. Wo dies nicht zutrifft, mÃ¼ssen jedoch, um die Gleichbehandlung der Anbieter zu gewÃ¤hrleisten, auch externe Referenzen herangezogen werden. Der Beschwerdegegner anerkennt dies mit Bezug auf die Eignungskriterien, indem nach seinen AusfÃ¼hrungen Anbieter, die noch nicht fÃ¼r ihn gearbeitet haben, mit Hilfe externer Referenzen die MÃ¶glichkeit erhalten sollen, als geeignet qualifiziert zu werden. Die Zulassung als geeignete Anbieter nÃ¼tzt den Betroffenen jedoch wenig, wenn ihre externen Referenzen nicht auch beim Zuschlagskriterium "QualitÃ¤t" berÃ¼cksichtigt werden, denn mit einer ungenÃ¼genden Bewertung der QualitÃ¤t besitzen sie keine gleichwertige Chance auf den Zuschlag.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Vorliegend standen fÃ¼r die Mitbeteiligte insgesamt 5, fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 nur eine und fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 gar keine interne Bewertung zur VerfÃ¼gung. Die Grundlage fÃ¼r die Beurteilung der BeschwerdefÃ¼hrerinnen war damit offensichtlich zu schmal, um auf externe Referenzen zu verzichten. Daran Ã¤ndert auch der Umstand nichts, dass der Beschwerdegegner bei der Beurteilung der Mitbeteiligten ebenfalls nur auf eine einzige interne Bewertung, nÃ¤mlich diejenige der </span>Unterhaltsregion IV,<span> abgestellt haben will. WÃ¼rde dies zutreffen, wÃ¤ren auch die Beurteilungsgrundlagen fÃ¼r die Mitbeteiligte zu schmal. TatsÃ¤chlich hat der Beschwerdegegner aber die zusÃ¤tzlichen Bewertungen der Mitbeteiligten durchaus beigezogen, auch wenn sie nach seinen Angaben nur dazu dienten, das gute Resultat aus der </span>Unterhaltsregion IV zu Ã¼berprÃ¼fen. Eine <span>BeschrÃ¤nkung auf Bewertungen eines einzelnen Verwaltungsbereichs wÃ¤re ohnehin nicht sachgerecht, denn interne Bewertungen, welche fÃ¼r die betreffende Auftragsart relevant erscheinen, sind soweit praktikabel umfassend beizuziehen. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen, fÃ¼r die nur eine bzw. im Fall der BeschwerdefÃ¼hrerin 2 gar keine interne Bewertung vorlag, mussten daher die MÃ¶glichkeit erhalten, diesen Nachteil durch Referenzen anderer Auftraggeber auszugleichen.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.4 </b>Damit eine VergabebehÃ¶rde ReferenzauskÃ¼nfte Ã¼ber einen Anbieter einholen kann, mÃ¼ssen die Referenzangaben zweckmÃ¤ssigerweise eine genaue Bezeichnung der Auskunftspersonen, wenn mÃ¶glich unter Angabe von Telefonnummern, enthalten, damit die Vergabestelle nicht selber nach den betreffenden Informationen zu forschen braucht. Referenzlisten, welche lediglich die vom Anbieter realisierten AuftrÃ¤ge auffÃ¼hren, kÃ¶nnen zwar dazu dienen, die LeistungsfÃ¤higkeit und Erfahrung des Unternehmens in seinem TÃ¤tigkeitsgebiet zu belegen; fÃ¼r das Einholen von ReferenzauskÃ¼nften eignen sie sich nicht. Wenn ein Anbieter derart ungenÃ¼gende Referenzlisten einreicht, stellt sich daher die Frage, wieweit er Ã¼berhaupt erwarten darf, dass diese in die QualitÃ¤tsbewertung einbezogen werden.</p> <p class="Urteilstext"><span>Vorliegend hat die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 eine Liste von Referenzen eingereicht, die Dutzende von ausgefÃ¼hrten Projekten auffÃ¼hrt, aber nur zum Teil eine zustÃ¤ndige Person und nirgends eine Telefonnummer nennt. FÃ¼r das Einholen von ReferenzauskÃ¼nften war dies nicht ausreichend. Der Beschwerdegegner hatte jedoch selber dazu beigetragen, dass er derart ungeeignete Referenzangaben erhielt, da er in den Offertunterlagen lediglich die Nennung von Objekt, Ort, Jahr und Auftragssumme der Referenzobjekte verlangt hatte. Da Ã¼berdies auch der Zweck der Referenzen nicht ausdrÃ¼cklich genannt war, sondern nur aus der Forderung nach Referenzangaben darauf geschlossen werden konnte, dass diese fÃ¼r die Beurteilung des Zuschlagskriteriums "QualitÃ¤t" herangezogen wÃ¼rden (vorn, E. 4.1), kann den BeschwerdefÃ¼hrerinnen das Fehlen genauerer Angaben nicht zum Vorwurf gemacht werden. Unter diesen UmstÃ¤nden war es vielmehr Sache des Beschwerdegegners, von der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 die Nennung genauer bezeichneter Auskunftspersonen zu verlangen, sofern er diese nicht selber ausfindig machen wollte.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 hatte im Ãbrigen schon mit der Offerte eine aussagekrÃ¤ftige Referenzliste mit Angabe der zustÃ¤ndigen Sachbearbeiter und deren Telefonnummern eingereicht. Auch diese Referenzangaben wurden, obschon Ã¼ber die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 keine internen Bewertungen des Beschwerdegegners vorlagen, nicht ausgewertet.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Indem der Beschwerdegegner bei dieser Sachlage keine ReferenzauskÃ¼nfte Ã¼ber die BeschwerdefÃ¼hrerinnen einholte, hat er den Sachverhalt unzureichend abgeklÃ¤rt und die BeschwerdefÃ¼hrerinnen benachteiligt.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.5 </b>Angesichts der sehr guten internen Bewertungen der Mitbeteiligten und der Tatsache, dass die einzige interne Bewertung der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 lediglich die Gesamtnote "gut" ergab, stellt sich die Frage, ob zusÃ¤tzliche externe Referenzen das Resultat der Vergabe Ã¼berhaupt noch in Frage zu stellen vermÃ¶gen. Das erscheint immerhin nicht von vornherein als ausgeschlossen. Falls z.B. die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 insgesamt mit "sehr gut" bewertet wird, muss dies angesichts ihres Auftragsanteils von rund 30 % zu einer HÃ¶herbewertung der Arbeitsgemeinschaft um 1 Punkt fÃ¼hren, was in der Gesamtbewertung einen Gleichstand mit der Mitbeteiligten zur Folge hÃ¤tte. In dieser Situation oblÃ¤ge es dem Beschwerdegegner, im Rahmen eines Ermessensentscheids zwischen den beiden Anbieterinnen zu wÃ¤hlen (RB 2003 Nr. 54). Diesen Ermessensentscheid hat er noch nicht getroffen, da er bisher auf eine Rangierung abstellte, bei welcher die Mitbeteiligte allein an der Spitze lag. Hinzu kommt, dass auch beim Unterkriterium "Termintreue" eine HÃ¶herbewertung der BeschwerdefÃ¼hrerinnen um einen Punkt mÃ¶glich ist (hinten, E. 5), sodass ihr Angebot unter UmstÃ¤nden sogar die hÃ¶here Gesamtbewertung erzielen kann.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Unter dem Zuschlagskriterium "Termine" benotete der Beschwerdegegner die beiden Unterkriterien "Terminprogramm" (max. 2 Punkte) und "Erfahrung mit Termintreue" (max. 3 Punkte).</p> <p class="Urteilstext">Bei der Notenskala fÃ¼r das erste Kriterium wurden die Terminprogramme als innovativ, realistisch oder nicht realistisch beurteilt und mit 2, 1 oder 0 Punkten benotet. Die Terminprogramme der BeschwerdefÃ¼hrerinnen und der Mitbeteiligten wurden beide als realistisch betrachtet, sodass beide Anbieterinnen je einen Punkt erhielten. Insoweit ist die Bewertung nicht umstritten.</p> <p class="Urteilstext">FÃ¼r die "Erfahrung mit Termintreue" wurden je nach der Bewertung (sehr gut, gut, genÃ¼gend oder ungenÃ¼gend) 3, 2, 1 oder 0 Punkte vergeben. Zur Notengebung wurden hier, ebenso wie beim Zuschlagskriterium "QualitÃ¤t", die Unternehmerbewertungen Ã¼ber die Anbieterinnen herangezogen, welche bei der Unterhaltsregion IV des Strasseninspektorats vorlagen. Diese Unternehmerbewertungen enthalten die zwei Unterkriterien "Termine" und "Beweglichkeit", die bei der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 mit "sehr gut"/"gut", bei der Mitbeteiligten mit "sehr gut"/"sehr gut" bewertet wurden. Die Unternehmerbewertungen der Mitbeteiligten aus andern Unterhaltsregionen lauteten zweimal auf "sehr gut"/"sehr gut" und zweimal auf "sehr gut"/"gut". GestÃ¼tzt darauf erhielten die BeschwerdefÃ¼hrerinnen vorliegend 2 Punkte, die Mitbeteiligte 3 Punkte.</p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen beanstanden auch hier, dass der Beschwerdegegner nur auf seine internen Unternehmerbewertungen abgestellt und die externen Referenzen nicht ausgewertet hat. Der Einwand erweist sich aus denselben GrÃ¼nden wie beim Zuschlagskriterium "QualitÃ¤t" (vorn, E. 4.3.3) als berechtigt. Es ist daher nicht auszuschliessen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerinnen beim Unterkriterium "Erfahrung mit Termintreue" ebenfalls 3 Punkte beanspruchen kÃ¶nnen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde ist demnach teilweise gutzuheissen und die Sache zum nochmaligen Entscheid an die Baudirektion zurÃ¼ckzuweisen. Sie wird die Bewertung des Angebots der BeschwerdefÃ¼hrerinnen mittels externer ReferenzauskÃ¼nfte ergÃ¤nzen und daraufhin eine neue Gesamtbewertung vornehmen mÃ¼ssen. Falls die beiden in Frage stehenden Angebote dannzumal als gleichwertig erscheinen, wird sie eines davon in einem Ermessensentscheid auswÃ¤hlen mÃ¼ssen. Soweit mit der Beschwerde mehr als die Aufhebung des angefochtenen Entscheids, insbesondere die Erteilung des Zuschlags an die BeschwerdefÃ¼hrerinnen, verlangt wurde, kann sie dagegen nicht gutgeheissen werden. </p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Infolge des weit gehenden Obsiegens der BeschwerdefÃ¼hrerinnen sind die Verfahrenskosten dem Beschwerdegegner zu auferlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]), und dieser ist Ã¼berdies zu verpflichten, den BeschwerdefÃ¼hrerinnen eine angemessene ParteientschÃ¤digung auszurichten (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG). FÃ¼r die Bemessung der EntschÃ¤digung sind die vom Vertreter der BeschwerdefÃ¼hrerinnen eingereichten Kostennoten nicht allein massgebend, da im Verwaltungsprozess regelmÃ¤ssig keine kostendeckende ParteientschÃ¤digung zugesprochen wird (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 36 ff.). Als angemessen erscheint hier ein Betrag von Fr. 2'000.- </span>(§ 12 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997, LS 175.252; Mehrwertsteuer inbegriffen)<span>.</span></p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug2"><span>1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 28. Februar 2005 aufgehoben und die Sache zu neuem Entscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Baudirektion zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 4'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 210.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 4'210.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, den BeschwerdefÃ¼hrerinnen je eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (insgesamt Fr. 2'000.-, Mehrwertsteuer inbegriffen) zu entrichten, zahlbar innert 30 Tagen nach Rechtskraft des vorliegenden Entscheids.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>