<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00257</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106359&amp;W10_KEY=13013577&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00257</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 25.10.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Regelung der Meldeverhältnisse</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Schweizer mit Hauptwohnsitz im Ausland, der sich als Wochenaufenthalter anmelden will Das Verwaltungsgericht ist zuständig (E. 1a). Fraglich ist, ob der Beschwerdeführer den vorinstanzlichen Entscheid anfechten will, da er sich nicht gegen die ihm darin auferlegten Pflichten, sondern nur gegen die Bezeichnung seines Status als Niedergelassener wehrt (E. 1b aa). Er verlangt damit einen Feststellungsentscheid (E. 1b bb). Dies setzt ein Feststellungsinteresse voraus (E. 1b cc). Der Beschwerdeführer befürchtet für den Fall einer Registrierung als Niedergelassener Nachteile und Rechtsunsicherheiten. Ein Feststellungsinteresse besteht dann, wenn der Aufenthaltsstatus auch mit Bezug auf andere Rechtsfragen von Bedeutung ist (E. 1b dd). Nicht massgebend ist dieser Status für ausländische Behörden (E. 1b ee). Innerstaatlich wird in der Praxis zwar zunächst auf die Meldeverhältnisse abgestellt. Diese haben jedoch keine präjudizielle Bedeutung. Vielmehr haben jeweils besondere Behörden aufgrund spezifischer Bestimmungen zu entscheiden (E. 1b ff). Ein Feststellungsinteresse besteht somit nicht. Auf die Beschwerde ist nicht einzutreten (E. 1b gg). Offen bleiben kann, ob bereits der Bezirksrat nicht hätte eintreten sollen (E. 1c).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANMELDUNG">ANMELDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSLANDSCHWEIZER">AUSLANDSCHWEIZER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FESTSTELLUNGSENTSCHEID">FESTSTELLUNGSENTSCHEID</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FESTSTELLUNGSINTERESSE">FESTSTELLUNGSINTERESSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FESTSTELLUNGSKLAGE">FESTSTELLUNGSKLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HEIMATSCHEIN">HEIMATSCHEIN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MELDEPFLICHT">MELDEPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NIEDERLASSUNG">NIEDERLASSUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT">POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: POLIZEILICHES DOMIZIL">POLIZEILICHES DOMIZIL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOCHENAUFENTHALTER">WOCHENAUFENTHALTER</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 36 GemeindeG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. B bewohnt und bewirtschaftet zusammen mit seiner Familie einen kleinen Landwirtschaftsbetrieb in Italien. Um seinen Kindern die Aus­bildung zu finanzieren, trat er im April 2000 in ZÃ¼rich eine Stelle als Informatiker mit 90 %-Pensum (Arbeitszeit von Montag Nachmittag bis Freitag Mittag) an und bezog im August 2000 nach vorÃ¼bergehender Unterkunft in Hotelzimmern und einem mÃ¶blierten Studio seines Arbeitgebers in der Stadt eine Einzimmerwohnung. Die arbeitsfreie Zeit verbringt er auf seinem Hof in Italien.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 18. Mai 2000 stellte B ein Gesuch um Anmeldung als Wochenaufenthalter ans KreisbÃ¼ro der Stadt ZÃ¼rich. Nachdem er am 8. August und am 14. September 2000 diesen Antrag wiederholt hatte, verfÃ¼gte das BevÃ¶lkerungsamt der Stadt ZÃ¼rich am 26. Oktober 2000, die Niederlassung von B befinde sich in ZÃ¼rich, dem Ersuchen um eine Wochenaufenthaltsbewilligung kÃ¶nne daher nicht stattgegeben wer­den, und ersuchte ihn um Hinterlegung des Heimatscheins bis zum 30. November 2000. Der Stadtrat von ZÃ¼rich wies eine dagegen gerichtete Einsprache von B am 14. MÃ¤rz 2001 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Am 12. April 2001 erhob B gegen den Beschluss des Stadtrats ZÃ¼rich Rekurs an das Statthalteramt und wiederholte sinngemÃ¤ss sein Gesuch um Anmeldung als Wochenauf­enthalter. Der Statthalter wies das Rechtsmittel mit VerfÃ¼gung vom 20. Juli 2001 ab. Er erwog im Wesentlichen, vorliegend gehe es nur um die polizeiliche Niederlassung, die nicht mit anderen Wohnsitzbegriffen identisch sei. Deshalb kÃ¶nne es der Vorinstanz nicht zum Vorwurf gereichen, sich mit Fragen des zivilrechtlichen Wohnsitzes und des Steuerdomizils nicht auseinandergesetzt zu haben. â GemÃ¤ss § 36 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 (GemeindeG) mÃ¼sse einen Heimatschein hinterlegen, wer sich aus­serhalb seiner Heimatgemeinde niederlasse; wer Aufenthalt nehme, mÃ¼sse einen Heimat­ausweis hinterlegen. Da der Heimatschein nach Art. 8 der Verordnung Ã¼ber den Heimatschein vom 22. Dezember 1980 (SR 143.12) nur in der Schweiz hinterlegt werden dÃ¼rfe, sei die Bestim­mung dahingehend auszulegen, dass Auslandschweizer, die in der Schweiz vorher Ã¼ber keine Niederlassung verfÃ¼gt hÃ¤tten, bei ihrer polizeilichen Anmeldung Nieder­lassung und nicht Aufenthalt begrÃ¼ndeten. Die Unterscheidung zwischen Niederlassung und Aufenthalt sei nur im VerhÃ¤ltnis zwischen mehreren schweizerischen Orten geboten. Daraus, dass an­dere Kantone allenfalls andere Regelungen getroffen hÃ¤tten, kÃ¶nne der Rekurrent nichts zu seinen Gunsten ableiten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. B wandte sich gegen die VerfÃ¼gung des Statthalters am 20. August 2001 mit Beschwerde ans Verwaltungsgericht und beantragte sinngemÃ¤ss, seine Anmeldung in ZÃ¼rich sei nicht als Niederlassung, sondern als Wochenaufenthalt zu bezeichnen. Er brachte vor, zwar mÃ¶chten die Entscheide der Vorinstanz gesetzeskonform sein, durch fÃ¼hle er sich dadurch sehr benachteiligt. Seine Lage als Auslandschweizer werde vÃ¶llig unÃ¼bersichtlich, er selbst in einen Status von Rechtsunsicherheit versetzt. Beschwerdegegnerin und Statthalteramt verzichteten auf Beschwerdeantwort bzw. Vernehmlassung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde gegen eine VerfÃ¼gung des Statthalters des Bezirks ZÃ¼rich nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) funktionell und sachlich zustÃ¤ndig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) aa) Es fragt sich allerdings, ob in der Beschwerdeschrift tatsÃ¤chlich der Wille zum Ausdruck kommt, den vorinstanzlichen Entscheid anzufechten. Der BeschwerdefÃ¼h­- rer wendet sich weder dagegen, sich bei der Einwohnerkontrolle der Stadt ZÃ¼rich anzumelden â dies ist bereits geschehen, noch dagegen, seinen Heimatschein auf dem zustÃ¤ndigen Kreis­bÃ¼ro zu hinterlegen. Er bemÃ¤ngelt ausschliesslich die im angefochtenen Entscheid getroffene Feststellung, seine <i>Niederlassung</i> befinde sich in ZÃ¼rich, und will erreichen, dass er als <i>Wochenaufenthalter</i> registriert wird.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Falls nicht davon auszugehen ist, dass der BeschwerdefÃ¼hrer sich damit nur gegen die BegrÃ¼ndung des angefochtenen Entscheids zur Wehr setzt, was zum vornherein nicht mÃ¶glich ist (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 19 N. 6), so verlangt er damit einen von den vorinstanzlichen Entscheiden abweichenden Feststellungsentscheid des Ver­waltungsgerichts.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Ein Anspruch auf einen Feststellungsentscheid besteht nur unter bestimmten Voraussetzungen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 60 ff.). Gegenstand kann nur das Bestehen eines bestimmten RechtsverhÃ¤ltnisses sein, nicht aber von Tatsachen. Vorliegend geht es dem BeschwerdefÃ¼hrer um die Feststellung eines RechtsverhÃ¤ltnisses, nÃ¤mlich seines melderechtlichen Status eines Wochenaufenthalters. Der Antragsteller muss ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an der Feststellung nachweisen. Ein solches besteht im Fall von Unklarheiten Ã¼ber Bestand, Nichtbestand oder Umfang Ã¶ffentlichrechtlicher Rechte und Pflichten. Das Interesse muss ein aktuelles sein, d.h. der Antragsteller liefe bei Verweigerung Gefahr, Mass­­nahmen zu treffen oder zu unterlassen mit der Folge, dass ihm Nachteile erwachsen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>dd) Wie schon vor den Vorinstanzen bringt der BeschwerdefÃ¼hrer vor, fÃ¼r den Fall einer Anmeldung zur Niederlassung Kompetenzkonflikte und Rechtsunsicherheiten in verschiedenen Bereichen zu befÃ¼rchten. Trifft dies zu, so besteht ein gesonderter Anspruch auf Feststellung des Aufenthaltsstatus des BeschwerdefÃ¼hrers, wenn dadurch gleichzeitig dessen Wohnsitz festgelegt wird, soweit er in anderen Rechtsbereichen von Bedeutung ist, wie beispielsweise im Steuer-, Zivilprozess- und Zivilrecht und bei den politischen Rechten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>ee) Zum vornherein kann der Entscheid Ã¼ber den melderechtlichen Status des BeschwerdefÃ¼hrers in ZÃ¼rich nicht massgebend sein fÃ¼r auslÃ¤ndische BehÃ¶rden. Ãber die aufenthaltsrechtliche Stellung des BeschwerdefÃ¼hrers in Italien haben ausschliesslich die zu­stÃ¤ndigen italienischen BehÃ¶rden zu entscheiden. Sie untersteht den einschlÃ¤gigen Staats­­vertrÃ¤gen (Niederlassungs- und Konsularvertrag zwischen der Schweiz und Italien vom 22. Juli 1868 [SR 0.142.114.541] und diesen prÃ¤zisierende ErklÃ¤rungen und Protokolle) und allenfalls ergÃ¤nzend dem innerstaatlichen italienischen Recht. Ebenso wenig verbindlich sind die MeldeverhÃ¤ltnisse des BeschwerdefÃ¼hrers in der Schweiz fÃ¼r italiensche Gerichte beim Entscheid Ã¼ber ihre eigene ZustÃ¤ndigkeit, etwa in erbrechtlichen Angelegenheiten, oder Ã¼ber das auf die Errichtung von Testamenten anwendbare Recht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Inwiefern dem BeschwerdefÃ¼hrer durch einen schweizerischen Meldestatus als Niedergelassener in Italien Probleme entstehen kÃ¶nnten, entzieht sich der Kenntnis des Verwaltungsgerichts. Anhaltspunkte dafÃ¼r sind jedoch nicht ersichtlich, zumal das Einwohnermeldeamt ihm offenbar zugesagt hat, die italienischen BehÃ¶rden nicht von seiner Anmeldung in ZÃ¼rich zu benachrichtigen. Es besteht kein Grund zur Annahme, fÃ¼r die italienischen BehÃ¶rden sei die Bezeichnung seines Anmeldestatus in der Schweiz von Bedeutung. Auf jeden Fall kann sich der BeschwerdefÃ¼hrer nach wie vor auf die durch den Niederlassungs- und Konsularvertrag begrÃ¼ndeten Rechte berufen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nicht ersichtlich ist auch, weshalb sich aus der Anmeldung als Niedergelassener (statt als Wochenaufenthalter) Ãnderungen im VerhÃ¤ltnis zum schweizerischen Konsulat in Italien ergeben sollten. Die Vorinstanzen ziehen die "Residenza" des BeschwerdefÃ¼hrers in Italien ausdrÃ¼cklich nicht in Zweifel und verlangen von ihm keinerlei Handlungen, die seine BefÃ¼rchtungen stÃ¼tzen kÃ¶nnten, wie etwa eine Abmeldung beim Konsulat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>ff) Im innerstaatlichen VerhÃ¤ltnis verhÃ¤lt es sich entsprechend. Mit der Anmeldung bei der Einwohnerkontrolle wird das so genannte polizeiliche Domizil begrÃ¼ndet, das von verwandten Begriffen des privaten und des Ã¶ffentlichen Rechts unterschieden werden muss (Karl SpÃ¼hler, Die Rechtsprechung zur polizeilichen Meldepflicht bei Niederlassung und Aufenthalt, ZBl 93/1992, S. 337 ff.). In den meisten FÃ¤llen fallen diese verschiedenen Spezialwohnsitze zwar zusammen. Die VerwaltungsbehÃ¶rden gehen bei der Feststellung der fÃ¼r sie massgebenden Domizile deshalb in einem ersten Schritt von den MeldeverhÃ¤ltnissen aus. Die Bestimmung des polizeilichen Domizils hat jedoch keinerlei prÃ¤judizierende Wirkung auf in anderem Zusammenhang zu treffende Entscheide Ã¼ber den Wohnsitz. Viel­mehr lÃ¤sst sich diese Frage jeweils erneut und unabhÃ¤ngig von anderen Festlegungen aufwerfen (vgl. VGr, 30. August 2000, VB.2000.00129, E. 2a). DafÃ¼r sind â namentlich wenn wie vorliegend Auslandsbeziehungen des Betroffenen zu berÃ¼cksichtigen sind â andere BehÃ¶rden zustÃ¤ndig und andere Rechtsnormen massgebend.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>So haben die SteuerbehÃ¶rden aufgrund des Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der italienischen Republik zur Vermeidung der Doppelbesteu­erung und zur Regelung einiger anderer Fragen auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom VermÃ¶gen (mit Zusatzprotokoll) vom 9. MÃ¤rz 1976 (SR 0.672.945.41) und des innerstaatlichen schweizerischen Rechts, z.B. des ZÃ¼rcher Steuergesetzes vom 8. Juni 1997, zu entscheiden. Ebenso hÃ¤tten schweizerische Gerichte in einem Prozess, in dem der BeschwerdefÃ¼hrer als Partei beteiligt ist, gestÃ¼tzt auf die anwendbaren Rechtsnor­men (z.B. das Ãbereinkommen Ã¼ber die gerichtliche ZustÃ¤ndigkeit und die Vollstre­ckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen vom 16. September 1988 und das Bundesgesetz Ã¼ber das Internationale Privatrecht vom 18. Dezember 1987) selbstÃ¤n­dig festzulegen, wo sich der bezÃ¼glich des BeschwerdefÃ¼hrers massgebliche AnknÃ¼pfungspunkt (insbes. sein Wohnsitz) im internationalen VerhÃ¤ltnis befinde, um gestÃ¼tzt darauf Ã¼ber ihre eigene Ã¶rtliche ZustÃ¤ndigkeit oder das anwendbare materielle Recht zu entscheiden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>gg) Der vom Entscheid Ã¼ber die Anmelde- und die Hinterlegungspflicht losgelÃ¶sten Feststellung, ob der BeschwerdefÃ¼hrer in ZÃ¼rich Niederlassung oder Wochenaufenthalt be­grÃ¼ndet habe, fehlt es somit an der rechtlichen Erheblichkeit mit Bezug auf andere, insbesondere die von ihm selbst aufgeworfenen Fragen. Mit der vom BeschwerdefÃ¼hrer gewÃ¼n­schten Feststellung, er sei in ZÃ¼rich Wochenaufenthalter, wÃ¤re fÃ¼r ihn in anderen Rechts­gebieten nichts gewonnen; es liessen sich dadurch keine von ihm gewÃ¼nschte Ã¶rtliche ZustÃ¤ndigkeiten oder das auf bestimmte Fragen anwendbare Recht festlegen. Dazu fehlte den Vorinstanzen â wie auch jetzt dem Verwaltungsgericht â die Befugnis. Das fÃ¼r einen materiellen Entscheid im Sinn des BeschwerdefÃ¼hrers notwendige Feststellungsinteresse besteht somit nicht. Auf die Beschwerde ist deshalb nicht einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Unter diesen UmstÃ¤nden kann offen bleiben, ob bereits der Bezirksrat auf den Rekurs des BeschwerdefÃ¼hrers nicht hÃ¤tte eintreten sollen. Dies ist eher zu verneinen, da die Eingabe wohl auch gegen die Verpflichtung zur Hinterlegung des Heimatscheins gerichtet war. Der Stadtrat jedenfalls ist richtigerweise auf die bei ihm erhobene Einsprache eingetreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>