<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Tierschutzverordnung dahingehend anzupassen, dass Hilfsmittel bzw. Methoden, die Equiden ungerechtfertigt Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen oder sie in Angst versetzen können, verboten werden. Insbesondere:</p><p>- Kombination von Hebelgebissen mit Sperrriemen;</p><p>- Kappzäume und Nasenbügel aus Metall;</p><p>- Zungenstrecker;</p><p>- Draht- und Kettengebisse;</p><p>- Overcheck im Trabrennsport</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Niemand darf einem Tier ungerechtfertigt Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen, es in Angst versetzen oder in anderer Weise seine Würde missachten. Das Misshandeln, Vernachlässigen oder unnötige Überanstrengen von Tieren ist verboten (Art. 4 Abs. 2 Tierschutzgesetz; SR 455). Dieser Grundsatz gilt auch dann, wenn das verwendete Hilfsmittel nicht explizit verboten ist.</p><p>Bei den von der Motionärin aufgeführten unterschiedlichen Methoden und Hilfsmitteln muss jeweils spezifisch geklärt werden, ob tatsächlich jeder Einsatz bereits eine Misshandlung darstellt - nur dann wäre ein generelles Verbot verhältnismässig.</p><p>Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) wird im Rahmen der nächsten Revision der Tierschutzverordnung (TSchV; SR 455.1) vertieft prüfen, ob und um welche Hilfsmittel die Verbotsliste zu erweitern ist. Die Vorarbeiten laufen bereits und werden ab 2022 konkretisiert.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.