A bteilung I A -841/2007 {T 0/2} U rteil vom 20. A ugust 2007 M itw irkung: R ichter Beat Forster (Vorsitz); R ichter M arkus M etz; R ichterin Florence Aubry G irardin; G erichtsschreiberin G iovanna Bat- tagliero. A ._______, Beschw erdeführer, vertreten durch R echtsanw ältin Prof. D r. Isabelle H äner, gegen Eidgenössische Technische H ochschule Zürich (ETH Zürich), R echtsdienst, R äm istrasse 101, 8092 Zürich, Beschw erdegegnerin, ETH -B eschw erdekom m ission, Postfach 6061, 3001 Bern, Vorinstanz, betreffend Exm atrikulation als D oktorand und fristlose Entlassung; Verfügungen der ETH -B eschw erdekom m ission vom 14. D ezem ber 2006. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. A._______ hat im Juni 2004 unter der Leitung von Prof. X._______ (nach- folgend: D oktoratsleiter) sein D oktorat im Labor für O rganische C hem ie an der Eidgenössischen Technischen H ochschule Zürich (ETH Z) begonnen. Seit dem 1. O ktober 2004 w ar er im Labor zusätzlich als w issenschaftli- cher Assistent angestellt. D ie form elle Zulassung zum D oktorat erfolgte am 25. O ktober 2005. D ie ursprünglich auf ein Jahr befristete Anstellung bei der ETH Z w urde erstm als am 7. Septem ber 2005 um ein Jahr und am 28. D ezem ber 2005 ein w eiteres M al bis zum 30. Septem ber 2007 verlän- gert. B. Zw ischen A._______ und seinem D oktoratsleiter kam es zu M ei- nungsverschiedenheiten, die dazu führten, dass der D oktoratsleiter A._______ m it E-M ail vom 20. Februar 2006 aufforderte, aus Sicherheits- gründen nicht m ehr im Labor zu arbeiten. Als Folge davon fand am 24. Fe- bruar 2006 unter Leitung der zuständigen D epartem entsvorsteherin Prof. Y._______ (nachfolgend: D epartem entsvorsteherin) zw ischen A._______ und seinem D oktoratsleiter ein Schlichtungsgespräch statt. D as G espräch endete ohne Ergebnis. In der von diesem Schlichtungsgespräch erstellten Aktennotiz hielt die D epartem entsvorsteherin unter anderem fest, die Kom - m unikation zw ischen A._______ und seinem D oktoratsleiter sei m assiv ge- stört. D ie W ellenlänge zw ischen den beiden stim m e nicht, w as vom einen ausgesendet w erde, erscheine beim anderen in völlig verzerrter W ahrneh- m ung. D er Vorschlag, Abläufe in der Interaktion zw ischen den beiden fest- zulegen, die ein sofortiges Eskalieren der Situation bei nicht optim alen R e- sultaten verhindern sollten, habe der D oktoratsleiter abgelehnt, w eil er die direkte Interaktion m it den D oktorierenden als äusserst w ichtig erachte. H ingegen habe sich der D oktoratsleiter bereit erklärt, eine direkte U nter- stellung von A._______ unter seinen O berassistenten zu prüfen. Einen W echsel der Forschungsgruppe habe A._______ abgelehnt, da er sich um seinen Einsatz der letzten 20 M onate gebracht sah. C . Im Schreiben an die D epartem entsvorsteherin vom 1. M ärz 2006 hielt es der D oktoratsleiter für das Beste, w enn sich A._______ einen anderen D oktoratsleiter und eine andere Forschungsgruppe suche, m it der er kom - patibler sei. Er erklärte sich auch bereit, A._______ dabei behilflich zu sein. A._______ verfasste seinerseits am 2. M ärz 2006 eine Stellung- nahm e an den Prorektor für W eiterbildung und D oktorat, Prof. Z._______ (nachfolgend: Prorektor), für das gem einsam e für den 3. M ärz 2006 ver- einbarte G espräch. D arin legte A._______ seine Sicht der D inge und die Entw icklung des Konfliktes dar. D . N achdem A._______ am 3. M ärz 2006 und in der Folge der D oktoratsleiter einzeln eine U nterredung m it dem Prorektor abhielten, beantragte der D ok- toratsleiter am 22. M ärz 2006 die Exm atrikulation von A._______. G lei- chentags schrieb der D oktoratsleiter A._______ einen Brief, in dem er ihn über den gestellten Antrag inform ierte und ihn aufforderte, um gehend sei-3 nen Arbeitsplatz zu räum en und die Schlüssel abzugeben. D iesen Brief übergab der D oktoratsleiter seinem O berassistenten, der ihn A._______ nach dessen R ückkehr aus dem U rlaub, Ende M ärz 2006, aushändigte. D er Prorektor führte am 28. M ärz 2006 ein w eiteres G espräch m it A._______ durch, an dem er ihm den Inhalt des Exm atrikulationsantrages zusam m engefasst w iedergab. Am 31. M ärz 2006 gab A._______ seine Schlüssel zurück und räum te am 3. April 2006 seinen Arbeitsplatz. Im April und M ai 2006 fanden diverse G espräche zw ischen der R echtsvertretung von A._______ und der Personalabteilung sow ie dem R echtsdienst der ETH Z statt, die am 31. M ai 2006 ohne Einigung beendet w orden sind. E. Am 6. Juni 2006 verfügte die ETH Z die Exm atrikulation von A._______. Ei- ner allfälligen Beschw erde entzog sie die aufschiebende W irkung. Zur Be- gründung stützte sie sich auf den Exm atrikulationsantrag des D oktoratslei- ters vom 22. M ärz 2006 und führte an, A._______ verfüge nach vier ge- scheiterten Projekten w eder über die nötige experim entelle G eschicklich- keit noch über die intellektuelle Fähigkeit, die für eine erfolgreiche D urch- führung einer D oktorarbeit grundsätzlich vorausgesetzt w ürden. A._______ sei das rechtliche G ehör gew ährt w orden. Zw ischen A._______ und dem D oktoratsleiter bestehe eine m assiv gestörte Kom m unikation und so seien der Prorektor und A._______ in ihrem G espräch vom 28. M ärz 2006 über- ein gekom m en, eine W eiterführung der D issertation in der jetzigen For- schungsgruppe sei undenkbar. F. Am 26. Juni 2006 entliess die ETH Z A._______ fristlos und entzog einer allfälligen Beschw erde ebenfalls die aufschiebende W irkung. M it der Ex- m atrikulation vom 6. Juni 2006 falle auch die Voraussetzung, w elche zur Anstellung als w issenschaftlicher Assistent geführt habe, dahin. W eiter m angle es A._______ an der Eignung und der Bereitschaft, die gem äss Arbeitsvertrag vereinbarte Arbeit als w issenschaftlicher M itarbeiter zu ver- richten. A._______ habe seinen Arbeitsplatz bereits geräum t, seine Schlüssel abgegeben und seinen W ohnsitz nach D eutschland verlegt. Zu- dem sei das Vertrauensverhältnis zw ischen ihm und seinem D okto- ratsleiter völlig zerrüttet. D ie Fortsetzung des befristeten Arbeitsverhältnis- ses sei deshalb für die ETH Z nicht m ehr zum utbar und w erde fristlos auf- gelöst. G . A._______ reichte bei der ETH -Beschw erdekom m ission (nachfolgend: ETH -BK) Beschw erde gegen die Exm atrikulationsverfügung vom 6. Juni 2006 ein und beantragte deren Aufhebung. G egen die fristlose Entlassung vom 26. Juni 2006 erhob A._______ am 14. Juli 2006 einerseits Ein- sprache bei der Personalabteilung der ETH Z und andererseits Beschw er- de bei der ETH -BK. Er verlangte die Feststellung der N ichtigkeit der Verfü- gung bzw . die Aufhebung der Verfügung und zudem für den Fall, dass ihm keine zum utbare andere Stelle angeboten w erden könne, eine angem es- sene Entschädigung sow ie die Ausrichtung des Lohnes bis zum ordentli- chen Ablauf des Vertragsverhältnisses am 30. Septem ber 2007. Eventuali- ter sei ihm der Lohn für die nicht bezogenen Ferien sow ie eine Entschädi- gung für die Ü berstunden bzw . die Ü berzeit auszurichten. D ie ETH Z stellte am 24. August 2006 Antrag auf Feststellung der G ültigkeit der Kündigung 4 und Abw eisung säm tlicher Anträge von A._______. H . D ie ETH -BK w ies die Beschw erde gegen die Exm atrikulation m it U rteil vom 14. D ezem ber 2006 ab. D ie ETH Z habe den Sachverhalt bezüglich der vom D oktoratsleiter behaupteten fachlichen und intellektuellen U nfä- higkeit zw ar ungenügend abgeklärt und könne die Exm atrikulation nicht dam it begründen. Aber die Exm atrikulation sei dennoch zu R echt erfolgt, w eil das Vertrauensverhältnis zw ischen A._______ und seinem D okto- ratsleiter zutiefst gestört sei und dies w eder der einen noch der anderen Partei angelastet w erden könne. D ie ETH Z habe zudem alle notw endigen Schritte zur Streitschlichtung unternom m en. Insgesam t sei die Einschät- zung des D oktoratsleiters, der das Vertrauen in einen erfolgreichen Ab- schluss der D oktorarbeit verloren habe, nachvollziehbar und der einseitig erklärte R ücktritt von der Leitung des D oktorats liege in seinem Erm essen, das er pflichtgem äss und vertretbar ausgeübt habe. I. Ebenfalls am 14. D ezem ber 2006 hiess die ETH -BK den Antrag der ETH Z auf Feststellung der G ültigkeit der fristlosen Kündigung des Arbeitsverhält- nisses von A._______ gut. D en Antrag von A._______ auf Leistung einer Ferienabgeltung durch die ETH Z w ies sie ab. D agegen verpflichtete die ETH -BK die ETH Z, dem Beschw erdeführer 254 Ü berstunden bzw . Ü ber- zeit auszubezahlen. D ie Im m atrikulation sei zw ar nicht zw ingend Bedin- gung für das Anstellungsverhältnis als w issenschaftlicher Assistent, aber eine fehlende Im m atrikulation m ache eine w eitere Anstellung nur als As- sistent sinnlos. D eshalb erw eise sich die Exm atrikulation als w ichtiger G rund für eine fristlose Kündigung. Ebenso entscheidend sei das zerstörte Vertrauen zw ischen A._______ und seinem D oktoratsleiter, das die Fort- setzung des Arbeitsverhältnisses für die ETH Z unzum utbar m ache. Ü ber- dies habe die ETH Z ihre Fürsorgepflichten als Arbeitgeberin erfüllt und A._______ habe seinerseits nichts zur einvernehm lichen Lösung des Prob- lem s beigetragen. J. A._______ (Beschw erdeführer) reichte am 8. Februar 2007 beim Bun- desverw altungsgericht gegen beide Entscheide der ETH -BK (Vorinstanz) je Verw altungsbeschw erde m it gleichem W ortlaut ein. Er beantragt, die beiden Verfahren zu vereinigen und eine öffentliche Parteiverhandlung durchzuführen. D ie angefochtenen Entscheide seien aufzuheben und es sei deren U ngültigkeit bzw . N ichtigkeit festzustellen. Zudem seien dem Be- schw erdeführer die Ü berstunden bzw . Ü berzeit von Total 1129.19 Std. be- rechnet auf dem N om inallohn sow ie die Ü berzeit von Total 206.39 Std. m it einem Zuschlag von 25% und die w eitere Ü berzeit von Total 413.95 Std. m it einem Zuschlag von 50% zu entschädigen. Schliesslich sei dem Be- schw erdeführer der Lohn bis 30. Septem ber 2007 auszurichten sow ie eine Entschädigung von zw ischen drei bis sechs M onatslöhnen zu bezahlen. D er Beschw erdeführer m acht eine Verletzung seines rechtlichen G ehörs und des Fairnessgebotes geltend, da er die G egenposition des D oktorats- leiters nicht vor den G esprächen m it der D epartem entsvorsteherin sow ie dem Prorektor gekannt habe und sich so zu für ihn ungünstigen Aussagen habe verleiten lassen. W eiter sei der Sachverhalt unrichtig festgestellt bzw . falsch und einseitig gew ürdigt w orden, w eil das unm ögliche und un-5 gebührliche Verhalten des D oktoratsleiters nicht berücksichtigt und der Be- schw erdeführer nicht rechtzeitig auf das R isiko einer Exm atrikulation auf- m erksam gem acht w orden sei. Für die Exm atrikulation fehle ein sachlicher G rund und die Interessen des Beschw erdeführers, dass er nunm ehr 20 M onate an w ertvoller Zeit verloren habe, fielen stärker ins G ew icht. Zudem sei die Exm atrikulation nicht erforderlich und dam it unverhältnism ässig ge- w esen. Ü berdies bestehe für die fristlose Entlassung kein w ichtiger G rund, m it der Exm atrikulation könne diese jedenfalls nicht begründet w erden. Schliesslich habe die Schlichtung nicht genügt, w om it die Beschw erdegeg- nerin das Verhältnism ässigkeitsprinzip sow ie ihre Fürsorgepflicht als Ar- beitgeberin verletzt habe. K. M it Verfügung des Instruktionsrichters vom 14. M ärz 2007 w urden die Be- schw erdeverfahren betreffend Exm atrikulation (A-1176/2007) und fristlose Entlassung (A-841/2007) unter der D ossiernum m er A-841/2007 vereinigt. L. D ie Vorinstanz beantragt in ihrer Vernehm lassung vom 5. April 2007 die vollum fängliche Abw eisung der Beschw erden und verw eist zur Begrün- dung auf die angefochtenen Entscheide vom 14. D ezem ber 2006. M . In ihrer Beschw erdeantw ort vom 5. April 2007 stellt die Beschw erdegegne- rin den Antrag auf vollum fängliche Abw eisung der Verw altungsbeschw er- den. Eingangs w irft die Beschw erdegegnerin die Frage auf, ob an der Ü berprüfung der Exm atrikulationsverfügung noch ein R echtsschutzinteres- se bestehe, da der Beschw erdeführer seine D oktorarbeit offenbar an ei- nem anderen O rt w eiterführe. W eiter hebt sie hervor, ihre Schlichtungsbe- m ühungen seien ausreichend gew esen und der Beschw erdeführer habe sich bereits anlässlich des Schlichtungsgesprächs vom 24. Februar 2006 dem R isiko einer Exm atrikulation bew usst sein m üssen. Ü berdies sei die- ser m it Schreiben vom 22. M ärz 2006 vom D oktoratsleiter selber über den gleichentags erfolgten Exm atrikulationsantrag inform iert w orden. Zudem habe der Beschw erdeführer zw ischen dem letzten G espräch m it dem Pro- rektor am 28. M ärz 2006 und der Exm atrikulationsverfügung vom 6. Juni 2006 genügend Zeit gehabt, seinen Standpunkt zu überdenken. Som it sei die Exm atrikulation rechtens, w obei kein R aum für eine Interessenabw ä- gung bleibe. Schliesslich sei auch die fristlose Entlassung gerechtfertigt, genügten hierfür doch auch Änderungen der persönlichen oder geschäftli- chen Verhältnisse, die sich negativ auf das Arbeitsverhältnis ausw irkten, und zw ar sogar dann, w enn sie unverschuldet seien. N . D er Beschw erdeführer hält in seinen Schlussbem erkungen vom 1. Juni 2007 an seinen Anträgen fest. Er habe nach w ie vor ein R echtsschutzinter- esse an der Ü berprüfung der R echtm ässigkeit der Exm atrikulationsverfü- gung. W eiter betont er erneut, es sei unerfindlich, inw iefern er für das zer- rüttete Vertrauensverhältnis m itverantw ortlich sein solle. D ie Beschw erde- gegnerin habe ihre Fürsorgepflicht als Arbeitgeberin verletzt, die Exm atri- kulation sei nicht erforderlich gew esen. U nabhängig von ihrer R echtm ä- ssigkeit könne eine Exm atrikulation eine fristlose Entlassung nie rechtferti- gen. O . Am 10. Juli 2007 fand in den R äum lichkeiten des Bundesverw altungsge-6 richts eine m ündliche öffentliche Verhandlung statt. D en Parteien w urde der vom G ericht bisher erm ittelte Sachverhalt präsentiert und ihnen w ur- den hierzu ergänzende Fragen gestellt und die M öglichkeit zu Ergänzun- gen oder Korrekturen gegeben. Im Anschluss daran hatten sie G elegen- heit, zu plädieren. P. D ie R echtsvertretung des Beschw erdeführers reichte am 13. Juli 2007 ihre Kostennote sow ie die an der Verhandlung angekündigten w eiteren Be- w eism ittel und U nterlagen zu den aktuellen finanziellen Einkünften des Be- schw erdeführers ein.7 D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: Form elles 1. Seit dem 1. Januar 2007 sind Entscheide der ETH -Beschw erdekom m issi- on beim Bundesverw altungsgericht anfechtbar (Art. 37 Abs. 1 des Bundes- gesetzes vom 4. O ktober 1991 über die Eidgenössischen Technischen H ochschulen [ETH -G esetz, SR 414.110] in Verbindung m it Art. 31 und 33 Bst. e des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw al- tungsgericht [Verw altungsgerichtsgesetz, VG G , SR 173.32]). Auf das Ver- fahren vor dem Bundesverw altungsgericht findet das Verw altungsgerichts- gesetz Anw endung. Im Ü brigen richtet sich das Verfahren gem äss Art. 37 VG G grundsätzlich nach dem Bundesgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021). 2. Zur Beschw erde ist nach Art. 48 Abs. 1 Vw VG berechtigt, w er vor der Vor- instanz am Verfahren teilgenom m en hat, durch die angefochtene Verfü- gung besonders berührt ist und ein aktuelles, schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. D ie Beschw erdegegnerin zw eifelt grundsätzlich das R echtsschutzinteresse des Beschw erdeführers an der Ü berprüfung der Exm atrikulationsverfügung an, da dieser seine D oktorarbeit offenbar andernorts w eiterführe. D am it verlangt sie sinngem äss, auf die dagegen gerichtete Beschw erde sei nicht einzutreten. D iesem Antrag kann bereits deshalb nicht gefolgt w erden, w eil die unbestritten vom Beschw erdeführer anfechtbare fristlose Entlassung m it der Exm atrikulation begründet w urde, m ithin letztere zum indest vorfra- gew eise überprüft w erden m uss. D am it ist auf beide Beschw erden einzu- treten. 3. D as Bundesverw altungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid m it voller Kognition (Art. 49 Vw VG ). D er Beschw erdeführer kann neben der Verletzung von Bundesrecht (Art. 49 Bst. a Vw VG ) und der unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 49 Bst. b Vw VG ) auch die R üge der U nangem essenheit erheben (Art. 49 Bst. c Vw VG ; vgl. AN D R É M O SE R in: AN D R É M O SER / PETER U EBER SA X, Prozessieren vor eidgenössischen R ekurskom m issionen, Basel und Frank- furt am M ain 1998, R z. 2.59; U LR IC H H ÄFELIN / G EO R G M Ü LLER / FELIX U H LM AN N , Allgem eines Verw altungsrecht, 5. Auflage, Zürich 2006, R z. 1632 ff.). D as Bundesverw altungsgericht hat von Am tes w egen den Sachverhalt festzu- stellen und das R echt anzuw enden. Es ist dabei nicht an die Begehren der Parteien und deren rechtliche Ü berlegungen gebunden (vgl. Art. 62 Abs. 4 Vw VG ; ALFR E D KÖ LZ / ISAB ELLE H ÄN E R , Verw altungsverfahren und Verw al- tungsrechtspflege des Bundes, 2. Auflage, Zürich 1998, R z. 112). 4. D er Beschw erdeführer beantragt die Aufhebung der Exm atrikulationsverfü- gung vom 6. Juni 2006 sow ie der fristlosen Entlassung vom 26. Juni 2006. D a die Exm atrikulation zuerst erfolgt ist und diese als w ichtiger G rund für die fristlose Entlassung angeführt w ird, ist im Folgenden als erstes die Ex- m atrikulation zu prüfen. In diesem Zusam m enhang rügt der Beschw erde- führer in form eller H insicht die Verletzung des rechtlichen G ehörs und des 8 Fairnessgebotes sow ie die ungenügende Feststellung des rechtserhebli- chen Sachverhaltes. In m aterieller H insicht m acht er geltend, die Exm atri- kulation erfülle die Voraussetzungen zum W iderruf einer Verfügung nicht, d.h. die erforderliche Interessenabw ägung sei nicht vorgenom m en w orden. Zudem liege ein Verstoss gegen den G rundsatz der Verhältnism ässigkeit vor. 5. D er Beschw erdeführer sieht seinen Anspruch auf rechtliches G ehör und das Fairnessgebot nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV, SR 101) bzw . Art. 29 Vw VG dadurch verletzt, dass er bei allen G esprächen m it der D epartem entsvorsteherin und dem Prorektor in U nkenntnis über die w ahre Aktenlage gelassen w orden sei. Er habe die G egenposition des D oktoratsleiters, insbesondere den Inhalt der Schrei- ben des D oktoratsleiters vom 1. und 22. M ärz 2006 nicht gekannt und so seinen eigenen Standpunkt nicht reflektieren können. M it dem R isiko der Exm atrikulation habe er nicht rechnen m üssen. D er Beschw erdeführer habe im Zeitpunkt der G espräche also nicht gew usst, dass der D oktorats- leiter bereits die Exm atrikulation anstrebte, w om it sie keine chancenglei- chen Positionen gehabt hätten. D iese M ängel seien nicht heilbar. 5.1 D ie Vorinstanz und die Beschw erdegegnerin sind dagegen der Ansicht, der Beschw erdeführer sei m ehrfach angehört w orden und habe so hinrei- chend G elegenheit gehabt, sich zu äussern. D ie Beschw erdegegnerin führt an, der D oktoratsleiter habe den Beschw erdeführer selber am 22. M ärz 2006 über den an diesem Tag gestellten Exm atrikulationsantrag inform iert. Ferner seien zw ischen dem G espräch vom 28. M ärz 2006, in dem der Pro- rektor dem Beschw erdeführer den Exm atrikulationsantrag des D oktorats- leiters vom 22. M ärz 2006 zusam m engefasst m itgeteilt habe und der Ex- m atrikulationsverfügung vom 6. Juni 2006 über zw ei M onate vergangen. Spätestens in dieser Zeit hätte der Beschw erdeführer seine Position über- denken können. Zudem habe sich der Beschw erdeführer von Anfang an m it dem R isiko einer Exm atrikulation abfinden m üssen, w enn zw ischen ihm als D oktorand und seinem D oktoratsleiter derartige D ifferenzen be- stünden. 5.2 D er Anspruch auf rechtliches G ehör ist form eller N atur. Sofern der M angel nicht geheilt w erden kann, hat die Verletzung die Aufhebung des ange- fochtenen Entscheides zur Folge (BG E 127 V 431 E. 3d/aa, BG E 126 I 19 E. 2b, BG E 124 V 180 E. 4a). D as rechtliche G ehör um fasst die R echte der Parteien auf Teilnahm e am Verfahren und auf Einflussnahm e auf den Prozess der Entscheidfindung. In diesem Sinne dient es einerseits der Sachabklärung, stellt andererseits aber auch ein persönlichkeitsbezogenes M itw irkungsrecht beim Erlass von Verfügungen dar, w elche in die R echtsstellung des Einzelnen eingreifen (vgl. BG E 126 V 130 E. 2b, BG E 121 V 150 E. 4a; vgl. KÖ LZ/H ÄN ER , a.a.O ., R z. 292 ff.). Für das Verw altungsverfahren w urde der Anspruch auf rechtli- ches G ehör in Art. 26 ff. Vw VG konkretisiert. D azu gehören insbesondere G arantien bezüglich Bew eisverfahren, Begründungspflicht der Behörden und Akteneinsicht. D arin enthalten ist ebenfalls das R echt, sich zu allen 9 rechtserheblichen Punkten vor Erlass einer Verfügung äussern zu können (Art. 30 Vw VG ) und von der Behörde alle dazu notw endigen Inform ationen zu erhalten. Es geht im W esentlichen um eine G arantie der Fairness inner- halb eines Verfahrens oder Prozesses (vgl. JÖ R G PAU L M Ü LLER , G rundrechte in der Schw eiz, 3. Aufl, Bern 1999, S. 509 ff.). 5.3 D em Anspruch auf rechtliches G ehör und dem Fairnessgebot ist dem nach dann G enüge getan, w enn der Betroffene vor Erlass der Verfügung über alle w esentlichen Punkte inform iert und dazu angehört w ird. D er Be- schw erdeführer hatte im Schlichtungsgespräch vom 24. Februar 2006, in den G esprächen m it dem Prorektor vom 3. und 28. M ärz 2006 sow ie da- nach bis zum Erlass der Exm atrikulationsverfügung vom 6. Juni 2006 G e- legenheit, sich zu äussern. Er hatte also genügend Zeit, seinen Stand- punkt zu vertreten, zu reflektieren und eigene Vorschläge zur Konfliktlö- sung zu form ulieren. D ies gilt unabhängig davon, in w elchem Zeitpunkt er von der drohenden Exm atrikulation erfahren hat. D en Brief des D oktorats- leiters vom 22. M ärz 2006 (Vorakten 2606, act. 1/16), in dem er den Be- schw erdeführer über den Exm atrikulationsantrag inform ierte, w urde dem Beschw erdeführer vom O berassistenten Ende M ärz 2006 übergeben, nachdem er aus dem U rlaub zurückgekehrt w ar. So hat der Beschw erde- führer frühestens im G espräch m it dem Prorektor vom 28. M ärz 2006 vom Exm atrikulationsantrag und dessen Inhalt erfahren. D ennoch sind ihm bis zur Exm atrikulationsverfügung vom 6. Juni 2006 10 W ochen geblieben, um auch zur Exm atrikulation nachträglich Stellung zu nehm en, Alternativen vorzuschlagen oder auf seine W eigerung, die Forschungsgruppe zu w ech- seln, zurück zu kom m en. Im Ü brigen m uss jeder D oktorand in letzter Kon- sequenz m it der Exm atrikulation rechnen, w enn es zw ischen ihm und sei- nem D oktoratsleiter zu einem Konflikt kom m t und er einen W echsel der D oktoratsleitung ablehnt. Es ist also nicht ersichtlich, inw iefern der Be- schw erdeführer sich nicht ausreichend hätte einbringen können oder ihm w ichtige Punkte, die zur Exm atrikulation geführt haben, nicht oder verspä- tet m itgeteilt w orden w ären. Aus diesen G ründen w urden der Anspruch auf rechtliches G ehör bzw . das Fairnessgebot nicht verletzt. 6. Auf die R üge der ungenügenden Sachverhaltsfeststellung w ird im R ahm en der nachfolgenden m ateriellen Prüfung der Exm atrikulation eingegangen. Exm atrikulation 7. D ie Beschw erdegegnerin begründete die Exm atrikulation vom 6. Juni 2006 m it der vom D oktoratsleiter in seinem Exm atrikulationsantrag vom 22. M ärz 2006 attestierten fachlichen U nfähigkeit des Beschw erdeführers und m it der m assiv gestörten Kom m unikation zw ischen ihm und dem D ok- toratsleiter. D en W echsel in eine andere Forschungsgruppe habe der Be- schw erdeführer konsequent abgelehnt und im G espräch zw ischen ihm und dem Prorektor vom 28. M ärz 2006 seien sie überein gekom m en, dass eine W eiterführung des D oktorats unter dem bisherigen D oktoratsleiter undenk- bar sei. W eil som it kein schriftliches Einverständnis einer Professorin oder eines Professors m ehr für die Einschreibung zum D oktorat vorliege (Art. 7 Abs. 2 der Verordnung vom 16. D ezem ber 2000 über das D oktorat an der 10 Eidgenössischen Technischen H ochschule Zürich [D oktoratsverordnung, SR 414.133.1]), w erde der Beschw erdeführer per sofort exm atrikuliert. 7.1 D er Beschw erdeführer stellt sich auf den Standpunkt, ein einseitiger R ück- tritt des D oktoratsleiters sei nicht schon dann zulässig, w enn er sich bloss auf einen sachlichen G rund abzustützen verm öge, sondern es seien die Voraussetzungen des W iderrufs einer Verfügung anw endbar. D em nach sei eine Interessenabw ägung vorzunehm en und dabei hätten die sachlichen G ründe für eine Exm atrikulation die Interessen des D oktoranden zu über- w iegen. D ie Beschw erdegegnerin verhalte sich rechtsm issbräuchlich, w enn sie sich auf eine für den Beschw erdeführer negative Ausgangslage berufe, die sie selber verursacht habe. Am Konflikt trage näm lich der D ok- toratsleiter den H auptanteil, es bleibe unerfindlich, inw iefern der Be- schw erdeführer für das zerrüttete Vertrauensverhältnis m itverantw ortlich sein solle. D ass es dem Beschw erdeführer an fachlichen Fähigkeiten m angle, habe der D oktoratsleiter im nachhinein behauptet, jedoch nicht belegen können. D er Beschw erdeführer vertritt zudem die Ansicht, M ei- nungsverschiedenheiten nach Art. 16 D oktoratsverordnung könnten nur fachlicher N atur sein und sich auf das konkrete Forschungsprojekt bezie- hen. Zw ischenm enschliche Konflikte seien hingegen einzig unter personal- rechtlichem G esichtspunkt zu berücksichtigen. D ie Beschw erdegegnerin habe sich nie um eine ernsthafte Schlichtung bem üht. Ebenso w enig habe sie einen konkreten Vorschlag für einen m öglichen W echsel der D oktorats- leitung gem acht. Selbst w enn die Beschw erdegegnerin nicht rechtsm iss- bräuchlich gehandelt habe, liege kein überw iegender sachlicher G rund für die Exm atrikulation vor. D er D oktoratsleiter habe im m er kundgetan, er w ol- le den Beschw erdeführer aus seinem Team entfernen. Jedenfalls sei das Vertrauensverhältnis zw ischen ihm und dem D oktoratsleiter nicht bereits ursprünglich derart zerstört gew esen, dass eine Exm atrikulation unaus- w eichlich gew esen w äre. D er D oktoratsleiter habe im N achhinein böse Vorw ürfe konstruiert. H ätte die Beschw erdegegnerin rechtzeitig interve- niert, w äre die U nterstellung unter den O berassistenten des D oktoratslei- ters und dam it der Verbleib in der Forschungsgruppe m öglich gew esen. Insgesam t fielen die Interessen des Beschw erdeführers, 20 M onate an w ertvoller Zeit verloren zu haben, schw erer ins G ew icht als das zerstörte Vertrauensverhältnis. D ies um so m ehr, als sich der Beschw erdeführer nichts habe zu Schulden kom m en lassen. Schliesslich sei die Exm atrikula- tion unverhältnism ässig, da andere, m ildere M ittel - z.B. W echsel des D ok- toratsleiters - vorhanden gew esen w ären. D ie verschiedenen G espräche änderten daran nichts, da der Beschw erdeführer im entscheidenden M o- m ent keine Kenntnis der w ahren Aktenlage gehabt habe und dabei keine Annäherung der Standpunkte der Beteiligten versucht w orden sei. 7.2 D ie Beschw erdegegnerin hält dem entgegen, der Beschw erdeführer habe das gestörte Vertrauensverhältnis zw ischen ihm und dem D oktoratsleiter sehr w ohl m itzuverantw orten. Für die vom Beschw erdeführer behauptete Interessenabw ägung bleibe kein R aum , w eil nicht die R egeln betreffend W iderruf einer Verfügung Anw endung fänden, sondern die Voraussetzun- gen für den W iderruf einer Im m atrikulationsverfügung e contrario in Art. 7 11 Abs. 2 D oktoratsverordnung geregelt seien. Trete der D oktoratsleiter zu- rück, w erde zugleich der Im m atrikulation die G rundlage entzogen. D ie Be- schw erdegegnerin habe sich ernsthaft um eine Schlichtung bem üht, aber bei Bem ühungen bestehe keine Erfolgsgarantie. Zur U nterbreitung eines konkreten Angebotes sei sie indes nicht verpflichtet gew esen. D em Be- schw erdeführer sei auch nach dem letzten G espräch m it dem Prorektor vom 28. M ärz 2006 genügend Zeit zur Verfügung gestanden, sich noch um eine neue D oktoratsleitung zu bem ühen und so die Exm atrikulation zu ver- hindern. D er Prorektor hätte allfällige Vorschläge betreffend eine andere D oktoratsleitung m it Sicherheit entgegen genom m en und versucht, diese um zusetzen. 7.3 D ie Vorinstanz beurteilte die Exm atrikulation in ihrem Entscheid vom 14. D ezem ber 2006 als gerechtfertigt. N ebst auf die tatsächlich nicht be- w iesenen fachlichen U nzulänglichkeiten des Beschw erdeführers stütze sich diese auf das zutiefst gestörte Vertrauensverhältnis zw ischen dem Beschw erdeführer und dem D oktoratsleiter. D ieses könne keinem von ih- nen einseitig angelastet w erden. Zudem habe die Beschw erdegegnerin m it dem Schlichtungsgespräch vom 24. Februar 2006 und den darauffolgen- den G esprächen ihre Verpflichtungen gem äss Art. 16 D oktoratsverordnung erfüllt. D em Beschw erdeführer sei von Anfang an der W echsel in eine an- dere Forschungsgruppe nahegelegt w orden, w as er aber bis zum Schluss abgelehnt habe. D er Beschw erdeführer habe sich angesichts des Konflik- tes säm tlicher m öglicher Folgen, also auch der Exm atrikulation, bew usst sein m üssen. 7.4 G em äss Art. 28 Abs. 4 Bst. a ETH -G esetz in seiner ursprünglichen (AS 1993 216) und seit 1. Januar 2004 aufgehobenen (vgl. AS 2003 4270 und 4277) Fassung erlässt die Schulleitung im R ahm en der vom ETH -R at fest- gelegten R ichtlinien die Verordnungen zum Studium . D iesem Auftrag ist die Schulleitung der ETH Z u.a. m it der D oktoratsverordnung nachgekom - m en. D iese regelt die Voraussetzungen, das Verfahren und die Zuständig- keit für die Erteilung des D oktordiplom s durch die ETH Z (Art. 1 D oktorats- verordnung). G em äss Art. 9 D oktoratsverordnung erfolgt nach der Aufnah- m e die Im m atrikulation und Einschreibung. Voraussetzung für die Einlei- tung des Aufnahm everfahrens ist die schriftliche Zusage einer D oktorats- leitung (Art. 7 Abs. 2 D oktoratsverordnung). Art. 16 der Verordnung hält fest, dass sich bei schw erw iegenden M einungsverschiedenheiten zw i- schen dem Leiter oder der Leiterin und den D oktorierenden der D eparte- m entsvorsteher oder die D epartem entsvorsteherin um eine Schlichtung bem üht. Kom m t keine Einigung zustande, so entscheidet der R ektor bzw . die R ektorin. Fällt dagegen der Leiter oder die Leiterin aus, so sorgt der D epartem entsvorsteher oder die D epartem entsvorsteherin im R ahm en des M öglichen dafür, dass die D oktorarbeit fortgesetzt w erden kann (Art. 17 D oktoratsverordnung). 7.5 In der D oktoratsverordnung findet sich keine Bestim m ung über die Voraus- setzungen einer Exm atrikulation bzw . über die M öglichkeit der Änderung einer Im m atrikulationsverfügung. Aus Art. 7 Abs. 2 i.V.m . Art. 9 D oktorats- verordnung lässt sich zw ar schliessen, dass eine Im m atrikulation ein D ok-12 toratsverhältnis bedingt, eine ausdrückliche R egelung für die Aufhebung der Im m atrikulationsverfügung ist aber darin nicht zu erkennen. Som it kom m en die allgem einen R egeln über den W iderruf einer Verfügung zur Anw endung und es ist das Interesse an der richtigen Anw endung des ob- jektiven R echts dem Interesse an der R echtssicherheit bzw . dem Vertrau- ensschutz gegenüber zu stellen (vgl. H ÄFELIN /M Ü LLER /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 997 ff.; BG E 127 III 306 E. 1a). D iese Pflicht w ürde im Ü brigen auch dann bestehen, w enn die allgem einen R egeln betreffend W iderruf einer Verfügung nicht zur Anw endung käm en. D enn der Beschw erdegegnerin kom m t beim Entscheid über die Exm atrikulation eines D oktoranden ein er- hebliches Erm essen zu und um dieses pflichtgem äss auszuüben, hat sie die allgem einen R echtsprinzipien w ie das Verbot von W illkür oder von rechtsungleicher Behandlung, das G ebot von Treu und G lauben sow ie den G rundsatz der Verhältnism ässigkeit zu w ahren (vgl. M O SER , a.a.o., R z. 2.71 m it H inw eisen). D ie Begründetheit der Exm atrikulation ist som it an H and einer Interessen- abw ägung und im Lichte des G rundsatzes der Verhältnism ässigkeit zu prü- fen. 7.6 Vorliegend ist der D oktoratsleiter einseitig von der D oktoratsleitung zurück- getreten und hat beim Prorektor die Exm atrikulation beantragt. Besteht für den R ücktritt ein sachlicher G rund, d.h. ein G rund, der im W esen des D ok- toratsverhältnisses liegt, ist dieser auch ohne Einverständnis des D okto- randen m öglich. Ein G rund zur Beendigung des D oktoratsverhältnisses kann darin bestehen, dass sich das Ziel - der Erw erb des D oktorgrades durch den D oktoranden - nicht (m ehr) erreichen lässt, sei es, dass sich das Them a als ungeeignet erw eist, oder dass sich die m angelnde Eignung des Kandidaten herausstellt (vgl. unveröffentlichtes U rteil des Bundesge- richts A 225/80 vom 28. Januar 1981 E. 2a; U rteil des Bundesverw altungs- gerichts A-427/2007 vom 25. M ai 2007 E. 5.5). 7.7 W as die G ründe für die Exm atrikulation des Beschw erdeführers angeht, ist m it der Vorinstanz einig zu gehen, dass die vom D oktoratsleiter behaupte- te und von der Beschw erdegegnerin angeführte fachliche und intellektuelle U nfähigkeit des Beschw erdeführers nicht belegt ist. D iese Begründung w irkt nachgeschoben. D enn w eder aus den Akten noch aus den Ausfüh- rungen der Beschw erdegegnerin geht hervor, dass die fachlichen Fähig- keiten des Beschw erdeführers bereits früher einm al them atisiert oder kriti- siert w orden w ären. D er D oktoratsleiter äusserte erstm als in seinem Schreiben an die D epartem entsvorsteherin vom 1. M ärz 2006 (Vorakten 2606, act. 1/14) Zw eifel an der fachlichen Q ualifikation des Beschw erde- führers und stellte sie schliesslich in seinem Schreiben vom 22. M ärz 2006 (Vorakten 2606, act. 1/15) gänzlich in Abrede. So hat die Beschw erdegeg- nerin diesbezüglich den Sachverhalt ungenügend abgeklärt und die Ex- m atrikulation des Beschw erdeführers kann nicht dam it begründet w erden. 7.8 D em nach bleibt das zerrüttete Vertrauensverhältnis zw ischen dem Be- schw erdeführer und seinem D oktoratsleiter. W ie aus den Akten - u.a. Ak- tennotiz des Schlichtungsgesprächs vom 24. Februar 2006 (Vorakten 13 2606, act. 1/13) - hervorgeht und vom Beschw erderführer auch nicht be- stritten w ird, hatten er und der D oktoratsleiter schw erw iegende M einungs- verschiedenheiten und Problem e in ihrer Kom m unikation. D iese führten dazu, dass sie ab Februar 2006 nicht m ehr ohne Anw esenheit von D ritt- personen m iteinander gesprochen haben. Ihr Verhältnis w ar zutiefst ge- stört. Entgegen der Auffassung des Beschw erdeführers m uss ein einseiti- ger R ücktritt des D oktoratsleiters bzw . eine Exm atrikulation auch durch grundlegende persönliche D ifferenzen und Kom m unikationsschw ierigkei- ten gerechtfertigt w erden können. Ein intaktes Vertrauensverhältnis und eine funktionierende G esprächskultur und Kom m unikation zw ischen dem D oktoranden und dem D oktoratsleiter sind ebenso unabdingbar für den er- folgreichen Abschluss eines D oktorats w ie die fachlichen und intellektuel- len Fähigkeiten des D oktoranden. Sie gehören auch zum W esen eines D oktoratsverhältnisses. W er zu w elchem Anteil schuld ist am zerrütteten Verhältnis, lässt sich nicht m ehr klären und kann offen bleiben. D enn für das Bundesverw altungsge- richt steht fest, dass w eder der Beschw erdeführer noch der D oktoratsleiter die Alleinschuld trägt. D ies verdeutlichen die Ausführungen der D eparte- m entsvorsteherin in ihrer Aktennotiz vom 24. Februar 2006 (Vorakten 2606, act. 1/13), w onach die W ellenlänge zw ischen dem Beschw erdefüh- rer und dem D oktoratsleiter nicht stim m te und w as vom einen ausgesendet w urde, beim anderen in völlig verzerrter W ahrnehm ung erschien. D aran w ürde sich auch nichts zu ändern, w enn die Sozial- und Führungskom pe- tenz des D oktoratsleiters effektiv gew isse M ängel aufw eisen w ürde. Ent- scheidend ist, dass das Verhältnis unw iderruflich gestört und eine w eitere Zusam m enarbeit nicht m ehr denkbar w ar. Läge die überw iegende Schuld an der persönlichen U nverträglichkeit bei einer Partei, spielte dies entw e- der für die fristlose Kündigung eine R olle oder die ETH Z hätte disziplinari- sche M assnahm en gegen den D oktoratsleiter zu prüfen. W eil also die Fra- ge, w er zu w elchem Anteil das Verschulden am zerrütteten Verhältnis trägt, offen gelassen w erden kann, ist der rechterhebliche Sachverhalt ge- nügend festgestellt und die in der Beschw erde gestellten Anträge auf Be- fragung von Zeugen sind in antizipierter Bew eisw ürdigung abzuw eisen (vgl. BG E 130 II 425 E. 2.1, BG E 127 V 494 E. 1b). So ist nachfolgend zu prüfen, ob das zerrüttete Vertrauensverhältnis vor- liegend für eine Exm atrikulation ausreichte und von Seiten der Beschw er- degegnerin genügend zur Streitschlichtung unternom m en w orden ist. 7.9 Bei schw erw iegenden M einungsverschiedenheiten kom m t das Schlich- tungsverfahren gem äss Art. 16 D oktoratsverordnung zur Anw endung. D a- bei handelt es sich in dem Sinn um kein förm liches Verfahren, als es nicht m it einem Entscheid abgeschlossen w ird. Es ist eine Art Verm ittlung m it dem Ziel, durch den D epartem entsvorsteher oder die D epartem entsvorste- herin eine Schlichtung zu erreichen. G elingt dies nicht, obliegt dann der Entscheid dem R ektor bzw . der R ektorin. D am it die D urchführung und der Inhalt eines Schlichtungsgesprächs geprüft w erden können, ist grundsätz- lich unm ittelbar w ährend oder im Anschluss daran ein Protokoll bzw . eine Aktennotiz zu erstellen (vgl. U rteil des Bundesverw altungsgerichts 14 A-427/2007 vom 25. M ai 2007 E. 5.3). W eshalb unter M einungsverschie- denheiten gem äss Art. 16 D oktoratsverordnung nur solche fachlicher N atur fallen sollten, ist nicht nachvollziehbar. M einungsverschiedenheiten kön- nen sow ohl fachlich als auch persönlich begründet sein und gerade auch bei zw ischenm enschlichen Konflikten m achen Schlichtungsbem ühungen Sinn (vgl. E. 7.8). Ein Schlichtungsverfahren hat, unabhängig in w elchem Bereich dieses durchgeführt w erden soll, im m er das Ziel, das angespannte Verhältnis zw ischen den Parteien zu entkram pfen und sie so an eine Lö- sung und dam it an eine Einigung heranzuführen. Es w ird eine D rittperson als Schlichterin beigezogen, ohne jedoch die Entscheidung und die Ver- antw ortung an diese zu delegieren. D ie Parteien sind nicht verpflichtet, Lö- sungsvorschläge der Schlichtungsperson anzunehm en. Entscheidkom pe- tenz hat die Schlichtungsbehörde nur dann, w enn sie ihr gesetzlich einge- räum t w ird, ansonsten endet ihre Kom petenz darin, dass sie das G elingen oder das Scheitern der Einigung feststellt (vgl. für das Schlichtungsverfah- ren im M ietrecht u.a. Art. 274a und 274e des Bundesgesetzes vom 30. M ärz 1911 betreffend die Ergänzung des Schw eizerischen Zivilgesetz- buches [O bligationenrecht, O R , SR 220]; AR ISTID E R O BER TI, Institut und Ver- fahren der Schlichtungsbehörde in M ietsachen, Zürich 1993, § 9, Ziff. 25 ff.; R O G ER W EBE R , Basler Kom m entar, 3. Aufl., Basel 2003, N . 1 ff. zu Art. 274e O R ; G EO R G LEU C H / O M AR M AR BAC H / FR AN Z KELLER H A LS / M AR TIN STER C H I, Kom m entar Zivilprozessordnung für den Kanton Bern, 5. Aufl., Bern 2000, N . 4a zu Art. 3 ZPO und N . 1 zu Art. 148 ZPO ). 7.10 Im vorliegenden Verfahren w urde vom Schlichtungsgespräch, das am 24. Februar 2006 stattgefunden hat, eine Aktennotiz erstellt (Vorakten 2606, act. 1/13). D araus w ird ersichtlich, dass die D epartem entsvorstehe- rin nach Anhörung beider Seiten als Erstes vorgeschlagen hat, Abläufe in der Interaktion zw ischen den beiden festzulegen, die ein sofortiges Eska- lieren der Situation bei nicht optim alen R esultaten verhindern sollten. D ies w urde indes vom D oktoratsleiter abgelehnt, w eil dieser die direkte Interak- tion m it den D oktorierenden als äusserst w ichtig erachtete. Als Zw eites er- suchte die D epartem entsvorsteherin den D oktoratsleiter, die D irektunter- stellung des Beschw erdeführers unter seinen O berassistenten zu prüfen. M it der Prüfung dieses Vorschlages erklärte sich der D oktoratsleiter ein- verstanden, hielt aber gleichzeitig daran fest, es sei eigentlich im Interesse des Beschw erdeführers, seine D oktorarbeit in einer anderen Forschungs- gruppe fortzusetzen. D am it konnte sich der Beschw erdeführer nicht einver- standen erklären, da er sich um seinen Einsatz der letzten 20 M onate ge- bracht sah. D ie D epartem entsvorsteherin hielt am Ende in der Aktennotiz fest, dass das G espräch ohne konkretes Ergebnis geendet habe. M it Schreiben vom 1. M ärz 2006 lehnte der D oktoratsleiter dann die D irektun- terstellung unter seinen O berassistenten ab und hielt am W echsel der For- schungsgruppe fest. Einen solchen W echsel verw eigerte w iederum der Beschw erdeführer und lehnte die entsprechenden Vorschläge des Prorek- tors in den G esprächen vom 3. M ärz und 28. M ärz 2006 ab. 7.11 Entgegen der Ansicht des Beschw erdeführers hat die Beschw erdegegne- rin also nicht nur die Positionen entgegen genom m en, sondern sich um 15 eine Schlichtung und um m ögliche Lösungen des Konfliktes bem üht. W ie in jedem Schlichtungsverfahren w aren indes w eder der Beschw erdeführer noch der D oktoratsleiter verpflichtet, die von der D epartem entsvorsteherin vorgeschlagenen Lösungen anzunehm en. M it deren Ablehnung nahm en sie jedoch das Scheitern des Schlichtungsversuches in Kauf und m ussten sich m it allen m öglichen Konsequenzen auseinander setzen. D ie letztm ög- liche davon w ar die Exm atrikulation (vgl. E. 5.3). Einseitige Anordnungen der Beschw erdegegnerin, w ie sie der Beschw erdeführer verlangt, konnten nicht Inhalt der Schlichtung sein, da diese eben nur nach W egen zur Streit- beilegung sucht, aber nicht entscheidet und auch keine der Parteien zu et- w as verpflichten kann. D eshalb konnte von der D epartem entsvorsteherin nicht erw artet w erden, dass sie die Position einer Partei übernim m t und entsprechend der anderen Partei eine M assnahm e oder Verhaltensände- rung aufzw ingt. So hatte die D epartem entsvorsteherin auch nicht die Kom - petenz, die D irektunterstellung unter den O berassistenten im R ahm en der Schlichtung zu verfügen. Ebenso w enig w ar die Anordnung einer D irektun- terstellung unter den O berassistenten durch den Prorektor gegen den W il- len des D oktoratsleiters denkbar, da im Endeffekt der D oktoratsleiter der- selbe geblieben w äre. Im w eiteren w ar die Beschw erdegegnerin nicht ver- pflichtet, dem Beschw erdeführer einen konkreten Vorschlag über einen m öglichen W echsel des D oktoratsleiters zu m achen. D azu w äre sie nur im Anw endungsfall von Art. 17 D oktoratsverordnung verpflichtet gew esen. D iese Bestim m ung kom m t vorliegend deshalb nicht zum Tragen, w eil sie auf jene Fälle beschränkt ist, in denen die D oktoratsleitung aus anderen G ründen als M einungsverschiedenheiten, z.B. bei Krankheit, Tod oder Ab- berufung des Leiters, nicht fortgesetzt w erden kann (vgl. U rteil des Bun- desverw altungsgerichts A-427/2007 vom 25. M ai 2007 E. 5.4). 7.12 D em nach steht das zerrüttete Vertrauensverhältnis als sachlicher G rund für die Exm atrikulation dem Interesse des Beschw erdeführers an der Auf- rechterhaltung der Im m atrikulation bzw . an der Fortführung der D oktorar- beit in der bisherigen Forschungsgruppe gegenüber. Entgegen der Ansicht des Beschw erdeführers w ar das Verhältnis zw ischen ihm und dem D okto- ratsleiter derart gestört, dass eine Fortführung des D oktorats unter bisheri- ger Leitung nicht m öglich w ar. Ist das Vertrauen zw ischen D oktorand und D oktoratsleiter nicht m ehr gegeben, bringt eine zw angsw eise Verpflichtung des D oktoratsleiters zur W eiterführung der Betreuung des D oktoranden si- cher nicht das G ew ünschte für einen erfolgreichen Abschluss des D oktora- tes. W ie vorliegend bereits ausgeführt, kann w eder dem Beschw erdeführer noch dem D oktoratsleiter die alleinige Schuld für das gestörte Verhältnis zugeschrieben w erden. D er D oktoratsleiter w ollte das D oktoratsverhältnis nicht m ehr w eiter führen und der Beschw erdeführer nur unter der nicht er- füllbaren Bedingung, dass die Beschw erdegegnerin gegenüber dem D ok- toratsleiter Anordnungen trifft. D em D oktoratsleiter kann kein w illkürlicher R ücktritt von der D oktoratsleitung vorgew orfen w erden. U nd selbst w enn die N iederlegung der D oktoratsleitung bzw . das Verhalten des D oktorats- leiters zu beanstanden w äre, hätte die Beschw erdegegnerin nicht den D oktoratsleiter zur W eiterführung des D oktorates zu zw ingen, sondern dis-16 ziplinarische M assnahm en zu ergreifen. Som it überw iegt das zerrüttete Vertrauensverhältnis das Interesse des Beschw erdeführers an der W eiter- führung der D oktorarbeit des Beschw erdeführers unter dem bisherigen D oktoratsleiter. O b dadurch die Exm atrikulation gerechtfertigt ist, ergibt sich aus der nachfolgenden Verhältnism ässigkeitsprüfung. Sicherlich hätte es grundsätzlich den W echsel der Forschungsgruppe und dam it des D oktoratsleiters als m ilderes M ittel zur Exm atrikulation gegeben. D ies w urde dem Beschw erdeführer vom D oktoratsleiter bereits im Schlich- tungsgespräch vom 24. Februar 2006 nahe gelegt und in der Folge auch vom Prorektor vorgeschlagen. D ass die Beschw erdegegnerin nicht ver- pflichtet w ar, dem Beschw erdeführer ein konkretes Angebot für einen D ok- toratsleiterw echsel zu m achen, w urde bereits ausgeführt (vgl. E. 7.11). D er Beschw erdeführer hat den W echsel des D oktoratsleiters bis zum Zeitpunkt der Exm atrikulation vom 6. Juni 2006 konsequent abgelehnt. D ies obw ohl er nach dem letzten G espräch m it dem Prorektor vom 28. M ärz 2006 w usste, dass die Exm atrikulation unm ittelbar drohte, w eil der D oktoratslei- ter nicht m ehr bereit w ar, ihn zu betreuen. D er Beschw erdeführer selber hat aber w eder im G espräch vom 28. M ärz 2006 noch danach Lösungen vorgeschlagen, sondern nur auf der W eiterführung des D oktorats unter dem bisherigen D oktoratsleiters bestanden. Erst in der m ündlichen öffentli- chen Verhandlung vom 10. Juli 2007 vor dem Bundesverw altungsgericht hat er die N am en von zw ei Professoren an der ETH Z genannt, die für ihn ebenfalls als D oktoratsleiter in Frage gekom m en w ären. H ätte er diese vor der Exm atrikulation vom 6. Juni 2006 ins G espräch gebracht, w ozu er auch nach dem 28. M ärz 2006 genügend Zeit gehabt hätte, w ären ihm die D epartem entsvorsteherin und der Prorektor, w ie die Beschw erdegegnerin anlässlich der Verhandlung festgehalten hat, beim W echsel des D oktorats- leiters behilflich gew esen. 7.13 D em zufolge stellt das zerrüttete Vertrauensverhältnis einen sachlichen G rund für den R ücktritt des D oktoratsleiters dar, der das Interesse des Be- schw erdeführers an der Fortsetzung des D oktoratsverhältnisses überw iegt. W eil die Beschw erdegegnerin im Sinne von Art. 16 D oktoratsverordnung genügend zur Schlichtung des Konfliktes beigetragen hat und kein m ilde- res M ittel m ehr zur Verfügung stand, erscheint die Exm atrikulation des Be- schw erdeführers als verhältnism ässig und dam it rechtm ässig. Fristlose Entlassung 8. N achdem die Exm atrikulation vom 6. Juni 2006 als rechtens angesehen w erden kann, ist zu beurteilen, ob sie die fristlose Entlassung vom 26. Juni 2006 zu begründen verm ag. Bezüglich fristloser Entlassung rügt der Beschw erdeführer w iederum die ungenügende Sachverhaltsfeststellung. H ierzu kann auf die Erw ägungen im R ahm en der Sachverhaltsfeststellung zur Exm atrikulation verw iesen w erden (vgl. E. 7.8). D ie Anträge zu diesbezüglichen Partei- und Zeugen- befragungen sind in antizipierter Bew eisw ürdigung abzuw eisen. 8.1 Bevor die fristlose Entlassung des Beschw erdeführers überprüft w ird, ist 17 vorab die strittige Frage zu klären, bis w ann das Arbeitsverhältnis zw i- schen dem Beschw erdeführer und der Beschw erdegegnerin ohne Kündi- gung G eltung hätte. D er Beschw erdeführer beruft sich auf die letzte Vertragsänderung vom 25. D ezem ber 2005, m it der sein Vertrag bis 30. Septem ber 2007 verlän- gert w orden ist (vgl. Vorakten 3106, act. 1/5). D ie Beschw erdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, der Vertrag sei nur aufgrund eines adm inist- rativen Versehens bereits Ende 2005 bis zum 30. Septem ber 2007 verlän- gert w orden. D ie M itarbeiterin im Sekretariat des D oktoratsleiters habe die im H erbst 2005 erfolgte Aufforderung der Personalabteilung, im Zuge des neuen Lohnsystem s alle per Ende 2005 auslaufenden Befristungen früh- zeitig zu verlängern, m issverstanden. Sie habe für alle M itarbeitenden des D oktoratsleiters um gehend Vertragsverlängerungen um ein w eiteres Jahr beantragt. D iese seien von einer M itarbeiterin der Personalabteilung sofort verarbeitet und den entsprechenden M itarbeitenden versandt w orden (vgl. Vorakten 2606, act. 10, R z. 24). D ie Beschw erdegegnerin vertritt dem nach die Ansicht, der Vertrag zw i- schen ihr und dem Beschw erdeführer w äre gem äss der Vertragsänderung vom 7. Septem ber 2005 per 30. Septem ber 2006 ausgelaufen (vgl. Vorak- ten 3106, act. 1/5). D ie Verlängerung vom 28. D ezem ber 2005 sei ein Ver- sehen. U nbestritten ist die Vertragsänderung von beiden Parteien unter- zeichnet w orden und dam it zustande gekom m en. D ie Beschw erdegegnerin m acht keinen Irrtum bzw . W illensm angel gem äss Art. 23 ff. O R geltend. Selbst w enn jedoch ein solcher anzunehm en w äre, w ürde es Treu und G lauben w idersprechen, w enn sich die Beschw erdegegnerin darauf beru- fen w ürde (Art. 25 Abs. 1 O R ). D enn die Beschw erdegegnerin m achte das Versehen erst im Beschw erdeverfahren geltend und ging sogar in ihrer fristlosen Kündigung vom 26. Juni 2006 selber davon aus, das Arbeitsver- hältnis hätte bis am 30. Septem ber 2007 gegolten. D em nach hat die Be- schw erdegegnerin sich ihr Versehen anrechnen zu lassen. D er Arbeitsver- trag zw ischen dem Beschw erdeführer und der Beschw erdegegnerin w ürde dam it ohne fristlose Kündigung bis zum 30. Septem ber 2007 gelten. 8.2 D er Beschw erdeführer sieht im Zerw ürfnis zw ischen ihm und seinem D ok- toratsleiter keinen w ichtigen G rund für die fristlose Kündigung im Sinne von Art. 12 Abs. 7 des Bundespersonalgesetzes vom 24. M ärz 2000 (BPG , SR 172.220.1), nur grobe Pflichtverletzungen könnten eine solche begrün- den. Eine Exm atrikulation, ob gerechtfertigt oder nicht, könne nie eine frist- lose Entlassung begründen, w eil eine W eiterbeschäftigung als Assistent auch ohne D oktorat m öglich sei. Ebenso w enig erw eise sich die fristlose Kündigung als verhältnism ässig, da keine tatsächliche Schlichtung durch- geführt und er beim W echsel des D oktoratsleiters nicht unterstützt w orden sei. Ferner habe die Beschw erdegegnerin ihre Fürsorgepflichten verletzt, indem sie dem Verhalten des D oktoratsleiters nicht m ittels disziplinari- schen M itteln Einhalt geboten habe. Treuw idrig sei es, w enn die Vorins- tanz ihm das Ausschlagen des Vergleichsvorschlags vorw erfe. D azu sei er berechtigt gew esen, denn ihm sei ein ungenügender Vorschlag unterbrei- tet w orden und zudem habe er, um den Schaden zu m indern, eine Anstel-18 lung an der ETH Lausanne gesucht. D iese sei jedoch verhindert w orden, w eil der D oktoratsleiter ohne seine Einw illigung negative R eferenzen erteilt habe. 8.3 D ie Beschw erdegegnerin führt an, die Anstellung als w issenschaftlicher Assistent sei vorliegend einzig im H inblick auf die in Angriff genom m ene D oktorarbeit erfolgt und die Im m atrikulation sei dam it conditio sine qua non für die Anstellung. D as Anstellungsverhältnis eines D oktoranden als w is- senschaftlicher Assistent sei ein R echtsverhältnis sui generis. D ie Kündi- gungsverfügung habe die Beschw erdegegnerin nicht nur m it m angelnder Eignung und Bereitschaft begründet, sondern unter anderem auch m it dem völlig zerrütteten Vertrauensverhältnis zw ischen dem Beschw erdeführer und dem D oktoratsleiter. Entgegen den Behauptungen des Beschw erde- führers könnten auch persönliche oder geschäftliche Verhältnisse, die sich negativ auf das Arbeitsverhältnis ausw irkten, und zw ar sogar dann, w enn sie unverschuldet seien, zur fristlosen Auflösung des Arbeitsverhältnisses führen. 8.4 D ie Vorinstanz stellt sich auf den Standpunkt, die Im m atrikulation sei zw ar nicht zw ingend Bedingung für das Anstellungsverhältnis als w issenschaftli- cher Assistent, aber eine fehlende Im m atrikulation m ache eine w eitere An- stellung des Beschw erdeführers nur als Assistent sinnlos. D eshalb erw eise sich die Exm atrikulation als w ichtiger G rund für eine fristlose Entlassung im Sinne von Art. 11 i.V.m . Art. 12 Abs. 7 BPG . Ebenso entscheidend sei das zerstörte Vertrauensverhältnis zw ischen dem Beschw erdeführer und seinem D oktoratsleiter, für das keinem die alleinige Schuld zugew iesen w erden könne. Ü berdies sei die Beschw erdegegnerin ihrer Fürsorgepflicht w ie auch den Anforderungen gem äss Art. 19 Abs. 1 BPG hinlänglich nach- gekom m en, indem sie sich um Schlichtung und dann nach dem erfolglosen Schlichtungsgespräch um eine einvernehm liche Lösung des Problem s be- m üht habe. D er Beschw erdeführer dagegen habe m it der zw eim aligen Ab- lehnung eines W echsels in eine andere Forschungsgruppe nichts zur Pro- blem lösung beigetragen. 8.5 G em äss Art. 17 Abs. 2 ETH -G esetz richten sich die Arbeitsverhältnisse des Personals der ETH , sow eit das ETH -G esetz nichts Abw eichendes be- stim m t, nach dem BPG . Folglich endet ein befristetes Arbeitsverhältnis entw eder durch Ablauf der vereinbarten Vertragsdauer oder es kann von den Vertragsparteien gem äss Art. 11 BPG in den Fällen nach Art. 12 Abs. 7 BPG fristlos gekündigt w erden. D em nach gilt als G rund für die frist- lose Kündigung durch die Vertragsparteien jeder U m stand, bei dessen Vorhandensein der kündigenden Partei nach Treu und G lauben die Fort- setzung des Arbeitsverhältnisses nicht m ehr zugem utet w erden kann (Art. 12 Abs. 7 BPG ). O b eine fristlose Kündigung gerechtfertigt ist oder nicht, kann nach der Praxis zu Art. 337 O R beurteilt w erden (vgl. AN N IE R O C H AT PAU C H AR D , La nou- velle loi sur le personnel de la C onfédération [LPers], R ivista di diritto am - m inistrativo et tributario ticinese, 2001 II, S. 560). D ie Form ulierung von Art. 337 O R ist identisch m it dem W ortlaut von Art. 12 Abs. 7 BPG . D em -19 nach m uss das Vertrauensverhältnis zw ischen den Parteien subjektiv tat- sächlich schw er gestört sein und der Kündigungsgrund objektiv so schw er w iegen, dass die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses als nicht zum utbar erscheint. M it der fristlosen Kündigung soll eine objektiv nicht m ehr tragba- re Situation beendet w erden. Verschulden w ird nicht vorausgesetzt (vgl. BG E 129 III 380 E. 2.2 und 3.1). Indes verm ögen nur besonders schw ere Verfehlungen des Arbeitnehm ers eine ausserordentliche Kündigung durch den Arbeitgeber zu rechtfertigen. D ie beharrliche Arbeitsverw eigerung, un- berechtigtes Fernbleiben von der Arbeit über m ehrere Tage, Straftaten zum N achteil des Arbeitgebers, Konkurrenzierung des Arbeitgebers, eigen- m ächtiger Ferienbezug oder Schlechtm achen des Arbeitgebers gegenüber D ritten kom m en als solche schw ere Pflichtverletzungen in Frage. D em Ar- beitgeber kom m t bei der Prüfung, ob ein w ichtiger G rund vorliegt, ein er- heblicher Erm essensspielraum zu. Er m uss seinen Entscheid unter Be- rücksichtigung aller U m stände treffen, m uss also den Einzelfall in Verbin- dung m it der Stellung und Verantw ortung des Betroffenen sow ie allen an- deren G egebenheiten w ie N atur und D auer des Vertragsverhältnisses prü- fen (Entscheid Personalrekurskom m ission vom 27. Septem ber 2006, PR K 2006-003, E. 5c ff. m it H inw eisen, H AR R Y N Ö TZLI, D ie Beendigung von Ar- beitsverhältnissen im Bundespersonalrecht, Bern 2005, R z. 243 ff. m it H in- w eisen). Bei der Beurteilung, ob die W eiterführung des Arbeitsverhältnis- ses zum utbar ist, ist auch die Frist zu berücksichtigen, die die kündigende Partei nach Kenntnisnahm e des w ichtigen G rundes bis zur Erklärung der fristlosen Kündigung verstreichen lässt. W artet die kündigende Partei lan- ge zu, gibt sie dam it zu erkennen, dass die Fortführung des Arbeitsverhält- nisses für sie zum utbar ist (U rteil des Bundesgerichts 4C .188/2006 vom 25. Septem ber 2006 E. 2, BG E 130 II 28 E. 4.4). D ie Erklärungsfrist ist im öffentlichen R echt indes länger als im Privatrecht. D er staatliche Arbeitge- ber m uss auch bei Vorliegen eines w ichtigen G rundes genügend Zeit zur Anordnung entsprechender rechtlicher Konsequenzen haben und vor allem m uss dem betroffenen Angestellten vor der Kündigung das rechtliche G e- hör gew ährt w erden. D em nach erachtete das Bundesgericht eine Erklä- rungsfrist von 10 Tagen ab dem Eintritt des angerufenen w ichtigen G run- des für die fristlose Kündigung als zulässig (vgl. U rteil des Bundesgerichts 2A.518/2003 vom 10. Februar 2004 E. 5.2). Schliesslich m uss bei der fristlosen Auflösung des Arbeitsverhältnisses der G rundsatz der Verhältnism ässigkeit beachtet w erden; es m uss jene M ass- nahm e gew ählt w erden, die angem essen ist bzw . genügt. D ie fristlose Kündigung ist die strengste M assnahm e, die ein Arbeitgeber aussprechen kann, w eshalb sie nur als ultim a ratio anzuw enden ist (PR K 2006-003, E. 5c ff., N Ö TZLI, a.a.O ., R z. 243 ff.). 8.6 U nabhängig vom Vorliegen eines w ichtigen G rundes kann vorliegend ge- fragt w erden, ob die Beschw erdegegnerin m it der fristlosen Kündigung zu lange zugew artet hat, nachdem sie die Exm atrikulation des Beschw erde- führers und dam it den von ihr angerufenen w ichtigen G rund für die fristlose Entlassung verfügt hat. D ie Exm atrikulation erfolgte am 6. Juni 2006 und die fristlose Entlassung am 26. Juni 2006. D ie relativ lange Erklärungsfrist 20 von 20 Tagen ergab sich allerdings auch daraus, dass der Beschw erdefüh- rer eine Fristverlängerung von 7 Tagen für die Stellungnahm e zur beab- sichtigten fristlosen Kündigung beantragt hat. O b die Erklärungsfrist den- noch zu lange w ar, kann indes offen gelassen w erden, w eil sich die fristlo- se Kündigung, w ie nachfolgend aufzuzeigen ist, als unbegründet und dam it nichtig erw eist. 8.7 Es ist m it der Vorinstanz und dem Beschw erdeführer einig zu gehen, dass die Im m atrikulation als D oktorand w eder generell noch vorliegend eine Be- dingung, also conditio sine qua non für die Anstellung als w issenschaftli- cher Assistent bildet. G em äss Art. 5 Abs. 2 der Verordnung vom 12. D e- zem ber 2005 über das w issenschaftliche Personal der Eidgenössischen Technischen H ochschule Zürich (Vw P ETH Z; SR 172.220.113.11) können insbesondere D oktorandinnen und D oktoranden sow ie Postdoktorandinnen und -doktoranden als Assistentinnen und Assistenten angestellt w erden. Art. 11 Vw P ETH Z erlaubt es jedoch, auch W issenschaftlerinnen und W is- senschaftler, die kein D oktorat anstreben, als w issenschaftliche Assistenz oder w issenschaftliche M itarbeiterinnen und M itarbeiter zu beschäftigen. 8.8 Es m ag zutreffen, dass der Beschw erdeführer und die ETH Z am 1. O kto- ber 2004 in erster Linie w egen des D oktorates ein Arbeitsverhältnis einge- gangen sind, m it dem der Beschw erdeführer als w issenschaftlicher Assis- tent am Labor für O rganische C hem ie angestellt w orden ist. Fallen nun die Voraussetzungen für das D oktorat w eg, zieht dies aber nicht zw ingend die Auflösung der Anstellung als Assistent nach sich, w eil D oktorat und Anstel- lungsverhältnis, w ie soeben ausgeführt, nicht untrennbar zusam m enhän- gen. Auch im Arbeitsvertrag des Beschw erdeführers ist das D oktorat bzw . die Im m atrikulation nicht als Voraussetzung für die Anstellung genannt. W eil die M öglichkeit besteht, an der ETH Z W issenschaftler als M itarbeiter anzustellen, ohne dass diese ein D oktorat anstreben (Art. 11 ff. Vw P), w äre eine W eiterbeschäftigung des Beschw erdeführers als w issenschaftli- cher M itarbeiter m öglich gew esen. Einer W eiterbeschäftigung stand auch das zerrüttete Vertrauensverhältnis zw ischen dem Beschw erdeführer und dem D oktoratsleiter nicht entgegen. D enn selbst die Beschw erdegegnerin behauptet nicht, der Beschw erdeführer sei hierfür alleine verantw ortlich. W eiter ist die ETH Z und nicht der D oktoratsleiter Arbeitgeberin im hier fraglichen Arbeitsverhältnis. D ass der Beschw erdeführer nicht über die er- forderliche akadem ische Q ualifikation verfügt, um in Lehr- und For- schungsprojekten tätig zu sein (Art. 11 Abs. 1 Vw P), w ird zu R echt nicht geltend gem acht (vgl. E. 7.7). Schliesslich w endet die Beschw erdegegne- rin auch nicht ein, es hätten keine M öglichkeiten bestanden, den Be- schw erdeführer einem anderen Institut, D epartem ent oder einer anderen Einheit der ETH Z zuzuteilen, sondern begründet ihren Entscheid lediglich dam it, der Beschw erdeführer sei das Arbeitsverhältnis m it ihr nur im H in- blick auf sein D oktorat eingegangen. D en Entscheid, ob für den Beschw er- deführer nach erfolgter Exm atrikulation eine W eiterbeschäftigung an der ETH Z als w issenschaftlicher M itarbeiter überhaupt in Frage gekom m en w äre, hätte die Beschw erdegegnerin ihm überlassen m üssen. Sie konnte dies nicht für den Beschw erdeführer entscheiden, sondern hatte nur zu be-21 urteilen, ob eine W eiterbeschäftigung ohne Im m atrikulation als D oktorand für sie m öglich und zum utbar w ar. D am it ist festzustellen, dass die Be- schw erdegegnerin dem Beschw erdeführer hätte anbieten m üssen, seine Arbeitsleistung auch ohne Im m atrikulation bis zum vereinbarten Ver- tragsende am 30. Septem ber 2007 zu erbringen. 8.9 Folglich stellen die Exm atrikulation w ie auch der G rund für die Exm atriku- lation, das zerrüttete Vertrauensverhältnis, w eder eine schw erw iegende Pflichtverletzung des Beschw erdeführers noch einen ausreichenden objek- tiven G rund für die fristlose Kündigung dar. Es genügt nicht, dass die Fort- setzung des Vertrages bloss der kündigenden Partei unerträglich ist. Viel- m ehr m uss diese Einschätzung auch von einem objektiven Standpunkt aus als angem essen erscheinen. D em nach ist im Lichte der vorgenannten R echtsprechung und Lehre kein w ichtiger G rund für die fristlose Entlas- sung erkennbar. D er Beschw erdegegnerin w äre es folglich m öglich und zum utbar gew esen, den Beschw erdeführer bis zum Ablauf der vereinbar- ten Vertragsdauer, also bis zum 30. Septem ber 2007, als w issenschaftli- chen M itarbeiter w eiter zu beschäftigen. 8.10 Aus diesen G ründen erw eist sich die am 26. Juni 2006 ausgesprochene fristlose Kündigung als unbegründet im Sinne von Art. 11 i.V.m . Art. 12 Abs. 7 BPG und dam it als nichtig (Art. 14 Abs. 1 Bst. b PBG ). D ie Be- schw erde ist dahingehend gutzuheissen. Im Folgenden ist auf die finan- ziellen Folgen dieser nichtigen Kündigung einzugehen. Finanzielle Forderungen 9. D er Beschw erdeführer verlangt nebst der Feststellung der N ichtigkeit der fristlosen Kündigung einerseits die Ausrichtung des Lohnes bis zum 30. Septem ber 2007 sow ie einer Entschädigung im Sinne von Art. 19 Abs. 3 BPG zw ischen drei und sechs M onatslöhnen. Andererseits m acht er die Abgeltung seiner Ü berstunden und Ü berzeit, teilw eise inkl. Zuschlä- ge von 25% bzw . 50% , von insgesam t 1'749.53 Stunden geltend (Be- schw erde vom 8. Februar 2007, Ziff. 4, S. 3). W ie sich in der Verhandlung vom 10. Juli 2007 ergeben hat, handelt es sich hierbei um einen Ver- schrieb und gültig sind die Stundenangaben in der Eingabe an die Vorins- tanz vom 6. D ezem ber 2006 (Vorakten 3106, act. 19 und 19/1). D am it be- antragt der Beschw erdeführer eine Entschädigung für gesam thaft 1'442.53 Stunden, teilw eise inkl. Zuschläge von 25% bzw . 50% . 9.1 D ie Beschw erdegegnerin lehnt säm tliche Forderungen des Beschw erde- führers ab. Bezüglich der Ü berstunden und der Ü berzeit vertritt sie die Auf- fassung, das Arbeitsverhältnis zw ischen D oktorand und ETH Z sei ein R echtsverhältnis sui generis, w eshalb die Zeit, die ein D oktorand ausser- halb seines Arbeitspensum s und an den W ochenenden verrichte, als per- sönliche W eiterbildungszeit zu gelten habe und som it nicht als Ü berstun- den bzw . Ü berzeit zu deklarieren sei. 9.2 In ihrem U rteil vom 14. D ezem ber 2006 stellte sich die Vorinstanz auf den Standpunkt, für die Zeit w ährend der Freistellung habe sich der Beschw er- deführer seine noch verbleibenden Ferientage anrechnen zu lassen. D ie 22 Ü berstunden und Ü berzeit seien ihm zu entschädigen, jedoch nicht im ge- forderten U m fang und ohne Zuschläge. Ingesam t habe der Beschw erde- führer Anrecht auf die Abgeltung von 254 Ü berstunden bzw . Ü berzeit. Lohnfortzahlung und Entschädigung 10. Im G egensatz zum privatrechtlichen Arbeitsverhältnis beendet eine nichti- ge Kündigung das öffentlichrechtliche D ienstverhältnis nicht, es besteht w eiter nach den bisherigen Konditionen (U LLIN STR E IFF / AD R IAN VO N KAEN EL, Arbeitsvertrag, Praxiskom m entar zu Art. 319-362 O R , 6. Aufl., Zürich 2006, N . 2 f. zu Art. 337c O R ). D er Beschw erdeführer w ürde dem nach der Beschw erdegegnerin w eiterhin seine Arbeitsleistung schulden und hat An- spruch auf seinen Lohn. D a das Arbeitsverhältnis unterbrochen w orden ist, kann der Beschw erdeführer rückw irkend seine Lohnansprüche geltend m a- chen (vgl. N Ö TZLI, a.a.O ., R z. 300, 322 und 327 ff.; W O LFG AN G PO R TM AN N , Ü berlegungen zum bundespersonalrechtlichen Kündigungsschutz, G esetz- gebung & Evaluation [LeG es], 2002/2, S. 56 und 67). Aus Art. 14 Abs. 1-3 BPG ergibt sich das im Bundespersonalrecht allgem ein gültige Prim at der W eiterbeschäftigungspflicht des Arbeitgebers vor dem Entschädigungsan- spruch des Angestellten (vgl. N Ö TZLI, a.a.O ., R z. 383; PO R TM A N N , a.a.O ., S. 67; Botschaft zum BPG , BBl 1999 II 1616, 1619). D am it hätte die Be- schw erdegegnerin den Beschw erdeführer m it einer anderen zum utbaren Arbeit w eiter zu beschäftigen. 11. N un ist aber vorliegend eine W eiterbeschäftigung im heutigen Zeitpunkt nicht m ehr sinnvoll und praktisch unm öglich. D enn es handelt sich um ei- nen befristeten Vertrag, der am 30. Septem ber 2007 ausläuft (vgl. E. 8.1). D am it stellt sich die Frage, w elche finanziellen Folgen die nichtige Kündi- gung hat, da eine W eiterbeschäftigung nicht in Frage kom m t. Zur D iskussi- on stehen Lohnfortzahlung und Ausrichtung einer Entschädigung. 11.1 D ie privatrechtliche R egelung sieht vor, dass der befristet angestellte Ar- beitnehm er bei einer ungerechtfertigten fristlosen Entlassung Anspruch auf Lohnfortzahlung bis zum Vertragsablauf unter Anrechnung seiner Einspa- rungen und anderw eitigen Einkom m en hat. Zusätzlich steht ihm eine Ent- schädigung von bis zu sechs M onatslöhnen zu (Art. 337c Abs. 1-3 O R ; vgl. STR EIFF/VO N KAEN EL, a.a.O ., N . 1 ff. zu Art. 337c O R ; Bundesgerichtsurteile 4C .369/2006 vom 16. Januar 2007 E. 4.2, 4C .359/2006 vom 12. Januar 2007 E. 3.2, BG E 121 III 64 E. 3c). 11.2 Bei der grundlosen fristlosen Kündigung eines öffentlichrechtlichen D ienst- verhältnisses sieht das Bundesrecht als Folge vor, dass die betroffene Person eine Entschädigung von m indestens drei M onatslöhnen und höchs- tens zw ei Jahreslöhnen erhält, w enn sie aus G ründen, die nicht sie zu ver- treten hat, nicht bei einem Arbeitgeber nach Artikel 3 BPG w eiterbeschäf- tigt w ird (Art. 19 Abs. 3 BPG i.V.m . Art. 79 Abs. 6 Bst. b der Bundesperso- nalverordnung vom 3. Juli 2001 [BPV, SR 172.220.111.3]). M it dieser Entschädigung soll einerseits der Schaden des Angestellten er- setzt und andererseits das Fehlverhalten des Arbeitgebers sanktioniert w erden. Ihr kom m t dam it auch pönaler, präventiver und genugtuungsähnli-23 cher C harakter zu und sie soll von m issbräuchlichen, unbegründeten, un- gerechtfertigten und diskrim inierenden Kündigungen abhalten (vgl. BBl 1999 II 1616, 1619; N Ö TZLI, a.a.O ., R z. 389 ff.). Sie w ird gem äss klarem W ortlaut und W illen des G esetzgebers (BBl 1999 II 1619) nur geschuldet, w enn eine W eiterbeschäftigung unm öglich ist. D ie Kum ulation von Ent- schädigungs- und Lohnanspruch ist nicht beabsichtigt, da der Entschädi- gung eine die Beschäftigung des Angestellten ablösende Funktion zuge- dacht ist und sie deshalb die Beendigung des Arbeitsverhältnisses voraus- setzt (PO R TM A N N , a.a.O ., S. 67). D eshalb w ird zum Zeitpunkt, in dem fest- steht, dass die betroffene Person nicht m ehr w eiter beschäftigt w erden kann, die Beendigung des Arbeitsverhältnisses angenom m en (N Ö TZLI, a.a.O ., R z. 381) und ab diesem Zeitpunkt besteht Anspruch auf Entschädi- gung anstelle des Lohnes. 11.3 Art. 19 Abs. 3 BPG unterscheidet nicht zw ischen befristeten und unbefris- teten D ienstverhältnissen. Sollte diese Bestim m ung den Entschädigungs- anspruch des Bediensteten analog zu Art. 337c Abs. 3 O R aber abschlies- send regeln, hätte dies zur Folge, dass bei befristeten Arbeitsverträgen der öffentlichrechtlich Angestellte im Vergleich m it einem dem Privatrecht un- terstehenden Arbeitnehm er schlechter gestellt w äre, ständen letzterem doch Lohnfortzahlung und Entschädigung kum ulativ zu. O b das BPG für diesen Fall tatsächlich eine Schlechterstellung beabsichtigt hat, m uss vor- liegend nicht geklärt w erden. D enn vorliegend ist ein Spezialfall zu beurtei- len und zw ei verschiedene Anknüpfungspunkte führen zum gleichen Er- gebnis. 12. Zum einen könnte daran angeknüpft w erden, dass der Beschw erdeführer aufgrund der W eitergeltung des Arbeitsverhältnisses für die Zeit ab fristlo- ser Kündigung, d.h. ab 1. Juli 2006 bis zum vereinbarten Vertragsende am 30. Septem ber 2007, Anspruch auf den Lohn hat, den er in dieser Zeit ver- dient hätte. W eil im BPG eine R egelung zur Ausrichtung und H öhe der Lohnfortzahlung fehlt, w ären hierfür analog die R egeln des Privatrechts (Art. 6 Abs. 2 BPG i.V.m . Art. 337c Abs. 1 O R ) anw endbar. 12.1 Für die fragliche Zeit besteht zw ischen dem Beschw erdeführer und der Be- schw erdegegnerin der am 28. D ezem ber 2005 geänderte Arbeitsvertrag, aus w elchem für den vereinbarten Beschäftigungsgrad von 61% und ba- sierend auf einem Jahreslohn von Fr. 70'000.- (100% ) ein Lohnanspruch für 15 M onate von Fr. 53'375.- brutto folgt. W eil die Änderung der Anstel- lung auf Stundenlohnbasis vom 14. Februar 2006, die eine Vertragsdauer bis 31. Juli 2006 vorsah, gem äss Aussage des Beschw erdeführers anläss- lich der m ündlichen Verhandlung von ihm nicht unterzeichnet w orden ist, bleibt dieser Anstellungsvertrag für die Lohnfortzahlungspflicht unbeacht- lich. 12.2 W ie der Beschw erdeführer selber anbietet, hat er sich an diese Lohnzah- lungen anrechnen zu lassen, w as er in dieser Zeit durch eine andere Ar- beit verdient hat (vgl. Art. 6 Abs. 2 BPG i.V.m . Art. 337c Abs. 2 O R ; STR EIFF/VO N KAEN EL, a.a.O ., N . 5 f. zu Art. 337c O R ). Seit dem 1. O ktober 2006 ist er an der Technischen H ochschule in B._______ angestellt. H ier-24 für bezieht er gem äss eigenen Angaben einen M onatslohn von 220 Euro und erhält zudem ein Stipendium in der H öhe von 1'103 Euro pro M onat. D ieses Stipendium w ird ihm von einem G raduiertenkolleg ausgerichtet und der Beschw erdeführer ist nicht verpflichtet, dieses zurück zu bezahlen. Entsprechend gelten auch die 1'103 Euro als Lohn, w om it er sich von O k- tober 2006 bis Septem ber 2007, also für 12 M onate, m onatlich insgesam t 1'323 Euro anzurechen hat. 12.3 W as die Frage einer zusätzlichen Entschädigung angeht, so ist zu berück- sichtigen, dass vorliegend – w ie bereits festgehalten – im heutigen Zeit- punkt eine W eiterbeschäftigung des Beschw erdeführers m it Blick auf die restliche Vertragsdauer gar nicht m ehr Sinn m acht bzw . praktisch unm ög- lich gew orden ist. N un lässt sich die M einung vertreten, der finanzielle Ausgleich von Art. 19 Abs. 3 BPG m it seinem pönalen und genugtuungs- ähnlichen C harakter soll nur dann zum Tragen kom m en, w enn die Fortset- zung und Beendigung des befristeten Arbeitsverhältnisses überhaupt in Betracht fällt, w as dann nicht der Fall w äre, w enn im Zeitpunkt der Fest- stellung der N ichtigkeit der Kündigung die vereinbarte Vertragsdauer be- reits abgelaufen ist oder das Vertragsende unm ittelbar bevorsteht. W ürde som it Art. 19 Abs. 3 BPG den vorliegenden Fall gar nicht erfassen, fände für die Entschädigungsfrage gestützt auf Art. 6 Abs. 2 BPG Art. 337c Abs. 3 O R sinngem äss Anw endung. D iese Entschädigung von höchstens sechs M onatslöhnen ist vom R ichter nach freiem Erm essen in W ürdigung aller U m stände festzulegen. Bei der Bem essung können die soziale und w irtschaftliche Lage der Parteien, die Intensität und D auer der arbeitsver- traglichen Beziehungen, die Art und W eise der Kündigung sow ie der G rad der Persönlichkeitsverletzung der gekündigten Partei berücksichtigt w er- den (vgl. STR EIFF/VO N KAEN EL, a.a.O ., N . 8 und 15 zu Art. 337c O R ; N Ö TZLI, a.a.O ., R z. 385 ff. und 390). Bei der Festsetzung der Entschädigung w äre zu berücksichtigen, dass es sich nicht um ein langjähriges Arbeitsverhältnis handelt. D es w eiteren ist der Beschw erdeführer noch jung und hat eine neue Anstellung an der Technischen H ochschule in B._______ gefunden. Schliesslich kann die Persönlichkeitsverletzung, die er durch die fristlose Entlassung erlitten hat, als gering eingestuft w erden. Entgegen der Ansicht des Beschw erdefüh- rers darf der U m stand, dass er 20 M onate vergebens für sein D oktorat ge- arbeitet hat, bei der Bem essung der Entschädigung nicht in Betracht gezo- gen w erden. R elevant ist einzig das Arbeitsverhältnis als w issenschaftli- cher Assistent. D iese Tätigkeit hat er gegen Entgelt und im R ahm en seiner Ausbildung ausgeübt. U nter diesen U m ständen w ürde sich die M indestent- schädigung in der H öhe von einem M onatslohn, ohne sozialversicherungs- rechtliche Abzüge, rechtfertigen, w as einen Betrag von Fr. 3'558.35 netto ausm acht. 12.4 G estützt auf vorstehende Ü berlegungen ständen dem Beschw erdeführer gestützt auf Art. 6 Abs. 2 BPG i.V.m . Art. 337c O R som it der Lohn bis Ver- tragsende (Fr. 53'375.- brutto) unter Abzug seiner anderw eitigen Einkünfte (12 M onate à 1'323 Euro) sow ie eine Entschädigung in der H öhe eines M onatslohnes (Fr. 3'558.35 netto) zu. 25 13. Bei einer anderen Betrachtungsw eise w äre davon auszugehen, dass das öffentliche R echt im G egensatz zum Privatrecht keine eindeutige U nter- scheidung zw ischen Lohnersatz einerseits und Entschädigung m it Straf- charakter andererseits m acht, sondern dass Art. 19 Abs. 3 BPG generell und abschliessend die finanziellen Folgen einer grundlosen fristlosen Kün- digung regelt; diese Bestim m ung also eine um fassende Entschädigung als Kom pensation dafür vorsieht, dass der Arbeitnehm er unverschuldet nicht w eiterbeschäftigt w ird. D iese Entschädigung beinhaltet gleichzeitig sow ohl den Aspekt des Lohnersatzes w ie auch der Strafzahlung (vgl. E . 11.2) und sie entspricht m indestens drei M onatslöhnen und m axim al zw ei Jahreslöh- nen (Art. 79 Abs. 6 Bst. b BPV; vgl. auch Art. 51 Abs. 2 Bst. b der Perso- nalverordnung des Bundesgerichts vom 27. August 2001 [PVBger, SR 172.220.114]). O b für Arbeitsverhältnisse des ETH -Bereichs Art. 49 Abs. 2 PVO -ETH Anw endung findet, obw ohl sich diese Bestim m ung ge- m äss W ortlaut auf Abgangsentschädigungen bezieht und sie entgegen der gesetzlichen Vorgabe von Art. 19 Abs. 6 Bst. a BPG nur eine M axim alent- schädigung vorgibt (vgl. dazu N Ö TZLI, a.a.O ., R z. 373 und 387), kann offen bleiben, denn auch nach dieser Bestim m ung beträgt die Entschädigung höchstens zw ei Jahreslöhne. W eil vorliegend eine W eiterbeschäftigung aus G ründen, die nicht der Beschw erdeführer zu vertreten hat, unm öglich ist, w ürde ihm nach dieser Betrachtungsw eise som it einzig eine Entschädi- gung gestützt auf Art. 19 Abs. 3 BPG zustehen. Bei deren Festsetzung w ä- ren ebenfalls die H öhe des bisherigen Lohnes, die Vertragsdauer und an- derw eitig erzieltes Einkom m en zu berücksichtigen sow ie ein pönaler und genugtuungsählicher Anteil hinzuzurechnen. W eil dabei die bereits ge- nannten Kriterien (E. 12.3) m assgebend w ären, w äre dem Beschw erde- führer als Entschädigung im Sinne von Art. 19 Abs. 3 BPG ein Betrag zu- zusprechen, der auch nach dieser Auffassung dem Lohn bis Vertragsende (Fr. 53'375.- brutto) unter Abzug seiner anderw eitigen Einkünfte (12 M ona- te à 1'323 Euro) und einer Entscm hädigung in der H öhe eines M onatsloh- nes (Fr. 3'558.35 netto) entsprechen w ürde. A bgeltung Ü berstunden/Ü berzeit 14. Schliesslich ist über die geltend gem achte Entschädigung für Ü berstunden und Ü berzeit zu befinden. 14.1 D ie Kündigung w urde als nichtig und das Arbeitsverhältnis zw ischen dem Beschw erdeführer und der Beschw erdegegnerin als bis zum vereinbarten Vertragsende, dem 30. Septem ber 2007, für gültig erklärt. D er Lohnan- spruch für diese 15 M onate w urde soeben beziffert. D am it ist w eiter zu be- urteilen, ob dem Beschw erdeführer antragsgem äss zusätzlich die vor der Freistellung erarbeiteten Ü berstunden und Ü berzeit abgegolten w erden sollen. 14.2 D er vorliegend zu beurteilende Antrag des Beschw erdeführers auf Ent- schädigung der Ü berstunden und Ü berzeit (Beschw erde vom 8. Februar 2007, Ziff. 4, S. 3) kann nur im Sinne eines Eventualantrages berücksich- tigt w erden. D enn er hat diesen Antrag in seiner Beschw erde an die ETH - BK (Vorakten 3106, act. 1, Ziff. 2c, S. 3 i.V.m . Vorakten 3106, act. 19 und 26 19/1) eventualiter zur Lohnfortzahlung gestellt und kann ihn jetzt vor dem Bundesverw altungsgericht nicht kum ulativ geltend m achen. Auf den Antrag auf Ausrichtung einer Entschädigung für Ü berstunden und Ü berzeit zusätz- lich zur Lohnfortzahlung ist infolge unzulässiger Erw eiterung des Streitge- genstandes nicht einzutreten (vgl. KÖ LZ/H ÄN ER , a.a.O ., R z. 612; M O SE R , a.a.O ., R z. 2.82). Auch für den Fall, dass auf den Antrag als H auptantrag einzutreten w äre, w ürde er sich, w ie nachfolgend aufzuzeigen ist, als un- begründet erw eisen. O b überhaupt der Beschw erdeführer als D oktorand und, falls ja, in w el- chem U m fang er Ü berstunden und Ü berzeit aus dem Anstellungsverhältnis geltend m achen kann und w elche R olle dabei der E-M ail des D oktoratslei- ters vom 14. N ovem ber 2005 im Sinne einer G enehm igung (Art. 55 Abs. 1 PVO -ETH ; vgl. auch STR E IFF/VO N KAEN EL, a.a.O ., N . 10 zu Art. 321c O R , S. 158 f.) zukom m t, kann offen bleiben. D enn ohnehin m üssten vom M axi- m alanspruch des Beschw erdeführers von 1'442.53 Stunden vorab 275 Stunden abgezogen w erden, w eil der Beschw erdeführer in seinen Berech- nungen vom 6. D ezem ber 2005 (vgl. Vorakten 3106, act. 19 und 19/1) da- von ausging, er könne bereits ab Beginn des D oktorats im Juni 2004 Ü ber- stunden und Ü berzeit geltend m achen. D as Anstellungsverhältnis m it der Beschw erdegegnerin hat jedoch erst am 1. O ktober 2004 begonnen. D ie verbleibenden 1'167.53 Stunden hätte der Beschw erdeführer inklusive des Ferienanspruchs vom Juli 2006 bis Septem ber 2007 von 31,25 Tagen resp. 160.13 Stunden in der verbleibenden Arbeitszeit von 1'560 Stunden (gem äss Soll-Arbeitsverhältnis an der ETH Z) kom pensieren können und auch m üssen (Art. 55 Abs. 1 und 3 PVO -ETH ). 14.3 D er Beschw erdeführer hat im vorliegenden Verfahren gegen die vorins- tanzliche Anrechnung seines Ferienanspruches für 2004 bis Juni 2006 an die Zeit seiner Freistellung keine Einw ände vorgebracht. D iese Ferienan- sprüche liegen som it nicht m ehr im Streit. Ergebnis 15. Aus vorstehenden Erw ägungen ergibt sich, dass der Beschw erdeführer Anspruch auf die Auszahlung des Lohnes vom 1. Juli 2006 bis und m it 30. Septem ber 2007 in der H öhe von Fr. 53'375.- brutto hat. D avon ist der seit 1. O ktober 2006 erzielte Lohn von m onatlich 1'323 Euro abzuziehen. Zusätzlich ist ihm eine Entschädigung in der H öhe von einem M onatslohn, ausm achend Fr. 3'558.35 netto, zuzusprechen. D ie Beschw erde ist inso- w eit gutzuheissen. Auf den Antrag, zusätzlich zur Lohnfortzahlung eine Entschädigung für Ü berstunden und Ü berzeit auszurichten, ist nicht einzu- treten. 16. Betreffend Exm atrikulation unterliegt der Beschw erdeführer und som it hat er die Verfahrenskosten in der H öhe von Fr. 1'000.- zu tragen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D iese sind m it dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher H öhe zu verrechnen. D as Verfahren bezüglich fristloser Entlassung ist ge- m äss Art. 34 Abs. 2 BPG , ausser bei M utw illigkeit, w elche hier nicht gege- ben ist, kostenlos.27 17. D a der Beschw erdeführer bezüglich der fristlosen Entlassung und der sich daraus ergebenden finanziellen Folgen teilw eise obsiegt, ist ihm eine Par- teientschädigung für das Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht zu- zusprechen (Art. 64 Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art. 7 Abs. 2 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun- desverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). D iese w ird auf einen D rittel der geltend gem achten Kosten, d.h. Fr. 6'101.10 (inkl. M w St), festgesetzt und der Beschw erdegegnerin zur Bezahlung auferlegt (Art. 64 Abs. 2 Vw VG i.V.m . Art. 10 und 14 VG KE). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird teilw eise gutgeheissen, der Beschw erdeentscheid der ETH -Beschw erdekom m ission vom 14. D ezem ber 2006 bezüglich frist- loser Entlassung w ird aufgehoben und die fristlose Kündigung vom 26. Juni 2006 durch die ETH Zürich w ird als nichtig erklärt. 2. D ie ETH Zürich hat dem Beschw erdeführer vom 1. Juli 2006 bis zum 30. Septem ber 2007 den Lohn von Fr. 53'375.- brutto auszurichten. D aran hat sich der Beschw erdeführer seit 1. O ktober 2006 m onatlich 1'323 Euro anrechnen zu lassen. 3. D ie ETH Zürich hat dem Beschw erdeführer eine Entschädigung von einem M onatslohn, ausm achend Fr. 3'538.35 netto, auszurichten. 4. Im Ü brigen w ird die Beschw erde abgew iesen, sow eit darauf einzutreten ist. 5. Für das Verfahren w erden in Bezug auf die Exm atrikulation Fr. 1'000.- Ver- fahrenskosten erhoben und m it dem vom Beschw erdeführer geleisteten Kostenvorschuss in gleicher H öhe verrechnet. 6. D ie ETH Zürich hat dem Beschw erdeführer nach Eintritt der R echtskraft des vorliegenden U rteils eine Parteientschädigung von Fr. 6'101.10 zu be- zahlen. 7. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (m it G erichtsurkunde) - der Beschw erdegegnerin (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (R ef-N r. 3106; eingeschrieben) D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: Beat Forster G iovanna Battagliero28 R echtsm ittelbelehrung Entscheide des Bundesverw altungsgerichts auf dem G ebiet der öffentlich-rechtlichen Ar- beitsverhältnisse können m it Beschw erde beim Bundesgericht angefochten w erden, so- fern es um eine verm ögensrechtliche Angelegenheit geht, bei w elcher der Streitw ert m in- destens 15'000 Franken beträgt oder bei der sich eine R echtsfrage von grund-sätzlicher Bedeutung stellt (vgl. Art. 85 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 [Bundesgerichtsgesetz, BG G ]; SR 173.110). Bei einer nicht verm ögensrechtlichen Angelegenheit ist die Beschw erde nur zulässig, w enn sie die G leichstellung der G eschlechter betrifft (vgl. Art. 83 Bst. g BG G ). Steht die Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen, so ist sie innert 30 Tagen seit der Ausfertigung des angefochtenen U rteils zu erheben. D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. Sie m uss spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen H anden der Schw eizerischen Post oder einer schw eizerischen diplom atischen oder konsularischen Vertretung überge- ben w erden (vgl. Art. 42. 48, 54 und 100 BG G ). Versand am :