<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00039</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107252&amp;W10_KEY=13013572&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00039</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 27.05.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verkehrsanordnung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verkehrsanordnung: Linksabbiegeverbot für Schwerverkehr, Gewerbegebiet Ebrist/Neuguet, Oberengstringen (mit dadurch bewirkter Verkehrsverlagerung) Nach der SVG-Revision per 1.1.2003 ist das Verwaltungsgericht zuständig, im Rechtsmittelverfahren funktionelle Verkehrsanordnungen zu überprüfen (E. 1). Rechtsgrundlagen für die Anordnung von Verkehrsbeschränkungen; Kognitionsfragen (E. 2a). Konkrete örtliche Verhältnisse (E. 2b). Der Sachverhalt wurde von den Vorinstanzen hinreichend ermittelt (E. 3b). Die von der Verkehrsanordnung betroffene Transportunternehmung kann aus einer (Baubewilligungs-)Auflage zu den Zu- und Wegfahrtsverhältnissen keinen Vertrauensschutztatbestand ableiten (E. 3b). Die Verminderung des Schwerverkehrs auf einem Teil der betroffenen Strasse liegt im öffentlichen Interesse und lässt es auch unter dem Gesichtswinkel des Gleichbehandlungsgebots zu, dass das angeordnete Verkehrsregime nur einige wenige Unternehmen betrifft (E. 3c). Die Vorinstanz hat die Abwägung der entgegengesetzten Interessen richtig vorgenommen (E. 3d). Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOGNITION">KOGNITION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSGLEICHHEIT">RECHTSGLEICHHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SACHVERHALTSERMITTLUNG">SACHVERHALTSERMITTLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRASSENVERKEHR">STRASSENVERKEHR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: STRASSENVERKEHRSRECHT">STRASSENVERKEHRSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHRSANORDNUNG">VERKEHRSANORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 107 lit. V SSV</span><br/><span class="ungerade">Art. 3 lit. III SVG</span><br/><span class="gerade">Art. 3 lit. IV SVG</span><br/><span class="ungerade">§ 41 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 42 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Mit VerfÃ¼gung vom 13. MÃ¤rz 2002 verbot die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit auf Antrag des Gemeinderats Unterengstringen und im EinverstÃ¤ndnis des Gemeinderats Oberengstringen das Linksabbiegen auf der Talstrasse in Oberengstringen in die HÃ¶ng­ger­strasse (Abschnitt Unterengstringen) fÃ¼r Last- und Gesellschaftswagen (Signal Nr. 2.43 in Verbindung mit Nr. 5.21).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Dagegen erhoben unter anderem die A AG (die in der nÃ¤heren Um­gebung ein Transportunternehmen fÃ¼hrt) sowie C (Anwohner der HÃ¶ng­gerstrasse auf der Obereng­strin­­ger Seite, wo zufolge des angeordneten Linksabbiegeverbots mit Mehrverkehr gerechnet werden muss) Rekurs. Der Regierungsrat wies die vereinigten Rekurse am 18. Dezember 2002 ab, soweit er darauf eintrat. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Mit Beschwerde vom 30. Januar 2003 beantragten die A AG sowie C dem Verwaltungsgericht, den Beschluss des Regierungsrats und die Verkehrsanordnung des Gemein­derats Unterengstringen (richtig: der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit) aufzuheben; eventuell sei die Sache zur ergÃ¤nzenden Untersuchung, insbesondere zur DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins, an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen, unter Kos­ten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">FÃ¼r den Regierungsrat beantragte die Staatskanzlei am 5. MÃ¤rz 2003 Abweisung der Beschwerde. Den nÃ¤mlichen Antrag, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrenden, stellte der Gemeinderat Unterengstringen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Beim streitbetroffenen Linksabbiegeverbot handelt es sich um eine funktionelle Verkehrsanordnung im Sinn von Art. 3 Abs. 4 des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 1958 (SVG; SR741.01). WÃ¤hrend nach der frÃ¼heren Fassung von Art. 3 Abs. 4 Satz 3 SVG gegen letztinstanzliche kantonale Entscheide Ã¼ber solche Massnahmen Beschwer­de an den Bundesrat gefÃ¼hrt werden konnte und sie daher nach § 42 des Verwaltungs­rechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) der verwaltungsgerichtlichen Beurteilung entzogen blieben, ist gemÃ¤ss der neuen Fassung vom 14. Dezember 2001 (AS 2002, 2767, in Kraft sei 1. Januar 2003) die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht mÃ¶glich, womit nach der Grundordnung von § 41 VRG auch gegen solche Massnahmen zuvor Beschwerde an das Verwaltungsgericht erhoben werden kann. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. a) GemÃ¤ss Art. 3 Abs. 3 SVG kÃ¶nnen die Kantone auf Strassen, die nicht dem all­gemeinen Durchgangsverkehr geÃ¶ffnet sind, den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr vollstÃ¤ndig untersagen oder zeitlich beschrÃ¤nken. Nach Art. 3 Abs. 4 SVG kÃ¶nnen "andere" BeschrÃ¤nkungen oder Anordnungen erlassen werden, soweit der Schutz der Bewohner oder gleichermassen Betroffener vor LÃ¤rm und Luftverschmutzung, die Sicherheit, die Erleichterung oder Regelung des Verkehrs, der Schutz der Strasse oder andere in den Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnissen liegende GrÃ¼nde dies erfordern (Satz 1). Aus solchen GrÃ¼nden kann ins­besondere in Wohnquartieren der Verkehr beschrÃ¤nkt und das Parkieren besonders geregelt werden (Satz 2). Art. 3 Abs. 4 SVG belÃ¤sst damit den Kantonen fÃ¼r sogenannte funk­tionelle ("andere") VerkehrsbeschrÃ¤nkungen einen weiten Rahmen; neben solchen aus GrÃ¼nden des Umweltschutzes kommen alle Massnahmen in Betracht, die der Verkehrssicher­heit und -regelung im weitesten Sinne dienen (vgl. BGE 106 IV 201), etwa dem Schutz der Anwohner vor Ã¼bermÃ¤ssigem Berufsverkehr. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Nach Art. 107 Abs. 5 Satz 1 der eidgenÃ¶ssischen Signalisationsverordnung vom 5. September 1979 (SSV; SR 741.21) ist entsprechend dem Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤s­sig­keit (dazu BGE 105 IV 66) bei Ã¶rtlichen Anordnungen auf bestimmten Strassenstrecken jene Massnahme zu wÃ¤hlen, welche den Zweck mit den geringsten EinschrÃ¤nkungen erreicht. Nach der gefestigten Praxis des Regierungsrats ist beim Erlass von Verkehrsanordnungen auf Gemeindestrassen der Auffassung der Organe des Gemeinwesens, welcher die Hoheit Ã¼ber die fragliche VerkehrsflÃ¤che zusteht, wesentliches Gewicht beizumessen, was der Regelung in § 4 Abs. 2 der kantonalen Signalisationsverordnung vom 21. November 2001 (LS 741.2) entspricht, wonach dauernde Verkehrsanordnungen auf Gemeindestrassen auf Antrag der zustÃ¤ndigen GemeindebehÃ¶rde verfÃ¼gt werden, wobei allenfalls betroffenen weiteren Gemeinden Gelegenheit zu einer Stellungnahme zu geben ist. Bei der ÃberprÃ¼fung solcher Massnahmen im Rechtsmittelverfahren kommt dem Regierungsrat nach § 20 VRG auch eine Ermessens- und ZweckmÃ¤ssigkeitskontrolle zu, wÃ¤hrend das Verwaltungsgericht nach § 50 VRG auf die Rechtskontrolle beschrÃ¤nkt ist.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Nach den zutreffenden und insoweit unbestrittenen Feststellungen des Regierungs­­rats verlÃ¤uft die Talstrasse in Oberengstringen zunÃ¤chst parallel zur Limmat in nordÃ¶stlicher Richtung und anschliessend in nÃ¶rdlicher Richtung bis zur EinmÃ¼ndung in die HÃ¶nggerstrasse, welche von Unterengstringen her in Richtung Osten nach Oberengstringen fÃ¼hrt. Vom Gewerbegebiet "Ebrist/Neuguet", wo sich die BetriebsgebÃ¤ude der Beschwerde­­­fÃ¼hrerin 1 befinden, kÃ¶nnen deren Last- und Gesellschaftswagen Ã¼ber die Tal- zur HÃ¶ng­gerstrasse gelangen, wo sie bisher entweder nach links in den Unterengstringer Teil oder nach rechts in den Oberengstringer Teil einbiegen konnten. Beim Rechtsabbiegen erreicht man die durch beide Ortschaften fÃ¼hrende ZÃ¼rcherstrasse nach kurzer Distanz, beim Linksab­biegen nach etwas lÃ¤ngerer Entfernung Ã¼ber die Weiningerstrasse. Die Zufahrt von der ZÃ¼rcherstrasse ist ebenfalls Ã¼ber beide Routen mÃ¶glich. Das streitige Linksabbiegeverbot soll ein an der Gemeindeversammlung Unterengstringen vom 5. De­zember 2001 angenommenes Projekt ergÃ¤nzen, das auf dem Unterengstringer Teil der HÃ¶nggerstrasse eine Verengung der Fahrbahn, den Einbau von Schwellen sowie (beim Kin­dergarten) einen erhÃ¶hten FussgÃ¤ngerÃ¼bergang vorsieht.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Der Regierungsrat hat erwogen, der Bedarf fÃ¼r verkehrstechnische Beruhigungs­massnahmen in Form des Linksabbiegeverbots auf der Talstrasse sei grundsÃ¤tzlich ausgewiesen: Zwar fÃ¼hre die HÃ¶nggerstrasse in beiden Gemeinden durch lÃ¤rmempfindliche Wohn­­gebiete. Der auf Unterengstringer Gebiet liegende Teil der HÃ¶nggerstrasse sei jedoch doppelt so lang wie der auf Oberengstringer Gebiet liegende Teil. GemÃ¤ss dem Bericht des </p> <p class="Einzug1">im Juni 2001 beauftragten IngenieurbÃ¼ros seien die Belastungen und Fahrgeschwindigkei-ten auf der Unterengstringer HÃ¶nggerstrasse "relativ hoch" und betrage der Schwerverkehrs­anteil an Werktagen 6,2 %. Nach den glaubhaften Angaben beider Gemeinden fliesse heute </p> <p class="Einzug1">der Hauptteil des (Schwer-)Verkehrs durch den Unterengstringer Teil der HÃ¶nggerstrasse, wo sich ausserdem ein Kindergarten befinde. Es treffe zu, dass mit dem Linksabbiegeverbot inskÃ¼nftig der Schwerverkehr auf dem Oberengstringer Teil der HÃ¶nggerstrasse jeweils insbesondere am Morgen leicht zunehmen werde. Dies sei jedoch nicht zu vermeiden, wenn fÃ¼r die zahlreichen Anwohner der bis anhin nicht vekehrsberuhigten, die Hauptverkehrs­last tragenden Unterengstringer HÃ¶nggerstrasse eine Verbesserung erreicht werden solle. Nachdem sich die beiden Gemeinden auf eine annehmbare bzw. als gerecht empfundene Verteilung des vom Oberengstringer Gewerbegebiet ausgehenden Schwerverkehrs hÃ¤t­ten einigen kÃ¶nnen, bestehe fÃ¼r den Regierungsrat kein Anlass, in das den kommunalen BehÃ¶rden zustehende Ermessen einzugreifen. Unbehelflich sei der Hinweis der heutigen Be­schwerdefÃ¼hrerin 1 auf eine Auflage in der Baubewilligung vom 26. Februar 1996, wonach die Zu- und Wegfahrt Ã¼ber die HÃ¶nggerstrasse zu erfolgen habe. Diese Auflage betref­­fe, da sie in einer Bewilligung der Gemeinde Oberengstringen enthalten sei, offenkundig vorab den Oberengstringer, jedenfalls aber nicht ausschliesslich den Unterengstringer Teil der HÃ¶nggerstrasse; die fragliche Auflage, mit der man den Schwerverkehr von der Oberengstringer Dorfstrasse habe fernhalten wollen, habe der heutigen BeschwerdefÃ¼hrerin keinerlei wohlerworbene Rechte verschafft. Anderseits tangiere das Linksabbiegeverbot die privaten Interessen der heutigen BeschwerdefÃ¼hrerin nur geringfÃ¼gig: Es kÃ¶nne ihr ohne weiteres zugemutet werden, am Morgen mit ihren Gesellschaftswagen Ã¼ber die Ober­engstringer HÃ¶nggerstrasse zur ZÃ¼rcherstrasse und von dort ins Glattal zu gelangen, wo sie eine Buslinie des Ã¶ffentlichen Verkehrs betreibe, welche Route sogar kÃ¼rzer als jene Ã¼ber Unterengstringen sei. Aber auch fÃ¼r Routen mit Ziel in westlicher Richtung bedeute die Weg- und Zufahrt Ã¼ber die Oberengstringer HÃ¶nggerstrasse nur einen geringfÃ¼gigen Umweg. Dem heutigen BeschwerdefÃ¼hrer 2 sei der zu erwartende geringfÃ¼gige Mehrverkehr auf dem Oberengstringer Teil der HÃ¶nggerstrasse im Interesse der von beiden betroffenen Gemeinden als gerecht empfundenen Verteilung des Schwerverkehrs zuzumuten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. a) Die BeschwerdefÃ¼hrenden werfen den Vorinstanzen eine ungenÃ¼gende Ermitt­lung des rechtserheblichen Sachverhalts vor, namentlich dadurch, dass kein Augenschein durchgefÃ¼hrt und dass die sich aus dem Bericht des BÃ¼ros X AG ergebende Verkehrsbelas­tung auf der HÃ¶nggerstrasse falsch gewÃ¼rdigt worden sei. Der Vorwurf ist unbegrÃ¼ndet. Ein Augenschein ist im vorliegenden Fall nicht erforderlich. BezÃ¼glich der Verkehrs­be­las­tung auf der HÃ¶nggerstrasse vermag ein solcher nichts zur KlÃ¤rung beizutragen, und hinsichtlich der Frage, welche MÃ¶glichkeiten mit welchen Vor- und Nachteilen dem Schwerverkehr aus dem Gewerbegebiet "Ebrist/Neuguet" fÃ¼r die Zu- und Wegfahrt mit bzw. ohne das streitbetroffene Linksabbiegeverbot offen stehen, bil­den die vorliegenden Akten eine hinreichende Beurteilungsgrundlage. Entgegen der Darstel­lung der BeschwerdefÃ¼hrenden hat der Regierungsrat aus dem zur Verkehrsbelas­tung vorliegenden Bericht keine falschen SchlÃ¼sse gezogen. Dieser Bericht befasst sich nÃ¤mlich von vornherein nur mit der Belas­tung auf dem Unterengstringer Teil der HÃ¶nggerstrasse; das gilt demzufolge auch fÃ¼r die darin enthaltene Aussage, dass sich bezÃ¼glich des Lastwagen­verkehrs praktisch keine Unterschiede nach Richtungen ergeben hÃ¤tten. Es kann sich nur fragen, ob zur umfassenden Sachverhaltsermittlung ein Bericht Ã¼ber die Verkehrsbelastung beider Teile der HÃ¶nggerstrasse eingeholt werden mÃ¼sste. Das ist zu verneinen. Der Regierungsrat hat sich bezÃ¼glich der Feststellung, dass der Hauptteil des Schwerverkehrs durch die Unterengstringer HÃ¶nggerstrasse fliesse, auf die Ã¼bereinstimmenden Aussagen beider GemeinderÃ¤te gestÃ¼tzt. Anhaltspunkte dafÃ¼r, dass diese Feststellung unrichtig sei, liegen nicht vor; wie erwÃ¤hnt lÃ¤sst sich die diesbezÃ¼glich Ã¼bereinstimmende Sachverhaltsdarstellung der ExekutivbehÃ¶rden beider Gemeinden nicht mit der genannten Aussage im Bericht des BÃ¼ros X AG widerlegen. Ist der Sachverhalt von den Vorinstanzen hinreichend ermittelt worden, besteht auch kein An­lass, die Angelegenheit zu weiteren AbklÃ¤rungen an den Regierungsrat zurÃ¼ckzuweisen, wie dies die BeschwerdefÃ¼hrenden eventualiter beantragen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Unter Hinweis auf die Auflage in der der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 am 26. Februar 1996 erteilten Baubewilligung fÃ¼r das BetriebsgebÃ¤ude an der Ebriststrasse, wonach die Zu- und Wegfahrt zum bzw. vom Werkhof ausschliesslich Ã¼ber die HÃ¶nggerstrasse zu erfolgen habe, berufen sich die BeschwerdefÃ¼hrenden erneut auf Vertrauensschutz. Der Einwand ist unbegrÃ¼ndet. Dabei kann offen bleiben, ob die genannte Auflage (ausschliesslich) die Fernhaltung des aus dem Gewerbegebiet "Ebrist/Neuguet" stammenden Schwerverkehrs von der Dorfstrasse (welche die Talstrasse in Ã¶stlicher Richtung mit der ZÃ¼rcher­stras­se verbindet) bezweckt habe, wie dies der Regierungsrat im angefochtenen Rekursentscheid â wiederum gestÃ¼tzt auf die diesbezÃ¼glich Ã¼bereinstimmende Sachdarstel­lung beider Gemeinden â festgestellt hat. Selbst wenn dies nicht der ausschliessliche oder vorwiegende Zweck der fraglichen Auflage sein sollte, kann die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 aus ihr keinen Vertrauensschutz ableiten. Wie der Regierungsrat zutreffend dargelegt hat, bleibt der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 trotz des streitigen Linksabbiegeverbots die MÃ¶glichkeit, mit ihren Gesellschaftswagen die HÃ¶nggerstrasse zu benutzen: nÃ¤mlich einerseits bei den Weg­fahrten den Oberengstringer Abschnitt und anderseits bei den RÃ¼ckfahrten sowohl den Unterengstringer wie auch den Oberengstringer Teil. Die fragliche Auflage bildet daher we­der eine direkte Anspruchsgrundlage der BeschwerdefÃ¼hrerin auf Beseitigung des Links­­abbiegeverbots, noch eine Komponente, die im Rahmen der vorzunehmenden Interes­sen­abwÃ¤gung (dazu nachfolgend E. 3d) zu ihren Gunsten zu berÃ¼cksichtigen wÃ¤re.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) UnbegrÃ¼ndet ist sodann der Einwand, das Linksabbiegeverbot kÃ¶nne sich nicht auf ein Ã¶ffentliches Interesse stÃ¼tzen und verstosse gegen die Rechtsgleichheit, weil es ledig­lich die wenigen Unternehmen (worunter jenes der BeschwerdefÃ¼hrerin 1) im Gewerbege­biet "Ebrist/Neuguet" treffe. Die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 bestreitet nicht, dass sie neben anderen Unternehmen, die ebenfalls im genannten Gewerbegebiet ansÃ¤ssig sind, zum Schwer­verkehr auf der Unterengstringer HÃ¶nggerstrasse mit Fahrten von der Talstrasse her beitrÃ¤gt, ansonsten sie auch keinen Anlass hÃ¤tte, sich gegen das Linksabbiegeverbot zu weh­­ren. Welchen Anteil die Fahrten aus dem genannten Gewerbegebiet am gesamten Schwer­verkehr auf der Unterengstringer HÃ¶nggerstrasse ausmachen, kann hier offen bleiben. Indem das Linksabbiegeverbot zu einer Verminderung des Schwerverkehrs auf der Unterengstringer Seite der HÃ¶nggerstrasse beitrÃ¤gt, liegt es jedenfalls im Ã¶ffentlichen Inte­res­se; und der Umstand, dass davon nur wenige Unternehmen betroffen sind, verstÃ¶sst schon deswegen nicht gegen das Gleichheitsgebot, weil die BerÃ¼cksichtigung des aus der nÃ¤heren Umgebung stammenden Schwerverkehrs - wie hier jenes aus dem Gewerbegebiet "Ebrist/Neuguet" - ein sachliches Kriterium fÃ¼r den Erlass einer funktionellen Verkehrsmass­nahme darstellt. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Die BeschwerdefÃ¼hrenden werfen dem Regierungsrat vor, die massgebenden Interessen fÃ¼r und wider das streitige Linksabbiegeverbot falsch gewichtet zu haben. Nament­­lich habe der Regierungsrat den bereits in der Rekursschrift des BeschwerdefÃ¼hrers 2 geltend gemachten Umstand nicht berÃ¼cksichtigt, dass sich an der HÃ¶nggerstrasse 21 (auf Gemeindegebiet Oberengstringen) ein Altersheim befinde, auf dessen Bewohner unter dem Gesichtswinkel des LÃ¤rmschutzes ebenso oder noch vermehrt RÃ¼cksicht als auf den Kinder­­garten im Unterengstringer Teil der HÃ¶nggerstrasse zu nehmen sei. Nach dem Gesagten ist davon auszugehen, dass aufgrund der bisherigen Verkehrsregelung (ohne das streitige Linksabbiegeverbot) der Hauptteil des die HÃ¶nggerstrasse belastenden Schwerverkehrs auf der Unterengstringer Seite anfÃ¤llt (vgl. E. 3a) und dass mit dem Linksabbiegeverbot der Schwerverkehr auf dem Oberengstringer Teil nur leicht anwachsen wird. Die vom Regierungsrat vorgenommene InteressenabwÃ¤gung lÃ¤sst sich daher auch dann halten, wenn berÃ¼ck­sichtigt wird, dass sich am Oberengstringer TeilstÃ¼ck ein Altersheim befindet. Das gilt um so mehr, als weder Anhaltspunkte bestehen noch von den BeschwerdefÃ¼hrenden geltend gemacht wird, dass die durch das Linksabbiegeverbot bewirkte leichte Verlagerung des Verkehrs zu einer Missachtung der massgebenden LÃ¤rmschutzgrenzwerte auf dem Ober­engstringer Teil fÃ¼hren wird, wÃ¤hrend es beim vom Regierungsrat ausdrÃ¼cklich erwÃ¤hn­ten Kindergarten an der Unterengstringer HÃ¶nggerstrasse vorab um Aspekte der Verkehrssicherheit fÃ¼r die betroffenen Kinder geht. Aus dem gleichen Grund (weil aufgrund des Linksabbiegeverbots nur mit einem geringfÃ¼gigen zusÃ¤tzlichen Schwerverkehr auf der Oberengstringer HÃ¶nggerstrasse zu rechnen ist), kommt den privaten Interessen des BeschwerdefÃ¼hrers 2, der an diesem TeilstÃ¼ck wohnt, an der Aufhebung des Linskabbiegever­bots kein ausschlaggebendes Gewicht zu. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Sodann ist dem Regierungsrat auch insofern beizustimmen, als er die privaten Inte­res­sen der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 an der Aufhebung des Linskabbiegeverbots im Hinblick auf die ihr verbleibenden MÃ¶glichkeiten der Zu- und Wegfahrt Ã¼ber die HÃ¶nggerstrasse als gering eingestuft hat. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Gesamthaft kann demnach dem Regierungsrat keine rechtsverletzende Interessenab­wÃ¤­gung vorgeworfen werden, zumal berÃ¼cksichtigt werden darf, dass das streitige Links­ab­­biegeverbot ein an der Gemeindeversammlung Unterengstringen vom 5. Dezember 2001 angenommenes Projekt ergÃ¤nzt, das auf dem Unterengstringer Teil der HÃ¶nggerstrasse eine Verengung der Fahrbahn, den Einbau von Schwellen sowie (beim Kindergarten) einen erhÃ¶h­­ten FussgÃ¤ngerÃ¼bergang vorsieht. Der Regierungsrat hat das Linskabbiegeverbot zu Recht im Zusammenhang mit diesem Projekt gewÃ¼rdigt. Sein Entscheid hÃ¤lt sich jedenfalls im Rahmen des Ermessensspielraums, den das auf Rechtskontrolle beschrÃ¤nkte Verwaltungs­­gericht zu respektieren hat.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. ...<a id="Text12"></a></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">...</p> <p class="Einzug1"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>