{"Signatur": "SG_KG_002", "Spider": "SG_Gerichte", "Datum": "2014-09-09", "PDF": {"Datei": "SG_Gerichte/SG_KG_002_BS-2014-9-10_2014-09-09.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=1951&type=1563347022&cHash=7d81d8f24fad83caec94465dbfa2cef0", "Checksum": "3a8efd07fc7b04bf6ed0cba65675366a"}, "Scrapedate": "2025-07-19", "Num": ["BS.2014.9/10"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "St.Gallen Kantonsgericht Zivilkammern (inkl. Einzelrichter) 09.09.2014 BS.2014.9/10"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Kantonsgericht Zivilkammern (inkl. Einzelrichter)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Zivilkammern (inkl. Einzelrichter)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Zivilkammern (inkl. Einzelrichter)"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Art. 13 und Art. 261 ZPO (SR 272), Art. 17 Abs. 1 lit. a EG-ZPO (sGS 961.2). Vorsorgliche Massnahmen im Rahmen eines gleichzeitig anh\u00e4ngig gemachten Hauptverfahrens sind - ausser im Falle der abweichenden \u00f6rtlichen Zust\u00e4ndigkeit bei Anrufung des Gerichts am Ort der Vollstreckung der Massnahme - durch den Verfahrensleiter (und nicht durch den Einzelrichter) zu entscheiden. Diesem ist verwehrt, mit der Begr\u00fcndung der Nichtzust\u00e4ndigkeit des Kollegialgerichts im Hauptverfahren auf das Massnahmegesuch nicht einzutreten (E. III.1.b).Art. 684 f. ZGB (SR 210). Art. 86 BauG (sGS 731.1). Art. 685 ZGB ist eine Spezialvorschrift, welche die allgemeinen nachbarrechtlichen Grunds\u00e4tze des Art. 684 ZGB konkretisiert. \u00dcber privatrechtliche Einsprachen, die sich auf Art. 685 ZGB st\u00fctzen ist damit - gleich wie \u00fcber auf Art. 684 ZGB gest\u00fctzte - im \u00f6ffentlich-rechtlichen Verfahren zu entscheiden (Art. 86 Abs. 1 BauG). Weist die Baubewilligungsbeh\u00f6rde privatrechtliche Einsprachen ab, welche sich auf Art.\u00a0684 ZGB st\u00fctzen, und verweist sie anderweitige privatrechtliche Einsprachegr\u00fcnde auf den Zivilweg, so sind auf Art. 685 ZGB gest\u00fctzte Anspr\u00fcche von der Abweisung mit umfasst (E.\u00a0III.2.b). Art. 75 BGG (SR 173.110). Prinzip der \"double instance\". Das Bundesrecht erfordert als letzte kantonale Instanz resp. als Vorinstanz des Bundesgerichts ein oberes Gericht. Die erstinstanzliche Beurteilung durch ein Gericht ist nicht vorgeschrieben. Der im kantonalen Recht vorgesehene Instanzenzug, gem\u00e4ss welchem auf Art. 684 f. ZGB gest\u00fctzte privatrechtliche Einsprachen unter\u00adinstanzlich durch Verwaltungsbeh\u00f6rden und kantonal letztinstanzlich durch das Verwaltungsgericht beurteilt werden, ist bundesrechtskonform (E. III.2.b) (Kantonsgericht, Einzelrichter im Personen-, Erb- und Sachenrecht, 9. September 2014, BS.2014.9+10).\u00a0Das Bundesgericht wies eine gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 12. Dezember 2014 ab, soweit es auf diese eintrat (BGer 5A_814/2014 neues Fenster)."}], "ScrapyJob": "446973/61/1836", "Zeit UTC": "19.07.2025 07:39:45", "Checksum": "66a3075ac0a55ded64acaf73b5805ae6"}