<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2024.00690</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=224913&amp;W10_KEY=13045527&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2024.00690</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 30.04.2025</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Kündigung des Arbeitsverhältnisses während der Probezeit</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Der Beschwerdegegner focht seine Kündigung fälschlicherweise mit Rekurs beim Bezirksrat an, statt eine Neubeurteilung beim Gemeinderat der Beschwerdeführerin zu verlangen. Der Bezirksrat trat auf das Rechtsmittel nicht ein und überwies die Sache zur Durchführung des Neubeurteilungsverfahrens an die Beschwerdeführerin. Diese sieht sich hierdurch in ihrer Autonomie eingeschränkt, da sie aufgrund des bezirksrätlichen Entscheids gezwungen sei, auf das Rechtsmittel der Beschwerdegegnerin einzutreten.] Das schutzwürdige Interesse der Beschwerdeführerin ist fraglich, da sich ihre Beschwerde im Wesentlichen nur gegen die Begründung des vorinstanzlichen Entscheids richtet. Dass die Vorinstanz nicht zuständig war, bestreitet sie hingegen nicht. Eine materielle Beurteilung ist aber vorliegend zur Verhinderung einer Verletzung des Beschleunigungsgebots geboten (E. 1.4). Die Weiterleitungspflicht nach § 5 Abs. 2 VRG steht nur unter dem Vorbehalt des Rechtsmissbrauchs (E. 2.2). Der Beschwerdegegner reichte sein Rechtsmittel nicht rechtsmissbräuchlich bei der falschen Instanz ein, zumal die Rechtsmittelbelehrung auf der angefochtenen Kündigungsverfügung missverständlich war (E. 2.3). Die Vorinstanz hat die Beschwerde daher zu Recht an den Gemeinderat der Beschwerdeführerin überwiesen (E. 2.5). Der Überweisungsentscheid betrifft nur die Frage der Fristwahrung und der Zuständigkeit. Im Übrigen kann die Beschwerdeführerin das durchzuführende Neubeurteilungsverfahren weiterhin auch mit einem Nichteintretensentscheid abschliessen, sollte es an einer anderen Prozessvoraussetzung fehlen (E. 2.6). Ausnahmsweise Kostenauflage an die Beschwerdeführerin nach § 65a Abs. 3 VRG wegen mutwilliger Prozessführung (E. 4.2). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES">BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMITTELBELEHRUNG">RECHTSMITTELBELEHRUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEITERLEITUNGSPFLICHT">WEITERLEITUNGSPFLICHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 5 Abs. 2 VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 65a Abs. 3 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=70751" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2024.00690</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>des Einzelrichters</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom 30. April 2025</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter Reto HÃ¤ggi Furrer, Gerichtsschreiber Dumenig Stiffler.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Gemeinde A, <br/> </span><span>vertreten durch den Gemeinderat A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoBodyText"><span>dieser vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>C, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch RA D, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend KÃ¼ndigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses wÃ¤hrend der Probezeit,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Die Gemeinde A stellte C am 22. MÃ¤rz 2024 befristet vom 1. April 2024 bis am 30. April 2024 als Bademeister ohne fixen BeschÃ¤ftigungsgrad an. Mit einer weiteren VerfÃ¼gung gleichen Datums wurde C ab Mai 2024 unbefristet als Bademeister mit einem BeschÃ¤ftigungsgrad von 70 % jeweils jÃ¤hrlich in der Zeit vom 1. April bis 30. September angestellt. Zweitere VerfÃ¼gung sah eine Probezeit von drei Monaten vor.</p> <p class="Urteilstext">Am 28. Juni 2024 <span>kÃ¼ndigte der Gemeindeschreiber der Gemeinde A </span>das ArbeitsverhÃ¤ltnis mit C "wÃ¤hrend [der] Probezeit" per 4. Juli 2024 und begrÃ¼ndete dies damit, dass dieser gegenÃ¼ber der Gemeinde eine bewilligungspflichtige NebenbeschÃ¤ftigung in einer anderen Gemeinde verschwiegen habe. Die KÃ¼ndigung enthielt die folgende Rechtsmittelbelehrung:</p> <p class="Urteilstext">"Ein Rekurs gegen diese VerfÃ¼gung kann innert 30 Tagen von der Mitteilung der VerfÃ¼gung an schriftlich und unter Beilage einer Kopie dieser VerfÃ¼gung beim Gemeinderat A eingereicht werden. In der Rekursschrift sind die RekursantrÃ¤ge zu stellen und zu begrÃ¼nden. Mit dem Rekurs kÃ¶nnen alle MÃ¤ngel des Verfahrens und der angefochtenen VerfÃ¼gung geltend gemacht werden. Einem allfÃ¤lligen Rekurs wird die aufschiebende Wirkung entzogen."</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Hiergegen erhob C am 24. Juli 2024 Rekurs an den Bezirksrat E. Dieser trat mit Beschluss vom 9. Oktober 2024 mangels ZustÃ¤ndigkeit nicht auf den Rekurs von C ein (Dispositiv-Ziff. I), Ã¼berwies die Angelegenheit dem Gemeinderat A zur "Neubeurteilung der AustrittsverfÃ¼gung" (Dispositiv-Ziff. II) und erhob keine Verfahrenskosten (Dispositiv-Ziff. III).</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Gemeinde A erhob am 11. November 2024 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte, Dispositiv-Ziff. II des Beschlusses des Bezirksrats E vom 9. Oktober 2024 sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass keine Pflicht zur Neubeurteilung der AustrittsverfÃ¼gung durch ihren Gemeinderat besteht.</p> <p class="Sachverhalt2">Der Bezirksrat E verzichtete am 20. November 2024 auf Vernehmlassung. C beantragte am 16. Dezember 2024 Abweisung der Beschwerde und GewÃ¤hrung einer ParteientschÃ¤digung in der HÃ¶he von Fr. 3'018.60. Die Gemeinde A am 3. Februar 2025 und 3. MÃ¤rz 2025 und C am 17. Februar 2025 hielten an ihren AntrÃ¤gen fest.</p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist nach §§ 41 ff. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) fÃ¼r Beschwerden gegen Rekursentscheide eines Bezirksrats Ã¼ber Anordnungen betreffend ein Ã¶ffentlich-rechtliches AnstellungsverhÃ¤ltnis zustÃ¤ndig.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Der Beschwerdegegner beantragte in seinem Rekurs an den Bezirksrat die Zusprechung von rund Fr. 5'000.-. Damit fÃ¤llt die Angelegenheit in die ZustÃ¤ndigkeit des Einzelrichters (§ 38b Abs. 1 lit. c VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>1.3.1 </b>GemÃ¤ss § 41 Abs. 3 in Verbindung mit § 19a Abs. 1 VRG kÃ¶nnen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, mit Beschwerde beim Verwaltungsgericht angefochten werden (sogenannte Endentscheide; Regula Kiener, in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 41 N. 29; vgl. Martin Bertschi, Kommentar VRG, § 19a N. 13 ff.). Teil-, Vor- und Zwischenentscheide sind demgegenÃ¼ber gemÃ¤ss § 41 Abs. 3 in Verbindung mit § 19a Abs. 2 VRG sinngemÃ¤ss nach Art. 91â93 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) anfechtbar.</p> <p class="Erwgung3"><b>1.3.2 </b>Der hier angefochtene Beschluss des Bezirksrats E schliesst das Verfahren nicht ab, sondern Ã¼berweist es im Sinn von § 5 Abs. 2 VRG zur weiteren Behandlung an den Gemeinderat der BeschwerdefÃ¼hrerin. Damit handelt es sich um einen selbstÃ¤ndig erÃ¶ffneten Zwischenentscheid Ã¼ber die ZustÃ¤ndigkeit. Dieser ist mit Beschwerde anfechtbar (vgl. § 19a Abs. 2 VRG in Verbindung mit Art. 92 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.4 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>1.4.1 </b>Nach § 49 in Verbindung mit § 21 Abs. 2 VRG sind Gemeinden und andere TrÃ¤ger Ã¶ffentlicher Aufgaben mit RechtspersÃ¶nlichkeit beschwerdeberechtigt, wenn sie durch die Anordnung wie eine Privatperson berÃ¼hrt sind und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ãnderung haben (lit. a), die Verletzung von Garantien rÃ¼gen, die ihnen die Kantons- oder Bundesverfassung gewÃ¤hrt (lit. b), oder bei der ErfÃ¼llung von gesetzlichen Aufgaben in ihren schutzwÃ¼rdigen Interessen anderweitig verletzt sind, insbesondere bei einem wesentlichen Eingriff in ihr Finanz- oder VerwaltungsvermÃ¶gen (lit. c). Die Beschwerdelegitimation stellt eine Prozessvoraussetzung dar und ist von Amtes wegen zu prÃ¼fen (statt vieler VGr, 10. Mai 2024, VB.2024.00240, E. 3.1; Martin Bertschi, Kommentar VRG, § 49 N. 2 in Verbindung mit § 21 N. 7).</p> <p class="Erwgung3"><b>1.4.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist als Arbeitgeberin bei einer KÃ¼ndigung praxisgemÃ¤ss gleich betroffen wie ein privater Arbeitgeber (vgl. BGE 134 I 204 E. 2.3). Fraglich ist jedoch, ob sie ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an der vorliegenden Beschwerdeerhebung hat. Die Vorinstanz ist mangels ZustÃ¤ndigkeit nicht auf das Rechtsmittel des Beschwerdegegners gegen die KÃ¼ndigung eingetreten und hat dieses zur DurchfÃ¼hrung eines Neubeurteilungsverfahrens an den Gemeinderat Ã¼berwiesen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin bestreitet die fehlende ZustÃ¤ndigkeit der Vorinstanz nicht, sondern ist einzig der Ansicht, durch die Weiterleitung werde sie gezwungen, auf das Rechtsmittel des Beschwerdegegners einzutreten, obwohl sie der Auffassung sei, das Rechtsmittel sei verspÃ¤tet. Aus der Ãberweisungsanordnung selbst ergibt sich dieser Schluss jedoch nicht, sondern hÃ¶chstens indirekt aus deren BegrÃ¼ndung, die nicht beschwerdefÃ¤hig ist. Letztlich ist die Frage, ob es deswegen an der Beschwerdeberechtigung fehlt, hier aber nicht entscheidend: WÃ¼rde auf die vorliegende Beschwerde nicht eingetreten, wÃ¼rde die BeschwerdefÃ¼hrerin aufgrund ihrer hier geÃ¤usserten Rechtsauffassung wohl im Neubeurteilungsverfahren wegen FristsÃ¤umnis nicht auf das Rechtsmittel des Beschwerdegegners eintreten, woraufhin in einem allfÃ¤lligen zweiten Verfahren zu prÃ¼fen wÃ¤re, ob die Frist durch Einreichung des Rechtsmittels beim unzustÃ¤ndigen Bezirksrat gewahrt wurde. Angesichts der damit einhergehenden erheblichen VerfahrensverzÃ¶gerung drohte â zuungunsten auch der BeschwerdefÃ¼hrerin â eine Verletzung des Beschleunigungsgebots, der damit zu begegnen ist, dass schon im vorliegenden Verfahren zu klÃ¤ren ist, ob die Ãberweisung zur Neubeurteilung zutreffend war.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Da vorliegend eine Anordnung des Gemeindeschreibers betreffend ein kommunales AnstellungsverhÃ¤ltnis in Frage steht und ihm die Kompetenz zum Erlass von Anordnungen Ã¼ber gewisse AnstellungsverhÃ¤ltnisse vom Gemeinderat Ã¼bertragen wurde, hÃ¤tte ein Begehren um Neubeurteilung beim Gemeinderat eingereicht werden mÃ¼ssen (§ 170 Abs. 1 lit. c des Gemeindegesetzes vom 20. April 2015 [GG, LS 131.1]). Strittig ist, ob der Bezirksrat den vom Beschwerdegegner stattdessen an ihn gerichteten Rekurs zu Recht in Anwendung von § 5 Abs. 2 VRG an die BeschwerdefÃ¼hrerin zur DurchfÃ¼hrung eines Neubeurteilungsverfahrens Ã¼berwies und was die Folgen dieser Ãberweisung sind.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>§ 5 Abs. 2 VRG sieht vor, dass Eingaben an eine unzustÃ¤ndige VerwaltungsbehÃ¶rde von Amtes wegen und in der Regel unter Benachrichtigung des Absenders an die zustÃ¤ndige VerwaltungsbehÃ¶rde weiterzuleiten sind. Hierbei ist fÃ¼r die Einhaltung der Fristen der Zeitpunkt der Einreichung bei der unzustÃ¤ndigen BehÃ¶rde massgebend. Die Weiterleitungspflicht nach § 5 Abs. 2 VRG steht einzig unter dem Vorbehalt des Rechtsmissbrauchs. Demnach darf auf die Weiterleitung an die zustÃ¤ndige Instanz verzichtet werden, wenn eine Eingabe nicht versehentlich, sondern bewusst bei der unzustÃ¤ndigen Instanz erfolgte. Eine derartige Absicht darf aber nur dann unterstellt werden, wenn unter den gegebenen UmstÃ¤nden von einer offenkundig nicht irrtÃ¼mlichen Einreichung bei der unzustÃ¤ndigen Instanz ausgegangen werden muss, sodass das der Weiterleitungspflicht zugrunde liegende Fristwahrungsziel keinen Schutz verdient. Im Fall einer wissentlichen Eingabe bei einer unzustÃ¤ndigen Instanz entfÃ¤llt nicht nur die Weiterleitungspflicht, sondern auch die fingierte Fristwahrung (zum Ganzen Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 50 N. 51).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Vorliegend ist kein Rechtsmissbrauch seitens des Beschwerdegegners erkennbar. Er verschaffte sich durch die Anrufung des Bezirksrats keinen treuwidrigen Vorteil (anders bspw. eine Partei, die eine elektronische Eingabe zur Umgehung der am Steuerrekursgericht geltenden Formvorschriften beim Verwaltungsgericht einreicht, VGr, 9. Oktober 2024, SB.2024.00101 und SB.2024.00102, E. 1.3). Vielmehr ist von einem Irrtum auszugehen. Dieser war sodann massgeblich dadurch begÃ¼nstigt, dass die in der VerfÃ¼gung vom 28. Juni 2024 enthaltene Rechtsmittelbelehrung missverstÃ¤ndlich war. Sie nennt als Rechtsmittel einen "Rekurs", der beim Gemeinderat zu erheben sei. Ein Rekurs wÃ¤re indes â wie dies der Beschwerdegegner getan hat â beim Bezirksrat zu erheben (§ 19 Abs. 1 und § 19b Abs. 2 lit. c Ziff. 1 VRG), wÃ¤hrend der Gemeinderat zustÃ¤ndig ist, soweit â wie hier â eine Neubeurteilung verlangt werden kann.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Die Argumentation der BeschwerdefÃ¼hrerin ist vor diesem Hintergrund treuwidrig. Sie versah die angefochtene VerfÃ¼gung mit einer unrichtigen Rechtsmittelbelehrung. Mit diesem Verhalten war die BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r die Einreichung des Rechtsmittels des Beschwerdegegners bei einer unzustÃ¤ndigen Instanz wesentlich (mit-)verantwortlich.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Bei dieser Ausgangslage hat die Vorinstanz die Sache zu Recht in Anwendung von § 5 Abs. 2 VRG an den Gemeinderat der BeschwerdefÃ¼hrerin zur DurchfÃ¼hrung des Neubeurteilungsverfahrens Ã¼berwiesen. Damit ist fÃ¼r die Frage der Rechtzeitigkeit des weitergeleiteten "Rekurses" respektive des Neubeurteilungsbegehrens die Einreichung beim Bezirksrat E entscheidend (vgl. § 5 Abs. 2 Satz 2 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.6 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt vor, sie sei aufgrund der Formulierung des Ãberweisungsentscheids der Vorinstanz gezwungen, auf das Neubeurteilungsbegehren des Beschwerdegegners einzutreten. Der Ãberweisungsbeschluss betrifft jedoch nur die Frage der Fristwahrung und der ZustÃ¤ndigkeit. Im Ãbrigen kann die BeschwerdefÃ¼hrerin â sollte es an einer anderen Prozessvoraussetzung fehlen â das durchzufÃ¼hrende Neubeurteilungsverfahren weiterhin auch mit einem Nichteintretensentscheid abschliessen.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2">Die Vorinstanz holte keine Vernehmlassung der BeschwerdefÃ¼hrerin ein, bevor sie das Rechtsmittel des Beschwerdegegners an den Gemeinderat der BeschwerdefÃ¼hrerin zur DurchfÃ¼hrung des Neubeurteilungsverfahrens Ã¼berwies. Sofern darin Ã¼berhaupt eine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs der BeschwerdefÃ¼hrerin zu erblicken ist, ist diese durch die Behandlung ihrer RÃ¼gen gegen den Ãberweisungsentscheid im vorliegenden Verfahren geheilt. Entsprechend erÃ¼brigen sich weitere AusfÃ¼hrungen hierzu.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Bei personalrechtlichen Streitigkeiten mit einem Streitwert bis Fr. 30'000.- werden keine GebÃ¼hren auferlegt. Vorbehalten bleibt die Kostenauflage an die unterliegende Partei, wenn sie durch ihre ProzessfÃ¼hrung einen unangemessenen Aufwand verursacht hat (§ 65a Abs. 3 VRG), etwa durch mutwillige ProzessfÃ¼hrung. Solches liegt hier vor, nachdem die Beschwerdeerhebung sich angesichts der UmstÃ¤nde als treuwidrig erweist (vgl. zuvor E. 2.4). Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat dem Beschwerdegegner zudem eine angemessene ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren zu bezahlen (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG). Der Vertreter des Beschwerdegegners reichte eine Honorarnote ein, worin ein Aufwand von insgesamt Fr. 3'018.60 fÃ¼r das Beschwerdeverfahren geltend gemacht wird. PraxisgemÃ¤ss steht der obsiegenden Partei keine volle EntschÃ¤digung zu, vielmehr sind ihr nur die notwendigen Kosten zu ersetzen. Da hier einzig die Fristwahrung strittig war, ist eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- (inklusive Mehrwertsteuer) fÃ¼r das Beschwerdeverfahren angemessen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Weil der Streitwert weniger als Fr. 15'000.- betrÃ¤gt, ist die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nur zulÃ¤ssig, sofern sich eine Rechtsfrage von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung stellt (Art. 85 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde offen (Art. 113 ff. BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>der Einzelrichter</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 145.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 1'645.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird verpflichtet, dem Beschwerdegegner fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) den Bezirksrat E.</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>