<h2>SubmittedText<h2><p>Art. 397a ZGB soll wie folgt ergänzt werden:</p><p>"Eine mündige oder entmündigte Person darf wegen Geisteskrankheit, Geistesschwäche, Trunksucht, anderer Suchterkrankungen - insbesondere schwerer Drogensucht - oder schwerer Verwahrlosung in einer geeigneten Anstalt untergebracht oder zurückbehalten werden, wenn ihr die nötige persönliche Fürsorge nicht anders erwiesen werden kann."</p><p>Diese Bestimmung über die fürsorgerische Freiheitsentziehung kann zudem nur auf mündige bzw. entmündigte Personen angewendet werden. Eine "Drogenkarriere" bzw. die Drogenverelendung beginnt heute aber in der Regel viel früher, oft im Alter von 14-16 Jahren. Bereits in diesem Alter müssen wirksame Massnahmen getroffen werden können.</p><p>Art. 310a ZGB betreffend die Aufhebung der Obhut soll deshalb neu wie folgt eingeführt werden:</p><p>"Bei schwer drogensüchtigen Jugendlichen ist der fürsorgerische Freiheitsentzug gemäss Art. 397a ff ZGB als Kindesschutzmassnahme anzuwenden. Das Kind ist für die Dauer der Massnahme durch die Vormundschaftsbehörde in eine geeignete Anstalt einzuweisen."</p>