<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2001.00011</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106261&amp;W10_KEY=13013577&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2001.00011</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 29.08.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Kündigung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Kündigung. Formelle und materielle Anforderungen an eine Kündigung durch das Gemeinwesen wegen mangelnder Leistung bzw. Störung des Vertrauensverhältnisses. Nichtigkeit der Kündigung? Zulässigkeit des Antrags auf Weiterbestehen des Arbeitsverhältnisses wegen Nichtigkeit der Kündigung vor Verwaltungsgericht? Frage offen gelassen (E.1b). Kündigung durch den hierzu nicht zuständigen direkten Vorgesetzten: Nichtigkeit der Kündigung aufgrund der Würdigung aller Umstände verneint (E.3). Unechte Rückwirkung des günstigeren neuen Rechts (E.4a). Formelle Anforderungen an die Kündigungsandrohung, die Ansetzung der Bewährungszeit, die Leistungs- und Verhaltensbeurteilungen sowie die Begründung der Kündigung (E.4c). Verletzung des rechtlichen Gehörs durch Verweigerung der Gelegenheit zur Stellungnahme (E.4c). Die Gehörsverletzung führt nicht zur Nichtigkeit (E.5a). Die Rechtsmittelinstanzen haben sich mit den Vorbringen und Beweisofferten zu befassen. Bei Gehörsverletzungen der Einsprache- und der Rekursbehörde ist eine Heilung nicht denkbar (E.5b-d). Sprungrückweisung wegen formeller Mängel und unvollständiger Feststellung des Sachverhalts (E.6). Materielle Anforderungen an eine Kündigung wegen mangelnder Leistung bzw. Störung der Zusammenarbeit (E.7a-b). Eine Abfindung kann auch geschuldet sein, wenn die Kündigung wegen eines Konflikts mit dem Vorgesetzten rechtmässig ist (E.7c). Notwendige Beweisabklärungen (E.8a); Beweislastverteilung (E.8b). Beginn der Kündigungsfrist (E.9). Streitwertberechnung bei Leistungsklagen aus noch andauernden Dienstverhältnissen (E.10a). Kosten und Entschädigung (E.11). Teilweise Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABFINDUNG">ABFINDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES">BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWEISABNAHMEPFLICHT">BEWEISABNAHMEPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWEISLAST">BEWEISLAST</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTSCHÃDIGUNG">ENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HEILUNG">HEILUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTERTEMPORALES RECHT">INTERTEMPORALES RECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOMMUNALES RECHT">KOMMUNALES RECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃNDIGUNG">KÃNDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃNDIGUNGSFRIST">KÃNDIGUNGSFRIST</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEISTUNGSBEURTEILUNG">LEISTUNGSBEURTEILUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITARBEITERBEURTEILUNG">MITARBEITERBEURTEILUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NICHTIGKEIT">NICHTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKWEISUNG">RÃCKWEISUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKWIRKUNG, UNECHTE">RÃCKWIRKUNG, UNECHTE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SACHLICHE UNZUSTÃNDIGKEIT">SACHLICHE UNZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SPRUNGRÃCKWEISUNG">SPRUNGRÃCKWEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STREITWERT">STREITWERT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Artikel 8, 9, 29 ff BV ST: VERBOT DER FORMELLEN RECHTSVERWEIGERUNG">VERBOT DER FORMELLEN RECHTSVERWEIGERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSAMMENARBEIT">ZUSAMMENARBEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 18 PG</span><br/><span class="ungerade">§ 19 PG</span><br/><span class="gerade">§ 26 PG</span><br/><span class="ungerade">§ 51 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 64 lit. I VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 80 lit. II VRG</span><br/><span class="gerade">§ 80b VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 16 lit. Ia VVPG</span><br/><span class="gerade">§ 18 VVPG</span><br/><span class="ungerade">Art./§ 19 PST Winterthur</span><br/><span class="gerade">Art./§ 20 PST Winterthur</span><br/><span class="ungerade">Art./§ 27 PST Winterthur</span><br/><span class="gerade">Art./§ 28 PST Winterthur</span><br/><span class="ungerade">Art./§ 10 lit. I a + c VV PST Winterthur</span><br/><span class="gerade">Art./§ 11 VV PST Winterthur</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Urteilstext"><span>I. A (geboren 1946) wurde mit VerfÃ¼gung des Stadtrats Winterthur vom 27. November 1991 mit Wirkung ab 1. MÃ¤rz 1992 ... im AngestelltenverhÃ¤ltnis mit einem Arbeitspensum von zunÃ¤chst 75 % beschÃ¤ftigt. Das Pensum wurde mit Wirkung ab 1. Januar 1995 auf 80 % und mit Wirkung ab 1. Februar 1998 auf 90 % erhÃ¶ht. Vorwiegend aufgrund eines Schreibens der BehÃ¶rde F, in dem Arbeitsweise und Auftreten von A kritisiert wurden, fÃ¼hrte dessen direkter Vorgesetzter, der Leiter der BehÃ¶rde G Dr. C, im Lauf des Jahres 1998 zwei ausserordentliche MitarbeitergesprÃ¤che mit ihm; auch wurden zwei KlÃ¤rungsgesprÃ¤che vor dem Ombudsmann der Stadt Winterthur durchgefÃ¼hrt. Danach galt die Krisenphase als abgeschlossen und die Arbeitssituation wiederum als normal (vgl. die GesprÃ¤chsnotiz des Ombuds­mannes vom 4. September 1998 und die insgesamt gÃ¼nstige Mitarbeiterbeurteilung vom 8. Dezember [recte] 1998 fÃ¼r die Beurteilungsperiode des 2. Semesters 1998). Am 2. MÃ¤rz 1999 wurde A in einer ErgÃ¤nzung zur Mitarbeiterbeurteilung mit neuen Beanstandungen konfrontiert. Der Leiter der BehÃ¶rde G setzte in dieser ergÃ¤nzenden Beurteilung Zielvorgaben â besonders zu beachtende Werte â vorerst bis Sommer 1999, stellte eine GefÃ¤hrdung des VertrauensverhÃ¤ltnisses fest und forderte A auf, sich die Konsequenzen zu Ã¼berlegen. Am 25. MÃ¤rz 1999 formulierte er in einem aus­ser­ordentlichen MitarbeitergesprÃ¤ch erneute VorwÃ¼rfe. Er setzte eine zweimonatige Beobachtungszeit fest und drohte mit der KÃ¼ndigung, falls den bereits am 2. MÃ¤rz 1999 genannten Vorgaben innerhalb dieser Zeitspanne nicht zufrieden stellend Beachtung geschenkt wÃ¼rde. A Ã¤usserte sich in einem Schreiben vom 7. April 1999 zu den VorwÃ¼rfen. Am 29. Juni 1999 wurde die Probezeit verlÃ¤ngert. In der Mitarbeiterqualifikation vom 26. August 1999 wurde die KÃ¼ndigung angekÃ¼ndigt. In einem GesprÃ¤ch vereinbarten der Leiter der BehÃ¶rde G und A am 30. August 1999, dass Letzterer bis zum 31. August 1999 die "Ablehnung der aktuellen Beantwortung" (nÃ¤mlich die Angabe von GrÃ¼nden, weshalb er nicht rascher materiell Stel­lung nehmen kÃ¶nne) abgeben und bis zum 6. September 1999 eine schriftliche Stellungnahme zur Mitarbeiterqualifikation liefern werde. Die entsprechenden Stellungnahmen erfol­gten an den genannten Terminen. Mit Schreiben vom 30. August 1999 (gegengezeichnet von D, [zentraler] Bereich Personal und Organisation des Departements H) kÃ¼ndigte der Leiter der BehÃ¶rde G A wegen mangelnder Leistung auf Ende November 1999. Dieses Schreiben wurde von A am selben Tag zur Kenntnis genommen. Auf ein WiedererwÃ¤gungsgesuch vom 31. August 1999 wurde nicht eingetreten. Vom 7. Ok­tober 1999 bis 31. Oktober 1999 und vom 6. Dezember 1999 bis 31. De­zember 1999 war A gemÃ¤ss Ã¤rztlichen Zeugnissen zu 100 % und vom 3. Jan­uar 2000 bis 31. MÃ¤rz 2000 zu 50 % wegen Krankheit arbeitsunfÃ¤hig. Mit VerfÃ¼gung des Departements I vom 7. MÃ¤rz 2000 wurde er per sofort ... freigestellt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Eingabe vom 29. September 1999 liess A beim Stadtrat Winterthur fristgerecht gegen die KÃ¼ndigung Einsprache erheben. Die AntrÃ¤gen lauteten: Die Nichtigkeit der KÃ¼ndigung sei festzustellen, eventualiter sei die BehÃ¶rde G anzuweisen, die KÃ¼ndigung zu begrÃ¼nden. Die Nichtigkeit der KÃ¼ndigung ergebe sich aus verschiedenen Verfahrensfehlern. Das von den massgeblichen Bestimmungen des Per­sonalstatuts der Stadt Winterthur vom 12. April 1999 (PST) und der Vollzugsverordnung vom 9. Juni 1999 zum Personalstatut der Stadt Winterthur (VVO PST) vorgeschriebene Verfahren sei nicht beachtet worden. Auch sachlich vermÃ¶ge die KÃ¼ndigung nicht zu genÃ¼gen: Die VorwÃ¼rfe seien zum Teil veraltet; soweit sie konkretisiert seien, habe A sie allesamt widerlegen kÃ¶nnen. Der Vorwurf der mangelnden Leistung widerspreche auch der EinschÃ¤tzung von A durch seine Kolleginnen und Kollegen und einer Umfrage ...</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>In seinem Beschluss vom 9. Februar 2000 fÃ¼hrte der Stadtrat aus, die KÃ¼ndigung sei grundsÃ¤tzlich nach den anwendbaren Bestimmungen des Personalstatuts und der Vollzugsverordnung zum Personalstatut formell und materiell korrekt. Insbesondere sei A in jeder Verfahrensphase das rechtliche GehÃ¶r gewÃ¤hrt worden, wie auch die KÃ¼ndigung selber eine BegrÃ¼ndung enthalte. Allerdings weise sie einen Er­Ã¶ffnungsfehler auf, weil sie noch wÃ¤hrend der Frist erfolgt sei, die A zur Stellungnahme gegenÃ¼ber der Mitarbeiterbeurteilung eingerÃ¤umt worden sei. Die KÃ¼ndigungsfrist ende deshalb erst Ende Dezember 1999, nicht Ende November 1999. In sachlicher Hinsicht kam der Stadtrat zum Schluss, dass die im KÃ¼ndigungsschreiben und den Mitarbeiterbeurteilungen genannten GrÃ¼nde die KÃ¼n­digung rechtfertigten. Ein sachlicher Grund liege auch insofern vor, als das VertrauensverhÃ¤ltnis erheblich gestÃ¶rt und eine Fortsetzung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses nicht mehr zumutbar sei (§ 10 Abs. 1 lit. c VVO PST). Die Einsprache wurde im Sinn der ErwÃ¤gungen abgewiesen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>II. Am 13. MÃ¤rz 2000 liess A gegen den Beschluss des Stadtrats Winterthur fristgerecht Rekurs erheben. Der Hauptantrag lautete, die KÃ¼ndigung sei als nichtig aufzuheben, und der Stadtrat Winterthur sei anzuweisen, A weiterhin ... im bisherigen Umfang zu beschÃ¤ftigen. Eventualiter wurde beantragt: Es sei erstens festzustel­len, dass die KÃ¼ndigungsfrist infolge Krankheit des Rekurrenten unterbrochen sei und das ArbeitsverhÃ¤ltnis Ã¼ber Ende Dezember 1999 weiter daure. Es sei zweitens festzustellen, dass die KÃ¼ndigung sachlich nicht gerechtfertigt sei, und der Stadtrat Winterthur sei zu verpflichten, A eine EntschÃ¤digung und Abfindung in der HÃ¶he von 21 MonatsgehÃ¤ltern auszurichten. Um das Fehlen eines sachlichen KÃ¼ndigungsgrundes darzulegen, wurden die gegen A in den MitarbeitergesprÃ¤chen vorgebrachten VorwÃ¼rfe in der Rekursschrift einzeln und unter Angabe von Beweisofferten bestritten. Die KÃ¼ndigung sei unverschuldet aufgrund einer Antipathie des direkten Vorgesetzten erfolgt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>In seinem Beschluss vom 30. MÃ¤rz 2001 wies der Bezirksrat den Rekurs ab. Die KÃ¼ndigung sei formell gÃ¼ltig und gemÃ¤ss den Akten sachlich gerechtfertigt. Die KÃ¼ndigungsfrist habe zwar erst Ende Dezember 1999 geendet und sei zudem wegen Krankheit unterbrochen worden, doch sei das ArbeitsverhÃ¤ltnis jedenfalls Ende Juli 2000 beendet gewesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 2. Mai 2001 liess A gegen den Beschluss des Bezirksrats Winterthur fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht erheben. Die AntrÃ¤ge lauten:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"1. Es sei festzustellen, dass die KÃ¼ndigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses durch die Stadt Winterthur vom 30. August 1999 ungÃ¼ltig ist.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 2. Eventuell sei dem BeschwerdefÃ¼hrer eine angemessene EntschÃ¤digung in der HÃ¶he von maximal 21 MonatsgehÃ¤ltern zuzusprechen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 3. Unter EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Gegenpartei."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BegrÃ¼ndung lautet im Wesentlichen, dass die formellen Vorschriften von § 19 Abs. 1 PST und von § 11 VVO PST nicht eingehalten worden seien. Sachlich sei die KÃ¼ndigung nicht gerechtfertigt, weil A in der Rekursschrift sÃ¤mtliche gegen ihn vorgebrachten VorwÃ¼rfe einzeln habe widerlegen kÃ¶nnen. Eine allfÃ¤llige StÃ¶rung des VertrauensverhÃ¤ltnisses kÃ¶nne nicht ihm angelastet werden. Es liege ein Fall von Mobbing seitens seines Vor­gesetzten vor. Weil die KÃ¼ndigung missbrÃ¤uchlich und ohne sachlichen Grund erfolgt sei, sei eine EntschÃ¤digung nach Art. 336a des Obligationenrechts (OR) und eine Abfindung nach den §§ 27 f. PST geschuldet. Indem der Bezirksrat auf die detaillierten AusfÃ¼hrungen in der Rekursschrift nicht eingegangen sei, habe er das rechtliche GehÃ¶r verletzt. Deshalb sei vor Verwaltungsgericht das Beweisverfahren nachzuholen; allenfalls sei die Sache an die Vorinstanz zur DurchfÃ¼hrung des Beweisverfahrens zurÃ¼ckzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat Winterthur beantragte in seiner Vernehmlassung vom 14. Mai 2001 Abweisung der Beschwerde. Zur BegrÃ¼ndung verwies er auf die ErwÃ¤gungen im angefochtenen Beschluss. Der Stadtrat Winterthur beantragte mit ausfÃ¼hrlich begrÃ¼ndeter Beschwerdeantwort vom 6. Juni 2001 ebenfalls Abweisung der Beschwerde. Der formelle Mangel der KÃ¼ndigung sei im Rechtsmittelverfahren geheilt worden. Die KÃ¼ndigung stÃ¼tze sich auf die Reklamationen von ... BehÃ¶rden und sei sachlich gerechtfertigt. Eine EntschÃ¤digung sei somit nicht geschuldet. Der Stadtrat verwies zur BegrÃ¼ndung zusÃ¤tzlich auf seine Vernehmlassung zum Rekurs von A an den Bezirksrat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <span><br/> </span> <p class="MsoNormal"><span>Die Kammer erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die Beschwerde richtet sich gegen einen erstinstanzlichen Rekursentscheid des Bezirksrats Ã¼ber eine personalrechtliche Anordnung (die Mehrstufigkeit des innerkommunalen Verfahrens ist in diesem Zusammenhang nicht von Belang; vgl. Bea Rotach Tomschin, Die Revision des ZÃ¼rcher Verwaltungsrechtspflegegesetzes, ZBl 98/1997, S. 433 ff., 455 f.). GemÃ¤ss § 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) ist das Verwaltungsgericht fÃ¼r die Behandlung zustÃ¤ndig. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist nach § 70 in Verbindung mit § 21 lit. a VRG zur Beschwerde legitimiert.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Hauptantrag des BeschwerdefÃ¼hrers lautet, es sei festzustellen, dass die frag­liche KÃ¼ndigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses "ungÃ¼ltig" sei. Eventualiter sei ihm eine angemes­sene EntschÃ¤digung in der HÃ¶he von maximal 21 MonatsgehÃ¤ltern zuzusprechen. Angesichts der BeschwerdebegrÃ¼ndung und weil die EntschÃ¤digungsforderung nur als Eventualantrag gestellt wird, stellt sich die Frage, ob mit dem Hauptantrag einzig die WeiterfÃ¼hrung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses begehrt wird. Weil § 80 Abs. 2 VRG â unter Vorbehalt des Verbots der Vereitelung von Bundesrecht â dem Verwaltungsgericht verwehrt, die AuflÃ¶sung eines DienstverhÃ¤ltnisses rÃ¼ckgÃ¤ngig zu machen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 80 N. 1 und 6; Andreas Keiser, Rechtsschutz im Ã¶ffentlichen Personalrecht nach dem revidierten Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, ZBl 99/1998, S. 193 ff., 220 f.), wÃ¤re ein solcher Antrag grundsÃ¤tzlich unzulÃ¤ssig (VGr, 8. November 2000, PB.2000.00022, E. 3; 25. Oktober 2000, PB.2000.00016, E. 2, http://www.vgrzh.ch/ rechtsprechung; 30. August 2000, PB.2000.00007, E. 1b; vgl. auch BGr, 8. Mai 2001, 2P.13/2001, E. 3c, http://www.bger.ch). </span>Fraglich ist, ob hier anders zu entscheiden wÃ¤re, weil der BeschwerdefÃ¼hrer gemÃ¤ss der BegrÃ¼ndung der Beschwerdeschrift die Nichtigkeit der KÃ¼ndigung geltend macht. Nach einer in der Lehre geÃ¤us­serten Ansicht wÃ¤re <span>auf das Begehren um WeiterfÃ¼hrung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses wegen Nichtigkeit der KÃ¼ndigung trotz der KognitionsbeschrÃ¤nkung des Verwaltungsgerichts einzutreten, da die</span> Nichtigkeit einer VerfÃ¼gung jederzeit und von sÃ¤mtlichen staatlichen In­stanzen von Amtes wegen zu be­achten ist (vgl. Michael Merker, Rechtsmittel, Klage und Normenkontrollverfahren nach dem aargauischen Gesetz Ã¼ber die Verwaltungsrechtspflege [VRPG] vom 9. Juli 1968, ZÃ¼rich 1998, § 59 N 14 f., zur insoweit gleichbedeutenden aargauischen Regelung). Die Frage kann hier allerdings offen bleiben: Einerseits ist aufgrund des Eventualantrags auf die Beschwerde einzutreten. Anderseits ist die Nichtigkeit der strittigen KÃ¼ndigung zu verneinen (E. 3, 5a).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die RÃ¼ge der Verletzung kommunalen Rechts kann vor Verwaltungsgericht vorgebracht werden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 32). Auf die innerhalb der gesetzlichen Frist erhobene Beschwerde ist im Sinn der obigen AusfÃ¼hrungen einzutreten. Angesichts des Streitwerts hat laut § 38 Abs. 2 VRG die Kammer zu entscheiden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die Befugnis der Gemeinde zur Rechtsetzung im Bereich des kommunalen Personalrechts ergibt sich aus § 72 Abs. 2 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 (LS 131.1) in der Fassung gemÃ¤ss dem Personalgesetz vom 27. September 1998 (PG, LS 177.10). In Bezug auf die am 30. August 1999 ausgesprochene KÃ¼ndigung ist die neue Regelung des Ã¶ffentlichen Personalrechts der Stadt Winterthur im Personalstatut und der Vollzugsverordnung zum Personalstatut anwendbar, die auf den 1. Juli 1999 in Kraft getreten sind. Nach § 76 Abs. 1 Satz 1 PST gelten das Personalstatut und seine AusfÃ¼hrungserlasse ab ihrem Inkrafttreten fÃ¼r alle zu diesem Zeitpunkt bestehenden ArbeitsverhÃ¤ltnisse. (Die Ausnahmen nach § 76 Abs. 1 Satz 2 PST und die besonderen Regelungen nach §§ 101-103 VVO PST in Verbindung mit § 76 Abs. 4 PST sind im vorliegenden Zusammenhang nicht beachtlich.) ZustÃ¤ndig zur KÃ¼ndigung ist demnach die Anstellungsinstanz (§ 19 Abs. 1 Satz 1 PST). Anstellungsinstanz ist die Departementsleitung, soweit diese Kompetenz nicht dem Stadtrat vorbehalten ist oder zulÃ¤ssigerweise an die Leitung eines Bereichs oder einer nachgeordneten Verwaltungseinheit delegiert wurde (§§ 4 und 13 PST in Verbindung mit § 7 VVO PST). Nach § 19 Abs. 1 PST ist die KÃ¼ndigung durch die Anstellungsinstanz schriftlich mitzuteilen. Innerhalb der KÃ¼ndigungsfrist kann die oder der Angestellte eine BegrÃ¼ndung der KÃ¼ndigung verlangen, wobei das Recht auf die Anfechtung verwirkt wird, wenn der BegrÃ¼ndungsanspruch nicht geltend gemacht wird. In der KÃ¼ndigung ist auf den BegrÃ¼ndungs­anspruch und die Verwirkungsfolge hinzuweisen. § 19 Abs. 2 PST schreibt vor, dass die KÃ¼ndigung nicht missbrÃ¤uchlich nach den Bestimmungen des Obligationenrechts sein darf und einen sachlich zureichenden Grund voraussetzt. Nach § 20 PST darf die Anstellungsinstanz eine KÃ¼ndigung aufgrund mangelnder Leistung oder unbefriedigenden Verhaltens nur nach einer angemessenen BewÃ¤hrungsfrist von lÃ¤ngs­tens sechs Monaten aussprechen (§ 20 Abs. 1 PST); VorwÃ¼rfe, die zu einer KÃ¼ndigung Anlass geben, mÃ¼ssen durch mindestens zwei Leistungs- und Verhaltensbeurteilungen belegt werden (§ 20 Abs. 2 PST). § 10 VVO PST fÃ¼hrt die Voraussetzung des sachlich zureichenden Grundes nÃ¤her aus. § 11 VVO PST regelt im Detail das Verfahren, sofern eine KÃ¼ndigung aufgrund mangelnder Leistung oder unbefriedigenden Verhaltens im Sinn von § 10 Abs. 1 lit. a VVO PST in Aussicht genommen wird. Der KÃ¼ndigungsschutz entspricht weitgehend der kantonalen Regelung in §§ 18 f. PG sowie §§ 16 und 18 der Vollzugsverordnung vom 19. Mai 1999 zum Personalgesetz (VVPG, LS 177.111).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. ZunÃ¤chst ist die formelle GÃ¼ltigkeit der streitigen KÃ¼ndigung zu prÃ¼fen. Die ZulÃ¤ssigkeit des Hauptantrags, zu dessen Untermauerung die RÃ¼ge formeller MÃ¤ngel vorgebracht wird, bleibt zwar offen (E. 1b). Das formelle Vorgehen bei der KÃ¼ndigung ist jedoch auf jeden Fall aufgrund des Eventualantrags zu prÃ¼fen, der implizit eine EntschÃ¤digung wegen formeller MÃ¤ngel verlangt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Die fragliche KÃ¼ndigung erfolgte durch den direkten Vorgesetzten des Beschwer­defÃ¼hrers und durch einen Vertreter des [zentralen] Bereichs Personal und Organisation des Departements H. Nach § 19 Abs. 1 Satz 1 PST hat die KÃ¼ndigung durch die Anstellungsinstanz zu erfolgen. Laut §§ 4 und 13 PST in Verbindung mit § 7 Abs. 1 VVO PST ist dies die Departementsleitung. Diese kann ihre Befugnisse (unter Vorbehalt hier nicht interessierender Ausnahmen) ganz oder teilweise an die Leitung eines Be­reichs oder einer nachgeordneten Verwaltungseinheit delegieren (vgl. zur Departements­organisation Art. ... der Verordnung Ã¼ber die Organisation der Stadtverwaltung vom 26. Okt­ober 1987 ...); die Delegation ist schriftlich zu verfÃ¼gen und dem Personalamt mitzuteilen (§ 7 Abs. 2 VVO PST). Eine schriftliche DelegationsverfÃ¼gung findet sich nicht bei den Akten. GemÃ¤ss einer informellen Auskunft aus dem Departementsstab lag im Zeitpunkt der KÃ¼ndigung keine derartige Delegation vor. FÃ¼r diese Hypothese spricht im Ãbrigen auch die Tatsache, dass die Freistellung des BeschwerdefÃ¼hrers vom ArbeitsverhÃ¤ltnis â die ebenfalls in die Kompetenz der AnstellungsbehÃ¶rde fÃ¤llt (§ 9 VVO PST) â vom Departement vorgenommen wurde, obwohl sie wiederum vom direkten Vorgesetzten angedroht worden war.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">b) Sollte im Zeitpunkt der KÃ¼ndigung tatsÃ¤chlich keine DelegationsverfÃ¼gung vorgelegen haben, stellte sich die Frage der Nichtigkeit der angefochtenen KÃ¼ndigung. Die Nichtigkeit einer VerfÃ¼gung ist jederzeit und von sÃ¤mtlichen staatlichen In­stanzen von Amtes wegen zu be­achten. Sie setzt nach der in Praxis und Lehre allgemein anerkannten Evi­denztheorie voraus, dass der Mangel der VerfÃ¼gung besonders schwer und offensichtlich oder zumindest leicht er­kennbar ist und zudem die Rechtssicherheit durch die Nichtigkeitsfolge nicht ernsthaft ge­fÃ¤hrdet wird (BGE 122 I 97 E. 3a/aa; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 768 f.). Die sachliche oder funktionelle UnzustÃ¤ndigkeit der verfÃ¼genden BehÃ¶rde â wie sie hier im Fall des Fehlens einer Delegation vorlÃ¤ge â stellt nach Praxis und Lehre in der Regel einen Nichtigkeitsgrund dar, wobei das Gebot der Rechtssicherheit auch hier zum gegenteiligen Ergebnis fÃ¼hren kann (Max Imboden/RenÃ© Rhinow, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Band I, 6. A., Basel/Frankfurt a.M. 1986, Nr. 40 B Va 1; HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 773; JÃ¼rg Martin, Leitfaden fÃ¼r den Erlass von VerfÃ¼gungen, ZÃ¼rich 1996, S. 200 ff.). Was den hier allenfalls vorliegenden Fall der VerfÃ¼gung durch eine nicht zustÃ¤ndige untergeordnete VerwaltungsbehÃ¶rde betrifft, so sind Praxis und Lehre gespalten, ob Nichtigkeit </p> <p class="Einzug1">anzunehmen ist (bejahend etwa Max Imboden, Der nichtige Staatsakt, ZÃ¼rich 1944, S. 60 Anm. 114, S. 109 Anm. 51, S. 118 f.; vgl. auch BGE 117 Ia 175 E. 5; verneinend BGE 100 Ia 433 E. 3; RB 1986 Nr. 53; Pierre Moor, Droit administratif, Vol. II, Bern 1991, S. 208; Ã¤hnlich auch BenoÃ®t Bovay, ProcÃ©dure administrative, Bern 2000, S. 281; Blaise Knapp, Grundlagen des Verwaltungsrechts, Band I, Basel/Frankfurt a.M. 1992, Nr. 1220 Abs. 1; diese Autoren gehen von der blossen Anfechtbarkeit der VerfÃ¼gung aus, wenn diese auf dem Rechtsmittelweg oder im Rahmen der Aufsicht von der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde Ã¼berprÃ¼ft wird; vgl. weiter BGE 115 II 415 E. 3b). Das Verwaltungsgericht hat die Frage der Nichtigkeit einer unzulÃ¤ssigerweise von der untergeordneten BehÃ¶rde ausgesprochenen KÃ¼ndigung offen gelassen, weil in jenem Fall die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde den Akt vorgenommen hat (11. April 2001, PB.2001.00008, E. 4, http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung).</p> <p class="Einzug1">Ungeachtet dessen, dass Praxis und Lehre bestimmte Fallgruppen herausgearbeitet haben, ist die Grenze zwischen Anfechtbarkeit und Nichtigkeit im Einzelfall aufgrund einer InteressenabwÃ¤gung zu ziehen (BGE 83 I 1 E. 3 S. 5; HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 769 f.; <br/> Imboden, S. 68 ff.; Imboden/Rhinow, Nr. 40 B IV und RenÃ© Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, ErgÃ¤nzungsband, Basel/Frankfurt a.M. 1990, Nr. 40 B IV; Martin, S. 200, 203; Moor, S. 206). Im vorliegenden Fall wÃ¼rde <i>fÃ¼r die Nichtigkeit</i> die Schwere des allfÃ¤lligen Mangels sprechen. Hinzu kÃ¤me, dass der Entscheid durch die allenfalls unzustÃ¤ndige untergeordnete BehÃ¶rde einen Nachteil fÃ¼r den Beschwer­defÃ¼hrer darstellen wÃ¼rde, da ihm deswegen nicht etwa eine weitere Instanz erÃ¶ffnet worden wÃ¤re (so Peter Saladin, Die sogenannte Nichtigkeit von VerfÃ¼gungen, in: Festschrift Ulrich HÃ¤felin, ZÃ¼rich 1989, S. 539 ff., 545), sondern ihm im Gegenteil die MÃ¶glich­keit der PrÃ¼fung durch eine weniger beteiligte erste Instanz genommen worden wÃ¤re. Auch sprÃ¤che die Rechtssicherheit insofern nicht gegen die Nichtigkeit, als ausschliesslich das VerhÃ¤ltnis zwischen den Parteien streitig ist. Ebenso wenig fielen Gesichtspunkte des Vertrauensschutzes ins Gewicht; insbesondere oblag es der Beschwerdegegnerin, die als Ersatz fÃ¼r den freigestellten BeschwerdefÃ¼hrer angestellte Person Ã¼ber die Sachlage zu in­formieren. <i>Gegen die Annahme der Nichtigkeit</i> sprÃ¤che hingegen, dass die Offensichtlichkeit des Mangels zweifelhaft wÃ¤re: zwar ergibt sich die ZustÃ¤ndigkeit des Departements unter Vorbehalt der Delegation klar aus § 7 VVO PST, doch wÃ¤re das Fehlen der DelegationsverfÃ¼gung nicht ohne weiteres erkennbar und kann denn auch nicht als erwiesen betrachtet werden. Weiter gestattet die Vollzugsverordnung zum Personalstatut dem Departement nicht nur, die Befugnisse der Anstellungsinstanz zu delegieren; sie scheint vielmehr mit einer solchen Delegation insofern zu rechnen, als die Departemente "insbesondere fÃ¼r die Umsetzung der strategischen Vorgaben und den einheitlichen Vollzug des Personalrechts" sowie fÃ¼r das "Personal- und Organisationscontrolling" zu sorgen haben (§ 88 Abs. 2 VVO PST). Dem direkten Vorgesetzten des BeschwerdefÃ¼hrers, der die KÃ¼ndigung aussprach, sollten somit nach der gesetzlichen Regelung durchaus personalrechtliche Kom­petenzen zukommen, sodass er nicht als sachlich gÃ¤nzlich unzustÃ¤ndige BehÃ¶rde erscheint (wobei diese Ãberlegungen nicht mit der Annahme einer Vorwirkung der anscheinend spÃ¤ter erlassenen DelegationsverfÃ¼gung verwechselt werden dÃ¼rfen). Zudem stand dem BeschwerdefÃ¼hrer der Rechtsweg in jedem Fall unverÃ¤ndert zur VerfÃ¼gung (fÃ¼r die Relevanz dieses Gesichtspunkts Bovay, S. 281; Moor, S. 208; vgl. auch VPB 52/1988 Nr. 49). Gemeint ist damit die Einsprache an den Stadtrat; dagegen kÃ¶nnte das Schreiben der Departementsleitung vom 14. September 1999, worin diese dem BeschwerdefÃ¼hrer nach informellen internen AbklÃ¤rungen mitteilte, "dass die verfÃ¼gende Stelle nicht bereit ist, auf Ihr WiedererwÃ¤gungsgesuch einzutreten", und ein GesprÃ¤ch mit ihm ablehnte, an der formellen Fehlerhaftigkeit der KÃ¼ndigung nichts Ã¤ndern. Weiter besteht im vorliegenden Fall nicht die Gefahr der Rechtsunsicherheit durch widersprÃ¼chliche Entscheide verschiedener BehÃ¶rden (vgl. als Beispiel hierfÃ¼r RRB AR, 24. Jan­uar 1984, AR GVP 1988 S. 51 f.). Schliesslich ist zu beachten, wie sich eine allfÃ¤llige Feststellung der Nichtigkeit durch das Verwaltungsgericht auswirken wÃ¼rde, sofern sie Ã¼berhaupt besondere Folgen zeitigen wÃ¼rde: Falls â ungeachtet § 80 Abs. 2 VRG â vom Weiterbestehen des ArbeitsverhÃ¤ltnisses aus­zugehen wÃ¤re, so lÃ¤ge ein im Interesse der Rechtssicherheit und des reibungslosen Funktionierens der Verwaltung unerwÃ¼nschtes Ergebnis vor. Nach den Angaben, die sich den Akten zum derzeitigen VerhÃ¤ltnis zwischen den Parteien entnehmen lassen, wÃ¤re nÃ¤m­lich keine Normalisierung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses zu erwarten, sondern entweder das wei­tere Andauern eines Schwebezustandes oder so­gar eine widersinnige Wiederherstellung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses, wenn dieses mittlerweile nicht mehr bestehen sollte. Dies lÃ¤sst sich daraus schliessen, dass sich der Konflikt nach der KÃ¼ndigung verschÃ¤rfte und ausweitete, dass der BeschwerdefÃ¼hrer seit dem 7. MÃ¤rz 2000 freigestellt ist und dass Vergleichsverhandlungen gescheitert sind. Diese letzteren Argumente â die Zweifel an der Offensichtlichkeit des Mangels, die grundsÃ¤tzliche ZustÃ¤ndigkeit der kÃ¼ndigenden Instanz in Personalfragen, der unverÃ¤nderte Rechtsweg sowie der Umstand, dass die Folgen einer NichtigerklÃ¤rung angesichts des Interesses am Funktionieren der Ver­waltung und der Rechtssicherheit unerwÃ¼nscht wÃ¤ren, falls sie vom Verwaltungsgericht Ã¼berhaupt berÃ¼cksichtigt werden kÃ¶nnten â Ã¼berwiegen in der AbwÃ¤gung, sodass vorliegend nicht von der Nichtigkeit auszugehen wÃ¤re, selbst wenn im Zeitpunkt der KÃ¼ndigung tatsÃ¤chlich keine DelegationsverfÃ¼gung vorgelegen hÃ¤tte.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Angesichts dieses Ergebnisses kann auf die AbklÃ¤rung des fraglichen Sachverhalts und auf die DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels nach § 58 Satz 2 VRG zur Wahrung des rechtlichen GehÃ¶rs der Beschwerdegegnerin verzichtet werden (vgl. KÃ¶lz/ Boss­hart/RÃ¶hl, § 58 N. 9 f. sowie § 50 N. 4 f. zur ZulÃ¤ssigkeit der BerÃ¼cksichtigung nicht gerÃ¼gter RechtsmÃ¤ngel von Amtes wegen).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Damit ist das Vorliegen der vom BeschwerdefÃ¼hrer gerÃ¼gten VerfahrensmÃ¤ngel zu prÃ¼fen. Unbestritten ist, dass die Verfahrensvorschriften des neuen, am 1. Juli 1999 in Kraft getretenen Personalrechts auf die vorliegende KÃ¼ndigung Anwendung finden. Der Stadtrat Winterthur fÃ¼hrt nun in seinem Beschluss vom 9. Februar 2000 aus, die verfahrens­mÃ¤ssigen Voraussetzungen einer KÃ¼ndigung wegen mangelhafter Leistung oder unbefriedigenden Ver­haltens kÃ¶nnten auch durch Handlungen der vorgesetzten BehÃ¶rde erfÃ¼llt werden, die â wie hier â vor dem Inkrafttreten des neuen Personalrechts erfolgten. Damit gelangt zwar das neue Recht nur fÃ¼r die Zeit nach seinem Inkrafttreten zur Geltung, doch wird bei seiner Anwendung an Sachverhalte angeknÃ¼pft, die bereits vor seinem Inkrafttreten vorlagen. Eine derartige unechte RÃ¼ckwirkung ist grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssig, sofern ihr nicht wohlerworbene Rechte oder der Grundsatz des Vertrauensschutzes entgegenstehen (HÃ¤felin/ MÃ¼ller, Rz. 276 f.; BGE 126 V 134 E. 4). Weil es sich im vorliegenden Fall beim neuen Recht um die fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer gÃ¼nstigere Regelung handelt, sind hier keine entgegenstehenden Rechte zu beachten. Die Auslegung des kommunalen Ãbergangsrechts im genannten Stadtratsbeschluss ist somit vertretbar. Demnach mÃ¼ssen einerseits die einzelnen Schritte des KÃ¼ndigungsverfahrens den Voraussetzungen des Personalstatuts und der Vollzugsverordnung entsprechen und kÃ¶nnen anderseits diese Voraussetzungen auch durch Hand­lungen erfÃ¼llt werden, die vor dem Inkrafttreten dieser Regelungen erfolgten. Somit ist im Folgenden zu prÃ¼fen, ob die KÃ¼ndigung nach den genannten Bestimmungen formell gÃ¼ltig erfolgte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der BeschwerdefÃ¼hrer beanstandet, dass sein Vorgesetzter nicht zum Erlass des "schriftlichen Verweises" vom 16. Februar 1999 wegen eigenmÃ¤chtiger Ferienplanung zu­stÃ¤ndig war. Dies trifft zu (vgl. §§ 90 ff. des auf den 1. Juli 1999 aufgehobenen Personalstatuts der Stadt Winterthur vom 28. Januar 1974) und ist auch unbestritten (vgl. E. IV.3b S. 4 im Beschluss des Stadtrats); es ist jedoch im vorliegenden Zusammenhang irrelevant, weil die KÃ¼ndigung nicht auf diesen Verweis und das ihm zugrunde liegende Geschehen Bezug nimmt.</span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Weiter wird vorgebracht, die formellen Voraussetzungen von § 11 VVO PST seien nicht erfÃ¼llt. § 11 VVO PST fÃ¼hrt § 20 PST nÃ¤her aus und schreibt vor, dass es der oder dem Angestellten im Rahmen einer Leistungs- und Verhaltensbeurteilung zu erÃ¶ffnen ist, wenn eine KÃ¼ndigung aufgrund mangelnder Leistung oder unbefriedigenden Verhaltens in Aussicht genommen wird. Es ist schriftlich eine BewÃ¤hrungsfrist anzusetzen, die ab dem zweiten Dienstjahr in der Regel drei bis sechs Monate betrÃ¤gt (§ 11 Abs. 1 VVO PST). Nach Ablauf der BewÃ¤hrungsfrist ist eine weitere Leistungs- und Verhaltensbeurtei­lung durchzufÃ¼hren (§ 11 Abs. 2 VVO PST). Bevor die KÃ¼ndigung ausgesprochen wird, ist der betroffenen Person Gelegenheit zur schriftlichen Stellungnahme einzurÃ¤umen; ergeben sich aufgrund der AnhÃ¶rung oder anderer UmstÃ¤nde erhebliche Zweifel an der Berechtigung der VorwÃ¼rfe, sind von Amtes wegen die erforderlichen AbklÃ¤rungen zu treffen (§ 11 Abs. 3 VVO PST). Diese Vorschriften gehen weiter als die verfassungsmÃ¤ssigen Verfahrensgarantien, zu denen das Verwaltungsgericht unter anderm festgehalten hat, dass an die Ge­wÃ¤h­rung des rechtlichen GehÃ¶rs bei der ordentlichen KÃ¼ndigung nicht allzu strenge An­forde­run­gen gestellt werden dÃ¼rften, dass es in aller Regel weder angezeigt noch Ã¼b­lich sei, vor dem Aussprechen einer ordentlichen KÃ¼ndigung ein eigentliches Untersu­chungs­ver­fah­ren Ã¼ber die QualitÃ¤t der Arbeitsleistung durchzufÃ¼hren, und dass es grund­sÃ¤tzlich genÃ¼gen mÃ¼sse, wenn eine vom Vorgesetzten oder von der Vorgesetzten vorgenommene negative Leistungsbeurteilung vor­liege, diese der betroffenen Person erÃ¶ffnet und ihr Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben werde (VGr, PB.2000.00027, 28. Februar 2001, E. 6a, http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung; RB 1995 Nr. 21 E. 2). Der Beschwerdegegnerin ist allerdings der gebotene Spielraum zur Auslegung ihres kommunalen Rechts zu belassen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Zur RÃ¼ge der Verletzung von § 11 Abs. 1 und 2 VVO PST ist festzuhalten: Der BeschwerdefÃ¼hrer wurde am 2. MÃ¤rz 1999 in einer ergÃ¤nzenden Mitarbeiterbeurteilung und am 25. MÃ¤rz 1999 in einer ausserordentlichen Mitarbeiterbeurteilung mit etlichen Beanstandungen konfrontiert. In der Beurteilung vom 2. MÃ¤rz 1999 setzte ihm sein Vorgesetzter Zielvorgaben â besonders zu beachtende Werte â "vorerst bis Sommer 99", stellte eine GefÃ¤hrdung des VertrauensverhÃ¤ltnisses fest und forderte ihn auf, sich die Konse­quenzen zu Ã¼berlegen. Die schriftliche Zusammenfassung dieser Mitarbeiterbeurteilung hat der BeschwerdefÃ¼hrer erhalten. Am 25. MÃ¤rz 1999 wurde er laut dem Protokoll des MitarbeitergesprÃ¤chs von seinem Vorgesetzten darauf aufmerksam gemacht, dass eine zweimonatige Beobachtungszeit zu laufen beginne und er mit der KÃ¼ndigung zu rechnen habe, falls den bereits frÃ¼her genannten Grundwerten innerhalb dieser Zeitspanne nicht zufrieden stellend Beachtung geschenkt werde. GemÃ¤ss seiner schriftlichen BestÃ¤tigung hat der BeschwerdefÃ¼hrer auch dieses GesprÃ¤chsprotokoll erhalten und den Inhalt zur Kenntnis genommen. Anscheinend aufgrund einer weiteren Besprechung wurde am 29. Juni 1999 die Probezeit um eine ungenannte, allenfalls unbestimmte Zeitspanne verlÃ¤ngert. Die entsprechende Aktennotiz wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼bergeben. Die abschliessende Mitarbeiter­qualifikation erfolgte am 26. August 1999. Die Voraussetzungen von § 11 Abs. 1 und 2 VVO PST â KÃ¼ndigungsandrohung im Rahmen einer Leistungs- und Verhaltensbeurteilung, schriftliche Ansetzung einer BewÃ¤hrungsfrist, BewÃ¤hrungszeit von in der Regel drei bis sechs Monaten, erneute Leistungs- und Verhaltensbeurteilung nach Ablauf der BewÃ¤hrungsfrist â wurden demnach erfÃ¼llt. Dass die Anweisungen im Einzelnen nicht ganz widerspruchsfrei waren, Ã¤ndert daran nichts.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">bb) Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer die KÃ¼ndigung als ungenÃ¼gend begrÃ¼ndet bezeichnet, kann ihm ebenfalls nicht gefolgt werden. Das Verwaltungsgericht hat zu den aus § 10 Abs. 2 VRG fliessenden Anforderungen an die BegrÃ¼ndung von KÃ¼ndigungen festgehalten, dass sich b<span>ezÃ¼glich der Aus­fÃ¼hr­lichkeit einer BegrÃ¼ndung keine allgemeinen Regeln aufstellen lassen. Die Anforderungen richten sich vielmehr nach den UmstÃ¤nden des Einzelfalls und den Interessen der betroffenen Person. Die BegrÃ¼ndung einer Anordnung erscheint als angemessen, wenn sie so ab­gefasst ist, dass sich die betroffene Person Ã¼ber die Tragweite des Entscheids Rechenschaft zu geben und allenfalls in voller Kenntnis der GrÃ¼nde ein Rechtsmittel zu ergreifen vermag; in diesem Sinn mÃ¼ssen wenigstens kurz die Ãberlegungen genannt sein, von denen sich die BehÃ¶rde leiten liess und auf welche sich<br/> ihr Entscheid stÃ¼tzt (VGr, PB.2000.00027, 28. Februar 2001, E.</span> 6b, http://www.vgrzh.ch/ recht­sprechung; <span>KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10 N. 39 mit Hinweisen). Die vorliegende KÃ¼ndigung enthÃ¤lt eine knappe BegrÃ¼ndung und den Hinweis auf verschiedene GesprÃ¤che, insbesondere auf die letzte Mitarbeiterqualifikation, die dem BeschwerdefÃ¼hrer schriftlich vorlag. Damit wurden die GrÃ¼nde der KÃ¼ndigung gemÃ¤ss der verfassungsrechtlichen Minimalgarantie genÃ¼gend dargelegt. Die entsprechende Bestimmung im kommunalen Recht (§ 19 Abs. 1 Satz 2 PST) muss nicht strenger ausgelegt werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Der BeschwerdefÃ¼hrer bemÃ¤ngelt weiter, dass in der KÃ¼ndigung nicht auf den BegrÃ¼ndungsanspruch und die Verwirkungsfolgen hingewiesen wurde, wie es § 19 Abs. 1 Satz 3 PST vorschreibt. Auch hierin liegt jedoch keine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs. Die KÃ¼ndigung enthielt eine BegrÃ¼ndung und eine Rechtsmittelbelehrung. Der Hinweis auf den BegrÃ¼ndungsanspruch und die Verwirkungsfolge konnte unter diesen UmstÃ¤nden als Ã¼ber­flÃ¼ssig entfallen. Im Ãbrigen hat der BeschwerdefÃ¼hrer, der gegen die KÃ¼ndigung frist­gemÃ¤ss Einsprache nach § 35 PST in Verbindung mit §§ 79 f. der Gemeindeordnung der Stadt Winterthur vom 26. November 1989 (GO) und § 22 Abs. 1 VRG erhob, wegen des fehlenden Hinweises auf den BegrÃ¼ndungsanspruch und die Verwirkungsfolge auch keinen Nach­teil erlitten. In analoger Anwendung der bundesgerichtlichen Praxis </span>zur fehlerhaften Rechtsmittelbelehrung wÃ¤re zudem davon auszugehen, dass er sich auf das Fehlen dieser Hinweise ohnehin nicht hÃ¤tte berufen kÃ¶nnen, weil sie sich direkt dem Gesetz (nÃ¤mlich § 19 Abs. 1 PST) entnehmen lassen (vgl. zum Ganzen RB 1995 Nr. 1 E. 1).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>dd) Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt dagegen zu Recht, dass § 11 Abs. 3 Satz 1 VVO PST verletzt wurde, wonach die Anstellungsinstanz der betroffenen Person Gelegenheit zur schriftlichen Stellungnahme einzurÃ¤umen hat, bevor die KÃ¼ndigung ausgesprochen wird. In der Mitarbeiterqualifikation vom 26. August 1999 wurde die KÃ¼ndigung angekÃ¼ndigt. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wurde eine Frist zur Stellungnahme bis zum 30. August 1999 gesetzt. Am 30. August teilte der BeschwerdefÃ¼hrer seinem Vorgesetzten mit, dass er nicht imstande sei, diesen Termin einzuhalten. In diesem GesprÃ¤ch wurde vereinbart, dass der BeschwerdefÃ¼hrer bis zum 31. August 1999 die "Ablehnung der aktuellen Beantwortung" (nÃ¤mlich die Angabe von GrÃ¼nden, weshalb er nicht innerhalb der gesetzten Frist habe Stellung nehmen kÃ¶nnen) abgeben und bis zum 6. Sep­tember 1999 die schriftliche Stellungnahme zur Mitarbeiterqualifikation liefern werde (die anders lautenden Angaben des Vorgesetzten stehen im Widerspruch zu dessen eigener Aktennotiz). Der BeschwerdefÃ¼hrer gab die beiden Stellungnahmen an den genannten Terminen ab. Bereits mit Schreiben vom 30. August 1999 erfolgte allerdings die KÃ¼ndigung auf Ende November 1999.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Dem BeschwerdefÃ¼hrer wurde somit zunÃ¤chst die erforderliche Gelegenheit zur schriftlichen Stellungnahme eingerÃ¤umt. HierfÃ¼r wurde ihm ursprÃ¼nglich eine viertÃ¤gige Frist angesetzt. Die Frage, ob die Frist angemessen war, kann hier offen gelassen werden. Massgebend ist vielmehr, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer am 30. August eine FristverlÃ¤ngerung gewÃ¤hrt wurde, die KÃ¼ndigung aber dennoch am selben Tag â sogar noch vor Ablauf der ursprÃ¼nglichen Frist â ausgesprochen wurde. Die Vorinstanzen haben deshalb zu Recht eine Verletzung der Pflicht, der betroffenen Person vor der KÃ¼ndigung Gelegenheit zur schriftlichen Stellungnahme zu geben, angenommen. Die KÃ¼ndigung wurde somit unter Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs ausgesprochen. Hinzu kommt, dass die Gelegenheit zur Stellungnahme nach § 11 Abs. 3 Satz 1 VVO PST durch die Anstellungsinstanz eingerÃ¤umt werden muss, und im vorliegenden Fall ausgesprochen zweifelhaft ist, dass die Befugnisse der Anstellungsinstanz dem direkten Vorgesetzten des BeschwerdefÃ¼hrers delegiert worden waren (E. 3). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">5. a) Ein unter Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs zustande gekommener Entscheid ist in aller Regel nicht nichtig, sondern anfechtbar (BGE 120 V 357 E. 2a; Michele Albertini, Der verfassungsmÃ¤ssige Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r im Verwaltungsverfahren des modernen Staates, Bern 2000, S. 450 ff.). Nichtigkeit eines Verwaltungsaktes infolge einer Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs wird nur ausnahmsweise und mit grÃ¶sster ZurÃ¼ckhaltung angenommen, nÃ¤mlich nur bei schwerwiegender Verletzung einer Verfahrensgarantie und unter AbwÃ¤gung aller im Spiel befindlichen Interessen (vgl. Albertini, S. 452). Ein derart schwerwiegender Mangel liegt hier nicht vor; insbesondere wurden die Verfahrensvorschriften nicht, wie der BeschwerdefÃ¼hrer behauptet, "reihenweise" oder "in allen wesentlichen Punkten" verletzt. Ferner wird entgegen der Ansicht des Beschwer­defÃ¼hrers seinem RechtsschutzbedÃ¼rfnis mit der Anfechtbarkeit der KÃ¼ndigung genÃ¼gend Rechnung getragen. Dass die Annahme der Nichtigkeit Folgen zeitigen wÃ¼rde, die aus GrÃ¼nden der Rechtssicherheit unerwÃ¼nscht wÃ¤ren (sofern sie vom Verwaltungsgericht Ã¼berhaupt berÃ¼ck­sichtigt werden kÃ¶nnten), wurde bereits ausgefÃ¼hrt (E. 3b). Aus diesem Grund kÃ¶nnte im Ãbrigen auch die Kumulation der Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs mit der allfÃ¤lligen (nicht gerÃ¼gten) fehlenden ZustÃ¤ndigkeit der verfÃ¼genden Instanz nicht zur Annahme der Nichtigkeit fÃ¼hren.</p> <p class="Einzug1">b) Der Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r ist formeller Natur (zur Kritik an diesem Begriff vgl. Johann ZÃ¼rcher, Zur Natur von Normen am Beispiel der GehÃ¶rsverweigerung, in: 125 Jahre Kassationsgericht des Kantons ZÃ¼rich, ZÃ¼rich 2000, S. 147 ff.). DemgemÃ¤ss ist ein den GehÃ¶rsanspruch verletzender Hoheitsakt von der Rechts­mittelinstanz grundsÃ¤tz­lich ohne RÃ¼cksicht darauf aufzuheben, ob die AnhÃ¶rung fÃ¼r den Ausgang des Verfahrens von Bedeutung ist (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 8 N. 5; HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 1328; jeweils mit Hinweisen). Abweichend von diesem Grundsatz ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts eine Heilung mÃ¶glich, wenn die unterlassene GehÃ¶rsgewÃ¤hrung in einem Rechts­mittelverfahren nachgeholt wird, welches eine PrÃ¼fung im gleichen Umfang wie durch die Vorinstanz gestattet (vgl. etwa BGE 124 II 132 E. 2d). Dies gilt vor allem dann, wenn eine RÃ¼ckweisung der Sache zur Ge­wÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs lediglich einen formalistischen Leerlauf darstellt und zu einer unnÃ¶tigen VerfahrensverlÃ¤ngerung fÃ¼hren wÃ¼rde (Albertini, S. 459; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 8 N. 49). Der Kritik an dieser Praxis (vgl. HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 1329; Georg MÃ¼ller in: Kommentar zur Bundesverfassung, 1995, Art. 4 Rz. 103; Rhinow/KrÃ¤henmann, Nr. 87 B III) ist insofern Rechnung zu tragen, als die Heilung von GehÃ¶rsverletzungen nur mit ZurÃ¼ckhaltung anzunehmen ist. Dass eine solche Verletzung ohne jede Ausnahme nur von der fehlbaren Instanz behoben werden dÃ¼rfte, wider­sprÃ¤che aber gewichtigen Anliegen der Verfahrens­Ã¶konomie. Vielmehr ist der Entscheid Ã¼ber RÃ¼ckwei­sung oder Heilung im Einzelfall aufgrund der konkreten Interessenlage zu treffen (VGr, 6. Oktober 2000, VB.2000.00284, E. 3a, http://www.vgrzh.ch/rechts­prechung; RB 1995 Nr. 23).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">c) Die nach informellen departementsinternen GesprÃ¤chen erfolgte Weigerung der Departementsleitung, den Fall des BeschwerdefÃ¼hrers materiell abzuklÃ¤ren, kann keinesfalls eine Heilung bewirken. Dasselbe gilt von der Weigerung des Vorgesetzten, eine WiedererwÃ¤gung vorzunehmen. <span>Einzig durch den Beschluss des Stadtrats vom 9. Februar 2000 kÃ¶nnte grundsÃ¤tzlich eine Heilung eingetreten sein. Der Stadtrat als Einspracheinstanz entscheidet mit voller Kognition (§ 35 PST in Verbindung mit §§ 79 f. GO und § 20 Abs. 1 VRG). Er hat den vorliegenden Beschluss in Kenntnis der Stellungnahme des BeschwerdefÃ¼hrers gefasst. Der Stadtrat hat sich in seinem Entscheid, soweit ersichtlich, auch keine ZurÃ¼ckhaltung bei der ÃberprÃ¼fung der KÃ¼ndigung auferlegt.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Zu prÃ¼fen ist hingegen, ob der Beschluss des Stadtrats seinerseits unter Verletzung der Verfahrensgarantien erfolgte, wie der BeschwerdefÃ¼hrer sinngemÃ¤ss in der Rekursschrift ausfÃ¼hrte (vgl. auch S. 6 der Beschwerdeschrift). Der Stadtrat ist auf die ausfÃ¼hrlichen Darlegungen in der Einspracheschrift, weshalb die KÃ¼ndigung nach Ansicht des heutigen BeschwerdefÃ¼hrers entgegen den bei den Akten liegenden Mitarbeiterbeurteilungen sachlich nicht gerechtfertigt gewesen sei, mit keinem Wort eingegangen. Er scheint vielmehr den formellen Anspruch, dass die KÃ¼ndigung zu begrÃ¼nden ist, unzulÃ¤ssigerweise mit dem materiellen Anspruch, dass nur aus einem sachlichen Grund gekÃ¼ndigt werden darf, gleichgesetzt und aus dem blos­sen Vorhandensein einer BegrÃ¼ndung in der KÃ¼ndigung deren sachliche Rechtfertigung abgeleitet zu haben. Aus dem Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r ergibt sich jedoch die Pflicht der BehÃ¶rde, die Argumente und VerfahrensantrÃ¤ge der Partei entgegenzunehmen und zu prÃ¼fen. Die BehÃ¶rde kann nicht einfach auf die Feststellungen der Vorinstanz oder die Akten abstellen; sie muss zumindest begrÃ¼nden, weshalb sie die vorgebrachten Einwendungen fÃ¼r unerheblich oder allenfalls unzulÃ¤ssig hÃ¤lt (Albertini, S. 368 f., 378; BGr, 21. Dezember 1992, ZBl 94/1993, S. 316 ff. E. 2a S. 318). Der Stadtrat hat somit das rechtliche GehÃ¶r des Beschwer­defÃ¼hrers verletzt, weshalb das Verfahren vor dem Stadtrat die Verweigerung des rechtlichen GehÃ¶rs durch die verfÃ¼gende BehÃ¶rde nicht heilen kann.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Die Schwere des Eingriffs und die ZurÃ¼ckhaltung, welche die Rekursinstanzen bei der ÃberprÃ¼fung personalrechtlicher Anordnung Ã¼ben, sprechen gegen die Heilung von GehÃ¶rsverletzungen bei KÃ¼ndigungen durch das Rekursverfahren (VGr, 11. April 2001, PB.2000.00024/25, E. 4c, http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung; vgl. auch Keiser, S. 214). Im vorliegenden Fall hat zudem auch die Vorinstanz das rechtliche GehÃ¶r des BeschwerdefÃ¼hrers nicht gewahrt: Der BeschwerdefÃ¼hrer hat in seiner Rekursschrift die in den MitarbeitergesprÃ¤chen geÃ¤us­serten VorwÃ¼rfe einzeln bestritten und entsprechende Beweisofferten gemacht. Er hat ferner seine eigene Stellungnahme zu den MitarbeitergesprÃ¤chen und ­<br/> â im Verfahren vor dem Bezirksrat â die Resultate einer Feedback-Umfrage ... als Beweis­mittel eingereicht. Wie erwÃ¤hnt, ergibt sich aus dem Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r die Pflicht der BehÃ¶rde, die Argumente und VerfahrensantrÃ¤ge der Partei entgegenzunehmen und zu prÃ¼fen. Sie hat sodann die ihr rechtzeitig und formrichtig angebotenen Beweismittel abzunehmen, es sei denn, diese seien unerheblich, weil sie eine nicht erhebliche Tatsache betreffen, oder Ã¼berflÃ¼ssig, weil bereits Feststehendes bewiesen werden soll, oder offensichtlich untauglich, weil von vornherein gewiss ist, dass der angebotene Beweis keine KlÃ¤rung herbeizufÃ¼hren vermag (BGE 117 Ia 262 E. 4.b; Albertini, S. 372 f.; KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 7 N. 10, § 8 N. 34). Zwar verfÃ¼gt die BehÃ¶rde Ã¼ber einigen Ermessensspielraum (Albertini, S. 373; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 8 N. 34, mit abweichender Gewichtung). Sie ist insbesondere nicht gehalten, Beweise abzunehmen, wenn die Tatsachen bereits aus den Akten genÃ¼gend ersichtlich sind (Alfred KÃ¶lz/Isabelle HÃ¤ner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 320). Auch sieht das hier anwendbare kommunale Recht in § 11 Abs. 3 Satz 2 VVO PST (ebenso wie das kantonale Recht in § 18 Abs. 3 Satz 2 VVPG; vgl. dazu Weisung vom 22. Mai 1996 zum Personalgesetz, ABl 1996 II 1131 ff., 1150) in Bezug auf die KÃ¼ndigung wegen mangelhafter Leistung eine Untersuchung nur vor, wenn sich aufgrund der AnhÃ¶rung oder anderer UmstÃ¤nde erhebliche Zweifel an der Berechtigung der Vor­wÃ¼rfe ergeben. Trotz diesen EinschrÃ¤nkungen hat die Vorinstanz das rechtliche GehÃ¶r des BeschwerdefÃ¼hrers verletzt, indem sie auf diese Argumente, Beweis­offerten und Beweismittel keinerlei Bezug genommen hat, ohne dies zu begrÃ¼nden, sondern sich mit einem blossen Hinweis auf jene AktenstÃ¼cke be­gnÃ¼gt hat, deren Aussagekraft gerade bestritten wurde. Im Ãbrigen sind die Beweisanerbie­ten des BeschwerdefÃ¼hrers keines­wegs unerheblich, Ã¼berflÃ¼ssig oder untauglich (vgl. E. 7).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. a) Die streitige KÃ¼ndigung ist somit wegen nicht geheilter Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs formell ungÃ¼ltig. Wenn das Verwaltungsgericht eine KÃ¼ndigung fÃ¼r nicht gerechtfertigt hÃ¤lt, hat es nach § 80 Abs. 2 VRG die EntschÃ¤digung zu bestimmen, die das Gemeinwesen zu entrichten hat. Diese Bestimmung ist gleichermassen auf formell wie auf materiell mangelhafte KÃ¼ndigungen anwendbar (vgl. VGr, 11. April 2001, PB.2000.00024/ 25, E. 4c, http://www.vgrzh.ch/recht­sprechung; 30. August 2000, PB.2000.00007, E. 1b; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 80 N. 5). Bei der Feststellung von VerfahrensmÃ¤ngeln kann das Verwaltungsgericht die MÃ¤ngel durch eigene prozessuale Vorkehren heilen und das Verfahren fortfÃ¼hren; es kann die Sache zur Verbesserung der MÃ¤ngel zurÃ¼ck­weisen, oder es kann unmittelbar aufgrund der festgestellten VerfahrensmÃ¤ngel eine EntschÃ¤digung zusprechen. Die Heilung des Verfahrens wird im vorliegenden Fall durch die Schwere der MÃ¤ngel ausgeschlossen; im Ãbrigen ist das Verwaltungsgericht grundsÃ¤tzlich nicht fÃ¼r die Ermittlung des Sachverhalts vorgesehen (vgl. Weisung vom 3. Mai 1995 zum Verwaltungs­rechtspflegegesetz, ABl 1995 II 1520 ff., 1541). Die Zusprechung einer EntschÃ¤digung allein wegen der VerfahrensmÃ¤ngel erscheint deswegen problematisch, weil dabei die materielle RechtmÃ¤ssigkeit der angefochtenen Massnahme ungeklÃ¤rt bleibt (KÃ¶lz/Bosshart/ RÃ¶hl, § 80 N. 5; Merker, § 59 Rz. 14). Aufgrund der GehÃ¶rsverletzung und der mangelhaften AbklÃ¤rung des Sachverhalts lassen sich zudem die sachliche Rechtfertigung der KÃ¼ndigung und damit die EntschÃ¤digungs- und Abfindungsfolgen fÃ¼r allfÃ¤llige materielle MÃ¤ngel im vorliegenden Verfahren nicht feststellen (dazu E. 7). EntschÃ¤digung und Abfindung sind aber sinnvollerweise aufgrund einer einheitlichen, umfassenden WÃ¼rdigung aller relevanten UmstÃ¤nde zu bestimmen (vgl. auch § 28 Abs. 2 Satz 1 PST). Somit kommt hier nur eine RÃ¼ckweisung in Betracht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Nach § 64 Abs. 1 VRG kann das Verwaltungsgericht die Angelegenheit zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurÃ¼ckweisen, insbesondere wenn mit der angefochtenen Anordnung nicht auf die Sache eingetreten oder der Tatbestand ungenÃ¼gend festgestellt wurde. Ãber den Wortlaut dieser Bestimmung hinaus kommt auch eine direkte RÃ¼ck­weisung an eine untere Instanz in Betracht. Dies gilt besonders fÃ¼r VerfÃ¼gungen der Gemei­nden, die sich auf kommunales Recht stÃ¼tzen. Geht es dabei um Ermessensfragen des kommunalen Rechts, ist die RÃ¼ckweisung an die GemeindebehÃ¶rde zur Wahrung der Gemeindeautonomie sogar geboten (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 64 N. 6 mit Hinweisen). Dieser Fall ist hier gegeben, wird doch anhand der Ergebnisse des nachzuholenden Beweisverfahrens Ã¼ber das Vorliegen eines sachlichen KÃ¼ndigungsgrundes nach § 10 Abs. 1 lit. a oder c VVO PST sowie â ausser Ã¼ber eine EntschÃ¤digung nach Art. 336a OR in Verbindung mit § 19 Abs. 3 PST â Ã¼ber eine Abfindung nach §§ 27 f. PST zu entscheiden sein. Die Auslegung der genannten Normen des kommunalen Rechts obliegt in erster Linie den kommunalen BehÃ¶rden. Nach der Praxis des Verwaltungsgerichts ist zwar davon auszugehen, dass eine Gemeinde, die das kantonale Personalrecht weitgehend unverÃ¤ndert Ã¼bernommen hat, den einzelnen Ã¼bereinstimmenden Bestimmungen jeweils keinen andern Sinn als der kantonale Gesetzgeber beimessen wollte (VGr, 11. April 2001, PB.2001.00008, E. 3, http://www.vgrzh.ch/recht­sprechung). Im vorliegenden Fall geht es jedoch, was die Abfindung betrifft, nicht um die Frage der Auslegung einer Bestimmung, sondern um eine im kommunalen Recht vorgesehene InteressenabwÃ¤gung, somit um eine ausgesprochene Ermessensfrage.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit der RÃ¼ckweisung an die Beschwerdegegnerin wird auch vermieden, dass der Instanzenzug zu Ungunsten des BeschwerdefÃ¼hrers verkÃ¼rzt wird. Dies ist umso wesentlicher, als bisher in der Angelegenheit des BeschwerdefÃ¼hrers noch kein formell einwandfreier Entscheid gefÃ¤llt wurde. Da die AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses mit dem vorliegenden Urteil feststeht und nur die finanziellen Folgen (sowie gegebenenfalls das zeitliche Ende des ArbeitsverhÃ¤ltnisses) zu klÃ¤ren sind, ist diese LÃ¶sung auch angesichts des Grundsatzes der VerfahrensÃ¶konomie vertretbar. Hingegen gebietet die VerfahrensÃ¶konomie den Verzicht auf einen erneuten innerkommunalen Instanzenzug, weshalb die RÃ¼ckweisung an den Stadtrat erfolgt. Im Ãbrigen steht es den Parteien jederzeit frei, sich zu einigen und damit die Abschreibung des Verfahrens zu veranlassen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die BeschrÃ¤nkung der ver­waltungsgerichtlichen Entscheidungsbefugnis in § 80 Abs. 2 VRG steht einer RÃ¼ckweisung nicht grundsÃ¤tzlich entgegen. Hingegen kann eine vom Verwaltungsgericht angeordnete RÃ¼ck­weisung nicht dazu fÃ¼hren, dass die Vorinstanz eine im ersten Rechtsgang geschÃ¼tzte AuflÃ¶sung des Arbeits­verhÃ¤ltnisses im zweiten Rechts­­gang rÃ¼ckgÃ¤ngig machen kann. Eine beschrÃ¤nkte RÃ¼ckweisung zum Entscheid Ã¼ber die RechtmÃ¤ssigkeit der AuflÃ¶­sung auf verbesserter Grundlage und/oder Ã¼ber die gegebenenfalls dem oder der unrechtmÃ¤ssig Entlassenen zu­stehende EntschÃ¤digung wird von § 80 Abs. 2 VRG jedoch nicht verwehrt (VGr, 30. August 2000, PB.2000.00007, E. 1b). Im vor­liegenden Entscheid wird die formelle UngÃ¼ltigkeit der KÃ¼ndigung festgestellt, deren Nich­tig­keit hingegen verneint. Somit ist im zweiten Rechtsgang noch Ã¼ber die EntschÃ¤digung und die Abfindung zu befinden. Hierzu sind die folgenden Ãberlegungen zu berÃ¼cksichtigen, welchen materiellen Anforderungen eine KÃ¼ndigung genÃ¼gen muss (E. 7), welche BeweisabklÃ¤rungen noch vorzunehmen sind und wie die Beweislast verteilt ist (E. 8). Im Ãbrigen ist â soweit dies Ã¼berhaupt noch streitig sein sollte â festzulegen, auf welchen Termin das ArbeitsverhÃ¤ltnis endet (E. 9).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>7. a) Die Gemeinde hat als Ã¶ffentlichrechtliche Arbeitgeberin verfassungsrechtliche Schranken wie das WillkÃ¼rverbot, das VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzip sowie Treu und Glauben zu beachten. Die GrÃ¼nde, die zur KÃ¼ndigung Anlass geben, mÃ¼ssen von einem gewissen Gewicht sein. Allerdings ist nicht erforderlich, dass sie die Fortsetzung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses als unzumutbar erscheinen lassen; es reicht aus, wenn die WeiterbeschÃ¤ftigung des oder der betreffen­den Angestellten dem Ã¶ffentlichen Interesse, insbe­sondere demjenigen an einer gut funktio­nierenden Verwaltung, widerspricht (Matthias Mi­chel, Beamtenstatus im Wandel, ZÃ¼rich 1998, S. 299). Es mÃ¼ssen sachliche, vertretbare GrÃ¼nde sein (BGr, 22. Mai 2001, 2A.71/2001, E. 2c, http://www.bger.ch; Tobias Jaag, Das Ã¶ffentlich-<br/> rechtliche DienstverhÃ¤ltnis im Bund und im Kan­ton ZÃ¼rich â ausgewÃ¤hlte Fragen, ZBl 95/1994, S. 433 ff., 463; RB 1995 Nr. 29 E. 1), sodass die Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses nicht als WillkÃ¼rakt erscheint (Hermann Schroff/Da­vid Gerber, Die Beendigung der DienstverhÃ¤ltnisse in Bund und Kantonen, St. Gallen 1985, S. 80). Der Ã¶ffentlichrechtliche KÃ¼ndigungsschutz beschrÃ¤nkt sich nicht auf die MissbrauchstatbestÃ¤nde des Obligationenrechts, sondern geht weiter (BGr, 22. Mai 2001, 2A.71/2001, E. 2c, http://www.bger.ch; Michel, S. 299; vgl. auch zu § 18 PG die Weisung zum Personalgesetz, ABl 1996 II 1149). Nach dem Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit muss die KÃ¼ndi­gung erstens ein geeignetes Mittel zur ProblemlÃ¶sung sein, muss sie zweitens in dem Sinn erforderlich sein, dass nicht weniger einschneidende Massnahmen wie beispielsweise eine Verwarnung ebenfalls zum Ziel fÃ¼hren wÃ¼rden, und muss drittens eine AbwÃ¤gung der gegenseitigen In­teressen die KÃ¼ndigung als gerechtfertigt erscheinen lassen (Michel, S. 301 f.). Angesichts der inhaltlichen Offenheit und Unbestimmtheit dieser Umschrei­bungen steht den VerwaltungsbehÃ¶rden beim Entscheid Ã¼ber die KÃ¼ndigung ein grosser Er­messens‑ und Beurtei­lungs­spielraum zu (vgl. Michel, S. 342 f.; Schroff/Gerber S. 84; zum Ganzen VGr, 28. Februar 2001, PB.2000.00027, E. 7a, http://www.vgrzh.ch/recht­sprechung; RB 1999 Nr. 163). Die fragliche KÃ¼ndigung wurde mit mangelhafter Leistung (§ 10 Abs. 1 lit. a VVO PST) begrÃ¼ndet; der Stadtrat und die Vorinstanz verwiesen zudem darauf, dass auch eine erhebliche StÃ¶rung der Zusammenarbeit (§ 10 Abs. 1 lit. c VVO PST) vorliege.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) aa) Ob die <i>Leistung</i> des oder der Angestellten <i>mangelhaft</i> ist, beurteilt sich nach dem jeweiligen Anforderungsprofil (Schroff/Gerber, S. 102 f.). In der Regel ist eine wiederholte oder andauernde Schlecht- bzw. NichterfÃ¼llung vorauszusetzen (Michel, S. 300). Das Verfahren, das im Personalrecht sowohl des Kantons ZÃ¼rich als auch der Stadt Winterthur vorgesehen ist â besonders die BewÃ¤hrungsfrist und die zweite Leistungsbeurteilung â, soll Schutz vor leichtfertiger und mangelhaft begrÃ¼ndeter KÃ¼ndigung gewÃ¤hren (</span>Fritz Lang, Das ZÃ¼rcher Personalgesetz vom 27. September 1998, in: Peter Helbling/<br/> Tomas Poledna [Hrsg.], Personalrecht des Ã¶ffentlichen Dienstes, Bern 1999, <span>S. 49 ff., 67). Die Leistungsbeurteilung ist insofern zwar notwendiges Beweismittel (vgl. Michel, S. 309) und in der Regel geeignet zum Nachweis mangelhafter Leistung. Sie ist aber im Rahmen der freien BeweiswÃ¼rdigung zu beurteilen (vgl. als Beispiel einer fÃ¼r nicht nachvollziehbar erachteten Qualifikation VGr, 22. MÃ¤rz 2000, PB.1999.00021/00007, E. 4f/aa, http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung). Insbesondere ist der Sachverhalt nÃ¤her abzuklÃ¤ren, wenn erhebliche Zwei­fel an den vorgebrachten VorwÃ¼rfen bestehen (vgl. zu § 18 Abs. 3 VVPG die Weisung zum Personalgesetz, ABl 1996 II 1150). WÃ¤hrend nach Privatrecht unwahre BegrÃ¼ndungen grundsÃ¤tzlich nicht zur UngÃ¼ltigkeit der KÃ¼ndigung fÃ¼hren (vgl. BGE 121 III 60 E. 3c; Manfred Rehbinder, Berner Kommentar, 1992, und Heinz Hausheer [Hrsg.], Berner Kommentar, Update, 2000, Art. 335 OR N. 9; Adrian Staehelin/Frank Vischer, ZÃ¼rcher Kommentar, 1996, Art. 335 OR N. 37; je mit Hinweisen), ist im Ã¶ffentlichen Dienstrecht das Gegenteil der Fall (vgl. Michel, S. 308). Im Ãbrigen kann auch nach Privatrecht eine KÃ¼ndigung wegen Leistungseinbusse missbrÃ¤uchlich sein, wenn sie als Folge von Mobbing seitens des Arbeitgebers erscheint (BGE 125 III 70 E. 2a; Thomas Geiser, Rechtsfragen der sexuellen BelÃ¤stigung und des Mobbings, ZBJV 137/2001, S. 429 ff., 443 f.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Beide Vorinstanzen begrÃ¼nden ihre Ansicht, die KÃ¼ndigung sei zu Recht wegen mangelhafter Leistungen ausgesprochen worden, sehr kursorisch. Der Stadtrat begnÃ¼gt sich mit einem Verweis auf die Angaben in den Mitarbeiterbeurteilungen, wobei er den Vorwurf mangelnder Leistung nicht vorbehaltlos anzuerkennen scheint. Der Bezirksrat hat ohne BerÃ¼cksichtigung der angebotenen und eingereichten Beweismittel unter Verweis auf sieben AktenstÃ¼cke lapidar festgehalten, dass sich aus den eingereichten Unterlagen der Ein­­druck einer sachlich begrÃ¼ndeten KÃ¼ndigung ergebe. Von diesen Akten betreffen allerdings deren drei VorwÃ¼rfe und VorfÃ¤lle aus dem Jahr 1998. In der Mitarbeiterqualifikation vom 8. Dezember (recte) 1998 fÃ¼r das 2. Semester 1998 als Beurteilungsperiode wird aber festgehalten, dass die Spannungssituation bereinigt und die Krisenphase abgeschlossen sei. Auch die GesprÃ¤chsnotiz des Ombudsmannes der Stadt Winterthur vom 4. September 1998 hÃ¤lt fest, eine KlÃ¤rung habe stattgefunden und es bestehe wieder eine normale Arbeitssitua­tion. Somit lÃ¤sst sich die KÃ¼ndigung nicht auf diese Ã¤lteren Dokumente abstÃ¼tzen. Was die Aktennotizen Ã¼ber die MitarbeitergesprÃ¤che vom 2. MÃ¤rz, vom 25. MÃ¤rz und vom 29. Juni 1999 sowie die Mitarbeiterqualifikation vom 26. August 1999 betrifft, so halten sie einzig die VorwÃ¼rfe des direkten Vorgesetzten des BeschwerdefÃ¼hrers fest, dessen ObjektivitÃ¤t in der Beschwerdeschrift mit dem Vorwurf des Mobbings gerade bestritten wird. Konkret wird ausgefÃ¼hrt, dass die KÃ¼ndigung erfolgt sei, weil der BeschwerdefÃ¼hrer seine Rechte auch unter Inanspruchnahme des Ombudsmannes geltend gemacht habe (Beschwerde S. 13). Wesentlich ist im vorliegenden Fall, dass nicht nur dieser Vorwurf erhoben wird, sondern dass sich auch aus den Akten berechtigte Zweifel an der ObjektivitÃ¤t des Vorgesetzten und damit an der sachlichen Grundlage der KÃ¼ndigung wegen mangelnder Leistungen ergeben. So stellt zumindest der "schriftliche Verweis" vom 16. Februar 1999 eine Kom­petenzÃ¼berschreitung dar (vgl. oben E. 4b; wobei sogar offen bleibt, ob nur dem BeschwerdefÃ¼hrer ein solcher "Verweis" erteilt wurde, obwohl der Fall mindestens ein weiteres Mitglied des Teams betraf). Aktenkundig sind ferner BagatellvorwÃ¼rfe (wie etwa "Nicht­einstellen der Umstellung am Telefon" im Protokoll des ausserordentlichen MitarbeitergesprÃ¤chs vom 25. MÃ¤rz 1999) und â in Bezug auf die GewÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs vor der KÃ¼ndigung â Angaben, die im Widerspruch zu einer selbstverfassten Akten­notiz stehen. AuffÃ¤llig ist ferner, dass sich der Vorgesetzte des BeschwerdefÃ¼hrers zwar verschiedentlich auf die Beanstandungen von Drittpersonen beruft (vgl. etwa die "Zusammenstellung der Reklamationen und Aussagen" vom 17. September 1999), dass sich aber aus dem einzigen AktenstÃ¼ck, das aus dem fraglichen Zeitraum stammt und in dem Dritte direkt zu Wort kommen (der "Feedback-Umfrage"), eine weitgehend positive Beurteilung des BeschwerdefÃ¼hrers ergibt. Dies ist umso beachtlicher, als es sich um eine Umfrage beim ... handelt, wÃ¤hrend dem BeschwerdefÃ¼hrer der Vorwurf gemacht wird, er habe sich zu stark mit der [Gegen]seite identifiziert. Selbst wenn diese Umfrage weisungswidrig vorgenommen worden sein sollte, stellt sie deswegen selbstverstÃ¤ndlich noch kein unrecht­mÃ¤s­sig erlangtes und daher unzulÃ¤ssiges Be­weismittel dar, wie die Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung zuhanden der Vor­instanz anzunehmen scheint. Aktenkundig sind auch Irritationen der Kolleginnen und Kollegen des BeschwerdefÃ¼hrers Ã¼ber die KÃ¼ndigung. Schliesslich trifft zu, dass sich in den Akten keine konkreten Beanstandungen aus der BewÃ¤hrungsperiode finden (die in ... aufgelisteten VorfÃ¤lle sind Ã¤lter oder nicht datiert). Somit ergeben sich aus den Akten zumindest einige Zweifel an der sachlichen Grund­lage einer KÃ¼ndigung wegen mangelnder Leistung. Anders als bei einer KÃ¼ndigung nach dem Obligationenrecht (vgl. dazu BGE 121 III 60 E. 3d; Hausheer, Art. 335 N. 9; Staehelin/Vischer, Art. 335 N. 37) ist dies hier auf jeden Fall erheblich, weil nicht erst die RechtsmissbrÃ¤uchlichkeit, sondern bereits das Fehlen eines sachlichen KÃ¼ndigungsgrundes zur UngÃ¼ltigkeit der KÃ¼ndigung fÃ¼hrt. Entgegen der Ansicht der Vorinstanzen ergibt sich nicht aus den Akten, dass die KÃ¼ndigung mit der mangelnden Leistung des BeschwerdefÃ¼hrers sachlich begrÃ¼ndet worden ist. Demnach sind weitere AbklÃ¤rungen nÃ¶tig (vgl. auch BGE 122 V 157 E. 1d; Weisung zum Personalgesetz, ABl 1996 II 1150). Dass die VorwÃ¼rfe, sollten sie in dieser Form mehrheitlich zutreffen, eine KÃ¼ndigung wegen mangelnder Leistung wohl rechtfertigen wÃ¼rden, ist in diesem Zusammenhang nicht von Belang. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) aa) Was den KÃ¼ndigungsgrund der <i>erheblichen StÃ¶rung der Zusammenarbeit</i> (§ 10 Abs. 1 lit. c VVO PST) betrifft, ist festzuhalten, dass auch sein Vorliegen sorgfÃ¤ltig zu Ã¼berprÃ¼fen ist; es handelt sich nicht um einen Auffangtatbestand, auf den jeweils zurÃ¼ckgegriffen werden kann, wenn der Vorwurf mangelnder Leistung nicht verfÃ¤ngt. Zu beachten ist, dass der KÃ¼ndigungsschutz im Ã¶ffentlichrechtlichen DienstverhÃ¤ltnis grundsÃ¤tzlich besser sein soll als im Privatrecht (vgl. fÃ¼r das kantonale Recht: Weisung zum Personalgesetz, ABl 1996 II 1149), wobei die entsprechenden eidgenÃ¶ssischen, kantonalen und kommunalen Vorschriften unter Vorbehalt der verfassungsrechtlichen Minimalgaran­tien unterschiedlich ausgelegt werden kÃ¶nnen. FÃ¼r privatrechtliche ArbeitsverhÃ¤ltnisse sieht Art. 336 Abs. 1 lit. a OR vor, dass einem oder einer Angestellten auch wegen einer persÃ¶nlichen Eigenschaft gekÃ¼ndigt werden kann, sofern diese die Zusammenarbeit im Be­trieb wesentlich beeintrÃ¤chtigt. Es ist nicht erforderlich, dass die betroffene Person hierfÃ¼r eine Verantwortung trÃ¤gt; allerdings ist die KÃ¼ndigung missbrÃ¤uchlich, wenn der Arbeitgeber seine FÃ¼rsorgepflicht (Art. 328 OR) verletzt hat (Philippe Nordmann, Die missbrÃ¤uchliche KÃ¼ndigung im schweizerischen Arbeitsvertragsrecht unter besonderer BerÃ¼cksichtigung des Gleichstellungsgesetzes, Basel/Frankfurt a.M. 1998, S. 100 ff.; Staehelin/ Vischer, Art. 336 N. 16 f.; zum Mobbing insbesondere etwa BGE 125 III 70 E. 2a; Geiser, S. 443 f.; Manfred Rehbinder/Alexander Krausz, Psychoterror am Arbeitsplatz. Mobbing und Bossing und das Arbeitsrecht, ArbR 1996, S. 17 ff., 42 ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Gerichtspraxis zum Ã¶ffentlichrechtlichen DienstverhÃ¤ltnis stellt ebenfalls keine hohen Anforderungen an eine KÃ¼ndigung wegen StÃ¶rung des VertrauensverhÃ¤ltnisses. Es genÃ¼gt auch hier, dass sich die betroffene Person ohne Verschulden nicht in den Betrieb ein­ordnen kann (Michel, S. 300). Vorliegend geht es um einen Konflikt zwischen dem Arbeitnehmer und seinem Vorgesetzten. In einem solchen Fall ist die gegenÃ¼ber dem oder der Untergebenen ausgesprochene KÃ¼ndigung grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssig. So geht die EidgenÃ¶ssische Personalrekurskommission davon aus, dass ein solcher Konflikt im Interesse des Funk­tionierens der Verwaltung unabhÃ¤ngig vom Verschulden einen zulÃ¤ssigen KÃ¼ndigungs­grund darstellen kÃ¶nne (VPB 65/2001 Nr. 14 E. 7). Auch das Verwaltungsgericht ist in neueren Entscheiden â die allerdings einzig auf der Grundlage der verfassungsmÃ¤ssigen Verfahrensgarantien zu fÃ¤llen waren â davon ausgegangen, dass eine tiefgreifende StÃ¶rung des Vertrauens einen hinreichenden Grund fÃ¼r eine KÃ¼ndigung darstellt. Der Wunsch, sich von einem schwierigen Mitarbeiter bzw. einer schwierigen Mitarbeiterin zu trennen, kann ein sachlicher Grund fÃ¼r eine KÃ¼ndigung sein (VGr, 14. MÃ¤rz 2001, PB.2000.00029/30, E. 8b/bb, http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung; 28. Februar 2001, PB.2000.00027, E. 6 a.A., 7b, http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung). Der Vertrauensverlust muss jedoch durch Verhaltensweisen der entlassenen Person begrÃ¼ndet sein, die ihn fÃ¼r Dritte als nachvollziehbar erscheinen lassen, weshalb er zu untersuchen und zu gewichten ist (VGr, 14. MÃ¤rz 2001, PB.2000.00029/30, E. 8b a.A., http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung; vgl. auch VGr BE, 31. August 1992, BVR 1993, S. 227 ff. E. 2 S. 228 f. und E. 4c S. 233; vgl. </span></p> <p class="Einzug1"><span>allerdings auch die EidgenÃ¶ssische Personalrekurskommission in VPB 65/2001 Nr. 14 . 5b, die der Praxis und der Lehre zu Art. 336 Abs. 1 lit. a OR folgt, wonach selbst die gegenÃ¼ber einem Mobbing-Opfer ausgesprochene KÃ¼ndigung zwar dem Grundsatz von Treu und Glauben widersprechen kann, jedoch nicht von vornherein unzulÃ¤ssig ist). Vorbehalten blei­ben stets das Verbot des Rechtsmissbrauchs, der Grundsatz von Treu und Glauben und das VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeits­prinzip. Insofern sind bei einer KÃ¼ndigung aufgrund von Konflik­ten zwischen Vorgesetzten und Untergebenen die Ursachen der Spannungen jedenfalls von Bedeutung (VGr, 28. Februar 2001, PB.2000.00027, E. 7b, http://www.vgrzh.ch/recht­sprechung, ist in diesem Sinn zu prÃ¤zisieren). Auch in der Lehre wird die Ansicht vertreten, eine KÃ¼ndigung wegen StÃ¶rung des Arbeitsklimas sei nicht ge­rechtfertigt, wenn sie mehrheitlich vom Arbeitgeber zu verantworten sei (Claudia Steiger, KÃ¼ndigung durch den kantonalen Arbeitgeber, ZV-Information 2001/4, S. 10 ff., 13, in einer Kritik am letztgenannten Entscheid des Verwaltungsgerichts; vgl. auch Schroff/Gerber, S. 102).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Auch in Bezug auf den KÃ¼ndigungsgrund der StÃ¶rung der Zusammenarbeit ist der rechtserhebliche Sachverhalt nicht genÃ¼gend erstellt. Der Stadtrat und die Vorinstanz gingen davon aus, dass die "verschiedenen Korrespondenzen" zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und seinem Vorgesetzten eine schwere StÃ¶rung des VerhÃ¤ltnisses zwischen diesen beiden Personen belegten, sodass eine Fortsetzung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses nicht mehr zu­mutbar gewesen sei. Auch dieser Hinweis im vor­instanzlichen Beschluss ist, wie der BeschwerdefÃ¼hrer zu Recht rÃ¼gt, sehr pauschal ausgefallen. Immerhin finden sich in den Akten tatsÃ¤chlich verschiedene Notizen und Schreiben, die auf Meinungsverschiedenheiten und â wegen des teils gereizten Tonfalls der Mitteilungen des Vorgesetzten â auch auf persÃ¶nliche Unstimmigkeiten hinweisen. Eine KÃ¼ndigung gemÃ¤ss § 10 Abs. 1 lit. c VVO PST wÃ¤re unter dem Vorbehalt des Grundsatzes von Treu und Glauben und des VerhÃ¤ltnismÃ¤s­sigkeits­prinzips demnach zulÃ¤ssig. Den Akten lÃ¤sst sich aber nicht entnehmen, welches die Ursachen dieses ZerwÃ¼rfnisses waren und welchen Anteil daran der Vorgesetzte zu verantworten hat. Deshalb ist der vom BeschwerdefÃ¼hrer erhobene Vor­wurf des Mobbings und des Rechtsmissbrauchs anhand der angebotenen oder anderer geeigneter Beweismittel abzuklÃ¤ren. So hat denn auch das Verwaltungs­gericht entschieden, dass das rechtliche GehÃ¶r verletzt wurde, als eine KÃ¼ndigung einzig mit dem Vertrauensverlust begrÃ¼ndet wurde und die verfÃ¼gende BehÃ¶rde Hinweisen auf Ungereimtheiten nicht nachging (VGr, 11. April 2001, PB.2000.00024/25, E. 4b/bb, http://www.vgrzh.ch/recht­sprechung; vgl. auch VGr, 14. MÃ¤rz 2001, PB.2000.00029/30, E. 8b, http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Schliesslich ist zu beachten, dass auch Ã¼ber die EntschÃ¤digungs- und Abfindungs­folgen zu entscheiden sein wird. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat vor der Vorinstanz und vor dem Verwaltungsgericht einen Eventualantrag auf die Ausrichtung einer EntschÃ¤digung und einer Abfindung gestellt und sich dabei auf § 19 Abs. 3 in Verbindung mit §§ 27 f. PST berufen. Die Vorinstanz hat den geltend gemachten Abfindungsanspruch unzutreffenderweise einzig unter dem Gesichtspunkt von Art. 336a OR geprÃ¼ft. Die Voraussetzungen der EntschÃ¤digung nach Art. 336a OR und der Abfindung nach §§ 27 f. PST entsprechen sich nicht. Aus dem Verweis auf das Obligationenrecht in § 19 Abs. 3 PST ergibt sich nichts anderes, behÃ¤lt sie doch die Abfindung nach §§ 27 f. PST ausdrÃ¼cklich vor (vgl. auch den in dieser Hinsicht sinngemÃ¤ss gleich lautenden § 18 Abs. 3 PG sowie Michel, S. 315). Nach § 27 Abs. 1 PST haben Angestellte mit wenigstens fÃ¼nf Dienstjahren, deren ArbeitsverhÃ¤ltnis auf Veranlassung der Stadt und ohne Verschulden der Angestellten aufgelÃ¶st wird, Anspruch auf eine Abfindung, sofern sie mindestens 35-jÃ¤hrig sind. Die in § 27 Abs. 3 PST aufgezÃ¤hlten Ausnahmen interessieren im vorliegenden Zusammen­hang nicht. Nach § 28 Abs. 2 PST wird die Abfindung nach den UmstÃ¤nden des Einzel­falls festgelegt; angemessen mit berÃ¼cksichtigt werden insbesondere die persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse, die Dienstzeit, der KÃ¼ndigungsgrund, der Zeitpunkt des Antritts einer neuen Arbeitsstelle sowie der neue Lohn, falls der oder die Angestellte weiter beschÃ¤ftigt wird. Der BeschwerdefÃ¼hrer war im Zeitpunkt der fraglichen KÃ¼ndigung rund 53 Jahre alt und stand im achten Dienstjahr, womit er die formellen Voraussetzungen einer Abfindung nach § 27 Abs. 1 PST erfÃ¼llte. Zur Voraussetzung des fehlenden Verschuldens hat sich das Ver­waltungsgericht in Bezug auf den weitgehend gleich lautenden § 26 PG geÃ¤ussert. Es hat dabei festgehalten, dass ein</span> Anspruch auf EntschÃ¤digung nur bei einer Entlassung gegeben ist, die vor­nehm­lich auf GrÃ¼nde zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist, die von der betroffenen Person nicht zu vertreten sind. Typische FÃ¤lle sind die Aufhebung der Stelle oder der Tatbestand, dass der oder die Angestellte die gewachsenen Anforderungen der Stelle aufgrund mangelnder Eignung nicht mehr erfÃ¼llen kÃ¶nne; hingegen fÃ¼hrt die Entlassung wegen ungenÃ¼gender Leistungen aus anderen GrÃ¼nden oder wegen des Verhaltens in aller Regel zu keiner Ab­findung (vgl. auch Lang, S. 70). Verschulden im Sinn von § 26 Abs. 1 PG bedeutet aber mehr als blosse Verursachung; es setzt voraus, dass die betroffene Person die KÃ¼ndigung hÃ¤tte vermeiden kÃ¶nnen, beispielsweise durch das Erbringen der erwarteten Leistung oder die geforderte VerhaltensÃ¤nderung, wenn ihr solches zumutbar und aufgrund ihrer persÃ¶nlichen Ver­hÃ¤ltnisse objektiv mÃ¶glich war. Dem oder der Angestellten wird auch dann kein Verschulden im Sinn von § 26 PG vorzuwerfen sein, wenn ein Konflikt, der nur durch eine KÃ¼ndigung be­reinigt werden konnte, nicht vornehmlich durch ihn bzw. sie verursacht worden ist, sondern zu sei­ner Entstehung oder VerschÃ¤rfung die vorgesetzte BehÃ¶rde oder andere Mitarbeitende massgeblich beigetragen haben (VGr, 11. April 2001, PB.2000.00024/ 25, E. 6b, http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung; 14. MÃ¤rz 2001, PB.2000.00018/23, E. 6b; http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung). Die Abfindung hÃ¤ngt also grundsÃ¤tzlich nicht von der UnzulÃ¤ssigkeit der KÃ¼ndigung ab. Gerade die Frage, inwieweit zur Entstehung oder Ver­schÃ¤rfung des Konflikts der Vorgesetzte beigetragen hat, lÃ¤sst sich im vorliegenden Fall aus den Akten jedoch nicht erschliessen. Die Ã¼brigen nach § 28 Abs. 2 PST abzuwÃ¤genden Gesichtspunkte sind ebenfalls festzustellen.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>8. a) Das vorzunehmende Beweisverfahren muss das Vorliegen eines sachlichen KÃ¼ndigungsgrundes und die BegrÃ¼ndetheit des Anspruchs auf eine EntschÃ¤digung gemÃ¤ss Art. 336a OR in Verbindung mit § 19 Abs. 3 PST sowie auf eine Abfindung nach § 27 f. PST klÃ¤ren. Der Ablauf des KÃ¼ndigungsverfahrens ist dagegen erstellt und bedarf keiner weiteren Beweiserhebung. Was die zu erhebenden Beweise betrifft, so ist zunÃ¤chst festzuhalten, dass den unteren Instanzen die in der Rekursschrift unter anderm geforderte Einvernahme von Zeugen durch das Gesetz verwehrt wird (§ 7 Abs. 1 VRG; vgl. KÃ¶lz/Bosshart/ RÃ¶hl, § 7 N.</span> 14). Es brauchen auch nicht sÃ¤mtliche offerierten Beweise erhoben zu werden, sofern der Sachverhalt auf andere Weise billiger und rascher hinreichend abgeklÃ¤rt werden kann (Albertini, S. 374). Zur Feststellung, ob die Leistungen des BeschwerdefÃ¼hrers mangelhaft waren, ist auch nicht notwendig, Ã¼ber jeden einzelnen Punkt der Mitarbeiterbeurteil­­ungen Beweis zu fÃ¼hren; es genÃ¼gt, wenn sich die wesentlichen VorwÃ¼rfe â Parteilichkeit, unzulÃ¤ssige VerzÃ¶gerungen, abmachungswidriges Verhalten, NachlÃ¤ssigkeit, unangebrachter Umgangston â anhand einiger Beispiele erhÃ¤rten lassen. Hierzu sind vor allem die nach Angabe des Vorgesetzten vorhandenen Fallbeispiele und Reklamationen zu den Akten zu nehmen, wobei den Anforderungen Rechnung zu tragen ist, die sich aus dem Amtsgeheimnis und dem Datenschutz ergeben kÃ¶nnen. In Bezug auf die StÃ¶rung des Vertrauens­verhÃ¤ltnisses und die Ursachen hierfÃ¼r kÃ¶nnen die persÃ¶nliche Befragung des Beschwer­defÃ¼hrers, seines Vorgesetzten und von Drittpersonen angezeigt sein. Wesentlich sind jedenfalls Zeugnisse von neutraler dritter Seite aus der fraglichen Periode. Das rechtliche GehÃ¶r ist selbstverstÃ¤ndlich zu wahren.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Zur Beweislastverteilung ist Folgendes auszufÃ¼hren: Die Vorinstanz ist der Ansicht, es obliege dem Entlassenen nachzuweisen, dass ein verpÃ¶nter KÃ¼ndigungsgrund vorliege. Das Verwaltungsgericht hat dies jeweils angenommen, wenn das anwendbare Ã¶ffent­liche Recht bezÃ¼glich der KÃ¼ndigungsgrÃ¼nde auf das Obligationenrecht verwies (VGr, 19. No­vember 1996, VK.96.00024, E. 2b; RB 1995 Nr. 24 E. 1 S. 60). Die Vorinstanz verkennt, dass sich diese Praxis nicht auf den vorliegenden Fall Ã¼bertragen lÃ¤sst, in dem die KÃ¼ndigungsgrÃ¼nde durch das Ã¶ffentliche Recht selber geregelt werden. Was die subjektive Beweislast (BeweisfÃ¼hrungslast) betrifft, gilt die Untersuchungsmaxime unabhÃ¤ngig davon, dass unter anderm aufgrund einer Verweisung Ã¼ber einen obligationenrechtlichen Anspruch zu befinden ist; insofern trifft den Entlassenen eine BeweisfÃ¼hrungslast nur nach den allgemeinen GrundsÃ¤tzen des Verwaltungsverfahrens und der Verwaltungsrechtspflege, wie sie sich aus der Untersuchungsmaxime und der Mitwirkungspflicht ergeben (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 7 N. 6, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 69). Die objektive Beweislast â die festlegt, wer die Folge der Beweislosigkeit zu tragen hat â richtet sich nach dem materiellen Recht und subsidiÃ¤r nach dem in Art. 8 ZGB festgehaltenen allgemeinen Rechtsgrundsatz (VGr, 3. November 1999, VB.99.00197, E. 2b/bb; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 7 N. 5, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 69; KÃ¶lz/HÃ¤ner, Rz. 269). Demnach trÃ¤gt grundsÃ¤tzlich diejenige Partei die Beweislast, die aus der unbewiesen gebliebenen Tatsache hÃ¤tte Rechte ableiten kÃ¶nnen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 7 N. 5; vgl. auch Keiser, S. 206). Somit trÃ¤gt das Gemeinwesen die objektive Beweislast, dass ein sachlicher KÃ¼ndigungsgrund gegeben ist (vgl. Michel, S. 309; VGr BE, 31.</span> August 1992, <span>BVR 1993, S. 227 ff. E. 2 S. 230). Wenn die KÃ¼ndigung erwiesenermas­sen sachlich gerechtfertigt ist, hÃ¤tte dagegen der BeschwerdefÃ¼hrer die Folgen zu tragen, wenn das Vorliegen der Voraussetzungen einer Abfindung nicht bewiesen werden kann. Im Ãbrigen geht es nicht an, wie die Vorinstanz ohne BegrÃ¼ndung auf die WÃ¼rdigung der angebotenen und eingereichten Beweise zu verzichten, um sodann festzustellen, der BeschwerdefÃ¼hrer habe die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>9. Sollte der Zeitpunkt des Endes des DienstverhÃ¤ltnisses dannzumal noch streitig sein, wÃ¤re auch er im zweiten Rechtsgang zu klÃ¤ren. Unzutreffend ist die Ansicht der Beschwerdegegnerin und der Vorinstanz, wonach die KÃ¼ndigung als zu jenem Zeitpunkt erfolgt gelten soll, in dem sie ausgesprochen worden wÃ¤re, wenn die schriftliche Stellungnahme abgewartet worden wÃ¤re und die darin geÃ¤usserten Argumente zurÃ¼ckgewiesen worden wÃ¤ren. Vielmehr wÃ¤re grundsÃ¤tzlich massgebend, dass nach dem anwendbaren Recht auch eine mangelhafte KÃ¼ndigung den Lauf der KÃ¼ndigungsfrist auszulÃ¶sen vermag (§ 19 Abs. 3 PST â wohl unter dem Vorbehalt der nichtigen KÃ¼ndigung, wobei diese Frage sich hier nicht stellt). Demnach wÃ¤re der ursprÃ¼ngliche KÃ¼ndigungstermin gÃ¼ltig. Anders wÃ¤re nach der Praxis des Verwaltungsgerichts nur zu entscheiden, wenn das anwendbare Recht einen Anspruch auf Wiedereinstellung vorsieht (vgl. VGr, 28. Februar 2001, PB.2000.00027, E. 8a, http://www.vgrzh.ch/recht­sprechung; kritisiert von Steiger, S. 13). Dies ist hier nicht der Fall; der bedingte Anspruch auf eine andere zumutbare Stelle, den § 19 Abs. 3 PST â hierin Ã¼ber § 18 Abs. 3 PG hinausgehend â gewÃ¤hrt, kann unbeachtet bleiben, da der BeschwerdefÃ¼hrer niemals diesen Anspruch auf einen Stellenwechsel geltend gemacht hat, sondern stets nur die Weitergeltung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses und eventualiter EntschÃ¤digung und Abfindung beantragt hat. Entscheidend ist jedoch vorliegend ohnehin, dass der Stadtrat das Weiterbestehen des ArbeitsverhÃ¤ltnisses jedenfalls bis Ende Juli 2000 anerkannt hat, weshalb die KÃ¼ndigungsfrist frÃ¼hestens in diesem Zeitpunkt abgelaufen ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>10. a) FÃ¼r personalrechtliche Streitigkeiten mit einem Streitwert nicht unter Fr. 20'000.- werden Gerichtskosten erhoben (§ 80b VRG). Im vorliegenden Fall enthalten Haupt- und Eventualantrag unterschiedliche Streitwerte. Was den Hauptantrag betrifft, so bestimmt sich laut der Praxis des Verwaltungsgerichts der Streitwert bei Leistungsklagen </span></p> <p class="Einzug1"><span>aus noch andauernden DienstverhÃ¤ltnissen nach den streitigen BruttobesoldungsansprÃ¼chen bis zum Zeitpunkt der HÃ¤ngigkeit beim Verwaltungsgericht zuzÃ¼glich der AnsprÃ¼che bis zur nÃ¤chstmÃ¶glichen AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses seitens des BeschwerdefÃ¼hrers (VGr, 8. November 2000, PB.2000.00022, E. 2; RB 1998 Nr. 48; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 80b N. 3). Von der Beschwerdegegnerin anerkannt ist das Fortbestehen des ArbeitsverhÃ¤ltnisses bis Ende Juli 2000. Die Beschwerde wurde am 2. Mai 2001 datiert und ging am 7. Mai 2001 beim Verwaltungsgericht ein. Der mit Wirkung ab 1. MÃ¤rz 1992 angestellte BeschwerdefÃ¼hrer befand sich zu diesem Zeitpunkt im 10. Dienst­jahr, weshalb fÃ¼r ihn eine KÃ¼ndigungsfrist von sechs Monaten jeweils auf Ende eines Monats gegolten hÃ¤tte (§ 18 Abs. 1 lit. d und Abs. 4 PST). Als streitig ist somit der Lohn des BeschwerdefÃ¼hrers ab August 2000 bis November 2001 zu betrachten; das sind 16 MonatsgehÃ¤lter zu je Fr. 8329.- brutto, wenn hilfsweise vom letzten bekannten Lohn ausgegangen wird, bzw. insgesamt Fr. 133'264.- Mit dem Eventualantrag fordert der BeschwerdefÃ¼hrer jedoch eine EntschÃ¤digung und Abfindung in der HÃ¶he von insgesamt 21 MonatsgehÃ¤ltern, was Fr. 174'909.- entspricht. Somit enthÃ¤lt der Eventualantrag den hÃ¶heren Streitwert. Von ihm ist deshalb auszugehen; der Streitwert betrÃ¤gt mithin Fr. 174'909.-. Die Kosten sind auf dem Gesamtbetrag, nicht nur auf dem Fr. 20'000.- Ã¼bersteigenden Teil zu erheben (KÃ¶lz/ Boss­­hart/RÃ¶hl, § 80b N. 4). In Anwendung der §§ 2 und 3 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997 ist die GerichtsgebÃ¼hr auf Fr. 8'000.- anzusetzen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG tragen mehrere am Verfahren Beteiligte die Kosten in der Regel entsprechend ihrem Unterliegen. Im vorliegenden Fall hat das Verwaltungsgericht die UngÃ¼ltigkeit der KÃ¼ndigung wegen nicht geheilter formeller MÃ¤ngel festgestellt und die Sache zur AbklÃ¤rung der materiellen Rechtfertigung der KÃ¼ndigung und zur Bestimmung der EntschÃ¤digungen und der Abfindung an den Stadtrat Winterthur zurÃ¼ckgewiesen. Be­trachtet man einzig den Wortlaut der AntrÃ¤ge des BeschwerdefÃ¼hrers, so wurde damit dem Hauptantrag, der die Feststellung der UngÃ¼ltigkeit der KÃ¼ndigung forderte, entsprochen, und der Eventualantrag, der eine EntschÃ¤digung und Abfindung fordert, grundsÃ¤tzlich gutgeheissen, wobei die HÃ¶he des zuzusprechenden Betrags offen gelassen wird. Allerdings ergibt sich aus dem Zusammenhang zwischen Haupt- und Eventualantrag sowie der BeschwerdebegrÃ¼ndung, dass der Hauptantrag auf die Nichtigkeit der KÃ¼ndigung â und somit implizit das Weiterbestehen des ArbeitsverhÃ¤ltnisses â abzielt. Dieser Ansicht ist das Verwaltungsgericht nicht gefolgt. Es hat vielmehr entschieden, dass das ArbeitsverhÃ¤ltnis als aufgelÃ¶st zu betrachten ist und die Rechtsfolge der festgestellten FormmÃ¤ngel gemÃ¤ss § 80 Abs. 2 VRG eine EntschÃ¤digung sein soll. Der Eventualantrag wiederum beansprucht EntschÃ¤digung und Abfindung gemÃ¤ss dem Wortlaut der BeschwerdebegrÃ¼ndung nur fÃ¼r den Fall, dass die KÃ¼ndigung fÃ¼r materiell mangelhaft gehalten wird, wÃ¤hrend ein Begehren auf EntschÃ¤digung wegen formeller MÃ¤ngel der KÃ¼ndigung nur indirekt gestellt wird. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist zwar jedenfalls fÃ¼r die formelle UngÃ¼ltigkeit der KÃ¼ndigung zu entschÃ¤digen bzw. abzufinden. EntschÃ¤digung und Abfindung hÃ¤ngen jedoch im Ãbrigen von der WÃ¼rdigung aller UmstÃ¤nde ab, und die Frage der materiellen ZulÃ¤ssigkeit der KÃ¼ndigung bleibt noch offen. Somit kann weder beim Haupt- noch beim Eventualstandpunkt von einem klaren Obsiegen des BeschwerdefÃ¼hrers ausgegangen werden. Umgekehrt gaben die GehÃ¶rsverletzungen und die mangelhafte Sachverhaltsermittlung durch die Beschwerdegegnerin den Anlass zum Verfahren und den Ausschlag zur RÃ¼ckweisung. Angesichts des Verfahrensausgangs und der genannten UmstÃ¤nde sind die Kosten den Parteien je zur HÃ¤lfte aufzuerlegen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Im vorinstanzlichen Verfahren wurden keine Kosten erhoben, worauf hier nicht zurÃ¼ckzukommen ist (vgl. § 13 Abs. 3 VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 28, 33 f.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>11. Da keine Partei mehrheitlich obsiegt, sind keine ParteientschÃ¤digungen zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 32).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>12. Zusammenfassend ist festzuhalten: Mit dem vorliegenden Entscheid wird festgestellt, dass die streitige KÃ¼ndigung wegen Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs formell ungenÃ¼gend ist. Nach § 80 Abs. 2 VRG ist hierfÃ¼r die EntschÃ¤digung zu bestimmen, die das Gemeinwesen zu entrichten hat. Zu entscheiden ist weiter sowohl Ã¼ber eine EntschÃ¤digung nach Art. 336a OR in Verbindung mit § 19 Abs. 3 PST als auch Ã¼ber eine Abfindung nach §§ 27 f. PST, wobei sich deren Grundlagen nicht entsprechen; insbesondere kann die Abfindung auch bei einer sachlich gerechtfertigten KÃ¼ndigung geschuldet sein. Zur Bestim­mung der finanziellen Folgen der KÃ¼ndigung sind deren sachliche Grundlagen festzustellen; insoweit ist der Sachverhalt nicht genÃ¼gend erstellt. Zu klÃ¤ren sind die QualitÃ¤t der Arbeitsleistung des BeschwerdefÃ¼hrers und die Ursachen der StÃ¶rung des VertrauensverhÃ¤l­tnisses zwischen ihm und seinem Vorgesetzten. Die Sache ist deshalb zur umfassenden SachverhaltsabklÃ¤rung und erneuten Entscheidung an den Stadtrat Winterthur zurÃ¼ckzuweisen. Die BeschlÃ¼sse des Stadtrats Winterthur vom 9. Februar 2000 und des Bezirksrats Winterthur vom 30. MÃ¤rz 2001 sind demnach insoweit aufzuheben.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Ziffer 1 des Beschlusses des Bezirksrats Winterthur vom 30. MÃ¤rz 2001 und Ziffer 1 des Beschlusses des Stadtrats Winterthur vom 9. Februar 2000 werden aufgehoben. Es wird festgestellt, dass die KÃ¼ndigung we­gen formeller MÃ¤ngel nicht gerechtfertigt war. Die Sache wird an den Stadtrat Winter­thur zur genÃ¼genden Fest­stellung des Sachverhalts und zur neuen Entscheidung im Sinn der ErwÃ¤gungen zurÃ¼ckgewie­sen. Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2.<span> </span></span><span>...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den Parteien je zur HÃ¤lfte auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. </span>Es werden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. ... </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>