<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2003.00001</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107088&amp;W10_KEY=4467144&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2003.00001</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 12.03.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Lohnnachzahlungen</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Die Lohnnachforderung einer Leiterin Ergotherapie wegen diskriminierender Einreihung ist trotz fehlendem Diplom in Ergotherapie berechtigt.<br/>Auf die Beschwerde ist einzutreten, da eine Streitigkeit nach Gleichstellungsgesetz (GlG) vorliegt (E. 1). Der Leiterin Ergotherapie stehen nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts vom 22. Januar 2001 betreffend Lohndiskriminierung der Ergotherapierenden (VK.1996.00017) und dem darauf gestützten Regierungsratsbeschluss (RRB) 1283/2001 Lohnnachzahlungen zu. Der Anspruch folgt aus der zu tiefen Einreihung der ausgeübten Funktion ungeachtet der individuellen Ausbildung (E. 2).<br/>Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSBILDUNG">AUSBILDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESOLDUNGSKLASSE">BESOLDUNGSKLASSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DISKRIMINIERUNG">DISKRIMINIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERGOTHERAPEUT/-IN">ERGOTHERAPEUT/-IN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESCHLECHTERGLEICHHEIT">GESCHLECHTERGLEICHHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Artikel 8, 9, 29 ff BV ST: GLEICHBERECHTIGUNG VON MANN UND FRAU">GLEICHBERECHTIGUNG VON MANN UND FRAU</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES">INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNDISKRIMINIERUNG">LOHNDISKRIMINIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNGLEICHHEIT">LOHNGLEICHHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNNACHZAHLUNG">LOHNNACHZAHLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PFLEGEBERUFE">PFLEGEBERUFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃBERFÃHRUNGSREGELUNG">ÃBERFÃHRUNGSREGELUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 8 lit. III BV</span><br/><span class="gerade">Art. 3 GlG</span><br/><span class="ungerade">§ 74 lit. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A. Mit Urteil vom 22. Januar 2001 hiess das Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich die Gleichstellungsklagen mehrerer BerufsverbÃ¤nde und EinzelklÃ¤gerinnen betreffend die Einreihung der Ergotherapeutinnen teilweise gut. Dabei wurde deren Diskriminierung fest­gestellt, soweit sie unterhalb folgender Lohnklassen eingereiht waren: fÃ¼r die Therapeu­tin Einreihungsklasse 14, fÃ¼r die Therapeutin mit besonderen Aufgaben (mbA) Einreihungs­­klasse 15-17 und fÃ¼r die Leitende Therapeutin Einreihungsklasse 17-19. Dies bedeu­te­te fÃ¼r die Therapeutin in der Grundfunktion und fÃ¼r die Therapeutin mbA je einen Anstieg um zwei Klassen und fÃ¼r die Leitende Therapeutin einen Anstieg um eine Klasse (VK.96.00017, E. 10d, www.vgrzh.ch/recht­sprechung). Gleichentags ergingen noch andere Urteile betreffend Gleichstellungsklagen im Gesundheitswesen (VK.96.00011, VK.96.00013, VK.96.00015, ebenfalls www.vgrzh.ch/rechtsprechung). Entsprechend diesen Urteilen er­liess der Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich mit Beschluss vom 16. Mai 2001 (RRB 707/2001) einen korrigierten Einreihungsplan fÃ¼r Berufe des Gesundheitswesens mit Geltung ab 1. Juli 2001 (Neueinreihung Gesundheitsberufe). Sodann genehmigte der Regie­rungsrat am 29. August 2001 (RRB 1283/2001) eine mit den PersonalverbÃ¤nden am 11. Juli 2001 getroffene Vereinbarung betreffend Lohnnachzahlungen im Gesundheitswesen. Danach gilt fÃ¼r die Ergotherapeutinnen in der Grundfunktion eine ErhÃ¶hung um zwei Klassen und zwei Stufen, fÃ¼r die Ergotherapeutinnen mbA eine ErhÃ¶hung um zwei Klassen und eine Stufe sowie fÃ¼r die Leitenden Ergotherapeutinnen eine ErhÃ¶hung um eine Klasse und eine Stufe; fÃ¼r die an den erwÃ¤hnten Verfahren vor Verwaltungsgericht nicht beteiligten AngehÃ¶rigen der betroffenen Berufe und Funktionen wurde eine pauschalierte Lohnnach­zahlung fÃ¼r die Zeit vom 1. MÃ¤rz 1996 bis 30. Juni 2001 gewÃ¤hrt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. A, wurde auf den 1. September 1985 als Psychiatrieschwester in der Klinik X an­gestellt. Auf den 1. MÃ¤rz 1989 wechselte sie in die Funktion Ergotherapeutin und Ã¼bernahm spÃ¤ter Leitungsfunktionen. Von 1995 bis Ende Juni 2001 war sie unter der Richtposi­tion Leitende Therapeutin in Lohnklas­se 16 eingereiht. Im Nachgang zu den Urteilen des Verwaltungsgerichts vom 22. Januar 2001 wurde A per 1. Juli 2001 neu in Klasse 17, Erfahrungsstufe 7, eingereiht. Auf ihr Gesuch um Lohnnachzahlung erhielt sie fÃ¼r ihre TÃ¤tigkeit als Leitende Therapeutin vom 1. MÃ¤rz 1996 bis 30. Juni 2001 Nachzahlungen im Betrag von insgesamt Fr. 28'928.15. Mit VerfÃ¼gung vom 16. April 2002 verlangte die Klinik X den ausbezahlten Betrag indessen zurÃ¼ck. Dies wurde namentlich damit begrÃ¼ndet, dass nur diejenigen Berufsgruppen und Funktionen, deren Besoldungen vom Verwaltungsgericht als diskriminierend gewÃ¼rdigt worden seien, Anspruch auf Lohnnachzahlungen hÃ¤tten, nÃ¤mlich die diplomierten Krankenschwestern und ‑pfleger, dip­lomierte Ergotherapeutinnen und ‑therapeuten sowie diplomierte Physiotherapeutinnen und -therapeuten sowie ent­sprechende Leitungsfunktionen bis und mit alt Lohnklasse 16. A habe zwar ein Diplom als Krankenschwester, sie arbeite inzwischen je­doch als Fachverantwortliche in der Ergo- und Gestaltungstherapie, wo sie nicht Ã¼ber ein Diplom verfÃ¼ge. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Am 16. Mai 2002 rekurrierte A an die Gesundheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich mit dem Antrag, die VerfÃ¼gung vom 16. April 2002 aufzuheben. Die Direktion wies den Re­kurs am 12. Dezember 2002 ab. Zur BegrÃ¼ndung wur­de im Wesentlichen ausgefÃ¼hrt, die Neueinreihungen seien unabhÃ¤ngig von den Lohnnachzahlungen zu beurteilen; bei den Nach­zahlungen gehe es ausschliesslich um den Vollzug der Verwaltungsgerichtsurteile vom 22. Januar 2001 und der Vereinbarung vom 11. Ju­li 2001 zwischen den kantonalen In­stanzen einerseits und den IndividualklÃ¤gerinnen sowie den klagenden BerufsverbÃ¤nden und Gewerkschaften anderseits; im Therapiebereich seien davon nur die diplomierten Ergo- und Physiotherapeutinnen SRK betroffen. FÃ¼r Lohn­nachzahlungen an andere Therapeu­tinnen, insbesondere Mal-, Musik- und Gestaltungs­therapeutinnen, die nicht geklagt hÃ¤tten, fehle demnach eine Rechtsgrundlage. Mit Be­zug auf die Lohnnachzahlung bestehe angesichts des fehlenden Diploms kein Anspruch, gleich behandelt zu werden wie die diplomierten Ergotherapeutinnen. Im Unterschied zu diesen habe A zudem weder die Kosten eines jahrelangen Prozesses noch das Prozessrisiko getragen; sie kÃ¶nne deshalb nicht plÃ¶tz­lich in den Genuss von Leis­tungen kommen, die aufgrund von VerjÃ¤hrungsfristen ausschliess­lich den klagenden Partei­en geschuldet seien.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen diesen Entscheid erhob A am 15. Januar 2003 Beschwerde ans Verwaltungsgericht, in der sie wiederum die Aufhebung der angefochtenen VerfÃ¼gung verlangt, unter (Kosten- und) EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten des Beschwerde­gegners. Mit der Beschwerde wird zunÃ¤chst auf die Urteile des Verwaltungsgerichts vom 22. Januar 2001 verwiesen, worin unter anderem die besoldungsmÃ¤ssige Diskriminierung der Ergotherapeutinnen festgestellt worden ist. Nach Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin besteht kein Unterschied zwischen der Neueinreihung und den Nachzahlungen. Letztere hÃ¤t­ten denselben Rechts­grund wie die Neueinreihungen, nÃ¤mlich das Diskriminierungsverbot von Art. 3 des Gleichstellungsgesetzes vom 24. MÃ¤rz 1995 (GlG). Sie sei als Leitende Ergotherapeutin ein­gestellt und Ã¼be diese Funktion auch tatsÃ¤chlich aus. Im Ãbrigen sei auch ihre Ausbildung gleichwertig wie diejenige einer diplomierten Ergotherapeutin.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Gesundheitsdirektion schloss mit Vernehmlassung vom 3./4. Februar 2003 auf Beschwerdeabweisung. Sie wiederholt ihren Standpunkt, wonach es bei den Lohnnachzah­lungen ausschliesslich um den Vollzug der Verwaltungsgerichtsurteile vom 22. Januar 2001 und der Vereinbarung vom 11. Juli 2001 gehe sowie dass die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht Ã¼ber das erforderliche Diplom verfÃ¼ge. Die Klinik X ersuch­te mit unbegrÃ¼ndeter Ein­gabe vom 12. Februar 2003 um Beschwerdeabweisung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die im Streit liegende Forderung Ã¼bersteigt den Betrag von Fr. 20'000.-. Die Sache ist daher in Dreierbesetzung zu erledigen (vgl. § 38 Abs. 1 und 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Beschwerde richtet sich gegen einen Rekursentscheid der Gesundheitsdirekti­on des Kantons ZÃ¼rich Ã¼ber eine personalrechtliche Anordnung gemÃ¤ss § 74 Abs. 1 VRG. Ungeachtet § 74 Abs. 2 VRG ist das LohngefÃ¼ge vom Verwaltungsgericht jedenfalls insoweit Ã¼berprÃ¼fbar, als es darum geht, eine allfÃ¤llige geschlechtsdiskriminierende Lohnbenach­teiligung ausfindig zu machen (vgl. VGr, 23. Oktober 2002, PB.2002.00022, E. 1b, www.vgrzh.ch/rechtsprechung; Bea Rotach Tomschin, Die Revision des ZÃ¼rcher Verwaltungsrechtspflegegesetzes, ZBl 98/1997, S. 433 ff., 451; Andreas Keiser, Rechtsschutz im Ã¶ffentlichen Personalrecht nach dem revidierten Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, ZBl 99/1998, S. 193 ff., 217; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 74 N. 12 f.). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin stÃ¼tzt sich fÃ¼r ihr Begehren auf das Diskriminierungsverbot gemÃ¤ss Art. 3 GlG, wonach Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aufgrund ihres Geschlechts â unter anderem namentlich bei der EntlÃ¶hnung â nicht benachteiligt werden dÃ¼rfen. Zur BegrÃ¼ndung beruft sie sich auf die Urteile des Verwaltungsgerichts vom 22. Ja­nu­ar 2001 sowie RRB 707/2001 und 1283/2001. Das Verwaltungsgericht hatte seinerzeit den Arbeitswert des Polizeiberufs mit dem Arbeitswert der Ergotherapierenden verglichen und war dabei unter anderem zum Ergebnis gelangt, dass die Ergotherapierenden infolge besoldungsmÃ¤ssiger Diskriminierung in hÃ¶here Lohnklassen einzureihen sind; ausserdem wurde die rÃ¼ckwirkende Geltendmachung entsprechender Lohnnachzahlungen geschÃ¼tzt (VK.96.00017, E. 10d+11, www.vgrzh.ch/recht­sprechung). Wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin nun geltend macht, sie arbeite als Leitende Ergotherapeutin, welche entsprechend der festgestellten Diskriminierung Anspruch auf Lohnnachzahlungen haben, so macht sie damit auch eine lohnmÃ¤ssige Diskriminierung gegenÃ¼ber den AngehÃ¶rigen des nicht weiblich iden­tifizierten Polizeiberufs geltend. Es handelt sich somit um eine Streitigkeit, auf die das Gleichstellungsgesetz zur Anwendung gelangt. Auf die Beschwerde ist einzutreten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Laut den unwidersprochenen AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrerin arbeitete sie im fraglichen Zeitraum â und arbeitet weiterhin â in der Funktion der Leiterin Ergothera­pie. Als solche ist sie vom Urteil des Verwaltungsgerichts vom 22. Januar 2001 (VK.1996.00017, www.vgrzh.ch/recht­sprechung) unmittelbar betroffen: Das Gericht stellte in diesem Urteil die besoldungs­mÃ¤ssige Diskriminierung der Ergo­therapierenden fest und legte zur Beseitigung der Diskriminierung in den verschiedenen Funktionen folgende minimalen Einreihungen fest (E. 10d): </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>â Therapeut/in: Klasse 14</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>â Therapeut/in mbA: Klasse 15-17</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>â Leitende/r Therapeut/in: Klasse 17-19 </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>FÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin als Leiterin Ergotherapie ist die letztgenannte Einreihung massgeblich. In Ãbereinstimmung damit reihte der Beschwerdegegner die Beschwerde­­fÃ¼hrerin denn auch per 1. Juli 2001 neu in Klasse 17 ein. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Das Verwaltungsgericht hat in den Urteilen vom 22. Januar 2001 indes nicht nur eine kÃ¼nftige Anpassung der Besoldung angeordnet, sondern in Ãbereinstimmung mit der bundesgerichtlichen Praxis und der herrschenden Lehrmeinung auch einen Anspruch auf rÃ¼ckwirkende Lohnnachzahlungen bejaht (VK.96.00017, E. 11, www.vgrzh.ch/recht­spre­chung). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Anspruch auf rÃ¼ckwirkende Lohnnachzahlungen infolge diskriminierender Ent­lÃ¶hnung besteht ohne weiteres auch fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin und benÃ¶tigt neben Art. 3 GlG keine zusÃ¤tzliche Rechtsgrundlage.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Hinweis der Vorinstanz auf den Umstand, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin in den erwÃ¤hnten Verfahren betreffend EntlÃ¶hnung der Ergotherapeutinnen nicht zu den Klagenden gehÃ¶rt und deshalb weder die Kosten eines jahrelangen Prozesses noch das Prozessrisiko zu tragen gehabt habe, hilft dagegen nichts. Der allgemein anerkannte Anspruch auf rÃ¼ck­wirkende Lohnnachzahlungen hÃ¤ngt selbstverstÃ¤ndlich nicht davon ab, ob sich die be­rechtigte Partei auf einen Pilotprozess und auf das damit einhergehende Prozessrisiko einge­lassen hat oder nicht. Auch von einem in irgendeiner Weise treuwidrigen Verhalten kann auf Seiten der BeschwerdefÃ¼hrerin keine Rede sein. Es besteht somit kein sachlicher Grund, um der BeschwerdefÃ¼hrerin den Anspruch auf rÃ¼ckwirkende Lohnnachzahlungen zu versagen (vgl. auch VGr, 26. Februar 2003, PB.2002.00030, E. 2b, </span>www.vgrzh.ch/recht­­spre­chung)<span>.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am Anspruch auf rÃ¼ckwirkende Lohnnachzahlungen Ã¤ndert auch die von Vorinstanz und Beschwerdegegner angerufene Tatsache, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin kein Diplom in Ergotherapie besitzt, nichts. Die besoldungsmÃ¤ssige Einreihung richtet sich nicht nach der effektiven Ausbildung, sondern nach der ausgeÃ¼bten TÃ¤tigkeit. Dies wird mit der Bemerkung im angefochtenen Entscheid, wonach fÃ¼r die Einreihung in eine bestimmte Lohn­klasse die tatsÃ¤chlich ausgefÃ¼hrte Arbeit massgebend ist, denn auch bestÃ¤tigt. Vorinstanz und Beschwerdegegner scheinen zu verkennen, dass der Anspruch auf Lohnnachzahlungen gerade darin begrÃ¼ndet liegt, dass die Ergotherapierenden in der Vergangenheit zu tief <i>eingereiht </i>waren; die finanziellen Folgen dieser zu tiefen Einreihung wer­den mit den Nachzahlungen an die Ergotherapierenden beseitigt. So gewÃ¤hrt denn auch RRB 1283/2001 ohne weiteres den "</span>AngehÃ¶rigen der betroffenen Berufe und Funktio­nen" die Lohnnachzahlungen (lit. B Ziff. 2).<span> Abgesehen davon dÃ¼rfte die Ausbildung der BeschwerdefÃ¼hrerin ohnehin mindestens gleichwertig sein wie diejenige einer Ergotherapeutin mit Diplomabschluss; es ist daran zu erinnern, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin als diplomierte Psychiatrieschwester, als Mal- und als Gestaltungstherapeutin ausgebildet ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Vorinstanz und Beschwerdegegner Ã¤ussern sich zum Quantitativ der umstrittenen Nachzahlung nicht und machen insbesondere auch keinerlei Vorbehalte gegenÃ¼ber der offen­bar pauschaliert erfolgten Berechnung der Nachzahlungsbetrags im prozentualen Umfang von 8,74 % des Ausgangslohns. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Zusammengefasst ist somit davon auszugehen, dass die Lohnnachzahlung von Fr. 28'928.15 in Ãbereinstimmung mit der rÃ¼ckwirkenden Verpflichtung des Kantons ZÃ¼rich zur Beseitigung der diskriminierenden Besoldung erfolgt ist. Es besteht kein Anlass, diesen der BeschwerdefÃ¼hrerin rechtmÃ¤ssig ausbezahlten Betrag zurÃ¼ckzufordern. Dies fÃ¼hrt unter ersatzloser Aufhebung der VerfÃ¼gungen der Klinik X vom 16. April 2002 und der Gesundheitsdirektion vom 12. Dezember 2002 zur Gutheissung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. FÃ¼r das Beschwerdeverfahren sind gemÃ¤ss Art. 13 Abs. 5 GlG keine Kosten zu erheben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ... </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>In Gutheissung der Beschwerde werden die VerfÃ¼gungen der Klinik X vom 16. April 2002 und der Gesundheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich vom 12. Dezember 2002 aufgehoben.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>... </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>