<h2>SubmittedText<h2><p>Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Teilt er die Ansicht, dass im Militär darauf verzichtet werden soll, angehende Kaderleute unter Druck zu setzen, um zu einer Unterschrift und dadurch zu einer geschönten Statistik der freiwillig Weitermachenden zu gelangen? Befürchtet er auch, dass mit Druckversuchen die Motivation der Vorgeschlagenen einen Tiefpunkt erreicht?</p><p>2. Welche Massnahmen will das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport ergreifen, damit solche Druckversuche unterbunden werden?</p><p>3. Ist er bereit zu prüfen, ob künftig auf die Verpflichtung zur Übernahme von Vorgesetztenfunktionen verzichtet werden kann?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Armee ist heute und in Zukunft zur Sicherstellung von Führung und Ausbildung auf eine genügende Anzahl Kader angewiesen.</p><p>1. Der Bundesrat ist mit der Interpellantin einig, dass auf freiwilliger Basis möglichst viele geeignete Kaderanwärter gefunden und ausgewählt werden sollen. Da die Erfahrung aber zeigt, dass sich nicht genügend Freiwillige zur Verfügung stellen, müssen weitere fähige Anwärter unter Anwendung von Artikel 15 des Militärgesetzes zum Weitermachen angehalten werden.</p><p>In einem mehrstufigen Verfahren wird das Gespräch mit den künftigen Kadern gesucht und Überzeugungsarbeit geleistet. Druckversuche allein zum Zweck einer geschönten Statistik werden nicht angestrebt, die gesetzliche Grundlage erlaubt ein Vorgehen ohne Druckversuche.</p><p>2. Die Verfahren zur Verpflichtung zu einer höheren Funktion sind klar geregelt. Der Chef Heer wird einmal mehr das Problem an einem Rapport mit den Schulkommandanten thematisieren.</p><p>3. Auch die künftige Armee ist auf geeignete Kaderanwärter angewiesen. Wie bis anhin, wird die Armee versuchen, möglichst viele Kandidaten auf freiwilliger Basis zur Übernahme eines Grades oder einer Funktion zu gewinnen. Damit der benötigte Bestand sichergestellt und jederzeit gewährleistet werden kann, muss die Armee aber auch künftig geeignete Kaderanwärter aufgrund einer Gesetzesbestimmung verpflichten können.</p>  Antwort des Bundesrates.