B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-5286/2013 U r t e i l v o m 1 . D e z e m b e r 2 0 1 4 Besetzung Richter Markus Metz (Vorsitz), Richter Michael Peterli, Richter Christoph Rohrer, Gerichtsschreiber Roger Stalder. Parteien A._______, Deutschland, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Berufliche Massnahmen (Verfügung vom 15. August 2013). C-5286/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. A._______ (nachfolgend Versicherter oder Beschwerdeführer) , geboren am 11. Juni 1965 und wohnhaft in Deutschland, ist gelernter Krankenpfle- ger. Er arbeitete in seiner Eigenschaft als Grenzgänger seit dem 1. Mai 2007 mit Vollbeschäftigung als Projektleiter (bzw. Chief Operating Officer [COO]) bei der B._______ AG in C._______. Seit dem 1. August 2011 ist er infolge kardiologischer Beschwerden und wegen Asthma Bronchiale krankgeschrieben. Am 26. Januar 2012 rei chte er auf Weisung seiner Taggeldversicherung, der D._______, der Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, IV-Stelle (nachfolgend IV-Stelle SG), eine Anmeldung für berufliche Integration/Rente ein (Akten der IV-Stelle SG [nachfolgend act.] 1, 2 und 35 S. 3 ). Er ergänzte die Anmeldung mit der Eingabe vom 5. Februar 2012 (act. 7). Nach Vorliegen einer Stellungnahme von Dr. med. E._______, Fachärztin für Arbeitsmedizin, vom Regionalen Ärzt- lichen Dienst (nachfolgend RAD) vom 6. November 2012 (act. 34) wurde dem Versicherten am 9. November 2012 mitgeteilt, aufgrund seines G e- sundheitszustandes seien derzeit keine beruflichen Eingliederungsmas s- nahmen möglich (act. 37). B. In der Folge verfasste Dr. med. F._______, Facharzt für Allgemeinmed i- zin, am 22. Mai 2013 einen Verlaufsbericht (act. 47). Nach Würdigung dieses Berichts resp. des Gesundheitszustandes des Versicherten und dessen Auswirkungen auf die Arbeits - und Erwerbsfähigkeit durch die RAD-Ärztin Dr. med. E._______ am 11. Juni 2013 (act. 49) liess die IV - Stelle SG den Versicherten am 18. Juni 2013 wissen, dass das Lei s- tungsbegehren auf berufliche Massnahmen abgewiesen werde, weil er in seiner bisherigen Tätigkeit nicht eingeschränkt sei, und er betreffend Ren- te später eine separate Verfü gung erhalte (act. 53). Im Anschluss an das Schreiben des Versicherten vom 25. Juni 2013 (act. 55) erliess die IVSTA am 15. August 2013 eine der Mitteilung vom 18. Juni 2013 entsprechende Verfügung (act. 59). C. Hiergegen reichte der Versicherte am 30. August 2013 bei der IVSTA "Widerspruch" ein. Diese Eingabe wurde dem Bundesverwaltungsgericht mit Schreiben vom 18. September 2013 zur weiteren Veranlassung übermittelt (act. im Beschwerdeverfahren [nachfolgend B-act.] 1). C-5286/2013 Seite 3 D. Das Bundesverwaltungsgericht nah m die Eingabe vom 30. August 2013 als Beschwerde entgegen. Darin führte der Versicherte aus, er sei weiter- hin arbeitsunfähig und könne deshalb der Einschätzung, dass ihm eine leidensadaptierte, körperlich leichte Tätigkeit zumutbar und er deswegen in seiner bisherigen Tätigkeit als Geschäftsführer mit Berater - und Reise- tätigkeit nicht eingeschränkt sei , nicht teilen. Er forderte die nochmalige Überprüfung seines Gesundheitszustands und einen positiven Bescheid des Leistungsbegehrens. E. Mit Zwischenverfügung vom 27. September 2013 wurde der Beschwerde- führer unter Hinweis auf die Säumnisfolgen aufgefordert, einen Koste n- vorschuss von Fr. 400.- in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu leisten (B -act. 2 und 3). Dieser Aufforderung wurde nachgekommen (B-act. 4). F. In ihrer Vernehmlassung vom 4. Dezember 2013 beantragte die Vorin- stanz die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die Stellungnahme der IV -Stelle SG vom 29. November 2013 (B -act. 6). Darin wurde zusammengefasst ausgeführt, gemäss der schlüssigen RAD-Stellungnahme vom 11. Juni 2013 sei der Beschwerdeführer in einer körperlich leichten Erwerbstätigkeit voll arbeitsfähig. Es sei nicht ersich t- lich, inwiefern diese Einschätzung des RAD rechtsfehlerhaft sein sollte. G. Unter Beilage weiterer Unterlagen hielt der Beschwerdeführer in der Rep- lik vom 30. Januar 2014 an seinem Begehren um Gutheissung seiner Be- schwerde fest (B -act. 8). Zur Begründung führte er zusammengefasst aus, ihm seien Verrichtungen, die den Kernbereich seiner bisherigen T ä- tigkeit ausmachten, nicht mehr möglich. Er sei aufgrund fehlender Belas t- barkeit nicht mehr in der Lage, sich Stresssituationen auszusetzen. H. Mit Schreiben vom 18. Februar 2014 verzichtete die IV-Stelle SG auf die Einreichung einer Duplik; die Vorinstanz hie lt in ihrer Vernehmlassung vom 27. Februar 2014 an ihre m Begehren auf Beschwerdeabwei sung fest (act. 11). C-5286/2013 Seite 4 I. Auf die weiteren Eingaben und Unterlagen der Verfahrensparteien kommt das Bundesverwaltungsgericht – soweit entscheidrelevant – in den Erwä- gungen zurück. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Zu den a n- fechtbaren Verfügungen gehören jene der IVSTA, welche eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts darstellt (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Jun i 1959 über die In- validenversicherung [IVG, SR 831.20] sowie Art. 40 Abs. 2 und 3 der Ver- ordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV, SR 831.201]). Eine Ausnahme, was das Sachgebiet angeht, ist in casu nicht gegeben (Art. 32 VGG). 1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). Gemäss Art. 3 Bst. d bis VwVG bleiben in sozialversicherungsrechtlichen Verfahren die besonderen Bestimmungen des Bundesgesetze s vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) vorbehalten. Gemäss Art. 2 ATSG sind die Besti m- mungen dieses Gesetzes auf die bundesgesetzlich geregelten Sozialve r- sicherungen anwendbar, wenn und soweit die ein zelnen Sozialversiche- rungsgesetze es vorsehen. Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die IV anwendbar (Art. 1 a bis 70 IVG), soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. In formellrechtlicher Hinsicht finden nach den all gemeinen intertemporalrechtlichen Regeln mangels anderslautender Übergangsbestimmungen grundsätzlich diej e- nigen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdeb e- urteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). 1.3 Die Beschwerde wurde frist - und formgerecht eingereicht (vgl. Art. 22a in Verbindung mit Art. 60 ATSG und Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Als Adressat der angefochtenen Verfügung vom C-5286/2013 Seite 5 15. August 2013 (act. 59) ist der Beschwerdeführer besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (vgl. Art. 48 Abs. 1 VwVG). Nachdem auch der Kostenvorschuss von Fr. 400.- geleistet worden ist (B -act. 4), ergibt sich z usammenfassend, dass sämtliche Prozessvoraussetzungen erfüllt sind. Auf die Beschwerde ist daher einzutreten. 1.4 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung der Vorinstanz vom 15. Au- gust 2013 (act. 59). Streitig und zu prüfen ist die Rechtmässigkeit dieser Verfügung resp. ob die Vorinstanz den Anspruch des Beschwerdeführers auf berufliche Massnahmen zu Recht abgewiesen hat. 1.5 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts erheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 2. Im Folgenden sind vorab die im vorliegenden Verfahren im Wesentlichen anwendbaren Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen. 2.1 Der Beschwerdeführer ist deutscher Staatsangehöriger und wohnt in Deutschland, so dass vorliegend das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft andererseits über die Freizügigkeit vom 21. Juni 1999 (Freizügigkeitsabkommen, im Folgenden: FZA, SR 0.142.112.681) anwendbar ist (Art. 80a IVG in der Fassung gemäss Ziff. I 4 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 2001 betreffend die Besti m- mungen über die Personenfreizügigkeit im Abkommen zur Änderung des Übereinkommens zur Errichtung der EFTA, in Kraft seit 1. Juni 2002). Das Freizügigkeitsabkommen setzt die verschiedenen bis dahin gelte n- den bilateralen Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenosse n- schaft und den einzelnen Mitgliedstaaten der Europäischen Union ins o- weit aus, als darin derselbe Sachbereich geregelt wird (A rt. 20 FZA). Gemäss Art. 8 Bst. a FZA werden die Systeme der sozialen Sicherheit koordiniert, um insbesondere die Gleichbehandlung aller Mitglieder der Vertragsstaaten zu gewährleisten. Nach Art. 3 Abs. 1 der bis zum 31. März 2012 in Kraft gewesenen Ve r- ordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 (SR 0.831. 109.268.1) hatten die Personen, die im Gebiet eines Mitglied staates C-5286/2013 Seite 6 wohnten, für die diese Verordnung galt, die gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitglied staates wie die Staatsa n- gehörigen dieses Staates selbst, soweit besondere Bestimmungen dieser Verordnung nichts anderes vorsehen. Dabei war im Rahmen des FZA und der Verordnung auch die Schweiz als „Mit gliedstaat“ zu betrachten (Art. 1 Abs. 2 von Anhang II des FZA). Mit Blick auf den Verfügungszeitpunkt ( 15. August 2013) finden vorli e- gend auch die am 1. April 2012 in Kraft getretenen Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme d er sozialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.1) sowie (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die Koord i- nierung der Systeme der sozialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.11) A n- wendung. Gemäss Art. 4 der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 haben Per- sonen, für die diese Verordnung gilt, sofern (in dieser Verordnung) nichts anderes bestimmt ist, die gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats wie die Staatsangehörigen dieses Staates. Im Rahmen ihres Geltungsbereichs tritt diese Verordnung an die Stelle aller zwischen den Mitgliedstaaten geltenden Abkommen über s o- ziale Sicherheit. Einzelne Bestimmungen von Abkommen über soziale Si- cherheit, die von den Mitgliedstaaten vor dem Beginn der Anwendung dieser Verordnung geschlossen wurden, gelten jedoch fort, sofern sie für die Berechtigten günstiger sind oder sich aus besonderen historischen Umständen ergeben und i hre Geltung zeitlich begrenzt ist. Um weiterhin Anwendung zu finden, müssen diese Bestimmungen in Anhang II aufg e- führt sein. Ist es aus objektiven Gründen nicht möglich, einige dieser B e- stimmungen auf alle Personen auszudehnen, für die diese Verordnung gilt, so ist dies anzugeben (Art. 8 Abs. 1 der Verordnung (EG) Nr. 883/ 2004). Die Bestimmung des anwendbaren Rechts ergibt sich aus Art. 11 ff. der Verordnung (EG) Nr. 883/2004. Der Anspruch auf berufliche Mass- nahmen richtet sich auch nach dem Inkrafttreten des FZA nach schweize- rischem Recht (BGE 130 V 253 E. 2.4). 2.2 Am 1. Januar 2008 sind im Rahmen der 5. IV -Revision Änderungen des IVG und anderer Erlasse wie des ATSG in Kraft getreten. Weil in zeit- licher Hinsicht – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelun- gen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1, 131 V 11 E. 1), C-5286/2013 Seite 7 sind die Leistungsansprüche für die Zeit ab dem 1. Januar 2008 nach den neuen Normen zu prüfen. Diese Lösung stellt zufolge ihres allgemein gül- tigen Bedeutungsgehalts einen für alle Rechtsverhältnisse – und somit auch für Dauerleistungen – geltenden intertemporalrechtlichen Grundsatz auf (BGE 130 V 445 E. 1.2.1; SVR 2010 IV Nr. 59 S. 181 E. 3.1). Im vor liegenden Verfahren fin den demnach grundsätzlich jene Vor - schriften Anwendung, die spätestens beim Erlass der Verfü gung vom 15. August 2013 in Kraft standen; weiter aber auch sol che, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung allenfalls früher entstan dener Leistungsansprüche von Belang sind (das IVG ab dem 1. Januar 2008 in der Fassung vom 6. Oktober 2006 [AS 2007 5129; 5. IV -Revision]; die IVV in der ent sprechenden Fassung der 5. IV-Revision [AS 2003 3859 und 2007 5155]). Mit Blick auf den Verfügungszeitpunkt ( 15. August 2013) und -inhalt kommen auch die Normen des vom Bundesrat auf den 1. Januar 2012 in Kraft gesetzten ersten Teils der 6. IV-Revision (IV-Revision 6a) zur A n- wendung. 2.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG). Invalidität ist somit der durch einen Gesundheitsschaden verursach- te und nach zumutbarer Behandlung oder Ein gliederung verbleibende länger dauernde (volle oder teilweise) Verlust der Er werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden aus geglichenen Arbeitsmarkt resp. der Möglichkeit, sich im bisherigen Aufgaben bereich zu betätigen. Der Inval i- ditätsbegriff enthält damit zwei Elemen te: ein medizinisches (Gesun d- heitsschaden mit Aus wirkungen auf die Ar beitsfähigkeit) und ein wir t- schaftliches im weiteren Sinn (dauer hafte oder länger dauernde Ei n- schränkung der Erwerbs fähigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich; vgl. zum Ganzen UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2009, Art. 8 Rz. 7). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeintr ächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu - mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare T ä- tigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper - lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach z u- mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilwei-C-5286/2013 Seite 8 se Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). 2.4 Gemäss Art. 15 IVG haben Versicherte, die infolge Invalidität in der Berufswahl oder in der Ausübung ihrer bisherigen Tätigkeit behindert sind, Anspruch auf Berufsberatung. Die spezielle Invalidität im Sinne von Art. 15 IVG liegt in der gesundheitlich bedingten Behinderung in der B e- rufswahl oder in der Ausübung der bisherigen Tätigkeit der an sich zur Berufswahl fähigen versicherten Person. In Betracht fällt jede körperliche oder psychische Beeinträchtigung, die den Kreis der für die versicherte Person nach ihrer Eignung und Neigung möglichen Berufe oder Betät i- gungen einengt oder die Ausübung der bisherigen Aufgabe unzumutbar macht. Ausgeschlossen sind geringste Behinderungen, die keine ne n- nenswerte Beeinträchtigung zur Folge haben und deshalb die Ina n- spruchnahme der Invalidenversicherung nicht rechtfertigen (BGE 114 V 29 E. 1a). 2.5 Gemäss Art. 17 IVG besteht Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbe s- sert werden kann (Abs. 1). Der Umschulung auf eine neue Erwerbstäti g- keit ist die Wiedereinschulung in den bisherigen Beruf gl eichgestellt (Abs. 2). Unter Umschulung ist nach der Rechtsprechung grundsätzlich die Summe der Eingliederungsmassnahmen berufsbildender Art zu ve r- stehen, die notwendig und geeignet sind, den vor Eintritt der Invalidität bereits erwerbstätig gewesenen Vers icherten eine ihrer früheren ann ä- hernd gleichwertige Erwerbsmöglichkeit zu vermitteln (BGE 130 V 488 E. 4.2, 124 V 108 E. 2a). 2.6 Nach Art. 16 ATSG gehen Eingliederungsmassnahmen den Rente n- leistungen vor. Diese werden nur erbracht, wenn die versicherte Person nicht oder bloss in ungenügendem Masse eingegliedert werden kann. Der Rentenanspruch kann daher nicht entstehen, solange Eingliederung s- massnahmen durchgeführt werden (BGE 126 V 241 E. 5; 121 V 190; AHI 2001 S. 154 E. 3b). Im Rahmen der 5. IV -Revision (in Kraft seit dem 1. Januar 2008) wurde dieser Grundsatz ausdrücklich im IVG verankert, indem in Art. 28 Abs. 1 Bst. a IVG festgehalten wird, dass nur jene Vers i- cherten Anspruch auf eine Rente haben, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufga benbereich zu betätigen, nicht durch zumu t- bare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können. C-5286/2013 Seite 9 2.7 Die versicherte Person muss an allen zumutbaren Massnahmen, die der Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder ihrer Eingliederun g ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Au f- gabenbereich dienen, aktiv teilnehmen. Dies sind insbesondere Mas s- nahmen der Frühintervention, Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung, Massnahmen berufl icher Art, medizin i- sche Behandlungen nach Art. 25 KVG und Massnahmen zur Wiederei n- gliederung von Rentenbezügerinnen und Rentenbezügern (Art. 7 Abs. 2 IVG). Als zumutbar gilt jede Massnahme, die der Eingliederung der vers i- cherten Person dient; ausgenommen s ind Massnahmen, die ihrem G e- sundheitszustand nicht angemessen sind (Art. 7a IVG). Kommt die vers i- cherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG nicht nach, können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher sc hriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewi e- sen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 7b Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 21 Abs. 4 ATSG). 2.8 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gerich t) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen h a- ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und b e- züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person ar beitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichti ge Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 25 6 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un - tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden b erücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei- lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Be urteilung der me- dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen des E x- perten be gründet sind. Aussc hlaggebend für den Be weiswert ist grun d- sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweis mittels noch die Bezeic h- nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be- richt oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a). Berichten und Gutachten versic herungsinterner Ärzte kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be gründet sowie C-5286/2013 Seite 10 in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässi g- keit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstel- lungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vie l- mehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilic h- keit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen). Auf Stellungnahmen der RAD resp. der medizinischen Dienste kann für den Fall, dass ihnen materiell Gutachtensqualität zukommen soll, nur ab - gestellt wer den, wenn sie den allgemeinen beweisrechtlichen An- forderungen an einen ärztlichen Bericht genügen (Urteil des Eidgenössi- schen Versicherungsgerichts [nachfolgend EVG]; seit 1. Januar 2007: Bundesgericht [nachfolgend BGer] I 694/05 vom 15. Dezember 2006 E. 2). Die RAD -Ärzte müssen sodann über die im Ein zelfall gefragten persönlichen und fachlichen Qualifika tionen ver fügen, spielt doch die fachliche Qualifikation des Experten für die richterliche Würdigung einer Expertise eine erhebliche Rolle. Bezüglich der medizinischen Stichhalti g- keit eines Gut achtens müssen sich Ver waltung und Gerichte auf die Fachkenntnisse des Experten verlassen können. Deshalb ist für die Ei g- nung eines Arztes als Gutachter in einer bestimmten medizinischen Di s- ziplin ein entsprechender spezialärztlicher Titel des berichtenden o der zumindest des den Bericht visierenden Arztes vorausgesetzt (Urteil des EVG I 178/00 vom 3. August 2000 E. 4a; Urteile des BGer 9C_410/2008 vom 8. September 2008 E. 3.3, I 142/07 vom 20. November 2007 E. 3.2.3 und I 362/06 vom 10. April 2007 E. 3.2.1; vgl. auch SVR 2009 IV Nr. 53 S. 165 E. 3.3.2 [nicht publizierte Text passage der E. 3.3.2 des Ent scheides BGE 135 V 254]). Nicht zwingend erfor derlich ist, dass die versicherte Person untersucht wird. Nach Art. 49 Abs. 2 IVV führt der RAD für die Beurteil ung der medi- zinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs nur „bei Be darf“ sel- ber ärztliche Untersuchungen durch. In den übrigen Fällen stützt er seine Beurteilung auf die vorhandenen ärztlichen Unterlagen ab. Das Absehen von eigenen Un tersuchungen an sich ist somit kein Grund, um ei nen RAD-Bericht in Frage zu stellen. Dies gilt insbesondere dann, wenn es im Wesentlichen um die Beurteilung eines fest stehenden medizini schen Sachverhalts geht, und die direkte ärztliche Befassung mit der versiche r- ten Person in den Hintergrund rückt (vgl. Urteile des BGer 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1 und I 1094/06 vom 14. November 2007 E. 3.1.1, je mit Hinweisen). C-5286/2013 Seite 11 3. 3.1 Der Beschwerdeführer berichtete gegenüber der G._______ am 1. September 2011 über eine progrediente Einschränkung seiner körperli- chen Belastbarkeit, so dass er in der Ebene nur eine Gehstrecke von ma- ximal 200 m ohne Pause zurücklegen könne (act. 33-25/40). Nachdem im Frühinterventions-Assessmentprotokoll vom 7. November 2012 unter a n- derem vermerkt worden war, dass aufgrund des vom RAD attestierten i n- stabilen Gesundheitszustandes (act. 34) das Dossier geschlossen werde (act. 35), teilte die IV -Stelle SG dem Beschwerdeführer am 9. November 2012 mit, aufgrund des Gesundheitszustandes seien zurze it keine beru f- lichen Eingliederungsmassnahmen möglich und der Anspruch auf eine Rente werde mit der Einleitung von weiteren Abklärungen im Februar 2013 geprüft (act. 37). 3.2 3.2.1 Die Vorinstanz stützte sich im Rahmen der vorliegend angefocht e- nen Verfügung vom 15. August 2013 in medizinischer Hinsicht insbeso n- dere auf den Bericht von Dr. med. E._______, Fachärztin für Arbeitsm e- dizin, vom RAD vom 11. Juni 2013 (act. 49). Diese Ärztin erwähnte den Bericht von Dr. med. F._______, Facharzt für Allgemeinmedizin, vom 22. Mai 2013 und hielt ihrerseits dafür, dass für eine mindestens leiden s- adaptierte Tätigkeit kaum eine relevante Einschränkung der "Arbeitsf ä- higkeit" auszumachen sei. Warum die Beratertätigkeit mit einer gewissen Reisetätigkeit nicht möglich sein könne, sei mit den Befunden nicht e r- klärbar. Entweder bestünden keine relevanten Einschränkungen mehr, oder die Aktenlage sei unvollständig. Der Hausarzt erwähne in seinem Bericht eine stationäre und ambulante Reha bilitation, lasse aber offen, wann und wo diese stattgefunden habe und lege keine Berichte dazu. Für eine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierten , körperlich leichten Tätigkeiten fehlten entsprechende Befunde , und die angestammte Beratertätigkeit mit Reisen entspräche in weiten Tei len ei- ner leidensadaptierten Tätigkeit. 3.2.2 Im Verlaufsbericht von Dr. med. F._______ vom 22. Mai 2013, auf welchen die RAD -Ärztin Bezug genommen hat, wurde ausgeführt, durch die hohen Anforderungen betreffend das Reisen bzw. die vielen Ausse n- termine sei eine Leistungserbringung nicht möglich; die bisherige Täti g- keit sei nicht zumutbar. Die Belastung des Versicherten sei in hohem Masse eingeschränkt und lasse keine Arbeitsfähigkeit zu. Die Arbeitsf ä-C-5286/2013 Seite 12 higkeit am bisherigen Arbeitsplatz bzw. im bisherigen Tätigkeit sbereich könne nicht verbessert werden. Auch andere Tätigkeiten seien nicht z u- mutbar. Der Verlauf des Gesundheitszustands sei gleichbleibend. Durch gezielte Rehabilitationsmassnahmen werde ein leichter Verbesserung s- prozess eingeleitet. Aufgrund der Diagnosen sei eine Prognose betreffend die weitere Tätigkeit noch nicht absehbar. 3.3 Bei der Stellungnahme von Dr. med. E._______ vom 11. Juni 2013 handelt es sich um einen Bericht im Sinne von Art. 59 Abs. 2 bis IVG (vgl. zum Sinn und Zweck dieser gesetzlichen Norm sowie zu Art. 49 IVV Urteil des BGer 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.2 mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Berichten nach Art. 59 Abs. 2 bis IVG kann nicht jegliche Au s- sen- oder Beweiswirkung abgesprochen werden. Vielmehr sind sie en t- scheidrelevante Aktenstücke (Urteil I 143/07 des BGer vom 14. Septe m- ber 2007 E. 3.3 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil I 694/05 des EVG vom 15. Dezember 2006 E. 5). 3.3.1 Die Voraussetzungen, dass auf die Beurteilung von Dr. med. E._______ trotz fehlender fachärztlicher Ausbildung insbesondere in der medizinischen Disziplin Kardiologie abgestellt werden könnte (vgl. hierzu bspw. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C -2862/2010 vom 7. Mai 2012 E. 3.2.2 mit Hinweis), sind vorliegend nicht erf üllt. Die Stellungnah- me von Dr. med. E._______ vermag demnach die an den Beweiswert ei- nes Arztberichts gestellten Anforderungen nicht zu erfüllen und es kann auf den Beizug eines entsprechend ausgebildeten Facharztes oder einer Fachärztin nicht verzichtet werden. Dies aus folgenden Gründen: 3.3.2 Die Ausführungen der Dres. med. E._______ und F._______ liefern Hinweise auf eine unvollständige Aktenlage, weshalb betreffend die stati- onär und ambulant durchgeführten Rehabilitationsmassnahmen das Dos- sier in medizinischer Hinsicht von der Vorinstanz zu aktualisieren ist. 3.3.3 Weiter lässt sich die nach Würdigung des Berichts von Dr. med. F._______ von Dr. med. E._______ abgegebene Beurteilung, wonach für eine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierten körperlich leichten Tätigkeiten entsprechende Befunde fehlten und die angestammte Beratertätigkeit mit Reisen in weiten Teilen einer leiden s- adaptierten Tätigkeit entspräche, nicht rechtsgenüglich nachvollziehen. Zwar begründete Dr. med. E._______ diese Einschätzung. Mit Blick auf die Ausführungen von Dr. med. F._______ bestehen jedoch Zweifel da r- an, ob dem Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit tatsächlich noch C-5286/2013 Seite 13 zumutbar ist oder nicht. Denn die vom Beschwerdeführer replicando am 30. Januar 2014 (B -act. 8) erwähnte, von der Vorinstanz unbestritten g e- bliebene Reisetätigkeit (Zurücklegen von 120'000 km mit dem PKW, z u- züglich 80 bis 100 Flüge) ist glaubhaft mit einem grossen Stresspotential verbunden. Dasselbe gilt auch hinsichtlich langwierige r Besprechungen sowie des Termindrucks im Zusammenhang mit der Einhaltung von Pr o- jektzielen. Unter diesen Umständen kann folglich nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (zum Regelbeweismass vgl. BGE 126 V 353 E. 5b) davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer in seiner bishe- rigen Tätigkeit als Geschäftsführer mit Berater - und Reisetätigkeit (vgl. angefochtene Verfügung vom 15. August 2013) nicht eingeschränkt ist. 3.3.4 Zusammengefasst ist festzuhalten, dass sich der gesundheitliche Zustand de s Beschwerdeführers und dessen Auswirkungen auf die A r- beits- und Leistungsfähigkeit im massgeblichen Verfügungszeitpunkt vom 15. August 2013 aufgrund der vorliegenden Aktenlage nicht schlüssig und zuverlässig beurteilen lässt (vgl. BGE 125 V 353 E. 3b/bb; vgl. zum Ga n- zen auch E. 2.8 hiervor). Es kann deshalb nicht auf die Abnahme weiterer Beweise verzichtet werden (zum gegenteiligen Fall resp. zur antizipierten Beweiswürdigung vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3; vgl. auch BGE 122 V 157 E. 1d; SVR 2005 IV Nr. 8 S. 37 E. 6.2, 2003 AHV Nr. 4 S. 11 E. 4.2.1), da von einer zusätzlichen, medizinisch nachvollziehbar und schlüssig b e- gründeten fachärztlichen Beurteilung neue verwertbare und entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten sind (vgl. zum Ganzen Ur- teil des BGer 8C_189/2008 vom 4. Jul i 2008 E. 5 mit Hinweisen). In die- sem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die nach Verfügung s- erlass (15. August 2013) ergangenen ärztlichen Berichte (bspw. act. 61 und 65 sowie allenfalls weitere, noch nicht aktenkundige [vgl. E. 3.3.2 hiervor]) bei der fachärztlichen Untersuchung ebenfalls zu berück sichti- gen sind. 4. Weiter hat die Vorinstanz im Rahmen von beruflichen Eingliederung s- massnahmen Folgendes zu beachten: 4.1 Mit Schreiben vom 25. Juni 2013 bat der Beschwerdeführer um Z u- stellung einer beschwerdefähigen Verfügung. Er machte geltend, bis zum "heutigen" Tag sei er weiterhin krankgeschrieben. Die Beurteilung seines Gesundheitszustandes habe sich auch nach Reha-Massnahmen in keiner Weise verbessert (act. 55). Am 15. August 2013 erging die vo m B e- schwerdeführer verlangte Verfügung (act. 56, Beilage zu B -act. 1). In sei-C-5286/2013 Seite 14 ner Eingabe vom 30. August 2013 führte der Versicherte aus, er habe in den letzten zwei Jahren insgesamt 18 stationäre Krankenhausaufenthalte zu verzeichnen und er sei seit dem 1. April 2012 arbeitsunfähig geschrie- ben. In den vergangenen zwei Jahren seien zwei Rehabilitationsmas s- nahmen durchgeführt worden. Bis zum heutigen Tag sei keinerlei signif i- kante Verbesserung des Gesundheitszustandes eingetreten. Da er bis zum heutigen Tag w eiterhin arbeitsunfähig geschrieben sei, könne der Einschätzung der Vorinstanz nicht zugestimmt werden. Daher fordere er diese auf, eine nochmalige Überprüfung seines Gesundheitszustandes zu veranlassen und einem positiven Bescheid des Leistungsbegehrens z u- zustimmen. 4.2 Mit Blick auf diese Äusserungen zum Gesundheitszustand erscheint es fraglich, ob sich der Beschwerdeführer überhaupt subjektiv in der Lage sieht, sich bei Vorliegen der entsprechenden Anspruchsvoraussetzungen beruflichen Eingliederungsmassnahmen zu unterziehen. Je nach Abkl ä- rungsergebnis in medizinischer Hinsicht resp. wenn der Beschwerdefü h- rer seine erwerbliche Beeinträchtigung nicht in zumutbarer Weise selber beheben könnte (vgl. zum gegenteiligen Fall BGE 113 V 22 E. 4a mit Hinweisen), hat die Vorinstanz auch diese Frage zu klären. In diesem Zu- sammenhang ist ergänzend darauf hinzuweisen, dass eine Verweigerung weiterer Leistungen wegen fehlender subjektiver Eingliederungsfähigkeit ohne Rücksicht auf das Verhalten der versicherten Person zwinge nd die vorgängige Durchführung des Mahn - und Bedenkzeitverfahrens vorau s- setzen würde (Art. 21 Abs. 4 ATSG; Urteil des EVG I 265/05 vom 3. Okto- ber 2005, E. 4.1 und 4.2; vgl. auch SVR 2005 IV Nr. 30 S. 114 f. E. 2 und 3, I 605/04). 5. Nach dem vorstehend Dargelegten wurde im vorliegend zu beurteilenden Beschwerdeverfahren der rechtserhebliche Sachverhalt nicht rechtsg e- nüglich abgeklärt und gewürdigt (Art. 43 ff. ATSG sowie Art. 12 VwVG). Eine Rückweisung der Sache in Nachachtung des Untersuchungsgrun d- satzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) an die Vorinstanz zur weiteren Abklärung ist unter diesen Umständen möglich, da sie in der notwendigen Beantwo r- tung der bisher ungeklärten Fragen nach den Auswirkungen des G e- sundheitszustandes auf die Arbeits - resp. Leistungsfä higkeit begründet liegt (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4). Die Beschwerde ist demnach ins o- weit gutzuheissen, als dass die angefochtene Verfügung vom 15. August 2013 aufzuheben ist und die Akten im Sinne der Erwägungen an die Vo r-C-5286/2013 Seite 15 instanz zur Durchführung weiterer Abklärungen und anschliessendem Er- lass einer neuen Verfügung zurückzuweisen sind. 6. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par- teientschädigung. 6.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG die Verfahre nskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Da eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der Beschwerde füh - renden Partei gilt (BGE 132 V 215 E. 6), sind im vorliegenden Fall de m Beschwerdeführer keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. Diese m ist der geleistete Verfahrenskostenvorschuss von Fr. 400. - nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzuerstatten. Der Vorinstanz werden ebenfalls keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 6.2 Die unterliegende Vorinstanz als Bundesbehörd e (BGE 127 V 205) und der nicht anwaltlich vertretene Beschwerdeführer haben – da diesem keine unverhältnismässig hohen Kosten entstanden sind resp. er keine solchen geltend gemacht hat – keinen Anspruch auf eine Parteientsch ä- digung (Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 3 und 4 VGKE). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde vom 30. August 2013 wird insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfügung vom 15. August 2013 aufgehoben wird und die Akten im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zur Durchführung wei- terer Abklärungen und anschliessendem Erlass einer neuen Verfügung zurückgewiesen werden. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 400.- nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 3. Es werden keine Parteientschädigungen gesprochen. C-5286/2013 Seite 16 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Einschreiben mit Rückschein) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Markus Metz Roger Stalder Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begrü n- dung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der B e- schwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: