Schengen-Visum 2011/48 BVGE / ATAF / DTAF 975 LANDESRECHT — DROIT NATIONAL — DIRITTO NAZIONALE 1 Staat – Volk – Behörden Etat – Peuple – Autorités Stato – Popolo – Autorità 48 Auszug aus dem Urteil der Abteilung III i. S. A. und B. gegen Bundesamt für Migration C–6364/2009 vom 6. Juni 2011 Visumerteilung und Suspension eines Einreiseverbots im Anwen - dungsbereich des Schengen-Rechts. Garantie des Familienlebens. Art. 2 Abs. 4, Art. 5 und Art. 67 Abs. 5 AuG. Art. 2 Abs. 1 und Abs. 4 VEV . Art. 5 Abs. 1 und Abs. 4 Bst. c der Verordnung (EG) Nr. 562/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. März 2006 über einen Gemeinschaftskodex für das Überschreiten der Grenzen durch Personen. Art. 2 Ziff. 3 und Ziff. 4, Art. 25 Abs. 1 Bst. a Ziff. i und Art. 32 der Verordnung (EG) Nr. 810/2009 des Europäischen Parla ments und des Rates vom 13. Juli 2009 über ei - nen Visakodex der Gemeinschaft. Art. 8 EMRK. Art. 13 Abs. 1 und Art. 36 Abs. 3 BV . 1. Das Schengen -Recht geht dem AuG und dessen Aus führungs- verordnungen vor (E. 3). 2. Allgemeine Voraussetzungen für eine Einreise und Visumertei - lung im Anwendungsbereich des Schengen -Rechts (E. 4.1–4.5). Ausnahmsweise Ausstellung eines « Visums mit räumlich be - schränkter Gül tigkeit », dies aus humanitären Gründen, aus Gründen des nationalen Interesses oder aufgrund internationaler Verpflichtungen (E. 4.6). 3. In casu erfüllt der Beschwerdeführer die allgemeine n Einreise- voraussetzungen nicht, namentlich wegen eines gegen ihn be -2011/48 Schengen-Visum 976 BVGE / ATAF / DTAF stehenden Einreiseverbots und wegen fehlender Gewähr für eine gesicherte Wiederausreise (E. 5). 4. Voraussetzungen für die Erteilung eines Visums mit räumlich beschränkter Gültigkeit (E. 6.1). Verhältnis zur Suspension eines Einreiseverbots gestützt auf Art. 67 Abs. 5 AuG (E. 6.2). An - spruch auf Achtung des Familienlebens als Grund für die Aus - stellung eines Visums mit beschränkter Gültigkeit (E. 6.3). Trag- weite der Garantie des Familienlebens (E. 6.3.1). Rechtfertigung eines Eingriffs in das durch Art. 8 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV geschützte Familienleben (E. 6.3.2–6.3.8). Octroi de visa et suspension d'une interdiction d'entrée en Suisse dans le champ d'application du droit de Schengen. Garantie du res - pect de la vie familiale. Art. 2 al. 4, art. 5 et art. 67 al. 5 LEtr. Art. 2 al. 1 et al. 4 OEV . Art. 5 al. 1 et al. 4 let. c du règlement (C E) n o 562/2006 du Parlement européen et du Conseil du 15 mars 2006 établissant un code communautaire relatif au régime de franchissement des frontières par les personnes . Art. 2 ch. 3 et ch. 4, art. 25 al. 1 let. a ch . i et art. 32 du règlement (CE) n o 810/2009 du Parlement européen et du Conseil du 13 juillet 2009 établissant un code communautaire des visas. Art. 8 CEDH. Art. 13 al. 1 et art. 36 al. 3 Cst. 1. La règlementation relative à Schengen prime sur la LEtr et ses ordonnances d'exécution (consid. 3). 2. Conditions générales d'entrée et d'octroi d'un visa dans le champ d'application de la règlementation relative à Schengen (consid. 4.1–4.5). Etablissement exceptionnel d' un « visa à validité territoriale limitée », pour des motifs humanitaires, d'intérêt national ou en raison d'obligations internationales (consid. 4.6). 3. En l'espèce, le recourant ne remplit pas les conditions générales d'entrée, notamment en raison d'une interdiction d'entrée pro - noncée à son encontre et de l'absence de la garantie qu'il quittera la Suisse (consid. 5). 4. Conditions d'octroi d'un visa à validité territoriale limitée (con - sid. 6.1). Rapport avec la suspension de l'interdiction d'entrée fondée sur l'art. 67 al. 5 LEtr (consid. 6.2). Droit au respect de la vie familiale comme m otif d'établissement d'un visa à validité Schengen-Visum 2011/48 BVGE / ATAF / DTAF 977 limitée (consid. 6.3). Portée de la garantie du respect de la vie familiale (consid. 6.3.1). Justification d'une atteinte à la vie fami - liale, protégée par l'art. 8 CEDH et l'art. 13 al. 1 Cst. (con - sid. 6.3.2–6.3.8). Rilascio del visto e sospensione del divieto d'entrata nel campo d'ap - plicazione della normativa di Schengen. Diritto al rispetto della vita familiare. Art. 2 cpv. 4, art. 5 e art. 67 cpv. 5 LStr. Art. 2 cpv. 1 e cpv. 4 OEV . Art. 5 par. 1 e par. 4 lett. c Regolamento (CE) n. 562/2006 del Parla- mento europeo e del Consiglio, del 15 marzo 2006, che istituisce un codice comunitario relativo al regime da parte delle persone . Art. 2 punto 3 e punto 4, art. 25 par. 1 lett. a punto i e art. 32 Regolamento (CE) n . 810/2009 del Parlamento europeo e del Consiglio, del 13 luglio 2009, che istituisce un codice comunitario dei visti . Art. 8 CEDU. Art. 13 cpv. 1 e art. 36 cpv. 3 Cost. 1. La normativa Schengen prevale sulla LStr e sulle pertinenti ordinanze d'esecuzione (consid. 3). 2. Condizioni generali d'entrata e di rilascio del visto nel campo d'applicazione della normativa Schengen (consid. 4.1–4.5). Rilascio eccezionale di un « visto con validità territoriale limitata », sulla base di motivi umanitari o di interess e nazionale oppure in virtù di obblighi internazionali (consid. 4.6). 3. In casu il ricorrente non adempie le condizioni generali di en - trata, segnatamente a causa di un divieto di entrata e in assenza della garanzia della sua partenza dalla Svizzera (consid. 5). 4. Condizioni per il rilascio di un visto con validità territoriale limi - tata (consid. 6.1). Rapporto con la sospensione di un divieto d'en - trata fondato sull'art. 67 cpv. 5 LStr (consid. 6.2). Diritto al ri - spetto della vita familiare in quanto motivo di rilascio di un visto con validità territoriale limitata (consid. 6.3). Portata del diritto al rispetto della vita familiare (consid. 6.3.1). Giustifica zione della restrizione del diritto al rispetto della vita familiare garanti- to dall'art. 8 CEDU e d all'art. 13 cpv. 1 Cost. (con sid. 6.3.2– 6.3.8). 2011/48 Schengen-Visum 978 BVGE / ATAF / DTAF Der Beschwerdeführer, ein Staatsangehöriger von Guinea, gelangte im November 2002 als Asylbewerber in die Schweiz. Nach rechtskräftigem negativem Asyl - und Wegweisungsentscheid (März 2003) konnte die Wegweisung in der Folge nicht vollzogen werden, weil der Beschwerde - führer, der unter verschiedenen Identitäten aufgetreten war, die zur Papierbeschaffung notwendige Mitwirkung verweigerte. Zwischen 2003 und 2007 erwirkte der Beschwerdeführer insgesamt elf Verurteilungen gegen sich. Das Bundesamt für Migration nahm die wie - derholte Straffälligkeit des Beschwerdeführers bereits im November 2005 zum Anlass, gegen diesen eine unbefristete Einreisesperre zu verfü - gen. Ab Mitte Mai 2007 befand sich der Beschwerd eführer im Straf - vollzug. Unmittelbar nach der Strafentlassung Ende Juni 2008 wurde er nach Guinea ausgeschafft. Am 22. September 2008 verheiratete sich der Beschwerdeführer in Gui - nea mit einer Schweizer Bürgerin (Beschwerdeführerin). Am 30. Sep- tember 20 08 beantragte er beim Schweizerischen Generalkonsulat in Conakry (Guinea) ein Visum für einen einmonatigen Besuchsaufenthalt bei seiner Ehefrau und dem gemeinsamen, am 22. Juli 2007 geborenen Kind. Die Schweizer Vertretung leitete das Gesuch in der Folge z ur Prüfung und zum Entscheid an die V orinstanz weiter. Mit Verfügung vom 4. September 2009 lehnte es die V orinstanz ab, das beantragte Besuchsvisum zu erteilen. Das Bundesverwaltungsgericht weist die vom Beschwerdeführer und der Beschwerdeführerin separat erhobenen Beschwerden ab. Aus den Erwägungen: 3. Der angefochtenen Verfügung liegt das Gesuch des Beschwer - deführers um Erteilung eines Visums für einen einmonatigen Aufenthalt in der Schweiz zu Grunde. Da der Beschwerdeführer nicht zu den Personen gehört, denen das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Frei zügig- keit (FZA, SR 0.142.112.681) oder d er Bundesbeschluss über das Ab- kommen vom 21 . Juni 2001 zur Änderung des Übereinkommens vom 4. Januar 1960 zur Errichtung der Europäischen Freihandelsassozia tion (EFTA) (AS 2003 2684) ein Recht auf Personenfreizügigkeit vermittelt und der beabsichtigte Aufenthalt drei Monate nicht über steigt, fällt die Schengen-Visum 2011/48 BVGE / ATAF / DTAF 979 vorliegende Streitsache in den Anwendungsbereich der Schen gen-As- soziierungsabkommen. Mit diesen Abkommen hat die Schweiz den Schengen-Besitzstand und die dazugehörenden gemeinschaftsrechtli chen Rechtsakte (Schengen -Recht) übernommen. D as Schengen -Recht geht dem Ausländergesetz vom 16. Dezember 2005 (AuG, SR 142.20) und seinen Ausführungsverordnungen vor (Art. 2 Abs. 2 bis 5 AuG). 4. Die V oraussetzungen für die Erteilung eines Visums präsen - tieren sich im Anwendungsbereich des Schengen-Rechts wie folgt: 4.1 Das schweizerische Ausländerrecht kennt weder ein allgemeines Recht auf Ein reise noch gewährt es einen besonderen Anspruch auf Erteilung eines Visums. Die Schweiz ist daher – wie andere Staaten auch – grundsätzlich nicht gehalten, Auslä nderinnen und Ausländern die Ein - reise zu gestatten. V orbehältlich völkerrechtlicher Verpflichtungen han - delt es sich dabei um einen autonomen Entscheid (vgl. Botschaft vom 8. März 2002 zum Bundesge setz über Ausländerinnen und Ausländer [BBl 2002 3774]; B GE 135 II 1 E. 1.1 mit Hinweisen). Das Schengen - Recht schränkt die nationalstaatlichen Befugnisse insoweit ein, als es einheitliche V oraussetzungen für Einreise und Visum aufstellt und die Mitgliedstaaten verpflichtet, die Einreise und das Visum zu verw eigern, wenn die V oraussetzungen nicht erfüllt sind. Einen Anspruch auf Einreise und Visum vermittelt auch das Schengen -Recht nicht (anderer Meinung PHILIPP EGLI/TOBIAS D. MEYER, in: Martina Caroni/Thomas Gächter/ Daniela Thurnherr [Hrsg.], Stämpflis Han dkommentar zum Bundes ge- setz über die Ausländerinnen und Ausländer, Bern 2010, N. 3 f. zu Art. 5 AuG). 4.2 Angehörige von Drittstaaten dürfen über die Aussengrenzen des Schengen-Raums für einen Aufenthalt von höchstens drei Monaten je Sechsmonatszeitraum einreisen, wenn sie im Besitz gültiger Reisedoku - mente sind, die zum Grenzübertritt be rechtigen. Ferner benötigen sie ein Visum, falls ein solches nach Massgabe der Verordnung (EG) Nr. 539/2001 des Rates vom 15. März 2001 zur Aufstellung der Liste der Drittländer, deren Staatsangehörige beim Überschreiten der Aussengren - zen im Besitz eines Visums sein müssen, sowie der Liste der Drittländer, deren Staatsangehörige von dieser Visumpflicht befreit sind (Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaft L 81 vom 21. 3.2001, nachfolgend: Ver- ordnung [EG] Nr. 539/2001), erforderlich ist. Kein Visum be nötigen Drittstaatsangehörige, die Inhaber eines gültigen Aufenthaltsti tels sind oder über ein gültiges Visum für den längerfristigen Aufenthalt verfügen (vgl. Art. 5 A bs. 1 Bst. a AuG und Art. 2 Abs. 1 der Verordnung vom 2011/48 Schengen-Visum 980 BVGE / ATAF / DTAF 22. Oktober 2008 über die Einreise und die Visumerteilung [VEV , SR 142.204] i. V. m. Art. 5 Abs. 1 Bst. a und b der Verordnung [EG] Nr. 562/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. März 2006 über einen Gemeinschaftskodex für das Überschreiten der Grenzen durch Personen [nachfolgend: Schengener Grenzkodex], Art. 4 VEV). 4.3 Im Weiteren setzt die rechtmässige Einreise von Drittstaats an- gehörigen voraus, dass sie den Zweck und die Umstände ihres beab- sichtigten Aufenthalts belegen und hierfür über ausreichende finanzielle Mittel verfü gen (Art. 5 Abs. 1 Bst. b AuG, Art. 2 Abs. 1 VEV , Art. 5 Abs. 1 Bst. c und Abs. 3 Schengener Grenzkodex, Art. 14 Abs. 1 Bst. a–c der Verordnung [EG] Nr. 810/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juli 2009 über ei nen Visakodex der Gemeinschaft [nach - folgend: Visakodex]). 4.4 Sodann dürfen Drittstaatsangehörige nicht im Schen gener Infor- mationssystem (SIS) zur Einreiseverweigerung ausgeschrieben sein (Art. 2 Abs. 1 VEV , Art. 5 Abs. 1 Bst. d Schengener Grenzkodex). Sie dürfen keine Gefahr für die öf fentliche Ordnung, die innere Sicherheit, die öffentliche Gesundheit oder die internationalen Beziehungen eines Mitgliedstaats darstellen. Ins besondere dürfen sie nicht in den nationalen Datenbanken der Mitglied staaten zur Einreiseverweigerung aus densel - ben Gründen ausge schrieben worden sein (Art. 5 Abs. 1 Bst. c und d AuG, Art. 2 Abs. 1 VEV , Art. 5 Abs. 1 Bst. e Schengener Grenzkodex). 4.5 Eine Gefahr für die öffentliche Ordnung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 Bst. e Schengener Grenzkodex ist auch dann anzunehmen, wenn die drittstaatsangehörige Person nicht bereit ist, das Hoheitsgebiet des Schengen-Raums fristgerecht zu ver lassen (vgl. dazu EGLI/MEYER, a. a. O., N. 33 zu Art. 5 AuG; fer ner Urteil des deutschen Bundes ver- waltungsgerichts 1 C 1.10 vom 11. Januar 2011 Rz. 29). Die Behörden haben daher zu prüfen und dritt staatsangehörige Personen zu belegen, dass die Gefahr einer rechtswidrigen Einwanderung oder einer nicht frist- gerechten Ausreise nicht besteht (Art. 14 Abs. 1 Bst. d und Art. 21 Abs. 1 Visakodex). Die Gewähr der gesicherten Wiederausreise, wie sie Art. 5 Abs. 2 AuG verlangt, wenn nur ein vorübergehender Aufenthalt vorge - sehen ist, steht mit die ser Rege lung im Einklang (vgl. BVGE 2009/27 E. 5 mit Hervorhebung des Zu sammenhangs zum Einreiseerfordernis des belegten Aufenthaltszwecks nach Art. 5 Abs. 1 Bst. c Schengener Grenz - kodex). Schengen-Visum 2011/48 BVGE / ATAF / DTAF 981 4.6 Sind die vorerwähnten allgemeinen V oraussetzungen für eine rechtmässige Einreise – Visum ausgenommen – nicht erfüllt, darf ein für den gesamten Schengen -Raum geltendes « einheitliches Visum » nicht erteilt werden (Art. 12 VEV , Art. 32 Visakodex, zum Begriff des « ein- heitlichen Vi sums » vgl. Art. 2 Ziff. 3 Visako dex). Hält es jedoch ein Mitgliedstaat aus humanitä ren Grün den, aus Gründen des nationalen Interesses oder aufgrund internationaler Verpflichtungen für erforderlich, so ist er berechtigt, der dritt staatsangehörigen Person, welche die ordentlichen E inreisevoraussetzungen nicht erfüllt, ausnahmsweise ein « Visum mit räum lich beschränkter Gültigkeit » (zum Begriff vgl. Art. 2 Ziff. 4 Visakodex) zu erteilen. Dieses Visum ist grundsätzlich nur für das Hoheitsgebiet des aus stellenden Staates gültig ( Art. 12 Abs. 1 i. V. m. Art. 2 Abs. 4 VEV; Art. 32 Abs. 1 i. V. m. Art. 25 Abs. 1 Bst. a Ziff. i und Abs. 2 Visakodex; unter den selben V oraussetzungen sind die Mit glied- staaten berechtigt, einer drittstaatsangehörigen Person die Einreise an den Aussengrenzen zu ges tatten, vgl. Art. 2 Abs. 4 VEV und Art. 5 Abs. 4 Bst. c Schengener Grenzkodex). 5. Der Beschwerdeführer, der als Staatsangehöriger von Guinea der Visum pflicht untersteht (Anhang I zur Verordnung [EG] Nr. 539/2001), erfüllt die allgemeinen Einreisevoraussetzungen nicht: Er ist sowohl im SIS als auch in der nationalen Daten bank der Schweiz zur Einreiseverweigerung ausgeschrieben. Der Anlass für die Ausschrei - bung liegt in einem Verhalten begründet, das deutlich seine fehlende Bereitschaft zum Ausdruck bringt, die schweizerische Rechtsordnung zu respektieren. Auch wenn der Beschwerdeführer im Rahmen des Rechts - mittelverfahrens das Gegenteil beteuert, muss angesichts seiner sich über den gesamten früheren Aufenthalt in der Schweiz erstreckenden Del in- quenz von einer anhaltenden Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ausgegangen werden. Der Einreise des Beschwerdeführers steht somit die Nichterfüllung der allgemeinen Einreisevoraussetzungen nach Art. 5 Abs. 1 Bst. d und e Schengener Grenzkodex entgegen. Im Sinne eines weiteren Teilaspekts der öffentlichen Ordnung nach Art. 5 Abs. 1 Bst. e Schengener Grenzkodex steht der Einreise des Beschwerde - führers entgegen, dass aufgrund der Situation in seinem Herkunftsland (das zu den welt weit ärmst en Staaten gehört und eine sehr schlechte Menschenrechtsbilanz vorzuweisen hat, vgl. dazu Website des Deutschen Auswärtigen Amtes, < http://www.auswaertiges-amt.de > Reise & Sicherheit > Länder, Reise, Sicher heit > Guinea > Wirtschaft und Innenpolitik, Stand je Februar 2011, be sucht im Juni 2011), seines 2011/48 Schengen-Visum 982 BVGE / ATAF / DTAF aktenkundig schlechten ausländerrechtlichen Leumunds und des Fehlens tragfähiger Indizien für eine Stabilisierung seiner Lebensumstände die Gefahr einer nicht frist gerechten Ausreise als sehr hoch eing estuft werden muss. Die Erteilung eines einheitlichen Visums an den Beschwerdeführer kommt deshalb nicht in Betracht (Art. 12 Abs. 2 VEV , Art. 32 Abs. 1 Bst. a Ziff. v und vi und Bst. b Visakodex). 6. Es bleibt zu prüfen, ob die V oraussetzungen für ein Visum mit räumlich beschränkter Gültigkeit vorliegen. 6.1 Ein Visum mit räumlich beschränkter Gültigkeit kann erteilt werden, wenn ein Mitgliedstaat es aus humanitären Gründen, aus Grün - den des nationalen Interesses oder aufgrund internationaler Verpflich tun- gen für erfor derlich hält, von den allgemeinen Einreisevoraussetzungen des Art. 5 Abs. 1 Bst. a, c, d und e des Schengener Grenzkodex abzu - weichen (Art. 12 Abs. 1 i. V. m. Art. 2 Abs. 4 VEV , Art. 25 Abs. 1 Bst. a Ziff. i Visakodex). In der Regel wird der betreffende Mitgliedstaat seinen Entscheid gestützt auf eine Abwägung der sich gegenüberstehenden Interessen fällen, wo bei er die V oraussetzungen für ein Abweichen von den allgemeinen Einrei sevoraussetzungen – wie schon der Wortlaut der Bestimmung zeigt – nicht leicht hin annehmen darf. In Beachtung des Grundsatzes der loyalen Zusammenarbeit, auf dem das Schengen -System beruht (vgl. Urteil des Ge richtshofs der Europäischen Gemeinschaften vom 31. Januar 2006 in der Rechtssache C –503/03, Slg., I -1097, Kom- mission/Königreich Spanien, Rn. 37 und 56), muss der Mitgliedstaat dem Umstand ange messen Rech nung tragen, dass sein Entscheid über die Erteilung eines Visums mit räumlich beschränkter Geltung nicht nur eigene Interessen berührt, son dern infolge de s Wegfalles der Personen - kontrollen an den Innengrenzen des Schengen-Raums auch die Interessen der übrigen Schengen -Staaten beeinträchtigen kann. Insoweit ist jeder Schengen-Staat der Sachwalter der eigenen Interessen und der Interessen aller übrigen Schengen-Staaten. 6.2 Eine ausländische Person, gegen di e – wie im vorliegenden Fall – ein Einreiseverbot nach Art. 67 AuG besteht, darf nur mit Ermäch - tigung der zuständigen Behörde das schweizerische Staatsgebiet betreten (vgl. Art. 5 Abs. 1 Bst. d AuG, Art. 67 Abs. 5 AuG; vgl. ANDREAS ZÜND/LADINA ARQUINT HILL, Beendigung der Anwesenheit, Entfernung und Fernhaltung , in: Peter Uebersax/Beat Rudin/Thomas Hugi Yar/ Thomas Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, Handbücher für die Anwalts -Schengen-Visum 2011/48 BVGE / ATAF / DTAF 983 praxis, Bd. VIII, 2. Aufl., Ba sel 2009, Rz. 8.82). Die Ermächtigung erfolgt in Ges talt ei ner zeitlich begrenzten Aussetzung des Einreise - verbots, der soge nannten Suspension, wenn humanitäre oder andere wichtige Gründe vorliegen (Art. 67 Abs. 5 AuG). Die zur Begründung der Suspensio n vorge brachten privaten Inte ressen müssen umso evidenter sein, je schwerer die Umstände wiegen, die zur Verhängung der Fernhaltemassnahme geführt ha ben (vgl. dazu Urteil des Bundes ver- waltungsgerichts C –7264/2007 vom 22. April 2008 E. 3.2). Im Anwen- dungsbereich des Schen gen-Rechts wird die Suspen sion des Einreise - verbots nach Art. 67 Abs. 5 AuG von der Möglichkeit gedeckt, einer ausländischen Person, die die allgemeinen Einrei sevoraussetzungen des Art. 5 Abs. 1 Schengener Grenzkodex nicht e rfüllt, aus humanitä ren Gründen, Gründen des nationalen Interesses oder in folge völ kerrecht- licher Verpflichtungen die Einreise auf das schweizerische Territorium zu gestatten (Art. 2 Abs. 4 VEV , Art. 5 Abs. 4 Bst. c Schen gener Grenz - kodex) beziehungsweise – falls diese Person der Visumspflicht unterliegt – ihr ein Visum mit räumlich beschränkter Gültigkeit zu erteilen (Art. 12 Abs. 1 i. V. m. Art. 2 Abs. 4 VEV , Art. 25 Abs. 1 Bst. a Ziff. i Visakodex). 6.3 Als zureichender Grund für die Erteilung ein es Visums mit räumlich beschränkter Gültigkeit kommt in der vorliegenden Streitsache das Völkerrecht in Gestalt von Art. 8 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) in Betracht. Die Beschwerd eführer berufen sich darauf aus drück- lich und machen geltend, die genannte Kon ventionsnorm vermittle ihnen einen Anspruch auf Verwirklichung ihres Familienlebens in der Schweiz. Umso weniger könne dem Beschwerdefüh rer ein Besuchsaufenthalt zum Zwecke der Pflege familiärer Beziehungen verweigert werden. 6.3.1 Art. 8 EMRK und der deckungsgleiche Art. 13 Abs. 1 der Bun - desverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV , SR 101) dienen allgemein dem Schutz des Familien - und Privatlebens. Auf die Teilgarantie des Familienlebens können sich aus - ländische Personen berufen, die nahe Familienangehörige mit hinrei - chend ge festigtem Anwesenheitsrecht haben, sofern das Familienleben intakt ist und gelebt wird. Wird ihnen die Einreise oder d er Aufenthalt verweigert, so kann darin eine Verletzung der EMRK begründet sein. Zu beachten ist, dass die Konventionsgarantie das Familienleben als solches schützt, und nicht die freie Wahl des für den Aufbau und die Führung des Familienlebens günstigsten Ortes. Ein Eingriff in den Schutzbereich des Familienlebens liegt daher in aller Regel nicht vor, wenn den Beteiligten 2011/48 Schengen-Visum 984 BVGE / ATAF / DTAF ohne Weiteres zugemutet werden kann, das Familienleben ausserhalb der Schweiz zu führen. Eine Interessenabwägung nach Art. 8 Abs. 2 EMRK erübrigt sich unter diesen Umständen. Anders verhält es sich, wenn den Beteiligten nicht oder nicht ohne Weiteres zugemutet werden kann, in das Ausland auszuweichen. In diesem Fall ist immer eine Interes senabwä- gung nach Art. 8 Abs. 2 EMRK beziehungsweise Art. 36 BV geboten, die sämtlichen Umständen des Einzelfalls umfassend Rechnung trägt (BGE 135 I 153 E. 2.1 S. 154 ff. mit Hinweisen). 6.3.2 Die angefochtene Einreiseverweigerung betrifft die Kern familie, deren in der Schweiz lebende Glieder das Schweizer Bürgerrecht be sit- zen. Damit sind die V oraussetzungen an die verwandtschaftliche Bezie - hungsnähe zwischen den beteiligten Personen und die Qualität ihrer Be - ziehung zur Schweiz erfüllt, von denen das Bundesgericht die Beru fung auf Art. 8 EMRK im Zusammenhang mit der Erteilung einer Auf ent- haltsbewilligung abhängig macht (vgl. statt vieler BGE 130 II 281 E. 3.1 S. 285 f. mit Hinwei sen, BGE 120 Ib 257 ). A fortiori ist der An wen- dungsbereich des Art. 8 EMRK geöffnet, wenn es um die Bewil ligung der Einreise zu Besuchs zwecken geht. Anhaltspunkte dafür, dass das Familienleben der Beschwerdeführer nicht intakt wäre oder innerhalb der vom Ausländer recht gewährten Möglichkeiten nicht gelebt würde, bestehen nicht. Den V orbringen der Beschwerdefü hrer kann schliesslich entnommen werden, dass jedenfalls aus ihrer Sicht eine Wieder herstel- lung der Familieneinheit in Guinea möglich ist: Eine Übersiedlung der Familie dorthin sei geplant, und der Beschwerdeführer wolle gerade deshalb in die Schweiz re isen, um persönlich die Bedenken seiner Schwiegereltern gegen einen solchen Schritt zu zerstreuen. Daraus kann jedoch nicht der Schluss gezogen wer den, den Beteiligten könne ohne Weiteres zugemutet werden, den vorlie gend zu beurteilenden Besuchs - kontakt im Ausland zu realisieren. Ein solches Ausweichen ins Ausland ist sicherlich nicht unmöglich. Es wird jedoch durch den Umstand erschwert, dass die Beschwerdeführerin Mutter eines Kleinkindes ist und der Beschwerdeführer seinen Besuch in der Schweiz dazu nu tzen will, um sich mit seinen Schwiegereltern zu tref fen. Die Ver weigerung der Einreise stellt deshalb einen Eingriff in das durch Art. 8 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV geschützte Familienleben dar. 6.3.3 Der Anspruch aus Art. 8 EMRK gilt nicht absolut. Vielmehr i st nach Art. 8 Abs. 2 EMRK ein Eingriff in das durch Abs. 1 geschützte Rechtsgut statthaft, soweit er gesetzlich vorgesehen ist und eine Mass - nahme dar stellt, die in einer demokratischen Gesellschaft für die natio -Schengen-Visum 2011/48 BVGE / ATAF / DTAF 985 nale Sicher heit, die öffentliche Ruhe un d Ordnung, das wirt schaftliche Wohl des Lan des, die Verteidigung der Ordnung und zur Ver hinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesellschaft und Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist. Die EMRK ver - langt insofern eine Ab wägung der sich gegenüber stehenden privaten Interessen an der Bewilligungserteilung und den öffentlichen Interessen an deren Verweigerung, wobei letztere in dem Sinne über wiegen müssen, dass sich der Ein griff als notwendig erweist. Analoge V oraussetzun gen ergeben sich aus Art. 36 BV im Hinblick auf einen Eingriff in Art. 13 Abs. 1 BV (BGE 135 I 143 E. 2.1 S. 147, BGE 135 I 153 E. 2.2.1 S. 156, BGE 122 II 1 E. 2 S. 6, je mit Hinweisen). 6.3.4 Im vorliegenden Fall steht fest, dass der Eingriff in das Fami - lienleben auf einer hinreichenden gesetzlichen Grundlage beruht und einen legitimen Zweck verfolgt. Insoweit genügt die angefochtene Verfü- gung den V orgaben des Art. 8 Abs. 2 EMRK und Art. 36 Abs. 1 und 2 BV . 6.3.5 Im Rahmen der nach Art. 8 Abs. 2 EMRK beziehungs weise Art. 36 Abs. 3 BV ge botenen Interessenabwägung fällt zu Gunsten der Beschwerdeführer nicht unbeträchtlich ins Gewicht, dass die staatli che Massnahme in die Aus gestaltung der gegenseitigen Beziehungen inner - halb der Kernfamilie eingreift. Ist es j edoch den Betroffenen – wie hier – zumutbar, die Familien einheit durch Übersiedlung ins Ausland zu ver - wirklichen, und ma chen sie von dieser Möglichkeit nicht Gebrauch, so sind in erster Linie sie für die sich daraus ergebenden Beeinträch tigungen des Familienlebens verantwortlich. Weiter ist darauf hinzuweisen, dass in der Vergangenheit der persönliche Kontakt zwischen den Betei ligten durch Besuche in Guinea auf rechterhalten werden konnte, und die Umstände, die vorgebracht werden, um die Notwendigkeit eines Besuchs in der Schweiz zu begründen, nicht in jeder Hinsicht überzeugen. Die Beschwerdeführerin ist mündig, ver heiratet und Mutter eines Kindes. Weshalb in dieser Situation die Beden ken ihrer Eltern beseitigt werden müssten, bevor sie mit d em Kind zu ihrem Ehemann ins Ausland zieht, wird nicht erläutert und er schliesst sich auch nicht ohne Weiteres. Es tritt hinzu, dass eine Realisierung des Be suchskontakts im Ausland weder als unmöglich noch auch nur als mit be sonderen Schwierigkeiten verbunden betrachtet werden kann. Jeden falls ma chen die Beschwerdeführer keine Gründe geltend, die weitere Tref fen in Gui nea ausschliessen würden. Alles in allem wiegt der in der Ver weigerung der Einreise liegende Ein - griff in die Garantie des Familienlebens nicht sonderlich schwer. 2011/48 Schengen-Visum 986 BVGE / ATAF / DTAF 6.3.6 Gegen eine Bewilligung der Einreise des Beschwerdeführers in die Schweiz spricht, dass er während seines Aufenthaltes hier insgesamt elfmal strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden musste, erstmals am 24. Oktober 2 003 und letztmals am 17. April 2007. Insgesamt er - wirkte er Freiheitsstrafen in der Höhe von 25 Monaten. Den Verurtei lun- gen lagen mehrheitlich die fortgesetzte Missachtung ausländerrecht licher Ausgrenzungen, die wegen des Verdachts auf Handel mit Betäu bungs- mitteln verhängt wurden, und rechtswidriger Aufenthalt zu Grunde. Daneben machte sich der Beschwerdeführer der einfachen Körper - verletzung mit gefährlichem Gegenstand, Nötigung, Freiheits beraubung und Entführung sowie der Übertretungen gegen das Bet äubungsmit- telgesetz schuldig (die letzten vier Straftatbestände mehrfach begangen). Zwar wiegen die einzelnen Straftaten für sich alleine nicht überaus schwer. Die Tatsache jedoch, dass der Beschwerdeführer sich weder durch bedingt aufgeschobene noch unb edingt verhängte Freiheits strafen beeindrucken liess und in rascher Folge während seines gesamten Au - fenthaltes in der Schweiz delinquierte, zeigt deutlich, dass er zum Zeit - punkt seiner Ausschaffung nach Guinea im Juni 2008 eine erhebliche Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit darstellte. Dass sich seine Lebenssituation seither in einer Weise stabilisiert hätte, die eine Neubewertung des von ihm ausgehenden Risikos rechtfertigen würde, ist nicht hinreichend erstellt. 6.3.7 Zum schlechten strafrechtlichen gesellt sich ein ebenso schlech - ter ausländerrechtlicher Leumund. Zur Verdeutlichung sei an dieser Stelle daran zu erinnern, dass der Beschwerdeführer unter einer Falsch - identität um Asyl nachsuchte und nach rechtskräftigem Abschluss des Asylverfahrens seiner Verpflichtung zur Ausreise nicht freiwillig nach - kam. Der Be schwerdeführer verstand es, während Jahren eine zwangs - weise Durchset zung der Ausreisepflicht zu hintertreiben, indem er sich pflichtwidrig den Behörden nicht zur Verfügung hielt und bei der Beschaffung heimatlicher Ausweispapiere nicht mitwirkte. Erst als er in den Jahren 2007/2008 eine 15 -monatige Freiheitsstrafe verbüsste, gelang es den Behörden, gegen den anhaltenden Widerstand des Beschwerde - führers, die V oraussetzungen für einen zwangsweisen V ollzug der Weg- weisung zu schaffen. Nach dem Ende des Strafvollzugs wurde der Be - schwerdeführer in Aus schaffungshaft genommen und am 26. Juni 2008 zwangsweise nach Guinea zurückgeführt. Es wurde bereits weiter oben darauf hingewiesen, dass unter diesen Umständen – mit Blick auf die all- gemeine Situation in seinem Heimatland und dem Fehlen trag fähiger Indizien für eine massgebliche Änderung seiner Lebensumstände – das Schengen-Visum 2011/48 BVGE / ATAF / DTAF 987 Risiko einer nicht fristgerechten Ausreise als sehr hoch bewertet wer den muss. Angesichts der Erfahrungen mit dem Beschwerdeführer kann an dieser Einschätzung offensichtlich nichts ändern, dass seine Familie in Guinea gut situiert ist, wie er zur Zerstreuung der aus länderrechtlich motivierten Bedenken behauptet. 6.3.8 Eine wertende Gewichtung der sich gegenüberstehenden Inte - ressen führt das Bundesverwaltungsgericht zum Ergebnis, dass das private Interesse an der Bewilligung der Einreise gegenüber dem öf fent- lichen Inte resse an ihrer Verhinderung aus Gründen der öffentli chen Sicherheit und Ordnung zurückzustehen hat. Der in der angefochtenen Verfügung liegende Eingriff in das von Art. 8 EMRK und Art. 13 Bst. 1 BV geschützte Familienleben ist deshalb nach Massgabe von Art. 8 Abs. 2 EMRK und Art. 36 BV gerechtfertigt. 6.4 Andere Sachverhaltselemente, die unter dem Gesichtspunkt der humanitären Gründe, des nationalen Interesses oder der völkerrechtli - chen Verpflichtungen die Erteilung eines Visums mit räumlich be - schränkter Geltung rechtfertigen würden, werden weder geltend ge macht noch ergeben sie sich aus den Akten. 7. Zusammenfassend ist festzustellen, dass dem Beschwerdeführer weder ein einheitliches Visum noch ein Visum mit beschränkter räum li- cher Gültig keit erteilt werden kann. Die angefochtene Verfügung ist deshalb im L ichte von Art. 49 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) nicht zu beanstanden und die Beschwerden sind abzuweisen.