<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00286</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205777&amp;W10_KEY=13013562&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00286</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 08.03.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sanierung der sanitären Anlagen eines Schulhauses. Zuständigkeit; Legitimation; Nichteintreten auf Antrag bezüglich Entschädigung für entgangenen Gewinn (E. 1). Zuschlagskriterien gemäss Ausschreibungsunterlagen; Bewertung der Angebote der Beschwerdeführerin und der Mitbeteiligten durch die Beschwerdegegnerin (E. 2.2). Zuschlagskriterium "Preis": Die Aufteilung der Gewichtung zwischen den Unterkriterien "Angebotspreis" und "Regieansätze inkl. Rabatte" ist nicht zu beanstanden (E. 2.3.1). Die von der Beschwerdegegnerin gewählte Bewertungsmethode des Preises gewährleistet nicht, dass die bekannt gegebene Gewichtung zum Tragen kommt, weshalb sie zu korrigieren ist (E. 2.3.3). Die Bewertung des auf den Regieansätzen gewährten Rabatts berücksichtigt die Grössenordnung des Rabatts in absoluten Zahlen nicht. Ein Vorsprung der Mitbeteiligten von wesentlich mehr als 3 Punkten lässt sich nicht rechtfertigen (E. 2.3.4). Zuschlagskriterium "Schlüsselpersonal/Befähigung": Das Unterkriterium "Konzessionsträger" eignet sich nicht zur quantitativen Bewertung der Befähigung, weshalb es samt den dafür erteilten Punkten nicht zu berücksichtigen ist (E. 2.4). Korrigierte Bewertung der Angebote (E. 2.5). Teilweise Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANGEBOTSPREIS">ANGEBOTSPREIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWERTUNGSMETHODE">BEWERTUNGSMETHODE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INSTALLATIONSBEWILLIGUNG">INSTALLATIONSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PAUSCHALPREIS">PAUSCHALPREIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RABATT">RABATT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REGIEARBEIT">REGIEARBEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSCHLAGSKRITERIEN">ZUSCHLAGSKRITERIEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 33 Abs. I SubmV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Oberstufenschulgemeinde BÃ¼lach erÃ¶ffnete am 3. Juni 2005 ein offenes Verfahren fÃ¼r die Arbeitsvergabe "Trinkwassersanierung, SanitÃ¤re Anlagen BKP 25" im Zusammenhang mit der Sanierung des Schulhauses L. Innert Frist gingen drei Angebote ein. Mit VerfÃ¼gung vom 27. Juni 2005 erteilte die Liegenschaftenkommission L der Arbeitsgemeinschaft C AG und D AG den Zuschlag zum Preis von Fr. 498'000.-, was den Anbieterinnen gleichentags unter Beilage eines Offertpreisvergleichs und einer vergleichenden Bewertung aller Zuschlagskriterien mitgeteilt wurde.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die A AG, welche gemÃ¤ss OffertÃ¶ffnungsprotokoll zum Preis von Fr. 430'400.- offeriert hatte, erhob am 29. Juni 2005 gegen diese Arbeitsvergabe Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Sie beantragte sinngemÃ¤ss, der Vergabeentscheid sei aufzuheben und der Zuschlag sei ihr zu erteilen. Ausserdem ersuchte sie darum, der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen. â Die Oberstufenschulgemeinde BÃ¼lach liess am 25. Juli 2005 beantragen, die Beschwerde und das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung seien abzuweisen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. Mit gleichem Datum verzichteten die C AG und die D AG als Mitbeteiligte auf Vernehmlassung.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 28. Juli 2005 wurde das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen. Am 25. August 2005 liess die Oberstufenschulgemeinde BÃ¼lach dem Gericht mitteilen, dass der Vertrag mit den Mitbeteiligten am 4. August 2005 abgeschlossen worden sei.</p> <p class="Urteilstext">In ihrer Replik vom 3. August 2005 liess die A AG ihre AntrÃ¤ge dahingehend erweitern, dass ihr eventualiter eine EntschÃ¤digung von 10 % ihres Pauschalangebots fÃ¼r entgangenen Gewinn zuzusprechen sei. Die Oberstufenschulgemeinde BÃ¼lach beantragte am 9. September 2005 innert erstreckter Frist zusÃ¤tzlich, auf den Antrag betreffend Zuschlagserteilung an die BeschwerdefÃ¼hrerin sowie auf die Schadenersatzforderung sei nicht einzutreten.</p> <p class="Urteilstext">Die Parteivorbringen werden â soweit erforderlich â im Rahmen der nachfolgenden EntscheidungsgrÃ¼nde wiedergegeben.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 (IVÃ¶B) sowie § 2 des Gesetzes vom 15. September 2003 Ã¼ber den Beitritt zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung (IVÃ¶B-BeitrittsG) zur Anwendung.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>§ 21 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) setzt ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an der BeschwerdefÃ¼hrung voraus. Ein solches liegt unter anderem dann vor, wenn ein nicht berÃ¼cksichtigter Anbieter im Fall der Gutheissung seiner Beschwerde gegen einen Vergabeentscheid eine realistische Chance hÃ¤tte, mit dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen (RB 1999 Nr. 18 = BEZ 1999 Nr. 11).</p> <p class="Urteilstext">Vorliegend ist die Legitimation der BeschwerdefÃ¼hrerin grundsÃ¤tzlich zu bejahen. Sie hat die Arbeiten zu einem tieferen Preis offeriert als die Mitbeteiligten und macht geltend, bei richtiger Bewertung vor der Mitbeteiligten zu rangieren. WÃ¤re der Vertrag mit der Mitbeteiligten noch nicht abgeschlossen, so wÃ¤re bei Gutheissung der Beschwerde eine Zuschlagsertei­lung an die BeschwerdefÃ¼hrerin in Betracht zu ziehen. Der bereits erfolgte Vertragsabschluss Ã¤ndert an der Legitimation nichts; die Submissionsbeschwerde steht auch dafÃ¼r zur VerfÃ¼gung, nach <span class="urteilstextchar">Vertragsabschluss die Rechtswidrigkeit </span>des angefochtenen <span class="urteilstextchar">Zuschlags feststellen zu lassen (</span>Art. 9 Abs. 3 des Bundesgesetzes Ã¼ber den Binnenmarkt vom 6. Oktober 1995; <span class="urteilstextchar">Art. 18 Abs. 2 IVÃ¶B).</span></p> <p class="Urteilstext">Da die Feststellung der <a id="juris1">Rechtswidrigkeit</a> die vom Gesetz vorgesehene Folge der Be­schwerdegutheissung ist, wenn der Vertrag Ã¼ber die strittige Vergabe bereits abgeschlossen ist, bedarf es dafÃ¼r, entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin, keines besonderen Antrags der BeschwerdefÃ¼hrerin (VGr, 23. Februar 2005, VB.2004.00499, E. 2, www.vgrzh.ch). Auf die Beschwerde ist demnach einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Ãber die Feststellung der Rechtswidrigkeit hinaus verlangt die BeschwerdefÃ¼hrerin in der Replik eine EntschÃ¤digung fÃ¼r entgangenen Gewinn.</p> <p class="Urteilstext">GestÃ¼tzt auf das Feststellungsurteil kann ein obsiegender BeschwerdefÃ¼hrer anschliessend von der VergabebehÃ¶rde Schadenersatz nach Massgabe von § 3 IVÃ¶B-BeitrittsG, das heisst Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Vergabe- und Rechtsmittelverfahren verlangen. Dieses Begehren ist nicht im Rahmen der Beschwerde gegen den Vergabeentscheid, sondern in einem separaten Verfahren zu stellen (VGr, 17. Februar 2000, BEZ 2000 Nr. 25 E. 3, mit Hinweisen). Auf diesen Antrag ist nicht einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Nach § 33 Abs. 1 der Submissionsverordnung vom 23. Juli 2003 (SubmV) erfolgt der Zuschlag â sofern nicht ausnahmsweise das alleinige Kriterium des niedrigsten Preises (§ 33 Abs. 2 SubmV) zur Anwendung kommt â auf das wirtschaftlich gÃ¼nstigste Angebot. Bei der Bewertung der Angebote ist das Preis-Leistungs-VerhÃ¤ltnis zu beachten, wobei neben dem Preis insbesondere die folgenden Kriterien berÃ¼cksichtigt werden kÃ¶nnen: QualitÃ¤t, ZweckmÃ¤ssigkeit, Termine, technischer Wert, Ãsthetik, Betriebskosten, Nachhaltigkeit, KreativitÃ¤t, Kundendienst, Lehrlingsausbildung, Infrastruktur. Die fÃ¼r eine bestimmte Beschaffung massgeblichen Zuschlagskriterien werden von der VergabebehÃ¶rde im Hinblick auf die Besonderheiten des Auftrags festgelegt. Dabei steht ihr ein erheblicher Beurteilungsspielraum zu, wie auch beim Urteil darÃ¼ber, welches Angebot anhand der Zuschlagskriterien das wirtschaftlich gÃ¼nstigste sei (VGr, 7. Juli 1999, BEZ 1999 Nr. 26 E. 6a = ZBl 101/2000, S. 271, mit Hinweisen). In dieses Ermessen greift das Verwaltungsgericht, dem keine ÃberprÃ¼fung der Angemessenheit des Entscheids zusteht (Art. 16 Abs. 2 IVÃ¶B; vgl. auch § 50 Abs. 3 VRG), nicht ein. Zu prÃ¼fen ist dagegen eine allfÃ¤llige Ãberschreitung oder ein Missbrauch des Ermessens (Art. 16 Abs. 1 lit. a IVÃ¶B; vgl. § 50 Abs. 2 lit. c VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die Beschwerdegegnerin hat in den Ausschreibungsunterlagen folgende Zuschlagskriterien bekannt gegeben (Allgemeine Submissionsbedingungen, Ziff. 17):</p> <p class="einzugzitat0">"1. Preis Gewichtung 50 %<br/> - Angebotspreis<br/> - RegieansÃ¤tze inkl. Rabatte</p> <p class="einzugzitat0"> </p> <p class="einzugzitat0">2. QualitÃ¤t Gewichtung 20 %</p> <p class="einzugzitat0">- Referenzen (vergleichbare Aufgaben;<br/> unbedingt Objektbeschrieb beilegen)</p> <p class="einzugzitat0">- AuskÃ¼nfte</p> <p class="einzugzitat0"> </p> <p class="einzugzitat0">3. SchlÃ¼sselpersonal/BefÃ¤higung Gewichtung 30 %</p> <p class="einzugzitat0">1) Mitarbeiterliste beilegen</p> <p class="einzugzitat0">2) Lehrlinge</p> <p class="einzugzitat0">3) KonzessionstrÃ¤ger</p> <p class="einzugzitat0"> </p> <p class="einzugzitat0">zu 1) Ausbildungsstand (Bewertung:<br/> hÃ¶here Fachausbildung in % der Belegschaft)</p> <p class="einzugzitat0">zu 2) in % der Belegschaft in Ausbildung Stehende</p> <p class="einzugzitat0">zu 3) Anzahl KonzessionstrÃ¤ger in Firma"</p> <p class="einzugzitat0"> </p> <p class="Urteilstext">Die Angebote der BeschwerdefÃ¼hrerin und der Mitbeteiligten wurden wie folgt bewertet:</p> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td valign="top"><span><br/> </span> <p class="Urteilstext">Zuschlagskriterien</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Gewichtung</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Punkte<br/> BeschwerdefÃ¼hrerin</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Punkte<br/> Mitbeteiligte</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">1. Preis</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">50 %</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> </p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> Angebotspreis</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> 40 %</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">188</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">160</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> RegieansÃ¤tze inkl. Rabatte</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> 10 %</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">0</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">30</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">2. QualitÃ¤t</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">20 %</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> </p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> AuskÃ¼nfte/Referenzen</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">57</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">66</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">3. SchlÃ¼sselpersonal/BefÃ¤higung</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">30 %</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> </p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> Ausbildungsstand Mitarbeiter</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> 10 %</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">25</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">23</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> Lehrlinge</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> 10 %</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">42</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">46</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> KonzessionstrÃ¤ger</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> 10 %</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">10</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">20</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Gesamtbewertung (max. 500 Punkte)</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">100 %</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">322</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">345</p> </td> </tr> </table> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin beanstandet zur Hauptsache die Bewertung des Zuschlagskriteriums "Preis", insbesondere die Bewertung des Unterkriteriums "RegieansÃ¤tze inkl. Rabatte" (nachfolgende E. 2.3), sowie die Bewertung des zum Kriterium "SchlÃ¼sselpersonal/BefÃ¤hi­gung" gehÃ¶renden Unterkriteriums "KonzessionstrÃ¤ger" (E. 2.4).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht in Bezug auf das Zuschlagskriterium <i>"Preis"</i> geltend, es sei haltlos, wenn fÃ¼r die Bewertung des Angebotspreises willkÃ¼rlich ein fiktives Angebot von Fr. 400'000.- als Basis fÃ¼r das Punktemaximum angenommen werde. Aus den Ausschreibungsunterlagen sei nicht klar hervorgegangen, wie die Gewichtung von 50 % auf die Unterkriterien <i>"Angebotspreis"</i> sowie <i>"RegieansÃ¤tze inkl. Rabatte"</i> aufgeteilt wÃ¼rde. Mit dem gÃ¼nstigsten Angebot mÃ¼sse sie das Punktemaximum erhalten. Sie habe Ã¼berdies ein Pauschalangebot eingereicht, welches gemÃ¤ss der Definition der SIA auch alle Nebenarbeiten einschliesse. Damit sei klar, dass keine zusÃ¤tzlichen Regiearbeiten anfallen wÃ¼rden, weshalb sich auch ein Rabattansatz auf Regiearbeiten erÃ¼brige. Die Beschwerdegegnerin habe keine Angaben zu Rabatt und Skonto auf Regiearbeiten verlangt. Schliesslich sei auch die Gewichtung des Regierabatts mit 10 % falsch, da damit zum Ausdruck gebracht werde, dass ein FÃ¼nftel des Auftragswerts in Regie ausgefÃ¼hrt werde, was unrealistisch sei. Selbst bei einem derart grossen Anteil an Regiearbeit sei die Ersparnis aufgrund des von der Mitbeteiligten gewÃ¤hrten Rabatts fÃ¼r die Regiearbeit minimal, was eine Bewertung mit 30 Punkten nicht rechtfertige.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.1 </b>Nach der Praxis des Verwaltungsgerichts trifft die VergabebehÃ¶rde grundsÃ¤tzlich keine Pflicht zur Bekanntgabe detaillierter Unterkriterien (VGr, 22. Juli 2005, VB.2005.00136, E. 4.1; 27. Oktober 2004, VB.2003.00238, E. 4.2; beide unter www.vgrzh.ch). Dies gilt umso mehr auch fÃ¼r deren Gewichtung. Im vorliegenden Fall hat die VergabebehÃ¶rde das Zuschlagskriterium "Preis" in den Ausschreibungsunterlagen nÃ¤her umschrieben. Diese Umschreibung entspricht den bei der Bewertung berÃ¼cksichtigten Unterkriterien "Angebotspreis" sowie "RegieansÃ¤tze inkl. Rabatte". Damit ist dem Transparenzgebot GenÃ¼ge getan. Die diesbezÃ¼gliche RÃ¼ge geht fehl.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.2 </b>FÃ¼r die Offertstellung hat die Beschwerdegegnerin ein umfangreiches Leistungsverzeichnis abgegeben. FÃ¼r die Regiearbeiten waren die AnsÃ¤tze der Monteure, Helfer und Lehrlinge anzugeben; in Bezug auf Rabatt und Skonto wurde auf den Hauptauftrag verwiesen. Insofern trifft der Vorwurf, die Beschwerdegegnerin habe keine Angaben verlangt, nicht zu.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.3 </b>Die Beschwerdegegnerin hat sich dafÃ¼r entschieden, Pauschalangebote zu verlangen. Unter den Hinweisen fÃ¼r Angebot und AusfÃ¼hrung sieht sie explizit eine "Arbeitsvergebung nach Pauschalpreis" vor, wobei sich der Zusatz "ausgefÃ¼llt mit Einheitspreisen" nur auf das nachfolgende Leistungsverzeichnis beziehen kann. Insofern ist es nicht richtig, wenn die Beschwerdegegnerin ausfÃ¼hren lÃ¤sst, sie sei nicht dazu verpflichtet gewesen, das von der BeschwerdefÃ¼hrerin angebotene Pauschalangebot zu berÃ¼cksichtigen, zumal diese das Leistungsverzeichnis wie verlangt ausgefÃ¼llt hat. Sie hat lediglich darauf verzichtet, die BetrÃ¤ge der Hauptzusammenstellung auf die erste Seite zu Ã¼bertragen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat die Leistungen zu einem Pauschalpreis von Fr. 430'400.- (netto, Mehrwertsteuer inbegriffen) offeriert, ohne jedoch Rabatt oder Skonto auf die Regiearbeit zu gewÃ¤hren. Die Mitbeteiligte hat ein Pauschalangebot in der HÃ¶he von Fr. 498'000.- eingereicht; zudem hat sie 3 % Rabatt und 2 % Skonto auf die Regiearbeiten gewÃ¤hrt. Die Mitbeteiligte hat Ã¼berdies eine Variante mit einer Preisreduktion von Fr. 19'000.- zum Betrag von Fr. 479'000.- (netto, Mehrwertsteuer inbegriffen) angeboten.</p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss Auswertungsblatt vom 23. Juni 2005 war das Maximum von 200 Punkten fÃ¼r einen Angebotspreis von Fr. 400'000.- vorgesehen. Von diesem Preis bzw. dieser Maximalpunktzahl ausgehend wurden die Angebote linear abgestuft bewertet, wobei pro Fr. 10'000.- Mehrpreis 4 Punkte abgezogen wurden.</p> <p class="Urteilstext">Der Vergabestelle steht zwar bei der Bewertung der Angebotspreise â ebenso wie bei den andern Zuschlagskriterien â ein erheblicher Spielraum zu. Die Bewertung muss jedoch der Gewichtung des Kriteriums Rechnung tragen, damit das im Voraus bekannt gegebene Gewicht tatsÃ¤chlich zum Tragen kommt (VGr, 18. Dezember 2002, BEZ 2003 Nr. 13 E. 3g und 4b, mit Hinweisen). Das ist bei der vorliegenden Berechnungsmethode nicht der Fall (vgl. dazu VGr, 21. September 2005, VB.2005.00227, E. 3, www.vgrzh.ch). BezÃ¼glich der Bewertung des Angebotspreises anerkennt die Beschwerdegegnerin deshalb zu Recht, dass das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin beim Unterkriterium "Angebotspreis" als gÃ¼nstigstes mit dem Punktemaximum von 200 Punkten zu bewerten ist und dem pauschalen Variantenangebot der Mitbeteiligten von Fr. 479'000.- nach der Berechnungsmethode gemÃ¤ss der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung und unter BerÃ¼cksichtigung einer Preisspanne von 50 % lediglich 156 â bzw. bei genauer Berechnung â 155 Punkte zuzusprechen sind.</p> <p class="Urteilstext">Im Ergebnis erhÃ¤lt das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin bei Unterkriterium "Angebotspreis" 200, dasjenige der Mitbeteiligten 155 Punkte.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.4 </b>Da sowohl die BeschwerdefÃ¼hrerin wie auch die Mitbeteiligte â abgesehen vom hÃ¶heren Ansatz der Mitbeteiligten fÃ¼r den Chefmonteur (Fr. 132.80 pro Stunde) â zu identischen RegieansÃ¤tzen offeriert haben, kommt fÃ¼r eine unterschiedliche Bewertung der Offerten beim Unterkriterium "RegieansÃ¤tze inkl. Rabatte" praktisch nur ein allenfalls gewÃ¤hrter Rabatt in Frage. Einen allfÃ¤lligen Skonto hat die Beschwerdegegnerin bei der Bewertung nicht berÃ¼cksichtigt.</p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat auf den Hauptauftrag keinen Rabatt gewÃ¤hrt, weshalb sie keine Punkte erhalten hat. Es stellt sich jedoch die Frage, ob die Bewertung des von der Mitbeteiligten gewÃ¤hrten Rabatts von 3 % mit 30 Punkten bzw. mit den beim Unterkriterium "RegieansÃ¤tze inkl. Rabatte" maximal mÃ¶glichen 50 Punkten noch im Ermessen der VergabebehÃ¶rde liegt.</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin geht bei dieser Vergabe nach eigenen Angaben von einem erheblichen Anteil â etwa 20 % des Auftragswerts â an Regiearbeiten aus, weshalb sie einen FÃ¼nftel der Punkte des Zuschlagskriteriums "Preis" fÃ¼r dieses Unterkriterium vorgesehen hat. Angesicht der Tatsache, dass es sich um ein Sanierungsvorhaben handelt, erscheint diese Annahme nicht als unrealistisch. In den Ausschreibungsunterlagen weist sie allerdings nirgends auf diese Problematik hin. Bei einem ursprÃ¼nglich angenommen Hauptauftragsvolumen von rund Fr. 400'000.- (Basis fÃ¼r Preisbewertung: "400 = 5") kommt dies einem Regieanteil von Fr. 80'000.- gleich. Der von der Mitbeteiligten gewÃ¤hrte Rabatt von 3 % wÃ¼rde eine Einsparung in der HÃ¶he von Fr. 2'400.- bringen. Legt man dieser Einsparung die Bewertungsskala fÃ¼r den Angebotspreis zu Grunde, entspricht dieser Betrag einer Punktedifferenz von gut 3 Punkten. Selbst wenn zum Zeitpunkt der Arbeitsvergabe mit Regiearbeiten im Umfang von 20 % des Auftragswerts zu rechnen war, ist es daher nicht gerechtfertigt, 30 oder, weil es sich um den hÃ¶chsten angebotenen Rabatt handelt, gar 50 Punkte fÃ¼r den zwar preisrelevanten Faktor "Rabatt auf Regiearbeiten" zu vergeben, ohne die GrÃ¶ssenordnung des Rabatts in absoluten Zahlen zu berÃ¼cksichtigen. Darauf weist die BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer Replik zu Recht hin.</p> <p class="Urteilstext">Die Bewertung des Unterkriteriums "RegieansÃ¤tze inkl. Rabatte" ist auch ferner nicht ohne WidersprÃ¼che. Einerseits nimmt die Beschwerdegegnerin ein Regiearbeitsvolumen von rund Fr. 80'000.- an, anderseits deklariert sie in den Ausschreibungsunterlagen: "Von Regiearbeiten wird bis max. Fr. 1'000.- gesprochen. DarÃ¼ber hinaus werden nur Nachtragsofferten akzeptiert." und "Entstehen durch neue oder abgeÃ¤nderte Positionen Mehr- oder Minderkosten, so sind vom Unternehmer Nachtragsofferten einzureichen." Wo aber neu bzw. nachtrÃ¤glich offeriert werden kann, ist auch wiederum die GewÃ¤hrung von Rabatten mÃ¶glich. Zudem ist zu bedenken, dass bei einem Angebot nach Einheitspreisen zusÃ¤tzliche Mengen (StÃ¼ckzahl, Laufmeter), die bei der Erstellung des Leistungsverzeichnisses aufgrund der UnwÃ¤gbarkeiten eines Sanierungsvorhabens noch nicht prÃ¤zis feststanden, zum offerierten Einheitspreis abgerechnet werden (Peter Gauch, Der Werkvertrag, 4. A., ZÃ¼rich 1996, Nr. 917).</p> <p class="Urteilstext">Diese UmstÃ¤nde lassen die Bewertung des Unterkriteriums "RegieansÃ¤tze inkl. Rabatte" als noch problematischer erscheinen. Ein Vorsprung der Mitbeteiligten von wesentlich mehr als 3 Punkten gemÃ¤ss der vorstehenden Berechnung lÃ¤sst sich jedenfalls nicht rechtfertigen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Beim Zuschlagskriterium <i>"SchlÃ¼sselpersonal/BefÃ¤higung"</i> hat die BeschwerdefÃ¼hrerin das Unterkriterium <i>"KonzessionstrÃ¤ger"</i> vorgesehen. Diesem war die PrÃ¤zisierung "Anzahl KonzessionstrÃ¤ger in Firma" beigefÃ¼gt (Allgemeine Submissionsbedingungen, Ziff. 17). Die anbietende Unternehmung hatte diesbezÃ¼glich anzugeben, dass sie "im Besitze einer Konzession fÃ¼r die AusfÃ¼hrung von sanitÃ¤ren Gas- und Wasserzuleitungen" ist. Dazu sahen die Ausschreibungsunterlagen eine Zeile fÃ¼r die Angabe vor, seit wann die Konzession vorlag, und eine weitere Zeile, um den KonzessionstrÃ¤ger der Unternehmung zu nennen. Sowohl die BeschwerdefÃ¼hrerin wie auch die Mitbeteiligten haben auf dieser Zeile den bzw. die jeweiligen KonzessionstrÃ¤ger namentlich angegeben.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht hierzu geltend, dass eine Unternehmung gegen Ã¼ber den Ã¶ffentlichen Versorgungswerken jeweils einen KonzessionstrÃ¤ger als verantwortlichen technischen Leiter zu nennen habe; mehrere KonzessionstrÃ¤ger gebe es in einer Unternehmung nicht, selbst wenn mehrere Personen dazu befÃ¤higt wÃ¤ren. Sie weise zehn Personen mit hÃ¶herer FachprÃ¼fung auf, die als KonzessionstrÃ¤ger fÃ¼r die Unternehmung in Frage kÃ¤men. GrundsÃ¤tzlich gebe es jedoch keine KonzessionstrÃ¤ger, sondern Unternehmungen mit Installationsbewilligungen. Die Bezeichnung KonzessionstrÃ¤ger stamme aus den frÃ¼hen 1970er-Jahren und sei lÃ¤ngst aus dem Sprachgebrauch verschwunden. Am Beispiel der StÃ¤dte ZÃ¼rich und Winterthur lasse sich zeigen, dass eine Unternehmung jeweils nur einen technischen Leiter nennen kÃ¶nne. Die Frage nach dem technischen Leiter sei als Eignungskriterium berechtigt, kÃ¶nne aber nicht auf diese Weise gewertet werden. Somit habe jede grÃ¶ssere Arbeitsgemeinschaft einen Vorteil auch dann, wenn gegenÃ¼ber den andern Anbietern keine bessere BefÃ¤higung vorliege. Die Punktvergabe bei diesem Unterkriterium beruhe auf unbrauchbaren Grundlagen.</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin bringt dagegen vor, dass eine Unternehmung mehr als einen KonzessionstrÃ¤ger gegenÃ¼ber dem Werk bezeichnen kÃ¶nne. Die BeschwerdefÃ¼hrerin habe es sich selbst zuzuschreiben, wenn sie es unterlassen habe, mehrere Personen zu bezeichnen. Die fÃ¼r die Installation von SanitÃ¤rleitungen als gefahrengeneigte TÃ¤tigkeit erforderliche Konzession werde personenbezogen ausgestellt. Das zeige auch das Schreiben der stÃ¤dtischen Werke der Stadt Winterthur, das die BeschwerdefÃ¼hrerin als Beilage zur Replik eingereicht habe. Je mehr KonzessionstrÃ¤ger eine Unternehmung zur VerfÃ¼gung stellen kÃ¶nne, umso eher sei eine AusfÃ¼hrung ohne VerzÃ¶gerungen gewÃ¤hrleistet. Die Beschwerdegegnerin sei insbesondere bei Ferienabwesenheiten darauf angewiesen, dass die erforderlichen Unterschriften fÃ¼r die AusfÃ¼hrungsplÃ¤ne vom KonzessionstrÃ¤ger ohne Verzug beigebracht werden kÃ¶nne. Die BeschwerdefÃ¼hrerin habe wÃ¤hrend der Offertphase keine Frage zu diesem Kriterium gestellt. Aufgrund der klaren Vorgaben in den Ausschreibungsunterlagen sei es gerechtfertigt, dass die als Arbeitsgemeinschaft anbietenden Mitbeteiligten mehr Punkte erhalten haben. Die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft sei auch der BeschwerdefÃ¼hrerin offen gestanden, um ein optimales Angebot einreichen zu kÃ¶nnen.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.2 </b>Vorab stellt sich die Frage, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin ihre sinngemÃ¤ss geÃ¤usserte Kritik am Unterkriterium "KonzessionstrÃ¤ger", es handle sich dabei nicht um ein quantitativ bewertbares Zuschlags-, sondern um ein Eignungskriterium, mit ihrer heutigen Beschwerde gegen den Zuschlag noch vorbringen kann. Die Beschwerdegegnerin macht geltend, die BeschwerdefÃ¼hrerin habe keine Fragen zu diesem Kriterium gestellt.</p> <p class="Urteilstext">Die Ausschreibung selbst nennt die Zuschlagskriterien nicht. Sie verweist dazu auf die Ausschreibungsunterlagen. Dort deutet der Zusatz "Anzahl KonzessionstrÃ¤ger in Firma" eher auf den quantitativen Charakter des Unterkriteriums hin. DemgegenÃ¼ber bringt die Formulierung "Der Unternehmer ist im Besitze <i>einer</i> Konzession [â¦]." (Hervorhebung hinzugefÃ¼gt) eher eine Voraussetzung zum Ausdruck, die lediglich erfÃ¼llt sein muss. Die leere Zeile "KonzessionstrÃ¤ger" ist von den verfahrensbeteiligten Anbieterinnen zur namentlichen Nennung des bzw. der jeweiligen KonzessionstrÃ¤ger verwendet worden. Eine blosse Anzahl wurde in beiden Offerten nicht genannt. Rein quantitativ ist die Angabe jedenfalls nicht verstanden worden. Die Ausschreibungsunterlagen sind insofern nicht klar. Aus diesen Angaben mussten die Anbieter nicht schliessen, dass die Beschwerdegegnerin das Zuschlagskriterium im hier strittigen Sinn verwenden werde.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.3 </b>Da fehlerhafte Installationen von Wasserleitungen erhebliche Gefahren in sich bergen und grosse SchÃ¤den verursachen kÃ¶nnen, kennen viele Gemeinden eine Bewilligungspflicht fÃ¼r derartige Arbeiten, so auch die Stadt BÃ¼lach fÃ¼r das Versorgungsgebiet ihres stÃ¤dtischen Werks. GemÃ¤ss Art. 38 der Verordnung Ã¼ber die Wasserversorgung vom 27. November 1989 der Stadt BÃ¼lach dÃ¼rfen Hausinstallationen nur durch Installateure, die Inhaber einer Bewilligung der Stadt BÃ¼lach sind, erstellt, verÃ¤ndert oder unterhalten werden. GestÃ¼tzt auf diese Verordnung hat der Stadtrat von BÃ¼lach die Bestimmungen Ã¼ber die Erteilung von Bewilligungen zur AusfÃ¼hrung von Wasserinstallationen erlassen, die seit 1. Januar 1990 in Kraft sind. In Art. 1 wiederholen die Bestimmungen fÃ¼r Wasserinstallation das Erfordernis, dass sie nur durch Installateure mit entsprechender Bewilligung ausgefÃ¼hrt werden dÃ¼rfen. GemÃ¤ss Art. 2 wird die Bewilligung auf schriftliches Gesuch hin vom Bau- und Werkausschuss erteilt (Abs. 1). Sie wird nur an Einzelpersonen erteilt. Juristische Personen oder Personengesellschaften haben einen in leitender Funktion stehenden technischen Mitarbeiter, der die Anforderungen gemÃ¤ss Art. 4 der Bestimmungen erfÃ¼llt, als Bewilligungsinhaber zu bezeichnen (Abs. 2). Laut Art. 4 erfÃ¼llt die Anforderungen fÃ¼r die Erteilung, wer Ã¼ber das eidgenÃ¶ssische Diplom als SanitÃ¤r-Installateur (lit. a), ein kantonales FÃ¤higkeitszeugnis als SanitÃ¤rtechniker (lit. b) oder eine vergleichbare Ausbildung verfÃ¼gt (lit. c). Wenn die Bedingungen fÃ¼r eine allgemeine Bewilligung nicht erfÃ¼llt sind, kann der Bau- und Werkausschuss eine Einzelbewilligung erteilen, sofern GewÃ¤hr fÃ¼r eine fachgerechte AusfÃ¼hrung besteht (Abs. 2).</p> <p class="Urteilstext">FÃ¼r die VergabebehÃ¶rde kann somit nur von Bedeutung sein, ob ein Anbieter eine Installationsbewilligung des Bau- und Werkausschusses BÃ¼lach besitzt bzw. ob er die Voraussetzungen zur Erlangung der Bewilligung erfÃ¼llt; die Konzession oder Bewilligung irgendeines Gemeinwesens kann hingegen nicht von Interesse sein. Ãberdies ist nicht ersichtlich, inwiefern von einer Mehrzahl solcher Konzessionen bzw. Installationsbewilligungen auf eine bessere BefÃ¤higung zur AusfÃ¼hrung der ausgeschriebenen Arbeiten geschlossen werden kann. Da die VergabebehÃ¶rde in den Ausschreibungsunterlagen nicht spezifische Angaben bezÃ¼glich einer Konzession bzw. einer Installationsbewilligung fÃ¼r Arbeiten im Versorgungsbereich der stÃ¤dtischen Betriebe der Stadt BÃ¼lach verlangt hat, und da die Angaben zu den BeschÃ¤ftigten mit Fachausbildung bzw. hÃ¶herer Fachausbildung bereits genÃ¼gend RÃ¼ckschlÃ¼sse auf die Voraussetzungen zur Erlangung der notwendigen Installationsbewilligung erlauben, eignet sich das Unterkriterium "KonzessionstrÃ¤ger" nicht zur quantitativen Bewertung der BefÃ¤higung. Es ist deshalb samt den dafÃ¼r erteilten Punkten nicht zu berÃ¼cksichtigen.</p> <p class="Urteilstext">Das Argument der Beschwerdegegnerin, bei Ferienabwesenheiten darauf angewiesen zu sein, dass die Unterschriften fÃ¼r die AusfÃ¼hrungsplÃ¤ne ohne Verzug beigebracht werden kÃ¶nnen, ist nicht Ã¼berzeugend. GemÃ¤ss der erwÃ¤hnten Verordnung Ã¼ber die Wasserversorgung ist nur die <i>Erstellung</i> der Hausinstallationen durch Installateure mit einer Bewilligung vorgeschrieben (Art. 38), die <i>Einreichung des Gesuchs</i> vor Erstellung bzw. Ãnderung der Installation muss nicht durch einen Bewilligungsinhaber geschehen (Art. 37).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Nach dem Gesagten ergibt sich folgende verÃ¤nderte Punkteverteilung:</p> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Zuschlagskriterien</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Gewichtung</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Punkte<br/> BeschwerdefÃ¼hrerin</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Punkte<br/> Mitbeteiligte</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">1. Preis</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">50 %</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> </p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> Angebotspreis</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> 40 %</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b>200</b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b>155</b></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> RegieansÃ¤tze inkl. Rabatte</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> 10 %</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b>47</b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b>50</b></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">2. QualitÃ¤t</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">20%</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> </p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> AuskÃ¼nfte/Referenzen</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">57</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">66</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">3. SchlÃ¼sselpersonal/BefÃ¤higung</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">30 %</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> </p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> Ausbildungsstand Mitarbeiter</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> 10 %</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">25</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">23</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> Lehrlinge</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> 10 %</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">42</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">46</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> KonzessionstrÃ¤ger</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"> 10 %</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b>0</b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b>0</b></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">Gesamtbewertung (max. 500 Punkte)</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext">100 %</p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b>371</b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b>340</b></p> </td> </tr> </table> <p class="Urteilstext">Da das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin bereits nach PrÃ¼fung der Vorbringen gegen die Bewertung des Zuschlagskriteriums "Preis" sowie des Unterkriteriums "KonzessionstrÃ¤ger" eine bessere Bewertung als dasjenige der Mitbeteiligten erhÃ¤lt, brauchen die weiteren RÃ¼gen nicht mehr geprÃ¼ft zu werden.</p> <p class="Urteilstext">Ebenso ist an der Punktezahl bei den Ã¼brigen, nicht preislichen Kriterien nichts zu Ã¤ndern. Die Beschwerdegegnerin ist zwar der Ansicht, dass â nachdem beim Kriterium "Preis" eine Multiplikation der erzielten Punkte mit dem Faktor 5 erfolgt sei â auch die weiteren Kriterien mit diesem Faktor zu bewerten seien. Dazu verweist sie auf eine korrigierte Auswertung vom 22. Juli 2005. Aus dieser korrigierten Fassung geht allerdings nicht eine blosse Multiplikation der Anzahl Punkte mit dem Faktor 5 hervor, sondern sie zeigt, dass die VergabebehÃ¶rde auch bei den Ã¼brigen Kriterien das jeweils beste Angebot mit der pro Kriterium erreichbaren Maximalpunktzahl und die weiteren Angebote in AbhÃ¤ngigkeit davon bewertet hat. In der ursprÃ¼nglichen Fassung der Auswertung hat sie die Angebote nach einem vorgÃ¤ngig festgelegten Punkteraster bewertet. Dieser "Systemwechsel" analog zur Bewertung des Angebotspreises ist bei den Ã¼brigen Kriterien fÃ¼r eine der Gewichtung entsprechende Bewertung nicht erforderlich. Die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene nachtrÃ¤gliche Korrektur ist somit nicht zulÃ¤ssig.</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin macht in ihrer Beschwerdeantwort schliesslich geltend, das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤tte wegen einer fehlenden Unterschrift und einer nicht beantworteten Frage in der Selbstdeklaration (Allgemeine Submissionsbedingungen, S. 8 und 9) auch ausgeschlossen werden kÃ¶nnen. Diese MÃ¤ngel mÃ¼ssten jedenfalls nicht zwingend zum Ausschluss der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼hren. Nachdem sich die Beschwerdegegnerin nicht bereits wÃ¤hrend des Submissionsverfahrens in Anwendung von § 28 lit. h SubmV zu einem Ausschluss entschieden hat, kann sie sich nachtrÃ¤glich, wÃ¤hrend des Beschwerdeverfahrens, nicht mehr auf diesen Ausschlussgrund berufen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.6 </b>Im Ergebnis hÃ¤tte die BeschwerdefÃ¼hrerin somit insgesamt 371 Punkte, die Mitbeteiligte lediglich 340 Punkte erhalten sollen. Nachdem die Beschwerdegegnerin jedoch den Vertrag mit der Mitbeteiligten am 4. August 2005 abgeschlossen hat, kann die Beschwerdeinstanz lediglich noch feststellen, dass der angefochtene Entscheid rechtswidrig ist (Art. 18 Abs. 2 IVÃ¶B; RB 1999 Nr. 58 = BEZ 1999 Nr. 26 = ZBl 101/2000, S. 271).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss wird die Beschwerdegegnerin kostenpflichtig (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG) und steht ihr eine ParteientschÃ¤digung von vornherein nicht zu. Hingegen sind trotz ihres Obsiegens die Voraussetzungen fÃ¼r das Zusprechen einer ParteientschÃ¤digung an die nicht anwaltlich vertretene BeschwerdefÃ¼hrerin nicht erfÃ¼llt (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG).</p> <p class="Urteilstext">Soweit auf den Antrag der BeschwerdefÃ¼hrerin auf EntschÃ¤digung fÃ¼r entgangenen Gewinn nicht eingetreten wurde, ist sie als unterliegend zu betrachten. Das geringe Mass ihres Unterliegens rechtfertigt jedoch keine anteilmÃ¤ssige Kostenauflage.</p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug2"><span>1. In teilweiser</span> Gutheissung<span> der Beschwerde wird festgestellt, dass der Entscheid der Oberstufenschulgemeinde BÃ¼lach vom 27. Juni 2005 betreffend Arbeitsvergabe "Trinkwassersanierung, SanitÃ¤re Anlagen BKP 25" rechtswidrig ist.</span></p> <p class="Einzug2"><span> Im Ãbrigen wird auf die Beschwerde nicht eingetreten.</span></p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 280.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'280.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>