<h2>SubmittedText<h2><p>Fälle von Gewaltverbrechen durch beurlaubte oder bedingt entlassene Gefängnisinsassen und Kranke im Massnahmenvollzug rufen nach einer Verbesserung der Situation. Mit Blick auf die föderalistischen Strukturen drängt sich in gewissen Bereichen ein verstärktes Engagement des Bundes auf. Der Bundesrat wird daher ersucht, die folgenden Ziele zu verwirklichen:</p><p>1. Der Bund wirkt massgeblich bei der gesamtschweizerischen Koordination im Massnahmenvollzug mit.</p><p>2. Der Bund fördert die Errichtung von mehreren kleinen und auf bestimmte Diagnosegruppen ausgerichteten Institutionen für den Massnahmenvollzug. Diese Institutionen können auch an bestehende Gefängnisse oder psychiatrische Kliniken angegliedert werden. Die stationären Einrichtungen sind mit ambulanten Behandlungs- und Nachsorgeketten zu verbinden.</p><p>3. Der Bund sorgt für die Einrichtung eines forensisch-psychiatrischen, noch besser eines multidisziplinär arbeitenden, vollausgebauten kriminologischen Instituts. Dieses wird u.a. auch mit der Forschung bezüglich der wirklichen Bedürfnisse im Rahmen des Massnahmenvollzugs betraut.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2>Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.