<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">IV.2008.00142</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <font size="4">III. Kammer</font><br/> <font size="4">Sozialversicherungsrichter Spitz, Vorsitzender</font> <p><font size="4">Sozialversicherungsrichterin Annaheim</font> </p><p><font size="4">Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer</font> </p><p><font size="4">Gerichtssekretär Vogel</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Urteil vom 28. Februar 2008</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4">B.___</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdeführer</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Denis G. Humbert</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Schmid Heinzen Humbert, Rechtsanwälte</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Meisenweg 9, Postfach, 8038 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Sachverhalt:</font></b><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1. Mit Urteil vom 12. März 2007 hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich eine Beschwerde des Versicherten B.___ in dem Sinne gut, dass es den rentenherabsetzenden Einspracheentscheid vom 30. September 2005 aufhob und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückwies, damit sie über den Rentenanspruch des Versicherten nach dem 1. Januar 2004 und den Umfang der Rückerstattungspflicht nach Durchführung von Abklärungen im Sinne der Erwägungen neu verfüge (Urk. 8/124, Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 12. März 2007 in der berichtigten Fassung gemäss Verfügung vom 17. August 2007 [Urk. 8/123]).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Mit Schreiben vom 22. Oktober 2007 (Urk. 8/127) teilte die IV-Stelle dem Versicherten den vorgesehenen Entscheid mit (Vorbescheid vom 22. Oktober 2007 [Urk. 8/129 = 8/130 = 3/5]). Mit Eingabe vom 22. November 2007 machte B.___ dagegen Einwände geltend (Urk. 8/134).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Mit Verfügung vom 7. Januar 2008 forderte die IV-Stelle zuviel bezogene Rentenleistungen im Betrag von gesamthaft Fr. 26'712.-- zurück (Urk. 2 [= 8/144]).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2. Dagegen führt B.___ mit Eingabe vom 4. Februar 2008 Beschwerde an das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich (Urk. 1). Er beantragt, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben, von der Rückforderung zuviel ausgerichteter Rentenleistungen sei abzusehen und es sei festzustellen, dass er ab 1. Januar 2004 bis zum Ende seiner Invalidität Anspruch auf eine Dreiviertelsrente der Invalidenversicherung habe (Urk. 1 S. 2). Sodann stellte er den Verfahrensantrag, die der Beschwerde entzogene aufschiebende Wirkung wieder zu erteilen (Urk. 1 S. 2).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Die IV-Stelle erklärt mit Beschwerdeantwort vom 13. Februar 2008, dass die mit der Bezeichnung "Verfügungsteil 2" versehene Begründung der Verfügung vom 7. Januar 2008 dem Beschwerdeführer nicht zugestellt worden sei; da die angefochtene Verfügung somit an einem formellen Mangel leide, sei die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, dass diese aufzuheben und die Sache an die IV-Stelle zum Erlass einer ordnungsgemäss begründeten Verfügung zurückzuweisen sei (Urk. 7).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Das Gericht zieht in Erwägung:</font></b><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1. Der Beschwerdeführer macht mit der Beschwerde geltend, dass die angefochtene Verfügung mangelhaft begründet sei. Eine Auseinandersetzung mit seinen im Vorbescheidverfahren vorgebrachten Argumenten fehle vollständig (Urk. 1 S. 4 f.).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2. Die IV-Stelle räumt in der Beschwerdeantwort ein, dass die angefochtene Verfügung vom 7. Januar 2008 mangelhaft begründet sei, da die mit der Bezeichnung "Verfügungsteil 2" versehene Begründung dem Beschwerdeführer nicht zugestellt worden sei. Sie führt weiter aus, damit sei die Begründungspflicht und der Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzt worden. Die Beschwerde sei deshalb in dem Sinne gutzuheissen, dass die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache an sie zurückzuweisen sei, damit eine ordnungsgemäss begründete Verfügung erlassen werden könne (Urk. 7).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht einräumt, vermag die angefochtene Verfügung vom 7. Januar 2008 den Anforderungen an die Begründungspflicht nicht zu genügen. Damit wurde der Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzt. Entsprechend ist die Verfügung vom 7. Januar 2008 aufzuheben und die Sache an die IV-Stelle zum Erlass einer ordnungsgemäss begründeten neuen Verfügung zurückzuweisen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">4. Da das Beschwerdeverfahren mit dem heutigen Urteil erledigt ist, erweist sich das Gesuch des Beschwerdeführers, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung wieder zu erteilen, als gegenstandslos.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">5. Gestützt auf Art. 69 Abs. 1</font><sup><font face="RotisSerif" size="4">bis</font></sup><font face="RotisSerif" size="4"> IVG in der seit dem 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassung ist das Verfahren für die unterliegende Partei kostenpflichtig. Die Kosten sind unabhängig vom Streitwert nach dem Verfahrensaufwand festzulegen und vorliegend auf Fr. 300.-- anzusetzen. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung als vollständiges Obsiegen (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 10. Februar 2004 i.S. K., U 199/02, Erw. 6 mit Hinweis auf BGE 110 V 57 Erw. 3a; SVR 1999 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 3). Entsprechend diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der vertretene obsiegende Beschwerdeführer hat sodann Anspruch auf eine Prozessentschädigung (§ 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [GSVGer]).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Das Gericht erkennt:</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung vom 7. Januar 2008 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit sie eine ordnungsgemäss begründete Verfügung erlasse.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung von Fr. 1'600.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Rechtsanwalt Dr. Denis G. Humbert, unter Beilage des Doppels von Urk. 7</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Bundesamt für Sozialversicherungen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">sowie an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- die Gerichtskasse (nach Eintritt der Rechtskraft)</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">5. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p></div></body></html>