Übereinkommen zwischen der Schweiz und Frankreich zur Bekämpfung des Jagdfrevels in den Grenzwaldungen, als Anhang zur Übereinkunft vom 23. Februar 1882 betreffend die grenznachbarlichen Verhältnisse und die Beaufsichtigung der Grenzwaldungen <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/8/183_179_183/18850807/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/8/183_179_183/18850807"/><FRBRdate date="1885-08-07" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1884-10-31" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1885-08-07" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.922.934.9"/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 31 ottobre 1884 tra la Svizzera e la Francia per la repressione dei delitti di caccia nei boschi confinari, addizionale alla Convenzione del 23 febbraio 1882 sui rapporti di vicinato e sulla sorveglianza delle foreste limitrofe" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen zwischen der Schweiz und Frankreich zur Bekämpfung des Jagdfrevels in den Grenzwaldungen, als Anhang zur Übereinkunft vom 23. Februar 1882 betreffend die grenznachbarlichen Verhältnisse und die Beaufsichtigung der Grenzwaldungen" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 31 octobre 1884 pour la répression des délits de chasse additionnelle à la convention franco-suisse du 23 février 1882 sur les rapports de voisinage et la surveillance des forêts limitrophes" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/8/183_179_183/18850807/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/8/183_179_183/18850807/de"/><FRBRdate date="1885-08-07" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1884-10-31" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1885-08-07" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/8/183_179_183/18850807/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/8/183_179_183/18850807/de/xml"/><FRBRdate date="1885-08-07" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1884-10-31" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1885-08-07" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.922.934.9 </docNumber></p><p> BS <b>14</b> 208; BBl <b>1882</b> I 730</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Übersetzung<i><authorialNote><p> Übersetzung des französischen Originaltextes.</p></authorialNote></i></p><p><docTitle>Übereinkunft<br/>zwischen der Schweiz und Frankreich zur Bekämpfung des Jagdfrevels<br/>in den Grenzwaldungen, als Anhang zur Übereinkunft vom<br/>23. Februar 1882<b><authorialNote><p> [AS<b> 6</b> 468, <b>15</b> 218. <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/54/207_207_204" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.631.256.934.99</b> </ref>Art. 12 Abs. 3]</p></authorialNote></b> betreffend die grenznachbarlichen Verhältnisse und die Beaufsichtigung der Grenzwaldungen<b><authorialNote><p> Die Übereink. vom 31. Jan. 1938 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/54/207_207_204" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.631.256.934.99</b></ref>) hat die Weitergeltung der vorliegenden Übereink. bestätigt (Art. 12 Abs. 4).</p></authorialNote></b></docTitle></p><p>Abgeschlossen am 31. Oktober 1884</p><p>Von der Bundesversammlung genehmigt am 18. Dezember 1884<authorialNote><p> AS <b>8</b> 182</p></authorialNote></p><p>Ratifikationsurkunden ausgetauscht am 7. August 1885</p><p> (Stand am 7. August 1885)</p></preface><preamble><p>Der Bundesrat der Schweizerischen Eidgenossenschaft<br/>und<br/>der Präsident der Französischen Republik,</p><p>vom gleichen Wunsche beseelt, längs der französisch-schweizerischen Grenze die Bekämpfung des Jagdfrevels in ähnlicher Weise zu sichern, wie dies für die Waldfrevel durch die Übereinkunft vom 23. Februar 1882 betreffend die grenznachbarlichen Verhältnisse und die Beaufsichtigung der Grenzwaldungen<authorialNote><p> Die Übereink. vom 31. Jan. 1938 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/54/207_207_204" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.631.256.934.99</b></ref>) hat die Weitergeltung der vorliegenden Übereink. bestätigt (Art. 12 Abs. 4).</p></authorialNote> bereits geschehen ist, haben beschlossen, zu diesem Zwecke einen besonderen Anhang zur Übereinkunft zu vereinbaren, und zu ihren Bevollmächtigten ernannt:</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">(Es folgen die Namen der Bevollmächtigten)</p><p>welche, nach gegenseitiger Mitteilung ihrer in guter und gehöriger Form befundenen Vollmachten, sich über folgende Artikel </p><p>geeinigt haben:</p></preamble><body><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><paragraph eId="art_1/para"><content><p>Zur Bekämpfung des Jagdfrevels und zur Erleichterung des Strafverfahrens bei vorkommenden diesbezüglichen Freveln und Übertretungen wird, vorbehältlich der in beiden Ländern zur Verhütung von Verletzungen der Jagdgesetze bestehenden reglementarischen Kontrolle, ein Gebiet von 10 km Breite auf jeder Seite der Grenze folgenden Bestimmungen unterstellt:</p></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><paragraph eId="art_2/para"><content><p>Bürger des einen vertragschliessenden Staates, welche innerhalb des Genzgebietes des anderen Staates eine Jagd gepachtet haben, dürfen zu deren Hut Jagdaufseher anstellen.</p><p>Diese Aufseher haben hinsichtlich ihrer Staatsangehörigkeit und ihrer Qualifikation dieselben Bedingungen zu erfüllen, welche durch die Gesetze und Verordnungen desjenigen Landes, in welchem sich die Jagd befindet, verlangt werden; sie werden beeidigt und installiert von der zuständigen Behörde dieses nämlichen Landes.<authorialNote><p> Siehe das Jagdgesetz vom 20. Juni 1986 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1988/506_506_506" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>922.0</b></ref><b>)</b></p></authorialNote></p><p>Ihre Befugnisse und Obliegenheiten sind die gleichen, wie diejenigen der Aufseher für Jagden deren Pächter nicht Ausländer sind.</p><p>Die durch ihre Ernennung und durch die Ausübung ihrer Funktionen veranlassten Kosten sind von den Jagdpächtern zu tragen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><paragraph eId="art_3/para"><content><p>Um den Vergehen und Übertretungen, welche in den angrenzenden Jagdbezirken begangen werden, wirksamer entgegen zu treten, verpflichten sich die beiden hohen vertragschliessenden Staaten, ihre Angehörigen, welche solche Übertretungen auf dem fremden Gebiete begangen haben sollten, in gleicher Weise und unter Anwendung der nämlichen Gesetze gerichtlich zu verfolgen, wie wenn sie sich des Vergehens im eigenen Lande schuldig gemacht hätten.</p><p>Die Strafeinleitung erfolgt, insofern nicht bereits ein Urteil in dem Lande gefällt worden ist, in welchem die Übertretung stattgefunden hat, nachdem der betreffende Verbalprozess durch die zuständige Behörde dieses Landes an die Behörde desjenigen Landes, welchem der Beschuldigte angehört, amtlich übermittelt worden ist.</p><p>Der Staat, in welchem das Urteil gefällt wird, bezieht nur den Betrag der Bussen und Kosten, wogegen die Entschädigungen an die Kassen desjenigen Staates einzuzahlen sind, in welchem die Übertretungen begangen wurden.</p><p>Die von den beeidigten Jagdaufsehern in einem der beiden Länder vorschriftsgemäss gefertigten Verbalprozesse sind, bis zur Erbringung des Gegenbeweises, vor den Gerichten des andern Landes beweiskräftig.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><paragraph eId="art_4/para"><content><p>Sollten in der Strafgesetzgebung des einen oder des andern Staates Änderungen nötig befunden werden, um die Ausführung vorstehender Artikel zu sichern, so verpflichten sich die beiden hohen vertragschliessenden Teile, sobald als möglich Vorkehrungen behufs Vornahme  dieser Änderungen zu treffen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><paragraph eId="art_5/para"><content><p>Gegenwärtige Zusatz-Übereinkunft ist zu ratifizieren und die Ratifikationsurkunden sind innerhalb eines Jahres, oder, wenn tunlich, vorher in Paris auszuwechseln. Sie bleibt ebensolange in Kraft wie die Übereinkunft vom 23. Februar 1882 betreffend die grenznachbarlichen Verhältnisse und die Beaufsichtigung der Grenzwaldungen<authorialNote><p> Siehe Fussnote zum Tit.</p></authorialNote> und kann nur gleichzeitig mit jener Übereinkunft und gleicher Weise gekündigt werden.</p></content></paragraph></article><signature><p><i>Zu Urkund dessen</i> haben die beiderseitigen Bevollmächtigten die gegenwärtige Übereinkunft unterzeichnet und derselben ihre Siegel beigedrückt.</p><p>So geschehen in doppelter Ausfertigung zu Paris, am 31. Oktober 1884.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">(Es folgen die Unterschriften)</p></signature></body></act></akomaNtoso>