<h2>SubmittedText<h2><p>Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) hat 1994 in einer breit angelegten Untersuchung bei Jugendlichen eine massive Zunahme des Konsums von Alkohol, Tabak und Haschisch festgestellt. Die anonym durchgeführte Erhebung ergab, dass - hochgerechnet - rund 12 000 der 470 000 Schulkinder im Alter von elf bis sechzehn Jahren täglich Alkohol trinken. Der Vergleich zu früheren Jahren zeigt, dass sich der Anteil der Mädchen seit 1986 mehr als verdoppelt hat. Während 1986 noch 4 Prozent der Jugendlichen rauchten, waren es 1994 bereits 7 Prozent. Auch der Konsum von illegalen Drogen ist bei Jugendlichen in erschreckendem Masse gestiegen. Die Hemmschwelle ist gesunken. Haschisch ist bei Jugendlichen zu einer Alltagsdroge geworden.</p><p>Die Experten der SFA fordern eine intensive Suchtprävention, bei der auch die politischen Instanzen zur Mitarbeit aufgefordert werden. Engagierte Lehrkräfte und besorgte Eltern erwarten eine aktive Unterstützung durch die politischen Instanzen.</p><p>Ich stelle deshalb die folgenden Fragen:</p><p>1. Wie beurteilt der Bundesrat die gefährliche Entwicklung des Drogenkonsums bei Schulkindern?</p><p>2. Besteht die Gefahr, dass durch die umfangreichen Massnahmen im Bereich der harten Drogen die Aktivitäten (Aufklärung, Schutzmassnahmen, Verbote) bei den legalen Drogen und den illegalen weichen Drogen vernachlässigt werden?</p><p>3. Welche Möglichkeiten hat der Staat, und welche Massnahmen kann er ergreifen, um die Eltern und die Schule bei der Prävention zu unterstützen?</p><p>4. Beabsichtigt der Bundesrat, in einem zukünftigen Suchtpräventionsgesetz spezielle Schutzmassnahmen für Minderjährige zu treffen?</p>