A bteilung V E -6336/2007 {T 0/2} U rte il v o m 2 8 . S e p te m b e r 2 0 0 7 R ichterin M arianne Teuscher (Vorsitz), R ichter Kurt G ysi, R ichter Francois Badoud, G erichtsschreiber Sim on Bähler. Z_______, geboren 1970, Äthiopien, T_______, ____ R _______, vertreten durch lic. iur. D aniel H abte, Badenerstrasse 16, Postfach 4115, 8021 Zürich, Beschw erdeführer, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Verfügung vom 7. Septem ber 2007 i.S. N ichteintreten auf Asylgesuch und W egw eisung / N ________. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandE -6336/2007 D as B undesverw altungsgericht stellt fest und erw ägt: dass der Beschw erdeführer eigenen Angaben zufolge Äthiopien am 22. Juni 2005 verlassen und in Italien eine Asylgesuch gestellt habe, w elches abgew iesen w orden sei, dass er am 3. D ezem ber 2005 in der Schw eiz um Asyl ersuchte, dass er am 14. D ezem ber 2005 im Em pfangszentrum C hiasso sum m arisch befragt und anlässlich der Anhörung durch das M igrationsam t des Kantons Zürich vom 16. M ai 2006 ausführte, einer bew affneten am harischen Bew egung m it der Bezeichnung "M AD " angehört zu haben, dass er am 8. Juni 2005 an einer D em onstration der Bew egung KIN IJIT teilgenom m en zu haben, dass er am 18. Juni 2005 festgenom m en und zu seiner R ebellentätig- keit in der "M AD " befragt w orden zu sein, dass er nach drei Tagen auf einem Transport m it drei anderen M itge- fangenen entkom m en sei, dass er in Italien ein Asylverfahren durchlaufen habe, w elches aber abgelehnt w orden sei, w eshalb er Italien habe verlassen m üssen, dass das BFM m it Verfügung vom 7. Septem ber 2007 - eröffnet am 15. Septem ber 2007 - in Anw endung von A rt. 32 Abs. 2 Bst. f AsylG auf dieses Asylgesuch nicht eintrat und die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie den Vollzug anordnete, dass der Beschw erdeführer m it Eingabe vom 19. Septem ber 2007 (Poststem pel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverw altungsge- richt Beschw erde erhob und dabei unter anderem beantragte, die an- gefochtene Verfügung sei aufzuheben und zur m ateriellen Prüfung an die Vorinstanz zurückzuw eisen, dass er ferner die G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege, sow ie den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses beantragte, S eite 2E -6336/2007 dass die vorinstanzlichen Akten am 25. Septem ber 2007 beim Bundes- verw altungsgericht eintrafen (A rt. 109 Abs. 2 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG , SR 142.31]), dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden ge- gen Verfügungen (A rt. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren [Vw VG , SR 172.021]) des BFM ent- scheidet (A rt. 105 AsylG i.V.m . A rt. 31 - 34 des Verw altungsgerichts- gesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]; A rt. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.119]), dass der Beschw erdeführer legitim iert ist, w eshalb auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde einzutreten ist (A rt. 108a AsylG sow ie A rt. 6 AsylG i.V.m . A rt. 48 und 52 Vw VG ), dass m it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (A rt. 106 Abs. 1 AsylG ), dass die Beurteilung von Beschw erden gegen N ichteintretensentschei- de praxisgem äss auf die Ü berprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschw erdeinstanz som it dar- auf beschränkt ist, bei Begründetheit des R echtsm ittels die angefoch- tene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (EM AR K 2004 N r. 34, Erw . 2.1., S. 240 f.), dass die Vorinstanz dem gegenüber die Frage der W egw eisung sow ie deren Vollzugs m ateriell geprüft hat, w eshalb dem Bundesverw altungs- gericht einzig diesbezüglich volle Kognition zukom m t, dass die vorliegende Beschw erde - w ie sich aus den nachstehenden Erw ägungen ergibt - offensichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeent- scheid lediglich sum m arisch zu begründen ist (A rt. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ; vereinfachtes Verfahren), dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten w ird, w enn Asylsuchende in einem Staat der Europäischen U nion (EU ) oder des Europäischen S eite 3E -6336/2007 W irtschaftsraum s (EW R ) einen ablehnenden Asylentscheid erhalten haben, dass diese Bestim m ung keine Anw endung findet, w enn die Anhörung H inw eise auf zw ischenzeitlich eingetretene Ereignisse ergibt, die ge- eignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen oder die für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes relevant sind (A rt. 32 Abs. 2 Bst. f AsylG ), dass der Beschw erdeführer sein Asylgesuch in Italien im W esentlichen gleich begründete, w ie jenes in der Schw eiz, dass der Beschw erdeführer in der Schw eiz an D em onstrationen der äthiopischen O ppositionsbew egung Kinijit (C oalition for U nity and D e- m ocracy Party [C U D , auch C U PD ]) teilnahm , dass er in dieser Bew egung, bei w elcher es sich um ein Bündnis m eh- rerer O ppositionsparteien handelt, gem äss seinen Ausführungen keine w ichtige Position einnim m t und den Akten keine erheblichen früheren Aktivitäten für diese Bew egung zu entnehm en sind, dass die äthiopischen Behörden im N ovem ber 2005 die gesam te Füh- rung der C U D verhaften liess und des Landesverrats sow ie der O rga- nisation eines gew altsam en Aufstandes bezichtigte, dass norm ale Parteim itglieder jedoch nur behelligt w urden, w enn sie an D em onstrationen in Äthiopien teilnahm en, dass som it davon ausgegangen w erden kann, dass dem Beschw erde- führer für seine Aktivitäten im Ausland keine erheblichen N achteile drohen, dass das BFM dem nach in Anw endung von A rt. 32 Abs. 2 Bst. f AsylG zu R echt auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eingetreten ist, dass das N ichteintreten auf ein Asylgesuch in der R egel die W egw ei- sung aus der Schw eiz zur Folge hat, vorliegend der Beschw erdeführer w eder eine Aufenthaltsbew illigung besitzt noch einen Anspruch auf Er- teilung einer solchen hat, w eshalb die verfügte W egw eisung im Ein- klang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht und zu bestätigen ist (A rt. 44 Abs. 1 AsylG , A rt. 32 Bst. a AsylV 1; vgl. EM AR K 2001 N r. 21), S eite 4E -6336/2007 dass zu prüfen bleibt, ob es G ründe gibt, die dem Vollzug der W egw ei- sung entgegenstehen, da im Fall eines unzulässigen, unzum utbaren oder unm öglichen Vollzugs das Anw esenheitsverhältnis nach den Bestim m ungen des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer (AN AG ; SR 142.20) über die vorläufige Aufnahm e zu regeln ist (A rt. 44 Abs. 2 AsylG ), dass der Vollzug der W egw eisung in Beachtung der m assgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestim m ungen zulässig ist, da der Be- schw erdeführer keine Verfolgung oder begründete Furcht vor N achtei- len darzulegen verm ag, w elche geeignet w äre, seine Flüchtlingseigen- schaft zu begründen, und auch keine Anhaltspunkte für eine andere m enschenrechtsw idrige Behandlung ersichtlich sind, die ihm in seinem tatsächlichen H eim at- oder H erkunftsstaat droht (A rt. 14a Abs. 3 AN AG ), dass in Äthiopien kein Klim a allgem einer G ew alt herrscht und den Ak- ten keine glaubhaften H inw eise auf eine individuelle G efährdung des Beschw erdeführers zu entnehm en sind, w eshalb der Vollzug der W eg- w eisung auch zum utbar erscheint (A rt. 14A Abs. 4 AN AG ), dass sich aufgrund der Akten schliesslich keine H inw eise auf das Vor- liegen technischer Vollzugshindernisse ergeben, w eshalb der Vollzug auch als m öglich erscheint (A rt. 14a Abs. 2 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG ; SR 142.20]), dass es dem Beschw erdeführer dem nach nicht gelungen ist darzutun, inw iefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (A rt. 106 AsylG ), w eshalb die Beschw erde ab- zuw eisen ist, dass eine Partei, die nicht über die erforderlichen M ittel verfügt, auf Antrag hin von der Bezahlung der Verfahrenskosten befreit w ird, sofern ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint (A rt. 65 Abs. 1 Vw VG ), dass eine Beschw erde dann als aussichtlos gilt, w enn die G ew inn- chancen beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet w erden können (vgl. BG E 125 II 265 E. 4b S. 275), S eite 5E -6336/2007 dass sich in casu die Beschw erde als offensichtlich unbegründet und zum vornherein aussichtslos erw eist, w eshalb das G esuch um unentgeltliche R echtspflege abzuw eisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (A rt. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . A rt. 2 und 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun- desverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]) dem Beschw erdeführer aufzuerlegen sind (A rt. 63 Abs. 1 Vw VG ). (D ispositiv nächste Seite) S eite 6E -6336/2007 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D as G esuch um unentgeltliche R echtspflege w ird abgew iesen. 3. D ie Verfahrenskosten von Fr. 600.-- w erden dem Beschw erdeführer auferlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichts- kasse zu überw eisen. 4. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des Beschw erdeführers (eingeschrieben; Beila- gen: ________, Einzahlungsschein) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehr (R ef.-N r. N _______) - das R _______) D ie vorsitzende R ichterin: D er G erichtsschreiber: M arianne Teuscher Sim on Bähler Versand: S eite 7