<h2>SubmittedText<h2><p>Das plötzliche Auftreten der hochansteckenden Viralen Hämorrhagischen Krankheit der Kaninchen (VHK) hat verschiedene Schwächen im Bereich der ausserlandwirtschaftlichen Kleintierhaltung offengelegt. Massnahmen zur Eindämmung und wenn möglich Elimination der Krankheit sind dringend nötig.</p><p>Es gibt in der Schweiz mehrere Zehntausend Kleintierhalter mit Hunderttausenden von Tieren. Eine gute veterinärmedizinische Betreuung der Kleintierhaltung ist einerseits für die Kleintiere selber, andererseits aber auch für die Gesundheitsvorsorge bei den landwirtschaftlichen Nutztierpopulationen von Bedeutung. Kleintierpopulationen sind oft auch für Nutztierseuchen empfänglich und stellen damit ein Erregerreservoir für Nutztierseuchen und eine stete Gefahrenquelle für landwirtschaftliche Nutztierpopulationen dar. Das Problem geht damit weit über die eigentliche Kleintierhaltung hinaus.</p><p>Wichtige Voraussetzungen für Prävention und Bekämpfung epidemischer Krankheiten sind u. a.:</p><p>- verlässliche Grunddaten über die Bestände;</p><p>- Angaben zur sozialen, volkswirtschaftlichen und ökologischen Bedeutung der Kleintierzucht;</p><p>- optimale Zusammenarbeit zwischen Kleintierhaltern, Tierärzten, veterinärmedizinischen Fakultäten und staatlichen Veterinärdiensten.</p><p>Ist der Bundesrat bereit, die Anstrengungen des Bundes, insbesondere auf dem Gebiet der Forschung und der Koordination, zu verstärken, damit rasch eine Verbesserung der epidemiologischen Situation bei den Kleintierpopulationen erreicht werden kann?</p><p>Welche Massnahmen fasst er dabei ins Auge?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Halten von Kleintieren wie Kaninchen und Geflügel ausserhalb der Landwirtschaft ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Verschiedene in den letzten Jahren aufgetretene ansteckende Krankheiten machen auch in diesem Bereich staatliche Vorbeuge- und Bekämpfungsmassnahmen nötig. Soweit möglich wurde den neuen Erkenntnissen in der Totalrevision der Tierseuchenverordnung vom 27. Juni 1995 Rechnung getragen.</p><p>Der Bundesrat beabsichtigt, in Ergänzung dazu und soweit die dazu erforderlichen Kredite zur Verfügung stehen, epidemiologische Forschungen bei Kleintieren durchführen zu lassen. Aufgrund der Ergebnisse wird es möglich sein, in Zusammenarbeit mit den Tierhaltern und der Tierärzteschaft Konzepte auszuarbeiten, die mit verhältnismässigen Mitteln zu einer Gesunderhaltung der Tiere beitragen. Die beim Ausbruch der Viralen Hämorrhagischen Krankheit der Kaninchen gemachten Erfahrungen haben gezeigt, dass eine fachlich einwandfreie und rasche Information der interessierten Kreise von zentraler Bedeutung ist.</p>