<h2>SubmittedText<h2><p>Begünstigt durch milde Winter verbreitet sich die Asiatische Hornisse in der Schweiz rasant . Seitdem dieser Schädling im Kanton Jura im Jahr 2017 erstmals gesichtet wurde, breitet er sich ebenso schnell wie exponentiell aus. Die Anzahl registrierter Meldungen ist explodiert; im Jahr 2022 wurden in acht Kantonen 46 Meldungen registriert, im Jahr 2023 in dreizehn Kantonen deren 1000. Die Asiatische Hornisse, die ursprünglich in der Westschweiz und im Nordwesten des Landes vorkam, breitet sich unaufhaltsam im Landesinneren aus.&nbsp;Im vergangenen Jahr trat sie insbesondere im Kanton Bern auf.&nbsp;</p><p>Angesichts dieser Invasion, von der mittlerweile feststeht, dass sie nicht mehr gestoppt, sondern bestenfalls eingedämmt werden kann, fehlen den Imkerinnen und Imkern die Mittel. Die Imkerinnen und Imker treibt nicht nur die Sorge um, ihre Kolonien zu verlieren, sondern sie investieren auch viel Zeit in die Überwachung der Bienenstöcke, das Aufstellen von Fallen und die Suche nach Hornissennestern. Vor allem aber kann der Mangel an Fachleuten für die Vernichtung dieser Nester dazu führen, dass die Nestsuche folgenlos bleibt, wenn die Hornissen bereits vor der Vernichtung zur Nestgründung ausgeschwärmt sind. Zwar haben einige Kantone eine spezifische Bekämpfungsstrategie eingeführt, doch die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse ist ein nationales Problem.</p><p>In den letzten Jahren haben bereits verschiedene parlamentarische Vorstösse auf die Dringlichkeit der Situation aufmerksam gemacht. Bisher hat der Bundesrat argumentiert, dass eine Änderung des Umweltschutzgesetzes notwendig sei, «um den Kantonen weiterführende Verpflichtungen für die Bekämpfung der Asiatischen Hornisse aufzuerlegen oder Massnahmen gegen invasive gebietsfremde Arten auf Bundesebene zu unterstützen.» (Antwort des Bundesrates auf die Motion Klopfenstein <a href="https://www.parlament.ch/fr/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20224353">22.4353</a>). Allerdings ist das Tempo dieses Verfahrens der Dringlichkeit der Situation nicht angemessen.</p><p>&nbsp;</p><p>Der Bundesrat wird gebeten, die folgenden Fragen zu beantworten:</p><ul><li>Wie lauten für 2024 die aktuellen Zahlen für das Vorkommen der Asiatischen Hornisse in der Schweiz?</li><li>Wie weit ist die Revision des Umweltschutzgesetzes gediehen?</li><li>Welche Möglichkeiten gibt es, in der Zwischenzeit Bekämpfungsmassnahmen zu unterstützen?</li><li>Wird in Betracht gezogen, die anderen Kantone von den vom Bund unterstützten Pilotprojekten profitieren zu lassen? Als Beispiel sei das im Kanton Jura durchgeführte Projekt genannt, dessen Ziel es ist, die Imkerinnen und Imker sowohl in der Erkennung asiatischer Hornissen als auch im besseren Schutz ihrer Bienen zu schulen?</li></ul>