A bteilung I A -1749/2006 {T 0/2} U rteil vom 11. M ai 2007 M itw irkung: R ichter M arkus M etz (Vorsitz), Pascal M ollard, M ichael Beusch. G erichtsschreiber Johannes Schöpf. X._______, .... Beschw erdeführerin, vertreten durch ... gegen O berzolldirektion (O ZD ), Abteilung LSVA, G utenbergstrasse 50, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Leistungsabhängige Schw erverkehrsabgabe, Solidarhaft für A nhänger. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie X._______ m it Sitz in ... bezw eckt gem äss H andelsregistereintrag den H andel m it und Verm ietung von N utzfahrzeugen, Betrieb von R eparatur- und Servicestellen. D ie G esellschaft kann sich an anderen U nter- nehm ungen beteiligen, im In- und Ausland Zw eigniederlassungen errichten sow ie G rundstücke und Im m obilien erw erben, überbauen, veräussern und verw alten. D ie X._______ ist bzw . w ar unter anderem H alterin der der leistungsabhängigen Schw erverkehrsabgabe (LSVA) unterstellten Anhänger m it dem Kontrollschild ... (Stam m num m er ...) m it einem zulässigen G esam tgew icht von 36000 kg, dem Anhänger m it dem Kontrollschild ... (Stam m num m er ...) m it einem zulässigen G esam tgew icht von 36000 kg und dem Anhänger m it dem Kontrollschild ... (Stam m num m er ...) m it einem zulässigen G esam tgew icht von 35000 kg (im Folgenden: Anhänger). B. In der Zeit zw ischen dem 26. April und dem 23. N ovem ber 2005 beauftrag- te die X._______ die Y._______, Fahrten m it diesen Anhängern durchzuführen. D ie Y._______ führte als H alterin m ehrerer Sattelschlepper diese Fahrten aus und setzte dabei folgende Zugfahrzeuge ein: Kontrollschild ... (Stam m num m er ...), Kontrollschild ... (Stam m num m er ...) und Kontrollschild ... (Stam m num m er ...). M it Verfügung vom 25. O ktober 2005 eröffnete der Bezirksrichter ... über die Y._______ den Konkurs. C . In der Zeit zw ischen dem 2. M ai und dem 19. Septem ber 2005 führte Z._______ Fahrten für die X._______ m it diesen Anhängern durch. Z._______ w ar H alter eines Zugfahrzeugs: Sattelschlepper m it dem Kontrollschild ... (Stam m num m er ...). Am 4. Juli 2005 reichte die O berzolldirektion (O ZD ) gegen Z._______ ein Betreibungsbegehren im U m fang von Fr. 40'474.80 für offene Schw erverkehrsabgabe ein und erhielt dafür am 23. M ärz 2006 einen Verlustschein für Fr. 40'673.80. Laut Auszug aus dem Betreibungsregister vom 19. April 2006 w urde Z._______ in der Zeit vom 3. M ai 2005 bis zum 16. Januar 2006 über die Sum m e von insgesam t Fr. 177'871.80 17 M al erfolglos gepfändet; die G läubiger erhielten jew eils Verlustscheine. D . D a w eder Z._______ noch die Y._______ als H alter der Zugfahrzeuge bzw . als Zahlungspflichtige der Anhänger die auf den Anhängern lastende Schw erverkehrsabgabe von Fr. 32'452.59 für die Fahrten zw ischen dem 26. April und dem 23. N ovem ber 2005 leisteten, orientierte die O ZD die X._______ m it Schreiben vom 3. April 2006 über ihre Absicht, die Abgabe bei ihr einzufordern und lud die G esellschaft zur Stellungnahm e ein. D ie X._______ antw ortete m it dem Schreiben vom 20. Juni 2006 und bestritt vorsorglicherw eise die Forderung in Bezug auf ihre H öhe. Sie m achte geltend, die Verträge einzig m it der Y._______ geschlossen zu haben. Sie als solidarisch haftende H alterin des Anhängers habe zum vornherein keine M öglichkeit, sich rechtzeitig über allfällige Ausstände zu orientieren. Sie habe schon im H erbst 2004 der O ZD Vorschläge zur Problem lösung 3 unterbreitet, ihre allgem einen G eschäftsbedingungen m it der Schaffung der Voraussetzungen für eine direkte Kom m unikation m it der Zollverw altung überarbeitet und der Verw altung am 3. Februar 2005 unterbreitet. Eine R eaktion der O ZD darauf sei jedoch nicht erfolgt. D ie Inpflichtnahm e der X._______ führe zu stossenden und unverhältnism ässigen Ergebnissen. M it Verfügung vom 28. Juni 2006 forderte die O ZD von der X._______ für die von Z._______ und der Y._______ eingesetzten Anhänger auf G rund ihrer solidarischen H aftung den Betrag von Fr. 32'452.60 an Schw erverkehrsabgabe. E. M it Eingabe vom 30. August 2006 erhebt die X._______ (Beschw erdeführerin) gegen die Verfügung der O ZD vom 28. Juni 2006 Beschw erde bei der Eidgenössischen Zollrekurskom m ission (ZR K) und stellt folgende Anträge: "1. D ie Verfügung der Beschw erdegegnerin vom 28.06.2006 (N r. ...) sei aufzuheben. 2. U nter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschw erde- gegnerin." Zur Begründung bringt sie insbesondere vor, w enn der H alter des An- hängers solidarisch m ithafte, sei dieser in die Lage zu versetzen, darauf Einfluss nehm en zu können. D ie M ahnung nach Art. 50 SVAV habe sich an den H alter des Fahrzeuges und an den H alter des Anhängers zu rich- ten. Es sei nicht realistisch, von der Beschw erdeführerin zu verlangen, einen eigenen Kontrollm echanism us aufzuziehen um zu prüfen, ob die LSVA von der Subunternehm erin bezahlt w erde. D er G rundsatz von Treu und G lauben gebiete, dass die Beschw erdeführerin im Verzugsfall des pri- m är Leistungspflichtigen orientiert w erde. Sinn und Zw eck des G esetzes gebiete eine aktive Inform ierung. D ie Beschw erdeführerin beanstandet auch die H öhe der geforderten Abgabe. F. D ie O ZD beantragt in ihrer Vernehm lassung vom 17. N ovem ber 2006, auf die Beschw erde sei unter Kostenfolge nicht einzutreten, gegebenenfalls sei die Beschw erde kostenpflichtig abzuw eisen. D ie Beschw erde sei ver- spätet eingereicht w orden. In Bezug auf die H öhe der N achforderung sei nicht nachvollziehbar, w eshalb die D eklaration der abgabepflichtigen Per- son zur Festlegung der H öhe der Veranlagung ausreichen, aber in Bezug auf die Berechnung der solidarischen H aftung des H alters des Anhängers untauglich sein soll. Eine frühzeitige Inform ation w äre tatsächlich auch im Interesse der O ZD , sei aber auf G rund der einschlägigen R echtsgrund- lagen nicht m öglich. D ie Schw erverkehrsabgabe und ihre einschlägigen Vorschriften m üssten dem Transportgew erbe bekannt sein. D ie solidari- sche H aftung stelle ein G eschäftsrisiko dar, das ein m öglicher Betroffener selbst zu tragen habe. G . Am 22. N ovem ber 2006 orientierte die ZR K die Parteien über die Ü ber- nahm e des Verfahrens durch das Bundesverw altungsgericht per 1. Januar 2007. M it Schreiben vom 9. Februar 2007 teilte das Bundesverw altungs-4 gericht den Parteien m it, dass es das hängige Beschw erdeverfahren über- nom m en hat. Auf die w eiteren Begründungen in den Eingaben w ird – sow eit erforderlich – im R ahm en der Erw ägungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. Entscheide der O ZD betreffend den Vollzug der Bestim m ungen über die leistungsabhängige Schw erverkehrsabgabe unterliegen gem äss Art. 23 Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 19. D ezem ber 1997 über eine leistungs- abhängige Schw erverkehrsabgabe (Schw erverkehrsabgabe-gesetz, SVAG , SR 641.81) in Verbindung m it Art. 31 und Art. 33 Bst. d des Bun- desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw altungsgericht (Ver- w altungsgerichtsgesetz, VG G , SR 173.32) seit dem 1. Januar 2007 der Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht. D ie Beschw erdeführerin hat die Verfügung der O ZD seinerzeit frist- und form gerecht an die ZR K angefochten (Art. 50 und 52 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren [Vw VG , SR 172.021]). D ie Verfügung der O ZD vom 28. Juni 2006 w urde am 29. Juni 2006 an den Vertreter der Beschw erdeführerin zugestellt. D as C ouvert der Beschw erdeführerin m it der Beschw erdeschrift w urde am 30. August 2006, m ithin am dreissigsten Tag der Beschw erdefrist – unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes w ährend der G erichtsferien – durch die schw eizerische Post abgestem pelt. 2. 2.1 D ie LSVA w ird nach Art. 3 SVAG auf den im In- und Ausland im m atrikulier- ten schw eren M otorfahrzeugen und Anhängern für den G üter- oder den Personentransport erhoben. Abgabepflichtig ist nach Art. 5 Abs. 1 SVAG die H alterin oder der H alter, bei ausländischen Fahrzeugen zusätzlich die Fahrzeugführerin oder der Fahrzeugführer. G em äss dieser gesetzlichen Bestim m ung ist deshalb zunächst die H alterin oder der H alter des An- hängers und m ithin die Beschw erdeführerin abgabepflichtig. D aran ändert nichts durch die Bestim m ung von Art. 17 Abs. 3 der Verordnung vom 6. M ärz 2000 über eine leistungsabhängige Schw erverkehrsabgabe (Schw erverkehrsabgabeverordnung, SVAV, SR 641.811), w onach die Ab- gabe für Anhänger von der H alterin oder vom H alter des Zugfahrzeuges zu deklarieren und zu bezahlen ist. D iese Vorschrift beschlägt lediglich die D eklarations- und die Zahlungspflicht. In jedem Fall bleibt die H alterin oder der H alter des Anhängers abgabepflichtig. W enn aus irgend einem G rund der deklarations- und zahlungspflichtige H alter des Zugfahrzeugs seinen O bliegenheiten nicht nachkom m t, kann die Abgabe von der H alterin oder vom H alter des Anhängers bereits gestützt auf Art. 5 Abs. 1 SVAG einge- fordert w erden. 2.2 N ach den Aufzeichnungen der O ZD haben sow ohl Z._______ als auch die Y._______ Anhänger der Beschw erdeführerin eingesetzt. D abei m ag 5 richtig sein, dass die Beschw erdeführerin ihrer M einung nach nur m it der Y._______ den Einsatz ihrer Anhänger vertraglich geregelt hatte. D as Zugfahrzeug Sattelschlepper m it dem Kontrollschild ... (Stam m num m er ...) w ar jedoch nie auf die Y._______ übertragen w orden. Abgabepflichtig nach Art. 5 Abs. 1 SVAG für die LSVA blieb deshalb Z._______ als eingetragener H alter dieses Fahrzeuges. Z._______ w ar dam it auch dekla- rations- und zahlungspflichtig für alle Anhänger, die zusam m en m it diesem Zugfahrzeug eingesetzt w urden. 2.3 Führt das M otorfahrzeug einen Anhänger m it, so m uss die Fahrzeug- führerin oder der Fahrzeugführer alle erforderlichen Angaben am Er- fassungsgerät deklarieren (Art. 17 Abs. 1 SVAV). D ies ist im vorliegenden Fall offensichtlich geschehen und es ist deshalb nicht einzusehen, inw ie- fern die D eklarationen von Z._______ oder der Y._______ falsch sein sollten, hätten sie doch sonst auch für ihr Zugfahrzeug falsche D eklarationen eingereicht, w ofür jedoch keine Anhaltspunkte bestehen. D ie Beschw erdeführerin begründet denn auch in keiner W eise, w eshalb und in w elcher H öhe die von Z._______ und der Y._______ deklarierten Angaben betreffend Fahrleistung falsch sein sollten. Auf die entsprechenden unsubstantiierten Ausführungen ist deshalb nicht w eiter einzugehen. 2.4 2.4.1 D er Bundesrat kann neben dem gem äss Art. 5 Abs. 1 SVAG abgabepflich- tigen H alter w eitere Personen als solidarisch haftbar erklären (Art. 5 Abs. 2 SVAG ). So sind laut Art. 36 Abs. 1 SVAV neben dem H alter für die Abgabe solidarisch haftbar: a) der H alter eines Zugfahrzeuges für einen m itge- führten frem den Anhänger; b) der H alter eines Anhängers, w enn der H alter des Zugfahrzeuges zahlungsunfähig ist: im U m fang des G esam tgew ichts des Anhängers für die m it diesem zurückgelegten Kilom eter; c) die Teil- haber einer einfachen G esellschaft, Kollektiv- oder Kom m anditgesellschaft im R ahm en ihrer zivilrechtlichen H aftbarkeit; d) für die Abgabe einer aufge- lösten oder sich im Konkurs- oder N achlassverfahren befindenden juristi- schen Person oder G esellschaft ohne R echtspersönlichkeit: die m it der Li- quidation betrauten Personen bis zum Betrag des Liquidationsergebnisses; e) für die Abgabe einer juristischen Person, die ihren Sitz ohne Liquidation ins Ausland verlegt: die O rgane persönlich bis zum Betrag des reinen Ver- m ögens der juristischen Person. D iese Aufzählung der für die Schw erver- kehrsabgabe m ithaftenden Personen ist abschliessend. Eine Steuernach- folge etw a im Sinne anderer Abgabegesetze des Bundes sieht die G esetz- gebung über die Schw erverkehrsabgabe hingegen nicht vor (Entscheid der ZR K vom 22. Septem ber 2005, veröffentlicht in Verw altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 70.14 E. 3c/aa). 2.4.2 Ü ber die Y._______ ist am 25. O ktober 2005 der Konkurs eröffnet w orden. Für die Inanspruchnahm e des H alters des Anhängers ist trotz der in Art. 5 Abs. 1 SVAG statuierten entsprechenden Abgabepflicht vorausgesetzt, dass der an sich prim är zahlungspflichtige H alter des Zugfahrzeuges zah- lungsunfähig ist (Art. 36 Abs. 1 Bst. b SVAV; vgl. auch U rteil des Bundes-6 verw altungsgerichts A-1712/2006 vom 20. Februar 2007). Ü ber die Y._______ ist am 25. O ktober 2005 der Konkurs eröffnet w orden; dam it ist deren Zahlungsunfähigkeit fraglos gegeben (Entscheid der ZR K vom 22. Septem ber 2005, veröffentlicht in VPB 70.15 E. 4a). Z._______ seinerseits erw ies sich erst m it der erfolglosen Pfändung und der Ausstellung des Verlustscheins vom 23. M ärz 2006 als zahlungsunfähig. Vor der eingetretenen Zahlungsunfähigkeit von Z._______ und der Y._______ konnte die O ZD die Forderung gestützt auf Art. 36 Abs. 1 Bst. b SVAV gegenüber der Beschw erdeführerin nicht geltend m achen. D am it entfällt auch der Vorw urf der Beschw erdeführerin, die O ZD hätte sie früher orientieren m üssen. Eine gesetzliche Pflicht der O ZD , den H alter eines Anhängers über allfällige Zahlungsschw ierigkeiten zu orientieren, besteht nicht. D ie O ZD begründete deshalb zu R echt die Pflicht der Beschw erdeführerin zur Zahlung m it dem H inw eis auf Art. 36 Abs. 1 Bst. b SVAV. Solidarschuldnerschaft m it der Folge, dass eine G läubigerin für ihre Forderungen m ehrere Schuldner m iteinander oder nacheinander belangen kann, ist für den letztlich davon Betroffenen fraglos unangenehm , aber nichts U ngew öhnliches; sie entsteht in zahlreichen Fällen kraft G esetz (C LAIR E H U G U EN IN , O bligationenrecht Allgem einer Teil, Zürich 2006, N 1441; TH EO G U H L/ALFR ED KO LLER /AN TO N K. SC H N YD ER /JEAN N IC O LAS D R U E Y, D as Schw eizerische O bligationenrecht, Zürich 2000, § 6 N 8; BG E 127 III 257, 262; BG E 115 II 42, 45). D er H alter eines Anhängers hat sich deshalb vor Verlusten durch geeignete zivilrechtliche M assnahm en selbst zu schützen; er kann dafür nicht die U nterstützung der O ZD in Anspruch nehm en (vgl. auch U rteil des Bundesverw altungsgerichts A-1712/2006 vom 20. Februar 2007). 2.5 D er Verw eis der Beschw erdeführerin auf Art. 50 Abs. 1 SVAV betreffend die M ahnung des H alters bei Zahlungsverzug ist unbehelflich. D ie M ah- nung setzt, w ie dies die O ZD zu R echt ausführt, voraus, dass der H alterin oder dem H alter R echnung gestellt w urde. D as ist im vorliegenden Fall ge- genüber der Beschw erdeführerin nicht geschehen und m usste, ja durfte nach Art. 17 Abs. 3 SVAV auch nicht erfolgen, da – w ie unter E. 2.1 aus- geführt – zunächst der H alter des Zugfahrzeugs zahlungspflichtig ist. N ur w enn dieser die Abgaben nicht bezahlt, m uss vor dem Entzug des Fahr- zeugausw eises und der Kontrollschilder eine M ahnung erfolgen. D er Zah- lungspflichtige soll dam it G elegenheit erhalten, den Entzug der Kontroll- schilder und des Fahrzeugausw eises durch nachträgliche Zahlung zu ver- hindern. Im vorliegenden Fall hat die Beschw erdeführerin zum ersten M al m it der abgefochtenen Verfügung vom 28. Juni 2006 eine sie betreffende R echnung für die geschuldeten Abgaben erhalten. W enn diese nach Ein- tritt der R echtskraft nicht bezahlt w ürde, m üsste eine erfolglose M ahnung gerichtet w erden, dam it anschliessend der Fahrzeugausw eis und die Kon- trollschilder nach Art. 50 Abs. 1 SVAV entzogen w erden könnten. D ie M ah- nung nach Art. 50 SVAV erfolgt deshalb nicht zum Schutz des H alters des Anhängers vor dem Inkasso der Abgaben, sondern einzig, um bei nicht be- zahlter Abgabe den Zahlungspflichtigen vor dem Entzug des Fahrzeugaus- w eises und der Kontrollschilder zu w arnen.7 2.6 D ie Beschw erdeführerin argum entiert, ihre Solidarhaftung nach Art. 36 Abs. 1 Bst. b SVAV entfalle, w eil sie über die Zahlungsschw ierigkeiten der H alter der Zugfahrzeuge, ihrer Subunternehm erin, von der O ZD nicht infor- m iert w orden sei. D iese Argum entation ist schon im Ansatz unrichtig. D ie Beschw erdeführerin w ird – w ie bereits erw ähnt – nach Art. 36 Abs. 1 Bst. b SVAV nicht schon bei Zahlungsschw ierigkeiten des H alters der Zugfahr- zeuge zahlungspflichtig, sondern erst im M om ent seiner erw iesenen Zah- lungsunfähigkeit. Bei eingetretener Zahlungsunfähigkeit der Subunter- nehm erin ist es in jedem Fall zu spät, die Beschw erdeführerin noch zu ori- entieren. Auf der anderen Seite hat die O ZD w eder das R echt noch die Pflicht, die zahlreichen H alter von Anhängern über allfällige Zahlungs- schw ierigkeiten der H alter von Zugfahrzeugen zu orientieren. D afür be- steht w eder im SVAG noch in der SVAV eine gesetzliche G rundlage. D am it ist auf die Ausführungen in der Beschw erde zu den Fragen eines für den G eschäftsalltag tauglichen Inform ationsflusses ebensow enig einzu- gehen w ie auf die Ausgestaltung der Allgem einen G eschäftsbedingungen der Beschw erdeführerin sow ie die darüber (nicht) geführte Korrespondenz m it der O ZD . 2.7 D ie Beschw erdeführerin w urde som it zu R echt als H alterin der Anhänger gestützt auf Art. 5 Abs. 1 SVAG und Art. 36 Abs. 1 Bst. b SVAV im Fall der Zahlungsunfähigkeit der H alter der Zugfahrzeuge solidarisch haftbar für die Schw erverkehrsabgabe im U m fang des G esam tgew ichts der Anhänger für die m it diesen in der fraglichen Zeit zurückgelegten Kilom eter erklärt. 3. D em G esagten zufolge ist die Beschw erde abzuw eisen. Bei diesem Ver- fahrensausgang hat die Beschw erdeführerin als unterliegende Partei die Kosten des Beschw erdeverfahrens zu tragen. D ie Verfahrenskosten w erden in Anw endung von Art. 63 Abs. 1 Vw VG in Verbindung m it Art. 4 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädi- gungen vor dem Bundesverw altungsgericht (VG KE, SR 173.320.2) auf Fr. 2'000.-- festgesetzt und der Beschw erdeführerin zur Zahlung auferlegt. D ie Beschw erdeinstanz hat im D ispositiv den Kostenvorschuss m it den Verfahrenskosten zu verrechnen und einen allfälligen Ü berschuss zurück- zuerstatten (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). Eine Parteientschädigung ist unter diesen U m ständen nicht auszurichten. D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten für das Beschw erdeverfahren vor der Eidge- nössischen Zollrekurskom m ission und vor dem Bundesverw altungsgericht im Betrage von Fr. 2'000.-- w erden der X._______ auferlegt und m it dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- verrechnet. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin (G erichtsurkunde)8 - der Vorinstanz (G erichtsurkunde) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: M arkus M etz Johannes Schöpf R echtsm ittelbelehrung U rteile des Bundesverw altungsgerichts können innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Schw eizerischen Bundesgericht in Lausanne angefochten w erden. D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. Sie m uss spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen H anden der Schw eizerischen Post oder einer schw eizerischen diplom atischen oder konsularischen Vertretung über- geben w erden (Art. 42, 48, 54, 83 Bst. l und m und Art. 100 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BG G , SR 173.110]). Versand am :