<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.00769</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Spitz als Einzelrichter<br/>Gerichtsschreiber Wilhelm</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Verfügung vom 30. November 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Departement Soziales der Stadt Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Y.___, Soziale Dienste, Sozialversicherungsfachstelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Pionierstrasse 5, 8403 Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1956, arbeitete als ungelernte Kraft im Gastgewerbe (vgl. Urk. 8/15) bevor er sich im Oktober 2006 nach einer längerdauernden krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitsbedingten Arbeitsunfähigkeit erstmals bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug anmeldete (Urk. 8/1). Gestützt auf die durchgeführten Abklärun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen, insbesondere auf das eingeholte polydisziplinäre ärztliche Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten der Z.___ vom 20. Juli 2008 (Urk. 8/23; vgl. auch die ergänzende Stellungnahme der Gutachtensstelle vom 21. Oktober 2008; Urk. 8/33), wies die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, das Leistungsbegehren des Versicherten mit Verfügung vom 28. Januar 2009 ab (Urk. 8/34; vgl. auch Urk. 8/24/5 u. Urk. 8/35). Die vom Versicherten dagegen erhobene Beschwerde (vgl. Urk. 8/38/3-11) wies das Sozialversicherungsgericht mit Urteil IV.2009.00222 vom 29. Juni 2010 ab (Urk. 8/54). Diesen Entscheid schützte das Bundesgericht mit Urteil 9C_762/2010 vom 19. Oktober 2010 (Urk. 8/57). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Juli 2011 erfolgte eine Neuanmeldung (Urk. 8/58). Gestützt auf Berichte der A.___ vom 6. Juli 2011 (Urk. 8/59) und von pract. med. B.___, Psychiatrie/Psychotherapie, vom 15. März 2012 (Urk. 8/65) erachtete die IV-Stelle die Voraussetzungen für die Zusprechung einer ganzen Rente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 100 % mit Wirkung ab dem 1. März 2012 als erfüllt (vgl. Urk. 8/68). Die Verfügung der IV-Stelle erging am 17. Oktober 2012 (Urk. 8/83). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Mai 2014 leitete die IV-Stelle eine revisionsweise Überprüfung des Rentenan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruchs ein (vgl. Urk. 8/86). Nebst Berichten der behandelnden Ärzte (vgl. Urk. 8/87/6 ff., Urk. 8/90) holte sie das psychiatrische Gutachten von Dr. med. C.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 12. März 2015 ein (Urk. 8/97). Dr. C.___ ergänzte am 21. April 2015 seine Ausführungen (Urk. 8/99). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 8/103 ff.) hob die IV-Stelle mit Verfügung vom 25. September 2015 die bisherige ganze Rente wie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dererwägungsweise auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats auf. Einer allfälligen Beschwerde gegen die Verfügung entzog die IV-Stelle die aufschiebende Wirkung (Urk. 8/108). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen die Verfügung vom 25. September 2015 erhob der Versicherte am 19. Oktober 2015 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, der angefochtene Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheid sei aufzuheben und es sei ihm weiterhin eine ganze Rente auszurichten (Prozess Nr. IV.2015.01081; Urk. 8/114/3-5). In der Beschwerdeantwort vom 11. Januar 2016 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde (Urk. 8/123). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nachdem die IV-Stelle bemerkt hatte, dass die Rente trotz des Entzugs der </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schiebenden Wirkung in der Verfügung vom 25. September 2015 weiterhin aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerichtet worden war (vgl. Urk. 8/128), erliess sie am 27. Januar 2017 eine Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung, mit der sie diese Rentenbetreffnisse in der Höhe von Fr. 5'385.-- zurück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">forderte (Urk. 8/129). Am 26. Februar 2017 ersuchte der Versicherte um Erlass der Rückforderung (Urk. 8/132). Dieses Gesuch wies die IV-Stelle mit Verfügung vom 7. Juni 2017 ab (Urk. 8/136). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 25. Juni 2017 erhob der Versicherte Beschwerde gegen die Verfügung der IV-Stelle und der Ausgleichskasse GastroSocial und stellte das Rechtsbegehren, in Aufhebung der Verfügung vom 7. Juni 2017 sei festzustellen, dass verfrüht über das Erlassgesuch entschieden worden sei. Eventualiter sei dem Erlassgesuch statt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zugeben. Subeventualiter seien die IV-Stelle und die Ausgleichskasse Gastro Social anzuweisen, die verfrüht erlassene Verfügung vom 27. Januar 2017 wie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dererwägungsweise aufzuheben. Subsubeventualiter sei die verfrüht erlassene Verfügung vom 27. Januar 2017 für nichtig zu erklären (Urk. 1). In der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deantwort vom 28. August 2017 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde (Urk. 7). Am 26. September 2017 stellte das Gericht die Vernehmlas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sung dem Versicherten zu und gewährte ihm die unentgeltliche Prozessführung (Urk. 11). Zwischenzeitlich, das heisst am 14. Juli 2017, war das Urteil im Prozess Nr. 2015.01081 ergangen, das in der Folge unangefochten blieb (Urk. 8/142). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Ausführungen der Parteien und die Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Ausführungen eingegangen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Einzelrichter zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer richtete seine Beschwerde vom 25. Juni 2017 nicht nur gegen die IV-Stelle, sondern auch gegen die Ausgleichskasse GastroSocial (Urk. 1 S. 1). Auf dem Gebiet der Invalidenversicherung wirken die Ausgleichskassen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Alters- und Hinterlassenenversicherung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in verschiedener Hinsicht beim Gesetzes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vollzug mit. Gemäss Art. 60 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherung (IVG) haben sie insbesondere folgende Aufgaben: die Mitwirkung bei der Abklärung der versicherungsmässigen Voraussetzungen (lit. a), die Berech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nung der Renten, Taggelder, Einarbeitungszuschüsse und Entschädigungen für Betreuungskosten (lit. b) und die Auszahlung der Renten, Taggelder, Einarbei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungszuschüsse, Entschädigungen für Betreuungskosten sowie, für Volljährige, die Auszahlung der Hilflosenentschädigungen (lit. c). Für den Erlass der Vorbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheide und Verfügungen sind ausschliesslich die IV-Stellen zuständig (Art. 41 Abs. 1 lit. d </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Verordnung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">über die Invalidenversicherung; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVV)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Entsprechend wurde die angefochtene Verfügung von der zuständigen IV-Stelle des Kantons Zürich erlassen. Die Ausgleichskasse GastroSocial findet in der Verfügung nur als Empfängerin einer Entscheidkopie Erwähnung (Urk. 2 S. 2). Sie ist diesem Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahren nicht Partei. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer kritisiert zur Hauptsache, die angefochtene Erlassver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung sei verfrüht ergangen respektive das Gesuch um Erlass sei zu Unrecht abgewiesen worden. Zusätzlich macht er geltend, die Beschwerdegegnerin habe bereits die dem Erlassentscheid vorausgehende Rückforderungsverfügung zu früh, das heisst vor Eintritt der Rechtskraft der Rentenaufhebung erlassen. </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">benenfalls sei sogar von der Nichtigkeit dieser Anordnung auszugehen (Urk. 1 S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Beschwerdeverfahren betreffend die Aufhebung der Rente (Prozess</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nr. IV.2015.01081) war beim Erlass der Rückforderungsverfügung vom 27. Januar 2017 noch hängig. Das Urteil erging am 14. Juli 2017 (vgl. Urk. 8/142). Anknüpfungspunkt der Rückforderung ist indessen nicht die am 25. September 2015 verfügte Aufhebung der Rente, sondern der gleichzeitig angeordnete Entzug der aufschiebenden Wirkung einer allfälligen Beschwerde (vgl. Urk. 8/108), wobei die Rente gleichwohl weiterhin ausgerichtet wurde. Die Verfügung betreffend Rentenaufhebung war vollziehbar geworden, da die Beschwerde vom 19. Oktober 2015 keinen Antrag auf Wiederherstellung der auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schiebenden Wirkung enthielt (vgl. Urk. 8/114/3-5). Die am 27. Januar 2017 ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügte Rückforderung war mithin nicht verfrüht. </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin eröffnete die Verfügung vom 27. Januar 2017 dem Beschwerdeführer persönlich, teilte diese aber weder der Vertretung des Beschwerdeführers im damals hängigen Verfahren betreffend die Rentenaufhe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bung (Prozess Nr. IV.2015.01081), der Pro Infirmis mit noch den Sozialen Diens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten der Stadt Winterthur, die den Beschwerdeführer in diesem Verfahren vertritt (Urk. 4) und für die bereits vor dem Erlass der Rückforderungsverfügung eine am 6. November 2015 ausgestellte Vollmacht zu den Akten gereicht worden war (Urk. 8/117). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Vollmacht für die Pro Infirmis befindet sich nicht bei den Akten. Damit ist offen, ob es sich um eine umfassende oder auf die Vertretung im Prozess IV.2015.01081 betreffend Rentenaufhebung beschränkte Bevollmächtigung han</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">delte. Die Vollmacht für die Sozialen Dienste der Stadt Winterthur vom 6. November 2015 enthält den Passus, Entscheide und Informationen seien in Kopie der Sozialberatung zuzustellen. Allerdings handelt es sich nicht um eine umfassende Vertretungsvollmacht, sondern um eine Ermächtigung zur Aktenein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicht und zur Einholung von mündlichen und schriftlichen Auskünften, nament</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich im Zusammenhang mit IV-Leistungen (Urk. 8/117). Aus der Vollmacht erschliesst sich sodann nicht ohne Weiteres, welche Entscheide und Informatio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen in Kopie der Sozialberatung zuzustellen sind. Ob dies auch Leistungsent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheide betrifft, ist angesichts des Zwecks der Vollmacht, in Akten Einsicht neh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men oder Auskünfte einholen zu können, aber durchaus naheliegend. Im Zwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">felsfall hätte sich für die Beschwerdegegnerin eine Rücksprache beim Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführer oder bei der bevollmächtigten Sozialberatung aufgedrängt. Eine solche ist aber nicht aktenkundig. Wird von der Vollmacht für die Sozialen Dienste aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegangen, die in diesem Verfahren eingereicht wurde (Urk. 4), ist die Sachlage eindeutig. Diese am 22. Dezember 2015 erteilte Vollmacht umfasst explizit auch die rechtliche Vertretung in Verwaltungs- und Gerichtsverfahren. Ob diese der Beschwerdegegnerin am 27. Januar 2017 beim Erlass der Rückforderungsverfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung bereits vorlag, ist aber wiederum offen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wird eine Verfügung der versicherten Person und nicht dem bevollmächtigten Rechtsvertreter zugestellt, handelt es sich um eine mangelhafte Eröffnung (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Bundesgerichts 9C_791/2010 vom 10. November </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2010 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E. 2.2). Aus der man</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gelhaften Eröffnung der Verfügung darf dem Betroffenen gemäss Art. 49 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) kein Nachteil erwachsen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach der Rechtsprechung ist nicht jede mangel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hafte Eröffnung schlechthin nichtig mit der Konsequenz, dass die Rechtsmittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">frist nicht zu laufen beginnen könnte. Aus dem Grundsatz, dass den Parteien aus </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einer mangelhaften</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Eröffnung keine Nachteile erwachsen dürfen, folgt vielmehr, dass dem beabsichtigten Rechtsschutz schon dann Genüge getan wird, wenn eine objektiv mangelhafte Eröffnung trotz ihres Mangels ihren Zweck erreicht. Das bede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">utet nichts a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nderes, als dass nach den konkreten Umständen des Einzelfalls zu prüfen ist, ob die betroffene Partei durch den gerügten Eröffnungsmangel tat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sächlich irregeführt und dadurch benachteiligt worden ist. Richtschnur für die Beurteilung dieser Frage ist der auch in diesem prozessualen Bereich geltende Grundsatz von Treu und Glauben, an welchem die Berufung auf Formmängel in jedem Fall ihre Grenze findet</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Bundesgerichts 9C_863/2013 vom 9. Mai </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2014</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. auch Kieser, ATSG-Kommentar, 3. A., Zürich 2015, N 49 ff. zu Art. 49 ATSG). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Beschwerdebegründung wird geltend gemacht, der Beschwerdeführer sei rechtsunkundig und beherrsche die deutsche Sprache nur mangelhaft (Urk. 1 S. 3 Rz 8), indessen wurde ebenso ausgeführt, die Sozialversicherungsfachstelle der Sozialen Dienste der Stadt Winterthur habe nach Erlass der Rückforderungsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung mit der Ausgleichskasse Kontakt aufgenommen, um mitzuteilen, dass die Rückforderung verfrüht erfolgt sei (Urk. 1 S. 3 Rz 6). Ferner stellte die Amtsstelle am 19. Februar 2017 ein Erlassgesuch im Namen des Beschwerdeführers (Urk. 3/5). Damit steht fest, dass die Verfügung vom 27. Januar 2017 effektiv auch den Sozialen Diensten der Stadt Winterthur zur Kenntnis gelangte und diese im Sinne einer Vertretung im Interesse des Beschwerdeführers tätig werden konnte und auch wurde. Eine aufgrund der Eröffnung an den Beschwerdeführer persönlich bedingte Irreführung und damit ein Nachteil ist nicht dargetan. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bemängelt wird vom Beschwerdeführer auch die Rechtsmittelbelehrung in der Verfügung vom 27. Januar 2017. Er macht geltend, anstelle des üblichen </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weises, ein Erlassgesuch sei innert 30 Tagen seit dem Eintritt der Rechtskraft des Rückforderungsentscheides zu stellen, sei in der Verfügung festgehalten worden, das Erlassgesuch sei innert 30 Tagen seit der Zustellung der Verfügung an die IV-Stelle des Kantons Baselland zu richten (Urk. 1 S. 3 Rz 7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 4 Abs. 4 ATSV ist das Erlassg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">esuch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schriftlich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu begründe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit den nötigen Belegen versehen spätestens 30 Tage nach Eintritt der Rechtskraft der Rückforderungsverfügung einzureichen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diesen Anforderungen entsprach die Rechtsmittelbelehrung nicht. Diese lautet im vom Beschwerdeführer wiedergege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">benen Sinn (Urk. 8/129/1). Indessen ist nicht ersichtlich, dass der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer aufgrund dieses Mangels auf die Anfechtung der Rückforderung verzich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tete und stattdessen innert 30 Tagen seit der Zustellung der Verfügung vom 27. Januar 2017 (nur) ein Erlassgesuch stellte, zumal in der Verfügung explizit auch auf die Möglichkeit zur Erhebung einer Beschwerde gegen die Rückforde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung innert 30 Tagen seit der Zustellung der Verfügung hingewiesen wurde (Urk. 8/129/1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mangelhaft ist die Rechtsmittelbelehrung betreffend Erlassgesuch schliesslich auch in Bezug auf den Gesuchsadressaten. Da die genannte offensichtlich nicht zuständige IV-Stelle des Kantons Baselland, an welche der Beschwerdeführer sein Erlassgesuch entsprechend der Belehrung richtete (Urk. 8/132), dieses im Sinne von Art. 30 ATSG umgehend an die zuständige IV-Stelle des Kantons Zürich wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tergeleitet hat (Urk. 8/133), ist dem Beschwerdeführer auch aus diesem Mangel kein Nachteil erwachsen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach der Entdeckung der irrtümlichen Weiterausrichtung der Rente (vgl. Urk. 8/128) erliess die Beschwerdegegnerin die Rückforderungsverfügung vom 27. Januar 2017 ohne Durchführung eines Vorbescheidverfahrens. Ebenso verfuhr sie mit dem Erlassentscheid vom 26. Februar 2017. Art. 57a Abs. 1 IVG verpflichtet die IV-Stelle, der versicherten Person den vorgesehenen Endentscheid über ein Leistungsbegehren oder den Entzug oder die Herabsetzung einer bisher gewährten Leistung mittels Vorbescheid mitzuteilen. Ferner hält Art. 57a IVG fest, dass die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherte Person Anspruch auf rechtliches Gehör im Sinne von Artikel 42 ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Gegenstand des Vorbescheids nach Artikel 57a IVG sind Fragen, die gemäss Artikel 57 Absatz 1 Buchstabe c - f IVG in den Aufgabenbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reich der IV-Stellen fallen (Art. 73</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Abs. 1 der Verordnung über die Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung; IVV). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rechtsprechung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sgemäss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> handelt es sich bei Streitigkeiten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">im Zusammenhang mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Rückforderungen um Leistungsstreitigkeiten (Urteil des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">desgerichts I 721/05 vom 12. Mai 2006 E. 4) und bei der Beurteilung sowohl der Rückforderungs- als auch der Erlassvoraussetzungen stehen in erster Linie recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche und spezifisch rechnerische Aspekte im Vordergrund, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weshalb </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vor diesbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">züglichen Entscheiden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grundsätzlich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">das Vorbescheidverfahren durchzuf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ühren ist (vgl. Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über Invalidenversicherung, 3. A., Zürich 2014, N 2 zu Art. 57a IVG mit Hinweis auf BGE 134 V 97). </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach der Rechtsprechung ist eine Gehörsverletzung heilbar, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann. Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">i Unterlas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sung des Vorbescheidverfahrens ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">es allerdings </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nur sehr zurückhaltend anzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmen, dass eine Heilung der Gehörsverletzung im Beschwerdeverfahren mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urteil des Bundesgerichts 9C_356/2011 vom 3. Februar 2012 E. 3.4). Die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Verletzung der Anhörungspflicht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kann </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schon dann schwerwiegend sein, wenn ein nach Erlass des Vorbescheids ergangenes Begehren um Aktenedition oder eine Stellungnahme zum Vorbescheid unberücksichtigt geblieben ist, indem auf die vorgebrachten Einwendungen nicht eingegangen wurde (BGE 124 V 180 E. 2). Umso schwerwiegender ist es, wenn überhaupt kein Vorbescheidverfahren durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geführt und ohne Gewährung des rechtlichen Gehörs eine Verfügung erlassen wird (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 584/01 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juli 2002 E. 2 mit Hinwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Erlass der Entscheide betreffend die Rückerstattung einerseits und betreffend das Erlassgesuch andererseits ohne jegliche Gewährung des rechtlichen Gehörs ist ein schwerwiegender Verfahrensmangel. Bis zum Erhalt der Rückerstattungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfügung hatte der Beschwerdeführer noch nicht einmal Kenntnis darüber, dass die Beschwerdegegnerin ein entsprechendes Verfahren führt. Da das Recht, angehört zu werden formeller Natur ist, führt die Verletzung des rechtlichen Gehörs ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der Verfügung. Es kommt mit anderen Worten nicht darauf an, ob die Anhörung im konkreten Fall für den Ausgang der materiellen Streitentschei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dung von Bedeutung ist, das heisst die Behörde zu einer Änderung ihres Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheides veranlasst wird oder nicht (BGE 132 V 387 E. 5.1; 127 V 431 E. 3d/aa). In besonders schweren Fällen einer Verletzung des Gehörsanspruchs ist der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">waltungsakt sodann nicht nur anfechtbar, sondern nichtig (vgl. Kieser, a.a.O.,</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">N 50 zu Art. 23 ATSG, und Volz, in: Gesetz über das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, 2. Aufl., 2009, N 28 zu § 13 GSVGer, je mit Hinweisen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dass die Beschwerdegegnerin vor Erlass der Rückforderungsverfügung nicht nur von einem Vorbescheidverfahren absah, sondern den Beschwerdeführer nicht einmal über die Einleitung des Verfahrens betreffend Rückerstattung in Kenntnis setzte, stellt einen gravierenden Verfahrensmangel dar, der es rechtfertigt, von der Nichtigkeit der Rückforderungsverfügung vom 27. Januar 2017 auszugehen. Da unter diesen Umständen keine Grundlage bestand, um über das Erlassgesuch zu entscheiden, ist auch die Verfügung vom 7. Juni 2017 nichtig. Somit ist fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zustellen, dass sowohl die Verfügung vom 27. Januar 2017 betreffend Rücker</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stattung als auch die Verfügung vom 7. Juni 2017 betreffend Erlass nichtig sind. Deswegen ist auf die gegen die letztgenannte Verfügung erhobene Beschwerde nicht einzutreten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p><span>8.</span><span> </span><span>Gemäss </span><span>Art. </span><span>69 </span><span>Abs. </span><span>1</span><span>bis</span><span> IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von </span><span>Art. </span><span>61 lit. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhän</span><span>gig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis </span><span>Fr. </span><span>1'000.-- festgesetzt. Vorlie</span><span>gend erweist sich eine Kostenpauschale von </span><span>Fr. 700</span><span>.-- als angemessen. </span><span>Der Nicht</span><span>eintretensentscheid ist Folge eines Verfahrensfehlers der Beschwerdegegnerin. Somit sind a</span><span>usgangsgemäss </span><span>ihr </span><span>die Kosten </span><span>zu überbinden</span><span>. </span></p><p><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Der Einzelrichter verfügt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Es wird festgestellt, dass </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">sowohl </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">die</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Verfügung </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">vom 2</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">7. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Januar 2017 betreffend Rückerstattung als auch </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Verfügung vom </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">7. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Juni 2017 betreffend Erlass </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">nichtig sind. Demgemäss wird auf die gegen die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Verfügung vom </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">7. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Juni 2017 </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">erhobene Beschwerde nicht eingetreten. </span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 700</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Departement Soziales der Stadt Winterthur</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der EinzelrichterDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>SpitzWilhelm</p><p></p></div> </div></body></html>