<h2>SubmittedText<h2><p>Die SBB-Werkstätten in der Region Yverdon haben sich bezüglich Unterhalt von Lokomotiven und anderem Rollmaterial über Jahrzehnte ein sehr grosses Know-how erarbeitet.</p><p>Im Rahmen der Umstrukturierung der SBB soll die Belegschaft der Werkstätten von Yverdon in den Jahren 2000 bis 2005 um rund 40 Prozent vermindert werden.</p><p>Achtet man nicht auf eine gerechte Verteilung der Aufträge, so besteht die Gefahr, dass die beispielhafte Qualität, das Know-how und insbesondere die vorzügliche Lehrlingsausbildung verloren gehen.</p><p>Im Vergleich zu den grossen Investitionen, die für den Bau des Lötschberg-Basistunnels, des Gotthardtunnels und der Verbindung in die Regionen Zürich und St. Gallen getätigt werden, wird die Westschweiz vernachlässigt.</p><p>Deshalb stelle ich dem Bundesrat folgende Fragen:</p><p>1. Ist er bereit, sich beim Verwaltungsrat und bei der Geschäftsleitung der SBB dafür einzusetzen, dass die Unterhaltsarbeiten an den neuen ICN-Zügen in die Werkstätten von Yverdon verlegt werden, verfügen diese doch über eine Werkhalle von 300 Meter Länge und einer Fläche von 10 000 Quadratmeter mit Anschluss ans Schienennetz?</p><p>2. Ist er bereit, angesichts des grossen Know-hows und der ausgezeichneten Lehrlingsausbildung Lösungen mit der neuen Aktiengesellschaft der SBB zu suchen, damit den Werkstätten von Yverdon neue Aufträge für den Unterhalt und Bau von Eisenbahnmaterial erteilt werden?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat aufgrund der nachfolgenden Ausführungen der SBB zur Kenntnis genommen, dass dem Anliegen der Einfachen Anfrage Rechnung getragen wird. Die SBB beantwortet die gestellten Fragen wie folgt:</p><p>"Die regional ausgewogene Verteilung von Arbeitsplätzen ist der SBB ein wichtiges Anliegen. Dies zeigt beispielhaft die dezentrale Ansiedelung des 'Contact Centers' in Brig, welches bis Ende 2003 auf 180 Stellen ausgebaut wird.</p><p>Im Zuge der Zentralisierung von Unterhaltsarbeiten gingen im Jahr 2002 im Kanton Waadt zunächst Arbeitsplätze verloren. Diese regionale Bereinigung der Unterhaltskapazitäten ist aber nur eine erste Wirkung der zurzeit laufenden grundsätzlichen Reorganisation des Rollmaterialunterhaltes im Projekt 'Service Rollmaterial'.</p><p>In einem zweiten Schritt dieser Neuorganisation wird das Industriewerk Yverdon spürbar aufgewertet. Die in Yverdon bestehenden Einrichtungen werden modernisiert. In den Umbau der vormals für den Güterwagenservice genutzten Halle werden inklusive Spezialmaschinen, Werkstatt und Rollprüfstand 33 Millionen Franken investiert.</p><p>Ab Frühjahr 2005 stehen die modernisierten Anlagen dann für den Unterhalt der künftig auf 44 Züge anwachsenden ICN-Neigezugflotte der SBB zur Verfügung. Damit werden in Yverdon-les-Bains insgesamt 30 hochqualifizierte Arbeitsplätze zusätzlich geschaffen. Das Industriewerk wird damit zum ersten schweizweit spezialisierten Unterhaltsort für Rollmaterial des SBB-Personenverkehrs ausgebaut."</p>  Antwort des Bundesrates.