A bteilung IV D -5604/2006/teb/huj {T 0/2} U rte il v o m 3 . O k to b e r 2 0 0 7 R ichter Bendicht Tellenbach (Vorsitz), R ichter R obert G alliker, R ichterin M adeleine H irsig-Vouilloz, G erichtsschreiber Jürg H ünerw adel. B ._______, Türkei, vertreten durch lic. iur. M . Serif Altunakar, R echtsberatung, Kornhausstrasse 3, 9000 St. G allen, G esuchsteller, U rteil der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) vom 12. Januar 2006 i.S. Asyl und W egw eisung (R evision). B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandD -5604/2006 Sachverhalt: A . D er G esuchsteller – ein türkischer Staatsangehöriger kurdischer Eth- nie m it letztem W ohnsitz in C ._______ – verliess seinen H eim atstaat nach eigenen Angaben am 11. Juni 2005 und gelangte am 15. Juni 2005 in die Schw eiz, w o er gleichentags im Em pfangs- und Verfah- renszentrum (EVZ) Kreuzlingen um Asyl nachsuchte. Im R ahm en der Anhörungen im EVZ vom 21. und 27. Juni 2005 brachte er im W esent- lichen vor, seine Fam ilie habe den ursprünglichen H erkunftsort D ._______ im Jahre 1992 verlassen, bevor dieser von den türkischen Sicherheitskräften zerstört w orden sei. Im gleichen Jahr habe sich sein N effe E._______ der G uerilla angeschlossen; er sei im Jahre 2004 als M ärtyrer gefallen. W egen dieses Verw andten sei die Fam ilie unter D ruck geraten, ebenso w ie aufgrund des Schw agers F._______, w elcher im Jahre 2001 nach 3-jährigem G efängnisaufenthalt in die Schw eiz geflüchtet sei, w o er Asyl erhalten habe. D er G esuchsteller selber sei im Jahre 1996 oder 1997 w ährend dreier M onate inhaftiert gew esen, jedoch ohne G erichtsverfahren w ieder frei gekom m en. N achdem anlässlich der N evroz-Feiern im M ärz 2005 eine türkische Fahne verbrannt w orden sei, habe die Polizei – in Abw esenheit des G esuchstellers – die W ohnung der Fam ilie durchsucht und die Ehefrau des G esuchstellers über N acht auf den Posten verbracht und verhört. D araufhin habe sich der G esuchsteller, der aus Furcht vor Behelligungen seit längerer Zeit nur noch sporadisch bei seiner Kernfam ilie gelebt habe, zur Ausreise aus dem H eim atstaat entschlossen. Zur Stützung seiner Vorbringen reichte der G esuchsteller diverse Be- w eism ittel zu den Akten, darunter eine auszugsw eise Anklageschrift des Staatssicherheitsgerichts G ._______ vom 2. D ezem ber 1993 betreffend seinen Patenonkel, einen Fam ilienregisterauszug vom 21. Februar 2003 m it dem Verm erk, dass der G esuchsteller von der G endarm erie gesucht w erde, sow ie ein ärztliches Zeugnis des Spitals C ._______ vom 4. Februar 2005. B . M it Verfügung vom 7. Juli 2005 w ies das BFM das Asylgesuch des G e- suchstellers ab und ordnete dessen W egw eisung aus der Schw eiz und deren Vollzug an. Zur Begründung führte das Bundesam t aus, die Vor- bringen des G esuchstellers verm öchten – sow eit die Jahre 2004 und S eite 2D -5604/2006 2005 betreffend – den Anforderungen an das G laubhaftm achen nicht zu genügen, beziehungsw eise – sow eit die w eiter zurück liegenden Behelligungen anbelangend – denjenigen an die asylrechtliche R elevanz nicht standzuhalten. C . M it U rteil vom 12. Januar 2006 w ies die dam als zuständige AR K eine gegen diese Verfügung eingereichte Beschw erde vom 6. August 2005 ab, w orauf dem G esuchsteller vom Bundesam t eine Ausreisefrist bis zum 14. M ärz 2006 gesetzt w urde. M it Schreiben vom 16. M ärz 2006 teilte die zuständige kantonale Behörde dem BFM m it, dass der G e- suchsteller unbekannten Aufenthalts sei. D . M it Eingabe seines R echtsvertreters vom 21. Juni 2006 ersuchte der G esuchsteller bei der AR K um revisionsw eise Aufhebung des U rteils vom 12. Januar 2006 und G ew ährung des Asyls. U nter Anrufung des R evisionsgrundes der neuen, erheblichen Tatsachen und Bew eism ittel reichte er unter anderem die Kopie einer Anklageschrift des Staatssi- cherheitsgerichts H ._______ vom 30. N ovem ber 2003 ein, gem äss w elcher er sich der U nterstützung der PKK schuldig gem acht habe. E. N achdem der Instruktionsrichter die zuständige kantonale Behörde m it Telefax vom 22. Juni 2006 angew iesen hatte, einstw eilen von Vollzugs- m assnahm en abzusehen, setzte er m it Zw ischenverfügung vom 27. Juni 2006 den Vollzug für die D auer des R evisionsverfahrens aus. G leichzeitig verzichtete er antragsgem äss auf das Erheben eines Kos- tenvorschusses und forderte den G esuchsteller auf, innert Frist das O riginal der Anklageschrift vom 30. N ovem ber 2003 nachzureichen. F. M it Eingabe seines R echtsvertreters vom 27. Juli 2006 reichte der G e- suchsteller erneut eine Kopie der Anklageschrift ein und führte aus, er könne das O riginaldokum ent nicht einreichen, da dieses von den türki- schen Behörden nicht ausgehändigt w erde. G . Eine in der Folge vom Instruktionsrichter in Auftrag gegebene D oku- m entenanalyse ergab, dass es sich bei der vom G esuchsteller einge- reichten Anklageschrift um eine Totalfälschung handle. S eite 3D -5604/2006 H . D er Instruktionsrichter w andte sich daraufhin m it Schreiben vom 28. August 2006 an die Schw eizerische Vertretung in Ankara und er- suchte unter Beilage des D okum entenanalyseberichtes vom 15. Au- gust 2006 um w eitere Abklärungen betreffend den G esuchsteller. D ie Schw eizerische Vertretung antw ortete m it Schreiben vom 8. D ezem ber 2006, w orin sie unter anderem festhielt, dass es sich bei der vom G e- suchsteller eingereichten Anklageschrift um eine Fälschung handle. I. M it Zw ischenverfügung vom 25. Januar 2007 gew ährte der Instruk- tionsrichter dem G esuchsteller das rechtliche G ehör zum D okum en- tenanalysebericht vom 15. August 2006 sow ie zur Botschaftsanfrage und -antw ort. J. M it Eingabe seines R echtsvertreters vom 9. Februar 2007 nahm der G esuchsteller zu den ihm unterbreiteten Abklärungsergebnissen Stel- lung und hielt an der Echtheit der Anklageschrift vom 30. N ovem ber 2003 fest. K . Am 12. M ärz 2007 heiratete der G esuchsteller eine Schw eizer Bürge- rin, w orauf ihm die zuständige kantonale Behörde am 13. Septem ber 2007 eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbew illigung erteilte. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D as Bundesverw altungsgericht ist für die Beurteilung von G esu- chen um R evision von U rteilen seiner Vorgängerorganisationen – m it- hin auch der AR K – zuständig, und zw ar ungeachtet der Frage, ob das R evisionsverfahren bereits bei einer Vorgängerorganisation oder erst nach dem 1. Januar 2007 beim Bundesverw altungsgericht eingeleitet w urde (vgl. das zur Publikation vorgesehene U rteil BVG E D -4889/2006 vom 12. Juli 2007 E. 3.3). D abei entscheidet es in der Besetzung m it drei R ichtern oder R ichterinnen (A rt. 21 Abs. 2 des Verw altungsge- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]), sofern das R evi- sionsgesuch nicht in die Zuständigkeit des Einzelrichters beziehungs- S eite 4D -5604/2006 w eise der Einzelrichterin fällt (vgl. A rt. 23 VG G ; A rt. 111 Abs. 2 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG , SR 142.31]). 1.2 Aus den nachstehend dargelegten G ründen liegt ein offensichtlich unbegründetes R evisionsgesuch vor, w eshalb der Entscheid nur sum - m arisch zu begründen ist (A rt. 111 Abs. 3 AsylG in analogiam ). 1.3 D er G esuchsteller hat ein schutzw ürdiges Interesse an der Aufhe- bung oder Änderung des Beschw erdeurteils und ist daher zur Einrei- chung eines R evisionsgesuches legitim iert (A rt. 48 Abs. 1 Bst. c des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfah- ren [Vw VG , SR 172.021] in analogiam ; vgl. U R SIN A BEER LI-BO N O R AN D , D ie ausserordentlichen R echtsm ittel in der Verw altungsrechtspflege des Bundes und der Kantone, Zürich 1985, S. 65 ff.). 1.4 D er G esuchsteller ruft in der Eingabe vom 21. Juni 2006 aus- drücklich den R evisionsgrund von A rt. 66 Abs. 2 Bst. a Vw VG an. D a es sich beim vorliegenden R evisionsgesuch um ein solches gegen ei- nen Entscheid einer Vorgängerorganisation des Bundesverw altungsge- richts handelt, sind denn auch ausschliesslich die revisionsrechtlichen Bestim m ungen des Vw VG anw endbar (vgl. die zur Publikation vorge- sehenen U rteile BVG E D -4889/2006 vom 12. Juli 2007 E. 4.5 und D - 7621/2006 vom 27. Juli 2007 E. 4.2). Ferner zeigt der G esuchsteller die R echtzeitigkeit des R evisionsbegehrens auf. D ie Eingabe vom 21. Juni 2006 erw eist sich dam it als hinreichend begründet. Auf das im Ü brigen frist- und form gerecht eingereichte (vgl. A rt. 47 VG G i.V.m . A rt. 67 Abs. 3 Vw VG i.V.m . A rt. 52 Vw VG ) R evisionsgesuch ist deshalb einzutreten. 2. D urch die dem G esuchsteller am 13. Septem ber 2007 zufolge H eirat m it einer Schw eizer Bürgerin erteilte ausländerrechtliche Aufenthalts- bew illigung sind die Anordnungen des BFM betreffend W egw eisung und Vollzug ohne w eiteres dahingefallen (vgl. Entscheidungen und M it- teilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2000 N r. 30 E. 4); das vorliegende Revisionsgesuch ist daher insoweit ge- genstandslos geworden. 3. 3.1 M it dem ausserordentlichen R echtsm ittel der R evision w ird die U n- abänderlichkeit und M assgeblichkeit eines rechtskräftigen Beschw er- S eite 5D -5604/2006 deentscheides angefochten, im H inblick darauf, dass die R echtskraft beseitigt w ird und über die Sache neu entschieden w erden kann (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverw altungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 229 f.). 3.2 G em äss A rt. 66 Abs. 2 Bst. a Vw VG zieht die Beschw erdeinstanz ihr U rteil auf Begehren in R evision, w enn die Partei neue erhebliche Tatsachen oder Bew eism ittel vorbringt, die sie im früheren Verfahren nicht beibringen konnte. Erheblich im Sinne dieser Bestim m ung sind neue Tatsachen dann, w enn sie geeignet sind, die tatbeständliche G rundlage des angefochtenen Entscheides zu verändern und bei zu- treffender rechtlicher W ürdigung zu einem anderen, für die gesuchstel- lende Partei günstigeren Ergebnis zu führen, m it anderen W orten, w enn sie den Ausgang des Verfahrens beeinflussen können. R evi- sionsw eise eingereichte Bew eism ittel können nur dann zur R evision ei- nes U rteils führen, w enn sie entw eder nachträglich in Erfahrung ge- brachte, doch vorbestehende erhebliche Tatsachen erhärten oder ge- eignet sind, dem Bew eis von Tatsachen zu dienen, die zw ar im frühe- ren Verfahren bekannt gew esen, aber zum N achteil der gesuchstellen- den Partei unbew iesen geblieben sind, und w enn sie bei Vorliegen im ordentlichen Verfahren verm utlich zu einem anderen Entscheid geführt hätten. Im R ahm en der revisionsrechtlichen Bestim m ung des Vw VG m üssen Bew eism ittel selber hingegen – im G egensatz zu geltend ge- m achten Tatsachen – nicht notw endigerw eise aus der Zeit vor dem Be- schw erdeentscheid stam m en, um zur R evision eines U rteils führen zu können (vgl. zum G anzen EM AR K 2002 N r. 13 E. 5a S. 113 f. m it H in- w eisen auf D oktrin und Praxis). 3.3 G ründe im Sinne von A rt. 66 Vw VG gelten nicht als R evisionsgrün- de, w enn die Partei sie im Verfahren, das dem Beschw erdeentscheid voranging, beibringen konnte. So bilden sow ohl neu geltend gem achte, vorbestehende Tatsachen als auch neue oder neu erhältlich gem achte Bew eism ittel nur dann einen R evisionsgrund, w enn die gesuchstellen- de Partei sie auch bei zum utbarer Sorgfalt im erstinstanzlichen Verfah- ren oder im ordentlichen R echtsm ittelverfahren nicht kennen oder bei- bringen konnte oder sie aus entschuldbaren G ründen nicht vorge- bracht hat (EM AR K 2002 N r. 13 E. 5a und b S. 113 f.). 4. D er G esuchsteller reichte im R ahm en des R evisionsverfahren m ehrere Bew eism ittel ins R echt, so eine Anklageschrift des Staatssicherheits- S eite 6D -5604/2006 gerichts H ._______ vom 30. N ovem ber 2003 und einen türkischen Fam ilienregisterauszug vom 21. Februar 2003 (beide m it deutscher Ü bersetzung), einen Bericht des türkischen M enschenrechtsvereins vom 6. April 2006 über von den türkischen Sicherheitskräften nach einer am 28. M ärz 2006 in D iyarbakir erfolgten Beerdigung begangene M enschenrechtsverletzungen, einen Auszug aus dem türkischen Strafgesetzbuch und eine Fotografie, auf w elcher der G esuchsteller in M ilitäruniform zu sehen ist. 4.1 H insichtlich der Anklageschrift des Staatssicherheitsgerichts H ._______ vom 30. N ovem ber 2003 hat eine am 15. August 2006 durchgeführte D okum entenanalyse ergeben, dass es sich um eine Totalfälschung handelt; dieser Befund ergab sich aufgrund form aler und m aterieller M erkm ale bezüglich die Ausführlichkeit der Anklageschrift, die Länge der Zeitspanne zw ischen dem angeblichen Tatzeitpunkt und dem jenigen der Anklageerhebung, M anipulationsspuren auf dem D okum ent sow ie bezüglich der U nterschrift des Staatsanw alts. Eine am 28. August 2006 vom Bundesverw altungsgericht getätigte Botschaftsanfrage bestätigte diese Einschätzung; gem äss Antw ortschreiben der schw eizerischen Vertretung vom 8. D ezem ber 2006 betrifft die auf der eingereichten Anklageschrift verm erkte Verfahrensnum m er nicht den G esuchsteller, sondern eine Person nam ens I._______. Ferner besteht über den G esuchsteller auch kein D atenblatt und er w ird w eder von der G endarm erie noch von der Polizei gesucht; der Suchverm erk auf dem Fam ilienregisterauszug vom 21. Februar 2003 ist dem nach jedenfalls im heutigen Zeitpunkt nicht m ehr aktuell, w obei gem äss Botschafts- auskunft offen bleibt, aus w elchen G ründen der Verm erk seinerzeit an- gebracht w urde, unter anderem aber auch eine Bestechung des R e- gisterbeam ten nicht ausgeschlossen w ird. D em G esuchsteller ist es im R ahm en des ihm zu den Fälschungs- m erkm alen gew ährten rechtlichen G ehörs nicht gelungen, plausible Erklärungen für die klaren U ngereim theiten zu geben. Sein blosses Festhalten an der Echtheit des D okum entes in seiner Eingabe vom 9. Februar 2007 ist in keiner W eise geeignet, die Ergebnisse der D o- kum entenanalyse und der Botschaftsabklärungen zu entkräften. D ies gilt auch bezüglich der von ihm bei dieser G elegenheit eingereichten Fotografie, w elche ihn in M ilitäruniform zeigt; dass er den M ilitärdienst abgeleistet hat, ist näm lich – angesichts der diesbezüglichen Bestäti- gung durch die Schw eizerische Vertretung in der Antw ort vom 8. D e- S eite 7D -5604/2006 zem ber 2006 – unbestritten. Vor diesem H intergrund kann der G esuch- steller m it den genannten Bew eism itteln nichts zu seinen G unsten ab- leiten. 4.2 G leiches gilt auch für die übrigen vom G esuchsteller auf R evi- sionsebene eingereichten U nterlagen, nam entlich den Bericht des tür- kischen M enschenrechtsvereins vom 6. April 2006 über von den türki- schen Sicherheitskräften nach einer am 28. M ärz 2006 in D iyarbakir erfolgten Beerdigung begangene M enschenrechtsverletzungen; dieses Bew eism ittel betrifft zum einen Sachverhalte, w elche sich erst nach der Ausfällung des Beschw erdeurteils der AR K vom 12. Januar 2006 ereigneten, und w eist zum anderen keinen konkreten Bezug zum G e- suchsteller auf. 5. Zusam m enfassend ist festzuhalten, dass kein revisionsrechtlich rele- vanter Sachverhalt dargetan ist. D as G esuch um R evision des U rteils der AR K vom 12. Januar 2006 ist dem zufolge abzuw eisen. D ie ge- fälschte Anklageschrift des Staatssicherheitsgerichts H ._______ vom 30. N ovem ber 2003 ist gestützt auf A rt. 10 Abs. 4 AsylG einzuziehen. 6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem G esuchstel- ler aufzuerlegen (A rt. 37 VG G i.V.m . A rt. 63 Abs. 1 Vw VG ). Angesichts der Tatsache, dass er sein R evisionsgesuch vom 21. Juni 2006 zur H auptsache auf ein gefälschtes Bew eism ittel stützte und er auch nach der festgestellten Fälschung an der Echtheit des D okum entes festhielt, ist seine Prozessführung als m utw illig zu bezeichnen, w eshalb die Ver- fahrenskosten in Anw endung von A rt. 2 Abs. 2 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht (VG KE, SR 173.320.2) zu erhöhen und auf Fr. 1'600.-- festzusetzen sind. H inzu kom m en die Auslagen des G e- richts von Fr. 1'270.-- für die Botschaftsanfrage vom 28. August 2006, w eshalb der G esuchsteller insgesam t Fr. 2'870.-- zu leisten hat. (D ispositiv nächste Seite) S eite 8D -5604/2006 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D as R evisionsgesuch w ird abgew iesen, sow eit es nicht gegenstands- los gew orden ist. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 2'870.-- w erden dem G esuchsteller auf- erlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichtskasse zu überw eisen. 3. D ie als Fälschung erkannte Anklageschrift des Staatssicherheitsge- richts H ._______ vom 30. N ovem ber 2003 w ird eingezogen. 4. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des G esuchstellers (eingeschrieben; Beilagen: 1 Fotografie, Einzahlungsschein) - das BFM , Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Ak- ten D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: Bendicht Tellenbach Jürg H ünerw adel Versand: S eite 9