<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">«AZA 7» </div> <div class="para">U 230/98 Hm </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV. Kammer </div> <div class="para">Bundesrichter Borella, Rüedi und Bundesrichterin Leuzinger; Gerichtsschreiber Signorell </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 5. Oktober 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para">L.________, 1959, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Hans Schmidt, Ulrichstrasse 14, Zürich, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Luzern, Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para">und </div> <div class="para">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, Winterthur </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der 1959 geborene L.________ meldete am 20. März 1994 der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) einen Rückfall zu dem am 18. Oktober 1993 erlittenen Unfall an. Diese erbrachte Leistungen, verfügte indessen am 26. April 1996 eine Teilarbeitsfähigkeit des Versicherten von 50 % mit Wirkung ab 2. Mai 1996. Daran hielt sie im Einspracheentscheid vom 22. Oktober 1996 fest. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich wies eine dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 13. August 1998 ab. </div> <div class="para">Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde lässt L.________ beantragen, es sei die SUVA zu verpflichten, auch ab dem 2. Mai 1996 Taggelder gestützt auf eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als 50 % zu bezahlen. </div> <div class="para">Die SUVA schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich verzichtet auf eine Stellungnahme. Das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) hat sich nicht vernehmen lassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Streitig und zu prüfen ist, ob die Herabsetzung des Taggeldes per 2. Mai 1996 auf 50 % zu Recht erfolgt ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Die Vorinstanz hat die massgeblichen Bestimmun- gen über den Anspruch auf Taggeld (<span class="artref"><artref id="CH/832.20/16/2" type="start"></artref><artref id="CH/832.20/16/1" type="start"></artref>Art. 16 Abs. 1 und 2 UVG</span><artref id="CH/832.20/16/2" type="end"></artref><artref id="CH/832.20/2" type="end"></artref>) und den Begriff der Arbeitsunfähigkeit (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=4&amp;from_date=18.09.2000&amp;to_date=07.10.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F115-V-133%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page133">BGE 115 V 133</a> Erw. 2 mit Hinweisen) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- a) Die medizinischen Akten sind im vorinstanzlichen Entscheid eingehend dargestellt. Darauf wird verwiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Das kantonale Gericht stützte sich im Wesentlichen auf das Gutachten des Dr. med. S.________, Neurologische Klinik und Poliklinik des Universitätsspitals X.________, vom 14. Januar 1996. Darin werden einerseits ein Status nach Schädel-Hirntrauma am 18. Oktober 1993 mit posttraumatischen chronischen Spannungskopfschmerzen, leichten neuropsychologischen Funktionsstörungen und neurovegetativen Störungen (Lärmempfindlichkeit, Reizbarkeit) sowie andererseits ein Status nach lagerungsabhängigen Drehschwindelattacken (Differenzialdiagnose: benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel) als Diagnosen erhoben. Die Arbeitsfähigkeit wird auf 50 % geschätzt, welche sich bei erfolgreicher Behandlung der Kopfschmerzen (psychologische Betreuung, Medikation) aus neurologischer Sicht im Idealfall bis 100 % steigern lasse. </div> <div class="para">Die Vorinstanz hat in einlässlicher Würdigung dieses Gutachtens und der weiteren medizinischen Unterlagen zutreffend festgestellt, dass der Beschwerdeführer ab 2. Mai 1996 wiederum zu 50 % arbeitsfähig war und seine bisherige Tätigkeit wieder hätte aufnehmen können. Die Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde sind unbegründet. Denn für die Beurteilung des Taggeldanspruchs massgebend ist grundsätzlich - so vor allem bei labilem Geschehen wie vorliegend - nicht die Arbeitsfähigkeit in einer Verweisungstätigkeit, sondern die tatsächliche Einschränkung im angestammten Beruf (RKUV 2000 Nr. U 366 S. 92). Da sich aus den medizinischen Akten keinerlei Anhaltspunkte dafür ergeben, dass der Versicherte seine bisherige Tätigkeit nicht weiterhin ausüben könnte, bestand für den Gutachter keine Veranlassung, sich zu allfälligen Verweisungstätigkeiten zu äussern. Die attestierte Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers von 50 % für den massgeblichen Zeitraum (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=4&amp;from_date=18.09.2000&amp;to_date=07.10.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-V-362%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page366">BGE 121 V 366</a> Erw. 1b mit Hinweisen) steht nicht im Widerspruch zu den übrigen im Zeitpunkt des Ergehens der Verfügung und des Einspracheentscheides vorliegenden ärztlichen Beurteilungen. Es wird diesbezüglich wie auch hinsichtlich der vorgeschlagenen schrittweisen Arbeitsaufnahme auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen. Hinweise auf eine relevante Veränderung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers im Zeitraum zwischen dem Erlass der Verfügung und der Fällung des Einspracheentscheides finden sich in den Akten nicht. Dies gilt namentlich für die Berichte der Dres. med. R.________ vom 29. November 1996 und B.________ vom 27. Januar 1997, welche beide erst nach dem Einspracheentscheid überhaupt zur Abklärung einer weiteren Leistungspflicht für Behandlungskosten (vgl. Einspracheentscheid S. 3 Ziff. 3b; Schreiben der SUVA an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers vom 15. November 1996, an die Dres. med. H.________ vom 26. November 1996, B.________ vom 3. Dezember 1996 und O.________ vom 27. Januar 1997 sowie an die Krankenkasse Supra vom 6. Januar 1997) in Auftrag gegeben wurden. Der vorinstanzliche Entscheid ist daher nicht zu beanstanden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para">III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversiche- </div> <div class="para">rungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für </div> <div class="para">Sozialversicherung zugestellt. </div> <div class="para">Luzern, 5. Oktober 2000 </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der IV. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>