<h2>SubmittedText<h2><p>Im September 2016 stellte der Bundesrat eine Vollassoziierung der Schweiz an Erasmus plus ab 2018 in Aussicht. Die Ratifikation des Kroatien-Protokolls am 16. Dezember 2016 schuf hierfür die Basis. Anfang Februar meldete das SBFI jedoch, dass dieses Ziel aufgegeben wurde und nun für weitere drei Jahre die Übergangslösung gelten solle.</p><p>- Welche Gründe führten dazu, dass die Verhandlungen für eine Vollassoziierung an Erasmus plus gestoppt wurden?</p><p>- Können unsere Universitäten ein gleichwertiges Austauschprogramm aufbauen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Assoziierungsverhandlungen zwischen der Schweiz und der EU wurden im Februar 2014 sistiert. Sie konnten - im Unterschied zu Horizon 2020 - auch nach Ratifikation des Kroatien-Protokolls noch nicht wieder aufgenommen werden. Zum Zeitpunkt der Sistierung hatten sich die Schweiz und die EU nicht auf den finanziellen Rahmen für den Programmbeitrag einigen können. Die Forderung der EU belief sich auf einen Betrag, der wesentlich höher lag als die vom Parlament bewilligten Kredite. Zurzeit deutet nichts darauf hin, dass die EU auf ihre finanziellen Forderungen gegenüber der Schweiz zurückzukommen bereit wäre. Der Bund geht daher davon aus, dass eine Wiederaufnahme und ein erfolgreicher Abschluss der Verhandlungen für eine Assoziierung an Erasmus plus 2018-2020 nicht in einem realistischen Zeithorizont erfolgen können.</p><p>Die Schweizer Hochschulen regeln die Umsetzung der Lernmobilität in interinstitutionellen Abkommen mit Partnerinstitutionen. Im Rahmen der Übergangslösung ist es den Hochschulen gelungen, ausreichende Mobilitätskontingente bereitzustellen. Das zeigen die steigenden Teilnehmerzahlen im Hochschulbereich. Gemäss Angaben der Universitäten gab es einzig eine gewisse Verringerung der Mobilitätsdestinationen. Die vom Bundesrat in Kürze zu verabschiedende Botschaft zur Förderung der internationalen Mobilität in der Bildung wird die dreijährige Periode 2018-2020 abdecken und somit den Hochschulen und anderen nationalen Partnern mehr Planungssicherheit bringen. In der Botschaft werden Entwicklungsmassnahmen aufgezeigt werden, die langfristig für den Aufbau von zukunftsfähigen, attraktiven und bedarfsgerechten Mobilitätsaktivitäten erforderlich sind.</p>