<h2>SubmittedText<h2><p>Am letzten Filmfestival in Locarno im August 2012 haben Bundesrat Alain Berset, BAK-Direktor Jean-Frédéric Jauslin und der Film-Sektionschef Ivo Kummer bekanntgegeben, dass die Anzahl Filmgesuche gegenüber dem Vorjahr massiv zugenommen hat. Im Sommer wurde von 417 Gesuchen gesprochen.</p><p>Wohl auch diese hohe Anzahl Gesuche führt zu grossen Verzögerungen in der Filmbranche. Nicht nur die Bearbeitung der Filmgesuche zieht sich in die Länge, sondern auch die Prüfung der Schlussabrechnungen. Gerade die sechswöchige Frist für die letzte Tranchenzahlung wird nicht immer eingehalten.</p><p>Der Bundesrat wird daher gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Ist er sich der obgenannten Probleme bewusst, und hat er diesbezüglich bereits Handlungsbedarf ausgemacht?</p><p>2. Gibt es in der Sektion Film des Bundesamtes zu wenig Ressourcen, um Filmgesuche zu bearbeiten?</p><p>3. Sieht er andere Möglichkeiten, diese Probleme zu lösen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Der Bundesrat ist sich bewusst, dass die Zahl der Filmförderungsgesuche in den vergangenen Jahren laufend zugenommen hat. 2011 behandelte die Sektion Film des Bundesamtes für Kultur 423 Gesuche, 2012 waren es bereits 537. Es mussten daher Prioritäten gesetzt werden, um die Auszahlungsgesuche für neue Filmprojekte rechtzeitig behandeln zu können. In dieser Phase ist die Finanzierung am dringendsten, da sie einen direkten Einfluss auf den Start der Filmprojekte hat. Dies führte bei der Prüfung der Endabrechnungen und der Ausrichtung der letzten Tranchen bei Projektende zu Verzögerungen.</p><p>2. Derzeit können mit den vorhandenen Ressourcen der Sektion Film die Gesuche bewältigt werden, allerdings mit einer gewissen Verzögerung in der Abschlussphase der Projekte. Sollte die Zahl der Gesuche weiterhin so hoch bleiben oder sogar steigen, müsste die Frage der Ressourcen überprüft werden, denn während die Zahl der Mitarbeitenden seit 2007 gleich geblieben ist (3 Personen, 260 Stellenprozente), steigt die Zahl der eingereichten Gesuche tendenziell stark an (366 im Jahr 2007, 347 im Jahr 2008, 308 im Jahr 2009, 313 im Jahr 2010, 423 im Jahr 2011 und 537 im Jahr 2012), dies entspricht einer Zunahme von 46,7 Prozent in fünf Jahren.</p><p>3. Neben der Überprüfung der Ressourcen wird der Bundesrat die Entwicklungen im Filmförderungsbereich aufmerksam weiterverfolgen und allenfalls mögliche Varianten zur Entlastung des Gesuchsverfahrens prüfen.</p>  Antwort des Bundesrates.