Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 22. Dezember 2016 (725 14 159) ____________________________________________________________________ Unfallversicherung Der Unfall führte zu einer richtungsgebenden Verschlimmerung der bestehenden Arthro- se im Schultergelenk, weshalb der Status quo sine im Zeitpunkt der Leistungseinstellung nicht erreicht war. Die Beschwerde wird deshalb gutgeheissen und die SUVA verpflich- tet, die gesetzlichen Leistungen über diesen Zeitpunkt hinaus zu erbringen. Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Bea t Hersberger, Kantonsrich- ter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Margit Campell Parteien A.____, Beschwerdeführer gegen SUVA , Rechtsabteilung , Postfach 4358 , 6002 Luzern , Beschwerd e- gegnerin Betreff Leistungen A.1 A.____ arbeitete im Zeitpunkt seines Unfalls be i der B.____ als Chauffeur und war in die- ser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversi cherungsanstalt (SUVA) obligatorisch ge- gen die Folgen von Betriebs- und Nichtbetriebsunfäl len versichert. Am 25. November 2011 ver- fehlte er mit vier Kisten von je circa 5 kg in den Händen beim Verlassen seines Transporters einen Tritt, verlor dabei das Gleichgewicht und stü rzte auf die linke Schulter. Der erstbehan- delnde Arzt Dr. med. C.____, FMH Innere Medizin, di agnostizierte am 28. November 2011 eine aktivierte Omarthrose und eine SLAP-Läsion. Diese D iagnosen wurden durch die am 1. De- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht zember 2011 durchgeführte MR-Arthographie im Spital D.____ bestätigt. Die SUVA anerkannte ihre Leistungspflicht, richtete Taggelder aus und überna hm die Heilbehandlungskosten. Am 30. Januar 2012 wurde der Versicherte an der linken Sch ulter operiert und die SLAP-Läsion versorgt. Am 10. August 2012 wurde wegen einer Frozen Shoulder links eine Schulterarthro- skopie vorgenommen. Im weiteren Verlauf erfolgte am 10 . Juni 2013 erneut ein MRI der linken Schulter, welches unter anderem eine fortgeschrittene Omarthrose mit aufgebrauchtem Knorpel zeigte. Der behandelnde Arzt Dr. med. E.____, FMH Chi rurgie und Orthopädie, schlug in sei- nem Bericht vom 1. Juli 2013 die Implantation einer Schultertotalprothese vor. Er hielt gestützt auf den Röntgenbefund fest, dass es sich um eine vorbestehe nde Arthrose der linken Schulter handle, welche durch den Unfall vor zwei Jahren akzentuier t worden sei. Der Fall werde zulas- ten der SUVA abgeschlossen und die Weiterbehandlung, d ie Operation und die Therapie wür- den zulasten der Krankenkasse gehen. Daraufhin teilte di e SUVA dem Versicherten am 30. September 2013 mit, dass sie die Versicherungsleistungen per 1. Juli 2013 einstelle. A.2 Die F.____ als Krankentaggeldversicherung von A.___ _ teilte der SUVA am 27. Septem- ber 2013 mit, dass der Versicherte am 25. September 20 13 im Spital D.____ operiert und ihm eine Schultertotalprothese links implantiert worden sei. Weiter hielt sie fest, dass ihr beratender Arzt, Dr. med. G.____, FMH Chirurgie, aufgrund der m edizinischen Unterlagen zum Schluss gekommen sei, dass der Unfall vom 25. November 2011 e ine richtungsgebende Verschlimme- rung verursacht habe, weshalb die SUVA weiterhin leist ungspflichtig sei. In der Folge holte die SUVA beim Kreisarzt Dr. med. H.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, einen Bericht ein. Am 5. November 2 013 führte der Kreisarzt aus, dass die Implantation der Schultertotalprothese aufgrund der Arthrose erfolgt sei, welche aber nicht unfallbedingt sei. Zudem sei der Status quo sine kurz vo r der Operation vom 25. September 2013 eingetreten. Gestützt auf diese Abklärungsergebni sse stellte die SUVA ihre Leistungen mit Verfügung vom 7. November 2013 rückwirkend per 24. September 2013 ein. Die dagegen durch die F.____ und die Krankenkasse I.____ eingereich ten Einsprachen vom 11. November 2013 bzw. 20. November 2013 wies die SUVA am 25. April 2014 ab. B. Hiergegen richtet sich die vorliegende Beschwerde, we lche der Versicherte am 28. Mai 2014 beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherung srecht (Kantonsgericht), einreichte. Er beantragte, der Einspracheentscheid vom 25. April 2014 sei aufzuheben und die SUVA sei zu verpflichten, weiterhin die gesetzlichen Leistungen zu er bringen; unter o/e-Kostenfolge. Zur Be- gründung wurde unter Hinweis auf die Berichte des bera tenden Arztes der F.___ vom 15. De- zember 2013 und vom 15. Mai 2014 im Wesentlichen vorgebr acht, dass die vorbestehende Omarthrose durch den Unfall richtungsgebend verschlimme rt worden sei. Da ein Status quo sine unter diesen Umständen nicht mehr erreicht werden könne, sei die SUVA weiterhin ver- pflichtet, die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. C. Mit Vernehmlassung vom 31. Juli 2013 beantragte die SUVA die Abweisung der Be- schwerde. Gemäss den Ausführungen von Dr. med. J.____, F acharzt für Orthopädische Chi- rurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, SUVA- Versicherungsmedizin, vom 16. April 2014 und 23. Juni 2014 habe sich der Versiche rte beim Unfall vom 25. November 2011 eine leichte Prellung der Schulter zugezogen. Di ese sei nicht geeignet, eine richtungsge- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht bende Verschlimmerung der vorbestehenden Schulterarthro se zu bewirken. Das Unfallereignis habe lediglich zu einer vorübergehenden Verschlechterung des vorbestehenden Leidens ge- führt. Die Einstellung der gesetzlichen Leistungen per 24. September 2013 sei daher nicht zu beanstanden. D. Der Beschwerdeführer reichte am 20. August 2014 sein e Replik ein und die SUVA erstat- tete am 29. September 2014 ihre Duplik. Beide Partei en hielten an ihren Standpunkten und An- trägen fest und bestritten die Ausführungen der Gegenpartei. E. Anlässlich der Urteilsberatung vom 11. Dezember 201 4 gelangte das Kantonsgericht zum Ergebnis, dass eine abschliessende Beurteilung der Angel egenheit gestützt auf die vorhande- nen medizinischen Akten nicht möglich sei. Es beschloss daher , den Fall auszustellen und ein orthopädisches Gerichtsgutachten einzuholen. Zudem wurden die Parteien aufgefordert, einen gemeinsamen Gutachter zwecks zu nennen und zu dem vom Ger icht vorgelegten Fragenkata- log Stellung zu nehmen. In Übereinstimmung mit den P arteien bestimmte das Kantonsgericht mit Verfügung vom 16. April 2015 Dr. med. K.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Trauma- tologie des Bewegungsapparates, als Gutachter. Sein orthopädisches Fachgutachten wurde am 18. September 2015 erstattet. Diesem ist im Wesentlic hen zu entnehmen, dass der Unfall des Beschwerdeführers vom 25. November 2011 mit überwiegend er Wahrscheinlichkeit zu einer richtungsgebenden Verschlimmerung der vorbestehenden Arthrose geführt habe. F.1 Mit Eingabe vom 26. Oktober 2015 hielt die SUVA m it Blick auf die Schlussfolgerungen im Gerichtsgutachten von Dr. K.____ fest, dass der Vorzusta nd an der rechten (recte linken) Schulter durch den Unfall richtungsgebend verschlimmert w orden und der Status quo sine im Zeitpunkt der Leistungseinstellung am 24. September 2013 nicht erreicht gewesen sei. Deshalb könne die SUVA am Einspracheentscheid vom 25. April 2 014 nicht festhalten. Sie anerkenne daher ihre Leistungspflicht für die Kosten der Schult ertotalprothesen-Operation vom 25. Sep- tember 2013 sowie für die damit ursächlich im Zusammen hang stehenden Nachfolgebehand- lungen/-kontrollen. Dr. K.____ habe auch geklärt, das s von weiteren Therapien keine Steige- rung der Arbeitsfähigkeit mehr erwartet werden könne . Gleichzeitig bestätige er, dass der Be- schwerdeführer in der angestammten Tätigkeit voll arbei tsfähig sei, weshalb ein Anspruch auf eine Invalidenrente unter diesen Umständen ausscheide. Betreffend die weiteren Auswirkungen der medizinischen Beurteilung auf den Leistungsanspruch bestünden jedoch noch Unklarheiten. So bleibe die Frage unbeantwortet, ab wann vom medi zinischen Heilbehandlungsabschluss bzw. ab wann von einer ganzen oder teilweisen Arbeitsf ähigkeit des Beschwerdeführers auszu- gehen sei. Diese Fragen seien ergänzend durch den Gutachter zu beantworten. F.2 Am 5. November 2015 liess sich der Beschwerdeführer zum Gutachten vernehmen. Er führte im Wesentlichen aus, dass die Beschwerdegegnerin üb er den 24. September 2013 hin- aus die gesetzlichen Leistungen zu erbringen habe. Da die Arbeitsunfähigkeit mindestens bis zum 23. November 2014 bestanden habe, müsse die SUVA auch bis zu diesem Zeitpunkt die gesetzlichen Leistungen ausrichten. Zudem habe er Anspru ch auf eine angemessene Integri- tätsentschädigung und die SUVA müsse auch für allfällige Spätfolgen aufkommen. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht G. Das Kantonsgericht ersuchte Dr. K.____ am 11. Dezem ber 2015 um Ergänzung seines Gutachtens. Am 12. Januar 2016 teilte er mit, dass die m edizinische Heilbehandlung mit Been- digung der Rehabilitation nach der Implantation der Schultertotalprothese am 25. September 2013 und der Überführung in die Nachsorge abgeschlossen gewesen sei. Ein Datum sei aus den vorliegenden Akten jedoch nicht ersichtlich. Weiter h ielt er fest, dass nach der Implantation der Schulterprothese ein Arbeitsversuch in einem 50%igen Pensum vorgenommen worden sei, welcher aber ungünstig verlaufen sei. Nach weiteren Physiotherapiesitzungen habe eine volle Arbeitsfähigkeit erzielt werden können. Die genauen Daten könne er nicht eruieren. H. Nach entsprechender Aufforderung des Kantonsgerichts vo m 18. April 2016 teilte Dr. E.____ am 19. Mai 2016 mit, dass der Beschwerdefüh rer vom 25. September 2013 (Zeit- punkt der Operation) bis 7. September 2014 und vom 10. September 2014 bis 28. September 2014 100% arbeitsunfähig gewesen sei. In der Zeit vom 8. bis 9. September 2014 und vom 29. September 2014 bis 4. November 2014 habe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestanden. Am 4. November 2014 habe die letzte Konsultation betreff end die linke Schulter stattgefunden. Da- bei habe sich ein unveränderter günstiger Verlauf gez eigt. Der Beschwerdeführer wäre daher ab diesem Zeitpunkt wieder voll arbeitsfähig gewesen. Gleichzeitig hätten sich aber Beschwer- den an der rechten Schulter eingestellt, weshalb ein e weitere Steigerung der Arbeitsfähigkeit habe zurückgestellt werden müssen. Rein theoretisch sei es aber möglich, dass der Beschwer- deführer bezüglich der linken Schulter ab 1. Dezember 2014 wieder voll arbeitsfähig gewesen sei. I. Zu den Ausführungen von Dr. E.____ liess sich der B eschwerdeführer mit Eingabe vom 27. Juni 2016 vernehmen. Er führte aus, dass er gestützt auf den Leistungsauszug der Kran- kentaggeldversicherung ab 24. November 2014 wieder voll arbeitsfähig gewesen sei. Die SUVA beantragte demgegenüber am 7. Juli 2016 die Aufhebun g des angefochtenen Einspracheent- scheids sowie die Terminierung der Leistungspflicht infol ge Erreichens des medizinischen Heil- behandlungsabschlusses und die Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit per 4. November 2014. Betreffend die vom Beschwerdeführer beantragte Integritätsentschädigung hielt die SUVA weiter fest, dass es diesbezüglich nach Lage der A kten sowohl an einem Verfügungs- wie auch an einem Anfechtungsgegenstand mangle, weshalb auf das entsprechende Begehren nicht eingetreten werden könne. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetze s über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, desse n Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bun desgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache- entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantona len Versicherungsgericht Be- schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni- gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Da der Beschwerdeführer seinen Wohnsitz in L.____ hat, ist die örtliche Zuständigkeit des Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen. Laut § 54 A bs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtl iche Instanz des Kantons Be- schwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 1.2 Im versicherungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechtsver- hältnisse zu überprüfen und zu beurteilen, zu denen der zuständige Sozialversicherer vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung - Stellung geno mmen hat. Insoweit bestimmt die Verfü- gung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgeg enstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurt eilsvoraussetzung, wenn und inso- weit keine Verfügung ergangen ist (BGE 131 V 164 f. E . 2.1, 125 V 414 E. 1a und b, je mit Hin- weisen). Vorliegend stellte die SUVA in der Verfügun g vom 7. November 2013 fest, dass sie über den 24. September 2013 hinaus keine gesetzlichen Leistungen mehr für den Unfall vom 25. November 2011 zu erbringen habe. Zur Frage, ob a uch ein Anspruch auf eine Integritäts- entschädigung bestehe, äusserten sich weder die genannte Verfügung noch der angefochtene Einspracheentscheid. In seiner Eingabe vom 5. November 2 015 beantragte der Versicherte auch die Zusprache einer Integritätsentschädigung. Hie rzu hielt die SUVA in der Folge fest, dass in Bezug auf die vom Versicherten geltend gemachte I ntegritätsentschädigung noch nicht befunden worden sei (vgl. Schreiben vom 7. Juli 2016). Da die Frage, ob der Versicherte An- spruch auf Ausrichtung einer Integritätsentschädigung hat, weder Gegenstand der dem Verfah- ren zu Grunde liegenden Rentenverfügung vom 7. Novembe r 2013 noch des vorliegend ange- fochtenen Einspracheentscheids vom 25. April 2014 bildet e, fehlt es diesbezüglich an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvora ussetzung. Somit kann auf den An- trag des Beschwerdeführers, es sei ihm eine Integritätsen tschädigung auszurichten, im Rah- men des vorliegenden Beschwerdeverfahrens nicht eingetreten werden. 1.3 Soweit in der frist- und formgerecht erhobenen B eschwerde vom 28. Mai 2014 beantragt wird, die SUVA sei zu verpflichten, über den 24. Septem ber 2013 hinaus die gesetzlichen Leis- tungen für den am 25. November 2011 erlittenen Unfa ll zu erbringen, ist auf die Beschwerde einzutreten. 2. Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche- rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl- len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewä hren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand- lung). Dabei hat der Unfallversicherer die Pflegeleist ungen so lange zu erbringen, als davon eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwarte t werden kann (Art. 19 Abs. 1 Satz 1 UVG). Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Der Anspruch entsteht am dritten Tag nach dem Unfalltag und erlischt mit der Wiedererl angung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person (Art. 16 Abs. 2 UVG). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 P rozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als Inva lidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraus- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht sichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze od er teilweise Erwerbsunfähigkeit. Diese entspricht dem durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursach- ten und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibenden ganzen oder teilweisen Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeits- markt (Art. 7 ATSG). 3.1 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, entfällt die einmal anerkannte Leistungspfli cht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall be- standen hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zu stand, wie er sich nach dem schicksals- mässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später einge- stellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326, U 180/93 E. 3b). Eben- so wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusamme nhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines G esundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad d er überwiegenden Wahrscheinlich- keit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr g änzlich fehlender ursächlicher Aus- wirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei u m eine anspruchsaufhebende Tatfra- ge handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der F rage, ob ein leistungsbegründender natür- licher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der ve rsicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 12, 8C_901/2009 E. 3.2 mit Hinweisen). 3.2 Treten demnach im Anschluss an einen Unfall vorher n icht bestehende Beschwerden auf und ist davon auszugehen, dass durch den Unfall lediglich ein zuvor stummer degenerativer Vorzustand aktiviert, nicht aber verursacht worden ist, s o hat der Unfallversicherer bis zum Er- reichen des Status quo sine vel ante Leistungen für das u nmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen (SVR 2010 UV Nr. 31 S. 125, 8C_816/2009 E. 4.3) und zwar selbst dann, wenn sich die Gesundheitsschädigung bei einer Gewichtung der konkurrierenden Ursachen zum stark überwie genden Teil als Krankheitsfolge darstellt. Dies bedeutet unter Umständen, dass die versicherte Person Anspruch auf einen ope- rativen Eingriff mit anschliessender zweckmässiger Behandlu ng hat, wenn diese im Gesamt- kontext gesehen letztlich mit überwiegender Wahrscheinli chkeit der (vorzeitigen) Beseitigung der vom Unfall zumindest mitverursachten Schmerzen diente und nicht gesagt werden kann, die Operation sei auch ohne den durch den Unfall bewi rkten Beschwerdeschub überwiegend wahrscheinlich im selben Zeitpunkt notwendig geworden (U rteil des Bundesgerichts vom 24. Juni 2008, 8C_326/2008). Anders verhält es sich, wen n der Unfall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, welche ein gegenwärtiges Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rech- nen gewesen wäre, manifest werden lässt, ohne im Rahm en des Verhältnisses von Ursache und Wirkung eigenständige Bedeutung anzunehmen (SVR 2 012 UV Nr. 8 S. 27, 8C_380/2011 E. 4.2.1). 4.1 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte - wie der Be urteilung des Gesundheitszustan- des und der Arbeitsfähigkeit sowie der Feststellung nat ürlicher Kausalzusammenhänge im Be- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht reich der Medizin ist die rechtsanwendende Behörde auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind ( vgl. BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahl- reichen Hinweisen). Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialver- sicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswür digung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bind ung an förmliche Beweisregeln, sowie um- fassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass d as Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stamme n, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf das Geri cht bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizini- sche These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärzt lichen Berichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, au f allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussf olgerungen der Expertin oder des Ex- perten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswe rt ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der ei ngereichten oder in Auftrag gegebe- nen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 f. E. 1c mit Hinweisen). 4.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspr echung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung auf zustellen (vgl. die ausführliche Zusam- menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nach der Praxis nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung de s medizinischen Experten ab, dessen Aufgabe es ist, seine Fachkenntnisse der Gerichtsbar keit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen kann vorlie- gen, wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht eingeholtes Obergutachten in überzeugender Weise zu andern Schluss folgerungen gelangt. Eine abwei- chende Beurteilung kann ferner gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer Fachexperten dem Gericht als triftig genug ersche inen, die Schlüssigkeit des Gerichts- gutachtens in Frage zu stellen, sei es, dass es die Überprüfung im Rahmen einer Oberexpertise für angezeigt hält, sei es, dass es ohne Oberexpertise v om Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende Schlussfolgerungen zieht (BGE 125 V 352 f. E. 3b/aa mit Hinweisen). Gleicher- massen ist laut diesen Richtlinien den im Rahmen des Ve rwaltungsverfahrens eingeholten Gut- achten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht er statten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Bew eiswürdigung volle Beweiskraft zu- zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuv erlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.1 Das Kantonsgericht ist im Rahmen der ersten Urteilsbe ratung vom 11. Dezember 2014 zum Schluss gekommen, dass auf die vorhandenen Akten nicht a bgestellt werden könne. So sei der von der SUVA beauftragte Dr. J.____ am 16. Apr il 2014 zum Schluss gekommen, dass ohne klinischen und kernspintomographischen Nachweis eine s Hämatoms, einer Schwellung, eines intraartikulären Gelenkergusses oder eines Knoche nödems zeitnah zum Unfallereignis mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine relevante Gew alteinwirkung eingetreten sei. Er erachtete das Unfallereignis vom 25. November 2011 als g eringfügig im Sinne einer leichten Prellung ohne strukturelle Verletzungen. Diese sei weder geeignet eine SLAP-Läsion noch eine Rotatorenintervall-Läsion zu verursachen noch eine rich tungsgebende Verschlimmerung der vorbestehenden Schulterbeschwerden zu bewirken. Der Status quo sine vel ante sei spätestens mit Erreichen der freien Beweglichkeit des linken Schult ergelenks im Zeitpunkt der ärztlichen Untersuchung bei Dr. med. M.____, FMH Chirurgie, am 27. Februar 2013 erreicht gewesen. An diesen Ausführungen hielt Dr. J.____ auch in seinem Be richt vom 23. Juni 2014 im Grundsatz fest. Demgegenüber mache Dr. G.____ am 15. Dezember 2013 und 15. Mai 2014 geltend, dass der Unfall vom 25. November 2011 eine richtungsgebende und nicht nur eine vorübergehende Verschlimmerung des vorbestehenden Schadens (Omarthrose) verursacht habe. Die Einschät- zung von Dr. J.____, der Beschwerdeführer habe beim Unfa ll lediglich eine leichte Prellung er- litten, sei fragwürdig, da einerseits die SLAP-Läsion im Vergleich zur Voruntersuchung im Jahr 2010 neu hinzugekommen sei und er trotz Omarthrose bis zum Unfall schwere Lasten habe tragen können. Aufgrund der Schilderung des Unfallherg anges durch den Beschwerdeführer (Sturz auf die linke Schulter ohne ausgestreckte Hände) habe es ohne weiteres zu einer trans- latorischen Verschiebung des Humeruskopfes mit einer Rupt ur des Labrums und einer SLAP- Läsion Grad IV kommen können. Weiter kritisierte Dr. G. ____, dass Dr. J.____ den Zeitpunkt des Status quo sine auf den 28. März 2013 festgesetzt hab e. Mit den Beurteilungen von Dr. G.____ und Dr. J.____ lagen somit im Zeitpunkt der Erstbeurteilung am 11. Dezember 2014 sich widersprechende medizinische Berichte vor, auf welche im Rahmen der gerichtlichen Beur- teilung nicht abgestellt werden konnte. 5.2 Das Kantonsgericht holte deshalb bei Dr. K.____ ei n Gerichtsgutachten ein, welches am 18. September 2015 erstattet wurde. Der Gutachter d iagnostizierte mit Auswirkung auf die Ar- beitsfähigkeit einen Status nach Implantation einer sch aftlosen Schultertotalprothese links mit/bei Omarthrose, einem Status nach arthroskopischer Adäsiolyse bei Frozen Shoulder (10. August 2012), einem Status nach Schulterarthroskop ie und Bicepstenodese, Intervallnaht über Mini-open am 30. Januar 2012 und einen Sturz am 25. November 2011. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden (1) eine schwere Om arthrose rechts mit/bei Status nach Refixierung der distalen Bicepssehne und der Pectoralis major Sehne sowie (2) ein Status nach Patellafraktur links im Alter von 15 Jahren (konservativ th erapiert, anamnestisch mit retropatel- larer Knorpelläsion). Dr. K.____ hielt fest, dass die S LAP-Läsion im MRI, welches 16 Monate vor der Operation (recte: Unfall) erstellt wurde, nicht diagnostiziert worden sei. Daher sei diese mit überwiegender Wahrscheinlichkeit durch den Unfall ausgelöst worden. Auch die lntervalllä- sion habe ihre Ursache im Unfall. ln Folge der operat iven Versorgung sei die Entwicklung einer Frozen Shoulder ebenso eine indirekte Unfallfolge wie die Implantation der Prothese. Als Vor- zustand bestehe eine Omarthrose links. Diese sei mittels konventioneller radiologischer Diag- nostik und MRI gesichert. Es habe jedoch bis zum Zeitpunkt des Unfalls eine subjektive Be- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht schwerdefreiheit bestanden und es sei keine spezifische Th erapie durchgeführt worden. In der medizinischen Beurteilung hielt Dr. K.____ zusammenfasse nd fest, dass es sowohl durch die am 25. November 2011 entstandene SLAP-Läsion als auch durch die operative Therapie und die Frozen Shoulder zu einer Verschlimmerung der vorbe stehenden Omarthrose gekommen sei. Aus seiner Sicht liege eine richtungsgebende Verschli mmerung des Vorzustandes durch das Ereignis vom 25. November 2011 vor und der Status quo sine sei nicht erreicht worden. 5.3 Wie unter Erwägung 4.2 hiervor ausgeführt, weicht das Gericht bei der Würdigung des medizinischen Sachverhalts praxisgemäss nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der medizinischen Experten ab, deren Aufgabe es ist, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhal t medizinisch zu erfassen. Vorlie- gend sind unbestrittenermassen keine Gründe ersichtlich, die Anlass geben könnten, die Er- gebnisse des Gerichtsgutachtens von Dr. K.____ vom 18. Sep tember 2015 in Frage zu stellen oder davon abzuweichen. Das Gutachten weist weder for male noch inhaltliche Mängel auf, es ist – wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 4.1 hiervor) – für die streitigen Belange umfassend, es beruht auf allseitigen Untersuchungen, b erücksichtigt die geklagten Beschwer- den, ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, le uchtet in der Darlegung der medizini- schen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinische n Situation ein, setzt sich aus- führlich mit den bei den Akten liegenden (abweichende n) fachärztlichen Einschätzungen ausei- nander und ist in den Schlussfolgerungen überzeugend. Insbesondere wird aufgrund der Aus- führungen im Gutachten klar, dass der Unfall vom 25. No vember 2011 entgegen der Beurtei- lung von Dr. J.____, auf welchen die SUVA ihren ableh nenden Entscheid stützte, zu einer rich- tungsgebenden Verschlimmerung der vorbestehenden Omart hrose geführt hat. Das Gerichts- gutachten vom 18. September 2015 erfüllt damit die r echtsprechungsgemässen Voraussetzun- gen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage, weshalb darauf abgestellt werden kann. Demzufolge hat die SUVA auch für die nach dem 24. September 2013 entstandenen Kosten die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggelder) zu erbringen. 6.1 Strittig ist im vorliegenden Verfahren jedoch di e Frage, bis zu welchem Zeitpunkt die SUVA für den Unfall vom 25. November 2011 leistungspfl ichtig ist bzw. bis zu welchem Zeit- punkt der Beschwerdeführer arbeitsunfähig war. Während die SUVA sich auf den Standpunkt stellt, der Fallabschluss sei auf den 4. November 2014 zu t erminieren, hält der Beschwerdefüh- rer fest, er habe bis zum 23. November 2014 Anspruch au f die gesetzlichen Leistungen der Unfallversicherung. 6.2 Da dem Gutachten von Dr. K.____ vom 18. September 2015 einzig zu entnehmen ist, dass der Beschwerdeführer im Untersuchungszeitpunkt in der angestammten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig war, holte das Kantonsgericht eine ergän zende Stellungnahme bei Dr. E.____ ein. Dieser teilte am 19. Mai 2016 mit, er habe beim Besch werdeführer am 25. September 2013 eine Schultertotalprothese links implantiert. Im Anschl uss an die Operation habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Aufgrund persistierender Beschwerden und dem Nachweis einer subtotalen Ruptur der refixierten Sehne des Subscapulari s sei am 5. März 2014 eine Revision der linken Schulter durchgeführt worden. Der Beschwer deführer sei bis zu diesem Zeitpunkt 100% arbeitsunfähig gewesen. Die physiotherapeutische Be gleitbehandlung, der Kraftaufbau Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht und die Verbesserung der Mobilisation seien den ganzen Sommer 2014 durchgeführt worden und im Herbst 2014 habe ein befriedigender Zustand be standen. In der Konsultation vom 1. September 2014 habe sich eine gute Beweglichkeit der linken Schulter gezeigt. Es seien aber noch Restbeschwerden vorhanden gewesen. Daraufhin wurde ab 8. September 2014 eine Arbeitsfähigkeit von 50% attestiert. Aufgrund von Schm erzen bei Überlastung sei der Be- schwerdeführer ab 10. September 2014 bis 28. September 2014 wiederum zu 100% arbeitsun- fähig gewesen. Ab 29. September 2014 habe eine 50%ig e Arbeitsfähigkeit bestanden. In der letzten die linke Schulter betreffenden Konsultation v om 4. November 2014 habe sich ein un- verändert günstiger Verlauf gezeigt. Der Beschwerdeführ er wäre somit betreffend die linke Schulter wieder voll arbeitsfähig gewesen. Da aber zun ehmende Beschwerden in der rechten Schulter hinzugekommen seien, habe ein weiterer Ausbau der Arbeitsunfähigkeit zurückgestellt werden müssen. Mittlerweile sei der Beschwerdeführer a uch an der rechten Schulter operiert worden. Dies sei zwar nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens, erschwere aber die Antwort, ab wann der Beschwerdeführer in Bezug auf di e linke Schulter wieder voll arbeitsfähig gewesen sei. Dies sei theoretisch auf den 1. Dezember 2014 festzulegen. 6.3 Die Ausführungen von Dr. E.____ zeigen auf, das s verschiedene Faktoren Einfluss auf die Beantwortung der Frage haben, ab welchem Zeitpunkt d er Beschwerdeführer wegen den Be- schwerden an der linken Schulter wieder zu 100% arbeit sfähig war. In diesem Zusammenhang weist Dr. E.____ zu Recht darauf hin, dass die gesundhe itlichen Beschwerden in der rechten Schulter nicht kausal zum Unfall vom 25. November 2011 si nd und deshalb nicht berücksichtigt werden können. Dennoch greift das Abstellen auf die Auss age, wonach der Beschwerdeführer nach der letzten die linke Schulter betreffenden Unte rsuchung vom 4. November 2014 wiede- rum voll arbeitsfähig gewesen sei, zu kurz. Der weiteren Argumentation von Dr. E.____ ist näm- lich zu entnehmen, dass auch ohne Berücksichtigung der nich t traumatischen Beschwerden an der rechten Schulter erst ab 1. Dezember 2014 wiederu m von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auszugehen ist, was zudem mit seiner Aussage übereinstimmt, dass am 4. November 2014 lediglich von einem günstigen Verl auf der Heilung auszugehen war. Die- se Beurteilung entspricht auch jener der F.____, welche über den 4. November 2014 hinaus bis zum 23. November 2014 Krankentaggelder aufgrund einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit ausge- richtet hat. Unter diesen Umständen rechtfertigt es sich, mit dem Beschwerdeführer davon aus- zugehen, dass die SUVA für die Folgen des am 25. Novemb er 2011 erlittenen Unfalls bis zum 23. November 2014 die gesetzlichen Leistungen zu erbringen hat. 6.4 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die SUVA ihre L eistungspflicht nach Vorliegen des Gerichtsgutachtens vom 18. September 2015 für den Un fall vom 25. November 2011 auch über den 24. September 2013 hinaus anerkannt hat. Sie hat daher für die nach diesem Zeit- punkt entstandenen Heilbehandlungskosten aufzukommen, sow eit diese im Zusammenhang mit der linken Schulter stehen. Weiter muss die SUVA Ta ggelder erbringen. Diese sind für den Zeitraum vom 25. September 2013 bis 7. September 2014 und vom 10. bis 28. September 2014 aufgrund einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit sowie vom 8. bis 9. September 2014 und vom 29. September 2014 bis 23. November 2014 aufgrund ein er 50%igen Arbeitsunfähigkeit zu be- messen. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 25. April 2014 ist daher in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 7.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 7.2 Nach Art. 45 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung zu über- nehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeordnet, so hat er deren Kosten dennoch zu übernehmen, wenn die Ma ssnahmen für die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 ff. entschieden hat, sind in jenen Fällen, in denen zur Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnahme an sich eine Rückweisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick au f die Wahrung der Verfahrens- fairness entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gegebenen Begutachtung den IV- Stellen aufzuerlegen. Dies sei, so das Bundesgericht wei ter, mit der zitierten Bestimmung von Art. 45 Abs. 1 ATSG durchaus vereinbar (vgl. BGE 137 V 265 f. E. 4.4.2). In BGE 139 V 496 hat das Bundesgericht präzisierend Kriterien aufgestellt, d ie bei der Beurteilung der Frage, ob die Kosten eines Gerichtsgutachtens der Verwaltung auferleg t werden können, zu berücksichtigen sind. Es erwog, es müsse ein Zusammenhang bestehen zwischen dem Untersuchungsmangel seitens der Verwaltung und der Notwendigkeit, eine Ge richtsexpertise anzuordnen. Dies sei namentlich in folgenden Konstellationen der Fall: Wen n ein manifester Widerspruch zwischen den verschiedenen, aktenmässig belegten ärztlichen Auffassu ngen bestehe, ohne dass die Verwaltung diesen durch objektiv begründete Argumente entkräftet habe; wenn die Verwaltung zur Klärung der medizinischen Situation notwendige Aspe kte unbeantwortet gelassen oder wenn sie auf eine Expertise abgestellt habe, welche di e Anforderungen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage nicht erfülle (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a). Wenn die Verwaltung dagegen den Untersuchungsgrundsatz respektiert und ihre Auffassung auf objektive konvergente Grund- lagen oder auf die Ergebnisse einer rechtsgenüglichen Expertise gestützt habe, sei die Über- bindung der Kosten des erstinstanzlichen Gerichtsgutachten s an sie nicht gerechtfertigt, aus welchen Gründen dies auch immer erfolge (zum Beispiel a ufgrund der Einreichung neuer Arzt- berichte oder eines Privatgutachtens; zum Ganzen: BGE 139 V 502 E. 4.4 mit Hinweisen). Vor- liegend ist das Kantonsgericht anlässlich der Urteilsberat ung vom 11. Dezember 2014 zum Er- gebnis gelangt, dass ein Sachentscheid gestützt auf die damals vorhandene Aktenlage nicht möglich war. Wie in Erwägung 5.1 ausgeführt, wiesen die medizinischen Berichte Widersprüche auf, die weder von Dres. G.____ und J.____ noch von der Beschwerdegegnerin entkräftet wur- den. Das in der Folge eingeholte Gerichtsgutachten von Dr. K.____ vom 18. September 2015 war daher mit anderen Worten für eine abschliessende B eurteilung des Rentenanspruchs des Versicherten unerlässlich, was auch die SUVA nicht bestreitet. Im Lichte der geschilderten bun- desgerichtlichen Rechtsprechung sind demnach die Kosten d ieses Gutachtens in Höhe von Fr. 6'750.-- sowie jene für die notwendigen Ergänzungen von insgesamt Fr. 400.-- (vgl. Abrech- nungen des Spitals N.____ vom 17. März 2016 in Höhe von Fr. 250.-- und von Dr. E.____ vom 24. Mai 2016 von Fr. 150.--), insgesamt Fr. 7'150.-- der SUVA aufzuerlegen. 7.3 Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen. Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. In Aufhebung des Einspracheentscheids vom 25. Apr il 2014 wird die Beschwerde teilweise gutgeheissen und die SUVA verpflich tet, dem Beschwerdeführer für den Unfall vom 25. November 2011 über den 24. September 2013 hinaus die gesetzlichen Leistungen i n Form von Heilbehandlungskosten und Taggeldern zu erbringen. Di e Taggelder sind für den Zeitraum - vom 25.09.2013 - 07.09.2014 aufgrund einer 100%ige n Arbeitsunfä- higkeit, - vom 08.09.2014 - 09.09.2014 aufgrund einer 50%igen Arbeitsunfä- higkeit, - vom 10.09.2014 - 28.09.2014 aufgrund einer 100%igen Arbeitsunfä- higkeit, - vom 29.09.2014 - 23.11.2014 aufgrund einer 50%igen Arbeitsunfä- higkeit zu bemessen. 2. Auf den Antrag des Beschwerdeführers, es sei ihm eine Integritätsent- schädigung auszurichten, wird nicht eingetreten. 3. 4. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in der Hö he von insge- samt Fr. 7'150.-- werden der SUVA auferlegt. 5. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. http://www.bl.ch/kantonsgericht