<h2>SubmittedText<h2><p>Ist der Bundesrat bereit, sich - zusammen mit der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) - Überlegungen zu machen bezüglich der Schaffung einer pädagogischen Task force, wo Forschende und Praktikerinnen und Praktiker das bestehende Wissen darüber zusammentragen, welche Möglichkeiten es auf empirisch gestützten Resultaten gibt, Menschen optimal einzuschulen, so dass sie befähigt werden, sich in ihrem Gastland zu bewegen und dereinst einen gut gefüllten Schulsack als Rückkehrhilfe nach Hause nehmen können? Eine solche Task force könnte die Kantone beraten, welche Ressourcen sie brauchen und wie sie die Schulung organisieren können, so dass einheimische und zugezogene Kinder profitieren.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Es ist offensichtlich, dass die Aufnahme und Betreuung von Asylsuchenden von allen Beteiligten höchste Anstrengungen verlangt. Dies gilt vor allem auch für die Kantone und Gemeinden, die schon bisher alles daransetzten, die Kinder und Jugendlichen von Asylsuchenden sobald als möglich in das schweizerische Schulsystem zu integrieren. Betrachtet man die bisherige Integrationspraxis und die konkreten, grossen Anstrengungen in diesem Bereich, so kann von Ausgrenzung oder gar von Apartheid keinerlei Rede sein. Zu den Möglichkeiten und Grenzen getrennter Klassen für schweizerische und ausländische Schüler und Schülerinnen hat sich der Bundesrat im übrigen bereits in seiner schriftlichen Stellungnahme vom 31. Mai 1999 auf die diesbezügliche Interpellation Bühlmann (Getrennte Klassen für schweizerische und ausländische Schüler; 98.3656) ausführlich geäussert.</p><p>Es ist offensichtlich, dass die Möglichkeiten des Bundes im Bereich der Schulung von Flüchtlingskindern beschränkt sind, liegt doch die Bildungshoheit grundsätzlich bei den Kantonen. Die Frage einer Kontaktgruppe oder anderer Strukturen mit beratender Funktion, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Bundes, der Kantone und Gemeinden sowie anderer direkt betroffener Kreise, ist indessen zumindest prüfenswert. Allerdings ist der Bundesrat der Meinung, dass eine solche Gruppe nicht permanenten, sondern zeitlich befristeten Charakter haben sollte. Dienlich wäre eine solche Gruppe wohl vor allem beim Vorliegen ausserordentlicher Situationen. In den anderen Fällen dürften die bestehenden Möglichkeiten und die vorhandenen Gremien durchaus genügen. Hier ist nicht zuletzt an die ständigen Gremien der EDK zu denken, etwa an ihre Arbeitsgruppe "Schulung fremdsprachiger Kinder", in der auch verschiedene Bundesstellen vertreten sind. Erwähnenswert sind hier auch das Netz der kantonalen Beauftragten sowie der ständige EDK-Delegierte für Migrationsfragen, der seinerseits im Bereich Ausländerfragen in verschiedenen Gremien des Bundes und der Kantone mitarbeitet.</p><p>Die zuständigen Bundesinstanzen sind bereit, die hier aufgeworfene Frage mit der EDK zu beraten.</p>  Antwort des Bundesrates.