<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2024-02-20-9C_351-2023.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>9C_351/2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 20. Februar 2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>III. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Parrino, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichterinnen Moser-Szeless, Scherrer Reber, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Nünlist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwältin Claudia Rohrer, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sammelstiftung B.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Isabelle Vetter-Schreiber, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Berufliche Vorsorge, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 2. Februar 2023 (735 22 171 / 27). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.a.</b> Der 1970 geborene A.________ arbeitete vom 13. August 2012 bis 31. Juli 2014 als Mitarbeiter Back-Office mit IT-Funktionen bei der C.________ AG und war in dieser Eigenschaft bei der Sammelstiftung B.________ vorsorgeversichert. </div> <div class="para">Seitens der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) wurde dem Versicherten mit Verfügungen vom 27. April und 23. Juni 2020 rückwirkend ab 1. Oktober 2014 eine ganze Invalidenrente (IV-Grad: 100 %), ab 1. Juli 2015 eine Dreiviertelsrente (IV-Grad: 62 %) und ab 1. Oktober 2015 eine halbe Rente (IV-Grad: 51 %), jeweils einschliesslich Kinderrenten zugesprochen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.b.</b> Die Sammelstiftung B.________ anerkannte mit Schreiben vom 3. September 2020 ihre Leistungspflicht und sprach A.________ ab Oktober 2015 eine reglementarische volle Invalidenrente von jährlich Fr. 78'000.- sowie eine volle Kinderrente in der Höhe von Fr. 15'600.- pro Jahr und Kind zu, wobei sie aufgrund der von ihr vorgenommenen Überentschädigungsberechnung gekürzte Rentenleistungen erbrachte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para">Am 10. Juni 2022 erhob A.________ beim Kantonsgericht Basel-Landschaft Klage gegen die Sammelstiftung B.________ und stellte folgende Anträge: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">"1. Dem Kläger sei eine Invalidenrente aus beruflicher Vorsorge ab Oktober 2015 [...] von mindestens CHF 3'250.00 pro Monat und eine Invalidenkinderrente von mindestens je CHF 650.00 pro Kind und pro Monat zuzusprechen. </div> <div class="para">2. Die Beklagte ist zu verpflichten, dem Kläger den Betrag von CHF 120'365.70 zuzüglich Zinsen von 5 % seit Klageeinreichung [...] als Teilzahlung für die Zeit bis 31. August 2021 zu bezahlen. Nachforderung nach dem 1. September 2021 vorbehalten." </div> <div class="para">Mit Urteil vom 2. Februar 2023 wies das Kantonsgericht Basel-Landschaft die Klage ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>C.</b> </div> <div class="para">A.________ lässt mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten Folgendes beantragen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">"1. Das Urteil vom 2. Februar 2023 sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer/Kläger aus beruflicher Vorsorge eine Invalidenrente von mindestens CHF 3'250.00 pro Monat und eine Invalidenkinderrente von mindestens CHF 650.00 pro anspruchsberechtigtes Kind und pro Monat auszurichten. </div> <div class="para">2. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Kläger den Betrag von mindestens CHF 120'365.70 zuzüglich Zinsen von 5 % seit 10. Juni 2022 als Teilzahlung für die Zeit bis 31. August 2021 zu bezahlen. Nachforderungen ab dem 1. September 2021 seien ausdrücklich vorzubehalten." </div> <div class="para">Die Beschwerdegegnerin beantragt die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) verzichtet auf eine Vernehmlassung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Mit der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann eine Rechtsverletzung nach Art. 95 f. BGG gerügt werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (<span class="artref">Art. 106 Abs. 1 BGG</span>). Dennoch prüft es - offensichtliche Fehler vorbehalten - nur die in seinem Verfahren gerügten Rechtsmängel (Art. 42 Abs. 1 f. BGG; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=25&amp;from_date=10.02.2024&amp;to_date=29.02.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F145-V-57%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page57">BGE 145 V 57</a> E. 4.2). Es legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (<span class="artref">Art. 105 Abs. 1 BGG</span>). Es kann ihre Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen berichtigen oder ergänzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von <span class="artref">Art. 95 BGG</span> beruht und wenn die Behebung des Mangels für den Verfahrensausgang entscheidend sein kann (<span class="artref">Art. 97 Abs. 1, <artref id="CH/173.110/105/2" type="start"></artref>Art. 105 Abs. 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/97/1" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Streitig und zu prüfen ist einzig, ob Bundesrecht verletzt wurde, indem die Vorinstanz bestätigt hat, dass dem Beschwerdeführer in der Überentschädigungsberechnung ab Oktober 2015 ein Erwerbseinkommen in Höhe des seitens der IV ermittelten Invalideneinkommens anzurechnen sei. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Die für die Beurteilung der Streitsache massgeblichen rechtlichen Grundlagen wurden im angefochtenen Urteil zutreffend wiedergegeben. Darauf wird verwiesen (<span class="artref">Art. 109 Abs. 3 Satz 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.3.</b> Die Festsetzung des hypothetischen Einkommens, soweit sie auf der Würdigung konkreter Umstände beruht, stellt eine Tatfrage dar, welche lediglich unter eingeschränktem Blickwinkel überprüfbar ist. Rechtsfrage ist dagegen, nach welchen Gesichtspunkten die Entscheidung über die Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit erfolgt (Urteil 9C_275/2013 vom 5. November 2013 E. 2.3 mit Hinweis). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.1.</b> Mit Blick auf das Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 2. Februar 2023 und die Verfügungen der IV vom 27. April und 23. Juni 2020 steht fest, dass beim Versicherten ab Juni 2015 eine Restarbeitsfähigkeit von 65 % für die angestammte Tätigkeit bestand. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.2.1.</b> Vorweg ist darauf hinzuweisen, dass sich Weiterungen erübrigen, soweit der Beschwerdeführer seiner Begründungspflicht (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/42/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/42/1" type="start"></artref>Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/42/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref>) nicht rechtsgenüglich nachkommt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.2.2.</b> Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Beweisrechts durch die Vorinstanz, indem diese seinen Parteiaussagen nicht gefolgt sei. Diesbezüglich ist vorweg dem kantonalen Gericht dahingehend zu folgen, dass massgebend die Verhältnisse im Zeitpunkt sind, in welchem sich die Kürzungsfrage stellt (vorinstanzliche Erwägung 5.1 S. 7). Vorliegend geht es um Leistungen ab Oktober 2015. Massgebend sind somit die Verhältnisse in diesem Zeitpunkt und nicht diejenigen im Jahr 2017 (vgl. etwa Urteil 9C_819/2018 vom 28. Mai 2019 E. 6.2.1). Weiter ist - mit der Vorinstanz (vorinstanzliche Erwägungen 5.1 und 5.2.3 S. 6 f.) - darauf hinzuweisen, dass es am Beschwerdeführer gewesen wäre, seine Einwendungen, warum er realistischerweise keine Erwerbsmöglichkeit mehr im Bankenumfeld habe, zu substanziieren und entsprechende Beweise dafür zu erbringen (vgl. dazu auch Urteil 9C_819/2018 vom 28. Mai 2019 E. 4.1 mit Hinweisen). Dass er dies in irgend einer Weise getan hätte, wird weder dargetan noch ist es ersichtlich. Alleine das Vorbringen (undifferenzierter) Parteiaussagen - welche entgegen dem Beschwerdeführer sehr wohl von der Vorinstanz gewürdigt wurden (vorinstanzliche Erwägung 5.2.3 S. 8) - kann in diesem Zusammenhang nicht genügen, bleibt es damit doch bei unsubstanziierten und unbelegten Einwänden. Diesen musste das kantonale Gericht mangels hinreichender Substanziierung auch nicht weiter nachgehen. Die Schlussfolgerung, dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen sei, die Vermutung umzustossen, wonach das zumutbarerweise noch erzielbare Einkommen dem Invalideneinkommen entspreche (vorinstanzliche Erwägung 5.2.4 S. 8), ist somit weder willkürlich, noch verletzt sie Recht. Weiterungen erübrigen sich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.3.</b> Da die Beschwerde offensichtlich unbegründet ist, wird sie im Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG</span> mit summarischer Begründung und unter Hinweis auf den kantonalen Gerichtsentscheid (Abs. 3) erledigt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend hat der unterliegende Beschwerdeführer die Gerichtskosten zu tragen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 800.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 20. Februar 2024 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der III. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Parrino </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: Nünlist </div> </div></body></html>