<h2>SubmittedText<h2><p>Im Zusammenhang mit der Sperrung der Gotthardachse bitte ich den Bundesrat darzulegen, was er im Einvernehmen mit den betroffenen Kantonen unternommen hat, um:</p><p>- die Unannehmlichkeiten für die Bevölkerung und die Wirtschaft der am stärksten betroffenen Regionen zu verringern;</p><p>- so schnell wie möglich für eine wieder normale Nord-Süd-Verbindung zu sorgen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die aktuellen Probleme rund um den Gotthard können nur kantonsübergreifend gelöst werden. Der Bundespräsident hat eine Koordinationsgruppe eingesetzt, um diese Ausnahmesituation zu bewältigen. Sie sorgt dafür, dass die verschiedenen Massnahmen im Strassen- und Schienenverkehr optimal koordiniert werden. Sie bereitet ausserdem Massnahmen für den Fall vor, dass die Verkehrssituation durch den Ferienreiseverkehr weiter verschärft wird, falls die Sperre länger als drei Wochen dauern sollte.</p><p>Die operativen Massnahmen auf der Strasse werden weiterhin durch das Gremium Transitgüter Schweiz (TGS-CH) koordiniert. In TGS-CH, der Nachfolgeorganisation der Task Force Gotthardbrand (2001), sind u. a. die Kantone Uri, Tessin, Nidwalden, Graubünden und Wallis vertreten.</p><p>Mit der Kantonspolizei Uri ist die Möglichkeit abgesprochen, dass die Kantonsstrasse durch das Reusstal für gewisse Fahrten im "Einzelsprung" (etwa alle 25 Sekunden ein Personenwagen) geöffnet wird. Konkret gilt diese Fahrerlaubnis ab 8. Juni 2006. Für die Versorgung des Kantons Tessin von Bedeutung ist auch die Tatsache, dass der San-Bernardino-Tunnel derzeit zweispurig befahrbar ist. Die Baustelle im Innern des Tunnels wurde vorübergehend aufgehoben.</p><p>Der Kanton Tessin ist für den Personenverkehr problemlos erreichbar (Zugsverbindungen oder Zufahrten zum Gotthardtunnel via Grimsel und Furka). Dieser Tage wird auch der Susten für den Verkehr geöffnet.</p><p>Zurzeit wird in Gurtnellen die Sprengung vorbereitet. Im Moment gehen die Sprengexperten davon aus, dass bis zum ersten Juliwochenende gesprengt werden kann. Verläuft die Sprengung plangemäss, kann die Verbindung nach der Räumung wieder geöffnet werden.</p>