<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VR.2005.00001</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204860&amp;W10_KEY=4467139&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VR.2005.00001</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 08.03.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Trottoirbeitrag</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Trottoirbeitrag: Aufschub der Geltendmachung der Forderung<br/><br/>Das Verwaltungsgericht ist zuständig, Streitigkeiten über den Aufschub der Geltendmachung eines Trottoirbeitrags (mangels eines momentanen Nutzens der Troittoire für die Betroffene) zu beurteilen. Die Ausnahmebestimmung von § 43 Abs. 1 VRG (keine Beschwerde bei Anordnungen über Erlass und Stundung geschuldeter Abgaben) steht nicht entgegen (E. 1.1).<br/>Eine einzelrichterliche Beurteilung durch das Verwaltungsgericht ist auch im Rekursverfahren nach Abtretungsgesetz möglich, wenn der Streitwert unter Fr. 20'000.- liegt (E. 1.2).<br/>Die Rekursgegnerin kann mit ihrer Rekursantwort nicht einen eigenen Rekurs anmelden, wenn zwischenzeitlich die Frist für die Anmeldung des Rekurses abgelaufen ist (E. 1.3).<br/>Die Schätzungskommission (Vorinstanz) war zwar zuständig, über die Erhebung des Trottoirbeitrags zu entscheiden. Sie war aber unzuständig, den Aufschub der Geltendmachung des Beitrags zu behandeln. Instanzenzug richtig: Gemeindebehörde (bei kommunalem Projekt) -&gt; Bezirksrat -&gt; Verwaltungsgericht; Baudirektion (bei kantonalem Projekt) -&gt; Regierungsrat -&gt; Verwaltungsgericht (E. 2).<br/>Weitere verfahrensmässige Abwicklung (E. 3). Gutheissung des Rekurses (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANSCHLUSSBESCHWERDE">ANSCHLUSSBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFSCHUB">AUFSCHUB</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Abgaberecht ST: BEITRÃGE">BEITRÃGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KAUSALABGABE">KAUSALABGABE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MEHRWERTSBEITRAG">MEHRWERTSBEITRAG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHÃTZUNGSKOMMISSION">SCHÃTZUNGSKOMMISSION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STUNDUNG">STUNDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TROTTOIRBEITRAG">TROTTOIRBEITRAG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Enteignung ST: ÃBRIGES ENTEIGNUNGSRECHT">ÃBRIGES ENTEIGNUNGSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 46 Abs. I AbtrG</span><br/><span class="gerade">§ 46 Abs. II AbtrG</span><br/><span class="ungerade">§ 62 StrassG</span><br/><span class="gerade">§ 62 lit. g StrassG</span><br/><span class="ungerade">§ 62 lit. h StrassG</span><br/><span class="gerade">§ 38 Abs. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 43 Abs. I Ziff. e VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2005 Nr. 112 S. 229</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Im Rahmen des Strassenprojekts betreffend die L-Strasse in X (Erneuerung der Fahrbahn, Erstellung beidseitiger Rad- und Gehwege) schloss der Staat ZÃ¼rich mit der Primarschulgemeinde X als EigentÃ¼merin des mit dem alten Dorfschulhaus Ã¼berbauten GrundstÃ¼cks Kat.Nr. 01 am 27. November 2003 einen Vertrag ab. Die Primarschulgemeinde erklÃ¤rte sich darin mit dem geplanten Ausbau im Bereich des alten Schulhauses einschliesslich einer Landabtretung von ca. 35 m2 zu Fr. 280.-/m2 einverstanden und verzichtete auf eine Projekteinsprache. Ferner wurde festgehalten, dass der Trottoirbeitrag von Fr. 5'920.-, den der Staat ZÃ¼rich fÃ¼r den Ersatz des auf der anstossenden Strassenseite bestehenden Trottoirs durch einen kombinierten Rad- und Gehweg fordert, bestritten werde; hierÃ¼ber habe die SchÃ¤tzungskommission und allenfalls anschliessend das Verwaltungsgericht zu entscheiden. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Staat ZÃ¼rich ersuchte am 5. MÃ¤rz 2004 das Statthalteramt des Bezirkes Y um Einleitung des SchÃ¤tzungsverfahrens. Das Statthalteramt Ã¼berwies am 11. MÃ¤rz 2004 die Akten der SchÃ¤tzungskommission. Diese beschloss am 26. Oktober 2004, in teilweiser Gutheissung der Klage des Staates ZÃ¼rich werde die Beklagte verpflichtet, dem KlÃ¤ger den Trottoirbeitrag von Fr. 5'925.- zu leisten. Die Geltendmachung der Beitragsforderung werde jedoch vorlÃ¤ufig aufgeschoben; der Beitrag werde fÃ¤llig, wenn das Schulhaus innert 15 Jahren verkauft oder in das FinanzvermÃ¶gen der Schulgemeinde Ã¼bertragen werde. Die Kosten des SchÃ¤tzungsverfahrens wurden dem KlÃ¤ger auferlegt. Aus den ErwÃ¤gungen: Der Umstand, dass sich die Schulhausliegenschaft zurzeit im VerwaltungsvermÃ¶gen befinde und dementsprechend der ErfÃ¼llung einer wichtigen Ã¶ffentlichen Aufgabe diene, stehe der Erhebung eines Mehrwertbeitrages fÃ¼r die Trottoire, die auf der anstossenden Strassenseite auf 3 m, auf der gegenÃ¼berliegenden Seite auf 2 m ausgebaut werden sollen, nicht entgegen. Dem genannten Umstand kÃ¶nne indessen entsprechend dem Eventualantrag der Beklagten dadurch Rechnung getragen werden, dass die Geltendmachung der Beitragsforderung gestÃ¼tzt auf § 62 lit. g Abs. 1 des Strassengesetzes vom 27. September 1981 (StrassG, LS 722.1) und anlehnend an § 19 des Abtretungsgesetzes vom 30. November 1879 (AbtrG, LS 781) aufgeschoben werde.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Rekurs vom 20. Januar 2005 beantragte die Baudirektion namens des Staates ZÃ¼rich dem Verwaltungsgericht, der Primarschulgemeinde X sei entgegen Disp. Ziff. I Abs. 2 des SchÃ¤tzungsentscheids kein Aufschub des geschuldeten Trottoirbeitrags von Fr. 5'925.- zu gewÃ¤hren. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 27. Januar 2005 wurde der Primarschulgemeinde X Frist zur Einreichung eine Rekursantwort angesetzt, unter Hinweis darauf, dass die Eingabe des Staates ZÃ¼rich vom 20. Januar 2005 bereits einen bestimmten Rekursantrag sowie eine hinreichende BegrÃ¼ndung enthalte, weshalb von der Ansetzung einer weiteren Frist nach § 46 Abs. 2 AbtrG zur Einreichung einer Rekursschrift abgesehen werden kÃ¶nne. Die Primarschulgemeinde X beantragte dem Verwaltungsgericht hierauf am 9. Februar 2005, Disp. Ziff. I des SchÃ¤tzungsentscheids und damit die Verpflichtung zur Leistung eines Trottoirbeitrags sei aufzuheben, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Rekurrenten. Die SchÃ¤tzungskommission verzichtete auf Vernehmlassung.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung des vorliegenden Rekurses des Staates ZÃ¼rich, womit dieser die von der SchÃ¤tzungskommission gestÃ¼tzt auf § 62 lit. g StrassG angeordnete Stundung des Trottoirbeitrages von Fr. 5'925.- aufgehoben haben will, nach § 46 Abs. 1 AbtrG zustÃ¤ndig. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Bei diesem Mehrwertbeitrag handelt es sich um eine so genannte Kausalabgabe (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2002, Rz. 2647 f.). Es fragt sich daher, ob die ZustÃ¤ndigkeit nach § 46 Abs. 1 AbtrG durch § 43 Abs. 1 lit. e des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) ausgeschlossen werde, welche Bestimmung die Beschwerde an das Verwaltungsgericht gegen Anordnungen Ã¼ber Erlass und Stundung geschuldeter Abgaben fÃ¼r unzulÃ¤ssig erklÃ¤rt. Das ist zu verneinen. Wohl hat das Verwaltungsgericht fÃ¼r die Beurteilung von Rekursen in Enteignungsstreitigkeiten nach § 46 Abs. 1 AbtrG die Bestimmungen Ã¼ber die verwaltungsgerichtliche Beschwerde fÃ¼r anwendbar erklÃ¤rt hat (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 40; RB 1998 Nr. 44 = BEZ 1998 Nr. 23). Doch ging es in der diesbezÃ¼glichen Rechtsprechung bisher um Fragen der Kognition (§§ 50/51 VRG), der Entscheidungsbefugnis (§§ 63/64 VRG) und der Verfahrensabwicklung (§§ 56 â 61 VRG). Die fÃ¼r das Verwaltungsgericht als Beschwerdeinstanz massgebende ZustÃ¤ndigkeitsordnung von §§ 41 ff. VRG einschliesslich des Ausnahmekatalogs in § 43 Abs. 1 VRG ist nicht ohne weiteres auf den Rekurs in Enteignungsstreitigkeiten nach § 46 Abs. 1 AbtrG Ã¼bertragbar. Zwar hat das Verwaltungsgericht in ausdehnender Auslegung von § 43 Abs. 1 lit. e VRG seine ZustÃ¤ndigkeit nicht nur bezÃ¼glich Erlass und Stundung von Abgaben, sondern auch hinsichtlich Erlass und Stundung anderer dem Gemeinwesen geschuldeter Leistungen ausgeschlossen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 43 N. 15; RB 2003 Nr. 18). Sodann soll der Ausnahmekatalog von § 43 Abs. 1 VRG dem gesetzgeberischen Grundgedanken entsprechend auch bei im verwaltungsgerichtlichen Klageverfahren zu beurteilenden Streitigkeiten aus verwaltungsgerichtlichen VertrÃ¤gen zum Zug kommen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 82 N. 41). Zu beachten ist jedoch, dass der Gesetzgeber mit § 43 Abs. 1 lit. e VRG die verwaltungsgerichtliche ZustÃ¤ndigkeit bezÃ¼glich "typischer" Erlass- und Stundungsbegehren ausschliessen wollte, welche im Hinblick auf die prekÃ¤ren Einkommens- und VermÃ¶gensverhÃ¤ltnisse der Gesuchsteller gestellt werden (bezÃ¼glich Strassen- und TrottoirbeitrÃ¤ge vgl. die Stundungsregelung in § 62 lit. f Abs. 2 StrassG); fÃ¼r solche Streitigkeiten soll das auf Rechtskontrolle beschrÃ¤nkte Verwaltungsgericht von vornherein nicht zustÃ¤ndig sein (vgl. aber RB 2003 Nr. 17). Bei der hier in Frage stehenden Bestimmung von § 62 lit. g Abs. 1 StrassG, auf welche die SchÃ¤tzungskommission den Aufschub der Abgabeerhebung gestÃ¼tzt hat, handelt es sich jedoch um eine Stundung besonderer Art. Zudem war das Verwaltungsgericht bereits vor der EinfÃ¼hrung der Generalklausel mit Ausnahmekatalog (§§ 41 â 43 VRG in der Fassung vom 8. Juni 1997) fÃ¼r Streitigkeiten betreffend Stundung von MehrwertsbeitrÃ¤gen im Sinn von § 62 lit. g StrassG (bzw. noch § 17g des Strassengesetzes vom 20. August 1893; aStrassG) zustÃ¤ndig, damals allerdings noch im Klageverfahren nach § 82 lit. g VRG in der ursprÃ¼nglichen Fassung (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 82 N. 19; vgl. etwa RB 1966 Nr. 97, RB 1975 Nr. 122) oder im Beschwerdeverfahren nach § 42 VRG in der ursprÃ¼nglichen Fassung (vgl. RB 1977 Nr. 106). Mit der Neuordnung der ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts als Beschwerdeinstanz (Ãbergang zu einer Generalklausel mit Ausnahmekatalog) wollte der Gesetzgeber den verwaltungsgerichtlichen ZustÃ¤ndigkeitsbereich nicht einschrÃ¤nken.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Demnach wird die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts zur Behandlung des vorliegenden Rekurses durch § 43 Abs. 1 lit. e VRG nicht ausgeschlossen. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf den Rekurs einzutreten. Eine andere, nicht die prozessuale ZulÃ¤ssigkeit des vorliegenden Rekurses betreffende Frage ist es allerdings, ob die SchÃ¤tzungskommission mit der in Disp. Ziff. I Abs. 3 gestÃ¼tzt auf § 62 lit. g StrassG getroffenen Anordnung (wonach der Beitragsanspruch vom Staat ZÃ¼rich nur durchgesetzt werden kann, sofern das Schulhaus binnen 15 Jahren verkauft oder in das FinanzvermÃ¶gen der Schulgemeinde Ã¼bertragen wird) ihren ZustÃ¤ndigkeitsbereich Ã¼berschritten hat (dazu nach folgend E. 2).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>GemÃ¤ss § 38 Abs. 1 VRG erledigt das Verwaltungsgericht Streitigkeiten in Dreierbesetzung, sofern nicht kraft § 38 Abs. 2 VRG der Einzelrichter zustÃ¤ndig ist, was nach der letztgenannten Bestimmung auf Anordnungen in nÃ¤her bezeichneten Rechtsgebieten sowie allgemein auf Streitigkeiten zutrifft, deren Streitwert Fr. 20'000.- nicht Ã¼bersteigt. Hier ist die Stundung eines Gehwegbeitrages von Fr. 5'925.- streitig, was nach § 38 Abs. 2 VRG die einzelrichterliche ZustÃ¤ndigkeit begrÃ¼ndet. Es fragt sich allerdings, ob diese Regelung Ã¼berhaupt anwendbar sei, weil sich die verwaltungsgerichtliche ZustÃ¤ndigkeit im vorliegenden Fall nicht unmittelbar aus dem VRG, sondern aus § 46 AbtrG ergibt. Das ist zu bejahen. Als organisatorische Bestimmung ist § 38 VRG mit der darin vorgesehenen Unterscheidung verschiedener SpruchkÃ¶rper auch massgebend fÃ¼r die Behandlung von Rekursen nach § 46 Abs. 1 AbtrG, zumal das Verwaltungsgericht wie erwÃ¤hnt fÃ¼r die Beurteilung solcher Rechtsmittel die Bestimmungen Ã¼ber die verwaltungsgerichtliche Beschwerde fÃ¼r anwendbar erklÃ¤rt hat.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span> Die Rekursgegnerin beantragt in ihrer Rekursantwort vom 9. Februar 2005 nicht nur die BestÃ¤tigung des SchÃ¤tzungsentscheids, sondern die Aufhebung der in diesem Entscheid festgelegten Verpflichtung zur Bezahlung des vom Rekurrenten geforderten Trottoirbeitrags von Fr. 5'925.-. Um dieses Ziel zu erreichen, hÃ¤tte sie jedoch binnen zwanzig Tagen nach Zustellung des SchÃ¤tzungsentscheids selber einen Rekurs beim Verwaltungsgericht anmelden mÃ¼ssen (§ 46 Abs. 1 AbtrG). Dies hat sie nicht getan, obwohl sie in Disp. Ziff. III des SchÃ¤tzungsentscheids auf diese Regelung hingewiesen worden ist. Der SchÃ¤tzungsentscheid ist der Rekursgegnerin am 6. Januar 2005 zugestellt worden. Die zwanzigtÃ¤gige Anmeldefrist begann daher (nach Ablauf des Fristenstillstands gemÃ¤ss § 71 VRG in Verbindung mit § 140 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976) am 9. Januar 2005 zu laufen und endigte am 28. Januar 2005. Die am 10. Februar 2005 der Post Ã¼bergebene Rekursantwort vom 9. Februar 2005 erweist sich daher â als Rechtsvorkehr zur Anmeldung eines eigenen Rekurses â als verspÃ¤tet. Daran Ã¤ndert der Umstand nichts, dass diese Eingabe binnen der mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 27. Januar 2005 angesetzten Frist von 20 Tagen zur Einreichung einer Rekursantwort erfolgt ist. Wie erwÃ¤hnt, sind auf Rekurse in Enteignungsstreitigkeiten nach § 46 Abs. 2 AbtrG die Bestimmungen des VRG Ã¼ber die verwaltungsgerichtliche Beschwerde anwendbar. GemÃ¤ss § 63 Abs. 2 VRG darf das Verwaltungsgericht die angefochtene Anordnung, sofern es sie aufhebt, "nicht zum Nachteil des BeschwerdefÃ¼hrers" (als welcher im vorliegenden Zusammenhang der Staat ZÃ¼rich zu gelten hat) abÃ¤ndern. Schon von dieser Regelung her ist eine so genannte Anschlussbeschwerde (d.h. ein Rechtsmittel des Beschwerdegegners, das nach Ablauf der Beschwerdefrist erst in der Beschwerdeantwort erhoben wird) nicht zulÃ¤ssig (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 63 N. 16; vgl. auch Vorbem. zu §§ 19-28 N. 62, § 26 N. 20). Demnach ist Disp. Ziff. I Abs. 1 des SchÃ¤tzungsentscheides, womit die Rekursgegnerin zur Leistung eines Trottoirbeitrags von Fr. 5'925.- verpflichtet wird, in Rechtskraft erwachsen. Das wird dadurch, dass nunmehr aufgrund des vom Staat erhobenen Rekurses der der Rekursgegnerin gewÃ¤hrte Aufschub der Abgabeerhebung streitig bleibt, nicht in Frage gestellt (vgl. RB 1966 Nr. 97).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Das Strassengesetz regelt in § 62 (in WeiterfÃ¼hrung der frÃ¼heren Regelung von § 17 aStrassG) die Erhebung von Strassen- und TrottoirbeitrÃ¤gen, insbesondere die Voraussetzungen fÃ¼r die Erhebung (lit. b und c hinsichtlich der Strassen-, lit. d hinsichtlich der TrottoirbeitrÃ¤ge), die Zahlungsfrist und die Voraussetzungen fÃ¼r deren Erstreckung (lit. f), die Voraussetzungen fÃ¼r einen Aufschub der Abgabeerhebung (lit. g), das gesetzliche Pfandrecht (lit. i), den nachtrÃ¤glichen Verzicht des Gemeinwesens auf die AusfÃ¼hrung des beitragsauslÃ¶senden Projekts (lit. k) sowie das Heimschlagsrecht des beitragspflichtigen GrundeigentÃ¼mers (lit. l). GemÃ¤ss § 62 lit. e Abs. 1 werden die Strassen- und TrottoirbeitrÃ¤ge in dem fÃ¼r den Bezug von MehrwertsbeitrÃ¤gen gemÃ¤ss kantonaler Enteignungsgesetzgebung (vgl. §§ 17 ff. AbtrG) vorgeschriebenen Verfahren erhoben, womit die ZustÃ¤ndigkeit der SchÃ¤tzungskommission und des Verwaltungsgerichts begrÃ¼ndet wird (§ 20 AbtrG). Eine besondere ZustÃ¤ndigkeitsregelung enthÃ¤lt jedoch § 62 lit. h StrassG bezÃ¼glich Anordnungen betreffend Erstreckung der Zahlungsfrist im Sinn von lit. f Abs. 2 sowie Aufschub der Abgabeerhebung im Sinn von lit. g: Ãber diesbezÃ¼gliche Gesuche entscheidet nicht die SchÃ¤tzungskommission, sondern bei kommunalen Projekten die zustÃ¤ndige GemeindebehÃ¶rde sowie bei staatlichen Projekten die Baudirektion. Die diesbezÃ¼gliche Anordnung einer kommunalen BehÃ¶rde kann mit Rekurs an den Bezirksrat weitergezogen werden (§ 19 Abs. 1 VRG); ein diesbezÃ¼glicher Entscheid der Baudirektion unterliegt dem Rekurs an den Regierungsrat (§ 19a Abs. 1 VRG). Sofern derartige Rekursentscheide einen Aufschub der Abgabeerhebung nach § 62 lit. g StrassG betreffen, unterliegen sie wie ausgefÃ¼hrt (vorn E. 1.1.) der Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Von der Beschwerde ausgenommen sind demgegenÃ¼ber Rekursentscheide betreffend Erstreckung der Zahlungsfrist nach § 62 lit. f Abs. 2 StrassG (§ 43 Abs. 1 lit. e VRG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Nach dem Gesagten war die SchÃ¤tzungskommission im vorliegenden Fall zustÃ¤ndig, Ã¼ber die Erhebung des streitigen Trottoirbeitrags zu entscheiden, und ist ihr diesbezÃ¼glicher Entscheid (Disp. Ziff. I Abs. 1) bereits in Rechtskraft erwachsen. Nicht zustÃ¤ndig war sie jedoch fÃ¼r die zugleich getroffene Anordnung, die Erhebung des Beitrags im Sinn von § 62 lit. g StrassG aufzuschieben. HierfÃ¼r zustÃ¤ndig wÃ¤re die Baudirektion (vgl. unverÃ¶ffentlichte ErwÃ¤gung 1 des in RB 1977 Nr. 106 publizierten Urteils VB.1977.00022 vom 4. Oktober 1977; vgl. auch RB 1961 Nr. 118). Diese Anordnung ist daher wegen Kompetenzwidrigkeit aufzuheben, was im Ergebnis auf eine Gutheissung des Rekurses hinauslÃ¤uft.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei dieser Sach- und Rechtslage mÃ¼sste die Rekursgegnerin, um den ihr von der SchÃ¤tzungskommission kompetenzwidrig zugestandenen Aufschub der Abgabeerhebung doch noch zu erreichen, ein entsprechendes Gesuch an die Baudirektion einreichen, und â falls dieses abgelehnt wÃ¼rde â Rekurs an den Regierungsrat erheben. Da die Baudirektion im jetzigen Rekursverfahren ihre ablehnende Haltung bereits zum Ausdruck gebracht hat (indem sie gegen die diesbezÃ¼gliche Anordnung der SchÃ¤tzungskommission Rekurs erhoben hat), rechtfertigt sich im Interesse der VerfahrensÃ¶konomie ein abgekÃ¼rztes Vorgehen: Der von der Rekursgegnerin bereits im SchÃ¤tzungsverfahren gestellte Eventualantrag, es sei ihr gestÃ¼tzt auf § 62 lit. g StrassG ein Aufschub bei der Abgabeerhebung zu gewÃ¤hren, kann zwanglos als diesbezÃ¼gliches Gesuch verstanden werden, wÃ¤hrend die von der Baudirektion im SchÃ¤tzungsverfahren und mit der Rekurserhebung eingenommene gegenteilige Haltung als Ablehnung dieses Begehrens zu deuten ist. Der im jetzigen Rekursverfahren als Subeventualbegehren erneuerte Antrag der Rekursgegnerin um GewÃ¤hrung eines Aufschubs im Sinn von § 62 lit. g StrassG lÃ¤sst sich wiederum als Rekurs gegen die Ablehnung durch die Baudirektion verstehen. In analoger Anwendung von § 5 Abs. 2 VRG (analog deswegen, weil nicht der Fall vorliegt, dass ein Rechtsmittel versehentlich bei der falschen Rechtsmittelinstanz eingereicht wurde), ist daher die Sache an den Regierungsrat zur Behandlung als Rekurs zu Ã¼berweisen. Eine direkte Behandlung durch das Verwaltungsgericht kommt hingegen nicht in Betracht, weil diese MÃ¶glichkeit (§ 47 Abs. 3 VRG in der ursprÃ¼nglichen Fassung) mit der Gesetzesrevision vom 8. Juni 1997 abgeschafft worden ist.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Demnach ist der Rekurs im Sinn der ErwÃ¤gungen gutzuheissen und Disp. Ziff. I Abs. 2 des SchÃ¤tzungsentscheids vom 26. Oktober 2004 aufzuheben. Die Sache ist dem Regierungsrat zu Ã¼berweisen, der das Subeventualbegehren der Rekursgegnerin in deren Eingabe vom 9. Februar 2005 (Rekursantwort an das Verwaltungsgericht) als Rekurs zu behandeln hat. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten auf die Gerichtskasse zu nehmen. Dem Begehren der Rekursgegnerin um Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung nach § 17 Abs. 2 VRG ist schon deswegen nicht zu entsprechen, weil sie formell unterliegt.</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> <span>der Einzelrichter</span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird im Sinn der ErwÃ¤gungen gutgeheissen. Disp. Ziff. I Abs. 2 des Entscheids der SchÃ¤tzungskommission vom 26. Oktober 2004 wird aufgehoben. Die Sache wird zur Behandlung als Rekurs der jetzigen Rekursgegnerin im Sinn der ErwÃ¤gungen an den Regierungsrat Ã¼berwiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 560.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Urteilstext"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>