<h2>SubmittedText<h2><p>Im Rahmen der Optimierung des Schienenverkehrs im Grossraum Luzern kommt dem vorgesehenen Doppelspur-Ausbau der Linie Luzern-Rotkreuz besondere Bedeutung zu. Mit ihm würden bestehende Kapazitätsengpässe auf der Achse Zürich-Luzern wirkungsvoll beseitigt, und die Zentralschweiz würde mit der Wirtschaftsmetropole Zürich besser verbunden. Im Zusammenhang mit dem Doppelspur-Ausbau stellt sich aber auch die Frage, wie die Agglomerationsgemeinden um Luzern besser an dieses Schienennetz angeschlossen werden können. Eine Abhilfe tut hier Not, denn auch im Fahrplan 2008 der SBB gibt es für den Bahnhof Emmenbrücke wiederum keinen Schnellzughalt. So müssen Passagiere aus Emmen, der zweitgrössten Gemeinde der Zentralschweiz, mit 27 000 Einwohnern und Littau mit knapp 16 000 Einwohnern bei Fahrten in die Grossräume Zürich, Bern oder Zug den Umweg über den ohnehin schon überlasteten Bahnhof Luzern machen. Von verschiedenen Seiten gibt es deshalb Überlegungen, die beiden Orte durch eine neu zu bauende direkte Verbindungsstrecke zur Zürich-Linie zu erschliessen.    </p><p>In diesem Zusammenhang bitten wir den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Wie hoch wäre die Kapazitätssteigerung des Schienennetzes im Grossraum Luzern beim Bau eines direkten Verbindungsabschnittes zur Zürich-Linie über den Knoten Emmenbrücke?</p><p>2. Wie hoch wären die Kosten eines solchen Verbindungsstückes?</p><p>3. Wie würde die Streckenführung einer solchen Verbindungslinie aussehen?</p><p>4. Wie hoch wäre der Zeitgewinn der neuen Streckenführung Rotkreuz-Emmenbrücke anstelle der bisherigen Streckenführung über Luzern?</p><p>5. Welche Effekte hätte eine solche Verbindungslinie in Bezug auf den Transitverkehr? </p><p>6. Wie hoch wären die Kosten eines Tiefbahnhofes Luzern?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. In Zusammenhang mit der Bearbeitung des Masterplans Agglostadt Luzern Nord prüft der Kanton Luzern zusammen mit den SBB die Option einer Erweiterung des Bahnhofs Emmenbrücke zu einem "Bahnhof Luzern/Emmenbrücke" mit Schnellzughalt.</p><p>Die bestehende Zufahrt zum Bahnhof Luzern ist weitgehend ausgelastet. Die neue Gleisverbindung würde primär der Aufnahme des weiteren Verkehrswachstums dienen, vor allem der regionalen Verkehre. Inwiefern damit die Kapazität des Schienennetzes im Grossraum Luzern gesteigert werden könnte, wird derzeit im Rahmen der Angebotsplanung untersucht. Dabei wird auch Gegenstand der Untersuchung sein, inwieweit weitere Verkehre (Fernverkehr, Güterverkehr) von diesem Projekt profitieren könnten.</p><p>2. Gemäss Pressemitteilung des Kantons Luzern vom 5. Juli 2007 werden die Kosten eines neuen Bahnhofs und einer Gleisverbindung zur neuen Doppelspur am Rotsee auf 400 bis 500 Millionen Franken geschätzt. Dem Bundesrat liegen noch keine Kostenschätzungen vor.</p><p>3. Die neue Verbindungslinie würde südlich von Emmenbrücke von der bestehenden Strecke abzweigen, die Reuss auf einer Brücke überqueren, die Autobahn A2 unterqueren und nach einem kurzen Tunnel in die bestehende Strecke Richtung Rotkreuz einmünden. Die Gesamtlänge des Projektes soll rund 5 Kilometer betragen.</p><p>4. Der Reisezeitgewinn wird von den SBB auf 10 bis 20 Minuten geschätzt. Dies hängt davon ab, ob man nur die reine Fahrzeitverkürzung oder auch die Umsteigezeit im Bahnhof Luzern berücksichtigt.</p><p>5. Dies ist abhängig vom Angebotskonzept, welches zurzeit durch SBB und Kanton Luzern erarbeitet wird.</p><p>6. Im Jahr 2001 wurden verschiedene Untersuchungen durchgeführt. Für Luzern wurden damals folgende Varianten studiert und Kosten ermittelt (Preisstand 2001). Da es sich erst um Planungsstudien handelt, sind diese Schätzungen noch mit einer grossen Ungenauigkeit behaftet: </p><p>Variante 1: Tiefbahnhof mit Rampe und Tunnel Ebikon: 1300 Millionen Franken.</p><p>Variante 2: Tiefbahnhof mit neuer Tunnelzufahrt Gütsch lang und Tunnel Ebikon: 1600 Millionen Franken.</p><p>Etappierbarkeit: Tiefbahnhof als Wendebahnhof: 900 Millionen Franken.</p>  Antwort des Bundesrates.