<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.1999.00284</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105504&amp;W10_KEY=13013581&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.1999.00284</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.06.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Die Realisierung eines Beach-Volleyballfeldes in einer bestehenden Sport- und Mehrzweckanlage stellt eine Änderung einer ortsfesten Anlage im Sinn von Art. 8 LSV dar; die lärmschutzrechtliche Beurteilung dieser Änderung fällt gestützt auf Ziff. 3.1 des Anhangs zur Bauverfahrensverordnung in die Zuständigkeit der Volkswirtschaftsdirektion [E. 2b].</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEACH-VOLLEYBALLFELD">BEACH-VOLLEYBALLFELD</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃRM">LÃRM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃRMSCHUTZ">LÃRMSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 8 LSV</span><br/><span class="ungerade">§ 318 PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2000 Nr. 111</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Mit Beschluss vom 8. Juni 1999 erteilte der Gemeinderat A der politi­schen Gemeinde A die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r die Erstellung einer Beach-Volleyballanlage auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. ... in der Sportanlage F in A. ‑ Dagegen rekurrierten B, C und D mit gemein­samer Eingabe vom 23. Juni 1999 an die Baurekurskommission II und beantragten im We­sentlichen die Aufhebung der baurechtlichen Bewilligung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Der PrÃ¤sident der Baurekurskommission II hiess den Rekurs am 29. Juni 1999 mangels ZustÃ¤ndigkeit des Gemeinderats A zur alleinigen und umfassenden Beur­teilung der streitigen Beach-Volleyballanlage gut und hob den angefochtenen Beschluss vom 8. Juni 1999 auf. Daraufhin verlangte der Gemeinderat einen begrÃ¼ndeten Kommis­sionsentscheid, welcher am 17. August 1999 gefÃ¤llt wurde. Darin erwog die Baure­kurs­kom­mission II zusammengefasst, bei der streitbetroffenen Beach-Volleyballanlage handle es sich um eine ortsfeste Anlage im Sinn von Ziff. 3.1 des Anhangs zur Bauverfah­rensver­ordnung vom 3. Dezember 1997 (BauVV). Zur lÃ¤rmschutzrechtlichen Beurteilung dieser Anlage sei der Gemeinderat A nicht befugt. Dieser habe die Baugesuchsak­ten der Volkswirtschaftsdirektion zu unterbreiten und deren VerfÃ¼gung zusammen mit der kom­mu­nalen Baubewilligung zu erÃ¶ffnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 17./20. September 1999 beantragten die politische Ge­meinde A und der Gemeinderat A dem Verwaltungsgericht im Hauptstand­punkt die Aufhebung des Rekursentscheids sowie die Wiederherstellung der Baubewilli­gung vom 8. Juni 1999; eventualiter seien die Verfahrenskosten der Staatskasse aufzuerle­gen. Am 24. November 1999 beantragten A, B und C Abweisung der Beschwerde, soweit Ã¼berhaupt darauf einzutreten sei, unter Kosten‑ und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der politischen Gemeinde A.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien gemÃ¤ss ihren Rechtsschriften werden ‑ soweit er­forderlich ‑ nachstehend wiedergegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) In der Beschwerde vom 17./20. September 1999 wird neben der politischen Gemeinde auch der Gemeinderat als BeschwerdefÃ¼hrer aufgefÃ¼hrt. Als nicht rechtsfÃ¤hige Amtsstelle fehlt letzterem indessen die Parteieigenschaft. Dem Gemeinderat kommt in sei­ner Funktion als BaubehÃ¶rde lediglich die Parteirolle zu. Er ist mit anderen Worten zwar passiv nicht aber aktiv rekurs‑ und beschwerdefÃ¤hig (vgl. hierzu Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Boss­hart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 21 N. 75 und 105). Soweit die Beschwerde im Namen des Gemeinde­rats erhoben wurde, ist daher nicht darauf einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Beschwerdegegner machen geltend, der Gemeinderat kÃ¶nne nicht als Ver­treter der Gemeinde bezeichnet werden, da sich diese im Baubewilligungsverfahren von einer Privatperson habe vertreten lassen. Der begrÃ¼ndete Kommissionsentscheid der Vorin­stanz sei nur vom Gemeinderat verlangt worden. Da die politische Gemeinde keine eigen­stÃ¤ndige Beschwerde erhoben habe, sei daher auf die Beschwerde in ihrer Gesamtheit nicht einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wird gestÃ¼tzt auf § 335 Abs. 3 des Planungs‑ und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) vom PrÃ¤sidenten der zustÃ¤ndigen Baurekurskommission ein Entscheid gefÃ¤llt, so kann auch die verfÃ¼gende Amtsstelle, der die Parteirolle zukommt, einen begrÃ¼ndeten Kommissionsentscheid verlangen. Allerdings ist darauf hinzuweisen, dass vorliegend der genannte Entscheid vom Gemeinderat sowohl als verfÃ¼gende BehÃ¶rde wie auch als Ver­tre­ter der politischen Gemeinde verlangt worden ist (vgl. Beschluss des Gemeinderats vom 13. Juli 1999, act. 7/2a). Hierzu war der Gemeinderat ohne weiteres befugt. Nach § 64 Ziff. 2 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926/23. September 1984 besorgt der Gemein­derat die Gemeindeangelegenheiten, soweit nicht eine andere BehÃ¶rde oder die Gemeinde­versammlung zustÃ¤ndig ist. So obliegt ihm insbesondere die FÃ¼hrung von Prozessen zur Wahrung der Interessen der Gemeinde unter Vorbehalt besonderer ‑ hier nicht vorliegen­der ‑ gesetzlicher Bestimmungen (Hans Rudolf Thalmann, Kommentar zum ZÃ¼rcher Ge­meindegesetz, 2. A., WÃ¤denswil 1991, § 64 N. 4.6.6). An dieser ZustÃ¤ndigkeit Ã¤ndert sich auch nichts, wenn sich eine Gemeinde im Baubewilligungsverfahren durch eine Privatper­son vertreten lÃ¤sst. Dass im vorliegenden Fall eine besondere gesetzliche Bestimmung be­stÃ¼nde, welche die Vertretungsbefugnis des Gemeinderats ausschliessen wÃ¼rde, wird denn auch von den Beschwerdegegner zu Recht nicht geltend gemacht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auf die vom Gemeinderat im Namen der politischen Gemeinde fristgerecht einge­reichte Beschwerde ist somit einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet die Frage, ob die kommunale BaubehÃ¶rde zur Beurteilung der streitigen Beach-Volleyballanlage auch unter lÃ¤rmschutzrechtlichen Aspekten ausschliesslich befugt sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) GemÃ¤ss § 318 PBG entscheidet die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde Ã¼ber Baugesuche, soweit durch Verordnung nichts anderes bestimmt ist. Abweichungen dieser ZustÃ¤ndigkeitsord­nung sind insbesondere im Anhang zur BauVV enthalten. Nach dessen Ziff. 3.1 sind orts­feste Anlagen der Industrie, des Gewerbes und der Landwirtschaft gemÃ¤ss Art. 2 Abs. 1 der LÃ¤rmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV), die beim Betrieb AussenlÃ¤rm er­zeugen, bezÃ¼glich ihrer Ãbereinstimmung mit den Vorschriften Ã¼ber den LÃ¤rmschutz vom Amt fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit bzw. von der Volkswirtschaftsdirektion zu prÃ¼fen. Ob die Be­urteilung der geplanten Beach-Volleyballanlage unter diese Bestimmung fÃ¤llt, ist durch Auslegung dieser Bestimmung zu ermitteln.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Bereits in § 16 BauVV in der Fassung vom 1. Oktober 1990 wurde fÃ¼r Abwei­chungen von der ZustÃ¤ndigkeit der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde auf den Anhang zur BauVV ver­wiesen. In Ziff. 1.2.2 des entsprechenden Anhangs wurde bestimmt, dass die Volkswirt­schaftsdirektion fÃ¼r die Erteilung der Bewilligung von Anlagen in Betrieben bezÃ¼glich ihrer Ãbereinstimmung mit den Vorschriften Ã¼ber die Luftreinhaltung und den LÃ¤rmschutz zustÃ¤ndig ist. Die seinerzeitige Rechtsprechung der Baurekurskommissionen (vgl. hierzu BEZ 1992 Nr. 6) ging davon aus, dass auch betriebs<i>Ã¤hnliche</i> Anlagen wie Tankstellen, Autowaschanlagen, Glassammelstellen und Sportanlagen in die spezielle ZustÃ¤ndigkeit der Volkswirtschaftsdirektion fallen wÃ¼rden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Am 21. Juni 1995 wurde Ziff. 1.2.2 des Anhangs zur damaligen BauVV geÃ¤n­dert. Im Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrats wurde diesbezÃ¼glich ausgefÃ¼hrt, dass die Formulierung "Anlagen in Betrieben" prÃ¤zisiert und damit die von der Volkswirt­schaftsdirektion aufgrund der Rechtsprechung der Baurekurskommissionen zu dieser Ziffer eingefÃ¼hrte Praxis weitergefÃ¼hrt werden solle. Unter "Anlagen in Betrieben" wÃ¼rden vor allem solche in Industrie‑, Gewerbe‑ und Dienstleistungsbetrieben verstanden. Neben den herkÃ¶mmlichen Betrieben gehÃ¶rten aber auch LÃ¤den, BÃ¼ros, Sportanlagen, SchiessplÃ¤tze, Freizeit‑ und VergnÃ¼gungsanlagen, Tankstellen, Autowaschanlagen, Glas‑ und Altsammel­stellen usw. dazu. Es solle deshalb kÃ¼nftig von "Industrie‑, Gewerbe‑ und Dienstleistungs­betrieben" die Rede sein, wobei diese im dargestellten weiteren Sinn zu verstehen seien. Die meisten Gemeinden seien mit dem Vollzug von LÃ¤rm‑ und Lufthygienevorschriften in Betrieben dieser Art Ã¼berfordert. Ihnen fehlten das hierfÃ¼r erforderliche und ausgebildete Fachpersonal sowie die notwendigen technischen AusrÃ¼stungen. Deshalb solle dieser Voll­zug wie bisher nicht den Gemeinden Ã¼bertragen werden (vgl. RRB 1857/1995).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In einem Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 23. Mai 1997 war sodann die Zu­stÃ¤ndigkeit fÃ¼r die Beurteilung eines Probe‑ und Vereinslokals einer Dorfmusik streitig. Das Probelokal sollte an zwei bis drei Abenden in der Woche fÃ¼r Proben benutzt werden. Das Gericht kam zum Schluss, dass ein im genannten zeitlichen Rahmen genutztes Probe­lokal auch in lÃ¤rmschutzrechtlicher Hinsicht offensichtlich nicht in die ZustÃ¤ndigkeit der Volkswirtschaftsdirektion falle (RB 1997 Nr. 101).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Mit der neuen BauVV vom 3. Dezember 1997 wurde auch deren Anhang revi­diert. Die ZustÃ¤ndigkeit fÃ¼r die PrÃ¼fung von Bauvorhaben unter lÃ¤rmschutzrechtlichen Aspekten wird seither nicht mehr in Ziff. 1.2.2 sondern neu in Ziff. 3.1 des Anhangs zur BauVV geregelt. Der Wortlaut wurde der LÃ¤rmschutz-Verordnung angepasst. Sinn und Zweck der neuen Bestimmung hat sich dadurch nicht geÃ¤ndert. Die lÃ¤rmschutzrechtliche PrÃ¼fung soll weiterhin von der Volkswirtschaftsdirektion Ã¼bernommen werden, weil die meisten Gemeinden mit dem Vollzug der LÃ¤rmschutzvorschriften Ã¼berfordert wÃ¤ren, da ihnen das hierfÃ¼r erforderliche und ausgebildete Fachpersonal sowie die notwendigen tech­nischen AusrÃ¼stungen fehlen. In keiner Weise kann in der Revision eine Reduktion der Zu­stÃ¤ndigkeit der Volkswirtschaftsdirektion erblickt werden. Diese hat nach wie vor Anla­gen zu prÃ¼fen, bei deren Betrieb AussenlÃ¤rm erzeugt wird, welcher mit demjenigen orts­fester An­lagen der Industrie, des Gewerbes und der Landwirtschaft vergleichbar ist. Dar­unter kÃ¶n­nen insbesondere LÃ¤den, BÃ¼ros, Sportanlagen, SchiessplÃ¤tze, Freizeit‑ und Ver­gnÃ¼­gungs­anlagen, Tankstellen, Autowaschanlagen, Glas‑ und Altsammelstellen und der­glei­chen fallen. Ortsfeste Anlagen, welche lÃ¤rmmÃ¤ssig offensichtlich nicht mit Anlagen der Industrie, des Gewerbes und der Landwirtschaft vergleichbar sind, wie beispielsweise das genannte Probe‑ und Vereinslokal, sind auch in lÃ¤rmschutzrechtlicher Hinsicht nach wie vor von den kommunalen BaubehÃ¶rden zu beurteilen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Das hier strittige Beach-Volleyballfeld soll in der Anlage F realisiert werden. Bei dieser Anlage handelt es sich um eine Sport‑ und Mehrzweckanlage, in der auch grÃ¶ssere Sport‑ und FestanlÃ¤sse durchgefÃ¼hrt werden. LÃ¤rmimmissionen, welche in diesem Zusammenhang entstehen kÃ¶nnen, sind zweifellos mit denjenigen von ortsfesten Anlagen der Industrie, des Gewerbes oder der Landwirtschaft vergleichbar, weshalb die lÃ¤rmschutzrechtliche Beurteilung einer solchen Anlage gestÃ¼tzt auf Ziff. 3.1 des Anhangs zur BauVV in die ZustÃ¤ndigkeit der Volkswirtschaftsdirektion fÃ¤llt. Wird eine solche An­lage mit einem Beach-Volleyballfeld erweitert, so handelt es sich um die Ãnderung einer ortsfesten Anlage im Sinn von Art. 8 LSV. Die lÃ¤rmschutzrechtliche Beurteilung der Ãnde­rung einer solchen Anlage fÃ¤llt gestÃ¼tzt auf Ziff. 3.1 des Anhangs zur BauVV offensicht­lich in die ZustÃ¤ndigkeit der Volkswirtschaftsdirektion. Ob die Beurteilung eines eigen­stÃ¤ndigen Beach-Volleyballfeldes ebenfalls in die ZustÃ¤ndigkeit der Volkswirtschaftsdi­rektion fallen wÃ¼rde, kann offen bleiben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beurteilung des geplanten Beach-Volleyballfeldes als Erweiterung der Sport‑ und Mehrzweckanlage F bezÃ¼glich ihrer Ãbereinstimmung mit den Vorschriften Ã¼ber den LÃ¤rmschutz durch die Volkswirt­schaftsdirektion hÃ¤tte vorgenommen werden mÃ¼ssen. Da stattdessen die kommunale Bau­behÃ¶rde diese Beurteilung zu Unrecht selbstÃ¤ndig vorgenommen hat, ist der Entscheid der Baurekurskommission II zu bestÃ¤tigen und die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf ein­zutreten ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>