JAAC 57.36 Auszug aus einem Entscheid des Bundesrates vom 13. Mai 1992 Procédure de plainte à l’autorité de surveillance (dénonciation). Même s’il a été porté à la connaissance du dénonciateur, l’acte par lequel une autorité ne donne pas suite à une dénonciation ne constitue pas une décision et ne peut faire l’objet ni d’un recours, ni d’une demande de nouvel examen, mais tout au plus d’une nouvelle plainte à une autorité de surveillance supérieure. Aufsichtsbeschwerdeverfahren. Selbst wenn der Entscheid einer Behörde, einer Aufsichtsbeschwerde keine Folge zu geben, dem Anzeiger zur Kenntnis gebracht wurde, stellt dieser Entscheid keine Verfügung dar, gegen welche eine Beschwerde oder ein Wiedererwägungsgesuch zulässig sind. Möglich ist höchstens wieder eine Anzeige bei einer übergeordneten Aufsichtsbehörde. Procedura di ricorso all’autorità di vigilanza (denunzia). Anche se la risoluzione di un’autorità, secondo cui non va dato seguito alla denunzia, è stata portata a conoscenza del denunziante, detta risoluzione non costituisce una decisione contro la quale sia ammissibile un ricorso o una richiesta di riesame. Al massimo è possibile una nuova denunzia a un’autorità superiore di vigilanza. 1Der Bundesrat hatte beschlossen, einer Aufsichtsbeschwerde gegen das EJPD im Asylbereich keine Folge zu geben. Der Anzeiger beantragte die Wiedererwägung des Entscheids aufgrund eines Gutachtens. Der Bundesrat trat auf das Gesuch nicht ein. Aus den Erwägungen: 1. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass gegen den Entscheid einer Behörde, einer Aufsichtsbeschwerde keine Folge zu geben, kein ordentliches oder ausserordentliches Rechtsmittel zur Verfügung steht (VPB 43.82, VPB 50.48). Ein solcher Entscheid unterliegt höchstens wieder der Anzeige bei einer übergeordneten Aufsichtsbehörde (Gygi Fritz, Bundesverwaltungsrechtspflege, Bern 1983, S. 223 f.). Mit der Wiedererwägung wird eine Behörde ersucht, auf ihre frühere Verfügung zurückzukommen, sie abzuändern oder aufzuheben (Gygi, a. a. O., S. 220). Der Beschluss einer Behörde, einer Aufsichtsbeschwerde keine Folge zu geben, hat nicht Verfügungscharakter, auch wenn sie dem Aufsichtsbeschwerdeführer zur Kenntnis gebracht wurde. Dieser Beschluss stellt somit keinen Akt dar, durch den ein Rechtsverhältnis für die Verwaltung und den Betroffenen, der auch der Anzeiger sein kann, verbindlich geregelt wird. Somit entsteht kein ausreichendes Interesse für eine Anfechtung ( BGE 102 Ib 85 , BGE 103 Ib 158 ; VPB 50.48). 2. Wie dargelegt, handelt es sich beim Entscheid des Bundesrates, der Aufsichtsbeschwerde keine Folge zu geben, um keine Verfügung, die Gegenstand eines Wiedererwägungsverfahrens sein könnte. Mangels Anfechtungsgegenstandes ist daher auf das Wiedererwägungsgesuch nicht einzutreten. 2Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali JAAC 57.36 - Auszug aus einem Entscheid des Bundesrates vom 13. Mai 1992 In Verwaltungspraxis der Bundesbehörden Dans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération In Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione Jahr 1993 Année Anno Band 57 Volume Volume Seite --- Page Pagina Ref. No 150 001 772 Das Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert. Le document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale. Il documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.