A bteilung V E -5969/2007/ pei {T 0/2} U rte il v o m 2 1 .S e p te m b e r 2 0 0 7 R ichter Kurt G ysi (Vorsitz), R ichterin M adeleine H irsig, R ichterin M arianne Teuscher, G erichtsschreiber R udolf Bindschedler. A._______, N igeria, c/o _______, vertreten durch Susanne Sadri, Asylhilfe Bern, Asylsuchender, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Verfügung vom 8. A ugust 2007 i.S. A syl und W egw eisung N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandE -5969/2007 D as B undesverw altungsgericht stellt fest und erw ägt: dass der Beschw erdeführer eigenen Angaben zufolge im Juni 2007 seinen H eim atstaat verliess und über angeblich ihm unbekannte Länder am 29. Juni 2007 illegal in die Schw eiz einreiste, w o er gleichentags um Asyl nachsuchte, dass er anlässlich der Kurzbefragung im Em pfangs- und Verfahrenszentrum Vallorbe vom 4. Juli 2007 sow ie der direkten Bundesanhörung vom 25. Juli 2007 zur Begründung seines Asylgesuchs im W esentlichen geltend m achte, er sei stets im D orf B._______ in der R egion des N igerdeltas w ohnhaft gew esen, dass ihm m ehrm als von Angehörigen der G ruppe C ._______ vorgeschlagen w orden sei, sich ihnen anzuschliessen, dass er dieses Ansinnen stets abgelehnt habe, dass am 20. Septem ber 2005 Angehörige der betreffenden G ruppe bei ihm zu H ause vorgesprochen und von ihm verlangt hätten, sich ihnen anzuschliessen, dass er sich w idersetzt habe, w eshalb sein Vater erschossen und das H aus angezündet w orden sei, dass der Beschw erdeführer seinerseits in das am Ende des D orfes gelegene Lager D ._______ verbracht w orden sei, dass er dort zu einer m ilitärischen Ausbildung gezw ungen w orden sei, dass er w ährend des Jahres 2006 unfreiw illig an der Entführung von vier Angestellten einer Ö lfirm a teilgenom m en habe, dass der Beschw erdeführer sow ie zw ei w eitere zw angsrekrutierte Personen im Jahre 2007 m it der Bew achung von zw ei im Februar 2007 entführten E._______ beauftragt w orden seien, dass diese E._______ dem Beschw erdeführer sow ie seinen beiden Kollegen vorgeschlagen hätten, ihnen zur Flucht zu verhelfen, dass im G egenzug die E._______ dem Beschw erdeführer und seinen beiden Kollegen die Ausreise aus dem Land organisieren w ürden, S eite 2E -5969/2007 dass daraufhin Ende M ai oder Anfang Juni 2007 der Beschw erdeführer, seine beiden Kollegen und die beiden E._______ in einem Boot das Lager D ._______ in R ichtung Port H arcourt verlassen hätten, dass der Beschw erdeführer am folgenden Tag sein H eim atland heim lich an Bord eines Schiffes verlassen habe, nach zw ei W ochen Seefahrt in einem europäischen H afen gelandet und schliesslich illegal in die Schw eiz gereist sei, dass er bis heute den Schw eizer Asylbehörden keine rechtsgenüglichen Identitätspapiere abgeben w ollte, dass das BFM das Asylgesuch des Beschw erdeführers m it Verfügung vom 8. August 2007 - gleichentags eröffnet - ablehnte und die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie deren Vollzug anordnete, dass der Beschw erdeführer m it Eingabe vom 7. Septem ber 2007 gegen diesen Entscheid beim Bundesverw altungsgericht Beschw erde erhob und dabei die Aufhebung der Verfügung des BFM vom 8. August 2007, die G ew ährung von politischem Asyl, die Feststellung der U nzulässigkeit sow ie der U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs, daher die vorläufige Aufnahm e und die unentgeltliche R echtspflege beantragte, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden gegen Verfügungen (A rt. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren [Vw VG , SR 172.021]) des BFM entscheidet (A rt. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG , SR 142.31] i.V.m . A rt. 31 - 34 des Verw altungs- gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]; A rt. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]), dass der Beschw erdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt ist, ein schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschw erde legitim iert ist (A rt. 6 AsylG i.V.m . A rt. 48 Abs. 1 Vw VG ), dass som it auf seine frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde einzutreten ist (A rt. 6 AsylG i.V.m . A rt. 50 ff. Vw VG ), S eite 3E -5969/2007 dass m it Beschw erde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (A rt. 106 Abs. 1 AsylG ), dass über offensichtlich unbegründete Beschw erden in einem vereinfachten Verfahren entschieden w ird und die vorliegende Beschw erde, w ie nachfolgend aufgezeigt, offensichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid nur sum m arisch zu begründen ist (A rt. 111 Abs. 1 und 3 AsylG , A rt. 32 VO AR K), dass die Schw eiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gew ährt (A rt. 2 Abs. 1 AsylG ), w obei als Flüchtling eine ausländische Person anerkannt w ird, w enn sie in ihrem H eim atstaat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden (A rt. 3 Abs. 1 AsylG ), dass die Flüchtlingseigenschaft nachgew iesen oder zum indest glaubhaft gem acht w erden m uss (A rt. 7 AsylG ), dass die Erw ägungen in der angefochtenen Verfügung insgesam t als zutreffend und rechtskonform zu beurteilen sow ie in Anbetracht der Akten zu bestätigen sind, dass die Vorinstanz den Sachverhalt vollständig und korrekt festgestellt, analysiert sow ie überzeugend dargelegt hat, w eshalb die Vorbringen des Beschw erdeführers als unglaubhaft zu qualifizieren sind, dass dabei die Vorinstanz zutreffenderw eise verschiedene U nstim m igkeiten im Sachvortrag des Beschw erdeführers aufgezeigt hat (vgl. angefochtene Verfügung S. 3), dass die Vorbringen des Beschw erdeführers auch nach Auffassung des Bundesverw altungsgerichts als unglaubhaft einzustufen sind und ihm daher die Flüchtlingseigenschaft nicht zuzuerkennen ist, S eite 4E -5969/2007 dass die Ausführungen in der Beschw erde die Schlussfolgerungen in der angefochtenen Verfügung nicht um zustossen verm ögen, dass die Vorbringen in der Beschw erde zu einem w esentlichen Teil bloss in einer W iederholung des Sachverhaltes bestehen (vgl. Beschw erde S. 2 f.), w as zu keinen neuen E rkenntnissen führt, dass w eiter ein Auszug aus einem ai-Bericht vom 7. M ärz 2007 über das politische Klim a in N igeria sow ie die Verhältnisse im N igerdelta zitiert w ird, dass sich daraus keine allfällig asylrelevante G efährdung des Beschw erdeführers nach A rt. 3 AsylG ableiten oder glaubhaft m achen lässt, da es sich bei jenem Auszug um allgem eine, und nicht auf seine Person bezogene Ausführungen über die Lage in N igeria handelt, dass auch die abstrakten Ausführungen in der Beschw erde über die G laubhaftm achung vorliegend unbehelflich erscheinen (vgl. Beschw erde S. 3 f.), zum al sie nicht konkret auf die vorinstanzlichen Erw ägungen Bezug nehm en, dass der Beschw erdeführer, w ie ferner festzuhalten ist, in Verletzung der ihm obliegenden M itw irkungspflicht (vgl. A rt. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG ) m it standardm ässiger und unglaubhafter Begründung keine rechtsgenüglichen Identitätspapiere zu den Akten geben w ollte (vgl. Protokoll der Erstbefragung S. 4 f.), dass aus dem Fehlen rechtsgenüglicher Identitätspapiere resultiert, dass seine Angaben zur Person und zu seiner tatsächlichen H erkunft am tlich nicht belegt sind, w as generell seine G laubw ürdigkeit und m ithin die G laubhaftigkeit seiner Vorbringen erschüttert, dass daher auch nicht erw iesen ist, der Beschw erdeführer stam m e w irklich aus dem N igerdelta, w ie vorgebracht, dass zudem die vorgebrachte Zw angsrekrutierung durch die D ._______-G ruppe, bei unterstellter G laubhaftigkeit, keine landesw eite und asylrelvante Verfolgungssituation darstellen w ürde, da es dem Beschw erdeführer m öglich und zuzum uten w äre, sich innerhalb seines flächenm ässig riesigen H eim atlandes allfälligen Behelligungen durch diese lokal begrenzt auftretende G ruppe durch einen W ohnortsw echsel zu entziehen, S eite 5E -5969/2007 dass es dem Beschw erdeführer som it nicht gelingt, die Flüchtlings- eigenschaft nachzuw eisen oder zum indest glaubhaft zu m achen, w eshalb das Bundesam t sein Asylgesuch zu R echt abgelehnt hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das N ichteintreten auf ein Asylgesuch in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz zur Folge hat (A rt. 44 Abs. 1 AsylG ), vorliegend der Kanton keine Aufenthalts- bew illigung erteilt hat und der Beschw erdeführer zudem keinen Anspruch auf E rteilung einer solchen hat (vgl. EM AR K 2001 N r. 21), w eshalb die verfügte W egw eisung im Einklang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht und dem nach vom Bundesam t zu R echt angeordnet w urde, dass das Bundesam t, ist der Vollzug nicht zulässig, nicht zum utbar oder nicht m öglich, das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern regelt (A rt. 44 Abs. 2 AsylG ), dass der Vollzug der W egw eisung in Beachtung der m assgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestim m ungen zulässig ist, da die Flüchtlingseigenschaft nicht besteht und keine Anhaltspunkte für eine m enschenrechtsw idrige Behandlung ersichtlich sind, die dem Beschw erdeführer in seinem H eim at- oder H erkunftsstaat droht (A rt. 14a Abs. 3 AN AG ), dass sich aus den Akten zudem keine konkreten Anhaltspunkte ergeben, aufgrund derer allenfalls geschlossen w erden könnte, der Beschw erdeführer gerate im Falle der R ückkehr in seinen H eim atstaat aus individuellen G ründen w irtschaftlicher, sozialer oder gesund- heitlicher N atur in eine existenzbedrohende Situation, dass den Akten som it angesichts der offensichtlich unglaubhaften Asylvorbringen keine Anhaltspunkte zu entnehm en sind, w onach der Vollzug der W egw eisung unzum utbar w äre (vgl. A rt. 14a Abs. 4 AN AG ), dass der Vollzug der W egw eisung des Beschw erdeführers in seinen H eim atstaat schliesslich m öglich ist, da keine praktischen H indernisse erkennbar sind, die einer R ückkehr entgegenstehen könnten, und er verpflichtet ist, sich bei der heim atlichen Vertretung allenfalls benötigte R eisepapiere zu beschaffen (A rt. 8 Abs. 4 AsylG ), S eite 6E -5969/2007 dass nach dem G esagten som it keine W egw eisungshindernisse vorliegen und der vom Bundesam t verfügte Vollzug der W egw eisung zu bestätigen ist, dass es dem Beschw erdeführer dem nach nicht gelungen ist darzutun, inw iefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (A rt. 106 AsylG ), w eshalb die Beschw erde abzuw eisen ist, dass der Beschw erdeführer in seiner Beschw erde unter anderem auch um die G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege gem äss A rt. 65 Abs. 1 Vw VG ersuchte, dass in Anbetracht der Akten die Beschw erdebegehren als aussichtslos zu qualifizieren sind, w om it es an den m ateriellen Voraussetzungen zur G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege fehlt und das entsprechende G esuch abzuw eisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (A rt. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . A rt. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]) dem Beschw erdeführer aufzuerlegen sind (A rt. 63 Abs. 1 Vw VG ). (D ispositiv nächste Seite) S eite 7E -5969/2007 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D as G esuch um unentgeltliche R echtspflege w ird abgew iesen. 3. D ie Verfahrenskosten von Fr. 600.-- w erden dem Beschw erdeführer auferlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichtskasse zu überw eisen. 4. D ieses U rteil geht an: - die R echtsvertreterin des Beschw erdeführers, (eingeschrieben; Beilage: Einzahlungsschein) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N _______) - an den _______ D er vorsitzender R ichter: D er G erichtsschreiber: Kurt G ysi R udolf Bindschedler Versand: S eite 8