<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2025-06-10-5A_437-2025.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_437/2025</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 10. Juni 2025</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Bovey, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Herausgabe einer Liegenschaft, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn, Zivilkammer, vom 5. Mai 2025 (ZKBER.2025.33). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para">Für die Vorgeschichte kann auf das im Zusammenhang mit der Frage der unentgeltlichen Rechtspflege für die vorliegende Streitsache ergangene Urteil 5A_44/2025 vom 21. Januar 2025 (Sachverhalt und Erwägung 3) verwiesen werden. </div> <div class="para">Nachdem die Beschwerdeführerin in der Folge den Kostenvorschuss nicht geleistet hatte, trat das Richteramt Solothurn-Lebern mit Entscheid vom 31. März 2025 auf deren Klage nicht ein. </div> <div class="para">Die hiergegen erhobene Berufung wies das Obergericht des Kantons Solothurn mit Urteil vom 5. Mai 2025 ab, soweit es darauf eintrat. Ferner wies es das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mangels Erfolgsaussichten der Berufung ab. </div> <div class="para">Mit Beschwerde in Zivilsachen vom 4. Juni 2025 wendet sich die Beschwerdeführerin an das Bundesgericht. Ferner stellt sie Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege und superprovisorische Erteilung der aufschiebenden Wirkung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid betreffend Herausgabe bzw. Rückübertragung einer Liegenschaft. Die Beschwerde in Zivilsachen ist grundsätzlich zulässig (<span class="artref">Art. 72 Abs. 1, <artref id="CH/173.110/74/1/b" type="start"></artref>Art. 74 Abs. 1 lit. b, <artref id="CH/173.110/75/1" type="start"></artref>Art. 75 Abs. 1 und <artref id="CH/173.110/90" type="start"></artref>Art. 90 BGG</span><artref id="CH/173.110/75/1" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/74/1/b" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/72/1" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde hat eine Begründung zu enthalten, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>), was eine sachbezogene Auseinandersetzung mit dessen Erwägungen erfordert (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=04.06.2025&amp;to_date=23.06.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">BGE 140 III 115</a> E. 2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=04.06.2025&amp;to_date=23.06.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-364%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page364">142 III 364</a> E. 2.4). </div> <div class="para">Es ist sodann zu beachten, dass die Vorinstanz auf die Berufung im Wesentlichen nicht eingetreten ist und sich der mögliche Anfechtungsgegenstand hier auf die Frage beschränkt, ob sie zu Recht einen Nichteintretensentscheid gefällt hat (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=04.06.2025&amp;to_date=23.06.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-II-38%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page38">BGE 135 II 38</a> E. 1.2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=04.06.2025&amp;to_date=23.06.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F139-II-233%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page233">139 II 233</a> E. 3.2). Dies ist unter konkreter Bezugnahme auf die Nichteintretenserwägungen darzulegen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Insgesamt gebricht es an der nötigen Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheides: </div> <div class="para">Das Obergericht hielt fest, die Beschwerdeführerin äussere sich mit keinem Wort zu den Erwägungen des erstinstanzlichen Nichteintretensentscheides vom 31. März 2025, weshalb insofern auf die Berufung nicht eingetreten werden könne. Die Beschwerdeführerin setzt sich damit nicht auseinander und zeigt nicht auf, inwiefern sie im Berufungsverfahren hinreichend dargelegt hätte, dass der aufgrund ausgebliebener Leistung des Kostenvorschusses erfolgte erstinstanzliche Nichteintretensentscheid rechtsfehlerhaft erfolgt und das Obergericht deshalb zu Unrecht nicht auf die Berufung eingetreten wäre. </div> <div class="para">In Bezug auf den ebenfalls monierten erstinstanzlichen Nichteintretensentscheid vom 27. Februar 2025 betreffend die Neubeurteilung des Gesuches um unentgeltliche Rechtspflege erwog das Obergericht, die Beschwerdeführerin habe nicht rechtzeitig Beschwerde erhoben und sie könne dies nicht mehr mit der Berufung gegen den Nichteintretensentscheid in der Sache nachholen. Diesbezüglich zeigt die Beschwerdeführerin ebenfalls nicht in nachvollziehbarer Weise eine Rechtsverletzung auf. </div> <div class="para">Die Beschwerde scheint sich, soweit die Ausführungen nachvollziehbar sind, schliesslich auch auf die verweigerte unentgeltliche Rechtspflege für das Berufungsverfahren zu beziehen. Auch in dieser Hinsicht fehlt es jedoch an einer sachgerichteten Darlegung, inwiefern der Berufung in der Art, wie sie eingereicht wurde, hätte Erfolg beschieden sein können. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb auf sie nicht eingetreten werden kann und der Präsident im vereinfachten Verfahren entscheidet (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Mit dem sofortigen Urteil wird das Gesuch um (superprovisorische) aufschiebende Wirkung gegenstandslos. Ohnehin wäre die aufschiebende Wirkung nur bei positiven Anordnungen zielführend. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6.</b> </div> <div class="para">Wie die vorstehenden Erwägungen zeigen, konnte der Beschwerde von Anfang an kein Erfolg beschieden sein, weshalb es an den materiellen Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege fehlt (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>) und das entsprechende Gesuch abzuweisen ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>7.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Zivilkammer, mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 10. Juni 2025 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Bovey </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>