316 Steuerrekursgericht 2010 wären - wurden nicht nachgewiesen. Auch über der Norm liegende Ladendiebstähle werden lediglich vermutet und sind nicht nachge- wiesen (Ein solcher Nachweis wäre wohl nur mit einer erhöhten Aufklärungsquote bei unveränderten Überwachungsmassnahmen möglich). 6.4.4. In Bezug auf X als Gesellschafter und Geschäftsführer ist fest- zustellen, dass bereits in der V orperiode gesundheitsbedingte Schwierigkeiten vorlagen. 6.5. Diese von der Rekurrentin angeführten, margenreduzierenden Faktoren sind insoweit ohne wesentlichen Einfluss auf die Bruttoge- winnmarge und damit unbeachtlich. Weitere geltend gemachte Fak- toren wie beispielsweise eine besondere Konkurrenzsituation sind zwar denkbar, von der V orinstanz jedoch mit der Festlegung der Bruttogewinnmarge unter dem Durchschnitt der letzten Jahre in ge- nügendem Ausmass berücksichtigt. 7. Die Ermessensveranlagung erfolgte vorliegend zu Recht. Die Rekurrentin hat die Unrichtigkeit der Ermessensveranlagung nicht nachgewiesen. Der Rekurs ist daher abzuweisen. 61 Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit; Ermessensveranlagung bei ungenügendem Kassabuch (§ 191 Abs. 3 StG). Aufrechnungen bei Coiffeurbetrieben mit ungenügendem Kassabuch. Aus dem Entscheid des Steuerrekursgerichtes vom 19. August 2010 in Sachen I.R. (3-RV .2009.217) Aus den Erwägungen 4.3. Das Steuerrekursgericht hat bereits verschiedentlich Aufrech- nungen bei Coiffeurbetrieben mit ungenügendem oder fehlendem 2010 Kantonale Steuern 317 Kassabuch beurteilt und dabei die folgenden Beträge als angemessen bestätigt: • Aufrechnung von CHF 3'000.00 bei einem Umsatz von rund CHF 60'000.00, also 5 % (RGE vom 18. Dezem- ber 2008 in Sachen B.S.). • Aufrechnung von CHF 2'000.00 bei einem Umsatz von rund CHF 50'000.00, also 4 % (RGE vom 24. April 2008 in Sachen B.B.). • Aufrechnung von CHF 2'500.00 bei einem Umsatz von rund CHF 40'000.00, also 6,25 % (RGE vom 21. Juni 2007 in Sachen R. + E.L.). Die Steuerkommission L. hat mit der Festsetzung des Ein- kommens aus selbständiger Erwerbstätigkeit auf CHF 52'000.00 ei- nen Betrag von CHF 8'714.00 aufgerechnet. Dies entspricht rund 4.3 % des Umsatzes von rund CHF 200'000.00. Dies erscheint ange- sichts der bisherigen Rechtsprechung des Steuerrekursgerichtes ohne Weiteres als angemessen und ist zu bestätigen.