<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2005.00060</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206125&amp;W10_KEY=4467134&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2005.00060</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 08.09.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Überleitung in das neue Personalrecht</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Überführung ins stadtzürcherische Personalrecht: Lohndiskriminierung einer Hortleiterin?<br/><br/>Zuständigkeit und Streitwert (E. 1). Zu den Grundzügen der Überführung ins stadtzürcherische Personalrecht (E. 2). Die nutzbare Erfahrung der Beschwerdeführerin beträgt gemäss Formelberechnung - welche die Beschwerdeführerin vor Verwaltungsgericht nicht mehr beanstandet - 4.75. Eine Aufrundung des Formelergebnisses wäre zwar naheliegender gewesen, dennoch erscheint es haltbar, eine nutzbare Erfahrung von 4 Jahren anzunehmen. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz ist nicht nur die Herabsetzung der nutzbaren Erfahrung von 4 auf 1 Jahr, sondern auch die Festlegung des Lohnes auf 95% des Mittelwerts eine Kürzungsmassnahme. Zwischen dem bisherigen und dem ermittelten Lohn ergibt sich eine Differenz von 15% (E. 3). Angesichts der deutlichen Abweichung waren Korrekturmassnahmen in Anwendung der personalrechtlichen Bestimmungen grundsätzlich zulässig. Da es sich um einen überwiegend weiblich identifizierten Beruf handelt, ist das Gleichstellungsgesetz zu beachten. Vorliegend fragt sich, ob die Beschwerdeführerin innerhalb der Funktionsstufe diskriminierungsfrei platziert worden ist. Zu den Leitlinien der bundesgerichtlichen (E. 4.3.1) und verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung (E.4.3.2). Die Überführung in ein neues Lohnsystem erweist sich als diskriminierend, wenn die Überführung mit Kürzungen operiert, die in erster Linie typische Frauenberufe treffen oder wenn wegen der Kürzungen eine frühere Diskriminierung aufrecht erhalten bleibt (E. 4.3.3). Bei der stadtzürcherischen Besoldungsrevision waren auch männliche oder neutral geprägte Berufe von Kürzungsmassnahmen betroffen, weshalb noch keine Diskriminierung darin zu erblicken ist, dass insgesamt mehr Frauen betroffen waren (E. 4.4). Vergleich mit den Kundenberatenden eines öffentlichen Transportunternehmens (E. 4.4.1). Die von der Beschwerdegegnerin gewählte Überführung der Beschwerdeführerin mit einer Lohnerhöhung von 2.55% wardiskriminierend. Die Vorinstanz setzte allerdings die nutzbare Erfahrung auf 4 Jahre hinauf, was zu einem um 10.05% höheren Lohn führte. Es ist nicht glaubhaft, dass der von der Vorinstanz korrigierte Lohnanstieg (noch) diskriminierend ist (E. 4.5.1). Das Ergebnis der vorinstanzlichen Erwägungen ist auch im Vergleich mit dem Besoldungsanstieg der Kundenberatenden vertretbar. Ein Lohnanstieg von unter 10% hätte allerdings als diskriminierend zu gelten, soweit die Differenz zwischen bisherigem Lohn und ermitteltem Lohn mindestens 10% beträgt (E. 4.5.3). Abweisung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSBEWERTUNG">ARBEITSBEWERTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFHOLBEDARF">AUFHOLBEDARF</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESOLDUNGSSTUFE">BESOLDUNGSSTUFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DISKRIMINIERUNGSVERBOT">DISKRIMINIERUNGSVERBOT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINREIHUNG">EINREIHUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSEN">ERMESSEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FORMELBERECHNUNG">FORMELBERECHNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRAUENBERUF">FRAUENBERUF</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FUNKTIONSSTUFE">FUNKTIONSSTUFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLEICHSTELLUNGSGESETZ">GLEICHSTELLUNGSGESETZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HORTLEITERIN">HORTLEITERIN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES">INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOGNITION">KOGNITION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNANALYSE">LOHNANALYSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNBAND">LOHNBAND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNDISKRIMINIERUNG">LOHNDISKRIMINIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNKÃRZUNG">LOHNKÃRZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NUTZBARE ERFAHRUNG">NUTZBARE ERFAHRUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PERSONALRECHT">PERSONALRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STREITWERTBERECHNUNG">STREITWERTBERECHNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃBERFÃHRUNG">ÃBERFÃHRUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 3 Abs. 1 GlG</span><br/><span class="ungerade">Art. 3 Abs. 2 GlG</span><br/><span class="gerade">Art. 61 AB PR ZÃ¼rich</span><br/><span class="ungerade">Art. 47 PR ZÃ¼rich</span><br/><span class="gerade">Art. 52 PR ZÃ¼rich</span><br/><span class="ungerade">Art. 89 Abs. 3 PR ZÃ¼rich</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2006 Nr. 107</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A arbeitet seit August 2001 als Hortleiterin bei der Stadt ZÃ¼rich. Auf den 1. Juli 2002 setzte der Stadtrat von ZÃ¼rich die Verordnung Ã¼ber das ArbeitsverhÃ¤ltnis des stÃ¤dtischen Personals vom 28. November 2001 (Personalrecht, PR; AS 177.100, www.stadt-zuerich.ch) sowie die entsprechenden AusfÃ¼hrungsbestimmungen vom 27. MÃ¤rz 2002 (AB PR; AS 177.101, www.stadt-zuerich.ch) in Kraft (Stadtrats­beschluss [StRB] Nr. 828 vom 12. Juni 2002). Damit fÃ¼hrte die Stadt ZÃ¼rich ein neues Lohn­system ein. GestÃ¼tzt auf die neuen Bestimmungen wurde A rÃ¼ckwirkend per 1. Juli 2002 in die Funktionsstufe 9 der Funktionskette 403 Ã¼berfÃ¼hrt. Als nutzbare Erfahrung wurde ihr 1 Jahr angerechnet; die Lage im Lohnband betrug 95 % des Mittelwertes. Daraus resultierte eine LohnerhÃ¶hung von 2,55 %.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Dagegen erhob A Einsprache an den Stadtrat von ZÃ¼rich mit dem Antrag, die anrechenbare nutzbare Erfahrung "korrekt" auf mindestens 7 Jahre fest­zusetzen und die Lage im Lohnband auf 100 % festzulegen. Mit Beschluss vom 8. September 2004 wies der Stadtrat die Einsprache ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Im nachfolgenden Rekurs an den Bezirksrat ZÃ¼rich wiederholte A im Wesentlichen ihre frÃ¼heren AntrÃ¤ge. Mit Beschluss vom 29. September 2005 hiess der Bezirksrat den Rekurs teilweise gut und setzte die nutzbare Erfahrung per 1. Juli 2002 auf 4 Jahre fest. Daraus resultierte gegenÃ¼ber dem Lohn vor der Revision eine ErhÃ¶hung um 10,05 %. Im Ãbrigen wies der Bezirksrat den Rekurs ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen diesen Beschluss liess A am 4. November 2005 Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben und beantragen, die nutzbare Erfahrung auf 5 Jahre und den Lohn auf die Lage 100 % im Lohnband festzusetzen, unter EntschÃ¤digungsfolgen zu­lasten der Stadt ZÃ¼rich.</p> <p class="Sachverhalt2">Namens der Stadt ZÃ¼rich beantragte der Stadtrat die vollumfÃ¤ngliche Abweisung der Beschwerde. Der Bezirksrat hat unter Verweisung auf die BegrÃ¼ndung des angefochtenen Entscheids auf Vernehmlassung verzichtet.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Die Beschwerde richtet sich gegen einen Rekursentscheid des Bezirksrats Ã¼ber eine personalrechtliche Anordnung gemÃ¤ss § 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG). Ungeachtet § 74 Abs. 2 VRG ist das LohngefÃ¼ge vom Verwaltungsgericht stets insoweit Ã¼berprÃ¼fbar, als es darum geht, eine allfÃ¤llige <i>geschlechts­diskriminierende</i> Lohnbenachteiligung ausfindig zu machen (vgl. VGr, 23. Oktober 2002, PB.2002.00022, E. 1b, www.vgrzh.ch; Bea Rotach Tomschin, Die Revision des ZÃ¼rcher Verwaltungsrechtspflegegesetzes, ZBl 98/1997, S. 433 ff., 451; Andreas Keiser, Rechtsschutz im Ã¶ffentlichen Personalrecht nach dem revidierten Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, ZBl 99/1998, S. 193 ff., 217; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 74 N. 12). In der vorliegenden Streitigkeit stellt sich wesentlich die Frage nach einer lohnmÃ¤ssigen Diskriminierung der BeschwerdefÃ¼hrerin als Hortleiterin. Dabei handelt es sich um einen so genannt "typischen Frauenberuf" (vgl. VGr, 18. Dezember 2002, PK.2000.00004, E. 3c, www.vgrzh.ch). Bereits dies begrÃ¼ndet die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts.</p> <p class="Erwgung2">Im Ãbrigen ist die Einreihung in Besoldungsklassen und -stufen trotz § 74 Abs. 2 VRG stets dann Ã¼berprÃ¼fbar, wenn ein Anspruch auf gerichtliche Beurteilung aufgrund von Art. 6 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) besteht. Nach der neueren Rechtsprechung stellen VermÃ¶gensansprÃ¼che aus dem Ã¶ffent­lichrechtlichen DienstverhÃ¤ltnis grundsÃ¤tzlich zivilrechtliche Streitigkeiten im Sinn von Art. 6 Abs. 1 EMRK dar. Besoldungsstreitigkeiten sind hiervon nur ausgenommen, wenn die betreffenden Angestellten des Gemeinwesens allgemeine Staatsinteressen zu wah­ren haben und an der AusÃ¼bung der Ã¶ffentlichen Gewalt teilhaben (VGr, 11. Juni 2003, PB.2003.00009, E. 1c, www.vgrzh.ch; RB 2002 Nr. 24 mit Hinweisen). Dies trifft fÃ¼r Hortleiterinnen und <br/> -leiter nicht zu. Auf die Beschwerde ist somit auch unter diesem Gesichtspunkt einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Beschwerden mit einem Streitwert bis Fr. 20'000.- behandelt in der Regel der Einzelrichter. Bei grÃ¶sseren Streitwerten entscheidet das Gericht in Dreierbesetzung (§ 38 VRG).</p> <p class="Erwgung3"><b>1.2.1 </b>Bei Leistungsklagen aus noch andauernden DienstverhÃ¤ltnissen ergibt sich der Streitwert aus den streitigen BruttobesoldungsansprÃ¼chen bis zum Zeitpunkt der HÃ¤ngigkeit beim Verwaltungsgericht zuzÃ¼glich der AnsprÃ¼che bis zur nÃ¤chstmÃ¶glichen AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses seitens der angestellten Person (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 80b N. 3). </p> <p class="Erwgung3"><b>1.2.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist entsprechend dem Inkrafttreten der stÃ¤dtischen Besoldungsrevision per 1. Juli 2002 neu eingereiht worden. Ihr gegen den Rekursentscheid erhobenes Rechtsmittel ging hierorts am 7. November 2005 ein. GemÃ¤ss Art. 16 Abs. 1 und Abs. 4 PR war das DienstverhÃ¤ltnis damals ­frÃ¼hestens auf Ende Februar 2006 kÃ¼ndbar. Massgeblich fÃ¼r die Streitwertberechnung ist somit die Lohndifferenz fÃ¼r 44 Monate.</p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat hat die nutzbare Erfahrung der BeschwerdefÃ¼hrerin auf 4 Jahre festgesetzt. Mit der vor Verwaltungsgericht verlangten Anrechnung von 5 Jahren wÃ¼rde sich eine zusÃ¤tzliche LohnerhÃ¶hung von 2,5 % ergeben (vgl. Art. 61 AB PR, wonach zur Abgeltung der nutzbaren Erfahrung in den ersten 5 Jahren ein Lohnanstieg von je 2,5 % resultiert). ZusÃ¤tzlich beantragt die BeschwerdefÃ¼hrerin, ihren Lohn auf 100 % des Mittelwertes im Lohnband festzusetzen. Die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Platzierung auf 95 % hat der Bezirksrat geschÃ¼tzt. In diesem Punkt wird demnach eine LohnerhÃ¶hung um weitere 5 % verlangt. Damit liegen vor Verwaltungsgericht insgesamt rund 7,5 % der per 1. Juli 2002 festgesetzten Lohnsumme im Streit. Diese betrug auf der Basis von jÃ¤hrlich zwÃ¶lf MonatslÃ¶hnen gerundet Fr. 5'000.- pro Monat. Daraus resultiert ein Streitwert von monatlich ca. Fr. 380.- und umgerechnet auf 44 Monate von insgesamt knapp Fr. 17'000.-. Auch unter BerÃ¼cksichtigung der zwischenzeitlichen ErhÃ¶hung des Arbeitsgrades von 70 auf 80 % fÃ¼r die Dauer von rund zehn Monaten Ã¼bersteigt der Streitwert Fr. 20'000.- nicht. Angesichts der grundsÃ¤tzlichen Bedeutung der Sache wird der Entscheid in Anwendung von § 38 Abs. 3 VRG aber dennoch durch die Kammer gefÃ¤llt.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Laut dem neuen Besoldungssystem der Stadt ZÃ¼rich richtet sich der Lohn der stÃ¤dtischen Angestellten im Wesentlichen nach dem Schwierigkeitsgrad der Funktion, der nutzbaren Erfahrung und dem Leistungsbeitrag (Art. 47 PR). Der Stadtrat legte einen Funktionsraster mit 18 Funktionsstufen sowie Funktionsumschreibungen fest; jede Stelle ist aufgrund der betreffenden Funktionsumschreibung einer Funktionsstufe zuzuordnen (Art. 48 ff. PR, Anhang B AB PR). Den 18 Funktionsstufen wird gemÃ¤ss einer Lohnskala je ein Jahreslohn als Mittelwert zugeordnet, wobei sich die konkreten LÃ¶hne der Angestellten innerhalb eines von diesem Mittelwert abhÃ¤ngigen Lohnbands bewegen. Dabei sind die nutzbare berufliche und ausserberufliche Erfahrung und der zu erwartende Leistungs­beitrag geschlechtsneutral nach einheitlichen MassstÃ¤ben zu berÃ¼cksichtigen (Art. 51 ff. PR, Anhang A AB PR). Die Anrechnung der nutzbaren Erfahrung erfolgt anhand einer Formel. Die Zunahme an nutzbarer Erfahrung fÃ¼hrt innerhalb einer Funktionsstufe in 15 Schritten zu einem Lohnanstieg von hÃ¶chstens 22,5 % (Art. 52 Abs. 3 PR; VGr, 26. Januar 2005, PB.2004.00054, E. 2.1, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>GemÃ¤ss Art. 89 Abs. 3 PR regelt der Stadtrat die Ãberleitung der Angestellten ins Lohnsystem gemÃ¤ss der Verordnung. Dabei trifft er Massnahmen zur Lohnanpassung bei denjenigen Angestellten, deren bisheriger Lohn deutlich vom ermittelten Lohn gemÃ¤ss der Verordnung abweicht. Insbesondere kann er die LÃ¶hne dieser Angestellten schrittweise erhÃ¶hen bzw. senken und Ausnahmeregelungen bei den jÃ¤hrlichen Lohnanpassungen vorsehen. Mit Beschluss vom 12. Juni 2002 legte der Stadtrat Ã¼bergangsrechtlich weiter fest, dass der aufgrund der Funktionsstufenzuordnung und der angerechneten nutzbaren Erfahrung ermittelte individuelle Ãberleitungslohn im Einzelfall zu keiner unverhÃ¤ltnis­mÃ¤ssigen, in dieser Form nicht beabsichtigten LohnerhÃ¶hung fÃ¼hren dÃ¼rfe. Ãberleitungen, die diesem Erfordernis nicht entsprechen wÃ¼rden, seien entsprechend zu korrigieren. Sodann hielt der Stadtrat fest, dass sich solche Ergebniskorrekturen auf Art. 87 Abs. 3 PR (jetzt Art. 89 Abs. 3 PR; Umnummerierung gemÃ¤ss Gemeinderatsbeschluss vom 27. Februar 2002, Inkraftsetzung auf den 1. Januar 2003) stÃ¼tzen und in erster Linie bei der angerechneten nutzbaren Erfahrung erfolgen wÃ¼rden (StRB Nr. 828).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Das Verwaltungsgericht hatte sich bereits in anderen Verfahren mit Lohnkorrekturen zu befassen, welche die Beschwerdegegnerin im Rahmen der hier in Frage stehenden Besoldungsrevision vorgenommen hatte. Dabei erachtete es das Verwaltungsgericht als mit dem stÃ¤dtischen Personalrecht vereinbar, Lohnkorrekturen bei einer bestimmten Berufsgruppe vorzunehmen. Es qualifizierte deshalb Lohnkorrekturen bei den seinerzeit in Frage stehenden Kundenberatern und -beraterinnen eines Ã¶ffentlichen Transportbetriebs grundsÃ¤tzlich als zulÃ¤ssig. Allerdings handelt es sich bei der TÃ¤tigkeit "Kundenberatung" nicht um einen so genannten aufholenden Beruf. Das Gericht fÃ¼gte deshalb bei, dass es kaum zulÃ¤ssig wÃ¤re, die mit der Revision entstehenden LohnerhÃ¶hungen bei aufholenden Berufen â also bei erfahrungsgemÃ¤ss vorwiegend weiblich identifizierten TÃ¤tigkeiten â abzuschwÃ¤chen (VGr, 26. Januar 2005, PB.2004.00054, E. 2.4, www.vgrzh.ch). Zu beanstanden war bei der ÃberfÃ¼hrung der Kundenberater und -beraterinnen allerdings, dass Lohnanpassungen in Abweichung von Art. 89 Abs. 3 PR auch dort vorgenommen wurden, wo der bisherige Lohn nicht deutlich vom ermittelten Lohn abgewichen war. Im Ergebnis hatte dies zur Folge, dass den AngehÃ¶rigen der Berufsgruppe Kundenberatung LohnerhÃ¶hungen in der GrÃ¶ssenordnung von 5 % zustanden, soweit der gemÃ¤ss neuem Besoldungssystem ermittelte Lohn in diesem oder noch grÃ¶sserem Umfang vom bisherigen Lohn abgewichen war (a.a.O., E. 2.5 und 2.6).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2">Zu prÃ¼fen ist vorerst, inwieweit die Beschwerdegegnerin den aus der Ãberleitung der BeschwerdefÃ¼hrerin in Funktionsstufe 9 an sich resultierenden hÃ¶heren Lohn gekÃ¼rzt hat. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.1 </b>Einig sind sich die Parteien, dass es sich bei der Festlegung der nutzbaren Erfahrung auf 1 Jahr um eine KÃ¼rzungsmassnahme handelt. Die Beschwerdegegnerin hatte seinerzeit selbst festgestellt, dass gemÃ¤ss der anwendbaren Formel an nutzbarer Erfahrung 4 Jahre resultierten. Weil dies jedoch zu einer unangemessenen LohnerhÃ¶hung gefÃ¼hrt hÃ¤tte, korrigierte die Beschwerdegegnerin die angerechnete nutzbare Erfahrung unter Hinweis auf den erwÃ¤hnten StRB Nr. 828.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.2 </b>Umstritten ist in diesem Zusammenhang jedoch, ob sich bei einer ungekÃ¼rzten Anrechnung an nutzbarer Erfahrung 4 oder 5 Jahre ergeben. Die nutzbare Erfahrung berechnet sich nach folgender Formel: Alter â Jahre beim Abschluss der Ausbildung <br/> â Jahre in aktueller Funktion : 4 = Zwischenwert + Jahre in aktueller Funktion. Unter Hinweis auf die Formel gelangte die Beschwerdegegnerin wie gesehen auf 4 Jahre an anrechenbarer nutzbarer Erfahrung. WÃ¤hrend sich die BeschwerdefÃ¼hrerin im Rekursverfahren noch gegen die ZulÃ¤ssigkeit dieser Formelberechnung gewandt hat, macht sie mit der Beschwerde geltend, bei Anwendung der Formel ergebe sich eine nutzbare Erfahrung von 5 Jahren.</p> <p class="Erwgung3">GemÃ¤ss den Akten arbeitet die BeschwerdefÃ¼hrerin seit 20. August 2001 in der aktuellen Funktion. Am 1. Juli 2002, das heisst am ÃberfÃ¼hrungstermin, hatte sie demnach noch kein Jahr in dieser Funktion gearbeitet. Ohne ganzjÃ¤hrige TÃ¤tigkeit in der aktuellen Funktion ergibt sich folgende Formelberechnung: 41 â 22 â 0 = 19 : 4 + 0 = 4,75. Wenn eine Aufrundung dieses Formelergebnisses zwar nÃ¤her liegt, so erscheint es dennoch haltbar, eine nutzbare Erfahrung von 4 Jahren anzunehmen. Aus den Akten ergeben sich jedenfalls keine Hinweise, dass das Formelergebnis in anderen FÃ¤llen jeweils auf den nÃ¤chsthÃ¶heren Wert aufgerundet wird.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Weiter hatte die Beschwerdegegnerin den Lohn der BeschwerdefÃ¼hrerin per 1. Juli 2002 auf 95 % des Mittelwertes im Lohnband gelegt mit dem Bemerken, dass die ÃberfÃ¼hrung gemÃ¤ss Art. 187 Abs. 2 bis 5 AB PR noch ohne BerÃ¼cksichtigung einer Leistungs- und Verhaltensbeurteilung vorzunehmen sei .</p> <p class="Urteilstext">Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin ist auch die Festlegung des Lohnes auf 95 % des Mittelwertes eine KÃ¼rzungsmassnahme: Die Bandbreite des Lohnbandes betrÃ¤gt fÃ¼r jede Funktionsstufe plus/minus 5 %, ausgehend vom Mittelwert (Art. 52 PR). GemÃ¤ss Art. 62 Abs. 2 AB PR liegt der Anfangslohn grundsÃ¤tzlich auf dem Mittelwertsverlauf der Funktionsstufe, also auf 100 % (vgl. dazu auch Anhang A AB PR). Wohl kann der Anfangslohn unter dem Mittelwertsverlauf der Funktionsstufe festgelegt werden, wenn noch nicht alle an die Funktion gestellten Anforderungen erfÃ¼llt sind (Art. 62 Abs. 4 AB PR). FÃ¼r die Platzierung im Lohnband auf bloss 95 % des Mittelwertes sind vorliegend keine GrÃ¼nde im Sinne dieser Bestimmung ersichtlich. Die tiefe Platzierung kann demnach nur in der Absicht, die mit der Besoldungsrevision einhergehende LohnÃ¤nderungen zu kÃ¼rzen, erfolgt sein. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Es ergibt sich somit, dass der mit der Einreihung in Funktionsstufe 9 des neuen Besoldungssystems verbundene Lohnanstieg fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin in zweierlei Hinsicht gekÃ¼rzt wurde: Zum einen rechnete ihr die Beschwerdegegnerin an nutzbarer Erfahrung 1 Jahr statt 4 Jahren an. Ohne die KÃ¼rzungsmassnahme in der nutzbaren Erfahrung um 3 Jahre hÃ¤tte sich ein um rund 7,5 % hÃ¶herer Lohn ergeben (vgl. Art. 61 AB PR). Zum andern platzierte sie den Lohn der BeschwerdefÃ¼hrerin auf 95 % statt 100 % innerhalb des Lohnbandes, was einer KÃ¼rzung der LohnerhÃ¶hung um 5 % entspricht. Insgesamt ist die LohnerhÃ¶hung somit um rund 12,5 % gekÃ¼rzt worden. Da der BeschwerdefÃ¼hrerin eine LohnerhÃ¶hung von 2,55 % gewÃ¤hrt wurde, ergibt sich im Sinne von Art. 89 Abs. 3 PR eine Differenz zwischen dem bisherigen Lohn und dem ermittelten Lohn von rund 15 %.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Bei dieser deutlichen Abweichung waren Korrekturmassnahmen in Anwendung der personalrechtlichen Bestimmungen grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssig (vgl. vorn 2.3). </p> <p class="Erwgung2">Da die BeschwerdefÃ¼hrerin allerdings eine weiblich identifizierte TÃ¤tigkeit ausÃ¼bt (vgl. vorn 1.1), beurteilen sich ihre Begehren nicht allein nach den personalrechtlichen Bestimmungen der Stadt ZÃ¼rich und nach verfassungsrechtlichen Prinzipien, sondern ebenfalls nach dem eidgenÃ¶ssischen Gleichstellungsgesetz vom 24. MÃ¤rz 1995 (GlG). Darauf beruft sich die BeschwerdefÃ¼hrerin denn auch ausdrÃ¼cklich.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>GemÃ¤ss Art. 3 Abs. 1 GlG dÃ¼rfen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aufgrund ihres Geschlechts weder direkt noch indirekt benachteiligt werden. Unter anderem gilt das Verbot ausdrÃ¼cklich fÃ¼r die EntlÃ¶hnung (Abs. 2). Wer von einer solchen Diskriminierung betroffen ist, kann die Zahlung des geschuldeten Lohnes verlangen (Art. 5 Abs. 1 lit. d GlG).</p> <p class="Urteilstext">Eine direkte Diskriminierung liegt vor, wenn sich eine Ungleichbehandlung ausdrÃ¼cklich auf die GeschlechtszugehÃ¶rigkeit oder auf ein Kriterium stÃ¼tzt, das nur von einem der beiden Geschlechter erfÃ¼llt werden kann, und wenn sie sich nicht sachlich rechtfertigen lÃ¤sst (BGE 124 II 409 E. 7 S. 424). Eine Diskriminierung dieser Art steht hier nicht zur Diskussion.</p> <p class="Urteilstext">Eine indirekte Diskriminierung liegt vor, wenn eine formal geschlechtsneutrale Regelung im Ergebnis wesentlich mehr bzw. Ã¼berwiegend AngehÃ¶rige des einen Geschlechts gegenÃ¼ber denjenigen des anderen benachteiligt, ohne dass dies sachlich begrÃ¼ndet wÃ¤re (BGE 124 II 409 E. 7 S. 425; BÃ©atrice Weber-DÃ¼rler, Aktuelle Aspekte der Gleichberechtigung von Mann und Frau, ZBJV 128/1992, S. 357 ff., 375 ff.; Kathrin Arioli, Die Rechtsfigur der indirekten Diskriminierung, AJP 1993, S. 1327 ff., 1330; MichÃ¨le Stampe, Das Verbot der indirekten Diskriminierung wegen des Geschlechts, ZÃ¼rich 2001, S. 175 ff.; Bernhard Waldmann, Das Diskriminierungsverbot von Art. 8 Abs. 2 BV als besonderer Gleichheitssatz, Bern 2003, S. 338 ff.).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Strittig ist vorliegend nicht die Einreihung in die Lohnklasse (Funktionsstufe 9). Vielmehr geht es um die Frage, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin â im Zuge der mit der Besoldungsrevision notwendigen ÃberfÃ¼hrung â innerhalb der Funktionsstufe diskriminierungsfrei platziert worden ist.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.1 </b>Die bundesgerichtliche Rechtsprechung setzt dem ÃberfÃ¼hrungsmodus in eine hÃ¶here Lohnklasse unter dem Aspekt des Gleichstellungsgesetzes gewisse Leitlinien. Dabei unterscheidet das Bundesgericht danach, ob es bei der strittigen Ãbergangsregelung darum geht, ausserordentliche BesoldungserhÃ¶hungen zu vermeiden, oder um Korrekturen innerhalb des neuen Systems. Wo sich die frÃ¼here tiefere Lohnklasse als diskriminierend erweist, kann es nach Auffassung des Bundesgerichts selbstverstÃ¤ndlich nicht angehen, die ÃberfÃ¼hrung in die diskriminierungsfreie hÃ¶here Lohnklasse so vorzunehmen, dass die LÃ¶hne im Ergebnis gleich hoch bleiben; die betragsmÃ¤ssige Diskriminierung wÃ¼rde so gerade nicht beseitigt. Eine "frankenmÃ¤ssige ÃberfÃ¼hrung" von bisher diskriminierten Arbeitnehmerinnen qualifizierte das Gericht deshalb als ihrerseits diskriminierend (BGE 124 I 223 E. 2e, 131 II 393 E. 8 S. 412, [je mit Hinweisen]).</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.2 </b>Im Rahmen der kantonalen Besoldungsrevision von 1991 hatte sich das Verwaltungsgericht eingehend mit einer Etappierung der gemÃ¤ss Revision vorgesehenen LohnerhÃ¶hungen zu befassen. Da die finanziellen Mittel fÃ¼r einen Vollzug der geplanten Besoldungsrevision in einem Schritt nicht vorhanden waren, war eine Etappierung sachlich begrÃ¼ndet und als solche nicht diskriminierend. Das Gericht ging davon aus, dass eine Diskriminierung der AngehÃ¶rigen eines weiblich identifizierten Berufs erst anzunehmen sei, wenn die Etappierung unsachlich wÃ¤re bzw. wenn die VerzÃ¶gerung der Aufholbewegung nur oder fast ausschliesslich weiblich identifizierte Funktionen betreffen wÃ¼rde. Diese Voraussetzung war seinerzeit nicht erfÃ¼llt, da auch nicht weiblich identifizierte Berufe im Ausmass Ã¤hnliche Aufholbewegungen zu verzeichnen hatten (VGr, 22. Januar 2001, VK.96.000111, E. 13.c, www.vgrzh.ch). </p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.3 </b>Zusammengefasst erweist sich demnach eine ÃberfÃ¼hrung in ein neues Lohnsystem bzw. in eine hÃ¶here Lohnklasse als diskriminierend, wenn die ÃberfÃ¼hrung mit KÃ¼rzungen, etwa bei der angerechneten Erfahrung, operiert, die in erster Linie typische Frauenberufe treffen, oder wenn wegen der KÃ¼rzungen eine frÃ¼here Diskriminierung aufrecht erhalten bleibt.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Nachdem im Zuge der vorliegenden Besoldungsrevision verschiedene, auch mÃ¤nnlich oder neutral geprÃ¤gte Berufe von KÃ¼rzungsmassnahmen betroffen waren, liegt allein darin, dass insgesamt mehr Frauen betroffen sind, noch keine Diskriminierung. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird als AngehÃ¶rige eines typischen Frauenberufs mit echtem Aufholbedarf von den KÃ¼rzungsmassnahmen jedoch Ã¼bermÃ¤ssig hart getroffen: Die Beschwerdegegnerin hat die Differenz zwischen bisherigem und ermitteltem Lohn fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin um rund 12,5 % auf 2,55 % gekÃ¼rzt. Wie gesehen, hat das Verwaltungsgericht den stÃ¤dtischen Kundenberatern und -beraterinnen LohnerhÃ¶hungen in der GrÃ¶ssenordnung von 5 % zugestanden, soweit der gemÃ¤ss neuem Besoldungssystem ermittelte Lohn in diesem oder noch grÃ¶sserem Umfang vom bisherigen Lohn abgewichen war (vgl. vorn 2.3). Es ist offensichtlich, dass dies auf die Lohnfestsetzung bei den Hortleiterinnen und Hortleitern Auswirkungen haben muss und ihnen deshalb zumindest dieselbe LohnerhÃ¶hung zusteht. Indes ist zusÃ¤tzlich zu beachten, dass es sich bei der Funktion Hortleitung unbestrittenermassen um einen Beruf mit echtem Aufholbedarf handelt. Da zu den Berufen mit echtem Aufholbedarf vorwiegend weiblich identifizierte Funktionen zÃ¤hlen, wÃ¼rde sich selbst deren Gleichstellung mit unechten Aufholern, d.h. die generelle BeschrÃ¤nkung der Lohnanhebung auf rund 5 %, diskriminierend auswirken. Dies gilt um so mehr fÃ¼r die der BeschwerdefÃ¼hrerin erstinstanzlich gewÃ¤hrte LohnerhÃ¶hung von bloss 2,55 %. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht sodann geltend, die vor der Besoldungsrevision bezahlten LÃ¶hne der Hortleiterinnen und -leiter seien diskriminierend gewesen. Dieser Schluss drÃ¤nge sich auf, weil vor allem weiblich identifizierte Funktionen aus dem Gesundheits- und dem Sozialbereich zu den Aufholenden gehÃ¶rten . Die Beschwerdegegnerin stellt einen diskriminatorischen Charakter der frÃ¼heren LÃ¶hne in Abrede. Die Frage kann â wie die nachfolgenden AusfÃ¼hrungen zeigen â offen gelassen werden. </p> <p class="Urteilstext">Falls die Einreihung der Hortleitenden vor der Besoldungsrevision im Vergleich zur Einreihung mÃ¤nnlich oder geschlechtsneutral besetzter Berufe diskriminierend gewesen war, so sind bei der ÃberfÃ¼hrung in erster Linie die dargelegten Leitlinien des Bundesgerichts fÃ¼r die ÃberfÃ¼hrung bisher diskriminierter Berufe zu beachten. Dabei ist offensichtlich, dass die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene ÃberfÃ¼hrung den vom Bundesgericht gestellten Anforderungen nicht genÃ¼gt; die LohnerhÃ¶hung von 2,55 % bewegte sich vielmehr in einem Bereich, wo von einer unzulÃ¤ssigen "frankenmÃ¤ssigen ÃberfÃ¼hrung" gesprochen werden muss. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.3 </b>Als Zwischenergebnis steht somit fest, dass die von der Beschwerdegegnerin gewÃ¤hlte ÃberfÃ¼hrung der BeschwerdefÃ¼hrerin mit einer LohnerhÃ¶hung von 2,55 statt rund 15 % diskriminierend war. Diese fast vollstÃ¤ndige KÃ¼rzung wirkte sich bei den Hortleitenden, die einen weiblich besetzten Beruf mit grossem Aufholbedarf ausÃ¼ben, stÃ¤rker aus als bei mÃ¤nnlich oder neutral besetzten Berufen mit weniger echtem Aufholbedarf. Zudem wÃ¤re die annÃ¤hernd frankenmÃ¤ssige ÃberfÃ¼hrung durch die Beschwerdegegnerin unzulÃ¤ssig, wenn die frÃ¼here Einreihung der Hortleitenden diskriminierend gewesen sein sollte.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Bei diesem Zwischenergebnis ist es im Verlauf des Verfahrens allerdings nicht geblieben. In Korrektur der erstinstanzlichen ÃberfÃ¼hrung setzte der Bezirksrat die anrechenbare nutzbare Erfahrung auf 4 Jahre fest, was gegenÃ¼ber dem SalÃ¤r vor der Besoldungsrevision zu einem um 10,05 % hÃ¶heren Lohn fÃ¼hrte.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.5.1 </b>Von einer ÃberfÃ¼hrung, die keinen oder kaum einen Einfluss auf das SalÃ¤r der BeschwerdefÃ¼hrerin gehabt hÃ¤tte, kann deshalb keine Rede mehr sein. Eine LohnerhÃ¶hung dieses Ausmasses entspricht im aktuellen stÃ¤dtischen Lohnsystem ungefÃ¤hr der Anhebung um einer Klasse (Funktionsstufe) und â zum Vergleich â im kantonalen System annÃ¤hernd der Anhebung um zwei Besoldungsklassen (vgl. Anhang 2 zur Vollzugsverordnung zum Personalgesetz vom 19. Mai 1999, LS 177.111). Es ist nicht glaubhaft, dass eine allfÃ¤llige frÃ¼here Diskriminierung frankenmÃ¤ssig relevant mehr als 10 % ausgemacht hÃ¤tte. Unter diesem Aspekt ist es dementsprechend auch nicht glaubhaft, dass die vom Bezirksrat festgelegte ÃberfÃ¼hrung mit einem Lohnanstieg von 10,05 % diskriminierend ist.</p> <p class="Urteilstext">Die aufgrund des neuen Besoldungssystems ermittelten LohnerhÃ¶hungen waren denn auch individuell sehr unterschiedlich ausgefallen, und zwar selbst innerhalb einer bestimmten Berufsgruppe. Diese Unterschiede sind, wenn wie vorliegend ein neues Besoldungssystem eingefÃ¼hrt wird, nicht nur von der ÃberfÃ¼hrung in die neue Funktionsstufe als Besoldungsklasse, sondern auch massgeblich von der anrechenbaren Erfahrung, dem Berechnungs­system und somit auch von den persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnissen der Angestellten abhÃ¤ngig. </p> <p class="Urteilstext">Es kann zwar nicht gÃ¤nzlich ausgeschlossen werden, dass ein Gutachten Ã¼ber die Arbeitswerte vor der Besoldungsrevision â wie dies insbesondere die BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt â zum Ergebnis gelangen wÃ¼rde, die Funktion Hortleitung sei damals sogar um leicht mehr als um 10 % unterbezahlt gewesen. Indes ist zu beachten, dass bei der Arbeitswertermittlung stets ein nicht unerheblicher Spielraum vorhanden ist und es letztlich keinen festen Wert gibt, der fÃ¼r sich allein GÃ¼ltigkeit haben kann. Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft denn auch nur, ob eine Bewertung vertretbar ist oder den Rahmen des verwaltungsinternen Beurteilungsspielraums sprengt (vgl. etwa VGr, 22. Januar 2001, VK.1996.00011, E. 9b/ee und c, www.vgrzh.ch). Damit bewegt sich das Gericht im Rahmen seiner gesetzlichen ÃberprÃ¼fungsbefugnis, welche gemÃ¤ss § 50 Abs. 2 VRG die Rechtskontrolle, nicht jedoch die ErmessensÃ¼berprÃ¼fung vorsieht; eine ausnahmsweise Befugnis zur ErmessensÃ¼berprÃ¼fung (§ 50 Abs. 3 VRG) lÃ¤sst sich auch aus dem Gleichstellungsgesetz nicht herleiten (BGE 125 II 385 E. 5d; VGr, 18. Dezember 2002, PK.2000.00004, E. 2b, www.vgrzh.ch). BerÃ¼cksichtigt das Gericht vorliegend also das Ermessen, dass den Vorinstanzen zusteht, insbesondere den erheblichen Spielraum bei der Wahl eines ÃberfÃ¼hrungssystems von einem alten in ein neues GefÃ¼ge, sowie den finanziellen Rahmen und die Schwierigkeiten der Koordination der verschiedenen Kategorien von Aufholern oder BesitzstÃ¤ndern (vgl. etwa VGr, 22. Januar 2001, VK.1996.00011, E. 13c am Ende, www.vgrzh.ch), so erscheint die vom Bezirksrat gewÃ¤hlte LÃ¶sung mit einer LohnerhÃ¶hung um 10 % als vertretbar. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.5.2 </b>Bei diesem Ergebnis kann die BeschwerdefÃ¼hrerin auch nichts Entscheidendes daraus ableiten, dass der StRB Nr. 828 KÃ¼rzungsmassnahmen nur fÃ¼r Ãberleitungsergebnisse vorsieht, die "in dieser Form nicht beabsichtigt" waren. Zwar kann daraus gefolgert werden, dass die Beseitigung diskriminierender LÃ¶hne grundsÃ¤tzlich nicht abgeschwÃ¤cht werden soll; hingegen schliesst der Stadtratsbeschluss auch im Bereich aufholender Berufe die KÃ¼rzung bzw. Etappierung individuell stark ausgefallener Lohnanstiege nicht aus. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.5.3 </b>Vertretbar ist das Ergebnis der vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen, also die Lohnanhebung um rund 10 %, auch im Vergleich zum Besoldungsanstieg um rund 5 %, wie sie der im Bereich der Kundenberatung, einem mÃ¤nnlich/neutral besetzten Beruf ohne echten Aufholbedarf, gewÃ¤hrt wurde. Wohl wÃ¤re im Rahmen des Ermessens eine noch etwas stÃ¤rkere Differenzierung ebenfalls denkbar gewesen; zur Beseitigung der Diskriminierung â wie sie die LohnerhÃ¶hung bei der BeschwerdefÃ¼hrerin um bloss 2,55 % dargestellt hatte â reicht die Anhebung um 10 % aber aus. Immerhin sei angemerkt, dass fÃ¼r die Funktion der Hortleitung â soweit die Differenz zwischen bisherigem Lohn und ermittelten Lohn mindestens 10 % betrÃ¤gt â ein Lohnanstieg von unter als 10 % als diskriminierend zu gelten hÃ¤tte. Tiefere Werte wÃ¼rde der LohnerhÃ¶hung fÃ¼r die Kundenberater und -beraterinnen, welche nicht zu den echten Aufholern gezÃ¤hlten hatten, zu nahe kommen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.6 </b>Der angefochtene Entscheid der Vorinstanz erweist sich somit im Ergebnis als vertretbar. Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">FÃ¼r das Beschwerdeverfahren sind gemÃ¤ss Art. 13 Abs. 5 GlG keine Kosten zu erheben (vgl. auch § 80b VRG). </p> <p class="Urteilstext">Anspruch auf eine ParteientschÃ¤digung hat die obsiegende Partei (§ 17 Abs. 2 VRG). Somit entfÃ¤llt ein EntschÃ¤digungsanspruch der BeschwerdefÃ¼hrerin. </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>