<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">IV.2004.00945</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <font size="4">II. Kammer</font><br/> <font size="4">Sozialversicherungsrichter Meyer als Einzelrichter</font> <p><font size="4">Gerichtssekretärin Steck</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Verfügung vom 25. Januar 2005</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4">A.___</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdeführer</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">vertreten durch Willi Gutknecht</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Ombudsstelle Hörprobleme</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Weiherstrasse 8, 5035 Unterentfelden</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA)</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1. Mit Verfügung vom 14. Juni 2004 sprach die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, B.___, geboren 1969, die Übernahme der Kosten für eine erfolglose Hörgeräte-Anpassung von Fr. 653.10 (inkl. MWSt) zu (Urk. 6/4/3 = 6/5).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Am 23. Juni 2004 (Urk. 6/4/2) erhob die A.___, ___, Einsprache gegen die Verfügung vom 14. Juni 2004 (Urk. 6/4/3). Diese wurde von der IV-Stelle mit Einspracheentscheid vom 9. November 2004 (Urk. 6/1 = Urk. 2) abgewiesen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Gegen den Einspracheentscheid vom 9. November 2004 (Urk. 2) erhob die A.___, nunmehr vertreten durch Willi Gutknecht, Ombudsstelle für Menschen mit Hörproblemen, Unterentfelden, mit Eingabe vom 7. Dezember 2004 Beschwerde bei der IV-Stelle und beantragte die Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids und die Übernahme der Kosten für das abgegebene Hörgerät in Höhe von Fr. 1'377.95 (Urk. 1 S. 1). Am 20. Dezember 2004 überwies die IV-Stelle die Beschwerde an das Gericht und stellte in ihrer gleichentags ergangenen Beschwerdeantwort Antrag auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2. Im vorliegenden Fall geht es um eine Abrechnungsstreitigkeit zwischen der Durchführungsstelle und der IV-Stelle.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2.1 Die Zusammenarbeit zwischen den Leistungserbringern und den Versicherern betreffend Hörgeräteabgabe richtet sich nach dem Tarifvertrag vom 31. Dezember 2001 (Urk. 11). In der Invalidenversicherung - im Gegensatz zur Militär- und Unfallversicherung - wurden für die Zusammenarbeit zwischen der IV/AHV und den Leistungserbringern Einzelverträge abgeschlossen (vgl. Urk. 14 S. 1). Gestützt auf Art. 9 des Tarifvertrages wurde zwischen den Vereinigungen und den Versicherern sowie im Einvernehmen mit der Invalidenversicherung die Vereinbarung über die Paritätische Vertrauenskommission (PVK) vom 31. Dezember 2001 getroffen, die am 1. Januar 2002 in Kraft getreten ist (Urk. 9). Gemäss Ziff. 1 dieser Vereinbarung wird als vertragliche Schlichtungsinstanz eine für alle Kantone zuständige Paritätische Vertrauenskommission (PVK) bestellt, die gemäss Ziffer 2.1 als vorschiedsgerichtliche Schlichtungsinstanz für sämtliche Meinungsverschiedenheiten amtet, welche sich aus der Anwendung des Tarifvertrages mit den Vereinigungen und Vertragslieferanten ergeben. Kommt im vorschiedgerichtlichen Schlichtungsverfahren keine Einigung zustande, ist die Anrufung des zuständigen Schiedsgerichts möglich (vgl. Ziffer 6.4 der Vereinbarung).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Diese vertragliche Schiedsgerichtsregelung entspricht Art. 27</font><sup><font face="RotisSerif" size="4">bis</font></sup><font face="RotisSerif" size="4"> Abs. 1 und 5 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG), wonach Streitigkeiten zwischen der Versicherung und Leistungserbringern durch Schiedsgerichte entschieden werden und die Streitsache vor der schiedsgerichtlichen Behandlung einer vertraglich eingesetzten Vermittlungsinstanz unterbreitet werden kann. Die IV-Stelle hat demnach zu Unrecht über die Sache verfügt.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2.2 Daraus folgt, dass das hiesige Gericht für die Behandlung der Streitsache nicht zuständig ist und auf die vorliegende Beschwerde nicht eingetreten werden kann. Daran ändert nichts, dass im angefochtenen Einspracheentscheid eine unzutreffende Rechtsmittelbelehrung angebracht wurde. Die IV-Stelle hat die Sache dem Sekretariat der PVK AKUSTIKA/HZV/IV/MTK/MV bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Luzern, zu überweisen (vgl. Urk. 7).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2.3 Die Verfügung vom 14. Juni 2004 und der Einspracheentscheid vom 9. November 2004 sind deshalb aufzuheben und die Sache ist zuständigkeitshalber nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Nichteintretensentscheids an die IV-Stelle zur Weiterleitung an die genannte Stelle zu überweisen.</font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Der Einzelrichter verfügt:</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. Die Verfügung vom 14. Juni 2004 und der Einspracheentscheid der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 9. November 2004 werden aufgehoben. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Nach Eintritt der Rechtskraft werden die Akten an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zur Weiterleitung an das Sekretariat der PVK AKUSTIKA/ HZV-IV/MTK/MV bei der SUVA in Luzern überwiesen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Das Verfahren ist kostenlos.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Willi Gutknecht, unter Beilage einer Kopie von Urk. 5</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage einer Kopie von Urk. 9 und Urk. 11</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Bundesamt für Sozialversicherung</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Eidgenössischen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die beschwerdeführende Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).</font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p></div></body></html>