<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PK.2002.00004</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106813&amp;W10_KEY=4467146&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PK.2002.00004</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 26.09.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Forderung aus dem öffentlichrechtlichen Arbeitsverhältnis</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Die Klägerin fordert aus einem im gegenseitigen Einvernehmen mit Freistellung aufgelösten Arbeitsverhältnis die Nachzahlung von 28 Tagen Lohn, da sie während der Kündigungsfrist krank gewesen sei. Der Bezirksrat hat die Sache dem Verwaltungsgericht als Klage überwiesen.<br/>Abgrenzung zwischen verfügten und vertraglichen Arbeitsverhältnissen sowie zwischen Klage- und Anfechtungsverfahren. Anwendung der in PK.2002.00003 verfeinerten Abgrenzungskriterien (E. 2).<br/>Das vorliegende Arbeitsverhältnis ist als verfügte Anstellung zu qualifizieren (E. 3a).<br/>Das einschlägige kommunale Personalrecht verweist nicht auf den Klageweg (E. 3b).<br/>Am Charakter des verfügten Dienstverhältnisses ändert sich nichts, wenn sich die Parteien über dessen Aufhebung und die Aufhebungsmodalitäten geeinigt haben (E. 3c).<br/>Überweisung der Sache an den Bezirksrat zur Behandlung als Rekurs (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANFECHTUNGSVERFAHREN">ANFECHTUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFHEBUNG">AUFHEBUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES">BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREISTELLUNG">FREISTELLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KLAGEVERFAHREN">KLAGEVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PERSONALBESCHWERDE">PERSONALBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PERSONALKLAGE">PERSONALKLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Personalrechtliche Streitigkeiten ST: PERSONALRECHTLICHE BESCHWERDE">PERSONALRECHTLICHE BESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Personalrechtliche Streitigkeiten ST: PERSONALRECHTLICHE KLAGE">PERSONALRECHTLICHE KLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃBERWEISUNG">ÃBERWEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERFÃGTES DIENSTVERHÃLTNIS">VERFÃGTES DIENSTVERHÃLTNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAGLICHE AUFHEBUNG">VERTRAGLICHE AUFHEBUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAGLICHES DIENSTVERHÃLTNIS">VERTRAGLICHES DIENSTVERHÃLTNIS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 12 lit. II PG</span><br/><span class="ungerade">§ 5 lit. II PV</span><br/><span class="gerade">§ 56 Abs. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 74 lit. I VRG</span><br/><span class="gerade">§ 79 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2002 Nr. 26 S. 83</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A, geboren am 29. MÃ¤rz 1955, wurde mit "Anstellungsvertrag" vom 23. Januar 1997 als Sachbearbeiterin mit Schwerpunkt EDV-Arbeiten im Altersheim K, in X, mit einem Arbeitspensum von 50 % eingestellt. Das AnstellungsverhÃ¤ltnis wurde durch die Besoldungs-Verordnung der Gemeinde X in der Fassung vom 14. Dezember 1992 geregelt. Nach kontinuierlicher Steigerung ihres Arbeitspensums (ab 1. Januar 1998: 70 %, ab MÃ¤rz 1999: 80 %) arbeitete A ab 1. Januar 2000 zu 100 %. Seit 1. Januar 1999 war sie Stellvertreterin des damaligen Heimleiters und erhielt nach dem Wechsel des Heimleiters am 1. Juni 2000 die Zeichnungsberechtigung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 24. April 2001 kÃ¼ndigte A das ArbeitsverhÃ¤ltnis unter Einhaltung der vereinbar­ten KÃ¼ndigungsfrist von 3 Monaten per 31. Juli 2001. Da fÃ¼r sie kein Ersatz gefunden werden konnte, zog sie auf Betreiben des Heimleiters ihre KÃ¼ndigung zurÃ¼ck unter der Be­dingung, dass ihr der seit 6. Juli 2001 bezogene unbezahlte Urlaub wie vorgesehen bis Ende Dezember 2001 gewÃ¤hrt wÃ¼rde, was das Altersheim K bewilligte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Einen Teil der Arbeit von A Ã¼bernahm in der Folge ein TreuhandbÃ¼ro. Dabei soll sich gezeigt haben, dass sie die fachlichen Anforderungen, welche das Altersheim K an eine Alleinbuchhalterin stellte, nicht erfÃ¼llte. Eine fortdauernde Anstel­lung in derselben Position und mit dem entsprechenden SalÃ¤r kam fÃ¼r das Altersheim K daher nicht mehr in Frage, weshalb es eine ÃnderungskÃ¼ndigung auf Ende MÃ¤rz 2002 ins Auge fasste. Nach einem GesprÃ¤ch mit dem Heimleiter vom 30. Okto­ber 2001 lehnte A ein zweites GesprÃ¤ch am 13. November 2001 ab. Gleichentags verfasste sie ein Schreiben an sÃ¤mtliche Mitglieder der Altersheimkommis­sion X, worin sie sich Ã¼ber die ihr zugekommene Behandlung be­schwerte, auf dem bestehenden Arbeitsvertrag beharrte und VorschlÃ¤ge machte, um die "leidige Angelegenheit auf mehr oder weniger saubere Art" zu beenden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Entsprechend dem von A favorisierten Vorschlag beschloss die Altersheimkommission der Gemeinde X am 10. Dezember 2001, A nach ihrem unbe­zahlten Urlaub vom 1. Ja­nuar 2002 bis 31. MÃ¤rz 2002 freizustellen und ihr bis dahin den bisherigen Monatslohn (inkl. Anteil des 13. Monatslohns) zu bezahlen. Im Gegenzug galt das "VertragsverhÃ¤ltnis" per 31. MÃ¤rz 2002 als aufgelÃ¶st, unter Abgeltung sÃ¤mtlicher AnsprÃ¼che zwischen den "Ver­tragspartnern". Am 12. Dezember 2001 teilte die Heim­kommission A ihren Beschluss vom 10. Dezember 2001 mit und bat da­rum, die entsprechende (AuflÃ¶sungs-)Vereinbarung zu unterzeichnen, was A am 17. Dezember 2001 tat. Am 29. Januar 2001 (recte: 2002) teil­te A dem Altersheim K mit, dass sie seit dem 24. Dezember 2001 arbeitsunfÃ¤hig sei und An­­spruch auf eine Lohnfortzahlung von 28 Tagen habe. Das Altersheim K lehnte am 21. Fe­­bruar â unter Hinweis auf die gegenseitige AuflÃ¶sung des VertragsverhÃ¤ltnisses â eine Lohn­fortzahlung fÃ¼r den April 2002 ab. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Schreiben vom 25. Februar 2002 wandte sich A an den Bezirksrat mit der Anfrage, ob sie Anspruch auf eine (zusÃ¤tzliche) Lohnzahlung fÃ¼r die Dauer ihrer Arbeitsun­fÃ¤higkeit habe, was der Bezirksrat als Antrag auf Auszahlung des Lohnes fÃ¼r den Monat April behandelte. Am 11. MÃ¤rz 2002 liess sich die Altersheimkommission X vernehmen. Un­aufgefordert reichte A eine Replik vom 18. MÃ¤rz 2002 zur Vernehmlassung der Gemein­de X ein. Mit Beschluss vom 10. Juli 2002 trat der Bezirksrat auf den Rekurs von A nicht ein, weil er von einem vertraglich begrÃ¼ndeten DienstverhÃ¤ltnis ausging, woraus AnsprÃ¼che nur Ã¼ber eine Klage beim Verwaltungsgericht geltend gemacht werden kÃ¶nnten. In der Folge Ã¼berwies der Bezirksrat die Sache an das Verwaltungsgericht zur weiteren Behand­lung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft seine ZustÃ¤ndigkeit von Amtes wegen (§§ 70 und 80c in Verbindung mit § 5 Abs. 1 VRG). Laut § 79 VRG beurteilt es im personalrecht­li­chen Klageverfahren als einzige Instanz vermÃ¶gensrechtliche Streitigkeiten aus dem Dienst­verhÃ¤ltnis zwischen Angestellten und KÃ¶rperschaften des Ã¶ffentlichen Rechts, soweit nicht das (personalrechtliche) Beschwerde- oder Disziplinarrekursverfahren offensteht. Das Klageverfahren ist somit nur angezeigt, wenn eine Streitigkeit nicht im Anfechtungsverfahren ausgetragen werden kann (z.B. RB 1998 Nr. 45; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/ Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 74-80d N. 8, § 79 N. 1). Es gilt deshalb zunÃ¤chst zu prÃ¼fen, ob im vorliegenden Fall die Voraussetzungen des Personalklageverfahrens erfÃ¼llt sind. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Kraft § 38 Abs. 1 und 2 VRG behandelt das Verwaltungsgericht JustizgeschÃ¤fte, deren Streitwert Fr. 20'000.- Ã¼bersteigt, in Kammerbesetzung. Vorliegend steht nach den Aus­fÃ¼hrungen des Bezirksrates einzig der Lohn fÃ¼r den Monat April 2002 in Frage, wes­halb der Streitwert von Fr. 20'000.- eindeutig nicht erreicht wird und der Einzelrichter Ã¼ber die Sache zu befinden hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Im personalrechtlichen Klageverfahren werden gemÃ¤ss § 80a Abs. 2 Satz 2 VRG nach Abschluss des ersten Schriftenwechsels die Parteien zu einer mÃ¼ndlichen Verhandlung vorgeladen. Auf eine solche und andere Weiterungen kann nach der gemÃ¤ss § 80c VRG auch fÃ¼r das Klageverfahren geltenden Regel von § 56 Abs. 2 VRG verzichtet werden, wenn, wie zu zeigen sein wird, auf das Rechtsbegehren nicht eingetreten werden kann (vgl. auch RB 1998 Nr. 47).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Um die Frage zu klÃ¤ren, ob auf die vorliegende Klage eingetreten werden kann, sind verschiedene Aspekte zu beachten. ZunÃ¤chst muss verdeutlicht werden, fÃ¼r welche Ar­­ten von AnstellungsverhÃ¤ltnissen die Klage gemÃ¤ss § 79 VRG konzipiert worden ist. Wei­­ter ist auch das VerhÃ¤ltnis des Rechtsschutzes gemÃ¤ss Verwaltungsrechtspflegegesetz zum Personalrecht der Gemeinden bzw. der ZweckverbÃ¤nde im Sinne von § 7 des Gemein-degesetzes vom 6. Juni 1926 (GemeindeG) zu beleuchten. Das Verwaltungsgericht hatte kÃ¼rzlich die Gelegenheit, sich dazu ausfÃ¼hrlich in einem wegweisenden Entscheid zu Ã¤us­sern (VGr, 14. August 2002, PK.2002.00003, E. 2, www.vgrzh.ch/rechtsprechung):</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) ArbeitsverhÃ¤ltnisse des Ã¶ffentlichen Dienstes sind der Aushandlung in der Regel weniger zugÃ¤nglich als private ArbeitsverhÃ¤ltnisse, weil die Verwaltung nach Massgabe des LegalitÃ¤tsprinzips tÃ¤tig zu sein hat und die Rechte und Pflichten der Staatsangestellten zum grossen Teil normativ festgelegt werden. Die wesentlichen Anstellungsbedingungen werden meist durch Gesetz und Verordnung umschrieben, sind in der Regel gar bereits in generell-abstrakter Weise vorformuliert und bleiben der vertraglichen Disposition damit weit­gehend entzogen. Aus diesen GrÃ¼nden entschied sich der kantonale Gesetzgeber dafÃ¼r, dass die ArbeitsverhÃ¤ltnisse grundsÃ¤tzlich durch VerfÃ¼gung zu begrÃ¼nden sind (Fritz Lang, Das ZÃ¼rcher Personalgesetz vom 27. September 1998, in: Peter Helbling/Tomas Poledna [Hrsg.], Personalrecht des Ã¶ffentlichen Dienstes, Bern 1999, S. 49 ff., 64 f.). Nur in besonderen FÃ¤llen kÃ¶nnen sie vertraglich begrÃ¼ndet werden (§ 12 Abs. 2 des Personalgesetzes vom 27. September 1998 [PG]; siehe die restriktive AufzÃ¤hlung dieser FÃ¤lle in § 5 Abs. 1 der Personalverordnung vom 16. Dezember 1998 [PV]).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Vorformulierung der Anstellungsbedingungen in generell-abstrakter Weise schliesst grundsÃ¤tzlich weder die BerÃ¼cksichtigung von Leistungselementen noch die Beachtung der MarktÃ¼blichkeit der EntlÃ¶hnung aus (Christoph Meyer/Thomas MÃ¼ller-Tschu­mi, MarktlÃ¶hne im Ã¶ffentlichen Personalrecht, ZBl 102/2001, S. 249 ff., 264; Paul Richli, Ãffentliches Dienstrecht im Zeichen des New Public Management, Bern 1996, S. 36). Auch bei ArbeitsverhÃ¤ltnissen, die durch eine mitwirkungsbedÃ¼rftige VerfÃ¼gung begrÃ¼ndet werden, kÃ¶nnen Fragen, die nicht generell-abstrakt und verbindlich normiert bzw. ihrer Na­tur nach nur schwer durch VerfÃ¼gung festlegbar sind, durch ergÃ¤nzende Parteivereinbarung zwischen dem staatlichen Arbeitgeber und der anzustellenden Privatperson geregelt werden </span></p> <p class="Einzug1"><span>(RB 1983 Nr. 29 = ZBl 85/1984 S. 63 ff. = ZR 83/1984 Nr. 43 = Peter HÃ¤nni, das Ã¶ffentliche Dienstrecht der Schweiz, ZÃ¼rich 2002, S. 30 ff.; siehe auch Andreas Keiser, Das neue Personalrecht â eine Herausforderung fÃ¼r die ZÃ¼rcher Gemeinden, ZBl 102/2001, S. 561 ff., 566).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Da sich die Revision des personalrechtlichen Rechtsschutzes am Konzept des kantonalen Personalgesetzes orientierte (vgl. ABl 1995 II 1540; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 74-80d N. 2) und dieses vorsieht, dass die ArbeitsverhÃ¤ltnisse mit dem Kanton und seinen unselbstÃ¤ndigen Anstalten Ã¶ffentlichrechtlich sind und mit wenigen Ausnahmen durch VerfÃ¼gung begrÃ¼ndet werden (§§ 1, 7, 12 Abs. 1 PG), bildete das Anfechtungsverfah­­ren die Regel, das Klageverfahren gemÃ¤ss § 79 VRG dagegen die Ausnahme (vgl. dazu auch die Weisung des Regierungsrates, ABl 1995 II 1541 f). Mehrfach wurde diese PrÃ¤ferenz des Anfechtungsverfahrens auch damit begrÃ¼ndet, dass es einen einfachen und raschen Rechtsschutz zu gewÃ¤hren vermÃ¶ge. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Trotz dieser Bevorzugung des Anfechtungsverfahrens darf nicht Ã¼bersehen werden, dass das kantonale Rechtsschutzsystem in Personalsachen auch das Klageverfahren vorsieht. Das Verwaltungsgericht fÃ¼hrte in seiner publizierten Praxis dazu aus, dass das Klage­verfahren die Parteien entsprechend ihrer Stellung als <i>gleichgestellte </i>Vertragspartner auf die­­selbe Ebene stelle (RB 2000 Nr. 31). Anders als das Anfechtungsverfahren verleihe es dem Gemeinwesen nicht das Recht, seine Prozesssituation durch den Erlass einer VerfÃ¼gung zu verbessern. Es treffe zwar zu, dass die Unterscheidung zwischen zustimmungsbedÃ¼rftiger VerfÃ¼gung und Vertrag mitunter MÃ¼he bereite, so dass Unklarheiten entstehen kÃ¶nnten, ob durch den Erlass einer VerfÃ¼gung das Anfechtungsverfahren zu Ã¶ffnen oder aber eine Streitigkeit im Klageverfahren auszutragen sei. Trotz dieser Unsicherheit kÃ¶nne aber nicht grundsÃ¤tzlich gesagt werden, dass das Klageverfahren dem mit der Gesetzesrevision angestrebten Ziel grundlegend widerspreche, fÃ¼r Streitigkeiten aus dem DienstverhÃ¤ltnis einen einfachen und raschen Rechtsschutz zu gewÃ¤hrleisten. Ganz allgemein sehe das Verwaltungsrechtspflegegesetz fÃ¼r Streitigkeiten aus verwaltungsrechtlichen VertrÃ¤gen ja das Klageverfahren vor (§ 82 lit. k VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Um den genannten Abgrenzungsschwierigkeiten und damit den Unsicherheiten in der Wahl des Rechtsweges zu begegnen, muss nach den Kriterien gefragt werden, die â aus der Sicht des anwendbaren kantonalen Verfahrensrechts â eine mÃ¶glichst deutliche Unterscheidung zwischen verfÃ¼gten und vertraglichen AnstellungsverhÃ¤ltnissen zulassen. Das zentrale Kriterium wurde von der bisherigen Rechtsprechung bereits benannt: Sind die Vertragsparteien das BeschÃ¤ftigungsverhÃ¤ltnis als <i>gleichgestellte</i> Vertragspartner eingegan­­gen, so kann dieses AnstellungsverhÃ¤ltnis als vertraglich begrÃ¼ndet gelten. Als gleichgestellt sind die Parteien aber nur dann zu betrachten, wenn beide Seiten beim Eingehen des AnstellungsverhÃ¤ltnisses Ã¼ber einen massgeblichen Handlungsspielraum verfÃ¼gt haben (vgl. Matthias Michel, Beamtenstatus im Wandel. Vom Amtsdauersystem zum Ã¶ffentlich­rechtlichen Gesamtarbeitsvertrag [zitiert: Michel, Beamtenstatus], ZÃ¼rich 1998, S. 230). HÃ¤ufig wird zwar bei der Qualifikation verwaltungsrechtlicher VertrÃ¤ge â unabhÃ¤ngig von der Gestaltungsfreiheit des VertragsverhÃ¤ltnisses durch die Parteien â einzig das Element des Konsenses in den Vordergrund gestellt (vgl. etwa RenÃ© Rhinow, Wohlerworbene und vertragliche Rechte im Ã¶ffentlichen Recht, ZBl 80/1979, S. 1 ff., 13, 21 f.). Zu Ende gedacht fÃ¼hrt ein solcher Ansatz jedoch dazu, dass es so etwas wie eine mitwirkungsbedÃ¼rftige VerfÃ¼gung, mit der nach der traditionellen Ansicht Ã¶ffentlichrechtliche AnstellungsverhÃ¤ltnisse begrÃ¼ndet werden (z.B. Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 716 ff.; Michel, Beamtenstatus, S. 225), gar nicht geben kÃ¶nnte, da ja die Mitwirkung, d.h. Zustimmung der betroffenen privaten Partei, bei dieser Handlungsform ein konstitutives GÃ¼ltigkeitserfordernis darstellt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Neben dem zweifellos erforderlichen Konsens muss deshalb auch nach weiteren â in­haltlichen â Kriterien gefragt werden. Diese ergeben sich aus der inhaltlichen Gestaltungsfrei­­heit: Besteht bezÃ¼glich der inhaltlichen Ausgestaltung ein <i>erheblicher (potentieller) Spiel­­raum</i>, der nicht durch <i>eine vom anstellenden Gemeinwesen als bindend erachteten Ord­nung</i> (bindende Anstellungs- oder Besoldungsvorschriften) eingeengt wird, kÃ¶nnen also <i>we­sentliche Punkte</i> des Vertragsinhaltes von den diesbezÃ¼glich als gleichgestellt zu betrachtenden Parteien <i>verhÃ¤ltnismÃ¤ssig frei gestaltet</i> werden, so kann gegebenenfalls von einem ver­traglich begrÃ¼ndeten AnstellungsverhÃ¤ltnis ausgegangen werden (vgl. etwa AndrÃ© Grisel, TraitÃ© de droit administratif, Vol. I, NeuchÃ¢tel 1984, S. 445 f.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Welche Punkte als wesentlich zu betrachten sind, lÃ¤sst sich etwa aus § 12 Abs. 2 PG und § 5 Abs. 2 PV ableiten. Demnach kann nur in besonderen FÃ¤llen ein AnstellungsverhÃ¤ltnis mit Vertrag begrÃ¼ndet werden, welcher dann hinsichtlich des Lohnes, der Arbeits­zeit, der Ferien oder der Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses vom Gesetz abweichen kann. Als SpezialfÃ¤lle werden in der Personalverordnung die persÃ¶nlichen Mitarbeitenden der Mitglieder des Regierungsrates, Angestellte, deren Lohn durch Drittmittel finanziert wird, und Lehrlinge genannt (§ 5 Abs. 1 PV). Im Ãbrigen ist die vertragliche Anstellung nur ausnahmsweise und nur fÃ¼r Spezialistenfunktionen zulÃ¤ssig, zu deren Besetzung zwingend vom Personalrecht abgewichen werden muss; in diesen FÃ¤llen ist zusÃ¤tzlich die Genehmigung der vorgesetzten Direktion oder des zustÃ¤ndigen obersten kantonalen Gerichts notwendig (§ 5 Abs. 2 PV). Freilich beziehen sich die genannten GrundsÃ¤tze nur auf Angestellte des Kantons und seiner unselbstÃ¤ndigen Anstalten; sie sind aber bei der Auslegung von § 79 VRG zu berÃ¼cksichtigen, da das neue Personalrecht sowie die Revision des personalrechtlichen Rechtsschutzes ja auf einer verwandten Grundkonzeption beruhen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Da auch ein verfÃ¼gtes ArbeitsverhÃ¤ltnis der Zustimmung der anzustellenden Person bedarf, gewisse Punkte auch bei einem verfÃ¼gten ArbeitsverhÃ¤ltnis durch individuelle Vereinbarung geregelt werden kÃ¶nnen und mÃ¼ssen (vorne 2b letzter Absatz) und das Arbeitsrecht â mit Ausnahme weiter Teile des Ã¶ffentlichen Dienstrechts â vom Vertragsdenken geprÃ¤gt ist, finden sich sehr hÃ¤ufig Fehlbezeichnungen von AnstellungsverfÃ¼gungen. Diese werden als "Vertrag", "Anstellungsvertrag" oder "Anstellungsvereinbarung" betitelt, ohne dass die entsprechenden Akte im juristischen Sinn als diese zu qualifizieren wÃ¤ren. Die blosse Bezeichnung eines ArbeitsverhÃ¤ltnisses als Ã¶ffentlichrechtlicher Vertrag ist hÃ¤ufig nicht mehr als ein "personalpolitisches Signal" (Matthias Michel, Ãberblick Ã¼ber die Mo­­dernisierung des Personalrechts in den Kantonen, in: EidgenÃ¶ssisches Personalamt [Hrsg.], Modernisierung im Ã¶ffentlichen Personalrecht, Bern 2000, S. 197 ff., 201). Gelegentlich spielen bei solchen Fehlbezeichnungen auch "psychologische" GrÃ¼nde eine Rolle: Den Mitarbeitenden wird das GefÃ¼hl vermittelt, ernster genommen zu werden (vgl. Richli, S. 56). Diese Fehlbezeichnungen Ã¤ndern an der objektiven Qualifikation eines Anstellungs­verhÃ¤ltnisses jedoch nichts: Ein solches gilt nur dann als vertraglich begrÃ¼ndet, wenn die An­­stellung tatsÃ¤chlich Vertragscharakter im vorne beschriebenen Sinn aufweist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Auf kantonaler Ebene ist die grundsÃ¤tzliche PrÃ¤ferenz von verfÃ¼gten ArbeitsverhÃ¤ltnissen und des Rechtsschutzes im Anfechtungsverfahren auf der Grundlage der vorstehenden AusfÃ¼hrungen klar. Bei den anderen Ã¶ffentlichrechtlichen Arbeitgebern (Gemeinden, ZweckverbÃ¤nden) ist dagegen zu beachten, welchen Rechtsweg eine allfÃ¤llige Personal­ordnung vorsieht. Auf das Klageverfahren als einschlÃ¤giges Rechtsschutzsystem, das im Verwaltungsrechtspflegegesetz die Ausnahme darstellt, darf dabei nur geschlossen werden, wenn die zu beurteilenden ArbeitsverhÃ¤ltnisse einerseits <i>objektiv als vertraglich</i> zu beurtei­len sind und anderseits aus der anwendbaren Ordnung erkennbar ist, dass der <i>Klageweg </i>ein­­geschlagen werden muss.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die kantonalrechtlichen Vorgaben fÃ¼r die Ausgestaltung der Personalordnungen der Gemeinden und der gemeinderechtlichen ZweckverbÃ¤nde beziehen sich in erster Linie da­rauf, dass die AnstellungsverhÃ¤ltnisse des Staats- und Gemeindepersonals dem Ã¶ffentlichen Recht unterworfen sind (Art. 11 Abs. 2 der Kantonsverfassung vom 18. April 1869, § 72 Satz 1 GemeindeG; siehe Keiser, S. 563 ff., auch zum Folgenden). Ansons­ten verfÃ¼gen die Gemeinden bei der Regelung ihres materiellen Personalrechts Ã¼ber weit gehende Autonomie. Sie kÃ¶nnen diese nutzen, indem sie ein vollstÃ¤ndiges eigenes Personalrecht schaffen, nur einige wenige eigene Regelungen erlassen und ansonsten auf das kantonale Personalrecht verweisen oder Ã¼berhaupt auf eigene Bestimmungen verzichten, wodurch das kantonale Personalgesetz und seine AusfÃ¼hrungsbestimmungen sinngemÃ¤ss zur Geltung gelangen (§ 72 Satz 2 GemeindeG; H.R. Thalmann, Kommentar zum ZÃ¼rcher Gemeindegesetz, 3. A., WÃ¤denswil 2000, S. 226 f.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Den Gemeinden und ZweckverbÃ¤nden steht es demnach grundsÃ¤tzlich frei, die AnstellungsverhÃ¤ltnisse generell mit Vertrag und nicht mit VerfÃ¼gung zu begrÃ¼nden, wobei ein solches Vorgehen vorgesehen sein muss oder mindestens durch das anwendbare Recht nicht ausgeschlossen sein darf (Keiser, S. 564). Im Lichte der oben entwickelten GrundsÃ¤tze ist aber nicht bereits dann von vertraglich begrÃ¼ndeten AnstellungsverhÃ¤ltnissen auszugehen, wenn diese von der anwendbaren Personalordnung als solche bezeichnet werden. Massgeblich ist vielmehr, ob das anwendbare Personalrecht Ã¼berhaupt genÃ¼gend potentiellen Gestaltungsspielraum belÃ¤sst, um individualisierte LÃ¶sungen zu treffen, oder ob die Anstellungsbedingungen im anwendbaren Personalrecht als bindend betrachtet werden. Letzteres ist dann zu bejahen, wenn das jeweilige Gemeinwesen von den Regelungen im an­wendbaren Personalrecht nicht wesentlich abweichen darf. Diese Frage lÃ¤sst sich in der Regel durch die Auslegung des anwendbaren Rechts beantworten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Weiter ist zu berÃ¼cksichtigen, ob der anwendbaren Rechtsordnung eine Entscheidung fÃ¼r das Klageverfahren entnommen werden kann. Aufgrund der deutlichen PrÃ¤ferenz des Anfechtungsverfahrens im Verwaltungsrechtspflegegesetz, das auch bei Streitigkeiten aus kommunalen AnstellungsverhÃ¤ltnissen zu Anwendung gelangt (Keiser, S. 563), ist der Klageweg nicht zu vermuten. Dieser Ã¶ffnet sich nur dann, wenn tatsÃ¤chlich ein so erheblicher Gestaltungsspielraum besteht, dass sich die private Partei und das Gemeinwesen als gleichberechtigte Partner gegenÃ¼berstehen, und wenn er zudem im anwendbaren Personalrecht vorgezeichnet ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>g) Nach den bisherigen AusfÃ¼hrungen lÃ¤sst sich zusammenfassen, dass (echte) vertragliche AnstellungsverhÃ¤ltnisse im zÃ¼rcherischen Personalrecht selten anzutreffen sind. Entsprechend dem klar nachweisbaren gesetzgeberischen Willen bildet denn auch die personalrechtliche Klage gemÃ¤ss § 79 VRG die Ausnahme. Damit mÃ¼ssen die Arbeitnehmenden in allen ArbeitsverhÃ¤ltnissen, die nicht im Sinne der genannten Kriterien als vertraglich zu qualifizieren sind und fÃ¼r die zudem nicht der Klageweg vorgezeichnet ist, zunÃ¤chst vom anstellenden Gemeinwesen eine VerfÃ¼gung verlangen, um damit den Anfechtungsweg zu Ã¶ffnen. Bei einem engen VerstÃ¤ndnis des Ã¶ffentlichrechtlichen Vertrages, das nur solche Rechte und Pflichten der vertraglichen Regelung zugÃ¤nglich machen will, die durch VerfÃ¼gung nicht geregelt werden kÃ¶nnen, erscheint es demgegenÃ¼ber folgerichtig, dass immer dann, wenn das Verfahrensrecht auf den Klageweg verweist, die am Vertrag beteiligte BehÃ¶rde nicht verfÃ¼gen darf (Pierre Tschannen/Ulrich Zimmerli/Regina Kiener, Allgemeines Verwaltungsrecht, Bern 2000, S. 239 ff., 242).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Unter BerÃ¼cksichtigung der voranstehenden AusfÃ¼hrungen ergibt sich, wie zu zei­gen sein wird, dass das ArbeitsverhÃ¤ltnis der KlÃ¤gerin mit der Beklagten entgegen der Meinung der Vorinstanz nicht vertraglicher Natur ist:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Wie dargetan, wurde die KlÃ¤gerin mit "Anstellungsvertrag" vom 23. Januar 1997 bei der Beklagten angestellt. Die Bezeichnung dieses Dokuments ("Anstellungs­vertrag") ist fÃ¼r sich allein nicht geeignet, das DienstverhÃ¤ltnis als vertragliches zu qualifizieren (dazu vorn 2e). Ausserdem geht aus dem "Anstellungsvertrag" hervor, dass gerade in wesentlichen Punkten wie Besoldung, Ferienguthaben und KÃ¼ndigungsfrist kein (erheblicher) Spiel­raum fÃ¼r die Parteien in der Gestaltung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses bestand (vgl. § 12 Abs. 2 PG; vorn 2c in fine und 2d). BezÃ¼glich Besoldung wurde vielmehr die Ein­stufung gemÃ¤ss der Besoldungsverordnung der Gemeinde X vom 14. Dezember 1992 (fortan Besoldungs-VO) vorgenommen (Art. 28 Besoldungs-VO), ebenso deren Be­stimmungen bezÃ¼glich Ferien (Art. 36 Besoldungs-VO, der inhaltlich weitgehend mit § 79 der Vollzugsverordnung zum Personalgesetz vom 19. Mai 1999 Ã¼bereinstimmt) und KÃ¼ndigungsfristen berÃ¼cksichtigt (Art. 9 Besoldungs-VO). ZusÃ¤tzlich wurde im "Anstellungsvertrag" vom 23. Januar 1997 generell auf die Regelung des AnstellungsverhÃ¤ltnisses durch die Besoldungs­verordnung der Beklagten hingewiesen, was aufgrund des rudimentÃ¤ren Inhalts des "Anstellungsvertrags" nur bedeuten kann, dass mindestens in den wesentlichen Punkten kein Spielraum fÃ¼r individuelle Vereinbarungen ausserhalb der Besoldungsverordnung be­stand. Demnach muss vorliegend von einem verfÃ¼gten ArbeitsverhÃ¤ltnis aus­gegangen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Darauf weist weiter der Umstand hin, dass die Besoldungsverordnung im Streitfall nicht den Klageweg vorzeichnet. Nach Art. 54 Abs. 2 Besoldungs-VO kann das Personal ge­gen VerfÃ¼gungen und Massnahmen der zustÃ¤ndigen Instanz Einsprache bei der Wahl­be­hÃ¶rde erheben. Dabei ist davon auszugehen, dass die Besoldungsverordnung die Einsprache­mÃ¶g­lich­keit nach § 115a Abs. 3 GemeindeG erÃ¶ffnen wollte, wogegen an­schlies­send die MÃ¶g­lich­keit des Rekurses an den Bezirksrat besteht (H. R. Thalmann, Kom­mentar zum ZÃ¼rcher Gemeindegesetz, 3. A., WÃ¤denswil 2000, § 115 N. 4.1, § 57 N. 7.2; KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28, N. 13 f.). Gegen einen Rekursentscheid des Bezirksrats ist in der Re­gel die BeschwerdemÃ¶glichkeit an das Verwaltungsgericht ge­geben (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 41 N. 28). Demnach wird auf diese Weise in der Besoldungs­­verordnung klar das Anfechtungsverfahren statuiert.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dasselbe gilt gemÃ¤ss Art. 55 Besoldungs-VO fÃ¼r die vorzeitige Entlassung, die Einstellung im Amt und die Versetzung in das provisorische DienstverhÃ¤ltnis, welche gemÃ¤ss den Bestimmungen des Verwaltungsrechtspflegegesetzes mit Rekurs beim Verwaltungsgericht angefochten werden kÃ¶nnen (§ 76 VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 76 N. 13). Auch damit ist der Klageweg keineswegs vorgezeichnet, der im Bereich des Disziplinarrechts ohne­hin hÃ¶chstens subsidiÃ¤r zur Anwendung gelangt (§ 79 VRG in fine). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Am Charakter des verfÃ¼gten DienstverhÃ¤ltnisses Ã¤ndert sich im Ãbrigen nichts da­durch, dass sich die Parteien vorliegend Ã¼bereinstimmend Ã¼ber dessen AuflÃ¶sung geeinigt haben. Selbst wenn darin ein eigentlicher Aufhebungs<i>vertrag</i> zu erkennen wÃ¤re, was hier weiter nicht abzuklÃ¤ren ist, wÃ¼rde das DienstverhÃ¤ltnis zwischen den Parteien nicht von einem verfÃ¼gten zu einem vertraglichen mutieren. Das kantonale Personalgesetz, das auch nach der Besoldungsverordnung der Beklagten dort sinngemÃ¤ss zur Anwendung gelangt, wo sie keine abweichenden Vorschriften enthÃ¤lt (Art. 70 Besoldungs-VO), sieht in § 23 Abs. 1 ausdrÃ¼cklich vor, dass das ArbeitsverhÃ¤ltnis im gegenseitigen Einvernehmen abweichend von den Bestimmungen des Personalgesetzes beendet werden kann. Da, wie dar­getan, auf kantonaler Ebene die grundsÃ¤tzliche PrÃ¤ferenz von verfÃ¼gten ArbeitsverhÃ¤ltnissen <i>und</i> des Rechtsschutzes im Anfechtungsverfahren klar ersichtlich ist (vorn 2f), kann die MÃ¶glichkeit, das ArbeitsverhÃ¤ltnis im gegenseitigen Einvernehmen zu beenden, keinen Einfluss auf dessen Charakter als verfÃ¼gtes ArbeitsverhÃ¤ltnis haben. Andernfalls ergÃ¤be sich in vielen FÃ¤llen eine Teilung des Rechtsmittelwegs, indem bei einvernehmlich beendeten, grundsÃ¤tzlich aber verfÃ¼gten ArbeitsverhÃ¤ltnissen lediglich die vermÃ¶gensrechtlichen Streitigkeiten aus dem DienstverhÃ¤ltnis mit verwaltungsrechtlicher Klage, andere An­sprÃ¼che hingegen auf dem Anfechtungsweg ausgefochten werden mÃ¼ssten (z.B. bei ÃnderungswÃ¼nschen des Dienstzeugnisses oder der Frage der GÃ¼ltigkeit einer KÃ¼ndigung; KÃ¶lz/ Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 74-80d N. 8, § 74 N. 6, § 79 N. 2), was aus verfahrensrecht­lichen GrÃ¼nden abzulehnen ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Nachdem das ArbeitsverhÃ¤ltnis nicht als vertraglich zu qualifizieren und zudem der Klageweg durch die kommunale Gesetzgebung gerade nicht vorgezeichnet ist, ist die Zu­­stÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts fÃ¼r die Klage nicht gegeben und entsprechend darauf nicht einzutreten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. In Frage steht vorliegend einzig die zusÃ¤tzliche Zahlung des Lohnes an die KlÃ¤gerin fÃ¼r deren angeblich wÃ¤hrend 28 Tagen bestehende, gesundheitlich bedingte ArbeitsunfÃ¤higkeit. Soweit sich eine solche aus den rÃ¼ckdatierten Arztzeugnissen ergeben sollte, was hier nicht weiter zu prÃ¼fen ist, stellte sich immerhin die â hier ebenfalls nicht zu klÃ¤rende â Frage, ob sich die KlÃ¤gerin bei einer im gegenseitigen Einvernehmen erfolgten Auf­lÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses auf ihre ArbeitsunfÃ¤higkeit berufen kann (vgl. dazu beispielsweise BGE 110 II 168). Jedenfalls besteht aber im Schreiben der Beklagten vom 21. Februar 2002 ein Anfechtungsobjekt, wie der Bezirksrat richtig erkannt hat, auch wenn die VerfÃ¼gungsform formell nicht eingehalten wurde. Begriffswesentlich fÃ¼r die VerfÃ¼gung ist das Vorliegen eines von einem TrÃ¤ger der Ã¶ffentlichen Verwaltung erlassenen, ho­heitlichen, rechtsverbindlichen, individuellen, konkreten und das materielle Verwaltungs­recht beschlagenden Ak­tes, derweil die Ã¤ussere Form des Ver­waltungshandelns nicht darÃ¼ber entscheidet, ob ein Akt als VerfÃ¼gung zu qualifizieren ist. Vielmehr ist darauf abzu­stellen, ob eine behÃ¶rdliche Ãusserung die Kriterien einer VerfÃ¼gung erfÃ¼llt. Das ist beim Schreiben der Beklagten vom 21. Februar 2002 der Fall, brach­te diese inhaltlich damit doch klar zum Ausdruck, dass eine weitere finanzielle Leis­tung an die KlÃ¤gerin aus dem ArbeitsverhÃ¤ltnis Ã¼ber die in der Vereinbarung vom 10./17. Dezem­ber 2001 enthaltenen Zahlungen hinaus nicht in Frage komme. Unter diesen Um­stÃ¤nden ist die Eingabe der KlÃ¤gerin als Rekurs gegen das â VerfÃ¼gungs­cha­rakter aufweisende â Schreiben der Beklag­ten vom 21. Februar 2002 zu betrachten, zu des­sen Behand­lung der Bezirksrat zustÃ¤n­dig ist, weshalb die Ãberweisung der Sache zur wei­teren Behandlung dahin zu erfolgen hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Das Verfahren ist kostenlos (§ 80b VRG). EntschÃ¤digungen sind keine zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss verfÃ¼gt der Einzelrichter:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Auf die Klage wird nicht eingetreten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Das Verfahren wird unter Beilage der Akten an den Bezirksrat zur weiteren Behandlung Ã¼berwiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>