<h2>SubmittedText<h2><p>Der Entscheid der SBB, den Schweiz-Italien-Nachtzug "Euro Night Luna" abzuschaffen, ist ein grosser Nachteil für die betroffenen Reisenden (italienisch-schweizerische Familien, Touristinnen und Touristen, Rentnerinnen und Rentner).</p><p>Ist der Bundesrat bereit, bei den SBB zu intervenieren, damit diese ihren Entscheid überdenken und ihrer Kundschaft (die ja auch Steuern zahlt) diese wichtige Dienstleistung weiterhin anbieten?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Seit die SBB 1999 in eine spezialgesetzliche Aktiengesellschaft umgewandelt wurden, kann der Bund nicht mehr unmittelbar in die operativen Belange der SBB eingreifen. Heute gibt der Bund als Eigner der SBB die strategischen Ziele vor. Die Umsetzung dieser Ziele liegt aber in der Kompetenz der SBB. Im Fernverkehr haben die SBB die Vorgabe, eigenwirtschaftlich zu operieren; dazu gehören auch die Züge nach Italien. Zudem liegt die Festlegung des internationalen Personenverkehrsangebotes in der Kompetenz der Bahnen. Die SBB machen für die Einstellung der Nachtzüge nach Italien wirtschaftliche Gründe geltend. Die Nachfrage ist kontinuierlich gesunken. Seit 2002 betrug der Rückgang jährlich 5 Prozent. Das Nachtreiseangebot brachte den SBB jährlich Verluste von 3 Millionen Franken. Ich bedaure, dass die Bahnen offenbar keine andere Lösung gefunden haben. Ich werde das Thema der grenzüberschreitenden Verbindungen demnächst trotzdem mit der SBB-Geschäftsleitung besprechen.</p>