<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2025.00014</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=224776&amp;W10_KEY=13045526&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2025.00014</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 12.03.2025</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Erteilung der Aufenthaltsbewilligung [Nach der Einreise des libanesischen Beschwerdeführers im Rahmen eines Ehegattennachzugs erklärte die Ehefrau, dass ihr Ehewille erloschen sei. Eine entsprechende Trennungsvereinbarung wurde durch beide Ehegatten unterzeichnet. Der Beschwerdeführer ersucht um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung, da er mittlerweile die deutsche Sprache gelernt habe und über eine Arbeitsstelle verfüge.] Kognition des Verwaltungsgerichts (E. 1). Voraussetzungen des Ehegattennachzugs (E. 2.1). Die Ehegatten sind mittlerweile getrennt, weshalb von keiner tatsächlichen Ehegemeinschaft ausgegangen werden kann. Damit verfügt der Beschwerdeführer über keinen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehefrau. Sein Aufenthaltszweck hat sich damit grundsätzlich erfüllt (E. 2.3.1). Die Vorinstanz erwog zutreffend, dass der Beschwerdeführer über keinen Anspruch auf die Ausübung einer Erwerbstätigkeit verfüge, zumal er auch keinen arbeitsmarktlichen Vorentscheid der zuständigen kantonalen Behörde vorweisen könne. Die vorinstanzlichen Erwägungen sind daher nicht zu beanstanden (E. 2.3.2). Darüber hinaus durfte die Vorinstanz im Rahmen ihres pflichtgemässen Ermessens die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung verweigern (E. 2.3.3). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSBEWILLIGUNG">ARBEITSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSVERTRAG">ARBEITSVERTRAG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EHEGATTEN">EHEGATTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EHEWILLE">EHEWILLE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LIBYEN">LIBYEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SPRACHE">SPRACHE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TRENNUNG">TRENNUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 11 AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 40 AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 44 AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 50 AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 13 BV</span><br/><span class="gerade">Art. 8 EMRK</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=70005" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2025.00014</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">12. MÃ¤rz 2025</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei (Vorsitz), Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Viviane Sobotich, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Ivana Drempetic. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A,<b> </b></span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich,</span><b><span> </span></b></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Der 1989 <span>geborene A ist StaatsangehÃ¶riger </span>von Libanon. Er ist dort aufgewachsen, hat studiert und war erwerbstÃ¤tig. Im Rahmen einer Stellvertreterehe verheiratete er sich am 19. Juni 2023 in der Stadt D mit der in der Schweiz aufenthaltsberechtigten syrischen StaatsangehÃ¶rigen B, geboren im Jahr 2001. Am 27. Dezember 2023 ersuchte B um Bewilligung der Einreise fÃ¼r ihren Ehemann. Dieser stellte am 11. MÃ¤rz 2024 bei der Schweizer Vertretung im Libanon ein Konsulargesuch zwecks Familiennachzug. Am 16. Juli 2024 erteilte die Vorinstanz die ErmÃ¤chtigung zur Visaerteilung. <span>A</span> reiste in der Folge am 8. August 2024 in die Schweiz ein und ersuchte am 12. August 2024 um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung.</p> <p class="Urteilstext">Mit Schreiben vom 13. August 2024 setzte B die Vorinstanz sinngemÃ¤ss darÃ¼ber in Kenntnis, dass ihr Ehewille erloschen sei. Sie machte dabei geltend, dass sie nie mit <span>A</span> zusammengewohnt habe und die Ehe nie vollzogen worden sei. Ferner Ã¤usserte sie die Ansicht, dass <span>A</span> sie nur wegen der Aufenthaltsbewilligung geheiratet habe. Beim zustÃ¤ndigen Zivilgericht stellte sie am 2. September 2024 ein Gesuch um Eheschutz bzw. Scheidung. Am 4. September 2024 meldete sie <span>A</span> bei der Einwohnerkontrolle der Stadt Winterthur mit Wegzug nach unbekannt ab. Zu den vorinstanzlichen Trennungsanfragen nahm <span>A</span> mit Schreiben vom 4. Oktober 2024 Stellung und reichte zudem am 27. Oktober 2024 eine persÃ¶nlich verfasste E-Mail ein. Zusammenfassend machte er geltend, dass trotz Trennung sein Ehewille weiter bestehe, er im Libanon alles aufgegeben habe und in die Schweiz gekommen sei, um hier mit seiner Ehefrau zu leben, eine Familie zu grÃ¼nden sowie um hier zu arbeiten. Er habe bereits einen Arbeitsvertrag und ersuche um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung, um seine Ehe und seine Lebenssituation zu stabilisieren.</p> <p class="MsoNormal">Mit VerfÃ¼gung vom 31. Oktober 2024 wies das Migrationsamt das Gesuch vom 12. August 2024 um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt1">Den hiergegen erhobenen Rekurs wies die Sicherheitsdirektion am 12. Dezember 2024 ab.</p> <p class="Urteilstext"><b>III.</b></p> <p class="Urteilstext">Am 15. Januar 2025 erhob A (nachfolgend: der BeschwerdefÃ¼hrer) Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte sinngemÃ¤ss, es sei der Rekursentscheid vom 12. Dezember 2024 aufzuheben und es sei ihm eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. </p> <p class="Urteilstext"><span>Die mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 16. Januar 2025 auferlegte Kaution wurde fristgerecht geleistet. WÃ¤hrend sich das Migrationsamt nicht vernehmen liess, verzichtete die Sicherheitsdirektion auf eine Vernehmlassung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Eingaben vom 17. Januar 2025 sowie 3. Februar 2025 reichte der BeschwerdefÃ¼hrer weitere Unterlagen ein. </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 20 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.1 </b><span>GemÃ¤ss Art. </span>44<span> Abs. 1 lit. aâc AIG kann auslÃ¤ndischen Ehegatten und Kindern unter 18 Jahren von Personen mit Aufenthaltsbewilligung eine Aufenthaltsbewilligung erteilt werden, wenn sie mit diesen zusammenwohnen bzw. zusammenwohnen wollen, eine bedarfsgerechte Wohnung vorhanden ist und sie nicht auf Sozialhilfe angewiesen sind. Zudem dÃ¼rfen keine ErgÃ¤nzungsleistungen bezogen werden (Art. </span>44<span> Abs. 1 lit. d AIG) und kann die Aufenthaltsbewilligung gemÃ¤ss Art. </span>44<span> Abs. 4 AIG neu vom Abschluss einer Integrationsvereinbarung abhÃ¤ngig gemacht werden. Weiter darf der Nachzug nicht rechtsmissbrÃ¤uchlich erscheinen und es dÃ¼rfen keine WiderrufsgrÃ¼nde nach Art. 62 AIG vorliegen (vgl. BGE 137 I 284 E. 2.7 mit Verweis auf die Regelung fÃ¼r Niedergelassene in Art. 51 Abs. 2 AIG). Sofern keine wichtigen familiÃ¤ren GrÃ¼nde fÃ¼r einen nachtrÃ¤glichen Familiennachzug<b> </b>vorliegen, hat der Familiennachzug<b> </b>innert den Nachzugsfristen von Art. 47 AIG zu erfolgen. Nach dem klaren Gesetzes- und Verordnungswortlaut sowie der ratio legis gelten diese Fristen auch fÃ¼r den Ehegattennachzug (BGr, 18. Mai 2015, 2C_914/2014, E. 4.1, vgl. auch BGr, 25. August 2016, 2C_363/2016, E. 2.2).</span></p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.2 </b>Nach AuflÃ¶sung der Ehegemeinschaft besteht der Anspruch des auslÃ¤ndischen Ehegatten auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung weiter, wenn die Ehegemeinschaft in der Schweiz mindestens drei Jahre gedauert hat und die Integrationskriterien nach Art. 58a AIG erfÃ¼llt sind (Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG) oder wenn wichtige persÃ¶nliche GrÃ¼nde einen Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.3 </b>Eine relevante Ehegemeinschaft gemÃ¤ss Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG ist nur gegeben, solange die eheliche Beziehung tatsÃ¤chlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille besteht (BGE 137 II 345 E. 3.1.2; BGr, 7. Juli 2011, 2C_155/2011, E. 3). FÃ¼r die Berechnung der Dreijahresfrist ist ausschliesslich die in der Schweiz in ehelicher Gemeinschaft verbrachte Zeit massgebend (BGE 140 II 345 = Pra 104 [2015] Nr. 75 E. 4.1, 136 II 113 E. 3.3; BGr, 11. Oktober 2011, 2C_430/2011, E. 4.1.1). Die Dreijahresfrist gemÃ¤ss Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG gilt absolut; auch wenn nur einige wenige Tage fehlen, ist die Dauer von drei Jahren nicht erreicht (BGr, 29. April 2021, 2C_297/2021, E. 3.1 â 8. Juni 2020, 2C_301/2020, E. 4.2.1 â 16. Februar 2011, 2C_781/2010, E. 2.1.3; VGr, 22. Juli 2021, VB.2021.00117, E. 2.4).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt vor Verwaltungsgericht zusammengefasst vor, dass es sein sehnlichster Wille gewesen sei, ein inniges Eheleben mit seiner Ehefrau einzugehen und in der Schweiz mit ihr eine Familie zu grÃ¼nden. Er bedauere ihren Entschluss, die Ehe zu beenden. Er kÃ¶nne diesen Entschluss nach wie vor nicht verstehen. Die gegen ihn erhobenen VorwÃ¼rfe belasten ihn erheblich und seien falsch. Vielmehr sei er stets bestrebt gewesen, eine ehrliche und vertrauensvolle Partnerschaft zu pflegen. Die VorwÃ¼rfe seiner Frau bezÃ¼glich angeblicher Kontakte zu anderen Frauen seien vÃ¶llig unbegrÃ¼ndet und ihre Aussagen zu diesem Thema wÃ¼rden auf MissverstÃ¤ndnissen oder falscher Interpretation beruhen. Die gegenwÃ¤rtige Situation belaste ihn psychisch stark, da er sich von seiner Ehefrau betrogen und manipuliert fÃ¼hle. Die Entscheidung, ihm die Arbeitsbewilligung zu verweigern, verschÃ¤rfe seine Lage zusÃ¤tzlich. Er sei von Beruf Ingenieur. In der Schweiz habe er mittlerweile eine feste Arbeitsstelle gefunden. Er arbeite engagiert und trage durch seine TÃ¤tigkeit zur Wirtschaft des Landes bei. Sein Wunsch sei es, sich weiter integrieren zu kÃ¶nnen, seine beruflichen FÃ¤higkeiten einzusetzen und sich aktiv in die Gesellschaft einbringen zu kÃ¶nnen. Er habe bereits begonnen Deutsch zu lernen und sei fest entschlossen, sich sowohl beruflich als auch sozial vollstÃ¤ndig in die hiesigen VerhÃ¤ltnisse zu integrieren. Dies wÃ¼rden auch die ins Recht gelegten Empfehlungsschreiben allfÃ¤lliger zukÃ¼nftiger Arbeitgeber sowie anderer Vertrauenspersonen untermauern kÃ¶nnen. Die Schweiz sei fÃ¼r ihn nicht nur ein Aufenthaltsort. Die Schweiz sei ein Land, das ihm StabilitÃ¤t und eine echte Perspektive fÃ¼r die Zukunft biete. Er habe hier nicht nur eine Arbeitsstelle gefunden, sondern auch ein Umfeld, in welchem er sich wohl fÃ¼hle und sich weiterentwickeln kÃ¶nne. Sein Ziel sei es, ein produktives Mitglied der Gesellschaft zu sein und langfristig seinen Beitrag zu leisten. Ihm sei bewusst, dass ihm aufgrund der einseitig gewÃ¼nschten EheauflÃ¶sung seitens seiner Ehefrau der notwendige rechtliche Zulassungsgrund fÃ¼r den Erhalt einer Aufenthaltsbewilligung fehle. Er hoffe dennoch, dass seine berufliche Situation, sein Integrationswille und seine FÃ¤higkeit, fÃ¼r sich selbst zu sorgen, bei einer erneuten PrÃ¼fung BerÃ¼cksichtigung fÃ¤nden. Er strebe lediglich eine gerechte Behandlung an und hoffe, dass sein Fall unparteiisch und sachgerecht geprÃ¼ft werde.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.1 </b>Die Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers verfÃ¼gt Ã¼ber die Aufenthaltsbewilligung. GemÃ¤ss dem Urteil betreffend Eheschutzmassnahmen vom 17. Dezember 2024 des Bezirksgerichts Winterthur haben sich der BeschwerdefÃ¼hrer und seine Ehefrau am 1. Januar 2024 getrennt. Da der BeschwerdefÃ¼hrer und seine Ehefrau nicht (mehr) zusammenwohnen und keine tatsÃ¤chliche Ehegemeinschaft mehr besteht, kann der BeschwerdefÃ¼hrer aus Art. 44 Abs. 1 AIG keinen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehefrau ableiten, was der BeschwerdefÃ¼hrer auch nicht bestreitet. Sodann dauerte die Ehe in der Schweiz auch keine drei Jahre, weshalb der BeschwerdefÃ¼hrer auch aus Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG keinen Aufenthaltsanspruch ableiten kann. Damit ist der Aufenthaltszweck des BeschwerdefÃ¼hrers dahingefallen, weshalb er den Widerrufsgrund nach Art. 62 Abs. 1 lit. d AIG erfÃ¼llt. Der Beschwerdegegner sowie die Vorinstanz hielten beide zutreffend fest, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer unter diesen UmstÃ¤nden fÃ¼r die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung weder auf die Anspruchsnorm gemÃ¤ss Art. 8 Ziff. 1 EMRK noch auf den inhaltlich gleichwertigen Art. 13 Abs. 1 BV berufen kann noch ihm eine Aufenthaltsbewilligung gestÃ¼tzt auf Art. 44 AIG zu erteilen ist. Auch besteht zwischen Libanon und der Schweiz kein Staatsvertrag im Sinne von Art. 2 Abs. 1 AIG, der dem BeschwerdefÃ¼hrer einen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gewÃ¤hren wÃ¼rde.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.2 </b>Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer nun um eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib in der Schweiz und um eine Arbeitsbewilligung ersucht, erwog die Vorinstanz, dass nach Art. 11 Abs. 1 AIG auslÃ¤ndische Personen, die in der Schweiz eine ErwerbstÃ¤tigkeit ausÃ¼ben wollen, unabhÃ¤ngig von der Aufenthaltsdauer eine Bewilligung benÃ¶tigen. Da im vorliegenden Fall kein Anspruch auf die AusÃ¼bung einer ErwerbstÃ¤tigkeit bestehe, sei gemÃ¤ss Art. 40 Abs. 2 AIG ein arbeitsmarktlicher Vorentscheid der zustÃ¤ndigen kantonalen BehÃ¶rde, hier des Amts fÃ¼r Wirtschaft (AWI), erforderlich. Diese entscheide nach Art. 83 Abs. 1 lit. a <span>der Verordnung Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit vom 24. Oktober 2007 (</span>VZAE), ob die Voraussetzungen fÃ¼r die AusÃ¼bung einer selbstÃ¤ndigen oder unselbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit nach den Artikeln 18â25 AIG erfÃ¼llt seien. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe zwar im vorinstanzlichen Verfahren einen Arbeitsvertrag mit der D GmbH vorgelegt, der am 11. Juli 2024 abgeschlossen worden sei, wobei der Einsatzbeginn auf den 15. August 2024 festgelegt worden sei. Ein arbeitsmarktlicher Vorentscheid im Sinne von Art. 40 Abs. 2 AIG liege jedoch nicht vor. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe nicht geltend gemacht, dass die D GmbH in der Zwischenzeit ein entsprechendes Gesuch beim AWI gestellt habe. Daher seien die Voraussetzungen fÃ¼r die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zur unselbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit nicht erfÃ¼llt. Im Ergebnis sind die vorgenannten vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen nicht zu beanstanden. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.3 </b>Dem BeschwerdefÃ¼hrer steht weder aufgrund vÃ¶lkerrechtlicher Vereinbarungen noch aufgrund nationalen Rechts ein Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung zu. Es ist zu prÃ¼fen, ob ihm im Rahmen des pflichtgemÃ¤Ãen Ermessens (Art. 96 AIG) eine Aufenthaltsbewilligung erteilt werden kann. Der Beschwerdegegner hat in seinen ErwÃ¤gungen die relevanten rechtlichen Grundlagen korrekt dargelegt und Ã¼berzeugend begrÃ¼ndet, dass die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung nicht geboten ist und die Wegweisung verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheint. Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt auch im Beschwerdeverfahren keine neuen Argumente vor, die diese EinschÃ¤tzung in Frage stellen kÃ¶nnten. Hieran vermÃ¶gen auch seine vorgebrachte berufliche Situation, sein Integrationswille und seine FÃ¤higkeit, fÃ¼r sich selbst zu sorgen, nichts zu Ã¤ndern. Insbesondere kann der BeschwerdefÃ¼hrer, wie es die Vorinstanz in ihren ErwÃ¤gungen zutreffend dargelegt hat, auf welche verwiesen wird, die allgemeine Sicherheitslage im Libanon sowie die hiesige StabilitÃ¤t nicht als massgebliches Argument anfÃ¼hren. Diese beeintrÃ¤chtigt laut Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts und entgegen den AusfÃ¼hrungen des BeschwerdefÃ¼hrers die Zumutbarkeit der Wegweisung nicht (vgl. Urteil BVGer E-5167/2022 vom 21. Dezember 2022). Zudem hat der BeschwerdefÃ¼hrer nach wie vor keine individuelle GefÃ¤hrdung seiner Person belegt und ist er mit den Gegebenheiten im Libanon vertraut. Er ist dort aufgewachsen und zur Schule gegangen. Zudem war er in den Jahren 2023â2024 beim Unternehmen E tÃ¤tig und hatte vor seiner Ausreise eine sichere Anstellung als Lehrer. Er sei nur aufgrund seiner Ehefrau in die Schweiz gereist, um mit ihr eine Familie zu grÃ¼nden. Daraus lÃ¤sst sich schliessen, dass die Sicherheitslage im Libanon nicht der Grund fÃ¼r seine Ausreise war, weshalb eine RÃ¼ckkehr zumutbar ist. DarÃ¼ber hinaus befindet er sich erst seit August 2024 in der Schweiz, weshalb auch nicht von einer hiesigen Verwurzelung gesprochen werden kann, welche eine Ausreise unzumutbar machen wÃ¼rde. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.4 </b> Insgesamt erweist sich der Schluss von Beschwerdegegner und Vorinstanz, dem BeschwerdefÃ¼hrer im Rahmen des Ermessens derzeit keine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, somit nicht als rechtsfehlerhaft. Auch liegen keine GrÃ¼nde fÃ¼r die Erteilung einer HÃ¤rtefallbewilligung im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. a AIG i.<span> </span>V.<span> </span>m. Art. 31 Abs. 1 VZAE vor. </p> <p class="Urteilstext">Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung1">AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG) und steht ihm keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung1">Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: Soweit ein Anwesenheitsanspruch geltend gemacht wird, ist Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 zu erheben. Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt die Kammer:</span></p> <p class="einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf<br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="einzug2"><span>6. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Sicherheitsdirektion;<br/> c) das Staatssekretariat fÃ¼r Migration.</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>