<h2>SubmittedText<h2><p>Der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften trifft zahlreiche Branchen in der Schweiz. Gleichzeitig bleiben viele Lehrstellen unbesetzt.</p><p>&nbsp;</p><p>Um den Bedarf der Unternehmen und der Wirtschaft an qualifizierten Arbeitskräften zu decken, beauftrage ich den Bundesrat:</p><ul><li>das Dokument des Bundesrates "Fachkräftepolitik" durch die Aufnahme der Berufsberatung zu ergänzen,</li><li>die Berufsberatung durch ein nationales Programm zur Förderung von Berufen mit Berufsaussichten und Arbeitsplätzen zu stärken,</li></ul><h2>FederalCouncilResponseText<h2><div><p style="margin-top:6pt; margin-bottom:0pt; text-align:justify; line-height:17pt; widows:0; orphans:0"><span style="font-family:Arial; font-size:11pt">Im Rahmen seiner Kompetenzen setzt sich der Bundesrat in Zusammenarbeit mit den Kantonen, den Sozialpartnern und weiteren Akteuren dafür ein, dass die Schweizer Wirtschaft ihrem Bedarf entsprechend auf allen Ebenen über qualifizierte Arbeitskräfte verfügt. Dies ist das oberste Ziel der Fachkräftepolitik. Beim vom Motionär erwähnten Dokument handelt es sich um den «Schlussbericht zur Fachkräfteinitiative» des Bundesrates, der den Stand der entsprechenden Massnahmen 2018 aufzeigt. In verschiedenen Bereichen werden weiterhin Massnahmen zur Förderung des inländischen Arbeitskräftepotenzials umgesetzt. Darüber hinaus hat der Bund in der Zwischenzeit die Instrumente zur Bekämpfung des Fachkräftemangels in seinen Zuständigkeitsbereichen weiterentwickelt und ergänzt. Im Frühling 2024 wird der Bundesrat eine Gesamtschau zum Arbeitskräftepotenzial in der Schweiz veröffentlichen, welche einen Überblick über die vom Bund ergriffenen Massnahmen bieten wird.</span></p><p style="margin-top:3pt; margin-bottom:0pt; text-align:justify; line-height:17pt; widows:0; orphans:0"><span style="font-family:Arial; font-size:11pt">Die gemeinsamen bildungspolitischen Ziele von Bund und Kantonen, die soeben aktualisiert wurden, sehen eine Förderung von Ein-, Um- und Wiedereinstiegen im ganzen Bildungssystem vor. Zudem sollen diese durch Information und Beratung unterstützt werden. Der Bund und die Kantone unterstützen Jugendliche und Erwachsene beim Einstieg und bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt, indem sie möglichst flexible und durchlässige Strukturen schaffen und Angebote der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung bereitstellen. Für diese Angebote sind die Kantone zuständig. Der Bund unterstützt sie dabei, beispielsweise durch Projektbeiträge auf der Grundlage der nationalen Strategie, welche von der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -erziehungsdirektoren (EDK) verabschiedet wurde. </span></p><p style="margin-top:3pt; margin-bottom:0pt; text-align:justify; line-height:17pt; widows:0; orphans:0"><span style="font-family:Arial; font-size:11pt; background-color:#ffffff">Auf dem Lehrstellenmarkt treffen die Angebote der Unternehmen und die Nachfrage der Jugendlichen sowie Erwachsenen aufeinander. </span><span style="font-family:Arial; font-size:11pt">Der Bund und die Kantone spielen </span><span style="font-family:Arial; font-size:11pt; background-color:#ffffff">eine vermittelnde Rolle, indem sie für die Unternehmen optimale Rahmenbedingungen schaffen, das Lehrstellenangebot fördern und Jugendliche im Berufswahlprozess unterstützen. Die </span><span style="font-family:Arial; font-size:11pt">Berufs-, Studien- und Laufbahnberaterinnen und -berater stehen im Dienst der Jugendlichen und Erwachsenen und üben ihre Aufgabe neutral aus. Entsprechend ist es nicht ihre Aufgabe, spezifische Berufe zu fördern. Sie haben jedoch die Aufgabe, die Arbeitsmarktsituation in einem Beruf aufzuzeigen, beispielsweise wenn in einem bestimmten Bereich eine starke Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften besteht. Letztlich sind die Unternehmen, Branchenorganisationen und nationalen Dachverbände dafür zuständig, für ihre jeweiligen Berufe zu werben. Der Bund spricht finanzielle Beiträge für Projekte und Initiativen, mit denen die Branchen ihre Berufe vorstellen und ins beste Licht rücken können, beispielsweise Berufsmessen und Berufsmeisterschaften.</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:12pt; line-height:17pt; widows:0; orphans:0"><span style="font-family:Arial; font-size:11pt">Der Bundesrat ist folglich der Ansicht, dass die in seiner Zuständigkeit liegenden Massnahmen bereits ergriffen wurden, um der Wirtschaft die benötigten Fachkräfte zu sichern.</span></p></div><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.