B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-2502/2013 U r t e i l v om 1 9 . J u n i 2 0 1 3 Besetzung Richterin Regula Schenker Senn (Vorsitz), Richterin Nina Spälti Giannakitsas, Richter Bruno Huber, Gerichtsschreiberin Simona Risi. Parteien A._______, Sri Lanka, vertreten durch Hans Peter Roth, Büro Timur, Beschwerdeführerin, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 28. März 2013 / N (…). E-2502/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. Nach einem vorangehenden Ausland asylgesuch, welches das BFM mit Verfügung vom 14. März 2008 ablehnte , verliess die Beschwerdeführerin ihren Heimatstaat gemäss eigenen Angaben am 14. Mai 2012 gemei n- sam mit ihrer Mutter B._______ und ihrer minderjährigen Schwester C._______ (N […]; E -2505/2013) sowie ihren volljährigen Brüdern D._______ (N […]; D-2493/2013) und E._______ (N […]; D-2494/2013). Gleichentags reiste sie mit einem B esuchervisum, das ihr sowie ihrer Familie zur Identifizierung und Beerdigung ihres am (…) 2012 in der Schweiz verstorbenen Vaters (N […]) ausgestellt worden war, in die Schweiz ein und suchte a m 4. Juni 2012 im Empfangs - und Verfahrens- zentrum Basel erneut um Asyl nach. Zur Begründung ihres Asylgesuchs brachte sie anlässlich der Befragung zur Person vom 21. Juni 2013 sowie der eingehenden Anhörung vom 16. Januar 2013 im Wesentlichen vor, sie stamme aus F._______ (Distrikt Batticaloa). Im Jahr 2009 seien i hr Bruder D._______ sowie einer von dessen Freunden verdächtigt worden, ein Mädchen entführt und getötet zu haben, woraufhin jener Freund durch die Polizei erschossen worden sei. In der Folge seien die Angehörigen des getöteten Mädchens zum Haus ihrer (Beschwerdeführerin) Familie gekommen, hätten ihren Bruder geschlagen und ihnen allen Angst gemacht. D._______ sei schliesslich nach Colombo gezogen. Seither sei er durch die Polizei sowie die Sri Lanka Army (SLA) in seinem Elternhaus gesucht worden. Einmal hätten auch Mitglieder der Liberation Tigers of Tamil Eeelam (LTTE) nach ihrem Bruder gesucht. Sie (Beschwerdeführerin) sei auf der Strasse schief a n- geschaut und es sei über sie gelästert worden. Als sie einmal mit dem Ve- lo unterwegs gewesen sei, habe man ih r den Weg abgeschnitten. Seither habe sie solche Angst gehabt, dass sie nie mehr aus dem Haus gega n- gen sei. Sie habe jahrelang mit ihrer Mutter wie eine Gefangene im eig e- nen Haus gelebt. Im April 2012 sei D._______ nach Hause gekommen, um Schmuck zu verpfänden. Daraufhin sei en am (…) 2012 unbekannte Personen vorbeigekommen, um ihn zu suchen. Am selben Abend sei die Familie ins Haus ihrer Tante übersiedelt. Als sie vom Tod ihres Vaters er- fahren hätten, hätten sie ihre Sachen zu Hause geholt und seien nach Colombo gefahren, um auszureisen. Zum Nachweis ihrer Identität reichte die Beschwerdeführerin ihre Ident i- tätskarte im Original sowie eine Kopie ihres Reisepasses zu den Akten. E-2502/2013 Seite 3 B. Mit Verfügung vom 28. März 2013 – eröffnet am 3. April 2013 – lehnte die Vorinstanz das Asylgesuch d er Beschwerdeführerin mangels Asylrel e- vanz ihrer Vorbringen ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug an. Mit Entscheiden selbigen Datums lehnte es auch die Asylgesuche der Mutter, der Schwester sowie der beiden Brüder der Beschwerdeführerin ab und verfügte ebenfalls die Wegweisung und d e- ren Vollzug. C. Dagegen gelangte die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 3. Mai 2013 durch ihren Rechtsvertreter an d as Bundesverwaltungsgericht und bean- tragte die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids und die Gewä h- rung von Asyl, eventualiter die Feststellung der Unzulässigkeit und U n- zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs und die Anordnung der vorläuf i- gen Aufnahme. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte sie um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Mit Eingaben gleichen Datums erhoben die Mutter und die Geschwister der Beschwerdeführerin ebenfalls Beschwerden beim Bundesverwa l- tungsgericht. D. Mit Verfügung vom 14. Mai 2013 stellte die Instruktionsrichterin fest, die Beschwerdeführerin dürfe den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz abwarten, und verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Zugleich wies sie das BFM auf die Unvollständigkeit der vorinstanzlichen Akten hin (Fehlen des Protokolls der eingehenden Anhörung [vorin stanz- liche Akte A9/11]) und lud es in diesem Zusammenhang zur Einreichung einer Vernehmlassung ein. Gleichentags wies das Bundesverwaltungsge- richt die Beschwerden von D._______ (D-2493/2013) und E._______ (D- 2494/2013) als offensichtlich unbegründet ab. E. Die Vorinstanz liess sich mit Stellungnahme vom 21. Mai 2013 verne h- men und reichte einen nicht unterzeichneten Ausdruck des Anhörung s- protokolls zu den Akten. Dazu führte si e aus, der Ausdruck spieg le das Original wieder, von dem der Beschwerdeführerin anlä sslich der Gewäh- rung der Akteneinsicht vom 16. April 2013 eine Kopie zugestellt worden sei. Überdies machte sie weitere Ausf ührungen zur Beschwerdeschrift, auf welche die Beschwerdeführerin mit Replik vom 7. Juni 2013 einging. E-2502/2013 Seite 4 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den B e- hörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesve r- waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei- det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Au s- lieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb das Bundesverwa l- tungsgericht endgültig entscheidet. 1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 1.3 Die Beschwerde wurde frist - und formgerecht eingereicht. Die Be - schwerdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung; sie ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf diese ist einzutreten. 2. Mit Beschwerde können die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. Vorab ist festzuhalten, dass die bei Einrei chung der Beschwerde best e- hende Unvollständigkeit der vorinstanzlichen Akten mit der Nachreichung eines Ausdrucks der Akte A9/11 behoben wurde. Nachdem die B e-E-2502/2013 Seite 5 schwerdeführerin darauf verzichtete, sich in ihrer Replik zu den diesb e- züglichen Ausführungen der Vorinstanz sowie dem ins Recht gelegten Ausdruck zu äussern, ist davon auszugehen, dass dieser inhaltlich der Originalakte entspricht. Somit ist der Ausdruck des Anhörungsprotokolls (vgl. Beilage zu BVGer-act. 4) im vorliegenden Verfahren uneinge- schränkt verwertbar. 4. 4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grun d- sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, National i- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 Abs. 1 und 2 AsylG). 4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für g e- geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentl i- chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchli ch sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ve r- fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 5. 5.1 Die Vorinstanz begründete ihren abweisenden Entscheid mit der fe h- lenden Asylrelevanz der Vorbringen der Beschwerdeführerin. So habe sie ihre Furcht vor zukünftiger Verfolgung damit begründet, dass sie und ihre Familie durch Drittpersonen behelligt worden seien. Im Falle von Probl e- men mit Drittpersonen habe sie indes die Möglichkeit, sich an die lokalen zuständigen Instan zen zu wenden, um Schutz zu suchen und se i nicht auf Schutzgewährung durch die Schweiz angewiesen. Der sri -lankische Polizei- und Justizapparat sei grundsätzlich darauf bedacht, seine Una b- hängigkeit zu wahren; polizeiliche Aufgaben würden wahrgenommen und eine effektive Strafverfolgung werde ermöglicht. Aus diesem Grunde gebe es keine Anzeichen dafür, dass in Sri Lanka keine wirksame und funkti o- nierende Schutzgewährung zur Verfügung stehe. Zudem würden sich aus den Akten keine Hinweise darauf ergeben, dass die staatliche Schutzin -E-2502/2013 Seite 6 frastruktur der Beschwerdeführerin nicht zugänglich gewesen wäre oder die Behörden aus einem Grund von Art. 3 AsylG nicht willens gewesen wären, ihr Schutz vor allfälligen Übergriffen Dritter zu gewähren. Den ge l- tend gemachten Behel ligungen seitens Dritter mangle es sodann an der in Art. 3 AsylG vorausgesetzten Intensität. Insbesondere mache die B e- schwerdeführerin keine ernsthaften Probleme oder Übergriffe auf ihre Person geltend. Aus ihren Aussagen ergebe sich ferner, dass die bewaf f- neten unbekannten Personen, sofern diese sich tatsächlich am (…) 2012 nach D._______ erkundigt hätten, kein gezieltes Interesse an der Verfo l- gung ihrer Person gehabt hätten. Diese hätten sich gemäss den Auss a- gen der Beschwerdeführerin nämlich nur bei ihrer Mutter nach D._______ erkundigt, während sie selbst im Rahmen dieses Vorfalls nie gezielt b e- droht oder behelligt worden sei. Aus den Akten seien somit keine genügend konkreten Hinweise dafür zu erkennen, dass die Beschwerdeführerin im Falle einer Rückke hr nach Sri Lanka mit erheblicher Wahrscheinlichkeit Verfolgungsmassnahmen im Sinne von Art. 3 AsylG ausgesetzt w ürde. Demzufolge erfülle sie die Flüchtlingseigenschaft nicht, so dass das Asylgesuch abzulehnen sei. 5.2 Dagegen bringt die Beschwerdeführerin insbesondere vor, bei den unbekannten Personen, die am (…) 2012 zu ihrem Elternhaus geko m- men seien, habe es sich um Mitglieder einer bewaffneten Miliz, vermutlich um Angehörige der Tamil Makkal Viduthalai Pulikal (TMVP; aus der sog. "Karuna-Gruppe" hervorgega ngene politische Partei), gehandelt. Diese seien mehrfach vorbeigekommen. Durch diese Organisation drohe ihr auch weiterhin Gefahr. Die Verfolgung durch die TMVP werde von den sri-lankischen Sicherheitskräften passiv gedeckt oder geduldet, so dass sie, ent gegen den Ausführungen des BFM, von den Behörden keinen Schutz erwarten könne. Im Falle einer Rückkehr nach Sri Lanka habe sie begründete Furcht, von den Milizen der TMVP bedrängt und erpresst zu werden. Diese dürften in Erfahrung gebracht haben, dass ihr Vater in der Schweiz verstorben sei und sie mehrere Onkel und Tanten in der Schweiz habe, was sie als mutmassliche Quelle für Erpressungsversuche attraktiv machen könne. Um das Vorliegen dieses Risikos abzuschätzen, müsse sich die entscheidende Behörde mit der speziellen Situation im He r- kunftsstaat beziehungsweise den dort üblichen Verfolgungsmustern so- wie den persönlichen Erlebnissen der asylsuchenden Person und deren Umfeld auseinandersetzen. Eine derartige Prüfung habe die Vorinstanz unterlassen. E-2502/2013 Seite 7 Aufgrund der neuesten Berichte über die Lage in Sri Lanka werde schliesslich immer deutlicher, dass das Land mehr und mehr zu einer M i- litärdiktatur verkomme, die den Genozid gegen die Minderheiten im Land (auch nach Kriegsende) weiterführe. Daher müssten alle Ang ehörigen dieser verfolgten Minderheiten als einer Risikogruppe zugehörig betrach- tet werden. 5.3 Vernehmlassend führte das BFM im Wesentlichen aus, weder die Be- schwerdeführerin noch ihre Familie habe jemals versucht, die Polizei um Schutz zu ersuchen. Daher könne den Behörden eine fehlende Schut z- willigkeit im konkreten Fall nicht vorgeworfen werden. Die TMVP habe sich sodann als politische Partei etabliert und trete nicht mehr als milita n- te Gruppierung auf, auch wenn vereinzelte E xponenten der Organisation auch heute noch kriminellen Machenschaften nachgehen würden. Im vor- liegenden Fall würden indes keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür be- stehen, dass die Beschwerdeführerin aktuell und mit erheblicher Wah r- scheinlichkeit Verfolgungshandlungen asylerheblichen Ausmasses se i- tens Angehöriger der TMVP zu gewärtigen habe. 5.4 In ihrer Replik legt die Beschwerdeführerin dar, es sei unverständlich, weshalb nach Ansicht des BFM durch die TMVP verfolgte Personen die sri-lankische Polizei um Schutz angehen sollten. In der umfangreichen Li- teratur zur Menschenrechtslage seien keine Quellen vorhanden, welche über Schutzgewährung durch die Behörden gegenüber Nachstellungen der TMVP berichten würden. Hingegen gebe es unzählige Quellen, die das Gegenteil berichten würden, so etwa die Eligibility Guidelines for a s- sessing the international protecting needs of asylum -seekers from Sri Lanka des Hochkommissariats für Flüchtlinge der Vereinten Nationen (UNHCR) vom 21. Dezember 2012 (HRC/EG/LKA/12/04). Das UNHCR schätze denn auch die Akt ivitäten der TMVP anders ein als die Vori n- stanz. Es erwähne, dass die TMVP bis heute nicht vollständig entwaffnet sei, und attestiere ihr ein zunehmend kriminelleres Vorgehen. 6. Nach Prüfung der Akten kommt das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss, dass das BFM zu Recht davon ausgegangen ist, es fehle den im vorinstanzlichen Verfahren vorgebrachten Vorbringen an Asylrelevanz. 6.1 Die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG erfüllt eine asylsu - chende Person nach Lehre und Rechtsprechung dann, wenn sie Nachtei- le von bestimmter Intensität erlitten hat beziehungsweise mit beachtlicher E-2502/2013 Seite 8 Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft befürchten muss, welche ihr gezielt und aufgrund bestimmter Verfolgungsmotive durch Organe des Heimatstaates oder durch nichtstaatliche Akteure zugefügt worden sind beziehungsweise zugefügt zu werden drohen (vgl. BVGE 2008/4 E. 5.2 S. 37). Aufgrund der Subsidiarität des flüchtlingsrechtlichen Schutzes setzt die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft ausserdem voraus, dass die betroffene Pe rson in ihrem Heimatland keinen ausreichenden Schutz finden kann (vgl. BVGE 2008/12 E. 7.2.6.2 S. 174 f., BVGE 2008/4 E. 5.2 S. 37 f.). 6.2 In den Befragungen durch das BFM machte die Beschwerdeführerin sie persönlich betreffend einzig geltend, Angehörige eine s im Jahre 2009 getöteten Mädchens hätten ihr Angst gemacht, es sei ihr einmal der Weg abgeschnitten worden, und man habe sie schief angesehen. Aus diesen Ausführungen der Beschwerdeführerin ergibt sich, dass sie im Zeitpunkt ihrer Ausreise weder bereits e rnsthaften Nachteilen gemäss Art. 3 AsylG ausgesetzt gewesen war, noch begründete Furcht hatte, künftig solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Den vorgebrachten Behelligungen mangelt es mithin bereits an Intensität. Diesbezüglich kann auf die vor - instanzlichen Erwägungen verwiesen werden, denen die Beschwerdefü h- rerin nichts entgegenhält und denen sich das Gericht vollumfänglich a n- schliesst. Aus diesem Grunde erübrigt es sich, auf die Schutzwilligkeit und -fähigkeit der sri -lankischen Behörden sowie die di esbezüglichen Ausführungen sowohl des BFM als auch der Beschwerdeführerin einz u- gehen. 6.3 Eine Bedrohung durch die TMP V ist sodann nicht ersichtlich. Z u- nächst ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin auf Beschwerd e- ebene erstmals geltend macht, bei den am (…) 2012 bei ihr zu Hause aufgetauchten Unbekannten habe es sich um Mitglieder der TMVP g e- handelt. Diese Behauptung erweist sich als nachgeschoben. Aus den Ak- ten ergeben sich zudem keine konkreten Hinweise dafür, dass die B e- schwerdeführerin bei der Rückkehr in ihren Heimatstaat als über b e- trächtliche finanzielle Mittel verfügende Person wahrgenommen und als solche einem erhöhten Erpressungs - oder Entführungsrisiko ausgesetzt würde. Aus diesem Grunde war die Vorinstanz entgegen den Behauptun- gen in der Beschwerdeschrift nicht gehalten, eine de rartige Gefährdung zu prüfen, da eine bloss entfernte Möglichkeit künftiger Verfolgung zur Annahme begründeter Furcht nicht genügt. Vielmehr müssen konkrete Indizien vorliegen, welche den Eintritt der erwarteten Be nachteiligung als wahrscheinlich und dementsprechend die Furcht davor als realistisch und E-2502/2013 Seite 9 nachvollziehbar erscheinen lassen (vgl. BVGE 2011/50 E. 3.1.1 S. 996 f.; BVGE 2010/44 E. 3.3 und 3.4 S. 620 f.). Auf Beschwerdeebene b e- schränkt sich die Beschwerdefüh rerin in ihrer diesbezüglichen Argume n- tation auf allgemeine Ausführungen, aus denen keine begründete Furcht vor einer konkreten Gefährdung abgeleitet werden kann. Insbesondere gibt es keine konkreten Anzeichen dafür, dass sie aufgrund des Tods ih- res Vaters und der bereits seit 20 Jahren in der Schweiz ansässigen Ve r- wandten nunmehr im Falle der Rückkehr nach Sri Lanka einem ernstz u- nehmendem Verfolgungsrisiko unterliegen würde. In BVGE 2011/24 füh r- te das Bundesverwaltungsgericht aus, einer Risikogruppe mit er höhter Verfolgungsgefahr würden abgewiesene sri -lankische Asylsuchende a n- gehören, die über beträchtliche finanzielle Mittel verfügten (vgl. dort E. 8.5 S. 497 f.). Eine Zugehörigkeit der Beschwerdeführerin – die im vorliegen- den Verfahren ausführte, sie ver füge weder über Vermögen noch Ei n- kommen, und eine Bestätigung ihrer Fürsorgeabhängigkeit zu den Akten reichte – zu dieser Gruppe ist nicht ersichtlich und wird durch diese auch nicht geltend gemacht. Ohnehin vermögen ausschliesslich finanziell mot i- vierte Verfolgungshandlungen – welche jedoch vorliegend nicht ersichtlich sind – die Flüchtlingseigenschaft nicht zu begründen, sondern wären l e- diglich bei der Beurteilung des Wegweisungsvollzugs zu beachten (vgl. BVGE 2011/24 E. 8.5 [letzter Abschnitt] S. 498). 6.4 Das Bundesverwaltungsgericht befasste s ich i n BVGE 2011/24 ein- gehend mit der Frage, ob generell davon ausgegangen werden müsse, dass abgewiesene tamilische Asylsuchende, die aus der Schweiz nach Sri Lanka zurückkehren würden, alleine aufgrund ihrer Landesa bwesen- heit generell als Dissidente beziehungsweise Oppositionelle wahrg e- nommen würden (vgl. a.a.O. E. 8.4 S. 495 -497 und E. 10.4.2 S. 503 f.). Diese Frage verneinte es und wies darauf hin, dass weder das UNHCR noch andere Organisationen bisher auf eine die sbezügliche, generell drohende Gefahr hingewiesen hätten. Auch in Anbetracht der jüngeren Lageentwicklung in Sri Lanka geht das Gericht nicht davon aus, abgewie- sene tamilische Asylgesuchsteller liefen generell Gefahr, asylrechtlich r e- levanter Verfolgung au sgesetzt zu werden. Es verkennt nicht, dass die Menschenrechtslage in Sri Lanka insgesamt noch immer mit zum Teil gravierenden Mängeln behaftet ist. Infolge der stetigen Beobachtung der Lage in Sri Lanka, sieht das Gericht indessen aktuell keine Veranlassung, die in BVGE 2011/24 festgelegte Praxis zu ändern (vgl. etwa die kürzlich ergangenen Urteile E -1757/2013 E. 7.4.2 vom 8. Mai 2013, D-692/2013 vom 10. April 2013 E. 5.6.3 und D-1424/2012 vom 3. April 2013 E. 8.1). E-2502/2013 Seite 10 6.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass e s der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine bestehende oder unmittelbar drohende asylrel e- vante Verfolgungsgefahr nachzuweisen oder glaubhaft zu machen. Somit hat die Vorinstanz zu Recht deren Flüchtlingseigenschaft verneint und das Asylgesuch abgewiesen. Es erübrigt sich daher, auf die weiteren Aus- führungen in der Beschwerdeschrift, der Vernehmlassung sowie der Rep- lik einzugehen, da sie am Ausgang des Verfahrens nichts zu ändern ve r- mögen. 7. 7.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; dabei ist der Grundsatz der Einheit der Familie zu b e- rücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG). 7.2 Die Beschwerdeführerin verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer so l- chen und macht dies auch nicht geltend. Die Wegweisung wurde de m- nach zu Recht angeordnet (vgl. BVGE 2009/50 E. 9). 8. Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Auslä n- dern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bunde sgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]). Bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen gilt g e- mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche B e- weisstandard wie bei der Flüchtlings eigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenig s- tens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 S. 502). 8.1 8.1.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land g e- zwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem E-2502/2013 Seite 11 Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Deze m- ber 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder e r- niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Me n- schenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 8.1.2 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non -Refoulement nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Ge - fährdung nachzuweisen oder glaubhaft z u machen, kann der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliege n- den Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr nach Sri Lanka ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. Sodann ergeben sich weder aus ihren Aussagen noch aus den Akten An- haltspunkte dafür, dass sie für den Fall einer Ausschaffung mit beachtl i- cher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbot e- nen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Eur o- päischen Gerichtshof es für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste die Beschwerdeführerin eine konkr e- te Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihr im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EGMR [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124 -127, mit weiteren Hinweisen). In diesem Zusammenhang verweist die Beschwerdeführerin auf zwei Internetartikel vom 25. Februar 2012 (Human Rights Watch [HRW], UK: Halt Deportations of Tamils to Sri Lanka ) und vom 28. Februar 2013 (TamilNet, UK High Court blocks Tamil deportations) sowie einen Report von HRW vom 26. Februar 2013 ("We Will Teach You a Lesson" – Sexual Violence against Tamils by Sri Lankan Security Forc- es). Daraus ergebe sich, dass nach Sri Lanka zurückkehrenden Tamilen Haft und Folter drohe. Es sei somit erstellt, dass der Vollzug der Wegwe i- sung nach Sri Lanka die sehr hohe Gefahr einer menschenrechtswidrigen E-2502/2013 Seite 12 Behandlung berge. Damit führt die Beschwerdeführerin nicht aus, inwi e- fern sie konkret durch Folter oder eine andere Art grausamer und u n- menschlicher Behandlung bedroht wäre, sondern beruft sich auf eine g e- nerelle Foltergefahr für rückkehrende tamilische Asylbewerber, welche für das Gericht indes nicht erstellt ist (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.4.2 S. 503 f. und anstelle vieler etwa das Urteil E -1757/2013 vom 8. Mai 2013 E. 9.1.2). Nachdem die Beschwerdeführerin nicht glaubhaft gemacht hat, dass sie befürchten müsse, bei einer Rückkehr ins Heimatland die Au f- merksamkeit der sri-lankischen Behörden in einem flüchtlingsrechtlich r e- levanten Ausmass auf sich zu ziehen, bestehen auch keine Anhaltspun k- te dafür, ihr würde aus demselben Grund eine menschenrechtswidrige Behandlung im Heimatland drohen . Entgegen den beschwerdeführer i- schen Ausführungen ist – wie bereits in Erwägung 6.4 festgestellt – nicht in genereller Weise davon auszugehen, zurückkehrenden Tamilen drohe in Sri Lanka unmenschliche Behandlung. Auch die allgemeine Menschen- rechtssituation lässt den Wegweisungsvollzug nicht als unzulässig e r- scheinen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.4.2 S. 503 f.). Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 8.2 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete G e- fährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren). 8.2.1 Das Bundesverwaltungsgericht geht gemäss aktueller Lageei n- schätzung davon aus, dass sich die politische und allgemeine Lage in der Ostprovinz – aus der die Beschwerdeführerin stammt – seit dem Ende des Krieges im Mai 2009 weitgehend stabilisiert und normalisiert hat. Die Sicherheitslage in Batticaloa hat sich merklich verbessert, obwohl die Stadt nach wie vor eine hohe Militärpräsenz aufweist. Die sei t 2009 e r- folgte Entspannung der Sicherheitslage in der Ostprovinz ist auch für die lokale Bevölkerung spürbar, und der Fort schritt ist erkennbar geworden. Die Infrastruktur wird ausgebaut (Aufbau neuer Strassen und Brücken sowie Elektrizitäts- und Fernmeldeleitungen). Die Minority Rights Group spricht in diesem Zusammenhang von grossangelegten Entwicklungspr o- jekten. Aufgrund der allgemeinen Lage erachtet das Bundesverwaltung s- gericht – in Übereinstimmung mit dem BFM – den Wegweisungsvollzug in E-2502/2013 Seite 13 das gesamte Ge biet der Ostprovinz als grundsätzlich zumutbar (vgl. BVGE 2011/24 E. 13.1 S. 509 f.). 8.2.2 Hinsichtlich der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs führt die Beschwerdeführerin aus, das BFM gehe ohne genaue Abklärungen d a- von aus, für sie bestehe aufgrund ihrer Ver wandtschaft in Colombo eine zumutbare Aufenthaltsalternative, was jedoch nicht zutreffe. Die Frage nach einer Aufenthaltsalternative stellt sich vorliegend jedoch nicht (und wurde durch die Vorinstanz im Gegensatz zur Frage der Fluchtalternative auch nicht geprüft), da sich der Vollzug der Wegweisung in den Heima t- distrikt der Beschwerdeführerin als zumutbar erweist. Diesbezüglich kann auf die soeben dargelegte und weiterhin aktuelle Praxis des Bundesve r- waltungsgerichts sowie auf die Ausführungen des BFM in der angefoch- tenen Verfügung (vgl. dort E. II/2) verwiesen werden, denen die B e- schwerdeführerin nichts entgegenhält. Somit ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass sie, die im Distrikt Batticaloa aufgewachsen ist und während 11 Jahren die Schule besuch t hat (vgl. A4/9 S. 3), dort über ein tragfähiges Beziehungsnetz sowie im Rahmen ihrer Familie über eine ge- sicherte Wohnsituation verfügt. Zudem ist die Beschwerdeführerin jung und mangels gegenteiliger Vorbringen als gesund einzuschätzen. Sie hat ferner die Möglichkeit, gemeinsam mit ihren Familienmitgliedern, deren Beschwerden ebenfalls abgewiesen werden beziehungsweise wurden, nach Batticaloa zurückzureisen. Der Vollzug der Wegweisung erweist sich daher als zumutbar. 8.3 Schliesslich obliegt es der Beschwerdeführerin, sich bei der zuständ i- gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG). 9. Zusammenfassend hat das BFM den Vollzug der Wegweisung zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt e i- ne Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG). 10. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angef ochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und E-2502/2013 Seite 14 vollständig feststellt und angemessen ist (vgl. Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen. 11. Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Ver fahrens in der Höhe von Fr. 600.– der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). (Dispositiv nächste Seite) E-2502/2013 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600. – werden der Beschwerdeführerin au f- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gun s- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 3. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das BFM und die zustä n- dige kantonale Behörde. Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Regula Schenker Senn Simona Risi Versand: