<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE 2005 46 S.233</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2005</span> <span class="title">Submissionen</span> <span class="page_no">233</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> [...]<br/> <br/> <span class="ft2"><b>46 Angebotsbewertung.</b></span><br/> <span class="ft2"><b>-</b></span> <span class="ft2"><b>Neubewertung der Angebote nach einem Rückweisungsentscheid.</b></span><br/> <br/> <span class="ft3">Entscheid des Verwaltungsgerichts, 3. Kammer, vom 8. Juni 2005 in Sachen</span><br/> <span class="ft3">R. AG gegen Gemeinderat Schinznach-Dorf.</span><br/> <br/> <span class="ft4"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft1">3. Als unbegründet erweist sich vorab der Vorwurf, die Verga-</span><br/> <span class="ft1">bebehörde habe zu Unrecht alle eingegangenen Offerten einer Neu-</span><br/> <span class="ft1">bewertung unterzogen. Das Verwaltungsgericht hat in einem Urteil</span><br/> <span class="ft1">vom 20. Oktober 2003 (AGVE 2003, S. 245 f.) festgehalten, dass es</span><br/> <span class="ft1">nicht als unzulässig zu beanstanden sei, dass sich die Vergabebe-</span><br/> <span class="ft1">hörde auf die Neubewertung des Angebots der Zuschlagsempfän-</span><br/> <span class="ft1">gerin und desjenigen der Beschwerdeführer, welche in der ursprüng-</span><br/> <span class="ft1">lichen Beurteilung die Ränge 1 und 2 belegt hätten, beschränkt habe.</span><br/> <span class="ft1">Die übrigen Anbieter hätten auf eine Anfechtung des Zuschlags ver-</span><br/> <span class="ft1">zichtet und sich damit mit dem Ergebnis des Submissionsverfahrens</span><br/> <span class="ft1">abgefunden. In ein lediglich zur Neubewertung der Angebote noch-</span><br/> <span class="ft1">mals aufzurollendes Submissionsverfahren seien deshalb nur noch</span><br/> <span class="ft1">die Beschwerdeführer und der ursprünglich berücksichtigte Anbieter</span><br/> <span class="ft1">miteinzubeziehen. Das heisst, dass für den Zuschlag nach erfolgter</span><br/> <span class="ft1">Neubewertung nur noch der oder die Beschwerdeführer sowie der</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2005</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">234</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">bisherige Zuschlagsempfänger in Betracht kommen, nicht aber unbe-</span><br/> <span class="ft1">rücksichtigte Anbieter, die den ursprünglichen Vergabeentscheid ak-</span><br/> <span class="ft1">zeptiert hatten. Im erwähnten Urteil hat es das Verwaltungsgericht</span><br/> <span class="ft1">auch für zulässig erachtet, dass lediglich die beiden für einen Zu-</span><br/> <span class="ft1">schlag noch in Betracht kommenden Angebote neu bewertet wurden.</span><br/> <span class="ft1">Die diesbezüglich von den Beschwerdeführern geäusserten Beden-</span><br/> <span class="ft1">ken, die Bewertung von nur zwei Angeboten falle gröber aus als die</span><br/> <span class="ft1">Bewertung von zehn Angeboten, hat es im konkreten Fall als unbe-</span><br/> <span class="ft1">gründet erachtet, da sich die Bewertung der Teilkriterien nach in der</span><br/> <span class="ft1">Bewertungsmatrix klar definierten Vorgaben richte und ein Querver-</span><br/> <span class="ft1">gleich aller Angebote für eine objektive und sachgerechte Bewertung</span><br/> <span class="ft1">nicht zwingend erforderlich sei (AGVE 2003, S. 246). Dadurch ist</span><br/> <span class="ft1">aber nicht ausgeschlossen, dass die Vergabebehörde in anderen</span><br/> <span class="ft1">Fällen aus Vergleichsgründen noch einmal sämtliche eingegangenen</span><br/> <span class="ft1">Angebote einer Neubewertung unterzieht. Dies kann sich als durch-</span><br/> <span class="ft1">aus sachgerecht und notwendig erweisen. Für welches Vorgehen sich</span><br/> <span class="ft1">eine Vergabebehörde entscheidet, liegt grundsätzlich in ihrem Er-</span><br/> <span class="ft1">messen. Insbesondere darf aus der zitierten Rechtsprechung nicht</span><br/> <span class="ft1">geschlossen werden, für die Bewertung der Angebotspreise seien nur</span><br/> <span class="ft1">noch die beiden verbliebenen Angebote zu berücksichtigten und die</span><br/> <span class="ft1">relevante Bandbreite werde nur noch durch diese Angebote be-</span><br/> <span class="ft1">stimmt. Jedenfalls im Regelfall muss auch bei einer Neubewertung</span><br/> <span class="ft1">zufolge Rückweisung die Bewertung der verbliebenen Angebote im</span><br/> <span class="ft1">Kontext bzw. unter Einbezug sämtlicher gültigen Angebotspreise</span><br/> <span class="ft1">erfolgen; andernfalls käme es zu einer Verfälschung.</span><br/> <br/></div> </div> </body> </html>