A bteilung III C -68/2006 {T 0/2} U rteil vom 18. M ai 2007 M itw irkung: R ichter Antonio Im oberdorf (Kam m erpräsident); R ichterin Ele- na Avenati-C arpani; R ichter Andreas Trom m er; G erichts- schreiber R udolf G run. A ._______, Beschw erdeführer, vertreten durch R echtsanw alt M ag. Antonius Falkner, Advo- katurbüro Jelenik & Partner, Landstrasse 60, 9490 Vaduz, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz, betreffend Einreisesperre B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest: A. D er Beschw erdeführer (Staatsangehöriger der D om inikanischen R epublik) reiste am 27. Juli 1996 m it einem Touristenvisum nach Liechtenstein und kam infolge H eirat m it einer Liechtensteinischen Landesbürgerin am 25. O ktober 1996 in den G enuss einer Aufenthaltsbew illigung. N ach der Scheidung von seiner Ehefrau w urde ein Verfahren betr. W iderrufs der Aufenthaltsbew illigung eingeleitet. D ie Verw altungsbeschw erdeinstanz des Fürstentum s Liechtensteins (VBI) hob den W iderrufsentscheid insbesonde- re w egen der Vater-Kind-Beziehung des Beschw erdeführers zu seiner m in- derjährigen Tochter m it Entscheid vom 13. Juni 2000 auf. B. Am 6. O ktober 2004 w urde der Beschw erdeführer vom Ausländer- und Passam t des Fürstentum s Liechtenstein (in der Folge: Ausländeram t) er- neut angehört, w obei seine Bew illigung bis zum 31. Januar 2005 verlän- gert w urde, um ihm zu erm öglichen, eine Arbeitsstelle und eine eigene W ohnung zu suchen. Zudem w urde er auf die gesetzliche U nterhaltspflicht für seine beiden Kinder hingew iesen und ausserdem ausdrücklich darauf aufm erksam gem acht, dass seine Bew illigung im Januar 2005 nicht m ehr verlängert w erde, w enn er nicht arbeite und seine U nterhaltspflichten als Vater nicht erfüllen w erde. M it Verw altungsbot vom 11. Februar 2005 ver- w eigerte das Ausländeram t dem Beschw erdeführer aus den genannten G ründen die Verlängerung der Aufenthaltsbew illigung und verfügte dessen W egw eisung. D agegen erhob er am 15. M ärz 2005 Einsprache bzw . Be- schw erde. Am 23. M ärz 2005 dehnte das BFM die W egw eisung des Aus- länderam ts auf das ganze G ebiet der Schw eiz aus und verfügte, dass der Beschw erdeführer das G ebiet bis zum 9. M ai 2005 zu verlassen habe. Zur gleichen Zeit lief gegen den Beschw erdeführer ein strafrechtliches Ver- fahren w egen Verstosses gegen das Betäubungsm ittelgesetz (begangen zw ischen Septem ber 1999 und Septem ber 2004). C . G estützt auf diesen Sachverhalt verhängte die Vorinstanz am 10. Juni 2005 gegen den Beschw erdeführer eine für die Schw eiz und Liechtenstein gültige Einreisesperre von drei Jahren m it W irkung ab 22. Juni 2005 und entzog einer allfälligen Beschw erde die aufschiebende W irkung. Zur Be- gründung w urde ausgeführt, er habe in grober W eise gegen frem denpoli- zeiliche Vorschriften verstossen (N ichtbefolgen einer W egw eisungsverfü- gung, illegaler Aufenthalt). Zudem habe sein Verhalten w egen W iderhand- lung gegen das Betäubungsm ittelgesetz zu Klagen Anlass gegeben. D ie Anw esenheit sei deshalb unerw ünscht. D . M it Entscheidung vom 16. Juni 2005 w ies die R egierung des Fürstentum s Liechtenstein das Ausländeram t an, vom Vollzug der W egw eisung des Be- schw erdeführers abzusehen und ihn aus der Ausschaffungshaft zu entlas- sen. D abei w urde festgestellt, dass die N ichtverlängerung der Aufenthalts- bew illigung und die W egw eisung nicht in R echtskraft erw achsen und som it auch nicht vollstreckbar seien.3 E. M it Eingabe vom 6. Juli 2005 gelangte der Beschw erdeführer an das Eid- genössische Justiz- und Polizeidepartem ent (EJPD ) und beantragte die Aufhebung der Einreisesperre. Zur Begründung verw eist er auf die obge- nannte Entscheidung, w onach keine rechtskräftige W egw eisung vorliege, w eshalb er auch nicht gegen frem denpolizeiliche Vorschriften verstossen habe. Ferner bestreitet er, gegen das Betäubungsm ittelgesetz verstossen zu haben. Er sei w eder im In- noch im Ausland vorbestraft. F. Am 26. Juli 2005 w urde der Beschw erdeführer vom Fürstlichen Landge- richt w egen Vergehens gegen das Betäubungsm ittelgesetz (Abgabe von M arihuana an D ritte) sow ie Ü bertretungen des Betäubungsm ittelgesetzes (Konsum von M arihuana und Kokain) zu einer bedingt ausgesprochenen G eldstrafe von 140 Tagessätzen (Fr. 10.-- pro Tag) und einer Busse von Fr. 500.-- verurteilt. D ieses U rteil blieb unangefochten und erw uchs am 30. August 2005 in R echtskraft. G . Im R ahm en des Vernehm lassungsverfahrens kam die Vorinstanz am 1. Septem ber 2005 w iedererw ägungsw eise auf ihre Verfügung vom 10. Juni 2005 zurück und verhängte gegen den Beschw erdeführer eine nur noch für die Schw eiz gültige Einreisesperre von zw ei Jahren (bis 21. Juni 2007). Zur Begründung w urde ausgeführt, das Verhalten des Beschw erde- führers habe zu Klagen Anlass gegeben (W iderhandlungen gegen das Be- täubungsm ittelgesetz). Zudem sei die Anw esenheit in der Schw eiz auch aus vorsorglich arm enrechtlichen Erw ägungen unerw ünscht. H . M it Zw ischenverfügung vom 7. Septem ber 2005 gab die instruierende Be- hörde des EJPD dem Beschw erdeführer G elegenheit zur Stellungnahm e (Aktualisierung seiner Beschw erde). I. In seiner ergänzenden Eingabe vom 6. O ktober 2006 m acht der Beschw er- deführer geltend, es entspreche nicht den verw altungsrechtlichen Bestim - m ungen, w enn das BFM im laufenden Beschw erdeverfahren vor dem EJPD die bekäm pfte Entscheidung in W iedererw ägung ziehe und sodann eine völlig neue Entscheidung erlasse. D as EJPD habe der vorliegenden Beschw erde Folge zu geben. H insichtlich der neu erlassenen Einreise- sperre sei ein neues Verfahren zu eröffnen. Sollte das kritisierte Vorgehen vom EJPD als rechtskonform erachtet w erden, w erde die ersatzlose Auf- hebung der Verfügung vom 1. Septem ber 2005 beantragt, zum al der Be- schw erdeführer nur als einfacher Betäubungsm ittelkonsum ent zu betrach- ten sei. Ferner sei nicht zu erkennen, w arum arm enrechtliche Erw ägungen gegen eine allfällige Einreise des Beschw erdeführers in die Schw eiz spre- chen sollten. Er könne ja in der Schw eiz keine Ansprüche auf Sozialhilfe oder sonstige U nterstützung geltend m achen. J. Am 12. O ktober 2005 teilte die instruierende Behörde des EJPD dem Be- schw erdeführer m it, dass das von ihm kritisierte Vorgehen des BFM rechtskonform sei, und schloss das Instruktionsverfahren.4 D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. Verfügungen des BFM betr. Einreisesperre unterliegen der Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht (Art. 20 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20] i.V.m . Art. 31 ff. des Verw altunsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]). Zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Verw al- tungsgerichtsgesetzes bereits beim EJPD hängige R echtsm ittelverfahren w erden vom Bundesverw altungsgericht übernom m en. D ie Beurteilung er- folgt nach neuem Verfahrensrecht (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). D as U rteil ist endgültig (Art. 1 Abs. 2 i.V.m . Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bundesgerichtsge- setzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). G em äss Art. 37 VG G rich- tet sich das Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht nach dem Bun- desgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sow eit das Verw altungsgerichtsgesetz nichts ande- res bestim m t. 2. 2.1 D er Beschw erdeführer ist als Verfügungsbetroffener legitim iert. Auf die frist- und form gerechte Beschw erde ist, sow eit sie durch die teilw eise W ie- dererw ägung der Verfügung vom 10. Juni 2005 nicht gegenstandslos ge- w orden ist, einzutreten (Art. 48 ff. Vw VG ). 2.2 D ie Vorinstanz hat ihre ursprüngliche Verfügung am 1. Septem ber 2005 in Anw endung von Art. 58 Abs. 1 Vw VG teilw eise in W iedererw ägung gezo- gen (R eduktion der Einreisesperre auf 2 Jahre und Beschränkung auf das G ebiet der Schw eiz). G em äss Art. 58 Abs. 3 Vw VG setzt die Beschw erde- instanz die Behandlung der Beschw erde fort, sow eit diese durch die neue Verfügung der Vorinstanz nicht gegenstandslos gew orden ist. D ieses Vor- gehen entspricht – entgegen den Vorbringen des Beschw erdeführers – da- her den gesetzlichen Bestim m ungen und ist nicht zu beanstanden (vgl. BG E 126 III 85 E. 3). D em nach hat die Vorinstanz auch zu R echt die auf der Verfügung vom 1. Septem ber 2005 vorgedruckte R echtsm ittelbeleh- rung durchgestrichen. 3. M it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht kann die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Ü berschreitung oder M issbrauch des Er- m essens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb- lichen Sachverhaltes sow ie U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 49 Vw VG ). D as Bundesverw altungsgericht w endet im Beschw erdeverfahren das Bundesrecht von Am tes w egen an. Es ist gem äss Art. 62 Abs. 4 Vw VG an die Begründung der Begehren nicht gebunden und kann die Be- schw erde auch aus anderen als den geltend gem achten G ründen gut- heissen oder abw eisen. M assgebend ist grundsätzlich die Sach- und R echtslage zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. E. 1.2 des in BG E 129 II 215 teilw eise publizierten U rteils des Bundesgerichts 2A.451/2002 vom 28. M ärz 2003). 4. Vorab ist festzustellen, dass die Einreisesperre – w ie bereits erw ähnt – nur 5 noch auf das G ebiet der Schw eiz beschränkt ist und sich nicht m ehr auf das Fürstentum Liechtenstein erstreckt, w ie dies gem äss Art. 3 der Verein- barung vom 6. N ovem ber 1963 zw ischen dem Fürstentum Liechtenstein und der Schw eiz über die H andhabung der Frem denpolizei für D rittauslän- der im Fürstentum Liechtenstein und über die frem denpolizeiliche Zusam - m enarbeit (SR 0.142.115.143) grundsätzlich der Fall w äre. D ies ist darauf zurückzuführen, dass der Beschw erdeführer – zum indest zum Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung vom 1. Septem ber 2005 – in Liechtenstein noch ein Aufenthaltsrecht hatte. So sieht Art. 2 Bst. a der erw ähnten Ver- einbarung unter anderem vor, dass in der Schw eiz und in Liechtenstein er- teilte Aufenthalts- und N iederlassungsbew illigungen nur innerhalb der be- treffenden Landesgrenzen G eltung haben. 5. D ie eidgenössische Behörde kann über unerw ünschte Ausländer die Ein- reisesperre verhängen. Sie kann ferner, jedoch für höchstens drei Jahre, die Einreisesperre verhängen über Ausländer, die sich grobe oder m ehrfa- che Zuw iderhandlungen gegen frem denpolizeiliche oder andere gesetzli- che Bestim m ungen und gestützt darauf erlassene behördliche Verfügun- gen haben zuschulden kom m en lassen (Art. 13 Abs. 1 Satz 2 AN AG ). W ährend der Einreisesperre ist dem Ausländer jeder G renzübertritt ohne ausdrückliche Erm ächtigung der verfügenden Behörde untersagt (Art. 13 Abs. 1 Satz 3 AN AG ). Als "unerw ünscht" gelten Ausländer, die w egen eines Verbrechens oder Vergehens strafrechtlich verurteilt w orden sind oder deren sonstiges Ver- halten darauf schliessen lässt, dass sie nicht w illens respektive nicht fähig sind, sich an die geltende O rdnung zu halten. D ie Einreisesperre ist eine blosse Fernhaltem assnahm e; sie hat keinen pönalen C harakter, sondern w ill lediglich künftigen Störungen der öffentlichen Sicherheit und O rdnung vorbeugen (vgl. Verw altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 63.1 E. 12a f. m it w eiteren H inw eisen). 6. D er Sachverhalt, w elcher der Einreisesperre vom 1. Septem ber 2005 zu- grunde liegt, w ird vom Beschw erdeführer teilw eise bestritten. So behauptet er unter anderem , nur w egen Betäubungsm ittelkonsum s verurteilt w orden zu sein. Allein desw egen eine Einreisesperre zu verhängen, erscheine übertrieben und unangem essen. 6.1 Aus dem U rteil des Fürstlichen Landgerichts vom 26. Juli 2005 geht klar hervor, dass der Beschw erdeführer nicht nur w egen Konsum von M arihua- na und Kokain bestraft, sondern auch w egen Abgabe einer unbekannten M enge M arihuana an D rittpersonen (begangen zw ischen Septem ber 1999 und Septem ber 2004) schuldig gesprochen w urde, w as aus strafrechtlicher Sicht ein Vergehen darstellt. 6.2 Ausländische Straftäter, die durch Verbreitung von D rogen die G esundheit anderer gefährden oder beinträchtigen, sind w ährend einer gew issen Zeit von der Schw eiz fernzuhalten. D am it soll der w eiteren Ausbreitung des verbotenen H andels m it Betäubungsm itteln entgegengew irkt w erden. Auf- grund der Zunahm e solcher Straftaten ist zum Schutz der Allgem einheit durch eine kontinuierliche und strenge Verw altungspraxis zu verdeutlichen, 6 dass W iderhandlungen gegen das Betäubungsm ittelgesetz – insbesondere w enn es sich dabei nicht nur um Ü bertretungen handelt – m it Fernhalte- m assnahm en geahndet w erden. D er Schutz der öffentlichen Sicherheit und G esundheit ist dabei durch Abschreckung nicht nur des jew eiligen Straftäters, sondern auch anderer potenzieller R echtsbrecher w eit m öglich zu gew ährleisten. Auch w enn m an bei der Beurteilung des vorliegende Fal- les nur den Konsum von D rogen in Betracht ziehen w ürde, bedeutet dies keinesw egs, dass der Beschw erdeführer überhaupt keine G efahr für die öffentliche Sicherheit und G esundheit darstellte. D ie das M assnahm erecht handhabende Behörde hat die Frage, w ie schw er ein Fall w iegt, näm lich nach dem G esichtspunkt der G efahrenabw ehr zu beantw orten. Sinn und Zw eck einer Einreisesperre ist – w ie bereits gesagt – die W ahrung der öf- fentlichen O rdnung und Sicherheit. Beim Fernhaltegrund der U nerw ünscht- heit können ebenfalls G ründe der G eneralprävention entscheidend ins G e- w icht fallen, w enn über die Fernhaltem assnahm e und ihre D auer zu befin- den ist. D abei obliegt es den Behörden, dem zunehm enden D rogenm iss- brauch m it allen M itteln entgegegenzuw irken. D rogenkonsum enten bilden – neben den H ändlern – einen logisch notw endigen Bestandteil der D ro- genszene, an deren Bekäm pfung ein em inentes öffentliches Interesse be- steht. Bei dieser Sachlage besteht auch nur unter dem Aspekt des Kon- sum s von M arihuana und Kokain ein öffentliches Interesse an der Fernhal- tung des Verfügungsadressaten. U nabhängig davon, ob m an – w ie es die Vorinstanz getan hat – auch noch arm enpolizeiliche Erw ägungen berück- sichtigt, hat der Beschw erdeführer m it seinen W iderhandlungen gegen das Betäubungsm ittelgesetz dem nach den Fernhaltegrund der U nerw ünscht- heit im Sinne von Art. 13 Abs. 1 erster Satz AN AG gesetzt. 7. Es bleibt zu prüfen, ob die M assnahm e in richtiger Ausübung des Erm es- sens ergangen und angem essen ist. D er G rundsatz der Verhältnism ässig- keit steht dabei im Vordergrund. U nter diesem G esichtspunkt ist eine w er- tende Abw ägung vorzunehm en zw ischen dem öffentlichen Interesse an der M assnahm e einerseits und den von der M assnahm e beeinträchtigten privaten Interessen des Betroffenen andererseits (vgl. statt vieler U LR IC H H ÄFELIN / G EO R G M Ü LLE R / FELIX U H LM AN N , Allgem eines Verw altungsrecht, 5. Aufl., Zürich und St. G allen 2006, S. 127 f.). 7.1 D as öffentliche Interesse an einer Fernhaltung ergibt sich ohne w eiteres aus den obenstehenden Ausführungen. Zw ar gilt der Beschw erdeführer – w enn m an von seiner Verurteilung w egen D rogendelikten absieht – in strafrechtlicher H insicht als unbescholten. Erschw erend ist aber die w ie- derholte deliktische Tätigkeit beziehungsw eise die Begehung über einen längeren Tatzeitraum zu w erten. Entgegenstehende private Interessen an ungehinderten Einreisen in die Schw eiz w erden w eder geltend gem acht noch ergeben sich solche aus den Akten. 7.2 Bei dieser Interessenlage erw eist sich die auf zw ei Jahre befristete Einrei- sesperre als verhältnism ässig und den U m ständen angem essen, w eshalb die Frage, ob der Beschw erdeführer auch aus arm enpolizeilichen G ründen (Alim entenbevorschussung von Fr. 48'000.-- sow ie bestehende Pfändun- gen und Betreibungen im U m fang von Fr. 30'000.--) unerw ünscht und des-7 w egen von der Schw eiz fernzuhalten ist, offen gelassen w erden kann. 8. Aus den obenstehenden Erw ägungen folgt, dass die Verfügung vom 1. Septem ber 2005 im Lichte von Art. 49 Vw VG nicht zu beanstanden ist. D ie Beschw erde ist deshalb abzuw eisen, sow eit sie nicht gegenstandslos gew orden ist. 9. D em Ausgang des Verfahrens entsprechend w ird der unterliegende Be- schw erdeführer kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D a er m it seiner Be- schw erde teilw eise durchgedrungen ist (die Vorinstanz reduzierte die Ein- reisesperre um einen D rittel), sind ihm nur die erm ässigten Verfahrenskos- ten aufzuerlegen, w elche auf Fr. 500.-- festzusetzen sind (Art. 1, Art. 2 und Art 3 Bst. b des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). D em entsprechend ist ihm auch eine gekürzte Parteient- schädigung in der H öhe von Fr. 300.-- zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art. 7 Abs. 2 VG KE). D ispositiv Seite 88 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen, sow eit sie nicht gegenstandslos gew or- den ist. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 500.-- w erden dem Beschw erdeführer aufer- legt. D iesen Betrag hat der Beschw erdeführer innert 30 Tagen m it beilie- gendem Einzahlungsschein der G erichtskasse zu überw eisen. 3. D em Beschw erdeführer w ird zu Lasten der Vorinstanz für das vorliegende Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 300.-- zugesprochen. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (eingeschrieben; Beilage: Einzahlungsschein) - der Vorinstanz (eingeschrieben; Akten R ef-N r. 1 524 968 zurück) D er Kam m erpräsident: D er G erichtsschreiber: Antonio Im oberdorf R udolf G run Versand am :