<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, im Rahmen seiner Zuständigkeiten nach dem Sportförderungsgesetz (SpoFöG, SR 415.0) ein System zur Unterstützung von Spitzensportlerinnen und -sportlern zu schaffen, die am Ende ihrer Sportkarriere unter körperlichen oder psychischen Problemen leiden. Die Unterstützung sollte auch präventiven Charakter haben, damit sich die Athletinnen und Athleten bereits während ihrer Aktivzeit auf das Leben danach vorbereiten können.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist sich der speziellen Herausforderungen bewusst, mit denen Spitzensportlerinnen und -sportler während ihrer sportlichen Karriere sowie bei deren Abschluss konfrontiert sind. Unabhängig von der Frage, ob sich die verfassungsrechtliche Grundlage der Sportförderung (Art. 68 Abs. 1 BV) überhaupt auf Massnahmen zugunsten ehemaliger Spitzensportler erstreckt, ist er der Meinung, dass es nicht Aufgabe des Bundes ist, für sie ein besonderes Hilfesystem zur Bewältigung physischer oder psychischer Schwierigkeiten am Ende der sportlichen Laufbahn zu schaffen. Nach Ansicht des Bundesrates sollte es gar nicht erst zu derart gravierenden physischen und psychischen Problemen kommen.</p><p>Swiss Olympic als Dachverband der nationalen Sportverbände hat mit dem "Swiss Olympic Athlete Career Management" ein Angebot geschaffen, um insbesondere Spitzensportlerinnen und -sportler möglichst gut zu betreuen. Es umfasst Beratung und Unterstützung im Bereich Ausbildung, Beruf und Karrieremanagement während und nach der Sportkarriere. Diese Dienstleistungen stehen Spitzensportlerinnen und -sportlern bis zu zwei Jahre nach Abschluss der sportlichen Laufbahn kostenlos zur Verfügung.</p><p>Die Sportverbände wiederum lassen den Spitzenathletinnen und -athleten während ihrer Karriere eine umfassende sportmedizinische und -psychologische Betreuung zukommen, die mit privaten Dienstleistenden koordiniert ist. Diese Betreuung ist in den jeweiligen sportmedizinischen Konzepten der Verbände festgehalten. Swiss Olympic erlässt Minimalvorgaben und überprüft die Konzepte der Verbände periodisch. Zur Prävention von Unfällen und Verletzungen werden zudem spezielle Tools und Merkblätter der Fachstelle für Unfallverhütung bfu zur Verfügung gestellt. Die Koordination und Vermittlung von spezialisierten Personen, die psychologische Unterstützung im Sport bieten, wird durch die Swiss Association of Sport Psychology SASP wahrgenommen.</p><p>Das Bundesamt für Sport setzt in seinen Programmen auf Prävention und Gesundheitsförderung im Sport. Dies sind wichtige Themen, beispielsweise auf allen Aus- und Weiterbildungsstufen des Programms Jugend + Sport, aber auch in der Trainerbildung, die das Bundesamt gemeinsam mit Swiss Olympic führt.</p><p>Die Athletinnen und Athleten werden so in den verschiedenen Phasen ihrer sportlichen Karriere spezifisch und breit unterstützt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.