<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="file:///L:/LOGO/DOPPLEU3.BMP"/></p></td></tr><tr><td><p class="Standard berschrift1"><br/></p></td><td><p><span>IV.2005.00754</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p></p></td></tr></table><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Spitz als Einzelrichter</p><p>Gerichtssekretärin von Streng</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 30. Mai 2006</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span><span class="Standard StandardFett RubrumFett">, geb. 1995</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gesetzlich vertreten durch die Eltern </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Y.___</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> und </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Z.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA)</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unter Hinweis darauf,</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">dass die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">, geboren 1995, im Zusammenhang mit dem Geburtsgebrechen Ziffer 404 GgV-Anhang medizinische Massnahmen in Form einer Psychomotoriktherapie für die Zeit vom 1. September 2003 bis September 2005 zugesprochen hatte (Verfü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">gung vom 26. Februar 2004, Urk. 7/8),</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">dass die Eltern des Versicherten am 20. April 2005 den Antrag stellten, es seien die Kosten für den wöchentlichen Taxitransport des Versicherten in der Zeit vom April bis Juli 2005 zwischen seinem Wohnort in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> und der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> von Herrn </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> in </span><span id="_GoBack"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> von der Invali</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">denversicherung zu übernehmen (Urk. 7/4/3, vgl. Urk. 7/3), </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">dass die IV-Stelle mit Verfügung vom 9. Mai 2005 eine Übernahme der Trans</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">portkosten ablehnte und die dagegen erhobene Einsprache vom 26. Mai 2005 mit Entscheid vom 3. Juni 2005 abwies (Urk. 2, Urk. 7/3, Urk. 7/5), </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">dass die Eltern des Versicherten am 28. Juni 2005 dagegen Beschwerde einge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">reicht haben mit dem Antrag, der Entscheid sei aufzuheben und die Kosten für den Taxitransport des Versicherten zwischen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> in der Zeit vom 11. April bis 8. Juli 2005 in der Höhe von Fr. 350.-- (7 Hin- und Rückfahrten) seien von der Invalidenversicherung zu übernehmen, zumin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">dest sei ein Beitrag an diese Kosten zu gewähren (Urk. 1), </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">dass die IV-Stelle in der Beschwerdeantwort vom 30. August 2005 die Abwei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">sung der Beschwerde beantragte (Urk. 6),</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in Erwägung,</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span id="Text5"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">dass die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt, da der Streitwert Fr. 20'000.-- nicht übersteigt (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">,</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">dass gemäss Art. 51 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) die für die Durchführung von Eingliederungsmassnahmen notwendigen Reisekosten im Inland dem Versicherten vergütet werden, </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">dass gemäss Art. 90 Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) die Kosten vergütet werden, die den Preisen der öffentlichen Transport</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">mittel für Fahrten auf dem direkten Weg entsprechen, wenn der Versicherte we</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">gen Invalidität auf die Benützung eines anderen Transportmittels angewiesen ist, die daraus entstehenden Kosten ersetzt werden, </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">dass geringfügige Auslagen für Fahrten im Ortskreis nicht vergütet werden (Art. 90 Abs. 2 Satz 3 IVV),</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">dass nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung für die Beurteilung der (Un)Zumutbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel namentlich das Alter der versi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">cherten Person, der Gesundheitszustand, ein allenfalls unverhältnismässig grosser Zeitaufwand infolge schlechter Verkehrsbedingungen und die Länge des Weges massgeblich sind (Urteile des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">13. September 2002 in Sachen K., I. 506/01, und vom 25. Oktober 2002 in Sachen F., I 752/01 Erw. 2.3),</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">dass die IV-Stelle im angefochtenen Einspracheentscheid vom 3. Juni 2005 da</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">von ausging, dass dem Versicherten die Benützung der öffentlichen Verkehrs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">mittel für die Strecke zwischen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> zumutbar sei, da günstige Verkehrsverbindungen vorhanden seien und der Versicherte auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">grund seines Gesundheitszustandes und seines Alters in der Lage sei, die öffent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">lichen Verkehrsmittel selbständig zu benützen (Urk. 2, Urk. 7/5), </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">dass der von den Eltern dagegen geltend gemachte Einwand, bei einer Reise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln würden die Mittagspause oder der Schulbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">trieb tangiert, denn der Beginn der Therapiestunde sei jeweils auf Montag, 11.15 Uhr festgelegt worden, keinen Umstand darstellt, der eine Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu begründen vermöchte, und es darüber hinaus den Eltern un</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">benommen gewesen wäre, die Therapiestunde auf einen anderen Zeitpunkt, beispielsweise auf einen schulfreien Nachmittag zu verlegen, und daran auch ihr Vorbringen, wonach der einmal festgelegte Termin für alle Parteien der bestmögliche gewesen sei, nichts ändern kann (Urk. 1, Urk. 10), </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">dass der weitere Einwand der Eltern, sie hätten den Versicherten bisher immer selber mit dem Auto in die Therapie gebracht, ohne jegliche Kosten zu verrech</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">nen, obwohl ihnen solche zugestanden wären, im vorliegenden Verfahren, in welchem einzig die Reisekosten für die Zeit von April bis Juli 2005 zur Debatte stehen, nicht zu berücksichtigen ist, </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">dass die IV-Stelle im angefochtenen Einspracheentscheid vom 3. Juni 2005 da</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">mit zu Recht ausgeführt hat, dem Versicherten sei die Benützung der öffentli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">chen Verkehrsmittel zumutbar,</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">dass ein Anspruch des Versicherten auf Vergütung der Kosten für den Taxi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">transport damit ausgeschlossen ist, ein Anspruch des Versicherten dagegen auf Vergütung derjenigen Kosten, die bei Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel entstanden wären, besteht, zumal die Fahrten zwischen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> nicht im Sinne von Art. 90 Abs. 2 Satz 3 IVV „im Ortskreis“ statt finden,</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">dass der angefochtene Einspracheentscheid vom 3. Juni 2005 insoweit aufzuhe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ben und festzustellen ist, dass der Versicherte Anspruch auf die Vergütung der Reisekosten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hat, </span></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">erkennt der Einzelrichter:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der Sozialversi</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">cherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 3. Juni 2005 aufgeho</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">ben, und es wird festgestellt, dass der Beschwerdeführer im Sinne der Erwägungen Anspruch auf Vergütung der Reisekosten hat. </span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Y.___</span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"> und </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Z.___</span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"> </span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherung</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> seit der Zustellung beim Eidgenössi</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">schen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhof</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">quai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, so</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">weit die beschwerdeführende Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der EinzelrichterDie Gerichtssekretärin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>Spitzvon Streng</p><p><br/></p><p><br/></p><div><p> </p></div><p><br/></p><p><br/></p><p></p></div> </div></body></html>