B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-1074/2013 U r t e i l v o m 8. M ä r z 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichterin Gabriela Freihofer, mit Zustimmung von Richter Walter Stöckli; Gerichtsschreiber Simon Thurnheer. Parteien A._______, geboren am (…), Nigeria, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 20. Februar 2013 / N (…). E-1074/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass der Beschwerdeführer , nigerianischer Staatsangehöriger kathol - ischer Konfession, eigenen Angaben zufolge seinen Heimatstaat am 17. November 2012 auf dem Luftweg in Richtung einer ihm un bekannten europäischen Destination verliess , von dort auf dem Landweg noch am selben Tag illegal in die Schweiz gelangte und um Asyl nachsuchte, dass er im Empfangs - und Verfahrenszentru m (EVZ) B._______ am 21. November 2011 summarisch befragt und am 31. Januar 2013 in Bern- Wabern vertieft angehört wurde, wobei er bei beiden Befragungen sowie bereits anlässlich der Gesuchseinreichung dazu aufgefordert wurde, Identitätspapiere einzureichen, dass er weder Identitätsdokumente noch andere Beweismittel einreichte, dass er sein Gesuch im Wesentlichen damit begründete, er sei hierhe r- gekommen, um Arbeit zu finden, da er nicht das ganze Leben lang der Prostitution nachgehen wolle (vgl. A5/9 S. 6), dass er zur Prostitution gelangt sei, nachdem er einem Mann namens Mohamed, welcher im Laden seiner (…), wo er (…) habe, von seiner Ge- burtsstadt C._______ nach D._______ gefolgt sei, dass Mohammed, welcher ihm Arbeit versprochen habe, ihn sexuell aus- gebeutet und zur Prostitution gedrängt habe, dass er im Streit mit Mohammed, weil dieser versucht habe, ihn zum I s- lam zu bekehren, bei diesem ausgezogen sei, aber weiterhin als Prostit u- ierter gearbeitet habe, dass er von seinen Mitbewohnern verraten, von der Polizei festgeno m- men und nach zwei Tagen vor Gericht gestellt worden sei, dass er zur Amputation eines (…) (vgl. A12/16 S. 8) bzw. beider (…) (vgl. A5/9 S.6) verurteilt und ins Gefängnis geworfen worden sei, dass er dort erniedrigt worden sei, ihm aber die Flucht gelungen sei, dass er anschliessend nach E._______ gelangt sei, wo er weiterhin der Prostitution nachgegangen sei, E-1074/2013 Seite 3 dass er dort einen weissen Mann kennengelernt habe, welcher ihm zur Ausreise nach Europa geraten und diese sowohl organisiert als auch f i- nanziert habe, dass er zur Papierlosigkeit ausführte, nie ein Identitätspapier besessen und auch bei seinem Flug nach Europa keinen Ausweis vorgezeigt zu haben, dass das BFM mit Verfügung vom 20. Februar 2013 – eröffnet am 25. Februar 2013 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylg e- setzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug der Wegweisung anordnete, dass das BFM zur Begründung seines En tscheids im Wesentlichen a n- führte, obwohl der Beschwerdeführer sowohl bei seiner Gesuchseinre i- chung vom 17. November 2012 im EVZ B._______ schriftlich auf seine Pflicht, innert 48 Stunden Ausweispapiere vorzulegen, hingewiesen und anlässlich der Befragung im EVZ B._______ erneut zur Abgabe entspre- chender Dokumente aufgefordert worden sei, habe er bislang keine so l- chen abgegeben, dass er für seine Papierlosigkeit keine entschuldbaren Gründe habe glaubhaft machen können, dass nämlich die Aussage, er habe ni e Identitätspapiere besessen und solche im Umgang mit den heimatlichen Behörden nie benötigt, auf Grund der Verhältnisse in seinem Heimatstaat höchst zweifelhaft sei, dass er auch nicht habe plausibel machen können, wie er ohne Reisep a- piere an einem europäischen Flughafen habe einreisen können, dass zudem angesichts dessen, dass die Flugdestination d em Flugticket, dem Boardingpass und den Monitoren auf dem Flughafen und im Flu g- zeug entnommen werden könne und nicht nachvollziehbar sei, weshalb der weisse M ann, der ihm geholfen habe, die Flugdestination verheiml i- chen sollte, nicht geglaubt werden könne, dass sie ihm nicht bekannt sei, dass auf Grund seines Aussageverhaltens davon auszugehen sei, er sei unter Verletzung seiner Mitwirkungspflicht zwecks Vers chleierung seiner wahren Identität und zur Erschwerung oder Verunmöglichung eines allfäl-E-1074/2013 Seite 4 ligen Wegweisungsvollzugs nicht dazu bereit, seine Identitätspapiere vo r- zulegen, dass seine Vorbringen auf Grund zahlreicher Widersprüche und weiterer Unstimmigkeiten den Anforderungen von Art. 7 AsylG nicht standhielten, zumal er im EVZ angegeben habe, beide (…) sollten amputiert werden, während anlässlich der vertieften Anhörung lediglich von einem einzelnen (…) die Rede gewesen sei, und er im EVZ das Gefängnis benannt habe, anlässlich der vertieften Anhörung sich aber an dessen Name nicht mehr habe erinnern können, dass sein Vortrag überdies der allgemeinen Erfahrung , den Tatsachen und der Logik des Handelns widerspreche, wobei das BFM unter ande- rem monierte, entgegen dem Beschwerdeführer würden Christen nicht vor ein Scharia-Gericht gestellt, dass zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses auf Grund der Aktenlage nicht erforderlich seien, dass die Wegweisung die Regelfolge des Nichteintretens auf ein Asylg e- such sei, dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei, dass es sich beim Beschwerdeführer insbesondere um einen jungen g e- sunden Mann handle, der aus einem politisch stabilen Landesteil stam- me, dass der Beschwerdeführer mit handschriftlich ergänzter vorgedruckter Formular-Eingabe in englischer Sprache vom 28. Februar 2013 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei in materieller Hinsicht beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, die Flüchtlingseigenschaft sei anzuerkennen und ihm sei Asyl zu gewähren, aus serdem sei die Undurchführbarkeit des Wegwe i- sungsvollzugs festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen, dass er in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 des Verwaltungsverfa h- rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und eventuell Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ersuchte, ausserdem seien, im Sinne einer E-1074/2013 Seite 5 vorsorglichen Massnahme die Vollzugsbehörden anzuw eisen, die Ko n- taktaufnahme mit dem Heimatstaat sowie jede Weitergabe von Daten an denselben zu unterlassen, wobei der Beschwerdeführer über eine allfällig bereits erfolgte Kontaktaufnahme mit einer separaten Verfügung zu i n- formieren sei, dass er die vorgedruckte Formular-Eingabe lediglich im Vollzugspunkt um eine individuelle Begründung ergänzte, in der er darum ersuchte, für eine kurze Zeit ("little time") in der Schweiz verbleiben zu dürfen, aber ei n- räumte, die Schweiz verlassen und in seinen Hei matstaat ("my country") zurückkehren zu müssen, dass er seiner Eingabe eine aktuelle Fürsorgeabhängigkeitserklärung bei- legte, dass die vorinstanzlichen Akten am 4. März 2013 beim Bundesverwa l- tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), dass das Bundesverwaltu ngsgericht auf dem Gebiet des Asyls über B e- schwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM in der Regel – so auch vorliegend – endgültig entscheidet ( Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; A rt. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass Parteieingaben in Verfahren vor den Behörden des B undes in einer Amtssprache abzufassen sind (Art. 70 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101] und Art. 33a Abs. 1 VwVG), dass die Beschwerdeschrift vorliegend zwar nicht in einer Amts sprache verfasst ist, die Beschwerde aus verfahrensökonomischen Gründen j e- doch in der vorliegenden Form entgegenzunehmen ist, wobei der vorli e- gende Entscheid in deutscher Sprache ergeht (Art. 33a Abs. 2 VwVG i.V.m. Art. 37 VGG), E-1074/2013 Seite 6 dass somit auf die frist - und im Übrigen fo rmgerecht eingereichte B e- schwerde – vorbehältlich der nachfolgenden Erwägungen – einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserhebl ichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweis e- einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 11 1a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechselverzichtet wurde, dass der Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung z u- kommt (Art. 55 Abs. 1 VwVG), so dass auf den Antrag auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung mangels Rechtsschutzinteresses nicht einzutre- ten ist, dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu übe r- prüfen (Art. 32–35a AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwerd e- instanz grundsätzlich auf di e Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5 S. 116), dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintr e- tensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen mate- riellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die S a- che zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73 m.H.a. Entscheidungen und Mitteilungen der [vorm a- ligen] Schweizerischen Asylrekurskommission [ EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass folglich auf die Anträge, die Flüchtlingseigenschaft sei anzuerken- nen und dem Beschwerdeführer sei Asyl zu gewähren, nicht einzutreten ist, E-1074/2013 Seite 7 dass indessen im Falle des Nichteintretens auf ein Asylgesuch gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.), dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfahren ungeachtet der vorzunehmenden Überprüfung eines formellen Nicht - eintretensentscheides auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgegen - stand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73), dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mat e- riell geprüft hat, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt, dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG), dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asyls u- chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b Asyl G) oder sich auf Grund der A n- hörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flücht- lingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), dass der Beschwerdeführer, wie nachfolgend aufzuzeigen ist, keine en t- schuldbaren Gründe für die Nichtabgabe eines beweistauglichen Ident i- tätsdokuments (vgl. BVGE 2007/7 E. 4 -6) innerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen seines Asylgesuchs glaubhaft zu machen vermag (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG; vgl. BVGE 2010/2 E. 5 und 6, BVGE 2007/8 E. 3.2), dass seine Aussage, er habe nie eine Identitätskarte, einen Reisepass oder einen and ern Identitätsausweis besessen, nicht geglaubt werden kann, da seine Schilderungen des Reisewegs und der Reiseumstände (er habe nämlich seine Reise von Nigeria in die Schweiz gänzlich ohne Vor- zeigen eines Identitätsdokuments und ohne irgendwelche Kosten seine r- seits angetreten und habe nicht einmal gewusst, in welches europäisches Land er geflogen sei ), wie das BFM zu Recht und mit zutreffender B e-E-1074/2013 Seite 8 gründung festgestellt hat, nicht plausibel sind, wobei sich daraus schlie s- sen lässt, dass er seinen Heimatstaat auf eine andere als die von ihm ge- schilderte Weise verlassen hat und nach Europa gelangt ist, dass sein Aussageverhalten darauf schliessen lässt – auch darin ist der Vorinstanz zu folgen –, dass er unter Verletzung seiner Mitwirkungspflicht seine Reise- und Identitätspapiere zwecks Verschleierung seiner wahre n Identität und zur Erschwerung bzw. Verunmöglichung eines allfälligen Wegweisungsvollzugs nicht vorzulegen bereit ist, was nicht einem en t- schuldbaren Grund entspricht, dass im vorliegenden Fall auf Grund der Aktenlage, wie sie sich nach den Befragungen de s Beschwerdeführers präsentiert, unter Verzicht auf z u- sätzliche tatbestandliche oder rechtliche Abklärungen im Rahmen einer bloss summarischen Prüfung der Schluss gezogen werden konnte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft offenkundi g nicht, (Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG; vgl. BVGE 2009/50 E. 6 -8 S. 725-733 und E. 10 S. 733-737, BVGE 2007/8 E. 5.5. und 5.6.), dass dem BFM nämlich darin zuzustimmen ist, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers die Anforderungen von Art. 7 AsylG nicht erfüllen, dass insbesondere der Widerspruch bezüglich der Anzahl (…), die g e- mäss Gerichtsurteil angeblich amputiert werden sollen, schwer wiegt, da angesichts der Schwere des angedrohten Eingriffs zu erwarten wäre, dass sich der Beschwerdeführer an d en Inhalt des Urteils präzise eri n- nern würde, dass nicht glaubhaft ist, dass er das Urteil nicht in schriftlicher Form e r- halten habe, dass ebenso wenig nachvollziehbar ist, weswegen der Beschwerdeführer sich an der Anhörung an den Namen des Gefängnisses n icht mehr eri n- nern sollte, dass seine Glaubwürdigkeit auf Grund der unglaubhaften Reiseschild e- rungen zudem zweifelhaft ist, dass im Übrigen auf die entsprechenden Ausführungen der Vorinstanz zu verweisen ist, E-1074/2013 Seite 9 dass die angebliche Verurteilung und die Flu cht aus dem Gefängnis au s- serdem für die Ausreise aus Nigeria weder zeitlich noch sachlich kausal sind, da er eigenen Angaben zufolge in einer andern Stadt weiterhin der Prostitution nachgegangen ist, bis ihn ein weisser Mann zur Ausreise ver- leitet und diese organisiert und finanziert habe, dass seine Vorbringen aus diesen Gründen und angesichts des im EVZ protokollierten Gesuchsgrunds, er wolle nicht sein Leben lang der Prost i- tution nachgehen, sondern eine andere Arbeit finden, zudem auch nicht asylrelevant sind, dass in der Beschwerdeschrift keine Auseinandersetzung mit den vor - instanzlichen Erwägungen erfolgt und auch keine neuen Vorbringen ge l- tend gemacht werden, weshalb es sich erübrigt, darauf näher einzug e- hen, dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein solches in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewill i- gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen b e- steht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass bezüglich der Geltendmachung v on Wegweisungshindernissen g e- mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche B e- weisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist und andernfalls wenigs- tens glaubhaft zu machen, dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder E-1074/2013 Seite 10 des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwu n- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 Asy lG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non - Refoulement im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet, dass auch keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behan d- lung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunftsland droht, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass weder die allgemein e Lage im Heimat staat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorlie- gend zumutbar ist, zumal es sich beim Beschwerdeführer um einen ju n- gen, ledigen und gesunden Mann handelt, der aus einem politisch stab i- len Landesteil stammt und über Arbeitserfahrung im (…) verfügt, dass der Vollzug der Wegweisung dem Beschwerdeführer in den Heimat- staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshinderniss e bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG) und es ihm obliegt, bei der Beschaffung gültiger Rei- sepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG ; vgl. dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 - 515), E-1074/2013 Seite 11 dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder una n- gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist, dass der Antrag auf Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses mit dem vorliegenden Direktentscheid hinfällig geworden ist, dass sich die gestellten Rechtsbegehren nach dem Gesagten als au s- sichtslos erweisen, weshalb d ie Gesuche um Gewährung der unentgeltli- chen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG – ungeachtet einer allenfalls bestehenden prozessualen Bedürftigkeit – abzuweisen sind, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.- (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). dass der Antrag, die zuständige Behörde sei vorsorglich anzuweisen, die Kontaktaufnahme mit dem Heimatstaat sowie jegliche Datenweitergabe an denselben zu unterlassen, gemäss Art. 97 Abs. 2 AsylG abzuweisen ist, dass aus den Akten keine Hinweise auf eine bereits erfolgte Datenweite r- gabe zu entnehmen sind, so dass der Antrag, eine allfällig erfolgte D a- tenweitergabe sei offenzulegen, gegenstandslos ist. (Dispositiv nächste Seite) E-1074/2013 Seite 12 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG werden abgewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: Gabriela Freihofer Simon Thurnheer Versand: