A bteilung IV D -4790/2007 {T 0/2} U rte il v o m 2 6 . S e p te m b e r 2 0 0 7 R ichterin N ina Spälti G iannakitsas (Vorsitz), R ichter Kurt G ysi, R ichter G érard Scherrer, G erichtsschreiberin C onstance Leisinger. X._______, geboren _______, Türkei, zzt. Aufenthalt in D eutschland, vertreten durch Frau Edith H ofm ann, _______ Beschw erdeführer, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Verfügungen vom 13. M ärz 2006 und 27. Juni 2007 i.S. Bew illigung der W iedereinreise in die Schw eiz und Erlöschen der vorläufigen Aufnahm e. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandD -4790/2007 Sachverhalt: A . D er Beschw erdeführer w urde m it Verfügung vom BFM am 25. Januar 2001 als Flüchtling im Sinne von A rt. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) anerkannt; hingegen w urde ein Asylaus- schlussgrund im Sinne von A rt. 53 AsylG für gegeben erachtet und das Asylgesuch des Beschw erdeführers abgelehnt. In der Folge w urde der Beschw erdeführer w egen U nzulässigkeit des W egw eisungsvollzu- ges in der Schw eiz vorläufig aufgenom m en. D ie Verfügung erw uchs unangefochten in R echtskraft. G estützt auf das Abkom m en vom 28. Juli 1951 über die R echtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) w urde dem Beschw erdeführer ein bis zum 19. Juli 2005 gül- tiger R eiseausw eis ausgestellt. B . Am 19. Juni 2005 reiste der Beschw erdeführer m it besagtem R eise- ausw eis zunächst in die N iederlande und später nach D eutschland, w o er am 22. Juni 2005 w egen Verstosses gegen das Betäubungsm ittel- gesetz verhaftet und am 7. D ezem ber 2005 vom Landgericht A- _______ zu einer zu vollziehenden Freiheitsstrafe von 3 Jahren und sechs M onaten verurteilt w urde. D ie Strafe verbüsst der Beschw erdeführer in der Justizvollzugsanstalt B._______ beziehungsw eise nunm ehr JVA C ._______ (D eutschland). Ein G esuch des Beschw erdeführers an die Schw eizerischen Behörden vom 5. Januar 2006, in w elchem er um Strafverbüssung in der Schw eiz ersuchte, w urde m it Schreiben des Schw eizerischen G eneralkonsulats D ._______ vom 17. Januar 2006 abgew iesen. C . M it einer an die Frem denpolizei Y._______ gerichteten Schreiben vom 13. M ärz 2006 stellte das BFM fest, dass die dem Beschw erdeführer in der Schw eiz erteilte vorläufige Aufnahm e gem äss A rt. 14b Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer (AN AG , SR 142.20) erloschen sei. Im Einzelnen w urde ausgeführt, gem äss genannter Vorschrift erlösche die vorläufige Aufnahm e bei freiw illiger Ausreise oder Erhalt einer Aufent- haltsbew illigung. H ingegen könne A rt. 14b Abs. 2 AN AG nicht zur An- w endung gelangen, w enn die vorläufig aufgenom m ene Person über ein vom BFM ausgestelltes R ückreisevisum gem äss A rt. 5 der Verord- nung vom 27. O ktober 2004 über die Ausstellung von R eisedokum en- S eite 2D -4790/2007 ten für ausländische Personen (R DV, SR 143.5) oder über einen gülti- gen R eiseausw eis für Flüchtlinge gem äss A rt. 3 R D V verfügen w ürde. D a der R eiseausw eis des Beschw erdeführers am 19. Juli 2005 abge- laufen sei, seien die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt und die vor- läufige Aufnahm e erloschen, w eshalb der Beschw erdeführer keine Be- rechtigung m ehr zur Einreise in die Schw eiz habe. Es liege daher an den deutschen Behörden, über den w eiteren Verbleib des Beschw er- deführers in D eutschland nach Ablauf der Freiheitsstrafe zu befinden. Zu diesem Zw eck w urden die heim atlichen Ausw eisschriften des Be- schw erdeführers den deutschen Behörden zugestellt und der Auslän- derausw eis (Status F) sow ie der R eiseausw eis für Flüchtlinge über das schw eizerische G eneralkonsulat in D ._______ zurückgefordert. Beide Ausw eise befinden sich in den Akten. D ie Verfügung w urde an die Frem denpolizei Y._______ adressiert und w ar m it keiner R echtsm ittelbelehrung versehen. Eine Kopie der Verfügung w urde dem Schw eizerischen G eneralkonsulat in D ._______ zugestellt, m it der Bit- te, den Beschw erdeführer zu inform ieren, dass sein Aufenthaltsstatus in der Schw eiz sow ie die Einreiseberechtigung in die Schw eiz erlo- schen sei und die R egelung seines w eiteren Verbleibs in D eutschland nach Ablauf der H aftstrafe in der Kom petenz der deutschen Behörden liege. D ie vorinstanzliche Verfügung w urde vom Beschw erdeführer nicht angefochten. D . M it Eingabe vom 23. M ai 2007 ersuchte die im selben M onat m anda- tierte R echtsvertreterin um "w iedererw ägungsw eise" vorläufige Auf- nahm e des Beschw erdeführers in der Schw eiz sow ie um G estattung der W iedereinreise nach Verbüssung der in D eutschland verhängten H aftstrafe in die Schw eiz. In diesem Zusam m enhang w urde darum er- sucht, den R eiseausw eis des Beschw erdeführers zu diesem Zw eck zu verlängern beziehungsw eise einen neuen R eiseausw eis auszustellen. E. M it Verfügung vom 27. Juni 2007 w ies das BFM das G esuch vom 23. M ai 2007 ab. Zur Begründung w urde unter Verw eis auf die Fest- stellungsverfügung vom 13. M ärz 2006 ausgeführt, es sei unbestritten, dass der Beschw erdeführer nicht m ehr in der Schw eiz w eile sondern sich seit Juni 2005 in D eutschland im Strafvollzug befinde. Es liege m ithin ein gesetzlicher E rlöschensgrund vor. D ie vorläufige Aufnahm e sei m it der nachw eislich erfolgten freiw illigen Ausreise des Beschw er- deführers in die N iederlande bzw . D eutschland und dem darauffolgen- S eite 3D -4790/2007 den Ablauf der G ültigkeitsdauer des R eiseausw eises für Flüchtlinge erloschen. Es bedürfe hierfür keines Aufhebungsentscheides gem äss A rt. 14b Abs. 2 AN AG . D ie Eingabe vom 23. M ai 2007 enthalte keine neuen und erheblichen Sachverhaltselem ente, die das m it Verfügung vom 13. M ärz 2006 festgestellte Erlöschen der vorläufigen Aufnahm e in einem anderen Licht erscheinen lassen könnten. Im H inblick auf die Argum entation in der Eingabe, es bestehe w eiterhin die Flüchtlingsei- genschaft des Beschw erdeführers, w urde seitens des BFM ausge- führt, aufgrund des Erlöschens der vorläufigen Aufnahm e liege kein rechtskräftiger Entscheid des BFM m ehr vor, der sich über die form elle Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft des Beschw erdeführers aus- sprechen w ürde. Vielm ehr sei es Sache der deutschen Behörden, über die M odalitäten der W eiterreise oder des Aufenthaltes zu entscheiden, w eshalb die E rteilung einer Einreisebew illigung zw ecks Anordnung der vorläufigen Aufnahm e m angels Aufenthaltsstatus respektive rechts- kräftiger W egw eisung abzulehnen sei. F. M it Beschw erde vom 13. Juli 2007 beantragte der Beschw erdeführer respektive seine R echtsvertreterin beim Bundesverw altungsgericht die Verfügung des BFM vom 27. Juni 2007 sei aufzuheben, der Beschw er- deführer sei als Flüchtling anzuerkennen und ihm sei die vorläufige Aufnahm e in der Schw eiz zu gew ähren. Im übrigen sei festzustellen, dass D eutschland es bisher unterlassen habe, dem Beschw erdeführer eine Aufenthaltsbew illigung zu erteilen. Zur U nterm auerung der Be- schw erde w urden ein Schreiben der in D eutschland verpflichteten R echtsvertreterin vom 28. M ai 2007, ein Schreiben des Landrates des Kreises K._______ vom 14. Juni 2006 sow ie die Europäische Vereinbarung vom 16. O ktober 1980 über den Ü bergang der Verantw ortung für Flüchtlinge (SR 0.142.305) zu den Akten gereicht. G . M it Zw ischenverfügung des Bundesverw altungsgerichts vom 26. Juli 2007 w urde festgestellt, dass die m it vorinstanzlicher Verfügung vom 25. Januar 2001 festgestellte und in der Folge in R echtskraft erw ach- sene Flüchtlingseigenschaft m angels Vorliegen eines vorinstanzlichen Aufhebungsentscheids w eiterhin Bestand habe und Prüfungsgegen- stand des vorliegenden Beschw erdeverfahrens die Verfügungen der Vorinstanz vom 13. M ärz 2006 und 27. Juni 2007 sow ie insbesondere die Frage bilden, ob das BFM zutreffend im H inblick auf die m it Verfü- gung vom 25. Januar 2001 angeordnete vorläufige Aufnahm e einen S eite 4D -4790/2007 Erlöschenstatbestand gestützt auf A rt. 14b Abs. 2 AN AG festgestellt hat. H . M it Vernehm lassung vom 27. Juli 2007 hielt die Vorinstanz an ihren Er- w ägungen fest und beantragte die Abw eisung der Beschw erde. Ergän- zend verw ies sie dabei auf A rt. 4 der Europäische Vereinbarung über den Ü bergang der Verantw ortung für Flüchtlinge (Europäische Verein- barung), w onach ein Flüchtling zw ar im Erststaat auf einfaches Ersu- chen des Zw eitstaates hin w ieder aufzunehm en sei, selbst w enn des- sen R eiseausw eis abgelaufen sei, dies jedoch voraussetze, dass die- ses Ersuchen seitens des Zw eitstaates innerhalb von sechs M onaten nach Ablauf des R eiseausw eises gestellt w erde. I. D ie Vernehm lassung w urde dem Beschw erdeführer respektive seiner R echtsvertreterin am 2. August 2007 zur Kenntnis gebracht unter Frist- setzung zur Einreichung einer allfälligen Stellungnahm e. J. Eine entsprechende R eplik der R echtsvertreterin datiert vom 16. Au- gust 2007. Im Zusam m enhang m it dieser Eingabe w urden verschiede- ne Bew eism ittel zu den Akten gereicht, so ein Schreiben des Be- schw erdeführers vom 11. August 2007, ein Schreiben des Schw eizeri- schen G eneralkonsulates D ._______ vom 17. Januar 2006 sow ie eine an den Beschw erdeführer gerichtete Einladung zur m ündlichen Anhö- rung vom 25. Juli 2007. K . M it einer Eingabe vom 4. Septem ber 2007 teilte die R echtsvertreterin des Beschw erdeführers m it, dass eine H aftentlassung und anschlie- ssende Ausschaffung des Beschw erdeführers aus D eutschland unm it- telbar bevor stünde. In diesem Zusam m enhang w urde eine Verfügung des R egierungspräsidium s M ._______ vom 8. August 2007 zu den Ak- ten gereicht. L. M it Zw ischenverfügung vom 7. Septem ber 2007 w urden der Vorinstanz die Eingaben der Beschw erdepartei vom 16. August und 4. Septem ber 2007 sam t Beilagen zur Kenntnis gebracht und die Vorinstanz ersucht, bis zum 12. Septem ber zu den genannten Eingaben Stellung zu neh- m en, insbesondere zu der Frage, ob D eutschland die Verantw ortung S eite 5D -4790/2007 für den Beschw erdeführer als anerkannten Flüchtling erklärt hat oder, sofern dies nicht der Fall sei, ein Verfahren nach A rt. 15 der Europäi- schen Vereinbarung eingeleitet bzw . durchgeführt w orden sei. M . Eine entsprechende Stellungnahm e der Vorinstanz datiert vom 12. Septem ber 2007 und w urde der R echtsvertreterin des Beschw er- deführers am 14. Septem ber 2007 zur Kenntnis gebracht. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. G em äss A rt. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw er- den gegen Verfügungen nach A rt. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D e- zem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), so- fern keine Ausnahm e nach A rt. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gel- ten die in A rt. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz; das Bundesverw al- tungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (A rt. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG , SR 142.31]; A rt. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.119]). 2. M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden (A rt. 106 Abs. 1 AsylG ). 3. Eine w esentliche Bedeutung kom m t im vorliegenden Beschw erdever- fahren der Frage nach dem konkreten Anfechtungsgegenstand zu. 3.1 Am 13. M ärz 2006 stellt die Vorinstanz im Schreiben an die Aus- länderbehörde fest, die vorläufige Aufnahm e des Beschw erdeführers sei erloschen. W eder w urde der Beschw erdeführer dabei als Verfü- gungsadressat bezeichnet noch enthielt dieses Schreiben eine R echtsm ittelbelehrung. S eite 6D -4790/2007 3.2 D er Beschw erdeführer beziehungsw eise seine R echtsvertreterin m achen in der Eingabe vom 23. M ai 2007 geltend, der Beschw erde- führer sei w iederum in der Schw eiz als Flüchtling anzuerkennen und ihm sei die vorläufige Aufnahm e in der Schw eiz zu gew ähren. D abei w ird nicht prim är eine seit dem 13. M ärz 2006 veränderte Sachlage vorgebracht sondern beinhaltet die Eingabe vor allem Ausführungen zur inhaltlichen Fehlerhaftigkeit der vorinstanzlichen Verfügung vom 13. M ärz 2006. Sinngem äss w urde in der Eingabe vom 23. M ai 2007 daher um Aufhebung der genannten Feststellungsverfügung bezie- hungsw eise um W iedereinsetzung in den früheren R echtszustand er- sucht. D ie Vorinstanz hat sich in ihrem Entscheid vom 27. Juni 2007 m it der als "W iedererw ägungsgesuch" bezeichneten Eingabe vom 23. M ai 2007 auseinandergesetzt und dabei ausgeführt, diese Eingabe enthalte keine neuen und erheblichen Sachverhaltselem ente, die das m it Verfügung vom 13. M ärz 2006 festgestellte Erlöschen der vorläufi- gen Aufnahm e in einem anderen Licht erscheinen lassen könnten. D as G esuch vom 23. M ai 2007 w urde in der Folge im R ahm en einer an- fechtbaren Verfügung m it entsprechender R echtsm ittelbelehrung "ab- gew iesen, sow eit darauf einzutreten ist". 3.3 G eht m an nun davon aus, w ie das offenbar beim BFM der Fall ist, dass es sich bei der Feststellungsverfügung vom 13. M ärz 2006 auf- grund seiner rein deklaratorischen W irkung um keine anfechtbare Ver- fügung im Sinne von A rt. 5 Vw VG handle, w äre das entsprechende Vorgehen grundsätzlich nicht zu beanstanden. D iesfalls könnte dem Schreiben vom 13. M ärz 2006 keine gestalterische W irkung zukom - m en beziehungsw eise hätte eine solche Feststellung keinen autoritati- ven, anordnenden C harakter und w ürde m angels Verfügungsqualität auch nicht in R echtskraft erw achsen. W ill die Person diese Feststel- lung bestreiten, hat sie zunächst an das BFM zu gelangen, um die W iedereinsetzung in den früheren R echtszustand zu beantragen. Erst ein Entscheid, der dieses G esuch abw eist, w äre tauglicher Anfech- tungsgegenstand (vgl. dazu ausführlich Entscheide und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission in EM AR K 2000 N r. 25). U nter den gegebenen U m ständen w äre vorliegend erst die Verfügung vom 27. Juni 2007 anfechtbar, m it der die Vorinstanz es ablehnt, den Flüchtling in seinen früheren R echtszustand w ieder einzusetzen. 3.4 D as Bundesverw altungsgericht geht im Folgenden jedoch davon aus, dass es sich bereits bei der Feststellung des E rlöschens der vor- läufigen Aufnahm e vom 13. M ärz 2006 um eine Verfügung im Sinne S eite 7D -4790/2007 von A rt. 5 Vw VG handelte. Zw ar w ird m it dem Schreiben vom 13. M ärz 2006 der rechtliche Status des Beschw erdeführers festgestellt, w ie er nach Auffassung des BFM schon vor Erlass der Verfügung und ohne Zutun derselben bestanden hat. Es liegt dam it aber eine Feststellungsverfügung im Sinne von A rt. 25 Vw VG vor, w elche nach A rt. 44 Vw VG ebenso der Beschw erde unterliegt w ie G estaltungs- und Leistungsverfügungen (vgl. EM AR K 2005 N r. 3; Kölz/H äner, Verw altungsverfahren und Verw altungsrechtspflege des Bundes, 2. überarbeitete Auflage, Zürich 1998, R z. 483). Aufgrund der nachfolgenden Erw ägungen handelt es sich jedoch um eine Verfügung, die w egen Form m ängeln nicht in R echtskraft erw achsen ist und dam it trotz des langen Zeitablaufs nach w ie vor als Beschw erdeobjekt taugt. 3.4.1 G em äss A rt. 35 Abs. 1 Vw VG ist eine Verfügung m it einer R echtsm ittelbelehrung zu versehen. Zu diesem Zw eck m uss sie ge- m äss A rt. 35 Abs. 2 Vw VG das zulässige ordentliche R echtsm ittel, die R echtsm ittelinstanz und die R echtsm ittelfrist nennen. D ie in Frage ste- hende Verfügung ist daher bereits m angels R echtsm ittelbelehrung m it einem M angel behaftet, aus dem dem Beschw erdeführer prinzipiell kein R echtsnachteil erw achsen darf (vgl. A rt. 38 Vw VG ). 3.4.2 G em äss A rt. 34 Abs. 1 Vw VG ist eine Verfügung dem Verfü- gungsadressaten sodann schriftlich zu eröffnen. D ie Schriftlichkeit ist G ültigkeitserfordernis, da sie die Klarheit über die R echte und Pflich- ten der Betroffenen fördert und dam it der R echtssicherheit dient, denn sie gibt der betroffenen Person als Parteirecht die M öglichkeit, von der sie betreffenden Verfügung Kenntnis zu nehm en und die ihr zustehen- den R echtsm ittel zu ergreifen. W enn auch eine ausdrückliche R ege- lung im Verw altungsverfahrensgesetz zur Frage der rechtsgenüglichen Eröffnung von Verfügungen fehlt, erfolgt eine solche in der R egel durch persönliche Zustellung, d.h. Ü bergabe der schriftlichen Verfügung an den Adressaten, oder m ündlich in dessen Anw esenheit. Eine Eröff- nung der angefochtenen Verfügung im genannten Sinn erfolgte an den Beschw erdeführer nicht. So w urde der Beschw erdeführer in der Verfü- gung w eder als Adressat ausgew iesen noch im Verteiler der Verfügung aufgeführt und ergibt sich aus den Akten sodann, dass der Beschw er- deführer durch das schw eizerische G eneralkonsulat D ._______ über das E rlöschen seiner vorläufigen Aufnahm e in der Schw eiz lediglich inform iert w urde, ohne dass ihm die besagte Verfügung übergeben w urde. D ie Folge einer nicht oder m angelhaft erfolgten Eröffnung er- S eite 8D -4790/2007 gibt sich ebenfalls aus A rt. 38 Vw VG . Ein Fristenlauf w ird aufgrund des G rundsatzes, dass dem Beschw erdeführer kein N achteil aus einem solchen von ihm nicht verschuldeten M angel erw achsen darf, grund- sätzlich solange nicht ausgelöst, bis die ordentliche Eröffnung erfolgt ist. Bis dahin kom m t der Verfügung keine form elle R echtskraft zu und kann einer Anfechtung die abgelaufene Frist nicht entgegengehalten w erden. D ie dam it entstehende W irkung nähert sich m ithin den Folgen der N ichtigkeit einer Verfügung. 3.4.3 Zw ar kann eine m angelhafte Verfügung nicht w ährend beliebig langer Zeit an die Beschw erdeinstanz w eitergezogen w erden, sondern es stehen sich R echtsschutzinteresse und R echtssicherheit einander gegenüber, w obei als R ichtschnur für die Beurteilung in dieser Frage der G rundsatz von Treu und G lauben dient. Jedoch kom m t die Be- schw erdeinstanz unter Abw ägung säm tlicher U m stände vorliegend zu dem Schluss, dass dem Beschw erdeführer insbesondere angesichts der unklaren R echtsnatur einer Feststellungsverfügung keine N achläs- sigkeit vorgew orfen w erden kann, w elche die m angelhafte Verfügung aufw iegen könnte. D ie Verfügung des BFM vom 13. M ärz 2006 ist m it- hin aufgrund ihrer groben Fehlerhaftigkeit nicht in R echtskraft erw ach- sen und m ithin nach w ie vor anfechtbar. 3.5 D ie Eingabe vom 23. M ai 2007 stellt som it eine form - und fristge- rechte Beschw erde gegen die Verfügung des BFM vom 13. M ärz 2006 im Sinne von A rt. 6 AsylG i.V.m . A rt. 48 und 50 ff. Vw VG dar. D ass die Vorinstanz die bei ihr eingereichte Eingabe vom 27. M ai 2007 als "W ie- dererw ägungsgesuch" entgegengenom m en und einer Prüfung unter- zogen hat, w ar aufgrund der gegebenen U m stände konsequent und stellt für den Beschw erdeführer auch keinen R echtsnachteil dar, da daraus kein Verlust einer R echtm ittelinstanz folgt. Auf die besagte Ein- gabe, die als Beschw erde gegen die Verfügung des BFM vom 13. M ärz 2006 anzunehm en ist, ist daher unter Einschränkung der nachfolgen- den Erw ägung einzutreten; die vorinstanzliche Verfügung vom 27. Juni 2007 erw eist sich hingegen als gegenstandslos. 3.6 N icht einzutreten ist auf den Antrag, dem Beschw erdeführer sei die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen. W ie bereits in der Verfügung vom 26. Juli 2007 festgestellt, haben die schw eizerischen Behörden den Beschw erdeführer m it Verfügung vom 25. Januar 2001 als Flücht- ling im Sinne von A rt. 3 AsylG anerkannt. Eine Aberkennung der Flüchtlingseigenschaft - die nur im R ahm en der strengen Vorausset- S eite 9D -4790/2007 zungen von A rt. 63 Abs. 1 AsylG m öglich ist - w urde bis anhin von der Vorinstanz nicht verfügt. D ie Flüchtlingseigenschaft des Beschw erde- führers besteht som it w eiterhin und unabhängig von der Frage des Er- löschens seiner vorläufigen Aufnahm e. Auch aus anderen G ründen kann kein Erlöschen der Flüchtlingseigenschaft des Beschw erdefüh- rers festgestellt w erden. Zw ar erlischt der Anspruch auf einen R eise- ausw eis für Flüchtlinge, der gestützt auf A rt. 28 FK ausgestellt w ird, m it dem rechtskräftigen Entscheid über die Aberkennung des Flücht- lingsstatus. Jedoch geht m it einem allfälligen Ü bergang der Verantw or- tung für den Flüchtling auf einen anderen Vertragsstaat keinesfalls der Verlust der Flüchtlingseigenschaft einher. D ies ergibt sich zum einen aus dem W ortlaut des § 11 des Anhang der FK in Verbindung m it A rt. 28 FK (Ausstellung des R eisedokum ents für Flüchtlinge). 4. Im Folgenden ist zu prüfen, ob das BFM in seiner Verfügung vom 13. M ärz 2006 das Erlöschen der am 25. Januar 2001 erteilten vorläu- figen Aufnahm e zutreffend festgestellt und in der Folge die W iederein- reise und Aufenthaltsgestattung in der Schw eiz verw ehrt hat. 4.1 D as BFM stützt sich in seiner Verfügung auf A rt. 14b Abs. 2 AN AG , gem äss w elchem eine vorläufige Aufnahm e erlischt, "w enn der Ausländer freiw illig ausreist oder eine Aufenthaltsbew illigung erhält". D as BFM hielt dabei selber fest, dass A rt. 14b Abs. 2 AN AG nicht an- w endbar ist, w enn die vorläufig aufgenom m ene Person über einen gül- tigen R eiseausw eis für Flüchtlinge verfügt. H ingegen ist unter einer freiw illigen Ausreise auch die Ausreise in einen D rittstaat zu verste- hen, der bereit oder verpflichtet ist, die betroffene Person aufzuneh- m en. D er Beschw erdeführer hat sich im vorliegenden Fall m it seinem zum dam aligen Zeitpunkt noch gültigen R eiseausw eis für Flüchtlinge frei- w illig nach D eutschland begeben, dies jedoch entsprechend seiner ei- genen Ausführungen lediglich vorübergehend und nicht zum dauern- den Verbleib. 4.2 D ie Vorinstanz beruft sich in der Anw endung von A rt. 14b Abs. 2 AN AG auf die Europäische Vereinbarung über den Ü bergang der Ver- antw ortung für Flüchtlinge. W as diese beinhaltet soll im Folgenden kurz dargestellt w erden: G rundsätzlich ist festzustellen, dass für Per- sonen, die nach der G enfer Flüchtlingskonvention als Flüchtling aner- S eite 10D -4790/2007 kannt w urden und in einen anderen Staat reisen, um sich dort nieder- zulassen, verschiedene internationale und europäische Vereinbarun- gen G eltung entfalten, die den Ü bergang der Verantw ortung für Flücht- linge regeln. Zentrale Vorschrift in diesem Zusam m enhang ist A rt. 28 FK über den R eiseausw eis für Flüchtlinge. N ach dieser R egelung w ird der Ausweis von dem Vertragsstaat der FK ausgestellt, in w elchem sich der Flüchtling rechtm ässig aufhält. D er Ausw eis soll dem Flücht- ling dabei als Passersatz dienen, um auch R eisen ausserhalb des G e- bietes des rechtm ässigen Aufenthaltes vornehm en zu können. A rt. 28 FK verw eist sodann auf die besonderen Bestim m ungen im Anhang zur Konvention, die auf die Ausw eise Anw endung finden. W ichtige R ege- lungen hinsichtlich des Ü berganges der Verantw ortung für den Flücht- ling enthält § 6 Abs. 1 des Anhangs, der bestim m t, dass für die E rneuerung und Verlängerung der G eltungsdauer des Flüchtlingsaus- w eises die ausstellende Behörde zuständig ist, solange der Inhaber sich nicht in einem anderen G ebiet niedergelassen hat und sich recht- m ässig auf dem G ebiet der Behörde aufhält. Im H inblick auf einen Ü bergang der Verantw ortung für den Flüchtling bestim m t § 11 des An- hangs, dass bei einem W ohnortw echsel des Flüchtlings oder w enn sich dieser rechtm ässig im G ebiet eines anderen Vertragsstaates nie- derlässt, die Verantw ortung für die Ausstellung eines neuen Ausw eises gem äss A rt. 28 FK auf die zuständige Behörde desjenigen G ebietes übergeht, bei w elchem der Flüchtling seinen Antrag zu stellen berech- tigt ist. Zur Konkretisierung dieser Vorschriften dient das Europäische Ü bereinkom m en über den Ü bergang der Verantw ortung für Flüchtlinge vom 16. O ktober 1980. Anlass für das Abkom m en w ar die unterschied- liche Auslegung des A rtikel 28 FK und der Bestim m ungen im Anhang zur Konvention durch die Vertragsstaaten. So ist den §§ 6 und 11 des Anhanges nicht eindeutig zu entnehm en, w as unter rechtm ässiger W ohnsitznahm e oder N iederlassung zu verstehen ist. D ie sich daraus ergebenden praktischen Problem e sollen durch die einheitliche R ege- lung in der genannten Europäischen Vereinbarung über den Ü bergang der Verantw ortung für Flüchtlinge, w elche von der Schw eiz am 13. Ja- nuar 1986 und von D eutschland am 25. Januar 1995 ratifiziert w urden, ausgeräum t w erden. 4.3 In Anw endung von A rt. 28 FK i.V.m . § 11 des Anhangs zur FK und A rt. 2 und 4 des Europäischen Ü bereinkom m ens über den Ü bergang der Verantw ortung für Flüchtlinge könnte sich daher im konkreten Fall eine Verpflichtung D eutschlands ergeben, dem Beschw erdeführer ei- nen R eiseausw eis im Sinne von A rt. 28 FK auszustellen, m it allen sich S eite 11D -4790/2007 daraus ergebenden Folgen. N am entlich w äre dem Beschw erdeführer in D eutschland ein Aufenthaltsrecht aufgrund seines Flüchtlingsstatus im Sinne der G enfer Konvention zu gew ähren. D ies hätte zur Folge, dass dem Beschw erdeführer in der Schw eiz ein aus seiner Flücht- lingseigenschaft abgeleitetes Aufenthaltsrecht nicht m ehr zustünde, da sich lediglich die Verantw ortlichkeit eines Staates begründen lässt. So- fern also eine Verantw ortung den Beschw erdeführer betreffend auf D eutschland übergegangen ist, könnte die Vorinstanz sich in einer konkretisierenden Auslegung zutreffend auf A rt. 14b Abs. 2 AN AG ge- stützt und ein Erlöschen der vorläufigen Aufnahm e festgestellt haben. Sollte hingegen die Verantw ortung für den Flüchtling nach w ie vor bei der Schw eiz liegen, w äre die W iedereinreise zu bew illigen und die vor- läufige Aufnahm e kann dam it nicht im Sinne von A rt. 14b Abs. 2 AN AG erloschen sein. 4.3.1 Zentrale Frage ist dem nach, ob eine Verpflichtung D eutschlands auch tatsächlich besteht und von den Vertragsparteien in diesem Sin- ne auch festgestellt w urde. G em äss § 11 des Anhangs zur FK geht die Zuständigkeit für einen Flüchtling auf einen anderen Staat über, w enn der Ausländer seinen W ohnort w echselt oder sich rechtm ässig im G ebiet eines anderen Ver- tragsstaates der FK niederlässt. D er Zuständigkeitsübergang w ird kon- kretisiert durch die bereits m ehrfach zitierte Europäische Vereinbarung über den Ü bergang der Verantw ortung für Flüchtlinge. A rt. 2 der Euro- päischen Vereinbarung bestim m t, in w elchen Fällen die Zuständigkeit für die E rneuerung des R eiseausw eises auf einen anderen Staat, den so genannten Zw eitstaat übergeht. D ies ist der Fall, w enn der Flücht- ling sich w ährend eines Zeitraum es von zw ei Jahren tatsächlich und ununterbrochen im Zw eitstaat m it Zustim m ung von dessen Behörden aufgehalten hat, oder zu einem früheren Zeitpunkt, w enn der Zw eit- staat dem Flüchtling gestattet hat, ständig oder über die G ültigkeits- dauer des R eiseausw eises hinaus, in seinem H oheitsgebiet zu blei- ben. Zw ar hält sich der Beschw erdeführer bereits seit seiner Festnah- m e am 22. Juni 2005 und m ithin seit m ehr als zw ei Jahren ununterbro- chen in D eutschland auf. H ingegen ergibt sich aus A rt. 2 Abs. 2 Bst. b der Europäischen Vereinbarung, dass bei der Berechnung des oben genannten Zeitraum es die D auer einer Inhaftierung, die im Zusam - m enhang m it einer strafrechtlichen Verurteilung steht, nicht einzurech- nen ist. M it dieser Ausnahm e dürfte dem U m stand R echnung getragen w orden sein, dass der Aufenthalt im Zw eitstaat generell auf der freiw il- ligen G ew ährung eines Aufenthaltsrechts durch den Zw eitstaat basiert. S eite 12D -4790/2007 Aus A rt. 4 Abs. 1 der Europäischen Vereinbarung ergibt sich sodann, dass der Flüchtling jederzeit im H oheitsgebiet des Erststaates w ieder aufzunehm en ist, solange der Ü bergang der Verantw ortung nach A rt. 2 Abs. 1 und 2 nicht erfolgt ist. Vorliegend könnte sich allerdings aus A rt. 2 Abs. 3 i.V.m . A rt. 4 Abs. 1 S. 2 der Europäischen Vereinbarung trotz des lediglich auf einen Strafvollzug begründeten Aufenthaltes eine Ver- antw ortung der Bundesrepublik D eutschland aus dem U m stand erge- ben, dass die G ültigkeit des dem Beschw erdeführer ursprünglich von der Schw eiz ausgestellten R eiseausw eises am 19. Juli 2005 abgelau- fen ist. Eine W iederaufnahm e im Erststaat setzt näm lich voraus, dass ein entsprechendes Ersuchen seitens des Zw eitstaates innerhalb von 6 M onaten nach Ablauf des R eiseausw eises beim Erststaat gestellt w ird. D ie Folge die sich für den Zw eitstaat ergibt, w enn er innerhalb der genannten Frist ein solches G esuch nicht stellt, ergibt sich aus A rt. 2 Abs. 2 der genannten Vereinbarung. D anach gilt ein Ü bergang der Verantw ortung auf den Zw eitstaat als erfolgt, w enn die W iederaufnah- m e im Erststaat aufgrund von A rt. 4 nicht m ehr verlangt w erden kann. 4.3.2 G em äss A rt. 5 Abs. 2 der Vereinbarung teilt der Zw eitstaat dem Erststaat den Ü bergang der Verantw ortung m it. Eine solche M itteilung seitens der D eutschen Behörden ist entsprechend der Stellungnahm e des BFM vom 11. Septem ber 2007 bisher nicht erfolgt. 4.3.3 Ebenso w enig hat nach Auskunft der Vorinstanz vom 11. Sep- tem ber 2007 eine Verständigung im Sinne von A rt. 7 der Vereinbarung zur Frage der konkreten Anw endung und darüber, ob die Verantw or- tung für den Beschw erdeführer zw ischenzeitlich auf D eutschland über- gegangen ist, stattgefunden. D as bedeutet, ein Ü bergang der Verant- w ortung auf D eutschland als Zw eitstaat ist bisher nicht explizit festge- stellt w orden. Jedoch ergibt sich aus dem W ortlaut der Vereinbarung ganz klar, dass eine entsprechende Auseinandersetzung über diese Frage durch die zuständigen Behörden im Sinne von A rt. 7 der Verein- barung stattzufinden hat. 4.3.4 Für den Fall der Streitigkeit zw ischen den Vertragsparteien sieht A rt. 15 der Vereinbarung sodann ein entsprechendes Verfahren vor. G em äss A rt. 15. Abs. 1 w erden Streitigkeiten bezüglich der Auslegung und Anw endung dieser Vereinbarung durch direkte Absprache zw i- schen den zuständigen Verw altungsbehörden und - w enn notw endig - auf diplom atischem W ege geregelt. Aus Abs. 2 der besagten Vorschrift ergibt sich, dass jede Streitigkeit zw ischen den Vertragsparteien be- S eite 13D -4790/2007 züglich der Auslegung oder Anw endung dieser Vereinbarung, die nicht durch Verhandlungen oder m it anderen M itteln beigelegt w erden konn- te, auf Antrag einer an der Streitigkeit beteiligten Vertragspartei einem Schiedsgerichtsverfahren unterw orfen w ird, dessen Ausgestaltung ebenfalls in A rt. 15 Abs. 2 der Vereinbarung geregelt ist. Es obliegt m it- hin nicht dem Bundesverw altungsgericht festzustellen, auf w elchen Staat die Verantw ortung für den Beschw erdeführer übergegangen ist, sondern die zuständigen politischen Behörden haben ein entsprechen- des Verfahren nach A rt. 7 oder A rt. 15 der Vereinbarung einzuleiten. 4.4 D a ein solches Verfahren bisher nicht durchgeführt w urde, steht auch nicht fest, ob die prinzipiell der Schw eiz obliegende Verantw or- tung nach A rt. 28 FK auf D eutschland übergegangen ist und hat sich das BFM zu U nrecht auf einen Ü bergang der Verantw ortung auf D eutschland berufen. D ie angefochtene Feststellungsverfügung stützt sich daher auf eine unzureichende Sachverhaltsdarstellung und ist m ithin aufzuheben. D ie Beschw erde ist gutzuheissen, sow eit auf diese einzutreten w ar. 5. 5.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben (A rt. 63 Abs. 1 Vw VG ). 5.2 D em Beschw erdeführer ist sodann vom BFM für das Beschw erde- verfahren in Anw endung von A rt. 7 Abs. 1 i.V.m . A rt. 8, 9 und 14 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädi- gungen vor dem Bundesverw altungsgericht (VG KE, SR 173.320.2) für die ihm erw achsenen notw endigen Vertretungskosten eine Parteient- schädigung auszurichten. D ie R echtsvertreterin des Beschw erdefüh- rers hat keine Kostenennote zu den Akten gereicht. D er Aufw and lässt sich vorliegend jedoch zuverlässig abschätzen. Insgesam t erscheint im vorliegenden Verfahren unter Berücksichtigung der in Betracht zu zie- henden Bem essungsfaktoren eine Parteientschädigung von insgesam t Fr. 1'000.-- als angem essen. (D ispositiv nächste Seite) S eite 14D -4790/2007 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird gutgeheissen, sow eit darauf einzutreten w ar. 2. D ie Verfügung des BFM vom 13. M ärz 2006 w ird aufgehoben. 3. D ie Verfügung des BFM vom 27. Juni 2007 erw eist sich als gegen- standslos. 4. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. 5. D as BFM hat dem Beschw erdeführer für das Verfahren vor dem Bun- desverw altungsgericht eine Parteientschädigung in H öhe von Fr. 1'000.-- zu entrichten. 6. D ieses U rteil geht an: - die R echtsvertreterin des Beschw erdeführers (Einschreiben) - die Vorinstanz in Kopie (R ef-N r. N _______) - (kantonale Behörde) D ie vorsitzende R ichterin: D ie G erichtsschreiberin: N ina Spälti G iannakitsas C onstance Leisinger Versand: S eite 15