<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2003.00011</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107228&amp;W10_KEY=13013572&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2003.00011</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.05.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung für die Steuerperiode 1.1. - 31.12.2000</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Rückstellungen Grossreparaturen einer Wohnbaugenossenschaft müssen dem Erneuerungsfonds belastet werden und dürfen nicht als laufender Unterhalt aufwandwirksam verbucht werden (E. 2); Steuerrückstellungen werden nur bei entsprechender Verbuchung gewährt. Eine die Rückstellung übersteigende Steuerschuld stellt geschäftsmässig begründeten Aufwand im Geschäftsjahr der Rechtskraft der Einschätzung dar (E. 3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN">ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFWAND">AUFWAND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: BESTEUERUNG DER JURISTISCHEN PERSONEN">BESTEUERUNG DER JURISTISCHEN PERSONEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERNEUERUNGSFONDS">ERNEUERUNGSFONDS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINNÃTZIGKEIT">GEMEINNÃTZIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESCHÃFTSMÃSSIG BEGRÃNDET">GESCHÃFTSMÃSSIG BEGRÃNDET</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GROSSREPARATUR">GROSSREPARATUR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NOVENVERBOT">NOVENVERBOT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PAUSCHALIERUNG">PAUSCHALIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PAUSCHALRÃCKSTELLUNG">PAUSCHALRÃCKSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKSTELLUNG">RÃCKSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STEUERRÃCKSTELLUNG">STEUERRÃCKSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUBSTANZIIERUNG">SUBSTANZIIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERHALT">UNTERHALT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEISUNG">WEISUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOHNBAUGENOSSENSCHAFT">WOHNBAUGENOSSENSCHAFT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 64 lit. I StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Die Genossenschaft X. ist EigentÃ¼merin von rund ... Wohnungen und EinfamilienhÃ¤usern im Kanton ZÃ¼rich. In der SteuererklÃ¤rung 2000 deklarierte sie einen steuerbaren Reingewinn von Fr. ... und ein steuerbares Eigenkapital von Fr. ... </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Nach DurchfÃ¼hrung eines Auflageverfahrens schÃ¤tzte der SteuerkommissÃ¤r die Pflichtige fÃ¼r die Steuerperiode 1.1. - 31.12.2000 mit einem steuerbaren Reingewinn von Fr. ... und einem steuerbaren Eigenkapital von Fr. ... ein, indem er sowohl beim Reingewinn als auch beim Eigenkapital die Position "Ausserordentlicher Aufwand, Instandhaltung â Nachholbedarf" in der HÃ¶he von Fr. 1'510'289.75 aufrechnete. Seiner Ansicht nach hÃ¤tte dieser Betrag dem vorhandenen Erneuerungsfonds belastet werden mÃ¼ssen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Eine dagegen gerichtete Einsprache wies das kantonale Steueramt am 15. Juli 2002 ab.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Den Rekurs der Pflichtigen, mit dem sie deklarationsgemÃ¤sse EinschÃ¤tzung beantragte, hiess die Steuerrekurskommission I am 20. Dezember 2002 teilweise gut und setzte den steuerbaren Reingewinn auf Fr. ... und das steuerbare Eigenkapital auf Fr. ... fest.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Am 12. Februar liess die Pflichtige Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben und beantragte, der steuerbare Ertrag sei mit Fr. ... und das steuerbare Kapital mit Fr. ... zu veranlagen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen. Eventualiter sei eine entsprechende RÃ¼ckstellung fÃ¼r die zusÃ¤tzlich resultierenden Steuern zu gewÃ¤hren.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Steuerrekurskommission und das kantonale Steueramt beantragten Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Das Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sachverhalt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das von der Rekurskommission in Ãbereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf Angemessenheit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekursinstanz zu setzen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts erstreckt sich lediglich auf rechtsverletzende Ermessensfehler, d.h. auf ErmessensÃ¼berschreitung und auf Ermessensmissbrauch.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Ihr Ermessen Ã¼berschreitet die BehÃ¶rde, wenn sie den Rahmen des ihr gesetzlich zustehenden Ermessens verlÃ¤sst, indem sie nach Ermessen entscheidet, obwohl ihr das Gesetz kein solches einrÃ¤umt. Ein Ermessensmissbrauch liegt vor, wenn die BehÃ¶rde das Ermessen zwar im gesetzlich vorgegebenen Rahmen ausÃ¼bt, dieses aber unter sachfremden Gesichtspunkten oder in Missachtung allgemeiner Rechtsprinzipien betÃ¤tigt; das ist insbesondere der Fall, wenn die ErmessensbetÃ¤tigung als unhaltbar, als willkÃ¼rlich und rechtsungleich erscheint (RB 1999 Nr. 147). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) FÃ¼r das Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht gilt das Novenverbot. FÃ¼r das Verwaltungsgericht ist somit die gleiche Aktenlage massgebend wie fÃ¼r die Rekurskommission. Tatsachen oder Beweismittel, die nicht spÃ¤testens im Rekursverfahren behauptet bzw. vorgelegt oder angerufen worden sind, dÃ¼rfen infolgedessen im Beschwerdeverfahren grundsÃ¤tzlich nicht nachgebracht werden (RB 1999 Nrn. 149 und 150; Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼rcher Steuergesetz, ZÃ¼rich 1999, § 153 N. 43).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. Der steuerbare Reingewinn einer juristischen Person berechnet sich nach § 64 Abs. 1 StG aufgrund des Saldos der Erfolgsrechnung, erhÃ¶ht um die vor Berechnung des Saldos der Erfolgsrechnung ausgeschiedenen Teile des GeschÃ¤ftsergebnisses, die nicht zur Deckung von geschÃ¤ftsmÃ¤ssig begrÃ¼ndeten Aufwendungen verwendet werden, wie unter anderen geschÃ¤ftsmÃ¤ssig nicht begrÃ¼ndete Abschreibungen und RÃ¼ckstellungen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Die bei der Ermittlung des steuerbaren Reingewinns steuerlich zu berÃ¼cksichtigenden RÃ¼ckstellungen dienen dazu, einer GeschÃ¤ftsperiode ein tatsÃ¤chlich oder zumindest wahrscheinlich verursachter, in seiner HÃ¶he aber noch nicht genau bekannter Aufwand oder Verlust, der erst in einer spÃ¤teren Periode geldmÃ¤ssig verwirklicht wird, gewinnmindernd anzurechnen (Richner/Frei/Kaufmann, § 64 N. 64). Die RÃ¼ckstellung darf denjenigen Betrag nicht Ã¼bersteigen, mit dessen Beanspruchung nach allen UmstÃ¤nden und pflichtgemÃ¤sser SchÃ¤tzung gerechnet werden muss und der bereits im fraglichen GeschÃ¤ftsjahr eine entsprechende Belastung des GeschÃ¤ftsergebnisses bewirkt. Massgeblicher Beurteilungszeitpunkt ist dabei grundsÃ¤tzlich der Bilanzstichtag, wobei aber alle bis zum Zeitpunkt der Bilanzerrichtung erhaltenen Informationen in den Jahresrechnungen verwertet werden dÃ¼rfen (RB 1986 Nr. 41). Aufgrund des provisorischen Charakters von RÃ¼ckstellungen bedarf es einer Abrechnung im Zeitpunkt, in dem sich die erwartete VermÃ¶genseinbusse tatsÃ¤chlich verwirklicht oder die Verlustgefahr ganz oder teilweise wegfÃ¤llt (RB 1981 Nr. 61). Bestehende RÃ¼ckstellungen sind an jedem Bilanzstichtag neu zu beurteilen. Aufgrund der Neubeurteilung werden sie erhÃ¶ht, beibehalten oder aufgelÃ¶st.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Tatsachen, die RÃ¼ckstellungen als geschÃ¤ftsmÃ¤ssig begrÃ¼ndet erscheinen lassen, sind steuermindernd und deshalb vom Steuerpflichtigen nachzuweisen (RB 1975 Nr. 55). Um die Beurteilung der geschÃ¤ftsmÃ¤ssigen BegrÃ¼ndetheit von geltend gemachten Wertberichtigungen zu ermÃ¶glichen, ist der Steuerpflichtige kraft der ihn treffenden gesetzlichen Obliegenheiten gehalten, an der AbklÃ¤rung der solchen Aufwendungen zu Grunde liegenden Tatsachen mitzuwirken, wobei er fÃ¼r deren Verwirklichung beweisbelastet ist (vgl. RB 1987 Nr. 35). Insbesondere hat er spÃ¤testens vor Rekurskommission binnen der Rekursfrist eine substanzierte Sachdarstellung vorzutragen und die Beweismittel fÃ¼r deren Richtigkeit beizubringen oder zumindest unter genauer Bezeichnung anzubieten. Substanziert ist die Sachdarstellung dann, wenn aus ihr Art, Motiv und Rechtsgrund der geltend gemachten Aufwendungen in der Weise hervorgehen, dass bereits gestÃ¼tzt darauf â aber unter Vorbehalt der Beweiserhebung â die rechtliche Beurteilung der geschÃ¤ftsmÃ¤ssigen BegrÃ¼ndetheit mÃ¶glich ist. Fehlt es an einer in diesem Sinn genÃ¼genden Substanzierung, so hat die Rekurskommission von sich aus keine Untersuchung zu fÃ¼hren, um sich die erforderlichen Grundlagen zu beschaffen. Diesfalls hat eine Beweisabnahme zu unterbleiben mit der Wirkung, dass der Nachweis der geschÃ¤ftsmÃ¤ssigen BegrÃ¼ndetheit von Aufwendungen zu Ungunsten des hierfÃ¼r beweisbelasteten Steuerpflichtigen als misslungen zu betrachten ist. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die EinschÃ¤tzungspraxis weicht davon insoweit ab, als sie gewisse RÃ¼ckstellungen pauschal, das heisst ohne Nachweis der geschÃ¤ftsmÃ¤ssigen BegrÃ¼ndetheit, zum erfolgswirksamen Abzug zulÃ¤sst. Dieses Vorgehen rechtfertigt sich vorab in der sachgerechten Ãberlegung, dass finanzielle Risiken bzw. Entwertungen des GeschÃ¤ftsvermÃ¶gens nach den Erfahrungen des GeschÃ¤ftslebens in gewissem Mass fortlaufend drohen und sich verwirklichen. Zugleich dient die Pauschalierung der in der Massenverwaltung besonders gebotenen Geringhaltung des behÃ¶rdlichen Aufwands und ist sie schliesslich auch fÃ¼r den Pflichtigen von erheblichem praktischem Nutzen, weil sie ihn von dem ihm obliegenden Nachweis von Tatsachen, welche RÃ¼ckstellungen oder Wertberichtigungen als geschÃ¤ftsmÃ¤ssig begrÃ¼ndet erscheinen lassen, in gewissem Umfang entbindet. Wird eine solche Pauschalen Ã¼bersteigende RÃ¼ckstellung oder Wertberichtigung beansprucht, so muss diese nach dem Prinzip der Einzelangabe in ihrer gesamten HÃ¶he spezifiziert und nachgewiesen werden. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Die Weisung der Finanzdirektion zur EinschÃ¤tzung von Baugenossenschaften vom 6. April 1992 (aZStB IA Nr. 23/66) lÃ¤sst Einlagen in den Erneuerungsfonds als RÃ¼ckstellungen fÃ¼r Grossreparaturen (Erneuerungen) zu, solange die jÃ¤hrliche Gesamteinlage einschliesslich der gutgeschriebenen Zinsen den Betrag von ¾ % der GebÃ¤udeversicherungssumme per Ende des betreffenden GeschÃ¤ftsjahrs nicht Ã¼bersteigt und der gesamte Erneuerungsfonds 10 % der GebÃ¤udeversicherungssumme nicht Ã¼bersteigt (Ziff. 2). Werden Grossreparaturen zweckwidrig nicht dem Erneuerungsfonds belastet, ist der entsprechende Teil der RÃ¼ckstellung zu besteuern (Ziff. 3 Satz 2). Vorliegend besteht fÃ¼r das Verwaltungsgericht kein Anlass, von der Weisung der Finanzdirektion abzuweichen, wurde doch auch nicht behauptet, die Weisung sei gesetzeswidrig.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Die Pflichtige macht geltend, dass sie als gemeinnÃ¼tzige Wohnbaugenossenschaft nicht der Weisung der Finanzdirektion unterstehe; diese gelte nur fÃ¼r gewÃ¶hnliche Baugenossenschaften. GemeinnÃ¼tzigkeit im steuerrechtlichen Sinn hat fÃ¼r juristische Personen die Steuerbefreiung von Gewinn und Kapital zur Folge (§ 61 lit. f StG). Sie setzt indessen UneigennÃ¼tzigkeit voraus, die einer Wohnbaugenossenschaft als Selbsthilfeorganisation fehlt. Damit gelten fÃ¼r die Pflichtige die gewÃ¶hnlichen Bestimmungen fÃ¼r die Besteuerung juristischer Personen einschliesslich der dazu erlassenen Weisungen. Da die Weisung der Finanzdirektion nach Inkrafttreten des aktuellen Steuergesetzes nicht aufgehoben wurde und inhaltlich nicht im Widerspruch dazu steht, hat sie entgegen der Ansicht der Pflichtigen weiterhin GÃ¼ltigkeit.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die AusfÃ¼hrungen der Pflichtigen zur WohnbaufÃ¶rderungsverordnung vom 9. Dezember 1998 und dem Reglement Ã¼ber das Rechnungswesen der von der Stadt ZÃ¼rich unterstÃ¼tzten WohnungstrÃ¤ger vom 2. Dezember 1992 sind ohnehin unbehelflich, da vorliegend nicht die HÃ¶he der jÃ¤hrlichen Einlage in den Erneuerungsfonds umstritten ist, sondern, ob die als Aufwand verbuchten Kosten von Fr. 1'474'822.75 dem Erneuerungsfonds belastet werden mÃ¼ssen, d.h. ob in deren HÃ¶he die RÃ¼ckstellung aufzulÃ¶sen ist. In diesem Zusammenhang auch keine Rolle spielen das Motiv fÃ¼r die von der Pflichtigen getÃ¤tigten Buchungen und die Instandsetzungsplanung 2001-2020 der Firma C.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Wie schon die Rekurskommission zutreffend ausgefÃ¼hrt hat, entstehen nicht erst dann stille â zu versteuernde â Reserven, wenn eine RÃ¼ckstellung Ã¼berhaupt nicht benÃ¶tigt wird, sondern bereits dann, wenn die RÃ¼ckstellung nicht im Zeitpunkt der tatsÃ¤chlichen VermÃ¶genseinbusse aufgelÃ¶st wird, fÃ¼r welche die RÃ¼ckstellung gebildet wurde. Da es sich beim Erneuerungsfonds bis zu einem gewissen Grad um eine PauschalrÃ¼ckstellung fÃ¼r eine Bandbreite von Kostenrisiken â sog. Grossreparaturen â handelt, muss anhand seines Zwecks im Einzelfall entschieden werden, welche Ausgaben Ã¼ber ihn abgerechnet werden mÃ¼ssen. GrundsÃ¤tzlich erweckt die Pflichtige mit der Verbuchung der umstrittenen Fr. 1'474'822.75 als "Ausserordentlicher Aufwand, Instandhaltung â Nachholbedarf" selbst den Eindruck, dass es sich dabei, entgegen ihrer eventuellen Behauptung, nicht um periodisch anfallenden gewÃ¶hnlichen Unterhalt handelt. FÃ¼r die Beurteilung der einzelnen Posten kann auf die zutreffenden ErwÃ¤gungen der Rekurskommission verwiesen werden (vgl. § 161 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976). Die zusÃ¤tzlichen tatsÃ¤chlichen AusfÃ¼hrungen der Pflichtigen in der Beschwerdeschrift kÃ¶nnen wegen des Novenverbots vor Verwaltungsgericht nicht mehr berÃ¼cksichtigt werden. Die Vorinstanz hat anhand der ihr vorliegenden Informationen detailliert ausgefÃ¼hrt, welche Ausgaben als Grossreparaturen, die nur in relativ langen zeitlichen AbstÃ¤nden zu tÃ¤tigen sind und regelmÃ¤ssig grÃ¶ssere Kosten verursachen, im Sinn der Weisung der Finanzdirektion zu betrachten sind. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Wenn die Pflichtige sich auf die WohnbaufÃ¶rderungsverordnung beruft, verkennt sie, dass diese nur fÃ¼r Subventionsobjekte gilt, und ausserdem aufgrund der unterschiedlichen Zielsetzung von WohnbaufÃ¶rderung und Steuergesetzgebung jeweils eine andere Beweislastverteilung besteht. WÃ¤hrend gemÃ¤ss WohnbaufÃ¶rderungsverordnung Entnahmen aus dem Erneuerungsfonds nachgewiesen werden mÃ¼ssen, sind im Steuerrecht steuermindernde Belastungen der Erfolgsrechnung nachzuweisen. Die Pflichtige hat auch nicht behauptet, dass ihr im Rahmen der WohnbaufÃ¶rderung die Abrechnung der umstrittenen Ausgaben Ã¼ber den Erneuerungsfonds verweigert worden wÃ¤re, weshalb die SteuerbehÃ¶rden sich dazu nicht in Widerspruch setzen dÃ¼rften. Indem die Pflichtige es unterlassen hat, substanzierte AusfÃ¼hrungen zu den einzelnen Ausgaben zu machen, muss sie die Folgen der Beweislosigkeit tragen, d.h. es wird davon ausgegangen, dass es sich um Grossreparaturen handelte, welche nicht der Erfolgsrechnung, sondern dem Erneuerungsfonds belastet werden mÃ¼ssen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">SinngemÃ¤ss ruft die Pflichtige den Vertrauensschutz aufgrund EinschÃ¤tzungen frÃ¼herer Steuerperioden an. Indessen sind Steuerveranlagungen keine individuellen und konkreten Zusicherungen der BehÃ¶rde, die zwingende Voraussetzung fÃ¼r die GewÃ¤hrung des Vertrauensschutzes sind. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Die von der Pflichtigen eventualiter beantragte RÃ¼ckstellung fÃ¼r die zusÃ¤tzlichen, durch die Aufrechnung verursachten Steuern kann nicht gewÃ¤hrt werden, da SteuerrÃ¼ckstellungen nur dann abzugsfÃ¤hig sind, wenn sie verbucht und offen ausgewiesen werden (RB 1999 Nr. 141 E. 2). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Bei den periodischen Steuern wird die Steuerschuld mit rechtskrÃ¤ftiger EinschÃ¤tzung verbindlich festgesetzt. Weil dies im System der Postnumerandobesteuerung mit Gegenwartsbemessung erst nach Ablauf des betreffenden Kalenderjahrs geschieht, ist im entsprechenden GeschÃ¤ftsjahr fÃ¼r die wahrscheinliche Steuerschuld eine RÃ¼ckstellung zu bilden. Entgegen der Ansicht der Steuerrekurskommission (vgl. StE B 72.14.2 Nr. 29) geht das Verwaltungsgericht davon aus, dass angesichts der provisorischen Natur von RÃ¼ckstellungen eine Verpflichtung â also auch eine Steuerschuld â, welche die dafÃ¼r gebildete RÃ¼ckstellung Ã¼bersteigt, im nicht gedeckten Betrag geschÃ¤ftsmÃ¤ssig begrÃ¼ndeten Aufwand darstellt (vgl. RB 1999 Nr. 141). Dies entspricht der Pflicht zur (erfolgswirksamen) AuflÃ¶sung einer RÃ¼ckstellung, wenn diese sich im Nachhinein als ungerechtfertigt bzw. zu hoch herausstellt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. ...</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><a id="Text12"></a>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="MsoNormal">2. ...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>