<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2023-03-09-2C_9-2023.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2C_9/2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 9. März 2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Aubry Girardin, Präsidentin, </div> <div class="para">Bundesrichter Donzallaz, </div> <div class="para">Bundesrichterin Ryter, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Quinto. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">1. A.A.________, </div> <div class="para">2. B.A.________, wohnhaft im Kosovo, </div> <div class="para">3. C.A.________, wohnhaft im Kosovo, </div> <div class="para">4. D.A.________, wohnhaft im Kosovo, </div> <div class="para">5. E.A.________, wohnhaft im Kosovo, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para">alle vertreten durch Herrn Sandro Sosio, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Migrationsamt des Kantons Zürich, </div> <div class="para">Berninastrasse 45, 8090 Zürich, </div> <div class="para">Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich, Neumühlequai 10, 8090 Zürich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen (Wiedererwägungsgesuch), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, 4. Abteilung, vom 29. November 2022 (VB.2022.00657). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">A.A.________ (geb. 1977), Staatsangehöriger Kosovos, ist seit Januar 2004 im Besitz der Niederlassungsbewilligung. Am 31. Dezember 2008 heiratete er in der Heimat seine Landsfrau B.A.________ (geb. 1985, geborene F.________). Aus dieser Ehe gingen die drei Kinder C.A.________ (geb. 2010), D.A.________ (geb. 2011) und E.A.________ (geb. 2014) hervor. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Am 30. September 2021 ersuchte A.A.________ das Migrationsamt des Kantons Zürich (Migrationsamt) um Bewilligung des Nachzugs seiner Ehefrau und der drei gemeinsamen Kinder in die Schweiz. Dieses Gesuch wies das Migrationsamt mit Verfügung vom 17. März 2022 ab, weil es nicht innert der Nachzugsfristen gestellt worden sei und keine wichtigen familiären Gründe für einen nachträglichen Familiennachzug vorliegen würden. Auf den dagegen erhobenen Rekurs trat die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich (Sicherheitsdirektion) wegen Verspätung nicht ein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Mit Schreiben vom 23. Mai 2022 gelangten A.A.________, B.A.________, C.A.________, D.A.________ und E.A.________ hierauf erneut an das Migrationsamt und ersuchten darum, B.A.________ und ihren drei Kindern die Einreise zum Verbleib beim Ehemann bzw. Vater zu bewilligen; eventualiter sei zunächst nur der Ehefrau die Einreise zum V erbleib beim Ehemann zu erlauben. Mit Verfügung vom 3. August 2022 trat das Migrationsamt auf dieses Gesuch nicht ein. Ein dagegen erhobener Rekurs wies die Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 27. September 2022, soweit sie darauf eintrat, ab. Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich blieb gemäss Urteil vom 29. November 2022 erfolglos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten und subsidiärer Verfassungsbeschwerde beantragen A.A.________, B.A.________, C.A.________, D.A.________ und E.A.________ (Beschwerdeführer 1 bis 5, alle zusammen: Beschwerdeführer), das Urteil des Verwaltungsgericht des Kantons Zürich sei aufzuheben und es sei der Ehefrau sowie den drei Kindern die Einreise zum Verbleib beim Ehemann bzw. Vater zu erlauben. Eventualiter sei zunächst nur der Ehefrau die Einreise zum Verbleib beim Ehemann zu erlauben. </div> <div class="para">Es wurden dazu keine Vernehmlassungen eingeholt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.1.</b> Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann vor Bundesgericht der letztinstanzliche, verfahrensabschliessende Entscheid eines kantonalen, oberen Gerichts auf dem Gebiet des öffentlichen Rechts angefochten werden (vgl. <span class="artref">Art. 82 lit. a, <artref id="CH/173.110/86/1/d" type="start"></artref>Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2, <artref id="CH/173.110/90" type="start"></artref>Art. 90 BGG</span><artref id="CH/173.110/86/1/d" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/82/a" type="end"></artref>). Gemäss <span class="artref">Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG</span> ist die Beschwerde auf dem Gebiet des Ausländerrechts unzulässig gegen Entscheide betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das Völkerrecht einen Anspruch einräumen. Ein solcher besteht allerdings im vorliegenden Fall gestützt auf <span class="artref">Art. 43 Abs. 1 AIG</span> (SR 142.20; Nachzug von Ehegatten und Kindern von Personen mit Niederlassungsbewilligung). Für das Eintreten genügt dabei, dass ein potentieller Anspruch auf den Familiennachzug in vertretbarer Weise dargetan wird (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=02.03.2023&amp;to_date=21.03.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F139-I-330%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page330">BGE 139 I 330</a> E. 1.1), was vorliegend der Fall ist. Auf die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist deshalb, unter Vorbehalt von E. 5.2 nachfolgend, einzutreten. Nicht einzutreten ist folglich auf die gleichzeitig erhobene subsidiäre Verfassungsbeschwerde (<span class="artref">Art. 113 BGG</span> e contrario). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.2.</b> Weil der Streitgegenstand im Laufe des Rechtsmittelverfahrens nur noch eingeschränkt, nicht aber ausgeweitet werden kann (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=02.03.2023&amp;to_date=21.03.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-V-362%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page362">BGE 136 V 362</a> E. 3.4.2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=02.03.2023&amp;to_date=21.03.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-II-165%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page165">136 II 165</a> E. 5), kann im vorliegenden Verfahren einzig geprüft werden, ob die Vorinstanz den Nichteintretensentscheid des kantonalen Migrationsamtes zu Recht geschützt hat. Nicht einzutreten ist demnach auf den Antrag auf Familiennachzug. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6.1.</b> Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (<span class="artref">Art. 106 Abs. 1 BGG</span>). Es prüft - unter Berücksichtigung der allgemeinen Rüge- und Begründungspflicht (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/42/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/42/1" type="start"></artref>Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/42/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref>) - jedoch nur die geltend gemachten Rechtsverletzungen, sofern andere rechtliche Mängel nicht geradezu offensichtlich sind (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=02.03.2023&amp;to_date=21.03.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-I-135%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page135">BGE 142 I 135</a> E. 1.5). Die Rechtsschriften an das Bundesgericht haben die Begehren und deren Begründung zu enthalten; dabei ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/42/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/42/1" type="start"></artref>Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/42/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref>). Die Begründung muss sachbezogen sein, d.h. den Gegenstand des angefochtenen Entscheids betreffen. Es ist in gezielter Form auf die für das Ergebnis massgeblichen Ausführungen einzugehen; mit deren Begründung muss sich die Rechtsschrift jeweils vertieft auseinandersetzen (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=02.03.2023&amp;to_date=21.03.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-II-244%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page244">BGE 134 II 244</a> E. 2.1 und 2.2). In Bezug auf die Verletzung von Grundrechten gilt eine qualifizierte Rüge- und Substanziierungspflicht, d.h. es ist klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Urteils aufzuzeigen, inwiefern die entsprechenden Rechtsnormen verletzt worden sein sollen (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=02.03.2023&amp;to_date=21.03.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F139-I-229%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page229">BGE 139 I 229</a> E. 2.2). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6.2.</b> Die Beschwerdeführer schildern ihre Situation sowie ihre Rechtsauffassung und stellen diese ohne substanziierte Begründung den Ausführungen des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich gegenüber. Sie legen dabei nicht in Auseinandersetzung mit der Begründung der Vorinstanz dar, inwiefern diese Recht verletzt hätte. Ob die Eingabe unter diesen Umständen im Sinne von <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> rechtsgenügend begründet ist, kann dahingestellt bleiben, da die Beschwerde - wie zu zeigen ist - ohnehin abzuweisen ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6.3.</b> Das Bundesgericht geht vom Sachverhalt aus, wie die Vorinstanz ihn festgestellt hat (vgl. <span class="artref">Art. 105 Abs. 1 BGG</span>). Eine Berichtigung oder Ergänzung der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen ist von Amtes wegen (<span class="artref">Art. 105 Abs. 2 BGG</span>) oder auf Rüge hin (<span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span>) möglich. Von den tatsächlichen Grundlagen des vorinstanzlichen Urteils weicht das Bundesgericht jedoch nur ab, wenn diese offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von <span class="artref">Art. 95 BGG</span> beruhen und die Behebung des Mangels für den Verfahrensausgang entscheidend sein kann (<span class="artref">Art. 97 Abs. 1, <artref id="CH/173.110/105/2" type="start"></artref>Art. 105 Abs. 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/97/1" type="end"></artref>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=02.03.2023&amp;to_date=21.03.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-I-135%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page135">BGE 142 I 135</a> E. 1.6). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>7.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführenden rügen, jedenfalls implizit, dass zu Unrecht nicht von neuen Tatsachen ausgegangen und damit das Gesuch um Familiennachzug im Sinne eines Härtefalles nach <span class="artref">Art. 47 Abs. 4 AIG</span>, zumindest der Ehefrau behandelt worden sei. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>7.1.</b> Die Vorinstanz hat unter Bezugnahme auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung in korrekter Weise festgehalten, unter welchen Voraussetzungen ein neues bzw. ein Wiedererwägungsgesuch zulässig und materiell zu behandeln ist (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=02.03.2023&amp;to_date=21.03.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-II-177%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page177">BGE 136 II 177</a> E. 2.1). Es kann diesbezüglich auf den angefochtenen Entscheid verwiesen werden (<span class="artref">Art. 109 Abs. 3 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>7.2.</b> Die Vorinstanz hat weiter einlässlich geprüft und gewürdigt, ob im Fall der Beschwerdeführer diese Voraussetzungen gegeben sind (<span class="artref">Art. 109 Abs. 3 BGG</span>). Sie hat dabei Bezug darauf genommen, dass das erneute Gesuch um Familiennachzug damit begründet wird, dass die Ehefrau "bis vor Kurzem" in der Heimat die Mutter und die behinderte Schwester des Ehemannes habe betreuen müssen und sich "erst jetzt" innerfamiliär eine Betreuungsalternative gefunden habe. Sie hielt dazu fest, dass der behauptete Wegfall der Betreuungspflichten der Ehefrau zwar ein neues Element sei, nicht aber als neue rechtserhebliche Tatsache im Sinne der Rechtsprechung gewertet werden könne. Einerseits, weil von den rechtskundig vertretenen Beschwerdeführern nicht geltend gemacht werde, dass diese Betreuungspflichten einen früheren Familiennachzug verhindert hätten, sie vielmehr einfach nach keiner Alternative gesucht hätten, andererseits sie diese Tatsache bereits im ersten Gesuchsverfahren hätten geltend machen müssen, wurden sie doch im Verfahren beim kantonalen Migrationsamt wiederholt darauf hingewiesen, dass die bis dahin bestehenden finanziellen Verpflichtungen bzw. die bis dahin fehlenden finanziellen Möglichkeiten des Ehegatten nicht genügen würden, um einen nachträglichen Familienachzug (ausserhalb der Nachzugsfrist) zu rechtfertigen. So stelle denn auch nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung der Umstand, dass es einer nachzugswilligen Person nicht gelungen sei, rechtzeitig die Voraussetzungen für einen Familiennachzug zu schaffen, in der Regel - für sich betrachtet - keinen wichtigen Grund im Sinne von <span class="artref">Art. 47 Abs. 4 AIG</span> dar (Urteil 2C_948/2019 vom 27. April 2020 E. 3.4.1 mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>7.3.</b> Diese Erwägungen vermögen die (weiterhin rechtskundig vertretenen) Beschwerdeführer nicht zu entkräften. Im Gegenteil: Die Beschwerdeführer bringen nochmals vor, dass ein früheres Gesuch vor Bezahlung der vielen Betreibungen gegen den in der Schweiz niedergelassenen Ehemann keinerlei Aussicht auf Erfolg gehabt hätte sowie dass sie gar nicht daran gedacht hätten, es könnte wegen der Betreuungssituation der Mutter und Schwester des Ehegatten zu einem Problem beim Familiennachzug kommen. Die dabei gegenüber den kantonalen Instanzen erhobenen Vorwürfe des überspitzten Formalismus sowie der Rechtsverweigerung bzw. des rechtsmissbräuchlichen Verhaltens sind unsubstanziiert und genügen zudem den Anforderungen der qualifizierten Rügepflicht nicht (vgl. E. 6.1 oben). Im Übrigen zielen sie am Streitgegenstand vorbei. </div> <div class="para">Die Begründung des Vorbringens, dass der bei allen kantonalen Instanzen vorgebrachte Eventualantrag als neue Tatsache zu beurteilen sei, ist unsubstanziiert und geht am Streitgegenstand vorbei. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>8.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>8.1.</b> Die vorstehenden Erwägungen führen in Anwendung des vereinfachten Verfahrens nach <span class="artref">Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BGG</span> zur Abweisung der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten, soweit darauf eingetreten wird. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>8.2.</b> Angesichts ihres Unterliegens haben die Beschwerdeführer 1 und 2 die Gerichtskosten zu gleichen Teilen unter solidarischer Haftung zu tragen (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/66/5" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/66/1" type="start"></artref>Art. 66 Abs. 1 und 5 BGG</span><artref id="CH/173.110/66/5" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/5" type="end"></artref>). Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen (<span class="artref">Art. 68 Abs. 3 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Auf die subsidiäre Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten im Betrag von Fr. 1'000.-- werden den Beschwerdeführern 1 und 2 zu gleichen Teilen unter solidarischer Haftung auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 4. Abteilung, und dem Staatssekretariat für Migration mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 9. März 2023 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: F. Aubry Girardin </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: C. Quinto </div> </div></body></html>