<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2018.00162</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Ersatzrichterin Lienhard<br/>Gerichtsschreiber Brühwiler</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 1. Juni 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsdienst Inclusion Handicap</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Grütlistrasse 20, 8002 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1986, meldete sich am 6. Juli 2010 unter Hinweis auf psychische Beschwerden bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 10/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und stellte nach Aufer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">legung einer Schadenminderungspflicht hinsichtlich einer Cannabisabstinenz (Urk. 10/19) und Verneinung von beruflichen Eingliederungsmassnahmen (Urk. 10/20) mit Vorbescheid vom 29. Mai 2012 die Ausrichtung einer befristeten halben Invalidenrente vom 1. April bis 31. August 2011 in Aussicht (Urk. 10/32). Auf die entsprechende Mitteilung hin (Urk. 10/39-40) erging am 27. Juli 2012 die Verfügung, mit welcher dem Versicherten ab 1. April 2011 eine (unbefristete) halbe Invalidenrente ausgerichtet wurde (Urk. 10/48).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Folge zahlte die zuständige Ausgleichskasse dem Versicherten über die Befristung hinaus bis Januar 2017 den Rentenbetrag aus (vgl. Urk. 10/64-65, Urk. 10/67, Urk. 10/75, Urk. 10/97). Mit Vorbescheid vom 26. Januar 2017 stellte die IV-Stelle fest, dass - entgegen ihres Vorbescheids vom 29. Mai 2012, welcher eine befristete Rente vorsah (vgl. Urk. 10/32) – die halbe IV-Rente unbefristet ausgerichtet worden sei, weshalb die ausbezahlte Rente unter Berücksichtigung der Verjährungsfrist für die Zeit vom 1. Februar 2012 bis 31. Januar 2017 zurück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gefordert werde (Urk. 10/78). Auf den vom Versicherten dagegen erhobenen Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wand hin (Urk. 10/81) hielt die IV-Stelle mit rechtskräftiger Verfügung vom 4. April 2017 an der Rückforderung im Betrag von total Fr. 49'738.-- fest (Urk. 10/87 = 10/88).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bereits im Rahmen des Rückerstattungsverfahrens stellte der Versicherte am 23. Februar 2017 ein Erlassgesuch (Urk. 10/81). Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs (Urk. 10/90, Urk. 10/91, Urk. 10/94, Urk. 10/96) erliess die IV-Stelle am 5. Januar 2018 die Verfügung, mit welcher das Gesuch um Erlass der Rücker</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stattung zu viel ausgerichteter IV-Renten abgewiesen wurde (Urk. 10/98 = Urk. 2).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Versicherte erhob am 8. Februar 2018 Beschwerde gegen die Verfügung vom 5. Januar 2018 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm die Rückerstattung der zu viel ausgerichteten IV-Rentenbetreffnisse zu erlassen. Eventuell sei die Sache nach erfolgter Feststellung des guten Glaubens zwecks Prüfung der Voraussetzung der grossen Härte zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2). Mit Eingabe vom 16. Februar 2018 (Urk. 6) wies der Beschwerdeführer mit Belegen (Urk. 7/1-4) auf seine finanzielle Situation hin.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 13. März 2018 (Urk. 9) die Abweisung der Beschwerde. Diese wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 12. April 2018 zur Kenntnis gebracht (Urk. 11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anfechtungs- und Streitgegenstand bildet das Gesuch um Erlass der Rück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erstattung von zu viel ausbezahlten Invalidenrentenbetreffnissen im Betrag von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fr. 49'738.-- für den Zeitraum vom 1. Februar 2012 bis 31. Januar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2017 (Urk. 10/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">88 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG; vgl. auch Art. 4 Abs. 1 der Verordnung über den Allgemeinen Tei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">l des Sozialversicherungsrechts, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ATSV). Diese beiden Voraussetzungen (Gutgläubigkeit und grosse Härte) müssen kumulativ erfüllt sein (Urteil des Bundesgerichts 8C_534/2015 vom 14. September 2015 E. 3.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der gute Glaube als Erlassvoraussetzung ist nicht schon mit der Unkenntnis des Rechtsmangels gegeben. Der Leistungsempfänger darf sich vielmehr nicht nur keiner böswilligen Absicht, sondern auch keiner groben Nachlässigkeit schuldig gemacht haben. Der gute Glaube entfällt somit einerseits von vornherein, wenn die zu Unrecht erfolgte Leistungsausrichtung auf eine arglistige oder grobfahrlässige Melde- oder Auskunftspflichtverletzung zurückzuführen ist. Andererseits kann sich die rückerstattungspflichtige Person auf den guten Glauben berufen, wenn ihr fehlerhaftes Verhalten nur leicht fahrlässig war. Wie in anderen Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reichen beurteilt sich das Mass der erforderlichen Sorgfalt nach einem objektiven Massstab, wobei aber das den Betroffenen in ihrer Subjektivität Mögliche und Zumutbare (Urteilsfähigkeit, Gesundheitszustand, Bildungsgrad usw.) nicht aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">blendet werden darf (Urteil des Bundesgerichts 8C_243/2016 vom 7. Juli 2016 E. 4.1; BGE 138 V 218 E. 4, je mit Hinweisen).</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine grosse Härte im Sinne von Art. 25 Abs. 1 ATSG liegt gemäss Art. 5 Abs. 1 ATSV vor, wenn die vom Bundesgesetz über die Ergänzungsleistungen zur </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) anerkannten Ausgaben und die zusätzlichen Ausgaben nach Art. 5 Abs. 4 ATSV die nach ELG anrechen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">baren Einnahmen übersteigen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Berechnung der anerkannten Ausgaben (und des allenfalls hinzuzurechnenden Vermögensteils) gelten die Regeln gemäss Art. 5 Abs. 2 und 3 ATSV. Massgebend sind die wirtschaftlichen Verhältnisse, wie sie im Zeitpunkt vorliegen, in welchem über die Rückforderung rechtskräftig entschieden ist (vgl. Art. 4 Abs. 2 ATSV).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid (Urk. 2) im Wesentlichen damit, dass die Rentenverfügung vom 27. Juli 2012 offensichtlich widersprüchlich gewesen sei und der Beschwerdeführer sich mit einer Nachfrage bei ihr hätte melden sollen, besonders im Zusammenhang mit dem Vorbescheid, in welchem ausdrücklich eine befristete Rente angekündigt worden sei. Folglich sei davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer bewusst gewesen sei, dass für ihn ab September 2011 kein Rentenanspruch mehr bestanden habe. Selbst wenn die unrechtmässigen Rentenauszahlungen auf ein Versehen der Verwaltung zurückzuführen seien, müsse vom Leistungsempfänger ein Mindestmass an Sorgfalt und Aufmerksamkeit erwarteten werden können. Aufgrund der Sorgfalts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflichtverletzung sei nicht von einem gutgläubigen Leistungsbezug auszugehen. Bei fehlendem guten Glauben erübrige sich die Prüfung der grossen Härte, da beide Voraussetzungen kumulativ erfüllt sein müssten (S. 3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer wies in seiner Beschwerde (Urk. 1) – näher ausgeführt - auf seine schwierigen Lebensumstände und seine angeschlagene Gesundheit im Zeitpunkt der Rentenzusprache hin (S. 9 f.). Es könne ihm weder Absicht noch Grobfahrlässigkeit angelastet werden. Sollte ihn überhaupt ein Vorwurf treffen, könnte ihm lediglich leichte Fahrlässigkeit vorgeworfen werden, die jedoch dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">guten Glauben nicht entgegenstehe. Auch sei die grosse Härte ausgewiesen (S. 11</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sowohl die Unrechtmässigkeit des Bezuges der zurückgeforderten Renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">betreffnisse als auch die Rechtmässigkeit der Rückforderung im Umfang von Fr. 49'738.-- sind rechtskräftig festgestellt (Urk. 10/87, Urk. 10/89). Zu prüfen bleibt im vorliegenden Verfahren einzig, ob die Voraussetzungen für einen Erlass der Rückerstattung (vgl. vorstehend E. 2) gegeben sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus den Akten ergibt sich folgender zeitlicher Ablauf:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 29. Mai 2012 erliess die Beschwerdegegnerin den Vorbescheid, mit welchem ab 1. April 2011 ein Anspruch auf eine halbe Rente befristet bis 31. August 2011 in Aussicht gestellt wurde (Urk. 10/32). Dem Vorbescheid beigelegt war ein Schreiben, welches Auskunft über die Möglichkeit des Einwands und den künf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigen Erhalt einer beschwerdefähigen Verfügung mit Hinweisen zur Meldepflicht sowie Angaben über die Berechnung der Höhe der Geldleistung durch die zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dige Ausgleichskasse beinhaltete (Urk. 10/31). Gleichentags überwies die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">degeg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nerin die Sache zur Vorbereitung der Leistungsberechnung an die zuständige Ausgleichskasse beinhaltete (Urk. 10/35). Nach erfolgter Vorbereitung (vgl. Urk. 10/41-47) und nachdem gegen den Vorbescheid vom 29. Mai 2012 kein Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wand eingegangen war, erging im Namen der IV-Stelle am 27. Juli 2012 die Verfügung über sechs Seiten, mit welcher dem Beschwerdeführer ab 1. April 2011 fälschlicherweise eine unbefristete halbe Rente zugesprochen wurde (Urk. 10/48). Als Beilagen waren die Merkblätter über die Beitragspflicht und über die Ergänzungsleistungen angefügt (S. 2). Ferner ging eine Kopie unter anderem auch an die Beschwerdegegnerin (S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Jahre 2012-2016 wurden von der Ausgleichskasse jeweils Steuerbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheinigungen ausgestellt (Urk. 10/59, Urk. 10/64, Urk. 10/65, Urk. 10/67, Urk. 10/75)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und für das Jahr 2010 Nachtragsmeldungen des individuellen Kontos (IK) verarbeitet (vgl. Urk. 10/54-58, Urk. 10/60-63).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Aktennotiz vom 5. Oktober 2016 wurde festgestellt, dass der Beschwerdeführer um Zustellung einer Kopie der Rentenverfügung vom 27. Juli 2012 ersucht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hat (Urk. 10/68), welche tags darauf von der Beschwerdegegnerin zugestellt wurde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 10/69). Weitere Korrespondenz zwischen dem Beschwerdeführer und der Beschwerdegegnerin lag bis zum Vorbescheid vom 26. Januar 2017 betreffend Rückforderung zu viel ausbezahlter IV-Renten (Urk. 10/78) nicht vor.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der gute </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Glaube</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist zu vermuten (Art. 3 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 des Schweizerischen Zivilge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzbuches, ZGB). Es gibt keine Hinweise, die auf ein bösgläubiges Handeln </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Beschwerdeführers </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schliessen liessen. Wer allerdings bei der Aufmerksamkeit, wie sie nach den Umständen von ihm oder ihr verlangt werden darf, nicht gutgläubig sein konnte, ist nicht berechtigt, sich auf den guten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Glaube</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n zu berufen (Art. 3 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 ZGB). Zu prüfen ist, ob </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> im Zeitpunkt des Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">empfangs in Anwendung der gebotenen Aufmerksamkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> hätte erkennen müssen, dass ihm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ausgleichskasse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ab </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">September 2011</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> fälschlicherweise </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eine unbefristete</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Rente ausrichtete. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zutreffend ist, dass es die Ausgleichskasse war, die einen Fehler gemacht hat. Anlass zur Ausrichtung unbefristeter Rentenbetreffnisse waren nicht falsche Angaben oder eine Meldepflichtverletzung des Beschwerdeführers. Gleichwohl </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">braucht das Verhalten, das die Berufung auf den guten Glauben ausschliesst, nicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in einer Melde- oder Anzeigepflichtverletzung zu bestehen. Auch ein anderes Verhalten, zum Beispiel die Unterlassung, sich bei der Verwaltung zu erkundigen, fällt in Betracht (Urteil des Bundesgerichts 9C_184/2015 vom 8. Mai 2015 E. 2). Die in allen Bereichen des Lebens zumutbare Aufmerksamkeit verlangt von einem Versicherten, eine Verfügung im Rahmen seiner individuellen Möglichkeiten auf offensichtliche Fehler hin zu kontrollieren. Der Verfügung vom 27. Juli 2012 (Urk. 10/48) war auf der ersten Seite zu entnehmen, dass ein Anspruch auf eine halbe Invalidenrente bestehe, wie hoch der monatliche Geldbetrag ausfalle (Fr. 822.--) und dass dieser ab 1. April 2011 ausbezahlt werde (S. 1). Auf der zweiten Seite erfolgte die Abrechnung der rückwirkenden Periode (April 2011 bis Ende Juli 2012) und die vorgenommene Verrechnung mit der den Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer damals unterstützenden Sozialberatung der Stadt Winterthur. Des Wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teren lässt sich der Verfügung das Auszahlungskonto sowie die Beilagen in Form der Merkblätter über die Beitragspflicht und über die Ergänzungsleistungen ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nehmen (S. 2). Auf der letzten Seite wurden die Zustellempfänger bekanntge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geben (S. 3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund dieser klaren Sachlage hatte der Beschwerdeführer keine Veranlassung, eine Befristung der Rentenauszahlung zu vermuten, auch wenn im Vorbescheid vom 29. Mai 2012 die Ausrichtung einer befristeten Rente in Aussicht gestellt wurde (Urk. 10/32). Vorbescheide entfalten – wie der Beschwerdeführer zu Recht ausführte (Urk. 1 S. 9) – rechtlich keine verbindliche Wirkung, weshalb die spätere Rentenverfügung nicht zwingend dem Vorbescheid entsprechen muss und eine Abweichung von dem, was die Verwaltung im Vorbescheid in Aussicht gestellt hat, zulässig ist (SVR 2008 IV Nr. 43). Diesbezüglich kann dem Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführer folglich nicht vorgeworfen werden, er hätte aufgrund des anders</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tenden und rund zwei Monate zuvor ergangenen Vorbescheids die Diskrepanz beziehungsweise eine Widersprüchlichkeit erkennen und der Beschwerdegegnerin mitteilen sollen (vgl. vorstehend E. 3.1). Zwar enthält die Verfügung vom 27. Juli 2012 gemäss Titel sechs Seiten (Urk. 10/48 S. 1), um welche es sich dabei handelt, ist hingegen nicht bekannt, insbesondere nicht, ob damit der von der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">degegnerin erstellte „Verfügungsteil 2“, aus welchem die Rentenbefristung ersicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich ist (Urk. 10/40), gemeint war. Ohne Zustellung des „Verfügungsteil 2“ ist die Gutgläubigkeit des Beschwerdeführers nach dem Gesagten ohne Weiteres zu bejahen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zu prüfen bleibt, ob selbst bei Annahme, dieser „Verfügungsteil 2“ (Urk. 10/40) habe der Rentenzusprache vom 27. Juli 2012 beigelegen – wofür jedoch keine Anhaltspunkte bestehen -, das fehlerhafte Verhalten des Beschwerdeführers nur leicht fahrlässig war und er sich trotzdem auf den guten Glauben berufen kann.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zu diskutieren ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> somit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, wie es sich mit dem Sorgfaltsmassstab im konkreten Fall </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verhält. Grundsätzlich richtet sich das in Art. 3 Abs. 2 ZGB vorausgesetzte Mass der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Sorgfalt nach einem objektiven Massstab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> während in sachlicher Hinsicht die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen sind (vgl. etwa Sibylle Hofer in: </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Heinz Hausheer, Hans Peter Walter [Hrsg.] Berner Kommentar, Einleitung, </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 1–9</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ZGB, N </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">117 zu Art. 3 ZGB). Bei der Prüfung eines Gesuchs um Erlass der Rückzahlung zu Unrecht bezogener </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Leistungen ist aber auch das dem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Betroffenen in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er Subjektivität Mögliche und Zumutbare (Urteilsfähigkeit, Gesundheitszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stand und Bildungsgrad usw.) zu berücksichtig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en (BGE 138 V 218 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Lage der Akten brach der Beschwerdeführer sein drittes Sekundarschuljahr ab, ohne es ordentlich abzuschliessen und absolvierte dementsprechend auch keine Berufsausbildung. Zuletzt arbeitete er vor dem Rentenbezug als Postkurier und war danach arbeitslos (Urk. 10/2 Ziff. 5.2, Ziff. 5.4 und Ziff. 5.7; Urk. 10/16). Gemäss Arztbericht der Y.___ vom 27. Juli 2010 litt der Beschwerdeführer an einer rezidivierenden de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pressiven Störung, Störungen durch Cannabinoide (Abhängigkeitssyndrom) so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> an einem Verdacht auf Entwicklung einer kombinierten Persönlichkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung mit abhängigen und anankastischen Zügen. Diese vorhandenen Stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aspekte – so die behandelnden Fachärzte – hätten eine erste berufliche Integration erschwert und einen Antritt einer Lehre am ersten Markt verunmöglicht (vgl. Urk. 10/30 S. 2). Nach erfolgreicher stationärer Entzugsbehandlung im Juli 2011 arbeitete der Beschwerdeführer Teilzeit in einem Kleiderladen (Urk. 1 S. 5) und erhielt schliesslich mit Verfügung vom 27. Juli 2012 rückwirkend eine befristete halbe Rente zugesprochen. Sodann ist bekannt, dass der Beschwerdeführer aktuell seine letzte Arbeitsstelle aus gesundheitlichen Gründen per Ende Juni 2016 hat aufgeben müssen und sich erneut stationär behandeln liess (Urk. 10/81).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Berücksichtigung der schwierigen Umstände de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s Beschwerdeführers</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, der psychischen Belastungssitu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ation und Defizite sowie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der schulischen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> beziehungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise beruflichen Fähigkeiten (vgl. vorstehend E. 4.5 und Urk. 1 S. 3-5)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, die einen weniger hohen Massstab gebieten, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kann ihm nur leichte Fahrlässigkeit hinsicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich des Bezugs der Rentenleistungen vorgeworfen werden, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weshalb </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sich auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seinen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> guten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Glaube</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">berufen kann (Art. 3 Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 ZGB)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und die ihm ausbezahlten Rentenbetreffnisse gutgläubig entgegennahm. Es fehlte ihm somit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit am Bewusstsein über den unrechtmässigen Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bezug. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Demzufolge hat er den Betrag von Fr. 49‘738.-- dann nicht zurückzuerstatten, wenn dies für ihn eine grosse Härte bedeuten würde. Diese zweite Erlassvoraussetzung hat die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung offen ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lassen (vgl. vorstehend E. 3.1), weshalb die Sache an sie zurückzuweisen ist, damit sie die weitere Voraussetzung für den Erlass der Rückerstattung prüfe und her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach über das Erlassgesuch neu entscheide. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenlos (BGE 122 V 221).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Prozessentschädigung ist gemäss Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> – ohne Rücksicht auf den Streitwert – nach der Bedeutung der Streit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sache, nach der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens zu bemessen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unter Berücksichtigung der vorgenannten Bemessungsk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">riterien </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ist die Prozessent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung vorliegend </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auf Fr. 2‘000</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) festzusetzen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> die Verfügung der Sozialver</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 5. Januar 2018 unter Bejahung des guten Glaubens des Beschwerdeführers beim Leistungsbezug aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird, damit diese die grosse Härte prüfe und über den Erlass der Rückforderung neu verfüge.</span></p><p></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 2'000.--</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsdienst Inclusion Handicap</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannBrühwiler</p><p></p></div> </div></body></html>