<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2022-11-04-5A_661-2022.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_661/2022</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 4. November 2022</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Schöbi, als Einzelrichter, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Monn. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">1. A.A.________, </div> <div class="para">2. B.A.________, </div> <div class="para">3. C.A.________, </div> <div class="para">4. D.A.________, </div> <div class="para">5. E.A.________, </div> <div class="para">alle vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Patricia Jucker, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">F.________ AG, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Bauhandwerkerpfandrecht, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, vom 29. Juli 2022 (LF220040-O/U). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para">Am 28. Januar 2022 ersuchte die F.________ AG das Einzelgericht im summarischen Verfahren des Bezirksgerichts Winterthur, auf dem Grundstück Kat. Nr. xxx, G.________strasse yyy, U.________ (ZH), Grundbuchamt V.________, GBBl. zzz, für eine Pfandsumme von Fr. 122'417.-- nebst Zins zu 5 % seit 1. Januar 2022 vorläufig ein Bauhandwerkerpfandrecht einzutragen. Das Grundstück steht im Gesamteigentum von A.A.________, B.A.________, C.A.________, D.A.________ und E.A.________, Erben von H.A.________ und von I.A.________. Die F.________ AG macht geltend, sie habe in der streitgegenständlichen Liegenschaft pfandberechtigte Renovationsarbeiten ausgeführt und die Eigentümer hätten Rechnungen im Gesamtbetrag von Fr. 122'417.-- nicht beglichen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para">Nachdem es das Grundbuchamt V.________ mit Verfügung vom 31. Januar 2022 superprovisorisch angewiesen hatte, das Pfandrecht antragsgemäss vorläufig einzutragen, bestätigte das Bezirksgericht mit Urteil vom 3. Mai 2022 diese vorläufige Eintragung und setzte der F.________ AG gemäss <span class="artref">Art. 961 Abs. 3 ZGB</span> Frist zur klageweisen Feststellung der Forderung als Pfandsumme und definitiven Eintragung des Pfandrechts. Der dagegen erhobenen Berufung der Erben A.________ war kein Erfolg beschieden. Das Obergericht des Kantons Zürich wies das Rechtsmittel ab und bestätigte den erstinstanzlichen Entscheid (Urteil vom 29. Juli 2022). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>C.</b> </div> <div class="para">Mit Beschwerde vom 5. September 2022 wenden sich A.A.________, B.A.________, C.A.________, D.A.________ und E.A.________ (Beschwerdeführer) an das Bundesgericht. Sie beantragen, das Urteil des Obergerichts aufzuheben und das Gesuch der F.________ AG (Beschwerdegegnerin) um vorläufige Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts abzuweisen; eventualiter sei die Sache zu neuer Entscheidung an das Obergericht zurückzuweisen. Das Bundesgericht hat sich die kantonalen Akten überweisen lassen. Ein Schriftenwechsel wurde nicht angeordnet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob ein Rechtsmittel zulässig ist (<span class="artref">Art. 29 Abs. 1 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=31&amp;from_date=02.11.2022&amp;to_date=21.11.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-I-89%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page89">BGE 147 I 89</a> E. 1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=31&amp;from_date=02.11.2022&amp;to_date=21.11.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F145-II-168%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page168">145 II 168</a> E. 1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=31&amp;from_date=02.11.2022&amp;to_date=21.11.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-II-184%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page184">144 II 184</a> E. 1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Der Entscheid, der eine superprovisorisch angeordnete vorläufige Vormerkung eines Bauhandwerkerpfandrechts (<span class="artref">Art. 961 Abs. 1 Ziff. 1 und Abs. 3 ZGB</span>) <i>bestätigt</i>, ist entgegen der Meinung der Beschwerdeführer kein Endentscheid (<span class="artref">Art. 90 BGG</span>), sondern ein selbständig eröffneter Zwischenentscheid im Sinn von <span class="artref">Art. 93 BGG</span> (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=31&amp;from_date=02.11.2022&amp;to_date=21.11.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-III-589%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page589">BGE 137 III 589</a> E. 1.2.2 und 1.2.3). Nach der Rechtsprechung bewirkt dieser Entscheid für die Beschwerdeführer keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil, wie ihn das Gesetz für die Zulässigkeit der Beschwerde gegen einen solchen Zwischenentscheid in Art. 93 Abs. 1 Bst. a BGG voraussetzt. Der Nachteil ist nicht endgültig, fällt er doch dahin, wenn der Unternehmer mit seiner Klage auf definitive Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts unterliegt oder gar keine Klage erhebt; im Übrigen ist auch kein rechtlicher Nachteil gegeben. Die Gutheissung der Beschwerde gegen diesen Zwischenentscheid führt auch nicht sofort einen Endentscheid herbei und ist damit nicht geeignet, einen bedeutenden Aufwand an Zeit und Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren zu ersparen (Art. 93 Abs. 1 Bst. b BGG), zumal lediglich eine vorläufige Sicherungsmassnahme in Frage steht und das Verfahren in der Sache nicht abgeschlossen wird (BGE a.a.O. E. 1.2.3 mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Ist keine der Voraussetzungen von <span class="artref">Art. 93 Abs. 1 BGG</span> erfüllt, erweist sich die Beschwerde als offensichtlich unzulässig. Auf sie ist daher im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 Bst. a i.V.m Abs. 2 BGG nicht einzutreten. Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegen die Beschwerdeführer. Sie haben daher für die Gerichtskosten aufzukommen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG</span>). Der Beschwerdegegnerin ist keine Entschädigung geschuldet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Einzelrichter:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden den Beschwerdeführern auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 4. November 2022 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Einzelrichter: Schöbi </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Monn </div> </div></body></html>