<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00019</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107183&amp;W10_KEY=13013573&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00019</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.04.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 05.04.2004 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Mobilfunkantennenanlage Beschwerdelegitimation der Gemeinde (E. 1). Vorliegend ist in materieller Hinsicht streitig, ob mit der Baubewilligung für die fragliche Antennenanlage Vorschriften des Bundesumweltrechts über die Begrenzung nichtionisierender Strahlung verletzt werden. Die Beschwerdeführerin beanstandet, dass bei der Festlegung der Immissionsgrenzwerte einzig auf die thermische Wirkung der elektromagnetischen Strahlung abgestellt worden sei und beklagt eine ungenügende Forschungstätigkeit auf dem Gebiet der medizinischen Wirkung hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung. Schliesslich macht sie geltend, die hohen Sendeleistungen seien nicht erforderlich, um die mit der Konzession auferlegte Versorgungspflicht zu erfüllen (E 4c).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: ALLGEMEIN">ALLGEMEIN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ALTERS- UND/ODER PFLEGEHEIM">ALTERS- UND/ODER PFLEGEHEIM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANLAGEGRENZWERT">ANLAGEGRENZWERT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANTENNE">ANTENNE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ELEKTROMAGNETISCHE STRAHLUNG">ELEKTROMAGNETISCHE STRAHLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: IMMISSIONSGRENZWERT">IMMISSIONSGRENZWERT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MOBILFUNKANTENNE">MOBILFUNKANTENNE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NUTZFELDSTÃRKE">NUTZFELDSTÃRKE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SENDELEISTUNG">SENDELEISTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STANDORTDATENBLATT">STANDORTDATENBLATT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAHLUNG">STRAHLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: THERMISCH">THERMISCH</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 315 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 316 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">§ 338a Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">Art. 11 USG</span><br/><span class="gerade">Art. 57 USG</span><br/><span class="ungerade">§ 21 lit. b VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die Hochbaukommission X verweigerte der C AG mit Beschluss vom 27. Februar 2002 die Erstellung einer Basisstation fÃ¼r die Mobilfunknetze GSM und UMTS auf dem IndustriegebÃ¤ude K-strasse in X (Parzelle Kat.-Nr. 01). Zur BegrÃ¼ndung ihres Entscheids fÃ¼hrte sie aus, der vorgesehene Standort sei ungeeignet, weil sich in dessen unmittelbarer NÃ¤he ein Alters- und Pflegeheim sowie mehrere Wohnliegenschaften befÃ¤nden, die durch die projektierte Anlage einer erheblichen und damit gesundheitsschÃ¤dlichen Strahlenbelastung ausgesetzt wÃ¼rden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Den gegen die Bauverweigerung gerichteten Rekurs der C AG hiess die Baurekurskommission III am 27. November 2002 gut. DemgemÃ¤ss hob sie den Beschluss der Hochbaukommission X auf und wies die Sache zur abschliessenden PrÃ¼fung des Baugesuchs im Sinn der ErwÃ¤gungen an diese zurÃ¼ck. Die Baurekurskommission ging davon aus, dass das strittige Projekt zu keiner Ãberschreitung der massgebenden Grenzwerte fÃ¼r die Belastung mit elektromagnetischen Strahlen fÃ¼hre. Die abschliessende PrÃ¼fung des Baugesuchs hat nach ihren ErwÃ¤gungen vor allem die Beurteilung der Einordnung im Sinn von § 238 des Planungs‑ und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) zu umfassen; Ã¼berdies verlangte sie die ErgÃ¤nzung der Baubewilligung durch eine Nebenbestimmung, gemÃ¤ss welcher die Bauherrschaft nach Inbetriebnahme der Basisstation an zwei Orten Messungen der elektrischen FeldstÃ¤rke zu veranlassen hat. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Eingabe vom 22. Januar 2003 erhob die Gemeinde X beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen den Entscheid der Baurekurskommission III und beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Bauverweigerung der Hochbaukommission vom 27. Februar 2002 zu bestÃ¤tigen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der C AG. Ferner stellte sie verschiedene AntrÃ¤ge zum Verfahren. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die C AG beantragte in ihrer Beschwerdeantwort vom 24. Februar 2003, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, eventuell sei sie abzuweisen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. Die Baurekurskommission erklÃ¤rte am 6. Februar 2003 den Verzicht auf eine Vernehmlassung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz und der Parteien werden, soweit erforderlich, in den nachstehenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben. </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Zur Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist berechtigt, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Ãnderung oder Aufhebung hat (§ 338a Abs. 1 PBG; vgl. § 21 lit. a in Verbindung mit § 70 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Diese Befugnis steht einer Gemeinde, die in gleicher oder Ã¤hnlicher Weise wie eine Privatperson betroffen ist, ebenso zu (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 21 N. 53; Alfred KÃ¶lz/Isabelle HÃ¤ner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. A., ZÃ¼rich 1998, N. 566 ff.). Ãberdies kann die Gemeinde auch zur Wahrung der von ihr vertretenen schutzwÃ¼rdigen (Ã¶ffentlichen) Interessen von der Beschwerde Gebrauch machen (§ 21 lit. b in Verbindung mit § 70 VRG). Dagegen verschafft Art. 57 des Bundesgesetzes vom 7. Oktober 1983 Ã¼ber den Umweltschutz (USG) einer Gemeinde keine zusÃ¤tzliche Legitimation, Ã¼ber die sie nicht bereits aufgrund der allgemeinen Verfahrensbestimmungen verfÃ¼gen wÃ¼rde (KÃ¶lz/HÃ¤ner, N. 587; Theo Loretan, Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 2. A., ZÃ¼rich 2002, Art. 57 N. 1 und 13).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Die BeschwerdefÃ¼hrerin weist zur BegrÃ¼ndung ihrer Legitimation zunÃ¤chst darauf hin, dass sie als EigentÃ¼merin mehrerer Liegenschaften in der Umgebung der strittigen Sendeanlage wie ein privater GrundeigentÃ¼mer von deren elektromagnetischer Strahlung betroffen sei. Wenn sie sich in ihrer Eigenschaft als Besitzerin dieser Liegenschaften gegen das Bauvorhaben hÃ¤tte wenden wollen, hÃ¤tte sie indessen ebenso wie ein privater Betroffener die Zustellung des baurechtlichen Entscheids gemÃ¤ss § 315 PBG verlangen mÃ¼ssen. Diese Vorschrift will nicht nur sicherstellen, dass die interessierten Nachbarn vom Entscheid Kenntnis erhalten, sondern auch frÃ¼hzeitig Klarheit Ã¼ber den Kreis der zu einem Rechtsmittel befugten Personen schaffen (Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, Bd. I, 3. A., ZÃ¼rich 1999, N. 773) und ist daher auch von der Gemeinde als GrundeigentÃ¼merin zu beachten. Mangels eines rechtzeitigen Begehrens hat die BeschwerdefÃ¼hrerin die aus ihrer EigentÃ¼merstellung abgeleitete Rechtsmittelbefugnis verwirkt (§ 316 Abs. 1 PBG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die BeschwerdefÃ¼hrerin sieht sich sodann als TrÃ¤gerin hoheitlicher Befugnisse zur Beschwerde berechtigt. Nach der Rechtsprechung ist eine Gemeinde u.a. dann in ihren schutzwÃ¼rdigen (Ã¶ffentlichen) Interessen betroffen, wenn sie sich fÃ¼r die richtige Anwendung kommunalen Rechts einsetzt oder bei der Anwendung Ã¼bergeordneten Rechts eine qualifizierte Entscheidungs- oder Ermessensfreiheit besitzt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 62). Diese Voraussetzungen sind vorliegend nicht erfÃ¼llt. Die kommunale BaubehÃ¶rde hat bei der Anwendung der Vorschriften betreffend den Schutz vor nichtionisierender Strahlung nur die Einhaltung der bundesrechtlichen Voraussetzungen zu Ã¼berprÃ¼fen und verfÃ¼gt Ã¼ber keinerlei Entscheidungsspielraum. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Des weitern wird die Legitimation eines Gemeinwesens auch bejaht, wenn dieses in seinen Wirkungskreis fallende, spezifische Ã¶ffentliche Interessen bzw. Ã¶ffentliche lokale Anliegen geltend macht (vgl. KÃ¶lz/HÃ¤ner, N. 570 ff.). Unter diesem Gesichtspunkt liess das Bundesgericht u.a. die Beschwerde von Gemeinden zu, die sich fÃ¼r den Schutz ihrer Einwohner vor FluglÃ¤rm einsetzten (BGE 124 II 293 E. 3b; vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 57). Diese Situation ist mit derjenigen einer Gemeinde, die ihre Bewohner vor den Einwirkungen nichtionisierender Strahlung schÃ¼tzen will, weitgehend vergleichbar. Dass es beim Schutz vor nichtionisierender Strahlung lediglich um die richtige Anwendung von Bundesrecht geht, wie die Beschwerdegegnerin einwendet, vermag keine unterschiedliche Behandlung zu begrÃ¼nden. Ob darÃ¼ber hinaus vorausgesetzt werden muss, dass der angefochtene Entscheid sich auf einen grossen Teil der Einwohnerschaft auswirkt (in diesem Sinn RB 1998 Nr. 13; vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 62), ist nicht eindeutig. Jedenfalls kann nicht verlangt werden, dass sich eine Gemeinde nur zugunsten von Anliegen einsetzt, die eine <i>Mehrheit</i> ihrer Einwohner betreffen. Vorliegend treffen die von der BeschwerdefÃ¼hrerin befÃ¼rchteten Auswirkungen der strittigen Sendeanlage einen erheblichen Teil der Einwohner im Umkreis des Projekts. Ob es sich dabei um geringfÃ¼gige Einwirkungen handelt, die wegen ihrer minimalen StÃ¤rke vernachlÃ¤ssigt werden kÃ¶nnen, ist keine Frage der Legitimation, sondern betrifft die materielle Beurteilung. Auch der von der Beschwerdegegnerin angefÃ¼hrte Umstand, dass sich nur ein kleiner Teil der Gemeindebewohner aktiv gegen die strittige Sendeanlage gewandt hat, ist nicht ausschlaggebend. Die Legitimation der BeschwerdefÃ¼hrerin zur vorliegenden Beschwerde ist daher zu bejahen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die DurchfÃ¼hrung des von der BeschwerdefÃ¼hrerin verlangten Augenscheins ist nicht erforderlich. Zur Beurteilung der mit der Beschwerde aufgeworfenen grundsÃ¤tzlichen Fragen betreffend Anwendung und GesetzmÃ¤ssigkeit der Verordnung vom 23. Dezember 1999 Ã¼ber den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) vermag ein Augenschein nichts beizutragen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Die BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt ferner die DurchfÃ¼hrung einer Ã¶ffentlichen mÃ¼ndlichen Verhandlung. Eine solche erscheint jedoch zur KlÃ¤rung der strittigen Rechts- und Sachfragen ebenfalls nicht als notwendig. Als KÃ¶rperschaft des Ã¶ffentlichen Rechts kann sich die BeschwerdefÃ¼hrerin auch nicht auf die Garantie von Art. 6 Abs. 1 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten berufen (vgl. Mark E. Villiger, Handbuch der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention [EMRK], 2. A., ZÃ¼rich 1999, N. 101; Jens Meyer-Ladewig, EMRK-Handkommentar, Baden-Baden 2003, Art. 34 N. 7). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. In materieller Hinsicht ist streitig, ob mit der Baubewilligung fÃ¼r die fragliche Antennenanlage Vorschriften des Bundesumweltrechts Ã¼ber die Begrenzung nichtionisierender Strahlung verletzt werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Elektrische und magnetische Felder, die durch technische Anlagen erzeugt werden, sind ebenso wie andere Einwirkungen in erster Linie durch Massnahmen bei der Quelle zu begrenzen (Art. 11 Abs. 1 USG). Die Begrenzung erfolgt zunÃ¤chst im Rahmen der Vorsorge â unabhÃ¤ngig von der bestehenden Umweltbelastung â so weit, als es technisch und betrieblich mÃ¶glich und wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG). Steht fest oder ist zu erwarten, dass die Einwirkungen unter BerÃ¼cksichtigung der bestehenden Umweltbelastung schÃ¤dlich oder lÃ¤stig werden, werden die Emissionsbegrenzungen verschÃ¤rft (Art. 11 Abs. 3 USG). FÃ¼r die Beurteilung der schÃ¤dlichen oder lÃ¤stigen Einwirkungen â d.h. als Massstab fÃ¼r die verschÃ¤rfte Begrenzung der Emissionen nach Art. 11 Abs. 3 USG â legt der Bundesrat durch Verordnung Immissionsgrenzwerte fest (Art. 13 Abs. 1 USG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In AusfÃ¼hrung dieser Bestimmungen sieht die NISV einerseits Immissionsgrenzwerte vor, die Ã¼berall, wo sich Menschen aufhalten kÃ¶nnen, eingehalten werden mÃ¼ssen (Art. 13 Abs. 1). Anderseits legt sie fÃ¼r Mobilfunkstationen Anlagegrenzwerte fest, die nur an Orten mit empfindlicher Nutzung (Art. 3 Abs. 3) einzuhalten sind (Anhang 1 Ziff. 65) und nur fÃ¼r die von einer einzelnen Anlage erzeugte Strahlung gelten (Art. 3 Abs. 6). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Zur Ermittlung der Immissionen einer Anlage, fÃ¼r welche in Anhang 1 der NISV Emissionsbegrenzungen festgelegt sind, reicht deren Inhaber der BewilligungsbehÃ¶rde ein Standortdatenblatt ein, das die notwendigen technischen und betrieblichen Daten sowie Angaben Ã¼ber die an den massgeblichen Immissionsorten erzeugte Strahlung enthÃ¤lt (Art. 11 NISV). Vorliegend hat die BaubehÃ¶rde das Standortdatenblatt der Beschwerdegegnerin kontrolliert und die darin enthaltenen Immissionsberechnungen durch das kantonale Amt fÃ¼r Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) Ã¼berprÃ¼fen lassen. Auf ihre Veranlassung musste das Standortdatenblatt Ã¼berarbeitet werden, wobei zur Einhaltung der Grenzwerte u.a. die Sendeleistung einer Antenne reduziert wurde. Aufgrund der definitiven Fassung des Standortdatenblatts vom 9. Oktober 2001 stellte das AWEL in seiner Beurteilung vom 25. Oktober 2001 fest, dass die projektierte Anlage keine Ãberschreitung des Immissionsgrenzwerts oder des Anlagegrenzwerts an den massgeblichen Punkten verursacht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auch die BaubehÃ¶rde beanstandete in ihrem ablehnenden Bescheid keine Ãberschreitung der Grenzwerte. Sie stÃ¼tzte diesen vielmehr unmittelbar auf das USG und fÃ¼hrte aus, der vorgesehene Standort sei ungeeignet, weil sich in dessen unmittelbarer NÃ¤he ein Alters- und Pflegeheim sowie mehrere Wohnliegenschaften befÃ¤nden, die durch die projektierte Anlage einer erheblichen und damit gesundheitsschÃ¤dlichen Strahlenbelastung ausgesetzt wÃ¼rden. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse Ã¼ber die Auswirkungen elektromagnetischer Nieder- und Hochfrequenzfelder auf den menschlichen KÃ¶rper seien bis dahin wenig gefestigt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Vorinstanz geht aufgrund ihrer eigenen (beschrÃ¤nkten) PrÃ¼fung ebenfalls davon aus, dass die Immissions- und Anlagegrenzwerte an allen massgebenden Orten eingehalten seien. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht denn auch mit ihrer Beschwerde an das Verwaltungsgericht in keiner Weise geltend, dass die vorgenommenen Berechnungen unzutreffend seien oder mit einer Ãberschreitung der Grenzwerte der NISV zu rechnen sei. Sie beschrÃ¤nkt sich vielmehr auf eine Kritik dieser Grenzwerte und macht geltend, mit deren Einhaltung werde nicht gewÃ¤hrleistet, dass die Anforderungen der vorsorglichen Emissionsbegrenzung gemÃ¤ss Art. 11 Abs. 2 USG erfÃ¼llt seien. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Das Verwaltungsgericht hat sich in einem Entscheid vom 20. August 2002 (VB.2001.00276, www.vgrzh.ch; BEZ 2002 Nr. 49 E. 6) eingehend mit verschiedenen EinwÃ¤nden gegen die GesetzmÃ¤ssigkeit der NISV, insbesondere im Hinblick auf die damals wie heute angefÃ¼hrten Erfahrungen im Ã¶sterreichischen Bundesland Salzburg, auseinander gesetzt und keine Gesetzwidrigkeit der beanstandeten Verordnungsbestimmungen erkennen kÃ¶nnen. Auch das Bundesgericht hatte wiederholt Gelegenheit, zur GesetzmÃ¤ssigkeit der NISV Stellung zu nehmen, und hat die fÃ¼r Sendeanlagen des Mobilfunks geltenden Grenzwerte stets als zulÃ¤ssig anerkannt (BGE 126 II 399 E. 4; BGr, 8. April 2002, URP 2002, S. 427 E. 2; BGr, 24. Oktober 2001, 1A.62/2001 E. 3, www.bger.ch). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Was die BeschwerdefÃ¼hrerin heute gegen die Verordnung vorbringt, vermag dieses Ergebnis nicht in Frage zu stellen: </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Die BeschwerdefÃ¼hrerin beanstandet, dass bei der Festlegung der Immissionsgrenzwerte einzig auf die thermische Wirkung der elektromagnetischen Strahlung abgestellt worden sei. Sodann seien die als Vorsorgewerte dienenden Anlagegrenzwerte "bei Immissionen mit derart vielen Unbekannten und einem derart hohen GefÃ¤hrdungspotenzial" unzureichend. Sie verweist in diesem Zusammenhang auf Ergebnisse einer internationalen Konferenz in Salzburg vom 7./8. Juni 2000, die sie jedoch nicht nÃ¤her darlegt. Sodann Ã¤ussert sie sich erneut zu den Erfahrungen, die im Ã¶sterreichischen Bundesland Salzburg gemacht worden seien und die nach ihrer Auffassung belegen, dass es technisch und betrieblich mÃ¶glich sowie wirtschaftlich tragbar sei, ein Mobilfunknetz mit bedeutend geringeren Strahlenbelastungen als den von der schweizerischen Verordnung zugelassenen zu betreiben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auf die vorgebrachten Argumente wurde in der erwÃ¤hnten Rechtsprechung des Bundesgerichts und des Verwaltungsgerichts bereits ausfÃ¼hrlich eingegangen; was die BeschwerdefÃ¼hrerin heute ausfÃ¼hrt, ist demgegenÃ¼ber nicht neu. Die von ihr angesprochenen neueren Untersuchungen, die das Bundesgericht in seinem Entscheid vom 8. April 2002 noch nicht beachten konnte, wurden im Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 20. August 2002 berÃ¼cksichtigt. Das Verwaltungsgericht wies dabei insbesondere darauf hin, dass die Frage der wirtschaftlichen Tragbarkeit nicht zuletzt auch die Ã¶ffentlichen Interessen an einer rechtzeitigen und kostengÃ¼nstigen Versorgung mit Mobilfunkdiensten berÃ¼hrt und deshalb eine AbwÃ¤gung der sich gegenÃ¼ber stehenden Interessen unter Beachtung der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit erforderlich ist (BEZ 2002 Nr. 49 E. 6e). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zur KlÃ¤rung der wirtschaftlichen Tragbarkeit fordert die BeschwerdefÃ¼hrerin den Beizug eines Amtsberichts des Bundesrats, die Edition von Unterlagen der Beschwerdegegnerin (Business-Plan, Bilanzen etc.) sowie die Anordnung von Expertisen Ã¼ber die wirtschaftliche LeistungsfÃ¤higkeit der Beschwerdegegnerin und Ã¼ber die Mehrkosten, welche bei dieser im Fall einer Reduktion der Anlagegrenzwerte anfallen wÃ¼rden. Diese AbklÃ¤rungen, die ausschliesslich die Beschwerdegegnerin betrÃ¤fen, wÃ¼rden indessen nicht ausreichen, um eine InteressenabwÃ¤gung im erwÃ¤hnten Sinn vorzunehmen; ob die Beschwerdegegnerin Ã¼berhaupt zur Herausgabe aller genannten Unterlagen verpflichtet werden kÃ¶nnte, kann offen bleiben. In diesem Zusammenhang ist auch zum wiederholten Mal darauf hinzuweisen, dass es nicht Aufgabe der Gerichte ist, die Festlegung der Grenzwerte umfassend auf ihre ZweckmÃ¤ssigkeit zu Ã¼berprÃ¼fen; die Rechtsprechung hat lediglich offensichtliche MÃ¤ngel der Verordnungsregelung bzw. einen allfÃ¤lligen Missbrauch des Ermessens durch den Verordnungsgeber zu korrigieren (BGr, 8. April 2002, URP 2002, S. 427 E. 2.2; VGr, 20. August 2002, BEZ 2002 Nr. 49 E. 6a). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Die BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt, es seien die Vernehmlassungen der Mobilfunkbetreiber beizuziehen, die seinerzeit zum Entwurf der NISV abgegeben wurden, und der Bundesrat sei aufzufordern, in einem Amtsbericht darzulegen, gestÃ¼tzt auf welche Erkenntnisse er die Angaben der Mobilfunkbetreiber bei der Festsetzung der Anlagegrenzwerte berÃ¼cksichtigt habe. FÃ¼r die Frage der GesetzmÃ¤ssigkeit der in der Verordnung enthaltenen Grenzwerte sind indessen die Stellungnahmen der Mobilfunkbetreiber nicht von Bedeutung. Ob der Bundesrat Ã¼berhaupt gehalten wÃ¤re, im Rahmen des vorliegenden Verfahrens einen entsprechenden Bericht zu erstatten, kann dahingestellt bleiben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Die BeschwerdefÃ¼hrerin beklagt eine ungenÃ¼gende ForschungstÃ¤tigkeit auf dem Gebiet der medizinischen Wirkung hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung. Dass die zustÃ¤ndigen VerwaltungsbehÃ¶rden keine entsprechenden Forschungen in Gang gesetzt hÃ¤tten, betrachtet sie als PflichtversÃ¤umnis. Welche SchlÃ¼sse sie daraus fÃ¼r die von ihr angestrebte akzessorische ÃberprÃ¼fung der Verordnung ziehen will, ist indessen nicht deutlich. Im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens kÃ¶nnen jedenfalls keine ForschungsauftrÃ¤ge erteilt werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>dd) Schliesslich macht die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend, die von den Betreibern der Mobilfunkanlagen verwendeten Sendeleistungen seien nicht erforderlich, um die ihnen mit der Konzession auferlegte Versorgungspflicht zu erfÃ¼llen. Das Verwaltungsgericht fÃ¼hrte zu dieser Frage in seinem Entscheid vom 20. August 2002 aus, dass die vorsorgliche Emissionsbegrenzung gemÃ¤ss Art. 11 Abs. 2 USG grundsÃ¤tzlich keine Handhabe fÃ¼r die gerichtliche ÃberprÃ¼fung der Notwendigkeit oder WÃ¼nschbarkeit einer projektierten Anlage biete. Im Bereich des Mobilfunks kÃ¶nne daher der Entscheid Ã¼ber die Versorgung eines bestimmten Gebiets mit Mobilfunkdiensten nicht Gegenstand der umweltrechtlichen Beurteilung sein. Mit welchen SendestÃ¤rken und allfÃ¤lligen weiteren Randbedingungen das Netz betrieben werden mÃ¼sse, um die angestrebte Abdeckung zu erreichen, sei der gerichtlichen PrÃ¼fung dagegen im Prinzip zugÃ¤nglich (BEZ 2002 Nr. 49 E. 7).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diesem Gesichtspunkt ist bei der ÃberprÃ¼fung der Grenzwerte Rechnung zu tragen. Ein einfacher Zusammenhang zwischen der konzessionsrechtlich geforderten NutzfeldstÃ¤rke und den Grenzwerten der NISV besteht jedoch nicht, denn bei der NutzfeldstÃ¤rke handelt es sich um einen Minimalwert, der an der Grenze des Empfangsbereichs gewÃ¤hrleistet werden muss, wÃ¤hrend die Genzwerte der NISV Maximalwerte sind, die auch in unmittelbarer NÃ¤he der Sendeanlagen nicht Ã¼berschritten werden dÃ¼rfen. Eine ÃberprÃ¼fung des Zusammenhangs ist daher im Rahmen eines einzelnen Beschwerdeverfahrens kaum mÃ¶glich; die von der BeschwerdefÃ¼hrerin beantragte Einholung eines Amtsberichts des Bundesamts fÃ¼r Kommunikation sowie einer Expertise wÃ¤ren dafÃ¼r zweifellos nicht ausreichend. Ãberdies gelten auch hier die erwÃ¤hnten Randbedingungen mit Bezug auf die BerÃ¼cksichtigung Ã¶ffentlicher Interessen und die ÃberprÃ¼fungsmÃ¶glichkeiten der Gerichte. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Die Beschwerde erweist sich damit als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen. Die Hochbaukommission X wird entsprechend den ErwÃ¤gungen der Vorinstanz eine abschliessende PrÃ¼fung des Baugesuchs vorzunehmen haben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>