<h2>SubmittedText<h2><p>Die kontrollierte Heroinabgabe steht zurzeit im Zentrum der Forschungsarbeiten über das Problem der Drogenabhängigkeit. Im Gegensatz dazu sind die Forschungsgrundlagen für eine Prävention, die auf nichtdrogenabhängige Personen ausgerichtet ist, wenig bekannt oder fehlen sogar ganz.</p><p>Der Bundesrat wird gebeten, zu folgenden Fragen Stellung zu nehmen:</p><p>1. Kann der Bundesrat die genauen Ursachen (gesellschaftliches Umfeld, soziale Bedingungen usw.) und die persönlichen Gründe nennen, die jemanden dazu bringen, Drogen zu nehmen?</p><p>2. Wieweit kann sich der Bundesrat bei der Beantwortung der ersten Frage auf wissenschaftliche Daten aus der Schweiz abstützen?</p><p>3. Wieweit beschäftigt sich die Forschung in der Schweiz mit den Ursachen der Drogenabhängigkeit?</p><p>4. Werden die Ergebnisse dieser Forschung bereits auf die Präventivmassmahmen angewendet? Kann man in diesem Sinne von einer Drogenbekämpfungspolitik sprechen, die sich an den Ursachen der Drogenabhängigkeit orientiert?</p><p>5. Die wissenschaftlichen Anstrengungen konzentrieren sich heute auf die kontrollierte Heroinabgabe. Bleibt unter dieser Voraussetzung noch genug Raum für die Ursachenforschung?</p>