Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 13. Dezember 2017 (810 17 70 / 810 17 73) ____________________________________________________________________ Übriges Verwaltungsrecht Jagdpachtvergabe / Anforderungen an die Ermessensausübung, Kognition des Regie- rungsrats Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, K antonsrichter Stefan Schulthess, Markus Clausen, Niklaus Ruckstuhl, Beat Walther , Gerichtsschreiber Marius Wehren Beteiligte Einwohnergemeinde A.____ , Beschwerdeführerin 1 Jagdgesellschaft B.____ , Beschwerdeführerin 2, vertreten durch Dr. Marco Balmelli, Advokat gegen Regierungsrat des Kantons Basel -Landschaft , 4410 Liestal , Beschwerdegegner Jagdgesellschaft C.____ , Beschwerdegegnerin, vertreten durch Ro- ger Wirz, Advokat Betreff Jagdpachtvergabe 2016-2024 (RRB Nr. 0332 vo m 14. März 2017) Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. Im Rahmen der Neuvergabe der Jagdpacht für das Revier A.____ für die Periode 2016-2024 bewarben sich die bisherige Pächterin, die Jag dgesellschaft B.____, sowie die Jagdgesellschaft C.____. Mit Beschluss vom 12. Januar 201 6 entschied der Gemeinderat A.____, die Jagdpacht für die Periode 2016-2024 an d ie Jagdgesellschaft B.____ zu vergeben. Dieser Entscheid wurde den beiden Bewerberinnen mit V erfügung vom 1. Februar 2016 eröff- net. B. Gegen diese Verfügung erhob die Jagdgesellschaft C .____ mit Eingabe vom 9. Febru- ar 2016 Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Basel -Landschaft. Sie stellte das Rechtsbegehren, es sei der Entscheid des Gemeinderats A. ____ vom 1. Februar 2016 aufzu- heben und der Gemeinderat sei anzuweisen, den Zuschlag für die Pacht des Jagdreviers A.____ vom 1. April 2016 bis 31. März 2024 an die Jagdg esellschaft C.____ zu erteilen. Even- tualiter sei die Gemeinde A.____ anzuweisen, die Anträ ge auf Zuschlag der Jagdpacht unter Berücksichtigung der gesetzlichen Anforderungen und der gesamten Faktenlage neu abzuklä- ren und entsprechend neu zu entscheiden. C. Mit Entscheid des Regierungsrats vom 14. März 2017 wurd e die Beschwerde der Jagdgesellschaft C.____ gutgeheissen und die Gemeinde A.____ wurde angewiesen, die Pacht für die Jagdperiode 2016-2024 an die Jagdgesellschaft C.____ zu vergeben. D. Gegen den Entscheid des Regierungsrats erhob die Ja gdgesellschaft B.____, vertre- ten durch Dr. Marco Balmelli, Advokat, mit Eingabe vom 22. März 2017 Beschwerde beim Kan- tonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht . Sie stellt das Rechtsbegehren, es sei der Entscheid des Regierungsrats vom 14. März 2017 aufzuheben. Eventualiter sei der Ent- scheid aufzuheben und es sei die Angelegenheit zur Neube urteilung an den Regierungsrat zu- rückzuweisen. Am 24. Mai 2017 reichte die Jagdgesellschaft B.____ die Beschwerdebegrün- dung ein. E. Mit Eingabe vom 24. März 2017 erhob die Einwohnerg emeinde A.____ ihrerseits Be- schwerde gegen den Entscheid des Regierungsrats. Sie stell t das Rechtsbegehren, es sei der Entscheid des Regierungsrats vom 14. März 2017 aufzuheben und die Verfügung des Gemein- derats vom 1. Februar 2016 zu bestätigen. Eventualiter se i der Entscheid des Regierungsrats vom 14. März 2017 aufzuheben und die Angelegenheit sei zur Neubeurteilung an den Regie- rungsrat zurückzuweisen. Am 21. April 2017 reichte die Gemeinde die Beschwerdebegründung ein. F. Mit Verfügung vom 30. Mai 2017 wurde festgehalten , dass die Beschwerden der Jagd- gesellschaft B.____ und der Gemeinde denselben Gegenst and betreffen und die entsprechen- den Verfahren 810 17 70 und 810 17 73 wurden vereinigt. G. Anstatt eine Vernehmlassung einzureichen, verfügte d er Regierungsrat mit Beschluss Nr. 0858 vom 20. Juni 2017, dass der Regierungsratsbesch luss Nr. 0332 vom 14. März 2017 und der im Parallelverfahren 810 17 75 ergangene Re gierungsratsbeschluss Nr. 0333 vom 14. März 2017 aufgehoben werden. Zur Begründung führ te der Regierungsrat im Wesentlichen Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht aus, dass das Kantonsgericht im vorliegenden Verfahren sowi e im Parallelverfahren 810 17 75 betreffend die Einwohnergemeinde D.____ im Sinne seines Urteils vom 10. Mai 2017 in Sachen Jagdpachtvergabe E.____, in welchem es eine Verletzung des rechtlichen Gehörs festgestellt habe, entscheiden könnte und die Beschwerden – ohne ma terielle Beurteilung – gutheissen könnte. Aus prozessökonomischer Sicht mache dies wenig Sinn , weshalb die beiden Regie- rungsratsbeschlüsse aufzuheben und die Verfahren unter Berücksichtigung des kantonsgericht- lichen Urteils erneut durchzuführen seien. H. Mit Verfügung vom 6. Juli 2017 wurde festgestellt , dass der Beschluss des Regie- rungsrats Nr. 0858 vom 20. Juni 2017 nicht zur Gegenstand slosigkeit des vorliegenden Verfah- rens führe, welches deshalb fortzusetzen sei. I. Am 22. August 2017 reichte der Regierungsrat seine Vernehmlassung ein mit dem Rechtsbegehren, die Beschwerde sei zufolge Gegenstandslo sigkeit abzuschreiben. Für den Fall, dass das Gericht die regierungsrätliche Auffassung b ezüglich der Gegenstandslosigkeit des Verfahrens nicht teile, werde auf eine (materie lle) Vernehmlassung verzichtet und es wür- den die in der Sache ergangenen Akten eingereicht. J. In ihrer Vernehmlassung vom 25. August 2017 stellt die Beschwerdegegnerin, vertre- ten durch Roger Wirz, Advokat, das Rechtsbegehren, die Beschwerden seien abzuweisen. K. Am 12. September 2017 reichte die Gemeinde eine R eplik ein mit dem Rechtsbegeh- ren, es sei das Verfahren zufolge Gegenstandslosigkeit abzu schreiben und die Verfügung der Gemeinde vom 1. Februar 2016 zu bestätigen. L. Am 2. Oktober 2017 reichte die Beschwerdeführerin 2 eine Replik ein. M. Die Beschwerdegegnerin reichte am 18. Oktober 2017 eine Duplik ein. N. Mit Verfügung vom 30. Oktober 2017 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung überwiesen. Von Beweismassnahmen wurde abgesehen und di e entsprechenden Beweisan- träge der Parteien wurden abgewiesen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Das Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwal tungsrecht, prüft seine Zu- ständigkeit von Amtes wegen und untersucht, ob und inw ieweit auf eine Beschwerde eingetre- ten werden kann, d.h. es prüft, ob die formellen Vora ussetzungen bzw. die Prozessvorausset- zungen erfüllt sind (§ 16 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess- ordnung [VPO] vom 16. Dezember 1993). 1.2 Gegen Entscheide des Regierungsrats steht unter ander em die Beschwerde wegen Verletzung der Gemeindeautonomie (§ 41 VPO) sowie die verwaltungsgerichtliche Beschwerde Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht (§ 43 Abs. 1 VPO) offen. Die Zuständigkeit des Kantons gerichts zur Beurteilung der Beschwer- den der Gemeinde und der Beschwerdeführerin 2 ist damit gegeben. 1.3.1 Die Beschwerdelegitimation der Gemeinde wegen Verletzung ihrer Autonomie ist zu bejahen, wenn sie vom Entscheid einer kantonalen Behörd e als Trägerin hoheitlicher Gewalt berührt wird und eine Verletzung ihrer Autonomie ge ltend macht. Ob die Gemeinde im betref- fenden Bereich tatsächlich Autonomie geniesst, ist keine F rage des Eintretens, sondern bildet Gegenstand der materiellen Beurteilung (vgl. BGE 141 I 36 E. 1.2.4; BGE 135 I 43 E. 1.2). Die Gemeinde ist durch den angefochtenen Entscheid in hoheit lichen Interessen betroffen und macht eine Verletzung ihrer Autonomie geltend. Sie ist daher zur Beschwerde befugt. 1.3.2 Die Beschwerdeführerin 2 ist vom angefochtenen En tscheid, mit welchem der Regie- rungsrat die Gemeinde anwies, die Jagdpacht für die Pe riode 2016-2024 an die Beschwerde- gegnerin zu vergeben, berührt und hat ein schutzwürdige s Interesse an dessen Aufhebung (§ 47 Abs. 1 lit. a VPO). Sie ist demnach ebenfalls zur Beschwerde befugt. 1.4.1 Der Regierungsrat beantragt, es sei das Verfahr en zufolge Gegenstandslosigkeit ab- zuschreiben. Zur Begründung seines Antrags führt der Regi erungsrat aus, er habe mit Be- schluss Nr. 0858 vom 20. Juni 2017 unter Bezugnahme auf § 10 VPO entschieden, dass der angefochtene Entscheid aufgehoben werde. 1.4.2 Gemäss § 10 Abs. 3 VPO kann die verfügende Behö rde, statt eine Beschwerdever- nehmlassung einzureichen, zugunsten der Beschwerde führen den Partei ganz oder teilweise neu verfügen oder die angefochtene Verfügung aufheben. Vorliegend hat der Regierungsrat mit seinem Beschluss vom 20. Juni 2017 den angefochtenen Entsc heid in Wiedererwägung gezo- gen, ohne in der Sache neu zu entscheiden. Der Beschluss des Regierungsrats ist vielmehr auf eine weitere Instruktion bzw. eine erneute Durchführung des Verfahrens gerichtet. Soweit da- von ausgegangen wird, dass auch die verwaltungsinterne R echtsmittelbehörde die Kompetenz gemäss § 10 Abs. 3 VPO beanspruchen kann, erscheint fragl ich, ob das Vorgehen des Regie- rungsrats dem Sinn und Zweck dieser Bestimmung entsprich t. Gestützt auf § 10 Abs. 3 VPO soll die Behörde sogleich neu verfügen bzw. entscheiden oder einen (belastenden) Verwal- tungsakt aufheben können, wenn dies möglich ist. Demgeg enüber ist es der Behörde grund- sätzlich verwehrt, erneut ein Beweisverfahren durchzuführen oder andere verfahrensleitende Anordnungen zu treffen, um selber neu zu entscheiden. D ie Wiedererwägung während des hängigen Beschwerdeverfahrens ("lite pendente") führt zudem – falls zulässig – nur dann zur Gegenstandslosigkeit, wenn damit den gestellten Rechtsbe gehren vollumfänglich entsprochen wurde (vgl. in Bezug auf die gleichlautende Regelung im Kanton Bern THOMAS MERKLI /ARTHUR AESCHLIMANN /RUTH HERZOG , Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege i m Kanton Bern, Bern 1997, N 1 zu Art. 71; Urteil des Bu ndesgerichts 2C_267/2011 vom 18. Juli 2011 E. 2.2 mit Hinweisen). 1.4.3 Die Beschwerdeführerinnen beantragen im Hauptsta ndpunkt, es sei der Beschluss des Regierungsrats Nr. 0332 vom 14. März 2017 aufzuheben un d die Verfügung des Gemeinderats A.____ vom 1. Februar 2016 zu bestätigen. Mit dem Besch luss des Regierungsrats vom Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 20. Juni 2017 wurde diesem Rechtsbegehren nicht bzw. nich t vollumfänglich entsprochen. Mangels eines neuen Sachentscheids des Regierungsrats hat der fragliche Beschluss – entge- gen der Auffassung der Gemeinde – auch nicht zur Folge, dass die Verfügung des Gemeinde- rats A.____ vom 1. Februar 2016 rechtskräftig wird. Der Beschluss des Regierungsrats vom 20. Juni 2017 führt somit nicht zur Gegenstandslosigkeit des vorliegenden Verfahrens. 1.5 Da sämtliche weiteren formellen Voraussetzungen erfü llt sind, ist auf die Beschwerden der Gemeinde und der Beschwerdeführerin 2 einzutreten. 2. Mit der Autonomiebeschwerde können in Verbindung m it der Verletzung der Gemein- deautonomie auch die mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde zulässigen Rügen vorge- bracht werden (§ 41 Abs. 4 VPO). Im Rahmen der verwalt ungsgerichtlichen Beschwerde kön- nen Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Untersc hreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststel lung des Sachverhalts gerügt wer- den (§ 45 Abs. 1 lit. a und b VPO). Dagegen ist dem K antonsgericht im vorliegenden Fall die Beurteilung der Angemessenheit untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO). 3.1 Die Beschwerdeführerin 2 rügt in formeller Hinsi cht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Sie macht geltend, dass sie im vorinstanzlichen Ve rfahren weder beigeladen worden sei noch Gelegenheit zur Stellungnahme erhalten habe. Da sie im vorliegenden Beschwerde- verfahren habe Stellung nehmen können und der Sachver halt liquid sei, werde beantragt, dass das Gericht in der Sache entscheide. 3.2.1 Das rechtliche Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bun desverfassung der Schweizeri- schen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 dient e inerseits der Sachaufklärung, ande- rerseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrech t beim Erlass eines Entscheides dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. Dazu gehört insbesondere das Recht des Betroffenen, sich vor Erlass eines solchen Entscheides zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise ent weder mitzuwirken oder sich zumin- dest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkung srecht somit alle Befugnisse, die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Gel- tung bringen kann (vgl. BGE 143 V 71 E. 4.1; BGE 135 I 279 E. 2.3; BGE 135 II 286 E. 5.1; BGE 132 V 368 E 3.1; jeweils mit Hinweisen). 3.2.2 Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Nat ur. Dessen Verletzung führt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ungeachtet der materie llen Begründetheit des Rechtsmit- tels zur Gutheissung der Beschwerde und zur Aufhebung de s angefochtenen Entscheides (vgl. BGE 137 I 195 E. 2.2; BGE 135 I 279 E. 2.6.1; jeweils mit Hinweisen). Eine nicht beson- ders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs kann jedoch ausnahmsweise als ge- heilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichk eit erhält, sich vor einer Rechtsmitte- linstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei überprüfen kann. Unter dieser Voraussetzung ist darüber hinaus – im Sinne einer Heilung des Mangels – selbst Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht bei einer schwerwiegenden Verletzung des Anspruchs auf r echtliches Gehör von einer Rück- weisung der Sache an die Vorinstanz abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen P artei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (vgl. BGE 137 I 1 95 E. 2.3.2; BGE 136 V 117 E. 4.2.2.2; BGE 133 I 201 E. 2.2; BGE 132 V 387 E. 5.1; jeweils mit Hinweisen). 3.2.3 Der Regierungsrat hat durch die unterbliebene A nhörung bzw. den Nichteinbezug der Beschwerdeführerin 2 im vorinstanzlichen Verfahren dere n Anspruch auf rechtliches Gehör zweifellos in schwerwiegender Weise verletzt. Die Beschwer deführerin 2 beantragt indes aus- drücklich, von einer Rückweisung an die Vorinstanz zur Neube urteilung sei abzusehen und es sei in der Sache selbst zu entscheiden. Der Regierungsrat verfügt im vorliegenden Fall über die gleiche Kognition wie das Kantonsgericht (E. 5.5.3 hie rnach). Die Verletzung des rechtlichen Gehörs der Beschwerdeführerin 2 im vorinstanzlichen Verfahren kann damit als geheilt gelten. 4.1 In materieller Hinsicht ist vorab zu prüfen, ob de r Gemeinde im hier in Frage stehenden Bereich Autonomie zukommt. 4.2 Die Bundesverfassung gewährleistet die Gemeindeauto nomie nach Massgabe des kantonalen Rechts (Art. 50 Abs. 1 BV). Eine analoge Ga rantie ist in § 45 der Verfassung des Kantons Basel-Landschaft (KV) vom 17. Mai 1984 enthalt en. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts sind Gemeinden in einem Sachbereich auto nom, wenn das kantonale Recht diesen nicht abschliessend ordnet, sondern ihn ganz oder t eilweise der Gemeinde zur Rege- lung überlässt und ihr dabei eine relativ erhebliche En tscheidungsfreiheit einräumt. Der ge- schützte Autonomiebereich kann sich auf die Befugnis zum E rlass oder Vollzug eigener kom- munaler Vorschriften beziehen oder einen entsprechende n Spielraum bei der Anwendung kan- tonalen oder eidgenössischen Rechts betreffen. Der Schutz der Gemeindeautonomie setzt eine solche nicht in einem ganzen Aufgabengebiet, sondern led iglich im streitigen Bereich voraus. Im Einzelnen ergibt sich der Umfang der kommunalen Aut onomie aus dem für den entspre- chenden Bereich anwendbaren kantonalen Verfassungs- und Gesetzesrecht (vgl. BGE 136 I 395 E. 3.2.1; BGE 136 I 316 E. 2.1.1; BGE 135 I 233 E. 2.2; BGE 133 I 128 E. 3.1; BGE 129 I 290 E. 2.1; jeweils mit Hinweisen). 4.3 Gemäss § 126 Abs. 1 KV steht den Gemeinden das Jagdre gal zu. Dieser Grundsatz wird in § 2 Abs. 1 des Gesetzes über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (JagdG) vom 7. Juni 2007 wiederholt. In § 2 Abs. 2 JagdG wird festgehalten, dass die Pachtjagd (Revierjagd) gilt. Die Verpachtung der Jagd reviere ihrerseits ist in § 5 JagdG gere- gelt. Diese Bestimmung lautet wie folgt: 1 Das Revier wird vom Gemeinderat zu dem von ihm festgelegten Schätzwert verpachtet. 2 Der Gemeinderat vergibt die Pacht entweder der bishe rigen Jagdgesellschaft oder derjenigen mit der grössten Anzahl ortsansässiger Jägerinnen und Jäger. Ist dies nicht möglich, ist die Jagdgesellschaft mit der grössten Anzahl Schweizer Jägerinnen und Jäger mit Wohnsitz im Kan- ton zu bevorzugen. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3 Bewerben sich mehrere ranggleiche Jagdgesellschaften, e ntscheidet der Gemeinderat nach den Kriterien der Kontinuität und Qualität. 4 Der Gemeinderat ist verpflichtet das Revier zu verpachten, wenn sich mindestens eine Jagdge- sellschaft um die Pacht bewirbt. Aus § 5 JagdG geht hervor, dass der Entscheid, an welche J agdgesellschaft die Jagd zu ver- pachten ist, beim Gemeinderat liegt, wobei dieser un ter der Voraussetzung, dass sich mindes- tens eine Jagdgesellschaft um die Pacht bewirbt, zur Revi ervergabe verpflichtet ist. Dem Ge- meinderat kommt bei diesem Entscheid – innerhalb des m it § 5 JagdG gesetzten Rahmens – ein Ermessensspielraum zu. Die Gemeinde verfügt somit bei der Vergabe der Jagdpacht über eine relativ erhebliche Entscheidungsfreiheit und dami t über Autonomie (vgl. Urteil des Kan- tonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 10. Mai 2017 [810 16 318] E. 2.2; BLVGE 2001 S. 80 ff. E. 2b; jeweils mit Hinweisen). 5.1.1 In der Sache macht die Gemeinde geltend, dass es gemäss § 5 Abs. 2 JagdG im Aus- wahlermessen des Gemeinderats stehe, die Pacht entweder an die bisherige Jagdgesellschaft zu vergeben oder an eine neue Jagdgesellschaft, die übe r eine grössere Anzahl ortsansässiger Mitglieder verfüge. Die Ausführungen des Regierungsrat s über die Mitglieder der Jagdgesell- schaft B.____, deren Status, deren Qualität, allfällig e Vorkommnisse, die Anzahl Schweisshun- deführer etc. sowie der Vergleich zu der sich neu bewe rbenden Jagdgesellschaft C.____ seien völlig irrelevant. Der Gemeinderat habe rechtmässig e ntschieden, die Jagdpacht an die bisheri- ge Jagdgesellschaft B.____ zu vergeben, da diese aus Sich t des Gemeinderats die nötige Er- fahrung aufweise und durch die Vergabe an die bisherig e Pächterin die Kontinuität im Jagdre- vier am besten gewahrt werden könne. Welche Gründe de n Gemeinderat zu seinem Entscheid bewogen hätten, müsse die Beschwerdeinstanz nur dann in teressieren, wenn Anzeichen für eine willkürliche Vergabe der Jagdpacht bestünden. Dies sei vorliegend jedoch ganz klar nicht der Fall. Der Gemeinderat sei mit der bisherigen Pä chterin zufrieden und habe dies in der Ver- fügung vom 1. Februar 2016 ausgedrückt. Es liege somit ke ine willkürliche Vergabe der Jagdpacht vor und der Zuschlag an die bisherige Pächter in sei rechtmässig erfolgt. Der Ent- scheid des Regierungsrats, wonach die Gemeinde die Pacht an die Jagdgesellschaft C.____ vergeben müsse, sei als klare Verletzung der Gemeindeaut onomie zu betrachten und deshalb aufzuheben. 5.1.2 Die Beschwerdeführerin 2 macht im Wesentlichen geltend, der Regierungsrat habe verkannt, dass die Beschwerdeführerin 2 nicht nur die bis herige Pächterin sei, sondern auch über die grösste Anzahl ortsansässiger Jäger verfüge. Mang els Ranggleichheit im Sinne von § 5 Abs. 3 JagdG sei eine Beurteilung nach den Kriterien der Kontinuität und Qualität somit hin- fällig. Selbst für den Fall, dass zwischen den beiden Jagd gesellschaften von einer Gleichran- gigkeit ausgegangen würde, hätte die Gemeinde in Ausüb ung ihres Ermessens der Beschwer- deführerin 2 den Zuschlag erteilen dürfen. Der Regie rungsrat habe demgegenüber im ange- fochtenen Entscheid seine auf die Rechtskontrolle beschrän kte Kognition in rechtsverletzender Weise ausgeübt und sein Ermessen an die Stelle des Erm essens des Gemeinderats gesetzt. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht Die vom Regierungsrat angeführten Gründe seien zudem nicht geeignet, eine Rechtsverletzung des Gemeinderats zu begründen. 5.1.3 Die Beschwerdegegnerin bringt zusammengefasst vor, dass der Regierungsrat im vor- liegenden Fall in korrekter Auslegung von § 5 JagdG eine Ranggleichheit der beiden Jagdge- sellschaften angenommen und den Entscheid der Gemeinde d araufhin überprüft habe, ob er den Vergabekriterien der Kontinuität und Qualität en tspreche. Er habe den Entscheid des Ge- meinderats zu Recht aufgehoben, zumal dieser auf ein er unrichtigen Anwendung von § 5 JagdG sowie auf einer unrichtigen Feststellung des Sachverhalts beruht habe und in Verletzung der rechtlichen Grenzen der Ermessensausübung erfolgt sei. 5.2.1 Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass es sich b ei der Beschwerdeführerin 2 um die bisherige Pächterin im Sinne von § 5 Abs. 2 JagdG hand elt. Die Beschwerdeführerin 2 macht geltend, dass sie darüber hinaus über die grösste Anzahl ortsansässiger Jägerinnen und Jäger verfüge. Soweit sie diesbezüglich auch Gastjägerinnen un d Gastjäger einbeziehen möchte, kann ihr nicht gefolgt werden. Gemäss § 6 Abs. 2 JagdG müssen sich die Jagdgesellschaften aus Jagdberechtigten zusammensetzen, die sich in der Rec htsform eines Vereins zusammen- geschlossen haben. In § 15 Abs. 2 JagdG wird unterschieden zwischen dem Jagdpass, welcher zur Jagdausübung im Revier "der eigenen Jagdgesellschaft" berechtigt (lit. a), und dem Jagd- pass für Gastjägerinnen und Gastjäger, welcher zur Teil nahme an der Jagd als Gast in allen Revieren des Kantons berechtigt (lit. b). Wenn in § 5 A bs. 2 JagdG von den Jägerinnen und Jägern einer Jagdgesellschaft gesprochen wird, kann es sich dabei somit einzig um die Mitglie- der einer Jagdgesellschaft handeln. Was im vorliegenden Fall die Mitgliedschaft von F.____ und G.____ in der Jagdgesellschaft B.____ im Hinblick auf die Jagdpachtperiode 2016-2024 anbelangt, so vermochte die Beschwerdeführerin 2 den e ntsprechenden Nachweis – in Form von Statuten bzw. eines Vereinsbeschlusses – nicht zu erbr ingen. Dass sich die genannten Jäger gemäss den Ausführungen der Beschwerdeführerin 2 als Mitglieder der Jagdgesellschaft B.____ verstehen und für die fragliche Jagdpachtperiode zur Verfügung stehen bzw. den Pachtvertrag unterzeichnen würden, genügt in diesem Zu sammenhang nicht. Der Regierungs- rat hat im angefochtenen Entscheid somit zu Recht fest gestellt, dass F.____ und G.____ man- gels Mitgliedschaft in der Jagdgesellschaft B.____ nicht als ortsansässige Jäger im Sinne von § 5 Abs. 2 JagdG berücksichtigt werden können. 5.2.2 Die Argumentation der Beschwerdeführerin 2, di e Gemeinde habe ihr zwingend den Zuschlag erteilen müssen, weil sie die bisherige Pächterin sei und über die grösste Anzahl orts- ansässiger Mitglieder verfüge, erweist sich nach dem Gesagten als unbegründet. 5.3.1 Bezüglich der Ausübung des Auswahlermessens im Si nne von § 5 Abs. 2 JagdG ist vorab strittig, was mit der Formulierung "ranggleiche Jagdgesellschaften" gemäss § 5 Abs. 3 JagdG gemeint ist. Die Beschwerdeführerin 2 und die Be schwerdegegnerin schliessen sich diesbezüglich der Auslegung des Regierungsrats an, wonach im Fall einer Bewerbung der bis- herigen Jagdgesellschaft und einer Jagdgesellschaft mit ei ner grösseren Anzahl ortsansässiger Jägerinnen und Jäger Ranggleichheit im Sinne von § 5 Abs. 3 JagdG vorliege und damit nach den Kriterien der Kontinuität und Qualität zu entschei den sei. Demgegenüber stellt sich die Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht Gemeinde auf den Standpunkt, dass § 5 Abs. 3 JagdG led iglich in jenen Fällen zur Anwendung gelange, in denen eine Vergabe der Jagdpacht nach § 5 Abs. 2 JagdG nicht möglich sei. 5.3.2 Die Entstehungsgeschichte von § 5 Abs. 2 und 3 JagdG spricht für die von der Ge- meinde vertretene Auslegung. Die fragliche Regelung hat ihren Ursprung im Einführungsgesetz vom 14. September 1967 zum Bundesgesetz vom 10. Juni 19 25 über Jagd und Vogelschutz sowie der Verordnung über Jagd und Vogelschutz vom 11. Dezember 1967 (Jagdgesetz 1967). Gemäss dessen § 4 Abs. 3 hatte die Gemeinde die Wahl zwi schen zwei Reihenfolgen der zu berücksichtigenden Jagdinteressenten: Sie konnte nach der einen Variante den Zuschlag der Gruppe der bisherigen Pächter geben, in zweiter Prior ität der Gruppe mit der grössten Anzahl ortsansässiger Jäger, in dritter Priorität der Gruppe mi t der grössten Zahl von Kantonseinwoh- nern schweizerischer Nationalität und in vierter Priori tät weiteren Gruppen (lit. a). Nach der an- deren Variante kam in erster Priorität die Gruppe mit der grössten Zahl ortsansässiger Jäger zum Zuge, in zweiter Priorität die Gruppe der bisheri gen Pächter, in dritter Priorität die Gruppe mit der grössten Zahl von Kantonseinwohnern schweizerisch er Nationalität und in vierter Priori- tät weitere Gruppen (lit. b). Sofern zwei oder mehr ranggleiche Gruppen die Voraussetzungen für die Vergebung in gleicher Weise erfüllten, entsch ied das Los (§ 4 Abs. 4). Daraus erhellt, dass sich die Ranggleichheit jeweils auf den Rang innerh alb einer – von der Gemeinde frei zu wählenden – Reihenfolge bezog und nicht auf den Rang im Verhältnis zwischen den beiden Reihenfolgen; andernfalls hätte die Gemeinde bei ein er Bewerbung der bisherigen Pächter und einer Gruppe mit der grössten Zahl ortsansässiger Jäger k eine Wahl gehabt, sondern es hätte in diesem Fall das Los entschieden. Im Rahmen der Total revision der kantonalen Jagdgesetz- gebung wurde die fragliche Regelung inhaltlich übern ommen und in § 5 des Gesetzes über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel vom 30. März 1992 (Jagdgesetz 1992) verankert, welcher wie folgt lautete: 1 Das Revier wird vom Gemeinderat zu dem von ihm festgelegten Schätzungswert verpachtet. 2 Der Gemeinderat vergibt die Pacht entweder der bish erigen Pachtgesellschaft oder denjenigen Interessenten mit der grössten Anzahl ortsansässiger Jäger oder Jägerinnen. Ist dies nicht mög- lich, sind die Interessenten mit der grössten Anzahl Schweizer Jäger und Jägerinnen mit Wohn- sitz im Kanton zu bevorzugen. 3 Bewerben sich mehrere ranggleiche Interessentengruppen, entscheidet der Gemeinderat. 4 Der Gemeinderat ist verpflichtet, das Revier zu verp achten, wenn sich mindestens eine qualifi- zierte Interessentengruppe um die Pacht bewirbt. Die obgenannte Fassung von § 5 Abs. 3, wonach bei "rang gleichen Interessentengruppen" der Gemeinderat entscheidet, stellt insofern eine Änderung gegenüber dem Jagdgesetz von 1967 dar, als bei ranggleichen Interessentengruppen nicht da s Los entscheiden sollte, sondern der Gemeinderat. In den Materialien wurde zur Begründun g dieser Änderung festgehalten, dass sich der Gemeinderat andernfalls der Verantwortung ent ziehen könnte (vgl. Vorlage an den Landrat betreffend Totalrevision der kantonalen Jagdgese tzgebung [Nr. 91/1] vom 8. Januar 1991 [Landratsvorlage], S. 6). Im Weiteren wurde fest gehalten, dass die Gemeinde wie bisher die Wahl habe, ob sie die bisherige Pachtgesellschaft oder diejenigen Interessenten mit der Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht grössten Anzahl ortsansässiger Jäger und Jägerinnen bevor zugen wolle (Landratsvorlage, S. 14). Die Fassung von § 5 Abs. 3 des Jagdgesetzes von 19 92 ergibt wiederum einzig dann einen Sinn, wenn sich die Ranggleichheit auf das Verh ältnis mehrerer neuer Bewerber mit der gleichen Anzahl ortsansässiger Jäger bzw. Schweizer Jäger mit Wohnsitz im Kanton bezieht und nicht auf das Verhältnis der bisherigen Pachtgesellsch aft und denjenigen Interessenten mit der grössten Anzahl ortsansässiger Jäger. Hätte sich die Rang gleichheit auf letzteres bezogen, so wäre § 5 Abs. 3 kein selbständiger Gehalt zugekommen, zumal damit lediglich das in § 5 Abs. 2 statuierte Auswahlermessen wiederholt worden wär e. Dass im Rahmen des heute gel- tenden § 5 Abs. 3 JagdG bzw. mit der Einfügung des Zusa tzes, wonach der Gemeinderat bei ranggleichen Jagdgesellschaften "nach den Kriterien der Kontinuität und Qualität" entscheidet, an diesem Verständnis der Ranggleichheit etwas geändert werden sollte, lässt sich den Materi- alien nicht entnehmen. Damit wäre – ausgehend von eine r historischen Auslegung – § 5 Abs. 3 JagdG so zu verstehen, dass sich die Ranggleichheit nicht auf das Verhältnis zwischen der bis- herigen Jagdgesellschaft und derjenigen mit der grösste n Anzahl ortsansässiger Jäger bezieht, sondern auf das Verhältnis mehrerer neuer Jagdgesellschaf ten mit der gleichen Anzahl ortsan- sässiger Jäger bzw. Schweizer Jäger mit Wohnsitz im Kanton. 5.3.3 Allerdings ist festzustellen, dass der Anwendungsber eich von § 5 Abs. 3 JagdG bei einer solchen Auslegung beschränkt wäre. Namentlich dürf te der Fall, dass sich mehrere neue Jagdgesellschaften mit einer gleichen Anzahl ortsansässige r Jägerinnen und Jäger um die Jagdpacht bewerben, nur selten vorkommen. Auch erscheint unklar, in welchen Fällen eine Vergabe an die bisherige Jagdgesellschaft oder diejenig e mit der grössten Anzahl ortsansässi- ger Jägerinnen und Jäger im Sinne von § 5 Abs. 2 Satz 2 JagdG "nicht möglich" sein sollte. Dem Sinn und Zweck des Gesetzes würde vor diesem Hintergrun d eine Auslegung von § 5 Abs. 3 JagdG dahingehend, dass sich die Ranggleichheit a uf das Verhältnis zwischen der bis- herigen Jagdgesellschaft und derjenigen Jagdgesellschaft mit der grössten Anzahl ortsansässi- ger Jägerinnen und Jäger bezieht, besser entsprechen. Wie es sich damit verhält, kann auf- grund der nachfolgenden Erwägungen letztlich offen gelassen werden. 5.3.4 Der Gemeinde kommt beim Entscheid, ob sie die Jag dpacht der bisherigen Jagdge- sellschaft oder derjenigen mit der grössten Anzahl ortsansässiger Jägerinnen und Jäger vergibt, ein weiter Ermessensspielraum zu. Die Gemeinde ist bei ih rem Entscheid indes nicht völlig frei, sondern hat ihr Ermessen pflichtgemäss, das heisst unter Ber ücksichtigung der rechtsstaatli- chen Grundsätze, insbesondere des Willkürverbots, der Grundsätze der Rechtsgleichheit sowie der Verhältnismässigkeit, auszuüben. Dabei hat sie neben den erwähnten Verfassungsprinzi- pien immer auch Sinn und Zweck der gesetzlichen Ordnung zu beachten (vgl. R ENÉ WIEDER - KEHR /PAUL RICHLI , Praxis des allgemeinen Verwaltungsrechts - Band I, Bern 2012, Rz. 1498; ULRICH HÄFELIN /G EORG MÜLLER /F ELIX UHLMANN , Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl., Zü- rich/St. Gallen 2016, Rz. 409 ff.; BGE 138 I 305 E. 1 .4.3; BGE 129 I 232 E. 3.3; BGE 122 I 267 E. 3b; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Ga llen vom 16. April 2014, in: St. Gallische Gerichts- und Verwaltungspraxis [GVP] 2018 N r. 40 S. 119; Urteil des Verwal- tungsgerichts des Kantons Zürich [VB.2009.00271] vom 21. O ktober 2009 E. 2.4). Der Ent- scheid hat sodann gestützt auf eine überprüfbare und sachliche Begründung zu erfolgen, zumal eine sachgerechte Anfechtung und Überprüfung von Ermesse nsentscheiden nur möglich ist, Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht wenn die zuständige Instanz die Gründe für ihren Entsch eid darlegt (vgl. W IEDERKEHR /RICHLI , a.a.O., Rz. 1499 mit Hinweisen). Vorliegend lassen sich die von der Gemeinde im Rahmen ihrer Ermessensausübung zu berücksichtigenden Faktoren jeweils ohne weiteres einem der in § 5 Abs. 3 JagdG aufgeführten Kriterien der "Kontinuität" und "Qualität" zuordnen (E. 5.3.5 hier- nach) und die Gemeinde hat die fraglichen Kriterien somit in jedem Fall zu beachten. Der Fra- ge, ob § 5 Abs. 3 JagdG im vorliegenden Fall unmittel bar anwendbar ist, kommt daher im Er- gebnis keine entscheidende Bedeutung zu. 5.3.5 Im Bereich der Jagdpachtvergabe hat sich die Ausüb ung des Ermessens insbesondere an der Zweckumschreibung von § 1 JagdG bzw. den darin a ufgeführten Zielen des Jagdgeset- zes, namentlich der Sicherstellung einer weidgerechten und nachhaltigen Ausübung der Jagd, zu orientieren. Der Gesetzgeber hat diesem Anliegen bis zu einem gewissen Grad bereits mit der Regelung von § 5 Abs. 2 JagdG, wonach die Jagdpacht der bisherigen Jagdgesellschaft oder derjenigen mit den meisten ortsansässigen Jägern zu vergeben ist, Rechnung getragen. In der Landratsvorlage aus dem Jahr 1991 wurde in diesem Zusammenhang festgehalten, dass die bisherigen Pächter und die ortsansässigen Jäger du rch ihre Ortskundigkeit und allfällige Ortsverbundenheit am ehesten Gewähr bieten würden, die mit der Jagdausübung verbundenen Pflichten erfüllen zu können (Landratsvorlage, S. 14). Im Rahmen der Ermessensausübung ist demnach zu prüfen, welche Jagdgesellschaft am ehesten Gewä hr bietet, die in § 1 Abs. 2 JagdG aufgeführten Ziele zu erreichen und die Vorgabe n des Jagdgesetzes einzuhalten. Dabei stehen – entsprechend dem Kriterium der "Qualität" im Sinne von § 5 Abs. 3 JagdG – Aspekte wie die jagdliche Erfahrung der Mitglieder einer Ja gdgesellschaft, deren Leistungsfähigkeit und Altersstruktur sowie die Einhaltung der Abschussplanung im Vordergrund. Auch sind in diesem Zusammenhang allfällige negative Vorkommnisse (Jagdverg ehen, unweidmännisches Verhal- ten) zu berücksichtigen. Mit dem in § 5 Abs. 3 JagdG genannten Kriterium der "Kontinuität" wird in erster Linie nicht an die Erfahrung der Mitglieder einer Jagdgesellschaft als solche ange- knüpft. Der Begriff der "Kontinuität" bzw. "Beständigke it" bezieht sich vielmehr auf den Fortbe- stand von etwas Bestehendem, hinsichtlich der Jagdpacht somi t die Fortdauer der Pacht mit der bisherigen Jagdgesellschaft bzw. den bisherigen Jägerin nen und Jägern. Insofern verdeut- licht das Kriterium der "Kontinuität" die bereits in § 5 Abs. 2 JagdG statuierte privilegierte Positi- on der bisherigen Jagdgesellschaft. Da sich die Jagdgesellsc haft aus ihren Mitgliedern bzw. den einzelnen Jägerinnen und Jägern zusammensetzt, bezie ht sich die Kontinuität zudem auf die Erfahrung der bisherigen Mitglieder der Jagdgesellschaft im fraglichen Revier. Somit wird im Rahmen dieses Kriteriums auch allfälligen Mitgliedermutationen Rechnung zu tragen sein. 5.4.1 Der Gemeinderat A.____ begründete seinen Verg abeentscheid damit, dass aus Sicht des Gemeinderats die Jagdgesellschaft B.____ die nötige Erfahrung aufweise und es in der vergangenen Pachtperiode keinerlei negative Vorkommniss e gegeben habe, welche einen Wechsel der pachtenden Gesellschaft erfordern würden. D urch die Vergabe an die Jagdgesell- schaft B.____ könne die Kontinuität im Revier am besten gewahrt werden. Im Protokoll über den Beschluss des Gemeinderats vom 12. Januar 2016, welch er dem Vergabeentscheid zu- grunde lag, wird festgehalten, dass die Jagdgesellschaft B.____ aus sieben Mitgliedern beste- he, wovon drei Mitglieder in A.____ wohnhaft seien. Die Jagdgesellschaft C.____ bestehe aus vier Mitgliedern, wovon zwei in A.____ wohnen würden. Gemäss § 5 JagdG könne die Pacht an Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht die bisherige Jagdgesellschaft vergeben werden, da die J agdgesellschaft B.____ die Kriterien gemäss § 5 Abs. 2 JagdG erfülle (bisherige Gesellschaft und am meisten ortsansässige Jäger) und der Verwaltung keine negativen Erfahrungen mit d er Jagdgesellschaft B.____ bekannt sei- en. Im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens führte di e Gemeinde ergänzend aus, dass der zuständige Gemeinderat an einem Jagdtag der Jagdgesellsc haft B.____ teilgenommen habe, um sich ein besseres Bild der Abläufe einer Jagd machen z u können. Er habe zudem ein per- sönliches Gespräch mit dem Vorsteher des Amts für Wald bei der Basel geführt, wobei keine Bedenken bezüglich einer möglichen Vergabe an die Jagdge sellschaft B.____ bekundet wor- den seien. Der Gemeinderat sei auch über das jagdlich e Ereignis vom 25. September 2015 durch die Jagdgesellschaft B.____ informiert worden. V on einem zweiten Vorfall sei dem Ge- meinderat nichts bekannt. Der Gemeinderat habe darauf hin mit Gemeinderatsbeschluss vom 12. Januar 2016 die Jagdpacht an die Jagdgesellschaft B.____ vergeben. Begründet werde dieser Entscheid damit, dass die Jagdgesellschaft B.____ alle gesetzlichen Bedingungen erfülle und die nötige Erfahrung für die Aufgabe habe. Zude m gebe es für den Gemeinderat keinen zwingenden Grund, die Pachtgesellschaft zu wechseln. Mit dem Beschluss des Gemeinderates war und sei man weiterhin überzeugt, die Kontinuität im Revier am besten zu gewährleisten (Vernehmlassung vom 6. April 2016). Im Verfahren vor K antonsgericht stellt sich die Gemeinde auf den Standpunkt, dass die Ausführungen des Regierung srats über die Mitglieder der Jagd- gesellschaft B.____, deren Status, deren Qualität, all fällige Vorkommnisse, die Anzahl "Schweisshundeführer" usw. sowie der Vergleich zu der si ch neu bewerbenden Jagdgesell- schaft C.____ völlig irrelevant seien, weshalb in der Fo lge auch nicht auf die einzelnen Punkte eingegangen werde. Es sei nicht von Bedeutung, nach we lchen Kriterien die Gemeinde die Jagdpacht vergeben habe, solange die Vergabe dem geset zlich vorgegebenen Vergabeverfah- ren genüge und nicht willkürlich erfolgt sei, was vorlieg end jedoch ganz klar nicht der Fall ge- wesen sei. 5.4.2 Vorab ist festzustellen, dass der Gemeinderat A.__ __ bei seinem Vergabeentscheid von einer falschen Mitgliederzahl bzw. Anzahl ortsansässi ger Jäger der Beschwerdeführerin 2 ausgegangen ist (E. 5.2.1 hiervor). Unklar ist, ob der Gemeinderat im Zeitpunkt des Entscheids von der Verurteilung von F.____ wegen Widerhandlung g egen das Jagdgesetz – wenn auch in seiner Eigenschaft als Gastjäger – Kenntnis hatte und die sen Umstand berücksichtigte. Hin- sichtlich des weiteren von der Beschwerdegegnerin angefü hrten Vorfalls räumte die Gemeinde ein, dass sie davon keine Kenntnis gehabt habe (Vernehmla ssung vom 6. April 2016). Die von der Gemeinde angeführte Begründung für den Vergabee ntscheid basiert nach dem Gesagten auf einer unrichtigen bzw. unvollständigen Sachverhalts abklärung in Bezug auf entscheidrele- vante Umstände, was einer rechtskonformen Ermessensausübung v on vornherein entgegen- steht. Die Frage der Anzahl Mitglieder einer Jagdgesellschaft ist zudem auch mit Blick auf die in § 7 JagdG definierten Gültigkeitsvoraussetzungen von Bedeu tung. In seinem an die Jagdge- sellschaften gerichteten Schreiben vom 26. Januar 2016 h ielt der Gemeinderat A.____ fest, dass beide Jagdgesellschaften die gesetzlichen Anforderu ngen erfüllen würden. Dieser Aussa- ge kann vor dem Hintergrund, dass der Gemeinderat wie b ereits ausgeführt (E. 5.4.1 hiervor) im Fall der Beschwerdeführerin 2 von sieben und im Fal l der Beschwerdegegnerin von vier Mit- gliedern ausging, nicht gefolgt werden. Gemäss § 7 Abs. 1 JagdG muss die Jagdgesellschaft für Reviere bis zu 600 ha aus mindestens 3 und höchstens 6, für Reviere über 600 ha aus min- Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht destens 6 und höchstens 10 Mitgliedern bestehen, wovon m indestens die Hälfte der Mitglieder Wohnsitz im Kanton haben muss. Verfügt die eine Jagdgesellschaft über sieben und die andere über vier Mitglieder, so können definitionsgemäss nicht be ide die Voraussetzungen von § 7 Abs. 1 JagdG erfüllen. 5.4.3 Unabhängig von der Frage der Sachverhaltsfestste llung vermag der allgemeine Hin- weis im Vergabeentscheid auf die Erfahrung der Beschwe rdeführerin 2 und die Kontinuität im Revier den Anforderungen an eine pflichtgemässe Ermessen sausübung nicht zu genügen. Na- mentlich geht daraus nicht hervor, ob und inwiefern sich die Gemeinde mit den wesentlichen Eigenschaften und Qualitäten der beiden Jagdgesellschafte n auseinandersetzte. Der Schluss des Regierungsrats im angefochtenen Entscheid, es sei nich t ersichtlich, nach welchen Krite- rien die Gemeinde ihren Entscheid getroffen habe, er weist sich insofern als zutreffend. Soweit sich die Gemeinde im Verfahren vor Kantonsgericht auf den Standpunkt stellt, es sei "völlig irre- levant", nach welchen Kriterien sie ihren Entscheid getroffen habe, zumal dieser nicht willkürlich erfolgt sei, kann ihr nicht gefolgt werden. Wie bereit s ausgeführt (E. 5.3.4 hiervor), hat die Ge- meinde die wesentlichen Gründe für ihren Entscheid auf zuzeigen, damit eine Überprüfung der Rechtskonformität der Ermessensausübung überhaupt möglich ist. Dabei hat sich die Gemein- de mit den wesentlichen Qualitäten der jeweiligen Jagdgesellschaften ebenso wie mit allfälligen negativen Vorkommnissen auseinanderzusetzen und darzulegen , nach welchen Gesichtspunk- ten sie ihr Auswahlermessen ausgeübt hat. Diesen Anfor derungen hat die Gemeinde im vorlie- genden Fall nicht entsprochen und damit ihr Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt. 5.5.1 Zu prüfen bleibt, ob der Regierungsrat zu Recht die Gemeinde anwies, die Jagdpacht an die Beschwerdegegnerin zu vergeben. 5.5.2 Die Beschwerdeführerinnen machen geltend, dass d er Regierungsrat mit dem ange- fochtenen Entscheid seine Kognition überschritten und dadurch die Autonomie der Gemeinde verletzt habe. Der Regierungsrat habe verkannt, dass ihm gemäss § 32 Abs. 3 des Verwal- tungsverfahrensgesetzes Basel-Landschaft (VwVG BL) vom 13. Juni 1988 im vorliegenden Fall keine Angemessenheitsprüfung zustehe. Er habe sein Ermessen an die Stelle des Ermessens der Gemeinde gesetzt, was unzulässig sei. 5.5.3 Der Regierungsrat äusserte sich im angefochtenen E ntscheid nicht zur Frage seiner Kognition, welche aufgrund der Autonomie der Gemein de im Bereich der Jagdpachtvergabe (E. 4.3 hiervor) auf eine Rechtskontrolle beschränkt wa r (§ 32 Abs. 3 VwVG BL). Er erwog, dass die Gemeinde bei ihrem Entscheid von einer falschen Anzahl ortsansässiger Jäger aus- gegangen sei. Im vorliegenden Fall stünden sich zwei ran ggleiche Jagdgesellschaften gegen- über und es sei somit nach den Kriterien der Kontinuität und Qualität zu entscheiden (Entscheid des Regierungsrats vom 14. März 2017, E. 4 in fine). Im Weiteren hielt der Regierungsrat fest, es sei nur schwer nachvollziehbar, nach welchen Kriterie n der Gemeinderat seinen Entscheid gefällt habe (Entscheid des Regierungsrats vom 14. März 2 017, E. 7 in fine). Anstatt den Ent- scheid des Gemeinderats infolge unrichtiger Feststellung des Sachverhalts bzw. Ermessens- missbrauchs aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Gemeinde zurückzuweisen, nahm der Regierungsrat in der Folge eine eigene Beur teilung nach Massgabe der Kriterien von Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht § 5 Abs. 3 JagdG vor. Dabei kam er zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin 2 gegenüber der Beschwerdegegnerin qualitativ in allen Bereichen unterliege (Entscheid des Regierungsrats vom 14. März 2017, E. 8). Der Regierungsrat beschränkte sich mithin nicht darauf, zu überprü- fen, ob die Gemeinde ihr Ermessen rechtskonform ausübte. Vielmehr traf er einen eigenen Ent- scheid über die Vergabe der Jagdpacht. Mit diesem Vorgehen setzte er sein eigenes Ermessen an die Stelle des Ermessens der Gemeinde und überschritt die ihm gemäss § 32 Abs. 3 VwVG BL zustehende Kognition. Er verletzte die Gemeindeau tonomie insofern, als er auf eine Rück- weisung der Angelegenheit an die Gemeinde verzichtete und den Vergabeentscheid selbst traf. Sein Entscheid erweist sich damit als willkürlich (vgl. BGE 136 I 395 E. 2 mit Hinweisen). 5.6 Nach dem Gesagten ist in Gutheissung der Beschwerden der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Angelegenheit ist an die Gemeinde zurückzuweisen, damit diese – vorbe- hältlich der Einhaltung der Gültigkeitsvoraussetzungen (§ 7 JagdG) – in rechtskonformer Er- messensausübung neu über die Vergabe der Jagdpacht entsche idet. Von Beweismassnahmen ist bei diesem Ausgang abzusehen und die Beweisanträge der Parteien werden abgewiesen. 6.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kan tonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmas s auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Den Vorinstanzen können im vorliegenden Fall keine Verfahr enskosten auferlegt werden (§ 20 Abs. 3 und 4 VPO). Von einer Kostenauferlegung zulasten der unterliegenden Beschwerdegeg- nerin 2 ist im vorliegenden Fall abzusehen. 6.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann ge mäss § 21 Abs. 1 VPO für den Beizug eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der Gegenpartei zugesprochen werden. Entsprechend dem Verf ahrensausgang ist der Beschwer- deführerin 2 eine Parteientschädigung zuzusprechen. Der in der Honorarnote vom 2. November 2017 geltend gemachte Aufwand von 30.20 Stunden für das Verfahren vor Kantonsgericht er- weist sich als angemessen, wobei praxisgemäss ein Ansatz von F r. 250.-- pro Stunde zur An- wendung kommt. Die Parteientschädigung ist demzufolge a uf Fr. 8‘211.15 (inkl. Auslagen und 8% MWST) festzusetzen und dem Regierungsrat aufzuerlegen. Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. In Gutheissung der Beschwerden der Einwohnerg emeinde A.____ und der Jagdgesellschaft B.____ wird der Entscheid des Regie rungsrats vom 14. März 2017 aufgehoben und die Angelegenheit wird zur Neubeurtei- lung im Sinne der Erwägungen an die Einwohnergemein de A.____ zu- rückgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Die geleisteten Kostenvorschüsse in der Höhe von je Fr. 1 '400.-- werden der Einwohnergemeinde A.____ und der Jagdgesellschaft B .____ zu- rückerstattet. 3. Der Jagdgesellschaft B.____ wird eine Parteientschä digung in der Höhe von Fr. 8‘211.15 (inkl. 8% MWST) zulasten des Regierung srats zuge- sprochen. Präsidentin Gerichtsschreiber