<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE - Archiv</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2013</span> <span class="title">Spezialverwaltungsgericht</span> <span class="page_no">424</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> [...]<br/> <br/> <span class="ft2"><b>83</b></span> <span class="ft2"><b>Bemessung des Einkommens (§ 26 StG)</b></span><br/> <span class="ft2"><b>Vorfrageweise ist bei der geltend gemachten Einkommensreduktion (Ab-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>weichung vom Lohnausweis) der zivilrechtlich relevante Sachverhalt zu</b></span><br/> <span class="ft2"><b>prüfen; vorliegend Abgrenzung zu einer Kaufpreisreduktion bei einem</b></span><br/> <span class="ft2"><b>Aktienkauf.</b></span><br/> <br/> <span class="ft3">Aus dem Entscheid des Spezialverwaltungsgerichts, Abteilung Steuern,</span><br/> <span class="ft3">vom 20. Juni 2013 in Sachen H.M. (3-RV.2012.240).</span><br/> <br/> <span class="ft4"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft1">2.</span><br/> <span class="ft1">2.1.</span><br/> <span class="ft1">Der Rekurrent deklarierte mit seiner Steuererklärung für das</span><br/> <span class="ft1">Jahr 2008 gestützt auf den Lohnausweis der X. AG vom 22. Januar</span><br/> <span class="ft1">2009 ein Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit von</span><br/> <span class="ft1">CHF 298'546.00 (brutto CHF 355'084.00).</span><br/> <span class="ft1">2.2.</span><br/> <span class="ft1">Im Rekursverfahren macht er gleich wie im Einspracheverfah-</span><br/> <span class="ft1">ren geltend, den gemäss Lohnausweis vom 22. Januar 2009 ausge-</span><br/> <span class="ft1">wiesenen und in der Steuererklärung deklarierten Lohn nicht in die-</span><br/> <span class="ft1">sem Umfang erzielt zu haben. Sein Einkommen aus unselbständiger</span><br/> <span class="ft1">Erwerbstätigkeit müsse von CHF 298'546.00 um CHF 118'399.00</span><br/> <span class="ft1">(Lohnminderung) auf CHF 180'147.00 reduziert werden.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2013</span> <span class="title">Abteilung Steuern</span> <span class="page_no">425</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">Die Steuerkommission stellt sich auf den Standpunkt, dass der</span><br/> <span class="ft1">Lohnausweis korrekt ausgestellt worden sei, da die X. AG den Lohn</span><br/> <span class="ft1">in dieser Höhe verbucht habe. Das steuerbare Einkommen sei somit</span><br/> <span class="ft1">korrekt gemäss Selbstdeklaration veranlagt worden.</span><br/> <span class="ft1">2.3.</span><br/> <span class="ft1">Bevor die steuerrechtliche Beurteilung vorgenommen werden</span><br/> <span class="ft1">kann, ist vorfrageweise auf den der geltend gemachten Einkommens-</span><br/> <span class="ft1">reduktion zu Grunde liegenden zivilrechtlich relevanten Sachverhalt</span><br/> <span class="ft1">einzugehen.</span><br/> <span class="ft1">3.</span><br/> <span class="ft1">3.1.</span><br/> <span class="ft1">Der Rekurrent verkaufte mit Kaufvertrag vom 13. Juni 2008</span><br/> <span class="ft1">(nachfolgend als "Kaufvertrag" bezeichnet) rückwirkend auf den</span><br/> <span class="ft1">1. Januar 2008 (Übergang von Nutzen und Gefahr) sämtliche Aktien</span><br/> <span class="ft1">der X. AG an die Genossenschaft Z. Der Kaufpreis für die 100 Na-</span><br/> <span class="ft1">menaktien wurde auf CHF 9.8 Mio. festgesetzt. In Ziff. IV. des Kauf-</span><br/> <span class="ft1">vertrages wurden die "Fälligkeit und Bezahlung des Kaufpreises"</span><br/> <span class="ft1">wie folgt geregelt:</span><br/> <span class="ft1">"1. Der Kaufpreis wird grundsätzlich bei Vollzug des Vertrages</span><br/> <span class="ft1">gegen Erledigung der in Abschnitt VIII. genannten Vollzugshandlun-</span><br/> <span class="ft1">gen fällig und ist mit einem bestätigten und auf eine Schweizer Bank</span><br/> <span class="ft1">lautenden Bankcheck an den Käufer zu leisten.</span><br/> <span class="ft1">2. In Abweichung zu Abschnitt IV./Ziff. 1 ist der Käufer jedoch</span><br/> <span class="ft1">bereit, der Käuferin die Bezahlung des Kaufpreises in 2 (zwei) Raten</span><br/> <span class="ft1">zu ermöglichen, und zwar wie folgt:</span><br/> <span class="ft1">- bei Vollzug: CHF 5'000'000.00 (Schweizer Franken fünfmil-</span><br/> <span class="ft1">lionen)</span><br/> <span class="ft1">- am 31. Dezember 2008: CHF 4'800'000.00 (Schweizer Fran-</span><br/> <span class="ft1">ken viermillionenachthunderttausend)</span><br/> <span class="ft1">3. Die Käuferin ist dabei berechtigt, von der 1. Rate im Betrage</span><br/> <span class="ft1">von CHF 5'000'000.00 die Kontokorrentschuld des Verkäufers ge-</span><br/> <span class="ft1">genüber der Gesellschaft im Betrage von CHF 847'105.10 (per</span><br/> <span class="ft1">31. Dezember 2007) in Abzug zu bringen und in dessen Namen resp.</span><br/> <span class="ft1">auf dessen Rechnung an die Gesellschaft zu überweisen.</span><br/> <span class="ft1">4. (Bestimmung zur Festsetzung der Rest-Kontokorrentschuld)</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2013</span> <span class="title">Spezialverwaltungsgericht</span> <span class="page_no">426</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">5. Die Kaufpreisrestanz ist im Umfang von CHF 4'800'000.00</span><br/> <span class="ft1">(Schweizer Franken viermillionenachthundertausend) sicherzustel-</span><br/> <span class="ft1">len, und zwar durch ein unwiderrufliches Zahlungsversprechen einer</span><br/> <span class="ft1">Schweizer Bank (Valuta 31. Dezember 2008). Die Kosten für die</span><br/> <span class="ft1">Ausstellung resp. für die Gewährung des Zahlungsversprechens ge-</span><br/> <span class="ft1">hen dabei zulasten des Verkäufers.</span><br/> <span class="ft1">6. (Verzicht auf die Verzinsung der Kaufpreisrestanz)</span><br/> <span class="ft1">7. (Verzinsung Kaufpreisrestanz bei Verzug)."</span><br/> <span class="ft1">Mit der Vertragsunterzeichnung wurden die obenstehenden Be-</span><br/> <span class="ft1">stimmungen in Bezug auf die am 31. Dezember 2008 fällige</span><br/> <span class="ft1">Restzahlung handschriftlich abgeändert und anstelle eines Betrages</span><br/> <span class="ft1">von jeweils CHF 4.8 Mio. ein solcher von CHF 4.5 Mio. eingesetzt.</span><br/> <span class="ft1">Über die Gründe für die unter den Zahlungsmodalitäten vereinbarte</span><br/> <span class="ft1">Reduktion um CHF 300'000.00 lässt sich dem Kaufvertrag nichts</span><br/> <span class="ft1">entnehmen.</span><br/> <span class="ft1">3.2.</span><br/> <span class="ft1">3.2.1.</span><br/> <span class="ft1">Gemäss der Darstellung des Rekurrenten handelte es sich bei</span><br/> <span class="ft1">dieser Zahlungsmodalität um einen Garantierückbehalt von</span><br/> <span class="ft1">CHF 300'000.00, welcher ausschliesslich die noch nicht feststehen-</span><br/> <span class="ft1">den Kosten aus der Auseinandersetzung der X. AG mit der Y. absi-</span><br/> <span class="ft1">chern sollte. Nach vergleichsweisem Abschluss der Auseinanderset-</span><br/> <span class="ft1">zung mit der Y. zum Betrag von CHF 157'725.00 und nach Ablauf</span><br/> <span class="ft1">der vereinbarten Gewährleistungsfrist von 2 Jahren verlangte der Re-</span><br/> <span class="ft1">kurrent von der Käuferin die Zahlung der Differenz zum Garantie-</span><br/> <span class="ft1">rückbehalt von CHF 300'000.00, d.h. CHF 142'275.00.</span><br/> <span class="ft1">3.2.2.</span><br/> <span class="ft1">Demgegenüber wurde von der Käuferin der Aktien der X. AG</span><br/> <span class="ft1">die Vereinbarung eines Garantierückbehaltes von CHF 300'000.00</span><br/> <span class="ft1">bestritten. Vielmehr wurde behauptet, es handle sich dabei um eine</span><br/> <span class="ft1">Kaufpreisreduktion, wobei in diesem Betrag neben der Schadenszah-</span><br/> <span class="ft1">lung aus der Auseinandersetzung der X. AG mit der Y. auch das vom</span><br/> <span class="ft1">Verkäufer zuviel bezogene Salär berücksichtigt worden sei. Die Aus-</span><br/> <span class="ft1">einandersetzung mit der Y. habe entgegen der Auffassung des Ver-</span><br/> <span class="ft1">käufers Kosten von CHF 177'066.00 verursacht. Überdies habe der</span><br/> <span class="ft1">Rekurrent im Jahr 2008 mehr Lohn als mit Kaufvertrag vom 13. Juni</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2013</span> <span class="title">Abteilung Steuern</span> <span class="page_no">427</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">2008 vereinbart bezogen. Gemäss Kaufvertrag habe ihm lediglich ein</span><br/> <span class="ft1">Jahressalär von CHF 200'000.00 zugestanden. Bezogen habe er im</span><br/> <span class="ft1">Jahr 2008 aber CHF 350'784.00 (brutto). Zuzüglich der arbeitgeber-</span><br/> <span class="ft1">seitig bezahlten AHV-Beiträge handle es sich um CHF 158'399.00 zu</span><br/> <span class="ft1">viel bezogenen Lohn.</span><br/> <span class="ft1">3.2.3.</span><br/> <span class="ft1">Gemäss der unwidersprochen gebliebenen E-Mail vom 7. Feb-</span><br/> <span class="ft1">ruar 2011 einigten sich die Käuferin und der Rekurrent auf eine</span><br/> <span class="ft1">Schlusszahlung der Käuferin von CHF 40'000.00. Der Rekurrent in-</span><br/> <span class="ft1">terpretierte diese Zahlung als Reduktion seines Einkommens um</span><br/> <span class="ft1">CHF 118'399.00 (= CHF 158'399.00 - CHF 40'000.00).</span><br/> <span class="ft1">3.3.</span><br/> <span class="ft1">Grundsätzlich ist in Auslegung des Kaufvertrages vom 13. Juni</span><br/> <span class="ft1">2008 davon auszugehen, dass der Lohn des Rekurrenten im Jahr</span><br/> <span class="ft1">2008 reduziert wurde. In welchem Umfang das von der Vorinstanz</span><br/> <span class="ft1">besteuerte Einkommen aus unselbständiger Tätigkeit zu vermindern</span><br/> <span class="ft1">ist, ist anhand der steuerlichen Bestimmungen und der massgebenden</span><br/> <span class="ft1">steuerlichen Beweislastregeln festzustellen.</span><br/> <span class="ft1">4.</span><br/> <span class="ft1">4.1.</span><br/> <span class="ft1">Einkommen gilt in dem Zeitpunkt als erzielt, in welchem der</span><br/> <span class="ft1">Steuerpflichtige einen definitiven Anspruch auf die steuerbare Leis-</span><br/> <span class="ft1">tung erworben hat, über den er tatsächlich verfügen kann. Vorausset-</span><br/> <span class="ft1">zung des steuerauslösenden Zuflusses ist demnach ein abgeschlosse-</span><br/> <span class="ft1">ner Rechtserwerb, welcher Forderungserwerb oder Eigentumserwerb</span><br/> <span class="ft1">sein kann, wobei der Forderungserwerb in der Regel die Vorstufe des</span><br/> <span class="ft1">Eigentumserwerbs (Geldzahlung) darstellt. Fälligkeit ist nicht in je-</span><br/> <span class="ft1">dem Fall Voraussetzung des Einkommenszuflusses, da unter Umstän-</span><br/> <span class="ft1">den der steuerrechtlich relevante Forderungserwerb schon vor dem</span><br/> <span class="ft1">Fälligkeitstermin abgeschlossen ist. Die Fälligkeit ist bei Forderun-</span><br/> <span class="ft1">gen allerdings der späteste massgebliche Zeitpunkt für die Besteu-</span><br/> <span class="ft1">erung, und zwar selbst dann, wenn die Zahlung später erfolgt. Aus-</span><br/> <span class="ft1">nahmsweise ist auf die tatsächliche Zahlung, also die Erfüllung der</span><br/> <span class="ft1">Forderung abzustellen, wenn wegen Zahlungsunfähigkeit oder -un-</span><br/> <span class="ft1">willigkeit des Schuldners die Erfüllung besonders unsicher ist, eben-</span><br/> <span class="ft1">so dort, wo die Verbuchung nach der sog. Ist-Methode anerkannt</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2013</span> <span class="title">Spezialverwaltungsgericht</span> <span class="page_no">428</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">wird (Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, 3. Auflage, Muri-Bern</span><br/> <span class="ft1">2009, § 25 StG N 23 und 24, mit weiteren Hinweisen; VGE vom</span><br/> <span class="ft1">6. Mai 2008 in Sachen E. + V.W. [WBE.2008.24], mit zahlreichen</span><br/> <span class="ft1">Hinweisen).</span><br/> <span class="ft1">4.2.</span><br/> <span class="ft1">In Anbetracht, dass der Kaufvertrag am 13. Juni 2008 unter-</span><br/> <span class="ft1">zeichnet wurde und auch die Angelegenheit mit der Y. durch Ver-</span><br/> <span class="ft1">gleich im Jahr 2008 erledigt wurde, haben sich sämtliche, die Lohn-</span><br/> <span class="ft1">reduktion begründenden Ereignisse im Jahr 2008 verwirklicht. Dies</span><br/> <span class="ft1">muss auch gelten, obschon die definitive Abrechnung über die</span><br/> <span class="ft1">CHF</span> <span class="ft1">300'000.00 mit einer Schlusszahlung der Käuferin von</span><br/> <span class="ft1">CHF 40'000.00 erst im Jahr 2011 abgewickelt wurde. Rückwirkend</span><br/> <span class="ft1">auf das Jahr 2008 bestand ein gegenüber den tatsächlichen Bezügen</span><br/> <span class="ft1">verminderter Anspruch.</span><br/> <span class="ft1">5.</span><br/> <span class="ft1">5.1.</span><br/> <span class="ft1">Nachfolgend ist auf das Mass der Einkommensreduktion einzu-</span><br/> <span class="ft1">gehen. Da es sich dabei um eine steuermindernde Tatsache handelt,</span><br/> <span class="ft1">ist der Rekurrent dafür beweispflichtig.</span><br/> <span class="ft1">5.2.</span><br/> <span class="ft1">5.2.1.</span><br/> <span class="ft1">Der Rekurrent machte erstmals in seiner E-Mail vom 7. Februar</span><br/> <span class="ft1">2011 geltend, insgesamt sei das unselbständige Erwerbseinkommen</span><br/> <span class="ft1">des Jahres 2008 auf CHF 240'000.00 zu reduzieren. Dabei wird auf</span><br/> <span class="ft1">die Berechnung im Schreiben der A. AG vom 15. Oktober 2010 -</span><br/> <span class="ft1">und nicht auf die Lohnausweise vom 1. Dezember 2009 (Steuermel-</span><br/> <span class="ft1">dung der Sektion juristische Personen des KStA) oder 6. Oktober</span><br/> <span class="ft1">2009 (zuzüglich Formular 112) abgestellt. Für die Berechnung des</span><br/> <span class="ft1">zuviel bezogenen Lohnes wird dementsprechend von einem Brutto-</span><br/> <span class="ft1">lohn gemäss Buchhaltung von CHF 350'784.00 abzüglich vertraglich</span><br/> <span class="ft1">vereinbartem Jahressalär von CHF 200'000.00 zuzüglich AHV-Ar-</span><br/> <span class="ft1">beitgeberbeitrag von 5.05 % (CHF 7'615.00) ausgegangen. Die</span><br/> <span class="ft1">Schlusszahlung von CHF 40'000.00 wird vom Rekurrenten vollum-</span><br/> <span class="ft1">fänglich von den CHF 158'399.00 in Abzug gebracht. Der Rekurrent</span><br/> <span class="ft1">beantragt dementsprechend eine Reduktion um CHF 118'399.00. Auf</span><br/> <span class="ft1">diese Berechnung kann jedoch nicht abgestellt werden, da sie weitere</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2013</span> <span class="title">Abteilung Steuern</span> <span class="page_no">429</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">Forderungen der verkauften Gesellschaft gegen den Rekurrenten aus</span><br/> <span class="ft1">dem Vergleich mit der Y. ausser Acht lässt. Darauf ist nachfolgend</span><br/> <span class="ft1">einzugehen.</span><br/> <span class="ft1">5.3.</span><br/> <span class="ft1">5.3.1.</span><br/> <span class="ft1">Der Rekurrent selbst hat durch seinen Rechtsanwalt den Scha-</span><br/> <span class="ft1">den aus dem Rechtsstreit mit der Y. im Schreiben vom 23. September</span><br/> <span class="ft1">2010 mit CHF 157'725.00 angegeben. Es wurde eine Schlusszahlung</span><br/> <span class="ft1">von CHF 142'275.00 verlangt. Wird von der verlangten Schlusszah-</span><br/> <span class="ft1">lung der tatsächlich von der Käuferin bezahlte Betrag von</span><br/> <span class="ft1">CHF</span> <span class="ft1">40'000.00 in Abzug gebracht, ergäbe sich lediglich eine</span><br/> <span class="ft1">Einkommensminderung um CHF 102'275.00.</span><br/> <span class="ft1">5.3.2.</span><br/> <span class="ft1">Beachtet werden muss jedoch weiter, dass diese Berechnung</span><br/> <span class="ft1">des Schadenersatzes betreffend die Rechtsstreitigkeit mit der Y. mit</span><br/> <span class="ft1">der im Schreiben der A. AG vom 15. Oktober 2010 aufgestellten For-</span><br/> <span class="ft1">derung der Käuferin über CHF 177'066.00 nicht übereinstimmt. Wird</span><br/> <span class="ft1">auf diesen Forderungsbetrag abgestellt, ergibt sich für zuviel bezoge-</span><br/> <span class="ft1">nen Lohn noch ein Restbetrag von CHF 122'934.00. Wird wiederum</span><br/> <span class="ft1">die von der Verkäuferin tatsächlich geleistete Schlusszahlung von</span><br/> <span class="ft1">CHF</span> <span class="ft1">40'000.00 eingesetzt, verbleibt lediglich ein Betrag von</span><br/> <span class="ft1">CHF 82'934.00, welcher auf die Lohnminderung entfallen kann.</span><br/> <span class="ft1">5.3.3.</span><br/> <span class="ft1">Nach dem Gesagten kann lediglich eine Lohnminderung um</span><br/> <span class="ft1">CHF 82'934.00 als nachgewiesen gelten, da sich die Angaben des</span><br/> <span class="ft1">Rekurrenten nur in diesem minimalen Umfang mit denjenigen der</span><br/> <span class="ft1">Käuferin der Aktien decken. Insbesondere liegt keine Bestätigung</span><br/> <span class="ft1">der Käuferin über eine Reduktion des Einkommens aus unselbständi-</span><br/> <span class="ft1">ger Erwerbstätigkeit auf CHF 240'000.00 vor. Im Gegenteil wird in</span><br/> <span class="ft1">der E-Mail der A. AG vom 5. Januar 2012 unverändert - wenn auch</span><br/> <span class="ft1">in Teilen wohl zu Unrecht - von Bezügen von CHF 345'000.00 aus-</span><br/> <span class="ft1">gegangen.</span><br/> <span class="ft1">6.</span><br/> <span class="ft1">Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass der Rekur-</span><br/> <span class="ft1">rent im Jahr 2008 keinen Anspruch auf Einkommen im Umfang von</span><br/> <span class="ft1">CHF 82'934.00 hatte und diesen Betrag im Jahr 2008 dement-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2013</span> <span class="title">Spezialverwaltungsgericht</span> <span class="page_no">430</span></div> <div class="page" id="S7"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">sprechend nicht erzielt hat. Sein steuerbares Einkommen 2008 ist</span><br/> <span class="ft1">deshalb von CHF 178'751.00 um CHF 82'934.00 auf CHF 95'817.00</span><br/> <span class="ft1">zu reduzieren. Der Rekurs ist somit teilweise gutzuheissen.</span><br/></div> </div> </body> </html>