A bteilung IV D -6223/2006 sch/dua {T 0/2} U rteil vom 13. A pril 2007 M itw irkung: R ichter H ans Schürch, R ichter W alter Lang, R ichterin M adeleine H irsig-Vouilloz G erichtsschreiberin Anna D ürm üller X._______, geboren _______, Kam erun, w ohnhaft c/o _______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 1. N ovem ber 2006 i. S. A syl und W egw eisung (N ichteintreten) / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er Beschw erdeführer, ein kam erunischer Staatsangehöriger m it letztem W ohnsitz in A._______, verliess seinen H eim atstaat eigenen Angaben zufolge im Juni 2005 und reiste Anfang August 2006 von Spanien und Frankreich her kom m end unter U m gehung der G renzkontrollen in die Schw eiz ein. Am 17. August 2006 w urde er in G enf unter dem N am en Y._______ verhaftet. Als er am 20. Septem ber 2006 im Flughafen Zürich-Kloten versuchte, m it ihm nicht zustehenden D okum enten (kam erunischer R eisepass sow ie kanadische Aufenthaltsbew illigung, beides lautend auf den N am en Z._______) ein Flugzeug nach Kanada zu besteigen, w urde er erneut festgenom m en und in der Folge in Ausschaffungshaft versetzt. M it Verfügung vom 22. Septem ber 2006 bestätigte der H aftrichter des Bezirksgerichts Zürich die durch das M igrationsam t des Kantons Zürich angeordnete Ausschaffungshaft und bew illigte diese bis zum 20. D ezem ber 2006. M it undatierter Eingabe an das Bundesam t (Eingangsdatum : 12. O ktober 2006) stellte der Beschw erdeführer ein Asylgesuch, w orauf er am 24. O ktober 2006 durch das M igrationsam t zu seinen Asylgründen angehört w urde. Anlässlich der Anhörung führte der Beschw erdeführer im W esentlichen aus, er sei hom osexuell und habe deshalb in Kam erun Problem e bekom m en. Seine Fam ilie und sein ganzes U m feld hätten ihn desw egen geächtet, und er sei von allen beschim pft und teilw eise auch geschlagen w orden. H om osexualität sei in Kam erun verboten und w erde von der G esellschaft nicht akzeptiert. Viele H om osexuelle seien inhaftiert. Er habe schon als 17-Jähriger gespürt, dass er hom osexuell veranlagt sei. Er habe nie ein M ädchen nach H ause gebracht, sondern sei im m er m it seinem Freund zusam m en gew esen. Seine Eltern seien schliesslich m isstrauisch gew orden und hätten begonnen, Fragen zu stellen. Sie hätten gedacht, er sei verhext und hätten ihn deshalb zu einem M arabou geschickt, w as jedoch nichts genützt habe. Als sein Vater ihm untersagt habe, seinen Freund w eiterhin nach H ause zu bringen, habe er - ungefähr im Jahr 2004 - das Elternhaus verlassen und fortan bei Freunden gew ohnt. In einem Brief an seine M utter habe er erklärt, dass er hom osexuell sei. Sein Vater habe ihn daraufhin verstossen. Seine M utter habe ihn hingegen finanziell unterstützt, obw ohl auch sie seine H om osexualität nicht akzeptiert habe. Am 19. Januar 2005 sei er von der Polizei kontrolliert, geschlagen und anschliessend festgenom m en w orden. Er sei sicher, dass sein Vater der Polizei den H inw eis gegeben habe, dass er hom osexuell sei. Auf dem Polizeiposten sei er erneut geschlagen und beschim pft w orden. Am folgenden M orgen sei er entlassen w orden. Von den Schlägen habe er zahlreiche Verletzungen am ganzen Körper davongetragen. Seine M utter habe ihn daher nach der Entlassung aus der Polizeihaft um gehend zur U ntersuchung ins Krankenhaus gebracht. Er habe die Polizisten angezeigt, aber nie eine Antw ort erhalten. Als H om osexueller habe er in Kam erun keine Zukunft, da er dort keinen Schutz geniesse. Aus diesem G rund habe er sein H eim atland im Juni 2005 verlassen. Von der Schw eiz aus habe er eigentlich nach Kanada w eiterreisen w ollen; seine Schlepper hätten dies so arrangiert. Er sei dann aber am Flughafen 3 von der Polizei verhaftet w orden. Er habe bereits kurze Zeit nach der Inhaftierung anlässlich einer Befragung erklärt, dass er im H eim atland Problem e w egen seiner H om osexualität habe. D er D olm etscher habe ihm jedoch gesagt, er m üsse dies dem M igrationsam t erzählen. Er habe nicht gew usst, dass er schon am Flughafen ein Asylgesuch hätte stellen können. D as R ote Kreuz habe ihm schliesslich geholfen. D er Beschw erdeführer reichte im Verlaufe des vorinstanzlichen Verfahrens folgende Identitätsdokum ente und Bew eism ittel ein: kam erunische Identitätskarte (O riginal), G eburtsurkunde (O riginal), zw ei Schulzeugnisse aus dem Jahr 2001 (O riginale), Bestätigung des Berufsschulabschlusses vom Juni 1998 (Kopie). B. M it Verfügung vom 1. N ovem ber 2006 - eröffnet am 8. N ovem ber 2006 - trat das BFM auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers gestützt auf Art. 33 Abs. 1 AsylG nicht ein und ordnete die W egw eisung des Beschw erdeführers aus der Schw eiz sow ie den Vollzug an. C . M it Eingabe vom 15. N ovem ber 2006 (D atum Poststem pel) an die Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) beantragte der Beschw erdeführer die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung vom 1. N ovem ber 2006 und ersuchte um G ew ährung von Asyl, eventuell um Anordnung der vorläufigen Aufnahm e. Ausserdem beantragte er, es sei festzustellen, dass sein Anspruch auf G ew ährung des rechtlichen G ehörs verletzt w orden sei. D er Beschw erde lagen folgende Bew eism ittel bei: Internet-Artikel von "LesBienN ées" vom 8. Juli 2006, M usterbrief von Am nesty International (AI) an den kam erunischen Vize-Prem ierm inister, Internet-Artikel von "E-llico" vom 14. Juni 2006, Internet-Presseartikel von "afrik.com " vom 1. Februar 2006, Kopie von zw ei Seiten aus dem "C hronicle" vom 14. - 28. Februar 2006, Auszug aus dem AI-Jahresbericht 2006, Kopie eines Artikels aus "Le C ourrier" vom 7. O ktober 2005, U nterlagen des M ilitärspitals D ouala vom 20. Januar 2005 (Faxkopien), Kopien der bereits beim BFM eingereichten Bew eism ittel (vgl. vorstehend Bst. A, zw eiter Abschnitt), Kopie eines Schreibens des Beschw erdeführers an das Schw eizerische R ote Kreuz vom 5. O ktober 2006. D . M it Eingabe vom 17. N ovem ber 2006 liess der Beschw erdeführer w eitere Bew eism ittel nachreichen: Bericht der U N W orking G roup on Arbitrary D etention vom 31. August 2006, Pressem itteilung der International G ay and Lesbian H um an R ights C om m ission (IG LH R C ) vom 13. Juni 2006, Brief der IG LH C R an den kam erunischen Justizm inister vom 30. N ovem ber 2005, Liste von hom osexuellen Flüchtlingen aus Kam erun in den U SA seit dem Jahr 2000. E. M it Zw ischenverfügung vom 21. N ovem ber 2006 verzichtete der zuständige Instruktionsrichter aufgrund der Aktenlage auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. F. Am 23. N ovem ber 2006 w urde der Beschw erdeführer aus der Ausschaffungshaft 4 entlassen. G . In der Vernehm lassung vom 8. Januar 2007 hielt die Vorinstanz vollum fänglich an ihren Erw ägungen fest und beantragte die Abw eisung der Beschw erde. D ie Vernehm lassung w urde dem Beschw erdeführer am 2. M ärz 2007 zur Stellungnahm e innert Frist unterbreitet. H . M it Eingabe vom 12. M ärz 2007 liess der Beschw erdeführer w eitere Bew eism ittel einreichen: ein Exem plar von "O utfront" vom H erbst 2006 sow ie ein Bericht von Joel N ana vom 18. Januar 2007. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G ; SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren [Vw VG ; SR 172.021]) des BFM , w elche in Anw endung des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG ; SR 142.31) ergangen sind; das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G ; SR 173.110]). 1.2 D ie bei der AR K am 31. D ezem ber 2006 noch hängigen Verfahren w urden per 1. Januar 2007 durch das Bundesverw altungsgericht übernom m en und w erden durch dieses w eitergeführt; dabei findet das neue Verfahrensrecht Anw endung (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht können die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist som it grundsätzlich einzutreten. 3. D as Bundesverw altungsgericht beschränkt sich bei der Beurteilung von Beschw erden gegen N ichteintretensentscheide praxisgem äss auf die Ü berprüfung der Frage, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist. D ie Beurteilungszuständigkeit der Beschw erdeinstanz erschöpft sich som it darin, die angefochtene Verfügung im Falle der Begründetheit des R echtsm ittels 5 aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen. Flüchtlingseigenschaft und Asylgew ährung sind dem nach im vorliegenden Beschw erdeverfahren nicht Prozessgegenstand (vgl. die w eiterhin gültigen und zutreffenden Ausführungen in den Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission / EM AR K 1996 N r. 5 E. 3 S. 39 m .w .H ., EM AR K 2004 N r. 34 E. 2.1 S. 240 f.). Auf das R echtsbegehren, w onach dem Beschw erdeführer Asyl zu gew ähren sei (vgl. Ziffer 2 der R echtsbegehren) ist folglich nicht einzutreten. H ingegen kom m t dem Bundesverw altungsgericht im W egw eisungs- und Vollzugspunkt volle Kognition zu, da die Vorinstanz diese Frage m ateriell geprüft hat. 4. 4.1 G em äss Art. 33 Abs. 1 AsylG w ird auf das Asylgesuch einer Person, die sich illegal in der Schw eiz aufhält, nicht eingetreten, w enn sie offensichtlich bezw eckt, den drohenden Vollzug einer W eg- oder Ausw eisung zu verm eiden. Ein solcher Zw eck ist zu verm uten, w enn das G esuch in engem zeitlichem Zusam m enhang m it einer Verhaftung, einem Strafverfahren, dem Vollzug einer Strafe oder dem Erlass einer W egw eisungsverfügung eingereicht w ird (Art. 33 Abs. 2 AsylG ). D ie N ichteintretensbestim m ung ist jedoch gem äss Art. 33 Abs. 3 AsylG nicht anw endbar, w enn eine frühere Einreichung des G esuchs nicht m öglich oder nicht zum utbar w ar (Bst. a) oder w enn sich H inw eise auf eine Verfolgung ergeben (Bst. b). 4.2 D er heutige Art. 33 AsylG w urde (dam als als Art. 16abis des Asylgesetzes vom 5. O ktober 1979 [aAsylG von 1979, AS 1980 1718]) m it dem am 1. Juli 1998 in Kraft getretenen Bundesbeschluss vom 26. Juni 1998 über dringliche M assnahm en im Asyl- und Ausländerbereich (BM A; AS 1998 1582 ff.) als neuer N ichteintretenstatbestand ins Asylgesetz aufgenom m en. D ie dam alige G esetzesrevision stand im Zeichen der M issbrauchsbekäm pfung. Bei den Konstellationen, w elche m it Art. 33 AsylG erfasst w erden sollen, liegt die M issbräuchlichkeit nam entlich darin begründet, dass das Asylgesuch nicht zum hierzu vorgesehenen Zw eck der Schutzsuche, sondern zw ecks Verzögerung einer drohenden W egw eisung eingereicht w ird. D ie blosse Tatsache, dass ein G esuchsteller illegal in die Schw eiz eingereist ist und von den Behörden angehalten w ird, bevor er G elegenheit hatte, ein Asylgesuch einzureichen, soll nach dem W illen des G esetzgebers keinen N ichteintretenstatbestand darstellen. D er G esetzgeber w ollte vielm ehr jene Konstellationen erfassen, in denen G esuchsteller erst nach längerem illegalen Aufenthalt in der Schw eiz in m issbräuchlicher Absicht ein Asylgesuch einreichen (vgl. M AR IO G ATTIKE R , D as Asyl- und W egw eisungsverfahren: Asylgew ährung und W egw eisung nach dem Asylgesetz vom 26. Juni 1998, Bern 1999, S. 44 f.; JÜ R G SC H ER TEN LE IB, D ie neuen N ichteintretensgründe, in ASYL 1999/3 S. 3 ff., insb. S. 10 f.). 4.3 Praxisgem äss ist der Begriff der Verfolgung in Art. 33 Abs. 3 Bst. b AsylG - analog zu Art. 18, 23 Abs. 3 und 34 Abs. 2 AsylG - in einem w eiten Sinn zu verstehen (sog. "w eiter Verfolgungsbegriff"). Er um fasst säm tliche von M enschenhand zugefügten N achteile, w elche entw eder flüchtlingsrechtliche R elevanz im Sinne von Art. 3 AsylG aufw eisen oder auch nur ein Vollzugshindernis nach Art. 44 6 Abs. 2 AsylG in Verbindung m it Art. 14a Abs. 3 und 4 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer (AN AG ; SR 142.20) darstellen, so insbesondere auch eine von Art. 3 der Konvention vom 4. N ovem ber 1950 zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten (EM R K; SR 0.101) erfasste m enschenrechtsw idrige Behandlung (vgl. dazu die nach w ie vor gültigen Ausführungen in EM AR K 2003 N r. 18, EM AR K 2004 N r. 35 E. 4.3 S. 247, EM AR K 2004 N r. 5 S. 35 ff.). In diesem Zusam m enhang ist ausserdem darauf hinzuzw eisen, dass die im Asylgesetz statuierten N ichteintretensbestim m ungen gem äss konstanter Praxis der AR K, w elcher sich das Bundesverw altungsgericht anschliesst, restriktiv zu interpretieren sind (vgl. EM AR K 2003 N r. 27 E. 4a S. 177 f., EM AR K 1997 N r. 9 S. 65 m .w .H .). 4.4 Art. 33 AsylG äussert sich nicht ausdrücklich zu den Bew eism assanforderungen, denen die H inw eise auf eine Verfolgung zu genügen haben, um einen N ichteintretensentscheid auszuschliessen. Praxisgem äss gilt jedoch für die Prüfung, ob H inw eise auf Verfolgung vorliegen, w elche zum Eintreten auf das Asylgesuch verpflichten, ein tiefer Bew eism assstab (vgl. EM AR K 1998 N r. 33 [noch zum aAsylG ], EM AR K 2004 N r. 5 E. 4c/bb S. 36 m .w .H .). W enn also H inw eise auf eine Verfolgung vorliegen, die nicht als offensichtlich haltlos zu bezeichnen respektive nicht auf den ersten Blick als unglaubhaft erkennbar sind, m uss auf das Asylgesuch eingetreten und geprüft w erden, ob die Flüchtlingseigenschaft erfüllt ist. 5. 5.1 D ie Vorinstanz brachte zur Begründung ihres Entscheids im W esentlichen vor, es sei dem Beschw erdeführer nicht gelungen, die Verm utung, w onach er das Asylgesuch m issbräuchlich eingereicht habe, zu w iderlegen. Er habe das Asylgesuch erst eingereicht, nachdem er im Anschluss an einen ungefähr zw eieinhalb M onate dauernden illegalen Aufenthalt in der Schw eiz in Ausschaffungshaft genom m en w orden sei. H ätte er tatsächlich in der Schw eiz Schutz vor Verfolgung finden w ollen, hätte er bereits anlässlich seiner Einreise in die Schw eiz um Asyl nachgesucht, zum al dies ohne w eiteres zum utbar und m öglich gew esen w äre. D as BFM führte w eiter aus, den Aussagen des Beschw erdeführers liessen sich keine H inw eise auf Verfolgung entnehm en. D ie geltend gem achte H om osexualität sei nicht glaubhaft, zum al der Beschw erdeführer anlässlich der polizeilichen Befragungen im Zusam m enhang m it seiner Verhaftung am Flughafen nichts dergleichen vorgebracht habe. Vielm ehr habe er dam als erklärt, er w olle nach Kanada ausreisen, um zu studieren. Er habe dam als offenbar auch erw ogen, zw ecks W eiterführung seines Studium s nach Kam erun zurückzukehren. D er Beschw erdeführer habe ausserdem bestenfalls rudim entäre Kenntnisse der Situation der H om osexuellen in Kam erun. Seine diesbezüglichen Aussagen seien zudem teilw eise tatsachenw idrig, w as darauf hindeute, dass seine Asylgründe frei erfunden seien. Im W eiteren sei darauf hinzuw eisen, dass hom osexuelle H andlungen in Kam erun zw ar gesetzlich verboten seien, die Situation der H om osexuellen in Kam erun jedoch differenziert anzuschauen sei, zum al bei w eitem nicht alle H om osexuellen in Kam erun von einer asylrelevanten Verfolgung betroffen seien. Insbesondere in städtischen G egenden herrsche H om osexuellen gegenüber eine gew isse Toleranz. 7 Ausserdem kom m e es nur sehr selten zu einer strafrechtlichen Verfolgung oder gar einer Verurteilung von H om osexuellen gestützt auf den entsprechenden Straftatbestand. Im M ai 2005 sei es zw ar zu einer Verhaftung von 15 Personen gekom m en, w elche anscheinend infolge ihrer sexuellen O rientierung erfolgt sei. Es sei jedoch bis heute nicht erstellt, dass es in diesem Zusam m enhang zu Anklagen gestützt auf den einschlägigen Tatbestand des kam erunischen Strafgesetzes gekom m en sei. Vor diesem H intergrund seien die Vorbringen des Beschw erdeführers hinsichtlich seiner Verfolgung im H eim atland aufgrund seiner H om osexualität nicht glaubhaft. 5.2 In der Beschw erde w ird zunächst gerügt, die Vorinstanz habe den Anspruch des Beschw erdeführers auf rechtliches G ehör verletzt, indem sich das BFM in seinem Entscheid auf Akten berufen habe, in w elche der Beschw erdeführer keine Einsicht gehabt habe, nam entlich auf das Protokoll des Bezirksgerichts Zürich vom 22. Septem ber 2006 und das Protokoll der Einvernahm e durch die Kantonspolizei Zürich vom 20. Septem ber 2006. D er Beschw erdeführer sei ausserdem anlässlich der Anhörung vom 24. O ktober 2006 nicht zu den in den erw ähnten Akten angeblich enthaltenen Aussagen befragt w orden. Anschliessend w ird geltend gem acht, der Beschw erdeführer habe bereits anlässlich der Befragung durch den Staatsanw alt am 21. Septem ber 2006 - einen Tag nach seiner Verhaftung - ein Asylgesuch gestellt. D ies sei jedoch nicht zur Kenntnis genom m en w orden. D er Beschw erdeführer habe sich nur in der Schw eiz aufgehalten, w eil seine Schlepper Zeit benötigt hätten, um seine W eiterreise nach Kanada zu organisieren. Aufgrund der Angaben der Schlepper habe er geglaubt, hom osexuelle Asylsuchende hätten in der Schw eiz nur geringe C hancen, ein Bleiberecht zu erhalten. Er habe darauf vertraut, in Kanada Asyl zu erhalten und sei auch nach seiner Verhaftung zunächst noch überzeugt gew esen, nach Kanada w eiterreisen zu können, w eshalb er in der Schw eiz nicht um Asyl ersucht habe. Erst nach einem G espräch m it dem Schw eizerischen R oten Kreuz sei er sich seiner Lage bew usst gew orden. Ü berdies habe sich der Beschw erdeführer schw er getan, über seine H om osexualität zu sprechen, da dieses Them a in Kam erun ein grosses Tabu darstelle und er als H om osexueller stets geächtet w orden sei. In der Beschw erde w ird w eiter ausgeführt, das BFM habe dem Beschw erdeführer zu U nrecht w idersprüchliche Aussagen vorgew orfen. D ie Fortsetzung seines Studium s in Kanada sei zw ar m it ein G rund für die Ausreise aus Kam erun gew esen, jedoch nicht der einzige und hauptsächliche. Im m erhin hätte der Beschw erdeführer m it seiner Ausbildung in Kam erun gute C hancen auf dem Arbeitsm arkt gehabt. Er hätte sein H eim atland daher nicht verlassen, w enn er die W ahl gehabt hätte. Er habe der Kantonspolizei nur deshalb erlaubt, gegebenenfalls m it dem kam erunischen Konsulat in Kontakt zu treten, w eil er dam als nur die zw ar echten, aber nicht auf seinen N am en lautenden Identitätspapiere abgegeben habe. Som it hätte er von den heim atlichen Behörden nichts zu befürchten gehabt. Erst als sein Asylgesuch entgegengenom m en w orden sei, habe er es gew agt, seine w ahre Identität offen zu legen. H insichtlich der geltend gem achten Verfolgung w ird erneut darauf hingew iesen, der Beschw erdeführer habe bereits dem Staatsanw alt gegenüber seine H om osexualität erw ähnt und in diesem Zusam m enhang um Asyl nachgesucht. D a der Staatsanw alt nicht darauf eingegangen sei, habe der Beschw erdeführer gedacht, m an könne am Flughafen kein Asylgesuch stellen. 8 D as R ote Kreuz habe ihm schliesslich geholfen. Entgegen der Auffassung des BFM habe der Beschw erdeführer sehr genau auf die Frage der Strafbarkeit von H om osexualität in Kam erun geantw ortet, da näm lich nur hom osexuelle H andlungen, nicht aber die H om osexualität an sich unter Strafe stünden. Im W eiteren sei es eine Tatsache, dass H om osexuelle in Kam erun geächtet w ürden und etliche Personen desw egen verhaftet w orden seien, dies unter anderem in den gem äss BFM toleranten Städten Yaoundé und D ouala. O b und w ie lange jem and infolge seiner H om osexualität verhaftet w erde, kom m e auf seine soziale Stellung und finanziellen M öglichkeiten an. Im C lub, den der Beschw erdeführer öfters aufgesucht habe, hätten im m er w ieder R azzien stattgefunden. D ie Festgenom m enen w ürden nur gegen Bezahlung w ieder freigelassen. D er Beschw erdeführer selber sei im Januar 2005 von der Polizei spitalreif geschlagen w orden. Seiner Strafanzeige sei keine Folge geleistet w orden. Bereits im Jahr 2004 sei er einm al von der Polizei geschlagen w orden. D ie Ausführungen des BFM zu den 15 im M ai 2005 verhafteten Personen seien unzutreffend, zum al sieben dieser Personen am 12. Juni 2006 verurteilt w orden seien. D ie H aftbedingungen für H om osexuelle seien noch schlechter als für die übrigen G efängnisinsassen, da sie von den anderen Insassen schikaniert, geschlagen und vergew altigt w ürden. D as BFM habe sich in seinen Erw ägungen auf Berichte aus dem Jahr 2004 und 2005 gestützt. Inzw ischen habe sich die Situation der H om osexuellen in Kam erun jedoch verschärft. Als Folge einer öffentlichen Verurteilung der H om osexualität durch den Erzbischof von Yaoundé Ende 2005 habe in der Presse eine H etze gegen H om osexuelle stattgefunden. H om osexuelle w ürden in Kam erun auch von Privatpersonen im m er w ieder zusam m engeschlagen und könnten nicht m it dem Schutz der Behörden rechnen. Im Falle einer R ückkehr nach Kam erun m üsse der Beschw erdeführer m it w eiteren Verfolgungshandlungen, nam entlich auch m it m enschenrechtsw idrigen M isshandlungen, rechnen. D er Beschw erdeführer habe dem BFM O riginaldokum ente betreffend seine Identität, unter anderem seine Identitätskarte, abgegeben. Trotzdem habe das BFM geltend gem acht, die H erkunft des Beschw erdeführers stehe nicht fest, w as nicht nachvollziehbar sei. 5.3 In der Vernehm lassung w ird geltend gem acht, die vom Beschw erdeführer als Bew eism ittel eingereichten U nterlagen verm öchten nicht zu einer anderen Einschätzung der Asylvorbringen zu führen. D as BFM sei im Zeitpunkt der Entscheidfällung über die Lage vor O rt orientiert gew esen. Im Ü brigen seien die Ausführungen in der Beschw erde nicht geeignet, die im erstinstanzlichen Verfahren angeführten Vorbehalte zur G laubhaftigkeit in einem anderen Licht erscheinen zu lassen. D ie Asylvorbringen könnten daher w eiterhin nicht geglaubt w erden. 6. Aufgrund der Aktenlage kom m t das Bundesverw altungsgericht zum Schluss, dass sich die Entscheidbegründung der Vorinstanz unter bew eisrechtlichen Aspekten nicht m it der gefestigten Praxis der AR K, w elcher sich das Bundesverw altungsrecht anschliesst, vereinbaren lässt und die Vorinstanz som it zu U nrecht gestützt auf Art. 33 AsylG auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eingetreten ist. 9 6.1 W ie bereits vorstehend in E. 4.4 ausgeführt w urde, sind die Bew eisanforderungen, w elchen die Verfolgungshinw eise von Art. 33 Abs. 3 Bst. b AsylG zu genügen haben, um einen N ichteintretensentscheid auszuschliessen, tief anzusetzen und im Vergleich zu denjenigen der G laubhaftm achung im Sinne von Art. 7 AsylG (vgl. hierzu EM AR K 1996 N r. 27 E. 3c/aa S. 263 f., EM AR K 1996 N r. 28 E. 3a S. 270) nochm als herabgesetzt (vgl. EM AR K 2004 N r. 34 E. 4.2 S. 242 f.). D am it auf ein Asylgesuch gestützt auf Art. 33 AsylG nicht eingetreten w erden kann, m üssen die H inw eise auf Verfolgung nach dem G esagten als offensichtlich haltlos respektive auf den ersten Blick als unglaubhaft erkennbar sein (vgl. EM AR K 2004 N r. 5 E. 4c/bb S. 36 m .w .H .). D ass die in Frage stehenden Vorbringen nicht auf Tatsachen beruhen, m uss m it anderen W orten nicht nur w ahrscheinlich, sondern geradezu evident sein. W ie nachfolgend zu erläutern ist, hat die Vorinstanz diesem M assstab vorliegend keine Beachtung geschenkt. 6.2 G estützt auf die Erw ägungen in der angefochtenen Verfügung ist davon auszugehen, dass das BFM bei der Prüfung der Verfolgungsvorbringen des Beschw erdeführers einen zu hohen Bew eism assstab angew endet hat. D as BFM stellte in seinen Erw ägungen näm lich m ehrfach und ausdrücklich fest, die Asylvorbringen des Beschw erdeführers seien "nicht glaubhaft". D en Erw ägungen sind keine H inw eise darauf zu entnehm en, dass das BFM dabei irrtüm lich den in Art. 7 AsylG definierten Begriff der G laubhaftm achung verw endet hätte und in Tat und W ahrheit von einem tieferen Bew eism assstab ausgegangen w äre. G em äss den vorstehenden Erw ägungen ist jedoch im R ahm en von Art. 33 Abs. 3 Bst. b AsylG keine G laubhaftigkeitsprüfung im Sinne von Art. 7 AsylG vorzunehm en. Vielm ehr ist lediglich zu untersuchen, ob die Verfolgungsvorbringen der Asyl suchenden Person als geradezu haltlos und bar jeder G rundlage bezeichnet w erden m üssen. N ach D urchsicht der Akten kom m t das Bundesverw altungsgericht zum Schluss, dass im vorliegenden Fall durchaus H inw eise auf eine Verfolgung vorliegen, w elche nicht auf den ersten Blick als haltlos erscheinen. Insbesondere ist es nicht als völlig ausgeschlossen zu erachten, dass der Beschw erdeführer tatsächlich hom osexuell ist und desw egen in Kam erun Problem e hatte. Seine diesbezüglichen Aussagen anlässlich der Anhörung durch das M igrationsam t am 24. O ktober 2006 sind relativ ausführlich und substanziiert ausgefallen und enthalten keine w esentlichen W idersprüche. Seine Vorbringen sind auch nicht als offensichtlich tatsachenw idrig zu qualifizieren. D er Vorw urf des BFM , der Beschw erdeführer habe nicht einm al gew usst, dass es im kam erunischen Strafgesetz einen Artikel gebe, w elcher die gleichgeschlechtliche Sexualität unter Strafe stellt, ist nach D urchsicht des Protokolls der kantonalen Anhörung nicht haltbar: der Beschw erdeführer erklärte dort w örtlich, dass H om osexualität in Kam erun strafbar sei (vgl. A1, S. 9). D ie vom Beschw erdeführer geschilderten Ereignisse erscheinen im kam erunischen Kontext zudem nicht als krass realitätsfrem d. O b der Einw and des BFM , w onach der Beschw erdeführer seine H om osexualität respektive die dam it verbundene Verfolgung bis zum Zeitpunkt der Anhörung durch das M igrationsam t m it keinem W ort erw ähnt habe, tatsächlich zutrifft, oder ob der Beschw erdeführer diese G esuchsgründe - w ie von ihm geltend gem acht w ird - bereits gegenüber dem Staatsanw alt zur Sprache brachte, kann nicht abschliessend überprüft w erden, da sich das fragliche Protokoll der Befragung durch den Staatsanw alt vom 21. Septem ber 2006 nicht in den 10 vorinstanzlichen Akten befindet. Im m erhin ist festzustellen, dass der Beschw erdeführer den Akten zufolge w eder durch die Kantonspolizei noch durch den H aftrichter zu den G ründen für seine Ausreise aus Kam erun befragt w urde. Vielm ehr beschränkten sich die Fragen im W esentlichen auf die Abklärung der Identität des Beschw erdeführers respektive der W ahrscheinlichkeit seines U ntertauchens in der Schw eiz (vgl. die entsprechenden Protokolle in den Akten). D ie blosse Tatsache, dass der Beschw erdeführer w eder der Kantonspolizei noch dem H aftrichter spontan erzählte, er sei in Kam erun infolge seiner H om osexualität verfolgt w orden, verm ag zw ar unter U m ständen zu gew issen Zw eifeln an der Existenz beziehungsw eise der Intensität der geltend gem achten Verfolgung zu führen, lässt die Asylgründe desw egen aber nicht als völlig abw egig erscheinen. Aus dem U m stand, dass der Beschw erdeführer anlässlich der polizeilichen Einvernahm e vom 20. Septem ber 2006 seine Einw illigung zur Kontaktaufnahm e m it dem kam erunischen Konsulat gab, schliesst das BFM ebenfalls, dass der Beschw erdeführer im H eim atstaat nicht verfolgt w urde. In der Beschw erde w ird jedoch in nachvollziehbarer W eise dargetan, dass der Beschw erdeführer im dam aligen Zeitpunkt seine w ahre Identität noch nicht preisgegeben habe, w eshalb er im Falle einer Kontaktaufnahm e m it dem kam erunischen Konsulat nichts zu befürchten gehabt hätte. D ie fragliche Einw illigung ist nach dem G esagten jedenfalls kein überzeugender H inw eis darauf, dass die Verfolgungsvorbringen als offensichtlich haltlos zu bezeichnen w ären. Insgesam t steht som it fest, dass das BFM bei der Prüfung der Verfolgungsvorbringen einen zu hohen Bew eism assstab angew endet hat und dass im vorliegenden Fall H inw eise auf eine Verfolgung vorliegen, w elche nicht völlig haltlos sind. Abschliessend ist zu bem erken, dass w ohl auch das BFM im plizit davon ausgegangen ist, die Vorbringen des Beschw erdeführers seien nicht bar jeder G rundlage, da es sich sonst w ohl kaum bem üssigt gefühlt hätte, derart ausführliche Erw ägungen zur allgem einen Verfolgungs- und G efährdungslage von H om osexuellen in Kam erun anzustellen. 6.3 D a nach dem G esagten H inw eise auf eine Verfolgung im Sinne von Art. 33 Abs. 3 Bst. b AsylG vorliegen, kann offen bleiben, ob der Beschw erdeführer das Asylgesuch tatsächlich in m issbräuchlicher Absicht eingereicht hat respektive ob es ihm allenfalls zum utbar und m öglich gew esen w äre, das G esuch zu einem früheren Zeitpunkt einzureichen. Auch die Frage, ob das BFM den Anspruch des Beschw erdeführers auf rechtliches G ehör verletzt hat, m uss bei diesem Verfahrensausgang nicht abschliessend beurteilt w erden. Im m erhin ist dazu in sum m arischer Form festzustellen, dass das Vorbringen des Beschw erdeführers, er habe keine Einsicht in die vom BFM in den Erw ägungen der angefochtenen Verfügung zitierten Protokolle (Protokoll der Verhandlung vor dem H aftrichter des Bezirksgerichts Zürich vom 22. Septem ber 2006 sow ie Protokoll der Einvernahm e durch die Kantonspolizei Zürich vom 20. Septem ber 2006) gehabt, nicht zutreffen dürfte: Beide Protokolle w urden dem Beschw erdeführer im Anschluss an die betreffende Befragung in schriftlicher Form ausgehändigt, w eshalb davon auszugehen ist, er habe entgegen seinem diesbezüglichen Vorbringen von ihrem Inhalt Kenntnis gehabt. H insichtlich der R üge, das BFM habe den Beschw erdeführer nicht zu den in den Polizei- respektive G erichtsprotokollen enthaltenen Aussagen befragt, dürfte festzustellen sein, dass dahingehende Fragen zw ar unter U m ständen zw eckm ässig gew esen w ären, jedoch kein 11 eigentlicher verfahrensrechtlicher Anspruch der Partei besteht, m it eigenen Aussagen, w elche zu einem früheren Zeitpunkt - allenfalls einer anderen Behörde gegenüber - gem acht w urden, konfrontiert zu w erden, um dazu allfällige Erklärungen abzugeben (vgl. dazu sinngem äss EM AR K 1994 N r. 13). Auch in diesem Punkt dürfte som it keine Verletzung des rechtlichen G ehörs vorliegen. 6.4 Zusam m enfassend ergibt sich, dass das Bundesam t zu U nrecht einen N ichteintretensentscheid gestützt auf Art. 33 AsylG erlassen und dam it Bundesrecht verletzt hat (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist daher gutzuheissen, die angefochtene Verfügung des BFM vom 1. N ovem ber 2006 ist aufzuheben, und die Sache ist zur N eubeurteilung im Sinne der vorstehenden Erw ägungen an die Vorinstanz zurückzuw eisen. 7. 7.1 Bei diesem Ausgang des Beschw erdeverfahrens sind keine Kosten zu erheben (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). 7.2 D er Beschw erdeführer hätte als obsiegende Partei grundsätzlich Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 64 Abs. 1 Vw VG ; Art. 7 ff. des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE; SR 173.320.2]). D a er jedoch im Beschw erdeverfahren nicht vertreten w ar und auch keine anderw eitigen notw endigen und verhältnism ässig hohen Parteikosten geltend m acht, ist ihm im Beschw erdeverfahren keine Parteientschädigung zuzusprechen. (D ispositiv nächste Seite)12 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird gutgeheissen, sow eit darauf eingetreten w ird, und die Verfügung des BFM vom 1. N ovem ber 2006 w ird aufgehoben. 2. D ie Sache w ird zur N eubeurteilung im Sinne der Erw ägungen an die Vorinstanz zurückgew iesen. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. Es w ird keine Parteientschädigung zugesprochen. 5. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it deren Akten und unter H inw eis auf Ziff. 2 des D ispositivs (R ef.-N r. N _______; Kopie) - das _______ (Kopie) D er Instruktionsrichter: D ie G erichtsschreiberin: H ans Schürch Anna D ürm üller