B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-2032/2011 U r t e i l v o m 11 . A p r i l 2 0 11 Besetzung Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), Richterin Elena Avenati-Carpani, Richter Stefan Mesmer, Gerichtsschreiberin Christine Schori Abt. Parteien A._______, Beschwerdeführer, gegen Schweizerische Ausgleichskasse SAK, Vorinstanz Gegenstand Amtliche Taxation für die Beitragsjahre 2006/2007. C-2032/2011 Seite 2 Sachverhalt: A. Der am (…) 1951 geborene, in X._______ wohnhafte A._______ (nach- folgend: Beschwerdeführer) Schweizer Nationalität wurde aufgrund seiner Beitrittserklärung vom 6. Oktober 1973 von der Schweizerischen Au s- gleichskasse SAK (nachfolgend: SAK oder Vorinstanz) am 14. November 1973 (act. 4) in die freiwillige Alters -, Hinterlassenen- und Invalidenversi- cherung für Auslandschweizer aufgenommen. Gemäss den Angaben des Beschwerdeführers in seiner E-Mail vom 2. Mai 2003 (act. 65), war er bis Ende 2000 bei B._______ angestellt. Im Laufe des Jahres 2001 habe er seine selbstä ndige Tätigkeit aufgenommen und dazu eine (…) Gesell- schaft gegründet. Seine Tätigkeiten seien v.a. im Consultingbereich. B. Mit Beitragsverfügung vom 27. Juli 2004 (act. 70) setzte die SAK das durchschnittliche Jahreseinkommen bzw. das beitragspflichte Einkommen des Beschwerdeführers für die Beitragsperiode 2004/2005 auf Fr. 73'700.- (für das Jahr 2002: Fr. 70'000.- und für das Jahr 2003: Fr. 77'520.-) fest. Diese Verfügung ist unangefochten in Rechtskraft e r- wachsen. C. Mit Schreiben vom 6. Juni 2006 (act. 72) bestätigte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer den Eingang der Einkommens - und Vermögenserklä- rung für die Periode 2006/2007 vom 20. Mai 2006. Der Beschwerdeführer gab darin ein Einkommen im Jahr 2004 von Fr. 80'000.- und im Jahr 2005 von Fr. 82'000.- an (act. 74). D. Mit Mahnung vom 23. Januar 2007 (act. 76) betreffend Einkommens- und Vermögenserklärung setzte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer eine 30-tägige Frist zur Einreichung der Erklärung und der dazugehörenden Belege. Mit Beitragsverfügung v om 14. Februar 2007 (act. 78 und 79) setzte die Vorinstanz das beitragspflichtige Einkommen des Beschwerdeführers für die Beitragsperiode 2006/2007 auf Fr. 95'810.- fest. Zur Begründung führ- te sie an, t rotz Mahnung sei die Erklärung über Einkommen und Verm ö- gen ohne die eingeforderten Belege eingegangen, weshalb eine amtliche Taxation vorgenommen worden sei. Dabei sei auf das beitragspflichtige Einkommen in Schweizerfranken der Vorperiode zurückgegriffen und die-C-2032/2011 Seite 3 ses um 30% erhöht wo rden. Würden die Belege inn ert 30 Tagen lücken- los nachgereicht, könne eine Neuberechnung der Beiträge vorgenommen werden. Hiergegen erhob der Beschwerdeführer Einsprache. E. Mit Einspracheentscheid vom 15. Oktober 2007 (act. 94) trat die Vori n- stanz auf die Einsprache nicht ein. Zur Begründung führte sie an, Ei n- sprachen und Beschwerden seien unterschrieben und im Original einz u- reichen. Der Beschwerdeführer sei mit Schreiben vom 11. September 2007 aufgefordert worden, das Original seiner mit E -Mail vom 22. Juni 2007 übermittelten Einsp rache bis zum 11. Oktober 2007 einzureichen. Diese Frist sei ungenutzt verstrichen. Der Beschwerdeführer beantragte daraufhin in seiner Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht, seine Einsprache sei als gültig zu erklären und die Vorinstanz sei anzuweis en, die von ihm eingereichte Einko m- menserklärung zu akzeptieren. F. Das Bundesverwaltungsgericht trat mit Urteil vom 13. Januar 2010 (act. 116) auf den Antrag, der Taxation für das Jahr 2006 sei ein Einko m- men von Fr. 82'000.- zu Grunde zu legen, nicht ein, d a diese Frage nicht vom Anfechtungsgegenstand erfasst w ar und folglich nicht zum Streitg e- genstand des vorliegenden Verfahrens gehörte. Im Übrigen hiess das Ge- richt die Beschwerde gut und wies die Vorinstanz an, auf die Einsprache einzutreten. Im Rahmen der Sachverhaltsabklärung habe sie – wenn nö- tig – dem Beschwerdeführer eine weitere Nachfrist für die Einreichung fehlender Unterlagen zu gewähren und das beitragspflichtige Einkommen und Vermögen für die Jahre 2006 und 2007 neu festzusetzen. Gestützt auf die Ergebnisse ihrer Abklärungen , habe die Vorinstanz einen neuen Einspracheentscheid zu erlassen. G. Die Vorinstanz gewährte daraufhin dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 29. Juni 2010 (act. 123) eine neue Nachfrist bis zum 16. August 2010 zur Einreichung f ehlender Unterlagen, insbesondere Belege n zu den Einkommensangaben für 2004 und 2005. Der Beschwerdeführer reichte in der Folge je einen Bericht eines Treuhänders sowie eine Ei n- kommensaufstellung für die Jahre 2004 und 2005 ein (eingegangen bei der Vorinstanz am 4. August 2010; act. 125). C-2032/2011 Seite 4 H. Am 7. September 2010 (act. 130) forderte die Vorinstanz den Beschwe r- deführer auf, bis am 7. November 2010 für die Berechnung der Beiträge 2006/2007 die angegebenen Abzüge detailliert aufzuführen, die beigeleg- ten Dokumente des Buchhalters zu erläutern, anzugeben, ob es sich um ein monatliches Einkommen handle und die grosse Differenz zwischen den von ihm deklarierten Löhnen (Fr. 80'000.- und Fr. 82'000.-) und den Beträgen in den Belegen seines Buchhalters zu erklären. I. Mit Schreiben vom 8. September 2010 (datiert in X._______, Postaufga- be in der Schweiz am 20. September 2010; eingegangen bei der Vori n- stanz am 29. September 2010) präzisierte der Beschwerdeführer, dass die Beträge in den Unterlagen seines Buchhalters fälschlicherweise in USD statt in CHF angegeben worden seien. Er gab eine entsprechend korrigierte Version seiner bereits eingereichten Unterlagen zu den Akten (act. 131). J. Mit Beitragsverfügung vom 11. Oktober 2010 (act. 133) teilte die Vori n- stanz dem Beschwerdeführer mit, dass aufgrund der eingereichten Unter- lagen die amtliche Beitragsverfügung vom 14. Februar 2007 nicht ang e- passt wer den könne . Der Versicherte habe keine detaillierte n Angaben über seine Abzüge angegeben und keine Information über die E rklärung seines Buchhalters (promedio mensual) gegeben. Die Vorinstanz setzte das massgebende durchschnittliche Jahreseinkommen auf Fr. 95'800.- fest, was zu einem Beitrag von Fr. 9'388.40 führe, zuzüglich Verwaltungs- kostenbeitrag von 3% von Fr. 281.65, ausmachend total Fr. 9'670.05. K. Mit Einsprache vom 3. November 2010 (act. 134) beantragte der B e- schwerdeführer, es sei die amtliche Beitragsverfügung für die Jahre 2006/2007 gemäss seiner Deklaration anzupassen. Zur Begründung führ- te er im Wesentlichen aus, die Beitragsverfügung vom 11. Oktober 2010 sei ungültig, da die von der Vorinstanz mit Schreiben vom 7. September 2010 angesetzte Frist bis zum 7. November 2010 zur Erklärung und E r- gänzung noch nicht abgelaufen gewesen sei. Zudem habe er bereits mit Schreiben vom 8. September 2010 der SAK mitgeteilt, dass sein Buc h- halter irrtümlicherweise die Beträge in USD anstelle von CHF angegeben habe und gleichzeitig eine korrigierte Version eingereicht. Es sei leicht er- sichtlich, dass es sich um monatliche Brutto - und Nettoeinkommen hand-C-2032/2011 Seite 5 le, die einen Netto-Jahresbetrag von umgerechnet CHF 79'925 für das Jahr 2004 und CHF 82'006 für das Jahr 2005 ergäben. Im Weiteren seien die Abzüge Kosten, welche im Zusammenhang mit der ausgeübten Tätig- keit angefallen seien, insbesond ere Reisekosten, Reise - und Kommuni- kationsspesen, welche er selbst bezahl t und der Firma C._______ in Rechnung gestellt habe (Flugtickets, Hotels, Restaurants, Transportsp e- sen, Telefonrechnungen, Couriers etc.). Diese Beträge seien zum Teil r e- lativ hoch, d a er in dieser Zeit oft nach Afrika und Europa habe reisen müssen. Die Belege habe er nach 4 Jahren entsorgt. Er habe alle Kosten für den Buchhalter wieder rekonstruieren müssen. L. Mit Einspracheentscheid vom 28. Januar 2011 (act. 143) wies die Vori n- stanz die Einsprache vom 3. November 2010 des Beschwerdeführers ab. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, als Erwerbseinkommen gelte das Bruttoeinkommen. Vom Einkommen aus selbständiger Erwerbs- tätigkeit könn ten nachgewiesene Abzüge gemäss Art. 9 A bs. 2 Bst. a-e AHVG vorgenommen werden. Da die konkreten Abzüge auch im Ei n- spracheverfahren vom Beschwerdeführer nicht detailliert aufgeführt wo r- den seien, könne die Beitragsverfügung nicht korrigiert werden. M. Mit Beschwerde vom 21. März 2011, der schweize rischen Botschaft in X._______ am 22. März 2011 übergeben ( BVGer act. 1), beantragte der Beschwerdeführer beim Bundesverwaltungsgericht die Aufhebung des Einspracheentscheids vom 28. Januar 2011 ; die von ihm deklarierten Einkommen für die Festsetzung der B eiträge 2006/2007 seien zu über- nehmen und die Beiträge seien auf Fr. 7'439.25 pro Jahr festzusetzen. Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, er sei nicht verpflichtet , eine Buchhaltung zu führen, und nicht mehr im Besitz der Belege. N. Mit Vernehmlassung vom 16. Mai 2011 (BVGer act. 3) beantragte die Vor- instanz die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, mangels Belegen sei unklar, ob der Beschwerdeführer unselbständig oder selbständig tätig sei. Der Beschwerdeführer geb e an, selbständig zu sein. Er habe seine Abzüge nicht det ailliert au fgeführt, weshalb di e Prüfung der Zulässigkeit der vorgenommen Abzüge nicht möglich sei. Der Beschwerdeführer habe das Vorhandensein der behaup- teten Tatsache zu beweisen, wenn er aus ihr Rechte ableite, unabhängig davon, ob er zur Buchführun g verpflichtet sei oder nicht, und die Akte n-C-2032/2011 Seite 6 aufbewahrungsfrist allenfalls sogar abgelaufen sei. Die Beiträge seien zu Recht im amtlichen Verfahren verfügt worden, da auf der bestehend en Aktenlage mangels Transparenz eine korrekte Beitra gsfestsetzung über die Erwerbstätigkeit und Erwerbseinkommen nicht möglich sei. Als B e- rechnungsgrundlage habe das um 30 Prozent erhöhte beitragspflichtige Einkommen der Beitragsperiode 2004/2005 gedient. O. Mit Replik vom 3. Juni 2011 (BVGer act. 5) bestätigte der Beschwerdefüh- rer u.a., selbständig zu sein. Die Vorinstanz habe nie klar deklariert, was "detaillierte Angaben der Abzüge " genau bedeuten würde n. Er habe die Abzüge mit seinem Buchhalter in aufw ändiger Arbeit rekonstruiert. Die eingereichten Angaben inkl. Zertifikat des Buchhalters müssten ausre i- chend sein. P. Die Vorinstanz liess sich innert der ihr für die Einreichung einer Duplik gesetzten Frist nicht vernehmen. Q. Mit Verfügung vom 29. Juli 2011 (BVGer act. 7) schloss die Instruktion s- richterin den Schriftenwechsel. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, im Rahmen der nac h- folgenden Erwägungen näher eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Das Bundesverwaltungsgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob die Prozessvoraussetzungen vorliegen und auf die B e- schwerde einzutreten ist (BVGE 2007/6 E. 1 mit Hinweisen). 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht unter Vorb e- halt der in Art. 32 VGG genannten Ausnahmen Beschwerden gegen Ve r- fügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), welche von Vorinsta n- zen gemäss Art. 33 VGG erlassen wurden. Beim angefochtenen En t-C-2032/2011 Seite 7 scheid handelt es sich um eine Verfügung im Sinn von Art. 5 VwVG, und die SAK ist eine Vorinstanz im Sinn von Art. 33 Bst. d VGG. Gemäss Art. 85bis Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10) entscheidet über Beschwerden von Personen im Ausland in Abweichung von Art. 58 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) das Bundesverwal- tungsgericht. Dieses ist somit für die Behandlung der vorliegenden B e- schwerde zuständig. 1.2 Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorin stanz teilg e- nommen. Er ist durch d en angefochtenen Einspracheentscheid beson- ders be rührt und hat an dess en Aufhebung oder Änderung ein schut z- würdiges Interesse im Sinn von Art. 48 Abs. 1 VwVG (vgl. auch Art. 59 ATSG). Er ist daher zur Beschwerdeführung legitimiert. 1.3 Der Einspracheentscheid v om 28. Januar 2011 wurde dem B e- schwerdeführer mit Hilfe der Schweizerischen Botschaft in X._______ am 25. Februar 2011 zugestellt ( act. 156). Die Beschwerde vom 21. März 2011 wurde am 22. März 2011 der Schweizerischen Botschaft in X._______ übergeben und somit frist- und formgerecht eingereicht (Art. 50 Abs. 1, Art. 52 Abs. 1 VwVG; vgl. auch Art. 60 ATSG). Auf die Be- schwerde ist daher einzutreten. 1.4 Mit der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann gerügt werden, die angefochtene Verfügung verletze Bun desrecht (einschliess- lich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens), beruhe auf einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG). 1.5 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der B e- gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die B e- schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gu t- heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebni s mit einer B e- gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 212). 2. Aufgrund der Beschwerde ist streitig und damit zu prüfen, ob die Vori n-C-2032/2011 Seite 8 stanz die amtliche Veranlagung fü r die Periode 2006/2007 zu Recht vo r- genommen hat, und, falls ja, ob der Beitrag korrekt ermittelt worden ist. Im Folgenden sind vorab die im vorliegenden Verfahren anwendbaren Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen. 2.1 Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln sind in verfah- rensrechtlicher Hinsicht in der Regel diejenigen Rechtssätze massge - bend, welche im Zeit punkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2), unter Vorbehalt der spezialgesetzlichen Übe r- gangsbestimmungen. 2.2 Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesve r- waltungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes b e- stimmt. Das VwVG findet aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG jedoch keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das ATSG anwendb ar ist. Nach Art. 2 des ATSG sind die Bestimmungen des ATSG anwendbar, soweit die einzelnen Sozialversicherungsgesetze des Bundes dies vors e- hen. Gemäss Art. 1 Abs. 1 AHVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die im ersten Teil geregelte Alters - und Hinterlas senenversicherung a n- wendbar, soweit das AHVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. 2.3 In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Recht s- vorschriften anwendbar, die bei Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts Gel tung haben (BGE 134 V 315 E. 1.2; BGE 130 V 329 E. 2.3). Im vorliegenden Verfahren kommen die im Jahre 2006 in Kraft gestand e- nen Bestimmungen des AHVG und der Vero rdnung vom 31. Oktober 1947 über die Al ters- und Hinterlassenenversicherun g (AHVV, SR 831.101) sowie des ATSG, der Verordnun g vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherun gsrechts (ATSV, SR 830.11) und der Verordnung vom 26. Mai 1961 über die freiwillige Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (VFV, SR 831.2111) zur A n- wendung. 2.4 Art. 2 Abs. 1 AHVG bestimmt, dass Schweizer Bürger und Staatsa n- gehörige der Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft oder der europäischen Freihandelsassoziation, die nicht in einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft od er der europäischen Freihandelsassozi a- tion leben, der freiwilligen Versicherung beitreten können, falls sie unmi t-C-2032/2011 Seite 9 telbar vorher während mindestens fünf aufeinander folgenden Jahren o b- ligatorisch versichert waren. 2.5 Versicherte, welche die nötigen Auskünfte nicht erteilen oder ihre Bei- träge nicht fristgerecht bezahlen, werden aus der freiwilligen Versich e- rung ausgeschlossen (Art. 2 Abs. 3 AHVG). 2.6 Der Bundesrat erlässt ergänzende Vorschriften über die freiwillige Versicherung; er bestimmt insbesondere die Frist und die Modalitäten des Beitritts, des Rücktritts und des Ausschlusses. Ferner regelt er die Fes t- setzung und Erhebung der Beiträge sowie die Gewährung von Leistu n- gen (Art. 2 Abs. 6 Satz 1 AHVG). 2.7 Die Beiträge der erwerbstätigen Versicherten für die freiwilli ge Versi- cherung betragen 9.8 Prozent des massgebenden Einkommens. Die Ver- sicherten müssen aber in jedem Fall den Mindestbeitrag von 824 Franken im Jahr entrichten (Art. 2 Abs. 4 AHVG i.V.m. Art. 3 Abs. 1 des Bundesge- setz vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG] und Art. 13b Abs. 1 der Verordnung vom 26. Mai 1961 über die freiwillige Alters -, Hin- terlassenen- und Invalidenversicherung [VFV, SR 831.111, in der Fassung vom 20. September 2002, in Kraft seit 1. Januar 2003, AS 2002 3343]). 2.8 Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit ist jedes Erwerbsei n- kommen, das nicht Entgelt für in unselbständiger Stellung geleistete A r- beit darstellt (Art. 9 Abs. 1 AHVG in der Fassung vom 7. Oktober 1994, gültig bis 31. Dezember 2011). Das Einkommen aus selbständiger E r- werbstätigkeit wird ermittelt, indem vom hierdurch erzielten rohen Ei n- kommen abgezogen werden: a.) die zur Erzielung des rohen Einko m- mens erforderlichen Gewinnungskosten; b.) die der Entwertung entspr e- chenden, geschäftsmässig begründeten Ab schreibungen und Rückste l- lungen geschäftlicher Betriebe; c.) die eingetretenen und verbuchten G e- schäftsverluste; d.) die Zuwendungen, die Geschäftsinhaber in der B e- rechnungsperiode für Zwecke der Wohlfahrt ihres Personals machen, s o- fern sichergestellt ist, dass jede spätere zweckwidrige Verwendung au s- geschlossen ist, sowie Zuwendungen für ausschliesslich gemeinnützige Zwecke. Ausgenommen hievon sind die Beiträge nach Artikel 8 sowie die- jenigen nach dem IVG und dem Bundesgesetz vom 25. September 1952 über di e Erwerbsersatzordnung für Dienstleistende in Armee und Zivi l- schutz; e.) die persönlichen Einlagen in Einrichtungen der beruflichen Vorsorge, soweit sie dem üblichen Arbeitgeberanteil entsprechen; f.) der Zins des im Betrieb eingesetzten eigenen Kapitals; der Zinssatz en t-C-2032/2011 Seite 10 spricht der jährlichen Durchschnittsrendite der Anleihen der nicht öffentl i- chen inländischen Schuldner in Schweizer Franken (Abs. 2). Der Bundes- rat ist befugt, nötigenfalls weitere Abzüge vom rohen Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit zuzulassen (Abs. 3). 2.9 Die Versicherten sind gehalten, der Auslandvertretung, dem AHV/IV- Dienst, der Ausgleichskasse und der IV-Stelle für Versicherte im Ausland alle zur Durchführung der freiwilligen Versicherung benötigten Angaben zu machen und auf Verl angen deren Richtigkeit zu belegen (Art. 5 VFV; in der Fassung vom 18. Oktober 2000, in Kraft seit 1. Januar 2001). 2.10 Nach Art. 13a Abs. 1 VFV (in der Fassung vom 18. Oktober 2000, in Kraft seit 1. Januar 2001) sind erwerbstätige Versicherte ab dem 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahres beitragspflichtig; die Be i- tragspflicht endet am Ende des Monats, in welchem Frauen das 64. und Männer das 65. Altersjahr vollenden. Nichterwerbstätige Versicherte sind beitragspflichtig ab dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres; die Beitragspflicht endet am Ende des Monats, in welchem Frauen das 64. und Männer das 65. Altersjahr vollenden (Abs. 2). 2.11 Gemäss Art. 14 Abs. 1 VFV (in der Fassung 26. Mai 1961, in Kraft ab 1. Juni 1961 bis 31. Dezember 2007) werden die Beiträge in Schw ei- zer Franken für eine zweijährige Periode (Beitragsperiode) festgesetz t, welche am 1. Januar jedes geraden Jahres beginnt. Nach Art. 14 Abs. 2 VFV (in der Fassung 26. Mai 1961, in Kraft ab 1. Juni 1961 bis 31. Dezember 2007) ist bei erwerbstätigen Versicherten das durchschnitt- liche Erwerbseinkommen der beiden der Beitragsperiode vorangehenden Jahre und bei nichterwerbstätigen Versicherten der Vermögensstand zu Beginn der Beitragsperiode sowie das im vorangehenden Jahr erzielte Renteneinkommen. Für die Bemessung des Einkommens aus selbstä n- diger Erwerbstätigkeit ist das im Betrieb investierte Eigenkapital zu B e- ginn der Beitragsperiode massgebend. Der abzuziehende Zins entspricht dem Durchschnitt der nach Art. 18 Abs. 2 AHVV für die Bemessungsperi- ode massgebenden Zinssätze. Er wird auf das nächste halbe Prozent auf- oder abgerundet (drei letzten Sätze in der Fassung vom 18. Oktober 2000, in Kraft ab 1. Januar 2001 bis 31. Dezember 2007; vgl. Rz. 4054 der Wegleitung zur freiwilligen Alters -, Hinterlassenen- und Invalidenver- sicherung gültig ab 1. Januar 2003 bis 31. Dezember 2007 [WFV 2003]). Laut Art. 14 Abs. 4 VFV (in der Fassung vom 15. Oktober 1975, in Kraft ab 1. Januar 1976 bis 31. Dezember 2007) werden das Einkommen und C-2032/2011 Seite 11 das Vermögen zu dem Kurs in Schweizer Franken umgerechnet, der zu Beginn der in den Absätzen 1 und 3 umschriebenen Beitragsperioden gilt. 2.12 Werden die nötigen Angaben zur Beitragsfestsetzung nicht fristg e- mäss gemacht, so ist innert zweier Monate schriftlich unter Ansetzung ei- ner Nachfrist von 30 Tagen zu mahnen. Wird auch die Nachfrist nicht ein- gehalten, so sind, falls bereits Beiträge in der freiwilligen Versicherung entrichtet wurden, die geschuldeten Beiträge durch Veranlagungsverf ü- gung festzusetzen (Art. 17 Abs. 1 VFV in der Fassung vom 3. April 1964, in Kraft seit 1. Januar 1964; vgl. Rz. 4049-4050 der WFV 2003). 3. Nachfolgend ist zu prüfen, ob , und wenn ja, wann und in welcher Weise der Beschwerdeführer der Vorinstanz die nötigen Angaben zur Festse t- zung der Beiträge für die Periode 2006/2007 erteilt und damit seiner Mit- wirkungspflichten in genügender Weise nachgekommen ist. 3.1 Wie vom Beschwerdeführer in seiner Einsprache vom 3. November 2010 zu Recht gerügt, erstellte die Vorinstanz die Beitragsverfügung vom 11. Oktober 2010 zu früh. Sie setzte dem Beschwerdeführer mit Schre i- ben vom 7. September 2010 eine Frist bis am 7. November 2010. Wann das Schreiben vom 7. September 2010 dem Beschwerdeführer zugestellt wurde, ist aus den Akten nicht ersichtlich. Mit grosser Wahrscheinl ichkeit jedoch nicht bereits einen Tag später, als er sein Schreiben am 8. September 2010 in X._______ verfasste und offensichtlich lediglich ei- ne korrigierte Version seiner bereits eingereichten Unterlagen ein reichte, da ein Fehler in der Währungsangabe b estand. Er bezog sich zudem e x- plizit auf die E-Mail vom 23. August 2010 der Vorinstanz und nicht auf das Schreiben vom 7. September 2010. Die Vorinstanz stellte im Weiteren im Einspracheentscheid selbst fest, dass die Eingabe des Beschwerdefüh- rers vom 29. September 2010 (Eingang bei der Vorinstanz) nicht auf die Anfrage vom 7. September 2010 antworte (Ziff. 2). Dennoch wartete sie die gesetzte Frist nicht ab, sondern verfügte vorgängig. Durch die verfrühte Verfügung der Vorinstanz ging dem Beschwerdefü h- rer eine Rechtsinstanz verloren, indem er erstmals im Einspracheverfa h- ren die Möglichkeit hatte, seine Unterlagen einzureichen . Dies stellt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar, wie nachfolgend dargelegt wird. 3.1.1 Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sa chaufklärung, ande r- seits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht der Verfa h-C-2032/2011 Seite 12 rensbeteiligten beim Erlass von Verfügungen dar, die ihre Rechtsstellung betreffen. Dazu gehört insbesondere das Recht der Betroffenen, sich vor Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumi n- dest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den En t- scheid zu beeinflussen (BGE 127 I 54 E. 2b, BGE 127 III 576 E. 2c, BGE 126 V 130 E. 2a; SVR 2008 UV Nr. 1 S. 2 E. 3.2 mit Hinweis). Das B e- dürfnis, angehört zu werden, ist besonders intensiv und daher unter ve r- fassungsrechtlichen Gesichtspunkten schutzwürdig, wo die Gefahr b e- steht, dass die Rechtstellung einer Partei durch einen staatlichen H o- heitsakt zu ihrem Nachteil verändert wird (BGE 115 V 297 E. 2e, BGE 114 Ia 97 E. 2a). Die Parteien müssen nicht angehört werden vor Verfügungen, die durch Einsprache anfechtbar sind (Art. 42 ATSG). Die Verwaltung hat aber den rechtserheblichen Sachverhalt vor Verfügungserlass abzuklären und darf diese Aufgabe nicht ins Einspracheverfahren verlegen. Vorbeh alten blei- ben ergänzende Abklärungen, zu denen die in der Einsprache vorg e- brachten Einwände Anlass geben (BGE 132 V 368 E. 5; BGE 125 V 188 E. 1c und SVR 2005 AHV Nr. 9 S. 31 E. 1.3.1). Vorliegend kann die Vorinstanz den rechtsgenüglichen Sachverhalt nur mit Hilfe des Beschwerdeführers abklären. Sie hat dem Beschwerdefü h- rer die Möglichkeit zur Ausübung seiner Mitwirkungspflicht, die Einre i- chung der Einkommens - und Vermögenserklärung inkl. Belege, vor E r- lass der Verfügung zu gewähren. Indem die Vorinstanz vo reilig eine amt- liche Taxation vornahm, verlegte sie die Sachverhaltsabklärung in das Einspracheverfahren, was eine Verletzung des rechtlichen Gehörs da r- stellt. 3.1.2 Nach der Rechtsprechung kann eine – nicht besonders schwerwie- gende – Verletzung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkei t erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann (BGE 127 V 431 E. 3d/aa, BGE 115 V 297 E. 2h, RKUV 1992 Nr. U 152 S. 199 E. 2e). Von einer Rückweisung der Sache zur Gewährung des rechtlichen Gehörs an die Verwaltung ist im Sinne einer Heilung des Mangels selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs dann abzusehen, wenn und soweit die C-2032/2011 Seite 13 Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem Interesse der betroffenen Pa r- tei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 116 V 182 E. 3d; zum Ganzen ausfü hrlich Urteil des EVG vom 14. Juli 2006, I 193/04). Der Beschwerdeführer nahm weder im Einspracheverfahren noch im B e- schwerdeverfahren die Gelegenheit wahr, die geforderten Belege einz u- reichen. Er berief sich jeweils lediglich darauf, dass die bereits ein ge- reichten Belege genügten. Vorliegend ist aufgrund der Überprüfung der Beschwerde durch das Bu n- desverwaltungsgericht mit voller Kognition (Art. 49 VwVG), des erteilten rechtlichen Gehörs im Beschwerdeverfahren und aus prozessökonom i- schen Gründen die fest gestellte Verletzung des rechtlichen Gehörs au s- nahmsweise als geheilt zu betrachten. 3.2 Der Beschwerdeführer gab im Verwaltungsverfahren mit Eingabe vom 29. Juni 2010 folgende Unterlagen zu den Akten (act. 125): – undatierte Berichte des Treuhänders bezüglich der Einkommen und Ausl a- gen im Jahr 2004 und 2005 , worin er bestätigt, dass das durchschnittliche monatliche Bruttoeinkommen des Beschwerdeführers von der C._______ im Jahr 2004 CHF 144'576.58 bzw. im Jahr 2005 CHF 139'949.61 betragen und nach Abzug der Ausgaben von 48% noch ein durchschnittliches monatliches Nettoeinkommen von im Jahr 2004 CHF 69'500.00 und im Jahr 2005 CHF 62'600.00 resultiert habe. – tabellarische Aufstellung der monatlichen Brutto- und Nettoe inkommen der C._______ sowie der monatlichen Auslagen des Beschwerdeführers in den Jahren 2004 und 2005 in CHF . Das totale jährliche Bruttodurchschnittsein- kommen sei im Jahr 2004 CHF 144'578.58 und im Jahr 2005 CHF 139'949.61. – Zertifizierung vom 28. Juli 2010 der Brutto - und Nettoeinkommen durch den öffentlichen, autorisierten Buchhalter D._______, worin dieser bestätigt, dass nach Überprüfung der Unterlagen und Informationen des Beschwerdeführers keine Steuern zu entrichten seien. Mit Eingabe vom 3. November 2010 hat der Besc hwerdeführer folgende Unterlagen eingereicht (act. 134): C-2032/2011 Seite 14 – undatierte Berichte des Treuhänders bezüglich der Brutto - und Nettoei n- kommen sowie Auslagen in den Jahren 2004 und 2005, worin er bestätigt, dass das durchschnittliche monatliche Bruttoeinkommen des Beschwerde- führers von der C._______ im Jahr 2004 CHF 166'263.07 bzw. im Jahr 2005 CHF 183'333.99 betrage und nach Abzug der Ausgaben von 48% noch ein durchschnittliches monatliches Nettoeinkommen von im Jahr 2004 CHF 79'925.00 und im Jahr 2005 CHF 82'006.00 resultiert habe. – korrigierte Version der bereits eingereichten monatlichen Einkommensauf- stellungen für die Jahre 2004 und 2005. Dieselben Beträge sind neu mit der Währungsangabe USD versehen. Das totale durchschnittliche Nettojah- reseinkommen betrage demnach $ 69'500.00 und bei einem Wechselkurs USD/CHF von 1.15 ergebe dies CHF 79'925.00 (act. 131) – Zertifizierung vom 30. August 2010 der Brutto - und Nettoeinkommen durch den öffentlichen, autorisierten Buchhalter D._______, worin dieser bestätigt, dass nach Überprüfung der Unterlagen und Informationen des Beschwerde- führers keine Steuern zu entrichten seien. 3.3 In seiner Einsprache vom 3. November 2010 (act. 134) nahm der Be- schwerdeführer Bezug auf das Schreiben der Vorinstanz vom 7. September 2010 und führte aus, es sei aus den Unterlagen deutlich ersichtlich, dass es sich bei den Angaben um monatliche Brutto- und Net- toeinkommen nach Abzug der Kosten handle und nicht um monatliche Durchschnittsbeträge. Die Abzüge seien Kosten, welche im Zusammen- hang mit der ausgeübten Tätigkeit angefallen seien, insbesondere Reis e- kosten, Reise- und Kommunikationsspesen, welche er selbst bezahlt und der Firma C.________ in Rechnung gestellt habe (Flugtickets, Hotels, Restaurants, Transportspesen, Telefonrechnungen, Couriers etc.). Diese Beträge seien zum Teil relativ hoch, da er in dieser Zeit oft nach Afrika und Europa habe reisen müssen. Die Belege habe er nach 4 Jahren en t- sorgt. Er habe alle Kosten für den Buchhalter wieder rekonstruieren mü s- sen. Die amtliche Beitragsverfügung sei entsprechend seiner deklarierten Angaben anzupassen. Im Beschwerdeverfahren reichte der Beschwerde- führer keine neuen Unterlagen mehr ein. Die vom Beschwerdeführer eingereichten Unterlagen des Buchhalters sind zu wenig aussage kräftig. Die aufgeführten monatlichen Brutto- und Nettobeträge sowie die Auslagen sind weder detailliert begründet noch belegt. Die Auslagen entsprechen zudem nicht den angegebenen 48%. Eine Zertifizierung von blossen Zahlen durch einen Buchhalter reicht z ur C-2032/2011 Seite 15 Begründung nicht aus. Im Weiteren sind die Aussagen des Buchhalters in seinen Berichten hinsichtlich der Bezeichnung desselben Einkommens einmal als "durchschnittliches monatliches Einkommen " und einmal als "totales jährliches Einkommen" widersprüchlich. Gleiches gilt für die B e- träge des mo natlichen Einkommens, die einmal in CHF , und einmal im gleichen Betrag und als korrigierte Version bezeichnet, in $ aufgelistet sind. 3.4 Vom Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit können lediglich nachgewiesene Abzüge gemäss Art. 9 Abs. 2 Bst. a-e AHVG vorgeno m- men werden. Der Beschwerdeführer belegte weder das Einkommen noch die Abzüge. Eine konkrete Auflistung der einzelnen Kosten ist jedoch notwendig um nachzuprüfen, ob die geltend gemachten Abzüge gemäss Art. 9 Abs. 2 Bst. a-e AHVG überhaupt abzugsfähig sind (vgl. E. 2.6). Ei- ne pauschale Angabe der Abzüge ist nicht zulässig. Überdies sind die geltend gemachten Abzüge zu belegen. 3.5 Der Beschwerdeführer hat die erforderlichen Angaben betreffend Ei n- kommen und Vermögen zu machen und diese in nachvollziehbarer Weise gemäss Vorschriften des AHVG und Ausführungsverordnung zu belegen. Der vom Beschwerdeführer vorgebrachte Hinweis, er sei nicht zur Fü h- rung einer Buchhaltung verpflichtet und verfüge nicht mehr über die Bele- ge, ist nicht zu hören. Vielmehr verletzt der Beschwerdeführer damit seine Mitwirkungspflicht im Rahmen der VFV (vgl. E. 2.7). Der Beschwerdefüh- rer hat aus diesen Gründen die von ihm einverlangten und verschieden t- lich gemahnten Angaben nicht gemacht. Die f ormellen Voraussetzungen zum Erlass einer Veranlagungsverfügung gestützt auf eine amtliche Taxa- tion waren erfüllt. 4. Nachfolgend ist zu prüfen, ob die Vorinstanz die Höhe des Beitrages für die Periode 2006/2007 in ihrer amtlichen Taxation korrekt festgesetzt hat. 4.1 Gemäss Akten ging die Vorinstanz zur Festsetzung des beitragspflich- tigen Einkommens in der Beitragsperiode 200 6/2007 in der Kalkulation zur Beitragsverfügung vom 14. Februar 2007 (act. 79) von dem für die vorgängigen Jahre 200 4/2005 (vgl. Beitragsverfügung vom 27. Juli 2004 [act. 70]) amtlich auf Fr. 73'700.- festgesetzten beitragspflichtigen Ein- kommen aus und erhöhte dieses mangels hinreichender, nachgewiesener Angaben de s Beschwerdeführers über seine Einkommens- und Vermö- gensverhältnisse in den Jahren 2006/2007 praxisgemäss um 30% auf C-2032/2011 Seite 16 Fr. 95'810.- bzw. Fr. 95'800.-. Diese Praxis ist durch das Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG; heute Bundesgericht) geschützt worden (vgl. BGE 113 V 81 E. 5b; Urteil des EVG vom 20. Februar 1996, H 135/ 94, E. 2), wonach die Beitragsermittlung von Amtes wegen indirekt auch das Ziel verfolge, den Versicherten zu motivieren, seinen Pflichten nachz u- kommen. Es besteht im vorliegenden Fall kein Grund, von dieser gefe s- tigten Verwaltungspraxis abzuweichen. 4.2 Der Beschwerdeführer hat mehrfach betont, er sei Selbständigerwe r- bender, ohne aber je nachvollziehbare Angaben über die Art dieser E r- werbstätigkeit zu machen und Belege einzureichen. Dazu ist er aber ver- pflichtet. Denn die Vorinstanz hat zu überprüfen, ob der B eschwerdefüh- rer in sozialversicherungsrechtlicher Hinsicht als selbst - oder unselbstän- digerwerbend zu qualifizieren ist. Die Frage kann vorliegend ausnahms- weise offen gelassen werden, da der Status als Selbständig - oder U n- selbständigerwerbender im Rahmen der Veranlagungsverfügung nach Art. 17 Abs. 1 VFV nicht ausschlaggebend ist. 4.3 Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz d en Beschwerdeführer zu Recht und korrekt amtlich taxiert, indem sie – gestützt auf die gesetzl i- chen Bestimmungen und die ständige Praxis – für d ie Jahre 2006/2007 das beitragspflichtige Vermögen de r Beitragsjahre 2004/2005 von Fr. 73'700.- herangezogen und um 30% auf Fr. 95'800.- erhöht hat. 5. Der angefochtene Einspracheentscheid der Vorinstanz vom 28. Januar 2011 bzw. die amtliche Taxation vom 11. Oktober 2010, mit welchen sie den Beschwerdeführer für die Beitragsperiode 2006/2007 Beiträ ge von Fr. 9'388.40.- und Verwaltungskosten von Fr. 281.65, total ausmachend Fr. 9'670.05- taxiert hat, sind demnach zu bestätigen. Die Beschwerde ist daher abzuweisen. 6. Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient- schädigung. 6.1 Das Verfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 85bis Abs. 2 AHVG). 6.2 Weder der unterliegende Beschwerdeführer noch die obsiegende Vor- instanz als Bundesbehörde hat einen Anspruch auf Pateientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario , Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom C-2032/2011 Seite 17 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bu n- desverwaltungsgericht [VGKE, SR 73.320.2]). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. …) – das Bundesamt für Sozialversicherungen Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Franziska Schneider Christine Schori Abt Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und die Begehren, de- ren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu en t- halten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: