B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-3505/2011, A-3516/2011 U r t e i l v o m 2 6 . M ä r z 2 0 1 2 Besetzung Richter Lorenz Kneubühler (Vorsitz), Richter André Moser, Richter Christoph Bandli, Richterin Kathrin Dietrich, Richterin Marianne Ryter Sauvant, Gerichtsschreiber Benjamin Kohle. Parteien 1. La Commune de Lausanne, Services Industriels de Lausanne, service de l'électricité, Place Chauderon 25, 1002 Lausanne, 2. Services Industriels de Genève, SIG, Chemin du Château-Bloch 2, 1219 Le Lignon, beide vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Jürg Borer und Rechtsanwalt lic.iur. Michael Vleck, Schellenberg Wittmer Rechtsanwälte, Löwenstrasse 19, Postfach 1876, 8021 Zürich, Beschwerdeführerinnen, gegen swissgrid ag, Dammstrasse 3, Postfach 22, 5070 Frick, Beschwerdegegnerin, Eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Rückerstattung von Akontozahlungen für Systemdienstleis- tungen 2009 und 2010. A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 2 Sachverhalt: A. Mit Verfügungen vom 6. März 2009 und 4. März 2010 hat die Eidgenössi- sche Elektrizitätskommission (ElCom) die Tarife 2009 und 2010 unter an- derem für Systemdienstleistungen (SDL) für Kraftwerke mit einer elektr i- schen Leistung von mindestens 50 Megawatt (MW) festgelegt (Ziff. 3 des Dispositivs der Verfügung vom 6. März 2009 und Ziff. 5 des Dispositivs der Verfügung vom 4. März 2010). Sie stützte sich bei der Festsetzung der Tarife jeweils auf Art. 31b Abs. 2 der Stromversorgungsverordnung vom 14. März 2008 (StromVV, SR 734.71). Hiernach ist den Be treibern von Kraftwerken mit einer elektrischen Leistung von mindestens 50 MW jener Teil der Kosten für allgemeine SDL in Rechnung zu stellen, der nicht entsprechend Art. 31b Abs. 1 StromVV von den Verteilnetzbetreibern und den am Übertragungsnetz ange schlossenen Endverbrauchern getragen wird. Die Verfügungen blieben von Seiten der Commune de Lausanne (nachfolgend Gemeinde Lausanne) und den Services Industriels de G e- nève (SIG), beides Betreiberinnen eines entsprechenden Kraftwerks, un- angefochten. B. Entsprechend den festgesetzten Tarifen hat die swissgrid ag der Gemein- de Lausanne und den SIG jeweils rückwirkend ab dem 1. Januar Akonto- rechnungen für das Erbringen von SDL gestellt. Darüber hinaus forderte die swissgrid ag mit Rechnung erstmals vom 2 4. April 2009 zusätzliche Akontozahlungen für das Erbringen von SDL ein, dies rückwirkend ab dem 1. Januar 2009 für die Dauer eines Jahres. C. Gegen die zusätzlich eingeforderten Akontozahlungen erhob en die SIG mit Schreiben vom 20. Mai 2009 Beschwerde bei der ElCom und bean- tragten, es seien die entsprechenden Rechnungen zu stornieren. Zur Be- gründung hiel ten die SIG fest, die zusätzlich eingeforderten Akontozah- lungen seien nicht durch die Verfügung der ElCom vom 6. März 2009 betreffend die Tarife 2009 gedeckt und es fehle ihnen an einer genüge n- den gesetzlichen Grundlage. Bezugnehmend auf die bei der ElCom erhobene Beschwerde teilte diese den SIG mit Schreiben vom 18. Juni 2009 mit, dass sich auch die zusätz- lich eingeforderten Akontozahlungen auf Art. 31b Abs. 2 StromVV und damit eine genügende gesetzliche Grundlage stützen würden. Zudem stünden die definitiven Kosten für SDL für das Jahr 2009 erst Ende des A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 3 Jahres fest und sei deren Höhe alsdann Gegenstand eines formellen G e- nehmigungsverfahrens. Den SIG stehe die Möglichkeit offen, sich an j e- nem Verfahren als Partei zu beteiligen. Die ElCom forderte die SIG schliesslich auf, mitzuteilen, ob gleichwohl an der Beschwerde festgeha l- ten und eine anfechtbare Verfügung verlangt werde. D. Die Gemeinde Lausanne ihrerseits teilte der swissgrid ag mit Schreiben vom 27. Mai 2009 mit, sie sei nur unter folgender Bedingung bereit, die zusätzlichen Akontozahlungen zu leisten: Le SEL [service de l’électricité de Lausanne ] accepte de procéder aux pai e- ments des acomptes supplémentaire s de 0.35 ct/kWh dès le 1 er janvier 2009 et, en contrepartie, Swissgrid certifie au SEL qu'en cas de succès des r e- cours déposés à l'encontre de l'application de l'article 31b OApEL, elle leur remboursera l'intégralité des montants versés y compris les éven tuels inté- rêts. E. Die swissgrid ag begründete mit Schreiben vom 9. Juni 2009 an die Ge- meinde Lausanne und mit Schreiben vom 19. Juni 2009 an die SIG die zusätzlich eingeforderten Akontozahlungen. Sie hielt fest, der mit Verf ü- gung der ElCom vom 6. März 2009 festgesetzte Tarif 2009 reiche zur De- ckung der Kosten für SDL nicht aus. Aus diesem Grund würden, um eine zinspflichtige Vorfinanzierung der Kosten durch die swissgrid ag zu ve r- meiden, zusätzliche Akontozahlungen in Rechnung gestellt. In beiden Schreiben ist zudem festgehalten: Sollte in einem rechtskräftigen Entscheid gegenüber swissgrid die Vorg e- hensweise in Bezug auf den zusätzlichen Akonto -Verrechnungssatz [zusätz- liche Aktonozahlungen] oder dessen Höhe korrigiert werden oder die A n- wendung von Art. 31b StromVV als nicht rechtmässig festgestellt werden, wird swissgrid allenfalls zuviel erhobene Akontobeiträge zurück erstatten. F. Die Gemeinde Lausanne hielt mit Schreiben vom 11. Juni 2009 an die swissgrid ag fest, von deren Rückzahlungsber eitschaft Kenntnis zu ne h- men. Sie sei daher bereit, die zusätzlich eingeforderten Akontozahlungen zu leisten, dies allerdings unter dem Vorbehalt der Rückforderung , wenn rechtskräftig festgestellt werde, dass Art. 31b StromVV gegen geltendes Recht verstosse oder die zusätzlichen Akontozahlungen nicht rechtmä s- sig seien. Dieser Vorbehalt gelte auch für alle bereits geleisteten Akont o- zahlungen. A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 4 Mit Schreiben vom 30. Juni 2009 teilten die SIG der ElCom und in Kopie der swissgrid ag mit, ebenfalls zur Leistung der zusätzlich eingeforderten Akontozahlungen bereit zu sein, zumal die definitive Höhe der Kosten für SDL zu einem späteren Zeitpunkt Gegenstand eines formellen Verfahrens sei. G. Auf Beschwerde der von den eingangs erwähnten Tariffestlegung en ebenfalls be troffenen Gommerkraftwerke AG hat das Bundesverwa l- tungsgericht in seinem publizierten Urteil BVGE 2010/49 vom 8. Juli 2010 festgehalten, dass Art. 31b Abs. 2 StromVV gesetzes - und verfassungs- widrig ist (BVGE 2010 /49 E. 10.1). Die Festlegung der Tarife 2009 für SDL für Kraftwerke mit einer elektrischen Leistung von 50 MW – nur die- se bildeten den Streitgegenstand – wurde in Bezug auf die Go m- merkraftwerke AG aufgehoben. H. Bezugnehmend auf das vorerwähnte Urteil des Bundesverwaltungsg e- richts ersuchten die Gemeinde Lausanne und die SIG mit Schreiben vom 30. September 2010 bzw. 25. Oktober 2010 die swissgrid ag um Rücke r- stattung sämtlicher in den Jahren 2009 und 2010 für SDL geleisteten Akontozahlungen. I. Die swissgrid ag wies die Forderungen der Gemeinde Lausanne und der SIG mit inhaltlich im Wesentlichen übe reinstimmenden Schreiben vom 8. bzw. 11. November 2010 zurück. Zur Begründung hielt sie fest, das Bundesverwaltungsgericht habe die Verfügung vom 6. März 2009 nur in Bezug auf die beschwerdeführende Gommerkraft werke AG aufgehoben. Ein rechtskräftiger Entscheid, der das Verhältnis zwischen der swissgrid ag und der Gemeinde Lausanne bzw. den SIG betreffe, liege demgegen- über nicht vor. Die Verfügungen der ElCom vom 6. März 2009 und vom 4. März 2010 seien weder durch die Gemeinde Lausanne noch durch die SIG angefochten worden und aus diesem Grund in Rechtskraft erwac h- sen. J. Gegen die Weigerung der swissgrid ag, die geleisteten Akontozahlungen zurückzuerstatten, wandten sich die Gemeinde Lausanne und die SIG mit inhaltlich im Wesentlichen übereinstimmenden , als "Beschwerden" b e- zeichneten Eingaben vom 9. bzw. 15. Dezember 2010 an die ElCom. Sie A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 5 verlangten zur Hauptsache die Aufhebung der Verfügungen der swissgrid ag vom 8. bzw. 11. November 2010 und die Rückerstattung der für SDL geleisteten Akontozahlungen zuzüglich Verzugszins. Eventualiter bea n- tragten die beiden Kraftwerksbetreiberinnen den Erlass einer Festste l- lungsverfügung, wonach die swissgrid ag zu hohe Akontozahlungen für SDL verlangt und diese zurückzuerstatten habe. Zur Begründung hielten die Gemeinde Lausanne und die SIG in formeller Hinsicht fest, die Schreiben der swissgrid ag vom 8. bzw. 11. November 2010, mit denen sich diese geweigert habe, die für SDL geleisteten Akon- tozahlungen zurückzuerstatten, würden Verfügungen im Sinne von Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsve r- fahren (VwVG, SR 172.021) darstellen. Die swissgrid ag trete der Ge- meinde Lausanne und den SIG gegenüber hoheitlich auf, wende Bu n- desverwaltungsrecht an und die Abweisung von Rückforderungsanspr ü- chen sei unmittelbar auf die Feststellung von ihnen obliegenden Pflichten gerichtet. In materieller Hinsicht berufen sich die Gemeinde Lausanne und die SIG im Wesentlichen auf den Grundsatz von Treu und Glauben. Die swissgrid ag habe zugesichert, die für SDL geleisteten Akontozahlungen zurückz u- erstatten, sollte die Anwendung von Art. 31b StromVV als nicht rechtmäs- sig festgestellt werden. Zudem hätten sie beide ihre Akontozahlungen nur unter einem entsprechenden Vorbehalt geleistet. Nachdem zwischenzeit- lich das Bundesverwaltungsgericht die Verfassungs- und Gesetzeswidrig- keit von Art. 31b StromVV festgestellt habe, seien ihre Rückforderung s- ansprüche zu schützen. K. Nachdem die ElCom zwischenzeitlich ein erstinstanzliches Verfahren e r- öffnet hatte, ergänzten die Gemeinde Lausanne und die SIG mit Schre i- ben vom 4. bzw. 14. Februar 2011 ihre Eingaben vom 9. bzw. 15. De- zember 2010. Sie hielten fest, es habe sich bei den geleisteten Akont o- zahlungen lediglic h um provisorische Zahlungen gehandelt. Eine a b- schliessende, der Höhe nach bestimmte Zahlungsverpflichtung sei de m- gegenüber bisher nicht verfügt worden . Die Gemeinde Lausanne und die SIG sind schliesslich der Ansicht, es sei zwischen ihnen und der swissgrid ag ein verwaltungsrechtlicher, eventualiter ein privatrechtlicher Vertrag über die Rückzahlung der geleisteten Akontozahlungen zustande gekommen. Sie verweisen hierzu auf den Schriftverkehr mit der swissgrid ag aus dem Jahr 2009 und die darin geäusserten , übereinstimmenden A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 6 Willenserklärungen hinsichtlich der Rückzahlung der geleisteten Akont o- zahlungen. L. Die ElCom wies die Begehren der Gemeinde Lausanne und der SIG mit inhaltlich im Wesentlichen übereinstimmenden Verfügungen vom 12. Mai 2011 ab, soweit sie darauf eintrat. Auf die Wiedererwägungsgesuche ist die ElCom nicht eingetreten. In ihrer Begründung äussert sich die ElCom vorab zur Frage, ob der swissgrid ag eine Verfügungsbefugnis zustehe und mithin deren Weige- rung, geleistete Akontozahlun gen zurückzuerstatten, eine Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG darstelle. Sie hält fest, auch Private und dezentra- lisierte öffentliche Unternehmen könn ten je nach Aufgabenbereich als Behörden im Sinne von Art. 1 VwVG auftreten . Verfügungsbefugnisse stünden ihnen jedoch nur aufgrund einer gesetzlichen Ermächtigung zu. Da sich eine solche zu Gunsten der swissgrid ag weder aus dem Bu n- desgesetz vom 23. März 2007 über die Stromversorgung (StromVG, SR 734.7) noch aus der StromVV ergebe, sei die swissgrid ag jedenfalls im Anwendungsbereich von Art. 31b StromVV keine zum Erlass von Ve r- fügungen ermächtigte Behörde. Die Weigerung der swissgrid ag, geleiste- te Akontozahlungen zurückzuerstatten, sei daher keine Verfügung und das Verfahren vor der ElCom nicht als Beschwerde- sondern als ersti n- stanzliches Verwaltungsverfahren zu führen. Weiter hält die ElCom fest, die Gemeinde Lausanne und die SIG würden mit ihren Anträgen eine nachträgliche Abänderung bzw. Aufhebung der beiden formell rechtskräftigen Verfügungen v om 6. März 2009 und 4. März 2010 anbegehren. Bei den als Beschwerden bezeichneten Ei n- gaben handle es sich daher im Ergebnis um Wiedererwägungsgesuche, auf die jedoch nicht einzutreten sei. Nach dem publizierten Urteil des Bundesverwaltungsgerichts BVGE 201 0/49 seien zwar beide Verfügu n- gen zu Folge fehlender gesetzlicher Grundlage ursprünglich fehlerhaft. Die Verletzung des Gesetzmässigkeitsprinzips führe jedoch grundsätzlich nur zur Anfechtbarkeit einer Verfügung. Gründe, die der Gemeinde Lau- sanne bzw. den SIG einen Anspruch auf Wiedererwägung einräumen würden, seien nicht ersichtlich. Schliesslich sieht die ElCom in der Zusicherung der swissgrid ag, einver- langte Akontozahlungen allenfalls zurückzuerstatten, keine dem Vertra u- ensschutz unterliegende Zusicherung einer Behörde. Die swissgrid ag A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 7 nehme keine staatliche bzw. Verwaltungsaufgabe wahr und sei entspr e- chend keine Behörde. Daran ändere nichts, dass die swissgrid ag durch Gesetz zur Erfüllung bestimmter Auf gaben verpflicht et sei. Von einer staatlichen Aufgabe könne nur ausgegangen werden, wenn deren Erfü l- lung primär Sache des Staates sei. Dies treffe jedoch vorliegend nicht zu. Die Energieversorgung sei Sache der Energiewirtschaft. Da die swissgrid ag also nicht in Erfüllun g einer ihr übertragenen staatlichen Aufgabe handle, könne sie weder behördliche Zusicherungen abgeb en noch ve r- waltungsrechtliche Verträge schliessen. Massgebend für das Verhältnis zwischen der swissgrid ag und der Gemeinde Lausanne bzw. den SIG seien dahe r die rechtskräftigen Verfügungen der El Com vom 6. März 2009 und 4. März 2010. Diese könnten zudem nicht durch den Abschluss einer privatrechtlichen Vereinbarung abgeändert werden. M. Mit Schreiben je vom 20. Juni 2011 erheben die Gemeinde Lausanne (Beschwerdeführerin 1) und die SIG (Beschwerdeführerin 2) getrennt B e- schwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Die Rechtsschrift der B e- schwerdeführerin 1 ist in deutscher, jene der Beschwerdeführerin 2 in französischer Sprache abgefasst. Mit Zwischenverfügung vom 23. Juni 2011 an die Beschwerdeführerin 2 stellt das Gericht in Aussicht, beide Beschwerdeverfahren zu vereinigen und in deutscher Sprache zu führen. Die Beschwerdeführerin 2 erhebt hiergegen keine Einwände und legt mit Schreiben vom 14. Juli 2011 eine deutsche Fassung ihrer am 20. Juni 2011 eingereichten Beschwerd e- schrift ins Recht . Mit verfahrensleitender Ve rfügung vom 18. Juli 2011 werden die beiden Beschwerdeverfahren vereinigt. N. Die Beschwerdeführerinnen beantragen übereinsti mmend, es seien die Verfügungen der ElCom (Vorinstanz) vom 12. Mai 2011 aufzuheben und es seien ihnen die für SDL geleisteten Akontozahlungen im Umfang von Fr. 3'975'241.58 zuzüglich Verzugszins zu 5 % ab dem 5. Februar 2011 bzw. Fr. 4'454'412.44 zuzüglich Verzugszins zu 5 % ab dem 15. Februar 2011 zurückzuerstatten. Eventualiter sei festzustellen, dass die B e- schwerdeführerinnen für die Tarifjahre 2009 und 2010 nicht mit Kosten für SDL belastet werden dürf ten. Beschwerdeführerin 1 verlangt in einem weiteren Eventualbegehren, es sei die Vorinstanz zu verpflichten, die Ver- fügungen vom 6. März 2009 und 4. März 2010 betreffend die Tarife 2009 und 2010 in Wiedererwägung zu ziehen. Beschwerdeführerin 2 stellt in s-A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 8 gesamt drei weitere Eventualanträge. Sie verlangt, e s seien ihr die von der swissgrid ag (Beschwerdegegnerin) zusätzlich eingeforderten Ako n- tozahlungen im Umfang von Fr. 992'084.13 zuzüglich Verzugszins zu 5 % ab dem 15. Februar 2011 zurückzuerstatten oder es sei festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin von der Beschwerdeführerin 2 zusätzliche, nicht geschuldete Akontozahlungen für SDL verlangt habe. Schliesslich beantragt auch Beschwerdeführerin 2, es sei die Vorinstanz zu verpflic h- ten, die Verfügungen vom 6. März 2009 und 4. März 2010 betreffend die Tarife 2009 und 2010 in Wiedererwägung zu ziehen. In ihrer Begründung erheben die Beschwerdeführerinnen vorab formelle Rügen. Sie halten der Vorinstanz vor, sie habe ihre Begehren zu Unrecht in einem erstinstanzlichen Verfahren beurteilt . Die Beschwerdegeg nerin sei sehr wohl mit hoheitlichen Kompetenzen ausgestattet, wie insbeso n- dere Art. 20 Abs. 2 Bst. c StromVG zeige. Zudem sei der Transport von Energie als staatliche Aufgabe anzusehen. Die Beschwerdegegnerin handle mittels Verfügungen, wenn sie autoritativ Rechte und Pflichten der Beschwerdeführerinnen festlege. Aus diesem Grund hätte d ie Vorinstanz ihre Begehren im Rahmen eines Beschwerdeverfahrens beurteilen müs- sen. Sie habe zudem nicht begründet, inwiefern sich aus den Verfügu n- gen vom 6. März 2009 und 4. März 2010 eine abschliessende und der Höhe nach bestimmte Kostentragungspflicht der Beschwerdeführerinnen für SDL ergebe . Damit habe sie den Anspruch der Beschwerdeführeri n- nen auf rechtliches Gehör verletzt und es seien die angefochtenen Verf ü- gungen bereits aus diesem Grund aufzuheben. In materieller Hinsicht erneuern die Beschwerdeführerinnen ihren Vorhalt, es liege keine rechtskräftige Verfügung über die Anlastung von Kosten für SDL vor. Bei den Verfügungen der Vorinstanz vom 6. März 2009 und 4. März 2010 handle es sich um Tarifverfügungen, die an die Beschwe r- degegnerin gerichtet seien und lediglich einen provisorischen Tarif für Akontozahlungen festlegen würden. Eine Zahlungsverpflichtung zu La s- ten der Beschwerdeführerinnen sei hingegen bisher nicht verfügt worden. Und selbst wenn davon auszugehen wäre, dass sich eine Zahlungsve r- pflichtung bereits aus den Verfügungen vom 6. März 2009 und 4. März 2010 ergäbe, würde es sich diesbezüglich lediglich um Zwischenverf ü- gungen handeln. In diesem Fall könnte die Kostenanlastung entspre- chend Art. 46 Abs. 2 VwVG zusammen mit der Endverfügung bzw. der Genehmigung der Kosten für SDL durch die Vorinstanz gerügt werden und wäre noch nicht in Rechtskraft erwachsen. Da also in jedem Fall eine rechtskräftige Zahlungsverpflichtung zu Lasten der Beschwerdeführeri n-A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 9 nen fehle und eine solche zu Folge des publizierten Urteils des Bunde s- verwaltungsgerichts BVGE 2010/49 auch nicht mehr verfügt werden kö n- ne, sei die Beschwerdegegnerin ungerechtfertigt um die geleisteten Akon- tozahlungen bereichert und es seien diese zurückzuerstatten. Ein A n- spruch auf Rückerstattung ergebe sich mit Blick auf die Zusicherung der Beschwerdegegnerin zudem aus Treu und Glauben und aufgrund übe r- einstimmender Willenserklärungen auch aus Vertrag. Aufgrund d es vo r- erwähnten Urteils des Bundesverwaltungsgerichts wäre die Vorinstanz schliesslich verpflichtet gewesen, auf die Wiedererwägungsgesuche ei n- zutreten. Den Verfügungen der Vorinstanz vom 6. März 2009 und 4. März 2010 fehle es an einer genügenden gesetzlichen Grundlage, was gerade im Abgaberecht einem schwerwiegenden materiellen Fehler gleichkomme und daher einen Anspruch auf Wiedererwägung begründe. Nicht haltbar seien die Nichteintretensentscheid e zudem aufgrund von Art. 20 Abs. 1 StromVG, der einen diskriminierungsfreien Netzbetrieb vorschreibe. O. Die Vorinstanz be antragt in ihrer Stellungnahme vom 19. September 2011, die Beschwerden seien abzuweisen. Zu den formellen Rügen der Beschwerdeführerinnen hält sie fest, sie sei vom Gesetzgeber nicht als Beschwerdeinstanz ausgestaltet worden. Vielmehr überprüfe sie die von der Beschwerdegegnerin publizierten Tarife als erste Instanz und erst ihre Entscheide würden eine Verfügung darstellen. Im Übrigen ver weist die Vorinstanz auf die angefochtenen Verfügungen vom 12. Mai 2011 und diejenigen vom 6. März 2009 und 4. März 2010. P. Die Beschwerdegegnerin beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 19. September 2011, nicht als Beschwerdegegner in einbezogen zu wer- den, soweit das Nichteintreten der Vorinstanz auf die Wiedererwägung s- gesuche Gegenstand der Beschwerde sei . Im Übrigen verzichte sie auf einen Antrag, weshalb ihr unabhängig vom Verfahrensausgang keine Kosten- und Entschädigungsfolgen aufzuerlegen seien. Gleichwohl lässt sich die Beschwerdegegnerin ausführlich zur Sache ver- nehmen. Sie stellt insbesondere in Frage, dass mittels der Verfügungen vom 6. März 2009 und vom 4. März 2010 abschliessend über die Frage der Kostenanlastung für SDL entschieden worden sei. Ihrer Ansicht nach müsse betroffenen Kraftwerksbetreibern der Beschwerdeweg gegen die Endabrechnung bzw. die Genehmigung der Kosten für SDL offen stehen , wobei auch Rügen gegen das Bestehen einer Kostentragungspflicht z u-A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 10 zulassen sei en. Im Verhältnis zu den Beschwerdeführerinnen seien j e- doch ohne einen anderslautenden, rechtskräftigen Entschei d die Verfü- gungen der Vorinstanz vom 6. März 2009 und 4. März 2010 massgebend. Auf die übrigen Ausführungen der Beschwerdegegnerin wird, soweit e r- forderlich, in den Erwägungen eingegangen. Q. Die Beschwerdeführerinnen halten mit Schreiben vom 4. November 2011 an ihre n Auffassungen fest. Den beiden Tarifverfügungen vom 6. März 2009 und 4. März 2010 komme lediglich provisorischer Charakter zu. Zum Zeitpunkt, da die beiden Verfügungen erlassen worden seien, hätten die effektiven Kosten für SDL und auch die von den Kraftwerken erzeugte Bruttoenergie noch gar nicht festgestanden. Aus den beiden genannten Verfügungen könne sich daher keine definitive Kostentragungspflicht e r- geben. Vielmehr brauche es den Erlass einer weiteren Verfügung, um den beiden Beschwerdeführerinnen einen bestimmten Anteil an den Kos- ten für SDL definitiv anzulasten. Insgesamt seien daher die beiden Verf ü- gungen vom 6. März 2009 und 4. März 2010 als Zwischenverfügungen anzusehen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1. Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt n ach Art. 31 des Verwa l- tungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwe r- den gegen Verfügungen im Sinne von Art. 5 VwVG, soweit diese von e i- ner Behörde im Sinne von Art. 33 VGG erlassen worden sind. Bei der Vorinstanz handelt es sich um eine eidgenössische Kommission im Sinne von Art. 33 Bst. f VGG. Ein Ausnahmegrund nach Art. 32 VGG liegt nicht vor und die angefochtenen Verfügungen stellen zulässige Anfechtungsob- jekte dar. Damit ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der e r- hobenen B eschwerden sachlich zuständig (v gl. auch Art. 23 StromVG). Das Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 1.2. Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG legitimiert, wer am vor- instanzlichen Verfahren teilgenommen hat, durch die angefochtene Ve r- fügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. Die Beschwerdeführerinnen sind mit ihren A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 11 Rechtsbegehren vor der Vorinstanz nicht durchgedrungen. Damit sind sie durch die angefochtenen Verfügungen formell und materiell beschwert und aus diesem Grund zur Beschwerdeerhebung legitimiert. 1.3. Die Beschwerdeführerinnen beantragen eventualiter, es sei festz u- stellen, dass sie nicht mit Kosten für allgeme ine SDL belastet wer den dürften (Rechtsbegehren 2 der Beschwerdeführerin 1 sowie Rechtsb e- gehren 2 und 4 der Beschwerdeführerin 2). Dem Begehren um Erlass einer Feststellungsverfügung ist zu entspr e- chen, wenn der Gesuchsteller ein schützenswertes Interesse glaubhaft macht. Erforderlich ist ein rechtliches oder tatsächliches und aktuelles I n- teresse an der sofortigen Feststellung des Bestehens oder Nichtbest e- hens eines Rechtsverhältnisses, dem keine erheblichen öffentlichen oder privaten Interessen entgegenste hen, und welches nicht durch eine rechtsgestaltende Verfügung gewahrt werden kann (BGE 137 II 199 E. 6.5; BGE 132 V 257 E. 1; ISABELLE HÄNER, in: Praxiskommenta r VwVG, Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Zürich 2009, Art. 25 N 20). Die Beschwerdeführerinnen beantragen die Rückerstattung der bereits geleisteten Akontozahlungen. Mit Blick auf diese Leistungsbegehren b e- steht kein schutzwürdiges Interesse am Erlass der anbegehrten Festste l- lungsverfügungen, welche dieselben Beträge betreffen . Auf die entspr e- chenden Rechtsbegehren ist daher nicht einzutreten. 1.4. Der Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens b e- stimmt sich nach den in den angefochtenen Verfügungen vom 12. Mai 2011 geregelten Rechtsver hältnissen und den Parteibegehren. Dabei kann Gegenstand des Beschwerdeverfahrens nur sein, was Gegenstand der vorinstanzlichen Verfahren war. Streitfragen, über welche die Vori n- stanz nicht entschieden hat, darf die zweite Instanz nicht beurteilen, da sie ansonsten in die funktionelle Zuständigkeit der ersten In stanz eingrei- fen würde. Auf entsprechende Parteibegehren könnte nicht eingetreten werden (BGE 133 II 35 E. 2; BVGE 2009/37 E. 1.3.1). Liegt ein Nichtein- tretensentscheid vor, können im Beschwerdeverfahren also keine Begeh- ren in der Sache selbst gestellt werden. Lediglich die formelle Prüfung der Vorinstanz kann in diesen Fällen Gegenstand der materiellen Beurteilung durch die Beschwerdeinstanz sein (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-1471/2006 und A-1472/2006 vom 3. März 2008 E. 1.2). A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 12 Die Vorinstanz hat in ihren Verfügungen vom 12. Mai 2011 erwogen, über die Zahlungspflicht der Beschwerdeführerinnen sei bereits rechtskräftig verfügt worden . Entsprechend hat sie die Rechtsbegehren der B e- schwerdeführerinnen zunächst als Wiedererwägungsgesuche entgegen- genommen und i st auf diese sodann nicht eingetreten. Soweit die B e- schwerdeführerinnen eine Rückerstattung der geleisteten Akontozahlu n- gen aus Treu und Glauben und aus Vertrag verlangt hatten, wies die Vor- instanz die Rechtsbegehren ab. Streitge genstand ist also zum einen die Frage der Anhandnahme der Wiedererwägungsgesuche durch die Vori n- stanz. Dabei ist vorfrageweise zu prüfen, ob diese die Rechtsbegehren der Beschwerdeführerinnen zu Recht als solche qualifiziert hat , was wie- derum davon abhängt, ob über die Zahlungsverpflichtung der Beschwe r- deführerinnen tatsächlich bereits rechtskräftig verfügt worden ist. Zum anderen ist Streit gegenstand die Frage, ob den Beschwerdeführerinnen aus Treu und Glauben oder aus Vertrag ein Anspruch auf Rückerstattung der geleisteten Akontozahlungen zukommt. 1.5. Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichten Beschwerden (Art. 50 und 52 Abs. 1 VwVG) ist vorbehältlich des in E. 1.3 hiervor Aus- geführten einzutreten. 2. Die Beschwerdegegnerin beantragt in formeller Hinsicht, nicht in der Funktion einer Beschwerdegegnerin ins Verfahren einbezogen zu we r- den, soweit das Nichteintreten der Vorinstanz auf die Wiedererwägung s- gesuche Gegenstand der Beschwerde sei . Zur Begründung hält sie im Wesentlichen fest, nicht in ihren schutzwürdigen Interessen betroffen zu sein, selbst wenn das Bundesverwaltungsgericht zu dem Ergebnis käme, dass die Verfügungen vom 6. März 2009 und 4. März 2010 in Wiedere r- wägung zu ziehen seien. Die Beschwerdegegnerin ist Ad ressatin der beiden Verfügun gen vom 6. März 2009 und 4. März 2010 und bereits aus diesem formellen Grund als Beschwerdegegnerin beizuziehen. Sie ist vom Ausgang des Verfa h- rens zudem in ihren rechtlichen oder tatsächlichen Interessen betroffen. Im Falle der Gutheissung der Beschwerden hätte sie den Beschwerd e- führerinnen die von ihnen geleisteten Akontozahlungen zzgl. eines Ve r- zugszinses zurück zuerstatten. Sodann müsste sie die Kosten für SDL, die nicht mehr den Beschwerdeführerinnen angelastet werden könnten, von Dritten erhältlich zu machen versuchen. Sie ist daher vom Verfa h- rensausgang mehr als die Allgemeinheit betroffen und aus diesem Grund A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 13 uneingeschränkt als Beschwerdegegnerin in das Beschwerdeverfahren einzubeziehen. Ihr Begehren ist entsprechend abzuweisen. 3. Das Bundesverwaltung sgericht entscheidet grundsätzlich mit uneing e- schränkter Kognition. Es überprüft die angefochtenen Verfügungen auf Rechtsverletzungen – einschliesslich unrich tiger oder unvollständiger Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der Ausübung des Ermessens – sowie auf Angemessenheit (Art. 49 VwVG). 4. 4.1. Die Beschwerdeführerinnen werfen der Vorinstanz vor, sie habe die angefochtenen Verfügungen vom 12. Mai 2011 ungenügend begründet und damit ihren Gehörsanspruch verletzt. Nach Art. 29 Abs. 2 der Bu n- desverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Demnach hat die Behörde die Vorbringen der Parteien tatsächlich zu h ö- ren, zu prüfen und in der Entscheidfindung zu berücksichtigen (BGE 136 I 229 E. 5.2). Damit hängt die Pflicht der Behörde zusammen, ihre Verf ü- gung zu begründen, da sich meist nur anhand der Verfügungsbegrü n- dung feststellen lässt, ob die Behörde ihrer Prüfungs - und Berücksichti- gungspflicht nac hgekommen ist. Die Rechtsprechung leitet daher aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör eine Begründungspflicht der Behö r- de ab (BGE 136 I 229 E. 5.2; BGE 117 Ib 481 E. 6b/bb; vgl. Art. 35 Abs. 1 VwVG). 4.2. Die Anforderungen an die Begründung einer Verfügung sind unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls sowie der Interessen der Betroffenen zu bestimmen. Die erforderliche Begründungsdichte ist n a- mentlich abhängig von der Eingriffsschwere des Entscheids, den Vorbri n- gen der Verfahrensbeteiligten sowie de r Komplexität des Sachverhalts und der sich stellenden rechtlichen Fragen (Urteil des Bundesgerichts 1P .736/2001 vom 5. April 2002 E. 3.1; Urteil des Bundesverwaltungsg e- richts A -2607/2009 vom 8. Juli 2010 E. 5.3.3; RENÉ RHINOW/HEINRICH KOLLER/CHRISTINA KISS/DANIELA THURNHERR/DENISE BRÜHL-MOSER, Ö f- fentliches Prozessrecht, 2. Aufl., Basel 2010, Rz. 347). Die Begründung einer Verfügung muss in jedem Fall so abgefasst sein, dass sich der B e- troffene über deren Tragweite Rechenschaft geben und sie sachgerecht anfechten kann. Es sind wenigstens kurz die Überlegungen zu nennen, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr En t- scheid stützt (BGE 136 I 229 E. 5.2; BVGE 2009/35 E. 6.4.1). A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 14 4.3. Die Vorinstanz hält in den angefochtenen Verfügungen vom 12. Mai 2011 fest, über die Kostentragungspflicht der Beschwerdeführerinnen sei bereits rechtskräftig verfügt worden. Sie verweist hierzu auf Ziff. 3 des Dispositivs der Verfügung vom 6. März 2009 sowie auf Ziff. 5 des Disposi- tivs der Verfügung vom 4. März 20 10 und hält fest, beide Verfügungen seien von den Beschwerdeführerinnen nicht angefochten worden und somit in formelle Rechtskraft erwachsen. Die Vorinstanz ging also davon aus, dass es sich bei den Verfügungen vom 6. März 2009 und 4. März 2010 um End- und nicht um Zwischenver- fügungen handelt und die Zahlungsverpflichtung der Beschwerdeführ e- rinnen entsprechend rechtskräftig verfügt worden ist. Sie hat ausserdem dargelegt, weshalb die Beschwerdeführerinnen keinen Rückerstattung s- anspruch geltend machen könnte n, weder gestützt auf einen öffentlic h- rechtlichen noch auf einen privatrechtlichen Vertrag. Damit hat die Vorin- stanz hinsichtlich der Kostentragungspflicht die wesentliche n Überlegun- gen genannt, von denen sie sich hat leiten lassen. Umstände, die eine höhere Begründungsdichte erforderlich machen würden, sind vorliegend nicht ersichtlich. Die Beschwerdeführerinnen haben ihre Begehren an die Vorinstanz in erster Linie auf den Grundsatz von Treu und Glauben abge- stützt, worauf diese in den angefochtenen Ver fügungen auch ausführlich Bezug genommen hat. Die Vorinstanz hat somit ihrer Begründungspflicht Genüge getan und d en Beschwerdeführerinnen war es ohne W eiteres möglich, die Verfügungen sachgerecht anzufechten. Ihr Vorhalt, die Vo r- instanz habe ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, geht aus die- sem Grund fehl. 5. 5.1. Die Beschwerdeführerinnen machen in formeller Hinsicht weiter ge l- tend, die Vorinstanz habe fälschlicherweise kein Beschwerde - sondern ein erstinstanzliches Verfahren auf Erlass einer Verfügung durchgeführt. In Tat und Wahrheit würden bereits die Schreiben der Beschwerdegegne- rin vom 8. bzw. 11. November 2010 Verfügungen darstellen, sei doch die Weigerung der Beschwerdegegnerin, für SDL geleistete Akontozahlungen zurückzuerstatten, unmittelbar auf die Feststellung von ihnen obliegenden Pflichten gerichtet. 5.2. Die Beschwerdegegnerin ist nach Art. 20 Abs. 2 Bst. a StromVG zu- ständig für den Betrieb und die Überwachung des Übertragungsnetzes. In dieser Funktion hat die Beschwerdegegnerin auch SDL bereitzu stellen, also die für den sicheren Betrieb der Netze erforderlichen Hilfsdienste A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 15 (Art. 4 Abs. 1 Bst. g und Art. 20 Abs. 2 Bst. b StromVG; ROLF H. WE- BER/BRIGITTA KRATZ, Stromversorgungsrecht, Bern 2009, § 5 N 18). Die Kosten für SDL stellt die Beschwerdegeg nerin jenen Akteuren individuell in Rechnung, die sie verursacht haben (Art. 15 Abs. 1 StromVV). Kosten für SDL, die keinem Akteur zugerechnet werden können, sind als B e- standteil des Netznutzungsentgelts grundsätzlich von den Endverbra u- chern zu tragen (Art. 14 Abs. 1 und 2 i.V.m. Art. 15 Abs. 2 StromVG). Hierzu stellt die Beschwerdegegnerin den Netzbetreibern und den am Übertragungsnetz direkt angeschlossenen Endverbrauchern entspr e- chend der bezogenen elektrischen Energie Rechnung (Art. 15 Abs. 2 StromVV). Hinsichtlich der nicht individuell zurechenbaren Kosten für SDL sieht Art. 31b StromVV vor, dass diese den Netzbetreibern und den am Übertragungsnetz direkt angeschlossenen Endverbrauchern zu höch s- tens 0,4 Rappen pro kWh in Rechnung zu stellen seien. Die nicht gedeck- ten Kosten für SDL hätten die Betreiber von Kraftwerken mit einer elektr i- schen Leistung von mindestens 50 MW zu tragen. Vor diesem Hintergrund ist nachfolgend zu prüfen, ob der Beschwerd e- gegnerin in Bezug auf den Betrieb des Übertragungsne tzes, woraus die gerügte Anlastung von Kosten für SDL resultiert, die Befugnis zum Erlass von Verfügungen zukommt. Dies setzt in jedem Fall voraus, dass der B e- trieb des Übertragungsnetzes – und damit zusammenhängend das B e- reitstellen von SDL – eine staatliche Aufgaben darstellt. Liegt keine staat- liche Aufgabe vor, kann der Beschwerdegegnerin auch keine Verf ü- gungsbefugnis zukommen (PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI/MARKUS MÜLLER, Allgemeines Verwaltungsrecht, 3. Aufl., Bern 2009, § 28 Rz. 20). 5.3. Weder das Bundesverwaltungs- noch das Bundesgericht haben sich in ihrer bisherigen Rechtsprechung zur Frage geäussert, ob der Be trieb des Übertragungsnetzes unter der Geltung des StromVG eine staatliche Aufgabe darstellt. Auch in der Literatur finden sich kaum diesbezügl iche Stellungnahmen (vgl. aber immerhin ROLF H. WEBER/ANNJA MANNHART, Neues Strompreisrecht, Kontrollkriterien und Kontrollmethoden für Elek t- rizitätstarife sowie Netznutzungstarife und -entgelte, in: Schweizerisches Zentralblatt für Staats- und Verwaltungsrecht [ZBl] 2008 S. 459, die dafür halten, der Gesetzgeber habe den Stromtransport durch Erlass des StromVG nicht zur Staatsaufgabe gemacht ). Es ist daher nachfolgend durch Auslegung der in E. 5.2 genannten Gesetzesbestimmungen zu er- mitteln, ob die Beschwerdegegnerin mit dem Betrieb des Übertragung s- netzes eine staatliche Aufgabe erfüllt (vgl. PIERRE TSCHANNEN, Staat s-A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 16 recht der Schweizerischen Eidgenossenschaft, 3. Aufl., Bern 2011, § 7 Rz. 40). 5.4. 5.4.1. Ausgangspunkt jeder Auslegung bildet der Wortlaut der Besti m- mung. Ist der Text nicht ganz klar und sind verschiedene Interpretationen möglich, so muss nach seiner wahren Tragweite gesucht werden unter Berücksichtigung aller Auslegungselemente. Abzustellen ist dabei n a- mentlich auf die Entstehungsgeschichte der Norm und ihren Zweck, auf die dem Text zu Grunde liegenden Wertungen sowie auf die Bedeutung, die der Norm im Kontext mit anderen Bestimmungen zukommt. Die G e- setzesmaterialien sind zwar nicht unmittelbar entscheidend, dienen aber als Hilfsmittel, um den Sinn de r Norm zu erkennen. Namentlich bei neu e- ren Gesetzen, wie vorliegend dem StromVG, kommt den Materialien – bei noch kaum veränderten Umständen oder gewandeltem Rechtsverstän d- nis – eine besondere Stellung zu (vgl. BGE 136 V 216 E. 5.1, 135 II 78 E. 2.2; BVGE 2010/49 E. 9.3.1; ULRICH HÄFELIN/WALTER HALLER/HELEN KELLER, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 7. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2008, Rz. 101 und 121). Zu den massgeblichen Material ien gehören ins- besondere die Botschaft des Bundesrates und parlamentarischen Bera- tungen (HÄFELIN/HALLER/KELLER, a.a.O., Rz. 101-105). 5.4.2. Nach Art. 20 Abs. 2 StromVG betreibt und überwacht die Be- schwerdegegnerin das Übertragungsnetz , jenes Elektrizitätsnetz also, das der Übertragung von Elektrizität über grössere Distanzen im Inland sowie dem Verbund mit den ausländischen Netzen dient. Die Beschwe r- degegnerin stellt auch die mit dem Betrieb des Übertragungsnetzes z u- sammenhängenden SDL bereit, hat die Verantwortung für die Planung und die Kontrolle des gesamten Übertragungsnetzes und ordnet bei Ge- fährdung des stabilen Netzbetriebs die notwendigen Massnahmen an. Ob der Betrieb des Übertragungsnetzes aber eine staatliche Aufgabe ist, e r- gibt sich weder aus dem Wortlaut von Art. 22 Abs. 2 noch aus den and e- ren Bestimmungen des StromVG. Daran ände rt nichts, dass die B e- schwerdegegnerin nach Art. 18 Abs. 3 StromVG ein mehrheitlich Kant o- nen und Gemeinden gehörendes und damit ein öffentliches Unternehmen darstellt. Aus der parlamentarischen Debatte zum StromVG ergibt sich, dass hinter der gesetzlich vo rgeschriebenen Mehrheitsbeteiligung von Kantonen und Gemeinden einzig das Bestreben steht, eine schweizer i- sche Beherrschung der Beschwerdegegnerin sicherzustellen. So hielt Ständerat Rolf Schweiger fest, andernfalls bestehe die Gefahr, dass das strategisch wichtige Übertragungsnetz in ausländische Hände falle (V o-A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 17 tum von Ständerat Rolf Schweiger, Amtliches Bulletin der Bundesve r- sammlung [AB] 2006 S 849; vgl. auch das Votum von Ständerat Carlo Schmid-Sutter für die Kommission, AB 2006 S 851 f., und die Voten der Nationalräte Sep Cathomas und Rolf Hegetschweiler, AB 2006 N 1764 f.; WEBER/KRATZ, Stromversorgungsrecht, § 5 N 10). Es darf aus der obliga- torischen Mehrheitsbeteiligung der Kantone und Gemeinden somit nicht auf das Vorliegen einer staatlichen Aufgabe geschlossen werden. Nach- folgend ist daher durch Beizug insbesondere der Entstehungsgeschichte festzustellen, ob eine staatliche Aufgabe vorliegt. 5.4.3. Der Bundesrat äussert sich in seiner Botschaft vom 3. Dezember 2004 zur Änderung des Elektrizitätsgesetzes und zum Stromverso r- gungsgesetz (BBl 2005 1611 ff., nachfolgend: Botschaft zum StromVG) zum Betrieb des Übertragungsnetzes. Er hält fest, die bisherige Situation mit mehreren rechtlich selbständigen Übertragungsnetzbetreibern genüge den Anforderungen an die Versorgungssicherheit nicht mehr. Insbesonde- re fehle es an Transparenz, auch, weil das Übertragungsnetz als natürl i- ches Monopol keinem direkten Wettbewerb unterliege. Im Interesse eines sicheren Netzbetriebs und um einen diskriminierungsfreien Zugang zum Übertragungsnetz zu ermöglichen, müsse dieses von den übrigen, wir t- schaftlichen Tätigkeiten im Bereich der Energieversorgung getrennt und der Betrieb des Übertragungsnetzes in einer unabhängigen, privatrechtl i- chen Gesellschaft zusammengeführt werden. Diese Trennung von natür- lichem Monopol und wettbewerblicher Tätigkeit wirke auch dem Mis s- brauch von Marktmacht entgegen. Im Gesetz seien sodann die Aufgaben der Übertragungsnetzbetreiberin klar zu umschreiben (Botschaft zum StromVG, BBl 2005 1621 und 1658 f.). Die Stossrichtung des Bundesrates hinsichtlich des Betriebs des Übertra- gungsnetzes ist in der parlamentarischen Beratung zum StromVG im Grundsatz übernommen worden (vgl. die Voten von Ständerat Rolf Schweiger, AB 2006 S 849, von Ständerat Carlo Schmid -Sutter für die Kommission, AB 2006 S 851 f., und von Nationalrat Ruedi Lustenberger für die Kommission, AB 2006 N 1768). Der Gesetzgeber wollte also den Betrieb des Übertragungsnetzes von der wettbewerblichen Tätigkeit tren- nen und in einem rechtlichen Monopol zusammenfassen. Dass das M o- nopol darüber hinaus auch ein staatliches sein soll, ergibt sich weder aus der Botschaft des Bundesrates zum StromVG noch aus der parlamentari- schen Beratung. Dies ist deshalb bedeutsam, weil auf der Ebene des Bundes die Übertragun g von Elektrizität jedenfalls bis zum Erlass des StromVG keine staatliche Aufgabe war ( RENÉ SCHAFFHAUSER, in: Die A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 18 schweizerische Bundesverfassung, Kommentar, Bernhard Ehrenzeller et al. [Hrsg.], 2. Aufl., Zürich 2008, Rz. 8 zu Art. 91 mit Hinweisen; STEFAN RECHSTEINER, Gutachten vom 27. November 2003 zu Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Errichtung einer schweizerischen Netzgesel l- schaft für die Übertragung von Elektrizität, S. 19, publiziert auf der Inte r- netseite des Bundesamtes für Energie <http://www.bfe.admin.ch> > D o- kumentation > Publikationen > Datenbank a llgemeine Publikationen, b e- sucht am 21. März 2012). Hätten Bundesrat und Parlament dies zu ä n- dern beabsichtigt, müsste sich ein entsprechendes Verständnis zumi n- dest aus den Materialien zum StromVG er geben, was jedoch nicht der Fall ist. An diesem Ergebnis ändert nichts, dass in der Botschaft zum StromVG im Allgemeinen festgehalten ist, die Aufgaben und die hoheitlichen Ko m- petenzen der Übertragungsnetzbetreiberin würden im StromVG geset z- lich verankert. Gleiches gilt für zwei Einzelvoten im Nationalrat, die ebe n- falls im Allgemeinen auf hoheitliche Aufgaben der Übertragungsnetz- betreiberin hinweisen. Weder in der Botschaft zum StromVG noch in den parlamentarischen Beratungen sind mögliche hoheitlichen Kom petenzen im Zusammenhang mit dem Betrieb des Übertragungsnetzes näher kon- kretisiert. Allein aus dem Umstand, dass das Übertragungsnetz die obers- te Netzebene bildet und dessen Funktionieren im öffentlichen Interesse liegt, darf nicht geschlossen werden, es handle sich um eine staatliche Aufgabe; nicht jedes öffentlich Interesse begründet eine staatliche Aufg a- be im Sinne einer Erfüllungsverantwortung ( FELIX HAFNER, Staatsaufga- ben und öffentliche Interessen – ein (un)geklärtes Verhältnis?, in: Basler juristische Mitteilungen [BJM] 2004 S. 298; TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, a.a.O., § 1 Rz. 14). Insgesamt betont der Bundesrat die Geltung des Subsidiaritätsprinzips auch im Bereich der Stromversorgung, was der wettbewerbsorientierten Grundausrichtung des StromVG entspricht (Bot- schaft zum StromVG, BBl 2005 1617). Ein ordnungspolitischer Grunden t- scheid darüber, ob eine Aufgabe inskünftig vom Staat erfüllt werden soll, ist nicht leichthin anzunehmen. 5.4.4. Diese Auslegung findet ihre Bestätigung in der verfassungs - rechtlichen Ordnung. Gemäss Art. 91 Abs. 1 BV erlässt der Bund zwar Vorschriften über den Transport und die Lieferung elektrischer Energie. Eine derartige Gesetzgebungskompetenz impliziert aber für sich alleine noch nicht eine von staatlicher Stelle wahrzunehmend e Aufgabe. So ist etwa im Bereich der Kernenergie, wo Art. 90 BV dem Bund ebenfalls eine (umfassende) Gesetzgebungskompetenz zuweist, der Bau und Betrieb A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 19 von Kernkraftwerken unbestritten Sache privater Unternehmen. Demg e- genüber äussert sich die Verfassung dort, wo sie dem Bund eine Erfü l- lungsverantwortung überträgt, klar. So hält Art. 63a Abs. 1 BV schlicht fest, dass der Bund Eidgenössische Technische Hochschulen betreibt. Damit wird bereits in der Verfassung eine – inhaltlich noch unbestimmte – Erfüllungsverantwortung des Staates begründet ( SAMUEL KLAUS, DeR e- gulierung der netzbasierten Infrastruktur, Diss. Zürich 2008, S. 285 ; vgl. auch Art. 83 Abs. 2 BV, wonach der Bund die Nationalstrassen baut, b e- treibt und unterhält; hierzu wiederum KLAUS, a.a.O., S. 283 f.). Im Übrigen ist die schweizerische Wirtschaftsverfassung von einem ordnungspolit i- schen Grundentscheid zu Gunsten einer wettbewerbsorientierten Priva t- wirtschaft getragen (vgl. Art. 94 BV). Mangels klarer Übertragung der Auf- gabe zum Betrieb eines Übe rtragungsnetzes an den Bund – oder einen anderen Träger hoheitlicher Gewalt – ist es Sache der Energiewirtschaft, die Grundversorgung sicherzustellen (ebenso ROLF H. WEBER/BRIGITTA KRATZ, Elektrizitätswirtschaftsr echt, Bern 2005, § 8 Rz. 212 -216; vgl. auch den Bericht des Bundesrates «Grundversorgung in der Infrastruktur [Service Public]» vom 23. Juni 2004 [BBl 2004 4597]). 5.5. Die Auslegung ergibt, dass der Betrieb des Übertragungsnetzes zwar im öffentlichen Interesse liegt und hierfür ei n rechtliches Monopol ge- schaffen wird , jedoch keine staatliche Aufgabe darstellt (WE- BER/MANNHART, a.a.O., 459) . Demnach handelt die Beschwerdegegnerin nicht hoheitlich und es kommt ihr keine Befugnis zum Erlass von Verf ü- gungen zu. Das Rechtsverhältnis zwischen den Beschwerdeführerinnen und der Beschwerdegegnerin ist vielmehr privatrechtlicher Natur und d e- ren Ausgestaltung im Grundsatz Sache der Parteien. Daran ändert nichts, dass zufolge gesetzlicher Vorgaben regelmässig wenig Raum für eine privatautonome Ausgestaltung der Rechtsbeziehungen verblei bt, so wie vorliegend in Bezug auf die Anlastung von Kosten für SDL. Diese Ambiva- lenz hat ihren Grund in der Konzeption des StromVG, das zum einen den Wettbewerb stärken, zum anderen die Monopolbereiche wie de n Betrieb des Übertragungsnetzes jedoch regulieren will . Kommt der Beschwerd e- gegnerin im vorliegenden Zusammenhang keine Verfügungskompetenz zu, hat die Vorinstanz die Begehren der Beschwerdeführerinnen zu Recht in einem erstinstanzlichen Verfahren geprüft und es erweisen sich die diesbezüglichen formellen Rügen der Beschwerdeführerinnen als unb e- gründet. A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 20 6. 6.1. Steht fest, dass die Vorinstanz die Begehren der Beschwerdeführ e- rinnen zu Recht nicht in einem Beschwerdeverfahren beurteilt und dabei auch deren prozess uale Rechte nicht verletzt hat, ist zu prüfen, ob sie auch in der Sache richtig entschieden hat. Wie vorstehend erwähnt, sind die Beschwerdeführerinnen der Auffassung, die Vor instanz habe in den Verfügungen vom 6. März 2009 und 4. März 2010 noch gar nicht mittels Endverfügung über ihre Leistungspflicht befunden. Sollte man dieser Auf- fassung nicht folgen, hätte die Vorinstanz ihre beiden Verfügungen in Wiedererwägung ziehen müssen . S chliesslich machen sie geltend, die Beschwerdegenerin habe ihnen die Rückers tattung der für SDL geleist e- ten Akontozahlungen zugesichert bzw. dies sei vertraglich vereinbart worden. Um die Berechtigung dieser Kritik zu prüfen, ist es erforderlich, vorweg die Funktionen und Aufgaben der Vorinstanz im Rahmen des Be- triebs und der Finanzierung des Übertragungsnetzes darzustellen. 6.2. Gemäss Art. 22 Abs. 1 StromVG überwacht die Vorinstanz die Ei n- haltung des Gesetzes und erlässt die für den Vollzug notwendigen Verf ü- gungen. In einem kürzlich ergangenen, zur Publikation vorgesehenen Ur- teil hat das Bundesverwaltungsgericht in Auslegung dieser Bestimmung erkannt, der Vorinstanz komme hierbei eine umfassende Aufsichtsbefug- nis zu. Diese schliesse die Prüfung der Ermessensausübung der Be- schwerdegegnerin, aber auch – beispielsweise – die Fest setzung eines neuen, angemessenen Tarifs mit ein (Urteil A-2551/2009 vom 29. Februar 2012 E. 4.2.4 und E. 6; vgl. auch das Urteil des Bundesverwaltungsge- richts A-4797/2011 vom 28. Februar 2012 E. 8.1 ). Ihre Eingriffe setzen dabei keine Streitigkeit zwische n den verschiedenen Akteuren am Strommarkt voraus, sondern können auch von Amtes wegen erfolgen, und zwar im Nachhinein («Absenkungen verfügen») oder zum Voraus («Erhöhungen untersagen»; so ausdrücklich die Botschaft zum StromVG, BBl 2005 1661 ). Diese Absicht des Bundesrates ist in den parlamentar i- schen Beratungen diskussionslos übernommen worden (vgl. auch WE- BER/ KRATZ, Stromversorgungsrecht, § 6 N 29 und 39). 6.3. In dieser Konzeption liegt ein grundlegender Unterschied zur Rechts- lage im Telekommunikationsrecht, wo Verfügungen der Kommunikation s- kommission (ComCom) rein privatrechtsgestaltenden Charakter haben und Streitigkeiten aus Vereinbarungen und Verfügungen an die Zivilg e- richte verwiesen werden ( Art. 11b des Fernmeldegesetzes vom 30. April 1997 [FMG, SR 7 84.10]; BGE 125 II 613 E. 1d; BVGE 2010/19 E. 9.3.5; ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwa l-A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 21 tungsrecht, 6. Aufl., Zürich/St. Gallen 2010, Rz. 1024). Verfügungen im Zusammenhang mit den Netznutzungstarifen und -entgelten haben nicht bloss privatrechtsgestaltenden Charakter . N ach der Konzeption des StromVG wird das Rechtsverhältnis zwischen Beschwerdeführerinnen und Beschwerdegegnerin durch Verfügung der Vorinstanz in Bezug auf die Netznutzungstarife und -entgelte vielmehr zu einem öff entlich- rechtlichen, und über alle Streitigkeiten mit der Vorinstanz wird im Ra h- men der Verwaltungsrechtspflege entschieden (vgl. Art. 23 StromVG; Weber/Kratz, Stromversorgungsrecht, § 6 N 15). 7. 7.1. Die Beschwerdeführerinnen sind der Auffassung, aus den Verfü gun- gen vom 6. März 2009 und 4. März 2010 ergebe sich noch keine Ve r- pflichtung zu einer Geldleistung. Ihre Pflicht zur Tragung von Kosten für SDL sei daher noch nicht rechtskräftig bestimmt worden. Der von ihnen zu entrichtende, frankenmässig bezifferte Bet rag müsse noch verf ü- gungsweise festgelegt werden. Die beiden Verfügungen würden daher blosse Zwischenverfügungen darstellen, selbst wenn sie einen Grundsatzentscheid über die Kostentragungspflicht enthielten. 7.2. Endverfügungen schliessen ein Verfahren ab, ind em über eine pr o- zessuale Frage (Nichteintreten, Abschreibung) oder in der Sache a b- schliessend entschieden wird. Wird das Verfahren lediglich für einen Teil der Verfahrensbeteiligten abgeschlossen oder über einen Teil der gestell- ten materiellrechtlichen Rec htsbegehren verfügt, liegt eine Teilverfügung vor ( FELIX UHLMANN/SIMONE WÄLLE-BÄR, in: Praxiskommentar VwVG, Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Zürich 2009, Art. 44 N 19 und 21). Demgegenüber wird eine Zwischenverfügung als Zwischenschritt im Ve r- fahren auf de m Weg zu einer Endverfügung erlassen, weshal b sie ein rein organisatorisches Instrument zur Verfahrensverfügung darstellt (MARTIN KAYSER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bu n- desgesetz über das Verwaltungsverfahren, Zürich 2008, Art. 45 N 2). Verfügungen über materiellrechtliche Vorfragen, sog. materiellrechtliche Grundsatzentscheide, die einen Teilaspekt einer Streitsache beantworten, gelten nach der Systematik des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) und ihm folgend auch des VwVG verfahren s- rechtlich nicht mehr als selbständig anfechtbare Tei l- sondern als Zw i- schenverfügungen. Sie brauchen nicht bereits nach ihrem Erlass, so n- dern können nach Art. 46 Abs. 2 VwVG noch mit Beschwerde gegen den Endentscheid angefochten werden, soweit sie sich auf dessen Inhalt A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 22 auswirken (BGE 136 II 165 E. 1.1; BGE 133 V 477 E. 4.1.3 mit Hinwe i- sen; UHLMANN/WÄLLE-BÄR, a.a.O., Art. 44 N 22; HANS PETER WALTER, Das Teilurteil vor Bundesgericht, in: Der Weg zum Recht, Festschrift für Alfred Bühler, Zürich/Basel/Genf 2008, S. 246 f.; PETER KARLEN, Das neue Bundesgerichtsg esetz, Basel 2006, S. 35 f.). Vor diesen Hinte r- grund ist nachfolgend zu prüfen, wie die Verfügungen vom 6. März 2009 und 4. März 2010 zu qualifizieren sind. Hierzu ist zunächst auf die Sy s- tematik des StromVG bezüglich der Festsetzung der Netznutzungstarife und -entgelte einzugehen. 7.3. Die Festsetzung der Tarife und -entgelte – einschliesslich der Kosten für SDL – für die Nutzung des Übertragungsnetzes ist Sache der B e- schwerdegegnerin (Urteil des Bundesverwaltu ngsgerichts A -2551/2009 vom 29. Februar 2012 E. 4.2.2). Diese stellt nach Art. 31b Abs. 2 StromVV den Kraftwerken mit einer elektrischen Leistung von mindestens 50 MW jenen Teil der Kosten der SDL in Rechnung, der nicht mit dem in Art. 31b Abs. 1 StromVV f estgelegten Tarif gedeckt werden kann. Die Kosten sind den einzelnen Kraftwerken gemäss ihren Anteilen an der Bruttoenergieerzeugung anzulasten (Art. 31b Abs. 2 StromVV). Der Vo r- instanz kommt zwar die Befugnis zu, die festgesetzten Netznutzungstarife und -entgelte von Amtes wegen oder im Streitfall zu überprüfen und eine Abänderung der Tarife zu verfügen, sollten diese nicht gesetzeskonform sein (vgl. vorstehend E. 6 und das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-2551/2009 vom 29. Februar 2012 E. 4.2.4). Sie legt die Netznutzung s- tarife und -entgelte aber nicht in jedem Fall selbst fest und ihre Kontrolle kann auch nur Teile der festgesetzten Tarife und Entgelte betreffen. Die Vorinstanz greift in die Tariffestsetzung der Beschwerdegegnerin nur dann ein, wenn sie dies als erforderlich erachtet, namentlich zur Durchsetzung der Art. 14 und 15 StromVG, betreffend die Höhe des Netznutzungsen t- gelts und um einen sicheren und zuverlässigen Betrieb des Übertr a- gungsnetzes zu gewährleisten. Ob sie überhaupt verfügt und gegebenen- falls über welche Teilfragen, hängt von allfälligen Parteibegehren bzw. vom Ergebnis ihrer Überprüfung der Netznutzungstarife und -entgelte ab. 7.4. Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin entsprechend den gesetzl i- chen Vorgaben eine Schätzung der Gesamtkosten für SDL vorgenommen und gestützt darauf die Tarife unter anderem für SDL für Kraftwerke mit einer elektrischen Leistung von mindestens 50 MW ermittelt. Die Vori n- stanz hat diese Tarife von Amtes wegen überprüft und hiernach mit Verfü- gungen vom 6. März 2009 und 4. März 2010 den Tarif für SDL verfügt. Gestützt darauf hatten die in Anhang 2 der Verfügungen bezeichneten A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 23 Kraftwerke Akontozahlungen zu entrichten (Ziff. 3 des Dispositivs der Ver- fügung vom 6. März 2009 und Ziff. 5 des Dispositivs der Verfügung vom 4. März 2010). Die Beschwerdegegnerin wurde zudem verpflichtet, bei den betroffenen Kraftwerken eine Erhebung der effektiv erzeugten Brutto- energie durchzuführen. Wie die elektrische Leistung der Kraftwerke und die erzeugte Bruttoenergie zu bestimmen sind bzw. was unter den g e- nannten Begriffen zu verstehen ist, ist in Ziff. 4.3.4.4.2 bzw. Ziff. 5.3.2 der jeweiligen Erwägungen festgehalten. Die Vorinstanz hat also mit Verfügungen vom 6. März 2009 und 4. März 2010 diejenigen Kostenpflichtigen bestimmt, d enen nach Art. 31b Abs. 2 StromVV Kosten für SDL anzulasten sind. Es handelt sich um die in A n- hang 2 der jeweiligen Verfügungen bezeichneten Kraftwerke. Aus Art. 31b Abs. 2 StromVV und den beiden genannten Verfügungen ergeben sich sodann verbindlich die Kr iterien, nach denen die einzelnen Kostenanteile zu bestimmen sind, sobald die tatsächlichen Kosten für SDL vorliegen. Über diese beiden Teilaspekte der Verpflichtung zu einer Geldleistung hat die Vorinstanz mit Verfügungen vom 6. März 2009 und 4. März 2010 ab- schliessend befunden. Mit Blick auf die vorstehend in E. 7.3 dargestellte Konzeption des StromVG betreffend die Festsetzung der Netznutzungsta- rife und -entgelte sind die Verfügungen vom 6. März 2009 und 4. März 2010 daher als Endverfügungen zu qualifizi eren. Mangels Anfechtung sind sie zudem mit Wirkung für die Beschwerdeführerinnen in formelle Rechtskraft erwachsen. Daran ändert nichts, dass die Vorinstanz über die tatsächlichen Gesamtkosten für SDL nicht verfügt hat, ist dies doch im System des StromVG gar nicht – zumindest nicht als Regelfall – vorge- sehen. Gegen die von den Beschwerdeführerinnen vertretene Auffassung, die Verfügungen vom 6. März 2009 und 4. März 2010 seien als Zwischenver- fügungen zu qualifizieren, sprechen auch Gründe der Rechtssicher heit. Würde der Auffassung der Beschwerdeführerinnen gefolgt, blieben b ei dem – in E. 7.3 hiervor dargestellten – System der Festsetzung und Überprüfung der Netznutzungstarife und -entgelte die Adressaten der vo- rinstanzlichen Verfügung im Ungewissen über ihre Leistungspflicht. Diese bliebe in der Schwebe, bis die Verfügung der Vorinstanz schliesslich in formelle Rechtskraft erwüchse, was im Falle eines Beschwerdeverfa h- rens über Gebühr lange dauern könnte. 7.5. Die Beschwerdeführerinnen stützen ihre Auffassung, die Vorinstanz müsse den von ihnen geschuldete n Beitrag noch (mittels anfechtbarer A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 24 Endverfügung) festlegen, zu Unrecht auf verschiedene Zwischenen t- scheide des Bundesverwaltungsgerichts, in denen festgehalten wird, die strittigen Verfügungen der Vorinstanz beträfen keine Geldleistungen im Sinne von Art. 55 Abs. 2 VwVG, weshalb ein Entzug der aufschiebenden Wirkung einer Beschwerde zulässig sei (vgl. statt vieler die Zwischenve r- fügungen vom 21. Februar 2011 im Bes chwerdeverfahren A-8666/2010 E. 8.1 sowie im Beschwerdeverfahren A-2842/2010 E. 4.2 und 8.4). Denn es trifft zu, dass die Pflichtigen durch die Verf ügungen vom 6. März 2009 und 4. März 2010 nicht zu einer Geldleistung verpflichtet wurden. Aus diesem Grunde war die Beschwerdegegnerin, wie in den erwähn ten Zwi- schenverfügungen festgehalten wird, zwar berechtigt, den Kraftwer k- betreibern Akontozahlungen zu fakturieren, hatte aber keine Möglichkeit, diese im Falle der Nichtbezahlung auf dem Betreibungsweg erhältlich zu machen. Daran ändert nichts, dass eine Verfügung des geschuldeten Be- trages für SDL durch die Vorinstanz normalerweise nicht mehr erfolgt. Dessen Ermittlung stellt alsdann bloss noch die rechnerische Umlage der Gesamtkosten auf die einzelnen Pflichtigen dar, die in der Regel zu ke i- nen Anständen führen sollte. Falls die Berechnung des konkreten Anteils eines einzelnen Kraftwerksbetreibers ausnahmsweise dennoch zu Me i- nungsverschiedenheiten zwischen diesem und der Beschwerdegegnerin führt, wäre der konkrete Anteil – in einem neuen, eigenständigen Ve rfah- ren – durch Verfügung der Vorinstanz hoheitlich festzusetzen (Art. 22 Abs. 1 und Abs. 2 Bst. a StromVG). Da die Vorinstanz aber weder die Netznutzungstarife und -entgelte noch die konkreten Kostenanteile in j e- dem Fall umfassend und von sich aus festset zt, sind ihre Verfügungen über Teilfragen, wie vorstehend begründet, als Endverfügungen zu qual i- fizieren. 7.6. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Verfügungen der Vorinstanz im Zusammenhang mit den Netznutzungstarifen und -entgelten Endver- fügungen darstellen. Die Vorinstanz h at mit ihren Entscheiden vom 6. März 2009 und 4. März 2010 den Kreis der Kostenpflichtigen bestimmt, denen nach Art. 31b Abs. 2 StromVV Kosten für SDL anzulasten sind. Da beide Verfügungen von Seiten der Beschwerdeführerinnen unangefoc h- ten blieben, sind sie mit Bezug auf sie in formelle Rechtskraft erwachsen und die Beschwerdeführerinnen daher im Grundsatz verpflichtet, Kosten für SDL zu tragen. Daran ändert nichts, dass über die Kostentragung s- pflicht der Beschwerdeführerinnen nicht abschliessend verfügt worden ist, weil dies nach dem System des StromVG gar nicht – jedenfalls nicht als Regelfall – vorgesehen ist und darüber hinaus die tatsächlichen Gesam t- kosten für SDL jeweils erst im Folgejahr bekannt werden. Die Vorinstanz A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 25 hat daher die Be gehren der Beschwerdeführerinnen zu Recht als Wi e- dererwägungsgesuche entgegengenommen, soweit diese nun eine Rückerstattung der für SDL geleisteten Akontozahlungen verlangen. Die diesbezüglichen Rügen der Beschwerdeführerinnen erweisen sich als unbegründet. 7.7. Beschwerdeführerin 2 verlangt eventualiter, es sei die Beschwerd e- gegnerin zu verpflichten, die zusätzlich eingeforderten Akontozahlungen zurückzuerstatten. Die zusätzlichen Akontozahlungen sind wie die übrigen Akontozahlungen im Hinblick auf die Anlastu ng von Kosten für SDL eingefordert worden. Soweit also die Vorinstanz mit Verfügung vom 6. März 2009 die Pflicht i- gen bestimmt hat, denen Kosten für SDL anzulasten sind, gilt diese Ve r- pflichtung auch für die zusätzlich eingeforderten Akontozahlungen. Zwar dürfen diese nicht über den von Beschwerdeführerin 2 zu leistenden Kos- tenanteil hinausgehen. Eine entsprechende Prüfung ist jedoch nicht G e- genstand des vorliegenden Verfahrens. Die Beschwerdeführerin 2 ist diesbezüglich auf das Verfahren zur Genehmigung der Gesamtkosten für SDL zu verweisen. Sollte sich alsdann ergeben, dass die Beschwerdefüh- rerin 2 insgesamt zu hohe Akontozahlungen geleistet hat, wären ihr diese gutzuschreiben (vgl. Ziff. 3 des Dispositivs der Verfügung vom 6. März 2009). Anzumerken ist, dass es im Genehmigungsverfahren einzig darum gehen wird, zu prüfen, ob die von der Beschwerdegegnerin geltend g e- machten Kosten anrechenbar sind. Diese Prüfung wird sich auf Art. 14 f. StromVG und nicht auf Art. 31b StromVV stützen. Beschwerdeführerin 2 wäre im Übrigen frei darin gewesen, betreffend die Rechtmässigkeit der zusätzlichen Akontozahlungen die Vorinstanz um eine anfechtbare Verfü- gung anzugehen (Art. 22 Abs. 1 und Abs. 2 Bst. a StromVG). Das vorste- hend genannte Eventualbegehren der Beschwerdeführerin 2 ist aus die- sen Gründen abzuweisen. Nachfolgend bleibt zu prüfen, ob die Verf ü- gungen vom 6. März 2009 und 4. März 2010 aufgrund des publizierten Urteils des Bundesverwaltungsgerichts BVGE 2010/49 nichtig sind, wie die Beschwerdeführerinnen vorbringen, oder ob die Vorinstanz verpflic h- tet gewesen wäre, auf die Wiedererwägungsgesuche der Beschwerd e- führerinnen einzutreten. 8. 8.1. Die Vorinstanz hat mit Verfügungen vom 6. März 2009 und vom 4. März 2010 die Tarife 2009 und 2010 unter anderem für SDL für Kraf t- werke mit einer elektrischen Leistung von mindestens 50 MW festgelegt A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 26 und sich hierbei auf Art. 31b Abs. 2 StromVV gestützt. Diese Bestimmung ist jedoch verfassungs - und gesetzeswidrig (BVGE 2010/49 E. 10.1). In- sofern erweisen sich die beiden Verfügungen vom 6. März 2009 und vom 4. März 2010, wie auch die Vorinstanz eingesteht, als ursprünglich fehler- haft. Nachfolgend ist zu prüfen, was sich daraus in Bezug auf die Bege h- ren der Beschwerdeführerinnen ergibt. 8.2. Nach Art. 44 VwVG unterliegen Verfügungen der Beschwerde. Diese ist innerhalb von 30 Tagen nach der rechtsgenüglichen Eröffnung der Ver- fügung einzureichen (Art. 50 Abs. 1 VwVG). Läuft die Rechtsmittelfrist unbenutzt ab, erwächst eine Verfügung in formelle Rechtskraft und wi rd damit grundsätzlich unabänderlich. Dasselbe gilt für fehlerhafte Verf ü- gungen. Sie sind in der Regel nicht nichtig, sondern nur anfechtbar, und sie werden durch Nichtanfechtung rechtsgültig, also formell rechtskräftig (BGE 137 II 273 E. 3.1; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 951-953). 8.3. Eine Verfügung ist nichtig, wenn der ihr anhaftende Mangel beso n- ders schwer wiegt, wenn er offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar ist und wenn zudem die Rechtssicherheit durch die Annahme der Nichtig- keit nicht erns thaft gefährdet wird. Als besonders schwerwiegende Mä n- gel kommen hauptsächlich schwerwiegende Zuständigkeits - und Verfah- rensfehler in Betracht (BGE 133 II 181 E. 5.1.3; Urteil des Bundesgerichts 1C_64/2011 vom 9. Juni 2011 E. 3.3). Demgegenüber stellt eine ungenü- gende gesetzliche Grundlage keinen Nichtigkeitsgrund dar, insbesondere wenn es sich, wie vorliegend, um einen verdeckten Mangel handelt, der in einem konkreten Normkontrollverfahren erkannt wird (BGE 98 Ia 568 E. 4 und 5.b; Urteil des Bundesgerichts 2A.18/2007 vom 8. August 2007 E. 2.4). Die ursprüngliche Fehlerhaftigkeit der bei den Verfügungen vom 6. März 2009 und 4. März 2010 hat daher nicht deren Nichtigkeit zur Fo l- ge. Beide Verfügungen sind mit Wirkung für die Beschwerdeführerinnen in formelle Re chtskraft erwachsen. Es bleibt die Möglichkeit, dass die Vorinstanz ihre Verfügungen vom 6. März 2009 und 4. März 2010 in Wie- dererwägung zieht. 9. 9.1. Mit einem Wiedererwägungsgesuch wird die verfügende Verwa l- tungsbehörde ersucht, eine formell rechtskräftige Verfügung nochmals zu überprüfen und sie gegebenenfalls zu widerrufen. Grundsätzlich handelt es sich dabei um einen formlosen Rechtsbehelf und es besteht kein A n- spruch, dass die angerufene Verwaltungsbehörde darauf eintritt. Unter bestimmten Umständen ergibt sich ein entsprechender Anspruch jedoch A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 27 aus Art. 29 BV. Dieser Anspruch besteht unabhängig von einer allfälligen – vorliegend nicht bestehenden – gesetzlichen Regelung zur Wiedere r- wägung formell rechtskräftiger Verfügungen (Urteil des Bundesverwa l- tungsgerichts A-2391/2008 vom 22. März 2010 E. 2.3). Nachfolgend ist zu prüfen, ob derartige Umstände vorliegen und die Vorinstanz in der Folge verpflichtet gewesen wäre, auf die Wiedererwägungsgesuche der Beschwerdeführerinnen einzutreten. 9.2. Die Frage, ob auf eine f ormell rechtskräftige Verfügung zurückz u- kommen ist, kann sich aus verschiedenen Gründen stellen. Insbesondere können Verfügungen wegen unrichtiger Sachverhaltsfeststellung, fehle r- hafter Rechtsanwendung oder nachträglicher Änderung der Sach - oder Rechtslage widerrufen werden, wobei die Tragweite der formellen Rechtskraft nicht für alle vier Konstellationen in gleicher Weise beantwo r- tet werden kann (BGE 127 II 306 E. 7a; BGE 115 V 308 E. 4a). Handelt es sich wie vorliegend um wegen fehlerhafter Rechtsanwendun g u r- sprünglich fehlerhafte Verfügungen, hätte ein ordentliches Rechtsmittel ergriffen werden können und grundsätzlich müssen. Deshalb besteht in solchen Fällen nur ausnahmsweise ein Anspruch darauf, dass die Verwal- tungsbehörde nach Eintritt der formellen R echtskraft auf ein Wiedererwä- gungsgesuch eintritt. Anerkannt ist ein solcher Anspruch auf Rückko m- men bei Vorliegen von Revisionsgründen i.S.v. Art. 66 VwVG, was vorlie- gend nicht der Fall ist, und bei Dauerverfügungen. Bei Letzteren droht die Fehlerhaftigkeit auf bestimmte oder gar unbestimmte Zeit fortzudauern, weshalb mit Blick auf das öffentliche Interesse an einer richtigen Recht s- anwendung grundsätzlich ein Anspruch darauf besteht, dass die Verf ü- gung trotz formeller Rechtskraft in Wiedererwägung gezogen wird (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-2391/2008 vom 22. März 2010 E. 2.3; TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, a.a.O, § 31 Rz. 40). Ein Rückkommen auf urteilsähnliche Verfügungen rechtfertigt sich demgegenüber nur, wenn ih- nen ein schwerwiegender materieller F ehler anhaftet und die Verfügung zu einem stossenden und dem Gerechtigkeitsempfinden zuwiderlaufe n- den Ergebnis führen würde (BGE 98 Ia 568 E. 5b; Urteil des Bundesg e- richts 2A.18/2007 vom 8. August 2007 E. 2.2). 9.3. 9.3.1. Dauerverfügungen sind Verfügungen mit fortda uernder Rechtswir- kung, sei es für eine bestimmte oder für unbestimmte Zeit. Entscheidend ist, dass ihnen ein zeitlich offener Sachverhalt bzw. ein offenes Tats a- chenfundament zu Grunde liegt, das sich während der Geltungsdauer der Verfügung verändern kann. Dauerverfügungen sind damit das Gegen-A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 28 stück zu den urteilsähnlichen Verfügungen, die wiederum einen abg e- schlossenen Sachverhalt regeln und eine einmalige Rechtsfolge festl e- gen. Typische Dauerverfügungen sind Betriebs - und Berufsausübung s- bewilligungen sowie die sozialversicherungsrechtlichen Rentenverfügu n- gen (TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, a.a.O, § 28 Rz. 78; FRANZ SCHLAURI, Sozialversicherungsrechtliche Dauerleistungen, ihre rechtskräftige Fes t- legung und Anpassung [Bemerkungen zu BGE 133 V 57], in: Schaffha u- ser/Schlauri [Hrsg.], Sozialversicherungstagung 2008, St.Gallen 2009, S. 89 ff., 104 f.). 9.3.2. Die Vorinstanz hat mit Verfügungen vom 6. März 2009 und 4. März 2010 jene Kraftwerksbetreiber bestimmt, denen jeweils für die Dauer e i- nes Jahres Kosten für SDL anzulasten sind. Massgebend für die Besti m- mung der betroffenen Kraftwerke war die maximal mögliche elektrische Leistung, die von den Kraftwerken während mindestens einer Stunde a b- gegeben werden kann (Ziff. 4.3.4.4.2 der Erwägungen zur Verfügung vom 6. März 2009 und Ziff. 5.3.2 der Erwägungen zur Verfügung vom 4. März 2010). Die beiden Verfügungen der Vorinstanz vom 6. März 2009 und 4. März 2010 beziehen sich folglich auf einen abgeschlossenen Sachve r- halt und legen einmalige Rechtsfolgen fest. Daran ändert n ichts, dass die Beschwerdeführerinnen monatliche Akontozahlungen geleistet haben und eine definitive Abrechnung über die SDL erst im Folgejahr erfolgte, wenn die tatsächlichen Kosten für die erbrachten SDL vorlagen (vgl. Ziff. 3 des Dispositivs der Verfügu ng vom 6. März 2009 bzw. Ziff. 5 des Dispositivs der Verfügung vom 4. März 2010). Es handelt sich hierbei um blosse A b- rechnungsmodalitäten und bei den Verfügungen vom 6. März 2009 und 4. März 2010 entsprechend um urteilsähnliche Verfügungen. 9.4. 9.4.1. Damit bleibt zu prüfen, ob die Beschwerdeführerinnen von einer mit schwerwiegenden materiellen Fehlern belasteten Verfügung auf eine dem Gerechtigkeitsgefühl zuwiderlaufende Weise betroffen sind. Gerügt wird in dieser Hinsicht eine Verletzung des Gesetzmässigkeitsprinz ips, weil den beiden Verfügungen vom 6. März 2009 und 4. März 2010 mit Bezug auf die Tarife 2009 bzw. 2010 für SDL für Kraftwerke mit einer elektr i- schen Leistung von mindestens 50 MW eine genügende gesetzliche Grundlage fehlt. 9.4.2. Die Beschwerdeführerinnen ve rkennen, dass die Verletzung des Gesetzmässigkeitsprinzips grundsätzlich nur zur Anfechtbarkeit einer Ver- fügung führt. Zum Zeitpunkt, da die Verfügung vom 6. März 2009 erla s-A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 29 sen wurde, war zudem bereits bekannt, dass die Verfassungs - und Ge- setzmässigkeit von Art. 31b Abs. 2 StromVV umstritten ist. Die Vorinstanz hat sich in Ziff. 4.3.4.4.1 der Erwägungen zur Verfügung vom 6. März 2009 ausführlich hierzu geäussert. Es wäre den Beschwerdeführerinnen folglich ohne Weiteres zumutbar gewesen, wie andere Kraftwerk sbetrei- ber auch, ein ordentliches Rechtsmittel zu ergreifen. Sie sind durch die fehlerhaften Verfügungen allein in ihren finanziellen Interessen betroffen . Bei den Beträgen, welche die Beschwerdeführerinnen an die Beschwe r- degegnerin zu bezahlen haben, handelt es sich, gemessen an ihrer F i- nanzkraft, nicht um sehr bedeutende Summen. Damit ergibt sich, dass die Beschwerdeführerinnen durch die beiden Verfügungen vom 6. März 2009 und 4. März 2010 nicht in einer dem Gerechtigkeitsgefühl zuwide r- laufenden Weise betroffen sind. Wie die Vorinstanz zu Recht geltend macht, stünden einer Abänderung ihrer ursprünglich fehlerhaften Verf ü- gungen zudem Gründe der Rechtssicherheit entgegen. D enn die Kosten für SDL, die nicht mehr den Beschwerdeführerinnen angelaste t werden könnten, müssten nachträglich Dritten auferlegt werden. 9.5. Ein Anspruch auf Wiedererwägung ergibt sich schliesslich weder aus dem Rechtsgleichheitsgebot noch aus dem Diskriminierungsverbot im Sinne von Art. 20 Abs. 1 StromVG. Der Grundsatz der Recht sgleichheit vermag weder die Regel zu brechen, wonach fehlerhafte Verfügungen l e- diglich anfechtbar sind, noch ergibt sich daraus ein Anspruch auf rückwi r- kende Gleichbehandlung. Es bestünde lediglich ein Anspruch darauf, dass ein rechtsungleicher Zustand au f geeignete Weise und innert ang e- messener Frist für die Zukunft behoben würde (BGE 131 I 105 E. 3.6- 3.8). Diesem Anspruch ist die Beschwerdegegnerin insofern bereits nachgekommen, als sie seit dem publizierten Urteil des Bundesverwa l- tungsgerichts BVGE 2010 /49 noch ausstehende Entgelte für SDL nicht mehr eingefordert hat. Die in Art. 20 Abs. 1 StromVG festgehaltene Pflicht der Beschwerdegeg- nerin, für einen diskriminierungsfreien Betrieb des Übertragungsnetzes zu sorgen, ist sodann erst im Rahmen der parlame ntarischen Beratung hin- zugefügt worden und geht materiell nicht über die in Art. 20 Abs. 2 StromVG enthaltene Aufzählung hinaus (Votum von Ständerat Carlo Schmid-Sutter für die Kommission, AB S 864). Art. 20 Abs. 1 StromVG bietet daher vorliegend keine Gru ndlage für eine allfällige Drittwirkung des publizierten Urteils des Bundesverwaltungsgerichts BVGE 2010/49 oder einen Anspruch auf Wiedererwägung. A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 30 9.6. Zusammenfassend ergibt sich, dass die beiden Verfügungen vom 6. März 2009 und vom 4. März 2010 nicht nichtig und mit Wirkung für die Beschwerdeführerinnen in formelle Rechtskraft erwachsen sind. Zwar sind die beiden genannten Verfügungen ursprünglich fehlerhaft, dieser Mangel wiegt jedoch nicht besonders schwer und die Beschwerdeführ e- rinnen sind durch den tempor ären Fortbestand der beiden fehlerhaften Verfügungen nicht auf eine dem Gerechtigkeitsgefühl zuwiderlaufende Weise betroffen. Soweit die Beschwerdeführerinnen also eventualiter b e- antragen, die Vorinstanz sei zu verpflichten, auf ihre Wiedererwägung s- gesuche einzutreten, sind die Beschwerden abzuweisen. 10. 10.1. Die Beschwerdeführerinnen bringen weiter vor, ein Anspruch auf Rückerstattung der geleisteten Akontozahlungen ergebe sich aus Treu und Glauben sowie aus verwaltungsrechtlichem, eventualiter aus privat- rechtlichem Vertrag. Sie verkennen dabei, dass die Beschwerdegegnerin mit dem Betrieb des Übertragun gsnetzes, wie vorstehend in E. 5 festge- stellt, keine staatliche Aufgabe erfüllt und folglich nicht als Trägerin h o- heitlicher Kompetenzen handelt . Sie ist de mnach ke ine Behörde i.S.v. Art. 1 Abs. 2 Bst. e VwVG, deren Zusicherung berechtigtes Vertrauen b e- gründen könnte. Nicht ersichtlich ist zudem, inwiefern die Vorinstanz eine Vertrauen begründende Zusicherung abgegeben haben soll, geleistete Akontozahlungen zurückzuz ahlen. Die Beschwerdeführerin 2 ist daher mit einem entsprechenden Vorbringen nicht zu hören. Da keine staatliche Aufgabe erfüllt wird und die Beschwerdegegnerin nicht als Trägerin h o- heitlicher Kompetenzen handelt, kommt zudem der Abschluss eines ve r- waltungsrechtlichen Vertrages nicht in Betracht, denn ein solcher dient unmittelbar der Erfüllung staatlicher Aufgaben ( HÄFELIN/MÜLLER/UHL- MANN, a.a.O., Rz. 1058). 10.2. Ein Anspruch auf Rückerstattung der geleisteten Akontozahlungen ergibt sich schliesslich auch nicht aus privatrechtlichem Vertrag. Die Vo r- instanz hat mit Verfügungen vom 6. März 2009 und 4. März 2010 die Pflichtigen bestimmt, denen Kosten für SDL anzulasten sind, darunter die Beschwerdeführerinnen. Die Rechtsbeziehung zwischen den Parteien ist in d ieser Frage, wie vorstehend in E. 6 festgehalten, nicht mehr priva t- rechtlicher, sondern öffentlich -rechtlicher Natur. Mit der Rückerstattung geleisteter Akontozahlungen an einzelne Kostenpflichtige würde demge- genüber die von der Vorinstanz hoheitlich angeordnete Kostentragung nachträglich abgeändert. Dies hätte zunächst eine gesetzwidrige Verte i- lung der Kosten für SDL zur Folge. Sodann müsste die Beschwerdegeg-A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 31 nerin versuchen, die auf diesem Weg nicht mehr einbringlichen Kosten für SDL Dritten auf zuerlegen, was deren berechtigtem Wunsch nach fina n- zieller Planung dieser Kosten und damit de m Bedürfnis nach Rechtssi- cherheit zuwider liefe. Sollten sich die zurückerstatteten Beträge schliess- lich als uneinbringlich erweisen, bestünde die Gefahr, dass die B e- schwerdegegnerin einen erheblichen Verlust erleiden und angesichts ih- res Aktienkapitals von 15 Mio. Franken in unternehmerische Schwieri g- keiten geraten würde. In diesem Fall wäre ein leistungsfähiger und zuver- lässiger Betrieb des Übertragungsnetzes im Sinne von Art. 20 Abs. 1 StromVG nicht mehr ohne W eiteres gewährleistet. Es besteht daher vor- liegend kein Raum für privatrechtliche Vereinbarungen, die von den Ver- fügungen vom 6. März 2009 und 4. März 2010 abweichen. Bei dieser Sachlage kann offen bleiben, ob entsprec hende Vereinbarungen übe r- haupt zu Stande gekommen sind. Sie müssten gegebenenfalls als nicht ig angesehen werden und blieben ohne Rechtswirkung en (vgl. BGE 134 II I 438 E. 2.2). 10.3. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich ein Anspruch auf Rückerstattung der geleisteten Akontozahlungen weder aus Treu und Glauben noch aus Vertrag ergibt. Soweit die Beschwerdeführerinnen die Rückerstattung der geleisteten Akontozahlungen anbegehren, sind ihre Beschwerden daher abzuweisen. 11. Insgesamt ergibt sich, dass der Betrieb des Übertragungsnetzes keine staatliche Aufgabe darstellt und die Beschwerdegegnerin entsprechend nicht durch den Erlass von Verfügungen handelt. Die Rechtsbeziehung zwischen der Beschwerdegegnerin und den Beschwerdeführerinnen ist vielmehr privatrechtlicher Natur. Der Vorinstanz stehen jedoch in Bezug auf die Netznutzungstarife und -entgelte umfassende Regulierungs - und Aufsichtskompetenzen zu. Gestützt darauf ist sie berechtigt, durch Verfü- gungen auf die Rechtsbeziehung en zwischen der Beschwerdegegnerin und den Beschwerdeführerinnen einzuwirken. In Ausübung dieser Befug- nisse hat die Vorinstanz mit Verfügungen vom 6. März 2009 und 4. März 2010 jene Pflichtigen bestimmt, denen Kosten für SDL anzulasten sind. Da die beiden Verfügungen von Seiten der Beschwerdeführerinnen un- angefochten blieben und in formelle Rechtskraft erwachsen sind , hat die Vorinstanz die Begehren der Beschwerdeführerinnen zu Recht als Wi e- dererwägungsgesuche e ntgegengenommen und ist auf diese richtiger- weise nicht eingetreten. Vorliegend ist kein Rechtsgrund ersichtlich, der den Beschwerdeführerinnen einen Anspruch auf Wiedererwägung oder A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 32 auf Rückerstattung der geleisteten Akontozahlungen gäbe. Die B e- schwerden d er Beschwerdeführerinnen sind daher insgesamt abzuwe i- sen. 12. 12.1. Die Kosten des Verfahrens vor Bundesverwaltungsgericht werden in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 63 Abs. 1 vwVG). Handelt es sich wie vorliegend um eine vermögensrechtliche Str eitigkeit, sind die Verfahrenskosten nach Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwa l- tungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) zu bestimmen. Angesichts der Streitwerte der beiden Verfahren von zusammen rund 8.85 Mio. Franken sind die Verfahrenskosten auf Fr. 37'000.-- festzusetzen. Da die Beschwerdeführerinnen unterliegen, haben sie die Verfahrenskos- ten zu tragen. Bei der Verlegung der Verfahrenskosten ist zu berücksic h- tigen, dass die Begehren der Beschwerdeführerin 2 einen höheren Streitwert beinhalten und sie zusätzliche Eventualbegehren gestellt hat. Die Verfahrenskosten sind daher in der Höhe von Fr. 17'000.-- Beschwer- deführerin 1 und in der Höhe von Fr. 20'000.-- Beschwerdeführerin 2 auf- zuerlegen. Die von den Beschwerdeführerinnen geleisteten Kostenvo r- schüsse in der Höhe von je Fr. 20'000.-- sind mit den auferlegten Verfah- renskosten zu verrechnen und Beschwerdeführerin 1 im Umfang von Fr. 3'000.-- nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückzuerstatten. 12.2. Die Beschwerdeinstanz spricht der ganz oder teilweise obsiege n- den Partei eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und ve r- hältnismässig hohe Kosten zu (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Eine r vollständig unterliegenden Partei ist hingegen keine Parteientschädigung zuzuspr e- chen. Die Entschädigungsbegehren der Beschwerdeführerinnen sind d a- her abzuweisen. Die nicht anwaltlich vertretene Beschwerdegegnerin hat ebenfalls keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 33 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerden werden abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 37'000.-- werden der Beschwerdeführerin 1 im Umfang von Fr . 17'000.-- und Beschwerdeführerin 2 im Umfang von Fr. 20 '000.-- auferlegt. Die von den Beschwerdeführerinnen geleisteten Kostenvorschüsse in der Höhe von je Fr. 20'000.-- werden mit den aufer- legten Verfahrenskosten verrechnet und Beschwerdeführerin 1 im U m- fang von Fr. 3'000.-- nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurücker- stattet. Beschwerdeführerin 1 hat dem Bundesverwaltungsgericht hierzu einen Einzahlungsschein zuzustellen oder ihre Kontonummer bekannt zu geben. 3. Parteientschädigungen werden nicht zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerinnen (Gerichtsurkunde) – die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde) – das Generalsekretariat des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. 952-10-044; Gerichtsurkunde) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Lorenz Kneubühler Benjamin Kohle A-3505/2011, A-3516/2011 Seite 34 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14 , Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Frist steht still vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach O s- tern (Art. 46 Abs. 1 Bst. a BGG ). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefoch- tene Entscheid und die Beweismittel sind, sowei t sie der Beschwerdefüh- rer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: