<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00006</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204368&amp;W10_KEY=13013568&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00006</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.07.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Minderleistung gegenüber den Anforderungen in den Vergabekriterien Keine Pflicht zum Vertragsschluss: Die Behörde ist nicht verpflichtet, mit dem Empfänger des Zuschlags einen Vertrag zu schliessen (E. 1.2). Variante ohne Grundangebot: Eine Variante ohne gleichzeitiges Grundangebot ist nicht generell ausgeschlossen (E. 2.1). Variante, die eine Minderleistung vorschlägt: Die Variante darf eine Reduktion der in den Vergabekriterien enthaltenen Anforderungen vorschlagen. Wählt die Behörde diese Variante, müssen die übrigen Anbieter Gelegenheit zur Anpassung ihrer Offerten erhalten. Verzicht auf dieses Erfordernis, wenn eine Aufrechnung des Preisvorteils zu keinem andern Ergebnis führt (E. 2.2.2). Umschreibung des Angebots in der Offerte: Ergänzung einer unklaren Umschreibung mittels Erläuterung. Grenzen der Erläuterung; Missbrauchsgefahr (E 2.6). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSCHREIBUNGSUNTERLAGEN">AUSSCHREIBUNGSUNTERLAGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DRUCKER">DRUCKER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERLÃUTERUNG">ERLÃUTERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRUNDANGEBOT">GRUNDANGEBOT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENVERGLEICH">KOSTENVERGLEICH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEISTUNGSUMFANG">LEISTUNGSUMFANG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MINDERLEISTUNG">MINDERLEISTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PERSONAL COMPUTER">PERSONAL COMPUTER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PREISDIFFERENZ">PREISDIFFERENZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PREISKORREKTUR">PREISKORREKTUR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PREISVERGLEICH">PREISVERGLEICH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RANGIERUNG">RANGIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TECHNISCHE SPEZIFIKATIONEN">TECHNISCHE SPEZIFIKATIONEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERNEHMERVARIANTE">UNTERNEHMERVARIANTE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 28 SubmV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">BEZ 2004 Nr. 70 S. 39</span><br/><span class="gerade">RB 2004 Nr. 45</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Die Primarschule der Gemeinde X schrieb am 11. Juli 2003 eine Submission im selektiven Verfahren fÃ¼r Personal Computer (PCs), ZubehÃ¶r und Support aus. Aufgrund der PrÃ¤qualifikation wurden sechs Anbieterinnen zur Offertstellung eingeladen, von denen fÃ¼nf ein Angebot einreichten. Die bereinigten Angebotspreise lagen zwischen Fr. 575'354.- und Fr. 694'504.-. </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschluss vom 2. Dezember 2003 erteilte die Primarschulpflege X den Zuschlag der E AG. Der Entscheid wurde den nicht berÃ¼cksichtigten Anbieterinnen mit Schreiben vom 8. Dezember 2003 erÃ¶ffnet. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 9. Januar 2004 erhoben die A AG und die B AG, die ein gemeinsames Angebot eingereicht hatten, beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen den Entscheid der Primarschulpflege. Sie beantragten, der Beschluss vom 2. Dezember 2003 sei aufzuheben und die Primarschulpflege anzuweisen, den Vertrag Ã¼ber die strittige Beschaffung mit ihnen (den BeschwerdefÃ¼hrerinnen) abzuschliessen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Gemeinde X. Eventualiter stellten sie Antrag auf Wiederholung des Vergabeverfahrens und subeventualiter auf Feststellung der Rechtswidrigkeit des angefochtenen Beschlusses. Gleichzeitig ersuchten sie darum, der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen. </p> <p class="Urteilstext">Die Gemeinde X beantragte in ihrer Beschwerdeantwort vom 4. Februar 2004, die Beschwerde sei abzuweisen und die aufschiebende Wirkung zu verweigern. </p> <p class="Urteilstext">In der Replik vom 11. MÃ¤rz 2004 und einer ergÃ¤nzenden Eingabe vom 29. MÃ¤rz 2004 hielten die A AG und die B AG an ihren AntrÃ¤gen fest. Dasselbe tat die Gemeinde X mit der Duplik vom 21. April 2004. </p> <p class="Urteilstext">Die E AG nahm mit Eingabe vom 27. Januar und mit verspÃ¤teter Eingabe vom 27. April 2004 zu einzelnen Fragen Stellung. </p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gungen vom 18. Februar und 4. Mai 2004 wurde der Beschwerde zunÃ¤chst vorlÃ¤ufig und alsdann fÃ¼r das weitere Verfahren die aufschiebende Wirkung erteilt. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der vorliegend noch massgeblichen alten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 25. November 1994 (aIVÃ¶B) zur Anwendung. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>In materieller Hinsicht sind ebenfalls noch die Vorschriften der aIVÃ¶B sowie der alten Submissionsverordnung vom 18. Juni 1997 (aSubmV) anwendbar. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen beantragen, die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, den Ver­trag Ã¼ber die fraglichen Leistungen mit ihnen (den BeschwerdefÃ¼hrerinnen) abzuschliessen. Eine dahin gehende Weisung ist jedoch nicht zulÃ¤ssig, da das Gemeinwesen nicht verpflichtet ist, mit dem ZuschlagsempfÃ¤nger einen Vertrag abzuschliessen (vgl. BGE 129 I 410 E. 3.4). Insoweit ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Im Antrag betreffend Anweisung zum Vertragsschluss ist jedoch der zulÃ¤ssige Antrag auf Erteilung des Zuschlags an die BeschwerdefÃ¼hrerinnen mit enthalten. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen machen geltend, sowohl das Hauptangebot der Mitbeteiligten wie auch deren Unternehmervariante, auf welche der Zuschlag erteilt wurde, seien unzulÃ¤ssig und mÃ¼ssten daher vom Verfahren ausgeschlossen werden. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Den Anbietern steht es grundsÃ¤tzlich frei, neben einem Angebot, das den Ausschreibungsunterlagen entspricht, eine Variante einzureichen (VGr, 17. Februar 2000, BEZ 2000 Nr. 25, E. 8c; vgl. Peter Galli/AndrÃ© Moser/Elisabeth Lang, Praxis des Ã¶ffentlichen Beschaffungsrechts, ZÃ¼rich 2003, N. 364 f.). Auch eine Variante ohne gleichzeitiges Grundangebot ist nicht von vornherein ausgeschlossen; das Fehlen des ausschreibungskonformen Grundangebots fÃ¼hrt im Prinzip nur dazu, dass bei Ablehnung der Variante â die in weitem Rahmen im Ermessen der VergabebehÃ¶rde liegt â kein Angebot des betreffenden Anbieters verbleibt, das in die Auswertung einbezogen werden kann (vgl. VGr, 17. Februar 2000, VB.1999.00212, www.vgrzh.ch, E. 4a/bb). Denkbar ist allenfalls, dass in besonderen FÃ¤llen aus GrÃ¼nden der Vergleichbarkeit ein Grundangebot erforderlich ist; die Frage braucht hier jedoch nicht entschieden zu werden. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Vorliegend kann die Unternehmervariante der Mitbeteiligten, auf welche der Zuschlag erfolgte, ohne weiteres beurteilt werden, ohne dass auf das Grundangebot Bezug genommen wird. Die seitens der BeschwerdefÃ¼hrerinnen geltend gemachten MÃ¤ngel des Grundangebots sind daher fÃ¼r die GÃ¼ltigkeit der Unternehmervariante nicht von Bedeutung. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen beanstanden die Unternehmervariante der Mitbeteiligten zum einen deswegen, weil der angebotene Notebook PC, von welchem 36 StÃ¼ck beschafft werden sollen, den in den Ausschreibungsunterlagen bekannt gegebenen Anforderungen nicht voll entspreche. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.2.1 </span></b><span>GemÃ¤ss den Systemanforderungen der Beschwerdegegnerin soll der Notebook PC eine Harddisk von 40 GB und einen RAM-Speicher von 512 MB aufweisen. Die in der Unternehmervariante der Mitbeteiligten angebotenen Notebooks verfÃ¼gen jedoch lediglich Ã¼ber eine Harddisk von 30 GB und 256 MB RAM. Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, dass das Angebot der Mitbeteiligten den Anforderungen dennoch entspreche, denn die Vorgaben der Ausschreibungsunterlagen seien nicht als absolute Mindestvoraussetzungen zu verstehen gewesen, sondern hÃ¤tten einen gewissen Spielraum offen gelassen. Das ergebe sich unter anderem daraus, dass die Ãbereinstimmung mit den Vorgaben im Zuschlagskriterium "Konzepttreue" bewertet worden sei. Bei diesem Zuschlagskriterium sei das Angebot der Mitbeteiligten wegen der Abweichung von den Ausschreibungsunterlagen mit nur 10 Punkten (gegenÃ¼ber 12 Punkten der BeschwerdefÃ¼hrerinnen) benotet worden. Mit dem weiteren Zuschlagskriterium "KonzeptkreativitÃ¤t" seien die Anbie­ter zudem geradezu eingeladen worden, das Konzept weiter zu entwickeln. In der Duplik erlÃ¤utert die Beschwerdegegnerin die BeweggrÃ¼nde fÃ¼r das eingeschlagene Vorgehen dahin gehend, dass nicht alle Hersteller fÃ¼r jede Produktkategorie ein GerÃ¤t anbÃ¶ten, das genau den Systemdefinitionen der Ausschreibungsunterlagen entspreche. Wenn die Defi­nitionen exakt eingehalten werden mÃ¼ssten, wÃ¼rden die Produkte mancher Hersteller vom Wettbewerb ausgeschlossen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wieweit die Ãberlegungen der Beschwerdegegnerin zu Konzepttreue und KonzeptkreativitÃ¤t in anderem Zusammenhang allenfalls zutreffen, kann dahingestellt bleiben. Bei den von der Mitbeteiligten angebotenen Notebooks handelt es sich jedenfalls um GerÃ¤te, die ohne weiteres in der Konfiguration gemÃ¤ss Ausschreibungsunterlagen hÃ¤tten angeboten werden kÃ¶nnen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei einer Abweichung von den Vorgaben, die wie hier auf eine schlichte Minderleistung hinauslÃ¤uft, reicht die Bewertungsmethode der Beschwerdegegnerin nicht aus, um einen aussagekrÃ¤ftigen Vergleich mit den ausschreibungskonformen Angeboten zu ermÃ¶glichen. Die Minderleistung muss vielmehr, wie die BeschwerdefÃ¼hrerinnen zu Recht bemerkt haben, auch beim Vergleich der Angebotspreise berÃ¼cksichtigt werden, da ein Anbieter sich sonst â zumal der Preis viel hÃ¶her gewichtet wurde als die Konzepttreue â einen ungerechtfertigten Vorteil verschaffen kÃ¶nnte.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.2.2 </span></b><span>Dass die Mitbeteiligte mit ihrer Unternehmervariante nicht eine andere technische LÃ¶sung, sondern einzig eine gegenÃ¼ber den Anforderungen reduzierte Leistung vorgeschlagen hat, ist an sich zulÃ¤ssig. Wenn ein Anbieter zur Auffassung gelangt, dass die Vergabestelle fÃ¼r den von ihr verfolgten Zweck unnÃ¶tig hohe Anforderungen stellt, ist es ihm erlaubt, auf diesen Umstand hinzuweisen und eine entsprechend reduzierte Leistung vorzuschlagen. Bei dieser Art von Variante muss die BehÃ¶rde jedoch, falls sie die Anforderungen im Sinn der Variante reduziert, den andern Anbietern Gelegenheit bieten, auch ihre Offerten an die neue Umschreibung des Leistungsinhalts anzupassen (VGr, 17. Februar 2000, BEZ 2000 Nr. 25, E. 8c; vgl. Galli/Moser/Lang, N. 370). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit der Gelegenheit zur Anpassung der Konkurrenzofferten will die Rechtsprechung gewÃ¤hrleisten, dass die als Variante offerierte Minderleistung nicht zu einem Kostenvorteil gegenÃ¼ber den Mitbewerbern ausgenÃ¼tzt werden kann. Diese Gefahr besteht allerdings dann nicht, wenn das Angebot, welches die Minderleistung enthÃ¤lt, so weit vor den Angeboten der Mitbewerber liegt, dass es selbst unter Aufrechnung der Preisdifferenz, die fÃ¼r eine volle Leistung zu veranschlagen wÃ¤re, noch seinen Vorsprung behÃ¤lt (wobei nicht nur auf den Preis, sondern auf die Gesamtbewertung aller Zuschlagskriterien zu achten ist). Denn bei dieser Sachlage werden die Mitbewerber durch die Zulassung des Angebots mit der Minderleistung nicht benachteiligt. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Eine Situation dieser Art liegt hier vor. Die Mitbeteiligte hat die Notebooks ihrer Unternehmervariante gemÃ¤ss dem bereinigten Kostenvergleich der Beschwerdegegnerin fÃ¼r insgesamt Fr. 62'125.20 angeboten. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen, welche Note­books aus derselben Modellserie desselben Herstellers, jedoch mit der geforderten Harddisk von 40 GB und 512 MB RAM, offerieren, berechnen dafÃ¼r Fr. 71'316.-, also einen um rund Fr. 9'000.- hÃ¶heren Preis. Allerdings kann nicht ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass die Mitbeteiligte Notebooks mit den hÃ¶heren Leistungsmerkmalen zu genau demselben Preis wie die BeschwerdefÃ¼hrerinnen angeboten hÃ¤tte; um die Mitbe­teiligte nicht zu bevorzugen, ist dieser Ungewissheit zu ihren Lasten Rechnung zu tragen, indem der Mehrpreis eher hoch angenommen wird. Immerhin handelt es sich aber bei den angebotenen Notebooks um Standardprodukte, bei deren Preisgestaltung die Anbieter, die nur als WiederverkÃ¤ufer auftreten, keinen grossen Spielraum besitzen; die BeschwerdefÃ¼hrerinnen haben jedenfalls nicht geltend gemacht, dass sie beim Einkauf Ã¼ber besonders gÃ¼nstige Bedingungen verfÃ¼gten. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Eine genaue Ermittlung der erforderlichen Preiskorrektur ist hier nicht erforderlich. Selbst wenn mit einem deutlich hÃ¶heren Mehrpreis als dem genannten Betrag von Fr. 9'000.- gerechnet wird, hat dies auf die Rangierung der Parteien in der Gesamtbewertung noch keinen Einfluss. Die bei den Gesamtkosten bestehende Preisdifferenz zwischen BeschwerdefÃ¼hrerinnen und Mitbeteiligter von rund Fr. 44'900.- hat in der Benotung zu einem Unterschied von 11 Punkten gefÃ¼hrt: die BeschwerdefÃ¼hrerinnen erzielten gewichtet 49 Punkte, die Mitbeteiligte den Maximalwert von 60 Punkten (Entscheidanalyse der Beschwerdegeg­nerin). Die Benotung der Mitbeteiligten wird daher selbst bei einem Mehrpreis von rund Fr. 16'000.- nur um 4 Punkte reduziert. Angesichts ihres Vorsprungs in der Gesamtbewertung von 15 Punkten (252 Punkte gegenÃ¼ber 237 der BeschwerdefÃ¼hrerinnen) bleibt die Rangierung unverÃ¤ndert. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Unter diesen UmstÃ¤nden durfte die Beschwerdegegnerin die Unternehmervariante der Mitbeteiligten berÃ¼cksichtigen, ohne dass sie den andern Anbieterinnen Gelegenheit gab, ihre Angebote nochmals anzupassen. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.2.3 </span></b><span>In der ErgÃ¤nzung zur Replik vom 29. MÃ¤rz 2004 wiesen die BeschwerdefÃ¼hrerinnen darauf hin, dass in der Unternehmervariante der Mitbeteiligten auch die gemÃ¤ss den Ausschreibungsunterlagen erforderlichen externen Tastaturen und Scroll-MÃ¤use zu den Notebooks nicht enthalten seien. ZusÃ¤tzliche Tastaturen und MÃ¤use kÃ¶nnen jedoch jederzeit problemlos beschafft und an die Notebooks angeschlossen werden. Sie sind Ã¼berdies preislich von so untergeordneter Bedeutung, dass sie auf die Bewertung des Angebots praktisch keinen Einfluss haben. Der Frage ist daher nicht weiter nachzugehen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Einen Mangel im Angebot der Mitbeteiligten erblicken die BeschwerdefÃ¼hrerinnen fer­ner darin, dass diese einen Laserdrucker mit einem ungenÃ¼gend grossen Papierschacht angeboten habe. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.3.1 </span></b><span>GemÃ¤ss den Vorgaben der Ausschreibungsunterlagen waren 45 Laserdrucker A4 mit einem Papierschacht fÃ¼r 500 Blatt anzubieten. Die Mitbeteiligte offerierte sowohl in ihrem Grundangebot wie auch in der Unternehmervariante ein Modell, das standardmÃ¤ssig Ã¼ber einen Papierschacht fÃ¼r 250 Blatt verfÃ¼gt, jedoch um einen zusÃ¤tzlichen Schacht fÃ¼r 500 Blatt erweitert werden kann. Den zusÃ¤tzlichen Schacht schloss sie in ihr Angebot ein, und sie ist daher der Auffassung, dass sie nicht eine geringere, sondern im Gegenteil eine hÃ¶here Leistung offeriert habe, als in den Ausschreibungsunterlagen gefordert war. Diesen Standpunkt vertritt auch die Beschwerdegegnerin. Sie hat sich im Beschwerdeverfahren Ã¼berdies dahin gehend geÃ¤ussert, dass es bei der GrÃ¶sse des Papierschachts darum gegangen sei, das in Paketen von 500 Blatt angelieferte Papier mÃ¶glichst rationell zu versorgen. Dieses Erfordernis sei mit zwei SchÃ¤chten zu 250 und 500 Blatt ebenso erfÃ¼llt. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen berufen sich demgegenÃ¼ber auf eine Ãusserung der die Beschwerdegegnerin beratenden F AG, die im Rahmen der Fragenbeantwortung mitgeteilt hatte: "Die 500 Blatt SchÃ¤chte bei den Druckern sind gewÃ¼nscht. Sie sollen auch die Dimension der Drucker etwas definieren. Unternehmervariante mit 250 Blatt kann ergÃ¤nzend offeriert werden." (E-Mail vom 3. Oktober 2003). Auch mit dieser Aussage wird jedoch ein Angebot, das die KapazitÃ¤t von 500 Blatt mit Hilfe eines Zusatzschachts erreicht, nicht ausdrÃ¼cklich ausgeschlossen. Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerinnen daraus ableiten, es sei bei der Vorgabe unter anderem darum gegangen, den begrenzten RaumverhÃ¤ltnissen in Schul- und Lehrerzimmern Rechnung zu tragen, erscheint ihre Annahme als eher unrealistisch. Drucker mit PapierschÃ¤chten zu 500 Blatt sind in der Regel kaum grÃ¶sser als solche mit SchÃ¤chten zu 250 Blatt, und ein zusÃ¤tzlicher Papierschacht wird bei den meisten Produkten unterhalb des GerÃ¤ts angefÃ¼gt, ohne dessen StandflÃ¤che zu vergrÃ¶ssern. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>NÃ¤her liegt die Annahme, dass die Beschwerdegegnerin mit der Vorgabe einer bestimmten GrÃ¶sse des Papierschachts die Leistungsklasse der in Frage kommenden Drucker eingrenzen wollte. FÃ¼r die Bestimmung der Leistungsklasse stellt jedoch die Druckgeschwindigkeit eine ebenso relevante GrÃ¶sse dar, und die in den Ausschreibungsunterlagen geforderte Geschwindigkeit von nur 12 Seiten pro Minute spricht eher fÃ¼r ein GerÃ¤t einer tieferen Leistungsklasse, in welcher ein Papierschacht von 500 Blatt in der Regel nur als Option erhÃ¤ltlich ist. Mit Bezug auf die Geschwindigkeit ist der Drucker der Mitbeteiligten mit den Angeboten der Ã¼brigen Bieter â mit Ausnahme desjenigen der BeschwerdefÃ¼hrerinnen, die einen ausgesprochen leistungsfÃ¤higen BÃ¼rodrucker offeriert haben â durchaus gleichwertig. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Aufgrund der genannten Anhaltspunkte ist somit nicht eindeutig, wie die Vorgabe eines Papierschachts von 500 Blatt zu verstehen war bzw. ob diese auch mit Hilfe eines Zusatzschachts erfÃ¼llt werden konnte. Diese Unklarheit ist von der Beschwerdegegnerin zu vertreten. Nachdem der von der Mitbeteiligten offerierte Drucker den Erfordernissen der Beschwerdegegnerin im Ãbrigen entspricht und sich offensichtlich fÃ¼r deren BedÃ¼rfnisse durchaus eignet, muss er als ausschreibungskonformes Angebot zugelassen werden. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.3.2 </span></b><span>Das Angebot der Mitbeteiligten wÃ¤re im Ãbrigen, selbst wenn der offerierte Drucker nicht als gleichwertig gelten kÃ¶nnte, nicht einfach auszuschliessen. Es wÃ¤re vielmehr auch in diesem Punkt â ebenso wie bei den Notebooks â als Unternehmervariante zu behandeln. Der Vertreter der Beschwerdegegnerin hatte im erwÃ¤hnten E-Mail vom 3. Oktober 2003 ausdrÃ¼cklich darauf hingewiesen, dass eine LÃ¶sung mit Zusatzschacht von den Anbietern als Variante angeboten werden kÃ¶nne; dieses E-Mail haben auch die BeschwerdefÃ¼hrerinnen erhalten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei dieser Betrachtungsweise muss zur ErmÃ¶glichung eines korrekten Preisvergleichs wie bei den Notebooks (vorn, E. 2.2.2) eine Korrektur vorgenommen werden. In Anbetracht der Offerten der Ã¼brigen Anbieterinnen, welche (mit Ausnahme der BeschwerdefÃ¼hrerinnen) Laserdrucker zu Gesamtpreisen zwischen Fr. 32'717.25 und 43'611.75 angeboten haben, kann die notwendige Korrektur maximal ca. Fr. 10'000.- betragen. Dieser Aufpreis vermag (auch zusÃ¤tzlich zur bereits bei den </span><span>Notebooks</span><span> vorgenommen Korrektur) nichts daran zu Ã¤ndern, dass das Angebot der Mitbeteiligten in der Gesamtwertung weiterhin an erster Stelle liegt. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.3.3 </span></b><span>Anzumerken ist, dass die BeschwerdefÃ¼hrerinnen ebenfalls zu verschiedenen Positionen ihres Angebots Unternehmervarianten angeboten haben, die teils erhÃ¶hte, teils reduzierte Leistungsvorgaben erfÃ¼llen. Als Alternative zum Laser­drucker des Hauptangebots (einem besonders leistungsfÃ¤higen Modell fÃ¼r Fr. 62'217.-, das sich von den Angeboten aller Konkurrenten abhebt) findet sich als Variante ein Angebot fÃ¼r den Drucker HP LaserJet 1300N zum Preis von Fr. 32'557.50. Soweit er­sichtlich, erfÃ¼llt dieser alle Anforderungen mit Ausnahme des Papierschachts, der in der GrundausfÃ¼hrung ebenfalls nur 250 Blatt fasst. Es stellt sich daher die Frage, ob bei der Bewertung der Angebote nicht diese Variante hÃ¤tte berÃ¼cksichtigt werden mÃ¼ssen, um einen sachgerechten Vergleich zu erzielen. Ein solches Vorgehen hÃ¤tte schon deswegen nahe gelegen, weil die BeschwerdefÃ¼hrerinnen im Hauptangebot als einzige Anbieterinnen einen Laserdrucker einer hÃ¶heren Leistungsklasse angeboten hatten, der die BedÃ¼rfnisse der Schule offenbar deutlich Ã¼berstieg. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Unter Annahme des tieferen Preises fÃ¼r den HP LaserJet hÃ¤tten die BeschwerdefÃ¼hrerinnen â zusammen mit der vorn erwÃ¤hnten Aufrechnung beim Preis des Notebooks â einen Ã¤hnlich gÃ¼nstigen Gesamtpreis erzielt wie die Mitbeteiligte. Damit hÃ¤tten sie ihren RÃ¼ckstand von 11 Punkten auf die Mitbeteiligte bei der Benotung der Systemkosten ausgeglichen. Angesichts dessen, dass die Mitbeteiligte in der Gesamtwertung einen Vorsprung von 15 Punkten aufweist, wÃ¤re </span><span>die Rangierung aber dennoch unverÃ¤ndert geblieben. Das ist vor allem darauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren, dass die Mitbeteiligte bei den qualitativen Kriterien, insbesondere beim Support, eine bessere Bewertung erzielte, die im Beschwerdeverfahren nicht beanstandet wurde. Auf den Ausgang des Verfahrens hÃ¤tte die BerÃ¼cksichtigung der Variante daher keinen Einfluss. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span>In der ErgÃ¤nzung zur Replik vom 29. MÃ¤rz 2004 wiesen die BeschwerdefÃ¼hrerinnen darauf hin, dass die Mitbeteiligte in ihrem Angebot (Hauptofferte und Unternehmervariante) anstelle der geforderten 204 KopfhÃ¶rer die entsprechende Zahl an Stereo-Headsets (KopfhÃ¶rer plus Mikrofon) angeboten habe. Sie betrachten das Angebot auch aus diesem Grund als unzulÃ¤ssig. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>In den Ausschreibungsunterlagen der Beschwerdegegnerin wurden nur KopfhÃ¶rer verlangt. Im Vergleich dazu stellen die offerierten Headsets zwar eine Mehrleistung dar, doch kann es aus pÃ¤dagogischen GrÃ¼nden dennoch erwÃ¼nscht sein, den SchÃ¼lern nur KopfhÃ¶rer zur VerfÃ¼gung zu stellen. Der Mitbeteiligten ist es aber zweifellos mÃ¶glich, anstelle der offerierten Headsets handelsÃ¼bliche KopfhÃ¶rer zum selben Preis zu liefern. Die Frage ist von vÃ¶llig untergeordneter Bedeutung und fÃ¼r den Ausgang des Verfahrens ohne Belang. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.5 </span></b><span>Die Unternehmervariante der Mitbeteiligten erweist sich damit als zulÃ¤ssig, und sie bleibt auch nach Vornahme der beim Preisvergleich notwendigen Korrekturen das gÃ¼ns­tigste Angebot. Nachdem die BeschwerdefÃ¼hrerinnen die Ã¼brigen von der Beschwerdegeg­nerin erteilten Noten nicht beanstandet haben und somit weiter auf diese abgestellt werden kann, hÃ¤lt sich das Angebot der Mitbeteiligten auch unter BerÃ¼cksichtigung der gesamten Zuschlagskriterien deutlich an erster Stelle. Die Erteilung des Zuschlags an sie ist somit rechtmÃ¤ssig. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.6 </span></b><span>Bei diesem Ergebnis sind die Beanstandungen, welche die BeschwerdefÃ¼hrerinnen gegen das Grundangebot der Mitbeteiligten erhoben haben, nicht mehr von Bedeutung. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen sind auch nicht befugt, die von der Beschwerdegegnerin getroffene Wahl der Unternehmervariante anstelle des Grundangebots der Mitbeteiligten zu beanstanden, da sie durch diesen Entscheid in keiner Weise benachteiligt sind. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Anzumerken ist immerhin, dass auch das Grundangebot der Mitbeteiligten nicht ohne weiteres hÃ¤tte ausgeschlossen werden dÃ¼rfen. Die Beschwerdegegnerin selber hat einen solchen Ausschluss nicht angeordnet, sondern bei der Auswertung der Angebote lediglich erlÃ¤utert, weshalb sie der Unternehmervariante den Vorzug gab.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen machen geltend, das Grundangebot erfÃ¼lle die Anforderungen der Ausschreibungsunterlagen nicht, weil es ungenÃ¼gend dokumentiert sei und in mehreren Punkten reduzierte Leistungen enthalte. Eine technische Dokumentation der angebotenen DesktopgerÃ¤te und Notebooks ist nach den Angaben der Beschwerdegegnerin nicht vorhanden, weil deren Hersteller keine einheitlichen GerÃ¤tetypen ausliefert, sondern die GerÃ¤te nach den Anforderungen der Abnehmer ad hoc zusammenstellt. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Eine technische Dokumentation wurde in den Ausschreibungsunterlagen nicht gefordert. Was die BeschwerdefÃ¼hrerinnen der Mitbeteiligten vor allem vorwerfen, ist denn auch nicht das Fehlen der Dokumentation an sich, sondern die Tatsache, dass die technischen Spezifikationen der GerÃ¤te in der Offerte nicht vollstÃ¤ndig aufgefÃ¼hrt sind. So finden sich z.B. bei den Desktop-Systemen und bei den Notebooks keine Angaben zu den Leistungsmerkmalen der Grafikkarten. Aus dem Fehlen dieser Angaben leiten die BeschwerdefÃ¼hrerinnen ab, die Mitbeteiligte habe GerÃ¤te offeriert, die den technischen Anforderungen nicht entsprÃ¤chen. DemgegenÃ¼ber macht die Beschwerdegegnerin geltend, die Anbieterinnen, welche keine abweichenden Angaben machten, seien darauf zu behaften, dass ihr Angebot den Anforderungen der Ausschreibungsunterlagen entspreche. Es sei daher gar nicht notwendig, in den Offerten sÃ¤mtliche technischen Spezifikationen zu wiederholen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Auffassung der Beschwerdegegnerin ist grundsÃ¤tzlich zutreffend, wenngleich es sich im Interesse der Klarheit empfiehlt, die Eigenschaften der angebotenen Produkte in der Offerte mÃ¶glichst genau zu beschreiben. Werden jedoch in einem Angebot â wie in der Grundofferte der Mitbeteiligten â Spezifikationen der Produkte fast vollstÃ¤ndig wiedergegeben und nur einzelne Angaben weggelassen, kann dies zu berechtigten Zweifeln fÃ¼hren, ob die nicht genannten Eigenschaften dennoch im Angebot enthalten sind. Derartige Unklarheiten fÃ¼hren nicht in jedem Fall zum Ausschluss des Angebots, sondern kÃ¶nnen allenfalls im Rahmen einer ErlÃ¤uterung (§ 28 aSubmV; vgl. § 30 der neuen Submissionsverordnung vom 23. Juli 2003) behoben werden. Die KlÃ¤rung eines Angebots mittels ErlÃ¤uterungen ist jedoch nur begrenzt zulÃ¤ssig, da der Inhalt der Offerte grundsÃ¤tzlich nicht geÃ¤ndert werden darf (VGr, 9. Juli 2003, VB.2003.00024, www.vgrzh.ch, E. 3c</span><span>; 24. Mai 2002</span><span>, BEZ 2002 Nr. 52, E. 4d; RB 1999 Nr. 72, E. 4 = BEZ 2000 Nr. 6). Unklarheiten in der Offertstellung kÃ¶nnten sonst dazu missbraucht werden, bestimmte Leistungsinhalte absichtlich offen zu lassen, um das Angebot nachtrÃ¤glich, in Kenntnis der Konkurrenzofferten, anzupassen (zur vergleichbaren Problematik bei der Berichtigung von Rechnungs- und Schreibfehlern vgl. VGr, 11. September 2003, VB.2003.00116, www.vgrzh.ch, E. 5; 27. Au­gust 2003, VB.2003.00154, www.vgrzh.ch, E. 4a; Galli/Moser/Lang, N. 351; Hubert StÃ¶ckli, Bundesgericht und Vergaberecht, Baurecht 2002, S. 11 f.). Aus diesen GrÃ¼nden kommt die nachtrÃ¤gliche PrÃ¤zisierung eines Angebots nur in Frage, wenn es sich um untergeordnete Nebenpunkte handelt oder ein Missbrauch aufgrund der UmstÃ¤nde nicht denkbar ist. Wie es sich damit im vorliegenden Fall verhielt, kann offen bleiben, da die Frage hier nach dem Gesagten nicht entschieden werden muss. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span>Die Beschwerde ist somit abzuweisen, soweit auf sie einzutreten ist. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten von den BeschwerdefÃ¼hrerinnen zu tragen (§ 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 70 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Ãberdies haben sie die Beschwerdegegnerin fÃ¼r die Umtriebe des Beschwer­deverfahrens zu entschÃ¤digen (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG). Als angemessen erweisen sich insgesamt Fr. 3'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen).</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird. </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 5'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 330.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 5'330.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrerinnen je zur HÃ¤lfte auferlegt, unter solidarischer Haftung fÃ¼r den Gesamtbetrag. </p> <p class="Einzug2">4. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen werden je verpflichtet, der Beschwerdegegnerin eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- zu entrichten, unter solidarischer Haftung fÃ¼r den Gesamtbetrag von Fr. 3'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen), zahlbar innert 30 Tagen nach Rechtskraft des vorliegenden Entscheids. </p> <p class="Urteilstext"><span>5. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>