<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 0/2] </div> <div class="para">2A.516/2001/ran </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. OEFFENTLICHRECHTLICHE ABTEILUNG *********************************** </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. Dezember 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Es wirken mit: Bundesrichter Wurzburger, Präsident der </div> <div class="para">II. öffentlichrechtlichen Abteilung, Hungerbühler, Müller, </div> <div class="para">und Gerichtsschreiber Uebersax. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">--------- </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Sachen </div> <div class="para">A.________, geb. .......... 1966, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Guido Hensch, Genferstrasse 23, Postfach 249, Zürich, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">Regierungsrat des Kantons Zürich, Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 4. Kammer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">betreffend </div> <div class="para">Aufenthaltsbewilligung, </div> <div class="para">wird festgestellt und in Erwägung gezogen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Mit Urteil vom 5. November 2001 trat das Bundesgericht auf eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde der mazedonischen Staatsangehörigen A.________ gegen einen Entscheid des Regierungsrats des Kantons Zürich vom 5. September 2001 im Zusammenhang mit der Verweigerung einer fremdenpolizeilichen Aufenthaltsbewilligung nicht ein. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, A.________ mache einen Anspruch auf Bewilligung geltend, weshalb sie sich vorweg an das Verwaltungsgericht zu wenden habe und den Entscheid des Regierungsrates nicht direkt beim Bundesgericht anfechten könne, zumal sie keine allenfalls unabhängig vom Rechtsanspruch zulässigen Verfahrensrügen erhebe (Urteil 2A.467/2001). </div> <div class="para">Bereits am 24. Oktober 2001 war das Verwaltungsgericht auf die bei ihm erhobene Beschwerde nicht eingetreten mit der Begründung, A.________ stehe kein Anspruch auf eine Anwesenheitsbewilligung zu. Gegen dieses Urteil des Verwaltungsgerichts führt A.________ nunmehr Verwaltungsgerichtsbeschwerde, eventuell staatsrechtliche Beschwerde, beim Bundesgericht mit dem Hauptantrag, den angefochtenen Entscheid aufzuheben und das Verwaltungsgericht anzuweisen, die Beschwerde materiell zu behandeln. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Die Beschwerdeführerin leitet ihren behaupteten Anspruch auf Bewilligung aus der Ehe mit ihrem niedergelassenen Ehemann deutscher Staatsangehörigkeit ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin hat ihren Mann im Juli 1994 geheiratet. Nachdem sie im September 1998 aus der Untersuchungshaft entlassen worden war, hat sie die Wohngemeinschaft mit ihrem Ehemann nicht mehr aufgenommen. Da die Beschwerdeführerin nicht mehr mit ihm zusammen lebt, hat sie heute keinen aus seiner Niederlassung abgeleiteten Anspruch auf Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung gemäss Art. 17 Abs. 2 erster Satz ANAG mehr. Weil die Wohngemeinschaft - selbst unter Berücksichtigung der Haftzeit - lediglich etwas mehr als vier und jedenfalls nicht fünf Jahre gedauert hat, kann die Beschwerdeführerin auch nicht einen eigenständigen und damit von der Niederlassungsbewilligung ihres Ehemannes unabhängigen Anspruch auf Anwesenheitsbewilligung geltend machen (Art. 17 Abs. 2 zweiter Satz ANAG; vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=32&amp;from_date=02.12.2001&amp;to_date=21.12.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-II-269%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page269">BGE 126 II 269</a> E. 2b und c). Schliesslich kann sich die Beschwerdeführerin ebenfalls nicht auf <span class="artref">Art. 8 EMRK</span> berufen, ist doch die Beziehung zu ihrem Ehemann schon seit geraumer Zeit nicht mehr intakt bzw. wird sie nicht mehr gelebt, wie dies ein auf <span class="artref">Art. 8 EMRK</span> gestützter Anspruch auf Anwesenheitsbewilligung voraussetzen würde (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=32&amp;from_date=02.12.2001&amp;to_date=21.12.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-II-377%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page377">BGE 126 II 377</a> E. 2b S. 382 ff., mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Damit gelangt der Ausschlussgrund von Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG zur Anwendung, weshalb auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht eingetreten werden kann (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=32&amp;from_date=02.12.2001&amp;to_date=21.12.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-II-377%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page377">BGE 126 II 377</a> E. 2 S. 381, mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- Mangels Anspruchs auf Bewilligung ist die Beschwerdeführerin sodann nicht befugt, in der Sache staatsrechtliche Beschwerde zu führen (<span class="artref">Art. 88 OG</span>; vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=32&amp;from_date=02.12.2001&amp;to_date=21.12.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-I-267%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page267">BGE 121 I 267</a> E. 2, mit Hinweisen). Unabhängig von der Legitimation in der Sache lässt das Bundesgericht die staatsrechtliche Beschwerde freilich zu, soweit die Verletzung von Parteirechten im kantonalen Verfahren gerügt wird, welche auf eine formelle Rechtsverweigerung hinaus läuft (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=32&amp;from_date=02.12.2001&amp;to_date=21.12.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-I-25%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page25">BGE 123 I 25</a> E. 1, mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin macht geltend, das Verwaltungsgericht habe gegen ihren Anspruch auf Zugang zu einem Gericht verstossen. Einen entsprechenden verfassungsrechtlichen Anspruch hat sie jedoch nicht. <span class="artref">Art. 6 EMRK</span> ist auf Verfahren der fremdenpolizeilichen Anwesenheitsbewilligungen nicht anwendbar, und der neue <span class="artref">Art. 29a BV</span> ist noch nicht in Kraft getreten, so dass nicht geprüft werden muss, ob die Beschwerdeführerin sich darauf berufen könnte (vgl. </div> <div class="para">BGE 126 II 377 E. 8d/bb S. 396; VPB 58/1994 Nr. 99 S. 719 [zu <span class="artref">Art. 6 EMRK</span>]). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4.- a) Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unzulässig bzw. unbegründet und ist ohne weiteren Schriftenwechsel im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span> abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Ergänzend wird auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid verwiesen (<span class="artref">Art. 36a Abs. 3 OG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Unter diesen Umständen ist das für das bundesgerichtliche Verfahren gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen. </div> <div class="para">Dementsprechend sind die bundesgerichtlichen Kosten der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 156 in Verbindung mit <span class="artref"><artref id="CH/173.110/153" type="start"></artref>Art. 153 und 153a OG</span><artref id="CH/173.110/153^a" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">c) Mit dem Entscheid in der Sache wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span>: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.-Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4.-Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, dem Regierungsrat und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, </div> <div class="para">4. Kammer, sowie dem Bundesamt für Ausländerfragen schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">______________ </div> <div class="para">Lausanne, 3. Dezember 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS </div> <div class="para">Der Präsident: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>