<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00469</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204192&amp;W10_KEY=4467141&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00469</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.04.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Strassen- &amp; Werkleitungssanierung: willkürliche Gewichtung der Zuschlagskriterien<br/><br/>Bewertung der Angebotspreise (E. 2.5): Bewertung anhand der Bandbreite der für die konkrete Vergabe in Frage kommenden Preise - d.h. der realistisch zu erwartenden Preisspanne zwischen tiefstem und höchstem Angebot.<br/><br/>Ermittlung der Bandbreite (E. 2.6.): Welche Bandbreite bei den Angebotspreisen realistischerweise erwartet werden kann, ist von der in Frage stehenden Beschaffung abhängig. Bei der Ermittlung der Bandbreite steht der Vergabebehörde ein erhebliches Ermessen zu. Soweit sehr hohe Preise ausserhalb der festgelegten Bandbreite stehen, erscheint eine proportionale negative Bewertung sachgerecht; diese Frage wird vorliegend jedoch nicht abschliessend entschieden.<br/>Im Interesse der Transparenz empfiehlt es sich, dass die Vergabebehörde die von ihr als realistisch angesehene Preisspanne zusammen mit den Zuschlagskriterien im Voraus bekannt gibt. Dabei ist allerdings nur die prozentuale Bandbreite, keinesfalls die Höhe der zu erwartenden Preise zu nennen. Freilich ist dies nur sinnvoll, wenn gleichzeitig auch die Gewichtung des Preiskriteriums bekannt gegeben wird, was vorderhand nicht zwingend vorgeschrieben ist.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANGEBOTSPREIS">ANGEBOTSPREIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWERTUNG DER ZUSCHLAGSKRITERIEN">BEWERTUNG DER ZUSCHLAGSKRITERIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PREISSPANNE">PREISSPANNE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PROPORTIONALE NEGATIVE BEWERTUNG">PROPORTIONALE NEGATIVE BEWERTUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 16 Abs. I IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">Art. 16 Abs. II IVÃ¶B</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">BEZ 2004 Nr. 34 S. 39</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Mit Ausschreibung vom 26. September 2003 erÃ¶ffnete die Gemeinde X eine Submission im offenen Verfahren fÃ¼r die Sanierung von Strassen und Werkleitungen im Quartier L. Innert Frist gingen zehn Offerten ein. Mit Beschluss vom 16. Dezember 2003 vergab der Gemeinderat den Auftrag an eine Arbeitsgemeinschaft, bestehend aus C AG, D und F AG. Der Beschluss wurde den nicht berÃ¼cksichtigten Anbietenden mit Brief vom 17. Dezember 2003 erÃ¶ffnet.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen den Vergabeentscheid des Gemeinderats erhob die A AG mit Eingabe vom 29. Dezember 2003 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte, die angefochtene VerfÃ¼gung sei aufzuheben und der Zuschlag an die BeschwerdefÃ¼hrerin zu erteilen, eventualiter sei die Sache zur Wiederholung des Vergabeverfahrens an die Gemeinde zurÃ¼ckzuweisen, und subeventualiter sei die Rechtswidrigkeit der angefochtenen VerfÃ¼gung festzustellen, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Gleichzeitig ersuchte sie darum, der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen. </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin stellte in ihrer Beschwerdeantwort vom 27. Januar 2003 Antrag auf Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. Sie beantragte ferner, das Gesuch betreffend aufschiebende Wirkung sei abzuweisen. </p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 4. Februar 2004 wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung erteilt. </p> <p class="Urteilstext">In der Replik vom 26. Februar 2004 und der Duplik vom 17. MÃ¤rz 2004 hielten die Parteien an ihren AntrÃ¤gen fest. Die Mitbeteiligten liessen sich im Beschwerdeverfahren nicht vernehmen. </p> <p class="Urteilstext"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der vorliegend noch massgeblichen alten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 25. November 1994 (aIVÃ¶B) zur Anwendung.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Die Beschwerdegegnerin hatte in den Angebotsunterlagen die folgenden Zuschlagskriterien bekannt gegeben (act. 8/2, S. 2): </span></p> <p class="EinzugZitat"> Zuschlagskriterien Gewicht in %</p> <p class="EinzugZitat"> â Preis 60</p> <p class="EinzugZitat"> â KapazitÃ¤t (VerfÃ¼gbarkeit, Termine) 20</p> <p class="EinzugZitat"> â QualitÃ¤t (Referenzen, QM) 20</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin, die das preislich gÃ¼nstigste Angebot eingereicht hatte, beanstandet, die Bewertung der Angebotspreise sei in einer Weise vorgenommen worden, welche dem Preis faktisch ein wesentlich geringeres Gewicht als das bekannt gegebene von 60 % zugestanden habe. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Der Vergabestelle steht bei der Bewertung der Angebotspreise â ebenso wie bei den andern Zuschlagskriterien â ein erheblicher Spielraum zu. Die Bewertung muss jedoch der Gewichtung des Kriteriums Rechnung tragen, damit das im Voraus bekannt gegebene Ge­wicht tatsÃ¤chlich zum Tragen kommt (VGr, 18. Dezember 2002, BEZ 2003 Nr. 13, E. 3g, 4b mit Hinweisen). Das bedeutet insbesondere, dass auch beim Kriterium "Preis" nur die tatsÃ¤chlich in Frage kommende Bandbreite mÃ¶glicher Werte zu berÃ¼cksichtigen ist (VGr, 11. September 2003, VB.2003.00188, E. 4b, www.vgrzh.ch; RB 2002 Nr. 52 = BEZ 2003 Nr. 13, E. 4b; VGr, 28. Oktober 2002, BEZ 2003 Nr. 14, E. 4c). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Die Beschwerdegegnerin bewertete die Angebotspreise nach der Formel <span><img alt="" height="45" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=5530" width="228"/></span>. Im Fall der Mitbeteiligten ergab dies <span><img alt="" height="41" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=5531" width="97"/></span> = 56.7 Punkte. Bei diesem Vorgehen wÃ¼rde ein Angebot, das doppelt so teuer wie das gÃ¼nstigste wÃ¤re, noch immer 30 Punkte, also die HÃ¤lfte des Maximalwerts, erhalten. Selbst ein fÃ¼nf­mal so teures Angebot (400 % Ã¼ber dem gÃ¼nstigsten) erhielte noch 12 Punkte. Derartige Ergebnisse machen offensichtlich keinen Sinn und fÃ¼hren nicht zu einer Bewertung, welche die Gewichtung des Kriteriums zutreffend wiedergibt. Ãberdies fallen nach dieser Formel die Preisunterschiede umso weniger ins Gewicht, je weiter der beur­teil­te Preis vom gÃ¼nstigsten entfernt ist (eine Art degressiver Tarif), wodurch sehr teure Ange­bote vergleichsweise gÃ¼nstiger beurteilt werden; auch das entspricht nicht den Zielset­zun­gen des Vergaberechts.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span>Zur Korrektur dieses Missstandes schlÃ¤gt die BeschwerdefÃ¼hrerin vor, die Bewertung nach der Formel <span><img alt="" height="45" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=5532" width="347"/></span> vorzunehmen. Diese Methode gelangt in der Praxis oft zur Anwendung. Sie besitzt jedoch, wie die Be­schwerdegegnerin zu Recht einwendet, den Nachteil, dass dabei das Ergebnis weit gehend vom Preis des jeweils hÃ¶chsten Angebots abhÃ¤ngt. So erzielt z.B. ein Angebots­preis von Fr. 110'000.-, wenn das tiefste Angebot auf Fr. 100'000.- und das hÃ¶chste auf Fr. 150'000.- lautet, 80 % der Maximalbewertung. Liegt das hÃ¶chste Gebot bei Fr. 120'000.-, wird der­selbe Angebotspreis von Fr. 110'000.- nur noch mit 50 % des Maximums bewertet, und ist das Angebot von Fr. 110'000.- selber das HÃ¶chstangebot, erhÃ¤lt es die Note null. Derselbe Preis erhÃ¤lt somit vÃ¶llig unterschiedliche Bewertungen je nachdem, welches Preisniveau die Ã¼brigen Angebote aufweisen (vgl. VGr, 28. Oktober 2002, VB.2002.00033, BEZ 2003 Nr. 14, E. 4c; 6. Juni 2001, VB.2000.00391, E. 4a, www.vgrzh.ch). Damit ist die Bewer­tungs­methode fÃ¼r die Beteiligten nicht vorhersehbar, was dem Erfordernis der Transparenz des Vergabeverfahrens zuwider lÃ¤uft. Ãberdies kann auch diese Methode zu Ergebnissen fÃ¼hren, die der Gewichtung des Kriteriums Preis in keiner Weise entsprechen. Anbieter kÃ¶nnen ferner dazu verleitet werden, das Ergebnis mittels Absprachen (Einreichen eines Ã¼berteuren Angebots durch einen Aussenseiter) zu manipulieren. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.5 </span></b><span>Die dargestellten Schwierigkeiten lassen sich vermeiden, wenn bei der Berechnung nicht auf den zufÃ¤lligen Betrag des hÃ¶chsten Angebots, sondern auf die <i>realistischerweise zu erwartende Preisspanne</i> zwischen tiefstem und hÃ¶chstem Angebot abgestellt wird, d.h. den erwarteten prozentualen Abstand zwischen dem gÃ¼nstigsten und einem sehr teuren Preis. Die Bandbreite der Angebotspreise wird in diesem Fall von der VergabebehÃ¶rde festgelegt und ist von den tatsÃ¤chlich offerierten Preisen unabhÃ¤ngig. Ein solches Vorgehen steht im Einklang mit der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts, welche stets darauf geachtet hat, dass Mindest- und HÃ¶chstnoten anhand einer Preisspanne festgelegt wurden, die bei einer Vergabe der fraglichen Art realistisch erschien (VGr, 11. September 2003, VB.2003.00188, E. 4b/c, www.vgrzh.ch; RB 2002 Nr. 52 = BEZ 2003 Nr. 13, E. 4b; RB 2002 Nr. 51 = BEZ 2003 Nr. 14, E. 4c).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>In der vorstehend (E. 2.4) genannten Formel ist demnach anstelle des hÃ¶chsten Angebots der Wert des tiefsten Angebots zuzÃ¼glich der (in einen Frankenbetrag umgerechneten) Preisspanne einzusetzen. Das ergibt die folgende Formel: <span><img alt="" height="45" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=5533" width="452"/></span>. Bei diesem Vorgehen entfÃ¤llt auch der von der Beschwerdegegnerin erhobene Einwand, dass bei den Ã¼brigen Kriterien (QualitÃ¤t etc.) konsequenterweise ebenfalls das schlechteste Angebot mit null Punkten bewertet werden mÃ¼sste, um die ganze Spannweite mÃ¶glicher Werte auszuschÃ¶pfen. Richtig ist, dass bei allen Kriterien der gesamte Bewertungsspielraum von 0-100 % zu verwenden ist, wobei die Bewertung mit der Note null einem sehr schlechten bzw. unbrauchbaren Angebot entspricht. Werden aber nur gute und sehr gute Angebote eingereicht, so besteht kein Anlass, die unteren Bereiche der Notenskala heranzuziehen. Das gilt fÃ¼r qualitative Kriterien ebenso wie fÃ¼r den Preis.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.6 </span></b><span>Welche Bandbreite bei den Angebotspreisen realistischerweise erwartet werden kann, ist von der in Frage stehenden Beschaffung abhÃ¤ngig. So ist bei einfachen Bauarbeiten in der Regel mit einer geringeren Preisspanne zu rechnen als bei technisch anspruchsvollen Konstruktionen bzw. Dienstleistungen. Wird die Bandbreite erst nach dem Vorliegen der Angebote festgelegt, kÃ¶nnen auch die tatsÃ¤chlich offerierten, ernsthaften Preise als An­halts­punkte berÃ¼cksichtigt werden. Bei der Ermittlung der Bandbreite steht der Vergabe­be­hÃ¶rde â wie Ã¼berhaupt bei der Bewertung der Angebote anhand der Kriterien â ein erhe­bliches Ermessen zu (vorn, E. 2.2; vgl. VGr, 28. Oktober 2002, VB.2002.00033, BEZ 2003 Nr. 14, E. 4c). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das dargestellte Vorgehen kann im Ãbrigen dazu fÃ¼hren, dass sehr hohe Preise ausserhalb der festgelegten Bandbreite zu liegen kommen. In diesem Fall stellt sich die Frage, ob die oberhalb der Bandbreite liegenden Preise alle die Note null oder aber eine abgestufte nega­ti­ve Bewertung in Fortsetzung der Notenskala erhalten sollen. Soweit derart teure Angebote fÃ¼r die Vergabe Ã¼berhaupt in Betracht fallen, erscheint eine proportional nega­ti­ve Bewertung sachgerechter, um auch diese Angebote nach ihren Preisunterschieden zu bewerten; dem Gebot der Gleichbehandlung (ungleiche Behandlung wesentlich ungleicher Sachverhalte) wird damit besser Rechnung getragen. Die Frage braucht hier jedoch nicht abschliessend entschieden zu werden. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Interesse der Transparenz empfiehlt es sich ferner, dass die VergabebehÃ¶rde die von ihr als realistisch angesehene Preisspanne zusammen mit den Zuschlagskriterien im Voraus bekannt gibt (vgl. RB 2002 Nr. 47 = BEZ 2003 Nr. 13, E. 3g). Dabei ist allerdings nur die prozentuale Bandbreite, keinesfalls die HÃ¶he der erwarteten Preise zu nennen. Die BehÃ¶rde kann z.B. festlegen, dass beim Kriterium Preis das niedrigste Angebot die Maximalnote und eines, das um einen bestimmten Prozentsatz darÃ¼ber liegt, die Note null erhÃ¤lt. ZweckmÃ¤ssig ist allenfalls auch der Hinweis, dass Preise, die noch hÃ¶her liegen, nach der gleichen Skala negativ bewertet werden. Aussagen dieser Art sind freilich vor allem dann sinnvoll, wenn gleichzeitig auch die Gewichtung des Preiskriteriums bekannt gegeben wird, was vorderhand nicht zwingend vorgeschrieben ist (RB 2002 Nr. 47 = BEZ 2003 Nr. 13, E. 3f). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Anzumerken ist schliesslich, dass die vorstehenden GrundsÃ¤tze bei der Beurteilung von AuftrÃ¤gen, die nach Zeitaufwand abgegolten werden, nur beschrÃ¤nkt anwendbar sind. Die dabei bestehenden Schwierigkeiten sind hier nicht nÃ¤her zu erÃ¶rtern (vgl. etwa VGr, 24. Sep­tember 1999, BEZ 1999 Nr. 35, E. 4b; 7. April 2004, VB.2003.00319, E. 3.4, www.vgrzh.ch). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.7 </span></b><span>Im vorliegend beurteilten Fall ist die von der BehÃ¶rde angewandte Bewertung des Zuschlagskriteriums Preis nicht haltbar (vorne, E. 2.3). Die BeschwerdefÃ¼hrerin schlÃ¤gt vor, stattdessen von einer Preisspanne zwischen tiefstem und hÃ¶chstem Angebot von 30 % auszugehen, entsprechend der Bandbreite der tatsÃ¤chlich eingereichten Angebote, deren teuerstes um 29.3 % Ã¼ber dem tiefsten lag. Bei Zugrundelegung dieser Preisspanne wÃ¼rde ihr Angebot, wie sie zutreffend dargelegt hat, in der Gesamtbewertung obsiegen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wird jedoch als Bandbreite der in Frage kommenden Preise eine Spanne von 50 % angenommen, so liegt das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin im Gesamtvergleich (bei unverÃ¤nderter Bewertung der Ã¼brigen Kriterien) knapp hinter demjenigen der Mitbeteiligten zurÃ¼ck. WÃ¤hrend die BeschwerdefÃ¼hrerin beim Kriterium Preis in jedem Fall die HÃ¶chstnote von 60 Punkten erhÃ¤lt, erzielt die Mitbeteiligte bei einer Preisspanne von 50 % noch 53.1 Punkte. Diesem RÃ¼ckstand von 6.9 Punkten steht ein Vorsprung auf die BeschwerdefÃ¼hrerin bei den Ã¼brigen Kriterien von 7.1 Punkten (gemÃ¤ss Bewertung der Beschwerdegegnerin) gegenÃ¼ber. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei der Festlegung der Bandbreite der in Frage kommenden Preise steht der Vergabe­be­hÃ¶r­de nach dem Gesagten ein erhebliches Ermessen zu. Das Verwaltungsgericht, welches das Ermessen der BehÃ¶rde nicht Ã¼berprÃ¼ft (Art. 16 Abs. 2 aIVÃ¶B), kann die Festlegung nicht an ihrer Stelle vornehmen, sondern schreitet nur bei einer Ãberschreitung oder einem Miss­brauch des Ermessens ein (Art. 16 Abs. 1 lit. a aIVÃ¶B). Im vorliegenden Fall umfasst der strittige Auftrag zahlreiche Einzelarbeiten, die an bestehenden Anlagen in kleinrÃ¤u­mi­gen VerhÃ¤ltnissen, teilweise sogar in Handarbeit, verrichtet werden mÃ¼ssen. Unter diesen Um­stÃ¤nden ist der Aufwand nicht leicht kalkulierbar. Wird berÃ¼cksichtigt, dass die Note null einem sehr teuren, aber nicht unrealistischen Preis entsprechen soll, so erscheint hier die Annahme einer Bandbreite von 50 % nicht als vÃ¶llig unhaltbar, sondern liegt noch im Rahmen des der BehÃ¶rde zustehenden Ermessens. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Ergebnis erweist sich damit die angefochtene Vergabe mit Bezug auf die Bewertung des Zuschlagskriteriums Preis als rechtmÃ¤ssig. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin beanstandet auch die Bewertung der zwei weiteren Zuschlags­kri­te­rien KapazitÃ¤t (VerfÃ¼gbarkeit, Termine) und QualitÃ¤t (Referenzen, Quali­tÃ¤ts­mana­ge­ment). In der Beschwerde wies sie zutreffend darauf hin, dass sie diese Bewer­tungen nicht nachvollziehen kÃ¶nne, da sie zwar eine Tabelle mit den Noten der Kriterien und Unterkri­te­rien, aber keine Angaben zu deren BegrÃ¼ndung erhalten hatte. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit der Beschwerdeantwort reichte die Beschwerdegegnerin den Vergabeantrag des die Gemeinde beratenden IngenieurbÃ¼ros ein, der ihr als Grundlage fÃ¼r die Vergabe ge­dient hatte und in welchen die BeschwerdefÃ¼hrerin Einsicht nehmen konnte, soweit es um ihre Noten und jene der Mitbeteiligten ging (PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 4. Februar 2004). Der Vergabeantrag enthÃ¤lt im Anhang eine tabellarische Darstellung der zu jedem Unterkriterium angewandten Benotung sowie kurze stichwortartige Bemerkungen zu den Noten der einzelnen Anbieter. In den Rechtsschriften hat die Beschwerdegegnerin die Be­wertungen nicht weiter erlÃ¤utert. Diese Angaben sind Ã¤usserst knapp, vermÃ¶gen jedoch den Anforderungen an die BegrÃ¼ndung des Vergabeentscheids zumindest dem Grundsatz nach zu genÃ¼gen. AllfÃ¤llige MÃ¤ngel der BegrÃ¼ndung mussten von der BeschwerdefÃ¼hrerin unter Hinweis auf konkrete Einzelpunkte beanstandet werden. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>In der Replik richtete die BeschwerdefÃ¼hrerin ihre Kritik in erster Linie gegen einen von der Beschwerdegegnerin zusÃ¤tzlich eingereichten modifizierten Offertvergleich vom 14. Ja­nuar 2004 (act. 8/9), mit welchem diese aufzeigen wollte, wie die Kriterien "Kapa­zi­tÃ¤t und QualitÃ¤t" nach ihrer Meinung zu bewerten wÃ¤ren, wenn das schlechteste Angebot stets null Punkte erhalten mÃ¼sste (Beschwerdeantwort, Ziff. 2.2 a.E.; vgl. auch die Duplik, Ziff. 2.2). Diese Betrachtungsweise ist schon vom Ansatz her verfehlt (vorne, E. 2.5) und die entsprechenden Berechnungen sind daher nicht weiter zu verfolgen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>SinngemÃ¤ss stellte die BeschwerdefÃ¼hrerin mit ihrer Darstellung in der Replik auch den ursprÃ¼nglichen Vergabeantrag der Beschwerdegegnerin in Frage. So macht sie geltend, der von ihr vorgesehene Personaleinsatz sei realistisch und durch genÃ¼gende Personalreserven abge­sichert; ein Abzug in der Bewertung sei daher bei diesem Unterkriterium nicht gerechtfertigt. GemÃ¤ss der stichwortartigen BegrÃ¼ndung im Anhang zum Vergabeantrag wur­den jedoch bei diesem Punkt nicht die Personalangaben der BeschwerdefÃ¼hrerin, son­dern eine unrealistische Vorgehensweise beim Ablauf beanstandet. Damit setzt sich die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht auseinander. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Bezug auf das Unterkriterium "Etappierung" wendet sich die BeschwerdefÃ¼hrerin vor allem gegen die im modifizierten Offertvergleich vom 14. Januar 2004 zugrunde gelegte BerÃ¼cksichtigung von innovativen EtappierungsvorschlÃ¤gen. Diese war jedoch nach dem Gesagten nur als Hypothese zu verstehen und fÃ¼r den eigentlichen Vergabeantrag und dessen Benotungen nicht massgebend. Im Vergabeantrag wird der Punkteabzug bei der BeschwerdefÃ¼hrerin damit begrÃ¼ndet, dass Tagesetappen von 40-50 m Werkleitungssanierung inkl. Grabarbeiten unrealistisch seien. Auf diesen Einwand geht die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht ein. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei den Unterkriterien "Erfahrung und Referenzen" des SchlÃ¼sselpersonals begrÃ¼ndet der Vergabeantrag die PunkteabzÃ¼ge zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hrerin damit, dass Erfahrung und Referenzen der von ihr vorgesehenen SchlÃ¼sselpersonen mehrheitlich den Strassenbau (Hochleistungsstrassen, Umfahrungen etc.) betrÃ¤fen. SinngemÃ¤ss wird damit eine unge­nÃ¼­gen­de Erfahrung im Umgang mit Werkleitungen gerÃ¼gt. TatsÃ¤chlich hatte die Beschwerde­geg­nerin in den Ausschreibungsunterlagen ausdrÃ¼cklich "Erfahrung im stÃ¤dtischen Stras­sen- und Werkleitungsbau, Gas, Wasser, EW" verlangt. In der Replik kritisiert die BeschwerdefÃ¼hrerin die Bewertungen jedoch einzig mit dem Hinweis auf die vergleichbare Dauer der Erfahrung bzw. Zahl der Referen­zen ihrer SchlÃ¼sselpersonen, ohne auf den Gegenstand ihrer TÃ¤tigkeiten einzugehen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Bezug auf weitere Unterkriterien wie "Baustelleninventar, Bauzeit und AbhÃ¤ngig­kei­ten" weist die BeschwerdefÃ¼hrerin zutreffend darauf hin, dass ihr ein konkreter Vergleich mit der Mitbeteiligten nicht mÃ¶glich sei, da ihr aus GrÃ¼nden des Geheimnisschutzes kein Einblick in deren Offertunterlagen gewÃ¤hrt wurde. Der Vergabeantrag enthÃ¤lt aber auch zu diesen Bewertungen stichwortartige BegrÃ¼ndungen, zu welchen die BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤tte Stellung nehmen kÃ¶nnen. Das hat sie nicht getan. Es handelt sich dabei weit gehend um dieselben Beanstandungen, die bereits in anderem Zusammenhang vorgebracht wur­den. So wird beim Unterkriterium "Bauzeit" auf die nicht plausible Etappierung hinge­wie­sen und beim Unterkriterium "AbhÃ¤ngigkeiten" gerÃ¼gt, dass keine detaillierten Etappen aufgezeigt wurden. Der letzte Punkt trifft im Ãbrigen fÃ¼r die Benotung der Mitbeteiligten in gleicher Weise zu; sie haben dort ebenso wie die BeschwerdefÃ¼hrerin nur zwei von drei mÃ¶glichen Punkten erhalten. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit ihren EinwÃ¤nden vermag die BeschwerdefÃ¼hrerin die Bewertungen des Vergabeantrags somit nicht in Frage zu stellen. Der Vergabeentscheid erweist sich daher auch unter diesem Gesichtspunkt als rechtmÃ¤ssig. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span>Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. Dem Ausgang des Beschwerdeverfahrens entsprechend sind dessen Kosten der BeschwerdefÃ¼hrerin zu auferlegen. Die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung an die Beschwerdegegnerin ist dagegen nicht gerechtfertigt und wurde von ihr auch nicht beantragt.</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 7'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 210.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 7'210.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Es werden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen.</p> <p class="Urteilstext"><span>5. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>