<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2018-10-29-5D_131-2018.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5D_131/2018</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 29. Oktober 2018</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied, </div> <div class="para">Bundesrichter Marazzi, Herrmann, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Buss. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. Staat Zürich, </div> <div class="para">2. Gemeinde U.________, </div> <div class="para">beide vertreten durch das Gemeindesteueramt U.________, </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Definitive Rechtsöffnung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts St. Gallen, Einzelrichter für Beschwerden SchKG, </div> <div class="para">vom 20. Juni 2018 (BES.2018.38). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para">Der Staat Zürich und die Gemeinde U.________ betrieben A.________ mit Zahlungsbefehl Nr. xxx des Betreibungsamts V.________ vom 21. Februar 2018 gestützt auf die Schlussrechnung für die Staats- und Gemeindesteuern 2015 vom 13. April 2017 für eine Forderung von Fr. 7'524.60 nebst Zins zu 4.5 % auf Fr. 7'368.50 seit dem 12. September 2017 und für Zahlungsbefehlskosten von Fr. 73.30. Die Betriebene erhob Rechtsvorschlag. Mit Entscheid vom 26. April 2018 erteilte das Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland den Betreibungsgläubigern für den genannten Betrag definitive Rechtsöffnung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para">Das Kantonsgericht St. Gallen wies die von A.________ dagegen erhobene Beschwerde am 20. Juni 2018 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>C.</b> </div> <div class="para">Mit Eingabe vom 25. Juli 2018 (Postaufgabe) ist A.________ an das Bundesgericht gelangt. Die Beschwerdeführerin beantragt namentlich, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die definitive Rechtsöffnung sei nicht zu erteilen. Ausserdem stellt die Beschwerdeführerin ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege. </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 26. Juli 2018 wurde das sinngemäss gestellte Gesuch um aufschiebende Wirkung abgewiesen. </div> <div class="para">Das Bundesgericht hat die kantonalen Akten beigezogen, hingegen keine Vernehmlassungen eingeholt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> Angefochten ist der Endentscheid einer letzten kantonalen Instanz, die als oberes Gericht in einer streitwertabhängigen Zwangsvollstreckungssache entschieden hat (Art. 113, Art. 72 Abs. 1, Art. 114 i.V.m. Art. 75 und Art. 117 i.V.m. <span class="artref">Art. 90 BGG</span>). Die gesetzliche Streitwertgrenze wird nicht erreicht (<span class="artref">Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG</span>). Das Vorliegen einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung ist nicht ersichtlich und wird auch nicht geltend gemacht (<span class="artref">Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG</span>). Die Beschwerde in Zivilsachen ist daher nicht gegeben und die Eingabe der Beschwerdeführerin als subsidiäre Verfassungsbeschwerde entgegenzunehmen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> Anfechtungsobjekt vor Bundesgericht ist einzig der Entscheid des Kantonsgerichts (Art. 114 i.V.m. <span class="artref">Art. 75 Abs. 1 BGG</span>). Überdies sind neue Begehren vor Bundesgericht unzulässig (Art. 117 i.V.m. <span class="artref">Art. 99 Abs. 2 BGG</span>). Auf das weitere Begehren, das Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland sei anzuweisen, die eingereichte negative Feststellungsklage gutzuheissen, kann daher nicht eingetreten werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.3.</b> Mit der Verfassungsbeschwerde kann einzig die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden (<span class="artref">Art. 116 BGG</span>). Diesen Vorwurf prüft das Bundesgericht nicht von Amtes wegen, sondern nur insoweit, als eine entsprechende Rüge in der Beschwerde vorgebracht und begründet worden ist (Art. 117 i.V.m. <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>). Die Beschwerdeschrift muss die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze inwiefern durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Das Bundesgericht prüft nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen; auf ungenügend begründete Rügen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=16&amp;from_date=14.10.2018&amp;to_date=02.11.2018&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-364%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page364">BGE 142 III 364</a> E. 2.4 S. 368; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=16&amp;from_date=14.10.2018&amp;to_date=02.11.2018&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-III-232%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page232">135 III 232</a> E. 1.2 S. 234). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.4.</b> Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (<span class="artref">Art. 118 BGG</span>). Es kann davon nur abweichen, wenn die Sachverhaltsfeststellung unter Verletzung eines verfassungsmässigen Rechts zustande kam (<span class="artref">Art. 118 Abs. 2 und <artref id="CH/173.110/116" type="start"></artref>Art. 116 BGG</span><artref id="CH/173.110/118/2" type="end"></artref>), was die beschwerdeführende Partei mit einer den genannten Anforderungen genügenden Begründung geltend zu machen hat (Art. 117 i.V.m. <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=16&amp;from_date=14.10.2018&amp;to_date=02.11.2018&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-I-332%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page332">BGE 136 I 332</a> E. 2.2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=16&amp;from_date=14.10.2018&amp;to_date=02.11.2018&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-III-439%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page439">133 III 439</a> E. 3.2 S. 445 mit Hinweis). Mit der subsidiären Verfassungsbeschwerde darf die beschwerdeführende Partei keine neuen Tatsachen und Beweismittel vorbringen, es sei denn, erst der Entscheid der Vorinstanz habe dazu Anlass gegeben (Art. 117 i.V.m. <span class="artref">Art. 99 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Vorinstanz hat festgestellt, dass sich die Beschwerdeführerin im erstinstanzlichen Verfahren trotz korrekter Aufforderung zur Stellungnahme nicht hat vernehmen lassen. Gestützt auf <span class="artref">Art. 326 Abs. 1 ZPO</span> hat sie aus diesem Grund sämtliche neuen Tatsachenbehauptungen der Beschwerdeführerin nicht berücksichtigt und den erstinstanzlichen Entscheid einzig auf Basis der Aktenlage geprüft, wie sie sich der Erstinstanz präsentiert hat. Sie ist dabei zu dem Schluss gelangt, dass die Betreibungsgläubiger als Rechtsöffnungstitel eine rechtskräftige Verfügung eingereicht haben und die Erstinstanz die Rechtsöffnung folglich zu Recht erteilt hat. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin setzt sich mit keinem Wort mit den vorinstanzlichen Ausführungen auseinander und ruft auch keine Verfassungsverletzungen an. Soweit sie stattdessen einzig geltend macht, sie habe in dem die Steuerrechnung 2015 betreffenden Zeitraum in der Schweiz keinen Wohnsitz gehabt und hätte deshalb gar nicht ermessensweise veranlagt werden dürfen, beruht diese Argumentation auf einem bereits von der Vorinstanz ganz bewusst nicht zugelassenen Sachverhaltsvorbringen. Damit und mit den dazu neu eingereichten Beweismitteln kann die Beschwerdeführerin auch vor Bundesgericht nicht gehört werden (E. 1.4). Folglich kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin für die Gerichtskosten aufzukommen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Wie die vorstehenden Erwägungen aufzeigen, muss die Beschwerde als von Anfang an aussichtslos betrachtet werden. Damit mangelt es an einer materiellen Voraussetzung für die unentgeltliche Rechtspflege (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>). Das entsprechende Gesuch der Beschwerdeführerin ist abzuweisen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht St. Gallen, Einzelrichter für Beschwerden SchKG, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 29. Oktober 2018 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied: Escher </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Buss </div> </div></body></html>