<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird eingeladen, dem Parlament innert Jahresfrist Bericht zu erstatten über:</p><p>- sämtliche Finanzströme im Bereich der Bildungs- und Wissenschaftsförderung (einschliesslich Ressortforschung) des Bundes, so dass ein umfassender und detaillierter Überblick erhalten wird;</p><p>- die notwendigen Anpassungen der jährlich mit Voranschlag und Rechnung publizierten Statistiken und allenfalls der Kreditrubrizierungen, so dass der Überblick während der jährlichen Vorschlagsbehandlung gewährleistet bleibt und internationale Vergleiche (OECD-Statistiken) erleichtert werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat geht davon aus, dass sich das Postulat auf die Hochschul- und Forschungspolitik, nicht aber auf die Berufsbildung bezieht. Obwohl zur Verwirklichung der Transparenz der Finanzströme und einer einheitlichen Statistik bereits erste Schritte unternommen wurden, ist die im Kommissionspostulat festgesetzte Frist bis zur Berichterstattung zu kurz. Dies aus folgenden Gründen:</p><p>- Die Finanzströme sind sehr schwierig zu ermitteln, insbesondere auf Stufe der Kantone und wenn eine thematische Aufteilung erfolgen soll, da Subventionen des Bundes über die Hochschulförderung und die Forschungsförderung fliessen.</p><p>- Statistiken sind sehr arbeitsaufwendig - bestehende nützliche Informationen sollten daher im Interesse der jahrelangen Vergleichbarkeit nicht leichtfertig geändert werden. Wichtiger als detaillierte Statistiken sind vergleichbare Zeitreihen.</p><p>- Das Problem inkompatibler Statistiken in der Bundesverwaltung ist erkannt: Erste Schritte zu einer Verbesserung der Situation wurden aufgenommen. Gemäss Beschluss des Interdepartementalen Ausschusses für Wissenschaft und Forschung (IDA-WI) werden vorerst die Finanzverwaltung und das Bundesamt für Statistik ihre Forschungserhebungen harmonisieren. Diese Harmonisierung wird jedoch erst 1996 abgeschlossen.</p><p>- Eine verlässliche Darstellung der Finanzflüsse muss sich auf eine neu konzipierte Statistik stützen, welche, wie oben ausgeführt, Mitte 1996 noch nicht vorliegen wird.</p><p>Innert Jahresfrist könnte also höchstens ein Statusbericht über den Fortschritt der Arbeiten vorgelegt werden - dieser würde aber mehr technische als inhaltliche Informationen enthalten, so dass eine Abgabe an das Parlament wenig sinnvoll wäre. Der Bericht könnte aber der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur vorgelegt werden.</p>