<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00124</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205315&amp;W10_KEY=4467137&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00124</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 25.08.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 26.04.2006 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Gestaltungsplan</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>privater Gestaltungsplan (für Erweiterung eines Heims für geistig Behinderte; kantonale Landwirtschaftszone, Landschafts-Förderungsgebiet)<br/><br/>Kognition der Baurekurskommission und des Verwaltungsgerichts (E. 1.2).<br/>Projektbezogene (Sonder-)Nutzungsplanungen ausserhalb der Bauzonen müssen mit den Zielen und Grundsätzen des Raumplanungsgesetzes vereinbar sein, was eine umfassende Interessenabwägung voraussetzt. Damit ist vorliegend auch eine akzessorische Überprüfung des Eintrags des Heims im regionalen Richtplan verbunden; dieser Eintrag stellt eine Durchstossung des Landwirtschaftsgebiets dar (E. 3).<br/>Der Gestaltungsplan dient der Erweiterung des Heims (im Sinn einer Berücksichtigung der erhöhten Raumbedürfnisse) und nicht einer Vermehrung der Heimplätze (E. 4.1). An dieser Erweiterung besteht ein ausgeprägtes öffentliches Interesse, dem vorliegend keine gewichtigen gegenläufigen Interessen (Landschafts-, Immissionsschutz) entgegenstehen (E. 4.2). Der Gestaltungsplan ist mit dem Sachplan Fruchtfolgeflächen und den Anforderungen, die das Landschafts-Förderungsgebiet nach dem kantonalen Richtplan stellt, vereinbar (E. 4.3 f.). Die Interessenabwägung ergibt, dass der Gestaltungsplan mit dem kantonalen Richtplan und dem Bundesrecht in Einklang stehen (E. 4.5).<br/>Der Gestaltungsplan entspricht inhaltlich den Vorgaben des kantonalen Rechts (E. 5).<br/>Die Spruchgebühr der Baurekurskommission von Fr. 4'000.- liegt im Rahmen pflichtgemässer Ermessensausübung (E. 6).<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AKZESSORISCHE PRÃFUNG">AKZESSORISCHE PRÃFUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DURCHSTOSSUNG (NUTZUNGSPLAN)">DURCHSTOSSUNG (NUTZUNGSPLAN)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRUCHTFOLGEFLÃCHEN">FRUCHTFOLGEFLÃCHEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESTALTUNGSPLAN">GESTALTUNGSPLAN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOGNITION">KOGNITION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN">KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LANDSCHAFTSFÃRDERUNGSGEBIET">LANDSCHAFTSFÃRDERUNGSGEBIET</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REKURSKOSTEN">REKURSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RICHTPLAN">RICHTPLAN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: SONDERNUTZUNGSPLÃNE">SONDERNUTZUNGSPLÃNE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SPRUCHGEBÃHR">SPRUCHGEBÃHR</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 35 OV BRK</span><br/><span class="ungerade">§ 16 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 83 PBG</span><br/><span class="ungerade">Art. 24 RPG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit Beschluss vom 3. Dezember 2003 stimmte die Gemeindeversammlung X dem privaten Gestaltungsplan L zu. Damit soll die planungsrechtliche Grundlage fÃ¼r die bauliche Erweiterung des Heims L geschaffen werden, welches der Unterbringung und Betreuung von 31 Frauen mit geistiger Behinderung dient. Der Gestaltungsplanperimeter umfasst das 9303 m2 messende StandortgrundstÃ¼ck Kat.Nr. 01. Aufgrund der Gestaltungsplanvorschriften kann die durch das 1974/1975 erstellte Haupthaus und das 1984 erstellte StÃ¶ckli konsumierte GeschossflÃ¤che vom 1'880 m2 in den vorgesehenen Baubereichen A und B um 911 m2 auf 2'791 m2 (= 30 % der GrundstÃ¼ckflÃ¤che von 9'303 m2) erhÃ¶ht werden. Das Gestaltungsplangebiet liegt in der kantonalen Landwirtschaftszone und gemÃ¤ss kantonalem Siedlungs- und Landschaftsplan im Landschafts-FÃ¶rderungsgebiet; zudem wird es vom Sachplan FruchtfolgeflÃ¤chen erfasst. Das bestehende Heim ist im regionalen Richtplan der Ã¶ffentlichen Bauten und Anlagen verzeichnet. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen den Gemeindebeschluss vom 3. Dezember 2003 erhoben A und B, die auf dem benachbarten GrundstÃ¼ck Kat. Nr. 02 wohnen, am 5. Januar 2004 Rekurs. Nach DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins (durch eine Delegation) und eines weiteren Schriftenwechsels hinsichtlich verschiedener Unterlagen wies die Baurekurskommission II den Rekurs am 8. Februar 2005 ab. Die Rekurskosten von Fr. 4'890.- auferlegte sie den Rekurrierenden je zur HÃ¤lfte, die sie zudem zur Zahlung einer UmtriebsentschÃ¤digung von Fr. 1'500.- an den privaten Rekursgegner (den Verein E) verpflichtete.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 14. MÃ¤rz 2005 erneuerten die unterlegenen Rekurrierenden ihren Antrag, den privaten Gestaltungsplan des Vereins bzw. den diesbezÃ¼glichen Zustimmungsbeschluss der Gemeindeversammlung X aufzuheben, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Beschwerdegegners.</p> <p class="Urteilstext">Auf PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 21. MÃ¤rz 2005 hin prÃ¼fte die Baudirektion die streitbetroffene Vorlage im Genehmigungsverfahren; mit VerfÃ¼gung vom 28. April 2005 erteilte sie die Genehmigung.</p> <p class="Urteilstext">Die Baurekurskommission II beantragte am 10. Mai 2005 unter Verzicht auf weitere AusfÃ¼hrungen Abweisung der Beschwerde. Den nÃ¤mlichen Antrag stellte am 24. Juni 2005 der Verein E, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrenden. Die Gemeinde X beantragte am 4. Juli 2005 Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrenden. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) und § 329 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) zur Behandlung der vorliegenden eine kommunale Nutzungsplanung betreffenden Beschwerde zustÃ¤ndig (RB 1998 Nr. 26). Die im Rekursverfahren unterlegenen Rekurrierenden, deren Rekurslegitimation zu Recht unbestritten blieb, sind zur Beschwerdeerhebung ohne weiteres le­gi­timiert (§ 21 VRG). Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Als erste Rechtsmittelinstanz Ã¼berprÃ¼fen die Baurekurskommissionen kommuna­le NutzungsplÃ¤ne einschliesslich GestaltungsplÃ¤ne grundsÃ¤tzlich mit voller Kognition nicht nur auf ihre GesetzmÃ¤ssigkeit, sondern auch auf ZweckmÃ¤ssigkeit und Angemessenheit hin (§ 20 VRG). Soweit den Gemeinden bei der Festsetzung der Bau- und Zonenordnung Planungsautonomie zu­steht, insbesondere wenn es fÃ¼r die Beurteilung auf die Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse ankommt, haben sich die RekursbehÃ¶rden bei der Ermessenskontrolle allerdings ZurÃ¼ckhaltung aufzuerlegen. Sie dÃ¼rfen dann korrigierend eingreifen, wenn sich die kommunale LÃ¶sung aufgrund Ã¼berkommunaler Interessen als unzweckmÃ¤ssig erweist oder den wegleitenden Zielen und GrundsÃ¤tzen der Raumplanung widerspricht. Im Ãbrigen heben sie im Rahmen der Ermessenskontrolle die kommunale Planfestsetzung nur dann auf, wenn deren UnzweckmÃ¤ssigkeit oder die Unangemessenheit offensichtlich ist (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 20 N. 20; Walter Haller/Peter Karlen, Rechtsschutz im Raumplanungs- und Baurecht, ZÃ¼rich 1998, Rz. 1073 f.). DemgegenÃ¼ber ist das Verwaltungsgericht bei der ÃberprÃ¼fung von Rekursentscheiden Ã¼ber kommunale Nutzungsplanungen gemÃ¤ss § 50 Abs. 1 und 2 VRG auf die Rechtskontrolle beschrÃ¤nkt.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Baurekurskommission erwog, der Eintrag des Heimes im regionalen Richtplan M stelle eine Durchstossung des Landwirtschaftsgebiets im Sinn des kantonalen Siedlungs- und Landschaftsplans sowie der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung (RB 2003 Nr. 71 = BEZ 2004 Nr. 1) dar. Es mÃ¼sse daher â akzessorisch â Ã¼berprÃ¼ft werden, ob der fragliche Richtplaneintrag bundesrechtskonform sei. Massgebend dafÃ¼r sei die bundesgerichtliche Praxis zur Frage der ZulÃ¤ssigkeit von Kleinbauzonen (BGE 124 II 391 E. 2c, bestÃ¤tigt durch Urteil 1A.193/2001 vom 6. Mai 2002, www.bger.ch). Danach komme es im vorliegenden Fall nicht darauf an, ob das Heim bzw. dessen mittels Gestaltungsplan vorgesehene Erweiterung standortgebunden im Sinn von Art. 24 lit. a des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 (Fassung vom 20. MÃ¤rz 1998, RPG) sei. Trotz fehlender Standortgebundenheit lasse sich das streitbetroffene Projekt nicht als unzulÃ¤ssige Umgehung von Art. 24 RPG wÃ¼rdigen, sofern sich dessen ZulÃ¤ssigkeit aufgrund einer umfassenden InteressenabwÃ¤gung im Sinn von Art. 24 lit. b RPG ergebe (E. 5.3-5.5.1). UnbegrÃ¼ndet sei die RÃ¼ge der Rekurrierenden, eine bauliche Erweiterung in dem durch den Gestaltungsplan ermÃ¶glichten Rahmen sei fÃ¼r die Erhaltung der 31 PlÃ¤tze nicht erforderlich. Aufgrund der kantonalen Bedarfsplanung sowie der zwischen dem Heim und dem Bundesamt fÃ¼r Sozialversicherung gefÃ¼hrten Korrespondenz (insbesondere dessen Schreiben vom 30. Juli 2002 und vom 27. November 2003) sei entgegen der Auffassung der Rekurrierenden davon auszugehen, dass der Heimbetrieb, um den heutigen Anforderungen gerecht zu werden, zur Aufrechterhaltung der 31 PlÃ¤tze auf angemessene bauliche Erweiterungsmassnahmen angewiesen sei (E. 5.5.2). An den mit dem Gestaltungsplan zur VerfÃ¼gung gestellten ErweiterungsmÃ¶glichkeiten bestehe sodann ein ausgeprÃ¤gtes Ã¶ffentliches Interesse, weil die mÃ¶glichst qualitÃ¤tvolle Unterbringung und Betreuung behinderter Menschen eine erstrangige gesellschaftliche Aufgabe darstelle und weil dem Heim bei Verzicht auf eine Erweiterung SubventionskÃ¼rzungen drohten. Die diesem Interesse entgegenstehenden raumplanerischen Anliegen seien von minderem Gewicht. Eine prÃ¤judizielle Wirkung bezÃ¼glich Zulassung weiterer Kleinstbauzonen sei hier kaum zu befÃ¼rchten; insbesondere lasse sich das streitbetroffene Projekt diesbezÃ¼glich nicht mit GestaltungsplÃ¤nen zur Realisierung von der Freizeitgestaltung dienenden Bauten und Anlagen vergleichen. Mit den vorgesehenen Heimerweiterungen seien keine oder nur geringfÃ¼gige negative Auswirkungen auf Umwelt und Raum verbunden; insbesondere sei bezÃ¼glich des Landschaftsbildes keine Verschlechterung zu erwarten (E. 5.5.3). Die Lage des Heims im Landschafts-FÃ¶rderungsgebiet vermÃ¶ge an der zugunsten des Projekts ausfallenden InteressenabwÃ¤gung nichts zu Ã¤ndern (E. 5.5.4). Verstosse der streitbetroffene Gestaltungsplan aus den dargelegten GrÃ¼nden nicht gegen das raumplanerische Verbot von Kleinstbauzonen, so kÃ¶nne ihm auch nicht entgegengehalten werden, die vorgesehene Erweiterung des Heims setze die Zuweisung zu einer Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten voraus (E. 5.5.5). Entgegen der Auffassung der Rekurrierenden genÃ¼ge der Gestaltungsplan den Konkretisierungsanforderungen von § 83 PBG, werde doch mit dem Baubereich B die Lage kÃ¼nftiger Erweiterungsbauten planlich klar umgrenzt und lasse dieser Bereich kaum mehr als ein oder zwei neue GebÃ¤ude zu (E. 5.6).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Heim L ist im regionalen Richtplan M als bestehendes Heim (fÃ¼r weibliche Geistesschwache) festgelegt und im zugehÃ¶rigen Plan "Versorgung, Entsorgung Ã¶ffentliche Bauten und Anlagen" als bestehendes Pflegeheim bezeichnet. Die Baurekurskommission ist im Rahmen einer akzessorischen ÃberprÃ¼fung zum Schluss gelangt, diese regionale Festlegung beinhalte zwar eine so genannte Durchstossung des Landwirtschaftsgebiets; diese Durchstossung sei jedoch mit dem kantonalen Richtplan vereinbar. Der Verein E wendet ein, die Baurekurskommission hÃ¤tte den regionalen Richtplan nicht Ã¼berprÃ¼fen dÃ¼rfen, da die Rekurrierenden eine diesbezÃ¼gliche RÃ¼ge gar nicht erhoben hÃ¤tten. Auch die Gemeinde X beanstandet sinngemÃ¤ss diese ÃberprÃ¼fung. Die Baurekurskommission ist indessen zu Recht primÃ¤r von den RÃ¼gen der Rekurrierenden ausgegangen, die im Rekursverfahren unter anderem geltend machten, mit dem streitbetroffenen Gestaltungsplan wÃ¼rden die Vorschriften von Art. 24 ff. RPG umgangen. Sie ist zu Recht zum Schluss gelangt, dass eine Umgehung dieser bundesrechtlichen Vorschriften betreffend die Erteilung von Ausnahmebewilligungen fÃ¼r nicht zonenkonforme Bauten ausserhalb der Bauzone nicht schon deswegen angenommen werden dÃ¼rfe, weil die streitbetroffene Erweiterung des Heims, wÃ¼rde sie nicht mittels Gestaltungsplan sondern auf dem Weg einer Ausnahmebewilligung angestrebt, mangels Standortgebundenheit im Sinn von Art. 24 lit. a RPG nicht bewilligungsfÃ¤hig wÃ¤re. Was das Bundesgericht unter diesem Gesichtswinkel (zur RÃ¼ge der Umgehung von Art. 24 RPG) bezÃ¼glich RahmennutzungsplÃ¤nen entschieden hat (vgl. BGE 124 II 391 E. 2 sowie BGr, 6. Mai 2002, 1A.193/2001, E. 2, beide betreffend Zuweisung zu einer kommunalen Zone, welche die Erstellung bzw. Erweiterung von Reitsportanlagen ermÃ¶glichen sollte), muss auch bezÃ¼glich GestaltungsplÃ¤nen gelten. </p> <p class="Urteilstext">Projektbezogene Nutzungsplanungen ausserhalb der Bauzonen mÃ¼ssen jedoch mit den Zielen und GrundsÃ¤tzen des Raumplanungsgesetzes vereinbar sein, was im Rahmen einer umfassenden InteressenabwÃ¤gung zu prÃ¼fen ist (BGE 124 II 391; BGr, 6. Mai 2002, 1A.193/2001; vgl. auch Arnold Marti, Planungspflicht fÃ¼r grÃ¶ssere Vorhaben ausserhalb der Bauzonen â wegleitende Rechtsprechung des Bundesgerichts, ZBl 106/2005, S. 353 ff., insbesondere S. 359; Gian Schmid, Projektbezogene Nutzungsplanung im Gebiet ausserhalb der Bauzonen, ZÃ¼rich 2001, S. 80 und 173 f.). Die Baurekurskommission hat eine solche InteressenabwÃ¤gung vorgenommen (Rekursentscheid E. 5.5.2-5.5.5). Davon konnte sie der Eintrag des Heims im regionalen Richtplan nicht entbinden. Die vorgenommene InteressenabwÃ¤gung war insofern zwangslÃ¤ufig mit einer akzessorischen ÃberprÃ¼fung des regionalen Richtplaneintrags verbunden. WÃ¼rde sich nÃ¤mlich im Rahmen der gebotenen InteressenabwÃ¤gung ergeben, dass der Gestaltungsplan mit den Zielen und GrundsÃ¤tzen des Raumplanungsgesetzes nicht vereinbar sei, so wÃ¼rde sich damit zugleich der Eintrag des Heims im regionalen Richtplan als bundesrechtswidrig erweisen (zumindest insoweit, als dieser Eintrag auch eine planerische Grundlage fÃ¼r die Erweiterung des Heims darstellen soll). Die erforderliche InteressenabwÃ¤gung dient zugleich dazu, den Gestaltungsplan (bzw. akzessorisch den regionalen Richtplaneintrag) auf dessen Vereinbarkeit mit dem kantonalen Richtplan hin zu prÃ¼fen, wie das die Vorinstanz getan hat. Dabei ist sie zutreffend vom Begriff der "Durchstossung" gemÃ¤ss Ziffer 3.2.3 lit. c des kantonalen Richtplantextes (1995/2001) und der dazu entwickelten Rechtsprechung (RB 2003 Nr. 71 = BEZ 2004 Nr. 1) ausgegangen. GemÃ¤ss Ziffer 3.2.3 lit. c des Richtplantextes kann das Landwirtschaftsgebiet zur Wahrnehmung der Aufgaben des jeweiligen PlanungstrÃ¤gers durch Ausscheiden von Erholungsgebieten (richtplanerisch) bzw. durch Festsetzung von Freihaltezonen, Erholungszonen, Zonen fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten und Anlagen oder von GestaltungsplÃ¤nen (nutzungsplanerisch) "aufgrund einer sachgerechten InteressenabwÃ¤gung" durchstossen werden, an welche hohe Anforderungen zu stellen sind (RB 2003 Nr. 71 E. 5b).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>GemÃ¤ss Ziffer 1 der Gestaltungsplanbestimmungen schafft der Gestaltungsplan die planungsrechtlichen Voraussetzungen "fÃ¼r die Sicherstellung und die zweckmÃ¤ssige Erweiterung des Heimes L". In der vom Bundesamt fÃ¼r Sozialversicherung genehmigten kantonalen Heimplanung fÃ¼r die Periode 2004-2006 ist das Heim weiterhin fÃ¼r 31 PensionÃ¤rinnen vorgesehen. Durch die mit dem Gestaltungsplan angestrebten baulichen Erweiterungen soll daher nicht Platz fÃ¼r mehr PensionÃ¤rinnen geschaffen, sondern den erhÃ¶hten RaumbedÃ¼rfnissen fÃ¼r deren Unterbringung und Betreuung entsprochen werden, wie sie sich namentlich aus dem vom Bundesamt herausgegebenen Richtraumprogramm fÃ¼r Bauten der Invalidenversicherung vom 1. Juli 1995/1. Juni 2003 ergeben. Die Baurekurskommission ist aufgrund einer eingehenden WÃ¼rdigung zum Schluss gelangt, dass der Verein E einen Ausbaubedarf zum genannten Zweck hinreichend dokumentiert habe (Rekursentscheid E. 5.5.2). Was die BeschwerdefÃ¼hrenden hiergegen vorbringen (Beschwerdeschrift S. 4 f.), vermag diese BeweiswÃ¼rdigung nicht zu entkrÃ¤ften.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen erneut geltend, selbst wenn der Erweiterungsbedarf ausgewiesen wÃ¤re (wovon nach dem Gesagten auszugehen ist), sei der Gestaltungsplan rechtswidrig, weil diesfalls das Heim an einen Standort innerhalb der Bauzone zu verlegen wÃ¤re. </p> <p class="Erwgung2">Es trifft zu, dass bei der PrÃ¼fung von projektbezogenen NutzungsplÃ¤nen ausserhalb der Bauzone der Wahl des Standortes eine erhebliche Bedeutung zukommt, auch wenn nach dem Gesagten (E. 3) fÃ¼r eine Platzierung ausserhalb der Bauzone keine Standortgebundenheit im Sinn von Art. 24 lit. a RPG erforderlich ist; dies gilt namentlich auch unter dem Gesichtswinkel einer damit allenfalls verbundenen Durchstossung des Landwirtschaftsgebiets (d.h. der Vereinbarkeit mit dem kantonalen Richtplan), welche sich nur dann als zulÃ¤ssig erweist, wenn sich der gewÃ¤hlte Standort ausserhalb der Bauzone aufgrund der gebotenen InteressenabwÃ¤gung rechtfertigen lÃ¤sst (RB 2003 Nr. 71 E. 4b/dd). </p> <p class="Erwgung2">Im vorliegenden Fall fÃ¤llt bei dieser InteressenabwÃ¤gung vorab ins Gewicht, dass der streitbetroffene Gestaltungsplan nicht den Bau eines neuen Heimes ausserhalb der Bauzone ermÃ¶glichen soll, sondern die angemessene Erweiterung des dort bestehenden Heimes. Insofern besteht eine grundlegend andere Ausgangslage als in dem vom Verwaltungsgericht in RB 2003 Nr. 71 beurteilten Fall. Wie in der Beschwerdeantwort der Gemeinde (S. 5 f.) plausibel dargelegt wird, verhÃ¤lt es sich dabei nicht so, dass bereits der Standort des bestehenden Heimes ausserhalb der Bauzone als Fehlplanung zu wÃ¼rdigen wÃ¤re; vielmehr bietet die lÃ¤ndliche Umgebung den dort betreuten Behinderten einen geschÃ¼tzten Raum, in dem sie sich angemessen entfalten kÃ¶nnen. Auch insofern hÃ¤lt der diesbezÃ¼gliche Eintrag des Heims im regionalen Richtplan einer akzessorischen ÃberprÃ¼fung stand.</p> <p class="Erwgung2">Wie sodann die Baurekurskommission Ã¼berzeugend dargelegt hat, auf deren AusfÃ¼hrungen in E. 5.5.3 vorweg verwiesen werden kann (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG), besteht an den mit dem Gestaltungsplan ermÃ¶glichten baulichen Erweiterungen ein ausgeprÃ¤gtes Ã¶ffentliches Interesse, dem aus raumplanerischer Sicht keine gewichtigen gegenlÃ¤ufigen Anliegen entgegenstehen: Von seinem Zweck und Inhalt her ist das streitbetroffene Projekt nicht geeignet, die Streubausiedlungsweise zu fÃ¶rdern, weshalb ihm das allgemeine Gebot, Kleinbausiedlungen zu vermeiden, nicht entgegensteht (BGE 124 II 391 E. 3; BGr, 6. Mai 2002, 1A.193/2001, E. 3.1; vgl. auch BGE 121 I 245 E. 8). Vor allem aber wird die Umsetzung des Gestaltungsplans nicht zu ins Gewicht fallenden negativen Auswirkungen auf Raum und Umwelt fÃ¼hren. Dass solche BefÃ¼rchtungen sowohl hinsichtlich der Auswirkungen auf das Landschaftsbild wie auch bezÃ¼glich der Immissionen durch den Fahrzeugverkehr unbegrÃ¼ndet sind, hat die Vorinstanz plausibel dargelegt. Deren Feststellungen werden durch die AusfÃ¼hrungen in der Beschwerdeschrift (S. 6) nicht entkrÃ¤ftet. Im Ãbrigen haben die BeschwerdefÃ¼hrenden, die als unmittelbare Nachbarn ebenfalls ausserhalb der Bauzone weit entfernt vom besiedelten Gemeindegebiet wohnen, keinen Anspruch darauf, von solchen Immissionen vÃ¶llig verschont zu werden. BezÃ¼glich der Auswirkungen auf Raum und Umwelt unterscheidet sich demnach der vorliegende Sachverhalt von dem durch das Verwaltungsgericht mit Urteil VB.2001.00371 vom 14. November 2002 (www.vgrzh.ch) beurteilten Fall; das Gericht hat dort die Durchstossung des kantonalen Landwirtschaftsgebiets durch einen projektbezogenen Sondernutzungsplan (zur baulichen Anpassung einer bestehenden Grastrocknungsanlage sowie Erstellung einer Grasfermentierungsanlage) deswegen als unzulÃ¤ssig gewÃ¼rdigt, weil es sich um eine eigentliche Industrieanlage mit erheblichem Schwerverkehr und den damit verbundenen Auswirkungen hinsichtlich Erschliessung und LÃ¤rm handle.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Bei einer Durchstossung des Landwirtschaftsgebiets sind die Anordnungen des Sachplans FruchtfolgeflÃ¤chen zu berÃ¼cksichtigen. Weil der Gesamtumfang der FruchtfolgeflÃ¤chen dauernd zu erhalten ist, sind flÃ¤chenverzehrende, den landwirtschaftlichen Boden irreversibel zerstÃ¶rende Nutzungen wie Einzonungen und dergleichen grundsÃ¤tzlich nur in sehr beschrÃ¤nkten Umfang und in der Regel nur unter Kompensation zulÃ¤ssig (Ziffer 3.2.3 lit. c in Verbindung mit Ziffer 3.2.2 des kantonalen Richtplantextes). Unter den vorstehend aufgezeigten UmstÃ¤nden sowie im Hinblick auf das verhÃ¤ltnismÃ¤ssig geringe FlÃ¤chenmass, dessen zusÃ¤tzliche Ãberbauung der Gestaltungsplan ermÃ¶glicht, kann Letzterer nicht schon deswegen als rechtswidrig gewÃ¼rdigt werden, weil hier eine diesbezÃ¼gliche Kompensation nicht ausdrÃ¼cklich vorgesehen ist. Die VerhÃ¤ltnisse liegen wesentlich anders als in dem vom Verwaltungsgericht in RB 2003 Nr. 71 beurteilten Fall, auf den sich die BeschwerdefÃ¼hrenden berufen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Der kantonale Richtplan stellt hinsichtlich Landschafts-FÃ¶rderungsgebieten keine eindeutigen materiellen Anforderungen an nachgeordnete PlanungstrÃ¤ger und BewilligungsbehÃ¶rden; eine Baute im Landschafts-FÃ¶rderungsgebiet hat daher nicht von vornherein erhÃ¶hten Anforderungen hinsichtlich BedÃ¼rfnisnachweis und Ãsthetik zu genÃ¼gen (RB 2000 Nr. 87). Die Baurekurskommission hat zutreffend dargelegt, dass das streitbetroffene Projekt mit den diesbezÃ¼glichen Festlegungen des kantonalen Richtplans (auch in dessen revidierter Fassung vom 2. April 2001) vereinbar ist (E. 5.5.4). Damit setzt sich die Beschwerde nicht auseinander. Auch nach der revidierten Fassung lÃ¤sst das Landschafts-FÃ¶rderungsgebiet Raum fÃ¼r eine Durchstossung der fraglichen Art, wird doch in Ziffer 3.7.1 des Richtplantextes nach wie vor festgehalten, dass zwar Ã¤sthetischen und Ã¶kologischen Aspekten im Rahmen der nachfolgenden Planungen und Bewilligungsverfahren besondere Beachtung zu schenken ist, jedoch mit dem diesbezÃ¼glichen Richtplaneintrag eine sachgerechte InteressenabwÃ¤gung nicht vorweggenommen wird.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Zusammenfassend ergibt sich, dass die dem Gestaltungsplan zugrunde liegende bzw. die von der Baurekurskommission bei dessen ÃberprÃ¼fung vorgenommene InteressenabwÃ¤gung vollstÃ¤ndig und rechtmÃ¤ssig ist. Der Gestaltungsplan ist mit dem kantonalen Richtplan sowie mit dem Bundesrecht vereinbar. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss § 83 Abs. 1 Satz 1 PBG werden mit GestaltungsplÃ¤nen fÃ¼r bestimmt umgrenzte Gebiete Zahl, Lage, Ã¤ussere Abmessungen, Nutzweise und Zweckbestimmung der Bauten bindend festgelegt. Der Vorwurf, der streitbetroffene Gestaltungsplan genÃ¼ge diesen Bestimmtheitsanforderungen nicht, ist offenkundig unbegrÃ¼ndet; er wird denn auch in der Beschwerde (S. 7 f.) nur noch in summarischer Weise aufrechterhalten. Der Gestaltungsplan belÃ¤sst fÃ¼r die Projektierung einen angemessenen Spielraum, wie dies denn auch § 83 Abs. 2 PBG ausdrÃ¼cklich vorsieht.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Aufgrund dieser ErwÃ¤gungen erweist sich die Beschwerde in der Sache als unbegrÃ¼ndet. FÃ¼r diesen Fall beantragen die BeschwerdefÃ¼hrenden eine Herabsetzung der im Rekursverfahren festgesetzten SpruchgebÃ¼hr von Fr. 4'000.- auf die HÃ¤lfte. Dies mit der BegrÃ¼ndung, dass dem Entscheid in finanzieller und rechtlicher Hinsicht eine relativ geringe Tragweite zukomme und der von der Vorinstanz vorgenommene Augenschein unnÃ¶tig gewesen sei. â Die Vorinstanz hat sich dazu nicht vernehmen lassen.</p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss § 35 der Verordnung Ã¼ber die Organisation und den GeschÃ¤ftsgang der Baurekurskommissionen vom 20. Juli 1977 (Fassung vom 7. Februar 1993; OV BRK; LS 700.7) betrÃ¤gt die SpruchgebÃ¼hr je nach dem Zeitaufwand sowie der finanziellen und rechtlichen Tragweite, die dem Entscheid im Einzelfall zukommt, Fr. 100.- bis Fr. 12'000.- (Abs. 1). In besonders aufwendigen Verfahren kann die GebÃ¼hr unter Angabe der GrÃ¼nde bis auf das Doppelte des in Abs. 1 vorgesehenen HÃ¶chstansatzes erhÃ¶ht werden (Abs. 2). Bei der Bemessung der SpruchgebÃ¼hr kommt der festsetzenden Instanz ein erhebliches Ermessen zu, dessen AusÃ¼bung von der oberen RechtsmittelbehÃ¶rde nur mit ZurÃ¼ckhaltung Ã¼berprÃ¼ft wird; allerdings ist das Ermessen pflichtgemÃ¤ss auszuÃ¼ben (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 8 und 13).</p> <p class="Urteilstext">Der von der Vorinstanz (bzw. einer aus Referent und SekretÃ¤r bestehenden Delegation) durchgefÃ¼hrte Augenschein lag im Rahmen des weiten Ermessenspielraums, welcher der RekursbehÃ¶rde bezÃ¼glich der Frage zusteht, ob fÃ¼r die Beurteilung der Streitsache ein Augenschein erforderlich oder jedenfalls zweckmÃ¤ssig sei. Es ist daher grundsÃ¤tzlich nicht zu beanstanden, wenn sich die DurchfÃ¼hrung der Beweismassnahmen erhÃ¶hend auf die streitbetroffene SpruchgebÃ¼hr ausgewirkt hat. Dem steht auch § 38 OV BRK, wonach die Kosten der Augenscheine "nach MÃ¶glichkeit" aufgrund der tatsÃ¤chlichen Barauslagen der Kommission zu berechnen sind, nicht entgegen, schliesst doch diese Bestimmung â namentlich unter dem Gesichtswinkel des Zeitaufwandes â eine zusÃ¤tzliche BerÃ¼cksichtigung bei der Festsetzung der SpruchgebÃ¼hr nicht aus. Entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrenden kommt der Streitsache sodann im Hinblick auf die durch den Gestaltungsplan ermÃ¶glichten baulichen Erweiterungen eine erhebliche finanzielle Tragweite zu. Schliesslich ist zu berÃ¼cksichtigen, dass sich in nutzungsplanerischen Streitigkeiten hÃ¤ufig komplexe Rechtsfragen stellen, was auch auf den vorliegenden Fall zutrifft, weshalb dessen rechtliche Tragweite nicht als gering eingestuft werden kann. Unter BerÃ¼cksichtigung all dieser Faktoren liegt die streitbetroffene GebÃ¼hr im Rahmen pflichtgemÃ¤sser ErmessensausÃ¼bung und hÃ¤lt einer Rechtskontrolle, auf welche das Verwaltungsgericht beschrÃ¤nkt ist, stand. </p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten den unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrenden je zur HÃ¤lfte, unter solidarischer Haftung eines jeden fÃ¼r den ganzen Betrag, aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Als angemessen erweist sich dabei eine GerichtsgebÃ¼hr von Fr. 3'000.-. Sie sind zudem zu verpflichten, dem Beschwerdegegner 2 binnen dreissig Tagen nach Rechtskraft dieses Urteiles eine ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 1'500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu zahlen (§ 17 Abs. 2 VRG). Keine solche EntschÃ¤digung ist der Beschwerdegegnerin 1 zuzusprechen, gehÃ¶rt doch die Beantwortung von Rechtsmitteln zum angestammten Aufgabenbereich eines Gemeinwesens, das daher nur bei ausserordentlich hohen Umtrieben eine ProzesskostenvergÃ¼tung beanspruchen kann (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 19). Diese Voraussetzungen sind hier nicht erfÃ¼llt.</p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Urteilstext">Ob gegen den vorliegenden Entscheid die verwaltungsgerichtliche Beschwerde an das Bundesgericht zulÃ¤ssig sei (vgl. dazu BGE 123 II 289 E. 1b), muss der Beurteilung der BeschwerdefÃ¼hrenden Ã¼berlassen bleiben.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'090.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden je zur HÃ¤lfte, unter solidarischer Haftung eines jeden fÃ¼r den ganzen Betrag, auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrenden werden verpflichtet, dem Beschwerdegegner 2 binnen dreissig Tagen nach Rechtskraft dieses Urteils eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu zahlen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>