<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE - Archiv</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2010</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">104</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> [...]<br/> <br/> <span class="ft2"><b>21</b></span> <span class="ft2"><b>Anordnung einer fachärztlichen Begutachtung.</b></span><br/> <span class="ft2"><b>Unzulässigkeit der Anordnung einer fachärztlichen Begutachtung bei re-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>gelmässigem, aber kontrolliertem und mässigem Cannabiskonsum, wenn</b></span><br/> <span class="ft2"><b>keine Indizien bestehen, dass der Beschwerdeführer nicht in der Lage</b></span><br/> <span class="ft2"><b>sein könnte, Cannabiskonsum und Strassenverkehr ausreichend zu tren-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>nen, und es auch keine Hinweise auf die zusätzliche Einnahme anderer</b></span><br/> <span class="ft2"><b>Drogen gibt.</b></span><br/> <br/> <span class="ft3">Entscheid des Verwaltungsgerichts, 1. Kammer, vom 15. Dezember 2010 in</span><br/> <span class="ft3">Sachen R.G. gegen den Entscheid des Departements Volkswirtschaft und Inne-</span><br/> <span class="ft3">res (WBE.2010.324).</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2010</span> <span class="title">Strassenverkehrsrecht</span> <span class="page_no">105</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft4"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft1">1.</span><br/> <span class="ft1">1.1. (...)</span><br/> <span class="ft1">1.2.</span><br/> <span class="ft1">1.2.1.</span><br/> <span class="ft1">Führerausweise sind zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass</span><br/> <span class="ft1">die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr</span><br/> <span class="ft1">bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Der Sicherungsentzug wird unab-</span><br/> <span class="ft1">hängig von einer Verkehrsregelverletzung bei körperlicher, geistiger</span><br/> <span class="ft1">oder charakterlicher Unfähigkeit eines Fahrzeuglenkers verfügt und</span><br/> <span class="ft1">dient damit unmittelbar der Sicherheit im Strassenverkehr</span><br/> <span class="ft1">(BGE 107 Ib 395, Erw. 2a). Sicherungsentzüge sind dort anzuordnen,</span><br/> <span class="ft1">wo an der Verkehrstauglichkeit eines Motorfahrzeugführers berech-</span><br/> <span class="ft1">tigte Zweifel bestehen (vgl. hierzu AGVE 1991, S. 196 mit Hin-</span><br/> <span class="ft1">weisen). Trifft diese Voraussetzung zu, so würde eine weitere</span><br/> <span class="ft1">Zulassung zum Verkehr die Verkehrssicherheit gefährden. Hinter</span><br/> <span class="ft1">dem Begriff "Verkehrssicherheit" steht das allgemeine Interesse der</span><br/> <span class="ft1">anderen Verkehrsteilnehmer, keinen voraussehbaren und vermeid-</span><br/> <span class="ft1">baren Gefahren für Leib und Leben ausgesetzt zu sein. Dieses</span><br/> <span class="ft1">Interesse überwiegt regelmässig die Interessen des Einzelnen (dessen</span><br/> <span class="ft1">Verkehrstauglichkeit in Frage steht). Dieser Interessenlage wird auch</span><br/> <span class="ft1">im Rahmen eines vorsorglichen Entzugs des Führerausweises</span><br/> <span class="ft1">(Art. 30 VZV) Rechnung getragen (zu dessen Voraussetzungen:</span><br/> <span class="ft1">BGE 106 Ib 115, Erw. 2b; 122 II 359, Erw. 3a mit Hinweisen). Da</span><br/> <span class="ft1">ein Sicherungsentzug tief in den Persönlichkeitsbereich des</span><br/> <span class="ft1">Betroffenen eingreift, ist nach der Rechtsprechung in jedem Fall und</span><br/> <span class="ft1">von Amtes wegen eine genaue Abklärung der persönlichen Verhält-</span><br/> <span class="ft1">nisse - und bei einem allfälligen Suchtleiden der Konsumgewohn-</span><br/> <span class="ft1">heiten der betroffenen Person - vorzunehmen. Das Ausmass der</span><br/> <span class="ft1">notwendigen behördlichen Nachforschungen, namentlich die Frage,</span><br/> <span class="ft1">ob ein medizinisches Gutachten eingeholt werden soll, richtet sich</span><br/> <span class="ft1">nach den Umständen des Einzelfalls und liegt im pflichtgemässen</span><br/> <span class="ft1">Ermessen der Entzugsbehörde (Entscheid des Bundesgerichts vom</span><br/> <span class="ft1">10. August 2010 [1C_146/2010], Erw. 3.2.1, letzter Abschnitt).</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2010</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">106</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">Wegen fehlender Fahreignung wird einer Person der Führer-</span><br/> <span class="ft1">ausweis auf unbestimmte Zeit u.a. dann entzogen, wenn sie an einer</span><br/> <span class="ft1">Sucht leidet, welche die Fahreignung ausschliesst (Art. 16d Abs. 1</span><br/> <span class="ft1">lit. b SVG). Drogensucht wird nach der Rechtsprechung bejaht, wenn</span><br/> <span class="ft1">die Abhängigkeit von der Droge derart ist, dass der Betroffene mehr</span><br/> <span class="ft1">als jede andere Person der Gefahr ausgesetzt ist, sich ans Steuer eines</span><br/> <span class="ft1">Fahrzeugs in einem - dauernden oder zeitweiligen - Zustand zu set-</span><br/> <span class="ft1">zen, der das sichere Führen nicht mehr gewährleistet. Im Interesse</span><br/> <span class="ft1">der Verkehrssicherheit setzt die Rechtsprechung den regelmässigen</span><br/> <span class="ft1">Konsum von Drogen der Drogenabhängigkeit gleich, sofern dieser</span><br/> <span class="ft1">seiner Häufigkeit und Menge nach geeignet ist, die Fahreignung zu</span><br/> <span class="ft1">beeinträchtigen. Auf fehlende Fahreignung darf geschlossen werden,</span><br/> <span class="ft1">wenn der Betroffene nicht mehr in der Lage ist, Betäubungsmittel-</span><br/> <span class="ft1">konsum und Strassenverkehr ausreichend zu trennen, oder wenn die</span><br/> <span class="ft1">nahe liegende Gefahr besteht, dass er im akuten Rauschzustand am</span><br/> <span class="ft1">motorisierten Strassenverkehr teilnimmt (Beschluss des Bundesge-</span><br/> <span class="ft1">richts vom 7. Februar 2007 [6A.72/2006], Erw. 3.2 mit Hinweisen).</span><br/> <span class="ft1">1.2.2.</span><br/> <span class="ft1">Eine Fahreignungsabklärung in der Form einer Verpflichtung zu</span><br/> <span class="ft1">einer fachärztlichen Begutachtung auf eigene Kosten (und unter der</span><br/> <span class="ft1">Androhung eines vorsorglichen Sicherungsentzugs im Unterlas-</span><br/> <span class="ft1">sungsfalle) muss sich auf einen genügenden Anlass stützen und ver-</span><br/> <span class="ft1">hältnismäßig sein, d.h., es müssen konkrete Anhaltspunkte vorliegen,</span><br/> <span class="ft1">wonach der Betroffene mehr als jede andere Person der Gefahr aus-</span><br/> <span class="ft1">gesetzt ist, sich in einem Zustand ans Steuer eines Fahrzeugs zu set-</span><br/> <span class="ft1">zen, der das sichere Führen nicht mehr gewährleistet (BGE 127 II</span><br/> <span class="ft1">122, Erw. 3c; 124 II 559, Erw. 3d, je mit Hinweisen). Dabei gilt es</span><br/> <span class="ft1">festzuhalten, dass nicht bei jedem Cannabis- bzw. Alkoholkonsu-</span><br/> <span class="ft1">menten ohne weiteres eine mangelnde Fahreignung vermutet und</span><br/> <span class="ft1">eine entsprechende verkehrsmedizinische Abklärung angeordnet</span><br/> <span class="ft1">werden kann (Entscheid des Bundesgerichts vom 27. November</span><br/> <span class="ft1">2002 [6A.65/2002], Erw. 6.2), vielmehr braucht es dafür eines kon-</span><br/> <span class="ft1">kreten und erheblichen Verdachts für das Vorliegen einer verkehrs-</span><br/> <span class="ft1">medizinisch relevanten Suchtproblematik.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2010</span> <span class="title">Strassenverkehrsrecht</span> <span class="page_no">107</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">2.</span><br/> <span class="ft1">2.1.</span><br/> <span class="ft1">Das im angefochtenen Entscheid geschilderte Konsumverhalten</span><br/> <span class="ft1">des Beschwerdeführers (drei bis vier Gramm Marihuana pro Monat)</span><br/> <span class="ft1">ist in dessen Verwaltungsgerichtsbeschwerde unbestritten geblieben.</span><br/> <span class="ft1">Die Vorinstanz hält im angefochtenen Entscheid fest, im Rah-</span><br/> <span class="ft1">men eines im April 2006 eingeleiteten Ermittlungsverfahrens sei der</span><br/> <span class="ft1">Beschwerdeführer wegen Vermittelns, Transportierens und Konsums</span><br/> <span class="ft1">von Marihuana verzeigt worden. Gegenüber der Polizei habe der Be-</span><br/> <span class="ft1">schwerdeführer damals angegeben, von April 2005 bis April 2006</span><br/> <span class="ft1">monatlich einmal Marihuana zu rauchen. Die letzte Verzeigung we-</span><br/> <span class="ft1">gen eines Betäubungsmitteldelikts sei im Januar 2007 erfolgt. Der</span><br/> <span class="ft1">Beschwerdeführer habe am 14. März 2010 gegenüber der Polizei an-</span><br/> <span class="ft1">gegeben, seit Juni 2009 wöchentlich Marihuana, letztmals am</span><br/> <span class="ft1">13. März 2010 und insgesamt 36 Gramm, konsumiert zu haben.</span><br/> <span class="ft1">Betreffend den letzten feststehenden Konsum vom 13. März 2010</span><br/> <span class="ft1">habe er angegeben, einen Joint mit ca. 0,5 Gramm Marihuana ge-</span><br/> <span class="ft1">raucht zu haben; ausgehend von dieser Menge Marihuana pro Joint</span><br/> <span class="ft1">ergebe sich ein Konsum von sechs bis acht Joints monatlich. Als Fol-</span><br/> <span class="ft1">ge dieses Vorfalls habe das Bezirksamt X. den Beschwerdeführer im</span><br/> <span class="ft1">Mai 2010 u.a. wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittel-</span><br/> <span class="ft1">gesetz durch Besitz und Konsum von Marihuana zu einer Geldstrafe</span><br/> <span class="ft1">und einer Geldbusse verurteilt.</span><br/> <span class="ft1">2.2.</span><br/> <span class="ft1">2.2.1.</span><br/> <span class="ft1">Die Vorinstanz schildert, es sei beim Beschwerdeführer von ei-</span><br/> <span class="ft1">nem seit längerer Zeit betriebenen, regelmässigen Marihuanakonsum</span><br/> <span class="ft1">auszugehen, der sich von anfänglich einem Joint auf sechs bis acht</span><br/> <span class="ft1">Joints pro Monat gesteigert habe. Aufgrund des aktenkundigen regel-</span><br/> <span class="ft1">mässigen Konsums von Marihuana lägen genügend Anhaltspunkte</span><br/> <span class="ft1">vor, die zumindest berechtigte Zweifel an der Fahreignung des Be-</span><br/> <span class="ft1">schwerdeführers begründeten, weshalb die Anordnung eines fach-</span><br/> <span class="ft1">ärztlichen Gutachtens zur Abklärung der Fahreignung des Beschwer-</span><br/> <span class="ft1">deführers notwendig sei.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2010</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">108</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">2.2.2.</span><br/> <span class="ft1">Der Beschwerdeführer macht demgegenüber geltend, es liege</span><br/> <span class="ft1">weder eine Drogensucht noch eine Suchtgefährdung vor, und über-</span><br/> <span class="ft1">dies fehle es auf jeden Fall an einem strassenverkehrsrechtlich rele-</span><br/> <span class="ft1">vanten Konsumverhalten, weshalb keine Abklärungsmassnahmen an-</span><br/> <span class="ft1">geordnet werden dürften.</span><br/> <span class="ft1">3.</span><br/> <span class="ft1">3.1.</span><br/> <span class="ft1">Mögliche Anzeichen dafür, dass eine verkehrsmedizinische Ab-</span><br/> <span class="ft1">klärung der Fahreignung von regelmässigen Cannabiskonsumenten</span><br/> <span class="ft1">geboten ist, kann sich u.a. auch aus dem nachweisbaren bzw. einge-</span><br/> <span class="ft1">standenen Konsum- und Fahrverhalten des Lenkers ergeben. Bei An-</span><br/> <span class="ft1">zeichen von übermässigem Haschischkonsum, der zur Gefährdung</span><br/> <span class="ft1">der Verkehrssicherheit führt, darf eine Prüfung der Fahreignung an-</span><br/> <span class="ft1">geordnet werden (Entscheid des Bundesgerichts vom 27. November</span><br/> <span class="ft1">2002 [6A.65/2002], Erw. 6.2 mit Hinweisen). Die Anordnung einer</span><br/> <span class="ft1">verkehrsmedizinischen Abklärung der Fahreignung (im Hinblick auf</span><br/> <span class="ft1">die Prüfung eines allfälligen Sicherungsentzuges) setzt jedoch kon-</span><br/> <span class="ft1">krete Anhaltspunkte dafür voraus, dass der fragliche Inhaber des</span><br/> <span class="ft1">Führerausweises mehr als jede andere Person der Gefahr ausgesetzt</span><br/> <span class="ft1">ist, sich in einem Zustand ans Steuer eines Fahrzeuges zu setzen, der</span><br/> <span class="ft1">das sichere Führen nicht mehr gewährleistet (BGE 127 II 122,</span><br/> <span class="ft1">Erw. 3c; 124 II 559, Erw. 3d, je m.w.H.). Dies kann namentlich der</span><br/> <span class="ft1">Fall sein, wenn es sich um einen "starken" Konsumenten von</span><br/> <span class="ft1">Cannabis handelt und weitere Indizien auf verkehrsgefährdendes</span><br/> <span class="ft1">Verhalten hinweisen (BGE 127 II 122, Erw. 4b; 124 II 559, Erw. 4a-</span><br/> <span class="ft1">g, je m.w.H.).</span><br/> <span class="ft1">Es entspricht gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnis, dass</span><br/> <span class="ft1">der Cannabisrausch die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt. Der gelegent-</span><br/> <span class="ft1">liche Cannabiskonsument, der nicht mit Alkohol oder anderen Dro-</span><br/> <span class="ft1">gen mischt, ist jedoch in der Regel in der Lage, konsumbedingte</span><br/> <span class="ft1">Leistungseinbussen als solche zu erkennen und danach zu handeln.</span><br/> <span class="ft1">Demgegenüber ist bei andauerndem bzw. regelmässigem und gleich-</span><br/> <span class="ft1">zeitig hohem Konsum von einer mindestens geringen Bereitschaft</span><br/> <span class="ft1">und Fähigkeit auszugehen, zuverlässig zwischen dem Drogenkonsum</span><br/> <span class="ft1">und der Teilnahme am Strassenverkehr zu trennen (Entscheidung des</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2010</span> <span class="title">Strassenverkehrsrecht</span> <span class="page_no">109</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">Bundesverfassungsgerichts [BVerfG], 1 BvR 2062/96 vom 20. Juni</span><br/> <span class="ft1">2002, Absätze 33 ff.). Die Neigung, unter Substanzeinfluss zu fahren,</span><br/> <span class="ft1">verstärkt sich mit zunehmendem Konsum. Deshalb kann regel- oder</span><br/> <span class="ft1">gar gewohnheitsmässiger Cannabiskonsum zumindest berechtigte</span><br/> <span class="ft1">Zweifel an der Fahreignung begründen, die gegebenenfalls weitere</span><br/> <span class="ft1">Abklärungen im Rahmen einer Eignungsprüfung (oder von Auf-</span><br/> <span class="ft1">lagen) rechtfertigen. Wie der Beschwerdeführer zutreffend ausführt,</span><br/> <span class="ft1">ist eine möglichst rechtsgleiche Praxis im Vergleich zum Alkohol-</span><br/> <span class="ft1">missbrauch am Steuer anzustreben, weshalb nicht bei jedem Canna-</span><br/> <span class="ft1">biskonsumenten ohne weiteres eine mangelnde Fahreignung vermu-</span><br/> <span class="ft1">tet und eine entsprechende verkehrsmedizinische Abklärung ange-</span><br/> <span class="ft1">ordnet werden darf (Entscheid des Bundesgerichts vom 27. Novem-</span><br/> <span class="ft1">ber 2002 [6A.65/2002]).</span><br/> <span class="ft1">3.2.</span><br/> <span class="ft1">Bei einem zugestandenen monatlichen Konsum von drei bis</span><br/> <span class="ft1">vier Gramm Marihuana - entsprechend einem bis zwei Joints 0,5</span><br/> <span class="ft1">mg pro Woche - kann zweifellos nicht von einem starken Konsu-</span><br/> <span class="ft1">menten von Cannabis i.S. der bundesgerichtlichen Rechtsprechung</span><br/> <span class="ft1">gesprochen werden. Der Beschwerdeführer ist nie mit Drogen im</span><br/> <span class="ft1">Strassenverkehr auffällig geworden. Bei dieser Ausgangslage ist da-</span><br/> <span class="ft1">von auszugehen, dass es sich bei ihm um einen Fall von regelmässi-</span><br/> <span class="ft1">gem, aber kontrolliertem und mässigem Cannabiskonsum handelt,</span><br/> <span class="ft1">der für sich allein noch nicht den Schluss auf eine fehlende Fahreig-</span><br/> <span class="ft1">nung zulässt (BGE 127 II 122, Erw. 4b). Es liegen auch keine Indi-</span><br/> <span class="ft1">zien dafür vor, dass der Beschwerdeführer nicht in der Lage sein</span><br/> <span class="ft1">könnte, Cannabiskonsum und Strassenverkehr ausreichend zu tren-</span><br/> <span class="ft1">nen. Auch sind in casu keine Indizien für die zusätzliche Einnahme</span><br/> <span class="ft1">anderer Drogen ersichtlich. Zusammenfassend besteht somit auf-</span><br/> <span class="ft1">grund der Aktenlage kein genügender Anlass, den Beschwerdeführer</span><br/> <span class="ft1">zu einer medizinischen Fahreignungsabklärung zu verpflichten. Die</span><br/> <span class="ft1">Beschwerde ist daher gutzuheissen.</span><br/></div> </div> </body> </html>