<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2003.00016</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203897&amp;W10_KEY=4467142&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2003.00016</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.01.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Schadenersatz</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Schadenersatz wegen mangelhaften Arbeitszeugnisses verneint.<br/>Der Schadenersatzanspruch infolge von Mängeln eines Arbeitszeugnisses richtet sich nach dem Haftungsgesetz (E. 3). Zum Begriff der Widerrechtlichkeit im Staatshaftungsrecht (E. 4.3).<br/>Das beanstandete Arbeitszeugnis widerspricht teilweise den Grundsätzen der Wahrheit, des Wohlwollens und der Vollständigkeit (E. 4.4). Vorliegen von Widerrechtlichkeit im staatshaftungsrechtlichen Sinn offen gelassen. Das wiedererwägungsweise aufgehobene Arbeitszeugnis ist den im Rechtsmittelverfahren geänderten Entscheiden gleichzustellen. Haftungsvoraussetzung ist daher Arglist. Vorliegen von Arglist verneint (E. 4.5).<br/>Bei Haftung für Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung gelten die strengeren Voraussetzungen in Bezug auf die Haftung für inhaltliche Mängel von Rechtsakten nicht. Eine Rechtsverzögerung liegt nicht vor (E. 4.6).<br/>Schaden und adäquater Kausalzusammenhang wären vorliegend ebenfalls zu verneinen (E. 5).<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ADÃQUANZ">ADÃQUANZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSZEUGNIS">ARBEITSZEUGNIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARGLIST">ARGLIST</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KAUSALZUSAMMENHANG">KAUSALZUSAMMENHANG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSVERWEIGERUNG">RECHTSVERWEIGERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSVERZÃGERUNG">RECHTSVERZÃGERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHADEN">SCHADEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHADENABSCHÃTZUNG">SCHADENABSCHÃTZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHADENERSATZ">SCHADENERSATZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Staatsorganisation und BehÃ¶rden ST: STAATSHAFTUNG">STAATSHAFTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: ÃBRIGES ÃFFENTLICHES DIENSTRECHT">ÃBRIGES ÃFFENTLICHES DIENSTRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VOLLSTÃNDIGKEIT">VOLLSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WAHRHEITSPFLICHT">WAHRHEITSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOHLWOLLEN">WOHLWOLLEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 5 Abs. I HaftungsG</span><br/><span class="gerade">§ 6 HaftungsG</span><br/><span class="ungerade">§ 21 Abs. I HaftungsG</span><br/><span class="gerade">Art. 42 Abs. II OR</span><br/><span class="ungerade">Art. 330a OR</span><br/><span class="gerade">§ 46 Abs. II PG</span><br/><span class="ungerade">§ 57 Abs. IV PG</span><br/><span class="gerade">§ 4a VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 11 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 74 Abs. I VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 80 Abs. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2004 Nr. 118 S. 233</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>A, damals Chef des Kreiskommandos X, wurde am 24. Sep­tember 1998 von der Mili­tÃ¤rdirektion (heute: Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit; im Folgenden: Direktion) wegen angeblicher gravierender FÃ¼hrungs- und Kommunikationsprobleme mit sofortiger Wirkung in seinen Dienstvorrichtungen eingestellt. Mit VerfÃ¼gung vom 28. April 1999 lÃ¶ste die Direktion das Dienst­verhÃ¤ltnis mit A aus wichtigen GrÃ¼nden und unter Einstellung der Lohnzahlungen per 30. Juni 1999 auf. Die beiden Rekurse A's gegen diese beiden VerfÃ¼gungen wies der Regierungsrat am 3. MÃ¤rz bzw. 14. Juli 1999 ab, soweit er sie nicht als gegenstandslos geworden abschrieb.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>A gelangte gegen die beiden RegierungsratsbeschlÃ¼sse mit zwei Beschwerden an das Verwaltungsgericht. Dieses hiess mit Entscheid vom 22. MÃ¤rz 2000 die Beschwerde gegen die AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses teilweise gut; es stellte fest, dass die vorzeitige Entlassung A's vom 28. April 1999 ungerechtfertigt gewesen war und verpflichtete den Kanton ZÃ¼rich, A Fr. 65'333.75 zu bezahlen. Im Ãbrigen wies es die Beschwerden ab, soweit es auf sie eintrat. Die EntschÃ¤digung bestand aus drei TeilbetrÃ¤gen. Erstens ging es um einem Betrag von Fr. 33'333.75, der dem ausstehenden NettosalÃ¤r A's bis zum 31. Januar 2000 (dem Zeitpunkt, auf den das ArbeitsverhÃ¤ltnis frÃ¼hestens ordentlich hÃ¤tte aufgelÃ¶st werden kÃ¶nnen) unter Anrechnung des in dieser Zeit erzielten Ersatzeinkommens entsprach. Zwei­tens sprach das Verwaltungsgericht A Fr. 20'000.- als EntschÃ¤digung gemÃ¤ss § 80 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zu. Drittens nahm das Gericht an, A sei auch deshalb ein wirtschaftlicher Schaden entstanden, weil er im Fall einer ordentlichen KÃ¼ndigung des DienstverhÃ¤ltnisses nach dem 1. Februar 2000 eine besser bezahlte Stelle als die inzwischen angetretene hÃ¤tte finden kÃ¶nnen, wobei dieser Schaden zeitlich begrenzt sei, da A mit dem Verwaltungsge­richts­entscheid die ihm zustehende Rehabilitation erfahre. Der fÃ¼r den Zeitraum vom 1. Februar bis zum 30. September 2000 anzunehmende Schaden sei auf monatlich Fr. 1'500.-, insgesamt Fr. 12'000.-, zu schÃ¤tzen (vgl. zum Ganzen VGr, 22. MÃ¤rz 2000, PB.1999.00021, Sachverhalt, Dispositiv-Ziffern 1-3 sowie E. 5-8, www.vgrzh.ch).</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>C. </span></b><span> Mit Schreiben vom 5. August 1999 an die Direktion hatte der Rechtsvertreter A's unter anderm ein Arbeitszeugnis fÃ¼r diesen verlangt. Am 23. August 1999 stellte die Direktion A eine ArbeitsbestÃ¤tigung aus. Aufgrund des Urteils des Verwaltungsgerichts vom 22. MÃ¤rz 2000 ersuchte der Rechtsvertreter A's die Direktion mit Schreiben vom 27. April 2000 unter anderm um ein korrektes Vollzeugnis. Am 19. Mai 2000 wurde A ein Arbeitszeugnis ausgestellt. Vor allem um die AusfÃ¼hrungen Ã¼ber die Auf­lÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses entspann sich in der Folge eine Korrespondenz zwischen dem Rechtsvertreter A's und der Direktion. Am 2. Mai 2001 teilte die Direktion mit, dass das Arbeitszeugnis vom 19. Mai 2000 als VerfÃ¼gung gelte, und erÃ¶ffnete die Rechtsmittelfrist. Hiergegen liess A am 5. Juni 2001 Rekurs an den Regierungsrat erheben. Nachdem sich die Parteien am 22. Oktober 2001 an einer Besprechung ge­einigt hatten, hob die Direktion am 22. November 2001 die VerfÃ¼gung vom 2. Mai 2001 wiedererwÃ¤gungsweise auf und stellte ein neues (wie­derum auf den 19. Mai 2000 datiertes) Arbeitszeugnis aus. Mit Beschluss vom 19. Februar 2002 schrieb hierauf der Regierungsrat das anhÃ¤ngig gemachte Rekursverfahren im Hauptpunkt als gegenstandslos geworden ab.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>D. </span></b><span> Mit Eingabe vom 26. MÃ¤rz 2002 liess A bei der Direktion eine Schadenersatzforderung im Betrag von Fr. 27'000.- (zuzÃ¼glich eines Zinses von 5 % ab 1. Juli 2001) stellen. Die Direktion habe ihre Pflichten aus dem Dienst­verhÃ¤ltnis verletzt, indem sie ihm erst mehr als zwei Jahre nach Erhalt des entsprechenden Begehrens ein korrektes Vollzeugnis ausgestellt habe, womit sie ihm â unter BerÃ¼cksichtigung der KÃ¼ndigungsfristen â verunmÃ¶glicht habe, vor dem 1. April 2002 eine neue, besser bezahlte Stelle anzutreten. FÃ¼r den Zeitraum vom 1. Oktober 2000 bis zum 31. MÃ¤rz 2002 sei ihm deshalb weiterhin ein Schaden von monatlich Fr. 1'500.-, insgesamt Fr. 27'000.-, entstanden.</span></p> <p class="Urteilstext">Mit Beschluss vom 19. MÃ¤rz 2003 lehnte der Regierungsrat das Schadenersatzbegehren ab. Er begrÃ¼ndete dies im Wesentlichen damit, dass die ursprÃ¼ngliche Fassung des Arbeitszeugnisses nicht wahrheitswidrig gewesen sei, weshalb eine EntschÃ¤digungspflicht bereits mangels Widerrechtlichkeit entfalle.</p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Gegen diesen Entscheid liess A unter dem Datum des 2. Mai 2003 Be­schwerde an das Verwaltungsgericht erheben, worin er beantragte, der angefochtene Beschluss sei aufzuheben und der Kanton ZÃ¼rich zu verpflichten, ihm Fr. 27'000.- (zuzÃ¼glich Schadenszins von 5 % ab 1. Juli 2001) zu zahlen; zudem sei ihm fÃ¼r seine Aufwendungen im Beschwerdeverfahren eine angemessene ParteientschÃ¤digung zuzusprechen.</p> <p class="Urteilstext">Namens des Kantons ZÃ¼rich liess die Finanzdirektion in Vertretung des Regierungsrats mit der Beschwerdeantwort vom 19. August 2003 beantragen, die Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten A's abzuweisen.</p> <p class="Urteilstext">Weil die Beschwerdeschrift mit unleserlichem Poststempel beim Verwaltungsgericht eingetroffen war, nahm dieses AbklÃ¤rungen vor, an welchem Datum A der Rekursentscheid zugestellt und wann die Beschwerdeschrift aufgegeben worden war. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 24. November 2003 wurde A Gelegenheit gegeben, sich zur Auskunft der schweizerischen Post zu Ã¤ussern, wonach ihr die Beschwerde erst am 5. Mai 2003 und somit verspÃ¤tet Ã¼bergeben worden sei. Der Vertreter A's Ã¤usserte sich hierzu mit Schreiben vom 25. November 2003 und reichte eine Kopie aus seinem Postempfangsscheinbuch als Beleg ein.</p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig (§ 74 Abs. 1 VRG und § 19 Abs. 2 des Haftungsgesetzes vom 14. September 1969 [HaftungsG]; vgl. zur Abgrenzung gegenÃ¼ber dem Klageverfahren nach § 79 VRG: VGr, 10. Juli 2002, ZBl 104/2003 S. 185, E. 2c/ff; 18. Juli 2001, PK.2001.00001, E. 5, und PK.2001.00003, E. 2+3 [letztere beiden Entscheide unter www.vgrzh.ch; Leitsatz in RB 2001 Nr. 31]).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Der Rekursentscheid der Vorinstanz wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer gemÃ¤ss dem RÃ¼ckschein am 2. April 2003 zugestellt; die Beschwerdefrist endete demnach am Freitag, dem 2. Mai 2003 (§ 11 VRG). Mit der Kopie aus dem Postempfangsscheinbuch seines Vertreters hat der BeschwerdefÃ¼hrer den Beweis erbracht, dass die Be­schwerdeschrift tatsÃ¤chlich am 2. Mai 2003 der Post Ã¼bergeben wurde. Die Auskunft der Aufgabepoststelle, die Sendung sei erst am 5. Mai 2003 aufgegeben wor­den, ist als falsch zu werten, worauf umso unbedenklicher geschlossen werden kann, als die Post auf Anfrage einrÃ¤umte, dass bei der Erfassung der Aufgabedaten im Computersystem Fehler vorkommen kÃ¶nnten. Die Beschwerdefrist wurde demnach gewahrt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span>Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Geltend gemacht wird ein Schadenersatzanspruch aus einem Ã¶ffentlichrechtlichem DienstverhÃ¤ltnis. Nach § 57 Abs. 4 des Personalgesetzes vom 27. September 1998 (PG) gilt fÃ¼r ArbeitsverhÃ¤ltnisse, die beim Inkrafttreten des Personalgesetzes (also am 1. Juli 1999; OS 55, 62) bereits gekÃ¼ndigt, aber noch nicht aufgelÃ¶st waren, bisheriges Recht. Das DienstverhÃ¤ltnis mit dem BeschwerdefÃ¼hrer wurde von der Direktion mit VerfÃ¼gung vom 28. April 1999 auf den 30. Juni 1999 aufgelÃ¶st, weshalb vorliegend das frÃ¼here Recht zur Anwendung gelangt. Nicht von Belang ist in diesem Zusammenhang, dass das Verwaltungsgericht die Widerrechtlichkeit der vorzeitigen Entlassung festgestellt hat und eine ordentliche KÃ¼ndigung frÃ¼hestens auf den 31. Januar 2000 mÃ¶glich gewesen wÃ¤re (VGr, 22. MÃ¤rz 2000, PB.1999.00021, E. 3a+4h+5b, www.vgrzh.ch). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span> Die RechtmÃ¤ssigkeit des ursprÃ¼nglich ausgestellten Arbeitszeugnisses richtet sich demnach â mangels einer einschlÃ¤gigen Bestimmung Ã¼ber das Arbeitszeugnis im damaligen Ã¶ffentlichen Personalrecht des Kantons â nach Art. 330a des Obligationenrechts (OR; vgl. VGr, 4. Juli 2001, PB.2001.00006, E. 2a, www.vgrzh.ch).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Grundlage des geltend gemachten Schadenersatzanspruchs ist vorliegend das Haf­tungs­gesetz (vgl. §§ 1 und 19 Abs. 2 HaftungsG). Nach § 6 Abs. 1 HaftungsG haftet der Staat "fÃ¼r den Schaden, den ein Beamter in AusÃ¼bung amtlicher Verrichtungen einem Dritten widerrechtlich zufÃ¼gt". Die kantonalen Be­stimmungen Ã¼ber die Staatshaftung werden in Art. 61 Abs. 1 OR ausdrÃ¼cklich vorbehalten.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Als Dritte kommen alle vom Subjekt der Haftung ver­schiedenen Personen in Frage, also auch andere Be­hÃ¶rdemitglieder oder An­ge­stell­te der haftpflich­tigen KÃ¶rper­schaft (RB 1977 Nr. 25; vgl. auch § 19 Abs. 2 HaftungsG). Der BeschwerdefÃ¼hrer kann sich daher auf § 6 HaftungsG berufen. Die Zusprechung von Schadenersatz setzt einen Schaden voraus, der von einem oder einer staatlichen Angestellten in AusÃ¼bung einer Amtshandlung widerrechtlich sowie adÃ¤quat kausal verursacht wurde (vgl. § 6 Abs. 1 HaftungsG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Die Vorinstanz geht davon aus, dass es vorliegend bereits an der Widerrecht­lichkeit fehle. Es werde vom BeschwerdefÃ¼hrer nicht behauptet, dass das Arbeitszeugnis vom 19. Mai 2000 unwahre Tatsachen enthalten habe, und auch die inhaltlichen Anpassungen im Arbeitszeugnis vom 22. November 2001 belegten dies nicht, weil sie aufgrund eines VergleichsgesprÃ¤chs zustande gekommen seien. Dieser BegrÃ¼ndung kann nicht gefolgt werden.</span></p> <p class="Urteilstext">Zum einen kÃ¶nnen sich MÃ¤ngel eines Arbeitszeugnisses nicht nur aus unwahren Tatsachenbehauptungen ergeben, sondern auch aus der Wiedergabe an sich wahrer Tatsachen, deren ErwÃ¤hnung im Arbeitszeugnis aber unstatthaft ist. Es trifft Ã¼berdies auch nicht zu, dass der BeschwerdefÃ¼hrer die Wahrheit der Aussagen im Arbeitszeugnis vom 19. Mai 2000 nicht in Frage gestellt habe: In der Schadenersatzforderung vom 26. MÃ¤rz 2002 wurde mehrmals erwÃ¤hnt, dass der Anspruch auf ein "korrektes" Arbeitszeugnis nach Ansicht des damaligen Rekurrenten ursprÃ¼nglich nicht erfÃ¼llt worden sei. Zwar lÃ¤sst diese Formulierung offen, ob das ursprÃ¼ngliche Arbeitszeugnis nach Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers nicht ins Arbeitszeugnis gehÃ¶rende AusfÃ¼hrungen oder Unwahrheiten oder beides enthielt. Doch kann jedenfalls nicht der Schluss gezogen werden, der BeschwerdefÃ¼hrer habe die Richtigkeit der Aussagen im Arbeitszeugnis vom 19. Mai 2000 nicht in Zweifel gezogen. Dies gilt umso mehr, als der Vorinstanz die Rekursschrift vom 5. Juni 2001 gegen die VerfÃ¼gung vom 2. Mai 2001 bzw. (materiell) gegen das Arbeitszeugnis vom 19. Mai 2000 bekannt war, in welcher der BeschwerdefÃ¼hrer verschiedene Aussagen in diesem Arbeitszeugnis ausdrÃ¼cklich als "schlicht falsch", "[u]nhaltbar", nicht wahrheits­getreu oder unzutreffend bezeichnete.</p> <p class="Urteilstext">Zum andern kann zwar aus Unterschieden zwischen der ursprÃ¼nglichen Fassung des Arbeitszeugnisses vom 19. Mai 2000 und der definitiven Version vom 22. November 2001 tatsÃ¤chlich noch nicht geschlossen werden, dass die erste Fassung unwahre Angaben enthielt. Diese MÃ¶glichkeit kann aber auch nicht allein deshalb verneint werden, weil die endgÃ¼ltige Fassung auf VergleichsgesprÃ¤che zurÃ¼ckgeht.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Ob</span><span> das Arbeitszeugnis vom 19. Mai 2000 widerrechtlich war, ist von Amts wegen abzuklÃ¤ren (§ 70 in Verbindung mit § 7 Abs. 1 VRG). Allerdings ist § 21 Abs. 1 HaftungsG zu beachten, wonach die GesetzmÃ¤ssigkeit formell rechtskrÃ¤ftiger VerfÃ¼gungen, Entscheide und Urteile nicht Ã¼berprÃ¼ft werden darf. Die im Sinn einer Wie­der­erwÃ¤gung ergangene VerfÃ¼gung vom 22. November 2001 betreffend das Arbeitszeugnis ist nicht angefochten worden und in formelle Rechtskraft erwachsen (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Boss­hart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 22 N. 19). Die in der Fassung vom 22. November 2001 verbliebenen Aussagen des Arbeitszeugnisses vom 19. Mai 2000 kÃ¶nnen deshalb vorliegend nicht mehr auf ihre Widerrechtlichkeit hin Ã¼berprÃ¼ft werden. Durch die WiedererwÃ¤gung nicht ausgeschlossen wird Schadenersatz fÃ¼r Ã¼bermÃ¤ssig lange Verfahrensdauer (Hans Rudolf Schwarzenbach, Die Staats- und Beamtenhaftung in der Schweiz mit Kommentar zum zÃ¼rcherischen Haftungsgesetz, 2. A., ZÃ¼rich 1985, S. 52).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span>Wenn blosse VermÃ¶gens­schÃ¤den â welche keine Verletzung eines absoluten Rechts darstellen â oder SchÃ¤den infolge eines Rechtsakts behauptet werden, gilt ein Verhalten im Staatshaftungsrecht nur dann als widerrechtlich, wenn es gegen ge­schrie­bene oder unge­schriebene Gebote oder Verbote der Rechtsordnung verstÃ¶sst, die dem Schutz des verletzten Rechtsguts dienen (BGE 123 II 577 E. 4d/aa-dd, mit zahlreichen weitern Hinweisen; VGr, 25. August 1997, ZBl 99/1998 S. 474 E. 3 a.A.; Tobias Jaag, Verwaltungsrecht des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Rz. 2114). In diesem Fall ist das Ver­hal­ten eines oder einer staatlichen Angestellten nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts dann widerrechtlich, wenn er bzw. sie in AusÃ¼bung der amt­lichen Befugnis ei­nen besonderen Fehler begeht. Ein solcher liegt nicht bereits dann vor, wenn sich ein Rechtsakt spÃ¤ter als unrichtig, gesetzwidrig oder sogar willkÃ¼rlich erweist; haftungs­be­grÃ¼ndende Wider­recht­lich­keit ist in diesem Fall vielmehr erst dann gegeben, wenn eine fÃ¼r die AusÃ¼bung der Funktion wesentliche Pflicht, eine wesentliche Amtspflicht, ver­letzt wird (BGr, 3. Juli 2003, 2C.4/1999, E. 7.1, und 2C.5/1999, E. 6.1, je mit weitern Hinweisen, www.bger.ch; BGE 120 Ib 248 E. 2b, 119 Ib 208 E. 5a). Es muss sich um eine Fehlleistung handeln, die pflichtbewussten Angestellten oder BehÃ¶rdenmitgliedern nicht unterlaufen wÃ¤re (BGE 119 Ib 208 E. 5b; Tobias Jaag, Staats­haftung nach dem Entwurf fÃ¼r die Revision und Vereinheitlichung des Haftplichtrechts, ZSR 122/2003 II, S. 3 ff., 63). Im kantonalzÃ¼rche­rischen Recht schrÃ¤nkt § 6 Abs. 2 HaftungsG die Haftung fÃ¼r Entscheide, die im Rechtsmittelverfahren geÃ¤ndert werden, sogar auf FÃ¤lle arglistigen Handelns der Vorinstanz ein, wobei abweichende spezielle Normen vorbehalten bleiben (§ 5 Abs. 1 HaftungsG; vgl. etwa § 18 Abs. 3 PG und § 80 Abs. 2 VRG). Die PrÃ¼fung des Verhaltens des oder der betreffenden Angestellten ist ex ante, nicht ex post vorzunehmen (BGE 120 Ib 411 E. 4c/aa; Jaag, Staatshaftung, S. 62).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.4 </span></b><span>Zu den vom BeschwerdefÃ¼hrer bemÃ¤ngelten Aussagen in der ursprÃ¼nglichen Fassung des Arbeitszeugnisses vom 19. Mai 2000 ist Folgendes auszufÃ¼hren:</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.4.1 </span></b><span>Zu Recht beanstandet der BeschwerdefÃ¼hrer, dass die Einstellung im Amt und das Rechtsmittelverfahren im Arbeitszeugnis erwÃ¤hnt wurden (vgl. VGr, 10. Juli 2002, ZBl 104/2003 S. 185, E. 10d/dd S. 223 [Leitsatz in RB 2002 Nr. 132]; Susanne Janssen, Die Zeugnispflicht des Arbeitgebers, </span><span>Bern</span><span> 1996, S. 123 f., 134 [zur Frei­stellung]). Zudem ist der Satz, dass das ArbeitsverhÃ¤ltnis gemÃ¤ss dem Entscheid des Verwaltungsgerichts "ordentlich zu kÃ¼ndigen gewesen" wÃ¤re, unzutreffend: Er unterstellt dem Gericht die Ansicht, dem BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤tte ordentlich gekÃ¼ndigt werden <i>mÃ¼ssen</i>, wÃ¤hrend es nur festgehalten hat, dem BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤tte ohne weiteres ordentlich gekÃ¼ndigt werden <i>kÃ¶nnen </i>(VGr, 22. MÃ¤rz 2000, PB.1999.00021, E. 5b, www.vgrzh.ch).</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.4.2 </span></b><span>Was die ebenfalls bemÃ¤ngelte Nennung der "FÃ¼hrungs- und Kommunikations­proble­me" des BeschwerdefÃ¼hrers betrifft, so wurden diese, gestÃ¼tzt auf eine psychologische Eig­nungsuntersuchung, auch vom Verwaltungsgericht bestÃ¤tigt (VGr, 22. MÃ¤rz 2000, PB.1999.00021, E. 4c/aa+h, www.vgrzh.ch). Selbst der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¤umt letztlich ein, dass er seine FÃ¼hrungsqualitÃ¤ten nur in einem "kongenialen Umfeld" entfalten kÃ¶nne, womit er sie entscheidend relativiert. Weil der Grundsatz des Wohlwollens seine Schranke an der Wahrheitspflicht findet, darf und muss ein Zeugnis auch ungÃ¼nstige Tatsachen und Bewertungen enthalten, sofern diese charakte­ristisch sind und nicht bloss einmalige VorfÃ¤lle oder UmstÃ¤nde betreffen (BGr, 17. Juli 2002, 2A.118/2002, E. 2.2, www.bger.ch). Im vorliegenden Fall durfte daher grundsÃ¤tzlich auf FÃ¼hrungsprobleme verwiesen werden, ohne dass allerdings der Eindruck hÃ¤tte erweckt werden dÃ¼rfen, diese hÃ¤tten wÃ¤hrend der gesamten Arbeitsdauer bestanden. (Die Formulierung, die Probleme seien 1997 "sichtbar" geworden, suggeriert, dass sie bereits vorher geschwelt hÃ¤tten, was aber im Widerspruch zur 1996 erfolgten Qualifikation als "sehr gut" steht und wofÃ¼r auch keine Anzeichen bestehen; vgl. VGr, 22. MÃ¤rz 2000, PB.1999.00021, E. 4f/aa, www.vgrzh.ch.) Wahrheitswidrig und unzulÃ¤ssig war sodann der Hinweis, dass diese Probleme zur Einstellung in den Dienstverrichtungen und zur Auf­lÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses gefÃ¼hrt hÃ¤tten: Zum einen machten die FÃ¼hrungsmÃ¤ngel zu jenem Zeitpunkt eine KÃ¼ndigung nicht notwendig, wÃ¤re ihnen doch im Sinn des VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzips zuerst mit einem Coaching zu begegnen gewesen (VGr, 22. MÃ¤rz 2000, PB.1999.00021, E. 4f/aa+h, www.vgrzh.ch). Zum andern dÃ¼rfen der Grund fÃ¼r die Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses und die Motive dafÃ¼r gegen den Willen des oder der Arbeitnehmenden ohnehin nur erwÃ¤hnt werden, wenn sie zur WÃ¼rdigung des Gesamtbilds beitragen, was bedeutet, dass nur KÃ¼ndigungsgrÃ¼nde von einigem Gewicht zu nennen sind (VGr, 10. Juli 2002, ZBl 104/2003 S. 185, E. 10d/dd S. 223 mit Hinweisen [Leitsatz in RB 2002 Nr. 132]). Un­statt­haft war weiter der Vorwurf, die "zuvor offene und umgÃ¤ngliche Art" des BeschwerdefÃ¼hrers habe in "Ã¶ffentlich geÃ¤usserte Kritik" ausgemÃ¼ndet, nachdem das Verwaltungsgericht das Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers gegenÃ¼ber der Ãffent­lichkeit als im Wesentlichen rechtmÃ¤ssig qualifiziert hatte (VGr, 22. MÃ¤rz 2000, PB.1999.00021, E. 4g/bb+cc, www.vgrzh.ch; vgl. allerdings auch a.a.O., E. 7b).</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.4.3 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer beanstandet weiter den Satz, er habe sich "aus Sicht der Direktion immer wieder schwer damit [getan], die operative Sachbearbeitung zu delegieren und den Mitarbeitenden das damit verbundene Vertrauen entgegenzubringen". Dabei macht er allerdings nicht geltend, der Satz sei unwahr, sondern zieht diesen vielmehr als Beleg dafÃ¼r heran, dass der "Eindruck eines fachlich zwar versierten, menschlich und fÃ¼h­rungsmÃ¤ssig jedoch Ã¼berforderten Kreiskommandanten" erweckt werde. In der definitiven Version des Arbeitszeugnisses wird Ã¼ber den Umgang des BeschwerdefÃ¼hrers mit den Mitarbeitenden geschwiegen. Das Verwaltungsgericht stellte im Zusammenhang mit den FÃ¼hrungsdefiziten "Fehlverhalten gegenÃ¼ber Unterstellten" fest (VGr, 22. MÃ¤rz 2000, PB.1999.00021, E. 4h, www.vgrzh.ch). Sollte der betreffende Satz dieses "Fehlverhalten" wahrheitsgemÃ¤ss umschreiben, kÃ¶nn­te er in AbwÃ¤gung zwischen Wahrheitspflicht und Gebot des Wohlwollens ebenfalls noch als zulÃ¤ssig gelten.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.4.4 </span></b><span>Weshalb die Formulierung, der BeschwerdefÃ¼hrer habe "gute Kontakte zu den BehÃ¶rden und Amtsstellen" gepflegt, unterstellen soll, er habe allzu viel Zeit fÃ¼r die Pflege dieser Kontakte aufgewendet, ist nicht ersichtlich. Zweifelhaft erscheint dagegen die Formulierung, der BeschwerdefÃ¼hrer habe es verstanden, "in der Ãffentlichkeit be­stimmt und selbstbewusst aufzutreten und die MilitÃ¤rverwaltung wÃ¼rdig zu re­prÃ¤sentieren" â wobei die Wendung, der BeschwerdefÃ¼hrer sei imstande, "wÃ¼rdig zu reprÃ¤sentieren", auch im Arbeitszeugnis vom 22. November 2001 enthalten ist und daher gemÃ¤ss § 21 Abs. 1 Haf­tungsG vom Verwaltungsgericht nicht Ã¼berprÃ¼ft werden kann. Vor allem in Zusammenhang mit dem folgenden Satz, der BeschwerdefÃ¼hrer habe sich im "gesellschaftlichen Leben der Stadt X â¦ als Kreiskommandant einen festen Platz" verschafft, kÃ¶nnte fast der Eindruck entstehen, der BeschwerdefÃ¼hrer habe seine Stellung benutzt, um als SalonlÃ¶we auftreten zu kÃ¶nnen.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.4.5 </span></b><span>Zutreffend ist schliesslich der Vorwurf des BeschwerdefÃ¼hrers, sein Werdegang sei nicht vollstÃ¤ndig wiedergegeben worden, indem seine TÃ¤tigkeit als stellvertretender Kreis­kommandant von 1984 bis 1989 nicht genannt wurde. Gerade wenn die FÃ¼hrungsqualitÃ¤ten des BeschwerdefÃ¼hrers als Kreiskommandant in Frage gestellt werden, ist es â entgegen der Ansicht des Beschwerdegegners â fÃ¼r das Gesamtbild von Bedeutung, wie er sich eine Hierarchiestufe tiefer, als Stellvertreter, bewÃ¤hrt hat.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.4.6 </span></b><span>Die weitern Vorbringen des BeschwerdefÃ¼hrers betreffen Stellen, in denen die Direktion ihr Ermessen nicht Ã¼berschritten hat. Zusammenfassend kann jedoch festgehalten werden, dass das Arbeitszeugnis vom 19. Mai 2000 teilweise den GrundsÃ¤tzen der Wahrheit, des Wohlwollens und der VollstÃ¤ndigkeit widersprach.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.5 </span></b><span>Aus diesen MÃ¤ngeln des Arbeitszeugnisses kann nicht ohne weiteres auf Widerrechtlichkeit im haftungsrechtlichen Sinn geschlossen werden. </span><span>Ob</span><span> hier eine Amtspflichtver­letzung und damit haftungsrechtlich relevante Widerrechtlichkeit im Sinn der Bundesgerichtspraxis anzunehmen wÃ¤re, ist jedoch nicht die entscheidende Frage, wenn gemÃ¤ss § 6 Abs. 2 HaftungsG Arg­list als Voraussetzung einer Schadenersatzzahlung gegeben sein muss. Dies ist gemÃ¤ss der genannten Bestimmung der Fall, wenn ein "Entscheid im Rechtsmittelverfahren geÃ¤ndert" wurde.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.5.1 </span></b><span>Das Arbeitszeugnis gilt nicht als VerfÃ¼gung; aufgrund des Rechtsschutzinteresses fassen Praxis und Lehre jedoch den Entscheid der AnstellungsbehÃ¶rde Ã¼ber die von der Arbeitnehmerin bzw. vom Arbeitnehmer beantragte Ãnderung des Arbeitszeugnisses als anfechtbare VerfÃ¼gung auf (VGr, 10. Juli 2002, ZBl 104/2003 S. 185, E. 10a mit weitern Hinweisen; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 74 N. 6). Diese Differenzierung spricht allerdings nicht gegen die Anwendbarkeit von § 6 Abs. 2 HaftungsG: Massgebend ist nicht der VerfÃ¼­gungscharakter, sondern die Anfechtbarkeit des fraglichen Akts, soll doch der Staats­haf­tungsprozess gegenÃ¼ber dem Anfechtungsverfahren subsidiÃ¤r sein. PrimÃ¤r soll eine SchÃ¤di­gung mit der Aufhebung des fehlerhaften Entscheids im Rechtsmittelverfahren von vornherein verhindert werden (vgl. Franz SchÃ¶n, Staatshaftung als Verwaltungsrechts­schutz, Basel/Stuttgart 1979, S. 47 ff., 81). Da der Rechtsweg gegen das Arbeitszeugnis offen steht, besteht kein Anlass, die Haftung fÃ¼r VerfÃ¼gungen Ã¼ber Arbeitszeugnisse gegenÃ¼ber der Haftung fÃ¼r andere Rechtsakte zu erleichtern. Die besondere Ausgestaltung des Rechtsschutzes gegenÃ¼ber dem Arbeitszeugnis bringt einzig mit sich, dass der mass­geb­liche Zeitraum fÃ¼r die PrÃ¼fung der Arglist im vorliegenden Fall erst am 2. Mai 2001 â dem Tag, an dem die Ablehnung der AntrÃ¤ge zur Ãnderung des Arbeitszeugnisses in VerfÃ¼gungsform festgehalten wurde â endet.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.5.2 </span></b><span>Die fragliche VerfÃ¼gung wurde nicht in einem Rechtsmittelverfahren, sondern wie­der­erwÃ¤gungsweise aufgehoben. Auch dies ist nicht relevant: Zwar bezieht sich § 6 Abs. 2 HaftungsG nach seinem Wortlaut nur auf Entscheide, die "im Rechtsmittelverfahren geÃ¤ndert" wurden. Daraus lÃ¤sst sich jedoch nicht mehr ablesen, als dass einerseits das Anfechtungsverfahren dem Staatshaftungsprozess vorgehen soll und dass anderseits die Aufhebung eines Entscheids im Rechtsmittelverfahren die ordentliche Form der Feststellung von dessen ursprÃ¼nglicher Fehlerhaftigkeit ist. Die Aufhebung einer VerfÃ¼gung infolge einer WiedererwÃ¤gung ist daher unter § 6 Abs. 2 HaftungsG zu subsumieren.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.5.3 </span></b><span>Der in § 6 Abs. 2 HaftungsG verwendete Begriff "arglistig" hat verschiedene Bedeutungen; namentlich wird "Arglist" vom Bundesgesetzgeber teilweise auch als Synonym fÃ¼r "Vorsatz" verwendet (Andreas von Tuhr/Hans Peter, Allgemeiner Teil des Schweizerischen Obligationenrechts, Bd. I, 3. A., ZÃ¼rich 1979, S. 427 Fn. 4). Aus den parlamentarischen Beratungen zum Haftungsgesetz ergibt sich jedoch, dass der ganz bewusst gesetzte Begriff eine "qualifizierte Form des Vorsatzes" bezeichnen soll (vgl. Prot. KR 1967-1971, Bd. II, S. 2364 ff., besonders 2372 [Votum JÃ¤ckli] und 2375 [Votum Nehrwein]; Schwarzenbach, S. 182). Dies folgt auch aus einem Vergleich mit § 6 Abs. 3 HaftungsG, wo von "Vorsatz oder grober FahrlÃ¤ssigkeit" die Rede ist. Offen bleiben allerdings sowohl Art und Ausmass der Qualifikation als auch das Bezugsobjekt: Es fragt sich, ob der qualifizierte Vorsatz sich "nur" auf den Erlass eines fehlerhaften Rechtsakts oder sogar auf die SchÃ¤­digung beziehen muss (fÃ¼r Letzteres: Balz Gross, Die Haftpflicht des Staates, ZÃ¼rich 1996, S. 164). So oder so dÃ¼rfte die Arglist in aller Regel hÃ¶chst schwierig nachzuweisen sein. Auch im vorliegenden Fall wird nicht einmal dargetan, dass das Arbeitszeugnis vorsÃ¤tzlich mangelhaft abgefasst worden wÃ¤re. Die beantragte EntschÃ¤­di­gung wird daher, soweit sie fÃ¼r die inhaltlichen MÃ¤ngel des Arbeitszeugnisses vom 19. Mai 2000 ausgesprochen werden soll, bereits von § 6 Abs. 2 HaftungsG ausgeschlossen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.6 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer leitet einen Schadenersatzanspruch auch daraus ab, dass ihm das korrekte Arbeitszeugnis nur mit VerzÃ¶gerung ausgestellt worden sei. Die Vorinstanz und der Beschwerdegegner wenden dagegen ein, die VerzÃ¶gerung sei in erster Linie auf das Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers zurÃ¼ckzufÃ¼hren. Die RechtsverzÃ¶gerung ist haf­tungsrechtlich dem fehlerhaften Entscheid nicht gleichzustellen.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.6.1 </span></b><span>Nach der bundesgerichtlichen Praxis findet auf die Haftung fÃ¼r Rechtsverweigerung und ‑verzÃ¶gerung (im Fall von VermÃ¶gensschÃ¤den) nicht die Rechtsprechung zur Widerrechtlichkeit von Rechtsakten Anwendung; es gilt vielmehr der allgemeine staatshaftungsrechtliche Begriff der Widerrechtlichkeit. Demnach ist Widerrechtlichkeit zu bejahen, wenn ein Gebot oder Verbot der Rechtsordnung verletzt wird, das dem Schutz des verletzten Rechtsguts dient. Die UntÃ¤tigkeit oder VerfahrensverzÃ¶gerung verletzt Verfahrensgarantien, die dem Schutz des Anspruchs der Rechtsuchenden auf einen Entscheid innert angemessener Frist dienen. Im Fall einer RechtsverzÃ¶gerung ist die Widerrechtlichkeit daher gegeben (BGE 107 Ib 160 E. 3d; vgl. auch Michael Fajnor, Staatliche Haftung fÃ¼r rechtmÃ¤ssig verursachten Schaden, ZÃ¼rich 1987, S. 35 f.; Gross, S. 135; SchÃ¶n, S. 78 f.; Schwarzenbach, S. 72). Es bestehen keine Anhaltspunkte â etwa im Wortlaut von § 6 Abs. 2 HaftungsG oder in den Materialien â dafÃ¼r, dass Arglist im kantonalzÃ¼rcherischen Recht auch fÃ¼r den Schadenersatz wegen Rechtsverweigerung und -verzÃ¶gerung voraus­zusetzen wÃ¤re. Es spricht auch nicht fÃ¼r die Unterstellung der Haftung fÃ¼r Rechtsverweigerung und ‑verzÃ¶gerung unter § 6 Abs. 2 HaftungsG, dass â zumindest im Bundesver­waltungsprozess â das Anfechtungsverfahren gegen Rechtsverweigerungen und -verzÃ¶ge­rungen geÃ¶ffnet wird, indem eine VerfÃ¼gung fingiert wird (vgl. KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 48 f.): Im Gegensatz zu inhaltlichen MÃ¤ngeln eines Rechtsakts kann der Zeitablauf von vornherein nicht mehr rÃ¼ckgÃ¤ngig gemacht werden. Daher rechtfertigt es sich, Rechtsverweigerungen und ‑verzÃ¶gerungen nicht den strengeren Anforderungen von § 6 Abs. 2 HaftungsG zu unterstellen, sondern der diesbezÃ¼glichen bundesgerichtlichen Praxis zu folgen.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.6.2 </span></b><span>Entgegen der Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers sind unter dem Ge­sichtspunkt der RechtsverzÃ¶gerung nur die reine Verfahrensdauer und die GrÃ¼nde dafÃ¼r zu beachten. Die schÃ¤rferen Haftungsvoraussetzungen von § 6 Abs. 2 HaftungsG fÃ¼r inhaltliche MÃ¤ngel von Rechtsakten wÃ¼rden umgangen, wenn jeweils bereits deswegen eine RechtsverzÃ¶­gerung angenommen wÃ¼rde, weil es der verfÃ¼genden Instanz bis zum Abschluss eines Rekursverfahrens mÃ¶glich ist, die MÃ¤ngel ihrer VerfÃ¼gung zu bemerken und die VerfÃ¼gung in WiedererwÃ¤gung zu ziehen.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.6.3 </span></b><span>Zur AbklÃ¤rung, ob eine RechtsverzÃ¶gerung vorliegt, ist der Ablauf der Angelegenheit ab der Einforderung eines korrekten Vollzeugnisses vom 27. April 2000 bis zur Ausstellung der korrigierten Fassung vom 22. November 2001 nÃ¤her zu untersuchen. Ausser Betracht bleiben kann der Zeitraum bis zum Verwaltungsgerichtsurteil vom 22. MÃ¤rz 2000 (PB.1999.00021, www.vgrzh.ch), da erst mit dessen Rechtskraft eine verbindliche Beur­teilung der zeugnisrelevanten AuflÃ¶sung des Arbeitsver­hÃ¤ltnisses vorlag. So hatte auch der Rechtsvertreter des BeschwerdefÃ¼hrers am 17. September 1999 auf die Zusendung einer blossen ArbeitsbestÃ¤tigung mit den Worten reagiert, er habe die AusfÃ¼hrungen der Direktion betreffend Arbeitszeugnis zur Kenntnis genommen und seinem Mandanten empfohlen, den Ausgang des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens abzuwarten. Nicht von Belang ist dagegen in diesem Zusammenhang das Datum des 1. Oktober 2000, ab welchem sich laut dem BeschwerdefÃ¼hrer der angebliche Schaden verwirklicht hat, hÃ¤tte doch ein allfÃ¤lliger Schadenseintritt ab diesem Datum auch durch frÃ¼here UntÃ¤tigkeit herbeigefÃ¼hrt werden kÃ¶nnen.</span></p> <p class="Urteilstext">Am 19. Mai 2000 stellte die Direktion erstmals ein Arbeitszeugnis aus. Nach einem Telefonat am 27. Mai 2000 unterbreitete der Rechtsvertreter des BeschwerdefÃ¼hrers der Direktion mit Schreiben vom 30. Juni 2000 zwei abweichende Varianten eines Arbeitszeugnisses. Mit Schreiben vom 12. Juli 2000 teilte die Direktion mit, dass sie nach RÃ¼cksprache mit der Direktionsvorsteherin am ausgestellten Arbeitszeugnis festhalte. Am 7. November 2000 liess der BeschwerdefÃ¼hrer eine rekursfÃ¤hige VerfÃ¼gung anfordern, wies aber gleichzeitig auf seine "Bereitschaft zu einem konstruktiven GesprÃ¤ch" hin. Mit Schreiben vom 27. November 2000 ersuchte die Direktion "um etwas Geduld", damit sie RÃ¼cksprache mit dem Personalamt der Finanzdirektion nehmen kÃ¶nne. Am 12. Januar 2001 teilte sie mit, dass sie aufgrund der Wahrheitspflicht nicht auf die vom BeschwerdefÃ¼hrer unterbreiteten Varianten eingehen kÃ¶nne, bot jedoch einige Ãnderungen des ursprÃ¼nglichen Zeugnisses an. Nach einer telefonischen Besprechung vom 28. Februar 2001 modifizierte der Rechtsvertreter des BeschwerdefÃ¼hrers mit Schreiben vom 12. April 2001 an die Direktion seine AntrÃ¤ge und hielt fest, dass er "bis Ende April 2001 eine entsprechende formelle ErÃ¶ffnung" erwarte, wenn die Direktion am Arbeitszeugnis vom 19. Mai 2000/12. Januar 2001 festhalten wolle. Hierauf be­zeich­nete die Direktion mit Schreiben vom 2. Mai 2001 das Arbeitszeugnis vom 19. Mai 2000 als rekursfÃ¤hige VerfÃ¼gung und erÃ¶ffnete die Rechtsmittelfrist. Parallel zum Rekursverfahren, das mit Eingabe vom 5. Juni 2001 eingelei­tet wurde, gingen die Vergleichsverhandlungen weiter; sie fÃ¼hrten schliesslich zur Besprechung vom 22. Oktober 2001, zur WiedererwÃ¤gung vom 22. November 2001 und zur Abschreibung des Rekursverfahrens in der Hauptsache wegen Gegenstandslosigkeit mit Beschluss vom 19. Februar 2002.</p> <p class="Urteilstext">Unter diesen UmstÃ¤nden kann der Direktion keine RechtsverzÃ¶gerung vorgeworfen werden (vgl. auch § 4a VRG). Sie hat auf die AntrÃ¤ge des BeschwerdefÃ¼hrers jeweils inner­halb von zwei bis drei Wochen reagiert und auch die Varianten vom 12. Januar 2001 innert nÃ¼tzlicher Frist ausgearbeitet. Dagegen liess der BeschwerdefÃ¼hrer die Sache namentlich zwischen dem 12. Juli und dem 7. November 2000 sowie zwischen dem 12. Januar und dem 12. April 2001 (ohne BerÃ¼cksichtigung der telefonischen Besprechung vom 28. Fe­bruar 2001), insgesamt also rund sieben Monate, auf sich beruhen. Dass eine rekursfÃ¤hige VerfÃ¼gung erst rund ein Jahr nach der Einreichung des Antrags auf ein korrektes Vollzeugnis erfolgte, geht somit zu einem geringeren Teil auf die Erarbeitung von VergleichsvorschlÃ¤gen und zum grÃ¶sseren Teil auf die PassivitÃ¤t des BeschwerdefÃ¼hrers zurÃ¼ck; der Direktion ist keine RechtsverzÃ¶gerung und damit kein widerrechtliches Verhalten vorzuwerfen. Ebenso wenig ist dem Regierungsrat vorzuhalten, dass er in den rund vier­einhalb Monaten zwischen Rekurseingabe und Einigung der Parteien noch keinen Rekursentscheid fÃ¤llte (vgl. § 27a VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 27a N. 8; vgl. im Ãbrigen auch § 7 HaftungsG und dazu BGE 107 Ib 155).</p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>ErgÃ¤nzend ist festzuhalten, dass auch weder ein Schaden noch ein adÃ¤quater Kausalzusammenhang zwischen dem beanstandeten staatlichen Handeln bzw. Unterlassen und einer allfÃ¤lligen VermÃ¶gensschÃ¤digung dargetan wurden.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer nimmt einen Schaden an, weil er fÃ¼r die Suche nach einer besser bezahlten Stelle auf ein korrektes Arbeitszeugnis angewiesen gewesen sei. Er beruft sich dabei auf das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 22. MÃ¤rz 2000. Dieses ging davon aus, dass der BeschwerdefÃ¼hrer im Fall einer ordentlichen KÃ¼ndigung eine besser bezahlte Stelle als die inzwischen angetretene hÃ¤tte finden kÃ¶nnen. Insofern sei ihm, bis die Folgen der Rehabilitierung durch das verwaltungsgerichtliche Urteil eintrÃ¤ten, ein Schaden entstanden, der in analoger Anwendung von Art. 42 Abs. 2 OR zu schÃ¤tzen sei (PB.1999.00021, E. 6b, www.vgrzh.ch; vgl. auch Chambre d'appel des prud'hommes de GenÃ¨ve, 2. Juni 1999, JAR 2000 S. 287, E. 3).</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>5.1.1 </span></b><span>Nach der Praxis des Bundesgerichts enthÃ¤lt Art. 42 Abs. 2 OR eine bundesrechtliche Beweisvorschrift, die den GeschÃ¤digten den Schadensnachweis erleichtern soll. In FÃ¤llen, in denen der strikte Nachweis des Schadens ausgeschlossen ist, gestattet die Be­stimmung dem Gericht, den Schaden aufgrund einer blossen SchÃ¤tzung als ausgewiesen zu betrachten. Art. 42 Abs. 2 OR ist nicht nur bei UnmÃ¶glichkeit des ziffernmÃ¤ssigen Nachweises der SchadenshÃ¶he, sondern auch dann anwendbar, wenn sich nicht strikte beweisen lÃ¤sst, dass Ã¼berhaupt ein Schaden eingetreten ist. Umgekehrt soll den GeschÃ¤digten die Beweislast nicht generell abgenommen werden. Sie haben nach wie vor alle UmstÃ¤nde, die fÃ¼r den Eintritt eines Schadens sprechen und dessen AbschÃ¤tzung erlauben oder erleichtern, soweit mÃ¶glich und zumutbar zu behaupten und zu beweisen. Die vorgebrachten UmstÃ¤nde mÃ¼ssen geeignet sein, den Bestand des Schadens hinreichend zu belegen und seine GrÃ¶ssenordnung hinreichend fassbar werden zu lassen. Die Zusprechung von Schadenersatz setzt voraus, dass der Eintritt des geltend gemachten Schadens nicht bloss im Bereich des MÃ¶glichen liegt, sondern als annÃ¤hernd sicher erscheint (BGE 122 III 219 E. 3a; Katharina Schoop in: Jolanta Kren Kostkiewicz et al. [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizerischen Obligationenrecht, ZÃ¼rich 2002, Art. 42 N. 8 f.).</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>5.1.2 </span></b><span>Dieser Substanziierungspflicht kommt der BeschwerdefÃ¼hrer nicht nach. So macht er keine BemÃ¼hungen um eine besser bezahlte Arbeitsstelle geltend. Zwar behauptet er, solche wÃ¤ren aufgrund des negativen Arbeitszeugnisses vom 19. Mai 2000 von vornherein aussichtslos gewesen. Auch in den Ã¼ber zwei Jahren seit der Ausstellung des korrigierten Arbeitszeugnisses vom 22. November 2001 hat der Be­schwer­defÃ¼hrer jedoch keine ersichtlichen Anstalten unternommen, eine bes­ser bezahlte Arbeits­stelle zu finden. Solche Versuche werden auch nicht geltend gemacht. Der BeschwerdefÃ¼hrer vermag demnach nicht darzutun, dass ihm durch das Arbeitszeugnis vom 19. Mai 2000 ein Schaden entstanden ist.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b><span>Im Ãbrigen wÃ¼rde es ohnehin am Nachweis eines adÃ¤quaten Kausalzusammenhangs fehlen.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>5.2.1 </span></b><span>Zum einen hÃ¤tte der BeschwerdefÃ¼hrer nachzuweisen, dass allfÃ¤llige Ablehnungen von Stel­lenbewerbungen gerade wegen der unzulÃ¤ssigen Stellen im Arbeitszeugnis vom 19. Mai 2000 erfolgt wÃ¤ren. Wie er selber ausfÃ¼hrt, waren die Chancen eines ehemaligen Kreiskommandanten, "dem im Arbeitszeugnis explizit menschliche und fÃ¼hrungs­mÃ¤ssige Defizite vorgeworfen" wÃ¼rden, auf dem Arbeitsmarkt gering. Der Hinweis auf FÃ¼hrungsdefizite im Arbeitszeugnis wÃ¤re jedoch zulÃ¤ssig gewesen (vorn 4.4.2 f.), und jedenfalls hÃ¤tte die Wahrheitspflicht dem Beschwerdegegner untersagt, sich zu den FÃ¼h­rungseigenschaften des BeschwerdefÃ¼hrers uneingeschrÃ¤nkt lobend zu Ã¤ussern. Der Be­schwerdefÃ¼hrer hatte demnach keinen Anspruch auf ein vorbehaltlos positives Zeugnis, und auch mit einem korrekten Arbeitszeugnis wÃ¤re eine allfÃ¤llige Suche nach einer besser bezahlten Stelle schwie­rig gewesen. Eine Leitungsfunktion hÃ¤tte der BeschwerdefÃ¼hrer mit einem Zeugnis, das sich nicht restlos positiv zu seinen FÃ¼hrungsqualitÃ¤ten geÃ¤ussert hÃ¤tte, ohnehin kaum erhalten. Demzufolge bestÃ¼nde kein adÃ¤quater Kausalzusammenhang zwischen den inhaltlichen MÃ¤ngeln des Arbeitszeugnisses vom 19. Mai 2000 und einem allfÃ¤lligen Schaden (vgl. auch Tomas Poledna, Arbeitszeugnis und Referenz­auskÃ¼nfte des Arbeitgebers im Ã¶ffentlichen Dienst, ZBl 104/2003, S. 169 ff., 183; OGr, 6. MÃ¤rz 1997, ZR 99/2000 Nr. 80).</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>5.2.2 </span></b><span>Zum andern spricht im Fall des BeschwerdefÃ¼hrers ein weiterer Umstand gegen einen adÃ¤quaten Kausalzusammenhang zwischen den MÃ¤ngeln des Arbeitszeugnisses vom 19. Mai 2000 und einem allfÃ¤lligen Schaden: Die vorzeitige Entlassung des BeschwerdefÃ¼hrers und auch das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 22. MÃ¤rz 2000 (PB.1999.00021, www.vgrzh.ch) erregten Aufsehen in der Ãffentlichkeit und wurden von den Medien verbreitet. Es ist daher nicht davon auszugehen, dass bei allfÃ¤lligen Stellenbewerbungen des BeschwerdefÃ¼hrers einzig das Arbeitszeugnis Beachtung gefunden hÃ¤tte. Vielmehr wÃ¤ren die gesamten </span><span>UmstÃ¤nde</span><span> </span><span>des</span><span> </span><span>Falls</span><span> und namentlich auch die teilweise Rehabilitierung des BeschwerdefÃ¼hrers im genannten Urteil berÃ¼cksichtigt worden.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Zusammenfassend: Die Voraussetzungen der Zusprechung von Schadenersatz sind nicht gegeben. Was die MÃ¤ngel des Arbeitszeugnisses betrifft, so wurde keine Arglist im Sinn von § 6 Abs. 2 HaftungsG dargetan, wÃ¤hrend es in Bezug auf die Dauer des Verfahrens bereits an der Widerrechtlichkeit fehlt. Zudem wurde weder ein Schaden noch ein adÃ¤quater Kausalzusammenhang zwischen dem fraglichen staatlichen Handeln bzw. Unterlassen und einem allfÃ¤lligen Schaden dargetan. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b><span>7. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Da der Streitwert des vorliegenden Verfahrens nicht unter Fr. 20'000.- liegt, sind laut § 80b VRG Gerichtskosten zu erheben. Diese sind dem unterliegenden Beschwerde­fÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 80c in Verbindung mit §§ 70 und 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihm angesichts des Verfahrensausgangs nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG). </span>Auch dem obsiegenden Beschwerdegegner ist eine Partei­entschÃ¤digung zu verweigern: Die Beantwortung von Rechtsmitteln in ihrem Fachbereich gehÃ¶rt grundsÃ¤tzlich zu den angestammten Aufgaben der staatlichen Verwaltung; angesichts dessen kann nicht gesagt werden, der vorliegende Fall hÃ¤tte fÃ¼r den Beschwerdegegner besondere Anforderungen an die rechtsgenÃ¼gende Darstellung komplizierter Sachverhalte oder schwieriger Rechtsfragen gestellt (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG).</p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><a id="Text12"></a>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. <a id="Text1">2'500.-</a>-; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'600.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="MsoNormal">5. â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>