A bteilung IV D -4699/2006/sch/um k {T 0/2} U rte il v o m 2 7 . S e p te m b e r 2 0 0 7 R ichter H ans Schürch (Vorsitz), R ichter D aniel Schm id, R ichterin M adeleine H irsig-Vouilloz, G erichtsschreiberin Katarina U m egbolu. 1. A._______, geboren (...), Serbien, 2. B._______, geboren (...), Serbien, vertreten durch R echtsanw alt D r. C hristian Schm id, (...), Beschw erdeführer, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Asyl und W egw eisung; Verfügung des BFM vom 6. Juli 2005 / (...). B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandD -4699/2006 Sachverhalt: A . D ie Bescherdeführer, ethnische Albaner m it letztem W ohnsitz in Z._______, Provinz Kosovo, verliessen Serbien eigenen Angaben zufolge am (...) Juni 2005 und gelangten über Albanien und Italien herkom m end am (...) Juni 2005 in die Schw eiz, w o sie gleichentags im Em pfangszentrum Z._______ um Asyl nachsuchten. D ort w urden die Beschw erdeführer durch das BFM am (...) Juni 2005 sum m arisch befragt und am (...) Juni 2005 zu ihren Asylgründen und dem R eisew eg direkt angehört. B . Anlässlich der Anhörungen m achten die Beschw erdeführer im W esent- lichen geltend, ihr H eim atland aus Angst vor Ü bergriffen regierungskri- tischer Personen verlassen zu haben. D ie Beschw erdeführer führten diesbezüglich aus, ihre fünf erw achsenen Kinder, drei Söhne und zw ei Töchter, seien alle in der Schw eiz w ohnhaft. Ein Sohn, C ._______, sei (...) der Zeitung "S._______", w elche unter anderem in der Schw eiz und im Kosovo erscheine und in ihrer ideologischen Ausrichtung den Ansichten der politischen Partei Lidjha D em okratike e Kosovës (LD K, D em ocratic League of Kosova) nahe stehe. Am (...) 2002 sei gegen den vorgenannten und im Kanton Z.______ w ohnhaften Sohn ein Anschlag m it einer Paketbom ben versucht w orden, w elcher im letzten M om ent habe vereitelt w erden können. D ie (...) habe diesbezüglich eine U ntersuchung durchgeführt. Vier w eitere Journalisten der Zeitung "S._______" hätten indessen w eniger G lück gehabt und seien bis Juni 2005 bei diversen M ordanschlägen um s Leben gekom m en. Auch gegen sie, die Beschw erdeführer, hätten U nbekannte Anschläge verübt, w obei einm al Steine auf ihr G rundstück in Z._______ gew orfen w orden seien und im Februar/M ärz 2005 in ihr H aus eingebrochen w orden sei. Ferner habe die Beschw erdeführerin zirka im M ai 2005 zw ei bis drei D rohanrufe auf ihr M obiltelefon erhalten, deren U rheber ihr nicht bekannt gew esen seien. Abgesehen von ihrer an- tikom m unistischen G esinnung hätten sie sich jedoch nie politisch aktiv betätigt. Vor allem hätten sie befürchtet, dass im Falle ihrer Tötung die Söhne an ihre Beerdigung nach Serbien kom m en und dabei um ge- bracht w ürden. D er ausschlaggebende G rund für ihre Ausreise sei schliesslich die Erm ordung des Journalisten D ._______ anfangs Juni 2005 gew esen, w elcher für die "S._______" geschrieben habe. S eite 2D -4699/2006 Als N achw eis ihrer Identität reichte der Beschw erdeführer seinen jugoslaw ischen R eisepass, ausgestellt am (...) 1998 durch das G eneralkonsulat der R epublik Jugoslaw ien in Z._______, sow ie die Beschw erdeführerin ihre Identitätskarte, ausgestellt am (...) 2001 durch die U N M IK (U nited N ation Interim Adm inistration M ission in Kosovo) in Z._______ zu den Akten. Zur Stütze ihrer Vorbringen legten die Beschw erdeführer ferner eine Einstellungsverfügung vom (...) 2003 der (...) betreffend die U ntersuchung im Zusam m enhang m it dem versuchten Paketbom benanschlags auf den Sohn C ._______ sow ie eine O riginalausgabe der Zeitung "S._______" vom (...) Juni 2005 ins R echt. C . M it Verfügung vom 6. Juli 2005 - gleichentags eröffnet - stellte das BFM fest, die Vorbringen der Beschw erdeführer hielten den Anforde- rungen an die Flüchtlingseigenschaft nicht stand und w ies die Asylge- suche ab. G leichzeitig verfügte es die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnete den Vollzug an. D . M it Beschw erde vom 2. August 2005 an die Schw eizerische Asylre- kurskom m ission (AR K) liessen die Beschw erdeführer beantragen, es sei die Verfügung des BFM vom 6. Juli 2005 aufzuheben und es sei ihnen in der Schw eiz Asyl zu gew ähren. E. M it Zw ischenverfügung 10. August 2005 teilte der zuständige Instruk- tionsrichter der AR K den Beschw erdeführern m it, dass sie den Aus- gang des Beschw erdeverfahrens in der Schw eiz abw arten können. Ferner forderte der Instruktionsrichter die Beschw erdeführer auf, in- nert angesetzter Frist den Kostenvorschuss einzuzahlen. Innert Frist kam en die Beschw erdeführer der Zahlungsaufforderung nach. F. Im R ahm en des nachfolgenden Vernehm lassungsverfahrens beauf- tragte das BFM das Schw eizerische Verbindungsbüro in Z._______ m it Abklärungen vor O rt hinsichtlich der Vorbringen der Beschw erdeführer. U nter Einbezug der Abklärungsresultate beantragte die Vorinstanz in ihrer Vernehm lassung vom 16. D ezem ber 2005 die Abw eisung der Beschw erde. S eite 3D -4699/2006 G . M it Zw ischenverfügung vom 29. D ezem ber 2005 gew ährte die AR K den Beschw erdeführern Frist zur schriftlichen Stellungnahm e hinsicht- lich der Feststellungen in der Vernehm lassung des BFM . In diesem Zu- sam m enhang ersuchte der R echtsvertreter m it Schreiben vom 6. Janu- ar 2006 um Akteneinsicht. M it Zw ischenverfügung vom 13. Januar 2006 legte die AR K dem R echtsvertreter die Abklärungsergebnisse des Schw eizerischen Verbindungsbüros in Z._______ offen und verlängerte die Frist zur Stellungnahm e. H . D ie Beschw erdeführer hielten in ihrer Stellungnahm e vom 27. Januar 2006 vollum fänglich an ihren Anträgen fest. Als Beilage zu ihrer Einga- be legten sie Kopien der jew eiligen Personalienseite ihrer am (...) 2001 durch die U M N IK in Z._______ ausgestellten und am (...) 2003 verlängerten R eisedokum ente ins R echt. I. M it Zw ischenverfügung vom 23. August 2007 forderte der nun zustän- dige Instruktionsrichter des Bundesverw altungsgerichts die Beschw er- deführer auf, ihre U M N IK R eisedokum ente im O riginal einzureichen. M it Schreiben vom 4. Septem ber 2007 kam en die Beschw erdeführer der Aufforderung nach. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss A rt. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Be- schw erden gegen Verfügungen nach A rt. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021). D as Bundesam t für M igration (BFM ) gehört zu den Behör- den nach A rt. 33 VG G und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver- w altungsgerichts. Eine Ausnahm e, w as das Sachgebiet angeht, ist nicht gegeben (A rt. 32 VG G ). D as Bundesverw altungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschw erde und ent- scheidet in diesem Bereich endgültig (A rt. 105 des Asylgesetzes vom S eite 4D -4699/2006 26. Juni 1998 [AsylG , SR 142.31]; A rt. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t bei gegebener Zustän- digkeit am 1. Januar 2007 die bei der vorm aligen Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) hängigen R echtsm ittel. D as Bundesver- w altungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegen- den Beschw erde. D ie Beurteilung erfolgt nach neuem Verfahrensrecht (A rt. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde können die Verletzung von Bundesrecht, die un- richtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sach- verhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden (A rt. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw er- deführer sind legitim iert (A rt. 6 AsylG i.V.m . A rt. 48 Abs. 1 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist einzutreten. 3. 3.1 G em äss A rt. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person aner- kannt, w enn sie in ihrem H eim atstaat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen An- schauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gelten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist R echnung zu tragen (A rt. 3 AsylG ). 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw ei- sen oder zum indest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vorhandensein m it überw iegender W ahrschein- lichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w ider- sprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeblich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (A rt. 7 AsylG ). S eite 5D -4699/2006 4. 4.1 D ie Vorinstanz führt zur Begründung ihres ablehnenden Entschei- des im W esentlichen aus, die Furcht der Beschw erdeführer vor An- schlägen aus regierungs- beziehungsw eise LD K-kritischen Kreisen sei unbegründet. W eder aus dem U m stand alleine, dass sie Eltern eines (...) der "S._______" seien, noch aus den vorgetragenen Vorfällen sei das Vorliegen einer besonderen G efährdung ableitbar. Bezeichnen- derw eise hätten die Beschw erdeführer in diesem Zusam m enhang denn auch ausgeführt, sie seien nie konkret oder persönlich bedroht w orden und ihre Befürchtungen w ürden auf Annahm en beruhen. D a- rüber hinaus hätten die Beschw erdeführer keine M assnahm en zu ihrem eigenen Schutz ergriffen, w as gleichfalls nicht auf eine ernsthaf- te G efahr hindeute. D en geltend gem achten Ereignissen, - w ie dem Vorfall m it den auf das G rundstück gew orfenen Steinen, dem Einbruch in das H aus oder den telefonischen D rohungen -, seien denn auch kei- ne klaren H inw eise auf ein politisches M otiv zu entnehm en und das Vorliegen von Ü bergriffen m it rein krim inellem H intergrund sei nicht auszuschliessen. Zudem w ürde es sich bei den geltend gem achten Vorkom m nissen um Ü bergriffe durch unbekannte D ritte handeln, w el- che nur dann asylrelevant seien, w enn die zuständigen staatlichen O r- gane ihrer Schutzpflicht nicht nachkäm en. Eine Schutzpflichtverletzung könne den Sicherheitskräften im Kosovo jedoch w eder allgem ein noch im vorliegenden Fall vorgew orfen w erden, insbesondere da sich die Beschw erdeführer gar nicht um deren Schutz bem üht hätten. 4.2 In der Beschw erde w ird dem gegenüber geltend gem acht, entge- gen der Ansicht der Vorinstanz w ürden die Beschw erdeführer den Flüchtlingsbegriff durchaus erfüllen. So seien Flüchtlinge Personen, die in ihrem H eim atstaat oder im H erkunftsland unter anderem w egen ihrer Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschauung ernsthaften N achteilen ausgesetzt w ären oder begründete Furcht hätten, solchen N achteilen ausgesetzt zu sein, w as auf die Beschw erdeführer zutreffe. D ie Beschw erdeführer stam m - ten aus einer antikom m unistischen Fam ilie, w elche ihre politische An- schauung vom G rossvater auf den Beschw erdeführer und nun auch auf den Sohn der Beschw erdeführer w eitergegeben habe. D ie w estlich orientierte, antikom m unistische Zeitung "S._______", deren (...) der Sohn der Beschw erdeführer sei, sei in Zürich und im Kosovo w eit ver- breitet und der Sohn aufgrund seiner Arbeit bekannt. Angesichts die- ser U m stände seien sow ohl der Verlag als auch die M itarbeiter der S eite 6D -4699/2006 "S._______" in der Vergangenheit bereits des Ö fteren Ziel von D rohungen und Anschlägen von Anhängern des Kom m unism us gew orden. D er Sohn selbst habe m ehrfach telefonische D rohungen erhalten und sei im Jahre 2002 gar knapp einem Paketbom benanschlag entkom m en. Auch auf die Beschw erdeführer w irke sich die Tätigkeit des Sohnes, insbesondere w egen des Verw andtschaftsverhältnisses, direkt aus. D er H ass der LD K-kritischen Kreise sei gegen alle Sym pathisanten der "S._______" gerichtet, vor allem jedoch gegen die Beschw erdeführer, w elche antikom m unistisch gesinnt seien und ihren Sohn in diesem G eiste aufgezogen hätten. G egen die Beschw erdeführer seien gleichfalls bereits Anschläge verübt w orden, w obei sich die H em m schw elle zur G ew altanw endung jedes M al nach unten verschoben habe. Vor diesem H intergrund liege eine ernsthafte G efährdung der Leben der Beschw erdeführer vor und auch das Bestehen eines unerträglichen psychischen D rucks sei zu bejahen. W ürden die Beschw erdeführer im Kosovo verbleiben, m üssten sie jederzeit m it einem w eiteren Anschlag rechnen. Eine derartige Situation sei für die Beschw erdeführer nicht auszuhalten und der Verbleib in ihrem H eim atland für sie nicht zum utbar. In diesem Zusam m enhang m üsse ferner der Ansicht der Vorinstanz w idersprochen w erden, w elche die Ü bergriffe auf die Beschw erdeführer vor einen krim inellen H intergrund stelle. W äre dem tatsächlich so, hätten sich die Anschläge kaum gezielt gegen die Beschw erdeführer gerichtet. D ass die Beschw erdeführer in dieser Situation nicht um staatlichen Schutz ersucht hätten, sei durchaus erklärbar. So hätten die Beschw erdeführer den Ernst der Lage erst im Juni 2005 - nach dem vierten M ord in Serie an einem Journalisten - erkannt und seien, nun auch w egen der direkt gegen sie ausgesprochenen telefonischen D rohungen, um gehend in die Schw eiz geflohen. D ie Beschw erdeführer seien ferner der Ansicht gew esen, im Falle einer Anzeige als Kollaborateure der Polizei angeprangert zu w erden und dam it allfällige Vergeltungsaktionen zu provozieren. Zudem w ürden bei der Polizei viele anders gesinnte Personen arbeiten und der staatliche Schutz im Kosovo sei nicht m it dem jenigen in der Schw eiz vergleichbar. Aufgrund ihrer politischen Anschauungen und der Tätigkeit ihres Sohnes, der eine antikom m unistische H altung repräsentiere, sei die Furcht der Beschw erdeführer vor ernsthaften N achteilen som it begründet. D arüber hinaus sei bei einem w eiteren Verbleib im Kosovo nicht nur ihr Leben in G efahr, sondern es liege auch ein grosser unzum utbarer psychischer D ruck vor. S eite 7D -4699/2006 4.3 In ihrer Vernehm lassung hält die Vorinstanz an ihrem abw eisenden Entscheid fest, m it der Begründung, eine Änderung ihres Standpunk- tes könne die Beschw erdeschrift nicht rechtfertigen, zum al darin w e- der neue erhebliche Tatsachen noch Bew eism ittel angeführt w orden seien. D arüber hinaus stehe aufgrund der Abklärungsergebnisse des Schw eizerischen Verbindungsbüros in Z._______ fest, dass die von den Beschw erdeführern vorgetragenen fluchtbegründenden Ereignisse reine Fiktion seien: D en Kosovo hätten die Beschw erdeführer bereits im Jahre 2001 oder 2002 verlassen und seien zum Zeitpunkt der geltend gem achten Vorkom m nisse nicht m ehr vor O rt gew esen. D ie Abklärungsergebnisse des Schw eizerischen Verbindungsbüros in Z._______ ergaben Folgendes: G em äss Auskunft des Bruders des Be- schw erdeführers, L._______, w elcher ebenfalls in Z._______ w ohnhaft sei, hätten die Beschw erdeführer den Kosovo im Jahre 2001 oder 2002 verlassen, um zu ihren fünf Kindern in der Schw eiz zu ziehen. D ie Vorbringen im Asylverfahren (E rm ordung diverser Journalisten, D rohungen) seien konstruiert. D ie beiden Ü bergriffe gegen die Beschw erdeführer selbst, w ie die in den G arten gew orfenen Steine beziehungsw eise der Einbruch ins H aus im Februar 2005 seien reine Fiktion, zum al die Beschw erdeführer zu diesem Zeitpunkt bereits nicht m ehr im Kosovo anw esend gew esen seien. Im Zusam m enhang m it der Arbeit des Sohnes C ._______ als (...) der "Bot Sot" hätten die Beschw erdeführer nie Problem e gehabt und norm al in ihrer Villa in Z._______ gelebt. D en Kosovo hätten die Beschw erdeführer daher nicht w egen Sicherheitsproblem en oder aufgrund schlechter Lebensbedingungen verlassen, sondern einzig um bei ihren Kindern und Enkelkindern in der Schw eiz zu sein. 4.4 In ihrer R eplik bringen die Beschw erdeführer diesbezüglich vor, die Ausführungen des B ruders des Bescherdeführers w ürden nicht zu- treffen. Es stim m e zw ar, dass sie in der Vergangenheit ihre Kinder in der Schw eiz m ehrfach besucht hätten, doch seien sie danach stets in den Kosovo zurückgekehrt. Bis zu ihrer Ausreise im Juni 2005 hätten sie sich in ihrem H aus in Z._______ aufgehalten. D iverse Bew eism ittel seien diesbezüglich vorhanden, der grösste Teil davon jedoch aufgrund des überstürzten Aufbruchs im Kosovo zurückgeblieben. Beigebracht w erden könne indessen eine auf die Person der Beschw erdeführerin lautende, von der U N M IK am (...) 2001 in Z._______ ausgestellt Identitätskarte, w elche ihren Aufenthalt im Kosovo bis zum besagten D atum belege. Ferner habe die U N M IK S eite 8D -4699/2006 ihnen am (...) 2003 in Z._______ R eisedokum ente ausgestellt, w as gleichfalls ihre Anw esenheit im Kosovo zu diesem Zeitpunkt nachw eise, zum al andernfalls die besagten Papier w ohl über das zuständige Konsulat in der Schw eiz hätten beschafft w erden m üssen. Ihre R eise von Z._______ in die Schw eiz hätten sie ferner anlässlich der separaten Befragungen im Em pfangszentrum identisch geschildert und H inw eise darauf, dass sie den Kosovo bereits im Jahre 2001 oder 2002 verlassen hätten, seien keine vorhanden. Schliesslich sei der Vorw urf der Fiktion auch dadurch w iederlegt, dass nach dem Einbruch in ihr H aus im Februar beziehungsw eise M ärz 2005 die Polizei E rm ittlungen aufgenom m en habe, w om it eindeutig ausgew iesen sei, dass das geschilderte Ereignis tatsächlich stattgefunden habe. Sollte die Frage des Ausreisezeitpunkts jedoch für die Entscheidfindung von erheblicher Bedeutung sein, sei S._______ aus Z._______ zu befragen. D ie falschen Aussagen von L._______, dem Bruder des Beschw erdeführers, dürften vor allem im schlechten Verhältnis zw ischen diesem und dem Beschw erdeführer begründet sein. D arüber hinaus dürfte jedoch auch der Bew eisw ert der Aussagen von L._______ in Frage stehen, zum al L._______ seit langem an einer straken H örbehinderung leide und verm utlich die Fragen des C hefs des Verbindungsbüros nicht richtig verstanden habe. Angesichts dieses U m standes dürfte den Ausführungen von L._______, w elche ohne H inw eis auf die W ahrheitspflicht gem acht w orden seien, kein grosser Bew eisw ert zukom m en. An den bisherigen Anträgen und Begründungen in der Beschw erdeschrift w erde daher vollum fänglich festgehalten. 5. N ach Prüfung der Akten gelangt das Bundesverw altungsgericht ge- stützt auf die nachfolgenden Ausführungen zum Schluss, dass die Er- w ägungen der Vorinstanz zur fehlenden Flüchtlingseigenschaft der Be- schw erdeführer zutreffen. 5.1 In ihrer Beschw erdeschrift als auch R eplikeingabe m achen die Be- schw erdeführer zur Begründung ihrer Asylgesuche im W esentlichen geltend, aufgrund ihrer politischen H altung sow ie der Stellung des Sohnes als (...) der Zeitung "S._______" w ürden sie in ihrem H ei- m atland verfolgt, seien ernsthaften N achteilen ausgesetzt gew esen beziehungsw eise hätten begründete Furcht, solchen N achteilen ins- künftig ausgesetzt zu sein und w ürden aufgrund der gesam ten Situa- tion unter grossem psychischen D ruck stehen, w elcher ihnen den Ver- S eite 9D -4699/2006 bleib im H eim atland unzum utbar gem acht habe. D iesbezüglich gilt es Folgendes festzustellen: 5.1.1 N ach Lehre und R echtsprechung erfüllt ein Asylsuchender die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von A rt. 3 AsylG , w enn er N achteile von bestim m ter Intensität erlitten hat (beziehungsw eise solche m it be- achtlicher W ahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft berechtigter- w eise befürchten m uss), w elche ihm gezielt und aufgrund bestim m ter, in A rt. 3 AsylG abschliessend aufgezählter Verfolgungsm otive durch den H eim at- oder H erkunftsstaat, dessen O rgane, von quasi-staatli- chen Einheiten oder von D ritten, zugefügt w orden sind, und der Staat gegenüber Ü bergriffen D ritter keinen adäquaten Schutz bietet. Ein im Sinne des Asylgesetzes relevanter ernsthafter N achteil liegt dann vor, w enn die Intensität des Einriffs in die R echtsgüter einer Person bezie- hungsw eise gegen diese eingeleitete M assnahm en dem Betroffenen das Verbleiben im H eim atstaat unm öglich oder unzum utbar m achen oder einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken und sich der Betroffene dieser Zw angslage nur m ehr durch Flucht ins Ausland ent- ziehen kann. D ie erlittene Verfolgung beziehungsw eise die begründete Furcht vor künftiger Verfolgung m uss zudem anlässlich der Ausreise aus dem H eim at- oder H erkunftsstaat, grundsätzlich aber auch im Zeitpunkt des Asylentscheides noch aktuell sein, und es darf dem Asylsuchenden nicht m öglich sein, in einem anderen Teil seines H ei- m at- oder H erkunftstaates Schutz vor Verfolgung zu finden. 5.1.2 W eder die Vorbringen der Beschw erdeführer noch die Akten las- sen indessen darauf schliessen, dass die Beschw erdeführer in ihrem H eim atland aufgrund asylrechtlich relevanter M otive im Sinne von A rt. 3 AsylG verfolgt w urden beziehungsw eise einem unerträglichen psy- chischen D ruck ausgesetzt w aren. 5.1.2.1 D ie Beschw erdeführer m achen geltend, ihr H aus in Z._______ sei einm al m it Steinen bew orfen w orden und im Februar/M ärz 2005 habe m an bei ihnen eingebrochen (vgl. Akte ...). Betreffend den Vorfall m it den Steinw ürfen enthalten die kantonalen Anhörungsprotokolle indessen keine w eiteren Angaben (vgl. Akte ...), w eshalb diesbezüglich w eder Aussagen zu den U rhebern, dem Zeitpunkt der Tat, noch zum Verfolgungsm otiv gem acht w erden können. 5.1.2.2 H insichtlich des Einbruchsdiebstahls ist sodann zu bem erken, dass auch bei diesem Ereignis keine asylrechtlich begründeten Verfol- gungsm otive zu erkennen sind. G estützt auf die Vorbringen der Be- S eite 10D -4699/2006 schw erdeführer hat die Polizei nach dem Einbruch um gehend eine po- lizeiliche U ntersuchung eingeleitet und die Täter ausfindig gem acht. D er gestohlene Fernseher w urde den Beschw erdeführern zurückgege- ben. D ie Aussage des Beschw erdeführers, vor einem G ang auf den Polizeiposten und einer Anzeige Angst gehabt zu haben, überzeugt vor diesem H intergrund nicht. Insbesondere hat die örtliche Polizei un- geachtet einer persönlichen Intervention der Beschw erdeführer E rm itt- lungen aufgenom m en und den Beschw erdeführern das entw endete Ei- gentum (zum indest teilw eise) w ieder zurückgebracht. Ein angeblich politisch m otivierter H intergrund der Tat findet in den Akten keine Stütze, zum al der Beschw erdeführer anlässlich der kantonalen Anhö- rung selbst erklärte, konkrete H inw eise auf eine politische M otivation im Zusam m enhang m it dem Einbruch habe es nicht gegeben (vgl. Akte ...). Auch die Ausführungen in der Beschw erdeschrift verm ögen dabei den gem einrechtlichen C harakter des erw ähnten Einbruchdiebstahls nicht in Zw eifel zu ziehen. M it den Erw ägungen der Vorinstanz, w onach es sich beim erw ähnten Einbruchsdiebstahl um ein gew öhnliches gem einrechtliches D elikt handelt, ist folglich übereinzu- stim m en. 5.1.2.3 D ie Beschw erdeführerin bringt im W eiteren vor, zirka im M ai 2005 zw ei bis drei Anrufe auf ihr M obiltelefon erhalten zu haben, an- lässlich w elcher U nbekannte ihr gedroht hätten, sie und ihren Ehe- m ann um zubringen (vgl. Akten ...). D iesfalls ist jedoch festzustellen, dass die Vorbringen der Beschw erdeführerin w enig glaubhaft sind. Insbesondere gibt die Beschw erdeführerin den Inhalt der D rohungen pauschal und unsubstanziiert w ieder. Im Ü brigen m acht der Beschw erdeführer seinerseits keinerlei Aussagen zu den besagten Telefonaten. Erst in der Beschw erdeschrift w ird diesbezüglich ausgeführt, in den letzten paar M onaten vor ihrer Ausreise hätten die Beschw erdeführer m ehrm als D rohungen per Telefon erhalten, an- lässlich w elcher ihnen nahegelegt w orden sei, den Sohn C ._______ zur Aufgabe (...) zu bew egen, ansonsten sie sterben m üssten. D ieses Vorbringen auf Beschw erdeebene ist als nachgeschoben und unglaubhaft zu qualifizieren, zum al die Beschw erdeführerin w ährend der Anhörungen keine derartigen Aussagen vorgebracht hat. D es W eiteren sollen die fraglichen D rohanrufe gem äss Beschw erdeschrift auch w esentlich zur G efährdungslage der Beschw erdeführer im Kosovo und ihrem Ausreiseentschluss beigetragen haben. Auch dieses Argum ent ist indessen unglaubhaft. G estützt auf die protokollierten Aussagen des Beschw erdeführers soll näm lich kein direkter Kontakt zu S eite 11D -4699/2006 Leuten bestanden haben, die ihn und seine Ehefrau bedroht hätten, w eshalb sie lediglich "hintenrum " durch G erüchte von einer m öglichen Bedrohung gehört hätten (vgl. Akte ...). Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Beschw erdeführerin angesichts der behaupteten W irkung der D rohanrufe ihren Ehem ann darüber um - gehend inform iert hätte, hätten die besagten Anrufe tatsächlich statt- gefunden. H inw eise darauf, der Beschw erdeführer habe von den D roh- anrufen Kenntnis gehabt, gehen aus seinen protokollierten Vorbringen indessen nicht hervor. 5.1.2.4 Als ausreisebegründendes Ereignis verw eisen die Beschw er- deführer schliesslich auf den Anschlag vom 2. beziehungsw eise 3. Juni 2005 auf den Journalisten D ._______, w elcher für die "S._______" geschrieben habe. D er genannte Vorfall sei für ihre Ausreise vom (...) Juni 2005 ausschlaggebend gew esen. Insgesam t seien nach dem Krieg zw anzig hohe LD K-Politiker und Journalisten erm ordet w orden. Vier der erm ordeten Journalisten hätten sie persönlich gekannt, da diese für die "S._______" geschrieben hätten. D as BFM führt in diesem Zusam m enhang aus, allein aus dem U m stand, dass die Beschw erdeführer Eltern des (...) der "S._______" sein, sei eine konkrete G efährdung ihrer Person nicht ableitbar. D er vorinstanzlichen Ansicht ist vollum fänglich zuzustim m en. So beschränken sich die w enigen Bezugspunkte zw ischen den erm ordeten Journalisten und den Beschw erdeführern auf zufällige Bekanntschaften und eine darüber hinaus gehende persönliche Beziehung zu den Journalisten w ird vom Beschw erdeführer explizit verneint (vgl. Akte ...). Entgegen den Ausführungen in der Beschw erdeschrift haben die Beschw erdeführer ihr H eim atland nach dem Ü berfall auf D ._______ nicht überstürzt verlassen, sind sie doch nach besagtem Vorfall noch über zw ei W ochen in Z._______ geblieben. 5.1.3 D ie geschilderten Ereignisse lassen nicht erkennen, dass die Beschw erdeführer in ihrem H eim atland aus asylrechtlichen M otiven verfolgt w urden. 5.1.4 D ass die Beschw erdeführer aufgrund dieser Vorfälle auch einem unerträglichen psychischen D ruck im Sinne von A rt. 3 Abs. 2 AsylG ausgesetzt gew esen w ären, der ihnen im H eim atland ein m enschen- w ürdiges Leben verunm öglicht oder in unzum utbarer W eise erschw ert hätte, kann gestützt auf die obigen Ausführungen nicht bejaht w erden. Insbesondere fehlt den vorgebrachten Ü bergriffen die erforderliche In- S eite 12D -4699/2006 tensität, um als ernsthafte N achteile im asylrechtlichen Sinne zu gel- ten. 5.2 Zusam m enfassend ist festzustellen, dass es den Beschw erdefüh- rern nicht gelungen ist, eine asylrechtlich relevante Verfolgung glaub- haft zu m achen. Es kann auch nicht davon ausgegangen w erden, dass sie zum Zeitpunkt der Ausreise aus Serbien einer begründeten Frucht vor Verfolgung ausgesetzt w aren. Eben so w enig droht ihnen eine be- gründete Furcht bei einer R ückkehr in den Kosovo. 5.3 D er Vollständigkeit halber ist anzuführen, dass die Frage des Aus- reisezeitpunktes der Beschw erdeführer aus ihrem H eim atland, w elche aufgrund der botschaftlichen Abklärungsresultate aufgew orfen w urde, letztendlich offen gelassen w erden kann, zum al sich die Vorbringen der Beschw erdeführer als asylrechtlich nicht relevant erw iesen haben. Im m erhin kann festgestellt w erden, dass allein gestützt auf die einge- reichten Identitätspapiere die Anw esenheit der Beschw erdeführer im Kosovo bis zum (...) Juni 2005 nicht ausgew iesen ist. So verfügt der Beschw erdeführer über zw ei R eisedokum ente, den bis zum (...) 2008 gültigen jugoslaw ischen R eisepass sow ie den bis zum (...) 2005 gültig gew esenen U N M IK R eiseausw eis, w obei aufgrund der diversen Einträge w ie Visa und R eisestem pel von einem G ebrauch des jugoslaw ischen Passes ausgegangen w erden kann. Als Ausstel- lungsdatum der U N M IK R eisedokum ente für den Beschw erdeführer respektive die Beschw erdeführerin ist, entgegen den Ausführungen in der R eplikeingabe nicht der (...) 2003, sondern der (...) 2001 verm erkt. G em äss den Angaben auf Seite (...) der jew eiligen D okum ente haben beide Beschw erdeführer ihre Ausweise jedoch erst am (...) 2003, m ithin nur drei M onate vor Ablauf der G ültigkeitsdauer der Papiere unterzeichnet. D as beinahe zw eijährige D esinteresse der Beschw erdeführer an ihren R eiseausweisen erstaunt, ist indessen angesichts des U m standes, dass zum indest der Beschw erdeführer parallel dazu über ein gültiges nationales R eisedokum ent verfügte, w elches er dann auch rege gebraucht hat, nachvollziehbar. U n- geachtet dessen ist ferner aufgrund entsprechender Einträge auf Seite (...) der beiden U N M IK R eisedokum ente davon auszugehen, dass beide Ausw eise am (...) 2003 von der U N M IK in Z._______ verlängert w urden. Einen festen W ohnsitz der Beschw erdeführer in Z._______ respektive Z._______ verm ögen die genannten Einträge jedoch nicht zu belegen. Im Zusam m enhang m it der Frage zur Aufenthaltsdauer im Kosovo beantragten die Beschw erdeführer die Befragung des Zeugen S eite 13D -4699/2006 S._______ aus Z._______. D er Antrag der Beschw erdeführer ist indessen abzuw eisen, zum al - selbst unter der Annahm e ihrer Anw esenheit bis zum (...) Juni 2005 in Z._______ - ihre Vorbringen, w ie vorstehend ausgeführt, den Anforderungen von A rt. 3 AsylG nicht zu genügen verm ögen. 5.4 Aufgrund der vorstehenden Erw ägungen erübrigt es sich, auf die w eiteren Ausführungen in den Eingaben der Beschw erdeführer im Ein- zelnen w eiter einzugehen, da sie am Ergebnis der W ürdigung nichts zu ändern verm ögen. U nter Berücksichtigung der gesam ten U m stände folgt, dass die Beschw erdeführer keine G ründe nach A rt. 3 AsylG nachw eisen oder glaubhaft m achen konnten. D as Bundesam t hat die Asylgesuche dem nach zu R echt abgelehnt. 6. 6.1 Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; dabei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (A rt. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw ei- sung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zum utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be- stim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (A rt. 44 Abs. 2 AsylG ; A rt. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG ; SR 142.20]). 6.2 D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zulässig, w enn völkerrechtliche Verpflichtun- gen der Schw eiz einer W eiterreise des Ausländers in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann ins- besondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine kon- krete G efährdung darstellt (A rt. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). 6.3 N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge- zw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach A rt. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (A rt. 5 Abs. 1 AsylG ). 6.4 G em äss A rt. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizeri- schen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101), A rt. 3 des S eite 14D -4699/2006 Ü bereinkom m ens vom 10. D ezem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK; SR 0.105) und der Praxis zu A rt. 3 der Konvention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K; SR 0.101) darf niem and der Folter oder unm enschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden. 7. 7.1 D a die Beschw erde gestützt auf die vorstehenden Erw ägungen im Asylpunkt abzuw eisen ist und die Beschw erdeführer w eder über eine frem denpolizeiliche Aufenthaltsbew illigung verfügen noch einen An- spruch auf E rteilung einer solchen haben oder geltend m achen, w urde die W egw eisung aus der Schw eiz zu R echt angeordnet (A rt. 44 Abs. 1 AsylG ; vgl. Entscheide und M itteilungen der Schw eizerischen Asylre- kurskom m ission [EM AR K] 2001 N r. 21). 7.2 D ie Vorinstanz w ies in der angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der G rundsatz der N ichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. M AR IO G ATTIKER , D as Asyl- und W egw eisungsverfahren, Bern 1999, S. 89). D a es den Beschw erdeführern nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche G efährdung nachzuw eisen oder glaubhaft zu m achen, kann das in A rt. 5 AsylG verankerte P rinzip des flüchtlingsrechtlichen N on-refoule- m ents im vorliegenden Verfahren keine Anw endung finden. Eine R ück- kehr der Beschw erdeführer in ihren H eim atstaat ist dem nach unter dem Aspekt von A rt. 5 AsylG rechtm ässig. 7.3 Sodann ergeben sich w eder aus den Aussagen der Beschw erde- führer noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall einer Ausschaffung nach Serbien dort m it beachtlicher W ahrscheinlich- keit einer nach A rt. 3 EM R K oder A rt. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w ären. G em äss Praxis des Europäischen G e- richtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N -Anti-Folteraus- schusses m üssten die Beschw erdeführer eine konkrete G efahr ("real risk") nachw eisen oder glaubhaft m achen, dass ihnen im Fall einer R ückschiebung Folter oder unm enschliche Behandlung drohen w ürde (vgl. EM AR K 2001 N r. 16, S. 122, m .w .H .). Aufgrund der Akten sow ie der vorstehenden Erw ägungen im Asylpunkt ist indessen nicht davon auszugehen, dass ihnen im Falle einer R ückkehr nach Serbien eine derartige G efahr droht. Auch die allgem eine M enschenrechtssituation in Serbien lässt den W egw eisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt kla- S eite 15D -4699/2006 rerw eise nicht als unzulässig erscheinen. N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung sow ohl im Sinne der asyl- als auch der völ- kerrechtlichen Bestim m ungen zulässig. 7.4 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung auch ver- zichtet, w enn die R ückkehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine solche G efährdung kann an- gesichts der im H eim atland herrschenden allgem einen politischen Lage, die sich durch K rieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation all- gem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm o- m ente, w ie beispielsw eise einer notw endigen m edizinischen Behand- lung, angenom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). 7.5 Es ist davon auszugehen, dass den Beschw erdeführern in Serbien keine konkrete G efahr für ihre Person oder G esundheit droht. W eder herrscht in Serbien eine Situation allgem einer G ew alt noch konnten die Beschw erdeführer individuelle U nzum utbarkeitskriterien geltend m achen. D ie Beschw erdeführer sind gem äss eigenen Aussagen finan- ziell gut situiert und verfügen in Z._______ über ein H aus sow ie eine W ohnung. D ie w irtschaftliche Versorgung der Beschw erdeführer ist durch ihre in der Schw eiz lebenden Kinder ausreichend gesichert. Allenfalls zusätzlich benötigte U nterstützung könnten in Z._______ und U m gebung lebende Verw andte gew ährleisten. N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung som it auch als zum utbar zu erachten. 7.6 Schliesslich obliegt es den Beschw erdeführern, sich bei der zu- ständigen Vertretung ihres H eim atstaates die für eine R ückkehr allen- falls notw endigen R eisedokum ente zu beschaffen (A rt. 8 Abs. 4 AsylG ), w obei der Beschw erdeführer bereits über einen bis zum (...) 2008 gültigen jugoslaw ischen R eisepass verfügt. D er Vollzug der W egw eisung erw eist sich som it auch als m öglich. 7.7 Insgesam t ist die durch die Vorinstanz verfügte W egw eisung zu bestätigen. D ie Vorinstanz hat deren Vollzug zu R echt als zulässig, zu- m utbar und m öglich erachtet. N ach dem G esagten fällt eine Anord- nung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht (A rt. 14a Abs. 1 - 4 AN AG ). S eite 16D -4699/2006 8. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angem essen ist (A rt. 106 AsylG ). D ie Be- schw erde ist nach dem G esagten abzuw eisen. 9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den Beschw erde- führern aufzuerlegen (A rt. 63 Abs. 1 Vw VG ). D iese sind auf insgesam t Fr. 600.-- festzusetzen (A rt. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . A rt. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun- desverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE]) und m it dem am 17. August 2005 eingezahlten Kostenvorschuss im gleichen Betrag zu verrechnen. D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 600.-- w erden den Beschw erdeführern auferlegt und m it dem am 17. August 2005 einbezahlten Kostenvor- schuss verrechnet. 3. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter der Beschw erdeführer (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N ...: Beilagen: Jugoslaw ischer R eisepass des Beschw erdeführers N r. ... und U N M IK Identitätskarte der Beschw erdeführerin N r. ...; per Kurier) - das (...) (Beilagen: U N M IK Travel D okum ent N r. ... betreffend den Beschw erdeführer und U N M IK Travel D okum ent N r. ... betreffend die Beschw erdeführerin) S eite 17D -4699/2006 D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: H ans Schürch Katarina U m egbolu S eite 18