<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00370</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106488&amp;W10_KEY=13013576&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00370</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 18.01.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Befristung der Unterstützung für einen Doktoranden Das Verwaltungsgericht ist zuständig; zu entscheiden hat der Einzelrichter (E. 1). Ausländer, die sich im Kanton Zürich aufhalten, haben Anspruch auf dieselben Leistungen wie Schweizer (E. 2). Zweitausbildungen werden nur unterstützt, falls mit der Erstausbildung kein existenzsicherndes Einkommen erzielt werden kann und die Vermittlungsfähigkeit durch die Ausbildung erhöht wird (E. 3). Die Behörde verfügt über einen erheblichen Ermessensspielraum, in den das Gericht grundsätzlich nicht eingreifen darf (E. 3a). Die Beschwerdegegnerin ging befugterweise davon aus, dass der Beschwerdeführer seine Arbeit im Jahr 2001 abschliessen könne. Dieser erklärt nicht genügend, weshalb er seinen Zeitplan vom Mai 2001 nicht einhalten kann (E. 3b). Das Doktorat des Beschwerdeführers ist eine Zweitausbildung (E. 3c). Er legt überdies nicht dar, inwiefern sich dadurch seine Vermittlungsfähigkeit erhöhe (E. 3d). Der finanzielle Engpass war schon früher absehbar. Der Beschwerdeführer hätte dem durch eine Redimensionierung seiner Pläne begegnen können (E. 3e). Ob sein Ziel per Ende Sommersemester 2002 erreichbar ist, erscheint fraglich (E. 3f). Die Beschwerde ist abzuweisen (E. 3g).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELBSTHILFE">SELBSTHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SKOS-RICHTLINIEN">SKOS-RICHTLINIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUBSIDIARITÃT">SUBSIDIARITÃT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERMITTLUNGSFÃHIGKEIT">VERMITTLUNGSFÃHIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWEITAUSBILDUNG">ZWEITAUSBILDUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 3 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 14 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 15 lit. I SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 16 lit. I SHV</span><br/><span class="gerade">§ 17 SHV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Der am 31. August 1961 in U geborene A erwarb 1989 nach dem Bachelor-De­gree der Sozialwissenschaften und nach Abschluss einer Lizen­tiatsarbeit in ArchÃ¤ologie das Diplom in ArchÃ¤ologie an der UniversitÃ¤t J in U. 1989 bis 1990 war er an archÃ¤ologischen Ausgrabungen in U beteiligt, 1993 bis 1995 wirkte er an verschiedenen archÃ¤ologischen Ausgrabungen in U mit. Dazwischen, von 1990-1992, hatte er als Geschichtslehrer in U gearbei­tet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 22. Juli 1996 reiste A in die Schweiz ein mit dem Ziel, hier seine Dissertation zu schreiben. Bis Februar 1997 besuchte er einen Sommersprach- und Vorbereitungskurs fÃ¼r das Hochschulstudium in der Schweiz in Y. Das Arbeitsamt der Stadt ZÃ¼rich verneinte am 19. Februar 1997 einen Anspruch auf Arbeitsbewilligung. Vom 1. MÃ¤rz 1997 bis 28. Fe­bruar 1998 besuchte A Kurse in Petrographie (Gesteinskunde), Deutsch, Ur- und FrÃ¼hgeschichte an der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich. Seit dem 21. April 1999 ist er an der UniversitÃ¤t Z immatrikuliert, wo er Stu­dien in europÃ¤ischer Ur- und FrÃ¼hgeschichte zur Anerkennung seines Diploms betrieb. Sein Gesuch um Anerkennung der Diplomaequivalenz wurde am 11. Januar 2000 von der Uni Z genehmigt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Anwesenheit von A als Doktorand ist auf lÃ¤ngstens sechs Jahre befristet, demnach bis 21. Juli 2002. WÃ¤hrend er anfÃ¤nglich kostenlos in einem Zimmer der K-Gemein­schaft wohnen und von Spenden im Umfang von Fr. 700.- (monatlich) leben konnte, fÃ¼r welche er entsprechende Arbeiten leistete, gingen die Spenden mit der Zeit offenbar zurÃ¼ck. A selber erwÃ¤hnt ein Stipendium des L-Werkes fÃ¼r 3 Jahre. Jedenfalls kam er 1999 in finanzielle Schwierigkeiten und wandte sich an die Beratungsstelle Soziale Dienste X. Am 18. Februar 2000 stellte sein Berater bei der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X ein UnterstÃ¼tzungsgesuch fÃ¼r monatlich Fr. 560.20. Die Sozial- und VormundschaftsbehÃ¶rde X (fortan SozialbehÃ¶rde X) beschloss am 9. MÃ¤rz 2000, A ab Februar 2000 mit monatlich Fr. 410.- zu unterstÃ¼tzen; ausserdem wurden Zahnarztkosten im Umfang von Fr. 1'906.05 Ã¼bernom­men. Mit Beschluss vom 31. Oktober 2000 setzte die SozialbehÃ¶rde X die Un­ter­stÃ¼tzung von A ab November 2000 im selben Umfang fort. Nach­dem dieser einen per 1. Oktober 1998 abgeschlossenen Mietvertrag mit dem M-verein Ã¼ber ein mÃ¶bliertes Zimmer in W vorgelegt hatte, sprach ihm die Sozial­behÃ¶rde X mit Beschluss vom 7. Februar 2001 ab September 2000 eine zusÃ¤tzliche UnterstÃ¼tzung von monatlich Fr. 330.- zu. Am 2. Mai 2001 fand eine AnhÃ¶rung von A durch die SozialbehÃ¶rde X statt, in deren Folge ihm mit Beschluss vom 16. Mai 2001 ab Juni 2001 eine UnterstÃ¼tzung von monatlich Fr. 766.60 zugesprochen wurde; die BehÃ¶rde setzte sodann (in Dispositiv-Ziffer 2 ihres Beschlusses) das Ende der fÃ¼rsorgerechtlichen UnterstÃ¼tzung definitiv auf Ende Dezember 2001 fest.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen Dispositiv-Ziffer 2 des Beschlusses vom 16. Mai 2001 erhob A am 26. Juni 2001 Rekurs an den Bezirksrat V mit dem Antrag, es sei ihm auch fÃ¼r das Jahr 2002 UnterstÃ¼tzung durch die SozialbehÃ¶rde X zuzusprechen. Die RekursbehÃ¶rde wies den Rekurs mit Beschluss vom 22. Oktober 2001 ab, im Wesentlichen mit der BegrÃ¼ndung, dass die Sozialhilfe der Existenzsicherung und nicht der Erlangung eines zusÃ¤tzlichen akademischen Titels diene und die SozialbehÃ¶rde X bereits sehr grosszÃ¼gig mit dem Rekurrenten verfahren sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Dagegen erhob A mit Eingabe vom 22. November 2001 â direkt eingegangen im Briefkasten des Verwaltungsgerichts am 26. November 2001 â und damit rechtzeitig Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich mit dem Antrag, es sei ihm bis mindestens Ende September 2002 finanzielle UnterstÃ¼tzung durch die SozialbehÃ¶rde X zu­zusagen und die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen. Der Bezirksrat V verzichtete auf eine Stellungnahme. Die Beschwerdegegnerin beantragte am 4. Januar 2002 Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde gemÃ¤ss § 19 c Abs. 2 in Verbindung mit § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) funktionell und sachlich zustÃ¤ndig. Bei Streitigkeiten Ã¼ber periodisch wiederkehrende Leistungen namentlich im Bereich der Sozial- und Jugend­hilfe ist der Streitwert in der Regel der Summe dieser periodischen Leistungen wÃ¤hrend der Dauer von 12 Monaten gleichzusetzen (RB 1998 Nr. 21; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 38 N. 5). Der BeschwerdefÃ¼hrer hat Leistungen der SozialbehÃ¶rde X, die sich bis Ende Dezember 2001 auf Fr. 766.60 monatlich beliefen, bis mindestens September 2002 verlangt. Selbst wenn er sie fÃ¼r das ganze Jahr 2002 verlangt hÃ¤tte, wÃ¤re ein Streitwert von Fr. 20'000.- noch nicht erreicht, so dass der Einzelrichter zum Entscheid berufen ist (§ 38 Abs. 2VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Wer fÃ¼r seinen Lebensunterhalt nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann, hat Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe. Diese soll das sozi­ale Existenzminimum gewÃ¤hrleisten, das neben den Ã¼blichen Aufwendungen fÃ¼r den Lebens­unterhalt auch individuelle BedÃ¼rfnisse angemessen berÃ¼cksichtigt (§ 14 und § 15 Abs. 1 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 [SHG]; § 16 Abs. 1 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 [SHV]). Die wirtschaftliche Hilfe trÃ¤gt den persÃ¶n­­lichen und Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnissen Rechnung und wird so bemessen, dass sie das sozi­ale Existenzminimum des Hilfesuchenden nach den Richtlinien der Schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien) gewÃ¤hrleistet (§ 17 SHV). Im Ãbrigen werden im Kanton ZÃ¼rich ansÃ¤ssige auslÃ¤ndische StaatsangehÃ¶rige fÃ¼rsorgerechtlich wie Schweizer behandelt, d.h. auf sie kommen das Sozialhilferecht und die SKOS-Richt­linien gleicher­massen zur Anwendung (Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuch, herausgegeben von der Abteilung Ãffentliche FÃ¼rsorge des Sozialamts des Kantons ZÃ¼rich, April 1995, Ziffer 5.2 S. 1). GrundsÃ¤tzlich besteht ein Anspruch auf Garantie des Existenzminimums und damit verbunden ein Rechtsanspruch auf Sozialhilfe fÃ¼r alle BedÃ¼rftigen, Schweizer und AuslÃ¤nder, die sich in der Schweiz aufhalten (Felix Wolffers, Grundriss des Sozialhilferechts, 2. A., Bern/Stuttgart/Wien 1999, S. 88 und 92). Auf den BeschwerdefÃ¼hrer sind daher die bestehenden gesetzlichen Regelungen anwendbar.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Nach dem im Sozialhilfegesetz verankerten Grundsatz der Selbsthilfe und Selbst­verantwortung (§ 3 SHG) hat der Hilfesuchende alles Zumutbare zu unternehmen, um seine Notlage aus eigenen KrÃ¤ften zu beheben. Entsprechend diesem Grundsatz sehen die ge­mÃ¤ss § 17 SHV fÃ¼r die Festlegung der wirtschaftlichen Hilfe massgeblichen SKOS-Richt­linien (in der Fassung von November 1998) vor, dass BeitrÃ¤ge an eine Zweitausbildung oder Umschulung nur geleistet werden, wenn mit der Erstausbildung kein existenzsicherndes Einkommen erzielt werden kann und dieses Ziel voraussichtlich mit der Zweitaus­bil­dung oder Umschulung erreicht wird oder wenn damit die VermittlungsfÃ¤higkeit der betrof­­fenen Person erhÃ¶ht werden kann. Dabei sollte es sich um eine anerkannte Ausbildung oder Umschulung handeln. Ferner halten die Richtlinien fest, dass persÃ¶nliche Neigungen keinen ausreichenden Grund fÃ¼r die UnterstÃ¼tzung einer Zweitausbildung oder Umschulung darstellen (Kapitel H.6 SKOS-Richtlinien).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Vorab ist darauf hinzuweisen, dass die SozialhilfebehÃ¶rden beim Entscheid Ã¼ber AusbildungsbeitrÃ¤ge, wie sie hier zur Diskussion stehen, Ã¼ber einen betrÃ¤chtlichen Ermessensspielraum verfÃ¼gen. Das Verwaltungsgericht hat sich bei der ÃberprÃ¼fung des angefoch­­tenen Entscheids auf eine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken (§ 50 Abs. 1 VRG). Die An­gemessenheit des Entscheids Ã¼berprÃ¼ft es nur darauf hin, ob ein Ermessensmissbrauch oder eine ErmessensÃ¼berschreitung vorliegt (§ 50 Abs. 2 lit. c VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Beschwerdegegnerin war im Beschluss vom 31. Oktober 2000 noch davon ausgegangen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer seine Doktorarbeit bis spÃ¤testens am 21. Juli 2002 abgeschlossen haben mÃ¼sse, da er ab diesem Datum mit einer weiteren VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung nicht mehr rechnen kann (vorn Ziffer I). Dennoch terminierte die Beschwerdegegnerin im Beschluss vom 16. Mai 2001 die UnterstÃ¼tzungsleistungen auf Ende Dezember 2001 aufgrund der AnhÃ¶rung des BeschwerdefÃ¼hrers am 2. Mai 2001; die­ser hatte damals angegeben, bis Dezember 2001 oder spÃ¤testens bis Januar 2002 die Doktor­­arbeit beendet zu haben, und dies trotz eines noch zu bestehenden dreimonatigen Praktikums ab Juli 2001. Auch sein Gesuch um VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung vom 16. November 2000 legte das Ende des Studienaufenthaltes auf "Ende 2001". Wenn die Vor­­instanz und die Beschwerdegegnerin davon ausgingen, auf diesen Zeitpunkt werde der BeschwerdefÃ¼hrer seine Arbeit abgeschlossen haben, kann ihnen daraus kein Vorwurf gemacht werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer seinerseits machte nicht geltend, dass die Aktennotiz vom 2. Mai 2001 Ã¼ber seine AnhÃ¶rung falsch abgefasst worden sei. Dies hinderte ihn nicht daran, im gegen den Beschluss vom 16. Mai 2001 erhobenen Rekurs vom 26. Juni 2001 zu er­klÃ¤ren, dass er auch zu Beginn des Jahres 2002 auf GesprÃ¤che mit seinem Doktorvater ange­­wiesen sei und die bereinigte Arbeit per 31. Dezember 2001 noch nicht definitiv beendet haben werde, weshalb er auf die UnterstÃ¼tzung der Beschwerdegegnerin auch im Jahr 2002 angewiesen sei. Obwohl seine Angaben noch in der AnhÃ¶rung vom 2. Mai 2001 ganz anders gelautet hatten, ging der BeschwerdefÃ¼hrer im Rekursverfahren nicht darauf ein, weshalb und wieweit sich dieser Zeitpunkt ins Jahr 2002 verschiebe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Zu Recht ging die Beschwerdegegnerin in der Vernehmlassung zum Rekurs vom 8. August 2001 davon aus, dass der BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund seines Lizentiates, das in der Schweiz seine Anerkennung gefunden habe, eine existenzsichernde Arbeit finden wÃ¼rde. Er habe dies jedenfalls nicht bestritten. Bei der Dissertation des Beschwer­defÃ¼hrers handle es sich daher um eine Zweitausbildung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wie dargelegt, hat der BeschwerdefÃ¼hrer sein ArchÃ¤ologiestudium mit dem Lizentiat abgeschlossen, was ihm grundsÃ¤tzlich eine existenzsichernde TÃ¤tigkeit ermÃ¶glicht. Jede darÃ¼ber hinausgehende Ausbildung kann daher nicht mehr als Erstausbildung angesehen werden. Der BeschwerdefÃ¼hrer bestreitet denn auch nicht, dass ihm sein Lizentiat die AusÃ¼bung einer existenzsichernden Arbeit ermÃ¶glicht hÃ¤tte. Unter Hinweis auf den beschrie­benen Sachverhalt (vorn Ziffer I) ist insbesondere darauf hinzuweisen, dass er eigenen Angaben zufolge mehrere Jahre an archÃ¤ologischen Ausgrabungen in U beteiligt ge­wesen war und von 1990 bis 1992 als Geschichtslehrer gearbeitet hatte. Er macht nicht gel­tend, dass ihm diese TÃ¤tigkeiten kein existenzsicherndes Einkommen eingebracht hÃ¤tten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Selbst wenn es sich anders verhielte, hat der BeschwerdefÃ¼hrer in keiner Weise dargelegt, dass er das Ziel, ein existenzsicherndes Einkommen zu erlangen, voraussichtlich mit der Zweitausbildung erreichen oder damit seine VermittlungsfÃ¤higkeit erhÃ¶hen wÃ¼rde. Die Argumentation des BeschwerdefÃ¼hrers beschrÃ¤nkt sich vielmehr darauf, dass er sich zur Beendigung seiner Doktorarbeit offenbar auf einen Aufenthalt in der Schweiz auch im Jahre 2002 eingestellt hat und sich diesen von der Beschwerdegegnerin mindestens teilweise finanzieren lassen mÃ¶chte. Daraus lÃ¤sst sich ein weitergehender Anspruch auf Sozialhilfe nicht herleiten. Daran Ã¤ndert sich nichts dadurch, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer die Arbeits­­bewilligung verweigert wurde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Der finanzielle Engpass kam fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer allerdings nicht vÃ¶llig Ã¼ber­raschend. Vorauszuschicken ist, dass er selber im Gesuch um Erteilung einer Einreisebewilligung vom 6. Juli 1996, ausgestellt in Stuttgart, davon ausging, dass er sich bloss fÃ¼r etwa zwei Jahre in der Schweiz aufhalten und mehrmals in die Schweiz einreisen werde. Die Kosten seines Aufenthaltes wollte er mittels Ersparnissen, seines Stipendiums und Ar­beit wÃ¤hrend der Ferien aufbringen. Wenn der BeschwerdefÃ¼hrer in der Rekursschrift ausfÃ¼hrte, er sei auch im Jahr 2002 auf (nicht nÃ¤her bezeichnete) GesprÃ¤che mit seinem Doktorvater angewiesen, und daraus offensichtlich die Notwendigkeit seiner weiteren Anwesen­­heit in der Schweiz ableitet, deckt sich dies nicht mit seinen ursprÃ¼nglichen Absichten, ohne dass dafÃ¼r eine Ã¼berzeugende BegrÃ¼ndung geliefert wÃ¼rde. Weiter hatte die Sozialberatung der Uni Z den BeschwerdefÃ¼hrer schon mit Schreiben vom 1. Juni 1999 darÃ¼ber aufgeklÃ¤rt, dass eine UnterstÃ¼tzung seines Dissertationsprojektes aus dem Stipendienfonds der UniversitÃ¤t nicht mÃ¶glich sei, ebensowenig aus der Stiftung Professor Dr. B. Das Ressort NachwuchsfÃ¶rderung der Uni Z erteilte dem BeschwerdefÃ¼hrer mit Schreiben vom 4. November 1999 ebenfalls eine Absage fÃ¼r allfÃ¤llige (UniversitÃ¤ts- und Bundes-) Stipendien. Dabei wurde er ausdrÃ¼cklich darauf hingewiesen, dass er sich deswegen mit nÃ¤her be­zeichneten Fachleuten in Verbindung setzen und beraten lassen sollte, in welchem VerhÃ¤ltnis das Thema und der Umfang seines Vorhabens mit seinen realen Gegebenheiten stehe und er sich allenfalls thematische EinschrÃ¤nkungen Ã¼berlegen mÃ¼sste, um seine Dissertation ohne weitere langjÃ¤hrige und weitreichende Zusatzstudien innert nÃ¼tzlicher Frist abschlies­sen zu kÃ¶nnen. NÃ¶tigenfalls hÃ¤tte er seine PlÃ¤ne zu redimensionieren oder jemanden zu gewinnen, der dafÃ¼r ein Forschungsprojekt eingeben wÃ¼rde. Dies war ein deutlicher Hin­weis an den BeschwerdefÃ¼hrer, den Umfang und die Dauer seiner Doktorarbeit mit seinen finanziellen VerhÃ¤ltnissen abzustimmen. Dass der BeschwerdefÃ¼hrer sich entsprechend verhalten hÃ¤tte, geht aus den Akten nicht hervor und macht er selber nicht geltend.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Ab Februar 2000 kam er dennoch in den Genuss der UnterstÃ¼tzung durch die Beschwerdegegnerin fÃ¼r nahezu zwei Jahre, obwohl die Voraussetzungen fÃ¼r eine UnterstÃ¼tzung fehlten. Dass die Beschwerdegegnerin unter diesen UmstÃ¤nden nach rund zwei Jahren die Sozialhilfe einstellte, ist weder unangemessen noch ungerechtfertigt. Der Doktorvater des BeschwerdefÃ¼hrers hÃ¤lt es ferner gemÃ¤ss der BestÃ¤tigung vom 19. November 2001 bloss fÃ¼r mÃ¶glich, dass der Abgabetermin der Dissertation nach dem momentanen Stand der Dinge Ende Sommersemester 2002 sein kÃ¶nnte. Einmal davon abgesehen, dass damit der Abschluss der Doktorarbeit vor Ablauf der Aufenthaltsbewilligung (21. Juli 2002) keineswegs sichergestellt ist, schliessen sich an die Abgabe der Dissertation gewÃ¶hnlich deren Besprechung mit dem und deren Beurteilung durch den Doktorvater an, weiter allfÃ¤llige Kor­­rekturen, Ãnderungen oder Verbesserungen. Der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¤ussert sich nicht dazu, wie er diese GesprÃ¤che und Arbeiten nach Ablauf der Aufenthaltsbewilligung bewerk­stelligen will.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>g) Insgesamt muss daher konstatiert werden, dass der BeschwerdefÃ¼hrer bereits frÃ¼h­zeitig auf eine zeit- und kostensparende Bearbeitung seines Dissertationsthemas aufmerksam gemacht worden war und ihm dafÃ¼r entsprechende BeratungsmÃ¶glichkeiten in Aussicht gestellt wurden, ohne dass er davon Gebrauch gemacht hÃ¤tte. Die UnterstÃ¼tzung durch die Beschwerdegegnerin wÃ¤hrend fast zwei Jahren ist â da es sich um eine Zweit­aus­bildung handelt â grosszÃ¼gig ausgefallen, erscheint doch ein entsprechender Anspruch als min­destens sehr fraglich. Ausserdem bezahlte sie ihm die Kosten fÃ¼r die Sanierung seiner ZÃ¤hne, ohne dass er zuvor wie vorgeschrieben eine Kostengutsprache eingeholt hÃ¤tte (§ 20 Abs. 1 SHV), und erwies sich auch hierin als grosszÃ¼gig und unbÃ¼rokratisch. Nachdem die mutmassliche Beendigung seiner Arbeit in keiner Weise feststeht, hat die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen zu Recht zeitlich auf Ende 2001 beschrÃ¤nkt, womit sie der besonderen Situation des BeschwerdefÃ¼hrers weitgehend Rechnung trug. Sie ging mit ihren Leis­tun­gen sogar weit Ã¼ber das hinaus, was einem inlÃ¤ndischen Hilfesuchenden in vergleichbarer Situation an Sozialhilfe zugestanden hÃ¤tte, ohne dass berechtigte GrÃ¼nde fÃ¼r diese Ungleichbehandlung vorgelegen hÃ¤tten. Umso mehr hÃ¤tte sich der BeschwerdefÃ¼hrer darum be­mÃ¼hen mÃ¼ssen, seine Arbeit wÃ¤hrend der zugesagten UnterstÃ¼tzung fertigzustellen. Die Beschwerde ist unter diesen UmstÃ¤nden abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss verfÃ¼gt der Einzelrichter:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>