<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2022.00453</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223018&amp;W10_KEY=13045532&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2022.00453</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.02.2023</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Vergabeverfahren betreffend Parkraumbewirtschaftung; Angebot im Betrag von Fr. 0.-; Abänderung des Leistungsverzeichnisses Die Ausschreibungsgrundlagen können vor dem Eingabetermin für die Offerten konkretisiert und präzisiert werden. In dieser Phase sind auch grundlegende Anpassungen an der Ausschreibung und den Ausschreibungsunterlagen möglich, sofern die potenziell interessierte Bieterschaft darüber gleichzeitig informiert wird. Nach Ablauf der Eingabefrist ist eine Änderung des Leistungsbeschriebs dagegen weitestgehend ausgeschlossen. Vorliegend erfolgte die strittige Änderung rechtzeitig und unmissverständlich (E. 4.2). Aus dem Grundsatz von Treu und Glauben ergibt sich die Obliegenheit der Anbietenden, gewisse Mängel der Ausschreibungsunterlagen auch ausserhalb eines formellen Beschwerdeverfahrens möglichst frühzeitig zu beanstanden, um einen unnötigen Verfahrensaufwand zu vermeiden. Die Beschwerdeführerin durfte mit ihrer Rüge betreffend eine falsche Parkuhr-Typenbezeichnung nicht abwarten, ob der Vergabeentscheid für sie positiv ausfällt, und andernfalls mit Beschwerde die Wiederholung des Verfahrens verlangen (E. 5.4). Ein Anbieter oder eine Anbieterin kann aus dem Verfahren ausgeschlossen werden, wenn er oder sie ein ungewöhnlich niedriges Angebot einreicht, ohne nachzuweisen, dass die Teilnahmebedingungen eingehalten werden und die Auftragsbedingungen erfüllt werden können (E. 7.1). Die Anbietenden sind nicht verpflichtet, kostendeckend zu offerieren, solange das Angebot den gestellten Anforderungen genügt. Da keine konkreten Hinweise bestehen, dass die Mitbeteiligte ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommen könnte, wäre das Angebot, selbst wenn es ein Unterangebot darstellen würde, aus diesem Grund nicht auszuschliessen (E. 7.3.2). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSCHLUSS AUS DEM VERFAHREN">AUSSCHLUSS AUS DEM VERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSCHREIBUNGSUNTERLAGEN">AUSSCHREIBUNGSUNTERLAGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃGEOBLIEGENHEIT">RÃGEOBLIEGENHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNGEWÃHNLICH NIEDRIGES ANGEBOT">UNGEWÃHNLICH NIEDRIGES ANGEBOT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERANGEBOT">UNTERANGEBOT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 4a Abs. I IVÃ¶B-BeitrittsG</span><br/><span class="ungerade">§ 32 SubmV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>1. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=60706" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2022.00453</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 1. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">7. Februar 2023</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Peter Sprenger<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Daniel Schweikert, Ersatzrichterin Irene Egloff Martin, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Regina Meier. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><a id="RU_AUTOTEXT_DRITT_N"><span>A AG,<b> </b></span></a></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Stadt ZÃ¼rich, Umwelt und Gesundheitsschutz, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">und</p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>B GmbH, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Mitbeteiligte,</span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Submission,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Am 31. Mai 2022 erÃ¶ffnete die Stadt ZÃ¼rich, Umwelt- und Gesundheitsschutz, ein Einladungsverfahren zwecks Vergabe der "Parkraumbewirtschaftung Schlachthofareal". Eingeladen wurden drei Anbieterinnen, welche alle innert Frist ein Angebot einreichten. Am 5. Juli 2022 ging der Zuschlag an die B GmbH fÃ¼r deren Angebot im Betrag von Fr. 0.-. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen erhob die A AG am 25. Juli 2022 Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte, die ZuschlagsverfÃ¼gung sei aufzuheben und der Zuschlag an sie zu erteilen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung, subeventualiter zur Wiederholung des Vergabeverfahrens, an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckzuweisen. In prozessualer Hinsicht beantragte sie die Erteilung der aufschiebenden Wirkung sowie Einsicht in sÃ¤mtliche Verfahrensakten. Ferner wurde die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung zulasten der Beschwerdegegnerin beantragt.</p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerdeantwort vom 18. August 2022 beantragte die Beschwerdegegnerin, die Beschwerde wie auch das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung seien abzuweisen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. </p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 25./30. August 2022 wurden der Beschwerdegegnerin weitere Verfahrensschritte einstweilen untersagt und es wurde der BeschwerdefÃ¼hrerin teilweise Einsicht in die mit der Beschwerdeantwort eingereichten Prozessakten gewÃ¤hrt. Das von der BeschwerdefÃ¼hrerin mit der Replik gestellte Gesuch um weitergehende Akteneinsicht wurde am 31. Oktober 2022 abgewiesen.</p> <p class="Urteilstext">Im zweiten Schriftenwechsel hielten die Parteien jeweils an ihren Sachbegehren fest. In ihrer Triplik vom 21. November 2022 stellte die BeschwerdefÃ¼hrerin neu ein Zusatzbegehren, wonach es der Beschwerdegegnerin zu verbieten sei, die eingesetzte Parkuhr in den nÃ¤chsten vier Jahren durch ein anderes Modell zu ersetzen.</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin erstattete ihre Quadruplik am 1. Dezember 2022.</p> <p class="Urteilstext">Die mitbeteiligte ZuschlagsempfÃ¤ngerin reichte insgesamt drei Stellungnahmen ein, worin sie jeweils gegen den Standpunkt der BeschwerdefÃ¼hrerin opponierte, ohne konkrete AntrÃ¤ge zu stellen.</p> <p class="Urteilstext">Die Quintuplik der BeschwerdefÃ¼hrerin datiert vom 27. Dezember 2022. Eine Stellungnahme der Beschwerdegegnerin hierzu erfolgte am 12. Januar 2023. Die BeschwerdefÃ¼hrerin liess sich ein weiteres Mal am 31. Januar 2023 vernehmen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggebender kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBI 100/1999, S. 372). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 (IVÃ¶B) sowie die §§ 2 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. September 2003 (IVÃ¶B-BeitrittsG) zur Anwendung.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nicht berÃ¼cksichtigte Anbietende sind zur Beschwerde gegen einen Vergabeentscheid legitimiert, wenn sie bei deren Gutheissung eine realistische Chance haben, mit dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen, oder wenn die Gutheissung der Beschwerde zu einer Wiederholung des Submissionsverfahrens fÃ¼hrt, in welchem sie ein neues Angebot einreichen kÃ¶nnen; andernfalls fehlt ihnen das schutzwÃ¼rdige Interesse an der BeschwerdefÃ¼hrung (RB 1999 Nr. 18 = BEZ 1999 Nr. 11; § 21 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Urteilstext">Die zweitplatzierte BeschwerdefÃ¼hrerin bringt im Wesentlichen vor, die von der Vergabestelle im Rahmen der Fragenbeantwortung gemachten Aussagen zum Leistungsumfang der Vergabe hÃ¤tten eine verlÃ¤ssliche Preiskalkulation verunmÃ¶glicht. Ferner macht sie geltend, die ZuschlagsempfÃ¤ngerin hÃ¤tte ausgeschlossen werden mÃ¼ssen, da sie zum einen nicht sÃ¤mtliche Eignungskriterien erfÃ¼lle und Ã¼berdies ein unzulÃ¤ssiges Unterangebot eingereicht habe. Erweisen sich die EinwÃ¤nde der BeschwerdefÃ¼hrerin als begrÃ¼ndet, hÃ¤tte sie somit <span>eine realistische Chance, mit dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen. Ihre Legitimation ist daher zu bejahen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nachdem die weiteren Sachurteilsvoraussetzungen ebenfalls gegeben sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss den Ausschreibungsunterlagen beinhaltet die Parkraumbewirtschaftung auf dem Schlachthofareal (Hardgut-/ Hohl-/ Herderen- und Baslerstrasse) die Zuweisung eingezeichneter Parkfelder, den Einsatz einer Parkuhr sowie die DurchfÃ¼hrung unregelmÃ¤ssiger KontrollgÃ¤nge, allfÃ¤llige rechtliche Schritte inklusive Auferlegung einer UmtriebsentschÃ¤digung im Widerhandlungsfall und das Inkasso dieser UmtriebsentschÃ¤digung. Weiter heisst es, zum Einsatz komme eine Parkuhr des Typs C der Firma D. Die Parkzeit werde auf der Uhr selbst angezeigt. Die notwendigen codierten Chipkarten und ein SchlÃ¼ssel fÃ¼r die NotÃ¶ffnung wÃ¼rden von der Auftraggeberin leihweise zur VerfÃ¼gung gestellt. Die Auswertung des Kassenwerts erfolge Ã¼ber ein von der Firma D zur VerfÃ¼gung gestelltes Onlinesystem.</p> <p class="Urteilstext">Konkret soll der Auftrag folgende Arbeiten umfassen:</p> <p class="EinzugZitat"> <span>"- Aufrechterhaltung der Parkordnung mit KontrollgÃ¤ngen inkl. Kontrolle der bezahlten Parkzeiten (zweimal tÃ¤glich an Werktagen, je zu unterschiedlichen Zeiten zwischen 7 Uhr und 17 Uhr)</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>-<span> </span></span><span>Auferlegung von UmtriebsentschÃ¤digungen von CHF 50.00 bei Widerhandlungen</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>-<span> </span></span><span>ZurverfÃ¼gungstehen als Ansprechstelle fÃ¼r Mieter und Parkierende bezÃ¼glich Parkraumbewirtschaftung und UmtriebsentschÃ¤digung</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>-<span> </span></span><span>Bedarfsoptimierte Entleerung der vorhandenen Parkuhr mit Geldtransport und -abgabe im Zweierteam [â¦]</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>-<span> </span></span><span>Ãberwachung und Sicherstellung der Betriebsbereitschaft der Parkuhr mit Wartung und Unterhalt (first level support, komplexere Reparaturen werden der Auftraggeberin gemeldet)</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>-<span> </span></span><span>Mahn- und Inkassoverfahren fÃ¼r die UmtriebsentschÃ¤digung mit anschliessender Vollzugsmeldung an die Auftraggeberin und der Erstellung eines monatlichen Rapports. Die UmtriebsentschÃ¤digungen stehen der Auftragnehmerin vollumfÃ¤nglich zu; sie sind damit Teil der EntschÃ¤digung der Auftragnehmerin. Ãber die Einleitung des Inkassoverfahrens entscheidet die Auftraggeberin."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Zum letzten Punkt wurde sodann in Anhang 1 der Ausschreibungsunterlagen ergÃ¤nzend festgehalten:</p> <p class="EinzugZitat"><span>"[â¦] Falls sich die Auftraggeberin fÃ¼r die Durchsetzung der UmtriebsentschÃ¤digung entscheidet, ist die Auftragnehmerin verpflichtet, das entsprechende Inkassoverfahren einzuleiten und durchzufÃ¼hren."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Im Rahmen der in den Ausschreibungsunterlagen vorgesehenen Fragerunde fragte die BeschwerdefÃ¼hrerin sinngemÃ¤ss nach, was zum Inkassoverfahren gehÃ¶re und mit wie vielen solchen Verfahren zu rechnen sei. Hierzu nahm die Vergabestelle gegenÃ¼ber allen Anbieterinnen einmal am 17. Juni 2022 und abschliessend am 20. Juni 2022 Stellung. </p> <p class="Urteilstext">In der ersten Antwort vom 17. Juni 2022 wiederholte die Vergabestelle ihren der Ausschreibung zugrunde liegenden Entscheid, bei einem Verstoss gegen das Parkregime <i>statt</i> des mÃ¶glichen "Strafverfahrens mit Busse" eine UmtriebsentschÃ¤digung einzufordern und, falls diese trotz Mahnung nicht gezahlt wird, gegebenenfalls ein Inkassoverfahren durchzufÃ¼hren. Weiter hielt die Vergabestelle fest, es sei davon auszugehen, dass bei 20 % der UmtriebsentschÃ¤digungen gemahnt und bei 2 % ein Inkasso durchgefÃ¼hrt werden mÃ¼sse. Bislang seien keine Inkassoverfahren durchgefÃ¼hrt worden, weshalb die Anbieterinnen fÃ¼r die AufwandschÃ¤tzung auf eigene Erfahrung zurÃ¼ckgreifen und diese auch darlegen sollten. </p> <p class="Urteilstext">Am 20. Juni 2022 teilte die Vergabestelle den Anbieterinnen mit, ihre erste Stellungnahme vom 17. Juni 2022 sei zu prÃ¤zisieren. Nach erfolgloser Mahnung werde in Zukunft der strafrechtliche Weg beschritten. Die Strafanzeige werde von der Auftraggeberin selbst erstattet. Eine UmtriebsentschÃ¤digung entfalle in diesen FÃ¤llen. Im Ergebnis hÃ¤lt die Vergabestelle sodann fest, die das Inkassoverfahren betreffende "AufwandschÃ¤tzung aufgrund ihrer Erfahrungen entfÃ¤llt fÃ¼r die Preiskalkulation". FÃ¼r die Preiskalkulation sei nunmehr davon auszugehen, dass in 20 % der FÃ¤lle eine Mahnung erforderlich sei und "mit 2 % Ausfall bei den Bezahlungen" gerechnet werden mÃ¼sse. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht hierzu geltend, der Auftraggeberin sei es untersagt, das Leistungsverzeichnis nachtrÃ¤glich abzuÃ¤ndern. Der nachtrÃ¤gliche Verzicht auf die DurchfÃ¼hrung von Inkassoverfahren sei daher von vornherein unzulÃ¤ssig. Im Ãbrigen sei die Kommunikation der Vergabestelle zu dieser Frage als widersprÃ¼chlich zu qualifizieren, was denn auch eine verlÃ¤ssliche Preiskalkulation "verunmÃ¶glicht" habe. Zum einen sei nach wie vor unklar, ob das ressourcenintensive Inkassoverfahren in der Angebotskalkulation zu berÃ¼cksichtigen sei oder nicht. DarÃ¼ber hinaus sei die Vergabestelle aber auch den Nachweis schuldig geblieben, dass ihre Prozentangaben zu Mahnaufwand und endgÃ¼ltigem Ausfall der Zahlung den Tatsachen entsprechen.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b>Die Ausschreibungsgrundlagen kÃ¶nnen <i>vor</i> dem Eingabetermin fÃ¼r die Offerten konkretisiert und prÃ¤zisiert werden. In dieser Phase sind auch grundlegende Anpassungen an der Ausschreibung und den Ausschreibungsunterlagen mÃ¶glich, sofern die potenziell interessierte Bieterschaft darÃ¼ber gleichzeitig informiert wird. Nach Ablauf der Eingabefrist ist eine Ãnderung des Leistungsbeschriebs dagegen weitestgehend ausgeschlossen (vgl. <span>Peter Galli/AndrÃ© Moser/Elisabeth Lang/Marc Steiner, Praxis des Ã¶ffentlichen Beschaffungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich etc. 2013, Rz. 393 und 806). </span></p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.1 </b>Vorliegend erfolgte die strittige LeistungsÃ¤nderung bzw. der Verzicht auf die DurchfÃ¼hrung von Inkassoverfahren vor dem Eingabetermin, mithin rechtzeitig. Sodann handelt es sich um ein Einladungsverfahren mit einem von vornherein geschlossenen Bieterkreis. Die Frage, ob sich infolge der geÃ¤nderten Ausschreibungsgrundlagen allenfalls ein potenziell grÃ¶sserer Bieterkreis angesprochen gefÃ¼hlt hÃ¤tte, stellt sich somit hier nicht. Die Vergabestelle hatte demnach nur die drei eingeladenen Anbieterinnen Ã¼ber die Ãnderung des Leistungsverzeichnisses zu informieren, was sie am 20. Juni 2022 getan hat.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrerin kann im Weiteren auch nicht gefolgt werden, wenn sie geltend macht, diese Information sei inhaltlich missverstÃ¤ndlich gewesen und habe eine verlÃ¤ssliche Preiskalkulation verunmÃ¶glicht. Die Vergabestelle hat hinlÃ¤nglich klargemacht, dass sie sÃ¤umige Zahler nun doch strafrechtlich belangen wolle, dass sie dies selbst zu tun gedenkt und dass es darum in diesen FÃ¤llen fÃ¼r die Anbieterinnen keine UmtriebsentschÃ¤digung zu holen gibt. Wo keine UmtriebsentschÃ¤digung anfÃ¤llt, besteht folgerichtig auch keine Grundlage fÃ¼r ein Inkassoverfahren. Wie die Vergabestelle ausdrÃ¼cklich und unmissverstÃ¤ndlich feststellt, spielt der mit einem Inkassoverfahren verbundene Aufwand denn auch keine Rolle fÃ¼r die Preiskalkulation. Das hat offenbar auch die BeschwerdefÃ¼hrerin selbst so verstanden. Insbesondere hat sie weder behauptet, geschweige denn dargetan, dass sie die Angaben der Vergabestelle falsch verstanden und den Aufwand fÃ¼r die DurchfÃ¼hrung von Inkassoverfahren in ihre Preiskalkulation einbezogen hat. Es ist denn auch nicht ersichtlich, inwiefern sie durch die rechtzeitige Ãnderung des Leistungsverzeichnisses beziehungsweise die Kommunikation der Vergabestelle beschwert wÃ¤re. </p> <p class="Urteilstext">Fehl geht auch der Einwand der BeschwerdefÃ¼hrerin, die fÃ¼r die Preiskalkulation relevanten Angaben zum prozentualen Anteil der Mahnverfahren und der definitiven ZahlungsausfÃ¤lle seien nicht hinreichend belegt. Die BeschwerdefÃ¼hrerin verkennt offenbar, dass diese Angaben lediglich als Kalkulationsgrundlage und nicht als verbindliche Tatsache bzw. Zusicherung seitens der Vergabestelle zu verstehen sind. Es liegt in der Natur der Sache, dass die Zahl der Mahnverfahren und der Anteil der definitiven AusfÃ¤lle auch kÃ¼nftig variieren kÃ¶nnen. Bei den von der Vergabestelle gemachten Angaben handelt es sich erklÃ¤rtermassen um Erfahrungswerte, welche den Anbieterinnen nur, aber immerhin als Anhaltspunkt fÃ¼r ihre KostenschÃ¤tzung dienen sollten. Nachdem die Vergabestelle nicht davon ausgehen musste, dass ihre durchaus als willkommene Hilfestellung zu verstehenden Angaben grundlos in Zweifel gezogen werden, bestand fÃ¼r sie auch keine Veranlassung, diese nÃ¤her zu belegen. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>GemÃ¤ss 4a Abs. 1 IVÃ¶B-BeitrittsG werden Anbietende aus dem Vergabeverfahren ausgeschlossen, wenn sie die Voraussetzungen fÃ¼r die Teilnahme nicht oder nicht mehr erfÃ¼llen. Dies ist unter anderem der Fall bei fehlender ErfÃ¼llung der durch die Vergabestelle festgelegten Eignungskriterien (§ 4a Abs. 1 lit. a IVÃ¶B-BeitrittsG), bei Missachtung wesent<img alt="" height="1" id="Grafik 6" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=60707" width="1"/>licher Formerfordernisse, insbesondere durch Nichteinhaltung der Eingabefrist, UnvollstÃ¤ndigkeit des Angebots oder Ãnderung der Ausschreibungsunterlagen (§ 4a Abs. 1 lit. b IVÃ¶B-BeitrittsG) sowie bei NichterfÃ¼llung der Anforderungen der Vergabestelle an die Angaben und Nachweise (§ 4a Abs. 1 lit. c IVÃ¶B-BeitrittsG).</p> <p class="Erwgung2">Bei der Beurteilung solcher MÃ¤ngel ist nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung im Interesse der Vergleichbarkeit der Angebote und des Gleichbehandlungsgrundsatzes ein strenger Massstab anzulegen. Die Rechtsfolge des Ausschlusses ist allerdings nur dann adÃ¤quat, wenn es sich um einen wesentlichen Mangel handelt; einen Ã¼berspitzten Formalismus gilt es zu vermeiden (RB 1999 Nr. 61 = BEZ 1999 Nr. 25 E. 6 = ZBI 101/2000, S. 265; Galli et al., Rz. 456 f. und 470; Herbert Lang, Offertenbehandlung und Zuschlag im Ã¶ffentlichen Beschaffungswesen, ZBI 101/2000, S. 225 ff., 235). Des Weiteren muss das verfassungsmÃ¤ssige Gebot der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999) berÃ¼cksichtigt werden: Wegen unbedeutender MÃ¤ngel in der Offerte dÃ¼rfen Anbietende nicht ausgeschlossen werden (BGr, 26. Januar 2016, 2C 665/2015, E. 1.3.3; Galli et al., Rz. 444 f.).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Die Eignungskriterien umschreiben die Anforderungen, welche an die Anbietenden gestellt werden, um zu gewÃ¤hrleisten, dass sie zur AusfÃ¼hrung des geplanten Auftrags in der <img alt="" height="1" id="Grafik 5" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=60708" width="1"/>Lage sind (VGr, 17. Februar 2000, VB.1999.00015, E. 6a = RB 2000 Nr. 70 = BEZ 2000 Nr. 25, auch zum Folgenden; Galli et al., Rz. 555). Die VergabebehÃ¶rde legt die fÃ¼r die <img alt="" height="1" id="Grafik 4" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=60709" width="1"/>jeweilige Beschaffung erforderlichen Eignungskriterien im Hinblick auf deren Besonderheiten fest, bestimmt die zu erbringenden Nachweise und gibt diese in den Ausschreibungs<img alt="" height="1" id="Grafik 3" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=60710" width="1"/>unterlagen bekannt (vgl. § 22 der Submissionsverordnung vom 23. Juli 2003 [SubmV]).<img alt="" height="1" id="Grafik 2" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=60711" width="1"/></p> <p class="Urteilstext">Bei deren Festlegung und Anwendung steht ihr ein weiter Ermessensspielraum zu, in den das Verwaltungsgericht, dem keine ÃberprÃ¼fung der Angemessenheit des Entscheids zusteht, nicht eingreift (Art. 16 Abs. 2 IVÃ¶B; § 50 Abs. 2 VRG). Zu prÃ¼fen ist dagegen eine allfÃ¤llige Ãberschreitung oder ein Missbrauch des Ermessens (Art. 16 Abs. 1 lit. a IVÃ¶B; vgl. § 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. I lit. a VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>In den Ausschreibungsunterlagen wurde von den Anbieterinnen unter dem Titel "Eignung und Nachweise" unter anderem ein "Umsetzungskonzept" verlangt, welches wie folgt umschrieben ist:</p> <p class="EinzugZitat"><b><span>3.2.1 Allgemein</span></b></p> <p class="EinzugZitat"><span>Es ist ein Umsetzungskonzept fÃ¼r die ErfÃ¼llung des Auftrags einzureichen, in welchem erlÃ¤utert wird, wie die Anbieterin den Auftrag konkret erfÃ¼llen wÃ¼rde. Dabei ist die Zusammenarbeit mit der Auftraggeberin darzustellen und es sind weiter die nachfolgenden Themen zu erlÃ¤utern/zu dokumentieren.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><b><span>3.2.2 Angaben zur Unternehmung und Wirtschaftliche LeistungsfÃ¤higkeit</span></b></p> <p class="EinzugZitat"><span>[...]</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><b><span>3.2.3 SchlÃ¼sselpersonen</span></b></p> <p class="EinzugZitat"><span>[â¦]</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><b><span>3.2.4 Sicherheitskonzept</span></b></p> <p class="EinzugZitat"><span>[â¦]</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b>5.3.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht nun unter Berufung auf vorstehende Ziffer 3.2.1 (Umsetzungskonzept, Allgemein) geltend, zu den Aufgabenbereichen der Auftragnehmerin gehÃ¶re gemÃ¤ss Ziff. 1.2 des Leistungsbeschriebs auch die "Ãberwachung und Sicherstellung der Betriebsbereitschaft der Parkuhr mit Wartung und Unterhalt (First-Level-Support, komplexere Reparaturen werden der Auftraggeberin gemeldet)". Die ZuschlagsempfÃ¤ngerin verfÃ¼ge aber nicht Ã¼ber die nÃ¶tige Ausbildung fÃ¼r die auf dem Schlachthofareal eingesetzte Parkuhr. Sie sei daher weder berechtigt noch in der Lage, deren Betriebsbereitschaft sicherzustellen und einen First-Level-Support durchzufÃ¼hren. Folglich mÃ¼sse sie mangels ErfÃ¼llung dieses Eignungskriteriums aus dem Verfahren ausgeschlossen werden.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.3.2 </b>Dem ist vorab mit der Beschwerdegegnerin entgegenzuhalten, dass im besagten Eignungskriterium 3.2.1 nur die Lieferung eines Umsetzungskonzeptes verlangt wird und kein Schulungsnachweis fÃ¼r ein bestimmtes Parkuhrenmodell. Gegebenenfalls kÃ¶nnte denn auch die Erlangung weiterer Schulungsnachweise Gegenstand eines solchen Umsetzungskonzepts sein, womit dem Kriterium in dieser allgemeinen Form bereits GenÃ¼ge getan wÃ¤re. </p> <p class="Erwgung3"><b>5.3.3 </b>In den Ausschreibungsunterlagen wurde indes ausdrÃ¼cklich festgehalten, es werde eine Parkuhr des Typs C der Firma D eingesetzt. Wie die Firma D mit Schreiben vom 9. November 2022 und nochmals mit E-Mail vom 21. November 2022 bestÃ¤tigte, wurde die Mitbeteiligte auf dem der Ausschreibung entsprechenden Modell geschult und verfÃ¼gt demzufolge auch Ã¼ber die Berechtigung zur DurchfÃ¼hrung des First-Level-Supports. Mithin ist unbestritten, dass das Angebot der Mitbeteiligten insofern ausschreibungskonform ist. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b>Wie die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend macht, wird auf dem streitbetroffenen Areal jedoch nicht das in der Ausschreibung genannte Modell, sondern das Modell E eingesetzt. Als bisherige Leistungserbringerin verfÃ¼ge sie Ã¼ber die nÃ¶tige Schulung und die Berechtigung zur DurchfÃ¼hrung des First-Level-Supports, nicht aber die Mitbeteiligte. </p> <p class="Erwgung3"><b>5.4.1 </b>Aus dem Grundsatz von Treu<a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getMarkupDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=222331&amp;W10_KEY=6589431&amp;nTrefferzeile=2&amp;Template=standard/results/document.fiw#ctx2"></a><span class="MsoHyperlink"> </span>und Glauben ergibt sich die Obliegenheit der Anbietenden, gewisse MÃ¤ngel auch ausserhalb eines formellen Beschwerdeverfahrens mÃ¶glichst frÃ¼hzeitig zu beanstanden, um einen unnÃ¶tigen Verfahrensaufwand zu vermeiden (vgl. dazu BGE 130 I 241 E. 4.3; VGr, 27. Juni 2019, VB.2019.00033, E. 4.2 f., mit zahlreichen Hinweisen; 24. November 1999, VB.1998.00327, E. 4c = BEZ 2000 Nr. 10; Galli et al., N. 667 f.; Robert Wolf, Die Beschwerde gegen Vergabeentscheide â Eine Ãbersicht Ã¼ber die Rechtsprechung zu den neuen Rechtsmitteln, ZBl 104/2003, S. 10). Dabei genÃ¼gt es grundsÃ¤tzlich, wenn die RÃ¼ge spÃ¤testens bei Offertstellung erfolgt (VGr, 18. Dezember 2019, VB.2019.0068, E. 4.2.2).</p> <p class="Urteilstext"><span>Eine solche Obliegenheit anzunehmen, rechtfertigt sich nach der Praxis allerdings nur bei offensichtlichen MÃ¤ngeln. Dies ist etwa der Fall, wenn gerÃ¼gt wird, wegen MÃ¤ngeln der Ausschreibungsunterlagen habe von vornherein kein regelkonformes Vergabeverfahren durchgefÃ¼hrt werden kÃ¶nnen (VGr, 2. MÃ¤rz 2017, VB.2016.00778, E. 3.2; 23. November 2001, VB.2001.00016, E. 4b). Anbietende kÃ¶nnen nur dann vom Rechtsweg ausgeschlossen werden, wenn sie den Mangel tatsÃ¤chlich festgestellt haben oder bei gehÃ¶riger Vorsicht hÃ¤tten feststellen kÃ¶nnen (VGr, 3. April 2014, VB.2013.00758, E. 2.4.1). </span>Angesichts des Zeitdrucks und allenfalls beschrÃ¤nkter Rechtskenntnisse der Anbietenden sowie aufgrund der mÃ¶glichen Furcht vor der Verringerung der Chancen im Vergabeverfahren sind keine strengen Anforderungen an die Anbietenden zu stellen<span> (vgl. BGE 130 I 241 E. 4.3).</span></p> <p class="Erwgung3"><b>5.4.2 </b>Wie bereits festgestellt, handelt es sich bei der BeschwerdefÃ¼hrerin um die bisherige Leistungserbringerin. FÃ¼r sie war es daher offensichtlich, dass das in den Ausschreibungsunterlagen genannte Parkuhrenmodell nicht mit dem tatsÃ¤chlich eingesetzten Modell Ã¼bereinstimmt. Besondere Rechtskenntnisse waren fÃ¼r diese Feststellung nicht erforderlich. Auch macht sie geltend, dass auf dieser Grundlage von vornherein kein regelkonformes Vergabeverfahren habe durchgefÃ¼hrt werden kÃ¶nnen. GemÃ¤ss den vorstehenden AusfÃ¼hrungen traf sie daher die Obliegenheit, die Vergabestelle auf die fehlerhafte Typenbezeichnung hinzuweisen. Der festgestellte Mangel lÃ¤sst im Ãbrigen keinen anderen Schluss zu, als dass es sich um ein Versehen handelt, dessen Korrektur zweifellos im Interesse der Vergabestelle gelegen hÃ¤tte. Es kann daher ausgeschlossen werden, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin ihre Chancen im Submissionsverfahren kompromittiert hÃ¤tte, wenn sie die Vergabestelle auf dieses Versehen aufmerksam gemacht hÃ¤tte. Nach Treu und Glauben wÃ¤re die falsche Typenbezeichnung folglich spÃ¤testens mit der Offerteinreichung bei der VergabebehÃ¶rde zu rÃ¼gen gewesen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin durfte nicht abwarten, ob der Vergabeentscheid fÃ¼r sie positiv ausfÃ¤llt, und andernfalls mit Beschwerde die Wiederholung des Verfahrens verlangen. Ihre auf der falschen Typenbezeichnung basierenden RÃ¼gen betreffend die Eignung der Mitbeteiligten und die QualitÃ¤t des von der Mitbeteiligten eingereichten Angebots erweisen sich daher als verspÃ¤tet.</p> <p class="Urteilstext">Mithin erÃ¼brigen sich auch weitere AusfÃ¼hrungen zu dem von der BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer Triplik gestellten Unterlassungsantrag betreffend einen allfÃ¤lligen Austausch der vorhandenen Parkuhr.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">In der Ausschreibung wurden sodann folgende Zuschlagskriterien samt ihrer Gewichtung festgelegt:</p> <p class="EinzugZitat"><span>1. Preis (Pauschale pro Kontrollgang) 70 %</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>2. Erfahrung (Referenzen) 15 %</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3. QualitÃ¤t (Umsetzungskonzept) 15 %</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zur Angebotskalkulation wurde auf den Ausschreibungsgegenstand gemÃ¤ss Leistungsbeschrieb in Ziff. 1.2 der Ausschreibungsunterlagen und in deren AnhÃ¤ngen 1 (Vertragsentwurf) und 2 (Parkierungsplan Parkplatzordnung des zu bewirtschaftenden Areals) verwiesen. Sodann wurde festgehalten, erfahrungsgemÃ¤ss wÃ¼rden pro Jahr rund 300 UmtriebsentschÃ¤digungen anfallen, welche die Auftragnehmerin als Teil ihrer EntschÃ¤digung einbehalten kÃ¶nne.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Was die Kalkulationsgrundlagen betrifft, so macht die BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer Replik erstmals geltend, "es wÃ¤re zwingend angezeigt gewesen, die tatsÃ¤chliche Anzahl von 7 auf dem Schlachthofareal zu bewirtschaftenden ParkplÃ¤tzen in den Ausschreibungsunterlagen zu erwÃ¤hnen und nicht einen Anhang 2 zu publizieren, aus welchem hervorgeht, dass es sich um 220 Einheiten handelt". </p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Mit der Replik dÃ¼rfen Submissionsbeschwerden noch insoweit ergÃ¤nzt werden, als die Beschwerdeantwort oder deren Beilagen dazu Anlass geben (vgl. Marco Donatsch in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 VRG [Kommentar VRG], § 52 N. 34).</p> <p class="Erwgung3"><b>6.2.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin erhebt ihre RÃ¼ge unter ausdrÃ¼cklicher Bezugnahme auf Abschnitt II Ziffer 7 der Beschwerdeantwort. In der Beschwerdeantwort findet sich indes weder in diesem Abschnitt noch an anderer Stelle eine Aussage der Beschwerdegegnerin zur Zahl der zu bewirtschaftenden ParkplÃ¤tze. Es kann daher nicht gesagt werden, die neue RÃ¼ge sei Ã¼berhaupt erst durch Aussagen der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort provoziert worden, was eine entsprechende Ausweitung der BeschwerdegrÃ¼nde allenfalls gerechtfertigt hÃ¤tte. Der Einwand, wonach in Anhang 2 der Ausschreibungsunterlagen unzutreffende Angaben zur Anzahl der zu bewirtschaftenden ParkplÃ¤tze gemacht wÃ¼rden, erfolgt damit verspÃ¤tet. </p> <p class="Erwgung3"><b>6.2.2 </b>Im Ãbrigen erweist sich der Einwand aber ohnehin als unbegrÃ¼ndet und erfolgt wohl auch wider besseres Wissen. GemÃ¤ss Ziffer 1.2 der Ausschreibungsunterlagen wird auf dem gesamten Areal <i>eine</i> Parkuhr eingesetzt, was die Zahl der davon erfassten ParkplÃ¤tze von vornherein erheblich einschrÃ¤nkt. Aus dem besagten Anhang 2 der Ausschreibungsunterlagen geht sodann hervor, dass sich auf dem Areal insgesamt 220 ParkplÃ¤tze befinden, welche bis auf 11 "Besucher-ParkplÃ¤tze" allesamt fremdvermietet sind. Nur im Bereich dieser Besucher-ParkplÃ¤tze findet sich denn auch der Vermerk "ParkgebÃ¼hr 50 Rp/h. max 2h". Objektiv bestand fÃ¼r die Anbieterinnen somit keine Veranlassung anzunehmen, es gelte Parkuhren fÃ¼r insgesamt 220 ParkplÃ¤tze zu kontrollieren. Das bedeutet indes nicht, dass die nicht von der Parkuhr erfassten ParkplÃ¤tze nicht ebenfalls zu kontrollieren und Widerhandlungen gegen die Parkordnung mit einer UmtriebsentschÃ¤digung zu ahnden sind. GemÃ¤ss der klaren Vorgabe in Ziffer 1.2 der Submissionsunterlagen umfasst die ausgeschriebene Parkraumbewirtschaftung das gesamte Areal. Dementsprechend rÃ¤umt auch die BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer Triplik ein, dass sich die KontrolltÃ¤tigkeit auf das gesamte Areal erstrecke. Ihrer wiederholten Behauptung, es bestehe eine fÃ¼r die Preiskalkulation relevante Diskrepanz zwischen Parkraumbewirtschaftung und KontrolltÃ¤tigkeit, kann mangels Substanziierung nicht gefolgt werden. Nicht nachvollziehbar sind vorliegend denn auch nicht die Ausschreibungsgrundlagen, sondern die teilweise ausschweifenden AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrerin.</p> <p class="Urteilstext">Wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin mit ihrer RÃ¼ge und der "Fotografischen Aufnahme der auf dem Schlachthofareal zu bewirtschaftenden ParkplÃ¤tze" geltend machen will, die effektive Zahl der Besucher-ParkplÃ¤tze liege entgegen der Darstellung in Anhang 2 nicht bei 11, sondern lediglich bei 7 ParkplÃ¤tzen, verhÃ¤lt sie sich treuwidrig. Als bisherige Leistungserbringerin weiss sie sehr genau, wie viele BesucherplÃ¤tze tatsÃ¤chlich ausgeschildert sind. Wenn sie eine Abweichung in diesem Punkt als wesentlich erachtete, wÃ¤re sie nach Treu und Glauben gehalten gewesen, die Vergabestelle umgehend und nicht erst mit ihrer Replik darÃ¼ber in Kenntnis zu setzen (vgl. vorne E. 5.4.1). </p> <p class="Erwgung3"><b>6.2.3 </b>Anzumerken bleibt, dass bei der Preiskalkulation weniger die Zahl der zu kontrollierenden ParkplÃ¤tze, sondern vielmehr die in Aussicht gestellten rund 300 UmtriebsentschÃ¤digungen/Jahr im Vordergrund standen. Diese Ausschreibungsvorgabe wurde von der BeschwerdefÃ¼hrerin nie infrage gestellt.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">In preislicher Hinsicht fÃ¤llt auf, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin und die dritte Anbieterin je ein Angebot im Betrag von rund Fr. 60.- pro Kontrollgang einreicht haben, wÃ¤hrend das Angebot der Mitbeteiligten auf Fr. 0.- lautet.</p> <p class="Erwgung2">Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht denn auch geltend, das "Null-Franken-Angebot" der Mitbeteiligten sei als ungewÃ¶hnlich niedrig im Sinn von § 32 SubmV zu qualifizieren und hÃ¤tte als unzulÃ¤ssiges Unterangebot vom Verfahren ausgeschlossen werden mÃ¼ssen.</p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b>Nach § 32 SubmV kann die Vergabestelle, wenn sie ein Angebot erhÃ¤lt, das ungewÃ¶hnlich niedriger ist als andere Angebote, beim Anbieter oder bei der Anbieterin Erkundigungen einziehen, um sich zu vergewissern, dass dieser oder diese die Teilnahmebedingungen einhalten und die Auftragsbedingungen erfÃ¼llen kann. GemÃ¤ss § 4a Abs. 1 lit. d IVÃ¶B-BeitrittsG kann ein Anbieter oder eine Anbieterin ausgeschlossen werden, wenn er oder sie ein ungewÃ¶hnlich niedriges Angebot einreicht, ohne nachzuweisen, dass die Teilnahmebedingungen eingehalten werden und die Auftragsbedingungen erfÃ¼llt werden kÃ¶nnen. Allerdings fÃ¼hrt der Umstand allein, dass der offerierte Preis die Selbstkosten des Anbieters oder der Anbieterin nicht deckt, nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts â im Einklang mit der in der Schweiz vorherrschenden Lehre und Rechtsprechung â in aller Regel nicht zum Ausschluss des Angebots. Angebote, welche unter Kalkulation eines Verlusts zustande kommen, stehen nicht notwendig im Widerspruch zur Zielsetzung einer wettbewerbsorientierten Auftragsvergabe. Ein derartiges Angebot kann aus der Sicht des Anbieters oder der Anbieterin gerechtfertigt sein, um z.<span> </span>B. die BeschÃ¤ftigung seiner oder ihrer Arbeitnehmenden in einer kritischen Phase zu gewÃ¤hrleisten oder in einem neuen GeschÃ¤ftsbereich Fuss zu fassen. Diese Art von Preisbildung ist im GeschÃ¤ftsverkehr unter Privaten weder ungewÃ¶hnlich noch gilt sie grundsÃ¤tzlich als unzulÃ¤ssig; ein Verbot dieses Vorgehens wÃ¼rde den Anbietenden das Eindringen in neue MÃ¤rkte erschweren und bestehende Marktstrukturen zementieren, was nicht der Zielsetzung des Vergaberechts entspricht (VGr, 8. April 2009, VB.2008.00194 E. 7; vgl. zum Ganzen RB 2003 Nr. 50 = BEZ 2003 Nr. 48, E. 3bâd, mit Hinweisen; Robert Wolf, Preis und Wirtschaftlichkeit, Baurecht [BR], Sonderheft Vergaberecht 2004, S. 12 f., mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b>Vorliegend geht die Vergabestelle, der mit Bezug auf die Notwendigkeit und das Ausmass von Erkundigungen nach § 32 SubmV ein erhebliches Ermessen zusteht (RB 2003 Nr. 50 = BEZ 2003 Nr. 48), nicht vom Vorliegen eines Unterangebots aus. Die auf ihre Nachfrage hin eingereichte Kalkulation der Mitbeteiligten sei nachvollziehbar und es wÃ¼rde ihr sogar ein kleiner Gewinn resultieren. Das Angebot entspreche Ã¼berdies dem Ã¼blichen GeschÃ¤ftsmodell der Mitbeteiligten, welche sich einzig Ã¼ber die eingenommenen UmtriebsentschÃ¤digungen finanziere und das offenbar bereits seit LÃ¤ngerem sehr erfolgreich.</p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤lt dem entgegen, den aus 300 UmtriebsentschÃ¤digungen zu Fr. 50.- fliessenden Fr. 15'000.-/Jahr stehe ein Kontrollaufwand von 520 KontrollgÃ¤ngen/Jahr (2 KontrollgÃ¤nge je Werktag wÃ¤hrend 52 Wochen) gegenÃ¼ber. Daraus resultiere eine EntschÃ¤digung von lediglich Fr. 28.85 pro Kontrollgang, was mit Blick auf eine gehÃ¶rige ErfÃ¼llung des Auftrags viel zu tief sei. </p> <p class="Erwgung2"><b>7.3 </b>Die Mitbeteiligte hat auf Nachfrage der Vergabestelle nicht nur eine, sondern zwei Kalkulationen eingereicht; eine basierend auf den bisherigen rund 300 UmtriebsentschÃ¤digungen/Jahr und eine weitere unter der Annahme einer deutlich hÃ¶heren Anzahl UmtriebsentschÃ¤digungen/Jahr. </p> <p class="Erwgung3"><b>7.3.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin wendet hierzu ein, damit bringe die Mitbeteiligte zum Ausdruck, dass sie die Parkraumbewirtschaftungs- und KontrolltÃ¤tigkeit zu intensivieren gedenke, was von der Beschwerdegegnerin weder gewollt noch erwÃ¼nscht sei. </p> <p class="Erwgung3">Dem ist mit der Beschwerdegegnerin entgegenzuhalten, dass es der Mitbeteiligten unbenommen ist, aufgrund ihrer Erfahrung mit einer hÃ¶heren Anzahl UmtriebsentschÃ¤digungen zu rechnen. Wenn sie dafÃ¼r auch einen hÃ¶heren Kontrollaufwand in Kauf nimmt, ist ihr das freigestellt. Ein Widerspruch zum Interesse der Auftraggeberin an einer gehÃ¶rigen AuftragserfÃ¼llung ist jedenfalls nicht erkennbar. Auch Ã¤ndert die zusÃ¤tzliche Kalkulation nichts an der Nachvollziehbarkeit der Offerte. Massgeblich ist vielmehr, dass die Mitbeteiligte die gehÃ¶rige AuftragserfÃ¼llung auf der Grundlage von 300 UmtriebsentschÃ¤digungen plausibel aufzeigen konnte. </p> <p class="Erwgung3"><b>7.3.2 </b>Dazu fÃ¼hrt die Mitbeteiligte einleitend aus, dass sie Ã¼ber ein grosses GeschÃ¤ftsvolumen verfÃ¼ge. "Die Kosten fÃ¼r Material, Personal, Fahrzeuge, Software, Anfahrten, etc., welche bei einer Parkplatzkontrolle anfallen [ver]teilen sich somit auf eine riesige Menge an UmtriebsentschÃ¤digungen und lassen sich deshalb pro ausgestellte UmtriebsentschÃ¤digung kaum mehr berechnen". Die BeschwerdefÃ¼hrerin leitet daraus ab, unter diesen UmstÃ¤nden kÃ¶nne die Kalkulation der Mitbeteiligten von vornherein nicht nachvollziehbar und letztlich auch nicht kostendeckend sein. Diese BefÃ¼rchtung ist unbegrÃ¼ndet. Die einleitenden AusfÃ¼hrungen der Mitbeteiligten stehen im Zusammenhang mit dem von ihr offenbar erfolgreich betriebenen GeschÃ¤ftsmodells der "kostenlosen Parkkontrolle". In der beigelegten Kalkulation macht die Mitbeteiligte sehr wohl detaillierte Angaben zu den einzelnen Aufwandpositionen der Bereiche Kontrolle, Administration, Kassenleerung und Material. </p> <p class="Urteilstext">Die Kalkulation der Mitbeteiligten zeigt auf der Ertragsseite, dass sie sogar mit einem hÃ¶heren Ausfall als den von der Vergabestelle genannten 2 % rechnet. Im Weiteren zeigt sie detailliert auf, dass sie mit dem verbleibenden Ertrag die Kosten fÃ¼r die Kontrollen, die Administration inkl. Behandlung von Einsprachen sowie die Kassenleerung mit zwei Mitarbeitenden abdecken kann. Der fÃ¼r die Kontrollen eingesetzte Zeitaufwand erscheint zwar eher tief, aber deswegen noch nicht unrealistisch. Auch fÃ¤llt auf, dass fÃ¼r die Anfahrt kein Aufwand eingerechnet wird. Die Mitbeteiligte deklariert dazu jeweils in einer Klammerbemerkung, dass ihre Mitarbeitenden bereits heute mehrmals tÃ¤glich am Streitobjekt vorbeifahren. Einen nennenswerten Gewinn erzielt die Mitbeteiligte nicht, was der PlausibilitÃ¤t ihrer Berechnungen indes keinen Abbruch tut. Alles in allem erweist sich die Kalkulation der Mitbeteiligten fÃ¼r das Gericht als nachvollziehbar, weshalb in antizipierter BeweiswÃ¼rdigung auch auf ein gerichtliches Gutachten verzichtet werden kann (Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 7 N. 18 ff.). DemgemÃ¤ss ist nicht von einem offensichtlichen Unterangebot auszugehen.</p> <p class="Urteilstext">Ferner ist darauf hinzuweisen, dass selbst wenn die Kalkulation so nicht zutreffen sollte, die Anbietenden bei der Kalkulation ihrer Angebotspreise, insbesondere auch bei der Berechnung und Einrechnung des Personalaufwands, grundsÃ¤tzlich frei sind, sofern nicht unzulÃ¤ssig tiefe LÃ¶hne gezahlt werden (vgl. VGr, 4. August 2016, VB.2016.00180, E. 4.3). Aufgrund der Akten ist jedoch nicht von unzulÃ¤ssig tiefen LÃ¶hnen auszugehen. Auch fÃ¼hrt die Beschwerdegegnerin in diesem Zusammenhang aus, dass die Mitbeteiligte Mitglied des Verbands Schweizerischer Sicherheitsdienst-Unternehmen ist und dem Gesamtarbeitsvertrag der privaten Sicherheitsdienste untersteht, was von der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht in Abrede gestellt wurde. Die Beschwerdegegnerin weist sodann zutreffend darauf hin, dass es den Anbietenden offensteht, nicht kostendeckend zu offerieren, sofern das Angebot den gestellten Anforderungen genÃ¼gt. Die Anbietenden sind daher nicht verpflichtet, die tatsÃ¤chlich anfallenden Kosten vollstÃ¤ndig im Offertpreis einzurechnen (E. 3.2; VGr, 8. August 2012, VB.2012.00257, E. 3.5 mit Hinweisen). Da die Dienstleistungen vom Angebotspreis gedeckt sein mussten, hÃ¤tte die Mitbeteiligte die Folgen einer allfÃ¤lligen Fehlkalkulation des Aufwands selbst zu tragen (VGr, 4. August 2016, VB.2016.00180, E. 4.3). Im Ãbrigen ist zu beachten, dass ein Angebot immerhin eine verbindliche Vertragsofferte darstellt, und sich der Anbieter oder die Anbieterin damit â sofern der Vertrag zustande kommt â verpflichtet, die verlangte Leistung zu erbringen. Sollte sich erweisen, dass die Leistung nicht dem Angebotenen bzw. vertraglich Vereinbarten entspricht, stehen der Vergabestelle die privatrechtlichen Rechtsbehelfe sowie die vorgesehenen Sanktionen des Ã¶ffentlichen Beschaffungsrechts zur VerfÃ¼gung. Die Vergabestelle darf sich deshalb bis zu einem gewissen Grad darauf verlassen, dass der Anbieter oder die Anbieterin seinen oder ihren Vertragspflichten nachkommt, solange keine konkreten Hinweise darauf bestehen, dass dies nicht der Fall ist (BGE 141 II 14 E. 10.3; BGr, 20. Januar 2014, 2C_346/2013, E. 1.3.3). Da aufgrund der Akten keine konkreten Hinweise bestehen, dass die Mitbeteiligte ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommen kÃ¶nnte, wÃ¤re das Angebot, selbst wenn es ein Unterangebot darstellen wÃ¼rde, aus diesem Grund nicht auszuschliessen.</p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>8.1 </b>Bei der Preisbewertung erzielte das Angebot der Mitbeteiligten das Maximum von 280 Punkten, dasjenige der BeschwerdefÃ¼hrerin 70 Punkte. Nachdem die ModalitÃ¤ten der Preisbewertung und die Gewichtung dieses Zuschlagskriteriums unbestritten geblieben sind, verfÃ¼gt die Mitbeteiligte somit Ã¼ber einen Vorsprung von 210 Punkten. </p> <p class="Erwgung2"><b>8.2 </b>Bei den Zuschlagskriterien 2 und 3 konnten vorliegend je 60 Punkte bzw. zusammengerechnet maximal 120 Punkte erzielt werden. Das reicht nicht aus, um den Vorsprung der Mitbeteiligten beim Preiskriterium wettzumachen. Inwieweit die Bewertung der Mitbeteiligten bei den Zuschlagskriterien 2 und 3 gerechtfertigt ist, kann unter diesen UmstÃ¤nden offengelassen werden. </p> <p class="Urteilstext">Dennoch ist an dieser Stelle noch kurz auf die Referenzbewertung einzugehen, nÃ¤mlich soweit es das GeschÃ¤ftsmodell der Mitbeteiligten betrifft. Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend feststellt, basieren alle drei Referenzobjekte der Mitbeteiligten auf dem vorliegend umstrittenen Finanzierungsmodell. In allen drei FÃ¤llen sind die eingeholten Referenzen fÃ¼r die Mitbeteiligte sehr gut ausgefallen. Entgegen den von der BeschwerdefÃ¼hrerin unter Berufung auf Medienberichte geÃ¤usserten Zweifeln ist die Zufriedenheit bei den Kunden der Mitbeteiligten demnach erklÃ¤rtermassen hoch. Dass die Zufriedenheit bei den mit einer UmtriebsentschÃ¤digung belegten Falschparkern nicht so hoch ist, versteht sich von selbst, Ã¤ndert aber vorliegend nichts. Anzumerken ist, dass die strittigen FÃ¤lle, wie eingangs festgestellt (vgl. E. 4 und E. 4.2.2), bereits nach erfolgloser Mahnung der Auftraggeberin zu Ã¼bergeben sind. Sie und nicht die Auftragnehmerin hat es daher letztlich in der Hand, mit wie viel Augenmass bei der Durchsetzung des Parkregimes vorgegangen wird. </p> <p class="Erwgung1"><b>9. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>10. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit dem heutigen Entscheid wird das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin um Erteilung der aufschiebenden Wirkung gegenstandslos.</p> <p class="Erwgung1"><b>11. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>AusgangsgemÃ¤ss wird die BeschwerdefÃ¼hrerin kostenpflichtig (§ 65a Abs. 1 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG) und steht ihr eine ParteientschÃ¤digung nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG). Dagegen ist sie zu einer solchen an die Beschwerdegegnerin zu verpflichten </span>(§ 17 Abs. 2 lit. a VRG), wobei zu beachten ist, dass diese mit der Beschwerdeantwort im Wesentlichen nur ihrer BegrÃ¼ndungspflicht nachgekommen ist (vgl. § 38 SubmV)<span>. Die Mitbeteiligte hat keine ParteientschÃ¤digung beantragt.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>12. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Soweit der â auf Grundlage von zwei KontrollgÃ¤ngen tÃ¤glich an 260 Tagen zu Fr. 60.- pro Kontrollgang wÃ¤hrend der Vertragsdauer von vier Jahren zuzÃ¼glich UmtriebsentschÃ¤digung geschÃ¤tzte â Auftragswert den massgeblichen Schwellenwert fÃ¼r Dienstleistungen (Art. 52 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Anhang 4 Ziff. 2 des Bundesgesetzes Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen (BÃ¶B) vom 21. Juni 2019) Ã¼bersteigt, ist gegen diesen Entscheid die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) zulÃ¤ssig, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung stellt; andernfalls steht dagegen nur die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen (Art. 83 lit. f BGG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 405.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 3'905.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird verpflichtet, der Beschwerdegegnerin eine ParteientschÃ¤digung von <span>Fr. 2'000.- zu entrichten, zahlbar innert 30 Tagen nach Rechtskraft dieses Entscheids.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span> Weitere ParteienschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Sofern diese nicht zulÃ¤ssig ist, kann subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerden sind innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:<br/> a) die BeschwerdefÃ¼hrerin;<br/> b) die Beschwerdegegnerin und die Mitbeteiligte.</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>