A bteilung V E -4206/2007 gyk/bec {T 0/2} U rteil vom 27. Juni 2007 M itw irkung: R ichter G ysi, König, M onnet G erichtsschreiber Berger A ._______, geboren _______, N igeria, _______ Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern-W abern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 15. Juni 2007 i.S. N ichteintreten auf A sylgesuch / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass der Beschw erdeführer am 14. M ai 2007 im Em pfangs- und Verfahrenszentrum Basel ein Asylgesuch stellte, dass er dort am 31. M ai 2007 vom BFM zu seinen Asylgründen befragt w urde, dass der Beschw erdeführer anlässlich dieser Anhörung bestätigte, sich bereits in der Zeit zw ischen dem 25. N ovem ber 2004 und dem 29. August 2005 in der Schw eiz aufge- halten und ein Asylverfahren durchlaufen zu haben, dass er nach abgew iesenem Asylgesuch eigenen Angaben zufolge am 29. August 2005 die Schw eiz in R ichtung Frankreich verlassen und bis zum 14. M ai 2007 in Lyon gelebt habe, dass er nach dem in der Schw eiz abgew iesenen Asylgesuch nicht in sein H eim atland zurückgekehrt sei, dass er für das vorliegende Asylgesuch die gleichen G ründe geltend zu m achen habe w ie anlässlich des ersten in der Schw eiz erhobenen Asylverfahrens, da für ihn in N igeria nach w ie vor dasselbe Problem bestehe und in seinem H eim atland w eiterhin dieselbe Partei an der M acht geblieben sei, dass die ethnische Krise zw ischen den Idjo, Ishakiri und den U rhobo im D elta State noch nicht beigelegt sei, dass er für die Alliance of D em ocracy gegen die R egierung gearbeitet habe - das sei das Problem auf politischer Ebene - und für die U rhobo Progressive U nion tätig gew e- sen sei - das sei das ethnische Problem -, und die am tierende R egierung zw ar beab- sichtige, ein Kom itee zur Lösung dieser Problem e einzusetzen, aber niem and w isse, w ie lange dies dauere, dass der Beschw erdeführer seitens der nigerianischen R egierung und der m ilitanten Ise- kiris gefährdet sei, dass die Vorinstanz dem Beschw erdeführer am 31. M ai 2007 das rechtliche G ehör im Sinne von Art. 36 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) gew ährte und er auf N achfrage nach w eiteren G ründen, die allenfalls gegen eine R ückkehr in sei- nen H eim atstaat sprechen könnten, zu Protokoll gab, w enn er jetzt zurückkehren w ürde und das Kom itee das Problem nicht gelöst habe, gebe es für ihn persönlich ein grosses Problem , dass das BFM m it Verfügung vom 15. Juni 2007 - gleichentags m ündlich eröffnet - in Anw endung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eintrat, dessen W egw eisung aus der Schw eiz sow ie den Vollzug anordnete, dass das BFM in der Verfügung feststellte, der Beschw erdeführer habe am 26. N ovem - ber 2004 ein erstes Asylgesuch in der Schw eiz eingereicht, das m it Entscheid des BFM vom 12. Januar 2005 abgelehnt w orden und die Schw eizerische Asylrekurskom m ission m it U rteil vom 12. April 2005 auf eine gegen diese Verfügung erhobene Beschw erde nicht eingetreten sei,3 dass der Beschw erdeführer seit dem 1. Septem ber 2005 unbekannten Aufenthaltes ge- w esen, jedoch am 27. Septem ber 2005 anlässlich einer Festnahm e durch die Kan- tonspolizei Luzern w ieder in Erscheinung getreten sei, dass das BFM zur Begründung seiner Verfügung ausführte, der Beschw erdeführer m a- che geltend, die Problem e, die er bei seinem ersten Verfahren vorgebracht habe, be- stünden noch im m er, das Asylgesuch vom 26. N ovem ber 2004 jedoch abgelehnt w orden und das Verfahren seit dem 12. April 2005 rechtskräftig abgeschlossen sei, dass der Beschw erdeführer gem äss eigenen Angaben in der Zw ischenzeit nicht in sein H eim atland zurückgekehrt sei und die Ereignisse, w elche er für den Zeitraum nach dem Abschluss des Verfahrens geltend m ache, w eder geeignet seien, die Flüchtlingseigen- schaft zu begründen, noch für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes relevant sei- en, sodass auf das erneute Asylgesuch nicht einzutreten sei, dass das BFM in der Verfügung zudem anführte, bezüglich des vom Beschw erdeführer angegebenen Zeitpunktes, w onach er am 29. August 2005 die Schw eiz R ichtung Frank- reich verlassen habe, w ürden Zw eifel bestehen, da er danach in Luzern festgenom m en w orden sei, hingegen für das vorliegende Verfahren vielm ehr entscheidend sei, dass er nicht in sein H eim atland zurückgekehrt sei, dass die Folge eines N ichteintretensentscheides gem äss Art. 41 Abs. 1 AsylG in der R e- gel die W egw eisung aus der Schw eiz sei und vorliegend keine G ründe ersichtlich seien, w onach der Vollzug der W egw eisung unzulässig, unzum utbar oder unm öglich w äre, dass der Beschw erdeführer m it Eingabe vom 19. Juni 2007 gegen diesen Entscheid beim Bundesverw altungsgericht Beschw erde erhob und sinngem äss beantragt, die Ver- fügung des BFM vom 15. Juni 2007 sei aufzuheben und auf sein erneutes Asylgesuch sei einzutreten, und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verw altungsverfahren vom 20. D ezem ber 1969, Vw VG , SR 172.021) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m . Art. 31 - 34 des Ver- w altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005, VG G , SR 173.32; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005, BG G , SR 173.110), dass m it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht die Verletzung von Bundes- recht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver- halts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG ), dass die Beurteilung von Beschw erden gegen N ichteintretensentscheide praxisgem äss auf die Ü berprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asyl- gesuch nicht eingetreten ist, dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschw erdeinstanz som it darauf beschränkt ist, bei Begründetheit des R echtsm ittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen,4 dass die Vorinstanz dem gegenüber die Frage der W egw eisung sow ie deren Vollzugs m ateriell geprüft hat, w eshalb dem Bundesverw altungsgericht einzig diesbezüglich volle Kognition zukom m t, dass der Beschw erdeführer legitim iert ist, w eshalb auf die frist- und form gerecht einge- reichte Beschw erde einzutreten ist (Art. 108a AsylG sow ie Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 52 Vw VG ), dass die vorliegende Beschw erde - w ie sich aus den nachstehenden Erw ägungen ergibt - offensichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet und der Beschw erdeentscheid sum m arisch begründet w ird (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ; verein- fachtes Verfahren), dass auf ein Asylgesuch gem äss Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG nicht eingetreten w ird, w enn Asylsuchende in der Schw eiz bereits ein Asylverfahren erfolglos durchlaufen oder ihr G esuch zurückgezogen haben oder w ährend des hängigen Asylverfahrens in den H eim at- oder H erkunftsstaat zurückgekehrt sind, dass diese Bestim m ung jedoch keine Anw endung findet, w enn die Anhörung H inw eise auf zw ischenzeitlich eingetretene Ereignisse ergibt, die geeignet sind, die Flüchtlingsei- genschaft zu begründen oder die für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes rele- vant sind, dass der Beschw erdeführer unbestrittenerm assen ein erstes Asylverfahren in der Schw eiz erfolglos durchlaufen hat und die entsprechende ablehnende Verfügung in R echtskraft erw achsen ist, dass w eder den Akten noch den Aussagen des Beschw erdeführers hinreichende Indizi- en zu entnehm en sind, w onach seit dem ablehnenden Entscheid der schw eizerischen Asylbehörden Ereignisse eingetreten sind, die allenfalls geeignet sein könnten, die Flüchtlingseigenschaft des Beschw erdeführers zu begründen oder für die Anordnung ei- nes vorübergehenden Schutzes in Frage kom m en könnten, dass der Beschw erdeführer in seiner R echtsm itteleingabe lediglich seinen Standpunkt bekräftigt, dass seine Problem e aus den von ihm geltend gem achten G ründen nach w ie vor bestehen w ürden und seine Sicherheit bei einer R ückkehr in sein H eim atland in höchstem M asse gefährdet w äre, dass die Ausführungen in der Beschw erde som it nicht geeignet sind, an den Erw ägun- gen in der vorinstanzlichen Verfügung, w elche sich als zutreffend erw eisen und auf w el- che zu verw eisen ist, etw as zu ändern, dass zudem die Beteuerung des Beschw erdeführers in der R echtsm itteleingabe, er habe bezüglich des Zeitpunktes seiner Ausreise am 29. August 2005 nach Frankreich die W ahrheit gesagt und eine Verhaftung seiner Person am 27. Septem ber 2005 in der Schw eiz habe nicht stattfinden können, da er sich zu diesem Zeitpunkt in Frankreich aufgehalten habe, auf das vorliegende Verfahren keinen Einfluss nehm en kann, da die sich in diesem Zusam m enhang stellende Frage - w ie die Vorinstanz zutreffend feststell- te - entscheidirrelevant ist, dass das BFM dem nach in Anw endung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG zu R echt auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eingetreten ist, dass der Beschw erdeführer w eder eine Aufenthaltsbew illigung besitzt noch einen An-5 spruch auf Erteilung einer solchen hat, w eshalb die verfügte W egw eisung im Einklang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht und zu bestätigen ist (Art. 44 Abs. 1 AsylG ; Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen vom 11. August 1999 [AsylV1, SR 142.311]), dass zu prüfen bleibt, ob es G ründe gibt, die dem Vollzug der W egw eisung entgegen- stehen, da im Fall eines unzulässigen, unzum utbaren oder unm öglichen Vollzugs das Anw esenheitsverhältnis nach den Bestim m ungen des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer vom 26. M ärz 1931 (AN AG , SR 142.20) über die vor- läufige Aufnahm e zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG ), dass der Vollzug der W egw eisung des Beschw erdeführers unter Berücksichtigung der völkerrechtlichen Verpflichtungen der Schw eiz (Art. 3 der Konvention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 [EM R K, SR 0.101]; Art. 33 Abs. 1 des Ü bereinkom m ens gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe vom 10. D ezem ber 1984 [FoK, SR 0.105]) und der Bestim m ungen von Art. 25 Abs. 2 und 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) zulässig ist, da ihm offensichtlich nicht m it hinreichender W ahrscheinlichkeit M enschenrechtsverletzungen drohen und die Flüchtlingseigenschaft offensichtlich nicht besteht, dass der Beschw erdeführer keine individuellen U nzum utbarkeitsaspekte glaubhaft zu m achen verm ag, und som it entgegen seiner eigenen Einschätzung für ihn bei einer R ückkehr in sein H eim tland keine konkrete G efahr im Sinne der zu beachtenden Bestim - m ungen besteht und in N igeria keine Situation allgem einer staatsw eiter G ew alt herrscht, dass der Vollzug der W egw eisung som it auch als zum utbar zu erachten ist (Art. 14a Abs. 4 AN AG ), dass sich aufgrund der Akten schliesslich keine H inw eise auf das Vorliegen technischer Vollzugshindernisse ergeben, w eshalb der Vollzug auch m öglich ist (Art. 14a Abs. 2 AN AG ), dass der Beschw erdeführer dem nach nicht darzutun verm ochte, inw iefern die angefoch- tene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (Art. 106 AsylG ), w eshalb die Be- schw erde abzuw eisen ist, dass entsprechend dem Verfahrensausgang die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE, SR 173.320.2]) dem Beschw erdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D ispositiv nächste Seite6 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten im Betrage von Fr. 600.-- w erden dem Beschw erdeführer auferlegt. 3. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer durch Verm ittlung des BFM , _______(eingeschrieben; Beilagen: angefochtene Verfügung im O riginal, Em pfangsbestätigung, Einzah- lungsschein) - die Vorinstanz, _______ (vorab per Telefax), m it den Akten N _______, m it der Bitte, dieses U rteil dem Beschw erdeführer gegen beigelegte Em pfangsbestäti- gung auszuhändigen und die Em pfangsbestätigung an das Bundesverw al- tungsgericht zu retournieren - _______ (per Telefax) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: Kurt G ysi C hristoph Berger Versand am :