B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-1118/2012 U r t e i l v o m 1 . J u l i 2 0 1 4 Besetzung Richter Michael Beusch (Vorsitz), Richter Daniel Stufetti, Richterin Salome Zimmermann, Gerichtsschreiberin Anna Strässle. Parteien A._______, (…), vertreten durch Rosemarie Jung, (…), Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Leistungen der Invalidenversicherung, Verfügung IVSTA vom 16. Januar 2012. A-1118/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. Am 1. September 2005 stellte der am (…) 1958 geborene und in seiner Heimat Spanien wohnhafte A._______ (nachfolgend: Versicherter) bei der spanischen Verbindungsstelle zuhanden der IV -Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA oder Vorinstanz) ein Gesuch um Bezug von Rentenleistungen der schweizerischen Invalidenversicherung (IV). Er machte geltend, infolge Krankheit vom 12. Mai 2004 bis am 8. Februar 2005 arbeitsunfähig gewesen zu sein (IV1-act. 1 un d 9) . Dieses Lei s- tungsgesuch wies die Vorinstanz mit der ihren Vorbescheid vom 16. Oktober 2006 (IV1-act. 23) im Wesentlichen bestätigenden Verfügung vom 24. Januar 2007 ab. Sinngemäss führte sie damals aus, angesichts des auf 18.85 % zu bemessenden Invaliditätsgrads (IV1-act. 22) liege beim Versicherten keine rentenanspruchsbegründende Invalidität vor (IV1-act. 40). Diese Verfügung erwuchs in Rechtskraft. B. Am 10. Juni 2008 stellte der Versicherte erneut ein Leistungsgesuch (IV1-act. 41), auf welches die Vorinstanz mit der ihren Vorbescheid vom 22. Juli 2008 (IV1-act. 46) im Wesentlichen bestätigenden Verfügung vom 29. September 2008 nicht eintrat. Zur Begründung führte sie sinngemäss aus, aufgrund der vom Versicherten vorgelegten Berichte vom 22. August 2002 von Dr. med. B._______ (IV1-act. 27), vom 2. Juni 2008 von Dr. med. C._______ (IV1-act. 42) und vom 28. August 2008 von Dr. med. D._______ (IV1-act. 50) sei nicht glaubhaft gemacht worden, dass sich sein Invaliditätsgrad in einer für den Rentenanspruch erheblichen Weise geändert habe. Demzufolge könne das neue Leistungsgesuch nicht g e- prüft werden (IV1-act. 53). C. Hiergegen erhob der Versicherte ( nachfolgend: Beschwerdeführer) am 21. Oktober 2008 Beschwerde beim Bundesverwaltun gsgericht, dem er sinngemäss beantragte, die Verfügung der Vorinstanz vom 29. Sep- tember 2008 aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen, auf sein Lei s- tungsgesuch vom 10. Juni 2008 einzutreten und es materiell zu prüfen. Die Berichte der Dres. med. C._______ und D._______ sowie die nac h- gereichten Berichte von in der Schweiz auf den Gebieten der Radiologie und Neurologie praktizierenden Fachärzten aus der Zeit vom 17. August 1982 bis zum 4. Dezember 1991 belegten, dass sich sein Gesundheit s- zustand verschlechtert und er Anspruch auf eine Rente habe (zum Ga n-A-1118/2012 Seite 3 zen IV1-act. 55). Mit Urteil C -6839/2008 vom 28. September 2010 hiess das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde gut und hob die Verf ü- gung vom 29. September 2008 auf. Die Sache wurde zur materiellen Prü- fung des Leistungsgesuchs vom 10. Juni 2008 an die Vorinstanz zurüc k- gewiesen. D. Die Vorinstanz wies daraufhin im Rahmen einer materiellen Prüfung das Leistungsgesuch 10. Juni 2008 mit der ihren Vorbescheid vom 15. Dezember 2011 (IV1-act. 110) im Wesen tlichen bestätigenden Verfü- gung vom 16. Januar 2012 (IV1-act. 114) ab. Zur Begründung gab sie im Wesentlichen zu bedenken, aus den nun ergänzten Akten gehe hervor, dass infolge der Gesundheitsbeeinträchtigung in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit eine Arbeit sunfähigkeit von 70 % bestehe. Die Ausübung einer leichteren, dem Gesundheitszustand besser angepassten gewinnbri n- genden Tätigkeit sei jedoch noch zu 100 % zumutbar, dies mit einer E r- werbseinbusse von 19 %. Dieser Invaliditätsgrad gebe kein Recht auf e i- ne Rente, wobei es unerheblich sei, ob eine zumutbare Tätigkeit tatsäc h- lich ausgeübt werde. Die Vorinstanz stützte sich hierbei hauptsächlich auf das – im X._______ in Y ._______ erstellte – umfassende interdisziplinäre ärztliche Gutachten vom 28. Oktober 2011 (nachfolgend: Gutachten X; IV1-act. 98) und di e Stellungnahme von Dr. med. E._______ vom 24. November 2011 (IV1-act. 108). E. Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 17. Februar 2012 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht (BVGer-act. 1). Er beantragt im Wesentlichen, die Verfügung der Vorin- stanz vom 16. Januar 2012 sei aufzuheben und die Vorinstanz anzuwe i- sen, zumindest eine vierzigprozentige Invalidenrente zuzusprechen. Zur Begründung bringt er zusammengefasst vor, d ie genann ten leichteren, dem Gesundheitszustand besser angepassten gewinnbringenden Täti g- keiten – die angeblich noch zu 100 % zumutbar seien – seien für ihn alle- samt ungeeignet. F. In ihrer Vernehmlassung vom 1. Mai 2012 (BVGer-act. 8) beantragt die Vorinstanz sinngemäss die Abweisung der Beschwerde und die Bestät i- gung der Verfügung vom 16. Januar 2012. Sie hält insbesondere entge- gen, gemäss Gutachten X seien leichtere Verweisungstätigkeiten unter schonender Wechselbelastung weiterhin zumutbar, wobei eine wesent li-A-1118/2012 Seite 4 che Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit der Arbeitsaufgabe im Jahre 2005 nicht eruierbar sei. Auch Dr. med. E._______ (nachfol- gend: RAD-Ärztin oder Dr. med. E._______) habe sich in ihrer Stellung- nahme vom 24. November 2011 dem Gutachten X vorbehaltlos ang e- schlossen; der Begutachtung komme somit volle Beweiskraft zu. Letztlich obliege es der RAD-Ärztin zu bestimmen, in welchem Ausmass der Versi- cherte seine verbliebene Arbeitsfähigkeit bei zumutbarer Tätigkeit noch verwerten könne. Vorliegend sei die RAD-Ärztin zum Schluss gekommen, dass die exemplarisch und nicht abschliessend erwähnten Tätigkeiten gänzlich ausübbar seien, wobei es nur darauf ankomme, inwiefern sich das dem Versicherten verbliebene Leistungsvermögen auf dem für ihn in Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt wirtschaftlich verwerten lasse. Nicht relevant sei dabei, ob ein Invalider unter den konkreten A r- beitsmarktverhältnissen vermittelt werden könne. G. Mit Replik vom 22. August 2012 (BVGer-act. 11) und Duplik vom 29. Januar 2013 (BVGer-act. 25) bestätigen der Beschwerdeführer und die Vorinstanz sinngemäss die gestellten Anträge sowie deren bisherige Begründung. H. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten U n- terlagen wird – soweit erforderlich – in den n achfolgenden Erwägungen näher eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt g emäss Art. 31 des Verwa l- tungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwer- den gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), sofern sie von Behörden erlassen wurden, die gemäss Art. 33 VGG als Vorinstanzen gelten, und überdies keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Die IVSTA gehört zu den Behörden nac h Art. 33 Bst. d VGG und ist daher Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bunde s- gesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]). Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. A-1118/2012 Seite 5 Das Bundesverwaltungsgericht ist damit zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 1.2 Gemäss Art. 19 Abs. 3 VGG sind die Richter und Richterinnen des Bundesverwaltungsgerichts zur Aushilfe in anderen Abteilungen verpflich- tet. Die Abteilung I des Bundes verwaltungsgerichts hat das vorliegende Beschwerdeverfahren im Zuge einer – auf einer abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit basierenden – Entlastungsmassnahme gegenüber der Abteilung III übernommen. Die ursprüngliche Verfahrensnummer C-1118/2012 wurde daher auf A-1118/2012 geändert. 1.3 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). In- des findet das VwVG aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG keine Anwe n- dung in Sozialversicherungssa chen, soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Gemäss Art. 2 ATSG sind die Besti m- mungen dieses Gesetzes auf die bundesgesetzlich geregelten Sozialve r- sicherungen anwendbar, wenn und soweit die einzelnen Sozialversich e- rungsgesetze es vorsehen. Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invalidenversicherung anwendbar, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dabei finden nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln in formellrechtlicher Hinsicht mangels anderslautender Übergangsbestimmungen grundsät z- lich diejenigen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der B e- schwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). 1.4 Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet die Verfügung der IVSTA vom 16. Januar 2012 (IV1-act. 114). Der Beschwerdeführer ist als Adressat durch diese Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (Art. 59 ATSG). 1.5 Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht e Beschwerde (Art. 60 Abs. 1 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist demnach einzutreten. 2. 2.1 Das Bundesverwaltungsgericht kann angefochtene Entscheide grundsätzlich in vollem Umfang überprüfen. Der Beschwerdeführer kann neben der Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschre i- tung oder des Missbrauchs des Ermessens (Art. 49 Bst. a VwVG) und der unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen A-1118/2012 Seite 6 Sachverhalts (Art. 49 Bst. b VwVG) auch die Unangemessenheit rügen (Art. 49 Bst. c VwVG). 2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der B e- gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die B e- schwerde auch a us anderen als den geltend gemachten Gründen gut - heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer B e- gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. THOMAS HÄBERLI, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 62 Rz. 40; ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwa l- tungsgericht, 2. Aufl., Basel 2013, Rz. 3.197). 3. Zunächst ist festzuhalten , welche Rechtsnormen und Rechtsgrundsätze im vorliegenden Verfahr en in materieller Hinsicht zur Anwendung gela n- gen. 3.1 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger von Spanien und hat dort seinen Wohnsitz , weshalb vorliegend das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681), insbesondere dessen Anhang II betreffend Koordinie- rung der Systeme der sozialen Sicherheit in der bis Ende März 2012 gül- tig gewesenen Fassung (vgl. BGE 138 V 533 E. 2.2), anzuwenden ist (Art. 80a IVG). Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 (AS 2004 121, in Kraft gestanden bis Ende März 2012) zur Anwendung der Systeme d er sozialen Sicherheit auf A r- beitnehmer und Selbstständige sowie deren Familienangehörige, die i n- nerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern, haben die in den persönli- chen Anwendungsbereich der Verordnung fallenden, in einem Mitglie d- staat wohnenden Personen aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mi t- gliedstaats grundsätzlich die gleichen Rechte und Pflichten wie die Staatsangehörigen dieses Staates. Soweit das FZA bzw. die auf dieser Grundlage anwendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte keine a b- weichenden Bestimmungen vorsehen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfahrens – unter Vorbehalt der beiden Grundsätze der Gleichwertigkeit sowie der Effektivität – sowie die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen einer schweizerischen Invalidenrente grundsätzlich nac h der innerstaatl i-A-1118/2012 Seite 7 chen Rechtsordnung (BGE 130 V 253 E. 2.4). Entsprechend bestimmt sich vorliegend der Anspruch de s Beschwerdeführers auf eine Rente der Invalidenversicherung ausschliesslich nach dem schweizerischen Recht ; insbesondere nach dem IVG, der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung ( IVV, SR 831.201), dem ATSG sowie der Ve r- ordnung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozial- versicherungsrechts (ATSV, SR 830.11). Noch keine Anwendung finden vorliegend die am 1. April 2012 in Kraft getretenen neuen EU - Verordnungen (Verordnung [EG] Nr. 883/2004 und Verordnung [EG] Nr. 987/2009; vgl. zum Ganzen Urteil e des Bundesverwaltungsgerichts C-601/2011 vom 5. Dezember 2013 E. 3.1 f. und C-662/2010 vom 19. De- zember 2012 E. 4.1). Ferner sind die rechtsanwendenden Behörden in der Schweiz nicht an Feststellungen und Entscheide ausländischer Versicherungsträger, Kra n- kenkassen, Behörden und Ärzte bezüglich Invaliditätsgrad und A n- spruchsbeginn gebunden (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; AHI-Praxis 1996, S. 179; ZAK 1989 S. 320 E. 2). Vielmehr unterstehen auch aus dem Aus- land stammende Beweismittel der freien Beweiswürdigun g des Gerichts (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG, heute: BGer] vom 11. Dezember 1981 i.S. D; zum Grundsatz der freien Bewei s- würdigung BGE 125 V 351 E. 3a ; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-662/2010 vom 19. Dezember 2012 E. 4.1). 3.2 In materiellrechtlicher Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übe r- gangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich d iejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_606/2011 vom 13. Januar 2012 E. 3.1). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den in Kraft stehenden Normen zu prüfen ( pro rata temporis; BGE 130 V 445 E. 1.2.1 f.; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C -601/2011 vom 5. Dezember 2013 E. 3.3). Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung stellt das Sozialversich e- rungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Vorliegend sind demnach die Verhältnisse bis zum 16. Januar 2012 (Datum der angefochtenen Verf ü- gung) zu berücksichtigen. Allerdings können Tatsachen, die den Sachver-A-1118/2012 Seite 8 halt seither verändert haben, unter Umständen Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b mit Hinweisen ; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C -601/2011 vom 5. Dezember 2013 E. 4). 3.3 Die zur Diskussion stehende Anmeldung erfolgte am 10. Juni 2008, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttret en der r e- vidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 begonnen hat. Da diese Revision hinsichtlich des Begriffs und der Bemessung der Invalidität keine substantiellen Änderungen gegenüber der bis Ende 2007 gültig gewesenen Rechtslage gebrach t hat, werden nachfolgend b ei den materiellen Bestimmungen des IVG und der IVV die Fassung gemäss den am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Änderungen (5. IV-Revision; AS 2007 5129 und AS 2007 5155) wiedergegeben. Soweit ein Rentenan- spruch ab dem 1. Januar 2012 zu prüfen ist, sind weiter die mit dem er s- ten Massnahmenpaket der 6. IV-Revision zu diesem Zeitpunkt in Kraft ge- tretenen Gesetzesänderungen zu beachten (IVG in der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659], IVV in der Fassung vom 16. November 2011 [AS 2011 5679]; vgl. auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-4614/2012 vom 19. Juni 2013 E. 2.7). Nachfolgend wird also auf die ab 1. Januar 2008 gültigen Bestimmungen verwiesen, ausser diese hätten mit der IV-Revision 6a eine Änderung erfahren. 3.4 Bezüglich der vorliegend aufgrund von Art. 2 ATSG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 IVG zu berücksichtigenden ATSG-Normen zur Arbeitsunfähigkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) und zur Bestimmung des Invaliditätsgrades (Art. 16) hat das Schweize rische Bundesgericht (vo r- mals EVG) erkannt, dass es sich bei den in Art. 3-13 ATSG enthaltenen Legaldefinitionen in aller Regel um eine formellgesetzliche Fassung der höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den entsprechenden Begriffen vor In-Kraft-Treten des ATSG handelt und sich inhaltlich damit keine Änd e- rung ergibt, weshalb die hierzu entwickelte Rechtsprechung übernommen und weitergeführt werden kann (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1-3.3; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-194/2013 vom 22. Juli 2013 E. 3.3). 4. Nachfolgend sind die zur Beurteilung des Streitsache massgebenden g e- setzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze darzulegen. A-1118/2012 Seite 9 4.1 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung hat, wer invalid im Sinne des Geset zes ist (Art. 8 ATSG; vgl. E. 4.3) und beim Eintritt der Invalidität während der vom Gesetz vorgesehenen Dauer Beiträge an die Alters -, Hinterlassenen - und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleistet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG). Diese Bedingungen müssen kumulativ gegeben sein; fehlt eine, so entsteht kein Rentenanspruch, selbst wenn die andere erfüllt ist (vgl. statt vieler Urteil des Bundesverwal- tungsgerichts C-6839/2008 vom 28. September 2010 E. 2.4). Der Beschwerdeführer hat unbestrittenermassen während mehr a ls e i- nem Jahrzehnt Beiträge an die AHV/IV geleistet (vgl. IV 1-act. 54), so dass die Voraussetzung der Mindestbetragsdauer für den Anspruch auf eine ordentliche Invalidenrente erfüllt ist. 4.2 Ob eine anspruchsbegründende Änderung der für den Invaliditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldung s- verfahren analog zur Rentenrevision gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG. Der Sachverhalt, wie er sich im Zeitpunkt des letzten eröffneten und recht s- kräftigen Entscheides, der auf einer materiellen Prüfung des Rentena n- spruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsz u- standes) beruht (BGE 133 V 108 E. 5.4, mit Hinweisen), ist mit demjen i- gen zur Zeit des streitigen neuen Entscheides zu vergleichen. Nach Art. 88a Abs. 2 IVV (in der Fassung vom 16. November 2011) ist die a n- spruchsbeeinflussende Änderung im Falle einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unte r- brechung drei Monate gedauert hat. In derartigen Konstellationen ist Art. 29 Abs. 1 IVG nicht anwendbar (BGE 109 V 125 E. 4a; vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C -3159/2006 vom 18. August 2008 E. 4.1). 4.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invali- dität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Invalidität ist somit der durch einen Gesundheitsschaden verursachte und nach zumutbarer Behandlung oder Eingliederung verbleibende länger dauernde (volle oder teilweise) Verlust der Erwerb s- möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeit s- markt resp. der Möglichkeit, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu bet ä- tigen. Der Invaliditätsbegriff enthält damit zwei Elemente: ein medizin i-A-1118/2012 Seite 10 sches (Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) und ein wirtschaftliches im weiteren Sinn (dauerhafte oder länger dauern- de Einschränkung der Erwerbsfähigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbe- reich; vgl. zum Ganzen U ELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2009, Art. 8 Rz. 7; statt vieler Urteile des Bundesverwaltungsgerichts B-194/2013 vom 22. Juli 2013 E. 4.1 und C-4208/2012 vom 17. Mai 2013 E. 2.3). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise U n- fähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutba re Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem an- deren Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Erwerbs- unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit ver ursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der E r- werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen A r- beitsmarkt (Art. 7 ATSG). 4.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Ren- te, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Inval i- ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mind estens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG). Laut Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entspre- chen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und g e- wöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine abweichende Regelung vorsehen. Eine solche Ausnahme gilt seit dem 1. Juni 2002 für die Staatsangehör i- gen eines Mitgliedstaates der EU und der Schweiz, sofern sie – wie der Beschwerdeführer – in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben (BGE 130 V 253 E. 2.3 und E. 3.1; vgl. auch Urteil des Bundesverwaltungsg e- richts C-4614/2012 vom 19. Juni 2013 E. 2.8). Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenb e- reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen A-1118/2012 Seite 11 wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), und die z u- sätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durc h- schnittlich zu mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. b und c). 4.5 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinko m- men, das die versicherte Person nach Eintri tt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglied e- rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezi e- hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des allfälligen Rentenanspruchs (hier: Dezember 2008 [vgl. E. 4.4]) massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4.3.1 ff.). Der Einkommensvergleich hat dabei in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen E r- werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinko m- men nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen A n- näherungswerte miteinander zu vergleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1, BGE 104 V 135 E. 2a und b; ZAK 1990 S. 518 E. 2). Erwerbsunfähigkeit ist, vereinfacht ausgedrückt, die durch einen Gesundheitsschaden verursachte Unfähigkeit, durch A r- beit Geld verdienen zu können (GUSTAVO SCARTAZZINI/MARC HÜRZELER, Bundessozialversicherungsrecht, 4. Aufl., Basel 2012, § 13 Rz. 16). 4.6 Der Begriff der Invalidität ist demnach nicht nach dem Ausmass der gesundheitlichen Beeinträchtigung definiert, sondern nach der daraus fo l- genden Unfähigkeit, Erwerbseinkommen zu erzielen (BGE 110 V 27 3 E. 4a, BGE 102 V 165) oder sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betä- tigen. Dabei sind die Erwerbs - bzw. Arbeitsmöglichkeiten nicht nur im an- gestammten Beruf bzw. der bisherigen Tätigkeit, sondern – wenn erfor- derlich – auch in zumu tbaren anderen beruflichen Tätigkeiten (Verwe i- sungstätigkeiten) zu prüfen. Der Invaliditätsgrad ist also grundsätzlich nach wirtschaftlichen und nicht nach medizinischen Grundsätzen zu e r-A-1118/2012 Seite 12 mitteln. Das heisst, dass es bei der Bemessung der Invalidität einzig und allein auf die objektiven wirtschaftlichen Folgen der funktionellen Behi n- derung ankommt, we lche nicht unbedingt mit dem von Arzt oder Ärztin festgelegten Grad der funktionellen Einschränkung übereinstimmen mü s- sen (BGE 110 V 27 3 E. 4a; ZAK 1985 S. 459). Trotzdem ist die Verwa l- tung und im Beschwerdefall auch das Gericht auf Unterlagen angewi e- sen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verf ü- gung gestellt haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den G e- sundheitszustand zu be urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in we l- chem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten der Versicherte arbeit s- unfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 13 3 E. 2, BGE 114 V 31 0 E. 3c mit Hinweisen; ZAK 1991 S. 319 E. 1c). Die rein wirtschaftlichen und rechtlichen Beurteilungen, insbeso n- dere im Zusammenhang mit der Bestimmung der Erwerbsfä higkeit, o b- liegt dagegen der Verwaltung und im Beschwerdefall dem Gericht (zum Ganzen: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B -194/2013 vom 22. Juli 2013 E. 4.4). 4.6.1 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichts ist en t- scheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseiti- gen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berüc k- sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte i- lung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgeru n- gen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines B e- weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Au ftrag g e- gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, BGE 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-3515/2012 vom 22. April 2014 E. 2.4; zur grundsätzlichen Zulässigkeit von MEDAS-Gutachten vgl. BGE 137 V 210). 4.6.2 Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt B e- weiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begrü n- det sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Z u- verlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass de r befragte Arzt in e i- nem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die U n-A-1118/2012 Seite 13 parteilichkeit der Beurteilun g objektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 135 II 465 E. 4.4, BGE 125 V 351 E. 3b/ee, mit Hinweisen ; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-194/2013 vom 22. Juli 2013 E. 4.5.2). 4.6.3 Auf Stellungnahmen der regionalen ärztlichen Dienste (RAD) resp. der medizinischen Dienste kann für den Fall, dass ihnen materiell Gu t- achtensqualität zukommen soll, nur abgestellt werden, wenn sie den al l- gemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genügen (Urteil des EVG I 694/05 vom 15. Dezember 2006 E. 2). Die RAD-Ärzte müssen sodann über die im Einzelfall gefragten persönlichen und fachlichen Qualifikationen verfügen, spielt doch die fachliche Qualif i- kation des Experten für die richterliche Würdigung einer Expertise eine erhebliche Rolle. Bezüglich der medizinischen Stichhaltigkeit eines Gu t- achtens müssen sich Verwaltung und Gerichte auf die Fachkenntnisse des Experten verlassen können. Deshalb ist für die Eignung eines Arztes als Gutachter in einer bestimmten medizinischen Disziplin ein entspre- chender spezialärztlicher Titel des berichtenden oder zumindest des den Bericht visierenden Arztes vorausgesetzt ( Urteile des Bundesverwa l- tungsgerichts C-5894/2011 vom 20. Februar 2014 E. 9.1 und B-194/2013 vom 22. Juli 2013 E. 4.5.3, je mit weiteren Hinweisen). Nicht zwingend erforderlich ist, dass die versicherte Person persönlich untersucht wird. Nach Art. 49 Abs. 2 IVV führt der RAD für die Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs nur "bei Bedarf" selber ärztliche Unt ersuchungen durch. In den übrigen Fällen stützt er seine Beurteilung auf die vorhandenen ärztlichen Grundlagen. Das Absehen von eigenen Untersuchungen an sich vermag daher einen RAD-Bericht für sich alleine nicht in Frage zu stellen. Dies gilt insbeso n- dere dann, wenn es im Wesentlichen um die Beurteilung eines bereits feststehenden medizinischen Sachverhaltes geht, folglich die direkte ärzt- liche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Ur- teil des Bundesgerichts 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1; vgl. auch BGE 125 V 351 E. 3a und E. 3b/ee; Urteil des EVG I 1094/06 vom 14. November 2007 E. 3.1.1, je mit Hinweisen). 5. Vorliegend ist zu prüfen, ob und gegebenenfalls seit wann sich der g e- sundheitliche Zustand des Beschwerdeführer s seit dem rechtskräftigen Entscheid vom 24. Januar 2007 und bis zum Erlass der vorliegend streit i- gen Verfügung vom 16. Januar 2012 insoweit verändert hat, dass nu n-A-1118/2012 Seite 14 mehr eine rentenbegründende Invalidität eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a, BGE 133 V 108 E. 5.2 und BGE 130 V 71 E. 3.2.3). 5.1 Bei der Beurteilung der gesundheitlichen Situation des Beschwerd e- führers hat die Vorinstanz geprüft, ob sich der gesundheitliche Zustand im erwähnten Zeitraum in relevanter Weise verschlechtert hat. Die Verf ü- gung der IVST A vom 24. Januar 2007 beruht im Wesentlichen auf einer Stellungnahme des RAD (Dr. med. F._______) vom 20. Januar 2007 (IV1-act. 39) bzw. vom 15. September 2006 (IV1-act. 21). Dieser attestier- te dem Beschwerdeführer damals eine Polyarthrose im Bereich der K nie- gelenke, der Ellenbogengelenke und des Achsenskelets und schloss auf eine Arbeitsunfähigkeit von 70 % im angestammten Beruf. 5.2 Die angefochtene Verfügung der IVSTA vom 16. Januar 2012 stützt sich dabei insbesondere auf das interdisziplinäre Gutachten X vom 28. Oktober 2011 (vgl. Sachverhalt Bst. D; IV 1-act. 98), das von den Dres. med. G._______ und H._______ erstellt wurde. Diese Fachärzte für Neurologie und Rheumatologie attestierten dem Beschwerdeführer e i- ne Epilepsie vom Typ "Grand Mal", eine Polyarthrose mit einer linksbeton- ten Gonarthrose, eine rechtsbetonten Arthrose beider Ellenbogengelenke mit Einschränkung der Bewegung und eine Zervikal- und Lumbalarthrose mit Diskopathie L4-L5 und L5-S1 (diese wurde bei früheren Beurteilungen noch als unwahrscheinlich angesehen). Des Weiteren diagnostizierten sie beim Beschwerdeführer ein Diabetes Typ II, eine Hypercholesterinämie und Adipositas (IV1-act. 98, S. 11 f. und 14). 5.3 Nach Einsicht in die vorliegenden medizinischen Unterlagen hat Dr. med. E._______ vom ärztlichen Dienst der IV -Stelle in ihrer Stellung- nahme vom 24. November 2011 (IV1-act. 108, S. 2) die Epilepsie vom Typ "Grand Mal" als Hauptdiagnose sowie die Polyarthrose mit einer linksbetonten Gonarthrose, einer rechtsbetonten Arthrose beider El lenbo- gengelenke mit Einschränkung der Bewegung und degenerative Störun- gen der Wirbelsäule (genauer: eine Zervikal - und Lumbalarthrose mit Diskopathie L4 -L5 und L5 -S1; vgl. IV1-act. 108, S. 1 bzw. IV 1-act. 98, S. 12) als Nebendiagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit b e- zeichnet. Als Nebendiagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurde der Diabetes Typ II, die Hypercholesterinämie und die Adipositas eingestuft. Bei ihrer Einschätzung hat Dr. med. E._______ das Gutachten X sowie die persönliche Situation des Beschwerdeführers entsprechend gewürdigt und festgestellt, dass aufgrund der diagnostizierten Epilepsie mit monatlich auftretenden Krampfanfällen und der Polyarthrose eine A-1118/2012 Seite 15 vollständige Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Erwerbstätigkeit als Bauarbeiter und in körperlich schweren Verweisungstätigkeiten resul- tiere. Sodann habe aber bereits die Stellungnahme vom 15. September 2006 des ärztlichen Dienstes der IV -Stelle eine Arbeitsunfähigkeit von 70 % seit dem 30. Mai 2002 im angestammten Beruf attestiert. Dr. med. E._______ fährt fort, das Gutachten X zeige jedoch insgesamt auf, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten seit dem Jahre 2005 hi n- sichtlich Knochen und Gelenke sowie bzgl. der Epilepsie nicht signifikant geändert habe. Sie schliesst daher, dass der Versicherte in seiner zuletzt ausgeübten Erwerbstätigkeit als Bauarbeiter weiterhin zu 70 % arbeitsun- fähig sei; und dies seit dem 30. Mai 2002. Dr. med. E._______ zeigt wei- ter auf, das Gutachten X komme in neurologischer und rheumatolog i- scher Hinsicht zum Ergebnis, dass dem Versicherten eine Verweisungstä- tigkeit weiterhin zu 100 % zumutbar sei. Die weiteren Gesundheitsbeein- trächtigungen wie der Diabetes, die Hypercholesterinämie und die Adipo- sitas hätten dabei keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Aus diesem Grund hält Dr. med. E._______ letztlich eine leichtere, dem Gesundheits- zustand besser angepasste gewinnbringende Tätigkeit wie beispielsweise leichte Tätigkeiten in trockener, warmer Umgebung, ohn e Unfallgefahr, in wechselnden Positionen, ohne He ben von Lasten über 10 kg, ohne lä n- geres Gehen weiterhin für 100 % zumutbar (vgl. IV 1-act. 108, S. 1-3). Das Gutachten X nennt als qualitative Einschränkungen der Arbeitsfähig- keit, dass folgende Tätigkeiten zu vermeiden seien: D as Arbeiten in u n- ebenen Gelände, das Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, das Arbeiten mit häufigem Bücken oder Drehen und solche mit beruflichem Autofahren (IV1-act. 98, S. 12). Als Beispiele für angepasste Tätigkeiten mit erwäh n- ten Einschränkungen nennt Dr. med. E._______ den Hilfsarbeiter in einer Fabrik, einen Aufseher, einen Magaziner, einen Versandverkäufer, das Reparieren von kleinen Haushalts -Apparaten, einen Kassier, den Kiosk- verkäufer oder einen Telefonisten (vgl. IV1-act. 108, Annex II, S. 6). 5.4 Das Gutachten X berücksichtigt die geklagten Beschwerden sowie die Vorakten. Hierbei stimmt der Gesundheitszustand bzw. der Befund und die Diagnose im Wesentlichen mit de m Gutachten von Dr. med. D._______ überein, wobei sich dasjenige von Dr. med. D._______ auf die hier nicht massgebende Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit im ang e- stammten Beruf beschränkt. Die Schlussfolgerungen der RAD-Ärztin sind hinreichend begründet und die Beurteilung der gesundheitlichen Situation des Beschwerdeführers und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit durchaus einleuchtend und nachvollziehbar. Zwar spricht das Gutac h- ten X von einer gänzlichen Arbeitsunfähigkeit "incapacité de travail A-1118/2012 Seite 16 complète" bzw. fehlenden Arbeitsfähigkeit "la capacité de travail est nulle" im angestammten Beruf und nicht – wie von Dr. med. E._______ behaup- tet – von einer Arbeitsunfähigkeit von 70 %. Dies ändert jedoch nichts daran, dass das Gutachten X sowie die sich darauf abstützende Stel- lungnahme von Dr. med. E._______ weiterhin eine volle Arbeitsfähigkeit für leichtere, dem Gesundheitszustand besser angepasste gewinnbri n- gende Tätigkeiten attestieren. Die Vorinstanz beruft sich auf ihre damalige Berechnung des Invaliditätsgrads von gerundet 19 % (18.85 %). Der Ge- sundheitszustand des Versicherten hat sich nicht signifikant geändert (vgl. E. 5.3), weshalb weiterhin von einer zumutbaren Verweis ungstätig- keit von 100 % auszugehen ist . Ein gleich gebliebener Gesundheitsz u- stand könnte doch zu einem relevanten Invaliditätsgrad f ühren, dies aber nur, wenn es Anhaltspunkte dafür gäbe, dass die hypothetische erwerbl i- che Situation bzw. die zu vergleichenden Einkommen des Beschwerd e- führer geändert hätten (vgl. E. 4.2). Letzteres ist vorliegend nicht der Fall. Diesfalls kann sich der I nvaliditätsgrad von 19 % auch nicht wesentlich verändert haben (zumindest ergibt sich kein rentenrelevanter Invalidität s- grad von 40 %). Dass die Vorinstanz daher weiterhin von einer E r- werbseinbusse von 19 % ausgegangen ist und somit das Leistungsb e- gehren abgewiesen hat, ist nicht zu beanstanden. 5.5 Das Bundesverwaltungsgericht sieht sich daher nicht veranlasst, die vorinstanzlichen Schlussfolgerungen in Frage zu stellen, wonach der Be- schwerdeführer in einer leichteren, dem Gesundheitszustand besser a n- gepassten gewinnbringenden Tätigkeit noch zu 100 % arbeitsfähig ist. Auf dieser medizinischen Grundlage und vor dem Hintergrund , dass sich auch die erwerbliche Situation im Wesentlichen nicht geändert hat, ergibt sich ein nicht rentenrelevanter Invaliditätsgrad von 19 %. Zusammenfas- send ist somit festzuhalten, dass die angefochtene Verfügung der Vori n- stanz vom 16. Januar 2012 im Ergebnis rechtmässig ist, weshalb sich die Beschwerde vom 17. Februar 2012 als unbegründet erweist und demz u- folge abzuweisen ist. 6. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par- teientschädigung. 6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis i.V.m. Art. 69 Abs. 2 IVG ist das Beschwe r- deverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten sind in der Regel von der unterliegenden Partei zu tr a-A-1118/2012 Seite 17 gen, hier also vom Beschwerdeführer (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschäd i- gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Der einbezahlte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400.-- wird zur Bezah- lung der Verfahrenskosten verwendet. 6.2 Weder der unterliegende Beschwerdeführer noch die obsiegende Vor- instanz haben Anspruch au f eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario i.V.m. Art. 7 Abs. 1 und 3 VGKE). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Dem Beschwerdeführer werden d ie Verfahrenskosten i n Höhe von Fr. 400.-- auferlegt. Der in derselben Höhe einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet. 3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. A-1118/2012 Seite 18 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) – Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Michael Beusch Anna Strässle Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: