A bteilung III C -1232/2006 C -1233/2006 {T 0/2} U rteil vom 15. Juni 2007 M itw irkung: R ichterin Beutler; R ichter Vuille; R ichter Trom m er; G erichtsschreiber Segessenm ann. 1. A ._______, 2. B ._______, 3. C ._______, Beschw erdeführer, alle vertreten durch Fürsprecher Thom as Biederm ann, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz, betreffend Schlussabrechnung über die Sicherheitskonti N r. X, Y und Z. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. A._______ (im Folgenden: Beschw erdeführer 1) kam im Jahr 1990 als Sai- sonnier in die Schw eiz. In den Zw ischensaisons blieb er ab 1992 gestützt auf eine Kurzaufenthaltsbew illigung L ("Aktion Bosnien-H erzegow ina") je- w eils in der Schw eiz. Im August 1992 zogen seine Ehefrau B._______ (im Folgenden: Beschw erdeführerin 2) und die gem einsam en Kinder, darunter die Tochter C ._______ (im Folgenden: Beschw erdeführerin 3) zu ihm und erhielten ebenfalls eine Bew illigung L. D ie letzte Saisonbew illigung lief am 17. D ezem ber 1994 ab. M it Verfügung vom 16. Januar 1995 w urde der Be- schw erdeführer 1 aus der Schw eiz w eggew iesen. D ie Beschw erdeführerinnen 2 und 3 w urden am 30. August 1996 vom da- m aligen Bundesam t für Flüchtlinge (BFF; heute: Bundesam t für M igration [BFM ]) gestützt auf den Bundesratsbeschluss vom 21. April 1993 betref- fend gruppenw eise vorläufige Aufnahm e von Personen aus Bosnien-H er- zegow ina bis zum 30. April 1997 vorläufig aufgenom m en in der Schw eiz. Eine dagegen eingereichte Beschw erde vom 9. O ktober 1996 m it Antrag auf Erteilung einer individuellen vorläufigen Aufnahm e w urde vom Eid- genössischen Justiz- und Polizeidepartem ent (EJPD ) m it Entscheid vom 11. Februar 1998 abgelehnt. D ie W egw eisung der Fam ilie w urde in der Folge indessen nicht vollzogen. M it Verfügung des BFF vom 4. D ezem ber 2000 w urden die Beschw erde- führer 1, 2 und 3 auf G esuch des dam aligen Bundesam tes für Ausländer- fragen (BFA; heute: Bundesam t für M igration [BFM ]) vom 2. N ovem ber 2000 gestützt auf den Bundesratsbeschluss vom 1. M ärz 2000 betreffend die "hum anitäre Aktion 2000" (erneut) vorläufig aufgenom m en in der Schw eiz. Am 3. Februar 2004 erhielten sie vom Kanton Bern die Jahres- aufenthaltsbew illigung B. B. Am 3. Septem ber 2004 sandte die Vorinstanz den Beschw erdeführern die Schlussabrechnungen über die Sicherheitskonti N r. X, Y und Z zur Stel- lungnahm e. Am 10. Septem ber 2004 teilten die Beschw erdeführer m it, dass sie m it der Abrechnung einverstanden seien. C . D araufhin erliess die Vorinstanz am 15. Septem ber 2004 betreffend die Si- cherheitskonti N r. X und Y (Beschw erdeführer 1 und 2) einerseits sow ie das Sicherheitskonto N r. Z (Beschw erdeführerin 3) anderseits zw ei ge- trennte Verfügungen. D ie Sicherheitskonti N r. X und Y w ürden per 13. Septem ber 2004 einen Saldo von Fr. 23'046.30 aufw eisen. D ie aus der Sicherheitsleistungspflicht zurückzuerstattenden Kosten seien auf Fr. 27'818.05 festzusetzen. D ie Si- cherheitskonti w ürden saldiert und der Saldo, zuzüglich Zins, abzüglich Spesen, w erde der Vorinstanz als anteilsm ässige R ückerstattung an die verursachten Kosten überw iesen. D as Sicherheitskonto N r. Z w eise per 13. Septem ber 2004 einen Saldo 3 von Fr. 5'830.80 auf. D ie aus der Sicherheitsleistungspflicht zurückzu- erstattenden Kosten seien auf Fr. 10'610.55 festzusetzen. D as Sicherheits- konto w erde saldiert und der Saldo, zuzüglich Zins, abzüglich Spesen, w erde der Vorinstanz als anteilsm ässige R ückerstattung an die verursach- ten Kosten überw iesen. D . G egen diese Verfügungen reichten die Beschw erdeführer beim EJPD am 15. O ktober 2004 Beschw erden ein. D arin w ird beantragt, die vorinstanzli- chen Verfügungen seien aufzuheben und es seien die zurückzuerstatten- den Kosten korrekt zu erm itteln und das G uthaben den Beschw erdeführern auszurichten. E. M it Schreiben vom 4. N ovem ber 2004 reichten die Beschw erdeführer eine Bestätigung des Sozialam ts der Stadt Langenthal vom 20. O ktober 2004 ein, w onach die Beschw erdeführer 1 und 2 in der Zeit vom 4. D ezem ber 2000 bis zum 30. Juni 2001 U nterstützungsleistungen von Fr. 8'483.50 er- halten hätten. Aus rechnerischen G ründen seien die U nterstützungsleis- tungen für den ganzen D ezem ber 2000 berücksichtigt w orden. D ie Be- schw erdeführerin 3 sei am 13. D ezem ber 2000 volljährig gew orden. Ab dem 1. Januar 2001 sei für sie ein eigenes Sozialhilfekonto geführt w or- den. In der Zeit vom 1. Januar 2001 bis zum 30. Juni 2001 habe sie U nter- stützungsleistungen von Fr. 2'553.80 erhalten. In den genannten Beträgen seien w eder die Krankenkassenpräm ien, die ab dem 1. Januar 1998 direkt von der G esundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern bezahlt w orden seien, noch die Arzt-, Spital- und Apo- thekerrechnungen, Franchisen und Selbstbehalte, die ab dem 1. Januar 2001 ebenfalls auf diese W eise beglichen w orden seien, berücksichtigt. Zudem habe der Beschw erdeführer 1 in der Zeit vom 1. O ktober 1995 bis zum 19. M ärz 1997 von der Stadt Langenthal w eitere Sozialhilfeleistungen von insgesam t ca. Fr. 4'000.- erhalten. Ab dem 20. M ärz 1997 hätten die Fürsorgeleistungen m it dem BFF abgerechnet w erden können. F. In den Vernehm lassungen vom 16. D ezem ber 2004 beantragt die Vorin- stanz die Abw eisung der Beschw erden. G . M it R eplik vom 18. M ai 2005 halten die Beschw erdeführer an ihren Be- schw erden fest. D er Eingabe legten sie eine Zusam m enstellung des M ig- rationsdienstes des Kantons Bern vom 22. M ärz 2005 betreffend die ange- fallenen G esundheitskosten bei. H . Im R ahm en des zw eiten Schriftenw echsels vom 24. Juni 2005 w ird seitens des BFM erneut die Abw eisung der Beschw erde beantragt. 4 D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht unter Vorbehalt der in Art. 32 genannten Ausnahm en Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Ver- w altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), w elche von einer in Art. 33 aufge- führten Behörde erlassen w urden. D arunter fallen Entscheide des BFM gem äss Art. 14c Abs. 6 des Bundes- gesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Aus- länder (AN AG , SR 142.20) und Art. 22 Abs. 1 der Verordnung vom 11. Au- gust 1999 über den Vollzug der W eg- und Ausw eisung von ausländischen Personen (VVW A, SR 142.281) i.V.m . Art. 87 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) und Art. 17 Abs. 2 der Asylverord- nung 2 vom 11. August 1999 (AsylV 2, SR 142.312). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei den Beschw erdediensten der D epartem en- te hängigen R echtsm ittel und w endet das neue Verfahrensrecht an (Art. 53 Abs. 2 VG G ). G em äss Art. 37 VG G richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht nach dem Vw VG , sow eit das G esetz nichts an- deres bestim m t. 1.3 D ie Beschw erdeführer sind als Inhaber der Sicherheitskonti N r. X, Y und Z durch die angefochtenen BFM -Verfügungen vom 15. Septem ber 2004 be- sonders berührt und haben ein schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhe- bung (Art. 48 Vw VG ). Auf die frist- und form gerecht beim EJPD eingereich- ten Beschw erden ist daher einzutreten (Art. 50 und 52 Vw VG ). 2. Auf Grund des engen sachlichen und persönlichen Konnexes der Be- schwerden rechtfertigt es sich, die beiden Verfahren zu vereinigen und die Beschwerden in einem Urteil zu behandeln (Art. 4 VwVG i.V.m. Art. 24 Abs. 2 lit. b des Bundesgesetzes vom 4. D ezem ber 1947 über den Bun- deszivilprozess [BZP, SR 273]). 3. 3.1 Sow eit zum utbar, haben vorläufig aufgenom m ene Ausländerinnen und Ausländer Fürsorge-, Ausreise- und Vollzugskosten sow ie die Kosten des R echtsm ittelverfahrens zurückzuerstatten (vgl. Art. 14c Abs. 6 AN AG i.V.m . Art. 85 Abs. 1 AsylG ). G em äss Art. 14c Abs. 6 AN AG sind sie verpflichtet, für die R ückerstattung dieser Kosten Sicherheit zu leisten. Zu diesem Zw eck führt der Bund Sicherheitskonti, auf w elche die jew eiligen Arbeitgeber 10 Prozent des Erw erbseinkom m ens der vorläufig Aufgenom - m enen zu überw eisen haben (vgl. Art. 14c Abs. 6 AN AG und Art. 22 Abs. 1 VVW A i.V.m . Art. 86 Abs. 2 AsylG und Art. 11 Abs. 1 AsylV 2).5 W ird eine Aufenthaltsbew illigung erteilt, so erstellt die Vorinstanz eine Ab- rechnung, in w elcher der Saldo des Sicherheitskontos den rückerstat- tungspflichtigen Kosten gegenübergestellt w ird (Art. 14c Abs. 6 AN AG und Art. 22 Abs. 1 VVW A i.V.m . Art. 87 Abs. 1 AsylG und Art. 17 Abs. 2 AsylV 2). D abei w erden die m it den Sicherheitsleistungen zu verrechnen- den allgem einen Fürsorgekosten auf G rund einer Pauschale von Fr. 40.- pro Tag und Person festgesetzt, w obei die tatsächliche Verm utung gilt, dass die Person w ährend der Zeit ohne Arbeitsverhältnis vollum fänglich unterstützt w orden ist; diese Verm utung ist nam entlich dann zu überprü- fen, w enn der Kontoinhaber nachw eist, dass die Bedürftigkeit w ährend der erw erbslosen Zeit nicht oder nicht vollständig bestanden hat oder Eigen- bzw . D rittleistungen erbracht w urden (Art. 23 lit. b VVW A). 3.2 D ie aktuelle R egelung betreffend Sicherheitsleistungs- und R ückerstat- tungspflicht von vorläufig aufgenom m enen Ausländern gilt seit dem 1. O k- tober 1999. Bereits davor w aren vorläufig Aufgenom m ene verpflichtet, die von ihnen erhaltenen Fürsorgeleistungen zurückzuerstatten (vgl. insbeson- dere Art. 14c Abs. 10 AN AG in der Fassung des Bundesbeschlusses vom 16. D ezem ber 1994 über Sparm assnahm en im Asyl- und Ausländerbe- reich, AS 1994 2878; in Kraft vom 1. Januar 1995 bis zum 30. Septem ber 1999). Vor dem 1. O ktober 1999 bestand indessen keine m it Art. 23 lit. b VVW A vergleichbare R egelverm utung. Art. 8 Abs. 1 der Verordnung vom 25. N ovem ber 1987 über die vorläufige Aufnahm e und die Internierung von Ausländern (Internierungsverordnung, AS 1987 1669; in der ab 1. Januar 1996 geltenden Fassung [AS 1995 5041], aufgehoben am 1. O ktober 1999 [AS 1999 2261]) sah indessen bereits vor, das Bundesam t könne bezüg- lich der rückerstattungspflichtigen Fürsorgekosten davon ausgehen, dass diese pro Person und U nterstützungstag Fr. 40.- betragen w ürden. 3.3 G rundsätzlich gelten für alle hängigen Verfahren, in denen das BFM die Schlussabrechnung nach dem Inkrafttreten der AsylV 2 zu veranlassen hat, die neuen Bestim m ungen dieser Verordnung (Art. 82 Abs. 1 AsylV 2; vgl. indessen zur U nzulässigkeit der Anw endung neuer Pauschalen auf abgeschlossene altrechtliche Sachverhalte das U rteil des Bundesgerichts 2A.242/2001 vom 26. O ktober 2001, E. 3 f.). 4. D er Stand der auf den Sicherheitskonti N r. X, Y und Z sichergestellten Be- träge ist vorliegend unbestritten. G egenstand der hier zu beurteilenden Be- schw erden ist einzig die H öhe der den Beschw erdeführern vom BFM in R echnung gestellten Fürsorgeleistungen. 5. Für die Bestim m ung der rückerstattungspflichtigen Fürsorgekosten sind in einem ersten Schritt die m assgeblichen Zeitabschnitte und die jew eils zu berücksichtigende Anzahl Personen zu bestim m en. 5.1 Analog der Kostenerstattungspflicht des Bundes gegenüber den für die Ausrichtung der Fürsorge zuständigen Kantonen beginnt die Sicherheits- leistungs- und R ückerstattungspflicht der vorläufig Aufgenom m enen so- w ohl unter altem als auch unter neuem R echt grundsätzlich m it der Einrei- chung des G esuchs nach Art. 14b Abs. 1 AN AG bzw . m it der Anordnung 6 der vorläufigen Aufnahm e nach Artikel 14a Abs. 1 AN AG (vgl. Art. 14c Abs. 5 AN AG bzw . ehem als Art. 14c Abs. 7 AN AG ). 5.2 Vorläufig aufgenom m ene Personen sind bezüglich säm tlicher ab diesem Zeitpunkt bezogener Fürsorgeleistungen rückerstattungspflichtig; dies gilt auch für die w ährend der M inderjährigkeit verursachten Kosten. D ie Konto- inhaber haften zudem für die von ihren Ehepartnern oder ihren Kindern verursachten Kosten solidarisch (Art. 9 Abs. 2 AsylV 2). D ie H aftung für die von Fam ilienangehörigen verursachten Fürsorgekosten setzt jedoch vor- aus, dass die entsprechenden Personen ebenfalls vorläufig aufgenom m en - und som it selber rückerstattungspflichtig - sind. 5.3 Aus den Akten ist ersichtlich, dass die Beschw erdeführerin 2 sow ie ihre dam als noch m inderjährigen Kinder, D ._______ und die Beschw erdefüh- rerin 3, nicht jedoch der Beschw erdeführer 1, m it Verfügung vom 30. Au- gust 1996 vorläufig aufgenom m en w urden in der Schw eiz. D iese vorläufige Aufnahm e endete zw ar form ell am 30. April 1997. D ie erw ähnten Personen w urden jedoch von der Vorinstanz fürsorgerechtlich w eiterhin als vorläufig Aufgenom m ene behandelt. Am 4. D ezem ber 2000 w urde den Beschw erdeführern 1, 2 und 3 auf An- trag des BFA vom 2. N ovem ber 2000 (w iederum ) eine vorläufige Aufnah- m e gew ährt. D ie vorläufige Aufnahm e endete m it der Erteilung der kanto- nalen Aufenthaltsbew illigung am 3. Februar 2004. 5.4 O b das Bestehen der R ückerstattungspflicht des Beschw erdeführers 1, dessen Fürsorgekosten bereits vor der Erteilung der vorläufigen Aufnahm e ausnahm sw eise vom Bund übernom m en w urden, allenfalls schon für die Zeit vor dem 2. N ovem ber 2000 zu bejahen w äre, kann - w ie nachfolgend aufgezeigt w ird - vorliegend letztlich offen bleiben. Fest steht zum indest, dass der Beschw erdeführer 1 für vom 2. N ovem ber 2000 bis zum 3. Februar 2004 bezogene Fürsorgeleistungen rücker- stattungspflichtig ist; die rückerstattungspflichtigen Fürsorgekosten der Be- schw erdeführerin 2 dagegen beziehen sich auf den Zeitraum vom 30. Au- gust 1996 bis zum 3. Februar 2004. Für die so verursachten Kosten haften die Beschw erdeführer 1 und 2 - w ie oben erw ähnt - solidarisch. Zudem haften sie grundsätzlich auch für allfällige ungedeckte Fürsorgekosten der im Zeitpunkt der erstm aligen Anordnung der vorläufigen Aufnahm e noch m inderjährigen Kinder D ._______ und der Beschw erdeführerin 3, sow eit es sich um w ährend der M inderjährigkeit angefallene Kosten handelt. D ie Beschw erdeführerin 3 ist dem gegenüber zur R ückerstattung der von ihr in der Zeit vom 30. August 1996 bis zum 3. Februar 2004 verursachten Fürsorgekosten verpflichtet. 6. Aus der Bestätigung des Sozialam ts der Stadt Langenthal vom 20. O kto- ber 2004 geht hervor, dass die Beschw erdeführer ab dem 30. Juni 2001 keine Fürsorgeleistungen m ehr bezogen haben. Zudem belegt das er- w ähnte Schreiben, dass die Beschw erdeführer ab Juni 1996 bis Ende Ja-7 nuar 1997 nur teilw eise von der Fürsorge unterstützt w erden m ussten. Schliesslich lassen sich die von den Beschw erdeführern im Zeitraum vom 4. D ezem ber 2000 bis zum 30. Juni 2001 verursachten Fürsorgekosten m it hinreichender Sicherheit bestim m en, w eshalb diesbezüglich von der An- rechnung des in Art. 23 lit. b VVW A festgesetzten Pauschalbetrages abzu- sehen ist. 7. 7.1 D ie Beschw erdeführer 1 und 2 haben im letztgenannten Zeitraum Fürsor- geleistungen in der H öhe von Fr. 8'483.50 bezogen. D a für die Beschw er- deführerin 3 erst ab dem 1. Januar 2001 ein eigenes Fürsorgekonto ge- führt w urde, ist von diesem Betrag der zu G unsten der Beschw erdeführe- rin 3 vom 4. bis zum 31. D ezem ber 2000 geleistete Anteil abzuziehen. U m gerechnet auf die Anzahl U nterstützungstage pro Person (4. - 31. D ezem ber 2000: je 28 U nterstützungstage für drei Personen; 1. Januar - 30. Juni 2001: je 181 U nterstützungstage für zw ei Personen) beläuft sich dieser Anteil auf Fr. 532.60. D ies ergibt für die Zeit vom 4. D ezem ber 2000 bis zum 30. Juni 2001 - ohne Berücksichtigung der von der Sozialhilfe übernom m enen G esundheitskosten (Krankenkassenpräm ien, Kostenbetei- ligungen) - m it den Sicherheitsleistungen zu verrechnende Fürsorgekosten der Beschw erdeführer 1 und 2 von Fr. 7'950.90. 7.2 Für die Zeit vom 1. Februar 1997 bis zum 3. D ezem ber 2000 fehlt es in- dessen an dem durch die Beschw erdeführer zu erbringenden N achw eis, dass sie nicht vollum fänglich von der Fürsorge hätten unterstützt w erden m üssen. M ithin ist davon auszugehen, dass die Beschw erdeführerin 2 w ährend 1'403 Tagen (1997: 334 Tage; 1998: 365 Tage; 1999: 365 Tage; 2000: 339 Tage) Fürsorgeleistungen von Fr. 40.- pro Tag erhielt (vgl. Art. 23 lit. b VVW A). 7.3 H inzu kom m en ungedeckte Zahnarztkosten des Beschw erdeführers 1 von Fr. 1'133.55 und der Beschw erdeführerin 2 von Fr. 3'604.50, w elche eben- falls m it den sichergestellten Leistungen der Beschw erdeführer 1 und 2 zu verrechnen sind (vgl. Art. 9 Abs. 3 lit. c AsylV 2). 7.4 D ie Sum m e dieser Fürsorgeleistungen übersteigt den vom BFM in R ech- nung gestellten U nterstützungsbetrag bei W eitem . Es ist daher nicht zu be- anstanden, w enn die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung die durch die Beschw erdeführer 1 und 2 zurückzuerstattenden Fürsorgekosten auf Fr. 27'818.05 festgesetzt hat. 8. 8.1 D ie Beschw erdeführerin 3 hat in der Zeit vom 1. Januar 2001 bis zum 30. Juni 2001 - ohne Berücksichtigung unbedeckter Krankenkassenpräm i- en und Beteiligungen an Arztkosten - Fürsorgebeiträge in der H öhe von Fr. 2'553.80 bezogen. D azu ist der anteilsm ässige U nterstützungsbetrag für den Zeitraum vom 4. bis zum 31. D ezem ber 2000 zu addieren, der gem äss obigen Ausführungen auf Fr. 532.60 zu beziffern ist. 8.2 Bezüglich der Zeitspanne vom 1. Februar 1997 bis zum 3. D ezem ber 2000 8 konnte auch die dam als noch m inderjährige Beschw erdeführerin 3 nicht den N achw eis erbringen, nicht vollum fänglich von der U nterstützung durch die öffentliche Fürsorge angew iesen gew esen zu sein. Aus diesem G rund ist auch in ihrem Fall von einer vollum fänglichen U nterstützung à Fr. 40.- w ährend 1'403 Tagen auszugehen. 8.3 D ie Kosten der zu G unsten der Beschw erdeführerin 3 durchgeführten Zahnbehandlungen von Fr. 2'250.55 sind sodann ebenfalls m it den auf ih- rem Sicherheitskonto befindlichen G uthaben zu verrechnen. 8.4 Folglich ergibt sich auch für die Beschw erdeführerin 3, dass die verursach- ten Fürsorgekosten w eitaus höher liegen, als diejenigen, w elche ihr vom BFM belastet w urden. Es erw eist sich daher ebenfalls als rechtens, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung die durch die Beschw er- deführerin 3 zu erstattenden Fürsorgekosten auf Fr. 10'610.55 festgesetzt hat. 9. Bei dieser Sachlage erübrigt es sich schliesslich, näher darauf einzuge- hen, in w elchem U m fang allenfalls eine solidarische H aftung der Be- schw erdeführer 1 und 2 für die w ährend der M inderjährigkeit ihrer Kinder D ._______ und der Beschw erdeführerin 3 verursachten Fürsorgekosten bestanden hätte. 10. N ach dem G esagten hat das BFM zu R echt die m it den Sicherheitskonti N r. X und Y bzw . dem Sicherheitskonto N r. Z zu verrechnenden Fürsorge- kosten auf Fr. 27'818.05 bzw . Fr. 10'610.55 festgesetzt. D ie angefochte- nen Verfügungen erw eisen sich som it als rechtm ässig (Art. 49 Vw VG ). D ie Beschw erden sind daher abzuw eisen. 11. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind den Beschw erdeführern die Kos- ten aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art. 4 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). D iese betragen für die Beschw erdeführer 1 und 2 Fr. 700.--, für die Beschw erdeführerin 3 Fr. 500.--. (D ispositiv nächste Seite)9 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erdeverfahren C -1232/2006 und C -1233/2006 w erden verei- nigt. 2. D ie Beschw erden w erden abgew iesen. 3. D en Beschw erdeführern 1 und 2 w erden Verfahrenskosten von Fr. 700.-- auferlegt. 4. D er Beschw erdeführerin 3 w erden Verfahrenskosten von Fr. 500.-- aufer- legt. 5. D iese Beträge ist innert 30 Tagen ab R echtskraft dieses U rteils der G e- richtskasse zu überw eisen. 6. D ieses U rteil w ird eröffnet: - den Beschw erdeführern (eingeschrieben m it G erichtsurkunde; Beilagen: angefochtene Verfügungen vom 15. Septem ber 2004, Bestätigung des Sozialam ts der Stadt Langenthal vom 20. O ktober 2004) - der Vorinstanz (eingeschrieben m it G erichtsurkunde; Akten retour) D ie vorsitzende R ichterin: D er G erichtsschreiber: R uth Beutler Thom as Segessenm ann R echtsm ittelbelehrung: G egen dieses U rteil kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt w er- den, sofern die Voraussetzungen gem äss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichts- gesetzes vom 17. Juni 2005 (BG G , SR 173.110) gegeben sind. D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. D er angefochtene Entscheid und die Be- w eism ittel sind, sow eit sie der Beschw erdeführer in H änden hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BG G ). Versand am :