Abteilung I A-6156/2007 {T 0/2} U r t e i l v o m 1 7 . D e z e m b e r 2 0 0 7 Richter Beat Forster (Vorsitz), Richter Jürg Kölliker, Rich- ter André Moser, Gerichtsschreiberin Susanne Kuster Zürcher. A._______ Beschwerdeführer, gegen Stadt Zürich Verkehrsbetriebe Zürich VBZ , Beschwerdegegnerin, Bundesamt für Verkehr (BAV), Vorinstanz. Plangenehmigung; Depot Kalkbreite. B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l Besetzung Parteien GegenstandA-6156/2007 Sachverhalt: A. Auf Beschwerde von A._______ hin hob die Eidgenössische Rekurs- kommission für Infrastruktur und Umwelt (REKO/INUM) am 13. August 2004 die im vereinfachten Verfahren genehmigte Planvorlage der Ver- kehrsbetriebe Zürich (VBZ) zur Erneuerung der Abstellanlage Depot Kalkbreite (Tramdepot) in der Stadt Zürich auf und wies das Bundes- amt für Verkehr (BAV) an, das ordentliche eisenbahnrechtliche Plangenehmigungsverfahren durchzuführen. B. Im Anschluss an die Einreichung eines neuen Plangenehmigungs- gesuches durch die VBZ am 27. September 2005 eröffnete das BAV das ordentliche Genehmigungsverfahren. C. Am 20. Juni 2007 bewilligte der Zürcher Stadtrat einen Kredit von 3,4 Mio. Franken zur Durchführung eines Projektwettbewerbs und Ausarbeitung eines Bauprojektes für die Zusatznutzung auf dem Kalkbreiteareal mit Wohn- und Gewerberäumen und für eine begehba- re Gleisüberdeckung. Weiter wurde im Sinne einer Vorinvestition ein Objektkredit von Fr. 700'000.- für die Erstellung von Fundamenten im projektierten Tramdepot im Hinblick auf die spätere Überdeckung be- willigt. D. Das BAV genehmigte am 31. Juli 2007 mit einigen Auflagen die Planvorlage der VBZ vom 27. September 2005. Die Einsprache von A._______, der die Präjudizierung des Bauprojektes der Stadt Zürich befürchtete und dem Vorhaben der VBZ die Zonenkonformität absprach, wies das BAV ab. Die im Projekt und in der Vorinvestition der Stadt Zürich vorgesehene Betonpfahlreihe mit zusätzlich zwei Be- tonpfählen mit tiefliegenden Pfahlköpfen dienten dem über der Gleis- anlage zu realisierenden Schallschutzdeckel. Damit werde dem ur- sprünglichen Anliegen des Einsprechers, die Gleisanlage überdeckt zu haben, Rechnung getragen. E. Mit Beschwerde vom 14. September 2007 gelangt A._______ (Beschwerdeführer) ans Bundesverwaltungsgericht und beantragt die Seite 2A-6156/2007 Aufhebung der Plangenehmigung, eventualiter die Rückweisung der Sache an das BAV mit der Auflage, Anpassungen vorzunehmen, die sich aus einer gemeinsamen Realisierung mit der Wohnüberbauung ergeben würden. Sollte das Gericht auf die Beschwerde nicht eintre- ten, sei diese als Aufsichtsbeschwerde an das Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) zu überweisen. Zur Begründung bringt der Beschwerdeführer vor, das genehmigte Projekt stamme aus dem Jahr 2001 und sei den neuen Gegebenheiten mit der geplanten Wohnüberbauung nicht angepasst worden. So sei Schotterrasen als Oberfläche vorgesehen und in einer Auflage verlan- ge das BAV die Prüfung, ob am Rand des Areals noch weitere derarti- ge ökologische Ausgleichsflächen geschaffen werden könnten. Werde aber die Überdeckung des Depots realisiert, müsse die Grundfläche mit einem Belag versehen werden und es stelle sich die Frage der ökologischen Ausgleichsflächen neu. Weiter werde mit der Realisie- rung der Überdeckung die angeordnete Erstellung einer Versicke- rungsanlage für das Regenwasser hinfällig und die gesamte Fahrlei- tungsanlage müsse neu erstellt werden. Planerisch und ökonomisch sei es widersinnig, jetzt ein Projekt zu bewilligen, das wenig später ab- geändert und nachgebessert werden müsse. Bei einer Erneuerung des Tramdepots zusammen mit der Realisierung der Wohnüberbauung könnten Doppelspurigkeiten vermieden und Steuergelder eingespart werden. F. Die VBZ lässt durch die Stadt Zürich am 24. Oktober 2007 die Ab- weisung der Beschwerde, soweit überhaupt darauf einzutreten sei, und in verfahrensmässiger Hinsicht den Entzug der aufschiebenden Wirkung beantragen. Weil der Beschwerdeführer trotz seiner Stellung als Grundeigentümer in der Umgebung des strittigen Projektes keine schützenswerten privaten Interessen darzulegen vermöge, handle es sich um eine unzulässige Popularbeschwerde. Abgesehen davon sei die Beschwerde unbegründet, weil das Projekt angepasst worden sei und im Gegensatz zum ursprünglichen Vorhaben eine spätere Überda- chung ermögliche. Die im Jahr 1910 errichtete Abstellanlage sei drin- gend sanierungsbedürftig und Sicherheitsgründe sowie wirtschaftliche Überlegungen liessen keine weitere Verzögerung zu. Deshalb habe der Gemeinderat am 20. Juni 2007 explizit auf eine mit einem Postulat geforderte gemeinsame Realisierung der VBZ-Anlage mit der seit Jah- ren in Diskussion stehenden Wohnüberbauung verzichtet. Stattdessen sei eine Lösung beschlossen worden, welche die sofortige Erneuerung Seite 3A-6156/2007 der Abstellanlage verbunden mit einer Vorinvestition im Hinblick auf deren spätere Überdeckung ermögliche. Ob nachträglich Anpassun- gen an der Abstellanlage erforderlich sein werden, könne erst anhand des noch auszuarbeitenden Wohnprojektes beurteilt werden. Bis dahin habe die Gleisanlage in ihrer Ausgestaltung unüberdacht den gesetzli- chen Anforderungen zu genügen, was die Vorinstanz zu Recht im an- gefochtenen Entscheid bestätigt habe. G. Die Vorinstanz beantragt am 24. Oktober 2007 ebenfalls die Abwei- sung der Beschwerde, sofern überhaupt darauf einzutreten sei. Die Beschwerdelegitimation sei mangels besonderen persönlichen Be- rührtseins  der Beschwerdeführer bringe einzig raumplanerische Ein- wände vor  zu verneinen und die behaupteten Lärmemissionen sei- nen nicht stichhaltig bzw. stellten verspätet vorgebrachte neue Tatsa- chen und Beweismittel dar. In materieller Hinsicht werde daran festge- halten, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers mit dem Be- schluss des Gemeinderates vom 20. Juni 2007 substanzlos geworden seien. H. Der Beschwerdeführer reichte am 5. Dezember 2007 innert erstreckter Frist seine Schlussbemerkungen ein. Darin bestreitet er die Dringlichkeit des Projekts, bekräftigt auf Grund des klaren politischen Willens der Mehrheit, die Wohn- und Geschäftsüberbauung rasch zu realisieren, den Koordinationsbedarf und macht zusätzliche Ausführun- gen zu seinem Beschwerdeinteresse. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde, die sich gegen eine Verfügung des BAV richtet, zuständig (Art. 31 ff. des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]). Das Verfahren richtet sich nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). Weil sich das Bundesverwaltungsgericht vorliegend als zuständig er- achtet, fällt die vom Beschwerdeführer verlangte und in Art. 8 VwVG geregelte Überweisung der Eingabe (als Aufsichtsbeschwerde) ans Seite 4A-6156/2007 UVEK ausser Betracht, selbst wenn aus anderen Gründen auf die Be- schwerde nicht einzutreten wäre. 2. Art. 48 Abs. 1 VwVG umschreibt mit Blick auf die allgemeine Be- schwerdebefugnis drei Voraussetzungen, die kumulativ erfüllt sein müssen. Danach ist zur Beschwerde berechtigt, wer am vorinstanzli- chen Verfahren teilgenommen hat oder keine Möglichkeit zur Teilnah- me erhalten hat (Bst. a), durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist (Bst. b) und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe- bung oder Änderung hat (Bst. c). Das Bundesverwaltungsgericht wen- det bei der Prüfung der Beschwerdelegitimation das Recht von Amtes wegen an und ist dabei nicht an die Vorbringen der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). 2.1 Die Beschwerdelegitimation in Art. 48 Abs. 1 VwVG  diese Be- stimmung wurde im Rahmen der Justizreform per 1. Januar 2007 ge- ändert (vgl. Anhang Ziff. 10 zum VGG)  wird übereinstimmend mit Art. 89 Abs. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) umschrieben (Botschaft vom 28. Februar 2001 zur Total- revision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 4202 ff., S. 4409). Das Bun desgericht hat hinsichtlich der Kriterien von Art. 89 Abs. 1 BGG festgehalten, damit werde die Beschwerdebefugnis von Nachbarn ge- gen unzulässige Popularbeschwerden abgegrenzt. Neben der formel- len Beschwer müsse der Beschwerdeführer über eine spezifische Be- ziehungsnähe zur Streitsache verfügen und einen praktischen Nutzen aus der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheides ziehen. Die Nähe der Beziehung zum Streitgegenstand müsse bei Bauprojekten insbesondere in räumlicher Hinsicht gegeben sein. Ein schutzwürdiges Interesse liege vor, wenn die tatsächliche oder rechtli- che Situation des Beschwerdeführers durch den Ausgang des Verfah- rens beeinflusst werden könne. Die drei gesetzlichen Voraussetzungen hingen eng zusammen und es könne insoweit an die Legitimationspra- xis bei der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nach Art. 103 lit. a des frü- heren Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezem ber 1943 (OG, BS 3 521) angeknüpft werden (BGE 133 II 249 E. 1.3.1). Diese Praxis war auch bei der Prüfung der Legitimation zur Beschwerde nach Art. 48 VwVG in der ursprünglichen Fassung (AS 1969 737) massgebend und sie gilt ebenso bei der Anwendung von Art. 48 Abs. 1 VwVG in der heutigen Fassung (BVGE 2007/1 E. 3.4). Seite 5A-6156/2007 2.2 Führt nicht der primäre Verfügungsadressat, sondern eine Dritt- person Beschwerde, muss diese durch den angefochtenen Entscheid somit stärker als jedermann betroffen sein und in einer besonderen, beachtenswerten und nahen Beziehung zur Streitsache stehen. Ihr In- teresse ist dann schutzwürdig, wenn sie mit der Beschwerdeführung einen materiellen oder ideellen Nachteil von sich abwenden oder aus dem Verfahren einen praktischen Nutzen ziehen kann. Bei Bauprojek- ten ist die besondere Betroffenheit dann zu bejahen, wenn von der projektierten Anlage mit Sicherheit oder grosser Wahrscheinlichkeit für den Beschwerdeführer deutlich wahrnehmbare Immissionen ausgehen werden (BVGE 2007/1 E. 3.4 f. mit Hinweisen). Das Beschwerdeinte- resse ist hingegen dann nicht schutzwürdig, wenn mit der Beschwerdeführung ein bloss allgemeines öffentliches Interesse oder die Interessen Dritter an der richtigen Anwendung des Rechts verfolgt werden, ohne dass dem Beschwerdeführer im Falle des Obsiegens ein praktischer Nutzen entsteht. Dies ist beispielsweise der Fall bei der Überprüfung eines Bauvorhabens im Lichte von Normen über die inne- re Ausgestaltung der Baute, die keinerlei Auswirkungen auf die Situati- on des benachbarten Beschwerdeführers haben (BGE 133 II 249 E. 1.3.2 mit Hinweis). Diese bereits bisher in der Praxis geltenden Anforderungen stimmen mit der Intention des Gesetzgebers, mit der geänderten Umschreibung der Legitimationsvoraussetzungen zu ge- währleisten, dass sich das persönliche Interesse des Beschwerdefüh- rers vom allgemeinen Interesse der übrigen Bürger klar abheben und der angefochtene Entscheid dem Beschwerdeführer Nachteile verursa- chen oder eines Vorteils berauben muss (BBl 2001 4329), überein. In jedem Fall aber kann der Beschwerdeführer die Verletzung von Par- teirechten rügen, deren Missachtung auf eine formelle Rechtsverwei- gerung hinausläuft (BGE 133 II 249 E. 1.3.2). 2.3 Gestützt auf Art. 52 Abs. 1 VwVG ist die Beschwerde hinreichend zu begründen. Im Gegensatz zum Verfahren vor Bundesgericht, wo der Beschwerdeführer bei der baurechtlichen Nachbarbeschwerde darzulegen hat, dass die gesetzlichen Legitimationsvoraussetzungen erfüllt sind, soweit diese nicht ohne Weiteres ersichtlich sind (BGE 133 II 249 E. 1.1), geht die Begründungspflicht im Verfahren vor dem Bun- desverwaltungsgericht weniger weit. Denn das Gericht hat auch mit Bezug auf die gesetzlichen Legitimationsvoraussetzungen weitgehend von Amtes wegen den Sachverhalt abzuklären und das Recht anzu- wenden (vgl. E. 2). Eine Einschränkung kann sich höchstens auf Seite 6A-6156/2007 Grund der Mitwirkungspflicht der Parteien im Sinne von Art. 13 VwVG ergeben (ANDRÉ M OSER /PETER U EBERSAX , Prozessieren vor eidgenössi- schen Rekurskommissionen, Basel und Frankfurt a.M. 1998, Rz. 1.5 ff.). Aus dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen folgt auch, dass es ohne Einschränkung zulässig ist, im Beschwerdeverfah- ren vor dem Bundesverwaltungsgericht selbst nach Ablauf der Be- schwerdefrist im Rahmen einer allfälligen Replik oder von Schlussbe- merkungen eine neue rechtliche Begründung vorzubringen (M OSER /UEBERSAX , a.a.O., Rz. 2.77). Diese ist zu berücksichtigen, wenn sie als ausschlaggebend erscheint, der Streitgegenstand dadurch nicht ausgeweitet wird und die Verspätung nicht auf nachlässige Prozessführung oder Verfahrensverschleppung zurückzuführen ist (Art. 32 Abs. 2 VwVG; ALFRED KÖLZ /ISABELLE HÄNER , Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, Rz. 611 ff. mit Hinweisen). Grundsätzlich nicht zulässig sind hingegen neue Rechtsbegehren. 2.4 Steht fest, dass der Beschwerdeführer zur Beschwerde legitimiert ist, kann er rügen, der angefochtene Entscheid verletze Bundesrecht, basiere auf einer unrichtigen Feststellung des Sachverhaltes oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG). Im Gegensatz beispielsweise zur Ver- waltungsrechtspflege des Kantons Bern setzt das Verwaltungsverfah- rensrecht des Bundes nicht für jede Rüge eine besondere Bezie- hungsnähe voraus. Ist der Beschwerdeführer in seinen schutzwürdigen Interessen betroffen, kann er grundsätzlich alle Rügen anbringen, die für seine Position Vorteile erwarten lassen und den Streitgegenstand betreffen. Sein Interesse muss nicht mit der als verletzt gerügten Norm korrespondieren (vgl. THOMAS M ERKLI /ARTHUR A ESCHLIMANN /RUTH H ERZOG , Kom mentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, Bern 1997, N. 27 zu Art. 65 VRPG; KÖLZ /HÄNER , a.a.O., Rz. 538). Damit kann der Beschwerdeführer, falls er legitimiert ist, im Beschwer- deverfahren des Bundes auch bloss Einwände vorbringen, welche All- gemeininteressen wie Anliegen der Raumplanung oder des Umwelt- schutzes betreffen (Urteil des Bundesverwal tungsgerichts A-2086/2006 vom 8. Mai 2007 E. 2). Seite 7A-6156/2007 3. 3.1 Vorliegend hat der Beschwerdeführer am vorinstanzlichen Plangenehmigungsverfahren teilgenommen (Art. 48 Abs. 1 Bst. a VwVG). Als Eigentümer einer Liegenschaft in unmittelbarer Nähe der Abstellanlage Kalkbreite vermag er ohne weiteres eine besondere räumliche Beziehungsnähe zum Streitgegenstand vorzuweisen, so dass er durch den angefochtenen Entscheid mehr als die Allgemein- heit berührt ist (Art. 48 Abs. 1 Bst. b VwVG). Damit bleibt zu prüfen, ob der Beschwerdeführer rechtsgenüglich darzulegen vermag (E. 2.3), dass ihn der angefochtene Entscheid auch in seinen schutzwürdigen Interessen betrifft (Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG). 3.2 Eine Verletzung von Parteirechten rügt der Beschwerdeführer nicht. In materieller Hinsicht bringt er gegen die Plangenehmigung vor, die Erneuerung der Abstellanlage dürfe aus planerischen und wirt- schaftlichen Überlegungen nicht vorgezogen, sondern müsse gemein- sam mit der projektierten Wohnüberbauung realisiert werden. Er be- fürchtet, die jetzige Erneuerung des Tramdepots könne das Überbau- ungsprojekt der Stadt Zürich samt Überdeckung der Gleisanlage präju- dizieren und zur Folge haben, dass das neue Tramdepot später mit zu- sätzlichem finanziellem Aufwand zu Lasten der Steuerzahler ange- passt werden müsse. Seine Beschwerde richtet sich somit nicht gegen die Erneuerung der Abstellanlage an sich, sondern einzig gegen deren Zeitpunkt. Insofern rügt er eine Verletzung planungsrechtlicher Koordi- nationsgrundsätze. Zwar führt der Beschwerdeführer aus, er sei «von allfälligen negativen Auswirkungen (möglicher Minderwert der Liegen- schaft durch Lärm etc.) tangiert». Worin solche Nachteile zu sehen sind, zeigt er allerdings in seiner Beschwerde nicht auf. Insbesondere behauptet er nicht, die Plangenehmigung verstosse gegen lärmschutz- rechtliche Bestimmungen oder die Erneuerungsarbeiten würden in er- heblichem Umfang Lärm verursachen. Erst in seinen Schlussbemer- kungen bringt er vor, durch eine koordinierte und zeitgleiche Realisie- rung der beiden Vorhaben würde sich die Bauphase für beide Projekte verkürzen und er und seine Mieterschaft hätten weniger Lärm- und Staubimmissionen hinzunehmen. 3.3 Eine Gutheissung der Beschwerde hätte für den Beschwerdefüh- rer bloss zur Folge, dass die Erneuerung der Abstellanlage zeitlich hin- ausgezögert und erst zusammen mit der projektierten Wohnüberbau- ung samt Lärmschutzdeckel realisiert, bis dahin aber das Tramdepot Seite 8A-6156/2007 im bisherigen Zustand betrieben würde. Zwar kann nicht ausgeschlos- sen werden, dass sich die zeitgleiche Realisierung der beiden Vorha- ben in einem gewissen Umfang immissionsmässig positiv für die Nut- zung der Liegenschaft des Beschwerdeführers auswirken würde. Dass die Unterschiede deutlich wahrnehmbar wären, behauptet der Be- schwerdeführer nicht und dürfte auch fraglich sein. Anderweitige be- sondere Nutzungsvorteile oder vorteilhafte Auswirkungen auf seine persönliche Situation führt der Beschwerdeführer nicht an. Vielmehr geht aus seinen Eingaben hervor, dass es ihm mit seiner Opposition gegen die jetzige bzw. vorgezogene Realisierung des strittigen Bau- vorhabens nicht darum geht, persönliche Nachteile abzuwenden oder eigene Vorteile zu erlangen, sondern ausschliesslich Anliegen der Raum planung und Steuerzahler und damit öffentlichen Interessen Nachachtung zu verschaffen. In diesem Lichte erscheinen die in den Schlussbemerkungen behaupteten zusätzlichen Bauimmissionen aus der vorgezogenen Erneuerung des Tramdepots als vorgeschobene Gründe zur Beschwerdelegitimation. Der eigentliche, allerdings nicht persönliche praktische Nutzen des Beschwerdeführers aus der Beschwerdeführung ist in der Verfolgung öffentlicher Interessen zu sehen. Diese sich von den übrigen Bürgern nicht klar abhebende Interessenlage erscheint indes im Hinblick auf die Frage der Legitimation als nicht schutzwürdig. 3.4 Damit ist es trotz der räumlichen Nähe zum Streitobjekt fraglich, ob dem Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren  im Gegensatz zum Be schwerdeverfahren vor der REKO/INUM, wo er eine Verletzung von Verfahrensbestimmungen rügte (vgl. E. 2.2 in fine)  ein schutz- würdiges Beschwerdeinteresse zukommt. Diese Frage braucht indes nicht abschliessend entschieden zu werden, da dem Anliegen des Be- schwerdeführers, die Erneuerung der Abstellanlage müsse mit der Er- stellung der Wohnbaute samt Lärmschutzdeckel zeitlich koordiniert werden, aus nachfolgenden Gründen auch in materieller Hinsicht nicht entsprochen werden kann. 4. Für die Erstellung oder Änderung von Bauten und Anlagen, die ganz oder überwiegend dem Bau und Betrieb einer Eisenbahn dienen, wer- den sämtliche nach Bundesrecht erforderlichen Bewilligungen durch die zuständige Bundesbehörde erteilt (Art. 18 Abs. 1-3 des Eisenbahn- gesetzes vom 20. Dezember 1957 [EBG, SR 742.101]). Kantonale Be- willigungen und Pläne sind nicht erforderlich. Das kantonale Recht ist Seite 9A-6156/2007 jedoch insoweit zu berücksichtigen, als es die Bahnunternehmung in der Erfüllung ihrer Aufgaben nicht unverhältnismässig einschränkt (Art. 18 Abs. 4 EBG). Die Erstellung und Änderung von Bauten und Anlagen, die nicht ganz oder überwiegend dem Bahnbetrieb dienen, unterstehen kantonalem Recht, wobei die Zustimmung der Bahnunternehmung erforderlich ist, wenn Bahngrundstücke bean- sprucht werden, tangiert sind oder die Betriebssicherheit beeinträchtigt werden könnte (Art. 18m EBG). 4.1 Im Gegensatz zur Abstellanlage der VBZ handelt es sich bei der geplanten Wohnüberbauung mit Schallschutzdeckel nicht um eine ei- senbahnrechtliche Baute, auch wenn ein Teil davon über der Bahnan- lage zu stehen kommt. Auch erscheinen die beiden Bauten baulich, betrieblich und funktional nicht als Einheit, so dass von einer gemisch- ten Anlage auszugehen wäre, die gestützt auf koordinationsrechtliche Grundsätze in einem Bewilligungsverfahren genehmigt werden müsste (vgl. dazu BGE 127 II 227 E. 4; Beschwerdeentscheid REKO/INUM A-2004-28 vom 10. Dezember 2004 E. 6.2 mit Hinweisen). Unbestritten ist hingegen, dass zumindest der geplante Schallschutzdeckel baulich mit der zu erneuernden Abstellanlage zusammenhängt. Gestützt auf die in Art. 25a des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 (RPG, SR 700) enthaltenen Grundsätze über die Koordination, die auch von Bundesbehörden zu beachten sind, um sachlich unhaltbare und damit Art. 9 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) widersprechende Ergebnisse zu ver- meiden, und in Anwendung von Art. 3 der Verordnung vom 23. Novem- ber 1983 über Bau und Betrieb der Eisenbahnen (EBV, SR 742.141.1), wonach die Plangenehmigungsbehörde auch die Belange der Raum- planung zu berücksichtigten hat, müssen die beiden Verfahren wider- spruchsfrei aufeinander abgestimmt werden (dazu ausführlich Be- schwerdeentscheid REKO/INUM A-2004-28 vom 10. Dezember 2004 E. 7 ff.). 4.2 Diesem Erfordernis nach materieller Koordination hat die Vorins- tanz genügend Rechnung getragen. Denn das genehmigte Eisenbahn- projekt beinhaltet mit den vorgesehenen Betonpfählen bereits jetzt bauliche Massnahmen, welche eine spätere Überdeckung ermöglichen werden, so dass die Wohnüberbauung der Stadt Zürich zu einem spä- teren Zeitpunkt und wie geplant realisiert werden kann. Dass im Rah- men der Erstellung der Wohnüberbauung allenfalls die vom Beschwer- deführer angeführten baulichen Änderungen am bereits erneuerten Seite 10A-6156/2007 Tramdepot erforderlich sein werden, bedeutet nicht, dass die beiden Vorhaben nur zusammen genehmigt und realisiert werden dürfen. Denn aus einer gestaffelten Vorgehensweise entstehen keine mit dem Abstimmungsgedanken unvereinbare Widersprüche, so dass keine ko- ordinationsrechtlichen Grundsätze verletzt werden. Der Umstand, dass durch die Staffelung der beiden Vorhaben der Beschwerdeführerin und damit der Stadt Zürich auf Grund allfälliger späterer Anpassungen zu- sätzliche Kosten entstehen könnten, die bei einer gemeinsamen Ge- nehmigung und Realisierung vermeidbar wären, kann der vorliegend strittigen Plangenehmigung nicht entgegen stehen. Denn, wie die Be- schwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung zu Recht ausführt, hat nicht die Vorinstanz als Genehmigungsbehörde, sondern die VBZ als Bauherrin bzw. der Zürcher Gemeinderat als politischer Entschei- dungsträger die finanziellen Folgen einer gestaffelten Realisierung der beiden Projekte zu beurteilen. Anders zu entscheiden würde bedeu- ten, dass ein demokratisch legitimierter und in seine Zuständigkeit fal- lender Entscheid des Zürcher Gemeinderates im eisenbahnrechtlichen Plangenehmigungsverfahren überprüft würde, was jedoch unter kei- nem Titel angehen kann. 5. Mit dem vorliegenden Entscheid in der Sache ist die Beurteilung des Gesuches der Beschwerdegegnerin um Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde hinfällig geworden. 6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gilt der Beschwerdeführer als un- terliegende Partei und er hat die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.-- zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind mit dem geleisteten Kosten- vorschuss in derselben Höhe zu verrechnen (Art. 5 Abs. 3 der Verord- nung vom 10. September 1969 über Kosten und Entschädigungen im Verwaltungsverfahren [VGKE, SR 172.041.0]). 7. Dem Beschwerdeführer als unterliegender Partei steht keine Parteient- schädigung zu (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Seite 11A-6156/2007 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, sofern überhaupt darauf einzutre- ten ist. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'500.-- verrechnet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: - den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) - die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Schlussbemer- kungen des Beschwerdeführers vom 5. Dezember 2007) - die Vorinstanz (Ref-Nr. 341.285-2005/0322; Einschreiben; Beilage: Schlussbemerkungen des Beschwerdeführers vom 5. Dezember 2007) - das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde) Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Beat Forster Susanne Kuster Zürcher Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtli- Seite 12A-6156/2007 chen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh- ren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter- schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG). Versand: Seite 13