<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 0/2] </div> <div class="para">1P.696/2000/boh </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I. OEFFENTLICHRECHTLICHE ABTEILUNG </div> <div class="para">********************************** </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. Januar 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Es wirken mit: Bundesgerichtsvizepräsident Aemisegger, </div> <div class="para">Präsident der I. öffentlichrechtlichen Abteilung, Bundesrichter </div> <div class="para">Aeschlimann, Bundesrichter Favre und Gerichtsschreiberin Leuthold. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">--------- </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Sachen </div> <div class="para">A.________, Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. W.________, Bank X.________, </div> <div class="para">2. K.________, Bank X.________, </div> <div class="para">3. L.________, Bank X.________, alle drei vertreten durch Advokat B.________, </div> <div class="para">4. B.________, Beschwerdegegner, Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt, Strafgericht des Kantons Basel-Stadt, Rekurskammer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">betreffend </div> <div class="para">Einstellungsbeschluss (Strafverfahren), </div> <div class="para">wird in Erwägung gezogen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- A.________ erstattete am 17. März 2000 bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt gegen drei Mitarbeiter der Bank X.________ (W.________, K.________ und L.________) und gegen Advokat B.________ Strafanzeige wegen Verdachts des Prozessbetrugs. Mit Beschluss vom 29. Mai 2000 stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren ein. Gegen den Einstellungsbeschluss erhob A.________ Rekurs. Das Strafgericht des Kantons Basel-Stadt wies mit Entscheid vom 2. Oktober 2000 den Rekurs ab und bestätigte den Einstellungsbeschluss der Staatsanwaltschaft. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Den Entscheid des Strafgerichts focht A.________ am 26. Oktober 2000 mit einer staatsrechtlichen Beschwerde beim Bundesgericht an. Er reichte in der Folge mehrere Ergänzungen zur Beschwerde ein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Die staatsrechtliche Beschwerde und allfällige Ergänzungen sind innert 30 Tagen, von der Zustellung des angefochtenen Entscheids an gerechnet, dem Bundesgericht einzureichen (<span class="artref">Art. 89 Abs. 1 OG</span>). Der Entscheid des Strafgerichts vom 2. Oktober 2000 wurde dem Beschwerdeführer am 12. Oktober 2000 zugestellt. Die dreissigtägige Frist endete (unter Berücksichtigung von <span class="artref">Art. 32 Abs. 2 OG</span>) am 13. November 2000. Diejenigen Ergänzungen, welche nach Ablauf dieser Frist eingereicht wurden, können zufolge Verspätung nicht berücksichtigt werden. Sie vermöchten im Übrigen am Ausgang des bundesgerichtlichen Verfahrens nichts zu ändern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- a) Die Staatsanwaltschaft verwies in der Begründung ihres Einstellungsbeschlusses in erster Linie auf die in derselben Angelegenheit bisher rechtskräftig abgeschlossenen zivil- und strafrechtlichen Verfahren. Sie hielt fest, die neu eingereichte Strafanzeige wiederhole die vom alten Verfahren her bereits zur Genüge bekannte Argumentation des Anzeigestellers und bringe keine neuen Tatsachen von strafrechtlicher Bedeutung vor. Dies führe - auch nach Ausdehnung auf weitere Personen - zum gleichen Ergebnis. Das umfassende Beweismaterial aus den bis heute angesammelten Akten enthalte keinen Hinweis auf eine arglistige Täuschung im Sinne des <span class="artref">Art. 146 StGB</span>, die während des damaligen Zivil- und Strafverfahrens erfolgt wäre. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Strafgericht führte im angefochtenen Entscheid aus, diese Argumentation der Staatsanwaltschaft sei nicht zu beanstanden. Aus den zur Verfügung stehenden umfangreichen Akten ergäben sich keine konkreten Anhaltspunkte für einen versuchten oder vollendeten Prozessbetrug im Sinne des <span class="artref">Art. 146 StGB</span>. Daran vermöchten die Ausführungen im Rekurs nichts zu ändern. Dieser bestehe zu einem wesentlichen Teil aus Angriffen gegen Staatsanwalt J.________ und den Vertreter der Bank X.________ sowie gegen die schweizerische Rechtsprechung insgesamt. Hingegen habe der Rekurrent nicht dargetan, inwieweit die von ihm konkret angeschuldigten Personen vorsätzlich in täuschender Weise auf die Urteilsfindung in den früheren Verfahren Einfluss genommen oder zu nehmen versucht hätten. Aus diesen Gründen sei der Rekurs abzuweisen und der Einstellungsbeschluss zu bestätigen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Nach <span class="artref">Art. 90 Abs. 1 lit. b OG</span> muss in einer staatsrechtlichen Beschwerde dargelegt werden, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=13&amp;from_date=27.12.2000&amp;to_date=15.01.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-I-492%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page492">BGE 125 I 492</a> E. 1b). In der vorliegenden Beschwerde und deren Ergänzungen wird nicht in einer diesen Anforderungen genügenden Weise dargelegt, inwiefern durch den angefochtenen Rekursentscheid des Strafgerichts verfassungsmässige Rechte verletzt worden seien. Schon aus diesem Grund kann auf die staatsrechtliche Beschwerde nicht eingetreten werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">c) Soweit der Beschwerdeführer die Erwägungen des Strafgerichts kritisiert und beanstandet, dass es den Einstellungsbeschluss der Staatsanwaltschaft geschützt hat, kann auf die Beschwerde auch wegen fehlender Legitimation des Beschwerdeführers nicht eingetreten werden. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist der Strafanzeiger oder Geschädigte in der Sache selbst nicht legitimiert, staatsrechtliche Beschwerde zu erheben, wenn seiner Strafanzeige keine Folge gegeben oder wenn das Strafverfahren eingestellt wurde (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=13&amp;from_date=27.12.2000&amp;to_date=15.01.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-I-253%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page253">BGE 125 I 253</a> E. 1b; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=13&amp;from_date=27.12.2000&amp;to_date=15.01.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F120-IA-157%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page157">120 Ia 157</a> E. 2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=13&amp;from_date=27.12.2000&amp;to_date=15.01.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-IA-4%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page4">119 Ia 4</a> E. 1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=13&amp;from_date=27.12.2000&amp;to_date=15.01.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F108-IA-97%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page97">108 Ia 97</a> E. 1). Eine auf materiellrechtliche Fragen erweiterte Legitimation des Geschädigten aufgrund des Bundesgesetzes über die Hilfe an Opfer von Straftaten kommt im vorliegenden Fall nicht in Betracht (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=13&amp;from_date=27.12.2000&amp;to_date=15.01.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F120-IA-157%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page157">BGE 120 Ia 157</a> E. 2). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Nach dem Gesagten ist auf die staatsrechtliche Beschwerde nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4.- Bei diesem Ausgang des bundesgerichtlichen Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 156 Abs. 1 OG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span>: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Auf die staatsrechtliche Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- Dieses Urteil wird den Parteien sowie der Staatsanwaltschaft und dem Strafgericht des Kantons Basel-Stadt, Rekurskammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">______________ </div> <div class="para">Lausanne, 3. Januar 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS </div> <div class="para">Der Präsident: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: </div> </div></body></html>