<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert zu prüfen, wie die Strategie "Housing First" (Zuerst ein Zuhause) in der Schweiz unter Einbezug von Kantonen, Gemeinden und Fachorganisationen zielführend umgesetzt werden kann und Pilotprojekte realisiert und fachlich unterstützt werden können.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat geht einig mit der Postulantin, dass Obdachlosigkeit in Schweizer Gemeinden und Städten, wenn auch in regional und lokal unterschiedlichem Ausmass, ein Thema für die zuständigen Behörden darstellt, für das gute Lösungen gesucht werden müssen. Die zitierte Studie des Bundesamtes für Wohnungswesen BWO zur Obdachlosigkeit in der Schweiz vom Februar 2022 nahm erstmals eine zahlenmässige Einschätzung des Phänomens in der Schweiz vor und zeigte auf, wie Kantone und Gemeinden mit Obdachlosigkeit umgehen. Die Studie bietet auch eine Grundlage für die weitere Diskussion zu diesem Thema, u.a. auch über "Housing First"-Strategien. So wurde die Thematik an der Sitzung des wohnungspolitischen Dialogs vom 1. September 2022 mit Vertreterinnen von allen drei Staatsebenen besprochen.</p><p>Grundsätzlich - und dies bestätigt auch die erwähnte Studie - sind die Kantone, Städte und Gemeinden für die Bekämpfung und Verhinderung von Obdachlosigkeit zuständig. Aufgrund dieser Kompetenzordnung sind sie es, die aufgrund ihrer Beurteilung der aktuellen Situation einen allfälligen Handlungsbedarf feststellen und daraus allenfalls konkrete Massnahmen ableiten müssen. Der Bund verfügt in diesem Bereich über keine Kompetenzen. Zudem verfügt der Bund nicht über die entsprechenden lokalen Informationen, ist doch die Situation von Stadt zu Stadt und von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich gelagert.</p><p>Aus den genannten Gründen lehnt der Bundesrat die Erstellung eines entsprechenden Berichts ab.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.