<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <a name="idp279616"></a><div class="big bold">Urteilskopf</div> <br/>105 IV 223<br/><br/><br/><div class="paraatf">58. Auszug aus dem Urteil des Kassationshofes vom 30. Juli 1979 i.S. Z. gegen Polizeidirektion, Staatsanwaltschaft und Landgericht Uri (Staatsrechtliche Beschwerde)</div> <div class="paraatf"></div> <a name="idp280912"></a><br/><div id="regeste" lang="de"> <div class="big bold">Regeste</div> <br/><div class="paraatf"><span class="artref">Art. 87 OG</span>. <div class="paratf">Letztinstanzlichkeit. </div> <div class="paratf">Für die staatsrechtliche Beschwerde wegen <span class="artref">Art. 4 BV</span> ist im Kanton Uri letztinstanzlicher Entscheid jener des Obergerichts, auch wenn es auf kantonale Nichtigkeitsbeschwerde hin urteilt. </div> </div> </div> <a name="idp286528"></a> <a name="idp292144"></a> <br/><div> <a name="idp297888"></a><span class="big bold" id="erwaegungen">Erwägungen</span> <span class="small">ab Seite 223</span> </div> <br/><div class="paraatf"> <a name="page223"></a><div class="center pagebreak">BGE 105 IV 223 S. 223</div> </div> <div class="paraatf">Aus den Erwägungen:</div> <br/><div class="paraatf"> <a name="idp300000"></a><span class="bold" id="consideration_2.">2. </span>Es stellt sich die Frage, ob das Obergericht Uri im Verfahren auf kantonale Nichtigkeitsbeschwerde zumindest eine ebenso weite Kognition habe wie das Bundesgericht auf staatsrechtliche Beschwerde wegen Verletzung von <span class="artref">Art. 4 BV</span>. Diese Frage ist aufgrund der vom Obergericht erteilten Auskunft vom 6. Juli 1979 zu bejahen. Danach kann mit der kantonalen Nichtigkeitsbeschwerde nicht nur die Verletzung von Vorschriften gerügt werden, die Parteirechte beschlagen, sondern auch Willkür in der Beweiswürdigung. Ist demnach die Kognition des Obergerichtes Uri im kantonalen Kassationsverfahren eine ebenso weite wie diejenige des Bundesgerichtes im Verfahren auf staatsrechtliche Beschwerde wegen <span class="artref">Art. 4 BV</span>, so hätte dieses Rechtsmittel im vorliegenden Fall gegen den oberinstanzlichen <a name="page224"></a><div class="center pagebreak">BGE 105 IV 223 S. 224</div>Entscheid gerichtet werden müssen. Das ist hier nicht geschehen, indem der Verteidiger auf Anfrage des Präsidenten der I. öffentlichrechtlichen Kammer ausdrücklich auf eine Anfechtung des obergerichtlichen Urteils verzichtet hat.</div> </div></body></html>