<h2>SubmittedText<h2><p>Gemäss dem neuen Berufsbildungsgesetz werden die Titel der beruflichen Grundausbildungen in den Bildungsverordnungen geregelt. Ebenso müssen die Berufsbezeichnungen und Titel der höheren Berufsbildung durch das Bundesamt genehmigt werden. Allein das Verzeichnis der Lehrberufe offenbart uneinheitliche und wenig transparente Berufsbezeichnungen. Damit ist nicht immer klar ersichtlich, um welchen Berufsbildungsabschluss es sich dabei handelt. Immer mehr werden Berufsbezeichnungen gewählt, bei denen die Erkennbarkeit fehlt, ob es sich um eine zwei- oder vierjährige Berufsausbildung, eine höhere Berufsbildung oder eine berufsorientierte Weiterbildung handelt.</p><p>Ich bitte den Bundesrat in diesem Zusammenhang zu prüfen, ob die Berufsbezeichnungen und Titel gemäss dem Berufsbildungsgesetz nicht eindeutig und transparent die verschiedenen Berufsbildungsstufen abbilden müssen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist sich der Bedeutung von aussagekräftigen, transparenten und einheitlichen Berufsbezeichnungen bewusst. Er hat dieses Problem letztmals bei der Vernehmlassung zur neuen Berufsbildungsverordnung vom April 2003 ausdrücklich zur Diskussion gestellt. Die Antworten fielen so unterschiedlich aus, dass sich die Verordnung auf die Erfordernisse "klar, nicht irreführend und von anderen Titeln unterscheidbar" (Art. 25 BBV) auf der Ebene der eidgenössischen Berufs- und höheren Fachprüfungen beschränkte.</p><p>Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) achtet bei sämtlichen Verordnungen der beruflichen Grundbildung und der höheren Berufsbildung darauf, dass die Titelbezeichnungen wenigstens im Berufsfeld eindeutig und aufeinander abgestimmt sind.</p><p>Der ganze Bereich der Berufsbezeichnungen ist stark in Bewegung. Einerseits werden auf der Hochschulstufe aufgrund der Bologna-Reformen alte Titel durch neue ersetzt, was insbesondere auf die höhere Berufsbildung ausstrahlt. Andererseits müssen auf der Grundbildungsstufe für die neuen zweijährigen Lehren Bezeichnungen gefunden werden. Dazu kommt, dass auch vermehrt internationale Abstimmungen erfolgen.</p><p>Das BBT trägt dem Anliegen des Postulanten Rechnung. Die Umsetzung kann aber nur in einer längerfristigen Perspektive und in Zusammenarbeit der Verbundpartner der Berufsbildung - Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt - erfolgen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.