<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen und Bericht zu erstatten,</p><p>a. welche IKT-Gesamtarchitektur und Digitalisierung der Armee auf kurze, mittlere und lange Frist angestrebt wird und wie bestehende und künftige Fähigkeiten und Projekte sowie deren Schnittstellen, Leistungsanforderungen und Ziele ins Ganze einfügt werden; </p><p>b. wie dafür die Leadership und Gouvernanz gestaltet wird; wer die Verantwortung für eine ganzheitliche Steuerung trägt; mittels Priorisierungen für die Kohärenz mit den langfristig verfügbaren personellen und finanziellen Ressourcen sorgt; und Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortungen verteilt und ein projektübergreifendes Risikomanagement einrichtet;</p><p>c. wie das angestrebte Ambitionsniveau zur Digitalisierung der Armee und militärischen IKT sowie die daraus abgeleiteten technischen Anforderungen so definiert werden, dass mit den verfügbaren Mitteln den tatsächlich vorhandenen Sicherheitsrisiken bestmöglich begegnet und die übergeordnete Kohärenz mit dem Gesamtsystem der Armee sowie ihren Partnern in Miliz, Industrie und Gesellschaft sichergestellt wird.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Um den wachsenden Anforderungen an die Informations- und Kommunikationstechnik IKT in Projekten und im Betrieb zu begegnen, hat die Schweizer Armee bereits in den letzten Monaten und Jahren verschiedene Massnahmen eingeleitet. Diese betreffen namentlich die Planung und Steuerung der IKT, die Fokussierung auf die einsatzkritische Informatik und Reduktion der Komplexität, aber auch die Personalgewinnung und -entwicklung. Mit den getroffenen Massnahmen konnten erste positive Resultate erzielt werden.</p><p>&nbsp;</p><p>Die Schweizer Armee hat die strategische Bedeutung der IKT erkannt, in ihrem Zielbild abgebildet und die nötigen Grundlagen dazu erarbeitet. Sie hat mit der «Vision 2030» auf übergeordneter Ebene Grundlagen zu ihrer langfristigen Ausrichtung definiert. Anschliessend wurde diese mit der IKT-Zielarchitektur 4.0 auf der IKT-Architekturebene abgebildet und somit die technische Umsetzung definiert. Zu deren Erreichung wurden mit dem IKT-Zielbild 2026 auf operationeller Ebene Massnahmen und Verantwortlichkeiten definiert. Basierend auf den daraus resultierenden Erkenntnissen wird nun die bestehende IKT Governance Verteidigung überarbeitet. Sie orientiert sich am COBIT 19 Framework und leitet sich aus der IKT Governance VBS ab. Die IKT Governance Gruppe Verteidigung befindet sich ausserdem im Einklang mit der Verordnung über die digitale Transformation und die Informatik (VDTI; SR 172.010.58) für alle nicht einsatzkritischen Leistungen und antizipiert die Entwicklungen der 'Armeeinformatikverordnung' für die einsatzkritischen Leistungen.</p><p>&nbsp;</p><p>Als Resultat der Entflechtung und als Reaktion der verstärkten Zusammenarbeit mit dem BIT wird die übergeordnete IKT-Steuerung für die Gruppe V aktuell zentral im Armeestab mit dem Bereich IKT Verteidigung (IKT V) neu konzipiert. Damit wird das bestehende Konzept der IKT Fachführung der Gruppe V ergänzt bzw. gestärkt, um zukünftige Multiproviderszenarien zwischen einsatzkritischen und nicht einsatzkritischen Leistungserbringern für die Armee abdecken zu können. Hinzu kommt der Aufbau und die Weiterentwicklung der integrierten mehrjährigen IKT-Gesamtplanung V. Damit wird die gesamtheitliche und transparente Übersicht über alle IKT-Aktivitäten (Initiativen, Vorhaben, Projekte) sowie Betriebsleistungen und die dafür benötigten finanziellen sowie personellen Ressourcen geschaffen. Diese basiert auf einer einheitlichen Datenbasis und dient somit als übergreifendes Steuerungs- und Planungsinstrument sowie als Entscheidungsgrundlage für die Armeeplanung.</p><p>&nbsp;</p><p>Sowohl die Herausforderungen als auch der Stand der getroffenen wie zukünftigen Massnahmen, welche die IKT-Gesamtarchitektur der Armee betreffen, werden in grosser Breite im IKT Bericht «Herausforderungen und Massnahmen der Armee im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie» beantwortet.&nbsp;</p><p>Aus Sicht des Bundesrates bestehen die notwendigen Grundlagen bzw. laufen die Arbeiten; ein zusätzlicher Bericht würde zu keinen neuen Erkenntnissen führen.&nbsp;</p>