Übereinkunft vom 29. Februar 1884 zwischen der Schweiz und dem Deutschen Reiche über die gegenseitige Zulassung der an der Grenze domizilierten Medizinalpersonen zur Berufsausübung <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/7/446_402_446/18840509/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/7/446_402_446/18840509"/><FRBRdate date="1884-05-09" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1884-05-09" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1884-02-29" name="jolux:dateDocument"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.811.119.136"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 29 février 1884 entre la Suisse et l'Empire d'Allemagne concernant la réciprocité dans l'exercice des professions médicales par les personnes domiciliées à proximité de la frontière" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkunft vom 29. Februar 1884 zwischen der Schweiz und dem Deutschen Reiche über die gegenseitige Zulassung der an der Grenze domizilierten Medizinalpersonen zur Berufsausübung" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 29 febbraio 1884 tra la Svizzera e l'Impero Germanico per il reciproco permesso d'esercizio della professione agli esercenti arti salutari domiciliati sui confini" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/7/446_402_446/18840509/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/7/446_402_446/18840509/de"/><FRBRdate date="1884-05-09" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1884-05-09" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1884-02-29" name="jolux:dateDocument"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/7/446_402_446/18840509/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/7/446_402_446/18840509/de/xml"/><FRBRdate date="1884-05-09" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1884-05-09" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1884-02-29" name="jolux:dateDocument"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.811.119.136 </docNumber></p><p> BS <b>12</b> 435; BBl <b>1884</b> I 375</p><p><i>Originaltext</i></p><p><docTitle>Übereinkunft<br/>zwischen der Schweiz und dem Deutschen Reiche <br/>über die gegenseitige Zulassung der an der Grenze <br/>domizilierten Medizinalpersonen zur Berufsausübung</docTitle></p><p>Abgeschlossen am 29. Februar 1884<br/>Von der Bundesversammlung genehmigt am 21. März 1884<authorialNote><p> AS <b>7</b> 445</p></authorialNote><br/>Ratifikationsurkunden ausgetauscht am 10. April 1884<br/>In Kraft getreten am 9. Mai 1884</p><p> (Stand am 9. Mai 1884)</p></preface><preamble><p>Der Bundesrat der Schweizerischen Eidgenossenschaft<br/>und<br/>Seine Majestät der Deutsche Kaiser, König von Preussen</p><p>haben es für nützlich befunden, gegenseitig die in der Nähe der Grenze wohnhaften Ärzte, Wundärzte<authorialNote><p> Diese Kategorie von Medizinalpersonen besteht heute nicht mehr.</p></authorialNote>, Tierärzte und Hebammen zur Ausübung ihrer Berufstätigkeit zu ermächtigen, und haben zum Zweck des Abschlusses einer diesfälligen Übereinkunft zu Bevollmächtigten ernannt:</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">(Es folgen die Namen der Bevollmächtigten)</p><p>welche, auf Grund der ihnen erteilten Vollmachten, über folgende Artikel übereingekommen sind:</p></preamble><body><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><paragraph eId="art_1/para"><content><p>Die deutschen Ärzte, Wundärzte<authorialNote><p> Diese Kategorie von Medizinalpersonen besteht heute nicht mehr.</p></authorialNote>, Tierärzte und Hebammen, welche in der Nähe der deutsch-schweizerischen Grenze wohnhaft sind, sollen das Recht haben, ihre Berufstätigkeit auch in den schweizerischen, in der Nähe der Grenze belegenen Orten in gleichem Masse, wie ihnen dies in der Heimat gestattet ist, auszuüben, vorbehältlich der im Artikel 2 enthaltenen Beschränkung; und umgekehrt sollen unter gleichen Bedingungen die schweizerischen Ärzte, Wundärzte<authorialNote><p> Diese Kategorie von Medizinalpersonen besteht heute nicht mehr.</p></authorialNote>, Tierärzte und Hebammen, welche in der Nähe der schweizerisch-deutschen Grenze wohnhaft sind, zur Ausübung ihrer Berufstätigkeit in den deutschen, in der Nähe der Grenze belegenen Orten befugt sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><paragraph eId="art_2/para"><content><p>Die vorstehend bezeichneten Personen sollen bei der Ausübung ihres Berufs in dem anderen Lande zur Selbstverabreichung von Arzneimitteln an die Kranken, abgesehen von dem Falle drohender Lebensgefahr, nicht befugt sein.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><paragraph eId="art_3/para"><content><p>Die Personen, welche in Gemässheit des Artikels 1 in den in der Nähe der Grenze belegenen Orten des Nachbarlandes ihren Beruf ausüben, sollen nicht befugt sein, sich dort dauernd niederzulassen oder ein Domizil zu begründen, es sei denn, dass sie sich der in diesem Lande geltenden Gesetzgebung und namentlich nochmaliger Prüfung unterwerfen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><paragraph eId="art_4/para"><content><p>Es gilt als selbstverständlich, dass die Ärzte, Wundärzte<authorialNote><p> Siehe Anmerkung zum Ingress.</p></authorialNote>, Tierärzte und Hebammen eines der beiden Länder, wenn sie von der ihnen im Artikel 1 dieser Übereinkunft zugestandenen Befugnis Gebrauch machen wollen, sich bei der Ausübung ihres Berufes in den in der Nähe der Grenze belegenen Orten des anderen Landes den dort in dieser Beziehung geltenden Gesetzen und Administrativvorschriften zu unterwerfen haben.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><paragraph eId="art_5/para"><content><p>Die gegenwärtige Übereinkunft soll zwanzig Tage nach beiderseits erfolgter Publikation derselben in Kraft treten, und sechs Monate nach etwa erfolgter Kündigung seitens einer der beiden Regierungen ihre Wirksamkeit verlieren. Sie soll ratifiziert und die Ratifikationen sollen sobald als möglich in Berlin ausgewechselt werden.</p></content></paragraph></article><signature><p><i>Zu Urkund dessen</i> haben die Bevollmächtigten dieselbe unterzeichnet und ihr Siegel beigedrückt.</p><p>In zweifacher Ausfertigung vollzogen zu Berlin, den 29. Februar 1884.</p><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>A. Roth</p></td><td><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Hatzfeldt</p></td></tr></table></signature></body></act></akomaNtoso>