B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i ch t T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T ri b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-4420/2022 Te i la b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d v o m 2 7 . A p r i l 2 0 2 3 Besetzung Einzelrichter Michael Peterli, Gerichtsschreiberin Sandra Tibis. Parteien Spitalverband Limmattal, vertreten durch lic. iur. Lorenzo Marazzotta, Rechtsanwalt, Beschwerdeführer, gegen Regierungsrat des Kantons Zürich, handelnd durch Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich, Vorinstanz. Gegenstand Krankenversicherung, Spitalliste Akutsomatik, Psychiatrie und Rehabilitation, Festsetzung des Kantons Zürich; RRB Nr. 1104 vom 24. August 2022. C-4420/2022 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass der Regierungsrat des Kantons Zürich (nachfolgend: Vorinstanz) mit Regierungsratsbeschluss (RRB) Nr. 1104 vom 24. August 2022 die Spital- listen 2023 Akutsomatik, Psychiatrie und Rehabilitation beschlossen hat, dass der Spitalverband Limmattal (nachfolgend: Beschwerdeführer), ver- treten durch Rechtsanwalt Lorenzo Marazzotta, mit Eingabe vom 30. Sep- tember 2022 (BVGer -act. 1) gegen diesen Beschluss Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben und beantragt hat, ihm seien auch für die Leistungsgruppen RAD2 und KAC unbefristete Leistungsaufträge zu erteilen, dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 2. Dezember 2022 (BVGer- act. 6) die vorläufige Sistierung des Verfahrens in Bezug auf den Leistungs- auftrag für die Leistungsgruppe RAD2 beantragt hat, dass die Vorinstanz zur Begründung dieses Antrags ausgeführt hat, die Gesundheitsdirektion habe anlässlich der vorliegenden Beschwerde die Vergabe der Leistungsaufträge für RAD2 erneut überprüft; dabei habe sich gezeigt, dass fachliche Differenzen bei der Zuteilung der betroffenen Leis- tungen beständen und voraussichtlich eine Überarbeitung der Leistungs- gruppe erforderlich sein werde, um die Leistungen korrekt abbilden zu kön- nen; es sei daher vorgesehen, dem Beschwerdeführer den Leistungsauf- trag für RAD2 – zumindest vorläufig – ab 1. Januar 2023 wiedererwä- gungsweise zu erteilen; die Gesundheitsdirektion werde dem Regierungs- rat im Januar 2023 – rückwirkend auf den 1. Januar 2023 – in diesem Sinne Antrag stellen, dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe vom 15. Februar 2023 (BVGer-act. 9) sein ausdrückliches Einverständnis zur Sistierung des Ver- fahrens in Bezug auf den Leistungsauftrag RAD2 gegeben und ausgeführt hat, im Falle der angekündigten Wiedererwägung würde das Beschwerde- verfahren in Bezug auf diesen Punkt gegenstandslos, dass das Verfahren mit Verfügung vom 23. Februar 2023 (BVGer-act. 11) in Bezug auf den Leistungsauftrag RAD2 bis zum Vorliegen der Wiederer- wägungsverfügung der Vorinstanz sistiert wurde, dass die Vorinstanz am 6. März 2023 (Post aufgabe; BVGer-act. 13) den RRB Nr. 229 vom 1. März 2023 des Regierungsrats Kantons Zürich einge- reicht hat, C-4420/2022 Seite 3 dass daraus ersichtlich ist, dass der Regierungsrat dem Beschwerdeführer den Leistungsauftrag für die Leistungsgruppe RAD2 Komplexe interventi- onelle Radiologie ab 1. Januar 2023 wiedererwägungsweise definitiv erteilt hat, dass beim Wegfall des Rechtsschutzinteresses der Parteien an einer ma- teriellen Beurteilung des Rechtsstreites im Laufe des Beschwerdeverfah- rens das Verfahren als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist (ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER/MARTIN KAISER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 3. Aufl. 20 22, S. 2 66 Rz. 3.206; BVGE 2009/9 E. 3.3.1), dass je nachdem, ob das Rechtsschutzinteresse ganz oder bloss teilweise entfällt, die Streitsache vollständig oder nur zum Teil gegenstandslos wird (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER/KAISER, a.a.O., S. 266 Rz. 3.207), dass das Interesse des Beschwerdeführers an der gerichtlichen Beurtei- lung des Leistungsauftrags für die Leistungsgruppe RAD2 mit der Erteilung des entsprechenden Leistungsauftrags ab 1. Januar 2023 unbestrittener- massen weggefallen ist, dass das Beschwerdeverfahren C-4420/2022 betreffend den Leistungsauf- trag für die Leistungsgruppe RAD2 damit als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist, dass ü ber die Kosten dieses Teilentscheids und deren Verlegung sowie über eine allfällige Parteientschädigung im Entscheid über die Hauptsache zu befinden ist. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Das Beschwerdeverfahren C-4420/2022 wird betreffend den Antrag auf Er- teilung eines Leistungsauftrags für die Leistungsgruppe RAD2 als gegen- standslos geworden abgeschrieben. 2. Das Beschwerdeverfahren C-4420/2022 wird betreffend Leistungsauftrag für die Leistungsgruppe KAC fortgeführt. C-4420/2022 Seite 4 3. Über die Kosten dieses Teilentscheids und deren Verlegung sowie über eine allfällige Parteientschädigung wird im Entscheid über die Hauptsache befunden. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und das Bun- desamt für Gesundheit. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Michael Peterli Sandra Tibis Versand: