<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 7] </div> <div class="para">C 235/01 Go </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Präsident Borella, Bundesrichter Lustenberger und Kernen; </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Hochuli </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 6. Mai 2002 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para">S.________, Hof, 8773 Haslen GL, Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">Kantonales Arbeitsamt Glarus, Sandstrasse 29, 8750 Glarus, Beschwerdegegner, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">und </div> <div class="para">Verwaltungsgericht des Kantons Glarus, Glarus </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 27. April 2000 stellte das Kantonale Arbeitsamt Glarus (nachfolgend: Arbeitsamt) die 1948 geborene, seit 1967 als kroatische Staatsangehörige mit Niederlassungsbewilligung C in der Schweiz lebende und seit 1993 in der vierten Bezugsrahmenfrist für Arbeitslosenentschädigung stehende S.________ für 35 Tage in der Anspruchsberechtigung ein, weil sie es entgegen den Weisungen des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums Glarus (nachfolgend: </div> <div class="para">RAV) vom 12. April 2000 abgelehnt habe, die zugewiesene zumutbare Arbeit anzunehmen. </div> <div class="para">Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Glarus mit Entscheid vom 14. August 2001 ab. </div> <div class="para">Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt S.________ sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und der Einstellungsverfügung vom 27. April 2000 oder eventuell eine Herabsetzung der Einstellung in der Anspruchsberechtigung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sowohl das Arbeitsamt als auch das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) verzichten auf eine Vernehmlassung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Die Vorinstanz hat die Bestimmungen über die Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen Nichtbefolgung von Weisungen des Arbeitsamtes, insbesondere wegen Nichtannahme einer zugewiesenen zumutbaren Arbeit (<span class="artref">Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG</span>), die Schadenminderungspflicht der Versicherten (<span class="artref">Art. 16 Abs. 1 AVIG</span>), die grundsätzliche Zumutbarkeitsgrenze hinsichtlich der Annahmepflicht von Arbeit bis zu einem Lohn von 70 % des versicherten Verdienstes (<span class="artref">Art. 16 Abs. 2 lit. i AVIG</span>) und die Bemessung der Einstellungsdauer nach dem Grad des Verschuldens (<span class="artref">Art. 30 Abs. 3 Satz 3 AVIG</span> in Verbindung mit <span class="artref">Art. 45 Abs. 2 AVIV</span>) zutreffend dargelegt. </div> <div class="para">Darauf wird verwiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Vorweg ist festzuhalten, dass die Vorinstanz bereits in einem früheren Verfahren mit unangefochten in Rechtskraft erwachsenem Entscheid vom 14. Dezember 1999 die Einstellung in der Anspruchsberechtigung auf Arbeitslosenentschädigung für die Dauer von 15 Tagen wegen Nichtannahme einer zugewiesenen zumutbaren Arbeit (gemäss Verfügung des Arbeitsamtes vom 29. Juli 1998) bestätigt hatte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- Zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin berechtigt war, die Annahme der ihr durch das RAV mit Schreiben vom 12. April 2000 zugewiesenen Arbeitsstelle abzulehnen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4.- Bei der zugewiesenen Arbeit handelte es sich um eine Anstellung als angelernte/ungelernte Betriebsmitarbeiterin für allgemeine Montagearbeiten in X.________, die durch die Personalberatungsfirma W.________ AG in G.________ vermittelt wurde. Diese teilte dem RAV am 14. April 2000 mit, "Lohn und Fabrik" entsprächen nicht den Vorstellungen der Versicherten, weshalb sie eine Anstellung abgelehnt habe. Dementsprechend liess die Beschwerdeführerin das RAV (mit Schreiben vom 14. April 2000) wissen, der Lohn und die Fabrikarbeit am Fliessband würden nicht ihren Vorstellungen entsprechen. Im Rahmen der Gewährung des rechtlichen Gehörs bestätigte die Versicherte, die zuvor unter anderem als Verkäuferin, Schwesternhilfe, Werkstattschreiberin und Raumpflegerin erwerbstätig gewesen war, dass sie die Annahme der zugewiesenen Stelle deshalb verweigere, weil es sich dabei um Fliessbandarbeit handle und weil der Lohn für diese Arbeit zu niedrig sei (Schreiben vom 24. April 2000). Weiter machte sie geltend, sie könne nicht gleichzeitig "an drei verschiedenen Orten" arbeiten, da sie auf Weisung des Arbeitsamtes hin seit </div> <div class="para">3. April 2000 am Kurs "Zerlegung von Elektrogeräten" im Rahmen eines Beschäftigungsprogrammes im Sinne von <span class="artref">Art. 72 Abs. 1 AVIG</span> teilnehme. Die Vorinstanz gelangte nach umfassender Prüfung der Einwände der Versicherten mit ausführlicher Begründung, worauf verwiesen wird (<span class="artref">Art. 36a Abs. 3 OG</span>), zu Recht zur Auffassung, die Beschwerdeführerin habe ohne rechtserheblichen Grund die ihr zugewiesene zumutbare Arbeit abgelehnt. Soweit sie mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde sinngemäss geltend macht, Frau H.________ von der Firma W.________ AG habe ihr quasi die Ablehnung der zugewiesenen Arbeitsstelle "in den Mund gelegt", weil diese Stellenvermittlerin ihre Lohnvorstellungen schon aus früheren Kontakten gekannt habe, vermag sie daraus nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">5.- Wenn Verwaltung und Vorinstanz in dem für schweres Verschulden vorgeschriebenen Rahmen von 31 bis 60 Tagen (<span class="artref">Art. 45 Abs. 2 lit. c AVIV</span>) die Einstellungsdauer auf 35 Tage festgesetzt haben, so ist dies nach Lage der Akten und in Berücksichtigung der Vorbringen der Beschwerdeführerin im Rahmen der Ermessensprüfung im Ergebnis nicht zu beanstanden (<span class="artref">Art. 132 OG</span>; vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=21.04.2002&amp;to_date=10.05.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-V-34%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page42">BGE 122 V 42</a> Erw. 5b mit Hinweis). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I.Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II.Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para">III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Glarus und dem Staatssekretariat für Wirtschaft zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 6. Mai 2002 </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der III. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>