Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Kammer I I 2019 62 Entscheid vom 12. Dezember 2019 Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident Dr.med. Urs Gössi, Richter Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________, gegen C.________ AG, Vorinstanz, Gegenstand Unfallversicherung (Leistungen, insbesondere Heilbehandlung und Taggelder)2 Sachverhalt: A.A.________ (geb. 1973) arbeitet bei der D.________ AG und ist bei der C.________ AG (nachfolgend C.________) unfallversichert. Am 8. Januar 2018 teilte A.________ C.________ telefonisch mit, dass er im März 2017 beim Ten- nisspielen einen plötzlichen Schmerz in der Schulter verspürt habe und am 11. Januar 2018 im Spital E.________ bei der Diagnose "SLAP-Läsion" operiert werde (Vi-act. K8). Am 9. Januar 2018 erfolgte die Bagatellunfall-Meldung, wo- nach A.________ am 29. März 2017 beim Tennisaufschlag einen plötzlichen Schmerz in der rechten Schulter verspürt habe (Vi-act. K5.1). Gleichentags wur- de A.________ von C.________ telefonisch sowie schriftlich informiert, dass sie ihre Leistungspflicht verneinen und einen Anspruch auf Versicherungsleistungen ablehnen, weil kein Unfallereignis im Sinne des Gesetzes vorliege und die un- fallähnliche Körperschädigung gemäss Beurteilung des beratenden Arztes auf einen degenerativen Vorzustand zurückzuführen sei (Vi-act. K3 und K10). B.Am 12. Januar 2018 erhob die Ehefrau von A.________ bei C.________ betreffend die Mitteilung vom 9. Januar 2018 Einwände (Vi-act. K11). Daraufhin verfügte C.________ am 16. Februar 2018 was folgt (Vi-act. K13): 1. Beim Ereignis vom 29. März 2017 handelt es sich weder um einen Unfall im Sinne von ATSG Art. 4 noch liegt eine unfallähnliche Körperschädigung im Rahmen von Art. 6, Abs. 2 UVG vor. 2. Es besteht keine Leistungspflicht des gesetzlichen Unfallversicherers. Rechtsmittelbelehrung C.Dagegen liess A.________ am 16. März 2018 Einsprache erheben (Vi-act. K15). Mit Einspracheentscheid vom 3. Juli 2019 wies C.________ die Einsprache ab. Es wurden keine Verfahrenskosten erhoben und keine Parteientschädigung ausgerichtet (Vi-act. K24). D.Am 14. August 2019 lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des Kan- tons Schwyz rechtzeitig Beschwerde einreichen mit folgenden Anträgen: 1. Es sei der Einspracheentscheid vom 3.7.2019 aufzuheben und es seien dem Beschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen aus UVG (insb. Heilbehandlung und Taggeldleistungen) für die Folgen des Ereignisses vom 29.3.2017 auszu- richten. 2. Unter Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin. E.Mit Vernehmlassung vom 6. September 2019 beantragt C.________, es sei die Beschwerde des Beschwerdeführers vom 14. August 2019 betreffend UVG- Leistungen vollumfänglich abzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beschwerdeführers. Am 26. September 2019 lässt der Beschwer-3 deführer die Replik einreichen. Am 18. Oktober 2019 reicht die Vorinstanz die Duplik ein. Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.1Gemäss Art. 6 Abs. 1 Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) vom 20. März 1981 werden Leistungen der Unfallversicherung bei Be- rufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Ge- setz nichts anderes bestimmt. 1.2Als Unfall gilt gemäss Art. 4 Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000 die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. 1.3.1Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch bei Knochenbrüchen, Ver- renkungen von Gelenken, Meniskusrissen, Muskelrissen, Muskelzerrungen, Sehnenrissen, Bandläsionen sowie Trommelfellverletzungen, sofern diese nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind (Art. 6 Abs. 2 UVG). 1.3.2Liegt eine Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG vor, so besteht die Rechtsvermutung, dass eine leistungspflichtige unfallähnliche Körperschädigung gegeben ist, auch wenn die Definitionsmerkmale eines Unfalls nicht erfüllt sind. Es müssen weder die Ungewöhnlichkeit, noch der äussere Faktor und damit kein unfallähnliches sinnfälliges Ereignis oder die Plötzlichkeit gegeben sein, sondern lediglich das Vorliegen einer Listendiagnose (vgl. Motta et al., Das revidierte Un- fallversicherungsgesetz ist in Kraft, in: Soziale Sicherheit 1/2017, S. 39; vgl. aber auch Hüsler, Erste UVG-Revision: wichtigste Änderungen und mögliche Proble- me bei der Umsetzung, in: SZS 2017 S. 33 f.). Der Unfallversicherer kann sich von seiner Leistungspflicht befreien, wenn er nachweist, dass die eingetretene Verletzung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist (Hein- rich, 1. UVG-Revision - Entwicklung der Gesetzgebung, JaSo 2017, S. 21 f.). Mit dieser vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises ergibt sich weiterhin die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden un- fallähnlichen Körperschädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Kran- kenversicherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis - nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitli-4 chen Anknüpfungspunktes - auch weiterhin relevant (Urteil BGer 8C_22/2019 vom 24.9.2019 Erw. 8.6). Wie dieses Ereignis konkret zu umschreiben ist, hat das Bundesgericht im massgeblichen Urteil offengelassen. 1.3.3Im Zusammenhang mit dem Befreiungsbeweis stellt sich weiter die Frage, was der Gesetzgeber unter dem Begriff "vorwiegend" versteht. Nach herrschen- der Lehrmeinung ist zur Definition des Begriffs "vorwiegend" auf die Rechtspre- chung zu den Berufskrankheiten nach Art. 9 Abs. 1 UVG zurückzugreifen (Hüs- ler, a.a.O., S. 34; Samuelsson, Neuregelung der unfallähnlichen Körperschädi- gung, Das Beispiel des Meniskusrisses, in: SZS 2018 S. 348 unten; bestätigt mit Urteil BGer 8C_22/2019 vom 24.9.2019 Erw. 8.2.2.1). Danach ist eine vorwie- gende Verursachung von Krankheiten durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten nur gegeben, wenn diese mehr als alle anderen mitbeteiligten Ursachen wiegen, folglich mehr als 50% ausmachen (vgl. BGE 119 V 200 Erw. 2a mit Hin- weisen). Die blosse Möglichkeit einer degenerativen oder krankhaften Schädi- gung genügt somit den Beweisanforderungen nicht. Der Gegenbeweis der vor- wiegend krankhaften oder degenerativen Pathogenese der Listendiagnose ist vielmehr erbracht, wenn für die Richtigkeit einer degenerativ oder krankhaft be- gründeten Listendiagnose mehr Indikatoren vorliegen als für die traumatische Pathogenese, wenn die Listendiagnose zu mehr als 50% auf "Abnützung oder Erkrankung" beruht (Urteil BGer 8C_22/2019 vom 24.9.2019 Erw. 8.2.2.1 m.w.H.). 1.4Gemäss dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG normierten Untersuchungsgrundsatz hat der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen. Diese Untersuchungspflicht gilt grundsätzlich auch im Gerichtsver- fahren (Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Art. 43 Rz. 28). Was notwendig ist, ergibt sich zum einen daraus, in welchem Umfang Abklärungen vorzunehmen sind, und zum anderen daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist. Zunächst sind die für die zu entscheidende Frage massgebenden Bereiche abzustecken und in der Folge ist der Sachverhalt abzuklären. Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversiche- rungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Ab- weichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich- keit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt, wie bereits erwähnt, den Beweisanforderungen nicht. Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen mögli- chen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen (BGE 138 V 218 Erw. 6; BGE 126 V 353 Erw. 5b; BGE 125 V 193 Erw. 2). Der Untersuchungs-5 grundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnot- wendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Un- gunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahr- scheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 261 Erw. 3b; Urteil BGer 8C_663/2009 vom 27.4.2010 Erw. 2.2). 1.5Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 43 und 61 ATSG). Danach haben die beurteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Be- weismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da- nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei- lung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 1.5.1Für Feststellungen im Bereich der Medizin ist die Verwaltung bzw. im Be- schwerdefall der Richter wesensgemäss auf Angaben ärztlicher Fachkräfte an- gewiesen. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchun- gen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi- zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 134 V 231 Erw. 5.1). Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gut- achtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Be- zeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be- richt oder Gutachten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; BGE 122 V 157 Erw. 1c mit Hin- weisen). 1.5.2Den Berichten versicherungsinterner Ärzte kann rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvoll- ziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311). Ein Anstellungs- verhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr beson-6 derer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Be- weiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztli- chen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 Erw. 4.4 mit Hinweisen). 1.5.3In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass die Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, weshalb den (unabhängigen) Fachärzten mehr Gewicht zu- kommt (vgl. Urteil BGer 8C_871/2008 vom 24.3.2009 Erw. 3.2 mit Hinweisen; BGE 135 V 465 Erw. 4.5; BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Dies gilt grundsätzlich nicht nur für Hausärzte (BGE 135 V 465 Erw. 4.5), sondern auch für spezialärzt- lich behandelnde Medizinalpersonen (Urteile BGer 8C_609/2017 vom 27.3.2018 Erw. 4.3.3; 8C_180/2017 vom 21.6.2017 Erw. 4.4.2). Mit Blick auf die Verschie- denheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag kann daher im Streitfall re- gelmässig nicht auf die Sicht des behandelnden (Fach-)Arztes abgestellt werden (vgl. statt vieler: Urteil BGer I 701/05 vom 5.1.2007 Erw. 2 mit Hinweisen). 2.Gemäss Schadenmeldung vom 9. Januar 2018 hat der Beschwerdeführer am 29. März 2017 beim Tennisaufschlag einen plötzlichen Schmerz in der Schul- ter verspürt. In der telefonischen Ereignisschilderung vom 8. Januar 2018 machte der Beschwerdeführer geltend, im März 2017 beim Tennisspielen einen plötzli- chen Schmerz in der Schulter verspürt zu haben. Gemäss Krankengeschichte von Dr.med. F.________ (Facharzt Allgemeinmedizin FMH, SGUM Ultraschall- diagnostik) habe der Versicherte seit Januar 2017 beim Tennisspiel bei bestimm- ten Bewegungen des Armes Schmerzen in der rechten Schulter (vgl. nachfol- gend Erw. 4.1). Dr.med. G.________ (Chirurgie FMH) schildert in seinem Bericht vom 20. Dezember 2017, dass der Versicherte beim Tennisspielen im August bei einem Aufschlag einen Zwick in der rechten Schulter gespürt habe (nachfolgende Erw. 4.3). Gestützt auf diese Beurteilungen hat die Vorinstanz zutreffend festgehalten, dass beim geschilderten Ereignis kein Unfall im Sinne des Gesetzes vorliegt, was un- bestritten ist. Des Weiteren hat Dr.med. H.________ (Spezialarzt für Chirurgie und Unfallchir- urgie), auf dessen Beurteilung sich der angefochtene Einspracheentscheid ab- stützt, am 12. September 2018 festgehalten, dass die diagnostizierte Pulley-7 Läsion eine Verletzung des Ligamentum transversum humeri darstelle und einer Bandläsion gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. g UVG entspreche (nachfolgende Erw. 4.6). Somit ist ebenfalls unbestritten, dass eine Listendiagnose im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG vorliegt. Streitig und nachfolgend zu prüfen ist jedoch die Frage, ob die Listenverletzung bzw. die Bandläsion vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen (= Standpunkt der Vorinstanz) oder traumatisch bedingt ist (= Standpunkt des Beschwerdeführers). Zudem wirft der Beschwerdeführer die Frage auf, ob die Leistungspflicht der Unfallversicherung (selbst bei Listenverletzungen) auch dann gegeben ist, wenn das in Frage stehende Ereignis einen vorbestehenden, stum- men Zustand zumindest aktiviert hat. Hierzu verweist der Beschwerdeführer auf ein Bundesgerichtsurteil (8C_337/2016 vom 7.7.2016 Erw. 4.1.2), wo das Bun- desgericht unter alter Rechtslage die Leistungspflicht bei einer unfallähnlichen Körperschädigung bejahte (vgl. Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 14.8.2019 S. 6 Ziff. 16 in fine). 3.1Der Beschwerdeführer rügt eine schwerwiegende Verletzung des rechtli- chen Gehörs, weil das Aktengutachten bei Dr.med. H.________ ohne Wissen des Beschwerdeführers eingeholt worden sei und dem Beschwerdeführer sämtli- che Mitwirkungsrechte verwehrt worden seien. Dies obwohl der Beschwerdefüh- rer in der Eingabe vom 12. Juni 2018 explizit um Einholung eines verwaltungsex- ternen Gutachtens ersucht und auf den einschlägigen BGE 138 V 318 hingewie- sen habe. Das Aktengutachten von Dr.med. H.________ habe auf jeden Fall nicht den Stellenwert eines verwaltungsexternen Gutachtens, sondern höchstens einer versicherungsinternen Stellungnahme. 3.2Die Vorinstanz hält vernehmlassend fest, dass der Beschwerdeführer im Rahmen des Einspracheverfahrens keine Einwände gegen Dr.med. H.________ vorgebracht und auch keine sich aufdrängenden Ergänzungsfragen eingereicht habe. Zudem verkenne der Beschwerdeführer, dass die Vorinstanz die Beurtei- lung von Dr.med. H.________ selbst nie als Gutachten im Sinne von Art. 44 ATSG bezeichnet habe. Dementsprechend sei auch der Beweiswert nicht demjenigen eines verwaltungsexternen Gutachtens gleichgestellt. Inwiefern eine Stellungnahme eines (beratenden) Arztes indessen einem hausärztlichen Bericht gleichgestellt werden solle, erschliesse sich nicht. 3.3.1Spätestens im Einspracheverfahren (Art. 42 ATSG) hat der Unfallver- sicherer die allgemeinen Grundsätze des rechtlichen Gehörs zu wahren und folg- lich der versicherten Person oder ihrem Vertreter Einsicht in die Akten zu ge- währen, auf deren Grundlage sie den Einspracheentscheid abstützt (BGE 132 V 8 387 Erw. 4.1; Urteil BGer 8C_738/2014 vom 15.1.2015 Erw. 6.4). Dazu gehört, dass den Verfahrensbeteiligten wesentliche neue Beweismittel vorgängig des Entscheids zur Kenntnis gebracht werden und ihnen Gelegenheit gegeben wird, sich hierzu zu äussern. Stützt sich der Unfallversicherer auf einen im Einspra- cheverfahren eingeholten versicherungsinternen Arztbericht, hat er dem Versi- cherten Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben, wenn die Beurteilung neue entscheidwesentliche Gesichtspunkte oder erhebliche neue Begründungsele- mente enthält (Urteil EGVer U 116/02 vom 10.3.2003 Erw. 1.1 m.V.a. RKUV 1998 Nr. U 309 S. 461 Erw. 4c; vgl. auch VGE I 2019 11 vom 11.9.2019 Erw. 3.3.1). 3.3.2Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst auch den Teilgehalt nach Art. 44 ATSG, wonach der Versicherungsträger der Partei den Namen einer oder eines unabhängigen Sachverständigen bekannt gibt, sofern er zur Abklärung des Sachverhaltes ein Gutachten einer oder eines solchen einholen muss (vgl. Kie- ser, ATSG-Komm., 3. A., Zürich/ Basel/ Genf 2015, Art. 42 N 41). Die Partei kann den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen und Gegenvorschläge machen. Nach der zu Art. 44 ATSG ergangenen Rechtsprechung (BGE 136 V 117 Erw. 3.3.1.1 m.w.H.) ist der versicherten Person vorgängig mitzuteilen, von wem das Gutachten durchgeführt wird. Sind dem Versicherer bei dessen Anordnung die Namen der Ärztinnen und Ärzte noch nicht bekannt, genügt es, wenn diese der versicherten Person (allenfalls durch die beauftragte Gutachterstelle) erst zu ei- nem späteren Zeitpunkt eröffnet werden. Dies muss indessen frühzeitig genug erfolgen, damit sie in der Lage ist, noch vor der eigentlichen Begutachtung ge- setzliche Ausstandsgründe geltend zu machen. Zudem hat die versicherte Per- son ein Recht zur vorgängigen Fragestellung (BGE 138 V 318 i.V.m. BGE 137 V 210 Erw. 3.4). Voraussetzung dieser besonderen Parteirechte ist indessen, dass es sich bei den in Frage stehenden Expertenberichten tatsächlich um ein Sachverständi- gengutachten im Sinne der einschlägigen Verfahrensnorm handelt (BGE 135 V 254 Erw. 3.4ff.; Urteil BGer U 65/06 vom 14.2.2007 Erw. 2.2). 3.3.3Nach dem Wortlaut des Gesetzes gilt Art. 44 ATSG, wenn der Versiche- rungsträger ein Gutachten einer oder eines "unabhängigen Sachverständigen" einholen muss. Das Bundesgericht hat in BGE 135 V 254 Erw. 3.4.1 geprüft, ob "unabhängig" versicherungsextern meint oder unabhängig im medizinischen Sachentscheid im Einzelfall. Dabei kam es zum Schluss, dass der Gesetzgeber Art. 44 ATSG klar nicht auf versicherungsinterne Ärzte angewendet haben wollte.9 Im medizinischen Bereich ist jedoch nicht jede vom Versicherer bei einem dritten Arzt eingeholte Stellungnahme als Sachverständigengutachten zu qualifizieren. Wann ein solches vorliegt, ist im Einzelfall aufgrund der verfahrensmässigen Be- deutung und des Inhalts der ärztlichen Meinungsäusserung zu beurteilen; eine generelle, schematische, formalen Gesichtspunkten folgende Abgrenzung ist nicht möglich. Immerhin handelt es sich nach der Rechtsprechung in der Regel da um ein Sachverständigengutachten, wo ein Dritter im Hinblick auf die absch- liessende Beurteilung eines Versicherungsfalls beauftragt wird, einen auf dem gesamten medizinischen Dossier sowie (in der Regel) eigenen Untersuchungen beruhenden zusammenfassenden ärztlichen Bericht zu erstatten (Urteil BGer U 65/06 vom 14.2.2007 Erw. 2.2 mit Hinweis auf BGE 122 V 160; vgl. auch Urteile BGer 8C_465/2016 vom 31.10.2016 Erw. 4.1; 8C_693/2010 vom 25.3.2011 Erw. 8.2.1). 3.4Somit ist vorliegend zu prüfen, wie die Beurteilung von Dr.med. H.________ aus rechtlicher Sicht zu qualifizieren ist, um zu beurteilen, ob das rechtliche Gehör vorliegend verletzt wurde. 3.4.1Im Rahmen des Einspracheverfahrens hat der Beschwerdeführer bei der Vorinstanz eine Stellungnahme des behandelnden Arztes Dr.med. I.________ eingereicht und um eine unabhängige, verwaltungsexterne Begutachtung er- sucht. Gleichzeitig hat er dafür einen Sachverständigen vorgeschlagen und um Kontaktaufnahme gebeten, sollte ein anderer Gutachter in Erwägung gezogen werden (vgl. Vi-act. K19). Daraufhin hat die Vorinstanz Dr.med. H.________ um die Erstattung eines Ak- tengutachtens ersucht, unter Beilage der medizinischen Akten sowie insbesonde- re mit zwei Fragestellungen. Gemäss Telefonnotiz vom 6. November 2018 (Vi-act. K21) teilte die Vorinstanz dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit, dass sie eine externe medizini- sche Einschätzung bei Dr.med. H.________ eingeholt habe, weil es sich um die Abklärung einer unfallähnlichen Körperschädigung handle und sich aus diesem Grund lediglich zwei Fragen aufdrängen würden (ob eine Listenverletzung vorlie- ge und ob diese bejahendenfalls vorwiegend auf Erkrankung oder Abnutzung zurückzuführen sei). Die Anamnese sei im vorliegenden Fall bekannt und das Geschehen spiele für die Leistungspflicht an und für sich keine Rolle (mehr), weil es sich um eine unfallähnliche Körperschädigung handle. Eine persönliche Be- gutachtung mache daher wenig Sinne, weil die Aktenlage genügend sei. 3.4.2Nach dem Gesagten ergibt sich, dass im konkreten Fall bei Dr.med. H.________ nicht von einem versicherungsinternen Arzt auszugehen ist. Wie die 10 Vorinstanz in den Akten festhält, handelt es sich um einen externen und somit grundsätzlich unabhängigen Arzt. Dies lässt sich auch daraus entnehmen, dass sich Dr.med. K.________ im Gegensatz zu Dr.med. H.________ in seiner Beur- teilung als beratender Arzt ausweist. Dass Dr.med. H.________ als beratender Arzt der Vorinstanz tätig sein soll, ist nicht erstellt (daran ändert auch die folgen- de vernehmlassende [S. 3 Ziff. 4] Äusserung nichts: "Inwiefern eine Stellung- nahme eines (beratenden) Arztes indessen einem hausärztlichen Bericht gleich- gestellt werden soll, erschliesst sich aber nicht."). Das bedeutet indes nicht, dass es sich bei der Beurteilung von Dr.med. H.________, obwohl als "Aktengutachten" bezeichnet, um ein Sachverständi- gengutachten im Sinne von Art. 44 ATSG handelt (vgl. vorstehende Erw. 3.3.3). Dr.med. H.________ hat in seiner Beurteilung lediglich die vorliegenden Arztbe- richte dargelegt und kurz kommentiert sowie die Fragen der Vorinstanz beant- wortet. Dabei hat er den Beschwerdeführer nicht persönlich untersucht, wie es bei Sachverständigengutachten in der Regel verlangt wird (vgl. vorstehende Erw. 3.3.3), keine Anamnese erhoben und seine Beurteilung enthält auch keine eige- ne, unabhängige fachärztliche Diagnose ("Die diagnostizierte Pulley-Läsion"). Wie die Vorinstanz bereits festhielt, war insbesondere die Frage nach der Listen- diagnose und die Ursache davon gestützt auf die vorliegenden Akten zu beurtei- len. Auch dass die Auftragserteilung erfolgte, nachdem der Beschwerdeführer in der Einsprache ein versicherungsexternes Gutachten beantragt hat, vermag dar- an nichts zu ändern. Die Frage, ob ein externes Gutachten einzuholen ist, stellt sich insbesondere im Rahmen der Beweiswürdigung der vorliegenden Akten und ist vom Rechtsanwender zu beurteilen. Unter diesen Umständen untersteht die medizinische Beurteilung von Dr.med. H.________ nicht der besonderen Verfahrensvorschrift von Art. 44 ATSG. Die Vorinstanz hat den Anspruch auf rechtliches Gehör des Beschwerdeführers ge- wahrt, indem sie den Bericht von Dr.med. H.________ dem Beschwerdeführer anschliessend zur Stellungnahme zugestellt hat, woraufhin der Beschwerdefüh- rer vor Erlass des Einspracheentscheids erneut eine Beurteilung seines behan- delnden Arztes Dr.med. I.________ einreichen liess. Somit vermag auch die Rüge des Beschwerdeführers, dass es sich vorliegend, wenn nicht um ein Aktengutachten, um eine zweite versicherungsinterne Stel- lungnahme bzw. eine verpönte "second opinion" handle, nicht zu verfangen. Zusammenfassend ist die Beurteilung von Dr.med. H.________ vorliegend be- achtlich. Auf die Frage, welcher konkrete Beweiswert der Stellungnahme von Dr.med. H.________ zukommt, ist im Rahmen der Beweiswürdigung einzuge- hen. Immerhin ist mit dem Beschwerdeführer festzuhalten, dass dem Bericht von 11 Dr.med. H.________ nicht der Beweiswert eines externen Gutachtens beige- messen werden kann, weil letzteres die Verfahrensvorschriften u.a. gemäss Art. 44 ATSG einzuhalten hat (vgl. auch BGE 125 V 351 Erw. 3b/bb). Sodann ist selbst Beurteilungen von versicherungsinternen Ärzten Beweiswert beizumessen (vgl. vorstehende Erw. 1.5.2). Gemäss höchstrichterlicher Recht- sprechung genügen auch bei verwaltungsexternen ärztlichen Feststellungen be- reits relativ geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit, um eine Begutachtung anzuordnen (BGE 139 V 99 Erw. 2.3.2; Urteil BGer 8C_23/2014 vom 26.3.2014 Erw. 4.2). Die Vorinstanz hat zudem zutreffend ausgeführt, dass der Beschwerdeführer im Rahmen des Einspracheverfahrens keine Einwände gegen Dr.med. H.________ vorgebracht und keine Ergänzungsfragen eingereicht hat (S. 3 Ziff. 4). Der Be- schwerdeführer hält replizierend einzig dagegen, dass es praktisch unmöglich sei, einen IV-Gutachter abzulehnen, und dass das Stellen von Ergänzungsfragen zu nichts geführt hätte. 4.Dem angefochtenen Entscheid liegt in medizinischer Hinsicht folgende Ak- tenlage zugrunde: 4.1Aus der Krankengeschichte des Beschwerdeführers bei Dr.med. F.________ ergibt sich, dass der Beschwerdeführer am 18. Oktober 2017 auf- grund von Schmerzen an der rechten Schulter seit Januar beim Tennisspielen bzw. bei bestimmten Bewegungen ("Arm > 90 und Aussenrotation") den Arzt auf- suchte. Der Befund lautete wie folgt: "Schulter frei beweglich", "Schulter ap re: normal", "PHS re". Es wurde eine subacromiale Infiltration durchgeführt. Eine weitere Konsultation erfolgte am 28. November 2017, wonach die Schmerzen an der Schulter nach einer Woche wieder zunahmen. Es wurde eine Physiotherapie angeordnet, wobei auch diese gemäss Eintrag vom 19. Dezember 2017 keine Besserung brachte (Vi-act. M5). 4.2Am 20. Dezember 2017 wurde bei Verdacht auf SLAP-Läsion, Rotatoren- manschette und LBS von Dr.med. J.________ (FMH Radiologie) eine Arthro-MRI des rechten Schultergelenks durchgeführt. Der Befund sowie die Beurteilung lau- teten wie folgt (Vi-act. M1): Befund: Arthrographie in üblicher Technik. Regelrechte Verteilung des Kontrastmittels in- traartikulär. Leicht ausgeprägte AC-Gelenkarthrose. Die Supraspinatussehne kommt ansatznah und gelenkseitig deutlich irregulär zur Darstellung, gewertet als gelenkseitige Partialruptur. Zeichen der Bursitis subacromialis / subdeltoidea. Die Infraspinatus- und die Subscapularissehnen sind intakt. Subluxation der langen Bi- zepssehne nach medial bei Pulley-Läsion. Zusätzlich lässt sich am Bizepsanker 12 eine kleinste Signalalteration abgrenzen. Keine Labrumläsion. Keine fettige Dege- neration oder Atrophie der Muskelbäuche der Rotatorenmanschette. Beurteilung: Ansatznahe gelenkseitige Partialruptur der Supraspinatussehne. Pulley-Läsion. Verdacht auf eine kleine Läsion am Bizepsanker. Keine Labrumläsionen. Leichte Zeichen einer Bursitis subacromialis / subdeltoidea. 4.3Dr.med. G.________ hat im Bericht vom 20. Dezember 2017 in der Ana- mnese festgehalten, dass der Beschwerdeführer beim Tennisspielen im August beim Aufschlag einen Zwick in der Schulter gespürt habe. Dies sei sehr schmerzhaft gewesen und habe anfänglich zu einer Bewegungseinschränkung geführt, welche mit Schmerzmitteln nach sechs Wochen besser geworden sei. Er habe weiterhin Tennisspielen können aber mit immer wieder einschiessenden Schmerzen. Er leide unter leichten Nachtschmerzen, wenn er auf der Schulter liege. Aufgrund der Befunde (freie Beweglichkeit der HWS, inspektorisch absolut unauffällig, leichte Druckdolenz über dem Sulcus, freie symmetrische ROM, Sub- skapularissehnen-Test mit guter Kraft, Infraspinatus ebenfalls, Suprapinatus leicht abgeschwächt, Bizepssehnen-Test massiv positiv; MRI-Befund vgl. vorste- hende Erw. 3.2) hat Dr.med. G.________ dem Beschwerdeführer eine Tenodese empfohlen (Vi-act. M4), welche (LBS-Tenodese) mit Operation vom 11. Januar 2018 von Dr.med. I.________ (Facharzt für Orthopädie/ Traumatologie) und Dr.med. G.________ durchgeführt worden ist, wie auch die Schulterarthroskopie rechts mit Rekonstruktion der Supra- und Infraspinatussehne und die Bursekto- mie (vgl. Vi-act. M9). Im Operationsbericht von Dr.med. I.________ vom 11. Januar 2018 wurde fol- gende Diagnose festgehalten (Vi-act. M9): Hochgradige, artikulärseitige Läsion der Supra- und Infraspinatussehne, LBS- Tendinitis und Pulley-Läsion sowie Impingementsituation rechts 4.4Der die Vorinstanz beratende Arzt Dr.med. K.________ (Chirurgie FMH, FMCH, SIM zertif. Gutachter) hielt in seiner Stellungnahme vom 8. Februar 2018 unter Berücksichtigung der vorliegenden Aktenlage (vgl. vorstehende Erw. 4.1ff.) fest, dass eine traumatische Rotatorenmanschetten-Ruptur einen typischen Ver- lauf habe. Ein solches Ereignis führe zu einem deutlichen, oft reissenden Schmerz in der Schulter mit Ausstrahlung in den Oberarm verbunden mit einem Kraft- und Funktionsverlust. Aufgrund der deutlichen Klinik werde sich der Patient in der Regel bald einem Arzt vorstellen. Nach Rückgang des akuten Schmerzes seien aktive aber auch passive Bewegungseinschränkungen nachweisbar. Nach Rückgang der subakuten Phase werde sich zunehmend eine passive Steifigkeit einstellen. Beim Beschwerdeführer sei die Symptomatologie unter Schmerzmit- teln sukzessive zurückgegangen und er habe bereits nach sechs Wochen wieder 13 Tennis spielen können. Dies spreche gegen eine frische Läsion der Supraspina- tussehne (inkl. Infraspinatussehne). Die Läsion an der Supraspinatussehne, wie auch die leicht ausgeprägte AC-Gelenksarthrose rechts seien überwiegend wahrscheinlich vorbestehend. Der Krankheitsverlauf spreche gegen eine trauma- tische Verletzung der rechten Schulter. Versicherungsmedizinisch sei von der Verwaltung ein Unfallereignis abgelehnt worden. Es könne gesagt werden, dass über 50% der diagnostizierten Befunde im Arthro-MRI degenerativer Natur seien (Vi-act. M10). 4.5Der behandelnde Arzt Dr.med. I.________ führte in seiner Stellungnahme vom 16. Mai 2018 aus, dass ihm im vorliegenden Fall nicht eindeutig klar sei, wie man zum Ausschluss einer traumatischen Ruptur kommen könne. Von Seiten der Ätiologie würde er eine traumatische Genese definitiv nicht ausschliessen, ganz im Gegenteil tendenziell einschliessen. Wenn gleich eine Rotatorenman- schette einen mehr oder weniger typischen Verlauf hat oder haben könne, so sei jeder Patient individuell verschieden. Eine transmurale Ruptur würde sicherlich zu anderen Symptomen führen als eine partielle artikulärseitige Supraspinatus- sehnen-Läsion (PASTA). Gerade diese passe sehr wohl zu einem initial trauma- tischen Ereignis. Auch die klinische Untersuchung lasse darauf schliessen. Ins- gesamt sei eine degenerative bzw. chronisch geschädigte Rotatorenmanschette bei einem 45 Jahre alten Patienten sehr unwahrscheinlich, wenn gleich dies natürlich auch nicht ganz auszuschliessen sei. Insgesamt würde Dr.med. I.________ den Fall im Gesamtkontext eindeutig als traumatische Genese ein- ordnen (Vi-act. K19.1). 4.6Im Rahmen des Einspracheverfahrens hat die Vorinstanz Dr.med. H.________ mit Schreiben vom 5. September 2018 um die Erstattung eines Ak- tengutachtens sowie um die Beantwortung von bestimmten Fragen ersucht (Vi- act. K20). Das "Aktengutachten" von Dr.med. H.________ wurde am 12. September 2018 erstellt. Darin wird der Ablauf dargelegt und zu den bereits erfolgten medizini- schen Berichten Stellung genommen. Dabei hielt er die Beurteilung von Dr.med. K.________ für sachlich unvollständig, weil dieser sich nicht zur nach medial lu- xierten langen Bizepssehne geäussert habe. Den Bericht von Dr.med. I.________ vom 16. Mai 2018 erachtete Dr.med. H.________ nur als bedingt nachvollziehbar. Er äussere sich nicht zu der erfahrungsgemäss sattsam be- kannten Problematik einer Pulley-Läsion mit konsekutiver Luxation der langen Bizepssehne aus dem Sulcus intertubercularis und der bestbekannten Anamne- se mit Zwick initial beim Ereignis und der geradezu klassischen Anamnese, er- hoben im Bericht von Dr.med. G.________ am 20. Dezember 2017 ("…in der 14 Folge hatte der Versicherte aber immer wieder einschiessende Schmerzen") auf- grund der mit weit überwiegender Wahrscheinlichkeit sich abspielenden Luxati- ons-/Subluxationsereignisse der Bizepssehne aus dem Sulcus intertubercularis aufgrund der diagnostizierten Pulley-Läsion (einfach erklärt: dadurch habe das Seil [lange Bizepssehne] immer wieder aus der Rolle [Sulcus intertubercularis] springen können, vereinbar mit einem einschiessenden Schmerzereignis). Anschliessend wurden die Fragen der Vorinstanz wie folgt beantwortet (Vi-act. M11): 1. Wurde in casu eine Listenverletzung gemäss Art. 6 Absatz 2 UVG dia- gnostiziert? Die diagnostizierte Pulley-Läsion stellen eine Verletzung des Ligamentum transversum humeri dar und entspricht einer Bandläsion gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. g UVG. Das Vorgehen einer Listenverletzung ist dementsprechend zu beja- hen. 2. Wenn ja: Ist/sind diese Listenverletzungen im gesamten Ursachenspek- trum überwiegend wahrscheinlich vorwiegend auf Erkrankung oder Ab- nutzung zurückzuführen? Begründung?" Die diagnostizierte Listenverletzung ist überwiegend wahrscheinlich vorwie- gend auf Abnützung zurückzuführen. Man muss davon ausgehen, dass das Bicepssehnen-Pulley vor der besagten Aufschlagbewegung mechanisch er- heblich vorgeschädigt und ausgedünnt war, so dass das Servieren beim Ten- nis ausreichend war, um einen vollständigen Riss hervorzurufen. Der vom Ver- sicherten geschilderte Bewegungsablauf (forcierte Rotationsbewegung unter hoher Energie beim Tennisservice) ist mit den sich dabei entwickelnden Kräf- ten nicht geeignet, ein intaktes Pulley zu schädigen. Der vom Versicherten ge- schilderten Symptomatik mit dem typischen Beschwerdebild entspricht indes- sen dem geschilderten Bewegungsablauf, wenn ein bereits stark vorgeschä- digtes Band komplett reisst. Von einem vorgeschädigten Pulley ist auch auf- grund des ebenfalls diagnostizierten, subacromialen Impingements auszuge- hen, da der verschmälerte Subacromialraum zu einer mechanischen Bean- spruchung des Pulleys und damit zu einer Abnutzung desselben führt. 3. Bemerkungen? Keine. 4.7Am 29. November 2018 nahm der behandelnde Arzt Dr.med. I.________ Stellung zur Beurteilung von Dr.med. H.________. Er hielt u.a. fest, dass man den Beweis, dass die Verletzung zu mehr als 50% auf Abnützung basiere, ohne prä-traumatische Bildgebung im Sinne eines MRI nicht stellen könne. Zudem sei bekannt, dass sowohl die SLAP-Läsion als auch die Pulley-Läsion und die PAS- TA-Läsion in der Schulter sehr wohl oft traumatische Ursachen haben würden. Anschliessend verwies er auf verschiedene Literaturhinweise sowie Studien, welche seine Aussagen belegen würden. Des Weiteren führte Dr.med. I.________ aus, dass die Frage, welche Argumente gegen eine vorwiegend auf Abnutzung basierende Verletzung sprechen würden, sicherlich nicht ganz ein-15 fach zu beantworten sei. Die Beschwerdefreiheit vor Unfall sei hierfür keine Rechtfertigung. Es sei hier sicherlich schwierig, den Gegenbeweis anzutreten. Die Pulley-Läsion könne sowohl traumatisch als auch durch chronische Überbe- anspruchung entstehen (Vi-act. M12). 5.1Der Beschwerdeführer stellt mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 14. August 2019 die Frage, ob die Leistungspflicht der Unfallversicherung nicht auch dann gegeben ist, wenn das in Frage stehende Ereignis einen vorbeste- henden, stummen Zustand zumindest aktiviert hat (mit Verweis auf Urteil BGer 8C_337/2016 vom 7.7.2016 Erw. 4.1.2 und Samuelsson, Neuregelung der un- fallähnlichen Körperschädigung, in: SZS 62/2018 S. 335ff., S. 348). 5.2Das Bundesgericht hat im zu publizierenden Urteil 8C_22/2019 vom 24. September 2019 (Erw. 8.5) festgehalten, dass bei einem Unfallereignis im Sinne von Art. 4 ATSG die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst entfällt, wenn der Unfall keine auch nur geringe Teilursache der Körperschädigung mehr bildet. Demgegenüber ist der Unfallversicherer im Rahmen der unfallähnlichen Körperschädigung bereits dann von seiner Leistungspflicht befreit, wenn die Lis- tenverletzung zu mehr als 50% auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. In dem vom Beschwerdeführer zitierten Entscheid (auf welchen auch Samu- elson, a.a.O., S. 348, verweist) war unbestritten, dass es sich beim zugrundelie- genden Ereignis um einen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG handelte. Aus die- sem Entscheid kann somit einzig abgeleitet werden, dass der Unfallversicherer haftet, wenn ein stummer Vorzustand durch ein als Unfall anerkanntes Ereignis aktiviert wird. Ein solches Ereignis fehlt jedoch bei der unfallähnlichen Körper- schädigung. Daraus lässt sich für den konkreten Fall ableiten, dass selbst wenn das vorlie- gende - nicht als Unfall anerkannte - Ereignis betreffend die unfallähnliche Kör- perschädigung eine Teilursache darstellen sollte, konkret der keinen Unfall dar- stellende Tennisaufschlag eine conditio sine qua non für die Listendiagnose dar- stellt, die Vorinstanz dennoch von der Leistungspflicht befreit ist, wenn sie den Nachweis zu erbringen vermag, dass die Körperschädigung vorwiegend auf Ab- nützung oder Erkrankung zurückzuführen ist, d.h. wenn der Anteil "Abnützung oder Erkrankung" mehr als 50% beträgt, die Listendiagnose zu mehr als 50% auf Abnützung oder Erkrankung beruht (vgl. oben Erw. 1.3.3; Urteil BGer 8C_22/2019 vom 24.9.2019 Erw. 8.2.2.1). Dies schliesst eine Haftung des Un- fallversicherers durch eine etwaige Aktivierung eines stummen Vorzustandes durch ein Nicht-Unfallereignis aus, soweit die Aktivierung nicht mehr als 50% im gesamten Ursachenspektrum ausmacht. 16 6.1Dr.med. I.________ hat in seiner Stellungnahme zur Beurteilung von Dr.med. H.________ auf verschiedene Studien verwiesen, welche er dem Be- schwerdeführer zugestellt hat, ohne weiter darauf einzugehen und diese insbe- sondere auf den vorliegenden Fall anzuwenden. Vielmehr hat er festgehalten, dass er nicht wisse, inwiefern diese Studien verwendet werden können, dass die Frage, welche Argumente gegen eine vorwiegend auf Abnutzung basierende Verletzung sprechen würde, nicht einfach zu beantworten sei, und dass es schwierig sei, den Gegenbeweis anzutreten. Der Beschwerdeführer ist in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 14. August 2019 wie folgt auf die erwähnten Studien eingegangen (S. 7f.): Geoffrey D Abrams, Per A Renstrom, Marc R. Safran in Br J Sports Med 2012; 46:492-498. Epidemiology of musculoskeletal injury in the tennis player In der Studie wird ausgeführt, dass solche Schulterverletzungen im Zusam- menhang mit dem Tennisspielen zu den häufigsten Verletzungen zählen (bei ambitionierten Tennisspielern im mittleren Alter mit einer Prävalenz von 50%, vgl. S. 493). Verletzungen der Rotatorenmanschette seien diesbezüglich häu- fig bei älteren Spielern (vgl. S. 494). Kevin C. Chung, MD, MS und Meghan E. Lark BS. Upper Extremity lnjuries in Tennis Players: Diagnosis, Treatment and Management, published: Hand Clin. 2017 February; 33(1): 175-186. Auch in dieser Studie wurde festgestellt, dass Schulterverletzungen zu den häufigsten Verletzungsarten im Tennis zählen (vgl. S. 8). Spezifisch wird in der Studie auch auf die Risikofaktoren, insb. das belastende Aufschlagspiel einge- gangen (vgl. S. 8 f.). Auf S. 10 der Studie wird zudem beschrieben, dass SLAP Läsionen zu den häufigsten Verletzungen bei ambitionierten Tennisspielern zählen. In Fakt haben biomechanische Studien gezeigt, dass Über-Kopf- Bewegungen beispielsweise beim Aufschlagen die grösste Rolle in der Verur- sachung von solchen SLAP-Läsionen zählen (vgl. S. 10 oben). Anmerkung: Wenn solche Schulterverletzungen und Sehnenrisse zu den häu- figsten Verletzungen - auch bei sehr jungen Spielern - zählen, so ist die Schlussfolgerung von Dr. H.________, wonach ein Aufschlag nicht geeignet sei, eine intakte Sehne zu schädigen, entkräftet. Gemäss Brockmeyer et al.: SLAP Lesions: a treatment algorithm sowie weiteren von Dr. I.________ zitier- ten Studien kann sowohl die SLAP-Läsion, als auch die Pulley-Läsion, als auch die PASTA-Läsion in der Schulter sehr oft traumatische Ursachen haben. Martin, Bideau, Ropars, Delamrche, Kulpa: Upper limb joint kietic analysis during tennis serve: Assessment of competitive leven an efficiency and injury risks, Scand J Med Sci Sports 2014: 24: 700-707 In dieser Studie wurden die Belastungen beim Aufschlag auf die Gelenke ge- messen. Es wurde festgestellt, dass ein hohes Risiko von Überlastung der Schulter und damit einhergehende Verletzungen besteht, unabhängig davon, wieviele Aufschläge im Training und Wettkampf schon absolviert worden sind (S. 706). Damit ist die Behauptung Dr. H.________, eine intakte Schulter kön- ne nicht durch einen Aufschlag verletzt werden, entkräftet.17 Fu, Ellenbecker, Renstrom, Windler, Dines: Epidemiology of injuries in tennis player, Muskoloskeletal Medicine (2018) 11:1-5. Gemäss dieser Studie gehören Schulter Verletzungen (SLAP, Internal or sub- acromial impingement, Rotator cuff tendinopathy/tear) zu den häufigen Verlet- zungen bei professionellen Tennisspielern (S. 2). Gescheit, Cormack, Duffield, Kovalchik, Wood, Omizzolo, Reid: Injury epode- miology of tennis players at the 2011 - 2016 Australien Open Grand Slam. Auch diese Studie weist ein hohes Verletzungsrisiko der Schulter nach (S. 4). 6.2Hierzu hat die Vorinstanz vernehmlassend was folgt festgehalten (S. 4ff.): Zur Studie von Abrams et al. (Beschwerdebeilage 4) "Der Sport stellt besondere Anforderungen an den Bewegungsapparat, wobei akute Verletzungen, wie z.B. Knöchelverstauchungen, in den unteren Extre- mitäten häufiger auftreten, während chronische Überlastungsverletzungen in den oberen Extremitäten, wie z.B. laterale Epikondylitis, häufiger bei Freizeit- spielern auftreten und Schulterschmerzen häufiger bei 'High-Level-Spielern'." i (Abstract, circa in der Mitte) "Ein weiterer Trend zeigt, dass akute Verletzungen häufig an den unteren Ex- tremitäten auftreten, während sich chronische Verletzungen am häufigsten an den oberen Extremitäten und am Rumpf manifestieren. "ii (S. 492, gegen Ende) Die vom Beschwerdeführer zitierte Stelle in ihrem Zusammenhang: "In einer Untersuchung wurden Schulterschmerzen bei 24% der High-Level Tennisspie- ler im Alter von 12 bis 19 Jahren festgestellt, wobei die Prävalenz bei Teilneh- mern mittleren Alters auf 50% stieg. Es gab eine Reihe von Untersuchungen, die über die Häufigkeit und/oder Prävalenz von Schulterschmerzen innerhalb einer grösseren Gruppe von Studienteilnehmern berichtet haben, die eine Ver- letzung durch Tennisspielen erlitten haben. Der Anteil der Tennisspieler auf al- len Ebenen mit Schulterverletzungen in diesen Studien lag zwischen 4% und 17%. Schulterverletzungen sind häufig auf wiederholte Anwendung zurückzu- führen und können mit Schulterdyskinesie, Rotatorenmanschettenpathologie oder glenohumeralem Innenrotationsdefizit mit dem daraus resultierendem in- ternen Impingement und/oder Labrumpathologien zusammenhängen. Im All- gemeinen hängen die Schulterbeschwerden bei jungen High-Level Tennisspie- lern mit einer subtilen Instabilität zusammen, während die Rotatorenmanschet- te beim älteren Spieler häufiger beteiligt ist. (....) Eine Untersuchung untersuch- te 18 ältere Tennisspieler ohne Vorgeschichte von Schulteroperationen oder Traumata und verglich sie mit altersgerechten Kontrollgruppen. Die Ergebnisse zeigten, dass 33% der Tennisspieler röntgenologische Anzeichen für degene- rative Veränderungen im Schultergelenk ihres dominanten Arms hatten, vergli- chen mit nur 11% der übereinstimmenden Kontrollgruppe."iii Zur Studie von Chung et al (Beschwerdebeilage 5) "Tennisverletzungen der oberen Extremitäten werden am häufigsten als Über- lastungsschäden am Handgelenk, Ellenbogen und an der Schulter beschrie- ben."iv (Synopsis) "Tennisverletzungen der unteren Extremitäten sind meist akut und resultieren aus traumatischen Ereignissen, während Verletzungen der oberen Extre- mitäten meist chronisch sind und auf wiederholte Überbeanspruchung zurück- zuführen sind. Um diese Ergebnisse besser zu verstehen, sind in der Literatur 18 Risikofaktoren für Verletzungen durch Überbeanspruchung der oberen Extre- mitäten in der Bevölkerung der Überkopf-Werfer und 'Striking Athletes' weit verbreitet. Gemäss diesen Studien würde die übermässige Belastung der obe- ren Extremitäten signifikant zu Weichteilproblemen beitragen (...)"v (Seite 2) "Überlastungsverletzungen an der Schulter sind bei Tennisspielern aller Leis- tungsstufen weit verbreitet und tragen nachweislich zu fast 4-17% aller Tennis- verletzungen bei. (...) Diese feinen Bewegungen [beim Aufschlagspiel] werden durch die umliegenden Rotatorenmanschettenmuskeln inszeniert, die sich an das Schulterblatt und andere umgebende Kapselstrukturen anfügen. Werden Schulterstrukturen durch chronische Überlastung schwach oder dysfunktional, können Tennisspieler eine skapuläre Dyskinesie entwickeln."vi (Seite 8) "Ein internes Zusammenstossen (internes Impingement) ist eine weitere Be- dingung, die im Zusammenhang mit der Entwicklung von Schulterverletzungen steht. Sie wird definiert als das abnormale mechanische Zusammenprallen der Rotatorenmanschetten-Sehnen gegen den oberen Glenoidrand und das La- brum. Ein Impingement tritt auch bei gesunden Schultern des Athleten auf; kann aber durch eine erhöhte Kompression der hinteren Kapsel verletzt wer- den."vii (Seite 9 unten) "Superiore labrale anterior-to-posterior (SLAP)-Läsionen sind die häufigsten Labrumverletzungen bei Athleten. Sie sind gekennzeichnet durch das Ausfran- sen oder Reissen des oberen Labrums an der Stelle der Bizepssehnenbefesti- gung, wodurch die zugrundeliegende Interaktion mit dem Glenoid gestört wird. Obwohl es verschiedene Klassifizierungen des Schweregrades gibt, beinhaltet die häufigste SLAP-Läsion die Ablösung sowohl des oberen Labrums als auch der Bizepssehne vom Glenoid. Biomechanische Studien zur Untersuchung von Labrumverletzungen bei Athleten haben gezeigt, dass die Mechanik der späten Spannphase von Überkopfwürfen und Aufschlag die grösste Rolle in der Ätiologie von SLAP-Läsionen spielt."viii (Seite 10 oben) "Vor einer chirurgischen "Reparatur" der SLAP-Läsion sollte — ähnlich wie bei anderen chronischen Weichteilverletzungen — eine nichtoperative Behandlung durchgeführt werden."ix (Seite 10 Mitte) "Es ist unbestritten, dass sportliche Aktivitäten einen grossen Beitrag zur Ätio- logie der Labrumverletzungen bei Tennisspielern leisten."x (Seite 11 oben) "Die Verletzung der Rotatorenmanschette ist in der Allgemeinbevölkerung häu- fig, wobei eine degenerative Ätiologie vor allem bei älteren Patienten zu beob- achten ist. Diese Verletzungen treten aber auch bei der jüngeren Bevölkerung bei Überkopf-Wurfsportlern auf, durch die wiederholte, energiereiche Belas- tung des Schultergelenks. (...) Bei Sportlern ist die RotatorenmanschettenTen- dinopathie meist mit einem hinteren inneren Impingement verbunden, das zu einem Ausfransen oder Reissen der Rotatorenmanschetten-Sehnen mit Wie- derholungen führen kann. (....) Wenn die Verletzung die Folge eines hinteren inneren Impingements ist, sind die Supraspinatus- und Infraspinatus-Sehnen am stärksten betroffen, und es kommt zu Schmerzen in der späten Spannpha- se des Tennisschlags."xi (Seite 11 Mitte) "Verletzungen der oberen Extremitäten entstehen durch wiederholte Überlas- tung der Gelenke. Die Diagnose stellt für Ärzte häufig eine Herausforderung dar (...)."xii (Seite 12 Summary)19 "Kernpunkte: Oft betreffen Tennisverletzungen der oberen Extremitäten das Weichteilgewebe und sind in der Regel die Folge von Überbeanspruchung." xiii (Seite 17) "Tennisverletzungen stehen mit biomechanischen Vorgängen bei Tennisschlä- gen und -aufschlägen in einem komplexen Zusammenhang."xiv (Seite 17) Zur Studie von Brockmeyer et al (Beschwerdebeilage 6) "Snyder et al. beschrieben ursprünglich, dass die Ätiologie der SLAP-Läsionen traumatisch ist. In der Literatur werden mehrere Verletzungsmechanismen für SLAP-Läsionen beschrieben. Ein Sturz auf den ausgestreckten Arm in einer leicht gebeugten und abduzierten Position führte zu einer Läsion des oberen Labrums; verursacht durch die Kompressionskraft und Subluxation des Ober- armkopfes nach kranial. Mit Trauma durch eine externe Rotation und Abdukti- onskraft der Schulter, die oft als Begleitläsionen angesehen werden. Aber in den meisten Fällen sind SLAP-Läsionen Überlastungsverletzungen. Die häu- figste Ursache für SLAP-Läsionen ist ein Mikrotrauma und eine Überbeanspru- chung durch wiederholte Wurfbewegungen, wie sie in der Literatur für Base- ballwerfern häufig beschrieben wird."xv (Seite 448) "Angesichts all dieser möglichen Verletzungsmechanismen wird die Diagnose SLAP-Läsion häufig bei jungen Athleten, insbesondere bei 'Overhead-Athleten' gestellt."xvi (Seite 448, zweite Spalte oben) Studie C. Martin et al (Beschwerdebeilage 7) "Überlastungsverletzungen im Sport können durch ein komplexes Zusammen- spiel verschiedener Risikofaktoren wie Alter, Geschlecht, Muskelschwäche und -ungleichgewicht, schlechte Ausrüstung, Anzahl der Wiederholungen während des Trainings und der Wettkämpfe und übermässige Gelenkbelastungen ent- stehen. Unter allen Risikofaktoren bei überhand Werfen und Schlagen ist be- kannt, dass übermässige Gelenkbelastungen (Kräfte und Drehmomente) ein entscheidender Risikofaktor sind, der zu wiederholten Mikrotraumen führt, die für Verletzungen der oberen Extremitäten verantwortlich sind. (...) Die trauma- tische Wirkung des Tennisspiels hängt auch mit der Wiederholung der Auf- schlagbewegung während der gesamten Wettkampfkarriere des Spielers zu- sammen. (....) Diese Wiederholung von Aufschlag in den Gelenken der oberen Extremitäten bei Tennisspielern kann erklären, warum auf allen Wettkampfe- benen im Tennis Überlastungsschäden an den oberen Extremitäten ein häufi- ges medizinisches Problem sind. Tatsächlich betreffen diese Verletzungen durch Überbeanspruchung nicht nur professionelle Spieler, sondern auch Frei- zeit- und fortgeschrittene Wettkampfspieler."xvii (Seite 700) "Überlastungsschäden werden nicht nur durch eine übermässige Gelenkkinetik verursacht. Sie können auch durch das Zusammenspiel zwischen der Gelenk- kinetik und mehreren Faktoren wie der Anzahl der Wiederholungen entste- hen."xviii (Seite 705, erste Spalte, unten) Studie C. Fu et al (Beschwerdebeilage 8) "Der Aufschlag mit supraphysiologischen Kräften durch Schulter und Ellbogen ist der anspruchsvollste Schlag im Tennis. Zu den häufigsten Überlastungsver- letzungen im Tennis gehören innere Impingements und Superiore Labrum An- terior-to-Posterior (SLAP)-Risse in der Schulter, Tendinopathie am medialen oder seitlichen Ellenbogen, Tendinitis und Subluxation der Streckmuskel- sehne Carpi ulnaris am Handgelenk, Bauchmuskelverspannungen sowie Len-20 denverspannungen und degenerative Bandscheibenpathologien." xix (erste Sei- te) "In Übereinstimmung mit der bisherigen Literatur treten akute Verletzungen in der Regel in den unteren Extremitäten auf, während chronische Überlastungs- verletzungen häufiger die oberen Extremitäten und den Rumpf betreffen." xx (dritte Seite, zweite Spalte, unten) 6.3Eine Würdigung der Aktenlage zeitigt die nachfolgenden Ergebnisse. 6.3.1Beim Bericht von Dr.med. H.________ handelt es sich, wie bereits ausge- führt (vgl. vorstehende Erw. 3.4.2), nicht um ein Gutachten, sondern um eine Be- urteilung eines versicherungsexternen Arztes. Dabei ist die Bezeichnung grundsätzlich unerheblich (vgl. vorstehende Erw. 1.5.1). Wichtig ist u.a., dass der Bericht von Dr.med. H.________ in Kenntnis sämtlicher vorinstanzlicher Vorak- ten abgegeben wurde. Nachdem die Diagnosen, welche insbesondere nach ei- ner Operation konkretisiert wurden, nicht in Frage gestellt wurden, oblag Dr.med. H.________ insbesondere die Beurteilung, ob die vorhandenen Diagnosen einer Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG entsprechen, und falls ja, ob diese überwiegend wahrscheinlich vorwiegend auf Erkrankung oder Abnützung zurückzuführen ist. Mit diesen streitigen Belangen sowie mit den Vorakten hat sich Dr.med. H.________ in seiner Beurteilung auseinandergesetzt. Dass Dr.med. H.________ hierzu auf die Akten und keine eigenen Untersuchungen abgestellt hat, ist nicht zu beanstanden, nachdem es grundsätzlich um die ärztli- che Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhaltes geht (vgl. Urteil BGer 8C_383/2011 vom 9.11.2011 Erw. 4.2 m.w.H.). Die Schlüssig- keit der Beurteilungsergebnisse ergibt sich sodann aus den nachfolgenden Aus- führungen. 6.3.2Die Aussage von Dr.med. I.________, dass der Beweis, dass die Verlet- zung zu mehr als 50% auf Abnützung basiert, nicht ohne prätraumatische Bild- gebung im Sinne eines MRI erbracht werden kann, ist nicht nachvollziehbar. Zum einen ist diese Frage durch den Rechtsanwender zu beurteilen, zum anderen führt die Vorinstanz vernehmlassend zutreffend aus, dass kein voller Beweis der degenerativen Natur der Körperschädigung erforderlich ist. Hinzu kommt, dass das Ereignis, Tennisaufschlag, eher untergeordneter Art ist, weshalb sich da- durch der Entlastungsbeweis der Vorinstanz vereinfacht (vgl. Urteil BGer 8C_22/2019 vom 24.9.2019 Erw. 8.6). 6.3.3Die Feststellung von Dr.med. H.________, dass der vom Versicherten ge- schilderte Bewegungsablauf (forcierte Rotationsbewegung unter hoher Energie beim Tennisservice) mit den sich dabei entwickelnden Kräften nicht geeignet ist, ein intaktes Pulley zu schädigen, ist auch unter Berücksichtigung der vom Be-21 schwerdeführer eingereichten Studien zu Schulterverletzungen im Zusammen- hang mit Tennisspielern nachvollziehbar und begründet. Die auf die Schulter wir- kenden Kräfte beim Aufschlag führen durch die vielen Wiederholungen zu einer Überlastung bzw. zu wiederholten Mikrotraumata, welche zu einer Überlastungs- verletzung der Schulter führt (vgl. vorstehende Erw. 6.2), wobei 'Verletzung' hier nicht mit unfallkausal gleichgesetzt werden kann. Ist eine Verletzung wiederhol- ten Mikrotraumata des täglichen Lebens zuzuschreiben, welche zu einer allmäh- lichen Abnützung geführt habe, so ist sie als Krankheitsfolge zu betrachten (BGE 134 V 72 Erw. 4.3.2.1). Selbst bei jungen Spielern hängen Schulterbeschwerden gemäss Abrams mit einer subtilen Instabilität zusammen. In der Studie von Brockmeyer et.al. wird ausgeführt, dass die Ätiologie einer SLAP-Läsionen auch traumatisch bedingt sein kann. Als Verletzungsmechanis- mus wird ein Sturz auf den ausgestreckten Arm in einer leicht gebeugten und abduzierten Position erwähnt; verursacht durch die Kompressionskraft und Sub- luxation des Oberarmkopfes nach kranial, sowie Trauma durch eine externe Ro- tation und Abduktionskraft der Schulter, die oft als Begleitläsionen angesehen werden. Aber in den meisten Fällen seien SLAP-Läsionen Überlastungsverlet- zungen. Dr.med. I.________ führt aus, dass nicht nur SLAP-Läsionen, sondern auch Pulley-Läsionen oder PASTA-Läsionen traumatische Ursachen haben kön- nen. Selbst wenn dies so sein sollte, ist aus den Beurteilungen von Dr.med. I.________ nicht ersichtlich, weshalb dies im konkreten Fall zutreffen sollte. Nachdem vorliegend kein ausserordentlicher Verletzungsmechanismus vorliegt, sprechen überwiegend mehr Indizien dafür, dass es sich bei der Pulley-Läsion um eine sogenannte Überlastungsverletzung handelt, die Pulley-Läsion zu mehr als 50% auf Abnützung oder Erkrankung beruht. Allein die Aussage, dass eine solche Verletzung auch traumatisch bedingt sein kann, vermag daran nichts zu ändern. Dasselbe gilt bei der Aussage, dass jeder Patient individuell verschieden sei. Auch zu den häufigsten Überlastungsverletzungen im Tennis gehören gemäss den vorerwähnten Studien innere Impingements sowie Tendinitis. Zudem hat Dr.med. H.________ nachvollziehbar ausgeführt, dass von einem vorgeschädig- ten Pulley auch aufgrund des ebenfalls diagnositzierten, subacromialen Im- pingements auszugehen ist, da der verschmälerte Subacromialraum zu einer mechanischen Beanspruchung des Pulley und damit zu einer Abnutzung dessel- ben führt. 6.3.4Die Beurteilung von Dr.med. I.________ vermag an derjenigen von Dr.med. H.________ keine Zweifel zu erwecken. Nicht nur erachtet er es wie be- reits ausgeführt als schwierig, den Gegenbeweis anzutreten bzw. geltend zu ma-22 chen, dass es sich um eine traumatisch bedingte Körperschädigung handelt, sondern er hält auch fest, dass die Pulley-Läsion sowohl traumatisch als auch durch chronische Überbeanspruchung entstehen kann. Er stützt somit (zumin- dest teilweise) die Beurteilung von Dr.med. H.________. Auch die vom Be- schwerdeführer eingereichten Studien, welche Dr.med. I.________ dem Be- schwerdeführer zur Bestätigung seiner Beurteilung zugestellt hat, bestätigen vielmehr die Beurteilung von Dr.med. H.________. Die Vorinstanz hat vernehm- lassend die wesentlichen, im konkreten Fall (regelmässiger [Freizeit-] Tennisspie- ler mit Pulley-Läsion sowie subacromiales Impingements, Zwick beim Aufschlag bzw. Schmerzen beim Tennisspielen) relevanten Aussagen dargelegt und ist den Ausführungen des Beschwerdeführers mit dem richtigen Kontext begegnet, wor- auf vorliegend verwiesen werden kann (vgl. vorstehende Erw. 6.2). Daraus geht hauptsächlich hervor, dass Tennisspielen häufig die Ursache für chronische Überlastungsverletzungen am oberen Körper wie den Schultern ist und dass die erhöhte Belastung beim Aufschlag vermehrt zu Mikrotraumata führen kann, wel- che anschliessend eine Schulterverletzung (wie eine Pulley-Läsion) verursachen. Die eben erwähnten Aussagen in den Studien weisen somit angewendet auf den konkreten Fall auf eine chronische Überlastungsverletzung hin. Somit vermögen auch die Ausführungen des Beschwerdeführers mit Bezug auf die Studien keine (nicht einmal geringfügige) Zweifel an der Beurteilung von Dr.med. H.________ zu erwecken. 6.3.5Auch Dr.med. K.________ teilt die Ansicht von Dr.med. H.________, dass die diagnostizierten Befunde mit überwiegender Wahrscheinlichkeit degenerati- ver Natur sind. Allerdings stützt er sich in seiner Begründung auf den Krankheits- verlauf. Dabei ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer nach einem verspür- ten Zwick in der Schulter weiterhin Tennis spielte. Anfänglich sei es sehr schmerzhaft gewesen mit Bewegungseinschränkungen, nach sechs Wochen und mit Einnahme von Schmerzmitteln sei es zu einer Verbesserung gekommen, wo- bei er nur mit immer wieder einschiessenden Schmerzen weiterhin habe Tennis spielen können (vgl. Vi-act. M4). Der Beschwerdeführer machte sodann gestützt auf einen Bericht des Osteopathen Dr. L.________ (DPT, D.O. Osteopath GDK- CDS SVO-FSO) vom 12. Juli 2017 geltend, dass nach wie vor Einschränkungen in der Abduktion vorlagen. Dr.med. K.________ führte insbesondere aus, dass eine traumatische Rotatorenmanschetten-Ruptur einen typischen Verlauf habe. Ein solches Ereignis führe zu einem deutlichen, oft reissenden Schmerz in der Schulter mit Ausstrahlung in den Oberarm verbunden mit einem Kraft- und Funk- tionsverlust. Aufgrund der deutlichen Klinik werde sich der Patient in der Regel bald einem Arzt vorstellen. Nach Rückgang des akuten Schmerzens seien aktive, aber auch passive Bewegungseinschränkungen nachweisbar. Nach Rückgang 23 der subakuten Phase werde sich zunehmend eine passive Steifigkeit einstellen. Beim Beschwerdeführer sei es so gewesen, dass die Symptomatologie unter Schmerzmitteln sukzessive zurückging und der Patient bereits nach sechs Wo- chen wieder habe Tennis spielen können. Dies spreche gegen eine frische Läsi- on der Supraspinatussehne (inkl. Infraspinatussehne). Aus dieser Beurteilung lässt sich nicht erkennen, ob Dr.med. K.________ die weiterhin bestehenden Schmerzen des Beschwerdeführers sowie die Abduktion berücksichtigt hat. Sie ist somit nicht ohne weiteres nachvollziehbar und vermag dementsprechend die Beurteilung von Dr.med. H.________ weder zu stützen, noch in Zweifel zu zie- hen. 6.3.6Soweit der Beschwerdeführer mit Bezugnahme auf den Bericht von Dr.med. I.________ geltend macht, sein Alter spreche gegen eine degenerativ oder chronisch geschädigte Rotatorenmanschette, so widerspricht er sinn- gemäss dem von ihm geltend gemachten Inhalt der Studie von Abrams (vgl. vor- stehende Erw. 6.1). Schulterschmerzen konnten demnach bei 50% der Studien- teilnehmer mittleren Alters festgestellt werden. Die Rotatorenmanschette war so- dann beim älteren Spieler häufiger beteiligt. Allerdings wurde zusammenfassend festgehalten, dass kein Zusammenhang zwischen dem Alter und der Verlet- zungsrate ausgemacht werden konnte. Somit vermag der Beschwerdeführer auch damit keine Zweifel an der Beurteilung von Dr.med. H.________ zu we- cken. 6.3.7Die weiteren Arztberichte in den Akten haben sich zu den vorliegend strei- tigen Fragen nicht geäussert bzw. vermögen am Gesagten nichts zu ändern; auch nicht der Umstand, dass Dr.med. H.________ Spezialarzt für Chirurgie und Unfallchirurgie und nicht ein Facharzt Orthopädie / Traumatologie ist (vgl. Urteil BGer 8C_68/2019 vom 22.7.2019 Erw. 4.2.2). 6.4Zusammenfassend ergibt sich, dass weder die Beurteilungen von Dr.med. I.________, noch die Vorbringen des Beschwerdeführers auch nur geringe Zwei- fel an der Richtigkeit der Beurteilung von Dr.med. H.________ unter Berücksich- tigung der vorliegenden Aktenlage zu begründen vermögen. Die Einholung eines verwaltungsexternen bzw. gerichtlichen Gutachtens drängt sich somit nicht auf. 7.Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde damit als unbegründet und ist abzuweisen. Die unbestrittenermassen vorliegende Bandläsion, Art. 6 Abs. 2 lit. g UVG, ist vorwiegend degenerativ bedingt bzw. auf Abnützung zurückzuführen, weshalb keine Leistungspflicht aus unfallähnlicher Körperschä- digung besteht.24 8.1Es werden keine Kosten erhoben (Art. 61 lit. a ATSG). 8.2Weder der unterliegende Beschwerdeführer noch die obsiegende Vorinstanz haben Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG).25 Demnach erkennt das Verwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Kosten erhoben. 3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer- de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei- zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes- gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005). Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe- schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 4. Zustellung an: -den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R) -die Vorinstanz (R) -und das Bundesamt für Gesundheit, BAG, 3003 Bern (A). Schwyz, 12. Dezember 2019 Im Namen des Verwaltungsgerichts Der Vizepräsident: Die Gerichtsschreiberin: *Anforderungen an die Beschwerdeschrift Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru- mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen. Versand: 3. Januar 2020