20. Juni 1986 N 1007 Interpellation Braunschweig Terrorismusbekämpfung betrifft zu guten Teilen die Kan- tone und ihre Polizeien, wozu sich der Bundesrat nicht äussern kann. Auf Bundesebene ist das bei der Bundesan- waltschaft für die Terrorbekämpfung zur Verfügung ste- hende Personal stark belastet. Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement bemüht sich deshalb, auf einen massvollen personellen Ausbau der Bundespolizei hinzuwir- ken. Erste Schritte in dieser Richtung sind verwirklicht. Ein solcher Ausbau drängt sich um so mehr auf, als er bereits im Zusammenhang mit der ebenfalls sehr wichtigen und vom Parlament mehrfach geforderten Verstärkung der Spionage- abwehr als notwendig erachtet worden ist. Auch im Bereich der materiellen Mittel muss die Terrorismusbekämpfung von möglichst optimalen Voraussetzungen ausgehen können. Eine Modernisierung im Bereich der Logistik zur Verbesse- rung der Abwehrkapazität wird gegenwärtig bei der Bundes- anwaltschaft geprüft. 4. Die Schweiz unterhält seit 1962 diplomatische Beziehun- gen zu Libyen, was in beiden Ländern zur Eröffnung diplo- matischer Vertretungen geführt hat. Im Jahre 1983 musste der damalige Leiter des libyschen Volksbüros in Bern wegen nachrichtendienstlicher Handlungen sowie der Vermittlung von Waffen durch das Volksbüro zum Verlassen des Landes aufgefordert werden. Libyen hat sodann aufgrund entspre- chender Kontakte mit den schweizerischen Behörden den Personalbestand seiner Vertretung in der Zeit von Ende November 1983 bis Mitte April 1986 von 32 auf 18 Mitarbeiter reduziert. Unter diesen Umständen stehen zurzeit weder die Schlies- sung des libyschen Volksbüros noch die Forderung nach Ausreise eines oder mehrerer seiner Mitarbeiter zur Diskus- sion. Der Bundesrat behält sich jedoch vor, geeignete Mass- nahmen zu ergreifen, falls sich diese in einem späteren Zeitpunkt als notwendig erweisen sollten. Betreffend das Büro des Ständigen Beobachters der PLO bei der UNO in Genf ist folgendes festzustellen: In ihrer Resolution 3237 (XXIX) vom 22. November 1974 erkannte die UNO-Vollversammlung der PLO das Recht zu, als Beob- achter an den Sessionen und Arbeiten aller internationalen Konferenzen teilzunehmen, die unter ihrer Oberhoheit oder unter jener anderer Organisationen der Vereinten Nationen einberufen werden; das Generalsekretariat der UNO wurde beauftragt, die nötigen Massnahmen für den Vollzug zu treffen. Die Mehrzahl der spezialisierten Institutionen der UNO (WMO, WHO, UPU usw.), deren Sitz sich in der Schweiz befindet, hat die PLO ebenfalls eingeladen, im Beobachter- status an ihrer Arbeit teilzunehmen. Daher bat der UNO- Generalsekretär das Eidgenössische Politische Departe- ment mit Note vom 16. April 1975, der PLO jene Erleichte- rungen, Immunitäten und Privilegien zu gewähren, die zur Erfüllung ihrer in Zusammenhang mit der erwähnten Reso- lution stehenden Mission unerlässlich sind. In Uebereinstim- mung mit ihren Verpflichtungen als Gastgeberland war die Schweiz gehalten, diesem Ersuchen stattzugeben. Demzu- folge hat der Bundesrat mit Beschluss vom 25. Juni 1975 die Errichtung eines PLO-Büros in Genf bewilligt. Gleich wie die anderen ständigen Missionen und deren Mitglieder in Genf sind dieses Büro und dessen Mitglieder nicht beim Bundes- rat, sondern bei den in unserem Lande niedergelassenen internationalen Organisationen akkreditiert. Unter diesen Umständen und mit Rücksicht auf das Grundprinzip der Unabhängigkeit der internationalen Organisationen könnte der Bundesrat gegen dieses Büro keine Massnahmen ergreifen, es wäre denn - so der Beschluss vom 25. Juni 1975 -, die Sicherheit der Schweiz stünde auf dem Spiel. Bislang sind jedoch keine Fakten bekannt, die eine entspre- chende Schlussfolgerung rechtfertigen würden. Abstimmung - Vote Für den Antrag auf Diskussion Dagegen 61 Stimmen 2 Stimmen Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates teilweise befriedigt. #ST# 86.352 Interpellation Braunschweig Militärflugplätze Emmen, Sion, Payerne und Dübendorf. Lärmplage Aérodromes de Dübendorf, Emmen, Payerne et Sion. Bruit des avions Wortlaut der Interpellation vom 13. März 1986 Das Bundesamt für Umweltschutz erteilte der EMPA schon 1982 den Auftrag, eine mit dem für die Zivilluftfahrt gelten- den NNI-Wert (Noise and Number Index) vergleichbare Messgrösse für die Militäraviatik zu schaffen. Modellgrund- lagen und Lärmkataster für Dübendorf sind heute weitge- hend erarbeitet. 1. Ist es richtig, dass beim Bundesamt für Umweltschutz bereits ein Zwischenbericht zu dieser Fragestellung einge- reicht worden ist? Was kann der Bundesrat über Inhalt dieser Unterlagen und Folgerungen aussagen? Ist die Defi- nition der Immissionsgrenzen in der Zwischenzeit gefunden worden? 2. Bis zu welchem Zeitpunkt kann mit der Festlegung der Belastungsgrenzwerte für die verschiedenen Zonen und bis wann mit dem eigentlichen Lärmzonenplan gerechnet wer- den? Gilt dieser Zeitplan auch für die Belastungsgrenzwerte militärischer Schiess- und Waffenplätze anderer Truppen- gattungen? 3. Wäre es wirklich nicht möglich gewesen, von Anfang an die Grenzwerte für den Militärfluglärm in die Verordnung zum Umweltschutzgesetz einzubeziehen? 4. Ist es richtig, dass die Lärmzonenpläne keine Verringe- rung des Fluglärms, sondern nur die rechtliche Handhabe zur Verhinderung von neuen Bauten und Auflagen wie Schallisolationen bringen? (Bundesamt für Militärflug- plätze: «An der Quelle können wir den' Lärm nicht dämmen.») 5. Was sagt der Bundesrat zu folgenden konkreten Vor- schlägen für eine tatsächliche Lärmverminderung? - Starts mit reduziertem Gewicht, - Anflugüberwachung zur Verminderung von «Fullpower»- Landungen, - Konzentration des Flugbetriebs auf die Wintermonate, - Verzicht auf «Altherrenflüge» (ohne dienstliches Erforder- nis), Akrobatik- und andere Prestige- und Werbeflüge, auf Trainingsflüge (die durch Flugsimulator ersetzt werden kön- nen) und auf «Touch-and-go»-Operationen. 6. Nachdem das Bundesamt für Militärflugplätze bestätigt, dass - die heutigen leistungsstärkeren Kampfflugzeuge (z. B. F-5- Tiger) «ohne Ausnahme wesentlich lauter als früher» sind (z. B. Venom) und diese Entwicklung auch in bezug auf neue Trainings- und neue Generationen von Kampfflugzeu- gen nicht anders sein wird, - die Zahl der Flugbewegungen (Starts, Landungen, Stand- läufe usw.) nicht vermindert werden kann (in Dübendorf eine Erhöhung um 10 Prozent im Jahre 1985) und die Flug- zeiten dauernd erhöht werden müssen (Dämmerflüge!), - eine vermehrte Verlegung der Pilotenausbildung ins Aus- land aus aussen- und neutralitätspolitischen Gründen aus- geschlossen ist und -dem Einsatz von Simulatoren schon heute Grenzen gesetzt sind, fragen wir, ob die Aussichten für eine Militärfluglärmvermin- derung in allen Wohngebieten gleich null sind. Texte de l'interpellation du 13 mars 1986 L'Office fédéral de la protection de l'environnement a confié à l'EMPA (Laboratoire fédéral d'essai des matériaux), en 1982 déjà, le mandat de déterminer, pour l'aviation militaire, un indice comparable à la valeur NNI (Noise and numberInterpellation Braunschweig 1008 N 20 juin 1986 index) qui est applicable à l'aviation civile. Les études de base et un cadastre des zones de bruit sont déjà en grande partie élaborés pour Dübendorf. 1. Est-il exact qu'un rapport intermédiaire sur ces questions a déjà été adressé à l'Office fédéral de la protection de l'environnement? Que peut dire le Conseil fédéral du con- tenu de ce document et des conséquences à en tirer? A-t-on entre-temps réussi à définir les valeurs limites d'immis- sions? 2. Pour quelle date peut-on prévoir que les valeurs limites d'exposition au bruit seront fixées pour les différentes zones et pour quand peut-on compter que le plan des zones de bruit sera établi? Ce calendrier est-il également valable pour les valeurs limites d'exposition au bruit applicables aux places d'armes et de tir d'autres armes? 3. N'aurait-il vraiment pas été possible d'introduire tout de suite, dans l'ordonnance sur la protection de l'environne- ment, les valeurs limites applicables aux aérodromes mili- taires? 4. Est-il exact que les plans des zones de bruit ne visent pas à diminuer le bruit des avions mais constituent seulement un moyen légal pour empêcher que l'on construise de nouveaux bâtiments et que l'on impose des obligations telles que l'isolation acoustique (Office fédéral des aérodro- mes militaires: «A la source, nous ne pouvons pas réduire le bruit.»)? 5. Que pense le Conseil fédéral des propositions concrètes suivantes visant à une réduction effective du bruit: -décollage avec charge réduite, - surveillance de l'approche pour diminuer les atterrissages «fullpower», - concentration des vols pendant les mois d'hiver, - suppression des vols de pilotes libérés du service de vol, de la voltige et d'autres vols de prestige et de propagande, de vols d'entraînement (qui peuvent être remplacés par des exercices sur simulateurs de vol) et d'exercices d'atterrissa- ges différés? 6. Sachant que l'Office fédéral des aérodromes militaires à confirmé - que les avions de combat actuels, qui sont plus puissants (par ex. F-5-Tiger), sont «tous sans exception notablement plus bruyants que les anciens» (par ex. Venom) et qu'il en ira de même des avions d'entraînement et de ceux de la nou- velle génération; -que l'on ne peut diminuer le nombre des mouvements d'avions (décollages, atterrissages, essais au point fixe, etc. ; augmentation de 10 pour cent en 1985 à Dübendorf) et que les périodes où les vols sont autorisés dans la journée doivent continuellement être rallongées (vols au lever et à la tombée du jour!); - que, pour des raisons relevant de la politique étrangère et de la neutralité, il est exclu d'envoyer davantage de pilotes à l'étranger pour leur instruction; -que l'utilisation de simulateurs se heurte à des limites aujourd'hui déjà, nous demandons s'il faut abandonner tout espoir de voir réduire le bruit des avions militaires dans toutes les régions habitées? Mitunterzeichner-Cosignataires: Bäumlin, Bircher, Christi- nat, Euler, Fankhauser, Friedli, Gloor, Hubacher, Jaggi, Lanz, Leuenberger Moritz, Longet, Maeder-Appenzell, Mauch, Morf, Ott, Pitteloud, Renschler, Robbiani, Ruffy, Stappung, Uchtenhagen, Vannay, Weder-Basel, Zehnder (25) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Für Dübendorf muss ich feststellen, dass die Ungeduld der Bevölkerung ganz beträchtlich im Zunehmen begriffen ist. Die Bereitschaft ist nicht mehr überall und ohne weiteres vorhanden, die Beschwichtigungen des Bundesamtes für Militärflugplätze hinzunehmen. Der Eindruck ist weitverbrei- tet, in «Bern» hätte man in Sachen Militärfluglärmverhinde- rung keine Eile, obwohl das Umweltschutzgesetz auch für jene Bürgerinnen und Bürger gelten sollte, die vom Militär- fluglärm betroffen sind. Es gebe auch eine Gleichberechti- gung unter den Lärmgeschädigten, ob dieser Lärm nun ziviler oder militärischer Herkunft sei. Und dieses Gefühl der Benachteiligung besteht auch in Bassersdorf, Dietlikon, «lo- ten, Opfikon, Wallisellen, Wangen, Brütisellen und anderswo in der Region. Der freisinnige Gemeinderat, Professor Hans Haur, erklärte am 30. September 1985, «er könne die Bundesbehörden nicht verstehen, dass sie die Zeichen der Zeit dermassen verkennen ..... er richte an sie den Wunsch, die Verzöge- rungstaktik aufzugeben und zu einer baldigen Regelung im Sinne des Umweltschutzgesetzes Hand zu bieten». Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 21. Mai 1986 Rapport écrit du Conseil fédéral du 21 mai 1986 1. Das Bundesamt für Umweltschutz verfügt seit Ende März 1986 über einen Zwischenbericht der Eidgenössischen Materialprüfungsanstalt mit ersten Berechnungsergebnis- sen für den Flugplatz Dübendorf. Dieser Bericht dient nun- mehr zur Festlegung geeigneter Masse für die Militärflug- lärmbelastung und der entsprechenden Belastungsgrenz- werte; die Arbeiten daran werden über das Jahr 1987 hin- ausgehen. Es ist vorgesehen, die Belastungsgrenzwerte anschliessend in der massgebenden Lärmverordnung zum Bundesgesetz über den Umweltschutz zu verankern. Die Ausscheidung von Lärmzonen nach dem Muster ziviler Flughäfen ist für Militärflugplätze nicht vorgesehen. Sie entspricht auch keiner Notwendigkeit; die Vorschriften des Umweltschutzgesetzes hinsichtlich Ausscheidung von Bau- zonen und Bauten in lärmbelasteten Gebieten genügen, um unzweckmässige Ueberbauungen in der Nähe von lärmigen Anlagen zu verhindern. Immerhin wird die tatsächliche Lärmbelastung in einem Lärmbelastungskataster festzuhal- ten sein. 2. Es trifft zu, dass der Militärfluglärm mit der Einführung der «Tiger»-Kampfflugzeuge generell zugenommen hat. Der laufende Einsatz dieser Flugzeuge bringt insbesondere in den Regionen Dübendorf, Emmen, Payerne und Sitten grös- sere Lärmbelastung. Der Bundesrat bedauert diese Tatsa- che, die aber im Interesse der Kampfkraft unserer Flugwaffe nicht geändert werden kann. Kampfflugzeuge mit lärmdämpfenden Triebwerken werden auch in absehbarer Zukunft nicht zur Verfügung stehen, weil die Schalldämpfung die Flugleistung reduziert. 3. Zu den konkreten Vorschlägen des Interpellanten für die Lärmverminderung kann wie folgt Stellung genommen werden. 3.1. Start mit reduziertem Gewicht Das Abfluggewicht eines Flugzeugs kann nur durch die Zuladung von Treibstoff und Munition verändert werden. Diese wird schon heute entsprechend dem Auftrag und dem zu erreichenden Ausbildungsziel so niedrig wie möglich gehalten und kann nicht reduziert werden. 3.2. Anflug-Ueberwachung Für den Landegleitflug stehen Gleitweg-Anzeigegeräte und Radaranlagen zur Verfügung. Abweichungen vom einzuhal- tenden Gleitweg - beispielsweise durch Windeinfluss - muss der Pilot mit Aenderung der Triebwerkleistung korri- gieren. Diese Korrekturen in der Schubleistung sind aber im Vergleich zu Flugzeugstarts wesentlich weniger lärminten- siv. Vollgas- («Fullpower»-)Landungen gibt es nicht. 3.3 Konzentration des Flugbetriebs auf die Wintermonate Die dauernde Einsatzbereitschaft der Militärpiloten setzt die Verteilung des Flugtrainings auf das ganze Jahr voraus. Auch für die Ausbildung in den Pilotenschulen reichen die Wintermonate allein nicht aus. Die zuständigen Stellen des Militärdepartements sind aber schon heute bemüht, in den Sommeronaten nicht mehr Schulen und Kurse durchzufüh- ren, als Ausbildung und Einsatzbereitschaft unbedingt erfor- dern. 3.4. Verzicht auf gewisse Flüge Flüge ohne dienstliches Erfordernis werden nicht durchge- führt. Militärpiloten haben auch nach ihrem Ausscheiden aus den Frontstaffeln wichtige Aufgaben (Zielflüge für die20. Juni 1986 N 1009 Interpellation Longet Riegerabwehr, Transportflüge, Einsatz als Fluglehrer, Flug- dienstleiter oder Flugsicherungsoffizier) zu erfüllen, die ein reduziertes Flugtraining voraussetzen. Akrobatik ist ein notwendiger Bestandteil der fliegerischen Ausbildung, auf den nicht verzichtet werden kann. Akroba- tikflüge werden nur in grösserer Höhe durchgeführt. Auch ein Minimum an sogenannten «Touch-and-go»-Flügen ist für die Piloten im Hinblick auf das richtige Verhalten in Notsituationen unerlässlich. Für die Bewilligung von Flugvorführungen wird ein strenger Massstab angelegt; die Zahl solcher Veranstaltungen ist klein. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Flugvorführungen - wie andere Wehrvorführrungen - geeignet sind, das Ver- ständnis breiter Kreise der Bevölkerung für unsere Wehran- strengungen zu fördern. Es soll deshalb auch in Zukunft nicht darauf verzichtet werden. 4. Damit unsere Flugwaffe im Ernstfall wirkungsvoll einge- setzt werden kann, ist ein Minimum an Ausbildung in der Luft unerlässlich. Der heutige Umfang des Militärflugdien- stes entspricht diesem Minimum. Er kann nicht weiter redu- ziert werden, wenn nicht die Einsatzbereitschaft der Flug- waffe in Frage gestellt werden soll. Daran ändert auch ein allenfalls vermehrter Einsatz von Simulatoren nichts, weil kein Simulator in der Lage ist, den Einsatz im Massstab 1:1, d. h. in der Luft, vollständig zu ersetzen. Um die mit dem Militärflugdienst verbundenen Lärmbelästi- gungen in Grenzen zu halten, wurden bereits zahlreiche Massnahmen getroffen, die zum Teil die Ausbildung wesent- lich erschweren. Zu erwähnen sind insbesondere folgende Massnahmen: - Beschränkung der Flugbetriebszeiten auf Montag bis Frei- tag und auf sieben Stunden pro Tag - unter Einhaltung einer Mittagspause (Ausnahmen sind nur im taktischen Truppen- betrieb möglich); - Beschränkung der Dämmerungs- und Nachtflüge auf einen Tag pro Woche; - laufende Anpassung der Start- und Landeverfahren bezo- gen auf die überflogenen Gebiete; - Beschränkung der minimalen Flughöhen und der Höchst- geschwindigkeiten über besonders lärmempfindlichen Zen- tren (z. B. Spitälern) ausserhalb der Flugplatzzonen; - Beschränkung der Flugstunden für die verschiedenen Pi- lotenkategorien. 5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die zuständigen militärischen Stellen auch in Zukunft alles daran setzen werden, um im Rahmen des Möglichen die Belastung durch Militärfluglärm niedrig zu halten. Weil sich aber aus techni- schen Gründen der Fluglärm an sich kaum wesentlich ver- ringern lässt, kann im Bereich der Militärflugplätze die Lärmbelastung nicht verringert werden, sollen nicht die Bedürfnisse der Landesverteidigung in Frage gestellt wer- den. Abstimmung - Vote Für den Antrag auf Diskussion Dagegen 36 Stimmen 20 Stimmen Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates nicht befriedigt. #ST# 86.382 Interpellation Longet Viehzucht und Gewässerverschmutzung Elevage et pollution des eaux Wortlaut der Interpellation vom 19. März 1986 In der Landwirtschaft wird immer mehr Jauche produziert. Daraus entstehen für den Gewässerschutz erhebliche Pro- bleme. Ich frage deshalb den Bundesrat: I.Weiche Verminderung der Gewässerverschmutzung ist von der Reduktion der Viehhöchstbestände, die bis 1991 abgeschlossen sein muss, zu erwarten? 2. Bietet die Revision von Artikel 19 des Landwirtschaftsge- setzes, das gegenwärtig von der Ständeratskommission behandelt wird, ausreichend Gewähr dafür, dass diese Gewässerverschmutzungsprobleme gelöst werden? 3. Ist der Bundesrat bereit, im Milchwirtschaftsbeschluss 1987, der gegenwärtig vorbereitet wird, dem Gebot des Gewässerschutzes Rechnung zu tragen? 4. Ist der Bundesrat nicht der Ansicht, dass sich das Pro- blem langfristig nur lösen lässt, wenn die Viehbestände der Futterfläche der einzelnen Betriebe angepasst werden? Diese Massnahme sollte durch neue Ausgleichszahlungen an diejenigen Betriebe ergänzt werden, die wegen ihrer Grosse oder ihres Standortes nur begrenzte Produktions- möglichkeiten haben. Für Betriebe, die Nahrungsmittelab- fälle verwerten, ist eine Ausnahme vorzusehen. Texte de l'interpellation du 19 mars 1986 Les problèmes de pollution des eaux posés par la produc- tion de quantités croissantes de purin m'amènent à deman- der au Conseil fédéral: 1. Quel soulagement de la charge polluante des eaux il est possible d'attendre des réductions des effectifs maximums de bétail qui doivent être opérées d'ici 1991? 2. La révision de l'article 19 de la loi sur l'agriculture, actuel- lement devant la commission du Conseil des Etats, donne-t- elle les garanties suffisantes pour que ces problèmes de pollution soient résolus? 3. Le Conseil fédéral est-il prêt à tenir compte de l'impératif de la protection des eaux dans la préparation de l'arrêté sur l'économie laitière 1987? 4. Le Conseil fédéral n'est-il pas d'avis que la seule solution à long terme est de proportionner les effectifs de bétail à la surface d'affouragement de chaque exploitation, mesure à accompagner de nouveaux paiements compensatoires en raison de productivité réduite à cause de la taille ou de la localisation de l'exploitation, et en réservant le cas des entreprises valorisant des déchets alimentaires? Mitunterzeichner- Cosignataires: Bäumlin, Borei, Deneys, Fankhauser, Gloor, Hubacher, Jaggi, Leuenberger-Soleure, Pitteloud, Rohrer, Ruffy, Vannay, Weber-Arbon (13) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Les problèmes de pollution des eaux dus à l'épandage hivernal de purin ont fait l'objet récemment de plusieurs interventions parlementaires (motions Hari et Mauch, postu- lat Brélaz); dans les réponses qu'il donne, le Conseil fédéral insiste sur la gravité de la situation. Par ailleurs, un jugement du Tribunal fédéral vient de confirmer l'interdiction de ces épandages. Il n'est pas contesté qu'à la source de ces problèmes se trouvent des effectifs trop élevés d'animaux de rente (cf. rapport de la Commission fédérale pour la protection des eaux, Cahiers de l'environnement, numéro 11, mars 1983, not. p. 26). Il est donc nécessaire, compte tenu aussi des coûts considé- rables de l'adaptation indispensable des installations deSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Braunschweig Militärflugplätze Emmen, Sion, Payerne und Dübendorf. Lärmplage Interpellation Braunschweig Aérodromes de Dübendorf, Emmen, Payerne et Sion. Bruit des avions In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1986 Année Anno Band II Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 86.352 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 20.06.1986 - 08:00 Date Data Seite 1007-1009 Page Pagina Ref. No 20 014 472 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.