<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.00588</span></p><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichter Spitz<br/>Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter<br/>Gerichtsschreiber Steudler</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 31. Januar 2018</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1962, schloss 1988 eine Ausbildung an der Y.___ ab und absolvierte ab 1991 regelmässig Fortbildungen. Er war an verschiedenen Orten angestellt und auch selbständig erwerbstätig, bevor er vom Januar 1999 bis im März 2005 als Leiter Fakturierung an der Z.___ tätig war (Urk. 6/4/1). Dort erlitt er nach eigenen Angaben im Jahr 2004 infolge Überlastung ein Burnout (Urk. 6/2/1). Per 13. März 2005 kündigte er diese Anstellung (Urk. 6/4). Ab 14. März 2005 liess er sich als Tarifspezialist Gesundheitswesen bei der A.___ anstellen, und zwar zunächst in einem 100%- und ab 1. Oktober 2006 in einem 80%-Pensum (Urk. 6/1; Urk. 6/2). Per 1. Juni 2010 steigerte er das Pensum auf 90 %. Ab 1. Mai 2011 reduzierte er das Pensum zunächst auf 85 % und per 1. Dezember 2012 weiter auf 80 % (Urk. 6/2). Am 28. Dezember 2015 verunfallte der Versicherte mit dem Fahrrad. Er zog sich dabei einen Schlüsselbeinbruch zu und war unfallbedingt bis am 17. Februar 2016 (teil-)arbeitsunfähig. Nach der unfallbedingten Abwesenheit reduzierte er sein Arbeitspensum per 1. Mai 2016 auf ein 60%-Pensum (Urk. 6/1; Urk. 6/2; Urk. 6/4). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 22. Juni 2016 meldete die A.___ den Versicher</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten unter Hinweis auf diese </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Pensumsreduktionen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aufgrund psychischer Minder</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">belastbarkeit bei der Invalidenversicherung zur Früherfassung an (Urk. 6/1; Urk. 6/2). Am 13. Juli 2016 erfolgte die Anmeldung bei der Invalidenversiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung zum Leistungsbezug (Urk. 6/6).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, traf erwerbliche und medizinische Abklärungen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sie holte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> einen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Arbeitgeberfragebogen der A.___ ein (Urk. 6</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">18</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, führte eine Eingliederungsbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ratung durch (Urk. 6/20) und gewährte dem Versicherten am 8. September 2016 eine Frühinterventionsmassnahme in Form von Arbeitsvermittlung, um eine neue Arbeitsstelle zu finden, bei der er zu 80 % tätig sein könnte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 6/19 und Urk. 6/20/5). Weiter </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">holte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> einen IK-Auszug ein (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 6</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">27</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) und zog </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einen Arztbericht des behandelnden Psychiaters, Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vom 17. September 2016 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei (Urk</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. 6/22</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Mit Schreiben vom 22. November 2016 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass der Arbeitsplatzerhalt erfolgreich abgeschlossen sei (Urk. 6/24), nachdem der Versicherte seinen Willen zum Verbleib bei der A.___ mitgeteilt hatte (Urk. 6/23). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gestützt auf ihre Abklärungen, insbesondere den Arztbericht von Dr. B.___ (Urk. 6/22), stellte die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 28. März 2017 (Urk. 6/29) die Verneinung des Anspruchs auf eine Invalidenren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">te in Aussicht. Dagegen erhob der Versicherte innert Frist keine Einwände. Am 19. Mai 2017 verfügte die IV-Stelle wie angekündigt (Urk. 6/30 = Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen die Verfügung vom 19. Mai 2017 führte X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">am 22. Mai 2017 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerde </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 1) und beantragte sinngemäss, die Verfügung vom 19. Mai</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2017 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufzuheben und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ihm sei eine Rente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zuzusprechen. Mit Beschwerdeant</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wort vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">28. Juni</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2017 (Urk.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rde. Innert Frist reichte der Versicherte keine Replik ein, was der IV-Stelle</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zur Kenntnis gebracht wurde (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vgl. Urk. 7 und Urk. 9</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und die eingereichten Unterlagen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Parteien wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ist bei psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krank</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rentenausschliessendes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1). </span></p><p><span> </span><span>Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege </span><span>artis</span><span> auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fach</span><span>ärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleich</span><span>bedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diag</span><span>nose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in </span><span>ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objek</span><span>tivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumut</span><span>bar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. BGE 127 V 294 E. 4c; 139 V 547 E. 5.2; zur Publikation in der amtlichen Sammlung vorgesehenes Urteil des Bundesgerichts 8C_841/2016 vom 30. November 2017 E. 4.2.1).</span></p><p><span> </span><span>Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosoma</span><span>tische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tatsäch</span><span>liche Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grundsätzlich in einem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE 141 V 281). </span><span>Mit zur Publikation in der amtlichen Sammlung vorgesehenem Urteil 8C_130/2017 vom 30. November 2017 hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Leiden einem strukturierten Beweis</span><span>verfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krank</span><span>heitsbild allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (E. 7). </span></p><p><span> </span><span>Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens sind als Standardindikatoren die folgenden Aspekte massgebend (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):</span></p><p><span>Funktioneller Schweregrad</span></p><p><span>- </span><span>Gesundheitsschädigung</span></p><p><span>-</span><span>Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde</span></p><p><span>-</span><span>Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz</span></p><p><span>-</span><span>Komorbiditäten</span></p><p><span>- </span><span>Persönlichkeit: Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen</span></p><p><span>- </span><span>sozialer Kontext</span></p><p><span>Konsistenz (Gesichtspunkte des Verhaltens)</span></p><p><span>- </span><span>gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleich</span><span>baren Lebensbereichen</span></p><p><span>- </span><span>b</span><span>ehandlungs- und eingliederungsan</span><span>amnestisch ausgewiesener Leidens</span><span>druck</span></p><p><span> </span><span>Diese</span><span> Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindern</span><span>der </span><span>äusserer</span><span> Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Res</span><span>sourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschät</span><span>zen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_2</span><span>60/2017 vom 1. Dezember 2017 E. </span><span>4.2.3). </span><span>Die Anerkennung eines renten</span><span>begründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus</span><span>wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweisbe</span><span>lastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; 141 V 547 E. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eingliederungsmassnahmen wieder </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vier</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dreiviertelsren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">te</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und bei einem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung auf den Standpunkt, dass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die gesundheitlichen Auswirkungen nicht langandauernd seien und sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers bei Wegfall der Belastung langsam verbessere. Ein invalidisierender beziehungsweise versicher</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter Gesundheitsschaden im Sinne des Gesetzes sei nicht ausgewiesen, weshalb kein Anspruch auf eine Invalidenrente bestehe (Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdeführer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">macht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in seiner Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> demgegenüber im Wesent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen geltend,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> dass seine gesundheitliche Situation nicht losgelöst als Einzeler</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eignis im Jahr 2016, sondern gesamtheitlich seit Herbst 2004 betrachtet werden müsse. Seine Vorgeschichte sei in der angefochtenen Verfügung nicht berück</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sichtigt worden. So seien darin das im Herbst 2004 eingetretene Burnout und die darauffolgende Einschränkung der Erwerbsfähigkeit unerwähnt geblieben. Es seien seine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (Teilzeitarbeit und Lohnein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">busse) ab 2004 und die Tatsache, dass er ab dem Krankheitsereignis im Jahr 2004 keine Karriere-Möglichkeiten mehr habe, zu beachten. Der Anspruch auf Invalidenversicherungsleistungen sei nochmals unter Berücksichtigung aller Umstände zu prüfen (Urk. 1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Beschwerdeantwort vom 28. Juni 2017 (Urk. 5) erklärte die Beschwerdegeg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nerin, dass der Beschwerdeführer gestützt auf den Bericht von Dr. B.___ vom 17. September 2016 (vgl. Urk. 6/22) an einer ängstlich-vermeidenden Persön</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeit seit Adoleszenz (ICD-10 F60.6), an akzentuierten, zwanghaften Persön</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeitszügen (ICD-10 Z73.01) und einer Angst- und depressiven Störung gemischt (ICD-10 F41.2), </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">phasisch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, aktuell seit Dezember 2015, leide. Der Beschwerdeführer habe ab 14. März 2005 eine weniger belastende Tätigkeit als Tarifspezialist Gesundheitswesen in einem 100%-Pensum angenommen. Ab Oktober 2006 habe er diese auf 80 % reduziert, um künftige Krisensituationen zu vermeiden. Am 28. Dezember 2015 sei er mit dem Fahrrad gestürzt und daraufhin teilweise arbeitsunfähig gewesen. Nach der unfallbedingten Absenz habe er sein Pensum per 1. Mai 2016 auf nunmehr 60 % reduziert. Zwar sei es gestützt auf die Akten nachvollziehbar, dass die Reduktion des Pensums aus gesundheitlichen Gründen erfolgt sei. Die zugrundeliegende Erkrankung eines Burnouts sei jedoch kein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne der Invalidenversicherung. Auch die anderen, durch Dr. B.___ genannten Diagno</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sen seien nicht invalidisierend. So würden Persönlichkeitsstörungen definitions</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gemäss bereits in der Kindheit oder Adoleszenz beginnen. Der Beschwerdeführer habe trotz seiner Persönlichkeitszüge eine gute Ausbildung durchlaufen und über Jahre eine beruflich erfolgreiche Stellung einnehmen können. Dass er sich aufgrund seiner Persönlichkeitsstruktur, die mit einer hohen Selbstanforderung und Perfektionismus einhergehe, in eine Überforderung manövriere, sei aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht nicht relevant. Was die Diagnose gemischte Angst- und depressive Störung betreffe, so gelte für psychische Stö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungen, welche leicht- bis mittelgradig depressiver Natur seien, dass diese einzig dann als invalidisierende Krankheit in Betracht fielen, wenn sie erwiesenermas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sen therapieresistent seien. Eine gemischte Angst- und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Depressionsstörung sei gut therapierbar, da es sich bei dieser Kombination um verhältnismässig milde Symptome handle. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden sei deshalb zu verneinen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers lässt sich anhand der Aktenlage wie folgt darstellen:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In einem Telefonat einer Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin mit dem behandelnden Psychiater Dr. B.___, das am 18. August 2016 erfolgte, erklärte er, es seien zwanghafte und ängstlich vermeidende Persönlichkeitszüge festzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stellen. Aufgrund der gemachten Erfahrungen sei phasenweise auch eine leichte bis mittelgradige Depression vorhanden, welche aber nicht im Vordergrund stehe. Der Beschwerdeführer sei eine zwangsstrukturierte Person, überdimen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sioniert perfektionistisch. Wohlbefinden und Entspannung würden immer im Hintergrund stehen und dadurch habe er lange Zeit Raubbau betrieben. Da diese Zwänge einen derart hohen Wert hätten, resultiere daraus eine grosse Erschöp</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fung. Weiter sei er sehr empfindlich auf Kritik und fehlende Wertschätzung. Das führe irgendwann zu einem Missverhältnis und sei ein Kränkungsfaktor. Die ängstlich-vermeidenden Persönlichkeitszüge seien im Übermass vorhanden. Pri</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vat scheue er jegliche Konflikte. Missliche Umstände von aussen würden seinen Energielevel senken – egal in welchem Job er sei. Es liege eine über Jahre andauernde, reale und faktische Einschränkung vor. Eine berufliche Neuorien</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tierung sei nötig. Der Grundstress müsse dabei um zirka 30 % gesenkt werden, damit der Beschwerdeführer auch wieder in einem 80%-Pensum arbeiten könne. Eine 100%ige Arbeitsfähigkeit sei vermutlich nicht mehr möglich (Urk. 6/20/3-4).</span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 17. September 2016 stellte Dr. B.___, der den Versicherten seit 7. Dezember 1994 ambulant behandelt, die Diagnosen einer ängstlich-vermeidenden Persönlichkeit seit Adoleszenz (ICD-10 F60.6) und einer Angst- und depressiven Störung gemischt (ICD-10 F41.2) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">phasisch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, aktuell seit Dezem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2015. Ausserdem diagnostizierte er akzentuierte zwanghafte Persönlich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keitszüge (ICD-10 Z73.01; [Urk. 6/22/1]). Die selbstunsichere Persönlichkeit des Beschwerdeführers zeige sich direkt im Privatleben (wenig befriedigende Kon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">takte, Rückzugstendenz bei grosser Sehnsucht nach sozialem An- und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgeho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bensein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) mit der Implikation im Berufsleben, dort durch ein Übermass an Leis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tung sich das Bedürfnis nach Anerkennung zu holen. Die Zwangskomponente zeige sich in der übermässigen Gewissenhaftigkeit unter Vernachlässigung von Vergnügen und Entspannung. Weiter zeige der psychopathologische Befund eine gedrückte Stimmung und eine ausgeprägte Erschöpfung, die ihn zu Hause erzwungene „Siestas” machen lasse. Er sei ratlos, wie es beruflich mit ihm wei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tergehen soll. Er sei ambivalent hinsichtlich einer Neuorientierung: schwankend zwischen Resignation, angesichts seines Alters, nichts Befriedigendes oder seinem Potential Gemässes mehr zu finden, und Hoffnung, dass mit Hilfe der Invalidenversicherung doch noch eine Alternative zur jetzigen Tätigkeit reali</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">siert werden könne (Urk. 6/22/2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer sei 1994 wegen sozialer Unsicherheit, zu geringem Selbstwert und psychosomatischen Beschwerden in die psychiatrisch-psycho-therapeutische Behandlung gekommen. 1997 bis 1998 habe es weitere Therapie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">phasen wegen Verunsicherung wegen allenfalls nicht adäquat gewähl</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tem Bildungsweg gegeben. Die therapeutisch begleitete Entscheidungsfindung habe beim Beschwerdeführer den Entschluss gezeitigt, die Ausbildung am Insti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tut für Angewandte Psychologie zum Betriebspsychologen abzubrechen, was schlies</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">slich zur massgeblichen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Reduktion der vorhandenen Symptome Angst, Zweifel und Anspannung geführt habe. Ab 2004 sei er als Leiter der Fakturie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung in der Z.___ eingestellt gewesen. Nach einigen Monaten sei bei ihm ein hoher Blutdruck diagnostiziert worden, was in ihm grosse Sorgen und Ängste ausgelöst habe, da er diesen mit einem drohenden Herzinfarkt wegen eines Herzklappenfehlers assoziiert habe. Die Symptome hätten in einer Angst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">störung mit depressiven Begleitsymptomen kumuliert und eine mehrmonatige reduzierte Arbeitsfähigkeit bedingt. Im Verlauf von 2004 bis 2007 sei diese Stö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung remittiert. Der Beschwerdeführer habe erkannt, dass seine unerfüllbar hohen Selbstanforderungen im Z.___-Umfeld nie realisierbar gewesen sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">en und es auch nie sein würden. Es sei ihm klar geworden, dass der objektiv vorhandene hohe Aussendruck in Form von Anforderungen und Umstrukturie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungen sowie die Überforderung in der Führungsposition die intrapsychischen perfektionistischen Motive und die daraus resultierenden chronischen Selbst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zweifel bedingt und verstärkt hätten und dass Hypertension und Angststörung diese Zusammenhänge signalisieren würden. Er habe in der Folge die Arbeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geberin gewechselt und ab März 2005 eine Stelle als Tarifspezialist bei der A.___ angetreten (Urk. 6/22/1-2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der A.___ habe er unter Ängsten gelitten, an einem Burnout zu erkranken. Um dieses Risiko zu mindern, habe er sein Arbeitspensum aus rein präventiven Gründen schon im Jahr 2010 auf 90 %, in den darauffolgenden Jahren auf 80 % reduziert. In der neuen Therapiephase ab 2013 habe der Beschwerdeführer deswegen immer wieder existenzielle und finanzielle Zukunftsängste thematisiert. Ein Versuch mit der Einnahme des Antidepressivums </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Cipralex</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> habe den Energiemangel und die Stimmungstiefs massgeblich verbessert. Im Dezember 2015 habe sich der Beschwerdeführer bei einem Sturz eine Schlüsselbeinfraktur zugezogen, die operiert worden sei. Er habe dieses Ereignis beziehungsweise die ursächliche Unkonzentriertheit auf seine enorme Unzufriedenheit am </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Arbeitsplatz zurückgeführt, wo er aufgrund von Sparplänen zu einem reinen Akkordarbeiter reduziert worden sei. Aufgrund seiner unsicheren Persönlichkeitsstruktur habe der Beschwerdeführer es vermieden, seinen Standpunkt klar darzulegen und seine Interessen zu vertre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten. Diese Unzufriedenheit am Arbeitsplatz habe den Entschluss bestärkt, nicht noch mehr Anspannung, Angst und Freudlosigkeit zu gewärtigen und deshalb sein Arbeitspensum auf 60 % zu reduzieren (Urk. 6/22/2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der behandelnde Psychiater hielt letztlich fest, dass der Beschwerdeführer seit dem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1. März 2016</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> bis auf Weiteres in der bisherigen Tätigkeit als Tarifspezialist Gesundheitswesen nur noch zu 60 % arbeitsfähig sei. Dies aufgrund von erhöh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ter Ermüdbarkeit, Anspannung, Zukunftsängsten, Freudlosigkeit und Selbst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zweifel. Er leide unter Gefühlen des Nichtgenügens, der Wertlosigkeit und der Sinnlosigkeit des ganzen Lebens. Die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht nicht mehr zumutbar. Durch Eingliederungsmassnahmen wie Berufsbera</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tung und Arbeitsvermittlung lasse sich aber die Arbeitsfähigkeit steigern (Urk. 6/22/3-4). Wenn es gelinge, den Beschwerdeführer in einem neuen beruf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Umfeld zu integrieren, das ihn seine Stärken erleben lasse und diese schätze, könne von einer Arbeitsfähigkeit von 80 % ausgegangen werden (Urk. 6/22/2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der erwähnte Arztbericht von Dr. B.___ liefert Anhaltspunkte dafür, dass die Arbeitsfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen psychischer Natur reduziert wurde, wie dies von der Abklärungsperson der IV-Stelle im Rahmen der Früher</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fassung dargelegt wurde (Urk. 6/5/4). In diagnostischer Hinsicht berichtete der seit Jahren behandelnde Psychiater von einer ängstlich-depressiven Störung (ICD-10 F41.2), kombiniert mit einer ängstlichen Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6) seit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der Adoleszenz und akzentuiert zwanghaften Persönlichkeitszügen (ICD-10 Z73.1). Der Bericht ist </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aufgrund </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der nachweislich langjährigen Betreu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ung und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">auftragsrechtlichen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vertrauensstellung des behandelnden Psychia</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ters</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc) für die Frage der Invalidität mit Vorbehalten zu würdigen. Er liefert keine abschliessenden Hinweise dafür, dass die massgebende Persönlichkeitsstruktur, welche die Arbeitsfähigkeit ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schränken soll (vgl. Urk. 6/22/2), seit der Adoleszenz besteht. Dies, obwohl Per</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sönlichkeitsstörungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">definitionsgemäss immer in der Kindheit oder Adoleszenz beginnen und sich auf Dauer im Erwachsenenalter manifestieren müssen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dilling</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mombour</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">/Schmidt [Hrsg.], </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Internationale</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Klassifikation psychischer Stö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien, 10. Auflage, 2015, S. 276-277</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Der Arztbericht von Dr. B.___ genügt den Anforderungen der bundesgerichtlichen Rechtsprechung somit nicht (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Selbst wenn gestützt auf den vorliegenden Bericht eine Persönlichkeitsstörung und weitere akzentuierte Persönlichkeitszüge angenommen werden könnten, wäre eine abschliessende Beurteilung der psychiatrisch attestierten Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit derzeit nicht möglich. Denn das Bundesgericht hat mit den Urteilen 8C_841/2016 und 8C_130/2017 vom 30. November 2017 seine bisherige Recht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sprechung zur invalidenversicherungsrechtlichen Relevanz von Persönlichkeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">störungen in Kombination mit akzentuierten Persönlichkeitszügen (vgl. statt vieler zur alten Rechtsprechung: </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2015 vom 24. Februar 2016 E. 4.1; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urteil des Bundesgerichts 8C_880/2015 vom 30. März 2016 E. 4.2.5 mit Hinweisen) geändert und neu im Grundsatz für sämtliche psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chische Störungen ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">indikatorengeleitetes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Beweisverfahren gemäss BGE 141 V 281 statuiert. Die Arbeitsfähigkeit kann daher erst nach Vorliegen fachärztlicher Feststellungen zu den rechterheblichen Indikatoren beurteilt werden (vgl. BGE 141 V 281 E. 7). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht von Dr. B.___ </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fehlt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">es </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">an </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ärztlichen Angaben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zu den relevanten Indikatoren im Sinne von BGE 141 V 281</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3. Schlüssige medizinische Ausführungen, die eine zuverlässige Beurteilung der Arbeitsfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit im nunmehr anzuwendenden strukturierten Beweisverfahren erlauben wür</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den, liegen demnach nicht vor. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dasselbe gilt auch für die diagnostizierte gemischte Angst- und depressive Stö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung (ICD-10 F41.2), sofern ihr wie hier aus medizinischer Sicht Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit attestiert wird (vgl. Urk. 6/22/1). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Ausführungen der Beschwerdegegnerin, die sie im Zusammenhang mit dieser Diagnose gemacht hat, sind aufgrund der oben angeführten, geänderten Rechtsprechung (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urteile des Bundesgerichts 8C_841/2016 und 8C_130/2017 vom 30. November 2017)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht mehr zutreffend. Es geht nicht mehr an, der Diagnose </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gemischte Angst- und depressive Störung (ICD-10 F41.2) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die invalidisierende Wirkung mit der Begründung abzuerkennen, dass psychische Störungen, welche leicht bis mittel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gradiger depressiver Natur seien, einzig dann als invalidisierende Krankheit in Betracht fielen, wenn sie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erwiesenermassen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> therapieresistent seien und dass dies bei einer gemischten Angst- und Depressionsstörung, die aufgrund der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">verhält</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nismässig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> milden Symptome gut therapierbar sein müsse, nicht der Fall sei (vgl. Urk. 5). Es trifft zwar nach wie vor zu, dass nach medizinischer Lehre bei dieser Diagnose von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">verhältnismässig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> milden Symptomen auszugehen ist. So ist in den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">k</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">linisch-dia</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gnostischen Leitlinien</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> festgehalten, dass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die erwähnte Diagnose bei gleichzeitigem Bestehen von Angst und Depression Verwendung finden soll, jedoch nur, wenn keine der beiden Störungen ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ausmass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erreicht, das eine entsprechende einzeln</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e Diagnose rechtfertigen würde </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dilling</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mombour</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">/</span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Schmidt [Hrsg.], </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Internationale</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Klassifikation psychischer Stö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-dia</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gnostische Leitlinien, 10. Auflage, 2015, S. 199-200). Dennoch hat das Bundesgericht in seiner neusten Rechtspre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chung dargetan, dass grundsätzlich selbst bei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">leichten Depressionen nicht mehr diagnosebedingt ein invalidisierender Gesundheitsschaden abgesprochen wer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den darf (vgl. statt einiger zur alten Rechtsprechung: Urteil des Bundesgerichts 8C_753/2016 vom 15. Mai 2017 E. 4.4). Denn es hat mit den Urteilen 8C_841/2016 und 8C_130/2017 vom 30. November 2017 auch seine bisherige Rechtsprechung zur invalidenversicherungsrechtlichen Relevanz von Angst- und depressiven Störungen geändert und – wie bereits im Zusammenhang mit Persönlichkeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">störungen in Kombination mit akzentuierten Persönlichkeitszü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen erwähnt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> neu im Grundsatz auch für diese psychischen Störungen ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">indika</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">toren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geleitetes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Beweisverfahren gemäss BGE 141 V 281 statuiert. Ein solches wurde jedoch wie erwähnt bisher nicht durchgeführt; es drängen sich weitere Untersuchungen auf.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Weiterführende Abklärungen sind auch noch aus anderen Gründen angezeigt. Die Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. b IVG entspricht der Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufga</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">benbereich (vgl. Art. 6 ATSG; BGE 105 V 159 E. 2a). Bei erwerbstätigen Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten wird diese Einbusse ohne Rücksicht darauf bestimmt, wie sich die gesundheitliche Beeinträchtigung auf das erzielbare Einkommen auswirkt. Wäh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rend bei der Beurteilung der Erwerbsunfähigkeit (vgl. Art. 7 ATG) die Schaden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">minderungspflicht unter anderem in dem Sinne eine erhebliche Rolle spielt, als von der versicherten Person im Rahmen des Zumutbaren verlangt wird, eine andere als die angestammte Tätigkeit auszuüben, sofern sich dadurch die ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bleibende Arbeitsfähigkeit finanziell besser verwerten lässt, bildet einzig der bisherige Beruf den Bezugspunkt der für den Rentenbeginn relevanten Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unfähigkeit gemäss Art. 28 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. b IVG. Diese ist auf der Grundlage der medizinischen Stellungnahmen zu beurteilen (BGE 130 V 99 E. 3.2 mit Hinwei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In medizinischer Hinsicht gilt es unter diesem Aspekt auch, die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers während der Anstellung als Leiter bei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Z.___ einzubeziehen, deren Anstellung der Beschwerdeführer nach sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen Angaben zufolge aus gesundheitlichen Gründen verlassen hat. Hierzu ist neben medizinischen Unterlagen jenes Zeitraums ein Arbeitgeberbericht zur damaligen Tätigkeit, der Leistungsfähigkeit und des Verdienstes des Versicher</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten einzuholen; das bereits vorhandene Arbeitszeugnis (vgl. Urk. 6/4/5-6) reicht dazu nicht aus, solche Zeugnisse sind doch in der Regel sehr wohlwollend abge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fasst. Dadurch kann bei Vorliegen eines allenfalls invalidenversicherungsrecht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich relevanten Gesundheitsschadens besser beurteilt werden, ob es sich bei der Anstellung des Tarifspezialisten bei der A.___ um die angestammte oder bereits um eine bereits angepasste Tätigkeit handelt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach dem Gesagten kann bei gegebener Sach- und Rechtslage nicht abschlies</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">send über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers entschieden werden. Nach Vervollständigung der Akten im Sinne der Erwägungen hat die Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">degegnerin eine psychiatrische Fachbegutachtung in Auftrag zu geben, wie sie nun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seit der Rechtsprechungsänderung für sämtliche psychischen Leiden und gemäss den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">relevante</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n Indikatoren (BGE 141 V 281 E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3; vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil des Bundesgerichts 8C_130/2017 vom 30. November 2017</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vorzunehmen ist</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dabei mag </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der von einer interdisziplinären Arbeitsgruppe ausgearbeitete</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Frage</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kata</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">log gemäss </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anhang zum IV-Rundschreiben Nr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">339 als Leit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">linie dienen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_421/2015 vom 23. Sep</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tember 2015 E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Zu beachten sind dabei auch die im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil des Bundesgerichts 8C_130/2017 vom 30. November 2017</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in E. 5.2.2 und E. 8.1 ausgeführten Präzisierungen der Rechtsprechung, die sich auf einzelne Standardindikatoren beziehen (E. 5.2.2 [zum diagnoseinhärenten Schweregrad in BGE 141 V 281 E. 2.1.1 und E. 4.3.1.1] und E. 8.1 [zu Komorbiditäten in BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3]).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, dass die angefochtene Verfügung vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">19. Mai 2017 aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit sie – </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nach Vornahme der Abklä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungen im Sinne der Erwägungen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">– </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">über den Rentenanspruch des Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führers neu verfügt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">legt. Sie sind auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">00.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anzusetzen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu weiterer Abklärung und neuem Entscheid nach ständiger Recht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sprechung als vollständiges Obsiegen gilt (vgl. ZAK 1987 S. 268 f. E. 5 mit Hinweisen), sind die Kosten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ausgangsgemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der Beschwerdegegnerin aufzuer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">legen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">dass die angefochtene Verfügung vom 19. Mai 2017 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">damit sie – nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägungen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">–</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">über den Rentenanspruch des Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">führers</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> neu verfüge.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. 600</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">auferlegt.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Rech</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">nung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">kraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><span id="_GoBack"></span>GrünigSteudler</p><p></p></div> </div></body></html>