<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">6B_715/2010 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 18. Oktober 2010 </div> <div class="para">Strafrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Favre, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Schneider, Mathys, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber C. Monn. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Obergericht des Kantons Bern, 2. Strafkammer, Hochschulstrasse 17, 3012 Bern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Widerhandlung gegen das Abfallreglement, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Bern, 2. Strafkammer, vom 22. Juli 2010. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer wendet sich ans Bundesgericht, weil er durch die Vorinstanz wegen Widerhandlung gegen das Abfallreglement der Stadt Bern zu einer Busse von Fr. 80.-- bzw. einer Ersatzfreiheitsstrafe von einem Tag verurteilt wurde. Es wird ihm vorgeworfen, er habe am Morgen des 30. Juli 2009 vor dem Erscheinen der Kehrichtabfuhr an seinem Wohnort in Bern auf einem von ihm gemieteten Parkplatz und neben dem eigentlichen Kehrichtcontainer zwei Abfallsäcke mit den alten Gebührenmarken bereitgestellt. Da die Säcke nicht dem Reglement entsprachen, wurden sie durch die Kehrichtabfuhr nicht mitgenommen, sondern mit einem Kleber versehen. Darauf habe der Beschwerdeführer dem Abfalltelefon angerufen und sich beschwert, dass die Säcke durch die Abfuhr nicht mitgenommen worden seien. Er wurde darauf aufmerksam gemacht, dass die an den Säcken angebrachten Gebührenmarken nicht mehr zulässig seien und er gebüsst werde, wenn er die Säcke so stehen lasse. Nachdem die Säcke am Mittag immer noch dort standen, wurden sie abgeholt und der Beschwerdeführer verzeigt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Beschwerde ans Bundesgericht kann nur gerügt werden, der angefochtene Entscheid verletze das schweizerische Recht im Sinne von <span class="artref">Art. 95 BGG</span> oder beruhe auf einer offensichtlich unrichtigen bzw. willkürlichen Feststellung des Sachverhalts im Sinne von <span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span> bzw. <span class="artref">Art. 9 BV</span>. In der Beschwerde ist darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid nach Auffassung des Beschwerdeführers das Recht verletzt (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>). Qualifizierte Anforderungen werden an die Rüge der Verletzung von Grundrechten gestellt. Es muss klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids dargelegt werden, inwiefern verfassungsmässige Rechte verletzt worden sein sollen bzw. die Vorinstanz bei der Feststellung des Sachverhalts oder der Anwendung des kantonalen oder kommunalen Rechts in Willkür verfallen sein könnte (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span><span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=36&amp;from_date=16.10.2010&amp;to_date=04.11.2010&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-I-65%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page65">136 I 65</a></span> E. 1.3.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=36&amp;from_date=16.10.2010&amp;to_date=04.11.2010&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-III-232%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page232">135 III 232</a> E. 1.2). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Beschwerde genügt zu einem grossen Teil den Begründungsanforderungen nicht. So behauptet der Beschwerdeführer zum Beispiel, die Gerichtsschreiberin habe ihm vor der Verhandlung gesagt, er werde "sowieso verurteilt" (Beschwerde S. 4 oben). Wo diese angebliche Information der Gerichtsschreiberin in den Gerichtsakten protokolliert sein soll, sagt der Beschwerdeführer indessen nicht. Jedenfalls aus den drei in den Akten befindlichen Verbalen zweier Gerichtssekretärinnen vom 7. Oktober 2009, 17. März 2010 und 22. März 2010 ergibt sich nicht, dass die Behauptung des Beschwerdeführers zuträfe (KA act. 13, 159 und 173). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Übrigen kann in Anwendung von <span class="artref">Art. 109 Abs. 3 BGG</span> auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden. Inwieweit diese Erwägungen gegen das schweizerische Recht im Sinne von <span class="artref">Art. 95 BGG</span> verstossen könnten, ist nicht ersichtlich. Insbesondere wurde durch die Abfallbusse nicht in die Rechte des Beschwerdeführers als Mieter eines privaten Parkplatzes eingegriffen (vgl. Beschwerde S. 2). Das Vorbringen ist abwegig. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Beschwerde ist im Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 BGG</span> abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Obergericht des Kantons Bern, 2. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 18. Oktober 2010 </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Favre C. Monn </div> </div></body></html>