Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 2. Mai 2019 (725 18 331 / 108) ____________________________________________________________________ Unfallversicherung Integritätsentschädigung: Bemessung anhand der Tabellen der Suva, Beweiskraft der kreisärztlichen Einschätzung; die Kosten des für den Entscheid nicht massgeblichen Parteigutachtens sind nicht von der Gegenpartei zu tragen. Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons- richter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Tina Gerber Parteien A.____ , Beschwerdeführer gegen Suva , Rechtsabteilung , Postfach 4358 , 6002 Luzern , Beschwerde- gegnerin Betreff Rückforderung / Integritätsentschädigung A. Der 1963 geborene A.____ arbeitet seit dem 3. Jan uar 1989 bei der B.____. In dieser Eigenschaft ist er bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 26. Juli 2016 er litt A.____ einen Unfall, als er bei Reno- vationsarbeiten an der Fassade seines Wohnhauses wegen eines Fehltritts die oberste Sprosse der Leiter verfehlte und von einem Vordach rund vier Meter in die Tiefe stürzte. Dabei zog er sich Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht eine Radiusköpfchenfraktur am rechten Ellbogen, eine scapholunäre transscaphoidale Luxati- onsfraktur an der rechten Hand, eine stabile Fraktur am ersten Lendenwirbelkörper (LWK), eine undislozierte proximale Fibulafraktur am linken Unterschenkel und eine Contusio capitis zu. Die Suva erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen , namentlich in der Form von Heilbe- handlungskosten und Taggeldern. Am 30. Januar 2017 hat der Versicherte seine Arbeit zunächst in einem Pensum von 50% aufgenommen, ab 26. Juli 2017 war er wieder im Umfang von 100% arbeitstätig. Gestützt auf eine kreisärztliche Beurteilung vom 24. April 2018 stellte die Suva aufgrund der er- littenen unfallkausalen Verletzungen mit Verfügung vom 4. Mai 2018 die Integritätseinbusse auf 25% fest und sprach dem Versicherten basierend auf ein em Jahresverdienst von Fr. 148‘200.-- eine Integritätsentschädigung in der Höhe von Fr. 37‘050.-- zu. Eine dagegen erhobene Einspra- che wies die Suva mit Entscheid vom 19. September 2018 ab. B. Hiergegen erhob A.____ am 9. Oktober 2018 Beschwer de beim Kantonsgericht, Abtei- lung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, es sei ihm in Aufhebung des an- gefochtenen Entscheids eine Integritätsentschädigung auf der Basis einer Integritätseinbusse von 35% zu gewähren, eventualiter habe das Gericht einen erfahrenen, unabhängigen, allenfalls pensionierten Universitätsprofessor der Orthopädie mit der Schätzung des unfallbedingten Integ- ritätsschadens zu beauftragen, um hernach über die geschul dete Integritätsentschädigung neu zu entscheiden. Der Beschwerdeführer beantragte ferner die Verpflichtung der Beschwerdegeg- nerin zur Übernahme der Kosten des Parteigutachtens von Dr. med. C.____, FMH Orthopädische Chirurgie, vom 28. Juni 2018; alles unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung führte er im Wesent- lichen aus, dass die Kreisärztin nicht begründet habe, weshalb eine unfallbedingte Verschlechte- rung des Zustandes der Wirbelsäule nicht vorhersehbar sein solle und weshalb die von Dr. C.____ geschätzte Integritätseinbusse nicht vertretbar sei. Auch in Bezug auf die Radiusköp- fchenfraktur habe die Kreisärztin eine voraussehbare Verschlimmerung nicht berücksichtigt und nicht begründet, weshalb sie eine andere Auffassung als Dr. C.____ vertrete. Da somit geringe Zweifel an der versicherungsinternen Beurteilung vorläg en, sei eventualiter ein Gerichtsgutach- ten einzuholen. Da dem Gutachten von Dr. C.____ massgebliche Bedeutung für die Beurteilung zukomme, seien die Kosten dafür von der Suva zu ersetzen. C. Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Vernehmlassung vom 15. November 2018 auf Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des angefochtenen Einspracheentscheids. Zur Be- gründung verwies sie auf die eingeholte orthopädische B eurteilung von Dr. med. D.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegun gsapparates, vom Versicherungsme- dizinischen Kompetenzzentrum der Suva vom 6. November 2018. D. Mit Replik vom 10. Dezember 2018 hielt der Beschwe rdeführer an seinen Rechtsbegeh- ren fest und beantragte ausserdem, der von der Beschwer degegnerin eingeholte Bericht von Dr. D.____ sei aus dem Recht zu weisen, da bei einer Berücksichtigung desselben sowohl der Devolutiveffekt der Beschwerde als auch das Recht des Beschwe rdeführers auf Mitwirkung an der Beweiserhebung und das Prinzip der Waffengleichheit missachtet würden. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht E. Mit Eingabe vom 11. Februar 2019 verzichtete die Be schwerdegegnerin auf die Einrei- chung einer Duplik. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes ü ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, desse n Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetze s über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent- scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen V ersicherungsgericht Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend befindet sich dieser in Münchenstein, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Ba- sel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Ka ntons Beschwerden gegen Ein- spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf d ie im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Laienbeschwerde des Versicherten vom 9. Oktober 2018 ist demnach einzutreten. 2.1 In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt der Beschwe rdeführer vorab, es sei die im Rahmen der Vernehmlassung von der Beschwerdegegnerin eingeholte orthopädische Beurtei- lung von Dr. D.____ vom 6. November 2018 aus dem Recht zu weisen, weil die Beschwerdegeg- nerin damit die Devolutivwirkung der Beschwerde sowie die Mitwirkung bei der Beweiserhebung und das Prinzip der Waffengleichheit der Parteien missachte. 2.2 Als ordentlichem Rechtsmittel kommt der Beschwerde na ch Art. 56 ATSG Devolutivef- fekt zu. Die formgültige Beschwerdeerhebung begründet die Zuständigkeit der kantonalen Rechtsmittelbehörde, über das in der angefochtenen Ve rfügung bzw. im angefochtenen Ein- spracheentscheid geregelte Rechtsverhältnis zu entscheiden. Der Devolutiveffekt bewirkt zudem, dass der Entscheid der Beschwerdeinstanz prozessual die ange fochtene Verfügung bzw. den angefochtenen Einspracheentscheid ersetzt und damit alleiniger Anfechtungsgegenstand für ei- nen nachfolgenden Instanzenzug bildet (BGE 130 V 143 E. 4.2, 127 V 231 E. 2b/aa, je mit wei- teren Hinweisen). Somit verliert der Versicherungsträge r die Herrschaft über den Streitgegen- stand, und zwar insbesondere auch in Bezug auf die tat sächlichen Verfügungs- und Entschei- dungsgrundlagen. Entsprechend ist es der Verwaltung grundsätzlich verwehrt, nach Einreichung des Rechtsmittels weitere oder zusätzliche Abklärungen vorz unehmen, soweit sie den Streitge- genstand betreffen und auf eine allfällige Änderung der Verfügung durch Erlass einer neuen ab- zielen (vgl. BGE 136 V 5, E. 2.5 mit Hinweis auf BGE 127 V 231, E. 2b/aa; Urteil des Bundesge- richts vom 1. Januar 2014, 8C_410/2013, E. 5.2). 2.3 Ferner schliesst es auch die anzustrebende Raschheit d es Verfahrens aus, dass die Verwaltung während des kantonalen Verfahrens umfangre iche und zeitraubende Zusatzabklä- rungen tätigt. Aufgrund der gebotenen Einfachheit des Prozesses kann der Versicherungsträger Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht rechtsprechungsgemäss keine Abklärungsmassnahmen treffen, welche der Mitwirkung der ver- sicherten Person bedürften. Umfassendere Abklärungen wie eine medizinische Begutachtung mit Mitwirkung der versicherten Person oder vergleichbare ze itraubende Beweismassnahmen wür- den den Rahmen eines raschen Verfahrens sprengen. Erlau bt sind der Verwaltung demgegen- über in aller Regel punktuelle Abklärungen (wie das Einholen von Bestätigungen, Bescheinigun- gen oder auch Rückfragen bei medizinischen Fachpersonen oder anderen Auskunftspersonen). Wegleitende Gesichtspunkte für die Beantwortung der Frage, was im kantonalen Verfahren noch zulässiges Verwaltungshandeln darstellt, bilden die inha ltliche Bedeutung der Sachverhaltsver- vollständigung und die zeitliche Intensität allfälliger weiterer Abklärungsmassnahmen (BGE 136 V 6, E. 2.7 mit Hinweisen auf BGE 127 V 231, E. 2b/aa f.). 2.4 Vorliegend beschränkte sich die Beschwerdegegnerin d arauf, im Hinblick auf die Aus- führungen in der Beschwerde bei Dr. D.____ eine Bestätigung der bereits festgelegten Höhe der Integritätseinbusse einzuholen. Sie hat ihren Entscheid nach dieser Beweiserhebung nicht abge- ändert. Ferner hat die Abklärungsmassnahme das vorliegend e Verfahren nicht wesentlich ver- längert, da sie innerhalb der vom Gericht angesetzten Frist zur Vernehmlassung durchgeführt wurde. Eine Missachtung des Devolutiveffekts liegt nach de m Ausgeführten nicht vor. Ebenso wenig wurden die Mitwirkungsrechte des Beschwerdeführers tangiert. Die Beschwerdegegnerin hat den Bericht von Dr. D.____ nicht als entscheidende In stanz, sondern als Partei im Rechts- mittelverfahren eingereicht. Auch der Einwand der Ver letzung der Waffengleichheit ist insofern nicht stichhaltig, als die Kosten für ärztliche Abklärungen – wie vom Beschwerdeführer selbst vorgebracht und beantragt – einer Partei ersetzt werd en, sofern die Expertise für die Entscheid- findung unerlässlich gewesen ist. Nach dem Ausgeführten ist der Verfahrensantrag des Be- schwerdeführers, es sei die Beurteilung von Dr. D.____ aus dem Recht zu weisen, abzuweisen. 3. Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwe rdeführers auf eine Integritätsent- schädigung, bzw. der Umfang der Integritätseinbusse. 3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfa llversicherung (UVG) vom 20. März 1981 hat der Unfallversicherer in der obligato rischen Unfallversicherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsun- fällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Die Leistung spflicht des Unfallversicherers setzt vo- raus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem einget retenen Schaden (Invalidität, In- tegritätseinbusse) ein natürlicher (vgl. dazu BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen) und ein adä- quater (vgl. dazu BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis) Kausalzusammenhang besteht. 3.2 Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall ein e dauernde und erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Nach Art. 36 Abs. 1 der Verord- nung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 gilt ein Integritätsschaden als dauernd, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht (Satz 1); er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unab- hängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Satz 2). Fallen meh- rere körperliche, geistige oder psychische Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung festgesetzt (Art. 36 Abs. 3 Satz 1 UVV). Laut Art. 25 Abs. 1 UVG wird die Integritätsentschädigung in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abge- stuft, wobei sie den am Unfalltag geltenden Höchstbetr ag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen darf. Letzteres gilt auch, wenn eine Gesamtentschädigung für mehrere körper- liche, geistige oder psychische Integritätsschäden zur Ausrichtung gelangt (Art. 36 Abs. 3 Satz 2 UVV). Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat di e Bemessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Gemäss Abs. 2 dieser Vorschrift gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Rich tlinien des Anhangs 3. Darin hat der Bundesrat in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschl iessenden Skala (BGE 113 V 219 E. 2a; Kranken- und Unfallversicherung – Rechtsprechung und Verwaltungspraxis [RKUV] 1988 Nr. U 48 S. 236 E. 2a mit Hinweisen) häufig vorkommende und typische Schäden prozentual ge- wichtet. 3.3 Für die im Anhang 3 zur UVV genannten Integrität sschäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetr ages des versicherten Verdienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet. Das gilt auch für das Zusammenfallen mehrerer körperlicher, geistiger und psychischer Integrit ätsschäden (Ziff. 1 Abs. 2). In diesem Zusammenhang hat die Suva in Weiterentwicklung der bund esrätlichen Skala zusätzliche Be- messungsgrundlagen in tabellarischer Form erarbeitet. D iese in den Mitteilungen der Medizini- schen Abteilung der Suva Nr. 57 bis 59 herausgegebenen Tabellen (teilweise geändert und er- gänzt in den Mitteilungen Nr. 60, 62 und 66 [nachfolgend: Suva-Tabellen]) sind, soweit sie ledig- lich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet wer- den soll, mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c, 116 V 157 E. 3a mit Hin- weis). 3.4 Bei der Bestimmung des Schweregrades einer gesundh eitlichen Beeinträchtigung handelt es sich um eine Tatfrage, für deren Beantwortung Verwaltung und Gerichte auf fachärztliche Mit- hilfe angewiesen sind. Dem Gericht ist es nicht möglich, die Beurteilung aufgrund der aktenkun- digen Diagnosen selber vorzunehmen, da die Ausschöpfung des in den Tabellen offen gelasse- nen Bemessungsspielraums entsprechende Fachkenntnisse voraussetzt und von einem medizi- nischen Laien eine zuverlässige Zuordnung nicht erwartet werden kann. Die Beurteilung der In- tegritätseinbusse obliegt somit den ärztlichen Sachverständigen (Urteil des Bundesgerichts vom 23. April 2007, U 121/06, E. 4.2 mit weiteren Hinweisen). 4. Zur Feststellung der medizinischen Verhältnisse ist die rechtsanwendende Behörde somit auf Unterlagen angewiesen, die ihr von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen Hinweisen). Das G ericht hat diese Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der frei en Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. o hne Bindung an förmliche Beweisregeln, so- wie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsge- richt alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen ein e zuverlässige Beurteilung des streitigen Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander widersprechenden me- dizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdi- gen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob die- ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allsei tigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor akten (Anamnese) abgegeben wor- den ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizi- nischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten be- gründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grun dsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereich ten oder in Auftrag gegebenen Stel- lungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 f. E. 1c mit Hinweisen). Rechtsprechungsgemäss ist es dem Sozialversicherungsgericht d emnach nicht verwehrt, ge- stützt ausschliesslich auf versicherungsinterne medizinische Unterlagen zu entscheiden. Wie das Bundesgericht präzisiert hat, sind in solchen Fällen jedoch strenge Anforderungen an die Beweis- würdigung in dem Sinne zu stellen, dass bei auch nur ge ringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (Ur- teil des Bundesgerichts, I. sozialrechtliche Abteilung, vom 27. Juli 2009, 8C_113/2009, E. 3.2 mit Verweisen). 5. Der Angelegenheit liegen im Wesentlichen folgend e medizinische Unterlagen zu Grunde: 5.1 In einer ersten Beurteilung vom 12. März 2018 hat die Kreisärztin Dr. med. E.____, Fachärztin für Chirurgie, einen Integritätsschaden von 2 0% ermittelt. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass die dokumentierten Bewegungseins chränkungen im Bereich des rechten Handgelenks und des rechten Ellbogens unfallkausal, erheblich und dauernd seien. Mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit werde sich im oberen Referenzbereich der Handwurzel eine schwere Arthrose ausbilden. Am Radiusköpfchen sei eine Protheseimplan- tation erfolgt. Bei schwerer Arthrose beim Radiusköpfchen sei von einer Integritätseinbusse von 10% auszugehen, bei derjenigen der Handwurzel von einem Integritätsschaden von 15%. Insge- samt ergebe sich eine Integritätseinbusse von 25%, die zu r Wahrung der Verhältnismässigkeit um einen Viertel auf 20% zu kürzen sei. Der Integritätsschaden im Bereich der Lendenwirbelsäule und sowie derjenige betreffend die Fibula seien unterhalb der Erheblichkeitsgrenze. 5.2 Nachdem der Beschwerdeführer gegen diese Einschätzung Einwand erhoben und na- mentlich geltend gemacht hatte, er sei in Bezug auf die Lendenwirbelsäule nicht beschwerdefrei, nahm Dr. E.____ am 24. April 2018 nochmals eine ausf ührlichere Beurteilung des Integritäts- schadens vor. Darin kam sie zum Schluss, dass der Integritäts schaden aufgrund des erlittenen Unfalls auf insgesamt 25% zu schätzen sei. Die Fibula fraktur links sei folgenlos ausgeheilt und es sei kein relevanter Integritätsschaden zurückgeblieben . In Bezug auf die Fraktur des LWK 1 sei Suva-Tabelle 7 „Integritätsschaden bei Wirbelsäulenaffektionen“ anwendbar. Der Versicherte beschreibe einen Belastungsschmerz, der nach ca. 30 Min uten auftrete und einen Wechsel der Position oder längere Erholungszeiten notwendig mache. Eine künftige Verschlimmerung könne nicht vorhergesehen werden. Aktuell sei der Integritätssc haden an der Wirbelsäule mit 5% zu Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht bewerten. Die Radiusköpfchenfraktur sei primär mit ei ner Prothese vorsorgt worden. In Anwen- dung der Suva-Tabelle 5 „Integritätsschaden bei Arthrosen“, Spalte 5 und 6, sei zur Bemessung der Integritätseinbusse auf den mit der Prothese erzielten Erfolg abzustellen. Beim Versicherten zeige sich ein sehr guter Erfolg der Prothesenimplantat ion, weshalb der Integritätsschaden auf 5% zu schätzen sei. Im Bereich der Handwurzel sei – wie bereits in der Beurteilung vom 12. März 2018 – von mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer zukünftigen schweren Arthrose aus- zugehen, weshalb gemäss Suva-Tabelle 5 weiterhin ein I ntegritätsschaden von 15% vorliege. Das vom Versicherten vorgebrachte Raynaud-Syndrom sei nicht aktenkundig und anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung auch nicht beschrieben worden. Aufgrund der fehlenden Erst- und Echtzeitberichte sowie der fehlenden Objektivierbarkeit sei die Unfallkausalität diesbezüglich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu verneinen. Das vom Versicherten ebenfalls geltend ge- machte Abspreizdefizit des vierten Langfingers der rechten Hand führe nicht zu einem entschä- digungspflichtigen Integritätsschaden, da die Funktion der Hand dadurch nicht wesentlich beein- trächtigt werde. 5.3 Der Beschwerdeführer beauftragte in der Folge ei ne private Beurteilung durch Dr. C.____. In seiner Stellungnahme zur kreisärztlichen Beurteilung vom 28. Juni 2018 führte dieser aus, dass für die Einschränkungen an der Lendenwi rbelsäule eine Integritätsentschädi- gung basierend auf einer Integritätseinbusse von 10% ge rechtfertigt sei, da der Versicherte mit seiner Darstellung der Beschwerden die Kategorie 2+ auf der Schmerzfunktionsskala erreiche. Ferner werde im Bereich der Radiusköpfchenfraktur die bleibende Instabilität des Ellbogens zu wenig berücksichtigt. Für den Ellbogen ergebe sich daher eine Integritätseinbusse von 10%. Die Einschätzung des Integritätsschadens durch die Kreisärztin betreffend die Handwurzel erachte er als gerechtfertigt. Insgesamt resultiere damit ein Integritätsschaden von 35%. 5.4 In seiner orthopädischen Beurteilung vom 6. Novem ber 2018 bestätigt Dr. D.____ die Ausführungen von Dr. E.____ und kritisiert das eingeholte Parteigutachten von Dr. C.____ inso- weit, als sie den Suva-Tabellen widerspricht. 6.1. Die Beschwerdegegnerin stützte den angefochtenen En tscheid in medizinischer Hinsicht vollumfänglich auf die kreisärztliche Beurteilung des I ntegritätsschadens von Dr. E.____ vom 24. April 2018. Wie in Erwägung 4 hiervor ausgeführt, sind an die Beweiskraft von versicherungs- internen medizinischen Beurteilungen strenge Anforderungen zu stellen. Bei diesen Unterlagen sind bereits bei geringen Zweifeln an die Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit ergänzende (externe) Abklärungen vorzunehmen. Allgemein gelten auch bei versicherungsinternen medizinischen Un- terlagen die in Erwägung 4 genannten Kriterien an den Beweiswert. Diese sind vorliegend erfüllt: Die Beurteilung von Dr. E.____ stützt sich auf eine um fassende Aktenlage, berücksichtigt die beklagten Beschwerden und beruht letztlich nicht unwesen tlich auf der persönlichen kreisärztli- chen Untersuchung vom 25. September 2017. Insbesondere legt Dr. E.____ nachvollziehbar dar, welche Suva-Tabellen zur Anwendung gelangen und wendet sie korrekt an. Ferner bewegt sie sich in ihrer Beurteilung im vorgegebenen Ermessensspielra um und begründet ihre Ermes- sensausübung schlüssig und nachvollziehbar. Nach dem Ausge führten erfüllt die kreisärztliche Beurteilung vom 24. April 2018 die beweisrechtlichen A nforderungen an versicherungsinterne medizinische Unterlagen und es kann darauf abgestellt werden. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.2 Daran ändern auch die Vorbringen des Beschwerdefü hrers nichts. 6.2.1 Zunächst ist festzuhalten, dass die von der Kreisä rztin ermittelte und von der Beschwer- degegnerin entsprechend anerkannte Integritätseinbusse betreffend die Handwurzel im Umfang von 15% unter den Parteien – zu Recht – nicht umstritt en ist. 6.2.2 Der Beschwerdeführer moniert indessen in Bezug au f die Integritätseinbusse für den Gesundheitsschaden an der Lendenwirbelsäule, dass Dr. E.____ zu Unrecht eine voraussehbare Verschlechterung nicht berücksichtige und verweist hierzu auf die Ausführungen von Dr. C.____. Dieser rechtfertigt seine Meinung einer höheren Integritätseinbusse betreffend die Lendenwirbel- säule jedoch insbesondere mit der Annahme eines höheren Grades von 2+ auf der Schmerzfunk- tionsskala der Suva-Tabelle 7 „Integritätsschaden bei W irbelsäulenaffektionen“. In der Stellung- nahme von Dr. C.____ werden keine Schmerzangaben des Beschwerdeführers wiedergegeben. In einem Schreiben an die Beschwerdegegnerin vom 29. Mä rz 2018 beklagte der Beschwerde- führer Belastungsschmerzen, die nach etwa 30 Minuten in beanspruchender Position aufträten und einen Stellungswechsel und Erholungsphasen notwend ig machten. Der Beschwerdeführer selbst führte diese Schmerzen im Wesentlichen auf eine g eschwächte Muskulatur zurück. Die Kreisärztin hat diese Schmerzen in ihrer Beurteilung vom 24. April 2018 dennoch berücksichtigt und sie auf der Schmerzfunktionsskala der Kategorie 1+ ( mässige Beanspruchungsschmerzen mit guter und rascher Erholung, keine oder seltene Ru heschmerzen) zugeordnet. Entgegen der Auffassung von Dr. C.____ bestehen in der Akten und de n Angaben des Versicherten keinerlei Anhaltspunkte für intensivere Schmerzen. In der Kategorie 1+ wird eine Integritätseinbusse von 0-5% angenommen. Dr. E.____ eruierte im vorliegenden Fall einen Integritätsschaden an der Lendenwirbelsäule von 5%, was im Übrigen auch dem unteren Schätzwert der Kategorie 2+ ent- spricht. Dieses Vorgehen ist nach dem Ausgeführten nicht zu beanstanden. Soweit der Be- schwerdeführer geltend macht, dass eine zukünftige Verschle chterung bei der Bemessung des Integritätsschadens an der Lendenwirbelsäule nicht berücksichtigt worden sei, ist ihm entgegen- zuhalten, dass nach den überzeugenden Ausführungen von Dr. E.____ eine solche aktuell nicht voraussehbar ist, weshalb sie auch nicht in die Bemessung der Integritätseinbusse einzufliessen hat. Immerhin ist mit der Kreisärztin darauf hinzuweisen , dass – sollte die im jetzigen Zeitpunkt nicht voraussehbare – erhebliche Verschlimmerung des Zustandes der Lendenwirbelsäule in Zu- kunft doch eintreten, der Beschwerdeführer gegebenenfalls Anspruch auf eine zusätzliche Integ- ritätsentschädigung haben könnte (vgl. Art. 36 Abs. 4 UVV). 6.2.3 Bezüglich der Radiusköpfchenfraktur bringt der Be schwerdeführer wiederum unter Hin- weis auf die Ausführungen von Dr. C.____ vor, dass – au ch unter Berücksichtigung der voraus- sehbaren Verschlimmerung – eine Integritätseinbusse von 10% anzunehmen sei. Dr. C.____ führt in seiner Stellungnahme vom 28. Juni 2018 diesbe züglich aus, dass zusätzlich zur Integri- tätseinbusse aufgrund der eingesetzten Prothese von 5% e in weiterer Integritätsschaden in der Höhe von 5% aufgrund der verbleibenden Gelenkinstabilität zu berücksichtigen sei. Die Kreisärz- tin hat zur Beurteilung der Integritätseinbusse am R adiusköpfchen die Suva-Tabelle 5, „Integri- tätsschaden bei Arthrosen“ herangezogen. Dort wird einleitend erläutert, dass in Fällen, wo neben Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht einer Arthrose eine Gelenksinstabilität (Suva-Tabelle Nr. 6 „Integritätsschaden bei Gelenksinsta- bilitäten“) besteht, derjenige Zustand für die Integ ritätsentschädigung massgeblich sei, welcher die höhere Schätzung aufweise. In der Regel werden die Integritätseinbussen nicht kumuliert. Ausserdem sind bei Endoprothesen, die direkt nach dem Unfall eingesetzt wurden, die Spalten 5 und 6 anwendbar. Da dem Beschwerdeführer die Radiusköpfchenprothese unmittelbar nach dem Unfall eingesetzt wurde und sich ein guter Erfolg gezeigt hat, hat Dr. E.____ in ihrer Beurteilung vom 24. April 2018 entsprechend diesen Leitlinien Tabelle 5, Spalte 5 zu Recht angewendet und einen Integritätsschaden von 5% ermittelt. Es sind keine Gründe ersichtlich, von dieser Einschät- zung abzuweichen. Weder Dr. C.____ noch der Beschwerde führer selbst begründen, weshalb ausnahmsweise entgegen den Leitlinien von Suva-Tabelle 5 eine Kumulation mit dem Integritäts- schaden einer Instabilität erfolgen sollte. Solche Grün de sind auch aus den Akten nicht ersicht- lich. Vielmehr ist mit der Beschwerdegegnerin festzustellen, dass die von der Kreisärztin festge- stellte, leicht vermehrte Aufklappbarkeit bei Varus- und Valgusstress des Ellbogens lediglich eine leichte Instabilität darstellt, die selbst unter einer ku mulativen Anwendung von Suva-Tabelle 6 nicht zu einer Entschädigung berechtigen würde. Eine mässige mittelschwere bis schwere Insta- bilität wird denn auch vom Beschwerdeführer nicht geltend gemacht. Ferner ist es entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht Aufgabe der medizinischen Fachperson, zu begründen, weshalb keine Verschlechterung des Zustandes voraussehbar sei. Hingegen ist sie verpflichtet, Hinweise für eine Verschlimmerung des Integritätsschadens zu berücksichtigen und die Voraus- sehbarkeit einer solchen zu beurteilen. Vorliegend beste hen jedoch keine entsprechenden Hin- weise bezüglich des Radiusköpfchens. Vielmehr wird von den involvierten Ärzten ein untypisch positives Ergebnis der Prothese festgehalten. Der Beschwe rdeführer begründet nicht, weshalb eine Verschlimmerung voraussehbar sein solle. Auch in d er Stellungnahme von Dr. C.____ fin- den sich keine entsprechenden Hinweise. Die Kreisärztin hat folglich bei der Bemessung der Integritätseinbusse zu Recht keine zukünftige Verschlimmerung des Integritätsschadens berück- sichtigt. 7. Zusammenfassend ist nach dem Ausgeführten festzustelle n, dass weder die Vorbringen des Beschwerdeführers noch die anderslautende Einschätzung durch Dr. C.____ geeignet sind, auch nur geringe Zweifel an der beweistauglichen Beu rteilung der Kreisärztin Dr. E.____ vom 24. April 2018 zu wecken. Lassen die vorhandenen medizini schen Unterlagen – wie vorlie- gend – eine zuverlässige Beurteilung des Gesundheitszusta ndes des Versicherten und der erlit- tenen Integritätseinbussen zu, so kann auf die von ihm beantragte Anordnung eines Gerichtsgut- achtens bzw. Rückweisung an die Vorinstanz zur Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen verzichtet werden (sog. antizipierte Beweiswürdigung; vgl. dazu BGE 131 I 153 E. 3, 126 V 130 E. 2a, 124 V 94 E. 4b, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E . 3c in fine mit Hinweisen). Demzufolge ist im Ergebnis festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin de m Beschwerdeführer zu Recht eine Integritätsentschädigung gestützt auf eine Integritätseinbusse von 25% (15% für den Schaden an der rechten Handwurzel, je 5% für die Beeinträchtigun gen an der Lendenwirbelsäule und der Radiusköpfchenfraktur) zugesprochen hat. Die Beschwerde ist somit abzuweisen. 8. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 8.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Par- teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erhe- ben. 8.2 Nach Art. 45 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträg er die Kosten der Abklärung zu über- nehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeordnet, so übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. Dies ist vor- liegend nicht der Fall. Das Parteigutachten von Dr. C .____ erwies sich für die Beurteilung des Anspruchs nicht als massgeblich und vermochte die beweistau gliche kreisärztliche Beurteilung nicht in Frage zu stellen. Unter diesen Umständen können die Kosten des Parteigutachtens nicht der Beschwerdegegnerin auferlegt werden. 8.3 Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens wird dem anwaltlich nicht vertretenen Be- schwerdeführer keine Parteientschädigung zugesprochen (§ 21 Abs. 1 und Abs. 4 VPO). Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Der Antrag des Beschwerdeführers, die Kosten des P arteigutachtens von Dr. med. C.____ vom 28. Juni 2018 in der Höhe von Fr. 1‘200.-- seien der Suva aufzuerlegen, wird abgewiesen. http://www.bl.ch/kantonsgericht