<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2016.01413</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichter Bachofner<br/>Sozialversicherungsrichterin Käch<br/>Gerichtsschreiberin Kübler-Zillig</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 7. März 2018</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Melina </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Tzikas</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Lorentz Schmidt Partner, Rechtsanwälte</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Weinbergstrasse 29, 8006 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1965, alleinerziehende Mutter eines im Jahre 2004 geborenen Sohnes (Urk. 5/2 Ziff. 3.1) meldete sich am 20. September 2007 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 5/2). Die Sozialver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, verneinte mit Verfügung vom 19. Februar 2008 einen Rentenanspruch der Versicherten (Urk. 5/25)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 26. August 2009 meldete sich die Versicherte erneut zum Rentenbezug an (Urk. 5/28). Nach erfolgten medizinischen und erwerblichen Abklärungen, in deren Rahmen die IV-Stelle eine polydisziplinäre Begutachtung der Versicherten veranlasste (Urk. 5/44), verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 27. Februar 2012 erneut einen Rentenanspruch (Urk. 5/92). Die daraufhin beim hiesigen Gericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 9. September 2013 im Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahren Nr. IV.2012.00371 rechtskräftig abgewiesen (Urk. 5/106).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 19. November 2014 meldete sich die Versicherte wiederum bei der Invali</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung zum Rentenbezug an (Urk. 5/110). Die IV-Stelle tätigte erwerb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche (Urk. 5/118) und medizinische Abklärungen (Urk. 5/119, Urk. 5/122, Urk. 5/126, Urk. 5/128-129) und veranlasste eine erneute polydisziplinäre Begut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achtung (Urk. 5/141, Urk. 5/143). Nach durchgeführtem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorbescheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 5/146, Urk. 5/152) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 8. Dezember 2016 erneut einen Rentenanspruch der Versicherten (Urk. 5/160 = Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte erhob am </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">21. Dezember 2016 Beschwerde gegen die Verfügung vom 8. Dezember 2016 (Urk. 2) und beantragte, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">diese sei aufzuheben und es sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en ihr die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine ganze Invalidenrente, zuzusprechen (Urk. 1 S. 2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. I.1-2). Mit Beschwerdeantwort vom 1. Februar 2017 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 4), was der Beschwerdeführerin am 27. Februar 2017 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 6).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Versicherte, die:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eingliederungsmassnahmen wieder</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vier</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dreiviertelsren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">te</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="XX010"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">G</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">emäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 130 V 352</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> begründeten und seither stetig weiter entwi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ckelten Rechtsprechung vermochten eine fachärztlich (psychiatrisch) diagno</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stizierte somatoforme Schmerzstörung und vergleichbare psychoso</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">matische Leiden (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) in der Regel keine lang dauernde, zu einer Inva</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG führende Arbeitsunfähigkeit zu bewirken. Vielmehr bestand die Vermutung, dass solche Beschwerdebilder oder ihre Fol</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar seien und nur bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machten, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zen notwendigen Ressourcen verfügt (zur Entstehungsgeschichte dieser Praxis: </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 135 V 201</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7.1.2; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urteil des Bundesgerichtes 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 2.1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ob ein solcher Ausnahmefall vorlag, entschied sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien (so genannte „Foerster-Kriterien“, vgl. BGE 130 V 352, BGE 131 V 39 E. 1.2, BGE 139 V 547 E. 3.2.3). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht die Überwindbarkeitsvermutung auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gegeben und das bisherige Re</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gel-/Ausnahme-Modell durch ein strukturiertes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> normative</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Prüfungsraster ersetzt. In dessen Rahmen wird im Regelfall </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren das tat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sächlich erreichbare Leistungsvermögen ergebnis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">offen und symmetrisch beur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">teilt, indem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gleichermassen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">äusseren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Belastungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">faktoren wie den vorhande</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nen Ressourcen Rechnung getragen wird (BGE 141 V 574 E. 4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_534/2015 vom 1. März 2016 E. 2.2 mit Hinwei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sen). Die Anerkennung eines rentenbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grundlage im Einzelfall anhand der Standardindika</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">toren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">scheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sigkeit nach wie vor die materiell beweis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">belastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2; Urteil des Bundesgerichts 8C_28/2016 vom 15. April 2016 E. 3.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens nach dem dargelegten Prüfungsraster erübrigt sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rechtsprechungsgemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, wenn Ausschlussgründe vorliegen, etwa wenn die Leistungseinschränkung überwiegend auf Aggravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht, welche die Annahme einer gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Beeinträchtigung von vornherein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ausschliessen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (BGE 141 V 281 E. 2.2; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_549/2015 vom 29. Januar 2016 E. 4.1 und 9C_899/2014 vom 29. Juni 2015 E. 4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Rechtsprechung hat zu den „vergleichbaren psychosomatischen Leiden“ ausdrücklich jene gezählt, die im Nachgang zu BGE 130 V 352 über die Jahre als sogenannte „pathogenetisch-ätiologisch unklare </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">syndromale</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bilder ohne nachweisbare organische Grundlage“ in invalidenver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">siche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rechtlicher Hinsicht den gleichen sozialversicherungsrechtlichen Anforderungen (Regel-Ausnahmemodell mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">„</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Überwindbarkeitsvermutung“) unterstellt wurden (BGE 142 V 342 E. 5.2.1; BGE 141 V 281 E. 4.2; BGE </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">140 V 8 E. 2.2.1.3; bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lang: Fibromyalgie: BGE 132 V 65 E. 4 [Urteil des Bundesgerichts I 336/04 vom 8. Februar 2006]; dissoziative Sensibilitäts- und Empfindungsstörung: Urteil des Bundesgerichts I 9/07 vom 9. Februar 2007 E. 4 in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, in: SVR 2007 IV Nr. 45 S. 149; dissoziative Bewegungsstörung: Urteil des Bundesgerichts 9C_903/2007 vom 30. April 2008 E. 3.4; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Chronic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Fatigue Syndrome [CFS; chronisches Müdig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keitssyndrom] und Neurasthenie: Urteile des Bundesgerichts I 70/07 vom 14. April 2008 E. 5; 9C_98/2010 vom 28. April 2010 E. 2.2.2, in: SVR 2011 IV Nr. 17 S. 44, und 9C_662/2009 vom 17. August 2010 E. 2.3, in: SVR 2011 IV Nr. 26 S. 73; spezifische und unfalladäquate HWS-Verletzungen [Schleuder</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">trauma] ohne organisch nachweisbare Funktionsausfälle: BGE 136 V 279 [Urteil des Bundesgerichts 9C_510/2009 vom 30. August 2010]; nichtorganische Hyper</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">somnie: BGE 137 V 64 E. 4 [Urteil des Bundesgerichts 9C_871/2010 vom 25. Februar 2011]; leichte Persönlichkeitsveränderung bei chronischem Schmerz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">syndrom: Urteil des Bundesgerichts 8C_167/2012 vom 15. Juni 2012 E 5.2 und 6.1). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> BGE 142 V 342 ist die Rechtsprechung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> BGE 141 V 281 auch auf eine posttraumatische Belastungsstörung anwendbar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span id="XX216"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei Vorliegen einer anhaltenden soma</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">toformen Schmerzstörung oder eines damit vergleichbaren psychoso</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">matischen Leidens (BGE 141 V 281 E. 4.2) sind Indikatoren beachtlich, die das Bundes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gericht wie folgt systematisiert hat </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281 E. 4.3.1): </span></p><p><span>- </span><span>Kategorie „funktioneller Schweregrad" </span></p><p><span>- </span><span>Komplex „Gesundheitsschädigung" </span></p><p><span>- </span><span>Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde </span></p><p><span>- </span><span>Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –</span><span>resistenz</span><span> </span></p><p><span>- </span><span>Komorbiditäten </span></p><p><span>- </span><span>Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res</span><span>sourcen)</span></p><p><span>- </span><span>Komplex „Sozialer Kontext" </span></p><p><span>- </span><span>Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens)</span></p><p><span>- </span><span>gleichmässige Einschränkung des </span><span>Aktivitätenniveaus</span><span> in allen ver</span><span>gleich</span><span>baren Lebensbereichen </span></p><p><span>- </span><span>behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Lei</span><span>dens</span><span>druck </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Diese</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dernder </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">äusserer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Ressourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_534/2015 vom 1. März 2016 E. 2.2.1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beweisrechtlich entscheidend ist der Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Indikator einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gleichmässigen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen zielt auf die Frage ab, ob die diskutierte Einschränkung in Beruf und Erwerb (bzw. bei Nichterwerbstätigen im Auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gaben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bereich) einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen (z.B. Freizeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gestaltung) anderseits gleich ausgeprägt ist. Dabei ist das bisherige Kriterium des sozialen Rückzugs (wiederum) so zu fassen, dass neben Hinweisen auf Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schränkungen auch Ressourcen erschlossen werden; umgekehrt kann ein krank</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitsbedingter Rückzug aber auch Ressourcen zusätzlich vermindern. Soweit erhebbar, empfiehlt sich auch ein Vergleich mit dem Niveau sozialer Aktivität vor Eintritt der Gesundheitsschädigung. Das Aktivitätsniveau der versicherten Person ist stets im Verhältnis zur geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit zu sehen (BGE 141 V 281 E. 4.4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen, das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heisst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ausmass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, in welchem Behandlungen wahrgenommen oder eben vernachlässigt werden, weist (ergänzend zum Gesichtspunkt Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz unter dem Komplex "Gesundheitsschädigung") auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den tatsächlichen Leidensdruck hin. Dies gilt allerdings nur, solange das betreffende Verhalten nicht durch das laufende Versicherungsverfahren beeinflusst ist. Nicht auf fehlenden Leidensdruck zu </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schliessen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ist, wenn die Nichtinanspruchnahme einer empfohlenen und zugänglichen Therapie oder die schlechte Compliance klarer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weise auf eine (unabwendbare) Unfähigkeit zur Krankheitseinsicht zurückzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führen ist. In ähnlicher Weise zu berücksichtigen ist das Verhalten der versi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cherten Person im Rahmen der beruflichen (Selbst-) Eingliederung. Inkonsistentes Verhalten ist auch hier ein Indiz dafür, die geltend gemachte Einschränkung sei anders begründet als durch eine versicherte Gesundheits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung (BGE 141 V 281 E. 4.4.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span id="XX217"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Wie in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> festgehalten (E. 5.2.1), hat sich das Bundesgericht ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schiedentlich, so auch jüngst, über das Zusammenwirken von Recht und Medi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zin bei der konkreten Rechtsanwendung geäussert. Danach ist es sowohl den begutachtenden Ärzten al</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">s auch den Organen der Rechtsan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wendung aufgege</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ben, die Arbeitsfähigkeit im E</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">inzelfall mit Blick auf die nor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mativ vorgegebenen Kriterien zu beurteilen. Die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht (BGE 137 V 64 E. 5.1). Bei der Abschätzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ng der Folgen aus den diagnosti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zierten gesundheitli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chen Beeinträchtigungen nimmt zuerst der Arzt Stellung zur Arbeitsfähigkeit. Seine Einschätzung ist ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e wichtige Grundlage für die an</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schliessende juristi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sche Beurteilung der Frage, welche Arbeitsle</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">istung der versi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 140 V 193 E. 3.2; Ulrich Meyer, Der Rechtsbegriff der Arbeitsunfähigkei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">t und seine Bedeutung in der So</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zialversicherung, namentlich für den Einkomme</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nsvergleich in der Invali</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ditäts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bemessung, in: Schmerz und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Arbeitsunfähigkeit, Schaffhauser/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Schlauri</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> [Hrsg.], 2003, S. 49).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In diesem Sinne lautet die normativ bestimmte Gutachterfrage, wie die sachver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ständige Person das Leistungsvermögen einschätzt, wenn sie dabei den ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schlägigen Indikatoren folgt. Die Rechtsanwender überprüfen die betreffenden Angaben frei, insbesondere dahin, ob die Ärzte sich an die massgebenden nor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mativen Rahmenbedingungen gehalten haben, das heisst, ob sie ausschliesslich funktionelle Ausfälle berücksichtigt haben, welche Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung sind (Art. 7 Abs. 2 erster Satz ATSG), sowie, ob die versiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungsmedizinische Zumutbarkeitsbeurteilung auf objektivierter Grundlage er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">folgt ist (Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz ATSG; vgl. BGE 137 V 64 E. 1.2 in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Dies sichert die einheitliche und rechtsgleiche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit (BGE 140 V 290 E. 3.3.1, 135 V 201 E. 7.1; E. 5.2.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Jedenfalls in der Invalidenversicherung tragen Recht und Medizin, je nach ihren fachlichen und funktionellen Zuständigkeiten, zur Feststellung ein und dersel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ben Arbeitsunfähigkeit bei. Das heisst, dass die medizinischen Gutachter nicht, wie häufig anzutreffen, eine quasi freihändige Beurteilung abgeben und dane</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ben noch Grundlagen liefern sollen, anhand derer die Rechtsanwender eine von der subjektiven ärztlichen Einschätzung losgelöste Parallelüberprüfung vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nehmen. Es gibt keine unterschiedlichen Regeln gehorchende, getrennte Prü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fung einer medizinischen und einer rechtlichen Arbeitsfähigkeit (E. 5.2.3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.6</span><span> </span><span id="XX218"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In intertemporalrechtlicher Hinsicht ist sinngemäss wie in BGE 137 V 210 (betreffend die rechtsstaatlichen Anforderungen an die medizinische Begutach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tung) vorzugehen. Nach diesem Entscheid verlieren gemäss altem Verfahrens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">standard eingeholte Gutachten nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">handenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE a.a.O. E. 6 in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">initio</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). In sinngemässer Anwendung der nunmehr materiell-beweisrechtlich geänderten Anforderungen ist in jedem einzelnen Fall zu prü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fen, ob die beigezogenen admi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nistrativen und/oder gerichtlichen Sachverständi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gengutachten – gegebenenfalls im Kontext mit weiteren fachärztlichen Berichten – eine schlüssige Beurteilung im Lichte der massgeblichen Indikatoren erlauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und -dichte kann zudem unter Um</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ständen eine punktuelle Ergänzung genügen (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 8).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.7</span><span> </span><span id="XX100"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Renten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichts 9C_261/2009 vom 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitszustandes </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sionsgrund im Sinne von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">spracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.8</span><span> </span><span id="UV053"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">leuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In der angefochtenen Verfügung vom 8. Dezember 2016 (Urk. 2) ging die Beschwerdegegnerin gestützt auf das polydisziplinäre Y.___-Gutachten davon aus, dass für die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit die psychiatrische Proble</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">matik im Vordergrund stehe. Die vorliegenden Beschwerden würden mass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geblich durch psychosoziale Belastungsfaktoren verursacht, welche auch weiter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hin verschlechternd auf den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin einwirkten. Die Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft während der Unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">suchung sei insgesamt als ungenügend beschrieben worden. Die fehlende Mit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wirkung sei jedoch nicht krankheitsbedingt und die Ergebnisse zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit deshalb nicht verwertbar (S. 1). Insgesamt liege kein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">langandauernder Gesundheitsschaden vor, die einwirkenden psycho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sozialen Belastungsfaktoren seien invaliditätsfremd und würden keinen erhebli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chen Gesundheitsschaden begründen. Mit optimaler Motivation und Leistungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bereitschaft sowie genügenden Anstrengungen könnte die Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führerin bessere Resultate erzielen. Gemäss Gutachten sei nicht erkennbar, aufgrund welcher objektiver Befunde und Diagnosen sich die Arbeitsfähigkeit gegenüber der Einschätzung von Dr. Z.___ seit dem Jahre 2011 geändert habe. In Bezug auf die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. A.___ sei daher von einer anderen Einschätzung desselben medizinischen Sachverhaltes auszugehen (S. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin geltend, der psychiatrische Gut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">achter Dr. A.___ habe in seinem psychiatrischen Teilgutachten vom 24. September 2015 ausdrücklich bestätigt, dass eine psychiatrische Erkrankung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliege (Urk. 1 S. 7 Ziff. 23). Das Teil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gutachten von Dr. A.___ erfülle die praxisgemässen Kriterien vollum</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fänglich, weshalb darauf abzustellen sei. Die Ärzte des Psychiatrischen Ambulatoriums B.___ hätten zudem mit Bericht vom 22. Februar 2015 eine Verschlechte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung des Gesundheitszustandes im Vergleich zum Bericht vom 22. Juli 2011 bestätigt (S. 7 Ziff. 24). Entgegen der Annahme der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin liege sehr wohl ein invalidisierender Gesundheitsschaden vor. Die Argumentation der Beschwerdegegnerin, wonach die Krankheitsfaktoren mit genügender Willens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anstrengung überwindbar seien, greife somit nicht und stehe im klaren Wider</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">spruch zum Y.___-Gutachten (S. 7 f. Ziff. 25). Gemäss der Beurteilung der Y.___-Gutachter könne die Arbeitsfähigkeit auch durch medizinische Mass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nahmen kaum wesentlich verbessert werden, auch eine Reintegration in den ersten Arbeitsmarkt sei nicht möglich (S. 8 Ziff. 28). Es liege deshalb eine voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">oder teilweise Erwerbsunfähigkeit vor, womit der Invaliditätsbegriff klar erfüllt sei (S. 8 Ziff. 29). Die Beschwerdeführerin sei alleinerziehende Mutter eines zwölfjähri</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen Sohnes, habe ab dem Jahre 2005 aufgrund der Betreuung ihres Kindes nur noch Teilzeit gearbeitet und somit ihr Pensum lediglich zwecks Kinderbetreuung reduziert (S. 9 Ziff. 33). Aufgrund der familiär bedingten Reduktion der Erwerbstätigkeit sei der Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin vorliegend nach der Methode des Einkommensvergleiches gemäss Art. 16 ATSG zu berech</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nen. Nachdem gemäss Y.___-Gutachten keine verwertbare Restarbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt mehr besteht, resultiert zweifellos ein Invaliditätsgrad, welcher der Beschwerdeführerin einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente gewährt (S. 9 Ziff. 37). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Strittig und zu prüfen ist damit, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin seit der letzten Beurteilung im Jahre 2013 in einem Ausmass ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schlechtert hat, welches nun einen Anspruch auf eine Rente begründet.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Verfügung der Beschwerdeführerin vom 27. Februar 2012 bildete Gegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stand des Urteils des hiesigen Gerichts vom 9. September 2013 (Urk. 5/106).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im genannten Urteil wurde insbesondere auf die am 13. Dezember 2011 von Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, beziehungsweise am 16. Dezember 2011 von Dr. med. C.___, Facharzt für Rheumatologie, erstatteten Gutachten Bezug genommen, in welchen insbeson</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dere generalisierte Schmerzen ohne erkennbare, ausreichend erklärende organi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sche Veränderungen, eine mögliche, leichtgradige </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Periarthro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pathia</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">humerosca</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pularis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> rechts, eine Adipositas, eine anhaltende somatoforme Schmerz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">störung, eine rezidivierende depressive Störung, gegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wärtig knapp leichtgradige Episo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">de, sowie familiäre Schwierigkeiten diagnostiziert wurden (Urk. 5/106 S. 13 f. E. 4.10-11). Insgesamt wurde der medizinische Sachverhalt vom Gericht folgen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dermassen beurteilt (Urk. 5/106 S. 18 f.):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.3 (…)</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gesamtwürdigung der bei Fehlen einer psychischen Komorbidität zu be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">achtenden zusätzlichen Kriterien führt zum Schluss, dass insgesamt höchstens ein Kriterium, dasjenige des Rückzugs in allen sozialen Belangen, erfüllt ist und damit der Schluss der ausnahmsweisen Unzumutbarkeit der willentlichen Schmerzüberwindung unzulässig ist. Somit ist der Regelfall der zumutbaren Überwindbarkeit gegeben und die aufgrund der diagnostizierten somatofor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">men Problematik attestierte Arbeitsunfähigkeit bleibt im sozialversicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rechtlichen Rahmen ausser Betracht. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ist der medi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zinische Sachverhalt als dahingehend erstellt zu betrachten, dass bei der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führerin aus psychiatrischer Sicht kei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ne invalidisierenden Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schränkungen bestehen, und ihr trotz der bestehenden leichtgradigen Schulterproblematik die bisherige, körperlich leichte Tätigkeit in einem Pensum von 100 % zumutbar ist, wobei auf Arbeiten über Kopf zu verzichten ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hospitalisation</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 19. September bis 10. Oktober 2014 nannten die Ärzte des D.___, Klinik für Rheumatologie, im Wesentlichen folgende Diagnosen (Urk. 5/119 S. 1 f.):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">zerviko</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">lumbospondylogenes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> Syndrom beidseits</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Schmerzsyndrom mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Periathropathia</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">humeroscapularis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> beidseits</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Sulcus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ulnaris</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> Syndrom rechts</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">leichtgradige Gonarthrose beidseits</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Adipositas Grad 2</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Klinisch zeige sich eine Fehlhaltung mit muskulärer Haltungsinsuffizienz bei Hyperlordose, Hyperkyphose mit Kopfretraktion und ausgedehnten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">myofas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cialen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Befunden. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Therapeutisch sei vorwiegend mit intensivierten ergo- und physiotherapeutischen Massnahmen gearbeitet worden, im Verlauf sei dadurch eine leichte jedoch stetige Verbesserung der Schmerzsymptomatik erzielt wor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den. Raschere Therapieerfolge seien durch die schwankende Stimmungslage nicht möglich gewesen. An der antidepressiven Therapie sei keine Anpassung vorgenommen worden. Gegebenenfalls sei es angebracht, die Beschwerdeführe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rin im Verlauf in einer psychosomatischen Tagesklinik anzubinden (S. 2). Während des Aufenthaltes habe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden (S. 3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In ihrem Bericht vom 22. Februar 2015 nannten die Ärzte der E.___ folgende Diagnosen (Urk. 5/122 S. 2):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Panikstörung [episodisch paroxysmale Angst] (ICD-10 F41.0)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Fibromyalgie (ICD-10 M79.7)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Seit dem letzten Arztbericht vom 27. Juli 2011 habe sich der Gesundheitszu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stand verschlechtert. Die Beschwerdeführerin sei aufgrund des Gesundheitszu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">standes nicht in der Lage, zu arbeiten. Derzeit gehe die Beschwerdeführerin in die Ergo- und Physiotherapie, weitere Termine zu vereinbaren sei schwierig. Sie schaffe es nicht, viele Termine innerhalb einer Woche wahrzunehmen (S. 2). Im Verlauf der letzten Jahre sei es zwar immer mal wieder zu einer leichten Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">besserung des Zustandes gekommen, eine vollständige oder nachhaltige Verbes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">serung habe jedoch nicht erreicht werden können. Als ungünstige prognostische Faktoren seien der lange Krankheitsverlauf sowie die grundlegende Persönlich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keitsstörung zu nennen. Die Symptomatik sei in den vergangenen zwei Jahren nur geringfügig beeinflussbar gewesen. Eine regelmässige </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Betätigung im Sinn einer geschützten Tätigkeit im Rahmen von zwei bis drei Stunden täglich wäre sinnvoll. Insgesamt scheine es unrealistisch, die Beschwerdeführerin wieder am ersten Arbeitsmarkt integrieren zu können. Seit Beginn der Behandlung am 8. Juli 2011 bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (S. 3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Hausarzt Dr. med. F.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, nannte in seinem Bericht vom 13. April 2015 im Wesentlichen folgende Diag</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nosen (Urk. 5/126 S. 1):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisches posttraumatisches </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Zervikobrachialsyndrom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> rechts bei Hal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">tungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">insuffizienz und muskulärer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Dekonditionierung</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung meist mittelgradig bei Kindheit und Jugend in ökonomisch sehr schwierigen Bedingungen, Zustand nach schwieriger Partnerschaft mit Kindsvater und jahrelang andauerndem Verlust der sozialen Integration mit Angst- und Schmerzver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">arbeitungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">störung</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">atrophe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> Autoimmun-Gastritis</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Lactoseintoleranz</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">«</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">biliäre»Hepatitis</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">TVT-Operation 2008 bei Belastungsinkontinenz</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Adipositas</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Unfall vom 21. Januar 2006 und einer längeren Voll- und Teilzeit-Arbeitsunfähigkeit als Lingerie-Mitarbeiterin und Putzfrau in einem städtischen Altersheim sei sie nach Auslaufen der Krankentaggeldzahlungen noch im Rahmen eines Schonarbeitsplatzes beschäftigt worden, habe aber auch die minimsten Bedingungen nicht erfüllt und den Arbeitsplatz verloren. Trotz breit gefächerten Abklärungen und Behandlungen, ambulant und stationär, sei es ihr seither nie mehr gelungen, den Anforderungen des ersten Arbeitsmarktes zu genügen. Die Prognose bezüglich Wiedererlangen der Erwerbsfähigkeit sei infaust (S. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei unveränderten Diagnosen führten die Ärzte der E.___ am 21. Mai 2015 ergänzend zum früheren Bericht vom 22. Februar 2015 aus, alle zwei bis drei Wochen würden stützende, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">psychoedukative</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und beratende Gespräche mit ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">passten verhaltenstherapeutischen Interventionen stattfinden. Die Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führerin erhalte zudem eine kontinuierliche Psychopharmako</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">therapie sowie eine sozialpsychiatrische Begleitung (Urk. 5/129 S. 4 Ziff. 1.5). Seit dem 8. Juli 2011 bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (S. 4 Ziff. 1.6). Die Beschwerdeführerin könne nicht konzentriert an einer Sache arbeiten. Es bestünden eine erhöhte Erschöpfbarkeit, eine verminderte Belast</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">barkeit, ein reduziertes Durchhaltevermögen und starke Konzentrations</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">störungen. Eine regelmässige Betätigung im Sinn einer geschützten Tätigkeit (ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">passte Tätigkeit mit reduziertem Belastungsprofil) im Rahmen von zwei bis drei Stunden täglich wäre sinnvoll. Das Bildungsniveau müsse dabei berück</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sichtigt werden (S. 5). Im günstigsten Fall könnte eine Integration an einem geschützten Arbeitsplatz gelingen (S. 5 Ziff. 1.8). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Auftrag der Beschwerdegegnerin wurde die Beschwerdeführerin in der Inter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">disziplinären medizinischen Gutachterstelle Y.___ inter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nistisch, rheumatologisch, psychiatrisch und neuropsychologisch begut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">achtet. In ihrem Gutachten vom 22. Dezember 2015 (Urk. 5/141) nannten die ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ant</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wortli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chen Ärzte folgende Diagnosen mit wesentlicher Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit (S. 33 Ziff. 4.1):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">aktenanamnestisch depressive Episoden, zurzeit leicht- bis mittelgradig (ICD-10 F33.11)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Schwierigkeiten bei der kulturellen Eingewöhnung (ICD-10 Z60.3)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Belastung und Überforderung als alleinerziehende Mutter (ICD-10 Z73)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">leichtgradige rechtsbetonte mediale Gonarthrose</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Als Diagnosen ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, aber mit Krankheitswert, nannten die Ärzte sodann folgende (S. 33 Ziff. 4.2):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">generalisiertes Schmerzsyndrom, Kriterien für eine Fibromyalgie ACR 1990 erfüllt</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Adipositas (BMI 35)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Penicillin-Allergie, anamnestisch</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">«biliäre» Hepatitis, Pankreasinsuffizienz, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">atrophe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> Autoimmun-Gastritis sowie Laktoseintoleranz anamnestisch</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich der anamnestisch mit im Vordergrund stehenden chronischen Schmerz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">problematik leide die Beschwerdeführerin gemäss aktueller fach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ärztli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cher rheumatologischer Beurteilung unverändert zur Vorbegutachtung im Jahre 2010 an einem generalisierten Schmerzsyndrom ohne entsprechend aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geprägtes organisches Korrelat am Bewegungsapparat. Die damals fest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gestellte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Impingementsymptomatik</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der rechten Schulter sei aktuell nicht mehr abgrenz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bar, neu sei hingegen eine leichtgradige rechtsbetonte Gonarthrose. Auch wenn die Problematik aktuell etwas anders als im Jahre 2010 gewichtet werde, sei diesbezüglich von einer vergleichbaren Belastungsfähigkeit auszu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gehen. Aus rein rheumatologischer Sicht bestehe unverändert eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Wäschereitätigkeit. Diese Einschätzung gelte auch für jede andere, körperlich leichte Tätigkeit. Der Verwertung der aus rein rheumato</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">logischer Sicht zu attestierenden Arbeitsfähigkeit stünden nun aber die anläss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich der jetzigen psychiatrischen Exploration erhobenen Befunde entgegen. Die Beschwerdeführerin leide einerseits an einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren und aktenanamnestisch an depressiven Episoden, derzeit leicht bis mittelgradig, sowie andererseits an Schwierigkeiten bei der kulturellen Eingewöhnung und Belastung/Überforderung als alleiner</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ziehende Mutter. Anlässlich der psychiatrischen Untersuchung habe die Beschwerdeführerin einen stark leidenden Eindruck hinterlassen, ihre Schwie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rigkeiten in der Lebensbewältigung würden alle Bereiche erfassen. Es gebe keine Teile mit einem relativ gut funktionierenden Funktionsniveau – durch die Not</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wendigkeit, zur Alltagsbewältigung andauernd Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen, werde ergänzend zumindest indirekt belegt, dass das mögliche Leistungsniveau sehr tief sei. Ein gewisser Anteil der vorliegenden Problematik sei soziokulturellen Faktoren zuzuordnen, dessen genauer Umfang sei sicher Ermessenssache. Ohne Zweifel sei die Beschwerdeführerin in ihrem aktuellen Zustand nicht in der Lage, Lohnarbeit zu leisten, eine Integration an irgend</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einem Arbeitsplatz sei in der Summe der Teilprobleme schlichtweg nicht vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stellbar. Die aus rein psychiatrischer Sicht zu attestierende Arbeitsunfähigkeit sei höchstens zur Hälfte soziokulturellen Faktoren und mindestens zur Hälfte einer psychischen Krankheit im engeren Sinne zuzuordnen. Eine Reintegration in den ersten Arbeitsmarkt sei somit nicht mehr möglich aufgrund der erwähn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten psychopathologischen Befunde und soziokultureller Faktoren mit je hälfti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gem Anteil an der 100%igen Arbeitsunfähigkeit in der freien Wirtschaft. Diese Einschätzung gelte spätestens ab der Anmeldung bei der Invalidenversicherung am 19. November 2014 (S. 32 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der psychiatrische Gutachter Dr. med. A.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, führte in seinem Teilgutachten vom 9. November 2015 (Urk. 5/141/53-60) aus, er beurteile die Situation grundlegend anders als die Psychiaterin im Vorgutachten, was ausführlich zu begründen sei und was nicht nur auf die seither veränderten Beurteilungskriterien zurückzuführen sei (S. 5 Ziff. 5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bereits als gesunde Frau ohne Beschwerden sei die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führerin ohne Zweifel durch die Erziehung ihres </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sohnes bis aufs Äusserste gefordert worden. Im Vordergrund des klinischen Bildes der chronischen Schmerzstörung stünden Beschwerden, die seit mindestens sechs Monaten in einer oder mehre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ren anatomischen Regionen bestehen würden, und die ihren Ausgangs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">punkt in einem physiologischen Prozess oder einer körperlichen Störung hätten. Die Schmerzen hätten ihren Ursprung in einem Bagatellvorfall genommen. Es habe sich dann eine massive Überlagerung mit psychischen Faktoren entwickelt, die in ihrer Ausprägung immer mehr zugenommen hätten. Die Psychiaterin im Vorgutachten habe im Zeitpunkt ihrer Untersuchung noch nicht erkennen kön</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nen, wie umfassend die Beschwerdeführerin immer mehr auf Unterstützung durch das Umfeld angewiesen gewesen sei. Der Sohn habe im damaligen Zeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">punkt auch weniger Anforderungen an die Erziehungskompetenz der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin gestellt. Die Beschwerdeführerin stelle nun ein wesentlich anderes Bild dar (S. 6). Nach den neuen Beurteilungskriterien handle es sich offen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sichtlich um eine komplexe Gesundheitsschädigung mit seelischen Teilproble</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">men, die einzeln, alleine genommen, wahrscheinlich noch keine Invalidität zu begründen vermöge. Die Beschwerdeführerin habe bei der Untersuchung einen stark leidenden Eindruck hinterlassen, ein ausgeprägter Leidensdruck sei ohne Frage vorhanden. Mit der Summe der Teilprobleme sei eine Integration an irgendeinem Arbeitsplatz schlichtweg nicht vorstellbar, wobei sich bei dieser Einschätzung psychiatrische Krankheitsfaktoren im engeren Sinne und sozio</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kulturelle Dimensionen mischten. Schwierig zu beantworten sei die Frage, wieweit soziokulturelle Faktoren ausgeschieden werden sollten. Die Problematik werde durch ihre Wurzeln in der dominikanischen Republik sicher stark akzen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tuiert und dieser Aspekt werde in den früheren Berichten nicht explizit ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schieden. Ein gewisser Anteil sei diesem Konto anzulasten und der genaue Umfang sei sicher Ermessenssache. Nach seiner Einschätzung könne aber höchstens die Hälfte der Invalidität damit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">begründet werden und mindestens die Hälfte sei einer psychischen Krankheit im engeren Sinne zuzuordnen. In ihrem aktuellen Zustand sei sie nicht in der Lage, Lohnarbeit zu leisten. Durch die Fremdplatzierung des Sohnes, durch die Notwendigkeit, zur Alltagsbewältigung dauernde Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen, werde indirekt belegt, dass das mögliche Leistungsniveau sehr tief sei. Die aktuelle Einschätzung entspreche den in den Akten abgelegten Berichten der weiter beteiligten psychiatrischen Fachleute (S. 7). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei allen möglichen Freizeitaktivitäten und insbesondere auch bei den Hand</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lungen mit ihrem Sohn und namentlich auch bei der Berufstätigkeit würden sich die Krankheitsaspekte, der Migrationshintergrund und die Persönlichkeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eigenschaften negativ auswirken und in diesem Sinne ergebe sich ein konsi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stentes, umfassendes Bild einer Problematik, die in früheren Jahren in dieser Ausprägung noch nicht klar erkennbar gewesen sei. Er, Dr. A.___, sei über</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zeugt, dass die Beschwerdeführerin keine Chance mehr habe, im ersten Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">markt integriert zu werden und gleichzeitig auch über zu wenig Potenzial verfüge und zu wenig Ressourcen vorhanden seien, um im Rahmen einer Fort</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">setzung der Psychotherapie eine Wende herbeizuführen. Man könne natürlich argumentieren, dass die Beschwerdeführerin mit einer optimalen Motivation, mit einer Leistungsbereitschaft, mit einer genügenden Anstrengung bessere Resultate erzielen könne. Das sei grundsätzlich richtig, nur müsse berücksichtigt werden, dass die Besonderheiten integrierter Bestandteil der Problematik seien und nicht als isolierter, dem freien Willen der Beschwerdeführerin unterliegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der Bestandteil gesehen werden dürften, den sie so oder anders ausleben könnten (S. 8).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sowohl die bisher ausgeübte Tätigkeit im Gastgewerbe und im Heimbereich als auch Verweistätigkeiten könnten nicht mehr </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ausgeübt werden, aufgrund von je hälftig psychosomatischen Gegebenheiten und soziokulturellen Faktoren (S. 8 Ziff. 6.1-2). Die Beschwerdeführerin unterziehe sich bereits seit langer Zeit einer ambulanten Psychotherapie und das Verbesserungspotenzial sei minimal. Es könne keine Veränderung erwartet werden, die den Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt ermögliche (S. 8 Ziff. 7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Auf entsprechende Nachfrage der Beschwerdegegnerin führte Dr. A.___ am 11. Januar 2016 aus, bei einer leichten bis höchstens mittelgradigen Depression als Zweitdiagnose sei eine marginale Verbesserung der Befindlichkeit sowohl bei Augmentation der Medikation als auch bei anderer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Präparatewahl</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> möglich. Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit würde aber durch eine solche geringgra</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dige Verbesserung der Gesamtsituation nicht verändert. An seinen Schlussfolge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungen in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit sei daher also festzuhalten (Urk. 5/143 S. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der letzten rentenabweisenden Verfügung, welche vom hiesigen Gericht mit Urteil vom 9. September 2013 geschützt worden war (Urk. 5/106), lagen insbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sondere die Gutachten von Dr. Z.___ sowie Dr. C.___ zugrunde, in welchen generalisierte Schmerzen ohne erkennbare, ausreichend erklärende organische Veränderungen, eine mögliche, leichtgradige </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Periarthropathia</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">humeroscapularis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> rechts, eine Adipositas, eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung, eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig knapp leichtgradige Episode, sowie familiäre Schwierigkeiten diagnostiziert worden waren und eine vollstän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dige Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit attestiert wor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den war (vgl. E. 3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin (E. 2.1) liegen Hinweise dafür vor, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der letzten Beurteilung im Jahre 2013 verändert hat. So wurde neu eine leichtgradige rechtsbetonte mediale Gonarthrose diagnostiziert, die generalisierten Schmerzen ohne erkennbare organische Veränderungen entwickelten sich zu einer chroni</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen Schmerzstörung und anstelle der damals nur knapp leichtgradigen depressiven Episode liegt nun eine leicht- bis mittelgradige depressive Episode vor (E. 4.5). Unter Berücksichtigung dieser Veränderungen sowie in Nachach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tung der Rechtsprechungsänderung des Bundesgerichts betreffend psychische Erkrankungen seit der letzten gerichtlichen Überprüfung des Leistungsanspruchs rechtfertigt es sich, im Folgenden umfassend neu zu prüfen, wie sich der verän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">derte Gesundheitszustand auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin auswirkt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Was die somatischen Beschwerden betrifft, gewichtete der rheumatologische Gutachter die Problematik aktuell etwas anders als im Jahre 2010. Unverändert stand die in der Zwischenzeit chronifizierte Schmerzproblematik im Vorder</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grund, die früher festgestellte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Impingementsymptomatik</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der rechten Schulter war nicht mehr abgrenzbar, neu hinzugekommen war hingegen eine leichtgra</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dige rechtsbetonte Gonarthrose. Aus rein rheumatologischer Sicht attestierten die Gutachter jedoch unverändert eine vollständige Arbeitsfähigkeit sowohl in der zuletzt ausgeübten als auch in jeder anderen, körperlich leichten Tätigkeit (E. 4.5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes stützten sich sowohl die Beschwerdeführerin als auch die Beschwerdegegnerin grundsätzlich auf das Y.___-Gutachten vom 22. Dezember 2015 (E. 2.1-2). Ob die medizinische Beur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">teilung den nunmehr zu beachtenden Indikatoren (vorstehend E. 1.4) im Ergeb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nis hinreichend Rechnung trägt, ist im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalles mit seinen spezifischen Gegebenheiten zu untersuchen (E. 1.5)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der psychiatrische Gutachter hat sich unter Berücksichtigung der geänderten Rechtsprechung des Bundesgerichts (Urk. 5/141/57 Ziff. 5) mit dem funktionel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">len Schweregrad der Beeinträchtigung auseinandergesetzt: Die Gesundheits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung betreffend wurde die Ausprägung der relevanten Befunde themati</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">siert, der Gutachter führte die Befunde detailliert und differenziert auf (Urk. 5/141/56-57 Ziff. 3.1). Ebenso beurteilte er den Therapieverlauf (Urk. 5/141/56 oben) und die Frage von begleitenden Erkrankungen (Komorbi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dität; Urk. 5/141/57 Ziff. 3.2). Der Komplex der Persönlichkeit ist direkt in die Diagnostik eingeflossen und der soziale Kontext </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wurde im Gutachten ebenfalls angesprochen und berücksichtigt (Urk. 5/141/57</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">59 Ziff. 5). Unter dem Aspekt der Konsistenz wurden sowohl der Umfang der bestehenden Aktivitätsein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schränkungen (anhand der Aktivitäten und des Tagesablaufes erhoben, Urk. 5/141/54-55) als auch der Leidensdruck (Urk. 5/141/59 oben) berücksich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tigt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der psychiatrische Gutachter Dr. A.___ setzte sich sodann ausführlich mit der Beurteilung durch die Vorgutachterin auseinander und wies dabei insbesondere darauf hin, dass diese im Zeitpunkt der damaligen Untersuchung noch nicht habe erkennen können, wie umfassend die Beschwerdeführerin immer mehr auf die Unterstützung durch das Umfeld angewiesen sei und auch der Sohn habe im damaligen Zeitpunkt noch weniger Anforderungen an die Erziehungskompetenz gestellt (E. 4.5). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beurteilung durch Dr. A.___ deckt sich sodann mit den Ausführungen der behandelnden Ärzte der E.___ (E. 4.2 und E. 4.4) sowie des Hausarztes Dr. F.___ (E. 4.3), welche eine Reintegration der Beschwerdeführerin in den ersten Arbeitsmarkt für unrealistisch hielten.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Soweit die Beschwerdegegnerin geltend macht, die Beschwerden würden mass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geblich durch psychosoziale Belastungsfaktoren verursacht und die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anstren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">- und Leistungsbereitschaft während der Untersuchung sei insgesamt als ungenügend beschrieben worden, wobei die fehlende Mitwirkung nicht krank</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitsbedingt sei, weshalb die Beurteilung der Leistungsfähigkeit nicht verwert</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bar sei (E. 2.1), vermag diese Argumentation nicht zu überzeugen. Dr. A.___ äusserte sich ausdrücklich zu dieser Frage und wies darauf hin, dass die fehlen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">de Motivation und Leistungsbereitschaft integrierter Bestandteil der bestehen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den Problematik sei und gerade nicht dem freien Willen der Beschwerdeführerin unterliege. Die auf soziokulturelle Faktoren zurückzuführende Arbeitsunfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit bezifferte Dr. A.___ sodann auf höchstens 50 % und schied diesen Anteil in seiner Beurteilung aus (E. 4.5). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Insgesamt gibt es demnach keinen Grund, von den nachvollziehbaren und über</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zeugenden Schlussfolgerungen der Y.___-Gutachter abzuweichen, und der medizinische Sachverhalt ist als dahingehend erstellt zu betrachten, dass die Beschwerdeführerin seit der Anmeldung bei der Invalidenversicherung vom 19. November 2014 vollständig arbeitsunfähig ist, wobei diese Arbeitsunfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit je zur Hälfte auf soziokulturelle Faktoren beziehungsweise eine psychische Krankheit im engeren Sinn zurückzuführen ist. Nachdem soziokulturelle Fakto</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ren nicht invalidisierend sind, ist für die Berechnung des Invaliditätsgrades von einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % auszugehen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Es bleibt die Prüfung der erwerblichen Auswirkungen der bestehenden Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schränkungen mittels Einkommensvergleich.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span id="XX077"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalidenein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kommen), in Bezie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">valid geworden wäre (sog. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Valideneinkommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eiden hypothetischen Erwerbsein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span id="XX171"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Validen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einkommens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">möglichen Rentenbeginns</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, mithin Mai 2015, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrschein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Auszugehen ist dabei vom letzten Verdienst der Beschwerdeführerin als Haus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wirtschaftsangestellte in einem Pflegezentrum. Im Urteil des hiesigen Gerichts vom 9. September 2013 wurde das Jahreseinkommen bei einer Qualifikation als voll Erwerbstätige im Jahre 2009 auf Fr. 54'546.-- festgesetzt (Urk. 5/106 S. 20 oben). Unter Berücksichtigung der Nominallohnerhöhung (Schweizerischer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Lohnindex insgesamt [1939 = 100], Frauen, Stand 2009: 2552, Stand 2015: 2686; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">www.bfs.admin.ch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Arbeit und Erwerb, Löhne/Erwerbseinkommen, detaillierte Daten, Lohnentwicklung) ergibt dies für das Jahr 2015 ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Validen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einkommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> von rund Fr. 57'410.-- (Fr. 54'546.-- : 2552 x 2686).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.3</span><span> </span><span id="XX085"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtspre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch her</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (Urteile des Bundesgerichts 9C_699/2015 vom 6. Juli 2016 E. 5.2, 8C_78/2015 vom 10. Juli 2015 E. 4 und 9C_526/2015 vom 11. September 2015 E. 3.2.2; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.8.1 und BGE 133 V 545 E. 7.1). Der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beizug</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Lohnstatistik erfolgt nur, wenn eine Ermitt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7; BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/Reichmuth, IVG, 3. Aufl., N 55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtspre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chung).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Bundesgericht hat mit BGE 142 V 178 festgehalten, dass den LSE 2012 nach Massgabe des bisher Erwogenen für alle Fälle erstmaliger Invaliditätsbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">messung und auf Neuanmeldung hin nach vorausgegangener rechtskräftiger Ablehnung oder nach Aufhebung der Invalidenrente sowie im Revisionsver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fahren (mit Entstehung des potentiellen oder Veränderung des laufenden Rentenanspruches im Jahre 2012 oder später) Beweiseignung zukommt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nachdem die Beschwerdeführerin seit dem Jahre 2009 nicht mehr erwerbstätig ist (vgl. Urk. 5/35 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ziff. 2.1),</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">l:\</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">juris_dms</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">\prod\dossier\00271019.docm</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ist das Invalideneinkommen gestützt auf den stan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dardisierten Durchschnittslohn in sämtlichen Wirtschaftszweigen des privaten Sektors zu bestimmen und es ist vom mittleren Lohn für Frauen, die Hilfsarbei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten ausführen, auszugehen. Dieser belief sich im Jahre 2012 auf monatlich Fr. 4'112.-- (LSE 2012, S. 35, Tabelle TA1, Total, Niveau 1), mithin Fr. 49'344.-- im Jahr (Fr. 4'112.-- x 12). Unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Wochenstunden (betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Total; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">www.bfs.admin.ch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Arbeit und Erwerb, Erwerbstätigkeit und Arbeitszeit, detaillierte Daten) sowie der Nominallohner</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">höhung (Schweizerischer Lohnindex insgesamt [1939 = 100], Frauen, Stand 2012: 2630, Stand 2015: 2686; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">www.bfs.admin.ch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Arbeit und Erwerb, Löhne/Erwerbseinkommen, detaillierte Daten, Lohnentwicklung) ergibt dies für das Jahr 2015 ein Einkommen von rund Fr. 52'536.-- (Fr. 49'344.-- : 40 x 41.7 : 2630 x 2686). Nachdem der Beschwerdeführerin lediglich eine Arbeitsfähigkeit von 50 % angerechnet werden kann, beträgt das Invalideneinkommen somit Fr. 26'268.-- (Fr. 52'536.-- x 0.5). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.4</span><span> </span><span id="XX086"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ausmass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(BGE 124 V 321 E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3b/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(BGE 126 V 75 E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5b/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gung der Umstände im Einzelfall nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pflichtgemässem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2; 134 V 322 E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2 und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">126 V 75 E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5b/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit eingeschränkt ist </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(BGE 126 V 75 E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5a/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthalte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ne gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einfliessen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dür</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fen (Urteile des Bundesgerichts 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1 und 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Hinweisen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">71 E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2 und 126 V 75 E.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgerichtes </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2 und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8C_808/2013 vom 14. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Februar 2014 E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7.1.1 mit Hinweisen).</span><span id="CURSOR"></span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nachdem die Beschwerdeführerin ohne die belastenden soziokulturellen und psychosozialen Faktoren wohl in der Lage wäre, in jeder körperlich leichten Tätigkeit in einem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Pensum von 50 % zu arbeiten, trägt ein Leidensabzug von 5 % den Gegebenheiten des vorliegenden Falles angemessen Rechnung. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beim einem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Valideneinkommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> von Fr. 57'410.-- (vgl. vorstehend E. 6.2) sowie einem Invalideneinkommen in der Höhe von rund 24’955.-- (Fr. 26'268.-- x 0.95; vgl. vorstehend E. 6.3-4) ergibt sich somit eine Einkommenseinbusse von Fr. 32’455.--, was einem Invaliditätsgrad von gerundet 57 % entspricht.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Damit hat die Beschwerdeführerin nach Ablauf von sechs Monaten seit der Anmeldung (Art. 29 Abs. 1 IVG) vom 19. November 2014, mithin ab 1. Mai 2015 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente. Dies führt zur Gutheissung der Beschwerde. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. 900.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gang des Verfahrens sind sie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach § 34 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Vorliegend erscheint eine Prozessentschä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">digung von Fr. 2’500.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) als angemessen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 8. Dezember 2016 aufgehoben, und es wird festge</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">stellt, dass die Beschwerdeführerin ab 1. Mai 2015 Anspruch auf eine halbe Invaliden</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">rente hat.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">900</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text4"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span id="Text3"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2’500</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">MWSt</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">) zu bezahlen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Melina </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Tzikas</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><span id="_GoBack"></span>MosimannKübler-Zillig</p><p></p></div> </div></body></html>