A bteilung IV D -3488/2007 gar/geg {T 0/2} U rteil vom 25. M ai 2007 M itw irkung: R ichter R obert G alliker, Fulvio H aefeli, G érald Bovier, G erichtsschreiber G regor G eisser A._______, unbekannter H erkunft, alias B._______, Israel, alias C ._______, Libyen, alias D ._______, Algerien, (...), Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), vorm als Bundesam t für Flüchtlinge (BFF), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 16. M ai 2007 i. S. N ichteintreten auf A sylgesuch und W egw eisung / (...) B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass das BFF m it Verfügung vom 9. N ovem ber 2000 auf das am 9. Juli 2000 vom Beschw erdeführer gestellte erste Asylgesuch, w orin er im W esentlichen geltend m achte, er stam m e aus Libyen, sei w egen angeblicher Aufw iegelung des Volkes gegen das libysche R egim e sow ie islam istischer Aktivitäten in H aft gew esen und in einem Abw esenheitsverfahren zum Tode verurteilt w orden, gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. b des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) nicht eintrat, die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie den Vollzug anordnete und einer allfälligen Beschw erde die aufschiebende W irkung entzog, dass diese Verfügung, w elche gestützt auf eine Lingua-Analyse im Kern festhielt, der Beschw erdeführer stam m e sehr w ahrscheinlich aus M arokko und nicht - w ie von ihm geltend gem acht - aus Libyen, unangefochten in R echtskraft erw uchs, dass der Beschw erdeführer seit dem 12. Juli 2001 unbekannten Aufenthalts w ar, dass er am 27. M ärz 2007 - ohne Einreichung eines rechtsgenüglichen Identitäts- dokum ents - unter zw eitrubrizierter Identität ein zw eites M al um Asyl nachsuchte, dass er anlässlich der Kurzbefragung im E._______ vom 3. April 2007 sow ie der direkten Anhörung durch das BFM vom 3. M ai 2007 zur Begründung seines Asylgesuchs im W esentlichen geltend m achte, er sei israelischer Staatsangehöriger jüdischen G laubens, dass er in Tel Aviv geboren sei, seit seinem fünften Lebensjahr in Frankreich gelebt und dort eine jüdische Ausbildung genossen habe, dass er w egen seiner R eligionszugehörigkeit überall D iskrim inierungen ausgesetzt sei und w eder in Frankreich noch in Israel leben könne, w eil er dort keine Angehörigen oder Bekannten habe, dass er von Frankreich aus am 27. M ärz 2007 unter U m gehung der G renzkontrollen in die Schw eiz eingereist sei, dass das BFM m it Verfügung vom 16. M ai 2007 - gleichentags eröffnet - in Anw endung von Art. 32 Abs. 2 Bstn. b und e AsylG auf das Asylgesuch nicht eintrat und die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie den Vollzug anordnete, dass der Beschw erdeführer m it Eingabe vom 21. M ai 2007 (Poststem pel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverw altungsgericht sinngem äss Beschw erde einreichte, dass die vorinstanzlichen Akten am 22. M ai 2007 beim Bundesverw altungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG ),3 und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren [Vw VG , SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m . Art. 31 - 34 des Ver- w altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]), dass der Beschw erdeführer legitim iert ist, w eshalb auf die frist- und form gerecht einge- reichte Beschw erde, an deren Form als Laienbeschw erde keine allzu hohen Anforde- rungen zu stellen sind, einzutreten ist (Art. 108a AsylG sow ie Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 und 52 Vw VG ), dass m it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht die Verletzung von Bundes- recht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver- halts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG ), dass die Beurteilung von Beschw erden gegen N ichteintretensentscheide praxisgem äss auf die Ü berprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asyl- gesuch nicht eingetreten ist, dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschw erdeinstanz som it darauf beschränkt ist, bei Begründetheit des R echtsm ittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (Entscheidun- gen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K ] 2004 N r. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass die Vorinstanz dem gegenüber die Frage der W egw eisung sow ie deren Vollzugs m ateriell geprüft hat, w eshalb dem Bundesverw altungsgericht einzig diesbezüglich volle Kognition zukom m t, dass die vorliegende Beschw erde - w ie sich aus den nachstehenden Erw ägungen ergibt - offensichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid lediglich sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ; vereinfachtes Verfahren), dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten w ird, w enn Asylsuchende in der Schw eiz be- reits ein Asylverfahren durchlaufen oder ihr G esuch zurückgezogen haben oder w ährend des hängigen Asylverfahrens in den H eim at- oder H erkunftsstaat zurück- gekehrt sind, dass diese Bestim m ung jedoch keine Anw endung findet, w enn die Anhörung H inw eise auf zw ischenzeitlich eingetretene Ereignisse ergibt, die geeignet sind, die Flüchtlingsei- genschaft zu begründen oder die für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes rele- vant sind (Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG ), dass ein im R ahm en des vorinstanzlichen Verfahrens vorgenom m ener Fingerbadruck- vergleich ergab, dass der Beschw erdeführer - unter drittrubrizierter Identität - in der Schw eiz bereits ein Asylverfahren durchlaufen hat, w as der Beschw erdeführer anlässlich des im gew ährten rechtlichen G ehörs jedoch bestritt, dass das R esultat des Fingerabdruckvergleichs (D aktyloanalyse) angesichts seiner Ein- deutigkeit und der entsprechenden Bew eiskraft nicht in Zw eifel zu ziehen ist 4 (vgl. EM AR K 1999 N r. 19 E. 3d S. 126), w eshalb festzustellen ist, dass der Beschw er- deführer in der Schw eiz bereits ein Asylverfahren erfolglos durchlaufen hat, dass im R ahm en von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG H inw eise auf in der Zw ischenzeit eingetretene und für die Flüchtlingseigenschaft relevante Ereignisse zu prüfen sind, w obei die Anforderungen an das Bew eism ass tief anzusetzen sind (vgl. EM AR K 2005 N r. 2) und gem äss zitierter Praxis diese Prüfung auf Ereignisse beschränkt bleibt, die geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, und nicht in Anw endung des w eiten Verfolgungsbegriffs (vgl. dazu EM AR K 2003 N r. 18) zu erfolgen hat (vgl. EM AR K 2005 N r. 2 E. 4.5. S. 18 f.), dass hinsichtlich der zur Begründung des zw eiten Asylgesuchs geltend gem achten Vor- bringen des Beschw erdeführers vorw eg auf die im E._______ protokollierten Aussagen und auf das Protokoll der direkten Anhörung durch das BFM vom 3. M ai 2007 zu verw ei- sen ist, dass das BFM zur Begründung seiner Verfügung im W esentlichen festhält, die Vorbringen des Beschw erdeführers, w elche er für den Zeitraum nach Abschluss des [ersten] Asylverfahrens geltend m ache, seien w eder plausibel noch dazu geeignet, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen und auch für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes nicht relevant, dass der Beschw erdeführer seine Vorbringen nicht substanziieren könne, er w eder in der Lage sei, nachvollziehbare und anschauliche Angaben über seinen Lebensw eg zu m achen, noch dazu bereit sei, N achfragen zu beantw orten, dass sich die diesbezüglichen Erw ägungen des BFM nach Prüfung der Akten durch das Bundesverw altungsgericht als zutreffend erw eisen und auf diese vorab zu verw eisen ist (vgl. Art. 109 Abs. 3 BG G i.V.m . Art. 6 AsylG und Art. 4 Vw VG ), dass der Beschw erdeführer in Bezug auf die Konkretisierung der geltend gem achten D iskrim inierungen als Angehöriger jüdischen G laubens insbesondere seiner M it- w irkungspflicht gem äss Art. 8 Abs. 1 Bst. c AsylG nicht nachgekom m en ist, indem er an- lässlich der Befragungen - ohne plausiblen G rund - w eder um eine einigerm assen substanziierte Sachverhaltserstellung bem üht w ar noch sich bereit zeigte, entsprechen- de Fragen zu beantw orten (vgl. u.a. B 1, S. 5; B 11 S. 4 f.), dass ebenso der U m stand, indem er sich w eigerte, seine Sprachkenntnisse in H ebräisch unter Bew eis zu stellen (vgl. B 1, S. 5), gegen eine jüdische Sozialisierung spricht, dass som it keine Anhaltspunkte vorliegen, w elche G egenstand einer asylrechtlichen Prüfung sein könnten, dass die Ausführungen in der R echtsm itteleingabe - die sich in keiner W eise m it den entsprechenden Erw ägungen der Vorinstanz auseinandersetzen - Letztere nicht zu ent- kräften verm ögen, dass nach dem G esagten in Ü bereinstim m ung m it dem BFM festzuhalten ist, dass keine nach Abschluss des letzten Verfahrens eingetretenen Ereignisse vorliegen, w elche ge- eignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder die für einen vorüber- gehenden Schutz relevant sind, dass das Bundesam t dem nach in Anw endung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG zu R echt auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eingetreten ist,5 dass dem zufolge nicht erörtert zu w erden braucht, ob gleichzeitig auch die Bedingungen für ein N ichteintreten gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG erfüllt sind, und auf die entsprechenden Erw ägungen der Vorinstanz nicht w eiter einzugehen ist, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das N ichteintreten auf ein Asylgesuch in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG ), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbew illigung erteilt hat und der Beschw erdeführer zudem keinen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat (vgl. EM AR K 2001 N r. 21), w eshalb die verfügte W egw eisung im Einklang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht und dem nach vom Bundesam t zu R echt angeordnet w urde, dass das Bundesam t, ist der Vollzug nicht zulässig, nicht zum utbar oder nicht m öglich, das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern regelt (Art. 44 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 des Bundesge- setzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer vom 26. M ärz 1931 [AN AG , SR 142.20]), dass die Zulässigkeit, Zum utbarkeit und M öglichkeit des Vollzugs grundsätzlich von Am tes w egen zu prüfen ist, diese U ntersuchungspflicht jedoch nach Treu und G lauben ihre G renzen an der M itw irkungspflicht der beschw erdeführenden Person findet (Art. 8 AsylG ), die im Ü brigen auch die Substanziierungslast trägt (Art. 7 AsylG ), und es nicht Sache des Bundesverw altungsgerichts ist, nach allfälligen W egw eisungshindernissen in hypothetischen H erkunftsländern zu forschen, dass der Beschw erdeführer deshalb die Folgen seiner m angelhaften M itw irkung respek- tive Verheim lichung seiner w ahren Identität und H erkunft zu tragen hat, indem verm utungsw eise davon auszugehen ist, es w ürden einer W egw eisung in den tatsächlichen H eim atstaat keine landes- oder völkerrechtlichen Vollzugshindernisse im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m . Art. 14a Abs. 2 bis 4 AN AG entgegenstehen (vgl. EM AR K 2005 N r. 1 E. 3.2.2. S. 4 f.), dass nach dem G esagten som it keine W egw eisungshindernisse vorliegen und der vom Bundesam t verfügte Vollzug der W egw eisung zu bestätigen ist, dass es dem Beschw erdeführer dem nach nicht gelungen ist darzutun, inw iefern die an- gefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrich- tig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (Art. 106 AsylG ), w eshalb die Beschw erde abzuw eisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst a VG G i.V.m . Art. 1 bis 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE, SR 173.320.2]) dem Beschw erdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 5 Vw VG ). (D ispositiv nächste Seite)6 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden dem Beschw erdeführer auf- erlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichtskasse zu überw eisen. 3. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer (durch Verm ittlung des BFM , E._______, m it der Bitte, dieses U rteil dem Beschw erdeführer gegen beigelegte Em pfangsbestätigung auszuhändigen, ihm die Verfügung notfalls zu übersetzen und die Em pfangsbestätigung dem Bundesverw altungsgericht zukom m en zu lassen; Beilage Einzahlungsschein) - das BFM , E._______ , zu den Akten N 397 382 (vorab per Telefax) - das F._______ des Kantons G ._______ (per Telefax) D er R ichter: D er G erichtsschreiber: R obert G alliker G regor G eisser Versand am :