{"Signatur": "CH_BVGE_001", "Spider": "CH_BVGer", "Datum": "2010-07-06", "PDF": {"Datei": "CH_BVGer/CH_BVGE_001_BVGE-2012-13_2010-07-06.pdf", "URL": "https://jurispub.admin.ch/publiws/download;jsessionid=5A4A4B581F62A974CB66EEC2D58F1325?decisionId=1e89bf95-07f4-4467-8488-c7c0c1df6b46", "Checksum": "994bda609ab2c0a33be51523ae22ec21"}, "Scrapedate": "2025-09-07", "Num": ["BVGE 2012/13"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bundesverwaltungsgericht 06.07.2010 BVGE 2012/13"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bundesverwaltungsgericht 06.07.2010 BVGE 2012/13"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Bundesverwaltungsgericht 06.07.2010 BVGE 2012/13"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Bundesverwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conf\u00e9deration Bundesverwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Bundesverwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Abteilung II"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "&Ouml;ffentliches Beschaffungswesen | \n\u00d6ffentliches Beschaffungswesen. Legitimation zur Anfech\u00adtung einer\nfreih\u00e4ndigen Vergabe von IT-Leistungen an Microsoft. Stellung eines potenziellen Anbieters als Vor\u00adaus\u00adsetzung\nf\u00fcr die Beschwerde\u00adbefugnis. Definition des relevanten Marktes durch den konkreten Beschaffungsgegenstand.\nArt.&#160;48 Abs.&#160;1 VwVG. Art.&#160;13 Abs.&#160;1 V\u00f6B.\n1.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;\nIm Rahmen der Anfechtung einer freih\u00e4ndigen Vergabe ist das Kriterium der formellen Beschwer\nnicht von Bedeutung (E.&#160;3.1).\n2.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;\nF\u00fcr die Beurteilung der Legitimation ist massgebend, ob die Beschwerdef\u00fchrenden geltend\nmachen, die nachgefragte Leis\u00adtung f\u00fcr die Vergabestelle erbringen zu wollen (E.&#160;3.2.5).\n3.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;\nDie Stellung als potentieller Anbieter ist - vergleichbar mit dem wettbewerbsrechtlichen\nKonzept zur Bestimmung des sachlich relevanten Marktes - zu bejahen, wenn auch die Leistung des\nBeschwerdef\u00fchrers das hinter der Beschaffung stehende Bed\u00fcrfnis zu befriedigen vermag (E.&#160;3.2.6).\n4.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;\nDie Beschwerdef\u00fchrerinnen sind nicht zu h\u00f6ren, soweit sie geltend machen, ein Anbieter\nsei zur Beschwerde legitimiert, wenn er vorbringt, der Vergabegegenstand sei in unzul\u00e4ssiger Weise\nso definiert worden, dass er von der Vergabe ausge\u00adschlossen werde (E.&#160;3.2.9).\n5.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;\nHandelt es sich vorliegend jedenfalls nicht in dem Sinne um ein Migrationsprojekt, dass ein komplett\nneues Informatiksystem eingef\u00fchrt werden soll, so h\u00e4tten die Beschwerdef\u00fchrenden darlegen\nm\u00fcssen, dass sie gewillt und in der Lage sind, auf der bestehenden Microsoft-Umgebung aufbauende\nLeistungen zu er\u00adbringen (E.&#160;4.3). Daran \u00e4ndert auch die Neuintegration der Software \u00ab&#160;Sharepoint&#160;\u00bb\nin das \u00ab&#160;Enterprise Agreement&#160;\u00bb nichts (E.&#160;4.4).\n6.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;\nDie Beschaffungsbeschwerde kann nicht dazu dienen, einen Strategiewechsel bei der Bundesinformatik\nund eine komplette Migration zu Open-Source-Software zu erzwingen (E.&#160;4.6).\n"}], "ScrapyJob": "446973/32/2119", "Zeit UTC": "07.09.2025 22:53:15", "Checksum": "9c4c07c14d87aaec362053bd040c0547"}