B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-5602/2013 U r t e i l v o m 2 . F e b r u a r 2 0 1 5 Besetzung Richterin Ruth Beutler (Vorsitz), Richter Andreas Trommer, Richterin Marianne Teuscher, Gerichtsschreiber Kilian Meyer. Parteien 1. X._______, 2. Y._______, beide vertreten durch lic. iur. Federico Domenghini, Beschwerdeführer, gegen Staatssekretariat für Migration SEM, Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Verweigerung der Zustimmung zum arbeitsmarktlichen Vorentscheid. C-5602/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. Der Beschwerdeführer 1 (geb. 1988, Staatsangehöriger von China und In- haber eines «British National Overseas [B.N.O.]» – Passes) absolvierte ab Januar 2009 eine Ausbildung am César Ritz College Switzerland in Le Bouveret im Kanton Wallis , welche er im Oktober 2011 mit einem Ba- chelor in Hotel- und Tourismus-Management abschloss. Im Rahmen dieser Ausbildung absolvierte er von Juli bis Dezember 2009 und von März bis Ende September 2011 Service-Praktika in einem Bergrestaurant (vgl. Bei- lagen des Beschwerdeführers [BF Beilage] 5 bis 7; Akten des Staatssekre- tariats für Migration [SEM act.] 11 S. 69-87). Im Kanton Wallis war der Be- schwerdeführer 1 als Hotelfachschüler nach der Regelung für Drittsta ats- angehörige zugelassen; seinen B.N.O.-Pass hatte er nie vorgelegt (vgl. BF Beilage 17; SEM act. 11 S. 69 ff.; 77; 86; Akten der Dienststelle für Bevöl- kerung und Migration des Kantons Wallis [VS act.]). B. Nach der Ausbildung – ab dem 1. Oktober 2011 – arbeitete der Beschwer- deführer 1 wiederum im Service desselben Bergrestaurants. Am 1. Dezem- ber 2012 trat er eine Stelle als Verkaufsberater im Shop der Beschwerde- führerin 2 an. Der Kanton Obwalden erteilte ihm für die Stelle im Service zwei Kurzaufenthaltsbewilligungen für erwerbstätige Angehörige der EU/EFTA-Staaten und für die unbefristete Stelle als Verkaufsberater eine bis 31. März 2013 gültige Aufenthaltsbewilligung, dies jeweils in der An- nahme, er sei als britischer Staatsangehöriger freizügigkeitsberechtigt (vgl. BF Beilagen 8; 12 f. ; Akten der Migrationsabteilung des Arbeitsamts des Kantons Obwalden [OW act.] 84 ff.). C. Die Migrationsabteilung des Arbeitsamts des Kantons Obwalden (nf.: kan- tonale Migrationsbehörde) teilte dem Beschwerdeführer 1 mit Schreiben vom 28. Januar 2013 mit, sie habe festgestellt, dass er als Inhaber eines B.N.O-Passes nicht freizügigkeitsberechtigt sei. Man könne ihm keine wei- tere Bewilligung erteilen (vgl. SEM act. 1 S. 26 ; OW act. 78 ff.). Der nun- mehr anwaltlich vertretene Beschwerdeführer 1 ersuchte mit Eingabe vom 11. Februar 2013 um Erlass einer anfechtbaren Verfügung bzw. um Ertei- lung einer Aufenthaltsbewilligung (vgl. OW act. 71 ff.). Die kantonale Mig- rationsbehörde teilte ihm mit Schreiben vom 27. Februar 2013 mit, aus der früheren Fehlbeurteilung des B.N.O.-Passes könne kein Anspruch auf Be- willigungserteilung abgeleitet werden . Er sei Drittstaatsangehöriger, es C-5602/2013 Seite 3 gelte der Inländervorrang. Da man davon ausgehe, dass er die Vorausset- zungen gemäss Art. 21 ff. AuG erfülle, schlage man vor, ein neues Gesuch einzureichen. Das Bundesamt werde die Zustimmung nur erteilen, wenn die Voraussetzungen erfüllt seien (vgl. OW act. 70). D. Mit Gesuch vom 12. März 2013 beantragten die Beschwerdeführer bei der kantonalen Migrationsbehörde die Verlängerung der bestehenden Aufent- haltsbewilligung, eventualiter die Erteilung einer Kurzaufenthaltsbewilli- gung für einen Aufenthalt von April 2013 bis Ende März 2014 (vgl. OW act. 47 ff.; SEM act. 1 S. 3 ff.). Nach entsprechendem Hinweis wurde die Ein- kommenssituation präzisiert (vgl. OW act. 40 ff.). Die kantonale Migrations- behörde überwies das Gesuch dem Bundesamt für Migration (BFM; heute: SEM) zur Prüfung, welches mit Schreiben vom 18. April 2013 mitteilte, die Zulassungsvoraussetzungen seien nicht erfüllt (vgl. OW act. 33 ff.). Unter Bezugnahme auf diese Einschätzung teilte die kantonale Migrationsbe- hörde den Beschwerdeführern mit, der Kanton sei gehalten, das Gesuch abzulehnen (vgl. OW act. 32). Die Beschwerdeführer verlangten daraufhin eine anfechtbare Verfügung (vgl. OW act. 31). Die kantonale Migrationsbe- hörde teilte ihnen mit Schreiben vom 25. Juni 2013 mit, man stufe das Ge- such als Grenzfall ein. Die Aufgabe erfordere nebst Fachwissen die Kom- munikation mit den vielen asiatischen Kunden. Man erachte die Vorausset- zungen der Art. 18 ff. AuG in diesem speziellen Fall als erfüllt und erteile die Kurzaufenthaltsbewilligung unter Vorbehalt der Zustimmung des Bun- desamts (vgl. OW act. 25 f.). E. Das BFM teilte den Beschwerdeführern mit Schreiben vom 23. Juli 2013 mit, dass dem kantonalen Vorentscheid vom 25. Juni 2013 nicht zuge- stimmt werden könne, worauf der Erlass einer anfechtbaren Verfügung ver- langt wurde (vgl. BF Beilagen 21 f.). F. Die kantonale Migrationsbehörde wies den Beschwerdeführer 1 mit Weg- weisungsverfügung vom 30. August 2013 an, die Schweiz bis Ende Sep- tember 2013 zu verlassen. Zur Begründung wurde ausgeführt, seine Auf- enthaltsbewilligung sei am 31. März 2013 abgelau fen. Ein neues Gesuch könne gemäss Ausführungen des BFM nicht bewilligt werden. Gestützt auf Art. 17 Abs. 1 AuG habe er den Ausgang eines Beschwerdeverfahrens im Ausland abzuwarten (vgl. OW act. 13 ff.). C-5602/2013 Seite 4 G. Das BFM verweigerte mit Verfügung vom 3. September 2013 die Zustim- mung zur Bewilligung der Erwerbstätigkeit. Zur Begründung wurde ausge- führt, die Zulassungsvoraussetzungen gemäss Art. 21 ff. AuG seien nicht erfüllt. Für die Stelle seien keine Suchbemühungen dokumentiert. Die Lohn- und Arbeitsbedingungen entsprächen nicht den orts -, berufs- und branchenüblichen Verhältnissen. Der Monatslohn betrage lediglich Fr. 3'300.–. Variable Lohnbestandteile könnten nicht angerechnet werden, weil für die Auszahlung keine Garantie bestehe. Sodann habe der Beschwer- deführer 1 keine Berufserfahrung im Uhrenverkauf und es werde nicht nachgewiesen, dass das Verkaufslokal vorwiegend von chinesisch und englisch sprechender Kundschaft frequentiert werde. H. Die Beschwerdeführer beantragen mit Rechtsmitteleingabe vom 4. Okto- ber 2013, es seien die Verfügung des BFM vom 3. September 2013 aufzu- heben und die Zustimmung zum arbeitsmarktlichen Vorentscheid der kan- tonalen Arbeitsmarktbehörde zu erteilen, eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zwecks Neubeurteilung zurückzuweisen. Die Beschwerdefüh- rerin 2 habe beträchtliche Bemühungen unternommen, die Ste lle ander- weitig zu besetzen. Die Personalsuche erfolge durch die Muttergesell- schaft, welche ein Dauer -Inserat aufgeschaltet habe. Alle Stelleninserate würden laufend dem Arbeitsvermittlungsamt weitergeleitet. Trotzdem sei die Suche erfolglos geblieben. Die Schwierigkeit sei insbesondere auf die hohen Anforderungen an die Sprachkenntnisse zurückzuführen. Der Lohn habe zum Zeitpunkt der Gesuchstellung Fr. 3'300.– betragen zuzüglich va- riable Lohnbestandteile. Aufgrund der positiven beruflichen Entwicklung sei der Bruttolohn auf Fr. 5'000.– erhöht worden. Der Beschwerdeführer 1 sei chinesischer Muttersprache und spreche gut Deutsch und Englisch. Dies, kombiniert mit einem sehr guten Aufnahmevermögen, habe ihm erlaubt, sich im Team und im Unternehmen sehr gut zu integrieren und sich ein grosses Fachwissen anzueignen. Er sei ein wertvoller Spezialist und für das Unternehmen unersetzbar, auch wenn er über keinen formellen Fach- ausweis verfüge. Die Nachfrage im Verkaufslokal werde zu rund 85 Pro- zent durch chinesische Kundschaft bestimmt. Das Spezialgeschäft für Lu- xusartikel werde das ganze Jahr über von Kunden besucht. Es treffe zu, dass dem Beschwerdeführer 1 die einjährige Berufs erfahrung im Uhren- verkauf noch fehle, doch gehe es sowohl im Service wie im Uhrenverkauf um dieselben Werte. Er sei beruflich und sozial sehr adaptiv. Seine vorzüg- lichen Sprach- und Kulturkenntnisse und seine Jugend sprächen für eine nachhaltige Integration in die Arbeitswelt und das soziale Umfeld. Er habe C-5602/2013 Seite 5 sich in kurzer Zeit zu einem äusserst wichtigen Mitarbeiter hochgearbeitet. Eine Lohnsteigerung sei höchst wahrscheinlich. Die fieberhafte Suche nach asiatischen Mitarbeitern führe dazu, dass sich die Arbeitgeber um die Arbeitskräfte stritten. Sodann greife Art. 23 Abs. 3 Bst. c AuG ohnehin, weil der Beschwerdeführer 1 über besondere berufliche Fähigkeiten verfüge , die durch Inländer und/oder EU -EFTA-Bürger kaum abgedeckt werden könnten. Es liege nicht im volkswirtschaftlichen Interesse der Schweiz , wenn die Verknappung solcher Arbeitskräfte weiter verschlimmert werde und das lokale Gewerbe daran Schaden nehme. I. Die Vorinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom 4. Dezember 2013 die Abweisung der Beschwer de. Aus der Vorgeschichte lasse sich kein Rechtsanspruch auf eine Bewilligung ableiten. Es würden keine zielorien- tierten Suchbemühungen für die fragliche Stelle im Shop der Beschwerde- führerin 2 nachgewiesen. Das Salär sei zwar erhöht worden, liege aber immer noch unter dem orts- und branchenüblichen Niveau. Der Beschwer- deführer 1 habe keine Beruf serfahrung im Verkauf oder Fachkenntnisse aus der Uhrenbranche. Der Gesetzgeber habe mehrfach den Willen ge- äussert, dass aus Drittstaaten lediglich qualifizierte Arbeitskräfte zugelas- sen werden sollten. Zulassungen könnten nicht aufgrund subjektiver Beur- teilungen der Arbeitgeber und einzig aufgrund individueller und personen- bezogener Merkmale erfolgen. Sprachkenntnisse oder eine bestimmte Herkunft seien keine besonderen beruflichen Fähigkeiten, welche eine Ausnahme von den Zulassungsprioritäten rechtfertigen würden. Unqualifi- zierten Arbeitskräften würden von Art. 23 Abs. 3 Bst. c AuG nicht erfasst. Die Abhängigkeit der Beschwerdeführerin 2 von Kunden aus China sei zum Zeitpunkt des Verfahrens nicht belegt gewesen. J. Die Beschwerdeführer halten mit Replik vom 24. Januar 2014 an den ge- stellten Anträgen fest. Die Voraussetzungen der Art. 21 ff. AuG seien erfüllt und die Suchbemühungen nachgewiesen. Dem Beschwerdeführer 1 seien seit 2009 vorbehaltlos Aufenthaltsbewilligungen erteilt worden. Er habe kei- nen Anlass gehabt, daran zu zweifeln, dass dies auch weiter so sein werde. Er habe mittel- und langfristige Entscheide getroffen, um seine Zukunft in der Schweiz zu planen. Hierzu gehörten das längerfristige Engagement bei der Beschwerdeführerin 2, das Führen einer festen Beziehung in der Schweiz sowie der Abschluss eines Mietvertrags. Das Schreiben vom 28. Januar 2013 habe seine Pläne diametral g ekreuzt. Aufgrund des Verhal- tens der Behörden sei er über längere Zeit im Dunkeln getappt, was seine C-5602/2013 Seite 6 Zukunft betreffe. Inzwischen habe er die Schweiz verlassen müssen und sei in seiner beruflichen Entwicklung zurückgeworfen worden. Aufgrund der bisherigen Bewilligungspraxis, der Tatsache, dass das rechtliche Ge- hör nicht ausreichend gewahrt worden sei, und dass er umfangreiche Dis- positionen getätigt habe, sei sein berechtigtes Vertrauen zu schützen. Ein Dauerinserat sei geeignet für den besagten Zweck, weil die Muttergesell- schaft der Beschwerdeführerin 2 aufgrund des florierenden Geschäfts mit asiatischen Kunden dauernd nach solchen Spezialisten suche. Die Stelle- ninserate seien dem RAV weitergeleitet wor den. Gemäss aktuell em Ar- beitsvertrag stehe dem Beschwerdeführer 1 ein Gehalt von Fr. 5'000.– zu. Dies sei gemäss Lohnrechner des Bundesamts für Statistik (BFS) orts-, berufs- und branchenüblich. Die anderslautenden Angaben der Vorinstanz seien nicht nachvollziehbar. Die Vorinstanz rechne Provisionen nicht an den Lohn an, nehme bei ihrer Beurteilung aber Bezug auf den Lohnrechner des BFS, in dem Provisione n enthal ten seien; dies sei widersprüchlich . Schon als er Fr. 3'300.– als Fixum erhalten habe, habe der Beschwerde- führer 1 ein orts-, berufs- und branchenübliches Gehalt erhalten. K. Auf den weiteren Akteninhalt wird, soweit erheblich, in den Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Verfügungen des BFM über die Verweigerung der Zustimmung zum kantonalen arbeitsmarktlichen Vorentscheid sind mit Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht anfechtbar (Art. 31 ff. VGG u. Art. 5 VwVG). 1.2 Das Rechtsmittelverfahren vor dem Bundes verwaltungsgericht richtet sich nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz, soweit das Verwaltungsge- richtsgesetz nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 1.3 Gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG ist zur Beschwerde legitimiert, wer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat, durch die angefochtene Verfügung besonders be- rührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ände- rung hat. Als Verfügungsadressat erfüllt der Beschwerdeführer die beiden ersten Kriterien. Ein schutzwürdiges Interesse gemäss Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG setzt jedoch grundsätzlich voraus, dass der Beschwerdeführer C-5602/2013 Seite 7 auch im Zeitpunkt der Urteilsfällung ein aktuelles praktisches Interesse an der Aufhebung oder Ä nderung der angefochtenen Verfügung hat. Das Rechtsschutzinteresse ist insb. zu verneinen, wenn rein theoretische Prob- leme zur Diskussion gestellt werden (vgl. BVGE 2013/21 E. 3.1 m.H.). Die Beschwerde richtet sich gegen die verweigerte Zustimmung zur Bewi lli- gung einer Erwerbstätigkeit im Rahmen eines Kurzaufenthalts von April 2013 bis März 2014 (vgl. SEM act. 1 S. 4 f.; act. 5 S. 45 ff.; Art. 32 AuG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Er- werbstätigkeit [VZAE, SR 142.201]) . Al lerdings wurden sowohl der ur- sprüngliche als auch der angepasste Arbeitsvertrag nicht befristet (vgl. BF Beilagen 8 und 25). Die Beschwerdeführer hatten denn auch ursprünglich beim Kanton die Verlängerung der bestehenden Aufenthaltsbewilligung und lediglich eventualiter die Erteilung einer Kurzaufenthaltsbewilligung beantragt (vgl. Sachverhalt Bst. D). Es ist demnach davon aus zugehen, dass die Anstellung beiderseits nach wie vor gewünscht ist. Entsprechend besteht ein schutzwürdiges Interesse an der Behandlung der Beschwerde (vgl. Urteil des BVGer C -857/2013 vom 19. Mai 2014 E. 1.3 sowie auch Art. 29a BV und BVGE 2013/33 E. 1.4 m.H.). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten (vgl. Art. 50 und VwVG). 1.4 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in der vorliegenden Ange- legenheit endgültig (vgl. Art. 83 Bst. c Ziff. 2 BGG). 2. Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann vorliegend die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Miss- brauch des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes sowie die Unang emessenheit gerügt werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet das Bun- desrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder abwei- sen. Massgebend ist grundsätzlich die Sachlage zum Zeitpunkt seines Ent- scheides (vgl. BVGE 2014/1 E. 2 m.H.). 3. 3.1 Als chinesischer Staatsangehöriger untersteht der Beschwerdeführer 1 weder dem Freizügigkeitsabkommen (FZA, SR 0.142.112.681) noch dem Abkommen zur Änderung des Übereinkommens zur Errichtung der Euro- päischen Freihandelsassoziation vom 21. Juni 2001 (EFTA-Übereinkom- men, SR 0.632.31). Seine Zulassung zum schweizerischen Arbeitsmarkt C-5602/2013 Seite 8 als sog. Drittstaatsangehöriger richtet sich demzufolge nach dem Auslän- dergesetz (vgl. Art. 2 AuG) und dessen Ausführungsverordnungen (insb. der VZAE). Unbestritten ist, dass er als Inhaber eines B.N.O.-Passes nicht freizügigkeitsberechtigt ist (vgl. OW act. 79; E. 3.3). Die Beschwerdeführer berufen sich diesbezüglich aber auf den Grundsatz von Treu und Glauben (vgl. Sachverhalt Bst. J). 3.2 Der Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 BV) verleiht einer Person Anspruch auf Schutz des berechtigten Vertrauens in behördliche Auskünfte und Zusicherungen. Es kann dazu führen, dass ein Rechtsverhältnis ab- weichend vom objektiven Recht zu regeln ist. Voraussetzung dafür ist, dass die Zusicherung für einen konkreten Einzelfall aufgrund einer vollständigen Darstellung des Sachverhalts vorbeh altlos erteilt wurde, dass die Amts- stelle für die Auskunftserteilung zuständig war oder die Person sie aus zu- reichenden Gründen als zuständig betrachten durfte, dass die Person die Unrichtigkeit nicht ohne Weiteres erkennen konnte, dass sie im berechtig- ten Vertrauen auf die Auskunft eine nicht wieder rückgängig zu machende Disposition getroffen hat und dass die Rechtslage sich seit der Erteilung der Auskunft nicht geändert hat (vgl. BGE 137 II 182 E. 3.6; 137 I 69 E. 2.5.1; 131 II 627 E. 6.1; CHRISTOPH ROHNER, in: St. Galler Kommentar zur BV, 3. Aufl. 2014, Art. 9 N. 47 ff. je m.H.). 3.3 Der Beschwerdeführer 1 macht geltend, ihm seien seit 2009 vorbehalt- los Aufenthaltsbewilligungen erteilt worden. Als rechtlicher Laie habe er nicht daran gezweifelt, dass dies auch weiter so sein werde. Er wurde frei- lich im Jahr 2009 als Hotelfachschüler nach der Regelung für Drittstaats- angehörige zugelassen und hielt damals überdies fest, nach Studienab- schluss in seine Heimat zurückkehren zu wollen (vgl. Sachverhalt Bst. A sowie SEM act. 11 S. 83). Erst am 16. September 2011 informierte seine damalige Arbeitgeberin die kantonale Migrati onsbehörde, der Beschwer- deführer 1 habe «erst jetzt mitgeteilt», dass er «auch über den Britischen Pass» verfüge, worauf der Kanton i hn als EU/EFTA-Bürger zuliess (vgl. Sachverhalt Bst. B). Aus diesem Irrtum der kantonalen Migrationsbehörde kann der Beschwerdeführer 1 jedoch keinen Anspruch auf Vertrauens- schutz ableiten. In grundsätzlicher Hinsicht ist festzuhalten, dass es jedem Ausländerin und jedem Ausländer obliegt, sich über bestehende Rechte und Pflichten im Zusammenhang mit ausländerrechtlichen Vorschriften ins Bild zu setzen und sich bei Unklarheiten bei der zuständigen Stelle zu in- formieren (vgl. Urteil des BVGer C-6443/2013 vom 31. Oktober 2014 E. 5.3 m.H.). Es ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer 1 wusste, dass der B.N.O. -Pass kein Recht vermittelt, in Grossbritannien zu leben C-5602/2013 Seite 9 und zu arbeiten. Dementsprechend durfte er nicht – zumindest nicht ohne Abklärung – davon ausgehen, in Europa freizügigkeitsberechtigt zu sein (vgl. im Internet: < www.gov.uk/types-of-british-nationality/british-national- overseas >, besucht am 12.01.2015), dies umso weniger, als er zuvor als Student während rund drei Jahren als chinesischer Staatsangehöriger und somit als Drittstaatsangehöriger zugelassen war. Bei der Mitteilung an die kantonale Migrationsbehörde im September 2011 hätte er – bzw. die auch in seinem Interesse handelnde Arbeitgeberin – folglich klar darauf hinwei- sen müssen, dass er nicht über eine «gewöhnliche» britische Staatsange- hörigkeit verfügt, sondern lediglich Inhaber eines B.N.O. -Passes ist. Vor diesem Hintergrund kann die irrtümliche Zulassung als EU/EFTA-Bürger nicht als Vertrauensgrundlage eingestuft werden, zumal der Sachverhalt der Behörde nicht vollständig unterbreitet worden war (vgl. E. 3.2). Hinzu kommt, dass die beiden Arbeitsverträge im Service befristet waren und dass im Januar 2013, als der Fehler entdeckt wurde, der Beschwerdefüh- rer 1 noch in der Probezeit (vgl. Sachverhalt Bst. C; OW act. 81) und folg- lich nicht in einer Position war, in der es angemessen gewesen wäre, be- reits erhebliche, nicht ohne Nachteil wieder rückgängig zu machende Dis- positionen zu treffen. 3.4 Zusammenfassend können die Beschwerdeführer aus dem Grundsatz von Treu und Glauben nichts zu ihren Gunsten ableiten. Inwiefern sodann der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt worden sein sollte, wird seitens der Beschwerdeführer nicht erläutert und ist auch nicht ersichtlich. Die Beschwerdeführer erhielten wiederholt die Möglichkeit zur Stellungnahme (vgl. Sachverhalt Bst. C; D; E), und die angefochtene Ver- fügung erfüllt die minimalen Anforderungen an die Begründungsdichte (vgl. Art. 35 VwVG; BGE 137 II 266 E. 3.2 m.H.). 4. 4.1 Streitgegenstand ist die Verweigerung der Zustimmung zum kantona- len arbeitsmarktlichen Vorentscheid betreffend eine Kurzaufenthaltsbewil- ligung (Art. 32 AuG). Arbeitsmarktlich gelten grundsätzlich dieselben Vo- raussetzungen wie bei der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung: Vor der Erteilung der Bewilligung hat die kantonale Behörde in Form eines arbeits- marktlichen Vorentscheides über das Vorliegen der Vorausset zungen zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit nach Art. 18 bis 25 AuG zu befinden (Art. 83 Abs. 1 Bst. a VZAE). Dieser Vorentscheid ist dem SEM zur Zustimmung zu unterbreiten (Art. 85 Abs. 2 VZAE). Sind die Zulassungsvoraussetzun- gen nicht erfüllt, wird die Zu stimmung verweigert (Art. 86 Abs. 2 Bst. a C-5602/2013 Seite 10 VZAE). Der Entscheid des SEM ergeht in Ausübung einer originären Sa- chentscheidskompetenz des Bundes ohne Bindung an die Beurteilung durch die kantonale Behörde (vgl. BGE 127 II 49 E. 3a sowie BVGE 2011/1 E. 5.2 je m.H.). 4.2 Gemäss Art. 18 AuG setzt die Zulassung zur unselbständigen Erwerbs- tätigkeit voraus, dass diese dem gesamtwirtschaftlichen Interesse ent- spricht (Bst. a), das Gesuch eines Arbeitgebers vorliegt (Bst. b) und die Voraussetzungen nach Art. 20 bis 25 AuG erfüllt sind (Bst. c). Dazu gehö- ren die Begrenzungsmassnahmen (Art. 20 AuG), die Respektierung des Vorrangs bestimmter Arbeitnehmerkategorien (Art. 21 AuG), die Einhaltung der üblichen Lohn- und Arbeitsbedingungen (Art. 22 AuG), das Vorliegen bestimmter persönlicher Voraussetzungen bei der ausländischen Person, um deren Zulassung es geht (Art. 23 AuG), die Existenz einer bedarfsge- rechten Wohnung (Art. 24 AuG) sowie besondere Regeln für Grenzgänger (Art. 25 AuG). 4.3 Art. 21 AuG regelt den Vorrang von inländischen Arbeitskräften und sol- chen aus dem EU/EFTA-Raum. Drittstaatsangehörige können zum schwei- zerischen Arbeitsmarkt nur zugelassen werden, wenn nachgewiesen wird, dass keine ge eigneten Erwerbstätigen aus der Schweiz oder einem EU/EFTA-Staat, mit welchem ein Freizügigkeitsabkommen abgeschlossen wurde, gefunden werden können. Eine Anstellung ist ferner nur möglich, wenn die orts-, berufs- und branchenüblichen Lohn- und Arbeitsbedingun- gen eingehalten werden (Art. 22 AuG). Aufenthaltsbewilligungen an Dritt- staatsangehörige können sodann nur Führungskräften, Spe zialisten und anderen qualifizierten Arbeitskräften erteilt werden (Art. 23 Abs. 1 AuG), falls eine nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt und das gesellschaft- liche Umfeld zu erwarten ist (Art. 23 Abs. 2 AuG). Dieses duale System zu Gunsten von Schweizerinnen und Schwei zern sowie Angehörigen der EU/EFTA-Staaten wird lediglich in einigen Ausnahmefällen durchbrochen (vgl. Art. 23 Abs. 3 AuG; BVGE 2011/1 E. 5.5). 5. 5.1 Das Vorliegen der Voraussetzungen von Art. 21 ff. AuG kann nicht leichthin angenommen werden, soll die Absicht des Gesetzgebers verwirk- licht werden, die Zuwanderung aus dem Nicht-EU/EFTA-Raum restriktiv zu gestalten, dem gesamtwirtschaftlichen In teresse unterzuordnen und an den übergeordneten integrations-, gesellschafts- und staatspolitischen Zie- len zu orientieren. Weder sollen eine Strukturerhaltung gefördert noch Par-C-5602/2013 Seite 11 tikularinteressen geschützt werden. Die Zuwanderung soll auf die langfris- tige Integration ausgerichtet sein und zu einer ausgeglichenen Beschäfti- gung und einer Verbesserung der Ar beitsmarktstruktur führen ( BVGE 2011/1 E. 6.1 m.H.). 5.2 Die Vorinstanz begründet ihren Entscheid u.a. damit, der Beschwerde- führer 1 habe keine Erfahrung im Verkauf und keine Fachkenntnisse aus der Uhrenbranche. Er verfüge nicht über die gemäss Art. 23 AuG und den dazugehörigen Weisungen nötige Qualifikation (Weisungen SEM; im Inter- net: < www.bfm.admin.ch/bfm/de/home/publiservice.html >, besucht am 12.01.2015). Das Gericht ist zwar nicht an diese Weisungen gebunden, weicht aber nicht ohne stichhaltigen Grund von der auf die Weisungen ge- stützte Ermessensausübung der Vorinstanz ab, zumal die Weisungen ei- ner rechtsgleichen Behandlung der Betroffenen dienen und eine dem Ein- zelfall angepasste Auslegung der anwendbaren Rechtsnormen zulassen. Zurückhaltung rechtfertigt sich vorliegend umso mehr, als die Weisungen unter Mitwirkung der inte ressierten Fachverbände verfasst wurden und deshalb die Vermutung eines sachgerechten Interessenausgleichs für sich beanspruchen können (vgl. BVGE 2011/1 E. 6.4 m.H). 5.2.1 Die Vorinstanz vertritt die Auffassung, der Beschwerdeführer 1 sei keine qualifizierte Arbeitskraft, und weist darauf hin, dass er keine Berufs- erfahrung im Verkauf bzw. Fachkenntnisse in der Uhrenbranche hat; dies wird auch seitens der Beschwerdeführer nicht bestritten. Die in der Schweiz absolvierte Ausbildung im Tourismusbereich sowie die Erfahrung im Gastgewerbe (vgl. Sachverhalt Bst. A und B) vermögen nichts an der mangelnden spezifischen Berufserfahrung zu ändern, ebenso wenig die Tatsache, dass im Service teils ähnliche Werte gefragt sind wie im Verkauf. Gemäss Ziff. 4.7.10.12 der Weisungen des SEM können Spezialgeschäfte für Luxusartikel (z.B. Bijouterien), deren Umsätze zu grosse n Teilen von einer Kundschaft aus bestimmten Ländern abhängen, spezialisiertes Ver- kaufspersonal aus den entsprechenden Drittstaaten rekrutieren, die das Segment der Kunden mit der entsprechenden Nationalitätszugehörigkeit betreuen und über die dafür erforderlichen Sprachenkenntnisse sowie vor- gängige, mindestens einjährige Berufserfahrung in derselben Branche ver- fügen. In casu von diesem Kriterium abzuweichen, besteht kein Anlass und würde – wie die Vorinstanz zu Recht ausführt – dazu führen, dass Arbeits- kräfte einzig aufgrund einer subjektiven Beurteilung des Arbeitgebers und ohne branchenspezifische Ausbildung und Erfahrung zuzulassen wären. Die auf die Weisungen gestützte Ermes sensausübung der Vorinstanz ist C-5602/2013 Seite 12 nicht zu beanstanden. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Be- schwerdeführer 1 die Anforderungen an eine qualifizierte Arbeitskraft ge- mäss Art. 23 Abs. 1 AuG nicht erfüllt. 5.2.2 Die Beschwerdeführer berufen sich sodann auf Art. 23 Abs. 3 Bst. c AuG, wonach Personen mit besonderen beruflichen Kenntnissen oder Fä- higkeiten in Abweichung von Abs. 1 und Abs. 2 zugelassen werden können, sofern für deren Zulassung ein Bedarf ausgewiesen ist. Unter diese Be- stimmung können auch nicht hoch qualifizierte Arbeitskräfte fallen, die aber über spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen und daher für einen bestimmten Einsatz unerlässlich sind (vgl. Botschaft AuG, S. 3783). Die Beschwerdeführer berufen sich diesbezüglich auf besondere Sprach- und Sozialkompetenzen. Dies alleine kann jedoch nicht genügen, um das Kri- terium der besonderen beruflichen Kenntnisse oder Fähigkeiten als erfüllt einzustufen. Die besonderen individuellen Eigenschaften des Beschwer- deführers 1 vermögen nichts daran zu ändern, dass er weder über eine branchenspezifische Ausbildung noch über eine minimale Erfahrung im Verkauf verfügt. In der Beschwerdeschrift wird er denn auch zu Recht als «Quereinsteiger aus dem Studium» bezeichnet. Davon ging die Arbeitge- berin offensichtlich auch selber aus, vereinbarte sie doch mit ihm im ur- sprünglichen Arbeitsvertrag lediglich ein niedriges Bruttogehalt von Fr. 3'300.–, zu dem erst nach bestandener Probezeit ein variabler Lohnbe- standteil hinzugekommen wäre (vgl. OW act. 44). Nicht zuletzt dies zeigt auf, dass die Arbeitgeberin auch selber nicht davon ausging, eine qualifi- zierte Arbeitskraft einzustellen. Unqualifizierte Arbeitskräfte können jedoch, wie die Vorinstanz zu Recht festhielt, au ch bei bestehender Nachfrage nicht unter Art. 23 Abs. 3 Bst. c AuG fallen (vgl. LISA OTT, in: Handkom- mentar AuG, 2010, Art. 23 N. 22 m.H.). 5.3 Die Zustimmung zum arbeitsmarktlichen Vorentscheid scheitert somit bereits daran, dass die persönlichen Voraussetzungen gemäss Art. 23 AuG mangels Berufserfahrung bzw. besonderer beruflicher Kenntnisse oder Fä- higkeiten nicht erfüllt sind. Bei dieser Sachlage braucht nicht weiter geprüft zu werden, ob die Anforderungen gemäss Art. 21 AuG (Vorrang) und Art. 22 AuG (Lohn- und Arbeitsbedingungen) erfüllt sind. 6. Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass sich die Beschwer- deführer zu Recht nicht auf die Sonderregelung des Art. 21 Abs. 3 AuG für Ausländerinnen und Ausländer mit Schweizer Hochschulabschluss beru- fen. Wohl ist der Beschwerdeführer 1 im Besitze eines Bachelors des C-5602/2013 Seite 13 «César Ritz College» (vgl. Sachverhalt Bst. A), ein Diplom, welches allen- falls als Schweizer Hochschulabschluss im Sinne von Art. 21 Abs. 3 AuG einzustufen wäre, was aber vorliegend ni cht geprüft werden muss (hinzu- weisen ist einzig darauf, dass auch Abschlüsse von Fachhochschulen von Art. 21 Abs. 3 AuG erfasst sind; vgl. Urteil C -857/2013 E. 6.3 m.H.). Die erwähnte Sonderregelung ist in casu bereits deshalb nicht anwendbar, weil die Tät igkeit des Beschwerdeführers als Verkaufsberater nicht in einem hinreichenden Zusammenhang steht zur vor ihm in der Schweiz absolvier- ten Ausbildung in Hotel- und Tourismus-Management. Die Norm hätte al- lenfalls dann zur Anwendung gelangen können, wenn für e ine der Ausbil- dung entsprechende Tätigkeit ein Bedarf auf dem Arbeitsmarkt ausgewie- sen würde und das Kriterium des hohen wirtschaftlichen Interesses daher zu bejahen wäre (vgl. MARC SPESCHA, in: Kommentar Migrationsrecht, 3. Aufl. 2012, Art. 23 N. 6). 7. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend werden die unterliegenden Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Verfahrens- kosten sind auf Fr. 1'200. festzusetzen (vgl. Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes- verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Dispositiv S. 14 C-5602/2013 Seite 14 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'200.– werden den Beschwerdeführern auf- erlegt. Sie sind durch den bezahlten Kostenvorschuss gedeckt. 3. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführer (Einschreiben) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Akten retour) – Die Abteilung Migration des Amts für Arbeit des Kantons Obwalden (Ref-Nr. […]) Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: Ruth Beutler Kilian Meyer Versand: