<h2>SubmittedText<h2><p>Auf die Vergütung von Gentherapien ist das Schweizer System nicht vorbereitet: Für die ersten Gentherapien gab es zum Zeitpunkt der Zulassung keine adäquate Vergütungslösung, was den Patientenzugang erschwert hat.</p><p>- Mit wie vielen neuen Gentherapien rechnet der Bundesrat in den nächsten 5 Jahren?</p><p>- Welche Arten von Gentherapien (Verabreichungsformen) sind zu erwarten?</p><p>- Welche Vergütungsmodelle stehen dabei jeweils zur Diskussion?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Es gibt verschiedene Arten von Gentherapien die in verschiedener Weise appliziert und ambulant oder stationär durchgeführt werden. Bei ambulant angewendeten Arzneimittel werden die Produkte in der Regel auf die Spezialitätenliste aufgenommen und entsprechend den dafür vorgesehenen Regeln und Möglichkeiten die Preise festgelegt. Bisher sind zwei gentherapeutische Arzneimittel auf die Spezialitätenliste aufgenommen worden und ein drittes befindet sich im Antragsprozess. Das BAG geht davon aus, dass in den nächsten Jahren einige wenige neue Aufnahmegesuche gestellt werden. Eine spezielle Form der Gentherapie stellen die Chimären Antigen-Rezeptor-T-Zellen (CAR-T-Zellen) dar. Die Therapie mit Infusion der gentechnischen veränderten Immunzellen erfolgt aufgrund der begleitenden Therapien und wesentlichen Risiken stationär im Spital und wird über das Fallpauschalensystem abgegolten. Die Tarifpartner haben diesbezüglich eine spezifische vertragliche Vereinbarung zur Ergänzung der bestehenden Tarifstruktur SwissDRG abgeschlossen. Das BAG geht davon aus, dass 3 bis 5 neue GAR-T-Zelltherapien in den nächsten Jahren zugelassen werden. Grundsätzlich sind geeignete Vergütungslösungen mit der bestehenden Regelung möglich. Eine allgemeine Herausforderung besteht bei sehr teuren Arzneimitteln, wo auch spezielle Preismodelle angewendet werden. Das BAG ist mit den Akteuren regelmässig im Austausch. </p>