<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE 2007 105 S.371</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Besoldung</span> <span class="page_no">371</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> [...]<br/> <br/> <span class="ft2"><b>105 Lohnfestsetzung innerhalb einer bestimmten Stufe.</b></span><br/> <span class="ft3">-</span> <span class="ft2"><b>Werden Mitarbeitende von einer tieferen in eine höhere Lohnstufe</b></span><br/> <span class="ft2"><b>umgeteilt, besteht kein Anspruch darauf, den bisherigen Leistungs-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>anteil beizubehalten (Erw. II/1-4).</b></span><br/> <br/> <span class="ft5">Aus dem Entscheid des Personalrekursgerichts vom 25. September 2007 in</span><br/> <span class="ft5">Sachen A. gegen Gerichtspräsidium K. (2-BE.2006.28). Gegen den Entscheid</span><br/> <span class="ft5">ist eine Beschwerde beim Bundesgericht hängig.</span><br/> <br/> <span class="ft6"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft1">1. Gemäss § 4 LD setzt sich der Lohn zusammen aus einem Po-</span><br/> <span class="ft1">sitionsanteil, einem Leistungsanteil und allfälligen Lohnzulagen.</span><br/> <span class="ft1">Umstritten ist im vorliegenden Fall die Höhe des Leistungsanteils ab</span><br/> <span class="ft1">dem 1. Januar 2002.</span><br/> <span class="ft1">2.</span><br/> <span class="ft1">2.1. Im Anhang I zum Lohndekret legte der Grosse Rat den</span><br/> <span class="ft1">Lohnstufenplan fest, welcher das Minimum (Positionsanteil) und das</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Personalrekursgericht</span> <span class="page_no">372</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">Maximum (140 % des Positionsanteils) der einzelnen Besoldungs-</span><br/> <span class="ft1">gruppen aufzeigt. Die Zuordnung zu den einzelnen Lohnstufen wird</span><br/> <span class="ft1">aufgrund einer nach einheitlichen Kriterien vorgenommenen Be-</span><br/> <span class="ft1">wertung der verschiedenen Arbeitsplätze (Bewertungssystem ABA-</span><br/> <span class="ft1">KABA) sowie unter Berücksichtigung der Arbeitsmarktsituation er-</span><br/> <span class="ft1">mittelt (vgl. § 5 LD).</span><br/> <span class="ft1">2.2. Der Leistungsanteil wird jährlich aufgrund der Beurteilung</span><br/> <span class="ft1">der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters und der bisherigen Lohnent-</span><br/> <span class="ft1">wicklung ermittelt (vgl. § 6 Abs. 1 LD), wobei der Leistungsanteil</span><br/> <span class="ft1">maximal 40 % des Positionslohns betragen kann (§ 6 Abs. 4 LD). Für</span><br/> <span class="ft1">die Lohnentwicklung innerhalb des Leistungsanteils sind nach § 36</span><br/> <span class="ft1">Abs. 1 PLV im Wesentlichen folgende Aspekte massgebend:</span><br/> <span class="ft7">"a) die für die Leistungshonorierung verfügbare Lohnsumme,</span><br/> <span class="ft7">b) die auf Grund des jährlichen Gesprächs erfolgte Beurteilung der</span><br/> <span class="ft7">Leistungen der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters,</span><br/> <span class="ft7">c) die aktuelle Lohnposition der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters</span><br/> <span class="ft7">innerhalb des Leistungsanteils,</span><br/> <span class="ft7">d) das pflichtgemässe Ermessen der Anstellungsbehörde."</span><br/> <span class="ft1">Bei der Bemessung der Höhe des Leistungsanteils im An-</span><br/> <span class="ft1">fangslohn werden gemäss § 35 Abs. 3 PLV die Erfahrungen in frühe-</span><br/> <span class="ft1">ren Stellen, ausgewiesene Fähigkeiten und die besondere Eignung</span><br/> <span class="ft1">für die neue Stelle berücksichtigt. Lebenserfahrung sowie Erfahrun-</span><br/> <span class="ft1">gen in Haus-, Erziehungs- und Betreuungsarbeit werden angemessen</span><br/> <span class="ft1">einbezogen.</span><br/> <span class="ft1">2.3. Ergänzend zu den zitierten Bestimmungen des Lohndekrets</span><br/> <span class="ft1">sowie der Personal- und Lohnverordnung erliess der Regierungsrat</span><br/> <span class="ft1">die "Richtlinien zur Festlegung des Leistungsanteils des Lohnes"</span><br/> <span class="ft1">vom 29. August 2001 (im Folgenden: Richtlinien). Darin wird unter</span><br/> <span class="ft1">anderem festgehalten, dass jährlich eine Leistungsbeurteilung (DIA-</span><br/> <span class="ft1">LOG) erfolgt (Richtlinien Ziffer 2). Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter</span><br/> <span class="ft1">mit einer A-, B1- oder B2-Beurteilung steigen im Leistungsband</span><br/> <span class="ft1">schrittweise bis zum Maximum von 140 %, wobei der Anstieg bei</span><br/> <span class="ft1">einer A-Beurteilung rascher erfolgt als bei einer B1- bzw. B2-Beur-</span><br/> <span class="ft1">teilung (Richtlinien Ziffer 3, in Kraft seit 18. September 2002). Mit-</span><br/> <span class="ft1">arbeiterinnen und Mitarbeiter mit einer regelmässigen C-Beurteilung</span><br/> <span class="ft1">können nicht bis zum Maximum der Lohnstufe ansteigen und nicht</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Besoldung</span> <span class="page_no">373</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">mit einer kontinuierlichen Lohnerhöhung rechnen (Richtlinien Zif-</span><br/> <span class="ft1">fer 4). Nach der Überführung in das neue Lohnsystem noch beste-</span><br/> <span class="ft1">hende oder durch Neuanstellungen entstandene, ungerechtfertigte</span><br/> <span class="ft1">Lohnunterschiede werden ausgeglichen (Richtlinien Ziffer 5 Abs. 1).</span><br/> <span class="ft1">Bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit vergleichbarem Amts-</span><br/> <span class="ft1">und Lebensalter, die in der gleichen Lohnstufe eingereiht sind und</span><br/> <span class="ft1">gleich beurteilt werden, aber im Leistungsband unterschiedlich posi-</span><br/> <span class="ft1">tioniert sind, sollen die im Leistungsband tiefer Stehenden einen pro-</span><br/> <span class="ft1">zentual höheren Leistungsanteil erhalten (Richtlinien Ziffer</span> <span class="ft1">5</span><br/> <span class="ft1">Abs. 2). Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben keinen Rechtsan-</span><br/> <span class="ft1">spruch auf eine jährliche Lohnerhöhung (Richtlinien Ziffer 6).</span><br/> <span class="ft1">In Bezug auf das Übergangsrecht ist wesentlich, dass die frühe-</span><br/> <span class="ft1">ren Besoldungen grundsätzlich per 1. April 2001 unverändert in das</span><br/> <span class="ft1">neue Lohnsystem gemäss Lohndekret überführt wurden (Ausnahme:</span><br/> <span class="ft1">die frühere Besoldung lag unter dem Minimum oder über dem Ma-</span><br/> <span class="ft1">ximum der neuen Lohnstufe und die Voraussetzungen betreffend</span><br/> <span class="ft1">Wahrung des Besitzstands waren nicht erfüllt; vgl. Ziffer 1 ff. des</span><br/> <span class="ft1">Anhangs III Lohndekret).</span><br/> <span class="ft1">2.4. Das Lohndekret äussert sich nur in Bezug auf einen Aus-</span><br/> <span class="ft1">nahmefall dazu, wie die Arbeitsplatzbewertung nach ABAKABA und</span><br/> <span class="ft1">die Festlegung des Anfangslohnes zusammenhängen. § 8 Abs. 2 LD</span><br/> <span class="ft1">bestimmt, dass für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bei ihrer</span><br/> <span class="ft1">Anstellung das für die Funktion massgebende Anforderungsprofil</span><br/> <span class="ft1">noch nicht voll erfüllen, der Anfangslohn ausnahmsweise für eine</span><br/> <span class="ft1">befristete Übergangszeit bis zu 15 % unter dem Positionslohn festge-</span><br/> <span class="ft1">setzt werden kann. Effektiv besteht auch über diese Konstellation</span><br/> <span class="ft1">hinaus ein enger Zusammenhang. Die bedeutsamen Berufs- und Le-</span><br/> <span class="ft1">benserfahrungen, welche in die Bemessung der Höhe des Anfangs-</span><br/> <span class="ft1">lohnes hineinfliessen, bzw. die individuellen Leistungen, welche für</span><br/> <span class="ft1">die jährlichen Lohnanpassungen massgebend sind, müssen stets unter</span><br/> <span class="ft1">Berücksichtigung der Bewertung des konkreten Arbeitsplatzes ge-</span><br/> <span class="ft1">mäss ABAKABA gewürdigt werden (vgl. für Grundlöhner PRGE</span><br/> <span class="ft1">vom 30. April 2007 in Sachen E. I., Erw. II/3.2). Mit der Höhe des</span><br/> <span class="ft1">Leistungsanteiles kann gegebenenfalls der speziellen Erfahrung oder</span><br/> <span class="ft1">der besonderen Leistungsfähigkeit einer Mitarbeiterin oder eines</span><br/> <span class="ft1">Mitarbeiters Rechnung getragen werden. Nicht mit dem Leistungs-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Personalrekursgericht</span> <span class="page_no">374</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">anteil abzugelten ist dagegen die Erfüllung derjenigen Anforderun-</span><br/> <span class="ft1">gen, welche für einen bestimmten Arbeitsplatz und damit für die ent-</span><br/> <span class="ft1">sprechende Lohnstufe überhaupt vorausgesetzt sind. Bei der Bemes-</span><br/> <span class="ft1">sung des Leistungsanteils ist daher immer zu berücksichtigen, ob</span><br/> <span class="ft1">bzw. wie weit die betreffende Mitarbeiterin oder der betreffende Mit-</span><br/> <span class="ft1">arbeiter die Mindestanforderungen der jeweiligen Lohnstufe über-</span><br/> <span class="ft1">trifft. Für eine individuelle Leistungshonorierung wird dabei umso</span><br/> <span class="ft1">mehr vorausgesetzt, je höher das Anforderungsprofil nach ABA-</span><br/> <span class="ft1">KABA liegt.</span><br/> <span class="ft1">3.</span><br/> <span class="ft1">3.1. In Bezug auf die Gerichtsschreiberinnen und Gerichts-</span><br/> <span class="ft1">schreiber der Bezirksgerichte, der Spezialverwaltungsgerichte sowie</span><br/> <span class="ft1">des Obergerichts erfolgten insgesamt sieben unterschiedliche Ar-</span><br/> <span class="ft1">beitsplatzbewertungen. Ergänzend wurde in der "Einreihungstabelle</span><br/> <span class="ft1">der Gerichtsschreiberfunktionen bei den Justizbehörden" (im Fol-</span><br/> <span class="ft1">genden: Einreihungstabelle) umschrieben, nach welchen Gesichts-</span><br/> <span class="ft1">punkten die Zuordnungen zu den einzelnen Funktionsbezeichnungen</span><br/> <span class="ft1">(GS 1, 2, 2A, 3, 3A, 4) bzw. den entsprechenden Arbeitsplatzbewer-</span><br/> <span class="ft1">tungen zu erfolgen haben. Wesentlich ist in diesem Zusammenhang,</span><br/> <span class="ft1">dass die Einreihungstabelle ein blosses Hilfsmittel bildet; massge-</span><br/> <span class="ft1">bend für die Lohneinstufung sind letztlich allein die Kriterien der</span><br/> <span class="ft1">Arbeitsplatzbewertung.</span><br/> <span class="ft1">Aus dem Gesamtzusammenhang sowie insbesondere aus der</span><br/> <span class="ft1">Einreihungstabelle ergibt sich, dass für die Einstufung der Gerichts-</span><br/> <span class="ft1">schreiberinnen und Gerichtsschreiber das Fachwissen der jeweiligen</span><br/> <span class="ft1">Stelleninhabenden (z.B. Zusatzausbildungen wie Anwaltspatent und</span><br/> <span class="ft1">Dissertation, Erfahrung, spezielle Fachkompetenz u.a.) eine gewich-</span><br/> <span class="ft1">tige Rolle spielt. Sobald die betroffenen Mitarbeitenden die ent-</span><br/> <span class="ft1">sprechenden Kriterien erfüllen, wird in der Regel die Funktionszu-</span><br/> <span class="ft1">ordnung bzw. die Lohneinstufung entsprechend angepasst. Nur in</span><br/> <span class="ft1">Bezug auf einzelne Funktionen ist insofern eine Limitierung vorge-</span><br/> <span class="ft1">sehen, als z.B. grundsätzlich pro Gericht nur eine Gerichtsschreiberin</span><br/> <span class="ft1">bzw. ein Gerichtsschreiber der Funktion GS 3A zugeordnet wird. Im</span><br/> <span class="ft1">Übrigen besteht ein "angenäherter" Automatismus, d.h. es erfolgt</span><br/> <span class="ft1">eine Anpassung der Funktionszuordnung, sofern im konkreten Ein-</span><br/> <span class="ft1">zelfall nicht spezifische Umstände dagegen sprechen (zur Recht-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Besoldung</span> <span class="page_no">375</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">mässigkeit dieser Einreihung vgl. PRGE vom 30. Mai 2005 i.S. J.S.</span><br/> <span class="ft1">Erw. II/1).</span><br/> <span class="ft1">3.2. Wie dargelegt (vgl. Erw. II/2.4), besteht zwischen der Ein-</span><br/> <span class="ft1">reihung in eine bestimmte Lohnstufe und der Bemessung des</span><br/> <span class="ft1">Leistungsanteils innerhalb derselben grundsätzlich ein enger Zu-</span><br/> <span class="ft1">sammenhang. Auf die Funktion der Gerichtsschreiberinnen und Ge-</span><br/> <span class="ft1">richtsschreiber trifft dies in besonderem Mass zu. Die Gerichtsschrei-</span><br/> <span class="ft1">berfunktionen sind über mehrere Lohnstufen verteilt (vgl. Erw. 3.1</span><br/> <span class="ft1">hiervor) und die Zuteilung berücksichtigt in hohem Mass die spezifi-</span><br/> <span class="ft1">schen Qualifikationen der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters. Die-</span><br/> <span class="ft1">selben Qualifikationen, welche Grundlage für die Bemessung eines</span><br/> <span class="ft1">bestimmten Leistungsanteils in einer unteren Lohnstufe sind, gehö-</span><br/> <span class="ft1">ren zum Anforderungsprofil einer oberen Lohnstufe und können da-</span><br/> <span class="ft1">her nicht zusätzlich im Leistungsanteil berücksichtigt werden.</span><br/> <span class="ft1">4.</span><br/> <span class="ft1">4.1. Der Beschwerdeführer war bis im September 2005 der</span><br/> <span class="ft1">Lohnstufe 12 zugeteilt. Mit Lohnverfügung vom 19./22. September</span><br/> <span class="ft1">2005 wurde er im Rahmen der Neubewertung der Gerichtsschreiber-</span><br/> <span class="ft1">funktionen rückwirkend per 1. April 2001 in die Lohnstufe 14 einge-</span><br/> <span class="ft1">reiht. Unter Beibehaltung der Höhe des bisherigen Jahresbruttoloh-</span><br/> <span class="ft1">nes setzte sich dieser neu aus einem höheren Positionslohn und ei-</span><br/> <span class="ft1">nem dementsprechend tieferen Leistungsanteil zusammen. Der Be-</span><br/> <span class="ft1">schwerdeführer beantragt, sein ursprünglicher Leistungsanteil sei</span><br/> <span class="ft1">nach der Einteilung in die Lohnstufe 14 vollumfänglich beizubehal-</span><br/> <span class="ft1">ten.</span><br/> <span class="ft1">4.2. Die Arbeitsplätze, welche der Lohnstufe 14 zugewiesen</span><br/> <span class="ft1">wurden, sind gegenüber denjenigen, welche in der Lohnstufe 12 lie-</span><br/> <span class="ft1">gen, deutlich höher bewertet (Lohnstufe 14: 520 - 559,99 ABA-</span><br/> <span class="ft1">KABA-Punkte, Lohnstufe 12: 440 - 479,99 ABAKABA-Punkte).</span><br/> <span class="ft1">Gemäss Einreihungsplan ist die Lohnstufe 14 für Gerichtsschreiber</span><br/> <span class="ft1">vorgesehen, welche mindestens zwei Jahre Berufserfahrung mitbrin-</span><br/> <span class="ft1">gen und entweder über das Anwaltspatent verfügen oder aber auf-</span><br/> <span class="ft1">grund ausgewiesener Fachkompetenzen besondere Aufgaben über-</span><br/> <span class="ft1">nehmen. Die Lohnstufe 12 bezieht sich demgegenüber auf Gerichts-</span><br/> <span class="ft1">schreiber ohne Anwaltspatent mit bis zu zwei Jahren Berufserfah-</span><br/> <span class="ft1">rung.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Personalrekursgericht</span> <span class="page_no">376</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">Der Beschwerdeführer verfügt sowohl über das Anwaltspatent</span><br/> <span class="ft1">als auch über mehrjährige Erfahrung als Gerichtsschreiber. Er erfüllt</span><br/> <span class="ft1">daher die für die Erreichung der Lohnstufe 14 verlangten Vorausset-</span><br/> <span class="ft1">zungen. Indem er geltend macht, sein ursprünglicher Leistungsanteil</span><br/> <span class="ft1">sei in identischer Höhe von der Lohnstufe 12 in die Lohnstufe 14 zu</span><br/> <span class="ft1">übernehmen, verkennt er jedoch, dass das Anforderungsprofil an ei-</span><br/> <span class="ft1">nen Gerichtsschreiber der Lohnstufe 14 höher ist und daher zumin-</span><br/> <span class="ft1">dest einen Teil seiner bisher den Leistungsanteil ausmachenden Er-</span><br/> <span class="ft1">fahrungen und Fähigkeiten voraussetzt und gewissermassen konsu-</span><br/> <span class="ft1">miert. Die Einreihung in die höhere Lohnklasse erfolgte mithin auf-</span><br/> <span class="ft1">grund von Kriterien, die in der Lohnstufe 12 zum Anstieg des</span><br/> <span class="ft1">Leistungsanteils geführt haben. Die Senkung des Leistungsanteils ist</span><br/> <span class="ft1">insofern eine logische Konsequenz der Einreihung in die höhere</span><br/> <span class="ft1">Lohnklasse mit höherem Positionslohn. Es ist nicht erkennbar, inwie-</span><br/> <span class="ft1">fern durch diesen Mechanismus dem Beschwerdeführer etwas "ent-</span><br/> <span class="ft1">zogen" würde; zum einen bleibt der Jahresbruttolohn gleich und zum</span><br/> <span class="ft1">andern erhöhen sich durch den Lohnstufenanstieg die lohnmässigen</span><br/> <span class="ft1">Entwicklungsmöglichkeiten beträchtlich.</span><br/> <span class="ft1">4.3. Aus den dargelegten Gründen besteht vorliegend kein An-</span><br/> <span class="ft1">spruch darauf, bei einem Lohnstufenwechsel einen identischen</span><br/> <span class="ft1">Leistungsanteil beizubehalten. Nachdem der Beschwerdeführer keine</span><br/> <span class="ft1">weiteren Einwände gegen die Bemessung des Leistungsanteils vor-</span><br/> <span class="ft1">bringt und keine Hinweise darauf bestehen, dass dieser nicht korrekt</span><br/> <span class="ft1">festgesetzt worden wäre, erübrigen sich weitere Ausführungen</span><br/> <span class="ft1">hierzu.</span><br/> <span class="ft1">4.4. Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschwerdeführer</span><br/> <span class="ft1">keinen Anspruch darauf hat, seinen ursprünglichen Leistungsanteil</span><br/> <span class="ft1">nach der Einreihung in die Lohnstufe 14 in gleicher Höhe beizube-</span><br/> <span class="ft1">halten. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen.</span><br/> <br/></div> </div> </body> </html>