Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 25. Juli 2012 (810 12 64) ____________________________________________________________________ Ausländerrecht Widerruf der Aufenthaltungsbewilligung und Wegweisung Besetzung Abteilungs-Vizepräsident Bruno Gutzwiller, Kantonsrichter Niklaus Ruckstuhl, Markus Clausen, Beat Walther, Edgar Schürmann , Gerichtsschreiberin i.V. Patricia Bäckert Parteien A.____, Beschwerdeführer gegen Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft , 4410 Liestal, Be- schwerdegegner Betreff Widerruf der Aufenthaltsbewilligung und Wegw eisung aus der Schweiz (RRB Nr. 0255 vom 14. Februar 2012) A. Der türkische Staatsangehörige A.____, geboren 1979 , heiratete am 29. August 2010 in der Türkei seine in der Schweiz niedergelassene Lands frau B.____. Am 17. November 2010 reiste A.____ in die Schweiz ein, worauf ihm das Amt fü r Migration des Kantons Basel- Landschaft (AfM) eine Aufenthaltsbewilligung mit Gültigkeit bis zum 16. November 2011 erteilte. Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Im Mai 2011 teilte B.____ dem AfM telefonisch mit, si e sei von ihrem Ehemann getrennt und wünsche die Scheidung. Zur Trennung sei es gekommen, wei l sie herausgefunden habe, dass ihr Ehemann sie nur wegen der Aufenthaltsbewilligung geheiratet habe. Er sei im April 2011 ausgezogen, lasse jedoch seine Post in C.____ zurückbehal ten. Da nach diesen Angaben eine Bedingung für den Aufenthalt von A.____ – nämlich da s Zusammenleben mit seiner Ehefrau – weggefallen war, gewährte das AfM A.____ das rechtlich e Gehör zur Frage des Widerrufs der Aufenthaltsbewilligung. In seiner Stellungnahme vom 7 . Juli 2011 führte er aus, er habe sich nicht von seiner Ehefrau getrennt, wolle in der Schweiz bleiben und habe für seine Frau alles in der Türkei aufgegeben. B. Mit Verfügung vom 6. Oktober 2011 widerrief das A fM die Aufenthaltsbewilligung und verfügte eine Wegweisung aus der Schweiz bis spätestens 5. November 2011. C. Am 5. November 2011 erhob A.____, vertreten durch D r. Eva Weber, Advokatin, ge- gen diese Verfügung Beschwerde beim Regierungsrat und beantragte insbesondere, die Auf- enthaltsbewilligung sei - unter Aufhebung der angef ochtenen Verfügung - nicht zu widerrufen und die Wegweisung sei aufzuheben. E. Mit Regierungsratbeschluss Nr. 0255 vom 14. Februar 2 012 trat der Regierungsrat wegen verspäteter Beschwerdeerhebung auf die Beschwerde nicht ein und wies A.____ bis spätestens 23. März 2012 aus der Schweiz weg. F. Gegen den Entscheid des Regierungsrates vom 14. Febr uar 2012 erhob A.____ am 24. Februar 2012 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel- Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). G. Mit Vernehmlassung vom 8. März 2012 beantragte der Regierungsrat die Abweisung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge und hielt an der Begründung des Regierungsratsbe- schlusses Nr. 0255 vom 14. Februar 2012 fest. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g: 1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- u nd Verwaltungsprozess- ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügu ngen und Entscheide des Regie- rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim K antonsgericht zulässig. Da weder ein Ausschlusstatbestand gemäss § 44 VPO noch ein spezialg esetzlicher Ausschlusstatbe- stand vorliegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgericht s zur Beurteilung der vorliegenden An- gelegenheit gegeben. 1.2 Gemäss § 47 Abs. 1 lit. a VPO ist zur Erhebung einer Verwaltungsgerichtbeschwerde befugt, wer durch die angefochtene Verfügung oder de n angefochtenen Beschluss berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Änderung oder A ufhebung hat. Dieses Interesse kann rechtlicher oder auch bloss tatsächlicher Natur sein ( ULRICH HÄFELIN /G EORG Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht MÜLLER /F ELIX UHLMANN , Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Auflage, Zürich 201 0, N 1771). Der Beschwerdeführer ist Adressat des angefochtenen Beschlusses und ist dadurch beschwert. Allerdings ist fraglich, ob ein Rechtschutzinteresse vorlieg t, da unbekannt ist, ob sich der Be- schwerdeführer nach wie vor in der Schweiz aufhält. Da dies im Moment ungewiss ist, muss im Zweifel von einem weiterhin bestehenden Rechtsschutzinte resse ausgegangen werden. Da die übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt und sowohl di e örtliche wie auch die sachliche Zu- ständigkeit des Kantonsgerichts gegeben sind, kann auf die vorliegende Beschwerde eingetre- ten werden. 1.3 Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gem äss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststel lung des Sachverhalts gerügt wer- den. Die Beurteilung der Angemessenheit des angefochte nen Rechtsaktes ist dem Kantonsge- richt dagegen – abgesehen von hier nicht vorliegenden A usnahmefällen – verwehrt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO, e contrario). 2. Strittig und zu prüfen ist vorliegend, ob der Regie rungsrat zu Recht nicht auf die Be- schwerde vom 5. November 2011 eingetreten ist. 3.1 Der Beschwerdeführer machte geltend, er habe die Verfügung des AfM vom 6. Okto- ber 2011 am 28. Oktober 2011 in Empfang genommen un d es sei deshalb die 10-tägige Be- schwerdefrist mit der Eingabe vom 5. November 2011 eing ehalten worden. Dagegen führte der Regierungsrat in seinem Regierungsratsbeschluss vom 14. Februar 2012 aus, dass die Zustell- fiktion auch bei einem Postrückbehalteauftrag gelte und der Beschwerdeführer die Rechtsmittel- frist um knapp zwei Wochen verpasst habe. Schliesslich habe der Beschwerdeführer mit der Zustellung der Verfügung rechnen können, da das AfM mit Schreiben vom 20. Juni 2011 bezüg- lich des rechtlichen Gehörs ernstlich erwog, die Aufenth altsbewilligung des Beschwerdeführers zu widerrufen und ihn aus der Schweiz wegzuweisen. 3.2 Wird der Adressat anlässlich einer versuchten Zustell ung nicht angetroffen und daher eine Abholeinladung in seinen Briefkasten oder sein Po stfach gelegt, gilt die Sendung in jenem Zeitpunkt als zugestellt, in welchem sie auf der Post ab geholt wird. Erfolgt keine Abholung in- nert der siebentägigen Abholfrist, gilt die Sendung als am letzten Tag der Frist zugestellt, sofern der Adressat mit der Zustellung hatte rechnen müssen (vgl. Bundesgerichtsentscheid [BGE] 127 I 34 E. 2a/aa sowie Art. 44 Abs. 2 des sei t 1. Januar 2007 in Kraft stehenden Bun- desgesetzes über das Bundesgericht [BGG] vom 17. Juni 20 05, beziehungsweise für die davor liegende Zeit Art. 169 Abs. 1 lit. d und e der Vero rdnung 1 vom 1. September 1967 zum Post- verkehrsgesetz). 3.3 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. BGE 107 V 187 E. 2, 123 III 492 E.1) gilt in analoger Anwendung der Rechtsprechung zur Briefkasten- und Postfachzustellung auch beim Postrückbehalteauftrag die beachtete Fiktion, wonach eine eingeschriebene Sen- dung spätestens am letzten Tag einer Frist von sieben Tagen ab Eingang bei der Poststelle am Ort des Empfängers als zugestellt gilt; es könne nicht sein, dass mit einem Postrückbehal- Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht teauftrag die Zustellung von fristauslösenden Entscheiden beliebig hinausgezögert werden kann. Diesbezüglich erwog das Bundesgericht in einem neu eren Urteil (vgl. BGE 134 V 49 E.4) mit Blick auf die betreffenden bundesrechtlichen Verfah rensvorschriften (vgl. Art. 44 Abs. 2 BGG, Art. 38 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2 000 über den allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts sowie Art. 20 Abs. 2 bis des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren), dass die Zustellfiktion a uch beim Postrückbehaltungsauftrag weiterhin Geltung beanspruche und begründete dies mit Überlegungen zur Rechtsgleichheit, Missbrauchsgefahr und Praktikabilität. 3.4 Die Annahme dieser Zustellfiktion beim Postrückbeha lteauftrag ist jedoch nur dann zulässig, wenn die Zustellung eines behördlichen Aktes mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit erwartet werden muss. Von einer derartigen Wahrscheinlichkeit ist auszugehen, wenn aufgrund der Rechtshängigkeit eines Verfahrens ein Prozessrechtsver hältnis entstanden ist. Dadurch werden die Parteien verpflichtet, sich nach Treu und G lauben zu verhalten und sie haben unter anderem dafür zu sorgen, dass ihnen Entscheide, welche das hängige Verfahren betreffen, zugestellt werden können. Dadurch kommt zum Ausdruck, dass eine Partei während der Rechtshängigkeit eines Verfahrens mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit grundsätzlich mit der Zustellung eines behördlichen Aktes rechnen muss (vgl. BGE 130 III 399 E. 1.2.3, 115 Ia 15 E. 3a, 119 V 94 E. 4b/aa, 123 III 493 E. 1). Derjenige, der sich während eines hängigen Verfah- rens für längere Zeit von dem den Behörden bekannt ge gebenen Zustellort entfernt, ohne für die Nachsendung der an die bisherige Adresse gelangend en Korrespondenz zu sorgen und ohne der Behörde zu melden, wo er nunmehr zu erreic hen ist, bzw. ohne einen Vertreter zu beauftragen, hat nach Ablauf der Abholfrist die Zustellung als erfolgt gelten zu lassen (vgl. Urteil des Bundesgerichts [BGer] 2P.148/2005 vom 7. Juli 2005 E. 2.3, Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 7. Februar 2007 [810 06 302] E. 5.1). 3.5 Besteht noch kein hängiges Verfahren und somit kein Prozessrechtsverhältnis zwi- schen der Behörde und dem Adressaten einer Verfügung, i st zu prüfen, ob der Adressat auf- grund der Umstände mit der Zustellung eines behördlich en Aktes rechnen musste. Dies ist bei- spielsweise dann zu bejahen, wenn ein Ausländer ein Beg ehren um Verlängerung der Aufent- haltsbewilligung oder ein Gesuch um Familiennachzug ge stellt hat und dementsprechend auf eine Stellungnahme der zuständigen Ausländerbehörde wa rtet (vgl. Urteile des BGer 2A.467/2004 vom 31. August 2004 E. 2.1.1 und 2P.314/2003 vom 11. Dezember 2003 E. 2.1). 3.6 Am 20. Juni 2011 wurde der Beschwerdeführer durch das AfM im Rahmen der Ge- währung des rechtlichen Gehörs - im Hinblick auf einen a llfälligen Widerruf der Aufenthaltsbe- willigung - aufgefordert, zu seinen aktuellen Lebensver hältnissen Stellung zu nehmen. Der Be- schwerdeführer beantwortete am 7. Juli 2011 die Fragen des AfM. Spätestens dann musste der Beschwerdeführer darüber im Klaren sein, dass das AfM ernstlich erwog, die Aufenthaltsbewil- ligung zu widerrufen und ihn aus der Schweiz wegzuweisen . Der Beschwerdeführer musste mit einem behördlichen Entscheid zu dieser Frage und damit mit der Zustellung einer fristauslösen- den Verfügung rechnen. Dies umso mehr, da die Aufentha ltsbewilligung bis zum 16. November 2011 befristet war und spätestens per dieses Datum hä tte verlängert werden müssen. Der Be- schwerdeführer musste somit klarerweise mit der Zustellung einer behördlichen Verfügung Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht rechnen und war somit verpflichtet, dafür zu sorgen, dass ihn solche eingeschriebene Verfü- gungen auch rechtzeitig erreichen konnten. 4.1 Fristen, die durch eine Mitteilung oder den Eintr itt eines Ereignisses ausgelöst werden, beginnen am folgenden Tag zu laufen. Ist der letzte Ta g der Frist ein Samstag, ein Sonntag oder ein vom Bundesrecht beziehungsweise vom kantonalen Recht anerkannter Feiertag, endet die Frist am darauffolgenden Werktag (vgl. Art. 44 und 45 BGG). Wie bereits ausgeführt, gilt ein behördlicher Akt, der innert der siebentägigen Frist nicht abgeholt wird, mit Ablauf der Abholfrist als zugestellt. Dementsprechend beginnt die Rechtsmittelfrist des entsprechenden behördlichen Aktes am Tag nach Ablauf der siebentägigen Abholfrist. Wird die Rechtsmittelfrist versäumt, so erwächst der behördliche Akt in formelle Rechtskraft. Auf eine danach eingereichte Beschwerde kann, unter dem Vorbehalt der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand, nicht eingetreten wer- den. 4.2 Eine Beschwerdefrist kann als gesetzliche Frist nicht erstreckt werden (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts [VGE] vom 7. Mai 2003 E. 2d, R HINOW /K OLLER /K ISS , a.a.O., N 828 ff.). In Bezug auf die Berechnung und Einhaltung der Beschwerd efrist ist die Regelung von § 5 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes Basel-Landschaft (VwVG BL) vom 13. Juni 1988 in Ver- bindung mit § 46 des Gesetzes über die Organisation de r Gerichte und der Strafverfolgungsbe- hörden (GOG) vom 22. Februar 2001 massgebend. Schrift liche Eingaben müssen demnach spätestens am letzten Tag der Frist bei der Bestimmungsst elle eingetroffen oder für sie der schweizerischen Post übergeben sein (§ 46 Abs. 3 GOG). Na ch § 46 Abs. 4 GOG gilt die Frist auch dann als eingehalten, wenn eine Eingabe zwar in nert Frist erfolgt, aber an eine nicht zu- ständige basellandschaftliche Gerichts- oder Verwaltungsb ehörde gerichtet ist. Diese hat die Eingabe unverzüglich an die zuständige Behörde weiterzuleiten. 4.3 Der Beweis der Tatsache sowie des Zeitpunktes der Z ustellung einer Verfügung ob- liegt dabei der Verwaltung (vgl. BGE 124 V 402 E. 2 a, 117 V 264 E. 3b, VGE vom 7. Mai 2003 Nr. 97). Dagegen hat die Beschwerde führende Partei d en Nachweis für die rechtzeitige Einrei- chung ihrer Beschwerde zu leisten (vgl. BGE 103 V 65 E. 2a). 5. Der im vorliegenden Verfahren angefochtene Entsche id des AfM, datiert vom 6. Oktober 2011, befand sich laut den Zustellinformat ionen der Schweizerischen Post (Track und Trace) am Freitag, 7. Oktober 2011, postlagernd a uf der Poststelle in C.____, wo der Be- schwerdeführer einen Postrückbehalteauftrag erteilt hat te. Die 7-tägige Abholungsfrist begann am Folgetag zu laufen, somit am Samstag, 8. Oktober 20 11, und endete am Freitag, 14. Okto- ber 2011. Nachdem der Beschwerdeführer die Sendung b is zum Ende der Abholfrist nicht ab- holte, galt die Verfügung des AfM unter Annahme der Zustellfiktion am Freitag, 14. Oktober 2011 als zugestellt. Die zehntägige Beschwerdefrist began n demnach einen Tag nach der fin- gierten Zustellung am Samstag, 15. Oktober 2011, zu la ufen. Der letzte Tag der Beschwerde- frist endete demnach am Montag, 24. Oktober 2011. Am 5 . November 2011 reichte der Be- schwerdeführer seine Beschwerdeschrift beim Regierungsrat somit klarerweise zu spät ein. Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6. Der Beschwerdeführer machte in seinen schriftliche n Eingaben keine Gründe geltend, weshalb er unverschuldet verhindert gewesen sein soll, f ristgemäss zu handeln (vgl. § 5 Abs. 5 VwVG BL). Ebenso ergeben sich aus den Akten keinerlei Hi nweise, die zur Annahme einer Wiederherstellung in den vorigen Stand führen würden. 7. Zusammenfassend ist somit festzustellen, dass die vom Besc hwerdeführer erhobene Beschwerde vom 5. November 2011 verspätet erfolgte und auch kein Grund für die Wiederher- stellung der Rechtmittelfrist vorliegt. Die Beschwerde ist demgemäss abzuweisen. 8.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umf assen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel in angemessenem Au smass der ganz oder teilweise unterliegenden Partei auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). V orliegend werden infolge vollumfänglicher Abweisung der Beschwerde die Verfahrenskosten in der H öhe von Fr. 1'800.-- dem Beschwer- deführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorsch uss in der Höhe von Fr. 1'800.-- ver- rechnet. 8.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann gest ützt auf § 21 Abs. 1 VPO für den Beizug einer Anwältin oder eines Anwalts eine angemesse ne Parteientschädigung zu Lasten der Gegenpartei zugesprochen werden. Dem Kanton wird demgegenüber keine Parteientschä- digung zugesprochen (§ 21 Abs. 2 VPO). Die ausserordent lichen Kosten sind somit wettzu- schlagen. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Der Beschwerdeführer hat die Schweiz spätestens drei ssig Tage nach schriftlicher Eröffnung des begründeten Urteils zu verlassen. 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'800.-- werden der Be- schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kost envorschuss in der Höhe von Fr. 1'800.-- verrechnet. 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Vizepräsident Gerichtsschreiberin i.V. Die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde hat das Bundesgericht mit Urteil vom 21. November 2012, 2C_1138/2012 abgewiesen. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht