<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">UV.2007.00442</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <font size="4">I. Kammer</font><br/> <font size="4">Ersatzrichterin Maurer Reiter als Referentin</font> <p><font size="4">Gerichtssekretärin Tanner Imfeld</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Verfügung vom 18. September 2008</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">A.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdeführer</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">vertreten durch Rechtsanwalt Hans Stünzi</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Stünzi Weber Ruzek Rechtsanwälte</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Seestrasse 162a, Postfach, </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">Hotela Kranken- und Unfallkasse des SHV</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Abteilung Unfall, Rechtsdienst</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Rue de la Gare 18, Case postale 1251, 1820 Montreux</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">vertreten durch Rechtsanwalt Jean-Michel Duc</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">DUC ELSIG &amp; ASSOCIÉS</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Avenue de la Gare 1, Postfach 489, 1001 Lausanne</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1.1 Mit Einspracheentscheid vom 12. September 2007 (Urk. 2) bestätigte die Hotela Kranken- und Unfallkasse des Schweizer Hotelier-Vereins (SHV) die Verfügung vom 27. Juni 2007 (Urk. 12/A6), mit welcher ein Anspruch auf Versicherungsleistungen für die Zeit ab dem 9. Dezember 2006 verneint worden war, da die ab diesem Zeitpunkt aufgetretenen Beschwerden nicht in natürlichem Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 20. Juni 2006 stünden. Dagegen liess A.___ am 12. Oktober 2007 Beschwerde erheben und in materieller Hinsicht beantragen, in Aufhebung des Entscheids sei die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin ab 9. Dezember 2006 festzustellen und eine Rente gestützt auf Art. 18 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und eine Integritätsentschädigung gestützt auf Art. 24 ff. UVG zuzusprechen (Urk. 1 S. 2). In formeller Hinsicht liess er unter anderem die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters beantragen (Urk. 1 S. 2). In der Beschwerdeantwort vom 17. Dezember 2007 schloss die Hotela in materieller Hinsicht auf Beschwerdeabweisung. Eventualiter beantragte sie, es sei den Parteien Gelegenheit zu gewähren, den Gutachtern der B.___, wo der Beschwerdeführer am 19. Juli 2007 multidisziplinär begutachtet worden sei, Fragen zu stellen (Urk. 11 S. 2). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Der Beschwerdeführer war bei der Beschwerdegegnerin zusätzlich auch im Rahmen einer kollektiven Krankentaggeldversicherung nach dem Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG) versichert, welche Taggeldleistungen mit Verfügung vom 5. September 2007 per 14. September 2007 eingestellt hatte (vgl. Urk. 19/1/5, 19/2). Am 30. April 2008 zog das Sozialversicherungsgericht die die Arbeitsunfähigkeiten nach Dezember 2006 betreffenden, vollständigen Akten des Beschwerdeführers aus der kollektiven Taggeldversicherung nach KVG zum Verfahren bei (Verfügung vom 30. April 2008, Urk. 16). Am 14. Mai 2008 wurden diese Akten eingereicht und mit Eingaben vom 16. und 21. Juli 2008 vervollständigt (Urk. 18, 19/1-3, 20, 21, 22 und 23). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Mit Verfügung vom 30. Juli 2008 bestellte das Sozialversicherungsgericht dem Beschwerdeführer Rechtsanwalt Hans Stünzi als unentgeltlichen Rechtsvertreter und setzte ihm Frist zur Replik an (Urk. 25). Innert angesetzter Frist liess der Beschwerdeführer folgenden mit der Beschwerdegegnerin direkt geschlossenen Vergleich vom 15. September 2008 einreichen und um Abschreibung des Verfahrens ersuchen (Urk. 28, 29):</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> "Zur Abschreibung des Verfahrens UV.2007.00442 vor dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich schliessen die Parteien folgende Vereinbarung:</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1. Die Beschwerdegegnerin bezahlt dem Beschwerdeführer vom 15. September 2007 bis 30. Juni 2008 ein Krankentaggeld auf der Basis von 50 %. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2. Der Beschwerdeführer zieht die Beschwerde im Verfahren UV.2007.00442 vor dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich zurück. Auf Ersatz der Parteikosten wird gegenseitig verzichtet.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3. Der Beschwerdeführer zieht die Einsprache gegen die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 5. September 2007 betreffend Krankentaggeld unter Hinweis auf die Regelung gemäss Ziffer 1. vorstehend zurück.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Die Beschwerdegegnerin übernimmt die Kosten der mit Brief vom 29. Juli 2008 zugesicherten unentgeltlichen Rechtsverbeiständung im Einspracheverfahren betreffend Krankentaggeld."</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1.2 Dieser Vergleich trägt den Interessen der Parteien angemessen Rechnung und steht im Einklang mit der Akten- und Rechtslage. Das Verfahren ist daher als durch Vergleich erledigt abzuschreiben. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2.1 Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Der Umstand, dass der Beschwerde führenden, obsiegenden Person ein unentgeltlicher Rechtsvertreter bewilligt ist, befreit die unterliegende Gegenpartei nicht von der Leistung einer Prozessentschädigung. Nach § 28 GSVGer in Verbindung mit § 89 Abs. 1 der Zivilprozessordnung (ZPO) wird bei einem Obsiegen der unentgeltlich vertretenen Partei die Prozessentschädigung dem Rechtsvertreter im Umfang seiner Bemühungen zugesprochen (vgl. Frank/Sträuli/Messmer, Kommentar zur Zürcherischen Zivilprozessordnung, 3. Auflage, Zürich 1997, § 89 Rz 1). Eine in einem Vergleich getroffene Vereinbarung der Parteien über die Prozessentschädigung ist für das Gericht nach § 28 GSVGer in Verbindung mit §§ 68 Abs. 1 und 2 und 65 Abs. 2 ZPO nicht verbindlich, wenn dadurch die Gerichtskasse benachteiligt wird. Dies trifft etwa dann zu, wenn eine im Armenrecht prozessierende, Beschwerde führende Partei auf Prozessentschädigung verzichtet, ohne dass hierfür materielle Gründe vorliegen (vgl. Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., § 65 Rz 9 und § 68 Rz 15). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2.2 Von einer solchen Benachteiligung der Gerichtskasse mit der Vereinbarung vom 15. September 2008 ist nicht auszugehen. Der unentgeltliche Rechtsvertreter ist deshalb für die geltend gemachten Bemühungen aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Der mit der Kostennote vom 16. September 2008 (vgl. Urk. 30 und 31) dargelegte Aufwand von 8,17 Stunden ist der Sache angemessen und die Entschädigung beläuft sich demnach auf Fr. 2'027.70 (8,17 x Fr. 200.-- = Fr. 1'634.-- zuzüglich Barauslagen von Fr. 250.50 = Fr. 1'884.50 zuzüglich Mehrwertsteuer von 7,6 %). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Die Referentin verfügt:</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. Der Prozess wird als durch Vergleich erledigt abgeschrieben.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Das Verfahren ist kostenlos.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Hans Stünzi, Horgen, wird mit Fr. 2'027.70.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) aus der Gerichtskasse entschädigt. Der Beschwerdeführer wird auf § 92 ZPO hingewiesen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Rechtsanwalt Hans Stünzi</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Rechtsanwalt Jean-Michel Duc</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Bundesamt für Gesundheit</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">sowie an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Gerichtskasse</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">5. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font> </p></div></body></html>