<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2024-12-18-5D_57-2024.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5D_57/2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 18. Dezember 2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Herrmann, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Zingg. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Beyeler, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Negative Feststellungsklage (<span class="artref">Art. 85a SchKG</span>), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, 1. Zivilkammer, vom 9. Oktober 2024 (ZK 24 293). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerdegegnerin betreibt die Beschwerdeführerin in der Betreibung Nr. xxx des Betreibungsamtes Seeland, Dienststelle Seeland, für Fr. 1'241.35 nebst Akzessorien. Die Beschwerdeführerin reichte am 8. Dezember 2022 beim Regionalgericht Berner Jura-Seeland eine Klage auf Feststellung des Nichtbestands der Schuld gemäss <span class="artref">Art. 85a SchKG</span> ein. Am 14. Januar 2023 ersuchte die Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege. Die Beschwerdegegnerin ersuchte am 31. Januar 2023 um Sicherstellung der Parteientschädigung. Das Regionalgericht wies das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mit Entscheid vom 27. Juli 2023 ab und verpflichtete die Beschwerdeführerin zur Leistung einer Sicherheit für die Parteientschädigung von Fr. 1'000.--. Die dagegen erhobenen Rechtsmittel blieben erfolglos (Urteil 5D_181/2023 vom 28. September 2023). Da die Beschwerdeführerin die Sicherheit innert der Nachfrist nicht leistete und auch keine Garantie einer Bank oder Versicherung beibrachte, trat das Regionalgericht mit Entscheid vom 1. Juli 2024 auf die Klage nicht ein. </div> <div class="para">Dagegen gelangte die Beschwerdeführerin mit einer als "Beschwerdeerklärung" bezeichneten Eingabe vom 16. Juli 2024 (Postaufgabe) an das Obergericht des Kantons Bern. Sie verlangte die Zustellung der schriftlichen Entscheidbegründung. Ein weitgehend identisches Schreiben hatte sie zuvor dem Regionalgericht eingereicht, das die Eingabe an das Obergericht weiterleitete. Mit Verfügung vom 17. Juli 2024 setzte das Obergericht der Beschwerdeführerin eine Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 600.--. Es wies darauf hin, dass der angefochtene Entscheid bereits schriftlich begründet sei. Mit Verfügung vom 5. September 2024 setzte das Obergericht der Beschwerdeführerin unter Androhung der Säumnisfolgen eine Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses. Am 26. September 2024 führte die Beschwerdeführerin aus, der regionalgerichtliche Entscheid sei bis heute nicht begründet worden, weshalb mangels Auslösung der Rechtsmittelfrist auch kein Kostenvorschuss geschuldet sei. Die Beschwerdeerklärung habe sie dem Obergericht bloss vorsorglich zukommen lassen. Mit Entscheid vom 9. Oktober 2024 trat das Obergericht auf die Beschwerde mangels Leistung des Kostenvorschusses nicht ein. </div> <div class="para">Dagegen hat die Beschwerdeführerin am 18. November 2024 Beschwerde in Zivilsachen/subsidiäre Verfassungsbeschwerde an das Bundesgericht erhoben. Mit Verfügung vom 20. November 2024 hat das Bundesgericht das Gesuch um aufschiebende Wirkung abgewiesen. Das Bundesgericht hat die Akten beigezogen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Aufgrund des unter Fr. 30'000.-- liegenden Streitwerts (<span class="artref">Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG</span>) und mangels Vorliegens einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung (<span class="artref">Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG</span>) ist die Beschwerde in Zivilsachen unzulässig. Die Eingabe ist als subsidiäre Verfassungsbeschwerde zu behandeln (<span class="artref">Art. 113 ff. BGG</span>). </div> <div class="para">Das Obergericht ist auf die Beschwerde nicht eingetreten. Thema des bundesgerichtlichen Verfahrens ist demnach grundsätzlich einzig, ob es dadurch gegen verfassungsmässige Rechte verstossen hat. Diesbezüglich müsste die Beschwerdeführerin anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids klar und detailliert darlegen, inwiefern verfassungsmässige Rechte verletzt worden sein sollen (Art. 117 i.V.m. <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=01.12.2024&amp;to_date=20.12.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-II-396%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page396">BGE 133 II 396</a> E. 3.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=01.12.2024&amp;to_date=20.12.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-364%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page364">142 III 364</a> E. 2.4). Die Beschwerdeführerin wiederholt, das Regionalgericht habe seinen Entscheid nicht begründet. Sie rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Das Obergericht sei in Willkür verfallen, als es das Begehren um Begründung des Entscheids als Beschwerde entgegengenommen habe. Bei alldem setzt sie sich nicht mit der Erwägung des Obergerichts auseinander, wonach der regionalgerichtliche Entscheid schriftlich begründet sei, weshalb ihre Eingabe als Beschwerde entgegengenommen und sie zur Leistung eines Kostenvorschusses aufgefordert worden sei. Sodann macht die Beschwerdeführerin geltend, das Verfahren vor beiden Instanzen habe insgesamt mindestens 22 Monate gedauert, womit das Beschleunigungsgebot verletzt sei. Eine Verletzung des Beschleunigungsgebots im regionalgerichtlichen Verfahren wäre vor Obergericht zu rügen gewesen. Inwieweit im obergerichtlichen Verfahren das Beschleunigungsgebot verletzt worden sein soll, legt die Beschwerdeführerin nicht dar. </div> <div class="para">Die Beschwerde enthält offensichtlich keine hinreichende Begründung. Der Abteilungspräsident tritt auf sie im vereinfachten Verfahren nicht ein (Art. 117 i.V.m. <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt die Beschwerdeführerin die Gerichtskosten (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Wie die vorstehenden Erwägungen zeigen, war die Beschwerde von vornherein aussichtslos. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist abzuweisen (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, 1. Zivilkammer, mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 18. Dezember 2024 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Herrmann </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Zingg </div> </div></body></html>