B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-4601/2013 U r t e i l v o m 2 8 . A u g u s t 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichter Thomas Wespi, mit Zustimmung von Richter Walter Lang; Gerichtsschreiberin Christa Grünig. Parteien A._______, geboren (…), Nigeria, vertreten durch Felicity Oliver, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 6. August 2013 / N (…). D-4601/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer – ein nigerianischer Staatsangehöriger – sei- nen Heimatstaat eigenen Angaben zufolge anfangs (…) verliess, auf dem Luftweg nach B._______ und auf dem Land - und Seeweg nach C._______ gelangte, sich von dort auf dem Luftweg nach D._______ be- gab, von wo aus er auf dem Landweg am 11. März 2013 illegal in die Schweiz einreiste und gleichentags um Asyl nachsuchte, dass der Beschwerdeführer am 4. April 2013 im Empfangs- und Verfah- renszentrum (EVZ) E._______ summarisch befragt (Befragung zur Pe r- son [BzP]) und am 29. Juli 2013 in Anwendung vo n Art. 29 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) durch das BFM zu den Asylgründen angehört wurde, dass der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang im Wesentlichen geltend machte, am (…) in F._______ Zeuge einer Entführung von Prof. G._______ durch Mitglieder eines Geheimbundes geworden zu sein, er diesen Vorfall der Polizei gemeldet habe, worauf er – vermutlich arbeite diese mit Mitgliedern des Geheimbundes zusammen – von diesen telefo- nisch bedroht worden sei und diese sein (Nennung Geschäft) niederge- brannt hätten, dass sein Vater durch Mitglieder des Geheimbundes , welche nach ihm gesucht hätten, umgebracht worden sei, weshalb er sich die letzten M o- nate vor seiner Ausreise bei einem Pfarrer versteckt aufgehalten habe , um den Nachstellungen des Geheimbundes entgehen zu können, wobei er auch dort Drohanrufe erhalten habe, dass er deshalb sein Heimatland verlassen habe und mit seinem Pass in B._______ gereist sei, dass sowohl seine Identitätskarte mit samt Reisetasche und Portemon- naie wie auch sein Pass in B._______ gestohlen worden seien (BzP) bzw. seine Reisetasche samt Pass darin am "Flughafen dieses Landes" verloren gegangen sei (Anhörung), dass er den Verlust dem Sicherheitspersonal am Flughafen gemeldet ha- be, jedoch kein diesbezügliches schriftliches Dokument von ihnen erhal- ten habe und sich nicht bei einer nigerianischen Ausstellungsbehörde wegen des Verlusts gemeldet habe, D-4601/2013 Seite 3 dass er innert zweier Tage zu Fuss von H._______ nach I._______ ge- gangen sei, danach das Schiff nach J._______ genommen, ein (Nennung des Landes) Dokument als Ersatzpass mit einem anderem Namen für (…) Euro erworben und sich damit auf dem Luftweg nach K._______ be- geben habe, von wo aus er mit dem Zug nach L._______ gereist sei, dass in Bezug auf die weiteren Ausführungen auf die Akten verwiesen wird, dass das BFM mit Verfügung vom 6. August 2013 – eröffnet am 9. August 2013 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintr at und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, der Beschwer- deführer habe keine weitere n Details über den angeblichen Passverlust beibringen können und im Weiteren nicht nachvollziehb ar sei, wieso er diesen wichtigen Vorfall nicht der Polizei in B._______ gemeldet habe und mit Hilfe einer entsprechenden Verlust - oder Diebstahlmeldung a n- schliessend bei einer nigerianischen Auslandvertretung einen neuen nige- rianischen Pass oder ein Ersatzdokument beantragt habe, dass er solche Anstrengungen jedoch nicht unternommen habe und sein Verhalten vielmehr aufzeig e, dass er nicht gewillt sei , sich seitens der Schweizer Behörden mit einem nigerianischen Reise - oder Identitätspa- pier auszuweisen, dass sich der Beschwerdeführer im Jahr (…) in Nigeria einen Pass habe ausstellen lassen, was den Besitz anderer nigerianische r Ausweise vor- aussetze, und er deshalb in Nigeria nach wie vor über weitere Identität s- dokumente verfügen dürfte, welche er den Schweizer Behörden ebenfalls vorenthalte, dass im Weiteren von der Existenz von Familienangehörigen auszugehen sei, da seine Aussagen über den angeblichen Tod seiner Eltern wide r- sprüchlich und somit nicht glaub haft seien (widersprüchliche Todesdaten, Ungereimtheiten bezüglich der Umstände der angeblichen Tötung des Vaters), dass aufgrund des gesamten Aussageverhaltens feststehe, dass der B e- schwerdeführer in Verletzung seiner gesetzlichen Mitwirkungspflicht seine Reise- und Identitätspapiere zwecks Verschleierung seiner wahren Identi-D-4601/2013 Seite 4 tät und zur Erschwerung oder Verunmöglichung eines allfälligen Wegwei- sungsvollzugs nicht bereit sei vorzulegen, weshalb keine entschuldbaren Gründe, die es ihm verunmöglichten, Reise- oder Identitätspapiere einzu- reichen, vorliegen würden, dass im Weiteren die Kernvorbringen – Zeuge einer Entführung eines Professors durch Mitglieder eines Geheimbundes, Anzeige dieses Vorfal- les bei der Polizei, anonyme Telefondrohungen durch Mitglieder des G e- heimbundes, Tötung des Vaters – wenig genau und widersprüchlich au s- gefallen seien, dass er sich dabei zum Ort, zur Anzahl sowie zu den zeitlichen Intervallen der Drohungen nicht genauer habe äussern können und seine Angaben zur Anzeige bei der Polizei – Wochentag, Name des dienstleistenden Po- lizisten, Grad, genauer Inhalt der Anzeige – bloss allgemein ausgefallen seien, dass der Beschwerdeführer im Weiteren an der BzP ausgeführt habe, sein Vater sei im (…) von Mitgliedern des Geheimbundes erschossen worden, dagegen an der Anhörung die Ermordung des Vaters auf (…) da- tiert habe, ohne dabei die Erschiessung zu nennen, dass der Beschwerdeführer aufgrund d ieser Ungereimtheiten die Flüch t- lingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 nicht erfülle und in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch nicht einzutreten sei, dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei, dass der Beschwerdeführer am 15. August 2013 (Poststempel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde einre i- chen liess und dabei beantragte, die Verfügung des BFM sei aufzuheben, auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers sei einzutreten und das Asyl- gesuch sei gutzuheissen, dass eventualiter die Wegweisungsverfügung aufzuheben und die vorläu- fige Aufnahme anzuordnen sei, dass in prozessualer Hinsicht beantragt wurde, es sei die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) zu gewähren und es sei die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wieder herzustellen, D-4601/2013 Seite 5 dass die Rechtsvertreterin mit Eingabe vom 16. August 2013 die B e- schwerdeschrift erneut und unter Beilage der Vollmachtserklärung sowie eines Druckertests nachreichte, wobei sie ausführte, Druckerprobleme gehabt zu haben, weshalb sie die Beschwerde nochmals einreiche, dass auf die Beschwerdebegründung – soweit erforderlich – nachstehend einzugehen ist, dass die vorinstanzlichen Akten am 19. August 2013 beim Bundesverwal- tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfah- rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i. V.m. Art. 31–33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde – un- ter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen – einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt we r- den können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), D-4601/2013 Seite 6 dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch au f seine Begründetheit hin zu übe r- prüfen (Art. 32–35a AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwerd e- instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5 S. 116), dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintr e- tensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen mat e- riellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die S a- che zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückwe ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73 m.w.H.), dass indessen im Falle des Nichteintretens auf ein Asylgesuch gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen der Flücht- lingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. BVGE 2007/8 insbes. E. 5.6.5 S. 90 f.), dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfahren ungeachtet der vorzunehmenden Überprüfung eines formellen Nicht ein- tretensentscheides auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73), dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mat e- riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt, dass die Verfügung als Anfechtungsgegenstand in der Bundesverwa l- tungsrechtspflege den äusseren Rahmen bildet, innerhalb welchem die Parteien der Rechtsmittelinstanz ein Rechtsverhältnis zur Beurteilung u n- terbreiten können, dass der durch die Parteibegehren definierte Streitgegenstand nicht über den Anfechtungsgegenstand hinaus reichen darf, Gegenstand des B e- schwerdeverfahrens somit grundsätzlich nur sein kann, was Gegenstand des erstinstanzlichen Verfahrens war oder nach richtiger Gesetzesausl e- gung hätte sein sollen (vgl. ANDRÉ MOSER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren [VwVG], Zürich 2008, Rz. 3 zu Art. 52; CHRISTOPH AUER, Streitgegen - stand und Rügeprinzip im Spannungsfeld der ver waltungsrechtlichen Prozessmaximen, Bern 1997, S. 63), D-4601/2013 Seite 7 dass die Frage der Gewährung von Asyl nicht Gegenstand des angefoch- tenen Nichteintretensentscheides bildet, wesh alb auf den entspreche n- den Beschwerdeantrag nicht einzutreten ist, dass die Beschwerde aufschiebende Wirkung hat (vgl. Art. 55 Abs. 1 VwVG) und die Vorinstanz einer allfälligen Beschwerde die aufschiebe n- de Wirkung nicht entzog (vgl. Art. 55 Abs. 2 VwVG), weshalb mangels Rechtsschutzinteresses auf den Antrag auf Wiederherstellung der au f- schiebenden Wirkung nicht einzutreten ist, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters bezie hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass auf Asylgesuche nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- und Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG), dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu - chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf Grund der Anhörung sow ie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüch t- lingseigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvol l- zugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), dass der Beschwerdeführer im EVZ am 11. März 2013 (vgl. act. A2/1) zur Papierbeschaffung innert 48 Stunden – mit Nachdruck erneuert anlässlich der BzP vom 4. April 2013 (vgl. act. A5/11, S. 5) – aufgefordert wurde, dass der Beschwerdeführer keine Reise- oder Identitätspapiere innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuchs vorlegte und diese Unterlassung überdies unbestritten ist, womit die Grundvoraussetzung für die Anwendbarkeit des Nicht eintretenstatbestandes von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG erfüllt ist (vgl. BVGE 2007/7 E. 6 S. 69 f.), D-4601/2013 Seite 8 dass sich die Ausführungen des Beschwerdeführers, wonach seine Iden- titätskarte mitsamt Reisetasche und Portemonnaie sowie sein Pass in B._______ gestohlen worden seien bzw. seine Reisetasche mitsamt sei- nem Reisepass am "Flughafen dieses Landes" verloren gegangen sei , als realitätswidrig und von Stereotyp geprägt erweisen und dieser U m- stand – wie von der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zu Recht e r- kannt – in der Tat als Hinweis dafür zu werten ist, dass er dadurch den schweizerischen Asylbehörden seine tatsächliche Identität zu verheiml i- chen versucht, dass im Übrigen die Angaben zum Reiseverlauf unglaubhaft sind, will der Beschwerdeführer die räumliche D istanz von H._______ nach I._______ zu Fuss innert zwei er Tage zurückgelegt haben und mit einem gefälsc h- ten, auf eine andere Person lautenden (Nennung des Landes) Dokument die Flughafenkontrolle in K._______ passiert haben, dass zur Vermeidung von Wiederho lungen auf die zutreffenden vor ins- tanzlichen Erwägungen zu verweisen ist, dass im Weiteren keine Anstrengungen ersichtlich sind, wonach der B e- schwerdeführer sich tatsächlich um den Erhalt von rechtsgenüglichen Papieren bemüht hätte, und er bis heute keine gültigen Identitätsdok u- mente zu den Akten gereicht hat, dass das BFM demnach zu Recht davon ausging, der Beschwerdeführer führe keine entschuldbaren Gründe an, aufgrund derer er nicht in der L a- ge gewesen wäre, Reise- oder Identitätspapiere abzugeben, dass das Bundesverwaltungsgericht nach Prüfung der Akten die Ansicht der Vorinstanz teilt, wonach die Vorbringen des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit der Verfolgung durch Mitglieder des Geheimbundes von zahlreic hen Ungereimtheiten geprägt, unsubstantiier t und unglau b- haft sind, dass zur Vermeidung von Wiederholungen ebenfalls auf die diesbezügl i- chen zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen zu verweisen ist, dass ergänzend anzuführen ist, dass der Beschwerdeführer im EVZ a n- gab, sein Assistent im (Nennung Geschäft) sei von Mitgliedern des G e- heimbundes erschossen worden, als sie den (Nennung Geschäft) in Brand gesetzt hätten (vgl. A5/11, S. 6), den Tod seines Assistenten bei der Anhörung indessen nicht mehr erwähnte, D-4601/2013 Seite 9 dass sodann die Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe eine substantiier- te Auseinandersetzung mit der vorinstanzlichen Verfügung vermissen las- sen und die Erklärungen, wonach es in Nigeria normal sei , nicht auf die Monate zu achten, weshalb der Beschwerdeführer (Nennung Monat) statt (Nennung Monat) gesagt habe und sich das einzige nigerianische Konsu- lat in B._______ in L._______ befinde, nicht geeignet sind, die Erwägu n- gen des BFM in Zweifel zu ziehen, dass Gleiches auch für die weiteren Ausführungen in der Beschwerde gilt und es sich vorliegend erübrigt, weiter darauf einzugehen, zumal diese an der Einschätzung nichts zu ändern vermögen, dass der Beschwerdeführer offensichtlich keine Gefährdungslage im Si n- ne von Art. 3 AsylG nachvollziehbar machen konnte, weshalb das Nicht - bestehen der Flüchtlingseige nschaft einerseits und – wie sich auch aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der Wegweisung ergibt – das Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernissen andererseits gleicher- massen offensichtlich ist und aufgrund der Akten keine weiteren Ab - klärungen nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG), dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilli - gung erteilt hat und zudem kein Anspru ch auf Erteilung einer solchen be - steht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen ge - mäss ständiger Rechtsprechung der gleiche Be weisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn d er D-4601/2013 Seite 10 strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu m a- chen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 S. 502), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli - che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun - gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non -Refoule- ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet, dass auch keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behand- lung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizeri - schen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschl iche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. Novem- ber 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer in Nigeria droht, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Not - lage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass in Nigeria keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht, weshalb der Wegweisungsvollzug dorthin nicht generell als unzumutbar zu bezeichnen ist, dass es sich beim Beschwerdeführer gemäss den Akten um einen jungen und gesunden Mann handelt, der über sechs Jahre Schulbildung, En g-D-4601/2013 Seite 11 lischkenntnisse und Arbeitserfahrung im eigenen (Nennung Geschäft) sowie in einer M._______ verfügt, dass angesichts der offensichtlich un glaubhaft zu erachtenden Aussagen das angeblich fehlende Beziehungsnetz in Nigeria zu bezweifeln und d a- von auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer über ein weitergehendes soziales Beziehungsnetz – insbesondere in kirchlichen Kreisen – verfügt, welches ihn im Falle der Rückkehr unterstützen kann, dass somit weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuelle Grü n- de auf eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorlie- gend zumutbar ist, dass der Vollzug der Wegweisung dem Beschwerdeführer in den Heimat- staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der B e- schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513–515), dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Weg- weisung zu bestätigen ist, dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht v erletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder una n- gemessen ist (Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuwe i- sen ist, soweit darauf einzutreten ist, dass das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da die Beschwerdebegehren als aussicht s- los zu bezeichnen sind, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). D-4601/2013 Seite 12 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale Migrationsbehörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Thomas Wespi Christa Grünig Versand: