<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2002.00059</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107069&amp;W10_KEY=4467145&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2002.00059</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 18.12.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 01.10.2003 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 1998</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Aufrechnung von Rückstellungen<br/><br/>Eine Rückstellung für Forderungen gegen sich selbst bzw. gegen eigene Einzelfirma ist nicht zulässig. Wegen des provisorischen Charakters von Rückstellungen ist deren Aufrechnung im Entdeckungszeitpunkt aber zulässig, auch wenn diese in einer früheren Steuerperiode gebildet worden ist (E. 3c/bb).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABSCHREIBUNG">ABSCHREIBUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN">ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: BESTEUERUNG DER JURISTISCHEN PERSONEN">BESTEUERUNG DER JURISTISCHEN PERSONEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BILANZERSTELLUNGSZEITPUNKT">BILANZERSTELLUNGSZEITPUNKT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DELKREDERE">DELKREDERE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESCHÃFTSVERMÃGEN">GESCHÃFTSVERMÃGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LIEGENSCHAFT">LIEGENSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PERIODIZITÃTSPRINZIP">PERIODIZITÃTSPRINZIP</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKSTELLUNG">RÃCKSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELBSTÃNDIGE ERWERBSTÃTIGKEIT">SELBSTÃNDIGE ERWERBSTÃTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃBERFÃHRUNGSWERT">ÃBERFÃHRUNGSWERT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 19 lit. b aStG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Der mit B verheiratete A betreibt an der in seinem Eigentum stehenden Liegenschaft L-Strasse in X in der Rechtsform einer Einzel­unternehmung einen Betrieb Q. Daneben fÃ¼hrt er, ebenfalls als Einzelunternehmen, die "C". WÃ¤hrend die Pflichtigen fÃ¼r das Steu­erjahr 1998 in ihrer SteuererklÃ¤rung ein Reineinkommen von Fr. â¦ deklarierten, schÃ¤tzte sie der SteuerkommissÃ¤r am 12. September 2001 mit einem Reineinkommen von Fr. â¦ ein. Das ReinvermÃ¶gen wurde deklarationsgemÃ¤ss auf Fr. 0.- festgesetzt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die hiergegen erhobene Einsprache hiess das kantonale Steueramt am 9. Januar 2002 teilweise gut und schÃ¤tzte die Pflichtigen neu mit einem Reineinkommen von Fr. â¦ ein.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Die Steuerrekurskommission II hiess mit Entscheid vom 31. Mai 2002 den von den Pflichtigen erhobenen Rekurs wiederum teilweise gut und schÃ¤tzte sie mit einem Reineinkommen von Fr. â¦ ein.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Gegen diesen Entscheid erhob das kantonale Steueramt am 18. Juli 2002 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte die EinschÃ¤tzung der Pflichtigen mit einem Reineinkommen von Fr. â¦ Ebenso reichten die Pflichtigen mit Datum vom 23. Juli 2002 Beschwerde gegen den vorinstanzlichen Entscheid ein und beantragten, sie seien fÃ¼r das Steuerjahr 1998 mit einem Reineinkommen von Fr. â¦ einzuschÃ¤tzen. Ausserdem verlangten sie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Rekurskommission II beantragte Abweisung der Beschwerden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Die Beschwerde des kantonalen Steueramts (SB.2002.00059) und die Beschwerde der Pflichtigen (SB.2002.00061) haben denselben Rekursentscheid zum Gegenstand und betreffen beide die EinschÃ¤tzung der Pflichtigen fÃ¼r das Steuerjahr 1998. Es rechtfertigt sich daher, die Verfahren zu vereinigen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes geltend gemacht werden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Das Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sachverhalt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das von der Re­kurskommission in Ãbereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf Angemessen­heit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekursinstanz zu setzen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichtes erstreckt sich lediglich auf rechtsverletzende Ermessensfehler, d.h. auf ErmessensÃ¼berschreitungen und auf Ermessensmissbrauch (RB 1999 Nr. 147). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. GemÃ¤ss dem nach § 269 Abs. 1 StG vorliegend noch anwendbaren § 19 lit. b des Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 (aStG) sind die gesamten EinkÃ¼nfte aus selbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit steuerbar. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) aa) Unter einer auch bei der selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit steuermindernd zu be­rÃ¼cksichtigenden Abschreibung ist die Herabsetzung des Steuerwertes eines Aktivums auf den massgeblichen Bilanzwert zu verstehen (vgl. RB 1986 Nr. 40 und 41). Voraussetzung fÃ¼r die ZulÃ¤ssigkeit von Abschreibungen ist die AktivierungsfÃ¤higkeit der betreffenden GÃ¼ter in handels- und steuerrechtlicher Hinsicht (JÃ¼rg B. Altorfer, Abschreibungen auf Aktiven des AnlagevermÃ¶gens aus steuerrechtlicher Sicht, ZÃ¼rich 1992, S. 77). Sachanlage­gÃ¼ter werden dabei nach dem so genannten FortfÃ¼hrungswert bilanziert. Die ertragsmindernd zu berÃ¼cksichtigende Abschreibung ergibt sich aus der Differenz zwischen Buch- und FortfÃ¼hrungswert am Bilanzstichtag (vgl. Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼rcher Steuergesetz, ZÃ¼rich 1999, § 64 N. 40 f.).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">bb) Hinsichtlich der Liegenschaft L-Strasse in X hat die Vorinstanz unwidersprochen ausgefÃ¼hrt, dass diese seit 1980 geschÃ¤ftlich genutzt werde. Bereits 1984 sei im Rahmen einer BÃ¼cherrevision festgestellt worden, dass die Liegenschaft GeschÃ¤ftsvermÃ¶­gen darstelle, damals ausgehend von aktivierungsfÃ¤higen Gestehungskosten von Fr. â¦ Von diesen gesamten Gestehungskosten seien 1984 Fr. â¦ unter verschiedenen Titeln bereits in der Buchhaltung des Betriebs Q des Pflichtigen aktiviert gewesen, sodass der Steuerbilanzwert der Liegenschaft noch Fr. â¦ betragen habe. In der Beschwerdeschrift an das Verwaltungsgericht wenden sich die Pflich­tigen nicht gegen diese Feststellungen. Sie fÃ¼hren im Gegenteil aus, dass sie â als der Revisor 1984 darauf bestanden habe, dass diese Liegenschaft GeschÃ¤ftsvermÃ¶gen bilde â die Sa­che auf sich belassen hÃ¤tten. Ebenfalls zu Recht unwidersprochen geblieben sind sodann die weiteren Feststellungen der Vorinstanz hinsichtlich der Behandlung der Liegenschaft durch die SteuerbehÃ¶rden in den folgenden Jahren, insbesondere etwa der Umstand, dass â wiederum folgerichtig fÃ¼r eine GeschÃ¤ftsvermÃ¶gen bildende Liegenschaft â 1994 und 1995 der Abzug fÃ¼r Unterhaltskosten trotz anders lautendem Begehren der Pflichtigen nicht in Form einer Pauschale bewilligt worden sei, sondern nur fÃ¼r die effektiven Kosten. AusfÃ¼hrlich hat die Vorinstanz sodann begrÃ¼ndet, weswegen der steuerlich massgebende Buch­wert der Liegenschaft per 31.12.1995 Fr. â¦ betragen hat. Diesen seitens der Pflichtigen nicht im Einzelnen bestrittenen AusfÃ¼hrungen tritt das Verwaltungsgericht voll­umfÃ¤nglich bei. Von diesem Buchwert ausgehend hat die Vorinstanz zu Recht 3 % als Abschreibungen oder gerundet Fr. â¦ steuermindernd zugelassen, wobei es angesichts des geschilderten Sachverhalts auch sein Bewenden haben muss. An dieser Beurteilung vermag insbesondere der Umstand nichts zu Ã¤ndern, dass der Pflichtige nach 1984 die Liegenschaft noch nicht in die Buchhaltung seines Betriebs Q aufgenommen hat bzw. diese erst 1995 zu einem "damaligen Verkehrswert" von Fr. â¦ in die Buchhaltung Ã¼berfÃ¼hrte. Ebenso wenig kann es auf die von ihm anlÃ¤sslich seiner Deklarationen weiter verfochtene Wertzerlegung ankommen, hat er sich doch mit der anderen Behandlung durch die SteuerbehÃ¶rden 1984 und in den Folgejahren jeweilen abgefunden. Die Pflichtigen hÃ¤tten â zur erfolgreichen Verfechtung ihres Standpunkts â vielmehr die steuer­liche ÃberfÃ¼hrung der Liegenschaft ins GeschÃ¤ftsvermÃ¶gen anlÃ¤sslich der BÃ¼cherrevision 1984 nicht "auf sich beruhen lassen" dÃ¼rfen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) aa) Mit einer Wertberichtigung auf Debitoren werden Verlustrisiken fÃ¼r Forderungen des UmlaufvermÃ¶gens steuermindernd berÃ¼cksichtigt. Der Umfang der geschÃ¤ftsmÃ¤ssig begrÃ¼ndeten Wertberichtigung richtet sich nach dem Grad der Verlustwahrscheinlichkeit der einzelnen Forderung, wobei aus verfahrensÃ¶konomischen GrÃ¼nden PauschalsÃ¤tze zur Anwendung gelangen. Dabei steht es dem Unternehmer offen, fÃ¼r bestimmte For­derungen ein grÃ¶sseres Verlustrisiko nachzuweisen (vgl. Markus Reich/Marina ZÃ¼ger in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2a, Art. 29 DBG N. 32 mit Hinweisen). Die Vorinstanz hat die weiteren GrundsÃ¤tze der steuerlichen Beurteilung einer vom Steuerpflichtigen vorgenommenen Wertberichtigung von Debitoren richtig dargelegt. Hierauf ist unter analoger Anwendung von § 161 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976 zu verweisen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">bb) Das Ausmass der notwendigen und steuerlich zulÃ¤ssigen Wertberichtigung der Forderung "D" ist durch die Vorinstanz zu Recht Ã¼berprÃ¼ft worden. Dabei hat sie durchaus taugliche und zutreffende Kriterien angewandt: So hat sie etwa die abgeschlossene Ratenzahlungsvereinbarung berÃ¼cksichtigt sowie auch den Eingang der ersten, darauf basierenden Zahlungen. Weiter weist die Rekurskommission zu Recht darauf hin, dass wÃ¤h­rend des gesamten Kalenderjahrs 1997 noch Zahlungen seitens des Debitors geleistet worden sind. Wenn die Vorinstanz angesichts dieser UmstÃ¤nde im Sinn einer SchÃ¤tzung die Wertberichtigung auf dem fraglichen Debitor auf 50 % des dem Pflichtigen zustehenden Restbetrags von Fr. â¦ festgelegt hat, ist dies ein vertretbarer und im Beschwerde­verfahren nicht zu korrigierender Entscheid. Insbesondere haben sich die Pflichtigen mit der BegrÃ¼ndung der Vorinstanz nur am Rande auseinander gesetzt. Unerheblich ist nÃ¤mlich, dass die von den Pflichtigen verfochtene Wertberichtigung "nach Massgabe der ZahlungseingÃ¤nge berichtigt worden ist". Hierzu bestand bei der von ihnen verfochtenen 100 %-igen Wertberichtigung eine Verpflichtung. Ebenso wenig ist fÃ¼r den auf den Bilanz­erstellungstag (30. April 1998) zurÃ¼ckzubeziehenden Entscheid Ã¼ber das Ausfallrisiko des Debitors von Bedeutung, dass auch heute noch ein Restguthaben des Pflichtigen von Fr. â¦ besteht. Immerhin sei nebenbei bemerkt, dass sich das noch durch die Vorinstanz zugestandene Verlustrisiko von Fr. â¦ nicht verwirklicht hat.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) aa) Die bei der Ermittlung der EinkÃ¼nfte aus selbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit steuerlich zu berÃ¼cksichtigenden RÃ¼ckstellungen dienen dazu, einer GeschÃ¤ftsperiode ein tatsÃ¤chlich oder zumindest wahrscheinlich verursachter, in seiner HÃ¶he aber noch nicht genau bekannter Aufwand oder Verlust, der erst in einer spÃ¤teren Periode geldmÃ¤ssig verwirklicht wird, gewinnmindernd anzurechnen (vgl. Reich/ZÃ¼ger, Art. 29 DBG N. 1; Richner/Frei/<span> </span>Kaufmann, § 64 N. 64). Da RÃ¼ckstellungen lediglich provisorischen Charakter aufweisen, bedarf es einer Abrechnung im Zeitpunkt, in dem sich die erwartete VermÃ¶genseinbusse tatsÃ¤chlich verwirklicht oder die Verlustgefahr ganz oder teilweise wegfÃ¤llt (Reich/ZÃ¼ger, Art. 29 DBG N. 45). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Dabei mÃ¼sste an sich die allfÃ¤llige Aufrechnung stets rÃ¼ckwirkend auf den Zeitpunkt erfolgen, in welchem die Ursache fÃ¼r die Passivierung weggefallen ist. In der Praxis wird indes aufgrund der besonderen Natur der RÃ¼ckstellungen die AuflÃ¶sung steuerlich in jener Periode vorgenommen, bei deren Veranlagung die SteuerbehÃ¶rden den Wegfall der geschÃ¤ftsmÃ¤ssigen BegrÃ¼ndetheit des Passivpostens entdecken (Reich/ZÃ¼ger, Art. 29 DBG N. 49 mit Hinweisen). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">bb) Die Pflichtigen haben in der Bilanz ihres Betriebs Q per 31.12.1997 ein Gut­haben gegenÃ¼ber der ebenfalls ihnen gehÃ¶renden C von Fr. â¦ ausgewiesen. Auf diesem Guthaben sind in zwei Schritten RÃ¼ckstellungen gebildet worden, nÃ¤mlich 1996 Ã¼ber Fr. â¦, 1997 eine solche von Fr. â¦, insgesamt somit Ã¼ber (gerundet) Fr. â¦ </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Vorinstanz hat fÃ¼r die streitbetroffene EinschÃ¤tzung lediglich die 1997 gebilde­te RÃ¼ckstellung von Fr. â¦ berÃ¼cksichtigt, im Mehrbetrag die Korrektur im Resultat in ein (allfÃ¤lliges) Nachsteuerverfahren verwiesen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden: Insbesondere unter Hinweis auf die Massenveranlagung kann es nicht Aufgabe der VeranlagungsbehÃ¶rde sein, jede einzelne RÃ¼ckstellung im Zeitpunkt der Deklaration bereits auf ihre Berechtigung hin zu untersuchen. Gerade bei den nicht einfach zu durchschauenden VerhÃ¤ltnissen des Pflichtigen mit zwei Einzelfirmen und einem Abschluss, der die Details der KontokorrentverhÃ¤ltnisse wie auch der RÃ¼ckstellungen nicht ausgewiesen hat, durfte das Steueramt praxisgemÃ¤ss die De­klaration der RÃ¼ckstellungen im Betrieb Q des Pflichtigen vorerst Ã¼bernehmen. Im Zeitpunkt, in welchem die SteuerbehÃ¶rden indessen entdeckt haben, dass die RÃ¼ckstellungen nicht bzw. nicht mehr gerechtfertigt waren, hat die entsprechende Aufrech­nung praxisgemÃ¤ss Ã¼ber die gesamte RÃ¼ckstellung zu erfolgen. Dies bedeutet, dass die steu­erliche Aufrechnung Ã¼ber den gesamten Betrag von Fr. â¦ in der streitbetroffenen EinschÃ¤tzung zu erfolgen hat. Entgegen den BefÃ¼rchtungen der Vorinstanz ist es dabei dem Steuerpflichtigen nicht freigestellt, wann er welche RÃ¼ckstellungen bildet bzw. diese auflÃ¶st. Die SteuerbehÃ¶rden sind nÃ¤mlich befugt, die Bildung der RÃ¼ckstellungen aus steuerrechtlicher Sicht zu Ã¼berprÃ¼fen wie auch deren AuflÃ¶sung vorzunehmen, bevor die entsprechende Verbuchung in der Handelsbilanz erfolgt, sofern sie nicht mehr geschÃ¤ftsmÃ¤ssig be­grÃ¼ndet sind (vgl. Reich/ZÃ¼ger, Art. 29 DBG N. 48 mit Hinweisen). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Die Pflichtigen haben es unterlassen, die von ihnen verfochtene erfolgsneutrale AuflÃ¶sung von transitorischen Passiven Ã¼ber das Privatkonto im Betrag von Fr. â¦ zu begrÃ¼nden, weshalb darauf nicht eingegangen werden braucht.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Damit ist zusammenfassend die Beschwerde des Staats ZÃ¼rich gutzuheissen und die­jenige der Pflichtigen abzuweisen. Die von der Vorinstanz vorgenommene Aufrechnung von Fr. â¦ ist um die im Vorjahr gebildete RÃ¼ckstellung von Fr. â¦ zu erhÃ¶hen. Die Pflichtigen sind demzufolge mit einem Reineinkommen von Fr. ... einzuschÃ¤tzen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten den Pflichtigen aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 StG in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG) und muss ihnen eine ParteientschÃ¤­digung versagt bleiben (§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in Verbindung mit § 152 und § 153 Abs. 4 StG).</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"> Die Beschwerdeverfahren SB.2002.00059 und SB.2002.00061 werden vereinigt;</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">und entscheidet:</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde des Staats ZÃ¼rich wird gutgeheissen. Die Pflichtigen werden fÃ¼r das Steuerjahr 1998 mit einem Reineinkommen von Fr. â¦ eingeschÃ¤tzt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die Beschwerde der Pflichtigen wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Rekurskosten werden den Pflichtigen je zur HÃ¤lfte auferlegt, unter solidarischer Haftung fÃ¼r die gesamten Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 7'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 7'100.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">5. Die Gerichtskosten werden den Pflichtigen je zur HÃ¤lfte auferlegt, unter solidarischer Haftung fÃ¼r die gesamten Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">6. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">7. Mitteilung an â¦</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>