<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Anerkennung der Sprachkenntnisse von Personen, die einen universitären Medizinalberuf ausüben, weiter zu vereinfachen und sie gratis anzubieten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Wie er in seiner Antwort auf die Frage Barrile 19.5052 ausgeführt hat, teilt der Bundesrat die Ansicht des Motionärs, dass Medizinalpersonen, welche das Studium nicht in ihrer Hauptsprache absolvieren konnten, hinsichtlich des Spracheintrags ins Medizinalberuferegister gegenüber jenen benachteiligt sind, die ihr Studium im eigenen Sprachraum abgeschlossen haben. Der Bundesrat kann jedoch das Anliegen der Motion, die Verfahren zur Überprüfung der Sprachkompetenzen der universitären Medizinalpersonen in der Schweiz generell zu erleichtern und von der Gebührenpflicht zu befreien, nicht unterstützen. Gemäss Artikel 33a des Medizinalberufegesetzes (MedBG; SR 811.11) müssen alle in der Schweiz tätigen universitären Medizinalpersonen nachweisen, dass sie über die für die jeweilige Berufsausübung notwendigen Sprachkompetenzen verfügen. Der Medizinalberufekommission (Mebeko) wurde die Aufgabe übertragen, die nachgewiesenen Sprachkenntnisse zu prüfen und ins Medizinalberuferegister (Medreg) einzutragen (Art. 50 Abs. 1 Bst. dter MedBG). Die Prüfung und Eintragung der Sprachkompetenzen verursacht bei der Mebeko erheblichen Aufwand. Der generelle Verzicht auf die dafür erhobenen Gebühren in der Grössenordnung von 50 bis 100 Franken lässt sich deshalb nicht rechtfertigen.</p><p>Auch einer ausschliesslich für die italophonen Medizinalpersonen geltenden Lösung kann der Bundesrat nicht zustimmen, da mit einer solchen neue Ungleichheiten geschaffen würden. So sind von der geltenden Regelung zum Beispiel auch die französischsprachigen Veterinärmedizinerinnen und -mediziner betroffen, da Veterinärmedizin nur in Deutsch studiert werden kann.</p><p>Da der Bundesrat die genannte Benachteiligung von italophonen Medizinalpersonen im Tessin ebenfalls kritisch beurteilt, wird er Optionen prüfen, welche die spezielle Situation der Medizinalpersonen, die das Studium nicht in ihrer Hauptsprache absolvieren konnten, verbessern und dabei die rechtsgleiche Behandlung der Sprachgemeinschaften sicherstellen.</p><p>Sollte die Motion im Erstrat angenommen werden, wird der Bundesrat der Kommission des Zweitrates einen entsprechenden Abänderungsantrag unterbreiten, welcher auf die geforderte generelle Gebührenbefreiung aller Medizinalpersonen verzichtet.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.