<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.00510</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Ersatzrichterin Lienhard<br/>Gerichtsschreiberin Tiefenbacher</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 16. Mai 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch AXA-ARAG Rechtsschutz AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Rechtsdienst Haftplicht- und Versicherungsrecht</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">lic. iur. O.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Postfach 2577, 8401 Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1962 und Mutter von zwei Kindern (geboren 1994 und 1998), war zuletzt von 1. April 1989 bis 31. Oktober 2002 (letzter effektiver Arbeitstag: 12. Juli 2002) als Mitarbeiterin im Reinigungsdienst zu einem Pensum von 50 % angestellt gewesen (vgl. Urk. 7/4), als sie sich am 10. Dezember 2002 bei der Invalidenversicherung unter Hinweis auf eine Erschöpfungsdepression und chronische Rückenschmerzen zum Leistungsbezug anmeldete (Urk. 7/1). Nach medizinischen und erwerblichen Abklärungen sowie Erhebungen über ihre häusliche Situation sprach ihr die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit durch Einspracheentscheid vom 6. Januar 2005 (Urk. 7/27) und Gerichtsurteil vom 15. März 2006 im Prozess Nr. IV.2005.00173 (Urk. 7/31) bestätigter Verfügung vom 14. Juli 2004 mit Wirkung ab 1. Februar 2003 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 45 % eine Viertelsrente (samt Zusatzrenten für den Ehegatten und die Kinder) zu (Urk. 7/18).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Zuge eines Revisionsverfahrens (vgl. Urk. 7/32-33) sprach die IV-Stelle nach durchgeführten medizinischen Abklärungen und Erhebungen im Haushalt am 19. März 2007 bei einem Invaliditätsgrad von 60 % mit Wirkung ab 1. April 2006 eine Dreiviertelsrente (samt Zusatzrenten für die Familienangehörigen) zu (Urk. 7/49).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Mitteilung vom 21. Mai 2010 schloss die IV-Stelle ein erneut eingeleitetes Revisionsverfahren (vgl. Urk. 7/53) ab und bestätigte die Dreiviertelsrente (Urk. 7/59).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Fragebogen vom 22. Juli 2015 leitete die IV-Stelle abermals ein Revisions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahren ein (Urk. 7/65), im Zuge dessen sie das bidisziplinäre Gutachten von Dr. med. Y.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. Z.___, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation und für Rheumatologie, vom 25. Mai 2016, ergänzt um die bidisziplinäre Zusammen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fassung vom 25. Mai 2016 (Urk. 7/86) einholte. Mit Vorbescheid vom 8. No</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber 2016 stellte sie die Einstellung der Rente in Aussicht (Urk. 7/90). Mit Einwand vom 5. Dezember 2016 beantragte die Versicherte die Weiterausrichtung einer Rente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von mindestens 40 % (Urk. 7/93; Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wandergänzung vom 23. Januar 2017, Urk. 7/96). Mit Verfügung vom 24. März 2017 stellte die IV-Stelle die Rente ein (Urk. 7/98 = Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen die Verfügung vom 24. März 2017 (Urk. 2) erhob die Versicherte am 9. Mai 2017 Beschwerde mit dem Antrag auf deren Aufhebung und Zusprache einer Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von mindestens 40 % (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 12. Juni 2017 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Darüber wurde die Beschwerdeführerin am 16. Juni 2017 in Kenntnis gesetzt (Urk. 8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unter anderem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Folge von Krankheit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">siche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objekti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.2.1 unter Hinweis auf 127 V 294 E. 4b/cc und 139 V 547 E. 5.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychoso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sächliche Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grundsätzlich in einem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funktio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE 141 V 281). Mit BGE 143 V 418 hat das Bundesgericht erkannt, dass grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sätzlich sämt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krankheitsbild allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (E. 7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens sind als Standardindikatoren die folgenden Aspekte massgebend (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Funktioneller Schweregrad</span></p><p><span>- </span><span>Gesundheitsschädigung</span></p><p><span>-</span><span>Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde</span></p><p><span>-</span><span>Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz</span></p><p><span>-</span><span>Komorbiditäten</span></p><p><span>- </span><span>Persönlichkeit: Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen</span></p><p><span>- </span><span>sozialer Kontext</span></p><p><span>Konsistenz (Gesichtspunkte des Verhaltens)</span></p><p><span>- </span><span>gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichba</span><span>ren Lebensbereichen</span></p><p><span>- </span><span>behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens</span><span>druck</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diese</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensations</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">potenzialen (Ressourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vermögen einzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_260/2017 vom 1. Dezember 2017 E. 4.2.3). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Anerkennung eines renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweisbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG) stellt sich unter dem Gesichtspunkt des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28a </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 IVG in Verbindung mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">16 und 7 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">messungsmethode</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsvergleich, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, das heisst ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">27</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVV).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die konkrete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit ist der im Sozialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeit erforderlich (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 137 V 334</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 3.2, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 393</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 3.3, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">125 V 146</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2c, je mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der Bestimmung der im konkreten Fall anwendbaren Invaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bemessungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">methode und damit der Beantwortung der entscheidenden Statusfrage handelt es sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische Willensent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheidungen der versicherten Person berücksichtigen muss. Dies gilt auch für die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung erwerbstätig wäre. Diese inneren Tatsachen sind indessen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden. Die Beurteilung hypothetischer Geschehensabläufe ist eine Tatfrage, soweit sie auf Beweiswürdigung beruht, selbst wenn darin auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Lebenserfahrung mitberücksichtigt wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den. Rechtsfragen sind hingegen Folgerungen, die ausschliesslich – losgelöst vom konkreten Sachverhalt – auf die allgemeine Lebenserfahrung gestützt werden oder die Frage, ob aus festgestellten Indizien mit Recht auf bestimmte Rechtsfol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen geschlossen worden ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_287/2013 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">November 2013 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und 8C_511/2013 vom 3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">0. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dezember 2013, je </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bezü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsäch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5 mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts 9C_261/2009 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">standes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund im Sinne von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Einsprache</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruchs mit rechtskon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">former Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">messung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts 9</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig ist (BGE 125 V 256 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che Arbeitsleistungen der versicherten Person no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4b/cc).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete die Rentenaufhebung damit (Urk. 2), die medizinische Beurteilung habe ergeben, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit Sommer 2015 verbessert habe. Seither sei sie in ihrem ursprünglichen 80%-Pensum als Reinigungsmitarbeiterin und in jeder anderen angepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig. Die Einschränkung im Haushalt sei nicht genauer abgeklärt worden, da dies nicht rententangierend sei (S. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin wandte sich zusammengefasst gegen das von der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin veranlasste polydisziplinäre Gutachten, das als Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grundlage diente, und brachte vor, dass sie, nachdem die Kinder erwachsen seien, zu 100 % einer Erwerbstätigkeit nachgehen würde, und bemängelte den fehlenden Einkommensvergleich (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Streitig und zu prüfen ist einerseits die Statusfrage und andererseits ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin derart verbessert hat, dass kein Ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tenanspruch mehr besteht. Die letzte materielle Prüfung fand mit der Mitteilung vom 21. Mai 2010, wonach ein unveränderter Rentenanspruch bestand (Urk. 7/59), ihren Abschluss. Die Mitteilung vom 21. Mai 2010 bildet somit z</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Änderung des Invaliditätsgrades (vgl. vorstehende E. 1.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin machte geltend, sie würde im Gesundheitsfall einer 100%igen Erwerbstätigkeit nachgehen, da ihre Kinder mittlerweile erwachsen seien (Urk. 1 Ziff. 36).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ging davon aus, dass die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden im ursprünglich Pensum von 80 % erwerbstätig gewesen wäre (Urk. 2). Welchen Zeitpunkt sie mit ursprünglich bezeichnet, geht weder aus der Verfügung noch dem Feststellungsblatt vom 8. November 2016 (Urk. 7/89) hervor. Die Beschwerdeführerin wurde jedenfalls nach Lage der Akten zu ihrem aktuellen Status nicht befragt, weder schriftlich noch im Rahmen einer Haus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">haltsabklärung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem Bericht über die Haushaltsabklärung vom 27. November 2003 (Urk. 7/13) kann entnommen werden, dass die Beschwerdeführerin mit ihrem 50%igen Erwerb, dem Haushalt und der Erziehung zweier hörgeschädigter Kinder über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">for</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dert gewesen sei, und es wurde angenommen, dass die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin ohne Gesundheitsschaden einer 50%igen ausserhäuslicher Tätigkeit nachginge. Auch dem Fragebogen für die Arbeitgeberin vom 18. Dezember 2002 (Urk. 7/4) kann entnommen werden, dass die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin im Zeitpunkt des Eintritts des Gesundheitsschadens einem Erwerb im Umfang von 50 % nachging.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin war seit 1989 bei der gleichen Arbeitgeberin im Reini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dienst beschäftigt (Urk. 7/4 S. 1). Laut IK-Auszug vom 23. Mai 2003 (Urk. 7/7-9) erzielte sie dort im Jahr 1993, vor der Geburt des ersten Kindes, ein Salär von Fr. 47’224.--. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung von 2'024 Punkten für Frauen im Jahr 1993 und 2'245 Punkten im Jahr 2001 (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bundesamt für Statistik, BFS, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tenpreise und der Reallöhne, 1976-2016, T39</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ergibt dies ein Jahressalär von Fr. 52'383.--. Bei einem 50%-Pensum erzielte die Beschwerdeführerin im Jahr 2001 ein Jahressalär von Fr. 27'972.--, was gut der Hälfte entspricht. Hieraus kann geschlossen werden, dass die Beschwerdeführerin vor der Geburt des ersten Kindes einer 100%igen Erwerbstätigkeit nachging. Mit dem Wegfall der Kinder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">betreuung ist daher davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden mit überwiegender Wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit einer 100%igen aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">serhäuslichen Tätigkeit nachginge.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Allein schon der mutmassliche Statuswechsel stellt einen Revisionsgrund dar und rechtfertigte es, den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin umfassend und ohne Bindung an frühere Einschätzungen zu überprüfen. Wie im Folgenden zu zeigen sein wird, stellt aber auch der veränderte Gesundheitszustand einen Revisionsgrund dar.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Dreiviertelsrente wurde am 21. Mai 2010 gestützt auf folgende Arztberichte bestätigt (vgl. Feststellungsblatt vom 21. Mai 2010, Urk. 7/58):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. A.___, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation und Facharzt für Rheumatologie, stellte im Bericht vom 4. September 2008 (Urk. 7/54/7-8) folgende Diagnosen:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisches lumbospondylogenes bis fraglich radikuläres Reizsyndrom L5/S1 rechts mit/bei</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">mässig ausgeprägter Wirbelsäulenfehlhaltung bei allgemeiner Dekon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">ditionierung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">leichtgradigen degenerativen Veränderungen lumbal</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Zeichen von Bandlaxität</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">depressives Syndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei der Untersuchung seien eindeutige Hinweise auf eine lumbovertebrale Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">problematik bei ausgeprägten segmentalen Provokationsschmerzen auf Höhe L4/5 und L5/S1 zu finden. Zudem sprächen die in das rechte Bein aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">strahlenden Ischialgien für eine zusätzliche radikuläre Schmerzkomponente. Klinisch liessen sich allerdings keine weiteren und für eine Wurzelsymptomatik charakteristische Zusatzbefunde erheben. Erschwerend komme zweifellos die psychische Dimension hinzu, welche die Intensität der empfundenen Schmerzen verstärken dürfte. Die Weiterführung der ambulanten psychotherapeutischen Unterstützung unter Einsatz von zentral schmerzmodulierenden Substanzen sei deshalb weiter zu unterstützen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nachdem am 5. September 2008 ein MRI der Lendenwirbelsäule (LWS) ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigt worden war (vgl. Urk. 7/54/10), berichtete Dr. A.___ am 15. Sep</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tember 2008 (Urk. 7/54/9), die Untersuchung zeige lediglich auf Höhe L4/5 und L5/S1 leichte, zirkuläre Bandscheibenprotrusionen ohne raumfordernden Effekt auf die benachbarten Nervenwurzeln. In struktureller Hinsicht ergäbe sich somit keine Konsequenz für eine invasive Therapie. Das weitere Vorgehen müsse weiter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hin aktiv gestaltet werden, damit die Beschwerdeführerin wieder Vertrauen in ihre eigenen körperlichen Ressourcen finde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 17. Juli 2009 berichtete Dr. A.___ (Urk. 7/54/11), es sei am 22. Juni 2009 das rechte ISG infiltriert worden. Da Schmerzverlaufsprotokoll zeige auf, dass die Schmerzen nach etwa einer halben Stunde auf ungefähr 30-40 % des ursprüng</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Niveaus zurückgegangen seien. Eine Stunde später hätten noch 50 % Rest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schmerzen bestanden und ab der zweiten Stunde seien die Schmerzen sogar stärker gewesen als vor der Injektion. Der Effekt der Infiltration müsse somit als negativ und eine relevante Mitbeteiligung des rechten Iliosakralgelenks (ISG) am Schmerzgeschehen kritisch beurteilt werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 24. August 2009 (Urk. 7/54/12) stellte Dr. A.___ fest, die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin klage über die bekannten, rechtsseitigen Lumboischialgien. Bei der klinischen Untersuchung habe er einen segmentalen Provokationsschmerz auf Höhe L4/5 und L5/S1 gefunden. Obwohl die Bildgebung vom 5. September 2006 keine Wurzelkompression zeige, könne die auf Höhe L5/S1 dokumentierte Chondrose durch Chemoirritation ein solches radikuläres Zustandsbild hervorru</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fen. Deshalb sei die Hypothese einer radikulären Reizsymptomatik noch lange nicht vom Tisch. Andererseits berichte die Beschwerdeführerin von dauerndem Stress zu Hause und erwähne erstmals auch Schmerzen im Schultergürtelbereich, was in dieser Hinsicht auch an die üblichen zentralen Mechanismen mit konse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kutiver Schmerzausweitung denken lasse.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. B.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, nannte im Bericht vom 9. Februar 2010 (Urk. 7/55) folgende Diagnosen (S. 5): </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisches lumbospondylogenes Syndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Differentialdiagnose (DD): radikuläres Reizsyndrom L5/S1 rechts</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">mässig ausgeprägte Wirbelsäulenfehlhaltung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">allgemeine Dekonditionierung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">degenerative Veränderungen lumbal, leichtgradig</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Zeichen der Bandlaxität</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronische Fussschmerzen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronische Gastritis</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Depression</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Für die Beschwerdeführerin seien die täglichen Schmerzen im gesamten Skelett</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">system sowie die Verspannungen im Bereich der Nackenmuskulatur, die bis in den Kopf ausstrahlen, sehr belastend. Wegen der Fussbeschwerden müsse sie immer wieder die Beine hochlagern. Alle bisherigen Massnahmen hätten zu keiner Besserung der Gesamtsituation geführt (S. 6). Eine Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit sei nicht wahrscheinlich (S. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. C.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte im Bericht vom 8. April 2010 (Urk. 7/57) eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">drom (F33.11; S. 1). Die Beschwerdeführerin sei bewusstseinsklar und allseitig orientiert. Sie sei meist angespannt und agitiert mit depressiver Stimmung und breche immer wieder in Tränen aus. Sie kreise gedanklich stets um schmerzliche Erinnerungen, meist an den früher gewalttätigen Mann. Es lägen keine Wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störungen oder wahnhaftes Denken vor (S. 2). Die Arbeitsunfähigkeit betrage für alle Tätigkeiten 70 %. Es beständen kognitive Einschränkungen (Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zentration, Gedächtnis, Denkfähigkeit), eine hochgradige Daueranspannung und eine Erschöpfbarkeit. Die Arbeiten seien fehlerhaft und die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin vermindert durchhaltefähig (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der aktuelle Gesundheitszustand ergibt sich aus den folgenden Arztberichten:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. C.___ wiederholte im Bericht vom 6. August 2015 (Urk. 7/68) die psychiatrische Diagnose. Seit dem letzten Bericht vom 8. April 2010 sei die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fassung schwankend gewesen: üblicherweise sei die Beschwerdeführerin psychisch und physisch stark angespannt, stark reizbar und hoch empfindlich. Sie erleide bei auch nur geringen Belastungen einen schweren depressiven Stimmungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">abfall. Die stark hörbehinderte Tochter habe vor zirka zwei Jahren erhebliche Unruhe in der Familie verursacht, als sie diese verlassen, die Arbeit aufgegeben und monatelang bei einer Familie in Biel gelebt habe. Die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin habe mit Verzweiflung und Suizidgedanken reagiert und habe ihren häuslichen Pflichten überhaupt nicht mehr nachgehen können (S. 1 f.). Seit Jahren bestehe ein unverändertes Zustandsbild (S. 2). Die Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit betrage unverändert 70 % (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. A.___ berichtete am 8. November 2012 dem Hausarzt (Urk. 7/70), die Beschwerdeführerin leide an belastungsabhängigen Schmerzen entlang der Fuss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sohlen beidseits (S. 1). Bei bilateraler Knicksenk- und Spreizfüssigkeit zeige die Beschwerdeführerin klinisch die charakteristischen Befunde einer chronischen Vorfussüberlastung mit bilateralem leichtem bis mässig ausgeprägtem Hallux valgus und beginnender Bunionett-Fehlstellung der Kleinzehen. Zusätzlich bestehe eine ausgeprägte Metatarsalgie II sowie eine ausgeprägte Druck</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">empfind</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit der gesamten Plantarfaszie beidseits. Erschwerend komme kli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nisch/so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">graphisch ein fragliches Morton’sches Interdigitalneurom II/III auf der rechten Seite hinzu (S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. B.___ nannte am 12. Januar 2016 (Urk. 7/77) folgende Diagnosen (S. 5):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">cervico-brachiales Schmerzsyndrom beidseits, wahrscheinlich tendo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">myo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">gen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronische Müdigkeit, Kraftlosigkeit</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf Morton Neurom Dig II/IV beidseits</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronische Depression, Erschöpfungszustand</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Zustand verschlechtere sich, die Beschwerdeführerin könne sich nicht selber betreuen. Sie stehe erst um 11 Uhr auf und könne am Mittag etwas Weniges aufräumen, aber nur langsam. Am Abend koche sie etwas für Kinder und Mann. Es bestehe eine deutliche Verminderung der Leistungsfähigkeit (S. 5). Die Prog</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nose sei ungünstig, da der Verlauf chronifiziert und die depressive Komponente sehr stark seien (S. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.5</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im psychiatrischen Teilgutachten stellte Dr. Y.___ folgende Diagnose mit Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 8):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, seit Sommer 2015 leichtgradige Epi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">sode (F33.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Überdies nannte er folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 8):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Probleme mit dem Ehemann (Z63.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">gesundheitliche Schwierigkeiten der Kinder (Z63)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin leide an einem Schmerzsyndrom, welches sich vor allem im Nacken-Armbereich zeige. Sie leide aber auch an Rücken- und seit einigen Jahren an beidseitigen Fussschmerzen. Sie zeige die Symptomatik einer anhal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tenden somatoformen Schmerzstörung nicht eindeutig: Sie sei nicht auf die Schmerzen fixiert, äussere keine hypochondrischen Befürchtungen und die Schmerzschilderung sei nicht diffus. Die Schmerzen seien auch nicht immer quälend oder von Lebensproblemen abhängig. Vielmehr spielten körperliche Belastungen eine ausschlaggebende Rolle. Im Weiteren könne beobachtet werden, dass die Beschwerdeführerin bei der Untersuchung eine gewisse Diskrepanz zeige, indem sie doch über phasenweise starke Schmerzen klage, ohne dabei stimmungsmässig zu reagieren (S. 9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der aktuellen Untersuchung könne die Symptomatik einer leichtgradigen depressiven Episode festgestellt werden: Die Beschwerdeführerin sei insbesondere zu Beginn des Gesprächs euthym beziehungsweise guter Dinge. Sie reagiere erst subdepressiv, wenn von belastenden Angelegenheiten gesprochen werde. Die Konzentration sei in Ordnung und der affektive Rapport gut herstellbar. Sie interessiere sich für politische Geschehnisse und pflege Kontakte. Die Tagesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">staltung sei regelmässig und sie sei fähig, Ferienreisen ins Heimatland zu unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nehmen. Sie könne auch das Haus selber verlassen und ein Restaurant besuchen. Der Appetit sei gut und der Schlaf mit Unterstützung ordentlich. Die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin zeige gewisse Selbstwertprobleme und sei eher angespannt und nervös (S. 10).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit könne den Akten entnommen werden, dass die depressive Episode in der Regel mittelgradig ausgeprägt gewesen sei, was aus heutiger Sicht nachvollziehbar sei. Beachtet werden müsse, dass es immer wieder ungünstige krankheitsfremde Umstände gegeben habe, welche zu Krisen geführt hätten, was als krankheitsfremdes Geschehen zu werden sei. Die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin suche ihre Psychiaterin nur alle drei Monate auf, was kaum mit einer relevanten Depressivität in Übereinstimmung gebracht werden könne. Die depressive Episode sei seit Sommer 2015 leichtgradig. Berücksichtige man die etwas eingeschränkte Belastbarkeit und eine gewisse Rückfallgefahr, könne ins</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gesamt von einer zirka 20%igen verminderten Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im rheumatologischen Gutachten diagnostizierte Dr. Z.___ (Urk. 7/68/26-44) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 12):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">doppelseitige Tarsalgie </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Senk-Spreiz-Plattfüsse </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">aktenanamnestisch Morton-Neuralgie II/III rechts</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er (S. 12):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Fibromyalgiesyndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisches lumbales Schmerzsyndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">im Rahmen des Fibromyalgiesyndroms</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">remittiertes lumboradikuläres Schmerzsyndrom bei Diskushernie L3/4 (DD: lumbospondylogenes Syndrom)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">altersnormale Klinik</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">mässiggradige Spondylarthrosen distale Lendenwirbelsäule (LWS)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisches zervikales Schmerzsyndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">im Rahmen des Fibromyalgiesyndroms</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">altersnormale Klinik</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">mässiggradige Osteochondrosen mit Spondylosen C4/5 und C5/6</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Klinisch bestünden erhebliche statische Veränderungen an beiden Füssen. Eine genauere Untersuchung sei wegen massiven Schmerzangaben nicht möglich, seien doch alle Zehengrundgelenke und die metatarsalen Interdigitalräume beid</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seitig massiv druckdolent. Die Diagnose einer Mortonneuralgie müsse deshalb aus den Akten übernommen werden, wobei allerdings erstaune, dass fast gleichzeitig beide Füsse betroffen seien und die Schmerzen jeweils den ganzen Vorfuss beträfen (S. 13).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rheumatologisch falle vor allem die geäusserte Panalgie auf, die fast keine Kör</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">perstelle auslasse. Klinisch liesse sich keine organische Pathologie objekti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vieren, da alle Stationen frei beweglich seien. 18/18 tender points seien positiv, was zusammen mit der Anamnese die Diagnose eines Fibromyalgiesyndroms zulasse (S. 13).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Klinik müssten die geäusserten Nacken- und Kreuzschmerzen in erster Linie dem Fibromyalgiesyndrom zugeordnet werden, da sich die Klinik von Hals</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirbelsäule (HWS) und LWS altersnormal präsentiere. Hinweise auf ein radiku</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">res Syndrom bestünden nicht, und die gefundenen degenerativen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ände</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen an HWS und LWS änderten an der diagnostischen Einschätzung nichts. Der Beginn des Fibromyalgiesyndroms lasse sich nicht genau festlegen. Hinweise gäben die Angaben von Dr. A.___ in seinem Bericht von August 2009 (Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ausweitung) und die Angaben von Dr. B.___ von Februar 2010 (tägliche Schmerzen im gesamten Skelettsystem; S. 13).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das von der Beschwerdeführerin geäusserte Schmerzausmass in Relation zu den objektiven Befunden und die geäusserte massive Einschränkung für alle Belange des täglichen Lebens liessen eine Aggravationstendenz annehmen (S. 13).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Angesichts der geäusserten Einschränkung der Gehfähigkeit müsse die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin als für die Arbeit als Putzfrau arbeitsunfähig betrachtet werden. Für eine sitzende Tätigkeit mit reduzierten Geh- und Stehanteilen sei sie aus somati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scher Sicht arbeitsfähig (S. 13 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In der interdisziplinären Beurteilung (Urk. 7/86/18-19) kamen Dr. Y.___ und Dr. Z.___ zum Schluss, aus rheumatologischer Sicht müsse auf die einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkte Gehfähigkeit Rücksicht genommen werden, so dass eine Arbeit als Putzfrau nicht möglich sein dürfte. Für eine vorwiegend sitzende Tätigkeit bestehe jedoch eine volle Arbeitsfähigkeit (S. 1). In psychiatrischer Hinsicht liege die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit seit Sommer 2015 bei 20 %. Für eine den rheumatologischen Befunden angepasste berufliche Tätigkeit sei der psychiatrisch-psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">somatische Gesichtspunkt massgeblich (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin rügt, auf das Gutachten Y.___/Z.___ (E. 5.5) könne schon aus formellen Gründen nicht abgestellt werden. So bemängelt sie, dass ihr der Fragekatalog an die Gutachter - mit Ausnahme der Zusatzfragen - nicht unterbreitet worden sei und sie daher dazu nie habe Stellung nehmen können.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund der Akten ist tatsächlich davon auszugehen, dass die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin der Beschwerdeführerin neben der ergänzenden Fragestellung (Urk. 7/80/3) lediglich das Merkblatt für mono- und bidisziplinäre Gutachten (Urk. 7/81) zukommen liess, womit die Beschwerdegegnerin deren Mitwirkungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rechte verletzt hat. Allerdings führt dies allein nicht zur Beweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">untauglichkeit des Gutachtens, denn spätestens im Einwandverfahren, in welchem die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin sich rechtskundig vertreten liess, hatte sie Kenntnis von den den Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achtern gestellten Fragen, ohne dass sie die Gelegenheit benutzte, Ergänzungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fragen zu stellen. Auch im Beschwerdeverfahren legte sie nicht dar, welche Fragen sie zusätzlich hätte beantwortet haben wollen, woraus zu schliessen ist, dass sich ihr solche gar nicht stellten und sie solche auch nicht gestellt hätte, wäre ihr der Fragekatalog mit der Mitteilung, dass eine Begutachtung notwendig sei, zugestellt worden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Was die Beschwerdeführerin gegen das rheumatologische (Teil-)Gutachten ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wendet, vermag dieses nicht in Zweifel zu ziehen. Zwar hat das Bundesgericht in BGE 143 V 409 erwogen, dass es bei leichten bis mittelschweren depressiven Störungen nicht zuletzt im Sinne der Einzelfallgerechtigkeit sach- und systemge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">recht ist, solche Leiden ebenfalls einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen (vgl. vorstehende E. 1.2). Das strukturierte Beweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahren dient indessen entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin nicht zur Plausibilisierung der Arbeitsfähigkeit aufgrund somatischer Störungen. Da nur der begutachtende Rheumatologe die Fibromyalgie erwähnte (vorstehend E. 5.5.2), ist nicht zu beanstanden, dass er von einer Diskussion der Standard</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">indi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ka</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">toren absah. Die diesbezügliche Kritik am rheumatologischen Gutachten zielt daher ins Leere.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In somatischer Hinsicht ist wohl davon auszugehen, dass es sich bei den Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schätzungen durch Dr. Z.___ um eine andere Beurteilung eines im Wesentlichen unveränderten Gesundheitszustandes handelt. Indessen wurde der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin die Rente aufgrund der psychischen Einschränkungen zugesprochen und wurde die durch Dr. D.___ seit jeher attestierte vollständige Arbeitsunfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit nie berücksichtigt. Ob in somatischer Hinsicht eine Verbesserung des Gesundheitszustandes eingetreten ist, kann - wie im Folgenden zu zeigen sein wird - jedoch offenbleiben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. Y.___ (E. 5.5.1) stellte im psychiatrischen Gutachten eine Verbesserung des Gesundheitszustandes fest, und begründete dies - auch - damit, dass vor allem Wechselwirkungen zwischen den Lebensproblemen und den Verstimmungen vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lägen und sich auch die Schmerzen phasenweise negativ ausgewirkt hätten (S. 14). Die familiären Probleme hätten sich etwas gelegt, seit der Ehemann wieder voll arbeite (S. 16 i.V.m. S. 8). Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin schliesst Dr. Y.___ nicht allein daraus, dass die Beschwerdeführerin zu Beginn des Gesprächs guter Dinge war, sich für politische Geschehnisse interessiert, soziale Kontakte pflegt und einen geregelten Tagesablauf hat (vgl. Urk. 1 Ziff. 33), auf einen verbesserten Gesundheitszustand, sondern er erhob einen verbesserten Psychostatus. Die Beschwerdeführerin war anlässlich der Begutachtung in der Lage, das Gespräch aufmerksam und mit ausreichender Konzentration zu verfol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, ihr Denken war weder gehemmt noch umständlich, sie zeigte keine hypo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chondrischen Befürchtungen, war fröhlich, lachte oft und erschien aufge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlossen. Nur wenn das Gespräch auf heikle Themen kam, reagierte sie subdepressiv, war aber nicht stark bedrückt (S. 6 f.). Überdies gab die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin gegenüber dem Gutachter selber an, dass die Depressionen seit Sommer 2015 gebessert hätten (S. 6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dass die Beschwerdeführerin auf familiäre Probleme reagiert, kann auch dem Bericht der behandelnden Psychiaterin (E. 5.2) entnommen werden, berichtete diese doch darüber, dass die Beschwerdeführerin zwei Jahre zuvor, als die Tochter das Elternhaus verliess, mit Verzweiflung reagiert habe. Überdies beschrieb sie sie als psychisch und physisch stark angespannt, stark reizbar und hoch empfindlich mit starkem Stimmungsabfall bei nur geringen Belastungen. Der Bericht datiert vom August 2015, die letzte Kontrolle vor der Berichterstattung hatte Anfang Juni 2015 stattgefunden, so dass die von Dr. Y.___ festgestellte Verbesserung des Gesundheitszustandes, die er mit einer Beruhigung der häuslichen Situation seit Sommer 2015 in Zusammenhang brachte, durchaus in den Krankheitsverlauf passt. Jedenfalls aber sagt der Bericht von Dr. C.___ nichts über den Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">raum ab dem Sommer 2015 aus, weshalb er das Gutachten von Dr. Y.___ nicht in Zweifel zu ziehen vermag.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Dargelegten ergibt sich schlüssig, dass sich der psychiatrische Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitszustand der Beschwerdeführerin im massgeblichen Vergleichs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zeitraum in revisionsrechtlich erheblicher Weise verbessert hat. Damit ist ein Revisions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund ausgewiesen und der medizinische Sachverhalt und die Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit ist ohne Bindung an frühere - vorliegend insbesondere somatische - Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schätzungen zu prüfen. Mit den Gutachtern Y.___ und Z.___ ist somit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit als Putzfrau nicht mehr, in jeder körperlich leichten Tätigkeit indessen zu 80 % arbeitsfähig ist. Da die Einschränkung allein im psychischen Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zustand begründet ist, ist nunmehr anhand der Standardindikatoren (vorstehend E. 1.2) zu prüfen, ob der diagnostizierten leichten Depression überhaupt eine invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">disierende Bedeutung zukommt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Bezug auf den funktionellen Schweregrad erweist sich der Komplex Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitsschädigung als nicht ausgeprägt. So kann dem psychiatrischen Gutachten entnommen werden (E. 5.5.1), dass die Beschwerdeführerin euthym gewesen sei und nur bei heiklen Themen subdepressiv reagiert hätte, ohne dass sie dabei stark bedrückt gewirkt habe. Die Konzentration sei in Ordnung und der affektive Rapport gut herstellbar. Sie leide unter leichten Einschränkungen des Selbstwert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gefühls und mache sich Sorgen in Bezug auf die derzeitigen politischen Verhält</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nisse in der Türkei und um die Zukunft der Kinder (S. 6 f.). Aus somatischer Sicht fehlten Hinweise auf ein radikuläres Syndrom und die gefundenen degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule präsentierten sich altersnormal. Eine gesundheit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche Einschränkung ergibt sich lediglich aus der doppelseitigen Tarsalgie, indem die Beschwerdeführerin in ihrer Gehfähigkeit eingeschränkt ist (E. 5.4.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin unterzieht sich einer medikamentösen und psychothera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">peutischen Therapie mit Konsultationen alle drei Monate. Angesichts des Umstandes, dass sich die psychische Störung verbessert hat, ist von einem Behandlungserfolg auszugehen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Psychiatrischerseits liegen keine Komorbiditäten vor, das Vorliegen einer Schmerzstörung wurde vom psychiatrischen Gutachter (E. 5.5.1) ausdrücklich verneint, da sie nicht auf die Schmerzen fixiert sei, keine hypochondrischen Befürchtungen äussere und die Schmerzschilderung nicht diffus sei (S. 9). In somatischer Hinsicht besteht lediglich eine Einschränkung der Gehfähigkeit (E. 5.5.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich Persönlichkeit sind keine Auffälligkeiten dokumentiert. Die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin zeige in der Selbst- und Fremdwahrnehmung keine Einschränkung. Die Realität werde korrekt geprüft, was auch für die Urteils</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bildung gelte. Die Affekte seien gesteuert, bei belastenden Themen gerate sie manchmal ins Weinen (E. 5.3.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Dr. Y.___ (E. 5.5.1) kann im sozialen Kontext festgehalten werden, dass die Beschwerdeführerin neben den innerfamiliären Kontakten gute Kontakte zur Nachbarschaft pflegt und ihren Bruder regelmässig trifft. Gerne besuche sie auch ein Café (S. 6). Gemäss Dr. Z.___ (E. 5.5.2) war sie sogar kurz vor der Begutachtung in der Lage, zusammen mit ihrem Bruder im Zusammenhang mit einer Wohnungsauflösung für drei Wochen in die Türkei zu reisen (S. 7). Damit zeigt sich eine ungebrochene Fähigkeit, verlässliche soziale Beziehungen zu pflegen, was auf erhaltene Ressourcen schliessen lässt. Andererseits stellte Dr. Y.___ (E. 5.5.1) fest, dass die Beschwerdeführerin immer wieder auf ungünstige krankheitsfremde Umstände reagierte und diese zu Krisen führten (S. 10). Auch die behandelnde Psychiaterin (E. 5.2) wies auf Unruhen innerhalb der Familie hin, die dazu geführt hätten, dass die Beschwerdeführerin ihren häus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Pflichten nicht mehr habe nachgehen können.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Laut psychiatrischem Gutachter (E. 5.5.1) glaubt die Beschwerdeführerin, nicht arbeiten mehr zu können (S. 7), zeige aber in den Funktionen nur wenig Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkungen (regelmässige Tagesgestaltung, Ferienreisen; S. 17). Sie sucht die Psychiaterin eher selten auf (S. 14) und bezüglich berufliche Eingliederung blieb sie indessen untätig (S. 15).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend erscheint die Beschwerdeführerin funktionell nicht schwer eingeschränkt und das Verhalten scheint nicht in allen Teilen konsistent. Dies führt zum Schluss, dass der gutachterlichen Beurteilung, wonach das diagnosti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zierte psychische Leiden eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit um 20 % bewirkt, nicht gefolgt werden kann und bei der Beschwerdeführerin mit über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wiegender Wahrscheinlichkeit keine invalidisierende psychische Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung vorliegt und die Beschwerdeführerin in einer behinderungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">passten, vorwiegend sitzenden Tätigkeit vollständig arbeitsfähig ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Validen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">entwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahmen müssen mit überwiegender Wahrschein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Laut Arbeitgeberbericht vom 18. Dezember 2002 (Urk. 7/4) erzielte die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin im Jahr 2001, dem Jahr vor Eintritt des Gesundheitsschadens, ein Jahreseinkommen von F. 27'972.-- bei einem Arbeitspensum von 50 %. Aufge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rechnet auf ein 100%-Pensum und unter Berücksichtigung des Nominal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lohnin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dexes für Frauen von 2'245 Punkten im Jahr 2001 und 2'709 im Jahr 2016 (BSF, a.a.O.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ergibt dies ein Valideneinkommen von Fr. 67'507.-- im Jahr 2016, dem letzten Jahr, für welches statistische Werte erhältlich sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">barer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3; BGE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b/aa).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Zentralwert für mit einfachen Tätigkeiten (skill-level 1) beschäftigte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Frauen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> betrug im Jahre 201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> im privaten Sektor Fr.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 4’300</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.-- (LSE, Tabelle TA 1), was unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung von 2'</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">673</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Punkten im Jahr 201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und 2‘</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">709</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Punkten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">im Jahr 201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 (BFS, a.a.O.) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sowie einer im Jahr 201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> geltenden betriebsüblichen durchschnittlichen Arbeitszeit von 41</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7 Stunden pro Woche (BSF, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen T 03.02.03.01.04.01) ein hypothetisches Einkommen von Fr.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 54’517</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.-- pro Jahr ergibt.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Verglichen mit dem Valideneinkommen resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 12'990.-- (Fr. 67'507.-- - Fr. 54'517.--), was einem Invaliditätsgrad von 19.2 % (Fr. 12'990.-- x 100 : Fr. 67'507.--) entspricht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend hat sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">art verbessert, dass kein Anspruch mehr besteht auf eine Rente. Die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin hat die Rente somit zu Recht eingestellt, was zur Abweisung der Beschwerde führt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">10.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gestützt auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">69 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG ist das Beschwerdeverfahren kostenpflichtig. Die Kosten sind unabhängig vom Streitwert nach dem Verfahrensaufwand fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zulegen und vorliegend auf Fr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. 900</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">900</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">AXA-ARAG Rechtsschutz AG</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannTiefenbacher</p><p></p></div> </div></body></html>