Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 21. August 2013 (810 13 52) ____________________________________________________________________ Ausländerrecht Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsri chter Niklaus Ruckstuhl, Stefan Schulthess, Stephan Gass, David Weiss , Gerichtsschreiber Stefan Suter Parteien A.____ , Beschwerdeführer , vertreten durch Alain Joset , Advokat gegen Regierungsrat des Kantons Basel -Landschaft , 4410 Liestal , Be- schwerdegegner Betreff Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung (RRB Nr. 0045 vom 15. Januar 2013) A. A.____, geboren am xx.xx.1982, stammt aus Nigeria. Er reiste am 5. Mai 2004 in die Schweiz ein und ersuchte hier unter Angabe falscher Pe rsonalien als vorgeblich Jugendlicher ohne Erfolg um Asyl. In der Folge verblieb er trotz re chtskräftiger Wegweisung illegal in der Schweiz. Im Januar 2007 legte er seine wahre Identität gegenüber den Behörden offen und kündigte seine beabsichtigte Eheschliessung mit einer Schwe izerin an. Am 27. April 2007 kehr- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht te er nach Nigeria zurück, wo er am 12. Juni 2007 die Sc hweizer Staatsbürgerin B.____, gebo- ren am xx.xx.1972, heiratete. Am 4. November 2007 reiste er in die Schweiz zu seiner Ehefrau in X.____ und erhielt im Rahmen des Familiennachzugs e ine Aufenthaltsbewilligung. Aus der Ehe ging am xx.xx.2008 ein Sohn hervor. Bereits am 24. September 2004 war A.____ von der Jugen danwaltschaft des Kantons Basel- Landschaft als Jugendlicher - effektiv war er damals abe r bereits 22-jährig - wegen geringfügi- gem Diebstahl und mehrfacher Widerhandlung gegen da s Betäubungsmittelgesetz zu einer Busse von Fr. 500.00 und am 31. August 2006 vom Strafb efehlsrichter Basel-Stadt wegen Missachtung der Ausgrenzung zu einer Gefängnisstrafe von drei Tagen verurteilt worden. Nachdem ihn die Strafbefehlsrichterin Basel-Stadt am 10. Januar 2008 wegen erneuter mehrfa- cher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zu e iner bedingt vollziehbaren Geld- strafe von 45 Tagessätzen zu Fr. 30.00 und einer Busse von Fr. 300.00 verurteilt hatte, wurde er vom Amt für Migration des Kantons Basel-Landschaft a m 7. April 2008 ausländerrechtlich ermahnt. Nach einer Anzeige der Ehefrau wegen häuslicher Gewal t wurde A.____ am 22. September 2008 polizeilich aus der ehelichen Wohnung in X.____ weggewiesen. Mit Verfügung des Be- zirksgerichtspräsidiums Y.____ vom 14. Oktober 2008 wurde ihm im Rahmen eines Eheschutz- verfahrens untersagt, sich seiner Ehefrau ohne deren Einwilligung näher als 200 Meter anzunä- hern. Ab Oktober 2008 lebten die Ehegatten offiziell getrennt. Die Ehefrau lebt mit dem Sohn seit Anfang 2009 auf einem Bauernhof im Kanton Luzern. Am 17. Oktober 2009 wurde A.____ aufgrund des Verdach ts auf Betäubungsmitteldelikte in Untersuchungshaft genommen. Das Strafgericht Basel-Sta dt erklärte ihn mit Urteil vom 12. August 2010 der mehrfachen einfachen sowie der me hrfachen qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, der bandenmässigen Gel dwäscherei, der Entwendung ei- nes Fahrzeuges zum Gebrauch, des Fahrens trotz Aberkennung des Führerausweises, der einfachen Verletzung der Verkehrsregeln, des pflichtwidrigen Verhaltens bei einem Unfall sowie des mehrfachen Konsums von Betäubungsmitteln schuldig u nd verurteilte ihn zu einer Frei- heitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten, zu einer zus ätzlichen Geldstrafe von 90 Ta- gessätzen zu Fr. 30.00 sowie zu einer Busse von Fr. 400. 00. Am 17. August 2010 wurde A.____ unter anderem wegen des Verdachts auf weitere Betäubungsmitteldelikte erneut fest- genommen. Das Strafgericht Basel-Stadt erklärte ihn mit Urteil vom 29. November 2010 der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelge setz und des mehrfachen Konsums von Betäubungsmitteln schuldig und verurteilte ihn zu fünf Monaten Freiheitsstrafe. Da A.____ gegen beide vorgenannten Urteile appelliert hatte, beurteilte das Appellationsgericht Basel-Stadt alle Vorwürfe zusammen und bestätigte in seinem Urteil vom 18. Januar 2012 die beiden Strafurteile vom 12. August 2010 und vom 29. N ovember 2010 im Strafpunkt. Es setzte die Gesamtfreiheitsstrafe, unter Erhöhung der Strafe , auf vier Jahre und sechs Monate fest, beliess die Geldstrafe unverändert und verhängte neu e ine Busse von Fr. 500.00. In der Zwi- schenzeit war A.____ mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug vom 31. Oktober 2011 der Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes schuld ig gesprochen und zu einer Busse Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht in der Höhe von Fr. 50.00 verurteilt worden, nachdem bei ihm im Rahmen einer Stichprobe in der Strafanstalt Z.____ Marihuana gefunden worden war. B. Mit Verfügung vom 10. Juli 2012 verfügte das Amt f ür Migration des Kantons Basel- Landschaft (AfM) die Nichtverlängerung der Aufenthalts bewilligung von A.____ und ordnete seine Wegweisung aus der Schweiz an. Zur Begründung dieser Anordnung führte das AfM aus, A.____ habe mehrfach gegen die öffentliche Ordnung un d Sicherheit verstossen und sei zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt worden , weshalb die Nichtverlängerung der Auf- enthaltsbewilligung und Wegweisung angezeigt sei. Es ka m weiter zum Schluss, dass diese Massnahme verhältnismässig sei und dass kein Härtefall vorlie ge. Gegen diese Verfügung er- hob A.____ am 23. Juli 2012 Beschwerde beim Regierun gsrat des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat), welcher sich im Wesentlichen der Begr ündung durch das AfM anschloss und die Beschwerde mit Regierungsratsbeschluss Nr. 0045 vom 15. Januar 2013 abwies. C. Gegen den Entscheid des Regierungsrats hat A.____, ve rtreten durch Alain Joset, Ad- vokat, mit Eingabe vom 28. Januar 2013 Beschwerde beim K antonsgericht, Abteilung Verfas- sungs- und Verwaltungsrecht, (Kantonsgericht) erhoben. Er beantragt, der Entscheid des Re- gierungsrates vom 15. Januar 2013 sowie die Verfügung de s AfM vom 10. Juli 2012 seien voll- umfänglich aufzuheben und das AfM sei gerichtlich anzuw eisen, die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers zu verlängern resp. diesem eine Aufen thaltsbewilligung zu erteilen. Dies habe unter o/e-Kostenfolge zu geschehen, wobei ihm im Falle eines Unterliegens die unentgelt- liche Prozessführung und Verbeiständung zu bewilligen s ei. In verfahrensrechtlicher Hinsicht stellt er den Antrag, es sei der Beschwerde die aufschi ebende Wirkung zu erteilen resp. dem Beschwerdeführer sei es zu gestatten, den Entscheid in der Schweiz abzuwarten. D. Am 11. März 2013 wurde der Beschwerdeführer bedingt aus dem Strafvollzug entlas- sen und gleichentags in Ausschaffungshaft genommen, wo er sich bis heute befindet. E. Mit Verfügung vom 14. März 2013 wies die Präsidenti n des Kantonsgerichts den Ver- fahrensantrag des Beschwerdeführers um Erteilung der au fschiebenden Wirkung ab und stellte fest, dass die Wegweisung sofort vollstreckbar sei. Die ge gen diese Verfügung gerichtete Ein- sprache wies die Fünferkammer des Kantonsgerichts mit Beschluss vom 10. April 2013 ab. F. Die Präsidentin des Kantonsgerichts bewilligte dem B eschwerdeführer mit Verfügung vom 21. März 2013 für das vorliegende Verfahren die un entgeltliche Prozessführung und Ver- beiständung. G. In seiner Beschwerdebegründung vom 2. April 2013 rü gt der Beschwerdeführer in ers- ter Linie eine Verletzung des Grundrechts auf Achtung des Privat- und Familienlebens. Der Re- gierungsrat habe bei der Verhältnismässigkeitsprüfung di e gegeneinander abzuwägenden Inte- ressen unzureichend ermittelt und einseitig gewichtet. In sbesondere habe er zu Unrecht auf eine vertiefte Prüfung verzichtet, ob vom Beschwerdeführer konkret im heutigen Zeitpunkt eine Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit aus gehe. So sei ausgeblendet worden, dass er im Strafvollzug eine positive persönliche Entwicklung du rchlaufen und sich vorbildlich verhal- Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht ten habe, weshalb er auch infolge guter Führung vorze itig aus dem Strafvollzug entlassen wor- den sei. Bei der Frage der Zumutbarkeit der Rückkehr n ach Nigeria sei sodann auf die tatsäch- liche Anwesenheitsdauer in der Schweiz abzustellen. Er habe Nigeria vor beinahe zehn Jahren verlassen, weshalb eine Rückkehr mit grossen Integrationssc hwierigkeiten verbunden sei. Durch die Wegweisung seien auch Kindesinteressen und die intakte Vater-Sohn-Beziehung betroffen. Der Regierungsrat habe die zu erwartenden negativen psychischen Folgen für den Sohn im Falle einer Trennung vom Vater vollkommen unb erücksichtigt gelassen. Ferner seien auch die finanziellen Konsequenzen für die ganze Famil ie nicht beachtet worden. Bei korrekter Würdigung aller Umstände lasse sich ein Eingriff in das Familienleben nicht rechtfertigen. Des Weiteren wirft der Beschwerdeführer der Vorinstanz eine falsche Feststellung des Sachverhalts vor. Der Beschwerdeführer und seine Ehefrau seien seit über fünf Jahren verheiratet und führ- ten eine glückliche Ehe. Die Feststellung des Regierungsr ats, es sei in der Ehe zu Gewalttätig- keiten gekommen, halte vor der Unschuldsvermutung nicht stand. H. Der Regierungsrat beantragt in seiner Vernehmlassung vom 14. Juni 2013 unter Ver- weis auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid, d ie Beschwerde sei unter o/e- Kostenfolge abzuweisen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g: 1. Gemäss § 47 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verf assungs- und Verwaltungspro- zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist zur Beschwerde befugt, wer durch die ange- fochtene Verfügung oder den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Inte- resse an dessen Änderung oder Aufhebung hat. Da der Be schwerdeführer Adressat des ange- fochtenen Entscheides ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung hat, die üb- rigen formellen Voraussetzungen erfüllt und sowohl di e örtliche wie auch die sachliche Zustän- digkeit des Kantonsgerichts gegeben sind, kann auf die vorliegende Beschwerde eingetreten werden. 2. Bei der Beurteilung der vorliegenden verwaltungsg erichtlichen Beschwerde ist die Kog- nition des Kantonsgerichts gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO darauf beschränkt, den ange- fochtenen Entscheid hinsichtlich allfälliger Rechtsverletzungen zu überprüfen bzw. zu prüfen, ob der Beschwerdegegner ein allfälliges Ermessen rechtsfehle rhaft ausgeübt hat. Im Weiteren kann beurteilt werden, ob dieser den Sachverhalt unri chtig oder unvollständig festgestellt hat. Die Überprüfung der Angemessenheit dagegen ist dem Ka ntonsgericht verwehrt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 3. Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob die Nichtverlängerung der Aufenthalts- bewilligung des Beschwerdeführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz zu Recht erfolg- ten. 3.1 Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz nur berechtigt, wenn sie eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitz t oder wenn sie keiner solchen bedarf Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht (Art. 10 und 11 des Bundesgesetzes über die Ausländerinne n und Ausländer [AuG] vom 16. Dezember 2005; vgl. auch Art. 2 AuG). Die zustän dige kantonale Behörde entscheidet ge- mäss Art. 18 ff. und 27 ff. AuG - im Rahmen der gesetzl ichen Vorschriften und Verträge mit dem Ausland - nach freiem Ermessen über die Zulassung zu einem Aufenthalt mit oder ohne Erwerbstätigkeit. Einen Rechtsanspruch auf die Ertei lung einer Aufenthaltsbewilligung hat die ausländische Person somit grundsätzlich nicht, es sei denn, das AuG oder völkerrechtliche Verpflichtungen sehen dies vor (BGE 133 I 189 E. 2. 3; P ETER UEBERSAX in: Peter Uebersax/Beat Rudin/Thomas Hugi Yar/Thomas Geiser [Hrsg. ], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 7.84 ff.). 3.2 Zunächst ist festzuhalten, dass zwischen der Schweiz und Nigeria keine staatsvertrag- liche Vereinbarung besteht, welche dem Beschwerdeführer einen Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz einräumen würde. 3.3 Das nationale Recht sieht in Art. 42 Abs. 1 AuG vo r, dass ausländische Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern einen Bewilligungsanspru ch haben, wenn sie mit diesen zu- sammenwohnen. Nach Art. 49 AuG brauchen Eheleute nich t zusammenzuwohnen, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht we rden und die Familiengemeinschaft weiter besteht. Der Beschwerdeführer ist mit einer Schw eizer Bürgerin verheiratet. Er befindet sich seit August 2010 ununterbrochen in Haft, weshalb ein eheliches Zusammenleben seither nicht möglich ist. Da beide Ehegatten glaubhaft beteue rn, die Familiengemeinschaft bestehe weiter, ist gemäss Art. 42 Abs. 1 AuG i.V.m. Art. 49 Au G von einem grundsätzlichen gesetzli- chen Anspruch des Beschwerdeführers auf Bewilligungsverlängerung auszugehen. 3.4 Aus dem in Art. 8 Ziff. 1 der Konvention zum Schut ze der Menschenrechte und Grund- freiheiten (Europäische Menschenrechtskonvention, EMRK) vom 4. November 1950 sowie dem inhaltlich gleichwertigen Art. 13 Abs. 1 der Bundesverf assung der Schweizerischen Eidgenos- senschaft (BV) vom 18. April 1999 geschützten Recht auf Achtung des Privat- und Familienle- bens können ausländische Staatsangehörige in besonderen Fällen einen Anspruch auf Aufent- halt oder Verbleib in einem andern Staat ableiten, wenn eine staatliche Entfernungsmassnahme zur Trennung von Familienmitgliedern führt (vgl. A NDREAS ZÜND /T HOMAS HUGI YAR , Aufent- haltsbeendende Massnahmen im schweizerischen Ausländerrec ht, insbesondere unter dem Aspekt des Privat- und Familienlebens, EuGRZ 2013, S. 1 0 ff.; BGE 135 I 153 E. 2.1). Diese Garantien können somit dann verletzt sein, wenn einer ausländischen Person, deren Familien- angehörige in der Schweiz weilen, die Anwesenheit unt ersagt und damit das gemeinsame Fa- milienleben vereitelt wird. Gemäss ständiger bundesgeri chtlicher Rechtsprechung zu Art. 8 EMRK müssen die sich hierzulande aufhaltenden Angehöri gen über ein gefestigtes Anwesen- heitsrecht verfügen. Dies ist insbesondere der Fall, wen n sie das Schweizer Bürgerrecht oder eine Niederlassungsbewilligung besitzen oder über eine Aufenthaltsbewilligung verfügen, die ihrerseits auf einem gefestigten Rechtsanspruch beruh t. Zudem müssen diese Personen zur Kernfamilie (Ehegatte oder im gleichen Haushalt leben de, minderjährige Kinder) gehören und es muss eine enge, tatsächliche und intakte Beziehung zu ih nen bestehen (vgl. BGE 135 I 143 E. 1.3.1; BGE 130 II 281 E. 3.1; BGE 127 II 60 E. 1 d/aa). Ein staatlicher Eingriff in das Recht auf Achtung des Familienlebens liegt indessen regelmässig nicht vor, wenn den Angehörigen Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht zugemutet werden kann, ihre Beziehung im Ausland zu le ben. Ist es den in der Schweiz anwe- senheitsberechtigten Familienmitgliedern möglich, mit dem Ausländer, dem eine fremdenpoli- zeiliche Bewilligung verweigert worden ist, auszureisen, wird der Schutzbereich von Art. 8 EMRK normalerweise nicht berührt (BGE 135 I 153 E. 2.1; BGE 122 II 289 E. 3b). Sowohl die Ehefrau als auch der minderjährige Sohn des Beschwerdeführers verfügen über das Schweizer Bürgerrecht. Ein gefestigtes Anwesenheitsrecht der Kernfamilie des Beschwerdefüh- rers liegt somit vor. Obschon es in der Vergangenheit akt enkundig mehrfach zu Vorfällen von häuslicher Gewalt gekommen ist und das Ehepaar immer wieder vorübergehend getrennt lebte, besteht nach den übereinstimmenden Aussagen des Beschwer deführers und seiner Ehefrau der Wunsch des gemeinsamen Familienlebens nach wie vor. A us den Akten ergibt sich über- dies, dass der Kontakt mit Ehefrau und Sohn - im Rahmen der eingeschränkten Möglichkeiten des jeweiligen Haftregimes - in den vergangenen Jahren stets aufrechterhalten wurde. Offenbar hat der Beschwerdeführer seine Vaterpflichten auch in finanzieller Hinsicht soweit als möglich wahrgenommen. Folglich ist davon auszugehen, dass zwischen d em Beschwerdeführer und seiner Kernfamilie eine enge, tatsächliche und intakte Beziehung besteht. Weiter ist festzuhal- ten, dass es der Ehefrau nicht zumutbar ist, dem Beschwer deführer in sein Heimatland Nigeria zu folgen. Dies weil sie einerseits in der Schweiz eine T ochter hat, die nicht der Beziehung mit dem Beschwerdeführer entstammt und die in einer Pfleg efamilie lebt, andererseits weil sie als IV-Rentnerin in psychisch labiler Verfassung ist und sich i n Nigeria mittel- und längerfristig wohl kaum zurechtfinden würde. Ebenso unzumutbar ist die A usreise für den fünfjährigen gemein- samen Sohn, der als Schweizer Bürger ein offenkundiges In teresse daran hat, in der Schweiz zu leben, um von den hiesigen Ausbildungsmöglichkeiten u nd Lebensbedingungen profitieren zu können (vgl. BGE 135 I 153 E. 2.2.3). Mit der Vorin stanz ist demnach davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer Ansprüche aus dem in Art. 8 Ziff . 1 EMRK garantierten Schutz des Familienlebens ableiten kann. 4. Indes gelten weder der gesetzliche Anspruch auf Au fenthalt nach Art. 42 Abs. 1 AuG noch der grundrechtliche Anspruch nach Art. 8 Ziff. 1 EMRK absolut. 4.1 Gemäss Art. 51 Abs. 1 lit. b AuG entfällt der An spruch nach Art. 42 Abs. 1 AuG, wenn Widerrufsgründe nach Art. 63 AuG vorliegen. Widerruf sgründe liegen unter anderem dann vor, wenn die ausländische Person zu einer längerfristigen Fr eiheitsstrafe verurteilt wurde (Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG i.V.m. Art. 62 lit. b AuG) oder we nn die ausländische Person in schwerwiegen- der Weise gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnu ng verstossen hat oder diese gefährdet (Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG). 4.2 Nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK darf in das durch Ziff. 1 geschützte Rechtsgut eingegriffen werden, soweit der Eingriff gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft für die nationale Sicherheit, die öffentliche Ruhe und Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung d er Ordnung und zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesellschaft und Moral sowie der Rechte und Freihei- ten anderer notwendig ist. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.3 Der Beschwerdeführer wurde mit Urteil des Appella tionsgerichts Basel-Stadt vom 18. Januar 2012 zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten und damit zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt. Der Widerru fsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG i.V.m. Art. 62 lit. b AuG ist erfüllt, was auch vom Beschwerde führer zu Recht nicht bestritten wird. Demzufolge muss nicht mehr geprüft werden, ob das Verhal ten des Beschwerdeführers zu- gleich als schwerwiegender Verstoss gegen die öffentlich e Sicherheit und Ordnung im Sinne von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG zu werten ist, zumal die ser Widerrufsgrund in der vorliegenden Konstellation nur subsidiär zur Anwendung kommen würde (vgl. BGE 135 II 377 E. 4.2). Der gesetzliche Anwesenheitsanspruch ist damit grundsätzlich er loschen. Die Verurteilung zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe rechtfertigt dem Grun dsatz nach gleichzeitig einen Eingriff in den grundrechtlich begründeten Anwesenheitsanspruch, denn de r angefochtene Entscheid stützt sich auf eine gesetzliche Grundlage und er bezweckt die A ufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung sowie die Verhinderung weiterer strafbarer Ha ndlungen. Er verfolgt damit öffentliche Interessen, die in Art. 8 Ziff. 2 EMRK ausdrücklich erwähnt sind. 5.1 Das Vorliegen von Erlöschensgründen nach Art. 51 Au G und von Rechtfertigungs- gründen nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK führt nicht automa tisch zum Erlöschen der eingeräumten Rechtsansprüche auf Erteilung und Verlängerung auslän derrechtlicher Bewilligungen. Vielmehr rechtfertigt sich die Nichterteilung resp. Nichtverlänger ung und die damit verbundene Wegwei- sung (vgl. Art. 64 Abs. 1 lit. c AuG) nach Art. 96 Abs. 1 AuG nur dann, wenn diese Massnahme im Einzelfall gestützt auf eine umfassende Güterabwägu ng verhältnismässig erscheint. Dabei sind alle Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen und di e öffentlichen und privaten Interes- sen sorgfältig gegeneinander abzuwägen (M ARTINA CARONI , in: Martina Caroni/Thomas Gäch- ter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer, Bern 2010, Art. 51 Rz. 3; A NDREAS ZÜND /L ADINA ARQUINT HILL , in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], a.a.O., Rz. 8.48). Verlangt ist insofern eine Abwägung der sich gegenüberstehenden privaten Interessen an der Erteilung der Bewilligung u nd der öffentlichen Interessen an deren Verweigerung, wobei Letztere in dem Sinne überwiegen müssen, dass sich der Eingriff als not- wendig erweist (vgl. BGE 135 I 143 E. 2.1 mit Hinweise n). Analoge Voraussetzungen ergeben sich aus Art. 36 BV im Hinblick auf einen Eingriff in Ar t. 13 BV. Gleich wie Art. 96 Abs. 1 AuG verlangt auch die EMRK in diesem Zusammenhang eine Abwägung der sich gegenüberstehen- den privaten Interessen an der Verlängerung der Bewil ligung und den öffentlichen Interessen an deren Nichtverlängerung. Der Europäische Gerichtsho f für Menschenrechte (EGMR) stützt sich bei der Beurteilung der Zulässigkeit aufenthaltsbee ndender Massnahmen im Rahmen von Art. 8 Ziff. 2 EMRK auf die gleichen Aspekte wie die bundesgerichtliche Praxis (ZÜND /H UGI YAR , a.a.O., S. 13; BGE 139 I 31 E. 2.3.3). Daraus folgt , dass eine Massnahme, die sich im Sinne von Art. 96 Abs. 1 AuG als verhältnismässig erweist, grun dsätzlich auch vor Art. 8 EMRK standhält (vgl. Urteil des BGer 2C_218/2010 vom 27. Juli 2010 E. 4). 5.2 Im Zusammenhang mit der aufgezeigten Verhältnismässi gkeitsprüfung entwickelte das Bundesgericht die sogenannte "Reneja-Praxis". Diese geht vom Grundsatz aus, dass einem Ausländer, welcher mit einer Schweizer Bürgerin verhei ratet ist und erstmals oder nach bloss kurzer Aufenthaltsdauer um die Erneuerung seiner Bewil ligung ersucht, im Falle einer Verurtei- lung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren in der Regel selbst dann kein Aufenthaltstitel mehr Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht zu erteilen ist, wenn der schweizerischen Ehepartnerin di e Ausreise nicht oder nur schwer zu- zumuten ist. In einer solchen Konstellation sind aussergewöhnliche Umstände vonnöten, um die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung dennoch zu rech tfertigen. Das Bundesgericht ruft aller- dings regelmässig in Erinnerung, dass es sich bei dieser sog. "Zweijahresregel" keinesfalls um eine feste Grenze handle, die nicht über- oder unter schritten werden dürfe; entscheidend sei weiterhin die Abwägung der widerstreitenden öffentli chen und privaten Interessen im Einzelfall (BGE 135 II 377 E. 4.4; BGE 130 II 176 E. 4.1; BGE 110 Ib 201). Im Rahmen dieser Interes- senabwägung sind nach der bundesgerichtlichen Praxis name ntlich die Schwere des Delikts und des Verschuldens des Betroffenen, der seit der Tat ver gangene Zeitraum, das Verhalten des Ausländers während diesem, der Grad der Integrat ion bzw. die Dauer der bisherigen An- wesenheit sowie die dem Betroffenen und seiner Famili e drohenden Nachteile zu berücksichti- gen (ZÜND /H UGI YAR , a.a.O., S. 12 f.; BGE 135 II 377 E. 4.3). Ähnliche Vorgaben ergeben sich auch aus der Praxis des Europäischen Gerichtshofs für Menschen rechte. Demgemäss sind die Natur und die Schwere der begangenen Delikte sowie die seit der Tatbegehung verstrichene Zeit und das seitherige Verhalten der betreffenden Pe rson zu berücksichtigen. Von Bedeutung sind auch die Dauer des Aufenthaltes der ausländischen Person im Gastgeberstaat und die Intensität ihrer sozialen, kulturellen und familiären B indungen sowohl im Gastgeberstaat als auch im Heimatland. Ebenso ist die familiäre Situation des Betroffenen zu beachten, namentlich die Dauer seiner Ehe, die Staatsangehörigkeit sämtlich er beteiligter Personen sowie übrige Umstände, welche Rückschlüsse auf die effektive Natur der P aarbeziehung erlauben. Massge- bend ist weiter, ob die Ehegattin bzw. der Ehegatte d er betreffenden ausländischen Person bei Aufnahme der familiären Beziehung von deren deliktischen Handlungen gewusst hatte. Ferner spielt auch eine Rolle, welche Probleme die Ehefrau r esp. der Ehemann bei einer gemeinsa- men Ausreise ins Heimatland des Partners zu gegenwärtige n hätte. Zu prüfen ist sodann, ob aus der Beziehung Kinder hervorgegangen sind und in wel chem Alter sich diese gegebenen- falls befinden. Insbesondere sind auch die Interessen und das Wohl der Kinder des Betroffenen von Bedeutung, wobei namentlich deren mutmasslichen Schwierigkeiten bei der Rückkehr in ihr Heimatland Rechnung zu tragen ist (vgl. Urteil des EGM R Kissiwa Koffi gegen die Schweiz [38005/07] vom 15. November 2012 § 63; Urteil des EGM R Boultif gegen die Schweiz [54273/00] vom 2. August 2001 § 48). Soweit der Besch werdeführer verlangt, dass vorliegend die Kriterien der sogenannten Emre-Rechtsprechung hera nzuziehen seien, so übersieht er, dass diese Praxis Fälle junger Erwachsener der zweiten Gen eration betrifft, die noch keine ei- gene Familie gegründet haben (vgl. Z ÜND /H UGI YAR , a.a.O., S. 8 ff.). Für den vorliegenden Fall ist diese Rechtsprechung demnach nicht einschlägig. 5.3 Was das Fernhalteinteresse anbetrifft, so muss gemäss d er bundesgerichtlichen Rechtsprechung bei schweren Straftaten - wozu grundsätzli ch auch Drogendelikte aus rein fi- nanziellen Motiven gehören - selbst ein geringes Restri siko weiterer Delinquenz nicht in Kauf genommen werden (BGE 139 I 31 E. 2.3.2; BGE 130 II 176 E. 4.2-4.4 mit Hinweisen). Auch der EGMR akzeptiert ausdrücklich, dass bei Betäubungsmitteldelin quenz von einer gewissen Schwere ein strenger Massstab angelegt wird; gemäss seiner Praxis überwiegt bei Betäu- bungsmitteldelikten regelmässig das öffentliche Interesse a n der Beendigung des Aufenthalts (Urteil des EGMR Kissiwa Koffi gegen die Schweiz [38005 /07] vom 15. November 2012 § 65 ff.). Bei Ausländern, welche sich wie der Beschwerde führer nicht auf das Abkommen vom Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft ei nerseits und der Europäi- schen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA) beru- fen können, darf im Rahmen der Interessenabwägung ab gesehen von der aktuellen Gefähr- dung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit, die von der betroffenen Einzelperson ausgeht, namentlich auch generalpräventiven Gesichtspunkten Rechnun g getragen werden (BGE 130 II 176 E. 4.2-4.4; Urteil des BGer 2C_963/2012 vom 1. A pril 2013 E. 5.1.3). In diesem Zusam- menhang ist auch auf die Bestimmungen von Art. 121 Abs. 3-6 BV hinzuweisen. Gemäss die- sen Bestimmungen verlieren Ausländerinnen und Ausländer unabhängig von ihrem ausländer- rechtlichen Status ihr Aufenthaltsrecht sowie alle Rech tsansprüche auf Aufenthalt in der Schweiz, wenn sie unter anderem wegen "Drogenhandels" rechtskräftig verurteilt worden sind (Art. 121 Abs. 3 lit. a BV). Zwar sind diese Bestimmun gen gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht direkt anwendbar, das Bundesgericht hat aber festgehalten, der vom Ver- fassungsgeber zum Ausdruck gebrachten Wertung sei insoweit Rechnung zu tragen, als dies zu keinem Widerspruch zu übergeordnetem Recht bzw. zu kei nen Konflikten mit dem Beurtei- lungsspielraum führe, den der EGMR den einzelnen Konv entionsstaaten bei der Umsetzung ihrer Migrations- und Ausländerpolitik zugestehe (BGE 139 I 16 E. 5.3; BGE 139 I 31 E. 2.3.2). 6. Somit bleibt nachfolgend anhand der der dargelegt en Rechtslage zu prüfen, ob unter Berücksichtigung der konkreten Umstände des vorliegenden F alles die öffentlichen Interessen an der Verweigerung der Verlängerung der Aufenthalt sbewilligung die privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz überwiegen. 6.1 Das Appellationsgericht Basel-Stadt hat am 18. Janu ar 2012 die erstinstanzlichen Schuldsprüche gegen den Beschwerdeführer wegen mehrfach er einfacher sowie mehrfacher qualifizierter Widerhandlungen gegen das Betäubungsmit telgesetz, wegen der bandenmässi- gen Geldwäscherei, der Entwendung eines Fahrzeuges zum G ebrauch, des Fahrens trotz Ab- erkennung des Führerausweises, der einfachen Verletzung der Verkehrsregeln, des pflichtwid- rigen Verhaltens bei einem Unfall sowie des mehrfache n Konsums von Betäubungsmitteln rechtskräftig bestätigt. Es verhängte eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten sowie eine Geldstrafe und eine Busse. Bezüglich des gravie rendsten Tatvorwurfs der mehrfa- chen qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsm ittelgesetz führte das Appellations- gericht aus, dass der Beschwerdeführer als Mitglied einer gut organisierten Drogenhändlerban- de von Kurieren innerhalb von zwei Wochen insgesamt dr eimal Kokainlieferungen von je ca. 1 kg entgegengenommen habe und ihm gleichzeitig erhebliche Geldsummen anvertraut worden seien. Es folgerte aus diesen Tatumständen, insbesonde re auch aufgrund der zeitlich intensi- ven Vorgehensweise, dass der Beschwerdeführer in der Ban de eine Position im mittleren Ka- derbereich eingenommen habe. Trotz des eingestandenen E igenkonsums könne er sich nicht auf eine entlastende Beschaffungskriminalität berufen, seine Motive seien vielmehr rein pekuni- ärer Natur gewesen. Der Beschwerdeführer verfüge über eine beträchtliche kriminelle Energie. Durch seine fortgesetzte Delinquenz habe er seine früher en Reuebekundungen Lügen gestraft, auch seine fehlende Einsicht in das Fehlverhalten fiele erheblich negativ ins Gewicht. Insge- samt sei von einem objektiv und subjektiv schweren Verschulden auszugehen (vgl. Urteil des Appellationsgerichts Basel-Stadt vom 18. Januar 2012 E. 6.4). Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.2 Das strafrechtlich relevante Verhalten des Beschwerd eführers insbesondere im Be- reich des Drogenhandels belastet sein Ansehen auch in ausl änderrechtlicher Hinsicht in aus- sergewöhnlichem Ausmass, zumal mit dem Appellationsgerich t von einem schweren Verschul- den und erheblicher krimineller Energie seinerseits auszugehen ist. Der Beschwerdeführer ist in der Schweiz als nicht süchtiger, international vernetzt er Kokainhändler tätig geworden und hat aus rein finanziellen Interessen die Gesundheit einer V ielzahl von Menschen gefährdet. Die Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren un d sechs Monaten wegen einer Fülle von Straftaten, hauptsächlich aber mehrfach begangenen qua lifizierten Betäubungsmitteldelikten, lässt auf eine ausgeprägte Geringschätzung und Gleichgül tigkeit gegenüber der schweizeri- schen Rechtsordnung schliessen (vgl. Urteil des BGer 2C_295/ 2009 vom 25. September 2009 E. 5.3, nicht publ. in: BGE 135 II 377, wo eine Frei heitsstrafe von 27 Monaten wegen Betäu- bungsmitteldelikten zur Diskussion stand). Dieser Eindruck wird verstärkt durch die Umstände des vorliegenden Falles. Die Entgegennahme von rund dr ei Kilogramm Kokain führte zu einer ersten Verhaftung im Herbst 2009. Nach der Entlassung au s der Untersuchungshaft im März 2010 und selbst nach seiner ersten Verurteilung zu eine r Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten am 12. August 2010 delinquierte der Besch werdeführer unverdrossen weiter, was von einer ausserordentlichen Uneinsichtigkeit und Unbelehrbarkeit zeugt. Erheblich negativ ins Gewicht fällt überdies, dass er seit seiner Einreise fortgesetzt deliktisch in Erscheinung ge- treten ist, weist er doch zum Teil einschlägige (Vor-)S trafen aus den Jahren 2004, 2006, 2008 sowie 2011 auf. Auch diese Verurteilungen belegen, da ss der Beschwerdeführer über längere Zeit nicht bereit war, aus den früheren Strafen Lehre n zu ziehen. Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz vor, sie habe es unterlassen, sich vertieft mit der Rückfallprognose auseinander- zusetzen und aus dem im Strafurteil festgestellten schwere n Verschulden in unzulässiger Wei- se auf ein Rückfallrisiko geschlossen. Dabei übersieht er, dass das Appellationsgericht Basel- Stadt in seiner Urteilsbegründung explizit ausführt, da ss das Verhalten des Beschwerdeführers keine positive Prognose zulasse (vgl. Urteil des Appellati onsgerichts Basel-Stadt vom 18. Januar 2012 E. 5.2). Der Regierungsrat hat des Wei teren korrekt befunden, die Prognose hinsichtlich eines zukünftigen Wohlverhaltens falle für den Beschwerdeführer nachteilig aus. Die in der Beschwerdebegründung angeführten Zukunftsperspekt iven, die angeblich gegen eine erneute Delinquenz sprächen, lagen schon vor fünf Jahr en vor. Offensichtlich haben aber we- der die laufenden strafrechtlichen Probezeiten noch die Verwarnung durch das AfM vom 7. April 2008 noch die Ehegemeinschaft mit seiner Ehefrau ode r die Geburt des ersten gemeinsamen Kindes am xx.xx.2008 den Beschwerdeführer davon abgehalten, in der Schweiz in erheblichem Mass gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu ve rstossen. Von einer positiven persön- lichen Entwicklung und einem vorbildlichen Verhalten im Strafvollzug kann - entgegen den Aus- führungen des Beschwerdeführers - keine Rede sein, wurd e er doch selbst während seines vorläufigen Strafvollzuges in der Strafanstalt Z.____ w iederum straffällig. Der Ansicht des Be- schwerdeführers, dass die bedingte Entlassung aus dem Str afvollzug mitberücksichtigt werden müsse und dass die Gewährung derselben zeige, dass der Bet roffene sich geändert habe und kein Risiko mehr für die Gesellschaft darstelle, kann in di eser Form ebenfalls nicht gefolgt wer- den. Zunächst hat der Straf- und Massnahmenvollzug nebst der Sicherheitsfunktion eine reso- zialisierende bzw. therapeutische Zielsetzung; für die M igrationsbehörden steht demgegenüber das Interesse der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Vordergrund, woraus sich ein im Ver- gleich mit den Straf- und Strafvollzugsbehörden strenge rer Beurteilungsmassstab ergibt (BGE Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 137 II 233 E. 5.2.2; BGE 130 II 176 E. 4.3.3). Soda nn handelt es sich bei der bedingten Entlas- sung um die letzte Stufe im Vollzug einer Freiheitsstraf e. Sie ist ein Instrument der Spezialprä- vention und dient der Wiedereingliederung des Straftä ters in die Gesellschaft. Ihre Gewährung ist denn auch zur Regel geworden. Sie stellt keine Verg ünstigung oder Belohnung für Wohlver- halten im Strafvollzug dar und bedeutet insbesondere k einen Straferlass (vgl. A NDREA BAECHTOLD , Strafvollzug, 2. Aufl., Bern 2009, S. 231 ff.). Aus dem Umstand der bedingten Ent- lassung kann der Beschwerdeführer somit nichts Entscheiden des zu seinen Gunsten ableiten, insbesondere nicht die Feststellung, dass bei ihm keine R ückfallgefahr mehr bestehe. In Anbe- tracht der genannten Gesamtumstände ist das Rückfallrisiko vielmehr als bedeutend einzustu- fen. Nach dem Gesagten besteht ein erhebliches öffent liches Interesse daran, die Aufenthalts- bewilligung des Beschwerdeführers nicht zu verlängern und ihn aus der Schweiz wegzuweisen. 6.3 Bei der Würdigung des privaten Interesses des Beschwer deführers am Verbleib in der Schweiz sind insbesondere auch diejenigen seiner Ehefrau und seines Sohnes zu berücksichti- gen. Wie oben dargelegt, ist es der Ehefrau und dem S ohn nicht zuzumuten, ihm nach Nigeria zu folgen. Durch die Wegweisung würde das gemeinsame F amilienleben faktisch verunmög- licht, denn es wäre der Familie wohl nur noch während einiger weniger Wochen im Jahr mög- lich, einander im Rahmen von gegenseitigen Besuchen zu sehen. Wie der Beschwerdeführer zutreffend darlegt, würde die Wegweisung auch dazu führen, dass er der Familie als finanzieller Versorger nicht zur Verfügung stände. Der Beschwerdeführe r beruft sich weiter auf die Vorga- ben des Übereinkommens vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes (UNO-Kinder- rechtskonvention), gemäss dessen Art. 3 Abs. 1 bei allen M assnahmen, die Kinder betreffen, das Wohl des Kindes als Gesichtspunkt vorrangig zu berücksichtigen ist. Zwar hat das Bundes- gericht schon mehrfach festgehalten, dass die Bestimmungen der UNO-Kinderrechtskonvention keinen unmittelbaren Anspruch auf die Erteilung einer ausländerrechtlichen Bewilligung gewäh- ren. Eine mittelbare Berücksichtigung dieser Normen im Rahmen der Rechtsanwendung ist jedoch möglich und angezeigt (Urteil des BGer 2C_1112/ 2012 vom 14. Juni 2013 E. 2.4 [zur Publikation vorgesehen]; BGE 126 II 377 E. 5; BGE 12 4 II 361 E. 3b). Es ist dem Beschwerde- führer weiter darin beizupflichten, dass der regelmässige Kontakt mit beiden Elternteilen für die Entwicklung des Kindes, insbesondere in der Pubertät, von grosser Bedeutung ist. Eine Weg- weisung führte vorliegend dazu, dass der Sohn wie bisher weitgehend ohne Vater aufwachsen müsste, wodurch ein Risiko für nachteilige psychosoziale F olgen geschaffen wird. Einschrän- kend ist in dieser Beziehung jedoch ebenfalls zu erwähn en, dass der Beschwerdeführer nur während der ersten Lebenswochen seines Sohnes mit diesem zusammenwohnte und er ihn nie über längere Zeit kontinuierlich betreut sondern in den vergangen Jahren nur sporadisch getrof- fen hat, so dass vorliegend nicht von einer besonders in tensiven Vater-Sohn-Beziehung ausge- gangen werden kann. Trotzdem träfen die Folgen eine r Wegweisung die Familie hart, weshalb von einem gewichtigen privaten Interesse des Beschwerdefüh rers an der Fortführung des ehe- lichen und familiären Zusammenlebens in der Schweiz auszugehen ist. 6.4 Wie oben ausgeführt wurde, impliziert eine Verurt eilung zu einer Freiheitsstrafe von mehr als zwei Jahren in jedem Fall einen so schwerwiege nden Verstoss gegen die schweizeri- sche Rechtsordnung, dass nach bloss kurzer Aufenthaltsdauer die Aufenthaltsbewilligung in der Regel nicht mehr zu verlängern ist. Zwar kann vorliegen d nicht mehr leichtfertig von einer kur- Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht zen Aufenthaltsdauer gesprochen werden, da der Beschwer deführer nun doch seit rund sechs Jahren ordnungsgemäss in der Schweiz lebt. Andererseits hat die Freiheitsstrafe, zu der er ver- urteilt wurde, die Dauer von zwei Jahren aber auch wese ntlich überschritten und zeugt vom beträchtlichen Verschulden des Beschwerdeführers. Bei der vorliegenden intensiven Delin- quenz muss nach der Rechtsprechung selbst ein geringes Restri siko weiterer Straffälligkeit nicht in Kauf genommen werden. Die Schwere des Verschuld ens, die langjährige Delinquenz sowie die augenscheinlich vorhandene Rückfallgefahr begründen ein öffentliches Interesse ers- ten Ranges an der Fernhaltung des Beschwerdeführers aus d er Schweiz. Auch unter Berück- sichtigung von Art. 121 Abs. 3 lit. a BV ist von einem ausserordentlich gewichtigen öffentlichen Fernhalteinteresse auszugehen. Unter diesen Umständen bed arf es - neben der bereits bejah- ten Unzumutbarkeit für die Beschwerdeführerin und de n Sohn, dem Beschwerdeführer in des- sen Heimatland zu folgen - weiterer aussergewöhnlich sta rker privater Interessen, um die Ertei- lung einer Aufenthaltsbewilligung noch zu rechtfertig en. Solche sind vorliegend jedoch keine ersichtlich. Im Hinblick auf die Anwesenheitsdauer fällt in Betracht, dass der Beschwerdeführer zwar erstmals im Jahr 2004 in die Schweiz eingereist ist, d ass er aber erst seit seiner neuerli- chen Einreise in die Schweiz am 4. November 2007, die n ach seiner Heirat im Rahmen des Familiennachzugs erfolgte, mit ordentlicher Aufenthalts bewilligung hier lebt. Seiner früheren prekären resp. illegalen Anwesenheit in der Schweiz unter falschen Personalien kann entgegen dem Dafürhalten des Beschwerdeführers kein besonderes Gew icht beigemessen werden (vgl. Urteil des BGer 2C_803/2010 vom 14. Juni 2011 E. 2.3.4 ). Relativiert wird die Aufenthaltsdauer des Beschwerdeführers auch dadurch, dass er zwischen Oktober 2009 und März 2010 in Un- tersuchungshaft war und dass er sich seit dem 17. August 2 010 ununterbrochen in Haft befin- det. Somit kann vorliegend nicht von einer langen und schon gar nicht von einer lebensprägen- den Aufenthaltsdauer des Beschwerdeführers in der Schwe iz gesprochen werden. Auch die Dauer der ehelichen Beziehung ist mit lediglich sechs Jahr en als eher kurz zu bezeichnen, vor allem wenn mitberücksichtigt wird, dass die Eheleute die se Zeit mehrheitlich - freiwillig oder unfreiwillig - voneinander getrennt verbracht haben. Angesichts der wiederholten Straffälligkeit kann zudem von vornherein nicht von einer vertieften Int egration in die hiesigen Verhältnisse gesprochen werden. Ohnehin bestehen keine Anhaltspunkt e, wonach sich der Beschwerdefüh- rer trotz schweizerischen Familienangehörigen hier gut integriert haben und mit den schweizeri- schen Gepflogenheiten vertraut sein könnte. Über besonde rs intensive soziale Beziehungen zum ausserfamiliären bzw. zum ausserhäuslichen Bereich in der Schweiz verfügt er klarerweise nicht. Der Beschwerdeführer konnte sich auch in beruflich er Hinsicht kaum integrieren und eine Wegweisung ist aus wirtschaftlicher und arbeitsmarktlicher Sicht ohne Weiteres vertretbar, zu- mal es sich bei den bisherigen ausschliesslich temporären Arbeitsstellen des Beschwerdefüh- rers um unqualifizierte Arbeit gehandelt hat und die Chancen auf eine dauerhafte Stelle auf- grund der fehlenden Ausbildung und der fehlenden Spr achkenntnisse gering sind. Der Be- schwerdeführer ist weiter im Alter von 22 Jahren erstma ls in die Schweiz eingereist und hat somit den grössten Teil seines Lebens - vor allen Dingen d ie prägenden Kinder- und Jugend- jahre - im Herkunftsland verbracht. Im Jahr 2007 hielt er sich für gut sechs Monate in Nigeria auf, zuletzt reiste er soweit ersichtlich im Frühling 200 9 für einen einmonatigen Aufenthalt dort- hin. Er ist mit den Verhältnissen vor Ort, so auch mit Kultur und Sprache, bestens vertraut und verfügt nach wie vor über persönliche Kontakte, zum Be ispiel zu seinen Eltern. Er legt nicht substantiiert dar und es ist auch nicht ersichtlich, wesha lb ihm bei einer Rückkehr grosse Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht Schwierigkeiten bei der Reintegration drohen sollten . Dass die Rückkehr unbestreitbar mit per- sönlichen und wirtschaftlichen Nachteilen verbunden ist, ändert an der Zumutbarkeit indes nichts, zumal der Beschwerdeführer die Wegweisung aus de r Schweiz seinem persönlichen Verhalten zuzuschreiben hat. Der drohende Verlust des ge meinsamen Familienlebens und die allfälligen finanziellen Folgen sowie der durch die Wegweisung resultierende Umstand, dass der Sohn weitgehend ohne Vater aufwachsen müsste, stellen i n dieser Konstellation ohne zusätzli- che hinzu tretende Faktoren keine ungewöhnlich gewicht igen privaten Interessen an einem Verbleib in der Schweiz dar. Auch wenn die Wegweisung z ur Trennung von der Ehefrau und vom Kind führt und die Familie hart trifft, so erweist sich die Nichtverlängerung der Aufenthalts- bewilligung angesichts der schweren und wiederholten Del inquenz und des öffentlichen Sicher- heitsbedürfnisses im Ergebnis als verhältnismässig und der Eingriff in das Recht auf Familien- leben somit als gerechtfertigt. Der Beschwerdeführer ist allein dafür verantwortlich, dass ein gemeinsames Familienleben - abgesehen von allfälligen Besuchsaufenthalten und telefoni- schen oder elektronischen Kontakten - nicht mehr gepflegt werden kann. Der Regierungsrat durfte dementsprechend ohne Verletzung von Bundes- od er Konventionsrecht zum Ergebnis kommen, die öffentlichen Interessen an der Nichtverlänge rung der Aufenthaltsbewilligung überwögen die privaten Interessen der Beschwerdeführer s und seiner Familie an einem weite- ren Verbleib in der Schweiz. 7. Zusammengefasst erweisen sich die Nichtverlängerung d er Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers und seine Wegweisung aus der Schweiz al s verhältnismässig. Die Vo- rinstanz hat entsprechend den rechtlichen Anforderungen die öffentlichen Interessen, die per- sönlichen Verhältnisse sowie den Grad der Integration i m Rahmen einer umfassenden Interes- senabwägung berücksichtigt. Die Rüge des Beschwerdeführers, der Regierungsrat habe die abzuwägenden Interessen unzureichend ermittelt und ein seitig gewichtet, erweist sich als un- begründet. Anhaltspunkte dafür, dass er das ihm zustehend e Ermessen rechtsfehlerhaft aus- geübt hätte, bestehen ausserdem keine. Die Nichtverlän gerung der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz erfolgten nach dem Gesagten zu Recht, was zur Abweisung der Beschwerde führt. 8. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahre ns zu befinden. 8.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kan tonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vor- liegend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von insge samt Fr. 1'800.-- dem unterlegenen Beschwerdeführer aufzuerlegen. Zufolge Bewilligung de r unentgeltlichen Rechtspflege gehen die Verfahrenskosten zulasten der Gerichtskasse. 8.2 Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise ob siegenden Partei für den Bei- zug eines Anwalts bzw. einer Anwältin eine angemessene P arteientschädigung zulasten der Gegenpartei zugesprochen werden. Dem Kanton wird keine Parteientschädigung zugesprochen (§ 21 Abs. 2 VPO). Die ausserordentlichen Kosten sind demnach wettzuschlagen. Zufolge Be- willigung der unentgeltlichen Rechtspflege ist dem R echtsvertreter des Beschwerdeführers ein Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht Honorar zulasten der Gerichtskasse auszurichten. In seiner H onorarnote vom 13. August 2013 macht er diverse Aufwendungen geltend, die entweder mi t dem vorliegenden Verfahren nicht in unmittelbarem Zusammenhang stehen und dementsprechend nicht entschädigt werden können (Kontakte mit der Anlaufstelle Baselland und der niger ianischen Botschaft, viele Telefonate mit der Ehefrau, die nicht erkennbar mit der Beschwerde z u tun haben, ebenso wenig der Besuch beim Beschwerdeführer im Ausschaffungsgefängnis am 16. A pril 2013, als im kantonsgerichtli- chen Verfahren nichts anstand) oder die als unnötiger A ufwand im Rahmen der unentgeltlichen Rechtspflege nicht vergütet werden (Teilnahme an der Urteilsberatung betreffend Einsprache). Die Honorarnote ist dementsprechend zu kürzen und die Parteientschädigung ohne Berücksich- tigung der geltend gemachten Reisespesen sowie gestützt auf einen ermessensweise reduzier- ten Aufwand von 20 Stunden auszurichten. Die übrigen P ositionen (Zeitaufwand des Volontärs, Kopien und Porti) sind nicht zu beanstanden, wobei im Rahmen der unentgeltlichen Rechtspfle- ge Kopien mit einem Ansatz von Fr. 0.50 pro Kopie ab gerechnet werden. Aus dem Gesagten resultieren ein Honorar von Fr. 4'150.00 (20 Stunden à Fr. 180.00, 4:35 Stunden à Fr. 120.00), Auslagen für Kopien von Fr. 113.00 sowie Auslagen für P orti und Telefonate von Fr. 111.90. Daraus ergibt sich ein aus der Gerichtskasse auszurichtendes Gesamthonorar von Fr. 4'724.90 (inkl. 8% MWST von Fr. 350.00). 8.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich darauf hingew iesen, dass er zur Nachzahlung der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichtskasse belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald er dazu in de r Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 22. Februar 2001). Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'800.-- werden dem Be- schwerdeführer auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführun g gehen die Ver- fahrenskosten zu Lasten der Gerichtskasse. 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständu ng wird dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von Fr. 4'724.90 (inkl. Auslagen und 8% MWST) aus der Geri chtskasse aus- gerichtet. Präsidentin Gerichtsschreiber Gegen diesen Entscheid wurde am 23. Oktober 2013 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfah- rensnummer 2C_983/2013) erhoben.