<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2021.00557</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=222564&amp;W10_KEY=13013463&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2021.00557</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 10.08.2022</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe: Aufsichtsrechtliche Verpflichtung der Gemeinde durch den Bezirksrat, Beschwerdelegitimation. Die Vorinstanz verpflichtete die Gemeinde im angefochtenen Entscheid aufsichtsrechtlich, einem Sozialhilfeempfänger in Zukunft die wirtschaftliche Hilfe jeweils monatlich zu überweisen. Erlässt die (Aufsichts-)Behörde im Rahmen ihrer Aufsichtstätigkeit eine Anordnung, können die Rechtsmittellegitimierten die dagegen zulässigen Rechtsmittel erheben. Die aufsichtsrechtliche Anordnung ist als erstinstanzlich zu betrachten, selbst wenn die Aufsichtsbehörde zugleich als Rekursbehörde amtet, sodass eine Gabelung des Rechtswegs eintreten kann (E. 2.2). Zuständigkeitshalber ist die Angelegenheit deshalb an den Regierungsrat zu überweisen, soweit die Aufhebung der aufsichtsrechtlichen Anordnung beantragt wird (E. 2.3). Abgesehen davon stellte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde einzig die richtige Rechtsanwendung durch die Vorinstanz infrage, was für die Begründung der Beschwerdelegitimation als Gemeinde nicht genügt, zumal finanziell ein geringer Betrag umstritten ist und dem vorinstanzlichen Entscheid keine präjudizielle Wirkung zukommt. Da sie überdies bezüglich des Streitgegenstands des Beschwerdeverfahrens auch keine Verletzung der ihr von der Kantons- oder Bundesverfassung gewährten Garantien geltend macht, ist ihre Beschwerdelegitimation zu verneinen (E. 3.2). Die Ansetzung einer Nachfrist zur Darlegung der legitimationsbegründenden Umstände war vorliegend nicht angezeigt, da das Führen von Rechtsmittelverfahren zu ihrem Aufgabenbereich gehört und bezüglich der Beschwerdelegitimation von Gemeinden â insbesondere bezüglich Sozialhilfe â eine gefestigte und bekannte Rechtsprechung besteht (E. 3.3). Nichteintreten. Mit Bezug auf die aufsichtsrechtliche Anordnung Überweisung an den Regierungsrat.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFSICHTSRECHT">AUFSICHTSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFSICHTSRECHTLICHER BESCHLUSS">AUFSICHTSRECHTLICHER BESCHLUSS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHWERDELEGITIMATION">BESCHWERDELEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINDEBESCHWERDE">GEMEINDEBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMITTELWEG">RECHTSMITTELWEG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃBERWEISUNG">ÃBERWEISUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 21 Abs. 2 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 49 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=58445" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2021.00557</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>VerfÃ¼gung</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal">des Einzelrichters</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">10. August 2022</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter Matthias Hauser, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Cyrielle SÃ¶llner Tropeano.<span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Gemeinde A, vertreten durch die SozialbehÃ¶rde, </p> <p class="MsoNormal"><b>BeschwerdefÃ¼hrerin, </b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">B, vertreten durch lic.<span> </span>iur. C, </p> <p class="MsoNormal"><b>Beschwerdegegner, </b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Sozialhilfe,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben:</p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><span>B (geboren 1964) wurde mit VerfÃ¼gung vom 22. Februar 2021 von der SozialbehÃ¶rde A ab 1. Februar 2021 wirtschaftliche Hilfe zugesprochen, bestehend aus einem Grundbedarf von Fr. 738.50 (Fr. 997.- abzÃ¼glich 10 % wegen Wohngemeinschaft und 17,7 % aus dem Warenkorb der Schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe [SKOS]) sowie der KrankenkassenprÃ¤mie von Fr. 387.25. Die SozialbehÃ¶rde begrÃ¼ndete die AbzÃ¼ge vom Grundbedarf mit der Wohnzweckgemeinschaft, welche B mit seinem Sohn bilde, in dessen Haus er in der mittleren Wohnung gratis wohnen kÃ¶nne. Weiter wurden B verschiedene Weisungen erteilt. Unter anderem wurde er angewiesen, die KontoauszÃ¼ge monatlich vorzulegen; die Auszahlung der wirtschaftlichen Hilfe erfolge nach Vorlage der KontoauszÃ¼ge.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen rekurrierte B am 25. MÃ¤rz 2021 an den Bezirksrat BÃ¼lach und beantragte, die Sozialhilfe sei ab Antragstellung auszurichten, der Grundbedarf sei fÃ¼r eine Person in einem Einpersonenhaushalt ungekÃ¼rzt auszurichten und auf Verfahrenskosten sei zu verzichten. Sodann sei die SozialbehÃ¶rde A superprovisorisch anzuweisen, ihm die Sozialhilfeleistungen fÃ¼r Februar und MÃ¤rz 2021 ungekÃ¼rzt auszurichten.</p> <p class="Urteilstext">Mit Beschluss vom 21. Juli 2021 hob der Bezirksrat BÃ¼lach in teilweiser Gutheissung des Rekurses Dispositivziffer 1 der VerfÃ¼gung der SozialbehÃ¶rde A vom 22. Februar 2021 auf und fasste diese wie folgt neu: "B wird ab Mitte Dezember 2020 mit wirtschaftlicher Hilfe von Fr. 897.30 (Grundbedarf) und ab 1. April 2021 mit Fr. 905.40 (Grundbedarf) unterstÃ¼tzt.". Weiter wies er die SozialbehÃ¶rde A an, B fÃ¼r die Zeit von Mitte Dezember 2020 bis Ende Juli 2021 Fr. 2'042.30 nachzuzahlen (Dispositivziffer II). Schliesslich wies er die SozialbehÃ¶rde A aufsichtsrechtlich an, B in Zukunft die wirtschaftliche Hilfe jeweils monatlich zu Ã¼berweisen (Dispositivziffer III).</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit (als Rekurs bezeichneter) Beschwerde vom 16. August 2021 gelangte die Gemeinde A an das Verwaltungsgericht und beantragte die vollumfÃ¤ngliche Aufhebung des <br/> Beschlusses des Bezirksrats BÃ¼lach vom 21. Juli 2021.</p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat BÃ¼lach verwies mit Eingabe vom 1. September 2021 auf die BegrÃ¼ndung des angefochtenen Entscheids und verzichtete im Ãbrigen auf eine Vernehmlassung.</p> <p class="Urteilstext">B liess durch seine Rechtsvertreterin am 19. Januar 2022 mittels eingereichter Vollmacht das VertretungsverhÃ¤ltnis anzeigen, mit dem Hinweis, dass zurzeit keine konkreten AntrÃ¤ge gestellt wÃ¼rden.</p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r die Behandlung der vorliegenden Beschwerde gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) zustÃ¤ndig. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Bei Streitigkeiten Ã¼ber periodisch wiederkehrende Leistungen, namentlich im Bereich der Sozialhilfe, ist der Streitwert der Summe dieser periodischen Leistungen wÃ¤hrend der Dauer von zwÃ¶lf Monaten gleichzusetzen (statt vieler VGr, 31. MÃ¤rz 2021, VB.2020.00696, E. 1.1; Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 65a N. 17). Die<span> Differenz zwischen den von der BeschwerdefÃ¼hrerin mit VerfÃ¼gung vom 22. Februar 2021 und den von der Vorinstanz mit Beschluss vom 21. Juli 2021 festgesetzten BetrÃ¤gen entspricht </span>17,7 % der GrundbedarfsbetrÃ¤ge von Fr. 897.30 ab Mitte Dezember 2020 respektive Fr. 905.40 ab 1. April 2021. Der Streitwert vor Verwaltungsgericht berechnet sich als Differenz zwischen den beim Verwaltungsgericht gestellten Begehren und dem von der Vorinstanz zugesprochenen Betrag (<span>sogenanntes Gravamensystem; vgl. VGr, </span>17. Dezember 2020, VB.2019.00704, E. 1.1<span>). U</span>nter Hinzurechnung der Nachzahlungssumme von Fr. 2'042.30 betrÃ¤gt der Streitwert weniger als Fr. 20'000.-. Deshalb und da dem Fall keine grundsÃ¤tzliche Bedeutung zukommt, ist der Fall vom Einzelrichter zu entscheiden (§ 38b Abs. 1 lit. c und Abs. 2 VRG). </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist weder AufsichtsbehÃ¶rde Ã¼ber die BeschwerdefÃ¼hrerin noch Ã¼ber die Vorinstanz. Die Gemeinden stehen mit der gesamten GemeindetÃ¤tigkeit unter der Aufsicht des Bezirksrats als dem allgemeinen Aufsichtsorgan Ã¼ber die Gemeinden. <span>Der Bezirksrat ist hier nicht nur Rekursinstanz, sondern zugleich auch AufsichtsbehÃ¶rde Ã¼ber die FÃ¼rsorgebehÃ¶rden (§ 8 Abs. 1 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 [SHG, LS 851.1]). Er kann deshalb, wenn die entsprechenden Voraussetzungen gegeben sind, auch </span>aufsichtsrechtlich<span> <span>einschreiten (Martin Bertschi, Kommentar VRG, Vorbemerkungen zu §§ 19â28a N. 69). Da es sich bei aufsichtsrechtlichen Anordnungen der BezirksrÃ¤te um erstinstanzliche Anordnungen, nicht aber um Rechtsmittelentscheide handelt, ist gemÃ¤ss</span></span> § 19b Abs. 2 lit. a Ziff. 3 VRG der Regierungsrat Rekursinstanz gegen solche Anordnungen der BezirksrÃ¤te (Bertschi, Vorbemerkungen zu §§ 19â28a N. 73 f.). Das Verwaltungsgericht ist somit weder fÃ¼r die Behandlung von Aufsichtsbeschwerden gegen die Vorinstanz noch von Rekursen gegen deren aufsichtsrechtlichen Anordnungen zustÃ¤ndig.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die Vorinstanz verpflichtete die BeschwerdefÃ¼hrerin im angefochtenen Entscheid <i>aufsichtsrechtlich</i>, dem Beschwerdegegner in Zukunft die wirtschaftliche Hilfe jeweils monatlich zu Ã¼berweisen. Gegenstand des Rekursverfahrens kann nur sein, was auch Gegenstand der erstinstanzlichen VerfÃ¼gung war. Daneben bestimmt sich der Streitgegenstand nach der im Rekursantrag verlangten Rechtsfolge. Der Streitgegenstand kann somit nur Anordnungen umfassen, die Teil des Rechtsmittelverfahrens waren und somit nicht aufsichtsrechtlicher Natur sind. ErlÃ¤sst die (Aufsichts-)BehÃ¶rde jedoch im Rahmen ihrer AufsichtstÃ¤tigkeit eine Anordnung, kÃ¶nnen die Rechtsmittellegitimierten die dagegen zulÃ¤ssigen Rechtsmittel erheben. Die aufsichtsrechtliche Anordnung ist als erstinstanzlich zu betrachten, selbst wenn die AufsichtsbehÃ¶rde zugleich als RekursbehÃ¶rde amtet, sodass eine Gabelung des Rechtswegs eintreten kann (VGr, 10. Februar 2022, VB.2021.00472 E. 1.2; Bertschi, Vorbemerkungen zu §§ 19â28a N. 86). Dies ist vorliegend der Fall, selbst wenn â wie die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend macht â ein enger sachlicher Zusammenhang zwischen den Themen besteht. Die zu beurteilenden Rechtsfragen betreffend die AbzÃ¼ge aus dem SKOS-Warenkorb aufgrund der Wohnform und den Auszahlungsmodus sind â selbst wenn sie denselben SozialhilfeempfÃ¤nger betreffen â nicht derart miteinander verknÃ¼pft, dass nur eine gesamtheitliche Beurteilung durch das Verwaltungsgericht mÃ¶glich wÃ¤re. Entsprechend ist die Sache, soweit sie die aufsichtsrechtliche Anordnung der Vorinstanz betreffend den Auszahlungsmodus betrifft, nicht vom Verwaltungsgericht im Beschwerdeverfahren zu beurteilen und es ist auf die Beschwerde in diesem Punkt <span>mangels ZustÃ¤ndigkeit </span>nicht einzutreten. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Bei fristgebundenen Eingaben ist auch das Verwaltungsgericht nach § 5 Abs. 2 VRG verpflichtet, diese an die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde weiterzuleiten (PlÃ¼ss, § 5 N. 45, 48). Diese Pflicht steht jedoch unter dem Vorbehalt des Rechtsmissbrauchs, der angenommen wird, wenn eine Partei ihre Eingabe nicht versehentlich, sondern bewusst an die unzustÃ¤ndige BehÃ¶rde einreicht (PlÃ¼ss, § 5 N. 51). Vorliegend handelte die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht rechtsmissbrÃ¤uchlich, da sie die entgegen der Rechtsmittelbelehrung erfolgte Einreichung beim Verwaltungsgericht in nicht geradezu haltloser Weise mit dem sachlichen Zusammenhang der verschiedenen Anordnungen begrÃ¼ndete. <span>Somit ist die Angelegenheit in Bezug auf die Anfechtung der aufsichtsrechtlichen Anordnung der Vorinstanz zustÃ¤ndigkeitshalber an den Regierungsrat weiterzuleiten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b><span>Die </span>Beschwerdelegitimation<span> stellt eine Prozessvoraussetzung dar, die von Amtes wegen zu prÃ¼fen ist (vgl. Bertschi, § 49 N. 2 in Verbindung mit § 21 N. 7). </span>Dies entbindet die beschwerdefÃ¼hrende Partei allerdings nicht davon, ihre Legitimation zu substanziieren, wenn sie nicht offensichtlich ist (VGr, 5. November 2020, <span>VB.2020.00480, E. 2.1; Bertschi, § 21 N. 38).</span><i> </i></p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss § 49 in Verbindung mit § 21 Abs. 2 VRG sind Gemeinden zur Beschwerde legitimiert, wenn sie durch die Anordnung wie eine Privatperson berÃ¼hrt sind und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ãnderung haben (lit. a), die Verletzung von Garantien rÃ¼gen, die ihnen die Kantons- oder Bundesverfassung gewÃ¤hrt (lit. b), oder bei der ErfÃ¼llung von gesetzlichen Aufgaben in ihren schutzwÃ¼rdigen Interessen anderweitig verletzt sind, insbesondere bei einem wesentlichen Eingriff in ihr Finanz- oder VerwaltungsvermÃ¶gen (lit. c). <span>Im Bereich der Sozialhilfe sind Gemeinden nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung grundsÃ¤tzlich in spezifischer Weise in der Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben betroffen. Sie sollen sich daher gegen Entscheide zur Wehr setzen kÃ¶nnen, die ihr Verwaltungshandeln einschrÃ¤nken. In der Regel ist daher ihre Beschwerdelegitimation gegeben. Diese ist jedoch dann zu verneinen, wenn die prÃ¤judizielle Wirkung eines Entscheids weder geltend gemacht wird noch ersichtlich ist, oder wenn ganz unerhebliche Rechtsfolgen zur Beurteilung anstehen. In solchen FÃ¤llen kann nicht mehr von einem besonderen schutzwÃ¼rdigen Interesse der Gemeinde gesprochen werden, weil das alleinige Interesse an der richtigen Rechtsanwendung keine Legitimation begrÃ¼ndet (BGE 140 V 328 E. 4 f., 6.1, 6.4 ff. <span>zu Art. 111 Abs. 1 und Art. 89 Abs. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]; statt vieler VGr, 17. Dezember 2020, VB.2019.00704, E. 1.2).</span></span></p> <p class="Erwgung2"><span>FÃ¼r das Eintreten auf eine Beschwerde aufgrund von der Gemeinde gerÃ¼gter Verletzung von Garantien, die ihnen die Kantons- oder Bundesverfassung gewÃ¤hrt â womit insbesondere die Gemeindeautonomie gemeint ist â ist allein entscheidend, dass die Gemeinde eine solche Verletzung geltend macht; ob ihr im strittigen Bereich eine Autonomie tatsÃ¤chlich zukommt und ob diese verletzt worden ist, ist keine Frage des Eintretens, sondern der materiellen Beurteilung (BGr, 14. Juni 2017, 8C_100/2017, E. 4.3).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¤ussert sich in der Beschwerdeschrift nicht ausdrÃ¼cklich zu ihrer Beschwerdelegitimation. Sie rÃ¼gt jedoch einen unzulÃ¤ssigen Eingriff in ihre Gemeindeautonomie durch die Vorinstanz, wobei sich diese AusfÃ¼hrung explizit nur auf die angefochtene <i>aufsichtsrechtliche</i> Anordnung der Vorinstanz bezieht; auf die Beschwerde gegen diese kann das Verwaltungsgericht jedoch nicht eintreten (vgl. oben E. 2.3). Mit der von der Vorinstanz aufgehobenen KÃ¼rzung von 17,7 % des Grundbedarfs (von Fr. 905.40 aufgerechnet auf zwÃ¶lf Monate; vgl. oben E. 1.2) sowie der Nachzahlungssumme (Fr. 2'042.30) von total Fr. 3'964.- steht zudem <span>kein erheblicher Betrag im Sinn der bundesgerichtlichen Rechtsprechung infrage (vgl. BGE 140 V 328 E. 6.5 ff.; VGr, 17. Dezember 2020, VB.2019.00704, E. 1.2; VGr, 18. September 2019, VB.2019.00273, E. 1.2.2). Dieser hat </span>keine wesentlichen finanziellen Auswirkungen fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin und solches macht sie auch nicht geltend. Ihre AusfÃ¼hrungen, wonach Geld das wichtigste Instrument der FallfÃ¼hrung sei und die Sozialhilfe an Bedingungen geknÃ¼pft werden kÃ¶nne und mÃ¼sse, betreffen nur die aufsichtsrechtliche Anordnung des Auszahlungsmodus.</p> <p class="Erwgung2"><span>Die Vorinstanz hat die UnzulÃ¤ssigkeit der KÃ¼rzung des Grundbedarfs um 17,7 % sowie den strittigen Zeitpunkt des UnterstÃ¼tzungsbeginns bezogen auf die konkreten UmstÃ¤nde des hier vorliegenden Einzelfalls beurteilt. Inwiefern dem Entscheid Ã¼ber den vorliegenden konkreten Fall hinaus Bedeutung zukommen kÃ¶nnte, legt die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. Die BeschwerdefÃ¼hrerin</span> stellt damit einzig die richtige Rechtsanwendung durch die Vorinstanz infrage, was fÃ¼r die BegrÃ¼ndung der Legitimation nicht genÃ¼gt. <span>Da sie Ã¼berdies bezÃ¼glich des Streitgegenstands des Beschwerdeverfahrens auch keine Verletzung der ihr von der Kantons- oder Bundesverfassung gewÃ¤hrten Garantien geltend macht, ist ihre Beschwerdelegitimation zu verneinen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die Ansetzung einer Nachfrist zur Darlegung der legitimationsbegrÃ¼ndenden UmstÃ¤nde war vorliegend nicht angezeigt, zumal von der BeschwerdefÃ¼hrerin â selbst wenn sie nicht durch eine juristisch ausgebildete Person handelt oder anwaltlich vertreten ist â nach der allgemeinen Lebenserfahrung erwartet werden kann, dass sie die Obliegenheit zur expliziten BegrÃ¼ndung der Beschwerdelegitimation kennt. Denn das FÃ¼hren von Rechtsmittelverfahren gehÃ¶rt zu ihrem Aufgabenbereich und es besteht bezÃ¼glich der Beschwerdelegitimation von Gemeinden â insbesondere bezÃ¼glich Sozialhilfe â eine gefestigte und bekannte Rechtsprechung (vgl. BGr, 5. August 2020, 1C_588/2019, E. 2.3 f.). Somit kann sie in dieser Sache nicht wie eine juristische Laiin behandelt werden.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung1">Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde nicht einzutreten und die Angelegenheit ist, soweit die Aufhebung von Dispositivziffer III des vorinstanzlichen Entscheids beantragt ist, zustÃ¤ndigkeitshalber dem Regierungsrat zu Ã¼berweisen. AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihr mangels Obsiegens und dem Beschwerdegegner mangels Antrags nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss verfÃ¼gt <span>der Einzelrichter</span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. Die Angelegenheit wird, soweit die Aufhebung von Dispositivziffer III des vorinstanzlichen Entscheids beantragt ist, zustÃ¤ndigkeitshalber dem Regierungsrat Ã¼berwiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 570.--</u> Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Gegen diese VerfÃ¼gung kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, einzureichen.</p> <p class="Einzug2">5. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) den Bezirksrat BÃ¼lach;<br/> c) den Regierungsrat.</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>