Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Kammer I I 2019 98 Entscheid vom 16. März 2020 Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident Dr.med. Urs Gössi, Richter Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter MLaw Marco Lacher, a.o. Gerichtsschreiber Parteien A.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, gegen E.________ AG, Vorinstanz, Gegenstand Unfallversicherung (Rechtsverzögerung)2 Sachverhalt: A.Am 28. September 2018 ging bei der E.________ AG (nachfolgend E.________) per Mail eine dringende UVG-Meldung betreffend A.________ (Jg. 1997) ein. Gemäss Polizeirapport vom 26. November 2018 war A.________ Bei- fahrerin auf einem Motorrad, als dieses am 27. September 2018 in C.________ GR mit einem Lastwagen kollidierte. Die beiden Motorradfahrer mussten mit der Rega ins Kantonsspital D.________ überführt werden. Gemäss Austrittsbericht des Kantonsspital D.________ erlitt A.________ ein Polytrauma nach Motorrad- unfall vom 27. September 2018 mit initialer GCS 5 mit Verletzungen des Schä- dels und der HWS, des Thorax, des Abdomens sowie an den Extremitäten (vgl. Austrittsbericht vom 10.10.2018). Als Angestellte des F.________, war A.________ bei der E.________ obligato- risch und nach VVG gegen Unfallfolgen versichert. Der Unfall wurde von E.________ unter der Unfallnummer 5180008747 registriert. B.Am 6. Dezember 2019 lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz gegen E.________ Rechtsverzögerungsbeschwerde erheben mit den Anträgen: 1. Die Beschwerdegegnerin sei unter Ansetzung einer Frist zu verpflichten, die Taggelder gemäss UVG abzurechnen, die ausstehenden Taggelder gemäss UVG an die Beschwerdeführerin auszuzahlen sowie der Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin Einsicht in alle Akten zu gewähren. 2. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin unter Ansetzung einer Frist zu ver- pflichten, betreffend Taggeldleistungen und Akteneinsicht eine anfechtbare Ver- fügung zu erlassen. 3. Unter Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin. C.Am 20. Dezember 2019 ersucht E.________ um Erstreckung der Frist zur Vernehmlassung. Gleichzeitig wird dem Gericht ein Stapel Kopien - unnumme- riert und ohne Verzeichnis - von jenen Dokumenten zugestellt, die der Anwalt anbegehrt habe und die ihm tags zuvor zugestellt worden seien. Mit Vernehmlassung vom 20. Januar 2020 beantragt E.________: 1. Die Beschwerde vom 06.12.2019 sei abzuweisen. 2. Jegliche anderweitigen Begehren seien abzuweisen. 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Am 27. Januar 2020 nimmt die Beschwerdeführerin Stellung zur Vernehmlas- sung und beantragt, die Beschwerde sei antragsgemäss gutzuheissen.3 Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.Die Vorinstanz hält vernehmlassend fest, es liege weder eine Verfügung noch ein Einspracheentscheid des Unfallversicherers vor, weshalb das Verwal- tungsgericht zur Behandlung der beschwerdeführerischen Eingabe vom 6. De- zember 2019 funktionell nicht zuständig sei. Es könne höchstens eine Rechts- verweigerungs- oder Rechtsverzögerungsbeschwerde geprüft werden. Die Vorinstanz verkennt, dass die Beschwerdeführerin ausdrücklich eine Rechts- verzögerungsbeschwerde erhoben hat. Strittig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin der Vorinstanz zu Recht eine Rechtsverzögerung vorwirft, weil diese entgegen ihrer Pflicht als obligatorische Unfallversicherung nicht handle. Aus der in den Akten liegenden Korrespondenz der Parteien ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin verschiedentlich auch Auskunft in Sachen UV- Zusatzversicherung nach VVG wünscht. Die dem Privatrecht unterliegenden UV- Zusatzversicherungen bilden nicht Gegenstand dieses (Beschwerde-)Verfahrens. 2.1Jede Person hat in Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen An- spruch auf gleiche und gerechte Behandlung, auf Beurteilung innert angemesse- ner Frist sowie auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 1 und 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101] vom 18.4.1999). 2.2Eine Gehörsverletzung im Sinne einer formellen Rechtsverweigerung liegt nach der Praxis des Bundesgerichts vor, wenn eine Behörde auf eine ihr frist- und formgerecht unterbreitete Sache nicht eintritt, obschon sie darüber entschei- den müsste (BGE 135 I 6 Erw. 2.1; 134 I 229 Erw. 2.3; vgl. auch Urteil BGer 6B_118/2017 vom 22.2.2018 Erw. 2.2). Unerheblich ist, auf welche Gründe - ob auf ein Fehlverhalten der Behörden oder auf andere Umstände - die Rechtsver- weigerung zurückzuführen ist; entscheidend ist ausschliesslich, dass die Behör- de nicht handelt (SVR 2001 IV Nr. 24 S. 73 Erw. 3b mit Hinweisen, I 436/00). 2.3 Eine Rechtsverzögerung und damit eine Verletzung von Art. 29 Abs. 1 BV liegt vor, wenn eine Gerichts- oder Verwaltungsbehörde sich zwar bereit zeigt, einen Entscheid zu treffen, diesen aber nicht binnen der Frist fasst, welche nach der Natur der Sache und nach der Gesamtheit der übrigen Umstände als ange- messen erscheint. Für die Rechtsuchenden ist es unerheblich, auf welche Grün- de - ob auf ein Fehlverhalten der Behörden oder auf andere Umstände - die Rechtsverzögerung zurückzuführen ist; entscheidend ist ausschliesslich, dass die Behörde nicht fristgerecht handelt. Bei der Feststellung einer unrechtmässi- gen Rechtsverzögerung geht es deshalb um die Würdigung objektiver Gegeben-4 heiten. Eine Rechtsverzögerung ist gegeben, wenn die Umstände, welche zur unangemessenen Verlängerung des Verfahrens führten, objektiv nicht gerecht- fertigt sind (vgl. Kölz/Häner/Bertschi, Verwaltungsverfahren und Verwaltungs- rechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Rz. 1300 mit Hinweis). Ob sich die gegebene Verfahrensdauer mit dem Anspruch auf Rechtsschutz innert angemessener Frist verträgt oder nicht, ist am konkreten Einzelfall zu prüfen. Massgeblich ist nament- lich die Art des Verfahrens, die Schwierigkeit der Materie und das Verhalten der Beteiligten (SVR 2001 IV Nr. 24 S. 73 Erw. 3b mit Hinweisen, I 436/00; Urteil BGer 8C_634/2012 vom 18.2.2013 Erw. 3.2; VGE III 2019 64 vom 29.5.2019 Erw. 1.; VGE III 2018 111 vom 22.6.2018 Erw. 3.5.4; VGE III 2016 168+186 vom 23.11.2016 Erw. 2; VGE III 2013 44 vom 14.5.2013 Erw. 1.3; vgl. Häfe- lin/Haller/Keller/Thurnherr, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 9. Aufl., 2016, Rz. 832 mit Hinweis). 2.4 In der kantonalen Verwaltungsrechtspflege wird in § 6 Abs. 2 des Verwal- tungsrechtspflegegesetzes (VRP; SRSZ 234.110) vom 6. Juni 1974 normiert, dass die unrechtmässige Verweigerung oder Verzögerung den Verfügungen gleichgestellt ist. Gemäss Art. 56 Abs. 2 i.V.m. Art. 58 Abs. 1 Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000 kann beim kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde erho- ben werden, wenn der Versicherungsträger entgegen dem Begehren der betrof- fenen Person keine Verfügung oder keinen Einspracheentscheid erlässt. Zuläs- sig ist eine Rechtsverweigerungs- bzw. Rechtsverzögerungsbeschwerde nur, wenn geltend gemacht wird, dass eine Verweigerung oder Verzögerung einer an- fechtbaren Verfügung durch die zuständige Behörde vorliegt und ein Anspruch auf Erlass dieser Verfügung besteht. Ein Vorgehen nach Art. 56 Abs. 2 ATSG setzt mithin voraus, dass die betroffene Person vorgängig - ausdrücklich oder sinngemäss - den Erlass einer angefochtenen Verfügung oder eines Einspra- cheentscheides verlangt hat (vgl. SVR 2009 UV Nr. 24 S. 87, 8C_453/2008; Ur- teil BGer 8C_738/2016 vom 28.3.2017 Erw. 3.2 ff.; Kölz/Häner/Bertschi, Verwal- tungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Rz. 1307 mit weiteren Hinweisen). Gegenstand einer solchen Rechtsverweigerungs- oder Rechtsverzögerungsbeschwerde bilden nicht die materiellen Rechte und Pflich- ten, sondern einzig die Frage der Rechtsverweigerung oder Rechtsverzögerung (vgl. Urteil BGer 9C_854/2007 vom 18.1.2008 Erw. 1 mit Hinweisen; VGE I 2016 67 vom 22.6.2016 Erw. 1.1). Die Rechtsverweigerungs- bzw. Rechtsverzöge- rungsbeschwerde kann jederzeit erhoben werden. Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung ist indes davon auszugehen, dass die säumige Behörde vorher zu mahnen ist (vgl. Kölz/Häner/Bertschi, a.a.O., Rz. 1309 mit Hinweisen; siehe 5 auch Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Rz. 32 zu Art. 56 ATSG; VGE III 2018 111 vom 22.6.2018 Erw. 3.5.4). 2.5Der Entscheid in einer Rechtsverweigerungs- und Rechtsverzögerungs- streitigkeit hat feststellenden Charakter. Die Justizbehörde stellt lediglich fest, ob das Verfahren zu Unrecht gar nicht oder verzögert behandelt wurde. Im Übrigen weist sie die untätige Behörde an, umgehend zu verfügen, ohne sich grundsätz- lich dazu zu äussern, wie der Entscheid der Vorinstanz auszufallen hat oder die Entscheidung gleich selbst zu treffen. Denn es geht bei der Rechtsverweige- rungs- und Rechtsverzögerungsbeschwerde lediglich um "die Durchsetzung des Anspruchs auf Erledigung eines Begehrens durch jene untere Behörde, bei der es eingeleitet worden ist" (vgl. Uhlmann/Wälle-Bär, in: Praxiskommentar Verwal- tungsverfahrensgesetz, herausgegeben von Waldmann/Weissenberger, 2. Aufl., Rz. 37 ff. zu Art. 46a VwVG; siehe auch VGE III 2016 168+186 Erw. 2.2 mit Ver- weis auf VGE III 2013 44 vom 14.5.2013 Erw. 1.3). 3.Nachdem die Arbeitgeberin der Vorinstanz den Unfall der Beschwerdefüh- rerin gemeldet hat, bestätigte die Vorinstanz die Schadenmeldung, teilte die Un- fallnummer mit, unter welcher der Schadenfall bearbeitet werde, und nahm die Abklärungen an die Hand (Vi-act. 1 und 2). Auch bezahlte sie Taggelder an die Beschwerdeführerin (Vi-act. 17). Mithin liegen keine Anzeichen vor, dass eine formelle Rechtsverweigerung vorläge (vgl. oben Erw. 2.2). Die Beschwerdeführe- rin macht denn auch keine Rechtsverweigerung, sondern eine Rechtsverzöge- rung geltend. 4.Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz die Verweigerung verschiede- ner Handlungen vor. So habe sie u.a. mehrfach um Zustellung sämtlicher UV- Akten ersucht, erstmals mit Einschreiben vom 14. Juni 2019 (vgl. Beschwerde- schrift Ziff. 3.3). Da in der Folge nur Teilakten zugestellt worden seien, habe die Vorinstanz weiter mehrfach aufgefordert werden müssen, fehlende Akten zuzu- stellen. Mit Eingabe vom 20. Dezember 2019 orientiert die Vorinstanz das Gericht, dass der Beschwerdeführerin die von ihr anbegehrten Akten zugestellt worden seien. Dem Gericht selber wurden Kopien dieser Akten zugestellt, ohne Verzeichnis und ohne Nummerierung. Gemäss gerichtlicher Sichtung handelt es sich um rund 230 Seiten Akten der Vorinstanz sowie IV-Akten, welche die IV der Vorinstanz zustellte und zu welchen ein Verzeichnis vorliegt, wobei sicher die IV- Akten act. 21 bis 50 fehlen. In der Stellungnahme vom 27. Januar 2020 hält die Beschwerdeführerin fest, mit Schreiben vom 19. Dezember 2019 habe die Vorinstanz die bereits am 6 14. Juni 2019 einverlangten Akten zugestellt und damit eines der Rechtsbegeh- ren der Beschwerde anerkannt und erfüllt. Soweit die Beschwerdeführerin mit der Beschwerde die Herausgabe der Verfah- rensakten fordert, ist das Verfahren mit der Aktenzustellung vom 19. Dezember 2019 somit gegenstandslos geworden. 5.1.1Des Weitern forderte die Beschwerdeführerin von der Vorinstanz eine Tag- geldabrechnung. Nachdem ihr am 21. August 2019 eine solche für den Zeitraum vom 14. Oktober 2018 bis 31. Dezember 2018 zugestellt wurde, machte die Be- schwerdeführerin am 3. September 2019 Fehler in der Berechnung geltend und forderte eine Korrektur. Am 11. und 29. Oktober 2019 wurde die Forderung er- neuert. Am 12. November 2019 wurde der Vorinstanz Frist bis 30. November 2019 angesetzt, um zum Schreiben vom 3. September 2019 Stellung zu neh- men. Die Vorinstanz habe hierzu keinen ausdrücklichen Standpunkt eingenom- men. Die Beschwerdeführerin sei auf die Taggelder angewiesen. Es lägen ihr bis zur Beschwerdeeinreichung keine nachvollziehbare Taggeldabrechnung vor und die bislang geleisteten Taggelder seien gemäss den bestehenden Informationen unvollständig. Es gehe um einen Ausstand erheblicher Leistungen, die für die Beschwerdeführerin von existentieller Bedeutung seien. 5.1.2Neben dem offenen Punkt betreffend Taggeldabrechnung forderte die Be- schwerdeführerin auch die Rückerstattung von Heil- und Reisekosten. So etwa mit Mail vom 28. Oktober 2019, wo Heilungskosten der Monate August bis Okto- ber 2019 zurückgefordert werden und die Mutter der Beschwerdeführerin die Vorinstanz "zum X-ten Mal daran erinnern [möchte], dass Sie uns noch CHF 490.- vom Januar 2019 und CHF 100.- vom Juli 2019 nicht zurück erstattet haben" (Vi-act. 23). Gefordert wurde eine Überweisung bis am 28. November 2019. Am 12. November 2019 wurden der Vorinstanz weitere Heilungskosten- rechnungen zugestellt und die Rückerstattung noch offener Rechnungen gefor- dert (Vi-act. 25). 5.2Mit Vernehmlassung vom 20. Januar 2020 erklärt die Vorinstanz, der Be- schwerdeführerin die anbegehrten Akten am 19. Dezember 2019 zugestellt zu- haben. Auch im weiteren liege keine Rechtsverzögerung vor. Der Rechtsvertreter habe sich am 14. Juni 2019 samt Vollmacht erstmals gemel- det. Diese Vollmacht habe die Vorinstanz indes nicht berechtigt, die Akten (medi- zinische Akten) herauszugeben, was ihm mitgeteilt worden sei. Einen Tag nach Erhalt der ergänzten Vollmacht seien ihm am 16. Juli 2019 die Akten zugestellt worden, allerdings offenbar nur die medizinischen Akten. Mithin habe man um-7 gehend reagiert. Erst am 17. Juli 2019 habe er spezifiziert, alle Akten einsehen zu wollen. Die am 11. Juli 2019 anbegehrte Auskunft betreffend Case Management habe die Vorinstanz am 21. August 2019 beantwortet. Man sei dem Begehren somit fristgerecht nachgekommen. Die am 16. Juli 2019 eingeforderte Verjährungseinredeverzichtserklärung habe man am 21. August 2019 ausgestellt, auch dies somit fristgerecht. Am 3. September 2019 habe der Rechtsvertreter gegenüber einer Sachbearbeit- terin der Vorinstanz eine fehlerhafte Taggeldabrechnung gerügt. Eine Antwort sei ausgeblieben, weil diese Sachbearbeiterin die Vorinstanz verlassen habe, was auch der Grund dafür sei, dass eine an diese gerichtete Mailanfrage der Mutter der Beschwerdeführerin unbeantwortet geblieben sei. Am 4. November 2019 ha- be der Rechtsvertreter seine Begehren gegenüber der neu zuständigen Fach- person wiederholt und diese nur sechs Arbeitstage später bereits abgemahnt. Es sei zu berücksichtigen, dass es sich um einen sehr komplexen Fall handle, in den mehrere Versicherer involviert seien. Dennoch habe die Vorinstanz stets in- nert angemessener Frist reagiert. Die Beschwerde habe die Beschwerdeführerin eingereicht, nachdem die neue Fachperson den Fall erst einen Monat bearbeitet habe; auch seit seinem Schreiben vom 3. September 2019 seien erst zwei Mona- te verstrichen. Bei derart komplexen und umfangreichen Fällen wie dem Vorlie- genden sei dies ein angemessener Zeitraum. Es sei aber auch im jetzigen Zeit- punkt aufgrund fehlender Unterlagen noch nicht möglich, eine Verfügung über die Taggeldleistungen zu erlassen. 5.3In der Stellungnahme vom 27. Januar 2020 führt die Beschwerdeführerin aus, mit der Aktenzustellung vom 19. Dezember 2019 habe die Vorinstanz die eine Forderung erfüllt und das Begehren anerkannt, weshalb die Verfahrenskos- ten der Vorinstanz aufzuerlegen seien. Der von der Vorinstanz geforderte Ver- jährungseinredeverzicht beschlage das VVG-Verfahren und nicht das UVG- Verfahren. Was die Taggeldabrechnung anbelange, so sei diese lange gar nicht zugestellt worden, im August 2019 dann eine offensichtlich unrichtige und seit Reklamation reagiere die Vorinstanz in der Sache gar nicht mehr. Der Wechsel in der Zuständigkeit der Sachbearbeitung stelle keine Rechtfertigung dar. Die Vor- instanz habe schlicht nicht innert vernünftiger Frist reagiert. Die Akten seien erst nach Beschwerdeeinreichung zugestellt worden, die Taggeldabrechnung sei bis dato ausstehend. Die Beschwerdeführerin sei auf die Taggeldzahlungen jedoch existenziell angewiesen. Es sei auch mit der Komplexität nicht erklärbar, weshalb die Vorinstanz ihre am 21. August 2019 zugestellte Taggeldabrechnung bis dato 8 nicht erklären könne und die Unterlagen zur Berechnung nicht herausgebe. Fak- tisch sei der Fall indes weder komplex noch umfangreich. Wenn eine UVG- Versicherung am 21. August 2019 eine Taggeldabrechnung verfasse, dann müs- se sie innerhalb von drei Monaten in der Lage sein, diese zu erklären und die Grundlagen dazu bekannt zu geben. 5.4Aus Akten ergibt sich: Die Vorinstanz bestätigt, dass die Beschwerdeführerin für den Unfall vom 27. September 2018 bei ihr unfallversichert sei. Der Unfall wurde ihr am 28. Sep- tember 2018 gemeldet und sie hat die Registratur des Falls (Nr. 5180008747) gleichentags bestätigt. Am 3. Oktober 2018 hat die Beschwerdeführerin den aus- gefüllten Fragebogen an die Vorinstanz zurückgesendet (Vi-act. 1 - 4). Am 6. Fe- bruar 2019 hat die Vorinstanz einen Polizeibericht eingefordert, den ihr die Staatsanwaltschaft D.________ am 12. Februar 2019 zugestellt hat mit dem Hinweis, es sei eine Strafuntersuchung hängig (Vi-act. 5-7). Am 5. März 2019 stellte die Mutter der Beschwerdeführerin der Vorinstanz die Taggeldabrechnung der IV-Stelle zu (Vi-act. 8). Einer E-Mail der Vorinstanz vom 20. März 2019 an die Mutter der Beschwerdeführerin kann entnommen werden, dass diese um Auskunft betreffend Kostenübernahme für eine Polarity Therapie sowie betreffend Taggeldzahlung ersuchte (die Anfrage liegt nicht im Recht). Die Frage zur Kostenübernahme wurde beantwortet, für die Taggeldabrechnung sei- en noch Abklärungen mit der IV-Stelle nötig (am 20.12.2019 zugestellte Akten S. 59). Am 20. März 2019 forderte die Vorinstanz die IV-Akten der Beschwerde- führerin ein (Vi-act. 9). Am 21. März 2019 meldete die Vorinstanz bei der AXA Versicherung AG (Haftpflichtversicherer des Unfallverursachers) Regress an (am 20.12.2019 zugestellte Akten S. 57). Am 27. März 2019 stellte die IV-Stelle der Vorinstanz die IV-Akten zu (IV-act. 77). Am 27. März 2019 befragte die Vorinstanz die Beschwerdeführerin zum Gesund- heitszustand, der beruflichen Tätigkeit und zum Stand der IV-Massnahmen (am 20.12.2019 zugestellte Akten S. 55). Am 13. April 2019 sandte die Mutter der Beschwerdeführerin der Vorinstanz ein weiteres Arbeitsunfähigkeitszeugnis bis 31. März 2019 mit der Bemerkung, sie gehe davon aus, dass die Vorinstanz nun über alle Unterlagen verfüge, damit sie das Taggeld von Oktober 2018 bis März 2019 leisten könne. Am 15. April 2019 informierte die Vorinstanz, es seien noch die Abrechnungen der Ausgleichskasse ausstehend; sobald diese vorlägen, würde der Fall besprochen und eine Rück- meldung erfolgen (Vi-act. 10). 9 Am 14. Juni 2019 meldet sich der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin bei der Vorinstanz und ersucht um Zustellung der Akten und Mitteilung betreffend Verlauf (Vi-act. 11). Die Forderung wird am 11. Juli 2019 erneuert und ergänzt, die Vorinstanz solle aufzeigen, wie sie die noch notwendigen Therapien und die berufliche Wiedereingliederung mit einem Case Management zu begleiten bereit sei (Vi-act. 12). Nachdem die Vorinstanz den Rechtsvertreter am 15. Juli 2019 um eine ergänzte Anwaltsvollmacht ersuchte, stellte er diese der Vorinstanz glei- chentags zu (Vi-act. 13). Am 16. Juli 2019 ersucht er die Vorinstanz um einen Verjährungseinredeverzicht (Vi-act. 14). Am 17. Juli 2019 fordert der Rechtsvertreter die Zustellung aller Akten (nicht nur der - zugestellten - medizinischen Dokumentation), eine Abrechnung der Tag- geldleistungen sowie die geforderte Mitteilung betreffend Case Management (Vi- act. 15). Da offenbar eine Antwort ausblieb, erneuerte er die Forderung am 12. August 2019 und er setzte eine Frist von 10 Tagen (Vi-act. 16). Am 21. Au- gust 2019 erklärt die Vorinstanz den Verzicht auf die Verjährungseinrede bis am 30. September 2020 (Vi-act. 18) und sie stellt der Beschwerdeführerin eine Tag- geldabrechnung für die Periode 14. Oktober bis 31. Dezember 2018 zu (Vi-act. 17). Ebenfalls am 21. August 2019 teilt die Vorinstanz dem Rechtsvertreter tele- fonisch mit, dass kein medizinisches Case Management angeboten werde und man betreffend berufliche Integration nicht mehr bieten könne als die ohnehin tätige IV (Vi-act. 19). Mit E-Mail vom 25. August 2019 forderte die Mutter der Beschwerdeführerin von der Vorinstanz die Rückerstattung verschiedener Heilungskosten ein, die teilwei- se schon mehrfach eingefordert worden seien (am 20.12.2019 zugestellte Akten S. 26). Die Forderungen betreffen (zumindest teilweise) die hier nicht massgebli- che UV-Zusatzversicherung nach VVG (Polarity Therapie). Am 3. September 2019 nimmt die Beschwerdeführerin Stellung zur Taggeldab- rechnung vom 21. August 2019 und rügt dabei verschiedene Fehler (Zeitraum, Taggeldansatz, Arbeitspensum, Berechnung). Es wird um Korrektur der Tag- geldabrechnung und entsprechende Taggeldzahlung ersucht. Bekräftigt wird gleichzeitig die Forderung nach Akteneinsicht, welche noch nicht umfassend er- füllt sei (Vi-act. 21). Am 11. Oktober 2019 erneuert die Beschwerdeführerin ihre Forderung mit Verweis auf das Schreiben vom 3. September 2019 (Vi-act. 22). Am 28. Oktober 2019 ersucht die Mutter der Beschwerdeführerin neuerlich um Rückerstattung von Heilungskosten (am 20.12.2019 zugestellte Akten S. 11). Die E-Mail ist an eine Sachbearbeiterin der Vorinstanz adressiert, die offenbar nicht mehr angestellt war, weshalb die Sendung nicht übermittelt werden konnte. Des- halb stellte der Rechtsvertreter der Vorinstanz die E-Mail am 29. Oktober 2019 10 postalisch zu und er erneuerte gleichzeitig seine Forderung, das Schreiben vom 3. September 2019 zu beantworten (Vi-act. 23). Am 29. Oktober 2019 ersuchte die Vorinstanz die IV-Stelle um nochmalige Zu- stellung sämtlicher IV-Akten (IV-act. 108), die ihr am 5. November 2019 zuge- stellt wurden. Am 4. November 2019 bekräftigt die Beschwerdeführerin ihre Forderungen vom 3. September 2019 (Vi-act. 24). Diesmal gegenüber einer anderen Ansprechper- son der Vorinstanz, nachdem diese den Rechtsvertreter am 29. Oktober 2019 über den Personalwechsel informiert hat (diese Information liegt nicht in den Ak- ten). Am 12. November 2019 macht die Beschwerdeführerin die Vorinstanz aufmerk- sam auf die nach wie vor ausstehende Rückerstattung von Heilungskosten und Reisekosten sowie die noch ausstehende Berichtigung der Taggeldabrechnung. Sie setzt eine Frist bis 30. November 2019 zur Erledigung der offenen Penden- zen (Vi-act. 25). Am 6. Dezember 2019 reicht die Beschwerdeführerin die vorliegende Rechtsver- zögerungsbeschwerde ein. Am 19. Dezember 2019 stellt die Vorinstanz dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin "die vollständigen Akten betreffend das Ereignis von Frau A.________ vom 27. September 2018" zu. 6.1Aus den im Recht liegenden Akten ergibt sich, dass die Beschwerdeführe- rin resp. deren Mutter die Vorinstanz im Nachgang zum Unfallereignis mit ver- schiedenen Unterlagen bedient hat und sich dann auch nach dem Stand erkun- digte. Eine Aufforderung zum Erlass einer anfechtbaren Verfügung erging nicht. 6.2Am 14. Juni 2019 gelangte erstmals der Rechtsvertreter der Beschwerde- führerin an die Vorinstanz. In einem ersten Schritt ersuchte er um Akteneinsicht, welche ihm vorerst in Bezug auf die medizinischen Akten innert rund einem Mo- nat gewährt wurde. Die weiteren Akten wurden erst am 19. Dezember 2019 zu- gestellt, was nicht mehr als beförderliche Behandlung bezeichnet werden kann und wofür auch keine objektiven Gründe vorliegen. Selbst wenn der Fall komplex wäre, steht dies der Gewährung einer Akteneinsicht nicht entgegen. Hierzu sind bloss die einverlangten Akten zuzustellen. Mit der Zustellung im Dezember 2019 wurde das Begehren indes - wie eingangs ausgeführt - hinsichtlich der Aktenzu- stellung gegenstandslos. 6.3Am 11. Juli 2019 erkundigte sich der Rechtsvertreter (neben dem Stand betreffend Akteneinsicht) nach dem Umgang der Versicherung bezüglich Case Management. Es handelte sich um ein Auskunftsbegehren; ein Entscheid wurde 11 nicht gefordert. Am 17. Juli 2019 wurde die Bitte betreffend Case Management erneuert. Am 21. August 2019 erteilte die Vorinstanz telefonische Auskunft, so dass dieser Punkt im weiteren Verlauf nicht mehr Gegenstand der gegenseitigen Korrespondenz bildete. Mithin erübrigen hierzu Weiterungen. 6.4Mit Schreiben vom 16. Juli 2019 ersuchte der Rechtsvertreter die Vor- instanz unter dem Betreff "UVG-Versicherung / UVG-Zusatzversicherung" um Er- klärung eines Verjährungseinredeverzichts. Diesen gab die Vorinstanz am 21. August 2019 ab. Unabhängig davon, ob der Sachverhalt die UVG- Versicherung oder die UV-Zusatzversicherung betrifft, erfolgte die Erklärung der Vorinstanz innert angemessener Frist, weshalb keine Rechtsverzögerung vor- liegt. 6.5Am 17. Juli 2019 forderte der Rechtsvertreter die weiteren, nicht- medizinischen Akten ein. Insbesondere sei zeitnah eine Abrechnung der Tag- geldleistungen zuzustellen. Da eine Antwort ausblieb, erinnerte der Rechtsvertre- ter am 12. August 2019 an seine Forderung und setzte eine Frist von 10 Tagen. Noch innert dieser Frist stellte die Vorinstanz der Beschwerdeführerin (nicht dem Rechtsvertreter) am 21. August 2019 eine Taggeldabrechnung für den Zeitraum 14. Oktober 2018 bis 31. Dezember 2018 zu. Auch diesbezüglich kann nicht von einer Rechtsverzögerung gesprochen werden. 6.6.1Am 3. September 2019 bestätigte der Rechtsvertreter den Eingang der Taggeldabrechnung. Seines Erachtens enthielt sie aber verschiedene Fehler. Das Schreiben an die Vorinstanz schliesst mit der Aufforderung (Vi-act. 21): Es ergibt sich: 1. Bitte korrigieren Sie die Abrechnung wie dargelegt und richten Sie der Versi- cherten die erhöhten Nachzahlungen sowie das laufende Taggeld aus. 2. Bitte stellen sie uns sämtliche Akten der UVG-Versicherung E.________, ins- besondere auch die Akten zur Taggeldbemessung zu. 6.6.2Am 11. Oktober 2019 hat der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin um zeitnahe Rückmeldung zum Schreiben vom 3. September 2019 ersucht. Auch am 29. Oktober 2019 wurde um Rückmeldung auf das Schreiben vom 3. Sep- tember 2019 ersucht. Am 4. November 2019 wurde das Schreiben vom 3. Sep- tember 2019 ohne weitere Bemerkungen noch einmal zugestellt, diesmal an eine andere Sachbearbeiterin. 6.6.3Am 12. November 2019 hält der Rechtsvertreter gegenüber der Vorinstanz fest, die Rückmeldung zur Taggeldabrechnung bzw. zu seinem Schreiben vom 3. September 2019 sei noch immer ausstehend. Er ersuchte, die offenen Tag-12 gelder bis spätestens 30. November 2019 abzurechnen und innert gleicher Frist entsprechend zu dokumentieren. 6.6.4Am 6. Dezember 2019 wurde die Rechtsverzögerungsbeschwerde erho- ben. 6.6.5Zur Rechtsverzögerungsbeschwerde nach Art. 56 Abs. 2 ATSG legitimiert ist eine Partei, wenn der Versicherungsträger entgegen dem Begehren keine Verfügung (oder keinen Einspracheentscheid) erlässt. Mithin setzt ein Vorgehen nach Art. 56 Abs. 2 ATSG voraus, dass zuvor - ausdrücklich oder zumindest sinngemäss - der Erlass einer anfechtbaren Verfügung verlangt wird (vgl. oben Erw. 2.4). Wie dem dargestellten, sich aus den Akten ergebenden Sachverhalt entnommen werden kann, hatte die Beschwerdeführerin eine Taggeldabrechnung verlangt, die ihr innert Monatsfrist zugestellt wurde. Anschliessend monierte sie, die zuge- stellte Abrechnung sei fehlerhaft. In der Folge verlangte sie jedoch keine an- fechtbare Verfügung, sondern ausdrücklich Erklärungen zur Abrechnung und die Berechnungsgrundlagen. Mithin wurde die Vorinstanz ausdrücklich nicht aufge- fordert, die Taggeldabrechnung in einer Verfügung zu bestätigen oder zu korri- gieren, so dass ein Anfechtungstitel vorliegt. Gefordert waren vielmehr Erklärun- gen. Wird aber nicht der Erlass einer anfechtbaren Verfügung verlangt, kann nicht Beschwerde wegen Rechtsverzögerung erhoben werden (vgl. oben Erw. 2.4; Urteil BGer 8C_453/2008 vom 12.12.2008 Erw. 3.3). 6.6.6Das Begehren um Erlass einer Verfügung muss nicht ausdrücklich sein, sondern kann auch sinngemäss erfolgen. Als solche, sinngemässe Aufforderung könnte aber frühestens das Schreiben vom 12. November 2019 aufgefasst wer- den, worin zwar nach wie vor eine Rückmeldung auf das Schreiben vom 3. Sep- tember 2019 gefordert wird (mithin keine anfechtbare Verfügung), aber ausdrück- lich auch, dass die Taggelder abgerechnet werden und der Rechtsvertreter do- kumentiert wird (Vi-act. 25). Würde das explizite Begehren nach Abrechnung der Taggelder als Verlangen einer anfechtbaren Verfügung anerkannt, dann erfolgte die Rechtsverzögerungsbeschwerde vom 6. Dezember 2019, d.h. nach rund 3½ Wochen, verfrüht. Mithin lag bei Beschwerdeeinreichung keine Rechtsverzöge- rung vor. 7.Bleibt anzufügen, dass aufgrund des Beschleunigungsgebotes (Art. 29 Abs. 1 BV) die versicherte Person Anrecht auf Erlass eines Entscheides inner- halb einer angemessenen Frist hat; dies auch ohne ausdrückliches Verlangen nach Erlass einer anfechtbaren Verfügung. Auch wenn - wie ausgeführt - die 13 Rechtsverzögerungsbeschwerde abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist, ist doch festzustellen, dass das Verfahren auffallend lange dauert. Dabei ist zu wie- derholen, dass sich die Vorinstanz - entgegen ihren Ausführungen - nicht auf et- waige Personalwechsel im Betrieb berufen kann. Weder mangelnde Organisation noch Überlastung bewahren einen Versicherer vor dem Vorwurf der Rechtsver- zögerung (vgl. Urteil BGer 12T_4/2017 vom 26.6.2018 Erw. 3.2 mit Verweis auf BGE 130 I 312 Erw. 5.2). Was die Komplexität anbelangt, so ist die Koordination der Unfallversicherung mit der Invalidenversicherung nichts Aussergewöhnliches. Zudem war die Vorinstanz bereits seit Ende März 2019 in Besitz der IV-Akten. Wesentliche Informationen erhielt sie auch aus der Besprechung mit der Be- schwerdeführerin vom 27. März 2019, namentlich was ihre berufliche Eingliede- rung und Unterstützung durch die IV anbelangt. Auch ist der Beschwerdeführerin beizupflichten wenn sie ausführt, dass es nach Zustellung einer Taggeldabrech- nung am 21. August 2019 innert angemessener Frist möglich sein muss, die Grundlagen dieser Berechnung aufzuzeigen und zuzustellen resp. auf gerügte Fehler die angeforderte Rückmeldung zu geben. Selbst wenn sich daher die Rechtsverzögerungsbeschwerde vom 6. Dezember 2019 als unbegründet er- weist, so scheint es vor diesem Hintergrund doch angezeigt zu sein, dass die Vorinstanz über den Taggeldanspruch der Beschwerdeführerin nun innert Wo- chen und nicht innert Monaten mittels anfechtbarer Verfügung entscheidet. 8.1Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie - soweit darauf einzutreten ist - abzuweisen ist. 8.2Es werden keine Kosten erhoben (Art. 61 lit. a ATSG). 8.3.1Was die Frage einer Parteientschädigung anbelangt, so ist das Verfahren betreffend Rechtsverzögerung aufgrund der Nichtgewährung der Akteneinsicht nach der Zustellung der Akten am 19. Dezember 2019 gegenstandslos gewor- den. Wie ausgeführt, sind indes keine objektiven Gründe ersichtlich, weshalb die Akten nicht zeitnah nach Zustellung der von der Vorinstanz geforderten Voll- macht vom 15. Juli 2019 resp. entsprechender Bekräftigung der Aufforderung um Aktenzustellung vom 17. Juli 2019 zugestellt wurden. Die Vorinstanz begründet die Nichtzustellung denn auch nicht weiter. Mithin erwies sich die Beschwerde- führung insoweit als begründet, als die Vorinstanz in der Folge die angeforderten Akten zustellte. Es rechtfertigt sich daher, der Beschwerdeführerin eine reduzier- te Parteientschädigung zuzusprechen. 8.3.2Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine reduzierte Par- teientschädigung zugesprochen, welche in Beachtung des kantonalen Gebühren- tarifs für Rechtsanwälte vom 27. Januar 1975 (SRSZ 280.411), welcher für das 14 Honorar im Verfahren vor Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht, und unter Beachtung der in § 2 des Gebühren- tarifs enthaltenen Kriterien, in Ausübung des pflichtgemässen Ermessens auf Fr. 800.-- (inkl. MwSt) festgelegt wird.15 Demnach erkennt das Verwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Es werden keine Kosten erhoben. 3. Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin eine reduzierte Parteientschä- digung von Fr. 800.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zu leisten. 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer- de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei- zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes- gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005). Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe- schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 5. Zustellung an: -den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R) -die Vorinstanz (R) -und das Bundesamt für Gesundheit, BAG, 3003 Bern (A). Schwyz, 16. März 2020 Im Namen des Verwaltungsgerichts Der Vizepräsident: Der a.o. Gerichtsschreiber: *Anforderungen an die Beschwerdeschrift Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru- mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen. Versand: 26. März 2020Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Kammer I