Postulat Leutenegger Oberholzer 1350 N 21 juin 1991 Dieses Postulat ist um so mehr fällig, als auch das Umwelt- schutzgesetz verlangt, dass die Massnahmen zur Emissions- verminderung und zum Schutz der Umwelt dem Stand der Technik entsprechen sollen. Was «Stand der Technik» ist, hat Kalifornien mit seinen neuen Emissionsvorschriften für Fahr- zeuge demonstriert. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 15. Mai 1991 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 15 mai 1991 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Präsident: Das Postulat wird von Herrn Scherrer bekämpft. Die Diskussion wird verschoben. Verschoben - Renvoyé #ST# 91.3066 Postulat Reimann Maximilian Unterbindung von Mehrfach-Asylanträgen Requêtes multiples de demandeurs d'asile Wortlaut des Postulates vom 14. März 1991 Der Bundesrat wird eingeladen, durch geeignete organisatori- sche Massnahmen beim Bundesamt für Flüchtlinge sicherzu- stellen, dass die an den Empfangsstellen administrativ erho- benen Fingerabdruckbogen von Asylbewerbern sofort, in je- dem Fall aber innert Wochenfrist, in das System Afis eingele- sen und mit den bereits im System befindlichen Fingerab- drücken verglichen werden, damit die häufigen Mehrfachge- suche von Asylbewerbern rasch erkannt und entsprechend behandelt werden können. Texte dupostulatdu 14 mars 1991 Le Conseil fédéral est invité à garantir que des mesures organi- sationelles soient prises à l'Office fédéral des réfugiés pour que les données dactyloscopiques des requérants d'asile re- cueillies dans les centres d'enregistrement à des fins admi- nistratives soient introduites dans le système AFIS immédiate- ment ou du moins dans un délai d'une semaine et que ces données soient comparées avec celles qui s'y trouvent déjà afin de découvrir au plus vite les nombreux cas de demandes d'asile multiples et d'y remédier. Mitunterzeichner - Cosignataires: Aregger, Basler, Berger, Bezzola, Blocher, Sonny, Bühler, Burckhardt, Cavadini, Cin- cera, Columberg, Coutau, Daepp, Dietrich, Dreher, Eppenber- ger Susi, Fäh, Fischer-Hägglingen, Fischer-Sursee, Fischer- Seengen, Frey Walter, Friderici, Früh, Graf, Grassi, Gros, Gy- sin, Hari, Heberlein, Hess Otto, Hildbrand, Hösli, Houmard, Iten, Jeanneret, Kohler, Kühne, Loretan, Luder, Massy, Mauch Rolf, Meier Fritz, Müller-Wiliberg, Nebiker, Neuenschwander, Portmann, Reichling, Rohrbasser, Ruf, Rutishauser, Rütti- mann, Rychen, Sager, Scherrer, Schnider, Schwab, Seiler Hanspeter, Spalti, Spoerry, Steffen, Steinegger, Stucky, Tschuppert, Weber-Schwyz, Wellauer, Widmer, Wyss Paul, Wyss William, Zölch, Zwingli (70) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Mit dem Automatisierten Fingerabdruck-Identifikations- system (Afis) steht dem Erkennungsdienst des Schweizeri- schen Zentralpolizeibüros in Bern ein effizientes Hilfsmittel zur raschen und sicheren Vergleichung von Fingerabdrücken zur Verfügung. Auch das Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) be- dient sich im Rahmen der erkennungsdienstlichen Behand- lung von Asylbewerbern in den vom Bund bezeichneten Emp- fangsstellen dieses Systems. Bei der Verarbeitung der an den Empfangsstellen administra- tiv erhobenen Fingerabdruckbogen dauert es oftmals viel zu lange, bis diese Bogen ins Afis eingelesen werden, was offen- sichtlich auf personelle Unterdotierung und auf eine unzweck- mässige Organisation beim BFF zurückzuführen ist. So dauert es oft mehrere Monate, bis festgestellt werden kann, dass ein bestimmter Asylbewerber unter einem anderen Na- men bereits früher ein Asylgesuch eingereicht oder zumindest an einer anderen Empfangsstelle auch schon um Asyl nach- gesucht hat. Derartige Fälle von Mehrfachanträgen häufen sich und verur- sachen in den Kantonen und beim Bund unnötige Mehrarbeit, speziell wenn Beschwerdeverfahren durchgezogen werden müssen. Im vergangenen Jahr wurden allein im Kanton Aar- gau rund 100 derartige Mehrfachgesuche aufgedeckt, die bei früherer Erkennung mit einem beträchtlichen Minderaufwand hätten bearbeitet werden können. Eine speditive Eingabe der Asylanten-Fingerabdruckbogen ins Afis ist notwendig und dringlich, weil durch die rasche Er- kennung von Mehrfach-Asylanträgen viel unnötige Arbeit der Sachbearbeiter eingespart werden kann, weil sich dadurch die hohen Dolmetscherkosten reduzieren lassen und weil ge- nerell der Anreiz für abgewiesene Asylbewerber, einfach ein Zweit- oder Drittgesuch einzureichen, wesentlich vermindert werden könnte. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 15. Mai 1991 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 15 mai 1991 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 91.3122 Postulat Leutenegger Oberholzer Schweizer Pass für Schweizerinnen Passeport des Suissesses Wortlaut des Postulates vom 22. März 1991 Der Bundesrat wird eingeladen, im Schweizer Pass dem Gleichstellungsartikel der Bundesverfassung vollumfänglich Rechnung zu tragen, indem er durchwegs eine korrekte, das weibliche Geschlecht nicht diskriminierende Sprache gewähr- leistet. Dazu sind insbesondere die Texte auf Seite 1 und Sei- te 3 des Passes («Der Inhaber dieses Passes ist Schweizerbür- ger ....» bzw. «Unterschrift des Inhabers») entsprechend zu än- dern. Texte du postulat du 22 mars 1991 Le Conseil fédéral est invité à faire appliquer l'article constitu- tionnel sur l'égalité entre femmes et hommes dans la formula- tion des textes figurant dans le passeport suisse et de faire ré- diger ceux-ci dans une langue correcte qui ne discrimine par les femmes. Il convient en particulier de modifier ceux qui se trouvent aux pages 1 et 2 («Le titulaire de ce passeport est ci- toyen suisse....» et «signature du titulaire»). Mitunterzeichner - Cosignataires: Bär, Bäumlin, Diener, Dor- mann, Fankhauser, Gardiol, Grendelmeier, Haering Binder, Hafner Ursula, Haller, Heberlein, Jeanprêtre, Leemann, Nab- holz, Pitteloud, Stamm, Stocker, Uchtenhagen, Ulrich (19)21. Juni 1991 N 1351 Postulat Eggenberger Georges Schriftliche Begründung - Développement par écrit Im neuen Schweizer Pass steht auf Seite 1 : «Der Inhaber die- ses Passes ist Schweizerbürger und kann jederzeit in die Schweiz zurückkehren»; ebenso ist auf Seite 3 vom «Inhaber» die Rede. Diese Sprachregelung verletzt Artikel 4 Absatz 2 BV. Viele Frauen stossen sich daran. Sie steht im Widerspruch zur korrekten Sprachregelung -«Bürger(in)» bzw. «Schweizerbür- ger(innen)» - auf den Seiten 2 und 32 des Passes. Zur Antwort des Bundesrates in der Fragestunde vom 18. März 1991 ist festzuhalten, dass die Bezeichnung «Schweizerbürger» nicht, wie der Bundesrat meint, «geschlechtsneutral» ist, sondern dass damit nur das männliche Geschlecht angesprochen wird. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 15. Mai 1991 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 15 mai 1991 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Präsident: Das Postulat wird von Herrn Dreher bekämpft. Die Diskussion wird verschoben. Verschoben - Renvoyé #ST# 90.981 Postulat Hari Halteprämien für Trainpferde Chevaux du train. Primes de garde Wortlaut des Postulates vom 14. Dezember 1990 Der Bundesrat wird ersucht, auf seinen Beschluss vom 1. Ok- tober 1990 betreffend Aenderungen der Verordnung über Hal- teprämien für armeetaugliche Trainpferde und Maultiere zu- rückzukommen und Ziffer 2.1 im Anhang nochmals zu über- prüfen. Im Interesse der Sicherstellung einer reibungslosen Rekrutierung von guten Trainpferden müsste diese Ziffer doch ähnlich wie bisher lauten, nämlich: «Trainpferde und Maultiere müssen das 3., dürfen jedoch das 15. Altersjahr noch nicht zu- rückgelegt haben.» Texte du postulat du 14 décembre 1990 Le Conseil fédéral est prié de revenir sur sa décision du 1er octobre 1990 portant sur des modifications de l'ordon- nance concernant les primes de garde pour les chevaux du train et les mulets, et il est invité à revoir le chiffre 2.1 de l'an- nexe. Afin d'assurer le recrutement aisé de bons chevaux du train, le chiffre précité devrait pourtant se lire pratiquement comme jusqu'ici, à savoir: «Les chevaux du train et les mulets doivent être âgés de 3 à 15 ans.» Mitunterzeichner - Cosignataires: Blatter, Bühler, Bürgi, Daepp, Eppenberger Susi, Fischer-Hägglingen, Fischer- Seengen, Hess Otto, Hildbrand, Kühne, Luder, Müller-Wili- berg, Ruckstuhl, Rutishauser, Rychen, Schmidhalter, Schni- der, Schwab, Seiler Hanspeter, Wanner, Wyss William, Zölch, Zwingli (23) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Mit Enttäuschung haben die Pferdezüchter von der beschlos- senen Aenderung der vorgenannten Verordnung Kenntnis ge- nommen. Wenn diesen 3- bis 4jährigen Pferden keine Halte- prämien mehr ausgerichtet werden, führt dies dazu, dass ver- mehrt Jungfohlen geschlachtet werden müssen. Die unaus- weichliche Folge ist, dass diese Pferde für die Armee fehlen. Der vorgesehenen Kürzung des Höchstalters von 16 auf 15 Jahre stimme ich, allerdings freudlos, zu. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 10. April 1991 Rapport écrit du Conseil fédéral du 10 avril 1991 Der Bedarf der Armee an Pferden und Maultieren beträgt heute - einschliesslich Mobilmachungsreserve - rund 7000 Tiere. Im Jahr 1990 wurden für 10 020 Pferde und Maul- tiere (inkl. Zuchtstuten) Halteprämien ausgerichtet. Dies führte zu Ueberschreitungen der Kreditlimite. Der Bestand an prämi- enberechtigten Tieren hätte zweifellos in Zukunft weiter zuge- nommen. Der Bundesrat sah sich deshalb vor allem aus finanziellen Gründen gezwungen, die Halteprämienverordnung zu än- dern. Er hat insbesondere das Alter der prämienberechtigten Tiere auf 4 bis 14 Jahre beschränkt, das Stockmass für Haflin- gerpferde erhöht und die Impfpflicht eingeführt. Die Altersbeschränkung ist aus militärischen Gründen sinn- voll: Dreijährige Pferde sind von ihrer Leistungsfähigkeit her im Gebirgsdienst schlecht einsetzbar. Es wäre wenig sinnvoll, die älteren, arbeitsgewohnten Rerde zugunsten von unerfahre- nen Jungtieren von der Prämienberechtigung auszuschlies- sen. Rekrutierungsschwierigkeiten für Wallache sind aller- dings nicht auszuschliessen, da diese in der Pferdezucht we- niger gefördert werden als Stuten. Der Bundesrat wird auf die im Herbst 1990 beschlossene Aenderung der Verordnung nicht zurückkommen. Im Interesse der Sicherstellung einer reibungslosen Rekrutierung von guten Trainpferden wird je- doch das EMD ermächtigt, eine sinnvolle Uebergangsrege- lung für dreijährige Wallache zu treffen. Beizufügen ist, dass mit der Neustrukturierung der Armee in den neunziger Jahren («Armee 95») der Armeebedarf an Pfer- den um rund einen Drittel zurückgehen wird, was erneute An- passungen der Bestimmungen über die Halteprämien erfor- dern wird. Das EMD und das EVD werden die entsprechenden Verordnungen gemeinsam überarbeiten. Es soll erreicht wer- den, dass die zwischen den landwirtschaftlichen und den mili- tärischen Aufzucht- und Halteprämien bestehenden Lücken verschwinden. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen. Abgelehnt - Rejeté #ST# 90.907 Postulat Eggenberger Georges Renten der Pensionskassen des Bundes. Verbesserung Caisses de retraite de la Confédération. Amélioration des rentes Wortlaut des Postulates vom 29. November 1990 Der Bundesrat wird eingeladen, die Renten der Pensionskas- sen des Bundes (Eidgenössische Versicherungskasse und Pensions- und Hilfskasse der SBB) real zu verbessern. Texte oft; postulat du 29 novembre 1990 Le Conseil fédéral est invité à augmenter le montant réel des rentes des caisses de retraite de la Confédération (Caisse fé- dérale d'assurance et Caisse de pensions et de secours des CFF). Mitunterzeichner- Cosignataires: Ammann, Bäumlin, Bègue- lin, Bodenmann, Borei, Braunschweig, Bundi, Carobbio, Da- nuser, Eggenberg-Thun, Euler, Fankhauser, Hafner Ursula,Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Leutenegger Oberholzer Schweizer Pass für Schweizerinnen Postulat Leutenegger Oberholzer Passeport des Suissesses In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1991 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 91.3122 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 21.06.1991 - 08:00 Date Data Seite 1350-1351 Page Pagina Ref. No 20 020 070 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.