Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 16. April 2015 (720 15 27 / 83) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Aufhebung einer Rente gemäss lit. a SchlB IVG: Die Rechtmässigkeit der Rentenaufhe- bung ist unabhängig von der Frage, ob Eingliederungsmassnahmen durchzuführen sind, zu beurteilen. Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Bea t Hersberger, Kantonsrich- terin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann Parteien A.____ , Beschwerdeführer , vertreten durch Marco Albrecht , Advokat , Hauptstrasse 54, 4132 Muttenz gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A.1 Der 1960 geborene A.____ war zuletzt vom 1. Jun i 2000 bis 19. Januar 2001 als Kran- führer bei der B____AG tätig. Am 7. Februar 2002 me ldete er sich unter Hinweis auf einen Tu- mor im Mund bei der Eidgenössischen Invalidenversic herung (IV) zum Bezug von Leistungen an. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerbl ichen Verhältnisse ermittelte die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) nach Ablauf des Wartejahres einen Invaliditätsgrad von 100%. Ge- stützt auf dieses Ergebnis sprach sie dem Versicher ten mit Verfügung vom 1. August 2003 Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht rückwirkend ab 1. Januar 2002 eine unbefristete ganze Re nte zu. Die gegen diese Verfügung von der Pensionskasse der B____AG erhobene Einsprache wie s die IV-Stelle mit Entscheid vom 12. September 2003 ab. Dieser Entscheid erwuchs in Rechtskraft. A.2 Am 26. September 2007 teilte die IV-Stelle A.__ __ mit, dass er weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente habe. A.3 Im Oktober 2012 leitete die IV-Stelle von Amtes we gen ein erneutes Rentenrevisionsver- fahren ein. In diesem Rahmen gab sie beim Begutachtu ngsinstitut C.____ ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag, welches am 19. Juni 2014 erstat tet wurde. Aufgrund der Ergebnisse der neuen medizinischen Abklärungen und gestützt auf lit. a A bs. 1 der Schlussbestimmungen der am 18. März 2011 beschlossenen Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche- rung (IVG) vom 19. Juni 1959 (6. IV-Revision, erstes Ma ssnahmenpaket, gültig seit 1. Januar 2012; nachfolgend: SchlB IVG) hob die IV-Stelle nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren mit Verfügung vom 10. Dezember 2014 die dem Versicherten bisher ausgerichtete ganze Rente auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats auf. B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Ma rco Albrecht, am 22. Januar 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicheru ngsrecht (Kantonsgericht). Er be- antragte, in Aufhebung der Verfügung vom 10. Dezember 2014 sei die Angelegenheit zur weite- ren Abklärung des Sachverhalts an die IV-Stelle zurückzuw eisen. Der vorliegenden Beschwer- de sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen; unter o/e -Kostenfolge, wobei ihm die unentgeltli- che Rechtspflege zu bewilligen sei. Zur Begründung wurd e im Wesentlichen ausgeführt, dass die Vorinstanz ihrer Pflicht zur Abklärung der Einglied erungsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht nachgekommen sei. C. Mit Verfügung vom 26. Januar 2015 wurde dem Beschwe rdeführer für das vorliegende Verfahren die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit Advo- kat Marco Albrecht als Rechtsvertreter bewilligt. D. Mit Verfügung vom 2. Februar 2015 wies die instruie rende Präsidentin des Kantonsge- richts, Abteilung Sozialversicherungsrecht, den Verfahren santrag des Beschwerdeführers, es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen, ab. E. In ihrer Vernehmlassung vom 3. Februar 2015 schloss d ie Beschwerdegegnerin auf Ab- weisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG können Verfügunge n der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV- Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtli- che Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu b ejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessor dnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Ve rsicherungsgericht als einzige gerichtli- che Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist so- mit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwer de zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde vom 22. Januar 2015 ist somit einzutreten. 2. Streitig und zu prüfen ist, ob die IV-Stelle die d em Versicherten seit 1. Januar 2002 ausgerichtete Rente zu Recht per Ende Januar 2015 aufgehoben hat. 3.1 Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes übe r den Allgemeinen Teil des So- zialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die vor aussichtlich bleibende oder länge- re Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähig keit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach- te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Ver- lust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung d es Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichti- gen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkomm ensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werde n. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (BGE 128 V 30 E. 1). 3.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach de m Grad der Invalidität wie folgt ab- gestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ga nze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 6 0%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 4.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezüge rin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entspre- chend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen V erhältnissen, die geeignet ist, den Invali- ditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustande s, sondern auch dann revidierbar, Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustan- des erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mi t Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich geb liebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen a uf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts vom 11. Mai 2009, 9C_261/2009, E. 1.2 und vom 28. August 2003, I 212/03, E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschie dliche Beurteilung der Auswirkungen ei- nes im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheit szustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitli- che Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchse rheblichen Änderung des Invaliditäts- grades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Einspracheent- scheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskon- former Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Inval iditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3). 4.2.1 Gemäss lit. a Abs. 1 SchlB IVG, gültig seit 1. Januar 2012, werden Renten, die bei pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerde bildern ohne nachweisbare organische Grundlage gesprochen wurden, innerhalb von d rei Jahren nach Inkrafttreten dieser Änderung überprüft. Sind die Voraussetzungen nach Art. 7 ATSG nicht erfüllt, so wird die Rente herabgesetzt oder aufgehoben, auch wenn die Voraussetz ungen einer ordentlichen Rentenre- vision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt sind. Dab ei sollen Renten auch gekürzt oder auf- gehoben werden, wenn sich der Invaliditätsgrad der versich erten Person nicht erheblich geän- dert hat. 4.2.2 Im Gegensatz zur Rentenrevision gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG, welche Bestimmung eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes, der erwerblichen Auswirkungen oder die Anwendung einer anderen Art der Bemessung d er Invalidität voraussetzt (BGE 130 V 343 E. 3.5), findet lit. a SchlB IVG dah er bereits dann Anwendung, wenn zum Zeit- punkt bei Erlass der ursprünglichen rentenzusprechenden Ve rfügung pathogenetisch- ätiologisch unklare syndromale Beschwerdebilder ohne nachw eisbare organische Grundlage vorgelegen haben. Ist diese Frage zu bejahen, ist inner halb von drei Jahren nach Inkrafttreten des ersten Massnahmepakets der 6. IV-Revision neu zu prüfen, ob die Voraussetzungen nach Art. 7 ATSG zum Zeitpunkt der Überprüfung erfüllt sind . Wenn die Rentenzusprache jedoch bereits auf der Grundlage der massgebenden Überwindba rkeitsrechtsprechung erfolgt ist, soll die Schlussbestimmung indessen nicht Hand bieten für e ine nochmalige Überprüfung unter denselben Vorzeichen. Eine solche ist einer allfälligen Wiedererwägung mit den Voraussetzun- gen der zweifellosen Unrichtigkeit und der erheblichen Bedeutung der Berichtigung vorbehalten (Urteil des Bundesgerichts vom 13. Dezember 2013, 8C_33/2013, E. 2.2 ff.). 4.2.3 Das Bundesgericht hat erkannt, dass sich die Frage, ob psychische Störungsbilder pathogenetisch-ätiologisch klar nachweisbar sind oder nich t, oftmals nicht ohne Weiteres fest- stellen lässt. Die Bedeutung einer fachkompetenten Abklä rung und Begutachtung wurde und wird daher stets und insbesondere mit Blick auf den allf älligen Verlust einer langjährigen Rente betont. Die Gutachter haben in diesen Fällen sorgfälti g zu prüfen und einleuchtend darzutun, aus welchen Gründen ein unklares Beschwerdebild (im Sin ne von lit. a Abs. 1 SchlB IVG) Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht diagnostiziert wurde und weshalb die klinisch psychiatrisch e Untersuchung keine nachvollzieh- baren und in Bezug auf deren invalidisierende Folgen objektivierbaren Störungsbilder ergeben hat (BGE 139 V 547 E. 9.2). Bei einem Vorgehen nach lit. a Abs. 1 SchlB IVG muss nach der Rechtsprechung die ursprüngliche Rentenzusprache nicht e inzig aufgrund der Diagnose eines pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdeb ildes ohne nachweisbare orga- nische Grundlage erfolgt sein. Ferner ist nicht erforderlich, dass im Zeitpunkt der beabsichtigten Herabsetzung oder Aufhebung der Rentenleistungen ebenfalls ausschliesslich ein unklares Be- schwerdebild vorliegt (Urteil des Bundesgerichts vom 16. M ai 2014, 8C_74/2014, E. 6.2 f. in Präzisierung zu BGE 139 V 547 E. 10). Zu klären ist jed och immer, ob sich der Gesundheitszu- stand seit der Rentenzusprache allenfalls verschlechtert hat und ob neben den nicht objekti- vierbaren Störungen nunmehr anhand klinischer psychiatrische r Untersuchungen eine Diagno- se gestellt werden kann. Schliesslich ist zu prüfen, ob di e sogenannten „Foerster-Kriterien" (da- zu im Detail: BGE 131 V 49 E. 1.2; 130 V 352 E. 2.2. 3 mit Hinweisen) als erfüllt zu betrachten sind und daraus – trotz des hinsichtlich der invalidisierend en Folgen nicht objektivierbaren Be- schwerdebildes – eine Validitätseinbusse resultiert. An die entsprechenden medizinischen Ab- klärungen sind besonders hohe Anforderungen zu stellen. Namentlich müssen die betreffenden Untersuchungen im Moment der Überprüfung nach lit. a Abs. 1 SchlB IVG aktuell sein und sich mit der massgeblichen Fragestellung auseinandersetzen. 4.2.4 Abs. 4 SchlB IVG sieht vor, dass Abs. 1 dieser Bestim mung keine Anwendung findet auf Personen, die im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Änderung das 55. Altersjahr zurückge- legt haben oder im Zeitpunkt, in dem die Überprüfun g eingeleitet wird, seit mehr als 15 Jahren eine Rente der Invalidenversicherung beziehen. 5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person i st die Verwaltung – und im Beschwerdefall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach- leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund- heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 f. mit weiteren Hinweisen). 5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (v gl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an- deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 5.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem G rundsatz der freien Beweiswürdi- gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen me dizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltu ngsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund e ingehender Beobachtungen und Unter- suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun- de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswür digung volle Beweiskraft zuzuer- kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässi gkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 6.1 Bei Erlass des ursprünglichen Einspracheentscheids vom 12. September 2003 stützte sich die IV-Stelle in somatischer Hinsicht auf das Gutacht en der rheumatologischen Universi- tätsklinik des Spitals D.____ vom 22./27. November 2002. Demnach wurde beim Versicherten mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein Status na ch Resektion eines Mundbodenkarzinoms rechts, ein degeneratives Syndrom der Halswirbelsäule (H WS) sowie ein degeneratives lum- bospondylogenes Syndrom ohne radikuläre Ausstrahlung di agnostiziert. Für die bisherige Tä- tigkeit als Kranführer bestünde eine vollständige Arbeit sunfähigkeit. Angepasste Verweistätig- keiten seien aber zu 100% zumutbar. In psychischer Hinsicht stützte sich die IV-Stelle auf das Gutachten von Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 4. Juni 2003. Dem- nach wurde beim Versicherten eine Anpassungsstörung, An gst und depressive Reaktion ge- mischt (ICD-10 F43.22) bei Status nach Resektion eines M undbodenkarzinoms diagnostiziert. Möglicherweise bestünde auch eine anhaltende somatofor me Schmerzstörung. Letztlich sei aber nicht klar abgrenzbar, ob der Schmerz physiologisc h vollständig eine Operationsfolge sei oder teilweise einer somatoformen Komponente zugeordn et werden müsse. Die Beeinträchti- gung der Arbeitsfähigkeit sei wohl in erster Linie au fgrund der Schmerzen gegeben. Durch die Angst und die leichte Depression sei der Versicherte zusät zlich im Bereich der kognitiven Fä- higkeiten eingeschränkt. Insgesamt bestünde eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. 6.2 Die IV-Stelle ging in der Folge davon aus, dass d er Beschwerdeführer hauptsächlich aufgrund der Schmerzen, aber auch wegen der Angst und der leichten Depression im Umfang von 100% in der Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt war. Bei der festgestellten Anpassungsstörung, der Angst und der depressiven Reaktion handelt es sich i ndes nicht um eine eigenständige psychische Komorbidität von erheblicher Schwere, Dauer und Intensität im Sinne der Recht- sprechung zur Arbeitsfähigkeit bei anhaltenden somatofo rmen Schmerzstörungen. Nach der Rechtsprechung gilt denn auch selbst eine mittelschwere Depression als Begleiterscheinung der somatoformen Schmerzstörung nicht als selbstständige, von der Schmerzverarbeitungsstö- rung losgelöste psychische Komorbidität (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 23. September 2010, 8C_945/2009, E. 10.1 mit Hinweisen). Es ist daher davon auszugehen, dass die vollstän- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht dige Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers aus psychischen Gründen zum Zeitpunkt des Erlasses des ursprünglichen Einspracheentscheids vom 12. Sep tember 2003 hauptsächlich durch eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung mit e iner Anpassungsstörung im Sinne einer Angst und depressiven Reaktion resp. leichten Dep ression als deren Begleiterscheinung verursacht wurde. Bei der anhaltenden somatoformen Schm erzstörung handelt es sich um ein pathogenetisch-ätiologisch unklares syndromales Beschwerdebil d ohne nachweisbare organi- sche Grundlage im Sinne von lit. a der SchlB IVG (E. 4 .2.3 hiervor). Die ursprüngliche Renten- zusprache erfolgte demnach in erstere Linie aufgrund der Diagnose eines pathogenetisch- ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildes ohne nach weisbare organische Grundla- ge, wobei die Beschwerdegegnerin die hierfür massgebend e Rechtsprechung zur Überwind- barkeit nicht berücksichtigte. Die revisionsweise Überprüfu ng der Rente anhand von lit. a der SchIB IVG ist somit zulässig (vgl. E. 4.2.2 hiervor). 7.1 Im Rahmen des im November 2012 von Amtes wegen eing eleiteten Revisionsverfah- rens beauftragte die Beschwerdegegnerin zur Abklärung d es massgeblichen medizinischen Sachverhalts das Begutachtungsinstitut C.____ mit einem polydisziplinären Gutachten, welches am 19. Juni 2014 erstattet wurde. Darin wurden mit Ei nfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein Mund- bodenkarzinom rechts (ICD-10 C04.8), eine intermittiere nde Schwindelsymptomatik (ICD-10 H82), ein chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom und ein chronisch intermittierendes zervicovertebrales Schmerzsyndrom ohne fassbare radikuläre Symp tomatik (ICD-10 M54.2) festgestellt. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit b estünden eine Schmerzverarbeitungsstö- rung (ICD-10 F54), ein Status nach traumatischer Teila mputation des Daumenendgliedes rechts 1983 (ICD-10 T92.8), nach konservativ behandelter Trümmerfraktur des Daumenend- phalanx links vom 8. Januar 2009 (ICD-10 T92.2) und ei n fortgesetzter Nikotinabusus (ICD-10 F17.1). Der Versicherte klage vorwiegend über Schmerzen i m Hals- und Nackenbereich sowie über wiederkehrende Rückenschmerzen. Aus othorhinolaryn gologischer Sicht habe keine peri- pher-vestibuläre Funktionsstörung festgestellt werden kön nen. Hinweise für ein Tumorrezidiv fänden sich nicht. In orthopädischer Hinsicht sei ein chro nisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom bei radiologisch nachgewiesener erosiver Oste ochondrose LWK4/5 und ein chronisches zervikovertebrales Schmerzsyndrom bei leichten d egenerativen Veränderungen und bei Status nach Mundbodenresektion festzustellen. D ie Beschwerden des Versicherten könnten mit diesen Befunden erklärt werden. Allerding s erkläre sich daraus nicht die subjektive Leistungseinschränkung. Psychiatrisch bestünde eine Schmerzver arbeitungsstörung, welche mit den somatischen Befunden nicht ausreichend erklärt werden könne. Ein zusätzliches Leiden mit einer depressiven Symptomatik bestünde nicht. Aus psych iatrischer Sicht sei die Leistungs- fähigkeit des Versicherten nicht eingeschränkt. Aufgrund der anamnestischen Angaben, den Untersuchungsbefunden und den vorliegenden Unterlagen sei davon auszugehen, dass nach der Tumor-Operation im Jahr 2001 für die angestammte Tätigkeit eine vollständige Arbeitsunfä- higkeit bestanden hatte. In Bezug auf angepasste Tätigkei ten könnten keine genauen Angaben zum Verlauf gemacht werden. Das psychische Leiden habe sich aber allmählich zurückgebildet. Eine ängstlich depressive Anpassungsstörung oder eine and ere depressive Erkrankung habe anlässlich der aktuellen Untersuchung nicht mehr festgest ellt werden können. Aus gesamtme- dizinischer Sicht seien dem Versicherten spätestens ab Janua r 2014 angepasste Verweistätig- keiten zu 100% zumutbar. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 7.2 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefoch tenen Verfügung vom 10. Dezember 2014 bei der Beurteilung des Gesundheit szustands und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers vollumfänglich auf die Einschätzung d er Ärzteschaft des Begutachtungsin- stituts C.____ vom 19. Juni 2014. Demnach ging sie davon aus, dass dem Beschwerdeführer angepasste Verweistätigkeiten wiederum zu 100% zumutbar seien. Wie in Erwägung 5.3 hier- vor ausgeführt, ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahr ens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und b ei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung grundsätzlich volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Z uverlässigkeit der Expertise spre- chen. Solche Indizien liegen hier keine vor. Die Gutacht er des Begutachtungsinstituts C.____ haben den Beschwerdeführer eingehend untersucht, gehen in ihren ausführlichen Berichten einlässlich auf seine Beschwerden ein, setzen sich mit den bei den Akten liegenden medizini- schen Unterlagen auseinander und vermitteln so ein umfass endes Bild über seinen Gesund- heitszustand. Es wird deutlich, dass sich der Gesundheitszusta nd des Beschwerdeführers seit der Rentenzusprache verbessert hat und neben den nicht objektivierbaren Störungen keine weiteren Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig keit hinzugekommen sind. Weiter ging die Ärzteschaft des Begutachtungsinstituts C.____ davon a us, dass es dem Versicherten spä- testens ab Januar 2014 zumutbar war, eine angepasste Ver weistätigkeit auszuüben. Nachdem keines der zusätzlich geforderten Kriterien, wie Komorbidität, sozialer Rückzug, etc. in erforder- lichem Ausmass ausgewiesen ist, ist zu vermuten, dass der Versich erte in der Lage ist, die Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren W illensanstrengung zu überwinden. Insgesamt erweist sich das Gutachten des Begutachtungsinstitu ts C.____ vom 19. Juni 2014 als zuverlässige Entscheidgrundlage. Es ist demnach nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers darauf abgestellt hat. Die Beweiskraft des Gutachtens wird denn auch vom Beschwerdeführer – zu Recht – nicht in Frage gestellt. 7.3 Nach Gesagtem ist davon auszugehen, dass die ursprünglich e Rentenzusprache haupt- sächlich aufgrund der Diagnose eines pathogenetisch-ätiol ogisch unklaren syndromalen Be- schwerdebildes ohne nachweisbare organische Grundlage erfo lgte, und dass im Zeitpunkt der mit Verfügung vom 10. Dezember 2014 beabsichtigten Au fhebung der bisher ausgerichteten Rente keine versicherungsrelevante Arbeitsunfähigkeit me hr vorlag. Weiter ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer im Oktober 2012 noch nicht 55 Jahre alt war oder seit mindestens 15 Jahre eine Rente bezogen hatte. Daher fällt er n icht unter den besonders geschützten Be- zügerkreis gemäss lit. a Abs. 4 SchlB IVG (vgl. E. 4.2.4 hiervor). Demzufolge ist nicht zu bean- standen, dass die Beschwerdegegnerin die dem Beschwerdefü hrer bisher ausgerichtete ganze Rente in Anwendung der SchlB IVG auf den ersten Tag des zweiten Monats nach Zustellung der Verfügung (vgl. Art. 88 bis Abs. 2 lit. a IVV) hin aufhob. 8.1 Streitig ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf Wiedereingliederungsmassnah- men. Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 8.2 Versicherte Personen, deren Rente gestützt auf lit. a SchlB IVG aufgehoben oder her- abgesetzt werden, haben für maximal zwei Jahre Anspruch auf Massnahmen zur Wiederein- gliederung. Es handelt sich dabei um Vorkehren zur Wied ereingliederung nach Art. 8a IVG, während deren Durchführung bis zum Abschluss die bisherig e Rente weiter ausgerichtet wird, längstens aber während zwei Jahren ab dem Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung. Da- rauf sind die versicherten Personen anlässlich eines persön lichen Gesprächs ausdrücklich hin- zuweisen (vgl. Rz. 1004.2 des Kreisschreibens des Bundesa mtes für Sozialversicherungen, BSV, über die Schlussbestimmungen der Änderung vom 18. März 2011 des IVG, gültig ab 1. März 2013, KSSB). Wiedereingliederungsmassnahmen können zugesprochen werden, wenn sie für eine Wiedereingliederung sinnvoll und nutzbring end sind und die versicherte Person im Gespräch ein Minimum an subjektiver Eingliederungsfähig keit zeigt (Rz.1007.1 KSSB). Ent- scheidet sich die versicherte Person erst nach der gerichtl ichen Überprüfung der Aufhebungs- oder Herabsetzungsverfügung an den Massnahmen zur Wiedereingliederung teilzunehmen, hat auch sie Anspruch auf Wiedereingliederungsmassnahmen nach Art. 8a Abs. 2 IVG und das Weiterlaufen der Rente während den Massnahmen. Durch d ie Erhebung der Beschwerde wird jedoch die maximale Dauer von 2 Jahren, während der e in Anspruch auf Massnahmen zur Wiedereingliederung nach Art. 8a Abs. 2 IVG und das W eiterlaufen der Rente besteht, nicht unterbrochen (Rz.1007.1 KSSB). 9.3 Die Beschwerdegegnerin war bei Erlass der angefochte nen Verfügung vom 10. Dezember 2014 in Anwendung der SchlB IVG i.V.m. Art. 8a IVG – entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers – weder zur vorgängigen Prüfung ve rpflichtet, ob und in welchem Mass er auf dem ihm nach seinen Fähigkeiten offenstehenden Arbeitsmarkt zumutbarerweise er- werbstätig sein könnte noch musste sie über seinen Anspr uch auf Wiedereingliederungsmass- nahmen verfügen. Zu jenem Zeitpunkt war noch nicht abz usehen, ob und welche konkreten Wiedereingliederungsmassnahmen für den Beschwerdeführer allenfalls in Frage kommen könn- ten. Dem Gesprächsprotokoll „Erstgespräch Schlussbestimmun gen“ vom 3. November 2014 ist lediglich zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer in Bez ug auf die angebotenen Eingliede- rungsmassnahmen den behandelnden Arzt sowie seinen Anwal t zu Rate ziehen wollte. Weiter wurde festgehalten, dass er sich bei Unterstützungsbedarf bei der IV-Stelle melden würde. Dem Beschwerdeführer ist zwar insofern beizupflichten, als sei n Verhalten einen Anspruch auf Wie- dereingliederungsmassnahmen nicht zum Vornherein ausschliesst. Vielmehr sind Massnahmen beruflicher Art auch nach Erlass der angefochtenen Ver fügung vom 10. Dezember 2014 mög- lich. Indes stand zu diesem Zeitpunkt nicht fest, ob di e Voraussetzungen der subjektiven und objektiven Eingliederungsfähigkeit erfüllt waren. Wie die Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehm- lassung vom 3. Februar 2015 zu Recht ausführte, ist die Rechtmässigkeit der angefochtenen Rentenverfügung vom 10. Dezember 2014 unabhängig von der Frage, ob Eingliederungsmass- nahmen gemäss lit. a SchlB IVG i.V.m. Art. 8a IVG dur chzuführen sind, zu beurteilen. Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 10. Dezember 2014 nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. 10.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 und 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor kantonalem Versi- cherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfah renskosten in der Regel der unterlie- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht genden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Entspre chend dem Ausgang dieses Ver- fahrens hat der Beschwerdeführer die Verfahrenskosten zu tragen. Da ihm mit Verfügung vom 26. Januar 2015 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt wurde, gehen die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- zu Lasten der Gerichtskasse. 10.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgan g entsprechend wettzuschla- gen. Da dem Beschwerdeführer ebenfalls mit Verfügung vo m 26. Januar 2015 die unentgeltli- che Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter bewillig t wurde, ist dieser für seine Bemühun- gen aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Der Rechtsvertre ter der Versicherten weist in sei- ner Honorarnote vom 17. März 2014 für das vorliegende Beschwerdeverfahren einen Zeitauf- wand von 7,5 Stunden aus, was umfangmässig in Anbetra cht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen nicht zu beanstanden ist. Dasselbe gilt für die in der Honorarnote ausgewie- senen Auslagen von Fr. 45.05. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tar ifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar b ei unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 200.-- pro Stunde. Damit ist dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers für seine Bemü- hungen ein Honorar in der Höhe von Fr. 1‘668.65 (7,5 Stunden à Fr. 200.-- und Auslagen von Fr. 45.05 zuzüglich 8% MwSt.) aus der Gerichtskasse auszurichten. 10.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a A bs. 1 des Gesetzes über die Orga- nisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufme rksam gemacht, wonach eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zu r Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- w erden dem Be- schwerdeführer auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die Verfahrenskosten zu Lasten der Gerichtskasse. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständun g wird dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von Fr. 1‘668.65 (inkl. Auslagen und 8% Mehrwertsteuer) aus der Gerichts- kasse ausgerichtet. Gegen diesen Entscheid wurde von A.____ am 6.Juli 2015 Beschwerde beim Bundesgericht erhoben (siehe nach Vorliegen des Urteils: Verfahren-Nr. 8C_491/2015 ). http://www.bl.ch/kantonsgericht