<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">1P.504/2002 /err </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 29. November 2002 </div> <div class="para">I. Öffentlichrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgerichtsvizepräsident Aemisegger, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Nay, Fonjallaz, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Störi. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">T.V.________, Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Zentralstrasse 28, 6002 Luzern, </div> <div class="para">Obergericht des Kantons Luzern, II. Kammer, Postfach, 6002 Luzern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Strafverfahren, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsrechtliche Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Luzern, II. Kammer, vom 28. August 2002. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sachverhalt: </div> <div class="para">A. </div> <div class="para">Die Luzerner Strafverfolgungsbehörden führen gegen A.V.________ eine Strafuntersuchung wegen mehrfacher Veruntreuung. Er wurde am 28. August 2000 verhaftet und am 21. September 2000 unter verschiedenen Auflagen, wovon ein Teil in der Folge aufgehoben wurde, aus der Untersuchungshaft entlassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Eingaben vom 20. Februar 2002 und vom 18. April 2002 beantragte A.V.________ dem Kriminalgericht Luzern, ihm seinen Reisepass auszuhändigen. Das Kriminalgericht wies diesen Antrag am 19. April 2002 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Obergericht wies den von A.V.________ dagegen erhobenen Rekurs am 28. August 2002 ab, soweit es darauf eintrat. </div> <div class="para">B. </div> <div class="para">Mit Eingabe vom 28. August 2002 erhebt T.V.________ "als Ehefrau des .. durch die Zwangsmassnahme des Freiheitsentzuges gegen meinen Ehemann betroffene Dritte" staatsrechtliche Beschwerde wegen Verletzung verschiedener von der Bundesverfassung und der EMRK garantierter Grundrechte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Am 14. Oktober 2002 stellte sie ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und reichte eine "Einzelvollmacht" vom gleichen Datum ein, mit welcher A.V.________ sie bevollmächtigt, in Sachen der staatsrechtlichen Beschwerde 1P.504/2002 "mit gemeinsamem Einverständnis" zu handeln. </div> <div class="para">C. </div> <div class="para">Die Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern verzichtet auf Vernehmlassung. Das Obergericht beantragt, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin führt ausdrücklich in eigenem Namen Beschwerde; dass sie nachträglich eine Vollmacht ihres Mannes vom 14. Oktober 2002 einreichte, ändert daran nichts. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Zur staatsrechtlichen Beschwerde ist nach <span class="artref">Art. 88 OG</span> indessen nur befugt, wer eigene, rechtlich geschützte Interessen an der Aufhebung des angefochtenen Entscheids hat. Es liegt zwar in der Natur der Sache, dass auch die Beschwerdeführerin unter den gegen ihren Mann ausgesprochenen Zwangsmassnahmen zu leiden hat; dadurch ist sie jedoch bloss faktisch, aber nicht in ihren rechtlich geschützten Interessen betroffen. Sie ist daher nicht befugt, den obergerichtlichen Entscheid vom 28. August 2002 anzufechten, weshalb auf ihre Beschwerde mangels Legitimation nicht einzutreten ist. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdeführerin kostenpflichtig (<span class="artref">Art. 156 OG</span>). Sie hat zwar ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gestellt, welches indessen abzuweisen ist, da die Beschwerde aussichtslos war (<span class="artref">Art. 152 OG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span>: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Die Gerichtsgebühr von Fr. 300.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern und dem Obergericht des Kantons Luzern, II. Kammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 29. November 2002 </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>