<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, per 1. Januar 2025 erneut für fünf Jahre gültige UKW-Funkkonzessionen zu vergeben.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im August 2021 hat der überwiegende Teil der Privatradios und die SRG definitiv entschieden, ab 2025 auf die Verbreitung ihres Programms über UKW zu verzichten. Die verlängerten UKW-Funkkonzessionen der Privatradios und auch jene der SRG laufen dann ab. Es handelt sich also nicht um eine Zwangsabschaltung. Der Bundesrat hat keinen Anlass, diesen Entscheid nicht zu akzeptieren. Im Gegenteil: Der Bundesrat hat den Umstieg auf DAB+ regulatorisch begleitet, und die UKW-Verbreitung ist seit 2020 freiwillig.</p><p>Die digitale Radionutzung nimmt stetig zu. Die Radios haben die Abschaltung im Wissen beschlossen, dass es im Ausland weiterhin UKW geben wird. Ausländische Programme sind zumindest entlang der Grenzen schon heute empfangbar. Daran wird sich nichts ändern, da auch die Nachbarländer ihr DAB+-Angebot massiv ausbauen. Der Bundesrat hat keine Bedenken, dass das Publikum nach der UKW-Abschaltung nur noch ausländische UKW-Sender nutzen wird. Denn die Hörerinnen und Hörer sind ihrem Programm in der Regel sehr treu und werden, wie frühere Erfahrungen zeigen, mit ihrem Programm rasch auf die neue Technologie wechseln.</p><p>Mit der Abschaltung Ende 2024 erhält das Publikum mehr Zeit für die Umrüstung zu Hause und in den Autos. Heute hören 86 Prozent die Radioprogramme gelegentlich oder regelmässig über digitale Kanäle (DAB+ oder Internet). In allen neu verkauften Fahrzeugen ist DAB+ standardmässig eingebaut, 58 Prozent der Autofahrenden nutzen DAB+- oder Internetradio, und 30 Prozent hören im Auto kein Radio. Umrüstungen können heute auch sehr einfach und kostengünstig mit einem DAB+-Adapter vorgenommen werden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.