B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-3854/2012 U r t e i l v o m 9 . J u l i 2 0 1 3 Besetzung Richter André Moser (Vorsitz), Richter Jérôme Candrian, Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot, Gerichtsschreiber Pascal Baur. Parteien St. Niklausen-Schiffgesellschaft Genossenschaft, SNG Lake Lucerne, Alpenquai 11, 6005 Luzern, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Rainer Wey, Anwaltsbüro Fellmann Tschümperlin Lötscher, Zinggentorstrasse 4, 6000 Luzern 6, Beschwerdeführerin, gegen Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstädtersees (SGV) AG, Werftestrasse 5, 6005 Luzern, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Christoph Wildisen, Kanzlei Kasernenplatz, Postfach 7085, 6000 Luzern 7, Beschwerdegegnerin, und Bundesamt für Verkehr BAV, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Wiedererwägung der Plangenehmigungsverfügung vom 13. April 2012. A-3854/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. Am 17. Februar 2012 ersuchte die Schifffahrtsgesellschaft des Vie r- waldstättersees (SGV) AG (nachfolgend: SGV) das Bun desamt für Ve r- kehr BAV um Genehmigung ihrer Planvorlage betreffend die Instand - setzung der beim Schweizerhofquai in der Stadt Luzern gelegenen La n- dungsbrücke 7 (Nordseite des Luzerner Seebeckens; nachfolgend: L7). Im Rahmen des vereinfachten Plangenehmigungsverfahrens äusserten sowohl das Strassenverkehrsamt, Abteilung Schifffahrt, als auch die Wasserpolizei des Kantons Luzern Bedenken gegen das von der SGV geplante regelmässige Anfahren der L7. Sie wiesen darauf hin, dass sich am Schwanenplatz in unmittelbarer Nähe der L7 die Bootsvermietung der St. Niklausen-Schiffsgesellschaft Genossenschaft (nachfolgend: SNG) befinde. Die Reaktivierung der L7, die in den letzten Jahren nur gelegen t- lich benutzt worden sei, führe deshalb zu einem grossen Gefä hrdungs- und Konfliktpotential. Auch könnten – so die Abteilung Schifffahrt – gewis- se Abstandsvorschriften nicht mehr eingehalten werden. Mit Schreiben vom 15. März 2012 äusserte auch die SNG , die nicht formell ins Plang e- nehmigungsverfahren einbezogen worden war, Sicherheitsbedenken. B. Mit Verfügung vom 13. April 2012 genehmigte das BAV die Planvorlage der SGV mit zahlreichen Auflagen und einem Vorbehalt. Hinsichtlich des regelmässigen Anfahrens der L7 schloss es sich grundsätzlich den Au s- führungen der beide n kantonalen Stellen an. Es hielt fest, die ab dieser Landungsbrücke geplanten Rundfahrten führten zu einem Mehrverkehr im Bereich des Nordufers des Luzerner Seebeckens. Es habe deshalb die SGV mit Schreiben vom 28. März 2012 aufgefordert, ihm bis am 20. April 2012 mitzuteilen, welche Massnahmen sie zu treffen beabsichtige, um einen sicheren Betrieb im Luzerner Seebecken zu gewährleisten. Zur Sicherheit nehme es eine entsprechende Auflage in die Verfügung auf (Dispositiv-Ziff. 2.8); ausserdem einen Vorbehalt, wonach sie weitere A n- gaben betreffend den sicheren Betrieb im Luzerner Seebecken verlangen und gegebenenfalls weitere Auflagen verfügen könne (Dispositiv-Ziff. 3). C. Am 18. April 2012 äusserte sich die SGV brieflich zu den von ihr vorg e- sehenen Sicherheitsmassnahmen. Sie führte namentlich aus, der Schiffs- führer der für die Rundfahrten verwendeten neuen Panoramayacht MS Saphir (nachfolgend: MS Saphir) könne vom Fahrstand aus über Vide o-A-3854/2012 Seite 3 kameras sowohl die Steuer- als auch die Backbordseite und den Heckbe- reich überwachen. Bei der Rückwärtsfahrt werde zudem ein Matrose als Heckwache eingesetzt. D. Am 2. Mai 2012 nahm die SNG in einem Brief an das BAV zum Schreiben der SGV vom 18. April 2012 Stellung. Sie vertrat den Standpunkt, die g e- planten Rundfahrten ab der L7 seien abzulehnen, da Abstandsvorschri f- ten nicht eingehalten würden und klares Recht verletzt werde. Darüber hinaus schüfen sie ein grosses Gefährdungs - und Konfliktpotential, was auch die kantonalen Behörden bestätigten. Das Problem könne vermi e- den werden, wenn die SGV einen anderen Landungssteg anfahre. E. Mit Schreiben vom 3. Mai 2012 hielt das BAV unter anderem fest, der Vorschlag der SGV, bei der Rückwärtsfahrt eine Heckwache aufzustellen, sei grundsätzlich nicht neu und werde bei der Achterausfahrt in der Regel angewandt. Es habe jedoch Bedenken hinsichtlich der Ausführbarkeit dieser Massnahme auf der MS Saphir. Unter Hinweis auf Dispositiv-Ziff. 3 der Plangenehmigungsverfügung (Vorbehalt weiterer Sicherheitsaufl a- gen) ordnete es deshalb an, es s ei auf der Strecke von der beim Kultur - und Kongresszentrum gelegenen Landungsbrücke 3 (Südseite des L u- zerner Seebeckens; nachfolgend: L3) zur L7 und retour eine dritte Person an Bord zu nehmen. Diese habe bei der Rückwärtsfahrt nach dem Abl e- gen von der L7 die Funktion als Heckwache/Ausguck zu übernehmen und den Schiffsführer bei Gefahr zu informieren. F. Am 4. Mai 2012 machte die SNG in einem Brief an das BAV geltend, die verfügte Auflage gehe insbesondere von falschen Abstandszahlen aus und entschärfe die Sicherheitsproblematik nicht hinreichend. Sie ersuchte daher um Erlass einer anfechtbaren Verfügung. Gleiches tat auch die SGV. Am 8. Mai 2012 schlug das BAV eine Besprechung mit sämtlichen Beteiligten vor. Am 11. Mai 2012 hielt es in Bestätigung einer ents pre- chenden E -Mail vom Vortag fest, es beabsichtige, in der Angelegenheit eine Besprechung mit der SGV und der SNG durchzuführen. Sollte dabei keine einvernehmliche Lösung gefunden werden, werde es über den Streitgegenstand eine anfechtbare Verfügung erlassen oder die Plang e- nehmigung in Wiedererwägung ziehen. Die in der Folge am 15. Mai 2012 durchgeführte Besprechung führte zu keinem Ergebnis. A-3854/2012 Seite 4 G. Mit Verfügung vom 22. Juni 2012 zog das BAV die Plangenehmigung s- verfügung in Wiedererwägung und ergänzte deren Dispositiv um die b e- reits in seinem Schreiben vom 3. Ma i 2012 angeordnete Sicherheitsau f- lage (nachfolgend: Wiedererwägungsverfügung). In einer weiteren Verf ü- gung vom gleichen Datum wies es zudem die von ihm als "Beschwerde" bezeichneten Einwände, die die SNG namentlich mit Schreiben vom 2. Mai 2012 gegen das Anfahren der L7 durch die SGV erhoben hatte, ab (nachfolgend: Abweisungsverfügung). H. Am 18. Juli 2012 erhebt die SNG (nachfolgend: Beschwerdeführerin) mit zwei separaten, aber inhaltlich übereinstimmenden Eingaben Beschwer- de gegen die beiden Verfügungen de s BAV (nachfolgend: Vorinstanz) vom 22. Juni 2012 und beantragt, diese seien aufzuheben. Soweit dies nicht bereits mit der Wiedererwägungsverfügung geschehen sei, sei zu- dem auch die Plangenehmigungsverfügung aufzuheben. Ausserdem sei der SGV (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) das Anfahren der L7 (n a- mentlich) mit der MS Saphir zu verbieten. Zur Begründung bringt sie in formeller Hinsicht insbesondere vor, die angefochtenen Verfügungen sei- en in krasser Verletzung verfahrensrechtlicher Vorschriften ergangen. So sei sie nicht in das Plangenehmigungsverfahren einbezogen worden, o b- schon ihr Bootssteg in unmittelbarer Nachbarschaft zur L7 liege. In mate- rieller Hinsicht macht sie namentlich geltend, die Beschwerdegegnerin gefährde durch das Anfahren der L7 im Rahmen ihrer neuen Rundfahrten die Sicherheitssituation im Luzerner Seebecken massiv. Auch verletze sie Abstandsvorschriften. I. Mit Zwischenverfügung vom 27. Juli 2012 vereinigt der Instruktionsrichter die beiden formell eröffneten Beschwerdeverfahren unter der N ummer A-3854/2012. J. Mit Zwi schenverfügung vom 16. August 2012 weist er das Gesuch der Beschwerdeführerin um Durchsetzung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde bzw. Anordnung eines vorsorglichen Anfahrverbots ab. K. Die Vorinstanz beantragt in ihrer Ver nehmlassung vom 13. Septe mber 2012 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Zur A-3854/2012 Seite 5 Begründung verweist sie grundsätzlich auf die angefochtenen Verfügu n- gen. Ergänzend führt sie aus, die im Plangenehmigungsverfahren erfolgte Verletzung des rechtlichen Gehörs sei im anschliessenden Verfahren vor ihr geheilt worden. Die mit der Wiedererwägungsverfügung angeordnete Sicherheitsauflage reiche im Weiteren zur Gewährleisung der Sicherheit im Luzerner Seebecken aus. L. Die Beschwerdegegnerin beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 28. September 2012 ebenfalls die Abweisung der Beschwerde. Zur B e- gründung führt sie in formeller Hinsicht insbesondere aus, die Vorinstanz habe den Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör nicht verletzt. In materieller Hinsicht macht sie geltend, das Anfahren der L7 führe nicht zu einer Verletzung von Abstandsvorschriften . Mit der ang e- ordneten Sicherheitsauflage sei weiter sämtlichen erforderlichen Vo r- sichtsmassnahmen zur Vermeidung von Unfällen genüge getan. M. Die Beschwerdeführerin hält in ihrer Stellungnahme vom 3. Dezember 2012 vollumfänglich an ihren Anträgen und Ausführungen in der B e- schwerde fest und äussert sich ergänzend zu den Ausführungen der B e- schwerdegegnerin und der Vorinstanz. N. Die Vorinstanz bekräftigt in ihrer Stellungnahme vom 21. Januar 2013 i h- ren Antrag und ihre Ausführungen in der Vernehmlassung sowie ihre Er- wägungen in den angefochtenen Verfügungen und macht einige ergä n- zende Bemerkungen. O. Die Beschwerdegegnerin hält in ihrer Stellungnahme vom 1. Februar 2013 an ihrem Antrag und ihren Ausführungen in der Beschwerdeantwort fest und macht einige zusätzliche Ausführungen. P. Auf Aufforderung des Instruktionsrichters äussert sich am 12. Februar 2013 auch die Wasserpolizei des Kantons Luzern zur Angelegenheit. Sie führt namentlich aus, im untersten Teil des Luzerner Seebeckens sei es an stark frequentierten Tagen schlichtweg nicht möglich, den vorg e- schriebenen Abstand von 50 Metern gegenüber Kursschiffen einzuhalten, wenn die MS Saphir die L7 anfahre. Weiter hält sie fest , bislang seien A-3854/2012 Seite 6 keine Beschwerden oder Meldungen über prekäre Situationen im Z u- sammenhang mit der neuen Anfahrpraxis eingegangen. Q. Die Beschwerdeführerin äussert sich am 25. Februar 2013 ergänzend zu einigen Ausführungen der Beschwerdegegnerin und der Vorinstanz, die sie als unzutreffend oder suggestiv qualifiziert. R. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die sich bei den Akten b e- findlichen Schriftstücke wird – soweit entscheidrelevant – in den nachfol- genden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), sofern sie von einer Vorinstanz nach Art. 33 VGG stammen und keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vo r- liegt. Die beiden Verfügungen vom 22. Juni 2012 und die Plangenehm i- gungsverfügung sind zulässige Anfechtungsobjekte und stammen von e i- ner Behörde nach Art. 33 Bst. d VGG; eine Ausnahme nach Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist damit zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 1.2 Da sich die Beschwerde nur dann a uch gegen die Plangenehm i- gungsverfügung richtet, wenn diese durch die Wiedererwägungsverf ü- gung nicht gänzlich aufgehoben wird, ist zunächst zu klären, ob und g e- gebenenfalls inwieweit dies der Fall ist. 1.2.1 Die Beschwerdeführerin ist der Ansicht , die Vorinstan z habe die Plangenehmigungsverfügung vollumfänglich in Wiedererwägung gez o- gen. Zur Begründung verweist sie auf Dispositiv-Ziff. 1 der Wiedererw ä- gungsverfügung, wonach die Plangenehmigungsverfügung in Wiedere r- wägung gezogen und das Dispositiv mit der erwähnten Sicherheitsaufla- ge ergänzt wird. Ausserdem beruft sie sich auf das S chreiben der Vorin- stanz vom 11. Mai 2012, mit dem diese für den Fall, dass keine einve r-A-3854/2012 Seite 7 nehmliche Lösung gefunden werden sollte, in Aussicht stellte, eine a n- fechtbare Verfügung üb er den Streitgegenstand zu erlassen oder die Plangenehmigung in Wiedererwägung zu ziehen. 1.2.2 Die Beschwerdegegnerin bringt vor, die Wiedererwägungsverf ü- gung sei eine "ergänzende Wiedererwägung" zur Ergänzung einer fehler- freien Verfügung . Sie stütze sich auf d en ausdrückliche n Vorbehalt in Dispositiv-Ziff. 3 der Plang enehmigungsverfügung. Gestützt auf diesen sei bereits die gleichlautende Sicherheitsauflage im Schreiben der Vori n- stanz vom 3. Mai 2013 angeordnet worden. Die Ergänzung betreffe ledig- lich die in der Plangenehmigungsverfügung erlassenen bzw. vorbehalte- nen Sicherheitsauflagen, nicht aber die Plangenehmigung für die I n- standsetzung und Benützung der L7 als solche. 1.2.3 Die Vorinstanz führt in der Wiedererwägungsverfügung aus, sie h a- be eine fehlerfreie Plange nehmigungsverfügung erlassen. Mit den Ang a- ben der Beschwerdegegnerin zu den geplanten Sicherheitsmassnahmen sei nachträglich eine Veränderung der Sachlage eingetreten, die sie ve r- anlasse, die formell rechtskräftige Plangenehmigungsverfügung in Wi e- dererwägung zu ziehen. Dies sei möglich, da das öffentliche Interesse an der Durchsetzung des objektiven Rechts – und damit der Gewährleistung einer möglichst hohen Sicherheit im Luzerner Seebecken – höher zu ge- wichten sei als das Interesse der Beschwerdegegnerin an der Rechtss i- cherheit. In der Vernehmlassung erklärt sie, die Wiedererwägungsverf ü- gung ergänze die Plangenehmigungsverfüg ung um eine zusätzliche Au f- lage; die bereits verfügten Auflagen behielten ihre Gültigkeit. Die Plang e- nehmigungsverfügung werde somit bloss punktuell in Wiedererwägung gezogen. 1.2.4 Wie erwähnt (vgl. Bst. B) , verpflichtete die Vorinstanz die B e- schwerdegegnerin mit Dispositiv -Ziff. 2.8 der Plangenehmigungsverf ü- gung, ihr mitzuteilen, welche Massnahmen sie zu treffen beabsichtige, um einen sicheren Betrieb im Luzerner Seebecken zu gewährleisten. In Dispositiv-Ziff. 3 behielt sie sich zudem vor, diesbezüglich weitere Anga- ben zu verlangen und gegebenenfalls weitere Auflagen z u verfügen. U n- ter ausdrücklicher Berufung auf diesen Vorbehalt ordnete sie mit Schrei- ben vom 3. Mai 2012 die erwähnte Sicherheitsauflage an und bestätigte diese auf Verlangen beider Parteien mit der Wiedererwägungsverfügung. Dass sie damit auf die Plangene hmigungsverfügung zurückgekommen wäre und deren Inhalt überprüft sowie geändert hätte, ist nicht ersichtlich. Vielmehr ergänzte sie diese entsprechend dem erwähnten Vorbehalt um A-3854/2012 Seite 8 eine weitere (Sicherheits-) Auflage. Die Wiedererwägungsverfügung zieht die Plangenehmigungsverfügung ihrem tatsächlichen Gehalt nach somit weder punktuell noch umfassend in Wiedererwägung (vgl. ANDREA PFLEI- DERER, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, Zürich 2009, Rz. 7 ff. zu Art. 58) ; vielmehr tritt sie als zusätzliche Verfü- gung zu dieser hinzu. Trotz ihrer unrichtigen Bezeichnung durch die Vo r- instanz ist sie daher in diesem Sinn zu qualifizieren (vgl. Urteil des Bu n- desgerichts 2C_936/2012 vom 14. Januar 2013 E. 1.3). An diesem Ergebnis ändert nichts, dass Dispositiv-Ziff. 1 der Wiedere r- wägungsverfügung im ersten Teil des ersten Satzes ohne Einschränkung festhält, die Plangenehmigungsverfügung werde in Wiedererwägung ge- zogen. Ihr rechtlicher Gehalt ergibt sich ohne Weiteres bereits aus dem zweiten Teil dieses Satzes, wonach das Dispositiv der Plangenehm i- gungsverfügung um die erwähnte Sicherheitsauflage ergänzt wird. Auch aus dem Schreiben der Vorinstanz vom 11. Mai 2012 ergibt sich keine andere Beurteilung. Obschon auch in diesem allgemein von Wiedererwä- gung die Rede ist, wird angesichts der Eingaben der Beschwerdeführerin vom 15 . März sowie 2. und 4. Mai 2012 an die Vorinstanz (vgl. da- zu Bst. A, D und F sowie E. 4.4.2) klar, dass sich eine allfällige Wiederer- wägung auf die streitige, in diesen Eingaben aufgewo rfene Sicherheits- frage beschränken würde. Mit der Wiedererwägungsverfügung wird die Plangenehmigungsverf ü- gung somit weder ganz noch teilweise aufgehoben. Es ist daher auch be- züglich dieser Verfügung zu prüfen, ob auf die Beschwerde eingetreten werden kann. 1.3 1.3.1 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat, durch die angefochtene Verfügung besonders be- rührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ä n- derung hat. Beschwerdebefugt ist in erster Linie der materielle Adressat einer Verfügung, dessen Rechtsstellung durch die Verfügung direkt beein- trächtigt wird. Beschwerdeberechtigt können weiter auch Dritte sein. Dies ist bei Beschwerden g egen adressatenbegünstigende Verfügungen der Fall, wenn die Dritten in einer besonderen, beachtenswerten, nahen B e- ziehung zur Streitsache stehen und ein eigenes schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung der angefochtenen Verfügung haben A-3854/2012 Seite 9 (vgl. VERA MARANTELLI-SONANINI/SAID HUBER, in: Praxiskommentar VwVG, Rz. 24 und 26 zu Art. 48). 1.3.2 Die Beschwerdeführerin ist der Ansicht, sie sei umfassend zur Be- schwerde gegen die Plangenehmigungsverfügung legitimiert. Die Vorin- stanz schliesst sich dieser Meinung an. Die Beschwerdegegnerin macht demgegenüber geltend, die Legitimation der Beschwerdeführerin bestehe lediglich hinsichtlich der in den Dispositiv-Ziff. 2.8 und 3 dieser Verfügung erlassenen bzw. vorbehaltenen Sicherheitsaufla gen, nicht jedoch hin- sichtlich der Plangenehmigung für die Instandsetzung der L7 als solche , da auch die Wiedererwägungsverfügung lediglich diese Sicherheitsaufl a- gen betreffe. Die Beschwerdeführerin hat zwar die erforderliche Beziehungsnähe zur Streitsache, da sie in unmittel barer Nähe zur L7 eine Bootsvermietung betreibt, die durch das regelmässige Anfahren dieser Landungsbrücke mit der MS Saphir im Rahmen der neuen Rundfahrten betroffen wird (vgl. insbesondere E. 7.5.1). Die Beschwerdegegnerin liess die gene h- migten Reparaturarbeiten an der L7 allerdings noch im Verlauf des Frü h- jahrs 2012 und damit noch vor Beschwerdeerhebung ausführen. Anders als bei einem Neubau können diese Arbeiten nicht rückgängig gemacht werden, ist doch nicht ersichtlich, wie sich die L7 wieder in ihren früheren, renovationsbedürftigen Zustand ver setzen liesse. Mit der Aufhebung der Plangenehmigung als solche könnte die Beschwerdeführerin deshalb nur dann (indirekt) das Anfahren der L7 im Rahmen der neuen Rundfahrten verhindern, we nn der Beschwerdegegnerin mit dieser Genehmigung zugleich die Befugnis für das Anfahren dieser Landungsbrücke erteilt würde. Dies trifft je doch nicht zu; Gegenstand der Plangenehmigung als solche bildet einzig die Instandsetzung der L7. Der Beschwerdeführerin mangelte es damit hinsichtlich der Plangenehmigung als solche bereits im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung an einem schutzwürdigen Be- schwerdeinteresse, besteht doch ein solches grundsätzlich darin, einen wirtschaftlichen, ideellen, materiellen oder ande rweitigen Nachteil zu vermeiden, den der angefochtene Entscheid mit sich bringen würde (vgl. statt vieler BGE 138 III 537 E. 1.2.2 m.w.H.). Auf die Beschwerde ist des- halb insoweit bereits aus diesem Grund nicht einzutreten (vgl. auch E. 1.4). Die Dispositiv-Ziff. 2.8 und 3 der Plangenehmigungsverfügung betreffen im Weiteren zwar die streitige Sicherheitsfrage. Die Vorinstanz hat die mit Dispositiv-Ziff. 2.8 verlangten Angaben von der Beschwerdegegnerin a l-A-3854/2012 Seite 10 lerdings erhalten und mit der Wiedererwägungsverfügung zudem die in Dispositiv-Ziff. 3 vorbehaltene zusätzliche Sicherheitsauflage angeordnet. Ab diesem Zeitpunkt hatten die beiden Dispositiv -Ziffern für die streitige Frage deshalb keine Bedeutung mehr. Der Beschwerdeführerin fehlte somit auch in dieser Hinsicht bereits bei der Beschwerdeeinreichung ein schutzwürdiges Beschwerdeinteresse. Auf ihre Beschwerde kann deshalb hinsichtlich der gesamten Plangenehmigungsverfügung nicht eingetreten werden. 1.3.3 Die Wiedererwägungsverfügung ergänzt die Plangenehmigungsver- fügung zwar um eine Sicherheits auflage, von der auch der Bootsvermie- tungsbetrieb der Beschwerdeführerin profitiert. Dieser wird jedoch durch das regelmässige Anfahren der L7 mit der MS Sa phir im Rahmen der neuen Rundfahrten weiterhin betroffen. Mit der Anordnung des beantrag- ten Anfahrverbots liesse sich dies verhindern. Die Beschwerdeführerin hat deshalb ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhe bung bzw. Ände- rung der Wiedererwägungsverfügung. Sie nahm weiter am Verfahren, das zum Erlass dieser Verfügung führte (fortgesetztes Plangenehmigungsver- fahren; vgl. dazu E. 1.3.4), teil, wenn auch teilweise nur informell. Sie hat zudem die erforderliche Beziehungsnähe zur Streitsache (vgl. E. 1.3.2). Ihre Legitimation zur (Dritt-) Beschwerde gegen die Wiedererwägungsver- fügung ist daher zu bejahen. 1.3.4 Nach dem Wortlaut von Dispositiv-Ziff. 1 der Abweisungsverfügung wird die "Beschwerde" der Beschwerdeführerin vom 2. bzw. 4. Mai 2012 abgewiesen. Diese Formulierung erscheint zwar etwas unglücklich und verwirrend, da es sich bei den beiden Eingaben nicht um eine Beschwe r- de handelt und die Abweisungsverfügung nicht im Rahmen eines B e- schwerdeverfahrens erging. Aus der Begründung der Verfügung wird in- des deutlich, dass die Vorinstanz mit dieser Formulierung den von der Beschwerdeführerin in der Eingabe vom 2. Mai 2012 implizit gestellten Antrag auf Anordnung eines Anfahrverbots abweist. Sie verfügt somit nicht die mit der Wiedererwägungsverfügung angeordnete Sicherheitsauf- lage ein zweites Mal. Vielmehr teilt sie den Entscheid über die streitige Sicherheitsfrage in zwei sich ergänzende Verfügungen auf, die insgesamt auf diese Frage beschränkt bleiben. Dieses Vorgehen erscheint zwar unnötig kompli ziert, da implizit bereits mit der Anordn ung der Sicherheitsauflage der weitergehende Antrag der Beschwerdeführerin abgewiesen wird. Es kann zudem nicht damit g e- rechtfertigt werden, die Abweisungsverfügung sei im Rahmen eines A-3854/2012 Seite 11 sog. Anstandsverfahrens nach Art. 40 Abs. 1 Bst. b (so im Rubrum dieser Verfügung) bzw. Bst. a (so in den Erwägungen dieser Verfügung) des Ei- senbahngesetzes vom 20. Dezember 1957 (EBG, SR 742.101) ergan- gen, da ein derartiges Verfahren gar nicht stattfand. Die streitige Sicher- heitsfrage wurde vielmehr in einem einzigen Verfahren, dem hinsichtlich dieser Frage fortgesetzten Plangenehmigungsverfahren, behandelt, und zwar zu einem grossen Teil noch während der bezüglich der Plangeneh- migungsverfügung laufenden Rechtsmittelfrist . Wie bereits aus dem Schreiben der Vorinstanz v om 11. Mai 2012 und deren entsprechender E-Mail vom Vortag hervorgeht (vgl. Bst. F und E. 1.2.4), bildeten auch die Vergleichsgespräche vom 15. Mai 2012 Teil dieses (einzigen) Verfahrens. All dies ändert allerdings nichts daran, dass die Abweisungsverfügung ei- nen klar definierten Gegenstand hat und inhaltlich mit der Wiedererw ä- gungsverfügung koordiniert ist. Die Beschwerdeführerin erleidet durch die Abweisung ihres Begehrens um Anordnung eines Anfahrverbots den bereits im Zusammenhang mit der Wiedererwägung sverfügung erläuterten Nachteil ( vgl. E.1.3.3) . Di e- sen könnte sie mit der Aufhebung bzw. Änderung der Abweisungsverf ü- gung beseitigen. Sie hat daher ein schutzwürdiges Beschwerdeinteresse. Sie ist zudem materielle Verfügungsadressatin und nahm am fortgeset z- ten Plangenehmigungsverfahren teil, wenn auch teilweise nur informell. Sie ist daher auch zur Anfechtung der Abweisungsverfügung befugt. 1.4 Die Beschwerde wurde formgerecht (Art. 52 Abs. 1 VwVG) und hi n- sichtlich der Wiedererwägungs - und der Anfechtungsverfügung auch fristgerecht (Art. 50 Abs. 1 VwVG) eingereicht. Soweit sich die Beschwer- de gegen diese beiden Verfügungen richtet, ist demnach auf sie einzutre- ten. Hinsichtlich der Plangenehmigungsverfügung, die die Vorinstanz der Be- schwerdeführerin am 18. April 2012 informell per E-Mail zustellte, wurde die Beschwerdefrist dagegen an sich verpasst. Die Beschwerdeführerin macht allerdings geltend, es wäre krass treuwidrig, ihr dies entgegenz u- halten, da die Vorinstanz mit der E-Mail vom 10. und dem Schreiben vom 11. Mai 2012 für den Fall des Scheiterns der Vergleichsgespräche den Er- lass einer anfechtbaren Verfügung oder die Wiedererwägung der Plange- nehmigung in Aussicht gestellt habe . Wie es sich damit verhält, braucht indes nicht abschliessend geklärt zu werden, da auf die Beschwerde hin- sichtlich der Plangenehmigungsverfügung schon mangels Beschwerdele- gitimation nicht eingetreten werden kann (vgl. E. 1.3.2). A-3854/2012 Seite 12 2. Die Beschwerdeführerin erhebt gegen die Wiedererwägungs- und die Abweisungsverfügung (bzw. die Plangenehmigungsverfügung; eine klare Unterscheidung ist nicht erkennbar ) in formeller Hinsicht drei Einwände . Nachfolgend wird zunächst auf die Rüge der fehlenden Zuständigkeit der Vorinstanz eingegangen, anschliessend auf di e beiden weiteren Rügen (vgl. E. 3 [zwei Verfügungen statt eine] und E. 4 [Gehörsverletzung]). 2.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die neuen Rundfahrten mit der MS Saphir, in deren Rahmen die L7 angefahren werde, fielen nicht unter die Konzession der Beschwer degegnerin. Sie seien somit nicht als konzessionierte Schifffahrt im Sinne von Art. 1 Abs. 4 des Bundesge - setzes üb er die Binnenschifffahrt vom 3. Oktober 1975 (BS G, SR 747.201) zu qualifizieren, weshalb die Bestimmungen des EBG nicht hätten angewendet werden dürfen. Da es sich nicht um ein konzessi o- niertes Angebot handle, betreffe der vorliegende Fall auch kein Schiff des Bundes oder ein öffentliches Schifffahrtsunternehmen im Sinne von Art. 8 BSG. Für die Plangenehmigung wäre daher nicht die Vorinstanz, sondern der Kanton Luzern zuständig gewesen . Zudem wäre nicht das Plang e- nehmigungsverfahren gemäss EBG anwendbar gewesen. 2.2 Die Beschwerdegegnerin ist der Ansicht, die Argumentation und die Schlussfolgerungen der Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit ihrer Konzession seien abwegig und nicht nachvollziehbar. Sie basierten offenbar auf der Annahme, die Vorinstanz habe das Plangenehmigung s- verfahren für den neuen Rundfahrtenbetrieb mit der MS Saphir durchge- führt. Dies tre ffe jedoch nicht zu. Die L7 habe (turnusgemäss) erneuert werden müssen, wofür eine Plangenehmigungsverfügung der Vorinstanz notwendig gewesen sei. 2.3 Die Vorinstanz stützt ihre Zuständigkeit und die Anwendbarkeit des eisenbahnrechtlichen Plangenehmigungsverfahrens in der Plangenehm i- gungsverfügung auf Art. 8 Abs. 1 und 2 BSG, Art. 18 Abs. 2 Bst. a EBG sowie Art. 16 der Schiffbauverordnung vom 14. März 1994 (SBV, SR 747.201.7). Daran hält sie im Beschwerdeverfahren fest. 2.4 2.4.1 Gemäss Art. 1 Abs. 4 BSG gelten für die konzessionierte Binne n- schifffahrt zwar verschiedene Bestimmungen des EBG sinngemäss. Das eisenbahnrechtliche Plangenehmigungsverfahren wird von diesem Ve r-A-3854/2012 Seite 13 weis allerdings nicht umfasst. Die Bestimmung ist daher für die hier strei- tige Frage nicht unmittelbar von Belang. 2.4.2 Nach Art. 8 Abs. 1 BSG benötigt, wer Hafen-, Umschlags- und Lan- dungsanlagen für Schiffe des Bundes und öffentlicher Schifffahrtsunte r- nehmen erstellen, ändern oder betreiben wil l, eine Plangenehmigung der Vorinstanz. Das Plangenehmigungsverfahren richtet sich nach dem EBG (Art. 8 Abs. 2 BSG). Alle übrigen Anlagen unterstehen der Aufsicht der Kantone (Art. 8 Abs. 4 BSG). Gemäss Art. 16 SBV richtet sich das Plan- genehmigungsverfahren für Bauten und Anlagen, die ganz oder überwi e- gend dem Betrieb eines öffentlichen Schifffahrtsunternehmen s dienen, sowie für Bauten und Anlagen Dritter (Nebenanlagen) sinngemäss nach den Bestimmungen des EBG und der Verordnung vom 2. Februar 2000 über das Plangenehmigungsverfahren für Eisenbahnanlagen (VPVE, SR 742.142.1). Was unter einem öffentlichen Schifffahrtsunternehmen zu verstehen ist, wird weder in Art. 8 Abs. 1 BSG noch in Art. 16 SBV umschrieben. Eine Definition findet sich jedoch in Art. 2 Abs. 1 SBV. Nach deren klarem, im Deutschen, Französischen und Italienischen übereinstimmenden Wortlaut gelten als öffentliche Schifffahrtsunternehmen die eidgenössisch konzes- sionierten und die eidgenössisch bewilligten Schifffahrtsunternehmen . Diese Definition kann ohne Weiteres für die Auslegung von Art. 16 SBV herangezogen werden, legt Art. 2 Abs. 1 SBV doch die Begriffsverwen- dung für die SBV in allgemeiner Weise fest. Sie kann aber auch für die Auslegung von Art. 8 Abs. 1 BSG verwendet werden, da keine Hinweise darauf bestehen, dass der dortige Begriff des öffentlichen Schifffahrtsun- ternehmens anders zu verstehen wäre . Die Beschwerdeführerin bringt denn auch keine Gründe vor, wieso es für dessen Auslegung darauf a n- kommen sollte, ob eine Landungsan lage im Rahmen des eidgenössisch konzessionierten bzw. bewilligten Schifffahrtsbetriebs angefahren wird. Ihr Einwand dürfte letztlich auch gar nicht die Auslegung dieses Begriffs, sondern vielmehr die Frage betreffen, ob die Vorinstanz lediglich für die Plangenehmigung von Landungsanlagen zuständig ist, die von einem öffentlichen Schifffahrtsunternehmen im Rahmen von dessen eidgenöss i- scher Konzession oder Bewilligung angefahren werden. Eine derartige Einschränkung der vorinstanzlichen Zuständigkeit lässt sich Art. 8 Abs. 1 BSG und Art. 16 SBV allerdings nicht entnehmen. Nach deren, im Deutschen, Französischen und Italienischen übereinstimme n- dem Wortlaut hängt die Zuständigkeit der Vorinstanz – soweit hier von In-A-3854/2012 Seite 14 teresse – vielmehr lediglich davon ab, ob die Landungsanlage von einem öffentlichen Schifffahrtsunternehmen bzw. von dessen Schiffe n benützt wird. Entscheidend ist mithin einzig der Status des Schifffahrtsunterneh- mens, das die Landungsanlage betreibt bzw. mit seinen Schiffen anfährt. Nicht von Belang ist dagegen, in welchem Rahmen die Benützung der Landungsanlage erfolgt. Dass dies e Frage eine Rolle spielen würde, ergibt sich auch nicht aus den übrigen massgeblichen Auslegungsele- menten (vgl. zu diesen statt vieler BGE 138 II 440 E. 13). Vielmehr legt namentlich die systematische Auslegung ebenfalls eine einfache und kla- re Zuständigkeitsabgrenzung nach dem Status des jeweiligen Schif f- fahrtsunternehmens nahe. So basiert die gesamte SBV auf der nicht wei- ter differenzierten Unterscheidung z wischen öffentlichen und anderen Schifffahrtsunternehmen und regelt grundsätzlich nur Bau und Betrieb von Schiffen und Anlagen der Ersteren (Art. 1 Abs. 1 SBV). Nach Art. 3 SBV ist die Vorinstanz zudem Aufsichtsbehörde für öffentliche Schif f- fahrtsunternehmen (Abs. 1), während Schifffahrtsunternehmen ohne eid- genössische Konzession bzw . – präziser – andere als öffentliche Schiff- fahrtsunternehmen der Aufsicht der Kantone unterstehen (Abs. 2 ). Die nicht weiter differen zierte Unterscheidung zwischen öffentlichen und an- deren Schifffahrtsunternehmen bzw. – allgemeiner – eidgenössisch kon- zessionierter oder bewilligter und anderer Binnenschifffahrt liegt zudem auch dem übrigen Binnenschifffahrtsrecht zugrunde und wird in verschie- denen Bestimmungen aufgegriffen (vgl. auch E. 5.1). 2.4.3 Die Zuständigkeit der Vorinstanz nach Art. 8 Abs. 1 BSG und Art. 16 SBV hängt demnach nicht davon ab, in welchem Rahmen die MS Saphir die L7 anfährt. Relevant ist vielmehr allein, ob die Beschwerdegegnerin ein öffentliches Schifffahrtsuntern ehmen im vorstehend erläuterten Sinn ist. Dies ist unbestritten der Fall (vgl. die bei den Akten liegende Eidge- nössische Konzession der Vorinstanz vom 22. November 1999 für die re- gelmässige gewerbsmässige Beförderung von Personen mit Schiffen auf dem Vierwaldstättersee). Die Vorinstanz war deshalb für die Erteilung der Plangenehmigung nach dem Plangenehmigungsverfahren des EBG und der VPVE zuständig. Sie war weiter auch zum Erlass der Wiedererw ä- gungs- und der Abweisungsverfügung zuständig, ergingen diese doch im Rahmen des hinsichtlich der streitigen Sicherheitsfrage fortgesetzten Plangenehmigungsverfahrens (vgl. dazu E. 1.3. 4). Soweit die Rüge der mangelnden Zuständigkeit auch für die Wiedererwägungs- und die A b- weisungsverfügung gilt, bezüglich welcher auf die Beschwerde eingetre- ten werden kann, ist sie deshalb abzuweisen. A-3854/2012 Seite 15 3. 3.1 Die Beschwerdeführerin rügt in formeller Hinsicht weiter, die Wieder- erwägungs- und die Abweisungsverfügung ordneten die gleiche Siche r- heitsauflage an, richteten sich jedoch an unterschiedliche Parteien. Wer- de eine der Verfügungen nicht angefochten, erwachse die Sicherheitsauf- lage in Rechtskraft. Dies verunmögliche die Anfechtung der anderen Ve r- fügung, was widersprüchlich und rechtlich nicht haltbar sei. Die beiden Verfügungen seien daher auch aus diesem Grund aufzuheben. 3.2 Wie dargelegt (vgl. E. 1.3.4), verfügt die Vorinstanz mit der Abwe i- sungsverfügung nicht die mit der Wiedererwägungsverfügung angeordne- te Sicherheitsauflage ein zweites Mal. Vielmehr teilt sie den Entscheid über die streitige Sicherheitsfrage in zwei sich ergänzende Verfügungen auf. Dieses Vorgehen vermag zwar nicht zu überzeugen (vgl. E. 1.3.4) ; der Beschwerdeführerin entsteht dadurch jedoch kein Nachteil, zumal sie ohnehin beide Verfügungen angefochten hat. Ihre Rüge erweist sich des- halb als unberechtigt. 4. 4.1 Die Beschwerdeführerin macht in formeller Hinsicht ausserdem gel- tend, sie sei von der Vorinstanz nicht als Partei in das Plangenehm i- gungsverfahren einbezogen worden , obwohl sie in unmittelbarer Nac h- barschaft zur L7 eine Bootsvermietung betreibe. Dieses Verfahren weise somit gravierende Män gel auf und sei deshalb korrekt zu wiederholen. Dass sie nach dem Ergehen der Plangenehmigungsverfügung informell teilweise am Verfahren beteiligt worden sei, ändere daran nichts, zumal ihr die Vorinstanz mehrfach zugesichert habe, das Verfahren werde nochmals durchgeführt, falls die Vergleichsgespräche zu keiner Einigung führten. Die Wiedererwägungs - und die Abweisungsverfügung (sowie – eventualiter – die Pla ngenehmigungsverfügung) seien deshalb aufzu- heben. 4.2 Nach Ansicht der Beschwerdegegnerin kann offen bleiben, ob die Be- schwerdeführerin zu Unrecht nicht als Partei in das Plangenehmigung s- verfahren einbezogen wurde, sei dieser doch dadurch kein Nachteil en t- standen. So sei sie noch während des laufenden Plangenehmigungsve r- fahrens direkt bei der Vorinstanz vorstellig geworden und habe unter Hinweis auf die angebliche Sicherheitsgefährdung sinngemäss verlangt, die L7 dürfe von der MS Saphir im Rahmen der neuen Rundfahrten nicht A-3854/2012 Seite 16 angefahren werden. Die Vorinstanz habe diese Eingabe in der Plang e- nehmigungsverfügung aufgegriffen und die Beschwerdeführerin in der Folge laufend über die Sicherheitsfrage informiert und faktisch als Partei in das Verfahren einbezogen. Auf deren ausdrücklichen Wunsch habe sie zudem die Wiedererwägungs- und die Abweisungsverfügung erlassen. Im Anstandsverfahren nach Art. 40 Abs. 1 Bst. b EBG sei die Beschwerd e- führerin überdies formell als Partei mit allen Verfahrensrechten einbez o- gen worden. E in allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs im Plang e- nehmigungsverfahren wäre somit in diesem Verfahren geheilt worden. 4.3 Die Vorinstanz führt aus, die Beschwerdeführerin sei versehentlich nicht in das Plangenehmi gungsverfahren einbezogen worden, wodurc h ihr Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt worden sei. Sie habe jedoch im anschliessenden Anstandsverfahren ihre Sicherheitsbedenken aus- führlich darlegen können. Diese seien in die Wiedererwägungs - und die Abweisungsverfügung eingeflossen und in diesen Verfügungen ab- schliessend beurteilt worden. Die im Plangenehmigungsverfahren erfolgte Verletzung des rechtlichen Gehörs sei somit bereits im Verfahren vor ihr geheilt worden. 4.4 4.4.1 Der in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) garantierte und n a- mentlich in den Art. 26 - 33 und 35 Abs. 1 VwVG konkretisierte Grundsatz des rechtlichen Gehörs dient einerseits der Sachaufklärung und stellt a n- dererseits ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht der Parteien dar. Er umfasst alle Befugnisse, die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann. Dazu zählen insbesondere das Recht, sich vor Erlass eines En t- scheids zur Sache zu äussern, das Rec ht, erhebliche Beweise beizubrin- gen und das Recht, Einsicht in die Akten zu nehmen. Weiter gehören d a- zu das Recht, über sämtliche entscheidrelevante Vorgänge und Grundla- gen informiert zu werden, das Recht auf Vertretung und Verbeiständung und das Recht auf Begründung (vgl. zum Ganzen BGE 135 II 286 E. 5.1, BGE 129 I 232 E. 3.2, BGE 128 V 272 E. 5b/bb, BGE 127 I 54 E. 2b; Ur- teil des Bundesverwaltungsgerichts A -773/2011 vom 24. Mai 2013 E. 6.3.1; ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich/St. Gallen 2010, Rz. 1672 ff.; RENÉ RHI- NOW/HEINRICH KOLLER/CHRISTINA KISS/DANIELA TURNHERR/DENISE BRÜHL- MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 2. Aufl., Basel 2010, Rz. 309 ff.). A-3854/2012 Seite 17 Der Gehörsanspruch ist nach feststehender Rechtsprechun g formeller Natur, was zur Folge hat, dass seine Verletzung ungeachtet der E r- folgsaussichten der Beschwerde grundsätzlich zur Aufhebung des mit dem Verfahrensmangel behafteten Entscheids führt. Eine Verletzung des Gehörsanspruchs kann indes als geheilt gel ten, wenn die unterbliebene Gewährung des rechtlichen Gehörs in einem Rechtsmittelverfahren nachgeholt wird, in dem die Beschwerdein stanz mit der gleichen Kogni- tion prüft wie die untere Instanz. Wiegt die Verletzung der Parteirechte besonders schwer, ist eine Heilung allerdings ausgeschlossen. Dem Be- schwerdeführenden dürfen durch die Heilung zudem keine unzumutbaren Nachteile erwachsen . Diese sollte ausserdem die Ausnahme bleiben (vgl. zum Ganzen BGE 135 I 279 E. 2 .6.1, BGE 133 I 201 E. 2.2, BGE 132 V 387 E. 5.1 und BGE 126 V 130 E. 2b; Urteil des Bundesve r- waltungsgerichts A -2969/2010 vom 28. Februar 2012 E. 8.1.3 m.w.H.; LORENZ KNEUBÜHLER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren [VwVG], Zürich 2008, Art. 35 Rz. 19 ff.; ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, Basel 2008, Rz. 3.112 ff.). 4.4.2 Vorliegend wurde die Beschwerdeführerin unbestrittenermassen nicht als Partei in das Plangenehmigungsverfahren einbezogen. Sie nahm zudem an dem hinsichtlich der streitigen Sicherheits frage fortg e- setzten Plangenehmigungsverfahren nur teilweise formell teil. Sie brachte der Vorinstanz jedoch bereits mit Schreiben vom 15. März 2012, mithin noch vor Erlass der Plangenehmigungsverfügung, ihre Sicherheitsbeden- ken ein erstes Mal zur Kenntnis und verlangte sinngemäss, die B e- schwerdegegnerin dürfe die L7 im Rahmen der geplanten neuen Rund- fahrten nicht anfahren. Mit Schreiben vom 2. Mai 2012, d.h. nach Erg e- hen der Pla ngenehmigungsverfügung, brachte sie ihre Bedenken in Re- aktion auf die von der Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 18. April 2012 vorgeschlagenen Sicherheitsmassnahmen ein zweites Mal vor und verlangte erneut sinngemäss ein Anfahrverbot. Mit Brief vom 4. Mai 2012 kritisierte sie die am Vortag von der Vorinstanz verfügte Sicherheits aufla- ge als unzureichend und verlan gte eine anfechtbare Verfü gung. Im Rah- men der ergebnislosen Vergleichsgespräche vom 15. Mai 2012 nahm sie ein weiteres Mal zur Sicherheitsfrage Stellung. Die Vorinstanz setzt sich in der Abweisungsverfügung mit den Vorbringen der Beschwerdeführerin auseinander und er läutert, wieso sie die mit der Wiedererwägungsverf ü- gung formell bestä tigte Sicherheitsauflage vom 3. Mai 2012 als ausre i- chend und ein Anfahrverbot als nicht erforderlich erachtet. In der Wiede r-A-3854/2012 Seite 18 erwägungsverfügung begründet sie zudem, wieso sie die Anordnung der Sicherheitsauflage für notwendig hält, wobei sie sich teilweise zu den gleichen Fragen äussert wie in der Abweisungsverfügung. 4.4.3 Es kann somit nicht gesagt werden, die Beschwerdeführerin habe sich im fortgesetzten Plangenehmigungsverfahren, in dessen Rahmen die Wiedererwägungs- und die Abweisungsverfügung ergingen, nicht aus- reichend zur streitigen Sicherheitsfrage äussern können. Ebenso wenig kann der Vorinstanz vorgeworfen werden, sie habe sich in diesen beiden Verfügungen nicht im erforderlichen Mass mit dieser Frage bzw. den diesbezüglichen Vorbringen der Beschwerdeführerin auseinandergesetzt resp. nicht hinreichend begründet, w ieso sie deren Vorbringen nicht als überzeugend erachtet. Es ist daher nicht ersichtlich, inwiefern diese bei- den Verfügungen, die einzig die Sicherheitsfrage zum Gegenstand haben (vgl. E. 1.3.4), in Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör der Be- schwerdeführerin ergangen sein sollten . Selbst wenn im Übrigen von ei- ner Gehörsverletzung ausgegangen würde, könnte diese als im vorli e- genden Beschwerdeverfahren geheilt gelten, da sich die Beschwerdefüh- rerin im Rahmen dieses Verfahrens erneut einlässlich zur Sicherheitsfr a- ge äusserte und auch die weiteren Voraussetzungen für eine Hei lung er- füllt wären (vgl. E. 4.4.1). Eine Aufhebung der beiden Verfügungen wegen der Gehörsverletzung bzw. eine Wiederholung des hinsichtlich der streiti- gen Sicherheitsfrage durchgeführten fortgesetzten Plangenehmigungs- verfahrens wäre deshalb nicht erforderlich. 4.4.4 Da auf die Beschwerde hinsichtlich der Plangenehmigungsverfü- gung nicht eingetreten werden kann, kommt eine Aufhebung der Plang e- nehmigungsverfügung bzw. eine Wiederholung des Plangenehmigung s- verfahrens wegen der geltend gemachten Gehörsverletzung von v orn- herein nicht in Betracht. Es kann daher offen bleiben, ob in diesem Ver- fahren der Gehörsanspruch der Beschwerdeführerin verletzt wurde . E r- wähnt sei jedoch, dass auch hier eine allfällige Gehörsverletzung als ge- heilt gelten könnte, äusserte sich die Beschwerdeführerin doch, wie vor- stehend dargelegt, bereits im fortgesetzten Plangenehmigungsverfahren zur streitigen Sicherheitsfrage und nahm sie dazu im v orliegenden B e- schwerdeverfahren erneut Stellung. Dass die Vorinstanz für den Fall des Scheiterns der Vergleichsgespräche eine anfechtbare Verfügung bzw. e i- ne Wiedererwägung der Plangenehmigung in Aussicht stellte, ändert dar- an allein schon deshalb nichts, weil diese Ankündigung einzig auf die streitige Sicherheitsfrage zu beziehen ist (vgl. E. 1.2.4 ), mithin daraus A-3854/2012 Seite 19 nicht abgeleitet werden kann, gegebenenfalls werde das gesamte Pla n- genehmigungsverfahren wiederholt. 5. Die Beschwerdeführerin begründet ihre Beschwerde in materieller Hi n- sicht mit Sicherheitsüberlegungen. Sie bringt vor, die Beschwerdegegne- rin verletze durch das regelmässige Anfahren der L7 mit der MS Saphir im Rahmen der neuen Rundfahrten zwingende Abstandsvorschriften und gefährde massiv die Sicherheit im Luzerner Seebecken . Würde die MS Saphir korrekterweise nicht als Kursschiff im Sinne von Art. 2 Bst. a Ziff. 7 der Binnenschifffahrtsverordnung vom 8. November 1978 (BS V, SR 747.201.1) qualifiziert, weil die Rundfahrten nicht Teil der Konzession der Beschwerdegegnerin seien, würde die Sicherheitsproblematik en t- schärft. Nachfolgend ist zunächst auf den binnenschifffahrtsrechtlichen Status der MS Saphir einzugehen, setzt doch die im Anschluss daran vorzunehmende Prüfung der ersten beiden Rügen (vgl. E. 6 [Verletzung von Abstandsvorschriften] und 7 [Sicherheitsgefährdung]) Klarheit über diesen voraus. 5.1 Die Beschwerdeführerin macht zwar geltend, es hänge für die Qualif i- kation eines Schiffs als Kursschiff – soweit hier von Interesse – davon ab, ob es im Rahmen des kon zessionierten Angebots verkehre. Wieso dem so sein sollte, begründet sie allerdings nicht . Ihre Ansicht vermag denn auch nicht zu überzeugen. Gemäss Art. 2 Bst. a Ziff. 7 BSV gilt als Kurs- schiff ("bateau en service régulier", "battello in servizio regolare") ein Schiff (so die französische und italienische Fassung) bzw. ein Fahrgas t- schiff (d.h. ein für die gewerbsmässige Beförderung von mehr als 12 Personen verwendetes Schiff [vgl. Art. 2 Bst. a Ziff. 6 BSV ]; so die deutsche Fassung), das für einen Schiffsbetrieb des Bundes oder ein eidgenössisch konzessioniertes Schifffahrtsunternehmen ver kehrt. Nach dem im Deutschen, Französischen und Italienischen insoweit überein- stimmenden Wortlaut ist für die Qualifikation als Kursschiff – soweit hier relevant – somit einzig erforderlich, dass ein Schiff bzw. ein Fahrgastschiff für ein entsprechendes Unternehmen, mithin für ein Unternehmen mit e i- nem besonderen bundesrechtlichen Status verkehrt. In welchem Rahmen es dies tut, insbesondere, ob es sich um ein konzessioniertes Angebot handelt, ist hingegen nicht von Belang. Dieses Ergebnis wird durch die übrigen massgeblichen Auslegungsele- mente nicht in Frage gestellt, sondern vielmehr namentlich durch die sys- tematische und teleologische Auslegung gestützt. So stellt , wie bereits A-3854/2012 Seite 20 erwähnt (vgl. E. 2.4.2), auch die Zuständigkeitsregelung von Art. 8 Abs. 1 BSG und Art. 16 SBV – soweit hier von Interesse – auf die nicht weiter differenzierte Unterscheidung zwischen Schifffahrtsunternehmen mit e i- nem besonderen bundesrechtlichen Status bzw. öffentlichen Schifffahrt s- unternehmen und anderen ab. Diese Unterscheidung liegt zudem auch der SBV als Ganzes sowie dem übrigen Binnenschifffahrtsrecht zugrunde (vgl. ausführlicher E. 2.4.2) . Die Gewährleistung der den Kursschiffen eingeräumten Vorzugsstellung sowie Sicherheitsüberlegungen sprechen ausserdem für eine einfache und klare Kategorisierung der Schiffe, die auch für nautisch Unkundige bzw. mit den örtliche n Verhältnissen nicht vertraute Personen nachvollziehbar und verständlich ist. 5.2 Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin ist die MS Saphir als Fahrgastschiff im Sinne von Art. 2 Bst. a Ziff. 6 BSV, das für die eidg e- nössisch konzessionierte Beschwerdegegnerin verkehrt, somit ungeach- tet der Frage, ob die mit ihr durchgeführten Rundfahrten ab der L7 unter die Konzession der Beschwerdegegnerin fallen, als Kursschiff im Sinne von Art. 2 Bst. a Ziff. 7 BSV zu qualifizieren. Welcher Status den Rund- fahrten zukommt, kann daher offen bleiben. 6. 6.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor , nach Art. 48 Abs. 1 BSV liessen ausweichpflichtige Schiffe den anderen Schiffen den für Kurs und Manö - vrieren notwendigen Raum. Gegenüber Kursschiffen hielten sie einen Ab- stand von 50 Metern ein. Dieser Mindestabstand könn e von der B e- schwerdegegnerin nicht eingehalten werden, wenn sie die L7 anfahre. Gemäss Art. 161 BSV hätten Schiffsvermietungsstellen mit Bezug auf Landestellen und Fahrlinien der Kursschiffe weiter einen angemessenen Abstand aufzuweisen. Dies sei vorliegen d jedoch nicht der Fall. Dass es sich bei der L7 nicht um eine neue Anlage handle, sei unerheblich. Die mit der Wiedererwägungsverfügung angeordnete Sicherheitsauflage ä n- dere an der Verletzung der zwingenden Abstandsvorschriften nichts, ve r- möge sie doch die Abstandsunterschreitung nicht zu kompensieren. Dass die Abstandsvorschriften nicht eingehalten werden könnten, sei im Übr i- gen auch die Ansicht der örtlichen Behörden. 6.2 Die Beschwerdegegnerin führt aus, die Regel von Art. 48 Abs. 1 BSV richte sich an die a usweichpflichtigen Schiffe und gebe den Kursschiffen – nicht Ersteren – ein Vortritts- und Abstandsrecht. Die Beschwerdeführe- rin habe entsprechend dafür zu sorgen, dass die von ih rem Steg abg e-A-3854/2012 Seite 21 henden Mietboote die vortrittsberechtigten Kursschiffe nicht beh inderten und einen Abstand von 50 Metern wahrten. Dies sei möglich und verhäl t- nismässig. Die allgemeine Sorgfaltspflicht nach Art. 5 BSV, der ihre Schiffsführer mit grosser Gewissenhaftigkeit verpflichtet seien, gehe im Übrigen den Fahr- und Abstandsregeln vor. Dies sei insofern von Bede u- tung, als an schönen Sommertagen im vielbefahrenen Luzerner See - becken der vorgeschriebene Abstand zu den Kursschiffen oft nicht ei n- gehalten werden könne. Art. 161 BSV verlange weiter einen "angemes- senen" Abstand, ohne eine bestimmte Distanz in Metern vorzuschreiben. Wann ein Abstand angemessen sei, hänge von den örtlichen Gegebe n- heiten ab und sei im Ermessen der Bewilligungsbehörde. Dass der A b- stand vorliegend nicht angemessen sei, treffe nicht zu. Die Bestimmung richte sich im Übrigen an den Schiffsvermieter. Wenn die Beschwerdefüh- rerin der Auffassung sei, ihre Bootsvermietungsstelle sei zu nahe an der L7, habe sie daher Massnahmen zu treffen, damit die Kursschiffe von den Mietbooten nicht behindert würden. 6.3 Die Vorinstanz bringt vor, die L7 sei gemäss Zeichnung im Projek t- dossier ca. 70 Meter von der Ausfahrt der Bootsvermietungsstelle en t- fernt. Die dort ein - und ausfahrenden Mietboote könnten den Mindesta b- stand von 50 Metern, zu dem sie – nicht die Kursschiffe – gemäss Art. 48 BSV verpflichtet seien, gegenüber der MS Saphir daher (knapp) einha l- ten. Für die Mietboote, die von der Aussenseite der Steganlage der Be- schwerdeführerin abführen, sei dies dagegen schwierig. Hinsichtlich des angemessenen Abstands gemäss Art. 161 BSV sei zu beachten, dass die L7 keine neue Anlage, sondern bereits früher angefahren worden sei. Durch ihre Instandsetzung werde der Abstand zur Bootsvermietungsstelle nicht verändert. Da die Beschwerdegegnerin die neue Situation schaffe, habe sie dieser im Rah men ihrer allgemeinen Sorgfaltspflicht nach Art. 5 BSV Rechnung zu tragen. Da sie keine ausreichenden Sicherheitsmas s- nahmen vorgeschlagen habe, sei mit der Wiedererwägungsverfügung die erwähnte Sicherheitsauflage angeordnet worden. 6.4 6.4.1 Nach Art. 42a BSV haben Schiffe öffentlicher Schifffahrtsunterneh- men bei ihren Fahrten einer Fahrstrasse zu folgen, von der ohne Grund nicht abgewichen werden darf. Die Fahrstrasse ist für Kursschiffe, die sich nähern, freizuhalten. Gemäss Art. 44 Abs. 1 Bst. a BSV wei chen un- ter Vorbehalt von Art. 43 BSV (Verhalten gegenüber Schiffen der Überwa- chungsbehörden) beim Begegnen und Überholen alle anderen Schiffe A-3854/2012 Seite 22 den Kursschiffen aus. Gemäss Art. 48 Abs. 1 BSV lassen ausweichpflich- tige Schiffe den anderen Schiffen den für Kurs und Manö vrieren notwen- digen Raum. Sie halten gegenüber Kursschiffen einen Abstand von mi n- destens 50 Metern ein. Wie aus dem im Deutschen, Französischen und Italienischen überei n- stimmenden, klaren Wortlaut von Art. 48 Abs. 1 BSV hervorgeht, richtet sich diese Bestimmung nicht an die Kursschiffe, sondern an die aus- weichpflichtigen Schiffe. Da die MS Saphir als Kursschiff zu qualifizieren ist (vgl. E. 5. 2), hat somit nicht sie den Mindestabstand von 50 Metern gegenüber den Mietbooten der Beschwerdeführerin zu wah ren; vielmehr haben diese diesen Abstand ihr gegenüber einzuhalten. Dass sie die L7 im Rahmen der neuen Rundfahrten anfährt bzw. die Abstandproblematik – soweit sie üb erhaupt besteht ( vgl. dazu E. 6.4.3) – auf den in diesem Sinn geänderten Betrieb der L7 z urückzuführen ist, ändert daran nichts. Dies wäre nur von Belang, wenn die Ausweich - bzw. Abstandspflicht ge- genüber den Kursschiffen davon abhinge, aus welchem Grund ein Au s- weichen erforderlich wird. Solches ergibt sich jedoch – soweit hier rel e- vant – weder aus dem Wortlaut von Art. 48 Abs. 1 BSV und der anderen erwähnten Bestimmungen noch aus den übrigen massgeblichen Ausle- gungselementen. Ebenso wenig geht daraus hervor , dass das Vortritts- recht der Kursschiffe – vorbehältlich der allgemeinen Sorgfaltspflicht nach Art. 5 BSV – nur unter bestimmten Umständen besteht bzw. in Anspruch genommen werden darf oder die Kursschiffe dort nicht verkehren dürfen, wo es zu Abstandsunterschreitungen kommt bzw. kommen könnte. Die Anordnung eines Anfahrverbots wegen der geltend gemachten Unte r- schreitung des Mindestabstands von 50 Metern nach Art. 48 Abs. 1 BSV hätte demnach zur Folge, dass die Beschwerdegegnerin für eine Pflich t- verletzung einzustehen hätte, die nicht von ihr, sondern den Führern der Mietboote d er Beschwerdeführerin begangen wird. Dieser wiederum e r- wüchse durch das pflichtwidrige Verhalten ihrer Kunden ein Vorteil. Dies ist mit Art. 48 Abs. 1 BSV nicht vereinbar. D ie Abstandproblematik steht dem Anfahren der L7 durch die MS Saphir im Rahmen der neuen Rund- fahrten daher nicht entgegen. 6.4.2 Gemäss dem im Deutschen, Französischen und Italienischen übe r- einstimmenden Wortlaut von Art. 161 BSV haben (u.a.) Schiffsvermie- tungsstellen zu den Landestellen und Fahrlinien der Kursschiffe einen angemessenen Abstand aufzuweisen. Auch diese Bestimmung räumt den Kursschiffen somit grundsätzlich eine Vorzugsstellung ein. Ihre genaue Tragweite erscheint allerdings nicht ohne Weiteres klar. So stellt sich na-A-3854/2012 Seite 23 mentlich die Frage, wie es sich verhält, wenn der Betrieb einer bestehen- den Landestelle für Kursschiffe bzw. die diesbezügliche Anfahrpraxis so geändert wird, dass der Abstand zu einer bestehenden Schiffsvermi e- tungsstelle nicht mehr als angemessen erscheint. Die Ausführungen der Beschwerdeführerin legen nah e, dass ihrer Ansicht nach e ine entspre- chende Änderung mit Art. 161 BSV nicht vereinbar ist und zu unterbleiben hat. Eine Auslegung in diesem Sinn vermag indes für Fälle wie den hier zu beurteilenden nicht zu überzeugen: Vorliegend ist grundsätzlich unbestritten, dass die Beschwerdegegnerin die L7 bereits in der Vergangenheit anfuhr. Zwar tat sie dies, jedenfalls in letzter Zeit, entgegen ihrer Darstellung nur relativ selten und unregelmäs- sig. Dass sie verpflichtet gewesen wäre , diese reduzierte Anfahrpraxis auch in Zukunft beizubehalten, ist jedoch nicht ersichtlich. So legte die Beschwerdeführerin insbesondere keine Dokumente vor, die die von ihr geltend gemachte Vereinbarung, wonach die Beschwerdegegnerin die Südseite, die privaten Anbieter dagegen die Nordseite des Luzerner See- beckens zu befahren habe bzw. hätten (vgl. dazu E. 7.1) , zu belegen vermöchten. Unter diesen Umständen hätte eine Auslegung von Art. 161 BSV, wie sie die Ausführungen der Beschwerdeführerin na he legen, zur Folge, dass die Beschwerdegegnerin auf eine in der Vergangenheit geüb- te Praxis festgelegt würde, obschon sie sich zu dieser weder verpflichtet hat noch sonst wie dazu verpflichtet ist (vgl. Art. 2 Abs. 1 BSG) . Die Be- schwerdeführerin wiederum könnte sich gegen Veränderungen der bishe- rigen Anfahrpraxis zur Wehr setzen, obschon ihr deren Fortbestehen nicht zugesichert wurde und sie dieses auch nicht voraussetzen konnte. Die- ses Ergebnis wäre mit der Zielsetzung von Art. 161 BSV nicht vereinbar, liefe es doch der angestrebten Vorzugsstellung der Kursschiffe zuwider. Eine Auslegung im erwähnten Sinn wird zudem auch nicht durch die übri- gen massgeblichen Ausle gungselemente gestützt. Es ist deshalb davon auszugehen, dass nach Art. 161 BSV eine Änderung des bisherigen B e- triebs der Landestelle für Kursschiffe bzw. der diesbezüglichen Anfah r- praxis im dargelegten Sinn in Situationen wie der vorliegenden zulässig ist. Auch diese Abstandproblematik steht dem Anfahren der L7 durch die MS Saphir im Rahmen der neuen Rundfahrten demnach nicht entgegen. 6.4.3 Bei diesem Ergebnis braucht grundsätzlich nicht weiter auf die Fr a- ge eingegangen zu werden, ob die neue Anfahrpraxis unvermeidlich zu einer Unterschreitung der in Art. 48 Abs. 1 und Art. 161 BSV vorgeseh e- nen Abstände führt. Erwähnt s ei je doch, dass die Problematik in erster Linie hinsichtlich derjenigen Mietboote besteht, die an der Aussenseite A-3854/2012 Seite 24 der Steganlage der Beschwerdeführerin festgemacht sind und dort an- bzw. von dort ablegen. Soweit die Mietboote dagegen die Ein - bzw. Aus- fahrt an der Südseite der Steganlage verwenden, d ürfte der Mindesta b- stand von 50 Metern nach Art. 48 Abs. 1 BSV (knapp) eingehalten wer- den können. Die Abstand problematik besteht im Weiteren nur, wenn die MS Saphir bei der L7 an- bzw. von dieser ablegt. Dies ist nicht allzu häu- fig der Fall, da die Rundfahrt en über den Tag verteilt sechs Mal stattfi n- den, und dauert jeweils auch nicht besonders lang. Da die Rundfahrten fahrplanmässig durchgeführt werden, erfolgen die An - und Abfahren z u- dem zu vorhersehbaren Zeit en. Die Beschwerdeführerin kann deshalb, auch wenn sie die Mietboote weiterhin an bzw. von der Aussenseite der Steganlage an- bzw. ablegen lässt, die Problematik zumindest teilweise dadurch verringern, dass sie Vorkehrungen trifft, die ein Ablegen der Mietboote von dort während der An- und Abfahrten der MS Saphir verhin- dern. All dies ändert zwar nichts daran, dass das neue regelmässige A n- fahren der L7 wegen deren Nähe zur Bootsvermietungsstelle der B e- schwerdeführerin zu Unterschreitungen des Mindestabstands von 50 Me- tern nach Art. 48 Abs. 1 BSV führen dürfte. Die Problematik sollte indes nicht überbewertet werden (vgl. E. 7), zumal davon auszugehen ist, dass an schönen, gut frequentierten Sommertagen im Luzerner Seebecken der Mindestabstand gegenüber den Kursschiffen auch sonst nicht immer ein- gehalten werden kann. 6.4.4 Die Rüge der Abstandsunterschreitung vermag somit für sich allein die Anordnung eines Anfahrverbots nicht zu rechtfertigen. Zu prüfen bleibt jedoch, ob die Anordnung eines solchen Verbots angeze igt ist, weil die regelmässigen Rundfahrten ab der L7 insgesamt zu einem unzulässigen bzw. nicht vertretbaren Sicherheitsrisiko führen. 7. 7.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, die Beschwerdegegnerin breche mit dem Anfahren der L7 in denjenigen Seebereich ( Nordseite des Luzer- ner Seebeckens) ein, der bisher aus Sicherheitsgründen vereinbarung s- gemäss den privaten Anbietern bzw. deren Mietbooten vorbehalten g e- wesen sei. Sie schaffe damit eine zusätzliche Gefahr und erhöhe das im Luzerner Seebecken bereits zuvor bestehende grosse Gefahrenpotential. Dieser Ansicht seien auch die örtlichen Behörden. Ein sicherer Betrieb der L7, wie ihn Art. 17 Abs. 4 EBG vorsehe, sei deshalb nicht möglich. Die Erhöhung des Gefahrenpotentials sei neben der Nichteinhaltung der Abstandsvorschriften namentlich darauf zurückzuführen, dass die MS A-3854/2012 Seite 25 Saphir als Kursschiff ein absolutes Vortrittsrecht habe und in der Uferzone sowie der erweiterten Uferzone (mithin im Luzerner Seebecken) die redu- zierte Höchstgeschwindigkeit von 10 km/h nicht einhalten müsse. Zudem verkehre sie in Verletzung von Art. 42a BSV nicht auf der üblichen Fah r- strasse in der Seemitte, sondern fahre dem rechten Seeufer nach au f- wärts. Das erhöhte Gefahrenpotential könne sich jederzeit realisieren. Die angeordnete Sicherheitsauflage entschärfe die Problematik nicht hinrei- chend. Daran ändere nichts, dass die Schiffsführer der MS Saphir eher zurüc k- haltend führen. Dies sei zum einen dem Sachzwang geschuldet und zum anderen wegen des laufenden Beschwerdeverfahrens nor mal. Ob es auch in Zukunft anhalten werde, sei aber ungewiss. Dass bei der Wa s- serpolizei keine Meldungen über "Fast -Ereignisse" eingegangen seien, sei im Weitere n nicht überraschend, da das Melden solcher Ereignisse eher unüblich sei und nichts nütze; allfällige Meldungen würden zudem wahrscheinlich nicht einmal protokolliert. Dies heisse aber nicht, dass sich solche Vorfälle nicht ereigneten. Jedenfalls sei festzuhalten, dass die Wasserpolizei in ihrer Stellungnahme vom 12. Februar 2013 trotz der durch die Vorinstanz verfügten Sicherheitsauflage vollumfänglich an ihrer früheren Beurteilung festhalte. 7.2 Die Beschwerdegegnerin macht geltend , das untere Seebecken we r- de von ihren Schiffen seit Bestehen der Kursschifffahrt auf dem Vie r- waldstättersee regelmässig gequert. Sie habe zudem die L7 jedenfalls im Sommer immer regelmässig angefahren. Eine rechtsgültige Vereinbarung zwischen ihr und der Bes chwerdeführerin, wonach s ie die Südseite und die privaten Anbieter die Nordseite des Luzerner Seebeckens zu befah- ren habe bzw. hätten, gebe es nicht. Die Situation im Luzerner Seeb e- cken sei im Weiteren zwar – wie überall, wo enge Verhältnisse herrschten – anspruchsvoll; dies sei b is heute jedoch kein Problem gewesen. Die neuen Rundfahrten ab der L7 schüfen kein rechtswidriges Sicherheitsrisi- ko. Die Wasserpolizei des Kantons Luzern könne bestätigen, dass wä h- rend der ganzen Saison 2012 weder Reklamationen eingegangen noch gefährliche Situationen gemeldet worden seien. Sie attestiere ihr zudem generell ein sehr rücksichtsvolles Verhalten, namentlich gegenüber den unkundigen und langsamen Pedalofahrern, die offenbar von der B e- schwerdeführerin teilweise ungenügend instruiert worden seien . Die Vor- schrift von Art. 42a BSV halte sie im Übrigen ein. Mit der angeordneten Sicherheitsauflage sei somit sämtlichen erforderlichen Vorsichtsmas s- nahmen zur Vermeidung von Unfällen Genüge getan. A-3854/2012 Seite 26 7.3 Die Vorinstanz führt aus, die zusätzliche dritte Person als Heckw a- che/Ausguck an Bord der MS Saphir auf der Strecke zwischen den Stat i- onen L3 und L7 leiste einen substantiellen und damit entscheidenden Beitrag an die Sicherheit beim Befahren dieser Strecke. Mit dieser Aufla- ge könne die Sicherheit im Luzerner Seebecken gewährleistet werden. Dies gelte umso mehr, als die MS Saphir entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin die reduzierte Höchstgeschwindigkeit von 10 km/h in der inneren und äusseren Uferzone einzuhalten habe und überdies die allgemeine Sorgfaltspflicht nach Art. 5 BSV für alle Schiffsführer, auch die von Kursschiffen gälten. Die Schiffsführer der Beschwerdegegnerin hä t- ten daher ihre Fahrt immer den örtlichen Gegebenheiten anzupassen und eine angemesse ne Geschwindigkeit einzuhalten. Die Fahrstrasse eines Kursschiffes nach Art. 42a BSV beschränke sich im Übrigen nicht auf die Seemitte (des Luzerner Seebeckens), sondern führe von Landungssteg zu Landungssteg und könne durchaus mehrere aufeinanderfolgende Kursänderungen aufweisen. 7.4 Die Wasserpolizei äusserte sich im Rahmen des Plangenehmigung s- verfahrens, mithin noch vor Aufnahme der neuen Rundfahrten, ablehnend zum geplanten regelmässigen Anfahren der L7. Sie führte aus, dieses berge ein grosses Gefahrenpotential, und wi es auf die Möglichkeit der Beschwerdegegnerin hin, die Rundfahrten ab anderen, in nächster Nähe gelegenen Landungsbrücken anzubieten. In ihrer Stellungnahme vom 12. Februar 2013 hält sie fest, seit der Aufnahme der neuen Rundfahrten ab der L7 (d.h. ab Mai 2012) seien keine Beschwerden oder Meldungen über prekäre Situationen eingegangen, die auf das An - bzw. Ablegen der MS Saphir bei bzw. von dieser Landungsbrücke zurückzuführen gewesen seien. Dies dürfte auf die äussert vorsichtige Fahrweise der Schiffsführ er der Panoramayacht im problematischen Seebereich zurückzuführen sein. Zufällige Beobachtungen ihrerseits hätten gezeigt, dass diese ihr Vortritts- recht nicht explizit in Anspruch genommen hätten, wie dies auf der übr i- gen Seefläche sonst üblich sei. 7.5 7.5.1 Wie dargelegt (vgl. E. 6.4.3), weicht die Beschwerdegegnerin mit den neuen Rundfahrten ab der L7 von ihrer bisherigen Anfahrpraxis ab, in dessen Rahmen sie die Landungsbrücke nur sporadisch und unrege l- mässig anlief. Sie verursacht damit in nur geringer Distanz zur Bootsver- mietungsstelle der Beschwerdeführerin einen deutlich grösseren Schiff s- verkehr mit einem grösseren Schiff , als dies bislang der Fall war. Auch A-3854/2012 Seite 27 wenn sie rechtlich nicht verpflichtet war bzw. ist, ihre bisherige reduzierte Anfahrpraxis fortzuführen und insbesondere keine Dokumente vorliegen, die die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte rechtlich verbindli- che Absprache betreffend die "Aufteilung" des Luzerner Seebeckens aus- reichend zu belegen vermöchten (vgl. E. 6.4.3), schafft sie damit in des- sen unterem Teil ein erhöhtes Sicherheitsrisiko. Dieser Ansicht sind n e- ben der Beschwerdeführerin auch die Vorinstanz und die Wasserpolizei des Kantons Luzern als Fachbehörden. 7.5.2 Damit ist freilich noch nichts darüber gesagt, wie auf dieses erhöhte Risiko zu reagieren ist. Zwar ist es richtig, dass die Wasserpolizei des Kantons Luzern in ihrer Stellungnahme vom 12. Februar 2013 ihre früh e- re Einschätzung weder korrigiert noch widerruft. Entgegen der Beschwer- deführerin bestätigt sie diese jedoch auch nicht. Aus ihrer Stellungnahme geht deshalb nicht klar hervor, f ür wie gefährlich sie die durch das rege l- mässige Anfahren der L7 geschaffene Situation hält. Deutlich wird indes, dass sie ihre Sicherheitsbedenken, soweit diese bestehen, nicht mit kon- kreten Vorfällen oder Beobachtungen zu belegen vermag. Ihre Erfahrun- gen mit der neuen Anfahrpraxis legen vielmehr nahe, dass dem durch diese geschaffenen erhöhten Risiko im unteren Luzerner Seebecken ent- gegen ihren ursprünglichen Bedenken durch die vorsichtige, zurückh al- tende Fahrweise der Schiffsführer der MS Saphir begegnet werden kann. Ihre Erfahrungen stützen damit die Einschätzung der Vorinstanz, wonach bei Einhaltung der verfügten Sicherheitsauflage dem erhöhten Risiko im Rahmen der allgemeinen Sorgfaltspflicht na ch Art. 5 BSV ausreichend Rechnung getragen werden kann. 7.5.3 Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, vermag nicht zu überzeugen. Zunächst mag es zwar bis z u einem gewissen Grad zutre f- fen, dass "Fast -Ereignisse" der Wasserpolizei nicht in jedem Fall geme l- det werden. Schüfe die neue Anfahrpraxis eine derart prekäre Situation, wie sie die Beschwerdeführerin darstellt, wäre jedoch ungeachtet dessen zu erwarten, dass zumindest gewisse Meldungen oder Beschwerden betreffend solche Ereignisse bei der Wasserpolizei eingingen. Deren Feh- len stellt daher die Darstellung der Beschwerdeführerin in Frage und kann nicht einfach mit dem Argument, solche Vorfälle würden nicht gemeldet, beiseite gewischt werden. Obschon die Beschwerdeführerin im Weiteren nahe legt, es sei trotz des Fehlens solcher Meldungen oder Beschwerden zu prekären Situationen gekommen, vermag sie dies weder mit aussage- kräftigen Beispielen zu konkretisieren noch zu belegen . Ebenso wenig legt sie dar, wieso es für die Beurteilung des Sicherheitsrisikos gegebe-A-3854/2012 Seite 28 nenfalls irrelevant wäre, dass die abstrakt dargelegten Risikofaktoren der neuen Anfahrpraxis bei deren konkretem Vollzug nicht zu solchen Vorfäl- len geführt haben. Ihre Argumentation läuft letztlich somit darauf hinaus, ohne überzeugende Gründe unter Verweis auf die se Risikofaktoren ein unzulässiges bzw. nicht vertretbares Sicherheitsrisiko zu postulieren, o b- schon die bisherigen Erfahr ungen diesen Schluss nicht zulassen. Ihre damit im Wesentlichen bloss allgemeinen Ausführungen vermögen nicht hinreichend darzutun, dass die neue Anfahrpraxis trotz der verfügten S i- cherheitsauflage ein unzulässiges bzw. nicht vertretbares Sicherheitsris i- ko schafft, dem nur mit der Anordnung eines Anf ahrverbots begegnet werden kann. Sie vermögen daher die Risikobeurteilung der Vorinstanz als Fachbehörde nicht in Zweifel zu zie hen Das Bundesverwaltungsg e- richt sieht sich entsprechend nicht veranlasst, von dieser abzuweichen. Daran ändert nichts, dass die Schiffsführer der MS Saphir die L7 allenfalls auch wegen des hängigen Bes chwerdeverfahrens besonders vorsichtig anfahren. Da die Einhaltung der allgemeinen Sorgfaltspflicht nach Art. 5 BSV nicht in deren Belieben steht, sind sie auch nach Abschluss dieses Verfahrens zu einer Fahrweise verpflichtet, die dem durch die neue A n- fahrpraxis erhöhten Sicherheitsrisiko Rechnung trägt. 7.5.4 Die Rüge der Beschwerdeführerin erweist sich somit als unzutref- fend, ohne dass auf deren Vorbringen im Einzelnen eingegangen zu wer- den braucht. Da die Beschwerdegegnerin kein unzulässiges bzw. nicht vertretbares Sicherheitsrisiko schafft, kann überdies offen bleiben, ob sie die neuen Rundfahr ten auch von anderen Landungsbrücke n aus durch- führen könnte. 8. Die Beschwerdeführerin dringt somit weder mit ihren formellen noch ihren materiellen Rügen durch. Soweit auf ihre Beschwerde eingetreten werden kann, erweist sich diese daher als unbegründet und ist abzuweisen. 9. Bei diesem Ergebnis gilt die Beschwerdeführerin als unterliegend. Sie hat entsprechend die auf Fr. 5'000. -- festzusetzenden Verfahrenskosten zu tragen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bu n- desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] ). Diese sind mit dem Ko s- tenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen. A-3854/2012 Seite 29 10. Der obsieg enden Partei ist von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr e rwachsene notwendige Kosten zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 VGKE). Die Entschädigung umfasst die Kosten der Vertretung sowie allfällige weitere Ausla gen der Partei (Art. 8 ff. VGKE). Sie wird vom Gericht aufgrund der Akten festg e- setzt, wenn – wie hier – keine Kostennote eingereicht wird (Art. 14 Abs. 2 VGKE). Vorliegend obsiegt die anwaltlich vertretene Beschwerdegegnerin. Sie hat demnach Anspruch auf eine Parteientschädigung. Diese ist in Anbetracht des mutmasslichen Arbeits- und Zeitaufwands für das vorliegende Verfah- ren auf Fr. 10'000.-- (inklusive Auslagen und Mehrwertsteuer) festzuset- zen und der unterliegenden Beschwerdeführerin zur Bezahlung aufzuer- legen. Die Vorinstanz als Bundesbehörde hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird. 2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 5'000. -- festgesetzt und der B e- schwerdeführerin auferlegt. Sie werden mit dem Kostenvorschuss in gle i- cher Höhe verrechnet. 3. Die Beschwerdeführerin hat der Beschwerdegegnerin eine Parteien t- schädigung von Fr. 10'000.-- (inklusive Auslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. 343.3/2012-06-19/248; Einschreiben) A-3854/2012 Seite 30 – das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde) – die Wasserpolizei des Kantons Luzern (z.K.) Der vorsitzende Richter: André Moser Der Gerichtsschreiber: Pascal Baur Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14 , Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Frist steht still vom 15. Juli bis und mit dem 15. August (Art. 46 Abs . 1 Bst. b BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: