<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2024.00301</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=224647&amp;W10_KEY=13045530&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2024.00301</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.01.2025</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Niederlassungsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Der Beschwerdeführer ersuchte nach sieben Jahren Aufenthalt mit einer Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz um die vorzeitige Erteilung einer Niederlassungsbewilligung.] Die vorzeitige Erteilung einer Niederlassungsbewilligung setzt seit dem 1. Januar 2019 - abgesehen von den Anforderungen an die Sprachkenntnisse - keinen besonderen Integrationserfolg mehr voraus (E. 2.2). Entsprechend verletzt der Beschwerdegegner das ihm zustehende Ermessen, wenn er die Integration des Beschwerdeführers aufgrund einer fast zehn Jahre zurückliegenden einmaligen strafrechtlichen Verurteilung zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen verneint, zumal sich dieser seither stets wohlverhalten hat (E. 3.1 f.). Auch ein mehr als sieben Jahre zurückliegender Fürsorgebezug steht einer Erfüllung der Integrationsanforderung nicht entgegen, wenn der Beschwerdeführer seither stets arbeitstätig war und seinen Lebensbedarf zu decken vermochte (E. 3.5). Gutheissung. Gegenstandslosigkeit UP. Abweisung URB.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTEGRATIONSKRITERIEN">INTEGRATIONSKRITERIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG">NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHE ORDNUNG UND SICHERHEIT">ÃFFENTLICHE ORDNUNG UND SICHERHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TEILNAHME AM WIRTSCHAFTSLEBEN">TEILNAHME AM WIRTSCHAFTSLEBEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORZEITIGE ERTEILUNG DER NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG">VORZEITIGE ERTEILUNG DER NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 34 Abs. 4 AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 58a Abs. 1 AIG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=69233" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2024.00301</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom 23. Januar 2025</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sidentin Tamara NÃ¼ssle<span> (Vorsitz), </span>Verwaltungsrichter Reto HÃ¤ggi Furrer, Verwaltungsrichter Martin Bertschi, Gerichtsschreiber Dumenig Stiffler. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Niederlassungsbewilligung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A ist ein 1981 geborener StaatsangehÃ¶riger Ãthiopiens. Er reiste im April 2014 in die Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch, welches vom damaligen Bundesamt fÃ¼r Migration (BFM; heute Staatssekretariat fÃ¼r Migration, SEM) am 23. Juli 2014 abgewiesen wurde. Das Bundesverwaltungsgericht wies eine hiergegen gerichtete Beschwerde von A am 8. Oktober 2014 ab und setzte ihm eine Frist bis am 28. Oktober 2014 zum Verlassen der Schweiz an. Dieser Verpflichtung kam A nicht nach, weshalb er mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ZÃ¼rich-Limmat vom 25. April 2015 wegen rechtswidrigen Aufenthalts zu einer bedingten Geldstrafe von 60 TagessÃ¤tzen verurteilt wurde.</p> <p class="Urteilstext">Am 4. Oktober 2017 heiratete A in ZÃ¼rich die zum damaligen Zeitpunkt in der Schweiz aufenthaltsberechtigte Landsfrau C, woraufhin ihm das Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich am 28. November 2017 eine Aufenthaltsbewilligung erteilte. Die Aufenthaltsbewilligung von A wurde in der Folge jÃ¤hrlich verlÃ¤ngert. C verfÃ¼gt seit dem 13. Januar 2021 Ã¼ber das Schweizer BÃ¼rgerrecht.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>A ersuchte am 14. November 2022 sowie am 26. Oktober 2023 um die vorzeitige Erteilung der Niederlassungsbewilligung. Das Migrationsamt wies diese Gesuche mit VerfÃ¼gungen vom 11. Januar 2023 respektive 31. Oktober 2023 ab. Diese VerfÃ¼gungen blieben unangefochten.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Am 14. Februar 2024 ersuchte A erneut um die vorzeitige Erteilung einer Niederlassungsbewilligung. Das Migrationsamt wies das Gesuch am 29. Februar 2024 ab und begrÃ¼ndete dies im Wesentlichen mit dem fehlenden einwandfreien strafrechtlichen Leumund von A sowie mit dem Fehlen von Nachweisen fÃ¼r eine durchgehende ErwerbstÃ¤tigkeit in den letzten fÃ¼nf Jahren.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Einen hiergegen am 2. April 2024 erhobenen Rekurs von A wies die Sicherheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich am 24. April 2024 ab. Dies begrÃ¼ndete sie ebenfalls mit dessen strafrechtlicher Verurteilung sowie neu auch damit, dass dieser vor seinem Zuzug in den Kanton ZÃ¼rich Sozialhilfe bezogen habe und dass dessen erfolgreiche Teilnahme am Wirtschaftsleben fraglich sei, weshalb keine besonders erfolgreiche Integration vorliege.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">A erhob am 27. Mai 2024 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte, unter EntschÃ¤digungsfolge sei der Entscheid der Sicherheitsdirektion vom 24. April 2024 aufzuheben und das Migrationsamt anzuweisen, ihm eine Niederlassungsbewilligung zu erteilen. Eventualiter sei die Sache an die Sicherheitsdirektion oder das Migrationsamt zur Neubeurteilung zurÃ¼ckzuweisen. Ausserdem ersuchte A um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege.</p> <p class="Urteilstext">Die Sicherheitsdirektion verzichtete am 30. Mai 2024 auf Vernehmlassung; das Migrationsamt reichte keine Stellungnahme ein. Am 31. Mai 2024 reichte A eine weitere Stellungnahme und das Protokoll seiner asylrechtlichen "Befragung zur Person" durch das BFM vom 23. April 2014 ein.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer </span><span>erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r Beschwerden gegen Rekursentscheide der Sicherheitsdirektion Ã¼ber Anordnungen des Migrationsamts betreffend das Aufenthaltsrecht zustÃ¤ndig (§§ 41 ff. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG, LS 175.2]). Weil auch die weiteren Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Es ist unbestritten, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer noch keine zehn Jahre mit einer Kurzaufenthalts- oder Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz aufhÃ¤lt, weshalb eine ordentliche Erteilung der Niederlassungsbewilligung nicht in Betracht kommt (Art. 34 Abs. 2 lit. a des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 [AIG, SR 142.20]). Wichtige GrÃ¼nde fÃ¼r eine vorzeitige Erteilung einer solchen im Sinn von Art. 34 Abs. 3 AIG macht der BeschwerdefÃ¼hrer nicht geltend und sind auch nicht ersichtlich; er beruft sich in seiner Beschwerde ausschliesslich auf Art. 34 Abs. 4 AIG.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>GestÃ¼tzt auf Art. 34 Abs. 4 <span>AIG kann </span>AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤ndern die Niederlassungsbewilligung bereits nach einem ununterbrochenen Aufenthalt mit Aufenthaltsbewilligung wÃ¤hrend der letzten fÃ¼nf Jahre erteilt werden, wenn <span>keine WiderrufsgrÃ¼nde nach Art. 62 oder Art. 63 Abs. 2 AIG vorliegen, sie integriert sind </span>und sich gut in der am Wohnort gesprochenen Landessprache verstÃ¤ndigen kÃ¶nnen (Art. 34 Abs. 4 in Verbindung mit Abs. 2 lit. b und c AIG). </p> <p class="Erwgung2"><span>Seit dem 1. Januar 2019 wird sowohl fÃ¼r die ordentliche Erteilung der Niederlassungsbewilligung nach einem zehnjÃ¤hrigen Aufenthalt als auch fÃ¼r die vorzeitige Erteilung der Niederlassungsbewilligung vorausgesetzt, dass die AuslÃ¤nderin oder der AuslÃ¤nder integriert ist (Art. 34 Abs. 2 lit. c und Abs. 4 AIG). Dabei gilt die betreffende AuslÃ¤nderin oder der betreffende AuslÃ¤nder als integriert, wenn sie oder er die Integrationskriterien nach Art. 58a Abs. 1 AIG erfÃ¼llt (Art. 60 Abs. 1 und Art. 62 Abs. 1 der Verordnung Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit vom 24. Oktober 2007 [VZAE]; vgl. auch Art. 34 Abs. 2 lit. b Variante 2 in Verbindung mit Art. 63 Abs. 2 AIG). Massgebende Kriterien sind somit die Beachtung der Ã¶ffentlichen Sicherheit und Ordnung, die Respektierung der Werte der Bundesverfassung, die Sprachkompetenzen sowie die Teilnahme am Wirtschaftsleben oder am Erwerb von Bildung (Art. 58a Abs. 1 AIG). Bei der PrÃ¼fung des Gesuchs um vorzeitige Erteilung der Niederlassungsbewilligung wird zudem der Integrationsgrad der FamilienangehÃ¶rigen berÃ¼cksichtigt, die Ã¤lter als zwÃ¶lf Jahre sind (Art. 62 Abs. 2 VZAE).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Bis zum </span>Inkrafttreten<span> der revidierten Bestimmungen per 1.</span> Januar 2019 setzte die vorzeitige Erteilung der Niederlassungsbewilligung eine besonders erfolgreiche Integration voraus (vgl. Art. 34 Abs. 4 des AuslÃ¤ndergesetzes vom 16. Dezember 2005 in der bis zum 31. Dezember 2018 geltenden Fassung). Heute gilt dies nur noch in Bezug auf die Sprachkompetenzen. Im Sinn eines Anreizsystems wird bei der vorzeitigen Erteilung der Niederlassungsbewilligung heute vorausgesetzt, dass sich die AuslÃ¤nderin oder der AuslÃ¤nder <i>gut</i> in der am Wohnort gesprochenen Landessprache verstÃ¤ndigen kann (Art. 34 Abs. 4 AIG; BBl 2013 2397 ff., 2417). Namentlich <span>muss die AuslÃ¤nderin oder der AuslÃ¤nder nachweisen, dass sie oder er Ã¼ber mÃ¼ndliche Sprachkompetenzen mindestens auf dem Referenzniveau B1 und schriftliche Sprachkompetenzen mindestens auf dem Referenzniveau A1 des Referenzrahmens verfÃ¼gt (Art. 62 Abs. 1<sup>bis</sup> VZAE). </span>Damit wird dem Spracherwerb als zentralem Element der Integration ausdrÃ¼cklich hohe Bedeutung beigemessen (BBl 2013 2397 ff., 2417). <span>Im Ãbrigen setzt die Bestimmung keinen</span> besonderen Integrationserfolg mehr voraus (zum Ganzen VGr, 10. Oktober 2024, VB.2023.00677 und VB.2024.00178, je E. 4.2; vgl. auch <span>BBl 2013 2397 ff., 2417; Peter Bolzli, in: Marc Spescha et al., Kommentar Migrationsrecht, 5. A., ZÃ¼rich 2019, Art. 34 AIG N. 19; Silvia Hunziker/Jsabelle Mayer-Knobel/Selina Sigerist, in: Martina Caroni/Daniela Thurnherr [Hrsg.], AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetz [AIG], 2. A., Bern 2024, Art. 34 N. 50).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b>Das Migrationsamt hat eine Weisung zur Erteilung der Niederlassungsbewilligung erlassen (Weisung des Migrationsamts "Niederlassungsbewilligung" vom 23. Dezember 2024). GemÃ¤ss dieser wird im Kanton ZÃ¼rich fÃ¼r die vorzeitige Erteilung der Niederlassungsbewilligung vorausgesetzt, dass die Gesuchstellerin oder der Gesuchsteller wÃ¤hrend der letzten fÃ¼nf Jahre einer ErwerbstÃ¤tigkeit nachgegangen ist und wÃ¤hrend der gesamten Dauer des Aufenthalts in der Schweiz nie von der Sozialhilfe unterstÃ¼tzt wurde (N. 6.3 f.). Weiter wird gemÃ¤ss der Weisung ein tadelloser Leumund wÃ¤hrend der gesamten Dauer des Aufenthalts vorausgesetzt (N. 6.4). GemÃ¤ss jÃ¼ngster Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts ist die in der Weisung fÃ¼r die vorzeitige Erteilung der Niederlassungsbewilligung vorausgesetzte SozialhilfeunabhÃ¤ngigkeit wÃ¤hrend des gesamten Aufenthalts sowie die fÃ¼nfjÃ¤hrige ErwerbstÃ¤tigkeit zu restriktiv (VGr, 10. Oktober 2024, VB.2023.00677 und VB.2024.00178, je E. 4.6). Dasselbe gilt mit Blick auf die vom Gesetzgeber vorgenommene Revision von Art. 34 Abs. 4 AIG fÃ¼r die Voraussetzung des tadellosen Leumunds wÃ¤hrend der gesamten Dauer des Aufenthalts.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Weil nach Art. 34 Abs. 4 AIG kein Anspruch auf die Erteilung der Niederlassungsbewilligung besteht, ist der Entscheid im Rahmen des pflichtgemÃ¤ssen Ermessens zu treffen (vgl. Art. 96 Abs. 1 AIG). In solche Ermessensentscheide kann das Verwaltungsgericht nur eingreifen, wenn ein qualifizierter Ermessensfehler vorliegt. Darunter fallen Missbrauch sowie Ãber- oder Unterschreitung des Ermessens (§ 50 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 VRG; VGr, 26. Oktober 2023, VB.2023.00414, E. 2.2, und 13. April 2022, VB.2021.00533, E. 2.1).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Es ist unbestritten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer in sprachlicher Hinsicht gut integriert ist und die entsprechenden Anforderungen erfÃ¼llt. Jedoch wurde er mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ZÃ¼rich-Limmat vom 25. April 2015 wegen rechtswidrigen Aufenthalts im Sinn von Art. 115 Abs. 1 lit. b AIG zu einer Geldstrafe von 60 TagessÃ¤tzen verurteilt, wobei der Vollzug bei einer Probezeit von zwei Jahren aufgeschoben wurde. Sowohl der Beschwerdegegner als auch die Vorinstanz berÃ¼cksichtigten diese Verurteilung bei ihrer Beurteilung des Gesuchs des BeschwerdefÃ¼hrers und kamen zum Schluss, dieser erfÃ¼lle (unter anderem) deswegen das Integrationskriterium der Beachtung der Ã¶ffentlichen Ordnung und Sicherheit nicht (Art. 58a Abs. 1 lit. a AIG), da er Ã¼ber keinen tadellosen Leumund verfÃ¼ge. Diesen Schluss erachtet der BeschwerdefÃ¼hrer als rechtsverletzend.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Bei der Beurteilung des Integrationskriteriums der Beachtung der Ã¶ffentlichen Ordnung und Sicherheit ist nach dem zuvor AusgefÃ¼hrten eine Gesamtbetrachtung vorzunehmen und dessen ErfÃ¼llung kann nicht von vornherein an einer strafrechtlichen Verurteilung scheitern (vgl. auch VGr, 19. Dezember 2024, VB.2024.00139, E. 4.3 und E. 6.3.2 2. Absatz). Im vorliegenden Fall ist die mit Strafbefehl vom 25. April 2015 ausgesprochene Strafe nicht von besonderem Gewicht, zumal die Verurteilung bald zehn Jahre zurÃ¼ckliegt und der BeschwerdefÃ¼hrer sich seither wohlverhielt. Ohnehin hat das Verwaltungsgericht in einem Urteil vom 24. September 2020 festgehalten, dass an eine EinbÃ¼rgerung hÃ¶here Anforderungen zu stellen sind als fÃ¼r die (vorzeitige) Erteilung der Niederlassungsbewilligung (VGr, 24. September 2020, VB.2020.00452, E. 2.5.3). Art. 4 Abs. 2 der BÃ¼rgerrechtsverordnung vom 17. Juni 2016 (BÃ¼V, SR 141.01) sieht vor, dass ein Bewerber unter anderem dann nicht als erfolgreich integriert gilt, wenn im Strafregister-Informationssystem VOSTRA eine ihn betreffende (und fÃ¼r das SEM einsehbare) unbedingte Strafe oder eine teilbedingte Freiheitsstrafe fÃ¼r ein Vergehen oder ein Verbrechen, eine bedingte oder teilbedingte Geldstrafe von mehr als 90 TagessÃ¤tzen, eine bedingte Freiheitsstrafe von mehr als drei Monaten, ein bedingter oder teilbedingter Freiheitsentzug von mehr als drei Monaten oder eine bedingte oder teilbedingte gemeinnÃ¼tzige Arbeit von mehr als 360 Stunden als Hauptsanktion eingetragen ist (lit. a und d). Wie bereits ausgefÃ¼hrt, wurde der BeschwerdefÃ¼hrer wegen des rechtswidrigen Aufenthalts nur zu einer bedingten Geldstrafe von 60 TagessÃ¤tzen verurteilt, womit ihm die entsprechende Verurteilung fÃ¼r die Zwecke der EinbÃ¼rgerung gemÃ¤ss Art. 4 Abs. 2 BÃ¼V nicht entgegengehalten werden dÃ¼rfte (vgl. auch VGr, 29. Mai 2024, VB.2024.00116, E. 3.3.1 <i>e contrario</i>; vgl. zur RechtmÃ¤ssigkeit der Vorgaben in der BÃ¼rgerrechtsverordnung betreffend die StraffÃ¤lligkeit im Allgemeinen VGr, 11. November 2021, VB.2021.00542, E. 3.5). Schliesslich ist im Ãbrigen daran zu erinnern, dass â mit Ausnahme der Anforderungen an die Sprachkenntnisse â bei der vorzeitigen Erteilung der Niederlassungsbewilligung die gleichen Integrationsanforderungen zu stellen sind wie bei deren ordentlicher Erteilung (vgl. zuvor E. 2.2). Selbst die Weisung des Beschwerdegegners zur ordentlichen Erteilung einer Niederlassungsbewilligung erachtet das Integrationskriterium der Beachtung der Ã¶ffentlichen Ordnung und Sicherheit erst dann als nicht erfÃ¼llt, wenn mindestens drei Verurteilungen oder kumulierte Strafen von mehr als drei Monaten Freiheitsstrafe vorliegen (Weisung des Migrationsamts "Niederlassungsbewilligung", N. 4.4.1). Dies ist hier nicht der Fall.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Ausserdem hÃ¤lt die Vorinstanz dem BeschwerdefÃ¼hrer vor, er habe seine Mitwirkungspflichten nach Art. 8 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) verletzt, indem er im Asylverfahren nicht seinen richtigen Namen bekanntgegeben habe und keine IdentitÃ¤tsdokumente vorgelegt habe. Auch hiermit habe er seinen Willen manifestiert, die Ã¶ffentliche Ordnung zu missachten.</p> <p class="Erwgung2">Aus den Akten ergibt sich diesbezÃ¼glich nur, dass der BeschwerdefÃ¼hrer in der asylrechtlichen "Befragung zur Person" am 23. April 2014 und damit acht Tage nach seinem Asylgesuch und noch vor dem Asylentscheid gegenÃ¼ber dem BFM seinen korrekten Namen und sein korrektes Geburtsdatum bekanntgab. Die im Befragungsprotokoll erfassten ZweitidentitÃ¤ten beruhen alle auf Schreibfehlern und der falschen Konversion des Geburtsdatums aus dem Ã¤thiopischen Kalender. Das ist dem BeschwerdefÃ¼hrer nicht vorzuwerfen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Nach dem Gesagten verletzte die Vorinstanz das ihr zustehende Ermessen, indem sie dem BeschwerdefÃ¼hrer gestÃ¼tzt auf die obengenannten UmstÃ¤nde eine mangelnde Beachtung der Ã¶ffentlichen Ordnung und Sicherheit vorwirft und deshalb die vorzeitige Erteilung einer Niederlassungsbewilligung verweigerte.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Die Vorinstanz hÃ¤lt dem BeschwerdefÃ¼hrer weiter vor, er habe bis zum Erhalt der Aufenthaltsbewilligung in unbekannter HÃ¶he FÃ¼rsorgegelder bezogen und die Sozialwerke unnÃ¶tig belastet.</p> <p class="Erwgung2">Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt diesbezÃ¼glich vor, dass er nach Ablehnung seines Asylgesuchs vorÃ¼bergehend und fÃ¼r sehr kurze Zeit Nothilfe bezogen habe, was aber nicht mit Sozialhilfebezug gleichgesetzt werden kÃ¶nne. Aktenkundig sei nur, dass er seit seinem Zuzug nach ZÃ¼rich am 11. Oktober 2017 keinerlei UnterstÃ¼tzungsleistungen bezogen habe.</p> <p class="Erwgung2">Aus den Akten ergibt sich, dass der BeschwerdefÃ¼hrer bei einer polizeilichen Befragung am 25. April 2015 angab, er erhalte wÃ¶chentlich Fr. 60.- von der AsylbehÃ¶rde. Ausserdem verweist die Vorinstanz auf die folgende Passage in der Rekursschrift des BeschwerdefÃ¼hrers: "Somit nahm er nur einen Monat nach Erteilung der Aufenthaltsbewilligung, mithin vor bald 6 ½ Jahren, eine Arbeit auf und wurde in der Folge direkt von der Sozialhilfe abgelÃ¶st". Somit bestehen zwar Anzeichen fÃ¼r einen FÃ¼rsorgebezug, es ist jedoch unklar, wie lange und in welcher HÃ¶he der BeschwerdefÃ¼hrer von FÃ¼rsorgegeldern abhÃ¤ngig war. Letztlich kann dies aber offenbleiben, da auch betreffend das Kriterium der Teilnahme am Wirtschaftsleben oder am Erwerb von Bildung (Art. 58a Abs. 1 lit. d AIG in Verbindung mit Art. 77e VZAE) zur Beurteilung der Integration eine Gesamtbetrachtung vorzunehmen ist (vgl. oben E. 2.3). Hierbei ist es zu restriktiv, fÃ¼r die vorzeitige Erteilung der Niederlassungsbewilligung zu verlangen, dass die auslÃ¤ndische Person wÃ¤hrend ihres Aufenthalts in der Schweiz nie Sozialhilfe bezogen hat. Entscheidend ist vorliegend, dass der BeschwerdefÃ¼hrer in den letzten etwas mehr als sieben Jahren keine Sozialhilfe bezog und damit ein allfÃ¤lliger Bezug von FÃ¼rsorgegeldern weit zurÃ¼ck liegt. Bei diesen UmstÃ¤nden wÃ¼rde im Ãbrigen auch nach der beschwerdegegnerischen Praxis fÃ¼r die ordentliche Erteilung der Niederlassungsbewilligung die ErfÃ¼llung des Integrationskriteriums der Teilnahme am Wirtschaftsleben oder am Erwerb von Bildung angenommen. Diese verlangt nur, dass der Gesuchsteller in den letzten drei Jahren keine Sozialhilfe bezogen hat (vgl. Weisung des Migrationsamts "Niederlassungsbewilligung", N. 4.3 und N. 4.4.4. in Verbindung mit N. 3.1.2.4).</p> <p class="Urteilstext">Da der BeschwerdefÃ¼hrer ausserdem nachgewiesenermassen seit seinem Zuzug in den Kanton ZÃ¼rich vor etwas mehr als sieben Jahren erwerbstÃ¤tig war, keine Betreibungen aufweist und damit wÃ¤hrend dieses Zeitraums mit seinem Erwerbseinkommen seinen Lebensbedarf stets decken konnte, erfÃ¼llt er das Integrationskriterium der Teilnahme am Wirtschaftsleben. Die anderweitige Beurteilung der Vorinstanz verletzt das ihr zustehende Ermessen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.6 </b>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen und ist dem BeschwerdefÃ¼hrer die Niederlassungsbewilligung zu erteilen<span>.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b><span>AusgangsgemÃ¤ss sind die Kosten des Rekurs- und des Beschwerdeverfahrens dem unterliegenden Beschwerdegegner aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 Satz 1 VRG, teilweise in Verbindung mit § 65a Abs. 2 VRG). </span>Desgleichen hat dieser dem BeschwerdefÃ¼hrer praxisgemÃ¤ss eine angemessene ParteientschÃ¤digung von Fr. 2'000.- fÃ¼r das Rekurs- und Fr. 1'500.- (je inkl. Mehrwertsteuer) fÃ¼r das Beschwerdeverfahren zu bezahlen (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer ersucht um unentgeltliche Rechtspflege und -vertretung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren. GemÃ¤ss § 16 Abs. 1 VRG haben Private, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offenkundig aussichtslos erscheinen, auf Ersuchen Anspruch auf unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung. Ein Anspruch auf Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung besteht, wenn sie zusÃ¤tzlich nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren (§ 16 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung2">Durch die Kostenbelastung des Beschwerdegegners werden die Gesuche um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung gegenstandslos. Die Rechtsmittelerhebung war begrÃ¼ndet, und die Rechtsvertretung erweist sich angesichts der sich stellenden Rechtsfragen als notwendig. Jedoch ist der BeschwerdefÃ¼hrer nach dem Gesagten (zuvor E. 3.4) nicht mittellos, weshalb das Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung abzuweisen ist.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Dispositiv-Ziff. I des Rekursentscheids der Sicherheitsdirektion vom 24. April 2024 und die VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners vom 29. Februar 2024 werden aufgehoben. Der Beschwerdegegner wird angewiesen, dem BeschwerdefÃ¼hrer eine Niederlassungsbewilligung zu erteilen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> In AbÃ¤nderung von Dispositiv-Ziff. II und III des Rekursentscheids vom 24. April 2024 werden die Rekurskosten dem Beschwerdegegner auferlegt und wird dieser verpflichtet, dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Rekursverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 2'000.- zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Gegen dieses Urteil kann subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Sicherheitsdirektion;<br/> c) das SEM.</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>