Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 4. Dezember 2019 (810 18 317) ____________________________________________________________________ Ausländerrecht Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung / Straffälligkeit, Verhältnismässigkeit der Massnahme Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Hans Furer, Markus Clausen, Claude Jeanneret, Niklaus Ruckstuhl , Gerichtsschreiberin i.V. Noëmie Schär Beteiligte A. ____, Beschwerdeführer, vertreten durch Eveline Roos, Rechtsanwältin gegen Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft , 4410 Liestal, Beschwerdegegner Betreff Widerruf der Niederlassungsbewilligung und We gweisung (RRB Nr. 1788 vom 27. November 2018) Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. A.____ (geb. 1978) ist kosovarischer Staatsangehörige r und reiste am 19. Januar 1994 im Alter von 15 Jahren zusammen mit seiner Mutter, sei ner Schwester und seinem Bruder im Rahmen des Familiennachzugs zu seinem Vater in die Schw eiz ein. Er schloss die letzten beiden Jahre der obligatorischen Schule hier ab und absolvierte im Anschluss daran eine Lehre als Metzger. A.____ besitzt eine Niederlassungsbewilligung. B. Im Jahr 2000 heiratete er die kosovarische Staatsange hörige B.____ (geb. 1977), die in der Folge in die Schweiz eingereist ist. Aus der Ehe gingen die Söhne C.____ (geb. 2002) und D.____ (geb. 2003) hervor. C. Mit Urteil vom 2. Juni 2017 verurteilte das Strafg ericht Basel-Landschaft A.____ wegen mehrfachen qualifizierten, teilweise versuchten Raubs, mehrfachen Hausfriedensbruchs sowie mehrfachen Widerhandlungen gegen das Bundesgesetz über Waffen, Waffenzubehör und Munition (Waffengesetz, WG) vom 20. Juni 1997 zu einer Freiheitsstrafe von 4 ½ Jahren. Zudem ordnete das Gericht eine spielsuchtspezifische sowi e psychotherapeutische ambulante Behandlung an. D. Die dagegen von A.____ erhobene Berufung wies das K antonsgericht Basel- Landschaft, Abteilung Strafrecht, mit Urteil vom 18. Januar 2018 ab. E. Am 12. Juni 2018 gewährte das Amt für Migration ( AfM; heute Amt für Migration und Bürgerrecht [AfMB]) A.____ das rechtliche Gehör zum beab sichtigten Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung und der Wegweisung aus der Schweiz, welches er mit Eingabe vom 21. Juni 2018 wahrnahm. Gleichzeitig gab das AfM seiner Ehefrau und den beiden Söhnen die Möglichkeit, sich dazu zu äussern. Davon machten sie mit undatierten Eingaben Gebrauch. F. Mit Verfügung vom 28. August 2018 widerrief das Af M die Niederlassungsbewilligung von A.____ und ordnete dessen Wegweisung aus der Schweiz an. G. Die von A.____ dagegen erhobene Beschwerde vom 27. September 2018 wies der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsra t) mit Regierungsratsbeschluss (RRB) Nr. 1788 vom 27. November 2018 ab. H. Mit Eingabe vom 7. Dezember 2018 erhob A.____, vert reten durch Eveline Roos, Rechtsanwältin in Solothurn, Beschwerde beim Kantonsge richt, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), mit den Begehren: 1. Der RRB Nr. 1788 vom 27. November 2018 sei aufzuheben; 2. Auf den Widerruf der Niederl assungsbewilligung und seine Wegweisung aus der Schweiz sei zu verzichten; 3. Eventuali ter sei ihm eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. In verfahrensrechtli cher Hinsicht beantragt er, es sei eine öffentliche Verhandlung durchzuführen; alles unter o/e-Kostenfolge. I. Mit Schreiben vom 12. Dezember 2018 ersuchte der B eschwerdeführer um Bewilligung seines Gesuchs um unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht J. Am 4. Januar 2019 reichte A.____ seine Beschwerdebeg ründung ein und modifiziert das dritte Rechtsbegehren dahingehend, dass ihm der Wi derruf der Niederlassungsbewilligung eventualiter mittels einer Verwarnung anzudrohen sei. K. Der Beschwerdegegner liess sich am 7. Februar 2019 ve rnehmen und schloss auf kostenfällige Abweisung der Beschwerde. L. Mit Eingabe vom 11. Februar 2019 reichte der Beschw erdeführer eine weitere Eingabe ein. M. Mit Präsidialverfügung vom 21. Februar 2019 wurde d er Fall der Kammer zur Beurteilung im Rahmen einer Urteilsberatung überwiese n und dem Beschwerdeführer Frist zur Einreichung weiterer Belege gewährt. N. Mit Eingabe vom 19. August 2019 reichte der Regier ungsrat dem Kantonsgericht die Verfügung des Amts für Justizvollzug des Kantons Basel- Landschaft betreffend A.____ ein, welche dessen Versetzung in das Wohn- und Arbeitsexterna t (WAEX) per 30. August 2019 vorsieht. Auch teilte der Regierungsrat dem Kantonsgericht mit, dass am 15. Juli 2019 über den Beschwerdeführer der Privatkonkurs eröffnet worden sei. O. Mit Eingabe vom 17. September 2019 reichte die R echtsvertreterin ihre Honorarnote sowie die Belege gemäss Präsidialverfügung vom 21. Februar 2019 ein. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss § 47 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassu ngs- und Verwaltungspro- zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist zur Beschwerde befugt, wer durch die ange- fochtene Verfügung oder den angefochtenen Entscheid ber ührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Änderung oder Aufhebung hat. Da d er Beschwerdeführer Adressat des angefochtenen Entscheids ist und ein schutzwürdiges Interess e an dessen Aufhebung hat, die übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt und sowohl di e örtliche wie auch die sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts gegeben sind, ist auf d ie vorliegende Beschwerde einzu- treten. 2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gem äss § 45 Abs. 1 lit. a und lit. b VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden. Die Beurteilung der Angemessenheit des angefochtenen Rechtsaktes ist dem Kantons- gericht dagegen – abgesehen von hier nicht vorliegend en Ausnahmefällen – verwehrt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers und desse n Wegweisung aus der Schweiz zu Recht erfolgten. 4.1 Gemäss Art. 34 des Bundesgesetzes über die Ausländerinn en und Ausländer und über die Integration (AIG) vom 16. Dezember 2005 (bis 31. Dezember 2018 und soweit im Folgen- den die altrechtliche Fassung massgeblich ist: AuG) verlei ht die Niederlassungsbewilligung einen zeitlich unbefristeten und unbedingten Anspruch auf Anwesenheit in der Schweiz. Es ist somit von einem grundsätzlichen Anspruch des Beschwerdeführ ers auf Aufenthalt in der Schweiz auszugehen. Dieser gilt indes nicht absolut. Bei V orliegen eines Widerrufsgrundes nach Art. 63 AuG kann die Niederlassungsbewilligung entzogen werden. 4.2 Gestützt auf Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG i.V.m. Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG kann die Niederlas- sungsbewilligung widerrufen werden, wenn die ausländisc he Person zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt oder gegen sie eine strafr echtliche Massnahme im Sinne der Artikel 59 - 61 oder 64 des Schweizerischen Strafgesetzbuchs (StGB) vom 21. Dezember 1937 an- geordnet worden ist. Das Bundesgericht hat das Kriteri um der Längerfristigkeit der Strafe in diesem Kontext dahingehend konkretisiert, dass es einer F reiheitsstrafe von mehr als einem Jahr bedarf, wobei mehrere unterjährige Strafen bei der Berechnung nicht kumuliert werden dürfen (vgl. BGE 135 II 377 E. 4.2; BGE 137 II 297 E. 2.3.6). Keine Rolle spielt, ob die Sanktion bedingt, teilbedingt oder unbedingt ausgesprochen wur de (Urteil des Bundesgerichts 2C_515/2009 vom 27. Januar 2010 E. 2.1). Ein Widerru f der Niederlassungsbewilligung kann auch dann erfolgen, wenn sich ein Ausländer – wie vorli egend der Beschwerdeführer – seit mehr als 15 Jahren ununterbrochen und ordnungsgemäss in der Schweiz aufgehalten hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_406/2014 vom 2. Juli 2015 E. 2.1). 4.3 Mit Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Strafre cht, vom 18. Januar 2018 wurde der Beschwerdeführer wegen teilweise qualifizierten, mehrfachen und versuchten Widerhandlungen gegen das StGB und das WG zu einer Freiheitsstrafe von 4 ½ Jahren verurteilt und das Kan- tonsgericht ordnete eine spielsuchtspezifische sowie psychotherapeutische ambulante Behand- lung an. Damit ist vorliegend eine längerfristige Frei heitsstrafe ausgesprochen worden und demzufolge der Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG i.V.m. Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG gegeben, was vom Beschwerdeführer nicht bestritten wird. 5.1 Liegt ein Widerrufsgrund vor, muss die aufenthalt sbeendende Massnahme im kon- kreten Fall auch verhältnismässig sein (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizeri- schen Eidgenossenschaft [BV] vom 18. April 1999 und Art. 96 Abs. 1 AuG; vgl. auch Art. 13 Abs. 1 i.V.m. Art. 36 Abs. 3 BV und Art. 8 Ziff. 2 de r Konvention zum Schutze der Menschen- rechte und Grundfreiheiten [EMRK] vom 4. November 195 0, wenn durch die Entfernungsmass- nahme die weitere Pflege familiärer Beziehungen im S inne von Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. des inhaltlich deckungsgleichen Art. 13 Abs. 1 BV beeinträ chtigt wird; BGE 135 II 377 E. 4.3). Ver- langt ist insofern eine Abwägung der sich gegenüberstehe nden privaten Interessen an der Er- teilung der Bewilligung und öffentlichen Interessen a n deren Verweigerung, wobei Letztere in dem Sinne überwiegen müssen, dass sich der Eingriff als notwendig erweist (vgl. Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht BGE 135 I 143 E. 2.1 mit Hinweisen). Dabei sind (1) die Art und Schwere der begangenen Straftat und ob sie als Jugendlicher oder Erwachsener verübt wurde; (2) die Aufenthaltsdauer des Betroffenen im Land; (3) der seit der Tat vergan gene Zeitraum; (4) das Verhalten des Aus- länders während diesem; (5) die sozialen, kulturellen und familiären Bindungen zum Aufnahme- staat und zum Herkunftsland; (6) der Gesundheitszustand; (7) die mit der aufenthaltsbeenden- den Massnahme verbundene Dauer der Fernhaltung sowie (8 ) allgemein die dem Betroffenen und seiner Familie drohenden Nachteile bei einer Ausreise in die Heimat oder in einen Drittstaat zu berücksichtigen (BGE 135 II 377 E. 4.3; Urteil des Bun desgerichts 2C_786/2018 vom 27. Mai 2019 E. 3.3.2). Die konventionsrechtliche Verh ältnismässigkeitsprüfung nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK entspricht jener von Art. 96 Abs. 1 AuG und kann in einem einzigen Schritt vor- genommen werden (Urteile des Bundesgerichts 2C_551/2013 vom 24. Februar 2014 E. 2.4 und 2C_11/2013 vom 25. März 2013 E. 3.1 mit Hinweisen). D ie Niederlassungsbewilligung einer ausländischen Person, die sich schon seit langer Zeit hier aufhält, soll nur mit besonderer Zu- rückhaltung widerrufen werden, doch ist dies bei wiederh olter bzw. schwerer Straffälligkeit selbst dann nicht ausgeschlossen, wenn sie hier geboren ist oder ihr ganzes Leben im Land verbracht hat (Urteile des Bundesgerichts 2C_368/2015 vo m 15. September 2015 E. 2.2; 2C_1193/2013 vom 27. Mai 2014 E. 2.4; Entscheid des Eu ropäischen Gerichtshofs für Men- schenrechte [EGMR] i.S.: Trabelsi gegen Deutschland vom 13. Oktober 2011 [Nr. 41548/06] § 53 ff.). Bei schweren Straftaten, Rückfall und wied erholter Delinquenz besteht – überwiegen- de private oder familiäre Bindungen vorbehalten – auch in diesen Fällen ein schutzwürdiges öffentliches Interesse daran, die Anwesenheit der auslä ndischen Person zur Aufrechterhaltung der Ordnung bzw. Verhütung von (weiteren) Straftaten zu beenden. 5.2 Der Regierungsrat erwog im angefochtenen Entscheid, dass der Beschwerdeführer seit 24 Jahren in der Schweiz lebe und daher zweifelso hne ein Interesse am weiteren Verbleib in der Schweiz habe. Dies gelte insbesondere, da von einer tatsächlich gelebten und aktuellen Beziehung zu seiner Frau und seinen Kindern auszugehen sei, welche in der Schweiz aufgrund ihrer langen Anwesenheit verwurzelt seien. Von seiner Familie werde er seit seiner Inhaftierung wöchentlich besucht und auch telefonisch stünden sie in K ontakt. Den Kindern des Beschwer- deführers sei es aufgrund ihrer Verwurzelung in der Sch weiz zwar nicht ohne Weiteres zu- mutbar, mit ihm das Land zu verlassen, doch sei zu bede nken, dass der Beschwerdeführer selbst erst im Alter von 15 Jahren in die Schweiz eingere ist sei, seine Kinder heute dasselbe Alter hätten und es ihnen somit zumutbar sei, einen Neu start im Kosovo zu wagen. Der Re- gierungsrat erwog weiter, dass der Beschwerdeführer in b eruflicher, sprachlicher und sozialer Hinsicht gut integriert sei. Insbesondere sei zu seinen G unsten zu berücksichtigen, dass er für den Zeitpunkt seiner Haftentlassung bereits eine Stel le in Aussicht gestellt bekommen habe. Doch all dies ändere nichts an seiner gescheiterten rechtlichen Integration. Ferner dürften seine Schulden in der Höhe von mindestens Fr. 150'000.-- nicht ausser Acht gelassen werden. Es sei unklar, wie der Beschwerdeführer die Schulden nach seine r Haftentlassung in einem ver- nünftigen Zeitrahmen zurückzubezahlen beabsichtige. Der Beschwerdeführer anerkenne inzwi- schen, dass das mit seinen Schulden in offensichtlicher Ver bindung stehende Spielverhalten in den letzten Jahren pathologisch gewesen sei. Dennoch hän ge das Stellen einer positiven Legalprognose stark davon ab, ob ein Rückfall in die S pielsucht verhindert werden könne. Problematisch sei in diesem Zusammenhang vor allem, d ass der Beschwerdeführer seine Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Rückfallgefahr nach der Haftentlassung als sehr gering einschätze. Insgesamt würden gegen eine Rückkehr in sein Heimatland insbesondere wirtschaftl iche Gründe und die allfällige Tren- nung von seiner Frau und seinen Kindern sprechen. Die se Trennung bestehe aufgrund des Strafvollzugs aber faktisch seit März 2016 und damit seit Jahren. Selbst wenn die Wegweisung gesamthaft betrachtet für den Beschwerdeführer nicht leicht sein werde, könne davon aus- gegangen werden, dass sich der Beschwerdeführer mit sein en 40 Jahren, seinem guten Ge- sundheitszustand, seinen Sprach- und Kulturkenntnissen sowi e der erworbenen Berufserfah- rung gut und ohne überdurchschnittliche Schwierigkeiten im Kosovo eingliedern könnte. Der Kontakt zu seiner Familie könne durch gegenseitige Be suche und moderne Kommunikations- mittel aufrechterhalten werden. Nicht zuletzt könne die Therapie seiner Spielsucht im Kosovo fortgesetzt werden und eine andere gesundheitliche Notl age, welche eine Rückkehr in sein Heimatland verunmöglichen würde, werde vom Beschwerdef ührer nicht geltend gemacht und sei auch nicht ersichtlich. 5.3 Demgegenüber bringt der Beschwerdeführer vor, dass eine Ausreise für seine Familie nicht zumutbar sei: Seine Söhne seien 15 und 16 Jahre a lt, in der Schweiz geboren und aufge- wachsen. Sie würden kaum albanisch sprechen und hätten ke ine Familie oder Freunde im Kosovo. Sein älterer Sohn befinde sich seit seiner Inha ftierung in ambulanter Behandlung und nehme Medikamente. Im Schreiben der Leitenden Psycholo gin der Psychiatrie E.____ vom 16. Juli 2018 sei festgehalten worden, dass sein Sohn se hr unter der Inhaftierung leide und seither dissoziative Phasen, bei welcher er in grosse Panik gerate, habe. Ausserdem habe er Suizidgedanken geäussert. Für den Fall seiner Wegweisung sei von einer deutlichen Verschlechterung des psychischen Zustands seines Sohnes ausz ugehen, was sich wiederum negativ auf den jüngeren Sohn auswirken würde. Das Guta chten von Dr. F.____ vom 19. Oktober 2016 halte seine Therapiefähigkeit und - willigkeit fest. Aufgrund seiner sehr günstigen Legalprognose sei ein Widerruf der Niederlas sungsbewilligung nicht erforderlich. Zusammen mit der Therapie seiner Spielsucht könne bei ihm denn auch eine Verwarnung zur gewünschten Verhaltensänderung führen. Hinsichtlich seiner rechtlichen Integration müsse ihm zu Gute gehalten werden, dass er sich über 20 Jahre lang strafrechtlich nichts zu Schulden habe kommen lassen und seine begangenen Raubdelikte ei ne direkte Folge der Spielsucht gewesen seien. Es handle sich somit um seine erste strafr echtliche Verurteilung, zudem gestehe er sich sein deliktisches Verhalten ein und lasse R eue erkennen. Auch seien seine Schulden eine unmittelbare Folge der Spielsucht und d ie Sozialhilfeabhängigkeit seiner Familie bestehe erst seit seiner Inhaftierung, weil seine Ehefr au alleine nicht in der Lage sei, den Lebensunterhalt der Familie zu finanzieren. Er habe sich zwischenzeitlich aber mit der Thematik des Schuldenabbaus befasst, einen Kurs zur Schuldensanieru ng besucht und werde nach seiner Entlassung eine Beratungsstelle aufsuchen, um ein en Plan für Ratenzahlungen zu erarbeiten. Es sei diesbezüglich zu beachten, dass er nach seiner Entlassung aus dem Straf- vollzug bereits eine Arbeitsstelle zugesichert bekommen habe, welche es ihm mit Unterstützung der Einkünfte der Ehefrau ermögliche, die aufgelaufenen Schulden abzubauen. Dagegen müss- te er im Kosovo zuerst eine Stelle finden, was den Sch uldenabbau (insbesondere auch auf- grund des tiefen Lohnniveaus) zusätzlich erschweren und die Sozialhilfeabhängigkeit seiner Familie verlängern würde. Zudem befinde sich sein sozia ler Empfangsraum – bestehend aus seiner Familie, Verwandten und insbesondere zwei Fre unden mit Schweizer Staatsangehörig-Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht keit – ausschliesslich in der Schweiz. Im Kosovo lebe nur no ch ein Onkel, mit dem er seit Jahren derart zerstritten sei, dass dieser ihm gegenüber ein Hausverbot ausgesprochen habe. Auch die Ehefrau habe keine Familienmitglieder im K osovo, da sie selbst in Serbien aufge- wachsen sei. Zusammenfassend könne festgehalten werden, d ass die Rückfallgefahr bei ihm aufgrund seines Alters, der sozialen Verankerung in der Schweiz, der realistischen Zukunfts- perspektive und der erkennbar beeindruckenden Hafterfah rung klar begrenzt sei. Wenn über- haupt sei er daher ausländerrechtlich zu verwarnen. 6.1 Ausgangspunkt für die Schwere des Verschuldens sowie d ie vorzunehmende auslän- derrechtliche Interessenabwägung ist die vom Strafgericht verhängte Strafe (vgl. Urteil des Bun- desgerichts 2C_725/2016 vom 30. Dezember 2016 E. 3.2). Der Beschwerdeführer wurde mit Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Strafrecht, vom 1 8. Januar 2018 zu einer Freiheitsstrafe von 4 ½ Jahren verurteilt. Diesem Urteil lag insbesonde re der qualifizierte mehrfache, teilweise versuchte Raub zugrunde (vgl. hierzu E. 4.3). Der Beschwerdeführer beging drei Raubüberfälle, wobei zwei davon auf dieselbe Poststelle erfolgten. Dem Strafgerichtsurteil lässt sich entneh- men, dass der Beschwerdeführer bei allen Raubüberfäll en eine funktionsfähige Schusswaffe mit eingesetztem Magazin, in welchem sich sieben Patronen befanden, mit sich führte. Auch habe sich der Beschwerdeführer professionell und eingeh end auf die Taten vorbereitet, seine Opfer mit dieser geladenen, aber gesicherten und nic ht durchgeladenen Schusswaffe bedroht und er habe dem Poststellenleiter gegenüber beim zwei ten Raub explizit Todesdrohungen aus- gesprochen (Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft v om 2. Juni 2017 [300 17 11] E. 1.2.3). Dem Strafgerichtsurteil zufolge sei Geld der Beweggrund für seine Taten gewesen. Somit stehe ein egoistisches Motiv im Vordergrund, auch wenn dieses m it der Suchtproblematik in Verbin- dung zu stehen scheine. Schliesslich habe der Beschwerdefüh rer das Geld teilweise auch für Ferien, Autoreparaturen etc. verwendet und habe davon abgesehen, sein Auto zu verkaufen, obschon er damit seine Schulden mit hohen Zinsen hätte zurückbezahlen bzw. seine Ausgaben reduzieren können. Gesamthaft betrachtet sei es dem Beschwerdeführer unter anderem um die Befriedigung seiner Luxusbedürfnisse gegangen (Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 2. Juni 2017 [300 17 11] E. 2.3.3). Dennoch ist das S trafgericht insgesamt von einem mittel- schweren Verschulden ausgegangen. Aufgrund des Ausgeführten ist sowohl von einem schwe- ren Delikt als auch von einem schweren migrationsrechtlich en Verschulden auszugehen, woraus sich ein gewichtiges Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegwei- sung des Beschwerdeführers ergibt. 6.2 Dem erheblichen öffentlichen Interesse an der Fern haltemassnahme sind die privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz gegenüberzustellen. Der Beschwerdeführer ist im jugendlichen Alter von 15 Jahre n in die Schweiz gekommen und befindet sich nunmehr seit 25 Jahren im Land. Die Ehef rau des Beschwerdeführers lebt seit 19 Jahren in der Schweiz, wo auch die beiden gemeinsam en Söhne geboren und aufgewach- sen sind. Aufgrund der langen Aufenthaltsdauer ist von e inem gewichtigen privaten Interesse des Beschwerdeführers auszugehen. Gesamthaft ist von ein er erfolgreichen Integration des Beschwerdeführers in der Schweiz auszugehen. So beherrscht er die schweizerdeutsche Spra- che und hat in der Schweiz ein soziales Beziehungsnetz, best ehend aus seiner Familie, Verwandten und den beiden Schweizer Freunden. Praktisch seine ganze Verwandtschaft lebt in Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht der Schweiz. Weiter ist insbesondere die gute berufliche Integration zu berücksichtigen. Nach- dem der Beschwerdeführer im Jahr 1999 seine Lehre erf olgreich absolviert hatte, arbeitete er zunächst in einem Metzgereibetrieb. Per 1. Oktober 199 9 nahm er in einer anderen Metzgerei seine Arbeit auf und blieb dort bis zum 31. März 2013 angestellt. Dieser Betrieb wurde infolge Pensionierung des Geschäftsinhabers eingestellt. Der Beschw erdeführer konnte beim neuen Arbeitgeber weiterarbeiten, was er bis zu seiner In haftierung am 31. März 2016 auch tat. Sein jetziger Arbeitgeber, den er seit seiner Lehrausbild ung kennt, sicherte ihm für den Zeitpunkt nach seiner Haftentlassung eine Festanstellung als Metzg er zu einem Grundlohn von brutto Fr. 5'200.-- in seiner zwischenzeitlich gegründeten Dor fmetzgerei zu (Schreiben von G.____ vom 12. September 2018). Nachdem der Beschwerdeführer am 7. Januar 2019 vom Normal- vollzug in die Progressionsstufe Arbeitsexternat im Vollzu gsprogramm Electronic Monitoring (Verfügung des Amts für Justizvollzug vom 15. August 2019) gewechselt hatte, nahm er am 10. Januar 2019 seine Arbeit als Metzger im Betrieb von G.____ auf (Schreiben von G.____ vom 26. August 2019). Von seinem Arbeitgeber erhielt er eine durchwegs positive Beurteilung und dieser erwäge sogar, dem Beschwerdeführer den Be trieb nach seiner Pensionierung zu übertragen (Schreiben von G.____ vom 26. August 2019). 6.3 Nach dem Gesagten kann festgehalten werden, dass der Beschwerdeführer verschie- dene Rechtsgüter verletzt und dabei auch Delikte gegen Leib und Leben verübt hat. Die verüb- ten Straftaten wie auch die daraus resultierenden Schulden sind jedoch auch auf sein pathologi- sches Spielen zurückzuführen (vgl. Gutachten von Dr. F.__ __ vom 19. Oktober 2016). Der Be- schwerdeführer besucht wöchentlich die ambulante Massnahm e nach Art. 63 StGB und setzt sich dadurch intensiv mit seiner Spielsucht wie auch der Dyn amik der vergangenen Delinquenz auseinander. Der Beschwerdeführer scheint sich folglich bewusst zu sein, dass die Kontrolle seiner Spielsucht von ausschlaggebender Bedeutung für eine positive Legalprognose ist. Zuvor ist er strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten. Über dies hat er sich auch seit der Überfüh- rung in das Wohn- und Arbeitsexternat wohl verhalten. Es ist ihm anzurechnen, dass er sich mit seinen Taten auseinandergesetzt hat und freiwillig an einem Programm des Schweizer Forums für Restaurative Justiz teilgenommen hat. Der Beschwerd eführer führte aus, dass er sich für seine Taten schäme und sich bei seinen Opfern entschuldig en möchte. Den Führungsberichten der Justizvollzugsanstalt H.____ kann entnommen werden, dass es dem Beschwerdeführer massiv zugesetzt habe, dass er das ganze Familiengefüge mit seinen Delikten durcheinander- gebracht und mit seinem Drang zum Spiel viel kaputt gem acht habe. Es kann somit davon ausgegangen werden, dass sich der Beschwerdeführer des Sch adens bewusst ist, den er mit den Raubüberfällen in seiner Familie verursacht hat. Er arbeitet intensiv daran, u.a. durch den Besuch von wöchentlichen Therapien, einen Rückfall zu ve rmeiden. Wie erwähnt, hat der Be- schwerdeführer seit der Versetzung ins Wohn- und Arbeit sexternat seine Arbeit aufgenommen. Der Beschwerdeführer scheint tatsächlich einen Gesinnungswa ndel durchlaufen zu haben und seine Bemühungen, ein geregeltes und konfliktfreies Le ben zu führen, können vor diesem Hintergrund als ernsthaft bezeichnet werden. Die geschilderten Umstände rechtfertigen es, dem Läuterungsprozess des Beschwerdeführers im Rahmen der Int eressensabwägung ein grosses Gewicht beizumessen. Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.4 Der Beschwerdeführer macht geltend, im Kosovo ledi glich einen Onkel zu haben, zu dem er aber seit Jahren keinen Kontakt pflege. Den A kten kann ferner entnommen werden, dass sein Bruder zwangsausgeschafft wurde und somit kann n icht ausgeschlossen werden, dass auch dieser sich im Heimatland des Beschwerdeführers a ufhält. Die Vorinstanz hält fest, dass dem Beschwerdeführer sein Heimatland nicht unbekan nt sei, sei er doch dort sozialisiert worden. Er sei zudem relativ jung, gesund und vollkomm en arbeitsfähig. Vor diesem Hinter- grund erscheine eine Integration im Kosovo als möglich und zumutbar. Sollte ihm die Familie nicht in den Kosovo folgen, würde dies zu einer Trennu ng führen, die der Beschwerdeführer selbst zu verantworten habe. Zudem sei aufgrund der Unt ersuchungshaft resp. des Strafvoll- zugs die faktische Trennung von seiner Familie seit rund drei Jahren vollzogen. Überdies könne der Kontakt zur Familie mittels Telefonaten und Besuch en aufrechterhalten bleiben. Diese teilweise berechtigten Überlegungen vermögen jedoch d ie vorstehenden Ausführungen nicht gesamthaft zu überwiegen. Insbesondere hinsichtlich der familiären Trennung aufgrund des Gefängnisaufenthalts ist darauf hinzuweisen, dass die Fa milie den Beschwerdeführer während der Haftstrafe einmal wöchentlich im Gefängnis besucht und regelmässige telefonische Kon- takte zu ihm gepflegt hat. Die Wegweisung aus der Schw eiz würde nicht nur den Beschwerde- führer, sondern auch seine Familie hart treffen. Der Lebensmittelpunkt des Beschwerdeführers befindet sich in der Schweiz und es ist nach dem Gesagten unter Berücksichtigung der geschil- derten Umstände von einem sehr gewichtigen privaten Int eresse des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz auszugehen. In Würdigung der gesamten Umstände gelangt das Kantonsgericht daher zum Schluss, dass das private Interes se des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz das öffentliche Interesse an einer Entfernung in diesem beson- deren Fall überwiegt und sich der Widerruf der Niede rlassungsbewilligung als unverhältnis- mässig erweist. Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen. Bei diesem Ausgang des Verfah- rens erübrigen sich Ausführungen zum Antrag des Beschwer deführers auf Durchführung einer Parteiverhandlung. 6.5 Ist eine ausländerrechtliche Massnahme begründet, abe r den Umständen nicht ange- messen, so kann die betroffene Ausländerin oder der bet roffene Ausländer unter Androhung der Massnahme verwarnt werden (Art. 96 Abs. 2 AuG). Di e Verwarnung nach Art. 96 Abs. 2 AuG ist eine eigenständige ausländerrechtliche Massnahm e, welche das Verfahren mit einer weniger einschneidenden Folge als der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung ab- schliesst und einen Endentscheid darstellt (Art. 90 AuG) . Die Verwarnung ist Ausfluss des Ver- hältnismässigkeitsprinzips und soll den Betroffenen auf se in problematisches Verhalten zu einem Zeitpunkt hinweisen, in welchem sich die Anordnun g der angedrohten Massnahme gerade noch nicht rechtfertigt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_114/2012 vom 26. März 2013 E. 1.1; 2A.737/2004 vom 30. März 2005 E. 2; in: Die Praxis 2006 Nr. 26 S. 184). 6.6 Entsprechend seinem Eventualantrag wird der Beschw erdeführer im Rahmen des vor- liegenden Urteils ausländerrechtlich verwarnt (Art. 96 Abs. 2 AuG). Sollte er allerdings in abseh- barer Zeit in relevanter Weise straffällig werden ode r weiter Schulden anhäufen und damit das durch das Gericht in ihn gesetzte Vertrauen missbrauchen, ist ein späterer Widerruf im Rahmen einer neuen Interessenabwägung nicht ausgeschlossen. Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 7.1 Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahre ns zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das verwaltungsgerichtliche Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und B eweiskosten werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass aufer legt (§ 20 Abs. 3 VPO). Gestützt darauf sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1' 400.-- vorliegend dem unterliegenden Regierungsrat aufzuerlegen. 7.2 Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der obsiegenden Partei f ür den Beizug einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zugesprochen werden. Gestützt darauf hat der Regierungs- rat dem Beschwerdeführer für das Verfahren vor dem Ka ntonsgericht eine Parteientschädigung auszurichten. In ihrer Honorarnote vom 17. September 2 019 macht die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers einen Aufwand von 21.37 Stunden à Fr . 300.--, 0.17 Stunden à Fr. 180.--, Auslagen mit MWST in der Höhe von Fr. 595.40 und Ausl agen ohne MWST in der Höhe von Fr. 36.-- geltend. Die geltend gemachten Aufwendunge n sind hinsichtlich zweier Punkte überhöht: So macht die Rechtsvertreterin im vorliege nden Beschwerdeverfahren auch die im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens getätigten Aufwend ungen geltend. Der im vorliegen- den Verfahren zu berücksichtigende Aufwand kann jedoch nur Aufwendungen betreffen, die sie in diesem Verfahren getätigt hat. Demzufolge ist ihr Aufwand darauf zu begrenzen und die für das vorinstanzliche Verfahren getätigten Aufwendungen bleiben unberücksichtigt. Die Auslagen mit MWST sind ab dem 29. November 2018 zu beachten, für das Honorar ist der 30. November 2018 massgebend. Dies ergibt einen Aufwand im Umfang von 6.61 Stunden, Auslagen mit MWST in der Höhe von Fr. 242.90 sowie Auslagen ohne MWST in der Höhe von Fr. 36.--. Des Weiteren erscheint vor dem Hintergrund der Komplexität der Angelegenheit ein Stundenansatz von Fr. 300.-- als überhöht. Der Praxis des Kantonsgeri chts zufolge ist ein Stundenansatz von Fr. 250.-- angemessen. Demnach hat die Vorinstanz dem Beschwerdeführer eine Parteient- schädigung in der Höhe von Fr. 2'064.55 (inkl. Auslagen und 7.7% MWST) auszurichten. Das vom Beschwerdeführer gestellte Gesuch um unentgeltliche Prozessführung wird damit gegen- standslos. 7.3 Was die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens anbel angt, so ist die Angelegenheit zu deren Neuverlegung an den Regierungsrat zurückzuweisen. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Regieru ngsratsbeschluss Nr. 1788 vom 27. November 2018 aufgehoben. 2. Der Beschwerdeführer wird im Sinne der Erwägunge n ausländerrecht- lich verwarnt. 3. Die Angelegenheit wird zur Neuverlegung der Kos ten des vorinstanzli- chen Verfahrens an den Regierungsrat des Kantons Basel-L and- schaft zurückgewiesen. 4. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- w erden dem Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft auferlegt. 5. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft hat dem Beschwer- deführer eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'064.55 (inkl. Auslagen und 7.7% MWST) zu bezahlen. Vizepräsident Gerichtsschreiberin i.V.