<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00229</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106829&amp;W10_KEY=13013575&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00229</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 04.09.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Einlagerungskosten für Hausrat Auf Antrag Nr. 1 ist einzutreten; die Beistandschaft über den Beschwerdeführer ist nicht von Bedeutung (E. 1a). Nicht einzutreten ist auf die Anträge Nrn. 2 und 3, da diese sich nicht gegen zur Zeit der Beschwerdeeinreichung bereits ergangene Entscheide richten (E. 1b). Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe hat, wer seinen Lebensunterhalt nicht selbst decken kann. Bemessungsgrundlage sind in der Regel die SKOS-Richtlinien (E. 2a). Die Weigerung, Einlagerungskosten zu übernehmen, stellt jedenfalls keine Rechtsverletzung dar (E. 2b). Die Bestimmungen, auf die sich der Beschwerdeführer beruft, räumen ihm keine weiter gehenden Ansprüche ein (E. 2c).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEISTANDSCHAFT">BEISTANDSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINLAGERUNGSKOSTEN">EINLAGERUNGSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSEN">ERMESSEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EXISTENZMINIMUM">EXISTENZMINIMUM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LAGERKOSTEN">LAGERKOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOHNUNGSKOSTEN">WOHNUNGSKOSTEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 14 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 16 SHV</span><br/><span class="gerade">§ 17 SHV</span><br/><span class="ungerade">§ 50 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 5 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Nach langjÃ¤hrigen Verfahren wurde A, Jahrgang 1926, im Jahr 2000 von seiner Ehefrau geschieden; dabei wurde das Einfamilienhaus des Paars der Frau zugewiesen. Ende 2000 wurde A die Ausweisung aus dem Haus angekÃ¼ndigt, die im Juni 2001 vollzogen wurde. Die SozialbehÃ¶rde X war ihm in dieser Zeit behilflich. Ãber A wurde am 19. Juli </span></p> <p class="Einzug1"><span>bzw. 13. August 2001 eine Vertretungsbeistandschaft nach Art. 392 Ziff. 1 des Zivilgesetz­buchs (ZGB) errichtet. Auf den 1. August 2001 mietete er eine Vierzimmerwohnung in Y/X </span></p> <p class="Einzug1"><span>fÃ¼r Fr. 1'434.- monatlich. Infolge dieser Mietkosten musste A seit dem 1. November 2001 mit Fr. 300.30 pro Monat unterstÃ¼tzt werden. FÃ¼r Umzugstransporte und die Einlagerung von GegenstÃ¤nden stellte die Firma K der SozialbehÃ¶rde X am 31. Dezember 2001 und am 27. Februar 2002 Rechnungen von Fr. 435.-, 460.- und 1'125.-. Die SozialbehÃ¶rde Ã¼bernahm mit Beschluss vom 14. MÃ¤rz 2002 â entsprechend einer Zusicherung vom 13. Dezem­­ber 2000 â die Lagerkosten fÃ¼r einen Monat in der HÃ¶he von Fr. 460.- und lehnte die Tra­­gung weiterer Kosten fÃ¼r Einlagerungen und Transporte ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. A erhob gegen den Beschluss der SozialbehÃ¶rde X am 18. Ap­ril 2002 Rekurs an den Bezirksrat W mit verschiedenen, grÃ¶sstenteils prozessual unzulÃ¤ssigen AntrÃ¤gen. Der Bezirksrat wies das Rechtsmittel am 5. Juni 2002 ab, soweit er darauf eintrat. Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrte er im Wesentlichen aus, das durch die Sozial­hilfe garantierte Existenzminimum umfasse auch Wohnungskosten mit den Ã¼blichen Neben­auslagen. Diese AnsprÃ¼che wÃ¼r­den durch den angefochtenen Entscheid gedeckt, wobei fÃ¼r den alleinstehenden 76-jÃ¤h­rigen Rekurrenten eine Vierzimmerwohnung Ã¼berdurchschnitt­lich gross sei. Angemessen sei die Ãbernahme der Einlagerungskosten fÃ¼r einen Mo­nat. Es falle zusÃ¤tzlich in Betracht, dass Schulden nur ausnahmsweise Ã¼bernommen wÃ¼r­den. Die Voraussetzungen dafÃ¼r seien nicht erfÃ¼llt. Die weiteren AusfÃ¼hrungen des Re­kurrenten seien mehrheitlich wirr und betrÃ¤fen nicht Angelegenheiten, fÃ¼r deren Beurteilung der Bezirksrat zustÃ¤ndig sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen den Entscheid des Bezirksrats W wandte sich A am 4. Juli 2002 mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte sinngemÃ¤ss dessen Aufhebung, Ersatz "der verprozessierten Altersrente" unter Hinweis auf ein angeblich beim Bezirksrat W noch laufendes Verfahren sowie die Annullierung einer offenbar fÃ¼r den Umbau der ihm vormals (mit-) gehÃ¶renden Liegenschaft erteilten Baubewilligung. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 16. Juli wurde A eine Frist von 10 Tagen angesetzt, um dem Gericht eine verbesserte Be­schwerdeschrift einzureichen, die einen Antrag und eine Be­grÃ¼ndung zu enthalten habe; im SÃ¤umnisfall werde auf die Beschwerde nicht eingetreten. Mit Eingabe vom 26. Juli ver­langte A, dass sÃ¤mtliche durch seine Ausweisung aus seinem Einfamilienhaus verursachten Lagerkosten durch die Ã¶ffentlichen Instanzen zu begleichen seien.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat W beantragte am 19. August 2002 Abweisung der Beschwerde, die SozialbehÃ¶rde X verzichtete in ihrer Beschwerdeantwort vom 2. September 2002 auf Stellungnahme und verwies auf die Akten und die BegrÃ¼ndung des Rekursentscheids.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Einzelrichterin zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Beschwerdeantrag Nr. 1 richtet sich gegen den Beschluss SO.2002.00016 des Bezirksrats W vom 5. Juni 2002. Der verbesserten Beschwerdeschrift vom 26. Juli 2002 lÃ¤sst sich ein hinreichend klarer Antrag und ansatzweise eine BegrÃ¼ndung entnehmen. Auf das Rechtsmittel ist deshalb insoweit einzutreten. Ohne Bedeutung ist die Ã¼ber den Beschwer­defÃ¼hrer errichtete Beistandschaft â soweit sie Ã¼berhaupt noch bestehen soll­te â nach Art. 392 Ziff. 1 ZGB, da dadurch dessen HandlungsfÃ¤higkeit nicht eingeschrÃ¤nkt wurde (Bernhard Schnyder/Erwin Murer, Berner Kommentar, 1984, Art. 392 N. 19).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht hat sich bei der Beurteilung der Beschwerde nach § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) auf Rechtskontrol­­le zu beschrÃ¤nken.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die AntrÃ¤ge Nrn. 2 und 3 der Beschwerde vom 4. Juli richten sich nach den Erhebungen des Gerichts gegen jedenfalls damals noch nicht ergangene Entscheide des Bezirksrats W bzw. der Baurekurskommission. Mangels funktioneller ZustÃ¤ndig­keit des Verwaltungsgerichts ist somit auf die Beschwerde in diesen Punkten nicht einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) GemÃ¤ss § 14 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) und § 16 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV) hat Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe, wer fÃ¼r seinen Lebensunterhalt nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufzukommen vermag. Die wirtschaftliche Hilfe trÃ¤gt nach § 17 SHV den persÃ¶nlichen und Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnissen Rechnung und wird so bemessen, dass das so­ziale Existenzminimum des Hilfesuchenden gewÃ¤hrleistet ist. Grundlage der Bemessung bilden die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien, z. Zt. 3. A., Dezember 2000), wobei begrÃ¼ndete Abweichungen im Einzelfall vorbehalten sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Bezirksrat fÃ¼hrte aus, dass die sozialhilferechtlichen AnsprÃ¼che des Rekurrenten auf eine angemessene Unterkunft erfÃ¼llt seien. Eine Vierzimmerwohnung fÃ¼r den alleinstehenden 76-jÃ¤hrigen Rekurrenten sei Ã¼berdurchschnittlich gross. Einlagerungskos­ten fÃ¼r ungewÃ¶hnlich grossen Hausrat fielen unter den gegebenen UmstÃ¤nden nicht unter die normalen Mietzinskosten oder Nebenauslagen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dieser Beurteilung ist vollumfÃ¤nglich zuzustimmen (§ 28 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG). AngefÃ¼gt werden kann, dass die geltend gemachten Lagerkosten als situations­bedingte Leistungen im Sinn von Kap. C der SKOS-Richtlinien zu qualifizieren sind, deren Ausrichtung in weitem Mass im Ermessen der BehÃ¶rde liegt (VGr, 7. Mai 2002, VB.2002.00089, E. 2a, m.H.). Dass die Beschwerdegegnerin eine Ãbernahme dieser Kos­ten fÃ¼r eine lÃ¤ngere Zeit als einen Monat abgelehnt hat, stellt keine Rechtsverletzung dar, die durch das Verwaltungsgericht korrigiert werden kÃ¶nnte (§ 50 VRG). Der BeschwerdefÃ¼hrer ist Ã¼berdies daran zu erinnern, dass er seit dem Schreiben des Sozialamts X vom 13. Dezember 2000 mit einem solchen Entscheid rechnen musste.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Der BeschwerdefÃ¼hrer verkennt zudem, dass die Sozialhilfe nicht sÃ¤mtliche WÃ¼n­­sche und BedÃ¼rfnisse deckt, sondern sich darauf zu beschrÃ¤nken hat, den HilfebedÃ¼rftigen ein wÃ¼rdiges, aber bescheidenes Leben zu ermÃ¶glichen. Die Bestimmungen der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV), auf die er sich beruft, rÃ¤umen ihm keine darÃ¼ber hinaus gehenden AnsprÃ¼che ein. Im Ãbrigen ist er â wie bereits durch den Bezirksrat â da­rauf hinzuweisen, dass sein Scheidungungsverfahren und dessen Folgen nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden kÃ¶nnen, da weder dem Bezirksrat noch dem Verwaltungs­gericht entsprechende ZustÃ¤ndigkeiten zukommen. Ebensowenig kÃ¶nnen HaftungsansprÃ¼che gegenÃ¼ber dem Staat im vorliegenden Verfahren geltend gemacht werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Einzelrichterin:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>