<h2>SubmittedText<h2><p>Für Fotovoltaikanlagen über 30 Kilowat Peak ist eine Lastgangmessung mit automatischer Datenübermittlung vorgeschrieben. Trotz der Elcom-Empfehlung von 2011 und der BFE-Richtlinie von 2014, die Kosten von nicht mehr als 600 Franken pro Jahr als Obergrenze sehen, verlangen kleine und grosse Elektrizitätsversorgungsunternehmen heute immer noch 1100 bis 1400 Franken dafür, obwohl die Gerätepreise heute viermal tiefer sind als 2011.</p><p>Unterstützt der Bundesrat die Absicht der Elcom, für die Lastgangmessung eine Marktöffnung einzuführen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat vorgesehen, die Frage der Liberalisierung des Messwesens im Rahmen der Revision des Stromversorgungsgesetzes anzugehen. Nun hat der Nationalrat vor wenigen Tagen im Rahmen der Debatte zum ersten Massnahmenpaket der Energiestrategie 2050 mit der Annahme des Einzelantrages von Nationalrat Jürg Grossen betreffend Artikel 18 Absatz 3 des Entwurfes des Energiegesetzes entschieden, dass die Messung des Eigenverbrauchs künftig durch die Produzenten selbst oder durch Dritte vorgenommen werden kann.</p><p>Es ist also grundsätzlich richtig, dass diese komplexe Angelegenheit angegangen wird. Es geht dabei nicht nur um den Preis, sondern ganz grundsätzlich um die Verantwortlichkeiten der Akteure, die Effizienz des Messwesens, allfällige Mehrkosten und die Qualitätsanforderungen an die Messung und den Datenaustausch. Auch die Einführung von Smart Metering, die Kosten- bzw. Effizienzvorteile für Eigenverbrauch bietet, wäre betroffen. Nicht zu vergessen ist, dass in diesem Bereich alternativ zu einer Liberalisierung eine Teilliberalisierung oder eine wirksamere Preisregulierung durch die Elcom möglich wäre.</p><p>Anzumerken ist, dass derzeit bei der Elcom Verfahren hängig sind, anhand derer abgeklärt wird, ob das Messwesen bereits heute externen Messdienstleistern offensteht.</p>