Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 7. Januar 2016 (725 15 291 / 06) ____________________________________________________________________ Unfallversicherung Die Ergebnisse der EFL lassen eine zuverlässige Einschätzung der verbleibenden Ar- beitsfähigkeit des Versicherten zu. Weitere Abklärungen sind nicht notwendig. Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantonsrich- ter Yves Thommen, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann Parteien A.____ , Beschwerdeführer , vertreten durch Martin Lutz , Advokat , Falknerstrasse 3, 4001 Basel gegen SUVA , Rechtsabteilung , Postfach 4358 , 6002 Luzern , Beschwerd e- gegnerin Betreff Leistungen A. Der 1953 geborene A.____ war über die Öffentlich e Arbeitslosenkasse Basel- Landschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 10. März 2009 fiel A.____ beim Ent- laden eines Camions ein Zeitungswagen auf die Beine . Dabei zog er sich eine Fraktur des Malleolus medialis rechts zu. In der Folge entwicke lte sich ein schwieriger Heilungsverlauf mit Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht zahlreichen Abklärungen und Behandlungen. Nachdem die SUVA für die Heilungskosten auf- gekommen war und Taggeldzahlungen entsprechend der au sgewiesenen Arbeitsunfähigkeit geleistet hatte, sprach sie A.____ mit Verfügung vom 2 5. April 2014 für die verbleibenden Un- fallfolgen mit Wirkung ab 1. Mai 2014 eine Invalidenr ente basierend auf einer Erwerbsunfähig- keit von 30% sowie eine auf einer Integritätseinbusse von 10% basierende Integritätsentschädi- gung (IE) zu. Daran hielt sie auch auf Einsprache des Ve rsicherten hin mit Entscheid vom 20. Juli 2015 fest. B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat M artin Lutz, am 14. September 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicheru ngsrecht (Kantonsgericht). Er be- antragte, in Gutheissung der Beschwerde sei der angefo chtene Einspracheentscheid aufzuhe- ben und es seien ihm eine volle UVG-Rente und eine In tegritätsentschädigung von 30% zuzu- sprechen; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung liess er im Wesentlichen ausführen, dass der Entscheid auf unzureichenden medizinischen Unterlagen be ruhe. Insbesondere seien die Be- richte der Abklärungen mit Evaluation der arbeitsbezog enen funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) durch die Rehaklinik B.____ vom 5. März 2014 und der Rehaklinik C.____ vom 29. Janu- ar 2015 keine geeigneten Entscheidgrundlagen. Massgeben d sei vielmehr die Einschätzung des SUVA-Kreisarztes Dr. med. D.____, FMH Orthopädische C hirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates. Da die Restarbeitsfähigkeit auf de m ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht verwertbar sei, bestünde Anspruch auf eine volle Rente . Ausserdem sei die Integritätsentschä- digung unzutreffend bemessen worden. C. In ihrer Vernehmlassung vom 30. Oktober 2015 schloss d ie SUVA auf Abweisung der Beschwerde. D. Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels (Replik vom 2 5. November 2015; Duplik vom 21. Dezember 2015) hielten die Parteien an ihren Anträgen fest. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes ü ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, desse n Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetze s über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent- scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen V ersicherungsgericht Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Ver sicherungsgericht desjenigen Kan- tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwer deerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor- liegend befindet sich dieser in X.____, weshalb die ö rtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1 993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein- spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 A TSG. Es ist somit auch sachlich Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht zur Behandlung der Beschwerde zuständig. Auf die – im Ü brigen frist- und formgerecht erhobe- ne – Beschwerde vom 14. September 2015 ist einzutreten . 2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche- rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl- len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewäh ren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand- lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähig- keit 80% des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arb eitsunfähigkeit wird es entsprechend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindes- tens 10% invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn v on der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustand es der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederu ngsmassnahmen der Invalidenversiche- rung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fal len die Heilbehandlung und die Tag- geldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet d ie versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, g eistigen oder psychischen Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine a ngemessene Integritätsentschädigung. Diese wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, fa lls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 2.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Inva- lidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher und ei n adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1 und 3.2). Ursachen im Sinne de s natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eing etretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur glei chen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahu ng des natürlichen Kausalzusam- menhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die allein ige oder unmittelbare Ursache gesund- heitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende E reignis zusammen mit anderen Be- dingungen die körperliche oder geistige Integrität de r versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werde n kann, ohne dass auch die eingetre- tene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem ein getretenen Schaden ist nach der Rechtsprechung dann zu bejahen, wenn das Ereignis n ach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis). 3.1 Zur Feststellung der medizinischen Verhältnisse ist d ie rechtsanwendende Behörde auf Unterlagen angewiesen, die ihr von Ärztinnen und Ärzte n zur Verfügung zu stellen sind Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht (vgl. BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen Hinweise n). Das Gericht hat diese Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grund satz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismi ttel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozi- alversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbare n Unterlagen eine zuverlässige Beur- teilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbes ondere darf das Gericht bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht e rledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Berichtes ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Bew eismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnah me als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 f. E. 1c mit Hinweisen). 3.2 Im Weiteren ist den im Rahmen des Verwaltungsverfah rens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund e ingehender Beobachtungen und Unter- suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun- de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswür digung volle Beweiskraft zuzuer- kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässi gkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Ber ichten versicherungsinterner medizini- scher Fachpersonen und (Akten-)Berichten von Sachverständigen, die nicht im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt werden, erkennt die Rechtsprec hung zwar ebenfalls Beweiswert zu. Es ist allerdings zu betonen, dass ihnen praxisgemäss nicht di eselbe Beweiskraft wie einem ge- richtlichen oder einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag gegebenen Gutachten zukommt (BGE 135 V 469 E. 4.4 mi t Hinweis auf BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Sie sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Rich- tigkeit ihrer Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 4. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversi cherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs- pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteil ung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bun desgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 5. Zur Beurteilung der umstrittenen Fragen sind im We sentlichen folgende ärztliche Be- richte zu berücksichtigen: 5.1 Am 15. Juni 2012 diagnostizierte der Kreisarzt Dr. D.____ einen Status nach medialer Malleolarfraktur rechts, Delayed Union, offener Reposit ion und Schraubenosteosynthese me- dialer Malleolus rechts, Reosteosynthese des medialen Mal leolus bei sekundärer Dislokation, Metallentfernung, Infiltrationen des oberen Sprungge lenks (OSG) rechts und ein chronisches Schmerzsyndrom mit lediglich objektivierbarer Läsion der d istalen sensiblen und motorischen Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht Äste des Nervus peronaeus am rechten Fuss. Es würden weder ein Infekt noch eine streng intraartikuläre lokalisierte Problematik zur subjektiven Schmerzproblematik führen. Zu prüfen sei, ob allenfalls doch ein peripherer Nerv betroffen sei. Die angegebenen Beschwerden seien nicht typisch für eine Schmerzstörung oder ein Schmerzausbre itungssyndrom. Simulation und Aggravation würden aufgrund des beobachteten Verhalten s während der Untersuchung aus- scheiden. Zumutbar seien ganztags sitzende Tätigkeiten – u nter Berücksichtigung der beiden Gehstöcke – mit kurzen stehenden bzw. gehenden Interval len. 5.2 Am 4. September 2012 hielt Prof. Dr. med. E.___ _, FMH Chirurgie und Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, fest, es sei dav on auszugehen, dass das Trauma eine Kompressionsschädigung im Bereich peripherer Faser n des Peroneus profundus und des Nervus saphenus am Fussrücken verursacht habe. Mit grosser W ahrscheinlichkeit sei damit auch das Schmerzbild weniger auf den Knochen als voralle m auf diese Sensibilitätsstörung zurückzuführen, die sekundär fast immer zu algodystrophen Veränderungen im Fuss führe und damit auch die chronische Schwellung erklären dürfte. Es sei unwahrscheinlich, dass der Versi- cherte als Lastwagenchauffeur wieder eine vollständige Arbeitsfähigkeit erreichen werde. 5.3 Am 7. November 2012 diagnostizierte Dr. med. F.__ __, FMH Neurologie, ein neuropa- thisches Schmerzsyndrom am rechten Fuss. Die elektrophysiologi schen Kriterien für die Diag- nose eines Tarsaltunnelsyndroms seien nicht erfüllt. Das f ehlende Potential des Nervus planta- ris medialis sei unspezifisch und könne auch aufgrund posto perativer Veränderungen bedingt sein. Hinweise auf eine signifikante Schädigung des Nervu s peroneus superficialis rechts be- stünden nicht. Eine Irritation sei aber durchaus mögl ich und am ehesten im Rahmen des initia- len Quetschtraumas bedingt. Insgesamt habe das Schmerzsyndr om einen etwas diffusen Cha- rakter und sei nicht auf ein gut definierbares peripheres Versorgungsgebiet beschränkt. Ein Ent- rapment des Nervus tibialis im Tarsaltunnel liege aufgru nd der klinischen und elektroneurogra- phischen Befunde nicht vor. 5.4 Im Bericht vom 20. Juni 2013 stellte Dr. D.____ di eselben Diagnosen wie bereits im Bericht vom 15. Juni 2012. Nach Angaben des Versichert en sei der gesamte rechte Fuss schmerzhaft. Die Gehstöcke benötige er wegen seines speziel len Ganges, bei dem er hin- und herwackle und dadurch Rückenschmerzen bekomme. Mit den Stö cken sei der Gang etwas ru- higer. Ein Ausweitungssymptom liege nicht vor. Die näch tliche fehlende Erholung bei tagsüber zunehmender Wechselbelastung verhindere ein suffizientes Rendement. Von weiteren Behand- lungen sei mit grosser Wahrscheinlichkeit keine weitere B esserung mehr zu erwarten. Der Ver- sicherte sei orthopädisch-traumatisch und neurologisch gut abgeklärt. Als Erhaltungstherapie gelte Dafalgan und die Gehstöcke. Dem Versicherten sei e ine angepasste Tätigkeit im Umfang von 2,5 Stunden pro Tag zumutbar. Ein höheres zeitliche s Profil sei aufgrund der nächtlich ge- störten Erholung bei täglicher Mehrbelastung nicht mehr zumutbar. 5.5 Zwecks Überprüfung der medizinisch-theoretischen Zumut barkeit ordnete die SUVA eine EFL in der Rehaklinik B.____ an. Im Bericht vom 5. März 2014 wurde festgehalten, dass nach Durchführung aller vorgesehenen Tests die Einschät zung des Kreisarztes Dr. D.____ nicht bestätigt werden könne. Zunächst sei die von dies em attestierte reduzierte Leistungsfä- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht higkeit wegen stark gestörten Schlafes insofern zu widerlegen, als der Versicherte während den zwei Nächten in der Klinik bei den üblichen nächtlichen Rundgängen des Pflegepersonals je- weils tief schlafend angetroffen worden sei. Am Morge n des zweiten Testtages habe der Versi- cherte die Frage des Arztes, ob er gut geschlafen habe, bejaht. Erst nachträglich sei er davon abgewichen. Entgegen der Einschätzung des Kreisarztes sei eine erhebliche Symptomauswei- tung festzustellen. Diese Beurteilung stütze sich auf di e Beobachtungen an beiden Testtagen und sei standartisiert sowie strukturiert erfasst worden. Aufgrund der objektivierbaren Unfallfol- gen sei der Beschwerdeführer für eine sehr leichte, vor wiegend sitzende Arbeit ganztags mit einer Stunde Pause arbeitsfähig. Mit der einstündige n Pause würden nicht auszuschliessende kumulative Schmerzen im Tagesverlauf berücksichtigt. Aus me dizinisch-rehabilitativer Sicht gebe es keine Indikation für den Gebrauch von zwei Unt erarmgehstöcken. Beim Versicherten sei es in den letzten Jahren zu einer ausgeprägten Chroni fizierung der Beschwerden gekom- men, die mit den Unfallfolgen allein nicht zu erkläre n sei. Wegen erheblicher Symptomauswei- tung, Selbstlimitierung und Inkonsistenz seien die Resulta te der physischen Leistungstests für die Beurteilung der zumutbaren Belastbarkeit nicht ver wertbar. Es sei davon auszugehen, dass bei gutem Effort eine bessere Leistung erbracht werde n könnte als in den Leistungstests ge- zeigt worden sei. Das Ausmass der demonstrierten psychischen Einschränkungen lasse sich mit den objektivierbaren pathologischen Befunden aus s omatischer Sicht nur ungenügend er- klären. Die Beurteilung der Zumutbarkeit stütze sich deshalb auf medizinisch-theoretische Über- legungen, unter Berücksichtigung der Beobachtungen bei den Leistungstests. Eine weiterge- hende Einschränkung der Belastbarkeit lasse sich medizinisch -theoretisch nicht begründen. Nicht mehr zumutbar sei dem Versicherten die angestammte Tätigkeit als Lastwagenführer. Zumutbar seien aber sehr leichte, vorwiegend sitzende Tät igkeiten ganztags mit einer zusätzli- chen Stunde Pause. 5.6 Im Rahmen des Einspracheverfahrens reichte der Beschwer deführer ein Gutachten von PD Dr. med. G.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsap- parates, ein. Demnach wurde beim Versicherten ein chron isches Schmerzsyndrom am rechten Rückfuss diagnostiziert. Der Explorand kooperiere währe nd der gesamten Untersuchung sehr gut, es seien aber geringe Aggravationstendenzen erkenn bar. Die vom Versicherten beschrie- benen Beschwerden seien teilweise auf degenerative, wah rscheinlich operative und andere Folgen zurückzuführen. Es bestünden diffuse, nicht-dermat om bezogene Schmerzen und Ge- fühlsstörungen am Rückfuss und Unterschenkel. Für viele der geschilderten Beschwerden fehle ein klares morphologisches Korrelat. Seit dem Unfall vom 10. März 2009 sei der Versicherte zu 100% arbeitsunfähig. 5.7 In der Folge veranlasste die SUVA eine weitere E FL, welche mit dem ausdrücklichen Einverständnis des Versicherten in der Rehaklinik C.____ du rchgeführt wurde. Die Tests wur- den ambulant an zwei aufeinanderfolgenden Tagen durch geführt. Im Bericht vom 29. Januar 2015 wurde festgehalten, dass der Versicherte eine erhe bliche Symptomausweitung gezeigt habe. Aus diesem Grund seien die Resultate der psychischen Leistungstests für die Beurteilung der zumutbaren Belastbarkeit nur teilweise verwertbar. Es sei davon auszugehen, dass bei gu- tem Effort eine bessere Leistung hätte erbracht werden können, als gezeigt worden sei. Das Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkungen lasse sich mit den objektivierbaren Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht pathologischen Befunden aus somatischer Sicht nur teilwei se erklären. Die Beurteilung der Zu- mutbarkeit stütze sich deshalb auf medizinisch-theoretische Überlegungen, unter Berücksichti- gung der Beobachtungen bei den Leistungstests. Eine we itergehende Einschränkung der Be- lastbarkeit lasse sich medizinisch-theoretisch nicht begründ en. Der Anteil der unfallkausalen Problematik an den arbeitsbezogenen Einschränkungen li ege bei 50%. Die angestammte Tä- tigkeit als Lastwagenführer könne der Versicherte nicht mehr ausüben. Zumutbar sei indessen jede andere leichte Tätigkeit ganztags mit einer zusätzli chen Pause von circa einer Stunde pro Tag. 6.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochte nen Verfügung bei der Beurtei- lung des medizinischen Sachverhalts auf die EFL-Berichte der Rehakliniken B.____ und C.____ vom 5. März 2014 und 29. Januar 2015. Sie ging in der Folge davon aus, dass dem Versicher- ten leichte Tätigkeiten vollzeitig mit einer zusätzliche n Pause von circa einer Stunde pro Tag zumutbar seien. Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung ist n icht zu beanstanden. Die von der Beschwerdegegnerin übernommenen Ergebnisse, zu denen d ie Ärzteschaft der Rehaklinik C.____ gelangt ist, beruhen auf einer persönlichen Un tersuchung des Versicherten und auf ei- nem sorgfältigen Studium der vorhandenen medizinische n Akten. Der Bericht erweist sich so- wohl in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge als auch bezüglich der daraus ge- zogenen Schlussfolgerungen als überzeugend, weshalb voll umfänglich darauf abgestellt wer- den kann. 6.2.1 Wenn der Beschwerdeführer dagegen einwendet, da s Ergebnis der EFL stünde im Widerspruch zur Zumutbarkeitsbeurteilung des Kreisarztes vo m 20. Juni 2013, wonach er auf- grund des gestörten Nachtschlafs vermindert leistungsfähi g sei und zudem keine Anzeichen einer Aggravation festgestellt habe, vermag dies keine Zweifel an der Zuverlässigkeit der EFL Abklärungen zu wecken. Zunächst hatte der Kreisarzt den N achtschlaf des Versicherten nicht überprüft, vielmehr stellte er diesbezüglich allein a uf dessen Angaben ab. Demgegenüber wur- de der Schlaf des Versicherten im Rahmen des stationäre n Aufenthaltes in der Rehaklinik B.____ standartmässig stichprobeweise überprüft und dara uf hingewiesen, dass die Angaben des Versicherten hinsichtlich des Nachtschlafs widersprüchlich se ien. So habe er nach der ers- ten Nacht anfänglich von einem guten Schlaf gesprochen . Später habe er dann behauptet, ma- ximal zwei bis drei Stunden geschlafen zu haben. Nach de r zweiten Nacht habe er ausgesagt, maximal ein bis zwei Stunden geschlafen zu haben. Nach d em Eintrag der Stationsschwestern sei der Versicherte bei der ersten Kontrollrunde noch w ach gewesen; auf der zweiten Runde habe er aber tief und fest geschlafen. Da der Beschwer deführer selbst widersprüchliche Anga- ben zu seinem Schlaf gemacht hatte, besteht kein Grund an den Angaben im Bericht der Rehaklinik B.____ vom 5. März 2014 zu zweifeln. Demnach i st gemäss den Beobachtungen im Rahmen der stationären EFL mit überwiegender Wahrsch einlichkeit davon auszugehen, dass der Nachtschlaf des Versicherten nicht derart regelmässig und erheblich gestört ist, dass er Einfluss auf die Leistungsfähigkeit hätte. Ohne Störun g des Nachtschlafs kommt aber auch der Kreisarzt in seinem Bericht vom 15. Juni 2012 zum Ergebnis, dass dem Beschwerdeführer eine ganztätige vorwiegend sitzende Tätigkeit zumutbar sei. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.2.2 Wenn der Beschwerdeführer weiter einwendet, de r Vorwurf der Aggravation sei eine haltlose Unterstellung, ist zunächst darauf hinzuweisen, dass die fehlende Feststellung von Ag- gravation durch den Kreisarzt im Vergleich zu den attest ierten Symptomausweitungen in den EFL-Berichten nicht zwingend ein unauflösbarer Widerspru ch darstellt. So unterscheidet sich die Untersuchung beim Kreisarzt grundsätzlich von einer Testsituation bei einer EFL, bei der die körperliche Leistungsfähigkeit praktisch erprobt wird. D ieses Testverfahren gibt auch Auf- schluss darüber, ob die Fähigkeiten auch ausgeschöpft werden . Vorliegend liefert der Be- schwerdeführer keine nachvollziehbare Erklärung dafür, we shalb die Ergebnisse der EFL, die eine erhebliche Symptomausweitung, Selbstlimitierung un d Inkonsistenz dokumentieren, unzu- treffend sein sollten. Dies gilt umso mehr, als auch PD Dr. G.____ in seinem Gutachten vom 21. März 2014 Aggravationstendenzen feststellte. Entgege n der Ansicht des Beschwerdefüh- rers werden die im Bericht der Rehaklinik B.____ festges tellten Ausweitungstendenzen anhand von beobachteten Diskrepanzen bei der Testung plausibel erklärt. So wird etwa darauf hinge- wiesen, der Beschwerdeführer habe bei der Testung erklär t, er könne nicht auf das rechte Knie knien, bei einem Gespräch ausserhalb der Testung habe e r aber spontan das rechte Knie auf den Stuhl gelegt, dabei das Gesäss auf die rechte Ferse abgesenkt und so während zwölf Mi- nuten verharrt. Zudem habe er auch Kraft- und Bewegu ngseinschränkungen in Bereichen des Bewegungsapparates gezeigt, die in keinem Zusammenhang m it der relevanten klinischen Problematik stehen würden. Schliesslich wird darauf hing ewiesen, dass der Beschwerdeführer den Test „vorgeneigt sitzen“ bereits nach 39 Sekunden w egen Schmerzen in Rücken und Bei- nen abgebrochen habe, aber in derselben Körperhaltun g während rund zehn Minuten einen Fragebogen ausgefüllt habe. 6.2.3 Auch die Feststellung im Bericht der Rehaklinik B .____, wonach der Beschwerdeführer keine Unterarmstöcke benötige, ist entgegen seinem Dafür halten keine haltlose Unterstellung. Vielmehr beruht diese Aussage auf Beobachtungen währe nd der Testung. Diese Einschätzung wird vom behandelnden Arzt Dr. med. Peter H.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, im Be- richt vom 9. September 2015 insofern bestätigt, als er ausführte, dass der Versicherte nur bei längerem Gehen und Stehen auf die Stöcke angewiesen s ei. Prof. Dr. E.____ stellt den Stock- gebrauch insofern in Frage, als er in seinem Bericht vom 19. August 2015 festhält, die schwere Gehstörung sei mit der Sensibilitätsstörung des Fusses nur schwer in Verbindung zu bringen. Ob der Beschwerdeführer auf Stöcke angewiesen ist, baucht vorliegend indes nicht abschlies- send geprüft zu werden, ist doch die umstrittene Frage bei dem als zumutbar erachteten Anfor- derungsprofil einer vorwiegend sitzenden Tätigkeit bloss von untergeordneter Bedeutung. 6.2.4 Der Beschwerdeführer wendet schliesslich ein, die Ä rzteschaft der Rehaklinik C.____ sei befangen. Dies zeige sich darin, dass sie zur selben Zumutbarkeitsbeurteilung gelangt seien wie die Rehaklinik B.____. Um eine Voreingenommenheit zu verhindern, hätte der EFL-Bericht der Rehaklinik B.____ den Gutachtern der Rehaklinik C.____ nicht vorab zur Kenntnis gebracht werden dürfen. Diesem Einwand ist entgegenzuhalten, dass es dem allgemeinen Standard ent- spricht, dass die Gutachter Kenntnis über sämtliche Vorakte n haben müssen. Ferner ist auf- grund einer identischen Beurteilung der Zumutbarkeit nicht zwingend auf fehlende Unabhängig- keit zu schliessen. Jedenfalls ergeben sich aus dem Bericht d er Rehaklinik C.____ keine Hin- weise auf eine Voreingenommenheit der beteiligten Är zteschaft. Vielmehr gewinnt die Beurtei- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht lung im Bericht der Rehaklinik B.____ an Gewicht, als sie von der SUVA-unabhängigen Rehaklinik C.____ im Ergebnis bestätigt wurde. 6.3 Insgesamt vermögen die Vorbringen des Beschwerdeführ ers die ausschlaggebende Beweiskraft der Ergebnisse der EFL nicht in Zweifel zu zi ehen. Vielmehr lassen diese eine zu- verlässige Einschätzung der verbleibenden Arbeitsfähigkei t des Versicherten zu, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 126 V 130 E. 2 a mit zahlreichen Hinweisen) darauf abgestellt und auf eine zusätzliche Abklärung verzichtet w erden kann. Somit kann im Sinne eines Zwischenergebnisses festgehalten werden, dass die SUV A ihrem Einspracheentscheid zu Recht die Zumutbarkeitsbeurteilung der Rehaklinik C. ____ zu Grunde gelegt hat und davon ausgegangen ist, dass dem Versicherten angepasste Verweist ätigkeiten ganztags zumutbar sind. 7.1 Nach Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Inva liditätsgrades das Erwerbsein- kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der In validität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Bezie- hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat i n der Regel in der Weise zu erfol- gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffe rnmässig möglichst genau ermit- telt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der In- validitätsgrad bestimmen lässt (BGE 104 V 136). 7.2 Die SUVA hat in ihrem Einspracheentscheid vom 20. Juli 2015 einen Einkommensver- gleich vorgenommen und dabei ab 1. Mai 2014 einen IV- Grad von 30% ermittelt. Das von der Vorinstanz auf der Grundlage der Schweizerischen Lohnstru kturerhebung LSE Tabelle TA1 ermittelte Valideneinkommen von Fr. 63‘297.-- wie auc h die Basis des Invalideneinkommens von Fr. 44‘566.-- wurde vom Versicherten zu Recht nicht beanstandet. Nachdem sich aus den Akten keine Hinweise ergeben, dass im Rahmen der Rechts anwendung von Amtes wegen durch das Gericht eine andere Einschätzung vorzunehmen w äre, erübrigt sich eine detaillierte Auseinandersetzung mit den durch die SUVA ermittelten Vergleichseinkommen. Setzt man im Einkommensvergleich das Invalideneinkommen von Fr. 44‘56 6.-- dem oben ermittelten Vali- deneinkommen von Fr. 63‘297.-- gegenüber, so resultie rt daraus ein IV-Grad von 29,59%. Die SUVA hat dem Beschwerdeführer deshalb zu Recht mit Wirkung ab 1. Mai 2014 eine auf einem Invaliditätsgrad von 30% (vgl. zur Rundungspraxis: BGE 130 V 121 ff.) basierende Invalidenren- te zugesprochen. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 20. Juli 2015 ist in diesem Punkt nicht zu beanstanden. 8.1 Bezüglich des Anspruchs auf eine Integritätsentschädi gung ist festzuhalten, dass die SUVA dem Versicherten für die unfallbedingte dauernd e und erhebliche Beeinträchtigung sei- ner Integrität eine auf einer Integritätseinbusse vo n 10% basierende Entschädigung zugespro- chen hat. In seiner Beschwerde beantragt der Versicherte, diese Entschädigung sei mit 30% zu veranschlagen. Zur Begründung führte er an, die Nerven - und traumatischen Verletzungen im Fussgelenk würden praktisch zu einem Funktionsausfall des r echten Fusses führen. Ein voll- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht ständiger Funktionsausfall des Fusses entspreche einer IE von 50%. Vorliegend sei eine IE von 30% angebracht. 8.2 Die IE wird entsprechend der Schwere des Integrit ätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 UVG). Die Schwere des Integritätsschadens wird nac h dem medizinischen Befund beur- teilt. Bei gleichem medizinischem Befund ist der Integ ritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär bemessen. Im Gegensatz zur Bemessung der Genugtuungssum- me im Zivilrecht lassen sich ähnliche Unfallfolgen miteina nder vergleichen und auf medizini- scher Grundlage allgemein gültige Regeln zur Bemessung des Integritätsschadens aufstellen. Spezielle Behinderungen der Betroffenen durch den Int egritätsschaden bleiben dabei unbe- rücksichtigt. Die Bemessung des Integritätsschadens hängt somi t nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalles ab. Auch geht es bei ihr ni cht um die Schätzung erlittener Unbill, sondern um die medizinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Ac ht zu lassen sind (BGE 133 V 224 E. 5.1 mit Hinweisen). 8.3 Die Beurteilung der einzelnen Integritätseinbussen obliegt den ärztlichen Sachverstän- digen. Dem Gericht ist es nicht möglich, die Beurteilung aufgrund der aktenkundigen Diagnosen selber vorzunehmen, da die Ausschöpfung des in den Tabell en offengelassenen Bemessungs- spielraums entsprechende Fachkenntnisse voraussetzt (RKUV 19 98 Nr. U 296 S. 235 E. 2d; vgl. auch Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [ EVG] vom 13. Januar 2002, U 191/00, E. 2c, wonach es sich bei der Bestimmung des Sch weregrades einer gesundheitli- chen Beeinträchtigung um eine Tatfrage handelt, für deren Beantwortung Verwaltung und Ge- richte auf fachärztliche Mithilfe angewiesen sind, da von einem medizinischen Laien eine zuver- lässige Zuordnung nicht erwartet werden kann). 8.4 Bei der basierend auf einer Integritätseinbusse v on 10% festgelegten IE folgt die SUVA der Einschätzung des Kreisarztes Dr. D.____ vom 20. Juni 2013, wonach bei leichter bis mäs- siger OSG-Arthrose eine IE von 5% resultiere. Aufgrun d des Schmerzsyndroms kämen weitere 5% dazu. Insgesamt sei eine Entschädigung von 10% ange messen. Er stützte sich dabei zur Begründung auf die Tabellen 5 und 17 der von der SU VA unter dem Titel "Integritätsentschädi- gung gemäss UVG" herausgegebenen Richtlinien. Diese fachärztliche Einschätzung ist nicht zu beanstanden. Zunächst lassen sich aus den vorliegenden m edizinischen Akten keine Anhalts- punkte entnehmen, die gegen die Richtigkeit der Schätzu ngsgrundlage sprechen und es ist keine rechtsfehlerhafte Handhabung des Ermessens ersich tlich, womit kein Anlass besteht, in den Bemessungsspielraum der SUVA einzugreifen. Der an gefochtene Einspracheentscheid erweist sich demnach als rechtens, soweit dem Versicherten darin eine auf einer Integritätsein- busse von 10% basierende Integritätsentschädigung zugesprochen wurde. 9. Zusammenfassend ist der angefochtene Einspracheentschei d vom 20. Juli 2015 nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 10. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par- teien kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorlie gende Verfahren keine Kosten zu erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozess ausgang entsprechend wettzuschla- gen. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. http://www.bl.ch/kantonsgericht