<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2015-07-03-2C_572-2015.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2C_572/2015 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 3. Juli 2015</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Zünd, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Savoldelli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.A.________, </div> <div class="para">B.A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, beide vertreten durch Fürsprecher Daniel Küng, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Migrationsamt des Kantons St. Gallen, </div> <div class="para">Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons </div> <div class="para">St. Gallen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Widerruf/Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerden gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. Mai 2015. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">A.A.________, Staatsangehöriger von Bosnien und Herzegowina sowie Kroatien, ist im Jahre 1990 zu seiner damaligen Ehefrau in die Schweiz eingereist und erhielt eine Aufenthaltsbewilligung; die Niederlassungsbewilligung ist ihm jedoch nie erteilt worden. Im Dezember 2009 heiratete er B.A.________, ebenfalls aus Bosnien und Herzegowina stammend, welche ihrerseits eine Aufenthaltsbewilligung erhielt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> A.A.________ ist mehrfach wegen geringfügiger Straftaten verurteilt worden, zuletzt allerdings erfolgte am 29. Februar 2012 eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten wegen einfacher Körperverletzung, Tätlichkeiten und Vergewaltigung zum Nachteil einer Freundin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Am 13. Dezember 2012 widerrief das Migrationsamt des Kantons St. Gallen die Aufenthaltsbewilligungen von A.A.________ sowie seiner Ehefrau, deren Bewilligung auf jener des Ehemannes gründe. Beschwerden an das Sicherheits- und Justizdepartement sowie das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen blieben erfolglos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">A.A.________ und B.A.________ haben am 2. Juli 2015 Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten sowie subsidiäre Verfassungsbeschwerde an das Bundesgericht erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Auf diese Rechtsmittel ist im Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten, weil sie offensichtlich unzulässig sind. Die widerrufenen Aufenthaltsbewilligungen waren zum Zeitpunkt, als das Verwaltungsgericht am 28. Mai 2015 sein Urteil fällte, bereits abgelaufen. Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht wäre daher nur noch zulässig, wenn ein Anspruch auf die Bewilligung bestünde (<span class="artref">Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG</span>), was nicht der Fall ist. Die Beschwerdeführer berufen sich auf <span class="artref">Art. 83 lit. c Ziff. 4 BGG</span> sowie das Urteil 2C_315/2009 vom 27. Oktober 2009. Sie scheinen zu meinen, weil die genannte Bestimmung die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen eine Ausweisung gestützt auf Art. 121 Absatz 2 der Bundesverfassung ausschliesse, sei e contrario hier dieses Rechtsmittel zulässig, was sich aus dem Verweis auf das erwähnte Urteil ergibt. Sie übersehen, dass jenes Urteil eine Ausweisung nach Art. 10 Abs. 1 lit. a des früheren Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG; BS 1 121) zum Gegenstand hatte, die es heute nicht mehr gibt und die von der unmittelbar auf Verfassungsrecht gestützten Ausweisung zu unterscheiden war. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Zur Ergreifung der subsidiären Verfassungsbeschwerde (<span class="artref">Art. 113 ff. BGG</span>) fehlt es den Beschwerdeführern hinsichtlich der Bewilligungsverweigerung mangels rechtlich geschützten Interesses (<span class="artref">Art. 115 lit. b BGG</span>) an der Legitimation (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=37&amp;from_date=02.07.2015&amp;to_date=21.07.2015&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-I-185%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page185">BGE 133 I 185</a>). Bezüglich der Wegweisung könnte diese gegeben sein, doch wäre substantiiert darzulegen (Art. 117 i.V.m. <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>), welche verfassungsmässigen Rechte (<span class="artref">Art. 116 BGG</span>) inwiefern verletzt sind (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=37&amp;from_date=02.07.2015&amp;to_date=21.07.2015&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-II-305%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page305">BGE 137 II 305</a> E. 3.3). Die Ausführungen zur gesundheitlichen Situation des Beschwerdeführers und zum Versicherungsschutz in Bosnien und Herzegowina sowie in Kroatien lassen eine Verletzung der von den Beschwerdeführern erwähnten Grundrechte der Menschenwürde (<span class="artref">Art. 7 BV</span>) und des Rechts auf Hilfe in Notlagen (<span class="artref">Art. 12 BV</span>) nicht erkennen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Da auf die Beschwerden nicht einzutreten ist, werden die Beschwerdeführer kostenpflichtig (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerden wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden den Beschwerdeführern unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen und dem Staatssekretariat für Migration schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 3. Juli 2015 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Zünd </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Savoldelli </div> </div></body></html>