<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2005.00057</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206207&amp;W10_KEY=13013560&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2005.00057</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 25.10.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Abfindung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Kann der Abfindungsanspruch ausserhalb des Kündigungsverfahrens geltend gemacht werden? Die Eingabe der Beschwerdeführerin ist als Beschwerde, nicht als Klage entgegenzunehmen (E. 1). Zur Zuständigkeit (E. 2). Zur Rechtzeitigkeit der Geltendmachung des Abfindungsanspruchs: In der Kündigungsverfügung wurden die Gründe für die Auflösung des Arbeitsverhältnisses im Sinn des Verweises auf gesetzliche Bestimmungen nicht genannt. Sie blieben auch nach der wenige Tage später erfolgten Zusendung eines Briefes unklar. Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin musste die Beschwerdeführerin nicht davon ausgehen, dass eine Abfindung per se (wegen des Kündigungsgrundes) ausgeschlossen gewesen wäre. In der Ausgangsverfügung ist nicht über den Abfindungsanspruch befunden worden. Der Abfindungsanspruch kann grundsätzlich unabhängig von der Kündigungsanfechtung geltend gemacht werden, soweit über diesen Anspruch im Kündigungsentscheid nicht verfügt worden ist (Präzisierung bzw. Fortentwicklung der Rechtsprechung; E. 3). Vorliegend ist im Ergebnis das kantonale Personalgesetz anwendbar (E. 4). Zum Anspruch auf Abfindung nach § 26 PG im Allgemeinen (Alter, Dienstjahre, Auflösung des Arbeitsverhältnisses "ohne Verschulden"; E. 5). Die Leistungen der Beschwerdeführerin wurden noch Ende Juni 2004 als überdurchschnittlich qualifiziert; Ende September 2004 erhielt sie die Kündigung. Die Beschwerdegegnerin hat es unterlassen, substantiiert darzutun, inwiefern das Verhalten der Beschwerdeführerin zwischen Ende Juni und Ende September 2004 Anlass zur Kündigung gegeben haben soll. Ein überwiegendes "Verschulden" der Beschwerdeführerin im Sinne von § 26 PG ist nicht nachgewiesen (E. 6). Angesichts der konkreten Umstände steht der Beschwerdeführerin eine Abfindung von zehn Monatslöhnen zu (E. 7). Teilweise Gutheissung </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABFINDUNGSANSPRUCH">ABFINDUNGSANSPRUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ALTER">ALTER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEGRÃNDUNGSERFORDERNIS">BEGRÃNDUNGSERFORDERNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEMESSUNG">BEMESSUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHWERDEVERFAHREN">BESCHWERDEVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DIENSTALTER">DIENSTALTER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FORDERUNG">FORDERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GELTENDMACHUNG">GELTENDMACHUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KINDERGARTEN">KINDERGARTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KLAGEVERFAHREN">KLAGEVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃNDIGUNGSVERFAHREN">KÃNDIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITARBEITERBEURTEILUNG">MITARBEITERBEURTEILUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: QUALIFIKATION">QUALIFIKATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUPERVISION">SUPERVISION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERMÃGENSRECHTLICH">VERMÃGENSRECHTLICH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERSCHULDEN">VERSCHULDEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWISCHENZEUGNIS">ZWISCHENZEUGNIS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 26 Abs. 1 PG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A, geboren 1943, arbeitete seit 1985 als HeilpÃ¤dagogin am Kindergarten der Schule X. Die GeschÃ¤ftsleitung der Primarschulpflege Y beschloss am 28./30. September 2004, das ArbeitsverhÃ¤ltnis mit A per Ende Schuljahr 2004/2005 aufzulÃ¶sen und sie nach den Herbstferien 2004 freizustellen. A liess dagegen am 2. November 2004 Rekurs erheben und die Ausrichtung einer Abfindung in der HÃ¶he von 15 MonatslÃ¶hnen beantragen. Der Bezirksrat Z trat darauf (mangels Fristwahrung) nicht ein. Mit Entscheid vom 25. Mai 2005 hiess das Verwaltungsgericht die Beschwerde von A teilweise gut und leitete die Angelegenheit an die Primarschulpflege Y (GesamtbehÃ¶rde) zur Behandlung ihrer Eingabe vom 2. November 2004 als Einsprache weiter (VGr, 25. Mai 2005, PB.2005.00006).</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit Schreiben vom 14. November 2004 wandte sich der Rechtsvertreter von A an die Primarschulpflege Y und erklÃ¤rte, er habe nach Einsicht in die Personalakten seiner Mandantin festgestellt, die Primarschulpflege habe die Frage des Anspruchs auf Abfindung weder diskutiert noch ablehnend entschieden, weshalb dieser Punkt mit Rekurs noch nicht anfechtbar sei. Anschliessend ersuchte er â im ablehnenden Fall â um einen Entscheid mit Rechtsmittelbelehrung. Mit Beschluss vom 6. April 2005 hiess der Bezirksrat Z den Rekurs von A gegen eine Stellungnahme des Rechtsvertreters der Primarschulpflege insoweit gut, als Letztere angewiesen wurde, einen "formell korrekten" Entscheid zu fÃ¤llen. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Die Primarschulpflege Y beschloss am 12. Juli 2005, auf die Einsprache vom 2. No­ember 2004 mangels Fristwahrung nicht einzutreten. Auch auf das Begehren vom 14. November 2004 trat die Primarschulpflege nicht ein.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">A liess gegen "den Entscheid der Primarschulpflege Y" rekurrieren und beantragen, es sei ihr eine Abfindung von 13 MonatslÃ¶hnen auszurichten und eine angemessene EntschÃ¤digung zuzusprechen. Der Bezirksrat Z wies das Rechtsmittel mit Beschluss vom 14. September 2005 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit "Beschwerde ev. Klage" vom 30./31. Oktober 2005 liess A vor Verwaltungsgericht folgende AntrÃ¤ge stellen:</p> <p class="Urteilstext"> " 1. Der angefochtene Entscheid des Bezirksrates Z sei aufzuheben.</p> <p class="Urteilstext"> 2. Die Gemeinde Y sei zu verpflichten, der BeschwerdefÃ¼hrerin eine Abfindung in der HÃ¶he von 13 MonatslÃ¶hnen auszurichten</p> <p class="Urteilstext"> 3. Der BeschwerdefÃ¼hrerin sei eine angemessene EntschÃ¤digung fÃ¼r die anwaltschaftliche Vertretung zuzusprechen</p> <p class="Urteilstext"> 4. Eventualiter sei die Sache an den Bezirksrat zur Festsetzung der Abfindung zurÃ¼ckzuweisen</p> <p class="Urteilstext"> 5. Eventualiter sei die Eingabe als vermÃ¶gensrechtliche Klage im Sinne von § 80 VRG entgegenzunehmen und im Sinne der AntrÃ¤ge Ziff. 2 und 3 zu entscheiden."</p> <p class="Urteilstext">Die Gemeinde Y, vertreten durch die Primarschulpflege, liess in ihrer Beschwerdeantwort beantragen, die Beschwerde bzw. die Klage abzuweisen, unter Kosten- und Ent­schÃ¤digungs­folgen. Der Bezirksrat Z verzichtete ausdrÃ¼cklich auf Vernehmlassung. Mit Eingabe vom 10./11. September 2006 liess A Replik erstatten. Ein weiterer Schriftenwechsel wurde nicht angeordnet.</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Die Eingabe vom 30./31. Oktober 2005 ist als Beschwerde, nicht als Klage entgegen­zunehmen: Das Klageverfahren gelangt subsidiÃ¤r zur Anwendung; zudem muss einerseits das AnstellungsverhÃ¤ltnis objektiv als durch Vertrag begrÃ¼ndet erscheinen und andererseits aus dem anwendbaren Personalrecht erkennbar sein, dass der Klageweg einzuschlagen ist (vgl. zum Ganzen VGr, 17. Mai 2006, PK.2006.00001, E. 2.3, sowie 7. Dezember 2005, PK.2005.00005, E. 3 [beides unter www.vgrzh.ch] und 7. Juli 2004, PK.2004.00001, E. 2.1). Diese beiden Voraussetzungen sind vorliegend offensichtlich nicht erfÃ¼llt (vgl. § 34 der Personalverordnung der Gemeinde Y [PVO]).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die Beschwerde richtet sich gegen einen erstinstanzlichen Rekursentscheid des Bezirksrats Ã¼ber eine personalrechtliche Anordnung gemÃ¤ss <span>§ 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG). </span>Das Verwaltungsgericht ist als personalrechtliche Beschwerdeinstanz zustÃ¤ndig fÃ¼r Streitigkeiten aus dem DienstverhÃ¤ltnis zwischen Angestellten und KÃ¶rperschaften des kantonalen Ã¶ffentlichen Rechts. Das DienstverhÃ¤ltnis des Gemeindepersonals ist dabei zwingend Ã¶ffentlich­rechtlicher Natur (Alfred <span>KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungs­rechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999</span>, Vorbem. zu §§ 74-80d N. 6, § 74 N. 1; VGr, 7. Dezember 2005, PK.2005.00005, E. 3 Abs. 2; Art. 47 Abs. 1 der Verfassung des Kantons ZÃ¼rich vom 27. Februar 2005 [OS 60, 185]; § 72 Abs. 1 des Gemeinde­gesetzes vom 6. Juni 1926). Die Beschwerde ist somit zulÃ¤ssig und an die Hand zu nehmen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt die Zusprechung einer Abfindung von 13 MonatslÃ¶hnen. Zwar ist die HÃ¶he ihres letzten Lohnes nicht bekannt, jedoch Ã¼bersteigt der Streitwert die Grenze von Fr. 20'000.- klar, weshalb die Erledigung der Angelegenheit in Kammerbesetzung zu erfolgen hat.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>ZunÃ¤chst ist zu prÃ¼fen, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin den Anspruch auf Abfindung rechtzeitig geltend gemacht hat.</p> <p class="Urteilstext">VermÃ¶gensrechtliche Forderungen im Zusammenhang mit einer KÃ¼ndigung mÃ¼ssen nach bisheriger Rechtsprechung und Lehre bereits im Rekursverfahren gestellt werden. Ob dies fÃ¼r sÃ¤mtliche im Zusammenhang mit einer KÃ¼ndigung stehende Forderungen und mithin auch fÃ¼r die Abfindung gilt, hat das Verwaltungsgericht in seiner jÃ¼ngsten Rechtsprechung in Frage gestellt, diese Frage jedoch noch offen gelassen (VGr, 17. Mai 2006, PB.2005.00061, E. 2.2 â 12. September 2005, PB.2005.00032, E. 4.1 [beides unter www.vgrzh.ch]). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>WÃ¤hrenddem die BeschwerdefÃ¼hrerin im Wesentlichen die Auffassung vertritt, die Beschwerdegegnerin habe die Frage des Abfindungsanspruchs nie diskutiert oder entschieden, fÃ¼hrt die Beschwerdegegnerin aus, sie habe das ArbeitsverhÃ¤ltnis ausschliesslich wegen schuldhaften Verhaltens der BeschwerdefÃ¼hrerin aufgelÃ¶st, so dass von Anfang an klar gewesen sei, dass eine Abfindung ausser Betracht falle.</p> <p class="Erwgung2">An der Sitzung vom September 2004 beschloss die GeschÃ¤ftsleitung der Primarschulpflege Y auf Antrag des Ausschusses W, das ArbeitsverhÃ¤ltnis mit der BeschwerdefÃ¼hrerin per Ende Schuljahr 2004/2005 aufzulÃ¶sen und die BeschwerdefÃ¼hrerin unter Ausrichtung der Besoldung bis zum Ende der KÃ¼ndigungsfrist freizustellen. Die Mitteilung des Beschlusses ging durch Protokollauszug unter anderem an die BeschwerdefÃ¼hrerin, zusÃ¤tzlich mit separatem Brief. Mit eingeschriebenem Brief vom 30. September 2004 wurde der BeschwerdefÃ¼hrerin der Beschluss folgenden Inhalts mitgeteilt: Das ArbeitsverhÃ¤ltnis mit der BeschwerdefÃ¼hrerin werde per Ende Schuljahr 2004/2005 aufgelÃ¶st "gestÃ¼tzt auf Art. 16 lit. d der Personalverordnung bzw. Art. 23 des Personalgesetzes"; im Schreiben wurde erwÃ¤hnt, es seien das Verhalten der BeschwerdefÃ¼hrerin an Sitzungen beanstandet, eine Supervision durchgefÃ¼hrt und in der Mitarbeiter­beurteilung das Verhalten der BeschwerdefÃ¼hrerin im Team "wieder" beanstandet worden. </p> <p class="Erwgung2">Im â insbesondere relevanten â Protokollauszug wurde nach dem Gesagten im Sinn der Nennung einer Vorschrift kein Grund fÃ¼r die AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses angegeben. Im zusÃ¤tzlich verfassten Schreiben an die BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼hrte die Beschwerdegegnerin zwar rechtliche Bestimmungen auf, worauf sie den Beschluss (nachtrÃ¤glich) stÃ¼tzte. Die Angaben sind jedoch keineswegs klar: § 16 der (kantonalen) Personalverordnung vom 16. Dezember 1998 (PV, LS 177.11) ist offensichtlich nicht einschlÃ¤gig. <br/> § 16 lit. d PVO betrifft die Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses "aus wichtigen GrÃ¼nden". In § 23 des (kantonalen) Personalgesetzes vom 27. September 1998 (PG, LS 177.10) wiederum ist die Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses im gegenseitigen Einvernehmen geregelt. </p> <p class="Erwgung2">Die BeschwerdefÃ¼hrerin musste somit entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin nicht davon ausgehen, wegen des KÃ¼ndigungsgrunds sei eine Abfindung per se ausgeschlossen gewesen. Zu Recht ist die BeschwerdefÃ¼hrerin zudem der Auffassung, dass im KÃ¼ndigungsbeschluss nicht Ã¼ber den Abfindungsanspruch befunden worden war.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>In PrÃ¤zisierung und Fortentwicklung der bisherigen Rechtsprechung sowie unter Hinweis auf von der Kammer bereits frÃ¼her AusgefÃ¼hrtes (VGr, 17. Mai 2006, PB.2005.00061, E. 2.2 Abs. 2, www.vgrzh.ch) ist festzuhalten, dass der Abfindungsanspruch grundsÃ¤tzlich unabhÃ¤ngig von der KÃ¼ndigungsanfechtung geltend gemacht werden kann, soweit Ã¼ber diesen Anspruch im KÃ¼ndigungsentscheid nicht verfÃ¼gt worden ist. Gegenstand des Rekursverfahrens kann nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung nur sein, was auch Gegenstand der erstinstanzlichen VerfÃ¼gung war bzw. hÃ¤tte sein sollen (KÃ¶lz/Bosshart/ RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 86). Wurde â wie hier â anlÃ¤sslich der KÃ¼ndigung nicht Ã¼ber den Abfindungsanspruch befunden, kann dieser Anspruch unabhÃ¤ngig vom Anfechtungsverfahren betreffend KÃ¼ndigung eingefordert werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Zusammenfassend war im Beschluss vom 28. September 2004 nicht Ã¼ber den Abfindungsanspruch verfÃ¼gt worden, weshalb sich die Eingabe der BeschwerdefÃ¼hrerin vom 14. November 2004 betreffend Abfindung nicht als verspÃ¤tet erweist.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin wurde von der Gemeinde entlÃ¶hnt, weshalb ihr Anstellungs­verhÃ¤ltnis kommunalem Recht untersteht. Der Anspruch auf Abfindung wird in §§ 26 und 27 PVO geregelt, die Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses in §§ 16 ff. PVO. </span>Nach § 141 der AusfÃ¼hrungsbestimmungen zur Personal­verordnung der Gemeinde Y gelten fÃ¼r LehrkrÃ¤fte der Kinder­gÃ¤rten jedoch die kantonalen Empfehlungen zur FÃ¼hrung von KindergÃ¤rten vom 19. September 1995 ("Empfehlungen", LS 412.180.4, www.volksschulamt.ch), subsidiÃ¤r und sinn­gemÃ¤ss das Lehrer­personalgesetz vom 10. Mai 1999 (LPG, LS 412.31; vgl. auch § 1<sup><span>bis</span></sup> des Volksschulgesetzes vom 11. Juni 1899 [LS 412.11]; das revidierte Volksschulgesetz mit diesbezÃ¼glich anders lautendem § 4 ist noch nicht in Kraft getreten, vgl. www.volksschulamt.ch). </p> <p class="Urteilstext">Die Empfehlungen zur FÃ¼hrung von KindergÃ¤rten enthalten nur rudimentÃ¤re Hinweise zur Anstellung bzw. KÃ¼ndigung von Lehrpersonen und erwÃ¤hnen die Abfindung nicht (vgl. Ziff. 3.2.1, 3.2.3 und 4 der Empfehlungen). Im Lehrer­personalgesetz sind lediglich KÃ¼ndigungsfristen festgehalten; bezÃ¼glich der Abfindung findet sich keine Regelung, die vorliegend relevant wÃ¤re; zudem wird auf das kantonale Personalgesetz verwiesen (§§ 2 und 8 LPG). Somit ist Letzteres sowohl fÃ¼r den Abfindungs­anspruch als auch die KÃ¼ndigungsmodalitÃ¤ten massgebend (vgl. ABl 1998 II S. 835 ff., 844).</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Angestellte mit wenigstens fÃ¼nf Dienstjahren haben Anspruch auf eine Abfindung, sofern sie mindestens 35-jÃ¤hrig sind und das ArbeitsverhÃ¤ltnis auf Veranlassung des Staates und ohne ihr Verschulden aufgelÃ¶st wird (§ 26 Abs. 1 PG).</p> <p class="Erwgung2">Die Kriterien des Alters und der Dienstjahre sind bei der 1943 geborenen und seit 1985 bei der Beschwerdegegnerin angestellten BeschwerdefÃ¼hrerin ohne weiteres erfÃ¼llt. Es ist deshalb lediglich zu prÃ¼fen, ob die AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses "ohne Verschulden" im Sinne der genannten Bestimmung erfolgte.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Die AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses ist unverschuldet, wenn sie vornehmlich auf GrÃ¼nde zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist, welche nicht von dem oder der Angestellten zu vertreten sind. Typische FÃ¤lle sind die Aufhebung der Stelle oder der Umstand, dass der oder die Angestellte die gewachsenen Anforderungen der Stelle aufgrund mangelnder Eignung nicht mehr erfÃ¼llen kann (Fritz Lang, Das ZÃ¼rcher Personalgesetz vom 27. September 1998, in Peter Helbling/Tomas Poledna [Hrsg.], Personalrecht des Ã¶ffentlichen Dienstes, Bern 1999, S. 49 ff., 70). Die Rechtsprechung (zum im Ergebnis hier anwendbaren kantonalen Recht) hat das Kriterium des Verschuldens dahingehend prÃ¤zisiert, dass es mehr bedeutet als blosse Verursachung. Es setzt voraus, dass die betroffene Person die KÃ¼ndigung hÃ¤tte vermeiden kÃ¶nnen, beispielsweise durch das Erbringen der erwarteten Leistung oder die geforderte VerhaltensÃ¤nderung, wenn ihr solches zumutbar und aufgrund ihrer persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse objektiv mÃ¶glich war (vgl. VGr, 17. Mai 2006, PB.2005.00061, E. 2.4.1, www.vgrzh.ch, mit Hinweis). Dem oder der Angestellten wird auch dann kein Verschulden im Sinn von § 26 Abs. 1 PG vorzuwerfen sein, wenn ein Konflikt, der nur durch eine KÃ¼ndigung bereinigt werden konnte, nicht vornehmlich durch ihn be­ziehungsweise sie verursacht worden ist, sondern zu seiner Entstehung oder VerschÃ¤rfung die vorgesetzte BehÃ¶rde oder andere Mitarbeitende massgeblich beigetragen haben. Die Abfindung hÃ¤ngt also grundsÃ¤tzlich nicht von der UnzulÃ¤ssigkeit der KÃ¼ndigung ab (vgl. VGr, 17. Mai 2006, PB.2005.00061, E. 2.4.1 â <a id="_Hlt12945776">5. Juli 2002, PB.2002.00008, E. 4a [je unter www.vgrzh.ch])</a>.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Die Beschwerdegegnerin begrÃ¼ndete die KÃ¼ndigung im Wesentlichen folgendermassen: Das Verhalten der BeschwerdefÃ¼hrerin im Team sei verschiedentlich beanstandet worden. Es sei eine Probezeit in Form einer Supervision angesetzt worden. In der darauf folgenden Mitarbeiterbeurteilung sei das Verhalten der BeschwerdefÃ¼hrerin im Team erneut beanstandet worden.</p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt vor, es treffe sie an ihrer Entlassung kein Verschulden im Sinn von § 26 PG; zudem wÃ¼rden an dieses Verschulden hohe Anforderungen gestellt. Bei der Entlassung der BeschwerdefÃ¼hrerin sei es im Wesentlichen um einen fachlich begrÃ¼ndeten Konflikt mit den beiden Hilfspersonen gegangen. Die Beschwerdegegnerin bestreitet dies und behauptet, die BeschwerdefÃ¼hrerin habe sich trotz "zahlloser mahnenden GesprÃ¤chen" mit dem Schulleiter und trotz Supervision als "nicht willens und bereit" erwiesen, ihren Umgang und ihr VerstÃ¤ndnis von FÃ¼hrung und Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen im Kindergarten zu Ã¤ndern und anzupassen. Es sei nicht um einen fachlich begrÃ¼ndeten Konflikt gegangen, sondern um die mangelnde Bereitschaft der BeschwerdefÃ¼hrerin, auf die Vorstellungen der ihr unterstellten Hilfspersonen einzugehen und ihnen FreirÃ¤ume zu gewÃ¤hren.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Nachstehend ist der relevante Sachverhalt genauer zu betrachten. Die Beschwerde­fÃ¼hrerin hat die Richtigkeit der von der Beschwerdegegnerin eingereichten Beilagen inhaltlich nicht grundsÃ¤tzlich bestritten (vgl. auch VGr, 5. Mai 2006, VB.2005.00563, E. 1.5, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung3"><b>6.2.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin arbeitete seit 1985 als HeilpÃ¤dagogin bei der Beschwerdegegnerin. In den Jahren 1992 bis 1995 traten Schwierigkeiten auf. Insbesondere wurde der BeschwerdefÃ¼hrerin damals vorgeworfen, mangelhaft mit Erwachsenen zu kooperieren. Es kam zu mehreren Wechseln bei den Mitarbeiterinnen der BeschwerdefÃ¼hrerin. Schliesslich wurde die BeschwerdefÃ¼hrerin verpflichtet, auf eigene Kosten eine Supervision zur Bearbeitung "allfÃ¤lliger Kooperationsprobleme mit Erwachsenen" zu besuchen, sich bei der Neubesetzung der Stelle einer Schulhilfe aktiv zu beteiligen und frÃ¼h Ã¼ber Schwierigkeiten zu sprechen und zu informieren. Die BeschwerdefÃ¼hrerin besuchte in der Folge verschiedene Einzel­supervisionssitzungen. </p> <p class="Erwgung3">FÃ¼r den Zeitraum zwischen 1995 und 2003 sind keine Anhaltspunkte fÃ¼r Beanstandungen im Zusammenhang mit der Arbeit der BeschwerdefÃ¼hrerin ersichtlich.</p> <p class="Erwgung3"><b>6.2.2 </b>In einer GesprÃ¤chsnotiz des Ausschusses W vom Dezember 2003 wurde die Zusammenarbeit im Kindergarten als "sehr unbefriedigend" bezeichnet. In der Folge fanden zwei GesprÃ¤che mit dem PrÃ¤sidenten des Ausschusses W, dem Schulleiter und der BeschwerdefÃ¼hrerin statt, wobei verschiedene Massnahmen "zur Sicherstellung einer nachhaltigen und tragfÃ¤higen Zusammenarbeit im Kindergarten-Team" geplant wurden. Unter anderem erwartete die Beschwerdegegnerin von der BeschwerdefÃ¼hrerin â aber auch von den Ã¼brigen Team-Mitgliedern â einen Beitrag, um eine "tragfÃ¤higere Zusammenarbeit und eine motivierende Konsenskultur" zu entwickeln. Eine erste ÃberprÃ¼fung der Massnahmen war fÃ¼r Februar 2004 vorgesehen. Ob diese stattfand, ist nicht bekannt. Im April 2004 beauftragte die Schule eine Fachfrau mit der Supervision des Kindergartenteams.</p> <p class="Erwgung3"><b>6.2.3 </b>Im Juni 2004 fÃ¼hrte der Leiter QualitÃ¤tsteam zusammen mit dem PrÃ¤sidenten des Ausschusses W als QualitÃ¤tsbeauftragtem bei der BeschwerdefÃ¼hrerin eine "Mit­arbeiterInnenqualifikation" durch. </p> <p class="Erwgung3">Im Kriterium "Unterricht" erhielt die BeschwerdefÃ¼hrerin dreimal die Bestnote A ("Ã¼bertrifft deutlich die Anforderungen"), zweimal die zweitbeste Note B ("Ã¼bertrifft die Anforderungen") und einmal â bei "Planung, Vorbereitung" â die genÃ¼gende Note C ("erfÃ¼llt die Anforderungen"). Beim letzten Punkt wurde unter anderem Folgendes speziell vermerkt: "Schwerpunktsetzungen der FÃ¶rderung einzelner Kinder meist gut erkennbar; Zielgerichtetheit und Tiefe der Umsetzung leidet derzeit durch un­einheitliche Ausrichtungen von HeilpÃ¤dagogischer Lehrkraft und pÃ¤dagogischen Mitarbeiterinnen" und "Inhalte werden spontan gestaltet. Eine Ã¼bergreifende Planung ist schwer erkennbar â eine gemeinsame Ausrichtung auf gemeinsame Ziele mit den pÃ¤dagogischen Mitarbeiterinnen wird dadurch erschwert". Das Kriterium "FÃ¶rderdiagnostik" wurde mit der Note B bewertet, die "Elternarbeit" mit der Note A. </p> <p class="Erwgung3">FÃ¼r das Kriterium "Teamarbeit" wurde die BeschwerdefÃ¼hrerin mit der Note C qualifiziert, mit folgenden Bemerkungen: "derzeit erschwerte Teamarbeit im Kindergarten; KlÃ¤rung der Rollen wird im Rahmen einer Supervision bearbeitet" â "wichtige, die Kinder betreffenden Informationen werden unspektakulÃ¤r und prÃ¤zis an die PÃ¤dagogischen Mitarbeiterinnen weitergegeben; grundlegende pÃ¤dagogische Prinzipien sollten verstÃ¤rkt kommuniziert werden" â "engagierte Zusammenarbeit mit externen Fachleuten". </p> <p class="Erwgung3">Die BeschwerdefÃ¼hrerin erzielte schliesslich bei "Mitarbeit an der Schule als Ganzes" und "Fort- und Weiterbildung" die Note B und bei "Gestaltung der RÃ¤ume" die Note A. </p> <p class="Erwgung3">Die GesamtwÃ¼rdigung durch den Leiter QualitÃ¤tsteam und den QualitÃ¤tsbeauftragten lautete wie folgt: "hohe intuitive FÃ¤higkeit, die Stimmungslage sowohl der einzelnen SchÃ¼ler/innen als auch der Gruppe zu erfassen" â "schafft stimmungsmÃ¤ssig und rÃ¤umlich gute Bedingungen fÃ¼r handlungsorientiertes und soziales Lernen" â "handelt pÃ¤dagogisch feinfÃ¼hlig und 'unspektakulÃ¤r'; hat insbesondere ein hohes Geschick, die Energie von Kindern mit drohender Eskalation konstruktiv umzuleiten" â "kommuniziert pÃ¤dagogische GrundsÃ¤tze und Zielsetzungen gegenÃ¼ber den pÃ¤dagogischen Mitarbeiterinnen zurÃ¼ckhaltend". Unter "Schwerpunkte, Zielsetzungen, Vereinbarung" wurde schliesslich nebst anderem vermerkt: "Zusammenarbeit mit den PÃ¤dagogischen Mitarbeiter/innen: Derzeit werden gewisse bestehende Spannungen im Rahmen einer Supervision angegangen. Unserer EinschÃ¤tzung nach sollten dabei nicht nur persÃ¶nlich-beziehungsmÃ¤ssige, sondern insbesondere fachliche Fragestellungen in den Vordergrund gerÃ¼ckt werden. Wichtig ist, dass im Kindergarten nicht grundlegend voneinander abweichende Paradigmen gelebt werden. Es muss geklÃ¤rt werden, dass die wesentlichen sonderpÃ¤dagogischen Leitlinien von der heilpÃ¤dagogischen Lehrkraft definiert, kommuniziert und konsequent angewendet werden. Diese sollten von der Lehrkraft im Sinne der KontinuitÃ¤t auch nicht zu situativ verÃ¤ndert werden, da sonst ein gemeinsames VerstÃ¤ndnis nur schwer erreicht werden kann. Es wÃ¤re sinnvoll, wenn dies im Rahmen der Zusammenarbeit transparenter und auch offensiver, selbst­sicherer geschehen kÃ¶nnte".</p> <p class="Erwgung2"><b>6.3 </b>Wie die vorstehenden AusfÃ¼hrungen zeigen, bestanden offenbar in der ersten HÃ¤lfte der neunziger Jahre gewisse Schwierigkeiten im Kindergartenteam, die zu KÃ¼ndigungen von Mitarbeiterinnen der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼hrten. Zwischen 1995 und 2003 wurde aber â soweit ersichtlich â das Verhalten der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht bemÃ¤ngelt. Die VorwÃ¼rfe, welche die Beschwerdegegnerin Ende 2003 erhob, bezogen sich zwar insbesondere auf die BeschwerdefÃ¼hrerin, jedoch wurden sowohl sie als auch ihre Mitarbeiterinnen zu einem konstruktiven Beitrag ermahnt. Die Qualifikation von Ende Juni 2004 fiel insgesamt Ã¼berdurchschnittlich positiv aus ("II â Ã¼bertrifft die Anforderungen"; bestmÃ¶gliche Qualifikation: I, schlechtestmÃ¶gliche: V). In fÃ¼nf von zwÃ¶lf Kriterien wurde die BeschwerdefÃ¼hrerin mit der Bestnote bewertet, ebenfalls in fÃ¼nf Kriterien mit der zweitbesten Note, und nur zweimal erhielt sie eine genÃ¼gende Note. Die Beschwerdegegnerin wartete das Ergebnis der Supervision nicht ab, sondern bewertete das Kriterium "Teamarbeit" immerhin noch als genÃ¼gend ("C = erfÃ¼llt die Anforderungen"), worauf sie zu behaften ist. In einem Schreiben vom 7. September 2004 an das (gesamte) Kindergarten-Team Ã¤usserte der PrÃ¤sident des Ausschusses W lediglich Besorgnis Ã¼ber die "unbefriedigende Arbeitssituation im Kindergarten". Die Beschwerdegegnerin hat es somit unterlassen, substantiiert darzulegen, inwiefern das Verhalten der BeschwerdefÃ¼hrerin nach Abschluss des Qualifikationsverfahrens von Ende Juni 2004 Anlass zur KÃ¼ndigung von Ende September 2004 gegeben haben soll.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.4 </b>GemÃ¤ss § 19 Abs. 2 PG (in der bis Ende 2004 geltenden Fassung, LS 177.10 â Historische Fassung, Band 2, Nachtragnummer 025, www.zhlex.zh.ch) mÃ¼ssen VorwÃ¼rfe, die zu einer KÃ¼ndigung Anlass geben, mit einer Mitarbeiterbeurteilung belegt werden. Eine Ã¤hnliche Regelung findet sich in § 19 Satz 2 PVO ("VorwÃ¼rfe, die zu einer KÃ¼ndigung Anlass geben, mÃ¼ssen durch eine Leistungs- und Verhaltensbewertung belegt werden"). </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin unterliess es, ihre Beanstandungen am Verhalten der BeschwerdefÃ¼hrerin in einer Mitarbeiterbeurteilung zu dokumentieren. Wie gesehen, beurteilte sie die Arbeitsleistung der BeschwerdefÃ¼hrerin Ende Juni 2004 sogar als Ã¼berdurchschnittlich gut und erachtete damals selbst die FÃ¤higkeiten der BeschwerdefÃ¼hrerin zur Teamarbeit noch als genÃ¼gend.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.5 </b>Ein "Verschulden" im Sinne von § 26 PG und der erwÃ¤hnten Rechtsprechung ist von der Beschwerdegegnerin nicht dargetan worden. Selbst wenn von einem gewissen â nicht Ã¼berwiegenden â Verschulden der BeschwerdefÃ¼hrerin ausgegangen wÃ¼rde, sprÃ¤che dies nicht gegen die Anwendbarkeit von § 26 PG, da gemÃ¤ss "MitarbeiterInnenqualifikation" der Grund fÃ¼r bestimmte Spannungen im Kindergarten-Team insbesondere bei fachlichen Fragestellungen lag. Dies kÃ¶nnte hÃ¶chstens auf eine allfÃ¤llige mangelnde Eignung hinweisen, was jedoch von der Beschwerdegegnerin nicht behauptet wird und zudem nicht prinzipiell die Zusprechung einer Abfindung verhindern wÃ¼rde (oben 5.2).</p> <p class="Erwgung2"><b>6.6 </b>Daran vermÃ¶gen die Vorbringen der Beschwerdegegnerin Ã¼brigens nichts zu Ã¤ndern. Sie weist auf die ursprÃ¼ngliche Fassung des Zwischenzeugnisses hin. Zudem lÃ¤sst sie behaupten, Lehrpersonen wÃ¼rden "notorisch und fÃ¼r Aussenstehende zuweilen in kaum verstÃ¤ndlichem Mass wohlwollend beurteilt" Diese â unsubstantiierte â Behauptung erscheint indes unbegrÃ¼ndet: Tendenziell ist die Aussagekraft einer Mitarbeiterbeurteilung jedenfalls hÃ¶her als diejenige eines Zwischenzeugnisses (vgl. VGr, 31. Mai 2006, PB.2005.00050, E. 4.4, www.vgrzh.ch). Zudem ersuchte die BeschwerdefÃ¼hrerin ausdrÃ¼cklich um eine "offene, unverblÃ¼mte" Beurteilung. Schliesslich erklÃ¤rte der Leiter QualitÃ¤tsteam in einem Begleitschreiben zuhanden des Schulleiters, die Zusammenarbeit sei sehr befriedigend gewesen. Es hÃ¤tten sowohl Ressourcen als auch manifeste Schwierigkeiten in einer konstruktiven Weise angesprochen werden kÃ¶nnen. Es sind also keine Anzeichen dafÃ¼r erkennbar, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin in der "MitarbeiterInnenqualifikation" aussergewÃ¶hnlich milde beurteilt worden wÃ¤re. Schliesslich leitet die Beschwerdegegnerin aus der im August 2006 offenbar ergebnislos abgebrochenen Supervision keine substantiellen GrÃ¼nde fÃ¼r ein Ã¼berwiegendes Verschulden der BeschwerdefÃ¼hrerin ab (dazu auch vorn 6.3).</p> <p class="Erwgung2"><b>6.7 </b>Zusammenfassend erfÃ¼llt die BeschwerdefÃ¼hrerin sÃ¤mtliche Voraussetzungen fÃ¼r die Zusprechung einer Abfindung gemÃ¤ss § 26 Abs. 1 PG.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2">Die BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt, ihr eine Abfindung in der HÃ¶he von 13 MonatslÃ¶hnen auszurichten. Die Beschwerdegegnerin hÃ¤lt demgegenÃ¼ber in ihrer EventualbegrÃ¼ndung eine Abfindung in der beantragten HÃ¶he fÃ¼r weit Ã¼bersetzt; sie sei den UmstÃ¤nden angemessen herabzusetzen.</p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b>Die Abfindung im Sinn von § 26 PG will Staatsangestellten ab einer bestimmten Zahl von Dienstjahren, die zwar aus objektiven GrÃ¼nden, aber ohne persÃ¶nliches Verschul­den entlassen werden, eine gewisse ÃberbrÃ¼ckungshilfe und Anerkennung fÃ¼r ihre Dienst­treue gewÃ¤hren und zugleich die sozialen HÃ¤rten einer KÃ¼ndigung mildern helfen; die Ab­findung soll auch prÃ¤ventiv gegen leichtfertige KÃ¼ndigungen wirken (Fritz Lang; Das ZÃ¼r­cher Personalgesetz vom 27. September 1998, in: Peter Helbling/Tomas Poledna [Hrsg.], Personalrecht des Ã¶ffentlichen Dienstes, Bern 1999, S. 69).</p> <p class="Erwgung2">Der Regierungsrat regelt die Festsetzung der Abfindung und bestimmt einen nach dem Alter abgestuften Rahmen als Richtlinie; die Abfindung betrÃ¤gt hÃ¶chstens fÃ¼nfzehn MonatslÃ¶hne (§ 26 Abs. 4 PG [in der bis Ende 2004 geltenden Fassung, LS 177.10 â Historische Fassung, Band 2, Nachtragnummer 025, www.zhlex.zh.ch]). Die Abfindung wird nach den UmstÃ¤nden des Einzelfalles festgelegt. Angemessen berÃ¼cksichtigt werden insbesondere die persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse, die Dienstzeit, der KÃ¼ndigungsgrund sowie der neue Lohn im Falle einer WeiterbeschÃ¤ftigung des oder der Angestellten (Abs. 5). GemÃ¤ss § 7 Abs. 1 lit. c PV betrÃ¤gt die Abfindung je nach den im Einzelfall massgeblichen UmstÃ¤nden ab dem 51. Altersjahr drei bis 15 MonatslÃ¶hne.</p> <p class="Urteilstext">Nicht massgebend zur Festlegung der AbfindungshÃ¶he sind regierungsrÃ¤tliche<span> Richtlinien, da es sich dabei um interne Weisungen des Regierungsrats handelt (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 58; VGr, 22. Juni 2005, PB.2005.00012, E. 3.4, www.vgrzh.ch). Dies gilt fÃ¼r den Regierungsratsbeschluss vom 25. April 2001 und â umso mehr â fÃ¼r die von der BeschwerdefÃ¼hrerin eingereichten Empfehlungen des Volksschulamtes. Diese sind fÃ¼r die Bemessung der Abfindung nicht verbindlich.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin stand zum Zeitpunkt der KÃ¼ndigung im 62. Altersjahr und im 20. Dienstjahr. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat nach unwidersprochen gebliebenen eigenen Angaben nach der KÃ¼ndigung keine feste Anstellung gefunden und konnte nur noch "gelegentliche Stellvertretungen" Ã¼bernehmen. Sie behauptet nicht das Bestehen finanzieller UnterstÃ¼tzungspflichten. â Insbesondere das Alter der BeschwerdefÃ¼hrerin sowie ihre schlechten Chancen auf dem Arbeitsmarkt sprechen fÃ¼r eine hohe Abfindung; die UmstÃ¤nde der KÃ¼ndigung und das Dienstalter rechtfertigen einen Betrag im mittleren Bereich. Die fehlenden finanziellen UnterstÃ¼tzungspflichten wirken sich dagegen abfindungssenkend aus.</p> <p class="Erwgung2">Angesichts dieser UmstÃ¤nde und unter BerÃ¼cksichtigung der bisherigen Rechtsprechung (vgl. zusammenfassend VGr, 22. Juni 2005, PB.2005.00012, E. 3.5, www.vgrzh.ch) erscheint eine Abfindung von zehn MonatslÃ¶hnen als angemessen, ausgehend vom Bruttomonatslohn zum Zeitpunkt der KÃ¼ndigung. Vorliegend sind<span> die Voraussetzungen gemÃ¤ss Art. 339b Abs. 1 Obligationenrecht erfÃ¼llt. In Anwendung von Art. 7 lit. q in Verbindung mit Art. 8<sup>ter</sup> Abs. 1 lit. a der Verordnung vom 31. Oktober 1947 Ã¼ber die Alters- und Hinterlassenenversicherung (SR 831.101) mÃ¼ssen die SozialversicherungsbeitrÃ¤ge von der Abfindungssumme abgezogen werden.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>7.3 </b>Zusammenfassend ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. Die Beschwerdegegnerin ist zu verpflichten, der BeschwerdefÃ¼hrerin eine Abfindung in der HÃ¶he von zehn MonatslÃ¶hnen im Sinn der vorstehenden ErwÃ¤gung zu bezahlen.</p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Angesichts des Streitwerts von Ã¼ber Fr. 20'000.- ist das Verfahren â entgegen der Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrerin â nicht mehr kostenlos (§ 80b VRG).</span></p> <p class="Urteilstext">Mehrere am Verfahren Beteiligte tragen die Kosten in der Regel <a id="juris1">entsprechend ihrem Unterliegen</a> (§ 80c in Verbindung mit §§ 70 und 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Beim Ausgang des vorliegenden Verfahrens rechtfertigt es sich, der Beschwerdegegnerin die Kosten zu 10/13 und der BeschwerdefÃ¼hrerin zu 3/13 aufzuerlegen.</p> <p class="Urteilstext">Beide Parteien haben eine ParteientschÃ¤digung beantragt. Der mehrheitlich obsiegenden BeschwerdefÃ¼hrerin ist eine reduzierte ParteientschÃ¤digung zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden Dispositiv-Ziffer I des Beschlusses des Bezirksrats Z vom 14. September 2005 sowie Dispositiv-Ziffer 2 des Beschlusses der Primarschulpflege Y vom 12. Juli 2005 aufgehoben und die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin im Sinn der ErwÃ¤gungen eine Abfindung in der HÃ¶he von zehn MonatslÃ¶hnen zu entrichten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 4'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 4'100.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin zu 10/13 und der BeschwerdefÃ¼hrerin zu 3/13 auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Mitteilung anâ¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>