A bteilung III C -2528/2006 {T 0/2} U rteil vom 24. M ai 2007 M itw irkung: Franziska Schneider, vorsitzende R ichterin M ichael Peterli, R ichter Stefan M esm er, R ichter Susanne G enner, G erichtsschreiberin O ._______, Beschw erdeführer, gegen Eidgenössische Invalidenversicherung (IV), IV-Stelle für Versicherte im A usland, Vorinstanz betreffend Invalidenrente B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er 1944 geborene, verheiratete Beschw erdeführer serbischer N ationalität arbeitete von 1971 bis 1988 als Isolateur in der Schw eiz (act. 6, 68). N ach einem U nfallereignis vom 16. M ärz 1998 w ar er bis am 11. M ai 1998 zu 100% arbeitsunfähig, anschliessend w echselnd zw ischen 50% und 100% bis zur Arbeitsaufgabe am 30. N ovem ber 2001 w egen Krankheit bzw . U n- falls (act. 19, 26, 27). Am 30. N ovem ber 2001 kehrte der Beschw erdefüh- rer nach Serbien zurück (act. 10). Er m eldete sich am 10. D ezem ber 2002 zum Bezug von Leistungen der Eidgenössischen Invalidenversicherung bei der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: Vorinstanz) an (act. 9). Er m achte geltend, seit dem am 16. M ärz 1998 erlittenen Arbeitsunfall hätten sich seine Beschw erden verschlim m ert, so dass er nicht m ehr ar- beitsfähig sei. B. M it Verfügung vom 18. August 2003 (act. 41) w ies die Vorinstanz das G e- such ab m it der Begründung, es könne trotz des G esundheitsschadens ein rentenausschliessendes Erw erbseinkom m en erzielt w erden. Eine gegen diese Verfügung erhobene Einsprache vom 4. Septem ber 2003 (act. 42) hiess die Vorinstanz m it Einspracheentscheid vom 1. O ktober 2003 (act. 49) teilw eise gut und veranlasste eine N eubeurteilung der m edizinischen Situation des Versicherten. C . D ie vertrauensärztliche U ntersuchung fand am 23. Juni 2004 in B._______ statt. D as entsprechende G utachten w urde am 16. August 2004 erstattet (act. 68). D . G estützt auf die Ergebnisse des G utachtens verfügte die Vorinstanz am 16. N ovem ber 2004 die Abw eisung des Leistungsbegehrens (act. 72). D ie gegen diese Verfügung erhobene Einsprache vom 23. N ovem ber 2004 (act. 73) w ies sie m it Einspracheentscheid vom 18. M ärz 2005 ab (act. 74). E. Am 26. April 2005 reichte der Beschw erdeführer bei der Eidgenössischen R ekurskom m ission der Alters-, H interlassenen- und Invalidenversicherung für die im Ausland w ohnenden Personen Beschw erde ein und beantragte die Zusprechung einer ganzen Invalidenrente. F. D ie Vorinstanz schloss m it Vernehm lassung vom 1. Juli 2005 auf Ab- w eisung der Beschw erde. G . D er Beschw erdeführer verzichtete auf die Einreichung einer R eplik innert der gesetzten Frist. H . Am 20. Februar 2007 teilte das Bundesverw altungsgericht dem Be- schw erdeführer die Ü bernahm e des Verfahrens per 1. Januar 2007 m it und ersuchte ihn form los um Bekanntgabe eines Zustellungsdom izils in der Schw eiz gem äss Art. 11b Abs. 1 Vw VG . I. M it Brief vom 28. Februar 2007 gab der Beschw erdeführer ein Zustel- lungsdom izil bekannt, w orauf ihm m it Verfügung vom 14. M ärz 2007 der Spruchkörper m itgeteilt w urde. D ie Frist zur Einreichung eines Ausstands- begehrens ist am 26. M ärz 2007 unbenutzt abgelaufen. 3 J. Eine unaufgefordert zugestellte Eingabe des Beschw erdeführers vom 23. M ärz 2007 w urde zu den Akten genom m en und der Vorinstanz zur Kennt- nisnahm e zugestellt. Auf die w eiteren Vorbringen w ird, sow eit erforderlich, in den nachfolgen- den Erw ägungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Bundesgesetzes über das Bundesverw altungsgericht vom 17. Juni 2005 (Verw altungsgerichtsgesetz, VG G , SR 172.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Ar- tikel 5 des Bundesgesetzes über das Verw altungsverfahren vom 20. D e- zem ber 1968 (Verw altungsverfahrensgesetz, Vw VG , SR 172.021). Zuläs- sig sind Beschw erden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gem äss Art. 33 VVG . D ie IV-Stelle für Versicherte im Ausland ist eine Vorinstanz im Sinn von Art. 33 Bst. d VG G . 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Be- urteilung der beim Inkrafttreten des Verw altungsgerichtsgesetzes bei Eid- genössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei Beschw erde- diensten der D epartem ente hängigen R echtsm ittel. D ies ist vorliegend der Fall. D ie Beurteilung erfolgt nach neuem Verfahrensrecht (Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 D er angefochtene Einspracheentscheid vom 18. M ärz 2005 ist eine Verfü- gung im Sinn von Art. 5 Vw VG , durch die der Beschw erdeführer besonders berührt ist und an deren Aufhebung oder Änderung er ein schutzw ürdiges Interesse hat (Art. 48 Abs. 1 Bst. b und c Vw VG in der Fassung gem äss Anhang Ziff. 10 VG G , in Kraft seit 1. Januar 2007). D ie dagegen erhobene Beschw erde w urde frist- und form gerecht eingereicht (Art. 50 Abs. 1 Vw VG und Art. 52 Abs. 1 Vw VG ), w eshalb auf sie einzutreten ist. 2. 2.1 D er Beschw erdeführer ist Staatsangehöriger der R epublik Serbien. Ein Ab- kom m en zw ischen der Schw eizerischen Eidgenossenschaft und der R epu- blik Serbien über Soziale Sicherheit w ird derzeit ausgearbeitet. Bis zu dessen Inkrafttreten ist das am 1. M ärz 1964 in Kraft getretene Abkom m en zw ischen der Schw eizerischen Eidgenossenschaft und der Föderativen R epublik Jugoslaw ien über Sozialversicherung vom 8. Juni 1962 (SR 0.831.109.818.1) anw endbar. G em äss dessen Art. 2 sind Angehörige der Vertragsstaaten in den R echten und Pflichten aus der Bundesgesetz- gebung über die Invalidenversicherung einander gleichgestellt, sow eit in diesem Abkom m en und seinem Schlussprotokoll nichts Abw eichendes be- stim m t ist. 2.2 Am 1. Januar 2003 sind das Bundesgesetz über den Allgem einen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. O ktober 2000 (ATSG , SR 830.1) sow ie 4 die entsprechende Verordnung vom 11. Septem ber 2002 (ATSV, SR 830.11) in Kraft getreten. W eil in zeitlicher H insicht grundsätzlich diejeni- gen m ateriellrechtlichen R echtssätze m assgebend sind, die bei der Erfül- lung des zu R echtsfolgen führenden Sachverhalts G eltung haben (BG E 130 V 329 E. 2.3), sind hier die Bestim m ungen des ATSG und der ATSV, in Verbindung m it dem Bundesgesetz über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG , SR 831.20) in seiner Fassung vom 31. M ärz 2003 (4. IV-R evision; in Kraft seit 1. Januar 2004) anw endbar. Bezüglich der vor- liegend auf G rund von Art. 2 ATSG in Verbindung m it Art. 1 Abs. 1 IVG zu berücksichtigenden ATSG -N orm en zur Arbeitsunfähigkeit (Art. 6), Er- w erbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) und zur Bestim m ung des In- validitätsgrades (Art. 16) sow ie zur R evision der Invalidenrente und ande- rer D auerleistungen (Art. 17) hat das Schw eizerische Bundesgericht (vor- m als Eidgenössisches Versicherungsgericht) erkannt, dass es sich bei den in Art. 3-13 ATSG enthaltenen Legaldefinitionen in aller R egel um eine for- m ellgesetzliche Fassung der höchstrichterlichen R echtsprechung zu den entsprechenden Begriffen vor In-Kraft-Treten des ATSG handelt und sich inhaltlich dam it keine Änderung ergibt, w eshalb die hierzu entw ickelte R echtsprechung übernom m en und w eitergeführt w erden kann (vgl. BG E 130 V 343 E. 3.1, 3.2 und 3.3). Auch die N orm ierung des Art. 16 ATSG führt nicht zu einer M odifizierung der bisherigen Judikatur zur Invaliditäts- bem essung bei erw erbstätigen Versicherten, w elche w eiterhin nach der allgem einen M ethode des Einkom m ensvergleichs vorzunehm en ist (zu Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. D ezem ber 2002 in Kraft gestandenen Fassung vgl. BG E 128 V 29 E. 1, BG E 104 V 135 E. 2a und b). In verfahrensrechtlicher H insicht sind diejenigen R echtssätze m assge- bend, w elche im Zeitpunkt der Beschw erdebeurteilung G eltung haben (BG E 130 V 1 E. 3.2), sofern keine anderslautenden spezialgesetzlichen Ü bergangsbestim m ungen erlassen w erden. 2.3 N ach der ständigen R echtsprechung des Schw eizerischen Bundesgerichts sind für die richterliche Beurteilung grundsätzlich die tatsächlichen Verhält- nisse zur Zeit des Erlasses des strittigen Einspracheentscheids m assge- bend (BG E 132 V 368 E. 6.1 m it H inw eisen; vgl. auch Thom as Locher, G rundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Auflage, Bern 2003, § 74 N 20). D er angefochtene Entscheid datiert vom 18. M ärz 2005, so dass vor- liegend der Sachverhalt bis zu diesem D atum m assgeblich ist. 3. 3.1 Aufgrund der Beschw erdebegehren streitig und dam it zu prüfen ist im Fol- genden, ob die Vorinstanz zu R echt das G esuch des Beschw erdeführers um Zusprechung einer Invalidenrente abgew iesen hat. 3.2 Anspruch auf eine R ente der schw eizerischen Invalidenversicherung hat, w er invalid im Sinne des G esetzes (ATSG /IVG ) ist und beim Eintritt der Invalidität w ährend m indestens eines vollen Jahres Beiträge an die Alters-, H interlassenen- und Invalidenversicherung (AH V/IV) geleistet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG ). D iese Bedingungen m üssen kum ulativ gegeben sein; fehlt eine, so entsteht kein R entenanspruch, selbst w enn die andere erfüllt ist.5 3.3 D er Beschw erdeführer hat unbestrittenerm assen w ährend m ehr als einem Jahr Beiträge an die schw eizerische Alters-, H interlassenen- und Invali- denversicherung geleistet, so dass die Voraussetzung der M indestbei- tragsdauer für den Anspruch auf eine ordentliche Invalidenrente erfüllt ist (Art. 36 Abs. 1 IVG ). 3.4 N ach dem ATSG in Verbindung m it dem IVG ist der Begriff "Invalidität" nicht nach m edizinischen Kriterien definiert, sondern nach der U nfähigkeit, Erw erbseinkom m en zu erzielen (BG E 110 V 275 E. 4a, BG E 102 V 166) oder sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. D abei sind die Er- w erbs- bzw . Arbeitsm öglichkeiten nicht nur im angestam m ten Beruf bzw . in der bisherigen Tätigkeit, sondern auch in zum utbaren Verw eisungstätig- keiten zu prüfen. 3.4.1 N ach Art. 8 ATSG ist die Invalidität die voraussichtlich bleibende oder län- gere Zeit dauernde ganze oder teilw eise Erw erbsunfähigkeit. Art. 4 IVG führt dazu aus, dass die Invalidität Folge von G eburtsgebrechen, Krankheit oder U nfall sein kann; nach Abs. 2 dieser N orm gilt die Invalidität als ein- getreten, sobald sie die für die Begründung des Anspruchs auf die jew eili- ge Leistung erforderliche Art und Schw ere erreicht hat. 3.4.2 Erw erbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen G esundheit verursachte und nach zum utbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilw eise Verlust der Erw erbsm ög- lichkeiten auf dem in Betracht kom m enden ausgeglichenen Arbeitsm arkt (Art. 7 ATSG ). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen und geistigen G esundheit bedingte, volle oder teilw eise U nfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zum utbare Arbeit zu leisten. Bei langer D auer w ird auch die zum utbare Tätigkeit in einem ande- ren Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG ). 3.5 Ein Anspruch auf eine ganze R ente besteht gem äss Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis zum 31. D ezem ber 2003 gültig gew esenen Fassung, w enn die ver- sicherte Person m indestens zu zw ei D ritteln, derjenige auf eine halbe R en- te, w enn sie m indestens zur H älfte und derjenige auf eine Viertelsrente, w enn sie m indestens zu 40% invalid ist. N ach dem seit 1. Januar 2004 in Kraft stehenden Art. 28 Abs. 1 IVG hat ein Versicherter Anspruch auf eine Viertelsrente bei einem Invaliditätsgrad von 40% , auf eine halbe R ente bei einem solchen von 50% , auf eine D reiviertelsente bei einem G rad der In- validität von 60% und auf eine ganze R ente bei einem solchen von 70% . G em äss Abs. 1ter dieser N orm w erden R enten, die einem Invaliditätsgrad von w eniger als 50% entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die ih- ren W ohnsitz und gew öhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG ) in der Schw eiz haben. N ach der R echtsprechung des Schw eizerischen Bundesgerichts stellt Art. 28 Abs. 1ter IVG nicht eine blosse Auszahlungsvorschrift, sondern eine besondere Anspruchsvoraussetzung dar (BG E 121 V 275 E. 6c). 3.6 Für die Bestim m ung des Invaliditätsgrades w ird das Erw erbseinkom m en, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach D urch- führung der m edizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsm ass- nahm en durch eine ihr zum utbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-6 m arktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom m en), in Beziehung ge- setzt zum Erw erbseinkom m en, das sie erzielen könnte, w enn sie nicht in- valid gew orden w äre (sog. Valideneinkom m en, Art. 16 ATSG ). 3.6.1 D er Begriff des ausgeglichenen Arbeitsm arkts ist ein theoretischer und ab- strakter Begriff, w elcher dazu dient, den Leistungsbereich der Invaliden- versicherung von jenem der Arbeitslosenversicherung abzugrenzen. D er Begriff um schliesst einerseits ein bestim m tes G leichgew icht zw ischen dem Angebot von und der N achfrage nach Stellen; anderseits bezeichnet er ei- nen Arbeitsm arkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenar- tiger Stellen offen hält. N ach diesen G esichtspunkten bestim m t sich im Einzelfall, ob die invalide Person die M öglichkeit hat, ihre restliche Er- w erbsfähigkeit zu verw erten und ob sie ein rentenausschliessendes Ein- kom m en zu erzielen verm ag oder nicht (BG E 110 V 276 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 E. 3b). D araus folgt, dass für die Invaliditätsbem essung nicht dar- auf abzustellen ist, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeits- m arktverhältnissen verm ittelt w erden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch w irtschaftlich nutzen könnte, w enn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen w ürden (AH I 1998 S. 291 E. 3b). Von einer Arbeitsgelegenheit im Sinne von Art. 16 ATSG kann aber dort nicht m ehr gesprochen w erden, w o die zum utbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form m öglich ist, dass sie der allgem eine Arbeitsm arkt praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht realistischem Entgegenkom m en eines durchschnittlichen Arbeitge- bers m öglich w äre (SVR 1996 IV N r. 70 S. 204 E. 3c, ZAK 1989 S. 322 E. 4). 3.7 Zu bem erken bleibt, dass aufgrund des im gesam ten Sozialversicherungs- rechts geltenden G rundsatzes der Schadenm inderungspflicht ein in sei- nem bisherigen Tätigkeitsbereich dauernd arbeitsunfähiger Versicherter gehalten ist, innert nützlicher Frist Arbeit in einem anderen Berufs- oder Erw erbszw eig zu suchen und anzunehm en, sow eit sie m öglich und zum ut- bar erscheint (BG E 113 V 28 E. 4a, 111 V 239 E. 2a). D eshalb ist es am behandelnden Arzt bzw . am Vertrauensarzt einer IV-Stelle zu entscheiden, in w elchem Ausm ass ein Versicherter seine verbliebene Arbeitsfähigkeit bei zum utbarer Tätigkeit und zum utbarem Einsatz auf dem ausgeglichenen Arbeitsm arkt verw erten kann. D iese sogenannte Verw eisungstätigkeit hat sich der Versicherte anrechnen zu lassen (leidensangepasste Verw ei- sungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.), w obei es unerheblich ist, ob er seine R estarbeitsfähigkeit tatsächlich verw ertet oder nicht. 4. 4.1 D er Beschw erdeführer gab in dem am 20. Februar 2003 unterzeichneten Fragebogen der Vorinstanz (act. 26) an, nach dem Arbeitsunfall am 16. M ärz 1998 sei er oft krank und nicht m ehr fähig gew esen zu arbeiten. D ie Kausalität zw ischen den körperlichen Beschw erden und dem U nfallereig- nis m uss vorliegend nicht überprüft w erden, da gem äss Art. 4 Abs. 1 IVG in der Fassung gem äss Anhang Ziff. 8 ATSG , in Kraft seit 1. Januar 2003, Invalidität gleicherm assen Folge von Krankheit oder U nfall sein kann. Für 7 den R entenanspruch ist nicht die U rsache, sondern die Schw ere des G e- sundheitsschadens m assgeblich. Auch für die Frage des Anspruchsbe- ginns ist das U nfallereignis nicht relevant: D a die Anm eldung des Be- schw erdeführers am 10. D ezem ber 2002 erfolgte und gem äss Art. 48 Abs. 2 IVG (in der bis zum 31. D ezem ber 2002 geltenden Fassung) Leistungen der Invalidenversicherung lediglich für die zw ölf der Anm eldung vorange- henden M onate ausgerichtet w erden, ist für die Prüfung des Anspruchsbe- ginns nicht hinter diesen Zeitpunkt zurückzugehen. Ein allfälliger R enten- anspruch kann som it frühestens am 10. D ezem ber 2001 entstanden sein, sofern die Voraussetzungen nach Art. 29 Abs. 1 IVG (in der bis zum 31. D ezem ber 2002 geltenden Fassung) erfüllt w aren. 4.2 Vorliegend ist gem äss ständiger R echtsprechung davon auszugehen, dass es sich bei den Erkrankungen des Beschw erdeführers um ein labiles Lei- den handelt, w elches erst nach Ablauf der W artefrist gem äss Art. 29 Abs. 1 Bst. b IVG (in der bis zum 31. D ezem ber 2002 in Kraft gestandenen Fassung, w obei die am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Fassung gem äss Anhang Ziff. 8 ATSG keine m aterielle Änderung bew irkt hat) den R enten- anspruch auslöst (U rteil des Bundesgerichts I 163/05 vom 30. M ai 2005, BG E 119 V 98 E. 4a). D ie nach der Ausreise aus der Schw eiz im N ovem - ber 2001 eingereichten Arztberichte aus dem ehem aligen Jugoslaw ien äussern sich nicht zum Verlauf der Krankheit, sondern attestieren dem Be- schw erdeführer ohne nähere Begründung eine volle Arbeitsunfähigkeit. D ie G utachter des (Angaben zum Begutachtungsinstitut) führen in ihrer G esam tbeurteilung vom 16. August 2004 (vgl. act. 68, S. 15, Ziff. 6.1.3) aus, der Beschw erdeführer sei in seinem angestam m ten Beruf zu 100% arbeitsunfähig, doch sei der Beginn der Arbeitsunfähigkeit rückblickend schw er zu datieren, w eshalb von einer vollen Arbeitsunfähigkeit ab dem U ntersuchungsdatum auszugehen sei. D ie Frage des Anspruchsbeginns kann jedoch offengelassen w erden, w ie die nachstehenden Erw ägungen zeigen w erden. 4.3 D er Beschw erdeführer m acht geltend, seine Erw erbseinbusse betrage 100% und nicht 37% , w ie die Vorinstanz festgestellt habe. Vorab ist fest- zuhalten, dass eine 100% -ige Erw erbseinbusse nur vorliegt, w enn jegliche lukrative Tätigkeit ausgeschlossen ist, w as beim Beschw erdeführer m it Si- cherheit nicht der Fall ist. Für die Zusprechung einer ganzen Invaliden- rente w ar bis zum 31. D ezem ber 2003 ein Invaliditätsgrad von 66 2/3% ausreichend (Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis zum 31. D ezem ber 2003 gel- tenden Fassung) und seit dem Inkrafttreten der 4. IV-R evision am 1. Janu- ar 2004 ein solcher von 70% (Art. 28 Abs. 1 IVG in der Fassung gem äss Ziff. I des Bundesgesetzes vom 21. M ärz 2003, in Kraft seit 1. Januar 2004 [AS 2003 3837 3853]). U m überhaupt in den G enuss einer Invalidenrente zu kom m en, ist im Fall des Beschw erdeführers ein Invaliditätsgrad von m indestens 50% notw endig (Art. 28 Abs. 1 IVG sow ohl in der vor dem 1. Januar 2004 als auch danach geltenden Fassung in Verbindung m it Art. 28 Abs. 1ter IVG ). 4.4 D ie im Auftrag der Vorinstanz durchgeführte m edizinische Abklärung ergab folgende Ergebnisse:8 4.4.1 D r. m ed. L._______ führte die internistische Exploration durch. Er be- schrieb den G esam tzustand des Patienten als unauffällig, erw ähnte jedoch eine deutliche H andbeschw ielung beidseits. Für die Beurteilung der sub- jektiven Schm erzsym ptom atik verw ies er auf die übrigen Teilgutachten. 4.4.2 D r. m ed. A._______ diagnostizierte aus rheum atologischer Sicht: 1. C hronifiziertes lum bospondylogenes Schm erzsyndrom (IC D -10 M 54.4) - pseudoradikuläre Schm erzausstrahlung in beide Beine - leichte degenerative Veränderungen der Lendenw irbelsäule - Beschw erdeexazerbation und -persistenz nach Beckenkontusion anläss- lich Arbeitsunfall im M ärz 1998; 2. C hronifiziertes zervikospondylogenes Schm erzsyndrom m it unspezi- fischer Zervikobrachialgie beidseits (IC D -10 M 53.1) - radiologisch leichte degenerative Veränderungen der H alsw irbelsäule - radiologisch Blockw irbelbildung H W K 6/7 bei anam nestisch Status nach direkter H W S-Kontusion 1988. Zusam m enfassend entspreche das Beschw erdebild einem lum bospondylo- genen und zervikospondylogenen Schm erzsyndrom m it pseudoradikulärer Schm erzausstrahlung in alle Extrem itäten. U rsächlich liege am ehesten ein Zusam m enhang m it den nachgew iesenen, allerdings nur geringgradigen W irbelsäulenveränderungen vor. Sow ohl klinisch als auch radiologisch be- stünden keine H inw eise auf eine neurologische Kom plikation oder eine an- dere spezifische Schm erzursache. Aufgrund der genannten Befunde sei die Tätigkeit als Bauarbeiter nicht m ehr zum utbar; dagegen liege aus rheu- m atologischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für eine ge- eignete und behinderungsangepasste Tätigkeit vor. Eine Tätigkeit m it nur leichter körperlicher Belastung, insbesondere m it nur leichter bis höchs- tens interm ittierend m ittelstarker R ückenbelastung, ohne H eben, Tragen oder Ziehen von Lasten über 10 bis interm ittierend 20 kg, m it der M öglich- keit zu W echselpositionen und ohne repetitive Ü berkopf- oder R um pf- D rehbew egungen sei dem Exploranden aus rheum atologischer Sicht zu 100% zum utbar. Es bestehe eine D iskrepanz zw ischen der starken Ausprägung des sub- jektiven Beschw erdebildes bzw . der em pfundenen hochgradigen Behinde- rung einerseits und den nur geringgradigen klinischen und radiologischen Befunden andererseits. H ier m üsse eine w esentliche R olle von nicht-rheu- m atologischen Kontextfaktoren angenom m en w erden, bezüglich derer er auf das psychiatrische Teilgutachten und auf das G esam tgutachten ver- w eise. 4.4.3 D r. m ed. H ._______ führte die psychiatrische U ntersuchung durch. Er be- schrieb den Beschw erdeführer als kooperativ und freundlich, jedoch etw as sensibel und ängstlich. Er stellte folgende D iagnosen: 1. Anhaltende som atoform e Schm erzstörung (IC D -10 F 45.4); 2. Status nach depressiver Episode, heute rem ittiert (IC D -10 F 32.2); 3. Akzentuierte Persönlichkeitszüge vom ängstlich, etw as schw er nehm en- den, Konflikte verm eidenden Typ (IC D -10 Z 72.1). Beim Exploranden könne kein depressives Syndrom festgestellt w erden; es falle aber auf, dass dieser em otional etw as labilisiert sei. D er Explorand 9 zeige eine Schm erzsym ptom atik, die chronifiziert sei, sich über den gan- zen Körper ausdehne, therapieresistent bleibe und die der Explorand sub- jektiv als quälend erlebe. Als psychosozialer Belastungsfaktor m üsse eine gescheiterte Em igration festgestellt w erden. D er Explorand sei diesbezüg- lich in seinem Selbstw erterleben beeinträchtigt und tendiere zur Som atisie- rung seiner inneren Konflikte. Aus psychiatrischer Sicht sei der Explorand in einer leichten, seinen körperlichen Beschw erden angepassten Tätigkeit zu 100% einsetzbar. 4.4.4 In ihrer G esam tbeurteilung kam en die erw ähnten G utachter zum Schluss, dass beim Exploranden aus Sicht des Bew egungsapparates ein chronifi- ziertes, lum bospondylogenes Schm erzsyndrom bei leichten degenerativen Veränderungen, Fehlhaltung und m uskulärer D ysbalance vorliege, ebenso ein chronisches, zervikospondylogenes Schm erzsyndrom . Zusam m en m it der eingetretenen D ekonditionierung sei dem Exploranden eine körperlich schw er belastende Tätigkeit w ie diejenige als Bauarbeiter nicht m ehr zu- zum uten. H insichtlich der Problem atik des Bew egungsapparates, die subjektiv im Vordergrund stehe, seien beim Exploranden verschiedene diskrepante Be- obachtungen gem acht w orden, m it teilw eise spontan unauffälliger Bew eg- lichkeit m it anschliessend deutlicher G egeninnervation in der U ntersu- chungssituation. W ürden nur die objektivierbaren som atischen Befunde einbezogen, seien aus rheum atologischer Sicht körperlich leichte bis gele- gentlich m ittelschw ere w echselbelastende Tätigkeiten ohne Einschränkung zum utbar. Aus internistischer bzw . allgem ein-m edizinischer Sicht könne hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit auf den leichten D iabetes m ellitus, der m edikam entös behandelt w erde, verw iesen w erden. D er Explorand solle keine selbst- oder frem dgefährdenden Tätigkeiten durchführen, keine Leitern oder G e- rüste besteigen und kein gew erbsm ässiges Fahren von Fahrzeugen betrei- ben. Ansonsten bestünden aus som atischer Sicht keine Einschränkungen. Aus psychiatrischer Sicht könne zum jetzigen Zeitpunkt m it Sicherheit kei- ne D epression festgestellt w erden. Beim Exploranden bestehe eine Schm erzverarbeitungsstörung, w elche einer anhaltenden som atoform en Schm erzstörung zuzuordnen sei. D iese Befunde könnten jedoch keine Ein- schränkung der Arbeitsfähigkeit begründen. D er Explorand zeige eine deutliche Krankheits- und Behinderungsüber- zeugung, w elche jedoch insbesondere im Bereich der adaptierten Verw ei- sungstätigkeiten aufgrund der objektivierbaren Befunde aus som atischer und psychiatrischer Sicht nicht nachvollzogen w erden könne. Es bestehe eine deutliche D iskrepanz zur Selbsteinschätzung des Exploranden. D ie- ser lim itiere sich selber m ehr, als es m edizinisch und auch durch sein ei- genes Verhalten begründbar w äre. D ies w erde durch die Tatsache unter- strichen, dass der Explorand beidseits deutlich aufgeraute und beschw ielte H ände vorw eise, w as auf eine regelm ässige Tätigkeit schliessen lasse, w ie sie von den G utachtern als zum utbar erachtet w erde. 4.5 D ie aus den m edizinischen U ntersuchungen resultierenden Beurteilungen sind nachvollziehbar. D ie G utachter zeichnen ein differenziertes Bild der 10 Befindlichkeit des Beschw erdeführers und ordnen die Sym ptom e som ati- schen, psychischen und psychosozialen U rsachen zu. W as die D iagnose der anhaltenden som atoform en Schm erzstörung betrifft, so w äre diese für die R entenberechtigung allenfalls von Bedeutung, w enn eine psychische Kom orbidität von erheblicher Schw ere, Ausprägung und D auer festgestellt w ürde (BG E 131 V 49 E. 1.2), w as vorliegend infolge der dezidierten Ver- neinung einer D epression nicht der Fall ist. Auch die übrigen von der R echtsprechung entw ickelten Kriterien, w elche in Kom bination m it einer som atoform en Schm erzstörung rentenbegründend sein können, w ie chro- nische körperliche Begleiterkrankungen, ein m ehrjähriger, chronifizierter Krankheitsverlauf m it unveränderter oder progredienter Sym ptom atik ohne länger dauernde R ückbildung, ein sozialer R ückzug in allen Belangen des Lebens, ein verfestigter, therapeutisch nicht m ehr beeinflussbarer inner- seelischer Verlauf einer an sich m issglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbew ältigung (prim ärer Krankheitsgew inn; "Flucht in die Krankheit") oder das Scheitern einer konsequent durchgeführten am bulanten oder stationären Behandlung trotz kooperativer H altung der versicherten Person (BG E 131 V 49 E. 1.2), sind beim Beschw erdeführer nicht oder nur ansatz- w eise vorhanden. D ie Vorinstanz ist daher zu R echt der im Auftrag ihres m edizinischen D ienstes abgegebenen Stellungnahm e von D r. m ed. T._______ vom 6. O ktober 2004 (act. 70) gefolgt, w elcher die vollum fäng- liche Ü bernahm e der Ergebnisse des G utachtens vom 16. August 2004 em pfohlen hatte. 4.6 G estützt auf die im G utachten gezogenen Schlüsse bzw . die erw ähnte Stellungnahm e von D r. m ed. T._______ führte die Vorinstanz den Einkom - m ensvergleich (act. 71) durch. D er Berechnung des Invalideneinkom m ens legte sie den D urchschnitt der Vergleichslöhne in der Leder-, Schuh- und Textilindustrie (leichte industrielle Arbeit) sow ie im D ienstleistungssektor (Tätigkeit als H ausw art oder als M agaziner) zugrunde und gew ährte in Be- rücksichtigung des fortgeschrittenen Alters des Beschw erdeführers sow ie seiner schm erzbedingten Einschränkungen einen Abzug von 25% . In An- betracht der realistischen Verw eisungstätigkeiten und des von der R echt- sprechung m axim al zugelassenen leidensbedingten Abzugs von 25% (vgl. BG E 126 V 75 E. 5b/cc) kann die errechnete Einkom m enseinbusse von 37.05% nicht angezw eifelt w erden. 5. Aufgrund der vorstehenden Erw ägungen ergibt sich, dass die Vorinstanz zu R echt auf die Ergebnisse des G utachtens abgestellt und die Erw erbs- fähigkeit des Beschw erdeführers grundsätzlich bejaht hat. Auch der Ein- kom m ensvergleich w urde korrekt durchgeführt, so dass der Invaliditäts- grad von 37.05% bestätigt w erden m uss. Zusam m enfassend kann festge- halten w erden, dass sich die Beschw erde als unbegründet erw eist und da- her abgew iesen w erden m uss. 6. 6.1 Verfahrenskosten w erden keine erhoben, da es im vorliegenden Verfahren um eine Streitigkeit betreffend die Bew illigung oder Verw eigerung von Ver- sicherungsleistungen geht (vgl. die Ü bergangsbestim m ung vom 16. D e-11 zem ber 2005 [AS 2006 2004] zur Änderung des IVG , Bst. c, in Verbindung m it Art. 69 Abs. 1bis IVG in der Fassung vom 16. D ezem ber 2005, in Kraft seit 1. Juli 2006 [AS 2006 2003] sow ie Art. 4b der Verordnung über Kosten und Entschädigungen im Verw altungsverfahren vom 10. Septem ber 1969, SR 172.041.0, in der bis am 30. April 2007 geltenden Fassung). 6.2 Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens w ird keine Parteientschädi- gung zugesprochen (Art. 64 Abs. 1 Vw VG e contrario). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt, und es w ird keine Partei- entschädigung zugesprochen. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (m it G erichtsurkunde) - dem Bundesam t für Sozialversicherungen (m it G erichtsurkunde) D ie Instruktionsrichterin: D ie G erichtsschreiberin: Franziska Schneider Susanne G enner R echtsm ittelbelehrung G egen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundes- gericht, Schw eizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt w erden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichts- gesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie R echtsschrift hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. D er angefochtene Entscheid und die Bew eism ittel sind, sow eit sie der Beschw erdeführer in H änden hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BG G ). Versand am :