<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE 2001 39 S.155</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2001</span> <span class="title">Schulrecht</span> <span class="page_no">155</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> <span class="ft1"><b>IV. Schulrecht</b></span><br/> <br/> <br/> <br/> <span class="ft3"><b>39</b></span> <span class="ft3"><b>Anspruch auf Schulgeld für den Besuch einer Privatschule.</b></span><br/> <span class="ft3"><b>- Beim Besuch einer Privatschule besteht grundsätzlich kein Anspruch</b></span><br/> <span class="ft3"><b>auf Übernahme der Schulkosten durch das Gemeinwesen (Erw. 2)</b></span><br/> <span class="ft3"><b>- Die Dispensierung eines Schülers im neunten Schuljahr vom Unter-</b></span><br/> <span class="ft3"><b>richt, eine Ungewissheit von zweieinhalb Wochen über seine schuli-</b></span><br/> <span class="ft3"><b>sche Zukunft und ein Schulunterbruch von fünf Wochen können</b></span><br/> <span class="ft3"><b>keine Ausnahme für die Übernahme des Schulgeldes durch das Ge-</b></span><br/> <span class="ft3"><b>meinwesen begründen.</b></span><br/> <br/> <span class="ft4">Entscheid des Verwaltungsgerichts, 4. Kammer, vom 23. November 2001 in</span><br/> <span class="ft4">Sachen C. und A. F. gegen Einwohnergemeinde W.</span><br/> <br/> <span class="ft5"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft6">2. a) Gemäss § 34 Abs. 1 KV ist der Unterricht an öffentlichen</span><br/> <span class="ft6">Schulen und Bildungsanstalten für Kantonseinwohner grundsätzlich</span><br/> <span class="ft6">unentgeltlich. Träger des obligatorischen Unterrichts an den Volks-</span><br/> <span class="ft6">schulen, wozu namentlich die Primarschule, die Real-, die Sekundar-</span><br/> <span class="ft6">und die Bezirksschule (Oberstufe) sowie Sonderschulen gehören,</span><br/> <span class="ft6">sind die Gemeinden oder die Gemeindeverbände (§ 29 Abs. 1 KV;</span><br/> <span class="ft6">§ 52 Abs. 1 SchulG).</span><br/> <span class="ft6">Der in § 34 Abs. 1 KV statuierte Grundsatz der Unentgeltlich-</span><br/> <span class="ft6">keit des Unterrichts an öffentlichen Schulen wird im Schulgesetz</span><br/> <span class="ft6">konkretisiert. Für Kinder und Jugendliche mit Aufenthalt im Kanton</span><br/> <span class="ft6">ist der Unterricht an den öffentlichen Volks- und Mittelschulen un-</span><br/> <span class="ft6">entgeltlich (§ 3 Abs. 3 Satz 1 SchulG). Gemäss § 6 SchulG ist die</span><br/> <span class="ft6">Schulpflicht in der Regel in den öffentlichen Schulen der Wohnge-</span><br/> <span class="ft6">meinde oder des Schulkreises, zu dem die Wohngemeinde gehört, zu</span><br/> <span class="ft6">erfüllen.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2001</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">156</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">Nach klarem Wortlaut der vorerwähnten Normen bezieht sich</span><br/> <span class="ft6">das Kriterium der Unentgeltlichkeit ausschliesslich auf den Besuch</span><br/> <span class="ft6">öffentlicher Schulen am Wohnort des schulpflichtigen Kindes. Die</span><br/> <span class="ft6">Unentgeltlichkeit ist dabei das notwendige Gegenstück zur öffentli-</span><br/> <span class="ft6">chen Primarschulpflicht (§ 4 Abs. 1 SchulG), denn anders könnte das</span><br/> <span class="ft6">Schulobligatorium nicht wirksam durchgesetzt werden (Marco Bor-</span><br/> <span class="ft6">ghi, Kommentar zur schweizerischen Bundesverfassung, Stand Juni</span><br/> <span class="ft6">1988, Zürich/Basel/Bern, Art. 27 N 53 ff.). Für den entgeltlichen</span><br/> <span class="ft6">Unterricht an Privatschulen haben die Betroffenen indessen grund-</span><br/> <span class="ft6">sätzlich selber aufzukommen (§ 3 Abs. 3 SchulG e contrario).</span><br/> <span class="ft6">b) Soweit Entgeltlichkeit besteht, können jedoch ausserordentli-</span><br/> <span class="ft6">che Situationen Sonderheiten herbeiführen, die namentlich den un-</span><br/> <span class="ft6">terhaltspflichtigen Eltern unverhältnismässige Lasten aufbürden</span><br/> <span class="ft6">würden. Diese Ausnahmen ergeben sich verfassungsrechtlich aus</span><br/> <span class="ft6">§ 34 Abs. 3 KV, wonach die Träger der Schulen für Kinder, die we-</span><br/> <span class="ft6">gen der Lage ihres Wohnortes, aus sozialen Gründen oder wegen</span><br/> <span class="ft6">einer Behinderung benachteiligt sind, für ausgleichende Massnah-</span><br/> <span class="ft6">men zu sorgen haben (§ 34 Abs. 1 und 3 KV; AGVE 1986, S. 143</span><br/> <span class="ft6">ff.): Bei abseits gelegenen Wohnorten kann sich aufdrängen, den</span><br/> <span class="ft6">Schulpflichtigen den Besuch ausserkantonaler Schulen zu ermögli-</span><br/> <span class="ft6">chen. Soziale Benachteiligung oder Invalidität, die insbesondere die</span><br/> <span class="ft6">Unterrichtung Schulpflichtiger in Sonderschulen und Heimen erfor-</span><br/> <span class="ft6">dern, können finanzielle oder reale Hilfe gebieten (Kurt Eichenber-</span><br/> <span class="ft6">ger, Verfassung des Kantons Aargau, Textausgabe und Kommentar,</span><br/> <span class="ft6">Aarau/Frankfurt am Main/Salzburg 1986, § 34 N 1 ff.).</span><br/> <span class="ft6">c) Ein gesetzlicher Anspruch auf auswärtigen, unentgeltlichen</span><br/> <span class="ft6">Schulbesuch besteht, wenn die Aufenthaltsgemeinde die betreffende</span><br/> <span class="ft6">Schulstufe oder den Schultyp nicht führt (§ 52 Abs. 1 SchulG) oder</span><br/> <span class="ft6">beim Vorliegen triftiger Gründe. Triftige Gründe werden nach der</span><br/> <span class="ft6">Praxis angenommen, wenn aufgrund besonderer Verhältnisse die An-</span><br/> <span class="ft6">wendung der allgemeinen Regel des Schulbesuchs am Wohnort (§ 6</span><br/> <span class="ft6">Abs. 1 SchulG) nicht sachgerecht erscheint und zu Härten und Un-</span><br/> <span class="ft6">billigkeiten führen würde. Als triftige Gründe wurden von der Recht-</span><br/> <span class="ft6">sprechung u.a. eine massive, objektive Störung der Eltern-Lehrer</span><br/> <span class="ft6">Beziehung anerkannt, wenn diese sich auf das Lehrer-Schüler Ver-</span><br/> <span class="ft6">hältnis auswirkt und damit der Unterrichtserfolg und eine gesunde</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2001</span> <span class="title">Schulrecht</span> <span class="page_no">157</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">Persönlichkeitsentwicklung des Kindes in Frage gestellt werden</span><br/> <span class="ft6">(AGVE 1995, S. 606; zu andern Gründen: AGVE 1996, S. 212 [Al-</span><br/> <span class="ft6">leinerziehender Elternteil ohne genügende Betreuungsmöglichkeit</span><br/> <span class="ft6">am Wohnort]; AGVE 1989, S. 503 und Verwaltungspraxis der Bun-</span><br/> <span class="ft6">desbehörden [VPB] 48/III/1984, S. 263 [Unzumutbarer Schulweg]).</span><br/> <span class="ft6">Diese Rechtsprechung wurde anlässlich der Schulgesetzrevision vom</span><br/> <span class="ft6">17. März 1998 (Inkrafttreten am 1. August 1998) in die gesetzliche</span><br/> <span class="ft6">Regelung von § 6 Abs. 2 SchulG überführt, wonach der Schulbesuch</span><br/> <span class="ft6">ausserhalb der Wohn- bzw. Aufenthaltsgemeinde aus <i>wichtigen</i></span><br/> <span class="ft5"><i>Gründen</i> die Unentgeltlichkeit gemäss § 3 Abs. 3 SchulG nicht auf-</span><br/> <span class="ft6">hebt.</span><br/> <span class="ft6">d) S. hat ab dem 9. Dezember 1999 keine öffentliche Schule</span><br/> <span class="ft6">ausserhalb der Wohngemeinde besucht, sondern eine Privatschule,</span><br/> <span class="ft6">für die grundsätzlich kein Anspruch auf Schulgelder besteht (vgl.</span><br/> <span class="ft6">Erw. a hievor). Nach dem Schreiben des Gemeinderates W. vom</span><br/> <span class="ft6">16. Dezember 1999 hätte S. ab Januar 2000 die Realschule in U. be-</span><br/> <span class="ft6">suchen können, wofür die Gemeinde eine Kostengutsprache geleistet</span><br/> <span class="ft6">hätte (Klageantwortbeilage 4). Bleibt zu prüfen, ob im konkreten Fall</span><br/> <span class="ft6">allenfalls triftige Gründe für die <i>ausnahmsweise</i> Übernahme von</span><br/> <span class="ft6">Schulgeldern einer Privatschule vorlagen.</span><br/> <span class="ft6">aa) Die Kläger machen geltend, die Dispensierung S. vom</span><br/> <span class="ft6">Schulunterricht sei unzulässig gewesen, da sie nicht vom zuständigen</span><br/> <span class="ft6">Erziehungsdepartement ausgesprochen worden sei.</span><br/> <span class="ft6">Tatsächlich ist der Ausschluss eines Schülers vom Unterricht in</span><br/> <span class="ft6">Pflicht- und Wahlpflichtfächern sowie die Wegweisung von der</span><br/> <span class="ft6">Schule vor Vollendung der Schulpflicht nur durch das Erziehungsde-</span><br/> <span class="ft6">partement und nur in Ausnahmefällen zulässig. Für die Dauer eines</span><br/> <span class="ft6">Verfahrens um Einweisung in ein Erziehungsheim kann das Erzie-</span><br/> <span class="ft6">hungsdepartement in Abstimmung mit der Vormundschaftsbehörde</span><br/> <span class="ft6">auf Antrag der Schulpflege einen Schüler ausschliessen, wenn der</span><br/> <span class="ft6">ordentliche Schulbetrieb anders nicht gewährleistet werden kann</span><br/> <span class="ft6">(§ 38a Abs. 2 und 3 SchulG). Auch wenn die Schulpflege S. unzuläs-</span><br/> <span class="ft6">sigerweise vom Unterricht dispensiert haben sollte (diese Frage ist</span><br/> <span class="ft6">im vorliegenden Verfahren nicht abschliessend zu klären), hat dies</span><br/> <span class="ft6">nicht zur Folge, dass die Gemeinde die Kosten für den Privatschul-</span><br/> <span class="ft6">besuch zu tragen hat. Das adäquate Mittel, sich gegen einen unzuläs-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2001</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">158</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">sigen Dispensierungsentscheid zu wehren, wäre die Beschwerde an</span><br/> <span class="ft6">den Bezirksschulrat gewesen (§ 77 Abs. 3 SchulG). Da die Kläger</span><br/> <span class="ft6">statt einer Beschwerde die Lösung einer Privatschule vorgezogen</span><br/> <span class="ft6">haben, begründet das Vorgehen der Schulpflege keinen wichtigen</span><br/> <span class="ft6">Grund, die Gemeinde das Schulgeld für den Privatschulbesuch tra-</span><br/> <span class="ft6">gen zu lassen.</span><br/> <span class="ft6">bb) Die Kläger führen aus, sie hätten bis am 11. Dezember 1999</span><br/> <span class="ft6">keinen definitiven Entscheid gehabt, ob S. wieder in eine öffentliche</span><br/> <span class="ft6">Schule gehen könne. Klar sei einzig gewesen, dass ein Übertritt nicht</span><br/> <span class="ft6">vor Januar 2000 - mithin rund sechs Wochen nach der Dispensie-</span><br/> <span class="ft6">rung - erfolgen könne. Sie seien einzig am 4. Dezember 1999 vom</span><br/> <span class="ft6">Schulpfleger Z. mündlich informiert worden, dass erste Kontakte mit</span><br/> <span class="ft6">der Realschule U. stattgefunden hätten. Die Möglichkeit eines Über-</span><br/> <span class="ft6">trittes sei aber immer als sehr unsicher dargestellt worden. Insofern</span><br/> <span class="ft6">machen die Kläger geltend, die Zeit, in welcher sie keine Informatio-</span><br/> <span class="ft6">nen über die schulische Zukunft ihres Sohnes hatten, sei zu lange</span><br/> <span class="ft6">gewesen, weshalb sie sich nach einer geeigneten Privatschule hätten</span><br/> <span class="ft6">umsehen müssen.</span><br/> <span class="ft6">An der Verhandlung wurde klar, dass, obwohl die Schulpflege</span><br/> <span class="ft6">unmittelbar nach der Dispensierung von S. Gespräche mit der Schul-</span><br/> <span class="ft6">pflege U. über einen möglichen Übertritt führte, für die Eltern bis</span><br/> <span class="ft6">zum 11. Dezember 1999 nicht klar war, ob ein Übertritt nach U.</span><br/> <span class="ft6">tatsächlich klappen würde. Das undatierte Schreiben der Schulpflege</span><br/> <span class="ft6">an den Gemeinderat, welches bei diesem am 7. Dezember 1999 ein-</span><br/> <span class="ft6">getroffen ist und worin der provisorische Entscheid festgehalten</span><br/> <span class="ft6">wurde, dass S. auf den 3. Januar 2000 nach U. wechseln könne, ist</span><br/> <span class="ft6">den Klägern nicht zugestellt worden. Allerdings hat der Schulpfleger</span><br/> <span class="ft6">Z. den Klägern diese provisorische Zustimmung der Schulpflege U.</span><br/> <span class="ft6">am 4. Dezember 2001 telefonisch mitgeteilt.</span><br/> <span class="ft6">Schon ab dem Tag der Dispensation liefen die Abklärungen und</span><br/> <span class="ft6">Kontakte zwischen den zuständigen Behörden in W. und U. So</span><br/> <span class="ft6">konnte schon auf den 11. Dezember 1999 - rund zweieinhalb Wochen</span><br/> <span class="ft6">nach der Dispensierung - zu einer Sitzung zwischen den zuständigen</span><br/> <span class="ft6">Behörden und den Lehrkräften eingeladen werden, um das weitere</span><br/> <span class="ft6">Vorgehen für den Übertritt abzuklären. Der Informationsfluss</span><br/> <span class="ft6">zwischen den Klägern und der Schulpflege war in dieser Phase zwar</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2001</span> <span class="title">Schulrecht</span> <span class="page_no">159</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">nicht optimal. Dies kann aber nicht allein der Schulpflege angelastet</span><br/> <span class="ft6">werden. Auch den Klägern kann zugemutet werden, dass sie von sich</span><br/> <span class="ft6">aus bei den Behörden nachfragen, wie es weitergehen soll, wenn sie</span><br/> <span class="ft6">keine diesbezüglichen Informationen erhalten. Hätten sie dies getan,</span><br/> <span class="ft6">so hätten sie erfahren, dass die Abklärungen mit U. schon weit fort-</span><br/> <span class="ft6">geschritten waren und die Behörden in U. im Grundsatz einer Auf-</span><br/> <span class="ft6">nahme von Stefan zugestimmt hatten. Allein die Tatsache, dass die</span><br/> <span class="ft6">Kläger in den zweieinhalb Wochen seit der Dispensierung keinen</span><br/> <span class="ft6">definitiven Entscheid über die Aufnahme von Stefan in U. bekamen,</span><br/> <span class="ft6">kann somit keinen triftigen Grund für die Übernahme des Privat-</span><br/> <span class="ft6">schulgeldes bilden.</span><br/> <span class="ft6">cc) Weiter bringen die Kläger vor, die allfällige Lösung mit der</span><br/> <span class="ft6">Realschule in U. hätte frühestens auf Anfang Januar realisiert werden</span><br/> <span class="ft6">können. Ein Schulunterbruch von sechs Wochen sei aber für S. un-</span><br/> <span class="ft6">zumutbar gewesen, weshalb es sich aufgedrängt habe, nach einer</span><br/> <span class="ft6">sofortigen Lösung zu suchen. Diese habe sich dann auch mit der Pri-</span><br/> <span class="ft6">vatschule "H." in B. ergeben, wo S. schon ab dem 9. Dezember 1999</span><br/> <span class="ft6">wieder habe zur Schule gehen können.</span><br/> <span class="ft6">Nach Abzug der Weihnachtsferien hätte sich die unterrichtsfreie</span><br/> <span class="ft6">Zeit für S. bis zu einem allfälligen Übertritt nach U. auf fünf Wochen</span><br/> <span class="ft6">belaufen. Ein Schulunterbruch von fünf Wochen für sich alleine er-</span><br/> <span class="ft6">scheint noch nicht als ausreichend, damit sich der Besuch einer Pri-</span><br/> <span class="ft6">vatschule aufgedrängt hätte.</span><br/> <span class="ft6">Ausserdem hätten die Kläger verlangen können, dass die Dis-</span><br/> <span class="ft6">pensierung für die verbleibende Zeit bis zu den Weihnachtsferien</span><br/> <span class="ft6">aufgehoben würde, nachdem feststand, dass sich bis im Januar keine</span><br/> <span class="ft6">Lösung abzeichnen würde. Oder sie hätten eine adäquate Aufgaben-</span><br/> <span class="ft6">stellung durch den zuständigen Lehrer verlangen können, damit ein</span><br/> <span class="ft6">minimaler Unterricht für S. gewährleistet gewesen wäre. Ein Aus-</span><br/> <span class="ft6">nahmetatbestand, welcher die Übernahme des Schulgeldes für die</span><br/> <span class="ft6">Privatschule rechtfertigen würde, ist durch den Unterbruch von fünf</span><br/> <span class="ft6">Wochen nicht erfüllt.</span><br/></div> </div> </body> </html>