<h2>SubmittedText<h2><p>Zur Verminderung der Arbeitslosigkeit und zur Verbesserung der Arbeitssituation von Frauen - auch der künftigen - ersuche ich den Bundesrat, sofort verschiedene Massnahmen zu ergreifen und entsprechende Anordnungen zu treffen:</p><p>1. Der Bundesrat initiiert frauenspezifische Beschäftigungsprogramme, welche auf die spezifischen Arbeits- und Lebensbiographien von Frauen Rücksicht nehmen.</p><p>2. Der Bundesrat lanciert ein frauenspezifisches Bildungsprogramm, das Ausbildungs- und Weiterbildungsmassnahmen unter Ausschöpfung sämtlicher Möglichkeiten umfasst. Miteinzubeziehen sind unter anderem die Weiterbildungsoffensive, die diesbezüglichen Verbesserungen in der Arbeitslosenversicherung sowie Ansprüche auf genügend Stipendien und andere Finanzierungsmöglichkeiten.</p><p>3. Im Rahmen seiner Funktion als Arbeitgeber entwickelt der Bundesrat sofort ein Programm, damit der Frauenanteil auf allen Ebenen in der Bundesverwaltung und den öffentlichen Betrieben rasch und massiv angehoben werden kann. Insbesondere schafft er auf allen Hierarchiestufen Teilzeitstellen, die Frauen und Männern angeboten werden. Er beschliesst - in Konkretisierung des Gleichstellungsgesetzes - geeignete Massnahmen zur Erreichung des gleichen Zieles in der Privatwirtschaft.</p><p>4. Der Bundesrat entwickelt ein Programm zur Verbesserung der Situation von teilzeitarbeitenden Frauen. Dazu gehören unter anderem die sozial- und arbeitsrechtliche Gleichstellung der Teilzeitarbeitenden mit den Vollzeiterwerbstätigen, somit der Ausbau der Arbeitslosenversicherung unter Berücksichtigung der Situation von Wiedereinsteigerinnen nach einer über zweijährigen Familienphase, eine eigenständige Mutterschaftsversicherung sowie allgemein familienfreundliche Arbeitszeitregelungen.</p><p>5. Der Bundesrat erarbeitet ein Konzept und stellt die nötigen Finanzmittel bereit, damit die Frauen aller Kantone und Gemeinden in der Schweiz gezielt über ihre spezifischen Ansprüche an die Arbeitslosenversicherung bezüglich Weiterbildung, Vermittlung und Anspruchsberechtigung informiert werden.</p><p>6. Das öffentliche Angebot an Möglichkeiten für die ausserhäusliche Kinderbetreuung für alle Altersstufen ist massiv zu erweitern. Dazu gehört der Ausbau von Krippen- und Hortplätzen, die Einrichtung von Mittagstischen für die Kinder des Bundespersonals, die auch für weitere Kreise geöffnet sind. Im Rahmen seiner Kompetenzen fördert er die Bereitstellung eines genügenden, vielfältigen Angebotes externer Kinderbetreuung.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2>Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.