<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird ersucht, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Mit welchen Kosten (einmalig, wiederkehrend) wäre eine Verlegung der Empa Dübendorf und der Empa St. Gallen nach Lausanne verbunden?</p><p>2. Teilt der Bundesrat die Auffassung, dass eine Verlegung zu einem erheblichen Know-how-Verlust dadurch führen könnte, dass ein Teil des Personals nicht mitgehen würde?</p><p>3. Sieht der Bundesrat in der Verlegung einen Nutzen und, wenn ja, wie quantifiziert er ihn?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Gemäss Artikel 25 Absatz 1 Buchstabe a des ETH-Gesetzes (SR 414.110) bestimmt der ETH-Rat die Strategie des ETH-Bereiches im Rahmen des von den eidgenössischen Räten genehmigten Leistungsauftrages. Auf dieser Grundlage, d. h. in Übereinstimmung mit den Zielen des Leistungsauftrages des Bundesrates an den ETH-Bereich für die Jahre 2004-2007, hat der ETH-Rat im Dezember 2004 im Rahmen seines strategischen Projektes "Zukunft des ETH-Bereiches" Grundsatzbeschlüsse über die Errichtung von Kompetenzzentren in den Bereichen der Energie, der Umwelt und Nachhaltigkeit, der Life Sciences sowie der Materialwissenschaften gefällt. Bei diesen Kompetenzzentren handelt es sich in erster Linie um die Bündelung von Kräften in der Grundlagen- und themenorientierten Forschung durch die verstärkte Zusammenarbeit von Hochschulen, Industrie und öffentlicher Hand.</p><p>Verschiedene Szenarien der Ausgestaltung dieser vier Kompetenzzentren werden zurzeit vom ETH-Bereich ausgearbeitet. Im Bereich der Materialwissenschaften sieht ein Szenario die mögliche Verlegung von Teilen der Empa nach Lausanne vor. Der ETH-Rat wird im Juni 2005 erstmals über diese Szenarien diskutieren und voraussichtlich Ende 2005 oder Anfang 2006 darüber beschliessen.</p><p>Der Bundesrat unterstützt grundsätzlich die Schaffung von institutionsübergreifenden Kompetenzzentren. Er kann heute aber zu den sich in Erarbeitung befindenden Szenarien und somit auch zu einer möglichen Verlegung von Teilen der Empa nach Lausanne keine Stellungnahme abgeben. Der Bundesrat wird jedoch zum gegebenen Zeitpunkt die Beschlüsse und gegebenenfalls Anträge des ETH-Rates im Hinblick auf die Ausarbeitung des Leistungsauftrages an den ETH-Bereich für die Jahre 2008-2011 sowie im Kontext der Erfüllung des Postulates Haering 00.3755, "Evaluation der Forschungsanstalten im ETH-Bereich", prüfen. Dabei wird er den Anliegen des Interpellanten Rechnung tragen. Der Leistungsauftrag des Bundesrates an den ETH-Bereich für die Jahre 2008-2011 wird danach den eidgenössischen Räten zur Genehmigung unterbreitet.</p><p>Aus den genannten Gründen ist im gegenwärtigen Zeitpunkt keine quantifizierte Aussage zu den gestellten Fragen möglich.</p>  Antwort des Bundesrates.