<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2013.00127</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=212923&amp;W10_KEY=4467112&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2013.00127</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 03.06.2013</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Straf- und Massnahmenvollzug</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>bedingte Entlassung nach Art. 86 StGB</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bedingte Entlassung nach Art. 86 StGB<br/><br/>Unter den gegebenen Umständen ist von einer Rückweisung der Sache an die Vorinstanz wegen der Verletzung des Replikrechts des Beschwerdeführers abzusehen (E. 2.3). Die Vorinstanz hat die Frage der Rückfallgefahr und die diesbezüglich relevanten Gesichtspunkte in einer Gesamtwürdigung umfassend geprüft. Sie setzte sich insbesondere mit dem Vorleben und der Täterpersönlichkeit des Beschwerdeführers sowie dessen voraussichtlichen Lebensverhältnissen nach einer Entlassung auseinander und erachtete die weitere Strafverbüssung gegenüber der bedingten Entlassung als vorteilhaft (E. 5.3). Bis anhin konnte noch keine vertiefte Tataufarbeitung erfolgen. Dass der Beschwerdeführer die Therapie im Oktober 2012 wieder aufnahm und ein Lernprogramm absolvierte, ist zwar lobenswert, erscheint jedoch nicht ausreichend, um von einer entscheidend verbesserten Legalprognose ausgehen zu können. Gerade bei Rückfälligen sind an eine günstige Prognose höhere Anforderungen zu stellen. Darüber hinaus zeigen auch die Umstände, die zur Rückversetzung in den geschlossenen Strafvollzug führten, dass noch keine Stabilisierung bzw. Verminderung des Rückfallrisikos stattfinden konnte. Die Fortführung der Therapie im Rahmen des Strafvollzugs bietet jedoch die Möglichkeit hierzu. Die weitere Strafverbüssung dürfte daher auf die diesbezügliche Entwicklung des Beschwerdeführers einen positiven Einfluss ausüben. Dementsprechend ist momentan auch die Gefahr der Begehung weiterer Straftaten bei einer bedingten Entlassung höher einzuschätzen als bei Vollverbüssung der Strafe (E. 5.3.3).<br/><br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ANORDNUNG IM STRAF- UND MASSNAHMENVOLLZUG">ANORDNUNG IM STRAF- UND MASSNAHMENVOLLZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEDINGTE ENTLASSUNG">BEDINGTE ENTLASSUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DIFFERENZIALPROGNOSE">DIFFERENZIALPROGNOSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGALPROGNOSE">LEGALPROGNOSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REPLIKRECHT">REPLIKRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKFALLGEFAHR">RÃCKFALLGEFAHR</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 29 Abs. II BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 63 StGB</span><br/><span class="gerade">Art. 86 Abs. I StGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=18138" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2013.00127</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der Einzelrichterin</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">3. Juni 2013</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Cyrill Bienz.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, zzt. GefÃ¤ngnis B,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Justizvollzug Kanton ZÃ¼rich, <br/> Rechtsdienst der Amtsleitung,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend bedingte Entlassung nach Art. 86 StGB,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A wurde mit Urteil des Bezirksgerichts C vom 4. Mai 2011 des gewerbsmÃ¤ssigen Betrugs, mehrfachen Diebstahls, mehrfachen betrÃ¼gerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage, mehrfacher Pornografie, der mehrfachen UrkundenfÃ¤lschung, der mehrfachen Widerhandlung gegen das Edelmetallgesetz und der Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz schuldig gesprochen. Die mit Urteil des Bezirksgerichts C vom 20. April 2004 ausgefÃ¤llte bedingte Strafe von 15 Monaten Freiheitsstrafe wurde widerrufen und A in den Vollzug der mit Urteil des Bezirksgerichts C vom 10. September 2002 ausgefÃ¤llten Freiheitsstrafe von sechs Monaten, deren bedingter Vollzug mit Beschluss des Bezirksgerichts C vom 20. April 2004 widerrufen worden war, rÃ¼ckversetzt. A wurde zu einer Freiheitsstrafe von fÃ¼nf Jahren als Gesamtstrafe, wobei 377 Tage durch Untersuchungshaft erstanden waren, und einer Busse von Fr. 300.- verurteilt. Gleichzeitig wurde eine ambulante Behandlung im Sinn von Art. 63 des Strafgesetzbuchs vom 21. Dezember 1937 (StGB) angeordnet. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wurde nicht aufgeschoben. </p> <p class="Sachverhalt2">Auf Berufung hin sprach das Obergericht des Kantons ZÃ¼rich A auch des gewerbsmÃ¤ssigen Betrugs schuldig und bestrafte ihn mit einer Freiheitsstrafe von vier Jahren als Gesamtstrafe, wovon 377 Tage durch Untersuchungshaft sowie 493 Tage durch vorzeitigen Strafantritt erstanden waren, sowie einer Busse von Fr. 300.-. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wurde nicht aufgeschoben.</p> <p class="Sachverhalt2">Zurzeit befindet sich A im GefÃ¤ngnis B. Das effektive Strafende fÃ¤llt auf den 25. September 2014, zwei Drittel des Vollzugs waren am 24. Dezember 2012 verbÃ¼sst.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Am 1. November 2012 ersuchte A um bedingte Entlassung auf den Zweidritteltermin hin. Nach erfolgter AnhÃ¶rung lehnte das Amt fÃ¼r Justizvollzug das Gesuch mit VerfÃ¼gung vom 29. November 2012 ab.</p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen erhob A mit Eingabe vom 26. Dezember 2012 Rekurs bei der Direktion der Justiz und des Innern (fortan: Justizdirektion) und beantragte die Aufhebung der VerfÃ¼gung vom 29. November 2012 sowie die GewÃ¤hrung der bedingten Entlassung auf den Zweidritteltermin hin. Mit VerfÃ¼gung vom 29. Januar 2013 wies die Justizdirektion den Rekurs ab und auferlegte A die Verfahrenskosten.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">A erhob daraufhin am 27. Februar 2013 Beschwerde am Verwaltungsgericht und beantragte sinngemÃ¤ss die Aufhebung der VerfÃ¼gung vom 29. Januar 2012 sowie die GewÃ¤hrung der bedingten Entlassung. </p> <p class="Sachverhalt2"><span>Am 5. MÃ¤rz 2013 beantragte die Justizdirektion unter Verzicht auf Vernehmlassung und Verweis auf die BegrÃ¼ndung der VerfÃ¼gung vom 29. Januar 2012 die Abweisung der Beschwerde. Am 12. April 2013 erstattete das Amt fÃ¼r Justizvollzug die Beschwerdeantwort und beantragte ebenfalls die Abweisung der Beschwerde, wobei es auf die BegrÃ¼ndungen der angefochtenen VerfÃ¼gungen verwies. A nahm zu diesen Eingaben nicht mehr Stellung.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Einzelrichterin</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a </span>des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) <span>zur Beurteilung der Beschwerde zustÃ¤ndig. </span>Die Behandlung von Beschwerden betreffend den Straf- und Massnahmenvollzug fÃ¤llt in die einzelrichterliche ZustÃ¤ndigkeit, sofern â wie hier â kein Fall von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung vorliegt (§ 38b Abs. 1 lit. d Ziff. 2 und § 38b Abs. 2 VRG). Da vorliegend<span> sÃ¤mtliche Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Die Vorinstanz liess dem BeschwerdefÃ¼hrer die Rekursantwort vom 10. Januar 2013 zwar zukommen, teilte diesem im beigelegten Schreiben jedoch gleichzeitig mit, dass die Sachverhaltsermittlungen damit abgeschlossen seien und die Behandlungsfrist fÃ¼r den Rekursentscheid zu laufen beginne. Da der BeschwerdefÃ¼hrer somit zur Rekursantwort nicht Stellung nehmen konnte, wurde sein Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r bzw. sein Replikrecht gemÃ¤ss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) verletzt (vgl. BGE 133 I 100 E. 4.6; VGr, 23. Juni 2011, VB.2011.00223, E. 4.5; VGr, 10. Juni 2010, VB.2010.00120, E. 2.7).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Der Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r gemÃ¤ss Art. 29 Abs. 2 BV ist formeller Natur und setzt keinen Nachweis eines materiellen Interesses voraus; eine GehÃ¶rsverletzung zieht daher grundsÃ¤tzlich die Aufhebung der angefochtenen Anordnung nach sich, ungeachtet der Erfolgsaussichten des Rechtsmittels in der Sache selbst (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 8 N. 5). GemÃ¤ss der Rechtsprechung kann eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs jedoch ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die MÃ¶glichkeit erhÃ¤lt, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu Ã¤ussern, die sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtslage frei Ã¼berprÃ¼fen kann. Von einer RÃ¼ckweisung ist selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs dann abzusehen, wenn und soweit die RÃ¼ckweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnÃ¶tigen VerzÃ¶gerungen fÃ¼hren wÃ¼rde, die mit dem Interesse der betroffenen Partei an einer befÃ¶rderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wÃ¤ren (vgl. BGE 133 I 201 E. 2.2; BGE 136 V 117 E. 4.2.2.2). FÃ¼r den Entscheid Ã¼ber RÃ¼ckweisung oder Heilung im Einzelfall ist die konkrete Interessenlage zu berÃ¼cksichtigen (vgl. RB 1995 Nr. 23).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Eine Verletzung des Replikrechts ist in der Regel als schwere GehÃ¶rsverletzung zu bezeichnen. Nachdem die Vorinstanz dem BeschwerdefÃ¼hrer die Rekursantwort bereits vor ihrem Entscheid zugestellt hatte und es jenem deshalb grundsÃ¤tzlich noch mÃ¶glich gewesen wÃ¤re, hierzu Stellung zu nehmen, wiegt die infrage stehende GehÃ¶rsverletzung allerdings weniger schwer. Der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤tte sodann im Beschwerdeverfahren Gelegenheit</span> gehabt<span>, zur Rekursantwort Stellung zu nehmen. Vor diesem Hintergrund, und insbesondere da eine RÃ¼ckweisung unter den gegebenen UmstÃ¤nden aller Voraussicht nach lediglich zu einem formalistischen Leerlauf fÃ¼hren wÃ¼rde, ist von einer RÃ¼ckweisung der Sache wegen der Verletzung des Replikrechts an die Vorinstanz abzusehen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Beschwerdegegner und die Vorinstanz begrÃ¼ndeten die Abweisung des Gesuchs um bedingte Entlassung bzw. des Rekurses vornehmlich mit der negativen Legalprognose des BeschwerdefÃ¼hrers. Dieser ist demgegenÃ¼ber der Ansicht, alle Voraussetzungen fÃ¼r eine bedingte Entlassung seien erfÃ¼llt. Es kÃ¶nne erwartet werden, dass er sich nach seiner Entlassung straffrei verhalten werde.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Hat der Gefangene zwei Drittel seiner Strafe, mindestens aber drei Monate verbÃ¼sst, ist er bedingt zu entlassen, wenn es sein Verhalten im Strafvollzug rechtfertigt und nicht anzunehmen ist, er werde weitere Verbrechen oder Vergehen begehen (Art. 86 Abs. 1 StGB). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung stellt die bedingte Entlassung im letzten Drittel der Strafdauer die Regel dar, von der nur in AusnahmefÃ¤llen bzw. aus guten GrÃ¼nden abgewichen werden darf. In dieser letzten Stufe des Strafvollzugs soll der Entlassene den Umgang mit der Freiheit erlernen. Diesem spezialprÃ¤ventiven Zweck stehen die SchutzbedÃ¼rfnisse der Allgemeinheit gegenÃ¼ber, welchen umso hÃ¶heres Gewicht beizumessen ist, je hochwertiger die gefÃ¤hrdeten RechtsgÃ¼ter sind. Die Prognose Ã¼ber das kÃ¼nftige Wohlverhalten ist in einer GesamtwÃ¼rdigung zu erstellen, die nebst dem Vorleben, der PersÃ¶nlichkeit und dem Verhalten des TÃ¤ters wÃ¤hrend des Strafvollzugs vor allem dessen neuere Einstellung zu seinen Taten, seine allfÃ¤llige Besserung und die nach der Entlassung zu erwartenden LebensverhÃ¤ltnisse berÃ¼cksichtigt (BGr, 19. Juli 2011, 6B_375/2011, E. 3.1; BGE 133 IV 201 E. 2.3; Andrea Baechtold, in: Marcel Alexander Niggli/Hans WiprÃ¤chtiger, Basler Kommentar Strafrecht I, 2. A., 2007, Art. 86 StGB N. 1 ff.). Im Sinn einer Differenzialprognose sind zudem die VorzÃ¼ge und Nachteile der VollverbÃ¼ssung der Strafe denjenigen einer Aussetzung des Strafrests gegenÃ¼berzustellen. Die StrafvollzugsbehÃ¶rden haben insbesondere zu prÃ¼fen, ob die Gefahr der Begehung weiterer Straftaten (RÃ¼ckfallrisiko) bei einer bedingten Entlassung hÃ¶her einzuschÃ¤tzen ist als bei VollverbÃ¼ssung der Strafe (BGE 124 IV 193 E. 5b/bb; VGr, 14. Mai 2012, VB.2012.00187, E. 2.2).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span>Bei der Beurteilung der Legalprognose steht der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde ein Ermessensspielraum zu. Eine ErmessensÃ¼berschreitung kann etwa darin liegen, auf eine GesamtwÃ¼rdigung aller fÃ¼r die Prognose relevanten UmstÃ¤nde zu verzichten und die gÃ¼nstige Legalprognose allein gestÃ¼tzt auf das Bedenken weckende Vorleben der vom Freiheitsentzug betroffenen Person zu verneinen (BGE 133 IV 201 E. 3.2). Aus dem gleichen Grund darf eine bedingte Entlassung auch nicht einzig aufgrund einzelner gÃ¼nstiger Faktoren â etwa dem Wohlverhalten des TÃ¤ters im Strafvollzug â bewilligt werden, wenn gewichtige Anhaltspunkte fÃ¼r die Gefahr neuer RechtsbrÃ¼che sprechen (BGr, 12. Juli 2010, 6B_331/2010, E. 3.3.5; BGr, 19. Januar 2010, 6B_961/2009, E. 2.2.3; vgl. Baechtold, Art. 86 StGB N. 10). Einwandfreies Verhalten in der Anstalt spricht ebenso wenig fÃ¼r kÃ¼nftige LegalbewÃ¤hrung, wie mangelhafte FÃ¼hrung im Vollzug geringere BewÃ¤hrungsaussichten indiziert (GÃ¼nter Stratenwerth/Wolfgang Wohlers, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Handkommentar, 2. A, Bern 2009, Art. 86 Rz. 5). </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b>Der BeschwerdefÃ¼hrer hat bereits zwei Drittel seiner Strafe verbÃ¼sst, womit die zeitliche Voraussetzung von Art. 86 Abs. 1 StGB erfÃ¼llt ist. Sodann steht auch sein Vollzugsverhalten trotz der vereinzelten Disziplinierungen einer bedingten Entlassung nicht entgegen. Der Entscheid Ã¼ber die bedingte Entlassung hÃ¤ngt damit einzig davon ab, ob dem BeschwerdefÃ¼hrer eine gÃ¼nstige Prognose im Sinn von Art. 86 Abs. 1 gestellt werden kann.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b><span>Die Vorinstanz erwog in der VerfÃ¼gung vom 29. Januar 2013, die Legalprognose des BeschwerdefÃ¼hrers sei â nach wie vor â belastet, weshalb es angebracht erscheine, diesen vor der Entlassung schrittweise mit zunÃ¤chst weniger weitgehenden Vollzugslockerungen an das Leben in Freiheit heranzufÃ¼hren. Umso mehr gelte dies, als so die begonnene Therapie zur Aufarbeitung der Delikte fortgefÃ¼hrt und sich der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼ber weitere BetÃ¤tigungsfelder zunehmend stabilisieren kÃ¶nne. Die Vorinstanz stÃ¼tzte sich bei dieser EinschÃ¤tzung einerseits auf die Urteile des Bezirksgerichts C vom 4. Mai 2011 und des Obergerichts vom 24. November 2011, worin der BeschwerdefÃ¼hrer als "hartgesottener Rechtsbrecher" bezeichnet und ihm eine schlechte Legalprognose attestiert wurde. Andererseits berief sie sich auf die Angaben im Therapiebericht vom 8. Juni 2012, wonach sich der BeschwerdefÃ¼hrer nur vordergrÃ¼ndig auf den Therapieprozess eingelassen habe und das Risiko fÃ¼r erneute Eigentumsdelikte unverÃ¤ndert deutlich bis sehr hoch ausgeprÃ¤gt sei. Die im April 2012 abgebrochene Therapie sei zwar im Oktober 2012 wieder aufgenommen worden. Bis zum Erlass der angefochtenen VerfÃ¼gung hÃ¤tten allerdings erst sieben Einzeltherapiesitzungen stattgefunden. Aufgrund der kurzen Therapiedauer von nur rund vier Monaten kÃ¶nne noch nicht von einer entscheidenden Verbesserung der Legalprognose ausgegangen werden. Dies gelte insbesondere auch vor dem Hintergrund der im psychiatrischen Gutachten vom 26. Februar 2010 gestellten Prognose, zur Beseitigung der schlechten Prognose sei ein erfolgreicher Abschluss der Therapie nÃ¶tig, und des Umstands, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer in der Vergangenheit wÃ¤hrend mehrerer Jahre nicht von Strafen und FreiheitsentzÃ¼gen von erneuter Delinquenz habe abhalten lassen. An der belasteten Legalprognose wÃ¼rden auch das mehrheitliche Wohlverhalten im Strafvollzug und die gewÃ¤hrten Urlaube nichts Ã¤ndern. Schliesslich sei der kÃ¼nftige soziale Empfangsraum des BeschwerdefÃ¼hrers nicht gesichert. Er habe auch noch keine konkreten PlÃ¤ne hinsichtlich einer Arbeit in Freiheit. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.3 </span></b><span>Die Vorinstanz hat die Frage der RÃ¼ckfallgefahr und die diesbezÃ¼glich relevanten Gesichtspunkte in einer GesamtwÃ¼rdigung umfassend geprÃ¼ft. Sie setzte sich insbesondere mit dem Vorleben und der TÃ¤terpersÃ¶nlichkeit des BeschwerdefÃ¼hrers sowie dessen voraussichtlichen LebensverhÃ¤ltnissen nach einer Entlassung auseinander und erachtete die weitere StrafverbÃ¼ssung gegenÃ¼ber der bedingten Entlassung als vorteilhaft. Der BeschwerdefÃ¼hrer seinerseits brachte nichts dagegen vor, was diese ErwÃ¤gungen infrage stellen kÃ¶nnte. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>5.3.1 </span></b><span>ZunÃ¤chst machte der BeschwerdefÃ¼hrer geltend, die ambulante Massnahme nach Art. 63 StGB sei auf seinen Wunsch hin durchgefÃ¼hrt worden. Die Massnahme wurde allerdings mit Urteil des Bezirksgerichts vom 4. Mai 2011 angeordnet (vorn E. I.A.). Das vom BeschwerdefÃ¼hrer eingereichte Schreiben der StaatsanwÃ¤ltin bestÃ¤tigt lediglich, dass die DurchfÃ¼hrung eines Gutachtens auf seinen Antrag hin erfolgte. Der BeschwerdefÃ¼hrer kann damit diesbezÃ¼glich nichts zu seinen Gunsten ableiten.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>5.3.2 </span></b><span>Als protektiven Aspekt im Zusammenhang mit seinen zukÃ¼nftigen LebensverhÃ¤ltnissen fÃ¼hrte der BeschwerdefÃ¼hrer an, dass er in der Wohnung seiner Eltern werde wohnen kÃ¶nnen, wobei auch der Mietzins von diesen Ã¼bernommen werde. Wie jedoch bereits die Vorinstanz erwog, beabsichtigen die Eltern des BeschwerdefÃ¼hrers offenbar noch im Sommer bzw. Herbst 2013 nach E zurÃ¼ckzukehren. Auch steht momentan noch gar nicht fest, ob der BeschwerdefÃ¼hrer die Wohnung Ã¼berhaupt wird Ã¼bernehmen kÃ¶nnen. Hinsichtlich seiner beruflichen Zukunft machte der BeschwerdefÃ¼hrer in der Beschwerdeschrift keine Angaben mehr. Es ist somit nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz von einem nicht ausreichend stabilen und sozial schÃ¼tzenden sowie prÃ¤ventiv wirkenden <br/> Empfangsraum nach einer bedingten Entlassung ausging. Dass sich der Freundeskreis des BeschwerdefÃ¼hrers nach eigenen Aussagen stets wohlverhÃ¤lt und Kenntnis seiner kriminellen Vergangenheit hat, stellt diese EinschÃ¤tzung nicht infrage.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>5.3.3 </span></b><span>Sodann sind bezÃ¼glich des Vorbringens des BeschwerdefÃ¼hrers, er habe aus seinen diversen frÃ¼heren Haftstrafen gelernt, angesichts seiner wiederholten Delinquenz Ã¼ber mehrere Jahre hinweg Zweifel angebracht. GemÃ¤ss dem Therapiebericht vom 8. Juni 2012 konnte bis anhin noch keine vertiefte Tataufarbeitung erfolgen. Dass der BeschwerdefÃ¼hrer die Therapie im Oktober 2012 wieder aufnahm und das Lernprogramm Trias I absolvierte, ist zwar lobenswert, erscheint jedoch tatsÃ¤chlich nicht ausreichend, um von einer entscheidend verbesserten Legalprognose ausgehen zu kÃ¶nnen. Gerade bei RÃ¼ckfÃ¤lligen sind an eine gÃ¼nstige Prognose hÃ¶here Anforderungen zu stellen (Stefan Trechsel/Peter Aebersold in; Stefan Trechsel/Mark Pieth, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 2. A., ZÃ¼rich/St. Gallen 2013, Art. 86 N. 10, mit Hinweisen). DarÃ¼ber hinaus zeigen auch die UmstÃ¤nde, die zur RÃ¼ckversetzung in den geschlossenen Strafvollzug fÃ¼hrten, dass noch keine Stabilisierung bzw. Verminderung des RÃ¼ckfallrisikos stattfinden konnte. Die FortfÃ¼hrung der Therapie im Rahmen des Strafvollzugs bietet jedoch die MÃ¶glichkeit hierzu. Die weitere StrafverbÃ¼ssung dÃ¼rfte daher auf die diesbezÃ¼gliche Entwicklung des BeschwerdefÃ¼hrers einen positiven Einfluss ausÃ¼ben. </span>Dementsprechend ist momentan auch <span>die Gefahr der Begehung weiterer Straftaten bei einer bedingten Entlassung hÃ¶her einzuschÃ¤tzen als bei VollverbÃ¼ssung der Strafe</span>.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.4 </span></b><span>Unter BerÃ¼cksichtigung der gesamten UmstÃ¤nde kann â jedenfalls zurzeit â nicht vernÃ¼nftigerweise erwartet werden, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer nach einer bedingten Entlassung in Freiheit bewÃ¤hren werde. Angesichts der diagnostizierten hohen RÃ¼ckfallgefahr rechtfertigt sich vorliegend die Eingehung eines gewissen Restrisikos nicht, und der spezialprÃ¤ventive Zweck der bedingten Entlassung vermag die VorzÃ¼ge der weiteren VerbÃ¼ssung der Straf- und die SchutzbedÃ¼rfnisse der Allgemeinheit nicht zu Ã¼berwiegen (vgl. BGE 124 IV 193 E. 3; BGE 133 IV 201 E. 2.3). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.5 </span></b><span>Nach dem Gesagten hÃ¤lt die Verweigerung der bedingten Entlassung des BeschwerdefÃ¼hrers durch die Vorinstanz einer Rechtskontrolle stand (vgl. § 50 VRG). Die Beschwerde ist demzufolge abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Gerichtskosten sind ausgangsgemÃ¤ss dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). ParteientschÃ¤digungen wurden keine beantragt.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Einzelrichterin</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 120.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 1'120.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Strafsachen nach Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Mitteilung an...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>