Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht Vom16. April 2015 (720 14 337 / 87) ___________________________________________________________________ Invalidenversicherung Anspruch auf IV-Rente verneint, bestehende Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit, Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kantonsrichter Yves Thommen, Gerichtsschreiberin Milena Grob Parteien A___, vertreten durch Verena Gessler, Advo katin, Rebgasse 1, Post- fach 477, 4005 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente (756.9459.5739.83) A. Der 1957 geborene A.___ ist seit 1996 als Mitarb eiter Produktion bei der B.___in Fran- kendorf angestellt. Am 26. Juni 2001 erlitt er eine n Arbeitsunfall und verletzte sich am rechten Arm. Die Schweizerische Unfallversicherung erbracht e die gesetzlichen Leistungen und stellte mit Verfügung vom 1. Dezember 2011 ihre Leistungen ein. Diese Verfügung ist in Rechtskraft erwachsen. A.___ arbeitete zunächst in einem Pensum von 100%, seit dem 1. August 2012 arbeitete er bei derselben Arbeitgeberin in einer a nderen Tätigkeit in einem Pensum von 50%. Am 23. September 2011 meldete er sich unter Hinweis auf Schmerzen am Unterarm, Oberarm Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht und an der Schulter bei der Eidgenössischen Invalidenver sicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Nachdem die IV-Stelle Basel-Landschaft die gesundh eitlichen und die erwerblichen Ver- hältnisse des Versicherten abgeklärt hatte, ermittelte sie einen Invaliditätsgrad von 13%. Ge- stützt auf dieses Ergebnis lehnte die IV-Stelle nach Durch führung des Vorbescheidverfahrens mit Verfügung vom 16. September 2014 einen Anspruch von A.___ auf eine Invalidenrente ab. B. Hiergegen erhob A.___ am 19. Oktober 2014, vertret en durch Advokatin Verena Gess- ler, Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialver sicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte die Aufhebung der Verfügung und die Ausri chtung mindestens einer halben Rente ab 1. April 2012. Eventualiter sei eine Parteiverhand lung unter Beizug des Arbeitgebers als Zeuge oder Auskunftsperson durchzuführen. Alles unter o /e-Kostenfolge. Zur Begründung wur- de im Wesentlichen ausgeführt, dass die medizinischen Einsch ätzungen von Dr. C.___, FMH Rheumatologie und Innere Medizin, den Beobachtungen des Arbeitgebers wie auch der Beur- teilung der behandelnden Ärzte widersprechen würden. C. Die IV-Stelle beantragt mit Vernehmlassung vom 29. Oktober 2014 die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass sich aus dem eingeholten rheumatologischen Gutachten wie auch aus anderen Bericht en eine 100%ige Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers für eine Verweistätigkeit ergebe. Ausserdem sei von einer hohen Selbstlimitierung des Beschwerdeführers auszugehen. D. Anlässlich der am 16. April 2015 durchgeführten Pa rteiverhandlung hielten die Parteien an ihren Begehren fest. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV- Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Beschwerde ist demnach einzutreten. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 des Bundesg esetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 d ie voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im Bereich der Invali- denversicherung Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit o der Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigu ng der körperlichen, geistigen oder psy- chischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behan dlung und Eingliederung verblei- bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichke iten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 AT SG). Für die Beurteilung des Vorlie- gens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemei- nen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerb sunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 2.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person A nspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Vi ertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 3. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheit lichen Beeinträchtigungen arbeitsun- fähig ist. 3.1 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die du rch eine Beeinträchtigung der körper- lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, vo lle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbei t zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Ber uf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Diese Legaldefinition stimmt im Wesentlichen mit dem Begriff der Arbeitsunfähigkeit überein, wie ihn die Rechtspraxis vor dem Inkrafttreten des ATSG entwickelt hatte. Die bis zum 31. Dezember 2002 ergangene diesbezügliche Rechtsprechu ng des damaligen Eidgenössi- schen Versicherungsgerichts (EVG; heute: Bundesgericht, sozi alrechtliche Abteilungen) bleibt folglich weitestgehend anwendbar (vgl. BGE 130 V 345 E. 3.1.1). 3.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Verwal- tung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen a ngewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist e s, den Gesundheitszustand zu beur- teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (vgl. BGE 132 V 99 f. mit weiteren Hinweisen). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichti ge Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstä tigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarerweise noch verrichtet werden können (vgl. Ulrich Meyer-Blaser, Zur Prozentgen auigkeit in der Invaliditätsschätzung, Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Inva lidität in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 3.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (v gl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an- deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversi cherungsgericht alle relevanten Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objekti v zu prüfen und danach zu entschei- den hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässi ge Beurteilung des streitigen Rechtsan- spruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander wide rsprechenden medizinischen Berich- ten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Bewe ismaterial zu würdigen und die Grün- de anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anam nese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in d er Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen d er Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grund sätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten od er in Auftrag gegebenen Stellung- nahme als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 352 E . 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI-Praxis 2001 S. 113 E. 3a). 3.4 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem G rundsatz der freien Beweiswürdi- gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen me dizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltu ngsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund e ingehender Beobachtungen und Unter- suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun- de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswür digung volle Beweiskraft zuzuer- kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässi gkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Stü tzt sich der angefochtene Entscheid hin- gegen ausschliesslich auf versicherungsinterne medizinische Unterlagen, sind an die Beweis- würdigung strenge Anforderungen zu stellen. In solchen Fällen sind bereits bei geringen Zwei- feln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztliche n Feststellungen ergänzende Abklä- rungen vorzunehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 27 . Juli 2009, 8C_113/2009, E. 3.2 mit weiteren Hinweisen). 3.5 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten dar f und soll das Gericht der Erfah- rungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ih rer Patientinnen und Patienten aussa- gen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natu r von Behandlungsauftrag des thera- peutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutacht ungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 17 5 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine ab- weichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjek- tiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutach- tung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 4. Zur Beurteilung des Gesundheitszustands des Beschwerdef ührers sind im Wesentli- chen die folgenden medizinischen Unterlagen zu berücksichtigen: 4.1 Dr. C.___ diagnostizierte in seinem Teilgutachten vom 14. März 2013 beim Beschwer- deführer eine Frozen Shoulder rechts mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. In der angestammten Tätigkeit als Hilfsarbeiter bestehe deshalb keine Arbe itsfähigkeit. Der Beschwerdeführer gehe jedoch bereits zum Zeitpunkt der Exploration einer ad aptierten Tätigkeit nach. Das Profil der Verweistätigkeit umfasse eine Tätigkeit, bei welcher der Versicherte mit dem rechten Arm nicht über 5kg heben, stossen oder ziehen und nicht auf oder unter Schulterhöhe arbeiten müsse. Idealerweise wäre eine Tätigkeit, welche der Versicher te mit dem rechten Arm auf Tischhöhe tätigen könne und bei welcher er nicht repetitiv an d ieses Belastungslimit von 5kg herangehen müsse. Eine derartige Tätigkeit, welche diese Einschränkun gen respektiere, sei gemäss Dr. C.___ dem Beschwerdeführer ganztags zumutbar und es bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit. 4.2 Aus dem Gutachten von Dr. D.___, FMH Psychiatrie un d Psychotherapie, vom 11. März 2013 ergibt sich, dass der Versicherte ausschliesslich üb er Schmerzen im rechten Arm klage. Gemäss Dr. D.___ mache der Versicherte einen au sgeglichenen, zufriedenen und heite- ren Eindruck und es können keine psychopathologischen Symptom e festgestellt werden. Eine psychiatrische Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigk eit bestehe keine. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei die Diagnose einer Schm erzverarbeitungsstörung. Dr. D.___ führt aus, dass somit keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht bestehe, da ausser der Schmerzverarbeitungsstörung keine weitere psyc hiatrische Diagnose gestellt wer- den könne. Eine ausgeprägte psychiatrische Komorbidität oder eine chronische körperliche Be- gleiterkrankung liege nicht vor. Ein ausgeprägter soziale r Rückzug liesse sich auch nicht fest- stellen. Die therapeutischen Bemühungen seien bisher gescheitert, da der Versicherte aufgrund der ausgeprägten subjektiven Krankheitsüberzeugung keine Motivation zeige, sich trotz allfälli- ger Restbeschwerden wieder ganztags den Belastungen der Arbeitswelt auszusetzen. 4.3 Aus dem Austrittsbericht der Kliniken E.___ vom 10. D ezember 2012 ergibt sich, dass der Beschwerdeführer vom 19. November 2012 bis am 7. D ezember 2012 ein aktives leis- tungsorientiertes Ergonomietrainingsprogramm absolviert e. Die behandelnden Ärzte führten aus, dass der Beschwerdeführer unter Berücksichtigung sein er ergonomischen Leistungsfähig- keit für eine leichte wechselbelastete Arbeit ganztags arbeitsfähig sei. Repetitive Tätigkeiten mit dem rechten Arm und wiederholtes Hantieren von Lasten sollten nicht vorkommen. Arbeiten über Schulterhöhe seien dem Beschwerdeführer nur selten möglich. Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.4 F.___, FMH Anästhesie, führte in einem Arztbericht vom 17. April 2012 an die IV-Stelle aus, dass die Schmerzen bei Belastung und Bewegung ausge löst würden und demgegenüber in Ruhestellung deutlich reduziert seien. Der Beschwerd eführer könne mit dem rechten Arm an seinem damaligen Arbeitsplatz nicht mehr arbeiten und sei massiv eingeschränkt. Dr. F.___ führte weiter aus, dass betreffend die bisherige Täti gkeit des Beschwerdeführers von einer 50%ige Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. 4.5 Im Bericht der Praxisklinik G.___ vom 22. Dezember 20 11 wurde eine Tendovaginitis stenosans des dritten Fingers rechts diagnostiziert. Ausser dem würden postoperative Arm- schmerzen rechts, die sich cervical ausbreiten, teilweise bi s in die linke Schulter und eine arte- rielle Hypertonie vorliegen. Aufgrund der Armschmerzen des Beschwerdeführers bestehe eine Einschränkung bezüglich der Arbeitsfähigkeit beim Heben von Lasten und bei repetitiver Tätig- keit. Somit seien Tätigkeiten mit schweren körperlichen L asten nicht zumutbar. Die Hebebe- schränkung liege bei ungefähr 3kg. 4.6 Die Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen L eistungsfähigkeit (EFL) vom 9. November 2011, welche von der Krankentaggeldversiche rung der Arbeitgeberin veranlasst wurde, hat ergeben, dass in Folge erheblicher Symptoma usweitung und Selbstlimitierung wie auch Inkonsistenz die Resultate des physischen Leistungstests fü r die Beurteilung der zumut- baren Belastbarkeit nur teilweise verwertbar seien. E s sei davon auszugehen, dass bei gutem Effort der Beschwerdeführer eine bessere Leistung erbrin gen könnte, als dieser bei den Leis- tungstests gezeigt habe. Das Ausmass der demonstrierten physi schen Einschränkungen lasse sich mit den geringfügigen objektivierbaren pathologischen Befunden nur ungenügend erklären. Die massive Bewegungsverminderung erweise sich als deutlich variabel und sei klinisch im demonstrierten Ausmass nicht plausibel. Obwohl der Versich erte angab, mit der rechten Hand, Ellbogen und Schulter nichts machen zu können, seien währ end den Tests einige Tätigkeiten möglich gewesen. Es sei deshalb nicht möglich, ein gen aues Belastungsprofil zu erstellen, da der Versicherte nicht bereit sei, sich zu belasten und die meisten Tests sehr früh abgebrochen werden mussten. Die Zumutbarkeit beruhe deshalb auf med izinisch-theoretischen Überlegun- gen. Die Tätigkeit als Materialkoordinator sei ganztags zumutbar mit einem Hebe- und Trageli- mit bis 5kg. Für eine angepasste Verweistätigkeit sei ebe nfalls eine ganztätige Zumutbarkeit anzunehmen. Es wird weiter ausgeführt, dass das Schmerz - und Schonverhalten nicht adäquat sei und dem Beschwerdeführer aus medizinischer Sicht nur schwer geholfen werden könne. 5.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Ver fügung vom 16. September 2014 bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeit sfähigkeit des Beschwerdeführers vollumfänglich auf das psychiatrische Gutachten von Dr. D. ___ und insbesondere auf das rheumatologische Gutachten von Dr. C.___ und ging de mzufolge davon aus, dass dem Be- schwerdeführer die Ausübung einer leidensadaptierten Tä tigkeit ganztags zumutbar sei. Diese Beurteilung der Vorinstanz ist nicht zu beanstanden. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.3 ff. hier- vor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge holten Gutachten externer Spezial- ärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobach tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei de r Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Solche Indizien liegen hier keine vor. Die Gutachter haben den Versicherten eingehend untersucht, gehen in ihren ausführ- lichen Berichten einlässlich auf seine Beschwerden ein, setzen sich mit den bei den Akten lie- genden medizinischen Unterlagen auseinander, vermitteln dadurch ein umfassendes Bild über den Gesundheitszustand und nehmen eine schlüssige Einschät zung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten vor. Dr. C.___ gelangt im rheumatologisch en Gutachten zum nachvollziehbaren Ergebnis, dass der Versicherte rheumatologisch bedingt in einer entsprechend seinen Leiden angepassten leichten Verweistätigkeit, bei welcher keine Gewichte von mehr als 5kg zu heben, zu stossen oder zu ziehen seien, und bei welcher nicht auf oder über Schulterhöhe gearbeitet werden müsse, vollschichtig arbeitsfähig sei. Das Gutacht en von Dr. C.___ ist differenziert ver- fasst und das Profil einer Verweistätigkeit wird detail liert beschrieben. Für die Ausgewogenheit des Gutachtens spricht ferner die Tatsache, dass Dr. C.___ die Einschätzung der Kliniken E.___, wonach der Beschwerdeführer Arbeiten über Schu lterhöhe selten ausüben könne, korri- giert und ausführt, dass solche Arbeiten dem Beschwerdefü hrer gar nicht zumutbar seien. Als Zwischenergebnis lässt sich deshalb festhalten, dass das Gutachten von Dr. C.___ in der Beur- teilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medi zinischen Situation einleuchtet und begründete Schlussfolgerungen enthält. 5.2 Im Einwandverfahren äusserte sich der behandelnde Hausarzt, Dr. H.___, FMH Allge- meine Medizin, mit Schreiben vom 18. November 2013 und nahm zu den gutachterlichen Ein- schätzungen von Dr. C.___ und Dr. D.___ Stellung. Er fü hrte aus, dass aus seiner Sicht eine Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers von 50% gesichert sei, dass eine Ausweitung auf eine ganztätige Arbeit jedoch unmöglich sei. Aus seiner Verla ufsbeobachtung sehe er, dass der Be- schwerdeführer sämtliche Abklärungen und Therapien gut mitmache. 5.3 Dr. I.___, FMH Physikalische und Rehabilitative Medi zin, Regional ärztlicher Dienst beider Basel (RAD) führte mit Stellungnahme vom 20. Dezember 2013 aus, dass die hausärztli- che Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. H.___ auf der Selbstlimitierung und der Selbst- einschätzung des Beschwerdeführers, nicht mehr als 50% ar beiten zu können, beruhe. Diese Limitierung auf eine 50%ige Arbeitsfähigkeit sei mit den objektivierbaren medizinischen Befun- den nicht zu erklären. Eine quantitative Limitierung d er Arbeitsfähigkeit in einer qualitativ lei- densangepassten Verweistätigkeit könne aus versicherungsmed izinischer Sicht nicht nachvoll- zogen werden. Gemäss Dr. I.___ könne deshalb auf das Gut achten von Dr. C.___ abgestellt werden. 6.1 Daran vermögen auch die Einwendungen des Beschwerde führers nichts zu ändern. Der Beschwerdeführer bringt vor, die medizinische Einsch ätzung durch Dr. C.___ würde den Beobachtungen seiner Arbeitgeberin wie auch der Beurt eilung der behandelnden Ärzte wider- sprechen. Der Beschwerdeführer bestreitet die gutachterliche Einschätzung und erachtet sich in einer Verweistätigkeit lediglich zu 50% arbeitsfähig. E r stützt sich dabei auf die Beurteilung durch seine behandelnden Ärzte Dr. F.___ und Dr. H.___. 6.2.1 Mit Schreiben vom 18. November 2013 hat Dr. H._ __ ausgeführt, dass er aufgrund seiner Verlaufsbeobachtung bestätigen könne, dass eine A rbeitsfähigkeit des Beschwerdefüh- rers von 50% gesichert sei und das eine Ausweitung auf e ine ganztätige Arbeit unmöglich sein Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht werde (vgl. E. 4.6). Dieses Schreiben erfolgte als Rea ktion auf den Vorbescheid der IV-Stelle vom 15. Oktober 2013. Dr. H.___ führt sodann im gleich en Schreiben selber aus, dass das Gutachten von Dr. C.___ ausführlich sei und die Situation bestens beschreibe. Dr. H.___ nimmt eine andere Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschw erdeführers vor als Dr. C.___.. Nä- here Angaben zur medizinischen Begründung dieser abweic henden Einschätzung der Arbeits- unfähigkeit des Beschwerdeführers sind dem Schreiben von Dr . H.___ jedoch nicht zu entneh- men. Dr. H.___ führte in einem Schreiben vom 14. Augu st 2014 an die SUVA aus, dass der Beschwerdeführer an einem chronischen Schulterarmsyndrom leide. Zur Arbeitsfähigkeit äus- sert sich Dr. H.___ in diesem Schreiben nicht. Aus diesen beiden Stellungnahmen von Dr. H.___ kann somit nichts zu Gunsten des Beschwerdeführers abg eleitet werden. Des Weiteren bleibt auf die auftragsrechtliche Vertrauensstellung von Dr. B.___ hinzuwiesen (vgl. E. 3.5). 6.2.2 Betreffend der Rüge des Beschwerdeführers, dass d ie Beurteilung von Dr. C.___ jener von Dr. F.___ widerspreche, ist zu bemerken, dass die Änder ungskündigung per 1. August 2012 wirksam wurde und der Beschwerdeführer ab dann in einem Pensum von 50% einer auf ihn angepassten Verweistätigkeit bei seiner bisherigen Ar beitgeberin nachging. Der Bericht von Dr. F.___ an die IV-Stelle datiert vom 17. April 201 2 und somit vor Eintritt der Änderungskündi- gung. Damals ging der Beschwerdeführer einer Tätigkei t nach, die nicht dem Profil der Ver- weistätigkeit, wie von Dr. C.___ beschrieben, entsprach und dementsprechend führte die Arbeit zu Schmerzen. Aus dem Bericht von Dr. F.___ vom 17. Apri l 2012 kann somit nichts zu Guns- ten des Beschwerdeführers abgeleitet werden, da der Beschwerdeführer von seiner Arbeitgebe- rin eine auf ihn zugeschnittenen Tätigkeit, welche auch d er von Dr. C.___ beschriebenen Ver- weistätigkeit entspricht, erst per 1. August 2012 zugeteil t erhalten hat. Wie die IV-Stelle zu Recht ausführt, ist dieser Bericht veraltet. 6.2.3 Aus den Berichten, auf die sich der Beschwerdeführe r vorliegend beruft, kann – wie eben dargestellt – nichts zu Gunsten des Beschwerdeführers abgeleitet werden. Die Berichte von Dr. H.___ und F.___ vermögen somit an der Beurteilung der medizinischen Sachlage nichts zu ändern. Insbesondere vermögen die erwähnten Berichte das Gutachten von Dr. C.___ nicht zu entkräften. In diesem Zusammenhang ist auf die in E . 3.5 dargestellte Rechtsprechung hin- zuweisen, wonach eine abweichende Zumutbarkeitseinschätzu ng eines behandelnden Arztes für sich alleine das Ergebnis der fachärztlichen Expertise nicht umzustossen vermag. 6.3.1 Der Beschwerdeführer wendet weiter ein, dass für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf die arbeitgeberseitigen Erklärungen abzustellen se i. In einer schriftlichen Stellungnahme vom 11. März 2014 äusserte sich, J.___, Leiter Human Reso urces Management der B.___, dahingehend, dass ob und welche Tätigkeiten der Beschw erdeführer erledigen könne, durch medizinische Abklärungen dargestellt werden müsse und sich seiner Kenntnis entziehe. Eine Steigerung des Arbeitspensums des Beschwerdeführers auf 100% sei derzeit nicht realisierbar, da der Beschwerdeführer unter massiven Einschränkungen sein es rechten Armes leide. J.___ führte weiter aus, dass er kein Mediziner sei und betont erneut, dass der Umfang der Arbeiten, die der Beschwerdeführer erledigen könne, durch medizi nische Abklärungen darzustellen sei. Diese schriftliche Stellungnahme ist somit eher zurückhalt end abgefasst. Anlässlich der Partei- verhandlung vom 16. April 2015 äusserte sich J.___ eben falls sehr zurückhaltend. Er führte Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht aus, dass der für den Beschwerdeführer geschaffene Arbeit splatz aus betriebswirtschaftlichen Gründen derzeit lediglich in einem Pensum von 50% zur Verfügung stehe. Weiter führte er aus, dass er den Eindruck habe, dass der Beschwerdeführer im Verlauf des Tages müde werde. 6.3.2 Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ist rechts prechungsgemäss in erster Linie von me- dizinischen Fachleuten vorzunehmen. Die dargestellte Aktenlage ergibt, dass sämtliche medizi- nischen Fachpersonen, ausgenommen Dres. F. und H.___, de m Beschwerdeführer eine volle Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit bescheinigen. Auch unter Berücksichtigung der Aussa- gen von J.___ muss davon ausgegangen werden, dass der Besc hwerdeführer an seinem jetzi- gen Arbeitsplatz seine Arbeitsfähigkeit nicht vollumfäng lich ausschöpft, indem er nur halbtags arbeitet. Die Einschätzungen von J.___ sind äusserst zurü ckhaltend formuliert und die Aussa- gen von J.___ vermögen somit die ärztlichen Berichte nich t zu entkräften. Daraus folgt, dass davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer seine Arb eitsfähigkeit an seinem jetzigen Arbeitsplatz nicht ausschöpft indem er lediglich halbtags arbeitet. 6.4 Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er könne seine Restarbeitsfähigkeit im Arbeitsmarkt nicht verwerten, ist festzuhalten, dass keine Restarbeitsfähigkeit vorliegt, sondern vom Gutachter eine ganztägige Arbeitsfähigkeit in eine r angepassten Tätigkeit festgestellt wur- de. Die Gerichtspraxis geht davon aus, dass der ausgegliche ne Arbeitsmarkt sogar für Perso- nen, welche funktionell als Einarmige zu betrachten sind und überdies nur noch leichtere Arbei- ten zu verrichten in der Lage sind, genügend realistische Betätigungsmöglichkeiten bietet. Zu denken ist etwa an einfache Überwachungs-, Prüf- und Ko ntrolltätigkeiten sowie an die Bedie- nung und Überwachung von (halb-) automatischen Maschinen oder Produktionseinheiten, die nicht den Einsatz beider Arme und beider Hände vorausse tzen (Urteile des Bundesgerichts 8C_207/2009 vom 8. September 2009 E. 3.2 und 8C_635 /2007 vom 27. August 2008 E. 4.2). Solche Arbeitsstellen bestehen auch in produktionsnahen Betrieben, weshalb sich eine Ein- schränkung des in Betracht zu ziehenden Arbeitsmarktes auch a uf den Dienstleistungssektor nicht aufdrängt. 6.5 Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die I V-Stelle zu Recht auf die Gut- achten von Dr. C.___ und Dr. D.___ abgestellt hat. 7.1 Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspr acheentscheid einen Invalidi- tätsgrad von 13% ermittelt. Für die Bemessung der In validität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Da nach ist der Invaliditätsgrad aufgrund ei- nes Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwe rbseinkommen, das die versi- cherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Dur chführung der medizinischen Behand- lung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegli- chener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkomme n), in Beziehung gesetzt zum Er- werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (Validenein- kommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst gena u ermittelt und einander ge- genübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz läss t sich der Invaliditätsgrad bestim- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht men (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 1 28 V 30 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b). 7.2 Der Beschwerdeführer bringt keine Einwände gegen d ie Höhe des Validen- und Invali- deneinkommens vor. Basierend auf den Angaben der Arbei tgeberin des Beschwerdeführers und in Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung für da s Jahr 2012 ist mit der Vorinstanz von einem Validenlohn von Fr. 64‘578.-- auszugehen. Da die derzeitige Tätigkeit des Be- schwerdeführers nicht dem medizinisch-theoretischen Verweispr ofil entspricht, kann dieses Einkommen nicht als Invalideneinkommen berücksichtigt wer den. Die IV-Stelle hat deshalb zu Recht für das Invalideneinkommen auf die Schweizerische Lohnstrukturerhebung 2010, Tabelle TA 1, Privater Sektor, Anforderungsniveau des Arbeitsplatz 4, Spalte Männer abgestellt und ein monatliches Einkommen von CHF 4‘901.-- basierend auf 4 0 Wochenstunden errechnet (LSE 2010, Privater Sektor, Tabelle TA1, Männer, Total Zif f. 02-96). Dabei ist zu beachten, dass die- ser Tabellenlohn auf einer einheitlichen Arbeitszeit von 40 Wochenstunden beruht und auf die durchschnittliche Wochenarbeitszeit des Jahres 2013 von 4 1,7 Stunden (vgl. Die Volkswirt- schaft 12-2013, B9.2) umzurechnen ist. Nach Umrechnung auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden x 12 Monate und nach Anpassung an die Nominallohnentwicklung von 1% für das Jahr 2011 und 0.8% für das Jahr 2012 (vgl . Bundesamt für Statistik, Entwick- lung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976-2013) ergibt sich ein jährliches Invalideneinkommen von Fr. 62'420.--. Hier von hat die IV-Stelle einen Abzug von 10% für eine invaliditätsbedingte Beeinträchtigung vo rgenommen, was einen Betrag von CHF 56‘178.-- ergibt. Diese Berechnung der Vorinstanz ist nicht zu beanstanden. Auch die Ge- währung eines maximalen Leidensabzugs von 25% würde am Ergebnis nichts ändern, weshalb auf die Frage, ob der Abzug in der Höhe von 10% angemessen ist, nicht weiter einzugehen ist. 7.3 Vergleicht man das Valideneinkommen mit dem Invalid eneinkommen so resultiert eine Erwerbseinbusse von CHF 8‘400.--, was einem Invaliditätsg rad von 13% entspricht. Da der In- validitätsgrad unter 40 % liegt, hat die Beschwerdegeg nerin somit zu Recht festgestellt, dass kein Rentenanspruch besteht. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die IV-Stelle zu Recht davon ausgegangen ist, dass es dem Beschwerdeführer möglich wäre, ein rentenaus- schliessendes Einkommen zu erzielen. Daher wird die angefo chtene Verfügung vom 16. Sep- tember 2014 bestätigt und die dagegen erhobene Beschwerde abgewiesen. 8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit- wert im Rahmen von 200-1000 Franken festgelegt. Bei F ällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskos- ten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf 600 Franken fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwe rdeführer unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihm zu auferlegen sind und mit dem geleisteten Kostenvor- schuss in derselben Höhe zu verrechnen sind. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 8.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgan g entsprechend wettzuschla- gen. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- we rden dem Be- schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Koste nvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- verrechnet. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.