A bteilung V E -1400/2007 {T 0/2} U rteil vom 10. O ktober 2007 M itw irkung: R ichter M arkus König (Vorsitz), R ichter Bruno H uber, R ichterin M arianne Teuscher G erichtsschreiberin Eveline C hastonay 1. X._______, M ongolei, 2. Y._______, M ongolei, vertreten durch Jeannette Vögeli Turay, _______, Beschw erdeführerinnen gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 15. Februar 2007 i.S. N ichteintreten auf A sylgesuch und W eg- w eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass die Beschw erdeführerinnen eigenen Angaben zufolge ihren H eim atstaat am 21. D ezem ber 2006 verliessen und am 27. D ezem ber 2006 in die Schw eiz einreisten, w o sie gleichentags um Asyl nachsuchten, dass die Beschw erdeführerinnen am 30. Januar 2007 im Em pfangs- und Verfahrens- zentrum Kreuzlingen und am 13. Februar 2007 im R ahm en einer D irektanhörung durch das Bundesam t zu ihren Fluchtgründen befragt w urden, dass die Beschw erdeführerin 1 zur Begründung des Asylgesuches im W esentlichen gel- tend m achte, sie habe von Januar 2001 bis N ovem ber 2006 als Sachbearbeiterin im A._______in B._______ gearbeitet, dass sie seit 1987 M itglied der M ongolischen Volksrevolutionären Partei sei und zw i- schen 1996 und 2004 C hefin eines Partei-U nterkreises gew esen sei, diese Aktivitäten w egen der zeitintensiven Arbeitsstelle jedoch aufgegeben habe, dass sie bis August 2005 keine Problem e gehabt habe, zum al auch ihr früherer Vorge- setzter derselben Partei angehört habe, dass sie im O ktober 2005 einen neuen C hef bekom m en habe und dieser M itglied der D em okratischen Partei gew esen sei, dass im August 2005 eine M ongolin einen Ausländer geheiratet habe, das Paar ein Kind habe adoptieren w ollen und die Beschw erdeführerin für die Bearbeitung dieses Falles zuständig gew esen sei, dass die Vorgängerin an der Arbeitsstelle der Beschw erdeführerin ebenfalls M itglied der D em okratischen Partei und m it dem neuen C hef befreundet gew esen sei, w eshalb die- ser den Posten w ieder m it jener Frau habe besetzen w ollen, dass ihre Vorgängerin im O ktober 2005 bei der Polizei Anzeige gegen die Beschw erde- führerin erhoben und behauptet habe, diese habe bei der adm inistrativen Abw icklung der Adoption Papiere gefälscht, dass die Beschw erdeführerin desw egen im O ktober 2005 und am 14. April 2006 von der Polizei vorgeladen und jew eils von einem Beam ten einvernom m en w orden sei, dass ihr m itgeteilt w orden sei, gegen sie sei ein Verfahren w egen Am tsm issbrauchs res- pektive U rkundenfälschung eingeleitet w orden, dass sie am 10. und 19. Juli 2006 bei der Staatsanw alt habe erscheinen m üssen, dass ihre Vorgängerin früher bei der Staatsanw altschaft gearbeitet und daher dort über gute Beziehungen verfügt habe und die ganze Anschuldigung ein Kom plott gegen die Beschw erdeführerin gew esen sei, dass im O ktober 2006 sogar in C ._______ über ihren Fall berichtet und auf diese W eise die gute R eputation der Beschw erdeführerin zerstört w orden sei, dass sie im N ovem ber 2006 erneut vorgeladen und unter D ruck gesetzt w orden sei, die U rkundenfälschung zu gestehen,3 dass sie kein G eständnis abgelegt habe, in der Folge am Arbeitsplatz festgenom m en und w ährend 72 Stunden in U ntersuchungshaft gesetzt w orden sei, dass sie in dieser Zeit befragt w orden und es zu einer G egenüberstellung m it der M utter des zur Adoption freigegebenen Kindes gekom m en sei, w obei diese die Beschw erdefüh- rerin ebenfalls belastet habe, dass sich herausgestellt habe, dass diese M utter eine Freundin jener Arbeitsvorgängerin der Beschw erdeführerin gew esen sei, dass die Beschw erdeführerin der grossen Belastung nicht standgehalten habe und am vierten Tag ihrer U ntersuchungshaft w egen ihres schlechten G esundheitszustands ins Spital von D ._______ habe überführt w erden m üssen, dass sie aus dem Spital nach E._______ geflüchtet sei, zum al ihr inzw ischen die Ar- beitsstelle gekündigt w orden sei, dass sie m it ihrer jüngsten Tochter in der Folge den H eim atstaat verlassen habe und über F._______in die Schw eiz gelangt sei, dass sie für die R eise ein Passersatzdokum ent benutzt habe, w elches auf einen ande- ren N am en gelautet habe, sie und ihre Tochter ohne Identitätsausw eise von F._______ gereist seien und dabei w eder vor noch nach dem Flug eine (Personen-)Kontrolle durchlaufen hätten, dass die Beschw erdeführerin 1 ihre Identitätsausw eise zu H ause zurückgelassen habe, dass die Beschw erdeführerinnen anlässlich der Erstbefragung aufgefordert w urden, in- nert 48 Stunden rechtsgenügliche Identitätsausw eise einzureichen, dass die Beschw erdeführerin 2 bei ihren Anhörungen ausführte, sie habe keine eigenen Asylgründe und sei nur der M utter gefolgt, deren Ausreisegründe sie jedoch nicht kenne, dass die Beschw erdeführerin 1 in der Folge Faxkopien ihres Identitätspapiers sow ie der G eburtsurkunde ihrer Tochter zu den Akten reichte und erklärte, die O riginale sollten auf dem Postw eg unterw egs sein, dass das BFM m it Verfügung vom 15. Februar 2007 - gleichentags eröffnet - in Anw en- dung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie deren Vollzug anordnete, dass das Bundesam t im W esentlichen ausführte, es lägen keine entschuldbaren G ründe für das N ichteinreichen rechtsgenüglicher Identitätsausw eise vor, dass die Angaben der Beschw erdeführerinnen bezüglich ihres R eisew eges als völlig realitätsfrem d und unsubstanziiert beurteilt w erden m üssten, nam entlich hätten diese in der Lage sein m üssen, die strengen Passkontrollen im D etail zu schildern und die be- nutzte Fluggesellschaft sow ie den Ankunftsflughafen zu benennen, dass insgesam t davon auszugehen sei, die Beschw erdeführerin 1 sei nicht w illens, ihrer M itw irkungspflichten nachzukom m en und die für die R eise verw endeten D okum ente vor- zulegen, dass die Beschw erdeführerin 1 sodann offensichtlich die Flüchtlingseigenschaft nicht er- fülle, da es sich bei der geschilderten Anzeige w egen U rkundenfälschung beziehungs- w eise Am tsm issbrauchs um eine strafrechtlichen Tatbestand gehandelt habe, und dar-4 aus resultierende Erm ittlungshandlungen auf der G rundlage rechtsstaatlicher M otive er- folgt seien, dass bei dieser Sachlage darauf verzichtet w erden könne, auf die U nglaubhaftigkeitsele- m ente in ihren Vorbringen einzugehen, dass die Beschw erdeführerinnen m it Eingabe vom 22. Februar 2007 gegen diesen Ent- scheid beim Bundesverw altungsgericht Beschw erde erheben und beantragen liessen, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben, das Asylgesuch sei zur m ateriellen Prü- fung an die Vorinstanz zurückzuw eisen, eventualiter sei die Flüchtlingseigenschaft fest- zustellen und Asyl zu gew ähren, subeventualiter sei die U nzulässigkeit oder U nzum ut- barkeit des Vollzugs der W egw eisung festzustellen und die vorläufige Aufnahm e anzu- ordnen, und es sei die unentgeltliche R echtspflege zu gew ähren sow ie von der Erhe- bung eines Kostenvorschusses abzusehen, dass hinsichtlich der R eisepapiere ausgeführt w urde, die Beschw erdeführerin 1 habe anlässlich der Bundesanhörung ihre Papiere in Aussicht gestellt und vorab Faxkopien eingereicht, dass w eiter ausgeführt w ird, die O riginale der Ausw eise sollten in den nächsten vier- zehn Tagen eintreffen, es sei bis dahin m it einer Entscheidfällung zuzuw arten, dass der Instruktionsrichter m it Verfügung vom 27. Februar 2007 feststellte, die Be- schw erdeführerinnen könnten den Ausgang des Verfahrens in der Schw eiz abw arten, den Entscheid über das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege für ei- nen späteren Zeitpunkt in Aussicht stellte und von der Erhebung eines Kostenvorschus- ses absah, dass die Vorinstanz m it Verfügung vom 1. M ärz 2007 zur Einreichung einer Vernehm las- sung eingeladen w urde, dass die Vorinstanz am 9. M ärz 2007 ihre Stellungnahm e einreichte und die Abw eisung der Beschw erde beantragte, dass die Beschw erdeführerinnen in ihrer R eplik vom 4. April 2007 an ihren Anträgen festhielten, dass sie m it Eingaben vom 12. und 18. April 2007 die O riginale der Identitätskarte der Beschw erdeführerin 1 beziehungsw eise des G eburtsscheins der Beschw erdeführerin 2 sow ie eine Telefaxkopie des angeblich zur Ü berm ittlung aus dem H eim atland verw ende- ten Briefum schlags zu den Akten reichten, und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren [Vw VG ], SR 172.021) des BFM auf dem G ebiet des Asylrechts entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m . Art. 31 - 34 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G ], SR 173.32; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G ], SR 173.110),5 dass die Beschw erdeführerinnen durch die angefochtene Verfügung berührt sind, ein schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschw erde legitim iert sind (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 Vw VG ), dass som it auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde einzutreten ist (Art. 108a AsylG , Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 52 Vw VG ), dass m it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht die Verletzung von Bundes- recht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver- halts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG ), dass die Beurteilung von Beschw erden gegen N ichteintretensentscheide praxisgem äss auf die Ü berprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asyl- gesuch nicht eingetreten ist, dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschw erdeinstanz som it darauf beschränkt ist, bei Begründetheit des R echtsm ittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. die vom Bundesverw altungsgericht fortgeführte Praxis in Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2004 N r. 34 E. 2.1 S. 240 f.), dass bei dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen N ichteintretenstatbestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG , auf w elchen sich die hier angefochtene Verfü- gung stützt, die Besonderheit besteht, dass das BFM im R ahm en einer sum m arischen Prüfung das offenkundige N ichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und das offenkundige Fehlen von W egw eisungsvollzugshindernissen zu beurtei- len hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG ), w eshalb insow eit bei dagegen erhobe- nen Beschw erden auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgegenstand bildet (vgl. das zur Publikation vorgesehene U rteil BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007 E. 2.1), dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten w ird, w enn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des G esuchs R eise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG ), dass der Begriff "R eise- oder Identitätspapiere" gem äss der revidierten Bestim m ung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG in einem engen Sinne zu verstehen ist und nam entlich dieje- nigen Ausw eise erfasst sind, w elche von den heim atlichen Behörden zw ecks Identitäts- nachw eises ausgestellt w orden sind, dass dabei in der Praxis regelm ässig R eisepässe und Identitätskarten sow ie unter ande- rem Inlandpässe, nicht aber Ausw eise w ie G eburtsschein und Fahrausw eis als rechts- genügliche R eise- oder Identitätspapiere im Sinne der revidierten G esetzesbestim m ung gelten (vgl. zum G anzen, das zur Publikation vorgesehene U rteil BVG E D -2279/2007 vom 11. Juli 2007 E. 4-6), dass die Bestim m ung in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG dann keine Anw endung findet, w enn Asylsuchende glaubhaft m achen können, sie seien dazu aus entschuldbaren G ründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG ), oder w enn aufgrund der Anhörung sow ie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt w ird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG ) oder w enn sich aufgrund der Anhörung die N otw endigkeit zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines W egw eisungsvoll- zugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG ),6 dass vorliegend die N ichtabgabe von R eisepapieren im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuches unbestritten ist, dass die Beschw erdeführerinnen sich zu den durch das Bundesam t festgestellen W ider- sprüchen bezüglich der R eisepapiere und dam it verbunden bezüglich des R eisew eges nicht äusserten, sondern festhielten, selbst ausgehend von allfälliger U nentschuldbarkeit des N ichtbeibringens rechtsgenüglicher Identitätsausw eise hätte vorliegend auf ihr Asyl- gesuch eingetreten w erden m üssen, zum al sie Faxkopien von Identitätsausw eis und G e- burtsschein eingereicht hätten, w obei die O riginale nachgereicht w ürden, dass m it der Vorinstanz festzustellen ist, dass die Beschw erdeführerinnen trotz klarer Aufforderung innert 48 Stunden keine rechtsgenüglichen Identitätsausw eise eingereicht haben, dass die von der Vorinstanz festgestellten U ngereim theiten und W idersprüche nam ent- lich im Zusam m enhang m it dem R eisew eg als zutreffend zu bestätigen sind, dass insbesondere die Angaben der Beschw erdeführerinnen, w onach sie ohne das Vor- w eisen jeglicher Identitätsausw eise die Passkontrollen bei F._______ hätten passieren können, jeglicher R ealität entbehren, dass die Beschw erdeführerinnen auch nicht in der Lage gew esen sind, m indestens den Ankunftsflughafen in F._______ sow ie die Fluggesellschaft zu nennen, dies jedoch nicht zuletzt vor dem H intergrund der guten Bildung der Beschw erdeführerinnen hätte erw ar- tet w erden können, dass die Beschw erdeführerinnen zw ar auf Beschw erdeebene einen Identitätsausw eis und eine G eburtsurkunde eingereicht haben, dass aber die Beschw erdeführerin 1 anlässlich der direkten Anhörung vom 13. Februar 2007 festhalten liess, die O riginale der Identitätsausw eise sollten unterw egs sein (vgl. Protokoll der Anhörung vom 13. Februar 2007, S. 15), gem äss dem als Faxkopie einge- reichten Briefum schlag diese D okum ente offensichtlich jedoch erst am 18. M ärz 2007 und dam it über einen M onat nach der m ündlichen D irektanhörung postalisch aufgege- ben w orden sein sollen, dass dieses Verhalten angesichts des den Beschw erdeführerinnen deutlich dargelegten Erfordernisses der sofortigen Einreichung von O riginalausw eispapieren vor dem H inter- grund der ihnen obliegenden M itw irkungspflichten nicht nachvollziehbar ist, dass letztlich ohnehin festzustellen ist, dass bei Identitätspapieren, w elche aus unent- schuldbaren G ründen nicht ordnungsgem äss abgegeben w urden, die nachträgliche Ein- reichung auf Beschw erdeebene - w ie vorliegend beim Identitätsausw eis der Beschw er- deführerin 1 - nicht zur Aufhebung des diesbezüglichen N ichteintretensentscheides zu führen verm ag, zum al die gesetzliche Frist zur Einreichung entsprechender Identitätsdo- kum ente längst verstrichen ist (vgl. das zur Publikation vorgesehene U rteil BVG E D - 2279/2007 vom 11. Juli 2007 E. 7.1 unter H inw eis auf EM AR K 1999 N r. 16 E. 5c.aa), dass zudem betreffend die Beschw erdeführerin 2 festzustellen ist, dass für diese bis heute kein rechtsgenüglicher Identitätsausw eis eingereicht w orden ist (der keine Foto- grafie aufw eisende G eburtsschein als solcher genügt, w ie oben ausgeführt, den Anfor- derungen von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG den Anforderungen an ein R eise- oder Identi- tätspapier nicht),7 dass in diesem Zusam m enhang der Vollständigkeit halber festgestellt w erden kann, dass dieser G eburtsschein verschiedene klare Fälschungsindizien aufw eist, nam entlich m ehrere m echanische R asuren und Ü berschreibungen, insbesondere bei der W iederga- be von D aten, dass das BFM nach diesen Ausführungen som it in der angefochtenen Verfügung zu R echt zum Schluss gekom m en ist, es sei den Beschw erdeführerinnen nicht gelungen, den U m stand, w onach die N ichteinreichung von rechtsgenüglichen R eise- oder Identi- tätspapieren auf entschuldbaren G ründen basiere, glaubhaft zu m achen (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG ), dass nach dem G esagten zu prüfen bleibt, ob das BFM zu R echt aufgrund der Anhörung vom offensichtlichen N ichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft sow ie davon ausgegan- gen ist, es seien aufgrund der Anhörung keine zusätzlichen Abklärungen zur Feststel- lung der Flüchtlingseigenschaft oder eines W egw eisungshindernisses nötig (Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG ), dass aufgrund der von der Vorinstanz zutreffend festgestellten U nglaubhaftigkeit der Aussagen der Beschw erdeführerinnen zum R eisew eg Zw eifel an der G laubhaftigkeit der übrigen Vorbringen erw achsen, dass sich aus den protokollierten Aussagen - w ie das BFM in der angefochtenen Verfü- gung im plizit festgestellt hat - in der Tat verschiedene U nglaubhaftigkeitsindizien erge- ben, dass indessen die Frage der G laubhaftigkeit vorliegend offen bleiben kann, nachdem die Vorinstanz zu R echt die offensichtlich fehlende flüchtlingsrechtliche R elevanz der Asylangaben festgestellt hat, dass die Beschw erdeführerin 1 gem äss ihren Angaben w egen Am tsm issbrauchs respek- tive U rkundenfälschung angezeigt und vor diesem strafrechtlichen H intergrund ein ent- sprechendes Erm ittlungs- und Strafverfahren eingeleitet w orden ist, dass es der Beschw erdeführerin 1, w elche gem äss eigenen Angaben ihre U nschuld an den ihr unterstellten M achenschaften hätte bew eisen können (vgl. Protokoll D irektanhö- rung S. 10), m öglich und zum utbar gew esen w äre, gegebenenfalls m it der U nterstützung anw altschaftlicher Vertretung, sich gegen die Falschanschuldigungen zur W ehr zu set- zen und nötigenfalls eine zu U nrecht ergangene Verurteilung an die nächsthöhere Ins- tanz w eiterzuziehen sow ie ihrerseits zur W iederherstellung ihrer R eputation entspre- chende verfahrensrechtliche Schritte in die W ege zu leiten, dass die Beschw erdeführerin 2 keine eigenen Problem e im H eim atland geltend gem acht hat und einzig ihrer M utter gefolgt ist, dass das Bundesam t bei dieser klaren Aktenlage das Bestehen der Flüchtlingseigen- schaft ohne w eiteres ausschliessen konnte und keine w eiteren Abklärungen im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG vornehm en m usste, dass entgegen dem in der Beschw erde (S. 6) erhobenen Einw and die Vorinstanz auch nicht gehalten w ar, vorliegend zw ingend den N ichteintretenstatbestand von Art. 34 AsylG (N ichteintreten bei Asylgesuchen aus verfolgungssicheren Staaten) anzuw enden, zum al sich die N ichteintretenstatbestände von Art. 32 bis 34 AsylG keinesw egs gegen- seitig ausschliessen,8 dass die Vorinstanz nach dem G esagten zu R echt in Anw endung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch der Beschw erdeführerinnen nicht eingetreten ist, dass das N ichteintreten auf ein Asylgesuch in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz zur Folge hat, vorliegend die Beschw erdeführerinnen w eder eine Aufenthalts- bew illigung besitzen noch Anspruch auf Erteilung einer solchen haben, w eshalb die ver- fügte W egw eisung im Einklang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht und zu bestä- tigen ist (Art. 44 Abs. 1 AsylG ; Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EM AR K 2001 N r. 21), dass das Bundesam t, ist der Vollzug nicht zulässig, nicht zum utbar oder nicht m öglich, das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern regelt (Art. 44 Abs. 2 AsylG ), dass der Vollzug der W egw eisung in Beachtung der m assgeblichen völker- und landes- rechtlichen Bestim m ungen zulässig ist, da offensichtlich nicht vom Bestehen der Flücht- lingseigenschaft auszugehen ist und keine Anhaltspunkte für eine m enschenrechtsw idri- ge Behandlung ersichtlich sind, die den Beschw erdeführerinnen in ihrem H eim at- oder H erkunftsstaat drohen w ürde (Art. 14a Abs. 3 AN AG ), dass sich aus den Akten zudem keine konkreten Anhaltspunkte ergeben, aufgrund derer allenfalls geschlossen w erden könnte, die Beschw erdeführerinnen gerieten im Falle der R ückkehr in ihren H eim atstaat aus individuellen G ründen w irtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher N atur in eine existenzbedrohende Situation, dass die Beschw erdeführerin 1 zw ölf Jahre als A._______ gearbeitet und dabei m annigfaltige Arbeitserfahrung gesam m elt hat, w ährend die Beschw erdeführerin 2 als H ._______ an E._______ gew esen ist, dass die Beschw erdeführerinnen in ihrem H eim atstaat gem äss Akten über ein gefestig- tes fam iliäres Beziehungsnetz verfügen, dass die Beschw erdeführerin 1 kurz nach ihrer Einreise in die Schw eiz zw ar über ge- sundheitliche Problem e geklagt hatte (vgl. Protokoll D irektanhörung S. 16), dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung auf die Behandelbarkeit solcher Beschw erden im H eim atland verw iesen hatte, w as in der Beschw erde nicht bestritten w urde, dass auch nach Auffassung des Bundesverw altungsgerichts allenfalls noch bestehende Beschw erden in der M ongolei adäquat behandelt w erden können, dass der Vollzug der W egw eisung der Beschw erdeführerinnen in ihren H eim atstaat schliesslich m öglich ist, da keine praktischen H indernisse erkennbar sind, die einer R ückkehr entgegenstehen könnten, und sie verpflichtet sind, sich bei der heim atlichen Vertretung allenfalls benötigte R eisepapiere zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), dass nach dem G esagten som it keine W egw eisungshindernisse vorliegen und der vom Bundesam t verfügte Vollzug der W egw eisung zu bestätigen ist, dass es den Beschw erdeführerinnen dem nach nicht gelungen ist darzutun, inw iefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt un- richtig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (Art. 106 AsylG ), w eshalb die Beschw erde abzuw eisen ist, 9 dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents über Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 VG KE, SR 173.320.1]) den Be- schw erdeführerinnen aufzuerlegen w ären, diese jedoch in G utheissung des G esuches auf unentgeltliche R echtspflege vorliegend zu erlassen sind, nachdem sich die prozes- suale Bedürftigkeit der Beschw erdeführerinnen aus den Akten ergibt und die Beschw er- de im Zeitpunkt ihrer Einreichung nicht als klar aussichtslos qualifiziert w erden konnte. (D ispositiv nächste Seite)10 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D as G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege w ird gutgeheissen. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. D ieses U rteil geht an: - die R echtsvertreterin der Beschw erdeführerinnen (eingeschrieben; über die R ückgabe der beim BFM eingereichten U nterlagen entscheidet das Bundesam t auf Anfrage hin) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (N _______) - das G ._______ (Beilagen: _______) D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: M arkus König Eveline C hastonay Versand am :