<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00122</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105950&amp;W10_KEY=4467149&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00122</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 02.11.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Planungswettbewerb für ein Parkhaus und dazugehörige Freiraumgestaltung <br/><br/>Zulässige Begehren im Beschwerdeverfahren (E. 2). Rechtliches Gehör (Begründungspflicht; Akteneineinsichtsrecht). Heilung allfälliger Mängel im Beschwerdeverfahren. Geringere Anforderungen an die Begründungspflicht bei Vergabeverfahren in Form von Wettbewerben mit anonymen Skizzenbewerbungen und einer unabhängigen Jury (E. 3). Einordnung des Planungswettbewerbs im kantonalen Submissionsrecht. Es spricht nichts dagegen, das Wettbewerbsverfahren als förmliches Vergabeverfahren auszugestalten (E. 5a). Will die Vergabestelle von der Möglichkeit Gebrauch machen, im Anschluss an einen Planungswettbewerb einen Folgeauftrag freihändig nach § 11 Abs. 1 lit. k SubmV zu vergeben, muss diese Absicht aus den Ausschreibungsunterlagen deutlich hervorgehen, da dieser Umstand die Anforderungen an das Selektionsverfahren wesentlich beeinflusst (E. 5b/aa). Zulässigkeit einer anonymen Skizzenselektion (E. 5c/aa-bb). In kantonalen und kommunalen Planungswettbewerben ist im Rahmen der Präqualifikation eine Vorprüfung dann unproblematisch, wenn der Entscheid der Jury dadurch nicht präjudiziert wird (E. 5d). Es besteht keine Pflicht zur Verwendung einer Bewertungsmatrix (E. 5e). Vorliegend ist weder eine Überschreitung noch ein Missbrauch des Ermessens auszumachen (E. 5f).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANONYMITÃT">ANONYMITÃT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARCHITEKT">ARCHITEKT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEGRÃNDUNGSPFLICHT">BEGRÃNDUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EIGNUNG">EIGNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FOLGEAUFTRAG">FOLGEAUFTRAG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLANUNGSWETTBEWERB">PLANUNGSWETTBEWERB</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRÃQUALIFIKATION">PRÃQUALIFIKATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PROJEKTWETTBEWERB">PROJEKTWETTBEWERB</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SKIZZENSELEKTION">SKIZZENSELEKTION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TRANSPARENZ">TRANSPARENZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORPRÃFUNG">VORPRÃFUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WETTBEWERB">WETTBEWERB</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 12 lit. I b IVÃ¶B</span><br/><span class="ungerade">§ 6 lit. II SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 10 SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 11 lit. I k SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 22 SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 33 SubmV</span><br/><span class="gerade">Art. 55 lit. I b VoeB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">BEZ 2001 Nr. 12</span><br/><span class="gerade">RB 2000 Nr. 60</span><br/><span class="ungerade">RB 2000 Nr. 67</span><br/><span class="gerade">RB 2000 Nr. 68</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A. Die Vereinigung Bellevue und Stadelhofen, die Opernhaus ZÃ¼rich AG, der Kanton ZÃ¼rich sowie die Stadt ZÃ¼rich, die sich in der Arbeitsgemeinschaft "Wettbewerb Opern­haus-Parking" zusammengeschlossen haben, erÃ¶ffneten mit Ausschreibung vom 1. Dezember 1999 einen Projektwettbewerb mit vorgeschaltetem PrÃ¤selektions-Verfahren fÃ¼r das Opernhaus-Parking und die Freiraumgestaltung im Bereich Bellevue-Stadelhofen. Ziel des Wettbewerbs war es, eine Projektidee fÃ¼r das geplante unterirdische Parkhaus, dessen VerknÃ¼pfung mit dem stÃ¤dtischen Kontext und die Freiraumgestaltung zu finden, welche als Basis fÃ¼r einen Gestaltungsplan und die weitere Projektentwicklung dienen konnte. Die vorgeschlagenen Konzepte und Projektideen sollten diesen stÃ¤dtebaulich und kulturell wichtigen Ort in der Stadt in seiner IdentitÃ¤t bestÃ¤rken und fÃ¼r eine kÃ¼nftige Pro­jektentwicklung genÃ¼gend Spielraum lassen. Der Wettbewerb unterstand gemÃ¤ss Aus­schreibungstext dem Gesetz Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Inter­kantonalen Ver­einbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 22. September 1996 (IVÃ¶B-Bei­trittsG) sowie der Submissionsverordnung vom 18. Juni 1997 (SubmV). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. Der Wettbewerb erfolgte im selektiven Vergabeverfahren. FÃ¼r die 1. Stufe der PrÃ¤selektion wurden Fachteams gesucht, die sich mindestens aus einem Architekten oder einer Architektin sowie einem Landschaftsarchitekten oder einer Landschaftsarchitektin zusammensetzten. Der Beizug von Spezialisten wie Verkehrsfachleuten, Bauingenieuren, Lichtexperten, Kunstschaffenden usw. war ausdrÃ¼cklich erwÃ¼nscht. GemÃ¤ss dem Leitfaden zur PrÃ¤selektion vom 1. Dezember 1999 konnten sich die Teams wahlweise mit Referenzen und Leistungsnachweisen und/oder mit LÃ¶sungsskizzen bewerben. Aus jeder der beiden Kategorien sollten im Rahmen der PrÃ¤selektion je 7 â 12 Teams ausgewÃ¤hlt werden. Die Skizzenselektion sollte anonym erfolgen. Gefordert war die Darlegung der stÃ¤dtebaulichen und freiraumplanerischen Absichten im Ã¤usseren Perimeter, Ideen zu den komplexen und spezifischen Anforderungen der Aufgabe im inneren Perimeter, insbesondere bezÃ¼glich Parkhausarchitektur und Freiraumgestaltung, sowie ein professioneller Auftritt und eine ebensolche Gestaltung der Bewerbung. Als Bewertungskriterien wurden in den Ausschrei­bungsunterlagen "hohe stÃ¤dtebaulich-architektonische QualitÃ¤t der Ideenskizzen" und "prÃ¤­zise Vermittlung der Absichten" genannt. SÃ¤mtliche Bewerbungen sollten einer Vor­prÃ¼­fung durch das Tiefbauamt und das Amt fÃ¼r StÃ¤dtebau der Stadt ZÃ¼rich unterzogen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>C. Nachdem innert Frist insgesamt 175 Bewerbungen eingegangen waren, verfÃ¼gte das Hochbaudepartement der Stadt ZÃ¼rich namens der Arbeitsgemeinschaft "Wettbewerb Opernhaus-Parking" am 15. MÃ¤rz 2000, dass 20 Teams (7 Teams aus der Skizzenselektion und 13 Teams aus der Referenzselektion) zur Abgabe eines Angebots zugelassen wÃ¼rden. Mit Schreiben vom gleichen Datum wurden die Ã¼brigen Bewerber, darunter die Einzel­fir­ma A, ohne weitere BegrÃ¼n­dung darÃ¼ber informiert, dass sie fÃ¼r die zweite Verfahrens­stufe nicht berÃ¼cksichtigt wer­den kÃ¶nnten. Auf Ersuchen von A, Inhaber der Einzelfirma A, teil­te ihm das Amt fÃ¼r StÃ¤dtebau der Stadt ZÃ¼rich mit Schreiben vom 23. MÃ¤rz 2000 mit, die Wettbewerbsveranstalterin sei gemÃ¤ss Submissionsverordnung nicht verpflichtet, Unterla­gen an nicht berÃ¼cksichtigte Submittenten herauszugeben. Der von A eingereichte Ideen­vorschlag "Leuchtender Platz" habe an­lÃ¤sslich der Skizzenselektion das Preisgericht hin­sichtlich der geforderten hohen stÃ¤dte­baulich-architektonischen QualitÃ¤t nicht zu Ã¼ber­zeu­gen vermocht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen die PrÃ¤qualifikationsverfÃ¼gung vom 15. MÃ¤rz 2000 erhob A am 24. MÃ¤rz 2000 beim Verwaltungsgericht Beschwerde und beantragte, dass die VerfÃ¼gung "so lange aufgeschoben" werde, bis von Seiten des Auslobers eine nachvoll­ziehbare, vollstÃ¤ndige, systematische und transparente BegrÃ¼ndung fÃ¼r seine NichtberÃ¼ck­sichtigung vorgelegt werde. Ferner verlangte er Einblick in die Verfahrensakten. Das Hochbaudepartement der Stadt ZÃ¼rich stellte in seiner Vernehmlassung vom 20. April 2000 den Antrag, die Be­schwerde sei unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten des BeschwerdefÃ¼hrers abzuweisen. In verfahrensmÃ¤ssiger Hinsicht beantragte es die Ab­weisung des Gesuchs um Erteilung der aufschiebenden Wirkung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 26. April 2000 wurde das Gesuch um Erteilung der auf­schiebenden Wirkung abgewiesen und ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet. Nach­dem A beim Verwaltungsgericht Einsicht in die Verfahrensakten ge­nommen hatte, stellte er in seiner Replik (am Schluss) vom 7. Mai 2000 folgende AntrÃ¤ge:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"1. Der Beschwerdegegnerin sei eine RÃ¼ge fÃ¼r all die oben erwÃ¤hnten Rechtswidrigkeiten zu erteilen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>2. Die Beschwerdegegnerin sei von nun an, bei Submissionen, auch bei Wettbewerben, verpflichtet eine objektive Eignungs- und Zuschlags­kriterienliste aufzufÃ¼hren und die Bewertungen nachvollziehbar zu ge­stalten.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3. Die Beschwerdegegnerin sei von nun an, bei Submissionen, ver­pflichtet auf Gesuch hin, unverzÃ¼glich Einsicht in die Vergabe rele­vanten Akten zu gewÃ¤hren, oder diese unverzÃ¼glich abzuliefern.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>4. Der Beschwerdegegnerin sind alle Unkosten, inklusive unsere, welche im Zusammenhang mit dieser Beschwerde entstanden sind, aufzuerle­gen."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Hochbaudepartement der Stadt ZÃ¼rich hielt in seiner Duplik vom 14. Juni 2000 an seinen AntrÃ¤gen fest.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit rechtserheblich, in den nachfolgen­den ErwÃ¤gungen wiedergegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Seit dem vollstÃ¤ndigen Inkrafttreten des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 1995 Ã¼ber den Bin­nenmarkt am 1. Juli 1998 kÃ¶nnen alle kantonalen und kommunalen Vergabe­entscheide mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372). ErgÃ¤nzt durch die sinn­gemÃ¤ss heran­zuziehenden Vorschriften der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Be­schaf­fungswesen vom 25. November 1994 (IVÃ¶B), kommen auf das Beschwer­de­verfahren die Bestimmungen von §§ 3 ff. IVÃ¶B-BeitrittsG zur Anwendung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Der BeschwerdefÃ¼hrer verlangt zumindest sinngemÃ¤ss die Aufhebung des an­ge­foch­tenen Ent­scheids und die Zulassung zum Projektwettbewerb in der zweiten Stufe des selektiven Verfahrens. In diesem Umfang ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Nicht einzutreten ist hingegen auf die Beschwerde, soweit die Erteilung einer RÃ¼ge an den Beschwerdegegner und verschiedene Anweisungen fÃ¼r zukÃ¼nftige Vergabe­verfahren verlangt werden. Diese erst in der Replik vorgebrachten Rechtsbegehren erwei­sen sich von vornherein als verspÃ¤tet. Nach Ablauf der Beschwerdefrist kÃ¶nnen grundsÃ¤tz­lich keine neuen AntrÃ¤ge mehr gestellt werden (RB 1963 Nr. 26; vgl. Al­fred KÃ¶lz/JÃ¼rg Boss­hart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼­rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 53 N. 15, § 54 N. 5). Sodann ist festzuhalten, dass mit der Be­schwerde an das Verwaltungsgericht nur solche Begehren gestellt werden dÃ¼rfen, Ã¼ber welche die Vorinstanz bzw. die verfÃ¼gende BehÃ¶rde entschieden hat oder hÃ¤tte entscheiden sollen (RB 1963 Nr. 19, 1983 Nr. 5; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 54 N. 4). Gegenstand der ange­fochtenen VerfÃ¼gung war indessen allein die Auswahl von 20 Bewerbern fÃ¼r die zweite Stufe des Projektwettbewerbs. Schliesslich ist mit dem Beschwerdegegner auch darauf hin­zuweisen, dass das Verwaltungsgericht nicht AufsichtsbehÃ¶rde des Beschwerdegegners ist und demzufolge ihm gegenÃ¼ber keine Weisungen erteilen kann. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) aa) Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt unter anderem eine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs, so insbesondere der BegrÃ¼ndungspflicht und des Akteneinsichtsrechts. Das beim Amt fÃ¼r StÃ¤dtebau anbegehrte Schreiben vom 23. MÃ¤rz 2000 sei unprÃ¤zis und vage und trage dem Transparenzgebot nicht genÃ¼gend Rechnung. Als Mitbewerber fÃ¼r die Skizzen­selektion habe er fÃ¼r die Ausarbeitung seiner Eingabe einen grossen Aufwand gehabt, wes­halb der Veranstalter trotz der hohen Zahl von Bewerbern "ethisch" verpflichtet sei, den Wettbewerbsteilnehmern auf Gesuch hin eine seriÃ¶se und fundierte BegrÃ¼ndung zu geben. Zwar beinhalte die Beschwerdeantwort vom 20. April 2000 eine genauere BegrÃ¼ndung der NichtberÃ¼cksichtigung, doch werde auch diese den GrundsÃ¤tzen der Transparenz und der Nachvollziehbarkeit bei weitem nicht gerecht. Die weiteren AusfÃ¼hrungen des Beschwer­defÃ¼hrers in der Replik zeigen indessen, dass er mit dem <i>Inhalt</i> der nachgelieferten Be­grÃ¼n­dung nicht einverstanden ist, wohingegen nicht etwa geltend gemacht wird, die for­malen Anforderungen an die BegrÃ¼ndungspflicht seien immer noch unerfÃ¼llt. Hinsichtlich des Akteneinsichtsrechts bringt der BeschwerdefÃ¼hrer vor, zur Sicherstellung der gefor­der­ten Transparenz des Vergabeverfahrens hÃ¤tte der Beschwerdegegner Einsicht in die verga­berelevanten Akten gewÃ¤hren mÃ¼ssen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Der Beschwerdegegner macht dagegen geltend, die wesentlichen GrÃ¼nde, die zur NichtberÃ¼cksichtigung gefÃ¼hrt hÃ¤tten, nÃ¤mlich die Nichteinhaltung der Teilnahmebe­dingungen betreffend Angabe des Landschaftsarchitekten, die Nichteinhaltung des Peri­meters sowie die NichterfÃ¼llung des Kriteriums der hohen stÃ¤dtebaulich-architektonischen QualitÃ¤t seien dem BeschwerdefÃ¼hrer teils vor, teils nach Einreichung der Submissionsbe­schwerde mitgeteilt worden. Ebenso sei der BeschwerdefÃ¼hrer darauf hingewiesen worden, dass in § 33 Abs. 2 SubmV keine Herausgabe von Akten an abgewiesene Bewerber vorge­sehen sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Auswahl der Teilnehmer im selekti­ven Vergabeverfahren stellt nach § 4 lit. c IVÃ¶B-BeitrittsG eine anfechtbare VerfÃ¼gung dar, weshalb sie als solche grundsÃ¤tzlich zu be­grÃ¼nden ist. Die BegrÃ¼ndungspflicht ergibt sich aus dem An­spruch auf rechtliches Ge­hÃ¶r, der in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfas­sung der Schweizerischen Eidgenos­senschaft vom 18. April 1999 (BV) verankert ist (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10 N. 36); sie wird Ã¼berdies in § 10 Abs. 2 des Verwaltungsrechts­pflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) ausdrÃ¼cklich festgehalten. Nach den Spezialvorschriften von Art. 13 lit. h IVÃ¶B und § 33 SubmV ist die Vergabestelle indessen bei der ErÃ¶ffnung des Zuschlags le­diglich zu einer kurzen BegrÃ¼ndung bzw. zur Mit­tei­lung einiger vorwiegend formeller An­gaben verpflichtet (§ 33 Abs. 1 SubmV); nur auf Gesuch eines An­bieters hat sie diesem die wesentlichen GrÃ¼nde fÃ¼r seine NichtberÃ¼ck­sichtigung bekannt zu geben (§ 33 Abs. 2 SubmV; vgl. VGr AG, AGVE 1998, S. 425). Ob und inwieweit diese Be­stim­mungen auch bei der ErÃ¶ffnung von PrÃ¤qualifikationsentscheiden im Rahmen von Architektur- und Pla­nungswettbewerben zur An­wendung kom­men, kann in diesem Verfahren offen bleiben, da eine allfÃ¤llige Verletzung des An­spruchs auf rechtliches GehÃ¶r jedenfalls durch die im Rahmen der Beschwerdeant­wort nach­gereichte BegrÃ¼ndung sowie die dem Beschwerde­fÃ¼hrer eingerÃ¤umte Gelegenheit, mittels Replik zur Beschwerdeantwort Stellung zu neh­men, geheilt wurde (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 10 N. 45). Zu berÃ¼cksichtigen ist, dass bei Ver­gabeverfahren in der Form von Wettbewerben mit anonymen Skizzenbewerbungen und einer unabhÃ¤ngigen Jury aufgrund der durch diese Besonderheiten bereits weitgehend ge­wÃ¤hrleisteten ObjektivitÃ¤t die Anforderungen an die BegrÃ¼ndungspflicht weniger streng sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine Heilung trat auch hinsichtlich allfÃ¤lliger Verletzungen des Akteneinsichts­rechts ein, konnte doch der BeschwerdefÃ¼hrer beim Verwaltungsgericht in die Verfahrens­akten Einsicht nehmen und im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels dazu Stellung neh­men. Eine allfÃ¤llige GehÃ¶rsverletzung ist damit fÃ¼r den Ausgang des Verfahrens nicht mehr von Bedeutung (VGr, 17. Februar 2000, BEZ 2000 Nr. 25 E. 4a).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Hinsichtlich seiner NichtberÃ¼cksichtigung beanstandet der BeschwerdefÃ¼hrer zusammengefasst, die in den Ausschreibungsunterlagen aufgefÃ¼hrten Eignungskriterien zur Skizzenselektion seien vage und unprÃ¤zis. Diese seien bei der VorprÃ¼fung in vier nicht nachvollziehbare Kategorien unterteilt worden. Sodann sei die Selektion in erster Linie von den VorprÃ¼fern, welche grundsÃ¤tzlich keine eigentliche Jurierung vornehmen dÃ¼rften, und nicht vom Preisgericht selber vorgenommen worden. Auf dem Bewertungsblatt fÃ¼r seine Skizzenbewerbung sei lediglich vermerkt worden, dass der Projektvorschlag in der VorprÃ¼­fung in die Kategorie "S" (SpezialfÃ¤lle) eingereiht wurde. Weitere Bemerkungen fehlten vÃ¶llig und es frage sich, ob das Preisgericht Ã¼berhaupt selber alle Ideenskizzen beurteilt habe. Ohne eine objektive Kriterienmatrix werde der Gefahr von willkÃ¼rlichen Beurtei­lungsentscheiden TÃ¼r und Tor geÃ¶ffnet. Ferner seien die Anforderungen an die personelle Teamzusammensetzung erfÃ¼llt. Ebenso seien weder der innere noch der Ã¤ussere Perimeter Ã¼berschritten worden. Der in der Beschwerdeantwort nachgeschobene Vorwurf der "ZufÃ¤l­ligkeit und Beliebigkeit" sei nicht objektiv, sondern beruhe auf einer subjektiven Vorstel­lung der Projektleitung. Der vom Beschwerdegegner geÃ¤usserten Kritik der rudimentÃ¤ren, unprÃ¤zisen und nicht eindeutig nachvollziehbaren Darstellungsart der funktionalen Zu­sammenhÃ¤nge sei entgegenzuhalten, dass lediglich eine Skizze einzureichen gewesen sei, in welcher eine urbane Option mit AusschreibungsplÃ¤nen im Massstab 1:2000 dargestellt werden sollte. Jedenfalls seien die Absichten klar vermittelt worden. Indem der Beschwer­degegner einen gegenÃ¼ber den Anforderungen der Ausschreibung tieferen Abstraktions­grad verlangt habe, seien die Eignungskriterien unzulÃ¤ssigerweise im Nachhinein geÃ¤ndert worden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Beschwerdegegner bringt vor, im Rahmen der VorprÃ¼fung seien die Skiz­zenbewerbungen in vier verschiedene Kategorien (A, B, C, S) vorsortiert worden, wobei die Skizzenbewerbung des BeschwerdefÃ¼hrers der Kategorie S (SpezialfÃ¤lle) zugeteilt worden sei. Die Kategorie S sei fÃ¼r jene Bewerbungen gedacht, welche Ideen enthielten, die die Randbedingungen in grober Weise missachteten und darÃ¼ber hinaus keine wegwei­sende Konzeption aufwiesen. Diese Zuordnung sei deshalb erfolgt, weil mit der vorge­schlagenen Tieferlegung des Utoquais und den dadurch bedingten Rampenbauwerken der vorgegebene innere Perimeter klar Ã¼berschritten und damit die Randbedingungen gemÃ¤ss den Ausschreibungsunterlagen missachtet worden seien. Auch habe das Dossier des Be­schwerdefÃ¼hrers keine Deklaration eines Landschaftsarchitekten enthalten, obwohl sich die bewerbenden Teams gemÃ¤ss Ausschreibung wie auch gemÃ¤ss dem Leitfaden zur PrÃ¤selek­tion mindestens aus einem Architekten und einem Landschaftsarchitekten hÃ¤tten zusam­mensetzen mÃ¼ssen. Schon aus diesem Grund hÃ¤tte der BeschwerdefÃ¼hrer vom Wettbewerb ausgeschlossen werden dÃ¼rfen. Dieser Sachverhalt, der wegen der AnonymitÃ¤t des Aus­wahlverfahrens anfÃ¤nglich gar nicht erkannt worden sei, sei indessen nicht ausschlagge­bend gewesen fÃ¼r die NichtberÃ¼cksichtigung. Entscheidend sei vielmehr gewesen, dass das stÃ¤dtebauliche Konzept nicht zu Ã¼berzeugen vermocht habe. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 13. MÃ¤rz 2000 habe das Preisgericht zwecks Auswahl von Teilnehmerinnen und Teilnehmern getagt und sich wÃ¤hrend mehrerer Stunden der Skizzenselektion gewid­met. FÃ¼r die Bewerbung des BeschwerdefÃ¼hrers sei von keinem Mitglied des Preisgerichts Antrag auf Aufnahme in eine engere Wahl gestellt worden. Die zufÃ¤llig angeordneten ver­senkten HÃ¶fe und eine ebenfalls halb versenkte Glaskuppel in beliebiger Position vor dem Hintergrund des Opernhauses erschienen ohne innere und Ã¤ussere KohÃ¤renz. Die Organi­sation des vorgeschlagenen Untergeschosses fÃ¼r Ausstellungszwecke und die AnknÃ¼pfung an die Oper Ã¼ber die Garderoben seien Ã¤usserst rudimentÃ¤r und unprÃ¤zis dargestellt sowie die funktionalen ZusammenhÃ¤nge nicht eindeutig nachvollziehbar. Das dargestellte Park­haus im zweiten Untergeschoss erzeuge schliesslich eine sehr lange Ein- und Ausfahrts­rampe, wobei zusÃ¤tzlich dessen Layout und Zugangssituation nicht als besonders innovativ und benutzerfreundlich bezeichnet werden kÃ¶nnten. Die im Leitfaden erwÃ¤hnten festge­legten Bewertungskriterien, nÃ¤mlich eine hohe stÃ¤dtebaulich-architektonische QualitÃ¤t und eine prÃ¤zise Vermittlung der Absichten, seien demgemÃ¤ss nicht erfÃ¼llt worden. Hinsicht­lich des Abstraktionsgrads sei die Wahl des Massstabs den Bewerbern Ã¼berlassen gewesen; verlangt worden sei lediglich eine massstÃ¤bliche und damit nachvollziehbare Skizze. So­dann seien auch bei einem hohen Abstraktionsgrad prÃ¤zise Aussagen mÃ¶glich. Die Bewer­tungskriterien seien im Ãbrigen keineswegs unprÃ¤zis. Es sei in diesem Zusammenhang auch auf die Funktion des Preisgerichts hinzuweisen, welches sich aus hochqualifizierten Fachpersonen aus den Bereichen Architektur, Landschaftsarchitektur und StÃ¤dtebau aus dem In- und Ausland zusammensetze und eine sorgfÃ¤ltige Beurteilung der Ideenskizzen garantiere. Allerdings handle es sich bei den Fachbereichen Architektur und StÃ¤dtebau um kulturelle Disziplinen, die sich nicht ausschliesslich nach rationalen Kriterien beurteilen liessen. Bei PrÃ¤qualifikationsverfahren mit einer sehr grossen Anzahl von Bewerbungen sei es auch nicht mÃ¶glich, jede einzelne Bewerbung schriftlich zu qualifizieren. Dass im Rah­men der VorprÃ¼fung die Skizzenbewerbungen in verschiedene Kategorien vorsortiert wor­den seien, entspreche gÃ¤ngiger Praxis und sei nicht zu beanstanden. Von einer Vorweg­nahme des Juryentscheids kÃ¶nne keine Rede sein, da jede Skizzenbewerbung gleichermas­sen dem Preisgericht zugÃ¤nglich gewesen sei und auf Antrag eines Jurymitglieds in die engere Wahl hÃ¤tte aufgenommen werden kÃ¶nnen. Jedenfalls sei der Jury die volle Freiheit verblieben, von der VorprÃ¼fung abweichende Einteilungen vorzunehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. a) Das kantonale Submissionsrecht erwÃ¤hnt die <i>Planungswettbewerbe</i> einzig in § 11 Abs. 1 lit. k SubmV, wonach eine Vergabe freihÃ¤ndig erfolgen kann, sofern der Ver­trag aufgrund eines Planungs- oder Gesamtleistungswettbewerbs mit dem Gewinner ge­schlossen werden soll. Vorausgesetzt ist, dass die Organisation des Wettbewerbs den GrundsÃ¤tzen des IVÃ¶B-BeitrittsG und der SubmV entspricht, insbesondere mit Bezug auf die VerÃ¶ffentlichung einer Einladung an angemessen qualifizierte Anbieterinnen und An­bieter zur Teilnahme (§ 11 Abs. 1 lit. k Satz 2 SubmV). Sodann ist zur Beurteilung eine unabhÃ¤ngige Jury einzusetzen (§ 11 Abs. 1 lit. k Satz 3 SubmV). Von Bedeutung sind die Besonderheiten eines Planungswettbewerbs, nÃ¤mlich dass einerseits <i>bereits wÃ¤hrend des Wettbewerbsverfahrens </i>die charakteristischen Leistungen, d.h. die Ausarbeitung von LÃ¶­sungsvorschlÃ¤gen, erbracht werden, und anderseits <i>sÃ¤mtliche Wettbewerbsteilnehmer </i>eine Leistung erbringen. DemgegenÃ¼ber wird Ã¼blicherweise in einem Vergabeverfahren ledig­lich <i>ein einziger Anbieter</i> ausgewÃ¤hlt, welcher <i>nach Abschluss des Vergabeverfahrens</i> die ausgeschriebene Leistung erbringt. Trotz dieser grundlegenden Unterschiede spricht jedoch nichts dagegen, bereits das Wettbewerbsverfahren als fÃ¶rmliches Vergabeverfahren gemÃ¤ss den Submissionsvorschriften auszugestalten, zumal auch im Rahmen von Planungswett­bewerben gegenÃ¼ber der Ã¶ffentlichen Hand Leistungen in den Bereichen Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung im Sinn von Ziff. 11 des Anhangs 2 zur SubmV erbracht werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) aa) In der Ausschreibung und dem Leitfaden zur PrÃ¤selektion vom 1. Dezember 1999 wird der Wettbewerb als <i>Projektwettbewerb</i> bezeichnet. Gemeinhin wird unter die­sem Begriff ein Verfahren verstanden, welches zur Erarbeitung von LÃ¶sungsvorschlÃ¤gen zu klar umschriebenen Aufgaben sowie zur Ermittlung von geeigneten Fachleuten zur Projektrealisation durchgefÃ¼hrt wird, wobei der Wettbewerbsgewinner in der Regel An­spruch auf einen weiteren planerischen Auftrag hat (vgl. fÃ¼r Vergaben des Bundes Art. 42 Abs. 1 lit. b und Art. 55 Abs. 1 lit. b der Verordnung vom 11. Dezember 1995 Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen [VoeB]; ferner SIA-Ordnung 142 fÃ¼r Architektur- und In­genieurwettbewerbe, Ausgabe 1998, Art. 3.3). Will aber die Vergabestelle von der MÃ¶g­lichkeit Gebrauch machen, einen Folgeauftrag im Anschluss an einen Projektwettbewerb freihÃ¤ndig nach § 11 Abs. 1 lit. k SubmV zu vergeben, muss diese Absicht aus den Aus­schreibungsunterlagen deutlich hervorgehen, da dieser Umstand die Anforderungen an das Selektionsverfahren wesentlich beeinflusst. In der Selektion muss nÃ¤mlich sichergestellt werden, dass die ausgesuchten Wettbewerbsteilnehmer fÃ¼r einen allfÃ¤lligen Folgeauftrag genÃ¼gend qualifiziert sind (Simon Ulrich, Die neue SIA-Ordnung 142 fÃ¼r Architektur- und Ingenieurwettbewerbe, AJP 1999, S. 252). Auch wenn vorliegend das Verfahren als "Pro­jektwettbewerb" bezeichnet wurde, kommt in den Ausschreibungsunterlagen nicht deutlich zum Ausdruck, dass der Wettbewerbsgewinner eine Option auf einen weiteren Planungs­auftrag hat. Das vom Preisgericht zur Weiterbearbeitung empfohlene Projekt dient gemÃ¤ss den Ausschreibungsunterlagen lediglich als Grundlage fÃ¼r den zu erarbeitenden Gestal­tungsplan, und der Beschwerdegegner hat bloss die Absicht, die Projektierung mit dem Gewinner-Team weiterzufÃ¼hren, falls nicht schwerwiegende GrÃ¼nde wie etwa fehlende Mittel oder unwÃ¤gbare Risiken dagegen sprechen. Auch wurde die MÃ¶glichkeit einer wei­teren Wettbewerbsstufe (z.B. Totalunternehmer-Wettbewerb) ausdrÃ¼cklich vorbehalten (Leitfaden, S. 14). Es ist deshalb davon auszugehen, dass mit dem Wettbewerb keine Fol­geauftragsoption verbunden ist und der Wettbewerbsgewinner keinen Anspruch auf Wei­terbearbeitung oder Realisierung seines Projekts hat (vgl. Pressemitteilung des Vorstehers des Hochbaudepartements der Stadt ZÃ¼rich vom 1. Dezember 1999, S. 4). Demzufolge ist fÃ¼r die Bestimmung des Auftragswerts allein die Preissumme von Fr. 185'000.- massge­bend (§ 6 Abs. 2 SubmV e contrario). AnzufÃ¼gen ist, dass es unter diesen UmstÃ¤nden nicht zulÃ¤ssig wÃ¤re, einen Folgeauftrag gestÃ¼tzt auf § 11 Abs. 1 lit. k SubmV freihÃ¤ndig zu ver­geben. Der Umfang der ausgeschriebenen Leistung ist bereits mit der Ausschreibung genau bekannt zu geben (§§ 16 Abs. 3 lit. c, 17 Abs. 1 lit. b SubmV), weshalb es nicht im Belie­ben der VergabebehÃ¶rde steht, ohne EinrÃ¤umung einer Folgeauftragsoption gleichwohl freihÃ¤ndig einen Folgeauftrag zu vergeben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) FÃ¼r DienstleistungsauftrÃ¤ge gelten die <i>Schwel­len­werte</i> von Art. 7 Abs. 1 lit. b IVÃ¶B und § 8 SubmV: Sie kÃ¶nnen bei Auf­trags­werten unter Fr. 50'000.- im freihÃ¤ndigen Verfahren und bei solchen unter Fr. 248'950.- im Einla­dungs­verfahren verge­ben werden; ab Fr. 248'950.- ist ein offenes oder selektives Verfahren durch­zufÃ¼hren (§ 8 Abs. 1 SubmV), wobei dieses bei Werten ab Fr. 383'000.- (Art. 7 Abs. 1 lit. b IVÃ¶B) nach den Regeln der Interkantonalen Vereinbarung abgewickelt werden muss (VGr, 3. November 1999, BEZ 1999 Nr. 37 E. 4a). Obwohl vorliegend - wie erwÃ¤hnt - hinsichtlich der Schwellenwerte lediglich die Preissumme von Fr. 185'000.- von Bedeutung ist und der Wettbewerb demzufolge auch im Einladungsverfahren hÃ¤tte durchgefÃ¼hrt werden kÃ¶nnen, hat die Arbeitsgemeinschaft "Wettbewerb Opernhaus-Parking" von sich aus eine Submis­sion im selektiven Verfahren eingeleitet und ist der Wettbewerb demzufolge den entspre­chenden Regeln gemÃ¤ss der Inter­kantonalen Vereinbarung und der Submissionsverord­nung unterworfen. Es ist stets zulÃ¤ssig, ein hÃ¶her­stufiges Verfahren durchzufÃ¼hren, als im kon­kreten Fall erforderlich wÃ¤re, doch muss sich der Ã¶ffentliche Auftraggeber bei der gewÃ¤hl­ten Verfahrensart behaf­ten lassen und hat er die dafÃ¼r geltenden GrundsÃ¤tze z.B. betreffend Nichtdiskrimi­nierung und Gleichbehandlung ein­zuhalten (VGr, 3. November 1999, BEZ 1999 Nr. 36). Demzufolge sind vorliegend grundsÃ¤tzlich die Regeln Ã¼ber das selektive Ver­fahren gemÃ¤ss Submissionsverordnung anzuwenden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) aa) Beim selektiven Verfahren werden die interessierten Anbieter in der Aus­schreibung eingeladen, einen Antrag auf Teilnahme im Vergabeverfahren zu stellen. Alle Anbieter kÃ¶nnen einen Antrag auf Teilnahme einreichen. Der Auftraggeber bestimmt so­dann auf Grund von Eignungskriterien die Anbieterinnen und Anbieter, die ein Angebot einreichen dÃ¼rfen (Art. 12 Abs. 1 lit. b IVÃ¶B). Im Rahmen der ersten Stufe (sog. PrÃ¤quali­fikationsverfahren) geht es mithin vorab um eine <i>EignungsprÃ¼fung</i>, die anhand objektiver und Ã¼berprÃ¼fbarer Kriterien vorzunehmen ist (Art. 13 lit. d IVÃ¶B). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die vergebende BehÃ¶rde legt die fÃ¼r eine Beschaffung massgeblichen Eig­nungs­kriterien im Hinblick auf die Besonderheiten des jeweiligen Auftrags anhand objektiver Merkmale fest. Dabei steht ihr, ebenso wie bei der Festlegung der Zuschlagskriterien (VGr, 24. MÃ¤rz 1999, BEZ 1999 Nr. 13 E. 3b), ein erheblicher Beurteilungsspielraum zur VerfÃ¼­gung. Um die notwendige Transparenz des Vergabe­verfahrens (vgl. Art. 1 Abs. 2 lit. c IVÃ¶B) zu ge­wÃ¤hr­leisten, muss die Festlegung der Eignungskriterien schon zu Beginn des Verfahrens erfol­gen, und diese sind den Interessen­ten in den Ausschreibungsunterlagen bekannt zu geben (VGr, 17. Februar 2000, BEZ 2000 Nr. 27 E. 4b/aa). Nicht zulÃ¤ssig ist es, die Beurteilungskriterien im Zeitpunkt der Jurierung noch abzuÃ¤ndern. Unter diesem Gesichtspunkt ist es problematisch, dass an der Preisgerichtssitzung vom 13. MÃ¤rz 2000 die Festlegung der Beurteilungskriterien fÃ¼r die Skizzenselektion zu diesem Zeitpunkt nochmals traktandiert war (vgl. den VorprÃ¼fungsbericht). Dem Protokoll der PrÃ¤selektions­sitzung vom 13. MÃ¤rz 2000 ist bezÃ¼glich der Skizzenselektion zu entnehmen, "nach der Festlegung der Beurteilungskriterien" habe ein gefÃ¼hrter Rundgang stattgefunden. DafÃ¼r, dass dannzumal die Beurteilungskriterien unzulÃ¤ssigerweise geÃ¤ndert worden sein sollten, fehlen indessen konkrete Anhaltspunkte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Eignungskriterien umschreiben die Anforderungen, welche an die Bewerber ge­stellt werden, um zu gewÃ¤hrleisten, dass sie zur Erbringung der ausgeschriebenen Leistung in der Lage sind. GemÃ¤ss § 22 SubmV geht es bei den Eignungskriterien zwar vorab um die finanzielle, wirtschaftliche, fachliche und organisatorische LeistungsfÃ¤higkeit der An­bietenden. Sind solche personenbezogene Merkmale indessen - wie bei der vorliegend durchgefÃ¼hrten Skizzenselektion - fÃ¼r die Erbringung der charakteristischen Leistung ohne bzw. nur von untergeordneter Bedeutung, ist die Eignung nach anderen, sachgerechteren Kriterien zu ermitteln. Vorliegend sollte anhand der Skizzenselektion eine Auswahl nach folgenden Bewertungskriterien erfolgen: hohe stÃ¤dtebaulich-architektonische QualitÃ¤t der Ideenskizzen, prÃ¤zise Vermittlung der Absichten. Von Bedeutung ist, dass die Skizzense­lektion anonym war und die Beurteilung nach den genannten Kriterien allein anhand der eingereichten ProjektprÃ¤sentation (maximal vier A3-BlÃ¤tter) vorgenommen werden konnte. ZusÃ¤tzliche Unterlagen hatten die Wettbewerbsteilnehmer, die sich fÃ¼r die Skizzenselek­tion entschieden hatten, nicht einzureichen. Eine EignungsprÃ¼fung, die sich wie hier auf die Weiterbearbeitung einer Projektidee beschrÃ¤nkt und sich nicht etwa auch auf die Eig­nung zur AusfÃ¼hrung eines konkreten weiteren Planungsauftrags erstreckt, kann ohne wei­teres allein gestÃ¼tzt auf Projektskizzen vorgenommen werden, zumal in diesem Fall perso­nenbezogene Kriterien wie etwa die organisatorische, fachliche oder finanzielle Leistungs­fÃ¤higkeit keine entscheidende Rolle spielen. Zu berÃ¼cksichtigen ist in diesem Zusammen­hang auch, dass bei einem Wettbewerb ohne Folgeauftragsoption im Zeitpunkt des Zu­schlags, also des Entscheids Ã¼ber die Preisvergabe, die charakteristischen Leistungen der Wettbewerbsteilnehmer bereits erbracht worden sind. WÃ¤re etwa ein Teilnehmer aufgrund personenbezogener MÃ¤ngel nicht in der Lage, eine Ã¼berzeugende Projektskizze einzurei­chen, kÃ¶nnte diesem schon deshalb kein Preis zugesprochen werden. Die Lehre hÃ¤lt eine Skizzenselektion ohne weiteres fÃ¼r zulÃ¤ssig (Ulrich, S. 250). Da der Gewinner keinen An­spruch auf einen Folgeauftrag hat, braucht im Rahmen der PrÃ¤qualifikation nicht geprÃ¼ft zu werden, welche Wettbewerbsteilnehmer fÃ¼r einen Folgeauftrag zur Weiterbearbeitung des Projekts genÃ¼gend qualifiziert wÃ¤ren, was allein gestÃ¼tzt auf eine anonyme Skizzenselek­tion und ohne Kenntnis der personellen Zusammensetzung der am Wettbewerb teilneh­menden Teams kaum beurteilt werden kÃ¶nnte. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Der BeschwerdefÃ¼hrer beanstandet, die erwÃ¤hnten Eignungskriterien seien vage und unprÃ¤zis. Dem ist entgegenzuhalten, dass dem Preisgericht bei der Jurierung ein er­heblicher Ermessensspielraum zukommt. Ausschlaggebend ist, dass das eingerÃ¤umte Er­messen pflichtgemÃ¤ss ausgeÃ¼bt wird, d.h. weder missbraucht noch Ã¼berschritten wird. Ge­rade im Bereich Architektur, Landschaftsarchitektur und StÃ¤dtebau lassen sich kaum sach­gerechte Eignungskriterien formulieren, die im Sinn eines "Entweder-Oder" mit letzter Klarheit als erfÃ¼llt oder nicht erfÃ¼llt bezeichnet werden kÃ¶nnen. Dies gilt in besonderem Mass bei anonymen Skizzenselektionen, bei denen die Beurteilung allein anhand von Pro­jektskizzen vorgenommen wird. In diesen FÃ¤llen bezieht sich die Bewertung vorab darauf, welche der eingereichten Bewerbungen das Preisgericht im Hinblick auf die bekanntgege­benen Kriterien besonders zu Ã¼berzeugen vermÃ¶gen. Dass diese Beurteilung objektiv und willkÃ¼rfrei erfolgt, wird vorliegend in erster Linie durch das Einsetzen eines Preisgerichts, welches sich aus anerkannten Fachpersonen zusammensetzt, sowie durch den Anonymi­tÃ¤tsgrundsatz gewÃ¤hrleistet. Auch wenn die hier angewendeten Bewertungskriterien Beur­teilungsspielrÃ¤ume offen lassen, erweisen sie sich gleichwohl als sachgerecht, leistungsbe­zogen und in Hinblick auf die zweite Wettbewerbsstufe als erforderlich.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt unter anderem, die Jurierung sei in erster Linie im Rahmen der <i>VorprÃ¼fung</i> und nicht vom Preisgericht selber vorgenommen worden. Dazu ist zu sagen, dass das kantonale Submissionsrecht die VorprÃ¼fung nicht erwÃ¤hnt. FÃ¼r Pla­nungswettbewerbe des Bundes sieht Art. 49 VoeB vor, dass vor der Bewertung des Preis­gerichts durch die Auftraggeberin oder durch von ihr beauftragte Fachleute eine wertungs­freie technische VorprÃ¼fung durchzufÃ¼hren ist. Eine Ã¤hnliche Regelung findet sich in Art. 15 der SIA-Ordnung 142, wobei sich allerdings nach dieser Bestimmung die VorprÃ¼­fung nicht allein auf technische Fragen beschrÃ¤nkt. FÃ¼r kantonale und kommunale Pla­nungswettbewerbe ist eine VorprÃ¼fung jedenfalls dann unproblematisch, wenn dadurch der Entscheid des Preisgerichts nicht prÃ¤judiziert wird. Dies ist vorliegend der Fall: Die Vor­prÃ¼fung hatte nicht zur Folge, dass das Preisgericht die der Kategorie "S" zugeteilten Be­werbungen nicht mehr begutachtete. Alle Skizzenbewerbungen waren dem Preisgericht gleichermassen zugÃ¤nglich. Dem Protokoll der Preisgerichtsitzung vom 13. MÃ¤rz 2000 ist zu entnehmen, dass zwei Skizzenbewerbungen der Kategorie "S" auf Antrag in die engere Wahl aufgenommen und eines davon anschliessend fÃ¼r die zweite Stufe selektioniert wurde. Damit ist erstellt, dass auch dieser Kategorie zugewiesene Skizzenbewerbungen vom Preisgericht konkret begutachtet wurden. Mit der im Rahmen der VorprÃ¼fung vorge­nommenen Einteilung einer Skizzenbewerbung in die Kategorie "S" wurde gegenÃ¼ber dem Preisgericht lediglich festgehalten, dass das entsprechende Projekt nach Ansicht der Vor­prÃ¼fer die Randbedingungen missachte und darÃ¼ber hinaus keine wegweisende Konzeption aufweise. Der Selektionsentscheid wurde damit jedoch nicht schon vorweggenommen, sondern auch diese Projekte konnten auf Antrag eines Mitglieds des Preisgerichts in eine engere Wahl aufgenommen werden. Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer das VorprÃ¼fungsverfah­ren beanstandet, erweist sich demzufolge die Beschwerde als unbegrÃ¼ndet. Bei dieser Sachlage kann offen bleiben, ob die Einteilung in die Kategorie "S" Ã¼berhaupt gerechtfer­tigt war. Diese erfolgte gemÃ¤ss den AusfÃ¼hrungen des Beschwerdegegners vorab wegen beidseitigen Ãberschreitens des vorgegebenen inneren Perimeters, was vom Beschwerde­fÃ¼hrer bestritten wird.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt ferner, es fehle eine Bewertungsmatrix und seine Skizzenbewerbung sei auch nicht mit Worten beurteilt worden. Dadurch sei das Transpa­renzgebot verletzt worden. Dem ist zu entgegnen, dass von Rechts wegen die Vergabebe­hÃ¶rde nicht verpflichtet ist, eine Bewertungsmatrix zu verwenden (vgl. Peter Gauch/Hubert StÃ¶ckli, Thesen zum neuen Vergaberecht des Bundes ‑ Vergabethesen 1999, Freiburg 1999, S. 23 Fn. 92). Gerade bei Planungswettbewerben mit Ã¼ber 150 Bewerbungen ent­spricht es auch nicht der Praxis und wÃ¤re es mit einem unverhÃ¤ltnismÃ¤ssigen Aufwand verbunden, jedes Projekt bereits im Rahmen der PrÃ¤qualifikation mit einem schriftlichen Bericht zu bewerten. Daraus darf indessen nicht geschlossen werden, die Bewertung er­folge nicht gewissenhaft. FÃ¼r eine fachmÃ¤nnische Beurteilung sorgte in diesem Fall das dafÃ¼r eingesetzte Preisgericht, welches aus anerkannten Fachleuten zusammengesetzt ist. ObjektivitÃ¤t und Gleichbehandlung werden im Ãbrigen auch durch den Grundsatz der An­onymitÃ¤t gewÃ¤hrleistet. Zu berÃ¼cksichtigen ist in diesem Zusammenhang auch, dass die abgewiesenen Anbieter im Rahmen von § 33 Abs. 2 SubmV Anspruch auf Bekanntgabe der wesentlichen GrÃ¼nde ihrer NichtberÃ¼cksichtigung haben und somit zumindest im Nach­hinein und auf Verlangen eine schriftliche Beurteilung ihrer Bewerbung zu erfolgen hat. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer inhaltlich Kritik an der in der Beschwerdeantwort nachgelieferten BegrÃ¼ndung seiner NichtberÃ¼cksichtigung Ã¼bt, ist vorab darauf hinzuwei­sen, dass sich das Verwaltungsgericht bei der ÃberprÃ¼fung fachspezifischer Aspekte, wel­che der Beschwerdegegner bzw. das Preisgericht aufgrund ihres Fachwissens besser beur­teilen kÃ¶nnen, grosse ZurÃ¼ckhaltung auferlegt. Ohnehin kÃ¶nnen mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht lediglich Rechtsverletzungen, unter Einschluss von Ermessensmiss­brauch und ErmessensÃ¼berschreitung, geltend gemacht werden, wÃ¤hrend die RÃ¼ge der Un­angemessenheit nicht zulÃ¤ssig ist (Art. 16 IVÃ¶B). Es ist auch zu berÃ¼cksichtigen, dass es bei der anhand von Projektskizzen vorgenommenen EignungsprÃ¼fung weitgehend um Wertungsfragen geht. Ihre inhaltliche Richtigkeit lÃ¤sst sich nicht gleichsam mathematisch Ã¼berprÃ¼fen. Sodann erweist sich die Beschwerde als zu wenig substanziert. Der Beschwer­defÃ¼hrer bringt nichts vor, was die NichtberÃ¼cksichtigung durch das Preisgericht als un­haltbar erscheinen liesse. Der Umstand, dass der Ermessensspielraum mÃ¶glicherweise auch eine andere Bewertung erlaubt hÃ¤tte, vermag jedenfalls den Vorwurf einer Ungleichbe­handlung oder Diskriminierung nicht zu begrÃ¼nden. Eine Ãberschreitung oder ein Miss­brauch des Ermessens ist nicht auszumachen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>g) Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegrÃ¼ndet. Es kann des­halb offen bleiben, ob der BeschwerdefÃ¼hrer wegen mangelhafter Teamzusammensetzung hÃ¤tte vom Wettbewerbsverfahren ausgeschlossen werden dÃ¼rfen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Die Beschwerde ist daher abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. ...</span></p> <p class="Einzug1"><i><span> </span></i></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>