2002 1 Art. 12 KRK. Anhörung des Kindes bei Beendigung der vorzeitigen Ein- schulung (Entscheid des Obergerichts Nr. 60/2001/43 vom 1. Februar 2002 i.S. B.). Bedeutung und Inhalt des Anhörungsanspruchs nach A rt. 12 der UNO- Kinderrechtekonvention im Verfahren über die Beendi gung des vorzeitigen Schuleintritts. Aus den Erwägungen: 5. – [Ausführungen über den elterlichen Anhörungsanspruch.] Sodann wird sich die Frage stellen, ob zusätzlich das betroffene Kind an- gehört werden müsse. Zwar wird ein gut sechsjährige s Kind in bezug auf Fra- gen des vorzeitigen Schuleintritts und des Aufschub s der Einschulung in der Regel nicht als urteilsfähig gelten können, weshalb der konventionsrechtliche Äusserungsanspruch kaum zum Zug kommen dürfte (Art. 12 des Über- einkommens über die Rechte des Kindes vom 20. Novem ber 1989 [UNO- Kinderrechtekonvention, KRK, SR 0.107]). Doch könnt e sich eine Anhörung dann aufdrängen, wenn dies zur Abklärung des Sachve rhalts nötig wäre. Je- denfalls im angefochtenen Entscheid nimmt die von d er Lehrerin wieder- gegebene Haltung von X. nicht nur untergeordneten R aum ein. Diese Wahr- nehmung steht aber im Gegensatz zu den Feststellung en der Eltern. Der Sachverhalt scheint daher in dieser Frage unklar zu sein. Eine Anhörung des Kindes wäre daher jedenfalls dann geboten, wenn dem Gesichtspunkt seines Befindens eine entscheidwesentliche Bedeutung beige messen würde. In die- sem Fall wäre das Ergebnis der Anhörung mindestens in Form einer Akten- notiz festzuhalten, damit sich die Beschwerdeführer zur Wahrung ihres Ge- hörsanspruchs dazu äussern könnten. Im übrigen ist in diesem Zusammen- hang festzustellen, dass die Lehrerin als Antragste llerin am Verfahren be- teiligt ist und ihre Auffassung in der Sache selbst dargelegt hat. Sie hat daher keine verfahrensneutrale Stellung und wäre daher ka um für die Entgegen- nahme der Äusserung des Kindes einsetzbar.