<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2018-06-15-1G_3-2018.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1G_3/2018</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 15. Juni 2018</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Merkli, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Karlen, Fonjallaz, Eusebio, Chaix </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Gerber. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">1. Flughafen Zürich AG, Postfach, 8058 Zürich, </div> <div class="para">2. Kanton Zürich, </div> <div class="para">handelnd durch die Baudirektion Kanton Zürich, Immobilienmanagement, Postfach, 8090 Zürich, </div> <div class="para">Gesuchsteller, </div> <div class="para">beide vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Roland Gfeller, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Genossenschaft A.________, </div> <div class="para">Gesuchsgegnerin, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter Ettler und Rechtsanwalt Dr. Adrian Strütt, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Eidgenössische Schätzungskommission, Kreis 10, Administration Flughafenfälle, Postfach 1813, 8032 Zürich, </div> <div class="para">Bundesverwaltungsgericht, Abteilung I, Kreuzackerstrasse 12, 9000 St. Gallen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Erläuterung des bundesgerichtlichen Urteils vom 25. April 2018 (1C_322/2017). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Es wird in Erwägung gezogen:</b> </div> <div class="para">Am 25. April 2018 hiess das Bundesgericht die Beschwerde der Flughafen Zürich AG und des Kantons Zürich gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 10. Mai 2017 teilweise gut und wies die Sache zur Bemessung der anrechenbaren Schallschutzkosten im Sinne der Erwägungen an das Bundesverwaltungsgericht zurück. In E. 4.7 hielt es fest, zur Vermeidung einer reformatio in peius sei eine Korrektur nur vorzunehmen, wenn die Anrechenbarkeit 90 % des Gebäudeminderwerts übersteige. </div> <div class="para">Am 18. Mai 2018 haben die Flughafen Zürich AG und der Kanton Zürich ein Erläuterungsgesuch eingereicht, zur Frage, ob eine Korrektur nicht schon dann vorzunehmen sei, wenn die Anrechenbarkeit mehr als 10 % des Gebäudeminderwerts betrage. </div> <div class="para">Tatsächlich enthält der letzte Satz von E. 4.7 einen offensichtlichen Schreibfehler: Wie sich klar aus den vorangegangenen Erwägungen und dem Streitgegenstand ergibt, muss es an dieser Stelle 10 % (und nicht 90 %) heissen: </div> <div class="para">Das Bundesverwaltungsgericht hatte eine pauschale Anrechnung der Schallschutzkosten in Höhe von 10 % des Gebäudeminderwerts angeordnet, gestützt auf den Entscheid <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=2&amp;from_date=27.05.2018&amp;to_date=15.06.2018&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-II-337%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page337">BGE 122 II 337</a>. Das Bundesgericht hielt diesen Entscheid nicht für massgeblich und wies die Sache daher zur Schätzung des anzurechnenden Vorteils im konkreten Einzelfall an das Bundesverwaltungsgericht zurück. Mit dem Hinweis im letzten Satz von E. 4.7 wollte das Bundesgericht - zur Vermeidung einer reformatio in peius - sicherstellen, dass eine Korrektur nur zugunsten der Beschwerdeführer erfolgt, d.h. es bei der vorinstanzlichen Anordnung bleibt, wenn sich der anzurechnende Vorteil als geringer erweisen sollte als vom Bundesverwaltungsgericht angenommen. Da dieses eine Anrechnung in Höhe von 10 % des Gebäudeminderwerts angeordnet hatte, ist klar, dass diese Prozentzahl (10 %) für das Verschlechterungsverbot massgeblich sein muss (und nicht 90 %). </div> <div class="para">Da das Urteilsdispositiv auf die Erwägungen verweist (Rückweisung im Sinne der Erwägungen), kann dieser Redaktionsfehler nach <span class="artref">Art. 129 Abs. 1 BGG</span> berichtigt werden. Damit wird das Erläuterungsgesuch gegenstandslos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Der letzte Satz von E. 4.7 des Urteils 1C_322/2017 vom 25. April 2018 wird wie folgt berichtigt: "Zur Vermeidung einer reformatio in peius ist eine Korrektur nur vorzunehmen, soweit die Anrechenbarkeit <u>10 %</u> des Gebäudeminderwerts übersteigt." </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Erläuterungsgesuch wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben und keine Parteientschädigung zugesprochen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, der Eidgenössischen Schätzungskommission, Kreis 10, und dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung I, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 15. Juni 2018 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Merkli </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: Gerber </div> </div></body></html>