<h2>SubmittedText<h2><p>Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine militärisch angegriffen. Dieser Krieg zwang fast 5 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer dazu, aus ihrem Land zu fliehen. Angesichts dessen erteilte der Bundesrat den 65 000 in die Schweiz geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainern den Schutzstatus S. Der Schutzstatus S läuft im März 2025 aus. Dieser Status könnte um weitere zwei Jahre verlängert werden; er ist aber auf eine Rückkehr der Personen in ihr Heimatland ausgerichtet, sobald dies möglich ist.<br>&nbsp;<br>Dieser Status entspricht der jetzigen Situation nicht mehr. Das Ende des Kriegs ist nicht in Sicht und könnte noch mehrere Jahre andauern. Die durchschnittliche Erwerbsquote beträgt bei Ukrainerinnen und Ukrainern aktuell 20 Prozent. Der Bundesrat will, dass sich die Quote auf 40 Prozent erhöht. Die Arbeitsmarktintegration von Ukrainerinnen und Ukrainern, die oftmals qualifiziert sind oder einen Hochschulabschluss haben, sollte gefördert werden. Dies ist eine Chance für die Schweiz. Insbesondere in einer Zeit, in der in mehreren Sektoren Personalmangel herrscht, zum Beispiel im Gesundheitswesen, im Hotel- und Gastgewerbe oder in Berufen, die zum ökologischen Wandel beitragen. Es ist auch eine Chance für Ukrainerinnen und Ukrainer, die nach dem Ende des Kriegs in ihr Land zurückkehren können.&nbsp;<br>&nbsp;<br>Der beruflichen Integration der Ukrainerinnen und Ukrainer stehen mehrere Hindernisse im Weg. Der Schutzstatus S ist zeitlich begrenzt. Viele Arbeitgebende ziehen es vor, Arbeitnehmende mit einem stabileren Status einzustellen als jene mit einer «provisorischen» Aufenthaltsbewilligung. Ausserdem ist die Anerkennung von Diplomen eine Schwierigkeit für die Anerkennung der Kompetenzen von Ukrainerinnen und Ukrainern.<br>&nbsp;<br>Ich bitte den Bundesrat, die folgenden Fragen zu beantworten:</p><p>&nbsp;</p><p>1. Bezüglich der Aufenthaltsbewilligung: Welcher Status und/oder welche Anpassungen könnten die Beschäftigungsfähigkeit von Ukrainerinnen und Ukrainern erleichtern, insbesondere von jungen Ukrainerinnen und Ukrainern?</p><p>&nbsp;</p><p>2. In Bezug auf die Integrationsmassnahmen weisen die Kantone darauf hin, dass sie zahlreiche Ressourcen zur Förderung der Beschäftigungsfähigkeit von Personen mit Schutzstatus S bereitgestellt haben. Dennoch gibt es zwischen den Kantonen grosse Unterschiede, was die Beschäftigungsfähigkeit von Personen mit Schutzstatus S betrifft. Wie lassen sich diese Unterschiede erklären?<br>&nbsp;<br>3. Was kann der Bund unternehmen, um die Anerkennung von Diplomen der betroffenen Personen zu vereinfachen und zu beschleunigen?<br>&nbsp;<br>4. Strebt die Schweiz eine Koordinierung mit der Europäischen Union und eine «eurokompatible» Lösung an, um einen Übergang zu einem stabileren und angemessenen Status für Ukrainerinnen und Ukrainer für eine erleichterte Arbeitsmarktintegration zu finden?</p>