<h2>SubmittedText<h2><p>Entweder ist die schweizerische TV-Medienlandschaft technologisch tatsächlich nicht in der Lage, ein neues Messsystem für die TV-Zuschauerzahlen zu entwickeln, oder vom Ergebnis negativ betroffene TV-Sender behaupten es zumindest. Präzise TV-Einschaltquoten liegen aber auch im Interesse der TV-Konsumenten.</p><p>Wäre der Bundesrat folglich nicht willens, dieser immer lächerlicher werdenden Posse insofern ein Ende zu setzen, als er das Bakom beauftragt, sich als Schiedsinstanz zur Verfügung zu stellen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im Stiftungs- und Verwaltungsrat von Mediapulse sitzen alle wesentlichen Akteure der Medienbranche: SRG, Privatveranstalter und Vertreter der Werbebranche. Sie haben alle der Wahl des neuen Messsystems und auch der Art und Weise seiner Einführung zugestimmt. Es gibt gute Gründe, um das alte Messsystem zu ersetzen. Das neue System berücksichtigt die Nutzungsgewohnheiten der heutigen Zuschauerinnen und Zuschauer besser. Das wird zwingend zu Verschiebungen in den Messergebnissen führen, sonst wären die Prämissen für die Systemumstellung falsch.</p><p>Mediapulse hat rasch auf die Probleme reagiert und das Bakom umgehend orientiert. Es ist insbesondere zu begrüssen, dass sie zwei unabhängige Gutachter beauftragt hat, die Verlässlichkeit der neuen Daten zu prüfen. Der Bundesrat ist sich bewusst, dass die gesamte Medienbranche dringend auf verlässliche Nutzungsdaten angewiesen ist. Das Vorgehen, welches Mediapulse gewählt hat, sollte das Vertrauen in die neuen Daten wiederherstellen. Das Bakom ist zuversichtlich, dass dieses Verfahren zu einer baldigen Veröffentlichung der Nutzungsdaten führen wird; ansonsten wird es darauf hinwirken.</p>