<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2014-05-22-6B_1169-2013.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6B_1169/2013 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 22. Mai 2014</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Mathys, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Denys, Rüedi, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Pasquini. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.X.________, Deutschland, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Martino Luminati, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. <i>Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich</i>, Florhofgasse 2, 8090 Zürich, </div> <div class="para">2. B.X.________, Deutschland, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerinnen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Einstellung (Veruntreuung usw.), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 30. Oktober 2013. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Das Bundesgericht zieht in Erwägung:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin erstattete am 22. Dezember 2011 Strafanzeige gegen ihre Tochter wegen "Veruntreuung, unrechtmässiger Aneignung und allen sonstigen tatbestandsrelevanten Gründen". Zusammengefasst wirft sie der Beschwerdegegnerin 2 vor, diese habe ohne Einverständnis von zwei auf die Mutter lautenden Konten bei der Y.________ Bank AG in Zürich mittels Kontovollmacht die sich darauf befindlichen, der Beschwerdeführerin zustehenden Vermögenswerte bezogen (vgl. Urteile 1B_543/2012 vom 6. Dezember 2012 und 1F_4/2013 vom 15. Februar 2013). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl stellte bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main ein Strafübernahmebegehren, da die Beschwerdeführerin und die Beschwerdegegnerin 2 deutsche Staatsbürgerinnen mit Wohnsitz in Deutschland sind. Zudem sei gegen die Beschwerdegegnerin 2 in Deutschland bereits am 24. August 2011 eine Strafanzeige wegen ähnlicher Delikte zum Nachteil ihrer Mutter eingereicht worden. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main übernahm die Strafverfolgung und stellte das Verfahren in der Folge ein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Am 21. Mai 2013 stellte auch die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl das Verfahren gegen die Beschwerdegegnerin 2 mangels Strafantrag ein. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Zürich am 30. Oktober 2013 ab, soweit es darauf eintrat. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Beschwerdeführerin beantragt beim Bundesgericht, der Beschluss des Obergerichts sei aufzuheben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin macht im Wesentlichen geltend, bei den angezeigten Taten handle es sich nicht nur um Antrags-, sondern auch um Offizialdelikte. Falls seitens der Bank eine "Vertragsverletzung oder eine mangelnde Vertragserfüllung" vorliege, könnten die inkriminierten Handlungen der Beschwerdegegnerin 2 sowohl die Rechte der Beschwerdeführerin als auch diejenigen der Bank unmittelbar verletzt haben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Vorinstanz erwägt zutreffend, auf die Beschwerde könne nicht eingetreten werden, soweit sich die Beschwerdeführerin auf Rechte Dritter, namentlich der Bank berufe (Beschluss S. 3 f. E. 1.2). Sie führt zu Recht aus, die der Beschwerdegegnerin 2 vorgeworfenen Delikte seien nur auf Antrag hin strafbar. Die Beschwerdeführerin habe spätestens am 24. August 2011 von den inkriminierten Handlungen Kenntnis gehabt. Mit der vorliegenden Strafanzeige vom 22. Dezember 2011 sei die dreimonatige Antragsfrist nicht eingehalten worden. Die Staatsanwaltschaft habe das Verfahren in der Schweiz zu Recht eingestellt (Beschluss S. 4 ff. E. 2). Das Vorbringen der Beschwerdeführerin, sie sei unmittelbar in ihren Rechten verletzt, weil sie aufgrund der angezeigten Taten nun über kein Vermögen mehr verfüge, ist unbehelflich. Die in diesem Zusammenhang erhobenen Rügen der Rechtsverweigerung und des überspitzten Formalismus erweisen sich als unbegründet (Beschwerde S. 8 Ziff. 5). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde ist im Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 BGG</span> abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang sind die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 22. Mai 2014 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Mathys </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: Pasquini </div> </div></body></html>