A bteilung IV D -5476/2006 spn/w er {T 0/2} U rteil vom 27. M ärz 2007 M itw irkung: R ichterin Spälti G iannakitsas, R ichter D ubey, R ichter Zoller G erichtsschreiber W eber 1. A ._______, geboren _______ 2. B ._______, geboren _______ 3. C ._______, geboren _______ alle aus Eritrea, vertreten durch _______, Beschw erdeführerinnen gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 24. A ugust 2006 i.S. A syl und W egw eisung (W iedererw ägung) / _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest: A. D ie Beschw erdeführerin und ihre Kinder stellten am 2. N ovem ber 2004 in der Schw eiz ein Asylgesuch. Zur Begründung brachte die Beschw erdeführerin, eine Tigrina aus der R egion Asm ara, im W esentlichen vor, von 1995 bis 1997 M ilitär- dienst geleistet zu haben. Im Jahre 1998 sei sie erneut eingezogen w orden. Auf- grund ihrer Schw angerschaft habe sie im Jahre 2000 die Arm ee verlassen und fortan in einem M ietshaus gew ohnt. Zu Beginn des Jahres 2003 sei sie für zw ei W ochen inhaftiert w orden, da m an sie w ieder für die Arm ee habe rekrutieren w ol- len. D er Vater ihrer Kinder, w elcher sich zuvor als D eserteur bei ihr versteckt habe, sei am 3. Februar 2003 erschossen w orden. D essen Bruder habe sie und ihre Töchter in seine Fam ilie integrieren w ollen. D a sie besagten Bruder nicht habe heiraten w ollen und m ilitärische Vorladungen erhalten habe, sei sie schliesslich ausgereist. B. M it Verfügung vom 1. D ezem ber 2004 trat das Bundesam t gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a des dam als geltenden Asylgesetzes auf das Asylgesuch nicht ein und ordnete die W egw eisung sow ie den W egw eisungsvollzug an. Auf eine gegen diesen Entscheid erhobene Beschw erde trat die Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) m it U rteil vom 29. D ezem ber 2004 w egen verpasster Beschw erdefrist nicht ein. C . Am 3. M ärz 2006 stellten die Beschw erdeführerinnen bei der Vorinstanz durch ihre Vertretung ein W iedererw ägungsgesuch und beantragten die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids vom 1. D ezem ber 2004. Auf das W iedererw ägungsge- such sei durch W iederaufnahm e des Asylverfahrens einzutreten. D as ursprüng- liche Asylgesuch sei m ateriell zu prüfen. Es sei festzustellen, dass seit Erlass der ursprünglichen Verfügung eine w iedererw ägungsrechtlich m assgebliche Änderung der Sachlage eingetreten sei. Es sei w iedererw ägungsw eise festzustellen, dass die Beschw erdeführerinnen die Flüchtlingseigenschaft erfüllten. Es sei ihnen Asyl zu gew ähren. Eventualiter sei w iedererw ägungsw eise die U nzum utbarkeit und U n- zulässigkeit des W egw eisungsvollzugs festzustellen und die vorläufige Aufnahm e zu gew ähren. Im Sinne vorsorglicher M assnahm en sei der Vollzug der W egw ei- sung für die D auer des Verfahrens auszusetzen. Zur Begründung w urde vorge- bracht, die Beschw erdeführerin sei durch Fotografien in der Lage, ihre Teilnahm e am bew affneten Kam pf in Eritrea zu belegen. Es sei realistisch, dass sie im Jahre 2004 erneut für den D ienst aufgeboten w orden sei. Im Falle ihrer R ückkehr m üsste sie m it einer m ilitärgerichtlichen Verurteilung zu einer langen H aftstrafe und Folter rechnen. Allenfalls w ürde sogar die Todesstrafe ausgesprochen. Am 4. N ovem ber 2004 seien in Eritrea w illkürlich Personen m ilitärpolizeilich festgenom m en, gefoltert und teilw eise um gebracht w orden. D er Eingabe lagen vier Fotos und eine Stellung- nahm e von Am nesty International D eutschland bei. D . Am 8. M ärz 2006 setzte die Vorinstanz den Vollzug der W egw eisung einstw eilen aus. E. M it Entscheid vom 24. August 2006 w ies die Vorinstanz die Eingabe der Be- schw erdeführerinnen vom 3. M ärz 2006 bezüglich beantragter Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und Asylgew ährung ab. Zur Begründung w urde vorge- bracht, es sei nicht bestritten, dass die Beschw erdeführerin M ilitärdienst geleistet 3 habe. Entsprechend kom m e den eingereichten Fotos keine w iedererw ägungs- rechtliche R elevanz zu. Bereits im ordentlichen Verfahren sei sodann die angeb- liche erneute m ilitärische Einberufung für unglaubhaft erachtet w orden. An dieser Einschätzung verm öchten die nicht stichhaltigen Argum ente auf W iedererw ä- gungsebene nichts zu ändern. G em äss Erkenntnissen des Bundesam tes w ürden Personen w ie die Beschw erdeführerin, w elche Kleinkinder zu betreuen hätten, in Eritrea nicht für den M ilitärdienst aufgeboten. G leichzeitig hob die Vorinstanz die Ziffern 3 und 4 ihrer Verfügung vom 1. D ezem ber 2004 auf und verfügte die vor- läufige Aufnahm e der Beschw erdeführerinnen w egen U nzum utbarkeit des W eg- w eisungsvollzugs. F. M it Eingabe vom 22. Septem ber 2006 an die AR K beantragten die Beschw erde- führerinnen durch ihre Vertretung die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids vom 24. August 2006. Es sei ihnen Asyl zu gew ähren respektive sie seien zum in- dest als Flüchtlinge anzuerkennen. Es sei die unentgeltliche R echtspflege zu ge- w ähren und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten. Zur Be- gründung w urde vorgebracht, die Beschw erdeführerin, w elche psychisch ange- schlagen sei, m üsse in Eritrea dam it rechnen, w egen R efraktion asylrelevant ver- folgt zu w erden. Entgegen den vorinstanzlichen Erw ägungen seien auch M ütter O pfer von R ekrutierungen gew orden. In Anbetracht der w eltw eit bekannten Verlet- zungen der M enschenrechte in Eritrea sei das Bundesam t gehalten, seine anders- lautende Behauptung zu belegen. G em äss einem SFH -Bericht genüge im Ü brigen bereits das Stellen eines Asylgesuchs im Ausland als G rundlage für m assive Ver- folgungshandlungen der Behörden vor O rt. R ückkehrerinnen w ie die Beschw erde- führerin, w elche zudem illegal ausgereist sei, w ürden system atisch verdächtigt, vor dem M ilitärdienst geflohen zu sein. Ferner riskierten ihre Töchter, nach der R ück- kehr beschnitten zu w erden. D ie Beschw erdeführerin sei selber beschnitten und könne im Bedarfsfall ein entsprechendes Arztzeugnis nachreichen. G em äss einem U rteil der AR K vom 8. Juni 2006 sei von der Schutztheorie auszugehen. In Eritrea sei Schutz im Zusam m enhang m it drohenden Beschneidungen nicht gegeben, w eshalb auch diese Vorbringen Asylrelevanz aufw iesen. G . M it Zw ischenverfügung vom 28. Septem ber 2006 verzichtete die AR K auf die Er- hebung eines Kostenvorschusses. Bezüglich des G esuchs im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG w urde auf einen späteren Zeitpunkt verw iesen. H . Am 6. O ktober 2006 reichte die Beschw erdeführerin eine M itgliedkarte der erit- reischen Befreiungsfront und ein Bestätigungsschreiben dieser O rganisation vom 21. Septem ber 2006 zu den Akten. I. M it Vernehm lassung vom 9. N ovem ber 2006 hielt die Vorinstanz an ihren bishe- rigen Erw ägungen fest und schloss auf Abw eisung der Beschw erde. J. M it R eplik vom 20. N ovem ber 2006 hielten die Beschw erdeführerinnen an ihren Ausführungen ebenfalls fest. 4 D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungs- verfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehö- ren Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgül- tig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei der AR K hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrens- recht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw erdeführerinnen sind legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten. 3. 3.1 D ie W iedererw ägung stellt im Verw altungsverfahren einen gesetzlich nicht gere- gelten, aus der Bundesverfassung abgeleiteten R echtsbehelf dar, w elcher die nochm alige Prüfung einer an sich rechtskräftigen Verfügung und deren Ersetzung durch einen für den G esuchsteller günstigeren Entscheid bezw eckt. G em äss Pra- xis der AR K w urde ein Anspruch auf W iedererw ägung dann anerkannt, w enn sich der rechtserhebliche Sachverhalt seit dem ursprünglichen Entscheid beziehungsw eise seit dem U rteil der m it Beschw erde angerufenen R echtsm ittelinstanz (vgl. Entscheidungen und M itteilungen der schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 1995 N r. 21 E. 1c S. 204) in w esentlicher W eise verändert hatte und m ithin die ursprüngliche (fehlerfreie) Verfügung an nachträglich eingetretene Veränderungen der Sachlage anzupassen w ar (vgl. EM AR K 2003 N r. 7 E. 1 S. 42 f.). Ferner führten auch R evisionsgründe zu einer W iedererw ägung, jedoch nur dann, w enn eine unangefochten gebliebene, form ell rechtskräftig gew ordene Verfügung vorlag (vgl. EM AR K 2003 N r. 17 E. 2a S. 103 f.) oder w enn - w ie vorliegend - zw ar vorgängig ein R echtsm ittel ergriffen w orden w ar, das Beschw erdeverfahren jedoch durch ein Prozessurteil abgeschlossen w urde, sich die Beschw erdeinstanz also nicht m ateriell m it den Asylgründen auseinandergesetzt hatte, und die R evisionsgründe sich nicht auf das Zustan- dekom m en des im betreffenden Beschw erdeverfahren ergangenen Prozessurteils bezogen (vgl. EM AR K 1998 N r. 8 E. 3 S. 53 f.). 3.2 D iese R echtsprechung der AR K lässt sich auf das Verfahren vor dem Bundesver- w altungsgericht übertragen, zum al die R echtslage diesbezüglich keine Änderung 5 erfahren hat. 4. 4.1 D ie Beschw erdeführerin hat im R ahm en des W iederew ägungsverfahrens vier Fotografien aus ihrer aktiven D ienstzeit zu den Akten gereicht. Sie führte dazu aus, diese bew iesen ihre m ilitärische Vergangenheit, w om it auch die Verfolgungsgefahr durch die m ilitärischen Behörden bew iesen sei. D ie Vorinstanz hielt dem entgegen, die m ilitärische Vergangenheit sei auch im ordentlichen Verfahren nicht bestritten w orden; erneute Vorladungen für den M ilitärdienst seien jedoch aufgrund der offensichtlich w idersprüchlichen Vorbringen und den tatsächlichen Begebenheiten vor O rt, w onach M ütter von Kleinkindern nicht einberufen w ürden, nicht glaubhaft. D er von der Beschw erdeführerin bis zum Jahr 2000 geleistete M ilitärdienst stellt im Sinne der zutreffenden vorinstanzlichen Erw ägungen ein nicht bestrittenes Sachverhaltselem ent dar. Von der Vorinstanz nach w ie vor für unglaubhaft erachtet w ird jedoch die angebliche erneute R ekrutierung der Beschw erdeführerin im Zeitraum danach. Aus den einschlägigen Länderberichten geht dazu hervor, dass in der R egel Frauen nur bis zum 27. Altersjahr und M ütter keinen D ienst leisten m üssen. Zw ar ist die Situation vor O rt übereinstim m enden - und auch von der Beschw erdeführerin erw ähnten - Q uellen zufolge angespannt und an sich vorhandene R egeln bei der m ilitärischen Einberufung verm ögen kaum genügend vor w illkürlichen R ekrutierungen zu schützen. D as R isiko einer erneuten Einberufung einer über 30jährigen zw eifachen M utter, die bereits fast vier Jahre D ienst geleistet hat, erscheint vor diesem H intergrund zw ar gering, jedoch nicht ganz ausgeschlossen. Es drängt sich daher eine G esam tbeurteilung aller gegebenen Indizien auf (vgl. EM AR K 2006 N r. 3 S. 40 f.). Besonders ins G ew icht fallen dabei die diesbezüglich in der Tat äusserst unsubstanziierten, vagen und unstim m igen Vorbringen anlässlich des ordentlichen Asylverfahrens. D er Beschw erdeführerin ist es in keiner W eise gelungen, die geltend gem achten Kontakte m it den M ilitärbehörden nach ihrer Entlassung w egen Schw angerschaft im Jahre 2000 glaubhaft darzulegen. An dieser Einschätzung verm ag auch der geltend gem achte aber nicht w eiter substanziierte schlechte G esundheitszustand der Beschw erdeführerin nichts zu ändern. Eine G esam tbeurteilung führt im vorliegenden Fall dem nach zum Ergebnis, dass es der Beschw erdeführerin auch auf W iedererw ägungsebene nicht gelungen ist, einen im Sinne des obenstehend zitierten EM AR K-U rteils "relevanten Kontakt" m it den M ilitärbehörden für den Zeitraum nach dem Jahr 2000 glaubhaft zu m achen. Eine Verfolgungssituation w egen D esertion ist dem nach auszuschliessen. D ie erw ähnten Belege m üssen nach dem G esagten als in revisions- respektive w iedererw ägungsrechtlicher H insicht klarerw eise nicht erheblich qualifiziert w erden, w eshalb die Vorinstanz das W iedererw ägungsgesuch diesbezüglich zu R echt abgew iesen hat. 4.2 D es W eiteren führt die Beschw erdeführerin neu auf Beschw erdeebene aus, auch aus anderen G ründen, aktuell im Falle der R ückkehr einer asylrechtlich relevanten Verfolgung ausgesetzt zu w erden. D ies einerseits aufgrund ihrer exilpolitischen Aktivitäten, w obei sie hierzu einen Parteim itgliederausw eis und ein Bestätigungsschreiben einreicht. Bei diesem Vorbringen handelt es sich zw eifellos um ein G esuch um Schutz vor Verfolgung aufgrund einer nachträglich veränderten 6 Sachlage, w as nicht im R ahm en eines W iedererw ägungsverfahrens - und dam it schon gar nicht im R ahm en eines entsprechenden Beschw erdeverfahrens - geprüft w erden kann, sondern vielm ehr als erneutes Asylgesuch durch das BFM (vgl. EM AR K 1998 N r. 1). Ausserdem führt die Beschw erdeführerin aus, ihre Töchter - inzw ischen 5- und 7-jährig - m üssten befürchten, O pfer von G enitalverstüm m elungen zu w erden, und sie selbst m üsse aufgrund des gestellten Asylgesuchs m it Verfolgung rechnen. D ie entsprechenden Befürchtungen erscheinen unter U m ständen als durchaus realistisch (vgl. U .S. D epartem ent of State, Eritrea, C ountry R eports on H um an R ights Practices 2006 vom 6. M ärz 2007, Section 5). D ie Vorinstanz hat sich zu den entsprechenden Vorbringen in ihrer Vernehm lassung nicht geäussert. Auch diesbezüglich dürfte w ohl von einer nachträglich veränderten Sachlage beziehungsw eise zw ischenzeitlichen Ereignissen im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auszugehen sein, zum al entsprechende Befürchtungen w eder im ordentlichen Verfahren, noch im R ahm en des vorinstanzlichen W iedererw ägungsverfahrens sondern erst auf Beschw erdeebene geltend gem acht w urden. Zum indest in Bezug auf die subjektive Furcht vor Verfolgung hat sich dem nach die Sachlage offenbar verändert. In diesem Zusam m enhang ist auch festzuhalten, dass die Töchter erst jetzt in ein m assgebliches Alter gelangen und auch die politische Situation ständigen W andlungen unterliegt. Aufgrund der gesam ten U m stände und nachdem die Vorinstanz ohnehin bereits m it einem erneuten Asylgesuch befasst sein w ird, sind die entsprechenden Befürchtungen im R ahm en des neuen Asylverfahrens zu beurteilen. 4.3 Aufgrund der vorstehenden Erw ägungen erübrigt es sich, auf die w eiteren Ausfüh- rungen in der Beschw erde im Einzelnen einzugehen, w eil sie am Ergebnis nichts ändern können. U nter Berücksichtigung der gesam ten U m stände folgt, dass die Beschw erdeführerin hinsichtlich der angeblichen D esertion oder R efraktion nicht glaubhaft m achen konnte, die angefochtene Verfügung sei in w iedererw ägungsrechtlicher H insicht ursprünglich fehlerhaft. Bezüglich der w eiteren Vorbringen sind die Akten der Vorinstanz zur Beurteilung unter den G esichtspunkten eines neuen Asylgesuchs zu überw eisen. 5. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig fest- stellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist nach dem G e- sagten abzuw eisen. 6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens w ären die Kosten den Beschw erdeführerin- nen aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ) und auf insgesam t Fr. 1'200.-- festzuset- zen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 20. April 2006 [VG KE]). N achdem sich ihre Beschw erde als nicht zum Vornherein aussichtslos darstellte und sie nach w ie vor bedürftig sind, w erden in G utheissung des G esuchs im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG keine Kosten auferlegt. (D ispositiv nächste Seite)7 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen, sow eit darauf einzutreten ist. 2. D ie Akten w erden im Sinne der Erw ägungen unter Ziff. 4.2. vorstehend gestützt auf Art. 8 Abs. 1 Vw VG der Vorinstanz zur Behandlung überw iesen. 3. D as G esuch gem äss Art. 65 Abs. 1 Vw VG w ird gutgeheissen. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. 4. D ieses U rteil geht an: - die Beschw erdeführerinnen durch Verm ittlung ihrer Vertretung, 2 Expl. (einge- schrieben) - die Vorinstanz m it den Akten (Kopie; R ef.-N r. _______) unter speziellem H in- w eis auf Ziff. 2 des D ispositivs - _______ D ie R ichterin: D er G erichtsschreiber: N ina Spälti G iannakitsas Patrick W eber8