<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2C_798/2009 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 7. Dezember 2009 </div> <div class="para">II. öffentlich-rechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Müller, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Feller. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, vertreten durch Advokatin Ursula Metzger Junco Parodi, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Amt für Migration Basel-Landschaft, </div> <div class="para">Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Aufenthaltsbewilligung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, vom 26. August 2009. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die philippinische Staatsangehörige X.________, geboren 1978, heiratete am 24. Februar 2006 den in der Schweiz wohnhaften Niederländer Y.________, der seit 2008 offenbar eine Niederlassungsbewilligung hat. Am 14. Oktober 2006 reiste sie zu ihrem Ehemann in die Schweiz ein, wo sie am 16. Oktober 2006 eine Aufenthaltsbewilligung EG/EFTA zum Verbleib beim Ehegatten erhielt; die Bewilligung war befristet bis zum 31. Dezember 2007. Am 27. November 2007 wurde das bereits zuvor praktizierte Getrenntleben der Ehegatten gerichtlich bewilligt. Ab Februar bis Oktober 2008 wohnte das Ehepaar nochmals zusammen. X.________ hat seit 2009 einen neuen Lebenspartner, den sie zu heiraten gedenkt, sobald die jeweiligen Ehen geschieden sind. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 14. Februar 2008 lehnte das Amt für Migration des Kantons Basel-Landschaft das Gesuch um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung von X.________ ab. Die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde an den Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft blieb erfolglos, und mit Urteil vom 26. August 2009 wies das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, die gegen den Beschwerdeentscheid des Regierungsrats vom 27. Januar 2009 erhobene Beschwerde ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 1. Dezember (Postaufgabe 2. Dezember) 2009 beantragt X.________ dem Bundesgericht, das Urteil des Kantonsgerichts aufzuheben und ihre Aufenthaltsbewilligung ordentlich zu verlängern, eventualiter ihr die Aufenthaltsbewilligung bis zum Abschluss des Scheidungsverfahrens zu verlängern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Es ist weder ein Schriftenwechsel noch sind andere Instruktionsmassnahmen angeordnet worden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">2.1 Gemäss <span class="artref">Art. 83 lit. c BGG</span> ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unzulässig gegen Entscheide auf dem Gebiet des Ausländerrechts betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das Völkerrecht einen Anspruch einräumt (Ziff. 2), und betreffend Abweichungen von den Zulassungsvoraussetzungen (Ziff. 5). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.2 Die Beschwerdeführerin selber betrachtet ihre Ehe mit dem niedergelassenen EU-Bürger als spätestens seit Ende 2008 gescheitert, strebt raschmöglichst die Scheidung an und möchte einen anderen Mann heiraten. Ihr steht damit kein Rechtsanspruch auf Bewilligungserneuerung nach dem Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits vom 21. Juni 1999 über die Freizügigkeit (FZA; SR 0.142.112.681) zu. Ebenso entfällt bei dieser Lage (Fehlen einer intakten, tatsächlich gelebten familiären Beziehung) die Möglichkeit, sich auf <span class="artref">Art. 8 EMRK</span> zu berufen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=30.11.2009&amp;to_date=19.12.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-II-215%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page215">BGE 129 II 215</a> E. 4.1 S. 218 mit Hinweis). Einen solchen Anspruch räumt ihr auch das Landesrecht nicht ein; da sie mit ihrem Ehemann im Zeitraum Oktober 2006 bis Oktober 2008, mit Unterbrüchen, nicht einmal zwei Jahre zusammengewohnt hat, ist kein vom ehelichen Zusammenleben unabhängiges Recht auf Anwesenheit in der Schweiz entstanden, wie sich Art. 17 Abs. 2 Satz 1 und 2 des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG), welches vorliegend noch zur Anwendung kommt (vgl. Art. 126 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG; SR 142.20]), entnehmen lässt. Was sodann Art. 13 lit. f der Verordnung vom 6. Oktober 1986 über die Begrenzung der Zahl der Ausländer (BVO) betrifft, lassen sich einerseits daraus keine Bewilligungsansprüche ableiten (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=30.11.2009&amp;to_date=19.12.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-II-281%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page281">BGE 130 II 281</a> E. 2.2 S. 284) und greift andererseits diesbezüglich der Ausschlussgrund von <span class="artref">Art. 83 lit. c Ziff. 5 BGG</span>. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erweist sich als offensichtlich unzulässig (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.3 Die Beschwerde kann nicht als subsidiäre Verfassungsbeschwerde (<span class="artref">Art. 113 ff. BGG</span>) entgegengenommen werden, wird doch nicht die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt (<span class="artref">Art. 116 BGG</span>). Ohnehin fehlte der Beschwerdeführerin weitgehend die Legitimation zu diesem Rechtsmittel; mangels Rechtsanspruchs auf Bewilligungsverlängerung ist sie durch den angefochtenen Entscheid nicht in rechtlich geschützten Interessen betroffen (Art. 115 lit. b; vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=30.11.2009&amp;to_date=19.12.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-I-185%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page185">BGE 133 I 185</a>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.4 Auf die Beschwerde ist im vereinfachten Verfahren gemäss <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit diesem Urteil wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.5 Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Gerichtskosten (<span class="artref">Art. 65 BGG</span>) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt der Präsident: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, und dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 7. Dezember 2009 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Müller Feller </div> </div></body></html>