B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-4008/2013 U r t e i l v o m 1 6 . A p r i l 2 0 1 4 Besetzung Richter Beat Weber (Vorsitz), Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz, Richter Christoph Rohrer, Gerichtsschreiberin Susanne Flückiger. Parteien A._______, Beschwerdeführerin, gegen Ausgleichskasse Arbeitgeber C._______, Vorinstanz. Gegenstand Beitragsverfügung 2007; Einspracheentscheid der Ausgleichskasse Arbeitgeber C._______ vom 2. Mai 2013. C-4008/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a A._______, geboren 1971 (nachfolgend: Versicherte oder Beschwer- deführerin), ist deutsche Staatsangehörige, seit April 2007 verheiratet , wohnte ab September 2005 in Z._______ mit Aufenthaltsbewilligung B und arbeitete ab Oktober 2005 in Z._______ als Partnerin in einer Zahn- arztpraxis. Am 21. November 2005 meldete sie sich bei der Ausgleich s- kasse des C._________ Volkswirtschaftsbundes (heute: Ausgleichskasse Arbeitgeber C.________; nachfolgend: AK oder Vorinstanz) als Selbstä n- digerwerbende an. Die Vorinstanz bestätigte ihr die Kassenzugehörigkeit am 22. Dezember 2005 (AK 1 und 2). A.b Nach der Geburt ihrer Tochter im September 2007 (vgl. Vorakten AK 3) meldete sie sich beim Einwohneramt Z.________ per Ende Okt o- ber 2007 nach Y .________/Deutschland ab. Ab Dezember 2007 bis März 2011 verfügte sie gemäss Auskunft des Einwohneramtes Z._________ über eine Grenzgängerbewilligung G mit Wochenaufenthalt sstatus im Kanton W.________ (Beschwerdeakten [B-act.] 7.1 und 9). B. Mit Verfügung vom 7. Dezember 2012 setzte die AK die Beiträge für die Beitragsperiode 1. Januar – 31. Dezember 2007 auf Fr. 9'927.60, gestützt auf ein geschätztes beitragspflichtiges Einkommen von Fr. 103'2 64.-, fest (AK 15). C. Am 28. Januar 2013 erhob die B.________ Treuhand AG für die B e- schwerdeführerin sinngemäss Einsprache, führte darin aus , dass die AK die Versicherte weiterhin als Selbständigerwerbende, die Steuerbehörde jedoch als unselbständig Erwerbende betrachte, beantragte sinngemäss die Korrektur der Beitragsermittlung und reichte verschiedene Belege zur Einkommensermittlung ein. Nach Rücksprache mit der Vorinstanz reichte sie am 23. April 2013 weitere Unterlagen online nach (AK 16, 18). D. Mit Einspracheentscheid vom 2. Mai 2013 hiess die Vorinstanz die Ei n- sprache teilweise gut und setzt e das beitragspflichtige Einkommen auf Fr. 79'100.- fest. Im Übrigen wies sie die Beschwerde bezüglich der ge l- tend gemachten Abzüge für persönliche AHV-Beiträge sowie für d en Auf- wand für den Zweitwohnsitz in Z._______ ab (AK 19). C-4008/2013 Seite 3 E. Mit Eingabe vom 21. Mai 2013 erhob die Beschwerdeführerin bei der Ausgleichskasse "Einsprache" und bat bei der Festlegung des beitrag s- pflichtigen Einkommens um die Berücksichtigung der besonderen "Be- rufsunkosten" für den berufsbedingten zweiten Wohnsitz in Z.________ (Wohn-, Verpflegungs-, Versicherungs- und Reisekosten) im Umfang von Fr. 18'856.70 und bezog sich dabei auf die Bestimmungen der Verord- nung über den Abzug besonderer Berufskosten bei der direkten Bunde s- steuer von vorübergehend in der Schweiz tätigen leitenden Angestel lten, Spezialisten und Spezialistinnen vom 3. Oktober 2000 (Expatriates -Ver- ordnung, ExpaV, SR 642.118.3; B-act. 1). Die Ausgleichskasse überwies diese Eingabe am 4. Juni 2013 als B e- schwerde ans Bundesverwaltungsgericht (B-act. 2). Am 31. Juli 2013 reichte sie dem Bundesverwaltungsgericht aufford e- rungsgemäss die Vorakten ein (B-act. 4). In der Folge holte d as Bundes- verwaltungsgericht beim Einwohneramt und beim Migrationsamt W.________ Auskünfte zum Wohnsitz und Aufenthalt der Beschwerdefüh- rerin ein (B-act. 5-9). F. Mit Vernehmlassung vom 12. November 2013 beantragte die Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde. Sie machte geltend, dass die Beschwer- deführerin nicht unter den Status eines Expatriates falle und in der Schweiz bis Ende Oktob er 2007 über eine ordentliche Aufenthaltsbewill i- gung verfügt habe. Weiter führte sie aus, bei den geltend gemachten Unkosten für die Wohnung in Z.________ sowie die wöchentliche Reise von Deutschland nach Z.________ und zurück handle es sich nicht um abzugsfähige AHV-rechtliche Gewinnungskosten, sondern um allgemeine Lebenshaltungskosten, welche nicht abziehbar seien (B-act. 11). G. Mit Replik vom 12. Dezember 2013 hielt die Beschwerdeführerin sinng e- mäss an ihrem Beschwerdeantrag fest. Sie führte aus, dass sie trotz ihrer beruflichen Tätigkeit in der Schweiz im Jahr 2007 an den Wochenenden regelmässig in ihre gemeinsame Wohnung mit ihrem Freund in X._______ (Deutschland), bzw. ab der Heirat im April 2007 mit ihrem Ehemann, zurückgekehrt sei. Ihr Lebensmittelpunkt sei damit in Deutsch- land geblieben. Es sei zwar richtig, dass sie nicht unter den Status einer Expatriate falle. Aber die Regelung bezüglich der " besonderen Berufs-C-4008/2013 Seite 4 unkosten" sei analog auch für den Status eines Wochenaufenthalters in der S chweiz anzuwenden, weshalb diese "besonderen Berufsunkosten" weder zum AHV- noch zum steuerbaren Einkommen zu zählen seien (B- act. 13). H. In ihrer Duplik vom 2. Januar 2014 verwies die Vorinstanz auf ihre Au s- führungen in der Vernehmlassung und hielt an ihr em Antrag auf Abwe i- sung der Beschwerde fest. Sie führte weiter aus, die Beschwerdeführerin räume selber ein, dass ihr der Expatriates-Status nicht zustehe. Eine ana- loge Anwendung der Expatriates -Verordnung auf andere Berufs - und Wohnverhältnisse sei nicht vorgesehen, weshalb für die Beschwerdefü h- rerin die allgemeinen Bestimmungen über die Berufsunkosten gelten wür- den (B-act. 15). I. Mit Verfügung vom 6. Januar 2014 übermittelte das Bundesverwaltung s- gericht die Duplik der Beschwerdeführerin zur Kenntnis und s chloss den Schriftenwechsel ab (B-act. 16). J. Auf die eingereichten Akten sowie die weiteren Ausführungen der Parte i- en wird – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den nachfo l- genden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Angefochten ist die Verfügung der Vorinstanz vom 2. Mai 2013 insoweit, als dass die Ausgleichskasse bei der Festlegung des beitragspflichtigen Einkommens der Beschwerdeführerin für das Jahr 2007 Berufskosten im Umfang von Fr. 18'856.70 (Wohn-, Verpflegungs- und Reisekosten) nicht als abzugsfähig zugelassen hat. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 lit. h VGG und Art. 85bis Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10) beurteilt das Bunde s- verwaltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verf ü- gungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezem-C-4008/2013 Seite 5 ber 1968 (VwVG, SR 172.021). Eine Ausnahme nach Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist somit zur Beurteilung der Beschwerde zuständig. 1.2 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesver - waltungsgericht nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz vom 20. De- zember 1968 (VwVG, SR 172.021), soweit das VGG nichts anderes b e- stimmt. Indes findet das VwVG aufgrund von Art. 3 Bst. d bis VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist, was vorliegend gestützt auf Art. 1 Abs. 1 AHVG der Fall ist. 1.3 Die Beschwerdeführerin ist durch den angefochtenen Einspracheentscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung, so da ss sie im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerdelegitimiert ist. 1.4 Die Beschwerde wurde frist - und formgerecht eingereicht (Art. 60 ATSG und 52 VwVG), weshalb darauf einzutreten ist. 2. 2.1 In materiell-rechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Recht s- sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben, wobei nach ständiger Praxis auf den im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Verwaltungsaktes (hier: 2. Mai 2013) eingetretenen Sachverhalt abgestellt wird (BGE 130 V 329, BGE 127 V 466 E. 1 mit Hinweis). Da vorliegend Beiträge für das Jahr 2007 streitig sind, sind die entsprechenden zu diesem Zeit punkt geltenden Be- stimmungen des ATSG, des AHVG und der Verordnung vom 31. Oktober 1947 über die Alters - und Hinterlassen enversicherung (AHVV, SR 831.101) sowie – soweit einschlägig – des zwischensta atlichen Rechts (siehe hienach E. 2.2) anwendbar, die bis Ende Jahr 2007 Geltung hatten und in der Folge zitiert werden. 2.2 Die Beschwerdeführerin, über deren Beitrags pflicht zu entscheiden ist, ist Staatsangehörige eines Mitgliedsstaates der Europäischen G e- meinschaft, so dass grundsätzlich das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgeno s- senschaft einerseits und der Europä ischen Gemeinschaft und ihren Mi t- gliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (Freizügigkeitsabko m-C-4008/2013 Seite 6 men; FZA; SR 0.142.112.681) zu beachten ist. Dieses setzt die verschiedenen bis dahin geltenden bilateralen Abko m- men zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und den einze l- nen Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft insoweit a us, als darin derselbe Sachbereich geregelt wird (Art. 20 FZA). Soweit dieses Abkommen, insbesondere dessen Anhang II, der die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit regelt (Art. 8 FZA), keine abweichenden Bestimmungen vorsieht, ist mangels einer einschlägigen gemeinschaft s- rechtlichen bzw. abkommensrechtlichen Regelung die Ausgestaltung des Verfahrens sowie die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen und die Berechnung von Leistungen grundsätzlich Sache der innerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 51 ff.; SVR 2004 AHV Nr. 16 S. 49 m.H.). Vorliegend ist – da ein Sachverhalt zu beurteilen ist, welcher sich im Jahr 2007 ereignet hat (siehe oben E. 2.1) – auf die bis Ende März 2012 gülti- ge Fassung des Abkommens (vgl. namentlich AS 2002 1527, AS 2006 979 und 995, AS 2006 5851, AS 2009 2411 und 2421) abzustellen, w o- nach die Vertragsparteien untereinander insbesondere folgende Recht s- akte (oder gleichwertige Vorschr iften) anwenden (Art. 1 Abs. 1 i.V.m. Ab- schnitt A Anhang II des FZA): die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Ra- tes vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Siche r- heit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familienangehör i- ge, die inn erhalb der Gemeinschaft zu - und abwandern (AS 2004 121 [vgl. auch AS 2008 4219, AS 2009 4831]); sowie die Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. März 1972 über die Durchführung der Ver- ordnung (EWG) Nr. 1408/71 über die Anwendung der Systeme der sozia- len Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Famil i- enangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu - und abwandern (AS 2005 3909 [vgl. auch AS 2009 621, AS 2009 4845]). Im Rahmen des FZA ist auch die Schweiz als "Mitgliedstaat" im Sinne d ieser Koordinierungs- verordnungen zu betrachten (Art. 1 Abs. 2 Anhang II des FZA). Noch kei- ne Anwendung findet – gestützt auf die intertemporalen Regeln – die für die Schweiz am 1. April 2012 in Kraft getretenen Verordnungen (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Se p- tember 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung Nr. 883/2004 über die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (mit Anhängen; SR 0.831.109.268.11; AS 2012 3051). 2.3 Das Bundesverwaltungsgericht p rüft die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, C-4008/2013 Seite 7 die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 2.3.1 Der Sozialversicherungspr ozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er fin - det sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (vgl. BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit weiteren Hinweisen). Die Parte i- en tragen im Sozialversicherungsverfahren in der Regel insofern eine o b- jektive Beweislast, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu U n- gunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sach- verhalt Rechte ableitet (BGE 117 V 261 E. 3b, 115 V 133 E. 8a; vgl. Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 1907 [ZGB, SR 210] wonach derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tats a- che zu beweisen hat, der aus ihr Rechte ableitet). 2.3.2 Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem B e- weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanford e- rungen nicht. Das Gericht hat vi elmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wah r- scheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b, 125 V 195 E. 2, je mit Hi n- weisen). 3. Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe die Beiträge für das Jahr 2007 nicht korrekt erhoben. 3.1 Obligatorisch versichert nach dem AHVG sind natürliche Personen mit Wohnsitz in der Schweiz sowie die natürlichen Personen, die in der Schweiz eine Erwerbstätigkeit ausüben (Art. 1a Abs. 1 Bst. a und b AHVG). 3.2 Die Beschwerde führerin lebte seit September 2005 in der Schweiz und hatte sich bei der Vorinstanz als Selbständigerwerbende mit Tätigkeit in der Schweiz angemeldet ( oben Bst. A ). Die Versicherteneigenschaft und die Beitragspflicht in der Schweiz gemäss Art. 1a Abs. 1 Bst. a und b AHVG bestreitet die Beschwerdeführerin nicht. Entsprechend ist vorli e- gend die innerstaatliche schweizerische Rechtsordnung, insbesondere das AHVG und die AHVV anwendbar. C-4008/2013 Seite 8 3.3 Zudem ist auch gestützt auf das Beschäftigungslandprinzip in Bezug auf den europäischen Kontext (vgl. Art. 13 Abs. 2 Bst. b Vo [ EWG] Nr. 1408/07; UELI KIESER, Schweizerisches Sozialversicherungsrecht, Zürich 2008, 2/31) festzustellen, dass die Beschwerdeführerin im Gebiet des "Mitgliedstaates" Schweiz eine selbständige Tätigkei t ausübte. Au s- nahmen gemäss Art. 13 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 14 c und 14 f Vo (EWG) Nr. 1408/07 (insbesondere die gleichzeitige Ausübung einer a b- hängigen Beschäftigung in einem anderen Mitgliedstaat gleichzeitig mit der selbständigen Tätigkeit in der Schweiz) sind aufgrund der Akten nicht ersichtlich, weshalb die Beschwerdeführerin auch gestützt auf das FZA in der fraglichen Beitragszeit den schweizerischen Rechtsvorschriften un- terstand, dies unabhän gig davon, ob sie ihren Wohnsitz in der Schweiz oder – wie sie behauptet (siehe hienach E. 4.1) – in Deutschland hatte. 3.4 Im Zwischenergebnis erweist es sich demnach als rechtmässig, dass die Beschwerdeführerin während ihrer Tätigkeit in der Schweiz auch in der Schweiz beitragspflichtig war, was sie im Übrigen nicht bestreitet. 4. Streitig und vom Bundesverwaltungsgericht nachfolgend zu prüfen ist, ob die Vorinstanz bei der Beitragserhebung für das Jahr 2007 die geltend gemachten "Besonderen Berufsauslagen" zu Recht als nicht abzugsfähig beurteilt hat. 4.1 4.1.1 Das Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit wird u.a. ermit- telt, indem vom erzielten rohen Einkommen die zur Erzielung des rohen Einkommens erforderlichen Gewinnungskosten abgezogen werden (Art. 9 Abs. 2 Bst. a AHVG, vgl. auch Art. 27 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG, SR 642.11]). 4.1.2 Für die Ausscheidung und das Ausmass der nach Artikel 9 Absatz 2 Buchstaben a (bis e) AHVG zulässigen Abzüge sind die Vorschriften über die direkte Bundessteuer massgebend (Art. 18 Abs. 1 AHVV). 4.1.3 Gemäss Art. 34 Bst. a DBG sind bei der selbststä ndigen Tätigkeit vom Reineinkommen von den "übrigen Kosten und Aufwendungen" (wel- che in Art. 33 und 33a DBG aufgezählt werden) die Aufwendungen für den Unterhalt des Steuerpflichtigen und seiner Familie sowie der durch C-4008/2013 Seite 9 die berufliche Stellung des Steuerpflichtigen bedingte Privataufwand nicht abziehbar. 4.2 Die Beschwerdeführerin macht sinngemäss geltend, sie habe in der Schweiz im Jahr 2007 als Wo chenaufenthalterin gelebt, ihr Lebensmittel- punkt sei indessen in Deutschland gewesen, wohin sie , jeweils wöchent- lich über das Wochenende, bis Ende Juli 2007 gependelt sei. Danach ha- be sie ihren Mutterschaftsurlaub angetreten. Entsprechend seien die Aus- lagen von Fr. 18'856.70 für Wohnung und Unterhalt in Z.________ sowie die wöchentlichen Reisekosten – welche unabdingbar gewesen seien, um ihre Tätigkeit in Z.________ auszuüben – als Gewinnungskosten abzugs- fähig. Sie reichte hierzu eine Kostenabrechnung (Material- und Dienstleis- tungsaufwand, Betriebs - und Verwaltungsaufwand, Personalaufwand, Aufwand für berufsbedingten zweiten Wohnsitz in Z.________ inkl. Miet- kosten Zimmer, Verpflegungskost en pauschal für 7 Monate , Versich e- rungskosten, Reisekosten Deutschland – Z.________ [28 x 2 x 500 km], vgl. B-act. 1 Beilage 1) ein. 4.3 Der Wohnsitz einer Person bestimmt sich nach den Artikeln 23 -26 ZGB (Art. 13 Abs. 1 ATSG). Gemäss Art. 23 Abs. 1 -3 ZGB befindet sich der Wohnsitz einer Person an dem Ort, wo sie sich mit de r Absicht dau- ernden Verweilens aufhält. Niemand kann an mehreren Orten zugleich seinen Wohnsitz haben. Die geschäftliche Niederlassung wird von dieser Bestimmung nicht betroffen. Der einmal begründete Wohnsitz einer Pe r- son bleibt bestehen bis zum Erwerbe e ines neuen Wohnsitzes (Art. 24 Abs. 1 ZGB). 4.4 Das Einwohneramt Z._______ teilte am 9. August 2013 mit, dass die Beschwerdeführerin am 1. September 2005 von X.________ (Deutsch- land) nach Z.________ zuzog und sich am 31. Oktober 2007 nach Y ._______ (Deutschland) abmeldete (B-act. 7.1). Weiter hat das Einwo h- neramt der Bevölkerungsdienste und Migration des Kantons W.________ am 15. Oktober 2013 bestätigt, dass die Beschwerdeführerin in dieser Zeit fest in Z.________ angemeldet war und eine Aufenthaltsbewilligung B hatte (B-act. 9). 4.5 4.5.1 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, sie habe in der frag- lichen Zeit ihren Lebensmittelpunkt in X.________ und nicht in Z.________ gehabt, legt sie keine hinreichenden Beweismittel (wie z.B. einen Wohnsitzbeleg von X.________) für diese Behauptungen vor. Es C-4008/2013 Seite 10 finden sich bezüglich den geltend gemachten Zeitraum bis Ende Oktober 2007 (vgl. B-act. 1 Beilage 1) ausser ihrer Aussage auch keine weiteren Hinweise für das Vorliegen des Status als Grenzgängerin (vgl. Vo [EWG] Nr. 1408/71 Art. 1 Bst. b, 1. Teilsatz). Entsprechend ergibt sich aufgrund der vorliegenden Aktenlage (vgl. insb. B-act. 9) für den Zeitraum vom 1. Januar 2007 – 31. Oktober 2007 mit überwiegender Wahrscheinlich- keit, dass ihr Wohnsitz (und damit auch ihr Lebensmittelpunkt) im Sinne von Art. 13 ATSG i.V.m. Art. 23 ZGB in Z.________ war (oben E. 2.3 ff.). Entsprechend erweisen sich die geltend gemachten – im Übrigen nicht belegten – Wohnkosten in Z.________ als normale Lebenshaltungsko s- ten, die gemäss Art. 9 Abs. 2 Bst. a AHVG nicht als geschäftsnotwendige Gewinnungskosten vom beitragspflichtigen Einkommen abzugsfähig sind. 4.5.2 Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, die wöchentlichen Pendelkosten zu ihrem Lebenspartner bzw. späteren Ehemann nach X.________ von Januar – Ende Juli 2007 (vgl. B -act. 1 Beilage 1) seien ebenfalls von ihrem beitragspflichtigen Einkommen abzugsfähig, da sie einen geschäftsbedingten Aufwand darstellen würden . Gestützt auf die Feststellungen hievor, wonach im fra glichen Zeitraum der Wohnsitz der Beschwerdeführerin in Z.________ war, wo sie als Zahnärztin arbeitete , ist bei der vorliegenden Aktenlage mit der Vorinstanz festzustellen, dass Reisen in ihrer Freizeit – welche unabhängig von ihrer selbständigen A r- beitstätigkeit vorgenommen wurden – ebenfalls keine Gewinnungskosten gemäss Art. 9 Abs. 2 Bst. a AHVG darstellen können . Zudem belegt die Beschwerdeführerin diese Ausgaben nicht ansatzweise (bspw. mittels Bahn- oder Flugtickets etc.). 4.6 Die Beschwerdeführerin macht schliesslich geltend, vorliegend seien die Bestimmungen der Verordnung über den Abzug besonderer Beruf s- kosten bei der direkten Bundessteuer von vorübergehend in der Schweiz tätigen leitenden Angestellten, Spezialisten und Spezialistinnen vom 3. Oktober 2000 (Expatriates -Verordnung, ExpaV, SR 642.118.3) analog zum Status eines Expatriates oder dem Status eines Wochenaufentha l- ters in dem Sinne anwendbar, als dass die entstandenen geschäftsmä s- sigen berufsbedingten Kosten bei einer selbständigen Erwerb stätigkeit als geschäftsmässigen Aufwand bei der Ermittlung des für di e Beitrags- pflicht massgeblichen Reingewinns zuzulassen seien (B-act. 13). 4.6.1 Unter dem Titel "Geltungsbereich" führt Art. 1 der Expatriates - Verordnung folgendes aus: C-4008/2013 Seite 11 "1 Diese Verordnung gilt für folgende Personen (Expatriates): a. leitende Angestellte, die von ihrem ausländischen Arbeitgeber vorübe r- gehend in die Schweiz entsandt werden; b. Spezialisten und Spezialistinnen aller Art, die in der Schweiz eine zei t- lich befristete Aufgabe erfüllen. Als solche gelten Arbeitnehmende, die auf Grund ihrer besonderen beruflichen Qualifikation typischerweise i n- ternational eingesetzt werden, sowie Personen, die in ihrem Wohnsit z- staat selbstständig erwerbstätig sind und zur Erledigung einer konkr e- ten, zeitlich befristeten Aufgabe in der Schweiz als Arbeitnehmende e r- werbstätig sind. 2 Durch die vorübergehende oder zeitlich befristete Erwerbstätigkeit kö n- nen im Vergleich zur üblichen unselbstständigen Erwerbstätigkeit z u- sätzliche Berufskosten im Sinne von Artikel 26 DBG entstehen, die g e- genüber den in der Verordnung vom 10. Februar 199 3 über den Abzug von Berufskosten der unselbstständigen Erwerbstätigkeit bei der dire k- ten Bundes steuer geregelten allgemeinen Berufskosten als besondere Berufskosten bezeichnet werden." 4.6.2 Wie die Vorinstanz hiezu in der Vernehmlassung (B -act. 11) zu Recht ausführt, kann sich die Beschwerdeführerin nicht auf diese Sonder- regelung berufen, da sie entgegen deren Geltungsbereich unbestritten als selbständigerwerbende Zahnärztin in Z.________ tätig war – und nicht als Arbeitnehmerin, sei es als leitende Angestellte eines ausländischen Arbeitgebers mit vorübergehender Entsendung in die Schweiz, sei es als Spezialistin mit besonderer Qualifikation, welche typischerweise internati- onal eingesetzt werden. Demnach besteht keine Möglichkeit, die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten "Besonderen Berufskosten" g e- mäss Art. 1 Abs. 2 und Art. 2 ExpaV von ihrem Reineinkommen für das Jahr 2007 abzuziehen. 4.6.3 Wie die Vorinstanz ebenfalls korrekt dargelegt hat, besteht hier kein Raum für eine analoge Anwendung dieser Sonderregeln, weshalb vorli e- gend die oben dargelegten allgemeinen AHV -rechtlichen Bestimmungen anwendbar sind. Demnach sind die in Frage stehenden Wohn-, Verpfle- gungs- und Reisekosten nicht abzugsfähig, zumal – wie bereits dargelegt wurde – vom Wohnsitz der Beschwerdeführerin in Z.________ auszuge- hen ist und nicht von einem Wochenaufenthalterstatus. 4.7 Zusammenfassend ergibt sich , dass die Vorinstanz bei der Festl e- gung des beitragspflichtigen Einkommens der Beschwerdeführerin für C-4008/2013 Seite 12 das Jahr 2007 die geltend gemachten "Besonderen Berufskosten" für die Aufwendungen für Wohnung und Verpflegung in Z.________ sowie die wöchentlichen Reisekosten zu Recht nicht a ls Abzüge berücksichtigt hat. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen. 5. Das Verfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 85 bis Abs. 2 AHVG), so- dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind. Weder die obsiegende Vorinstanz noch die unterliegende Beschwerd e- führerin haben einen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschäd i- gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] und Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein) – die Vorinstanz (Ref-Nr.[…]; Gerichtsurkunde) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: C-4008/2013 Seite 13 Beat Weber Susanne Flückiger Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der B e- weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefoc htene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: