<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00125</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105485&amp;W10_KEY=4467150&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00125</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.05.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Vollständige Einstellung der wirtschaftlichen Hilfe <br/>wegen Verletzung der Mitwirkungspflichten durch den Sozialhilfebezüger<br/><br/>Der Bezirksrat hätte auf den ersten Rekurs nicht eintreten sollen, da eine Verwarnung im Sinn von § 24 Abs. 1 SHG angefochten war (E. 2a).<br/>Der Rekurs gegen die Präsidialverfügung war demgegenüber zulässig, da sich der Vorsteher der Sozialbehörde offfenbar auf § 67 GemeindeG abgestützt hatte (E. 2b).<br/>Die formellen Voraussetzungen einer Leistungskürzung waren grösstenteils erfüllt. Allerdings hätte der Präsident der Fürsorgebehörde die Einstellung der Leistungen höchstens bis zu einem ordentlichen Entscheid der Gesamtbehörde anordnen dürfen (E. 3c).<br/>Die Kürzungsmöglichkeiten werden durch § 24 SHV und SKOS A.8.3 festgelegt. Eine vollständige Einstellung der wirtschaftlichen Hilfe ist in der Regel unzulässig (E. 3d).<br/>Insbesondere kann nur ausnahmsweise Rechtsmissbrauch des Bezügers angenommen werden. Im vorliegenden Fall reichen die Anhaltspunkte dafür nicht aus (E. 3e).<br/>Die Verletzung der Mitwirkungspflichten führte nicht dazu, dass der Gemeinde notwendige Informationen zur Bemessung der Hilfe fehlten (E. 3f).<br/>Zulässig bleibt eine weitere Kürzung von Fr. 51.50 entsprechend den SKOS-Richtlinien (E. 3g).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DRINGLICHKEIT">DRINGLICHKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EXISTENZSICHERUNG">EXISTENZSICHERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃRZUNG">KÃRZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEISTUNGSKÃRZUNG">LEISTUNGSKÃRZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITWIRKUNGSPFLICHT">MITWIRKUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRÃSIDIALVERFÃGUNG">PRÃSIDIALVERFÃGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMISSBRAUCH">RECHTSMISSBRAUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWARNUNG">VERWARNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 12 BV</span><br/><span class="ungerade">§ 67 GemeindeG</span><br/><span class="gerade">§ 24 lit. I SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 17 SHV</span><br/><span class="gerade">§ 24 SHV</span><br/><span class="ungerade">§ 19 lit. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. B. C. zog per 1. Oktober 1998 von Winterthur nach A. und wird seit diesem Zeit­punkt durch die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der Gemeinde A. unterstÃ¼tzt, anfÃ¤ng­lich mit Fr. 1'860.‑ mo­natlich. Diese kÃ¼rzte die monatliche Hilfe wegen mangelnder ErfÃ¼l­lung der Mitwir­kungs­pflichten und Nichtbeachtung von Weisungen mit Beschluss vom 16. Dezember 1998 ein erstes Mal um Fr. 100.‑. Am 14. April 1999 kÃ¼rzte die FÃ¼rsorgebe­hÃ¶r­de die wirt­schaftliche Hilfe erneut um Fr. 100.‑, wiederum wegen PflichtversÃ¤umnissen des EmpfÃ¤n­gers, und sistierte ihre Leistungen durch Beschluss vom 19. Mai 1999. Am 14. Juli 1999 wurde die Sistierung wieder aufgehoben. Mit Beschluss vom 21. September 1999 setz­te die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde B. C. einen Termin fÃ¼r eine Besprechung, unter der An­drohung, dass bei Nichterscheinen die wirtschaftliche Hilfe wieder eingestellt wÃ¼rde. Da B. C. dieser Auffor­de­rung offenbar keine Folge geleistet hatte, verpflichtete die BehÃ¶rde ihn am 20. Oktober 1999, monatlich zu einem vereinbarten Termin zu einer Besprechung auf dem Sozialsekre­tariat zu erscheinen. Der Lebensunterhalt werde ihm bis auf weiteres im Anschluss an diese Unterredung bar ausbezahlt. Zugleich wurde B. C. verwarnt und darauf aufmerksam ge­macht, dass im Fall der Nichteinhaltung der ihm in diesem Beschluss erteilten Auflage die UnterstÃ¼tzungsleistungen sofort eingestellt wÃ¼rden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. C. erhob dagegen am 3. November 1999 Rekurs an den Bezirksrat E.. Dieser verfÃ¼gte am 18. November 1999, dem Rekurs werde trotz eines entsprechen­den Be­gehrens der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde A. die aufschiebende Wirkung nicht entzo­gen, und ersuchte diese, dem Rekurrenten wÃ¤hrend der Dauer des Verfahrens weiterhin wirtschaftliche Hilfe im bisherigen Umfang auszurichten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der PrÃ¤sident der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde A. verfÃ¼gte jedoch am 24. November 1999 die Einstellung der UnterstÃ¼tzungsleistungen an B. C.. B. C. erhob auch ge­gen diesen Be­schluss am 29. November 1999 Rekurs an den Bezirksrat E.. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Der Bezirksrat hÃ¶rte den Rekurrenten am 14. Januar 2000 an. Mit Beschluss vom 25. Februar 2000 vereinigte der Bezirksrat die beiden Rekurse und hiess sie insoweit gut, als die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde A. die Einstellung der UnterstÃ¼tzungsleistungen ange­droht bzw. deren PrÃ¤sident sie verfÃ¼gt hatte. Die Rekursgegnerin wurde angewiesen, dem Rekurrenten bis zu einem allfÃ¤lligen Neuentscheid wirtschaftliche Hilfe im bisherigen Um­fang auszu­richten. Der Bezirksrat erwog im Wesentlichen, die von der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde vorgenom­me­nen KÃ¼rzungen der UnterstÃ¼tzung seien zwar soweit ersichtlich rechtens, doch sei deren Verweigerung oder Entzug wegen Verletzung von Mitwirkungspflichten nur dann mÃ¶glich, wenn die BehÃ¶rde deswegen gar nicht in der Lage sei, Ã¼ber das UnterstÃ¼t­zungsgesuch ord­nungsgemÃ¤ss zu entscheiden. Eine solche Situation habe aber im vorlie­genden Fall nicht vor­gelegen, habe doch die Rekursgegnerin davon ausgehen mÃ¼ssen, dass der Rekurrent wei­terhin mittellos sei und der finanziellen Hilfe bedÃ¼rfe. Ein offensichtli­cher Rechts­miss­brauch seitens des Rekurrenten liege nicht vor, und schliesslich sei der Ent­zug von Leis­tun­gen des notwendigen Lebensbedarfs (Nahrung, Kleidung, Obdach und medizinische Ver­sor­gung) als Eingriff in den Kernbereich des Grundrechts auf Existenzsi­cherung stets unzu­lÃ¤ssig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde A. wandte sich gegen diesen Beschluss am 23./28. MÃ¤rz 2000 mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Sie verlangt, den Beschluss des Bezirks­rats E. vom 25. Februar 2000 aufzuheben sowie den Beschluss der FÃ¼r­sorgebe­hÃ¶r­de vom 20. Oktober 1999 und die PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 24. November 1999 insofern zu bestÃ¤tigen, als die wirtschaftliche Hilfe fÃ¼r B. C. eingestellt werden kÃ¶nne. Zur BegrÃ¼n­dung bringt sie im Wesentlichen vor, sie habe ihre Sozialhilfeleistungen nicht ohne Weite­res eingestellt. Vielmehr habe der Beschwerdegegner seine Pflichten wie­derholt und in schwerer Weise verletzt. Er sei darauf hingewiesen worden, dass erneutes Nichterscheinen zu einem Termin als rechtsmissbrÃ¤uchliches und einen Leistungsentzug rechtfertigendes Verhalten angesehen wÃ¼rde. Entgegen der Auffassung des Bezirksrats sei­en Angaben Ã¼ber den Stand einer IV-Anmeldung, den Fortgang eines Stipendienge­suchs, das Resultat der Ab­klÃ¤rungen bei der Stellenvermittlung IBIZA und weiteres unab­dingbare Voraussetzun­gen fÃ¼r den Entscheid Ã¼ber die weitere UnterstÃ¼tzung. Bei der Be­urteilung der VerhÃ¤ltnis­mÃ¤ssigkeit des Leistungsentzugs sei zu berÃ¼cksichtigen, dass dem Be­schwer­degegner die Folgen einer allfÃ¤lligen Pflichtverletzung jederzeit bekannt gewesen seien. SÃ¤mt­liche bis­her getroffenen Massnahmen hÃ¤tten keinerlei Wirkung gezeigt. Es sei der FÃ¼r­sorgebehÃ¶rde deshalb keine andere Wahl geblieben, als die Hilfe einzustellen. Werde ihr dies nicht er­laubt, so kÃ¶nne der Beschwerdegegner sie zukÃ¼nftig ungehindert an der Na­se herumfÃ¼hren. Ãberdies wÃ¤re dieser durch die strittige Massnahme nicht in eine existenz­bedrohende Si­tua­tion geraten, da er einen neuen Antrag hÃ¤tte stellen kÃ¶nnen und bei ErfÃ¼l­lung seiner Pflichten wieder Leistungen erhalten hÃ¤tte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat wies in seiner Vernehmlassung vom 5. April 2000 darauf hin, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin die ihr zur VerfÃ¼gung stehende schÃ¤rfste Sanktion gegenÃ¼ber dem Beschwerdegegner, die KÃ¼rzung des Grundbedarfs I um 15 %, noch nicht ausgesprochen habe. Er hielt daran fest, der vollstÃ¤ndige Entzug der Leistungen verletze den Kernbereich des Anspruchs auf Existenzsicherung, und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Der Beschwerdegegner liess sich nicht vernehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die Beschwerde gegen den Beschluss des Bezirksrats E. ist nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zulÃ¤ssig. Da auch die Ã¼brigen Voraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf das Rechts­mittel einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Beschwerdegegner bezog vor der Einstellung der FÃ¼rsorgeleistungen durch die BeschwerdefÃ¼hrerin monatliche Hilfe von offenbar Fr. 1'660.‑, da der anfÃ¤ngliche Be­trag von Fr. 1'860.‑ zweimal um je Fr. 100.‑ gekÃ¼rzt wurde. Nach der Praxis des Verwal­tungsgerichts entspricht der Streitwert bei periodischen Leistungen in der Regel deren Sum­me innerhalb eines Jahrs (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 38 N. 5; RB 1998 Nr. 21). Im vorliegenden Fall ergÃ¤ben sich somit Fr. 19'920.‑, womit gemÃ¤ss § 38 Abs. 2 VRG der Einzelrichter Ã¼ber die vorliegende Beschwerde zu befinden hÃ¤tte. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Einstellung der Hilfe auch situationsbedingte Leistun­gen wie etwa zahnÃ¤rztliche Behandlungen betrifft, die in der periodischen UnterstÃ¼tzung nicht inbegriffen sind. Aus diesem Grund ist ein Streitwert von Ã¼ber Fr. 20'000.‑ anzuneh­men. Demnach hat die Kammer Ã¼ber das Rechtsmittel zu entscheiden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Fraglich ist, ob der Bezirksrat zu Recht auf die Rekurse des Beschwerdegegners eingetreten ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Der Beschluss der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde vom 20. Oktober 1999 stellte eine Verwar­nung im Sinn von § 24 Abs. 1 SHG dar, verbunden mit der Androhung einer LeistungskÃ¼r­zung. Es handelt sich dabei lediglich um eine verfahrensleitende Anordnung, die keinen spÃ¤­ter nicht behebbaren Nachteil zur Folge hat, da die spÃ¤tere LeistungskÃ¼rzung eine an­fechtbare VerfÃ¼gung im Sinn von § 41 VRG darstellt. Solche Verwarnungen sind nach § 19 Abs. 2 VRG nicht selbstÃ¤ndig mit Rekurs anfechtbar (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 14; RB 1998 Nr. 34). Der Bezirksrat ist somit zu Unrecht auf den Rekurs des Beschwerdegeg­ners vom 3. November 1999 eingetreten und hÃ¤tte den dadurch angefochtenen Entscheid nicht aufheben dÃ¼rfen. Die Beschwerde wÃ¤re insoweit aus verfahrensrechtlichen GrÃ¼nden gutzuheissen, fÃ¼hrten nicht andere GrÃ¼nde zu ihrer Abweisung (vgl. E. 3c ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die mit dem zweiten Rekurs vom 29. November 1999 angefochtene PrÃ¤sidialver­fÃ¼gung vom 24. November 1999 nennt die gesetzliche Grundlage der prÃ¤sidialen Kompe­tenz nicht. Da die VerfÃ¼gung als Rechtsmittel aber den Rekurs an den Bezirksrat nennt, ist davon auszugehen, dass sie sich als dringliche Anordnung auf § 67 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 (GemeindeG) stÃ¼tzt und nicht auf § 57 GemeindeG. Gegen eine solche PrÃ¤sidialverfÃ¼gung hÃ¤tte nach Art. 40 Abs. 1 der Gemeindeordnung der politischen Ge­mein­de A. vom 12. MÃ¤rz 1995 zuerst Einsprache bei der GesamtbehÃ¶rde erhoben werden mÃ¼ssen. Der Rekurs gegen dringliche VerfÃ¼gungen im Sinn von § 67 GemeindeG ist dem­gegenÃ¼ber zulÃ¤ssig (H. R. Thalmann, Kommentar zum ZÃ¼rcher Gemeindegesetz, 2. A., WÃ¤­denswil 1991, § 67 N. 5). Die Vorinstanz ist somit zu Recht auf den Rekurs vom 24. November 1999 eingetreten. Ob die Voraussetzungen einer PrÃ¤sidialverfÃ¼gung nach § 67 GemeindeG ‑ insbesondere die Dringlichkeit ‑ tatsÃ¤chlich gegeben waren, ist eine Fra­ge der materiellen Beurteilung (vgl. E. 3c).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) GemÃ¤ss § 14 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) und § 16 Abs. 1 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV) hat Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe, wer seinen Lebensunterhalt und den seiner Familie nicht aus ei­genen Mitteln bestreiten kann. Grundlage der Bemessung der UnterstÃ¼tzung stellen nach § 17 SHV die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe (SKOS-Richt­li­nien, zur Zeit in der Fassung von November 1998) dar. Vorbehalten bleiben begrÃ¼ndete Abweichungen im Einzelfall.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Wer Anordnungen der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde nicht befolgt, insbesondere Ã¼ber seine VerhÃ¤ltnisse keine oder falsche Auskunft gibt, wird unter Androhung der Folgen schrift­lich verwarnt; bei erfolgloser Verwarnung kÃ¶nnen die Leistungen gekÃ¼rzt werden, soweit da­durch der Lebensunterhalt des HilfeempfÃ¤ngers nicht gefÃ¤hrdet wird (§ 24 SHG und § 24 SHV).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die formellen Voraussetzungen einer LeistungskÃ¼rzung sind im vorliegenden Fall jedenfalls teilweise erfÃ¼llt. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat dem Beschwerdegegner am 21. September 1999 die Weisung erteilt, an einer Unterredung teilzunehmen, und ihn mit weiterem Beschluss vom 20. Oktober 1999 unter Androhung der Leistungseinstellung ver­warnt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zu prÃ¼fen ist aber, ob der PrÃ¤sident der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde den Entzug der Leistungen durch VerfÃ¼gung anordnen durfte. Es ist davon auszugehen, dass eine dringliche PrÃ¤sidial­verfÃ¼gung im Sinn von § 67 GemeindeG vorliegt (vgl. E. 2b). FÃ¼r eine VerfÃ¼gung gestÃ¼tzt auf § 57 Abs. 1 GemeindeG fehlt es an der dafÃ¼r notwendigen AufgabenÃ¼bertragung, da Art. 40 der Gemeindeordnung A. im Wesentlichen die zitierte Regelung des kan­tonalen Rechts wiederholt und deshalb davon auszugehen ist, dass die BehÃ¶rden Aufgaben nur im Einzelfall an Mitglieder oder AusschÃ¼sse delegieren kÃ¶nnen. Im vorliegenden Fall fehlt jedoch jeder Hinweis auf eine solche Ãbertragung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die in der angefochtenen PrÃ¤sidialverfÃ¼gung angeordnete Leistungseinstellung ist hÃ¶chstens bis zu dem Zeitpunkt dringlich, in dem die GesamtbehÃ¶rde eine definitive An­ordnung treffen kann (vgl. Thalmann, § 67 N. 4). Es ist fraglich, ob ein Entzug wirtschaft­licher Hilfe Ã¼berhaupt dringlich sein kann, da die angestrebte Disziplinierungswirkung auch durch einen hÃ¶chstens wenige Wochen spÃ¤ter erlassenen Kollegialbeschluss erreicht wird. Das Vorgehen des PrÃ¤sidenten der beschwerdefÃ¼hrerischen FÃ¼rsorgebehÃ¶rde war somit unzulÃ¤ssig und konnte jedenfalls keine endgÃ¼ltige Regelung herbeifÃ¼hren. Die Be­schwer­de ist bereits aus diesem formellen Grund abzuweisen. Im Hinblick auf das weitere Vorgehen der BeschwerdefÃ¼hrerin ist aber zusÃ¤tzlich die materielle RechtmÃ¤ssigkeit des angeordneten Leistungsentzugs zu Ã¼berprÃ¼fen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) LeistungskÃ¼rzungen sind nicht unbeschrÃ¤nkt zulÃ¤ssig. Die nach § 17 SHV grund­sÃ¤tzlich massgebenden SKOS-Richtlinien erlauben in Kap. A.8.3 das NichtgewÃ¤hren, KÃ¼r­zen oder Streichen von situationsbedingten Leistungen und des Grundbedarfs II ‑ was die BeschwerdefÃ¼hrerin durch ihren Beschluss vom 16. Dezember 1998 bereits getan hat ‑ so­wie die KÃ¼rzung des Grundbedarfs I um maximal 15 % ‑ auch diese MÃ¶glichkeit ist durch Beschluss vom 14. April 1999 schon zu ca. 2/3 ausgeschÃ¶pft (siehe E. 3g). Diese Grenze kann als Konkretisierung der in § 24 SHV enthaltenen Regel angesehen werden, dass KÃ¼r­zungen nur insoweit statthaft sind, als dadurch der Lebensunterhalt des BezÃ¼gers nicht ge­fÃ¤hrdet wird.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Entzug wirtschaftlicher Hilfe stÃ¶sst zudem ‑ wie die Vorinstanz richtig ausge­fÃ¼hrt hat ‑ an verfassungsrechtliche Grenzen. Der zuerst vom Bundesgericht als unge­schrie­benes Grundrecht anerkannte Anspruch auf Existenzsicherung (BGE 121 I 367 E. 2b, c) hat als Art. 12 unter der Bezeichnung "Recht auf Hilfe in Notlagen" Eingang in die neue Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) gefunden. Einem BedÃ¼rftigen dÃ¼rfen diejeni­gen Mittel, die fÃ¼r ein menschenwÃ¼rdiges Leben notwendig sind, unter keinen Um­stÃ¤nden entzogen werden (Botschaft Ã¼ber eine neue Bundesverfassung vom 20. November 1996, BBl 1997 I 150; JÃ¶rg Paul MÃ¼ller, Grundrechte in der Schweiz, 3. A., Bern 1999, S. 178 f.; vgl. auch Charlotte Gysin, Der Schutz des Existenzminimums in der Schweiz, Basel 1999, S. 58 ff.; Felix Wolffers, Grundriss des Sozialhilferechts, 2. A., Bern 1999, S. 82 ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Die BeschwerdefÃ¼hrerin rechtfertigt ihre Leistungseinstellung mit dem Argu­ment, das Verhalten des Beschwerdegegners stelle Rechtsmissbrauch dar.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Da das verfassungsrechtlich garantierte Existenzminimum im Wesentlichen bereits eine Kerngehaltsgarantie darstellt, in die behÃ¶rdliche Eingriffe untersagt sind (Botschaft, a.a.O.; JÃ¶rg Paul MÃ¼ller, a.a.O.), kann ein vollstÃ¤ndiger Verlust durch Rechtsmissbrauch hÃ¶chstens in seltenen AusnahmefÃ¤llen in Frage kommen (JÃ¶rg Paul MÃ¼ller, S. 179 f.). Da­bei ist zu berÃ¼cksichtigen, dass die Sozialhilfe dazu dient, Notlagen ohne RÃ¼cksicht auf deren GrÃ¼nde zu beseitigen (BGE 121 I 367 E. 3b). Zu beachten ist auch, dass Ã¼ber den Rechts­missbrauchstatbestand nicht die einschrÃ¤nkende KÃ¼rzungsregelung von § 24 SHG und § 24 SHV ausser Kraft gesetzt werden darf.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es ist erstellt, dass der Beschwerdegegner seine sozialhilferechtlichen Mitwir­kungs­pflichten seit seiner Wohnsitznahme in A. wiederholt und in schwerwiegen­der Wei­se ver­letzt hat. Dies bestritt er selbst anlÃ¤sslich der persÃ¶nlichen Befragung durch die Vorinstanz auch nicht. Allerdings stellt aus den voranstehend genannten GrÃ¼nden auch eine fortge­setz­te Pflichtverletzung nur ausnahmsweise einen Rechtsmiss­brauch dar. Sind die Sanktions­mÃ¶g­lichkeiten ausgeschÃ¶pft, so muss die ungemÃ¼tliche La­ge, in die der BezÃ¼ger sich selbst gebracht hat, diesen zur Kooperation bewegen. Auch Art. 292 StGB, der den Ungehorsam gegen amtliche VerfÃ¼gungen unter Strafe stellt und auf den die BeschwerdefÃ¼hrerin zusÃ¤tz­lich verweist, um die Rechtswidrigkeit des Verhal­tens des Beschwerdegegners zu unter­strei­chen, fÃ¼hrt nicht zu einem anderen Schluss, son­dern zeigt auf, dass ihr mÃ¶glicherweise zur Durchsetzung ihrer Anordnungen doch ein wei­teres, bisher nicht benutztes Mittel zur VerfÃ¼gung steht, das dem Beschwerdegegner nicht das physische Existenzminimum ent­zieht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im vorliegenden Fall zweifelt die BeschwerdefÃ¼hrerin offenbar nicht daran, dass der Beschwerdegegner sich nach wie vor in einer Notlage befindet. Insbesondere liegen keine Hinweise auf bereits bestehende vermÃ¶gensrechtliche AnsprÃ¼che wie etwa ein Sti­pendium oder eine Rente vor, die er verheimlicht. Insoweit ist davon auszugehen, dass der Beschwerdegegner das Institut der wirtschaftlichen Hilfe nicht missbrÃ¤uchlich zu einem Zweck benutzt, den dieses nicht erreichen will (vgl. BGE 121 I 367 E. 3b), sondern die Leis­tungen im ganzen Umfang nach wie vor zur Deckung seines Lebensbedarfs benÃ¶tigt. Davon wÃ¤re auch auszugehen, wenn die Vorinstanz den Beschwerdegegner nicht persÃ¶n­lich befragt hÃ¤tte, was im Ãbrigen ‑ entgegen der Zweifel der BeschwerdefÃ¼hrerin ‑ zulÃ¤s­sig war (§ 7 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nicht ganz unproblematisch ist die Annahme des Bundesgerichts, Rechtsmiss­brauch liege auch dann vor, wenn der Ansprecher eine ErwerbsmÃ¶glichkeit ausschlage, um in den Genuss von UnterstÃ¼tzung zu gelangen (BGE 121 I 367 E. 3d; vgl. Wolffers, S. 168). Auch hier ist mit RÃ¼cksicht auf die allgemeinen Voraussetzungen und den Zweck der Sozialhilfe ZurÃ¼ckhaltung geboten. Ein einmaliges Ausschlagen einer zumutbaren Ar­beitsmÃ¶glichkeit kann nicht ausreichen, ein mehrmaliges nur dann, wenn auch sonst die Be­mÃ¼hung des HilfebezÃ¼gers um Arbeit eindeutig unzureichend sind. Zudem sind die GrÃ¼n­de dieses Verhaltens abzuklÃ¤ren (Wolffers, a.a.O.; noch restriktiver JÃ¶rg Paul MÃ¼ller, S. 179 f.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt vor, der Beschwerdegegner sei seiner Pflicht, die UnterstÃ¼tzungsbedÃ¼rftigkeit zu mindern, nicht nachgekommen. Aktenkundig sind einer­seits einige Bewerbungen bei Unternehmen in der Region und gelegentliche Aushilfs­tÃ¤­tig­keiten, anderseits eine Auskunft von Frau D., Leiterin der IBIZA-Stellenvermittlung fÃ¼r Personen mit psychischen Problemen und IV-BezÃ¼ger, der Beschwerdegegner habe anlÃ¤ss­lich einer Besprechung im August 1999 zwei Stellen abge­lehnt. Frau D. wies zudem darauf hin, dass er auf sie einen psychisch angeschlagenen Eindruck gemacht habe. Obwohl dies nicht auf Ã¼beraus grosse BemÃ¼hungen schliessen lÃ¤sst, ist anhand der Akten die Ãberzeu­gung nicht zu gewinnen, der Beschwer­defÃ¼hrer habe es systematisch darauf angelegt, keine ErwerbstÃ¤tigkeit aufzunehmen, um weiterhin Sozialhilfeleistungen zu beziehen. Ein Rechts­missbrauch ist ‑ jedenfalls im heu­tigen Zeitpunkt ‑ nicht nachzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Schliesslich bringt die BeschwerdefÃ¼hrerin vor, AuskÃ¼nfte des Beschwerdegeg­ners betreffend IV-Anmeldung, Stipendiengesuch, AbklÃ¤rungen bei der Stellenvermittlung IBIZA etc. stellten unabdingbare Voraussetzungen fÃ¼r die HilfegewÃ¤hrung dar. Dies trifft insoweit zu, als die BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼ber die Ergebnisse dieser Verfahren informiert sein muss, jedenfalls insoweit sie zu finanziellen Leistungen an oder einer Arbeitsstelle fÃ¼r den Beschwerdegegner fÃ¼hren. Die SKOS-Richtlinien lassen eine Verweigerung oder Ein­stellung von Leistungen zu, wenn der Gesuchssteller Angaben verweigert, die zur Bedarfs­bemessung nÃ¶tig sind (SKOS A.8.4). Solange indessen bei bereits unterstÃ¼tzten Personen keine Anhaltspunkte fÃ¼r Ãnderungen in den massgebenden VerhÃ¤ltnissen bestehen, sind die genannten Daten nicht unentbehrlich. Liegen entsprechende Anzeichen vor, so kÃ¶nnte sich die BeschwerdefÃ¼hrerin notfalls diese Angaben auch selbst bei der zustÃ¤ndigen Be­hÃ¶r­de beschaffen, kann sie sich doch dafÃ¼r auf eine ihr obliegende gesetzliche Aufgabe beru­fen, fÃ¼r deren ErfÃ¼llung die Daten unentbehrlich sind (vgl. § 8 lit. a des [kan­tonalen] Da­ten­schutzgesetzes vom 6. Juni 1993 [LS 236.1]; Art. 19 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes Ã¼ber den Datenschutz vom 19. Juni 1992 [SR 235.1]). Im Unterschied dazu ist die BehÃ¶rde bei der erstmaligen Beurteilung eines UnterstÃ¼tzungsgesuchs stets auf Angaben der ge­such­stellenden Person insbesondere betreffend ihr Einkommen und VermÃ¶gen angewiesen. ‑ Auch mit dem Fehlen von Angaben lÃ¤sst sich der gÃ¤nzliche Leistungsentzug deshalb nicht begrÃ¼nden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die vollstÃ¤ndige Einstellung der Leistungen durch die BeschwerdefÃ¼hrerin erweist sich damit als rechtswidrig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>g) Die BeschwerdefÃ¼hrerin kÃ¼rzte ihre Leistungen an den Beschwerdegegner zwei­mal um je Fr. 100.‑ und hat damit, wie auch die Vorinstanz ausfÃ¼hrt und ent­gegen der An­nahme der BeschwerdefÃ¼hrerin, ihre MÃ¶glichkeiten noch nicht ganz aus­ge­schÃ¶pft. Die Be­schwerdefÃ¼hrerin ist nach SKOS A.8.3 berechtigt, den Grundbedarf I um insgesamt 15 %, vorliegend also um Fr. 151.50 und damit um zusÃ¤tzliche Fr. 51.50, zu kÃ¼r­zen. Da der Be­schwerdegegner bereits verwarnt wurde, kann die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde diese weitere KÃ¼rzung unmittelbar anordnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Hinzuweisen ist allerdings darauf, dass gemÃ¤ss SKOS A.8.3 der Grundbedarf II erstmals fÃ¼r eine Dauer von maximal zwÃ¶lf Monaten und der Grundbedarf I vorerst nur fÃ¼r eine Dauer von sechs Monaten gekÃ¼rzt werden dÃ¼rfen. Nach Ablauf dieser Fristen ist Ã¼ber die weitere KÃ¼rzung neu zu befinden. Ohnehin muss die BehÃ¶rde nach § 33 SHV min­des­tens einmal jÃ¤hrlich ihre Leistungen Ã¼berprÃ¼fen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird im Sinn der ErwÃ¤gungen abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>