<h2>SubmittedText<h2><p>Das mechanische Recycling von Kunststoffen ist Gegenstand verschiedener Projekte in der Schweiz. Diese Entwicklungsphase steht im Zusammenhang mit der Annahme der Motion Dobler 20.3695 durch das Parlament im Jahr 2021. Die Motion gibt den Anstoss, das Sortieren und das Recycling von Kunststoffen auszubauen, einerseits durch das getrennte Sammeln verschiedener Arten von recycelbaren Kunststoffverpackungen, andererseits durch die Unterstützung der Verarbeitung dieser Kunststoffverpackungen zu neuen Produkten.</p><p>&nbsp;</p><p>Die aktuelle Situation ist jedoch noch weit von einer optimalen Lösung entfernt. Insbesondere das Fehlen von Regeln oder zumindest von Branchenvereinbarungen über das Ökodesign von Verpackungen und anderen Kunststoffprodukten hemmt die Entwicklung zweckmässiger Recyclingprozesse. Die Anzahl der verwendeten unterschiedlichen Kunststoffe ist sehr hoch, zusammengesetzte und schwer trennbare Materialien sind die Norm, und die Vielfalt und die Toxizität der Zusatzstoffe werden schlecht dokumentiert.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Unter diesen Bedingungen kann weder die Qualität von Granulat verbessert werden, das in Granulierungsanlagen von Recyclingbetrieben produziert wird, noch lässt sich die Recyclingrate generell optimieren.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Der Bundesrat wird gebeten, sich zu folgenden Punkten zu äussern:</p><p>&nbsp;</p><p>- Wie will der Bundesrat eine Reduktion der Anzahl verschiedener Kunststoffmoleküle in Verpackungen und anderen Kunststoffprodukten fördern?</p><p>&nbsp;</p><p>- Wie weit ist die Erstellung von Statistiken über die Arten und Ströme von Materialien und Zusatzstoffen, die in Verpackungen, Behältern und anderen Kunststoffprodukten verwendet werden? Welche Lehren lassen sich aus den bereits verfügbaren Daten in Bezug auf die Komplexität des Recyclings ziehen?</p><p>&nbsp;</p><p>- Ist ein Aktionsplan zur Förderung des Ökodesigns im Bereich Kunststoffe geplant oder in Arbeit, der insbesondere darauf abzielt, Verbundstoffe und schwer trennbare Materialien zu begrenzen und damit die Recyclingfähigkeit zu fördern?&nbsp;</p>