<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00064</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107241&amp;W10_KEY=4467144&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00064</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 15.04.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 14.06.2004 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Wiederherstellungsverfügung und Ausnahmebewilligungen nach Art. 24 RPG</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG: Nachträgliche Bewilligung für im Jahr 1999 erstellte Dachaufbauten (Schleppgauben)<br/><br/>Anwendbar ist das alte, bis zum 31.08.2000 geltende Recht (E. 3a). Art. 24 Abs. 1 lit. a aRPV (Bewilligungserleichterungen in Gebieten mit Streubauweise) bildet keine Grundlage für die nachträgliche Bewilligung, da keine Ä n d e r u n g der Nutzung bestehender Gebäude mit Wohnungen zu landwirtschaftsfremden Wohnzwecken vorliegt (E. 3b). Vielmehr kommt grundsätzlich Art. 24 Abs. 2 aRPG in Betracht, doch wird der von dieser Bestimmung zugestandene bauliche Rahmen überschritten (E. 3c). Die Dachaufbauten widersprechen teilweise auch den kantonalrechtlichen Bewilligungsvoraussetzungen (Maximalmass nach § 292 PBG) (E. 3e). Wiederherstellung: Die Beschwerdeführenden durften nicht davon ausgehen, dass die Dachaufbauten zulässig seien oder Abweichungen toleriert würden (E. 4a). Die Wiederherstellung ist auch nicht unverhältnismässig (E. 4b).<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DACHAUFBAUTE">DACHAUFBAUTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEBIET MIT STREUBAUWEISE">GEBIET MIT STREUBAUWEISE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: GESTALTUNG UND EINORDNUNG">GESTALTUNG UND EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHTRÃGLICHE BAUBEWILLIGUNG">NACHTRÃGLICHE BAUBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NUTZUNGSÃNDERUNG">NUTZUNGSÃNDERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHLEPPGAUBE">SCHLEPPGAUBE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TREU UND GLAUBEN">TREU UND GLAUBEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERHERSTELLUNG">WIEDERHERSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: ZONENKONFORMITÃT">ZONENKONFORMITÃT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: ZWANGSMASSNAHMEN">ZWANGSMASSNAHMEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 24 lit. II aRPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 24 lit. I aRPV</span><br/><span class="gerade">Art. 24 lit. IV aRPV</span><br/><span class="ungerade">§ 292 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 341 PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A und B erstellten auf ihrem ausserhalb der Bauzone in X liegenden GrundstÃ¼ck im Jahre 1984/1985 das heute bestehende Wohnhaus Vers.Nr. 01 anstelle des am gleichen Ort abgebrochenen Bauernhauses, wozu ihnen am 12. September 1984 die kommunale Be­willigung und am 3. Oktober 1984 gestÃ¼tzt auf Art. 24 Abs. 2 des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 (RPG; im Folgenden ohne speziellen Vermerk stets in der ursprÃ¼nglichen Fassung) die kantonale Bewilligung erteilt worden war (vgl. auch die am 18. Januar 1985 und am 5. November 1987 von der kommunalen Baukommission bewilligten Ãnderungen). Bei diesem Wiederaufbau wurden zur Belichtung des Dachbodens auf der Westseite des Daches zwei Schleppgauben erstellt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 7. April 1997 reichten A und B ein Baugesuch fÃ¼r den Ausbau des Dachgeschosses ein, umfassend zwei zusÃ¤tzliche Dachaufbauten. Die Baudirektion "bewil­ligte" am 18. September 1997 zwar dieses "Vorhaben" gestÃ¼tzt auf Art. 24 Abs. 1 RPG und Art. 24 Abs. 1 und 4 der Raumplanungsverordnung vom 2. Oktober 1989 (RPV) grund­sÃ¤tzlich, hielt aber fest, dass die beiden Dachaufbauten nicht erstellt werden dÃ¼rften, weil mit ihnen das Ã¤ussere Erscheinungsbild und die IdentitÃ¤t des GebÃ¤udes nur noch teilweise gewahrt wÃ¼rden; die DachrÃ¤ume seien vielmehr Ã¼ber die Giebelfassaden zu belichten. Diese VerfÃ¼gung wurde offenbar nur der Gemeinde X, jedoch nicht der Bauherrschaft erÃ¶ffnet. Am 15. Oktober 1997 reichte die Bauherrschaft dem Amt fÃ¼r Raum­ordnung und Vermessung (ARV) revidierte PlÃ¤ne ein, die gegenÃ¼ber jenen vom 2. April 1997 folgende Ãnderungen enthielten:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>-<span> </span></span><span>Ostseite: Das Weglassen von drei DachflÃ¤chenfenstern, die Verbreiterung der Dachaufbaute um 90 cm bzw. ein zusÃ¤tzliches Fenster, im Gegenzug die Reduktion der HÃ¶he um 40 cm bzw. um eine "ScheibenhÃ¶he".</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>-<span> </span></span><span>Westseite: Das Weglassen des Dacheinschnitts als Balkon, die Anpassung der vorgesehenen Dachaufbaute an die beiden bereits bestehenden Schleppgauben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 10. Dezember 1997 erteilte die Baudirektion fÃ¼r dieses Vorhaben gestÃ¼tzt auf Art. 24 Abs. 1 RPG und Art. 24 Abs. 1 und 4 RPV eine Ausnahmebewilli­gung. Sie erwog eine Bewilligung nach Art. 22 Abs. 2 RPG falle ausser Betracht, weil das Vorhaben nicht im Zusammenhang mit einem in der Landwirtschaftszone zonenkonfor­men Betrieb stehe. Ebenso wenig komme eine Bewilligung nach Art. 24 Abs. 2 RPG in Betracht, denn mit dem geplanten Ausbau des Dachgeschosses zu Wohnzwecken werde das bereits mehrfach Ã¼berschrittene Mass einer bewilligungsfÃ¤higen teilweisen Ãnderung noch­mals Ã¼berschritten. Weil jedoch das GebÃ¤ude Vers.Nr. 01 in einem Bereich liege, der gemÃ¤ss kantonalem Richtplan als Gebiet mit traditioneller Streubauweise bezeichnet sei, kÃ¶n­ne das Vorhaben als standortgebunden im Sinn von Art. 24 Abs. 1 RPG gelten; zudem erfÃ¼lle es die Anforderungen von Art. 24 Abs. 4 RPV; insbesondere bleibe die Ã¤ussere Er­scheinung und die bauliche Grundstruktur im Wesentlichen unverÃ¤ndert und sei keine zusÃ¤tz­liche Verkehrserschliessung erforderlich; das Vorhaben kÃ¶nne daher nach Art. 24 Abs. 1 RPG bewilligt werden. Mit Beschluss vom 17. Dezember 1997 erteilte der Gemeinde­rat X die baurechtliche Bewilligung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im September 1999 stellte die Baukommission X fest, dass die Ã¶stliche Dach­auf­bau­te wesentlich hÃ¶her (VergrÃ¶sserung der FensterflÃ¤che gegenÃ¼ber den bewilligten PlÃ¤nen um ca. einen Drittel) und die westliche hÃ¶her und breiter (nahezu Verdoppelung der Fens­ter­flÃ¤chen gegenÃ¼ber den bewilligten PlÃ¤nen) erstellt worden waren. Die Bauherrschaft reichte hierauf revidierte PlÃ¤ne, datiert vom 16. November 1999, ein. Mit VerfÃ¼gung vom 27. April 2000 verweigerte die Baudirektion hierfÃ¼r die nachtrÃ¤gliche Ausnahmebewilligung. Sie erwog, durch die zusÃ¤tzliche VergrÃ¶sserung der Dach­aufbauten sei der in Art. 24 Abs. 4 lit. d RPV festgelegte Rahmen, wonach die Ã¤ussere Er­scheinung des GebÃ¤udes im Wesentlichen unverÃ¤ndert bleiben mÃ¼sse, gesprengt worden. Auf­grund dieser VerfÃ¼gung sowie gestÃ¼tzt auf § 341 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) ordnete der Gemeinderat X am 17. Mai 2000 an, der recht­mÃ¤ssige Zustand sei wiederherzustellen, d.h. die beiden Schleppgauben seien auf das gemÃ¤ss den PlÃ¤nen vom 17. Dezem­ber 1997 bewilligte Mass zu reduzieren; demnach sei die Ã¶stliche Dachaufbaute in der HÃ¶he, die westliche sowohl in der Breite wie in der HÃ¶he zur reduzieren (Ziff. 1).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Dagegen erhoben A und B am 22. Juni 2000 Rekurs an den Regierungsrat mit den AntrÃ¤gen, es seien die VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 27. April 2000 sowie der Beschluss des Gemeinderats X vom 17. Mai 2000 aufzuheben und es sei die Baudirektion ein­zuladen, die gemÃ¤ss den nachtrÃ¤glichen PlÃ¤nen vom 16. November 1999 erstellten beiden Schleppgauben zu bewilligen; eventualiter sei die Wiederherstellung des ursprÃ¼nglich bewilligten Zustandes nur hinsichtlich der Dachgaube auf der Westseite zu verlangen; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Staats. Der Regierungs­rat wies den Rekurs am 22. Januar 2003 ab. Die Rekurskosten, worunter eine StaatsgebÃ¼hr von Fr. 1'500.-, auferlegte er den Rekurrierenden. Eine ParteientschÃ¤digung sprach er nicht zu.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 19. Februar 2003 an das Verwaltungsgericht erneuerten A und B ihre RekursantrÃ¤ge; zudem ersuchten sie um DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins und Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>FÃ¼r den Regierungsrat beantragte die Staatskanzlei am 12. MÃ¤rz 2003 Abweisung der Beschwerde. Der Gemeinderat X ersuchte am 28. MÃ¤rz 2003 ebenfalls um Abweisung der Beschwerde. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 VRG zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die DurchfÃ¼hrung eines gerichtlichen Augenscheins ist nicht erforderlich, weil die fÃ¼r die Beurteilung massgebenden VerhÃ¤ltnisse aufgrund der vorliegenden Akten, namentlich der UmbauplÃ¤ne und der Fotografien, hinreichend dokumentiert sind RB 1995 Nr. 12).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Der Regierungsrat hat erwogen, fÃ¼r die Beurteilung der BewilligungsfÃ¤higkeit der bereits erstellten zwei Schleppgauben sei kraft der Ãbergangsbestimmung von Art. 52 Abs. 2 der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 (nRPV) Art. 24 RPG in der ursprÃ¼ng­lichen, bis 31. August 2000 geltenden Fassung massgebend, weil die revidierten Be­stimmungen (Art. 24-24d in der Fassung vom 20. MÃ¤rz 1998, in Kraft seit 1. September 2000; nRPG) fÃ¼r die Rekurrierenden nicht gÃ¼nstiger seien (E. 5c). Eine erleichterte Ausnah­­mebewilligung nach Art. 24 Abs. 2 RPG kÃ¶nne fÃ¼r die zwei Schleppgauben nicht erteilt werden, weil bereits die 1984 vollzogene Wohnraumerweiterung den nach der Praxis zu­lÃ¤s­sigen Rahmen massiv Ã¼berschritten habe (E. 6a). Anders als fÃ¼r das bewilligte Projekt vom 15. Oktober 1997 komme fÃ¼r das nunmehr realisierte Projekt eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 Abs. 1 RPG in Verbindung mit Art. 24 Abs. 1 und 4 RPV nicht in Betracht. WÃ¤hrend sich nach den am 17. Dezember 1997 bewilligten PlÃ¤nen vom 15. Oktober 1997 eine harmonische Dachlandschaft ergeben hÃ¤tte, indem die neue Dachgaube auf der West­seite gleich gross wie die beiden bestehenden und die neue Dachaufbaute auf der Ostseite gleich hoch, wenn auch etwas breiter, gewesen wÃ¤re, treffe dies fÃ¼r das nunmehr reali­sierte Projekt nicht zu. Die eigenmÃ¤chtig ausgefÃ¼hrte Dachaufbaute auf der Westseite tÃ¤usche eine nicht vorhandene Mittelachse vor; gegenÃ¼ber dem bewilligten Projekt sei die Fens­terflÃ¤che rund verdoppelt worden; die Dachaufbaute wirke schwerer und plumper als die beiden vorbestehenden Schleppgauben; dass sie die TraufhÃ¶he der bestehenden Aufbau­­ten Ã¼bernehme, Ã¤ndere nichts daran, dass sie wesentlich hÃ¶her als die bewilligte sei. Die neue Dach­aufbaute auf der Ostseite sei mit einer FensterhÃ¶he von 1,4 m statt von 1,0 m ebenfalls erheblich grÃ¶sser als die bewilligte (E. 6b). Die Rekurrierenden hÃ¤tten entgegen ihrer Auffassung nicht darauf vertrauen dÃ¼rfen, dass ihnen eine nachtrÃ¤gliche Bewilligung fÃ¼r die in AbÃ¤nderung der bewilligten PlÃ¤nen erstellten Schleppgauben erteilt werde (E. 5b). Es bestehe ein Ã¶ffentliches Interesse an der Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zu­standes. Weder der Kostenaufwand der Wiederherstellung (gemÃ¤ss Darstellung der Rekurrierenden Fr. 52'000.-; laut SchÃ¤tzung der Gemeinde ca. Fr. 20'000.-) noch der Umstand, dass mit den bewilligten Dachaufbauten die heute als Wohnraum genutzten FlÃ¤chen im Dachgeschoss nur ungenÃ¼gend belichtet wÃ¼rden, lasse die gebotene Wiederherstellung als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheinen (E. 8).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden halten daran fest, dass die "etwas grÃ¶sser als bewilligt er­­stellten" Schleppgauben baurechtskonform und daher bewilligungsfÃ¤hig seien; eventuell machen sie geltend, das sie sich nach Treu und Glauben auf eine nachtrÃ¤gliche Bewilligungs­­erteilung hÃ¤tten verlassen dÃ¼rfen; subeventuell bringen sie vor, der Wiederherstellungs­befehl sei unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Mit dem Regierungsrat ist davon auszugehen, dass fÃ¼r die Beurteilung der Be­willigungsfÃ¤higkeit der beiden Dachaufbauten die Bestimmungen des RPG in dessen ursprÃ¼ng­lichen, bis 31. August 2000 geltenden Fassung massgebend sind. Es kann auf die zu­treffenden ErwÃ¤gungen im vorinstanzlichen Entscheid (E. 5c) verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Vorinstanzen sind davon ausgegangen, dass fÃ¼r die beiden Dachaufbauten eine Bewilligung nach Art. 24 Abs. 1 RPG in Verbindung mit Art. 24 Abs. 1 lit. a RPV in Betracht falle, sofern die Voraussetzungen von Art. 24 Abs. 4 RPV erfÃ¼llt seien. Letzteres haben sie verneint. Die Baudirektion hat mit der BegrÃ¼ndung, die Ã¤ussere Erscheinung des GebÃ¤udes werde wesentlich verÃ¤ndert, ausdrÃ¼cklich Bezug auf Art. 24 Abs. 4 lit. d RPV ge­­nommen; der Regierungsrat sinngemÃ¤ss ebenfalls (vgl. E. 2 vorstehend unter Bezugnah­me auf die vorinstanzliche E. 6b)</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es fragt sich indessen vorab, ob Art. 24 Abs. 1 lit. a RPV eine hinreichende Grund­lage fÃ¼r die Erteilung einer Ausnahmebewilligung im vorliegenden Fall bilde; die von der Bau­direktion verneinten Voraussetzungen von Art. 24 Abs. 4 RPV sind nur relevant, sofern Art. 24 Abs. 1 lit. a RPV hier Ã¼berhaupt zum Zug kommt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GestÃ¼tzt auf die baurechtliche Bewilligung vom 12. September 1984 und die raumplanungsrechtliche Ausnahmebewilligung vom 3. Oktober 1984 wurde das ehemalige Bauernhaus abgebrochen und am gleichen Standort das heutige Wohnhaus erstellt, wobei damals die Erweiterung des Wohnraumes entgegen den ursprÃ¼nglichen PlÃ¤nen nicht 49 %, sondern weitaus mehr, nÃ¤mlich 70 % bzw. sogar 160 % betrug. Dieser Neu- bzw. Ersatzbau erfolgte unter Inanspruchnahme der erweiterten Besitzstandsgarantie im Sinn von Art. 24 Abs. 2 RPG und § 357 Abs. 3 PBG (eingefÃ¼gt am 20. Mai 1984, in Kraft seit 1. Ja­nuar 1985). Die dem am 10. Dezember 1997 bewilligten Dachausbau vorangehenden baulichen Ãnderungen an dem 1985 erstellten Haus sind von den BehÃ¶rden nicht unter dem Titel von Art. 24 Abs. 1 lit. a RPV beurteilt worden: Mit VerfÃ¼gung vom 17. Juli 1992 ver­weigerte die Baudirektion die Bewilligung fÃ¼r den Anbau einer Garage, eines Holz- und eines GerÃ¤teschuppens, weil der Rahmen von Art. 24 Abs. 2 RPG be­reits ausgeschÃ¶pft sei. Mit VerfÃ¼gung vom 2. Dezember 1992 bewilligte die Direktion ein offenes Schwimmbad als Ersatz fÃ¼r das 1985 bewilligte, nicht fertig gestell­te Hallenschwimmbad; diese Bewilligung stÃ¼tzte sich â wie schon jene vom 3. Oktober 1984 - auf Art. 24 Abs. 2 RPG. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bei der Bewilligung des Dachausbaus gemÃ¤ss VerfÃ¼gung vom 10. Dezember 1997 stÃ¼tzte sich die Baudirektion deswegen auf Art. 24 Abs. 1 lit. a RPV, weil der in der Zwischenzeit erlassene kantonale Richtplan vom 31. Januar 1995 die Gemeinde X als Ge­biet mit traditioneller Streubauweise bezeichnet und damit die Grundlage fÃ¼r die Anwend­bar­keit von Art. 24 Abs. 1 RPV geschaffen hatte. Im Text des kantonalen Richtplans (Ziff. 3.2.4) heisst es dazu, mit dieser Bezeichnung kÃ¶nne in solchen Gebieten die Ãnderung von bestehenden GebÃ¤uden zielgerichtet fÃ¼r die Nutzung nicht mehr von der Landwirt­schaft benÃ¶tigter Volumen zu landwirtschaftsfremden Wohnzwecken (und zu kleingewerblichen Zwecken) bewilligt werden, was deswegen geboten sei, weil Umnutzungen im notwendigen Mass nach der Gerichtspraxis nicht als teilweise Ãnderung im Sinn von Art. 24 Abs. 2 RPG bewilligungsfÃ¤hig seien (vgl. auch zu Art. 39 nRPV Peter Kar­len, Die</span></p> <p class="Einzug1"><span>Ausnahmebewilligung nach Art. 24-24d RPG, ZBl 102/2001, S. 305; Bundesamt fÃ¼r Raum­entwicklung, ErlÃ¤uterungen zur Raumplanungsverordnung und Empfehlungen zum Vollzug, </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bern 2000, S. 38 ff.). â Weder von seinem Wortlaut noch von dieser Ziel­setzung her ist Art. 24 Abs. 1 lit. a RPV auf den streitbetroffenen Ausbau des Dachgeschosses im Wohnhaus Vers.Nr. 01 anwendbar, welches 1985 gestÃ¼tzt auf eine Bewilligung nach Art. 24 Abs. 2 RPG als Ersatz des dort abgebrochenen Bauernhauses erstellt wur­de. Bei den streitbetroffenen beiden Dachaufbauten handelt es sich nicht um eine Ãnde­rung der Nutzung be­stehender GebÃ¤ude mit Wohnungen zu landwirtschaftsfremden Wohn­zwecken. Denn das be­stehende GebÃ¤ude diente bereits zuvor, seit dem Neubau im Jah­re 1985 landwirtschaftsfremden Wohnzwecken. Mit Bezug auf bauliche und nutzungsmÃ¤ssige Ãnderungen an diesem Haus bleibt fÃ¼r die Anwendung von Art. 24 Abs. 1 lit. a RPV (wie auch fÃ¼r die entsprechende, hier intertemporal noch nicht anwendbare Bestimmung von Art. 39 Abs. 1 lit. a nRPV) kein Raum, ungeachtet dessen, dass es in einem Be­reich liegt, der nunmehr gemÃ¤ss kantonalem Richtplan als Gebiet mit traditioneller Streubauweise bezeichnet ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Wie erwÃ¤hnt hat die Baudirektion bereits in der VerfÃ¼gung vom 17. Juli 1992 (be­treffend Anbau mit Garage, Holz- und GerÃ¤teschuppen) und hernach in der VerfÃ¼gung vom 10. Dezember 1997 (betreffend den heute streitigen Ausbau des Dachgeschosses) fest­gehalten, der nach Art. 24 Abs. 2 RPG einzuhaltende Rahmen einer teilweisen Ãnderung sei bereits frÃ¼her ausgeschÃ¶pft worden. Dieser Beurteilung ist beizupflichten. Man kann sich hÃ¶chstens fragen, ob es sich bei den beiden Dachaufbauten Ã¼berhaupt um eine relevan­te, d.h. bewilligungspflichtige "Ãnderung" im Sinn von Art. 24 Abs. 2 RPG handle (die be­jahendenfalls, um bewilligungsfÃ¤hig zu sein, nur "teilweise" im Sinn der genannten Bestim­mung sein darf). Unter den Begriff der "Ãnderung" fallen Erweiterungen der einer be­stimm­ten Nutzung dienenden FlÃ¤che innerhalb des vorhandenen Bauvolumens oder Ã¼ber dieses hinaus, Umgestaltungen innerhalb des bestehenden GebÃ¤udevolumens sowie Zweck- und NutzungsÃ¤nderungen (Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und </span></p> <p class="Einzug1"><span>Umweltrecht, 3. A., ZÃ¼rich 1999, Rz. 732 ff.; Thomas MÃ¼ller, Die erleichterte Ausnahmebewilligung, ZÃ¼rich 1990, S. 115 ff.). Mit den streitbetroffenen Dachaufbauten soll die Nut­­zung einer grÃ¶sseren FlÃ¤che zu Wohnzwecken im Dachgeschoss ermÃ¶glicht werden; sie stehen in direktem Zusammenhang mit einer inneren Umgestaltung des Dachgeschosses. Das ergibt sich auch aus der eigenen Darstellung der BeschwerdefÃ¼hrenden, wo­nach selbst mit den am 10. Dezember 1997 bewilligten Dachaufbauten die heute als Wohnraum genutz­ten FlÃ¤chen im Dachgeschoss ungenÃ¼gend belichtet wÃ¼rden. Es handelt sich demnach um eine Ãnderung im Sinn von Art. 24 Abs. 2 RPG, welche nach dem Gesagten den nach dieser Bestimmung einzuhaltenden Rahmen einer "teilweisen" Ãnderung Ã¼berschreitet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Aus dieser Beurteilung ergibt sich allerdings nicht, dass die RechtmÃ¤ssigkeit der am 10. Dezember 1997 erteilten Bewilligung (die im Rahmen der angeordneten Wiederher­stellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands heute noch realisiert werden kÃ¶nnte) abzusprechen wÃ¤re. Einem solchen Schluss steht schon das prozessuale Verbot einer Schlechterstellung der BeschwerdefÃ¼hrenden gemÃ¤ss § 63 Abs. 2 VRG entgegen. Hingegen bedeutet dies, dass die BewilligungsfÃ¤higkeit der erstellten Schleppgauben weder nach Art. 24 Abs. 1 lit. a RPV noch nach Art. 24 Abs. 2 RPG bejaht werden kann, weil wie erwÃ¤hnt Art. 24 Abs. 1 lit. a RPV von vornherein auf die streitige Ãnderung nicht anwendbar ist und weil der nach Art. 24 Abs. 2 RPG einzuhaltende Rahmen einer teilweisen Ãnderung bereits frÃ¼her ausgeschÃ¶pft worden ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Die streitbetroffene Ãnderung muss neben den bundesrechtlichen auch die kanto­nalrechtlichen Bewilligungsvoraussetzungen erfÃ¼llen. Das trifft bezÃ¼glich der Schleppgaube auf der Westseite nicht zu. Wie der Regierungsrat zutreffend erwogen hat, Ã¼berschreitet die widerrechtlich erstellte Dachaufbaute zusammen mit den beiden vorbestehenden Schlepp­gau­ben das in § 292 PBG vorgesehene Maximalmass von einem Drittel der Fassaden­lÃ¤nge erheblich (vgl. auch Art. 5 Abs. 4 der kommunalen Bau- und Zonenordnung vom 8. Dezember 1993, welche Bestimmung sich allerdings auf die Kernzone bezieht). Dass dieses Mass bereits gemÃ¤ss dem am 10. Dezember 1997 bewilligten Pro­jekt leicht Ã¼berschritten wird bzw. wÃ¼rde, bildet entgegen der Auffassung der Beschwer­defÃ¼hrenden keinen hinreichenden Grund, die BewilligungsfÃ¤higkeit der nunmehr erstellten, erheblich breiteren Schleppgaube zu bejahen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Es ergibt sich demnach, dass die beiden abweichend vom am 10. Dezember 1997 bewilligten Projekt erstellten Schleppgauben nach Bundesrecht nicht bewilligungsfÃ¤hig sind, allerdings aus einem anderen als dem von den Vorinstanzen unter Berufung auf Art. 24 Abs. 4 lit. d RPV angefÃ¼hrten Grund, und dass die Schleppgaube auf der Westseite zudem auch nach § 292 PBG nicht bewilligungsfÃ¤hig ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Zu prÃ¼fen bleibt, ob auch der sich auf § 341 PBG stÃ¼tzende Beschluss des Gemein­derats X vom 17. Mai 2000, den rechtmÃ¤ssigen Zustand wiederherzustellen, entsprechend dem regierungsrÃ¤tlichen Rekursentscheid zu bestÃ¤tigen sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Wie der Regierungsrat zutreffend erwogen hat, durften die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht darauf vertrauen, dass die in Abweichung der am 10. Dezember 1997 bewilligten PlÃ¤ne erstellten Schleppgauben zulÃ¤ssig seien bzw. die Abweichung von den BehÃ¶rden to­le­riert werde. Was in der Beschwerdeschrift (Ziff. 10) diesbezÃ¼glich vorgebracht wird, recht­fertigt keine andere Betrachtungsweise. Aus den 1985 und 1987 fÃ¶rmlich genehmigten Pro­jektÃ¤nderungen (auf die sie sich schon in Ziffer 19 der Rekursschrift beriefen) kÃ¶nnen sie nichts zu ihren Gunsten ableiten. Namentlich lassen diese frÃ¼heren Genehmigungen die VerfÃ¼gungen vom 27. April 2000 der Baudirektion und vom 17. Mai 2000 des Gemein­derats X, mit denen die abweichend von der Bewilligung vom 10. Dezember 1997 erstellten Dachaufbauten nicht nachtrÃ¤glich bewilligt werden und deren Reduktion auf das bewil­lig­te Mass verlangt wird, nicht als widersprÃ¼chliches Verhalten der BehÃ¶rden erschei­nen, welches einen Verzicht auf die Wiederherstellung rechtfertigen wÃ¼rde. Das frÃ¼here Ver­hal­ten der BehÃ¶rden ist entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrenden nicht ein eigenstÃ¤n­diger AnknÃ¼pfungspunkt fÃ¼r einen allfÃ¤lligen Verzicht auf die Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustandes, sondern ein Kriterium, das einzig unter dem Gesichtswinkel des Vertrauensschutzes zu berÃ¼cksichtigen ist (vgl. Haller/Karlen, Rz. 879 ff.; Alfred KÃ¶lz/ JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 30 N. 54). Wie das Verwaltungsgericht mit Urteil VB.2001.00290 vom 24. Januar 2002 (BEZ 2002 Nr. 4) klargestellt hat, setzt der Vertrauens­schutz im Zusammenhang mit einem allfÃ¤lligen Verzicht auf die nach § 341 PBG gebotene Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands voraus, dass der Bauherr im guten Glauben gehandelt hat (E. 4c). Diese Voraussetzung ist hier offenkundig nicht erfÃ¼llt. Die in der Baubranche tÃ¤tigen BeschwerdefÃ¼hrenden durften nicht im guten Glauben annehmen, fÃ¼r die AbÃ¤nderung des am 10. Dezember 1997 bewilligten Projektes bedÃ¼rfe es keiner Bewilligung oder eine solche werde nachtrÃ¤glich noch ohne weiteres erteilt. Das gilt selbst dann, wenn mit ihnen davon ausgegangen wird, die VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 18. September 1997, mit welcher eine AusfÃ¼hrung der Dachaufbauten gemÃ¤ss den frÃ¼heren PlÃ¤nen vom 7. April 1997 als nicht bewilligungsfÃ¤hig erachtete wurde, sei ihnen nicht zugestellt worden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die BeschwerdefÃ¼hrenden halten daran fest, dass die Wiederherstellung des recht­­mÃ¤ssigen Zustands unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das ist von vornherein bezÃ¼glich der Schleppgaube auf der Westseite des Daches zu verneinen, da damit angesichts der Verdoppelung der FensterflÃ¤che deutlich vom bewil­ligten Projekt abgewichen worden ist und da der realisierte Aufbau das Maximalmass von § 292 PBG (ein Drittel der FassadenlÃ¤nge) erheblich Ã¼berschreitet. Weicht eine eigenmÃ¤ch­tig erstellte Baute wie hier erheblich von den materiellen Bauvorschriften ab, so kann in der Regel, von welcher hier abzuweichen kein Anlass besteht, auf die Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustandes nicht aus GrÃ¼nden der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit verzichtet werden (vgl. RB 2000 Nr. 106 = BEZ 2000 Nr. 23; Haller/Karlen, Rz. 874; Magdalena Ruoss Fierz, Massnahmen gegen illegales Bauen, ZÃ¼rich 1999, S. 154 Anm. 88 mit Beispielen aus der bundesgerichtliche Rechtsprechung).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ob die in Abweichung von dem am 10. Dezember 1997 bewilligten Projekt erstellte Schleppgaube auf der Ostseite des Daches noch als geringfÃ¼giger Verstoss gegen materiel­le Bauvorschriften (Art. 24 Abs. 2 RPG) betrachtet werden kann, ist fraglich. Wird dies be­­jaht, wÃ¤re eine InteressenabwÃ¤gung erforderlich, in welche auch der Kostenaufwand fÃ¼r die Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands einzubeziehen wÃ¤re. Selbst wenn diesbe­­zÃ¼glich von der Sachdarstellung der BeschwerdefÃ¼hrenden ausgegangen wird, wonach die Demontage und der Wiederaufbau der beiden Schleppgauben rund Fr. 52'000.- kosten wÃ¼rden, bleibt offen, welcher Anteil auf die ostseitige Dachaufbaute entfÃ¤llt. Es wÃ¤re jedoch Sache der BeschwerdefÃ¼hrenden gewesen, diesen Kostenaufwand im Rahmen des fÃ¶rmlich gestellten Eventualantrags zu substanziieren, was sie nicht getan haben. Schon aus diesem Grund kann ihrem Eventualbegehren, auf die Wiederherstellung des recht­mÃ¤s­si­gen Zustands hinsichtlich der ostseitigen Dachaufbaute zu verzichten, nicht entsprochen werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Demnach ist die Beschwerde vollumfÃ¤nglich abzuweisen. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>