<h2>SubmittedText<h2><p>Gas deckt etwa 15 Prozent des schweizerischen Energiebedarfs (31 TWh). Fast die Hälfte des Gases, das die Schweiz 2020 importierte, stammte aus Russland, das zurzeit einen brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt.</p><p>Welche Alternativen gibt es kurz- und mittelfristig zum Bezug von russischem Erdgas und welche Massnahmen trifft der Bundesrat, um eine bezahlbare Gasversorgung auch für den Winter 22/23 sicherzustellen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Da die Schweizer Versorger ihr Gas an den europäischen Grosshandelsmärkten kaufen, ist der Versorgungsmix der Schweiz von demjenigen der europäischen Staaten bestimmt. In den letzten Monaten haben sich die Gasflüsse aus Russland verringert. Entsprechend ist der Anteil von russischem Gas am europäischen Verbrauch bereits gesunken. Die fehlenden Mengen wurden vor allem durch Flüssigerdgas bspw. aus Katar oder den USA ausgeglichen. Alternativ kann Europa Gas von Norwegen, Algerien und Aserbaidschan beziehen. Zudem sind die europäischen Speicher zurzeit zu rund 30 Prozent gefüllt. Allerdings gibt es Beschränkungen beim Ausbau der alternativen Versorgungsmöglichkeiten. Kurzfristig bezieht die Schweiz, mangels Alternativen, wie die anderen europäischen Länder weiterhin russisches Gas. Der Bundesrat beobachtet jedoch die Lage auf dem Gasmarkt genau und hat auch bereits Massnahmen für die Versorgungssicherheit im nächsten Winter 2022/23 ergriffen. Dafür hat der Bundesrat der Gasbranche ermöglicht, gemeinsam zusätzliches Gas, Flüssiggas und/oder entsprechende Speicherkapazitäten zu beschaffen. Mittel- bis längerfristig ist es notwendig, vom fossilen Energieträger Erdgas wegzukommen und diesen durch erneuerbare Energieträger zu ersetzen.</p>