B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Entscheid aufgehoben durch BGer mit Urteil vom 18.12.2019 (8C_378/2019) Abteilung III C-7187/2016 U r t e i l v o m 2 3 . A p r i l 2 0 1 9 Besetzung Richter Daniel Stufetti (Vorsitz), Richter David Weiss, Richterin Caroline Bissegger, Gerichtsschreiberin Marion Sutter. Parteien A._______, (Frankreich), vertreten durch lic. iur. Sarah Brutschin, Advokatin, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenversicherung, IV-Neuanmeldung; Gesuch um eine höhere als die zugesprochene Viertelsrente (Verfügung IVSTA vom 17. Oktober 2016). C-7187/2016 Seite 2 Sachverhalt: A. A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) wurde am (…) 1958 geboren und ist französischer Staatsangehöriger. Er war in den Jahren 1990 bis 2011 als Grenzgänger in der Schweiz erwerbstätig und leistete dabei Bei- träge an die obligatorische schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und In- validenversicherung (AHV/IV; vgl. IV-act. 112 und 200 S. 5). Am 4. Novem- ber 2004 meldete er sich bei der IV -Stelle B.______ (nachfolgend: kanto- nale IV-Stelle) zum Leistungsbezug an (IV-act. 1). A.a Mit Verfügung vom 27. Dezember 2005 (IV -act. 30) wies die IV-Stelle für Versicherte im Ausland ( nachfolgend: Vorinstanz) das Leis- tungsgesuch des Beschwerdeführers ab, da keine rentenrelevante Ein- schränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe. Die hiergegen vom Beschwerde- führer, nunmehr vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Sarah Brutschin, am 30. Januar 2006 bei der Vorinstanz erhobene Einsprache (IV-act. 34) wies jene mit Einspracheentscheid vom 7. Juli 2008 ab (IV -act. 58). Die vom Beschwerdeführer gegen den Einspracheentscheid vom 7. Juli 2008 beim Bundesverwaltungsgericht erhobene Beschwerde vom 11. Septem- ber 2008 (Akten des Beschwerdeverfahrens C-5808/2008, act. 1) hiess je- nes mit Urteil C-5808/2008 vom 5. Februar 2010 gut, hob den Einsprache- entscheid vom 7. Juli 2008 auf und wies die Sache an die Vor instanz zu- rück, damit diese dem Versicherten das rechtliche Gehör gewähre und an- schliessend neu verfüge (Akten des Beschwerdeverfahrens C-5808/2008, act. 12; vgl. IV-act. 64). A.b Nach dem durch die kantonale IV-Stelle durchgeführten Vorbescheid- verfahren wies die Vorinstanz das Leistungsbegehren des Beschwerdefüh- rers mit Verfügung vom 23. März 2011 erneut ab (IV-act. 82). Die vom Be- schwerdeführer am 5. Mai 2011 gegen diese Verfügung wiederum beim Bundesverwaltungsgericht erhobene Beschwerde (Beschwerdedossier B-2587/2011, act. 1) wies jenes mit Urteil B-2587/2011 vom 18. November 2013 wiederum ab (Beschwerdedossier B -2587/2011, act. 17; vgl. IV-act. 144). A.c Während des laufenden Beschwerdeverf ahrens B-2587/2011 reichte der Versicherte bei der kantonalen IV-Stelle am 15. September 2011 – un- ter Beilage verschiedener ärztlicher Berichte, datierend von Juni bis August 2011, – ein neues Leistungsbegehren (bezeichnet als „Revisionsgesuch“) ein und machte eine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes auf-C-7187/2016 Seite 3 grund des bei ihm zwischenzeitlich neu aufgetretenen Prostatakrebses gel- tend (IV-act. 85). Mit Verfügung vom 22. November 2013 wies die Vor- instanz das neue Leistungsbegehren des Beschwerdeführers aufgrund ei- nes Invaliditätsgrads von 38 % ab (IV-act. 143). Die gegen diese Verfügung vom Versicherten mit Eingabe vom 13. Januar 2014 beim Bundesverwal- tungsgericht erhobene Beschwerde (Beschwerdedossier C -269/2014, act. 1) hiess jenes mit Urteil C-269/2014 vom 13. Januar 2015 insoweit gut, als es die angefochtene Verfügung vom 22. November 2013 aufhob und die Streitsache zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zurück wies. Hierbei erteilte es der Vorinstanz in der Erwägung 11 namentlich den Auftrag, unter Berück- sichtigung sämtlicher aktenkundiger Arztberichte sowie unter Beizug wei- terer verfügbarer medizinischer Unterlagen eine multidisziplinäre fachärzt- liche Begutachtung des Gesundh eitszustands sowie dessen Auswirkun- gen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers vorzunehmen (Be- schwerdedossier C-269/2014, act. 16; vgl. IV-act. 149). B. B.a In der Folge nahm die kantonale IV-Stelle das Abklärungsverfahren er- neut auf. Sie informierte den Beschwerdeführer mit Mitteilung vom 19. Au- gust 2015, dass sie die Kosten für eine polydisziplinäre medizinische Un- tersuchung übernehmen werde. Hierbei erfolge die Wahl der Gutachter- stelle nach dem Zufallsprinzip (IV-act. 171). Mit Schreiben vom 12. Oktober 2015 teilte die kantonale IV-Stelle dem Beschwerdeführer mit, dass die Be- gutachtung durch das Ärztliche Begutachtungsinstitut (nachfolgend: ABI), C.______, in den Fachrichtungen Innere Medizin, Psychiatrie und Psycho- therapie, Urologie, Orthopädische Chirurgie sowie Traumatologie des Be- wegungsapparates, durchgeführt werde. Ihrem Schreiben legte sie die im Gutachten zu berücksichtigenden Standardindikatoren bei (IV -act. 175). Das hernach ergangene ABI-Gutachten datiert vom 22. Februar 2016 (IV-act. 179). Der regionale ärztliche Dienst (nachfolgend: RAD) beurteilte dieses in seiner Stellungnahme vom 7. M ärz 2016 als schlüssig (IV-act. 181). Mit Vorbescheid vom 20. April 2016 stellte die kantonale IV-Stelle dem Beschwerdeführer gestützt auf einen Invali ditätsgrad von 47 % die Gewährung einer Viertelsrente mit Wirkung ab dem 1. Juni 2012 in Aussicht (IV-act. 186). B.b Hiergegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 25. Mai 2016 Einwände bei der kantonalen IV-Stelle. Er beantragte, es seien dem psy- chiatrischen Teilgutachter des ABI, Dr. med. D._______, verschiedene Er- gänzungsfragen zu seiner Beurteilung zu stellen. Ausserdem kritisierte er, C-7187/2016 Seite 4 die kantonale IV-Stelle habe den von ihr vorgenommenen Abzug vom Ta- bellenlohn von 10 % lediglich mit den leidensbedingten Einschränkungen und dem reduzierten Bes chäftigungsgrad begründet, jedo ch weitere ein- kommensvermindernde Faktoren nicht berücksichtigt. Der Abzug sei in An- betracht der Umstände, dass der Beschwerdeführer als ausländischer Ar- beitnehmer lediglich eine unterdurchschnittliche Entlöhnung erhalte und er seit vielen Jahren keine berufliche Tätigkeit mehr ausgeübt habe, auf 20 %, mindestens jedoch auf 15 % zu erhöhen. Damit resultiere auch bei unver- änderter medizinischer Beurteilung ein Invaliditätsgrad von 50 %, der zum Bezug einer halben Invalidenrente berechtige (IV-act. 188). B.c Mit Stellungnahme vom 13. Juni 2016 erklärte der RAD, es spreche nichts dagegen, dem Gutachter die vom Beschwerdeführer formulierten Rückfragen zu unterbreiten. Die Rückfragen hätten indessen über das ABI zu laufen, nicht direkt über den Gutachter (IV-act. 191). Mit Schreiben vom 15. Juli 2016 stellte die Vorinstanz dem ABI die vom Beschwerdeführer for- mulierten Rückfragen (IV-act. 192), welche das ABI am 22. August 2016 beantwortete (IV-act. 194). Mit Schreiben vom 5. Oktober 2016 kündigte die kantonale IV-Stelle dem Beschwerdeführer an, sie werde eine dem Vor- bescheid vom 20. April 2016 entsprechende, anfechtbare Verfügung erlas- sen. Ebenfalls sandte sie dem Beschwerdeführer unaufgefordert sämtliche seit seinem letzten Akteneinsichtsgesuch ergangenen Akten zu (IV -act. 198). B.d Mit Verfügung vom 17. Oktober 2016 sprach die Vor instanz dem Be- schwerdeführer mit Wirkung ab dem 1. Juni 2012 eine ordentliche Viertels- rente zu. Zur Begründung führte sie – ergänzend zur Begründung des Vor- bescheids vom 20. April 2016 – aus, der RAD habe sich mit den vom Be- schwerdeführer vorgebrachten Argumenten auseinandersetzt und an sei- nen früheren Einschätzungen festgehalten (IV-act. 200). C. Die Verfügung vom 17. Oktober 2016 zog der Beschwerdeführer mit Be- schwerde vom 21. November 2016 weiter ans Bundesverwaltungsgericht mit den Anträgen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm mit Wirkung ab dem 1. Juni 2012 eine halbe Invalidenrente zuzuspre- chen. Zur Begründung macht er geltend, die kantonale IV-Stelle habe den Abzug vom Tabellenlohn in einer unzulässigen Ermessensausübung auf lediglich 10 % festgelegt. Vielmehr sei ein Abzug von 20 %, mindestens jedoch von 15 %, unter Berücksichtigung der übrigen lohnmindernden Fak- toren angemessen. Nur schon ein Abzug von 15 % vom Tabellenlohn habe C-7187/2016 Seite 5 einen Invaliditätsgrad von 50 % zur Folge, der zum Bezug einer halben Invalidenrente berechtige (BVGer-act. 1). D. Der mit Zwischenverfügung vom 23 . November 2016 beim Beschwerde- führer einverlangte Kostenvorschuss im Betrag von Fr. 800.– ging am 27. Dezember 2016 bei der Gerichtskasse des Bundesverwaltungsgerichts ein (BVGer-act. 2) E. In ihrer Vernehmlassung vom 14. Februar 2017 beantragt die Vorinstanz, die Beschwerde sei abzuweisen und die angefochtene Verfügung sei zu bestätigen. Zur Begründung verweist sie auf die bei der kantonalen IV-Stelle eingeholte Stellungnahme vom 6. Februar 2017. In jener führt die kantonale IV-Stelle aus, der vorgenommene Abzug vom Tabellenlohn sei in Anbetracht der Gesamtsituation festgelegt worden. Die vom Beschwer- deführer geltend gemachten Umstände rechtfertigten keinen höheren Ab- zug (BVGer-act. 9). F. Mit seiner Replik vom 24. April 2017 hält der Beschwerdeführer an seinen Rechtsbegehren gemäss seiner Beschwerde fest und bestreitet die Aus- führungen der kantonalen IV-Stelle (BVGer-act. 13). G. Mit Duplik vom 30. Mai 2017 hält die Vorinstanz ebenfalls an ihren Anträgen gemäss ihrer Vernehmlassung fest und verweist zur Begründung auf die erneut bei der kantonalen IV-Stelle eingeholte Stellungnahme vom 11. Mai 2017 (BVGer-act. 15). H. Mit Verfügung vom 7. Juni 2017 schloss das Bundesverwaltungsgericht den Schriftenwechsel ab (BVGer-act. 16). I. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird – soweit erforderlich und rechtserheblich – in den nachfolgenden Er- wägungen eingegangen. C-7187/2016 Seite 6 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Das Verfahren vor dem Bundesve rwaltungsgericht richtet sich nach den Vorschriften des VGG, des VwVG [vgl. auch Art. 37 VGG]) sowie des ATSG (SR 830.1; vgl. auch Art. 3 Bst. dbis VwVG). 1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be- schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern – wie im vorlie- genden Fall – keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Zu diesen gehört die IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. Art. 69 Abs. 1 Bst. b IVG [SR 831.20]). Das Bundesverwaltungsgericht ist somit zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 1.3 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzli chen Verfahren teilgenom- men; er ist als Adressat der angefochtenen Verfügung durch diese beson- ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb er zur Erhebung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG; siehe auch Art. 59 ATSG). 1.4 Nachdem auch der Kostenvorschuss rechtzeitig geleistet wurde, ist auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten (Art. 50 Abs. 1, Art. 52 Abs. 1 und Art. 63 Abs. 4 VwVG; siehe auch Art. 60 ATSG). 2. Gemäss Art . 40 Abs. 2 IVV (SR 831.201) ist bei Grenzgängern die IV-Stelle, in deren Tätigkeitsgebiet der Grenzgänger eine Erwerbstätigkeit ausübt, zur Entgegennahme und Prüfung der Anmeldung zuständig. Dies gilt auch für ehemalige Grenzgänger, sofern sie bei der An meldung ihren ordentlichen Wohnsitz noch in der benachbarten Grenzzone haben und der Gesundheitsschaden auf die Zeit ihrer Tätigkeit als Grenzgänger zurück- geht. Die Verfügungen werden von der IVSTA erlassen. Der Beschwerdeführer war zuletzt – bis zum ges undheitsbedingten Ab- bruch der beruflichen Tätigkeit – als Grenzgänger in C.______ angestellt und lebte, namentlich auch im Zeitpunkt der Anmeldung, in E.______ (Frankreich), wo er heute noch lebt. Unter diesen Umständen war die kan- tonale IV-Stelle für die Entgegennahme und Prüfung der Neuanmeldung und die IVSTA für den Erlass der angefochtenen Verfügung zuständig. C-7187/2016 Seite 7 3. Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstands des vor- liegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die Verfügung vom 17. Oktober 2016, mit welcher die Vorinstanz dem Be- schwerdeführers mit Wirkung ab dem 1. Juni 2012 eine Viertelsrente zu- gesprochen hat. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz habe den Abzug vom Tabellenlohn falsch bemessen, weshalb er Anspruch auf eine halbe Invali- denrente habe. Anfechtungsgegenstand und vom Bundesverwaltungsge- richt zu prüfen ist daher vorliegend die Frage, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine höhere als die zugesprochene Viertelsrente hat. Hinge- gen ist die vom Beschwerdeführer in Bezug auf den Bestand (und nicht die Höhe) nicht beanstandete Rentenzusprechung mit Wirkung ab dem 1. Juni 2012 nur zu überprüfen, wenn hierfür auf Grund der Vorbringen der Par- teien oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte ein hin- reichender Anlass besteht (BGE 125 V 413 E. 2c S. 417). 4. 4.1 Der Beschwerdeführer ist französischer Staatsangehöriger und wohnt in Frankreich, weshalb das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgeno ssenschaft ei- nerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihrer Mitgliedsstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) sowie die ge- mäss Anhang II des FZA anwendbaren Verordnungen (EG) des Europäi- schen Parlaments und des Rates Nr. 88 3/2004 vom 29. April 2004 sowie Nr. 987/2009 vom 16. September 2009, welche am 1. April 2012 die Ver- ordnungen (EWG) des Rates Nr. 1408/71 vom 14. Juni 1971 sowie Nr. 574/72 vom 21. März 1972 abgelöst haben, anwendbar sind. Gemäss Art. 8 Bst. a FZA werden d ie Systeme der sozialen Sicherheit koordiniert, um insbesondere die Gleichbehandlung aller Angehörigen der Vertrags- staaten zu gewährleisten. Soweit – wie vorliegend – weder das FZA und die gestützt darauf anwendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte ab- weichende Bestimmungen vorsehen noch allgemeine Rechtsgrundsätze dagegen sprechen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfahrens und die Prüfung des Rentenanspruchs alleine nach der schweizerischen Rechts- ordnung (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; Urteil des BGer 9 C_573/2012 vom 16. Januar 2013 E. 4 m. w. H.), was sich auch mit dem Inkrafttreten der oben erwähnten Verordnungen am 1. April 2012 nicht geändert hat (vgl. Urteil des BVGer C -3985/2012 vom 25. Febru ar 2013 E. 2.1). Demnach richtet sich die Beurteilung der vorliegend streitigen Fragen des Abzugs C-7187/2016 Seite 8 vom Tabellenlohn sowie der Berechnung der Rentenhöhe alleine nach schweizerischem Recht. 4.2 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass- gebend, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts- folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1), weshalb jene Vorschriften Anwendung finden, die spätestens beim Erlass der Verfügung vom 17. Oktober 2016 in Kraft standen; weiter aber auch Vorschriften, die zu jenem Zei tpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprü- che von Belang sind. 4.3 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit - sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung (hier: 17. Oktober 2016) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwal- tungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). Diese sind indessen soweit zu berücksichtigen, als sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzu- sammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung zu beeinflussen (vgl. Urteil des BGer 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.1). 5. 5.1 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (vgl. Art. 8 Abs. 1 ATSG) und beim Eintritt der Invalidität während mindestens drei Jahren Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleistet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG). Diese Voraussetzungen müssen kumulativ gegeben sein. Vorliegend hat der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Anmeldung wäh- rend deutlich mehr als drei Jahren in der Schweiz als Grenzgänger gear- beitet, womit die Voraussetzung hinsichtlich der Beitragszeiten eindeutig erfüllt ist. 5.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi- tät kann Folge von Geburtsgebrec hen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-C-7187/2016 Seite 9 lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu- mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil- weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge- sundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkei t, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbe- reich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 5.3 Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs . 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben- bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unte rbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 5.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person bei einer Invali- dität von mindestens 70 % Anspruch auf eine ganze Rente sowie bei einer Invalidität von mindestens 60 % Anspruch auf eine Dreiviertelsrente. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente sowie bei einem Invaliditätsgrad vo n mindestens 40 % auf eine Viertelsrente. Nach Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem In- validitätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, nur an Versicherte aus- gerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz habe n, soweit nicht zwischenstaatliche Vereinbarungen eine abweichende Regelung vorsehen. Das auf den Beschwerdeführer anwendbare FZA (vgl. E. 4.1) sieht diesbe- züglich eine Ausnahme vor. So können gestützt auf das FZA und seine Verordnungen – abweichend von Art. 29 Abs. 4 IVG – auch Viertelsrenten ins Ausland ausbezahlt werden, wenn der Begünstigte nicht in der Schweiz, sondern in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union wohnt (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.3). 5.5 Die IV-Stelle prüft die Begehren, nimmt die notwendig en Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG, Art. 57 Abs. 3 IVG, Art. 69 Abs. 2 IVV). Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV -Stellen zur Beurteilung der medizinischen C-7187/2016 Seite 10 Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen da- bei insbesondere die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben (Art. 59 Abs. 2bis IVG und Art. 49 Abs. 1 Satz 1 IVV). 5.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha- ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheitszu- stand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be- urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 m. w. H.). Die – arbeitsmedizinische – Aufgabe der Ärzte und Ärztinnen besteht darin, sich dazu zu äusser n, inwiefern die versicherte Person in ihren körperlichen oder geistigen Funk- tionen leidensbedingt eingeschränkt ist. Im Vordergrund stehen dabei vor allem jene Funktionen, welche für die nach der Lebenserfahrung im Vor- dergrund stehenden Arbeitsmöglichkeiten der versicherten Person wesent- lich sind (so etwa, ob diese sitzend oder stehend, im Freien oder in geheiz- ten Räumen arbeiten kann oder muss, ob sie Lasten heben und tragen kann). Die Frage, welche konkreten beruflichen Tätigkeiten auf Grund der medizinischen Angaben und unter Berücksichtigung der übrigen Fähigkei- ten der versicherten Person in Frage kommen, ist demgegenüber nicht von der Ärztin oder dem Arzt, sondern von der Verwaltung beziehungsweise von der Berufsberatung zu beantworten (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 457/04 vom 26. Oktob er 2004, in: SVR 2006 IV Nr. 10 E. 4.1 mit Verweis auf BGE 107 V 20 E. 2b). 5.7 Für das gesamte Verwaltungs - und Beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versi cherungsträ- ger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, das heisst ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet für das Gericht, dass es alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu p rüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander wider- sprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne C-7187/2016 Seite 11 das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa- rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a; 122 V 157 E. 1c). 5.8 Gleichwohl erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweiswürdigung in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten auf- zustellen (vgl. hierzu BGE 125 V 352 E. 3b; AHI 2001 S. 114 E. 3b; Urteil des BGer I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärzte, wel- che aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Be- funde zu schlüssigen Ergebnissen g elangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb, mit wei- teren Hinweisen). Ein Parteigutachten besitzt demgegenüber nicht den gleichen Rang wie ein vom Gericht oder vom Versicherungsträger nach dem vorgegebenen Verfahrensrecht eingeholtes Gutachten. Es verpflichtet indessen das Gericht, den von der Rechtsprechung aufgestellten Richtli- nien für die Beweiswürdigung folgend, zu prüfen, ob es in rechtserhebli- chen Fragen die Auffassung und Schlussfolgerungen des vom Gericht oder vom Versicherungsträger förmlich bestellten Gutachters derart zu erschüt- tern vermag, dass davon abzuweichen ist (vgl. BGE 125 V 351) oder zu- mindest weitere Abklärungen a ngezeigt sind (vgl. Urteil des BGer 8C_412/2013 vom 11. Dezember 2013 E. 4.2). Berichte der behandelnden Ärzte sind aufgrund deren auftragsrechtlicher Vertrauensstellung zum Pa- tienten mit Vorbehalt zu würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein praktizierenden Hausarzt wie auch für den behandelnden Spezialarzt (Urteil des BGer I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 mit Hin- weisen; vgl. aber das Urteil des BGer 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2). 5.9 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter- suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situ- ation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertinnen und Ex- perten begründet sind (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a und E. 3b/cc m. w. H.). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft des Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder C-7187/2016 Seite 12 in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder als Gutachten (vgl. dazu Urteil des BGer I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2, mit Hinweis auf BGE 125 V 352 E. 3a). 5.10 Nicht auf eigene Untersuchungen beruhende RAD -Berichte (Art. 49 Abs. 3 IVV) können beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vor- liegt und es im Wesentlichen um die Beurteilung eines an sich feststehen- den medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befas- sung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (vgl. Art. 59 Abs. 2bis IVG; Art. 49 Abs. 3 IVV; vgl. Urteil des BGer 9C_335/2015 vom 1. September 2015 E. 3.1). Ein förmlicher Anspruch auf eine versiche- rungsexterne Begutachtung besteht mithin nicht. Eine solche ist indes an- zuordnen, wenn auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen beste- hen. Ein externes, meist polydisziplinäres Gutachten ist namentlich einzu- holen, wenn der interdisziplinäre Charakter einer medizinischen Problem- lage dies gebietet, wenn der RAD nicht über die nötigen fachlichen Res- sourcen verfügt, sowie wenn zwischen RAD-Bericht und dem allgemeinen Tenor im medizinischen Dossier eine relevante Differenz besteht (vgl. BGE 137 V 210 E. 1.2.1; 135 V 465 E. 4.6). 6. 6.1 Wurde eine Rente auf der Basis eines früheren Leistungsbegehrens wegen eines zu geringen Invaliditätsgrad s verweigert, s o richtet sich die Prüfung eines neuen Leistungsgesuches grundsätzlich nach den Regeln der Rentenrevision (BGE 130 V 71 E. 3.1). Gemäss Art. 87 Abs. 3 IVV wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Verordnungsbestimmung erfüllt sind. Danach ist vom Versi- cherten im Gesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (Urteil des BGer I 556/02 vom 25. März 2003 und BGE 109 V 262 zu aArt. 87 Abs. 4 IVV). 6.2 Nach Eingang der Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur Prü- fung verpflichtet, ob die versicherte Person die genannte Veränderung glaubhaft dargelegt hat. Verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei hat sie unter anderem zu berücksichtigen, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, um dementsprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen zu stellen. Insofern steht ihr ein gewis- ser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektie- ren hat. Daher prüft das Gericht die Behandlung der Eintretensfrage durch C-7187/2016 Seite 13 die Verwaltung nur, wenn diese streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung gestützt auf Art. 87 Abs. 3 IVV Nichteintreten beschlossen hat, und die ver- sicherte Person deswegen Beschwerde führt; hingegen unterbleibt eine richterliche Beurteilung der Eintretensfrage, wenn die Verwaltung auf die Neuanmeldung eingetreten ist (Urteil des BGer I 888/05 vom 7. Juni 2006 E. 2; BGE 109 V 108 E. 2b, 109 V 262 E. 3; Urteil des BVGer C-2520/2006 vom 3. September 2007 E. 4.1). Mit Verfügung vom 17. Oktober 2016 ist die Vorinstanz auf das neue Leis- tungsgesuch des Beschwerdeführers vom 15. September 2011 eingetre- ten und hat dem Beschwerdeführer aufgrund einer Verschlechterung sei- nes Gesundheitszustands mit Wirkung ab dem 1. Juni 2012 eine Viertels- rente zugesprochen. Vom Bundesverwaltungsgericht ist damit aus- schliesslich die Frage zu prüfen, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine (höhere) schweizerische Invalidenrente hat ( vgl. E. 3). Ob die Vor - instanz zu Recht auf die Neuanmeldung des Beschwerdeführers vom 15. September 2011 eingetreten ist, hat das Bundesverwaltungsgericht demgegenüber nicht zu überprüfen. 6.3 Eine Änderung des Invaliditätsgra ds setzt stets auch eine Änderung der tatsächlichen Verhältnisse voraus. Ausgangspunkt zur Beurteilung die- ser Veränderung ist dabei der Sachverhalt im Zeitpunkt der letzten der ver- sicherten Person eröffneten rechtskräftigen Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachver- haltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens- vergleichs beruht (BGE 130 V 71 E. 3.2.3). Dieser Ausgangspunkt bestimmt sich vorliegend nach Massgabe der Ver- fügung vom 23. März 2011 (IV-act. 82), welche das Bundesverwaltungsge- richt mit Urteil B-2587/2011 vom 18. November 2013 (Beschwerdedossier B-2587/2011, act. 17; vgl. IV -act. 144) bestätigt hat. In dieser Verfügung vom 23. März 2011 hat die Vorinstanz das Leistungsbegehren d es Be- schwerdeführers, gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 0 %, abgewiesen. Gemäss dem orthopädischen Gutachten von Dr. med. F.______ vom 17. November 2005 fanden sich beim Beschwerdeführer im Ausgangszeit- punkt in somatischer Hinsicht die Diagnosen von chronisch persistierenden Lumbalgien (ICD -10 M54.5) mit degenerativen Diskopathien im Bereich L4/5 und L5/S1 sowie diskreten medianen Diskusprotrusionen (degenera- tiver Art) im Bereich L4/5 und L5/S1 . Trotz dieser Beschwerden war der Beschwerdeführer gemäss Dr. med. F.______ in seiner bisher ausgeübten C-7187/2016 Seite 14 beruflichen Tätigkeit nicht eingeschränkt (IV-Akt. 28). Gemäss dem psychi- atrischen Gutachten von Dr. med. G.______ vom 23. Juni 2008 habe die beim Beschwerdeführer vorliegende Dysthymie eine Reduktion der Ar- beitsfähigkeit in einer den somatischen Leiden angepassten Tätigkeit von 10 % zur Folge. Die beim Beschwerdeführer ebenfalls vorliegende soma- toforme Schmerzstörung habe demgegenüber mangels einer erheblichen psychischen Komorbidität keine Ausw irkung auf die Arbeitsfähigkeit (IV-Akt. 54). 6.4 Diesem Ausgangszeitpunkt ist als aktuellen Referenzzeitpunkt der Zeit- punkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung, das heisst der 17. Ok- tober 2016, gegenüberzustellen. 6.5 Zu prüfen ist daher nachfolgend, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im aktuellen Referenzzeitpunkt vom 17. Oktober 2016 im Vergleich zum Ausgangspunkt vom 23. März 2011 in einer rentenerheb- lichen Weise verschlechtert hat. 7. 7.1 In der angefochtenen Verfügung vom 17. Oktober 2016 stützte sich die Vorinstanz hauptsächlich auf das von der kantonalen IV -Stelle eingeholte ABI-Gutachten vom 22. Februar 2016 (IV-act. 179). Hiernach bestehen beim Beschwerdeführer die nachfolgenden Diagnosen mit einer Auswir- kung auf die Arbeitsfähigkeit:  leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0);  chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom ohne klar fass- bare radiukuläre Symptomatik (ICD-10 M54.5), o radiologisch Osteochondrose und Diskopathie LWK 4/5 und SWK 1 (MRI vom 24. November 2006 und Röntgen vom 16. Dezember 2015), o klinisch deutlich eingeschränkte Beweglichkeit;  chronische Schulterbeschwerden der dominanten rechten Schulter (ICD-10 T92.1 [Folgen einer Fraktur des Armes] / M19.1 [posttrau- matische Arthrose sonstiger Gelenke] / Z98.8 [sonstige näher be- zeichnete Zustände nach chirurgischen Eingriffen]), o anamnestisch Status nach operativ behandelter, im Jugend- alter aufgetretener ossärer Läsion im Rahmen eines Sport- unfalles, C-7187/2016 Seite 15 o radiologisch beginnende Omarthrose, subacrominale Spornbildung und mögliche Tendinitis calcarea (Röntgen vom 16. Dezember 2015), o klinisch bis auf erheblich verminderte Innenrotation kein hö- hergradiges funktionelles Defizit;  postoperative Belastungsinkontinenz Grad III (ICD-10 N39.3), o Status nach laparoskopischer radikaler Prostataektomie wegen Prostatakarzinom (ICD-10 C61) von Oktober 2011, o Status nach Prostatastanzbiopsie mit Nachweis eines Pros- tatakarzinoms Gleason 3+3 (Juli 2011). Keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten die Diagnosen:  Adipositas, BMI 30 kg/m2 (ICD-10 E66.0);  Verdacht auf arterielle Hypertonie;  Status nach tiefer Venenthrombose des linken Unterschenkels von März 2011; o postthrombotisches Syndrom links (ICD-10 I80.2), o orale Antikoagulation;  leichte Niereninsuffizienz unklarer Ätiologie KDIGO Stadium I (ICD-10 N18.1), o Differentialdiagnose: Nephroangiosklerose;  anamnestisch Status nach Meniskusoperation des linken Knies vor 20 Jahren (ICD-10 Z98.8). Die in psychischer Hinsicht beim Beschwerdeführer vorliegende leichte de- pressive Episode schränke dessen Arbeitsfähigkeit zu 10 % ein. Aufgrund der aus orthopädischer Sicht erhobenen Befunde und gestellten Diagno- sen seien dem Beschwerdeführer körperlich sc hwere und mittelschwere Tätigkeiten, insbesondere die von ihm früher ausgeübte Tätigkeit als La- germitarbeiter, bleibend nicht mehr zu zumuten. Dasselbe gelte für über- wiegend stehende und gehende Tätigkeiten. In einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit, ohne wiederholtes Heben und Tragen von Lasten über 10 Kilogramm sowie ohne wiederholten Einsatz der rechten oberen Extremität über Schulterniveau, bestehe eine uneingeschränkte Ar- beits- und Leistungsfähigkeit von 100 %. Aus urologischer Sicht seien dem C-7187/2016 Seite 16 Beschwerdeführer infolge der Belastungsinsuffizienz körperlich schwere und anhaltend mittelschwere Tätigkeiten – und somit auch die vom Be- schwerdeführer zuletzt ausgeübte Tätigkeit – bleibend nicht mehr zuzumu- ten. In einer körperlich leichten, adaptierten Tätigkeit bestehe eine Ein- schränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 %. Toilettenanlagen sollten an ei- nem entsprechenden Arbeitsplatz direkt zugänglich sein. Infolge des er- höhten Pausenbedarfs aus urologischer Sicht und des zusätzlich reduzier- ten Rendements aus psychiatrischer Sicht ergänzten sich die Einschrän- kungen aus psychiatrischer und urologischer Hinsicht nicht, sondern ver- hielten sich additiv zueinander. Insgesamt bestehe daher in einer körper- lich leichten, adaptierten Tätigkeit eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 70 %, welche vollschichtig realisierbar sei. Die volle Arbeitsunfähigkeit für körperlich schwere und mittelschwere Tätigkeiten sowie die Einschränkung von 10 % für körperlich adaptie rte Tätigkeiten infolge der psychiatrischen Problematik bestünden seit dem 17. November 2005. Ab Operationsdatum des Prostatakarzinoms bis längstens Ende Januar 2012 sei von einer voll- ständigen Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeiten auszugehen. Ab Ende Januar 2012 gelte anschliessend die Arbeitsfähigkeit von 70 % in einer an- gepassten beruflichen Tätigkeit. Die Prognose für eine Reintegration in den Arbeitsprozess sei aufgrund der ausgeprägten subjektiven Krankheitsüber- zeugung sowie des fortgeschrittenen Alters des Beschwerdeführers als un- günstig zu bezeichnen (IV-act. 179). Mit der ergänzenden Stellungnahme vom 22. August 2016 beantwortete das ABI die Rückfragen der kantonalen IV -Stelle dahingehend, dass der behandelnde Psychiater in den Attesten vom 21. Januar 2014 und vom 24. Februar 2015 eine schwere depressive Episode diagnostiziert habe. Es sei im Rahmen der rezidivierenden depressiven Störung möglich, dass die depressive Episode damals schwerer gewesen sei. Indessen begründe dies im Verlauf keine höhergradige Arbeitsunfähigkeit. Diese sei im Verlauf gemittelt leichtgradig eingeschränkt, wie im Gutachten dargelegt (IV-act. 194). 7.2 In der Stellungnahme vom 7. März 2016 folgerte Dr. med. H.______, Facharzt für Allgemeinmedizin des RAD, es könne auf das ABI-Gutachten abgestellt werden. Die Standardindikatoren seien darin summarisch ge- prüft worden. Die im Gutachten festgestellte Arbeitsfähigkeit sei auch nach Prüfung der Standardindikatoren vollumfänglich nachvollziehbar. Ebenfalls könne der additive Eff ekt der psychischen und somatischen Arbeitsunfä- higkeit nachvollzogen werden. Vorübergehend habe daher vom 7. Oktober 2011 bis zum 31. Januar 2012 eine perioperative volle Arbeitsunfähigkeit C-7187/2016 Seite 17 bestanden. Ab Februar 2012 habe die Arbeitsunfähigkeit 30 % betrag en (IV-act. 181). In seiner Stellungnahme vom 7. September 2016 hielt RAD- Arzt Dr. med. H.______ auch nach Eingang der ergänzenden Stellung- nahme des ABI vom 22. August 2016 an der zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 70 % seit Juni 2012 fest (IV-act. 196). Auch RAD-Psychiater Dr. med. I.______ empfahl in der Stellungnahme vom 4. Oktober 2016 weiterhin, auf das umfassende und plausible polydisziplinäre Gutachten des ABI von März 2016 abzustellen (IV-act. 197). 7.3 Vorliegend besteht kein Grund, von den Sc hlussfolgerungen der ABI- Gutachter sowie des RAD in Bezug auf die Arbeitsunfähigkeit des Be- schwerdeführers abzuweichen, zumal der Beschwerdeführer diese im vor- liegenden Verfahren nicht in Frage gestellt hat (vgl. hierzu vorange hend E. 3 Abs. 2). Damit steht für das Bundesverwaltungsgericht fest, dass der Beschwerdeführer seit Februar 2012 in einer an seine somatischen Be- schwerden angepassten beruflichen Tätigkeit zu 70 % arbeitsfähig ist. 8. Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde ans Bundesverwal- tungsgericht geltend, die Vorinstanz habe ihr Ermessen verletzt, indem sie den Abzug vom Tabellenlohn auf lediglich 10 %, statt auf mindestens 15 bis 20 %, festgelegt habe. 8.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkom- men, das die versicher te Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede- rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie- hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; Art. 28a Abs. 1 IVG i. V. m. Art. 16 ATSG). 8.2 Das Valideneinkommen ist dasjenige Einkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist gemäss der Recht- sprechung entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frü- hestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde (und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte). Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwick- lung angepassten Verdienst angeknüpft (BGE 135 V 58 E. 3.1 m. w. H.). C-7187/2016 Seite 18 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich- erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person kon- kret steht. Es ist für die Invaliditätsbemessung jedoch nicht entscheidend, ob ein Versicherter seine Restarbeitsfähigkeit erwerblich v erwertet, das heisst von der ihm verbliebenen Erwerbsfähigkeit Gebrauch macht; viel- mehr ist die Invalidität stets auf der Grundlage desjenigen Erwerbseinkom- mens zu bemessen, das der Versicherte durch eine ihm zumutbare Tätig- keit erzielen könnte (siehe MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bun- desgerichts zum IVG, 3. Aufl., 2014, Rz. 78 f. zu Art. 28 a IVG). Ist kein tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil der Versicherte nach Eintritt des Ge sundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihm an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so sind nach der Rechtsprechung grundsätzlich die gesamtschweizerischen Tabellenlöhne gemäss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (nach- folgend: LSE) heranzuziehen (vgl. BGE 126 V 75 E. 3b/bb m. w. H., Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 75/03 vom 12. Oktober 2006 E. 4.1). 8.3 Als massgebenden Zeitpunkt ist auf den allfälligen Rentenanspruchs- beginn abzustellen, wobei rentenwirksame Änderungen der Vergleichsein- kommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4.1 f.). Entscheidend ist, dass die beiden Vergleichseinkommen auf zeitidentischer Grundlage erhoben werden (siehe MEYER/REICHMUTH, ebd., Rz. 31 zu Art. 28a IVG). 8.4 Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Perso- nen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitstätigkeiten behindert sind, im Ver- gleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitneh- mern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unter- durchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 124 V 321 E. 3b bb; MEYER/REICHMUTH, ebd., Rz. 100 ff. zu Art. 28a IVG). 8.4.1 Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzuset- zen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab. Hierbei sind alle Einschränkungen – soweit zusätzlich zur medizinisch attestierten Arbeitsunfähigkeit vorhanden – ab- zugsrechtlich erheblich, welche die versicherte Person bei der A usübung der Verweisungstätigkeiten zusätzlich behindern, und folglich der Abgel- tung mit einem Abzug grundsätzlich zugänglich. Diese Prüfweise kommt C-7187/2016 Seite 19 auch hinsichtlich der weiteren in Betracht fallenden einkommensbeeinflus- senden Merkmale zur Anwendung, das heisst des Lebensalters, der An- zahl Dienstjahre, der Aufenthaltskategorie und des Beschäftigungsgrads (MEYER/REICHMUTH, ebd., Rz. 102 zu Art. 28a IVG). 8.4.2 Ein Abzug soll nicht automatisch erfolgen, son dern dann, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Versicherte wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale seine gesundheitlich bedingte (Rest -)Ar- beitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnitt- lichem erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 126 V 75 E. 5b.aa) . Es rechtfertigt sich jedoch nicht, für jedes zur Anwendung gelangende Merk- mal separat quantifizierte Abzüge vorzunehmen und diese zusammenzu- zählen, da damit Wechselwirkungen ausgeblendet werden. Vielmehr ist der Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem E rmessen gesamthaft zu schätzen (BGE 126 V 75 E. 5b.bb; MEYER/REICHMUTH, ebd., Rz. 103 zu Art. 28a IVG). Insgesamt ist der Abzug auf höchstens 25 % zu begrenzen (BGE 126 V 75 E. 5b.cc). Andererseits sollte er – weil insoweit nicht mehr materialisier- und (gericht- lich) überprüfbar – nicht unter 10 % zu liegen kommen (siehe MEYER/REICHMUTH, ebd., Rz. 104 zu Art. 28a IVG). 8.4.3 Hinsichtlich der Festlegung des Abzugs vom Tabellenlohn darf das Bundesverwaltungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen. Es muss sich hierzu auf Gege- benheiten stützen können, welche seine abweichende Ermessensaus- übung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 134 V 322 E. 5.3, 132 V 393 E. 3.3). 8.5 In dem im Vorbescheid vom 20. April 2016 wiedergegebenen Einkom- mensvergleich ermittelte die kantonale IV-Stelle einen Invaliditätsgrad von 47 %, wobei sie dem Valideneinkommen das Jahreseinkommen von Fr. 78‘000.– zugrunde legte, welches der Beschwerdeführer gemäss An- gaben der Coop Region Nordwestschweiz, C.______, im Jahr 2012 ver- dient hätte. Für das Invalideneinkommen nahm sie 70 % des um einen Leidensabzug von 10 % verringerten, auf die übliche Arbeitszeit und das Jahr umgerechneten Tabellenlohns der LSE 2012, Tabelle TA1, Total Män- ner, Kompetenzniveau 1 von Fr. 5‘210.–. Das Invalideneinkommen legte sie so auf Fr. 41‘062.– fest. Bei der Festlegung des Abzugs vom Tabellen-C-7187/2016 Seite 20 lohn berücksichtigte sie die leidensbedingten Einschränkungen des Be- schwerdeführers sowie dessen reduzierten Beschäftigungsgrad. Das Vor- liegen weiterer einkommensbeeinflussender Merkmale verneinte sie (IV- act. 186 S. 3). In der angefochtenen Verfügung bestätigte sie, dass sie we- gen der leidensbedingten Einschränkungen und dem reduzierten Beschäf- tigungsgrad einen Abzug von 10 % vorgenommen habe (IV-act. 200 S. 15). 8.6 Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde vom 21. November 2016 geltend, der von der kantonalen IV-Stelle berücksichtigte Abzug vom Tabellenlohn von 10 % sei zu tief. Gemäss LSE 2012 hätten Grenzgänger im Vergleich zu Schweizer Arbeitnehmenden durchschnittlich etwas mehr als 10 % weniger verdient. Zu berücksichtigen sei ebenfalls, dass der Be- schwerdeführer nun schon seit vielen Jahren keine berufliche Tätigkeit mehr ausübe und im Zeitpunkt des Verfügungserlas ses bereits 58 -jährig gewesen sei, was sich ebenfalls lohnmindernd auswirke. Der Abzug vom Tabellenlohn sei daher auf 20 %, jedoch mindestens auf 15 % zu erhöhen. Der von der kantonalen IV-Stelle vorgenommene Abzug von lediglich 10 % stelle eine unzulässig e Ermessensausübung dar, da er die übrigen lohn- mindernden Faktoren nicht berücksichtige. Der tiefe Abzug vom Tabellen- lohn sei auch nicht durch die Einstufung in das tiefste Anforderungsniveau gerechtfertigt (BVGer-act. 1). 8.6.1 Die kantonale IV-Stelle hält dem in ihrer Stellungnahme vom 6. Feb- ruar 2017 entgegen, die Vorinstanz habe in der Verfügung vom 20. Oktober 2016 (recte: 17. Oktober 2016) den Abzug vom Tabellenlohn ausdrücklich sowohl mit leidensbedingten Einschränkungen als auch dem nur noch möglichen Teilzeitpensum begründet. Aufgrund der Tabelle T12_b der LSE 2012 lasse sich nicht verallgemeinern, dass Grenzgänger unterdurch- schnittlich entlöhnt würden. Einfache und repetitive Tätigkeiten würden so- dann altersunabhängig und setzten diese keinen hohen Einarbeitungsauf- wand oder eine langjäh rige berufliche Erfahrung voraus . Die beim Be- schwerdeführer vorliegende funktionelle Einschränkung, wonach er keine Arbeiten über Schulterhöhe mehr ausführen könne, sei nicht als schwer- wiegend anzusehen. Die Einschränkungen in urologischer Hinsicht seien überdies von den Gutachtern bereits in der Bemessung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt worden. Indem der Beschwerdeführer beruflich als Teamlei- ter tätig gewesen sei, über ein Zertifikat als Landw irtschaftstechniker ver- füge sowie lange Jahre das Amt eines Bürgermeisters besetzt habe, sei er in der Lage, in einem gewissen Umfang administrative Aufgaben zu über- nehmen, was bei der Bemessung des Leidensabzugs berücksichtigt wer- den könne (Beilage zu BVGer-act. 9). C-7187/2016 Seite 21 8.6.2 In seiner Replik vom 24. April 2017 erwidert der Beschwerdeführer, die Begründung des Abzugs vom statistischen Lohn sei widersprüchlich, als die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung zuerst ausgeführt habe, der Abzug sei aufgrund der leide nsbedingten Einschränkungen und des reduzierten Beschäftigungsgrads angemessen und später darauf hinge- wiesen habe, dass der (ausschliesslich) leidensbedingte Abzug 10 % be- trage. Grenzgänger ohne Kaderfunktion verdienten gemäss der Tabelle T12_b der LSE 201 2 im Durchschnitt Fr. 5‘752.–, und damit weniger als Schweizer Männer ohne Kaderfunktion mit Fr. 6‘423.–. Damit läge entge- gen der Auffassung der kantonalen IV-Stelle ein Lohnunterschied zwischen beiden Gruppierungen vor. Vor Eintritt des Gesundheitsschadens habe der Beschwerdeführer eine Tätigkeit mit einer Kaderfunktion ausgeübt, wes- halb er auch als Grenzgänger mehr verdient habe. Nachdem die Ausbil- dung des Beschwerdeführers bereits Jahrzehnte zurückliege, gewähre ihm diese für eine neue Tätigkeit keinen Vorteil. Er sei in einer kleinen, franzö- sischen Gemeinde als Bürgermeister tätig gewesen und könne daher keine administrative Arbeiten in Deutsch erledigen. Ausserdem verfüge e r über keine Computerkenntnisse (BVGer-act. 13). 8.6.3 In der Stellungnahme vom 11. Mai 2017 erwidert die kantonale IV-Stelle, es habe sich bei der Antwort auf den Einwand um eine termino- logische Ungenauigkeit gehandelt. Statt des Begriffes „leidensbedingter Abzug“ hätte sie besser die Begriffe „Leidensabzug“ oder besser „Abzug“ verwendet. Sowohl dem Vorbescheid als auch der Verfügungsbegründung sei jedoch zu entnehmen, dass sie mit dem Abzug von 10 % die leidens- bedingten Einschränkungen und das nur noch mögliche Teilzeitpensum als berücksichtigt erachtet habe. Für die Gewährung eines Abzugs wegen der Grenzgänger-Eigenschaft sei entscheidend, ob ein Grenzgänger im Kom- petenzniveau 4 (recte: 1) gegenüber dem Tabellenlohn der LSE, Tabelle TA1, Total Männer, Kompetenzniveau 4 (recte: 1) im Durchschnitt wesent- lich weniger verdiene . Da die Tabelle TA12_b der LSE 2 012 nicht nach Kompetenzniveau sondern lediglich nach Funktion aufschlüssle, sei diese Frage gestützt auf die LSE 2012 nicht zu beantworten. Die Tabelle T12 der LSE 2010 dagegen schlüssle nach Kompetenzniveaus (recte: Anforde- rungsniveaus) und Aufenthaltsstatus auf. Hiernach liege indessen der Durchschnittslohn eines Grenzgängers im tiefsten Anforderungsniveau nicht wesentlich unter dem Durchschnittslohn sämtlicher männlicher Ar- beitnehmer. Dass der Beschwerdeführer in der Lage sei, einfachere Tätig- keiten administrativ-organisatorischer Natur zu übernehmen , falle lohner- höhend ins Gewicht (Beilage zu BVGer-act. 15). C-7187/2016 Seite 22 8.7 Aufgrund der vorliegenden Akten steht fest, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung (vgl. IV-act. 200 S. 15 oben) respektive die kan- tonale IV-Stelle im Vorbescheid vom 20. April 2016 (vgl. S. 186 S. 3) für den festgelegten Abzug vom Tabellenlohn von 10 % sowohl die leidensbe- dingten Einschränkungen als auch den reduzierten Beschäftigungsgrad des Beschwerdeführers berücksichtigt hat (vgl. vorangehend E. 8.5). Ent- gegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist der angefochtenen Ver- fügung nicht zu entnehmen, dass die Vorinstanz den Abzug lediglich mit den beim Beschwerdeführer vorliegenden leidensbedingten Einschränkun- gen begründet hätte. Vielmehr ist aus dem Kontext klar ersichtlich, dass diese den Begriff des „leidensbedingten Abzuges“ als Synonym für „Abzug vom Tabellenlohn“ verwendet hat (wie teilweise auch vor Bundesgericht gebräuchlich; vgl. z.B. Urteil des BGer 8C_253/2017 vom 29. Juni 2017 E. 4.3.2). 8.8 Nachdem der Beschwerdeführer seit Februar 2012 nur noch zu 70 % – und damit nurmehr in Teilzeit – in einer an seine in orthopädischer Hin- sicht bestehenden Einschränkungen angepassten Tätigkeit arbeiten kann und damit infolge der eingeschränkten Einsetzbarkeit aufgrund des im ABI- Gutachten umschriebenen medizinischen Anforderungs- und Belastungs- profil (einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit, ohne wie- derholtes Heben und Tragen von Lasten über 10 Kilogramm sowie ohne wiederholten Einsatz der rechten oberen Extremität über Schulterniveau ; vgl. hierzu: Urteil des BGer 8C_253/2017 vom 29. Juni 2017 E. 4.3.3) zu- sätzlich zum zeitlich zumutbaren Arbeitspensum qualitativ in seiner Arbeits- fähigkeit eingeschränkt ist (vgl. Urteil des BGer 8C_61/2018 vom 23. März 2018 E. 6.5), hat die kantonale IV-Stelle dem Beschwerdeführer zu Recht für diese beiden Kriterien einen Abzug vom Tabellenlohn gewährt. 8.9 Im vorliegenden Beschwerdeverfahren unbestritten sowie aktenkundig ist sodann, dass beim Beschwerdeführer darüber hinaus drei weitere be- sondere Umstände vorliegen, indem er im Zeitpunkt des Verfügungserlas- ses bereits 58-jährig war, seit dem 26. Juni 2011 (vgl. IV-act. 113 S. 5) und damit im Zeitpunkt des Verfügungserlasses seit über fünf Jahren nicht mehr gearbeitet hatte sowie während der Ausübung seiner beruflichen Tä- tigkeit in der Schweiz stets als Grenzgänger tätig gewesen ist. Hierbei han- delt es sich gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts um grund- sätzlich abzugsrechtlich erhebliche einkommensbeeinflussende Merkmale (E. 8.4.1). In der angefochtenen Verfügung führte die Vorinstanz (wie be- reits die kantonale IV -Stelle im Vorbescheid vom 20. April 2016 ) diesbe-C-7187/2016 Seite 23 züglich lediglich aus, es sei kein höherer Abzug gerechtfertigt, da die übri- gen einkommensbeeinflussenden Merkmale nicht vorhanden seien. Sie hat damit das Vorliegen der vorangehend aufgeführten Umstände explizit verneint. Erst in den im vorliegenden Beschwerdeverfahren eingegan ge- nen Stellungnahmen vom 6. Februar 2017 sowie vom 11. Mai 2017 aner- kannte die kantonale IV-Stelle implizit das Vorliegen der erwähnten Um- stände beim Beschwerdeführer, verneinte jedoch nachträglich, dass diese Kriterien einen höheren Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigten. Nachfol- gend sind die genannten Kriterien im Einzelnen zu prüfen. 8.9.1 In Bezug auf das fortgeschrittene Alter des Beschwerdeführers ist zu verweisen auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts, in der dieses teil- weise bereits ein fortgeschrittene s Alter ab 50 Jahren als abzugsrelevant eingestuft hat (vgl. z.B. Urteil des BGer 9C_334/2013 E. 3). In einem mit dem vorliegenden vergleichbaren Fall hat das Bundesgericht ausserdem das Alter von 59 Jahren als ein in erheblicher Weise erfülltes massgeben- des Kriterium für die Vornahme eines Abzugs vom Tabellenlohn bezeichnet (Urteil des BGer 9C_655/2012 vom 29. November 2012 E. 3 ). Dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung bereits 58 Jahre alt war, kann daher nicht als unerheblich für die Bemessung des Ab- zugs vom Tabellenlohn bezeichnet werden. Die kantonale IV -Stelle hätte dieses Kriterium deshalb bereits im vorinstanzlichen Verfahren bei der Durchführung des Einkommensvergleichs berücksichtigen müssen. 8.9.2 Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts nimmt sodann die Bedeutung fehlender Dienstjahre im privaten Sektor ab, je niedriger das Anforderungsprofil ist (Urteil des BGer 8C_238/2014 vom 1. Juni 2015 E. 6.3.2 m. w. H.; MEYER/REICHMUTH, ebd., Rz. 108 zu Art. 28a IVG). Damit ist der kantonalen IV-Stelle beizupflichten, dass es sich vorliegend bei der längeren Abwesenheit des Beschwerdeführers vom Arbeitsmarkt von im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung fünf Jahren und der damit einher- gehenden fehlenden Dienstjahre um kein einkommensbeeinflussendes Merkmal handelt, nachdem dem Beschwerdeführer im Rahmen der Ver- weisungstätigkeit nunmehr berufliche Tätigkeit im untersten Kompetenzni- veau zumutbar sind (vgl. Urteil des BGer 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.3). 8.9.3 In Bezug auf die Aufenthaltskategorie des Beschwerdeführers res- pektive seinen Status als Grenzgänger stellt der Beschwerdeführer auf die Tabelle T12_b der LSE 2012 , aufgeschlüsselt nach beruflicher Stellung, C-7187/2016 Seite 24 ab. Hiernach erzielten Schweizer Bürger (Männer) ohne Kaderfunktion ge- genüber Grenzgängern (Männer) ohne Kaderfunktion einen erheblich hö- heren Medianlohn . Die kantonale IV -Stelle kritisiert, dass diese Tabelle nicht nach Anforderungsniveau respektive Kompetenzniveau der einzel- nen Tätigkeiten unterscheide. Indessen ergibt auch die ältere Tabelle T12 der LSE 2010, welche nach sowohl Anforderungsniveau als auch Aufent- haltsstatus aufschlüsselt und auf welche die kantonale IV-Stelle verweist, dass der Medianlohn von Schweizer Bürgern (Männer) im tiefsten Anfor- derungsniveau 4 von Fr. 5‘238.– im Jahr 2010 noch erheblich über jenem von Grenzgängern (Männer) im selben Anforderungsniveau von Fr. 4‘767.– lag. Es handelte sich hierbei um eine Lohnreduktion zufolge Grenzgänger- status von immerhin 9 %. In der LSE 2012 wird diesbezüglich auf der Seite 13 ausgeführt, dass das Lohnniveau der ausländischen Arbeitskräfte ins- gesamt immer noch unter dem der Schweizer Arbeitnehmenden liege . Während sich in den Jahren 2008 bis 2012 das Medianlohnniveau der aus- ländischen Arbeitnehmenden (alle Aufenthaltsbewilligungskategorien zu- sammen) stärker als jenes der Schweizer Arbeitnehmenden erhöht habe, sei die Lohnzunahme der Grenzgängerinnen und Grenzgänger konstant (tief) verblieben. Unter diesen Umständen kann der kantonalen IV-Stelle nicht darin gefolgt werden, dass sich der Grenzgängerstatus des Beschwerdeführers mit Blick auf seine Verdienstaussichten in einer Verweisungstätigkeit nicht ein- kommensbeeinflussend auswirken soll. Vielm ehr hätte die kantonale IV-Stelle auch dieses Merkmal im vorinstanzlichen Verfahren bei der Durchführung des Einkommensvergleichs berücksichtigen müssen. 8.10 Nachdem beim Beschwerdeführer nach dem Gesagten immerhin vier abzugsrelevante Umstände (leidensbedingte Einschränkungen, nur noch mögliches Teilzeitpensum, fortgeschrittenes Alter von im Zeitpunkt der an- gefochtenen Verfügung 58 Jahren sowie Grenzgängerstatus) vorliegen, überzeugt es nicht, dass die kantonale IV -Stelle dem Beschwerdeführer insgesamt lediglich den Minimalabzug von 10 % (vgl. oben E. 8.4.1) ge- währt hat. Ausserdem hat die kantonale IV-Stelle bei der Vornahme des Einkommensvergleichs im vorinstanzlichen Verfahren die beiden vorlie- gend abzugsrelevanten Umstände des fortgeschrittenen Alters sowie des Grenzgängerstatus des Beschwerdeführers bei der Bemessung des Ab- zugs vom Tabellenlohn gänzlich unberücksichtigt gelassen. Damit hat sie ihr Ermessen eindeutig unterschritten respektive rechtsfehlerhaft ausgeübt (vgl. BGE 134 V 322 E. 5.3). Dies hat zur Folge, dass das Bundesverwal- tungsgericht den Abzug vom Tabellenlohn gesamthaft neu zu schätzen hat. C-7187/2016 Seite 25 Insbesondere ist hierbei nicht von dem von der kantonalen IV-Stelle vorge- nommenen Abzug auszugehen und diesen angemessen zu erhöhen ( vgl. Urteil des BGer 9C_728/2009 vom 21. September 2010 E. 4.1.1 letzter Satz). 8.11 Unter Würdigung der beim Beschwerdeführer insgesamt vorliegen- den abzugsrelevanten Umstände, das heisst seiner leidensbedingten Ein- schränkungen, des nur noch möglichen Teilzeitpensum s, seines fortge- schrittenen Alters von im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung 58 Jah- ren sowie seines Grenzgängerstatus, ist der Abzug vom Tabellenlohn nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen auf 15 % (vgl. E. 8.4.1). 9. Abschliessend ist der von der kantonalen IV -Stelle vorgenommene Ein- kommensvergleich zu überprüfen. 9.1 Für die Durchführung des Einkommensvergleichs ist a ls massgeben- den Zeitpunkt auf den allfälligen Rentenanspruchsbeginn abzustellen (E. 8.3). Gemäss Fragebogen für Arbeitgebende vom 13. November 2012 wurde der Beschwerdeführer seit dem 19. Juni 2011 zu 100 % kr ankge- schrieben (IV-act. 113 S. 5; vgl. Urteil des BVGer C-269/2014 vom 13. Ja- nuar 2015, Sachverhalt Bst. A). Das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG war damit vorliegend am 19. Juni 2012 abgelaufen. Mit seinem Leis- tungsgesuch vom 4. November 2004 hat sich der Beschwerdeführer recht- zeitig zum Rentenbezug angemeldet (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG). Damit ent- stand vorliegend ein Rentenanspruch frühestens am 1. Juni 2012 (vgl. Art. 29 Abs. 3 IVG; vgl. angefochtene Verfügung in IV-act. 200). Die kantonale IV-Stelle hat daher bei der Durchführung des Einkommensvergleichs zu Recht auf die Einkommensverhältnisse des Jahres 2012 abgestellt. 9.2 Des Weiteren ist den v orinstanzlichen Akten zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer nach Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin Coop Re- gion Nordwestschweiz, C.______, vom 14. März 2016 im Jahr 2012 als Teamleiter im vollen Pensum (das heisst in derselben Tätigkeit wie vor Ein- tritt des Gesundheitsschadens) ein Monatsgehalt von Fr. 6‘000.–, inkl. 13. Monatslohn, entsprechend ein Jahresgehalt von Fr. 78‘000.– erzielt hätte. Die kantonale IV-Stelle hat daher zu Recht auf dieses Einkommen als Valideneinkommen abgestellt. C-7187/2016 Seite 26 9.3 Seit Februar 2012 ist der Beschwerdeführer in einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit, ohne wiederholtes Heben und Tragen von Lasten über 10 Kilogramm sowie ohne wiederholten Einsatz der rechten oberen Extremität über Schulterniveau, zu 70 % arbeitsfähig. Die kanto- nale IV-Stelle hat daher für die Festlegung des Valideneinkommens zu Recht auf den Tabellenlohn der LSE 2012, Tabelle TA1, Total Männer, im tiefsten Kompetenzniveau 1, basierend auf 4 1/3 Wochen à 40 Arbeitsstun- den, im Betrag von Fr. 5‘210.– abgestellt. Dieser Tabellenlohn ist umzu- rechnen auf die im Jahr 2012 durchschnittliche betriebsübliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden (siehe Statistik der betriebsüblichen Arbeitszeit, abrufbar auf der Seite https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/arbeit-er- werb/erhebungen/bua.assetdetail.5287370.html; zuletzt abgerufen am 29. März 2019), womit ein Tabellenlohn von Fr. 5‘431.50 resultiert. Dies entspricht einem Jahreslohn von Fr. 65‘178.–. Hiervon abzuziehen ist der vorangehend vom Bundesverwaltungsgericht festgesetzte Abzug vom Ta- bellenlohn von 15 % (E. 8.14) , womit s ich das Jahreseinkommen auf Fr. 55‘401.30 reduziert. Nach Umrechnung auf das dem Beschwerdeführer zumutbare Arbeitspensum von 70 % resultiert damit ein Invalideneinkom- men von Fr. 38‘780.90. 9.4 Der Einkommensvergleich stellt sich somit wie folgt dar: Dem Validen- einkommen von Fr. 78‘000.– steht ein Invalideneinkommen v on Fr. 38‘780.90 gegenüber, woraus eine Erwerbseinbusse von 50.28 % re- sultiert. Dieses Ergebnis ist nach den mathematischen Rundungsregeln abzurunden auf einen Invaliditätsgrad von 50 % (BGE 130 V 121 E. 3). 9.5 Dieser Invaliditätsgrad berechtigt gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG zur Leis- tung einer halben Invalidenrente (E. 5.4). Die Beschwerde ist entsprechend gutzuheissen. Die angefochtene Verfügung vom 17. Oktober 2016 ist inso- fern abzuändern, als dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab dem 1. Juni 2012 eine halbe Rente bei einem Invaliditätsgrad von 50% zuzusprechen ist. 10. Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient- schädigung. 10.1 Gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG auferlegt das Bundesverwaltungsge- richt die Verfahrenskosten in der Regel der unterl iegenden Partei. Der Vorinstanz sind indessen keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Dem obsiegenden Beschwerdeführer sind ebenfalls keine C-7187/2016 Seite 27 Verfahrenskosten aufzuerlegen. Der gel eistete Kostenvorschuss von Fr. 800.– ist ihm entsprechend nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegen- den Urteils auf ein von ihm zu benennendes Konto zurückzuerstatten. 10.2 Der obsiegende, anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat An - spruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten der Verwa ltung (Art. 64 Abs. 1 VwVG i. V. m. Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht ([VGKE, SR 173.320.2]). Da er keine Kostennote eingereicht hat, ist die Entschädigung aufgrund der Akten festzusetzen (Art. 14 Abs . 2 Satz 2 VGKE). Unter Berücksichtigung des Verfahrensausgangs, des gebotenen und aktenkundigen Aufwands, der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Verfahrens sowie in Anbetracht der in vergleichbaren Fällen gesprochenen Entschädigungen ist eine Parteientschädigung von Fr. 1‘800.– (inkl. Auslagen) gerechtfertigt (Art. 9 Abs. 1 i. V. m. Art. 10 Abs. 2 VGKE). (Das Dispositiv folgt auf der nächsten Seite.) C-7187/2016 Seite 28 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. 2. Dem Beschwerdeführer wird in Abänderung der angefochtenen Verfügung vom 17. Oktober 2016 rückwirkend ab dem 1. Juni 2012 eine halbe Invali- denrente statt einer Viertelsrente zugesprochen. 3. Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. Der vom B eschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.– wird diesem nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 4. Dem Beschwerdeführer wird eine Parteientschädigung von Fr. 1‘800.– zu Lasten der Vorinstanz zugesprochen. 5. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Rückerstattungsformular) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Daniel Stufetti Marion Sutter C-7187/2016 Seite 29 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent- scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Par- tei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: