<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2024-04-04-5A_210-2024.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_210/2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 4. April 2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Herrmann, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Markus Leimbacher, </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Genugtuung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau, Zivilgericht, 1. Kammer, vom 21. Februar 2024 (ZVE.2023.54). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para">Mit Klage vom 20. Februar 2023 verlangte der Beschwerdeführer von der Beschwerdegegnerin eine Genugtuungsleistung von Fr. 30'000.--, dies sinngemäss mit der Begründung, das Schulpersonal behandle seinen Sohn nicht pfleglich und sabotiere diesen. Ferner verlangte er die unentgeltliche Rechtspflege. </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 9. Mai 2023 wies das Bezirksgericht Aarau das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ab und mit Verfügung vom 15. Mai 2023 verlangte es den Kostenvorschuss ein. </div> <div class="para">Ein Gesuch um Kostenerlass übermachte das Obergericht des Kantons Aargau am 24. Mai 2023 dem Bezirksgericht zur weiteren Prüfung. Sodann wies das Obergericht am 27. Juli 2023 mit zwei separaten Entscheiden die Beschwerde gegen die Verfügung vom 9. Mai 2023 (Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege) sowie das gegen die erstinstanzliche Richterin gestellte Ausstandsgesuch ab. </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 27. September 2023 setzte das Bezirksgericht dem Beschwerdeführer eine Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses, unter Hinweis auf die Säumnisfolgen bei Nichtleistung. Darauf stellte der Beschwerdeführer erneut ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege. </div> <div class="para">Mit Urteil vom 23. Oktober 2023 trat das Bezirksgericht auf die Klage, auf das Kostenerlassgesuch und auf das erneute Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nicht ein. </div> <div class="para">Die hiergegen erhobene Berufung wies das Obergericht mit Entscheid vom 21. Februar 2024 ab, soweit es darauf eintrat. Ferner wies es das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ab. </div> <div class="para">Mit Eingabe vom 28. März 2024 wendet sich der Beschwerdeführer an das Bundesgericht. Er verlangt die Aufhebung des obergerichtlichen Entscheides und die Verpflichtung der Beschwerdegegnerin zur Bezahlung von Schmerzensgeld sowie zur Übernahme aller Gerichtskosten. Ferner stellt er sinngemäss ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde hat eine Begründung zu enthalten, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>), was eine sachbezogene Auseinandersetzung mit dessen Erwägungen erfordert (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=21.03.2024&amp;to_date=09.04.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">BGE 140 III 115</a> E. 2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=21.03.2024&amp;to_date=09.04.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-364%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page364">142 III 364</a> E. 2.4). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Obergericht hat erwogen, dass mit dem erstinstanzlichen Urteil ein Nichteintretensentscheid angefochten sei und nur dieser Verfahrensgegenstand bilden könne. Insofern könne auf die Berufung insofern nicht eingegangen werden, als der Beschwerdeführer versuche, seinen materiellen Anspruch zu begründen, und er sich erneut über die Neutralität der Gerichtspräsidentin auslasse. Ferner sei die Kritik, das Bezirksgericht habe das Verfahren als vereinfacht geführt, obwohl es für ihn keine einfache Sache sei, unbegründet, weil sich die Verfahrensart (vorliegend: das vereinfachte Verfahren) nach der Höhe des Streitwertes und nicht nach der Komplexität der Angelegenheit richte. Soweit der Beschwerdeführer geltend mache, über kein Geld zu verfügen, setze er sich nicht mit den bezirksgerichtlichen Erwägungen auseinander, wonach sich die Verhältnisse seit dem beurteilten ersten Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nicht geändert hätten und die Klage im Übrigen aussichtslos sei. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Mit diesen Erwägungen setzt sich der Beschwerdeführer nicht in sachgerichteter Weise auseinander, wenn er sich über die angeblichen Vorfälle bei der Beschwerdegegnerin beklagt und behauptet, das Recht seines Sohnes auf gleichwertige Bildungschancen werde missbraucht, wenn er bemängelt, wegen des vereinfachten Verfahrens habe er keine Chance zur Stellung von Fragen gehabt, und soweit er die Gerichtspräsidentin als Lügnerin beschimpft. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb auf sie nicht eingetreten werden kann und der Präsident im vereinfachten Verfahren entscheidet (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Wie die vorstehenden Erwägungen zeigen, konnte der Beschwerde von Anfang an kein Erfolg beschieden sein, weshalb es an den materiellen Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege fehlt (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>) und das entsprechende Gesuch abzuweisen ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Zivilgericht, 1. Kammer, mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 4. April 2024 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Herrmann </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>