<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00038</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105627&amp;W10_KEY=13013580&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00038</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 13.07.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Jugendhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Jugendhilfe: Kleinkinder-Betreuungsbeiträge: Streitwertberechnung (E. 1a). Grundlagen für die Ausrichtung von Kleinkinder-Betreuungsbeiträgen (E. 2a). Kriterium des zu erfüllenden Arbeitspensums: Unklar, ob das geforderte Pensum von 100 % durch die Eltern tatsächlich erreicht wird oder nicht (E. 2b). Kriterium der Einkommens- und Vermögensverhältnisse: Gestundete Mietzinse sind als Lebenshaltungskosten anzuerkennen (E. 2c); als Einkommen ist das aktuelle, während der Leistungsphase tatsächlich anfallende Einkommen massgeblich (E. 2d); die plötzliche Verminderung des Vermögens, welche die Leistungen überhaupt erst auslöste, ist nicht nachvollziehbar und unter dem Aspekt des Rechtsmissbrauchs zu würdigen (E. 2e). - Rückweisung an die Vorinstanz zur Ergänzung des Sachverhalts. Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands erfüllt (E. 3a). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: JUGENDHILFE">JUGENDHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KLEINKINDERBETREUUNGSBEITRÃGE">KLEINKINDERBETREUUNGSBEITRÃGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SACHVERHALTSERMITTLUNG">SACHVERHALTSERMITTLUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 26b JugendhilfeG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Die Eheleute <b>A</b> sind beide selbstÃ¤ndig­erwerbend als Musikerin bzw. Geigen­bauer tÃ¤tig. Am 26. September 1996 kam die Tochter <b>C</b> zur Welt. Im Juli 1997 zog die Familie nach <b>X</b> zur Miete in ein Vierzimmer-Einfamilienhaus, welches der Mutter der Ehe­frau gehÃ¶rt. Am 28. Januar 1998 ersuchte das Ehepaar bei der AbklÃ¤rungs­stelle des Ju­gendsekretariats um KKBB fÃ¼r die Tochter. Die Angelegenheit zog sich hin. Am 2. No-vember 1998 wurde der Sohn <b>D </b>geboren. FÃ¼r ihn ging am 3. De-zember 1998 ein Antrag auf KKBB bei der AbklÃ¤rungsstelle ein. Diese gelangte mit Schreiben vom 2. Juli 1999 an die VormundschaftsbehÃ¶rde <b>X</b> und beantragte monat­liche KKBB von Fr. 1'277.- fÃ¼r <b>C</b> ab Anfang 1998 und von Fr. 1'602.- fÃ¼r <b>D</b> ab Geburt (vgl. in act. --). Am 19. Juli 1999 be­schloss die Vormundschaftsbe­hÃ¶rde, fÃ¼r die Tochter ab Januar bis und mit September 1998 monatliche KKBB von Fr. 185.- sowie fÃ¼r den Sohn ab Juni 1999 bis und mit No­vember 2000 solche von Fr. 510.- auszurichten, und zwar bei letzterem unter dem Vorbe­halt, dass sich keine VerÃ¤nderung in den fÃ¼r die erstere geprÃ¼ften VerhÃ¤ltnissen der Eltern ergeben habe, sowie vorbehÃ¤ltlich der RÃ¼ckforderung allenfalls zu viel bezahlter KKBB.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Hiergegen rekurrierten <b>A.1</b> sowie <b>A.2</b> am 26. Juli/ 3. August 1999 und bean­tragten Zusprechung von KKBB im Sinn des Jugendse­kretariats . Mit Beschluss vom 15. Dezember 1999 wies der Bezirksrat das Rechtsmittel ab, hob den Entscheid der Vor­mundschaftsbehÃ¶rde <b>X</b> aufsichtsrechtlich auf und stellte fest, dass kein Anspruch auf KKBB bestehe, unter Kostenfolge zu Lasten der Rekurrierenden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Am 20. Januar 2000 liessen <b>A.1</b> sowie <b>A.2</b> mit Beschwerde an das Verwal­tungsgericht gelangen und beantragen, es seien (1) der bezirks­rÃ¤tliche Beschluss vom 15. Dezember 1999 aufzuheben sowie (2) fÃ¼r <b>C</b> [sinngemÃ¤ss monatliche] KKBB von Fr. 1'277.- ab 1. Januar bis 30. September 1998 und fÃ¼r <b>D</b> sol­che von Fr. 1'602.- ab 2. November 1998 bis 30. November 2000 zuzusprechen, unter Ko­sten- und EntschÃ¤di­gungsfolgen zu Lasten der Gemeinde <b>X</b>. Zudem liessen sie um unentgeltliche Rechtspflege und Bestellung ihres Vertreters zum unentgeltlichen Rechts­beistand ersuchen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Vernehmlassung des Bezirksrats datiert vom 11. Februar 2000. In der Be­schwerdeantwort vom 21. Februar 2000 beantragte die VormundschaftsbehÃ¶rde <b>X</b>, es sei, soweit sie dazu Stellung nehmen kÃ¶nne, die Beschwerde abzuweisen, eventualiter das Ver­fahren zu neuer Entscheidung an den Bezirksrat zurÃ¼ckzuweisen, subeventualiter ihr Be­schluss vom 19. Juli 1999 zu bestÃ¤tigen; sollte das Verwaltungsgericht das Rechts­mittel aus GrÃ¼nden abweisen (recte gutheissen), die sich nicht aus den ihr einzig zugestell­ten Beschwerdebeilagen ergÃ¤ben, dÃ¼rfe sie weder zur Kostentragung noch zu einer Ent­schÃ¤di­gung verpflichtet werden; ferner sei das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und un­entgeltlichen Rechtsbeistand abzuweisen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 15. MÃ¤rz 2000 erhielten die BeschwerdefÃ¼hrenden Gelegenheit, dem Verwaltungsgericht eine vollstÃ¤ndige und belegte Aufstellung Ã¼ber ihr VermÃ¶gen per 1. Januar 1998 einzureichen, unter Einschluss der ihnen gegenÃ¼ber der Mutter der BeschwerdefÃ¼hrerin zustehenden Forderungen. Sie kamen dem binnen erstreck­ter Frist mit Eingabe vom 25. April 2000 nach. Am 23./24. Mai 2000 nÃ¼tzte die Beschwer­degegnerin die ihr mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 3. Mai 2000 eingerÃ¤umte MÃ¶glichkeit, sich dazu zu Ã¤ussern.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. a) Kraft § 38 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) behandelt das Verwaltungsgericht in Dreierbesetzung Angelegenheiten, deren Streitwert Fr. 20'000.- Ã¼bersteigt. Die BeschwerdefÃ¼hrenden verlangen fÃ¼r die Tochter 9 x Fr. 1'277.- = Fr. 11'493.- und fÃ¼r den Sohn 24,9666 x Fr. 1'602.- = Fr. 39'996.60, also insge­samt Fr. 51'489.60. Freilich erscheint es nach der Praxis der Abteilung als sachge­recht - namentlich im Bereich der Sozial- und Jugendhilfe fÃ¼r periodisch wiederkehrende Leistun­gen, bei denen zwar der einzelne Betrag feststeht, nicht aber die Dauer der Ent­richtung -, die massgebende Periode auf zwÃ¶lf Monate zu veranschlagen. Diese zeitliche BeschrÃ¤n­kung rechtfertige sich um so mehr, als § 36 lit. c der Verordnung vom 21. Oktober 1981 zum Jugendhilfegesetz (JHV) die zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden verpflichte, die Voraussetzungen der Bevorschussung von UnterhaltsbeitrÃ¤gen mindestens jÃ¤hrlich zu prÃ¼­fen. Eine ver­gleichbare Regelung finde sich in § 33 der Verordnung vom 21. Oktober 1981 zum Sozial­hilfegesetz, wonach die FÃ¼rsorgebehÃ¶rden alle hÃ¤ngigen HilfsfÃ¤lle min­destens jÃ¤hrlich Ã¼berprÃ¼fen mÃ¼ssten (RB 1998 Nr. 21). Der genannte minimale Kontroll­rhythmus gilt laut § 49i lit. c JHV auch fÃ¼r KKBB.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Wird fÃ¼r den Sohn nur ein Jahresbetreffnis eingesetzt (12 x Fr. 1'602.- = Fr. 19'224.-), so ergibt sich zusammen mit der Summe fÃ¼r die Tochter (Fr. 11'493.-) auf jeden Fall ein Streitwert Ã¼ber Fr. 20'000.-.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Die VormundschaftsbehÃ¶rde sprach den BeschwerdefÃ¼hrenden noch betragsmÃ¤s­sig geringe KKBB zu, die Vorinstanz dagegen verneinte die Berechtigung zum Bezug von KKBB. WÃ¤hrend aber die bezirksrÃ¤tliche E. 1 auf § 27 VRG hinwies, wonach die <i>Rekurs­</i>behÃ¶rde die angefochtene Anordnung auch zum Nachteil der Rekurrierenden abÃ¤ndern kann, hob Disp. Ziff. 2 den Beschluss der VormundschaftsbehÃ¶rde <i>aufsichtsrechtlich </i>auf. Ob die Vorinstanz insofern nun als Justiz- oder Verwaltungsorgan eingriff (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich. 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 89 f.), spielt freilich keine Rolle: Die Be­schwerde­fÃ¼hrenden als im Sinn von § 21 lit. a VRG zweifelsohne Betrof­fene sind in jedem Fall zur Anfechtung legitimiert (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 44 und § 41 N. 17).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. a) Eltern, die sich persÃ¶nlich der Pflege und Erziehung ihrer Kinder widmen wollen, dazu aber aus wirtschaftlichen GrÃ¼nden nicht in der Lage sind, gewÃ¤hren die Ge­meinden nach der Zweckvorschrift von § 26a JHG Kleinkinder-BetreuungsbeitrÃ¤ge. § 26b JHG verleiht hierauf Anspruch, wenn (a) die ErwerbstÃ¤tigkeit zusammen lebender Eltern mindestens ein volles und hÃ¶chstens anderthalb Arbeitspensen betrÃ¤gt, (b) die Betreuung durch Dritte gesamthaft zweieinhalb Tage in der Woche nicht Ã¼bersteigt, (c) der Antrag stellende Elternteil seit mindestens einem Jahr in einer zÃ¼rcherischen Gemeinde wohnt und (d) durch Verordnung bestimmte Einkommens- und VermÃ¶gensgrenzen nicht Ã¼berschritten werden. Die KKBB entsprechen der Differenz zwischen Lebensbedarf und anrechenbarem Einkommen; sie betragen monatlich maximal Fr. 2'000.- (§ 26c Abs. 1 SÃ¤tze 1 und 2 JHG). Ãber ihre Ausrichtung entscheidet normalerweise die VormundschaftsbehÃ¶rde (§ 26d JHG). Die AbklÃ¤rung obliegt in der Regel den Bezirksjugendsekretariaten als DurchfÃ¼h­rungsstellen (§ 26e Abs. 1 Satz 1 JHG). Zu Unrecht ausbezahlte KKBB werden zurÃ¼ckge­fordert (§ 26f Abs. 1 JHG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der Anspruch auf KKBB besteht erstmals im Monat, in welchem das Gesuch ein­ge­reicht wird und die Vorausssetzungen erfÃ¼llt sind, und erlischt am Ende des Monats, in dem eine der Voraussetzungen dahinfÃ¤llt; erfolgt die Anmeldung bei der DurchfÃ¼hrungs­stelle innerhalb von drei Monaten seit der Geburt des Kindes, werden die KKBB rÃ¼ckwir­kend ab diesem Zeitpunkt ausgerichtet (§ 49a Abs. 1 JHV). Sie werden bei erheblicher Ãnderung der Voraussetzungen neu festgelegt (§ 49a Abs. 4 JHV). Der Lebensbedarf setzt sich zusammen aus einem jÃ¤hrlichen Grundbetrag von Fr. 25'600.- fÃ¼r zusammen lebende Eltern, einem Zuschlag von Fr. 3'900.- fÃ¼r jedes weitere eigene, im gleichen Haushalt wohnende Kind sowie dem Mietzins einschliesslich Nebenkosten von hÃ¶chstens Fr. 13'100.- pro Jahr (§ 49b JHV). Zum anrechenbaren Einkommen zÃ¤hlen vor allem das AHV-pflichtige Nettoeinkommen aus Erwerb und die KapitalertrÃ¤gnisse, abzÃ¼glich insbe­sondere Berufsauslagen nach steuerrechtlichen Prinzipien; Studierende sind ErwerbstÃ¤tigen gleich gestellt (§ 49c Abs. 1 JHV). Die Anspruchsberechtigung entfÃ¤llt bei einem nach steuerrechtlichen Prinzipien errechneten ReinvermÃ¶gen von mehr als Fr. 35'000.- fÃ¼r zu­sammen lebende Eltern (§ 49d JHV). In begrÃ¼ndeten SonderfÃ¤llen lÃ¤sst sich von den Ver­ordnungsbestimmungen abweichen, namentlich wenn ausserordentliche finanzielle Ver­hÃ¤ltnisse (z. B. Ausbildungs- oder Krankheitskosten, illiquide VermÃ¶genswerte) vorliegen (§ 49e JHV). Mutter oder Vater mÃ¼ssen KKBB bei der DurchfÃ¼hrungsstelle beantragen und die fÃ¼r die AbklÃ¤rung notwendigen Angaben machen (§ 49g Abs. 1 und 2 JHV). Sie haben bei der Anmeldung beizubringen: (a) Schriftenempfangsschein; (b) Unterlagen zur Berechnung der Einkommens- und VermÃ¶gensverhÃ¤ltnisse gemÃ¤ss § 49c und 49d (Lohn­bescheinigung, SteuererklÃ¤rung, Steuerrechnung usw.); (c) Mietvertrag mit Belegen Ã¼ber die Nebenkosten (§ 49h JHV). Das Bezirksjugendsekretariat klÃ¤rt die Voraussetzungen fÃ¼r die Ausrichtung von KKBB ab und stellt der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde Antrag (§ 49i lit. a JHV).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Hier ausser Streit stehen insbesondere der genÃ¼gende Grad der Kinderselbstbetreu­ung und das ErfÃ¼llen des Wohnsitzerfordernisses durch die BeschwerdefÃ¼hrenden im Sinn von § 26b lit. b und c JHG. Die Kontroverse umfasst hinreichende Arbeitspensen gemÃ¤ss § 26b lit. a JHG (E. b), beim Lebensbedarf die Mietkosten (E. c) sowie das anrechenbare Einkommen der BeschwerdefÃ¼hrenden (E. d). Weitere Probleme bieten das VermÃ¶gen der BeschwerdefÃ¼hrenden (E. e) und deren Mitwirkungspflicht (nachfolgend passim). Dagegen hat die Beschwerdegegnerin schon in der Rekursantwort zu Recht anerkannt, dass den Be­schwerdefÃ¼hrenden fÃ¼r ihren Sohn allfÃ¤llige KKBB bereits ab dessen Geburt zustÃ¤nden (act. -- der BegrÃ¼ndung; vgl. auch act.-- und act. --, je mit Hinwei­sen, sowie act. --).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Die Vorinstanz erwog (E. 6), das in der SteuererklÃ¤rung 1999 angegebene Netto­einkommen von Fr. 26'191.- (act. --) schliesse aus, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden zusam­men das erforderliche Minimal-Arbeitspensum von Ã¼ber 100 % leisteten, nÃ¤mlich angeb­lich ein solches von 120 % (vgl. in act. --). Auf einen BeschÃ¤ftigungsgrad von 100 % um­gerechnete GehÃ¤lter von bloss Fr. 21'825.- pro Jahr bzw. Fr. 1'818.- pro Monat erhielten in der Schweiz nicht einmal mehr unqualifizierte HilfskrÃ¤fte.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BeschwerdefÃ¼hrenden rÃ¼gen zutreffend, die Vorinstanz habe ihnen diesbezÃ¼g­lich das rechtliche GehÃ¶r verweigert (act. --). Dieser Mangel kann im vorliegenden Be­schwerdeverfahren nicht geheilt werden. Denn insbesondere ist hier die Kognition gegen­Ã¼ber dem Rekursverfahren im Allgemeinen eingeschrÃ¤nkter (vgl. dazu KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 8 N. 48 ff.). FÃ¼r eine RÃ¼ckweisung spricht jedenfalls, dass die von der Beschwerdegegne­rin angezweifelten AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrenden zu deren BeschÃ¤ftigungsgrad (vgl. act. -- und act. --, auch zum Folgenden; ferner S. 1 der vorinstanzlichen Vernehmlas­sung) das Verwaltungsgericht zwÃ¤nge, Teile der vom Bezirksrat versÃ¤umten AbklÃ¤rungen nachzuholen. Damit wird auch gleich gesagt, dass der von Amts wegen zu berÃ¼cksichti­gende Beschwerdegrund ungenÃ¼gender Feststellung des Sachverhalts im Sinn von § 51 VRG gegeben ist. Im Ãbrigen gilt die Missachtung des rechtlichen Ge­hÃ¶rs als ebenso von Amts wegen zu ahndende Verletzung einer wesentlichen Verfahrens­vorschrift im Sinn von § 50 Abs. 2 lit. d VRG (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 100 ff., § 51 N. 5).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Was die BeschwerdefÃ¼hrenden zum Ausmass ihrer BerufstÃ¤tigkeit vorbringen, wirkt nicht unglaubhaft (vgl. auch act--). Rechnet man ihren gemeinsamen Arbeitstag von 07.00 bis 20.00 Uhr bei einer Sechstagewoche und vier Wochen Ferien richtig zu <i>drei­zehn</i> Stunden, resultieren fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer schon vor der Geburt des zweiten Kin­des <i>2'294</i> Arbeitsstunden pro Jahr:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Arbeitstage pro Jahr:</p> <p class="Einzug1">52 Wochen minus 4 Ferien-Wochen = 48 Arbeitswochen Ã 6 Tage = 288 Tage</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Arbeitsstunden (vgl. im Einzelnen act--):</p> <p class="Einzug1">288 Arbeitstage Ã 13 h (07.00 bis 20.00 Uhr) 3'744 h</p> <p class="Einzug1">abzÃ¼glich Mittagessen (1 h) ./. 288 h</p> <p class="Einzug1"> Arbeitsstunden Ehefrau ./. 442 h</p> <p class="Einzug1"> Wegstunden Ehefrau ./. 144 h</p> <p class="Einzug1"> Ãbungsstunden Ehefrau ./. 576 h</p> <p class="Einzug1"> __________</p> <p class="Einzug1"> 2'294 h</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Dies entspricht tÃ¤glich fast acht Stunden bzw. - Ã¼bertragen auf eine FÃ¼nftagewo­che - mehr als neuneinhalb Stunden und jedenfalls bereits einem Pensum von Ã¼ber <i>100 </i>%. Die Beschwerdegegnerin fragt sich allerdings, ob es wegen der unstrittig noch mangelnden Berufserfahrung Ã¼berhaupt die gesamte Arbeitszeit des BeschwerdefÃ¼hrers zu berÃ¼cksich­tigen bzw. ob es ihm nicht ein hypothetisches Einkommen anzurechnen gelte. Auf den Verzicht, angeblich bessere VerdienstmÃ¶glichkeiten wahrzunehmen, kommt indes nichts an (VGr, 7. Mai 1998, VB.98.00068, E. 3 Abs. 2), namentlich auch angesichts dessen, dass die Verordnung ein Studium dem Erwerb gleich stellt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Sache ist daher in diesem Punkt gemÃ¤ss § 64 Abs. 1 VRG zu ergÃ¤nzender Un­tersuchung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen. Anderes gÃ¤lte nur, wenn sich die Beschwer­defÃ¼hrenden eine mangelhafte Mitwirkung vorwerfen lassen mÃ¼ssten (KÃ¶lz/ Bosshart/ RÃ¶hl, § 51 N. 4 und 6). Hierauf dÃ¼rfte die Beschwerdegegnerin mit den folgenden Bemer­kungen zielen: "Programme fÃ¼r Konzerte, an denen die BeschwerdefÃ¼hrerin mitgewirkt hat, sowie eine BegrÃ¼ndung fÃ¼r die unterschiedlichen SchÃ¼lerzahlen, insbesondere auch gegenÃ¼ber 1998, hÃ¤tten ihre Darstellung wohl bestÃ¤rkt... Im Ã¼brigen hat der Beschwerde­fÃ¼hrer nicht dargelegt, was er aus Vermietung und Verkauf von Geigen an Einkommen erzielt. Insofern ist seine Darstellung unvollstÃ¤ndig. Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer geltend macht, er dÃ¼rfe auf Kosten des Staates Ausbildung betreiben oder sein GeschÃ¤ft aufbauen, ... ist einerseits festzuhalten, dass er Ã¼ber den Zeitraum seiner Ausbildung bzw. deren Be­endigung keine Angaben macht". Hieraus lÃ¤sst sich jedoch nicht schliessen, die Beschwer­defÃ¼hrenden hÃ¤tten ihre Mitwirkungspflicht verletzt. Denn wer um die GewÃ¤hrung von KKBB nachsucht, hat nicht sÃ¤mtliche mÃ¶glicherweise interessierenden Angaben zu liefern; es obliegt vielmehr den zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden, die zur KlÃ¤rung der VerhÃ¤ltnisse nÃ¶tigen Informationen unter Fristansetzung und SÃ¤umnisandrohung einzufordern (RB 1998 Nr. 84).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Die BeschwerdefÃ¼hrenden schulden laut Vertrag vom 6. Juni 1997 eine Miete von jÃ¤hrlich Fr. 18'000.-, zahlbar in Monatsraten von Fr. 1'500.- (vgl. in act--). Am 2. Juli 1999 schrieb das Jugendsekretariat an die VormundschaftsbehÃ¶rde von <b>X</b>, der Zins sei bislang gestundet worden (act. --; vgl. auch act.-- vorn). Diese folgerte im Beschluss vom 19. Juli 1999 (E. 1c), entweder gehÃ¶re die Miete gar nicht zum Lebensbedarf oder die Mutter der BeschwerdefÃ¼hrerin verzichte Ã¼berhaupt hierauf. Im Rekurs prÃ¤zisierten die BeschwerdefÃ¼hrenden, sie hÃ¤tten 1995 und 1996 beim Umbau des Mietobjekts Leistungen erbracht. Deren Wert sei bei der HauseigentÃ¼merin zwecks Ver­rechnung mit dem Zins als Guthaben stehen geblieben, welches sich Ende 1997 auf Fr. 12'688.- belaufen habe; am 28. Januar 1998 hÃ¤tten sie noch Fr. 8'000.- als Mietzins eingezahlt, so dass der positive Saldo per Ende Februar 1999 weggeschmolzen sei (vgl. auch act. --. sowie -- und --). Ab diesem Zeitpunkt hÃ¤tten sie keine Miete mehr entrichtet, wÃ¤ren aber bald dazu wieder in der Lage wegen eines soeben abgeschlossenen grÃ¶sseren Auftrags. Mit Eingabe vom 8. Dezember 1999 (act. --) belegten sie dem Be­zirksrat eine Ãberweisung von Fr. 5'000.-, und zwar an die Vermieterin, wie sie behaupte­ten (act--). Die Vorinstanz erwog (E. 4; vgl. nunmehr auch S. 1 der Vernehmlas­sung), gestundete Mietzinsen qualifizierten sich als Schulden, deren Amortisation keine anrechenbaren Lebenshaltungskosten darstelle.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BeschwerdefÃ¼hrenden rÃ¼gen mit Grund, es verbiete sich, wegen Finanzknapp­heit gestundete laufende Mietzinsen nicht als Lebenshaltungskosten anzuerkennen. Zwar verschiebt eine Stundung die FÃ¤lligkeit einer Leistung (Peter Gauch/Walter Schluep/JÃ¶rg Schmid/Heinz Rey, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, 7. A., ZÃ¼­rich 1998, Nr. 3213). Das Ã¤ndert hier aber nichts daran, dass sich die Mietzinsen auf eine Periode beziehen, wo KKBB und deshalb der die Wohnkosten einschliessende Lebensbe­darf in Frage stehen. Auf KKBB wartende Schuldnerinnen und Schuldner von kulanten GlÃ¤ubigerinnen und GlÃ¤ubigern dÃ¼rfen nicht schlechter gestellt werden als solche von un­erbittlichen, die auf prompte Zahlung drÃ¤ngen. Das gilt es zu beachten, wenn es in der ge­genwÃ¤rtigen Sache doch noch auf die Anrechnung von Mietzinsen und deren prinzipielle Forderbarkeit ankommen sollte. Alsdann kann auch nicht lÃ¤nger offen bleiben, ob die Be­schwerdefÃ¼hrenden teilweise Monatsbetreffnisse entrichtet haben und bejahenden Falls wieviele (vgl. dazu auch Beschwerde S. 4 Mitte gegen Beschwerdeantwort S. 4 oben; fer­ner Rekursantwort Ziff. 4 f.). Mangels konkreter Aufforderungen unter Fristansetzung und SÃ¤umnisandrohung hÃ¤lt die Beschwerdegegnerin den BeschwerdefÃ¼hrenden in dieser Hin­sicht erneut zu Unrecht vor, gegen die Mitwirkungspflicht verstossen zu haben. Und sie irrt in der Meinung, durch die Gutschrift der EntschÃ¤digung fÃ¼r Mithilfe beim Umbau des Mietobjekts hÃ¤tten die BeschwerdefÃ¼hrenden in entsprechendem Mass den Zins vorausbe­zahlt, welcher sich bei den Lebenshaltungskosten folglich nicht berÃ¼cksichtigen lasse. Denn es geht abermals um aus eigenen Mitteln zu erbringende Mietleistungen fÃ¼r die kon­troverse Zeitspanne.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Nach Darstellung der BeschwerdefÃ¼hrenden entfÃ¤llt von der Miete ein Drittel auf das Geigenbau-Atelier. FÃ¼r das hier massgebliche Wohnen blieben jÃ¤hrlich Fr. 12'000.- zuzÃ¼glich Nebenkosten von ca. Fr. 2'000.-. Stimmt das, dÃ¼rften die BeschwerdefÃ¼hrenden die vollen Fr. 13'100.- gemÃ¤ss § 49b Abs. 2 JHV beanspruchen. Die Beschwerdegegnerin wendet freilich ein, die BeschwerdefÃ¼hrenden hÃ¤tten mÃ¶glicherweise durch die Hilfe beim Umbau des Mietobjekts einen Erwerbsausfall erlitten, den sie nun nicht durch KKBB wettmachen kÃ¶nnten. Dies trifft nicht zu: Der Umbau fand nÃ¤mlich 1995 und 1996 statt, berÃ¼hrt also den hier interessierenden Zeitraum Ã¼berhaupt nicht. Abgesehen davon liessen sich ja die BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼r ihre Arbeiten ein Entgelt gutschreiben, welches nach­her der Bezahlung von Mietzinsen diente. Deren niedrige HÃ¶he begrÃ¼ndet fÃ¼r die Be­schwerdegegnerin die Vermutung einer gemischten Schenkung (vgl. auch Rekursantwort Ziff. 5). Eine solche schadete jedoch den BeschwerdefÃ¼hrenden nicht, indem bloss ihrer (Schwieger-)Mutter ein hÃ¶heres Einkommen entginge und nicht sie auf ein solches ver­zichteten. Zumindest liegt eine abweichend zu behandelnde Sondersituation im Sinn von § 49e JHV einstweilen nicht auf der Hand. In diesem Zusammenhang stellt die Beschwer­degegnerin (act. -- und --) endlich eine FehlÃ¼berlegung zur - prinzipiell spÃ¤ter zu erÃ¶rtern­den - VermÃ¶gensentwicklung der BeschwerdefÃ¼hrenden an: NatÃ¼rlich musste sich das VermÃ¶gen, welches die Gutschriften fÃ¼r Leistungen beim Hausumbau mit umfasste (vgl. act. --), durch die Verrechnung von Mietzinsen vermindern; hingegen fand die Miete fÃ¼r das Atelier des BeschwerdefÃ¼hrers tatsÃ¤chlich bereits in dessen positivem Ge­schÃ¤ftser­gebnis BerÃ¼cksichtigung (vgl. act. --), weshalb das VermÃ¶gen insofern nicht abgenommen haben dÃ¼rfte.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) aa) Im vorinstanzlichen Entscheid ist der Lebensbedarf der BeschwerdefÃ¼hren­den wie folgt berechnet (E. 5.2 f.):</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><i>Zeitspanne vom 1. Januar 1998 bis 30. September 1999:</i></p> <p class="Einzug1">Grundbedarf fÃ¼r zusammen lebende Eltern mit Kind Fr. 25'600.-</p> <p class="Einzug1">Mietzins Fr. 13'100.-</p> <p class="Einzug1"> ______________</p> <p class="Einzug1">Anrechenbarer Lebensbedarf Fr. 38'700.-</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><i>Zeitspanne ab 2. November 1998 (Geburt des Sohnes <b>D</b>):</i></p> <p class="Einzug1">zusÃ¤tzlich Zuschlag fÃ¼r ein weiteres, im gleichen Haushalt</p> <p class="Einzug1">lebendes Kind Fr. 3'900.-</p> <p class="Einzug1"> ______________</p> <p class="Einzug1">Anrechenbarer Lebensbedarf Fr. 42'600.-</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Vorinstanz verneinte einen Anspruch auf KKBB, weil das anrechenbare Ein­kommen der BeschwerdefÃ¼hrenden mit insgesamt Fr. 54'500 hÃ¶her liege (BeschwerdefÃ¼h­rer: Fr. 35'700.- [act--], BeschwerdefÃ¼hrerin: Fr. 18'800.- [act. --]).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">bb) Die BeschwerdefÃ¼hrenden lassen ausfÃ¼hren, dass die beitragspflichtigen Ein­kommen fÃ¼r die Periode 1998/1999 bei den BeschwerdefÃ¼hrenden als SelbstÃ¤ndigerwer­benden auf den Einkommen von 1995/1996 beruhten. Massgeblich aber kÃ¶nnten nur die Einkommen im Zeitraum sein, fÃ¼r den KKBB beansprucht wÃ¼rden. Es sei daher auf die SteuererklÃ¤rung 1999 A abzustellen (vgl. dazu Beschwerdeantwort S. 4 Mitte und vorin­stanzliche Vernehmlassung S. 1).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">cc) § 49c Abs. 1 JHV stellt zwar ausdrÃ¼cklich auf das "AHV-pflichtige Nettoein­kommen" ab. Ausgehend vom Zweck der KKBB, den notwendigen Lebensunterhalt si­cherzustellen (§ 26c JHG), kann Nettoeinkommen nur ein Einkommen meinen, das tat­sÃ¤chlich zufliesst und zur Bestreitung der Lebenskosten dient. Nicht einzuschliessen sind demnach alle obligatorischen Abgaben, die das Einkommen schmÃ¤lern. Aus dem Charakter der KKBB folgt zudem, dass fÃ¼r ihre Festlegung - gleich wie bei der wirtschaftlichen Hilfe nach dem Sozialhilferecht - das aktuelle Einkommen und der aktuelle Bedarf den Aus­schlag geben sollen. Das gilt bei KKBB um so mehr, als sie den Berechtigten ermÃ¶glichen sollen, die Kinder selbst zu betreuen und deshalb das Arbeitspensum eventuell zu reduzie­ren. Bei SelbstÃ¤ndigerwerbenden werden die JahresbeitrÃ¤ge an die AHV auf Grund des reinen Erwerbseinkommens im zweit- und drittletzten Jahr vor der Beitragsperiode erhoben (Art. 22 Abs. 2 der Verordnung Ã¼ber die Alters- und Hinterlassenenversicherung vom 31. Oktober 1947 [AHVV]). Zur Kalkulierung der KKBB fÃ¼r SelbstÃ¤ndigerwerbende taugt das so ermittelte AHV-pflichtige Nettoeinkommen nicht. Auf SteuererklÃ¤rungen lÃ¤sst sich ebenso wenig abstÃ¼tzen, soweit sie nicht die Ermittlung des Einkommens (und des VermÃ¶­gens) im relevanten Zeitabschnitt erlauben. In diesem Fall hat darum die Ã¼ber die Aus­richtung von KKBB entscheidende BehÃ¶rde kraft § 7 Abs. 1 und 2 VRG das Einkommen der Antragstellenden unter deren Mitwirkung von Amts wegen selbst zu ermitteln. Sie muss hierbei von den in der Verordnung genannten Einkommensquellen ausgehen und die dort aufgefÃ¼hrten AbzÃ¼ge tÃ¤tigen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">dd) Lediglich fÃ¼r die hypothetische Ermittlung der EinkommensverhÃ¤ltnisse im Jahr 1998 sei im Folgenden auf die Deklaration der EinkÃ¼nfte in der SteuererklÃ¤rung 1999 A (act--) abgestellt. Abzuziehen sind die AHV-BeitrÃ¤ge sowie BeitrÃ¤ge an die frei­willige berufliche Vorsorge:</p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">EinkÃ¼nfte 1998 Fr. 26'429.-</p> <p class="Einzug1">abzÃ¼glich AHV-BeitrÃ¤ge (Fr. 842.60 + Fr. 922.20) ./. Fr. 1'764.80</p> <p class="Einzug1"> BeitrÃ¤ge an freiwillige berufliche Vorsorge ./. Fr. 1'064.-</p> <p class="Einzug1"> _________________</p> <p class="Einzug1"> Fr. 23'600.20</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Somit belaufen sich die monatlichen EinkÃ¼nfte im Jahr 1998, welche fÃ¼r die Beur­teilung des Anspruchs auf KKBB relevant sind, auf Fr. 1'966.70. Mangels quantitativer Angaben fÃ¼r die Jahre 1999 und 2000 kann von einer Weitergeltung der Zahlen von 1998 ausgegangen werden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">ee) Legt man die Angaben der BeschwerdefÃ¼hrenden zugrunde, so ergibt sich bei monatlichen EinkÃ¼nften von Fr. 1'966.70 (E. dd) und einem anrechenbaren monatlichen Lebensbedarf (E. aa) von Fr. 3'225.- (Zeitspanne 1. Januar 1998 bis 30. September 1999) bzw. Fr. 3'550.- (Zeitspanne ab 2. November 1999) ein KKBB-Anspruch von Fr. 1'258.30 bzw. Fr. 1'583.30.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">ff) Allerdings kommen aufgrund der vorhandenen Akten Zweifel auf, ob die unter E. dd dargestellte Berechnung tatsÃ¤chlich massgeblich sein kann. Stellt man nÃ¤mlich auf die von den BeschwerdefÃ¼hrenden nachgereichte Zusammenstellung der Gutschriften auf das Postcheckkonto und das ZKB-Privatkonto ab (act--), so folgen daraus folgende Ein­kommensverhÃ¤ltnisse:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Gutschriften PC- und ZKB-Konto Fr. 74'021.40</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">abzÃ¼glich <sup>*</sup> Berufsauslagen</p> <p class="Einzug1"> (Fr. 8'255.- + Fr. 11'211.-) ./. Fr. 19'466.-</p> <p class="Einzug1"> AHV-BeitrÃ¤ge (Fr. 842.60 + Fr. 922.20) ./. Fr. 1'764.80</p> <p class="Einzug1"> BeitrÃ¤ge an freiwillige berufliche Vorsorge ./. Fr. 1'064.-</p> <p class="Einzug1"> Schenkung an (Schwieger-)Mutter ./. Fr. 4'800.-</p> <p class="Einzug1"> __________________</p> <p class="Einzug1"> Fr. 46'962.60</p> <p class="Einzug1"><sup>* </sup>Angaben gemÃ¤ss SteuererklÃ¤rung 1999 A (act. --)</p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">gg) EinkÃ¼nfte in dieser HÃ¶he stehen von vornherein der Ausrichtung von KKBB entgegen (E. aa). ‑ Herkunft und Zahlungsgrund der aufgefÃ¼hrten Gutschriften sind aller­dings aus den Akten nicht hinreichend ersichtlich, und die BeschwerdefÃ¼hrenden wurden bislang auch nicht aufgefordert, sich dazu zu Ã¤ussern (vgl. act--). Deshalb erscheint der Sachverhalt auch in dieser Hinsicht als im Sinn von § 51 ungenÃ¼gend festge­stellt. Der vorinstanzliche Beschluss ist deshalb in diesem Punkt aufzuheben und die An­gelegenheit in Anwendung von § 64 Abs. 1 VRG zu ergÃ¤nzender Untersuchung unter Mit­wirkung der BeschwerdefÃ¼hrenden und zu neuem Entscheid an die RekursbehÃ¶rde zurÃ¼ck­zuweisen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">e) aa) Hinsichtlich des VermÃ¶gens zeigt die von den BeschwerdefÃ¼hrenden einge­reichte Dokumentation auf (act. --), dass dieses in den ersten fÃ¼nf Monaten des Jahres 1998 sich Ã¼ber der kritischen Grenze von Fr. 35'000.- bewegte und erst im Juni 1998 dar­unter sank, nÃ¤mlich auf Fr. 31'110.65, um sich dann bis Ende des Jahres kontinuierlich bis auf Fr. 18'201.45 zu vermindern. Der Umbruch im Juni 1998 hÃ¤tte selbst dann stattgefun­den, wenn man die Mietzinse fÃ¼r das Atelier des BeschwerdefÃ¼hrers im ersten Halbjahr 1998 von insgesamt Fr. 3'000.- hinzuzÃ¤hlte (vgl. oben E. c Abs. 3). Die Parteien gehen zu Recht einig darin, dass ein Anspruch auf KKBB fÃ¼r Januar bis Mai 1998 entfÃ¤llt (act. --). Insofern ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">bb) Schliesslich ist nach Auffassung der Beschwerdegegnerin nicht geklÃ¤rt, warum sich das VermÃ¶gen der BeschwerdefÃ¼hrenden im Jahr 1998 so schnell vermindert hat (act. --). Immerhin lÃ¤sst sich ihnen abermals nicht vorhalten, sie hÃ¤tten auf genÃ¼gende Auf­forderung hin geschwiegen. Es fragt sich, inwiefern es bei der Grenze von § 26b lit. d JHG und § 49d JHV auf ein hypothetisches VermÃ¶gen ankomme, das es wegen unstatthafter Verminderung des tatsÃ¤chlichen anzurechnen gÃ¤lte. Massgebender Aspekt muss hier das Verbot des Rechtsmissbrauchs bilden: Haben KKBB Beantragende etwa ihr VermÃ¶gen geschmÃ¤lert, um nachher Ã¶ffentliche Leistungen zu beziehen, darf das wohl bei der Kalku­lierung des VermÃ¶gens BerÃ¼cksichtigung finden; indes geht es kaum an, ihr (Finanz-)Ge­baren in jeder Weise darauf hin zu untersuchen, ob sie nicht (weitere) Einsparungen hÃ¤tten machen kÃ¶nnen. GegenwÃ¤rtig erheben sich einige Zweifel, welche die Vorinstanz auszu­rÃ¤umen versuchen mag. Die BeschwerdefÃ¼hrenden erklÃ¤rten nÃ¤mlich am 1. Oktober 1998, sehr bescheiden zu leben (act. --). Das vertrÃ¤gt sich schwer­lich mit dem von ihnen jetzt prÃ¤sentierten Datenmaterial. Nimmt man an, die in E. d/ff ge­nannt Summe von Fr. 46'962.60 stelle Nettoeinkommen dar, dem noch die Schenkung von Fr. 4'800.- aufzu­addieren wÃ¤re, und zÃ¤hlt man den VermÃ¶gensverlust von Fr. 21'987.70 hinzu (Fr. 40'189.15 minus Fr. 18'201.45; vgl. act. --), ergibt sich ein Jahresverbrauch von Fr. 73'750.30 bzw. - ohne die Wohnkosten von Fr. 14'000.- (vgl. oben E. c Abs. 3) - ein sol­cher von Fr. 59'750.30 oder monatlich von fast Fr. 5'000.-.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">cc) Die Beschwerdegegnerin fÃ¼hrt weiter aus (act. --), es sei nicht einzusehen, wes­halb die BeschwerdefÃ¼hrenden 1996 und im ersten Halbjahr 1997 (18 Monate) Miet­zinszahlungen in der HÃ¶he von insgesamt Fr. 9'000.- an die Mutter der BeschwerdefÃ¼hrerin geleistet hÃ¤tten (act. --). Der Vertrag Ã¼ber die Miete des Hauses bezeichne als Datum von dessen Antritt den 1. Juli 1997. Sollte hier wegen Eigenleistungen zusÃ¤tzlich ein redu­zierter Mietzins gewÃ¤hrt worden sein, wÃ¤re den BeschwerdefÃ¼hrenden wohl die Differenz zum normal geltenden Mietzins von Fr. 1'500.- monatlich im Sinn einer gemischten Schenkung an das VermÃ¶gen anzurechnen, womit sich dieses um Fr. 12'000.- pro Jahr vergrÃ¶sserte, was das Fehlen der Anspruchsberechtigung bewirkte. Nach bisher unbestrit­tener Darstellung der Beschwerde (S. 9) arbeitet der BeschwerdefÃ¼hrer jedoch seit Anfang 1996 am Wohnort, was diese Zahlungen hinreichend erklÃ¤rt, da der monatliche Betrag von Fr. 500.- der Miete fÃ¼r das Atelier entspricht.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. a) Laut § 16 VRG ist Privaten, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Be­gehren nicht als offenkundig aussichtslos erscheint, die Bezahlung von Verfahrenskosten zu erlassen (Abs. 1); Ã¼berdies haben jene Anspruch auf Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands, wenn sie ihre Rechte im Verfahren nicht selbst wahren kÃ¶nnen (Abs. 2).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Chancenlos war die Beschwerde im massgeblichen Zeitpunkt von deren Erhebung eindeutig nicht (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 13 und 31 ff., auch zum Folgenden). Dass die spÃ¤teren verwaltungsgerichtlichen AbklÃ¤rungen nunmehr eine Teilabweisung des Rechtsmittels zeitigen, Ã¤ndert daran nichts. Auch die Mittellosigkeit lÃ¤sst sich fÃ¼r die hier interessierenden Zwecke bejahen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 24 ff.), indem trotz aller aufgezeigter Bedenken einstweilen auch fÃ¼r das laufende Jahr KKBB-AnsprÃ¼che der BeschwerdefÃ¼hrenden in Aussicht stehen (vgl. vorn E. d/ee) und deren gegenwÃ¤rtiges VermÃ¶gen jedenfalls die Grenze einer Notreserve nicht zu Ã¼berschreiten scheint (vgl. Be­schwerde S. 6 und 12 in Verbindung mit act. --). Endlich eignet der Sache fÃ¼r die Be­schwerdefÃ¼hrenden ebenso die nÃ¶tige erhebliche Tragweite (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 21 und 35). Der GewÃ¤hrung unentgeltlicher Rechtspflege steht mithin nichts entgegen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BeschwerdefÃ¼hrenden verfÃ¼gen als Laien offensichtlich nicht Ã¼ber besondere Rechtskenntnisse. Das vorliegende Verfahren bot einige nicht ganz einfache Rechts- und Sachverhaltsfragen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 41 f., auch zum Folgenden). Ebenso rechtfertigte die finanzielle Bedeutung der Angelegenheit den Beizug eines Rechtsanwalts. Der Vertreter der BeschwerdefÃ¼hrenden ist deshalb als unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen. Da er keine Abrech­nung eingereicht hat, gilt es seine EntschÃ¤digung aus der Gerichtskasse nach § 13 der Ge­bÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997 von Amts wegen festzuset­zen. Als angemessen erscheinen Fr. 2'500.-.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">...</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss beschliesst das Verwaltungsgericht:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">1. Den BeschwerdefÃ¼hrenden wird fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren die unent­geltliche Rechtspflege gewÃ¤hrt und in der Person von Rechtsanwalt H. ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Rechtsanwalt Herbert H. wird aus der Gerichtskasse mit Fr. 2'500.- (Mehrwert­steuer inbegriffen) entschÃ¤digt;</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">und entscheidet:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. FÃ¼r Januar bis Mai 1998 werden den BeschwerdefÃ¼hrenden keine Kleinkinder-BetreuungsbeitrÃ¤ge zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"> Im Ãbrigen wird der Beschluss des Bezirksrates vom 15. Dezember 1999 aufgehoben und die Sache zur ErgÃ¤nzung der Untersuchung sowie neuem Entscheid an die Vorin­stanz zurÃ¼ckgewiesen.</p> <p class="Einzug2">...</p> <p class="Einzug2"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>