<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00241</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203797&amp;W10_KEY=4467143&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00241</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 13.11.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Weisung, sich zum AHV-Vorbezug anzumelden:<br/><br/>Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E. 1). Es wird vom Sozialhilfebezüger erwartet, dass er alle ihm zustehenden Ansprüche auf Leistungen der primären sozialen Sicherheit geltend macht (E. 2a). Da vorbezogene Renten lebenslange Leistungskürzungen zur Folge haben, sollen unterstützte Personen nur ausnahmsweise und nach sorgfältiger Abwägung aller Umstände von dieser Möglichkeit Gebrauch machen müssen (E. 2b). Eine solche Ausnahme liegt vor, wenn die Rentenkürzung nicht ins Gewicht fällt. Dieser Fall tritt ein, wenn der Sozialhilfeempfänger sowohl mit gekürzter als auch mit ordentlicher Rente Anspruch auf Ergänzungsleistungen zur AHV hat, da er ungeachtet der Höhe seiner Rente aufgrund der ihm ausgerichteten Ergänzungsleistungen über die gleichen finanziellen Mitteln verfügen wird (E. 2c). Vorliegend liegt eine solche Ausnahme vor. Der Beschwerdegegner hätte auf jeden Fall Anspruch auf Ergänzungsleistungen (E. 3a). Der Beschwerdegegner wendet ein, dass er, sollte er die Schweiz verlassen, die Rentenkürzung zu gewärtigen habe, da er dann keinen Anspruch auf Ergänzungsleistungen habe. Der mögliche Auslandaufenthalt wurde jedoch vom Beschwerdegegner nicht genügend substanziiert (E. 3b). Die Beschwerde der beschwerdeführenden Gemeinde wird gutgeheissen (E. 3c). Kostenfolge (E. 4)</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AHV">AHV</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AHV-RENTE">AHV-RENTE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AHV-VORBEZUG">AHV-VORBEZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERGÃNZUNGSLEISTUNGEN">ERGÃNZUNGSLEISTUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALVERSICHERUNG">SOZIALVERSICHERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STREITWERT">STREITWERT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STREITWERTBERECHNUNG">STREITWERTBERECHNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUBSTANZIIERUNG">SUBSTANZIIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUBSTANZIIERUNGSPFLICHT">SUBSTANZIIERUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORBEZUG">VORBEZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2003 Nr. 63 S. 150</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. A, geboren am 1. Juli 1940, ist seit mehreren Jahren arbeitslos und auch ausgesteuert. Per 1. Februar 2003 zog er von Y nach X um. Nachdem die bisherige Wohngemeinde die Kosten fÃ¼r den Lebensunterhalt noch einen Monat lang getragen hatte, beschloss die SozialbehÃ¶rde der Gemeinde X am 13. MÃ¤rz 2003, A ab 1. MÃ¤rz 2003 wirtschaftliche Hilfe in der HÃ¶he von Fr. 2'700.- (zuzÃ¼glich KrankenkassenprÃ¤mien nach KVG) zu gewÃ¤hren (Dispositiv-Ziffer 1). Sie befristete die wirtschaftliche Hilfe bis Ende Juni 2003 (Dispositiv-Ziffer 2) und forderte A auf, sich â in Anbetracht dessen, dass er am 1. Juli 2003 63 Jahre alt werde â fÃ¼r den AHV-Vorbezug bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons ZÃ¼rich zu melden (Dispositiv-Ziffer 3).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Gegen den Beschluss der SozialbehÃ¶rde X erhob A rechtzeitig Rekurs beim Bezirksrat Z und beantragte sinngemÃ¤ss die Aufhebung der Dispositiv-Ziffern 2 und 3 des angefochtenen Beschlusses. Der Bezirksrat hiess den Rekurs am 11. Juni 2003 gut und hob die Dispositiv-Ziffern 2 und 3 des angefochtenen Beschlusses auf.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Die SozialbehÃ¶rde X reichte am 1. Juli 2003 beim Verwaltungsgericht Beschwerde ein und beantragte den Beschluss des Bezirksrats aufzuheben und die Dispositiv-Ziffern 2 und 3 des Beschlusses der SozialbehÃ¶rde X vom 13. MÃ¤rz 2003 wieder herzustellen, unter EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Beschwerdegegners.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der Bezirksrat Z verzichtete am 9. Juli 2003 auf eine Stellungnahme. A beantragte am 25. August 2003 Abweisung der Beschwerde und BestÃ¤tigung des bezirksrÃ¤tlichen Entscheids.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. a) Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde in einer sozialhilferechtlichen Angelegenheit ge­mÃ¤ss § 19c Abs. 2 in Verbindung mit § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) funktionell und sachlich zustÃ¤ndig.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Im vorliegenden Verfahren geht es in erster Linie um die an den Beschwerdegegner gerichtete Weisung, sich fÃ¼r den AHV-Vorbezug bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons ZÃ¼rich zu melden. Die Weisung hat jedoch einen sehr engen finanziellen Bezug, da die SozialbehÃ¶rde diese mit einer Befristung der wirtschaftlichen Hilfe verbunden hat. Die vorliegende Streitigkeit hat somit einen Streitwert. In der Regel berechnet sich dieser in Sozialhilfeangelegenheiten aufgrund der Summe der periodischen Leistungen wÃ¤hrend der Dauer von zwÃ¶lf Monaten (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 38 N. 5; RB 1998 Nr. 21). Im vorliegenden Fall steht von vornherein fest, dass die GewÃ¤hrung der wirtschaftlichen Hilfe fÃ¼r die Zeitdauer von zwei Jahren (Juli 2003 bis Juni 2005) umstritten ist. Damit Ã¼bersteigt der Streitwert den Betrag von Fr. 20'000.- bei weitem, weshalb die Behandlung der Beschwerde in die ZustÃ¤ndigkeit der Kammer fÃ¤llt (§ 38 Abs. 1 und Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. a) Wer fÃ¼r seinen Lebensunterhalt und den seiner FamilienangehÃ¶rigen nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann, hat nach § 14 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe. Diese soll das soziale Existenzminimum gewÃ¤hrleisten, das neben den Ã¼blichen Aufwendungen fÃ¼r den Lebensunterhalt auch individuelle BedÃ¼rfnisse angemessen berÃ¼cksichtigt (§ 15 Abs. 1 SHG). Grundlage der Bemessung bilden gemÃ¤ss § 17 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV) die Richtlinien der schweizerischen Konferenz fÃ¼r So­zialhilfe in der Fassung vom Dezember 2002 (SKOS-Richtlinien), wobei Abweichungen im Einzelfall vorbehalten bleiben.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">GemÃ¤ss § 2 SHG richtet sich die Hilfe nach den Besonderheiten und BedÃ¼rfnissen des Einzelfalls und den Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnissen. Sie berÃ¼cksichtigt andere gesetzliche Leistungen wie zum Beispiel solche der Sozialversicherungen (AHV) sowie die Leistungen Dritter und sozialer Institutionen. Die Ã¶ffentliche FÃ¼rsorge hat somit ergÃ¤nzenden Charakter. Wegen des sekundÃ¤ren Charakters der Ã¶ffentlichen FÃ¼rsorge kommt sie vor allem dann zum Tragen, wenn andere Ã¶ffentliche oder private Hilfeleistungen zur Behebung der Notlage nicht ausreichen. Dass der SozialhilfebezÃ¼ger alle ihm zustehenden AnsprÃ¼che auf Leistungen der primÃ¤ren sozialen Sicherheit (mithilfe der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde) geltend macht, wird von ihm erwartet (Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuch in der Fassung vom Januar 2003, herausgegeben vom Sozialamt des Kantons ZÃ¼rich, Ziff. 2.3/§ 2/2 SHG/S. 1).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Seit 1. Januar 1997 kÃ¶nnen <span>MÃ¤nner und Frauen, welche die Voraussetzungen fÃ¼r den Anspruch auf eine ordentliche Altersrente erfÃ¼llen, die Rente ein oder zwei Jahre vorbeziehen. Der Rentenanspruch entsteht in diesen FÃ¤llen fÃ¼r MÃ¤nner am ersten Tag des Monats nach Vollendung des 64. oder 63. Altersjahres, fÃ¼r Frauen am ersten Tag des Monats nach Vollendung des 63. oder 62. Altersjahres. Dabei werden die vorbezogenen Altersrenten gekÃ¼rzt (Art. 40 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 Ã¼ber die Alters- und Hinterlassenversicherung [AHVG]). Da vorbezogene Renten lebenslange LeistungskÃ¼rzungen zur Folge haben, sollten unterstÃ¼tzte Personen gemÃ¤ss SKOS-Richtlinien E.2.4 nur ausnahmsweise und nach sorgfÃ¤ltiger AbwÃ¤gung aller UmstÃ¤nde von dieser MÃ¶glichkeit Gebrauch machen mÃ¼ssen. Mit Bezug auf ein BVG-Guthaben konkretisierte das Verwaltungsgericht die genannte Richtlinie dahingehend, dass eine Ausnahme dann gegeben sei, wenn zu erwarten sei, dass ein SozialhilfeempfÃ¤nger jedenfalls im Zeitpunkt des BVG-RÃ¼cktrittsalters Ã¼ber hinreichende finanzielle Mittel verfÃ¼gen werde oder dass er infolge einer unheilbaren Krankheit dieses Alter nicht mehr erreichen dÃ¼rfte (VGr, 12. April 2001, VB.2000.00411, E. 2d, </span>www.vgrzh.ch)<span>.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Ein weiterer Ausnahmefall ist nun dann gegeben, wenn die durch den Vorbezug der AHV-Rente ausgelÃ¶ste RentenkÃ¼rzung nicht ins Gewicht fÃ¤llt, weil die Alterssicherung durch den Rentenvorbezug nicht geschmÃ¤lert wird. Dieser Fall tritt ein, wenn der SozialhilfeempfÃ¤nger sowohl mit gekÃ¼rzter als auch mit ordentlicher Rente Anspruch auf ErgÃ¤nzungsleistungen zur AHV hat, da er ungeachtet der HÃ¶he seiner Rente aufgrund der ihm ausgerichteten ErgÃ¤nzungsleistungen Ã¼ber die gleichen finanziellen Mitteln verfÃ¼gen wird. Vorbehalten bleiben besondere UmstÃ¤nde des konkreten Falls, die einen Rentenvorbezug als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig bzw. unzumutbar erscheinen lassen. HierÃ¼ber ist aufgrund einer InteressenabwÃ¤gung zu entscheiden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Der Beschwerdegegner hÃ¤tte bei einem zweijÃ¤hrigen Vorbezug seiner AHV-Rente eine Jahresrente von Fr. 15</span>'768.- (bei einem<span> monatlichen Rentenbetrag von Fr. 1</span>'<span>314.-), bei einem einjÃ¤hrigen Vorbezug eine Jahresrente von Fr. 16</span>'704.- <span>(bei einem monatlichen Rentenbetrag von Fr. 1</span>'<span>392.-) und bei einem ordentlichen Bezug im Alter von 65 Jahren eine Jahresrente von Fr. 17</span>'<span>928.- (bei einem monatlichen Rentenbetrag von Fr. 1</span>'<span>494.-). Da die ErgÃ¤nzungsleistungen nach unbestrittener Darstellung der BeschwerdefÃ¼hrerin im Rekursverfahren ein jÃ¤hrliches Minimum von Fr. 33'812.- garantieren â nÃ¤mlich Fr. 17'300.- fÃ¼r den Lebensunterhalt, Fr. 3'312.- fÃ¼r die KrankenkassenprÃ¤mien und Fr. 13'200.- fÃ¼r die Wohnungsmiete â, hÃ¤tte der Beschwerdegegner sowohl bei einer AHV-Jahresrente von Fr. 15</span>'768.-,<span> Fr. 16</span>'704.- oder <span>Fr. 17</span>'<span>928.- Anspruch auf ErgÃ¤nzungsleistungen. Er wÃ¼rde somit in allen drei FÃ¤llen Ã¼ber ein Jahreseinkommen von Fr. 33'812.- verfÃ¼gen, ungeachtet dessen, ob er eine gekÃ¼rzte oder eine ordentliche Rente bezieht. Es liegt somit prinzipiell eine Ausnahmesituation vor, in welcher der Beschwerdegegner vom Vorbezug einer Rente Gebrauch machen mÃ¼sste.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Beschwerdegegner macht indes geltend, dass die MÃ¶glichkeit bestehe, dass er seinen Lebensabend im Ausland verbringen wÃ¼rde. Da er im Ausland keinen Anspruch auf ErgÃ¤nzungsleistungen haben wÃ¼rde, wÃ¼rde er bei einem Vorbezug der AHV finanziell schlechter da stehen. Anstelle einer Jahresrente von Fr. 17</span>'<span>928.- hÃ¤tte er dann nur eine Jahresrente von Fr. 15</span>'768.- und somit eine finanzielle Einbusse von Fr. 2'160.- pro Jahr zu gewÃ¤rtigen. Es wÃ¤re dem Beschwerdegegner obgelegen, diese MÃ¶glichkeit eines Auslandaufenthalts nÃ¤her zu substanziieren. Indes rÃ¤umt er selber ein, dass zurzeit noch keine konkreten PlÃ¤ne fÃ¼r einen Aufenthalt im Ausland bestÃ¤nden. Es besteht daher kein Anlass, bei der gebotenen InteressenabwÃ¤gung davon auszugehen, das der BeschwerdefÃ¼hrer mit erheblicher Wahrscheinlichkeit seinen Wohnsitz ins Ausland verlegen werde. Angesichts dieser Sachlage sowie der SubsidiaritÃ¤t der Sozialhilfe, welche beinhaltet, dass ein SozialhilfebezÃ¼ger alle ihm zustehenden AnsprÃ¼che auf Leistungen der primÃ¤ren sozialen Sicherheit geltend macht, rechtfertigt es sich, vom Beschwerdegegner den Vorbezug der AHV zu verlangen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) GemÃ¤ss Art. 40 AHVG kann die AHV-Rente um ein oder zwei ganze Jahre vorbezogen werden. Ein Vorbezug fÃ¼r einzelne Monate ist nicht mÃ¶glich (SVA ZÃ¼rich, Flexibles Rentenalter, S. 1; vgl. Merkblatt 3.04 [Flexibles Rentenalter], h<span>erausgegeben von der Informationsstelle AHV/IV in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt fÃ¼r Sozialversicherung in der </span>Fassung<span> vom November 2002, Pkt. 3, zu finden auf </span>www.ahv.ch/ Home-D/allgemeines/MEMENTOS/3.04-D.pdf)<span>. Die Anmeldung muss spÃ¤testens am letzten Tag des Monats, in welchem das entsprechende Altersjahr vollendet wird, eingereicht werden. Andernfalls kann der Rentenvorbezug erst mit Wirkung ab dem nÃ¤chstfolgenden Geburtstag geltend gemacht werden. Eine rÃ¼ckwirkende Anmeldung ist ausgeschlossen (</span>SVA ZÃ¼rich, Flexibles Rentenalter, S. 2; vgl. <span>Merkblatt 3.04, Pkt. 13; vgl. auch Art. 67 der Verordnung vom 31. Oktober 1947 Ã¼ber die Alters- und Hinterlassenversicherung). Da der Beschwerdegegner seit den BeschlÃ¼ssen der SozialbehÃ¶rde vom 13. MÃ¤rz 2003 und des Bezirksrats vom 11. Juni 2003 am 1. Juli 2003 63 Jahre alt geworden ist, ist ein zweijÃ¤hriger Rentenvorbezug nicht mehr mÃ¶glich. Es ist demnach nicht mÃ¶glich, die Dispositiv-Ziffern 2 und 3 â wie von der BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt â wieder herzustellen. Vielmehr ist die wirtschaftliche Hilfe bis Ende Juni 2004 zu befristen und der Beschwerdegegner aufzufordern, sich fÃ¼r den einjÃ¤hrigen AHV-Vorbezug bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons ZÃ¼rich zu melden. </span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten dem Beschwerdegegner aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG), wobei die GerichtsgebÃ¼hr in Sozialhilfeangelegenheiten praxisgemÃ¤ss niedrig angesetzt wird. Das Gemeinwesen besitzt in der Regel keinen Anspruch auf ParteientschÃ¤digung. Denn die Erhebung und Beantwortung von Rechtsmitteln gehÃ¶rt zu den angestammten amtlichen Aufgaben. Schliesslich Ã¼bersteigt der in einem Rechtsmittelverfahren erforderliche BehÃ¶rdenaufwand vielfach jenen Aufwand nicht wesentlich, den das betreffende Gemeinwesen im vorangehenden nicht streitigen Verfahren ohnehin zu erbringen hatte (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 19). Der vorliegende Sachverhalt war nicht besonders kompliziert, und die Darlegung der zu lÃ¶senden Rechtsfragen erforderte ebenfalls keinen besonderen Aufwand. Ausserdem zeigt die Eingabe der BeschwerdefÃ¼hrerin im Rekursverfahren, dass sie durchaus in der Lage gewesen wÃ¤re, ihre Beschwerde an das Verwaltungsgericht selbst zu verfassen, weshalb ihr keine ProzessentschÃ¤digung zuzusprechen ist.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><a id="Text12"></a>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird im Sinne der ErwÃ¤gungen gutgeheissen. Die dem Beschwerdegegner seit 1. MÃ¤rz 2003 gewÃ¤hrte wirtschaftliche Hilfe wird bis Ende Juni 2004 befristet. Der Beschwerdegegner wird aufgefordert, sich fÃ¼r den einjÃ¤hrigen AHV-Vorbezug bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons ZÃ¼rich zu melden.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 560.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal">5. â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>