B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-138/2019 U r t e i l v o m 3 1 . J a n u a r 2 0 1 9 Besetzung Einzelrichterin Roswitha Petry mit Zustimmung von Richter Jürg Marcel Tiefenthal. Gerichtsschreiberin Sarah Diack. Parteien A._______, geboren am (…), Sri Lanka, vertreten durch MLaw Cora Dubach, Freiplatzaktion Basel,, Beschwerdeführer, gegen Staatssekretariat für Migration (SEM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des SEM vom 30. November 2018 / N (…). E-138/2019 Seite 2 Sachverhalt: A. Der Beschwerdeführer, sri -lankischer Staatsangehöriger aus B._______, Jaffna, Nordprovinz, verliess sein Heimatland gemäss eigenen Angaben am (…) 2015 auf dem Luftweg, flog über C._______ nach D._______ und gelangte auf dem Landweg mitunter über E._______, F._______ und G._______ am (…) 2016 in die Schweiz, wo er am (…) 2016 um Asyl nach- suchte. B. Am (…) 2016 wurde der Beschwerdeführer zu seiner Person, dem Reise- weg sowie summarisch zu seinen Gesuchsgründen befragt (Befragung zur Person [BzP]). Am (…) August 2018 fand eine Anhörung zu den Flucht- gründen statt. Er machte dabei im Wesentlichen geltend, er sei dreimal von den Beamten des sri -lankischen „Criminal Investigation Department“ (nachfolgend: CID) behelligt, mitunter geschlagen und einmal gefoltert wor- den. Zudem hätten die Behörden kürzlich ein (…) in der Nähe seines Hau- ses in Sri -Lanka entdeckt. Er habe Angst, deswegen bei ein er Rückkehr behelligt zu werden. C. Mit Verfügung vom (…) November 2018 – eröffnet am (…) Dezember 2018 –verneinte das Staatssekretariat für Migration (SEM) die Flüchtlingseigen- schaft, lehnte das Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz – unter Androhung der Haft und des Zwangsvollzugs – an, falls der Beschwerdeführer die Schweiz nicht bis zum (…) Januar 2019 v er- lasse. D. Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe seiner bevollmächtigten Rechtsvertreterin vom (…) Januar 2019 beim Bundesver- waltungsgericht Beschwerde. Darin beantragte er die Aufhebung der an- gefochtenen Verfügung; in formeller Hinsi cht die Feststellung, dass das SEM den Untersuchungsgrundsatz verl etzt habe und in materieller Hin- sicht die Asylgewährung, eventualiter die Feststellung der Unzulässigkeit, allenfalls der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs und die Gewäh- rung der vorläufigen Aufnahme. E. In prozessualer Hinsicht ersuchte er darum, der Beschwerde die aufschie-E-138/2019 Seite 3 bende Wirkung zu erteilen, sowie – unter Aussichtstellung einer Fürsorge- bestätigung – auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten. Weiter ersucht er um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und sinngemäss um Beiordnung seiner Rechtsvertreterin als amtliche Rechts- beiständin. F. Mit Verfügung vom (…) Januar 2018 wurde dem Beschwerdeführer der Eingang seiner Beschwerde beim Gericht bestätigt. Es wurde zudem fest- gehalten, dass er den Ausgang des Verfahrens einstweilen in der Schweiz abwarten könne. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be- schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver- waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei- det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie- ferungsersuchens des Staates, vor welchem die Beschwerde führende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht vorliegend endgültig ent- scheidet. 1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Der Beschwer- deführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges In- teresse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten. 1.3 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). E-138/2019 Seite 4 1.4 Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rü- gen richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 2. 2.1 Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterli- cher Zuständigkeit mit Zustimmung einer zweiten Richterin bez iehungs- weise eines zweiten Richters entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachstehend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, wes- halb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 2.2 Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde in casu auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet. 3. 3.1 Der Beschwerdeführer rügt in formeller Hinsicht eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes beziehungsweise eine unvollständige Sach- verhaltserstellung einerseits und di e Nichtberücksichtigung der aktuellen politischen Lage in Sri Lanka andererseits. 3.2 Das Verwaltungsverfahren wird vom Untersuchungsgrundsatz be- herrscht (Art. 12 VwVG), wobei dieser auch für das Asylverfahren gilt (Art. 6 AsylG). Der Untersuchungsmaxime zufo lge hat die Behörde von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheb- lichen Sachverhaltes zu sorgen, die Beweise abzunehmen, die asylsu- chende Person umfassend und korrekt anzuhören und alle Instruktions- massnahmen vorzunehmen, die für die Erstellung des Sachverhalts und für die Wahrheitsfindung erforderlich sind. Daraus resultiert die behördliche Pflicht, die aktuelle Menschenrechtssituation sowie die politische Entwick- lung im jeweiligen Herkunftsland des Asylsuchenden zu dokumentie ren und die Einzelfallentscheidung vor dem Hintergrund dieser Informationen zu treffen (Miteinbezug der sog. „Country of Origin Information“ [nachfol- gend: COI]). Im Asylverfahren ist indes , im Unterschied zum allgemeinen Verwaltungsverfahren, nicht der strikte Beweis erforderlich, sondern die Glaubhaftmachung genügt. Bei unterschiedlichen Sachverhaltsdarstellun- gen berücksichtigen die Asylbehörden die am wahrscheinlichsten Erschei- nende. Gemäss Rechtsprechung sind die Behörden zu weiteren Abklärun- gen verpflichtet, falls Vorbringen oder die eingereichten Beweismittel Zwei- fel aufkommen lassen, welche durch zusätzliche Abklärungen (wie mitunter E-138/2019 Seite 5 eine ergänzende Anhörung, Gutachten oder medizinische Berichte) elimi- niert werden könnten (vgl. dazu LE FORT MASTORTA, OLIVIA, in: Handbuch zum Asyl - und Wegweisungsverfahren, Schweizerische Flüchtlingshilfe [Hrsg.], 2. Aufl., Bern 2015, S. 292 ff. m.w.H.). Unvollständig ist die Sach- verhaltsfeststellung dann, wenn nicht alle für den Entscheid rechtsrelevan- ten Sachumstände berücksichtigt wurden (vgl. K ÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, Rz. 1043). Indessen hängt aufgrund der Interdependenz zwischen Sachverhaltsermittlung und Rechtsanwendung die Frage, was als wesent- licher Sachverhalt gelten soll, von der anzuwendenden Norm ab (vgl. CHRISTOPH AUER/ANJA MARTINA BINDER, VWVG Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, 2019, Art. 12 S. 211). Der Untersuchungsgrundsatz findet seine Grenze in der Mitwirkungspf licht der asylsuchenden Person (Art. 8 AsylG; vgl. Urteil des BVGer D-4917/2017 vom 27. Dezember 2018 E. 4.1 m.w.H.). 3.3 3.3.1 Der Beschwerdeführer moniert als Erstes, die dritte und letzte Ver- haftung, bei welcher der Beschwerdeführer schwer gefoltert worden sei, sei in der Verfügung mit keinem Wort erwähnt worden. Weiter fänden auch die sexuellen Übergriffe keinerlei Erwähnung im Sachverhalt, obwohl Letz- tere für die Beurteilung der erlittenen ernsthaften Nachteile und der zukünf- tig drohenden Verfolgungen elementar seien. Zudem sei an der Befragung stets von zwei Verhaftungen gesprochen worden und es sei ihm die Gele- genheit, zur dritten Verhaftung (bei der er besonders stark gefoltert worden sei) zu äussern, lediglich aufgrund der Intervention der Hilfswerkvertreterin gegeben worden. 3.3.2 Diese Auffassung wird vom Bundesverwaltungsgericht nicht geteilt. An der Anhörung ist er nämlich betreffend die letzte Verhaftung explizit dazu aufgefordert worden, genau zu schildern, was passiert sei (A 19 S. 8 F79 ff.). Das SEM hat in seiner Verfügung in überzeugender Weise darge- legt, weshalb es die Aussagen des Beschwerdeführers als unglaubhaft er- achtet; es hat die einzelnen Vorbringen des Beschwerdeführers sorgfältig abgehandelt und die Widersprüchlichkeiten und Nachschübe sowie die Un- substanziiertheit seiner Aussagen, die sich durch die gesamte Anhörung zieht, aufgezeigt. Sämtliche für die Würdigung des Asylpunktes rechtser- heblichen Sachverhaltselemente wurden aufgeführt und entsprechend ge- würdigt. Vor diesem Hintergrund kann nicht gesagt werden, der Sachver- halt sei unvollständig erhoben worden, auch wenn das SEM sich nicht ex- plizit zu den vorgebrachten sexuellen Misshandlungen geäussert hat. E-138/2019 Seite 6 3.3.3 Als Zweites rügt der Beschwerdeführer den unvollständigen Einbe- zug von Hinte rgrundinformationen zur aktuellen politischen Lage in Sri Lanka 3.3.4 Diese Rüge erweist sich von Vornherein als unbegründet. COI-Infor- mationen sind nur dann relevant, wenn die Aussagen des Asylsuchenden glaubhaft oder wenn besagte Informationen für die Beurteilung der Glaub- haftigkeit von Bedeutung sind (vgl. E. 3.2 und E. 5). Wie nachfolgend dar- gelegt, erweisen sich die Aussagen des Beschwerdeführers als unglaub- haft (vgl. E. 5 hiernach). Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass die mit Referenzurteil E-1866/2015 vom 15. Juli 2016 festgeschriebene Praxis des Bundesverwaltungsgerichts betreffend Sri Lanka auch unter Berücksichti- gung der seit Publikation erfolgten politischen Entwicklungen in Sri Lanka in den neusten Urteilen bestätigt wird. Die Vorinstanz hat diese Rechtspre- chung in ihrer Verfügung berücksichtigt (vgl. dazu Urteil e des B VGer E-351/2017 vom 17. Dezember 2018, E-7059/2018 vom 14. Januar 2019, D-118/2018 und E-6550/2018, beide vom 18. Januar 2019). 3.4 Damit ist zusammenfassend festzustellen, dass das SEM in seiner Ver- fügung alle für die Beurteilung des Asylgesuchs relevanten Sachverhalts- elemente aufgeführt hat und somit die Untersuchungsmaxime gebührend respektiert hat. 4. 4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund- sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be- gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Ge- fährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge- geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa- chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). E-138/2019 Seite 7 4.3 Das SEM kam in der angefochtenen Verfügung zum Schluss, die Vor- bringen des Beschwerdeführers würden den Anforderungen an die Glaub- haftmachung nicht genügen, nachdem seine Schilderungen diverse Wider- sprüche und Ungereimtheiten aufweisen würden. Es führte hierzu aus, die Asylvorbringen des Beschwerdeführers beinhalteten vier Vorfälle, welche sich zwischen 2007 und 2014 ereignet hätten. Der (…) Vorfall, bei dem sri- lankische Soldaten im Jahr (…) geschossen hätten und bei welchem e s auch Opfer gegeben hab en solle, sei glaubhaft. Da die (…) anderen ver- meintlichen Festnahmen jedoch auf widersprüchlichen Angaben basierten, müssten sie als unglaubhaft angesehen werden. So habe er in der BzP angegeben, bei der ersten und der zweiten Festnahme jeweils drei Tage festgehalten worden zu sein (Akte A 6, S. 7), in der Anhörung hingegen erklärt, jeweils vier Tage festgehalten worden zu sein (A 19, S. 14). Weiter habe er in der BzP angegeben, nach der ersten Festnahme ins Camp G._______ gebracht worden zu sein (A19, S.14). Das Durcheinander hätte er mit dem Stress an der Anhörung begründet. Die zweite Festnahme hätte er an der BzP auf den (…) 2014 datiert, anlässlich der Anhörung indessen erklärt, er erinnere sich an den (…) 2014, weil sein Freund an diesem Tag Geburtstag habe. Insbesondere die Aussagen zu seinen Tätigkeiten für die „Liberation Tigers of Tamil Eelam“ (LTTE), wonach er teilweise gemeinsam mit der LTTE unterwegs gewesen sei und für sie auch SIM-Karten gekauft habe, habe er anlässlich der BzP mit keinem Wort erwähnt, obwohl er da- bei darauf aufmerksam gemacht worden war, dass er jegliche Tätigkeiten für die LTTE oder der LTTE nahen Personen offenlegen müsse. Diese Vor- bringen seien als nachgeschoben und daher als unglaubhaft zu qualifizie- ren. Zudem sei nicht nachvollziehbar, wie der Beschwerdeführer den Vor- fall von 200 (…) mit der (…) Festnahme im Jahre 201(…) in Verbindung bringen könne, zumal er gar keinen persönlichen Kontakt mit dem sri -lan- kischen Militär gehabt habe. Es sei nicht vorstellbar, dass der CID erst nach (…) Jahren nach der Person suche, auf die das sri-lankische Militär damals geschossen habe. Zudem habe er sich auch betreffend „ H._______“ in zwei ganz unterschiedlichen Versionen geäussert: An der BzP habe er an- gegeben, „H._______“ sei am (…) 2014 vom CID getötet worden, er sei ein Freund gewesen, bei dem zuhause am (…) 2014 Waffen gefunden wor- den seien. An der Anhörung habe er „H._______“ hingegen als einen Mann, der älter sei als er (zirka […]), beschrieben, den er aus (…) gekannt habe, mit dem er nicht befreundet gewesen sei und der Ende März getötet worden sei. Das SEM begründete seine Verfüg ung damit, dass die Asyl- vorbringen aufgrund der Widersprüche, den nachgeschobenen sowie den E-138/2019 Seite 8 nicht nachvollziehbaren Aussagen insgesamt nicht geglaubt werden könn- ten, womit die Prüfung der Asylrelevanz entfalle. 4.4 Diesen Erwägungen hält der Beschwerdeführer in materieller Hinsicht auf Beschwerdestufe Wiederholungen, Präzisierungen und Ergänzungen seiner Asylvorbringen entgegen. Präzisierend führt er aus, er habe im Rah- men seiner Mitgliedschaft im (…)verein mit zirka (…) Leuten verschiedene Unterstützungen geleistet, wie mitunter die Ausspionage der Militärcheck- points, so dass LTTE-Mitglieder das Dorf verlassen könnten. Durch seine geschätzten Dienste sei er mit einigen LTTE -Kämpfern enger befreundet gewesen. Die Repressionen auf die Mitglieder des (…)vereins hätten zu- sehends zugenommen, da der Verein in Verdacht gestanden sei, die LTTE zu unterstützen. Einige seien daher nach Indien geflohen, einige seien frei gekommen, andere in ein Rehabilitierungscamp interniert und wieder an- dere in Haft genommen worden. Zur ersten Verhaftung im 201(…), die an- geblich erfolgte, weil er 200 (…) am Ort der Schiesserei anwesend gewe- sen sei, führte der Beschwerdeführer ergänzend aus, dass er anlässlich der viertägigen Haft, die auf die Befragung gefolgt habe, gefoltert worden sei. Er sei dann mit Hilfe von Bestechungsgeldern freigekommen. Die zweite Verhaftung vom (…) sei mit starken Schlägen einhergegangen, wo- bei die vier Beamten des CID sich nach einer Person namens „H._______“ erkundigt hätten. Der Beschwerdeführer sei durch Bekannte (…) dann frei- gekauft worden. Zur (…) Verhaftung vom (…) 2014 wurde angeführt, dass er nackt ausgezogen, auf einen Stuhl gefesselt, ihm (…) auf seine Genita- lien gestrichen wurde und Letztere so fes t gedrückt wurden, dass es ihn geschmerzt habe. Er sei sodann kopfüber aufgehängt und beissendem (…)rauch ausgesetzt worden. Er sei ebenfal ls durch Bestechungsgelder freigekommen. Am (…) 2014 sei H._______ erschossen worden. Daher habe er sich im (…) oder (…) in Colombo versteckt und im Anschluss einige Zeit unangemeldet für seinen (…) gearbeitet, um seine Ausreise finanzie- ren zu können, die schliesslich am (…) 2015 stattgefunden habe. Er leide noch immer an den Folgen der erlittenen Folterungen ([…]schmerzen). Zu- dem habe er zwei grosse sichtbare Narben am (…), die von spitzigen Me- tallhaken oder Spitzen aus der Haft herrührten. 5. 5.1 Das Bundesverwaltungsgericht kommt nach Würdigung der Akten zum Schluss, dass das SEM die Vorbringen des Beschwerdeführers zu R echt als unglaubhaft qualifiziert hat. Das vage Aussageverhalten des Beschwer-E-138/2019 Seite 9 deführers anlässlich der Anhörung lässt den Schluss zu, dass er seine Ge- schichte im Wesentlichen konstruierte. Auffallend sind seine jeweils sehr kurz ausfallenden Antworten, die einen sehr unsubstanziierten Eindruck er- wecken. Auf Nachhaken der befragenden Person hin folgen sodann keine Spezifizierungen, wie es bei der Wiedergabe selbst erfahrener Erlebnisse zu erwarten wäre, sondern vielmehr gibt sich der Beschwerdeführer dann verunsichert und korrigiert sich selbst nachträglich. „Wurden in diesen Ta- gen auch andere Personen aus dem Dorf mitgenommen? (F85). „Darüber weiss ich nichts“(A85). „Warum nicht? Wird im Dorf darüber nicht gespro- chen?“ (F86). „Nein, sonst haben sei keine mitg enommen.“ (A86). Es ge- lingt ihm nicht oder nur vage, den Kern der Asylvorbringen, insbesondere den inneren Zusammenhang der behaupteten verschiedenen Verhaftun- gen, darzulegen, was von einem echten Folteropfer jedoch zu erwarten wäre. Die geschilderten Folt erhandlungen, die als einzige Aussagen in substanziierter Weise ausfallen, erwecken damit abschliessend den Ein- druck, auswendig gelernt und nicht selbst erlebt worden zu sein. 5.2 Die Ausführungen auf Beschwerdeebene, wonach die Vorinstanz ihre Glaubhaftigkeitsprüfung nicht primär auf Widersprüche zwischen BzP und Anhörung stützen dürfe, sind zwar in der Theorie zutreffend, indessen vor- liegend nicht relevant, da die Vorinstanz bei ihrer Glaubhaftigkeitsprüfung nicht nur auf die Widersprüchlichkeiten hingewiesen hat, sondern auch die Substanziiertheit und Plausibilität der Aussagen des B eschwerdeführers geprüft hat. Gemäss Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts be- inhaltet die Glaubhaftigkeitsprüfung eine Gesamtbeurteilung aller Ele- mente (Übereinstimmung bezüglich des wesentlichen Sachverhaltes, Sub- stanziiertheit und Plausibilität der Angaben, persönliche Glaubwürdigkeit, wobei die Sachverhaltsdarstellung nur glaubhaft sein kann, wenn die posi- tiven Elemente überwiegen (vgl. dazu BVGE 2015/3 E. 6.5.1 m.w.H). Klä- rend sei hier auf die international empfohlenen Kriterien des UNHCR zur Glaubhaftigkeitsprüfung verwiesen, die die in Art . 7 Abs. 3 Asy lG festge- schriebenen Kriterien präzisieren, wonach Vorbringen unglaubhaft sind, wenn sie in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich wider- sprüchlich sind: Vorbringen der asylsuchenden Person sollten auf Folgen- des überprüft werden: A) Hinlänglichkeit und Spezifizierung der Details; b) Innerer Zusammenhang beziehungsweise Kohärenz; c) die Übereinstim- mung mit Informationen anderer Familienmitglieder oder Zeugen; d) Kohä- renz mit COI und e) Plausibilität (vgl. dazu BEYOND PROOF, Credibility As- sessment in EU Asylum Systems, UNHCR / European Refugee Fund oft he European Commission [Hrsg.], Brüssel 2013, S. 49). E-138/2019 Seite 10 Die Vorinstanz hat in ihrer Würdigung sämtliche soeben aufgeführten Fak- toren – mit Ausnahme von c), welcher in casu gar nicht möglich war – ge- bührend berücksichtigt, womit auf sämtliche Rügen der Beschwerdeschrift, die versuchen, die Widersprüchlichkeiten im Nachhinein aufzulösen, nicht weiter einzugehen ist. Im gleichen Sinne ist auf die Ausführungen in der Beschwerde zur Flüchtlingseigenschaft aufgrund fehlender Relevanz, na- mentlich der erwiesenen Unglaubhaftigkeit der Aussagen, nicht einzuge- hen, zumal die Ausführungen zu den Folterhandlungen zwar substanziier- ter ausgefallen sind als die übrigen Vorbringen, indessen innerhalb der Ge- samtwürdigung davon ausgegangen werden muss, dass der Beschwerde- führer dies nicht selbst erlebt hat (siehe oben E. 6.1). 5.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die auf Beschwerdestufe auf- geführten Präzisierungen und Ergänzungen nicht nachträglich die Glau b- haftigkeit seiner Aussagen herzustellen vermögen; der Beschwerdeführer muss sich auf seine Aussagen, insbesondere diejenigen der einlässlichen Anhörung, behaften lassen. Die entsprechenden (neuen) Vorbringen in der Beschwerde erweisen sich damit als nachg eschoben. Im Übrigen kann – zur Vermeidung von weiteren Wiederholungen (Art. 111a Abs. 2 AsylG) – auf die zutreffenden Erwägungen des SEM verwiesen werden. 5.4 Die Vorinstanz hat demnach zu Recht festgestellt, dass es dem Be- schwerdeführer nicht gelungen ist, das Bestehen einer begründeten Furcht vor Verfolgung durch die sri-lankischen Behörden im Zeitpunkt seiner Aus- reise glaubhaft zu machen. Zu prüfen bleibt, ob ihm im Zeitpunkt einer Rückkehr wegen seiner Zugehörigkeit zur tamilischen Ethnie ernsthafte Nachteile drohen würden. 5.5 Das Bundesverwaltungsgericht hat im Referenzurteil E-1866/2015 vom 15. Juli 2016 eine aktuelle Analyse der Situation von Rückkehrenden nach Sri Lanka vorgenommen und festgestellt, dass aus Europa respektive der Schweiz zurückkehrende t amilische Asylsuchende nicht generell einer ernstzunehmenden Gefahr von Verhaftung und Folter ausgesetzt seien (vgl. a.a.O., E. 8.3). Das Gericht orientiert sich bei der Beurteilung des Ri- sikos von Rückkehrenden, Opfer ernsthafter Nachteile in Form von Verhaf- tung und Folter zu werden, an verschiedenen Risikofaktoren (vgl. a.a.O., E. 8.4.1–8.4.3 und E. 8.5.1). Diese Rechtsprechung trifft auch unter Be- rücksichtigung der seitherigen politischen Entwicklung in Sri Lanka zu und wird in den neusten Urteilen des Bundesverwaltungsgerichts bestätigt. (vgl. dazu Urteil des BVGer E-351/2017 vom 17. Dezember 2018, E-138/2019 Seite 11 E-7059/2018 vom 14. Januar 2019, D -118/2018 und E-6550/2018, beide vom 18. Januar 2019). 5.6 Wie bereits ausgeführt, konnte der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der Ausreise keine Verfolgung oder Verfolgungsfurcht glaubhaft machen. Er weist sodann kein politisches Profil, insbesondere kein LTTE-Profil, auf, welches bei den sri-lankischen Behörden zu der Einschätzung führen könnte, dass der Beschwerdeführer den tamilischen Separatismus wieder- aufleben lassen könnte und so den sri-lankischen Einheitsstaat gefährdet. Mit Blick auf die Risikofaktoren sind in erster Linie jene Rückkehrer gefähr- det, deren Namen in der am Flughafen in Colombo abrufbaren "Stop-List" vermerkt sind und deren Eintrag den Hinweis auf eine Verhaftung bezie- hungsweise einen Strafregistereintrag im Zusammenhang mit einer tat- sächlichen oder vermuteten Verbindung zu den LTTE enthält. En tspre- chendes gilt auch für sri -lankische Staatsangehörige, die sich im Ausland regimekritisch betätigt haben. Beide Risikofaktoren sind vorliegend zu ver- neinen. Alleine aus der tamilischen Ethnie und der rund dreieinhalbjährigen Landesabwesenheit kann der Beschwerdeführer ebenfalls keine Gefähr- dung ableiten. Es ist insgesamt nicht davon auszugehen, dass ihm im Falle einer Rückkehr nach Sri Lanka ernsthafte Nachteile im Sinne von Art. 3 AsylG drohen. 5.7 Zusammenfassend hat der Beschwerdeführer nichts vorgebracht, das geeignet wäre, seine Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen. Die Vorinstanz hat sein Asylgesuch zu Recht abge- lehnt. 6. 6.1 Gemäss Art. 44 AsylG verfügt das SEM in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz, wenn es das Asylg esuch ablehnt oder nicht darauf ein- tritt. Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer sol- chen (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733). Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet. 6.2 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt die Vorinstanz das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG (SR 142.20). E-138/2019 Seite 12 6.2.1 Nach Art. 83 Abs. 3 AIG ist der Vollzug nicht zulässig, wenn völker- rechtliche Verpflichtungen der Schweiz eine Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat ent- gegenstehen. Vorliegend kommt dem Beschwerdeführer keine Flüchtlings- eigenschaft zu. Das flüchtlingsrechtliche Rückschiebungsverbot von Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) und Art. 5 AsylG ist daher nicht anwend- bar. Die Zulässigkeit des Vollzugs beurteilt sich vielmehr nach den allge- meinen verfassungs- und völkerrechtlichen Bestimmungen (Art. 25 Abs. 3 BV; Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105]; Art. 3 EMRK). 6.2.2 Der EGMR hat sich mit der Gefährdungssituation im Hinblick auf eine EMRK-widrige Behandlung namentlich für Tamilen, die aus einem europä- ischen Land nach Sri Lanka zurückkehren müssen, wiederholt befasst (vgl. EGMR, R.J. gegen Frankreich, Urteil vom 19. September 2013, Be- schwerde Nr. 10466/11; T.N. gegen Dänemark, Urteil vom 20. Januar 2011, Beschwerde Nr. 20594/08; P .K. gegen Dänemark, Urteil vom 20. Januar 2011, Beschwerde Nr. 54705/08; N.A. gegen Grossbritannien , Urteil vom 17. Juli 2008, Beschwerde Nr. 25904/07). Dabei unterstreicht der Gerichts- hof, dass nicht in genereller Weise davon auszugehen sei, zurückkehren- den Tamilen drohe eine unmenschliche Behandlung. Vielmehr müssten im Rahmen der Beurteilung, ob der oder die Betroffene ernsthafte Gründe für die Befürchtung habe, die Behörden hätten an seiner Festnahme und Be- fragung ein Interesse, verschiedene Aspekte – welche im Wesentlichen durch die vom Urteil E-1866/2015 vom 15. Juli 2016 identifizierten Risiko- faktoren abgedeckt sind (vgl. EGMR, T.N. gegen Dänemark, a.a.O., § 94) – in Betracht gezogen werden. Dabei sei der Umstand zu beachten, dass diese einzelnen Aspekte, auch wenn sie für sich alleine betrachtet möglich- erweise kein "real risk" darstellen, bei einer kumulativen Würdigung diese Schwelle erreichen könnten. 6.2.3 Der Beschwerdeführer konnte nicht glaubhaft darlegen, dass er bei einer Rückkehr in sein Heimatland befürchten müsse, die Aufmerksamkeit der sri-lankischen Behörden in einem flüchtlingsrechtlich re levanten Aus- mass auf sich zu ziehen. Es bestehen deshalb auch keine Anhaltspunkte dafür, dass ihm aus demselben Grund eine menschenrechtswidrige Be- handlung in Sri Lanka droht. Der Vollzug der Wegweisung ist somit zuläs- sig. E-138/2019 Seite 13 6.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann de r Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf- grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me- dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. 6.3.1 Der bewaffnete Konflikt zwischen der s ri-lankischen Regierung und den LTTE ist im Mai 2009 beendet worden. Aktuell herrscht in Sri Lanka weder Krieg noch eine Situation allgemeiner Gewalt. Der Wegweisungs- vollzug in die Nordprovinz ist zumutbar, wenn das Vorliegen der individuel- len Zumutbarkeitskriterien (insbesondere Existenz eines tragfähigen Be- ziehungsnetzes sowie Aussichten auf eine gesicherte Einkommens - und Wohnsituation) bejaht werden kann (vgl. Referenzurteil des B VGer vom 15. Juli 2016 E-1866/2015 E. 13.). 6.3.2 Die Vorinstanz ist ebenso in ihrer Erkenntnis zu stützen, wonach der Vollzug der Wegweisung aufgrund des lebenslangen Wohnsitzes des Be- schwerdeführers in der Nordprovinz, seinem tragfähigen, familiären Bezie- hungsnetz, seiner Arbeitserfahrung als Mitarbeiter seines (…) und die da- mit erleichternden Umstände für einen Wiedereinstieg in Sri Lanka insge- samt zumutbar sei. 6.4 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar. 6.5 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi- gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei- sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 6.6 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 7. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so- wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. E-138/2019 Seite 14 8. 8.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (Art. 65 Abs. 1 VwVG) und um Beiord- nung einer amtlichen Rechtsbeiständin (Art. 110 a AsylG) unbesehen der behaupteten Mittellosigkeit des Beschwerdeführers abzuweisen, da die Beschwerde gemäss den vorstehenden Erwägungen als aussichtlos zu bezeichnen ist und es daher an einer gesetzlichen Voraussetzung zur Ge- währung der unentgeltlichen Prozessführung und der amtlichen Rechtsver- beiständung fehlt. 8.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten von Fr. 750. -- (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent- schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE], SR 173.320.2) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Mit dem vor- liegenden Urteil ist der Antrag auf Verzicht der Erhebung eines Kostenvor- schusses gegenstandslos geworden. (Dispositiv nächste Seite) E-138/2019 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Rechtsverbeiständung wird abgewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale Migrationsbehörde. Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: Roswitha Petry Sarah Diack Versand: