<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00215</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204460&amp;W10_KEY=4467140&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00215</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 15.09.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Abwasserbeseitigung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Anschlusspflicht für Abwasser im Bereich öffentlicher Kanalisationen.<br/>Anwendungsgebot gemäss Art. 191 BV: Die Berücksichtigung des Grundsatzes der Verhältnismässigkeit staatlichen Handelns findet im klaren Wortlaut und Sinn einer bundesgesetzlichen Bestimmung ihre Schranke. Im Bereich öffentlicher Kanalisationen muss das verschmutzte Abwasser in die Kanalisation eingeleitet werden. Eine Befreiung von dieser Anschlusspflicht ist nur in den gesetzlich vorgesehenen Sonderfällen möglich. Eine Härtefallpraxis, die weitere Ausnahmen von der Anschlusspflicht gestatten würde, ist nach dem revidierten Gewässerschutzgesetz (GSchG) nicht mehr möglich (E. 3.1-3.5).<br/>Die Abwägung zwischen öffentlichem und privatem Interesse an der Anschlusspflicht im Bereich öffentlicher Kanalisationen hat der Gesetzgeber verbindlich getroffen; zu prüfen bleibt lediglich die Eignung und Erforderlichkeit der angeordneten Massnahme (E. 3.6).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANSCHLUSSPFLICHT">ANSCHLUSSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANWENDUNGSGEBOT">ANWENDUNGSGEBOT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: GEWÃSSERSCHUTZ">GEWÃSSERSCHUTZ</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 191 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 11 Abs. 1 GSchG</span><br/><span class="gerade">Art. 11 Abs. 2 GSchG</span><br/><span class="ungerade">Art. 12 GSchG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2004 Nr. 84 S. 165</span><br/><span class="ungerade">URP 2005 Nr. 25 S. 373</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Der Gemeinderat X hatte der Firma A als Bauherrin am 24. April 2001 die Baubewilligung fÃ¼r den Neubau von 10 DoppeleinfamilienhÃ¤usern an der Q-strasse erteilt. B ist EigentÃ¼mer des auf dem BaugrundstÃ¼ck Kat.Nr. 01 liegenden Bauernhauses Vers.Nr. 10. Am 16. April 2002 teilte der Bauausschuss des Gemeinderats B sodann mit, dass dieses GebÃ¤ude im kommunalen Inventar der Schutzobjekte der Gemeinde X verzeichnet sei. </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Mit Beschluss vom 24. September 2002 traf der Gemeinderat X weitere Anordnungen baurechtlicher Natur. Dazu forderte er B in Dispositiv-Ziffer 2.2 auf, die Abwassersammelgrube (Jauchegrube) der Liegenschaft fachgerecht vollstÃ¤ndig auszupumpen und den ausgepumpten Inhalt umweltgerecht zu entsorgen; weiter sei die Grube auf Undichtigkeit zu prÃ¼fen und nÃ¶tigenfalls abzudichten, damit kein weiteres Abwasser in den Boden versickern kÃ¶nne. Zur BegrÃ¼ndung wies der Gemeinderat darauf hin, dass das GebÃ¤ude nicht an die Ã¶ffentliche Kanalisation angeschlossen sei; es bestehe der Verdacht, dass die Abwassersammelgrube durch den Bewohner der Liegenschaft unsachgemÃ¤ss benÃ¼tzt werde und undichte Stellen aufweise.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>B und die Firma A rekurrierten gegen diesen Beschluss des Gemeinderats X an die Baurekurskommission II des Kantons ZÃ¼rich mit dem Begehren, den angefochtenen Entscheid ersatzlos aufzuheben. Die Baurekurskommission trat auf den Rekurs gegen Dispositiv-Ziffer 2.2. des gemeinderÃ¤tlichen Beschlusses nicht ein und Ã¼berwies die Sache diesbezÃ¼glich an den Bezirksrat Z. </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>WÃ¤hrend laufendem Rekursverfahren wurden die Gruben (effektiv sind es deren zwei) ausgepumpt und der Inhalt entsorgt. Dabei stellte sich heraus, dass die beiden Gruben und die ÃberlÃ¤ufe undicht waren. Der Bezirksrat wies den Rekurs am 1. April 2004 betreffend die Sanierung der Abwassersammelgruben nach zwischenzeitlicher Sistierung ab; dabei Ã¤nderte er Dispositiv-Ziffer 2.2. des gemeinderÃ¤tlichen Beschlusses allerdings in dem Sinn, dass er B anwies, das Abwasser von WaschkÃ¼che, WC und KÃ¼che, unter Auslassung der Gruben, direkt dem bestehenden Schmutzwasseranschluss zuzuleiten. Zudem wurde der Gemeinderat X eingeladen, B dafÃ¼r eine angemessene Frist anzusetzen unter Androhung der Ersatzvornahme.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Bereits am 17. Dezember 2002 hatte der Gemeinderat X beschlossen, das GebÃ¤ude aus dem kommunalen Inventar der Schutzobjekte zu entlassen. Auf den vom Bewohner des GebÃ¤udes eingereichten Rekurs trat die Baurekurskommission II nicht ein. Die dagegen eingereichte Beschwerde wies das Verwaltungsgericht mit Entscheid vom 10. MÃ¤rz, versandt am 19. April 2004, ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Gegen den Entscheid des Bezirkrats vom 1. April 2004 gelangten die Firma A und B mit Beschwerde vom 10. Mai 2004 an das Verwaltungsgericht. Darin beantragten sie, den angefochtenen Beschluss sowie Dispositiv-Ziffer 2.2. des Gemeinderatsbeschlusses vom 24. September 2002, soweit nicht ohnehin gegenstandslos geworden, aufzuheben. Zudem verlangten sie eine angemessene UmtriebsentschÃ¤digung fÃ¼r Rekurs- und Beschwerdeverfahren.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Der Bezirksrat und der Gemeinderat von X beantragten, die Beschwerde abzuweisen.</span></p> <p class="Sachverhalt2"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Das Verwaltungsgericht erledigt Streitigkeiten grundsÃ¤tzlich in Dreierbesetzung. Bei einem Streitwert bis zu Fr. 20'000 gilt allerdings die ZustÃ¤ndigkeit des Einzelrichters; in FÃ¤llen von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung kann die Entscheidung aber auch hier der Kammer Ã¼bertragen werden (§ 38 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Strittig ist vorliegend zur Hauptsache die vom Bezirksrat angeordnete Zuleitung der AbwÃ¤sser in den bestehenden Schmutzwasseranschluss. Die Parteivorbringen und Ã¼brigen Akten enthalten keine Angaben Ã¼ber die HÃ¶he der dafÃ¼r mutmasslich anfallenden Kosten. Angesichts des unbestimmten Streitwerts und da die Sache ohnehin von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung ist, wird die Entscheidung durch die Kammer gefÃ¤llt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Gegen Rekursentscheide der BezirksrÃ¤te ist die Beschwerde beim Verwaltungsgericht zulÃ¤ssig (§ 19c Abs. 2 und § 41 VRG; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 26, 28). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Da kein gesetzlicher Ausnahmetatbestand vorliegt und die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>In verfahrensmÃ¤ssiger Hinsicht ersuchten die BeschwerdefÃ¼hrenden, ihnen die Vernehmlassung des Beschwerdegegners zur Stellungnahme, eventuell zur Kenntnisnahme, zuzustellen. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Am 24. Juni 2004 veranlasste das Gericht die Zustellung sowohl der Beschwerdeantwort des Gemeinderats X als auch der Vernehmlassung des Bezirksrats an die BeschwerdefÃ¼hrenden. Damit ist dem Eventualbegehren entsprochen worden. Die beiden Stellungnahmen enthalten keine neuen Vorbringen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrenden; eine weitere KlÃ¤rung des Sachverhalts ist durch einen weiteren Schriftenwechsel sodann nicht zu erwarten. Es besteht deshalb kein Anlass, den BeschwerdefÃ¼hrenden eine Frist zur Stellungnahme anzusetzen (vgl. dazu KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 58 N. 9 f.).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Auf das Begehren, "gegebenenfalls ein Augenschein durchzufÃ¼hren und ein Gutachten einzuholen", ist im Rahmen der weiteren ErwÃ¤gungen zurÃ¼ckzukommen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Im Bereich Ã¶ffentlicher Kanalisationen muss das verschmutzte Abwasser in die Kanalisation eingeleitet werden (Art. 11 Abs. 1 des GewÃ¤sserschutzgesetzes vom 24. Januar 1991 [GSchG]). Der Bereich Ã¶ffentlicher Kanalisationen umfasst namentlich die Bauzonen und die weiteren Gebiete, fÃ¼r die eine Kanalisation erstellt worden ist (Art. 11 Abs. 2 lit. a und b GSchG). SonderfÃ¤lle sind in Art. 12 GSchG geregelt; sie betreffen Abwasser, das den Anforderungen an die Einleitung in die Kanalisation nicht entspricht oder fÃ¼r die Behandlung in einer zentralen Abwasserreinigungsanlage ungeeignet ist, sodann nicht verschmutztes Abwasser und schliesslich Abwasser aus Landwirtschaftsbetrieben mit erheblichem Rindvieh- und Schweinebestand.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit dieser Regelung unterscheidet sich das geltende GewÃ¤sserschutzgesetz von der frÃ¼heren Ordnung: GemÃ¤ss Art. 18 Abs. 1 Satz 1 des aufgehobenen GewÃ¤sserschutzgesetzes vom 8. Oktober 1971 (aGSchG) galt zwar auch schon eine allgemeine Anschlusspflicht im Bereich der Kanalisation. Ausnahmsweise jedoch konnte fÃ¼r AbwÃ¤sser, die fÃ¼r die zentrale Reinigung nicht geeignet waren oder fÃ¼r die diese aus anderen wichtigen GrÃ¼nden nicht angezeigt war, eine besondere Art der Behandlung oder Ableitung angeordnet werden (Satz 2). Das Bundesgericht bezeichnete diese gesetzliche Ausnahmeregelung als allgemeines Rechtsinstitut, das bezwecke, im Einzelfall HÃ¤rten und offensichtliche UnzweckmÃ¤ssigkeiten zu beseitigen (BGE 107 Ib 116 E. 2b, 112 Ib 51 E. 5). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Anders als diese altrechtliche Regelung von Art. 18 Abs. 1 aGSchG lÃ¤sst die geltende Ordnung eine Befreiung von der Kanalisationsanschlusspflicht nicht mehr mit einer generellen Ausnahmebestimmung zu, sondern beschrÃ¤nkt sie auf die dargelegten klar umschriebenen SonderfÃ¤lle. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Die Liegenschaft des BeschwerdefÃ¼hrers 2 befindet sich im Bereich der Ã¶ffentlichen Kanalisation. Nahe bei der nordwestlichen Hausecke befindet sich ein Schmutzwasseranschluss. Die Liegenschaft untersteht somit der grundsÃ¤tzlichen Einleitungspflicht gemÃ¤ss Art. 11 GSchG. Sodann liegt kein Sonderfall gemÃ¤ss Art. 12 GSchG vor. Es fragt sich somit, ob im Hinblick auf besondere UmstÃ¤nde ausnahmsweise dennoch keine Einleitungspflicht besteht.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Das Berner Verwaltungsgericht hielt im Jahr 1994 unter BerÃ¼cksichtigung des Inkrafttretens des neuen GewÃ¤sserschutzgesetzes fest, dass der â im Hinblick auf die vormalige generelle Ausnahmeregelung entwickelte â HÃ¤rtefallpraxis, welche unter UmstÃ¤nden aus finanziellen oder Ã¤hnlichen Ãberlegungen zu einer Befreiung von der Anschlusspflicht hat fÃ¼hren kÃ¶nnen, unter neuem Recht keine Bedeutung mehr zukomme (BVR 1996, S. 17 ff., E. 3b/cc). </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Dasselbe Gericht hat diese Formulierung in einem spÃ¤teren Urteil allerdings als zu absolut bezeichnet und deshalb trotz der Gesetzesrevision auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu Art. 18 Abs. 1 aGSchG zurÃ¼ckgegriffen. Dazu fÃ¼hrte das Gericht wesentlich aus, dass die HÃ¤rtefallpraxis nichts anderes als der Ausdruck einer verfassungskonformen Auslegung des Gesetzes sei, kÃ¶nne doch eine vorbehaltlose Anwendung einer allzu strikten Regelung zu unverhÃ¤ltnismÃ¤ssigen und damit verfassungswidrigen Ergebnissen fÃ¼hren (BVR 1999, S. 456 ff., E. 2c, mit Hinweis auf BGE 119 Ia 190 E. 7a). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.4 </span></b><span>Es trifft zu, dass staatliches Handeln im Ã¶ffentlichen Interesse liegen und verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sein muss (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [BV]). Unbeachtet blieb in der neuen Argumentation des Berner Verwaltungsgerichts jedoch Art. 191 BV, wonach Bundesgesetze und VÃ¶lkerrecht fÃ¼r die rechtsanwendenden BehÃ¶rden massgebend sind; tatsÃ¤chlich hatte sich der im Berner Urteil zitierte Bundesgerichtsentscheid 119 Ia 178 denn auch nicht mit einer gesetzlichen Regelung des Bundes zu befassen. <a id="ERW5"></a></span></p> <p class="Erwgung2"><span>GemÃ¤ss Art. 191 BV ist es dem Bundesgericht verwehrt, einem Bundesgesetz mit der BegrÃ¼ndung, es sei verfassungswidrig, die Anwendung zu versagen. Das schliesst die Anwendung allgemein anerkannter Auslegungsprinzipien, besonders der Regel, dass Bundesgesetze verfassungskonform auszulegen sind, zwar nicht aus. Art. 191 BV statuiert in diesem Sinne ein Anwendungsgebot, kein PrÃ¼fungsverbot. Allerdings findet die verfassungskonforme Auslegung â auch bei festgestellter Verfassungswidrigkeit â im klaren Wortlaut und Sinn einer Gesetzesbestimmung ihre Schranke (</span><span>BGE 129 II 249 E. 5.4, 123 II 9 E. 2, je mit Hinweisen; vgl. zur neuen Bundesverfassung: Botschaft zur BV, BBl 1997 I 428 f. sowie Ulrich HÃ¤felin/Walter Haller, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 5. A., ZÃ¼rich 2001, N. 2086 ff.).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.5 </span></b><span>Mit der Streichung von "wichtigen GrÃ¼nden" als allgemeinem Ausnahmetatbestand (Art. 18 Abs. 1 Satz 2 aGSchG) hat der Gesetzgeber deutlich zum Ausdruck gebracht, dass in Bauzonen und in Gebieten, fÃ¼r die eine Kanalisation erstellt ist, eine Anschlusspflicht â abgesehen von den SonderfÃ¤llen gemÃ¤ss Art. 12 GSchG â stets zu bejahen ist. Eine ÃberprÃ¼fung von ZweckmÃ¤ssigkeit und Zumutbarkeit des Anschlusses besteht nur ausserhalb von Bauzone und anderen Gebieten, fÃ¼r welche eine Kanalisation erstellt ist (Art. 11 Abs. 2 lit. c GSchG). Es ist somit in Ãbereinstimung mit dem klaren Gesetzeswortlaut davon auszugehen, dass verschmutztes Abwasser im Bereich der Ã¶ffentlichen Kanalisation â abgesehen von den in Art. 12 GSchG namentlich aufgefÃ¼hrten AusnahmetatbestÃ¤nden â in die Kanalisation geleitet werden muss. Es entspricht im Ãbrigen allgemeiner Rechtsprechung, dass eine Ausnahmebewilligung nur aufgrund einer ausdrÃ¼cklichen Vorschrift erteilt werden kann (vgl. Max Imboden/RenÃ© A. Rhinow, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Bd. I, Allgemeiner Teil, Basel und Frankfurt am Main 1986, Nr. 37 B II, S. 226; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich etc. 2002, Rz. 2539). Selbstredend vermag an dieser Regelung auch § 20 Abs. 2 des kantonalen EinfÃ¼hrungsgesetzes zum GewÃ¤sserschutzgesetz vom 8. Dezember 1974 (LS 711.1) nichts zu Ã¤ndern. Zwar kÃ¶nnte diese Bestimmung dahin gehend verstanden werden, dass sie in selbstÃ¤ndiger Weise Ausnahmen von der Anschlusspflicht vorsehen will. Als kantonales Recht hat die Norm jedoch von vornherein der Regelung im Bundesgesetz zu weichen (vgl. etwa HÃ¤felin/Haller, Rz. 1173 ff.).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.6 </span></b><span>Vor dem Hintergrund dieser Rechtslage fragt sich sodann, inwieweit die angefochtene Anordnung trotz Art. 191 BV auf Ãbereinstimmung mit dem verfassungsmÃ¤ssigen Gebot zu verhÃ¤ltnismÃ¤ssigem Handeln Ã¼berprÃ¼ft werden kann. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.6.1 </span></b><span>Mit der Regelung gemÃ¤ss Art. 11 Abs. 1 und 2 lit. a und b GSchG hat der Gesetzgeber die InteressenabwÃ¤gung als einem Teilaspekt des VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsgrundsatzes (dazu HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 613 ff.) vorweggenommen. Im Bereich der Bauzone und weiterer Gebiete, fÃ¼r die eine Kanalisation erstellt ist, bleibt kein Raum mehr fÃ¼r eine AbwÃ¤gung zwischen Ã¶ffentlichem und privatem Interesse. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.6.2 </span></b><span>PrÃ¼fen lÃ¤sst sich jedoch unter dem Aspekt der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit, ob der angestrebte Zweck, nÃ¤mlich die Einleitung des verschmutzten Abwassers in die Kanalisation, mit der konkret angeordneten Massnahme Ã¼berhaupt erreicht werden kann (Geeignetheit der Massnahme [dazu HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 587 ff.]). Ferner kann sich die Frage stellen, ob allenfalls eine mildere, aber gleich geeignete Massnahme fÃ¼r den angestrebten Erfolg, hier also fÃ¼r die Einleitung des Abwassers in die Kanalisation, ausreichen wÃ¼rde (Erforderlichkeit der Massnahme [dazu HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 591 ff.]).</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.6.3 </span></b><span>Dass die strittige Anordnung geeignet ist, bestreiten die BeschwerdefÃ¼hrenden sinngemÃ¤ss mit ihrem Hinweis auf den Bericht der Firma H AG vom 1. Oktober 2003. Danach ist es fraglich, ob bei dem geringen Wasserverbrauch das Abschwemmen der Schmutzstoffe gewÃ¤hrleistet ist. Hieraus lÃ¤sst sich allerdings nicht auf eine fehlende Eignung der angeordneten Massnahme schliessen. Wenn zwar aufgrund der zu erwartenden geringen Abwassermenge ein Verbleib gewisser Schadstoffe in den Leitungen offenbar als mÃ¶glich erscheint, so Ã¤ndert dies nichts daran, dass die Leitungen das bisherige Versickern des Abwassers aus den undichten Gruben verhindern. Im Ãbrigen kann ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass sich allenfalls zurÃ¼ckbleibende Schadstoffe mittels periodischer SpÃ¼lungen durchaus abschwemmen lassen werden. Die Anordnung lÃ¤sst sich demnach aus technischer Sicht nichts als ungeeignet bezeichnen.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.6.4 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen in diesem Zusammenhang sinngemÃ¤ss geltend, dass die Liegenschaft zum sofortigen Abbruch bestimmt sei. Offensichtlich jedoch ist der bisherige Bewohner M nicht bereit, die Liegenschaft zu verlassen. Wie das Verwaltungsgericht bereits im Entscheid vom 10. MÃ¤rz 2004 unter anderem erwÃ¤hnte, kÃ¶nnte sich M, soweit der Zivilrichter das RechtsverhÃ¤ltnis als Miete qualifizieren wÃ¼rde, gegen die KÃ¼ndigung zur Wehr setzen und gegebenenfalls eine Erstreckung verlangen. Ist demnach mit einer sofortigen RÃ¤umung der Liegenschaft nicht zu rechnen, erweist sich der angeordnete Leitungsbau auch aus zeitlicher Sicht als geeignete Massnahme.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.6.5 </span></b><span>Sodann lÃ¤sst sich das Verbleiben von M in der Liegenschaft â entgegen der Meinung der BeschwerdefÃ¼hrenden â nicht von vornherein als illegal bezeichnen. Ob der Verbleib vertragswidrig ist, wird Gegenstand eines allfÃ¤lligen Zivilverfahrens sein. Vor diesem Hintergrund besteht fÃ¼r die VerwaltungsbehÃ¶rde keine genÃ¼gende Grundlage, um M entsprechend den AusfÃ¼hrungen in der Beschwerdeschrift zu befehlen, die Abwassersammelgruben nicht mehr zu benÃ¼tzen oder einen Schmutzwasseranschluss auf seine Kosten vorzunehmen. Die von den BeschwerdefÃ¼hrenden beantragten AbklÃ¤rungen zum Zustand der Liegenschaft und zur Haltung der GemeindebehÃ¶rden in der Auseinandersetzung zwischen ihnen und M sind daher entbehrlich. Ob dem GrundeigentÃ¼mer anfallende Kosten schliesslich auf M Ã¼berwÃ¤lzt werden kÃ¶nnen, ist â wie dies bereits die Vorinstanz festhielt â nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.6.6 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden scheinen sodann die Ansicht zu vertreten, dass der Leitungsbau wegen seiner hohen Kosten zu unterbleiben habe. Damit zielen die BeschwerdefÃ¼hrenden jedoch auf eine AbwÃ¤gung zwischen den Ã¶ffentlichen und ihren privaten finanziellen Interessen. Wie gesehen hat der Bundesgesetzgeber diese AbwÃ¤gung mit der gesetzlichen Regelung jedoch bereits zugunsten des Ã¶ffentlichen Interesses entschieden. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Hohe Kosten kÃ¶nnten dann relevant sein, wenn eine preisgÃ¼nstigere LÃ¶sung als mildere Massnahme in Frage kÃ¤me. Eine preisgÃ¼nstigere LÃ¶sung zur Einleitung des Abwassers in die Kanalisation wird in der Beschwerde jedoch nicht aufgezeigt noch ist eine solche ersichtlich. Es besteht daher kein Anlass, die mutmasslichen Kosten durch ein Gutachten abzuklÃ¤ren.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.7 </span></b><span>Soweit die strittige Anordnung Ã¼berprÃ¼ft werden kann, lÃ¤sst sich demnach keine Verletzung des VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsgrundsatzes oder einer anderen Norm erblicken. Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde im Hauptpunkt.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden weisen darauf hin, dass die beiden Abwassersammelgruben am 30. September 2004 (recte: 2003) ausgepumpt und die AbwÃ¤sser fachgerecht entsorgt wurden. TatsÃ¤chlich ist die erstinstanzliche Anordnung dadurch im Verlauf des Rekursverfahrens teilweise erfÃ¼llt worden. Die Vorinstanz trat deshalb "auf die diesbezÃ¼glichen AusfÃ¼hrungen nicht mehr" ein.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit ErfÃ¼llung dieser Verpflichtung ist das Rekursverfahren â wie die BeschwerdefÃ¼hrenden mit Recht geltend machen â bezÃ¼glich Dispositiv-Ziffer 2.2 Satz 1 des erstinstanzlichen Beschlusses gegenstandslos geworden. Dementsprechend hÃ¤tte der Rekurs in diesem Punkt entgegen Dispositiv-Ziffer I Abs. 1 des angefochtenen Entscheids nicht abgewiesen werden dÃ¼rfen, sondern als gegenstandslos abgeschrieben werden mÃ¼ssen. Dies fÃ¼hrt insoweit zu einer Gutheissung der Beschwerde (vgl. etwa VGr, 9. Juli 2003, <a id="GA_GESCH_NR">VB.2003.00029</a>, E. 2b, www.vgrzh.ch). Es wird zu prÃ¼fen sein, ob deswegen die von der Vorinstanz vorgenommene Kostenverlegung abzuÃ¤ndern ist (dazu hin­ten E. 5.1).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Der Bezirksrat hat die erstinstanzliche Anordnung, soweit sie im Zeitpunkt des Endentscheids noch strittig war, abgeÃ¤ndert: Statt der Verpflichtung, undichte Gruben abzudichten, ordnete er wie gesehen an, das Abwasser unter Auslassung der Gruben direkt dem bestehenden Schmutzwasseranschluss zuzuleiten. Diese Ãnderung erfolgte gestÃ¼tzt auf den Bericht der Firma H AG, welcher den Leitungsbau als die finanziell gÃ¼nstigere LÃ¶sung vorgeschlagen hatte. Indem der Bezirksrat die erstinstanzliche Anordnung durch eine mildere ersetzte, erscheinen die BeschwerdefÃ¼hrenden im Rekursverfahren materiell als teilweise obsiegende Parteien. Insoweit hÃ¤tte die mit Dispositiv-Ziffer I Abs. 2 des angefochtenen Entscheids vorgenommene AbÃ¤nderung der erstinstanzlichen VerfÃ¼gung unter teilweiser Gutheissung des Rekurses erfolgen sollen. Auch diesbezÃ¼glich werden allfÃ¤llige Auswirkungen auf die vorinstanzliche Kostenverlegung nachfolgend zu prÃ¼fen sein.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Mehrere am Verfahren Beteiligte tragen die Kosten in der Regel entsprechend ihrem Unterliegen (§ 13 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b>Mangels einer Vorschrift im Verwaltungsrechtspflegegesetz Ã¼ber die Kostenfolge bei Gegenstandslosigkeit wendet die verwaltungsgerichtliche Praxis § 65 Abs. 1 der Zivilprozessordnung vom 13. Juni 1976 analog an (RB 1977 Nr. 6); dementsprechend entscheidet das Gericht nach Ermessen, wobei es unter anderem in Betracht zieht, wer die Gegen-standslosigkeit bzw. das gegenstands­los gewordene Verfahren verursacht hat oder welche Partei vermutlich obsiegt hÃ¤tte. Die Kosten kÃ¶nnen aber auch â insbesonde­re bei Versagen der erwÃ¤hnten Kriterien â nach anderweitiger Billigkeit verlegt werden (VGr, 9. Juli 2003, <span>VB.2003.00029, </span>E. 6a; 30. April 2003, VB.2003.00053, E. 2 Abs. 1; 9. April 2003, VB.2002.00409, E. 5a [jeweils unter www.vgrzh.ch]; vgl. auch KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 19). </p> <p class="Urteilstext"><span>Wie gesehen, sind die BeschwerdefÃ¼hrenden der Verpflichtung, die Abwassersammelgrube auszupumpen, den Inhalt zu entsorgen und die Grube auf Undichtigkeit zu Ã¼berprÃ¼fen, nachgekommen. Sie erscheinen daher als Verursacher der Gegenstandslosigkeit. Zudem besteht kein Anlass, um an der Berechtigung der erstinstanzlichen Anordnung zu zweifeln. Es kann deshalb davon ausgegangen werden, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden in diesem Punkt unterlegen wÃ¤ren. Die Annahme einer teilweisen Gegenstandslosigkeit des Verfahrens vor Bezirksrat hat somit keinen Einfluss auf die dortige Kostenverlegung. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b><span>Anders erscheint die Rechtslage mit Bezug auf die vom Bezirksrat vorgenommene AbÃ¤nderung der erstinstanzlichen Anordnung; diese hÃ¤tte wie erwÃ¤hnt zu einer teilweisen Gutheissung des Rekurses fÃ¼hren mÃ¼ssen. Die Befreiung des BeschwerdefÃ¼hrers 2 von der offenbar aufwÃ¤ndigen Sanierung der Gruben ist sodann von einiger Relevanz, so dass das teilweise Unterliegen des Gemeinderats bei der Kostenverteilung â auch unter BerÃ¼cksichtigung des der Rekursinstanz zustehenden Ermessens â nicht ausser Acht gelassen werden kann. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.3 </span></b><span>Es rechtfertigt sich daher, die Kosten des Rekursverfahrens in AbÃ¤nderung von Dispositiv-Ziffer II des angefochtenen Entscheids den BeschwerdefÃ¼hrenden zu je 3/8 und dem Beschwerdegegner zu 1/4 aufzuerlegen. Auch insoweit ist die Beschwerde gutzuheissen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.4 </span></b><span>Ein Anspruch auf EntschÃ¤digung besteht fÃ¼r die im Rekursverfahren Ã¼berwiegend unterlegenen BeschwerdefÃ¼hrenden nicht (vgl. § 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Im Verfahren vor Verwaltungsgericht obsiegen die BeschwerdefÃ¼hrenden nur in Nebenpunkten, nÃ¤mlich bezÃ¼glich der angefochtenen Kostenverlegung teilweise sowie mit ihren Einwendungen bezÃ¼glich der vorinstanzlichen Erledigungsform. DemgegenÃ¼ber unterliegen sie in der Hauptsache. Es rechtfertigt sich daher, ihnen unter solidarischer Haftung je 9/20 und dem Beschwerdegegner 1/10 der Gerichtskosten aufzuerlegen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Als weitgehend unterliegende Parteien haben die BeschwerdefÃ¼hrenden auch im Verwaltungsgerichtsverfahren keinen Anspruch auf EntschÃ¤digung.</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span> DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird im Sinn der ErwÃ¤gungen teilweise gutgeheissen und Dispositiv-Ziffer II des Beschlusses des Bezirksrats Meilen vom 1. April 2004 dahingehend abgeÃ¤ndert, dass die Kosten des Rekursverfahrens zu je 3/8 der Firma A und B (unter subsidiÃ¤rer Haftung fÃ¼reinander) sowie zu 1/4 dem Gemeinderat X auferlegt werden. Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden unter solidarischer Haftung fÃ¼r- einander zu je 9/20 sowie dem Beschwerdegegner zu 1/10 auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Einzug2">6. Mitteilung anâ¦</p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>