<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2023-12-28-2C_697-2023.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2C_697/2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 28. Dezember 2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Aubry Girardin, Präsidentin, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Quinto. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatssekretariat für Migration, </div> <div class="para">Quellenweg 6, 3003 Bern, </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Wegweisung Dublin (Ausländerrecht), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des </div> <div class="para">Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung VI, </div> <div class="para">vom 11. Dezember 2023 (F-5677/2023). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> A.________ (geb. 1982), aus Ägypten, ersuchte am 31. Januar 2023 in der Schweiz um Asyl, wobei sich ergab, dass er unter anderem bereits am 30. Dezember 2022 in Frankreich einen Asylantrag gestellt hatte. Im Rahmen des Verfahrens betreffend die Zuständigkeit zur Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens gemäss der Dublin-III-Verordnung (Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist) erklärte sich Frankreich schliesslich gemäss Mitteilung vom 10. August 2023 bereit, A.________ gestützt auf Art. 18 Abs. 1 lit. b Dublin-III-Verordnung wieder aufzunehmen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> Mit Verfügung vom 23. August 2023 wies das Staatssekretariat für Migration (SEM) A.________ gestützt auf <span class="artref">Art. 64a Abs. 1 AIG</span> nach Frankreich weg. Die entsprechende Wegweisungsverfügung wurde am 25. August 2023 direkt A.________ zugestellt (wobei sich die Eröffnung nachträglich als mangelhaft erweisen sollte, vgl. E. 1.3 nachfolgend). Auf eine dagegen gerichtete Beschwerde vom 4. Oktober 2023 trat das Bundesverwaltungsgericht wegen verspäteter Eingabe mit Urteil vom 9. Oktober 2023 nicht ein. Eine gegen letztgenanntes Urteil eingereichte, als "Beschwerde" bezeichnete Eingabe, nahm das Bundesverwaltungsgericht als Revisionsgesuch entgegen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.3.</b> Wie sich im Rahmen des Revisionsverfahrens vor Bundesverwaltungsgericht herausstellte, war A.________ vom 4. Juli bis 4. Oktober 2023 anwaltlich vertreten gewesen, was aktenkundig war. Die genannte Wegweisungsverfügung vom 23. August 2023 hätte demnach dem Rechtsvertreter von A.________ zugestellt werden müssen. Das vorgenannte Revisionsgesuch wurde deshalb vom Bundesverwaltungsgericht wegen mangelhafter Eröffnung mit Urteil vom 11. Dezember 2023 gutgeheissen und das Nichteintretensurteil des Bundesverwaltungsgericht vom 9. Oktober 2023 aufgehoben. In der Folge wurde das ursprünglich mit Beschwerde vom 4. Oktober 2023 (an das Bundesverwaltungsgericht) eingeleitete Beschwerdeverfahren vom Bundesverwaltungsgericht wieder aufgenommen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.4.</b> In der Sache wurde die Beschwerde von 4. Oktober 2023 mit Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 11. Dezember 2023 abgewiesen, wobei das Bundesverwaltungsgericht insbesondere erwog, der Wegweisungsverfügung (gestützt auf <span class="artref">Art. 64a AIG</span>; Wegweisung nach Frankreich) stünden keine Vollzugshindernisse gemäss Art. 83 Abs. 1 bis Abs. 4 AIG entgegen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Mit einer als "Beschwerde" bezeichneten Eingabe vom 21. Dezember 2023 an das Bundesgericht, "Gegen das Urteil vom 11. Dezember 2023", beantragt A.________ (Beschwerdeführer) "1. Die Beschwerde sei gutzuheissen; 2. Stoppen und Abbrechen der ausgestellten Entscheidung Der Bundesverwaltungsgericht verfahren und der Urteile vom 11. Dezember 2023; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin [Bundesverwaltungsgericht]." Ausserdem ersucht der Beschwerdeführer um unentgeltliche Rechtspflege, insbesondere um Beiordnung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters. </div> <div class="para">Es wurden keine weiteren Instruktionsmassnahmen angeordnet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.1.</b> Das Bundesgericht prüft seine Zuständigkeit von Amtes wegen und mit freier Kognition (<span class="artref">Art. 29 Abs. 1 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=27.12.2023&amp;to_date=15.01.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F148-I-160%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page160">BGE 148 I 160</a> E. 1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.2.</b> Gemäss <span class="artref">Art. 83 lit. c Ziff. 4 BGG</span> ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen Entscheide auf dem Gebiet des Ausländerrechts betreffend die Wegweisung unzulässig. Diese Ausnahme umfasst auch Wegweisungsentscheide gestützt auf Art. 64 bis <span class="artref">Art. 64f AIG</span> (vgl. FLORENCE AUBRY GIRARDIN, in: Commentaire LTF, 3. Aufl. 2022, N. 60 zu <span class="artref">Art. 83 BGG</span>). Die vorliegende Streitigkeit betrifft die Wegweisung gestützt auf <span class="artref">Art. 64a AIG</span> und wird demnach von der Ausnahme gemäss <span class="artref">Art. 83 lit. c Ziff. 4 AIG</span> erfasst (vgl. Urteile 2C_391/2023 vom 14. Juli 2023 E. 3.2; 2C_984/2021 vom 13. Dezember 2021 E. 2). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.3.</b> Ausserdem steht auch die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gegen Urteile des Bundesverwaltungsgerichts nicht offen (<span class="artref">Art. 113 BGG</span> e contrario). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.1.</b> Auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde ist mit Entscheid der Abteilungspräsidentin als Einzelrichterin im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.2.</b> Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege, insbesondere unentgeltliche Verbeiständung, ist zufolge Aussichtslosigkeit des Rechtsmittels abzuweisen (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/64/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/64/1" type="start"></artref>Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/64/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref>). Aufgrund der Umstände wird jedoch auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG</span>). Es sind keine Parteientschädigungen geschuldet (<span class="artref">Art. 68 Abs. 3 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt die Präsidentin:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung VI, mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 28. Dezember 2023 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: F. Aubry Girardin </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: C. Quinto </div> </div></body></html>