<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, ob es zweckmässig ist, Massnahmen treffen, um die Gesundheit von Kindern vor der Belastung durch synthetische Pestizide zu schützen. Zudem soll ein Bericht zu diesem Thema vorgelegt werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>In seiner Antwort auf die Interpellation 20.3767 Baumann erläuterte der Bundesrat, dass es in der zitierten Studie des Kantons Bern nur teilweise möglich war, einen Zusammenhang zwischen den regionalen Unterschieden betreffend das Auftreten der Tumore und den in der Studie untersuchten Faktoren nachzuweisen.</p><p>Ausserdem wurden die Pflanzenschutzmittel in dieser Studie nicht als Einflussfaktoren untersucht. Diese Produkte wurden zwar als ein weiterer Faktor genannt, der bei regionalen Unterschieden eine Rolle spielen könnte, sie wurden aber in dieser Studie nicht mitanalysiert.</p><p>Asthma ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Bronchien, die sich durch Atemnot, Husten, pfeifendes Atmen und manchmal durch permanente Atembeschwerden äussert. Asthma wird durch eine Kombination aus einer genetischen Veranlagung für Allergien und aus Umweltfaktoren wie beispielsweise Pollen, Milben, Tierschuppen und -haare, Schaben, Schimmel, Rauch oder Schadstoffe verursacht. Unter dem Namen "Schweizer Gesundheitsstudie - Pilotphase" wurde 2020 eine Pilotstudie für ein landesweites Projekt im Bereich Human Biomonitoring (HBM) gestartet. In diesem Projekt wird der Wirkstoffgehalt in biologischen Proben gemessen und mit Gesundheitsdaten verknüpft. Dieses Projekt ist allerdings auf die allgemeine erwachsene Bevölkerung ausgerichtet und erlaubt in der gegenwärtigen Form keine Rückschlüsse auf Lungenerkrankungen bei Kindern, die in der Nähe von Ausbringungsgebieten wohnen. Aufgrund der grossen Zahl von Faktoren, die eine Asthmaerkrankung hervorrufen können, wird eine solche Studie derzeit nicht in Betracht gezogen.</p><p>Seit 2017 werden im Rahmen der Produktebewertung auch die Risiken für Nebenstehende sowie Anwohnerinnen und Anwohner berücksichtigt und gegebenenfalls Abstandsauflagen festgelegt. Da auch Naturstoffe eine Asthmaerkrankung auslösen können, ist es nicht angebracht, eine Studie über die Auswirkungen des Einsatzes von Produkten, die für die Verwendung in der biologischen Landwirtschaft in der Nähe von bewohnten Gebieten zugelassen sind, durchzuführen.</p><p>Schliesslich schlägt der Bundesrat in seiner Botschaft zur Weiterentwicklung der Agrarpolitik ab 2022 (AP22+) vor, die Gewährung von Direktzahlungen an die Verwendung von Behandlungsmethoden zu knüpfen, die die Abdrift um 75 Prozent reduzieren. Diese generelle Massnahme wird die Exposition in Wohngebieten deutlich verringern.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.