<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SR.2021.00021</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=221980&amp;W10_KEY=13013469&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SR.2021.00021</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.12.2021</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Steuersicherung (Staats- und Gemeindesteuern 2010, 2020, 2021)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Die Rekurrentin wehrt sich gegen die Sicherstellungsverfügung, da sie kein Vermögen habe, ihr Pensionskassenguthaben nicht zu Tilgung ihrer Steuerschulden verwendet werden dürfe und sie die Schweiz nun dennoch nicht definitiv verlassen möchte.] Es ist vom Bestand einer Steuerforderung gegenüber der Rekurrentin auszugehen, für die von ihr grundsätzlich Sicherstellung verlangt werden kann (E. 2.3). Das Gemeindesteueramt besitzt einen Verlustschein gegenüber der Rekurrentin, weshalb eine Steuergefährdung vorliegt. Es ist nicht mehr erheblich, ob sie aus der Schweiz wegzieht oder doch hierbleibt. Das Verwaltungsgericht ist zur Prüfung der Rechtmässigkeit der Verarrestierung des Pensionskassenguthabens nicht zuständig (E. 2.5). Abweisung des Rekurses. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=55739" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">SR.2021.00021</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>des Einzelrichters</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">22. Dezember 2021</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter Andreas Frei, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Rekurrentin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. Kanton ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. Gemeinde B,</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>beide vertreten durch das Steueramt der Gemeinde B, <a id="BT_Z_PLZ_N"></a></span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Rekursgegnerschaft, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Steuersicherung <br/> (Staats- und Gemeindesteuern 2010, 2020, 2021),</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">zieht der Einzelrichter in ErwÃ¤gung: </p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Mit SicherstellungsverfÃ¼gung vom 10. November 2021 forderte das Steueramt der Gemeinde B A auf, den Betrag von insgesamt Fr. â¦ zur Deckung des Verlustscheins fÃ¼r die Staats- und Gemeindesteuern 2010 in der HÃ¶he von Fr. â¦, der Staats- und Gemeindesteuern 2020 in der HÃ¶he von Fr. â¦ zusÃ¤tzlich Zinsen von Fr. â¦ bis 7. Oktober 2021 und kÃ¼nftige Zinsen ab 8. Oktober 2021 auf der Grundforderung von Fr. â¦ zu 4,5 % Verzugszins zuzÃ¼glich provisorische Staats- und Gemeindesteuern 2021 in der HÃ¶he von Fr. â¦. sowie mutmasslich geschuldete Staats- und Gemeindesteuern 2021 samt Zins von Fr. â¦ (separate Jahressteuer, gesondert besteuerte Kapitalleistung aus Vorsorge) und mutmassliche Verfahrenskosten von Fr. 1'841.50.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Mit Rekurs vom 12. November 2021 beantragte A dem Verwaltungsgericht, es sei die SicherstellungsverfÃ¼gung aufzuheben und es sei von der Erhebung von Gerichtskosten abzusehen. Am 22. November 2021 reichte das Steueramt der Gemeinde B eine Rekursantwort ein und beantragte die Abweisung des Rekurses, unter Koste- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten von A. A reichte am 26. November 2021 eine Vernehmlassung ein. </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die Rekurrentin bringt vor, sie verfÃ¼ge Ã¼ber kein VermÃ¶gen. Nach ihrer Pensionierung werde sie eine kleine AHV-Rente erhalten. Das Pensionsguthaben betrage ca. Fr. â¦. Sie wolle sich dieses auszahlen lassen, um in ihrer Heimat Land C leben zu kÃ¶nnen. In der Schweiz wÃ¤re sie auf ErgÃ¤nzungsleistungen angewiesen. Das angesparte Guthaben habe nicht den Zweck, Steuerschulden zu bezahlen. In ihrer Vernehmlassung gibt die Rekurrentin neu an, dass sie die Schweiz nicht definitiv verlassen werde. Sie werde ihr Heimatland ferienhalber besuchen und in die Schweiz zurÃ¼ckkehren. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Hat die steuerpflichtige Person keinen Wohnsitz in der Schweiz oder erscheint die Bezahlung der von ihr geschuldeten Steuer als gefÃ¤hrdet, kann das Gemeindesteueramt oder das kantonale Steueramt auch vor der rechtskrÃ¤ftigen EinschÃ¤tzung bzw. Veranlagung die Sicherstellung des mutmasslich geschuldeten Steuerbetrags verlangen (§ 181 Abs. 1 Satz 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 [StG]). Die Sicherstellung setzt somit kumulativ den Bestand einer Steuerforderung sowie einen GefÃ¤hrdungstatbestand voraus. Bei der ÃberprÃ¼fung einer SicherstellungsverfÃ¼gung beschrÃ¤nkt sich das Verwaltungsgericht auf eine Prima-facie-WÃ¼rdigung der tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse. Diese provisorische und vorfrageweise PrÃ¼fung bezieht sich sowohl auf Bestand und Umfang der Steuerschuld als auch auf das Vorliegen eines GefÃ¤hrdungstatbestands (VGr, 18. August 2017, SR.2017.00019, E. 2.3; <span>VGr, 21. Juli 2015, SR.2015.00012, E. 2</span>). </p> <p class="Erwgung2">Die Sicherstellung setzt weder eine definitive oder fÃ¤llige Steuer- oder Nachsteuerfestsetzung voraus, noch muss die Steuerschuldnerin vor Erlass einer SicherstellungsverfÃ¼gung benachrichtigt oder gemahnt werden. Vielmehr reicht es aus, dass bereits in einer provisorischen Rechnung oder noch nicht rechtskrÃ¤ftigen VerfÃ¼gung die mutmasslich geschuldete Steuer oder Nachsteuer festgesetzt worden ist bzw. der sicherzustellende Steuerbetrag und dessen FÃ¤lligkeit zumindest glaubhaft erscheint (Felix Richner et al., Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, 4. A., ZÃ¼rich 2021, § 181 StG N. 6, mit Hinweisen; VGr, 12. September 2017, SR.2017.00027, E. 4.2 [nicht auf www.vgrzh.ch verÃ¶ffentlicht]). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die Steuerforderung der Steuerperiode 2010 ist als Verlustscheinforderung verurkundet, was von der Rekurrentin auch nicht in Abrede gestellt wird. Eine zwischenzeitlich erfolgte RÃ¼ckzahlung der Verlustscheinforderungen wird von der Rekurrentin weder glaubhaft gemacht noch behauptet. Ebenso wenig stellt sie HÃ¶he und Bestand der noch nicht rechtskrÃ¤ftig eingeschÃ¤tzten (mutmasslichen) Staats- und Gemeindesteuern infrage. Damit ist vom Bestand einer Steuerforderung gegenÃ¼ber der Rekurrentin auszugehen, fÃ¼r die von ihr grundsÃ¤tzlich Sicherstellung verlangt werden kann (vgl. auch BGr, 25. September 2003, 2A.59/2003, E. 3.2; VGr, 20. Juni 2018, SR.2018.00004, E. 3.2).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Das Steueramt der Gemeinde B begrÃ¼ndet die SteuergefÃ¤hrdung damit, dass die Rekurrentin per 31. Dezember 2021 plane aus der Schweiz wegzuziehen. Zudem liege fÃ¼r die Steuerperiode 2010 ein Verlustschein vor und habe sie eine Abtretungsvereinbarung bezÃ¼glich der bevorstehenden Auszahlung des Pensionskassengeldes der Pensionskasse D nicht unterzeichnet. Es liege deshalb eine SteuergefÃ¤hrdung vor. Sodann treffe nicht zu, dass das Pensionskassenguthaben nicht zur Deckung von Steuerschulden herangezogen werden kÃ¶nne, da AnsprÃ¼che auf Pensionkassenleistungen gemÃ¤ss Art. 92 Abs. 1 Ziff. 10 Bundesgesetz Ã¼ber Schuldbetreibung und Konkurs vom 11. April 1889 (SchKG) gepfÃ¤ndet werden dÃ¼rfe. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Der Sicherstellungsgrund der SteuergefÃ¤hrdung ist dem Arrestgrund nach Art. 271 Abs. 1 Ziff. 2 SchKG nachgebildet, geht aber aufgrund des allgemein gehaltenen Gesetzestexts darÃ¼ber hinaus. Das Gesetz verlangt seinem Wortlaut nach kein bestimmtes steuergefÃ¤hrdendes Verhalten des Steuerschuldners, weshalb es genÃ¼gt, wenn die Bezahlung der Steuerschuld objektiv gefÃ¤hrdet erscheint. Dennoch vermag die Tatsache, dass die Steuerpflichtige aus finanziellen GrÃ¼nden nicht in der Lage ist, die infrage stehenden Steuern zu bezahlen, fÃ¼r sich allein betrachtet keine SteuergefÃ¤hrdung im Sinn von § 181 StG zu bewirken. Die GefÃ¤hrdung muss insofern eine besondere sein, als die Zwangsvollstreckung der Steuerschuld in Gefahr sein muss, was insbesondere dann erfÃ¼llt ist, wenn das vorhandene VermÃ¶gen leicht verwertbar und verschiebbar ist (vgl. RB 2001 Nr. 98 E. 2a, BGr, 8. September 2003, 2A.560/2002, E. 4.1; Richner et al., Art. 169 DBG N. 9; Richner et al., § 181 StG N. 9, je mit zahlreichen Hinweisen).</p> <p class="Urteilstext">Nach Lehre und Rechtsprechung genÃ¼gt es zum Nachweis einer SteuergefÃ¤hrdung, wenn die SteuerbehÃ¶rde Verlustscheine gegenÃ¼ber der Steuerpflichtigen besitzt. Die GefÃ¤hrdung ergibt sich daraus, dass die BehÃ¶rde den Betreibungsweg bereits frÃ¼her erfolglos beschritten hat und ihr deshalb der arrestmÃ¤ssige Zugriff auf neue VermÃ¶genswerte der Schuldnerin zu gestatten ist, damit sie nicht Gefahr lÃ¤uft, bei <span>weiteren Betreibungen wiederum lediglich einen Verlustschein zu erwirken (vgl. VGr, 23. August 2017, SR.2017.00018/SR.2017.00021, E. 4.2; VGr, 21. Juli 2015, SR.2015.00012, E. 4.3.3; Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann/Tobias F. Rohner, Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, 4. A., ZÃ¼rich 2021, § 181 N. 17; VGr LU, 12. November 2009, LGVE 2009 II Nr. 23, E. 2a/bb). </span></p> <p class="Urteilstext">Wie sich aus den Akten ergibt, besitzt das Gemeindesteueramt einen Verlustschein gegenÃ¼ber der Rekurrentin, nachdem es die Staats- und Gemeindesteuern 2010 auf dem Betreibungsweg hat einfordern mÃ¼ssen und die SteuerausstÃ¤nde dennoch nicht hat erhÃ¤ltlich machen kÃ¶nnen. Bei dieser Sachlage liegt eine SteuergefÃ¤hrdung vor, weil die Rekurrentin entweder nicht willens oder nicht in der Lage ist, ihre Steuerschulden freiwillig zu begleichen, weshalb dem Gemeindesteueramt der arrestmÃ¤ssige Zugriff auf vorhandene VermÃ¶genswerte gestattet ist, um die Steuerforderungen einzutreiben. Die SicherstellungsverfÃ¼gung ist sofort vollstreckbar (§ 181 Abs. 1 Satz 2 StG) und die SteuerbehÃ¶rde war daher berechtigt, unverzÃ¼glich nach Erlass der SicherstellungsverfÃ¼gung einen Arrest zu erwirken. Es ist somit nicht zu beanstanden, dass das Gemeindesteueramt das Betreibungsamt C mit Arrestbefehl vom 10. November 2021 mit dem Vollzug des Arrests sÃ¤mtlicher Guthaben bei der Pensionskasse D, des FreizÃ¼gigkeitskontos, welches auf den Namen der Rekurrentin lÃ¤uft oder auf die Nummer 01 oder Policenummer 02 lautet, namentlich alles, soweit verarrestierbar, bis zur Deckung der Arrestforderung samt Kosten, beauftragt hat. Das Betreibungsamt C hat den Arrest am 11. November 2021 vollzogen und Fr. â¦ des Alterskapitals von Fr. â¦ verarrestiert. Soweit sich die Rekurrentin gegen die RechtmÃ¤ssigkeit der Verarrestierung des Guthabens richtet, hÃ¤tte sie den Rechtsmittelweg gegen den Arrestbefehl beschreiten mÃ¼ssen (Art. 278 SchKG) und ist das Verwaltungsgericht hierfÃ¼r nicht zustÃ¤ndig. Da die Rekurrentin durch das Vorliegen eines Verlustscheins bereits einen GefÃ¤hrdungstatbestand erfÃ¼llt, ist nicht mehr erheblich, ob sie aus der Schweiz wegzieht oder doch hierbleibt.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.6 </b>Zusammenfassend liegt damit eine offene Steuerforderung vor, deren Bezahlung aufgrund des Vorliegens eines Verlustscheines prima facie als gefÃ¤hrdet erscheint. Die SicherstellungsverfÃ¼gung erweist sich deshalb als rechtmÃ¤ssig. </p> <p class="Urteilstext">Dies fÃ¼hrt zur Abweisung des Rekurses.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten der Rekurrentin aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 181 Abs. 3 Satz 2 StG). Dem obsiegenden Gemeindesteueramt ist keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen, nachdem nicht ersichtlich ist, inwieweit ihm aus dem vorliegenden Verfahren ein besonderer Aufwand entstanden ist (§ 17 Abs. 2 VRG in Verbindung mit § 152 und 181 Abs. 3 Satz 2 StG).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die Begehren der Rekurrentin erscheinen aufgrund des AusgefÃ¼hrten offensichtlich aussichtslos im Sinn von § 16 Abs. 1 VRG, weshalb ihr sinngemÃ¤ss gestelltes Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege bereits aus diesem Grund abzuweisen ist.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>der Einzelrichter</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Der Rekurs wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'200.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 60.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 1'260.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4 Die Gerichtskosten werden der Rekurrentin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>