B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-8237/2010 U r t e i l v o m 1 6 . J u l i 2 0 1 3 Besetzung Richterin Maria Amgwerd (Vorsitz), Richter Beat Weber, Richterin Vera Marantelli, Gerichtsschreiberin Bianca Spescha. Parteien K._______, Beschwerdeführerin, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenrente (Revisionsgesuch); Verfügung der IVSTA vom 27. Oktober 2010. B-8237/2010 Seite 2 Sachverhalt: A. Die 1954 geborene, aus Deutschland stammende und in ihrer Heimat wohnhafte K._______ (nachfolgend: Versicherte oder Beschwerdeführe- rin) war in der Schweiz erwerbstätig und entrichtete während über 20 Jahren die obligatorischen Beiträge an die Schweizerische Alters -, Hi n- terbliebenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) [vgl. IV act. 2 S. 25]. B. Mit Formular vom 15. Februar 2008 meldete sich die Versicherte bei der IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA (nachfolgend: Vorinstanz) zum Leistungsbezug an und machte geltend, aufgrund eines Tumores im Kopf und Kniebeschwerden arbeitsunfähig zu sein (vgl. IV act. 2 S. 2 ff.). Da die Versicherte zuletzt als Grenzgängerin im Kanton X._______ tätig war, wurde das Leistungsbegehren zuständigkeitshalber an die IV-Stelle des Kantons X._______ (nachfolgend: IV-Stelle X._______) zur Bearbeitung überwiesen. Die IV -Stelle X._______ prüfte in der Folge das Leistung s- begehren. Mit Verfügung vom 5. September 2008 wies die IV-Stelle X._______ das Leistungsbegehren für einen Anspruch auf berufliche Massnahme n ab und stellte den Rentenentscheid zu einem späteren Zeitpunkt in Aussicht (vgl. IV act. 18). Mit Verfügung vom 2. Dezem ber 2008 wurde der Vers i- cherten von der Vorinstanz mit Wirkung ab 1. Juni 2008 aufgrund eines Invaliditätsgrades von 50 % eine halbe Invalidenrente zugesprochen (vgl. IV act. 23). C. Unter Beilage diverser medizinischer Berichte stellte die Versicherte am 11. August 2009 ein Rentenerhöhungsgesuch. Sie begründete dieses Gesuch damit, dass sie seit 11. Juni 2009 vollständig arbeitsunfähig sei (vgl. IV act. 24 S. 1 ff.). D. Zur Prüfung des Revisionsgesuches nahm die IV-Stelle X._______ zu- sätzlich verschiedene Un terlagen wirtschaftlichen und medizinischen I n- halts zu den Akten und holte einen Bericht des regionalärztlichen Dien s- tes (nachfolgend: RAD) ein. Gestützt auf die Einschätzung des RAD -Arztes Dr. med. H._______, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsap-B-8237/2010 Seite 3 parates, teilte die Vorinstanz der Versicherten mit Vorbescheid vom 14. Juli 2010 mit, dass aus medizinischer Sicht keine dauerhafte Ve r- schlechterung des Gesundheitszustandes vorliege. In der angestammten Tätigkeit als Rayonleiterin bei Y ._______ bestehe nach wie vor eine vol l- ständige Arbeitsunfähigkeit. Eine angepasste wechselbelastende, übe r- wiegend sitzende Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht zu 50 % zumutbar. Der Invaliditätsgrad sei daher weiterhin 50 %, weshalb auch künftig ein Anspruch auf eine halbe Invalidenrente bestehe (vgl. IV act. 37). Mit Eingabe vom 25. Juli 2010 erhob die Versicherte Einwände gegen den Vorbescheid und reichte weitere medizinische Unterlagen ins Recht (vgl. IV act. 38). In der Folge holte die IV-Stelle X._______ beim RAD-Arzt eine weitere Beurteilung ein und die Vorinstanz verfügte daraufhin am 27. Oktober 2010 die Abweisung des Erhöhungsgesuches. Sie begründete diese Ve r- fügung gleich wie den Vorbescheid von der IV-Stelle X._______ und führ- te ergänzend a us, dass mit den im Einwandverfahren eingereichten m e- dizinischen Unterlagen kein veränderter medizinischer Sachverhalt ge l- tend gemacht werde (vgl. IV act. 44). E. Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte mit Eingabe vom 26. November 2010 Beschwerde an da s Bundesverwaltungsgericht und beantragt sinngemäss die Aufhebung der Verfügung der IV-Stelle für Ver- sicherte im Ausland vom 27. Oktober 2010 und die Rückweisung der S a- che zur neuen Begutachtung und Neubeurteilung des Rentenerhöhung s- gesuchs. Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens reichte die Beschwe r- deführerin weitere medizinische Unterlagen ein. F. Den mit Zwischenverfügung vom 1. Dezember 2010 einverlangten Ko s- tenvorschuss von Fr. 400.– hat die Beschwerdeführerin fristgerecht übe r- wiesen (vgl. E. 1.4). G. In ihrer Vernehmlassung vom 26. Januar 2011 verweist die Vorinstanz auf die von der IV-Stelle X._______ ausgearbeitete Stellungnahme vom 20. Januar 2011, wonach auf die Erläuterun gen in der Verfügung vom 27. Oktober 2010 abgestellt und zudem von der Beschwerdefüh rerin kein B-8237/2010 Seite 4 neuer Sachverhalt geltend gemacht werde, und beantragt die Abweisung der Beschwerde. H. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterl a- gen wird – sofern erforderlich und rechtserheblich – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Ar t. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vori n- stanzen gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Zu diesen gehört auch die Vorinstanz, die mit Verfügungen über Rentengesuche von Grenzgängerinnen und Grenzgängern befindet (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. Art. 69 Abs. 1 IVG sowie Art. 40 Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV, SR 831.201]). 1.2 Die Beschwerdeführerin war Grenzgängerin. Wie in der Zustä ndig- keitsregelung des Art. 40 Abs. 2 IVV hierfür vorgesehen, hat die IV-Stelle X._______, in deren Tätigkeitsgebiet die Versicherte zuletzt in ihrer E i- genschaft als Grenzgängerin eine Erwerbstätigkeit ausgeübt hat, in ko r- rekter Weise die Anmeldung für Leis tungen der IV entgegengenommen und geprüft, während die Vorinstanz die angefochtene Verfügung vom 27. Oktober 2010 erlassen hat. 1.3 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwa l- tungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes best immt. Indes findet das Verwaltungsverfahrensgesetz aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das Bu n- desgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Nach Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a – 26bis und 28 – 70) anwendbar, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. B-8237/2010 Seite 5 1.4 Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahr ens ist die Verf ü- gung der Vorinstanz vom 27. Oktober 2010. Die Beschwerde wurde frist - und formgerecht eingereicht (Art. 60 ATSG). Als Adressatin der angefoch- tenen Verfügung ist die Beschwerdeführerin besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Änderung oder Aufhebung (Art. 59 ATSG). Damit ist auf die Beschwerde einzutreten, nachdem auch der g e- forderte Kostenvorschuss fristgerecht geleistet wurde. 2. 2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht , einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit, wenn nicht eine kantonale B e- hörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat (Art. 49 VwVG). 2.2 Das Bundesver waltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der B e- gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die B e- schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gu t- heissen oder den ang efochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer B e- gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. HÄBERLI, in: Waldmann/Weissenberger, Praxiskommentar VwVG, Art. 62 N 40). 2.3 Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, s o- fern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Bewei s- grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Mö g- lichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstell ung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlich s- te würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen). 3. Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren zur Anwendung gelangen. 3.1 Die Beschwerdeführerin besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft und wohnt in Deutschland, sodass vorliegend das am 1. Juni 2002 in Kraft ge- tretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft a nde- rerseits über die Freizügigkeit (Freizügigkeitsabkommen, nachfolgend: FZA, SR 0.142.112.681) anwendbar ist (Art. 80a IVG). Das Freizügig -B-8237/2010 Seite 6 keitsabkommen setzt die verschiedenen bis dahin geltenden bilateralen Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenos senschaft und den einzelnen Mitgliedstaaten der Europäischen Union insoweit aus, als darin derselbe Sachbereich geregelt wird (Art. 20 FZA). Gemäss Art. 8 Bst. a FZA werden die Systeme der sozialen Sicherheit koordiniert, um insb e- sondere die Gleichbehandlu ng aller Mitglieder der Vertragsstaaten zu gewährleisten. Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 (EWG, SR 0.831. 109.268.1) haben die Personen, die im Gebiet eines Mitgliedstaates wohnen, für die diese Verordnung gilt, die gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mi t- gliedstaates wie die Staatsangehörigen dieses Staates selbst, soweit be - sondere Bestimmungen dieser Verordnung nichts anderes vorsehen. Da - bei ist im Rahmen des FZA und der Verordnung auch die Schweiz als „Mitgliedstaat“ zu betrachten (Art. 1 Abs. 2 von Anhang II des FZA). Dem- nach richten sich die Bestimmung der Invalidität, die Berechnung des I n- validitätsgrades und der Rentenhöhe auch nach dem Inkrafttreten des FZA nach schweizerischem Recht (BGE 130 V 253 E. 2.4), insbesondere dem IVG, der IVV, dem ATSG sowie der entsprechenden Verordnung vom 11. September 2002 (ATSV, SR 830.11). Noch keine Anwendung finden vorliegend die am 1. April 2012 in Kraft gesetzten Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parl a- ments und Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit sowie (EG) Nr. 977/2009 des Europäischen Parl a- ments und Rates vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalitä - ten für die Durchführun g der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die der Systeme der sozialen Sicherheit. Für die Beurteilung des Rentenanspruchs sind Feststellungen ausländ i- scher Versicherungsträger, Krankenkassen, Behörden und Ärzte bezü g- lich Invaliditätsgrad und Anspruchsbegin n für die rechtsanwendenden Behörden in der Schweiz nicht verbindlich (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4, AHI 1996, S. 179; vgl. auch ZAK 1989 S. 320 E.2). Vielmehr unterstehen auch aus dem Ausland stammende Beweismittel der freien Beweiswürd i- gung des Gerichts (vg l. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsg e- richts [EVG] vom 11. Dezember 1981 i.S. D). 3.2 Nach den allgemeinen intertemporalen Regeln sind in verfahren s- rechtlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, welche im Zei t- punkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). B-8237/2010 Seite 7 In materiellrechtlicher Hinsicht sind diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts Ge l- tung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab die- sem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; vgl. BGE 130 V 445). Damit finden im vorliegenden Verfahren grundsätzlich jene schweizerischen Rechtsvorschriften Anwendung, d ie bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 27. Oktober 2010 in Kraft standen (B e- stimmungen der 5. IV-Revision). Noch keine Anwendung findet vorliegend das am 1. Januar 2012 in Kraft getrete ne erste Massnahmenpaket der 6. IV-Revision (AS 2011 5659). 3.3 Bezüglich der vorliegend auf Grund von Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 IVG zu berücksichtigenden ATSG -Normen zur Arbeitsunf ä- higkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) und zur B e- stimmung des Invaliditätsgrades (Art. 16) hat das Schweizerische Bu n- desgericht (vormals Eidgenössisches Versicherungsgericht [EVG]) e r- kannt, dass es sich bei den in Art. 3 -13 ATSG enthaltenen Legaldefinitio- nen in aller Regel um eine formellgesetzliche Fassung der höchstrichterli- chen Rechtsprechung zu den entsprechenden Begriffen vor In -Kraft- Treten des ATSG handelt und sich inhaltlich damit keine Änderung ergibt, weshalb die hierzu entwickelte Rechtsprechung übernommen und weite r- geführt werden kann (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1, 3.2 und 3.3). 4. Nachfolgend sind die zur Beurteilung der Streitsache massgebenden g e- setzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze darzulegen. 4.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähi gkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invali- dität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der kö r- perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder tei l- weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird B-8237/2010 Seite 8 auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenb e- reich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 4.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % Anspruch auf eine ganze Rente, bei einem Invalidität s- grad von mindestens 60 % Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Vie r- telsrente. Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, werden jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, was laut bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine besondere Anspruchsvoraus - setzung darstellt (BGE 121 V 264 E. 6c). Eine Ausnahme von diesem Prinzip gilt seit dem 1. Juni 2002 für Schweizer Bürger und Staatsange- hörige der EU, denen bereits ab einem Invaliditätsgrad von 40 % eine Rente ausgerichtet wird, wenn sie in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben – was vorliegend der Fall ist (Art. 29 Abs. 4 IVG). 4.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades bei erwerbstätigen Vers i- cherten wird das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihnen zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnten (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte n, wenn sie nicht invalid geworden wäre n (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). Dieser Einkommensvergleich hat in der Regel so zu erfolgen, dass die b eiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig mö g- lichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. S o- weit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte mi t- einander zu vergleichen (allgemeine Methode des Einkommensve r- gleichs; BGE 128 V 29 E. 1, BGE 104 V 135 E. 2a und b; ZAK 1990 S. 518 E. 2). 4.4 Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft ent- sprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). B-8237/2010 Seite 9 Bei einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende Änd e- rung zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV). Ein Revisionsgrund ergibt sich aus jeder wesentlichen Änderung der ta t- sächlichen Verhältnisse, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 130 V 343 E. 3.5, m.w.H., SVR 2004 IV Nr. 5 S. 13 E. 2). Keine Veränderung der tatsächlichen Ver- hältnisse bedeutet eine unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentl i- chen unveränderten Sachverhalts (zum Beispiel eine andere Einschä t- zung der zumutbaren Arbeitsleistung, vgl. SVR 2004 IV 5, E. 3.3; 1996 IV Nr. 70 E. 3a). Ob eine revisionsrechtlic h relevante Änderung eingetreten ist, beurteilt sich grundsätzlich durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen bzw. letzten rechtskräftigen, auf einer materiellen Pr ü- fung mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdig ung und durchgeführtem Einkommensvergleich beruhenden Rentenverfügung b e- standen hat (Ausgangszeitpunkt), mit demjenigen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung respektive des Einspracheentscheides (Referen z- zeitpunkt, BGE 133 V 108 E. 5.4, BGE 125 V 369). Im vorliegenden Fall wurde mit Verfügung vom 2. Dezember 2008 der Beschwerdeführerin eine halbe Invalidenrente zugesprochen. Anlässlich dieser ursprünglichen Rentenzusprechung wurde eine abgeschlossene materielle Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtsko nformer Sachve r- haltsabklärung und Beweiswürdigung vorgenommen, weshalb die Verf ü- gung vom 2. Dezember 2008 den Ausgangszeitpunkt begründet. Die a n- gefochtene Verfügung vom 27. Oktober 2010 begründet den Referen z- zeitpunkt. 4.5 Um beurteilen zu können, ob der Invaliditätsgrad seit Erlass der frühe- ren rechtskräftigen Verfügung überwiegend wahrscheinlich eine a n- spruchsrelevante Änderung erfahren hat, ist die Verwaltung und im B e- schwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg- lich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Wei- teren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beu r-B-8237/2010 Seite 10 teilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). Eine zumut bare Arbeitsmöglichkeit hat sich der Versicherte anrechnen zu lassen (leidensangepasste Verwe i- sungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.). 4.6 Die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht haben die mediz i- nischen Unterlagen nach dem Grundsatz der freien Beweiswürd igung – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche B e- weisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies b e- deutet für das Gericht, dass es alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und dana ch zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander wide r- sprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismat erial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These a b- stellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseit igen Unter- suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei- lung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten beg ründet sind. Ausschlagg e- bend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 125 V 351 E . 3a). Gleichwohl erachtet es die Rechtspr e- chung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweiswürdigung in Bezug auf bestimmte Formen m e- dizinischer Berichte und Gutachten aufzustellen (vgl. hierzu BGE 125 V 352 E. 3 b; AHI 2001 S. 114 E. 3b; Urteil des Bundesgericht [ BGer] I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So ist den im Rahmen des Verwa l- tungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie na ch Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Z u- verlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb, m.w.H.). Berichte der behandelnden Ärzte schliesslich sind aufgrund deren au f-B-8237/2010 Seite 11 tragsrechtlicher Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu wü r- digen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein praktiziere n- den Hausarzt wie auch für den behandelnden Spezialarzt (Urteil BGer I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 mit Hinweisen; vgl. aber Urteil BGer 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2). Auch die Stellungnahmen des RAD müssen den allgemeinen bewei s- rechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genügen. Die RAD- Ärzte müssen sodann über die im Einzelfall gefragten persönlichen und fachlichen Qualifikationen verfügen, spielt doch die fachliche Qualifikation des Experten für die richterliche Würdigung einer Expertise eine erhebl i- che Rolle. Bezüglich der medizinischen Stichhaltigkeit eines Gutachtens müssen sich Verwaltung und Gerichte auf die Fachkenntnisse des Exper- ten verlassen können. Nimmt der RAD selber keine Untersuchung vor, hat er zunächst zu überprüfen, ob die medizinisc hen Akten ein vollständi- ges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben (vgl. zu den Anforderungen an einen Aktenbericht Urteil BGer 8C_653/2009 vom 28. Oktober 2009 E. 5.2, Urteil BGer I 1094/06 vom 14. November 2007 E. 3.1.1) bzw. ob ein von ihm angefordertes Gutachten den Anforde- rungen der Rechtsprechung entspricht und die im konkreten Fall erforder- lichen Untersuchungen vorgenommen und dokumentiert wurden. 5. Streitig ist im vorliegenden Fall, ob die Vorinstanz das Rentenerhöhung s- gesuch de r Beschwerdeführerin zu Recht abgewiesen hat, wobei die Frage im Zentrum steht, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwe r- deführerin in rentenrelevanter Weise verschlechtert hat bzw. ob der Sachverhalt rechtsgenügend abgeklärt und gewürdigt worden ist. 5.1 Die Beschwerdeführerin macht beschwerdeweise geltend, dass sich die Erwerbsfähigkeit verschlechtert habe und ihre Schmerzen im Rücken und den Beinen unerträglich geworden seien. Da sie die Tätigkeit als Rayonleiterin bei Y ._______ nicht mehr habe ausüben können, sei sie an der Kasse beschäftigt gewesen. Dies gehe nun auch nicht mehr, da das lange Sitzen und Laufen mit starken Schmerzen verbunden sei. Zu ihren Beschwerden sei noch eine Spondylolisthesis , Arthritis und ein Ban d- scheibenvorfall hinzu gekommen. I hr linkes Bein sacke immer wieder weg, im rechten Bein bestehe ein Taubheitsgefühl und ihr Rücken schmerze. Die Entfernung des Gehirntumors im November 2007 sei i m- mer noch nicht ausgeheilt. Es bestünden noch Kopfschmerzen und B-8237/2010 Seite 12 Lymphflüssigkeitsansammlungen im Kopf. Im Januar 2011 stehe zum drit- ten Mal eine Operation am linken Bein an. 5.2 Die Vorinstanz stützt sich hingegen bei der Beurteilung des aktuellen Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin insbesondere auf die Stellungnahmen des RAD -Arztes Dr. med. H._______ und ist der Auffassung, dass aus medizinischer Sicht seit der letzten Verfügung keine dauerhafte Verschlechterung des Gesundheit s- zustandes ergeben habe. 6. 6.1 Bei der ursprünglichen Verfügung der Vorinstanz vom 2. Dezember 2008 dienten folgende Berichte als medizinische Entscheidungsgrundl a- ge: 6.1.1 Aus dem Bericht des Universitätsklinikum s Freiburg vom 29. November 2007 geht hervor, dass be i der Beschwerdeführerin am 22. November 2007 aufgrund eines ausgedehnten ossär entwickelten Keilbeinflügelmeningeoms rechts mit Exophthalmus rechts eine Operat i- on durchgeführt worden sei (vgl. IV act. 14 S. 18 f.). 6.1.2 Im Bericht des Universitätsklinikum s Freiburg vom 4. Dezember 2007 wurden der Beschwerdeführerin folgende Diagnosen gestellt: – Keilbeinflügelmeningeom rechts mit überwiegend ossärer Infiltration (D32.0), Operation am 22. November 2007, – Exophthalmus rechts (H05.2), – Distale Aussenbandruptur des linken Kniegelenkes, – Zustand nach Knie-Totalendprothese links (vgl. IV act. 14 S. 16 f.). 6.1.3 Im Bericht des Universitätsklinikum s Freiburg vom 3. März 2008 wurde über den Zustand nach Operation eines Keilbeinflügelmeningeoms rechts mit überwiegend ossärer Infiltration am 22. November 2007 berich- tet. In der klinisch neurologischen Untersuchung zeige sich bei der B e- schwerdeführerin noch ein diskreter Exophthalmus rechtsseitig, anson s- ten bestünden keine fokal neurologische n Defizite. Aus dem Bericht der Kernspintomographie des Schädels vom 26. Februar 2008 (vgl. IV act. 14 S. 10) sowie aus dem aktu ell durchgeführtem CT des Schädels in Dün n- schichttechnik würden sich unauffällige postoperative Verhältnisse, ohne Nachweis auf Rest- oder Rezidivmeningeom zeigen (vgl. IV act. 14 S. 9). B-8237/2010 Seite 13 6.1.4 Dr. med. M._______, Facharzt Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, berich- tete am 8. April 2008, dass die Beschwerdeführerin an einem Tinnitus lei- de. Sie habe seit ca. einer Woche ein Druckgefühl im rechten Ohr. Die Ohrgeräusche kämen vor allem am Abend vor (vgl. IV act. 14 S. 7). Aus dem Bericht des Universitätsklinikum s Freiburg vom 19. Mai 2008 geht hervor, dass die Beschwerdeführerin über eine Schwellung im B e- reich des Ober - sowie des Unterlides und der Wange geklagt und über Dysästhesien im Verlauf der Narbe berichtet habe. Klinisch neurologisch zeige sich kein fokal neurologische s Defizit. Lokalbefundlich zeige sich eine weiche Schwellung im Bereich des Ober - sowie des Unterlides und der Wange. Der M. temporalis sei etwas nach unten abgesunken. Im B e- reich der eingebrauchten Palacoplastik lasse sich keine Auffälligkeit ta s- ten. Anzeichen für eine Infektion würden sich auch nicht finden. Im durch- geführten CT des Schädels zeigten sich unauffällige postoperative Ve r- hältnisse mit regelrecht sitzender Palacoplastik. Am ehesten handle es sich bei den Beschwerden der Beschwerdeführerin um e ine Lympha b- flussstörung im Rahmen der durchgeführten OP (vgl. IV act. 14 S. 3). 6.1.5 Im Bericht vom 10. Juni 2008 stellte Dr. med. B._______, Facharzt Orthopädie und Unfallchirurgie, folgende Diagnosen: – Bewegungseinschränkung Hüfte rechts (M99.8/RG) – Bewegungseinschränkung Hüfte links (M99.8/LG) – Z.n. Knie-TEP links (M17.9/LG) – Medizinische Gonarthrose rechtes Knie (M17.1/RG). Er führte zudem aus, dass die Bewegungsfähigkeit des operierten Kni e- gelenkes deutlich eingeschränkt sei. Es sollte versucht werden die V er- wachsungen arthroskopisch zu lösen. Am rechten Knie sollte eine Mikrofracturing zur Knorpelverbesserung, eventuell auch eine Tibiavalg i- sationsosteotomie, in Betracht gezogen werden. Somit bestehe die Chance, die Implantation einer Knieprothese für das rechte Knie zukünftig hinauszuschieben. Von Seiten des Gelenkes liege links eine beginnende Arthrose bei zystischen Veränderungen im proximalen Femur Bereich vor (vgl. IV act. 14 S. 1 f.). 6.1.6 Im Rahmen des Früherfassungsgesprächs vom 17. Juni 2008 stel l- te ein RAD-Arzt bei der Beschwerdeführerin folgende Diagnosen: – Status nach Operation bei Keilbeinflügelmeningeom rechts 2007 B-8237/2010 Seite 14 – Status nach Implantation einer Knie -Endoprothese links Juni 2007, Gonarthrose links – beg. Gonarthrose rechts und v.a. beginnende Coxarthrose – Status nach cervikaler Bandscheibenoperation C6/C7 1989. Er führte aus, dass die Beschwerdeführerin seit Anfang März 2008 wieder zu 50 % als Verkäuferin bei Y ._______ arbeite. Mit diesem Pensum habe die Beschwerdeführerin ihre Belastungsgrenze er reicht. Eine Steigerung der Restarbeitsfähigkeit sei nicht zu erwarten und auch in einer ang e- passten Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht keine höhere Restarbeitsf ä- higkeit möglich. Er empfehle, die Rentenfrage auf der Grundlage der z u- mutbaren Restarbeitsfähigkeit von 50 % zu prüfen (vgl. IV act. 12 S. 5 f.). 6.2 Aus den im Rahmen des Revisionsverfahrens eingereichten medizini- schen Unterlagen ergibt sich seit der r echtskräftigen Verfügung vom 2. Dezember 2008 folgende Entwicklung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin: 6.2.1 Dr. med. C._______, Facharzt Orthopädie, berichtete am 17. Fe b- ruar 2009, dass die Beschwerdeführerin nach knieendoprothetischer Ve r- sorgung einen Sturz mit sekundärer Bandru ptur linksseitig im Jahre 2007 erlitten habe. Die bisherige Behandlung habe zu keinem befriedigenden Ergebnis geführt. Die Beschwerdeführerin fühle sich nach wie vor uns i- cher und bekomme plötzlich unerwartet einschiessende Schmerzen in das linke Kniegelenk . Dr. med. C._______ diagnostizierte bei der B e- schwerdeführerin eine Mediale Bandinsuffizienz bei liegender EFK - Knieendoprothese linksseitig (vgl. IV act. 24 S. 19). 6.2.2 Aus dem Bericht des Universitätsklinikum s Freiburg vom 25. März 2009 geht hervor, dass die Beschwerdeführerin 1 ½ Jahre nach ihrer Operation über einen wechselnden Druck in der rechten Kopfhälfte klage, welcher bei Stress zunehme. Klinisch -neurologisch zeige sich ein reizlose Narbenverhältnis, kein fokal neurologisches Defizit, keine w e- sentliche Schwellung oder tastbare Fluktuation temporal rechts. Die Kernspintomographieaufnahme vom 6. März 2009 zeige im Vergleich zu Oktober 2008 einen rückläufigen Saum subkutan rechts temporal von e t- wa 1 bis 2 mm Dicke, am ehesten liquorentsprechend (vgl. IV a ct. 24 S. 22). 6.2.3 Dr. med. B._______ attestierte der Beschwerdeführerin am 25. September 2009 folgende Diagnosen: B-8237/2010 Seite 15 – Zustand nach Knie-TEP links (M17.9/LG) – Rez. Lumbalgie (M54.9/G) – Deg. LWS (M54.8/G) – Diskusschaden L2/3 (M51.1/G) – Diskusschaden L3/4 (M51.1/G) – Spondylolisthese L5/S1 Gr. 1-2 (M43.1/G) – Tumor zyst. Prox. Femur li (D48.9/LG) – Coxarthrose li, positive Cam - und Risser-Zeichen (M16.9/LG) [vgl. IV act. 31 S. 13 f.]. 6.2.4 Dr. med. C._______ führte in seinem Bericht vom 26. Juni 2009 aus, dass sich die Beschwer deführerin vom 11. Juni bis zum 20. Juni 2009 in stationärer Behandlung befunden habe. Aufgrund der medizin i- schen Bandinsuffizienz links bei Zustand nach Knie-TEP links 06/2007 sei am 12. Juni 2009 ein Inlaywechsel bei vorliegendem bicondylär en Ober- flächenersatz linkes Kniegelenk vorgenommen worden. Die Beschwerd e- führerin habe zur Durchführung der AHB -Massnahmen bei subjektiver Beschwerdefreiheit, reizlosen Wundverhältnisse n, selbständig mobil an UA-Gehstützen entlassen werden können. Zum Zeitpunkt der Entl assung habe ein Bewegungsausmass von Extension/Flexion 0/0/über 90° b e- standen (vgl. IV act. 31 S. 11 f.). 6.2.5 Aus dem Bericht des Univer sitätsklinikum Freiburg vom 29. Oktober 2009 gehen folgende Diagnosen hervor: – Solitäre Knochenzyste im Bereich des links-proximalen Femurs ED 2007 – Zustand nach OP eines überwiegend ossären Keilbeinflügelmening e- oms rechts am 22.11.2007 – Knie TEP links. Die untersuchenden Ärzte empfehlen der Beschwerdeführer in die Aus- räumung der Knochenzyste und die Auffüllung mit allgener und autogener Spongiosa (vgl. IV act. 31 S. 7). 6.2.6 Dr. med. I._______, Facharzt Allgemeine Medizin, listete in seinem Bericht vom 4. November 2009 im Wesentlichen alle bereits genannten Diagnosen auf. Er führte aus, dass die Beschwerdeführerin unter schmerzhafter Bewegungseinschränkung des linken Knies und Gehuns i- cherheit leide. Seit der Meningeom -Operation habe sie oft Kopfschme r- zen. Zudem bestünden schmerzhafte Bewegungseinschränkungen im B-8237/2010 Seite 16 Bereich der Lendenwirbelsäule und der linken Hüfte. Die Prognose sei schlecht und es sei keine Besserung der Beschwerden zu erwarten. Die Ausübung der bisherigen Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin nicht mehr möglich. Mit der Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit könne nicht mehr gerechnet werden. Hinsichtlich des U mfangs einer zumutbaren Verweisungstätigkeit machte Dr. med. I._______ widersprüchliche Anga- ben. So führte er aus, der Beschwerdeführerin sei lediglich eine behinde- rungsangepasste wechselbelastende Tätigkeit im Umfang von 2 Stunden pro Tag zumutbar. Dabei seien ihr Konzentrationsvermögen und ihre B e- lastbarkeit eingeschränkt. Ihre zumutbare Arbeitsleistung setzte er aber trotzdem auf 50 % fest (vgl. IV act. 31 S. 2 ff.). 6.2.7 Im Bericht des Universitätsklin ikums Freiburg vom 14. Dezember 2009 wird im Rahmen einer stationären Behandlung der Beschwerdeführerin vom 30. November bis 10. Dezember 2009 eine soli- täre Knochenzyste, Femur links, proximal (Erstdiagnose 2007) als Haup t- diagnose genannt. Als Nebendiagnosen werden aufgeführt: – Zustand nach Operation eines überwiegend ossären Keilbeinflüge l- meningeoms rechts am 22.11.2007 – Zustand nach Implantation einer Knie-TEP links – Adipositas – Refluxkrankheit. Am 30. November 2009 sei eine operative Versorgung erfolgt. Die durc h- geführte postoperative Röntgenkontrolle habe ein gutes Ergebnis nach Auffüllung der Knochenzyste gezeigt. Während des postoperativen Ve r- laufes erfolgten regelmässig laborchemische Bestimmungen der Entzü n- dungsparameter. Hierbei habe sich ein kontinuierlich rückläufiger Wert des C -reaktiven Proteins g ezeigt. Bei Entlassung sei der CRP -Wert mit 18 mg/l im Vergleich zum Referenzbereich jedoch noch leicht erhöht g e- wesen und bleibe somit kontrollbedürftig. Am 10. Dezember 2009 habe die Beschwerdeführerin mit reizlosen Wundverhältnissen und in subjekt i- vem Wohlbefinden in die häusliche Umgebung entlassen werden können. Sie würden die Teilbelastung der linken unteren Extremitäten mit 15 kg für 6 Wochen, regelmässige Wundkontrollen sowie die laborchemische B e- stimmung des CRP-Wertes im Verlauf bis zur v ollständigen Normalisie- rung empfehlen (vgl. IV act. 35 S. 2 ff.). 6.2.8 Der RAD-Arzt Dr. med. H._______ führte in seiner Stellungnahme vom 29. Juni 2010 aus, dass aufgrund der eingegangen Unterlagen nicht B-8237/2010 Seite 17 von einer dauerhaften Verschlechterung des Gesundheitszustandes a us- zugehen sei. Die Spongiosaauffüllung der solitären Knochenzyste im pro- ximalen Femur links führe ebenso wenig zu einer entsprechenden Ve r- schlimmerung wie auch die vorliegenden Befundberichte eine solche nicht nachweisen könnten. In der angestammten Tätigkeit als Rayonleite- rin bei Y ._______ bestehe eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit. In einer a n- gepassten wechselbelastenden, überwiegend sitzenden Tätigkeit, ohne Heben und Tragen von mittelschweren und schweren Lasten, ohne häufi- ges Bücken, ohne häufiges Knien, ohne Umwelteinflüsse wie Zugluft, Käl- te oder Nässe, ohne Begehen von Treppen, ohne vorwiegende Übe r- kopfarbeit, ohne absturzgefährdetes Arbeiten und Steigen auf Gerüsten, Leitern und Dächern und ohne Schicht - und Fliessbandarbeit bestehe ei- ne 50 %ige Arbeitsfähigkeit (vgl. IV act. 36). 6.2.9 Am 1. April 2010 berichtete Dr. med. B._______, dass bei der B e- schwerdeführerin eine Bewegungseinschränkung der Lendenwirbelsäule endgradig in allen Ebenen bestehe. ASR und Tib. post. Reflex seien beidseits schwach auslösbar . Es bestehe keine eindeutig motorische Schwäche. Ein Erguss in beiden Kniegelenken sei tastbar, links nach Knieprothese. Es bestehe eine retropatellare Crepitation rechts. Der R o- tationsschmerz sei positiv. Der Röntgenbefund des rechten Knies zeige eine Varusfehlstellung von 7 Grad. Der mediale Gelenkspalt sei deutlich verschmälert, es bestehe eine mediale Arthrose und eine beginnende Femorapatellararthrose (vgl. IV act. 38 S. 4). 6.2.10 Im Bericht des Universitätsklinikums Freiburg vom 14. Juli 2010 wurde der Be schwerdeführerin eine Varusgonarthrose rechts und eine Med. lig. Instabilität nach KTP links alio loco attestiert. Den link sseitigen Beschwerden stehe eine bänderbedingte Instabilität zugrunde. Diese könnten nur durch eine Revisions-KTP suffizient korrigiert werden, wovon sie derzeit absehen würden (vgl. IV act. 38 S. 2 f.). 6.2.11 Aus dem vorläufigen Entlassungsbericht des Universitätsklinikum s Freiburg vom 4. August 2010 geht hervor, dass die Beschwerdeführerin vom 29. Juli bis zum 4. August 2010 in stationärer Behandlung war. Es bestünde eine Varusgonarthrose und eine Femoropatellararthrose rechts. Am 29. Juli 2010 sei am rechten Kniegelenk eine Operation durchgeführt worden. Es habe sich ein viertgradiger Knorpelschaden des medialen Kompartimentes und ein drit tgradiger Knorpelschaden retropatellar g e- zeigt. Das laterale Kompartiment habe sich als intakt dargestellt, so dass die Entscheidung zur valgisierenden Tibiakopfosteotomie bei primär auf B-8237/2010 Seite 18 den medialen Gelenkspalt bezogene r Schmerzsymptomatik gefällt wo r- den sei (vgl. IV act. 40 S. 2 f.). 6.2.12 Der RAD-Arzt Dr. med. H._______ führte in seiner Stellungnahme vom 12. September 2010 aus, dass die am 29. Juli 2010 am Universitäts- klinikum Freiburg durchgeführte Arthroskopie und Valgisationsosteotomie zu dem beabsichtigten Erfolg geführt hätten, so dass die Beschwerdefüh- rerin am 4. August 2010 mit reizlosen Wundverhältnissen und in subjekt i- vem Wohlbefinden in die häusliche Umgebung habe entlassen werden können. Ebenso erfolgreich habe sich die an derselben Klinik durchg e- führte Operation der solitären Knoch enzyste am linken Femur vom 30. November 2009 gestaltet. Mit den eingereichten medizinischen Unter- lagen werde kein veränderter medizinischer Sachverhalt geltend g e- macht, weshalb an der medizinischen Stellungnahme vom 29. J uni 2010 uneingeschränkt festgehalten werden könne. Weitere medizinische Abklä- rungen seien nicht angezeigt (vgl. IV act. 41). 6.2.13 Der CT -Bericht des Zentrums Radiologie 3 -Ländereck vom 25. November 2010 hält fest, dass eine beidseitige Foraminalstenose mit Bedrängung der L5 Nervenwurzeln aufgrund der Gefügestörung im Ra h- men der Spondylolisthesis Grad 1 nach Meyerding in LWK 5 / SWK 1 b e- stehe. Es bestünden eine ausgeprägte Facettengelenksarthrose, eine ausgeprägte Osteochondrose in LWK 5 / SWK 1, eine knapp 4 m m tiefe saumartige Diskushernie in LWK 3/4 mit geringer Dorsalverlagerung der abgehenden L4 Nervenwurzeln und eine Chondrose mit Vakuumphän o- men. 6.2.14 Aus dem Bericht von Dr. med. B._______ vom 6. Dezember 2010 geht hervor, dass bei der Beschwerdeführerin eine deutliche Arthrose der Facettengelenke und eine Einengung der Neuroforamina bestehe. Der Spinalkanal sei ausreichend und eine Bandscheibendegeneration liege nicht vor. Das Problem seien die deutlichen degenerativen Veränderu n- gen der Lendenwirbelsäule, die auch noch zunehmen würden. Das Hauptproblem sei die Osteochondrose und die Facettengelenksarthrose mit Einengung der Neuroforamina. Die Belastungsfähigkeit des Beckens sei damit deutlich reduziert. 7. Im Rahmen des ursprünglichen Rentenverfahrens wurde der Beschwer- deführerin vor allem aufgrund des Status nach Keilbeinflügelmeningeom rechts sowie einer Gonarthrose des linken Knies eine Invalidenrente z u-B-8237/2010 Seite 19 gesprochen (siehe RAD-Bericht IV act. 12 S. 6). Die Beschwerdeführerin begründet ihr Rentenerhöhungsgesuch i nsbesondere damit, dass ihre Rücken-, Bein- und Knieschmerzen stark zugenommen hätten, so dass ihr auch die Ausübung einer leidensangepassten Tätigkeit nicht mehr möglich sei. Aus den im Rahmen des Revisionsverfahrens eingereichten medizinischen Berichten geht so auch hervor, dass die Beschwerdeführe- rin nach Erlass der rechtskräftigen Verfügung vom 2. Dezember 2008 insbesondere aufgrund ihrer orthopädischen Beschwerden in Behandlung gewesen ist. Nebst diversen ambulanten Behandlungen war die B e- schwerdeführerin zudem vom Juni 2009 bis August 2010 insgesamt drei Mal in stationären Behandlungen, in welchen diverse operative Eingriffe an beiden Knien und Hüfte (Femurkrebs) erfolgten (vgl. IV act. 31 S. 11 f., IV act. 35 S. 2 ff., IV act. 40 S. 2 f.) . Die behandelnden Ärzte der B e- schwerdeführerin attestierten ihr zusätzlich zu den bereits aus dem u r- sprünglichen Rentenverfahren bekannten orthopädischen Diagnosen im Wesentlichen eine rezidivierende Lumbalgie, eine degenerative Lenden- wirbelsäule, Diskusschäden L2/3 und L3/4, eine Spondylolisthese L5/S1, eine solitäre Knochenzyste im Bereich des links -proximalen Femurs, eine Coxarthrose links mit positiven Cam - und Risser -Zeichen, eine Varu s- fehlstellung und Varusgonarthrose rechtes Knie und eine med. lig. Instabi- lität nach KTP links. Der RAD -Arzt geht in seinen Stellungnahmen davon aus, dass die Arthrosokopie, Valgisationsosteotomie und die Operation der solitären Knochenzyste am linken Femur erfolgreich gewesen seien und nicht zu einer Verschlimmerung des Gesundheitszustands geführt hätten. Diese Argumentation und Einschätzung des RAD -Arztes vermag nicht zu überzeugen. Um zu beurteilen, wie weit die gesamte Veränderung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin seit dem Ausgangszeit- punkt (2. Dezember 2008) geht und ob bzw. inwiefern damit eine höhere Einschränkung der Arbeits - bzw. Leistungsfähigkeit einhergeht, müsste eine umfassende medizinische Beurteilung vorliegen. Die von der B e- schwerdeführerin eingereichten medizinischen Berichte enthalten – aus- ser den widersprüchlichen Angaben von Dr. med. I._______ (vgl. IV act. 31 S. 2 ff.) – keine Einschätzungen zur zumutbaren Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Wie bereits erwähnt, war die Beschwerdeführerin innerhalb von 14 Monaten drei Mal zur Durchführung diverser Operatio- nen in stationärer Behandlung. Aufgrund dieser regelmässigen station ä- ren Behandlungen innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne erscheint es nicht überwiegend wahrscheinlich, dass zwischen bzw. nach den stati o-B-8237/2010 Seite 20 nären Behandlungen durchwegs eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit in einer Verweisungstätigkeit bestanden haben soll. Da die vorliegende Aktenlage hinsichtlich des genauen Umfangs der Arbeitsunfähigkeit der Beschwe r- deführerin in einer angepassten Tätigkeit vor, zwischen und nach den sta- tionären Aufenthalten kein genaues Bild ergibt, ist das Bundesverwa l- tungsgericht nicht in der Lage, zu beurteilen, wie sich die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin mit Blick auf den Verlauf ihrer Beschwerden en t- wickelt hat. Da keine persönliche Untersuchung der Beschwerdeführerin durch den RAD -Arzt stattgefunden hat, erhellt auch nicht, wie trotz den zusätzlich attestierten orthopädischen Diagnosen seine gleichbleibende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in Verweistätigkeiten zustande geko m- men ist. Eine schlü ssige Begründung seiner Einschätzung fehlt. Die ei n- gereichten medizinischen Berichte der behandelnden Ärzte der B e- schwerdeführerin und die von ihnen gestellten Diagnosen wecken daher erhebliche Zweifel an der Beweiswertigkeit der für die Vorinstanz mas s- gebenden RAD-Stellungnahmen. 8. 8.1 Zusammenfassend stellt das Bundesverwaltungsgericht fest, dass sich aufgrund der vorliegenden mediz inischen Unterlagen die Entwic k- lung des Gesundheitszustandes in orthopädischer und onkologischer Hinsicht und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht abschlies- send beurteilen lässt. Die Vorinstanz hat den rechtserheblichen Sachve r- halt demnach nicht vollständig festgestellt und gewürdigt (vgl. Art. 43 ff. ATSG sowie Art. 12 VwVG). Die Beschwerde ist daher gutzuheissen 8.2 Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung hat das Gericht, das den Sachverhalt als ungenügend abgeklärt erachtet, die Möglichkeit, die Sache zur weiteren Beweiserhebung an die Verwaltung zurückzuweisen oder selber die nötigen Instruktionen vorzunehmen. Bei f estgestellter Ab- klärungsbedürftigkeit verletzt die Rückweisung der Sache an die Verwa l- tung als solche weder den Untersuchungsgrundsatz noch das Gebot e i- nes einfachen und raschen Verfahrens. Anders verhielte es sich nur dann, wenn die Rückweisung an die Ver waltung einer Verweigerung des gerichtlichen Rechtsschutzes gleichkäme (beispielsweise dann, wenn aufgrund besonderer Gegebenheiten nu r ein Gerichtsgutachten bzw. a n- dere gerichtliche Beweismassnahmen geeignet wären, zur Abklärung des Sachverhalts beizutrag en, vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4), oder wenn die Rückweisung nach den konkreten Umständen als unverhältnismässig be- zeichnet werden müsste (BGE 122 V 163 E. 1d). Vorliegend sind en t-B-8237/2010 Seite 21 scheidwesentliche Fragen hinsichtlich der zumutbaren Arbeitsfähigkeit der Besch werdeführerin teilweise vollständig ungeklärt geblieben. Eine Rückweisung an die Vorinstanz erscheint daher gerechtfertigt – dies auch unter dem Gesichtspunkt, dass der Beschwerdeführerin einerseits der doppelte Instanzenzug gewahrt bleibt und sie anderers eits die Möglic h- keit erhält, einen unabhängigen Gutachter vorzuschlagen sowie generell auf das Gutachten Einfluss zu nehmen (vgl. BGE 137 V 210 E. 3.4). Überdies führt die Rückweisung vorliegend nicht zu einer Verzögerung des Verfahrens und entspricht im Ü brigen dem Antrag der Beschwerd e- führerin. 8.3 Die angefochtene Verfügung vom 27. Oktober 2010 ist daher aufz u- heben. Die Sache ist an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese sich mit der Entwicklung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin (allfällige Verschlechterung) und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsf ä- higkeit auseinandersetzt. Dabei hat sie insbesondere die für den vorli e- genden Fall erforderlichen fachärztlichen Begutachtungen durchführen zu lassen. Sie hat zudem nachvollziehbar darzulegen, in welchem Umfang die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit vor, zwischen und nach den jeweiligen stationären Aufenthalten arbeitsfähig bzw. –unfähig war. Aufgrund der erlangten Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit hat die Vorinstanz gegebenenfal ls einen Einkommensvergleich durchzuführen, um den Invaliditätsgrad zu berechnen und anschliessend neu zu verf ü- gen. 9. 9.1 Gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG auferlegt das Bundesverwaltungsg e- richt die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind der obsiegenden Beschwerdeführe- rin keine Kosten aufzuerlegen, so dass der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400. – der Beschwerdeführerin auf ein von ihr anzug e- bendes Konto zurückzuerstatten ist. Der Vorinstanz werden keine Verfah- renskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 9.2 Da der obsiegenden Beschwerdeführerin, welche nicht anwaltlich ver- treten war, keine verhältnismässig hohen Kosten entstanden sind, ist ihr keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und En t- schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). B-8237/2010 Seite 22 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die angefochtene Verfügung vom 27. Oktober 2010 wird aufgehoben. Die Sache wird an die Vorinstanz zu- rückgewiesen, damit diese im Sinne der Erwägungen neu verfüge. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der von der Beschwerdefüh- rerin geleistete Kostenvorschuss von Fr. 400. – wird ihr nach Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein; Beilage: Rückerstattungsformular) – die Vorinstanz (Ref-Nr. ________; Gerichtsurkunde) – das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV (Gerichtsurkunde) – die Pensionskasse Y ._______, (…) (Vers.-Nr. _______; A-Post) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Maria Amgwerd Bianca Spescha B-8237/2010 Seite 23 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die U n- terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Hände n hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 18. Juli 2013