B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-3721/2014 U r t e i l v o m 1 9 . A u g u s t 2 0 1 4 Besetzung Einzelrichter Martin Zoller, mit Zustimmung von Richter Bruno Huber; Gerichtsschreiberin Anna Dürmüller Leibundgut. Parteien A._______, geboren (…), unbekannter Staatsangehörigkeit, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 2. Juni 2014 / N (…). D-3721/2014 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge in Eritrea geboren wurde und im September 1992 zusammen mit seiner Mutter und einem Bruder nach Äthiopien übersiedelte, dass er Äthiopien am 4. April 2011 verlassen habe, am 7. April 2011 ill e- gal in die Schweiz eingereist sei und gleichentags im Empfangs- und Ver- fahrenszentrum (EVZ) B._______ um Asyl nachsuchte, dass er nach dem Transfer ins EVZ C._______ dort am 28. April 2011 summarisch befragt und in der Folge für die Dauer des Verfahrens dem Kanton D._______ zugewiesen wurde, dass das BFM den Beschwerdeführer am 7. Oktober 2013 gestützt auf Art. 29 Abs. 1 AsylG (SR 142.31) ausführlich zu seinen Asylgrü nden an- hörte, dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuchs im W e- sentlichen vorbrachte, er sei eritreischer Staatsangehöriger und habe bis zu seinem dritten Lebensjahr in E._______, Eritrea, gelebt, dass er danach mit seiner Mutter und einem seiner Brüder nach F._______, Äthiopien, gezogen sei, dass seine Mutter und der Bruder im Jahr 2000 aufgrund ihrer eritre i- schen Herkunft nach Eritrea zwangsdeportiert worden sei en, er diesem Schicksal hingegen entgangen sei, weil er sich bei Verwandten auf gehal- ten habe, dass er in der Folge bei Verwandten respektive bei einer Schwester der Frau eines Onkels aufgewachsen sei, dass er im Jahr 2008 oder 2009 seine Angehörigen in Eritrea habe bes u- chen wollen, weshalb er illegal die Grenze zu Eritrea überquert habe, dass er dabei vom eritreischen Militär festgenommen, inhaftiert und gefol- tert worden sei, weil man ihn für einen äthiopischen Spion gehalten habe, dass er nach ungefähr einem Monat freigelassen worden sei, weil sich sein Onkel für ihn verbürgt und ver sprochen habe, er (der Beschwerd e- führer) werde sich für den Militärdienst in Eritrea melden, D-3721/2014 Seite 3 dass er umgehend nach seiner Haftentlassung mit Hilfe eines Schleppers nach Äthiopien zurückgereist sei, wobei er jedoch beim illegalen Gren z- übertritt von äthiopischen Grenzwächtern angeschossen und in der Folge in ein Militärspital nach F._______ gebracht worden sei, dass dort festgestellt worden sei, dass er Eritreer sei, worauf er vo n äthi- opischen Geheimdienstbeamten aufgesucht worden sei , welche ihn auf- gefordert hätten, sich den Medien gegenüber als eritreische r Spion r e- spektive von der eri treischen Regierung beauftragter Bomben-Attentäter auszugeben, dass er Angst bekommen und daher in einem Krankenwagen versteckt aus dem Spital geflüchtet sei, dass er zunächst ein halbes Jahr bei der Schwester seines Arbeitgebers in F._______ gewohnt habe, danach (im September 2010) jedoch aus S i- cherheitsüberlegungen in die Ortschaft G._______ und später nach H._______ gezogen sei, dass er jedoch ungefähr im Februar 2011 von weitem ein Polizei- bzw. Mi- litärfahrzeug vor seinem Haus gesehen und kurz darauf seinen Vermieter beim Telefonieren beobachtet habe, woraus er geschlossen habe, er werde behördlich gesucht, dass er aus Angst vor einer Verhaftung seinen Wohnort umgehend ver- lassen habe und im März 2011 aus dem Heimatland ausgereist sei, dass für die weiteren Aussagen des Beschwerdeführers auf die Protokolle bei den Akten zu verweisen ist, dass der Beschwerdeführer im Verlauf des vorinstanzlichen Verfahrens einen eritreischen Taufschein in Kopie, ein Schreiben des Psychiatri e- zentrums I._______ vom 27. März 2014 sowie mehrere Unterlagen der "(…)" zu den Akten reichte, dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 2. Juni 2014 – eröffnet am 5. Juni 2014 – ablehnte und die Wegwei- sung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, dass es zur Begründung seines Entscheids im Wesentlichen ausführte, der Beschwerdeführer habe unlogische, realitätsfremde und widersprüch-D-3721/2014 Seite 4 liche Angaben bezüglich des Vorhandenseins von heimatlichen Ausweis- papieren gemacht, dass daher entgegen seinen Angaben davon auszugehen sei, er verfüge über äthiopische Identitätsdokumente , welche er den Schweizer Behö r- den vorenthalte, dass die geltend gemachte Reise nach Eritrea im Jahr 2008 oder 200 9 zwecks Familienbesuch wenig glaubhaft sei, zumal zwischen Eritrea und Äthiopien damals ein kriegsähnlicher Zustand geherrscht habe, dass ferner nicht nachvollziehbar sei, dass die eritreischen Soldaten den Beschwerdeführer aufgrund der Intervention seine s Onkels freigelassen hätten, anstatt ihn umgehend ins eritreische Militär zu überführen, dass die geltend gemachten Vorfälle im Militärspital von F._______, na- mentlich die Aufforderung durch den äthiopischen Geheimdienst, sich den Medien gegenüber als eri treischer Spion auszugeben, realitätsfremd se i- en, dass der Beschwerdeführer nach seiner Flucht aus dem Militärspital bis zu seiner Ausreise noch über zwei Jahre in Äthiopien gelebt und gearbe i- tet habe, was nicht dem Verhalten einer angeblich durch den Gehe im- dienst verfolgten Person entspreche, dass zudem die geltend gemachte intensive Suche des äthiopischen G e- heimdienstes nach dem Beschwerdeführer nicht nachvollziehbar und überdies realitätsfremd geschildert worden sei, dass schliesslich auch nicht plausibe l gemacht worden sei, wie der B e- schwerdeführer, welcher angeblich vom Geheimdienst gesucht worden sei, sein Heimatland via Flughafen habe verlassen können, dass die Asylvorbringen insgesamt unglaubhaft seien, weshalb die Flüchtlingseigenschaft zu verneinen sei, dass der Wegweisungsvollzug durchführbar und insbesondere die Z u- mutbarkeit des Wegweisungsvollzugs zu bejahen sei, da sich der Zustand der Hand des Beschwerdeführers durch die Operation in der Schweiz verbessert haben dürfte, seine psychischen Proble me offenbar im Z u- sammenhang mit dem laufenden Asylverfahren stünden und davon au s-D-3721/2014 Seite 5 zugehen sei, er verfüge im Heimatland über finanzielle Ressourcen sowie ein tragfähiges Beziehungsnetz, dass für den weiteren Inhalt der vorinstanzlichen Verfügung auf die Akt en zu verweisen ist, dass der Beschwerdeführer diese Verfügung mit Beschwerde vom 3. Juli 2014 beim Bundesverwaltungsgericht anfocht und dabei beantragte, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben, es sei die Flüchtlingseige n- schaft festzustellen und Asyl zu gewähren, eventuell sei infolge Unzuläs- sigkeit beziehungsweise Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs die vorläufige Aufnahme zu gewähren, dass in prozessualer Hinsicht sinngemäss um Gewährung der unentgel t- lichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG ersucht wurde, dass der Beschwerdeführer ausserdem beantragte, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen, dass der Beschwerde eine Kopie der angefochtenen Verfügung sowie ein ärztlicher Bericht des Psychiatriezentrums I._______ vom 30. Juni 2014 beilagen, dass auf den Inhalt der Beschwerde, soweit entscheidrelevant, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird, dass der Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 18. Juli 2014 auf den Antrag betreffend Zuerkennung der aufs chiebenden Wirkung nicht eintrat, das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung abwies und den Beschwerdeführer aufforderte, bis zum 4. August 2014 einen Kostenvorschuss von Fr. 600. – zu leisten, andernfalls auf die B e- schwerde nicht eingetreten werde, dass der verlangte Kostenvorschuss am 31. Juli 2014 einbezahlt wurde, und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei- det, ausser bei Vor liegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor D-3721/2014 Seite 6 welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), dass eine solche Ausnahme vorliegend nicht besteht, dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG ric h- tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass die Schweizerische Bundesversammlung am 14. Dezember 2012 eine Revision des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AS 2013 4375) ve r- abschiedet hat, welche am 1. Februar 2014 in Kraft getreten ist, dass gemäss Art. 1 der diesbezüglichen Übergangsbestimmungen für die im Zeitpunkt des Inkrafttretens hängigen Asylverfahren das neue Recht gilt, dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung von Bundesrecht (einschli esslich Missbrauch und Überschreiten des E r- messens) sowie die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden kann (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) , und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufg e- zeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, D-3721/2014 Seite 7 dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nati o- nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), dass vorab festzustellen ist, dass es dem Beschwerdeführer nicht gelu n- gen ist, die behauptete eritreische Staatsa ngehörigkeit glaubhaft zu m a- chen, dass er vor der Staatsgründung Eritreas geboren wurde und demnach bei seiner Geburt Äthiopier war, dass er ab dem Jahr 1992 in Äthiopien lebte und den Akten zufolge nichts unternahm, das zum Verlust seiner äthiopischen Staatsangehörigkeit hät- te führen können, dass er zudem keinerlei Beweismittel zum Beleg seiner angeblichen eri t- reischen Staatsangehörigkeit vorlegte, dass insbesondere die eritreische Geburtsurkunde offensichtlich nicht ge- eignet ist, die geltend gemachte erit reische Staatsangehörigkeit zu bel e- gen, dass er gleichzeitig die Fragen betreffend den Besitz von äthiopischen Identitätspapieren ausweichend und teilweise widersprüchlich beantwo r- tete (vgl. Akten BFM A22 S. 3), dass aus diesen Gründen die geltend gemachte eritreische Staatsange- hörigkeit unglaubhaft erscheint und stattdessen von der äthiopischen Staatsangehörigkeit des Beschwerdeführers auszugehen ist, dass sodann seine Asylvorbringen überwiegend unplausibel, realität s- fremd und nicht nachvollziehbar sind, dass bereits die angebliche Reise von Äthiopien nach Eritrea im Jahr 2008 oder 2009 (zwecks Besuchs seiner Angehörigen) angesichts des D-3721/2014 Seite 8 immer wieder aufflackernden Grenzkonflikts zwischen den beiden Lä n- dern und des Umstandes, dass den Akten zufolge keine dri ngende Not- wendigkeit für diese Reise bestand, unplausibel erscheint, dass es ferner realitätsfremd erscheint, dass die eritreischen Behörden, welche den Beschwerdeführer angeblich wegen Spionageverdachts nach dem Grenzübertritt inhaftiert hätten, ihn mit d em blossen Versprechen, in Eritrea Militärdienst zu leisten, freigelassen haben sollen , anstatt ihn sogleich in den Militärdienst einzuziehen, dass auch das Vorbringen, wonach der Onkel des Beschwerdeführers zu- nächst eine Bürgschaft unterschrieben habe, um seine Haftentlassung in Eritrea zu erwirken (vgl. S. 3 der Beschwerde), ihn danach aber zur u m- gehenden Ausreise aus Eritrea gedrängt habe, unplausibel ist, zumal sich der Onkel dadurch ernsthafte Schwierigkeiten mit den eritreischen B e- hörden eingehandelt hätte, dass sich der Beschwerdeführer ausserdem bezüglich des Zeitpunkts der Rückkehr nach Äthiopien widersprach, indem er diese einmal auf das Jahr 2009 (vgl. A4 S. 5: 2009; A22 S. 10: 10. April 2009) datierte, an a n- derer Stelle jedoch angab, er sei im D ezember 2008 nach Äthiopien z u- rückgekehrt (vgl. A4 S. 7 f.), dass angesichts der Tausenden von eritreischen Flüchtlingen, welche jährlich die Grenze zu Äthiopien überqueren, ausserdem nicht nachvol l- ziehbar ist, weshalb gerade der Beschwerdeführer hätte ins Visier des äthiopischen Geheimdienstes geraten und des Terrorismus verdächtigt werden sollen, dass auch nicht plausibel gemacht wird, weshalb sich der Beschwerd e- führer im Spital den äthiopischen Behörden gegenüber angeblich selber als Eritreer bezeichnete, obwohl er dazu objektiv gar keinen Grund hatte (vgl. vorstehend die Erwägungen zur Staatsangehörigkeit), dass er seine angebliche, abenteuerliche Flucht aus dem Militärspital un- substanziiert und wenig plausibel schilderte, dass der Beschwerdeführer seinen Angaben zufolge nach seiner angebli- chen Flucht aus dem Militärspital bis ungefähr im Februar 2011 unbehe l- ligt in Äthiopien leben und arbeiten konnte, D-3721/2014 Seite 9 dass er vorbrachte, er sei ungefähr im Februar 2011 zuhause vom G e- heimdienst gesuc ht worden, was letztlich der Grund für seine Ausreise gewesen sei, dass indessen aufgrund der Schilderungen des Beschwerdeführers nicht nachvollziehbar ist, wie der Geheimdienst bzw. die Polizei ihn (erst) nach so langer Zeit hätte ausfindig machen können, dass auch nicht ersichtlich ist, welches konkrete Verfolgungsinteresse der Geheimdienst in diesem Zeitpunkt allenfalls noch hätte haben können, dass zudem davon auszugehen ist, die Behörden wären nicht in einem als Polizei- bzw. Militärfahrzeug erkennbare n Auto tagsüber beim Haus des Beschwerdeführers vorgefahren, wenn sie ihn tatsächlich des Terr o- rismus verdächtigt hätten und ihn hätten festnehmen wollen, dass die Asylvorbringen des Beschwerdeführers aus diesen Gründen of- fensichtlich unglaubhaft sind, dass es ihm somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, dass die Ausführungen in der Beschwerde an dieser Einschätzung nichts zu ändern vermögen, weshalb darauf nicht näher einzugehen ist, dass das Bundesamt das Asyl gesuch demnach zu Recht abgewiesen hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 2013/37 E 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzl i- chen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]), dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshinde r- nissen gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gle iche B e-D-3721/2014 Seite 10 weisstandard gilt wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und a n- dernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), dass die Zulässigkeit, Zumutb arkeit und Möglichkeit des Vollzugs grun d- sätzlich von Amtes wegen zu prüfen sind, diese Untersuchungspflicht j e- doch nach Treu und Glauben ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht des Asylsuchenden findet (Art. 8 AsylG), der im Übrigen auch die Substanziie- rungslast trägt (Art. 7 AsylG), und es nicht Sache der Asylbehörden sein kann, nach allfälligen Wegweisungshindernissen in hypothetischen He r- kunftsländern zu forschen, dass es dem Beschwerdeführer wie vorstehend ausgeführt vorliegend nicht gelungen ist, die g eltend gemachte eritreische Staatsangehörigkeit glaubhaft zu machen, weshalb er grundsätzlich die Folgen seiner fehle n- den Mitwirkung respektive der Verheimlichung seiner wahren Identität und Staatsangehörigkeit zu tragen hat, indem vermutungsweise davon auszugehen ist, es würden einer Wegweisung in den tatsächlichen He i- matstaat keine landes - oder völkerrechtlichen Vollzugshindernisse im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 2 -4 AuG entgegenste- hen, dass allerdings im vorliegenden Fall wie vorste hend erwähnt von der äthiopischen Staatsangehörigkeit des Beschwerdeführers auszugehen ist, weshalb allfällige Wegweisungsvollzugshindernisse immerhin in B e- zug auf diesen Staat zu prüfen sind, dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völker rechtli- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwu n- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es D-3721/2014 Seite 11 dem Beschwerdeführer nicht gelungen is t, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non -Refoule- ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet, dass sodann keine Anhaltspunkte für eine dem Beschwerdeführer in Äthiopien drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedr i- gende Behandlung oder Str afe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat - oder Herkunftsstaat aufgrund von Situati o- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt u nd medizinischer Notla- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass gemäss konstanter Praxis von der grundsätzlichen, generellen Zu- mutbarkeit des Wegweisungsvollzugs nach Äthiopien auszugehen ist (vgl. BVGE 2011/25 E. 8.3), dass der Beschwerdeführer vor seiner Ausreise 20 Jahre lang in Äthio- pien gelebt und gearbeitet hat, weshalb davon auszugehen ist, er verfüge dort über ein Beziehungsnetz, welches ihn bei Bedarf bei der Reintegrati- on unterstützen könnte, dass ferner davon auszugehen ist, er könne bei einer Rückkehr seine vormalige Erwerbstätigkeit wieder aufnehmen, insbesondere da sein ehe- maliger Arbeitgeber ihn bereits vor der Ausreise unterstützt und ihm sogar grösstenteils die Ausreise finanziert hat (vgl. A22 S. 16), dass den Akten keine Hinweise darauf zu entnehmen sind, wonach die Handverletzung des Beschwerdeführers ihn vor der Ausreise in relevanter Weise behindert hätte, und überdies inzwischen mit einer Operation in der Schweiz eine Verbesserung der Funktionalität erzielt werden konnte, dass die geltend gemachten psychischen Probleme (depressive Episode) offensichtlich im Zusammenhang mit dem Asylverfahren respektive dem ablehnenden Asylentscheid stehen (vgl. dazu den ärztlichen Bericht des Psychiatriezentrums I._______ vom 30. Juni 2014), D-3721/2014 Seite 12 dass die beim Beschwerdeführer angezeigte Behandlung auch in Äthi o- pien fortgesetzt werden kann, zumal namentlich in F._______, dem u r- sprünglichen Herkunftsort de s Beschwerdeführers, entsprechende Ei n- richtungen vorhanden sind, dass es ihm im Übrigen unbenommen ist, beim BFM einen Antrag auf in medizinische Rückkehrhilfe zu stellen (Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG i.V.m. Art. 7 5 der Asylverordnung 2 vom 11. August 1999 über Finanzierung s- fragen [AsylV 2; SR 142.312]), dass daher insgesamt nicht davon auszugehen ist, der Beschwerdeführer werde bei einer Rückkehr in seinen mutmasslichen Heimatstaat Äthiopien in eine existenzielle Notlage geraten, dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Äthiopien demnach sowohl in genereller als auch in individueller Hinsicht als zu- mutbar zu erachten ist, dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Äthiopien schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG; BVGE 2008/34 E. 12), dass demnach der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig sow ie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten von Fr. 600.— (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver waltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), dass der am 31. Juli 2014 in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet wird. D-3721/2014 Seite 13 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.— werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Beza h- lung der Verfahrenskosten verwendet. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale Migrationsbehörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Martin Zoller Anna Dürmüller Leibundgut Versand: