<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2005.00039</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205938&amp;W10_KEY=4467135&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2005.00039</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 28.06.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 19.06.2007 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Lohneinreihung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Diskriminierende Neueinreihung von Pflegenden im Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst (KJPD)<br/><br/>Der Beschwerdeführer (dipl. Psychiatriepfleger) wurde im Zuge der Umsetzung des Entscheids VK.1996.00011 um zwei Lohnklassen angehoben, ab April 2003 jedoch wieder um eine Lohnklasse zurückgestuft, da er keine mbA- oder mZA-Funktion innehabe.<br/><br/>Zu Zuständigkeit und Streitwert (E. 1). Auf den Lohngleichheitsanspruch können sich auch Männer berufen, die in so genannt typischen Frauenberufen tätig sind. Diskriminierend ist nicht nur die ungleiche Bezahlung von gleicher Arbeit, sondern auch die ungleiche Entlöhnung inhaltlich verschiedener, aber gleichwertiger Arbeit (E. 2.1). Vereinfachte Funktionsanalyse (E. 2.2). Bewertung der Tätigkeit von Polizeisoldaten, von Berufen aus dem Therapie- und Pflegebereich (E. 2.3) sowie von Pflegefachpersonen KJPD (E. 2.4). Zur Kognition des Verwaltungsgerichts: Das Gericht hat nur unter dem Gesichtswinkel des Diskriminierungsverbots unzulässige Unterscheidungen festzustellen; es hält sich zurück bei Stelleneinreihungen, die aufgrund eines arbeitswissenschaftlich einwandfrei und korrekt durchgeführten Bewertungsverfahrens zustande gekommen sind (E. 2.5). Der Beschwerdeführer wurde in Kriterium 1 (K1, Ausbildung und Erfahrung) mit 2,5 bewertet. Für die Funktion des Beschwerdeführers bestehen in K1 sowohl gegenüber den Betreuenden (E. 3.2.2) als auch gegenüber den Pflegefachpersonen DN II (E. 3.2.1) weiter gehende Anforderungen (E. 3.3). Ausschlaggebend ist der direkte Vergleich mit der Bewertung der Funktion der Polizeisoldaten. Daraus ergibt sich für die Funktion des Beschwerdeführers zwingend eine Bewertung in K1 mit mehr als 2,5 (E. 3.4). Es war nicht zulässig, den Beschwerdeführer in Lohnklasse 14 zurückzustufen (E. 3.7-9). Neuer Entscheid (E. 4). Kosten- und Entschädigungsfolgen (E. 5).<br/>Gutheissung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSPLATZBEWERTUNG">ARBEITSPLATZBEWERTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSWERT">ARBEITSWERT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSBILDUNG">AUSBILDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWERTUNGSVERFAHREN">BEWERTUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DISKRIMINIERUNG">DISKRIMINIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINREIHUNG">EINREIHUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERFAHRUNG">ERFAHRUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRAUENBERUF">FRAUENBERUF</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLEICHWERTIGE ARBEIT">GLEICHWERTIGE ARBEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES">INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOGNITION">KOGNITION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNDISKRIMINIERUNG">LOHNDISKRIMINIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PFLEGEPERSONAL">PFLEGEPERSONAL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VEREINFACHTE FUNKTIONSANALYSE">VEREINFACHTE FUNKTIONSANALYSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERGLEICH">VERGLEICH</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 8 Abs. 3 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 3 GlG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b>Mit Urteilen vom 22. Januar 2001 hiess das Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich die Gleichstellungsklagen mehrerer BerufsverbÃ¤nde und EinzelklÃ¤gerinnen betreffend die lohnmÃ¤ssige Einreihung von Krankenschwestern sowie von Physio- und Ergotherapeutinnen teilweise gut. Das Gericht stellte im Wesentlichen insoweit eine Diskriminierung fest, als diese Berufsgruppen in der Grundfunktion unterhalb der Lohnklasse 14 eingereiht waren. Dies bedeutete in der Regel einen Anstieg um zwei Klassen (VK.1996.00011, E. 10c; VK.1996.00015, E. 10c; VK.1996.00017, E. 10d [alles unter www.vgrzh.ch]). A<span>m 16. Mai 2001 erliess der Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich mit Beschluss 707/2001 einen Einreihungsplan (Neueinreihung Gesundheitsberufe). Demnach sind Diplomierte Krankenschwestern/pfleger mit Diplomniveau (DN) II neu in die Lohnklasse 14 und Diplomierte Krankenschwestern/pfleger mit DN I in die Klasse 13 einzureihen.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b>A ist <span>seit dem 1. Juni 1998 als diplomierter Psychiatriepfleger im Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich (KJPD) tÃ¤tig. Auf den 1. Juli 2001 wurde er um zwei Klassen von der Lohnklasse 13 in die Lohnklasse 15 Erfahrungsstufe (ES) 8 angehoben. </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>C. </span></b><span>In einem an das Pflegepersonal und die Therapierenden gerichteten Schreiben vom 26. November 2002 setzte der KJPD die Adressaten davon in Kenntnis, eine Spezial­re­vi­sion der Finanzkontrolle habe bezÃ¼glich der auf den 1. Juli 2001 vorgenommenen Ãber­fÃ¼hrung ergeben, dass die Mitarbeitenden im KJPD teilweise zu hoch eingereiht worden seien. Aus GrÃ¼nden einer rechtsgleichen Behandlung der kantonalen Angestellten und Betriebe wÃ¼rden daher die diplomierten Pflegenden und die Physio- und Ergotherapierenden in der Grundfunktion in die Lohnklasse 14 eingereiht. Nur Mitarbeitenden, die besondere Aufgaben wahrnÃ¤hmen oder Ã¼ber eine Zusatzausbildung verfÃ¼gten, stehe die Lohnklasse 15 offen. 18 Mitarbeitende wÃ¼rden daher von der Lohnklasse 15 in die Lohnklasse 14 zurÃ¼ckgestuft. Die Lohnreduktionen wÃ¼rden nach ein bis sechs Monaten wirksam, je nach individueller KÃ¼ndigungsfrist. Weiter wurde festgehalten, die SozialpÃ¤dagogen und <br/> -pÃ¤dagoginnen seien von dieser Aktion nicht betroffen. Mit VerfÃ¼gung des KJPD vom 16. Dezember 2002 wurde A die RÃ¼ckstufung von der Lohnklasse 15 ES 8 in die Lohnklasse 14 ES 8 per 1. April 2003 erÃ¶ffnet.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>A rekurrierte gegen die RÃ¼ckstufung an die Gesundheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich, welche den Rekurs am 29. August 2003 abwies.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Die dagegen eingereichte Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht am 20. April 2004 teilweise gut. Das Gericht qualifizierte die Behauptung, wonach die RÃ¼ckstufung in Lohnklasse 14 geschlechtsdiskriminierend sei, als glaubhaft. Wegen ungenÃ¼gender AbklÃ¤rung des Sachverhalts wurde die Sache an die Vorinstanz zurÃ¼ckgewiesen mit der Folge, dass dem Kanton ZÃ¼rich der Hauptbeweis dafÃ¼r zukam, dass die RÃ¼ckstufung keine Diskriminierung darstellt.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Im Sinne des RÃ¼ckweisungsentscheids wurden fÃ¼r das Pflegefachpersonal KJPD Arbeitsumschreibungen erstellt, welche das kantonale Personalamt nach der Methode der "Vereinfachten Funktionsanalyse" (VFA) bewertete. Als Ergebnis hielt das Personalamt im Bericht vom 12. Juli 2004 fest, dass die zu beurteilende TÃ¤tigkeit einen der Grundfunktion Pflege auf DN II entsprechenden Arbeitswert aufweise und somit in Klasse 14 einzureihen sei. GestÃ¼tzt darauf verfÃ¼gte die Gesundheitsdirektion im neuen Entscheid vom 21. Juni 2005 wiederum die Abweisung des Rekurses.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><span>Am 5. August 2005 erhob A gegen den neuen Rekursentscheid wiederum Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er beantragt, die angefochtene VerfÃ¼gung aufzuheben und ihn weiterhin in Lohnklasse 15 einzureihen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zulasten des Kantons ZÃ¼rich. Die Gesundheitsdirektion ersucht, die Beschwerde ab­zuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Der Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienst ver­wies im Wesentlichen auf seine frÃ¼heren Stellungnahmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer </span><span>zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Die Beschwerde richtet sich gegen einen Rekursentscheid der Gesundheitsdirektion Ã¼ber eine personalrechtliche Anordnung gemÃ¤ss § 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG). Ungeachtet § 74 Abs. 2 VRG ist das LohngefÃ¼ge vom Verwaltungsgericht stets insoweit Ã¼berprÃ¼fbar, als es darum geht, eine allfÃ¤llige <i>geschlechtsdiskriminierende</i> Lohnbenachteiligung ausfindig zu machen (vgl. VGr, 23. Oktober 2002, PB.2002.00022, E. 1b, www.vgrzh.ch; Bea Rotach Tomschin, Die Revision des ZÃ¼rcher Verwaltungsrechtspflegegesetzes, ZBl 98/1997, S. 433 ff., 451; Andreas Keiser, Rechtsschutz im Ã¶ffentlichen Personalrecht nach dem revidierten Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, ZBl 99/1998, S. 193 ff., 217; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 74 N. 12). In der vorliegenden Streitigkeit stellt sich unter anderem die Frage nach einer lohnmÃ¤ssigen Diskriminierung der Ã¼berwiegend weiblich identifizierten TÃ¤tigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers im Vergleich zur TÃ¤tigkeit der Polizeisoldaten. Bereits dies begrÃ¼ndet die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts.</p> <p class="Erwgung3">Im Ãbrigen ist die Einreihung in Besoldungsklassen und -stufen trotz § 74 Abs. 2 VRG stets dann Ã¼berprÃ¼fbar, wenn ein Anspruch auf gerichtliche Beurteilung aufgrund von Art. 6 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) besteht. Nach der neueren Rechtsprechung stellen VermÃ¶gensansprÃ¼che aus dem Ã¶ffent­lichrechtlichen DienstverhÃ¤ltnis grundsÃ¤tzlich zivilrechtliche Streitigkeiten im Sinn von Art. 6 Abs. 1 EMRK dar. Besoldungsstreitigkeiten sind hiervon nur ausgenommen, wenn die betreffenden Angestellten des Gemeinwesens allgemeine Staatsinteressen zu wah­ren haben und an der AusÃ¼bung der Ã¶ffentlichen Gewalt teilhaben (vgl. EGMR, 8. Dezember 1999, Pellegrin, 28541/95, § 66 in Verbindung mit §§ 37-41, Rec. 1999-VIII, hudoc.echr.coe.int; VGr, 11. Juni 2003, PB.2003.00009, E. 1c, www.vgrzh.ch; RB 2002 Nr. 24 mit weitern Hinweisen). Dies trifft fÃ¼r das Pflegepersonal nicht zu. Auf die Beschwerde ist somit auch unter diesem Gesichtspunkt einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Streitigkeiten vor Verwaltungsgericht, deren Streitwert Fr. 20'000.- nicht Ã¼bersteigt, werden durch den Einzelrichter behandelt (§ 38 Abs. 2 VRG). Bei einem noch andauernden DienstverhÃ¤ltnis gelten als Streitwert die strittigen BruttobesoldungsansprÃ¼che bis zum Zeit­punkt der HÃ¤ngigkeit beim Verwaltungsgericht zuzÃ¼glich AnsprÃ¼chen bis zur nÃ¤chstmÃ¶g­lichen AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 38 N. 5; RB 1998 Nr. 48). </p> <p class="Erwgung2">Die Beschwerde wurde beim Gericht im August 2005 anhÃ¤ngig gemacht. Bei einer dreimonatigen KÃ¼ndigungsfrist (vgl. § 17 Abs. 1 lit. c des Personalgesetzes vom 27. Septem­ber 1998) ist demnach fÃ¼r die Berechnung des Streitwerts der Zeitraum vom 1. April 2003 bis 30. November 2005 massgeblich. Aus der Differenz zwischen den Einreihungsklassen 14 und 15 auf der Erfahrungsstufe 8 resultiert beim BeschÃ¤ftigungsgrad des BeschwerdefÃ¼hrers (ca. 70 %) ein Streitwert von rund Fr. 8'300.-.</p> <p class="Erwgung2">Obschon die Behandlung der Beschwerde aufgrund dieses Streitwertes an sich die einzelrichterliche ZustÃ¤ndigkeit begrÃ¼nden wÃ¼rde, kann die Entscheidung in FÃ¤llen von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung der Kammer Ã¼bertragen werden (§ 38 Abs. 3 VRG). </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>GemÃ¤ss dem Diskriminierungsverbot von Art. 3 des Gleichstellungsgesetzes vom 24. MÃ¤rz 1995 (GlG) dÃ¼rfen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aufgrund ihres Geschlechts â unter anderem namentlich bei der EntlÃ¶hnung â nicht benachteiligt werden. Auf dieser Grundlage kann ein Lohngleichheitsanspruch auch geltend gemacht werden, wenn "typische Frauenarbeit" schlechter entlÃ¶hnt wird als "typische MÃ¤nnerarbeit" oder als Arbeit, die nicht geschlechtsspezifisch zugeordnet ist. Dabei kÃ¶nnen MÃ¤nner in so genannt typischen Frauenberufen ebenso wie ihre Berufskolleginnen den Lohngleichheitsanspruch geltend machen (vgl. Elisabeth Freivogel in: Margrith Bigler-Eggenberger/Claudia Kaufmann [Hrsg.], Kommentar zum Gleichstellungs­gesetz, Basel/Frankfurt a.M. 1997, Art. 3 Rz. 115 und Anm. 140; HansjÃ¶rg Seiler, Gleicher Lohn fÃ¼r gleichwertige Arbeit, ZBl 104/2003, S. 113 ff., 118 und Anm. 51; VGr, 26. MÃ¤rz 2003, PB.2003.0004, E. 1b, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung2">Diskriminierend kann nicht bloss die ungleiche Bezahlung von gleicher (identischer) Arbeit sein, sondern auch ungleiche EntlÃ¶hnung von verschiedener (inhaltlich anderer), aber gleichwertiger Arbeit. Schliesslich kann sich selbst bei ungleichwertiger Arbeit eine unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig tiefere EntlÃ¶hnung diskriminierend auswirken (vgl. Freivogel, Art. 3 Rz. 100 ff.). Es kÃ¶nnen somit auch TÃ¤tigkeiten verschiedenartiger Natur miteinander verglichen werden. Anders liesse sich etwa eine der EntlÃ¶hnung typischer Frauenberufe innewohnende versteckte Diskriminierung nicht aufdecken. Der Vergleich zwischen ver­schiedenen Berufen macht es hÃ¤ufig nÃ¶tig, die betreffenden TÃ¤tigkeiten einer Arbeits­platzbewertung zu unterziehen (VGr, 22. Januar 2001, VK.1996.00011, E. 2b mit Hinweisen, www.vgrzh.ch). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Grundlage fÃ¼r die Arbeitsplatzbewertung im kantonalen Besoldungswesen ist die Vereinfachte Funktionsanalyse (VFA), mit welcher sich der Arbeitswert einer Funktion nach den sechs Kriterien Ausbildung und Erfahrung (K1), Geistige Anforderungen (K2), Verantwortung (K3), Psychische Anforderungen/Belastungen (K4), KÃ¶rperliche Anforderungen/Belastungen (K5) und Beanspruchung der Sinnesorgane/spezielle Arbeitsbedingungen (K6) ermitteln lÃ¤sst. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>In den erwÃ¤hnten Urteilen des Verwaltungsgerichts vom 22. Januar 2001 bildete die nicht weiblich identifizierte TÃ¤tigkeit der Polizeisoldaten die Vergleichsfunktion. Diese war vom Kanton ZÃ¼rich in der Grundfunktion nach den oben genannten Kriterien wie folgt bewertet worden (VK.1996.00011, VK.1996.00015, VK.1996.00017, je E. 4d und unter www.vgrzh.ch):</p> <div> <p class="Urteilstext">Funktion K1 K2 K3 K4 K5 K6 Arbeitsw. Klasse</p> <p class="Urteilstext">Polizeisoldat 2,5 2,0 2,0 3,5 3,0 3,0 326,5 14</p> </div> <p class="Erwgung2">Die Arbeitswertpunkte je Kriterium errechnet sich nach der Tabelle "Gewichtung-Stufenwertverlauf". Die Zuordnung des total errechneten Arbeitswertes zu einer bestimmten Lohnklasse ergibt sich aus der Tabelle zu den Klassengrenzen.</p> <p class="Erwgung2">Um eine Diskriminierung gegenÃ¼ber den Polizeisoldaten zu beseitigen, ergaben sich fÃ¼r die Berufe aus dem Pflege- und Therapiebereich grundsÃ¤tzlich folgende (minimale) Bewertungen (VK.1996.00011, VK.1996.00015, VK.1996.00017, je E. 9h):</p> <div> <p class="Urteilstext">Funktion K1 K2 K3 K4 K5 K6 Arbeitsw. Klasse</p> <p class="Urteilstext">Dipl. Krankenpflegende 2,5 2,0 2,5 3,5 3,0 3,0 346,0 14</p> <p class="Urteilstext">Physiotherapeut/in 2,5 2,5 2,0 3,0 3,5 2,0 344,5 14</p> <p class="Urteilstext">Ergotherapeut/in 2,5 2,5 2,0 3,0 3,0 2,0 337,5 14</p> </div> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Nach dem RÃ¼ckweisungsentscheid des Verwaltungsgerichts in der vorliegenden Sache gelangte das kantonale Personalamt in seinem Bericht vom 12. Juli 2004 fÃ¼r die Pflegefachpersonen KJPD zur selben Bewertung wie allgemein fÃ¼r die Dipl. Pflegefachpersonen DN II, mithin zu folgendem Ergebnis: </p> <div> <p class="Urteilstext">Funktion K1 K2 K3 K4 K5 K6 Arbeitsw. Klasse</p> <p class="Urteilstext">Dipl. Pflegefachperson KJPD 2,5 2,0 2,5 3,5 3,0 3,0 346,0 14</p> </div> <p class="Erwgung2">Der angefochtene Entscheid der Vorinstanz folgt dieser Bewertung.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Wie das Verwaltungsgericht in seinem RÃ¼ckweisungsentscheid festhielt, hat sich die Behauptung, wonach die RÃ¼ckstufung geschlechtsdiskriminierend sei, als glaubhaft er­wiesen. Es ist somit aufgrund der inzwischen getÃ¤tigten AbklÃ¤rungen zu prÃ¼fen, ob plausible, nicht diskriminierende GrÃ¼nde fÃ¼r eine lohnmÃ¤ssige RÃ¼ckstufung des BeschwerdefÃ¼hrers vorliegen. </p> <p class="Erwgung2">Dabei ist zu beachten, dass dem Verwaltungsgericht eine ÃberprÃ¼fung der Sachverhaltsfeststellungen und die Rechtskontrolle, nicht jedoch die ErmessensÃ¼berprÃ¼fung zusteht. Etwas anderes lÃ¤sst sich auch aus dem Gleichstellungsgesetz nicht ableiten (BGE 125 II 385 E. 5d).</p> <p class="Erwgung2">Die Bewertung und Einstufung einer bestimmten TÃ¤tigkeit oder Funktion ist weder eine reine Sach- noch Rechts- noch Ermessensfrage, sondern enthÃ¤lt Elemente von allen dreien (BGE 125 II 385 E. 5b). Allerdings handelt es sich dabei nicht um Ermessensfragen im engeren Sinn. Das wÃ¼rde nur dann zutreffen, wenn die VerwaltungsbehÃ¶rde befugt wÃ¤re, als gleichwertig beurteilte TÃ¤tigkeiten in einem bestimmten (Ermessens-)Rahmen einer hÃ¶heren oder tieferen Klasse zuzuweisen. Steht die Gleichberechtigung von Mann und Frau in Frage, wird jedoch durch Art. 8 Abs. 3 Satz 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 gerade dies untersagt; fÃ¼r gleichwertige Arbeit besteht Anspruch auf gleichen Lohn. Hingegen trifft es zu, dass der unbestimmte Rechtsbegriff der Gleichwertigkeit (von ArbeitstÃ¤tigkeiten) BeurteilungsspielrÃ¤ume schafft, die in erster Linie die politischen BehÃ¶rden auszufÃ¼llen haben. Auch wenn Bewertungsfragen, wie das Bundesgericht wiederholt festgehalten hat (BGE 125 II 385 E. 5c, 118 Ia 35 E. 3b), vom Gericht zu Ã¼berprÃ¼fende Rechtsfragen darstellen, hat es sich deshalb bei der NachprÃ¼fung der von der VerwaltungsbehÃ¶rde vorgenommenen Bewer­tungen ZurÃ¼ckhaltung aufzuerlegen. Das gilt in besonderem Masse, wenn die VerwaltungsbehÃ¶rde im BemÃ¼hen um ein nach den herrschenden gesellschaftlichen Auffassungen "gerechtes" Lohnsystem eine Arbeitsbewertung nach einem anerkannten Verfahren durchgefÃ¼hrt hat, welches durch den mÃ¶glichst weitgehenden Einbezug der Betroffenen und ihrer VerbÃ¤nde einen hohen Grad von Akzeptanz erreicht hat. Das Gericht besitzt nicht das von den Projektgremien im Lauf des Verfahrens erworbene und durch ExpertentÃ¤tigkeit unterstÃ¼tzte WÃ¼rdigungsvermÃ¶gen und kann es sich auch mit Hilfe eines oder einer SachverstÃ¤ndigen im Nachhinein und ausserhalb des konkreten Bewertungsprozesses nicht aneignen. Das Gericht, das ohnehin nicht die absolute Richtigkeit der Einstufungen, sondern nur unter dem Gesichtswinkel des Diskriminierungsverbots unzulÃ¤ssige Unterscheidungen fest­zustellen hat, hÃ¤lt sich deshalb zurÃ¼ck bei der ÃberprÃ¼fung von Stelleneinreihungen, die aufgrund eines arbeitswissenschaftlich einwandfrei und korrekt durchgefÃ¼hrten Bewer­tungsverfahrens zustande gekommen sind. Das Gericht beschrÃ¤nkt sich auf die PrÃ¼fung, ob die Verwaltung sich an die fÃ¼r das Bewertungsverfahren aufgestellten Regeln gehalten hat, ob alle massgeblichen UmstÃ¤nde ermittelt und berÃ¼cksichtigt, ob die Wertungen nach nachvollziehbaren Kriterien und mit gleichen MassstÃ¤ben vorgenommen und ob Abweichungen gegenÃ¼ber den Einreihungen, wie sie sich aufgrund der im ana­lytischen Bewertungsverfahren erzielten Arbeitswertpunkte ergeben, sachlich gerechtfertigt und durch die VerwaltungsbehÃ¶rde oder die Projektgremien hinreichend begrÃ¼ndet worden sind (VGr, 22. Januar 2001, VK.1996.00011, VK.1996.00015, VK.1996.00017, je E. 3 [alles unter www.vgrzh.ch]). </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>In Kriterium 1 (Ausbildung und Erfahrung) bewertete die Vorinstanz die Funktion des BeschwerdefÃ¼hrers mit 2,5. Dies entspricht der Arbeitsbewertung fÃ¼r allgemein in der Grundfunktion tÃ¤tige Pflegefachpersonen und ebenso der Bewertung, wie sie der Beschwerdegegner fÃ¼r die Polizeisoldaten vorgenommen hat (vgl. vorn 2.3 f.). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Das Verwaltungsgericht hat sich im Pflegebereich und Ã¤hnlichen Berufen schon wiederholt mit der Bewertung des Kriteriums 1 (Ausbildung und Erfahrung) befasst.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.1 </b>Im Leitentscheid aus dem Jahr 2001 stellte das Verwaltungsgericht bezÃ¼glich der Krankenschwesternausbildung fest, dass die eigentliche Berufsausbildung drei Jahre und das Mindestalter bei Beginn der Diplomausbildung 18 Jahre betragen habe (VGr, 22. Januar 2001, VK.1996.00011, E. 9b/dd, www.vgrzh.ch, auch zum Folgenden). Die seinerzeitige Einstufung des Pflegeberufs mit 2,0 in Kriterium 1 korrigierte das Gericht deshalb auf 2,5 (E. 9h). Auf der Grundlage einer dreijÃ¤hrigen Ausbildung fÃ¼r Kranken­pflegende kÃ¶nnte es bei einer Skalierung in 0,25-Schritten zwar denkbar sein, deren Funktion in K1 geringfÃ¼gig tiefer zu werten als diejenige der Polizeisoldaten, also mit 2,25 (vgl. dazu VGr, 22. Januar 2001, VK.1996.00011, E. 9b/ee, und 1. MÃ¤rz 2006, PB.2005.00045, E. 3.2.4, je unter www.vgrzh.ch). Dies gilt jedoch nicht fÃ¼r die vierjÃ¤hrige Pflege­ausbildung (DN II); hier ist die geforderte Ausbildung und Erfahrung mindestens gleichwertig wie die Ausbildung und Erfahrung, welche fÃ¼r die Polizeisoldaten verlangt werden. Auch bei einer Skalierung in 0,25-Schritten, wie sie inzwischen in K1 erfolgt, ist fÃ¼r die Pflegefachpersonen DN II die Bewertung 2,5 demzufolge zwingend. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz ist im Wert 2,5 eine mehrjÃ¤hrige Berufs­erfahrung nicht mit enthalten; auch fÃ¼r die Funktion des Polizeisoldaten ist eine Berufs­erfahrung nicht vorausgesetzt. Der Kanton ZÃ¼rich bewertet die TÃ¤tigkeit der Pflegefachpersonen DN II in K1 denn auch selbst mit 2,5. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.2 </b>FÃ¼r Betreuerinnen und Betreuer in Wohnheimen wird als Grundanforderung eine abgeschlossene Ausbildung im agogischen oder pflegerischen Bereich (zum Beispiel DN I oder II, SozialpÃ¤dagogik, HeilpÃ¤dagogik, Heilerziehungspflege, Behindertenbetreuung) mit einer Dauer zwischen drei und sechs Jahren gefordert. ZusÃ¤tzlich wird eine zweijÃ¤hrige Berufserfahrung vorausgesetzt (VGr, 1. MÃ¤rz 2006, PB.2005.45, E. 3.2.3, und 12. April 2006, PB.2005.00053, E. 3.1, je unter www.vgrzh.ch). </p> <p class="Erwgung3">FÃ¼r Krankenschwestern war eine entsprechende Berufserfahrung nicht nÃ¶tig. In K1 waren die Voraussetzungen bei den Betreuenden demnach hÃ¶her als seinerzeit bei den Krankenschwestern mit einer bloss dreijÃ¤hrigen Ausbildung. FÃ¼r die Betreuerinnen und Betreuer fÃ¼hrte die neben der im Minimum dreijÃ¤hrigen Ausbildung zusÃ¤tzlich geforderte Berufs­erfahrung von zwei Jahren â auch bei der Skalierung in 0,25-Schritten â zur Bewertung 2,5 (VGr, 1. MÃ¤rz 2006, PB.2005.45, E. 3.2.4, www.vgrz.ch). </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.3 </b>Die Bewertung von K1 mit 2,5 ergibt sich somit zwingend entweder dort, wo neben der mindestens dreijÃ¤hrigen pflegerischen/agogischen Ausbildung zusÃ¤tzlich zwei Jahre Berufserfahrung verlangt werden (z.B. Betreuerinnen und Betreuer) oder wo eine vierjÃ¤hrige pflegerische/agogische Ausbildung ohne zusÃ¤tzliche Berufserfahrung verlangt wird (z.B. Pflegefachpersonen DN II). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>FÃ¼r die Funktion des BeschwerdefÃ¼hrers bestehen in K1 sowohl gegenÃ¼ber den Betreuenden als auch gegenÃ¼ber den Pflegefachpersonen DN II weiter gehende Anforderungen: </p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.1 </b>FÃ¼r die Pflegefachpersonen KJPD wird die Pflegeausbildung DN II mit einer Dauer von vier Jahren verlangt. Insoweit besteht Ãbereinstimmung mit den generellen Anforderungen an die Ausbildung der Pflegefachpersonen in der Grundfunktion. Hinzu kommen indes weitere Erfordernisse: FÃ¼r den Tagdienst wird ein Mindestalter von 25 Jahren vorausgesetzt; zudem werden pÃ¤dagogische Kenntnisse und Fertigkeiten verlangt oder zumindest die Bereitschaft, sich diese anzueignen. Schliesslich wird eine rund zweijÃ¤hrige Berufserfahrung verlangt. FÃ¼r Nachtwachen ist eine Berufserfahrung von bis zu vier Jahren erwÃ¼nscht; sodann gilt auch fÃ¼r Nachtwachen ein zwingendes Mindesteintrittsalter von 25 Jahren. Es mag zutreffen, dass zu­weilen auch Pflegefachpersonen ohne die erforderliche Berufserfahrung eingestellt werden. Auf minimale Anforderungen kommt es jedoch nicht an. Relevant ist vielmehr die <i>normalerweise</i> verlangte Ausbildung und Erfahrung (VGr, 1. MÃ¤rz 2006, PB.2005.00045, E. 3.2.4, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Urteilstext">Die Kumulation der Erfordernisse einer vierjÃ¤hrigen Pflegeausbildung DN II, einer rund zweijÃ¤hrigen Berufserfahrung und des Mindesteintrittsalters von 25 Jahren fÃ¼hrt zu einer hÃ¶heren Bewertung als 2,5. Da die vierjÃ¤hrige Pflegeausbildung DN II zwingend zum Wert 2,5 fÃ¼hrt, ergibt sich fÃ¼r die Funktion des BeschwerdefÃ¼hrers die um 0,25 erhÃ¶hte Stufe 2,75. Es entspricht im Ãbrigen dem Konzept des Kantons ZÃ¼rich, eine zwei- bis vierjÃ¤hrige Erfahrung mit 0,25 Zusatzpunkten zu bewerten.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.2 </b>Auch im Vergleich mit den Betreuerinnen und Betreuern ergeben sich fÃ¼r die Funktion des BeschwerdefÃ¼hrers klar hÃ¶here Anforderungen: Hinsichtlich der Erfahrung sind die Erfordernisse zwar ungefÃ¤hr identisch. Eine vierjÃ¤hrige Ausbildung ist dagegen nur fÃ¼r die Pflegefachpersonen KJPD verlangt; fÃ¼r die Betreuenden dauert die geforderte Ausbildung wie gesehen minimal drei Jahre.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Ausschlaggebend ist allerdings der direkte Vergleich mit der Bewertung der Polizeisoldaten. Daraus ergibt sich fÃ¼r die Funktion des BeschwerdefÃ¼hrers zwingend eine Bewertung in K1 mit mehr als 2,5:</p> <p class="Erwgung2">Der Beruf des Polizeisoldaten setzt im Wesentlichen eine abgeschlossene Lehre und die einjÃ¤hrige Polizeischule voraus, also eine minimal vierjÃ¤hrige Ausbildung, wovon jedoch nur ein Jahr berufsspezifischer Natur ist; hinzu kommt das Mindestalter von 21 Jahren (vgl. VGr, 22. Januar 2001, VK.1996.00011, E. 9b/dd, www.vgrzh.ch). </p> <p class="Erwgung3">Die anspruchsvolle Krankenpflegeausbildung DN II dauert inzwischen â wie die Polizeiausbildung â vier Jahre, ist aber Ã¼ber ihre ganze LÃ¤nge berufsspezifisch und somit wohl leicht hÃ¶her zu gewichten. FÃ¼r die Pflegefachpersonen KJPD sind zudem â wie mehrfach erwÃ¤hnt â im Minimum rund zwei Jahre Berufserfahrung erforderlich und ist ein Mindestalter von 25 Jahren vorgesehen. Diese in mehrfacher Hinsicht klar strengeren Anforderungen an Ausbildung und Erfahrung machen deutlich, dass eine diskriminierungsfreie Bewertung der TÃ¤tigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers im Vergleich zu den Polizeisoldaten eine hÃ¶here Bewertung von K1 verlangt. Nachdem der Kanton die Funktion des Polizeisoldaten in K1 mit 2,5 bewertet hat (vgl. VGr, 22. Januar 2001, VK.1996.00011, E. 4d, www.vgrzh.ch), folgt fÃ¼r die Funktion des BeschwerdefÃ¼hrers demnach mindestens die Stufe 2,75. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Wohl dÃ¼rfte es zutreffen, dass eine Bewertung der TÃ¤tigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers mit 3,0 Punkten in K1 im Vergleich zur TÃ¤tigkeit der Krankenpflegelehrerinnen unangemessen wÃ¤re: TatsÃ¤chlich schÃ¼tzte das Verwaltungsgericht die Bewertung der TÃ¤tigkeit von Krankenpflegelehrpersonen mit 3,0 Punkten. Als Funktionsanforderungen in K1 erwÃ¤hnte das Gericht dabei im Wesentlichen die Grundausbildung in Krankenpflege, eine zweijÃ¤hrige Berufserfahrung sowie eine Zusatzausbildung mit einer effektiven Ausbildungszeit von anderthalb Jahren (VGr, 22. Januar 2001, VK.1996.00013, E. 9b/aa, www.vgrzh.ch). Die fÃ¼r die KrankenpflegelehrtÃ¤tigkeit verlangte Zusatzausbildung von anderthalb Jahren fÃ¤llt gegenÃ¼ber den Anforderungen an die Pflegefachpersonen KJPD substanziell ins Gewicht. Dass die seinerzeitige Bewertung von K1 mit 3,0 bei den Krankenpflegelehrpersonen somit dieselbe Bewertung bei den Pflegefachpersonen KJPD weit gehend ausschliesst, spricht jedoch keineswegs gegen den tieferen Wert 2,75. Dieser Wert belÃ¤sst eine Differenz zur Bewertung der LehrtÃ¤tigkeit. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.6 </b>Es bleibt somit dabei, dass die Funktion des BeschwerdefÃ¼hrers in K1 zwingend mit 2,75 zu werten ist; die Bewertung mit 2,5 erweist sich â im Vergleich mir derselben Bewertung der Polizeisoldaten â klarerweise als diskriminierend.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.7 </b>Die Neubewertung von Kriterium 1 mit 2,75 statt 2,5 fÃ¼hrt zu einer Anhebung des Arbeitswertes von 110,0 auf 126,5 Arbeitswertpunkte. Damit erreicht die Funktion statt den von den VerwaltungsbehÃ¶rden angenommenen Arbeitswert von 346,0 Punkten einen solchen von 362,5 Punkten. Dies entspricht Lohnklasse 15. Mit 362,5 Punkten bewegt sich die Funktion sodann deutlich oberhalb des Streubereichs, so dass eine Abklassierung in Lohnklasse 14 im Sinne eines Streubereichsentscheids ausgeschlossen ist. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.8 </b>GrÃ¼nde fÃ¼r einen Minusklassenentscheid schliesslich sind nicht ersichtlich. Gerade auch im Quervergleich mit dem Pflegefachpersonal, fÃ¼r dessen TÃ¤tigkeit lediglich der Diplomabschluss II verlangt ist, erscheint die Lohnklasse 15 als plausible Einreihung: Die fÃ¼r das Pflegefachpersonal KJPD verlangte Berufserfahrung von rund zwei Jahren, das Mindestalter von 25 Jahren und die verlangte Berufserfahrung rechtfertigen die um eine Lohnklasse hÃ¶here Einreihung ohne weiteres. </p> <p class="Erwgung3">Auch der Vergleich mit den SozialpÃ¤dagogen und -pÃ¤dagoginnen spricht nicht gegen eine Einreihung des BeschwerdefÃ¼hrers in Lohnklasse 15. Selbst wenn die beiden TÃ¤tigkeiten â wie die Vorinstanz ausfÃ¼hrt â nicht vollumfÃ¤nglich gleich sind, ist daraus nicht etwa auf die Notwendigkeit einer hÃ¶heren EntlÃ¶hnung der SozialpÃ¤dagogen und -pÃ¤dagoginnen bzw. auf eine RÃ¼ckstufung des BeschwerdefÃ¼hrers zu schliessen. Im Gegenteil: GemÃ¤ss EinschÃ¤tzung des Verwaltungsdirektors KJPD sind Lohnunterschiede zwischen den beiden Berufsgruppen Pflegepersonal und SozialpÃ¤dagogen fÃ¼hrungsmÃ¤ssig Ã¤usserst kritisch. Weiter ist auch das kantonale Personalamt der Auffassung, dass die Einreihung der Pflegefachpersonen KJPD in Lohnklasse 14 im Quervergleich zu den SozialpÃ¤dagogen als tief erscheinen mag.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.9 </b>Es liegt somit kein plausibler, geschweige denn ein zulÃ¤ssiger Grund vor, um den BeschwerdefÃ¼hrer im Vergleich zum resultierenden Arbeitswert eine Stufe tiefer in Lohnklasse 14 einzureihen. Die RÃ¼ckstufung in Lohnklasse 14 erweist sich somit als diskriminierend im Sinne von Art. 3 GlG. </p> <p class="Erwgung2">Der angefochtene Rekursentscheid ist demnach in den wesentlichen Punkten aufzuheben, wobei offen bleiben kann, ob RÃ¼ckstufungen ohne FunktionsÃ¤nderung grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssig sind. Ebenso wenig muss geprÃ¼ft werden, ob die TÃ¤tigkeit der Pflegefachpersonen KJPD auch in anderen VFA-Kriterien zu tief bewertet wurde und ob die RÃ¼ckstufung in Lohnklasse 14 nicht nur gegenÃ¼ber der Einreihung der Polizeisoldaten, sondern auch gegenÃ¼ber der Einreihung der SozialpÃ¤dagogen/-pÃ¤dagoginnen diskriminiert.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2">Da die Sache spruchreif ist, wird der neue Entscheid gemÃ¤ss § 63 Abs. 1 VRG durch das Verwaltungsgericht gefÃ¤llt. In Anwendung von Art. 5 Abs. 1 lit. b GlG ist die VerfÃ¼gung des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes vom 16. Dezember 2002 aufzuheben und der BeschwerdefÃ¼hrer per 1. April 2003 weiterhin in Lohnklasse 15 einzureihen. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>FÃ¼r das Beschwerdeverfahren sind gemÃ¤ss Art. 13 Abs. 5 GlG keine Kosten zu erheben (vgl. auch § 80b VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Im Rekurs- und Beschwerdeverfahren kann die unterliegende Partei oder Amtsstelle zu einer angemessenen EntschÃ¤digung fÃ¼r die Umtriebe ihres Gegners verpflichtet werden, namentlich wenn die rechtsgenÃ¼gende Darlegung komplizierter Sachverhalte und schwieriger Rechtsfragen den Beizug eines Rechtsbeistandes rechtfertigte (§ 17 Abs. 1 lit. a VRG). Bei den vorliegenden Streitfragen war der Beizug einer RechtsanwÃ¤ltin durch den nicht rechtskundigen BeschwerdefÃ¼hrer gerechtfertigt. Als obsiegende Partei hat er demnach sowohl fÃ¼r das Rekurs- als auch fÃ¼r das Beschwerdeverfahren Anspruch auf eine EntschÃ¤digung. </p> <p class="Urteilstext">Bei der Bemessung der EntschÃ¤digung ist zu berÃ¼cksichtigen, dass ein verhÃ¤ltnismÃ¤ssig geringer Streitwert vorliegt und dass sich der Zeitaufwand fÃ¼r die Vertreterin trotz der erheblichen Schwierigkeiten des Prozesses in Grenzen hielt. Entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin kann sodann nicht ins Gewicht fallen, dass die Streit­sache zweimal vor Verwaltungsgericht getragen wurde. Im RÃ¼ckweisungsentscheid vom 20. April 2004 hat das Gericht Ã¼ber die ParteientschÃ¤digung im damaligen Beschwerde­verfahren abschliessend entschieden. Insgesamt erscheint eine EntschÃ¤digung von Fr. 1'500.- (inklusive Mehrwertsteuer) als angemessen.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. In Gutheissung der Beschwerde werden die Dispositiv-Ziffern I und III der VerfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion vom 21. Juni 2005 sowie die VerfÃ¼gung des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes vom 16. Dezember 2002 aufgehoben. Der BeschwerdefÃ¼hrer wird per 1. April 2003 weiterhin in Lohnklasse 15 eingereiht.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 1'500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>