<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00237</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106309&amp;W10_KEY=13013577&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00237</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 03.10.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 11.03.2002 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Niederlassungsbewilligung (Familiennachzug)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>B 1, durch Heirat Schweizerin gewordene Mutter der 1982 vorehelich geborenen A, will ihrer seit August 1999 in der Schweiz weilenden Tochter im Rahmen des Familiennachzugs die Niederlassungsbewilligung verschaffen. Abweisung. Keine missbräuchliche Verzögerung des Verfahrens (E. 1c). Kein Anspruch auf öffentliche Verhandlung, auch nicht aufgrund von Art. 30 Abs. 3 BV (E. 2b). Vorrangige Beziehung zu Grosseltern (E. 3b). Massgeblicher Zeitpunkt für die Beurteilung der Sachlage (E. 3f). Nichteintreten auf Antrag für Härtefallbewilligung (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: FAMILIENNACHZUG">FAMILIENNACHZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHE VERHANDLUNG">ÃFFENTLICHE VERHANDLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: ÃBRIGES ALLGEMEINES VERWALTUNGSPROZESSRECHT">ÃBRIGES ALLGEMEINES VERWALTUNGSPROZESSRECHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 17 lit. II ANAG</span><br/><span class="gerade">Art. 30 lit. III BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 6 lit. I EMRK</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><a id="Text2"><span>I. A, geboren am 19. Oktober 1982 in X, ist die nicht eheliche Tochter von B 1. Letztere wurde 1965 in X geboren und erwarb durch Heirat mit dem Schweizer BÃ¼rger B 2 am 28. November 1986 das schweizerische BÃ¼rgerrecht. Bis zur Heirat lebte B 1 in X und betreute dort ihre Tochter. WÃ¤hrend das Ehepaar B nach der Heirat in der Schweiz wohnte, verblieb A bei ihren Grosseltern mÃ¼tterlicherseits (E, geboren 1912, und F, geboren 1923) in X. Ãber den Vater von A liegen keine nÃ¤heren Angaben vor. Er hat die Mutter angeblich noch vor der Geburt von A verlassen. </span></a></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 17. August 1999 reiste A mit einem Visum in die Schweiz ein. Mit Gesuch vom 18. August 1999 ersuchte B 1 um die Erteilung der Niederlassungsbewilligung, even­tuell der Aufenthaltsbewilligung, fÃ¼r ihre Tochter, da die Grosseltern nicht mehr in der Lage seien, fÃ¼r sie zu sorgen. Die Grossmutter F ist am 15. Januar 2001 verstorben. Der 89jÃ¤hrige Grossvater E lebt weiterhin in X.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 24. Oktober 2000 wies die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit (Fremdenpolizei) das Gesuch um Erteilung der Niederlassungs- oder Aufenthaltsbewilligung ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen diese VerfÃ¼gung liess B 1 â auch im Namen ihrer Tochter A â am 23. No­vember 2000 Rekurs an den Regierungsrat erheben und beantragen, A sei die Niederlassungs­bewilligung zu erteilen; eventualiter sei ihr aus humanitÃ¤ren GrÃ¼nden eine Aufenthalts­bewilligung zu gewÃ¤hren. Ferner sei ihr zu gestatten, bis zum rechtskrÃ¤ftigen Entscheid im Kanton ZÃ¼rich bei ihrer Mutter zu verbleiben. DarÃ¼ber hinaus wurde die DurchfÃ¼hrung einer Ã¶ffentlichen Verhandlung verlangt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Regierungsrat behandelte nur B 1 als Rekurrentin, nicht aber A, denn letztere habe â obwohl sie unterdessen volljÃ¤hrig geworden sei â die eingereichte Vollmacht nicht unterzeichnet.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Beschluss vom 13. Juni 2001, zugestellt am 19. Juni 2001, wies der Regierungs­rat den Rekurs von B 1 ab. Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit wurde beauftragt, A eine Frist zur Ausreise anzu­setzen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. A. Gegen diesen Beschluss liessen A (BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1) und B 1 (Beschwer­defÃ¼hrerin Nr. 2) am 19. Juli 2001 Verwaltungsgerichtsbeschwerde fÃ¼hren. Es wurden die folgenden AntrÃ¤ge gestellt: </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"1. Der angefochtene Beschluss sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 im Sinne der nach­stehenden ErwÃ¤gungen die Bewilligung zum dauernden Verbleib bei der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 2 im Kanton ZÃ¼rich (Niederlassung) zu erteilen;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>eventualiter sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 im Sinne der nachstehenden ErwÃ¤gungen eine Aufenthaltsbewilligung aus humanitÃ¤ren GrÃ¼nden zu erteilen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>2. Es sei eine Ã¶ffentliche Verhandlung im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK durchzufÃ¼hren;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3. Den BeschwerdefÃ¼hrerinnen sei eine angemessene UmtriebsentschÃ¤digung zuzusprechen;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>4. Die Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin sei den BeschwerdefÃ¼hrerinnen umgehend zu Stellungnahme, eventuell zur Kenntnisnahme, zuzustellen;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>alles unter Kostenfolgen zulasten der Staatskasse."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Beschwerdegegnerin wurde mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 23. Juli 2001 eine Frist von 30 Tagen zur Beschwerdeantwort angesetzt. Dem Regierungsrat lief die nÃ¤mliche Frist zur Einreichung seiner Akten und zur freigestellten Vernehmlassung. WÃ¤h­rend der Ge­­r­­ichtsferien vom 10. Juli bis 20. August 2001 (§ 140 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976) stand die Frist still.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In ihrer am 30. August 2001 eingegangenen Vernehmlassung beantragte die Staatskanzlei des Kantons ZÃ¼rich im Namen des Regierungsrates die Abweisung der Beschwerde. ErgÃ¤nzend wurde darauf hingewiesen, dass der Regierungsrat â entgegen der Vorbringen der BeschwerdefÃ¼hrerinnen â das rechtliche GehÃ¶r nicht verletzt habe und nament­lich die Tatsache, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 2 mit ihrem Ehemann mehrfach die Be­schwer­defÃ¼hrerin Nr. 1 in X besucht hatte, nicht unberÃ¼cksichtigt geblieben sei. Die Beschwerdegegnerin reichte keine Beschwerdeantwort ein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. In einem Schreiben vom 12. Juli 2001 hatte die Fremdenpolizei der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 Frist bis zum 31. August 2001 gesetzt, um das zÃ¼rcherische Kantonsgebiet zu verlassen. Aufgrund des Antrages derselben BehÃ¶rde dehnte das Bundesamt fÃ¼r AuslÃ¤nderfragen am 18. Juli 2001 die WegweisungsverfÃ¼gung auf das ganze Gebiet der Schweiz aus. Die gegen die letztere VerfÃ¼gung am 22. August 2001 beim Beschwerdedienst des EJPD erhobene Beschwerde wurde mit Schreiben vom 27. August 2001 bis zum Entscheid des Verwaltungsgerichts ZÃ¼rich Ã¼ber die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde sistiert.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Eingabe vom 30. August 2001 liessen die BeschwerdefÃ¼hrerinnen beantragen, <br/> es sei im Sinne einer vorsorglichen Massnahmen festzustellen, dass die BeschwerdefÃ¼hre­-<br/> rin Nr. 1 bis zum Abschluss des Verfahrens bei ihrer Mutter, der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 2, verbleiben dÃ¼rfe. Bei der Annahme, dass der mit Verwaltungsgerichtsbeschwer­de angefochtene Regierungsratsentscheid bereits rechtskrÃ¤ftig sei, handle es sich um einen Irrtum der Fremdenpolizei. Auch die Staatskanzlei betonte in ihrer namens des Regierungsrates eingereichten Vernehmlassung zur vorliegenden Verwaltungsgerichtsbeschwer­de, dass die Feststellung der Fremdenpolizei vom 12. Juli 2001, der Rekursentscheid des Regierungs­rates vom 13. Juni 2001 sei bereits rechtskrÃ¤ftig, offensichtlich falsch sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 3. September 2001 wurde angeordnet, dass Entfernungs- und Fernhaltemassnahmen gegenÃ¼ber der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 bis zum Entscheid Ã¼ber die nachgesuchte Bewilligung zu unterbleiben hÃ¤tten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <span><br/> </span> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist auf dem Gebiet der Fremden­polizei zulÃ¤ssig, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen­steht (§ 43 Abs. 1 lit. h und Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Dies ist der Fall bei Entscheiden betreffend Auf­enthalts- und Niederlassungsbewil­ligungen, auf deren Erteilung die auslÃ¤ndische Person einen bundesrechtlichen Anspruch hat (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesrechtspfle­gegesetzes vom 16. De­zem­ber 1943 [OG]).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Nach Art. 17 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 26. MÃ¤rz 1931 Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder (ANAG) haben ledige Kinder unter 18 Jahren Anspruch auf Einbezug in die Niederlassungsbewilligung, sofern sie mit ihren Eltern zusammen woh­nen. Sei­nem systematischen Zusammenhang nach bezieht sich Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG zwar nur auf nachzugsberechtigte auslÃ¤ndische Eltern. Weil dies jedoch eine Schlech­t­erstellung auslÃ¤ndischer Kinder von Schweizer BÃ¼rgern zur Folge hÃ¤tte, ist aus GrÃ¼n­den der Rechtsgleichheit Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG in solchen FÃ¤llen analog anzu­wen­den (BGE 118 Ib 153 E. 1b). Im vorliegenden Fall haben die Beschwerde­fÃ¼hrerin Nr. 2 und ihr Ehemann B 2 die Absicht bekundet, die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 in ihren Haushalt aufzunehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zum Zeit­punkt der Ge­suchseinreichung am 18. August 1999 war die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 knapp 17-jÃ¤hrig. Nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung ist beim Anspruch auf den Einbezug in die Niederlassungsbewilligung gemÃ¤ss Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG nicht auf das Alter zum Zeitpunkt des Entscheides der Verwaltung oder der Rechtsmittelinstanz abzu­stellen, sondern auf dasjenige zum Zeitpunkt der Einreichung des Gesuches (BGE 124 II 361 E. 4b; 120 Ib 257 E. 1f; 118 Ib 153 E. 1b). Die analog geltenden Anspruchsvoraus­set­zungen von Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG sind daher grundsÃ¤tzlich erfÃ¼llt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Einen Rechtsanspruch auf Familiennachzug kÃ¶nnen gegebenenfalls auch Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) und Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) begrÃ¼nden, wel­che Vorschriften einem ledigen und min­­derjÃ¤hrigen Kind das Zusammenleben mit seinen in der Schweiz wohnenden El­tern ga­rantieren, sofern diese Ã¼ber ein gefestigtes Aufenthalts­recht in der Schweiz verfÃ¼gen und die familiÃ¤re Beziehung tatsÃ¤chlich gelebt wird und in­takt ist (zu Art. 13 Abs. 1 BV JÃ¶rg Paul MÃ¼ller, Grundrechte in der Schweiz, 3. A., Bern 1999, S. 114 ff.; zu Art. 8 Abs. 1 EMRK BGE 118 Ib 153 E. 1c, 119 Ib 81 E. 1c, vgl. auch BGE 126 II 377 E. 2a/bb;</span><span> Mark E. Villiger, Handbuch der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention, 2. A., ZÃ¼rich 1999, N. 572<span>). </span>Im Ge­gensatz zum Rechtsanspruch gestÃ¼tzt auf Art. 17 Abs. 2 ANAG ist der Rechts­anspruch ge­stÃ¼tzt auf Art. 8 EMRK an der Sachlage im Urteilszeitpunkt zu messen (BGE 120 Ib 257 E. 1e+f; BGr, 9. April 2001, 2A.539/2000 E. 2c, http://www.bger.ch/ rechts­prechung).<span> Da die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 das 18. Altersjahr bereits vollendet hat, lÃ¤sst sich weder aus Art. 8 EMRK noch aus Art. 13 Abs. 1 BV ein Rechtsanspruch ab­-<br/> leiten.</span></span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Praxis zu Art. 17 Abs. 2 ANAG, nach welcher auf den Zeitpunkt der Gesuchstellung abgestellt wird, bietet einen genÃ¼genden Schutz gegen eine allfÃ¤llige Verschleppung von Verfahren, die sich in materieller Hinsicht zum Nachteil einer gesuchstellenden Person auswirken kÃ¶nnten. Insofern wÃ¤re die von den BeschwerdefÃ¼hrerinnen behauptete "rechtsmissbrÃ¤uchliche" VerzÃ¶gerung des Entscheides durch die Fremdenpolizei bis nach dem 18. Geburtstag der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 fÃ¼r diese nur dann nachteilig gewesen, wenn Art. 8 Abs. 1 EMRK oder Art. 13 Abs. 1 BV einen Ã¼ber Art. 17 Abs. 2 ANAG hinausgehenden Schutz des Familienlebens gewÃ¤hren wÃ¼rden. Davon kann aber â mindestens in der vorliegenden Konstellation â nicht ausgegangen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Im Rekursverfahren vor dem Regierungsrat wurde lediglich die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 2 als Rekurrentin behandelt. Ihr Rekurs wurde abgewiesen. Mangels Unterzeichnung der Anwaltsvollmacht wurde auf den Rekurs der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1, die zum Zeitpunkt der Anhebung des Rekurses bereits das 18. Altersjahr zurÃ¼ckgelegt hatte, sinngemÃ¤ss nicht eingetreten. Beide BeschwerdefÃ¼hrerinnen sind durch den Entscheid der Vor­instanz beschwert und haben ein schutzwÃ¼rdiges, aktuelles Interesse an dessen Aufhebung (§ 70 in Verbindung mit § 21 lit. a VRG). Eine dem Rechtsvertreter erteilte Vollmacht der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 liegt nunmehr vor. Dabei, dass sich die Vollmacht auf "EinbÃ¼rgerung" und nicht auf "Niederlassungs- oder Aufenthaltsbewilligung" bezieht, dÃ¼rfte es sich um einen unbeachtlichen ErklÃ¤rungsirrtum handeln.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In prozessualer Hinsicht wÃ¤re der sinngemÃ¤sse Nichteintretensentscheid des Regierungsrates allenfalls aufzuheben und zur Entscheidung an diesen zurÃ¼ckzuweisen. Praxis und Lehre anerkennen jedoch, dass aus verfahrensÃ¶konomischen GrÃ¼nden sogar bei der Aufhebung eines Nichteintretensbeschlusses der Vorinstanz direkt ein Sachentscheid gefÃ¤llt werden kann (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 63 N. 11, mit Hinweis). Im vorliegenden Fall wird bereits in der Beschwerdeschrift darauf hingewiesen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 vor dem Regierungsrat materiell dieselben RekursgrÃ¼nde geltend machte wie die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 2. Da die BeschwerdefÃ¼hrerinnen die gleichen AntrÃ¤ge stellten, waren dieselben Beweismittel massgeblich. Auch in der Beschwerdeschrift werden keine unterschiedlichen BeschwerdegrÃ¼nde vorgebracht. Zu­dem werden beide BeschwerdefÃ¼hrerinnen vom selben Anwalt vertreten, der die Rechts­mittel der BeschwerdefÃ¼hrerinnen bereits vor der Vorinstanz mit einer gemeinsamen Rechts­­schrift eingereicht hat. In materieller Hinsicht hat das Nichteintreten des Regierungs­­rates auf den Re­kurs der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 damit zu keiner anderen Beurteilung gefÃ¼hrt, als bei einem Eintretensentscheid zu erwarten gewesen wÃ¤re. Vor allem aber wurden alle Argumente, welche die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 im Rekursverfahren vorbringen liess, materiell mitberÃ¼cksichtigt. Insofern erscheint es geboten, im Rahmen dieses Verfahrens auch bezÃ¼glich der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 einen Sachentscheid zu fÃ¤llen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Da die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten und der Anspruch der BeschwerdefÃ¼h­rerinnen auf Familiennachzug und Erteilung einer Niederlassungs- oder Aufenthaltsbewilligung an die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 unter </span></p> <p class="Einzug1"><span>dem Aspekt von Art. 17 Abs. 2 ANAG zu prÃ¼fen. Ob die Voraussetzungen fÃ¼r die Verwirk­­lichung der RechtsansprÃ¼che im konkre­ten Fall gegeben sind, bildet Gegenstand der materiellen ErwÃ¤gungen (vgl. BGE 122 II 289 E. 1d). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen lassen beantragen, dass eine Ã¶ffentliche Verhand­lung im Sinne von Art. 6 Abs. 1 EMRK durchzufÃ¼hren sei. Nach konstanter Praxis sind Streitigkeiten aus den Gebieten des Fremden-, Asyl- und BÃ¼rgerrechts vom Geltungsbereich des Art. 6 Abs. 1 EMRK ausgenommen (vgl. Ruth Herzog, Art. 6 EMRK und kantonale Verwaltungsrechtspflege, Bern 1995, S. 284, mit Hinweisen; Andreas Kley-Struller, Art. 6 EMRK als Rechtsschutzgarantie gegen die Ã¶ffentliche Gewalt, ZÃ¼rich 1993, S. 45). Die im vorliegenden Verfahren zu entscheidenden Rechtsfragen beziehen sich direkt auf die Erteilung oder Verweigerung einer fremdenpolizeilichen Bewilligung und damit auf ein Rechtsgebiet, das weder eine zivilrechtliche Streitigkeit noch eine strafrechtliche Anklage im Sinn von Art. 6 Abs. 1 EMRK darstellt (siehe z.B. Herzog, S. 15 ff., 32 ff.). Auch aus Art. 1 des 7. Protokolls zur EMRK ergibt sich kein Anspruch auf ein mÃ¼ndliches oder Ã¶ffentliches Verfahren (Villiger, N. 691). Ein Anspruch auf eine Ã¶ffentliche Verhandlung im Sinne von Art. 6 Abs. 1 EMRK besteht demnach nicht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) GemÃ¤ss Art. 30 Abs. 3 BV sind Gerichtsverhandlung und UrteilsverkÃ¼ndung Ã¶ffentlich. Der in Art. 30 Abs. 3 BV enthaltene Ãffentlichkeitsgrundsatz ist insofern breiter als derjenige in Art. 6 Abs. 1 EMRK, als er nicht auf zivilrechtliche Streitigkeiten und straf­rechtliche Anklagen beschrÃ¤nkt wird (Ulrich HÃ¤felin/Walter Haller, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 5. A., ZÃ¼rich 2001, N. 857). Er erstreckt sich damit auch auf das verwaltungsgerichtliche Verfahren, namentlich auf die Verhandlungen des Verwaltungsgerichts. Dass mit dieser neu eingefÃ¼gten Bestimmung eine Abkehr vom grundsÃ¤tzlich schrift­­lichen Verwaltungsgerichtsverfahren verbunden sein sollte, lÃ¤sst sich aus der Entstehungsgeschichte der Bestimmung nicht ableiten (</span>Botschaft vom 20. November 1996 Ã¼ber eine neue Bundesverfassung, BBl 1997 I 1 ff., 184<span>). Vielmehr sollte wohl der nicht Ã¼ber Art. 6 Abs. 1 EMRK hinausgehende Grundsatz der VerfahrensÃ¶ffentlichkeit erfasst werden (vgl. </span>VGr 13. April 2000, VB.2000.00048 E. 2b, http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung).<span> Auch das Bundesgericht hat entschieden, dass die Bedeutung von Art. 30 Abs. 3 BV zum gegenwÃ¤rtigen Zeitpunkt â also vor dem Inkrafttreten der Rechtsweggarantie gemÃ¤ss Art. 29a BV â nicht Ã¼ber Art. 6 Abs. 1 EMRK hinausgeht (BGr 3. April 2001, 1A.310/ 2000/bie und 1P.754/2000, E. 3a, http://www.bger.ch). Ausserhalb des Geltungsbereichs von Art. 6 Abs. 1 EMRK besteht demnach kein Anspruch auf DurchfÃ¼hrung einer Verhandlung. Insofern fallen die Verfahrensvorschriften in Bund und Kantonen, die das verwaltungsgerichtliche Verfahren ausserhalb des Geltungsbereichs von Art. 6 Abs. 1 EMRK schriftlich ausgestalten, unter die in der Bundesverfassung selbst vorgesehenen gesetzlichen Ausnahmen (Art. 30 Abs. 3 Satz 2 BV).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Der Antrag der BeschwerdefÃ¼hrerinnen lÃ¤sst sich allenfalls auch als Antrag auf DurchfÃ¼hrung einer mÃ¼ndlichen Verhandlung im Sinne von § 59 Abs. 1 VRG auffassen. Laut dieser Bestimmung kann im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde auf Antrag der Parteien eine mÃ¼ndliche Verhandlung angeordnet werden. Unter Vorbehalt der sich aus Art. 6 Abs. 1 EMRK ergebenden Anforderungen â die vorliegend gerade nicht greifen â haben die Beteiligten jedoch keinen Rechtsanspruch auf eine mÃ¼ndliche Verhand­lung. Deren Anordnung liegt im Ermessen des Gerichts. </span>Dieses Ã¼bt dabei ZurÃ¼ckhaltung <span>(</span>KÃ¶lz/Bosshart/ RÃ¶hl, § 59 N. 1, 3). Von den BeschwerdefÃ¼hrerinnen wird nicht dargetan, worin im vorliegenden Fall der verfahrensmÃ¤ssige Nutzen der DurchfÃ¼hrung einer Ã¶ffentlichen Verhandlung liegen soll. Angesichts der ausfÃ¼hrlichen Beschwerdeschrift ist auch nicht zu vermuten, dass in einer mÃ¼ndlichen Verhandlung entscheidrelevante Punkte zur Sprache kÃ¤men, die nicht bereits den Akten zu entnehmen sind. Es besteht damit kein Grund, eine mÃ¼ndliche Verhandlung durchzufÃ¼hren.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Zusammenfassend kann im vorliegenden Fall weder aus Art. 6 Abs. 1 EMRK noch aus Art. 1 des 7. Zusatzprotokolls zur EMRK noch aus Art. 30 Abs. 3 BV ein Anspruch auf DurchfÃ¼hrung einer Ã¶ffentlichen Verhandlung abgeleitet werden. Auch fÃ¼r die DurchfÃ¼hrung einer mÃ¼ndlichen Verhandlung im Sinne von § 59 Abs. 1 VRG werden von den BeschwerdefÃ¼hrerinnen keine ausreichenden GrÃ¼nde angefÃ¼hrt. Der Antrag auf DurchfÃ¼hrung einer Ã¶ffentlichen Verhandlung ist deshalb abzuweisen.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Materiell lassen die BeschwerdefÃ¼hrerinnen in erster Linie die Erteilung der Niederlassungsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs gemÃ¤ss Art. 17 Abs. 2 ANAG beantragen.<span> Zweck des Familiennachzugs ist es, das familiÃ¤re Zusammenleben zu ermÃ¶gli­chen. Der Wortlaut von Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG verdeutlicht, dass das Zusam­menle­ben der Gesamtfamilie rechtlich abgesichert werden soll; das Gesetz verlangt aus­drÃ¼­cklich, dass die Kinder mit ihren Eltern zusammen wohnen werden. Leben die Eltern je­doch ge­trennt, kann es gar nicht um die ZusammenfÃ¼hrung der Gesamtfamilie gehen. In solchen Situationen entspricht es dem Gesetzeszweck nicht, einen bedingungslosen Anspruch auf Nachzug der Kinder anzu­nehmen. Ein Nachzugsrecht setzt vielmehr voraus, dass das Kind zum in der Schweiz le­benden, den Nachzug anbegehrenden Elternteil die vor­rangige fa­miliÃ¤re Beziehung unter­hÃ¤lt. Neben der BerÃ¼cksichtigung der bisherigen VerhÃ¤ltnisse kÃ¶nnen auch nachtrÃ¤glich ein­getretene oder gar kÃ¼nftige UmstÃ¤nde wesentlich wer­den. Nicht allein entscheidend kann sein, in welchem Land das Kind seinen bisherigen Lebens­mittelpunkt hatte, bliebe doch sonst ein Nachzugsrecht praktisch immer wirkungslos (vgl. BGE 126 II 329 E. 4a). Zu be­rÃ¼ck­sich­ti­gen ist aber, wo und bei wem das Kind bis­her gelebt hat. Vor­be­hal­ten blei­ben FÃ¤l­le, in denen klare Anhalts­punk­te fÃ¼r neue fa­mi­liÃ¤re Ab­hÃ¤ngigkeiten â zum Beispiel beim Tod des sorgebe­rech­tig­ten El­tern­teils oder bei neu sich abzeichnenden PflegebedÃ¼rfnissen â oder fÃ¼r eine wesentliche Verlagerung der BeziehungsintensitÃ¤ten bestehen (BGE 125 II 585 E. 2a, 125 II 633 E. 3a, je mit Hinweisen).</span></span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es ist unbestritten geblieben, dass bezÃ¼glich des Vaters der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 keine genaueren Angaben vorliegen und von einer gelebten Kindesbeziehung zu diesem keinesfalls ausgegangen werden kann. Trotz ihres schweizerischen Wohnsitzes hat denn auch die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 2 wÃ¤hrend der ganzen Zeit der Trennung die elterliche Gewalt beibehalten und â nach eigenen Angaben â die massgeblichen Erziehungsentscheide getroffen. Von einer vorrangigen Beziehung zum im Ausland verbliebenen Elternteil wurde damit zu Recht nicht ausgegangen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Es kommt nicht selten vor, dass Kinder eines Elternteils, der ohne Familie in die Schweiz Ã¼bersiedelt ist, im Herkunftsland nicht oder nicht hauptsÃ¤chlich vom an­deren Elternteil weiter betreut und aufgezogen werden, sondern dass stattdessen andere An­gehÃ¶rige der Verwandtschaft diese Versorgungs- und Erziehungsaufgaben wahrnehmen. Wird die Elternrolle von anderen Personen als den Eltern Ã¼bernommen, verlagern sich re­gelmÃ¤ssig auch die BeziehungsintensitÃ¤ten. In solchen FÃ¤llen sind die Beziehungen, die das Kind einer­seits mit dem nachzugsberechtigten Elternteil und andererseits mit der oder den Per­sonen verbindet, welche im Ausland die Elternrolle Ã¼bernehmen, gegeneinander abzu­­wÃ¤­gen (BGE 124 II 361 E. 3a, 125 II 585 E. 2c). Letztlich geht es um die Frage, wo das nachzu­ziehende Kind seine vorrangigen familiÃ¤ren Bindungen hat. Der Kindes­nach­zug ist nur <br/> dann zu bewilligen, wenn die WÃ¼rdigung der gesamten UmstÃ¤nde zum Schluss fÃ¼hrt, dass das nachzuziehende Kind zum hier lebenden Elternteil in engerer Beziehung steht (RB 1998 Nr. 54; vgl. auch BGr, 29. November 1999, 2A.343/1999, E. 2c). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 wuchs seit ihrem vierten Lebensjahr bei ihren Grosseltern mÃ¼tterlicherseits in X auf. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen fÃ¼h­­ren zwar an, dass trotz ihres unterschiedlichen Wohnortes die vorrangige Beziehung stets zur BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 2 bestanden habe, da diese einen erheblichen Teil des Jah­res bei der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 auf X verbracht habe und letztere zudem hÃ¤ufig ferienhalber bei der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 2 in der Schweiz gewesen sei. Nur in denjenigen Zeiten, in denen die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 2 nicht in X oder die Beschwer­defÃ¼hrerin Nr. 1 nicht in der Schweiz geweilt hÃ¤tten, sei die Betreuung zur Haupt­sache durch die Gross­eltern wahrgenommen worden. Diese Behauptungen, die vor allem im Rahmen des vorliegenden verwaltungsgerichtlichen Verfahrens â teilweise aber bereits im Rekursverfahren vor dem Regierungsrat â vorgebracht werden, stehen in einem gewissen Widerspruch zu frÃ¼heren Aussagen der BeschwerdefÃ¼hrerinnen. Namentlich im fremdenpolizeilichen Verfahren sowie im Rekurs an den Regierungsrat wurde die Notwendigkeit des Familiennachzugs mit dem schle­chter werdenden Gesundheitszustand der Grosseltern begrÃ¼ndet. Diese Verschlechterung hÃ¤tte indessen keinen Grund fÃ¼r den anbegehrten Familiennachzug bilden kÃ¶nnen, wenn die von den Grosseltern wahrgenommene Betreuung nicht von zentraler Bedeutung gewesen wÃ¤re. Dass der Regierungsrat dies insofern zum Nachteil der BeschwerdefÃ¼hrerinnen ausgelegt hat, dass er fÃ¼r die Zeit zwischen 1986 und 1999 von einer vorrangigen Beziehung der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 zu ihren Grosseltern ausgegangen ist, kann nicht beanstandet werden. Ebenso geht auch der in der Beschwerdeschrift er­hobene Vorwurf fehl, die BehÃ¶rden hÃ¤tten mit "ausgesuchter Rabulistik" nur diejenigen Punkte beachtet, die zum Nachteil der BeschwerdefÃ¼hrerinnen auszulegen seien. Vielmehr beruhte die Annahme der Vorinstanz, dass die vorrangige Beziehung zu den Gross­eltern be­standen habe, auf einer korrekten BeweiswÃ¼rdigung. Anzumerken ist an dieser Stelle auch, dass die Angaben bezÃ¼glich der LÃ¤nge der Aufenthalte der Be­schwerdefÃ¼hrerin Nr. 2 in X gewisse WidersprÃ¼che aufweisen. WÃ¤hrend in der Rekursschrift an den Regierungsrat von jÃ¤hrlich drei Monaten, in einem Fall sogar von acht Monaten, die Rede ist, werden in der Beschwerdeschrift Aufenthalte von jÃ¤hr­lich mindestens sechs Monaten behauptet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Im <span>Bereich des Familiennachzugs bei nachtrÃ¤glicher Umgestaltung der Betreu­ungsverhÃ¤ltnisse verfolgt das Bundesgericht eine strenge Praxis (vgl. Alain Wurzburger, La jurisprudence rÃ©cente du Tribunal fÃ©dÃ©ral en matiÃ¨re de police des Ã©trangers, Bern 1997, S. 14 ff., mit Hinweisen). Der in der FamilienzusammenfÃ¼hrung bestehende Zweck des Fami­liennachzugs wird insbesondere auch dann nicht erreicht, wenn der in der Schweiz sich aufhaltende Elternteil jahrelang von seinem Kind getrennt lebt und es erst kurz vor Vollendung des 18. Altersjahrs zu sich holt. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung liegt in solchen FÃ¤llen der Verdacht nahe, dass nicht das familiÃ¤re Zusammenleben angestrebt werde, sondern das mÃ¶glichst einfache Erlangen einer fremdenpolizeilichen Bewilligung. Das Bundesgericht sieht darin einen Rechtsmissbrauch, anerkennt andererseits aber auch, dass es gute GrÃ¼nde geben kann, die Familiengemeinschaft in der Schweiz erst nach Jahren herzustellen; solche GrÃ¼nde mÃ¼ss­ten sich jedoch aus den UmstÃ¤nden des Einzelfalls ergeben (BGE 125 II 585 E. 2a). Ernsthaft kÃ¶nne sich die Frage des nachtrÃ¤glichen Familiennachzugs darum in der Regel nur bei Kindern stellen, die zwar wÃ¤hrend mehrerer Jahre im Ausland von anderen FamilienangehÃ¶rigen (anderer Elternteil, Grosseltern usw.) betreut worden seien, zum Zeitpunkt der Gesuchstellung aber noch lÃ¤ngst nicht 18 Jahre alt seien (</span>BGE 119 Ib 81 E. 3a<span>), und wenn GewÃ¤hr geboten sei, dass sie sich unter FÃ¼hrung des hier lebenden Elternteils in der Schweiz angemessen integrieren kÃ¶nnten. Die angefÃ¼hrte Praxis darf anderseits nicht dazu fÃ¼hren, dass die gesetzliche Altersgrenze von 18 Jahren ihres In­haltes entleert wird (BGE 126 II 329 E. 4a).</span></span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">d) Die Absicht, welche einem Familiennachzugsgesuch zu Grunde liegt, ist als in­nerer Vorgang einem strengen Beweis nicht zugÃ¤nglich. Sie muss auf Grund von Indizien und Regeln der allgemeinen Lebenserfahrung ermittelt werden. Zwar fordert der Untersu­chungsgrundsatz, dass die BehÃ¶rde den fÃ¼r den Entscheid massgebenden Sachverhalt von Amtes wegen richtig und vollstÃ¤ndig zu ermitteln hat (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 7 N. 4). EingeschrÃ¤nkt wird der Untersuchungsgrundsatz durch die Mitwirkungs­pflicht der am Ver­fah­ren Beteiligten gemÃ¤ss § 7 Abs. 2 VRG. Im Rechtsmittelverfahren wird das Untersuchungs­­­­prinzip zusÃ¤tzlich dadurch relativiert, dass die rekurs- oder be­schwerdefÃ¼hrende Partei die ihre RÃ¼gen stÃ¼tzenden Tatsachen darzulegen und allenfalls zu beweisen hat. Die Untersuchungsmaxime befreit die antragstellende Partei auch nicht da­von, dass sie den Be­weis fÃ¼r ihre Behauptungen trÃ¤gt und unbewiesen gebliebene Tatsa­chen zu ihrem Nachteil ausfallen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 7 N. 5). GemÃ¤ss der bundesgerichtlichen Praxis verdichtet sich der Verdacht, dass nicht ein Zusam­menleben im Rahmen der Familiengemeinschaft beabsichtigt wird, je nÃ¤her das nachzuzie­hende Kind im Zeitpunkt, in dem das Gesuch gestellt wird, an der Grenze zur VolljÃ¤hrig­keit steht (vorne c). Weil der Rechtsanspruch von Art. 17 Abs. 2 ANAG das Zusammenleben der Fa­miliengemeinschaft von Eltern und Kindern bezweckt, sind Zweifel an dieser Absicht dann gerechtfertigt, wenn dieses Zusammenleben auf Grund der Alterssituation gar nicht mehr oder nur fÃ¼r sehr kurze Zeit mÃ¶glich ist. Die Zweifel erhÃ¤rten sich, wenn der Nachzug schon lange Zeit vorher, namentlich wÃ¤hrend Jahren, mÃ¶glich gewesen wÃ¤re und keine plausiblen UmstÃ¤nde angefÃ¼hrt werden, aus welchen GrÃ¼nden dies nicht erfolgt ist. Ist diese Situation gegeben, so darf die entscheidende BehÃ¶rde auf der Grundlage dieser Ã¤usse­ren Gegebenheiten einen RÃ¼ckschluss auf die dem Gesuch zu Grunde liegende Absicht ziehen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Zu berÃ¼cksichtigen ist zudem, dass es sich im vorliegenden Fall nicht um die ZusammenfÃ¼hrung einer Gesamtfamilie handelt, welche Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG nach Wortlaut und Sinn in erster Linie bezweckt (vorne a). Auch die von den BeschwerdefÃ¼hrerinnen angefÃ¼hrte Tatsache, dass B 2 als Stiefvater der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 bereit sei, diese in jeder Beziehung wie seine eigene Tochter zu behandeln, vermag an der rechtlichen Qualifikation des allfÃ¤lligen Nachzugs der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 nichts zu Ã¤ndern. Heran­zuziehen sind damit die von der Praxis entwickelten strengeren GrundsÃ¤tze zum Kindernachzug eines ein­zelnen Elternteils und nicht die von den BeschwerdefÃ¼hrerinnen geltend gemachten GrundsÃ¤tze zur ZusammenfÃ¼hrung der Gesamtfamilie, wie sie etwa in dem von ihnen angerufenen Entscheid BGE 126 II 329 zum Ausdruck gelangen.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Als Grund fÃ¼r den sehr spÃ¤ten Nachzug der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 in die Schweiz wird erstmals in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde angefÃ¼hrt, das Ehepaar B habe wÃ¤hrend einiger Zeit die Ãbersiedlung nach X erwogen. Nach dem Scheitern der von der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 2 angestrengten geschÃ¤ftlichen BemÃ¼hungen in X sei diese Idee jedoch fallen gelassen worden. Diese Behauptungen wer­den von den BeschwerdefÃ¼hrerinnen jedoch nicht weiter substanziiert, geschweige denn mit genaueren Angaben unterlegt. Namentlich bleibt unklar, zu welchem Zeitpunkt der Wille, nach X zu Ã¼bersiedeln, aufgegeben wurde. Zudem steht die Aussage, dass die Ãbersiedlung nach X aufgrund des fehlgeschlagenen Aufbaus eines eigenen GeschÃ¤fts durch die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 2 gescheitert sei, in einem gewissen Widerspruch zur Behauptung, der Nachzug sei wegen der hÃ¤ufigen, angeblich auch durch die PflegebedÃ¼rftigkeit ihrer Eltern bedingten Aufenthalte der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 2 in X ver­zÃ¶gert worden. Wenig stimmig erscheint es zudem, dass einerseits auf die PflegebedÃ¼rftigkeit der Eltern bzw. Grosseltern hingewiesen wird, anderseits die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 fÃ¼r einen wesentlichen Teil des Jahres dennoch bei ihnen belassen worden ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Trotz des grundsÃ¤tzlich herrschenden Untersuchungsgrundsatzes wÃ¤re es Aufgabe der BeschwerdefÃ¼hrerinnen gewesen, Behauptungen, aus denen allenfalls Rechte abgeleitet werden kÃ¶nnen, nÃ¤her darzulegen und allenfalls zu beweisen (vorne d). Die lediglich behaup­tete Absicht, die Trennung der BeschwerdefÃ¼hrerinnen durch eine Ãbersiedlung nach X irgendwann wieder aufzuheben, wÃ¼rde an der Tatsache der etwa 13 Jahre dauernden und freiwillig herbeigefÃ¼hrten Trennung aber ohnehin nichts Ã¤ndern. Auch der offenbar rege gepflegte Kontakt zwischen den BeschwerdefÃ¼hrerinnen fÃ¼hrt nicht an der vorrangigen Beziehung der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 zu ihren Grosseltern (vorne b) und an ihrer vollstÃ¤ndigen Integration in X vorbei. So hat die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 nicht nur ihre Schulen in X abgeschlossen, sondern dort bereits eine Berufsausbildung zur Se­kretÃ¤rin begonnen, wenn nicht gar abgeschlossen. Letztere Tatsache widerlegt auch die Behauptung der BeschwerdefÃ¼hrerinnen, dass vor allem auf einen Schulabschluss in X wert gelegt worden sei. Anzumerken ist auch, dass dem Interesse an einem Schulabschluss am bisherigen auslÃ¤ndischen Wohnsitz des nachzuziehenden Kin­des von der Praxis wenig Bedeutung bei­gemessen wird. Vielmehr deutet der Abschluss der schulischen Ausbildung im Ausland darauf hin, dass weder die familiÃ¤re noch die soziale Integration bei einem Nachzug in die Schweiz im Vordergrund stehen, sondern berufliche und mithin wirtschaftliche Interessen (z.B. VGr 17. Mai 2000, VB.1999.0038, E. 3b, http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung; vgl. auch VGr 31. Januar 2001, VB 2000.000293, E. 3c+4).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bereits im Gesuch fÃ¼r eine Niederlassungs- oder Aufenthaltsbewilligung vom 18. August 1999 bekundete die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 2 die Absicht, die Ausbildung der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 in der Schweiz zu vervollstÃ¤ndigen. Zur Recht lassen die BeschwerdefÃ¼hrerinnen anfÃ¼hren, dass die Sorge fÃ¼r eine angemessene Ausbildung zu den grundlegenden Elternpflichten gehÃ¶rt. Bei der ErmÃ¶glichung einer besseren Ausbildung und damit mittelbar der Erleichterung des wirtschaftlichen Fortkommens handelt es sich indessen nicht um den von Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG angestrebten Haupt­­zweck. Dieser besteht in der ErmÃ¶glichung des familiÃ¤ren Zusammenlebens (vorne a). Dass bei einem bereits gepflegten familiÃ¤ren Zusammenleben die Ausbildung der Kinder mit zunehmendem Alter immer mehr in den Vordergrund rÃ¼ckt, bedeutet aber nicht, dass ein Kindernach­zug, bei dem die Ausbildung und die besseren ErwerbsmÃ¶glichkeiten im Vordergrund stehen â also ein Nebenzweck der familiÃ¤ren Beziehung â vom Nachzugszweck gemÃ¤ss Art. 17 Abs. 2 ANAG ebenfalls gedeckt ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die angefÃ¼hrten UmstÃ¤nde erhÃ¤rten damit den Verdacht, dass das Nachzugsrecht vorliegend in zweckwidriger und damit unzulÃ¤ssiger Weise geltend gemacht wird.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Die Praxis betont, dass die Altersgrenze von 18 Jahren, die sich Art. 17 Abs. 2 ANAG entnehmen lÃ¤sst, nicht ihres Inhaltes entleert werden darf (BGE 126 II 329 E. 4a). Aus diesem Grund sind massgebliche Verlagerungen der BeziehungsintensitÃ¤t des nachzuziehenden Kindes bei der Beurteilung des Anspruchs auf Familiennachzug nicht unbeachtlich, selbst wenn solche VerÃ¤nderungen eher spÃ¤t erfolgen. Es fragt sich deshalb, ob die Er­krankung der Grosseltern der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 zu einer solchen Verlagerung der BeziehungsintensitÃ¤t hin zur BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 2 gefÃ¼hrt hat, dass ein Nachzug im Rahmen von Art. 17 Abs. 2 ANAG gerechtfertigt erscheint. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach stÃ¤ndiger Praxis ist fÃ¼r die Beurteilung der Voraussetzungen des Familiennachzugs gemÃ¤ss Art. 17 Abs. 2 ANAG auf die tatsÃ¤chliche Situation zum Zeitpunkt des Gesuchs abzustellen. Das Abstellen auf einen spÃ¤teren Zeitpunkt kÃ¶nnte dazu fÃ¼hren, dass durch eine lange Verfahrensdauer der in Art. 17 Abs. 3 Satz 3 ANAG gewÃ¤hrleistete Anspruch auf eine Niederlassungsbewilligung endgÃ¼ltig verloren geht (vgl. Philip Grant, La protection de la vie familiale et de la vie privÃ©e en droit des Ã©trangers, Basel/Genf/MÃ¼n­chen 2000, S. 149, Fn. 310). Insofern dient diese Praxis dem Schutz der Jugendlichen, die kurz vor Vollendung ihres 18. Lebensjahres nachgezogen werden sollen. Das Nachzugsgesuch fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 wurde im vorliegenden Fall am 18. August 1999 gestellt; massgeblich sind damit die faktischen UmstÃ¤nde zu diesem Zeitpunkt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die von den BeschwerdefÃ¼hrerinnen ins Recht gelegten Arztzeugnisse betreffend die Grosseltern der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 lassen erkennen, dass diese bereits seit einiger Zeit an chronischen Altersbeschwerden gelitten hatten. Der damals 87-jÃ¤hrige Grossvater war an Artheriosklerose erkrankt sowie in der Sehkraft eingeschrÃ¤nkt ("visual disorder", nicht belegt ist dagegen der im Schreiben vom 30. MÃ¤rz 2000 behauptete Schlaganfall sowie eine daraus resultierende LÃ¤hmung). Die damals 76-jÃ¤hrige Grossmutter dagegen stand bereits seit vielen Jahren in Behandlung wegen Diabetes, Blut­hochdruck sowie GedÃ¤chtnisverlust. Beide Personen, denen die haupt­sÃ¤chliche Betreuung der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 Ã¼bertragen war, konnten ihre Betreuungsaufgabe damit bereits seit einiger Zeit nur in eingeschrÃ¤nktem Rahmen wahrnehmen. Dies wurde von der BeschwerdefÃ¼h­rerin Nr. 2 jedoch â mindestens fÃ¼r die Zeit, welche sie nicht mit der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 in X oder diese ferienhalber in der Schweiz verbrachte â in Kauf genommen. Auch die Tatsache, dass der Nachzug nicht unmittelbar nach Abschluss der Schulausbildung ver­langt wurde, sondern die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 auch noch eine Berufsausbildung als SekretÃ¤rin begonnen oder gar abgeschlos­sen hatte, deutet darauf hin, dass dem schlechten Gesundheitszustand der Grosseltern keine entscheidende Bedeutung beigemessen wurde. </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die am 15. Januar 2001 verstorbene Grossmutter der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 erlitt laut dem eingelegten Ã¤rztlichen Zeugnis vom 14. Mai 2000 im Jahr 1999 einen Schlaganfall, seit welchem sie bettlÃ¤gerig war. Diese Angabe wird im Schrei­ben vom 30. MÃ¤rz 2000 an die kantonale Fremdenpolizei und in der Rekursschrift vom 23. November 2000 an den Regierungsrat noch etwas genauer gefasst: als Beginn der akuten Erkrankung der Grossmutter wird "Herbst letzten Jahres" genannt. Im Schreiben vom 26. Oktober 1999 des Rechtsvertreters der BeschwerdefÃ¼hrerinnen an die Fremdenpolizei des Kantons ZÃ¼rich wird dagegen lediglich angefÃ¼hrt, dass die Grosseltern inzwischen "sehr schwer erkrankt und auch aufgrund ihres hohen Alters nicht mehr in der Lage" seien, ihre Enkelin zu betreuen. Daraus ergibt sich, dass nach den Angaben der BeschwerdefÃ¼hrerinnen der Gesund­heitszustand der Gross­eltern am 18. August 1999 zwar nicht gut war, jedoch nicht entschei­dend schlechter als in den vorangegangenen Monaten und Jahren. Insofern erscheint auch die erst im laufenden Beschwerdeverfahren angefÃ¼hrte Behauptung, dass die Grossmutter zum Zeitpunkt der Einreichung des Gesuches die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 nicht hÃ¤tte betreuen kÃ¶nnen, als unbeachtlich. Der Schlaganfall, der die Grossmutter in der Wahr­nehmung jeglicher Betreuungsaufgaben hinderte, erfolgte erst im Herbst 1999, auf jeden Fall also nach dem 18. August 1999.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dem bereits am 18. August 1999 seit lÃ¤ngerer Zeit schlechten Gesundheitszustand der Grosseltern hat der Regierungsrat zu Recht keine Beachtung geschenkt, da dieser Zustand bis dahin offensichtlich in Kauf genommen wurde. Die behauptungsweise angefÃ¼hrten GrÃ¼nde fÃ¼r den verzÃ¶gerten Nachzug sind in keiner Weise substanziiert wor­den, haben sich als teilweise widersprÃ¼chlich erwiesen und vermÃ¶gen deshalb nicht plausibel zu begrÃ¼nden, weshalb trotz der angeblich nicht mehr genÃ¼gend gewÃ¤hrleisteten Betreu­ung der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 durch ihre Grosseltern auf einen frÃ¼heren Nachzug verzichtet wurde (vorne e). Die akute, durch den Schlaganfall bedingte Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Grossmutter dagegen erfolgte nach den Angaben der Beschwer­defÃ¼hrerinnen erst nach der Einreise in die Schweiz und der Einreichung des Gesuchs um Niederlassungs- oder Aufenthaltsbewilligung. FÃ¼r den Zeitpunkt der Gesuchstellung ist damit nicht von einer massgeblichen Verlagerung der BeziehungsintensitÃ¤t von den Grosseltern zur BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 2 auszugehen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Frage, ob von einer solchen Verlagerung hÃ¤tte ausgegangen werden kÃ¶nnen, wenn der Schlaganfall der Grossmutter bereits vor der Einreise in die Schweiz erfolgt <br/> wÃ¤re, kann damit grundsÃ¤tzlich offen bleiben. Angesichts der nurmehr geringen BetreuungsbedÃ¼rftigkeit einer fast 17-jÃ¤hrigen SchulabgÃ¤ngerin und der strengen Praxis, welche beim Nachzug von Kindern kurz vor dem 18. Altersjahr verfolgt wird, dÃ¼rfte jedoch auch der Weg­fall der Betreuung durch die Grossmutter â wie der Regierungsrat anzunehmen scheint â nicht zu einer massgeblichen Verlagerung der BeziehungsintensitÃ¤t fÃ¼hren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>g) Die WÃ¼rdigung der gesamten UmstÃ¤nde, unter denen der Nachzug der Beschwer­defÃ¼hrerin Nr. 1 beantragt wurde, lÃ¤sst den von den Vorinstanzen gezogenen Schluss als zutreffend erscheinen, dass im vorliegenden Fall der analog anzuwendende An­spruch auf Familiennachzug gemÃ¤ss Art. 17 Abs. 2 ANAG in zweckwidriger und damit unzulÃ¤ssiger Weise geltend gemacht wird. Zu Recht wurde der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 deshalb die Erteilung der Niederlassungsbewilligung verweigert.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Bereits im Gesuch vom 18. August 1999 wurde als Eventualantrag die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung aus humanitÃ¤ren GrÃ¼nden verlangt. GemÃ¤ss Art. 36 der Verordnung des Bundesrates Ã¼ber die Begrenzung der Zahl der AuslÃ¤nder vom 6. Oktober 1986 (BVO) kann nichterwerbstÃ¤tigen AuslÃ¤ndern eine Aufenthaltsbewilligung erteilt werden, wenn wichtige GrÃ¼nde es gebieten. Auch Art. 13 lit. f BVO sieht vor, dass AuslÃ¤nder­innen und AuslÃ¤ndern bei schwerwiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefÃ¤llen ausserhalb der festgelegten HÃ¶chstzahlen eine Aufenthaltsbewilligung erteilt werden kann. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Laut § 43 Abs. 1 lit. h VRG ist die Beschwerde an das Verwaltungsgericht auf dem Gebiet der Fremdenpolizei grundsÃ¤tzlich ausgeschlossen. Sie ist nur zulÃ¤ssig, soweit die Ver­waltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offensteht (§ 43 Abs. 2 VRG). Nach der in BGE 122 II 186 geÃ¤nderten Rechtsprechung wiederum ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht stets unzulÃ¤ssig, wenn fremdenpolizeiliche Bestimmungen keinen Anspruch auf eine Bewilligung einrÃ¤umen (Art. 100 lit. b Ziff. 3 OG); dies selbst dann, wenn es um die Geltendmachung von Verfahrensfehlern geht (BGE 122 II 186 E. 1d/aa). Auf den Eventualantrag kann im Rahmen dieses Beschwerdeverfahrens damit nicht eingetreten werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ohnehin wÃ¤re im vorliegenden Fall jedoch keine entsprechende Bewilligung zu erteilen, da die Praxis bei der Handhabung dieser Bestimmungen Ã¤usserst zurÃ¼ckhaltend ist; sie unterstreicht deren Ausnahme- und Einzelfallcharakter (z.B. BGE 124 II 110 E. 2, mit Hinweisen; vgl. auch Marc Spescha, Handbuch zum AuslÃ¤nderrecht, Bern/Stuttgart/Wien 1999, S. 80 ff., 102 ff.). HÃ¤rtefallbewilligungen werden grundsÃ¤tzlich nur erteilt, wenn "die Lebens- und Daseinsbedingungen gemessen am durchschnittlichen Schicksal von AuslÃ¤ndern in gesteigertem Masse in Frage gestellt sind" (BGE 119 Ib 33 E. 4c; 117 Ib 317 E. 4b). Zu Recht hat bereits der Regierungsrat festgestellt, dass im vorliegenden Fall keine Anhaltspunkte vorliegen, welche die Erteilung einer HÃ¤rtefallbewilligung rechtfertigen wÃ¼rden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Im Ergebnis wurde damit der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 zu Recht weder eine Niederlassungs- noch eine Aufenthaltsbewilligung erteilt. Auch dem von den BeschwerdefÃ¼hrerinnen gestellten Antrag auf ein Ã¶ffentliches Verfahren konnte nicht entsprochen werden. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist damit vollumfÃ¤nglich abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden kann.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6.</span><span> ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>