<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 0] </div> <div class="para">C 47/00 Vr/Gb </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Präsident Lustenberger, Bundesrichter Meyer und Ferrari; </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Hadorn </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 10. Oktober 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para">L.________, Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">Arbeitslosenkasse des Kantons Luzern, Hallwilerweg 5, Luzern, Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">und </div> <div class="para">Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Luzern </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 27. Oktober 1999 teilte die Arbeitslosenkasse des Kantons Luzern der 1958 geborenen L.________ mit, dass sie ab 1. September 1999 keinen Anspruch mehr auf Taggelder der Arbeitslosenversicherung habe. </div> <div class="para">Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern mit Entscheid vom 31. Januar 2000 ab. </div> <div class="para">L.________ führt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Begehren, es seien ihr bis 31. Mai 2000 Taggelder auszurichten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Arbeitslosenkasse verzichtet auf eine Vernehmlassung und beantragt die Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. </div> <div class="para">Das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) reicht keine Stellungnahme ein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Soweit die Versicherte dem Sinne nach die Verfassungsmässigkeit von <span class="artref">Art. 27 Abs. 4 AVIG</span> in Frage stellt, dringt sie damit nicht durch. Denn es ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht verwehrt, Bundesgesetzen die Anwendung zu versagen, wie in ständiger Rechtsprechung zu Art. 113 Abs. 3 und Art. 114bis Abs. 3 der bis Ende 1999 gültig gewesenen Bundesverfassung (aBV) erkannt wurde (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=23&amp;from_date=08.10.2000&amp;to_date=27.10.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-V-85%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page93">BGE 122 V 93</a> Erw. 5a/aa, 120 V 3 Erw. 1b, je mit Hinweisen). </div> <div class="para">Laut Art. 191 der neuen, auf den 1. Januar 2000 in Kraft gesetzten Bundesverfassung vom 18. April 1999 (nBV) sind Bundesgesetze und Völkerrecht für das Bundesgericht und die anderen rechtsanwendenden Behörden massgebend. Dieses Gebot des <span class="artref">Art. 191 nBV</span> Bundesgesetze anzuwenden, entspricht der bisherigen verfassungsmässigen Regelung sowie der dazu ergangenen Rechtsprechung (vgl. Botschaft des Bundesrates vom 20. November 1996 über die neue Bundesverfassung, Separatdruck, S. 428). Die diesbezügliche Nachführung war in den Räten denn auch unbestritten (Amtl. Bull. der Bundesversammlung [Separatdruck 1998], NR S. 401 und SR S. 146, 202). Deshalb gilt die bisherige Rechtsprechung zur Massgeblichkeit der Bundesgesetze nach Art. 113 Abs. 3 und 114bis Abs. 3 aBV auch unter der Herrschaft von <span class="artref">Art. 191 nBV</span> (RKUV 2000 Nr. KV 118 S. 151). </div> <div class="para">2.- Zutreffend hat die Vorinstanz die Anwendung von <span class="artref">Art. 27 Abs. 4 AVIG</span> auf die Beschwerdeführerin ab 1. September 1999 als unechte Rückwirkung betrachtet, die grundsätzlich zulässig ist, soweit ihr nicht wohlerworbene Rechte entgegenstehen. Weshalb hier kein solches Recht vorliegt, hat das kantonale Gericht ebenfalls richtig begründet (vgl. auch <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=23&amp;from_date=08.10.2000&amp;to_date=27.10.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F112-V-387%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page395">BGE 112 V 395</a> Erw. 3d in fine mit Hinweis). </div> <div class="para">Dem ist nichts Weiteres beizufügen. Da die erwähnte Bestimmung auf 1. September 1999 in Kraft gesetzt wurde (AS 1999 S. 2385), hat die Beschwerdeführerin in Kauf zu nehmen, dass sie statt der in der alten Regelung vorgesehenen 520 nur noch 260 Taggelder beziehen kann. Die Berufung auf das internationale Recht ändert hieran nichts. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- Da die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offensichtlich unbegründet ist, wird sie im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span> erledigt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I.Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II.Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para">III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, dem Kantonalen Arbeitsamt Luzern und </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dem Staatssekretariat für Wirtschaft zugestellt. </div> <div class="para">Luzern, 10. Oktober 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der II. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>