<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00105</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106806&amp;W10_KEY=13013575&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00105</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 02.09.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Baubewilligung für Anbau an bestehendes Wohnhaus in Planungszone In Planungszonen darf nur gebaut werden, wenn das Vorhaben den künftigen planungsrechtlichen Festlegungen nicht oder jedenfalls mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht widerspricht (E. 2). Einhaltung von Grenzabständen (E. 3). Einordnung (E. 4). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANBAU">ANBAU</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUMASSENZIFFER">BAUMASSENZIFFER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUREIFE">BAUREIFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUSPERRE">BAUSPERRE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINORDNUNG">EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: GESTALTUNG UND EINORDNUNG">GESTALTUNG UND EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRENZABSTAND">GRENZABSTAND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: PLANUNGSSICHERUNG/PLANUNGSRECHTLICHE BAUREIFE">PLANUNGSSICHERUNG/PLANUNGSRECHTLICHE BAUREIFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLANUNGSZONE">PLANUNGSZONE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRÃJUDIZIERUNG">PRÃJUDIZIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: WEITERE BAUVORSCHRIFTEN (NUTZUNGSDICHTE, ABSTÃNDE ETC.)">WEITERE BAUVORSCHRIFTEN (NUTZUNGSDICHTE, ABSTÃNDE ETC.)</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 234 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 238 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 260 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 346 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">§ 357 Abs. I PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">BEZ 2002 Nr. 61</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Am 14. August 2001 erteilte die Baukommission X C die bau­rechtliche Bewilligung zur Erstellung eines Anbaus an das bestehende Wohnhaus Vers.Nr. 01 auf dem Grund­stÃ¼ck Kat.Nr. 02 am K-weg in X. Der eingeschossige Anbau erfolgt unter Abbruch der bestehenden Terrasse und StÃ¼tzmauer an der sÃ¼d­lichen GebÃ¤udeseite. Er ist mit einem Flachdach versehen, welches als Terrasse genutzt werden soll. - Gegen die Baubewilligung liess A, EigentÃ¼mer des sÃ¼dlich angrenzenden GrundstÃ¼cks Kat.Nr. 03, rechtzeitig an die Bau­rekurskommission II rekurrieren mit dem Antrag, die Baubewilligung sei aufzuheben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Die Baurekurskommission II wies den Rekurs am 26. Februar 2002 ab. Sie erwog im Wesentlichen, das BaugrundstÃ¼ck liege zwar im Perimeter einer Planungszone, welche die mit der im Gang befindlichen Revision der kommunalen Bau- und Zonenordnung beabsichtigte Reduktion der Baumassenziffer in Hanglagen sicherstellen soll. Auch sei der Umfang der fraglichen Abzonung nach wie vor ungewiss. Indessen erscheine die vom Rekurrenten geforderte Reduktion der Baumassenziffer von bisher 1.75 m<sup>3</sup>/m<sup>2</sup> auf un­ter 1.00 m<sup>3</sup>/m<sup>2</sup> als unwahrscheinlich, lÃ¤ge dieses Mass doch weit unter der fÃ¼r zweigeschos­sige Zonen vorgesehenen kantonalen Mindestdichte von 1.80 m<sup>3</sup>/m<sup>2</sup>. Aber selbst wenn eine entsprechende Reduktion als mÃ¶glich in Betracht gezogen wÃ¼rde, vermÃ¶chte das strittige Bau­vorhaben bzw. die damit erzielte Baumassenziffer von lediglich 0.89 m<sup>3</sup>/m<sup>2</sup> die kÃ¼nftigen planungsrechtlichen Festlegungen nicht in Frage zu stellen. Als unbegrÃ¼ndet wÃ¼rdigte die Kommission sodann auch die weiteren rekurrentischen EinwÃ¤nde betreffend das Ausmass der Abgrabungen im Bereich der SÃ¼dfassade, die hinreichende Einordnung des Vorhabens sowie die angebliche Missachtung sowohl des sÃ¼d- als auch des ostseitigen Grenzabstands.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 2. April 2002 liess A dem Verwaltungs­gericht beantragen, die Baubewilligung und der Rekursentscheid seien aufzuheben. Eventuell sei die Angelegen­heit an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen. Ferner wurde die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung beantragt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission II beantragte am 16. April 2002 Abweisung der Beschwerde. Den nÃ¤mlichen Antrag liessen C und die Baukommission X am 25. bzw. 26. April 2002 stellen, jeweils verbunden mit dem Begehren um Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Parteivorbringen werden, soweit wesentlich, nachfolgend wiedergegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die auf einem Augenschein beruhenden und durch Fotografien dokumentierten Feststellungen der Baurekurskommission II Ã¼ber die Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse kÃ¶nnen auch im Beschwerdeverfahren berÃ¼cksichtigt werden (RB 1981 Nr. 2). Da der massgebliche Sachverhalt aus den Akten hinreichend hervorgeht, erÃ¼brigt sich ein eigener Augenschein des Verwaltungsgerichts (RB 1995 Nr. 12 = BEZ 1995 Nr. 32, mit Hinweisen).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Im Beschwerdeverfahren fallengelassen wurde der Einwand betreffend das Ausmass der Abgrabungen (Art. 37 der Bau- und Zonenordnung der Gemeinde X vom 5. Dezember 1994; BZO) im Bereich der SÃ¼dfassade sowie die anlÃ¤sslich des vorinstanzlichen Augenscheins erfolgte Berufung auf ideelle Immissionen im Sinn von BeeintrÃ¤chtigun­gen der PrivatsphÃ¤re durch vermehrte Einsehbarkeit.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Das BaugrundstÃ¼ck liegt an einem stark nach SÃ¼dwesten abfallenden Hang und ist der zweigeschossigen Wohnzone W2/1.75 zugeschieden. Es befindet sich im Perimeter einer Planungszone, welche die mit der im Gang befindlichen Revision der kommunalen Bau- und Zonenordnung beabsichtigte Reduktion der Baumassenziffer in Hanglagen sicherstellen soll. AnlÃ¤sslich der Gemeindeversammlung vom 10. Dezember 2001 wurde </span></p> <p class="Einzug1"><span>der gemeinderÃ¤tliche Revisionsvorschlag, der eine Reduktion der Baumassenziffer von bis­her 1.75 m<sup>3</sup>/m<sup>2</sup> auf 1.5 m<sup>3</sup>/m<sup>2</sup> vorsah, abgelehnt und an den Gemeinderat zur Ãberarbeitung im Sinn einer weitergehenden Reduktion der zulÃ¤ssigen baulichen Dichten zurÃ¼ckgewiesen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, mit der festgesetzten Planungszone werde fÃ¼r das fragliche Gebiet ein befristetes Bauverbot bezÃ¼glich sÃ¤mtlicher Bauvorhaben statu­iert, welche der im Gange befindlichen Planung widersprÃ¤chen. Ein solcher Widerspruch liege - unabhÃ¤ngig vom mutmasslichen Umfang der kÃ¼nftig geltenden Baumassenziffer - vor, weil das fragliche Projekt mit der konkreten, erheblichen Verdichtung auf dem BaugrundstÃ¼ck den mit der Planungszone zu sichernden, extensiven Spielraum der Planungsbe­hÃ¶rde jedenfalls in unzulÃ¤ssiger Weise einschrÃ¤nke.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) GemÃ¤ss § 346 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) kÃ¶nnen bis zum Erlass oder wÃ¤hrend der Revision von GesamtrichtplÃ¤nen oder Nut­zungsplÃ¤nen fÃ¼r genau bezeichnete Gebiete Planungszonen festgesetzt werden, innerhalb de­ren keine baulichen VerÃ¤nderungen oder sonstigen Vorkehren getroffen werden dÃ¼rfen, die der im Gange befindlichen Planung widersprechen. Anders als bei § 234 PBG wird durch das Festsetzen einer Planungszone im Sinn von § 346 PBG das Vertrauen der Grund­eigentÃ¼mer in das noch geltende Recht fÃ¶rmlich aufgehoben: Der GrundeigentÃ¼mer weiss, dass das sein GrundstÃ¼ck betreffende Recht geÃ¤ndert werden soll und dass er deshalb einst­weilen nicht bauen darf; nur wenn feststeht, dass das Bauvorhaben den kÃ¼nftigen planungsrechtlichen Festlegungen nicht oder jedenfalls mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht widerspricht, darf ihm eine Baubewilligung erteilt werden (RB 1984 Nr. 97).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ein vom BeschwerdefÃ¼hrer verfochtenes absolutes Bauverbot findet in § 346 Abs. 1 PBG keine Grundlage. Vielmehr ist jeweils zu prÃ¼fen, ob das umstrittene Bauprojekt der im Gange befindlichen Planung widerspreche. Die Vorinstanz ist diesbezÃ¼glich zum Schluss ge­kommen, die planungsrechtliche Freiheit werde vorliegend durch das Bauvorhaben nicht tangiert. Dem ist beizupflichten: Laut Art. 1 BZO gelten bisher fÃ¼r die zweigeschos­sigen </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wohn­zonen Baumassenziffern von 1.15 m<sup>3</sup>/m<sup>2</sup> bis 1.75 m<sup>3</sup>/m<sup>2</sup>. Vor diesem Hintergrund er­scheint schon eine Reduktion von aktuell 1.75 m<sup>3</sup>/m<sup>2</sup> auf 1.0 m<sup>3</sup>/m<sup>2</sup> als eher unwahrscheinlich. Da das BaugrundstÃ¼ck nach der Realisierung des Vorhabens unbestrittenermassen erst eine Baumasse von 0.89 m<sup>3</sup>/m<sup>2</sup> aufweisen wÃ¼rde, mÃ¼sste die Baumassenziffer aber sogar auf 0.88 m<sup>3</sup>/m<sup>2</sup> herabgesetzt werden, damit das Bauvorhaben dazu in Widerspruch trÃ¤te. Eine derart weitgehende Reduktion kann indessen ohne weiteres ausgeschlossen werden. Die Beschwerde erweist sich daher in diesem Punkt als unbegrÃ¼ndet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Der BeschwerdefÃ¼hrer macht weiter geltend, das Bauvorhaben missachte sowohl gegenÃ¼ber dem sÃ¼dlichen als auch gegenÃ¼ber dem Ã¶stlichen NachbargrundstÃ¼ck den gemÃ¤ss Art. 19 Abs. 1 BZO in Verbindung mit § 22 Abs. 1 der Allgemeinen Bauverordnung vom 22. Juni 1977 und § 260 PBG erforderlichen Grenzabstand. Da der Ã¶stliche Grenz­­abstand bereits vom bestehenden Altbau unterschritten werde, handle es sich zudem um eine nach § 357 PBG unzulÃ¤ssige weitergehende Abweichung von den Grenzabstandsvorschriften.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Das bestehende Einfamilienhaus Vers.Nr. 01, an dessen SÃ¼dseite der streitige An­bau erfolgen soll, unterschreitet den bauzonengemÃ¤ssen Grenzabstand von 7 m (Art. 19 Abs. 1 BZO) gegenÃ¼ber den Ã¶stlichen NachbargrundstÃ¼cken um rund 2 m. Damit stellt das Bauvorhaben eine Ãnderung an einer vorschriftswidrigen Baute dar, die nur unter den Voraussetzungen von § 357 Abs. 1 PBG bewilligt werden kann. Laut § 357 Abs. 1 PBG dÃ¼rfen bestehende Bauten und Anlagen, die Bauvorschrif­ten widersprechen, umgebaut, erweitert und anderen Nutzungen zugefÃ¼hrt werden, sofern sie sich fÃ¼r eine zonengemÃ¤sse Nutzung nicht eignen, wenn keine Ã¼berwiegenden Ã¶ffentlichen oder nachbarlichen Interessen entgegenstehen; fÃ¼r neue oder weitergehende Abweichungen von Vorschriften bleiben die erforderlichen Ausnahmebewilligungen vorbehalten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Den Einwand des BeschwerdefÃ¼hrers, der Anbau stelle eine weitergehende Abweichung von den bereits verletzten Grenzabstandsvorschriften dar, hat bereits die Baurekurskommission II mit eingehenden und zutreffenden ErwÃ¤gungen verworfen, auf die gestÃ¼tzt auf § 70 in Verbindung mit § 28 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) in zustimmendem Sinn verwiesen werden kann. GegenÃ¼ber der Ã¶stlichen GrundstÃ¼cksgrenze wird der Anbau nicht bÃ¼ndig, sondern zurÃ¼ckversetzt angelegt. Die gegenteilige Behauptung des BeschwerdefÃ¼hrers ist aktenwidrig. Es trifft zwar zu, dass die hangwÃ¤rts an die SÃ¼dfassade des Anbaus anschliessende Mauer in den Ã¶stlichen wie auch den sÃ¼dlichen Abstandsbereich hineinragt. Wie aber bereits die Vorinstanz zutreffend ausgefÃ¼hrt hat, handelt es sich dabei nicht um einen "abstandspflichtigen HauptgebÃ¤u­de­teil", sondern lediglich um eine StÃ¼tzmauer (samt HinterfÃ¼llung). Entgegen dem DafÃ¼rhalten des BeschwerdefÃ¼hrers ist diese Qualifikation nicht von vornherein nur auf "isolierte Grenzmauern" beschrÃ¤nkt. Vielmehr kann es sich dabei auch wie vorliegend um einen an ein GebÃ¤ude anschliessenden Mauerfortsatz handeln, solange es sich dabei von der Funktion her eindeutig um eine StÃ¼tzmauer handelt. Letzteres ist vorliegend der Fall, dient die Mauer im fraglichen Bereich doch nicht wie behauptet der Umfassung eines allseitig umschlossenen Raums, son­dern lediglich zur StÃ¼tze der hangseitigen HinterfÃ¼llung des Anbaus, welche zudem ledig­lich begrÃ¼nt und nicht als Terrasse genutzt werden soll. Entsprechend dieser Qualifikation als StÃ¼tz­mauer entfÃ¤llt folg­lich auch die nur fÃ¼r GebÃ¤ude bzw. Teile von solchen geltende Pflicht zur Beachtung der bauzonengemÃ¤ssen GrenzabstÃ¤nde. Der dafÃ¼r massgebliche Grenz­abstand bestimmt sich ausschliesslich nach § 178 des EinfÃ¼hrungsgesetzes zum Zivilgesetzbuch vom 2. April 1911. AnsprÃ¼che aus dieser Norm wÃ¤­ren vor den Zivilgerichten und nicht im vorliegenden Verfahren geltend zu machen (§ 1 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mithin ergeben sich durch den Anbau weder neue noch weitergehende Abweichungen von Vorschriften, wie sie gemÃ¤ss § 357 Abs. 1 Satz 2 PBG nur als Ausnahmen bewilligt werden kÃ¶nnen. Ãffentliche oder nachbarliche Interessen, die dem Bauvorhaben entgegenstehen kÃ¶nnten, sind ebenfalls nicht erkennbar. Nachdem der Anbau den ordentlichen Grenzabstand allseits beachtet, kann im weiteren auch offen bleiben, ob er allenfalls als ab­standsfreies unterirdisches GebÃ¤ude im Sinn von § 269 PBG zu qualifizieren wÃ¤re. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Streitig ist sodann auch im Beschwerdeverfahren die Frage der Einordnung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Die Baurekurskommission II hat die zu § 238 PBG entwickelten GrundsÃ¤tze im angefochtenen Entscheid zutreffend wiedergegeben, so dass insoweit darauf verwiesen wer­den kann (§ 28 in Verbindung mit § 70 VRG). AnzufÃ¼gen ist, dass die ÃberprÃ¼fungsbe­fugnis des Verwaltungsgerichts von Gesetzes wegen eingeschrÃ¤nkt ist. Das Gericht kann in der Regel nur rechtsverletzende Ermessensfehler korrigieren (§ 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 Abs. 2 lit. c VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, angesichts der expositionsmÃ¤ssigen Promi­nenz der betroffenen Liegenschaft springe der negative Eindruck des Bauvorhabens mit seinen grossflÃ¤chigen, massigen Fassaden zwingend ins Auge. Es entstehe ein zusammenhangloses Konglomerat von verschiedenen Bauformen und -stilen, welche den Charakter des gesamten ansprechenden Quartiers herabsetze. Die sÃ¼dliche Ansicht zeige deutlich die RÃ¼cksichtslosigkeit der kubischen Ausgestaltung des Projekts. Dem BeschwerdefÃ¼hrer sei frÃ¼her ein Anbau mit derselben Funktion nur bewilligt worden, weil er gestalterisch vollstÃ¤n­dig in den Hang hinein- und der baulichen Substanz angepasst worden sei. Das bauliche Umfeld zeige ungeachtet einer nicht als "monolithisch" Ã¼berbaut qualifizierbaren Situa­tion ein ansprechendes, mit teils grosszÃ¼gigen GebÃ¤uden und teils herrschaftlichen Villen bebautes Gebiet. Dem Projekt mit der Gestalt eines klobigen BetonwÃ¼rfels gleich einem Bunkeranbau, der sehr markant in Erscheinung trete und gut einsehbar sei, mÃ¼sse nun aber jeglicher Einordnungswille abgesprochen werden. Die verunglÃ¼ckte, vielleicht einem BÃ¼robau anstehende massive Befensterung von Tal- und SÃ¼dseite stehe auch in gestalterischem Widerspruch zum Altbau. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Diese EinwÃ¤nde des BeschwerdefÃ¼hrers entsprechen weitestgehend seinen Vorbringen im Rekursverfahren. Es kann daher vorab auf die entsprechenden vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen verwiesen werden. Was der BeschwerdefÃ¼hrer dagegen vorbringt, vermag die RechtmÃ¤ssigkeit der angefochtenen WÃ¼rdigung nicht in Frage zu stellen. Der Vorinstanz ist insbesondere beizupflichten, dass der Anbau mit seiner zeitgemÃ¤ssen, schlichten und mo­­dernen Gestaltung zwar einen baulichen Kontrast zum rund 60-jÃ¤hrigen HauptgebÃ¤ude bildet, was seiner hinreichenden Einordnung indessen keinen Abbruch tut. Das vorhandene bauliche Umfeld ist nicht in dem Mass richtungweisend, dass der Bauherr gezwungen wÃ¤re, sich den vorherrschenden architektonischen Ausdrucksformen anzuschliessen. Vielmehr dÃ¼rfen Schnittstellen zwischen alter und neuer Bauweise grundsÃ¤tzlich auch als solche sicht­­bar gemacht werden. Von einem "klobigen BetonwÃ¼rfel" bzw. einem "Bunkerbau", der massig in Erscheinung tritt, kann sodann keine Rede sein. Dem eingeschossigen Anbau mit seiner gemessen am bestehenden Hauptbau bescheidenen Baumasse (rund 120 m<sup>3</sup>/m<sup>2</sup> zu 640 m<sup>3</sup>/m<sup>2</sup>) eine massige Erscheinung vorzuwerfen, kann wohl als gesucht bezeichnet wer­den. Der Rekurskommission ist auch beizupflichten, dass die grosszÃ¼gige Befensterung keinen Einordnungsmangel begrÃ¼ndet, sondern zur Auflockerung des Gesamtbildes beitrÃ¤gt. Auch hinsichtlich des sonstigen baulichen Umfelds kann wiederum auf die Schilderung im angefochtenen Entscheid und die anlÃ¤sslich des vorinstanzlichen Augenscheins auf­­genommenen Fotos verwiesen werden. Danach prÃ¤sentiere sich die unmittelbare Umgebung des streitbetroffenen GrundstÃ¼cks in architektonischer Hinsicht als hÃ¶chst uneinheitlich. Soweit der streitige Anbau vor diesem Hintergrund neue Akzente setzt, sind diese je­denfalls nicht als stÃ¶rend zu wÃ¼rdigen. Insgesamt ist den Vorinstanzen denn auch darin zu folgen, dass das Vorhaben fÃ¼r sich und mit Bezug auf sein heterogenes bauliches Umfeld den Gestaltungsanforderungen von § 238 Abs. 1 PBG ohne weiteres zu genÃ¼gen vermag. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde demnach als unbegrÃ¼ndet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>