Entscheid vom 10. Dezember 2019 Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Roy Garré, Vorsitz, Cornelia Cova und Patrick Robert-Nicoud, Gerichtsschreiberin Inga Leonova Parteien A., zzt. in Auslieferungshaft, vertreten durch Rechts- anwalt Remo Busslinger, Beschwerdeführer gegen BUNDESAMT FÜR JUSTIZ, Fachbereich Ausliefe- rung, Beschwerdegegner Gegenstand Auslieferung an Deutschland Auslieferungshaftbefehl (Art. 48 Abs. 2 IRSG) B u n d e s s t r a f g e r i c h t T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l Geschäftsnummer: RH.2019.22 - 2 - Sachverhalt: A. Der kosovarische Staatsangehörige A. wurde mit Urteil des Amtsgerichts Freiburg im Breisgau vom 7. November 2011 wegen Betäubungsmitteldelik- ten zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt , wobei die Gewährung mit der Pflicht verbunden wurde, dem Bezirksverein für sozi- ale Rechtspflege in Freiburg EUR 1'000. -- (in 20 monatlichen Raten à EUR 50.--) zu bezahlen (act. 1.3, 1.4). B. Nachdem A. an den Bezirksverein für soziale Rechtspflege lediglich EUR 267.84 überwiesen hatte, widerrief das Amtsgericht Freiburg im Breis- gau mit Beschluss vom 4. Juni 2013 die bedingt ausgesprochene Freiheits- strafe von zwei Jahren . Dieser Beschluss erwuchs am 27. Juni 2013 in Rechtskraft (act. 1.5). C. Mit Schreiben vom 30. September 2019 ersuchte das Justizministerium Ba- den-Württemberg die Schweiz um Verhaftung von A. zwecks Auslieferung im Hinblick auf die Vollstreckung der widerrufenen Freiheitsstrafe von zwei Jahren (act. 1.6). D. Gestützt auf die Haftanordnung des Bundesamtes für Justiz (nachfol gend «BJ») vom 5. November 2019 wurde A. gleichentags im Kanton Schwyz fest- genommen und in provisorische Auslieferungshaft versetzt (act. 4.2). An- lässlich seiner Einvernahme vom 6. November 2019 widersetzte sich A. ei- ner vereinfachten Auslieferung nach Deutschland (act. 4.3). E. Mit Auslieferungshaftbefehl vom 8. November 2019 verfügte das BJ die Aus- lieferungshaft gegen A. (act. 2). F. Dagegen liess A. bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts am 21. November 2019 Beschwerde erheben. Er ersucht im Hauptbegehren um Aufhebung des Auslieferungshaftbefehls und Entlassung aus der Haft (act. 1). G. Mit Eingabe vom 28. November 2019 beantragt das BJ die kostenfällige Ab- weisung der Beschwerde (act. 4). Das Schreiben von A. vom 4. Dezember - 3 - 2019, mit welchem er sich zur Beschwerdeantwort des BJ vernehmen liess, wurde dem BJ am darauffolgenden Tag zur Kenntnis gebracht (act. 5, 6). Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, in den folgenden rechtlichen Erwägungen Bezug genommen. Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 1. 1.1 Für den Auslieferungsverkehr zwischen der Schweiz und Deutschland sind primär das Europäische Auslieferungsübereinkommen vom 13. Dezem- ber 1957 (EAUe; SR 0.353.1), die hierzu ergangenen Zusatzprotokolle vom 17. März 1978 (ZPII EAUe; SR 0.353.12) u nd vom 10. November 2010 (ZPIII EAUe; SR 0.353.13) sowie der Vertrag vom 13. November 1969 zwi- schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Bundesrepublik Deutschland über die Ergänzung des EAUe und die Erleichterung seiner An- wendung (ZV EAUe; SR 0.353.913.61) massgebend. Überdies ist das Schengener Durchführungsübereinkomm en vom 14. Juni 1985 (SDÜ; ABl. L 239 vom 22. September 2000, S. 19-62) i.V.m. dem Beschluss des Rates über die Einrichtung, den Betrieb und die Nutzung des SIS der zweiten Generation (SIS II), namentlich Art. 26-31 (ABl. L 205 vom 7. August 2007, S. 63-84) anwendbar, wobei die zwischen den Vertragsparteien geltenden weitergehenden Bestimmungen aufgrund bilateral er Abkommen unberührt bleiben (Art. 59 Abs. 2 SDÜ). 1.2 Soweit die staatsvertraglichen Bestimmungen gewisse Fragen nicht ab- schliessend regeln, findet auf das Verfahren der Auslieferung ausschliesslich das Recht des ersuchten Staates Anwendung (Art. 22 EAUe ), namentlich das Bundesgesetz vom 20. März 1981 über internationale Rechtshilfe in Strafsachen (Rechtshilfegesetz, IRSG; SR 351.1) und die dazugehörige Ver- ordnung vom 24. Februar 1982 (Rechtshilfeverordnung, IRSV; SR 351.11). Das innerstaatliche Recht gelangt nach dem Günstigkeitsprinzip auch dann zur Anwendung, wenn dieses geringere Anforderungen an die Rechtshilfe stellt (BGE 142 IV 250 E. 3; 140 IV 123 E. 2; 137 IV 33 E. 2.2.2; 136 IV 82 E. 3.1). Vorbehalten bleibt die Wahrung der Menschenrechte (BGE 13 5 IV 212 E. 2.3; 123 II 595 E. 7c; TPF 2016 65 E. 1.2; 2008 24 E. 1.1). - 4 - Für das Beschwerdeverfahren gelten zudem die Art. 379-397 StPO sinnge- mäss (Art. 48 Abs. 2 i.V.m. Art. 47 IRSG) und die Bestimmungen des Bun- desgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (Ver- waltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021; vgl. Art. 39 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit . a Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 19. März 2010 über die Organisation des Strafbehörden des Bundes [Strafbehördenorgani- sationsgesetz, StBOG; SR 173.71]). 2. 2.1 Gegen den Auslieferungshaftbefehl des BJ kann der Verfolgte innert zehn Tagen ab der schriftlichen Eröffnung bei der Beschwerdekammer des Bun- desstrafgerichts Beschwerde erheben. 2.2 Der angefochtene Auslieferungshaftbefehl wurde dem Beschwerdeführer am 11. November 2019 schriftlich eröffnet. Als Verfolgter (vgl. Art. 11 Abs. 1 IRSG) ist der Beschwerdeführer zur Einreichung der vorliegenden Be- schwerde legitimiert. Auf die im Übrigen form - und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 3. 3.1 Der Beschwerdeführer bestreitet das Vorliegen einer Fluchtgefahr und bringt im Wesentlichen vor, er lebe seit 27 Jahren in der Schweiz und gehe derzeit einer Arbeitstätigkeit nach. Bei der ausstehenden Zahlung von rund EUR 700.00 handle es sich lediglich um einen Bagatellbetrag, der eine Haft nicht rechtfertige. Dass er den Betrag nicht vollständig bezahlt habe, sei auf seine mehrfachen Wohnsitzwechsel sowie seine damalige psychische Ver- fassung zurückzuführen (act. 1, S . 5 ff.). In der Replik vom 4. Dezember 2019 bringt der Beschwerdeführer weiter vor, dass er den offen en Restbe- trag am 3. Dezember 2019 beglichen habe und davon ausgehe, dass das Auslieferungsersuchen demnächst zurückgezogen werde (act. 5, S. 3). 3.2 Die Haft des Verfolgten während des ganzen Auslieferungsverfahrens bildet die Regel (Art. 47 Abs. 1 Satz 1 IRSG; BGE 136 IV 20 E. 2.2 S. 23; 130 II 306 E. 2.2 S. 309). Eine Aufhebung des Auslieferungshaftbefehls sowie eine Haftentlassung rechtfertigen sich nur ausnahmsweise und unter strengen Voraussetzungen, wenn der Verfolgte sich voraussichtlich der Auslieferung nicht entzieht und die Strafuntersuchung nicht gefährdet (Art. 47 Abs. 1 lit. a IRSG), wenn er den sogenannten Alibibeweis erbringen und ohne Ve rzug nachweisen kann, dass er zur Zeit der Tat nicht am Tatort war (Art. 47 Abs. 1 - 5 - lit. b IRSG), wenn er nicht hafterstehungsfähig ist oder andere Gründe vor- liegen, welche eine weniger einschneidende Massnahme rechtfertigen (Art. 47 Abs. 2 IRSG), oder wenn sich die Auslieferung als offensichtlich un- zulässig erweist (Art. 51 Abs. 1 IRSG; vgl. auch FORSTER, Basler Kommen- tar, 2015, Art. 47 IRSG N. 5 und 6). Diese Aufzählung ist nicht abschliessend (BGE 130 II 306 E. 2.1; 117 IV 359 E. 2a S. 361; vgl. auch Ents cheide des Bundesstrafgerichts RH.2016.10 vom 6. September 2016 E. 2; RH.2016.7 vom 2. August 2016 E. 4.2). Die ausnahmsweise zu gewährende Haftentlassung ist deshalb an strengere Voraussetzungen gebunden als der Verzicht auf die gewöhnliche Untersu- chungshaft in einem Strafverfahren oder die Entlassung aus einer solchen. Diese Regelung soll es der Schweiz ermöglichen, ihren staatsvertraglichen Auslieferungspflichten nachzukommen (vgl. BGE 130 II 306 E. 2.2 und 2.3; 111 IV 108 E. 2; Entscheid des Bundesstrafgerichts RH.2015.14 vom 9. Juli 2015 E. 4.1). Die Rechtsprechung ist hinsichtlich der Verneinung von Flucht- gefahr überaus restriktiv und misst der Erfüllung dieser staatsvertraglichen Auslieferungspflichten im Vergleich zu den Interessen des Verfolgten au s- serordentlich grosses Gewicht bei (vgl. BGE 130 II 306 E. 2 S. 310 ff. m.w.H.; Entscheid des Bundesstrafgerichts RH.2015.4 vom 23. Februar 2015 E. 5.2). So wurde beispielsweise die Möglichkeit einer Verurteilung zu einer langen Freiheitsstrafe zur Verweig erung der Haftentlassung als ausreichend be- trachtet, obwohl der Verfolgte über eine Niederlassungsbewilligung verfügte, seit 18 Jahren in der Schweiz lebte, mit einer Schweizerin verheiratet und Vater zweier Kinder im Alter von 3 und 8 Jahren war und die beiden Kinder die schweizerische Nationalität besassen (Urteil des Bundesgerichts 8G.45/2001 vom 15. August 2001 E. 3a). Ebenso wurde Fluchtgefahr bei einem Verfolgten bejaht, der seit seinem 17. Lebensjahr seit 10 Jahren un- unterbrochen in der Schweiz lebte und seine Freundin wie auch den Freun- deskreis hier hatte (Entscheid des Bundesstrafgerichts BH.2006.4 vom 21. März 2006 E. 2.2.1). 3.3 Im Falle einer Auslieferung nach Deutschland droht dem Beschwerdeführer die Verbüssung einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren (abzüglich einen Mo- nat). Zwar wird e ine effektive Verbindung des Beschwerdeführers zur Schweiz aufgrund des langen Aufenthalts in der Schweiz nicht in Frage ge- stellt. Indessen ist diese nicht dergestalt, dass deshalb die Fluchtgefahr zu verneinen wäre. Der Beschwerdeführer ist geschieden, 37 Jahre alt und so- weit ersichtlich bei guter Gesundh eit, zumal er erwerbstätig ist. Angesichts der zahlreichen inner- und ausserkantonalen Wohnsitzwechsel in den letzten Jahren (act. 1, S. 5 f.; act. 1.10-1.11) ist eher von keinen stabilen Lebens-- 6 - verhältnissen auszugehen. Damit ist die Gefahr gross, dass der Beschwer- deführer ins Ausland, namentlich in sein Heimatland (Kosovo) flüchten oder in der Schweiz untertauchen und sich so der Auslieferung entziehen könnte. Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass der Beschwerdegegner am 27. November 2019 die Auslieferung des Beschwerdeführers an Deutsch- land bewilligt hat (act. 4.8) und sich die Möglichkeit, ausgeliefert zu werden, für den Beschwerdeführer damit konkretisie rt hat. Nach dem Gesagten ist von hoher Fluchtgefahr auszugehen. 3.4 Mildere Ersatzmassna hmen, die geeignet wären, der hohen Fluchtgefahr ausreichend zu begegnen, sind keine ersichtlich. Hinsichtlich der vom Be- schwerdeführer vorgeschlagenen Ersatzmassnahmen ist er darauf hinzu- weisen, dass angesichts der einfachen Möglichkeit, sich ins Ausland abzu- setzen, Ersatzmassnahmen wie Abgabe der Reisedokumente, Electronic Monitoring, Schriftensperre und Meldepflicht nach konstanter Rechtspre- chung nur in Kombination mit einer sehr substantiellen Sicherheitsleistung als überhaupt geeignet erachtet werden, Fluchtgefahr ausreichend zu ban- nen (Entscheide des Bundesstrafgerichts RH.2017.17 vom 2. Oktober 2017 E. 5.4.4; RH.2015.20 vom 1. September 2015 E. 5.3.2; RH.2015.10 vom 10. Juni 2015 E. 5.3; RH.2015.4 vom 23. Februar 2015 E. 5.2). Mangels kon- kreter Angaben zu seiner finanziellen Situation ist davon auszugehen, dass er keine Sicherheitsleistung erbringen könnte, die geeignet wäre, zusammen mit anderen Ersatzmassnahmen der hohen Fluchtgefahr zu begegnen. 3.5 An der vorgängigen Schlussfolgerung vermögen die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Argumente nichts zu ändern. Soweit sie sich gegen die Rechtmässigkeit des vom Amtsgericht Freiburg im Breisgau ausgesproche- nen Widerrufs richten, ist der Beschwerdeführer darauf hinzuweisen, dass dieser nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet. Die Gründe, die den Beschwerdeführer daran gehindert haben sollen, der ihm auferlegten Zahlungspflicht nachzukommen, wird er gegenüber den deut- schen Behörden geltend machen können. In diesem Zusammenhang sei le- diglich angemerkt, dass der Beschwerdeführer im Beschluss des Amtsge- richts Freiburg im Breisgau vom 28. November 2011 explizi t darauf hinge- wiesen wurde , dem Gericht unaufgefordert jeden Wechsel des Aufent- haltsorts oder Wohnsitzes mitzuteilen (act. 1.4). Dieser Mitteilungspflicht ist er mutmasslich nicht nachgekommen. Ebenso ist vorliegend nicht zu beur- teilen, ob der am 3. Dezemb er 2019 bezahlte Restbetrag von EUR 732.84 zu einem Verzicht der Vollstreckung der rechtskräftig widerrufenen Freiheits- strafe seitens der deutschen Behörden führen wird, wie dies vom Beschwer- deführer behauptet wird. Jedenfalls sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Anhaltspunkte ersichtlich, die darauf deuten würden, dass eine Auslieferung - 7 - des Beschwerdeführers offensichtlich unzulässig i.S.v. Art. 51 Abs. 1 IRSG wäre. Soweit ersichtlich, wurde das Auslieferungsersuchen trotz allfälliger Intervention des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers bei den deutschen Behörden bis dato nicht zurückgezogen. Dementsprechend ist das Ersuchen grundsätzlich zu vollziehen, solange es nicht zurückgezogen wurde. Aus die- sen Gründen sind die Vorbringen des Beschwerdeführers unbegründet. 4. Die Beschwerde erweist sich nach dem Gesagten als unbegründet und ist abzuweisen. 5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem Be- schwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Gerichtsgebühr ist auf Fr. 2‘000.-- festzusetzen (vgl. Art. 63 Abs. 5 VwVG und Art. 73 StBOG sowie Art. 5 und 8 Abs. 3 lit. a des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bun- desstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]). - 8 - Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 2‘000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. Bellinzona, 10. Dezember 2019 Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Der Vizepräsident: Die Gerichtsschreiberin: Zustellung an - Rechtsanwalt Remo Busslinger - Bundesamt für Justiz, Fachbereich Auslieferung Rechtsmittelbelehrung Gegen selbständig eröffnete Vor - und Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren ist die Beschwerde zulässig (Art. 92 Abs. 1 BGG). Diese Entscheide können später nicht mehr angefochten werden (Art. 92 Abs. 2 BGG). Auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen sind andere selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide nicht anfechtbar. Vorbehalten bleiben Beschwerden gegen Entscheide über die Auslieferungshaft sowie über die Beschlagnahme von Vermögenswerten und Wertgegenständen, sofern sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können, oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Entscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (vgl. Art. 93 Abs. 1 und 2 BGG). Ist die Beschwerde gegen einen Vor - oder Zwischenentscheid gemäss Art. 93 Abs. 1 und 2 BGG nicht zulässig oder wurde von ihr kein Gebrauch gemacht, so sind die betreffenden Vor- und Zwischenentscheide durch Beschwerde gegen den Endentscheid anfechtbar, soweit sie sich auf dessen Inhalt auswirken (Art. 93 Abs. 3 BGG). - 9 - Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die Beschwerde nur zulässig, wenn es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (vgl. Art. 84 Abs. 1 BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG). Die Beschwerde ist innert zehn Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht einzureichen (vgl. Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG).