Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 13. Januar 2022 (710 17 346 / 10) ____________________________________________________________________ Alters- und Hinterlassenenversicherung Revision einer Hilflosenentschädigung der AHV Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan- tonsrichterin Susanne Afheldt, Gerichtsschreiber Markus Schäfer Parteien A.____ , Beschwerdeführer, vertreten durch lic. iur. Sabine Bürgisser, Advokatur, Postfach 1209, 4001 Basel gegen Ausgleichskasse Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Beschwerdegegnerin Beigeladene IV -Stelle Basel -Stadt , Lange Gasse 7, Postfach, 4002 Basel Betreff Hilflosenentschädigung A. Der 1948 geborene, als Abteilungsleiter bei der B .____ tätig gewesene A.____ hatte sich im Februar 2003 aufgrund einer Sehbehinderung be i der Eidgenössischen Invalidenversi- cherung (IV) zum Bezug von Leistungen angemeldet. Mit V erfügungen vom 1. April 2004 bzw. Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 22. November 2004 sprach ihm die damals örtlich zustän dige IV-Stelle des Kantons C.____ ab 1. November 2003 eine halbe und ab 1. Mai 2004 eine ganze IV-Rente zu. Die Auszahlung die- ser IV-Rente erfolgte durch die Ausgleichskasse Basel-Landschaft. Im November 2011 meldete sich A.____, der seinen Wohnsit z zwischenzeitlich nach Basel ver- legt hatte, bei der neu örtlich zuständigen IV-Stell e Basel-Stadt zum Bezug einer Hilflosenent- schädigung der IV an. Nach Vornahme der erforderlichen Abklärungen gewährte ihm die IV- Stelle Basel-Stadt mit Verfügung vom 3. Februar 2012 rückwirkend ab 1. Januar 2007 eine Hilf- losenentschädigung für eine Hilflosigkeit leichten Grades. Eine im Januar 2013 von Amtes we- gen eingeleitete Überprüfung des Leistungsanspruchs ergab laut Mitteilung der IV-Stelle Basel- Stadt vom 5. Juni 2013, dass A.____ unverändert Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung für eine Hilflosigkeit leichten Grades habe. Am 29. Oktober 2013 ersuchte A.____ die IV-Stelle Base l-Stadt zusätzlich um Ausrichtung ei- nes Assistenzbeitrags. Im Rahmen der Prüfung dieses Leistun gsbegehrens nahm die IV-Stelle Basel-Stadt vorfrageweise eine erneute Bemessung der Hilflosigkeit des Versicherten vor (vgl. den Bericht des Abklärungsdienstes vom 20. Februar 2014) . Gestützt auf ihre Abklärungser- gebnisse sprach die IV-Stelle Basel-Stadt A.____ in der Folge mit Verfügung vom 26. März 2014 einen Assistenzbeitrag ab 1. Oktober 2013 zu. Am xx. November 2013 vollendete A.____ sein 65. Altersjahr. Die bisher für die Auszahlung der IV-Rente zuständig gewesene Ausgleichskasse Basel-Landsch aft richtet ihm deshalb seit 1. Dezember 2013 eine Altersrente der Eidgenössischen Alt ers- und Hinterlassenenversiche- rung (AHV) aus. Im Weiteren sprach die Ausgleichskasse Ba sel-Landschaft A.____ mit Verfü- gung vom 6. November 2013 per 1. Dezember 2013 eine Hi lflosenentschädigung der AHV für eine Hilflosigkeit leichten Grades zu. Am 27. Februar 2016 erlitt A.____ einen ischämischen Schlaganfall, was einen stationären Spi- talaufenthalt vom 27. Februar 2016 bis 16. Mai 2016 nach sich zog. Die Ausgleichskasse Basel- Landschaft forderte deshalb mit Verfügung vom 18. April 2016, die sie mit Einspracheentscheid vom 13. Mai 2016 bestätigte, die für die Monate März und April 2016 bereits ausbezahlte Hilflo- senentschädigung zurück. Die von A.____ hiergegen erhobene Beschwerde wies die Präsiden- tin des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), mit Urteil vom 8. Februar 2017 ab (Verfahren-Nr. 710 16 181/ 43). Dieser Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Nachdem die Ausgleichskasse B asel-Landschaft Kenntnis vom Spitalaustritt des Versicherten erhalten hatte, bestäti gte sie mit Verfügung vom 27. Mai 2016, dass dieser ab 1. Mai 2016 wieder Anspruch auf eine H ilflosenentschädigung leichten Grades habe. Bereits zuvor, nämlich mit Schreiben vom 4. April 2016, hatte A.____ unter Hinweis auf den am 27. Februar 2016 erlittenen Schlaganfall ein Gesuch u m Revision der Hilflosenentschädigung stellen lassen. Die IV-Stelle Basel-Stadt nahm deshalb eine erneute Bemessung der Hilflosig- keit des Versicherten vor. Gestützt auf diese Abklärungsergebnisse sprach die Ausgleichskasse Basel-Landschaft A.____ mit Verfügung vom 21. Novembe r 2016 rückwirkend ab 1. Mai 2016 Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht eine Hilflosenentschädigung für eine Hilflosigkeit mi ttl eren Grades zu. Hiergegen erhob A.____ Einsprache bei der Ausgleichskasse Basel-Landschaft mit d en Hauptbegehren, es sei ihm be- reits ab Oktober 2013 eine Hilflosenentschädigung für eine Hilflosigkeit mittleren Grades und ab Mai 2016 eine Hilflosenentschädigung für eine Hilflosigkeit schweren Grades zuzusprechen. Mit Einspracheentscheid vom 7. September 2017 hiess die Ausg leichskasse Basel-Landschaft die Einsprache insoweit teilweise gut, als sie A.____ nicht e rst ab Mai 2016, sondern bereits ab April 2016 eine Hilflosenentschädigung für eine Hilflosigkeit mittleren Grades zusprach. B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertret en durch lic. iur. Sabine Bür- gisser, Advokatin, am 16. Oktober 2017 Beschwerde beim Ka ntonsgericht. Darin beantragte er, es sei festzustellen, dass die Verfügung der Ausgleichskasse Basel-Landschaft vom 21. No- vember 2016 und damit auch der sie teilweise schützende Einspracheentscheid vom 7. September 2017 nichtig seien. Eventualiter sei di e Einsprache vollumfänglich gutzuheissen und es seien ihm per Oktober 2013 eine Hilflosenentschäd igung mittleren Grades in Höhe von Fr. 1’170.-- monatlich (bzw. von Fr. 1‘175.-- pro Mon at ab Januar 2015) und ab Mai 2016 eine Hilflosenentschädigung schweren Grades - unter Wahrung d es betragsmässigen Besitzstands in Höhe von Fr. 1‘175.-- pro Monat - zuzusprechen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er, es seien die IV-Stelle Basel-Stadt, die IV-Stelle Basel-Landschaft, die Ausgleichskasse Ba- sel-Stadt sowie die Sozialversicherungsanstalt Basel-Landschaft zum Verfahren beizuladen und es seien Vergleichsverhandlungen aufzunehmen; alles unte r o/e Kostenfolge zu Lasten des Staates. C. In ihrer Vernehmlassung vom 4. Dezember 2017 ersucht e die Ausgleichskasse Basel- Landschaft in materieller Hinsicht um Abweisung der Be schwerde. Gleichzeitig beantragte sie, es sei dem Beschwerdeführer die Hilflosenentschädigung fü r eine Hilflosigkeit mittleren Grades für den Monat April 2016 im Rahmen einer reformatio in peius abzusprechen. In verfahrens- rechtlicher Hinsicht ersuchte sie um Gutheissung des Antrags, wonach die IV-Stelle Basel-Stadt zum Verfahren beizuladen sei, darüber hinaus sei auch das Bundesamt für Sozialversicherun- gen (BSV) beizuladen. Die weiteren Verfahrensanträge des Beschwerdeführers seien hingegen abzuweisen. Am 8. Dezember 2017 reichte die Ausgleichskasse Basel-Lan dschaft die Kopie eines an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers gerichteten Schrei bens des BSV vom 16. Oktober 2017 nach. Darin nimmt das BSV zu Zuständigkeitsfragen Stellung, die ihm die Rechtsvertrete- rin unterbreitet hatte. D. Mit Eingabe vom 3./5. Februar 2018 beantragte der Beschwerdeführer die Sistierung des Beschwerdeverfahrens, wobei er dies mit einer möglichen Übernahme des Dossiers betref- fend Hilflosenentschädigung durch die Ausgleichskasse Bas el-Stadt begründete. Die Aus- gleichskasse Basel-Landschaft erklärte sich in ihrer Stellu ngnahme vom 23. Februar 2018 mit diesem Verfahrensantrag nicht einverstanden. Mit prozessle itender Verfügung vom 4. April 2018 lehnte das instruierende Präsidium des Kantonsgeri chts das Sistierungsgesuch des Be- schwerdeführers ab. Ebenso gab es dessen Antrag auf Aufna hme von Vergleichsverhandlun- gen bzw. auf Unterbreitung eines gerichtlichen Vergleic hsangebots nicht statt. In Bezug auf die Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht verschiedenen Beiladungsanträge der Parteien schliesslich e ntsprach das instruierende Präsi- dium dem Begehren um Beiladung der IV-Stelle Basel- Stadt, die übrigen Beiladungsanträge des Beschwerdeführers und der Ausgleichskasse Basel-Landschaft wies es hingegen ab. E. Mit Vernehmlassung vom 16. Mai 2018 beantragte die zum Verfahren beigeladene IV- Stelle Basel-Stadt die Abweisung der Beschwerde. F. Der Beschwerdeführer hatte zwischenzeitlich - mit Ein gabe vom 13. April 2018 - um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege ersucht und am 5. Juni 2018 ergänzende Ausfüh- rungen zu seinen finanziellen Verhältnissen gemacht. Mi t Verfügung vom 18. Juli 2018 machte das instruierende Präsidium des Kantonsgerichts den Beschwe rdeführer darauf aufmerksam, dass das vorliegende Beschwerdeverfahren für die Parteien kostenlos sei, weshalb sich sein Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung - im Sinne einer Befreiung von der Bezahlung von Verfahrenskosten - als gegenstandslos erwe ise. Das Gesuch des Beschwerde- führers um Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständ ung mit lic. iur. Sabine Bürgisser als unentgeltlicher Rechtsvertreterin wies das instruierend e Präsidium des Kantonsgerichts in der genannten Verfügung ab. Gegen diese Verfügung ging ke ine Einsprache bei der Kammer der Abteilung Sozialversicherungsrecht des Kantonsgerichts ein. G. Nach Einsichtnahme in die Akten der IV-Stelle Basel-S tadt wies der Beschwerdeführer am 19. November 2018 nochmals explizit darauf hin, dass er vollumfänglich an sämtlichen bis- her gestellten Beweisanträgen und Rechtsbegehren festhal te. In einer weiteren Eingabe vom 21. Januar 2019 monierte der Beschwerdeführer, dass keine mündliche Verhandlung stattfinde. Darüber hinaus sei ihm auch nie Gelegenheit eingeräu mt worden, sich zur Beschwerdeantwort der Ausgleichskasse Basel-Landschaft und zur Stellungnahme der Beigeladenen zu äussern. Ebenso habe es das Gericht unterlassen, sich zu den rechtz eitig gestellten Beweisanträgen zu äussern. H. Anlässlich der Urteilsberatung vom 7. Februar 2019 gelangte das Kantongericht zur Auffassung, dass dem Versicherten im vorliegenden Beschw erdeverfahren eine Schlechterstel- lung drohe. Er müsse damit rechnen, dass ihm die im ang efochtenen Einspracheentscheid ab April 2016 zugesprochene Hilflosenentschädigung für eine Hilflosigkeit mittleren Grades für den Monat April 2016 (wieder) abgesprochen werde. Das Kan tonsgericht stellte deshalb den Fall aus, drohte dem Beschwerdeführer eine reformatio in peius an und räumte ihm Gelegenheit ein, sich hierzu zu äussern und allenfalls seine Beschwerde zurückzuziehen. I. In seiner Eingabe vom 27. Mai 2019 vertrat der Besch werdeführer die Auffassung, dass die in Aussicht gestellte reformatio in peius bezüg lich des Monats April 2016 "klar unzu- lässig" sei. Zudem teilte er mit, dass er an der erhoben en Beschwerde sowie sämtlichen im Beschwerdeverfahren gestellten Beweisanträgen, Verfahr ensanträgen und Rechtsbegehren in vollem Umfang festhalte. Zusammen mit dieser Eingabe li ess der Beschwerdeführer eine schriftliche Erklärung des behandelnden Arztes Dr. med. D. ____, Innere Medizin FMH, vom 29. April 2019 einreichen. Darin korrigierte dieser seine in einem Antwortschreiben an die IV- Stelle Basel-Stadt vom 18. August 2016 im Zusammenhan g mit der Abklärung der Hilflosigkeit Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht gemachten Angaben. In der Folge nahmen die IV-Stell e Basel-Stadt am 2. Juli 2019 und die Ausgleichskasse Basel-Landschaft am 4. Juli 2019 zu der Eingabe des Beschwerdeführers und zu dem damit ins Recht gelegten Schreiben von Dr. D.___ Stellung. J. Am 7. August 2019 überwies das instruierende Präsid ium den Fall erneut dem Dreier- gericht zur Beurteilung. Gleichzeitig ordnete es die Du rchführung einer Parteiverhandlung an, zu der Dr. D.____ als Auskunftsperson geladen werde; de r Beschwerdeführer werde vom per- sönlichen Erscheinen dispensiert. Mit Vorladung vom 17. S eptember 2019 teilte das Kantons- gericht den Parteien seine Zusammensetzung mit, worau f der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 23. September 2019 die Präsidentin Eva Meuli, den Kantonsrichter Christof Enderle und den Gerichtsschreiber Markus Schäfer wegen Befangenheit bzw. Anscheins einer solchen ab- lehnte. Mit Beschluss vom 31. Oktober 2019 gab das Kanto nsgericht diesem Ausstandbegeh- ren nicht statt. Die vom Versicherten gegen diesen Entsche id erhobene Beschwerde wies das Bundesgericht mit Urteil vom 22. Juni 2020 (9C_826/2019) ab, soweit es darauf eintrat. Am 18. November 2019 hatte das Kantonsgericht das vorli egende Beschwerdeverfahren bis zum Eintritt der Rechtskraft des Beschlusses vom 31. Oktobe r 2019 sistiert. Nach Eingang des erwähnten bundesgerichtlichen Urteils wurde die Sistier ung am 21. Juli 2020 aufgehoben und der Fall erneut dem Dreiergericht zur Beurteilung überwiesen. K. Mit Eingabe vom 25. März 2021 zog der Beschwerdeführ er den Antrag auf eine münd- liche Parteiverhandlung zurück. Das Kantonsgericht hielt jedoch mit Verfügung vom 14. April 2021 mit Blick auf die vorgesehene Befragung von Dr. D. ____ vorerst an der Durchführung ei- ner Parteiverhandlung fest. Im Hinblick auf die Anset zung dieser Parteiverhandlung erfolgte zwischen dem Beschwerdeführer und dem Kantonsgericht ei n mehrfacher Schriftenwechsel darüber, ob der Versicherte Anspruch auf vorgängige Z ustellung des Fragenkatalogs habe und ob Dr. D.____ vom Beschwerdeführer für die vorgesehene Befragung von der ärztlichen Schweigepflicht entbunden werden müsse. Schliesslich verfü gte das instruierende Präsidium am 14. Oktober 2021, dass vorläufig darauf verzichtet werde, Dr. D.____ im Rahmen einer Par- teiverhandlung mündlich zum medizinischen Sachverhalt zu befragen. Gleichzeitig überliess es den Entscheid darüber, ob eine mündliche Befragung von Dr. D.____ zur Klärung des medizini- schen Sachverhalts effektiv erforderlich sei oder ob die A ngelegenheit gestützt auf die schriftli- chen Berichte und Ausführungen von Dr. D.____ und der anderen involvierten Personen sowie auf die übrige Aktenlage beurteilt werden könne, ausdrücklich dem für die abschliessende Beur- teilung der Beschwerde zuständigen Dreiergericht. L. Am 1. November 2021 reichte die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers aufforde- rungsgemäss eine aktualisierte Honorarnote ein. Gleichze itig monierte sie, sie könne sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Fallakten durchaus entsche idrelevante Fehlbestände auf- weisen würden. Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Gemäss Art. 84 des Bundesgesetzes über die Alters- un d Hinterlassenenversicherung (AHVG) vom 20. Dezember 1946 entscheidet über Beschwerde n gegen Einspracheentscheide kantonaler Ausgleichskassen das Versicherungsgericht am Ort der Ausgleichskasse. Anfech- tungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet ein Ein spracheentscheid der Ausgleichskasse Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des Ka ntonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes übe r die Verfassungs- und Verwaltungspro- zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsge- richt als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerd en gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000. Es i st somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Beschwerde vom 16. Oktober 2017 ist demnach einzutreten 1.2 Nach ständiger Rechtsprechung hat das Sozialversicherun gsgericht im Beschwerde- entscheid grundsätzlich vom Sachverhalt auszugehen, wie er sich bis zum Einspracheentscheid verwirklicht hat (BGE 142 V 337 E. 3.2.2 mit Hinweisen). Massgebend sind mit anderen Worten grundsätzlich die rechtlichen und tatsächlichen Verhältni sse zur Zeit des Einspracheentscheids (BGE 143 V 295 E. 4.1.2 mit Hinweisen). 1.3 Wie den Akten entnommen werden kann, hob die Ausg leichskasse Basel-Landschaft mit Verfügung vom 26. September 2018 die Hilflosene ntschädigung des Versicherten per 31. Mai 2018 auf. Sodann verpflichtete sie den Versicher ten mit einer weiteren Verfügung vom selben Tag zur Rückerstattung der bereits ausbezahlten H ilflosenentschädigung für den Monat Juni 2018 im Betrag von Fr. 588.--. Da der vorliegend angefochtene Einspracheentscheid vom 7. September 2017 datiert, sind diese Entwicklungen nach dem vorstehend Gesagten im vorlie- genden Beschwerdeverfahren nicht (mehr) zu berücksichtigen. 1.4 Zu prüfen ist in diesem Verfahren somit einzig die Rechtmässigkeit des Einspracheent- scheids der Ausgleichskasse Basel-Landschaft vom 7. September 2017. 2.1 Der Versicherte erhebt in seiner Beschwerde und im L aufe des Beschwerdeverfahrens verschiedene Rügen formeller Natur. Sollten sich diese a ls zutreffend erweisen, kann dies zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids führen, ohne das s die Angelegenheit materiell beur- teilt würde. Die betreffenden Einwände sind darum vor ab zu prüfen (vgl. Urteil des Bundesge- richts vom 3. Juni 2009, 8C_951/2008, E. 3). 2.2.1 Was die Festsetzung der strittigen Hilflosenents chädigung betrifft, bestreitet der Be- schwerdeführer die Zuständigkeit der Ausgleichskasse Basel- Landschaft zum Erlass der dem vorliegenden Verfahren zu Grunde liegenden Verfügung vom 21. November 2016 bzw. des an- gefochtenen Einspracheentscheids vom 7. September 2017. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2.2.2 Gemäss Art. 43 bis Abs. 5 AHVG sind für die Bemessung der Hilflosigkeit die Bestim- mungen des Bundegesetzes über die Invalidenversicherung ( IVG) vom 19. Juni 1959 sinnge- mäss anwendbar (Satz 1). Die Bemessung der Hilflosigkeit z uhanden der Ausgleichskassen obliegt den IV-Stellen (Satz 2). Der Bundesrat kann ergänzende Vorschriften erlassen (Sa tz 3). Dies hat er unter anderem mit dem Erlass von Art. 69 quater der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV) vom 31. Oktober 1947 getan. Laut dieser Bestimmung entscheidet die IV-Stelle über den Anspruch, sobald di e Abklärung der Verhältnisse abge- schlossen ist. Sie fertigt den Beschluss unverzüglich aus un d stellt ihn der nach Art. 125 bis AHVV zuständigen Ausgleichskasse zu. Die Zuständigkeit de r IV-Stelle zur Vornahme der Ab- klärungen und zur Beschlussfassung verbleibt dabei in d er Regel bei derjenigen IV-Stelle, in deren Kantonsgebiet die versicherte Person im Zeitpunkt der Anmeldung ihren Wohnsitz hat (Art. 55 IVG in Verbindung mit Art. 40 Abs. 3 der V erordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961). Der Beschwerdeführer hat te im Zeitpunkt, in welchem er sich zum Bezug einer Hilflosenentschädigung der IV anmeldete, Wohnsitz in Basel. Demzufolge meldete er sich damals richtigerweise bei der IV-Stelle Basel-Sta dt zum Bezug dieser Leistung an. Die- se prüfte in der Folge den Anspruch und sprach ihm gestü tzt auf ihre Abklärungsergebnisse verfügungsweise eine Hilflosenentschädigung der IV für eine Hilflosigkeit leichten Grades zu. Da der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Vollendung de s 65. Altersjahres seinen Wohnsitz weiterhin in Basel hatte, erscheint es aufgrund der e rwähnten Bestimmungen richtig, dass im Hinblick auf die Zusprache einer Hilflosenentschädigung der AHV die Zuständigkeit für die Be- messung der Hilflosigkeit zuhanden der Ausgleichskasse und für die entsprechende Beschluss- fassung bei der IV-Stelle Basel-Stadt verblieb. Im Zu sammenhang mit der hier zur Diskussion stehenden Hilflosenentschädigung der AHV war es deshalb korrekterweise die IV-Stelle Basel- Stadt, welche die Hilflosigkeit des Versicherten bemessen und darüber entschieden hat. 2.2.3 Nach dem vorstehend Gesagten stellt die IV-Stell e den Beschluss der zuständigen Ausgleichskasse zu (Art. 69 quater AHVV). Zu prüfen bleibt, welches vorliegend die zustä ndige Ausgleichskasse ist. Der Beschwerdeführer bezog seit Novemb er 2003 bis zur Erreichung des AHV-Rentenalters im November 2013 eine IV-Rente. Die se wurde ihm während der ganzen Dauer des Rentenbezugs durch die Ausgleichskasse Basel-Land schaft ausbezahlt. Deren Zu- ständigkeit zur Rentenausrichtung wurde vom Beschwerdefüh rer - soweit ersichtlich - nie in Frage gestellt. Wird nun aber eine Rente der IV dur ch eine solche der AHV abgelöst, so geht gemäss der klaren Regelung von Art. 45 Abs. 2 IVV auch die Zuständigkeit für die Festsetzung der Leistungen und den Erlass von Verfügungen von der I V-Stelle auf die Ausgleichskasse über, welche bisher für die Rentenauszahlung zuständig war. Gestützt auf diese Bestimmung hat deshalb die Ausgleichskasse Basel-Landschaft dem Versi cherten ab Dezember 2013 die ihm zustehende AHV-Altersrente ausgerichtet, was vom Beschw erdeführer ebenfalls nie bean- standet wurde. In Bezug auf die hier interessierende H ilflosenentschädigung der AHV hält so- dann Art. 125 bis AHVV fest, dass diese durch diejenige Ausgleichskasse festgesetzt und ausbe- zahlt wird, die für die Auszahlung der Altersrente zust ändig ist. In Anbetracht dieser klaren Rechtslage ist deshalb die Zuständigkeit der Ausgleichskasse Basel-Landschaft für den Erlass der Verfügung vom 21. November 2016 und des Einspracheentscheids vom 7. September 2017 zu bejahen. Der Hauptantrag des Beschwerdeführers, es se i festzustellen, dass der angefoch- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht tene Einspracheentscheid und die ihm zu Grunde liegende Verfügung nichtig seien, erweist sich demnach als unbegründet. 2.3 Der Beschwerdeführer rügt im Weiteren verschiedene Verletzungen des Anspruchs auf rechtliches Gehör. 2.3.1 Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schwei zerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 haben die Parteien Anspruch au f rechtliches Gehör. Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person eingreift. Dazu gehört insbesondere deren Recht, sich vor Erlass eines solchen Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen und Ei nsicht in die Akten zu nehmen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungsrecht somit alle Befugnisse, die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann. Wie weit dieses Recht geht, lässt sich nicht in allgemeiner Weise, sondern nur unter Würdigung der konkreten Umstände sagen (BGE 144 I 11 E. 5.3 mit Hinweisen). 2.3.2 Da der Anspruch auf rechtliches Gehör formeller N atur ist, führt seine Verletzung un- geachtet der materiellen Begründetheit des Rechtsmittels zur Gutheissung der Beschwerde und zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids (BGE 144 I 11 E. 5.3). Vorbehalten bleiben pra- xisgemäss Fälle, in denen die Verletzung des Akteneinsich tsrechts nicht besonders schwer wiegt und dadurch geheilt wird, dass die Partei, deren rechtliches Gehör verletzt wurde, sich vor einer Instanz äussern kann, welche sowohl die Tat- als auch die Rechtsfragen uneingeschränkt überprüft (BGE 132 V 387 E. 5.1 mit Hinweisen). Dar über hinaus kann nach der Rechtspre- chung selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des An spruchs auf rechtliches Gehör von einer Rückweisung der Sache an die Verwaltung (im Sinn e einer "Heilung" des Mangels) abge- sehen werden, wenn und soweit die Rückweisung zu einem fo rmalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Inte- resse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 136 V 117 E. 4.2.2.2). 2.3.3 Der Beschwerdeführer beanstandet, es sei ihm nie Gelegenheit eingeräumt worden, sich zur Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin und zur St ellungnahme der Beigeladenen zu äussern. Gehen in einem Gerichtsverfahren Vernehmlas sungen und Stellungnahmen von Parteien und Behörden ein, so werden diese den übrig en Verfahrensbeteiligten zur Kenntnis- nahme übermittelt. Diese Zustellung kann verbunden werd en mit der Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels. Ein solcher wird jedoch nur ausnahmswei se eröffnet. Ferner kann das Ge- richt zur Wahrung des rechtlichen Gehörs Eingaben den Ver fahrensbeteiligten mit förmlicher Fristansetzung zur freigestellten Vernehmlassung zukommen lassen. Schliesslich kann eine neu eingegangene Eingabe den Parteien ohne ausdrückli chen Hinweis auf allfällige weitere Äusserungsmöglichkeiten zur (blossen) Kenntnisnahme übe rmittelt werden. Kommen Verfah- rensbeteiligte, die eine solche Eingabe ohne Fristanse tzung erhalten haben, zum Schluss, sie möchten nochmals zur Sache Stellung nehmen, so sollen sie dies aus Gründen des Zeitge- winns tun, ohne vorher darum nachzusuchen. Nach Treu und Glauben hat dies jedoch umge- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht hend zu erfolgen (BGE 133 I 98 E. 2.2). Nach der bund esgerichtlichen Rechtsprechung muss deshalb die Beschwerde führende Partei, die eine Stel lungnahme zu einer ihr zur Kenntnis- nahme übermittelten Vernehmlassung für erforderlich h ält, diese grundsätzlich unverzüglich einreichen oder beantragen; andernfalls ist davon au szugehen, dass sie auf eine Stellungnah- me verzichtet (BGE 133 I 100 E. 4.8 mit Hinweisen). Vorliegend wurden dem Beschwerdeführer die Vernehmlassung der Ausgleichskasse Basel-Landschaft am 4. April 2018 und die Stellung- nahme der Beigeladenen am 20. Juni 2018 zur Kenntnis g ebracht. Nach Erhalt dieser Rechts- schriften reichte er jedoch weder unaufgefordert eine Replik ein noch ersuchte er um Ansetzung einer Frist zur Einreichung einer solchen. Erst viel spä ter - im Januar 2019 - beanstandete er, dass ihm nie Gelegenheit eingeräumt worden sei, sich zu den Eingaben der Beschwerdegegne- rin und der Beigeladenen zu äussern. Im Lichte der gesch ilderten Rechtsprechung muss sich der Beschwerdeführer deshalb entgegenhalten lassen, da ss er auf eine Stellungnahme zu den erwähnten Eingaben der Ausgleichskasse Basel-Landschaft und der IV-Stelle Basel-Stadt ver- zichtet hat. 2.3.4 Der Beschwerdeführer rügt sodann, die Verfügung vom 21. November 2016 sei nicht ausreichend begründet gewesen. Dem Versicherten ist dahi ngehend beizupflichten, dass nach Art. 49 Abs. 3 ATSG Verfügungen zu begründen sind, wen n sie den Begehren der Parteien nicht voll entsprechen. Zweck der Begründungspflicht als Teilgehalt des verfassungsmässigen Anspruchs auf rechtliches Gehör ist insbesondere sicherzus tellen, dass die betroffene Person die Verfügung sachgerecht anfechten kann. Die Begründung muss kurz die wesentlichen Über- legungen nennen, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sie ihren Entscheid stützt (BGE 142 III 433 E. 4.3.2 mit Hinweisen, 136 I 184 E. 2.2.1). Im Weiteren hat das Bun- desgericht aber auch festgehalten, dass in den Fällen, in denen gegen die Verfügung eine Ein- sprache offensteht, die Begründung der Verfügung umso kn apper ausfallen könne, je geringer die formellen Anforderungen an die Einsprache ausgest altet seien; dies sei insbesondere im Sozialversicherungsrecht der Fall, wo die formellen Anf orderungen an die Einsprache, insbe- sondere an deren Begründung, minimal seien (Urteil de s Bundesgerichts vom 5. Januar 2009, 8C_413/2008, E. 3.3 und 3.4 mit Hinweisen). Vorlieg end hielt die Ausgleichskasse Basel- Landschaft in der Begründung ihrer Verfügung vom 21. November 2016 fest, dass der Versi- cherte seit Februar 2016 in fünf alltäglichen Lebensver richtungen massgeblich auf die Hilfe durch Drittpersonen angewiesen sei und der dauernden P flege bedürfe. Sie unterliess es je- doch, die fünf alltäglichen Lebensverrichtungen zu ben ennen, in denen eine Dritthilfe erforder- lich sei, bzw. insbesondere diejenige alltägliche Lebe nsverrichtung konkret zu bezeichnen, in welcher der Versicherte gemäss den Abklärungen der IV-S telle Basel-Stadt weiterhin selbstän- dig sei. Nun gilt es allerdings zu beachten, dass der Versicherte dies ohne Weiteres dem Abklä- rungsbericht des Aussendienstes vom 13. Juli 2016 entn ehmen konnte, der ihm vor Verfü- gungserlass zugestellt worden war. Somit war er aber d urchaus in der Lage, die Verfügung sachgerecht anfechten zu können. Mit dem Einwand, wonach die Verfügung vom 21. November 2016 nicht ausreichend begründet gewesen sei, kann der Versicherte deshalb im vorliegenden Beschwerdeverfahren nichts zu seinen Gunsten ableiten. So weit der Beschwerdeführer eine Gehörsverletzung geltend macht, weil kein Entscheid über seine Verfahrensanträge betreffend eine Zweiteilung des Verfahrens und die Aufnahme vo n Vergleichsverhandlungen getroffen worden sei, kann ihm ebenfalls nicht gefolgt werden. I m angefochtenen Einspracheentscheid Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht wurden die entsprechenden Aspekte gewürdigt und die A usgleichskasse Basel-Landschaft be- gründete, weshalb Vergleichsverhandlungen keinen Sinn machen würden; ebenso entschied die Ausgleichskasse Basel-Landschaft über ihre Zuständigke it. Dass dieser Zuständigkeitsent- scheid nicht vorab in einer separaten Verfügung ergin g, ist - auch mit Blick auf Art. 35 ATSG - letztlich nicht zu beanstanden. Eine Gehörsverletzung ist hingegen mit dem Beschwerdeführer darin zu sehen, dass die Verwaltung nie über sein rechtzeitig gestelltes Gesuch um Erstreckung der Frist zur Stellungnahme zum ergänzenden Bericht des Abklärungsdienstes vom 1. März 2017 entschied mit der Folge, dass der Beschwerdeführe r bis zum Erlass des Einspracheent- scheids keine solche Stellungnahme einreichte. Der Beschwerdeführer muss sich diesbezüglich aber entgegenhalten lassen, dass ihm mit der Zeit eine Nachfrage, wie es sich mit seinem noch nicht beantworteten Fristerstreckungsgesuch verhalte, du rchaus zumutbar gewesen wäre. So- dann hätte er von sich aus, d.h. auch ohne die Antwort auf sein Gesuch abzuwarten, eine Stel- lungnahme zu diesem ergänzenden Bericht einreichen kön nen. Selbst wenn man aber von ei- ner Gehörsverletzung ausginge, gälte es Folgendes zu be achten: Die Verletzung des rechtli- chen Gehörs führt - ungeachtet der materiellen Begrün detheit des Rechtsmittels - zwar grund- sätzlich zur Gutheissung der Beschwerde und zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids (BGE 144 I 11 E. 5.3). Vorbehalten bleiben aber pra xisgemäss Fälle, in denen die Gehörsver- letzung nicht besonders schwer wiegt und dadurch geheilt wird, dass die Partei, deren rechtli- ches Gehör verletzt wurde, sich vor einer Instanz äussern ka nn, welche sowohl die Tat- als auch die Rechtsfragen uneingeschränkt überprüft (BGE 1 32 V 387 E. 5.1 mit Hinweisen). Vor- liegend sind die Voraussetzungen für eine Heilung dieser nicht allzu schwerwiegenden Gehörs- verletzung erfüllt. Das Kantonsgericht verfügt in tatsä chlicher und rechtlicher Hinsicht über un- eingeschränkte Kognition (vgl. § 57 VPO); zudem habe n sich beide Parteien im Rahmen des Schriftenwechsels des vorliegenden Verfahrens einlässlich zum Inhalt und zum Beweiswert des fraglichen Abklärungsberichts geäussert und so ihre jeweiligen Standpunkte aufgezeigt. 2.4 Schliesslich moniert die Rechtsvertreterin des Beschwer deführers in ihrer Eingabe vom 1. November 2021, sie könne sich des Eindrucks nicht erwehren , dass "die Fallakten durchaus entscheidrelevante Fehlbestände aufweisen" würden. Die Rechtsvertreterin des Beschwerde- führers belegt diese Behauptung jedoch in keiner Weis e. Nichtsdestotrotz wies das instruieren- de Präsidium die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers am 17. November 2021 auf die Möglichkeit hin, das gesamte Aktendossier des Gerichts bei B edarf einzusehen und zur Über- prüfung ihrer Annahme, dass relevante "medizinische Zeug nisse/Berichte/Bestätigungen" in den Akten des Gerichts fehlen würden, einen entsprechende n "Abgleich" mit ihren eigenen Ak- ten vorzunehmen. Von dieser Möglichkeit machte die Rech tsvertreterin des Beschwerdeführers in der Folge jedoch keinen Gebrauch. Ihre eingangs w iedergegebene Behauptung ist deshalb als unbegründet zurückzuweisen. 3. In materieller Hinsicht ist der Anspruch des Beschwer deführers auf eine Hilflosenent- schädigung der AHV zu beurteilen. Die Parteien sind sich einig, dass dem Beschwerdeführer grundsätzlich eine solche zusteht. Strittig und im Folgen den zu prüfen ist hingegen die Höhe der Hilflosenentschädigung, die der Versicherte beanspr uchen kann, und ab wann ihm diese auszurichten ist. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.1 Gemäss Art. 43 bis Abs. 1 Satz 1 AHVG haben Bezüger von Altersrenten ode r Ergän- zungsleistungen mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz, die in schwerem, mittlerem oder leichtem Grad hilflos sind, Anspruch a uf eine Hilflosenentschädigung. Als hilflos gilt eine Person, die wegen der Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Lebensverrich- tungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönliche n Überwachung bedarf (Art. 9 ATSG). Die Bemessung der Hilflosigkeit zuhanden der Ausgleichskassen o bliegt den IV-Stellen (Art. 43 bis Abs. 5 Satz 2 AHVG). 4.2 Nach Art. 43 bis Abs. 3 AHVG beträgt die monatliche Entschädigung für eine Hilflosigkeit schweren Grades 80 Prozent, für eine Hilflosigkeit mitt leren Grades 50 Prozent und für eine Hilflosigkeit leichten Grades 20 Prozent des Mindestbetra ges der Altersrente nach Art. 34 Abs. 5 AHVG. Für die Bemessung der Hilflosigkeit erkläre n Art. 43 bis Abs. 5 Satz 1 AHVG die Bestimmungen des IVG und Art. 66 bis Abs. 1 AHVV die Art. 37 Abs. 1, Abs. 2 lit. a und b so wie Abs. 3 lit. a-d IVV für sinngemäss anwendbar. Demnach gilt laut Art. 37 Abs. 1 IVV die Hilflosig- keit als schwer, wenn die versicherte Person vollständig hilflos ist. Dies ist der Fall, wenn sie in allen alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in e rheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies der dauernden Pflege oder der persönlichen Überwachung bedarf. Mittelschwer ist die Hilflosigkeit gemäss Art. 37 Abs. 2 IV V, wenn die versicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln in den meisten alltägliche n Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist (lit. a); oder in mindestens zwei alltägli- chen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf (lit. b). Als leicht gilt die Hilflo- sigkeit nach Art. 37 Abs. 3 IVV, wenn die versicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässi g in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist (lit. a); einer dauernd en persönlichen Überwachung bedarf (lit. b); einer durch das Gebrechen bedingten ständigen und beson ders aufwendigen Pflege bedarf (lit. c); oder wegen einer schweren Sinnesschädigung ode r eines schweren körperlichen Ge- brechens nur dank regelmässiger und erheblicher Dienstl eistungen Dritter gesellschaftliche Kontakte pflegen kann (lit. d). 4.3.1 Nach gefestigter Rechtsprechung und Verwaltungspr axis sind die folgenden sechs alltäglichen Lebensverrichtungen massgebend: "Ankleiden , Auskleiden"; "Aufstehen, Absitzen, Abliegen"; "Essen"; "Körperpflege"; "Verrichtung der Notdurft"; "Fortbewegung" (BGE 133 V 450 E. 7.2, 127 V 94 E. 3c; Kreisschreiben des BSV über die Invalidität und Hilflosigkeit in der Inva- lidenversicherung [KSIH] gültig ab 1. Januar 2015, Rz. 8010). Für die Hilfsbedürftigkeit in einer Lebensverrichtung mit mehreren Teilfunktionen ist nicht verlangt, dass die versicherte Person bei allen oder bei der Mehrzahl dieser Teilfunktionen fremder Hilfe bedarf; vielmehr genügt es, wenn sie bei einer dieser Teilfunktionen regelmässig in erheblicher Weise auf Dritthilfe ange- wiesen ist (BGE 121 V 88 E. 3c, 117 V 146 E. 2 mit Hinweis). 4.3.2 Die benötigte Hilfe in den sechs alltäglichen Lebensverrichtungen kann nicht nur in direkter Dritthilfe, sondern auch anhand einer Überw achung bei der Vornahme relevanter Le- bensverrichtungen bestehen, indem etwa die Drittperson die versicherte Person auffordert, eine Lebensverrichtung vorzunehmen, welche diese wegen ihres psyc hischen oder geistigen Zu- Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht standes ohne besondere Aufforderung nicht vornehmen wü rde (indirekte Dritthilfe; Urteil des Bundesgerichts vom 15. Februar 2021, 9C_381/2020, E. 5. 1.1; BGE 133 V 450 E. 7.2 mit wei- teren Hinweisen). Gemäss KSIH Rz. 8029 ist indirekte Hi lfe von Drittpersonen gegeben, wenn die versicherte Person die alltäglichen Lebensverrichtunge n zwar funktionsmässig selber aus- führen kann, dies aber nicht, nur unvollständig oder zu Unzeiten tun würde, wenn sie sich selbst überlassen wäre. Die indirekte Hilfe, die zur Hauptsache Versicherte mit psychisch und geistig bedingten Gesundheitsbeeinträchtigungen betrifft, setz t ferner nach KSIH Rz. 8030 voraus, dass die Drittperson regelmässig anwesend ist und die versicherte Person insbesondere bei der Ausführung der in Frage stehenden Verrichtungen pers önlich überwacht, sie zum Handeln an- hält oder von schädigenden Handlungen abhält und ihr nach Bedarf hilft (Urteil des Bundesge- richts vom 11. Dezember 2019, 8C_533/2019, E. 3.2.2 mit weiteren Hinweisen). 4.3.3 Gelegentliche Zwischenfälle der Hilfsbedürftigkei t können nicht zur Annahme einer Notwendigkeit regelmässiger Dritthilfe führen. Die Hil fe ist erst dann regelmässig, wenn sie die versicherte Person täglich oder eventuell (nicht vorausseh bar) täglich benötigt (Urteil des Bun- desgerichts vom 13. Januar 2017, 9C_562/2016, E. 5.3). Die Hilfe ist sodann erheblich, wenn die versicherte Person mindestens eine Teilfunktion ein er einzelnen Lebensverrichtung nicht mehr, nur mit unzumutbarem Aufwand oder nur auf unü bliche Art und Weise selbst ausüben kann oder wegen ihres psychischen Zustands ohne besondere A ufforderung nicht vornehmen würde (Urteil des Bundesgerichts vom 11. Dezember 2019, 8C_533/2019, E. 3.2.3 mit weiteren Hinweisen). 4.4 Nach Art. 17 Abs. 2 ATSG wird - nebst den in Art. 17 Abs. 1 ATSG geregelten Invali- denrenten - auch jede andere formell rechtskräftig zuge sprochene Dauerleistung von Amtes wegen oder auf Gesuch hin erhöht, herabgesetzt oder a ufgehoben, wenn sich der ihr zu Grun- de liegende Sachverhalt nachträglich erheblich verände rt hat. Zu den von dieser Bestimmung erfassten “Dauerleistungen“ gehört unter anderem die Hilflosenentschädigung nach Art. 42 Abs. 1 IVG (U ELI KIESER , ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020 , Art. 17 Rz 81). Die Erhöhung, Herabsetzung oder Aufhebung einer Hilflosenentschädigung gestützt auf Art. 17 Abs. 2 ATSG setzt somit einen Revisionsgrund vorau s. Darunter ist jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, u.a. die Verbesserung oder Verschlechterung des Gesundheitszustands oder die Verwendung neuer Hilfsmitte l, zu verstehen, die geeignet ist, den Grad der Hilflosigkeit und damit den Umfang des A nspruchs zu beeinflussen (BGE 137 V 424 E. 3.1 mit Hinweis). Zu beachten ist, dass sich - bei an sich gleich gebliebenem Ge- sundheitszustand - auch eine Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung auf den Leis- tungsanspruch auswirken und somit revisionsrechtlich von Bedeutung sein kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 13. Oktober 2017, 8C_170/2017, E. 5.1 mit zahlreichen Hinweisen). 4.5 Bei der Anpassung der Dauerleistungen ausserhalb d es Rentenbereichs gelten die zur Rentenanpassung entwickelten Grundsätze analog (U ELI KIESER , a.a.O., Art. 17 Rz 87). Das gesamte Rentenrevisionsrecht ist mit anderen Worten auf die Hilflosenentschädigung nach Art. 42 IVG sinngemäss anwendbar (U LRICH MEYER /M ARCO REICHMUTH , Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2014, Art. 30-31 N 139). Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren u nd der Sozialversicherungs- prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtig e und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Be- schwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherung srecht hat das Gericht seinen Ent- scheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, n ach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sach- verhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der Richt er und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von al len möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen (BGE 144 V 427 E. 3.2, 138 V 218 E. 6 mit diversen Hinwei- sen). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsg erichts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozi- alversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten j ener Partei ausfällt, die aus dem un- bewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten woll te. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermit teln, der zumindest die Wahrschein- lichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 144 V 427 E. 3.2, 138 V 218 E. 6 mit Hinweisen). 5.2 Für die Bemessung der Hilflosigkeit der versicherten Person veranlasst die IV-Stelle in der Regel eine Abklärung an Ort und Stelle (Art. 43 bis Abs. 5 Satz 1 AHVG in Verbindung mit Art. 57 Abs. 1 lit. f IVG und Art. 69 Abs. 2 IVV). Di e Ergebnisse der Abklärung werden in einem Abklärungsbericht erfasst, wobei dieser - unter dem Aspek t der Hilflosigkeit - folgenden Anfor- derungen zu genügen hat: Als Berichterstatterin wirkt eine qualifizierte Person, welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der au s den seitens der Mediziner gestellten Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und Hilfsb edürftigkeiten hat. Bei Unklarheiten über physische oder psychische Störungen und/oder deren A uswirkungen auf alltägliche Le- bensverrichtungen sind Rückfragen an die medizinischen Fach personen nicht nur zulässig, sondern notwendig. Weiter sind die Angaben der Hilfe leistenden Personen zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Be richt aufzuzeigen sind. Der Berichtstext muss plausibel, begründet und detailliert bezüglich der einzelnen alltäglichen Lebensverrichtun- gen sein. Schliesslich hat er in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben zu stehen (BGE 140 V 543 E. 3.2.1). Das Gericht greift , sofern der Bericht eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne dar stellt, in das Ermessen der die Ab- klärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellb are Fehleinschätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich komp etente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständ ige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1, 133 V 450 E. 11.1.1, 130 V 61 E. 6.2). 6.1 Die Parteien sind sich dahingehend einig, dass sich d er Gesundheitszustand des Ver- sicherten und das Ausmass seiner Hilflosigkeit seit der mit Verfügung vom 6. November 2013 Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht per 1. Dezember 2013 erfolgten Zusprache einer Hilflo senentschädigung der AHV für eine Hilflosigkeit leichten Grades erheblich verschlechtert h aben und dass deshalb die Vorausset- zungen einer revisionsweisen Heraufsetzung der Hilflosenen tschädigung erfüllt sind. Strittig ist zwischen den Parteien jedoch, ob der Beschwerdeführer nu nmehr Anspruch auf eine Hilflo- senentschädigung für eine Hilflosigkeit mittleren Grades oder auf eine solche schweren Grades hat, und auf welchen Zeitpunkt hin eine revisionsweise E rhöhung der Hilflosenentschädigung des Versicherten vorzunehmen ist. 6.2 In Bezug auf den Zeitpunkt der Erhöhung der bish erigen Hilflosenentschädigung des Versicherten weist die Ausgleichskasse Basel-Landschaft darauf hin, dass dieser im April 2016 ein Gesuch um Revision der Hilflosenentschädigung gestell t habe. Eine Erhöhung der Hilflo- senentschädigung sei daher aufgrund der Regelung von Ar t. 66 bis Abs. 2 AHVV in Verbindung mit Art 88 bis Abs. 1 lit. a IVV frühestens ab diesem Zeitpunkt möglich. Demgegenüber vertritt der Beschwerdeführer den Standpunkt, dass ihm in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich bereits ab Ok- tober 2013 eine höhere Hilflosenentschädigung zugesprochen werden könne. Er h abe damals die Ausrichtung eines Assistenzbeitrags beantragt und dami t gleichzeitig ein Gesuch um Erhö- hung der Hilflosenentschädigung gestellt. 6.3 Wie bereits im Sachverhalt festgehalten, wurde de m Beschwerdeführer mit Verfügung vom 3. Februar 2012 rückwirkend ab 1. Januar 2007 eine Hilflosenentschädigung der IV für eine Hilflosigkeit leichten Grades zugesprochen. Eine im Januar 2013 von Amtes wegen einge- leitete Überprüfung des Leistungsanspruchs ergab laut Mitteilung der IV-Stelle Basel-Stadt vom 5. Juni 2013, dass der Versicherte unverändert Anspruch a uf eine Hilflosenentschädigung für eine Hilflosigkeit leichten Grades habe. Nachdem der Besch werdeführer das 65. Altersjahr voll- endet hatte, sprach ihm die Ausgleichskasse Basel-Landschaft mit Verfügung vom 6. November 2013 per 1. Dezember 2013 eine Hilflosenentschädigung der AHV für eine Hilflosigkeit leichten Grades zu. Alle diese Verfügungen erwuchsen unangefoch ten in Rechtskraft. Am 29. Oktober 2013 hatte der Versicherte überdies ein Gesuch um Ausrich tung eines Assistenzbeitrags ge- stellt. Entgegen der vom Beschwerdeführer heute vertre tenen Auffassung ist davon auszuge- hen, dass dieses Gesuch ausschliesslich den Assistenzbeitrag zu m Gegenstand hatte und da- mit nicht auch - konkludent - ein Antrag auf Revision de r Hilflosenentschädigung gestellt wurde. Für diese Betrachtungsweise spricht auch der Umstand, da ss der - bereits damals anwaltlich vertretene - Versicherte in der Folge nie nachfragte, wie es sich mit seinem Revisionsgesuch verhalte. Entgegen dem weiteren (Eventual-) Standpun kt des Beschwerdeführers ist die IV- Stelle Basel-Stadt - der Versicherte bezog dannzumal noch eine Hilflosenentschädigung der IV - damals auch nicht verpflichtet gewesen, eine Revision von Amtes wegen an die Hand zu nehmen. Gemäss der Rechtsprechung sind die Voraussetzun gen, die vorliegen müssen, damit die Behörde eine Revision von Amtes wegen aufnimmt, gl eich hoch, wie wenn eine Revision auf Gesuch hin verlangt wird (vgl. Urteil des Bundesg erichts vom 12. Januar 2018, 8C_597/2017, E. 3.5). Die neuen Fakten müssen also i n beiden Fällen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit dafür sprechen, dass eine anspruchserhebl iche Änderung in den tatsächli- chen Verhältnissen eingetreten ist. Eine solche Konstell ation lag hier nicht vor. Es ist vielmehr so, dass die IV-Stelle Basel-Stadt im Februar 2014 im Z usammenhang mit der Prüfung des An- spruchs auf einen Assistenzbeitrag vorfrageweise eine (erne ute) Abklärung der Hilflosigkeit Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht vornahm, welche zum Schluss gelangte, dass noch immer ein e leichte Hilflosigkeit vorliege. Somit bestand im damaligen Zeitpunkt aber keinerlei A nlass, von Amtes wegen weitere Abklä- rungen zu tätigen. Bezeichnenderweise wurden solche dam als denn auch nicht beantragt und ebenso wenig wurde deren Ausbleiben moniert. 6.4 Klarzustellen bleibt, dass sich im vorliegenden Verfa hren nicht die Frage stellt, ob die damaligen Abklärungen korrekt waren oder nicht. Die Ve rfügungen, die gestützt auf die Abklä- rungsberichte der IV-Stelle Basel-Stadt ergingen, erwuchsen unangefochten in Rechtskraft. Ein allfälliges Zurückkommen auf diese Verfügungen wäre des halb nur unter dem Titel der Wieder- erwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG möglich. E ine solche steht hier klarerweise nicht zur Diskussion und sie bildet insbesondere auch nicht Gegenst and des vorliegenden Be- schwerdeverfahrens. 6.5 Schliesslich bestand - entgegen einer weiteren Anna hme des Beschwerdeführers - auch im Mai 2015 kein Anlass dafür, von Amtes wegen e ine Revision der Hilflosenentschädi- gung durchzuführen. Im genannten Zeitpunkt ging bei de r IV-Stelle Basel-Stadt das von der Rechtsvertreterin und dem behandelnden Augenarzt Dr. m ed. E.____, Ophthalmologie FMH, für den Versicherten ausgefüllte und unterzeichnete For mular “Assistenzbeitrag: Ärztliche Be- stätigung der akuten Phase“ vom 5. Mai 2015 ein. Darin wurde geltend gemacht, dass in gewis- sen Assistenzbereichen ein Mehraufwand vorliege. Wie dem Formular entnommen werden kann (vgl. dessen S. 2), dient dieses dazu, während de r akuten Phase eines Leidens die Ge- währung eines Zuschlags zum Assistenzbeitrag für höchstens 90 aufeinander folgende Tage zu beantragen, sofern in der Verfügung zum Assistenzbeitrag akute Phasen vorgesehen sind. Da sich dieses Formular explizit auf den Assistenzbeitrag bezieh t, war die IV-Stelle Basel-Stadt allein aufgrund der Einreichung dieses Gesuchs nicht v erpflichtet, zusätzlich von Amtes wegen auch die weitere Frage zu prüfen, ob bei der Hilflo senentschädigung in einzelnen alltäglichen Lebensverrichtungen - entgegen der früheren Abklärungen - nunmehr eine erhebliche und dau- erhafte Dritthilfe notwendig sei. Um eine solche dau erhafte Verschlechterung bei einzelnen all- täglichen Lebensverrichtungen geltend zu machen, wäre di e Einreichung eines Gesuchs um Revision der Hilflosenentschädigung erforderlich gewesen. 6.6 Aufgrund des Gesagten ist mit der Ausgleichskasse Bas el-Landschaft davon auszuge- hen, dass vorliegend eine Erhöhung der Hilflosenentsch ädigung frühestens ab April 2016, dem Zeitpunkt, in welchem der Beschwerdeführer sein Revisionsbegehren stellte, in Betracht fällt. 7. Im Folgenden ist somit zu prüfen, in welchem Ausmass d er Versicherte im Zeitraum ab April 2016 hilflos war. 7.1 Die IV-Stelle Basel-Stadt gab nach Eingang des R evisionsbegehrens vom 4. April 2016 zur Bemessung der aktuellen Hilflosigkeit des Versicherten bei ihrem Abklärungsdienst eine Abklärung an Ort und Stelle in Auftrag. Diese ergab gemäss Abklärungsbericht vom 13. Juli 2016, dass der Versicherte seit Ende Februar 2016, als e r einen ischämischen Schlaganfall erlitten hatte, in den fünf alltäglichen Lebensverrich tungen “Ankleiden, Auskleiden“, “Essen“, “Körperpflege“, “Verrichten der Notdurft“ und “Fortb ewegung“ erhebliche und dauernde Dritthilfe Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht benötige. In Bezug auf diese fünf alltäglichen Lebensver richtungen wird die durch den Abklä- rungsdienst erfolgte Beurteilung der Hilflosigkeit - zu Recht - von keiner Partei in Zweifel gezo- gen. Es kann deshalb an dieser Stelle von weiteren Erörterungen zur Hilfsbedürftigkeit des Ver- sicherten in den genannten fünf Lebensverrichtungen abgesehen werden. 7.2 Vorliegend ist einzig noch strittig, ob der Beschwe rdeführer im Zeitraum ab April 2016 auch in der alltäglichen Lebensverrichtung "Aufstehen, Absitzen, Abliegen" auf erhebliche Dritt- hilfe angewiesen war, woraus eine Hilflosigkeit schweren Grades resultieren würde. Im erwähn- ten Bericht vom 13. Juli 2016 wurde dies vom Abklärungsdienst verneint. Die Abklärungsperson führte aus, im Bereich “Aufstehen, Absitzen, Abliegen“ se i eine erhebliche Dritthilfe nicht erfor- derlich. Der Versicherte könne selbständig von einem Stu hl aufstehen und wieder absitzen und auch das Abliegen ins Bett und das Aufstehen vom Bett sei ihm selbständig möglich. Wie den Akten entnommen werden kann, fragte die IV-Stelle Ba sel-Stadt vor der Beschlussfassung den behandelnden Arzt Dr. D.____ an, ob er aus ärztlicher S icht bestätigen könne, dass beim Ver- sicherten bei der alltäglichen Lebensverrichtung “Aufstehe n, Absitzen, Abliegen“ nach wie vor Selbständigkeit bestehe. Mit Schreiben vom 18. August 2016 bejahte Dr. D.____ dies ausdrück- lich. Gestützt auf die Ergebnisse des Abklärungsberichts vom 13. Juli 2016 und diese Bestäti- gung des behandelnden Arztes Dr. D.____ vom 18. August 2016 ging die IV-Stelle Basel-Stadt deshalb bei der Bemessung der aktuellen Hilflosigkeit d avon aus, dass der Versicherte seit En- de Februar 2016 zwar in den fünf oben (vgl. E. 7.1 hi ervor) genannten alltäglichen Lebensver- richtungen, nicht aber im Bereich “Aufstehen Absitzen, Abliegen“ regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen war. 7.3.1 Im Laufe des vorliegenden Beschwerdeverfahrens re ichte der Beschwerdeführer dem Kantonsgericht nun allerdings eine schriftliche Erklärung des behandelnden Arztes Dr. D.____ vom 29. April 2019 ein. Darin korrigierte dieser sei ne vorstehend geschilderte Aussage, die er im Antwortschreiben an die IV-Stelle Basel-Stadt vom 1 8. August 2016 zur Hilfsbedürftigkeit des Versicherten in der alltäglichen Lebensverrichtung "Aufstehen, Absitzen, Abliegen" gemacht hatte. Er führte aus, er habe erst jetzt festgestellt, dass sein damaliges Diktat nicht korrekt nie- dergeschrieben und damit seine Angabe vom 18. August 2016 bezüglich der Lebensverrichtung "Aufstehen, Absitzen, Abliegen" sachlich unzutreffend geworden sei. Richtig müsse es heissen, dass bei der genannten alltäglichen Lebensverrichtung n ach wie vor keine Selbständigkeit be- stehe. Dies ergebe sich im Übrigen bereits aus dem komplexe n, multimorbiden Krankheits- und Behinderungsbild des Versicherten. 7.3.2 Nach Eingang dieser neuen, im Vergleich zur ursp rünglichen Antwort vom 18. August 2016 inhaltlich diametral anderslautenden Erklärung von Dr. D.____ vom 29. April 2019 erach- tete es das instruierende Präsidium für angezeigt, den behandelnden Arzt anlässlich einer mündlichen Verhandlung als Auskunftsperson (nochmals) zu m medizinischen Sachverhalt und insbesondere zur Frage der Hilflosigkeit des Versicherten in der alltäglichen Lebensverrichtung "Aufstehen, Absitzen, Abliegen" zu befragen. Im weiter en Verlauf des Beschwerdeverfahrens kam das instruierende Präsidium jedoch auf diese Anordn ung zurück und verfügte am 14. Ok- tober 2021, dass vorläufig auf eine solche mündliche Be fragung von Dr. D.____ verzichtet wer- de. Gleichzeitig überliess das instruierende Präsidium de n Entscheid darüber, ob eine mündli- Seite 17 http://www.bl.ch/kantonsgericht che Befragung von Dr. D.____ zur Klärung des medizinisch en Sachverhalts effektiv erforderlich sei oder ob die Angelegenheit gestützt auf die schriftli chen Berichte und Ausführungen von Dr. D.____ und der anderen involvierten Personen sowi e auf die übrige Aktenlage beurteilt werden könne, ausdrücklich dem für die abschliessende Beurt eilung der Beschwerde zuständi- gen Dreiergericht. 7.3.3 Anlässlich der heutigen Urteilsberatung zeigte sich, dass die Beschwerde des Versi- cherten gestützt auf die vorhandenen medizinischen Akte n auch dann abgewiesen werden muss, wenn man im Rahmen der Beweiswürdigung nicht mehr - wie noch im Ausstellungsbe- schluss vom 7. Februar 2019 - auf die ursprüngliche Ausku nft von Dr. D.____ im Schreiben vom 18. August 2016, sondern ausschliesslich auf dessen Er klärung vom 29. April 2019 ab- stellt. Die nachträgliche Korrektur seiner Beurteilung d er Hilflosigkeit des Versicherten in der alltäglichen Lebensverrichtung "Aufstehen, Absitzen, Abli egen" wirkt sich mit andern Worten nicht auf den Ausgang des vorliegenden Beschwerdeverfahr ens aus. Vor diesem Hintergrund ist es aber nicht erforderlich, den behandelnden Arzt zu sätzlich noch mündlich hierzu anzuhö- ren, und es kann von einer entsprechenden Befragung von Dr. D.____ durch das Gericht abge- sehen werden. Die Gründe, die zu diesem Schluss führten, sind im Folgenden näher darzule- gen. 7.4.1 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 7.2 hiervor), hie lt die Abklärungsperson in ihrem Bericht vom 13. Juli 2016 fest, dass in der alltäglichen Lebensv errichtung “Aufstehen, Absitzen, Ablie- gen“ eine erhebliche Dritthilfe nicht erforderlich sei . Der Versicherte könne selbständig von ei- nem Stuhl aufstehen und wieder darauf absitzen; auch das Abliegen ins Bett und das Aufstehen vom Bett - inklusive selbständigem Heben der Beine - sei ihm möglich. Der Versicherte stehe morgens denn auch selbständig auf. Zudem schildert die Abklärungsperson, dass die Fortbe- wegung in der Wohnung nach wie vor selbständig möglich sei, wobei sich der Versicherte oft abstützen müsse. 7.4.2 Diese Einschätzungen der Abklärungsperson stehen durchaus im Einklang mit den Feststellungen im kurz zuvor erstellten Austrittsbericht d es Ärztlichen Dienstes des Spitals F.____ vom 27. Mai 2016, in welchem über die vom 14. März 2016 bis 18. Mai 2016 dauernde stationäre Neurorehabilitation des Versicherten berich tet wird. So halten die Berichterstatter etwa im Abschnitt "Aktivitäten" fest, dass der Patient u nter Anleitung der Ergo- und Physiothe- rapie grosse Fortschritte habe erzielen können, sei es ihm doch gelungen, bis zum Klinikaustritt seine Gehstrecke von fünf Metern auf über 400 Meter ohn e Hilfsmittel zu erhöhen (S. 3 des Berichts). Zudem wird aus ergotherapeutischer Sicht ebe nfalls geschildert, dass insgesamt grosse Fortschritte erzielt worden seien. Sämtliche Trans fers habe der Patient selbständig aus- geführt. Ebenso habe er bezüglich Stand- und Gangsich erheit deutliche Fortschritte gemacht (S. 4 des Berichts). 7.4.3 Bei der beweisrechtlichen Würdigung der genannt en echtzeitlichen Dokumente darf durchaus mitberücksichtigt werden, dass damals auch die be i der Abklärung vor Ort mitanwe- sende Rechtsvertreterin des Versicherten - soweit ersichtlich - nicht gegen die Feststellung der Abklärungsperson interveniert hatte, wonach beim Versicherten bei der alltäglichen Lebensver- Seite 18 http://www.bl.ch/kantonsgericht richtung “Aufstehen, Absitzen, Abliegen“ nach wie vor S elbständigkeit bestehe und demnach keine direkte Dritthilfe erforderlich sei. 7.4.4 Im Lichte der erwähnten echtzeitlichen Dokumente (Abklärungsbericht vom 13. Juli 2016, Austrittsbericht des Ärztlichen Dienstes des Spita ls F.____ vom 27. Mai 2016) ist somit mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden W ahrscheinlich erstellt, dass beim Ver- sicherten im Zeitraum ab April 2016 keine erhebliche Dritthilfe in der alltäglichen Lebensverrich- tung “Aufstehen, Absitzen, Abliegen“ erforderlich war. 7.4.5 An dieser Beurteilung vermag auch der vom Beschwer deführer nachträglich einge- reichte Bericht von Dr. D.____ vom 29. April 2019 nicht s zu ändern. Darin bezeichnet dieser seine ursprüngliche Angabe vom 18. August 2016 zur Hilf sbedürftigkeit in der Lebensverrich- tung "Aufstehen, Absitzen, Abliegen" als unzutreffend und korrigiert sie dahingehend, dass in diesem Bereich "nach wie vor keine Selbständigkeit besteht". Diese neue Einschätzung vermag aber im Lichte der vorstehend genannten echtzeitlichen D okumente nicht zu überzeugen. Ihr wesentlicher Mangel liegt darin, dass sie nicht ausreichen d begründet wird. Der behandelnde Arzt macht einzig geltend, dass sich seine Einschätzung "b ereits aus dem komplexen, multi- morbiden Krankheits- und Behinderungsbild" des Versich erten ergebe. Dieser pauschale Hin- weis reicht nun aber klarerweise nicht, um die abweichend e Beurteilung im Abklärungsbericht vom 13. Juli 2016 oder die Feststellungen im Austrittsbe richt des Ärztlichen Dienstes des Spi- tals F.____ vom 27. Mai 2016, in welchem ein anderes B ild der Fähigkeiten des Versicherten in der strittigen Lebensverrichtung vermittelt wird, zu w iderlegen. Hierfür wäre eine einlässlichere Auseinandersetzung mit diesen beiden Berichten, von dene n Dr. D.____ Kenntnis hatte, erfor- derlich gewesen. Eine solche fehlt aber gänzlich. Schlie sslich ist auch die vom behandelnden Arzt in seiner Beurteilung gewählte Formulierung, wo nach in der strittigen Lebensverrichtung "nach wie vor" keine Selbständigkeit bestehe, doch eher erstaunlich, wenn man sich vor Augen hält, dass bei seinem Patienten vor der massiven Verschle chterung des Gesundheitszustands im Februar 2016 im genannten Bereich zweifellos noch ke ine Hilfsbedürftigkeit, sondern viel- mehr eine ausreichende Selbständigkeit vorlag. 7.5 Auch die übrigen, in der Beschwerde und im nachf olgenden Schriftenwechsel erhobe- nen Einwände des Versicherten vermögen die vorinstanzliche Beurteilung, wonach bei ihm im Zeitraum ab April 2016 keine erhebliche Dritthilfe in der alltäglichen Lebensverrichtung “Aufste- hen, Absitzen, Abliegen“ erforderlich war, nicht in Frage zu stellen. 7.5.1 Der Beschwerdeführer zweifelt als erstes die fachli che Qualifikation der abklärenden Person, Frau G.____, an. Seines Erachtens sei die Qual ifikation einer Abklärungsperson nach den gleichen Massstäben zu beurteilen wie diejenige ei ner medizinischen Gutachterin bzw. ei- nes medizinischen Gutachters. Die Qualifikation von Fr au G.____ werde aus den Akten jedoch nicht ersichtlich. Der Beschwerdeführer scheint zu verlangen , dass die abklärende Person fachärztliche Kenntnisse in verschiedenen Belangen mitbri ngen müsse. Er kommt aber gleich selber zum zutreffenden Schluss, dass eine solche Person, welche all die notwendigen polydis- ziplinären fachärztlichen Kenntnisse in sich vereint, kau m existieren dürfte. Sodann ist der Be- schwerdeführer darauf hinzuweisen, dass es sich bei G.___ _ um eine langjährige und damit Seite 19 http://www.bl.ch/kantonsgericht erfahrene Mitarbeiterin der IV-Stelle Basel-Stadt handelt. Sie hat bereits früher die Abklärungen im Zusammenhang mit den Leistungsansprüchen des Versicherten getätigt, ohne dass dies von ihm je beanstandet worden wäre. Somit sind keinerlei A nhaltspunkte ersichtlich, weshalb G.____ für die Vornahme der am 1. Juli 2016 erfolgt en Abklärung vor Ort nicht ausreichend qualifiziert gewesen sein sollte. Weiter bemängelt der Beschwerdeführer, die Abklärungsperson habe die örtlichen und räumlichen Verhältnisse und auch die medizinischen Diagnosen in den Abklärungsberichten nicht festgehalten. Er übersieht, da ss die Rechtsprechung dies auch nicht verlangt. Vorausgesetzt ist einzig, dass die abklärende Pe rson Kenntnis von diesen Aspekten haben muss (vgl. die Hinweise auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung in E. 5.2 hiervor). Dies war vorliegend klarerweise der Fall. Frau G.____ w ar vor Ort und hatte damit zweifelsfrei Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhältnissen. Zudem ging sie auf Seite 6 des Be- richts auch detailliert auf die gesundheitliche Situat ion des Versicherten ein. Frau G.____ hat sodann eine Hilfsbedürftigkeit in fünf alltäglichen Lebensverrichtungen bestätigt. Zudem hat sie - ganz im Sinne der Rechtsprechung - bezüglich jener Le bensverrichtung, bei welcher sie von keiner Dritthilfe ausging, die Einholung einer schrif tlichen Stellungnahme des behandelnden Arztes veranlasst. 7.5.2 Im Weiteren moniert der Beschwerdeführer, dass mit den Personen, die ihn im Alltag betreuen würden, keine Rücksprache genommen worden sei . Mit diesem Einwand kann der Beschwerdeführer ebenfalls nichts zu seinen Gunsten ableit en. Zum einen wurde die Hilflosig- keit in fünf alltäglichen Lebensverrichtungen bejaht, womit sich diesbezüglich eine Rücksprache mit den betreuenden Personen erübrigte, und zum ande rn veranlasste die Abklärungsperson bezüglich der einzig noch strittigen Lebensverrichtung (“Aufstehen, Absitzen, Abliegen“) explizit eine Nachfrage beim behandelnden Arzt. In Anbetracht d er daraufhin eingegangenen, inhaltlich eindeutigen und mit der Einschätzung der Abklärungsperso n übereinstimmenden Antwort von Dr. D.____ vom 18. August 2016 durfte damals auch hin sichtlich dieser alltäglichen Lebensver- richtung von einer Rücksprache mit den betreuenden Personen abgesehen werden. 7.5.3 Zu keiner anderen Beurteilung führen auch die i n der Beschwerde detailliert beschrie- benen Beeinträchtigungen des Versicherten. Er respektive seine Rechtsvertreterin schildern, dass insbesondere beim Absitzen Vorkehrungen getroffen we rden müssten, damit er sich rich- tig hinsetze. Diese Ausführungen stehen jedoch im Widersp ruch zu den Angaben im Abklä- rungsbericht vom 13. Juli 2016 und zu den echtzeitlich en Feststellungen im Austrittsbericht des Ärztlichen Dienstes des Spitals F.____ vom 27. Mai 2016. Diesen beiden Einschätzungen ist ein höherer Beweiswert beizumessen als den Ausführungen in der Beschwerde, die in beweis- rechtlicher Hinsicht als Parteibehauptungen zu qualifizieren sind. 7.5.4 Schliesslich macht der Versicherte in seiner Beschwer de geltend, dass er beim Absit- zen immer mindestens Hilfe im Sinne einer Platzanweisu ng, einer Verortung oder eines Geleit- schutzes benötige. In diesem Teilbereich sei damit zuminde st eine indirekte Dritthilfe erforder- lich. Mit diesem Einwand kann der Beschwerdeführer vorl iegend ebenfalls nichts zu seinen Gunsten ableiten, denn Entsprechendes lässt sich dem Abklär ungsbericht nicht entnehmen. Darüber hinaus erscheint aber auch fraglich, ob die gesc hilderte, möglicherweise angezeigte indirekte Dritthilfe die für die Bejahung einer Hilf losigkeit notwendige Intensität erreichen würde. Seite 20 http://www.bl.ch/kantonsgericht Nach der Verwaltungspraxis muss die indirekte Hilfe eine gewisse Intensität umfassen, eine einfache Anordnung oder ein einfacher Hinweis reichen nicht aus (KSIH Rz 8029.1). 7.6 Im Sinne eines Zwischenergebnisses ist demnach festzuha lten, dass der Beurteilung der Abklärungsperson und dem gestützt darauf ergangen en Beschluss der IV-Stelle Basel- Stadt beizupflichten ist, wonach beim Versicherten ab End e Februar 2016, als er einen ischä- mischen Schlaganfall erlitten hatte, dauernd eine erhe bliche Dritthilfe in fünf alltäglichen Le- bensverrichtungen notwendig war. Daraus wiederum folgt, dass die Ausgleichskasse Basel- Landschaft in der Verfügung vom 21. November 2016 bzw . im angefochtenen Einspracheent- scheid vom 7. September 2017 zu Recht neu das Vorliegen e iner mittelschweren Hilflosigkeit bejaht und entsprechend die Voraussetzungen für eine r evisionsweise Heraufsetzung der Hilf- losenentschädigung als erfüllt erachtet hat. 7.7 Lässt die vorhandene Aktenlage nach dem Gesagten e ine zuverlässige Beurteilung des massgebenden medizinischen Sachverhalts zu, so besteht kein Anlass, weiteren in der Beschwerde gestellten Beweisanträgen des Versicherten - w ie etwa den Anträgen auf die Be- fragung verschiedener involvierter Ärzte, Therapeuten u nd Betreuungspersonen oder auf Ein- holung eines multidisziplinären Gutachtens - stattzugeben. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst zwar das Recht, Beweisanträge zu stellen, und - als Korrelat - die Pflicht der Behörde zur Beweisabnahme. Beweise sind im Rahmen dieses verfass ungsmässigen Anspruchs indes- sen nur über jene Tatsachen abzunehmen, die für die En tscheidung der Streitsache erheblich sind. Gelangt das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürd igung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des relevant en Sachverhalts ergeben und die- ser demnach hinreichend abgeklärt ist, kann auf ein bea ntragtes Beweismittel verzichtet wer- den. Die damit verbundene antizipierte Beweiswürdigung ist nach konstanter bundesgerichtli- cher Rechtsprechung zulässig (BGE 144 II 427 E. 3.1.3, 141 I 60 E. 3.3). 8.1 Nach dem Gesagten ist im Ergebnis davon auszugehen, dass beim Beschwerdeführer ab Ende Februar 2016 nicht mehr eine leichte, sondern neu eine mittelschwere Hilflosigkeit vor- lag. Die Ausgleichskasse Basel-Landschaft erhöhte deshalb in der Verfügung vom 21. Novem- ber 2016 die bisherige Hilflosenentschädigung des Versich erten für eine Hilflosigkeit leichten Grades revisionsweise auf eine solche für eine Hilflosigkei t mittleren Grades. Die Erhöhung nahm sie per 1. Mai 2016 vor, wobei sie sich in Bezug au f diesen Zeitpunkt auf „eine dreimona- tige Übergangsfrist“ - gemeint war wohl die in Art. 88a Abs. 2 IVV erwähnte Dreimonatsfrist - stützte. Im angefochtenen Einspracheentscheid vom 7. Sep tember 2017 korrigierte die Aus- gleichskasse Basel-Landschaft dies in teilweiser Gutheissun g der Einsprache jedoch dahinge- hend, dass sie die Erhöhung der Hilflosenentschädigung nicht erst per 1. Mai 2016, sondern bereits ab 1. April 2016 vornahm. Zur Begründung verwies sie auf die Bestimmung von Art. 88 bis Abs. 1 lit. a IVV, wonach die Erhöhung der Hilflosene ntschädigung, sofern die versicherte Per- son die Revision verlangt, frühestens von dem Monat an erfolgt, in dem das Revisionsbegehren gestellt wurde. Da der Beschwerdeführer die Revision am 4. April 2016 verlangt habe, sei die Hilflosenentschädigung deshalb bereits mit Wirkung ab 1. April 2016 zu erhöhen. Seite 21 http://www.bl.ch/kantonsgericht 8.2.1 Die Ausgleichskasse Basel-Landschaft übersah nun all erdings bei ihrem Entscheid, die Hilflosenentschädigung nicht erst per 1. Mai 2016, sondern bereits ab 1. April 2016 zu erhöhen, Folgendes: Wie das Kantonsgericht mit rechtskräftig ge wordenem Präsidialentscheid vom 8. Februar 2017 (Verfahren-Nr. 710 16 181/43) entschi ed, hatte der Beschwerdeführer im Mo- nat April 2016 wegen seines damaligen stationären Sp italaufenthalts keinen Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung (vgl. Art. 67 Abs. 2 ATSG). Di e Ausgleichskasse Basel-Landschaft be- merkte dies im Laufe des vorliegenden Beschwerdeverfah rens, worauf sie in ihrer Vernehmlas- sung vom 4. Dezember 2017 beantragte, es sei dem Beschwer deführer die Hilflosenentschädi- gung für eine Hilflosigkeit mittleren Grades für den Monat April 2016 im Rahmen einer reforma- tio in peius (wieder) abzusprechen. 8.2.2 Nach Art. 61 lit. d ATSG ist das kantonale Versich erungsgericht an die Begehren der Parteien nicht gebunden. Es kann eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid zu Unguns- ten der Beschwerde führenden Person ändern oder diese r mehr zusprechen, als sie verlangt hat, wobei den Parteien vorher Gelegenheit zur Stel lungnahme sowie zum Rückzug der Be- schwerde zu geben ist. Anlässlich seiner ersten Urteilsberat ung vom 7. Februar 2019 gelangte das Kantongericht zur Auffassung, dass dem vorstehend erwäh nten Antrag der Ausgleichskas- se Basel-Landschaft wohl zu entsprechen sei. Dem Versicher ten drohe damit im vorliegenden Beschwerdeverfahren eine Schlechterstellung. Er müsse damit rechnen, dass ihm die im ange- fochtenen Einspracheentscheid ab April 2016 zugesprochen e Hilflosenentschädigung für eine Hilflosigkeit mittleren Grades für den Monat April 2016 (wieder) abgesprochen werde. Das Kan- tonsgericht stellte deshalb den Fall aus, drohte dem Beschwerdeführer eine reformatio in peius an und räumte ihm Gelegenheit ein, sich hierzu zu äuss ern und allenfalls seine Beschwerde zurückzuziehen. 8.2.3 In seiner Eingabe vom 27. Mai 2019 vertritt der Beschwerdeführer die Auffassung, dass die in Aussicht gestellte reformatio in peius bezüg lich des Monats April 2016 "klar unzu- lässig" sei. Von einer solchen dürfe gemäss höchstrichterl icher Rechtsprechung nur sehr zu- rückhaltend Gebrauch gemacht werden. Im vorliegenden Fall belaufe sich die mögliche Korrek- tur auf einen Betrag von Fr. 588.--, sie sei somit nicht von erheblicher Bedeutung. 8.3 Wie bereits ausgeführt, entschied die Präsidentin de s Kantonsgerichts in ihrem Urteil vom 8. Februar 2017 (Verfahren-Nr. 710 16 181/43), dass der Beschwerdeführer im Monat April 2016 keinen Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung h atte, weil er während des ganzen Mo- nats zu Lasten der Sozialversicherung hospitalisiert war (vgl. Art. 67 Abs. 2 ATSG). Dieser Ent- scheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft, weshalb im vor liegenden Verfahren nicht mehr darauf zurückzukommen ist. Soweit die Ausgleichskasse Basel- Landschaft dem Versicherten im angefochtenen Einspracheentscheid vom 7. September 2017 trotzdem (wieder) eine Hilflo- senentschädigung für den genannten Monat April 2016 zu sprach, erweist sich der Einsprache- entscheid demnach als bundesrechtswidrig. Die betreffende Leistung ist dem Beschwerdeführer deshalb, wie von der Ausgleichskasse Basel-Landschaft zwisch enzeitlich beantragt, grundsätz- lich mit dem vorliegenden Urteil im Rahmen einer reformatio in peius wieder abzusprechen. Die formellen Voraussetzungen für die Vornahme einer solche n Schlechterstellung sind erfüllt. Im Beschluss vom 7. Februar 2019 drohte das Kantonsgericht dem Beschwerdeführer eine mögli- Seite 22 http://www.bl.ch/kantonsgericht che reformatio in peius an, es zeigte ihm im Rahmen ei ner vorläufigen Beurteilung der Sach- und Rechtslage die für eine Schlechterstellung spreche nden Fallumstände auf und es gab ihm Gelegenheit, hierzu Stellung zu nehmen und allenfal ls seine Beschwerde zurückzuziehen. Die Einwände, die der Beschwerdeführer in seiner Stellungnahme vom 27. Mai 2019 gegen die Zu- lässigkeit der zur Diskussion stehenden reformatio in peius e rhebt, erweisen sich als unbegrün- det. Nicht gefolgt werden kann ihm insbesondere, wenn er geltend macht, die Vornahme einer reformatio in peius im Verfahren vor dem kantonalen V ersicherungsgericht setze voraus, dass die Korrektur von erheblicher Bedeutung sei. Wie das Bundesgericht im Entscheid 144 V 153 in Bereinigung seiner Rechtsprechung ausdrücklich festgehalte n hat, setzt die Bestimmung von Art. 61 lit. d ATSG dies nich t voraus. Somit kann ein angefochtener Entscheid auch dan n in peius reformiert werden, wenn es um die Korrektur einer betragsmässig eher geringen Leistung geht. 8.4 Aus dem Gesagten folgt, dass dem Beschwerdeführer die ihm im angefochtenen Ein- spracheentscheid vom 7. September 2017 für den Monat Ap ril 2016 zugesprochene Hilflo- senentschädigung im Rahmen einer reformatio in peius abzusprechen ist. 9. Als Ergebnis ist zusammenfassend festzuhalten, dass die A usgleichskasse Basel- Landschaft im angefochtenen Einspracheentscheid vom 7. September 2017 die dem Versicher- ten bis anhin ausgerichtete Hilflosenentschädigung für eine Hilflosigkeit leichte n Grades zu Recht revisionsweise auf eine solche für eine Hilflosigkeit mittleren Grades erhöht hat. Die hier- gegen erhobene Beschwerde, mit der die Erhöhung der bisherigen Hilflosenentschädigung auf eine solche für eine Hilflosigkeit schwer en Grades verlangt wird, ist als unbegründet anzuwei- sen. Nicht gefolgt werden kann der Ausgleichskasse Basel- Landschaft hingegen, soweit sie die revisionsweise Erhöhung der Hilflosenentschädigung per 1. April 2016 vornahm. Die Erhöhung wird im Lichte des Urteils der Präsidentin des Kantonsgerichts vom 8. Februar 2017 (Verfahren- Nr. 710 16 181/43) erst per 1. Mai 2017 wirksam. Dem Beschwerdeführer ist deshalb die ihm im angefochtenen Einspracheentscheid vom 7. September 201 7 für den Monat April 2016 zuge- sprochene Hilflosenentschädigung im Rahmen einer reform atio in peius abzusprechen, was bedeutet, dass der angefochtene Einspracheentscheid insoweit zu ändern ist. 10. Es bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinde n. 10.1 Art. 61 lit. a ATSG in der bis Ende 2020 gülti g gewesenen, hier anwendbaren Fassung (vgl. Art. 83 ATSG) hält fest, dass das Verfahren vor de m kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 10.2.1 Gemäss Art. 61 lit. g Satz 1 ATSG hat die obsie gende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten. Stellt man vorli egend ausschliesslich auf den Prozess- ausgang ab, so handelt es sich beim Beschwerdeführer um die unterliegende und bei der Aus- gleichskasse Basel-Landschaft um die obsiegende Partei mit der Folge, dass dem Beschwerde- führer nach dem Wortlaut der genannten Bestimmung keine Parteientschädigung zu Lasten der Ausgleichskasse Basel-Landschaft zustehen würde. Seite 23 http://www.bl.ch/kantonsgericht 10.2.2 Der Beschwerdeführer macht nun allerdings gelte nd, dass sämtliche ausserordentli- chen Kosten dieses Verfahren dem Staat zu auferlegen seie n. Zur Begründung weist er darauf hin, dass ihm "ein unverbrüchlicher Anspruch auf eine für ihn kostenlose Kommunikationshilfe gestützt auf das Bundesgesetz über die Beseitigung von Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen vom 13. Dezember 2002 (Behindertengleichstellungsgesetz , BehiG) zusteht." Der Versicherte unterlässt es jedoch in seiner Beschwerde gänzlich, diese Auffassung bzw. den damit einhergehenden Antrag, wonach ihm auch für den Fall des Unterliegens die Parteikosten vom Staat zu ersetzen seien, zu begründen. Es stellt sich deshalb die Frage, ob auf diesen An- trag überhaupt einzutreten ist. Wie es sich damit verhält, kann letztlich offen bleiben. Der Antrag ist nämlich im Fall, dass darauf eingetreten wird, ohn ehin abzuweisen. In ihrem Urteil vom 8. Februar 2017 (Verfahren-Nr. 710 16 181/43) zeigt e die Präsidentin des Kantonsgerichts auf, dass der Beschwerdeführer keinen direkt aus Art. 13 des Ü bereinkommens vom 13. Dezember 2006 über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (U N-Behindertenkonvention, SR 0.109, in Kraft getreten für die Schweiz am 15. Mai 2014) ableitbaren und gerichtlich durch- setzbaren Anspruch hat, wonach die im Beschwerdeverfahren vor dem Kantonsgericht entstan- denen Vertretungskosten durch den Staat zu übernehmen seien bzw. wonach ihm im genann- ten Verfahren unabhängig vom Verfahrensausgang eine Parteientschädigung zu Lasten des Staates auszurichten sei (E. 6.3 in Verbindung mit E. 5 .2 und E. 5.3 des Urteils). Sodann ent- schied das Sozialversicherungsgericht des Kantons Basel-Stadt in einem den heutigen Be- schwerdeführer betreffenden Urteil vom 28. März 2017 (V erfahren IV.2016.165; IV-Dok. 232), dass sich ein solcher Anspruch wohl auch nicht aus dem B ehiG ableiten lasse (E. 4 des Ur- teils). Den in den genannten beiden Entscheiden vertre tenen Auffassungen ist beizupflichten. Somit kann an dieser Stelle auf weitere Ausführungen zu dieser Thematik abgesehen und statt- dessen auf die entsprechenden Erwägungen der beiden Urteile verwiesen werden. 10.2.3 Nach dem Gesagten bleibt es dabei, dass die ausser ordentlichen Kosten des vorlie- genden Beschwerdeverfahrens auf der Grundlage von Art. 61 lit. g ATSG und des in dieser Be- stimmung normierten Obsieger-, bzw. Unterliegerprinzips zu verlegen sind. Demnach kann der Beschwerdeführer als unterliegende Partei gestützt auf diese Bestimmung keinen Ersatz der Parteikosten beanspruchen. Im vorliegenden Prozess ist demn ach keine Parteientschädigung zuzusprechen. Seite 24 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Der angefochtene Einspracheentscheid der Ausgleichska sse Basel- Landschaft vom 7. September 2017 wird insoweit geände rt, als festge- stellt wird, dass der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Hilflo- senentschädigung für den Monat April 2016 hat. 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. http://www.bl.ch/kantonsgericht