<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Heading1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>UV.2016.00054</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender</p><p>Sozialversicherungsrichterin Annaheim</p><p>Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer</p><p>Gerichtsschreiberin Locher</p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 12. September 2016</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Dufourstrasse 40, 9001 St. Gallen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Zustelladresse: Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Rechtsdienst Personenversicherung</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Wuhrmattstrasse 19-23, 4103 Bottmingen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der 1975 geborene X.___ ist seit dem 1. Januar 2002 bei der Y.___ AG angestellt und im Rahmen dieses Arbeitsverhältnisses bei der Helvetia Schwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ze</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rische Versicherungsgesellschaft AG (nachfolgend: Helvetia) gegen die Folgen von Unfällen versichert. Mit Bagatellunfallmeldung UVG vom 4. August 2015 teilte der Arbeitgeber der Helvetia mit, der Versicherte sei am 1. Mai 2015 in einer Kletterhalle aus circa einem Meter heruntergesprungen und habe einen schmerzhaften Schlag im Rücken verspürt (Urk. 7/K2.1). Dem von Dr. med. Z.___, A.___, ausgefüllten ärztlichen Erstbericht UVG vom 31. August 2015 kann die Diagnose eines Status nach Distorsion der Lendenwirbelsäule entnommen werden (Urk. 7/K18.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 28. Oktober 2015 verneinte die Helvetia ihre Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflicht im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 1. Mai 2015, da es sich dabei nicht um einen Unfall gehandelt habe und auch keine unfallähnliche Körper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung vorliege (Urk. 7/K9). Die vom Versicherten gegen diesen Entscheid erho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bene Einsprache (Urk. 7/K11.1) wies die Helvetia am 28. Januar 2016 ab (Urk. 7/K14 = Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob X.___ mit Eingabe vom 25. Februar 2015 (richtig: 2016) Beschwerde (Urk. 1) mit folgendem Rechtsbegehren (S. 3):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">„1.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einspracheentscheid</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 28. Januar 2016 ist – da erneut nicht frist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss eingereicht – zu </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ignorieren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Daher wird meiner </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einsprache</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 25. November 2015 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zugestimmt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss meinen Ausführungen oben, beantrage ich, dass der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorfall vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mai 2015</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, bei dem ich eine Muskelzerrung im Rücken- und Gesässbereich erlitten habe, entweder </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">als Unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> im Sinne von Art. 6 UVG sowie Art. 4 ATSG oder </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">als unfallähnliche Körperschädigung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV anerkannt wird. Alle meine Kosten, die durch diesen Vorfall verursacht wurden (Arztkosten und Physiothera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pie), sind mir vollumfänglich zu erstatten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 3.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Weiter berechne ich für die vom mir bereits bezahlten Beiträge einen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zins von 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, seit dem Datum der Zahlung.“</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschwerdeantwort vom 13. April 2016 schloss die Helvetia auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Mit Gerichtsverfügung vom 18. April 2016 wurde dem Beschwerdeführer das Doppel der Beschwerdeantwort zugestellt (Urk. 8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sozialversicherungsrechts (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gende</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Körper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (BGE 129 V 402 E. 2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Faktor allenfalls schwer wiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Der äussere</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Le</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bensbereich Alltäg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen oder Üblichen überschreitet. Ausschlaggebend ist also, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den mensch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begründen keine Ungewöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 mit Hinweis).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungewöhnlichen äusse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Faktors in einer unkoordinierten Bewegung (RKUV 2000 Nr. U 368 S. 100 E. 2d mit Hinweisen; Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, S. 176 f.) be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stehen. Bei Körperbewegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam „programmwidrig" beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor – Veränderung zwischen Körper und Aussenwelt – ist wegen der erwähnten Pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grammwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 117 E. 2.1; RKUV 2004 Nr. U 502 S. 183 E. 4.1, Nr. U 510 S. 275, Nr. U 523 S. 541 E. 3.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ohne besonderes Vorkommnis ist bei einer Sportverletzung das Merkmal der Un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gewöhnlichkeit und damit das Vorliegen eines Unfalls zu verneinen (BGE 130 V 117 E. 2.2; RKUV 2004 Nr. U 523 S. 541 E. 3.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG kann der Bundesrat Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen. Von dieser Kompetenz hat der Bundesrat in Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die Unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung (UVV) Gebrauch gemacht und folgende Körperschädigungen, so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurückzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führen sind, auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung den Unfällen gleichgestellt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Knochenbrüche;</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Verrenkungen von Gelenken;</span><span> </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Meniskusrisse;</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">d.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Muskelrisse;</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Muskelzerrungen;</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">f.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sehnenrisse;</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">g.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bandläsionen;</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">h.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Trommelfellverletzungen.</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diese Aufzählung der den Unfällen gleichgestellten Körperschädigungen ist abschliessend (BGE 116 V 136 E. 4a, 147 E. 2b, je mit Hinweisen; Maurer, Schweizerisches Unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versicherungsrecht, 2. Aufl., 1989, S. 202).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin berief sich in ihrem Einspracheentscheid auf die Beweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">maxime der „Aussage der ersten Stunde“. Demzufolge sei davon auszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gehen, dass nichts Ungewöhnliches passiert sei, das den Bewegungsablauf beim Klettern und Herunterspringen aus circa einem Meter Höhe beeinflusst habe. Sie verneinte ihre Leistungspflicht mit der Begründung, dass es damit beim Ereignis vom 1. Mai 2015 an einem für die Bejahung eines Unfalls gemäss Art. 4 ATSG erforderlichen ungewöhnlichen äusseren Faktor fehle. Da es sich bei der erlitte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Distorsion der Lendenwirbelsäule auch nicht um eine unfallähnliche Körper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV handle, sei die Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerung zu Recht erfolgt (Urk. 2 S. 6 ff. und Urk. 6 S. 4 ff.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber im Wesentlichen auf den Standpunkt, ein Sprung in einer Kletterhalle aus einem Meter Höhe sei für eine Person, die nicht regelmässig dieser Tätigkeit nachgehe, etwas Aussergewöhnli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ches. Der erlittenen Verletzung liege daher eine programmwidrige und unge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wöhnliche Bewegung zugrunde. Schliesslich liege auch eine unfallähnliche Körperschädigung vor. Er habe eine Muskelzerrung erlitten, die in Art. 9 Abs. 2 UVV erwähnt sei (Urk. 1 S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Betreffend das Ereignis vom 1. Mai 2015, bei dem sich der Beschwerdeführer eine Distorsion der Lendenwirbelsäule zuzog (Urk. 7/K18.1. 7/18.2, 7/M2 und 7/M5), geht aus den Akten Folgendes hervor:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In der Bagatellunfall-Meldung vom 4. August 2015 wurde der Hergang folgen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dermassen beschrieben (Urk. 7/K2.1): „Bin in der Kletterhalle von ca. 1m Höhe runtergesprungen und habe einen schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">haften Schlag im Rücken gespürt.“ Als Verletzung wurde eine Muskelverhär</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung der linksseitigen Rückenmusku</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">la</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tur angegeben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gegenüber Dr. Z.___ gab der Beschwerdeführer an, er verspüre lumbosakrale Schmerzen nach einem Sprung aus einem Meter Höhe. Das anlässlich der Erst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">behandlung am 12. Mai 2015 angefertigte Röntgenbild zeigte nebst einer Bein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">längendifferenz von einem Zentimeter zugunsten von links eine rechtskonvexe Skoliose der Lendenwirbelsäule. Als Diagnose erwähnte der nämliche Arzt einen Status nach Distorsion der LWS (Urk. 7/K18.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Fragebogen vom 18. September 2015 bat die Beschwerdegegnerin den Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherten um ergänzende Angaben zur Unfallmeldung (Urk. 7/M4). Letzterer gab am 24. September 2015 an, er sei das erste Mal klettern gewesen. Er sei aus circa einem Meter Höhe heruntergesprungen. Es habe dann einen Schlag im Gesässbereich beziehungsweise im unteren Rücken gegeben (Ziff. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In der Einsprache vom 25. November 2015 schilderte der Beschwerdeführer, er sei schlicht – wie es eben bei einem „Laienkletterer“ so vorkomme – abgerutscht und dann heruntergesprungen (Urk. 7/K11.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer machte geltend, der angefochtene Einspracheentscheid sei mangels fristgemässer Eröffnung zu „ignorieren“ (Urk. 1 S. 3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schaft vom 18. April 1999 (BV) haben die Parteien Anspruch auf gleiche und gerechte Behandlung sowie auf Beurteilung innert angemessener Frist. Die unter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Marginalie „Allgemeine Verfahrensgarantien” stehende Regelung des Art. 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9 BV bezweckt namentlich, verschiedene durch die bundesgerichtliche Rechtspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chung zu Art. 4 der Bundesverfassung vom 29. Mai 1874 (nachfolgend: aBV) konkretisierte Teilaspekte des Verbots der formellen Rechtsverweigerung und -</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verzögerung in einem Verfassun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gsartikel zusammenzufassen. Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichtlich des in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Art. 29 Abs. 1 BV umschriebenen Anspruchs auf eine Beurteilung innert ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">messener Frist ergibt sich daraus, dass die unter der Herrschaft der aBV hiezu ergangene Rechtsprechung nach wie vor massgebend ist. Die BV bringt insoweit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keine materiellen Neuerungen, sondern eine Anpassung an die Verfassungswirk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeit (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 671/00 vom 21. August 2001 E. 3a mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine Gerichts- oder Verwaltungsbehörde muss jeden Entscheid binnen einer Fris</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t fällen, die nach der Natur der Sache und nach den gesamten übrigen Umstän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den angemessen erscheint (BGE 131 V 407 E. 1.1 mit Hinweisen). Die Geltung dieses prozessualen Grundrechts für das Einspracheverfahren wurde im Gesetz bekräftigt (Art. 52 Abs. 2 Satz 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">; vgl. BGE 125 V 191 E. 2a). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gesetz nennt indes keine zulässige Zeitspanne, weshalb die von der Rechtsprechung im Zusammenhang mit ungerechtfertigten Verfahrensverzögerungen entwickelten Grundsätze massgebend sind. Es ist auf die Umstände des jeweiligen Einzelfalls abzustellen, wobei die Schwierigkeit und der Umfang der abzuklärenden Fragen sowie das Verhalten der versicherten Person ins Gewicht fallen. Ohne besondere Umstände ist davon auszugehen, dass der Einspracheentscheid innert einer Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spanne </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">von längstens etwa zwei Monaten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zu fällen ist. Eine solche Zeitspanne ist jedenfalls dann als ausreichend zu betrachten, wenn keine weiteren Abklärungen notwendig sind, wenn keine weiteren Fristen (etwa gegenüber einer mitbeteiligten Partei) anzusetzen sind und wenn die Behandlung der Einsprache einen durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schnittlichen Aufwand mit sich bringt (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Auflage, Zürich 2015, Art. 52 N 51). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts hat der Versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsträger den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Er ist nach dem in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">43 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die not</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auskünfte einzuholen, wobei mündlich erteilte Auskünfte schriftlich festzuhal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">te</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_58/2014 vom 24. September 2014 E. 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Bagatellunfallmeldung vom 4. August 2015 liess der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin das Ereignis vom 1. Mai 2015 melden. Mit Schreiben vom 14. Oktober 2015 teilte Letztere dem Versicherten die Verneinung der Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflicht mit (Urk. 7/K4), was sie 14 Tage später ebenso verfügte (Verfügung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28. Oktober 2015 [Urk. 7/K9). Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 25. Novem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2015 Einsprache (Urk. 7/K11.1). Am 28. Januar 2016 wurde der vorliegend angefochtene Einspracheentscheid erlassen (Urk. 7/K14 = Urk. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus dem geschilderten Verfahrensablauf geht hervor, dass zwischen der Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cheerhebung und dem Erlass des Einspracheentscheids zwei Monate – in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">klusive der Weihnachts- und Neujahrsfeiertage – vergingen. Angesichts dieser Zeitspanne ist von einer Eröffnung des Einspracheentscheids innert an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">se</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ner Frist auszugehen. Aufgrund des klaren Wortlautes von Art. 52 Abs. 2 ATSG konnte der Beschwerdeführer nicht annehmen, dass innert 30 Tagen nach Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spracheerhebung ein Entscheid gefällt würde. Die Berufung auf den Vertrauens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schutz ist damit unbehelflich. Zu ergänzen ist zudem, dass die vom Chiropraktor B.___ am 31. August 2015 in Rechnung gestellten Leistungen im Umfang </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">von Fr. 1‘158.-- allesamt vor Einreichung der Bagatel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lunfall-Meldung am 4. August</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 2015 erbracht worden waren (Urk. 7/R1 und Urk. 7/K2.1) und die weiteren – insbesondere physiotherapeutischen – Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lungen zeitnah zur Unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">anmeldung – spätestens am 7. September 2015 – ihren Abschluss fanden (Urk. 7/R2-3). Damit überzeugt nicht, wenn der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer unter Hinweis auf den Zeitablauf zwischen Einreichung der Schadenmel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dung und dem leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungsablehnenden Schreiben vom 14. Oktober 2015 davon ausgeht, dass die betreffenden Leistungen von der Unfallversicherung über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nommen würden. Eine Untätigkeit der Unfallversicherung in dieser Zeitperiode ist – entgegen dem Beschwerdeführer – ohnehin nicht ausgewiesen; vielmehr gehen aus den Akten notwendige Abklärungshandlungen hervor. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Keine Verletzung der Abklärungspflicht ist sodann im Umstand zu sehen, dass die Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid auf die von Dr. Z.___ ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellte Diagnose abgestellt (Urk. 2 S. 8) und nicht – wie vom Beschwerdeführer gefordert (Urk. 1 S. 1) – einen weiteren Bericht beim behandelnden Therapeuten Dr. B.___ eingeholt hat, zumal die betreffende Diagnose unbestritten ist und die von Letzterem erhobenen Angaben und Befunde Eingang in den Bericht vom 31. August 2015 gefunden haben. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wo sich die Schädigung, wie hier, auf das Körperinnere beschränkt und sie erfah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsgemäss auch als alleinige Folge von Krankheiten, namentlich von dege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nerativen Veränderungen eines Körperteils innerhalb eines durchaus nor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">malen Geschehensablaufs, auftreten kann, m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">te</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ine allfällige</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> unkoordinierte Bewe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung als unmittelbare Ursache der Schädigung unter besonders sinnfälligen Um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den gesetzt worden sein (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urteil des Bundesgerichts 8C_268/2009 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juli 2009 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 mit weiteren Hinweisen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ohne besonderes Vorkommnis ist bei einer Sportverletzung das Merkmal der Ungewöhnlichkeit und damit das Vorliegen eines Unfalls zu verneinen. Der äussere Faktor ist nur dann unge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wöhnlich, wenn er – nach einem objektiven Massstab – nicht mehr im Rahmen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dessen liegt, was für den jeweiligen Lebensbereich alltäglich und üblich ist, nicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> aber, wenn ein Geschehen in die gewöhnliche Bandbreite der Bewegungsmuster </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des betreffenden Sports fällt (Urteil des Bundesgerichts 8C_865/2013 vom 13. März</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 2014 E. 4.1.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des umstrittenen Geschehensablaufs beim</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Ereignis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 1. Mai 2015</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> kann offen bleiben, ob der Beschwerdeführer beim Klettern – bevor er aus einem Meter heruntersprang – mit seinem linken Fuss ausrutschte. Denn nicht das Abrutschen, sondern der Sprung selbst hat zum beklagten Gesundheitsscha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den geführt. Dem Grund für den Sprung aus einem Meter Höhe kommt damit in der vorliegenden Sachverhaltskonstellation keine entscheidende Bedeutung zu. Zudem handelt es sich beim Abrutschen von der künstlichen Halterung an einer Kletterwand um einen in der betreffenden Sportart noch durchaus üblichen Umstand.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer gab in der Beschwerdeschrift an, er habe sowohl mit seiner rechten und linken Hand wie auch mit seinem rechten Fuss noch Halt in der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Kletterwand gehabt, bevor er auf den Boden hinuntergesprungen sei (Urk. 1 S. 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Einem diesfalls willentlich und kontrolliert ausgeführten Sprung einer erwachsenen Person aus etwa einem Meter Höhe auf den – in einer Kletter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halle wohl etwas abgefederten – Boden kann nicht als ungewöhnlich bezeichnet wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den. Dies gilt selbst dann, wenn die betreffende Person – wie offenbar auch der Beschwerdeführer (Urk. 1 S. 2) – sich nicht regelmässig in dieser Weise körper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich betätigt. Dadurch mag ein solcher Sprung für sich allenfalls ungewohnt sein, dies genügt indes praxisgemäss (BGE 99 V 136 E. 1) nicht, um das Element der Ungewöhnlichkeit als gegeben zu betrachten. Hinzu kommt, dass das Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgericht im Urteil 8C_500/2008 vom 11. Februar 2009 E. 4.3 unter Hinweis auf BGE 134 V 72 E. 4.2.3 (vgl. auch dortige E. 4.1) entschieden hat, dass die individuellen Fähigkeiten kein massgebendes Kriterium für die – sich nach ob</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">jektiven Gesichtspunkten richtende – Bejahung oder Verneinung der Unge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wöhn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeit der äusseren Einwirkung sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_141/2009 vom 2. Juli 2009 E. 7.2; vgl. Rumo-Jungo/Holzer, Rechtsprechung des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fallversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherung, 4. Auflage, Zürich 2012, S. 31; vgl. aber Urteil des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts 8C_436/2009 vom 22. Oktober 2009 E. 7.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dass der Beschwerdeführer bei der Landung gestolpert, ausgeglitten oder ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stürzt wäre, wurde nicht vorgebracht. Mithin ist es nicht zu einer den normalen Bewegungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ablauf beeinträchtigenden Programmwidrigkeit gekommen. Daraus, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dass bei oder nach einer Körperbewegung Schmerzen auftreten, kann allein nicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> auf eine ungewöhnliche Ursache im Sinne eines programmwidrig gestörten Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">laufs geschlossen werden (Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts U 258/04 vom 23. November 2006 E. 3.2 mit Hinweisen). Ungewöhn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich am Ereignis vom 1. Mai 2013 ist damit lediglich der eingetretene Schaden. Dar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aus vermag der Beschwerdeführer allerdings nichts zu seinen Gunsten abzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten, da ungewöhnliche Auswirkungen auf den menschlichen Körper keine Un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gewöhnlichkeit des äusseren Faktors begründen (vgl. E. 2.2.2 hievor).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dem vorliegend zu beurteilenden Geschehnis fehlt es folglich an einem – für die Qualifikation als Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG erforderlichen – ungewöhn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen äusseren Faktor. Vor diesem Hintergrund hätte auch die Einholung einer medizinischen Beurteilung des behandelnden Chiropraktors (vgl. Urk. 1 S. 2) zu keinem anderen Ergebnis geführt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin im Zusammenhang mit dem Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fall vom 1. Mai 2015 fällt daher nur in Betracht, wenn sich der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer dabei eine unfallähnliche Verletzung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV zugezogen hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer erlitt beim Ereignis vom 1. Mai 2015 eine Distorsion der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Lendenwirbelsäule (Urk. 7/K18.1-2, 7/M2 und 7/M5). Dabei handelt es sich nich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">t um eine Muskelzerrung. Ausserdem wurden Muskelzerrungen im Bereich des Rückens ohnehin von der Liste der unfallähnlichen Körperschädigungen ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlossen, was gesetzes- und verfassungskonform ist (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, S. 84 mit Hinweis auf BGE 116 V 145 E. 5c und 6c). Die LWS-Distorsion stellt auch keine unfallähnliche Körperschädigung gemäss Art. 9 Abs. 2 lit. b UVV (Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">renkung von Gelenken) dar. So werden von der ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nannten Bestimmung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rechtsprechungsgemäss nur eigentliche Gelenksverren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kungen (Luxationen), nicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> aber unvollständige Verrenkungen (Subluxationen) oder Torsionen (Verdreh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en) und Distorsionen (Verstauchungen) erfasst (Ur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teil des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8C_1000/2008 vom 27. Februar 2009 E. 2.3 mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen). Eine Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pfli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cht entfällt daher auch aufgrund dieser Bestimmung.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten ergibt sich, dass das Ereignis vom 1. Mai 2015 weder als Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG zu qualifizieren ist, noch eine unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ähnliche Körperschädigung zur Folge hatte. Die Beschwerdegegnerin hat dem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach den Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung zu Recht verneint, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Gesundheit</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubLocher</p><p></p></div> </div></body></html>