<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Möglichkeit zu prüfen, dass die Schweiz auf Erdöl als Brenn- und Treibstoff verzichtet.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Energieversorgung der Schweiz hängt zu rund 80 Prozent vom Import fossiler Brenn- und Treibstoffe sowie von Kernbrennstoffen aus dem Ausland ab. Gemäss der schweizerischen Gesamtenergiestatistik 2014 beträgt der Anteil an Erdölprodukten (Brennstoffe und Treibstoffe) am Endenergieverbrauch 51,5 Prozent. Die Schweiz verfolgt im Rahmen der Klima- und Energiepolitik das Ziel, die Abhängigkeit der Schweiz von importierten fossilen Energieträgern und damit die Treibhausgasemissionen wesentlich zu reduzieren.</p><p>Klimapolitik: Der Bundesrat hat im November 2014 angekündigt, die Treibhausgasemissionen der Schweiz, welche zu 75 Prozent aus der energetischen Nutzung fossiler Energieträger stammen, bis 2030 gegenüber 1990 zu halbieren. Eine Reduktion um mindestens 30 Prozent bis 2030 gegenüber 1990 will der Bundesrat durch Massnahmen im Inland erreichen. Damit will die Schweiz einen wichtigen Beitrag zur Erreichung des im Klimaabkommen von Paris verankerten Ziels leisten, das Ende 2015 durch die internationale Gemeinschaft verabschiedet wurde.</p><p>Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation wird in der zweiten Jahreshälfte 2016 eine Vernehmlassung über die nationale Ausgestaltung der Klimapolitik post 2020 durchführen.</p><p>Energiepolitik: Die mit der Energiestrategie 2050 (ES 2050) vom Bundesrat vorgeschlagenen Massnahmen reduzieren den Verbrauch fossiler Energieträger und unterstützen dadurch die Klimapolitik in bedeutendem Masse. Das Parlament behandelt zurzeit die Botschaft vom 4. September 2013 zum ersten Massnahmenpaket der Energiestrategie 2050 (Revision des Energierechts) und zur Volksinitiative "für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie (Atomausstiegs-Initiative)" (BBl 2013 7561). Für die zweite Etappe der ES 2050 hat der Bundesrat am 28. Oktober 2015 die Botschaft zum Verfassungsartikel über ein Klima- und Energielenkungssystem (BBl 2015 7877) verabschiedet. Die zweite Etappe der Energiestrategie 2050 beabsichtigt ab 2021 den Übergang vom Förder- zum Lenkungssystem und soll sich an den langfristigen Energie- und Klimazielen orientieren.</p><p>In diesem Zusammenhang erachtet der Bundesrat das Anliegen der Postulantin im Grundsatz als berechtigt. Die im Postulat genannten Forderungen werden vom Bundesrat jedoch bereits mit der Klimapolitik post 2020 und der Energiestrategie 2050 aufgenommen. Die Klima- und die Energiepolitik sind eng miteinander verknüpft und werden weiterhin aufeinander abgestimmt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.