<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PK.2000.00003</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105952&amp;W10_KEY=13013580&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PK.2000.00003</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.12.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>vermögensrechtliche Streitigkeit aus dem Dienstverhältnis</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Die Anstellung des Klägers als Belegarzt beruht auf einem öffentlich-rechtlichen Vertrag (E. 1 b). Bezüglich nachträglicher Unmöglichkeit besteht i.c. eine Lücke, weshalb sich ein Rückgriff auf das Privatrecht aufdrängt. Der Beklagte hätte die klägerische Leistungsunmöglichkeit verhindern können, weshalb er dem Kläger dem hypothetischen Monatslohn bis zum Ende der Kündigungsfrist schuldet. Da dem Kläger kein Beschäftigungsvolumen zugesichert wurde, kann von der durchschnittlichen Höhe der letzten drei Arbeitsmonate ausgegangen werden (E. 2b+c). Eine Abgangsentschädigung steht dem Kläger mangels Verweis auf das OR und auch mangels weiterer Bestimmungen nicht zu (E. 2d). Teilweise Gutheissung. Minderheitsmeinung: Nichteintreten Das Rechtsverhältnis zwischen den Parteien beruht auf einer Verfügung, weshalb nicht der Klage sondern der Beschwerdeweg zu beschreiten gewesen wäre. Eine Rückweisung ist jedoch nicht mehr möglich, da der Nichteintretensentscheid des Bezirksrat in Rechtskraft erwachsen ist.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABGANGSENTSCHÃDIGUNG">ABGANGSENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHÃFTIGUNGSANSPRUCH">BESCHÃFTIGUNGSANSPRUCH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Privatrecht UR: Obligationenrecht ST: EINZELNE VERTRAGSVERHÃLTNISSE">EINZELNE VERTRAGSVERHÃLTNISSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FESTSTELLUNGSKLAGE">FESTSTELLUNGSKLAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEISTUNGSMÃGLICHKEIT">LEISTUNGSMÃGLICHKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃCKE">LÃCKE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Personalrechtliche Streitigkeiten ST: PERSONALRECHTLICHE KLAGE">PERSONALRECHTLICHE KLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAG, ÃFFENTLICH-RECHTLICHER">VERTRAG, ÃFFENTLICH-RECHTLICHER</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 119 OR</span><br/><span class="gerade">Art. 324 OR</span><br/><span class="ungerade">Art. 339b OR</span><br/><span class="gerade">§ 57 lit. IV PG</span><br/><span class="ungerade">§ 79 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 80a lit. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. A. Die Betriebskommission des Kreisspitals X, fÃ¼r welche der PrÃ¤si­dent der Spi­talkommission unterzeichnete, schrieb Dr. A am 27. Feb­ruar 1975 (act. 4/3):</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"Wir freuen uns sehr, Ihnen bestÃ¤tigen zu kÃ¶nnen, dass die Spital­kom­mission in ihrer Sitzung vom 26.11.1974 Sie einstimmig zum Arzt am Kreisspital X ernannt hat. Sie werden Ihre TÃ¤tig­keit als nicht festbe­soldeter, sondern als freierwerbender Arzt ausÃ¼ben, analog der Rege­lung mit den Ã¼brigen SpitalÃ¤rzten. Eine schriftliche Zusam­men­fassung dieser Bestimmungen liegt zur Zeit leider nicht vor; wir werden sie je­doch schaffen und Ihnen noch zustellen..."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Beschluss vom 31. Mai 1979 setzte die Spitalkommission das Reglement Ã¼ber die TÃ¤tigkeit der SpitalÃ¤rzte am Kreisspital X in Kraft (R 79, act. 5/8/1/2). Das­selbe wurde von Dr. A im Anschluss an die Inkraftsetzung unterschrieben. Mit Beschluss vom 2. No­vember 1988 wurde das Reglement geÃ¤ndert und dem Beklagten wie­derum zur Unter­zeichnung unterbreitet (R 88, act. 5/8/1/4 und 5). Dr. A Ã¤nderte den Vermerk âEinver­stan­denâ durch âEingesehenâ ab und unterzeichnete die Ãnderung im Dezember 1988 (act. 5/8/1/</span><span>5). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. GestÃ¼tzt auf das Reglement aus dem Jahr 1979 kÃ¼ndigte die Betriebskommission Dr. A unterm 31. Januar 1999 auf den folgenden 31. Juli, weil das Spital wegen der kan­tons­weiten Restrukturierung des Gesundheitswesens die Chirurgische Abteilung â den Ein­satzbereich von Dr. A als so genannter Belegarzt â im FrÃ¼hjahr schlies­se (act. 4/17). Hier­gegen liess Dr. A am 26. Februar 1999 rekurrieren (act. 4/18). Am 7. April 1999 er­mÃ¤ch­tig­te die Spital- die Betriebskommission, notwendige KÃ¼ndigun­gen auch ge­genÃ¼ber Be­leg­Ã¤rzten auszusprechen (act. 4/20). Mit Schreiben vom 22. April 1999 an Dr. A tat das die Be­triebskommission "auf den nÃ¤chstmÃ¶glichen Ter­min, in Ãbereinstim­mung mit dem Re­g­lement Ã¼ber die TÃ¤tigkeit der SpitalÃ¤rzte am Kreis­spital Xâ," ein zwei­tes Mal (act. 4/19). Ãber die finanziellen Folgen dieser KÃ¼n­digung entspann sich eine Kor­respon­denz, worin Dr. A von einem Ã¶ffent­lich­recht­lichen DienstverhÃ¤ltnis ausging und Forderun­gen erhob, welche auf einem bean­spruch­ten durchschnittlichen Monatslohn von Fr. 12'068.85 be­ruhten (act. 4/23-27).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Begleitschreiben vom 23. September 1999 stellte das Spital Dr. A in Ableh­nung von dessen einschlÃ¤gigen AntrÃ¤gen folgenden Beschluss der Betriebskommis­sion vom 24. August 1999 zu, indem diese ein jederzeit kÃ¼ndbares privatrechtliches Auf­trags­verhÃ¤ltnis annahm (act. 4/22):</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>" 1. Der von Dr. A geltend gemachte Anspruch auf Bezahlung von LÃ¶hnen fÃ¼r die Monate Mai, Juni und Juli 1999 im Ge­samtbetrag von Fr. 36'206.55 netto zuzÃ¼glich 5 % Zins ab jeweiligem Monatsende wird abgewiesen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>2. Es wird festgestellt, dass Dr. A fÃ¼r die Monate August 1999 bis und mit Januar 2000 keinen Lohnanspruch hat.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3. Es wird festgestellt, dass Dr. A keinen An­spruch auf die geltend ge­machte AbgangsentschÃ¤digung im Betrag von Fr. 96'550.80 hat.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>... ..."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Am 22. Oktober liess Dr. A gegen den Beschluss der Betriebskom­mission vom 24. August 1999 Rekurs erheben und seine damaligen Ansinnen erneuern, verbunden mit dem Antrag auf Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten des Kreisspi­tals X. Die Fest­stellungsbegehren betreffend die Monate August und September 1999 wurden dabei in Leistungsbegehren einschliesslich Zins umgewandelt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In der Rekursvernehmlassung vom 31. Januar 2000 liess das Spital Abweisung des Rechtsmittels unter Kostenfolgen zu Dr. As Lasten beantragen (act. 5/8).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Beschluss vom 29. MÃ¤rz 2000 trat der Bezirksrat X auf den Rekurs nicht ein und Ã¼berwies die Rechtsschriften zusammen mit den eingelegten Akten an das seiner Mei­nung nach zustÃ¤ndige Verwaltungsgericht. Er erwog, das Spital habe zu Dr. A ein Ã¶ffent­lichrechtliches DienstverhÃ¤ltnis begrÃ¼ndet. Bei Streitigkeiten daraus stehe nach der Praxis des Verwaltungsgerichts das Anfechtungsverfahren nur offen, wenn das DienstverhÃ¤ltnis auf einer VerfÃ¼gung beruhe. Im Fall eines Vertrags hingegen gelte es, direkt beim Ver­waltungsgericht zu klagen. Nun mÃ¼sse sich eine VerfÃ¼gung auf eine gene­rell-abstrakte Norm stÃ¼tzen. Aber eine solche lasse sich hier im kantonalen Recht nicht er­kennen, und bei den von der Spitalkommission genehmigten Reglementen handle es sich mangels Publika­tion in der Gesetzessammlung um keine allgemeinverbindlichen Normen, sondern um ge­nerelle Dienstanweisungen ohne Aussenwirkung. Fehle es mithin an einem Gesetz im ma­teriellen Sinn als Basis einer AnstellungsverfÃ¼gung, sei Dr. As DienstverhÃ¤ltnis ein ver­tragliches.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 12. Mai 2000 wurden Rekurs und Rekursvernehm­lassung als Klage und Klageantwort entgegengenommen. Replik und Duplik, beide binnen erstreckter Frist erstattet, tragen die Daten des 8. August und 19. Oktober 2000. Hierbei liess Dr. A auch die noch verbliebenen Feststellungs- in Leistungsbegehren samt Zins Ã¤n­dern und wollte neu festgestellt wissen, vom 1. November 1975 bis 31. Januar 2000 in ei­nem Ã¶ffentlich-rechtlichen DienstverhÃ¤ltnis mit dem Kreisspital X gestanden zu haben, wÃ¤hrend dieses auf seinem Abweisungsantrag beharrte. Am 22. November 2000 verzich­teten die Parteien auf mÃ¼ndliche Verhandlung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Kraft § 38 Abs. 1 und 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) behandelt das Verwaltungsgericht JustizgeschÃ¤fte, deren Streitwert Fr. 20'000.- Ã¼bersteigt, in Dreierbesetzung. Die genannte Grenze wird hier um mehr als das Zehnfache Ã¼berschritten. Ãber die vorliegende Sache muss deshalb eine Kammer befinden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) aa) Laut § 79 VRG beurteilt das Verwaltungsgericht im (personalrechtlichen) Klage­verfahren als einzige Instanz vermÃ¶gensrechtliche Streitigkeiten aus dem Dienstver­hÃ¤ltnis zwischen Angestellten und KÃ¶rperschaften des Ã¶ffentlichen Rechts, soweit nicht das (per­sonalrechtliche) Beschwerde- oder Disziplinarrekursverfahren offensteht. Das Kla­geverfah­ren steht deshalb nur dann offen, wenn eine Streitigkeit nicht im Anfechtungsver­fahren ausge­tragen werden kann, das heisst wenn Ã¼ber den streitigen Anspruch keine Ver­fÃ¼gung erwirkt und diese nicht mit Rekurs und Beschwerde angefochten werden kann (RB 1998 Nr. 45; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungs­rechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 74-80d N. 8, § 79 N. 1).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) ZunÃ¤chst ist somit zu prÃ¼fen, ob das der Streitigkeit zugrunde liegenden Rechts­verhÃ¤ltnis durch VerfÃ¼gung oder Vertrag begrÃ¼ndet wurde. FÃ¼r den Entscheid dar­Ã¼ber, ob ein RechtsverhÃ¤ltnis auf VerfÃ¼gung oder Vertrag beruht, ist zunÃ¤chst festzustellen, ob nach dem massgeblichen Gesetzesrecht ein Spielraum fÃ¼r eine rechtsgeschÃ¤ftliche Ge­staltung be­steht (RenÃ© Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtspre­chung, ErgÃ¤nzungsband, Basel und Frankfurt a.M. 1990, Nr. 46 B XI c).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Aufgabe des KlÃ¤gers war durch das Reglement Ã¼ber die TÃ¤tigkeit der Spita­l­Ã¤rzte am Kreisspital X (act. 5/8/1/2 und 5) geregelt. Ein Spitalarzt ist jeder, der sich ver­pflichtet, den service public des Spitals als stÃ¤ndige Dienstleistung mit zu gewÃ¤hr­leisten; unabhÃ¤ngiger freipraktizierender Arzt ist nach dieser Begriffsbestimmung nur noch derje­nige, der in keiner dauernden vertraglichen Beziehung zum Spital steht und im Einzel­fall frei darÃ¼ber entscheiden kann, ob er einen Auftrag des Spitals ausfÃ¼hren mÃ¶chte (Tho­mas Eichenberger, Die Rechtsstellung des Arztes am Ã¶ffentlichen Spital, Bern/Stuttgart/<br/> Wien 1995, S. 44, 83).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zu den SpitalÃ¤rzten gehÃ¶rt neben anderen der verantwortliche Spitalarzt im engeren Sinn (Chefarzt), der in einem DienstverhÃ¤ltnis steht und dessen beruflicher Hauptbezugs­punkt innerhalb des Spitals liegt (Eichenberger, S. 81 f.); hier sind der AnstellungsbehÃ¶rde bei der Ausgestaltung des AnstellungsverhÃ¤ltnisses durch gesetzliche Vorgaben bestimmte Grenzen gesetzt. FÃ¼r die Regelung dieser AnstellungsverhÃ¤ltnisse wird aus GrÃ¼nden der FlexibilitÃ¤t in der Ausgestaltung dem Ã¶ffentlichrechtlichen Vertrag gegenÃ¼ber dem Erlass von Sondervorschriften der Vorzug gegeben (Eichenberger, S. 49 f.). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ebenfalls den SpitalÃ¤rzten zugerechnet wird der zugezogene Facharzt oder Be­legs­arzt im weiteren Sinn, der seinen Hauptbezugspunkt ausserhalb des Spitals hat, wobei er meist eine freie Praxis fÃ¼hrt. Das VerhÃ¤ltnis zum Ã¶ffentlichen Spital ist in einer Ã¶ffentlich­rechtlichen, auftragsÃ¤hnlichen Vereinbarung festgelegt (Eichenberger, S. 83, 87, 133); bei der Ausgestaltung solcher VertrÃ¤ge geniesst der SpitaltrÃ¤ger grÃ¶ssere Freiheiten, solange das Statut des zugezogenen Facharztes nicht genauer Ã¶ffentlichrechtlich umschrieben ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das massgebliche Gesetzesrecht enthÃ¤lt hier, auch wenn die Reglemente Ã¼ber die TÃ¤tigkeit der SpitalÃ¤rzte am Kreisspital X â ungeachtet der unterbliebenen Publika­tion â als materielles Gesetzesrecht gewÃ¼rdigt wÃ¼rden, den notwendigen Spielraum fÃ¼r eine rechtsgeschÃ¤ftliche Regelung. Die Reglemente ordnen das VerhÃ¤ltnis zwischen dem Spi­taltrÃ¤ger und dem BeschwerdefÃ¼hrer nur sehr unvollstÃ¤ndig, sodass zahlreiche Fragen einer rechtsgeschÃ¤ftlichen Regelung zugÃ¤nglich bleiben. Auch wenn nie eine umfassende ver­tragliche Vereinbarung geschlossen worden ist, so sind doch zahlreiche Fragen betref­fend die TÃ¤tigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers am Kreisspital im Laufe der Zeit einvernehmlich ge­regelt worden. Bei den erwÃ¤hnten Reglementen ist davon auszugehen, dass es sich um blos­se Verwaltungsverordnungen handelt, womit auch die Frage der mangelhaften Publi­kation hinfÃ¤llig wird. Damit solche Dienstanweisungen Wirkung entfalten kÃ¶nnen, setzen sie ein irgendwie geartetes RechtsverhÃ¤ltnis voraus; das kann hier nur ein vertragliches sein, da eine (andere) normative Grundlage fÃ¼r eine Ã¶ffentlichrechtliche Anstellung fehlt (vgl. hierzu die zutreffenden ErwÃ¤gungen [E. 2 b)] der Vorinstanz, § 28 i.V.m. § 70 VRG). Wenn fÃ¼r Ãnderungen des Reglements ein Mitspracherecht der SpitalÃ¤rzte vorgesehen ist und ihnen das Reglement zur ErklÃ¤rung ihres EinverstÃ¤ndnisses unterbreitet wurde, so er­scheint das aus dieser Sicht durchaus folgerichtig: Durch KÃ¼ndigung des Vertrags konnten sie sich den im Reglement festgehaltenen "Dienstanweisungen" ohne weiteres entziehen. Auch dass der BeschwerdefÃ¼hrer die Fassung des Reglements vom 15. November 1988 nur mit dem Vermerk "Eingesehen" unterzeichnete, ohne dass dies Folgen fÃ¼r den Bestand des RechtsverhÃ¤ltnisses hatte, lÃ¤sst sich aus dieser Sicht erklÃ¤ren (act. 5/8/1/5). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zusammenfassend ist festzuhalten, dass mit der Vorinstanz davon ausgegangen wer­den kann, dass es sich beim RechtsverhÃ¤ltnis zwischen dem KlÃ¤ger und der Beklagten um ein solches vertraglicher Natur handelt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) In einem zweiten Schritt ist festzustellen, ob es sich beim Vertrag zwischen den Parteien um einen solchen Ã¶ffentlichrechtlicher oder privatrechtlicher Natur handelt. Ge­mÃ¤ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung unterliegen die RechtsverhÃ¤ltnisse zwischen Ã¶ffentlichen SpitÃ¤lern und den darin tÃ¤tigen Ãrzten grundsÃ¤tzlich dem Ã¶ffentlichen Recht (BGE 118 II 213 ff. = Pra 81 (1992) Nr. 238 S. 935 f.; vgl. auch Rhinow/KrÃ¤henmann, Nr. 46 B XI b mit Hinweisen). Ob und unter welchen Voraussetzungen eine rein privat­rechtliche Anstellung â nach Massgabe obligationenrechtlicher Bestimmungen â zulÃ¤ssig ist, ist umstritten (Eichenberger, S. 49, 53 ff.). Jedenfalls wÃ¤re nach der bundesgerichtli­chen Rechtsprechung die Unterstellung der RechtsverhÃ¤ltnisse zwischen den Ã¶ffentlichen SpitÃ¤lern und den darin tÃ¤tigen Ãrzten unter das Privatrecht lediglich dann mÃ¶glich, wenn die Verfassung diese MÃ¶glichkeit nicht ausschliesst und das Gesetz sie klar und unmissver­stÃ¤ndlich vorsieht (BGE 118 II 213 ff. = Pra 81 (1992) Nr. 238 S. 936 E. 3). Das Bundesgericht folgt dabei der Funktionstheorie, indem es festhÃ¤lt, dass die Pflege von Kranken in einem Ã¶ffentlichen Spital eine staatliche Aufgabe von Ã¶ffentlichem Interesse ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Weder in den erwÃ¤hnten Reglementen noch in der Vereinbarung Ã¼ber die Bildung des Kreisspitalverbandes X ist eine Regelung enthalten, welche ausdrÃ¼cklich eine privat­rechtliche Anstellung der SpitalÃ¤rzte fordert. Aufgrund des Gesagten ist das Rechts­verhÃ¤lt­nis der Parteien als Ã¶ffentlichrechtlicher Vertrag zu qualifizieren, weshalb auf das Begeh­ren im Klageverfahren einzutreten ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Klageantwort und Duplik anerkennen die Feststellungsbegehren der Klagebe­grÃ¼ndung und die KlageÃ¤nderungen der Replik (nur) aus prozessÃ¶konomischen Ãberlegun­gen (act. 5/8 S. 10 und 12 S. 2; vgl. auch act. 2 S. 22 f. und 8 S. 4). Darauf kommt es frei­lich nicht an. Denn die Eintretensvoraussetzungen sind von Amts wegen zu prÃ¼fen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 91-93).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Feststellungsbegehren der KlagebegrÃ¼ndung erscheinen als zulÃ¤ssig, sofern sie einem Feststellungsinteresse des KlÃ¤gers entsprechen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 83 N. 17). Ein solches fehlt in der Regel, wo ein Leistungsbegehren eingebracht werden kann. Letzte­res wiederum trifft normalerweise nur fÃ¼r fÃ¤llige AnsprÃ¼che zu. Trotz MÃ¶glichkeit einer spÃ¤teren Leistungsklage ist ein Feststellungsinteresse zu bejahen, wenn der KlÃ¤ger nicht nur die fÃ¤llige Leistung erhalten, sondern die GÃ¼ltigkeit des ihr zu Grunde liegen­den RechtsverhÃ¤ltnisses auch fÃ¼r dessen kÃ¼nftige Abwicklung oder aber das Bestehen einer Verpflichtung konstatieren lassen will, deren ErfÃ¼llung auf blosse Feststellung hin zwei­fels­frei gesichert ist. Namentlich Besoldungsklagen vermÃ¶gen diese Voraussetzungen zu erfÃ¼llen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 83 N. 18). So verhielt es sich in beiderlei Hinsicht offen­kundig auch hier, als der KlÃ¤ger den Rekurs erhob, welcher spÃ¤ter zur Klageschrift wurde. Die dortigen Feststellungsbegehren mÃ¼ssen folglich an die Hand genommen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der in der Klageschrift gestellte Antrag lÃ¤sst sich im Verlauf des Verfahrens prinzi­piell nicht erweitern, ausser in Nebenpunkten wie Kostenauflage, ParteientschÃ¤digung und Verzugszinsen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 83 N. 8; demgegenÃ¼ber scheint § 84 N. 7 zu impli­zieren, ein ausreichender â hier zweifellos gegebener â Sachzusammenhang mit dem ur­sprÃ¼nglichen Klagebegehren erlaube eine KlageÃ¤nderung). Vorbehalten bleiben durch neue Fakten hervorgerufene Ãnderungen der AntrÃ¤ge (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 84 N. 7). Der Ãber­gang von zunÃ¤chst eingeklagten Feststellungs- in Leistungsbegehren gemÃ¤ss Replik bedeutet eine KlageÃ¤nderung (Richard Frank et al., Kommentar zur zÃ¼rcherischen Zivilpro­zessordnung, 3. A., ZÃ¼rich 1997, § 61 N. 10). Diese hÃ¤ngt mit neuen Tatsachen zusammen, nÃ¤mlich dem Fortschreiten der Zeit; das machte vorher erst bedingte AnsprÃ¼che des KlÃ¤­gers fÃ¤llig, soweit sie wirklich bestehen sollten. Auf die neuen Leistungsbegehren kann mit­hin eingetreten werden. Umgekehrt verhÃ¤lt es sich mit dem neuen Feststellungsbegeh­ren der Replik. FÃ¼r letzteres tut der KlÃ¤ger im Ãbrigen weder ein Feststellungsinteresse dar noch ist ein solches erkennbar (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 29).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Auf die gemÃ¤ss § 80a Abs. 2 VRG gebotene mÃ¼ndliche Verhandlung haben bei­de Parteien verzichtet, was zulÃ¤ssig ist (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 80a N. 7).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Das Ã¶ffentlichrechtliche VerhÃ¤ltnis zwischen dem KlÃ¤ger als Belegarzt und dem Beklagten als Spital kann entweder einen Arbeits- bzw. Dienstvertrag darstellen oder einen Auftrag bzw. etwas einem solchen Ãhnliches (Lukas BrÃ¼hwiler-FrÃ©sey in: Handbuch des Arztrechts, ZÃ¼rich 1994, S. 299; Eichenberger, S. 83).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es darf offen bleiben, was hier von beidem zutreffe. Denn selbst der Ã¶ffent­lich­recht­liche Belegarzt-Auftrag lÃ¤sst Raum fÃ¼r die Vereinbarung von angemessenen KÃ¼ndi­gungsfristen, sofern nicht explizit auf die Bestimmungen des Obligationenrechts (OR) verwiesen wird (Eichenberger, S. 137; vgl. auch BrÃ¼hwiler-FrÃ©sey, S. 300), dessen Art. 404 Abs. 1 fÃ¼r den Auftrag zwingend die wechselseitige und jederzeitige KÃ¼ndigungs­mÃ¶glichkeit vorsieht (Anton Schnyder in: Theo Guhl et al., Das Schweizerische Obligatio­nenrecht, 9. A., ZÃ¼rich 2000, S. 555 ff.). An einer solch ausdrÃ¼cklichen Referenz bezÃ¼glich Obligationenrecht fehlt es vorliegend augenscheinlich. Immerhin meint der KlÃ¤ger in ande­rem Zusammenhang, fÃ¼r ihn gelte die Angestelltenverordnung vom 26. Juni 1991 (Ange­stelltenV; OS 51, 569), deren § 52 Abs. 1 das Obligationenrecht als ergÃ¤nzend anwendbar bezeichne (act. 2 S. 22 f.). Das stimmt von vornherein dann nicht, wenn â wie fÃ¼r den ge­genwÃ¤rtigen Zweck vorauszusetzen â von einem <i>auftrags</i>Ã¤hnlichen <i>Vertrag</i> auszugehen wÃ¤re, weil der Angestelltenverordnung nach deren § 1 Abs. 1 nur das <i>Dienst</i>verhÃ¤ltnis des nicht auf Amtsdauer <i>gewÃ¤hlten</i> Personals untersteht, also des durch ein Ã¶ffentlichrechtli­chen <i>Arbeits</i>verhÃ¤ltnis <i>verfÃ¼gungs</i>mÃ¤ssig mit dem Gemeinwesen verbundenen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bei dieser Gelegenheit lÃ¤sst sich auch gleich sagen, ob nun zwischen den Parteien das Reglement aus dem Jahr 1979 oder 1988 gelte. Mit dem Ã¤lteren erklÃ¤rte sich der KlÃ¤ger unterschriftlich einverstanden; das jÃ¼ngere unterzeichnete er, nachdem er die Vorgabe "Einverstanden" durch "Eingesehen" ersetzt hatte (vgl. den KlÃ¤ger in act. 4/5 S. 2). Die erste KÃ¼ndigung vom 31. Januar 1999 sprach der Beklagte im Sinn von Art. 19 R 79 auf sechs Monate aus. Im Rekurs hiergegen behauptete der KlÃ¤ger, das Spital habe das Regle­ment von 1988 â dessen Art. 20 eine KÃ¼ndigungsfrist von neun Monaten festlegt â seit Inkrafttreten vorbehaltlos bei allen Ãrzten angewandt, und er habe das akzeptiert (act. 4/18 S. 8; vgl. schon act. 4/12 S. 2). Von einer solchen konkludenten Ãbernahme des neuen Re­glements geht unterdessen offensichtlich ebenso der Beklagte aus (vgl. act. 4/22+31 sowie 5/8/1/57; Klageantwort S. 3 ff. und 8 f. sowie Duplik S. 9); demnach ist es hier kraft still­schweigender Ãbereinkunft (vgl. dazu Alfred Koller, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, Bd. I, Bern 1996, Nr. 246 ff., 319, 327 ff., 483 und 1558) massgeblich.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Klageantwort meint, die Schliessung der Chirurgischen Spitalabteilung habe die ErfÃ¼llung des Vertrags zwischen den Parteien nachtrÃ¤glich und ohne Verschulden des Beklagten verunmÃ¶glicht; dessen allfÃ¤llige Leistungspflichten seien daher kraft Art. 119 OR erloschen (S. 7). Die Replik erwidert, der im Annahmeverzug befindliche Beklagte bleibe laut Art. 324 Abs. 1 OR selbst bei fehlenden Verschulden zur Lohnzahlung verhal­ten, denn den Arbeitgeber trÃ¤fen sowohl Betriebs- wie Wirtschaftsrisiko, was grundsÃ¤tzlich auch fÃ¼r Zufall und hÃ¶here Gewalt gelte (Verweis auf Adrian Staehelin, ZÃ¼rcher Kommen­tar, 1996, Art. 324 N. 12 ff. OR); im Ãbrigen trage der Beklagte ein gewisses Mitverschul­den an der Schliessung und habe es zudem unterlassen, dem KlÃ¤ger rechtzeitig (vorsorg­lich) auf das Schliessungsdatum zu kÃ¼ndigen, obwohl dieses schon seit langem bekannt gewesen sei (S. 12 f.). Die Duplik verneint die Anwendbarkeit von Art. 324 OR (S. 8).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Weder die Vereinbarungen der Parteien noch Ã¶ffentlichrechtliche Normen lÃ¶sen das Problem der nachtrÃ¤glichen UnmÃ¶glichkeit von Vertragsleistungen. Zur LÃ¼ckenfÃ¼llung drÃ¤ngt sich deshalb ein RÃ¼ckgriff auf das Privatrecht auf (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 245). Den Fall, dass der GlÃ¤ubiger die UnmÃ¶glichkeit zu vertreten hat, regeln weder Art. 97 Abs. 1 noch Art. 119 OR ausdrÃ¼cklich. Sonderbestimmungen finden sich bei einzelnen Vertragstypen, wie zum Beispiel Art. 324 OR fÃ¼r den Arbeitsvertrag. In Analogie zu Art. 324 OR stellt die herrschende Auffassung den Schuldner bei glÃ¤ubigerseits zu vertretender UnmÃ¶glichkeit so, als ob er erfÃ¼llt hÃ¤tte. Er wird folglich von seiner Leistungspflicht frei, behÃ¤lt jedoch den Anspruch auf die Gegenleistung. Immerhin muss er sich eventuelle Vorteile oder Er­sparnisse, die er durch Nichterbringen der eigenen Leistung erzielte, auf diesen Anspruch anrechnen lassen (Ingeborg Schwenzer, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, 2. A., Bern 2000, Rz 64.29; RB 1962 Nr. 58).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Sollte die Parteien lediglich ein Ã¶ffentlichrechtlicher Auftrag verbinden, kÃ¤me Art. 324 OR nicht direkt zum Zug, sondern nur Ã¼ber Art. 119 OR. Das bedingte, dass der Beklagte die UnmÃ¶glichkeit der klÃ¤gerischen Leistung zu vertreten hÃ¤tte. So verhÃ¤lt es sich hier (vgl. Viktor Aepli, ZÃ¼rcher Kommentar, 1991, Art. 119 N. 56 ff. OR): Selbst wenn der Beklagte keine Verantwortung fÃ¼r die Schliessung trÃ¼ge, vermochte er diese samt Folgen doch lÃ¤ngst vorauszusehen (vgl. act. 4/17, 5/8/1/7-10, 5/8/1/30+39 je S. 1 sowie Duplik S. 7). Er hÃ¤tte deshalb rechtzeitig vorsorgen kÃ¶nnen und mÃ¼ssen, um die klÃ¤gerische Leis­tungsunmÃ¶glichkeit zu vermeiden. Der zitierten einschlÃ¤gigen Argumentation der Replik hÃ¤lt die Duplik nichts Verfangendes entgegen (S. 8). Der KlÃ¤ger behielt mithin seinen vol­len Lohnanspruch, weil niemand behauptet, er habe durch seine NichtbeschÃ¤ftigung einen geldwerten Vorteil erlangt oder dies zu tun im Sinn von Art. 324 Abs. 2 OR absichtlich unterlassen (vgl. KlagebegrÃ¼ndung S. 20 und act. 5/8/1/22 S. 1).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Der Beklagte kÃ¼ndigte dem KlÃ¤ger am 22. April 1999 auf den nÃ¤chstmÃ¶glichen Termin. Das ist gemÃ¤ss Art. 20 R 88 unstrittig der 31. Januar 2000 (KlagebegrÃ¼ndung S. 20 und Klageantwort S. 8). Nachdem der KlÃ¤ger wegen Schliessung der Chirurgischen Abteilung am Spital nur bis im April 1999 arbeiten konnte (KlagebegrÃ¼ndung S. 20, act. 4/31 S. 1 sowie 5/8/1/35+39+57 je S. 2), geht es im Sinn des soeben Erwogenen um seinen Lohn fÃ¼r die Zeit von Mai 1999 bis Januar 2000 (vgl. BrÃ¼hwiler-FrÃ©sey, S. 300). Die Kont­roverse beschlÃ¤gt hier das Quantitativ. Der KlÃ¤ger verlangt monatlich netto Fr. 12'068.85 als den von ihm fÃ¼r reprÃ¤sentativ erachteten Durchschnitt der Jahre 1992 bis 1996 (KlagebegrÃ¼ndung S. 20 f. und Replik S. 11-13, auch zum Folgenden). Der Beklagte konzediert brutto Fr. 5'483.68 als Durchschnitt der ersten Monate im Jahr 1999, indem der KlÃ¤ger nur fordern dÃ¼rfe, was dieser bei â hypothetischer â Weiterarbeit verdient hÃ¤tte (Klageantwort S. 6-8 und Duplik S. 7-9 mit Verweis auf Manfred Rehbinder, Berner Kom­mentar, 1985, Art. 324 N. 16 OR, auch zum Folgenden; vgl. act. 4/31 S. 2). Der KlÃ¤­ger be­hauptet nicht, es wÃ¤ren mehr als monatlich Fr. 5'483.68 brutto geworden. Er denkt indes, auf Grund seiner langjÃ¤hrigen TÃ¤tigkeit habe er zumindest stillschweigend eine Art Be­schÃ¤ftigungsgaran­tie besessen; der Beklagte habe sich nach Publikation der Spitalliste im Jahr 1996 ungenÃ¼gend gegen Patient(inn)enrÃ¼ckgang und Schliessung gewehrt. Dem hin­wiederum vermag der Beklagte nicht beizupflichten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit dem Beklagten erscheinen Fr. 5'483.68 brutto im Sinn eines hypothetischen Monatseinkommens als richtig (vgl. auch Staehelin, Art. 324 N. 7; Christiane Brunner/ Jean-Michel BÃ¼hler/Jean-Bernard Waeber, Kommentar zum Arbeitsvertragsrecht, 2. A., Basel/Frankfurt am Main 1997, Art. 324 N. 4). Nichts in den Akten erlaubt den Schluss, der Beklagte habe dem KlÃ¤ger ein bestimmtes BeschÃ¤ftigungsvolumen zugesichert. Gegen­teils bekleidete dieser hÃ¶chstens die Stellung eines Abrufarbeiters, welchen der Arbeitgeber je nach Arbeitsanfall einsetzen darf; mangels gesetzlicher EinschrÃ¤nkung der Vertragsfrei­heit ist hier selbst eine extreme UnterbeschÃ¤ftigung und damit eine Verlagerung des wirt­schaftlichen Risikos auf den Arbeitnehmer mÃ¶glich (Manfred Rehbinder, Schweizerisches Arbeitsrecht, 14. A., Bern 1999, Rz. 43). Dem KlÃ¤ger stehen daher bloss 9 x Fr. 5'483.68 = Fr. 49'353.12 zu, wovon es noch die SozialversicherungsbeitrÃ¤ge abzuziehen gilt (vgl. Kla­gebegrÃ¼ndung S. 17-19, Klageantwort S. 2 f., Replik S. 4 f. und Duplik S. 3; ferner act. 5/8/1/6­ S. 3 f., 5/8/1/12-15 sowie 5/8/1/19).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Art. 16 Abs. 2 Satz 1 R 88 schreibt das monatliche Salarieren der Ãrzte vor. Zu Recht bestreitet deshalb der Beklagte nicht, dass er mit den Monatsbetreffnissen am Ersten des jeweiligen Folgemonats in Verzug geriet und 5 % Zins leisten muss (vgl. KlagebegrÃ¼n­dung S. 21 und Replik S. 13; Rhinow/KrÃ¤henmann, Nr. 31 B). Mittleres Verfalldatum bil­det der 1. Oktober 2000.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Von vornherein kÃ¤me die eingeklagte AbgangsentschÃ¤digung analog dem <br/> â ge­mÃ¤ss Art. 362 OR zum Nachteil des Arbeitnehmenden unabÃ¤nderlichen â Art. 339b OR nur in Frage, wenn der KlÃ¤ger zum Beklagten nicht in einem Ã¶ffentlichrechtlichen Auftrags-, sondern in einem DienstverhÃ¤ltnis gestanden wÃ¤re. Wie bereits erwÃ¤hnt, schlÃ¤gt der KlÃ¤ger den Bogen zum Obligationenrecht Ã¼ber die (kantonale) Angestelltenverordnung (ebenso Replik S. 14 f., auch zum Folgenden). Der Beklagte verneint hingegen deren An­wendbarkeit; und selbst wenn es sich umgekehrt verhielte, verschÃ¼fe jene seiner Ansicht nach dem KlÃ¤ger keinen Anspruch (Klageantwort und Duplik je S. 9 f., auch zum Folgen­den).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>§ 26 des am 1. Juli 1999 in Kraft getretenen Personalgesetzes vom 27. September 1998 (PG) kennt die Abfindung von Angestellten. § 58 lit. a PG brachte § 72 des Gemein­degesetzes vom 6. Juni 1926 (GemeindeG) einen Abs. 2, wonach unter anderem das Perso­nalgesetz sinngemÃ¤ss fÃ¼r das ArbeitsverhÃ¤ltnis des Gemeindepersonals gelte, soweit die Gemeinden keine eigenen Vorschriften erliessen. ArbeitsverhÃ¤ltnisse, die beim Inkrafttre­ten des Personalgesetzes bereits gekÃ¼ndigt, aber noch nicht aufgelÃ¶st worden sind, unter­stehen laut § 57 Abs. 4 PG bisherigem Recht. RechtstrÃ¤ger des ursprÃ¼nglichen Kranken­asyls X war der Ã¶rtliche Gemeindekrankenverein. Ihn lÃ¶ste durch Vereinbarung Ã¼ber die Bildung des Kreisspitalverbands X vom 13. April 1961 der jetzige Be­klagte, ein aus acht Gemeinden des Bezirks X zusammengesetzter Zweckverband nach § 7 GemeindeG, ab (ABl 1962, 475). Seit 15. Februar 1978 gibt es eine neue Verein­barung (V, act. 4/2). Auf den Beklagten ist deshalb im Allgemeinen das Gemeindegesetz anwendbar.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Beklagte hat dem KlÃ¤ger vor Inkrafttreten des Personalgesetzes und des ergÃ¤nz­ten Gemeindegesetzes gekÃ¼ndigt. FÃ¼r das VerhÃ¤ltnis der Parteien gilt also weder die Abfin­dungsregelung von § 26 PG noch § 72 Abs. 2 GemeindeG und deshalb aus einem weiteren Grund ebenso wenig die altrechtliche Angestelltenverordnung. Ansonsten umfasste deren Verweis auf das Obligationenrecht die arbeitsrechtliche AbgangentschÃ¤digung nicht, denn etwas Vergleichbares hat fÃ¼r die Ã¶ffentlichrechtlichen Angestellten erst das Personalgesetz eingefÃ¼hrt (ABl 1996, 1151 ff.; Prot. KR [1995-99] S. 11536, 11541, 11544 f., 11547 ff., 11551, 11559 und 11562 f.). Da sich mit den Parteien auch keine andere Basis fÃ¼r die For­derung des KlÃ¤gers erkennen lÃ¤sst, ist diese abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>In teilweiser Gutheissung der Klage wird der Beklagte verpflichtet, dem KlÃ¤ger Fr. 49'353.12 abzÃ¼glich SozialversicherungsbeitrÃ¤ge zuzÃ¼glich 5 % Zins seit 1. Oktober 2000 auf dem Nettobetrag zu bezahlen.<br/> Im Ãbrigen wird die Klage abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Abweichende Meinung einer Minderheit des Verwaltungsgerichts:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine Minderheit des Verwaltungsgerichts beantragte, es sei aus folgenden GrÃ¼nden auf die Klage Ã¼berhaupt nicht einzutreten:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Dass die PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 12. Mai 2000 auf der Auffassung fusst, der Kla­geweg erweise sich als zulÃ¤ssig, bindet die Kammer laut den §§ 80c und/oder 86 in Verbindung mit § 56 VRG nicht (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, §§ 56 N. 5, 80c N. 2 und 86 N. 2).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. GÃ¤lte es das VerhÃ¤ltnis der Parteien als privatrechtliches zu qualifizieren, wÃ¤ren fÃ¼r ihren Streit gemÃ¤ss § 1 Satz 2 VRG die Zivilgerichte zustÃ¤ndig und kÃ¶nnte deshalb auf die Klage nicht eingetreten werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In diesem Fall fragte sich, ob das Verfahren kraft § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 2 Satz 1 VRG an ein Zivilgericht zu Ã¼berweisen wÃ¤re. Die letzteren zwei Bestimmungen ge­langten hier aber nicht zur Anwendung. Im VerhÃ¤ltnis zwischen Verwaltungs- und einem Zivilgericht richtet sich nÃ¤mlich die Weiterleitung laut § 71 VRG nach § 194 Abs. 2 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976 (GVG; vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, §§ 5 N. 34, 70 N. 1 f. und 71 N. 1). Das hinwiederum spielt indes lediglich, wenn im Sinn von § 194 Abs. 1 GVG Eingaben innerhalb einer fÃ¼r prozessuale Auflagen laufenden Frist aus Irrtum an eine unrichtige zÃ¼rcherische Gerichts- oder Verwaltungsstelle gegangen sind, nicht hingegen, wenn sich die klagende Partei â wie hier â hinsichtlich der ZustÃ¤ndigkeit des angerufenen Gerichts geirrt hat (Hans Ulrich Walder-Richli, Zivilprozessrecht, 4. A., ZÃ¼rich 1996, § 33 Rz. 7; Frank et al., § 112 N. 4 ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine solche Ãberweisung kÃ¤me also nicht in Betracht. Das brÃ¤chte dem KlÃ¤ger frei­lich keinen Nachteil, indem dadurch nicht eine ihm schÃ¤dliche Frist verstriche. Und gerade das wollen ja die soeben erÃ¶rterten Vorschriften verhindern (vgl. § 5 Abs. 2 Satz 2 VRG und § 194 Abs. 1 GVG, ferner § 112 Abs. 3 der Zivilprozessordnung vom 13. Juni 1976; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 5 N. 32 und 37).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Erscheint das VerhÃ¤ltnis der Parteien umgekehrt als ein Ã¶ffentlichrechtliches, kommt es fÃ¼r die ZustÃ¤ndigkeit mit dem Bezirksrat X, auf dessen insoweit zutref­fende Er­wÃ¤gungen sich analog § 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG verweisen lÃ¤sst, darauf an, ob dieses VerhÃ¤ltnis durch VerfÃ¼gung oder Vertrag begrÃ¼ndet wurde. Nur Strei­tigkeiten aus einem solchen gilt es im Direktprozess vor Verwaltungsgericht auszutra­gen. Entgegen dem Bezirksrat aber handelte es sich gegenwÃ¤rtig â wie sich herausstellen wird â um eine VerfÃ¼gung. Hier ist der Anfechtungsweg zu beschreiten. Deshalb bleibt es beim Nichteintreten auf die Klage.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GemÃ¤ss Art. 2 V befindet sich der Sitz des Beklagten in X. BeschlÃ¼sse von Zweck­verbandsorganen wie derjenige der beklagtischen Betriebskommission vom 24. Au­gust 1999 lassen sich nach § 152 GemeindeG mit Rekurs beim Bezirksrat am Verbandssitz an­fechten (H.R. Thalmann, Kommentar zum ZÃ¼rcher Gemeindegesetz, 3. A., WÃ¤­dens­wil 2000, § 152 N. 1 und 2.1; Tobias Jaag, Verwaltungsrecht des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼­rich 1999, Rz. 1263; richtig Klageschrift S. 3; vgl. Art. 6 lit. c in Verbindung mit Art. 20 lit. m und Art. 38 V), vorliegend beim Bezirksrat X.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine RÃ¼ckÃ¼berweisung der Sache in Anwendung von § 5 Abs. 2 Satz 1 VRG fÃ¤llt jedoch ausser Betracht, weil der Bezirksrat X auf den Rekurs rechtskrÃ¤ftig nicht eingetreten ist (vgl. Replik S. 3). Das bedeutet, dass der KlÃ¤ger vorbehaltlich eines erfolg­reichen Revi­sionsverfahrens (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 86a N. 4) seinen eventuellen Ã¶f­fentlichrechtli­chen Anspruch nicht durchsetzen kann. Er muss sich dies freilich selber zu­schreiben, nach­dem er den â zumindest gemÃ¤ss seiner ursprÃ¼nglichen Meinung unrich­tigen â Rekursent­scheid trotz erÃ¶ffneter MÃ¶glichkeit nicht mit Beschwerde an das Ver­wal­tungs­gericht weiter gezogen hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Zu Recht argumentiert der Bezirksrat nicht, die Parteien hÃ¤tten ein vertragliches DienstverhÃ¤ltnis begrÃ¼nden wollen. Die VerfÃ¼gung eines solchen scheitert fÃ¼r ihn lediglich daran, dass es an einer gesetzlichen StÃ¼tze gebreche. Das stimmt, wie unten erÃ¶rtert wird, gleich mehrfach nicht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach Art. 25 Satz 3 in Verbindung mit Art. 18 lit. n sowie Art. 18 lit. i V stehen die Wahl der SpitalÃ¤rzte sowie die Festlegung von GrundsÃ¤tzen Ã¼ber Anstellung und Besol­dung des Personals und EntschÃ¤digung an die SpitalÃ¤rzte der Spitalkommission zu, die Vor­behandlung von deren GeschÃ¤ften und die Antragstellung darÃ¼ber sowie der Erlass besonderer Dienstvorschriften hingegen der Betriebskommission (Art. 20 lit. k V; vgl. auch Art. 24 V). Art. 11 letzter Abs. V verleiht den SpitalÃ¤rzten das Recht, an den Sitzungen der Spitalkommission mit beratender Stimme teilzunehmen. Art. 1 R 79 und R 88 beziehen sich auf Art. 25 V. Beide Reglemente wurden in Zusammenarbeit bzw. im GesprÃ¤ch mit dem KlÃ¤ger geschaffen und ihm im Doppel Ã¼berreicht (act. 5/8/1/3+4). Sie bestimmen je im letzten Artikel, fÃ¼r ihre Ãnderung sei den SpitalÃ¤rzten ein Mitspracherecht einzurÃ¤u­men.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Vor diesem Hintergrund und dem der Ã¼brigen Aktenlage ist Folgendes zu sagen:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Parteien schlossen miteinander trotz aller HÃ¶flichkeit und RÃ¼cksicht der Be­klagten (vgl. deren act. 4/3) keinen Vertrag ab. Noch in Anwendung der offenbar mit der geltenden insofern identischen Vereinbarung aus dem Jahr 1961 ernannte bzw. wÃ¤hlte nÃ¤m­lich die Spitalkommission den KlÃ¤ger zum Spitalarzt (vgl. auch den KlÃ¤ger in act. 4/4 S. 1), also wie die KlagebegrÃ¼ndung (S. 13) richtig ausfÃ¼hrt mit einem einseitigen, zustim­mungsbedÃ¼rftigen Verwaltungsakt oder eben durch VerfÃ¼gung (vgl. Max Imboden/RenÃ© Rhinow, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Bd. I, 6. A., Basel/Frankfurt am Main 1986, Nr. 35 B Ic und IIIb; Rhinow/KrÃ¤henmann, Nr. 46 B XIa; HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 685 ff., 716 ff. und 844 f.; Jaag, Rz. 2019). Auch wenn sodann Art. 1 R 79 und R 88 von Vereinbarung reden und der KlÃ¤ger Mitsprache hatte, wurden die Reglemente doch nicht synallagmatisch kontrahiert; vielmehr erliess sie die Beklagte hoheitlich-allein (so richtig der KlÃ¤ger in act. 4/18 S. 5 und 7), was demnach das verfÃ¼gte VerhÃ¤ltnis nicht im Nachhin­ein zu einem vertraglichen machte. Das kam besonders eindringlich zum Aus­druck, als der KlÃ¤ger dem zweiten Reglement nicht beipflichtete, sondern dasselbe nur (aber immerhin) zur Kenntnis nahm, ohne dass solches dessen Wirksamkeit beeintrÃ¤chtigt hÃ¤tte (so auch der KlÃ¤ger in act. 4/18 S. 8, ferner in act. 5/8/1/17+28 je S. 1). Rechts­irr­tÃ¼mlich bedienen sich deshalb die Parteien mitunter des Begriffs Vertrag und dergleichen (KlagebegrÃ¼ndung S. 12; act. 4/17; Klageantwort S. 2, 4, 7 und 9 f.; act. 5/8/1/19 Blatt 2, 5/8/1/20 S. 2, 5/8/1/22 Blatt 1 und 5/8/1/35 S. 2; Replik S. 6, 8, 12 und 14 sowie Duplik S. 9 und 11).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Wahl des KlÃ¤gers grÃ¼ndete entgegen der Annahme des Bezirksrats gar nicht auf den Reglementen der Jahre 1979 und 1988, sondern auf der Vereinbarung Ã¼ber die Bildung des Beklagten von 1978 bzw. 1961. An deren Verbindlichkeit scheint der Bezirksrat nicht zu zweifeln; er sagt zur VerÃ¶ffentlichungsproblematik jedenfalls nichts (act. 2.1 S. 3 und 6). Ebenso wenig verraten die Akten. Inwiefern diese Vereinbarungen hÃ¤tten publiziert werden mÃ¼ssen und es auch wurden (vgl. dazu Thalmann, § 7 N. 4.7.1.17 in Verbindung mit §§ 68a und 68b), darf indes offen bleiben. Sollte diesbezÃ¼glich ein Mangel vorliegen, fÃ¼hrte das nicht zur Unbeachtlichkeit der ErnennungsverfÃ¼gung und des dadurch bewirkten VerhÃ¤ltnisses zwischen den Parteien. Alsdann hÃ¤tten entweder die Vereinbarungen im hier interessierenden Zusammenhang als Gewohnheitsrecht zu gelten, dessen Voraussetzungen sie durch gelebte LangjÃ¤hrigkeit, unangezweifelte Anwendung und notwendiges Schliessen einer RegelungslÃ¼cke gewiss erfÃ¼llten (vgl. Imboden/Rhinow, Nr. 7; Rhinow/KrÃ¤henmann, Nr. 7 und 59 B Ib 6; HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 154 ff.; Jaag, Rz. 474 f.); ansonsten kÃ¶nnte die Ver­fÃ¼gung, welche ein fast ein Vierteljahrhundert wÃ¤hrendes VerhÃ¤ltnis hervorbrachte, zu­mindest um der Rechtssicherheit bzw. Treu und Glauben willen nicht nichtig sein (vgl. Imboden/Rhinow, Nr. 40 B IV und 74 B X; Rhinow/KrÃ¤henmann, Nr. 40 B IV; HÃ¤felin/ MÃ¼ller, Rz. 521 ff. und 768 ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Betrachtete man die Vereinbarungen und folglich das gestÃ¼tzt darauf VerfÃ¼gte aber als ungÃ¼ltig, liesse sich letzteres auch nicht in einen Vertrag umdeuten, weil diesem die Grundlage ebenso fehlte (vgl. Imboden/Rhinow, Nr. 46 B I, II, IV und Vd; Rhinow/KrÃ¤­henmann, Nr. 46 B II, IV, Vd, XIc und XII; HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 858 ff. und 894 ff.; Jaag, Rz. 468). Wie ein an sich unwirksamer Vertrag als faktischer Bestand haben kann (Peter Gauch/Walter Schluep/JÃ¼rg Schmid/Heinz Rey, Schweizerisches Obligationenrecht, All­gemeiner Teil, Bd. I, 7. A., ZÃ¼rich 1998, Nr. 1184 ff.; kritisch dazu Schwenzer, Rz. 28.58 ff.), mÃ¼sste die alsdann eigentlich unbeachtliche VerfÃ¼gung als faktische behan­delt werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Sollte auf die Reglemente Ã¼berhaupt noch etwas ankommen, liesse sich zu deren Anwendbarkeit sinngemÃ¤ss zumindest auf das soeben zu den Vereinbarungen Gesagte ver­weisen. Freilich erscheinen die Reglemente gar nicht als mit einem VerÃ¶ffentlichungsman­gel behaftet. Denn ist der Kreis der durch Rechtsnormen unmittelbar Betroffenen der Zahl nach eng und damit konkret erfassbar wie hier, kann die Publikation â abweichend vom grundsÃ¤tzlichen Vorgehen namentlich in Bund und Kanton (vgl. BGE 120 Ia 1 E. 4; RB 1998 Nr. 20 = ZR 98/1999 Nr. 14 E. 7; HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 254; Jaag, Rz. 405 f.) und vor­liegend so geschehen (vgl. act. 5/8/1/22 BlÃ¤tter 1 und 3) â auch in Form einer schriftlichen Mitteilung an diese Betroffenen erfolgen (VGr, 22. Oktober 1980, ZBl 82/1981, S. 310, E. 4; BGr, 6. Dezember 1982, ZBl 84/1983, S. 131, E. 2; vgl. auch Rhinow/KrÃ¤henmann, Nr. 14 B IIIf; Thalmann, § 68a N. 2.1; kritisch Rhinow/KrÃ¤henmann, Nr. 14 B IIIc).</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>