20. März 1992 N 645 Interpellation Leuenberger Moritz port de marchandises par route et par rail (accord sur le tran- sit) prévoit bien l'obligation pour la Suisse d'achever et d'amé- liorer son réseau de routes nationales. Il n'y a cependant là rien de nouveau, dans la mesure où l'accord ne prévoit ni l'achèvement accéléré du réseau des routes nationales ni une date précise. Le Parlement a adopté les motions 90.577 Cavadini Jean et 90.570 Kohler exigeant la terminaison des routes nationales jusqu'à l'an 2000. Il a cependant à tout le moins partiellement modifié son attitude en diminuant de 116 millions de francs le crédit budgétaire que le Conseil fédéral entendait consacrer en 1992 à la construction des routes nationales. Au vu de la détérioration dramatique des finances fédérales, le Conseil fédéral proposera aux Chambres un programme d'as- sainissement comprenant une hausse de 25 centimes par litre des droits de base sur les carburants. Les recettes supplé- mentaires ainsi dégagées, affectées à 50 pour cent au finance- ment spécial des dépenses routières, permettront de financer le 4e programme à long terme de construction des routes na- tionales. Ce programme, inspiré des motions Cavadini Jean et Kohler, doit conduire à la terminaison si possible d'ici l'an 2005 du réseau des routes nationales. Sans hausse des droits sur les carburants, un tel programme ne serait pas réali- sable. Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bundes- rates befriedigt #ST# 91.3053 Interpellation Leuenberger Moritz Wohnungsbedarf in den neunziger Jahren Besoins locatifs des années nonante Wortlaut der Interpellation vom 6. März 1991 Von 1985 bis 1990 hat die ständige Wohnbevölkerung in der Schweiz bedeutend stärker zugenommen, als prognostiziert worden war. Diese Bevölkerungsentwicklung hat zusätzlich zur Wohnungsknappheit beigetragen. Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantwor- ten: 1. Mit welcher Entwicklung bei der ständigen Wohnbevölke- rung in der Schweiz ist, aufgrund des jüngsten Trends, unter zukünftigen EG/EWR-Bedingungen zu rechnen (Umwand- lung des Saisonnierstatus und Abschaffung der Ausländer- kontingente für alle EWR-Bürger)? Allenfalls sind Minimum- und Maximumvarianten darzustellen. 2. Welcher Wohnbaubedarf (Neubau und Bauerneuerung) ist aus dieser Bevölkerungsentwicklung im laufenden Jahrzehnt (1992 bis 2000) abzuleiten? 3. Welche Massnahmen erachtet der Bundesrat als notwen- dig, um den Wohnungsbau und die Bauerneuerung in den neunziger Jahren zu steuern und zu fördern und so den Dau- erzustand einer Wohnungsnot zu vermeiden? Texte de l'interpellation du 6 mars 1991 De 1985 à 1990, la population résidant en Suisse s'est accrue beaucoup plus que prévu, aggravant ainsi la pénurie de loge- ment Le Conseil fédéral est prié de répondre aux questions suivan- tes: 1. A quelle croissance démographique (éventuellement, avec indication des estimations minimales et maximales) faut-il s'at- tendre en Suisse, compte tenu des tendances actuelles et du développement de la Communauté européenne (CE) et de l'Espace économique européen (EEE), eu égard notamment à la suppression du statut de saisonnier et des quotas applica- bles aux étrangers pour ce qui est des ressortissants de l'EEE? 2. Quels besoins de logement (construction et rénovation) peut-on en déduire pour la décennie en cours (1992 à 2000)? 3. Quelles mesures se relèveront nécessaires pour assurer un parc de logements suffisants pendant les années 90 et pour éviter une pénurie durable? Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Ammann, Béguelin, Bircher Silvio, Bundi, Carobbio, Fankhauser, Haering Binder, Hafner Ursula, Hubacher, Lanz, Ledergerber, Leemann, Lon- get, Matthey, Mauch Ursula, Meizoz, Meyer Theo, Pitteloud, Reimann Fritz, Ruffy, Stappung, Ulrich, Vollmer, Züger (25) Schrittliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 15. Mai 1991 Rapport écrit du Conseil fédéral du 15 mai 1991 1. Berechnungen, wie sich die ständige Wohnbevölkerung in der Schweiz unter EG/EWR-Bedingungen entwickeln würde, liegen zurzeit noch nicht vor. Im Rahmen des Perspektivsta- bes der Bundesverwaltung werden unter Federführung des Bundesamtes für Statistik gegenwärtig entsprechende Szena- rien erarbeitet Zeithorizont ist dabei das Jahr 2010. Diese de- mographischen Perspektiven werden im Laufe dieses Jahres vorliegen. 2. In den erwähnten Szenarien werden die Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung auf den Wohnbaubedarf nicht de- tailliert untersucht Mit dieser Frage beschäftigen sich jedoch die Forschungskommission Wohnungswesen (FWW) und das Bundesamt für Wohnungswesen. Die FWW liess vor Jahren die «Regionalisierten Perspektiven des Wohnungsbedarfs 1995» ausarbeiten. Unter dem Eindruck des beschleunigten Bevölkerungswachstums der vergangenen Jahre wurden diese Perspektiven kürzlich überprüft und aktualisiert (Arbeits- berichte Wohnungswesen, Nr. 21,1991). Aus dieser Ueberar- beitung ging unter anderem hervor, dass bei einer Trendver- längerung der Bevölkerungsentwicklung 1985-1989 bis 1995 ein Mehrbedarf an Wohnungen resultiert, der die Erstellung von rund 45 000 Einheiten jährlich erfordert. Die FWW beabsichtigt, den Wohnungsbedarf nach 1995 in ihr Forschungsprogramm für die Jahre 1992-1995 aufzuneh- men. Bei diesen Untersuchungen wird es möglich sein, sich auf die oben erwähnten demographischen Szenarien des Bundesamtes für Statistik abzustützen. 3. Der Bundesrat hat zur Linderung der gegenwärtigen Pro- bleme auf dem Wohnungsmarkt und zur Sicherstellung der mittel- und längerfristigen Wohnraumversorgung bereits ver- schiedene Massnahmen eingeleitet Dazu gehören die Aen- derung der Verordnung zum Wohnbau- und Eigentumsförde- rungsgesetz (WEG) vom 21. November 1990, die Erhöhung der Fonds-de-roulement-Darlehen gemäss WEG für 1991 und die Botschaft über neue Rahmenkredite für den Wohnungs- bau ab 1992. Zusätzlich hat der Bundesrat die Eidgenössische Wohnbaukommission milder Ueberprüfung der Wohnbaupo- litik des Bundes beauftragt Die Kommission wird in einem Be- richt die Probleme auf dem Wohnungsmarkt aufzeigen und zweckdienliche Lösungsvorschläge unterbreiten. Gleichzeitig wurde eine Expertenkommission für Fragen des Hypothekar- marktes eingesetzt, die insbesondere Verbesserungsvor- schläge im Bereich Wohnbaufinanzierung erarbeiten soll. Auf- grund dieser Empfehlungen wird der Bundesrat entscheiden, welche weiteren Massnahmen notwendig sind, um in den neunziger Jahren auch bei veränderten Rahmenbedingungen die Wohnungsversorgung zu sichern. Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- tes teilweise befriedigt.Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Leuenberger Moritz Wohnungsbedarf in den neunziger Jahren Interpellation Leuenberger Moritz Besoins locatifs des années nonante In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1992 Année Anno Band II Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 12 Séance Seduta Geschäftsnummer 91.3053 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 20.03.1992 - 08:00 Date Data Seite 645-645 Page Pagina Ref. No 20 021 086 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.