<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00278</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204449&amp;W10_KEY=4467140&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00278</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.09.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe: Anweisung, sich in psychiatrischer Klinik behandeln zu lassen.<br/><br/>Zuständigkeit (E. 1.1). Aufschiebende Wirkung (E. 1.2).<br/>Rechtsgrundlagen für die Ausrichtung von Sozialhilfeleistungen, für die Anordnung von persönlichen Massnahmen und Androhung einer Kürzung (E. 2.1).<br/>Fraglich ist, ob die Anordnung einer psychotherapeutischen Behandlung rechtmässig ist. In casu ist die Anordnung rechtens, weil die streitbetroffene Auflage in einem sachlichen Zusammenhang mit dem Bemühen der Fürsorgebehörde steht, auf die soziale und berufliche Integration des Beschwerdefühers hinzuwirken, was eine Ablösung von der wirtschaftliche Hilfe ermöglichen würde (E. 2.2). Behandlung ist medizinisch indiziert (E. 2.3). Sie ist im Detail von den Ärzten in der Klinik festzulegen, nicht von der Fürsorgebehörde (E. 2.5).<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANDROHUNG">ANDROHUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANORDNUNG">ANORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSFÃHIGKEIT">ARBEITSFÃHIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSSUCHE">ARBEITSSUCHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFLAGE">AUFLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FÃRSORGE">FÃRSORGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEISTUNGSKÃRZUNG">LEISTUNGSKÃRZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PERSÃNLICHE HILFE">PERSÃNLICHE HILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PSYCHOTHERAPIE">PSYCHOTHERAPIE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELBSTHILFE">SELBSTHILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: THERAPIE">THERAPIE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSTÃTZUNG">UNTERSTÃTZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEISUNG">WEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 11 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 12 Abs. I SHG</span><br/><span class="gerade">§ 14 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 15 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 21 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 24 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 10 SHV</span><br/><span class="ungerade">§ 11 SHV</span><br/><span class="gerade">§ 12 Abs. I SHV</span><br/><span class="ungerade">§ 12 Abs. II SHV</span><br/><span class="gerade">§ 16 SHV</span><br/><span class="ungerade">§ 23 SHV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>A wird seit Februar 1995 im Rahmen des fÃ¼rsorgerechtlichen Bedarfs von der Stadt X wirtschaftlich unterstÃ¼tzt. Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde beschloss anfangs August 2003, die berufliche Wiederintegration von A dadurch zu unterstÃ¼tzen, dass dessen Teilnahme an einem Einsatzprogramm beim Verein "O" fÃ¼r berufliche und soziale Integration finanziert werde. Aus gesundheitlichen GrÃ¼nden konnte ein Vertrag betreffend den Einsatz in diesem Projekt nicht abgeschlossen werden (vgl. die Korrespondenz zwischen A, der fÃ¼r ihn zustÃ¤ndigen Sozialberaterin Beatrice B und dem Verein O). Nachdem A ein Ã¤rztliches Zeugnis von Dr. Z, Spezialarzt fÃ¼r Psychiatrie, vom 30. September 2003 vorgelegt hatte, welches ihm fÃ¼r September 2003 eine 100 %ige ArbeitsunfÃ¤higkeit bescheinigte, sistierte das Sozialamt X den vorgesehenen Einsatz im Programm O, nahm mit Dr. Z, den A von der Ã¤rztlichen Schweigepflicht entbunden hatte, Kontakt auf und vereinbarte mit diesem, dass er monatlich ein Ã¤rztliches Zeugnis betreffend die ArbeitsfÃ¤higkeit ausstelle und in einem spÃ¤teren Zeitpunkt einen Bericht (zur Frage einer beruflichen Integration aus Ã¤rztlicher Sicht) abgebe. Dieses weitere Vorgehen wurde A in einem Schreiben des PrÃ¤sidenten der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde vom 21. Oktober 2003 mitgeteilt. Darin heisst es abschliessend: "Was den zur Zeit sistierten Einsatz im Programm also in V betrifft, â¦ wartet die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde bis zum 31. Dezember 2003 zu, bis sie Ã¼ber das weitere Vorgehen entscheidet. Sollte im dannzumaligen Zeitpunkt ihre ArbeitsfÃ¤higkeit nicht mindestens 50 % betragen, so behÃ¤lt sich die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde ausdrÃ¼cklich vor, Sie zur AbklÃ¤rung an das Psychiatrische Zentrum in S zu Ã¼berwiesen und Ihnen eine entsprechende Weisung mittels Beschluss mit Rechtsmittelbelehrung aufzuerlegen". In der Folge legte A zwei weitere Zeugnisse von Dr. Z vor, welche am 24. Oktober 2003 fÃ¼r den Monat Oktober nochmals eine 100 %ige und am 19. November 2003 fÃ¼r den Monat November eine 70 %ige sowie ab 1. Dezember 2003 "voraussichtlich" eine 50 %ige ArbeitsunfÃ¤higkeit bescheinigten. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Am 3. Dezember 2003 teilte A der Sozialberaterin mit, er habe mit Dr. Z den Abbruch der Behandlung vereinbart; nach dessen Meinung benÃ¶tige er inskÃ¼nftig kein Arztzeugnis mehr, weil er gemÃ¤ss dem jÃ¼ngsten Zeugnis ab 1. Dezember 2003 zu 50 % arbeitsfÃ¤hig sei; wie mit der Sozialberaterin abgemacht, werde er eine Teilzeitstelle suchen. In einem telefonischen GesprÃ¤ch vom 5. Dezember 2003 mit der zustÃ¤ndigen Sozialberaterin sowie in einem anschliessenden BestÃ¤tigungsschreiben vom 6. Dezember 2003 hielt Dr. Z fest, A lehne eine weitere Ã¤rztliche Behandlung bei ihm ab, weil er ihn als voreingenommen und durch das Sozialamt beeinflusst halte. Aufgrund der "PersÃ¶nlichkeitsstruktur und Problematik" des Patienten sei eine sozialpsychiatrische Institution besser geeignet, dessen Betreuung zu Ã¼bernehmen und "ihn mÃ¶glicherweise in eine Tagesstruktur einzubinden"; Schwierigkeiten ergÃ¤ben sich wegen der sehr langen Arbeitslosigkeit des Patienten sowie dessen persÃ¶nlicher Einstellung. Abschliessend hielt Dr. Z fest, dass er den Vorschlag des Sozialamtes, das Psychiatrische Zentrum S beizuziehen und diesem auch die weitere Behandlung/ Betreuung zu Ã¼bertragen, unterstÃ¼tze.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Mit Beschluss vom 16. Dezember 2003 wies die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde A an, sich unverzÃ¼glich beim Psychiatrischen Zentrum S anzumelden und dort "gemÃ¤ss Facharzt Dr. Z", welcher eine Behandlung als Halbtagespatient mit ambulanten Therapiestunden empfehle, spezialÃ¤rztliche Hilfe anzunehmen; A werde angewiesen, sich der von den SpezialÃ¤rzten des Zentrums S festzulegenden Therapie zu unterziehen und den entsprechenden Ã¤rztlichen Anweisungen Folge zu leisten (Disp. Ziff. 1); A werde ferner angewiesen, sich unverzÃ¼glich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum M zur Stellenvermittlung auf der Basis von 50 % anzumelden, diese Stelle regelmÃ¤ssig aufzusuchen und die diesbezÃ¼glichen Termine einzuhalten (Disp. Ziff. 2); sodann werde er angewiesen, bei teilweiser oder ganzer ArbeitsunfÃ¤higkeit dem FÃ¼rsorgeamt monatlich unaufgefordert ein aktuelles Arztzeugnis des Zentrums S vorzulegen (Disp. Ziff. 3); schliesslich werde er darauf hingewiesen, dass Sozialhilfeleistungen gekÃ¼rzt werden kÃ¶nnten, wenn er Anordnungen nicht befolge, keine oder falsche AuskÃ¼nfte erteile, Leistungen unzweckmÃ¤ssig verwende und/oder Auflagen und Weisungen misssachte (Disp. Ziff. 4).</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Den dagegen am 16. Januar 2004 erhobenen Rekurs wies der Bezirksrat am 7. Juni 2004 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Dagegen erhob A am 25. Juni 2004 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit den AntrÃ¤gen, die Weisung betreffend Aufnahme einer Therapie im Zentrum S aufzuheben (1); gegen das Sozialamt X unverzÃ¼glich eine Untersuchung einzuleiten (2); dafÃ¼r zu sorgen, dass sich die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde nicht in seine politische TÃ¤tigkeit einmische (3); die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde anzuweisen, alle seine Leserbriefe und Akten Ã¼ber seine legale politische TÃ¤tigkeit aus dem Dossier zu entfernen (4); das Beschwerdeverfahren so durchzufÃ¼hren, dass seine Sache absolut neutral und vertraulich behandelt werde (5).</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Der Bezirksrat V verzichtete auf Stellungnahme. Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X beantragte Abweisung der Beschwerde, welcher zudem die aufschiebende Wirkung zu entziehen sei. </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig, soweit damit AntrÃ¤ge betreffend die von den Vorinstanzen getroffenen bzw. bestÃ¤tigten Weisungen gestellt werden. Das trifft zu auf den Beschwerdeantrag 1, wonach der BeschwerdefÃ¼hrer Disp. Ziff. 1 und sinngemÃ¤ss auch Disp. Ziff. 3 des Beschlusses der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X vom 16. Dezember 2003 aufgehoben haben will. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nicht einzutreten ist hingegen auf die BeschwerdeantrÃ¤ge 2, 3 und 4. Diese werden sinngemÃ¤ss mit dem Vorwurf begrÃ¼ndet, das Sozialamt X sei ihm gegenÃ¼ber wegen seiner politischen TÃ¤tigkeit voreingenommen. Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer damit ein aufsichtsrechtliches Eingreifen des Verwaltungsgerichts verlangt, ist dieses hierfÃ¼r nicht zustÃ¤ndig, da es nicht AufsichtsbehÃ¶rde Ã¼ber die SozialbehÃ¶rden ist (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 16 f.). Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer hingegen mit der diesbezÃ¼gliche Kritik sinngemÃ¤ss eine Befangenheit von Mitgliedern der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde und Mitarbeitenden des Sozialamtes geltend machen will, kann ein derartiger Einwand zwar im Rechtsmittelverfahren vorgebracht werden; dies setzt jedoch ein fÃ¶rmliches Ausstandsbegehren des Betroffenen bzw. â soweit ihm dies vor Erlass der erstinstanzlichen VerfÃ¼gung nicht mÃ¶glich ist - die unverzÃ¼gliche Geltendmachung bereits im erstinstanzlichen Rekursverfahren voraus (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 5a N. 21). Ein derartiges Ausstandsbegehren hat der BeschwerdefÃ¼hrer weder vor Erlass des Beschlusses der SozialbehÃ¶rde X vom 16. Dezember 2003 noch danach im Rekursverfahren vor Bezirksrat gestellt. Wie angemerkt werden kann, lassen sich den vorliegenden Akten keinerlei Hinweise entnehmen, dass sich die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde bei ihren BeschlÃ¼ssen betreffend die wirtschaftliche UnterstÃ¼tzung des BeschwerdefÃ¼hrers von dessen politischer TÃ¤tigkeit (die im Ãbrigen nicht nÃ¤her aktenkundig ist) beeinflussen hat lassen. â Was schliesslich den Beschwerdeantrag 5 anbelangt, richtet sich dieser von vornherein nicht gegen die BeschlÃ¼sse der Vorinstanzen; die damit fÃ¼r das Beschwerdeverfahren angerufenen VerfahrensgrundsÃ¤tze hat das Verwaltungsgericht ohnehin von Amtes wegen zu beachten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist im aufgezeigten Umfang, bezÃ¼glich des Beschwerdeantrags 1, auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>GemÃ¤ss § 55 VRG kommen dem Lauf der Beschwerdefrist und der Einreichung der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu, wenn mit der angefochtenen Anordnung nicht aus besonderen GrÃ¼nden etwas anderes bestimmt wurde (Abs. 1). Das Verwaltungsgericht und dessen Vorsitzender kÃ¶nnen eine gegenteilige VerfÃ¼gung treffen (Abs. 2). Weil hiermit unverzÃ¼glich Ã¼ber die Beschwerde entschieden wird, erÃ¼brigt es sich, Ã¼ber den Antrag der Beschwerdegegnerin um Entzug der aufschiebenden Wirkung zu befinden. Wie angemerkt werden kann, wÃ¤ren die Voraussetzungen hier gemÃ¤ss der zu § 55 VRG entwickelten Praxis kaum erfÃ¼llt (vgl. RB 2002 Nr. 9).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Das Sozialhilfegesetz vom 14. Juni 1981 (SHG) sowie die Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV) unterscheiden nach ihrer Systematik zwischen "persÃ¶nlicher Hilfe" bei einer "persÃ¶nlichen Notlage" (§ 11 ff. SHG, §§ 10 ff. SHV) und "wirtschaftlicher Hilfe" bei einer "wirtschaftlichen Notlage" (§§ 14 ff. SHG, §§ 16 SHV). Zur persÃ¶nlichen Hilfe gehÃ¶ren insbesondere die Beratung, die Vermittlung von spezialisierten Institutionen, von Ã¤rztlicher, pflegerischer und psychologischer Behandlung, von Heim- und KlinikplÃ¤tzen, von Erholungs- und Kuraufenthalten sowie von Lehr- und Arbeitsstellen (§ 11 SHV). Im Zusammenhang mit der persÃ¶nlichen Hilfe gilt der Grundsatz, dass sie "im Einvernehmen mit dem Hilfesuchenden" gewÃ¤hrt werden muss (§ 12 Abs. 1 SHG) und dass gegen dessen Willen keine Massnahmen getroffen werden dÃ¼rfen (§ 12 Abs. 1 SHV). Dieser Grundsatz ist jedoch, wie der Bezirksrat dem BeschwerdefÃ¼hrer zutreffend entgegengehalten hat, mit zwei wichtigen Vorbehalten verbunden: Gegen den Willen des Betroffenen sind gemÃ¤ss § 12 Abs. 1 SHV Massnahmen zulÃ¤ssig in Situationen, in denen unmittelbar Gefahr droht, sowie im Rahmen von Auflagen und Weisungen, die gemÃ¤ss § 21 SHG mit wirtschaftlicher Hilfe verbunden worden sind.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>GemÃ¤ss § 21 SHG darf die wirtschaftliche Hilfe mit Auflagen und Weisungen verbunden werden, die sich auf die richtige Verwendung der BeitrÃ¤ge beziehen oder geeignet sind, die Lage des HilfeempfÃ¤ngers zu verbessern. In Betracht fallen dabei gemÃ¤ss § 23 SHV insbesondere Ã¤rztliche oder therapeutische Untersuchung oder Behandlung (lit. b) sowie Bestimmungen Ã¼ber die Aufnahme einer zumutbaren Arbeit oder Ã¤hnliche Verhaltensmassregeln, die nach den UmstÃ¤nden angebracht erscheinen (lit. d). Werden solche Auflagen und Weisungen missachtet, so kann die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde die Leistungen kÃ¼rzen, sofern der Betroffene auf die LeistungskÃ¼rzung schriftlich hingewiesen worden ist, wobei ein solcher Hinweis bereits mit der diesbezÃ¼glichen Anordnung der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde verbunden werden kann (§ 24 SHG in der hier massgebenden Fassung vom 4. November 2002; zum Umfang der LeistungskÃ¼rzung vgl. § 24 SHV).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer wehrt sich nicht dagegen, eine Arbeit im Rahmen eines Pensums von 50 % zu suchen und anzunehmen, zu welchem Zweck er sich laut dem unangefochtenen Disp. Ziff. 2 des Beschlusses der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde vom 16. Dezember 2003 beim regionalen Arbeitsvermittlungszentrum M anzumelden hat. Er will sich hingegen nicht mit der Anordnung abfinden, sich im Zentrum S einer psychiatrischen oder psychotherapeutischen Behandlung zu unterziehen. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Zu dieser Anordnung hat sich die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde entschlossen, nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer nicht bereit oder aus gesundheitlichen GrÃ¼nden nicht imstande war, an einem Einsatzprogramm des Vereins O fÃ¼r berufliche und soziale Integration teilzunehmen; im Rahmen dieses Programms wÃ¤re fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer eine geeignete Stelle mit einem Pensum zu 50 % gesucht worden. Nachdem ein diesbezÃ¼glicher Vertragsabschluss mit dem Verein O gescheitert war, begann der BeschwerdefÃ¼hrer â auf Vermittlung des Sozialamtes hin - bei Dr. Z eine psychiatrische Behandlung, die aber nach sechs Sitzungen anfangs Dezember 2003 abgebrochen wurde. Dies fÃ¼hrte auf Empfehlung von Dr. Z, der nach Entbindung von der Ã¤rztlichen Schweigepflicht mit der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde in Kontakt stand, zur streitbetroffenen Weisung an den BeschwerdefÃ¼hrer, sich unverzÃ¼glich beim Psychiatrischen Zentrum S anzumelden und dort "gemÃ¤ss Facharzt Dr. Z", welcher eine Behandlung als Halbtagespatient mit ambulanten Therapiestunden empfehle, spezialÃ¤rztliche Hilfe anzunehmen, wobei er sich der von den SpezialÃ¤rzten des Zentrums S festzulegenden Therapie zu unterziehen und den entsprechenden Ã¤rztlichen Anweisungen Folge zu leisten habe.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Dieser â insoweit der Darstellung beider Parteien entsprechende â Ablauf zeigt, dass die streitbetroffene Auflage in einem sachlichen Zusammenhang mit dem BemÃ¼hen der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde steht, auf die soziale und berufliche Integration des BeschwerdefÃ¼hrers hinzuwirken, was eine AblÃ¶sung von der wirtschaftlichen Hilfe ermÃ¶gliche wÃ¼rde (vgl. zu dieser Zielsetzung im Sozialhilferecht allgemein Felix Wolffers, Grundriss des Sozialhilferechts, 2. A., Bern 1999, S. 73 und 77; Richtlinien fÃ¼r die Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe, Dezember 2000, Ziff. A1 und D1). Im Fall des BeschwerdefÃ¼hrers geht es der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde offenbar in erster Linie darum, aufgrund einer psychiatrischen oder psychotherapeutischen Behandlung Klarheit darÃ¼ber zu gewinnen, ob und inwieweit dem BeschwerdefÃ¼hrer ein Wiedereinstieg in das Arbeitsleben aus medizinischer Sicht Ã¼berhaupt mÃ¶glich sei, sowie darum, aufgrund einer solchen Behandlung die Chancen zu einem solchen Wiedereinstieg zu verbessern. Angesichts dieser Zielsetzung (welche die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde allerdings nie klar formuliert hat, sich aber wie erwÃ¤hnt aus dem bisherigen Ablauf ergibt) fÃ¤llt die streitbetroffene Anordnung grundsÃ¤tzlich unter den Vorbehalt von § 12 Abs. 2 SHV, wonach entsprechende Massnahmen auch gegen den Willen des Betroffenen angeordnet werden dÃ¼rfen. Das Verwaltungsgericht hat denn auch die Anordnung einer vertrauensÃ¤rztlichen Untersuchung, soweit sie der AbklÃ¤rung der ArbeitsfÃ¤higkeit diene, grundsÃ¤tzlich fÃ¼r zulÃ¤ssig erklÃ¤rt (VGr, 23. August 2001, VB.2001.00236, in welchem Urteil aufgrund der dort gegebenen UmstÃ¤nde die Auflage allerdings als rechtswidrig beurteilt wurde). Wie klarzustellen ist, bedeutet dies lediglich, dass die streitbetroffene Anordnung in § 12 Abs. 2 SHV eine hinreichende Grundlage fÃ¼r Sanktionen nach § 24 SHG im Widerhandlungsfall bildet; eine zwangsweise Durchsetzung der psychiatrischen oder psychotherapeutischen Behandlung steht nicht zur Diskussion und kÃ¶nnte sich denn auch auf keinen Rechtstitel stÃ¼tzen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer stellt sich allerdings auf den Standpunkt, er sei gesund und bedÃ¼rfe keiner solchen Behandlung. Seiner eigenen EinschÃ¤tzung steht jedoch die fachliche Beurteilung durch Dr. Z entgegen, der in seinem Schreiben vom 6. Dezember 2003 an das Sozialamt eine Behandlung/Betreuung des BeschwerdefÃ¼hrers durch das Zentrum S empfohlen hat. Auch wenn berÃ¼cksichtigt wird, dass diese Empfehlung nicht auf einer abgeschlossenen Behandlung und einem daran anknÃ¼pfenden Zwischenbericht (wie ihn die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde ursprÃ¼nglich anstrebte) beruht, sondern im Zusammenhang mit einem vorzeitigen Abbruch der Behandlung erfolgte, kommt dieser Ã¤rztlichen Beurteilung doch ein erhebliches Gewicht zu; der Vorwurf des BeschwerdefÃ¼hrers, Dr. Z sei ihm gegenÃ¼ber voreingenommen gewesen und habe sich durch die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde beeinflussen lassen, ist wenig glaubwÃ¼rdig; er findet in den Akten keine StÃ¼tze. Aufgrund der vorliegenden Akten, insbesondere des genannten Schreibens von Dr. Z vom 6. Dezember 2003, ist daher davon auszugehen, dass eine Behandlung/Betreuung des BeschwerdefÃ¼hrers durch das Zentrum S medizinisch indiziert ist.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, im letzten Ã¤rztlichen Zeugnis von Dr. Z sei ihm ab Dezember 2003 eine ArbeitsfÃ¤higkeit von 50 % bescheinigt worden; im Schreiben des PrÃ¤sidenten der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde vom 21. Oktober 2003 sei eine Ãberweisung an das Zentrum S zur weiteren AbklÃ¤rung nur in Betracht gezogen worden, sofern er bis 31. Dezember 2003 nicht eine ArbeitsfÃ¤higkeit von mindestens 50 % erreiche; damit stehe der Beschluss der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde vom 16. Dezember 2003 im Widerspruch zu dieser frÃ¼her formulierten Bedingung. â Es trifft zu, dass Dr. Z im Zeugnis vom 19. November 2003 dem BeschwerdefÃ¼hrer ab 1. Dezember 2003 eine "voraussichtliche" ArbeitsunfÃ¤higkeit von nur noch 50 % bescheinigt hat. Der BeschwerdefÃ¼hrer verkennt jedoch, dass sich die Situation anfangs Dezember 2003 wesentlich Ã¤nderte, indem er damals (nach der letzten Konsultation vom 3. Dezember 2003) die bei Dr. Z begonnene Behandlung vorzeitig abbrach, weshalb dieser auch den ursprÃ¼nglich geplanten Ã¤rztlichen Bericht zuhanden der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde nicht mehr erstellte. Zudem rÃ¤umt der BeschwerdefÃ¼hrer in der Beschwerdeschrift selber ein, dass sich Dr. Z an dieser letzten Besprechung geweigert habe, ihm ein Ã¤rztliches Zeugnis "definitiv auf 50 %" auszustellen. Der BeschwerdefÃ¼hrer kann daher nichts zu seinen Gunsten daraus ableiten, dass der Beschluss der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde vom 16. Dezember 2003 bezÃ¼glich des Umfangs der ArbeitsfÃ¤higkeit nicht mehr der Bedingung im Schreiben des PrÃ¤sidenten vom 21. Oktober 2003 entspricht. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.5 </span></b><span>Unter diesen UmstÃ¤nden (die anders als in dem vom Verwaltungsgericht mit Entscheid VB.2001.00236 vom 23. August 2001 beurteilten Fall liegen) durfte die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X die weitere ungeschmÃ¤lerte wirtschaftliche UnterstÃ¼tzung des BeschwerdefÃ¼hrers durchaus davon abhÃ¤ngig machen, dass dieser sich fÃ¼r eine Untersuchung und allfÃ¤llige Behandlung beim Zentrum S anmelde. Dabei ist allerdings klarzustellen, dass vom BeschwerdefÃ¼hrer im jetzigen Zeitpunkt nicht von vornherein verlangt werden kann, dass er sich einer Behandlung "auf der Basis als Halbtagespatient mit ambulanten Therapiestunden" unterzieht. Das ist denn auch offenbar nicht die Meinung der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde; vielmehr wird in Disp. Ziff. 1 des streitbetroffenen Beschlusses lediglich â etwas unklar â zum Ausdruck gebracht, dass diese Form der Behandlung gemÃ¤ss Empfehlung von Dr. Z zweckmÃ¤ssig wÃ¤re. In welcher Form und auf welche Weise eine Behandlung des BeschwerdefÃ¼hrers im Zentrum S erfolgen wird, werden jedoch die dort tÃ¤tigen Fachpersonen festzulegen haben; davon geht auch die streitbetroffene Weisung aus. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. Die Gerichtskosten sind dem unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG), wobei jedoch entsprechend der in Sozialhilfestreitigkeiten geÃ¼bten Gerichtspraxis eine ermÃ¤ssigte GerichtsgebÃ¼hr anzusetzen ist. </span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 300.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 360.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Mitteilung anâ¦.</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>