<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, Massnahmen gegen die Zunahme der sogenannten Offroadfahrzeuge auf den Schweizer Strassen einzuleiten. Da es für die Offroadfahrzeuge keine allgemein gültige Definition gibt, wird der Bundesrat weiter beauftragt, eine offizielle Modellliste der sogenannten "Offroader" (geländegängige Fahrzeuge, auch Sport Utility Vehicles - SUV - genannt) zu erstellen, welche laufend mit den Neuerscheinungen auf dem Automarkt aktualisiert wird (z. B. analog der Modellliste in der Buwal-Arbeitsunterlage "Bestandesanalyse Motorfahrzeuge 2002", S. 24).</p><p>Denkbar sind etwa folgende mögliche Massnahmen gegen die auf der Offroader-Modellliste stehenden Fahrzeuge:</p><p>- höhere steuerliche Belastung der Offroadfahrzeuge (Bonus-Malus-System im Rahmen des Automobilsteuergesetzes);</p><p>- Einteilung der Offroader in eine eigene Fahrzeugklasse mit Geschwindigkeitslimite bei 80 Stundenkilometern;</p><p>- Vereinbarung mit den Autoimporteuren zur Begrenzung des maximalen Offroader-Anteils an der Neuwagenflotte bei 3 Prozent;</p><p>- Info-Kampagne zu den Auswirkungen von Offroadern auf CO2-Ausstoss, Benzinverbrauch, Verkehrssicherheit, privates Budget usw.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Wie der Bundesrat bereits bei der Behandlung anderer Vorstösse mit der gleichen Zielrichtung festgehalten hat, sind die in der Motion aufgeführten Problemkreise (Verbrauch bzw. CO2-Ausstoss, Gefährdung schwächerer Verkehrsteilnehmer) nicht geländefahrzeug- oder SUV-spezifisch. Sie hängen vielmehr mit dem allgemein zu beobachtenden Trend nach leistungsstärkeren, schwereren und grösseren Fahrzeugen (z. B. auch "Mini Vans") zusammen.</p><p>Staatliche Massnahmen, die den Treibstoffverbrauch des Personenwagenparks senken wollen, müssen den ganzen Personenwagenpark betreffen. Deshalb sollen die Folgeprojekte zum Bericht "Strategie Nachhaltige Entwicklung 2002" wie beispielsweise die Bonus-Malus-Projekte des BFE (nur Treibstoffverbrauch) oder des Astra (alle wichtigen Emissionen inklusive Lärm sowie Treibstoffverbrauch) weiterverfolgt werden.</p><p>Offroadfahrzeuge sind bei Kollisionen mit schwächeren Verkehrsteilnehmenden nicht gefährlicher als beispielsweise die sogenannten Familien-Vans. Das Problem bei diesen Fahrzeugen ist die fehlende oder kurze/steile/hohe Fronthaube. Diese Fahrzeuge lassen sich aber aufgrund der geltenden internationalen Verträge zur Beseitigung technischer Handelshemmnisse nicht vom Schweizer Markt fern halten. Vorgesehen ist deshalb, dass die Schweiz auf internationaler Ebene bei der Schaffung neuer Fahrzeugsicherheitsnormen eine aktive Rolle übernimmt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.