B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-1730/2013 law/bah U r t e i l v o m 2 0 . N o v e m b e r 2 0 1 3 Besetzung Richter Walter Lang (Vorsitz), Richter Walter Stöckli, Richter Robert Galliker; Gerichtsschreiber Christoph Basler. Parteien A._______, geboren (…), B._______, geboren (...), C._______, geboren (…), D._______, geboren (…), E._______, geboren (…), Sri Lanka, alle vertreten durch Gabriel Püntener, Rechtsanwalt, Beschwerdeführende, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung (Beschwerde gegen Wiedererwä- gungsentscheid); Verfügung des BFM vom 25. März 2013 / N (…). D-1730/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. Die Beschwerdeführenden, Tamilen mit letztem Wohnsitz in F._______ (Nordprovinz), verliessen Sri Lanka eigenen Angaben gemäss am 29. Juni 2009 und suchten in der Schweiz am 1. Juli 2009 zum ersten Mal um Asyl nach. Das BFM stellte mit Verfügung vom 5. Mai 2011 fest, die Beschwerdeführenden erfüllten die Flüchtlingseigens chaft nicht, und lehnte ihre Asylgesuche ab. Zugleich verfügte es ihre Wegweisung aus der Schweiz und ordnete den Vollzug an. Das Bundesverwaltungsgericht wies eine gegen diese Verfügung gerichtete Beschwerde vom 6. Juni 2011 mit Urteil D-3237/2011 vom 19. September 2012 ab. B. Mit Eingabe an das BFM vom 22. Februar 2013 (Titel: neuer Sachverhalt, neue Asylgründe aufgrund der Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozi a- len Gruppe [Art. 3 Abs. 1 AsylG], neues Asylgesuch; evtl. Feststellung der Unzulässigkeit, evtl. Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs) liessen die Beschwerdeführenden um die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und die Gewährung von Asyl ersuchen. Eventuell seien die Unzulässi g- keit bzw. die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen. Hinsichtlich des Gesundheitszustands der Beschwerdeführenden sei i h- nen eine Frist zur Einreichung von Beweismitteln anzusetzen und es se i- en weitere Sachverhaltsabklärungen vorzunehmen. Der Eingabe wurden 93 Beweismittel beigelegt (vgl. S. 40 ff. derselben). C. Das BFM teilte den Beschwerdeführenden mit Verfügung vom 25. März 2013 – eröffnet am 2. April 2013 – mit, ihre Eingabe vom 22. Februar 2013 sei als Wiedererwägungsgesuch zu qualifizieren, und wies dieses ab, soweit es darauf eintrat. Es stellte fest, die Verfügung vom 5. Mai 2011 sei rechtskräftig und vollstreckbar und einer allfälligen Beschwerde komme keine aufschiebende Wirkung zu. Die Anträge um Vornahme wei- terer Sachverhaltsabklärungen und Ansetzung einer Beweismittelfrist wurden abgewiesen. Es wurde eine Gebühr von Fr. 600.– erhoben. D. Mit Schreiben vom 27. März 2013 liessen die Beschwerdeführenden beim BFM einen ihre Tochter C._______ betreffenden psychotherapeutischen Bericht des schulpsychologischen Dienstes der G._______ vom 13. März 2013 einreichen. D-1730/2013 Seite 3 E. Das BFM teilte den Beschwerdeführenden am 2. April 2013 mit, das Schreiben vom 27. März 2013 und der Bericht würden zu den Akten g e- nommen. Bei einer allfälligen Beschwerde obliege es dem Bundesverwal- tungsgericht, diese Eingabe zu würdigen. F. Die Beschwerdeführenden liessen durch ihren Rechtsvertreter mit Eing a- be an das Bundesverwaltungsgericht vom 2. April 2013 beantragen, die Verfügung vom 25. März 2013 sei aufzuheben und die Sache sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Eventuell sei die Ver- fügung aufzuheben und ihre Flüchtlingseigenschaft festzustellen. Event u- ell sei die Verfügung aufzuheben und die Unzulässigkeit bzw. die Unz u- mutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen. Im Sinne einer vo r- sorglichen Massnahme sei festzustellen, d ass der Beschwerde aufschi e- bende Wirkung zukomme, evtl. sei der Beschwerde aufschiebende Wi r- kung zu erteilen und der Vollzug der Wegweisung zu sistieren. Die z u- ständige kantonale Behörde sei unverzüglich anzuweisen, von Vollzug s- handlungen abzusehen. Eine K opie der Anordnung sei dem unterzeic h- nenden Rechtsanwalt sofort per Telefax zuzustellen. Der Eingabe lagen 4 Beweismittel bei (vgl. S. 9 derselben). G. Mit Zwischenverfügung vom 4. April 2013 setzte der Instruktionsrichter den Vollzug der Wegweisung gestützt auf Art. 112 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) per sofort aus. H. Am 2. Mai 2003 übermittelten die Beschwerdeführer eine "Vervollständ i- gung der Beschwerde", in der zur Hauptsache beantragt wurde, es sei die Nichtigkeit der Verfügung des BFM vom 25. März 2013 festzustellen. Eventuell sei die Verfügung aufzuheben und die Sache sei zur Behan d- lung als Asylgesuch an das BFM zurückzuweisen. Eventuell sei die Ve r- fügung wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs aufzuheben und die Sache sei zurückzu weisen. Eventuell sei die Sache zur korrekten Fes t- stellung des rechtserheblichen Sachverhalts und zur Neubeurteilung an das BFM zurückzuweisen. Eventuell sei die Flüchtlingseigenschaft, evtl. die Unzulässigkeit evtl. Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs fest- zustellen. Im Sinne einer vorsorglichen Massnahme sei festzustellen, dass der Beschwerde aufschiebende Wirkung zukomme. Evtl. sei ihr die aufschiebende Wirkung zu erteilen und es sei der Vollzug der Wegwe i-D-1730/2013 Seite 4 sung zu sistieren. Zudem wurden folgende prozes suale Anträge gestellt: Es sei Frist zur Einreichung eines ärztlichen Berichts zum Gesundheit s- zustand der Beschwerdeführerin anzusetzen, zumindest aber mit dem Ur- teil bis zur Einreichung desselben zuzuwarten. Der Sachverhalt bezüglich der Fremdplatzierung der Kinder der Beschwerdeführenden sei näher ab- zuklären, zumindest sei eine Frist anzusetzen, innert der weitere Informa- tionen zu Hintergrund und Auswirkung der oben erwähnten Ereignisse auf die Kinder bei den betreffenden kantonalen Stellen angefordert un d ein- gereicht werden könnten. Der Eingabe lagen ein Übe rweisungsschreiben der Hausärztin der Beschwerdeführenden, Dr. med. H._______, vom 23. April 2013 und ein Bericht von Freedom from torture vom 9. November 2012 bei. I. Mit Eingabe vom 22. Mai 2013 reicht en die Beschwerdeführenden einen psychotherapeutischen Bericht (Telefax) des Schulgesundheitsdienstes der G._______ betreffend C._______ vom selben Tag ein. Das Original dieses Berichts wurde zusammen mit einem Psychiatrischen Bericht (T e- lefax) von Dr. med . I._______ betreffend die Beschwerdeführerin vom 23. Mai 2013 am folgenden Tag nachgereicht. J. Mit Zwischenverfügung vom 27. Mai 2013 setzte der Instruktionsrichter den Vollzug der Wegweisung aus und erlaubte den Beschwerdeführe n- den, den Ausgang des Verfah rens in der Schweiz abzuwarten. Auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtete er. Er stellte fest, die a n- gekündigten Beweismittel (ärztlicher Bericht, Informationen zu Hinte r- grund und Auswirkung der Ereignisse auf die Kinder) seien mittlerweile beim Bundesverwaltungsgericht eingetroffen, weshalb sich eine Frista n- setzung erübrige. Die Akten wurden zur Vernehmlassung an das BFM überwiesen. K. Am 27. Mai 2013 reichten die Beschwerdeführenden das Original des ärztlichen Berichts vom 23. Mai 2013 und eine Erklärung über die Entbin- dung von der ärztlichen Schweigepflicht der die Beschwerdeführerin b e- handelnden Personen vom 13. Mai 2013 ein. L. Das BFM beantragte in seiner Vernehmlassung vom 31. Mai 2013 die Abweisung der Beschwerde. D-1730/2013 Seite 5 M. Die Beschwerdeführenden hiel ten in ihrer Stellungnahme vom 20. Juni 2013 an ihren Anträgen fest. Es wurden ein Arztbericht von Dr. med. H._______ vom 18. Juni 2013 (Telefax) und eine Kostennote des Rechts- vertreters vom 20. Juni 2013 beigelegt. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde die Ansetzung einer Frist zur Einreichung eines Arztberichts b e- züglich der neusten Entwicklung und Behandlung der Beschwerdeführ e- rin beantragt; zumindest sei mit dem Entscheid bis zur Einreichung di e- ses Berichts zu warten. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den B e- hörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesve r- waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei- det auf dem Gebiet des Asyls endgültig , ausser bei Vorliegen eines Au s- lieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Eine solche Aus- nahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht (Art. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Die Beschwerdeführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilg e- nommen, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei- se Änderung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die Be- schwerde ist einzutreten. 2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige D-1730/2013 Seite 6 oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. 3.1 Die Beschwerdeführenden machten zur Begründung der Eingabe vom 22. Februar 2013 geltend, dass sie zur sozialen Gruppe der abg e- wiesenen Asylsuchenden gehörten. Im zweiten Asylgesuch werde eine von ihren bisherigen Vorbringen abweichende, andersartige neue Verfo l- gung geltend gemac ht. Dieser neue Sachverhalt müsse abgeklärt und gewürdigt werden. Unter Hinweis auf die aktuelle Lage in Sri Lanka und die zahlreichen eingereichten Beweismittel wird sodann darzulegen ve r- sucht, dass abgewiesene tamilische Asylsuchende bei einer Rückkehr nach Sri Lanka generell Gefahr liefen, einer asylrechtlich relevanten Ve r- folgung ausgesetzt zu werden. Ferner wird ausgeführt, die Beschwerde- führenden hätten im Rahmen des ersten Asylverfahrens ihre wahren Asylgründe verschwiegen. Sie seien über Dänemark in die Schweiz g e- reist und hätten hier aus Angst vor einer Rückschaffung falsche Ident i- tätskarten abgegeben. Aus diesem Grund hätten sie auch im Ausland l e- bende Geschwister verschwiegen. Die Beschwerdeführerin habe nicht erwähnt, dass sie seit Januar 2012 fü r die (...) tätig sei. Diese setze sich für die (...) ein und sei wegen politischer Beeinflussung (...) im Sinne der Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) mehrmals öffentlich kritisiert wor- den. Der Beschwerdeführer habe im ersten Asylverfahren nicht offe nge- legt, dass seine Asylgründe mit seiner geschäftlichen Tätigkeit (Handel mit Goldschmuck) zusammenhingen. Die Beschwerdeführenden seien sehr vermögend gewesen, der Beschwerdeführer habe Schutzgelder b e- zahlen müssen und sei im Jahr 2006 Opfer einer Entfüh rung und Erpres- sung durch die Eelam People's Democratic Party (EPDP) geworden. Aus Angst vor einer weiteren Entführung habe er seine Heimat im Jahr 2008 verlassen. Die Beschwerdeführenden litten seit Erhalt des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts vom 19. September 2012 unter gesundheitl i- chen Problemen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurden das Abwarten und Abklären der aktuellen Entwicklungen und die Ansetzung einer Frist zur Einreichung von Beweismitteln bezüglich des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführenden beantragt. 3.2 3.2.1 Das BFM führte in der angefochtenen Verfügung aus, ein zweites Asylgesuch liege erstens nur dann vor, wenn sich der Sachverhalt seit rechtskräftigem Abschluss des ersten Asylgesuchs in asylrechtlich rel e- vanter Hinsicht verändert habe und um die Anpassung eines ursprünglich D-1730/2013 Seite 7 fehlerfreien Entscheids ersucht werde. Ein zweites Asylverfahren ermö g- liche die Berücksichtigung von Ereignissen, die nach dem rechtskräftigen Abschluss des ersten Asylverfahrens zustande gekommen seien und eine Veränderung des asylrechtlich relevanten Sachverhalts begründen kön n- ten. Es könne nicht sein, dass ein Asylverfahren lediglich aufgrund der Behauptung, der Sachverhalt habe sich diesbezüglich verändert, wieder aufgenommen werden müsse. Das Bundesverwaltungsg ericht habe b e- züglich Sri Lanka verschiedentlich ausgeschlossen, dass lediglich au f- grund der Zugehörigkeit zur Gruppe der abgewiesenen, tamilischen Asy l- bewerber eine asylrelevante Verfolgung zu befürchten sei. Angesichts dieser Praxis sei es zu keinem verä nderten Sachverhalt in asylrelevanter Hinsicht gekommen, wodurch auch die bisherige Praxis des BFM, en t- sprechende Gesuche unter den Gesichtspunkten von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG zu prüfen, nicht mehr gerechtfertigt sei. Das Gesuch sei deshalb als Wiedere rwägungsgesuch zu behandeln. Zweitens bezögen sich die eingereichten Dokumente und Vorbringen auf einen Zeitraum vor dem Ur- teil des Bundesverwaltungsgerichts; eine nachträglich veränderte Sac h- lage könne schon angesichts des Zeitpunkts der Ereignisse ausgeschlos- sen werden. Der rechtserhebliche Sachverhalt habe schon zum Zeitpunkt der Behandlung des ersten Asylgesuchs durch das Bundesverwaltung s- gericht bestanden, spätestens seit der seit Anfang 2012 bestehenden Forderung von Menschenrechtsorganisationen nach einem Rückfü h- rungsstopp abgewiesener Asylsuchender nach Sri Lanka. Folglich handle es sich bei der Eingabe vom 22. Februar 2013 um ein qualifiziertes Wi e- dererwägungsgesuch. Daher würden mit der Eingabe die Revisions- bzw. Wiedererwägungsgründe von Art. 66 Abs. 2 VwVG angerufen. 3.2.2 Die Vorbringen hinsichtlich des Wohlstands der Beschwerdeführe n- den und die dazu eingereichten Beweismittel hätten alle bereits zum Zei t- punkt der Beurteilung der Sache durch das Bundesverwaltungsgericht bestanden. Mit diesen werde som it die ursprüngliche Fehlerhaftigkeit des Urteils vom 19. September 2012 gerügt. Auch bei den geltend gemac h- ten, die Beschwerdeführerin betreffenden subjektiven Nachfluchtgründen handle es sich um Geschehnisse, die bereits zum Urteilszeitpunkt b e- kannt gewesen seien. Aufgrund der Verheimlichung des neu vorgebrac h- ten Sachverhalts liege kein neuer Prozessgegenstand vor. Bei der ge l- tend gemachten Entführungsgefahr handle es sich um keine wesentliche veränderte Sachlage, die ein Wiedererwägungsgesuch begründen k önn- te. Die Frage der Zulässigkeit des Wegweisungsvollzugs sei bezüglich der Entführungsgefahr und der exilpolitischen Tätigkeit der Beschwerd e-D-1730/2013 Seite 8 führerin durch das Bundesverwaltungsgericht zu prüfen. Auf diese Begeh- ren sei mangels Zuständigkeit nicht einzutreten. 3.3 3.3.1 In der Beschwerde wird geltend gemacht, es werde bereits am Tag der Zustellung der Verfügung eine oberflächliche Beschwerde gemacht, damit das Bundesverwaltungsgericht den Antrag auf Erlass einer vorsorg- lichen Massnahme behandeln könne. Allfällige Ko rrekturen zu den Anträ- gen sowie eine korrekte Begründung würden innerhalb der Beschwerd e- frist nachgereicht. Im neuen Asylgesuch sei auf verschiedene Ereignisse in Sri Lanka hingewiesen worden, die sich nach dem Urteil des Bunde s- verwaltungsgerichts vom 19. September 2012 zugetragen hätten. Es handle sich insbesondere um Ereignisse, die in Zusammenhang mit nach Sri Lanka zurückgeschafften, abgewiesenen tamilischen Asylsuchenden sowie der verschärften Sicherheitslage nach dem Heldengedenktag am 27. November 2012 stünden. Es sei geltend gemacht worden, dass die Beschwerdeführenden angesichts der aktuellen Lage und neuen Entwick- lungen die Flüchtlingseigenschaft erfüllten. Trotzdem sei die Eingabe vom BFM als Wiedererwägungsgesuch behandelt worden. Gemäss Rech t- sprechung des Bundesverwaltungsgerichts sei ein Gesuch, mit dem die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft verlangt werde, als neues Asylge- such nach Art. 18 i.V.m. Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG mit den entspreche n- den Verfahrensgarantien zu behandeln. Von diese r Regel dürfe nur a b- gewichen werden, wenn mit dem neuen Gesuch eigentliche Revision s- gründe geltend gemacht würden. Mit der Eingabe vom 22. Februar 2013 seien ausdrücklich die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft beantragt und Ereignisse vorgebracht word en, die sich nach dem letzten Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zugetragen hätten. Bei der Eingabe handle es sich um ein neues Asylgesuch. 3.3.2 Unter Hinweis auf die jüngsten Ereignisse im Zusammenhang mit der Gefährdung abgewiesener tamilischer Asylbewerber wird geltend gemacht, es seien diesbezüglich weitere Sachverhaltsabklärungen nötig. Mit einem Urteil sei zuzuwarten, bis die neuen britischen Richtlinien (Überarbeitung der Länderinformationen und Richtlinien zu Sri Lanka) bekannt seien. Es werde zudem be antragt, dass das Bundesverwa l- tungsgericht weitere Abklärungen im Zusammenhang mit der asylrelevan- ten Gefährdung von tamilischen Rückkehrern tätige, den Beschwerdefüh- renden aber zumindest Frist zur Einreichung solcher Informationen setze. D-1730/2013 Seite 9 3.4 3.4.1 In der Eingabe vom 2. Mai 2013 wird einleitend mitgeteilt, die B e- schwerdeführerin habe nach Erhalt eines Schreibens ihres Rechtsvertr e- ters einen Suizidversuch unternommen, da sie davon ausgegangen sei, ihre Beschwerde sei abgewiesen worden. Sie sei einige Tage hospital i- siert worden und seither in ambulanter psychiatrischer Behandlung. Die Kinder der Beschwerdeführenden hätten während des stationären Au f- enthalts der Beschwerdeführerin, die sich am 16. Mai 2013 einer amb u- lanten Operation unterziehen müsse, bei einer Pflegef amilie platziert werden müssen. 3.4.2 Seit dem Erlass eines Grundsatzurteils des Bundesverwaltungsg e- richts vom 27. Oktober 2011 würden sich die schweizerischen Asylbehör- den mechanisch auf die Sachverhaltsbasis stützen, die sich Ende 2010 präsentiert habe. Die n euste Sachverhaltsentwicklung werde system a- tisch ausgeblendet und aufgrund des Umstandes, dass in der schweizer i- schen Rechtspraxis nicht die Zugehörigkeit zu einer Fall -/Risikogruppe, sondern die individuelle Verfolgungssituation zu prüfen sei, gingen die Entscheide in zunehmendem Mass an der feststehenden Realität vorbei. Durch dieses Vorgehen werde die schweizerische Rechtsordnung pe r- manent verletzt, da damit weder die aktuelle Verfolgungssituation festg e- stellt noch formellen Verfahrensgarantien Genüge ge tan werden könne. Die Situation präsentiere sich so, dass die Asylbehörden sich darauf ve r- steift hätten, die Sachverhaltsentwicklung der letzten Zeit unter keinen Umständen vollständig und richtig abklären zu wollen, die von den Betrof- fenen vorgebrachten B eweismittel abzunehmen und den aktuellen rechtserheblichen Sachverhalt korrekt zu würdigen. Es lägen auch unzäh- lige Versuche vor, mittels immer neue r Konstruktionen aus formellen Gründen eine Prüfung der geltend gemachten Verfolgungslage oder der Durchführbarkeit des Wegweisungsvollzugs zu verhindern. Auch der vor- liegende Entscheid reihe sich in diese Bemühungen ein, wolle das BFM die Zuständigkeit für die Prüfung von bereits vorhandenen, aber nicht vorgebrachten Asylgründen innerhalb eines Jahres zum dritten Mal ä n- dern. Damit werde dokumentiert, dass die Asylbehörden wüssten, dass es problematisch und willkürlich sei, den aktuell bestehenden Sachverhalt nicht abzuklären und zu prüfen. Mit der Verlagerung der Begründung auf die formelle Ebene der angeblich nicht gegebenen Zuständigkeit solle e r- reicht werden, dass diese schweren Gesetzesverletzungen und die Wil l- kür bei der verweigerten Sachverhaltsabkläru ng und der Verletzung der Begründungspflicht weniger offensichtlich würden. Das Vorgehen der Asylbehörden beinhalte die Gefahr, dass durch die Rückschaffung von D-1730/2013 Seite 10 tatsächlich verfolgten tamilischen Asylbewerbern nach Sri Lanka Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrec h- te und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) verletzt werde. Das BFM habe gestützt auf eine Dienstreise vom Herbst 2010 begonnen, systematisch Asylgesuche von tamilischen Flüchtlingen abzulehnen , und das Bunde s- verwaltungsgericht sei dieser Praxis gefolgt. Die Asylbehörden glaubten nun mit allen Mitteln verhindern zu müssen, dass diese unrichtige Praxis korrigiert werde, da damit die Arbeit der vergangenen Jahre faktisch ve r- nichtet würde. 3.4.3 Mit dem neuen Asylgesuch vom 22. Februar 2013 und den B e- schwerdeeingaben sei auf verschiedene Ereignisse in Sri Lanka hing e- wiesen worden, die sich vor und nach dem vorliegend massgebenden Datum des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts vom 19 . September 2012 zugetragen hätten. Die Asylbehö rden hätten 2012 grosse Anstre n- gungen unternommen, die Praxis bei der Einreichung von Mehrfachges u- chen zu ändern, damit das BFM diese Gesuche nicht mehr prüfen müsse. So sei im Urteil D -2432/2012 (recte: D -2423/2012)/D-2347/2012 vom 31. Juli 2012 festgehal ten worden, dass nicht rechtzeitig vorgebrachte Asylvorbringen nur noch im Rahmen eines Revisionsgesuchs vorzubri n- gen seien, wobei nur die Frage der Durchführbarkeit des Wegweisung s- vollzugs geprüft werde. Aus dem Urteil D -273/2013 (recte: D-173/2013) vom 28. Januar 2013 und dem darauf folgenden Vorgehen des BFM e r- gebe sich, dass das Bundesverwaltungsgericht solche Revisionsgesuch e wegen verspäteter Einreichung nicht mehr prüfe und diese durch das BFM als neue Asylgesuche geprüft würden. Mit Verweis auf Art. 18 AsylG sei das Gericht zur früheren Praxis zurückgekehrt, wonach solche ve r- spätet vorgebrachten Vorbringen im Rahmen eines neuen Asylverfahrens zu prüfen seien. Das BFM halte in der angefochtenen Verfügung fest, dass diese Praxis nicht mehr gerechtferti gt erscheine und entsprechende Gesuche nicht mehr unter dem Gesichtspunkt von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG zu prüfen seien. Damit versuche es, die Prüfung des Asylgesuchs aus formellen Gründen zu verhindern. Das BFM verweise zur Begrü n- dung der Praxisänderun g auf die Urteile D -6117/2012 vom 15. Januar 2013 und D -6644/2012 vom 22. Januar 2013. In diesen Urteilen habe sich aber das Bundesverwaltungsgericht in willkürlicher und widerrechtl i- cher Art und Weise geweigert, den aktuellen Sachverhalt abzuklären, die vorgelegten Beweise abzunehmen und eine korrekte Würdigung der Sachverhalts vorzunehmen. Gerade der Verweis auf rechtlich mangelhaf- te Entscheide dokumentiere, dass das "Abwehrdispositiv" des BFM und des Gerichts ausschliesslich dazu dienten, sich nicht mit der heute beste-D-1730/2013 Seite 11 henden aktuellen, asylrelevanten Verfolgungsgefahr der sozialen Gruppe der abgewiesenen Asylgesuchsteller, die nach Sri Lanka zurückgeschafft werden sollten, zu beschäftigen. Der Verweis auf diese Urteile rechtfert i- ge es nicht, die mehrfach geänderte Praxis betreffend Zuständigkeit zur Prüfung von Asylgesuchen wiederum abzuändern. Es sei unstatthaft, formelle Zuständigkeitsvorschriften mit Verweis auf eine materielle Praxis abzuändern. 3.4.4 Es sei darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführenden auch zahlreiche Erei gnisse vorgebracht hätten – die mit umfangreichen Be- weismitteln belegt würden –, die sich nach dem Urteil vom 19. September 2012 verwirklicht hätten. Diese Veränderung werde nicht nur behauptet, sondern auch belegt. Das Vorliegen solche r neuer Beweismittel könne unter keinem Titel als Wiedererwägungsgesuch geprüft werden. 3.4.5 Gemäss der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts müs- se ein Gesuch, mit dem die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft bean- tragt werde, als neues Asylgesuch nach Art. 18 i.V.m. Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG behandelt werden. Von dieser Regel dürfe nur abgewi chen und das Gesuch als Wiedererwägungsgesuch behandelt werden, wenn mit ihm eigentliche Revisionsgründe geltend gemacht würden. Mit der Eing a- be vom 22. Februar 2013 sei ausdrücklich die Feststellung der Flüch t- lingseigenschaft beantragt worden, es seien mehrere Ereignisse vorg e- bracht worden, die sich nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 19. September 2012 zugetragen hätten. Es werde klar, dass es sich um ein neues Asylgesuch handle, woran nichts ändere, dass auch einige Elemente vorgebracht worden seien, die sich vor dem Urteil zugetragen hätten. Der Umstand, dass das BFM die Eingabe dennoch als Wiedere r- wägungsgesuch behandelt habe, lege die Vermut ung nahe, es habe ve r- hindern wollen, dass dem hängigen Ve rfahren aufschiebende Wirkung zukomme. Aufgrund dessen s ei die Nichtigkeit der angefoc htenen Verfü- gung festzustellen, evtl. sei die Verfügung aufgrund der Verletzung von Art. 18 i.V.m. Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung als Asylgesuch an das BFM zurückzuweisen. 3.4.6 Das BFM habe das eingereichte Gesuch fälschlicherweise als Wi e- dererwägungsgesuch hinsichtlich des Wegweisungsvollzugs erachtet und trotzdem keine Prüfung der Durchführbarkeit des Vollzugs vorgenommen. Es habe lediglich auf das Urteil E -2383/2012 vom 27. Februar 2013 ve r- wiesen, das die Sachverhaltsentwicklung seit Juni 2012 nicht berücksic h- tigt habe. Ein Verweis auf ein Urteil könne die individuelle Prüfung vo n D-1730/2013 Seite 12 Vollzugshindernissen nicht ersetzen. Der Umstand, dass auf ein Urteil verwiesen werde, das den aktuellen Sachverhalt auch nicht ansatzweise abkläre, belege, dass mit allen Mitteln verhindert werden solle, dass sich die Asylbehörden mit dem heute aktuelle n Sachverhalt auseinanderset z- ten. Das Fehlen einer Auseinandersetzung mit dem Vorliegen von Vol l- zugshindernissen stelle eine schwere Verletzung der Begründungspflicht dar und rechtfertige die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz. Es sei bereits darauf h ingewiesen worden, dass auch diejenigen Sachverhalte zu prüfen seien, die im Zeitpunkt des Urteils vom 19. September 2012 nicht vorgebracht worden seien, aus denen sich aber eine Gefährdung der Beschwerdeführenden ergebe. Das BFM hätte sich nicht in einem pauschalen Satz, sondern inhaltlich mit den eingereichten Beweismitteln und den Ausführungen im Asylgesuch vom 22. Februar 2013 auseina n- dersetzen müssen, zumal sich daraus ergebe, inwiefern diese Ereignisse für die Annahme ihrer Flüchtlingseigenschaft von rechtserheblicher B e- deutung sei. Auch diesbezüglich sei die Begründungspflicht verletzt wo r- den. Das BFM hätte sich selbstverständlich auch mit den Sachverhalten und den entsprechenden Beweismitteln auseinandersetzen müssen, die sich vor dem 19. September 2012 verwirklicht hätten. 3.4.7 Angesichts der laufend erscheinenden neuen Berichte über festg e- nommene und gefolterte tamilische Rückkehrer könne nicht davon g e- sprochen werden, dass der Sachverhalt abschliessend erstellt sei. In Grossbritannien sei bezüglich der Gefährdung von tamilischen Rückke h- rern ein "test case" hängig, in dem am 19. April 2013 die Anhörung stat t- gefunden habe, was die Forderung nach weiteren Abklärungen und A b- warten der Ereignisse in Grossbritannien verstärke. Da das BFM die en t- sprechenden Anträge abgewiesen habe, sei der Sachverhalt nur ungen ü- gend abgeklärt worden. I nteressant sei die Behauptung im angefocht e- nen Entscheid, dass bereits seit Anfang 2012 Nichtregierungsorganisat i- onen auf die Situation von abgewiesenen tamilischen Asylgesuchstel lern aufmerksam gemacht hätten. Die nachfolgenden Ereignisse hätten g e- zeigt, dass diese Befürchtungen berechtigt gewesen seien. Dem BFM sei bekannt, dass sich die Situation nicht mehr so präsentiere, wie sie im Grundsatzurteil vom 27. Oktober 2011 eingeschätzt worden sei. Es liege somit auf der Hand, dass weitere Abklärungen notwendig gewesen w ä- ren. 3.5 Das BFM führt in seiner Vernehmlassung aus, das Bundesverwa l- tungsgericht habe seine Praxis hinsichtlich der Rechtsnatur von nach rechtskräftig abgeschlossenen Asylverfahren eingegangenen Gesuchen D-1730/2013 Seite 13 in verschiedenen Urteilen spezifiziert. So handle es sich ausschliesslich um ein zweites Asylgesuch, wenn sich der Sachverhalt in asylrechtlich re- levanter Weise verändert habe (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts D-2433/2012 vom 18. Juni 2012, D -2995/2012 vom 18. Juli 2012, D-2423/2012 bzw. D-2437/2012 vom 31. Juli 2012). Die Asylrelevanz der geltend gemachten Veränderung des Sachverhalts sei vorliegend ind es- sen nicht gegeben, wodurch die Eingabe vom 22. Februar 2013 korre k- terweise als Wiedererwägungsgesuch be handelt worden sei , zumal das Bundesverwaltungsgericht kurz vorher in verschiedenen Urteilen ausg e- schlossen habe, dass eine kollek tive Gefährdung von tamilischen Rüc k- kehrern vorliege (Urteil D -6644/2012 vom 22. Januar 2013). Eine andere Sichtweise hätte zur Folge, dass lediglich mit der Behauptung des Vorli e- gens einer veränderten Sachlage ohne jegliche Asylr elevanz ein zweites Asylverfahren durchgeführt werden müsste, wodurch die Rechtssicherheit und -beständigkeit eines vormals getroffenen Entscheids wiederholt in Frage gestellt und dessen Vollzug verhindert werden könnte. 3.6 3.6.1 In der Stellungnahme wird geltend gemacht, das BFM habe in se i- ner Vernehmlassung zahlreiche der im Verfahren vor dem Bundesverwal- tungsgericht vorgebrachten neusten Entwicklungen nicht berücksichtigt. Die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Gesundheitszustand se i- en in verschiedenen Eingab en vom 2. -27. Mai 2013 dargelegt worden, weshalb davon auszugehen sei, dass dem BFM sämtliche Eingaben zur Vernehmlassung übermittelt worden seien. Es sei mehr als erstaunlich, dass sich das BFM zu den dramatischen Entwicklungen mit keinem Wort äussere. 3.6.2 Hinsichtlich der Qualifikation des Gesuchs vom 22. Februar 2013 sei festzuhalten, dass die Urteile des Bundesverwaltungsgerichts bezü g- lich der Verneinung eine kollektiven Gefährdung von Tamilen keine Rolle spielten, da vorliegend zusätzliche, individuelle " risikoerhöhende" Fakto- ren vorlägen, aus denen sich die individuelle Gefährdung der Beschwe r- deführenden ergäbe. Die Frage der kollektiven Gefährdung von Tamilen könne somit vorliegend offengelassen werden. Un ter Berücksichtigung der individuellen Faktoren v erfügten die vorgebrachten Entwicklungen über Asylrelevanz, womit Ereignisse vorlägen, die die Behandlung der Eingabe als neues Asylgesuch bedingt hätten. D-1730/2013 Seite 14 4. 4.1 Die Wiedererwägung im Verwaltungsverfahren ist ein gesetzlich nicht geregelter Rechtsbehelf, auf de ssen Behandlung durch die verfügende Behörde grundsätzlich kein Anspruch besteht. Gemäss herrschender Lehre und ständiger Praxis des Bundesgerichts wird jedoch aus Art. 29 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, S R 101) unter bestimmten Voraussetzungen ein ve r- fassungsmässiger Anspruch auf Wiedererwägung abgeleitet (vgl. BGE 127 I 133 E. 6 S. 137 f. mit weiteren Hinweisen). Danach ist auf ein Wiedererwägungsgesuch einzutreten, wenn sich der rechtserhebliche Sachverhalt seit dem ursprünglichen Entscheid beziehungsweise seit dem Urteil der mit Beschwerde angerufenen Rechtsmittelinstanz in w e- sentlicher Weise verändert hat und mithin die ursprüngliche (fehlerfreie) Verfügung an nachträglich eingetretene Veränderungen der Sachlage an- zupassen ist. Sodann können auch Revisionsgründe einen Anspruch auf Wiedererwägung begründen, sofern sie sich auf eine in materielle Rechtskraft erwachsene Verfügung beziehen, die entweder unangefoc h- ten geblieben oder deren Beschwerdeverfahren mit einem formellen Pr o- zessurteil abgeschlossen worden ist. Ein solchermassen als qualifiziertes Wiedererwägungsgesuch zu bezeichnendes Rechtsmittel ist grundsät z- lich nach den Regeln des Revisionsverfahrens zu behandeln (vgl. En t- scheidungen und Mitteilunge n der Schweizerischen Asylrekurskommiss i- on [EMARK] 2003 Nr. 17 E. 2.a S. 103 f. mit weiteren Hinweisen). 4.2 Gemäss der Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG wird auf ein (weiteres) Asylgesuch nicht eingetreten, wenn Asylsuchende in der Schweiz bereits ei n Asylverfahren erfolglos durchlaufen oder ihr Gesuch zurückgezogen haben oder während des hängigen Asylverfahrens in den Heimat- oder Herkunftsstaat zurückgekehrt sind, ausser die Anhörung er- gebe Hinweise, dass in der Zwischenzeit Ereignisse eingetreten s ind, die geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder die für die Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant sind. 5. 5.1 Das Bundesverwaltungsgericht und zuvor die Schweizerische Asylr e- kurskommission haben in ihrer Rechtsprechung (vgl. BVGE 201 3/22 E. 5.4 S. 283 f., BVGE 2009/53 E. 4.2 S. 769, EMARK 2006 Nr. 20, EMARK 1998 Nr. 1) die Abgrenzung zwischen Wiedererwägungsgesuch und zweitem Asylgesuch folgendermassen vorgenommen: Stellt eine Asyl suchende Person, nachdem sie bereits ein Asylverfahren erfolglos durch- laufen hat, ein weiteres Mal ein Gesuch, mit dem er die Feststellung der D-1730/2013 Seite 15 Flüchtlingseigenschaft verlangt, ist dieses zweite Gesuch – unabhängig von seiner Bezeichnung – nach der Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG zu behandeln. Von dieser Regel darf nur abgewichen werden, wenn die Asyl suchende Person Revisionsgründe geltend macht. Das e r- folglose Durchlaufen eines Asylverfahrens bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als dass in einem ersten Asylverfahren rechtskräftig festgestellt oder implizit davon ausgegangen worden ist, dass die Asyl suchende Person nicht Flüchtling ist. 6. 6.1 In der Vervollständigung der Beschwerde wird unter Punkt 12.3 ange- führt, es liege die Vermutung nahe, dass das BFM die Eingabe vom 22. Februar 2013 als Wiedere rwägungsgesuch behandelt habe, um zu verhindern, dass dem hängigen Verfahren die aufschiebende Wirkung zukomme. Aufgrund dessen sei die Nichtigkeit der angefochtenen Verf ü- gung festzustellen. 6.2 Fehlerhaft ist eine Verfügung, wenn sie inhaltlich rechtswidrig i st oder in Bezug auf ihr Zustandekommen (Zuständigkeit, Verfahren bei ihrer Entstehung) oder auf ihre Form Rechtsnormen verletzt. Mangelhafte Ve r- fügungen sind nach Lehre und Praxis in der Regel nur anfechtbar. Nic h- tigkeit ist gemäss der vom Bundesgericht v erfolgten Evidenztheorie dem- gegenüber nur anzunehmen, wenn der Mangel der Verfügung besonders schwer und offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar ist, wobei durch die Annahme der Nichtigkeit die Rechtssicherheit nicht ernsthaft gefährdet sein darf. S chwerwiegende Verfahrensfehler können zwar e i- nen Nichtigkeitsgrund bilden; die Praxis ist jedoch zurückhaltend und nimmt Nichtigkeit nur bei ausserordentlich schwerwiegenden formalen Mängeln an (vgl. zum Ganzen statt vieler ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜL- LER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich/St. Gallen 2010, Rz. 947 ff. mit weiteren Hinweisen insbesondere auf die Praxis des Bundesgerichts). Eine allfällige Nichtigkeit einer Verfügung ist von Amtes wegen zu beachten; eine nichtige Verfügung entfaltet keinerlei Rechtswirkungen und ist ex tunc sowie ohne amtliche Aufhebung rech t- lich unverbindlich. Als schwere Verfahrensfehler, die die Nichtigkeit einer Verfügung zur Folge haben, werden etwa die qualifizierte Unzuständigkeit der verfügenden Behörde oder die Richtung der Verfügung an einen nicht existierenden Adressaten erachtet (vgl. Urteile des Bundesverwaltung s- gerichts A-5410/2012 vom 28. Mai 2013, D-2281/2013 vom 1. Mai 2013). D-1730/2013 Seite 16 6.3 Das BFM ist die sachlich zuständige Behörde für den Erlass von Ver- fügungen über Asylgesuche (Art. 6a Abs. 1 AsylG). Ebenfalls in seine Zu- ständigkeit fällt die Behandlung von (qualifizierten) Wiedererwägungsg e- suchen auf dem Gebiet des Asyls. Der vom BFM in der angefochtenen Verfügung vertretene Rechtsstandpunkt wird vom Bundesverwaltungsge- richt zwar nicht geteilt, was indessen bei weitem nicht zur Nichtigkeit der angefochtenen Verfügung führen kann, weshalb der in der Vervollständ i- gung der Beschwerde gestellte Hauptantrag, es sei die Nichtigkeit der Verfügung vom 25. März 2013 festzustellen, abzuweisen ist. 7. 7.1 Vorliegend ist unbestritten, dass die Flüchtlingseigenschaft der B e- schwerdeführenden sowohl vom BFM in seiner Verfügung vom 5. Mai 2011 als auch vom Bundesverwaltungsgericht in seinem Urteil vom 19. September 2012 rechtskräftig verneint wurde. In der Eingabe vom 22. Februar 2013 stellten die Beschwerdeführenden erneut ausdrücklich den Antrag auf Feststellung der Flüchtlingseigenschaft. 7.2 7.2.1 Insoweit in der Eingabe vom 22. Februar 2013 geltend gemacht wird, die Beschwerdeführenden hätten im Rahmen ihres ersten Asylve r- fahrens ihre wahren Asylgründe (Entführung und Erpressung des B e- schwerdeführers aufgrund des Reichtums der Familie, exilpolitische Akt i- vitäten der Beschwerdeführerin), die nun in einem zweiten Asylve rfahren zu prüfen seien, verschwiegen, verkennen sie, dass der von ihnen ang e- rufene Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG ausdrücklich " zwischenzeitliche Ereig- nisse" erwähnt, womit offensichtlich nicht Ereignisse gemeint sein kö n- nen, die sich vor Abschluss des orden tlichen Verfahrens ereignet haben (sollen). Ereignisse, die sich vor Abschluss des ordentlichen Verfahrens zugetragen haben, sind demnach – falls kein materieller Beschwerdeent- scheid ergangen ist – unter dem Aspekt der Wiedererwägung oder – falls ein materieller Beschwerdeentscheid ergangen ist – der Revision zu pr ü- fen. Nur Ereignisse, die sich nachträglich ereignet haben, sind unter dem Blickwinkel eines zweiten Asylgesuches – wenn das Bestehen der Flücht- lingseigenschaft geltend gemacht wird – oder der Wie dererwägung – wenn das Bestehen von Wegweisungsvollzugshindernissen geltend g e- macht wird – zu prüfen (vgl. statt vieler Urteile des Bundesverwaltungsge- richts D -2993/2012 vom 31. Juli 2012, D -2995/2012 vom 18. Juli 2012, D-2433/2012 vom 18. Juni 2012, D-1541/2011 vom 15. November 2011). D-1730/2013 Seite 17 7.2.2 In der Vervollständigung der Beschwerde wird behauptet, das BFM und das Bundesverwaltungsgericht hätten im Jahr 2012 grosse Anstre n- gungen unternommen, die Praxis bei der Einreichung von Mehrfachges u- chen zu verändern. Dazu ist festzuhalten, dass im von den Beschwerd e- führenden zitierten Urteil D-2423/2012/D-2347/2012 vom 31. Juli 2012 keineswegs eine Praxisänderung vorgenommen, sondern die geltende und publizierte Praxis zusammengefasst und dargelegt wurde, was bei sorgfältiger Lektüre ohne weiteres klar wird. Ebenso verhält es sich beim Urteil D-173/2013 vom 18. Januar 2013, mit dem keineswegs eine Pr a- xisänderung eingeleitet wurde. Abgesehen davon, dass die Vorstellung der Beschwerdeführenden, das Bundesverwaltungsgericht leite mit einem Einzelrichterurteil eine Praxisänderung ein, unzutreffend ist, war auf das eingereichte Revisionsgesuch aus meh reren Gründen nicht einzutreten . Vorab geht aus dem Urteil hervor, dass die Frist zur Einreichung eines Revisionsgesuchs (vgl. Art. 124 Abs. 1 Bst. d BGG) abgelaufen war. Eini- ge der eingereichten Beweismittel datierten nach dem revisionsweise an- gefochtenen Urteil, andere waren als verspätet eingereicht zu werten (vgl. dazu Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG ; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-3913/2009 vom 5. Juni 2013 ). Schliesslich wurde im Nichteintreten s- entscheid festgehalten, mit den verspätet eingereichten Beweismitteln werde nicht offensichtlich, dass der Revisionsgesuchstellerin im Falle e i- ner Rückkehr in ihr Heimatland Verfolgung oder eine menschenrechtswid- rige Behandlung drohe, weshalb kein Anwendungsfall von EMARK 1995 Nr. 9 vorliege. Dem Urteil kann nicht entnommen werden, dass sich der Einzelrichter auf den Standpunkt gestellt hätte, die von der Gesuchstell e- rin nachträglich gelte nd gemachten, verschwiegenen angeblichen Asy l- gründe müssten vom BFM in einem weiteren Asylverfahren geprüft we r- den. Das Bundesverwaltungsgericht hat im Urteil D -2423/2012/D- 2347/2012 unmissverständlich klargemacht, dass in Fällen, in denen Re - visionsgründe aus formellen Gründen (zum Beispiel wegen Verletzung der Sorgfaltspflicht oder Verpassen der revisionsrechtlichen Fristen) nicht zur Revision zu führen vermögen, kein weiteres Asylgesuch gestellt wer - den könne, da eine solche Interpretation dazu führen wü rde, dass Perso- nen, die vorsätzlich ihre Fluchtgründe verheimlichen oder falsch darste l- len, in den Genuss eines weiteren Asylverfahrens gelangen könnten. Dies würde, wie im zitierten Urteil angeführt, in der Tat die gesetzgeberischen Absichten unterlaufen. Die Interpretation der genannten Urteile des Bu n- desverwaltungsgerichts, mit denen die geltenden gesetzlichen Besti m- mungen angewendet und die konstante Praxis fortgesetzt wurden, als Praxisänderungen, die es ermöglichen sollten, weitere Asylgesuche nicht mehr prüfen zu müssen, ist somit verfehlt. Damit ist auch die unter Punkt D-1730/2013 Seite 18 13 der Vervollständigung der Beschwerde vertretene Auffassung, gemäss der neu begründeten Praxis seien bislang verschwiegene Asylgründe im Rahmen eines neuen Asylgesuchs beim BFM vorz ubringen, haltlos; ein Verstoss gegen das Prinzip der Rechtssicherheit ist nicht auszumachen, da es diesbezüglich keine Praxisänderung gegeben hat, die im vorliegen- den Verfahren seitens des BFM wieder rückgängig gemacht würde. Di e- sen Erwägungen gemäss ist das BFM unter Verweis auf Art. 9 Abs. 2 VwVG die vorstehend genannten Vorbringen betreffend mangels Ge l- tendmachung von zwischenzeitlichen Ereignissen auf die Eingabe vom 22. Februar 2013 zu Recht und mit zutreffender Begründung nicht einge- treten. 7.2.3 Soweit die Beschwerdeführenden unter Verweis auf nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 19. September 2012 eingetretene Ereignisse vorbringen, sie hätten bei einer Rückkehr nach Sri Lanka au f- grund ihrer Zugehörigkeit zur Gruppe der abgewiesenen Asylbewer ber Verfolgung zu befürchten, handelt es sich um einen nach Abschluss des ordentlichen Verfahrens eingetretenen Sachverhalt, der nicht als qualif i- zierter Wiedererwägungsgrund in Betracht fällt. Die Qualifikation, ob es sich bei einer Eingabe um ein zweites Asylgesuch oder ein Wiedererw ä- gungsgesuch handelt, kann nicht vom Ergebnis der materiellen Prüfung der Flüchtlingseigenschaft abhängig gemacht werden. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist die Eingabe vom 22. Februar 2013 somit, soweit sich d ie Beschwerdeführenden auf Ereignisse berufen, die sich nach dem Urteil vom 19. September 2012 zugetragen haben, nicht als Wiedererwägungsgesuch, sondern als zweites Asylgesuch zu qualifizi e- ren, welches vom BFM als solches unter dem Aspekt von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG zu prüfen gewesen wäre, dies mit den möglichen Folgen e i- nes Nichteintretensentscheides oder – im Falle des Vorliegens von Hi n- weisen auf zwischenzeitlich eingetretene Ereignisse, die geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen oder d ie für die Gewährung v o- rübergehenden Schutzes relevant sind – des Durchlaufens eines erne u- ten ordentlichen Asylverfahrens (vgl. BVGE 2009/53). Insbesondere wäre vom BFM dabei nicht nur im Rahmen einer Vorprüfung zu untersuchen gewesen, ob die vo n den Beschwerdeführenden geltend gemachten Gründe für das Bestehen ihrer Flüchtlingseigenschaft, die nach dem U r- teil des Bundesverwaltungsgerichts vom 19. September 2012 entstanden seien, unter den Begriff des zwischenzeitlich eingetretenen Ereignisses im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG zu subsumieren sind (vgl. dazu auch: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D -2367/2013 vom 14. Oktober 2013 E. 6.3 ff.) D-1730/2013 Seite 19 8. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz das erneute Asylg e- such de r Beschwerdeführenden vom 22. Februar 2013 zu Unrecht als Wiedererwägungsgesuch behandelt und damit Bundesrecht verletzt hat (vgl. Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist somit insoweit gutzuheis- sen, als die angefochtene Verfügung vom 25. März 2013 aufzuheben und die Sache im Sinne der Erwägungen zur Neubeurteilung an die Vori n- stanz zurückzuweisen ist. Angesichts dieses Ausgangs des Verfahrens kann offengelassen werden, ob das BFM den Sachverhalt nur unvollstän- dig und unrichtig abgeklärt und damit den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt hat. Die Anträge, mit dem Urteil sei zuzuwarten, bis die neusten britischen Richtlinien vorlägen, das Bundesverwaltungsgericht solle we i- tere Abklärungen im Zusammenhang mit der Gefährdung von tamilischen Rückkehrern tätigen bzw. zur Einreichung diesbe züglicher Informationen Frist ansetzen, wird durch die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz ebenso gegenstandslos wie der in der Eingabe vom 20. Juni 2013 g e- stellte Antrag, es sei zur Einreichung eines weiteren Arztberichts Frist zu setzen oder mit dem Entscheid bis zur Einreichung dieses Berichts a b- zuwarten. 9. Die Beschwerdeführenden befinden sich somit wiederum im Asylverfa h- ren, während dessen gesamter Dauer sie sich gestützt auf Art. 42 Abs. 1 AsylG in der Schweiz aufhalten können. 10. 10.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG). 10.2 Den Beschwerdeführenden ist angesichts des teilweisen Obsiegens – das Bundesverwaltungsgericht geht vorliegend von einem Durchdri n- gen zu zwei Dritt eln aus – im Beschwerdeverfahren in Anwendung von Art. 64 Abs. 1 VwVG eine Parteientschädigung für ih nen erwachsene notwendige Vertretungskosten zuzusprechen (vgl. Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Der Rechtsvertreter reichte mit seiner Eingabe vom 20. Juni 2013 eine Kostennote zu den Ak- ten, in der er seinen Aufwand mit 23.13 Stunden à Fr. 240. – beziffert. Zu- dem macht er Spesen von Fr. 121.40 geltend. Das Bundesverwaltungs- gericht erachte t den geltend gemachten zeitlichen Aufwand angesichts der allgemein weitschweifigen und sich teilweise wiederholenden Ausfü h-D-1730/2013 Seite 20 rungen sowie des unnötigen Exkurses zu nicht vorliegenden Praxisänd e- rungen (vgl. dazu Art. 45 Abs. 2 BGG) als übermässig hoch und geht von einem gerechtfertigten Gesamtaufwand von 12 Stunden aus. Die volle Parteientschädigung würde somit Fr. 3132.50 betragen (Fr. 2880.– Auf- wand, Fr. 121.40 Spesen und Fr. 240.10 Mehrwertsteuer). Die reduzierte Parteientschädigung ist demnach auf Fr. 2088.35 festzusetzen und das BFM ist anzuweisen, dem Beschwerdeführer diesen Betrag auszurichten. (Dispositiv nächste Seite) D-1730/2013 Seite 21 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, insoweit die Feststellung der Nichti g- keit der angefochtenen Verfügung beantragt wird, im Übrigen wird sie gutgeheissen. 2. Die Verfügung des BFM vom 25. März 2013 wird aufgehoben und die Sa- che zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz z u- rückgewiesen. 3. Die Beschwerdeführe nden können den Ausgang des Asylverfahrens in der Schweiz abwarten. 4. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 5. Das BFM wird angewiesen, den Beschwerdeführenden eine Parteien t- schädigung von Fr. 2088.35 auszurichten. 6. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das BFM und die z u- ständige kantonale Behörde. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Walter Lang Christoph Basler Versand: