<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00331</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204003&amp;W10_KEY=13013569&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00331</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.02.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Quartierplan</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Abweisung der Beschwerde gegen einen Quartierplan: Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts und Abweisung des beantragten Augenscheins (E. 1). Zweck des Quartierplans (E. 2). Grundsätze, unter welchen Voraussetzungen ein Grundstück aus dem Quartierplanverfahren entlassen werden kann (E. 3.1). Das Grundstück der Beschwerdeführenden ist im Bereich des Verkehrs und der Kanalisation nicht vollständig erschlossen, weshalb es nicht aus dem Quartierplan entlassen werden kann (E. 3.2 - E. 3.5). Das Begehren, im Quartierplan seien die Niveaulinien der neuen Erschliessungsstrasse festzusetzen, ist abzuweisen (E. 4). Wer innert der nach § 154 PBG laufenden Frist keine Begehren stellt, ist damit im Rekursverfahren ausgeschlossen. Es ist nicht überspitzt formalistisch, wenn die Rekursinstanz verfrüht oder verspätet gestellte Begehren nicht berücksichtigt (E. 5). Da das Grundstück der Beschwerdeführenden verkehrsmässig nicht ausreichend erschlossen ist, war es nicht ermessensmissbräuchlich, die Beschwerdeführenden beim Kostenverleger für Strassen und Wege zu 100 % zu belasten (E. 6). Wegen den schwierigen Rechtsfragen war der Beizug eines Rechtsbeistands im Rekursverfahren auch für die Beschwerdegegnerin als grösseres Gemeinwesen gerechtfertigt. Die im Rekursverfahren zugesprochene Parteientschädigung ist daher nicht zu beanstanden (E. 7). Abweisung der Beschwerde und Kostenfolge (E. 8) </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)">ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: ERSCHLIESSUNGSPLAN, LANDUMLEGUNG, QUARTIERPLAN">ERSCHLIESSUNGSPLAN, LANDUMLEGUNG, QUARTIERPLAN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSCHLIESSUNGSSTRASSE">ERSCHLIESSUNGSSTRASSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KANALISATION">KANALISATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENVERLEGUNG">KOSTENVERLEGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: QUARTIERPLAN">QUARTIERPLAN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃBERSPITZTER FORMALISMUS">ÃBERSPITZTER FORMALISMUS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUGANG">ZUGANG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 146 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 154 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 155 Abs. I lit. b PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BEZ 2004 Nr. 23 S. 12</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>A ist EigentÃ¼mer der Parzelle Nr. 01 und zusammen mit seiner Frau B EigentÃ¼mer der Parzelle Nr. 02, beide zwischen L-, M- und N-Strasse in W gelegen und mit einer (beide Parzellen beanspruchenden) Liegenschaft Ã¼berbaut. FÃ¼r das Gebiet O wurde am 5. August 1993 das Quar­tierplanverfahren eingeleitet. Im Rahmen der davon unabhÃ¤ngig betriebenen Revision der Ortsplanung mussten Teile der Bauzonen im Quartierplangebiet aus GrÃ¼nden des Ortsbild­schutzes der Freihaltezone zugeteilt werden, weshalb das Quartierplanverfahren am 13. Juli 1995 sistiert wurde. Der Regierungsrat genehmigte am 4. MÃ¤rz 1998 die revidierte Ortsplanung, welche zentrale Teile des ursprÃ¼nglichen Quartierplangebiets der Freihaltezone zuwies. Das verbleibende Quartierplangebiet bestand nur noch aus einem Teil West lÃ¤ngs der P-Strasse, der keines umfassenden Quartierplans bedurfte, und einem Teil Ost lÃ¤ngs der L-Strasse, dem heute massgebenden Quartierplangebiet.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschluss vom 6. Mai 1999 zog der Gemeinderat X den Einleitungsbe­schluss vom 5. August 1993 in WiedererwÃ¤gung und beschrÃ¤nkte den Quartierplanperimeter auf den Teil Ost des ursprÃ¼nglichen Quartierplangebiets. Ein Anteil von Fr. 14'784.- an den bisher aufgelaufenen Kosten wurde den acht im Quartierplanverfahren verbleibenden GrundstÃ¼cken bzw. deren EigentÃ¼mern im neuen Verfahren belastet, wÃ¤hrend die Gemeinde X die Kosten fÃ¼r die elf daraus ausgeschiedenen GrundstÃ¼cke Ã¼bernahm. Dieser Entscheid blieb unangefochten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 28. Juni 2000 fand die erste GrundeigentÃ¼merversammlung zum ersten Ent­wurf des Quartierplans mit reduziertem Perimeter statt. Nach der 30-tÃ¤gigen Auf­lagefrist, innert welcher drei GrundeigentÃ¼mer â darunter A und B â eine Vielzahl von Begehren gestellt hatten, fand am 29. Mai 2001 die zweite GrundeigentÃ¼merversamm­lung statt. Mit Be­schluss vom 7. MÃ¤rz 2002 setzte die Gemeinde X den Quartierplan O in W fest. Dieser sieht neben weiteren Erschliessungsmassnahmen im Wesentlichen vor, das Quartierplangebiet mit einer neu zu erstellenden Stichstrasse ab Parzelle Nr. 03 zu erschliessen, welche unter anderem am westlichen Rand der Parzelle Nr. 01 von A verlÃ¤uft und in die M-Strasse mÃ¼ndet. Ausserdem soll das Trottoir an der vielbefahrenen L-Strasse auf zwei Meter verbreitert werden.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Dagegen liessen A und B am 15. April 2002 Rekurs erheben und eine Vielzahl von AntrÃ¤gen stellen. Im Hauptpunkt verlangten sie die Entlassung ihrer GrundstÃ¼cke aus dem Quartierplanverfahren, eventualiter die AbÃ¤nderung der LinienfÃ¼h­rung und Reduktion der Ausmasse der geplanten neuen Stichstrasse, die Festlegung von Niveaulinien fÃ¼r diese, den Ausbau der N-Strasse als eigene Zufahrt zu ihrer Liegenschaft, den Verzicht auf die Verbreiterung des Trottoirs an der L-Strasse und eine massive Entlastung bei den verschie­de­nen Kostenverlegern. Die Baurekurskommission III des Kantons ZÃ¼rich nahm am 23. April 2003 einen Augenschein auf dem Lokal vor und wies den Rekurs mit Entscheid vom 2. Juli 2003 ab, soweit sie darauf eintrat. Die Kosten des Ver­fahrens auferlegte sie den Rekurrenten und verpflichtete diese, dem Gemeinderat X zu Gunsten des Quartierplans eine EntschÃ¤digung von Fr. 1'400.- zu bezahlen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Dagegen liessen A und B am 17. September 2003 Beschwerde beim Verwaltungsgericht ein­reichen. Im Hauptpunkt verlangten sie die Aufhebung des an­gefochtenen Entscheids und erneut die Entlassung ihrer Grund­stÃ¼cke aus dem Quartierplanverfahren, eventualiter, es sei die bestehende Einfahrt von der L-Strasse zu ihrer Liegenschaft unverÃ¤ndert zu belassen, und ihre GrundstÃ¼cke seien mit dem Kostenverleger fÃ¼r Strassen und Wege nicht zu belasten. Weiter seien die Kosten des Rekurs- und Beschwerdeverfahrens der Gemeinde X aufzuerlegen und diese zu einer Partei­entschÃ¤digung an sie zu verpflichten. Die Gemeinde X liess in der Beschwerde­antwort Abweisung der Beschwerde beantragen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu­lasten der BeschwerdefÃ¼hrenden. Die Rekursinstanz beantragte ohne weitere Bemerkungen Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span> zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span> Die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts ergibt sich vorliegend aus § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG). Da auch die Ã¼brigen Sach­urteilsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span> Die BeschwerdefÃ¼hrenden verlangen, der vorinstanzliche Entscheid sei vollumfÃ¤ng­lich aufzuheben. Im Rekursverfahren hatten sie unter anderem beanstandet, dass das von ihnen am 10. November 2000 mit dem EigentÃ¼mer von Kat.-Nr. 03 ver­einbarte Fuss- und Fahrwegrecht zu Gunsten von Kat.-Nr. 02 nicht in die Rechtsbereini­gungstabelle des technischen Berichtes vom 7. MÃ¤rz 2002 aufgenommen worden war, obwohl dieses in Zukunft Bestand haben soll. In der Rekursantwort gestand die damalige Rekursgegnerin den Rekurrenten ein Versehen zu, welches im Rahmen des grundbuchli­chen Vollzuges bereinigt werden sollte. Die Rekursinstanz ging davon aus, dass diese Bereinigung tatsÃ¤chlich erfolgen werde und betrachtete diesen Punkt deshalb als erledigt. Da ein materieller Entscheid darÃ¼ber im Rekursverfahren nicht erfolgt ist, betrifft der Antrag auf vollumfÃ¤ngliche Aufhebung des angefochtenen Entscheids diesen Punkt nicht.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden beantragen einen Augenschein. Die Vorinstanz nahm am 23. April 2003 einen Augenschein auf dem Lokal vor. Es ist zulÃ¤ssig, dass sich eine Rechts­mittelinstanz auf das Ergebnis eines vorinstanzlichen Augenscheins abstÃ¼tzt. Dies setzt allerdings voraus, dass sich alle wesentlichen, anlÃ¤sslich des Augenscheins gewonnenen EindrÃ¼cke und gemachten Feststellungen aus den Akten ergeben. Unter diesen Voraussetzungen darf im Interesse der VerfahrensÃ¶konomie auf einen weiteren, letztlich nur eine formelle Wiederholung darstellenden Augenschein verzichtet werden (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 7 N. 45).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wo die BeschwerdefÃ¼hrenden auf das Ergebnis des beantragten Augenscheins hinweisen, ergeben sich die Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse konkret aus den Akten, dem Protokoll des vorinstanzlichen Augenscheins, dem angefochtenen Entscheid und den bei den Akten liegenden PlÃ¤nen. Es erÃ¼brigt sich daher, einen zusÃ¤tzlichen Augenschein vorzunehmen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Quartierplan bezweckt, das Land zwischen HauptstrassenzÃ¼gen verkehrsmÃ¤ssig zu erschliessen und baureif zu machen, insbesondere den Verlauf der fÃ¼r eine hinreichende Zufahrt nÃ¶tigen Quartierstrassen zu bestimmen sowie GrenzverÃ¤nderungen oder nÃ¶tigenfalls die Zusammenlegung und Neueinteilung sÃ¤mtlicher GrundstÃ¼cke vorzunehmen, um fÃ¼r die Ãberbauung geeignete Parzellen zu gewinnen. Der Quartierplan dient sowohl Ã¶ffentlichen als auch privaten Interessen: Die Allgemeinheit ist im Hinblick auf die Baulandknappheit daran interessiert, dass eingezontes Land tatsÃ¤chlich Ã¼berbaut werden kann, wÃ¤hrend der Quartierplan fÃ¼r den GrundeigentÃ¼mer ein Mittel bildet, um zu baureifem Land zu gelangen (VGr, 29. Februar 1984, ZBl 85/1984, S. 374; Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, 3. A., ZÃ¼rich 1999, Rz. 364 f.). </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden verlangen im Hauptantrag, ihre GrundstÃ¼cke seien aus dem Quartierplanverfahren zu entlassen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span class="UrteilstextChar"><span>In seiner bisherigen Rechtsprechung ging das Verwaltungsgericht davon aus, dass, da­mit ein GrundstÃ¼ck nach § 155 Abs. 1 lit. b des Planungs- und Baugesetzes vom 7. Septem­ber 1975 (PBG) aus dem Quartierplanverfahren entlassen werden kann, kumulativ zwei Voraussetzungen erfÃ¼llt sein mÃ¼ssen: Das zu entlassende GrundstÃ¼ck darf fÃ¼r die Gesamt­er­schliessung des Ã¼brigen Landes nicht benÃ¶­tigt werden, und es muss selber nach objektiven Gesichtspunkten â nicht bloss nach den BedÃ¼rfnissen des derzeitigen EigentÃ¼mers â</span></span><span> in jeder Hinsicht baureif sein oder aus sachli­chen GrÃ¼nden fÃ¼r eine Ãberbauung nicht in Be­tracht kommen (VGr, 6. Oktober 1999, VB.99.00211, www.vgrzh.ch). Das Bundesge­richt hat mit Urteil vom 14. MÃ¤rz 2000 gegenÃ¼ber dieser Praxis Bedenken geÃ¤ussert. Es stellte fest, dass die mit einem Quartierplan verbundenen Belastungen der EigentÃ¼mer nur dadurch gerechtfertigt sind, dass der Plan nicht nur Ã¶ffentlichen Interessen, sondern zu­gleich auch privaten Interessen der betroffenen GrundeigentÃ¼mer dient. Er ermÃ¶glicht eine im Ã¶ffentlichen Interesse liegende, geordnete Ãberbauung des Landes. Gleichzeitig verschafft er dem GrundeigentÃ¼mer eine Erschliessung und ermÃ¶glicht so die Ãberbauung des GrundstÃ¼cks und damit die Erzielung eines Mehrwerts. Dass ein solches privates Interesse tatsÃ¤chlich vorliegt, ist Voraussetzung fÃ¼r die mit dem Einbezug eines GrundstÃ¼cks in den Quartierplan verbundenen Belastungen. Ist jedoch eine Parzelle bereits hinreichend erschlossen und erfÃ¤hrt sie auch sonst durch den Quartierplan keinen Vorteil, so ist deren Einbezug nicht gerechtfertigt. Es geht nicht an, ein baureifes GrundstÃ¼ck einzig deshalb in einen Quartierplan einzubeziehen, weil es fÃ¼r die Gesamterschliessung benÃ¶tigt wird; diesfalls fehlt es am Vorteil, welcher den Einbezug in das Quartierplangebiet und die damit ver­bundenen EigentumsbeschrÃ¤nkungen und finanziellen Belastungen rechtfertigt (BGr, 14. MÃ¤rz 2000, 1P.721/1999, E. 3a und 3b, www.bger.ch). Das schliesst es nicht aus, in das Quartierplanverfahren auch GrundstÃ¼cke einzubeziehen, welche bereits teilweise Ã¼berbaut sind, jedoch noch Nutzungsreserven enthalten, bei deren Realisierung die bestehende Erschliessung nicht mehr genÃ¼gen wÃ¼rde; allerdings ist in solchen FÃ¤llen nicht nur auf die durch die vorgesehene Erschliessung objektiv ermÃ¶glichte bessere AusnÃ¼tzung, sondern auch auf die subjektive Situation der betroffenen EigentÃ¼mer abzustellen (BGr, E. 3c bis 3e). Sodann sind selbst voll erschlossene, Ã¼berbaute GrundstÃ¼cke in das Verfahren einzu­beziehen, wenn die bestehenden Erschliessungswerke sanierungsbedÃ¼rftig sind und diese Sanierung zweckmÃ¤ssigerweise im Zuge der Realisierung des Quartierplans vorgenommen wird. SanierungsbedÃ¼rftig ist ein Werk nicht nur, wenn es reparaturbedÃ¼rftig ist, sondern auch, wenn es den geltenden Normen nicht mehr entspricht (Christoph Fritz­sche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 3. A., ZÃ¼rich 2003, S. 4-28).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Die Rekursinstanz verneinte, dass die GrundstÃ¼cke der BeschwerdefÃ¼hrenden schon vollstÃ¤ndig erschlossen und damit baureif seien, insbesondere unter Hinweis auf den wenig verkehrssicheren Zugang Ã¼ber die N-Strasse, der direkt in die L-Strasse mÃ¼ndet. Wie aus dem Quartierplan hervorgeht, kÃ¶nnen die einzelnen GrundstÃ¼cke rÃ¼ckwÃ¤rtig durch die neue Stichstrasse erschlossen werden und mÃ¼ndet diese Erschliessung in eine einzige Aus­fahrt an weit ungefÃ¤hrlicherer Stelle in die L-Strasse als etwa N-Strasse und M-Strasse (vgl. § 240 Abs. 3 PBG). Es kann diesbezÃ¼glich auf die zutreffenden AusfÃ¼hrungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG; Rekursentscheid E. 4c). In der Beschwerdeschrift gestehen die BeschwerdefÃ¼h­ren­den zu, dass die Hinweise auf die massgeblichen Ver­kehrssicherheitsbestimmungen zutreffend seien, beharren aber darauf, dass der Zugang zu ihren GrundstÃ¼cken seit jeher Ã¼ber die L-Strasse und die N-Strasse erfolgt sei. Dies rechtfertigt jedoch nicht, von der rÃ¼ck­wÃ¤rtigen Erschliessung ihrer GrundstÃ¼cke abzusehen. WÃ¼rde den BeschwerdefÃ¼hren­den gefolgt, bestÃ¼nden weiterhin auf kurzer Strecke mehrere Ausfahrten aus dem Quartierplan­gebiet, was zu vermeiden ist (§ 240 Abs. 3 PBG). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Unzutreffend ist sodann der Vorwurf der BeschwerdefÃ¼hrenden, dass das GrundstÃ¼ck aKat.-Nr. 02 mit der Erschliessung Ã¼ber die neue Quartierstrasse und die M-Strasse im eigentlichen Sinn </span><span>"</span><span>abgeschlossen</span><span>"</span><span> und nicht erschlossen wÃ¼rde. Das trifft nicht zu. Die Zufahrt zu ihren GrundstÃ¼cken Ã¼ber die neue Stichstrasse und die M-Strasse er­fordert lediglich einen kleinen Umweg von 200 m, der den BeschwerdefÃ¼hrenden jedoch durchaus zuzumuten ist. Dabei darf nicht Ã¼bersehen werden, dass die neue Quartierstrasse bei­spielsweise die Zufahrt fÃ¼r Fahrzeuge der Ã¶ffent­lichen Dienste (z.B. Feuerwehr, SanitÃ¤t, Kehrichtabfuhr) ermÃ¶glicht (vgl. § 237 Abs. 1 PBG), was sÃ¤mtlichen Quartierplan­genos­sen zugute kommt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.4 </span></b><span> Wie dargelegt sind selbst voll erschlossene Ã¼berbaute GrundstÃ¼cke in das Verfah­ren einzubeziehen, wenn die bestehenden Erschliessungswerke den geltenden Normen nicht mehr entsprechen (vorne E. 3.1). Das betrifft die GrundstÃ¼cke der BeschwerdefÃ¼hrenden teil­weise im Bereich der Kanalisation. Die Ã¼berbauten Parzellen im Quartierplangebiet wer­den heute Ã¼ber die bestehenden Mischwasserleitungen im Trassee der L-Strasse und der M-Strasse entwÃ¤ssert. Nach dem Generellen EntwÃ¤sserungs­plan (GEP) muss das Quartierplangebiet im Trennsystem entwÃ¤ssert werden, wozu ein zusÃ¤tzlicher Rein­wasserkanal in der L-Strasse erstellt wird. Vorgesehen sind drei Kanalsysteme, nÃ¤mlich die Schmutzwasser- und Reinwasserleitung in der neuen Quartierstrasse E4 (Kanalsystem A), die VerlÃ¤ngerung der bestehenden Schmutz­wasserleitung in der M-Strasse und eine zusÃ¤tzliche Reinwasserleitung ebenda (Kanalsystem B) sowie eine Schmutzwas­ser- und Reinwasserleitung entlang der sÃ¼dlichen Quartierplangrenze (Kanalsystem C). Die GrundstÃ¼cke der BeschwerdefÃ¼hrenden sind vom Ausbau des Ka­nal­systems B betroffen. Insofern besteht daher keine vollstÃ¤ndige Erschliessung, wie die Vorinstanz zu Recht festhielt (Rekurs­entscheid E. 12b und 12c), und profitieren die GrundstÃ¼cke der BeschwerdefÃ¼hrenden von den erwÃ¤hnten Erschliessungen, Ausstattungen und AusrÃ¼stungen des Quartiers.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.5 </span></b><span>Das Begehren der BeschwerdefÃ¼hrenden um Entlassung ihrer GrundstÃ¼cke aus dem Quar­tierplanverfahren ist daher zu Recht abgewiesen worden.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden verlangen in einem weiteren Hauptantrag, es seien die Niveaulinien der neuen Erschliessungsstrasse im Quartierplan festzusetzen. Darauf hatte der Tech­nische Bericht vom 7. MÃ¤rz 2002 verzichtet, weil das Niveau der neuen Stichstrasse erst im Rahmen der genauen Projektierung festgelegt werden soll, wofÃ¼r das Niveau der<br/> L-, N- und M-Strasse massgebend ist.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Vorinstanz wies den Antrag der BeschwerdefÃ¼hrenden auf Festsetzung von Niveau­linien fÃ¼r die neue Quartierstrasse E4 mit ausfÃ¼hrlicher und zutreffender BegrÃ¼ndung ab, worauf zunÃ¤chst zu verweisen ist (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG; Rekurs­ent­scheid E. 7). Niveaulinien brauchen nicht zwingend festgelegt zu werden (§ 106 f. PBG). Im Rekursverfahren hatten die BeschwerdefÃ¼hrenden den Antrag gestellt, die neue Quartier­strasse sei so weit nach Westen (zulasten des GrundstÃ¼cks aKat.-Nr. 07) zu verschieben, dass sie das GrundstÃ¼ck aKat.-Nr. 01 nicht mehr tangiere. Dazu hatte die Vorinstanz festgehalten, das GrundstÃ¼ck aKat.-Nr. 07 liege hangseitig, wÃ¤hrend das GrundstÃ¼ck des BeschwerdefÃ¼hrers 1 in der Ebene liege. Daraus ist zu schliessen, dass der Bau der neuen Quartierstrasse E4 etwa auf dem Niveau des GrundstÃ¼cks des BeschwerdefÃ¼h­rers 1 verlaufen wird und damit nicht fÃ¼r eine neue BÃ¶schung sorgt, wie er befÃ¼rchtet. Inwie­fern die BeschwerdefÃ¼hrenden durch eine BÃ¶schung ein weiteres Mal zu aufwendigen bau­lichen Massnahmen gezwungen wÃ¼rden, wird in der Beschwerdeschrift nicht nÃ¤her ausgefÃ¼hrt. Insofern ist die Beschwerde daher abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden weisen darauf hin, dass das Wohnhaus auf dem GrundstÃ¼ck aKat.-Nr. 02 ausschliesslich gegen die L-Strasse ausgerichtet sei. Die N-Strasse hÃ¤tten sie auf eigene Kosten ausgebaut, damit er sich als Zufahrt zu ihrer Liegenschaft eigne. Diese Zufahrt sei im bestehenden Zustand als solche zu belassen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b><span> Die Vorinstanz war auf den Rekurs nicht eingetreten, soweit die BeschwerdefÃ¼hren­den verlangt hatten, die N-Strasse sei als Einfahrt zu ihrer Liegenschaft im heutigen Zu­stand zu belassen und bis zum GebÃ¤ude Assek.-Nr. 06 zu verbreitern. Die Vorinstanz wies darauf hin, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden innert der nach § 154 PBG laufenden Frist in ihrer Eingabe vom 4. Mai 2001 keine Begehren gestellt hÃ¤tten, welche die N-Strasse als Zu­fahrt betrafen. VerfrÃ¼ht wie verspÃ¤tet gestellte Begehren seien nicht zu berÃ¼cksichtigen (Rekursentscheid E. 1b). Die Be­schwerdefÃ¼hrenden erachten die Auffassung der Rekursinstanz als Ã¼berspitzt formali­stisch und werfen der Beschwerdegegnerin vor, sie hÃ¤tte sie als juris­tische Laien auf die Wiederholung ihrer verfrÃ¼ht gestellten Begehren hinweisen mÃ¼s­sen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b><span> Nach rechtskrÃ¤ftiger Verfahrenseinleitung wird ein Entwurf des Quartierplans erstellt. Im Anschluss daran ist eine erste Verhandlung mit den betroffenen GrundeigentÃ¼­mern durch­zufÃ¼hren, an welcher der Entwurf erlÃ¤utert wird und die WÃ¼nsche und Anregungen der Beteiligten entgegengenommen werden. Danach ist der Entwurf zu Ã¼berarbeiten und sind die Beteiligten zu einer zweiten Versammlung einzuladen, wie dies die Beschwerdegeg­nerin vorliegend korrekt getan hat. Innert der Auflagefrist (bis zur zweiten Quartierplanversammlung) liegt der Ã¼berarbeitete Entwurf des Quartierplans auf und kÃ¶nnen die Beteiligten in verschiedener Hinsicht Begehren stellen. Nur wenn der betroffene GrundeigentÃ¼mer in der Phase der zweiten Quartierplanversammlung Begehren stellt, wird er spÃ¤­ter im Rekursverfahren mit den entsprechen­den Einwendungen Ã¼berhaupt angehÃ¶rt werden. Wer nicht rechtzeitig Begehren stellt, ist damit im Rekursverfahren ausgeschlossen (§§ 152-155 PBG; Fritzsche/BÃ¶sch, S. 138; Haller/Karlen, Rz. 383; MÃ¼ller/Rosenstock/ Wipfli/Zuppinger, § 155 N. 2a, 4; VGr, 16. November 2001, VB.2001.00196, E. 2, www.vgrzh.ch = BEZ 2002 Nr. 3).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.3 </span></b><span> Zutreffend ist, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden die Beschwerdegegnerin im Rahmen des Quartierplanverfahrens ungeachtet laufender Fristen wie etwa derjenigen nach § 154 PBG mit umfangreichen Anfragen geradezu eindeckten. Schon aus grundsÃ¤tzlichen GrÃ¼n­den ist es einer BehÃ¶rde aber nicht zuzumuten, eine Vielzahl von teilweise bereits beantwor­teten Eingaben darauf hin zu kontrollieren, ob die Betroffenen ihnen wichtig erschei­nende AntrÃ¤ge fristwahrend nach § 154 PBG gestellt haben und sie andernfalls auf ihre Unter­lassung hinzuweisen. Dies wÃ¼rde die Quartierplangenossen letztlich gerade davon entlasten, die fÃ¼r eine spÃ¤tere Rekurserhebung zu wahrende Frist nach § 154 PBG einzuhalten, indem sie sich jederzeit auf irgendwann einmal gestellte AntrÃ¤ge berufen kÃ¶nn­ten. Am Grundsatz der streng einzuhaltenden Frist von § 154 PBG fÃ¼r Begehren ist daher fest­zuhalten.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.4 </span></b><span> Am 28. Juni 2000 fand die erste GrundeigentÃ¼merversammlung statt. GemÃ¤ss Protokoll Ã¤usserten sich die BeschwerdefÃ¼hrenden dabei nicht. Am 11. Juli 2000 be­an­tragten sie allerdings die Berichtigung des Protokolls in mehreren Punkten, ohne aber auf die Frage der N-Strasse als Zufahrt zu ihrer Liegenschaft einzugehen. Den umfangreichen Anfragen an die Beschwerdegegnerin vom 13., 23. und 26. Juli 2000 ist ein expliziter Antrag auf die unverÃ¤nderte Zufahrt Ã¼ber die N-Strasse nicht zu entnehmen. Immerhin geht aus dem Antrag der BeschwerdefÃ¼hrenden, wonach auf den Bau der neuen Quartierstrasse zu verzichten sei, hervor, dass sie bezÃ¼glich Zufahrt zu ihrer Liegenschaft den bestehenden Zustand offenbar aufrecht­erhalten wollten. In der Folge lud die Beschwerdegegnerin die Be­schwer­de­fÃ¼hrenden zu einem klÃ¤renden GesprÃ¤ch ein, ohne dass ein Konsens gefunden werden konn­te. Am 18. Dezember 2000 wiederholten die BeschwerdefÃ¼hrenden noch ein­mal einige der von ihnen bereits gestellten Fragen und baten um schriftliche Beantwortung, worauf die Beschwerdegegnerin in der Antwort vom 29. Januar 2001 ein­ging und nebst anderem die Notwendigkeit der rÃ¼ckwÃ¤rtigen Erschliessung darlegte. Am 3. April 2001 er­folgte die Einladung zur zweiten GrundeigentÃ¼merversamm­lung mit dem Hinweis auf die fÃ¼r AntrÃ¤ge laufende Frist nach § 154 PBG. Der Eingabe vom 4. Mai 2001 lÃ¤sst sich kein Antrag zur N-Strasse als Zufahrt zur Liegenschaft der BeschwerdefÃ¼hrenden entnehmen, ebenso wenig dem Protokoll der zweiten GrundeigentÃ¼merversammlung und der von den BeschwerdefÃ¼hrenden beantragten Protokollberichtigung. Damit wurde innert der Frist von § 154 PBG tatsÃ¤chlich kein Antrag zur N-Strasse als Zufahrt zur Liegenschaft der Be­schwer­defÃ¼hrenden gestellt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.5 </span></b><span> Die BeschwerdefÃ¼hrenden stellten im Rekursverfahren den Antrag, die N-Strasse sei als Zufahrt zu ihrer Liegenschaft beizubehalten und auszubauen, als Eventualantrag fÃ¼r den Fall, dass ihre GrundstÃ¼cke nicht aus dem Quartierplanverfahren entlassen wÃ¼r­den. Dasselbe gilt im Beschwerdeverfahren. Sie vermÃ¶gen sich daher auch nicht darauf zu stÃ¼tzen, dass der Antrag auf Entlassung aus dem Quartierverfahren denjenigen auf unverÃ¤nderte Zu­fahrt Ã¼ber die N-Strasse mitumfasst habe. Im Ãbrigen hatte die Beschwerdegegnerin schon deswegen keinen Anlass, die BeschwerdefÃ¼hrer auf die Wiederholung ihres (bis dahin nicht explizit gestellten) Antrags, die Zufahrt Ã¼ber die N-Strasse zu ihrer Liegenschaft sei unverÃ¤ndert zu belassen, innert der Frist von § 154 PBG aufzufordern, weil sie den BeschwerdefÃ¼hrenden noch am 29. Januar 2001 die Notwendigkeit der rÃ¼ckwÃ¤rtigen Er­schliessung der vom Quartierplan erfassten GrundstÃ¼cke dargelegt hatte (vorne E. 5.4). Dem kÃ¶nnen sich die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht mit dem Argument entziehen, die<br/> L-Strasse sei zur Abklassierung vorgesehen und werde zur Quartierstrasse. Einerseits stehen die kÃ¼nftige Abklassierung der L-Strasse (als Kantonsstrasse) und deren Zeit­punkt nicht im Belieben der Beschwerdegegnerin. Dass die L-Strasse mit der Abklassierung zu einer Quartierstrasse wÃ¼rde, ist anderseits eine blosse Vermutung der Be­schwer­defÃ¼hrenden. Die L-Strasse verbindet â im Unterschied zur Q-Strasse â die Zentren von Z und Y direkt. Ausserdem bildet sie die kÃ¼rzeste Ver­bindung von Y zur Sportanlage R und zu den Einkaufszentren in Z. Selbst nach ihrer Abklassierung dÃ¼rfte sie deshalb immer noch ein reiches Verkehrs­auf­kom­men aufweisen. Zu Recht geht die Beschwerdegegnerin davon aus, dass die L-Strasse nach der kÃ¼nftigen Abklassierung zu einer Sammelstrasse, nicht aber zu einer Quar­tierstrasse wÃ¼rde.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.6 </span></b><span> Im Ãbrigen verbÃ¶te sich, wie bereits dargelegt, die Zufahrt zu und die Wegfahrt von der Liegenschaft der BeschwerdefÃ¼hrenden Ã¼ber die N-Strasse aus sicherheitstechni­schen GrÃ¼n­den, worauf die Vorinstanz mit zutreffender BegrÃ¼ndung hingewiesen hatte und an dieser Stelle zu verweisen ist (dazu vorne E. 3.2; § 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG, Re­kursentscheid E. 8a).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Schliesslich verlangen die BeschwerdefÃ¼hrenden, ihre GrundstÃ¼cke seien beim Kostenverleger fÃ¼r Strassen und Wege nicht zu belasten. Sie beharren darauf, dass ihre GrundstÃ¼cke in ausreichendem Sinn erschlossen seien und die Erschliessungsstrasse nicht in ihrem Inte­resse liege, was die Beschwerdegegnerin bestreitet. Im Rekursverfahren hatten die BeschwerdefÃ¼hrenden verlangt, ihre GrundstÃ¼cke seien beim Kostenverleger fÃ¼r Strassen und Wege nur zu 50 % zu belasten. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.1 </span></b><span> Vorweg stellt sich die Frage, ob der in der Beschwerdeschrift gestellte Antrag, wonach die GrundstÃ¼cke der BeschwerdefÃ¼hrenden gar nicht mit Kosten fÃ¼r Strassen und Wege zu be­lasten seien, zulÃ¤ssig ist, da er vom Antrag in der Rekursschrift abweicht. Das ist zu ver­neinen. Der Antrag darf nur Begehren enthalten, Ã¼ber welche die Vorinstanz entschieden hat oder hÃ¤tte entscheiden sollen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 54 N. 4 und Vorbem. zu §§ 19-28 N. 87). Andernfalls wÃ¼rde im Beschwerdeverfahren der Streitgegenstand un­zulÃ¤ssi­gerweise erweitert. Demnach kann sich vorliegend nur die Frage stellen, ob die GrundstÃ¼cke der BeschwerdefÃ¼hrenden nur zu 50 % beim Kostenverleger fÃ¼r Strassen und Wege zu berÃ¼cksichtigen sind.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.2 </span></b><span> Wie bereits dargelegt sind die GrundstÃ¼cke der BeschwerdefÃ¼hrenden auch verkehrs­mÃ¤ssig nicht als ausreichend erschlossen zu betrachten (vorne E. 3.2). Ferner trifft es nicht zu, dass durch den Abschluss der M-Strasse gegenÃ¼ber der L-Strasse das GrundstÃ¼ck aKat.-Nr. 02 nicht er-, sondern abgeschlossen wÃ¼rde (vorne E. 3.3). Nicht gefolgt wer­den kann der Vermutung der BeschwerdefÃ¼hrenden, dass ein Aufwand zur Ãberwin­dung der BÃ¶schung von der neuen Erschliessungsstrasse zum GrundstÃ¼ck aKat.-Nr. 01 ent­stehen wÃ¼rde (vorne E. 4). Fehl geht sodann deren Vorbringen, dass die Bestandesgarantie den von ihnen auf eigene Kosten ausgebauten Teil der N-Strasse als Zufahrt zu ihrer Lie­gen­schaft beschlage. Die Bestandesgarantie verbietet allen staatlichen Organen, die kon­kreten Eigentumsrechte der Einzelnen zu beschrÃ¤nken, sofern der Eingriff nicht auf einer genÃ¼­gen­den gesetzlichen Grundlage beruht, im Ã¶ffentlichen Interesse liegt und ver­hÃ¤lt­nismÃ¤ssig ist (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich etc. 2002, Rz. 2044). Die N-Strasse steht im Eigentum der Beschwerdegegnerin. Wenn auch die Zufahrt Ã¼ber die N-Strasse zur Liegenschaft der BeschwerdefÃ¼hrenden bis anhin ge­duldet wur­de, so lÃ¤sst sich daraus doch kein Eigentumsrecht der BeschwerdefÃ¼h­ren­den daran ableiten. Ausserdem vermag sich die Beschwerdegegnerin auf eine ausreichen­de gesetz­liche Grundlage zu stÃ¼tzen, liegt es doch gerade im Wesen des vorliegenden Quar­tierplans, die L-Strasse von mehreren Einzelzufahrten zu entlasten. Daran besteht nicht zuletzt auch ein Ã¶ffentliches Interesse im Rahmen der Verkehrssicherheit (vor­ne E. 3.2, § 240 Abs. 3 PBG). Schliesslich wurde bereits darauf hingewiesen, dass fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrenden der Umweg von 200 m bei der kÃ¼nftigen Zufahrt zu ihrer Lie­gen­schaft zumutbar und damit verhÃ¤ltnismÃ¤ssig ist (vorne E. 3.3). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.3 </span></b><span> Bei der Festlegung der Kosten im Quartierplanverfahren spielt ein gewisses Ermessen mit, ist doch fÃ¼r die Verteilung der Kosten von Erschliessungsanlagen und gemeinschaft­li­chen Ausstattungen in erster Linie das Interesse an den betreffenden Anlagen massgebend (§ 146 Abs. 1 und 2 PBG). Das Verwaltungsgericht Ã¼berprÃ¼ft Rekursentscheide jedoch nur mit Bezug auf Rechtsverletzungen. Bei auf ErmessensausÃ¼bung beruhenden Entscheiden liegt eine Rechtsverletzung nur im Fall von Ermessensmissbrauch oder ErmessensÃ¼berschrei­tung vor (§ 50 Abs. 1 und 2 VRG). Von ErmessensÃ¼berschreitung ist auszugehen, wenn die Verwaltung dort Ermessen Ã¼bt, wo ihr nach dem Gesetz keines zukommt. Die ErmessensbetÃ¤tigung muss zudem in jedem Fall pflichtgemÃ¤ss sein; sie darf sich nicht von sachfremden Motiven leiten lassen oder Ã¼berhaupt unmotiviert sein, sonst liegt ein Ermessensmissbrauch vor (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 78, 80). Vorliegend hat die Vorinstanz die gegenÃ¼berstehenden Interessen der betroffenen GrundeigentÃ¼mer bei den verschiede­nen Kostenverlegern angemessen abgewogen (Rekursentscheid, S. 23 ff.). Auf ihre zutreffen­den AusfÃ¼hrungen kann verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG, Rekursentscheid E. 11). Ermessensmissbrauch oder -Ã¼berschreitung lassen sich in diesem Vor­gehen nicht erkennen und werden auch nicht geltend gemacht. Zwar rÃ¼gen die Be­schwer­defÃ¼hrenden eine Verletzung des Ãquivalenzprinzips. Eine solche ergibt sich nach dem AusgefÃ¼hrten jedoch nicht. Auf den Parzellen der BeschwerdefÃ¼hrenden bestehen nÃ¤m­lich noch Nutzungsreserven. Dies ergibt sich aus den AusfÃ¼hrungen der Parteien im Rekursverfahren und aus den ErwÃ¤gungen der Vorinstanz. Da die BeschwerdefÃ¼hrenden dem im Beschwerdeverfahren nichts entgegenhalten, kÃ¶nnen sie nicht geltend machen, dass sie an den betreffenden Anlagen kein Interesse hÃ¤tten (§ 146 Abs. 2 PBG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>7. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden beanstanden sodann, dass der Beschwerdegegnerin im Rekursverfahren eine UmtriebsentschÃ¤digung zugesprochen wurde. Sie stÃ¼tzen sich darauf, dass sich die QuartierplanbehÃ¶rde als fachkundige BehÃ¶rde auf die Darlegung des technischen Hintergrundes des Quartierplans hÃ¤tte beschrÃ¤n­ken kÃ¶nnen und nicht rechtlich kompli­zier­te Sachverhalte hÃ¤tte darlegen mÃ¼ssen. DemgegenÃ¼ber verweist die Beschwerdegegnerin auf den von den BeschwerdefÃ¼hrenden verursachten grossen Aufwand, welcher das Verfah­ren so komplex habe werden lassen, dass der Beizug eines Rechtsvertreters gerechtfertigt sei. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>7.1 </span></b><span>Die Zusprechung einer EntschÃ¤digung nach § 17 Abs. 2 lit. a VRG setzt in erster Linie die rechtsgenÃ¼gende Darlegung komplizierter Sachverhalte und schwieriger Rechtsfragen voraus. RechtsgenÃ¼gend ist dabei nur eine Darlegung, die sowohl den Verfahrensvorschrif­ten genÃ¼gt, als auch in der Sache selbst die entscheidwesentlichen Fragen fachgerecht behan­delt. Als schwierig sind Rechtsfragen zu bezeichnen, die zu beantworten auch eine rechts­kundige Person nicht ohne weiteres in der Lage ist, insbesondere weil eine klare gesetzliche Regelung fehlt oder diesbezÃ¼glich keine oder nur eine widersprÃ¼chliche Praxis der rechtsanwendenden BehÃ¶rden besteht oder die massgebende Rechtsfrage in Lehre und Recht­sprechung umstritten ist. Sind diese Voraussetzungen erfÃ¼llt, ist eine Parteient­schÃ¤­di­gung geschuldet, wenn sich daraus fÃ¼r die berechtigte Partei ein besonderer Aufwand ergab oder sich deswegen der Beizug eines Rechtsbeistands rechtfertigte (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 17 N. 27).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>7.2 </span></b><span> EntschÃ¤digungsberechtigt ist auch ein grÃ¶sseres, leistungsfÃ¤higeres Gemeinwesen, so­bald nur wegen eines besonderen Einsatzes auf die im betreffenden Verfahren Ã¼bliche anwalt­liche Vertretung verzichtet werden konnte. Dies gilt gleichermassen fÃ¼r ein obsie­gen­des Gemeinwesen, das durch das prozessuale Verhalten und die Vorbringen der Gegenpar­tei Ã¼ber GebÃ¼hr belastet wird (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 20). GrundsÃ¤tzlich ist daher eine EntschÃ¤digung der Gemeinde X nicht ausgeschlossen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>7.3 </span></b><span>Schon nur die Vielzahl der im Rekursverfahren gestellten AntrÃ¤ge, insbesondere auch im Bereich der einzelnen Kostenverleger, lÃ¤sst angesichts der eher dÃ¼rftigen gesetzlichen Regelung in § 146 PBG zu, von schwierigen Rechtsfragen auszugehen. DafÃ¼r spricht auch, dass die Entlassung aus dem Quartierplanverfahren nur unter sehr eingeschrÃ¤nkten Voraussetzungen mÃ¶glich ist, die Frage der rechtsgenÃ¼genden Er­schliessung unter verschiedenen Ge­sichtspunkten abgeklÃ¤rt und die Belastung der GrundstÃ¼cke der BeschwerdefÃ¼hrenden im Rekursverfahren mit Bezug auf die einzelnen Kostenverleger geprÃ¼ft werden musste. Der Beizug eines Rechtsbeistandes erscheint vor diesem Hintergrund auch fÃ¼r die Be­schwer­degegnerin als grÃ¶sseres Gemeinwesen gerechtfertigt. Die HÃ¶he der Partei­entschÃ¤­di­gung wird nicht angefochten. Die zugesprochene Partei­entschÃ¤digung ist daher nicht zu be­anstanden und die Beschwerde auch in diesem Punkt abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>8. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde ist daher insgesamt abzuweisen. Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Verfahrens den BeschwerdefÃ¼hrenden aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Sie haben der Beschwerdegegnerin sodann eine EntschÃ¤digung auszurichten (§ 17 Abs. 2 VRG). Es kann dazu auf die AusfÃ¼hrungen zur ParteientschÃ¤digung im Rekursverfah­ren verwiesen werden, die im Beschwerdeverfahren ebenfalls Geltung haben (vorne E. 7). Schliesslich ist davon auszugehen, dass sich die Interessenlage der beiden Be­schwer­de­fÃ¼hrenden im Beschwerdeverfahren deckt, auch wenn sich nur das eine GrundstÃ¼ck im ge­meinsamen Eigentum befindet, weshalb es sich rechtfertigt, sie je zur HÃ¤lfte mit den Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu belasten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet <span>die Kammer</span>:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 4'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 4'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden je zur HÃ¤lfte auferlegt, unter soli­darischer Haftung fÃ¼reinander.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Die BeschwerdefÃ¼hrenden werden verpflichtet, der Beschwerdegegnerin eine UmtriebsentschÃ¤digung von insgesamt Fr. 1'200.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen, unter solidarischer Haftung fÃ¼reinander, zahlbar innert 30 Tagen ab Zustellung dieses Entscheids.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Urteilstext">5. â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>