<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die nötigen gesetzlichen Grundlagen so anzupassen, dass sämtliche in der Schweiz zugelassenen Finanzprodukte und -dienstleistungen auf ihre Verträglichkeit mit dem 1,5-Grad-Celsius-Ziel des Pariser Klimaabkommens zuerst überprüft und in einem zweiten Schritt überwacht werden. Die entsprechende Behörde soll wirkungsvolle Sanktionsmöglichkeiten aussprechen können.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Mit der Ratifizierung des Pariser Klimaübereinkommens bekennt sich die Schweiz zum expliziten Ziel, die Finanzflüsse in Einklang mit einer treibhausgasarmen und gegenüber Klimaänderungen widerstandsfähigen Entwicklung zu bringen. In seiner Botschaft zur Revision des CO2-Gesetzes legt der Bundesrat dar, dass er dieses Ziel in einem ersten Schritt durch freiwillige Massnahmen der Finanzmarktakteure erreichen will.</p><p>Wie der Bundesrat in seiner Stellungnahme zur Motion Jans 18.3974 erläutert, sollten Finanzinstitute aus wirtschaftlichen Erwägungen daran interessiert sein, ihre klimabedingte Risikoexposition zu kennen und einzudämmen. Mit der zunehmenden Sensibilisierung der Kunden steigt ausserdem das mit klimaschädigenden Geschäftsmodellen einhergehende Reputationsrisiko. Eine verbesserte Transparenz über die entsprechenden Finanzprodukte und -dienstleistungen, die zu einer klimaverträglichen Entwicklung beitragen, kann aber helfen, einerseits die Finanzinstitute selbst und andererseits deren Kundinnen und Kunden zu sensibilisieren. Daher wird im Jahr 2020 wiederum ein international koordinierter Klimaverträglichkeitstest initiiert, der auch allen Vermögensverwaltern offensteht. Für den Test vorgesehen sind die folgenden Anlageklassen: globale Aktien-, Unternehmensobligationen- und Kreditportfolien, Schweizer Immobilien- und Hypothekarportfolien. Sollten sich anhand regelmässig durchgeführter Klimaverträglichkeitstests keine Fortschritte zeigen, wird der Bundesrat weitere Massnahmen für klimafreundliches Investieren prüfen. Die praktische Umsetzbarkeit von wirkungsvollen Sanktionsmöglichkeiten ist angesichts des freiwilligen Wegs insbesondere für Finanzdienstleistungen zwar begrenzt. Hingegen kann die Finanzbranche selbst Standesregeln definieren und durchsetzen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.