A bteilung II B -2209/2006 {T 0/2} U rteil vom 2. Juli 2007 M itw irkung: R ichter R onald Flury (vorsitzender R ichter), R ichter Fran- cesco Brentani, R ichter Stephan Breitenm oser; G erichts- schreiberin Fabia Bochsler A ._______, Beschw erdeführer gegen Trägerorganisation für die höhere Fachprüfung für Steuerexperten, Erstinstanz, B undesam t für B erufsbildung und Technologie (B B T), , Vorinstanz, betreffend H öhere Fachprüfung. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er Beschw erdeführer legte 2004 die H öhere Fachprüfung für Steuerex- perten ab. M it Verfügung vom 26. O ktober 2004 teilte ihm die Trägerorga- nisation für die höhere Fachprüfung für Steuerexperten (Prüfungskom m is- sion) m it, er habe die Prüfung nicht bestanden. Aus dem N otenblatt ergibt sich, dass er in den Fächern "R echt" (schriftlich), "Steuern" (m ündlich) und "Kurzreferat" (m ündlich) die Fachnoten 2,5, 3,5 und 2,5 erzielte. D er N o- tendurchschnitt betrug insgesam t 3,8. G egen diesen Entscheid erhob der Beschw erdeführer am 9. N ovem ber 2004, bzw . 7. Januar 2005 Beschw erde beim Bundesam t für Berufsbildung und Technologie (Bundesam t), m it w elcher er die Aufhebung des Entschei- des sow ie die Erteilung des D iplom s beantragte. W eiter stellte er die R echtsbegehren, es seien die schriftliche Prüfung im Fach "Steuern" m it der G esam tpunktzahl von 136 Punkten und der N ote 5,0, die m ündliche Prüfung im Fach "Steuern" m it der N ote 4,5 und die m ündliche Prüfung im Fach "Kurzreferat" m it der N ote 4,0 zu bew erten. Eventualiter sei die G renzfallklausel anzuw enden und die Prüfung als bestanden zu erklären, m it der Folge, dass ihm das D iplom zu erteilen sei. Zur Begründung brach- te er im W esentlichen vor, seine Leistungen in allen drei Fächern seien un- terbew ertet w orden. Im Fach "Steuern" (m ündlich) bem ängelte der Beschw erdeführer zudem , dass die Exam inatoren B._______ und C ._______ Verfahrensfehler be- gangen hätten, die den Prüfungsablauf und die N otengebung verfälscht hätten. Im Fach "Kurzreferat" (m ündlich) m achte der Beschw erdeführer geltend, es scheine eigenartig, dass gerade m indestens zw ei der drei schlechtes- ten Kurzreferate bei den Exam inatoren D ._______ und E._______ abge- halten w orden seien. Er könne nicht erkennen, w om it die Exam inatoren ihre tiefe Bew ertung des Kurzreferats gerechtfertigt hätten. D as Ergebnis stehe auch im W iderspruch zu den Vorbereitungstests. M it Stellungnahm e vom 17. M ärz 2005 beantragte die Prüfungskom m is- sion die Abw eisung der Beschw erde, denn die N achkorrektur habe ge- zeigt, dass die erteilten N oten in den angefochtenen Fächern nicht ange- hoben w erden könnten. M it R eplik vom 30. M ai 2005 hielt der Beschw erdeführer an seiner Be- schw erde fest. Er stellte zusätzlich das R echtsbegehren, es sei die schrift- liche Prüfung im Fach "Betriebsw irtschaft, R echnungsw esen, Finanzie- rung" m it der N ote 6,0 zu bew erten. Zur Begründung m achte er eine U nter- bew ertung seiner Leistungen in diesem Fach geltend. W eiter rügte er eine 3 Verletzung des Akteneinsichtsrechts im Fach "Steuern" (m ündlich). M it D uplik vom 5. Juli 2005 beantragte die Prüfungskom m ission erneut die Abw eisung der Beschw erde und beantw ortete die Fragen, w elche das Bundesam t ihr im Schreiben vom 31. M ai 2005 gestellt hatte. M it Triplik vom 5. Septem ber 2005 hielt der Beschw erdeführer an den in der Beschw erde und der R eplik gestellten Anträgen fest. M it Entscheid vom 26. Januar 2006 w ies das Bundesam t die Beschw erde ab. M it Bezug auf die geltend gem achten Verfahrensfehler im Fach "Steu- ern" (m ündlich) führte es an, es sei vorliegend um stritten, ob der Be- schw erdeführer überhaupt rechtsungleich behandelt w orden sei. Eine all- fällige Verletzung des Akteneinsichtsrechts sei als geheilt zu betrachten, da die Exam inatoren in ihrer Stellungnahm e auch die Sachverhalte für die Fälle 1 und 2 beigelegt hätten. D em Vorw urf der Befangenheit des einen Exam inators hielt das Bundesam t entgegen, allein die Behauptung des Be- schw erdeführers, der genannte Exam inator habe sich m it einer abschätzi- gen G este über seinen Arbeitgeber geäussert, genüge nicht für die Annah- m e der Parteilichkeit. Zudem verstosse es gegen Treu und G lauben, den Ausstand eines Exam inators erst im Beschw erdeverfahren zu verlangen. M it Bezug auf die m ateriellen R ügen zur Prüfung "Steuern" (m ündlich) führte das Bundesam t aus, es sei aus der Stellungnahm e der Exam inato- ren ersichtlich, zu w elchen Them en der Beschw erdeführer befragt w orden sei und w elche M ängel seine Antw orten aufgew iesen hätten. D am it hätten die Exam inatoren den Prüfungsablauf zum indest in den G rundzügen nach- vollziehbar aufgezeigt und auch für Laien einleuchtend ausgeführt, w ie sie zu ihrer Bew ertung gekom m en seien. D em gegenüber verm öge der Be- schw erdeführer m it seinen Ausführungen nicht überzeugend darzulegen, dass die Erklärungen der Exam inatoren unglaubw ürdig und die Bew ertung völlig unangem essen seien. D er Beschw erdeführer zeige nicht auf, w es- halb die Fragen seiner M einung nach rechtsw idrig seien. Alleine der U m - stand, dass er lieber m it geschlossenen statt offenen Fragen geprüft w or- den w äre, reiche jedenfalls nicht aus. Es existierten keine stichhaltigen An- haltspunkte dafür, dass die Exam inatoren ihr Erm essen in rechtsw idriger W eise ausgeübt hätten. Zum Ablauf des "Kurzreferats" äusserte sich das Bundesam t dahingehend, es sei aus der Stellungnahm e der Exam inatoren ersichtlich, w ie der Ablauf des Vortrags gew esen sei und w elche M ängel die Ausführungen des Be- schw erdeführers aufgew iesen hätten. Auch hätten die Exam inatoren die Art und W eise, w ie das R eferat vorgetragen w orden sei, angegeben. D ie Feststellungen der Exam inatoren, w onach der Beschw erdeführer sich w ie- derholt habe, seine Ausführungen nicht einem konkreten Them a hätten zu- geordnet w erden können und der Aufbau konfus gew esen sei, spielten für die Beurteilung der an einem Kurzreferat erbrachten Leistung eine w ichtige 4 R olle. D am it hätten die Exam inatoren den Prüfungsablauf zum indest in den G rundzügen nachvollziehbar aufgezeigt und auch für Laien einleuch- tend ausgeführt, w ie sie zu ihrer Bew ertung gekom m en seien. D em gegen- über verm öge der Beschw erdeführer nicht überzeugend darzulegen, dass die Erklärungen der Exam inatoren unglaubw ürdig und die Bew ertung völlig unangem essen seien. D es W eiteren hielt das Bundesam t fest, m it der R üge, das betreffende Exam inatorenpaar hätte an seine Kandidaten über- trieben strenge Anforderungen gestellt, w eshalb deren Bew ertung schlech- ter als diejenige anderer Exam inatoren ausgefallen sei, verm öge der Be- schw erdeführer nicht durchzudringen. Zum einen könne nicht davon aus- gegangen w erden, dass die von diesem Exam inatorenpaar geprüften Kan- didaten genau dem D urchschnitt entsprechen w ürden und zum anderen hätten die beiden Exam inatoren auch sehr gute N oten vergeben. Abschliessend stellte das Bundesam t fest, dass der Beschw erdeführer zu R echt im Fach "Steuern" (m ündlich) die N ote 3,5 und im Fach "Kurzrefe- rat" die N ote 2,5 erhalten habe. Zusam m en m it der unangefochten geblie- benen N ote 2,5 im Fach "R echt" stehe som it bereits fest, dass die Prüfung w egen zu vieler ungenügender N oten als nicht bestanden gelte. D eshalb könne auf das Prüfen der R ügen in den Fächern "Steuern" (schriftlich) und "Betriebsw irtschaft, R echnungsw esen, Finanzierung" verzichtet w erden. D am it erw eise sich die Beschw erde als unbegründet und sei abzuw eisen. B. G egen diesen Entscheid erhob der Beschw erdeführer am 27. Februar 2006 Verw altungsbeschw erde bei der R ekurskom m ission EVD . Er stellt die folgenden Anträge: "1.Es sei der Entscheid der Trägerorganisation für die höhere Fachprüfung für Steuerexperten ("Prüfungskom m ission") vom 26. O ktober 2004 bzw . des Be- schw erdegegners vom 26. Januar 2006 aufzuheben; 2.Es sei die m ündliche Prüfung des Beschw erdeführers im Fach Steuern m it der N ote 4,5 zu bew erten, eventualiter sei ihm die M öglichkeit zu geben, die m ünd- liche Steuerexpertenprüfung unentgeltlich zu w iederholen und anschliessend sei unter Berücksichtigung der bereits abgelegten und beurteilten Prüfungsfä- cher erneut über das Bestehen der Prüfung zu entscheiden; 3.Es sei die m ündliche Prüfung des Beschw erdeführers im Fach Kurzreferat m it der N ote 4,0 zu bew erten, eventualiter sei ihm die M öglichkeit zu geben, das Kurzreferat unentgeltlich zu w iederholen und anschliessend sei unter Berück- sichtigung der bereits abgelegten und beurteilten Prüfungsfächer erneut über das Bestehen der Prüfung zu entscheiden; 4.D ie Prüfungskom m ission sei anzuw eisen, die schriftliche Prüfung des Be- schw erdeführers im Fach Steuern m it der G esam tpunktzahl von 136 Punkten und der N ote 5,0 zu bew erten; 5.D ie Prüfungskom m ission sei anzuw eisen, die schriftliche Prüfung des Be- schw erdeführers im Fach Betriebsw irtschaft, R echnungsw esen, Finanzierung m it der G esam tpunktzahl von 47,5 und der N ote 6,0 zu bew erten, eventualiter sei sie anzuw eisen, m indestens die in der Stellungnahm e vom 5. Septem ber 2005 dargelegten, offensichtlich vom zuständigen Experten bereits zugestande- nen Punkte, in die Prüfungsbew ertung einfliessen zu lassen und m it der G e- sam tpunktzahl von 30 Punkten die N ote 4,5 zu erteilen;5 6.Es sei die Steuerexpertenprüfung des Beschw erdeführers als bestanden zu be- urteilen und dem Beschw erdeführer das Steuerexpertendiplom zu erteilen; 7.Es sei die G renzfallklausel anzuw enden und die Steuerexpertenprüfung des Beschw erdeführers als bestanden zu beurteilen und dem Beschw erdeführer das Steuerexpertendiplom zu erteilen; 8.D ie Kosten seien vollum fänglich dem Beschw erdegegner aufzuerlegen. D er am 30. D ezem ber 2004 bezahlte Vorschuss sei zurückzuerstatten." D er Beschw erdeführer verw eist in seiner Begründung grundsätzlich auf die bereits von ihm in der Beschw erde vom 7. Januar 2005, in der R eplik vom 30. M ai 2005 und in der Triplik vom 5. Septem ber 2005 vorgebrachten Ar- gum ente. Betreffend das Fach "Steuern (m ündlich)" rügt der Beschw erdeführer eine Verletzung des Akteneinsichtsrechts, da ihm die Prüfungskom m ission w ährend der Erstellung der vorinstanzlichen Beschw erde trotz dreim aliger Aufforderung die Zustellung der w ährend der m ündlichen Prüfung vorge- legten Sachverhalte 1 und 2 verw eigert habe. D er Beschw erdeführer ist der M einung, dass es nicht angehe, die Verletzung des R echts auf Akten- einsicht als geheilt anzusehen, w enn die Akten nach dem Einreichen einer Beschw erde herausgegeben w erden. D enn zur m öglichst genauen N ach- konstruktion eines Prüfungsablaufs sei es ohne Zw eifel hilfreich, w enn an der Prüfung vorgelegte Akten auch bei der Vorbereitung auf ein m utm assli- ches Beschw erdeverfahren vorlägen. W äre ihm das Akteneinsichtsrecht sofort gew ährt w orden, hätte er eine w esentlich bessere Ausgangslage ge- habt, der Vorinstanz die offensichtlich falsche Bew ertung seiner Leistung darzulegen. W ie w ichtig ein G edächtnisprotokoll sein könne, zeige auch ein Entscheid des deutschen Verw altungsgerichts, w onach nicht zuletzt aufgrund eines solchen zugunsten des Prüflings entschieden w orden sei. D es W eiteren ist der Beschw erdeführer nach w ie vor der Ansicht, der Exa- m inator B._______ sei befangen gew esen. Er habe aber keine G elegen- heit gehabt, diesen M angel bereits früher zu erkennen, w eshalb er dies erst im R echtsm ittelverfahren habe geltend m achen können. Ferner hält der Beschw erdeführer an seiner R üge fest, w onach die Exam inatoren sei- ne Leistung im Fach "Steuern (m ündlich)" offensichtlich unterbew ertet hät- ten. D ie Stellungnahm en der Prüfungskom m ission im vorinstanzlichen Ver- fahren genügten zudem den Anforderungen nicht, w onach aus der Begrün- dung zum indest ersichtlich sein m üsse, w elche Fragen der Kandidat kor- rekt beantw ortet habe, w o M ängel festgestellt w orden seien und w elches die richtigen Antw orten gew esen w ären. Es leuchte ihm deshalb nicht ein, w ie die Vorinstanz zum Schluss gelangen konnte, dass die Exam inatoren den Prüfungsablauf zum indest in den G rundzügen nachvollziehbar aufge- zeigt und auch für den Laien einleuchtend ausgeführt hätten, w ie sie zu ih- rer Bew ertung gekom m en seien. Bezüglich der Prüfung im Fach "Kurzreferat" führt der Beschw erdeführer w eiter aus, die Exam inatoren D ._______ und E._______ hätten im Ver-6 gleich zu anderen Exam inatoren m assiv tiefer bew ertet. Entgegen der M ei- nung der Vorinstanz sei aus der Stellungnahm e der Exam inatoren der Prü- fungsablauf zu w enig genau um schrieben und som it nicht genügend nach- vollziehbar. Auch scheine die Benotung w illkürlich und es sei nicht ersicht- lich, w eshalb für Präsentation, Aufbau und Schlussw ort nur 1 Punkt erteilt w orden sei. H insichtlich der Prüfungen in den Fächern "Steuern schriftlich" sow ie "Be- triebsw irtschaft, R echnungsw esen, Finanzierung" m acht der Beschw erde- führer geltend, die Prüfungskom m ission habe sich nicht zu seinen Ausfüh- rungen in der R eplik geäussert. D am it anerkenne die Prüfungskom m m issi- on seine dort vorgebrachten Argum ente. D en Anträgen in der R eplik sei som it zu entsprechen. C . M it Stellungnahm e vom 18. April 2006 beantragte das Bundesam t (Vorins- tanz) die Abw eisung der Beschw erde. Es hält fest, sow eit der Beschw erde- führer einen N achteil daraus geltend m ache, dass ihm nach den ersten Aussagen der Exam inatoren die Fälle 1 und 2 w ährend der Prüfung „Steu- ern m ündlich“ nicht schriftlich vorgelegen hätten, verhalte er sich w ider- sprüchlich. Er habe in seiner Eingabe vom 30. M ai 2005 näm lich einge- räum t, seiner M einung nach hätten die Fälle schriftlich vorgelegen. W eil der Beschw erdeführer aus dem N icht-Vorliegen der Fälle eine rechtsun- gleiche Behandlung gegenüber anderen Kandidaten ableiten w olle, habe er dies zu bew eisen. N ach den allgem einen Bew eislastregeln gehe die Be- w eislosigkeit zu Lasten des Beschw erdeführers. D ie Vorinstanz räum t ein, dass die Fälle 1 und 2 im Vorfeld der Beschw erde dem Beschw erdeführer zw ar nicht zugestellt, im R ahm en der Stellungnahm e der Prüfungskom m is- sion jedoch herausgegeben w orden seien. D ie Vorinstanz erachte daher die Verletzung des rechtlichen G ehörs als geheilt und die Vorbringen des Beschw erdeführers gegen eine H eilung als nicht überzeugend. W eiter hält die Vorinstanz dem Vorw urf des Beschw erdeführers in Bezug auf die nicht ausreichend begründeten Stellungnahm en der Exam inatoren entgegen, dass die Exam inatoren nicht verpflichtet seien, jede R üge im D etail zu w i- derlegen. D ie Stellungnahm en könnten sich auf die für den Beschw erde- entscheid w esentlichen G esichtspunkte beschränken. D ie Vorinstanz führt schliesslich aus, dass bei der Bew ertung des Kurzre- ferats zu beachten sei, dass jenes nur bedingt m it einer m ündlichen Prü- fung verglichen w erden könne. Aufgrund der Vortragsform und der Kürze des R eferats sei hier zudem der subjektive Eindruck noch w ichtiger als bei einer m ündlichen Prüfung. D ies gelte insbesondere hinsichtlich der Kriteri- en w ie Präsentation, Aufbau und Schlussfolgerung. Entgegen der Ansicht des Beschw erdeführers hätten die Exam inatoren ihre Bew ertung der Prä- sentation und des Aufbaus begründet. D en Exam inatoren könne schliess- lich kein Vorw urf gem acht w erden, w enn sie zu einer kaum vorhandenen Schlussfolgerung keine substantiierte Begründung abgegeben hätten.7 D . M it Vernehm lassung vom 20. April 2006 beantragte die Prüfungskom m issi- on (Erstinstanz) die Abw eisung der Beschw erde. Sie hält ergänzend fest, dass die Vorinstanz aus prozessökonom ischen G ründen auf die m aterielle Behandlung der R ügen des Beschw erdeführers zu den Fächern "Steuern schriftlich" und "Betriebsw irtschaft, R echnungsw esen, Finanzierung" ver- zichtet habe. Schliesslich w eist sie noch darauf hin, dass der Beschw erde- führer zur H öheren Fachprüfung für Steuerexperten 2006 angetreten sei. M it Schreiben vom 15. N ovem ber 2006 teilte der Beschw erdeführer der R ekurskom m ission EVD m it, er habe die Steuerexpertenprüfung 2006 er- neut nicht bestanden und er legte den Prüfungsentscheid bei. E. Am 19. Januar 2007 bestätigte das Bundesverw altungsgericht, Abtei- lung II, die Ü bernahm e des vor der R ekurskom m ission EVD hängigen Ver- fahrens. F. Auf die dargelegten und w eiteren Vorbringen w ird, sow eit für den Ausgang des Verfahrens notw endig, in den nachfolgenden Erw ägungen eingegan- gen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. D er Beschw erdeentscheid des Bundesam ts vom 26. Januar 2006 ist eine Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 20. D e- zem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021). D iese Verfügung kann nach dem Berufsbildungsgesetz vom 13. D ezem ber 2002 (Art. 61 Abs. 2 BBG in der revidierten Fassung in Kraft seit 1. Januar 2007, zitiert in E. 2) im R ahm en der allgem einen Bestim m ungen über die Bun- desverw altungsrechtspflege (Art. 44 ff. Vw VG i.V.m . Art. 31, 33 Bst. d, 37 ff. und Ziffer 35 des Anhangs des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , AS 2006 2197, SR 173.32, in Kraft seit 1. Januar 2007]) m it Beschw erde beim Bundesverw altungsgericht angefochten w er- den. D as Bundesverw altungsgericht hat am 1. Januar 2007 seine Tätigkeit auf- genom m en und beurteilt Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 Vw VG (Art. 31 VG G ). D iese Instanz ersetzt die bisherigen Eidgenössi- schen R ekurs- und Schiedskom m issionen sow ie die Beschw erdedienste der Eidgenössischen D epartem ente. Sofern es zuständig ist, übernim m t das Bundesverw altungsgericht die Beurteilung der beim Inkrafttreten des Verw altungsgerichtsgesetzes bei Eidgenössischen R ekurs- oder Schieds- kom m issionen oder bei Beschw erdediensten der D epartem ente hängigen R echtsm ittel (Art. 53 Abs. 2 VG G ). D ie Beurteilung erfolgt nach neuem Verfahrensrecht.8 D er Beschw erdeführer hat vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenom m en. Als Adressat ist er durch die angefochtene Verfügung berührt und hat inso- fern ein schutzw ürdiges Interesse an ihrer Aufhebung oder Änderung. Er ist daher zur Beschw erdeführung legitim iert (Art. 48 Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art. 37 VG G ). D ie Eingabefrist sow ie die Anforderungen an Form und Inhalt der Be- schw erdeschrift sind gew ahrt (Art. 50 und Art. 52 Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art. 37 VG G ), der Kostenvorschuss w urde fristgem äss bezahlt (Art. 63 Abs. 4 Vw VG i.V.m . Art. 37 VG G ) und die übrigen Sachurteilsvoraus- setzungen liegen vor (Art. 47 ff. Vw VG i.V.m . Art. 37 VG G ). Auf die Beschw erde ist som it grundsätzlich einzutreten. D er Beschw erdeführer stellt jedoch den Antrag, einzelne Fachnoten zu korrigieren und scheint die Anhebung diverser Punktzahlen und N oten als selbstständige R echtsbegehren aufzufassen. D iesbezüglich ist zu beach- ten, dass im Beschw erdeverfahren in der R egel einzig das Prüfungsergeb- nis und dam it die N ichterteilung des D iplom s den Streitgegenstand darstel- len. D ie einzelnen Fachnoten sind hierbei nur Begründungselem ente, die letztlich zur G esam tbeurteilung führen. Sie können unter diesen U m stän- den nicht selbstständig angefochten w erden (BVG E B -2202/2006 vom 25. Januar 2007 E. 1.2 m it w eiteren H inw eisen). Insofern der Beschw erde- führer einzelne Fachnoten anficht, ist deshalb darauf nicht einzutreten. 2. Am 1. Januar 2004 ist das Berufsbildungsgesetz vom 13. D ezem ber 2002 (BBG , SR 412.10) in Kraft getreten. Es löste das (alte) Berufsbildungsge- setz vom 19. April 1978 ab (aBBG , AS 1979 1687, 1985 660, 1987 600, 1991 857, 1992 288 2521, 1996 2588, 1998 1822, 1999 2374, 2003 187). Zum selben Zeitpunkt hat die Berufsbildungsverordnung vom 19. N ovem - ber 2003 (BBV, SR 412.101) die (alte) Berufsbildungsverordnung vom 7. N ovem ber 1979 abgelöst (aBBV, AS 1979 1712, 1985 670, 1990 848, 1993 7, 1996 208, 1998 1822, 2001 979). D as neue Berufsbildungsgesetz sieht vor, dass die höhere Berufsbildung w eitgehend Sache der zuständi- gen O rganisationen der Arbeitsw elt ist. D ie Vorschriften unterliegen der G enehm igung durch das Bundesam t (Art. 27 und 28 BBG ). Bereits nach dem bisherigen R echt konnten die Berufsverbände vom Bund anerkannte Berufsprüfungen und höhere Fachprüfungen veranstalten (Art. 51 Abs. 1 aBBG und Art. 44 Abs. 1 aBBV). Sie hatten darüber ein R eglem ent aufzu- stellen, das der G enehm igung des Eidgenössischen Volksw irtschaftsde- partem ents bedurfte (Art. 51 Abs. 2 aBBG und Art. 45 aBBV). In W ahrnehm ung dieser Befugnis haben die Treuhand-Kam m er (Schw ei- zerische Kam m er der W irtschaftsprüfer, Steuerexperten und Treuhandex- perten), der Schw eizerische Anw altsverband, die Konferenz Staatlicher Steuerbeam ter, der Schw eizerische Treuhänderverband und die Schw ei- zerische Vereinigung diplom ierter Steuerexperten das R eglem ent vom 9 20. D ezem ber 1993 über die höhere Fachprüfung für Steuerexperten (R e- glem ent) erlassen (BBl 1995 I 369). D ie Prüfung für den Berufstitel "diplo- m ierter Steuerexperte" besteht aus einer schriftlichen und einer m ündli- chen Prüfung. Erstere um fasst eine D iplom arbeit und Klausurarbeiten (Art. 23 Abs. 3 und 4 R eglem ent). D ie Klausurarbeiten erstrecken sich auf die Fächer: "Steuern", "R echt" sow ie "Betriebsw irtschaft, R echnungsw e- sen, Finanzierung" (Art. 25 Abs. 1 R eglem ent). M ündlich w erden die Fä- cher "Steuern" sow ie w ahlw eise "R echt" oder "Betriebsw irtschaft, R ech- nungsw esen, Finanzierung" geprüft. Zudem ist ein Kurzreferat zu halten über eines von drei Them en, w elche dem Kandidaten 30 M inuten vor Be- ginn des R eferats zur W ahl vorgelegt w erden (Art. 26 R eglem ent). Zur Be- w ertung der einzelnen Prüfungsarbeiten dient eine N otenskala von 1 bis 6, w obei die N ote 4 und höhere N oten genügende Leistungen, N oten unter 4 ungenügende Leistungen bezeichnen (Art. 27 R eglem ent). D ie Prüfung ist bestanden, w enn die G esam tnote m indestens 4,0 und der gew ichtete D urchschnitt der Fächer "D iplom arbeit Steuern", "Klausurarbeit Steuern" und "Steuern m ündlich" (gew ichtete D urchschnittsnote) m indes- tens 4,0 betragen. D abei w erden die "Klausurarbeit Steuern" dreifach so- w ie die "D iplom arbeit Steuern" und die m ündliche Prüfung zw eifach ge- w ichtet. Ausserdem dürfen nicht m ehr als zw ei N oten unter 4,0 erteilt w or- den sein (Art. 28 R eglem ent). 3. M it der Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht kann die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich Ü berschreitung oder M issbrauch des Er- m essens, unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserhebli- chen Sachverhalts sow ie U nangem essenheit der angefochtenen Verfü- gung gerügt w erden (Art. 49 Vw VG i.V.m . Art. 37 VG G ). D iese G rundsätze gelten auch im R ahm en der Beurteilung von Beschw erden gegen Verfü- gungen über die Verw eigerung des Eidgenössischen D iplom s. W erden Verfahrensm ängel im Prüfungsablauf gerügt oder sind die Ausle- gung und Anw endung von R echtsvorschriften streitig, hat die R echtsm ittel- behörde die erhobenen Einw endungen m it freier Kognition zu prüfen. Auf Verfahrensfragen nehm en alle Einw endungen Bezug, die den äusseren Ablauf der Prüfung oder das Vorgehen bei der Bew ertung betreffen. Prüft die R echtsm ittelinstanz solche Einw endungen nur m it beschränkter Kogni- tion, so begeht sie eine form elle R echtsverw eigerung (BG E 106 Ia 1 E. 3c). Ein Verfahrensm angel im Prüfungsablauf gilt aber nur dann als Be- schw erdegrund im Sinne von Art. 49 Bst. a Vw VG , und rechtfertigt die G ut- heissung der Beschw erde, w enn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass er das Prüfungsergebnis m öglicherw eise ungünstig beeinflusst hat (VPB 56.16 E. 4, VPB 45.43 E. 3). Bei der Bew ertung von Prüfungsleistungen auferlegt sich das Bundesver- w altungsgericht ebenso w ie das Bundesgericht (z.B. BG E 131 I 467 E. 3.1, BG E 121 I 225 E. 4b m it w eiteren H inw eisen), der Bundesrat (z.B. VPB 10 62.62 E. 3, VPB 56.16 E. 2.1) sow ie die ehem aligen R ekurs- und Schieds- kom m issionen des Bundes (VPB 66.62 E. 4, VPB 64.122 E. 2) eine gew is- se Zurückhaltung. Bei Fragen, die seitens der Verw altungsjustizbehörden naturgem äss schw er überprüfbar sind, w eicht es nicht ohne N ot von der Beurteilung der erstinstanzlichen Prüfungsorgane und Exam inatoren ab. D ies deshalb, w eil der R echtsm ittelbehörde zum eist nicht alle m assgeben- den Faktoren der Bew ertung bekannt sind und es ihr in der R egel nicht m öglich ist, sich ein zuverlässiges Bild über die G esam theit der Leistungen des Beschw erdeführers in der Prüfung und der Leistungen der übrigen Kandidaten zu m achen. Ü berdies haben Prüfungen häufig Spezialgebiete zum G egenstand, in denen die R echtsm ittelbehörde über keine eigenen Fachkenntnisse verfügt. Eine freie und um fassende Ü berprüfung der Exa- m ensbew ertung w ürde zudem die G efahr von U ngerechtigkeiten und U n- gleichheiten gegenüber anderen Kandidaten in sich bergen. D aher hat sich in Lehre und Praxis die Auffassung durchgesetzt, dass die Bew ertung von schulischen Leistungen von der R echtsm ittelbehörde nicht frei und um fas- send, sondern nur m it Zurückhaltung zu überprüfen ist. W eil es nicht Aufgabe der Beschw erdeinstanz sein kann, die Prüfung ge- w isserm assen zu w iederholen, m üssen an den Bew eis einer behaupteten U nangem essenheit gew isse Anforderungen gestellt w erden. D ie entspre- chenden R ügen m üssen insbesondere von objektiven Argum enten und Be- w eism itteln getragen sein. D ie Beschw erdeinstanz hebt einen Entscheid überdies nur auf, w enn das Ergebnis m ateriell nicht m ehr vertretbar er- scheint, sei es, w eil die Prüfungsorgane in ihrer Beurteilung eindeutig zu hohe Anforderungen gestellt haben oder, ohne übertriebene Anforderun- gen zu stellen, die Arbeit des Kandidaten offensichtlich unterbew ertet ha- ben (VPB 56.16 E. 2.1, 50.45 E. 2, 45.43 E. 2). Ergeben sich solche ein- deutigen Anhaltspunkte nicht bereits aus den Akten, so kann von der R echtsm ittelbehörde nur dann verlangt w erden, dass sie auf alle die Be- w ertung der Exam ensleistung betreffenden R ügen detailliert einzugehen hat, w enn der Beschw erdeführer selbst substantiiert und überzeugend An- haltspunkte dafür liefert, dass eindeutig zu hohe Anforderungen gestellt oder die Prüfungsleistungen offensichtlich unterbew ertet w urden (VPB 61.32 E. 7.2). 4. D er Beschw erdeführer m acht eine Verletzung seines Anspruchs auf recht- liches G ehör geltend, da ihm das Akteneinsichtsrecht bei der Prüfung "Steuern m ündlich" nicht gew ährt w orden sei. Trotz dreim aliger Aufforde- rung seien ihm die w ährend der Prüfung vorgelegten Sachverhalte nicht zugesandt w orden. D adurch sei ihm eine N achkonstruktion der m ündlichen Prüfung im H inblick auf das Beschw erdeverfahren verunm öglicht w orden. Eine H eilung könne nachträglich nicht m ehr erw irkt w erden. D er Beschw er- deführer bringt insbesondere vor, der von der Prüfungskom m ission zitierte Entscheid VPB 61.30 sei nicht vergleichbar, handle dieser doch von einer schriftlichen Prüfung, bei w elcher dem Prüfling bei der Akteneinsichtnahm e einzig das Anfertigen von Kopien verw ehrt w urde. Vorliegend habe der Be-11 schw erdeführer im H inblick auf eine allfällige Beschw erde vorerst den Prü- fungsablauf der m ündlichen Prüfung nachkonstruieren und schriftlich ver- fassen m üssen, w as ihm aufgrund der verw eigerten Einsicht in die beiden Sachverhalte erschw ert w orden sei. D ie W ichtigkeit einer m öglichst genau- en Aufzeichnung einer m ündlichen Prüfung aus der Sicht des Prüflings (sog. G edächtnisprotokoll) zeige auch ein Entscheid des deutschen Ver- w altungsgerichts H alle auf. D ie Verw eigerung des Akteneinsichtsrechts verstosse gegen die Verfassung, das G esetz sow ie das M erkblatt "Akten- einsichtsrecht" der Vorinstanz. 4.1 D er verfassungsm ässige Anspruch auf rechtliches G ehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999, BV, SR 101) dient einerseits der Sachverhaltsaufklärung und stellt andererseits ein persönlichkeitsbezogenes M itw irkungsrecht der Parteien dar. Er beinhaltet eine ganze R eihe von Verfahrensgarantien. Zum form ellen Anspruch auf rechtliches G ehör, der für das Verw altungs- verfahren in Art. 26 ff. des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) konkretisiert w orden ist, gehört insbesondere auch das R echt auf Akteneinsicht. D ie Verfahrensbe- teiligten sollen im H inblick auf den Erlass einer Verfügung von den Ent- scheidungsgrundlagen vorbehaltlos und ohne G eltendm achung eines be- sonderen Interesses Kenntnis nehm en können (vgl. U LR IC H H ÄFELIN /G EO R G M Ü LLE R /FELIX U H LM AN N , Allgem eines Verw altungsrecht, 5. Auflage, Zürich 2006, S. 359). G em äss Art. 26 Abs. 1 Vw VG haben die Parteien oder ihre Vertreter An- spruch darauf, am Sitz der verfügenden Behörde oder bei einer durch die- se bezeichneten kantonalen Behörde unter anderem alle als Bew eism ittel dienenden Aktenstücke einzusehen. D er Anspruch auf Akteneinsicht kann auch ausserhalb eines hängigen Verfahrens geltend gem acht w erden, w enn der R echtsuchende ein besonderes schutzw ürdiges Interesse glaub- haft m achen kann (vgl. BG E 129 I 249 E. 3 m it w eiteren H inw eisen). D as R echt auf Akteneinsicht besteht daher nicht erst w enn ein Verfahren hän- gig ist, sondern bereits vorher, w enn es beispielsw eise darum geht, die Prozesschancen abzuw ägen. Folglich sind sow ohl die Prüfungskom m issi- on – im H inblick auf die allfällige Einleitung eines Beschw erdeverfahrens durch den Prüfungskandidaten – als auch die Vorinstanz gehalten, das Ak- teneinsichtsrecht zu gew ähren. Zu den Aktenstücken, in w elche Einsicht zu gew ähren ist, gehören nach ständiger Praxis insbesondere auch die ei- genen U nterlagen von Prüfungen, über deren R echtm ässigkeit zu ent- scheiden ist. D ies soll dem Kandidaten dazu dienen, nachträglich die Beur- teilung seiner Prüfungsarbeit nachzuvollziehen und allenfalls ein R echts- m ittel gegen den Prüfungsentscheid zu begründen (vgl. VPB 68.132 E. 3; BG E 121 I 225 E. 2b). N ach der Praxis des Bundesgerichts kann eine G ehörsverletzung im R echtsm ittelverfahren geheilt w erden, w enn die Beschw erdeinstanz in Sach- und R echtsfragen über dieselbe Kognition verfügt w ie die Vorins-12 tanz und dem Betroffenen dieselben M itw irkungsrechte w ie vor dieser zu- stehen (vgl. BG E 132 V 387 E. 5.1 m it Verw eis auf BG E 115 V 305 E. 2h; JÖ R G PAU L M Ü LLER , G rundrechte in der Schw eiz, 3. Auflage, Bern 1999, S. 517). In neueren Entscheiden ist das Bundesgericht allerdings deutlich zurückhaltender und w ill die H eilung nur noch zulassen, w enn die Verlet- zung des rechtlichen G ehörs nicht besonders schw er w iegt (vgl. H ÄFELIN /M Ü LLER /U H LM AN N , a.a.O ., S. 366 m it w eiteren H inw eisen). Von einer R ückw eisung der Sache zur G ew ährung des rechtlichen G ehörs ist im Sin- ne einer H eilung des M angels allerdings selbst bei einer schw er w iegen- den Verletzung des rechtlichen G ehörs dann abzusehen, w enn und sow eit die R ückw eisung zu einem form alistischen Leerlauf und dam it zu unnöti- gen Verzögerungen führen w ürde, die m it dem gleichgestellten Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren w ären (BG E 132 V 387 E. 5.1 m it Verw eis auf BG E 116 V 187, E. 3d). 4.2 D ie beiden Exam inatoren des Prüfungsfachs "Steuern m ündlich" hatten im Vorfeld der Beschw erde auf die verschiedenen Aufforderungen des Be- schw erdeführers vom 8. N ovem ber, 21. N ovem ber und 15. D ezem ber 2004 die H erausgabe der an der m ündlichen Prüfung vorgelegten Sach- verhalte 1 und 2 verw eigert. In der Stellungnahm e vom 17. M ärz 2005 w ur- den diese Prüfungssachverhalte jedoch als Beilage 1 und 2 der Stellung- nahm e des einen Exam inatoren beigefügt. D ie H erausgabe der Sachverhalte 1 und 2 ist von den Exam inatoren bzw . der Prüfungskom m ission vor Einreichung der Beschw erde verw eigert w or- den, w as eine Verletzung des rechtlichen G ehörs darstellen könnte. In An- betracht der betreffenden U nterlagen w ürde diese Verletzung nicht beson- ders schw er w iegen, so dass eine H eilung nicht grundsätzlich auszuschlie- ssen w äre. Entscheidend ist jedoch, dass der Beschw erdeführer säm tliche verlangten Prüfungsunterlagen im Beschw erdeverfahren vor Entscheidfäl- lung der Vorinstanz einsehen konnte. D er Beschw erdeführer hatte som it im R ahm en seiner R eplik (w ie auch Triplik) vor der Vorinstanz G elegen- heit, seine Schilderungen des Prüfungsablaufs zu ergänzen und auf die vorgelegten Sachverhalte ausführlich einzugehen, w as er denn auch tat (S. 16 ff. seiner R eplik). D ie M itw irkungsrechte des Beschw erdeführers w aren dam it bereits im Verfahren vor der Vorinstanz vollständig gew ahrt w orden und die G ehörsverletzung durch die Prüfungskom m ission w äre als geheilt zu betrachten. 4.3 D er Beschw erdeführer betont w eiter die W ichtigkeit einer zeitnahen N ach- konstruktion einer m ündlichen Prüfung und m acht geltend, die Berücksich- tigung des Zeitablaufs sei ein w esentliches Elem ent bei der Beurteilung ei- ner allfälligen Verletzung des rechtlichen G ehörs. W ie nachfolgende Erw ä- gungen zeigen, kann die Frage, ob der Zeitablauf bei der Verletzung des rechtlichen G ehörs unter U m ständen überhaupt eine w esentliche Voraus- setzung darstellen könnte, im vorliegenden Fall jedoch offen gelassen w er- den.13 Es ist zu beachten, dass der Beschw erdeführer seinerseits bereits seiner Beschw erde an die Vorinstanz vom 7. Januar 2005 als Beilage 17 die Be- stätigung eines anderen Prüfungsteilnehm ers beifügte, in w elcher die Sachverhalte 1 und 2 zusam m engefasst w iedergegeben w erden und Letz- terer bestätigt, diese anlässlich der Prüfung "Steuern m ündlich" schriftlich vorgelegt bekom m en zu haben. O bw ohl der Beschw erdeführer dam it vor- derhand beabsichtigte, seine Behauptung zu stützen, die genannten Sach- verhalte seien den anderen Teilnehm ern im G egensatz zu ihm schriftlich vorgelegt w orden, zeigt dies doch auf, dass sich der Beschw erdeführer durchaus an die genannten Sachverhalte zu erinnern verm ochte. Es er- w eist sich dam it, dass die vom Beschw erdeführer als w ichtig erachtete, m öglichst zeitnahe N achkonstruktion des Prüfungsablaufs durch die an- fängliche Verw eigerung der H erausgabe der beiden Sachverhalte nicht w esentlich beeinflusst w orden ist. D er U m stand, dass die Sachverhalte 1 und 2 dem Beschw erdeführer erst rund vier M onate nach seiner ersten Aufforderung um Zustellung herausgegeben w urden, hinderte den Be- schw erdeführer vorliegend jedenfalls nicht an der N achkonstruktion der m ündlichen Prüfung. Sein diesbezüglicher Einw and ist deshalb unbegrün- det. D er Beschw erdeführer verw eist ausserdem auf einen Entscheid des Ver- w altungsgerichts H alle, durch w elchen ein negativer Prüfungsentscheid aufgrund der präzisen Schilderungen der Prüfungskandidatin aufgehoben w orden w ar. D er Exam inator hatte dabei dem detaillierten G edächtnispro- tokoll der Kandidatin nicht substantiiert w idersprochen. D as Verw altungs- gericht stellte fest, dass anhand des Protokolls ein nachvollziehbares Bild über den Verlauf der Prüfung habe geliefert w erden können. Es qualifizier- te die Prüfung als unfair, da w ährend der Prüfung Verfahrensfehler aufge- treten seien. Es ist von Bedeutung, dass es hierbei darum ging, das G e- sam tbild einer 25-m inütigen Prüfung aufzuzeigen, w elche von zahlreichen U nterbrechungen sow ie unpässlicher W ortw ahl und Verhalten des Exam i- nators geprägt w ar. D er Fall ist dam it m it dem vorliegenden nicht ver- gleichbar. 4.4 Im Ü brigen ist zu beachten, dass der Beschw erdeführer eine Sanktionie- rung aufgrund der behaupteten Verletzung des rechtlichen G ehörs ver- langt. D abei verkennt er, dass eine solche Sanktionierung einzig die R ück- w eisung an die Vorinstanz zur nachträglichen G ew ährung des Aktenein- sichtsrechts zur Folge haben könnte, w as folglich einem Leerlauf und da- m it einer unnötigen Verzögerung des Verfahrens gleichkom m en w ürde. Zusam m enfassend kann festgehalten w erden, dass sich die R üge des Be- schw erdeführers als unbegründet erw eist. 5. D er Beschw erdeführer bringt im W eiteren im Zusam m enhang m it der D urchführung der Prüfung "Steuern m ündlich" vor, es seien Verfahrensfeh- ler begangen w orden, die den Prüfungsablauf und die N otengebung ver- fälscht hätten.14 5.1 D er Beschw erdeführer m acht geltend, das N ichtausteilen der Sachverhalte 1 und 2 w ährend der Prüfung stelle einen Verfahrensfehler dar. W eder das Prüfungsreglem ent noch die W egleitung sehen vor, dass den Kandidaten der jew eilige Sachverhalt schriftlich vorzulegen ist. D ie Exam i- natoren geniessen som it in der diesbezüglichen Ausgestaltung der m ündli- chen Prüfung einen erheblichen Erm essensspielraum . Es ist ihnen freige- stellt, ob sie allfällige Prüfungsfragen und -sachverhalte den Kandidaten schriftlich austeilen w ollen oder nicht. Allein die Tatsache, dass der Be- schw erdeführer den Sachverhalt vorliegend allenfalls nicht schriftlich vor- gelegt erhielt, stellt folglich noch keinen M angel im Prüfungsablauf dar. 5.2 D er Beschw erdeführer bringt w eiter vor, den anderen Kandidaten seien, im G egensatz zu ihm , die Sachverhalte 1 und 2 schriftlich vorgelegt w orden, w as unterschiedliche Prüfungsbedingungen geschaffen habe. D er Be- schw erdeführer ist der Ansicht, ihm sei durch das N ichtvorlegen der Sach- verhalte 1 und 2 ein N achteil erw achsen. Es verstehe sich von selbst, dass es schw ieriger sei, einen Sachverhalt genau zu erfassen, w enn er nur er- zählt w erde. D ie Exam inatoren hätten m it dem unterschiedlichen Vorgehen eine vergleichbare Bew ertung der Kandidaten per se verunm öglicht und eine rechtsungleiche Behandlung bew irkt. 5.3 D ie Exam inatoren geben dem gegenüber in ihrer (zw eiten) Stellungnahm e vom 11. M ärz 2005 an, eine nochm alige Ü berprüfung der U nterlagen hätte ergeben, dass säm tliche Prüfungsabsolventen die Fälle 1 und 2 auch in schriftlicher Form erhalten hätten. D am it steht diese Aussage im W ider- spruch zu den Ausführungen des Beschw erdeführers. Im Verw altungsverfahren besteht zw ar die Pflicht zur am tlichen Sachver- haltsfeststellung (Art. 12 Vw VG ). D ieser U ntersuchungsgrundsatz ändert aber nichts an der m ateriellen Bew eislast (M IC H ELE ALBER TIN I, D er verfas- sungsm ässige Anspruch auf rechtliches G ehör im Verw altungsverfahren des m odernen Staates, Bern 2000, S. 261 ff. m it w eiteren H inw eisen). D ie Bew eislast richtet sich nach der Bew eislastregel von Art. 8 des Schw eizeri- schen Zivilgesetzbuchs vom 10. D ezem ber 1907 (ZG B, SR 210), sofern das m assgebliche R echt keine spezifische Bew eisregel enthält. D anach hat derjenige die Folgen der Bew eislosigkeit zu tragen, der aus einer un- bew iesen gebliebenen Tatsache R echte ableiten w ill. Im vorliegenden Fall ist es der Beschw erdeführer, der m it seiner R üge der U ngleichbehandlung R echte zu seinen G unsten ableiten w ill. D er m ass- gebliche Sachverhalt ist um stritten; es steht "Aussage gegen Aussage". W essen Sachverhaltsdarstellung zutrifft, lässt sich im N achhinein nicht m it Sicherheit feststellen. Es kann hingegen nicht gesagt w erden, dass die Sachverhaltsdarstellung der Prüfungskom m ission an sich unglaubw ürdig w irkt. Es zeigt sich vielm ehr, dass die Ausführungen des Beschw erdefüh- rers w idersprüchlich sind. So berief sich der Beschw erdeführer anfangs vehem ent darauf, auch die Sachverhalte 1 und 2 anlässlich seiner m ündli- chen Prüfung schriftlich vorgelegt bekom m en zu haben. Erst aufgrund an-15 derw eitiger Aussagen der Exam inatoren m einte er, "es blieb dem Be- schw erdeführer nichts anderes übrig, als zu glauben, dass die Exam inato- ren die Sachverhalte nicht schriftlich vorgelegt haben und er sich som it ge- irrt hat" (R eplik vom 30. M ai 2005, S. 14). N achdem die Exam inatoren ih- rerseits ihre am 26. N ovem ber 2004 ausdrücklich bestätigte Aussage (vgl. Beilage 16 der Beschw erde) zurücknahm en und die Sachverhalte 1 und 2 ebenfalls schriftlich vorgelegt haben w ollen, beruft sich der Beschw erde- führer auf deren erste Aussage, die Sachverhalte 1 und 2 seien nicht aus- geteilt w orden. D ie Exam inatoren seien bei ihrer Aussage ausdrücklich zu behaften. D iesen Ausführungen kann nicht gefolgt w erden. U nter den gegebenen U m ständen und m it dem genannten Vorgehen bleibt es bei der Behaup- tung, der Beschw erdeführer hätte die Sachverhalte 1 und 2 nicht erhalten. D ieser Behauptung scheint sich der Beschw erdeführer nicht einm al selber sicher zu sein und verm ag sie denn auch nicht m it geeigneten Bew eism it- teln zu unterm auern. Zudem ist auch nicht ersichtlich, w eshalb dem Be- schw erdeführer aus dem allfälligen N icht-Vorlegen der Sachverhalte 1 und 2 ein N achteil hätte erw achsen sollen. So bringt er insbesondere nicht substantiiert vor, w ie sich dies negativ auf die Bew ertung seiner Prüfungs- leistung niedergeschlagen haben soll. D am it sind w eder die Behauptung, dass dem Beschw erdeführer die Sach- verhalte 1 und 2 nicht vorgelegt w orden, noch die R üge, dass ihm ein N achteil aufgrund einer U ngleichbehandlung der Prüfungskandidaten ent- standen sein soll, bew iesen. D ie diesbezüglichen Einw endungen des Be- schw erdeführers sind unbegründet. 5.4 Sodann w irft der Beschw erdeführer den Exam inatoren im Zusam m enhang m it der H erausgabe der Sachverhalte 1 und 2 ein zw iespältiges Verhalten vor, w elches unhaltbar sei, einen schw eren Verfahrensfehler darstelle, die N ote verfälscht habe und nur dadurch geheilt w erden könne, dass dem Be- schw erdeführer die beantragte N ote erteilt w erde. M it diesen R ügen verm ag der Beschw erdeführer allerdings nicht durchzu- dringen. D ie R echtsm ittelinstanz prüft einzig Einw endungen, die den äus- seren Ablauf der Prüfung oder das Vorgehen bei der Bew ertung betreffen. Vorliegend w eist der Beschw erdeführer jedoch auf W idersprüche hin, w el- che erst nach Prüfungsende und vorgenom m ener Bew ertung stattgefun- den haben. Es ist nicht ersichtlich, w ie das Verhalten der Exam inatoren nach der Prüfung einen Einfluss auf den Ablauf der Prüfung und die N o- tengebung gehabt haben soll. D er U m stand, dass die Exam inatoren ihre anfängliche Aussage revidieren m ussten, hat nichts m it dem Prüfungser- gebnis und dem Prüfungsablauf zu tun. D er Einw and ist insofern unbe- gründet. 6. D es W eiteren m acht der Beschw erdeführer geltend, der Exam inator B._______ sei befangen gew esen. D ie Bem erkung des Exam inators an 16 der m ündlichen Prüfung, seine Befragungsm ethodik sow ie die Verw eige- rung des Akteneinsichtsrechts hätten ihn zu dieser Erkenntnis geführt. 6.1 D er Beschw erdeführer bringt insbesondere vor, der Exam inator, w elcher auf einem kantonalen Steueram t arbeite, hätte nach seinem Arbeitgeber und Arbeitsort gefragt und auf die entsprechenden Angaben m it einem höhnischen Lachen und der Bem erkung "Ja, ja, der Arbeitgeber ist be- kannt, bis jetzt hatten w ir nur Kandidaten von Pw C , sie ist, glaube ich, eine der G rössten in der Branche" geantw ortet. Aufgrund dieser Äusserung sei beim Beschw erdeführer das G efühl aufgekom m en, dass er die Prüfung ge- genüber einer Person m it vorgefasster M einung abzulegen habe und der Exam inator ihn als "Vertreter einer gegnerischen Partei" verstehe. D ie Fra- gen seien dann kurz, spitzfindig und unklar form uliert gew esen und der Be- schw erdeführer habe nicht die G elegenheit gehabt, sein W issen darzule- gen. D ie vehem ente Verw eigerung des Akteneinsichtsrechts im nachfol- genden Beschw erdeverfahren hätte den w ährend der m ündlichen Prüfung gew onnenen Eindruck bestätigt und liesse keinen anderen Schluss zu, als dass der Exam inator dem Beschw erdeführer gegenüber parteiisch einge- stellt gew esen sei. D er Beschw erdeführer ist der M einung, er habe keine G elegenheit gehabt, die Parteilichkeit des Exam inators bereits früher zu erkennen, w eshalb er dies erst im Beschw erdeverfahren habe geltend m a- chen können. In seiner Stellungnahm e vom 11. M ärz 2005 w eist der Exam inator den Vorw urf der Befangenheit zurück. Insbesondere sei die Leistung des Be- schw erdeführers aufgrund der Arbeitgeberin nicht tiefer eingestuft w orden und die anderen drei Kandidaten derselben Arbeitgeberin hätten ausser- dem einen N otendurchschnitt von 5,0 erzielt. 6.2 D as R eglem ent nennt unter Art. 9, dass zu den Prüfungen durch die Prü- fungskom m ission w eitere Sachverständige als Experten beigezogen w er- den können (Abs. 1). W er gegenüber einem Kandidaten befangen ist, ins- besondere w egen Verw andtschaft oder w egen eines früheren, gegenw ärti- gen oder vorgesehenen Arbeitsverhältnisses, hat als Experte in den Aus- stand zu treten (Abs. 2). Im Zusam m enhang m it der Abnahm e von Berufs-, Fach- und anderen Fä- higkeitsprüfungen ist ausserdem Art. 10 Vw VG m assgebend (Art. 2 Abs. 2 Vw VG ). D anach treten Personen, die eine Verfügung zu treffen oder diese vorzubereiten haben, unter anderem in den Ausstand, w enn sie in der Sa- che ein persönliches Interesse haben (Bst. a) oder aus anderen G ründen in der Sache befangen sein könnten (Bst. d). D as G esetz unterscheidet dabei nicht zw ischen Ausschlussgründen, die zw ingend zu beachten sind, und Ablehnungsgründen, deren G eltendm achung den Beteiligten frei steht. Alle in Art. 10 Vw VG genannten G ründe m üssen von Am tes w egen berück- sichtigt w erden, ohne dass es einer speziellen G eltendm achung durch Be- teiligte bedarf (BG E 119 V 456 E. 3b; ALFR ED KÖ LZ/ISABELLE H ÄN E R , Verw al- tungsverfahren und Verw altungsrechtspflege des Bundes, Zürich 1998, 17 R z. 247 ff.; R EN É R H IN O W /H EIN R IC H KO LLER /C H R ISTIN A KISS, Ö ffentliches Pro- zessrecht und Justizverfassungsrecht des Bundes, Basel 1996, R z. 1105). Ausstandsgründe sind grundsätzlich ungesäum t vorzubringen, sobald die Partei sie erkennt (KÖ LZ/H ÄN E R , a.a.O . R z. 258). Befangenheit ist anzunehm en, w enn U m stände vorliegen, die geeignet sind, M isstrauen in die U nparteilichkeit zu w ecken. Es genügt, w enn U m - stände gegeben sind, die den Anschein der Befangenheit und die G efahr der Voreingenom m enheit zu begründen verm ögen. Bei der Beurteilung des Anscheins der Befangenheit und der G ew ichtung solcher U m stände kann jedoch nicht auf das subjektive Em pfinden einer Partei abgestellt w erden; das M isstrauen m uss vielm ehr in objektiver W eise als begründet erschei- nen (VPB 61.33 E. 6.1 f., BG E 119 V 456 E. 5b). Allein subjektiv w ahrge- nom m enes unfreundliches Verhalten w ährend der Prüfung stellt keinen G rund für die Annahm e einer Befangenheit dar. Aufgrund der besonderen U m stände einer Prüfungssituation reichen einzelne, allenfalls etw as w enig bedachte Äusserungen eines Exam inators nicht aus, um dessen Befan- genheit zu begründen. D asselbe gilt für das Verhalten nach der Prüfung (BG E 2P.19/2003 vom 29. Juli 2003 E. 4.2). 6.3 Vorliegend stösst sich der Beschw erdeführer insbesondere am Verhalten des Exam inators w ährend und nach der Prüfung. Seine diesbezüglichen Einw endungen gegen das Verhalten des Exam inators beruhen jedoch auf subjektiver Interpretation seines sow ohl an der Prüfung gew onnenen Ein- drucks w ie auch des Verhaltens des Exam inators im N achgang zur Prü- fung. D as vom Beschw erdeführer vorgebrachte M isstrauen gegenüber der U nparteilichkeit des Exam inators ist hingegen – w ie nachfolgend gezeigt w ird – in objektiver W eise unbegründet. Allein aus der Bem erkung in Bezug auf die Arbeitgeberin des Beschw erde- führers kann nicht auf Parteilichkeit des Exam inators geschlossen w erden, denn diese Äusserung lässt keine persönliche Antipathie des Exam inators gegenüber dem Beschw erdeführer erkennen. Auch der U m stand, dass sich die beiden im späteren Berufsleben allenfalls einm al als Vertreter ver- schiedener Interessen gegenüber stehen könnten oder bereits einander gegenüber standen, verm ag die Befangenheit des Exam inators nicht zu begründen. Ausserdem ist darauf hinzuw eisen, dass die schriftlich vorge- legten Prüfungssachverhalte im Voraus vorbereitet w orden sind und des- halb nach Prüfungsbeginn und nachdem der Beschw erdeführer seine Ar- beitgeberin bekannt gab, nur beschränkt auf die Fragestellung Einfluss ge- nom m en w erden konnte. Konkrete U m stände, w elche auf die Voreingenom m enheit schliessen lies- sen, sind in der anfänglichen N ichtherausgabe der Sachverhalte 1 und 2 nach Bekanntgabe des Prüfungsresultats ebenfalls nicht ersichtlich. Sie liefern keine begründeten Anhaltspunkte dafür, dass einer der Exam inato- ren dem Beschw erdeführer gegenüber parteiisch eingestellt gew esen sein könnte. Es ist insbesondere zu berücksichtigen, dass dem Beschw erdefüh-18 rer die Prüfungsaufgaben 3 bis 5 unverzüglich zugänglich gem acht w orden w aren. Im Ü brigen ist zu beachten, dass der Kontakt zu den Exam inatoren jew eils über das Prüfungssekretariat stattfand. D ieses nahm aufgrund der Aufforderung zur H erausgabe der Sachverhalte Kontakt m it den beiden Exam inatoren auf und leitete deren Antw ort an den Beschw erdeführer w ei- ter. D ie anfängliche Verw eigerung der H erausgabe der Sachverhalte 1 und 2, w elche dann revidiert w erden m usste, stellt in diesem Kontext eine un- bedeutend kleine R olle dar. D arin eine speziell gegen den Beschw erdefüh- rer gerichtete Parteilichkeit des einen Exam inators zu sehen und daraus gar eine persönliche Antipathie dieses Exam inators gegenüber dem Be- schw erdeführer ableiten zu w ollen, geht zu w eit und erscheint gesucht. D as vom Beschw erdeführer geschilderte Vorgehen lässt aus diesen G rün- den nicht auf Voreingenom m enheit des Exam inators schliessen. D er Beschw erdeführer rügt w eiter die gew ählte Befragungsm ethodik und führt dies als Beleg für die Befangenheit des Exam inators an. Es gehört je- doch zum W esen einer Prüfung, dass auf unterschiedliche Fragetypen ein- gegangen w erden m uss. Kurze Fragen, w elche in der R egel eine präzise Antw ort verlangen, w echseln sich oft m it offener form ulierten und um fas- senderen Fragen ab, w elche dem Prüfling eine breiter gefasste Antw ort er- lauben. D ie jew eiligen Fragen können im einzelnen subjektiv einerseits als "spitzfindig" oder andererseits als "unklar" em pfunden w erden, geben aber objektiv gerade die M öglichkeit, das W issen unterschiedlich zu präsentie- ren. Im Ü brigen liegt es w eitgehend im Erm essen der Exam inatoren, w ie sie die Prüfung konkret ausgestalten w ollen. D ieses Erm essen w urde vor- liegend nicht überschritten und der Vorw urf der Parteilichkeit erw eist sich m ateriell als unbegründet. D ie Frage, ob der Einw and der Befangenheit rechtzeitig vorgebracht w orden ist, kann deshalb offen gelassen w erden. 7. D er Beschw erdeführer erzielte m it einer 2,5 im Fach "R echt schriftlich", ei- ner 3,5 im Fach "Steuern m ündlich" und einer 2,5 im "Kurzreferat" drei un- genügende N oten. D ie N ote 2,5 im Fach "R echt schriftlich" ist unangefoch- ten geblieben. G em äss Prüfungsreglem ent dürfen nicht m ehr als zw ei N o- ten unter 4,0 erteilt w erden, ansonsten die Prüfung als nicht bestanden gilt. Vorab ist deshalb die Bew ertung der ebenfalls m it einer ungenügen- den N ote bew erteten Prüfung "Steuern m ündlich" sow ie des "Kurzreferats" zu prüfen. Können diese beiden N oten näm lich nicht angehoben w erden, gilt die Prüfung als nicht bestanden und die Beschw erde ist abzuw eisen, ohne dass die übrigen R ügen in den anderen Fächern zu prüfen w ären. D er Beschw erdeführer m acht geltend, die Prüfung "Steuern m ündlich" so- w ie das "Kurzreferat" seien unterbew ertet w orden. Bei beiden Fächern sei- en der Prüfungsablauf von der Prüfungskom m ission bzw . von den Exam i- natoren nicht nachvollziehbar und die Bew ertung nicht einleuchtend darge- legt w orden. D as "Kurzreferat" sei von den Exam inatoren unzulässig streng und w illkürlich benotet w orden. 19 7.1 In Bezug auf die Prüfung "Steuern m ündlich" bringt der Beschw erdeführer vor, die verschiedenen Schreiben der Prüfungskom m ission w ürden den Anforderungen an die N achvollziehbarkeit des Prüfungsablaufs und der Benotung nicht genügen. Es w erde w eder aufgeführt, w elche Fragen kor- rekt beantw ortet w orden seien, noch die richtigen Antw orten angegeben. Einzig angebliche M ängel seien aufgeführt w orden. 7.1.1 W enn das Prüfungsreglem ent – w ie im vorliegenden Fall – keine Protokol- lierungspflicht vorsieht, sind die Exam inatoren nicht verpflichtet, ein förm li- ches W ortprotokoll der m ündlichen Prüfung zu verfassen (vgl. H inw eise bei M AR TIN AU BE R T, Bildungsrechtliche Leistungsbeurteilungen im Verw al- tungsprozess, Bern/Stuttgart/W ien 1997, S. 143, Fn. 198). W ird aber in ei- nem Beschw erdeverfahren die Bew ertung einer Prüfungsleistung gerügt, so haben die Prüfungskom m ission bzw . die Exam inatoren gestützt auf ihre internen H andnotizen im R ahm en der Beschw erdeantw ort der Prüfungs- kom m ission Stellung zu nehm en (Art. 57 Abs. 1 Vw VG ). Ihre Stellungnah- m e m uss genügend detailliert sein, um daraus den Ablauf der m ündlichen Prüfung erkennbar zu m achen. Insbesondere ist darzulegen, w elche Auf- gaben an der m ündlichen Prüfung gestellt w orden sind, w elche Leistungen der Beschw erdeführer erbracht hat und w orin genau allfällige M ängel bei der Beantw ortung gelegen haben. D enn nur w enn der Prüfungsablauf für die Beschw erdeinstanz nachvollziehbar ist, kann untersucht w erden, ob die Begründung der Exam inatoren als m ateriell vertretbar erscheint oder ob die vom Beschw erdeführer vorgebrachten Einw ände eine gew isse Er- heblichkeit aufw eisen (VPB 63.88 E. 5, VPB 61.32 E. 10.1). G em äss ständiger R echtsprechung der R ekurskom m ission EVD w ar in der R egel davon auszugehen, dass die Exam inatoren in der Lage sind, die Be- w ertung der Prüfungsleistung objektiv vorzunehm en. Solange konkrete H inw eise auf eine Befangenheit fehlten und die Beurteilung nicht als feh- lerhaft oder völlig unangem essen erschien, w urde angenom m en, dass die D arstellung der Exam inatoren bezüglich des Prüfungsablaufs zutraf und die Bew ertung korrekt w ar. Es lag am Beschw erdeführer, die Bew ertung stichhaltig und substantiiert zu beanstanden. Verm ochten seine Einw ände keine erheblichen Zw eifel zu w ecken, so galt eine sachgerechte und w ill- kürfreie Benotung als erw iesen. Vorausgesetzt w urde jedoch stets, dass die Stellungnahm e insofern vollständig w ar, als darin substantiierte R ügen des Beschw erdeführers beantw ortet w urden, und dass die Auffassung der Exam inatoren, insbesondere sow eit sie von derjenigen des Beschw erde- führers abw ich, nachvollziehbar und einleuchtend w ar (VPB 61.32 E. 7.2). Es sind für das Bundesverw altungsgericht keine G ründe ersichtlich, von dieser Praxis abzuw eichen. 7.1.2 D er Beschw erdeführer w endet ein, dass es offen bleiben und m assiv be- stritten w erden m üsse, w eshalb die Vorinstanz aufgrund der Angaben der Exam inatoren zum Schluss gelangen konnte, dass der Prüfungsablauf nachvollziehbar aufgezeigt und die Bew ertung auch für einen Laien ein- leuchtend dargelegt w orden sei. Er rügt, dass die von den Exam inatoren erw ähnten fachlichen M ängel nicht zutreffen w ürden.20 D ie beiden Exam inatoren, w elche die Prüfung "Steuern m ündlich" abnah- m en, haben zw eim al (am 11. M ärz 2005 sow ie am 20. Juni 2005) zum Prü- fungsablauf und der Benotung Stellung genom m en. Es trifft zu, dass die erste Stellungnahm e Bem erkungen enthält, w ie eine Frage sei korrekt oder aber schlecht, ungenügend, unpräzise oder nicht schlüssig beantw ortet w orden, teils ohne dies genauer darzulegen. D ie einzelne Frage w ird hier- bei detailliert dargestellt, die gegebene Antw ort w ie auch die M usterant- w ort dazu w erden hingegen m eist nur ansatzw eise angedeutet. Bei den er- w ähnten, kurzen Prädikaten handelt es sich nur teilw eise um Bew ertungen der Leistung, überw iegend aber um Eindrücke der Exam inatoren, w elche Aufschluss über den Prüfungsablauf und über die Art und W eise geben, w ie die Antw orten erfolgten. D ie Feststellungen, ob die Antw orten spontan oder zögernd erfolgten oder ob es gar einer H ilfeleistung der Exam inatoren bedurfte, spielen bei der Bew ertung einer m ündlichen Prüfung eine w ichti- ge R olle (vgl. VPB 61.32 E. 10.2). D ie zw eite Stellungnahm e der Exam ina- toren ist dann jedoch ausführlicher und in einzelnen Punkten präziser er- gangen. Es w erden die einzelnen korrekten w ie auch die durch den Be- schw erdeführer erfolgten Antw orten ausführlicher dargelegt. W eiter w ird festgehalten, w elche Aspekte hätten erw ähnt oder diskutiert w erden sollen, vom Beschw erdeführer jedoch nicht erkannt w urden. Auch w ird angeführt, w elche Antw orten falsch w aren und auf w elche Fragen der Beschw erde- führer keine Antw ort w usste. D ie W issensm ängel, w elche zur ungenügen- den Leistungsbeurteilung geführt haben, w erden klar aufgezeigt. D ie Vorinstanz hat sich m it den Vorbringen des Beschw erdeführers w ie auch der Prüfungskom m ission und den entsprechenden Stellungnahm en der Exam inatoren vertieft auseinandergesetzt. In ihrem Entscheid hat sie die R ügen des Beschw erdeführers in Bezug auf die einzelnen Fragen und Antw orten zusam m engefasst und den Stellungnahm en der Exam inatoren gegenübergestellt. Anschliessend kam sie zum Schluss, dass die Exam i- natoren den Prüfungsablauf zum indest in den G rundzügen nachvollziehbar aufgezeigt und auch für Laien einleuchtend ausgeführt hätten, w ie sie zu ihrer Bew ertung gekom m en sind. D er Beschw erdeführer bringt in seiner Beschw erde keine oder w enig subs- tantiierte Einw ände gegen die Beurteilung der Prüfungskom m ission bzw . der Vorinstanz vor, sondern bringt vielm ehr zum Ausdruck, dass er deren Auffassung nicht teilt. Er legt in seiner Beschw erde insbesondere nicht überzeugend dar, aus w elchen G ründen den Ausführungen der Prüfungs- kom m ission bzw . der Vorinstanz nicht gefolgt w erden könne. D ie Stellung- nahm en der Exam inatoren hingegen erw eisen sich als vollständig und be- antw orten die R ügen des Beschw erdeführers. D er Ablauf der m ündlichen Prüfung ist in den w esentlichen Zügen erkennbar, insbesondere die be- handelten Them en, der w esentliche Inhalt der gestellten Fragen und die Lücken in den Antw orten des Beschw erdeführers. D ie N achvollziehbarkeit des Prüfungsablaufs ist dam it gegeben. W eiter erscheint die Bew ertung aufgrund der Ausführungen der Exam inatoren als vertretbar.21 D ie R ügen des Beschw erdeführers erw eisen sich som it als unbegründet. 7.1.3 D es W eiteren m acht der Beschw erdeführer geltend, seine Leistung im Fach "Steuern m ündlich" sei aufgrund der Prüfungsgestaltung und des Prüfungsverhaltens der Exam inatoren unterbew ertet w orden und er be- m ängelt die fachliche Q ualität der gestellten Fragen. Er verw eist dazu auf zw ei in der Beschw erdeschrift vom 7. Januar 2005 angeführte Beispiele sow ie die Stellungnahm e der Exam inatoren zum Sachverhalt 1 und 2. Im ersten der beiden Beispiele bringt der Beschw erdeführer an, der Exam ina- tor habe ihn nicht ausreden lassen, sondern ihn unterbrochen. W eiter habe der Exam inator auf seine Lösung bestanden, diese als einzig richtige er- achtet und sei dann m it einer Variante schnell und hastig w eitergefahren. D ie Prüfungsgestaltung steht innerhalb der vom Prüfungsreglem ent ge- setzten G renzen im Erm essen der Exam inatoren. Es ist vorliegend nicht ersichtlich, dass diese G renze nicht eingehalten w orden w äre. W eiter er- w eist sich die Bew ertung der Exam inatoren, w ie in der vorstehenden Erw ä- gung bereits ausgeführt, als m ateriell vertretbar und es liegen keine G rün- de vor, w elche eine Befangenheit eines Exam inators verm uten liessen. Inw iefern die Befragungsm ethodik der Exam inatoren einen Einfluss auf die Benotung der Prüfungsleistung gehabt haben soll, w ird vom Beschw erde- führer vorliegend in seiner Beschw erde nicht stichhaltig dargelegt. D er Be- schw erdeführer verm ag insbesondere nicht darzulegen, ob und gegebe- nenfalls w eshalb das Verhalten der Exam inatoren sow ie die Prüfungsge- staltung seine Leistung negativ beeinflusst hätte. Aus diesen G ründen er- w eist sich seine R üge nicht als stichhaltig. 7.2 Im Zusam m enhang m it dem Kurzreferat m eint der Beschw erdeführer ers- tens, dieses sei von den Exam inatoren unzulässig streng und w illkürlich benotet w orden. Zw eitens seien Prüfungsablauf und Bew ertung von den Exam inatoren nicht genügend um schrieben und dam it nicht nachvollzieh- bar aufgezeigt w orden. D rittens sei die Benotung absolut w illkürlich und nicht substantiell begründet. Er verw eist zur Begründung pauschal auf die im vorinstanzlichen Verfahren in der Beschw erde vom 7. Januar 2005, der R eplik vom 30. M ai 2005 sow ie der Stellungnahm e vom 5. Septem ber 2005 vorgebrachten Argum ente. Bezüglich der im Zusam m enhang m it der Bew ertung von Prüfungs- leistungen praktizierten Zurückhaltung der R echtsm ittelbehörde kann auf die oben stehenden Ausführungen unter E. 3 sow ie E. 7.1.1 verw iesen w erden. W esentlich ist, dass der Prüfungsablauf für die Beschw erdeins- tanz nachvollziehbar ist und die Bew ertung der Exam inatoren als m ateriell vertretbar erscheint. 7.2.1 Zum ersten Punkt betont der Beschw erdeführer zusätzlich, dass die W ahr- scheinlichkeit 1:1000 betrage, dass ein Exam inatorenpaar die drei schlechtesten Prüfungsteilnehm er zugew iesen bekom m e. Es sei – auch w enn rechnerisch nicht absolut unw ahrscheinlich – objektiv erkennbar, 22 dass die Exam inatoren unzulässig streng bew ertet hätten. M it dem Einw and, die beiden Exam inatoren hätten unzulässig streng be- w ertet, m acht der Beschw erdeführer sinngem äss eine rechtsungleiche Be- handlung geltend. Er m eint, ihm sei im Vergleich zu anderen Prüfungskan- didaten durch die Zuteilung der betreffenden zw ei Exam inatoren ein N ach- teil entstanden. D em vorinstanzlichen Entscheid ist zu entnehm en, dass die beiden Exam i- natoren insgesam t 10 der 249 Kandidaten geprüft haben. D er N otendurch- schnitt aller 249 Kandidaten im Kurzreferat betrug 4,7, w ährenddem er bei den beiden betreffenden Exam inatoren bei 4,0 liegt. D iese haben einm al die N ote 6,0, zw eim al 5,5, einm al 4,5, zw eim al 4,0, einm al 3,0 und dreim al 2,5 erteilt. D ie Vorinstanz führt aus, dass nicht davon ausgegangen w er- den könne, dass die von den beiden Exam inatoren geprüften Kandidaten genau dem D urchschnitt entsprächen. Auch könne aus der Tatsache, dass einzig die beiden Exam inatoren die N ote 2,5 erteilt hätten, nicht auf eine rechtlich unzulässig strenge Benotung geschlossen w erden, zum al die Ex- am inatoren auch sehr gute N oten vergeben hätten. D ie R üge, an die Kan- didaten dieser Exam inatoren seien übertrieben strenge Anforderungen ge- stellt w orden, verm öge daher nicht durchzudringen. D en vorgenannten Ausführungen der Vorinstanz kann gefolgt w erden. D ie Abnahm e der Prüfung und die Festsetzung der N ote erfolgte – w ie in Art. 14 Abs. 1 des R eglem ents vorgesehen – durch m indestens zw ei Ex- perten. Ausserdem haben die Exam inatoren angegeben, die Bew ertung des Kurzreferats sei anhand eines standardisierten Beurteilungsschem atas erfolgt, w elches von säm tlichen Exam inatoren verw endet w erde. W elche Aspekte bei der Bew ertung vor allem m assgebend sind, w ird gem äss Zif- fer III. E. der W egleitung vorgegeben und in diesem Bew ertungsbogen um - gesetzt. Som it kom m en für alle Kandidaten die gleichen Kriterien zur An- w endung. W eiter geben die beiden Exam inatoren an, dass sie das Kurzre- ferat unabhängig voneinander bew ertet hätten. Anschliessend sei diese Bew ertung verglichen und eine gem einsam e Beurteilung abgegeben w or- den, w obei m an sich vorliegend einig gew esen sei. W ie oben ausgeführt, w urden verschiedene Vorkehren getroffen, um eine U ngleichbehandlung der Prüfungskandidaten m öglichst zu verhindern. D ie- se kam en vorliegend auch alle korrekt zur Anw endung. G anz ausgeschlos- sen w erden können gew isse D ifferenzen jedoch nie. So dürfte es zutref- fen, dass gerade ein R eferat von verschiedenen Personen auch unter- schiedlich bew ertet w erden kann. Im vorliegenden Fall verm ag der Be- schw erdeführer jedoch keine begründeten Zw eifel an der korrekten D urch- führung der Prüfung zu erw ecken, w eshalb er m it seiner R üge nicht durch- zudringen verm ag. 7.2.2 In Bezug auf die zw eite und dritte R üge bringt der Beschw erdeführer vor, dass die Stellungnahm e der Exam inatoren keine Begründung enthalte, 23 sondern einzig auf angebliche fachliche M ängel des R eferats hinw eise. Eine Beschreibung des Prüfungsablaufs fehle ganz. D ie Exam inatoren hät- ten dam it w eder den Prüfungsablauf in den G rundzügen nachvollziehbar aufgezeigt noch auch für den Laien einleuchtend ausgeführt, w ie sie zu ih- rer Bew ertung gekom m en seien. Insbesondere sei nicht nachvollziehbar, w eshalb für Präsentation, Aufbau und Schlussw ort nur 1 Punkt erteilt w or- den sei. D ie Vorinstanz kam nach eingehender Prüfung zum Schluss, dass der Ab- lauf des Vortrags sow ie die fachlichen M ängel von den Exam inatoren nachvollziehbar dargelegt w orden seien. W ie die Exam inatoren zu ihrer Bew ertung gekom m en seien, sei aufgezeigt w orden und diese erscheine vertretbar. D em gegenüber verm öge der Beschw erdeführer nicht überzeu- gend darzulegen, dass die Erklärungen der Exam inatoren unglaubw ürdig und die Bew ertung völlig unangem essen seien. Aus den Akten ergibt sich, dass die Exam inatoren in ihren Stellungnahm en begründet haben, w eshalb in Bezug auf die Bew ertung von Präsentation, Aufbau und Schluss nur ein Punkt vergeben w erden konnte. G em äss den Exam inatoren haben sie am Vortrag die nötige Struktur verm isst. D as R e- ferat habe keine erkennbare G liederung aufgew iesen, sei sehr konfus und unpräzise form uliert gew esen. Für die Präsentation könne kein Punkt zu- gesprochen w erden und der Aufbau sei aufgrund der nichtvorhandenen Strukturierung als gravierend ungenügend einzustufen. W eiter habe sich der Beschw erdeführer oft w iederholt, ohne dass dam it seine Ausführungen vertieft w orden w ären. D er Beschw erdeführer hätte einzelne inhaltlich zu erw artende Punkte des gew ählten Them as „Problem atik der Aktionärsdar- lehen im G ew innsteuerrecht“ nur kurz angesprochen, w esentliche Ausfüh- rungen hätten gar ganz gefehlt. Zudem habe er das Them a ansatzw eise über die Aufgabenstellung hinaus ausgew eitet, w ofür nicht zusätzliche Punkte erteilt w erden könnten. Insgesam t seien die dargelegten inhaltli- chen M ängel – w elche die Exam inatoren in ihren Stellungnahm en einzeln nennen – w ie auch die m angelnde Strukturierung ausschlaggebend für die Bew ertung gew esen. D iesen Ausführungen kann ohne w eiteres gefolgt w erden, da für eine ge- genteilige Annahm e keinerlei H inw eise vorhanden sind oder rechtsgenü- gend vorgetragen w orden sind. N eue R ügen bringt der Beschw erdeführer in diesem Verfahren jedenfalls nicht stichhaltig vor. D ie w iederholte Be- hauptung des Beschw erdeführers, die Benotung sei w illkürlich erfolgt, ist nicht nachgew iesen. D ie R ügen sind dem zufolge unbegründet. 8. D er Beschw erdeführer m acht schliesslich geltend, es sei die G renzfallre- gelung anzuw enden. 8.1 D as Berufsbildungsgesetz stellt keine allgem ein gültige G renzfallregelung auf. Falls w eder in den jew eiligen Prüfungsreglem enten noch in den W eg- leitungen eine R egelung für G renzfälle getroffen w ird, darf die Prüfungs-24 kom m ission grundsätzlich selbst Kriterien zur Behandlung von G renzfällen aufstellen. D ies ergibt sich aus der Kom petenz der Prüfungskom m ission, die N oten der Kandidaten endgültig festzusetzen (Art. 14 Abs. 2 R egle- m ent). G rundsätzlich steht es im Erm essen der Prüfungskom m ission, w as sie als G renzfall definiert und w ie sie in derartigen Fällen vorgehen w ill. Ein genereller Anspruch darauf, dass Punktzahlen knapp unter der für eine genügende N ote erforderlichen G renze aufgerundet w erden, besteht nicht (BG E 2P.177/2002 vom 7. N ovem ber 2002 E. 4). 8.2 Vorliegend hat die Prüfungskom m ission anlässlich ihrer Sitzung vom 26. O ktober 2004 eine G renzfallregelung beschlossen. D iese besagt, dass eine m ündliche Fachnote oder die N ote der D iplom arbeit inkl. Kolloquium um 0.5 N oteneinheiten angehoben w ird, w enn die Exam inatoren diese M öglichkeit vorgesehen haben und dies allein zum Bestehen der Prüfung führt. W eiter w erden in den Fächern „R echt“, „Betriebsw irtschaft, R ech- nungsw esen, Finanzierung“ je 1 Punkt und im Fach „Steuern“ (schriftlich) 2 Punkte erteilt, w enn eine dieser Punkteerhöhungen für sich alleine zum Bestehen der Prüfung führt. D ie Exam inatoren haben bei der Bew ertung der m ündlichen Prüfungen des Beschw erdeführers eine entsprechende Anhebung der N oten nicht vorge- sehen. Sie erachten sow ohl das Kurzreferat als auch die Prüfung „Steuern m ündlich“ als ungenügend und halten an den erteilten N oten fest. D ie Er- teilung von 1 Punkt in den Fächern „R echt“, „Betriebsw irtschaft, R ech- nungsw esen, Finanzierung“ oder von 2 Punkten im Fach „Steuern schrift- lich“ führt vorliegend alleine nicht zum Bestehen der Prüfung. D er Antrag um Anw endung der G renzfallregelung ist unbegründet und dem zufolge abzuw eisen. 9. Zusam m enfassend ist festzuhalten, dass dem Antrag des Beschw erdefüh- rers, seine N ote im Fach "Steuern m ündlich" sei m it 4,5 und das Kurzrefe- rat m it 4,0 zu bew erten, nicht entsprochen w erden kann. Es bleibt bei den erteilten Bew ertungen von 3,5 bzw . 2,5. D a die im Fach "R echt" erteilte – und nicht angefochtene – N ote von 2,5 ebenfalls unverändert bleibt, liegen dam it drei ungenügende Bew ertungen vor. D ie Prüfung ist bereits aus die- sen G ründen nicht bestanden, da nicht m ehr als zw ei N oten unter 4,0 lie- gen dürfen (Art. 28 R eglem ent). Auf den Antrag, die schriftliche Prüfung im Fach "Steuern schriftlich" m it der N ote 5,0 und den Antrag sow ie Eventualantrag die schriftliche Prüfung im Fach „Betriebsw irtschaft, R echnungsw esen, Finanzierung“ m it der N ote 6,0 beziehungsw eise 4,5 zu bew erten, ist daher nicht w eiter einzugehen. Auch das Eventualbegehren um kostenlose W iederholung der m ündlichen Prüfung in den Fächern „Steuern“ und Kurzreferat ist abzulehnen, da w ie vorstehend ausgeführt, keine Verfahrensfehler vorliegen und die Bew er- tung zu bestätigen ist.25 D ie Beschw erde erw eist sich daher insgesam t als unbegründet und m uss abgew iesen w erden. 10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gilt der Beschw erdeführer als unter- liegende Partei, w eshalb ihm die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D iese w erden m it dem am 10. M ärz 2006 geleiste- ten Kostenvorschuss verrechnet. D es W eiteren ist dem unterliegenden Be- schw erdeführer keine Parteientschädigung auszurichten (Art. 64 Abs. 1 Vw VG ). 11. D ieser Entscheid kann nicht m it Beschw erde in öffentlich-rechtlichen An- gelegenheiten an das Bundesgericht w eitergezogen w erden (Art. 83 Bst. t des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005, BG G , SR 173.110). Er ist som it endgültig. D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen, sow eit darauf eingetreten w ird. 2. D em Beschw erdeführer w erden die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.-- auferlegt und m it dem am 10. M ärz 2006 geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- verrechnet. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (eingeschrieben, m it Beilagen); - der Vorinstanz (R ef-N r. 122 / trp; eingeschrieben, m it Beilagen); - der Erstinstanz (eingeschrieben). D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: R onald Flury Fabia Bochsler Versand am : 3. Juli 2007