<h2>SubmittedText<h2><p>Die Anforderungen an Unternehmungen und Organisationen steigen. Nicht nur aus geopolitischer Sicht und dem Einhalten von ESG-Standards, sondern vielmehr auch relevante Fragen und Anforderungen rund urn "Good Governance- und Best Practice" stellen Unternehmen vor neue Realitäten und Anforderungen an ihr Risikomanagement und ihre Unternehmensführung.</p><p>Nicht alles, was rein juristisch in der Schweiz heute noch als möglich bezeichnet werden kann, wird heutigen Standards und einem guten Image sowie zeitgemässer Unternehmensführung gerecht. Risikomanagement sollte gerade auch in diesem Sinne nie rein juristisch betrachtet werden.</p><p>Ich bitte den Bundesrat daher um Beantwortung nachfolgender Fragen:</p><p>1. Welche Risiken sieht der Bundesrat für Unternehmen, wenn diese von einen Verwaltungsrat und einem Stiftungsrat geführt werden, diese beiden Gremien jedoch mit den gleichen Personen besetzt sind?</p><p>2. Ist es in der heutigen Komplexität der Geschäftstätigkeit überhaupt noch juristisch vertretbar, dass die gleichen Personen sich oft auch grosse Entscheide, die teilweise grosse finanzielle Verflechtungen und Verantwortlichkeiten nach sich ziehen, gegenseitig absegnen?</p><p>3. Ist nicht nur das Risiko für so geführte Unternehmen zu gross, sondern auch für die in der Verantwortung stehenden Verwaltungsräte bzw. Stiftungsräte?</p><p>4. Ab welcher Unternehmensgrösse wurde der Bundesrat solche Verflechtungen als systemkritisch für die Schweiz betrachten?</p><p>5. Erachtet es der Bundesrat deshalb als notwendig, eine Gesetzesänderung vorzunehmen, welche vorsieht, solche Doppelbesetzungen (gleiche Personen in Verwaltungsrat und Stiftungsrat) aus Good Governance Gründen und im Sinne gelebten Risikomanagements zu verbieten und das Gesetz entsprechend zu ändern?</p><p>Insbesondere dann, wenn sich der Staat (kantonal oder gar national) selbst mit finanziellen Mitteln an solchen Unternehmen ins Risiko begibt?</p>