B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung VI F-3583/2021 E n t s c h e i d v o m 2 3 . A u g u s t 2 0 2 1 Besetzung Richterin Regula Schenker Senn (Vorsitz), Richter Fulvio Haefeli, Richter Yannick Antoniazza-Hafner, Gerichtsschreiber Daniel Grimm. Parteien A._______, vertreten durch MLaw Carmen Baltensperger, Teichmann International (Schweiz) AG, Dufourstrasse 124, 9000 St. Gallen, Beschwerdeführer, gegen Staatssekretariat für Migration SEM, Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Berichtigung des Abschreibungsentscheides des Bundesver- waltungsgerichts vom 23. Juli 2021. F-3583/2021 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass die Vorinstanz das über den Beschwerdeführer verhängte Einreise- verbot samt SIS-Ausschreibung am 21. Juli 2021 wiedererwägungsweise aufhob, dass das Bundesverwaltungsgericht das entsprechende Rechtsmittelver- fahren am 23. Juli 2021 daher als gegenstandslos geworden abgeschrie- ben hat, dass es im Abschreibungsentscheid u.a. festhielt, dass die Rechtsvertrete- rin keine Kostennote eingereicht habe und die von der Vorinstanz auszu- richtende Parteientschädigung in Anwendung von Art. 14 Abs. 1 und 2 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) auf Grund der Akten auf Fr. 2'500.– festsetzte (Ziffer 3 des Dispositivs), dass die Parteivertreterin, ebenfalls am 23. Juli 2021, eine Kostennote ein- reichte (beim Bundesverwaltungsgericht eingegange n am 26. Juli 2021), worin sie ein Honorar von Fr. 3'797.– in Rechnung stellte, dass die Rechtsvertreterin mit Eingabe vom 29. Juli 2021 auf diese n Um- stand hinwies, ergänzend ausführte, die Kostennote sei fristgemäss einge- reicht worden und darum ersuchte, die se im Abschreibungsentscheid zu berücksichtigen und in diesem Punkt neu zu entscheiden, dass die Eingabe vom 29. Juli 2021 unter den konkreten Begebenheiten (zeitliche Überschneidung von Abschreibungsentscheid und Honorarnote) als Gesuch um Berichtigung entgegenzunehmen ist, dass gemäss Art. 48 Abs. 1 BGG für die Berichtigung von Entscheiden des Bundesverwaltungsgerichts Art. 129 BGG sinngemäss anwendbar ist, dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 129 Abs. 1 BGG auf schriftliches Gesuch einer Partei oder von Amtes wegen das Dispositiv ei- nes Urteils u.a. dann berichtigt, wenn das Dispositiv unklar, unvollständig oder zweideutig ist, seine Bestimmungen untereinander oder mit der Be- gründung in Widerspruch stehen oder es Redaktions- oder Rechnungsfeh- ler enthält (vgl. etwa Berichtigung des BVGer E-3751/2011 vom 4. August 2011, S. 2/3 m.H.), dass die Parteien, die Anspruch auf Parteientschädigung erheben, dem Gericht vor dem Entscheid eine detaillierte Kostennote einzureichen haben F-3583/2021 Seite 3 und das Gericht im Säumnisfall die Entschädigung auf Grund der Akten festzusetzen hat (Art. 14 Abs. 1 und 2 VGKE), dass sich die Kostennote vom 23. Juli 2021 zum Entscheidzeitpunkt nicht bei den Akten befand und somit im Abschreibungsentscheid vom 23. Juli 2021 nicht berücksichtigt werden konnte, dass aufgrund des Verfahrensstadiums indes mit dem Eingang einer Kos- tennote gerechnet werden musste und diese aus Versehen nicht abgewar- tet wurde, dass der Abschreibungsentscheid vom 23. Juli 2021 daher insoweit zu er- gänzen bzw. berichtigen ist, als das Bundesverwaltungsgericht die fragli- che Kostennote miteinzubeziehen hat, dass die Rechtsvertreterin mit Kostennote vom 23. Juli 2021 Entschädi- gungen von Fr. 3'797.– (inkl. Auslagen von Fr. 136.– und Mehrwertsteuer von Fr. 271.–) geltend machte, dass die Parteientschädigung aufgrund dessen sowie in Berücksichtigung der massgebenden Bemessungsfaktoren (vgl. Art. 8 -13 VGKE) auf Fr. 2'900.– (kein Zuschlag für die Mehrwertsteuer, weil der bisherige feste Wohnsitz des Be schwerdeführers als Empfänger der juristischen Dienst- leistung im Ausland liegt [siehe Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGK E]; das Gericht erachtet den in Rechnung gestellten notwendigen Aufwand als leicht über- höht; Erfahrungswerte in vergleichbaren Verfahren) festzusetzen ist, dass der Abschreibungsentscheid des Bundesverwaltungsgerichts dahin- gehend zu berichtigen ist, dass der Entscheid über Kosten und Entschädigungen in einem Berichti- gungsverfahren sinngemäss den allgemeinen Regeln der Art. 63 bis 65 VwVG folgt (vgl. MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bun- desverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, S. 317 Rz. 5.83 m.H.), dass entsprechend dem Ausgang des vorliegenden Berichtigungsverfah- rens keine Kosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG), dass dem Beschwerdeführer durch das Berichtigungsverfahren offensicht- lich keine verhältnismässig hohen bzw. nur verhältnismässig geringe Kos- ten erwachsen sind, eine Parteientschädigung daher nicht zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 4 VGKE). F-3583/2021 Seite 4 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Ziffer 3 des Abschreibungsentscheides des Bundesverwaltungsgerichts vom 23. Juli 2021 wird berichtigt und lautet wie folgt: „Die Vorinstanz wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Parteient- schädigung von Fr. 2'900.– zu bezahlen.“ 2. Für das Berichtigungsverfahren werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 4. Dieser Entscheid geht an: – den Beschwerdeführer (Einschreiben) – die Vorinstanz (Ref-Nr. ZEMIS […]) Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: Regula Schenker Senn Daniel Grimm Versand: