15. Juni 1994 N 1045 Parlamentarische Initiative. Finanzierungsbeihilfen Namentliche Gesamtabstimmung Vote sur l'ensemble, par appel nominal Für Annahme des Entwurfes stimmen - Acceptent le projet: Bär, Baumann, Baumberger, Bäumlin, Béguelin, Berger, Bez- zola, Binder, Bircher Peter, Bonny, Borradori, Bortoluzzi, Brun- ner Christiane, Bühlmann, Bührer Gerold, Bundi, Bürgi, Cac- cia, Camponovo, Carobbio, Caspar-Mutter, Cavadini Adriano, Chevallaz, Columberg, Comby, Couchepin, Danuser, Darbel- lay, David, Deiss, Dettling, Diener, Ducret, Dünki, Duvoisin, Eggenberger, Epiney, Eymann Christoph, Fehr, Fischer-Sur- see, Frey Claude, Friderici Charles, Giger, Grendelmeier, Gros Jean-Michel, Gross Andreas, Grossenbacher, Hafner Ursula, Hämmerle, Hari, Herczog, Hess Otto, Hess Peter, Hildbrand, Hollenstein, Hubacher, Jeanprêtre, Jöri, Keller Anton, Kühne, Ledergerber, Leemann, Lepori Bonetti, Leuba, Loeb François, Maître, Mamie, Matthey, Mauch Rolf, Mauch Ursula, Meier Sa- muel, Meyer Theo, Misteli, Nabholz, Ostermann, Perey, Phili- pona, Pini, Poncet, Rebeaud, Rohrbasser, Ruffy, Rutishauser, Rychen, Savary, Scheurer Rémy, Schmid Peter, Schmidhal- ter, Schmied Walter, Schnider, Seiler Hanspeter, Seiler Rolf, Stamm Judith, Stamm Luzi, Steiger Hans, Stucky, Theubet, Thür, Tschopp, Verterli, Vollmer, Wanner, Wiederkehr, Züger, Zwahlen (105) Dagegen stimmen - Rejettent le projet: Aregger, Borer Roland, Dreher, Fritschi Oscar, Giezendanner, Jenni Peter, Keller Rudolf, Kern, Miesen, Moser, Ruckstuhl, Scherrer Jürg, Scherrer Werner, Stalder, Steffen, Steinemann, Steiner Rudolf, Tschuppert Karl (18) Der Stimme enthalten sich-S'abstiennent: Allenspach, Früh, Jäggi Paul, Raggenbass, Sandoz, Wittenwi- ler, Zbinden (7) -Abwesend sind - Sont absents: Aguet, Aubry, Bischof, Blatter, Blocher, Bodenmann, Borei François, Brügger Cyrill, Bühler Simeon, Cincera, Daepp, de Dardel, Dormann, Eggly, Engler, Fankhauser, Fasel, von Fei- ten, Fischer-Hägglingen, Fischer-Seengen, Frey Walter, Go- bet, Goll, Gonseth, Graber, Gysin, Haering Binder, Hafner Ru- dolf, Heberlein, Hegetschweiler, Iten Joseph, Jaeger, Leu Jo- sef, Leuenberger Ernst, Leuenberger Moritz, Maeder, Marti Werner, Maspoli, Maurer, Meier Hans, Mühlemann, Müller, Marbel, Nebiker, Neuenschwander, Oehler, Pidoux, Rechstei- ner, Reimann Maximilian, Robert, Ruf, Schwab, Schweingru- ber, Segmüller, Sieber, Spielmann, Spoerry, Steinegger, Strahm Rudolf, Suter, Tschäppät Alexander, Weder Hansjürg, Weyeneth, Wick, Wyss Paul, Wyss William, Ziegler Jean, Zisya- dis.Zwygart (69) Präsidentin, stimmt nicht - Presidente, ne vote pas: Haller (1) An den Ständerat-Au Conseil des Etats #ST# 94.410 Parlamentarische Initiative (WAK-NR) Bundesbeschluss über die Fortführung des Bundesbeschlusses vom 6. Oktober 1978 über Finanzierungsbeihilfen zugunsten wirtschaftlich bedrohter Regionen Initiative parlementaire (CER-CN) Arrêté fédéral concernant la reconduction de l'arrêté fédéral du 6 octobre 1978 instituant une aide financière en faveur des régions dont l'économie est menacée Differenzen - Divergences Siehe Seite 872 hiervor-Voir page 872 ci-devant Beschluss des Ständerates vom 13. Juni 1994 Décision du Conseil des Etats du 13 juin 1994 Art. 15 Abs. 1 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Antrag Seiler Hanspeter .... von 30 Millionen Franken.... Art. 15 al. 1 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Proposition Seiler Hanspeter .... de 30 millions de francs.... David Eugen (C, SG), Berichterstatter: Der Ständerat hat un- serer Initiative in der Gesamtabstimmung ebenfalls zuge- stimmt, und zwar mit 30 zu 4 Stimmen. Es sind zwei Differen- zen verblieben. Die Kommission beantragt Ihnen, in beiden Differenzen dem Ständerat zu folgen. Ich äussere mich kurz zu diesen zwei Differenzen: 1. Die eine Differenz betrifft Artikel 15 Absatz 1, nämlich die Höhe des Rahmenkredits für die Zinskostenbeiträge des Bun- des. Der Ständerat setzt diesen Rahmenkredit auf 20 Millionen Franken fest Das ist richtig angesichts der Tatsache, dass wir die Dauer des Beschlusses auf zwei Jahre befristet haben. Es ist damit auch keineswegs gesagt, dass der Rahmenkredit in dieser Zeit ausgeschöpft werden muss. Jedenfalls aber ist es richtig, ihn wegen der verkürzten Laufzeit von 50 Millionen auf 20 Millionen Franken herunterzusetzen. Ich beantrage Ihnen auch, den Antrag Seiler Hanspeter abzu- lehnen. Wir haben bis jetzt pro Jahr zwischen drei und fünf Mil- lionen Franken für Zinsverbilligungen ausgegeben, und es wäre absolut falsch, jetzt für zwei Jahre einen Rahmenkredit von 30 Millionen festzulegen. Ich glaube, das können wir auch finanzpolitisch nicht verantworten, solche Rahmenkredite zu eröffnen, wenn wir wissen, dass der Bedarf in der Grössenord- nung sicher nicht über 20 Millionen liegt, auch in der jetzt schwierigen wirtschaftlichen Situation nicht Ich bitte Sie also, hier bei diesen 20 Millionen Franken zu bleiben. Ich muss auch sagen - und zwar zur Ehrenrettung des Bun- desrates -, dass auf dem Antragsblatt Seiler Hanspeter fälsch- licherweise «gemäss Bundesrat» steht Der Bundesrat hat hier keinen Antrag gestellt Es war die erste Fassung der WAK desContrôle des finances. Modification de la loi 1046 N 15 juin 1994 Nationalrates in der ersten Lesung. Wir sind davon abgekom- men und haben uns dem Ständerat angeschlossen. 2. Der Ständerat hat beschlossen, die Geltungsdauer dieses Beschlusses in Artikel 17 Absatz 2 längstens bis zum 30. Juni 1996 zu befristen, ihn aber schon früher auslauten zu lassen, wenn der neue Bundesbeschluss zugunsten wirtschaftlicher Erneuerungsgebiete vorher in Kraft tritt. Wir stimmen auch diesem Beschluss zu und ersuchen Sie, beide Differenzen im Sinne des Ständerates zu bereinigen. Matthey Francis (S, NE), rapporteur: Le Conseil des Etats s'est rallié, par 33 voix contre 4, à la décision du Conseil natio- nal d'entrer en matière. Il y a deux divergences que la commission vous propose, à l'unanimité, d'éliminer la première à l'article 15 et la seconde à l'article 17. A l'article 15, le Conseil des Etats a ramené le montant pouvant être engagé au service de l'intérêt de 50 millions de francs à 20 millions de francs. Il y a peut-être une précision à donner pour que l'interprétation soit bien comprise, notamment en cas de contestation. L'article 15 prévoit une période d'au moins dix ans pour 50 millions de francs; le Conseil des Etats a prévu 20 millions de francs dans la mesure où l'arrêté est limité à deux ans au maximum. Il est évident que les 20 millions de francs concernent ces deux ans, et il est aussi évident qu'on n'a pas besoin de dépenser le montant prévu. Nous vous invitons à refuser la proposition Seiler Hanspeter, d'une part, parce que nous estimons qu'il n'y a pas besoin d'un montant aussi élevé, d'autre part, parce qu'il n'y a pas lieu de créer une nouvelle divergence avec le Conseil des Etats, ce qui mettrait alors en péril le projet que nous discutons aujourd'hui. La deuxième divergence concerne l'article 17. Nous vous pro- posons de vous rallier aussi à la décision du Conseil des Etats stipulant que cet arrêté est valable jusqu'à l'entrée en vigueur du projet d'arrêté que nous proposera le Conseil fédéral, mais au plus tard jusqu'au 30 juin 1996-ce délai devant être large- ment suffisant pour le discuter. Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission 112 Stimmen Für den Antrag Seiler Hanspeter 16 Stimmen Art. 17 Abs. 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Art. 17 al. 2 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Angenommen -Adopté #ST# 94.033 Finanzkontrollgesetz. Änderung Contrôle des finances. Modification de la loi Botschaft und Gesetzentwurf vom 30. März 1994 (BBIII721) Message et projet de loi du 30 mars 1994 (FF II709) Kategorie IM, Art 68 GRN - Catégorie III, art 68 RCN Antrag der Kommission Eintreten Proposition de la commission Entrer en matière Aregger Manfred (R, LU), Berichterstatter: Alle unsere Nach- barländer besitzen die Institution eines Rechnungshofes, dem die Finanzaufsicht übertragen ist In Österreich geht die Schaf- fung des Rechnungshofes gar auf einen Erlass von Kaiserin Maria Theresia zurück. Die Finanzdelegation hat sich in Paris, Bonn und Wien, zusam- men mit Herrn Bundespräsident Stich, über die Arbeitsweise der Rechnungshöfe informieren lassen. Wir haben Organisa- tionen angetroffen, die Hunderte von Angestellten und Beam- ten beschäftigen und die meistens mit einer viel zu grossen zeitlichen Verschiebung wirksam werden. Keine Rede also von einer mitschreitenden Kontrolle. Wir sind zur Überzeugung gelangt, dass unser System der Zusammenarbeit der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) mit Finanzdelegation und Bundesrat effizient, speditiv und bei Bedarf auch rasch politisch wirksam ist. Trotzdem initiier- ten wir eine Teilrevision des Finanzkontrollgesetzes, denn in den 27 Jahren seit seiner Inkraftsetzung hat sich auf dem Gebiet der Finanzaufsicht einiges verändert. Die Finanzauf- sicht beschränkt sich nicht mehr nur auf eine reine Belegs- und Buchungsprüfung. Es werden von ihr immer mehr auch eine Wirtschaftlichkeits- und Wirksamkeitsprüfung verlangt Es wird von ihr auch erwartet, kritischer zu sein, mehr Biss zu zeigen. Eine Teilrevision mit dieser Stossrichtung liegt des- halb genau auf der Linie der Empfehlungen der Intosai, der Internationalen Organisation der Obersten Rechnungskon- trollbehörden. Die Revision, die Ihnen Finanzdelegation und Finanzkommis- sion vorschlagen, hat drei eigentliche Schwerpunkte: Der erste Schwerpunkt will eine klarere Aufgabenabgrenzung zwischen interner und externer Revision erreichen. Die in- terne Revision bleibt inskünftig in der Verantwortung der Äm- ter und Departemente. Die Finanzkontrolle wird dadurch ver- mehrt zu einem Organ der externen Revision, die sich auf die Oberaufsicht über den Haushalt beschränkt Sie wacht dar- über, dass die Gebote der Ordnungsmässigkeit, Rechtmäs- sigkeit und Wirtschaftlichkeit eingehalten werden, und sie re- vidiert und berät die Dienststellen der einzelnen Departe- mente und der Regiebetriebe. Ferner obliegt ihr die Aus- und Weiterbildung der Revisoren und Inspektoren im ganzen Be- reich der Bundesverwaltung. Neu sollen also die Zahlungs- anweisungen vom Kassen- und Rechnungswesen der Depar- temente ausgeführt werden, während die EFK diese nur noch stichprobenweise prüft Die Teilrevision, die wir Ihnen vor- schlagen, führt dadurch zu einer Aufwertung der internen Re- visionsstellen, die eine grössere Verantwortung übernehmen müssen. Der zweite Schwerpunkt ist der eigentliche Prüfungsauftrag der Finanzkontrolle. Hier streben wir an, dass Wirtschaftlich- keitsprüfungen im weiteren Sinn vorgenommen werden, die die Sparsamkeit, das Kosten-Nutzen-Verhältnis und die Wirk- samkeit der Ausgaben umfassen sollen. Beim Begriff «Wirk- samkeit» hat sich eine gewisse Überschneidung mit der GPK ergeben. Im geltenden Finanzkontrollgesetz sind nämlich die Prüfkriterien der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit bereits vorgesehen, nicht aber jenes der Wirksamkeit, das heisst des zielgerichteten und zweckmässigen Mitteleinsatzes. Eine Fi- nanzaufsicht soll sich schliesslich nicht nur darüber äussern können, ob die Belege und die Rechnungen stimmen, son- dern sie soll sich auch dazu äussern können, ob eine Ausgabe überhaupt sinnvoll und prioritär ist. Wir haben dann den Text des Gesetzentwurfes mit einer Dele- gation der GPK vorbesprochen und in dem Sinne, wie er vor- liegt, Übereinstimmung erzielt In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass nach unse- rer Ansicht auch die SBB der Finanzaufsicht der Eidgenössi- schen Finanzkontrolle zu unterstellen sind, nachdem die Bera- tung von SBB-Budget und -Rechnung den Finanzkommissio- nen zugewiesen wurde. Hier vertreten wir eine andere Auffas- sung als der Bundesrat Dritter Schwerpunkt ist die Festigung der Stellung der Finanz- kontrolle. Die Finanzkontrolle ist und bleibt in die Bundesorga- nisation eingebunden. Sie wird also nicht im Sinne eines Rechnungshofes verselbständigt Sie ist unabhängig, unter- steht aber administrativ nach wie vor dem Finanzdepartement.Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Parlamentarische Initiative (WAK-NR) Bundesbeschluss über die Fortführung des Bundesbeschlusses vom 6. Oktober 1978 über Finanzierungsbeihilfen zugunsten wirtschaftlich bedrohter Regionen Initiative parlementaire (CER-CN) Arrêté fédéral concernant la reconduction de l'arrêté fédéral du 6 octobre 1978 instituant une aide financière en faveur des régions dont l'économie est menacée In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1994 Année Anno Band II Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 12 Séance Seduta Geschäftsnummer 94.410 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 15.06.1994 - 08:15 Date Data Seite 1045-1046 Page Pagina Ref. No 20 024 139 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. 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