<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, ein nationales Impulsprogramm für Zwischenstrukturen zur Betreuung betagter Personen und Chronischkranker umzusetzen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Betreuung der aufgrund der demografischen Entwicklung stetig steigenden Anzahl von betagten und chronisch kranken Menschen stellt unumstritten eine der grossen sozial- und gesundheitspolitischen Herausforderungen der nächsten Jahre dar. Zudem ist davon auszugehen, dass die Einführung der diagnosebezogenen Fallpauschalen im Rahmen der Neuregelung der Spitalfinanzierung die Nachfrage nach alternativen und ergänzenden Angeboten zur Akutpflege im Spital erhöhen könnte. Eine Möglichkeit stellt dabei die sogenannte Übergangspflege dar, deren Ziel darin besteht, die Rückkehr der Patientin oder des Patienten in die Selbstständigkeit in der gewohnten häuslichen Umgebung zu ermöglichen. Eine zentrale Herausforderung bei der medizinischen und pflegerischen Betreuung von älteren, betagten und chronisch kranken Menschen stellt somit das Schnittstellenmanagement zwischen spitalinterner und spitalexterner Versorgung und Betreuung dar. </p><p>Die Gewährleistung ausreichender und adäquater Versorgungsstrukturen für betagte und chronisch kranke Menschen wird von den Kantonen wahrgenommen. Der Bund verfügt diesbezüglich nur über in verschiedener Hinsicht limitierte Kompetenzen (Art. 112c Abs. 2 und Art. 118 Abs. 2 Bst. b BV), welche der Schaffung und Umsetzung eines umfassenden nationalen Impulsprogramms zur Förderung von Zwischenstrukturen zur Betreuung betagter Personen und Chronischkranker entgegenstehen. Der Bundesrat lehnt die Motion deshalb ab. Er ist aber bereit, die Frage der adäquaten Strukturen im Bereich des Übergangs zwischen Akut- und Langzeitpflege im Rahmen des von Bund und Kantonen getragenen Dialogs für eine nationale Gesundheitspolitik zu thematisieren. Zudem wird im Rahmen der Nationalen Strategie Palliative Care 2010-2012 von Bund und Kantonen die Frage des Managements des Übergangs zwischen spitalinterner und spitalexterner Versorgung geprüft. Im Fokus stehen hier allerdings die Menschen, welche sich in ihrer letzten Lebensphase befinden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.