<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, um die nötigen Förderungen für die Erschliessung von vorratsreichen und ungenügend erschlossenen Waldgebieten sicherzustellen; dies mit dem Ziel, den vorhandenen, nachhaltigen Rohstoff und Energieträger Holz besser nutzbar zu machen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die ersten provisorischen Ergebnisse des dritten Landesforstinventares (LFI 3) sind im November 2007 publiziert worden. Es zeichnet sich unter anderem ab, dass der gesamte Holzvorrat im Schweizer Wald in den letzten elf Jahren um 3 Prozent leicht zugenommen hat. Der Vorrat pro Hektare Waldfläche hat sich hingegen nicht verändert, was massgeblich mit der Zunahme der Waldfläche in landwirtschaftlich nicht mehr genutzten Gebieten zusammenhängt. Regional sind grosse Unterschiede auszumachen: Während der Holzvorrat auf der Alpensüdseite um fast 20 Prozent, in den Alpen um 8 Prozent und im Jura um knapp 3 Prozent zunahm, hat er im Mittelland um über 6 Prozent abgenommen. In den Voralpen blieb die Holzmenge konstant.</p><p>Im internationalen Vergleich weist die Schweiz hohe Holzvorräte auf. Gründe dafür sind die natürlichen Gegebenheiten und die über lange Zeit nicht volle Abschöpfung des Holzzuwachses. Die Folgerung der Motion, dass sich das grösste Holzpotenzial nur in den schlecht erschlossenen, schwer zugänglichen Gebieten befinde, ist allerdings vorläufig spekulativ. Die spezifische Analyse des LFI 3 zur regionalen Verteilung der Holzvorräte und zur jeweiligen Erschliessungssituation wird erst möglich sein, wenn die vollständige Auswertung des LFI 3 im Jahr 2010 abgeschlossen ist.</p><p>Der Bundesrat anerkennt Holz als eine der wichtigen natürlichen Ressourcen der Schweiz. Die Schweiz ist allerdings im europäischen Vergleich bezüglich einer nachhaltigen Bereitstellung von Holz und dessen effizienter Verwertung noch nicht an der Spitze. Einer nachhaltigen und effizienten Bewirtschaftung der Ressource Holz kommt daher grösste Bedeutung zu. Aus diesem Grund erarbeitet der Bund gegenwärtig unter der Federführung des Bundesamts für Umwelt (Bafu) und in Abstimmung mit den betroffenen Bundesstellen (insbesondere Bundesamt für Energie, BFE und Seco), den Kantonen und mit der Wald- und Holzwirtschaft eine Ressourcenpolitik Holz. Sie legt die strategischen Ziele des Bundes fest. Unter anderem wird angestrebt, den nachwachsenden Holzzuwachs abzuschöpfen, was bisher noch nicht erreicht wurde. Die ökologischen und volkswirtschaftlichen Vorteile der Holznutzung und -verwendung sollen weiter optimiert werden. Die Walderschliessung ist dabei ein wichtiger Teilaspekt. </p><p>Als Folge des vom Parlament beschlossenen Entlastungsprogramms der Bundesfinanzen (EP03) wurde das Waldgesetz dahingehend angepasst, dass gewisse Massnahmen wie Erschliessungen vom Bund nur noch im Schutzwald unterstützt werden können. Weiterhin möglich ist die Unterstützung von Erschliessungsanlagen im übrigen Wald mittels rückzahlbarer forstlicher Investitionskredite.</p><p>Der Bundesrat wird den Handlungsbedarf für die Walderschliessung ausserhalb des Schutzwaldes im Hinblick auf die nächste NFA-Programmperiode 2012-2015 näher abklären und die rechtlichen und finanziellen Folgerungen ziehen. Er hat dies dem Parlament anlässlich der Beantwortung der Interpellation de Buman (07.3903) bereits zugesichert. Dem Bundesrat fehlen gegenwärtig noch die notwendigen Entscheidungsgrundlagen. In diesem Sinne ist die Forderung der Motion nach rechtlichen Rahmenbedingungen, um die Walderschliessung wieder allgemein zu subventionieren, als verfrüht abzulehnen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.