A bteilung V E -6417/2007/sca {T 0/2} U rte il v o m 2 8 . S e p te m b e r 2 0 0 7 R ichterin M arianne Teuscher (Vorsitz) R ichter Jean-Pierre M onnet, R ichter Kurt G ysi, G erichtsschreiber M arco Abbühl. A ._______, alias B ._______, Türkei, vertreten durch C ._______, Beschw erdeführer, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Verfügung vom 18. Septem ber 2007 i.S. N ichteintreten auf Asylgesuch und W egw eisung / N _______, B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandE -6417/2007 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass der Beschw erdeführer eigenen Angaben zufolge seinen H eim at- staat am 8. Juli 2007 verliess und auf dem Landw eg via R um änien und ihm unbekannte Länder am 27. August 2007 in die Schw eiz einreiste, w o er am 28. August 2007 um Asyl nachsuchte, dass er anlässlich der Kurzbefragung im Em pfangs- und Verfahrens- zentrum D ._______ vom 3. Septem ber 2007 sow ie der direkten Anhö- rung durch das BFM vom 13. Septem ber 2007 zur Begründung seines Asylgesuchs im W esentlichen geltend m achte, er habe die Schw eiz nach der Abw eisung seines ersten Asylgesuchs am 1. Juli 2006 verlassen und sei m it einem Bus in seinen H eim atstaat, nach E._______, zurückgekehrt, w o er am 8. oder 9. Juli 2007 angekom m en sei, dass er w eiter zu Protokoll gab, er habe sich nach seiner R ückkehr in den H eim atstaat nach F._______ begeben, w o er m it seinen Aktivitäten für die PKK begonnen und Essen sow ie Kleider an diese geliefert habe, dass er in der Folge von der G endarm erie in F._______ zu H ause ge- sucht w orden sei, w eshalb er das D orf in R ichtung E._______ verlassen habe, dass er in E._______ seine Aktivitäten fortgesetzt habe, indem er in Vereinen der D TP und PKK Sem inare organisiert habe, dass er w ährend seines Aufenthaltes in E._______ an D em onstrationen teilgenom m en habe und m ehrm als von der Polizei festgenom m en und geschlagen w orden sei, dass er von einem Freund davor gew arnt w orden sei, dass m an ihn beseitigen w olle, w eshalb er seinen H eim atstaat erneut verlassen habe, dass das BFM in Anw endung von A rt. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers m it Verfügung vom 18. Septem ber 2007 - eröffnet am 20. Septem ber 2007 - nicht eintrat und die W egw ei- sung aus der Schw eiz sow ie deren Vollzug anordnete,E -6417/2007 dass das BFM zur Begründung seines Entscheides im W esentlichen ausführte, dass es sich - unter Verw eis auf die zahlreichen W idersprü- che - bei den Vorbringen des Beschw erdeführers bezüglich seiner Fluchtgründe um ein Konstrukt handle und auch seine Angaben zu den R eiseum ständen als realitätsfrem d und haltlos zu qualifizieren sei- en, dass das am 21. M ai 2002 eingeleitete Asylverfahren seit dem 15. M ai 2006 rechtskräftig abgeschlossen sei und die vom Beschw erdeführer vorgebrachten, zw ischenzeitlich eingetretenen Ereignisse w eder ge- eignet seien, dessen Flüchtlingseigenschaft zu begründen, noch für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes relevant seien, dass der Beschw erdeführer m it Eingabe vom 24. Septem ber 2007 ge- gen diesen Entscheid beim Bundesverw altungsgericht Beschw erde er- hob und dabei beantragte, die Verfügung des BFM vom 18. Septem ber 2007 sei aufzuheben und es sei ihm Asyl, eventuell die vorläufige Auf- nahm e zu gew ähren, dass ihm für die D auer des Asylverfahrens der Aufenthalt in der Schw eiz zu gestatten und zudem auf die Erhebung eines Kostenvor- schusses zu verzichten sei, dass auf die Begründung, sow eit für den Entscheid w esentlich, in den Erw ägungen einzugehen ist, dass die vorinstanzlichen Akten am 25. Septem ber 2007 beim Bundesverw altungsgericht eintrafen (A rt. 109 Abs. 2 AsylG ), und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden ge- gen Verfügungen (A rt. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren [Vw VG , SR 172.021]) des BFM ent- scheidet (A rt. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG , SR 142.31] i.V.m . A rt. 31 - 34 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]; A rt. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]), dass der Beschw erdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt ist, ein schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw ei-E -6417/2007 se Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschw erde legiti- m iert ist (A rt. 6 AsylG i.V.m . A rt. 48 Abs. 1 Vw VG ), dass som it auf seine frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde einzutreten ist (A rt. 6 AsylG i.V.m . A rt. 50 ff. Vw VG ), dass m it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (A rt. 106 Abs. 1 AsylG ), dass die Beurteilung von Beschw erden gegen N ichteintretensentschei- de grundsätzlich auf die Ü berprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass dem entsprechend im Fall der Begründetheit des R echtsm ittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Ent- scheidung an die Vorinstanz zurückzuw eisen ist (Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2004 N r. 34 E. 2.1 S. 240 f.), dass die Beurteilung von Beschw erden gegen N ichteintretensentschei- de praxisgem äss auf die Ü berprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschw erdeinstanz som it dar- auf beschränkt ist, bei Begründetheit des R echtsm ittels die angefoch- tene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. Entscheidungen und M ittei- lungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission / [EM AR K] 2004 N r. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass in der Frage der W egw eisung und deren Vollzugs die Beurtei- lungszuständigkeit des Bundesverw altungsgerichts nicht beschränkt ist, w eil das BFM sich diesbezüglich gem äss A rt. 44 AsylG in Verbin- dung m it A rt. 14a des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlas- sung der Ausländer (AN AG , SR 142.20) auch m ateriell zur Sache zu äussern hatte, dass das Bundesverw altungsgericht über offensichtlich unbegründete Beschw erden in einem vereinfachten Verfahren entscheidet und die vorliegende Beschw erde, w ie nachfolgend aufgezeigt, offensichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w ird E -6417/2007 und der Beschw erdeentscheid nur sum m arisch zu begründen ist (A rt. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ), dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten w ird, w enn Asylsuchende in der Schw eiz bereits ein Asylverfahren erfolglos durchlaufen oder ihr G esuch zurückgezogen haben oder w ährend des hängigen Asylverfah- rens in den H eim at- oder H erkunftsstaat zurückgekehrt sind, dass diese Bestim m ung keine Anw endung findet, w enn die Anhörung H inw eise ergibt, dass in der Zw ischenzeit Ereignisse eingetreten sind, die geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen oder die für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes relevant sind (A rt. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG ), dass unbestritten ist, dass der Beschw erdeführer in der Schw eiz be- reits ein Asylverfahren erfolglos durchlaufen hat, dass die Anw endung von A rt. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG eine sum m ari- sche m aterielle Prüfung der G laubw ürdigkeit der gesuchstellenden Person voraussetzt, aus der sich das offensichtliche Fehlen von H in- w eisen auf die Erfüllung der Flüchtlingseigenschaft beziehungsw eise der Voraussetzungen für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes ergibt (vgl. EM AR K 2000 N r. 14 S. 102 ff.), dass im R ahm en von A rt. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG lediglich - w ie vom BFM korrekt vorgenom m en - eine sum m arische m aterielle G laubhaf- tigkeitsprüfung der Verfolgungsvorbringen vorzunehm en ist, dass hinsichtlich der zur Begründung des Asylgesuches geltend ge- m achten Vorbringen des Beschw erdeführers vorw eg auf dessen im Em pfangs- und Verfahrenszentrum D ._______ am 3. Septem ber 2007 protokollierten Aussagen sow ie auf das Protokoll der direkten Bundesanhörung vom 13. Septem ber 2007 zu verw eisen ist, dass die Vorinstanz die Asylvorbringen des Beschw erdeführers auf- grund der in zentralen Punkten w idersprüchlichen und unsubstanziier- ten Schilderungen insgesam t zu R echt als unglaubhaft qualifizierte, dass diesbezüglich auf deren um fassende und zutreffende Erw ägun- gen verw iesen w erden kann, ohne diese im Einzelnen zu w iederholen (vgl. A rt. 109 Abs. 3 BG G i.V.m . A rt. 6 AsylG ),E -6417/2007 dass sich die Beschw erdevorbringen im W esentlichen in einer W iederholung und Bekräftigung der Authentizität der m ündlichen Vorbringen zur Begründung des Asylgesuchs erschöpfen, ohne in substanziierter und detaillierter W eise zu den Erw ägungen des BFM in der angefochtenen Verfügung Stellung zu nehm en, dass an dieser Betrachtungsw eise auch die in der Beschw erde geäu- sserten Vorbringen betreffend die allgem eine Lage der Kurden in der Türkei sow ie bezüglich des Vorgehens der türkischen Sicherheitskräfte gegen m utm assliche PKK-Anhänger nichts ändern, zum al der Be- schw erdeführer eine eigene Verfolgung nicht glaubhaft m achen konn- te, dass es sich vorliegend erübrigt, auf die w eiteren Beschw erdevorbrin- gen einzugehen, zum al sie die vorinstanzlichen Erw ägungen nicht zu entkräften verm ögen, dass der Beschw erdeführer m ithin keine H inw eise darzulegen verm ag, dass seit dem rechtskräftigen Abschluss seines ersten Asylverfahrens Ereignisse eingetreten sind, die geeignet sind, die Flüchtlingseigen- schaft zu begründen, oder die für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes relevant sind, dass dem nach das BFM zu R echt gestützt auf A rt. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auf das zw eite Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht einge- treten ist, dass, befindet sich der Asylsuchende nicht im Besitz einer frem denpo- lizeilichen Aufenthaltsbew illigung und kann er auch nicht einen An- spruch auf eine solche geltend m achen, die Anordnung einer W egw ei- sung die gesetzliche R egelfolge des N ichteintretens auf ein Asylge- such ist (A rt. 44 Abs. 1 AsylG ), dass der Beschw erdeführer w eder über eine derartige Bew illigung noch einen Anspruch auf E rteilung einer solchen verfügt, w eshalb die von der Vorinstanz ausgesprochene W egw eisung im Einklang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht und zu bestätigen ist (A rt. 44 Abs. 1 AsylG , A rt. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EM AR K 2001 N r. 21), dass zu prüfen bleibt, ob es G ründe gibt, die dem Vollzug der W egw ei- sung entgegenstehen, da im Fall eines unzulässigen, unzum utbaren oder unm öglichen Vollzugs das Anw esenheitsverhältnis nach den Be-E -6417/2007 stim m ungen AN AG über die vorläufige Aufnahm e zu regeln ist (A rt. 44 Abs. 2 AsylG ), dass der Vollzug der W egw eisung in Beachtung der m assgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestim m ungen zulässig ist, w eil keine Anhaltspunkte für eine m enschenrechtsw idrige Behandlung ersichtlich sind, die dem Beschw erdeführer in seinem H eim at- oder H erkunfts- staat droht (A rt. 14a Abs. 3 AN AG ), dass w eder die allgem eine Lage in der Türkei noch individuelle G rün- de gegen die Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzuges des jungen und - sow eit aus den Akten ersichtlich - gesunden Beschw erdeführers, w elcher gem äss eigenen Angaben über eine gute Schulbildung und über ein soziales Beziehungsnetz verfügt, sprechen, dass sich aufgrund der Akten schliesslich keine H inw eise auf das Vor- liegen technischer Vollzugshindernisse ergeben, w eshalb der Vollzug auch als m öglich erscheint (A rt. 14a Abs. 2 AN AG ), dass der W egw eisungsvollzug som it als zulässig, zum utbar und m ög- lich im Sinne von A rt. 14a Abs. 2-4 AN AG zu erachten ist, dass die angefochtene Verfügung, da diese w eder Bundesrecht ver- letzt noch unangem essen ist und der rechtserhebliche Sachverhalt von der Vorinstanz richtig und vollständig festgestellt w urde (vgl. A rt. 106 AsylG ), zu bestätigen und die Beschw erde daher abzuw eisen ist, dass das G esuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus- ses m it vorliegendem U rteil gegenstandslos w ird, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten in der H öhe von Fr. 600.-- (A rt. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . A rt. 2 und 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE; SR 173.320.2]) dem Be- schw erdeführer aufzuerlegen sind (A rt. 63 Abs. 1 Vw VG ). (D ispositiv nächste Seite)E -6417/2007 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 600.-- w erden dem Beschw erdeführer auferlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichts- kasse zu überw eisen. 3. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des Beschw erdeführers, vorab per Telefax, Beilage: Einzahlungschein) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, vorab per Telefax, m it den Akten (R ef.-N r. N _______) - G ._______ D ie vorsitzende R ichterin: D er G erichtsschreiber: M arianne Teuscher M arco Abbühl Versand: