Seite 1 http://www.bl.ch/kantonsgericht Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 19. November 2018 (470 18 326) ____________________________________________________________________ Strafprozessrecht Verfahrenseinstellung Besetzung Präsident Dieter Eglin, Richterin Susanne Afheldt, Richter Markus Mattle; Gerichtsschreiberin i.V. Katja Knechtli Parteien A.____ , Beschwerdeführer gegen Staatsanwaltschaft Basel -Landschaft , Allgemeine Hauptabtei- lung, Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz, Beschwerdegegnerin B.____ , Verfahrensbeteiligter Gegenstand Verfahrenseinstellung Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwalt- schaft Basel-Landschaft vom 20. September 2018 Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. Mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Basel-Landscha ft, Allgemeine Hauptabteilung (nachfolgend Staatsanwaltschaft), vom 20. September 2018 wurde das Strafverfahren gegen A.____ wegen Drohung (Art. 180 StGB), Beschimpfung (Art. 177 StGB) und Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 StGB) aufgrund einer erzielten Ein igung eingestellt. Zudem wurden die Verfah- renskosten inkl. der Kosten der Einstellungsverfügu ng in der Höhe von insgesamt CHF 300.00 gemäss Art. 426 Abs. 2 StPO A.____ auferlegt und diesem keine Entschädigung und keine Ge- nugtuung zugesprochen. B. Mit Eingabe vom 11. Oktober 2018 gelangte A.____ (n achfolgend Beschwerdefüh- rer) an das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteil ung Strafrecht (nachfolgend Kantonsge- richt), und führte aus, dass die Sachverhalte verdr eht worden seien und eine Sachbeschädi- gung nie stattgefunden habe. C. Mit Stellungnahme vom 25. Oktober 2018 beantragte die Staatsanwaltschaft, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, eventualiter sei diese abzuweisen, wobei die Kosten für das Beschwerdeverfahren gestützt auf Art. 428 Abs. 1 St PO dem Beschwerdeführer zu überbinden seien. Die Staatsanwaltschaft führte zur Begründung insbesondere aus, dass die angefochtene Einstellungsverfügung vom 20. September 2018 dem Be schwerdeführer am 26. September 2018 zugestellt worden sei und die zehntägige Besch werdefrist somit bereits am 8. Oktober 2018 abgelaufen sei, womit die Beschwerdeeingabe vom 11. Oktober 2018 zu spät erfolgt sei. D. Mit kantonsgerichtlicher Verfügung vom 5. November 2018 wurde festgestellt, dass der Verfahrensbeteiligte innert Frist keine fakulta tive Stellungnahme eingereicht hat, und der Schriftenwechsel wurde geschlossen. Erwägungen 1.1 Die Zuständigkeit der Dreierkammer des Kantonsgeric hts Basel-Landschaft, Abtei- lung Strafrecht, als Beschwerdeinstanz zur Beurteil ung der vorliegenden Beschwerde ergibt sich aus Art. 20 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 StPO sowi e aus § 15 Abs. 2 EG StPO. Nach Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO ist die Beschwerde zulä ssig gegen die Verfügungen und die Verfah- renshandlungen von Polizei, Staatsanwaltschaft und Übertretungsstrafbehörden. Gemäss Abs. 2 von Art. 393 StPO können mit der Beschwerde gerügt werden: Rechtsverletzungen, ein- schliesslich Überschreitung und Missbrauch des Erme ssens, Rechtsverweigerung und Rechts- verzögerung (lit. a); die unvollständige oder unric htige Feststellung des Sachverhaltes (lit. b); sowie Unangemessenheit (lit. c). Nach Art. 396 Abs. 1 StPO ist die Beschwerde gegen schrift- lich oder mündlich eröffnete Entscheide innert zehn Tagen schriftlich und begründet bei der Beschwerdeinstanz einzureichen. Die 10-tägige Besch werdefrist bildet eine gesetzliche Frist, die gemäss Art. 89 Abs. 1 StPO nicht erstreckt werd en kann. Verlangt das Gesetz, dass das Rechtsmittel begründet wird, so hat die Person oder die Behörde, die das Rechtsmittel ergreift, Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht gemäss Art. 385 Abs. 1 StPO genau anzugeben, welche Punkte des Entscheides sie anficht (lit. a), welche Gründe einen anderen Entscheid nah e legen (lit. b) und welche Beweismittel sie anruft (lit. c). 1.2 Die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft vo m 20. September 2018 wurde dem Beschwerdeführer gemäss Sendungsverfolgung der Post am Mittwoch, 26. September 2018 zugestellt. Die zehntägige Beschwerdefrist begann entsprechend am 27. September 2018 zu laufen (Art. 90 Abs. 1 StPO) und dauerte bis Sam stag, 6. Oktober 2018. Da in casu der letz- te Tag der Frist auf einen Samstag fällt, endet die se gemäss Art. 90 Abs. 2 StPO erst am nächstfolgenden Werktag, d.h. am Montag, 8. Oktober 2018. Der Beschwerdeführer übergab seine Beschwerdeschrift jedoch nachweislich erst am Donnerstag, 11. Oktober 2018 – somit offensichtlich verspätet – der Schweizerischen Post . Infolgedessen erweist sich die Beschwerde als verspätet, weshalb darauf nicht einzutreten ist. 2. Die ordentlichen Kosten für das kantonsgerichtlic he Beschwerdeverfahren werden gestützt auf § 13 Abs. 1 i.V.m. § 4 Abs. 2 GebT pau schal auf CHF 250.00 festgesetzt. Die Par- teien tragen nach Art. 428 Abs. 1 StPO die Kosten d es Rechtsmittelverfahrens nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Als unterliegend gilt auch die Partei, auf deren Rechtsmittel nicht eingetreten wird. Entsprechend gehen die Verf ahrenskosten in Anwendung von Art. 428 Abs. 1 StPO zu Lasten des unterliegenden Beschwerdeführers. Demnach wird erkannt: ://: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die ordentlichen Kosten des Beschwerdeverfahren s in der Höhe von pauschal CHF 250.00 gehen zu Lasten des Beschwerdeführers. 3. Dieser Beschluss wird den Parteien schriftlich eröffnet. Präsident Dieter Eglin Gerichtsschreiberin i.V. Katja Knechtli