<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00224</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204605&amp;W10_KEY=13013567&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00224</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.11.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verfahrenskosten</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verfahrenskosten: Höhe und Verlegung der Rekurskosten bei Nichteintretensentscheid aus Billigkeit. Der Beschwerdeführer verlangt die Aufhebung bzw. Reduktion der ihm auferlegten Kostenauflage aus Billigkeitsgründen. Dem ist betreffend der Kostenverlegung nicht zu folgen, weil entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers der Bewilligungsinhaberin im Rekursverfahren keine neuen Auflagen überbunden wurden (E. 2.3) und seinen Begehren auch nicht im Laufe des Verfahrens durch die Rekursgegnerin stattgegeben wurde (E. 2.4). Vielmehr bestand die vom Beschwerdeführer anbegehrte Rechtslage weitgehend bereits vor seinem Rekurs. Diese falsche Vorstellung über den Sachverhalt vermag allerdings nichts an der Kostenfolge zu ändern, denn subjektive Vorstellungen (auch rechtlichen Inhalts) und Beweggründe eines Rechtsmittelklägers bleiben ohne Auswirkungen auf den durch die Rechtsmittelerhebung verursachten Aufwand. Anders entscheiden, hiesse das der gesetzlichen Ordnung zugrunde liegende Verursacherprinzip preiszugeben (E. 2.5). Auch hat es keinen Einfluss auf die Regelung der Kostenauflage, ob eine beschwerdeführende Partei nicht nur persönliche, sondern auch öffentliche Interessen verficht (E. 2.6). Indessen erweist sich die Kostenhöhe als hoch (E. 3). Teilweise Gutheissung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN">KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENHÃHE">KOSTENHÃHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENVERLEGUNG">KOSTENVERLEGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NICHTEINTRETENSENTSCHEID">NICHTEINTRETENSENTSCHEID</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERFAHRENSKOSTEN">VERFAHRENSKOSTEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 5 GebÃ¼hrenO</span><br/><span class="gerade">§ 6 GebÃ¼hrenO</span><br/><span class="ungerade">§ 13 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 13 Abs. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Mit Beschluss vom 30. April 2003 erteilte die Bausektion der Stadt V dem StÃ¤dtischen Amt fÃ¼r Hochbauten die Baubewilligung fÃ¼r die Aufstellung eines Bauwagens fÃ¼r Jugend-Sommeraktionen des Jugendtreffs W auf dem GrundstÃ¼ck Kat. Nr. 1, L-Strasse, gegenÃ¼ber Liegenschaft Nr. 2, V. Der Bauwagen dient dem Deponieren von SpielgerÃ¤ten (Federball, Jonglier-Keulen, VolleybÃ¤llen, Gesellschaftspielen), allenfalls als BÃ¼ro und Unterstand fÃ¼r die Jugendleiter. Die Bewilligung wurde fÃ¼r die Jahre 2003, 2004 und 2005, jeweils befristet vom 1. Mai bis 31. August, erteilt. Da sich das GrundstÃ¼ck in der Freihaltezone befindet, wurde gleichzeitig mit der Bewilligung die VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 20. MÃ¤rz 2003, mit welcher dem Bauvorhaben die Ausnahmebewilligung nach Art. 24 des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 (RPG) erteilt worden war, erÃ¶ffnet. Die baurechtliche Bewilligung wurde unter folgenden Auflagen und Bedingungen erteilt:</span></p> <p class="EinzugZitat">"(1) Der Bauwagen ist entsprechend dem bewilligten Plan immer am gleichen Ort aufzustellen. (2) FÃ¼r das Einsammeln und AbfÃ¼hren des Kehrichts und der AbfÃ¤lle sind Container zu verwenden. (3) Je nach Nutzung des Bauwagens, Installationen von Kocheinrichtungen usw. behÃ¤lt sich die Feuer- bzw. Wirtschaftspolizei allfÃ¤llige weitere Auflagen vor. (4) Bewohnerinnen, Bewohner, BeschÃ¤ftigte sowie die Umgebung dÃ¼rfen durch GerÃ¼che, LÃ¤rm oder andere Immissionen aus dem Betrieb des Bauwagens nicht belÃ¤stigt werden. Vorbehalten bleiben § 226 PBG bzw. Art. 11 USG. (5) Innert 2 Wochen nach Ablauf der Befristung (jeweils 31. August) ist der Bauwagen zu entfernen. [â¦]."</p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen diesen Entscheid erhob A am 3. Juni 2003 Rekurs an den Regierungsrat. Er beantragte im Wesentlichen, dass die umstrittene baurechtliche Bewilligung mit einer NutzungsbeschrÃ¤nkung zu versehen sei, indem die Anlage nur an den schulfreien Nachmittagen von Montag bis Samstag bis lÃ¤ngstens 19.00 Uhr benutzt werden dÃ¼rfe und dass keine elektronischen VerstÃ¤rkungsanlagen oder andere lÃ¤rmverursachenden GerÃ¤te oder Instrumente eingesetzt werden dÃ¼rfen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 31. Juli 2003 wurde dem Rekurs die aufschiebende Wirkung entzogen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 7. April 2004 trat der Regierungsrat unter Kostenfolgen zulasten des Rekurrenten auf den Rekurs nicht ein, weil er A die Legitimation zur Rekurserhebung mangels hinreichender Ã¶rtlicher NÃ¤he zum Streitgegenstand absprach. Die Rekurskosten, einschliesslich jener fÃ¼r den Zwischenbeschluss vom 31. Juli 2003, setzte er auf Fr. 2'215.- (Fr. 2'000.- StaatsgebÃ¼hr, Fr. 215.- AusfertigungsgebÃ¼hr) fest.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>A gelangte am 17. Mai 2004 mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragt die Aufhebung der Verfahrenskostenauflage des angefochtenen Beschlusses.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Amt fÃ¼r Hochbauten der Stadt V beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 10. Juni 2004 Abweisung der Beschwerde. Ebenso schlossen die Bausektion der Stadt V sowie die Staatskanzlei des Kantons ZÃ¼rich in ihren Vernehmlassungen vom 22. Juni bzw. 24. Juni 2004 auf Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Schreiben vom 14. Oktober 2004 teilte A dem Verwaltungsgericht mit, dass der streitbetroffene Bauwagen im Sommer 2004 nicht aufgestellt worden sei.</span></p> <p class="MsoNormal">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Kostenbeschwerde funktionell und sachlich zustÃ¤ndig (§ 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG); Art. 43 Abs. 3 VRG e contrario; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetzes des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 13 N. 37). Obwohl die angefochtene Kostenauflage den Schwellenwert von Fr. 20'000.- nicht erreicht, ist die Kammer zum Entscheid zustÃ¤ndig, da der Regierungsrat Vorinstanz ist (vgl. § 38 Abs. 3 VRG). Die Legitimation des BeschwerdefÃ¼hrers ist aufgrund von § 21 lit. a in Verbindung mit § 70 VRG ohne weiteres zu bejahen. Da auch die Ã¼brigen Eintretensvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Im Rekursverfahren tragen mehrere am Verfahren Beteiligte die Kosten in der Regel entsprechend ihrem Unterliegen (§ 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). ErgÃ¤nzend hÃ¤lt § 13 Abs. 2 Satz 2 VRG fest, dass derjenige die Kosten zu tragen hat, der sie verursacht hat. Je nach den UmstÃ¤nden kÃ¶nnen die Verfahrenskosten aber nach Billigkeit verlegt werden (vgl. RB 1985 Nr. 3). Die Festsetzung und Verlegung der Verfahrenskosten ist weitgehend eine Frage des Ermessens, dessen AusÃ¼bung vom Verwaltungsgericht nur in beschrÃ¤nktem Umfang Ã¼berprÃ¼ft werden kann (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 37 und 8). Die freie NachprÃ¼fung ist daher nur mÃ¶glich, soweit eine Rechtsverletzung vorliegt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Der Regierungsrat ist auf den Rekurs des BeschwerdefÃ¼hrers nicht eingetreten. Vorliegend ist zu Recht unbestritten, dass sich ein Nichteintretensentscheid kostenmÃ¤ssig gleich auswirkt wie eine Abweisung, indem derjenige, welcher die Prozessvoraussetzungen nicht erfÃ¼llt, die Kosten zu tragen hat. Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt jedoch die Aufhebung bzw. Reduktion der ihm auferlegten Kostenauflage aus BilligkeitsgrÃ¼nden. Zur BegrÃ¼ndung bringt er vor, dass er trotz formellem Nichteintreten faktisch mit seinen Anliegen durchgedrungen sei, da die Betreiberin des Bauwagens im Laufe des Verfahrens zugesagt habe, keinen elektrischen Anschluss legen zu lassen. Weil die BewilligungsbehÃ¶rde es unterlassen habe, die Auflage, dass keine elektrischen VerstÃ¤rkeranlagen betrieben werden dÃ¼rfen, in die Baubewilligung aufzunehmen, habe er angesichts der zahlreichen unbewilligten LÃ¤rmveranstaltungen am Seeufer von V davon ausgehen mÃ¼ssen, dass die Nutzung des Bauwagens mit fÃ¼r ihn stÃ¶renden LÃ¤rmimmissionen verbunden sein wÃ¼rde. Er sah sich deshalb in guten Treuen zur Rechtsmittelerhebung veranlasst. Und schliesslich sei es ihm auch darum gegangen, zu beweisen, dass die Stadtgemeinde V sich nicht darum kÃ¼mmere, LÃ¤rmimmissionen wirksam und nachhaltig zu unterbinden. Aus diesen GrÃ¼nden erweise es sich als willkÃ¼rlich, ihm die Kosten des Verfahrens aufzuerlegen, welche Ã¼berdies Ã¼berhÃ¶ht seien.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Entgegen der Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers wurden der Bewilligungsinhaberin im Rekursverfahren keine neuen Auflagen Ã¼berbunden. Vielmehr war von Anfang an weder vorgesehen, dass im Bauwagen ein elektrischer Anschluss zur Betreibung von Beschallungsanlagen installiert wird, noch dass im Freien Lautsprecheranlagen benutzt werden. Derartige Nutzungen waren nicht Gegenstand des Baugesuches und werden auch von der Baubewilligung nicht mitumfasst. Eines ausdrÃ¼cklichen Verbotes fÃ¼r den Betrieb von Lautsprecheranlagen bedurfte es angesichts dessen, dass der Betrieb des Wagens im Vorjahr zu keinerlei Beanstandungen fÃ¼hrte, aus VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsgrÃ¼nden nicht. Zudem wurde in der Baubewilligung durch die Dispositivziffer II./4 ein allgemeiner Hinweis auf das Verbot von immissionstrÃ¤chtigen Nutzungen angebracht. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span>Dem BeschwerdefÃ¼hrer ist auch insofern nicht zu folgen, als er vorbringt, die Betreiberin des Bauwagens habe erst im Laufe des Verfahrens zugestanden, keinen elektrischen Anschluss im umstrittenen Bauwagen zu installieren. Denn aus den Akten ergibt sich - wie ausgefÃ¼hrt â zweifelsfrei, dass die Betreiberin weder ein Gesuch fÃ¼r einen elektrischen Anschluss stellte noch eine Bewilligung erhielt, welche immissionstrÃ¤chtige Nutzungen des Bauwagens umfasst. Ihre Aussage im Schreiben vom 25. Juli 2003 an den BeschwerdefÃ¼hrer, wonach anfÃ¤nglich geplant war, einen elektrischen Anschluss fÃ¼r die Betreibung eines KÃ¼hlschranks und einer Lampe im Bauwagen zu installieren, ist nicht als Einlenken zu verstehen, sondern als ErklÃ¤rung der bestehenden Situation. Es wurde dadurch bekrÃ¤ftigt, dass im Zusammenhang mit dem Aufstellen des Bauwagens keine Musikveranstaltungen ins Auge gefasst werden. WÃ¤re dieses Schreiben als Anerkennung der Position des BeschwerdefÃ¼hrers zu verstehen, wÃ¤re zudem unverstÃ¤ndlich, weshalb der BeschwerdefÃ¼hrer unter diesen UmstÃ¤nden seinen Rekurs nicht zurÃ¼ckgezogen hÃ¤tte mit dem Antrag auf Auferlegung der Kosten an die Rekursgegnerin (siehe zur kostenmÃ¤ssigen Auswirkung der Anerkennung KÃ¶lz/Bosshart/ RÃ¶hl, § 13 N. 17 und die Hinweise dort). DarÃ¼ber hinaus wÃ¼rde die beschwerdefÃ¼hrerische Interpretation des genannten Schreibens zur Folge haben, dass der BeschwerdefÃ¼hrer die weiteren Verfahrenskosten zu tragen hÃ¤tte, da er sie mangels RÃ¼ckzugs eines anerkannten Rekurses verursacht hÃ¤tte.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.5 </span></b><span>Von einem faktischen Obsiegen des BeschwerdefÃ¼hrers im Rekursverfahren kann deshalb nicht gesprochen werden. Der Regierungsrat hat an der angefochtenen Bewilligung keine Ãnderungen vorgenommen. Vielmehr bestand die vom BeschwerdefÃ¼hrer anbegehrte Rechtslage weitgehend bereits vor seinem Rekurs. Diese falsche Vorstellung Ã¼ber den Sachverhalt vermag allerdings nichts an der Kostenfolge zu Ã¤ndern, denn subjektive Vorstellung (auch rechtlichen Inhalts) und BeweggrÃ¼nde eines RechtsmittelklÃ¤gers bleiben ohne Auswirkungen auf den durch die Rechtsmittelerhebung verursachten Aufwand, weshalb die Kostenpflicht von inneren VorgÃ¤ngen dieser Art unberÃ¼hrt bleibt (vgl. dazu und zum folgenden VGr, 5.3.1991, VB.91.0006). Anders entscheiden hiesse, das der aufgezeigten gesetzlichen Ordnung zugrundeliegende Verursacherprinzip preiszugeben: Da der Misserfolg eines Rechtsmittels in der Mehrzahl der FÃ¤lle letztlich auf unrichtigen Vorstellungen desjenigen beruht, dessen Begehren abgewiesen worden oder ungeprÃ¼ft geblieben ist, mÃ¼sste die Berufung der solchenmassen unterlegenen Partei auf achtenswerte BeweggrÃ¼nde regelmÃ¤ssig dazu fÃ¼hren, dass die von ihr verursachten Gerichtskosten vom Gemeinwesen oder der Gegenpartei zu tragen wÃ¤ren, wodurch der Sinn und Zweck der gesetzlichen Regelung Ã¼ber die Kostenauflage ins Gegenteil verkehrt wÃ¼rde. Insbesondere trifft die Kostenauflage auch denjenigen, der sich Ã¼ber seine legitimationsrechtliche Situation irrte (KÃ¶lz/Bosshart/ RÃ¶hl, § 13 N. 16). Der BeschwerdefÃ¼hrer kann deshalb aus dem Vorbringen, dass er rekurslegitimiert gewesen wÃ¤re, wenn die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r den streitbetroffenen Bauwagen elektronische VerstÃ¤rkeranlagen umfasst hÃ¤tte, nichts zu seinen Gunsten ableiten. Das Gleiche gilt fÃ¼r die vom BeschwerdefÃ¼hrer mit seinem Schreiben vom 14. Oktober 2004 aufgestellte Behauptung (soweit Ã¼berhaupt auf diese nach Ablauf der Beschwerdefrist eingereichten Vorbringen eingetreten werden kann, was indessen offen bleiben kann), dass er keine Rechtsmittel erhoben hÃ¤tte, wenn er gewusst hÃ¤tte, dass der Bauwagen im Sommer 2004 nicht mehr aufgestellt wÃ¼rde.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.6 </span></b><span>Nicht massgebend fÃ¼r die Kostenauflage ist, ob eine beschwerdefÃ¼hrende Partei nicht nur persÃ¶nliche, sondern (auch) Ã¶ffentliche Interessen vertritt (VPB 53/1989, Nr. 2, E. 7; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 14). Dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer mit seinem Rekurs fÃ¼r nicht nur ihn betreffende Anliegen des LÃ¤rmschutzes einsetzen wollte, vermag daher keine andere Verlegung zu bewirken. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Zu prÃ¼fen bleibt die RechtmÃ¤ssigkeit der KostenhÃ¶he. Laut § 13 Abs. 1 VRG kÃ¶nnen VerwaltungsbehÃ¶rden fÃ¼r ihre Amtshandlungen GebÃ¼hren und Kosten auferlegen (Satz 1). Der Regierungsrat bezeichnet die kostenpflichtigen Amtshandlungen und die hierfÃ¼r zu erhebenden GebÃ¼hren in einer Verordnung (Satz 2). Die GebÃ¼hren fÃ¼r die VerwaltungsbehÃ¶rden werden in der GebÃ¼hrenordnung fÃ¼r die VerwaltungsbehÃ¶rden vom 30. Juni 1966 (GebÃ¼hrenO) geregelt. Die SpruchgebÃ¼hr fÃ¼r Entscheide im Rechtsmittelverfahren betrÃ¤gt Fr. 50.- bis 4000.- (§ 5 GebÃ¼hrenO), wobei diese AnsÃ¤tze fÃ¼r BeschlÃ¼sse oder VerfÃ¼gungen, mit denen eine Sache ohne materiellen Entscheid erledigt wird, bis auf einen FÃ¼nftel herabgesetzt werden kÃ¶nnen (vgl. § 6 GebÃ¼hrenO). Bemessen wird die GebÃ¼hr im Einzelfall nach dem Zeitaufwand und der Bedeutung des GeschÃ¤ftes; in besonderen FÃ¤llen kÃ¶nnen die GebÃ¼hren Ã¼ber die festgesetzten HÃ¶chstbetrÃ¤ge hinaus angemessen erhÃ¶ht werden (§ 9 GebÃ¼hrenO). </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die GebÃ¼hrenhÃ¶he ist aufgrund der genannten Kriterien vom Regierungsrat nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen zu bestimmen. Weiter zu berÃ¼cksichtigen sind gemÃ¤ss der Rechtsprechung der Aufwand der Verhandlungen, der Umfang der Akten und eines Beweisverfahrens, die Klarheit der Rechtslage sowie die finanzielle Leistungskraft des Pflichtigen (vgl. RB 1995 Nr. 90). Insgesamt verfÃ¼gen die BehÃ¶rden auch bei der Bemessung der GebÃ¼hren Ã¼ber einen weiten Ermessensspielraum, weshalb das Verwaltungsgericht auch die Kostenbemessung nach § 50 Abs. 2 lit. c VRG nur auf Ermessensmissbrauch sowie Ermessens­Ã¼ber- bzw. -unterschreitung nachprÃ¼fen kann (vgl. E. 2.1).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Vorliegend legte der Regierungsrat die angefochtene SpruchgebÃ¼hr auf Fr. 2000.- fest. Zwar umfasst die Kostenauflage sowohl die Verfahrenskosten fÃ¼r den Endentscheid wie auch fÃ¼r den Zwischenentscheid betreffend aufschiebende Wirkung. Jedoch konnten die ErwÃ¤gungen des Zwischenentscheides im Endentscheid weitgehend Ã¼bernommen werden, und bei diesem handelt es sich um einen Nichteintretensentscheid, der nicht mit der Beantwortung komplexer Fragen verbunden war. Der Kostenspruch des Regierungsrates erweist sich demnach als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig und damit als rechtswidrig. Dispositivziffer II des Regierungsratsbeschlusses vom 7. April 2004 ist deshalb aufzuheben. Obwohl die Kognition des Verwaltungsgerichts grundsÃ¤tzlich auf Rechtskontrolle beschrÃ¤nkt ist, kann davon abgesehen werden, die Sache zur Neubemessung der StaatsgebÃ¼hr an den Regierungsrat zurÃ¼ckzuweisen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 64 N. 5). Eine StaatsgebÃ¼hr von Fr. 1'500.- erscheint angemessen. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Demnach ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. Die Gerichtskosten werden zu drei Vierteln dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt und zu einem Viertel auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Dispositivziffer II des Regierungsratsbeschlusses vom 7. April 2004 wird aufgehoben. Die Rekurskosten werden auf Fr. 1'715.- (Fr. 1'500.- StaatsgebÃ¼hr und Fr. 215.- AusfertigungsgebÃ¼hr) festgesetzt und dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 120.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 620.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden zu drei Vierteln dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt und zu einem Viertel auf die Gerichtskasse genommen.</p> <p class="Urteilstext"><span>4. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>