A bteilung III C -953/2006 {T 0/2} U rteil vom 6. Juni 2007 M itw irkung: R ichter Trom m er (Vorsitz); R ichterin Avenati-C arpani und R ichter Vuille; G erichtsschreiber M äder. A ._______, Beschw erdeführer, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz, betreffend Verw eigerung der Einreisebew illigung für N ._______. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie 1970 geborene thailändische Staatsangehörige N ._______ (nach- folgend: G esuchstellerin) beantragte bei der Schw eizerischen Botschaft in Bangkok am 30. Juni 2006 ein Visum für einen einm onatigen Besuchsauf- enthalt bei A._______ (nachfolgend: G astgeber bzw . Beschw erdeführer) in M urten. N ach form loser Verw eigerung leitete die Schw eizerische Vertretung das G esuch an das BFM (nachfolgend: Vorinstanz) zur Prüfung und zum form ellen Entscheid w eiter. B. D ie Vorinstanz w ies das G esuch um Bew illigung der Einreise m it Verfü- gung vom 28. Juli 2006 ab. D ies m it der Begründung, es bestehe nicht ge- nügend G ew ähr für eine anstandslose und fristgerechte W iederausreise der G esuchstellerin nach einem Besuchsaufenthalt; dies aufgrund der so- zioökonom ischen Lage in Thailand und w egen der persönlichen Verhält- nisse der G esuchstellerin. So bestünden U nklarheiten über ihren Zivil- stand, beruflich sei die Existenz einer D auerstelle nicht nachgew iesen und sie verfüge offensichtlich nicht über besondere G eldm ittel. Schliesslich sei dem G astgeber nicht verunm öglicht, seinen G ast in Thailand zu besuchen. C . D agegen gelangt der G astgeber m it einer Beschw erde vom 7. August 2006 an das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartem ent (EJPD ) und beantragt, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben und das Visum für einen einm onatigen Besuchsaufenthalt sei zu erteilen. Zur Begründung bringt er in seiner Eingabe Folgendes vor: D ie Vorinstanz gehe zu U nrecht davon aus, dass die W iederausreise der G esuchstellerin nicht gew ährleis- tet w äre. Es bestünden fam iliäre und berufliche Verpflichtungen, die genü- gend G ew ähr für eine fristgerechte R ückkehr bieten w ürden. D ie G esuch- stellerin sei M utter zw eier m inderjähriger Kinder und sorge daneben auch noch für ihren Vater. Sie sei in einem seriös geführten M assageshop in Bangkok fest angestellt. Als G astgeber verpflichte er sich, für alle Kosten aufzukom m en, die im Zusam m enhang m it dem Aufenthalt der G esuchstel- lerin entstehen w ürden. Ihm selbst sei eine R eise nach Thailand zur Zeit aus gesundheitlichen G ründen nicht m öglich. D er Beschw erde w urden di- verse U nterlagen beigelegt (u.a. O perations- bzw . Austrittsbericht und ein Aufgebot des Inselspitals Bern, alles den Beschw erdeführer betreffend, so- w ie Auszüge aus dem E-M ailkontakt des Beschw erdeführers m it der G e- suchstellerin). D . In ihrer Vernehm lassung vom 14. Septem ber 2006 schliesst die Vorinstanz auf Abw eisung der Beschw erde. D ie G esuchstellerin stam m e aus einer R egion, aus der aufgrund ungünstiger w irtschaftlicher und sozialer R ah- m enbedingungen ein verhältnism ässig starker Zuw anderungsdruck festzu- stellen sei. Auch in der H eim at verbleibende Kinder könnten erfahrungsge- m äss nicht von einer M igration abhalten. D as R isiko eines frem denpolizei- lich nicht vorschriftsgem ässen Verhaltens (im Sinne einer nicht fristgerech- ten und anstandslosen W iederausreise) m üsse vorliegend auch aufgrund der Beziehung zw ischen den Beteiligten als hoch eingeschätzt w erden. D ie Zusicherungen des Beschw erdeführers könnten daran nichts ändern, ver-3 m öge er doch nicht für ein bestim m tes Verhalten der G esuchstellerin in durchsetzbarer W eise zu garantieren. E. D er Beschw erdeführer hält in einer Eingabe vom 25. Septem ber 2006 re- plikw eise an seinem Begehren und dessen Begründung fest. Ergänzend betont er unter anderem , der Anstoss für das Visum sgesuch sei nicht von der G esuchstellerin, sondern von ihm ausgegangen. Er sei im D ezem ber 2005 an der Aorta operiert w orden und deshalb für längere Zeit nicht reise- fähig. Kom m e hinzu, dass er seit M ai 2006 als H ausdienstangestellter zu seiner betagten M utter schaue. D ie Verw eigerung der Einreisebew illigung, nur w eil die G esuchstellerin aus ärm lichen Verhältnissen stam m e, sei dis- krim inierend und unverhältnism ässig. Als G astgeber bestehe in seiner Per- son genügend G ew ähr für ein korrektes Verhalten; er verfüge nachgew ie- senerm assen über einen tadellosen Leum und und habe keine Schulden. Aber auch sein G ast erbringe säm tliche G arantien für eine W iederausrei- se. D ie G esuchstellerin besitze ein R ückflugticket, habe den Bew eis für die Existenz ihrer Arbeitsstelle erbracht und lasse in Thailand zw ei m inderjäh- rige Kinder zurück. D er R eplik legte der Beschw erdeführer diverse U nterla- gen bei (u.a. ein Leum undszeugnis seiner W ohngem einde, einen Lebens- lauf und eine Bestätigung des H ausarztes). F. Auf den w eiteren Akteninhalt und die Vorbringen der Parteien w ird, sow eit rechtserheblich, in den Erw ägungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 Verfügungen der Vorinstanz betreffend Verw eigerung der Einreisebew illi- gung unterliegen der Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht (Art. 20 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20] i.V.m . Art. 31 und Art. 33 Bst. d des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t die Beurteilung der beim In- krafttreten des Verw altungsgerichtsgesetzes am 1. Januar 2007 bei Eidge- nössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei Beschw erde- diensten der D epartem ente hängigen R echtsm ittel. Für die Beurteilung gilt das neue Verfahrensrecht (Art. 53 Abs. 2 VG G ). G em äss Art. 37 VG G rich- tet sich das Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht nach dem Bun- desgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sow eit das Verw altungsgerichtsgesetz nichts ande- res bestim m t. 1.3 D as Bundesverw altungsgericht entscheidet endgültig (Art. 1 Abs. 2 VG G i.V.m . Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 2. D er Beschw erdeführer ist zur Beschw erde legitim iert; auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde ist einzutreten (Art. 20 Abs. 2 4 AN AG , Art. 48 ff. Vw VG ). 3. 3.1 D ie Schw eizerische R echtsordnung gew ährt grundsätzlich keinen An- spruch auf Bew illigung der Einreise. D er Entscheid darüber ist - vorbehält- lich nachfolgend zu erörternder H inderungsgründe - von der Bew illigungs- behörde in pflichtgem ässer Ausübung ihres Erm essens zu fällen (Art. 4 und Art. 16 Abs. 1 AN AG , Art. 9 Abs. 1 der Verordnung vom 14. Januar 1998 über Einreise und Anm eldung von Ausländerinnen und Ausländern [VEA, SR 142.211]; PETER U EBER SA X, Einreise und Anw esenheit, in: Peter U ebersax / Peter M ünch / Thom as G eiser / M artin Arnold (H rsg.), Auslän- derrecht, Ausländerinnen und Ausländer im öffentlichen R echt, Privatrecht, Steuerrecht und Sozialrecht der Schw eiz, Basel/G enf/M ünchen 2002, S. 143; U R S BO LZ, R echtsschutz im Ausländer- und Asylrecht, Basel und Frankfurt a.M . 1990, S. 29 m it w eiteren H inw eisen; PH ILIP G R AN T, La protec- tion de la vie fam iliale et de la vie privée en droit des étrangers, Basel/ G enf/M ünchen 2000, S. 24). 3.2 Ausländerinnen und Ausländer benötigen zur Einreise in die Schw eiz ei- nen Pass und ein Visum , sofern sie nicht aufgrund besonderer R egelung von diesem Erfordernis ausgenom m en sind (vgl. Art. 1 bis 5 VEA). D ie G e- suchstellerin kann sich auf keine Ausnahm eregelung berufen; sie ist auf- grund ihrer Staatsangehörigkeit visum spflichtig. 4. U m ein Visum zu erhalten, m üssen Ausländerinnen und Ausländer die in Art. 1 Abs. 2 VEA aufgeführten Voraussetzungen erfüllen. U nter anderem haben sie gem äss Art. 1 Abs. 2 Bst. c VEA G ew ähr für eine fristgerechte W iederausreise zu bieten. D ie Vorinstanz verw eigerte der G esuchstellerin die Erteilung eines solchen Visum s m it der Begründung, ihre fristgerechte W iederausreise erscheine nicht als hinreichend gesichert. 5. 5.1 W enn es zu beurteilen gilt, ob das Kriterium der gesicherten W iederausrei- se erfüllt ist, m uss ein zukünftiges Verhalten beurteilt w erden. D azu lassen sich in der R egel keine Feststellungen, sondern lediglich Prognosen tref- fen. D abei rechtfertigt es sich durchaus, Einreisegesuchen von Bürgerin- nen und Bürgern aus Staaten oder R egionen m it politisch respektive w irt- schaftlich vergleichsw eise ungünstigen Verhältnissen zum vornherein m it Zurückhaltung zu begegnen, da die persönliche Interessenlage in solchen Fällen häufig nicht m it dem Ziel und Zw eck einer zeitlich befristeten Einrei- sebew illigung in Einklang steht. 5.2 D ie Asienkrise von 1997 liess auch die W irtschaft Thailands schrum pfen, dem Land gelang allerdings schnell der U m schw ung hin zu neuem W irt- schaftsw achstum . Seit 2005 sind die W achstum sw erte w ieder leicht rück- läufig. H auptträger des W achstum s 2005 w aren, gestützt durch um fangrei- che Konjunkturprogram m e der R egierung, der Export und öffentliche In- vestitionen, die den privaten Verbrauch als W achstum sm otor klar abgelöst haben (Q uelle: http://w w w .ausw aertiges-am t.de, Stand: O ktober 2006). D ie grundsätzlich erm utigenden w irtschaftlichen Entw icklungen können aber 5 nicht über die Tatsache hinw egtäuschen, dass nach w ie vor breite Bevöl- kerungsschichten von vergleichsw eise schw ierigen ökonom ischen und so- zialen Lebensbedingungen betroffen sind. D as Bruttoinlandprodukt pro Kopf der Bevölkerung betrug im Jahre 2005 nur gerade 2'628 U SD . Ent- sprechend hoch ist der Anteil jener, die versuchen, ins Ausland zu gelan- gen, um sich unter günstigeren Lebensbedingungen eine bessere Existenz sichern zu können. D er Trend zeigt sich erfahrungsgem äss dort besonders stark, w o durch die Anw esenheit von Verw andten oder Freunden bereits ein m inim ales soziales Beziehungsnetz im Ausland besteht. Im Falle der Schw eiz führt dies angesichts der restriktiven Zulassungsregelung nicht selten zur U m gehung ausländerrechtlicher Bestim m ungen. 6. 6.1 Bei der R isikoanalyse sind aber nicht nur solche allgem einen U m stände und Erfahrungen, sondern auch säm tliche G esichtspunkte des konkreten Einzelfalles zu berücksichtigen. O bliegt einem G esuchsteller bzw . einer G esuchstellerin im H eim atstaat beispielsw eise eine besondere berufliche, gesellschaftliche oder fam iliäre Verantw ortung, kann dieser U m stand durchaus die Prognose für eine anstandslose W iederausreise begünsti- gen. U m gekehrt m uss bei G esuchstellern und G esuchstellerinnen, die in ihrer H eim at keine der erw ähnten Verpflichtungen haben, die sie von einer m öglichen Em igration abhalten könnten, aufgrund entsprechender Erfah- rungen das R isiko eines frem denpolizeilich nicht vorschriftsgem ässen Ver- haltens (nach bew illigter Einreise zu einem Besuchsaufenthalt) hoch ein- geschätzt w erden. 6.2 Bei der G esuchstellerin handelt es sich um eine 37-jährige Frau und M ut- ter von zw ei m inderjährigen Kindern (acht bzw . 16 Jahre alt). Zudem sorgt sie nach Angaben des Beschw erdeführers für ihren Vater. D ie von der Vor- instanz in der angefochtenen Verfügung angedeutete U nklarheit über den Zivilstand besteht offenbar darin, dass sich die G esuchstellerin im Antrags- form ular als ledig ausgegeben hat, sie gem äss den Feststellungen der Botschaft aber verheiratet sei und sich der Ehem ann zur Arbeit in Israel aufhalte. D er Beschw erdeführer äusserte sich zu diesem Them a nicht und brachte (u.a. m it dem vorgelegten Austausch von E-M ails) einzig zum Aus- druck, dass eine gegenseitige Freundschaft und Zuneigung bestehe und eine H eirat nicht auszuschliessen sei. W ie es sich dam it genau verhält, kann offenbleiben. Auf den ersten Blick könnte der U m stand, dass die G e- suchstellerin für die D auer ihres Besuchsaufenthaltes in der Schw eiz ihre unm ündigen Kinder in der H eim at zurücklassen w ürde, durchaus für eine gew isse Verw urzelung sprechen. Andererseits zeigt die Erfahrung, dass zurückbleibende Angehörige gerade in Situationen angespannter w irt- schaftlicher Verhältnisse nicht verlässlich davon abhalten können, den Ent- scheid für eine Em igration zu fällen. Im G egenteil, der Entscheid kann dort von der H offnung getragen sein, die Angehörigen aus dem Ausland effi- zienter unterstützen und allenfalls später nachziehen zu können. 6.3 Entsprechend grosse Bedeutung kom m t deshalb den w irtschaftlichen Ver-6 hältnissen zu, in denen sich die G esuchstellerin befindet. Im Visum santrag erklärt sie, sie arbeite als traditionelle M asseurin in Bangkok. Auf den H in- w eis der Vorinstanz in ihrer Verfügung vom 28. Juli 2006, w onach die Exis- tenz einer D auerstelle nicht nachgew iesen sei, reagierte der Beschw erde- führer einzig m it einer gegenteiligen Behauptung und der Einreichung ei- ner Visitenkarte des besagten G eschäftes, auf der der N am e der G esuch- stellerin allerdings nicht verm erkt ist. D arin kann keinesw egs eine Arbeits- stellenbestätigung gesehen w erden. W ie es sich dam it genau verhält, kann aber ebenfalls offen bleiben. D enn selbst w enn davon auszugehen w äre, dass die G esuchstellerin in einer unbefristeten Festanstellung tätig ist, so w äre dam it noch nichts über ihre Einkom m ens- und Verm ögensverhältnis- se ausgesagt. D ass die G esuchstellerin nicht über besondere finanzielle M ittel verfügt, räum te der Beschw erdeführer sinngem äss selbst ein, indem er m ehrfach darauf hinw ies, dass sie sich trotz langer und harter Arbeitsta- ge eine R eise in die Schw eiz (oder auch andere Ferien) nie leisten könnte, und er nicht nur für alle Kosten im direkten Zusam m enhang m it der ge- planten R eise, sondern auch für den Lohnausfall aufkom m e. Alles in allem kann dam it nicht von beruflich stabilen und w irtschaftlich günstigen Ver- hältnissen ausgegangen w erden, die verlässlich von einer Em igration ab- halten könnten. 6.4 D er Beschw erdeführer w endet ein, er selbst verfüge über einen tadellosen Leum und und er habe für alle zu erw artenden finanziellen Aufw ändungen G arantie geleistet. An seiner Integrität ist sicherlich nicht zu zw eifeln. Für die R isikobeurteilung ist aber in erster Linie die Situation des G astes in dessen H eim atland m assgebend. Als G astgeber kann der Beschw erdefüh- rer zw ar für gew isse finanzielle R isiken im Zusam m enhang m it dem Be- suchsaufenthalt, nicht aber für ein bestim m tes Verhalten des G astes ga- rantieren. Letzteres liegt naturgem äss nicht oder nur unw esentlich im Ein- flussbereich eines G astgebers bzw . einer G astgeberin. 6.5 Vorliegend kom m t hinzu, dass sich G astgeber und G ast erst seit Januar 2005 und dam it noch nicht besonders lange kennen und sie sich sprach- lich offenbar nur beschränkt verständigen können. G em äss einer Feststel- lung der schw eizerischen Auslandvertretung von Ende Juni 2006 besass die G esuchstellerin zum indest dam als nur m angelhafte Kenntnisse der englischen Sprache und der Beschw erdeführer räum te selbst ein, dass die G esuchstellerin m öglicherw eise nicht alle Fragen auf dem Visum santrags- form ular richtig verstanden habe. Auch die beigebrachten Auszüge aus dem E-M ailverkehr zw ischen dem Beschw erdeführer und der G esuchstel- lerin lassen auf gew isse Verständigungsproblem e schliessen. 6.6 W as die vom Beschw erdeführer geltend gem achte Interessenlage betrifft, so gilt es diese insofern zu relativieren, als bei ihm offensichtlich w eder m edizinisch noch organisatorisch eine dauerhafte U nm öglichkeit für künfti- ge Auslandsreisen besteht. Im Attest des H ausarztes vom 12. O ktober 2006 w ird vielm ehr festgehalten, dass es dem Beschw erdeführer nach sei- ner Aorta-O peration im D ezem ber 2005 "erholungsbedingt" bisher nicht m öglich gew esen sei, längere Flugreisen anzutreten, er aber im N ovem ber 2006 - zusam m en m it seiner M utter - einen Flug nach Lanzarote plane. 7 Seine R eisefähigkeit w ird also nach und nach w ieder hergestellt. D ass sei- ne M utter auf seinen dauernden Beistand angew iesen w äre, w urde nicht dargetan. Vielm ehr legte der Beschw erdeführer im Zusam m enhang m it ihrer Betreuung einen am 9. M ai 2006 datierten Arbeitsvertrag vor, der grundsätzlich viereinhalbstündige Einsätze von M ontag bis Freitag und fünf W ochen Ferien pro Jahr vorsieht. Es ist davon auszugehen, dass eine solche Betreuung vorübergehend auch von andern Personen erbracht w er- den könnte. 7. Vor dem aufgezeigten H intergrund durfte die Vorinstanz davon ausgehen, die fristgerechte W iederausreise sei nicht gew ährleistet (vgl. Art. 14 Abs. 1 i.V.m . Art. 1 Abs. 2 Bst. c VEA). Zw ar lässt sich diese Prognose nicht zu einer gesicherten Feststellung verdichten, sie reicht aber aus, um die Er- teilung einer Einreisebew illigung - auf w elche w ie bereits erw ähnt und ent- gegen der R echtsannahm e des Beschw erdeführers ohnehin kein R echts- anspruch besteht - abzulehnen. D araus folgt, dass die angefochtene Ver- fügung Bundesrecht nicht verletzt. D er rechtserhebliche Sachverhalt w urde richtig und vollständig festgestellt und die Vorinstanz hat das ihr zustehen- de Erm essen pflichtgem äss und zutreffend ausgeübt (Art. 49 Vw VG ). D ie Beschw erde ist daher abzuw eisen. 8. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Be- schw erdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D ie Verfahrenskosten sind auf Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 1, Art. 2 und Art. 3 Bst. b des R egle- m ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). (D ispositiv S. 8)8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten im Betrag von Fr. 600.-- w erden dem Beschw erde- führer auferlegt. Sie sind durch den am 17. August 2006 in gleicher H öhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (Einschreiben) - der Vorinstanz (Einschreiben; Akten retour) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: A. Trom m er P. M äder Versand am :