A bteilung I A -7368/2006 {T 0/2} U rteil vom 10. Juli 2007 M itw irkung: R ichter André M oser (Vorsitz), R ichter M arkus M etz, R ichterin M arianne R yter Sauvant, G erichtsschreiberin Yasem in C evik. A._______, B._______, handelnd bzw . vertreten durch A._______, C ._______, vertreten durch A._______, Beschw erdeführende, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz, betreffend A kteneinsichtsrecht nach D atenschutzgesetz. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie Fam ilie X._______ kam im Jahre 1992 aus dem heutigen Ex-Jugosla- w ien in die Schw eiz. Sie w ar geflüchtet, w eil der Ehem ann und Vater A._______ vom kroatischen M ilitär einen Einberufungsbefehl erhalten hat- te, dem er nicht Folge leistete. Eigenen Aussagen zufolge w ollte er nicht gegen eigene Landsleute käm pfen, u.a. w eil er selbst aus einer M ischehe stam m e. D ie Fam ilie stellte ein Asylgesuch und w urde dem Kanton Y._______ zugew iesen. D as dam alige Bundesam t für Flüchtlinge (BFF) lehnte das G esuch aufgrund fehlender Flüchtlingseigenschaft am 17. M ärz 1992 ab. G leichzeitig verfügte es die W egw eisung der Fam ilie X._______. G em äss Bundesratsbeschluss w ar die W egw eisung zum dam aligen Zeit- punkt jedoch nicht zum utbar und die Fam ilie w urde vorläufig in der Schw eiz aufgenom m en. M it Entscheid vom 7. Juni 1993 bestätigte die Asylrekurskom m ission den Entscheid des BFF. D er Bundesrat hob am 25. Februar 1998 die gruppenw eise vorläufige Aufnahm e für D eserteuere aus Bosnien – H erzegow ina, Kroatien und der Bundesrepublik Jugoslaw i- en auf. D er Fam ilie X._______ w urde daraufhin vom Kanton Y._______ eine Frist gesetzt, die Schw eiz bis am 31. M ai 1998 zu verlassen. D ie Frist verstrich ungenutzt. In der Folge entbrannte ein Streit zw ischen den zu- ständigen Schw eizer Behörden und der Fam ilie X._______ bezüglich Staatsangehörigkeit(en) der Fam ilienm itglieder, der sich bis heute hinzieht. A._______ m achte w iederholt geltend, dass er und seine Fam ilie staaten- los seien, w eil die ehem alige Sozialistische Föderative R epublik Jugosla- w ien nicht m ehr existiere. O bschon die Abklärungen der Behörden erga- ben, dass er – w eil in Zagreb geboren – die kroatische Staatsbürgerschaft erw erben könnte, w eigert er sich bis heute, diesbezüglich einen Antrag zu stellen. Seine Frau C ._______ w äre aufgrund der behördlichen Abklärun- gen bosnische Staatsangehörige. D ie gem einsam e Tochter B._______ ist kroatische Staatsangehörige. B. Am 22. M ai 2006 verfasste A._______ einen Brief an Bundesrat C hristoph Blocher. D arin ersuchte er den Vorsteher des eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartem ents u.a. darum , das Bundesam t für M igration (BFM ) an- zuw eisen, persönliche D okum ente an die Fam ilie X._______ zurückzuge- ben, ihr Akteneinsicht zu gew ähren, ihre persönlichen D aten zu berichtigen sow ie ihm Auskunft über die Personennum m er 12347355 zu geben. C . D araufhin antw ortete das BFM , als zuständiges Am t, m it Schreiben vom 29. Juni 2006, dass in ein rechtskräftig abgeschlossenes Verfahren nur Akteneinsicht gew ährt w erde, w enn ein R echtsschutzinteresse bestehe, ausserdem sei dies grundsätzlich kostenpflichtig. Ü ber die Personennum - m er 12347355 könne auch im R ahm en der Akteneinsicht keine Auskunft erteilt w erden, da es sich bei deren Erfassung um einen rein internen ad- m inistrativen Vorgang handle. Sie sei jedoch überhaupt nicht vergeben. D ie D aten betreffend Staatsangehörigkeit könnten aufgrund fehlender for- m eller Anerkennung als Staatenloser nicht geändert w erden. D . Auf ein Schreiben von A._______ an den Eidgenössischen D atenschutz-3 beauftragten, w orin er geltend m achte, dass das BFF bzw . das heutige BFM die D aten von seiner Fam ilie und ihm verfälscht habe, antw ortete die- ser am 14. Juli 2005 w ie folgt: A._______ und seiner Frau stünde die M ög- lichkeit offen, beim BFM Auskunft über ihre D aten zu verlangen. D ie Aus- kunft w erde in der R egel schriftlich, in Form einer Fotokopie sow ie grund- sätzlich kostenlos erteilt. Bei Verw eigerung der Auskunft m üsse das BFM dies in Form einer Verfügung begründen. Er könne auch verlangen, dass die D aten berichtigt bzw . unrichtige gelöscht w ürden. D ie Verfügung des BFM könne sodann grundsätzlich m it Beschw erde bei der Eidgenössi- schen D atenschutz- und Ö ffentlichkeitskom m ission (ED Ö K) angefochten w erden. E. M it Eingabe vom 17. Juli 2006 führte A._______ (Beschw erdeführer), als R eaktion auf dieses Schreiben und dasjenige des BFM , bei der ED Ö K Be- schw erde. D arin brachte er vor, das BFM sei anzuw eisen, ihm und seiner Fam ilie Akteneinsicht zu gew ähren. Ausserdem seien ihre D aten in dem Sinne zu berichtigen, dass die ganze Fam ilie die N ationalität der Sozialisti- schen Föderativen R epublik Jugoslaw ien (SFR J) besitze. D as BFM habe Auskunft über die Personennum m er 12347355 zu geben. Für die erlittenen N achteile seien seiner Fam ilie und ihm angem essener Schadenersatz so- w ie G enugtuung zuzusprechen. Für das vorliegende Verfahren sei ihnen ausserdem die unentgeltliche R echtspflege zu gew ähren. D arüberhinaus sollen dem Beschw erdeführer und seiner Fam ilie alle persönlichen D oku- m ente, die sich noch beim BFM befinden, zurückgegeben w erden. W eiter sei es dem BFM zu untersagen, die persönlichen D aten der Fam ilie an an- dere Staaten w eiterzugeben. D ie W eigerung des BFM , ihre Personendaten anzupassen, stelle ausserdem einen Verstoss gegen das W illkürverbot dar. F. M it Verfügung des Kom m issionspräsidenten vom 17. August 2006 w urde der Beschw erdeführer praxisgem äss von der Bezahlung eines Kostenvor- schusses befreit. G . In der Antw ort vom 4. Septem ber 2006 hielt das BFM (Vorinstanz) fest, dass sein Schreiben vom 29. Juni 2006 lediglich eine Auskunft darstellte und keine Verfügung. Insofern das Schreiben allerdings als Verfügung über die Verw eigerung der D atenberichtigung verstanden w ürde, sei fest- zuhalten, dass die Staatsangehörigkeit "SFR J" im System AU PER (auto- m atisiertes Personenregistratursystem , nachfolgend: AU PER ) nicht erfasst w erde, da dieser Staat nicht (m ehr) existiere. D em Beschw erdeführer w er- de überdies Akteneinsicht nach D atenschutzgesetz gew ährt, jedoch nicht in die Personennum m er 12347355, da diese keine Verbindung zum Be- schw erdeführer aufw eise. H . M it Verfügung vom 21. Septem ber 2006 gew ährte die ED Ö K dem Be- schw erdeführer das R echt zur unentgeltlichen Prozessführung. Ausserdem w urde das Verfahren N r. 11/06 bis zur D urchführung der Akteneinsicht bzw . bis zum Erlass einer anfechtbaren Verfügung aufgrund allfälliger Ein- schränkungen sistiert. I. D er Beschw erdeführer nahm m it Schreiben vom 29. Septem ber 2006 Be-4 zug auf die Verfügung der ED Ö K vom 21. Septem ber 2006. Er erklärte u.a. dass, obw ohl die Beschw erde nur vom Beschw erdeführer unterzeichnet sei, Akteneinsicht und D atenberichtigung für die ganze Fam ilie beantragt w erde. J. M it Verfügung vom 18. O ktober 2006 gab die Vorinstanz bekannt, m it w el- chen Einschränkungen das Akteneinsichtsrecht in die U nterdossiers Für- sorge, R eisedokum ente, Asyl, w eitere Korrespondenz sow ie Vollzug ge- w ährt w erde. D es w eiteren beantragte sie die Abschreibung des sistierten Verfahrens. K. D araufhin reichte der Beschw erdeführer am 30. O ktober 2006 erneut eine Beschw erde ein. D arin brachte er vor, dass die Vorinstanz anzuw eisen sei, kostenlos vollständige Akteneinsicht zu gew ähren. H insichtlich des U nter- dossiers Vollzug rügte er explizit, dass die Angaben der Vorinstanz der er- forderlichen Begründungspflicht nicht genügten. Er verlangte w eiter Aus- kunft über die Personennum m er 12347355. D ie Vorinstanz habe ausser- dem das rechtliche G ehör verletzt, indem sie bezüglich dieses Punktes nicht auf die Ausführungen des Beschw erdeführers eingegangen sei. W ei- ter seien ihnen alle übrigen, sich noch bei der Vorinstanz befindlichen Ak- ten zur Einsicht zuzustellen. D ie Vorinstanz sei anzuw eisen, alle sich w i- derrechtlich in ihrem Besitz befindlichen Akten über die Fam ilie (...) zu lö- schen bzw . zu vernichten. D er Vorinstanz sei zu untersagen, die persönli- chen D aten der Fam ilie irgend jem andem w eiterzugeben. Für die geschil- derten Persönlichkeitsverletzungen sei seiner Fam ilie und ihm ausserdem eine angem essene Entschädigung bzw . G enugtuung zuzusprechen. Schliesslich sei ihnen für das vorliegende Verfahren die unentgeltliche R echtspflege zu gew ähren. L. M it Verfügung vom 21. N ovem ber 2006 stellte die ED Ö K fest, dass die Be- schw erde vom 17. Juli 2006 durch die Verfügung der Vorinstanz gegen- standslos gew orden sei. D ie Beschw erde vom 30. O ktober 2006 w erde un- ter der bereits bestehenden G eschäftsnum m er w eitergeführt (N r. 11/06). M . M it Verfügung vom 5. D ezem ber 2006 präzisierte die ED Ö K, aufgrund ei- nes G esuches um Erläuterung bzw . Begründung des Beschw erdeführers, ihre Verfügung vom 21. N ovem ber 2006. Sie stellte fest, dass lediglich Ziff. 2 (betreffend Auskunftsrecht) der Beschw erde vom 17. Juli 2006 ge- genstandslos gew orden sei. D a die Beschw erde nur von A._______ unter- zeichnet w ar, im Absender aber "Fam ilie X._______" stehe, hielt sie fest, dass der Beschw erdeführer für sich und seine m inderjährige Tochter zu handeln berechtigt sei. C ._______ m üsse allerdings für das laufende Be- schw erdeverfahren m indestens eine Vertretungsvollm acht zu G unsten ih- res M annes einreichen. D ieser Aufforderung kam sie in der Folge nach. N . D ie auf Ende 2006 aufgelöste ED Ö K hat das Beschw erdeverfahren per 1. Januar 2007 an das neue Bundesverw altungsgericht übergeben. O . D ie Vorinstanz erliess am 23. Januar 2007 eine W iedererw ägungsverfü- gung bezüglich einzelner Akten aus dem Vollzugsdossier. P. M it Vernehm lassung vom 24. Januar 2007 führt die Vorinstanz aus, dass 5 vorgängig verschiedene Aktenstücke des U nterdossiers Vollzug zu pau- schal aufgrund entgegenstehender öffentlicher Interessen als nicht dem Einsichtsrecht unterstehend beurteilt w urden. D eshalb w ürden im R ahm en des Vernehm lassungsverfahrens verschiedene Aktenstücke w iedererw ä- gungsw eise zugänglich gem acht. In dieser H insicht w erde deshalb die Ab- schreibung der Beschw erde beantragt. D en w eitergehenden Vorbringen, insbesondere den Vorw ürfen der unvollständigen Aktenführung und dem angeblichen Bestehen von G eheim akten, könne nicht gefolgt w erden. D a- her w erde bezüglich dieser Vorbringen die Abw eisung der Beschw erde be- antragt. Q . Auf Aufforderung des Instruktionsrichters hin erklärt die Fam ilie X._______ (Beschw erdeführende), dass sie vollum fänglich an den in den Beschw er- den vom 17. Juli und 30. O ktober 2006 gestellten Begehren festhalte; m it Ausnahm e von Ziff. 2 der Beschw erde vom 17. Juli 2006, w elche für ge- genstandslos erklärt w urde. R . Ebenfalls auf Aufforderung des Instruktionsrichters hin reicht die Vorins- tanz einen Auszug aus dem AU PER betreffend die Personennum m er 12347355 ein. S. Auf erneute Anfrage des Instruktionsrichters hin, in w elche Aktenstücke des U nterdossiers "Vollzug" den Beschw erdeführenden nun genau Ein- sicht gew ährt w urde und ob diese Einsicht m it Einschränkungen belegt w orden w ar, äussert sich die Vorinstanz m it Schreiben vom 14. M ai 2007 w ie folgt: "Am 23. Januar 2007 w urde den Beschw erdeführenden w ieder- erw ägungsw eise Einsicht in säm tliche Aktenstücke des Vollzugsdossiers – m it Ausnahm e der kantonalen Akten (V1/V2/V5/V7/ V8/V9/V29) - gew ährt. D ie Erteilung des Auskunftsrechts sei dabei ohne Einschränkungen er- folgt." T. Auf w eitergehende Vorbringen der Parteien und die sich bei den Akten be- findlichen Schriftstücke w ird, sow eit erforderlich, im R ahm en der nachste- henden Erw ägungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Be- urteilung der per 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen R ekurs- und Schiedskom m issionen oder bei Beschw erdediensten der D epartem ente hängigen R echtsm ittel. Es w endet dabei neues Verfahrensrecht an (Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw al- tungsgericht [Verw altungsgerichtsgesetz, VG G , SR 173.32]). 1.2 D as BFM hat in seiner Stellungnahm e vom 4. Septem ber 2006 dargelegt, dass es sein Schreiben vom 29. Juni 2006 als Auskunft und nicht als Ver- fügung i.S. von Art. 5 Vw VG verstanden habe. D as Bundesverw altungsgericht beurteilt gem äss Art. 31 VG G Beschw er- den gegen Verfügungen gestützt auf Art. 5 des Bundesgesetzes vom 6 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021). Für das Vorliegen einer Verfügung ist nicht m assgebend, ob sie als solche gekennzeichnet ist oder den gesetzlichen Form vorschriften für eine Verfü- gung entspricht. M assgebend ist vielm ehr, ob die Strukturm erkm ale einer Verfügung vorhanden sind (PIER R E TSC H AN N EN / U LR IC H ZIM M E R LI, Allgem eines Verw altungsrecht, 2. Aufl. Bern 2005, § 29 R z. 3). Eine Verfügung liegt dem nach vor, w enn eine Verw altungshandlung die folgenden M erkm ale er- füllt: Es handelt sich um eine Anordnung einer Behörde im Einzelfall, die ein R echtsverhältnis einseitig und verbindlich regelt und sich auf öffentli- ches R echt des Bundes stützt (TSC H AN N EN / ZIM M E R LI, a.a.O ., § 28 R z. 17; vgl. auch U rteil des Bundesverw altungsgerichts A-2040/2006 vom 17. April 2007, E. 2.2.3). D as Schreiben des BFM vom 29. Juni 2006 ist w eder als Verfügung be- zeichnet noch beinhaltet es eine R echtsm ittelbelehrung. Es erfüllt aber die m ateriellen Voraussetzungen einer Verfügung. So bezieht sich das Schrei- ben auf einen konkreten Einzelfall und w eist ein Begehren auf Begründung von R echten der Beschw erdeführenden ab. Es regelt m ithin ein R echtsver- hältnis einseitig und verbindlich. D abei stütz sich das BFM auf öffentliches R echt des Bundes. 1.3 M it den Beschw erden vom 17. Juli 2006 und 30. O ktober 2006 w erden dem nach Verfügungen des BFM angefochten, m it w elchen das Aus- kunftsrecht eingeschränkt sow ie eine von den Beschw erdeführenden ver- langte Berichtigung ihrer Personendaten abgelehnt w urden. D iese Verfü- gungen ergingen in Anw endung des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1992 über den D atenschutz (D SG , SR 235.1). D as BFM gehört zu den Behör- den nach Art. 33 VG G und ist dam it eine Vorinstanz des Bundesverw al- tungsgerichts. Im hier interessierenden R echtsgebiet besteht sodann keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G . D as Bundesverw altungsgericht ist daher zu- ständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschw erden. 1.4 D ie Beschw erdeführenden m achen unter anderem geltend, dass die Vorin- stanz ihre Aktenführung nicht korrekt bzw . ungenügend handhabe. Betref- fend dieser R üge gilt es festzuhalten, dass diese Frage ausserhalb des Streitgegenstandes liegt, und nicht im R ahm en eines datenschutzrechtli- chen Verfahrens behandelt w erden kann. D eshalb ist auf dieses Vorbrin- gen nicht einzutreten. 1.5 Zur Beschw erde ist nach Art. 48 Abs. 1 Vw VG berechtigt, w er vor der Vor- instanz am Verfahren teilgenom m en hat, durch die angefochtene Verfü- gung berührt ist und ein schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. D ie Beschw erdeführenden sind im vorinstanzlichen Verfahren m it ihren Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefoch- tenen Entscheid auch m ateriell beschw ert und deshalb zur Beschw erde befugt. 1.6 D a die Eingabeform und -frist (Art. 50 und 52 Vw VG ) gew ahrt und auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschw erde einzutreten. 7 2. 2.1 G em äss Art. 5 D SG m uss sich derjenige, w elcher Personendaten bear- beitet, über deren R ichtigkeit vergew issern. Jede betroffene Person kann verlangen, dass unrichtige D aten berichtigt w erden. Bezüglich der Bearbei- tung von Personendaten durch Bundesorgane kann die betroffene Person insbesondere verlangen, dass das Bundesorgan Personendaten berichtigt, vernichtet oder die Bekanntgabe an D ritte sperrt (Art. 25 Abs. 3 D SG ). 2.2 Zu prüfen ist als erstes, ob die Beschw erdeführenden, denen ohne w eite- ren N achw eis ein schutzw ürdiges Interesse an der Berichtigung ihrer Per- sonendaten zuzugestehen ist (vgl. JAN BAN G ER T in: Baslerkom m entar zum D atenschutzgesetz, 2. Auflage, Basel 2006, hiernach: BSK D SG , Art. 25 N . 48), genügend dargelegt haben, dass die im AU PER eingetragenen Staatsangehörigkeiten zu berichtigen sind. W ird die R ichtigkeit der bearbeiteten D aten bestritten, so hat die Bundes- behörde, w elche die Personendaten bearbeitet, grundsätzlich deren R ich- tigkeit zu bew eisen. D er betroffenen Person obliegt dagegen der Bew eis der U nrichtigkeit bzw . der R ichtigkeit der von ihr verlangten Berichtigung (Entscheid der Eidgenössischen D atenschutzkom m ission vom 7. April 2003, veröffentlicht in Verw altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 67.73 E. 4c und d; vgl. zum G anzen BAN G ER T, BSK D SG , Art. 25 N . 52). 2.2.1 D ie Beschw erdeführenden verlangen in ihrer Beschw erde vom 17. Juli 2006 die Berichtigung ihrer im AU PER eingetragenen Staatsangehörigkei- ten. Sie begründen dies dam it, dass sie als Staatsangehörige der Sozialis- tischen Föderativen R epublik Jugoslaw ien (SFR J) in die Schw eiz einreis- ten und gem äss ihren dam aligen Pässen jugoslaw ische Staatsangehörige seien. H eute seien sie de facto Staatenlose, w eil die SFR J nicht m ehr existiere. Zum Bew eis führen sie u.a. an, das Am t für soziale Sicherheit des Kantons Y._______ habe ihnen bestätigt, dass die Fam ilie als staaten- los geführt w erde. Im Entlassungsdokum ent der Ausschaffungshaft stehe bei der R ubrik H eim atort, YU /Ex-Yugoslaw ien. D as Bundesgericht habe die Eheleute (...) in seinem U rteil aus dem Jahr 1996 ebenfalls als ex-jugo- slaw ische Staatsangehörige bezeichnet. 2.2.2 D ie Vorinstanz führt dagegen aus, dass die Staatsangehörigkeit SFR J im AU PER nicht erfasst w erden könne, da dieser Staat nicht (m ehr) existiere. Bei solchen Konstellationen w ürde die Staatsangehörigkeit des N achfolge- staates erfasst. Im konkreten Fall lägen D okum ente vor, w elche die H er- kunft des Beschw erdeführers aus Zagreb, Kroatien belegten. Im System w erde er folglich als kroatischer Staatsbürger geführt, m it einem Alias der Staatsangehörigkeit: "unbekannt". D enn obschon nach der Abspaltung Kroatiens vom ehem aligen Jugoslaw ien die ethnischen Kroaten generell die M öglichkeit erhalten hatten, die kroatische Staatsbürgerschaft zu bean- tragen, habe der Beschw erdeführer bis heute nie einen solchen Antrag ge- stellt. Aus diesem G rund w erde zusätzlich der genannte Alias "unbekannt" im System aufgeführt. W ie den beiliegenden Akten entnom m en w erden 8 könne, seien auch die Staatsangehörigkeiten der Ehefrau und der Tochter abgeklärt w orden. D araus habe sich ergeben, dass die Ehefrau an sich bosnische Staatsangehörige sei und die Tochter die kroatische Staatsbür- gerschaft besitze. 2.2.3 D ie Prüfung der Akten hat ergeben, dass die Vorinstanz glaubhaft darge- legt hat, dass eine Eintragung der SFR J Staatsbürgerschaft im AU PER nicht m öglich ist, da der Staat heute nicht m ehr existiert. D ie Vorinstanz trägt des W eiteren nicht nur die an sich m ögliche (zu beantragende) Staatsbürgerschaft ein, sondern trägt zugleich auch dem U m stand R ech- nung, dass keine (z.B. kroatische) Staatsbürgerschaft beantragt w urde, in- dem dem Eintrag der Alias "unbekannt" beigefügt w ird. Es kann dam it fest- gehalten w erden, dass es den Beschw erdeführenden nicht gelungen ist, die R ichtigkeit der von ihnen verlangten Berichtigungen zu bew eisen. Viel- m ehr hat die Vorinstanz überzeugend dargelegt, w eshalb kein Anspruch auf Berichtigung besteht. 2.2.4 D em Einw and der Beschw erdeführenden, die W eigerung der Vorinstanz, ihre D aten zu berichtigen sei w illkürlich (Art. 9 BV), kann ebenfalls nicht gefolgt w erden. Staatliche Akte sind w illkürlich, w enn sie nicht sachlich be- gründbar sind, sinn- und zw ecklos erscheinen, höherrangiges R echt krass verletzen oder in stossender W eise dem G erechtigkeitsgedanken zuw ider- laufen (vgl. JÖ R G PAU L M Ü LLER , G rundrecht in der Schw eiz, 3. Auflage, Bern 1999, S. 467 f.). D ie Vorinstanz hat dargelegt, dass die Eintragung der SFR J-Staatsbürgerschaft im AU PER nicht m öglich sei, da der Staat nicht m ehr existiere. D am it hat sie sachliche G ründe genannt, w eshalb die D a- ten nicht im Sinne der Beschw erdeführenden berichtigt w erden können. Auch die w eiteren M erkm ale eines Verstosses gegen das W illkürverbot sind vorliegend offensichtlich nicht erfüllt. 2.2.5 D em Antrag auf Änderung der Personendaten, w ie von den Beschw erde- führenden vorgebracht, ist dem nach nicht stattzugeben. 2.3 D ie Beschw erdeführenden fordern w eiter, alle ihre Akten, w elche sich w iderrechtlich beim BFM befänden, zu löschen bzw . zu vernichten. 2.3.1 Voraussetzung für die Vernichtung von Personendaten ist, dass diese vom verantw ortlichen Bundesorgan überhaupt nicht – oder nicht m ehr – bear- beitet w erden dürfen. Es geht einm al um jene Fälle, in denen die W ider- rechtlichkeit dadurch begründet ist, dass die D aten überhaupt bearbeitet w erden. D as ist nam entlich der Fall, w enn die D aten ohne ausreichende gesetzliche G rundlage gem äss Art. 17 D SG bearbeitet w erden. Aber auch, w enn die Bearbeitung der D aten zur Erfüllung der Aufgaben des verant- w ortlichen Bundesorgans nicht erforderlich ist oder einen unverhältnism ä- ssigen Eingriff in die Privatsphäre des Betroffenen darstellt. Stellen sich die D aten als unrichtig heraus oder sind sie auf w iderrechtliche Art und W eise beschafft w orden, kann dies ebenfalls die W iderrechtlichkeit nach sich ziehen (vgl. BAN G ER T, BSK D SG , Art. 25 N . 58). 2.3.2 Im vorliegenden Fall deutet nichts darauf hin, dass das BFM die D aten be- treffend die Beschw erdeführenden w iderrechtlich erlangt hat. D ie D aten 9 w urden im Zusam m enhang m it dem Asylverfahren bzw . m it der sich über Jahre hinziehenden W egw eisung gesam m elt. D em zufolge w urden die D a- ten nicht ohne genügende gesetzliche G rundlage bearbeitet und die Bun- desorgane benötigten diese zw eifellos für die Erfüllung ihrer Aufgaben. W ie w eiter oben festgehalten, haben sich die D aten auch nicht als unrich- tig herausgestellt. Es ist aufgrund der Akten ausserdem nicht ersichtlich, inw iew eit die Vorinstanz diese auf w iderrechtliche Art und W eise hätte be- schafft haben sollen. D ie Bundesbehörden haben vielm ehr m it der übli- chen diplom atischen U nterstützung die zur Erfüllung ihrer Aufgaben nöti- gen Personendaten der Beschw erdeführenden beschafft. D am it ist die Be- schw erde auch in diesem Punkt abzuw eisen. 2.4 Ferner verlangen die Beschw erdeführenden, dass die Vorinstanz ihre per- sönlichen D aten nicht an D rittstaaten bzw . irgend jem anden sonst w eiter- gebe. Sie begründen dies dam it, dass sie die D atenherren bezüglich ihrer persönlichen D aten seien und som it selbst über die Verw endung derselben bestim m en könnten. 2.4.1 G em äss Art. 25 Abs. 3 Bst. a D SG kann ein G esuchsteller verlangen, dass das Bundesorgan die Bekanntgabe von Personendaten an D ritte sperrt. Ein derartiges G esuch m uss stets darlegen, w elche bestim m ten Bearbei- tungsvorgänge allenfalls im Sinne von Art. 25 D SG w iderrechtlich sind und w orin die w iderrechtliche D atenbearbeitung besteht (vgl. BAN G ER T, BSK D SG , Art. 25 N . 43). D ieser in Art. 25 Abs. 3 Bst. a D SG vorgesehene An- spruch auf Sperrung ist allerdings nach M einung der Lehre ein Versehen des G esetzgebers. D ie Sperrung ist danach abschliessend in Art. 20 D SG geregelt und setzt dam it auch keine W iderrechtlichkeit voraus (vgl. hierzu BAN G ER T, BSK D SG , Art. 25 N . 62). D ie M öglichkeit der Sperrung ist vor allem bei D atenw eitergabe ins Aus- land von Bedeutung. D as Sperrrecht kann allerdings nicht in pauschaler W eise geltend gem acht w erden; die betroffene Person m uss sich vielm ehr an die zuständigen O rgane w enden und die D aten, w elche der Sperrung unterliegen sollen, genau bezeichnen (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über den D atenschutz vom 23. M ärz 1988, BBl 1988 II 413, 472). D as Sperrrecht bezieht sich lediglich auf die Bekanntgabe bestim m ter D aten, nicht aber auf andere Bearbeitungsvorgänge; solche sind im R ahm en von Art. 25 D SG geltend zu m achen (vgl. YVO N N E JÖ H R I / M AR C EL STU D ER , BSK D SG , Art. 20 N . 7). U nter dem Begriff der Bekanntgabe w ird das Zugäng- lichm achen von Personendaten w ie das Einsichtgew ähren, W eitergeben oder Veröffentlichen verstanden (Art. 3 Bst. f D SG ). D em G esuchsteller bleibt es dennoch unbenom m en, nach Art. 25 Abs. 3 Bst. a D SG die U nter- lassung einer ernsthaft zu befürchtenden, w iderrechtlichen W eitergabe be- stim m ter D aten an bestim m te Em pfänger zu verlangen (vgl. BAN G ER T, BSK D SG , Art. 25 N . 63). 2.4.2 D ie Beschw erdeführenden geben in ihren Eingaben lediglich an, dass ihre persönlichen D aten nicht an D rittstaaten bzw . sonst irgend jem anden w ei- tergegeben w erden dürfen. Aus den bisherigen Ausführungen ergibt sich jedoch, dass die Beschw erdeführenden direkt beim jew eils zuständigen 10 O rgan die Sperrung der D atenw eitergabe erw irken m üssten. Ausserdem m üssten sie die zu sperrenden D aten genau bestim m en. Sow eit sie also im vorliegenden Verfahren eine Sperrung der Personendaten geltend m a- chen, m üssten sie darlegen, inw iefern eine W eitergabe der D aten w ider- rechtlich w äre. Auch der Kreis von Em pfängern m uss genügend bestim m t sein (vgl. BAN G ER T, BSK D SG , Art. 25 N . 43). D am it kann G egenstand des U nterlassungsbegehrens nur die W eitergabe bestim m ter D aten an einen bestim m ten Kreis von Em pfängern sein. D iesem Erfordernis sind die Be- schw erdeführenden m it ihrem Antrag auf generelle U nterlassung nicht nachgekom m en, w eshalb sich auch diese R üge als unbegründet erw eist. 2.4.3 Zum Vorbringen der Beschw erdeführenden, sie seien selbst D atenherren, gilt es Folgendes zu bem erken: G em äss Art. 3 Bst. j D SG ist Inhaber einer D atensam m lung, w er über den Zw eck und den Inhalt einer D atensam m - lung entscheidet. D ies können private Personen oder Bundesorgane sein. W er Inhaber einer D atensam m lung ist, beurteilt sich nicht nach form ellen Kriterien, sondern nach den tatsächlichen Verhältnissen (vgl. U R S BELSER , BSK D SG , Art. 3 N . 38). Im vorliegenden Fall ist die Vorinstanz Inhaberin der D atensam m lung und nicht die Beschw erdeführenden. Sie kann dam it auch über die Existenz und die w esentliche Ausgestaltung einer D aten- sam m lung entscheiden (vgl. BELSE R , BSK D SG , Art. 3 N . 38). Auch in die- sem Punkt erw eist sich die R üge som it als unbegründet. 3. 3.1 D ie Beschw erdeführenden haben im W eiteren m ehrm als Auskunft über die Personennum m er 12347355 verlangt. Solche Personen-N um m ern w erden im R ahm en von Asylverfahren den Antragstellenden zugeteilt. D ie Be- schw erdeführenden begründen ihren Antrag dam it, dass die besagte N um - m er zw ischen den N um m ern des Ehepaares (...) (12347353, 12347354) und ihrer Tochter (12347356) liegt. Ihrer M einung nach gebe es keinen plausiblen G rund für den Bestand dieser N um m er, w elche zw ischen jener der Eltern und der Tochter liegt. Sie äussern deshalb den Verdacht, unter dieser N um m er w ürden G eheim akten, w elche sie selbst beträfen, geführt. 3.2 W ährend des Verfahrens führte die Vorinstanz einm al aus, dass die Perso- nennum m er 12347355 nicht vergeben w orden sei und dam it auch nicht verw endet w erde. Ein anderes m al hielt sie fest, nicht bereit zu sein, über diese N um m er zu inform ieren, da diese keine Verbindung zu den Be- schw erdeführenden aufw eise. 3.3 D er Instruktionsrichter forderte die Vorinstanz aufgrund der unterschiedli- chen Begründungen auf, dem Bundesverw altungsgericht einen Aus- zug/Beleg betreffend diese Personennum m er einzureichen. D ie Vorinstanz reichte darauf einen Auszug aus dem AU PER ein. Aus dem Suchverlauf geht klar hervor, dass die Personennum m er 12347355 nicht vergeben ist, da die Suche im System ergebnislos verlief. D ie Vorinstanz hat som it den Bew eis erbracht, dass die erw ähnte N um m er im AU PER nicht in G ebrauch ist. 3.4 D ie Beschw erdeführenden bringen in diesem Zusam m enhang ausserdem 11 vor, dass die Vorinstanz das rechtliche G ehör verletzt habe, indem sie nicht auf die diesbezüglichen Ausführungen ihrerseits eingegangen sei. Auch diesem Vorbringen kann das Bundesverw altungsgericht nicht folgen. D ie Vorinstanz hat m ehrm als Auskunft über die besagte N um m er gegeben, w enn auch nicht im m er die genau gleiche bzw . gleich befriedigende. D ie Beschw erdeführenden scheinen jedoch viel eher m it der Begründung der Vorinstanz an sich nicht einverstanden zu sein. D ies, w eil sie davon über- zeugt sind, dass sich dahinter etw as verbirgt, das m it ihren eigenen Perso- nen-N um m ern zusam m enhängt. D ieser von den Beschw erdeführenden ge- äusserte Verdacht konnte jedoch nicht bestätigt w erden. 4. 4.1 D ie Beschw erdeführenden fordern von der Vorinstanz und Inhaberin der D atensam m lung ausserdem die vollständige Einsicht in alle verw ehrten Akten. D iesbezüglich gilt es festzuhalten, dass die Beschw erdeführenden in ihren Anträgen bezüglich Einsicht in ihre Akten, nie explizit den Begriff "Aus- kunft" verw enden. Allerdings haben sie ihre Beschw erde vom 30. O ktober 2006 m it "Beschw erde gegen die beiliegende Verfügung des BFM betref- fend Akteineinsicht nach D SG vom 18. O ktober 2006" überschrieben. Au- sserdem haben sie die erste Beschw erde vom 17. Juli 2006 unm ittelbar im Anschluss an das Schreiben des Eidgenössischen D atenschutzbeauftrag- ten, w orin er sie auf ihre R echte gem äss D SG hingew iesen hat, einge- reicht. D a es sich vorliegend um eine Laienbeschw erde handelt und nicht davon ausgegangen w erden kann, dass die Beschw erdeführenden ohne w eiteres die richtige Term inologie verw enden, ist jedoch aufgrund des Kontextes anzunehm en, dass sie sinngem äss das Auskunftsrecht gem äss D SG angerufen haben. 4.2 D em G rundsatz nach unterliegen alle D aten in einer D atensam m lung über eine Person dem Auskunftsrecht (R ALPH G R AM IG N A / U R S M AU R ER -LAM BR O U , BSK D SG , Art. 8 N . 21). D ieses erstreckt sich auf alle über eine Person in einer D atensam m lung vorhandenen D aten, d.h. auf alle Angaben, die sich auf diese Person beziehen (Art. 3 Bst. a D SG ) und ihr zugeordnet w erden können (Art. 3 Bst. g D SG ). G em äss Art. 8 Abs. 1 D SG kann jede Person vom Inhaber einer D atensam m lung Auskunft darüber verlangen, ob über sie D aten bearbeitet w erden. Absatz 2 zufolge m uss der Inhaber der D a- tensam m lung ihr alle über sie in der D atensam m lung vorhandenen D aten m itteilen (Bst. a), ebenso den Zw eck und gegebenenfalls die R echtsgrund- lagen des Bearbeitens sow ie die Kategorien der bearbeiteten Personenda- ten, der an der Sam m lung Beteiligten und der D atenem pfänger (Bst. b). 4.3 W ie bereits erw ähnt verlangen die Beschw erdeführenden von der Vorins- tanz uneingeschränkte Einsicht in ihre Akten. D ies w urde ihnen zu einem grossen Teil gew ährt. Ziff. 2 der Beschw erde vom 17. Juli 2006 w urde überdies insow eit für gegenstandslos erklärt, w as von den Beschw erdefüh- renden im Folgenden nicht bestritten w urde. Som it bezieht sich das G e- such bezüglich dieses Antrags ausschliesslich auf die Verfügung der Vor- instanz vom 18. O ktober 2006, w orin sie dargelegt hat, bei w elchen Akten-12 stücken sie die Auskunft verw eigerte oder einschränkte. N ur die von der Vorinstanz nicht gew ährte Auskunft betreffend diese Akten bildet G egen- stand des vorliegenden Verfahrens. Ü berdies gilt es zu beachten, dass so- dann ein Teil davon m it Verfügung vom 23. Januar 2007 von der Vorins- tanz in W iedererw ägung gezogen w urde. D ie Beschw erdeführenden rügen in diesem Zusam m enhang w iederholt, dass die Vorinstanz die Begründungspflicht m ehrfach verletzt habe, indem sie nicht ausführte, w eshalb sie jew eils das Auskunftsrecht verw eigerte. D ie Vorinstanz hat in ihrer Verfügung vom 18. O ktober 2006 jew eils die G ründe dargelegt, w eshalb sie keine Auskunft in einzelne Aktenstücke ge- w ährte. So führte sie beispielsw eise bei den Akten, w o überw iegende Inte- ressen D ritter entgegen standen aus, dass die N am en von D rittpersonen in den Akten vorkäm en und sie deshalb nur ein eingeschränktes Auskunfts- recht gew ährte. Auch in der Vefügung vom 23. Januar 2007 hat die Vorins- tanz begründet, w eshalb sie nicht über alle Akten des V-D ossiers Auskunft erteilte, w eil es sich näm lich um Akten einer anderen (kantonalen) Behör- de handelte. D am it kann zusam m enfassend festgehalten w erden, dass sich der Vorw urf, die Vorinstanz habe ihre Begründungpflicht verletzt, als unbegründet erw eist. 4.4 N ach Art. 9 D SG kann der Inhaber der D atensam m lung u.a. die Auskunft verw eigern oder einschränken, sow eit überw iegende Interessen D ritter entgegenstehen, ebenso, sow eit es w egen überw iegender öffentlicher In- teressen, insbesondere der inneren oder äusseren Sicherheit der Eidge- nossenschaft, erforderlich ist (G R AM IG N A / M AU R ER -LAM BR O U , BSK D SG , Art. 9 N . 23). D er G rund der Einschränkung des Auskunftsrechts m uss vom Inha- ber der D atensam m lung angegeben w erden (Art. 9 Abs. 4 D SG ). M it Aus- nahm e, w o ein form elles G esetz eine Einschränkung der Auskunft vorsieht (Art. 9 Abs. 1 Bst. a D SG ), ist bei der Bem essung der Einschränkung in je- dem Fall eine Abw ägung zw ischen dem Anspruch des Auskunftsberechtig- ten und den entgegengesetzten, berechtigten Interessen des Inhabers der D atensam m lung vorzunehm en (G R AM IG N A / M AU R ER -LAM BR O U , BSK D SG , Art. 9 N . 8). 4.4.1 D ie Vorinstanz gew ährte betreffend die Aktenstücke A39/1 und W 7/4 (aus den U nterdossiers Asyl und W eitere Korrespondenz) Auskunft. D iese w ur- de allerdings w egen überw iegender Interessen D ritter dahingehend einge- schränkt, dass die darin erw ähnten N am en anderer Personen abgedeckt w urden. Solche Einschränkungen sind dann zulässig, w enn befürchtet w erden m uss, dass ein G esuchsteller beim Einblick in seine Akten zu- gleich Inform ationen über D rittpersonen erhält und dadurch deren Interes- sen verletzt w ürden. D iesem U m stand kann G enüge getan w erden, indem diese N am en abgedeckt w erden. Erst w enn dies nicht m öglich sein sollte, ist eine Interessenabw ägung vorzunehm en (G R AM IG N A / M AU R ER -LAM BR O U , BSK D SG , Art. 9 N . 21). D ie Vorinstanz hat dem U m stand, dass D aten D ritter in den Akten der Beschw erdeführenden vorkom m en, in dem Sinne R echnung getragen, dass sie diese abgedeckt hat und dann entsprechend Einsicht in die Akten gew ährte. D am it ist die R üge der Beschw erdeführen- den in diesem Punkt unbegründet. 13 4.4.2 Ein w eiterer G rund für eine Einschränkung des Auskunftsrechts können, w ie bereits erw ähnt, überw iegende öffentliche Interessen darstellen (Art. 9 Abs. 2 Bst. a D SG ). Bei der richterlichen Prüfung der für und gegen die Einsicht sprechenden G ründe ist den verantw ortlichen Behörden ein ge- w isser Beurteilungsspielraum zuzugestehen (BG E 125 II 225 E. 4a). D ie Auskunftseinschränkung w egen überw iegender öffentlicher Interessen rechtfertigt sich nam entlich im Bereich der inneren und äusseren Sicher- heit. D er Begriff äussere Sicherheit schliesst u.a. die Pflege guter Bezie- hungen zum Ausland ein (Botschaft D SG , BBl 1988 II 455). Es gehört auch zu den überw iegenden öffentlichen Interessen, das Funktionieren diplom a- tischer Kontakte (form eller und inform eller N atur) sicherzustellen und den diplom atischen H andlungsspielraum in Krisensituationen aufrechtzuerhal- ten. O b der Verw eigerungsgrund gegeben ist, kann nicht pauschal, son- dern m uss im Einzelfall bezüglich der Aktenstücke, bei w elchen die Ein- sicht verw eigert w erden soll, konkret geprüft w erden (Entscheid der Eidge- nössischen D atenschutzkom m ission vom 28. M ai 1998, veröffentlicht in VPB 64.69 E. 6). Ebenso stellt sich die Frage, ob die geltend gem achten öffentlichen Interessen im gegebenen Zeitpunkt das Auskunftsrecht tat- sächlich überw iegen (G R AM IG N A / M AU R ER -LAM BR O U , BSK D SG , Art. 9 N . 24). D ie Vorinstanz verw eigerte m it Schreiben vom 18. O ktober 2006 hinsicht- lich des U nterdossiers Vollzug (nachfolgend V-D ossier) die Einsicht in eine ganze R eihe von Aktenstücken m it der pauschalen Begründung, dem Aus- kunftsrecht stünden überw iegende öffentliche Interessen gem äss Art. 9 Abs. 2 Bst. a D SG entgegen. M it Verfügung vom 23. Januar 2007 eröffnete sie den Beschw erdeführenden allerdings, dass ihnen nun doch w iederer- w ägungsw eise, m it einigen Ausnahm en, Akteneinsicht in die bisher verw ei- gerten Aktenstücke des V-D ossiers gew ährt w ürde. Aus dieser Verfügung ging jedoch für das Bundesverw altungsgericht nicht schlüssig hervor, in w elche Aktenstücke den Beschw erdeführenden nun Einsicht gew ährt w ur- de. D eshalb forderte das Bundesverw altungsgericht die Vorinstanz m it Verfügung vom 11. April 2007 auf, genau anzugeben, in w elche Aktenstü- cke des V-D ossiers die Beschw erdeführenden nun w iedererw ägungsw eise Einsicht erhalten hatten. D arüberhinaus w urde sie aufgefordert, allfällige Einschränkungen oder Verw eigerungen angem essen zu begründen (Art. 9 Abs. 4 D SG ; vgl. zur Begründungspflicht: U rteil der Eidgenössischen D a- tenschutzkom m ission vom 12. O ktober 1998, N r. 9 und 10/96, S. 9; G R AM IG N A / M AU R ER -LAM BR O U , BSK D SG , Art. 9 N . 24). M it Schreiben vom 14. M ai 2007 teilte die Vorinstanz m it, dass sie den Beschw erdeführenden Auskunft über säm tliche Akten des V-D ossiers, und zw ar ohne Einschrän- kungen erteilt habe – m it Ausnahm e der Aktenstücke kantonaler Behörden (V1/V2/V5/V7/V8/V9/V29). D am it bleibt an dieser Stelle noch zu prüfen, ob die Vorinstanz tatsächlich die Einsicht in die Akten kantonaler Behörden verw eigern kann. G em äss Art. 2 D SG um fasst der G eltungsbereich des G esetzes Bundesorgane, nicht aber kantonale Behörden. D am it kann sich ein G esuchsteller, um Auskunft über Akten kantonaler Behörden zu erhalten, nicht auf das Bun- desgesetz stützen, sondern m uss sich direkt m it einem G esuch an die zu-14 ständige kantonale Stelle w enden. D araus folgt, dass sich die Vorinstanz richtigerw eise auf den Standpunkt stellen kann, dass das Auskunftsrecht betreffend kantonale Akten bei den jew eiligen kantonalen Behörden direkt verlangt w erden m uss. An dieser Stelle sei noch angem erkt, dass aus der Beschw erde vom 30. O ktober 2006 hervorgeht, dass die Beschw erdefüh- renden bereits früher an den kantonalen D atenschützer gelangten und die- ser ihnen uneingeschränkt Auskunft erteilte (vgl. S. 1 der Beschw erde). D eshalb ist es auch nicht genau nachvollziehbar, w eshalb sie erneut Ein- sicht in diese Akten verlangen. D a den Beschw erdeführenden m it W iedererw ägungsverfügung vom 23. Januar 2007 in alle anderen Aktenstücke des V-D ossiers uneinge- schränkt Einsicht gew ährt w urde, w ird die Beschw erde in diesem Punkt gegenstandslos. D ie Vorinstanz verw eigert die Einsicht m it Verfügung vom 18. O ktober 2006 in w eitere Akten kantonaler Behörden (A40/1 (bzw . W 7/4), W 10/2, W 12/1, W 11/8, W 15/1, W 30/4, W 36/2, W 40/3, W 13/1,W 28/2, W 32/4, W 37/1, W 45/1, W 41/8, W 43/11). H ierzu kann auf die bisherigen Ausfüh- rungen verw iesen w erden, w om it sich die Beschw erde auch hinsichtlich dieser Aktenstücke als unbegründet erw eist. 5. Im W eiteren verw eigerte die Vorinstanz das Auskunftsrecht auch bei Ak- ten, die von einer anderen Bundesbehörde erstellt w urden. Es handelt sich um die Aktenstücke R 9/22, R 11/1, A15/21, A22/4, A23/1, A25/6, A38/13, A38/4, W 20/1, W 25/1, W 44/19. D ie Vorinstanz begründete dies dam it, dass die jew eilige Behörde Inhaberin der D atensam m lung sei und som it selbst über die G ew ährung des Auskunftsrechts zu entscheiden habe. In- haber einer D atensam m lung ist nach Art. 2 Abs. 1 i.V.m . Art. 3 Bst. j D SG entw eder eine natürliche oder juristische Person oder ein Bundesorgan (vgl. G R AM IG N A / M AU R ER -LAM BR O U , BSK D SG , Art. 8 N . 11). Zu prüfen bleibt allerdings, ob die Vorinstanz hinsichtlich Akten anderer Bundesbehörden von den Beschw erdeführenden verlangen kann, direkt bei diesen um Aus- kunft zu ersuchen. G em äss Art. 3 Bst. j D SG ist ein Bundesorgan dann In- haber einer D atensam m lung, w enn es über den Zw eck und den Inhalt ei- ner solchen entscheiden kann, m ithin also über deren Existenz und w e- sentliche Ausgestaltung. Im vorliegenden Fall deutet nichts darauf hin, dass die D atensam m lung i.S. von Art. 1 Abs. 5 der Verordnung zum Bun- desgesetz über den D atenschutz vom 14. Juni 1993 (VD SG , SR 235.11) von m ehreren gem einsam en Inhabern geführt w ürde. W äre dem so, be- stünde die M öglichkeit, nur eine Stelle als für die Behandlung der Aus- kunftsbegehren verantw ortlich zu bezeichnen (vgl. G R AM IG N A / M AU R ER - LAM BR O U , BSK D SG , Art. 8 N . 14). D araus folgt, dass sich die Vorinstanz im vorliegenden Fall auf den Standpunkt stellen kann, dass bei den jew eiligen Stellen um Auskunft nachgesucht w erden m uss, da jew eils jede einzelne Behörde Inhaberin einer D atensam m lung und dam it hinsichtlich ihrer D a- tensam m lung i.S. von Art. 3 Bst. j D SG entscheidungsbefugt ist. 15 6. 6.1 D ie Vorinstanz hat sodann in einzelne Akten (R 2/2, R 6/2, R 7/1, W 23/1) das Auskunftsrecht verw eigert, w eil es sich ihrer Aussage zufolge um Ak- ten handle, die keine Personendaten enthielten und dam it gar nicht unter das D atenschutzgesetz fielen. Als Personendaten gelten Angaben, die sich auf eine bestim m te oder bestim m bare Person beziehen (vgl. BELSE R , BSK D SG , Art. 3 N . 4). U nter Angaben ist jede Art von Inform ation zu ver- stehen, die auf die Verm ittlung oder die Aufbew ahrung von Kenntnissen ausgerichtet ist, ungeachtet, ob es sich dabei um eine Tatsachenfeststel- lung oder um ein W erturteil handelt (vgl. BELSER , BSK D SG , Art. 3 N . 5). Bestim m t ist eine Person dann, w enn sich aus der Inform ation selbst er- gibt, dass es sich um diese ganz bestim m te Person handelt. W ie der Be- zug zur betroffenen Person hergestellt w ird, ist jedoch ohne Bedeutung. D ie Zuordnung kann auf verschiedene Arten erfolgen, beispielsw eise in- dem ein Schlüssel (oder AH V-N um m er, Aktenzeichen, Kundenum m er) ver- w endet w ird (vgl. BELSE R , BSK D SG , Art. 3 N . 6). 6.2 Keine Personendaten stellen dem nach Aktenstücke dar, w elche generelle Behördeninform ationen enthalten. N ach Einsicht in die erw ähnten Akten- stücke konnte sich das Bundesverw altungsgericht hinsichtlich R 7/1 und W 23/1 davon überzeugen, dass es sich dabei, w ie von der Vorinstanz aus- geführt, um Akten handelt, die keine Personendaten enthalten und dam it nicht vom Auskunftsrecht gem äss Art. 8 D SG erfasst w erden. H insichtlich der Aktenstücke R 2/2 und R 6/2 ist zu bem erken, dass es sich dabei um Briefe aus dem Jahre 1996 der Beschw erdeführenden an die Vorinstanz (dam als Bundesam t für Flüchtlinge, BFF) handelt. O b hinsichtlich dieser beiden Aktenstücke der Auffassung des Vorinstanz zu folgen ist, kann of- fen gelassen w erden, ist doch davon auszugehen, dass die Beschw erde- führenden w issen, m it w elchem Anliegen sie dam als in ihren beiden Brie- fen an die Vorinstanz gelangt sind. D eshalb ist die Beschw erde auch in diesem Punkt abzuw eisen. 7. D ie Beschw erdeführenden fordern in ihrer Beschw erde vom 17. Juli 2006 ausserdem , dass ihnen alle restlichen persönlichen D okum ente, die sich noch beim BFM befinden, zurückzugeben sind. Sie begründen dies w ie- derum dam it, dass sie selbst über die Verw endung ihrer D aten bestim m en können und es sich um ihre Akten handelt. D as D SG sieht keinen Anspruch auf H erausgabe von Akten vor, die sich bei einer Bundesbehörde befinden. M öglich sind lediglich Anträge, w ie sie von den Beschw erdeführenden w eiter oben vorgebrachten w urden, näm - lich die Berichtigung, Vernichtung oder Sperrung der Bekanntgabe der D a- ten. D eshalb ist die Beschw erde auch diesbezüglich abzuw eisen. 8. 8.1 D ie Beschw erdeführenden sind der M einung, dass die Vorinstanz in ver- schiedener H insicht ihre Persönlichkeitsrechte verletzt habe. Sie verlangen deshalb Entschädigung und G enugtuung dafür. U .a. w erfen sie der Vorins-16 tanz vor, dass sie ihre Akten nach Belieben an andere Behörden w eiterge- geben habe. Auch habe sie Fotos der Tochter, die für die Ausstellung von Schw eizer Ersatzpapieren vorgesehen w aren, für das Antragsform ular be- treffend R epatriierung m issbraucht. D asselbe sei auch m it den Fotos der Eltern aus den Asylbescheinigungen geschehen. 8.2 Schadenersatz ist dann geschuldet, w enn eine persönlichkeitsverletzende D atenbearbeitung stattgefunden hat (vgl. C O R R AD O R AM PIN I, BSK D SG , Art. 15 N . 21). Eine G enugtuung bezw eckt sodann die Entschädigung für erlittenen seelischen Schm erz. D er G enugtuungsanspruch setzt eine w i- derrechtliche Persönlichkeitsverletzung voraus, die objektiv schw er w iegt (vgl. R AM PIN I, BSK D SG , Art. 15 N . 22). W ie in den vorhergehenden Erw ä- gungen dargelegt w urde, ist im vorliegenden Fall keine solche Persönlich- keitsverletzung bei der D atenbearbeitung ersichtlich, w eshalb w eder ein Schadenersatz- noch ein G enugtuungsanspruch besteht. 9. W as die G ew ährung der unentgeltlichen Prozessführung betrifft, so w ur- den die Beschw erdeführenden bereits m it Verfügung vom 21. Septem ber 2006 der ED Ö K von der Bezahlung der Verfahrenskosten befreit. D a die Beschw erde danach unter derselben N um m er (11/06) w eitergeführt w urde und das Bundesverw altungsgericht das Verfahren übernom m en hat, hat diese Verfügung w eiterhin Bestand. D arüber hinaus gilt generell der G rundsatz, dass die Auskunftserteilung kostenlos zu erfolgen hat (G R AM IG N A / M AU R ER -LAM BR O U , BSK D SG , Art. 8 N . 58). Es sind deshalb keine Verfahrenskosten zu erheben. Eine Parteientschädigung ist bei diesem Ausgang des Verfahrens nicht geschuldet. D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. Ziff. 2 der Beschw erde vom 17. Juli 2006 w ird für teilw eise gegenstandslos erklärt. Ebenso w ird die Beschw erde betreffend Aktenstücke des V-D os- siers (m it Ausnahm e von V1/V2/V5/V7/V8/V9/V29) für gegenstandslos erklärt. 2. Sow eit w eitergehend w erden die Beschw erden vom 17. Juli 2006 und 30. O ktober 2006 abgew iesen, sow eit darauf einzutreten ist. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. 4. Es w ird keine Parteientschädigung zugesprochen. 5. D ieses U rteil w ird eröffnet: - den Beschw erdeführenden (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (eingeschrieben) - dem Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartem ent (m it G erichtsur- kunde)17 D as U rteil w ird ferner m itgeteilt: dem Eidgenössischen D atenschutz- und Ö ffentlichkeitsbeauftragten (ED Ö B) (gem äss Art. 35 Abs. 2 VD SG ). D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: André M oser Yasem in C evik R echtsm ittelbelehrung G egen dieses U rteil kann innert 30 Tagen nach E röffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt w erden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , S R 173.110]). D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it A ngabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. D as angefochtene U rteil und die Bew eism ittel sind, sow eit sie der B e- schw erdeführer in H änden hat, beizulegen (Art. 42 BG G ). Versand am :