B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i ch t T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T ri b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-1573/2023 A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d v o m 1 0 . O k t o b e r 2 0 2 4 Besetzung Einzelrichter Keita Mutombo, Gerichtsschreiber Gregor Gassmann. Parteien A._______, (…), vertreten durch lic. iur. Henri Zegg, Rechtsanwalt, Vincenz & Partner, Rechtsanwälte & Notare, (…) Beschwerdeführerin, gegen Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV, Dienst für Informationsaustausch in Steuersachen SEI, Eigerstrasse 65, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Amtshilfe (DBA CH-DE). A-1573/2023 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a Das Bundeszentralamt für Steuern, 53221 Bonn, Deutschland (nach- folgend: ersuchende Behörde), hat mit Schreiben vom 25. Oktober 2021 ein Amtshilfeersuchen (nachfolgend: Amtshilfeersuchen) gestützt auf Art. 27 des Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidge nossen- schaft und der Bundesrepublik Deutschland zur Vermeidung der Doppel- besteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Ver- mögen vom 11. August 1971 (SR 0.672.913.62, nachfolgend: DBA CH-DE) betreffend B._______, , (…) (nachfolgend: betroffene Person), an die Eid- genössische Steuerverwaltung (nachfolgend: ESTV) gerichtet. A.b Die ersuchende Behörde ersuchte die ESTV betreffend den Zeitraum vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2014 um diverse Informationen. A.c Die ESTV richtete am 23. November 2021 je eine Editionsverfügung an die CH-Bank und die kantonale Steuerverwaltung des (…) und forderte diese auf, spezifizierte Informationen zur betroffenen Person für den Zeit- raum vom 1. April 2011 bis zum 31. Dezember 2014 zu übermitteln. Die CH-Bank und die kantonale Steuerverwaltung des (…) kamen jeweils der Aufforderung nach. A.d Die A._______, als Rechtsnachfolgerin der verstorbenen betroffene Person, liess sich gegenüber der ESTV am 10. März 2022 vernehmen und erklärte keine Zustimmung zur beabsichtigten Informationsübermittlung. A.e Mit Schlussverfügung vom 16. Februar 2023 entschied die ESTV, der ersuchenden Behörde in Bezug auf die betroffene Person, vertreten durch deren Rechtsnachfolgerin, die A._______, Amtshilfe leisten zu wollen und regelte Detailfragen. B. B.a Gegen diese Schlussverfügung der ESTV (nachfolgend auch: Vo- rinstanz) erhebt die A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) mit Ein- gabe vom 20. März 202 3 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Sie beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Amts- hilfe sei zu verweigern; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen «gemäss Gesetz». B.b In ihrer Vernehmlassung vom 17. Mai 2023 schliesst die Vorinstanz auf die kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde. A-1573/2023 Seite 3 C. C.a Am 17. Juli 2024 orientiert die Vorinstanz das Bundesverwaltungsge- richt über die am selben Tag ergangene Wiedererwägung der Schlussver- fügung vom 1 6. Februar 202 3. Nachdem die ersuchende Behörde am 25. Juni 2024 den Rückzug des Amtshilfeersuchens erklärt hatte, widerrief die Vorinstanz in der erwähnten Verfügung die besagte Schlussverfügung vollumfänglich, erklärte, es werde in der Sache keine Amtshilfe geleistet und regelte die Kostenfolgen für des vorinstanzliche Verfahren. Die Vorinstanz führt in ihrer Wiedererwägungsverfügung vom 17. Juli 2024 ferner aus, das Verfahren sei vom Bundesverwaltungsgericht als gegen- standslos geworden abzuschreiben, wobei die Beschwerdeführerin die Ge- genstandlosigkeit selber direkt bewirkt habe. C.b In ihrer Stellungnahme vom 22. August 2024 stellt die Beschwerdefüh- rerin einerseits den Antrag, ihr seien – unter Rückerstattung des geleiste- ten Kostenvorschusses – keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. Anderer- seits sei ih r eine Parteientschädigung von Fr. 6'705.– zzgl. MWST von Fr. 670.30 zuzusprechen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Beurteilung von Beschwerden gegen Schlussverfügungen der ESTV betreffend die Amtshilfe gestützt auf das DBA CH-DE zuständig (vgl. Art. 19 Abs. 5 des Steueramtshilfegeset- zes vom 28. September 2012 [StAhiG, SR 651.1] i.V.m. Art. 31 bis 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]). Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem Ver- waltungsverfahrensgesetz vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 1.2 Die Vorinstanz kann die ursprüngliche Verfügung gemäss Art. 58 VwVG bis zu ihrer Vernehmlassung respektive gemäss ständiger Praxis bis zu ihrer letzten Stellungnahme (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER/KAYSER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 3. Aufl. 2022, Rz. 3.44) in Wiedererwägung ziehen. A-1573/2023 Seite 4 Die Beschwerdeinstanz setzt die Behandlung der Beschwerde nur fort, so- weit sie durch die neue Verfügung der Vorinstanz nicht gegenstandslos ge- worden ist (Art. 58 Abs. 3 VwVG). Über die Abschreibung von gegenstandslos gewordenen Verfahren ent- scheidet der Instruktionsrichter als Einzelrichter (Art. 23 Abs. 1 Bst. a VGG). 1.3 1.3.1 Die Verfahrenskosten werden nach Art. 5 Satz 1 des Regl ements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun- desverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) in der Regel jener Partei auferlegt, deren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat. 1.3.2 Die Bestimmung derjenigen Partei, welche die Gegenstandslosigkeit des Verfahrens im Sinne von Art. 5 Satz 1 VGKE bewirkt hat, erfolgt nach materiellen Kriterien. Es ist somit unerheblich, wer die formelle Prozess- handlung vornimmt, welche die Behörde unmittelbar zur Abschreibung des Verfahrens veranlasst (Urteile des BGer 2C_564/2013 vom 11. Februar 2014 E. 2.4, 8C_60/2010 vom 4. Mai 2010 E. 4.2.1; MOSER/BEUSCH/KNEU- BÜHLER/KAYSER, a.a.O., Rz. 4.56). Deshalb gilt eine Vorinstanz, die ihren Entscheid in Wiedererwägung gezogen hat, einzig dann als Verursacherin der Gegenstandslosigkeit im Sinne von Art. 5 Satz 1 VGKE, wenn sie ihren Entscheid aus besserer eigener Erkenntnis abgeändert hat (etwa weil sie erkennt, dass dieser von Anbeginn fehlerhaft war), nicht jedoch dann, wenn sie die Wiedererwägung vornimmt, weil der Umstand, welcher Anlass zum Einschreiten gegeben hat, durch die Gegenpartei beseitigt worden ist ([nicht publ.] Abschreibungsentscheid des BVGer A-1368/2018 vom 3. Ja- nuar 2019 E. 1.4.1). Letztgenannte Konstellation stellt in Wirklichkeit einen Abstand der Gegenpartei dar, weshalb diese – auch hinsichtlich der Kos- ten- und Entschädigungsfolgen – als unterliegend anzusehen ist. Ist die Gegenstandslosigkeit in diesem Sinne durch eine Partei bewirkt worden, so ist es nach dem klaren Wortlaut von Art. 5 VGKE irrelevant, wie die Pro- zessaussichten vor Eintritt der Gegenstandslosigkeit zu würdigen gewesen wären. Diese Frage stellt sich erst, wenn das Verfahren ohne Zutun der Parteien gegenstandslos geworden ist, die Ursache dafür mithin aus- serhalb der Veran twortlichkeit der Streitbeteiligten liegt (zum Ganzen: Urteil des BGer 8C_60/2010 vom 4. Mai 2010 E. 4.2.1; [nicht publ.] Ab- schreibungsentscheid des BVGer A-4682/2021 vom 8. Februar 2022 E. 1.3.2). A-1573/2023 Seite 5 1.3.3 Bei Beschwerdeverfahren betreffend die internationale Amtshilfe in Steuersachen sind Handlungen der um Amtshilfe ersuchenden ausländi- schen Behörde – obschon diese Behörde in diesen Verfahren keine Ver- fahrensbeteiligte bzw. keine Partei ist – grundsätzlich der ESTV zuzurech- nen. Dies bedeutet, dass jedenfalls dann, wenn die ersuchende Behörde ihr Amtshilfegesuch zurückzieht, ohne dass dies von der Beschwerdefüh- rerin verursacht wurde, keine Kosten aufzuerlegen sind und der Beschwer- deführerin gegebenenfalls ein e Parteientschädigung zuzusprechen ist ([nicht publ.] Abschreibungsentscheid des BVGer A-4682/2021 vom 8. Februar 2022 E. 1.3.3). 1.3.4 Gemäss Art. 63 Abs. 2 VwVG werden Vorinstanzen oder beschwer- deführenden und unterliegenden Bundesbehörden keine Verfahrenskos- ten auferlegt. 1.4 1.4.1 Bei Gegenstandslosigkeit eines Verfahrens ist sodann unter sinnge- mässer Anwendung von Art. 5 VGKE zu prüfen (E. 1.3), ob eine Parteient- schädigung (vgl. Art. 64 VwVG) zuzusprechen ist (Art. 15 VGKE). Bundes- behörden haben keinen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE; [nicht publ.] Abschreibungsentscheid des BVGer A-4682/2021 vom 8. Februar 2022 E. 1.4.1). 1.4.2 Nach Art. 8 VGKE umfasst die Parteientschädigung die Kosten der Vertretung sowie allfällige weitere notwendige Auslagen der Partei. Zu den Kosten der Vertretung zählen unter anderem das Anwaltshonorar und die darauf gegebenenfalls anfallende Mehrwertsteuer (Art. 9 Abs. 1 Bst. a und c VGKE). Gemäss Art. 10 Abs. 1 VGKE wird das Anwaltshonorar nach dem «notwendigen Zeitaufwand des Vertreters» bemessen. Der Stunden- ansatz beträgt für Anwälte mindestens Fr. 200.– und höchstens Fr. 400.– zuzüglich Mehrwertsteuer (Art. 10 Abs. 2 VGKE); bei Streitigkeiten mit Ver- mögensinteressen kann das Anwaltshonorar angemessen erhöht werden (Art. 10 Abs. 3 VGKE). Das Bundesverwaltungsgericht setzt die Parteient- schädigung grundsätzlich aufgrund einer detailliert einzureichenden Kos- tennote fest (Art. 14 VGKE; [nicht publ.] Abschreibungsentscheid des BVGer A-4682/2021 vom 8. Februar 2022 E. 1.4.2). 2. 2.1 Im vorliegenden Fall hat die ersuchende Behörde der Vorinstanz mit- geteilt, dass die dem Amtshilfeersuchen zugrundeliegenden Besteue- rungsverfahren über eine «tatsächliche Verständigung » abgeschlossen A-1573/2023 Seite 6 worden seien. In der Folge hat die Vorinstanz gestützt auf d en Rückzug des Amtshilfeersuchens die besagte Widerrufsverfügung erlassen und festgestellt, dass keine Informationen an die ersuchende Behörde übermit- telt würden. Folglich ist das vorliegende Beschwerdeverfahren gegenstandslos gewor- den und im einzelrichterlichen Verfahren abzuschreiben (E. 1.2). 2.2 Für die Frage der Kostenverlegung bleibt zu klären, ob das Verhalten des Beschwerdeführers oder dasjenige der Vorinstanz die Gegenstandslo- sigkeit des Beschwerdeverfahrens bewirkt hat. 2.2.1 Die Vorinstanz leitet aus dem Umstand, dass die ersuchende Be- hörde ihr Amtshilfeersuchen wegen einer tatsächlichen Verständigung zu- rückgezogen hat, ab, dass ihr das Verhalten der ersuchenden Behörde in casu materiell nicht angelastet werden könne. Hingegen seien Tatsachen vorhanden, die darauf hindeuteten, dass die Kooperationsbereitschaft der Beschwerdeführerin zur Verständigung mit der ersuchenden Behörde ge- führt habe und dies der Grund dafür sei, dass der ersuchende Staat darauf verzichtet habe, die Informationen von ihr (der Vorinstanz) anzufordern. Damit habe die Beschwerdeführerin die Gegenstandslosigkeit des Amts- hilfeverfahrens selber direkt bewirkt. Weiter macht die Vorinstanz geltend, dass selbst für den Fall, dass die Beschwerdeführerin die Gegenstandslo- sigkeit nicht direkt bewirkt haben sollte, diese die Verfahrenskosten auf- grund der mutmasslichen Abweisung der Beschwerde zu tragen hätte. 2.2.2 Die Beschwerdeführerin bestreitet, dass sie die Geg enstandslosig- keit des Beschwerdeverfahrens vor Bundesverwaltungsgericht bewirkt habe. Diesbezüglich bringt sie vor, dass sie bereits in ihrer Vernehmlas- sung vom 10. März 2022 gegenüber der Vorinstanz sowie in ihrer Be- schwerde vom 20. März 2023 aufgezeigt und mit entsprechenden Beweis- mitteln nachgewiesen habe, dass die ersuchende Behörde im Zeitpunkt, in dem das Amtshilfeersuchen gestellt worden war, längst über alle Unterla- gen verfügt hatte, welche mit dem Amtshilfeersuchen herausverlangt wor- den seien. So habe sie (die Beschwerdeführerin) die Unterlagen bereits mit Schreiben vom 18. Oktober 2021 übermitteln lassen. Mit dem gleichen Schreiben habe sie ein Angebot auf «tatsächliche Verständigung» ge- macht. Sodann habe sie mit Schreiben vom 30. Juli 2022 an die Steuer- fahndungsstelle des Finanzamtes Würzburg nachgefasst und diesem auf freiwilliger Basis nochmals alle Erklärungen und Belege geliefert, welche Gegenstand des Amtshilfeverfahrens bildeten. Somit habe es dem A-1573/2023 Seite 7 Amtshilfegesuch an der Voraussetzung der Erhe blichkeit gefehlt, was sie (die Beschwerdeführerin) mit der Beschwerde auch gerügt habe. Schliesslich bringt die Beschwerdeführerin vor, dass selbst für den Fall, dass der Argumentation der Vorinstanz gefolgt werden sollte, die Überwäl- zung von Verfahrenskosten auf die Beschwerdeführerin nicht gerechtfertigt sei. Denn mit der Aufhebung der Schlussverfügung vom 16. Februar 2023 sei das Beschwerdeverfahren gegenstandslos geworden, sodass gestützt auf Art. 6 VGKE die Kosten vor dem Bundesverwaltungsgericht zu e rlas- sen seien, da das Verfahren ohne erheblichen Aufwand resp. nur mit mini- malem Aufwand erledigt werden könne. 2.2.3 Der Rückzug des Amtshilfeersuchens liegt vorliegend darin begrün- det, dass die ersuchende Behörde und die Beschwerdeführerin einen Ver- gleich («tatsächliche Verständigung») betreffend die im Streit liegenden Steuerperioden abgeschlossen haben (E. 2.1). Unter diesen Umständen haben die beide Verfahrensbeteiligten, die Beschwerdeführerin wie auch die Vorinstanz, welcher das Verhalten der ersuchenden Behörde anzurech- nen ist (E. 1.3.3), die Gegenstandslosigkeit des Verfahrens je hälftig be- wirkt ([nicht publ.] Abschreibungsentscheid des BVGer A-4682/2021 vom 8. Februar 2022 E. 2.3.2). Daran vermag insbesondere nichts zu ändern, dass die Beschwerdeführe- rin bereits vor dem Abschluss des Vergleichs diejenigen Erklärungen und Belege an die ersuchende Behörde geliefert hat, welche Gegenstand des Amtshilfeverfahrens bildeten oder dass die Kooperationsbereitschaft der Beschwerdeführerin zum Abschluss des Vergleichs beigetragen hat. Da die Verfahrensbeteiligten nach dem Gesagten zu gleichen Teilen die Gegenstandslosigkeit des Verfahrens verursacht haben, sind die auf Fr. 1’000.– festzusetzenden Verfahrenskosten im Umfang von Fr. 500.– der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Letzterer Betrag ist dem geleisteten Kostenvorschuss von insgesamt Fr. 5'000.– zu entnehmen. Der Restbe- trag von Fr. 4'500.– ist der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechts- kraft des vorliegenden Entscheids zurückzuerstatten. 2.3 2.3.1 Mit Blick auf das Dargelegte ist auch hinsichtlich der Entschädigungs- folgen davon auszugehen, dass die Vorinstanz und die Beschwerdeführe- rin die Gegenstandslosigkeit des Verfahrens je zur Hälfte verursacht A-1573/2023 Seite 8 haben. Deshalb ist die Vorinstanz zu verpflichten, der Beschwerdeführerin eine reduzierte Parteientschädigung auszurichten. 2.3.2 In der vorliegenden Kostennote vom 21. August 2024 sind zwar ein zeitlicher Aufwand von 22 Stunden à Fr. 300.– sowie Barauslagen/Spesen von Fr. 105.– und somit ein Total von Fr. 6’705.– ausgewiesen. Zudem liegt der mit der Kostennote geltend gemachte ausgewiesene Stundenansatz von Fr. 300.– im Rahmen des für Anwälte vorgesehenen Ansatzes von mindestens Fr. 200.– bis höchstens Fr. 400.–. Jedoch ist der in der Kos- tennote ausgewiesene Zeitaufwand von 22 Stunden im Lichte der Komple- xität des Falles und der eingereichten Rechtsschriften als deutlich zu hoch zu bewerten und auf 12 Stunden zu kürzen (E. 1.4.2). 2.3.3 Ausgangsgemäss ist die reduzierte Parteientschädigung auf Fr. 2'000.– (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen. 3. Dieser Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in Steuer- sachen kann gemäss Art. 83 Bst. h des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) innerhalb von 10 Tagen nur dann mit Beschwerde in öffentlich -rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesge- richt weitergezogen werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzli- cher Bedeutung stellt oder wenn es sich aus ander en Gründen um einen besonders bedeutenden Fall im Sinne von Art. 84 Abs. 2 BGG handelt (Art. 84a und Art. 100 Abs. 2 Bst. b BGG). Ob dies der Fall ist, entscheidet das Bundesgericht. (Das Dispositiv befindet sich auf der nächsten Seite). A-1573/2023 Seite 9 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird infolge Wiedererwägung als gegenstandslos gewor- den abgeschrieben. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.– werden der Beschwerdeführerin im Umfang von Fr. 500.– auferlegt. Dieser Betrag ist dem geleisteten Kosten- vorschuss von Fr. 5'000.– zu entnehmen. Der Restbetrag von Fr. 4'500.– wird der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 3. Die Vorinstanz wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine reduzierten Parteientschädigung von Fr. 2'000.– zu bezahlen. 4. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin und die Vorinstanz. Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Keita Mutombo Gregor Gassmann A-1573/2023 Seite 10 Rechtsmittelbelehrung: Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in Steuersachen kann innert 10 Tagen nach Eröffnung nur dann beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange- legenheiten geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzli- cher Bedeutung stellt oder wenn es sich aus ander en Gründen um einen besonders bedeutenden Fall im Sinne von Art. 84 Abs. 2 BGG handelt (Art. 82, Art. 83 Bst. h, Art. 84a, Art. 90 ff. und Art. 100 Abs. 2 Bst. b BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schwei- zerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsulari- schen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). In der Rechtsschrift ist auszuführen, warum die jeweilige Voraussetzung erfüllt ist. Im Übrigen ist die Rechtsschrift in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismit- tel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizule- gen (Art. 42 BGG). Versand: