Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 16. Mai 2019 (720 18 382 / 122) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Die IV-Rente ist nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustands, sondern auch dann revidierbar, wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kantonsrichter Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiber Markus Schäfer Parteien A.____ , Beschwerdeführerin, vertreten durch Daniel Tschopp, Advo- kat, Greifengasse 1, Postfach 1644, 4001 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Mit Verfügung vom 26. Mai 2011 sprach die IV-Ste lle Basel-Stadt der 1971 geborenen A.____ in Anwendung der gemischten Methode der Invaliditätsbemessung mit den Anteilen von 80 % an Erwerbs- und von 20 % an Haushaltstätigkeit un d gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 47 % rückwirkend ab 1. November 2008 eine Viertelsr ente der Eidgenössischen Invaliden- versicherung (IV) zu. Mit Urteil vom 24. Januar 2012 best ätigte das Sozialversicherungsgericht Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Basel-Stadt diese Rentenverfügung. Im März 2012 ersuch te A.____ unter Hinweis auf eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustands die aufgrund ei nes Wohnsitzwechsels neu zu- ständige IV-Stelle Basel-Landschaft (nachfolgend: IV-St elle) um eine Revision der Rente. Ge- stützt auf ihre Abklärungen ermittelte die IV-Stelle - wiederum in Anwendung der gemischten Methode mit den Anteilen von 80 % an Erwerbs- und von 20 % an Haushaltstätigkeit - nunmehr einen Invaliditätsgrad der Versicherten von 49 %. Mit V erfügung vom 26. Juni 2013 bestätigte sie deshalb, dass die Versicherte weiterhin Anspruch auf e ine Viertelsrente habe. Eine von A.____ hiergegen erhobene Beschwerde wies das Kantonsg ericht, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht (Kantonsgericht), mit Urteil vom 30. Januar 2 014 (Verfahren-Nr. 720 13 203/31) ab. Dieser Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Im Rahmen eines im Juni 2016 von Amtes wegen eingeleit eten Rentenrevisionsverfahrens teil- te die IV-Stelle der Versicherten am 29. September 20 16 mit, dass man bei der Überprüfung des Invaliditätsgrades keine Änderung festgestellt habe, die sich auf die Rente auswirke. Es bestehe deshalb weiterhin Anspruch auf die bisherige I nvalidenrente. Mit Schreiben vom 10. November 2016 ersuchte A.____ die IV-Stelle um Z usprechung einer Dreiviertelsrente ab Februar 2016. Zur Begründung machte sie geltend, dass si ch der Sachverhalt seit der letzten Haushaltabklärung im Jahre 2009 erheblich verändert h abe. Ihre Invalidität sei nunmehr nach der allgemeinen Methode der Invaliditätsbemessung zu e rmitteln. Nachdem die IV-Stelle einen neuen Abklärungsbericht Haushalt eingeholt hatte, entsc hied sie nach Durchführung des Vor- bescheidverfahrens mit Verfügung vom 12. November 2018, dass der Invaliditätsgrad der Ver- sicherten nach wie vor in Anwendung der gemischten Metho de mit Anteilen von 80 % an Er- werbs- und von 20 % an Haushaltstätigkeit zu bemessen sei. Aufgrund der am 1. Januar 2018 in Kraft getretenen Änderung der Verordnung über di e Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 sei jedoch eine Neuberechnung des in An wendung der gemischten Methode zu ermittelnden Invaliditätsgrades vorzunehmen. Diese füh re vorliegend zu einem Invaliditäts- grad der Versicherten von 54 %. Gestützt auf dieses Ergeb nis sprach die IV-Stelle der Versi- cherten in dieser Verfügung vom 12. November 2018 mit Wirkung ab 1. Januar 2018 eine halbe Rente zu. B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten dur ch Advokat Daniel Tschopp, am 27. November 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht. Dari n beantragte sie, es sei die ange- fochtene Verfügung teilweise aufzuheben und es sei ihr ab September 2016 eine Dreiviertels- rente zuzusprechen; unter o/e-Kostenfolge. C. In ihrer Vernehmlassung vom 14. Januar 2019 beantr agte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. D. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels nahm die Besc hwerdeführerin mit Replik vom 20. März 2019 zu den Vorbringen der Beschwerdegegne rin Stellung. Diese beantragte in ihrer Duplik vom 9. April 2019 nach wie vor die Abweisung der Beschwerde. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als e inzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stel le. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Beschwerde der Versicherten vom 27. November 2018 ist demnach einzutreten. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittli ch mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähig keit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in e inem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunf ähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geist igen oder psychischen Gesundheit verur- sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederun g verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti- ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach de m Grad der Invalidität wie folgt ab- gestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ga nze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 3.1 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das si e erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkom- mensvergleichs (BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervar ianten des Schätzungs- oder Prozent- vergleichs (BGE 114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 3.2 Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufg abenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werde n kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abge stellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Ab s. 2 IVG). Dies ist die spezifische Me- thode der Invaliditätsbemessung (Betätigungsvergleich; BGE 141 V 20 E. 3.2). 3.3 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sin d oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird f ür diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbe reich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Absatz 2 festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatte n oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Inval iditätsgrad in beiden Bereichen zu be- messen (Art. 28a Abs. 3 IVG). Dies ist die gemischte Met hode der Invaliditätsbemessung (BGE 141 V 20 f. E. 3.2 mit Hinweisen). Ist bei diesen Versi cherten anzunehmen, dass sie im Zeit- punkt der Prüfung des Rentenanspruchs ohne Gesundheitsschad en ganztägig erwerbstätig wären, so ist die Invaliditätsbemessung ausschliesslich nach d en Grundsätzen für Erwerbstäti- ge zu bemessen (Art. 27 bis IVV). 4. Streitig und zu prüfen ist, ob die IV-Stelle in de r angefochtenen Verfügung vom 12. November 2018 die laufende Viertelsrente der Ver sicherten zu Recht per 1. Januar 2018 auf eine halbe Rente und nicht, wie von der Beschwerdef ührerin beantragt, mit Wirkung ab September 2016 auf eine Dreiviertelsrente erhöht hat. 4.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten f ür die Zukunft zu erhöhen, herab- zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Anpassung der Rente gibt jede tatsächliche Änderung, die sich auf den Invaliditätsgrad und damit auf den Umfang des Ans pruchs (Viertelsrente, halbe Rente, Dreiviertelsrente, ganze Rente; Art. 28 Abs. 2 IVG) ausw irkt (BGE 134 V 131 E. 3). Ein Revisi- onsgrund in diesem Sinne betrifft Änderungen in den persönlichen Verhältnissen der versicher- ten Person, wozu namentlich der Gesundheitszustand gehört. Sodann kann - bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand - auch eine Angewöhnung oder Anpassung an die Behinde- rung, welche zu einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit führt, revisionsrechtlich von Bedeutung sein (Urteil des Bundesgerichts vom 13. Oktober 2017, 8C _170/2017, E. 5.1 mit zahlreichen Hinweisen). Ebenso ist die Rente revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustands erheblich verä ndert haben. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn ei ne andere Art der Bemessung der In- validität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung d es Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.2 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer ans pruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspru chs mit rechtskonformer Sachverhalts- abklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunk- ten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkunge n des Gesundheitszustandes) beruht (BGE 133 V 108 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2 .3). Vorliegend sprach die damals zu- ständige IV-Stelle Basel-Stadt der Versicherten mit Verfügung vom 26. Mai 2011 in Anwendung der gemischten Methode mit den Anteilen von 80 % an Erwerbs- und von 20 % an Haushaltstä- tigkeit ab 1. November 2008 und gestützt auf einen Inval iditätsgrad von 47 % eine Viertelsrente zu. Nachdem die Versicherte im März 2012 unter Hinweis auf eine Verschlechterung ihres Ge- sundheitszustands ein Rentenrevisionsgesuch gestellt hatte, nahm die IV-Stelle eine vertiefte Prüfung des medizinischen Sachverhalts vor. Gestützt auf ihre Abklärungsergebnisse ermittelte die IV-Stelle - wiederum in Anwendung der gemischten Methode mit den Anteilen von 80 % an Erwerbs- und von 20 % an Haushaltstätigkeit - nunmehr einen Invaliditätsgrad der Versicherten von 49 %. Mit Verfügung vom 26. Juni 2013 bestätigte sie deshalb, dass die Versicherte weiter- hin Anspruch auf eine Viertelsrente habe. Diese Verfüg ung wurde vom Kantonsgericht auf Be- schwerde der Versicherten hin mit Entscheid vom 30. Janua r 2014 geschützt. Nach dem Ge- sagten beurteilt sich somit die Frage, ob eine Änderun g in den tatsächlichen Verhältnissen ein- getreten ist, die eine revisionsweise Erhöhung der bis an hin ausgerichteten Rente rechtfertigt, durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der Revisionsverfügung vom 26. Juni 2013 bestanden hat, mit demjenigen im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 12. November 2018. 5.1 Vorliegend wird weder von der Versicherten noch von der Beschwerdegegnerin in Fra- ge gestellt, dass der medizinische Sachverhalt seit der Re visionsverfügung vom 26. Juni 2013 unverändert geblieben ist. Die Parteien sind sich denn auch zu Recht einig, dass eine revisi- onsweise Erhöhung der laufenden halben Rente wegen ei ner erheblichen Verschlechterung des Gesundheitszustands bzw. der Arbeitsfähigkeit der Versicherten nicht in Betracht fällt. 5.2 Rechtsprechungsgemäss ist nun allerdings, wie oben a usgeführt (vgl. E. 4.1 hiervor), die Invalidenrente nicht nur bei einer wesentlichen V eränderung des Gesundheitszustands, sondern auch dann revidierbar, wenn eine andere Art d er Bemessung der Invalidität zur An- wendung gelangt. In der Revisionsverfügung vom 26. Juni 2 013 hatte die IV-Stelle den Invalidi- tätsgrad der Versicherten nach der gemischten Methode mi t den Anteilen von 80 % an Er- werbs- und von 20 % an Haushaltstätigkeit bemessen. Wäh rend die Beschwerdegegnerin der Auffassung ist, dass die gemischte Methode mit den genan nten Anteilen an Erwerbs- und an Haushalttätigkeit auch im Rahmen der vorliegenden Rent enüberprüfung zur Anwendung gelan- ge, vertritt die Versicherte den Standpunkt, dass ihre I nvalidität nunmehr nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs zu bemessen sei. 5.3 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitw eilig erwerbstätig oder als nichter- werbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträcht igung bestünde (BGE 141 V 20 Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht E. 3.1). Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sond ern in welchem Pensum sie hypo- thetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 507 E. 3.3 mit H inweisen). Bei im Haushalt tätigen Ver- sicherten im Besonderen sind die persönlichen, familiäre n, sozialen und erwerblichen Verhält- nisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Bega- bungen zu berücksichtigen (BGE 125 V 150 E. 2c). Die Sta tusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Ve rfügung (hier: 12. November 2018) entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-) Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 141 V 20 E. 3.1 mit Hinweisen). 5.4.1 Im Rahmen des im Juni 2016 von Amtes wegen eing eleiteten Rentenrevisionsverfah- rens erstellte die Abklärungsperson der IV-Stelle zusam men mit der Versicherten am 20. März 2017 den “Fragebogen zur Ermittlung der Erwerbstätigke it“. Diesem ist im Abschnitt “Individuel- len Verhältnisse“ zu entnehmen, dass die Versicherte zusa mmen mit ihrem Ehemann und den vier Kindern im eigenen Einfamilienhaus in B.____ leb e. Zwei der Kinder seien erwachsen (Jahrgänge 1992 und 1995), die 2001 geborenen Zwilli nge würden noch in die Schule gehen und zwar in die Ganztagesschule C.____ in D.____ bzw. i n eine Kleinklasse in B.____. Auf die Frage, wie viele Stunden sie heute ohne gesundheitlich e Einschränkungen beruflich tätig wäre, erklärte die Versicherte, dass sie zu 100 % erwerbstätig wäre. Zur Begründung wies sie laut den Angaben im Fragebogen darauf hin, dass die beiden behinderten Söhne immer noch Un- terstützung benötigen würden. Der eine gehe in eine G anztagesschule und der andere gehe in eine Kleinklasse. Letzterer könne den Schulweg selbständig zurücklegen und sich an den schulfreien Tagen auch alleine zuhause aufhalten. Beide Söhne müssten tagsüber nicht betreut werden, sodass sie einer ausserhäuslichen Arbeit in einem Pensum von 100 % im Spital nach- gehen könnte. Zudem würden auch die beiden erwachsenen Kinder noch zuhause leben und könnten punktuell Betreuungspräsenz leisten. 5.4.2 Im “Abklärungsbericht Haushalt“ vom 19. Juni 2017 führte die Abklärungsperson im Abschnitt “Heutige Erwerbstätigkeit ohne gesundheitlich e Einschränkungen“ aus, es sei eher unwahrscheinlich, dass die Versicherte wieder in einem 100 %-Pensum arbeiten würde. Laut den Abklärungsberichten zur Hilflosenentschädigung der Z willinge würden diese nach wie vor eine entsprechende Unterstützung und zeitintensive Betreuung benötigen. Wann die Versicher- te, auch wenn sie von ihrem Ehemann unterstützt werde, den gesamten Haushalt bewältigen und die Pflege, zumindest einer der Zwillinge, übern ehmen solle, sei doch eher fraglich bei ei- nem vollen Arbeitspensum. 5.4.3 Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens holte die IV -Stelle eine zusätzliche Stellung- nahme der Abklärungsperson ein. Darin hielt diese an i hrer Einschätzung fest, wonach die ge- mischte Methode mit den Anteilen von 80 % an Erwerbs- u nd von 20 % an Haushaltstätigkeit zur Anwendung zu gelangen habe. Zudem führte sie ergän zend aus, es sei zwar nachvollzieh- bar, dass die Betreuung der Zwillinge tagsüber nicht m ehr im gleichen Rahmen nötig sei, diese würden jedoch weiterhin eine engmaschige, in den Berichten betreffend Hilflosenentschädigung Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht ausgewiesene Betreuung benötigen. Diese Dritthilfe w erde durch die Versicherte geleistet. Wie sie dies bei unregelmässigen Dienstplänen bewerkstelligen wolle und gleichzeitig auch einen sechsköpfigen Familienhaushalt erledige, sei nicht nach vollziehbar. Es sei eher unwahrschein- lich, auch wenn sie punktuell auf die familienübliche M ithilfe durch die beiden erwachsenen Kinder und den Ehemann zurückgreifen könne. Aus finanzi ellen Gründen bestehe zudem kein Bedarf, einem vollzeitigen Erwerb nachzugehen. 5.5 In der angefochtenen Verfügung stützte sich die I V-Stelle bei der Beurteilung der stritti- gen Statusfrage der Versicherten auf die Einschätzung ih rer Abklärungsperson. Sie ging dem- zufolge davon aus, dass die Invalidität der Versicherten weiterhin nach der gemischten Metho- de mit den Anteilen von 80 % an Erwerbs- und von 20 % an Haushaltstätigkeit zu bemessen sei. Zur Begründung verwies sie vollumfänglich auf die - vorstehend wiedergegebene - Argu- mentation ihrer Abklärungsperson. Dieser vorinstanzlich en Beweiswürdigung kann nun aber, wie im Folgenden zu zeigen sein wird, nicht gefolgt werden. 5.6 Die Beschwerdeführerin macht zu Recht geltend, dass die Betreuung ihrer jüngsten beiden Kinder durchaus eine ausserhäusliche Erwerbstäti gkeit im Vollpensum zulasse. Die Zwillinge waren im Zeitpunkt des Verfügungserlasses etwa s mehr als 17 ½ Jahre alt. Wie den Akten entnommen werden kann, absolviert der eine Sohn seit Mitte August 2018 eine Prakti- sche Ausbildung (PrA) nach INSOS in D.____ und der ande re Sohn besucht das Berufsvorbe- reitungsjahr (BVJ) am Schulzentrum C.____ in D.____. Au fgrund dieser Ausbildungen halten sich die Zwillinge tagsüber ausser Haus auf, sodass für d ie Versicherte während den üblichen Tagesarbeitszeiten kein Betreuungsaufwand für ihre beid en jüngsten Kinder anfällt. Dazu kommt, dass die Versicherte zusammen mit ihrem Ehemann un d ihren beiden älteren, bereits erwachsenen Kindern im selben Haushalt wohnt. Es ist n icht ersichtlich, weshalb diese drei Personen nicht in der Lage und bereit sein sollten, be i Abwesenheit der Versicherten an deren Stelle eine allfällige kurzfristig erforderliche Betre uung zu übernehmen. Hier muss das Gleiche gelten wie im Zusammenhang mit der Haushaltführung, b ei welcher die Abklärungsperson im Haushaltabklärungsbericht ihrerseits mehrfach auf die zum utbare Schadenminderungspflicht der im selben Haushalt lebenden erwachsenen Personen verw eist. Nicht stichhaltig ist sodann der Einwand der IV-Stelle bzw. der Abklärungsperson, e s sei nicht nachvollziehbar, wie die Versicherte bei unregelmässigen Dienstplänen nebst der Er ledigung des sechsköpfigen Famili- enhaushalts die Betreuung der Zwillinge bewerkstellige n wolle. Es verhält sich in keiner Weise so, dass die Versicherte auf die Verrichtung einer unreg elmässigen Schichtarbeit angewiesen wäre. Sie kann vielmehr sowohl im Spital- oder im Pfle gebereich als auch in zahlreichen ande- ren Branchen durchaus eine (Hilfs-) Tätigkeit ausüben, die sie zu den üblichen Tagesarbeitszei- ten verrichten kann, während denen ihre jüngsten beide n Kinder ausser Haus sind. Zu berück- sichtigen gilt es schliesslich auch die Berufsbiographie d er Beschwerdeführerin. Diese weist zu Recht darauf hin, dass sie von 1990 bis 2002, also auch na ch der Geburt der älteren beiden Kinder ein Vollpensum als Pflegehilfe verrichtet und dieses Pensum erst nach der Geburt der Zwillinge auf 50 % reduziert hatte. Ihre Schilderung, wonach sie immer gerne - und im jeweils grösstmöglichen Umfang - einer ausserhäuslichen Erwerbstäti gkeit nachging, ist vor diesem Hintergrund durchaus glaubhaft und ebenso ist es unter diesen Umständen ohne Weiteres nachvollziehbar, dass sie auch heute im Gesundheitsfall wieder zu 100 % erwerbstätig wäre. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.7 Aufgrund des Gesagten ist mit dem erforderlichen B eweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Versicherte im Gesund heitsfall aktuell wieder in einem Vollpensum einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit nachgehen würde. Somit ist ihre Invalidität nicht mehr - wie bis anhin - nach der gemischten Metho de, sondern nach der allgemeinen Me- thode des Einkommensvergleichs zu bemessen. Ein solcher We chsel der Art der Invaliditäts- bemessung stellt, wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.1 hi ervor), einen eigenständigen Revisions- grund dar. Damit ist im Fall der Beschwerdeführerin - entgegen der Auffassung der IV-Stelle - das Vorliegen der Revisionsvoraussetzungen des Art. 17 Abs. 1 ATSG zu bejahen. 6.1 Gestützt auf dieses Zwischenergebnis ist in einem nä chsten Schritt zu prüfen, wie sich die geschilderte Entwicklung auf den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin auswirkt. Zur Beantwortung dieser Frage sind die Anspruchsberechtigun g und allenfalls der Umfang des An- spruchs pro futuro zu prüfen. Es gilt mit anderen Wort en, auf der Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts den Invaliditäts grad bei Erlass der streitigen Revisions- verfügung zu ermitteln, woraus sich die Anspruchsberecht igung und allenfalls der Umfang des Anspruchs ergeben (Urteile des Bundesgerichts vom 3. Apri l 2017, 9C_766/2016, E. 1.2, und vom 29. Juni 2015, 9C_173/2015, E. 2.2, je mit Hinweisen). 6.2 Ausgangspunkt der Beurteilung des (heutigen) Ren tenanspruchs bildet die Frage, in welchem Ausmass die Versicherte aufgrund ihrer gesundhei tlichen Beeinträchtigungen arbeits- unfähig ist. Wie bereits weiter oben festgehalten (vgl. E. 5.1 hiervor), ist der medizinische Sach- verhalt seit der ursprünglichen Rentenzusprache unverändert geblieben. Es ist deshalb auch im vorliegenden Revisionsverfahren davon auszugehen, dass die B eschwerdeführerin in einer ih- ren Leiden angepassten Tätigkeit nach wie vor im Umfa ng von 40 % arbeitsfähig ist. Neu ist hingegen das Valideneinkommen der Beschwerdeführerin a nhand einer Vollzeittätigkeit zu er- mitteln. In der angefochtenen Verfügung setzte die IV -Stelle das Valideneinkommen, das die Versicherte im Gesundheitsfall aus ihrer Teilerwerbstä tigkeit von 80 % erzielt hätte, auf Fr. 55‘094.-- fest. Dieser Betrag, der in der vorlege nden Beschwerde zu Recht nicht in Frage gestellt wurde, ist auf ein Vollpensum hochzurechnen, w as zu einem massgebenden Validen- einkommen von Fr. 68‘874.-- führt. Stellt man diesen B etrag dem unbestrittenen Invalidenein- kommen von Fr. 22‘702.-- gegenüber, so resultiert dar aus eine Erwerbseinbusse von Fr. 46‘172.--, was einen Invaliditätsgrad von 67,04 % bzw. gerundet (vgl. zur Rundungspraxis: BGE 130 V 121 ff.) von 67 % ergibt. Bei einem Invalid itätsgrad von 67 % hat die Versicherte Anspruch auf eine Dreiviertelsrente. 6.3 Zu prüfen bleibt, ab welchem Zeitpunkt die Beschw erdeführerin eine Dreiviertelsrente beanspruchen kann. Vorliegend besteht der Grund für die Rentenrevision nach dem oben Ge- sagten darin, dass bei der Versicherten eine andere Art der Invaliditätsbemessung zur Anwen- dung gelangt. Der Grund für diesen Methodenwechsel liegt im Wesentlichen im Wegfall bzw. im erheblichen Rückgang des gegenüber den jüngsten beiden Kinder bis anhin erforderlichen Be- treuungsaufwands. Da es sich dabei um eine im Laufe de r Zeit eingetretene, kontinuierliche Entwicklung handelte, ist es nicht einfach, einen exakt en Zeitpunkt zu benennen, in welchem die Revisionsvoraussetzungen erfüllt waren. Zweifellos w ar dies aber spätestens im August Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2018 der Fall, als die jüngsten beiden Kinder der Ver sicherten ihre berufliche Ausbildung be- gannen (vgl. den Ausbildungsvertrag vom 14. August 2018 bzw. die Bestätigung des Schulzent- rums C.____ vom 15. November 2018). Es rechtfertigt si ch daher, die für den Methodenwech- sel massgebenden Umstände in zeitlicher Hinsicht in dem Z eitpunkt als erfüllt zu betrachten, in welchem die jüngsten beiden Kinder der Versicherten ih re berufliche Ausbildung begannen. Dies war Mitte August 2018 der Fall. Da gemäss Art. 88 a Abs. 2 IVV eine Änderung des An- spruchs zu berücksichtigen ist, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedau- ert hat, hat die Beschwerdeführerin somit ab 1. Novem ber 2018 Anspruch auf eine Dreiviertels- rente. 7.1 Aus diesem Zwischenergebnis folgt gleichzeitig, dass die Invalidität der Versicherten noch bis Mitte August 2018 nach der gemischten Methode mit den Anteilen von 80 % an Er- werbs- und von 20 % an Haushaltstätigkeit zu bemessen war. In diesem Zusammenhang gilt es zu berücksichtigen, dass der Bundesrat als Folge des Urteil s des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) vom 2. Februar 2016 in Sachen Di Trizio gegen die Schweiz (7186/09) am 1. Dezember 2017 eine Änderung der IVV beschloss, die er per 1. Januar 2018 in Kraft setzte. Diese Änderung sieht bei der gemischten Methode ein neues Berechnungsmodell vor. Laut Abs. 1 der Übergangsbestimmung zur Verordnungsänderung ist für zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung laufende Dreiviertelsrenten, halbe Renten und Viertelsrenten, die in Anwendung der gemischten Methode zugesprochen wurden, i nnerhalb eines Jahres nach In- krafttreten dieser Änderung eine Revision einzuleiten. In deren Rahmen sind diese laufenden Teilrenten nach dem vom Bundesrat verordneten neuen Be rechnungsmodell zu überprüfen. Falls die Neuberechnung zu einer Erhöhung der Rente f ührt, erfolgt diese auf den 1. Januar 2018. Gestützt auf Abs. 1 der Übergangsbestimmung zur Verordnungsänderung vom 1. De- zember 2017 hat die IV-Stelle demnach im Rahmen des a nfangs 2018 ohnehin bereits hängi- gen Revisionsverfahrens die laufende Viertelsrente der V ersicherten nicht nur unter revisions- rechtlichen Gesichtspunkten im Sinne von Art. 17 Abs. 1 A TSG, sondern zusätzlich auch in Anwendung des vom Bundesrat verordneten neuen Berechnungsmodells überprüft. 7.2 Gemäss der neuen Verordnungsbestimmung von Art. 27 bis Abs. 2 IVV werden bei Teil- erwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, für die Bestimmung des Invaliditätsgrads der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufg abenbereich summiert. Laut Abs. 3 der neuen Verordnungsbestimmung richtet sich die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Erwerbstätigkeit nach Art. 16 ATSG, wobei das Erwe rbseinkommen, das die versicherte Person durch die Teilerwerbstätigkeit erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, auf eine Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet wird (lit. a) und die prozentuale Erwerbseinbusse anhand des Beschäftigungsgrads, den die versicherte Perso n hätte, wenn sie nicht invalid ge- worden wäre, gewichtet wird (lit. b). 7.3 Im Rahmen der Anwendung dieses neuen Berechnungsm odells rechnete die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung das Valideneinkommen von Fr. 55‘094.--, das die Versicherte im Gesundheitsfall aus ihrer Teilerwerbstätigkeit von 80 % erzielt hätte, auf ein Vollpensum hoch. Auf diese Weise ermittelte sie ein massgebendes V alideneinkommen von Fr. 68‘874.--. Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht Stellt man diesen Betrag dem unbestrittenen Invaliden einkommen von Fr. 22‘702.-- gegenüber, so resultiert daraus eine Erwerbseinbusse von Fr. 46‘172.--, was im Erwerbsbereich einen Inva- liditätsgrad von 67,04 % ergibt. In Anwendung der g emischten Methode der Invaliditätsbemes- sung ermittelte die IV-Stelle anschliessend in Berücksicht igung der zeitlichen Beanspruchung von 80 % im Erwerbs- und von 20 % im Haushaltbereich b ei einer Einschränkung im Haushalt- bereich von 0 % (0,2 x 0%) und einer solchen im Erwe rbsbereich von 53,63 % (0,8 x 67,04 %) insgesamt einen Invaliditätsgrad in der Höhe von 53,63 % bzw. gerundet (vgl. zur Rundungs- praxis: BGE 130 V 121 ff.) von 54 %. Bei einem Invalid itätsgrad von 54 % hat die Versicherte Anspruch auf eine halbe IV-Rente. Laut Abs. 1 der Übe rgangsbestimmung zur Verordnungsän- derung vom 1. Dezember 2017 erfolgt eine Erhöhung d er Rente auf den Zeitpunkt des Inkraft- tretens der Änderung. Die IV-Stelle hat der Beschwerd eführerin in der angefochtenen Verfü- gung deshalb korrekterweise mit Wirkung ab 1. Januar 2018 eine halbe Rente anstelle der bis- herigen Viertelsrente zugesprochen. Dieses Ergebnis wird denn auch von der Beschwerdefüh- rerin - zu Recht - nicht in Frage gestellt. 8. Aus dem Gesagten folgt zusammenfassend, dass die Versi cherte, wie von der IV- Stelle verfügt, ab 1. Januar 2018 Anspruch auf eine halbe Rente hat. Mit Wirkung ab 1. Novem- ber 2018 ist diese halbe Rente jedoch - entgegen der Auffassung der IV-Stelle - auf eine Drei- viertelsrente zu erhöhen. Dies hat zur Folge, dass die B eschwerde teilweise gutzuheissen und die angefochtene Verfügung vom 12. November 2018 dah ingehend zu ändern ist, als festge- stellt wird, dass die Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. November 2018 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente hat. 9. Abschliessend bleibt über die Kosten des Beschwerdever fahrens zu befinden. 9.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grund- sätzlich auf den Prozessausgang abzustellen. Vorliegend ist d ie Beschwerdeführerin obsiegen- de und die IV-Stelle unterliegende Partei. 9.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um d ie Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit- wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1000.-- festgel egt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstan den ist, setzt das Gericht die Verfah- renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par- tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist di e IV-Stelle weitgehend unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihr zu auferlegen sind. Der Beschwerdeführerin ist der geleistete Kostenvorschuss zurückzuerstatten. 9.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschw erde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Da die Beschwerdeführerin obsieg ende Partei ist, ist ihr eine Partei- entschädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. De r Rechtsvertreter der Beschwerdefüh- rerin hat in seiner Honorarnote vom 3. Mai 2019 für das vorliegende Verfahren einen Zeitauf- Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht wand von 14,5 Stunden geltend gemacht. Dieser Aufwan d erweist sich zwar als hoch, in Anbe- tracht, dass ein doppelter Schriftenwechsel durchgeführ t wurde, letztlich aber noch als ange- messen. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungspr ozessen praxisgemäss zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Nicht zu beanstanden sind die ausgewiesenen Auslagen von Fr. 166.90. Der Be schwerdeführerin ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 4‘083.90 (14, 5 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 166.90 zuzüglich 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Ver- fügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 12. November 2018 dahin- gehend geändert, als festgestellt wird, dass die Beschwe rdeführerin mit Wirkung ab 1. November 2018 Anspruch auf eine Dreivi ertelsrente hat. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- we rden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt. Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschu ss in der Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerde führerin eine Par- teientschädigung in der Höhe von Fr. 4‘083.90 (inkl. Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. http://www.bl.ch/kantonsgericht