<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00047</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105385&amp;W10_KEY=4467151&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00047</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.03.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Gesundheitswesen</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Bewilligung zur selbständigen Berufsausübung als Zahnarzt</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bewilligung zur selbständigen Berufsausübung für einen Zahnarzt mit ausländischem Diplom<br/><br/>Es ist daran festzuhalten, dass die selbständige Ausübung des Zahnarztberufs eines eidgenössischen Diploms bedarf, da eine Überprüfung ausländischer Diplome auf ihre Gleichwertigkeit nicht praktikabel wäre (E. 2b,c).<br/>Dass der Beschwerdeführer möglicherweise nicht zur erleichterten eidgenössischen Medizinalprüfung zugelassen würde, führt nicht zu einem anderen Schluss (E. 2d).<br/>Ein Bewerber mit ausländischem, von einem anderen Kanton anerkannten Diplom ist auch nicht aufgrund von Art. 4 Abs. 1 BGBM zuzulassen (E. 3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Gesundheit ST: BERUFSAUSÃBUNG">BERUFSAUSÃBUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERUFSAUSÃBUNGSBEWILLIGUNG">BERUFSAUSÃBUNGSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BINNENMARKT">BINNENMARKT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DIPLOM">DIPLOM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZAHNARZT">ZAHNARZT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 8 Abs. II aGesundheitsG</span><br/><span class="ungerade">§ 18 Abs. I aGesundheitsG</span><br/><span class="gerade">Art. 4 lit. I BGBM</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><a id="Text2"><span>I. A. B. schloss im Jahr 1985 das Studium der Zahnmedizin an der UniversitÃ¤t in GÃ¶teborg ab und arbeitete anschliessend als Zahnarzt in Schweden. Ab 1989 war er in der Schweiz tÃ¤tig, vorerst als Assistenzzahnarzt in Chur, und alsdann ab 1992 gestÃ¼tzt auf eine Bewilligung des Justiz‑, Polizei‑ und SanitÃ¤ts­departements GraubÃ¼n­den selbstÃ¤ndig mit eigener Praxis in C./GR. Am 27. Oktober 1999 erteilte ihm auch die Berner Gesundheits‑ und FÃ¼rsorgedirektion die Bewilligung zur selbstÃ¤ndigen Berufsaus­Ã¼bung im Kanton Bern.</span></a></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Nachdem A. B. ein erstes Gesuch um Erteilung der Bewilli­gung zur selbstÃ¤n­di­gen BerufsausÃ¼bung als Zahnarzt im Kanton ZÃ¼rich im September 1999 zurÃ¼ckgezogen hatte, erneuerte er dieses am 3. November 1999 und beantragte eventualiter die Durch­fÃ¼h­rung eines Verfahrens nach Art. 4 Abs. 2 des Binnenmarktgesetzes vom 6. Ok­tober 1995 (BGBM; SR 943.02). Die Gesundheitsdirektion wies das Gesuch am 7. Ja­nuar 2000 kos­tenpflichtig ab. Sie erwog, das kantonale Recht lasse Inhaber auslÃ¤ndi­scher, dem eidge­nÃ¶s­sischen Diplom gleichwertiger Zahnarztdiplome nur dann zur selb­stÃ¤ndigen zahnÃ¤rztlichen TÃ¤tigkeit zu, wenn eine vorliegend nicht gegebene Unterversor­gung der BevÃ¶lkerung be­ste­he. Das grundsÃ¤tzliche Erfordernis des eidgenÃ¶ssischen Di­ploms sei nach der Recht­spre­chung des Bundesgerichts nicht unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig. Nach einem neueren Entscheid des Bundesgerichts sei auch das Binnenmarktgesetz nicht an­wendbar, da dieses nur fÃ¼r schwei­zerische, nicht jedoch fÃ¼r auslÃ¤ndische und in einem an­deren Kanton anerkannte FÃ¤hig­keits­ausweise gelte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen diese VerfÃ¼gung erhob A. B. am 4. Februar 2000 Beschwerde an das Ver­waltungsgericht und beantragte, die Vorinstanz sei anzuweisen, die ersuchte Bewil­li­gung zu erteilen, eventuell sei ein Verfahren nach Art. 4 Abs. 2 BGBM durchzufÃ¼hren. Er machte im Wesentlichen geltend, sein schwedisches Diplom sei dem eidgenÃ¶ssischen Zahn­arztdiplom gleichwertig. Dies habe das Bundesamt fÃ¼r Sozialversi­cherung zusammen mit dem EidgenÃ¶ssischen Departement des Innern hinsichtlich aller Ausbildungsausweise fÃ¼r Medizinalpersonen aus dem EU/EWR-Raum festgestellt. Das Erfordernis des eidgenÃ¶s­sischen Diploms erweise sich bei dieser konkreten Sachlage als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig. Das Binnenmarktgesetz sei sodann entgegen der Auffassung des Bun­desgerichts auch auf aus­lÃ¤ndische und von einem Kanton anerkannte Ausweise anwendbar.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Gesundheitsdirektion beantragte am 23. Februar 2000 die Abweisung der Be­schwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Streitgegenstand bildet vorliegend die Bewilligung zur AusÃ¼bung eines Berufs der Gesundheitspflege. DiesbezÃ¼gliche erstinstanzliche Anordnungen der Direktionen und Ãmter kÃ¶nnen gemÃ¤ss § 19a Abs. 2 Ziff. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) direkt mit Beschwerde beim Verwaltungsgericht angefoch­ten werden. Die sachliche und funktionelle ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts ist da­mit gegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit der Direktbeschwerde im Sinn von § 19a Abs. 2 VRG kann neben der Rechts­verletzung auch die Unangemessenheit der angefochtenen VerfÃ¼gung geltend gemacht werden (§ 50 Abs. 2 und 3 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Der BeschwerdefÃ¼hrer anerkennt, dass seiner Berufszulassung im Kanton ZÃ¼­rich § 18 des Gesundheitsgesetzes vom 4. November 1962 (GesundheitsG) entgegensteht, wonach die selbstÃ¤ndige zahnÃ¤rztliche TÃ¤tigkeit den Inhabern des eidgenÃ¶ssischen Zahn­arztdiploms vorbehalten ist; er beansprucht auch keine Ausnahmebewilligung gemÃ¤ss § 8 Abs. 2 GesundheitsG, welche eine zahnÃ¤rztliche Unterversorgung der BevÃ¶lkerung voraus­setzen wÃ¼rde. Hingegen macht er geltend, die kantonale Regelung sei unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig und widerspreche dem BGBM.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Im Zusammenhang mit der Zulassung eines im Ausland diplomierten Zahnarztes hat das Verwaltungsgericht § 18 GesundheitsG auf seine Vereinbarkeit mit der Handels‑ und Gewerbefreiheit hin geprÃ¼ft. Es kam dabei zum Schluss, § 18 Abs. 1 GesundheitsG sei polizeilich motiviert und diene dem Schutz der BevÃ¶lkerung vor unfachgemÃ¤sser zahnÃ¤rzt­licher Behandlung. Das Erfordernis eines Diploms ermÃ¶gliche es, die fachliche Eignung eines Bewerbers anhand eines klar messbaren formalen Kriteriums zu prÃ¼fen. Das zusÃ¤tzli­che Erfordernis eines eidgenÃ¶ssischen Diploms stelle ebenfalls auf die leichte Messbarkeit des Kriteriums ab. Die bloss einzelfallweise PrÃ¼fung der fachlichen Kenntnisse bringe prak­tische Schwierigkeiten mit sich, setze sie doch eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit den Einzelheiten der Ausbildungssysteme voraus und kÃ¶nne auch die tatsÃ¤chliche Be­rufspraxis nur schwer in die Beurteilung miteinbezogen werden. Eine hierfÃ¼r notwendige Begutachtung durch Fachleute kÃ¤me praktisch einer eigentlichen FachprÃ¼fung gleich, wie sie der Bund bereits als besondere FachprÃ¼fung im kombiniert-praktisch-mÃ¼ndlichen Ver­fahren fÃ¼r Inhaber auslÃ¤ndischer Diplome in Art. 8 lit. b der Verordnung Ã¼ber besondere FachprÃ¼fungen fÃ¼r Auslandschweizer und eingebÃ¼rgerte Schweizer vorgesehen habe (VGr, 16. November 1996, VB.1996.00123 = RB 1996 Nr. 97). Das Bundesgericht wies eine da­gegen gerichtete staatsrechtliche Beschwerde ab. Es erwog im Wesentlichen, das eidge­nÃ¶s­sische Diplom garantiere eine fundierte Ausbildung, was zwar bei auslÃ¤ndischen Di­plomen ebenfalls zutreffen kÃ¶nne, diese seien aber fÃ¼r die schweizerischen Gesundheitsbe­hÃ¶rden schwieriger zu beurteilen. Die erleichterte FachprÃ¼fung ermÃ¶gliche es, die erfor­derliche Be­fÃ¤higung zu beurteilen. Die Kantone seien nicht gehalten, eine andere Form des Nach­wei­ses vorzusehen oder etwa auf eine langjÃ¤hrige praktische TÃ¤tigkeit als Assistenz­zahn­arzt abzustellen (Pra 87/1998 Nr. 3; vgl. auch BGE 125 I 267 E. 2 und 125 I 335 E. 5b).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Es besteht wenige Jahre nach dem Entscheid VB.1996.00123 und angesichts des­sen BestÃ¤tigung durch das Bundesgericht sowie seiner auch in jÃ¼ngster Zeit restriktiven Li­nie (BGE 125 I 267 E. 2c und d; vgl. auch 125 I 335 E. 5b) kein genÃ¼gender Anlass diese Pra­xis aufzugeben. Eine PraxisÃ¤nderung wÃ¼rde unter anderem voraussetzen, dass ernsthaf­te und sachliche GrÃ¼nde dafÃ¼r sprechen und das Interesse an der richtigen Rechts­anwen­dung gegenÃ¼ber demjenigen an der Rechtssicherheit Ã¼berwiegen (Ulrich HÃ¤fe­lin/Georg MÃ¼l­ler, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 417 ff.; Max Imboden/RenÃ© A. Rhinow, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Bd. I, 6. A., Basel/Stuttgart 1986, Nr. 72 B).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wesentliche neue Gesichtspunkte ergaben sich aber in der seit dem Entscheid VB.1996.00123 verstrichenen Zeit nicht. Mindestens ein Gutachten, das die dentalmedizi­nischen AusbildungsgÃ¤nge verschiedener europÃ¤ischer LÃ¤nder ‑ so auch den jugoslawi­schen, Ã¼ber den der damalige BeschwerdefÃ¼hrer verfÃ¼gte ‑ mit entsprechenden schweizeri­schen AbschlÃ¼ssen verglich, lag dem Gericht schon damals vor. Insbesondere aber gelten die Ãberlegungen zur Bedeutung eines klar messbaren formalen Kriteriums auch heute noch. WÃ¼rde die Regelung von § 18 Abs. 1 GesundheitsG im Weg der akzessorischen Ãber­prÃ¼fung fÃ¼r verfassungswidrig befunden, mÃ¼sste die fÃ¼r die Bewilligungserteilung zustÃ¤ndige BehÃ¶rde in jedem Einzelfall prÃ¼fen, ob die gesuchstellende Person eine der schweizerischen gleichwertige Ausbildung absolviert hat. Punktuell vorliegende Untersu­chungen auslÃ¤ndischer AusbildungsgÃ¤nge vermÃ¶chten sie nur teilweise von dieser Aufgabe zu entlasten. Es wÃ¤re ihr nur schwer mÃ¶glich und erst recht nicht zuzumuten, in den FÃ¤llen, in denen kein solches Gutachten besteht, diese PrÃ¼fung selber durchzufÃ¼hren. Der an BGE 125 I 267 E. 2c angebrachten Kritik von Yvo Hangartner (AJP 2000, S. 102), die BehÃ¶rden besÃ¤ssen Erfahrung in der Beurteilung auslÃ¤ndischer Diplome, ist entgegenzuhalten, dass zwar auch das ZÃ¼rcher Recht mit § 8 Abs. 2 GesundheitsG die Zulassung von Inhabern gleichwertiger auslÃ¤ndischer Diplome vorsieht, in der Praxis aber ‑ entgegen dem Wortlaut der Bestimmung ‑ fÃ¼r eine solche Bewilligung die fachlichen Anforderungen an den Be­wer­ber reduziert wurden und sich damit eine ÃberprÃ¼fung der Gleichwertigkeit erÃ¼brigte (RB 1996 Nr. 97). Ãberdies besteht jedenfalls bei ZahnÃ¤rzten die vorausgesetzte Mangel­situation seit langem nicht mehr. ‑ Die denkbare LÃ¶sung, ausschliesslich Inhaber solcher auslÃ¤ndischer Diplome zuzulassen, deren Gleichwertigkeit aufgrund von bestehenden Ex­pertisen ohne zusÃ¤tzliche AbklÃ¤rungen sofort feststellbar ist, wÃ¤re ihrerseits kaum prakti­kabel und liesse sich kaum mit der Rechtsgleichheit (Art. 8 BV) vereinbaren. ‑ Die Tatsa­che schliesslich, dass nach neuerer Praxis sich auch niedergelassene AuslÃ¤nder auf die Wirt­schaftsfreiheit (Art. 27 BV) berufen kÃ¶nnen, fÃ¼hrt nicht zwingend zum Schluss, dass den entsprechenden schweizerischen gleichwertige auslÃ¤ndische Berufsbildungs­diplome anzuerkennen wÃ¤ren. Soweit sich die Entscheide mit selbstÃ¤ndigen TÃ¤tigkeiten befassten, ging es um die Frage, ob AuslÃ¤nder an sich von bestimmten AktivitÃ¤ten ausge­schlossen werden kÃ¶nnen, sei es, dass ihnen der Zugang zur entsprechenden FÃ¤higkeitsprÃ¼­fung ver­wehrt wurde (BGE 116 Ia 237), sei es, dass die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde sie trotz Vor­weisen einer in einem anderen Kanton abgelegten PrÃ¼fung nicht zur BerufsausÃ¼bung zu­liess (BGE 119 Ia 35). Der vorliegende Fall ist damit nicht vergleichbar. An der bisherigen Praxis ist somit grundsÃ¤tzlich festzuhalten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Im Unterschied zum BeschwerdefÃ¼hrer des Verfahrens VB.1996.00123 steht dem jetzigen BeschwerdefÃ¼hrer als schwedischem StaatsbÃ¼rger weder die ordentliche noch die erleichterte eidgenÃ¶ssische MedizinalprÃ¼fung offen (Art. 16 und 24 ff. der Allgemeinen MedizinalprÃ¼fungsverordnung vom 19. November 1980 [AMV; SR 811.112.1]), was ihm die selbstÃ¤ndige BerufsausÃ¼bung in der Schweiz allenfalls verunmÃ¶glicht. Dieser Umstand fÃ¼hrt aber nicht zu einer anderen Beurteilung: Der Ausschluss lÃ¤ge daran, dass die Zulas­sung zur ordentlichen PrÃ¼fung nach Art. 16 Abs. 1 AMV Gegenrecht des Heimatstaats und diejenige zur erleichterten PrÃ¼fung gemÃ¤ss Art. 26 ff. AMV grundsÃ¤tzlich das Schweizer BÃ¼rgerrecht voraussetzt. Das letztere Erfordernis ist mÃ¶glicherweise verfassungswidrig, wie das Bundesgericht in einem obiter dictum bereits erwogen hat, ohne die Frage ab­schlies­send zu klÃ¤ren. Wie das Bundesgericht weiter feststellte, wÃ¤re die angebliche Ver­fassungswidrigkeit der zitierten Bestimmungen aber in einem Verfahren um die Zulassung zur eidgenÃ¶ssischen MedizinalprÃ¼fung geltend zu machen (BGE 125 I 267 E. 2e). Sie fÃ¼hrt nicht dazu, dass der verfassungskonformen Regelung des § 18 Abs. 1 GesundheitsG die An­wendung zu versagen wÃ¤re. Im Ãbrigen ist nach dem Gesagten durchaus mÃ¶glich, dass der BeschwerdefÃ¼hrer entgegen den Bestimmungen der AMV zur erleichterten eidgenÃ¶ssi­schen MedizinalprÃ¼fung zugelassen wÃ¼rde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt eventualiter vor, er sei aufgrund von Art. 4 Abs. 1 BGBM zur selbstÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung im Kanton ZÃ¼rich zuzulassen. Mit den "kantonal anerkannte[n] FÃ¤higkeitsausweisen", die auf dem Gebiet der gesamten Schweiz gÃ¤lten, kÃ¶nnten nur auslÃ¤ndische Diplome gemeint sein, da eidgenÃ¶ssische Diplome keiner Anerkennung durch die Kantone bedÃ¼rften.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Diese Auffassung trifft nicht zu. Der Wortlaut der Bestimmung ist in dieser Hin­sicht nicht klar und lÃ¤sst neben der vom BeschwerdefÃ¼hrer bevorzugten auch andere Aus­legungen zu. GemÃ¤ss der Botschaft zum Binnenmarktgesetz bezieht sich der Begriff "kan­tonal anerkannte FÃ¤higkeitsausweise" primÃ¤r auf solche Diplome, die nicht aufgrund einer kantonalen FÃ¤higkeitsprÃ¼fung durch eine BehÃ¶rde ausgestellt wurden, also auf private Di­plome, die aber das kantonale Ã¶ffentliche Recht anerkennt (BBl 1995 I 1256; vgl. BGE 125 I 267 E. 3e). Entgegen der Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers entspricht es durchaus dem Willen des Gesetzgebers, auslÃ¤ndische FÃ¤higkeitsausweise nicht in den Geltungsbereich von Art. 4 BGBM einzubeziehen. Die Botschaft liefert diesbezÃ¼glich einen deutlichen Hin­weis (BBl 1995 I 1266). Die Auffassung von Wagner, auf die sich der BeschwerdefÃ¼h­rer beruft, ist nicht schlÃ¼ssig, da sich der Autor nicht ausdrÃ¼cklich auf im Ausland erwor­bene Diplome bezieht (Manfred Wagner, Das Bundesgesetz Ã¼ber den Binnenmarkt, in: Thomas Cottier/Remo Arpagaus [Hrsg.], Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Schweizeri­sches Aussenwirtschafts‑ und Binnenmarktrecht, Basel/Genf/MÃ¼nchen 1999, Rz. 42). Im Ãbrigen erscheint die Argumentation des BeschwerdefÃ¼hrers nicht ganz wider­spruchsfrei, nennt er doch die vom Bundesgericht in BGE 125 I 267 E. 3e getroffene Aus­legung "histo­risch" (act. 2 S. 10) und geht damit offenbar auch davon aus, dass die Mate­rialien An­halts­punkte fÃ¼r einen entsprechenden Willen des Gesetzgebers enthalten. Gerade bei einem re­lativ jungen Erlass, wie es das Binnenmarktgesetz darstellt, sprechen aber gute GrÃ¼nde fÃ¼r eine historische Auslegung (vgl. Karl Larenz/Claus-Wilhelm Canaris, Metho­denlehre der Rechtswissenschaft, 3. A., Berlin u.a. 1995, S. 137 ff., 149 ff.). Demgegen­Ã¼ber sind die fÃ¼r eine Erstreckung des Geltungsbereichs von Art. 4 BGBM auf auslÃ¤ndi­sche FÃ¤higkeits­aus­weise sprechenden Argumente nicht derart zwingend, dass sich das Verwaltungsgericht Ã¼ber die vom Bundesgericht gewÃ¤hlte Auslegung hinwegsetzen kÃ¶nnte. Das Verwaltungs­gericht hat in frÃ¼heren Entscheiden (RB 1998 Nr. 76; RB 1997 Nr. 120) eine gegenteilige Praxis verfolgt, ohne aber diese Rechtsfrage eingehender zu erÃ¶rtern. Daran kann nicht mehr festgehalten werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>