<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Verkehrsregelnverordnung (oder sofern notwendige das Strassenverkehrsgesetz) so anzupassen, dass Lastwagen (schwere Motorwagen) mit einem Elektroantrieb oder einem anderen geräuschlosen Antrieb auch während dem Nachtfahrverbot verkehren dürfen. </p><p>Neben einem geräuschlosen Antrieb sollen weitere Bedingungen gelten, die mögliche negative Auswirkungen auf die Nachtruhe und die Verlagerungspolitik einschränken. Solche Bedingungen können beispielsweise die Verwendung von geräuscharmen Reifen, eine limitierte Geschwindigkeit, eine Gewichtslimit oder den Ausschluss von grenzüberschreitenden Fahrten beinhalten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Verlagerung des Güterschwerverkehrs von der Strasse auf die Schiene ist ein Hauptanliegen der schweizerischen Verkehrspolitik. Volk und Stände haben mit der Annahme des Alpenschutzartikels am 20. Februar 1994 den Willen geäussert, den alpenquerenden Güterschwerverkehr so weit als möglich von der Strasse auf die Schiene zu verlagern. Das Nachfahrverbot ist ein wirksames Mittel zur Erreichung dieses Ziels, indem es dem Schienengüterverkehr einen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem Strassengüterverkehr verschafft. Jede Aufweichung bedeutet - selbst mit flankierenden Massnahmen - immer einen Rückschritt. Das Nachtfahrverbot ist im Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über den Güter- und Personenverkehr auf Schiene und Strassen ("Landverkehrsabkommen"; SR 0.740.72) mit eng umschriebenen Ausnahmen abgesichert.</p><p>Mehr Fahrten in der Nacht bedeuten überdies mehr belastende Nachtarbeit für die betroffenen Personen. Zu bedenken ist zudem, dass bei mehr nächtlichen Lastwagenfahrten auch der Güterumschlag vermehrt in der Nacht stattfindet, da die Distanzen in der Schweiz für einen echten "Nachtsprung" (Transport durch die ganze Nacht hindurch) zu kurz sind und somit das Auf- oder Abladen in den Nachtstunden stattfinden müsste. Dies führt zu Problemen mit dem Arbeitnehmerschutz. Bei Anlieferungen in Innenstädten kann der Güterumschlag zudem mehr Lärm erzeugen.</p><p>Schliesslich nimmt auch bei E-Lastwagen das Reifen-Fahrbahn-Geräusch mit zunehmender Geschwindigkeit zu. E-Lastwagen sind deshalb bei höheren Geschwindigkeiten nicht leiser als Lastwagen mit einem klassischen Verbrennungsmotor. Die von der Motionärin vorgeschlagenen Massnahmen können diesem Effekt nur unzureichend begegnen.</p><p>Der Bund fördert jedoch die Verwendung alternativer Antriebe bei schweren Nutzfahrzeugen und verzichtet deshalb zurzeit bei elektrisch angetriebenen Lastwagen auf die Erhebung der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA).</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.