<h2>SubmittedText<h2><p>Unter der Schirmherrschaft des Europäischen Parlamentes und der EU-Kommission sind zwei ausgearbeitete Rechnungsmodelle präsentiert worden, die eine Erweiterung der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung mit ökologischen Indikatoren und mit einer Verbrauchsbilanz des Naturkapitals vorsehen. Die Modelle stammen vom Club of Rome und vom internationalen World Wildlife Fund (WWF). Neben dem Bruttosozialprodukt soll auch ein "Ökosozialprodukt" respektive ein Index des nachhaltigen Wirtschaftswachstums (Isew) eingeführt werden. Diese Indikatoren sollen die Nutzung der Naturgüter in die nationale Buchhaltung integrieren.</p><p>Der Bundesrat wird beauftragt, folgende vorläufige Massnahmen zu prüfen und vorzukehren:</p><p>1. Für die Schweiz soll aufgrund der ausgearbeiteten internationalen Rechnungsmodelle versuchsweise eine volkswirtschaftliche Gesamtrechnung unter Einbezug der ökologischen Faktoren (Ökosozialprodukt, Isew) erstellt werden, sei es durch das Bundesamt für Statistik oder sei es durch ein entsprechendes Forschungsprojekt (unter Umständen des Nationalfonds).</p><p>2. Die Schweiz soll sich im Rahmen des OECD dafür einsetzen, dass die OECD-Länder gemeinsam die Erweiterung der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung mit ökologischen Indikatoren oder Konten vorantreiben.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2>Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Dabei ist im Einklang mit der internationalen Praxis keine direkte Integration der ökologischen Faktoren in die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung vorgesehen, sondern es wird die Bereitstellung von Zusatzinformationen über diese Aspekte (Satellitenkonto) in einem vertretbaren Kosten-/Nutzenverhältnis angestrebt.