A bteilung III C -2609/2006 {T 0/2} U rteil vom 24. Septem ber 2007 M itw irkung: M ichael Peterli, vorsitzender R ichter, Johannes Frölicher, R ichter, Eduard Acherm ann, R ichter, G erichtsschreiberin G ross R ._______, Kroatien, Beschw erdeführer, vertreten durch H errn Alexander Prechtl, R echtsanw alt, Ilgenstrasse 22, Postfach, 8032 Zürich, gegen Eidgenössische Invalidenversicherung, IV-Stelle für Versicherte im A usland, Postfach 3100, 1211 G enf 2, Vorinstanz, betreffend Invalidenrente B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er 1964 geborene kroatische Staatsangehörige R ._______, der zuletzt in der Schw eiz als M aurer tätig gew esen w ar, m eldete sich am 23. N ovem ber 2001 bei der IV-Stelle Schaffhausen zur G ew ährung einer R ente von der schw eizerischen Invalidenversicherung. B. D a R ._______ im Kanton Schaffhausen nicht angem eldet w ar und am 29. N ovem ber 2001 w egen einer Einreisesperre aus der Schw eiz ausge- w iesen w urde, leitete die IV-Stelle Schaffhausen das Leistungsgesuch w ei- ter an die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IV-Stelle). C . D ie m it der Prüfung des Leistungsgesuchs befasste IV-Stelle konnte sich in ihrer R entenverfügung nam entlich auf folgende U nterlagen w irtschaftli- chen, versicherungstechnischen und m edizinischen Inhalts stützen: – den nur lückenhaft ausgefüllten Fragebogen der IV-Stelle für den Ver- sicherten, in dem R ._______ am 13. Juni 2002 angegeben hat, w egen seiner Leiden keine stehende beziehungsw eise körperliche Arbeit ver- richten zu können; für Büroarbeiten besitze er nicht die erforderliche Ausbildung; er verfüge über keinerlei Einkom m en und w erde von seiner Schw ester finanziell unterstützt; – einen m edizinischen Bericht des kroatischen Versicherungsträgers vom 11. M ärz 2003, w onach R ._______ seit O ktober 2002 nam entlich an einem chronischen Lum bosakralsyndrom leide; die "Arbeits- und Er- w erbsfähigkeit" w urde generell auf 50% geschätzt; – die Stellungnahm e von D r. m ed. C ._______ vom 29. Juni 2003 zu H an- den der IV-Stelle, w onach R ._______ aufgrund seiner Beschw erden als M aurer zu 70% arbeitsunfähig sei; leichte, nicht rückenbelastende Verw eisungstätigkeiten seien ihm jedoch im U m fang von 80% zum ut- bar; – den Einkom m ensvergleich der IV-Stelle vom 22. Septem ber 2003, w o- bei auf der Basis einer 80-prozentigen Verw eisungstätigkeit eine Er- w erbseinbusse von 31% eruiert w urde. D . M it Verfügung vom 4. April 2005 lehnte die IV-Stelle R ._______s R enten- begehren ab, da kein Invaliditätsgrad in rentenberechtigender H öhe vorlie- ge. E. G egen diese Verfügung erhob R ._______ am 10. M ai 2005 (m it Ergänzun- gen vom 29. Juni und vom 31. O ktober 2005) Einsprache. Er forderte die Aufhebung der Verfügung und die G ew ährung einer Invalidenrente, da ihm die Ausübung einer gew innbringenden Tätigkeit nicht m ehr zum utbar sei. Ü berdies habe sich sein Zustand seit Erlass der Verfügung w eiter ver- schlechtert, w ie sich aus den beigelegten m edizinischen Berichten (einen Bericht des N eurologen D r. m ed. K._______ betreffend die EM G -U ntersu- chung vom 10. Juni 2005; einen Bericht von D r. m ed. K._______ vom 27. Juni 2005 betreffend eine klinische Kontrolluntersuchung; einen radio- logischen Bericht von D r. m ed. S._______ betreffend das C om putertom o-3 gram m der Lum bosakralw irbelsäule vom 16. Juni 2005; je einen kurzen psychiatrischen Bericht von D r. m ed. H ._______ vom 7. Juni 2005 und von D r. m ed. T._______ vom 10. Juni 2005) ergäbe. F. M it Einspracheverfügung vom 18. N ovem ber 2005 w ies die IV-Stelle die Einsprache m it Verw eis auf die entsprechende Stellungnahm e von D r. m ed. M ._______ ab und bestätigte die angefochtene Verfügung vom 4. April 2005. G . M it Eingabe vom 21. D ezem ber 2005 erhebt R ._______ (nachfolgend: Be- schw erdeführer) Beschw erde bei der Eidgenössischen AH V/IV-R ekurs- kom m ission für die im Ausland w ohnenden Personen. Er beantragt die Aufhebung der Einspracheverfügung vom 18. N ovem ber 2005 und die G e- w ährung einer seinem Invaliditätsgrad entsprechenden Invalidenrente. Eventualiter sei eine Expertise über den G rad der radikulären Sensibilitäts- störungen einzuholen. Aus den von ihm im Einspracheverfahren einge- reichten m edizinischen U nterlagen ergäbe sich, dass ihm w eder seine bis- herige Tätigkeit als M aurer noch leichte Verw eisungstätigkeit zum utbar seien, da er an m ultiplen R adikulopathien und D iskopathien leide. H . D ie IV-Stelle beantragt anlässlich ihrer Vernehm lassung vom 31. Januar 2006, gestützt auf die bereits erw ähnte Stellungnahm e von D r. m ed. M .________ und auf den Einkom m ensvergleich vom 22. Septem ber 2003, die Abw eisung der Beschw erde. I. M it R eplik vom 3. M ärz 2006 hält der Beschw erdeführer an seinen Anträ- gen fest. J. M it D uplik vom 10. M ärz 2006 hält die IV-Stelle an ihrem Antrag auf Abw ei- sung der Beschw erde fest. K. Am 1. Januar 2007 geht das Verfahren von der Eidgenössischen AH V/IV- R ekurskom m ission auf das Bundesverw altungsgericht über. L. M it Schreiben vom 13. M ärz 2007 gibt das Bundesverw altungsgericht den Parteien den Spruchkörper bekannt. Es sind keine Ausstandsbegehren eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Be- urteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei den Beschw erdediensten der D epartem en- te hängigen R echtsm ittel. D ie Beurteilung erfolgt gem äss Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes über das Bundesverw altungsgericht vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) nach neuem Verfahrensrecht. 1.2 G em äss Art. 31 VG G in Verbindung m it Art. 33 Bst. d VG G und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG , SR 831.20) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der IV-Stelle 4 für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahm e im Sinne von Art. 32 VG G liegt nicht vor. 1.3 Aufgrund von Art. 3 Bst. dbis des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) findet das Vw VG kei- ne Anw endung in Sozialversicherungssachen, sow eit das Bundesgesetz vom 6. O ktober 2000 über den Allgem einen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG , SR 830.1) anw endbar ist. G em äss Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestim m ungen des ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a-26bis und 28-70) anw endbar, sow eit das IVG nicht ausdrücklich eine Abw ei- chung vom ATSG vorsieht. 1.4 D er Beschw erdeführer ist im Sinne von Art. 59 ATSG beschw erdelegiti- m iert. 1.5 D a die Beschw erde im Ü brigen frist- und form gerecht (Art. 60 ATSG und Art. 52 Vw VG ) eingereicht w urde, ist darauf einzutreten. 2. Vorliegend ist streitig und vom Bundesverw altungsgericht zu prüfen, ob und gegebenenfalls inw iefern der Beschw erdeführer aufgrund seiner ge- sundheitlichen Einschränkungen Anspruch auf eine Invalidenrente hat. 2.1 Ein Anspruch auf eine ganze R ente besteht gem äss Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis zum 31. D ezem ber 2003 gültig gew esenen Fassung, w enn die ver- sicherte Person m indestens zu zw ei D ritteln, derjenige auf eine halbe R en- te, w enn sie m indestens zur H älfte und derjenige auf eine Viertelsrente, w enn sie m indestens zu 40% invalid ist. N ach dem seit 1. Januar 2004 in Kraft stehenden Art. 28 Abs. 1 IVG hat ein Versicherter bei einem Invaliditätsgrad von 70% Anspruch auf eine ganze R ente, auf eine D reiviertelsrente bei einem G rad der Invalidität von 60% , auf eine halbe R ente bei einem solchen von 50% und auf eine Vier- telsrente bei einem Invaliditätsgrad von 40% . G em äss Art. 28 Abs. 1ter IVG w erden R enten, die einem Invaliditätsgrad von w eniger als 50% entsprechen, (unter Vorbehalt anderslautender völ- kerrechtlicher Abkom m en) nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren W ohnsitz und gew öhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG ) in der Schw eiz ha- ben. N ach der bundesgerichtlichen R echtsprechung stellt diese Bestim - m ung nicht eine blosse Auszahlungsvorschrift, sondern eine besondere Anspruchsvoraussetzung dar (BG E 121 V 275 E. 6c). 2.2 D as Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf den im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Ver- w altungsaktes eingetretenen Sachverhalt ab (BG E 129 V 4 E. 1.2 m it H in- w eisen). D ie im vorliegenden Verfahren streitige Einspracheverfügung w urde am 18. N ovem ber 2005 erlassen, so dass eventuelle nach diesem Zeitpunkt eingetretene Sachverhaltsänderungen nicht zu berücksichtigen sind (BG E 121 V 366 E. 1b). 5 3. 3.1 Laut Art. 8 ATSG in Verbindung m it Art. 4 Abs. 1 IVG ist Invalidität die vor- aussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilw eise Er- w erbsunfähigkeit als Folge von G eburtsgebrechen, Krankheit oder U nfall. Erw erbsunfähigkeit ist nach Art. 7 ATSG der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen G esundheit verursachte und nach zum utbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilw eise Verlust der Erw erbsm öglichkeiten auf dem in Betracht kom m enden ausgegliche- nen Arbeitsm arkt. D as heisst, dass es bei der Bem essung der Invalidität einzig und allein auf die objektiven w irtschaftlichen Folgen der funktionel- len Behinderung ankom m t, w elche nicht m it dem vom Arzt festgelegten G rad der funktionellen Einschränkung übereinstim m en m üssen (BG E 110 V 275 E. 4a). D abei sind die Erw erbs- bzw . Arbeitsm öglichkeiten nicht nur im angestam m ten Beruf bzw . der bisherigen Tätigkeit, sondern auch in zu- m utbaren Verw eisungstätigkeiten zu prüfen. 3.2 D ie Verw altung – und im Beschw erdfall das G ericht – ist hierbei auf U nter- lagen angew iesen, die der Arzt und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung gestellt haben. Aufgabe des Arztes ist es, den G esundheits- zustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehm en, in w elchem U m fang und gegebenenfalls bezüglich w elcher Tätigkeiten der Versicherte arbeits- unfähig ist. Im W eiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine w ichtige G rund- lage für die Beurteilung der Frage, w elche Arbeitsleistungen dem Versi- cherten konkret noch zugem utet w erden können (BG E 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c m it H inw eisen; ZAK 1991 S. 319 E. 1c). H insichtlich des Bew eisw ertes eines ärztlichen Berichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange um fassend ist, auf allseitigen U n- tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschw erden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anam nese) abgegeben w orden ist, in der Beurtei- lung der m edizinischen Zusam m enhänge und in der D arlegung der m edizi- nischen Situation einleuchtet, und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BG E 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AH I 2001 S. 112 f.). 4. 4.1 D er m edizinische Bericht des kroatischen Versicherungsträgers vom 11. M ärz 2003 diente der IV-Stelle als w ichtige G rundlage ihrer Verfügung vom 4. April 2005 sow ie der angefochtenen Einspracheverfügung: D ieser knapp zw eieinhalbseitige Bericht stützt sich im W esentlichen auf drei kurze Berichte des Klinik- und Spitalzentrum s Z._______, Kroatien (ei- nen EM G -Bericht vom 6. M ärz 2003 von D r. m ed. Z._______, einen radio- logischen Bericht vom 7. M ärz 2003 [Stem pel und U nterschrift unleserlich] sow ie einen zusam m enfassenden Bericht von D r. m ed. O ._______ vom 7. M ärz 2003). D em nach leide der Beschw erdeführer seit O ktober 2002 an einem chronischen Lum bosakralsyndrom . Apparativ (C T/EM G ) w urden ge- m äss den erw ähnten Berichten des Klinik- und Spitalzentrum s Z._______ 6 ein D iskusprolaps im Segm ent L4/L5 sow ie eine D iskusprotrusion L5/S1 m it beidseitiger N ervenw urzelläsion L5/S1 festgestellt, ebenso w urde ein entsprechender Verdacht im Segm ent L3/L4 geäussert. D er m edizinische Bericht des kroatischen Versicherungsträgers be- schränkt sich hinsichtlich der Problem e im Bereich der W irbelsäule w eitge- hend auf die W iedergabe der in den erw ähnten Kurzberichten erhobenen Befunden. W eder w erden diesbezüglich w eitere relevante U ntersuchungen durchgeführt, noch setzt sich der Bericht differenziert m it den zitierten Vor- akten auseinander. Aus den erhobenen Befunden w ird pauschal geschlossen, dass der Be- schw erdeführer als M aurer nicht m ehr arbeitsfähig sei. Er m üsse w egen seines neurologischen Status stato-dynam ische Belastungen und nicht physiologische Positionen verm eiden, solle keine schw eren G ew ichte he- ben und nicht lange sitzen. Schliesslich w ird ohne nachvollziehbare Be- gründung festgehalten, die Einschränkung der "Arbeits- und Erw erbsfähig- keit" (in der französischen Ü bersetzung der kroatischen O riginalfassung: "la réduction de la capacité de travail et de gain") betrage 50% . D iese For- m ulierung im pliziert zw ar, dass R estarbeitsfähigkeit für Verw eisungstätig- keiten vorhanden ist. N am entlich bleibt aber offen, ob die (durch U m kehr- schluss attestierte) Arbeitsfähigkeit von 50% lediglich den zeitlichen U m - fang einer zum utbaren Verw eisungstätigkeit um schreibt, oder ob sie zu- sätzlich (w ie aufgrund der verw endeten Term inologie "Arbeits- und Er- w erbsfähigkeit" eher anzunehm en ist) auch die qualitative Einschränkung der Arbeitskraft bereits beinhalten soll. Auch w ird das dem Beschw erde- führer w eiterhin zum utbare positive Leistungsbild, d.h. die qualitativen und quantitativen Anforderungen, die er noch erfüllen könnte, nicht näher um - schrieben. D ie D iagnostik sow ie insbesondere die daraus gezogenen Schlüsse erw ei- sen sich som it als w enig präzis, doppeldeutig und nicht genügend begrün- det. Entsprechend ist der m edizinische Bericht des kroatischen Versiche- rungsträgers nicht geeignet, die H öhe der Arbeitsfähigkeit des Beschw er- deführers m it dem erforderlichen Bew eisgrad der überw iegenden W ahr- scheinlichkeit nachzuw eisen. 4.2 D r. m ed. C ._______, der den Fall einzig anhand der Akten beurteilen konnte, attestierte dem Beschw erdeführer in einer kurzen Stellungnahm e vom 29. Juni 2003 zu H anden der IV-Stelle eine 70-prozentige Arbeitsun- fähigkeit in seiner bisherigen Tätigkeit als M aurer. Für leichtere Verw ei- sungstätigkeiten ging der Arzt von einer 80-prozentigen Arbeitsfähigkeit aus. D ieser letzte W ert fungierte als G rundlage des Einkom m ensverglei- ches der IV-Stelle vom 22. Septem ber 2003. D r. m ed. C ._______ zog som it betreffend die H öhe der Arbeitsfähigkeit ei- nen anderen Schluss als der seiner Stellungnahm e zugrunde liegende Be- richt des kroatischen Versicherungsträgers, der w ie oben aufgezeigt sei- nerseits m it diversen M ängeln behaftet ist. Allerdings setzt er sich m it des- sen Bericht nicht genügend fundiert auseinander. N am entlich w erden die Abw eichungen hinsichtlich der H öhe der Arbeitsfähigkeit nicht ausreichend 7 begründet. D aher kann die von D r. m ed. C ._______ attestierte Arbeitsfä- higkeit nicht m it dem erforderlichen Bew eisgrad der überw iegenden W ahr- scheinlichkeit als erstellt gelten. 4.3 D er Beschw erdeführer argum entierte in seiner Beschw erde, die von ihm im R ahm en des Einspracheverfahrens eingereichten m edizinischen Be- richte w ürden belegen, dass ihm w eder seine bisherige Tätigkeit als M au- rer noch leichte Verw eisungstätigkeiten zum utbar seien: Im EM G -Bericht vom 10. Juni 2005 w erde ausdrücklich auf einen sehr schw eren M otoneu- ronverlust in den analysierten M uskeln beider Füsse und der U nterschen- kel sow ie auf einen w esentlichen M otoneuronverlust in den analysierten M uskeln beider Schultern, U nterarm e und H ände hingew iesen. Aus m edi- zinischer Sicht führe dies im m er zu einem Ausfall der zugehörigen M us- keln und zu einem Verlust der R eflexe. Es sei daher nicht erforderlich, dass hierzu in einem klinischen Befund ausdrücklich Stellung bezogen w erde. 4.3.1 D r. m ed. K._______ beschrieb am 10. Juni 2005 im EM G einen m otori- schen Ausfall des m . extensor digitorum brevis und des m . tibialis anterior. N eu zeigte sich elektrom yographisch eine Kom pressionssym ptom atik in den Segm enten C 5-C 8 beidseits (m . deltoideus dex. et sin., m . extensor digitorum com m unis dex. et sin., m . opponens pollicis dex. et sin.), die in dem m edizinischen Bericht des kroatischen Versicherungsträgers nicht ausgew iesen w orden w ar. D r. m ed. K._______ hielt fest, der Befund habe sich im Verhältnis zum letzten Befund verschlechtert. In einem kurzen Bericht betreffend die Kontrolluntersuchung vom 27. Juni 2005 bestätigte D r. m ed. K._______ die Schm erzhaftigkeit im D erm atom C 5-C 8 beidseits; die Anteflexion und R etroflexion der H alsw irbelsäule sei- en schm erzhaft und reduziert. Er erachte es aufgrund der Anam nese, des klinischen Bildes und der erhobenen Befunde als evident, dass der Be- schw erdeführer an m ultiplen R adikulopathien und D iskopathien im Lum bo- sakralbereich leide. D ie einzige sinnvolle Behandlung seien ein m axim ales Schonregim e bei indizierter physikalischer Therapie sow ie die R uhigstel- lung bei Phasen der Schm erzhaftigkeit. Es sei keine R estarbeitsfähigkeit vorhanden. 4.3.2 Entgegen den Vorbringen des Beschw erdeführers reicht ein apparativ er- hobener Befund nicht aus, um eine Arbeitsunfähigkeit zu begründen. Viel- m ehr m uss die Arbeitsunfähigkeit als Schlussfolgerung einer um fassenden D iagnostik in einem klinischen Bericht nachvollziehbar und objektiv darge- legt w erden. So ist es doch – w ie bereits erw ähnt – die Aufgabe des Arztes im schw eizerischen Invalidenverfahren, den G esundheitszustand zu beur- teilen, und sodann auf dieser G rundlage Stellung zu nehm en, in w elchem U m fang und gegebenenfalls bezüglich w elcher Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig ist. D iese Fragen können nicht anstelle des Arztes durch die Verw altung beziehungsw eise (im Beschw erdefall) durch das G ericht beur- teilt w erden, die diesbezüglich nicht sachkundig sind. Im Ü brigen w ird die von D r. m ed. K._______ attestierte vollständige Ar- beitsunfähigkeit nicht näher begründet. Insbesondere w ird die von ihm 8 festgehaltene Verschlechterung des G esundheitszustandes nicht nachvoll- ziehbar ausgew iesen, zum al nicht ersichtlich ist, ob dem Arzt die m edizini- schen Vorakten überhaupt zur Verfügung standen. D ie vom Beschw erdeführer eingebrachten m edizinischen Kurzberichte sind deshalb nicht geeignet, eine (rentenrelevante) Einschränkung der Ar- beitsfähigkeit m it der erforderlichen überw iegenden W ahrscheinlichkeit nachzuw eisen. 4.4 4.4.1 D as Sozialversicherungsrecht ist vom U ntersuchungsgrundsatz be- herrscht. D anach haben die entscheidenden Behörden von Am tes w egen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachver- halts zu sorgen. Allerdings um fasst die behördliche und richterliche Abklä- rungspflicht nicht unbesehen alles, w as von einer Partei behauptet oder verlangt w ird. N am entlich haben die Verw altungsbehörden und das Sozial- versicherungsgericht zusätzliche Abklärungen stets nur dann vorzuneh- m en oder zu veranlassen, w enn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkten hinreichender An- lass besteht (vgl. BG E 117 V 282 E. 4a; U rteil des EVG vom 20. Juli 2000, I 520/99). 4.4.2 Im vorliegenden Fall bestehen aufgrund der aktenkundigen U nterlagen An- haltspunkte, dass die Arbeitsfähigkeit des Beschw erdeführers w egen sei- ner gesundheitlichen Problem e im Bereich der W irbelsäule eingeschränkt sein könnte. Es lässt sich allerdings den U nterlagen nicht m it dem erforderlichen Bew eisgrad der überw iegenden W ahrscheinlichkeit entneh- m en, ob und allenfalls inw iefern genau die Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist, ob und allenfalls inw iefern eine solche Einschränkung Ausw irkungen auf die Erw erbsfähigkeit hat und schliesslich ob und gegebenenfalls inw ie- fern som it ein Invaliditätsgrad in rentenberechtigendem M asse vorliegt. Vorliegend erw eist sich folglich der Sachverhalt als nicht rechtsgenüglich erstellt und verlangt der w eiteren Abklärung. 4.4.3 N ach der höchstrichterlichen R echtsprechung hat das G ericht, das den Sachverhalt als ungenügend abgeklärt erachtet, im Prinzip die W ahl, die Sache zur w eiteren Bew eiserhebung an die Verw altung zurückzuw eisen oder selber die nötigen Instruktionen vorzunehm en (ZAK 1987 S. 264 E. 2a). Bei festgestellter Abklärungsbedürftigkeit verletzt die R ückw eisung der Sache an die Verw altung als solche w eder den U ntersuchungsgrund- satz noch das G ebot eines einfachen und raschen Verfahrens. Anders ver- hielte es sich nur dann, w enn die R ückw eisung an die Verw altung einer Verw eigerung des gerichtlichen R echtsschutzes gleichkäm e (beispielsw ei- se dann, w enn aufgrund besonderer G egebenheiten nur ein G erichtsgut- achten oder andere gerichtliche Bew eism assnahm en geeignet w ären, zur Abklärung des Sachverhaltes beizutragen), oder w enn die R ückw eisung nach den U m ständen als unverhältnism ässig bezeichnet w erden m üsste (BG E 122 V 163 E. 1d; R KU V 1989 K 809 S. 207 E. 4). Vorliegend sind keine G ründe ersichtlich, die der R ückw eisung der Sache zur w eiteren Ab- klärung an die IV-Stelle entgegenstehen w ürden.9 5. D ie Beschw erde ist som it insofern teilw eise gutzuheissen, als die ange- fochtene Einspracheverfügung vom 18. N ovem ber 2005 aufgehoben und die Sache zur w eiteren Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts, na- m entlich zur Einholung eines neurologischen G utachtens, das sich über den G esundheitszustand und über dessen Ausw irkung auf die Arbeitsfä- higkeit ausspricht, sow ie – sollten entsprechende Ausw irkungen vorliegen – zur D urchführung eines Einkom m ensvergleiches, an die IV-Stelle zurück- gew iesen w ird, w elche anschliessend eine neue Verfügung zu erlassen hat. 6. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. D er Beschw erdeführer hat gem äss Art. 64 Abs. 1 Vw VG in Verbindung m it Art. 7 ff. des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 (VG KE, SR 173.320.2) Anspruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten der Verw altung. D iese w ird auf Fr. 1'500.- (inklusive M w St.) festgesetzt. D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird teilw eise gutgeheissen und die angefochtene Ein- spracheverfügung vom 18. N ovem ber 2005 aufgehoben. 2. D ie Sache w ird zur Feststellung des Sachverhalts und zum Erlass einer neuen Verfügung im Sinne der Erw ägungen an die Vorinstanz zurückge- w iesen. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. 4. D ie Vorinstanz hat dem Beschw erdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 1'500.- zu bezahlen. 5. D ieses U rteil w ird den Parteien eröffnet: – dem Beschw erdeführer (G erichtsurkunde) – der Vorinstanz (G erichtsurkunde) – dem Bundesam t für Sozialversicherungen D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin:10 R echtsm ittelbelehrung G egen diesen Entscheid kann innerhalb von 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesge- richt, Sozialversicherungsrechtliche Abteilungen, Schw eizerhofquai 6, 6004 Luzern, Be- schw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt w erden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie R echts- schrift hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nter- schrift zu enthalten. D er angefochtene Entscheid und die Bew eism ittel sind, sow eit sie der Beschw erdeführer in H änden hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BG G ). Versand am :