<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00122</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106183&amp;W10_KEY=13013577&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00122</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 12.07.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Übernahme der Kosten von Computerkursen durch die Gemeinde Die Zuständigkeit des Präsidenten der Fürsorgebehörde stützt sich auf § 67 GemeindeG (E. 2). Weiterbildungskosten sind den situationsbedingten Leistungen zuzurechnen, deren Ausrichtung in weitgehendem Mass im Ermessen der Behörde liegt (E. 3b). Dass die Beschwerdeführerin den einen Kurs bereits besucht und die Kosten selbst getragen hat, steht deren Übernahme durch die Gemeinde nicht Ã priori entgegen (E. 3c). Pflichtgemässe Ermessensausübung setzt voraus, dass sich die Behörde nur von sachlichen Motiven leiten lässt, verfassungsrechtliche Schranken beachtet und den Sachverhalt richtig ermittelt (E. 3d). Die fraglichen Kurse sind durchaus geeignet, die beruflichen Chancen der Beschwerdeführerin zu verbessern (E. 3f). Die Beschwerdegegnerin durfte jedoch auch das bisherige Verhalten der Beschwerdeführerin zu ihren Ungunsten in Betracht ziehen (E. 3g). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: COMPUTERKURSE">COMPUTERKURSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSEN">ERMESSEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOMPETENZ">KOMPETENZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEISTUNG">LEISTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRÃSIDIALVERFÃGUNG">PRÃSIDIALVERFÃGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SITUATIONSBEDINGTE LEISTUNGEN">SITUATIONSBEDINGTE LEISTUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEITERBILDUNGSKOSTEN">WEITERBILDUNGSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 56 GemeindeG</span><br/><span class="gerade">§ 57 GemeindeG</span><br/><span class="ungerade">§ 67 GemeindeG</span><br/><span class="gerade">§ 14 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 17vrg50 SHV</span><br/><span class="gerade">Art./§ 49 aBauO Uster</span><br/><span class="ungerade">Art./§ 62 lit. IV aBauO Uster</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Der PrÃ¤sident der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X wies mit VerfÃ¼gungen vom 23. Oktober 2000 und vom 5. Januar 2001 Gesuche von A um Finanzierung von Computer­kursen bei der Gewerblich-Industriellen Berufsschule X im Betrag von Fr. 290.- bzw. Fr. 640.- ab. Er erwog im Wesentlichen, die Gesuchstellerin habe bisher eine Arbeitsauf­nahme trotz gebo­tener Gelegenheit unterlassen, weswegen es stossend wÃ¤re, ihr die Kosten fÃ¼r die bean­tragten Kurse zu finanzieren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. A erhob dagegen am 19. November 2000 und am 2. Februar 2001 Re­kurse an den Bezirksrat, der die beiden Rechtsmittel vereinigte und am 3. April 2001 abwies. Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrte der Bezirksrat an, BeitrÃ¤ge an berufliche Fort- und Weiter­bildungs­mass­nahmen kÃ¶nnten im UnterstÃ¼tzungsbudget nur berÃ¼cksichtigt werden, wenn diese zur Erhaltung bzw. FÃ¶rderung der beruflichen Qualifikationen oder sozialen Kompe­tenzen bei­trÃ¼gen Der von der Rekurrentin gewÃ¼nschte Computerkurs sei jedoch nicht ge­eignet, ihr in ihrem angestammten Bereich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu ver­schaffen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen den Beschluss des Bezirksrats wandte sich A am 16. April 2001 mit Be­schwerde an das Verwaltungsgericht mit dem Antrag, es seien ihr die beiden Kurse an der Berufsschule X zu Fr. 290.- und Fr. 640.- zu finanzieren. Der Be­zirksrat beantragte am 7. Mai 2001 die Abweisung der Beschwerde, wÃ¤hrend die Stadt X sich nicht vernehmen liess.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) sachlich und funktionell zustÃ¤ndig. Die BeschwerdefÃ¼hrerin verlangt neben der Finanzierung eines Word- und Excel-Kurses mit Kosten von Fr. 640.- an der Berufs­schule X auch die rÃ¼ckwirkende VergÃ¼tung des von ihr nach eigener Darstellung schon absolvierten Grundkurses.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. In formeller Hinsicht stellt sich vorab die Frage, ob der PrÃ¤sident der FÃ¼rsorge­behÃ¶rde X berechtigt war, das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin durch VerfÃ¼gung abzu­wei­sen, oder ob dies der KollegialbehÃ¶rde vorbehalten ist. Bei der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X handelt es sich nicht um eine Kommission mit selbstÃ¤ndigen Verwaltungsbefugnissen im Sinn von § 56 f. des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 (GemeindeG; Art. 49 der Ge­meindeord­nung der Stadt X vom 1. April 1990; GemeindeO). GemÃ¤ss Art. 62 Abs. 4 GemeindeO erfÃ¼llt die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde ihre Aufgaben als GesamtbehÃ¶rde. Die Delegation von Kom­petenzen an den PrÃ¤sidenten oder andere einzelne Mitglieder ist nicht vorgesehen. Dem­nach kann sich die prÃ¤sidiale ZustÃ¤ndigkeit nicht auf § 57 GemeindeG stÃ¼tzen, son­dern hÃ¶chstens auf § 67. Dringlichkeit im Sinn der zweiten Bestimmung lag kaum vor: Zwi­schen dem Eingang des Gesuchs und dem Ablauf der Anmeldefrist fÃ¼r die Kurse lagen ca. drei bzw. sechs Wochen, beim zweiten Gesuch lagen allerdings die Weihnachts- und Neu­jahrstage dazwischen. Diese Zeitspanne hÃ¤tte ausgereicht, um die Gesuche der Gesamt­behÃ¶rde zu unterbreiten und der BeschwerdefÃ¼hrerin den Entscheid noch vor Ablauf der Fristen mitzuteilen. Hingegen kann aufgrund der bescheidenen finanziellen Tragweite bei beiden Gesuchen gerade noch GeringfÃ¼gigkeit im Sinn von § 67 GemeindeG angenommen werden. Somit bestand in der strittigen Angelegenheit eine Entscheidkompetenz des PrÃ¤si­denten der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Wer fÃ¼r seinen Lebensunterhalt und den seiner FamilienangehÃ¶rigen mit glei­chem Wohnsitz nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann, hat gemÃ¤ss § 14 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe. GemÃ¤ss § 17 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Okto­ber 1981 (SHV) bilden die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe (SKOS) Grundlage fÃ¼r die Bemessung der Sozialhilfe, wobei begrÃ¼ndete Abweichungen im Einzel­fall vorbehalten werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach den genannten Richtlinien setzt sich das individuelle UnterstÃ¼tzungsbudget aus der materiellen Grundsicherung, bestehend aus dem Grundbedarf I und II fÃ¼r den Le­bensunterhalt, den Wohnungskosten und der medizinischen Grundversorgung einerseits, und aus situationsbedingten Leistungen anderseits zusammen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Bei der von der BeschwerdefÃ¼hrerin beantragten Finanzierung zweier Computer­kurse geht es um Weiterbildungskosten, die sozialhilferechtlich den situationsbedingten Leistungen zuzurechnen sind (VGr, 24. November 2000, VB.2000.00374). Die Vorinstanz hat im Ãbrigen die rechtlichen Grundlagen zutreffend dargestellt. Darauf kann verwiesen werden (§ 28 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 VRG). Die Ausrichtung situationsbedingter Leistungen liegt in weitgehendem Mass im Ermessen der SozialhilfebehÃ¶rden. Das Ver­wal­tungsgericht hat deren Entscheide nach § 50 VRG nur darauf hin zu Ã¼berprÃ¼fen, ob das Ermessen missbraucht oder Ã¼berschritten wurde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat nach eigener Darstellung den einen Kurs, dessen Kos­ten sie durch die Beschwerdegegnerin Ã¼bernommen haben will, bereits besucht. Es fragt sich, ob eine Ãbernahme schon deswegen abzulehnen ist, weil die Sozialhilfe nur die Beseitigung bestehender Notlagen zum Zweck hat (A.4 der SKOS-Richtlinien). Dies ist nicht angezeigt: Zwar hat die BeschwerdefÃ¼hrerin die fragliche Ausgabe freiwillig, ohne unmittelbare Notwendigkeit getÃ¤tigt und liegt damit nicht ein Fall vor, dass eine Gemeinde AnsprÃ¼che auf materielle Grundsicherung nicht oder nicht in beantragtem Ausmass erfÃ¼l­len wollte, doch soll die Eigeninitiative von FÃ¼rsorgebeziehenden zur Verbesserung der ei­genen Lage nicht dadurch beeintrÃ¤chtigt werden, dass entsprechende freiwillige Anstren­gungen Ã priori nicht durch die Sozialhilfe zu tragen sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) PflichtgemÃ¤sse ErmessensausÃ¼bung setzt voraus, dass sich die BehÃ¶rde bei ih­rem Entscheid nur von sachlichen Motiven leiten lÃ¤sst und sich an verfassungsrechtliche Schranken wie das WillkÃ¼rverbot und die Gebote der Rechtsgleichheit sowie von Treu und Glauben hÃ¤lt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 80). Vorauszusetzen ist dabei zudem, dass die BehÃ¶rde den Sachverhalt zutreffend ermittelt hat. Dies bestreitet die BeschwerdefÃ¼hrerin in mehrerer Hinsicht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Der Bezirksrat erwog, die von der BeschwerdefÃ¼hrerin gewÃ¼nschten Kurse kÃ¶nn­ten ihre BeschÃ¤ftigungschancen in ihrem angestammten Bereich kaum erhÃ¶hen, da sie nur ein marginales und branchenfremdes Basiswissen vermittelten. Aus den Akten werde er­sichtlich, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin im Rahmen eines BeschÃ¤ftigungsprogramms die MÃ¶g­lichkeit gehabt hÃ¤tte, sich nicht nur praxisnÃ¤here Kenntnisse anzueignen, sondern auch einen Arbeitsnachweis zu erhalten, der sich viel nachhaltiger auf ihren "Marktwert" ausge­wirkt hÃ¤tte. Die BeschwerdefÃ¼hrerin weigere sich Ã¼berdies, in einem fÃ¼r sie viel nÃ¤herlie­gen­den Bereich wie dem erlernten Beruf, dem Verkauf oder Gastgewerbe zu arbeiten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist gelernte PTT-Betriebsassistentin und hat die Kunst­ge­werbeschule absolviert. Da die beantragten Kurse keine Zweitausbildung bzw. Umschu­lung darstellen, wie die Vorinstanz zutreffend feststellt, mÃ¼ssen sie die beruflichen Chan­cen der BeschwerdefÃ¼hrerin im Rahmen der von ihr abgeschlossenen Ausbildungen ver­bessern. Bei der bisher hauptsÃ¤chlich ausgeÃ¼bten kunsthandwerklichen TÃ¤tigkeit ist dies kaum der Fall. Anders dÃ¼rfte sich dies beim Beruf der Betriebsassistentin verhalten, der auch administrative Arbeiten umfasst, fÃ¼r die heute vornehmlich Computer eingesetzt wer­den dÃ¼rften.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dass die von der BeschwerdefÃ¼hrerin gewÃ¼nschten Kurse "marginales Basiswis­sen" vermittelten, erscheint aufgrund der Akten jedenfalls fÃ¼r den ersten Kurs zutreffend. Richtig ist fÃ¼r beide Kurse, dass sie eine "branchenfremde" Ausbildung beinhalten. Diese UmstÃ¤nde stellen aber fÃ¼r sich allein keine genÃ¼genden AblehnungsgrÃ¼nde dar. Grundle­gende Computerkenntnisse, deren Bedeutung unbestritten ist und die der BeschwerdefÃ¼hre­rin offenbar fehlen, sind nicht prioritÃ¤r branchenspezifisch zu vermitteln, da es dabei vor­nehmlich darum geht, die Lernenden mit Branchen Ã¼bergreifend verwendeten Betriebssys­temen und Standardprogrammen vertraut zu machen. Den beantragten Kursen ist somit die Eignung, der BeschwerdefÃ¼hrerin bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verschaffen, nicht grundsÃ¤tzlich abzusprechen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>g) Entsprechen die Kurse damit den Kriterien von H.6 der SKOS-Richtlinien, so durfte im Rahmen der ErmessensausÃ¼bung allerdings auch das bisherige Verhalten der BeschwerdefÃ¼hrerin berÃ¼cksichtigt werden. FÃ¼rsorgebehÃ¶rde und Vorinstanz halten ihr vor, sie habe eine ihr angebotene Stelle, die ihr die MÃ¶glichkeit gegeben hÃ¤tte, sich als Einsteigerin mit den Grundlagen der elektronischen Datenverarbeitung vertraut zu machen, ohne Grund nicht angenommen. In diesem Zusammenhang zielt das Argument der Be­schwerdefÃ¼hrerin, in Stelleninseraten wÃ¼rden Computerkenntnisse jeweils vorausgesetzt, ins Leere: Aufgrund der Akten ist erstellt, dass ihr durch die Stiftung "C" die Gele­gen­heit geboten wurde, eine Stelle bei der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich anzutreten, die unter anderem ein­fachere EDV-Arbeiten beinhaltet hÃ¤tte, was die Be­schwerdefÃ¼hrerin nicht grundsÃ¤tzlich bestreitet. Dadurch hÃ¤tte sie sich durch praktische Anwendung grundlegende Computer­kenntnisse und âfertigkeiten aneignen kÃ¶n­nen. Dass es nicht zum Abschluss eines Arbeits­vertrags kam, begrÃ¼ndet die Beschwerde­fÃ¼h­rerin damit, ihr sei nicht ermÃ¶glicht worden, den Text zu Hause nochmals durchzulesen. Nach der Darstellung der Stiftung hat sich Be­schwerdefÃ¼hrerin vor dem ersten Ter­min zur Vertragsunterzeichnung am 7. September 2000 telefonisch und schriftlich Ã¼ber die inhaltlichen Einzelheiten erkundigt. DarÃ¼ber sei auch am erwÃ¤hnten Termin gesprochen wor­den. Zwar meldete die Stiftung der FÃ¼rsorge­behÃ¶rde X am 14. Sep­tember 2000, dass die Stelle schon anderweitig vergeben worden sei, doch gab man der BeschwerdefÃ¼hrerin offenbar nochmals (nach dem 14. September 2000) Gele­gen­heit, nachtrÃ¤glich noch zuzusagen. Sie sei aber zu einer vereinbarten Bespre­chung nicht erschienen und habe sich bei der Stiftung "C" nicht mehr gemeldet. Die Beschwerde­fÃ¼h­rerin widerspricht dieser Darstellung, die ihr aus der Rekurs­vernehmlassung der Be­schwer­degegnerin bekannt sein mÃ¼sste, nicht. Unter diesen UmstÃ¤nden ist ihr Beharren auf eine ungestÃ¶rte VertragslektÃ¼re unbeachtlich. Zwar erscheint dieser Wunsch an sich ver­stÃ¤nd­lich, doch kannte sie offenbar den wesentli­chen Vertragsinhalt und hÃ¤tte von ihr ins­beson­dere erwartet werden mÃ¼ssen, sich nach der unterlassenen Unterzeichnung vom 14. Sep­tem­ber 2000 weiter um die Angelegenheit zu kÃ¼mmern. Das Verhalten der Be­schwerde­fÃ¼hrerin haben FÃ¼rsorgebehÃ¶rde und Vorinstanz bei AusÃ¼bung ihres Ermessens mit Recht zu ihren Ungunsten gewÃ¼rdigt. Deren Entscheid ist somit jedenfalls nicht rechts­verletzend im Sinn von § 50 VRG.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet der Einzelrichter:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>