<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VR.2001.00003</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106293&amp;W10_KEY=4467148&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VR.2001.00003</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.09.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Enteignungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>materielle Enteignung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Anspruchsberechtigung bezüglich der Entschädigung nach Verkauf des Grundstücks einer Erbengemeinschaft durch deren Vertreter<br/><br/>Es ist nach den Verfahrensbestimmungen über die Beschwerde über den Rekurs zu entscheiden (E. 1a).<br/>Der Rekurrent tritt in eigenem Namen auf und vertritt nur eigene Ansprüche. In diesem Umfang steht ihm die Legitimation zu (E. 1b).<br/>Es kann offen bleiben, ob von einer Bevollmächtigung durch die übrigen Erben auszugehen ist und ob er allein Bezahlung einer Entschädigung an die Erbengemeinschaft verlangen könnte (E. 1c).<br/>Zu prüfen ist, ob die Entschädigungsansprüche durch die Miterben an den Rekurrenten abgetreten wurden (E. 2a).<br/>Eine Abtretungserklärung liegt nicht vor. Eine Abtretung im Verkaufsvertrag über die Liegenschaft wäre wegen des Verbots des Selbstkontrahierens ungültig (E. 2b).<br/>Mangels Anspruchsberechtigung des Rekurrenten ist der Rekurs abzuweisen (E. 2c).<br/>Im Zeitpunkt des Inkrafttretens des Schutzzonenreglements war das streitbetroffene Grundstück wegen des Waldabstands von 30 m nicht zusätzlich überbaubar. Eine materielle Enteignung liegt somit nicht vor (E. 3b).<br/>Der Einwand, beim Nachbargrundstück habe es sich nicht um Wald gehandelt, wird durch die Akten widerlegt (E. 3c).<br/>Die vorinstanzliche Kostenauflage ist nicht zu beanstanden, da der Rekurrent um die geringen Erfolgschancen seiner Begehren hätte wissen müssen (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABTRETUNG">ABTRETUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANSPRUCHSBERECHTIGUNG">ANSPRUCHSBERECHTIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEICHTFERTIG">LEICHTFERTIG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Enteignung ST: MATERIELLE ENTEIGNUNG">MATERIELLE ENTEIGNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OPFIKON">OPFIKON</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELBSTKONTRAHIEREN">SELBSTKONTRAHIEREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃBERBEWERTUNG">ÃBERBEWERTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRETER">VERTRETER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRETUNGSRECHT">VERTRETUNGSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WALDABSTAND">WALDABSTAND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZESSION">ZESSION</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 63 AbtrG</span><br/><span class="gerade">Art. 165 lit. I OR</span><br/><span class="ungerade">§ 21 lit. a VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Am 26. April 1977 wurde vom Gemeinderat X das Schutzzonenreglement fÃ¼r die Quellfassungen im F, G, H und fÃ¼r die Stollenfassung in X erlassen und am 16. Juni 1983 von der Baudirektion genehmigt. Der Genehmigungsentscheid wurde am 12. August 1983 publiziert. Sowohl in der Publikation als auch in der persÃ¶nlichen Mitteilung an die betroffenen GrundeigentÃ¼mer wurde darauf aufmerksam gemacht, dass allfÃ¤llige EntschÃ¤digungsforderungen innerhalb von 10 Jahren anzumel­den seien. Mit Schreiben vom 4. November 1988 meldete A namens und im Auftrag der Erbengemeinschaft des D EntschÃ¤digungsansprÃ¼che aus der Ã¶ffentlichrechtlichen EigentumsbeschrÃ¤nkung der Grundwasserschutzzone fÃ¼r die Zonen I und II A fÃ¼r das GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 1, I-Strasse in X an.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 14. Juni 1991 verkaufte die Erbengemeinschaft des D, vertreten durch A, das GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 1. GemÃ¤ss Ziff. 10 des Kaufvertrages trat der KÃ¤ufer sÃ¤mtliche AnsprÃ¼che aus Verfahren betreffend Grundwasserschutzzonen, Waldabstandslinien und Waldfestsetzung an A ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 19. November 1997 fand gestÃ¼tzt auf § 29 des Gesetzes betreffend die Abtretung von Privatrechten vom 30. November 1879 (AbtrG) eine Einigungsverhandlung zwischen der Gemeinde X und A statt, ohne dass eine Einigung getroffen werden konnte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Der Gemeinderat von X ersuchte deshalb mit Schreiben vom 6. Oktober 1998 an den Statthalter des Bezirks E um Einleitung des SchÃ¤tzungsverfahrens, woraufhin die Akten mit VerfÃ¼gung des Statthalters vom 9. Oktober 1998 an die Kantonale SchÃ¤tzungskommission des Kantons ZÃ¼rich Ã¼berwiesen wurden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 19. Januar 1999 fand die SchÃ¤tzungsverhandlung statt, an der neben den Vertretern der X (KlÃ¤gerin) A mit seinem Rechtsvertreter teilnahm. Nach KlagebegrÃ¼ndung und einer rudimentÃ¤ren Klageantwort wurde das schriftliche Verfahren fÃ¼r die erweiterte Klageantwort sowie Replik und Duplik durchgefÃ¼hrt. AnlÃ¤sslich des SchÃ¤tzungsverfahrens war zwischen den beteiligten Parteien umstritten, wem aufgrund des Kaufvertrages vom 14. Juni 1991 nun eigentlich die Passivlegitimation zukomme.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Entscheid vom 4. April 2000 fÃ¼hrte die SchÃ¤tzungskommission aus, mit dem Verkauf des GrundstÃ¼cks seien die allfÃ¤lligen EntschÃ¤digungsansprÃ¼che der Erben nicht auf den KÃ¤ufer Ã¼bergegangen, da es sich nicht um AnsprÃ¼che dinglicher, sondern vermÃ¶gensrechtlicher Natur handle. Die allfÃ¤lligen AnsprÃ¼che seien folglich bei den Erben verblieben und hÃ¤tten vom KÃ¤ufer nicht an den Miterben A abgetreten werden kÃ¶nnen. Dieser sei daher im vorliegenden Verfahren nicht alleiniger Beklagter. Dies wÃ¤re nur dann der Fall, wenn alle Miterben die EntschÃ¤digungsforderung an ihn schriftlich abgetreten hÃ¤tten, was aber nicht zutreffe. GestÃ¼tzt auf die Vollmachten aus dem Jahre 1992 sei A jedoch berechtigt, die Erben D zu vertreten. In der Folge setzte sich die SchÃ¤tzungskommission mit der Sache materiell auseinander und kam zum Schluss, dass keine materielle Enteignung vorliege. Die Kosten des Verfahrens wurden zur HÃ¤lfte der KlÃ¤gerin und zu je 1/10 den Beklagten (den einzelnen Erben) auferlegt. Der Entscheid wurde am 6. Dezember 2000 ausgefertigt und am 14. Dezember 2000 versandt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. A meldete am 25. Januar 2001 fristgerecht Rekurs an und reichte innert der angesetzten Frist am 26. Februar 2001 die RekursbegrÃ¼ndung ein, mit dem Antrag, es sei die EntschÃ¤digungsforderung gutzuheissen. Er fÃ¼hrte darin aus, wie im vorinstanzlichen Verfahren begrÃ¼ndet und aus den eingereichten Unterlagen ersichtlich, seien die EntschÃ¤digungsansprÃ¼che vom KÃ¤ufer und von den VerkÃ¤ufern schriftlich an ihn persÃ¶nlich abgetreten worden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Vorinstanz verzichtete am 5. MÃ¤rz 2001 auf Vernehmlassung. Die Rekursgegnerin beantragte am 3. April 2001, das Rekursverfahren allein im Namen von A zu fÃ¼hren. Eventuell seien die Ã¼brigen Miterben beizuladen. Sodann sei der Rekurs abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kÃ¶nne, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zulasten des Rekurrenten. Am 20. April 2001 nahm A unaufgefordert zur Rekursantwort Stellung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit rechtserheblich, in den EntscheidgrÃ¼nden wiedergegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Gegen einen Entscheid der SchÃ¤tzungskommissionen ist gestÃ¼tzt auf § 46 Abs. 1 AbtrG der Rekurs an das Verwaltungsgericht zulÃ¤ssig. In § 46 Abs. 2 AbtrG wird auf das Rekursverfahren gemÃ¤ss den Bestimmungen Ã¼ber die Verwaltungsrechtspflege ver­wiesen. FÃ¼r dieses spezielle Rekursverfahren sind jedoch grundsÃ¤tzlich die Regeln Ã¼ber das Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht heranzuziehen (RB 1998 Nr. 44).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Bei Anmeldung seiner AnsprÃ¼che gegenÃ¼ber der Rekursgegnerin am 4. November 1988 trat der Rekurrent zwar noch im Namen der Erbengemeinschaft D auf, doch hatte diese in jenem Zeitpunkt das streitbetroffene GrundstÃ¼ck noch nicht verkauft. In der Einigungsverhandlung vom 19. November 1997, die Ã¼ber sechs Jahre nach dem Verkauf der Liegenschaft stattfand, verlangte der Rekurrent jedenfalls primÃ¤r Leistung an sich allein, ebenso in der SchÃ¤tzungsverhandlung vom 19. Januar 1999 und in der schriftlichen Klageantwort an die SchÃ¤tzungskommission vom 2. November 1999, wÃ¤hrend in der Duplik vom 18. Februar 2000 die Frage der Aktivlegitimation nicht mehr aufgegriffen wurde. Die SchÃ¤tzungskommission hatte somit vorab darÃ¼ber zu entscheiden, ob dem Rekurrenten allein der geltend gemachte Anspruch aus materieller Enteignung zustehe. Dieses Begehren wies sie in E. 1 ihres Entscheids materiell ab, was zwar im Dispositiv nicht eigens zum Ausdruck kommt, dessen Wortlaut sich aber auch darauf beziehen lÃ¤sst. Ob die SchÃ¤tzungskommission im Weiteren zu Recht davon ausgegangen ist, die Miterben hÃ¤tten A zur Vertretung der EntschÃ¤digungsansprÃ¼che bevollmÃ¤chtigt, ist fraglich, kann aber offen bleiben, da der Rekurrent in der RekursbegrÃ¼ndung vom 26. Februar 2001 geltend macht, die behaupteten AnsprÃ¼che aus materieller Enteignung seien an ihn ab­getreten worden. Er will folglich mit dem Rekurs ein eigenes Recht durchsetzen bzw. eine EntschÃ¤digungs­zahlung allein an sich erreichen. Eine EntschÃ¤digungszahlung an die Erbengemeinschaft verlangt er somit gerade nicht. Davon ist im Folgenden auszugehen. Die dazu im Wider­spruch stehenden Vorbringen des Rekurrenten in seiner Eingabe vom 20. April 2001 erfolgten verspÃ¤tet und sind aus dem Recht zu weisen. Dementsprechend ist A im vorliegenden Verfahren einziger Rekurrent.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Da dem Rekurrenten allein die Legitimation im Sinn von § 21 lit. a in Verbindung mit § 70 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zusteht, den Entscheid der SchÃ¤tzungskommission mit Rekurs anzufechten, soweit dieser das Begehren um Ausrichtung einer EntschÃ¤digung an ihn allein betrifft, und auch die Ã¼brigen Voraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf den Rekurs einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Da der Rekurrent Leistung an sich allein verlangt, kann offen bleiben, ob fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren von einer BevollmÃ¤chtigung des Rekurrenten durch die Miterben der Erbengemeinschaft D auszugehen wÃ¤re und â verneinendenfalls â ob er als Miterbe ohne Zustimmung der weiteren Miterben Rekurs erheben und Bezahlung einer EntschÃ¤digung an die Erbengemeinschaft verlangen kÃ¶nnte. Es kann angemerkt werden, dass jedenfalls die zweite Frage eher zu verneinen wÃ¤re (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/ Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 21 N. 10).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Die Vorinstanz hat mit Verweis auf den Entscheid RB 1988 Nr. 91 (mit eingehender BegrÃ¼ndung bestÃ¤tigt in RB 1999 Nr. 165) zutreffend ausgefÃ¼hrt, der Verkauf des GrundstÃ¼cks im Jahre 1991 habe nicht dazu gefÃ¼hrt, dass ein allfÃ¤lliger Anspruch aus materieller Enteignung auf den KÃ¤ufer als neuen EigentÃ¼mer Ã¼bergegangen sei, da es sich um AnsprÃ¼che vermÃ¶gensrechtlicher Natur handle. Der Rekurrent fÃ¼hrt in der RekursbegrÃ¼ndung nun aus, dass dies nie beabsichtigt gewesen sei. Entscheidend sei nur, dass die AnsprÃ¼che durch den KÃ¤ufer und die VerkÃ¤ufer schriftlich an ihn abgetreten worden seien. Damit macht er sinngemÃ¤ss geltend, allfÃ¤llige AnsprÃ¼che aus materieller Enteignung bezÃ¼glich GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 1 seien von seinen Miterben an ihn abgetreten worden. Ob dies zutrifft, ist im Folgenden zu prÃ¼fen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) GemÃ¤ss Art. 165 Abs. 1 OR hat eine Abtretung einer Forderung schriftlich zu erfolgen. Die Einhaltung der Form bestimmt sich nach Art. 11 ff. OR. Der wesentliche Inhalt der Abtretung muss vom Text der ErklÃ¤rung wiedergegeben, und die abzutretende Forderung muss genÃ¼gend bestimmbar sein. Zum Schutz des Schuldners muss klar aus der Urkunde hervorgehen, dass der Zessionar GlÃ¤ubiger der abzutretenden Forderung sein soll, nicht etwa blosse Zahlstelle oder PfandglÃ¤ubiger (Daniel Girsberger, Basler Kommentar, 1992, Art. 165 OR N. 2).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine schriftliche Abtretung der Miterben des Rekurrenten befindet sich in den eingereichten Akten nicht. Insbesondere ist eine solche ErmÃ¤chtigung auch nicht aus dem Kauf­vertrag zwischen den Erben D und dem KÃ¤ufer der Liegenschaft Kat.-Nr. 1 abzuleiten. Der Vertrag wurde von den Miterben gar nicht unterschrieben. Der Rekurrent war bei diesem RechtsgeschÃ¤ft als Vertreter seiner Miterben tÃ¤tig. Eine Abtretung an ihn hÃ¤tte deshalb bereits in den Vollmachten oder aber in einer weiteren Urkunde gemÃ¤ss Art. 11 ff. OR verankert sein mÃ¼ssen. In den der Vorinstanz eingereichten Vollmachten wurde keine solche Abtretung vorgenommen, die weiteren AbklÃ¤rungen der Vorinstanz fÃ¼hrten zu keinem anderen Schluss: Die Aufforderung des Rekurrenten an die Miterben zur Unterzeichnung des Schreibens der Vorinstanz vom 30. November 1999 und damit der Er­klÃ¤rung, dass sie mit der Abtretung allfÃ¤lliger EntschÃ¤digungsansprÃ¼che gemÃ¤ss Ziff. 10 des Kaufvertrages vom 14. Juni 1991 an den Rekurrenten einverstanden seien, wurde nicht von allen Miterben befolgt. Der Rekurrent vermochte somit in keiner Weise dartun, dass ihm allfÃ¤llige EntschÃ¤digungsansprÃ¼che abgetreten worden wÃ¤ren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Selbst wenn alleine aus dem Kaufvertrag vom 14. Juni 1991 zwischen den Erben D und dem KÃ¤ufer eine Abtretung abgeleitet wÃ¼rde, kÃ¶nnte der Rekurrent hieraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. Auch fÃ¼r diesen Fall bleibt zu prÃ¼fen, ob die Abtretung Ã¼berhaupt gÃ¼ltig wÃ¤re. Da der Rekurrent beim Abschluss des Kaufvertrages als Vertreter der Erben D handelte und die allfÃ¤lligen AnsprÃ¼che an ihn abgetreten werden sollten, wÃ¼rde es sich um ein Selbstkontrahieren handeln. Nach herrschender Lehre und stÃ¤ndiger Rechtsprechung des Bundesgerichtes ist das Kontrahieren eines Vertreters mit sich selbst grundsÃ¤tzlich unzulÃ¤ssig, weil es regelmÃ¤ssig zu Interessenkollisionen fÃ¼hrt. Selbstkontrahieren hat deshalb die UngÃ¼ltigkeit des betreffenden RechtsgeschÃ¤ftes zur Folge, es sei denn, die Gefahr einer Benachteiligung des Vertretenen sei nach der Natur des GeschÃ¤ftes ausgeschlossen oder der Vertretene habe den Vertreter zum Vertragsschluss mit sich selbst besonders ermÃ¤chtigt oder das GeschÃ¤ft nachtrÃ¤glich genehmigt (BGE 126 III 361 E. 3a). Es wurde bereits ausgefÃ¼hrt, dass die im Recht liegenden Vollmachten keine Abtretung allfÃ¤lliger EnteignungsansprÃ¼che beinhalteten. Ebensowenig geht aus den Vollmachten eine ErmÃ¤chtigung fÃ¼r eine Abtretung an den Rekurrenten hervor. Sodann konnte der Rekurrent offensichtlich auch nachtrÃ¤glich keine ErmÃ¤chtigung einholen, da wie erwÃ¤hnt die Aufforderung des Rekurrenten zur Unterzeichnung des Schreibens der Vorinstanz vom 30. November 1999 und damit der ErklÃ¤rung, dass sie mit der Abtretung allfÃ¤lliger EntschÃ¤digungsansprÃ¼che gemÃ¤ss Ziff. 10 des Kaufvertrages vom 14. Juni 1991 an den Rekurrenten einverstanden seien, eben gerade nicht von allen Miterben befolgt wurde. Es ist zudem offensichtlich, dass eine Abtretung ohne irgendeine Gegenleistung ganz klar die Interes­sen der vertretenen Miterben gefÃ¤hrden wÃ¼rde. Damit wÃ¤re eine Abtretung der Miterben an den Rekurrenten gestÃ¼tzt auf den Kaufvertrag vom 14. Juni 1991 infolge der UnzulÃ¤ssig­keit des Selbstkontrahierens ohnehin ungÃ¼ltig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass eine allfÃ¤llige EntschÃ¤digungsforderung nicht an den Rekurrenten abgetreten wurde und er somit an einer allfÃ¤lligen EntschÃ¤digung aus materieller Enteignung nicht alleine berechtigt ist. Ist er aber nicht alleine berechtigt, kann er auch nicht verlangen, dass eine allfÃ¤llige EntschÃ¤digungsforderung an ihn zu bezahlen sei. Der Rekurs ist somit abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Selbst wenn der Rekurs nicht bereits wegen des Fehlens der alleinigen Anspruchsberechtigung abzuweisen wÃ¤re, kÃ¶nnte er nicht gutgeheissen werden, wie nachfolgend gezeigt wird.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) GemÃ¤ss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung liegt eine materielle Enteignung dann vor, wenn dem EigentÃ¼mer der bisherige oder ein voraussehbarer kÃ¼nftiger Gebrauch seiner Sache untersagt oder besonders schwer eingeschrÃ¤nkt wird, weil ihm eine we­sentliche, aus dem Eigentum fliessende Befugnis entzogen wird. Geht der Eingriff weniger weit, so kann er ausnahmsweise einer Enteignung gleichkommen, falls ein einziger oder einzelne EigentÃ¼mer so betroffen werden, dass ihr Opfer gegenÃ¼ber der Allgemeinheit als unzumutbar erschiene und es mit der Rechtsgleichheit nicht vereinbar wÃ¤re, wenn hierfÃ¼r keine EntschÃ¤digung geleistet wÃ¼rde (BGE 121 II 417 E. 4a). In beiden FÃ¤llen ist die MÃ¶glichkeit einer kÃ¼nftigen besseren Nutzung der Sache nur zu berÃ¼cksichtigen, wenn im massgebenden Zeitpunkt anzunehmen war, sie lasse sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in naher Zukunft verwirklichen. Zu prÃ¼fen sind die VerhÃ¤ltnisse bei Inkrafttreten der EigentumsbeschrÃ¤nkung (BGE 112 Ib 388 E. 3).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Vorinstanz hat diese Rechtslage zutreffend wiedergegeben und die Angelegenheit zutreffend gewÃ¼rdigt. Auf die vorinstanzlichen AusfÃ¼hrungen kann verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Schutzzonenreglements war in der Gemeinde X die Bauordnung mit dazugehÃ¶rigem Zonenplan von 1961 (BZO 1961) anwendbar. GemÃ¤ss Ziff. 4.5 BZO 1961 war gegenÃ¼ber WaldrÃ¤ndern ein Bauabstand von 30 m einzuhalten. Im Zonenplan von 1961 war westlich angrenzend an das GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 1 Wald eingetragen. Da praktisch das ganze GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 1 im Waldabstandsbereich lag, war das mit einem Chalet und Atelieranbau teilweise Ã¼berbaute GrundstÃ¼ck am Stichtag somit nicht weiter Ã¼berbaubar. Die Vorinstanz hat auch dargelegt, dass in der Baubewilligungspraxis das I-WÃ¤ldchen als WaldstÃ¼ck bezeichnet und der Waldabstand von 30 m durchgesetzt wurde. Damit wurde aber klar nachgewiesen, dass am Stichtag nicht mit einer Ãberbauung des GrundstÃ¼cks in naher Zukunft gerechnet werden konnte und folglich keine materielle Enteignung vorliegen kann. Die Vor­instanz hat sogar zutreffend dargelegt, dass selbst unter der Annahme, es wÃ¤re eine Rodungs­bewilligung erteilt und der Waldabstand um die HÃ¤lfte auf 15 m reduziert worden, kein zusÃ¤tzlicher AusnÃ¼tzungsverlust bewirkt worden wÃ¤re, so dass auch in diesem Fall keine materielle Enteignung vorlÃ¤ge.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die Einwendungen des Rekurrenten, beim NachbargrundstÃ¼ck habe es sich nicht um Wald gehandelt, wurden von der Vorinstanz Ã¼berzeugend widerlegt. So geht aus dem in den Akten liegenden Bundesgerichtsurteil vom 23. Dezember 1987 sowie den Flugaufnahmen von 1968, 1978 und 1980 klar hervor, dass bereits vor Inkrafttreten des Grundwasserschutzzonenreglements das NachbargrundstÃ¼ck von Kat.-Nr. 1 mit Wald bestockt war.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Der RekursbegrÃ¼ndung ist nicht zu entnehmen, ob sich der Rekurrent auch fÃ¼r den Fall des Unterliegens gegen die vorinstanzliche Kostenauflage zur Wehr setzt. Nach der Praxis des Verwaltungsgerichts zu § 63 AbtrG dÃ¼rfen den privaten Anspruchsstellenden in Streitigkeiten Ã¼ber EntschÃ¤digungen aus materieller Enteignung nur dann die Kosten des SchÃ¤tzungsverfahrens auferlegt werden, wenn sie das Verfahren leichtfertig eingeleitet haben (RB 1993 Nr. 65; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 31). Dies ist vorliegend der Fall: Durch den erwÃ¤hnten Bundesgerichtsentscheid hÃ¤tte dem Rekurrenten bereits vor Anmeldung seiner AnsprÃ¼che klar werden mÃ¼ssen, dass eine zusÃ¤tzliche Ãberbauung des streitbetroffenen GrundstÃ¼cks aufgrund des benachbarten Waldbestands schon vor Inkrafttreten des Schutzzonenreglements im Jahr 1983 hÃ¶chst unwahrscheinlich war und die Erfolgs­chancen in einem SchÃ¤tzungsverfahren dementsprechend sehr gering waren. Unter diesen UmstÃ¤nden ist die hÃ¤lftige Kostenauflage durch die SchÃ¤tzungskommission nicht zu beanstanden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Der Rekurs wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>