A bteilung III C -2691/2006 {T 0/2} U rteil vom 2. A pril 2007 M itw irkung: M ichael Peterli, vorsitzender R ichter, Franziska Schneider, R ichterin Stefan M esm er, R ichter, G erichtsschreiber W ilhelm -U lrich Schodde. D ._______, Beschw erdeführer, vertreten durch X., Zürich, gegen Eidgenössische Invalidenversicherung (IV) IV-Stelle für Versicherte im A usland, Postfach 3100, 1211 G enf 2, Vorinstanz, betreffend Invalidenrente B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er am 7. Januar 1949 geborene, aus der R epublik M ontenegro stam m en- de D ._______, der in den Jahren 1970 bis 1984 m it U nterbrüchen in der Schw eiz als H ilfsm echaniker gearbeitet und dabei obligatorische Beiträge an die Schw eizerische Alters-, H interlassenen- und Invalidenversicherung (AH V/IV) entrichtet hatte, stellte erstm als am 29. M ai 1989 bei der IV- Stelle für Versicherte im Ausland (IV-Stelle) ein G esuch um Leistungen der schw eizerischen Invalidenversicherung. Aufgrund der eingereichten U nterlagen hielt der IV-Stellen-Arzt D r. m ed. Philippe R eist am 26. Januar/ 28. Septem ber 1990 fest, dass D ._______ an rezidivierenden Pan- kreatitiden nach exzessivem Alkoholgenuss, Status nach R evisionslapara- tom ie w egen akutem Abdom en, Adhäsionsileus, Pankreasfistel und Bauch- w andabszess, grosser N arbenhernie im Bereich eines Pararektalschnittes rechts sow ie Pankreaspseudozystenbilden litt und ab dem 11. M ai 1989 eine Arbeitsunfähigkeit von 70% aufw ies (act. 1-17). Am 15. Januar 1991 kam der genannte Arzt zum Schluss, dass der G esuchsteller in der Zeit vom 3. Januar 1984 bis zum 2. D ezem ber 1986 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% , vom 3. D ezem ber 1986 bis zum 18. O ktober 1988 eine solche von 30% und ab dem 19. O ktober 1988 eine solche von 70% aufw ies (act. 18). M it Verfügung vom 22. April 1991 w urde das Leistungsgesuch von der IV-Stelle abgew iesen m it der Begründung, dass der G esuchsteller bei Ein- tritt des Versicherungsfalles (11. M ai 1990) nicht versichert gew esen sei (act. 19-50). Am 3. Juni 1991 stellte D ._______ ein neues Leistungs- gesuch. D ieses w ies die IV-Stelle m it Verfügung vom 10. Juni 1992 erneut ab m it der Begründung, dass keine für den Anspruch auf eine Leistung er- heblichen Änderungen eingetreten seien, so dass die versicherungsm äs- sigen Voraussetzungen im m er noch nicht erfüllt seien (act. 51-69). B. Am 20. Juni 2003 teilte D ._______ der IV-Stelle m it, dass er in seiner H eim at eine ganze Invalidenrente beziehe, und stellte sinngem äss ein neues Leistungsgesuch (act. 70). D ie m it der Prüfung des Leistungsge- suches befasste IV-Stelle konnte sich im W esentlichen auf folgende U n- terlagen w irtschaftlichen, versicherungstechnischen und m edizinischen In- halts stützen: - den am 31. M ai 2004 vom N europsychiater D r. m ed. Vukom ir R aicevic ausgefüllten Fragebogen, w orin dieser bestätigt, dass der G esuchsteller vor 20 Jahren am Pankreas operiert w orden sei, und dass er seit 3 Jahren an D iabetes leide; zudem bestehe eine beidseitige eingeschränkte Sehbe- hinderung, ein eingeschränktes H örverm ögen sow ie Bluthochdruck. W eiter berichtete der Arzt, dass der G esuchsteller über Schm erzen im Bereich der W irbelsäule, Schlafstörungen und generelle Schw ächeerscheinungen sow ie D epressionen klage. D er Arzt gab an, dass sich die Leiden ver- schlim m ert hätten, und dass er seit dem 31. M ai 2004 für alle Tätigkeiten völlig arbeitsunfähig sei. Abschliessend führte der Arzt an, dass der G e- suchsteller bereits seit 1989 von der Invalidenkom m ission als arbeitsunfä-3 hig eingestuft w orden sei (act. 81, 82, 83); - den vom G esuchsteller am 30. D ezem ber 2004 ausgefüllten Fragebogen, w orin er angab, dass er zuletzt vom 9. Juni 1988 bis zum 20. O ktober 1989 als H ausw art tätig gew esen sei und danach jegliche Tätigkeiten ein- gestellt habe; seit dem 1. Januar 1990 beziehe er eine Invalidenrente (act. 84); - den am 30. D ezem ber 2004 vom Arbeitgeber (N am e unleserlich) ausge- füllten Fragebogen, w orin dieser angab, dass der G esuchsteller dort zu- letzt vom 9. Juni 1988 bis zum 20. O ktober 1989 beschäftigt gew esen sei, und dass ihm bereits ab dem 11. M ai 1989 hätten leichtere Arbeiten zuge- teilt w erden m üssen (act. 85). D er IV-Stellen-Arzt D r. m ed. Thom as Lehm ann kam nach Einsicht in die U nterlagen am 31. M ärz 2005 zum Schluss, dass beim G esuchsteller ein nicht insulinabhängiger D iabetes m ellitus Typ II, Sehbehinderung bei M yo- pie, kom pensierte M itralinsuffizienz, Status nach Pankreatitis, Teilresekti- on, anam nestische Aethylabusus, cervikale Spondylose sow ie depressives Syndrom vorliegen. D ie ins R echt gelegten U nterlagen w urden als unzurei- chend für eine Beurteilung angesehen, und es w urde ein ophthalm olo- gischer Bericht m it Angabe des Visus m it und ohne Korrektur (M 10) ange- fordert (act. 86). D er Augenarzt D r. m ed. H aris A. H arcinovic bescheinigte am 4. M ai 2005, dass der G esuchsteller beidseits einen Visus von 0,3 m it Brillenkorrektur aufw eise, das räum liche Sehen sei zu 30% eingeschränkt, und es bestehe eine D iabetes sow ie chronische M yocardiopathie (act. 89). N ach Einsicht in diese U nterlage kam der IV-Stellen-Arzt D r. m ed. Thom as Lehm ann am 20. Juni 2005 zum Schluss, dass keine rentenbegründende Invalidität bestehe. Als M agaziner sei er zu 30% arbeitsunfähig, da die üb- rigen nicht ophthalm ologischen Befunde keine signifikante funktionelle Be- hinderung bei der bisherigen Tätigkeit bedeuteten (act. 92, 93). D ie IV- Stelle w ies das G esuch m it Verfügung vom 28. Juni 2005 ab m it der Be- gründung, dass keine rentenbegründende Invalidität nachgew iesen sei (act. 95). C . D agegen erhob der G esuchsteller am 26. Juli 2005 Einsprache. Zur Be- gründung führte er an, dass ihm die zuständigen Versicherungen in M on- tenegro bereits im Jahre 1994 eine Invalidenrente zugesprochen hätten (act. 97). M it Einspracheentscheid vom 16. Februar 2006 w urde die Ein- sprache abgew iesen m it der sinngem ässen Begründung, dass die in früheren Zeiten im Vordergrund gestandenen Leiden, w ie zum Beispiel Al- koholkrankheit m it gravierenden som atischen und psychischen Folgeer- scheinungen nicht m ehr als sym ptom atisch beschrieben w orden seien und som it nur noch eine nicht insulinpflichtige D iabetes m ellitus Typ II und eine dam it verbundene Sehbehinderung diagnostiziert w orden seien, w elche zu keiner Arbeitsunfähigkeit von m ehr als 30% in der bislang ausgeübten Tä- tigkeit als M agaziner führten (act. 100).4 D . G egen den Einspracheentscheid erhob D ._______ (im Folgenden: Beschw erdeführer) am 17. M ärz 2006 Beschw erde bei der Eidgenös- sischen AH V/IV-R ekurskom m ission für die im Ausland w ohnenden Per- sonen (nachfolgend: Eidg. R ekurskom m ission) m it dem Antrag, es sei der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und ihm sei eine ganze In- validenrente zuzusprechen. Zur Begründung führte er sinngem äss aus, dass er seit dem 11. M ai 1989 eine 100% -ige Invalidität aufw eise und ihm die Invalidenversicherung in Podgorica ab diesem D atum eine ganze Inva- lidenrente zugesprochen habe. W eiter liess der Beschw erdeführer ange- ben, dass seine Alkoholproblem e durch die psychischen Leiden verursacht w orden seien. E. M it Vernehm lassung vom 7. April 2006 beantragte die IV-Stelle, die Be- schw erde sei abzuw eisen. Sie führte dabei im W esentlichen die Argu- m ente ihres Einspracheentscheides auf. F. Am 1. Januar 2007 ging das Beschw erdeverfahren auf das Bundesverw al- tungsgericht über, das den Parteien am 5. M ärz 2007 die Zusam m enset- zung des Spruchkörpers für den Entscheid in der Sache bekannt gab. Es sind keine Ausstandsbegehren eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Be- urteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei den Beschw erdediensten der D eparte- m ente hängigen R echtsm ittel. D ie Beurteilung erfolgt gem äss Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw al- tungsgericht (VG G , SR 173.32) nach neuem Verfahrensrecht. 1.2 G em äss Art. 31 VG G in Verbindung m it Art. 33 Bst. d VG G und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG , SR 831.20) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Be- schw erden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der schw eize- rischen IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahm e im Sinne von Art. 32 IVG liegt nicht vor. 1.3 D er Beschw erdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom m en; er ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzw ürdiges Interesse an deren Anfechtung (Art. 48 Abs. 1 des Bun- desgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren [Vw VG , SR 172.021]). Er ist daher zur Beschw erde legitim iert. 1.4 D a die Beschw erde im Ü brigen frist- und form gerecht eingereicht w urde, ist auf die Beschw erde einzutreten. 5 2. 2.1 Vorliegend ist strittig und vom Bundesverw altungsgericht zu prüfen, ob und gegebenenfalls in w elchem U m fang der Beschw erdeführer Anspruch auf eine Invalidenrente hat. 2.2 N ach dem Zerfall der Föderativen Volksrepublik Jugoslaw ien blieben zu- nächst die Bestim m ungen des Abkom m ens zw ischen der Schw eizerischen Eidgenossenschaft und der Föderativen Volksrepublik Jugoslaw ien über Sozialversicherung vom 8. Juni 1962 (SR 0.831.109.818.1) für alle Staats- angehörigen des ehem aligen Jugoslaw iens anw endbar (BG E 126 V 203 Erw . 2b, 122 V 382 Erw . 1, 119 V 101 Erw . 3). Zw ischenzeitlich hat die Schw eiz m it N achfolgestaaten des ehem aligen Jugoslaw iens (Kroatien, Slow enien, M azedonien), nicht aber m it der R epublik M ontenegro (bis Juni 2006 Serbien und M ontenegro), neue Abkom m en über Soziale Sicherheit abgeschlossen. Für den Versicherten als Bürger der R epublik M ontenegro findet dem nach w eiterhin das schw eizerisch-jugoslaw ische Sozialversiche- rungsabkom m en vom 8. Juni 1962 Anw endung. N ach Art. 2 dieses Ab- kom m ens stehen die Staatsangehörigen der Vertragsstaaten in ihren R echten und Pflichten aus den in Art. 1 genannten R echtsvorschriften, zu w elchen die schw eizerische Bundesgesetzgebung über die Invalidenversi- cherung gehört, einander gleich, sow eit nichts anderes bestim m t ist. Be- stim m ungen, die hinsichtlich der Voraussetzungen des Anspruchs auf eine schw eizerische Invalidenrente sow ie der anw endbaren Verfahrensvor- schriften von dem in Art. 2 des Abkom m ens aufgestellten G rundsatz der G leichstellung abw eichen, finden sich w eder im Abkom m en selbst noch in den seitherigen schw eizerisch-jugoslaw ischen Vereinbarungen. In diesem Zusam m enhang ist darauf hinzuw eisen, dass das Leistungsgesuchs- und Beschw erdeverfahren in der Schw eiz unabhängig ist von dem jenigen in der R epublik Serbien; die Verw altung und im Beschw erdefall das G ericht haben m angels diesbezüglicher staatsvertraglicher R egelung beim Erm it- teln von Leistungsansprüchen allein die schw eizerischen R echtsvor- schriften anzuw enden (AH I Praxis 1996 S. 179; vgl. auch ZAK 1989 S. 320 Erw . 2) und sind an die Feststellungen des ausländischen Versicherungs- trägers bezüglich Invaliditätsgrad und Anspruchsbeginn nicht gebunden. D ie Frage, ob und gegebenenfalls ab w ann der Beschw erdeführer An- spruch auf eine IV-R ente hat, bestim m t sich deshalb einzig aufgrund der schw eizerischen R echtsvorschriften. 2.3 Per 1. Januar 2001 hat das IVG insofern eine Änderung erfahren, als die in Art. 6 Abs. 1 IVG für den Leistungsanspruch vorausgesetzte Versiche- rungsklausel auf den 1. Januar 2001 dahingefallen ist (m it der Änderung des AH VG vom 23. Juni 2000 einhergehende Änderung des IVG ; AS 2000 2677 ff.; vgl. auch BBl 1999 5000 f.; vgl. dazu Alessandra Prinz, Aufhe- bung der Versicherungsklausel für die ordentlichen Invalidenrenten - Fol- gen im Bereich der internationalen Abkom m en, in: Soziale Sicherheit 2001 S. 42 f.). Laut Abs. 4 der dazugehörenden Ü bergangsbestim m ungen (AS 2000 2683) können Personen, denen keine R ente zustand, w eil sie im 6 Zeitpunkt der Invalidität nicht versichert w aren, verlangen, dass ihr An- spruch auf G rund der neuen Bestim m ungen überprüft w ird (Satz 1); ein Anspruch auf eine R ente entsteht aber frühestens m it dem Inkrafttreten dieser Bestim m ung (Satz 2; unveröffentlichtes EVG -U rteil vom 9. April 2001 i.S. A. I 630/00). D araus folgt, dass allfällige Leistungen der schw ei- zerischen Invalidenversicherung frühestens ab dem 1. Januar 2001 ge- w ährt w erden könnten. 2.4 Betreffend den Anspruch auf eine Invalidenrente ist festzuhalten, dass am 1. Januar 2003 das Bundesgesetz über den Allgem einen Teil des Sozial- versicherungsrechts vom 6. O ktober 2000 (ATSG , SR 830.1) sow ie die entsprechende Verordnung vom 11. Septem ber 2002 (ATSV, SR 830.11) in Kraft getreten sind. D as Inkrafttreten der 4. R evision des IVG erfolgte am 1. Januar 2004. W eil in zeitlicher H insicht grundsätzlich diejenigen R echtssätze m assgebend sind, die bei der Erfüllung des zu R echtsfolgen führenden Sachverhalts G eltung haben, erfolgt die Prüfung des m ateriellen R entenanspruchs für die Zeit bis zum 31. D ezem ber 2002 respektive bis zum 31. D ezem ber 2003 aufgrund der bisherigen und ab diesen Stichta- gen nach den jew eiligen neuen N orm en (BG E 130 V 329, 130 V 445). 3. 3.1 D as Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf den im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Ver- w altungsaktes eingetretenen Sachverhalt ab (BG E 129 V 4 E. 1.2 m it H in- w eisen). D er im vorliegenden Verfahren streitige Einspracheentscheid w ur- de am 16. Februar 2006 (act. 100) erlassen, so dass eventuelle, nach die- sem Zeitpunkt eingetretene Sachverhaltsänderungen nicht berücksichtigt w erden können (BG E 121 V 366 E. 1b). 3.2 In Abw eichung von Art. 24 Abs. 1 ATSG w erden gem äss Art. 48 Abs. 2 Satz 1 IVG Leistungen der Invalidenversicherung lediglich für die zw ölf der Anm eldung vorangehenden M onate ausgerichtet, falls sich ein Versicher- ter m ehr als zw ölf M onate nach Entstehung des Anspruches anm eldet. D a- raus folgt, dass allfällige Leistungen der schw eizerischen Invalidenversi- cherung vorliegend frühestens ab dem 20. Juni 2002 (G esuch vom 20. Juni 2003; act. 70) gew ährt w erden könnten, w eshalb bei der Prüfung des R entenanspruchs nicht über diesen Zeitpunkt zurückzugehen ist. Es ist also zu untersuchen, ob der Beschw erdeführer zw ischen dem 20. Juni 2002 und dem 16. Februar 2006 einen Anspruch auf eine Invalidenrente erlangt hat. 4. 4.1 Anspruch auf eine R ente der schw eizerischen Invalidenversicherung hat, w er – invalid im Sinne des G esetzes ist (Art. 6 ff. IVG , insbesondere Art. 8 Abs. 1 IVG ) sow ie7 – beim Eintritt der Invalidität w ährend m indestens eines vollen Jahres Beiträge an die Alters-, H interlassenen- und Invalidenver- sicherung geleistet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG ). D iese zw ei Bedingungen m üssen kum ulativ erfüllt sein. 4.2 D er Beschw erdeführer hat von 1973 bis 1983 m it U nterbrüchen und m ithin w ährend m ehr als einem Jahr Beiträge an die schw eizerische Alters-, H in- terlassenen- und Invalidenversicherung geleistet, so dass die Vorausset- zung der M indestbeitragsdauer für den Anspruch auf eine ordentliche Inva- lidenrente ohne w eiteres erfüllt ist (Art. 36 Abs. 1 IVG ). 4.3 4.3.1 Laut Art. 8 ATSG in Verbindung m it Art. 4 Abs. 1 IVG ist Invalidität die vor- aussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilw eise Er- w erbsunfähigkeit als Folge von G eburtsgebrechen, Krankheit oder U nfall. Erw erbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen G esundheit verursachte und nach zum utbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilw eise Verlust der Erw erbsm ög- lichkeiten auf dem in Betracht kom m enden ausgeglichenen Arbeitsm arkt (Art. 7 ATSG ). D er Begriff des ausgeglichenen Arbeitsm arkts ist ein theo- retischer und abstrakter Begriff, w elcher dazu dient, den Leistungsbereich der Invalidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversicherung ab- zugrenzen. D er Begriff um schliesst einerseits ein bestim m tes G leichge- w icht zw ischen dem Angebot von und der N achfrage nach Stellen; ander- seits bezeichnet er einen Arbeitsm arkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offen hält. N ach diesen G esichtspunkten bestim m t sich im Einzelfall, ob die invalide Person die M öglichkeit hat, ihre restliche Erw erbsfähigkeit zu verw erten und sie ein rentenausschlies- sendes Einkom m en zu erzielen verm ag oder nicht (BG E 110 V 276 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 E. 3b). Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 6 ATSG ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen und geistigen G esundheit bedingte, volle oder teilw eise U nfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufga- benbereich zum utbare Arbeit zu leisten, w obei bei langer D auer auch die zum utbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück- sichtigt w ird. N ach Art. 4 Abs. 2 IVG gilt die Invalidität als eingetreten, so- bald sie die für die Begründung des Anspruchs auf die jew eilige Leistung erforderliche Art und Schw ere erreicht hat. 4.3.2 Ein Anspruch auf eine ganze R ente besteht gem äss Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis zum 31. D ezem ber 2003 gültig gew esenen Fassung, w enn die ver- sicherte Person m indestens zu zw ei D ritteln, derjenige auf eine halbe R en- te, w enn sie m indestens zur H älfte und derjenige auf eine Viertelsrente, w enn sie m indestens zu 40% invalid ist. N ach dem seit 1. Januar 2004 in Kraft stehenden Art. 28 Abs. 1 IVG hat ein Versicherter bei einem Invaliditätsgrad von 70% Anspruch auf eine ganze R ente, auf eine D reiviertelsrente bei einem G rad der Invalidität von 60% , auf eine halbe R ente bei einem solchen von 50% und auf eine Vier- telsrente bei einem Invaliditätsgrad von 40% .8 4.3.3 G em äss Art. 28 Abs. 1ter IVG w erden R enten, die einem Invaliditätsgrad von w eniger als 50% entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die ih- ren W ohnsitz und gew öhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG ) in der Schw eiz haben. 4.3.4 Für die Bestim m ung des Invaliditätsgrades w ird das Erw erbseinkom m en, das der Versicherte nach Eintritt der Invalidität und nach D urchführung all- fälliger Eingliederungsm assnahm en durch eine ihm zum utbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsm arktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erw erbseinkom m en, das er erzielen könnte, w enn er nicht invalid ge- w orden w äre (Art. 16 ATSG ). 4.3.5 D er R entenanspruch entsteht nach Art. 29 IVG frühestens in dem Zeit- punkt, in dem der Versicherte m indestens zu 40% bleibend erw erbsunfähig im Sinne von Art. 7 ATSG gew orden ist (Bst. a: D auerinvalidität), oder w ährend eines Jahres ohne w esentlichen U nterbruch durchschnittlich m in- destens zu 40% arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 ATSG gew esen w ar und der Invaliditätsgrad nach Ablauf der W artezeit m indestens 40% be- trägt (Bst. b: langdauernde Krankheit; vgl. BG E 121 V 272 E. 6). Für die Annahm e bleibender Erw erbsunfähigkeit im Sinne von Art. 29 Abs. 1 Bst. a IVG ist nach ständiger R echtsprechung des Bundesgerichts die überw ie- gende W ahrscheinlichkeit erforderlich, dass ein w eitgehend stabilisierter, im W esentlichen irreversibler G esundheitsschaden vorliegt, der die Er- w erbsfähigkeit des Versicherten auch nach allfällig notw endigen Eingliede- rungsm assnahm en voraussichtlich dauernd in rentenbegründendem Aus- m ass beeinträchtigen w ird. D ie Praxis hat dabei stets das M erkm al der Stabilisierung als H auptkriterium verw endet und der Irreversibilität lediglich akzessorischen C harakter zuerkannt. D araus folgt, dass das M erkm al der Stabilität nicht durch jenes der Irreversibilität ersetzt w erden darf, und dass dieses nur anzuw enden ist, w enn der G esundheitszustand m indestens re- lativ stabilisiert ist. Als relativ stabil gew orden kann ein ausgesprochen la- bil gew esenes Leiden nur dann betrachtet w erden, w enn sich sein C harak- ter deutlich, d.h. in dem Sinn geändert hat, dass es nun die Prognose er- laubt, es w erde in absehbarer Zeit keine praktisch erhebliche W andlung m ehr durchm achen, sich also w eder w esentlich verschlim m ern noch ver- bessern (vgl. hierzu BG E 111 V 21 E. 2 m it H inw eisen). Fehlen diese Vo- raussetzungen, so ist die Frage, w ann ein allfälliger R entenanspruch ent- steht und m ithin der Versicherungsfall eintritt, stets nach M assgabe von Art. 29 Abs. 1 Bst. b IVG zu prüfen. 4.3.6 N ach dem ATSG /IVG ist der Begriff der Invalidität, w ie bereits ausgeführt, nicht nach m edizinischen Kriterien definiert, sondern nach der U nfähigkeit, Erw erbseinkom m en zu erzielen (BG E 110 V 275 E. 4a, 102 V 166) oder sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. D abei sind die Erw erbs- bzw . Arbeitsm öglichkeiten nicht nur im angestam m ten Beruf bzw . der bis- herigen Tätigkeit, sondern auch in zum utbaren Verw eisungstätigkeiten zu prüfen. D er Invaliditätsgrad ist also grundsätzlich nach w irtschaftlichen und nicht nach m edizinischen G rundsätzen zu erm itteln. D as heisst, dass es bei der Bem essung der Invalidität einzig und allein auf die objektiven w irt- schaftlichen Folgen der funktionellen Behinderung ankom m t, w elche nicht 9 unbedingt m it dem vom Arzt festgelegten G rad der funktionellen Ein- schränkung übereinstim m en m üssen (BG E 110 V 275; ZAK 1985 S. 459). Trotzdem ist die Verw altung – und im Beschw erdefall auch das G ericht – auf U nterlagen angew iesen, die der Arzt und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung gestellt haben. Aufgabe des Arztes ist es, den G esundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehm en, in w el- chem U m fang und gegebenenfalls bezüglich w elcher Tätigkeiten der Versi- cherte arbeitsunfähig ist. Im W eiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine w ichtige G rundlage für die Beurteilung der Frage, w elche Arbeitsleistungen dem Versicherten noch zugem utet w erden können (BG E 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c m it H inw eisen; ZAK 1991 S. 319 E. 1c). In diesem Zusam m enhang bleibt zu bem erken, dass aufgrund des im ge- sam ten Sozialversicherungsrecht geltenden G rundsatzes der Schadenm in- derungspflicht ein in seinem bisherigen Tätigkeitsbereich dauernd arbeits- unfähiger Versicherter gehalten ist, innerhalb nützlicher Frist Arbeit in einem anderen Berufs- oder Erw erbszw eig zu suchen und anzunehm en, sow eit sie m öglich und zum utbar ist (BG E 113 V 28 E. 4a, 111 V 239 E. 2a). D er Versicherte, der von seiner (R est-)Arbeitsfähigkeit keinen G e- brauch m acht, obw ohl er hierzu nach seinen persönlichen Verhältnissen und eventuell nach einer gew issen Anpassungszeit in der Lage w äre, ist nach der Tätigkeit zu beurteilen, die er bei gutem W illen ausüben könnte (vgl. auch ZAK 1989 S. 220 E. 5b). Aus den ärztlichen Stellungnahm en er- gibt sich, in w elchem Ausm ass ein Versicherter seine verbliebene Arbeits- fähigkeit bei zum utbarer Tätigkeit und zum utbarem Einsatz auf dem aus- geglichenen Arbeitsm arkt verw erten kann. D iese sogenannte Verw ei- sungstätigkeit hat sich der Versicherte anrechnen zu lassen (leidensange- passte Verw eisungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204), w obei es unerheblich ist, ob er seine R estarbeitsfähigkeit tatsächlich verw ertet oder nicht. 5. 5.1 D ie Verw altung als verfügende Instanz und – im Beschw erdefall – das G e- richt dürfen eine Tatsache nur dann als bew iesen annehm en, w enn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind (M AX KU M M E R , G rundriss des Zivilpro- zessrechts, 4. Aufl., Bern 1984, S. 136). Im Sozialversicherungsrecht hat das G ericht seinen Entscheid, sofern das G esetz nicht etw as Abw ei- chendes vorsieht, nach dem Bew eisgrad der überw iegenden W ahrschein- lichkeit zu fällen. D ie blosse M öglichkeit eines bestim m ten Sachverhalts genügt den Bew eisanforderungen nicht. D er R ichter und die R ichterin ha- ben vielm ehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen m öglichen G eschehensabläufen als die w ahrscheinlichste w ürdigen (BG E 126 V 360 E. 5b, 125 V 195 E. 2, je m it H inw eisen). Führen die von Am tes w egen vorzunehm enden Abklärungen die Verw altung oder das G ericht bei pflichtgem ässer Bew eisw ürdigung zur Ü berzeugung, ein bestim m ter Sach- verhalt sei als überw iegend w ahrscheinlich zu betrachten und es könnten w eitere Bew eism assnahm en an diesem feststehenden Ergebnis nichts m ehr ändern, so ist auf die Abnahm e w eiterer Bew eise zu verzichten (anti-10 zipierte Bew eisw ürdigung; U ELI KIES ER , D as Verw altungsverfahren in der Sozialversicherung, Zürich 1999, S. 212, R z 450; A. KÖ LZ/I. H ÄN E R , a.a.O . R z. 111 und 320; FR ITZ G YG I, Bundesverw altungsrechtspflege, Bern 1983, 2. Aufl., S. 274; vgl. auch BG E 122 II 469 E. 4a, 122 III 223 E. 3c, 120 Ib 229 E. 2b, 119 V 344 E. 3c m it H inw eis). In einem solchen Vorgehen liegt kein Verstoss gegen das rechtliche G ehör (SVR 2001 IV N r. 10 S. 28 E. 4b; BG E 124 V 94 E. 4b, 122 V 162 E. 1d m it H inw eis). 5.2 D er Sozialversicherungsprozess ist vom U ntersuchungsgrundsatz be- herrscht. D anach hat das G ericht von Am tes w egen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. D ieser G rundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet zum einen sein Korrelat in den M itw irkungspflichten der Parteien (BG E 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a, je m it H inw eisen). Zum anderen um fasst die behörd- liche und richterliche Abklärungspflicht nicht unbesehen alles, w as von ei- ner Partei behauptet oder verlangt w ird. Vielm ehr bezieht sie sich nur auf den im R ahm en des streitigen R echtsverhältnisses (Streitgegenstand) rechtserheblichen Sachverhalt. R echtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder an- ders zu entscheiden ist (FR ITZ G YG I, a.a.O ., S. 43 und 273). In diesem R ah- m en haben Verw altungsbehörden und Sozialversicherungsgericht zusätz- liche Abklärungen stets vorzunehm en oder zu veranlassen, w enn hiezu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten erge- benden Anhaltspunkten hinreichender Anlass besteht (BG E 117 V 282 E. 4a m it H inw eis; Entscheid des EVG i.S. W . vom 20. Juli 2000, I 520/99). 5.3 D as Bundesrecht schreibt nicht vor, w ie die einzelnen Bew eism ittel zu w ür- digen sind. Für das gesam te Verw altungs- und Beschw erdeverfahren gilt der G rundsatz der freien Bew eisw ürdigung. D anach haben Versicherungs- träger und Sozialversicherungsgerichte die Bew eise frei, d.h. ohne Bin- dung an förm liche Bew eisregeln, sow ie um fassend und pflichtgem äss zu w ürdigen. Für das Beschw erdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozial- versicherungsgericht alle Bew eism ittel, unabhängig davon, von w em sie stam m en, objektiv zu prüfen, und danach zu entscheiden hat, ob die ver- fügbaren U nterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen R echts- anspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander w idersprechenden m edizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesam te Bew eism aterial zu w ürdigen und die G ründe anzugeben, w arum es auf die eine und nicht auf die andere m edizinische These abstellt. H insichtlich des Bew eisw ertes einer ärztlichen Stellungnahm e ist entscheidend, ob sie für die streitigen Belange um fassend ist, auf allseitigen U ntersuchungen be- ruht, auch die geklagten Beschw erden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor- akten (Anam nese) abgegeben w orden ist, in der D arlegung der Zusam - m enhänge und in der Beurteilung der m edizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertinnen und Experten begründet sind. Ist dies der Fall, kom m t einem ärztlichen G utachten erhöhter Bew eis- w ert zu. D as G ericht w eicht unter diesen U m ständen nicht ohne zw in- genden G rund von der Einschätzung der m edizinischer Experten ab. Be- stehen allerdings Zw eifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärzt-11 lichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehm en (BG E 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c m it H inw eisen; AH I 2001 S. 113 E. 3a; R KU V 1999 N r. U 332 S. 193 E. 2a/bb und 1998 N r. U 313 S. 475 E. 2a). 6. 6.1 Aktenkundig ist, dass beim Beschw erdeführer im Zuge seiner ersten bei- den Leistungsgesuche bereits 1990 rezidivierende Pankreatidinen nach exzessivem Alkoholgenuss, Status nach R evisionslaparatom ie 1985 w e- gen akutem Abdom en, Adhäsionsileus, Pankreasfistel und Bauchw andab- szess, grosse N arbenhernie im Bereich eines Pararektalschnittes rechts sow ie Pankreaspseudozystenbildungen diagnostiziert w orden sind, w elche seit M ai 1989 zu einer 70% -igen Arbeitsunfähigkeit geführt haben (vgl. act. 15). N unm ehr w urde infolge des dritten Leistungsgesuch durch den IV- Stellen-Arzt D r. m ed. Thom as Lehm ann am 31. M ärz 2005 festgehalten, dass der Beschw erdeführer an nicht insulinabhängiger D iabetes m ellitus Typ II, Visusverm inderung bei M yopie, kom pensierter M itralinsuffizienz, Status nach Pankreatitis, Teilresektion, anam nestischem Aethylabusus, zervikaler Spondylose und depressivem Syndrom leidet (act. 86). Zudem w ird im Arztbericht des N europsychiaters D r. m ed. Vukom ir R aicevic vom 31. M ai 2004 ein eingeschränktes H örverm ögen sow ie Bluthochdruck er- w ähnt (act. 82). W eiter klagte der Beschw erdeführer über Schm erzen im Bereich der W irbelsäule, Schlafstörungen und generelle Schw ächerschei- nungen sow ie D epressionen und gab an, dass sich die Leiden verschlim - m ert hätten. Bei diesen Leiden handelt es sich gem äss der konstanten R echtsprechung des EVG eindeutig um labile pathologische G eschehen. Ein Versiche- rungsfall kann dem nach nur eingetreten sein, nachdem der Beschw erde- führer w ährend m ehr als eines Jahres ohne w esentlichen U nterbruch eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von 40% bzw . 50% erlitten hat (Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG in Verbindung m it Art. 28 Abs. 1ter IVG ). 6.2 Zum Einfluss dieser Leiden auf die Arbeitsfähigkeit des Beschw erdefüh- rers haben zw ei Fachärzte und Experten Stellung genom m en. D er N euro- psychiater D r. m ed. Vukom ir R aicevic bestätigte am 31. M ai 2004, dass sich die Leiden verschlim m ert hätten, und dass der Beschw erdeführer seit dem 31. M ai 2004 für alle Tätigkeiten völlig arbeitsunfähig sei (vgl. act. 81- 83). D er IV-Stellen-Arzt D r. m ed. Thom as Lehm ann kam am 20. Juni 2005 hingegen zum Schluss, dass keine rentenbegründende Invalidität bestehe. Als M agaziner sei der Beschw erdeführer zu 30% arbeitsunfähig, da die üb- rigen nicht ophthalm ologischen Befunde keine signifikante funktionelle Be- hinderung bei der bisherigen Tätigkeit bedeuteten (act. 92, 93). 6.3 Aufgrund der Ausführungen des N europsychiaters D r. m ed. Vukom ir R ai- cevic vom M ai 2004 ist nicht auszuschliessen, dass die Leiden des Be- schw erdeführers, w elche G rundlage seiner beiden bereits vor 1990 einge- reichten, ausschliesslich m angels Vorlage der versicherungsm ässigen Vo- raussetzungen abgew iesenen Leistungsgesuchen bildeten, w eiterbestehen 12 und sich sogar verschlim m ert haben (Folgen der rezidivierenden Pan- kreatitiden nach exzessivem Alkoholabusus und zudem noch Erkran- kungen der W irbelsäule sow ie Seh- und H örbehinderungen), und es des- halb auch nicht ausgeschlossen ist, dass er einen rentenrelevanten Invali- ditätsgrad aufw eist. 6.4 D er Bericht des IV-Stellen-Arztes D r. m ed. Thom as Lehm ann vom 20. Juni 2005, w elcher sich hauptsächlich auf die D iagnose des Augenarztes D r. m ed. H aris A. H arcinovic/Praxis D r. m ed. Jovovic, Zabjelo, vom 4. M ai 2005 stützt, in w elchem der Augenarzt neben den Angaben zur Sehbehin- derung auch das Vorliegen einer D iabetes und einer chronischen M yokar- diopathie bestätigt, kann nicht vollständig überzeugen. Es fehlen insbeson- dere Angaben der entsprechenden Fachärzte, w elche eindeutig zu den ge- klagten Erkrankungen im Bereich der W irbelsäule sow ie zur M yokardiopa- thie und auch zum depressivem Syndrom Stellung nehm en. D er Einfluss des Alkoholabusus auf die übrigen diagnostizierten Leiden seit 1984 ist ebenfalls nicht um fassend genug durch entsprechende Fachärzte abge- klärt w orden. D er Einschätzung der Arbeitsfähigkeit, w elche als Begrün- dung des leistungsabw eisenden Einspracheentscheides dient, beruht einseitig auf den diagnostizierten Augenleiden des Beschw erdeführers und lässt andere D iagnosen m ehr oder w eniger ausser Acht. D a insbesondere die entsprechenden fachärztlichen Abklärungen zur Ent- w icklung der seit 1984 geklagten Leiden fehlen, ist der rechtserhebliche Sachverhalt nicht genügend festgestellt w orden (vgl. Art. 49 Bst. b Vw VG ). 6.5 N ach Art. 61 Abs. 1 Vw VG kann die Beschw erdeinstanz die zu beurtei- lende Sache, statt selbst zu entscheiden, m it verbindlichen W eisungen an die Vorinstanz zurückw eisen. Ein solcher Ausnahm efall ist hier w egen der in entscheidenden Punkten unvollständigen Akten gegeben, w eshalb die Sache an die Vorinstanz zurückgew iesen w ird, dam it sie den rechtserheb- lichen Sachverhalt in m edizinischer und w irtschaftlicher H insicht vollstän- dig abkläre. D ie Verw altung w ird daher angew iesen, die in der Stellung- nahm e des IV-Stellen-Arztes aufgeführten Leiden (D iabetes, Visusverm in- derung, kom pensierte M itralinsuffizienz, Status nach Pankreatitis, zervika- le Spondylose sow ie depressives Syndrom ) zu beurteilen und, w enn nötig, w eitere fachärztliche G utachten über diese Leiden einzuholen. Falls erfor- derlich, ist eine eingehende U ntersuchung des Beschw erdeführers anzu- ordnen, w obei die begutachtenden Ärzte sich insbesondere darüber zu äussern haben w erden, ob und in w elchem Ausm ass der Beschw erdefüh- rer in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als M agaziner (bis 1989) arbeitsfä- hig ist, und allenfalls in w elchem Ausm ass andere Arbeiten noch zum utbar sind. D abei sind m it dem G esundheitszustand zu vereinbarende, zum utba- re Tätigkeiten genau zu bezeichnen. D anach hat die IV-Stelle gestützt auf die vervollständigten m edizinischen U nterlagen und Aussagen zur Ar- beitstauglichkeit den Invaliditätsgrad nötigenfalls m ittels Erw erbsvergleich festzulegen, dem Beschw erdeführer durch Zustellung eines Vorbescheids das rechtliche G ehör zu gew ähren und anschliessend eine neue anfecht- bare Verfügung zu erlassen.13 7. D a im vorliegenden Verfahren über die Bew illigung bzw . Verw eigerung von Versicherungsleistungen zu entscheiden ist, sind keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 69 Abs. 2 IVG [in der bis zum 30. Juni 2006 gültigen Fas- sung, vgl. Ü bergangsbestim m ungen zur Änderung des IVG vom 16. D e- zem ber 2005, Bst. c, AS 2006 2004] in Verbindung m it Art. 85bis Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Alters- und H interlassenenversicherung vom 20. D ezem ber 1946 [AH VG , SR 831.10]). D er durch die Beratungsstelle X., Zürich, vertretene Beschw erdeführer hat gem äss Art. 64 Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art. 7 ff. des R eglem entes über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 (VG KE, SR 173.320.2) Anspruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten der Verw altung. D iese w ird auf Fr. 800.-- festgesetzt. D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird teilw eise gutgeheissen und der Einspracheentscheid der IV-Stelle für Versicherte im Ausland aufgehoben. 2. D ie Akten gehen an die IV-Stelle, dam it sie gem äss den W eisungen in Er- w ägung 6.5 vorgehe. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben, und dem Beschw erdeführer w ird eine Parteientschädigung von Fr. 800.-- zu Lasten der Beschw erde- gegnerin zugesprochen. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (G erichtsurkunde; R ef. N r. __) - dem Bundesam t für Sozialversicherungen (G erichtsurkunde) R echtsm ittelbelehrung D ieses U rteil kann innerhalb von 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, Schw ei- zerhofquai 6, 6004 Luzern, angefochten w erden (vgl. Art. 42, 48, 100 des Bundesge- setzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [BG G , SR 173.110]). D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: M ichael Peterli W ilhelm -U lrich Schodde Versand am :