<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2001.00060</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106472&amp;W10_KEY=13013576&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2001.00060</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 19.12.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 1997</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Zinszahlungen anlässlich einer Handänderung. Zinszahlungen anlässlich der Handänderung an einem Grundstück, sei diese zivilrechtlich oder auch in Form einer Enteignung, auch solche im Zusammenhang mit einer schliesslich wieder rückgängig gemachten materiellen Enteignung, sind unbesehen ihrer Bezeichnung Ertrag aus dem Grundstück analog zum Miet- oder Pachtertrag und unterliegen damit der Einkommenssteuer (Bestätigung der Rechtsprechung).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN">ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINKOMMENSSTEUER">EINKOMMENSSTEUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MATERIELLE ENTEIGNUNG">MATERIELLE ENTEIGNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZINSZAHLUNG">ZINSZAHLUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 19 lit. c aStG</span><br/><span class="gerade">§ 161 lit. I aStG</span><br/><span class="ungerade">§ 161 lit. IIb aStG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A ist EigentÃ¼mer des GrundstÃ¼cks Kat.Nr. 1 in X. Seiner Schwester C gehÃ¶rt die Parzelle Kat.Nr. 2. Sodann befindet sich das GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 3 im gemeinschaftlichen Eigentum der Geschwister. Bei der Festsetzung der Bau- und Zonenordnung vom 9. MÃ¤rz 1988 wurden die zuvor in der Wohnzone gelegenen GrundstÃ¼cke der Freihaltezone zugewiesen. Mit Entscheid vom 30. Mai 1991 verpflichtete die SchÃ¤tzungskommission II des Kantons ZÃ¼rich die Gemeinde X, den GrundeigentÃ¼mern EntschÃ¤digungen aus materieller Enteignung sowie fÃ¼r die AusÃ¼bung des Zugrechts zu bezahlen sowie diese BetrÃ¤ge ab 9. September 1989 bis zur Auszahlung zu verzinsen. WÃ¤hrend des nachfolgenden verwaltungsgerichtlichen Klageverfahrens wurden die GrundstÃ¼cke wieder einer Bauzone zugeteilt. Die Parteien schlossen daraufhin einen Vergleich ab, wonach die Gemeinde X den Geschwistern fÃ¼r die Zeit ab 24. November 1989 bis zum Auszahlungstag auf einem Kapitalbetrag von Fr. 1'992'150.- Zins zum jeweiligen Zinssatz der G-Bank fÃ¼r bestehende 1. Hypotheken auf Wohnliegenschaften bezahle. Das Verfahren vor Verwaltungs­gericht wurde in der Folge am 17. September 1996 als durch RÃ¼ckzug der Ein­spra­chen erledigt abgeschrieben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die SteuerkommissÃ¤rin qualifizierte das auf A entfallende Betreffnis von Fr. 416'331.- als Einkommen. Mit Veranlagung vom 5. Februar 2001 wurde das Reineinkommen von A und B fÃ¼r das Steuerjahr 1997 auf Fr. 3'029'900.- (Kanton ZÃ¼rich) beziehungsweise Fr. 3'032'200.- (Gesamt) festgesetzt. Die dagegen erhobene Einsprache der Pflichtigen wurde vom kantonalen Steueramt am 26. April 2001 abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Der Rekurs, mit dem A und B verlangten, sie seien mit einem Reineinkommen von Fr. 2'613'500.- (Kanton ZÃ¼rich) beziehungsweise Fr. 2'615'900.- (Gesamt) einzuschÃ¤tzen, wies die Steuerrekurskommission I mit Entscheid vom 28. August 2001 ab. Sie begrÃ¼n­dete ihren Entscheid damit, dass die erfolgten Planungsakte in einem kausalen und zeitlichen Zusammenhang stÃ¼nden und als Einheit zu wÃ¼rdigen seien. Die von der Gemei­n­de X geleistete VergÃ¼tung sei nicht als EntschÃ¤digung fÃ¼r materielle Enteignung, sondern als Schadenersatz fÃ¼r ein vorÃ¼bergehendes Nutzungsverbot bzw. als zinsÃ¤hnliche Leistung zu wÃ¼rdigen. Damit handle es sich um Liegenschaftsertrag im Sinne von § 19 lit. c des Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 (aStG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Eingabe vom 2. Oktober 2001 erhoben A und B gegen den Entscheid der Steuerrekurskommission I des Kantons ZÃ¼rich unter Erneuerung ihrer RekursantrÃ¤ge Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Steuerrekurskommission I und das kantonale Steueramt schlossen auf Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) GemÃ¤ss dem vorliegend aufgrund von § 269 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) anwendbaren § 19 aStG unterliegen sÃ¤mtliche EinkÃ¼nfte der Einkommens­steuer. Bei dieser Bestimmung handelt es sich um eine Generalklausel. Das bedeutet, dass von der Einkommenssteuer einzig EinkÃ¼nfte ausgeschlossen sind, die im Gesetz ausdrÃ¼cklich von der Einkommenssteuer ausgeschlossen sind oder aber einer Sondersteuer unterstehen (sogenannte Generalklausel mit negativer Enumeration; vgl. Richner/Frei/ Kauf­­mann, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼rcher Steuergesetz, ZÃ¼rich 1999, N. 17 zu Vorbemerkungen zu §§ 16-37). Zu den steuerbaren EinkÃ¼nften im Sinn der genannten Bestimmungen gehÃ¶ren damit insbesondere auch EinkÃ¼nfte aus unbeweglichem VermÃ¶gen wie Miet- oder Pachtzinse (§ 19 lit. c aStG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die GrundstÃ¼ckgewinnsteuer wird erhoben von den Gewinnen, die sich bei <br/> Hand­­Ã¤nderungen an GrundstÃ¼cken oder Anteilen von solchen ergeben (§ 161 Abs. 1 aStG). HandÃ¤nderungen an GrundstÃ¼cken sind gleichgestellt Belastungen von GrundstÃ¼cken mit privatrechtlichen Dienstbarkeiten oder Ã¶ffentlich-rechtlichen EigentumsbeschrÃ¤nkungen, sofern diese die unbeschrÃ¤nkte Bewirtschaftung oder VerÃ¤usserung der GrundstÃ¼cke dauernd und wesentlich beeintrÃ¤chtigen und die Belastung gegen Entgelt erfolgt; wird jedoch die Belastung nur fÃ¼r beschrÃ¤nkte Zeit vereinbart, so unterliegen hiefÃ¼r geleistete VergÃ¼tun­gen beim EmpfÃ¤nger der Einkommens- oder Ertragssteuer (§ 161 Abs. 2 lit. b aStG). Die Verzinsung des Kaufpreises oder der EntschÃ¤digung stellt dabei allerdings unbesehen von deren Bezeichnung im Einzelfall immer das Entgelt fÃ¼r die Nutzungs- und Ertragseinbusse des VerÃ¤usserers bis zur Leistung des Kaufpreises oder der EntschÃ¤digung durch den Erwerber dar (RB 1986 Nr. 31; RB 1976 Nr. 82). Die Verzinsung ist daher Ertrag aus dem GrundstÃ¼ck analog dem Miet- oder Pachtzinsertrag und unterliegt demgemÃ¤ss der Einkom­menssteuer.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Bei der den Pflichtigen zugekommenen Summe von Fr. 416'331.- handelt es sich unbestrittenermassen um eine Zinszahlung, welche nach dem Gesagten der Einkommenssteuer unterliegt. Was die Pflichtigen gegen diesen Schluss in ihrer Beschwerde vorbringen, erscheint nicht als geeignet, die in ErwÃ¤gung 1b am Ende wiedergegebene gefestigte Rechtsprechung zu erschÃ¼ttern. Demzufolge ist die Beschwerde vollumfÃ¤nglich abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>