B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-4154/2011 Te i l e nt s c h e i d v o m 2 1 . M a i 2 0 1 2 Besetzung Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), Richter Beat Weber, Richter Michael Peterli, Gerichtsschreiber Tobias Merz. Parteien Klinik A._______ AG, vertreten durch Prof. Dr. iur. Urs Saxer, Rechtsanwalt, und lic. iur. Thomas Rieser, Rechtsanwalt, Steinbrüchel Hüssy Rechtsanwälte, Grossmünsterplatz 8, 8001 Zürich, Beschwerdeführerin, gegen Beschlussorgan der interkantonalen Vereinbarung über die hochspezialisierte Medizin (HSM Beschlussorgan), Speichergasse 6, Postfach 684, 3000 Bern 7, vertreten durch lic. iur. Michael Bührer, Rechtsanwalt, St. Leonhard-Strasse 20, Postfach 728, 9001 St. Gallen, Vorinstanz. Gegenstand Entscheid vom 20. Mai 2011 zur Planung der hochspeziali- sierten Medizin im Bereich der hochspezialisierten Behand- lung von Hirnschlägen. C-4154/2011 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass das Beschlu ssorgan der Interkantonalen Vereinbarung über die hochspezialisierte Medizin (HSM Beschlussorgan) am 20. Mai 2011 den Entscheid zur Planung der hochspezialisierten Medizin (HSM) im Bereich der hochspezialisierten Behandlung von Hirnschlägen (HSM - Listenentscheid) getroffen hat, dass der Entscheid am 21. Juni 2011 im Bundesblatt publiziert worden ist (BBl 2011 4692), dass die Beschwerdeführerin den HSM -Listenentscheid mit Beschwerde vom 21. Juli 2011 angefochten und beantragt hat, 1. es sei festzustellen, dass der Entscheid des HSM -Beschlussorgans nichtig sei, eventualiter sei der Entscheid aufzuheben, 2. subeventualiter sei der Entscheid au f- zuheben und die Beschwerdeführerin auf die Liste für hochspezialisierte Medizin im Bereich von Hirnschlägen aufzunehmen, 3. subsub- eventualiter sei der Entscheid aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, 4. alles unter Kosten - und Entschädigungs- folgen zulasten der Vorinstanz bzw. der Gerichtskasse, dass die Instruktionsrich terin die Vorinstanz mit Verfügung vom 14. Se p- tember 2011 um Einreichung einer Vernehmlassung ersucht hat und den Spitälern, welchen im Planungsentscheid die komplexen Behandlungen von Hirnschlägen zugewiesen sind (im Folgenden: Listenspitäler), je ein Doppel der Beschwerdeschrift zugestellt hat, dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 14. Oktober 201 1 die Ab- weisung der Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolgen bean- tragt hat, dass die Instruktionsrichterin mit Verfügung vom 1. November 2011 den beauftragten Spitälern die Möglichkeit eröffnet hat, eine Stellungnahme einzureichen, dass das Inselspital Bern und das Universitätsspital Basel mit gemeinsa- mer Stellungnahme vom 5. Dezember 2011 beantragen liessen, der An- trag 1 der Beschwerdeführerin sei unter Kostenfolge zu deren Lasten ab- zuweisen, und dass der Rechtsvertreter mit Eingabe vom 22. Dezember 2011 eine Kostennote eingereicht hat, dass das Universitätsspital Zürich mit Stellungnahme vom 5. Dezember 2011 beantragt hat, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit C-4154/2011 Seite 3 darauf einzutreten sei, unter Kosten - und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdeführerin, dass der Ente Ospedaliero Cantonale , Ospedale Regionale di Lugano, in seiner Stellungnahme vom 5. Dezember 2011 darauf hingewiesen hat, das Spital in Lugano erfülle die Kriterien eines CSC, unterstelle sich j e- doch dem Urteil des Gerichts, ohne eigene Anträge zu stellen, dass das Bundesamt für Gesundheit (BAG) als Fachbehörde mit Eingabe vom 13. Februar 2012 Stellung genommen und die Schlussfolgerung g e- zogen hat, die Beschwerde sei abzuweisen, dass die Instruktionsrichterin mit Verfügung vom 5. März 2012 das I n- struktionsverfahren bis zum Erlass eines Grundsatzentscheids im Verfah- ren C-5301/2010 betreffend die Parteistellung der Spitäler im Beschwe r- deverfahren gegen Entscheide des HSM-Beschlussorgans sistiert hat, dass das Bundesverwaltungsgericht die Grundsatzfrage im Urteil C- 5301/2010 vom 2. April 2012 entschieden hat, dass die Sistierung des vorliegenden Verfah rens daher aufzuheben und dieses fortzusetzen ist, dass gemäss Urteil C -5301/2010 vom 2. April 2012 ein Spital kein schutzwürdiges Interesse daran hat, dass ein anderes Spital von der Spi- talliste im Sinn von Art. 39 Abs. 1 Bst. e des Bundesgesetzes vom 18. März 1994 über die Krankenversicherung (KVG, SR 832.10) gestri- chen oder de ssen Leistungsauftrag reduziert wird , und es deshalb nicht legitimiert ist, eine einen anderen Leistungserbringer betreffende begün s- tigende Verfügung anzufechten (Urteil des BV Ger vom 2. April 2012 E. 4.2 und 4.3), dass demzufolge einem Listenspital nicht allein aufgrund der Tatsache, dass ein nicht zugelassenes Spital beschwerdeweise die Nichtigkeit des Listenentscheids bzw. die Aufnahme auf die Liste beantragt , Parteirechte als Beschwerdegegnerin zustehen, dass den Listenspitälern daher auch im vorliegenden Fall keine Partei- stellung zukommt und auf i hre Anträge, soweit solche gestellt wurden, nicht einzutreten ist, dass es sich vorliegend um einen Teilentscheid im Sinn von Art. 9 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) handelt, C-4154/2011 Seite 4 da die Passivlegitimation der Listenspitäler verneint und für diese hiermit das Verfahren beendet wird (vgl. auch BGE 133 V 477 E. 4; HANSJÖRG SEILER/NICOLAS VON WERDT/ANDREAS GÜNGERICH, Bundesgerichtsge- setz, Handkommentar, Art. 91 Rz 4), dass von der Auferlegung von Verfahrenskosten für den vorliegenden Teilentscheid an die Listenspitäler, die von der Möglichkeit zur Stellun g- nahme Gebrauch gemacht haben, abzusehen ist (Art. 6 des Reg lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), dass die Beschwerdeinstanz der ganz oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwach- sene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen kann (Art. 64 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021] und Art. 7 Abs. 1 VGKE), dass angesichts der Ausführungen zur Parteistellung und bei diesem Ausgang des Teilentscheids keine Parteientschädigungen zuzusprechen sind, dass die Beschwerde in öffentlich -rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht gegen Entscheide auf dem Gebiet der Krankenversich e- rung, die das Bundesverwaltungsgericht gestützt auf Art. 33 Bst. i VGG in Verbindung mit Art. 53 KVG getroffen hat, gemäss Art. 83 Bst. r des Bu n- desgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) unzulässig und der vorliegende Entscheid endgültig ist. C-4154/2011 Seite 5 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Sistierung des Instruktionsverfahrens wird aufgehoben. 2. Es wird festgestellt, dass den nachfolgend aufgelisteten Spitälern, wel- chen mit Entscheid vom 20. Mai 2011 die hochspezialisierte Behandlung von Hirnschlägen zugewiesen wurde, im vorliegenden Verfahren keine Parteistellung als Beschwerdegegnerinnen zukommt: Hôpitaux univers i- taires de Genève , Centre Hospitalier Universitaire Vaudois , Inselspital- Stiftung Bern, Universitätsspital Basel, Universitätsspital Zürich, Kantons- spital St. Gallen, Kantonsspital Aarau AG, Ente Ospedaliero Cantonale / Ospedale Regionale di Lugano. 3. Auf die Anträge des Inselspitals Bern, des Universitätsspitals Basel und des Universitätsspitals Zürich wird nicht eingetreten. 4. Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 5. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 6. Dieser Teilentscheid geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – Hôpitaux universitaires de Genève (Gerichtsurkunde) – Centre Hospitalier Universitaire Vaudois (Gerichtsurkunde) – Inselspital-Stiftung Bern , vertreten durch RA PD Dr. Marc Schott, Zürich (Gerichtsurkunde) – Universitätsspital Basel , vertreten durch RA PD Dr. Marc Schott, Zürich (Gerichtsurkunde) – Universitätsspital Zürich (Gerichtsurkunde) – Kantonsspital St. Gallen (Gerichtsurkunde) – Kantonsspital Aarau AG (Gerichtsurkunde) – Ente Ospedaliero Cantonale, Ospedale Regionale di Lugano, vertreten durch RA Philippo Gianoni, Bellinzona (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Gerichtsurkunde) – Bundesamt für Gesundheit BAG (Einschreiben) C-4154/2011 Seite 6 Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: Franziska Schneider Tobias Merz Versand: