<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.1999.00395</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105633&amp;W10_KEY=4467150&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.1999.00395</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.08.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Eine gewöhnliche Mobilfunk-Basisstation ist in einer Wohnzone zonenkonform. Sie ist nicht an die Vorschriften betreffend Gebäude- und Firsthöhe gebunden, sondern kann als Dachaufbaute gemäss § 292 PBG bewilligt werden (E. 5).<br/><br/>Schutz vor elektromagnetischer Strahlung; Anwendung der NISV:<br/>- Sofortige Anwendung der NISV auf hängige Verfahren (E. 7).<br/>- Massgebliche Immissionsgrenzwerte und Anlagegrenzwerte. Prüfung weiterer Massnahmen zur vorsorglichen Emissionsbegrenzung; Begrenzung der Sendeleistung, Verlegung des Antennenstandorts (E. 8 und 9).<br/>- Ermittlung der Immissionen anhand der Angaben des Standortdatenblatts; abweichende Berechnungsweise der Vorinstanz, die aber im Ergebnis mit der Berechnung anhand der vom BUWAL bekannt gegebenen Formel übereinstimmt (E. 10).<br/>- Legitimation eines Nachbarn zur Rüge, die Grenzwerte der NISV seien nicht eingehalten (E. 11b). Berechnung der Immissionen für einzelne Standorte; geänderte Angaben in einem neuen Standortdatenblatt (E. 11c).<br/>- Höhe der abgestrahlten Leistung (ERP). Ungenügende Angaben des Mobilfunkbetreibers über die Einhaltung der deklarierten Leistung. Anordnung einer unangemeldeten Kontrollmessung auf Kosten des Betreibers nach Inbetriebnahme der Anlage (E. 12). <br/>- Kritik der Beschwerdeführenden an den Grenzwerten der NISV. Grenzen der Überprüfung durch das Gericht (E. 13).<br/><br/>Für das Antennennetz eines Mobilfunkbetreibers ist keine besondere Nutzungsplanung erforderlich (E. 14).<br/><br/>Die befürchtete Wertminderung einer Liegenschaft in der Nachbarschaft einer Mobilfunkantenne ist nicht im Bewilligungsverfahren zu beurteilen (E. 15).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANTENNE">ANTENNE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ELEKTROSMOG">ELEKTROSMOG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRENZWERT">GRENZWERT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MOBILFUNKANTENNE">MOBILFUNKANTENNE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STANDORT">STANDORT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAHLENSCHUTZ">STRAHLENSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAHLUNG">STRAHLUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 4 NISV</span><br/><span class="gerade">Art. 5 lit. I NISV</span><br/><span class="ungerade">Art. 13 lit. I NISV</span><br/><span class="gerade">Art. 11 Abs. II USG</span><br/><span class="ungerade">Art. 11 Abs. III USG</span><br/><span class="gerade">Art. 12 USG</span><br/><span class="ungerade">Art. 13 USG</span><br/><span class="gerade">§ 52 lit. III VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">BEZ 2000 Nr. 52</span><br/><span class="gerade">RB 2000 Nr. 104</span><br/><span class="ungerade">RB 2000 Nr. 107</span><br/><span class="gerade">RB 2000 Nr. 108</span><br/><span class="ungerade">RB 2000 Nr. 109</span><br/><span class="gerade">RB 2000 Nr. 110</span><br/><span class="ungerade">RB 2000 Nr. 8</span><br/><span class="gerade">URP 2001 S. 161</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die Baupolizei (heute: Amt fÃ¼r Baubewilligungen) der Stadt ZÃ¼rich bewilligte der F am 30. September 1998 im Anzeigeverfahren die Erstellung einer Basisstation fÃ¼r das Mobiltelefonnetz GSM auf dem bestehenden GebÃ¤ude Xstrasse in ZÃ¼rich (GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 1). Die Anlage wurde in der Folge erstellt und in Betrieb genommen. Gegen die nachtrÃ¤glich bekannt gewordene baurechtliche Bewilligung gelangten 28 Nachbarn sowie A.1 an die Baurekurskommission I. Diese vereinigte die Rekursverfahren und wies die Rechtsmittel am 12. November 1999 ab. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Eingabe vom 15. Dezember 1999 erhoben A.1 und A.2, C, D.2 und D.1 Be­schwerde an das Verwaltungsgericht und beantragten sinngemÃ¤ss, der Entscheid der Bau­rekurskommission I sowie die Baubewilligung seien aufzuheben und die Sache sei zur Beseitigung der Anlage an die Vorinstanzen zurÃ¼ckzuweisen. Gleichzeitig ersuchten sie um eine Anordnung zur sofortigen Ausserbetriebsetzung der Anlage. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission I stellte in ihrer Vernehmlassung vom 7. Januar 2000 Antrag auf Abweisung der Beschwerde. Das Amt fÃ¼r Baubewilligungen der Stadt ZÃ¼rich verzichtete auf eine Beschwerdeantwort. Die private Beschwerdegegnerin beantragte mit Eingabe vom 15. Februar 2000, die Beschwerde sei abzuweisen, unter Kosten- und Ent­schÃ¤digungsfolgen zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hrenden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nachdem am 1. Februar 2000 die Verordnung vom 23. Dezember 1999 Ã¼ber den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) in Kraft getreten war, wurde den Parteien mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 8./9. Februar 2000 Gelegenheit gegeben, zur Bewilligungs-fÃ¤higkeit der strittigen Anlage unter dem Gesichtspunkt des neuen Rechts Stellung zu nehmen. Die BeschwerdefÃ¼hrenden und das Amt fÃ¼r Baubewilligungen der Stadt ZÃ¼rich reichten am 21. Februar 2000 entsprechende Stellungnahmen ein. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 23. MÃ¤rz 2000 reichte die private Beschwerdegegnerin ein neues Standortda­tenblatt fÃ¼r die Antennenanlage ein. Die BeschwerdefÃ¼hrenden nahmen mit Eingabe vom 18. April 2000 dazu Stellung. Am 26./29. MÃ¤rz 2000 hatten die BeschwerdefÃ¼hrenden Ã¼berdies zusÃ¤tzliche Dokumente und eine ergÃ¤nzende BeschwerdebegrÃ¼ndung nachge­reicht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 30. MÃ¤rz 2000 wurde der privaten Beschwerdegegne­rin Frist angesetzt, um dem Verwaltungsgericht mitzuteilen, auf welche Weise gewÃ¤hrlei­stet sei, dass die von ihr genannte abgestrahlte Leistung (ERP) eingehalten wird, insbeson­dere wie weit diese Leistung durch technische Konstanten der installierten Anlage begrenzt werde. Gleichzeitig wurde das Amt fÃ¼r Baubewilligungen aufgefordert, dem Gericht dar­Ã¼ber Bericht zu erstatten, wie die auf den StandortdatenblÃ¤ttern enthaltenen Angaben und Berechnungen der Gesuchsteller Ã¼berprÃ¼ft werden. Die Beschwerdegegnerschaft reichte ihre diesbezÃ¼glichen Stellungnahmen am 18. und 19. April ein. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrenden um vorsorgliche Anordnung der sofortigen Ausserbetriebsetzung der strittigen Anlage wurde mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 28. April 2000 abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz und der Parteien werden, soweit erforderlich, nachstehend wiedergegeben. </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die BeschwerdefÃ¼hrerin A.2 hat sich am Verfahren vor der Vorinstanz nicht be­teiligt. In der Rekursschrift vom 21. MÃ¤rz 1999 war lediglich A.1 als Rekurrent bezeichnet; erst die auf Aufforderung der Vorinstanz eingereichte verbesserte Rekursschrift vom 1. April 1999 nannte A.1 und A.2 als gemeinsame Rekurrierende. Ob A.2 in diesem Zeit­punkt noch einen rechtzeitigen Rekurs erheben konnte, geht aus den Unterlagen nicht her­vor. Die Vorinstanz hat jedenfalls nur A.1 als Rekurrenten behandelt, und die Beschwerde­fÃ¼hrenden haben dieses Vorgehen weder beanstandet noch bringen sie mit der Beschwerde Anhaltspunkte vor, die eine Verfahrensbeteiligung von A.2 zu begrÃ¼nden vermÃ¶chten. Auf die Beschwerde der BeschwerdefÃ¼hrerin A.2 ist daher nicht einzutreten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Ã¼brigen BeschwerdefÃ¼hrenden sind aufgrund ihrer nachbarlichen Beziehung zum Bauprojekt sowie der gegen dasselbe erhobenen EinwÃ¤nde grundsÃ¤tzlich zur Be­schwerde legitimiert (§ 338a Abs. 1 des Planungs‑ und Baugesetzes vom 7. September 1975 [PBG]). Wie weit die Legitimation in Bezug auf einzelne RÃ¼gen reicht, ist im jewei­ligen Sachzusammenhang zu prÃ¼fen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die BeschwerdefÃ¼hrenden ersuchen um DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriften­wechsels und eines Augenscheins.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Beschwerdeverfahren wird in der Regel nur ein einfacher Schriftenwechsel durchgefÃ¼hrt. Ein weiterer Schriftenwechsel kann ausnahmsweise erforderlich sein, wenn zum Nachteil eines BeschwerdefÃ¼hrers auf erstmals vor dem Verwaltungsgericht vorge­brachte Tatsachen abgestellt oder ein neuer wesentlicher Rechtsgrund herangezogen wer­den soll (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspfle­gegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 58 N. 10). In Beachtung dieser Grund­sÃ¤tze wurde den Parteien vorliegend Gelegenheit gegeben, zur neuen Rechtslage, die sich aus dem Inkrafttreten der NISV ergab, Stellung zu nehmen. FÃ¼r eine weiter gehende Ein­rÃ¤umung von ÃusserungsmÃ¶glichkeiten bestand kein Anlass. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins ist nicht erforderlich, da der wesentliche Sachverhalt mit genÃ¼gender Klarheit aus den Akten hervorgeht (RB 1995 Nr. 12). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Mit Bezug auf die Eingaben, die von den Parteien ausserhalb des ordentlichen Schriftenwechsels an das Verwaltungsgericht gerichtet wurden, ist darauf hinzuweisen, dass das Stellen von BeschwerdeantrÃ¤gen, die Bezeichnung neuer Beweismittel (§ 52 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 [VRG]) und die â im vorliegenden Verfahren nur beschrÃ¤nkt zulÃ¤ssige â Berufung auf neue Tatsachen (§ 52 Abs. 2 VRG) grundsÃ¤tzlich mit der Beschwerdeschrift bzw. im Rahmen der vom Gericht angeordneten Stellungnahmen erfolgen mÃ¼ssen (VGr, 23. Juni 1999, VB.1998.00112/00116, E. 6b; RB 1976 Nr. 18; vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 53 N. 15, § 54 N. 8). Die nachtrÃ¤glichen Eingaben sind daher nur soweit zu beachten, als sie im Rahmen des Schriftenwechsels erfolgten oder sich zu neuen Sachdarstellungen oder Beweismitteln der Gegenparteien Ã¤ussern. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrenden beanstanden erneut, dass die strittige Anlage zu Un­recht im Anzeigeverfahren bewilligt wurde. Durch diesen Mangel sind sie jedoch, nachdem ihnen die nachtrÃ¤gliche Anfechtung der baurechtlichen Bewilligung und die umfassende Stellungnahme zu den Gesuchsunterlagen ermÃ¶glicht wurde, nicht mehr beschwert. Soweit die BeschwerdefÃ¼hrenden in diesem Zusammenhang auf Bewilligungsverfahren fÃ¼r andere, hier nicht im Streit stehende Antennenanlagen hinweisen, ist darauf nicht einzugehen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Die BeschwerdefÃ¼hrenden sind der Auffassung, das Antennenprojekt sei nicht zonenkonform und verletze die Bestimmungen Ã¼ber die GebÃ¤udehÃ¶he. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts stellt eine gewÃ¶hnliche Mobil­funk-Basisstation keinen Betrieb im Sinn von § 52 Abs. 3 PBG dar und ist als blosse tech­nische Infrastrukturbaute auch in einer Wohnzone zonenkonform (RB 1998 Nr. 96). Die von den BeschwerdefÃ¼hrenden beanstandeten Immissionen der Anlage sind nicht im Rah­men der ZonenkonformitÃ¤t zu Ã¼berprÃ¼fen. Angesichts des beschrÃ¤nkten Wirkungsradius derartiger Antennen wÃ¤re es auch nicht denkbar, diese ausschliesslich in Gewerbezonen zu erstellen, wie dies die BeschwerdefÃ¼hrenden befÃ¼rworten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine Antennenanlage dieser Bauart und GrÃ¶sse stellt ferner kein selbstÃ¤ndiges Ge­bÃ¤ude dar, das an die Vorschriften betreffend GebÃ¤udehÃ¶he, FirsthÃ¶he etc. gebunden wÃ¤re. Sie kann vielmehr als kleinere technisch bedingte Dachaufbaute im Sinn von § 292 PBG gelten, die Ã¼ber die tatsÃ¤chliche bzw. zulÃ¤ssige Dachebene hinausragen darf.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Die BeschwerdefÃ¼hrenden beanstanden sinngemÃ¤ss, dass sich die Anlage nicht befriedigend in ihre Umgebung einordne (§ 238 PBG). Sie haben diesen Standpunkt jedoch wie schon vor der Vorinstanz nicht nÃ¤her begrÃ¼ndet, weshalb auf die entsprechende RÃ¼ge nicht einzutreten ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>7. Zur Hauptsache machen die BeschwerdefÃ¼hrenden geltend, dass mit der Bewilli­gung der strittigen Antennenanlage die Vorschriften des Umweltrechts Ã¼ber die Begren­zung nichtionisierender Strahlung missachtet wÃ¼rden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zu den Einwirkungen, gegen die das Bundesgesetz vom 7. Oktober 1983 Ã¼ber den Umweltschutz (USG) schÃ¼tzen will, zÃ¤hlen auch nichtionisierende Strahlen (Art. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 und Art. 3 Abs. 2 USG), darunter insbesondere elektrische und magnetische Felder, die durch technische Anlagen erzeugt werden (BGE 124 II 219 E. 7). Diese Strahlungen sind, ebenso wie andere Einwirkungen, in erster Linie durch Massnahmen bei der Quelle zu begrenzen (Art. 11 Abs. 1 USG). Die Begrenzung erfolgt zunÃ¤chst im Rahmen der <i>Vorsorge</i> â unabhÃ¤ngig von der bestehenden Umweltbelastung â so weit, als es technisch und betrieblich mÃ¶glich und wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG). Die vorsorgliche Emissionsbegrenzung hat die Funktion, auch unÃ¼berschau­bare Risiken zu vermeiden; sie schafft eine Sicherheitsmarge, welche die Unsicherheit Ã¼ber die lÃ¤ngerfristigen Wirkungen von Umweltbelastungen berÃ¼cksichtigt (BGE 124 II 219 E. 8a; 117 Ib 28 E. 6a). Steht fest oder ist zu erwarten, dass die Einwirkungen unter Be­rÃ¼cksichtigung der bestehenden Umweltbelastung schÃ¤dlich oder lÃ¤stig werden, werden die Emissionsbegrenzungen <i>verschÃ¤rft</i> (Art. 11 Abs. 3 USG). FÃ¼r die Beurteilung der schÃ¤dli­chen oder lÃ¤stigen Einwirkungen â d.h. als Massstab fÃ¼r die verschÃ¤rfte Begrenzung der Emissionen nach Art. 11 Abs. 3 USG â legt der Bun­des­rat durch Verordnung Immissi­onsgrenzwerte fest (Art. 13 Abs. 1 USG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit der NISV hat der Bundesrat einerseits Immissionsgrenzwerte fÃ¼r die Beurtei­lung der verschÃ¤rften Emissionsbegrenzung (Art. 11 Abs. 3 USG) und anderseits Grund­sÃ¤tze fÃ¼r die vorsorgliche Begrenzung der Emissionen (Art. 11 Abs. 2 USG) festgelegt. Die NISV ist am 1. Februar 2000 â wÃ¤hrend der HÃ¤ngigkeit des vorliegenden Beschwerdever­fahrens â in Kraft getreten (vgl. Art. 21 NISV). Nach Art. 3 Abs. 2 lit. a NISV gilt eine Anlage als neu, wenn der Entscheid, der die Bauarbeiten oder die Aufnahme des Betriebs ermÃ¶glicht, beim Inkrafttreten der Verordnung noch nicht rechtskrÃ¤ftig war. Das entspricht der Rechtsprechung des Bundesgerichts, wonach die Immissionsschutzvorschriften des USG seit dessen Inkrafttreten unmittelbar anwendbar sind, unabhÃ¤ngig davon, ob die zur Konkretisierung erforderlichen Verordnungen erlassen wurden (BGE 123 II 325 E. 4c cc S. 330; im gleichen Sinn VGr BE, 14. Februar 2000, E. 2b). Die vorliegend strittige Mobil­funk-Basisstation ist daher anhand der fÃ¼r Neuanlagen geltenden Bestimmungen der NISV, insbesondere Art. 4 und 5 sowie Anhang 1 Ziff. 65, zu beurteilen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>8. FÃ¼r elektromagnetische Strahlung, die eine einzige Frequenz aufweist und nicht gepulst ist, legt die NISV <i>Immissionsgrenzwerte</i> fÃ¼r den Effektivwert der elektrischen FeldstÃ¤rke, der magnetischen FeldstÃ¤rke und der magnetischen Flussdichte fest, die in Ab­hÃ¤ngigkeit von der Frequenz definiert sind (Anhang 2 Ziff. 11 Abs. 1 NISV). FÃ¼r die in der heutigen Mobiltelefonie verwendeten Frequenzen 900 MHz und 1800 MHz betragen die entsprechenden Werte:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> elektrische magnetische magnetische<br/> FeldstÃ¤rke E FeldstÃ¤rke H Flussdichte B</span></p> <p class="Einzug1"><span> 900 MHz 41,25 V/m 0,111 A/m 0,138 μT</span></p> <p class="Einzug1"><span>1800 MHz 58,34 V/m 0,157 A/m 0,195 μT</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Immissionsgrenzwerte mÃ¼ssen Ã¼berall eingehalten werden, wo sich Menschen aufhalten kÃ¶nnen (Art. 13 Abs. 1 NISV). Wo Immissionen mehrerer Anlagen einwirken, ist fÃ¼r die Einhaltung der Immissionsgrenzwerte â entsprechend ihrer Funktion als Mass der Gesamtbelastung, die zum Schutz der BevÃ¶lkerung nicht Ã¼berschritten werden darf (vgl. AndrÃ© Schrade/Theo Loretan in: Kommentar USG, 1998, Art. 11 N. 40) â die gesamte Strahlung massgeblich, die durch alle am betreffenden Ort einwirkenden Strahlungsquellen gemein­sam verursacht wird (Art. 5 Abs. 1 NISV; ErlÃ¤uternder Bericht des BUWAL vom 23. De-zember 1999 zur NISV, S. 1 Ziff. 2). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>9. a) Die <i>vorsorgliche Emissionsbegrenzung</i> ist gemÃ¤ss Art. 4 Abs. 1 NISV durch die in Anhang 1 festgelegten Massnahmen zu gewÃ¤hrleisten. Anhang 1 sieht fÃ¼r die meis-ten erfassten Anlagen â und so auch fÃ¼r Sendeanlagen des Mobilfunks â <i>Anlagegrenz­werte</i> vor, die fÃ¼r den jeweiligen Anlagetyp definiert sind. Diese gelten im Gegensatz zu den Immissionsgrenzwerten nur fÃ¼r die von einer einzelnen Anlage erzeugte Strahlung (Art. 3 Abs. 6 NISV) und mÃ¼ssen nur an Orten mit empfindlicher Nutzung (Art. 3 Abs. 3 NISV) eingehalten werden (Anhang 1 Ziff. 65 NISV; vgl. Urs Walker, Baubewilligung fÃ¼r Mobilfunkantennen, bundesrechtliche Grundlagen und ausgewÃ¤hlte Fragen, Baurecht 2000, S. 3 ff., 5). Die fÃ¼r Sendeanlagen des Mobilfunks festgelegten Anlagegrenzwerte beziehen sich auf den Effektivwert der elektrischen FeldstÃ¤rke und betragen gemÃ¤ss An­hang 1 Ziff. 64 NISV:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>a. fÃ¼r Anlagen, die ausschliesslich im Frequenzbereich um 900 MHz senden: 4,0 V/m; </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>b. fÃ¼r Anlagen, die ausschliesslich im Frequenzbereich um 1800 MHz oder in einem hÃ¶heren Frequenzbereich senden: 6,0 V/m; </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>c. fÃ¼r Anlagen, die sowohl in Frequenzbereichen nach lit. a als auch nach lit. b senden: 5,0 V/m.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Mit der Festlegung von Anlagegrenzwerten wollte der Verordnungsgeber den Grundsatz der vorsorglichen Emissionsbegrenzung (Art. 11 Abs. 2 USG) gestÃ¼tzt auf Art. 12 Abs. 2 USG konkretisieren (vgl. den ErlÃ¤uternden Bericht des BUWAL vom 23. Dezember 1999 zur NISV, S. 7; Walker, S. 8). Aufgrund von Art. 4 NISV ist davon auszugehen, dass damit eine abschliessende Regelung beabsichtigt ist; die Verordnung sieht lediglich fÃ¼r Anlagen, fÃ¼r welche Anhang 1 keine Vorschriften enthÃ¤lt, andere Emis­sionsbegrenzungen im Rahmen des technisch und betrieblich MÃ¶glichen und wirtschaftlich Tragbaren vor (Art. 4 Abs. 2 im Gegensatz zu Abs. 1 NISV; vgl. auch den ErlÃ¤uternden Bericht des BUWAL vom 23. Dezember 1999 zur NISV, S. 6, 7 und 10). Wo Anlage­grenzwerte bestehen, sind nach dieser Ordnung zusÃ¤tzliche Vorsorgemassnahmen, die sich unmittelbar auf Art. 11 Abs. 2 USG stÃ¼tzen, nicht mehr erforderlich. Das Bundesgericht hat eine entsprechende Regelung in Art. 3 und 4 der Luftreinhalte-Verordnung vom 16. Dezember 1985, die ebenfalls eine abschliessende Ordnung der vorsorglichen Emissi­onsbegrenzung vorsieht, als zulÃ¤ssig bezeichnet (BGE 124 II 517 E. 4b; BGr, URP 1997 S. 35 E. 3b; vgl. den Meinungsaustausch des Baudepartements Basel-Stadt mit dem BUWAL in URP 1994 S. 176 ff.). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die NISV geht somit davon aus, dass sich die Pflicht des Anlageninhabers zur vor­sorglichen Begrenzung der Emissionen in der Einhaltung der Anlagegrenzwerte erschÃ¶pft und grundsÃ¤tzlich keine weiteren Massnahmen gestÃ¼tzt auf Art. 11 Abs. 2 USG zu treffen sind (in diesem Sinn VGr BE, 14. Februar 2000, E. 5c bb). Ob dies auch gilt, wenn eine weiter gehende Vermeidung unnÃ¶tiger Emissionen mit geringem Aufwand erreicht werden kann, erscheint allerdings als fraglich, braucht aber nicht entschieden zu werden, da hier, soweit ersichtlich, alle nach dem Stand der Technik mÃ¶glichen und zumutbaren Vorsorge­massnahmen getroffen werden (vgl. nachstehend E. 9c).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) aa) Als Massnahme zur Vermeidung unnÃ¶tiger Emissionen dient das sogenannte <i>Downlink Powercontrol</i>-System, welches dafÃ¼r sorgt, dass die Sendeleistung reduziert wird, wenn die Anlage eine geringe Zahl von Mobiltelefon-Teilnehmern bedient. Diese Vorrichtung wird in neuen Basisstationen der Mobilfunkbetreiber serienmÃ¤ssig installiert. Die private Beschwerdegegnerin weist deshalb darauf hin, dass die in den Standortdaten­blÃ¤ttern berechneten Immissionen nur den ungÃ¼nstigsten Fall darstellten und in der Praxis hÃ¤ufig unterschritten wÃ¼rden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Wirksamkeit des Downlink Powercontrol-Systems ist allerdings dadurch be­grenzt, dass stets ein Frequenzkanal pro Antenne mit voller Leistung sendet. Dieser soge­nannte Broadcast Channel wird fÃ¼r die Steuerung der Mobiltelefon-GerÃ¤te benÃ¶tigt und Ã¼bertrÃ¤gt Ã¼berdies einen Teil der GesprÃ¤che. Als Folge davon sendet z.B. eine Antenne mit zwei FrequenzkanÃ¤len selbst bei minimalem GesprÃ¤chsaufkommen ununterbrochen mit 50% der vollen Leistung; bei einer Antenne mit vier FrequenzkanÃ¤len wird die Leistung im gÃ¼nstigsten Fall auf 25% reduziert. Da fÃ¼r die Strahlenbelastung die FeldstÃ¤rke massgeb­lich ist, die sich lediglich mit der Quadratwurzel der abgestrahlten Leistung verÃ¤ndert, bleiben bei zwei FrequenzkanÃ¤len stets mindestens 71%, bei vier KanÃ¤len 50% der Belas-tung bestehen. Diese Funktionsweise des Systems ergibt sich jedoch aus den technischen Normen des heute verwendeten GSM-Standards fÃ¼r die Mobiltelefonie und kann von den einzelnen Mobilfunkbetreibern nicht beeinflusst werden. Eine weiter gehende Anpassung der Sendeleistung an das effektive GesprÃ¤chsaufkommen wÃ¼rde eine Ãnderung der inter­nationalen Mobilfunknormen voraussetzen und ist aus der Sicht des einzelnen Mobilfunk­betreibers zur Zeit weder technisch noch betrieblich realisierbar. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Als weitere Vorsorgemassnahme fordern die BeschwerdefÃ¼hrenden sinngemÃ¤ss die <i>Verlegung des Standorts</i> der Mobilfunkanlage. Ob eine derartige Verlegung gestÃ¼tzt auf Art. 11 Abs. 2 und Art. 12 USG angeordnet werden kann, ist jedoch fraglich (vgl. BGE 117 Ib 28 E. 6b; VGr BE, 14. Februar 2000, E. 5e; Schrade/Loretan, Art. 11 N. 16 und 17; Robert Wolf, Elektrosmog: Zur Rechtslage bei Erstellung und Betrieb von ortsfesten Anla­gen, URP 1996 S. 102 ff., 130f.). Die Beurteilung des Standorts wÃ¼rde Ã¼berdies auf eine zumindest teilweise ÃberprÃ¼fung des Netzaufbaus im fraglichen Gebiet hinauslaufen, was angesichts der Tatsache, dass im Dienst der vorsorglichen Emissionsbegrenzung bereits die unterhalb der Immissionsgrenzwerte liegenden Anlagegrenzwerte eingehalten werden mÃ¼s­sen, in der Regel als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig erschiene. Die PrÃ¼fung eines Alternativstandorts kÃ¶nnte sich daher auf der Grundlage von Art. 11 Abs. 2 USG hÃ¶chstens dann rechtfertigen, wenn wegen besonderen Ã¶rtlichen Gegebenheiten zu erwarten wÃ¤re, dass eine geringfÃ¼gige Verschiebung der Antenne eine deutliche Verbesserung der Immissionslage bewirkt. DafÃ¼r bestehen vorliegend keine Anhaltspunkte. Wie es sich mit Antennenstandorten ausserhalb der Bauzone verhÃ¤lt, bei welchen im Rahmen der Anwendung von Art. 24 des Bundesge­setzes vom 22. Juni 1979 Ã¼ber die Raumplanung grundsÃ¤tzlich auch die Standortwahl zu beurteilen ist (BGE 117 Ib 28 E. 3; VGr BE, 14. Februar 2000, E. 6a; BVR 1993 S. 337 E. 2 und 4a; vgl. Walker, S. 7, 9), braucht vorliegend nicht entschieden zu werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>10. a) Immissionen werden durch Messungen oder Berechnungen ermittelt. Da Messungen relativ aufwendig und fÃ¼r Anlagen, die erst erstellt werden sollen, ohnehin nicht durchfÃ¼hrbar sind, werden die zu erwartenden Immissionen einer neuen Anlage in der Regel berechnet. Das BUWAL empfiehlt jedoch insbesondere in den FÃ¤llen, in welchen der Anlagegrenzwert aufgrund der Berechnungen nur knapp eingehalten ist und sich der betreffende Ort mit empfindlicher Nutzung im Hauptstrahl der Mobilfunkantenne befindet, die DurchfÃ¼hrung einer Abnahmemessung nach Erstellung der Anlage (Kreisschreiben des BUWAL vom 15. Februar 2000). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Um die von einer Anlage in die Richtung der massgeblichen Immissionsorte abge­strahlte Leistung zu berechnen, wird von der Ã¤quivalenten Strahlungsleistung (ERP) in der Hauptstrahlrichtung (Art. 3 Abs. 9 NISV) ausgegangen und sodann die aus der Abwei­chung von der Hauptstrahlrichtung resultierende LeistungsabschwÃ¤chung ermittelt. Die LeistungsabschwÃ¤chung ist aus den fÃ¼r den jeweiligen Antennentyp vorliegenden Anten­nendiagrammen ersichtlich, welche die Abstrahlungseigenschaften in horizontaler und ver­tikaler Richtung darstellen (vgl. act--). Die Antennendiagramme geben allerdings Bereiche, die wesentlich ausserhalb der Hauptstrahlrichtung liegen, in der Regel nur in idealisierter Form wieder; um der daraus resultierenden Unsicherheit Rechnung zu tragen, wird fÃ¼r die LeistungsabschwÃ¤chung in allen Richtungen ein Wert von hÃ¶chstens 15 dB angenommen (ErlÃ¤uterungen des BUWAL zum Standortdatenblatt-Entwurf fÃ¼r das detail­lierte Verfah­ren vom 20. Oktober 1998, S. 6 Fn. 1). Weitere AbschwÃ¤chungen der Strah­lungsleistung ergeben sich aus der Entfernung zwischen Sendeanlage und Immissionsort (Abstands­dÃ¤mpfung) sowie aus der Wirkung allfÃ¤lliger Hindernisse auf dem Ausbrei­tungsweg wie Mauern, GebÃ¤udedecken etc. (GebÃ¤udedÃ¤mpfung). Aus den durch mehrere Antennen einer Anlage verursachten Einzelimmissionen lÃ¤sst sich anschliessend die auf den fraglichen Ort einwirkende Gesamtimmission ermitteln (vgl. Anhang 1 Ziff. 62 NISV).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Zur Ermittlung der Immissionen einer Anlage, fÃ¼r welche in Anhang 1 der NISV Emissionsbegrenzungen festgelegt sind, reicht deren Inhaber der BewilligungsbehÃ¶rde ein Standortdatenblatt ein, das die notwendigen technischen und betrieblichen Daten sowie Angaben Ã¼ber die an den massgeblichen Immissionsorten erzeugte Strahlung enthÃ¤lt (Art. 11 NISV). FÃ¼r Basisstationen von Mobilfunknetzen hatte das BUWAL bereits mit dem Entwurf der NISV zwei StandortdatenblÃ¤tter herausgegeben (EntwÃ¼rfe vom 20. Oktober 1998). Nachdem die Immissionsgrenzwerte in der definitiven Fassung der NISV gegenÃ¼ber dem Entwurf nicht geÃ¤ndert worden sind, kann das Standortdatenblatt fÃ¼r das sogenannte "detaillierte Verfahren" weiterhin verwendet werden; das Standortdaten­blatt fÃ¼r das "einfache Verfahren" ist dagegen nicht mehr anwendbar (vgl. das Kreisschrei­ben des BUWAL vom 15. Februar 2000). FÃ¼r die vorliegend beurteilte Anlage wurde vor der Baurekurskommission I ein Standortdatenblatt fÃ¼r das detaillierte Verfahren gemÃ¤ss Entwurf vom 20. Oktober 1998 nachgereicht (act--). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aus dem Standortdatenblatt lÃ¤sst sich nach dem Eintragen der massgeblichen Werte und der DurchfÃ¼hrung der vorgegebenen Berechnungen herauslesen, ob die Immissions­grenzwerte an den kritischen Immissionsorten eingehalten sind. Das im Datenblatt erschei­nende Resultat liefert allerdings nicht die HÃ¶he der effektiven Strahlenbelastung in den Masseinheiten, welche fÃ¼r die Grenzwerte massgeblich sind (elektrische FeldstÃ¤rke, mag­netische FeldstÃ¤rke und magnetische Flussdichte), sondern eine dimensionslose GrÃ¶sse I, die so bemessen ist, dass die Immissionsgrenzwerte eingehalten sind, wenn ein Wert von I kleiner oder gleich 1 resultiert. Die Anlagegrenzwerte, die rund zehnmal tiefer liegen als die Immissionsgrenzwerte, sind im bisher verwendeten Standortdatenblatt-Entwurf nicht aufgefÃ¼hrt. Ihre Einhaltung kann jedoch ebenfalls anhand der GrÃ¶sse I Ã¼berprÃ¼ft werden; gemÃ¤ss einem Kreisschreiben des BUWAL sind die Anlagegrenzwerte in der Regel einge­halten, wenn die Immission I unterhalb der folgenden Werte liegt:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Frequenzband An­la­ge­grenz­wer­t Immission I gemÃ¤ss<br/> Standortdatenblatt</span></p> <p class="Einzug1"><span> 900 MHz 4 V/m 0,094 â 0,095</span></p> <p class="Einzug1"><span>1800 MHz 6 V/m 0,101 â 0,103</span></p> <p class="Einzug1"><span>900 und 1800 MHz 5 V/m 0,085 â 0,119</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Liegt die berechnete Immission I zwischen den genannten Werten oder darÃ¼ber, ist eine Neubeurteilung erforderlich, bei welcher die fÃ¼r den Anlagegrenzwert massgebliche elektrische FeldstÃ¤rke E direkt berechnet wird (Kreisschreiben des BUWAL vom 15. Februar 2000, Ziff. 2.4). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gegen diese vom BUWAL empfohlene Berechnungsweise bestehen keine Beden­ken. Die Angabe der effektiven Strahlenbelastung in den entsprechenden physikalischen Einheiten ist im Normalfall nicht zwingend erforderlich. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die Vorinstanz hat ein anderes Vorgehen gewÃ¤hlt, indem sie die massgeblichen Belastungen anhand der Angaben des Standortdatenblatts selbstÃ¤ndig berechnete (E. 10d des Rekursentscheids; vgl. auch den neueren Entscheid der Baurekurskommission I in BEZ 2000 Nr. 14 E. 11c). Diese Methode ist ebenfalls zulÃ¤ssig und muss zum gleichen Ergebnis fÃ¼hren. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das gilt auch fÃ¼r die von der Vorinstanz vorgenommene Umrechnung der mass­geblichen Strahlungsleistung ERP, welcher der folgende Sachverhalt zugrunde liegt: Aus­gangspunkt der Berechnungen sowohl nach dem Standortdatenblatt wie nach dem von der Vorinstanz verwendeten Berechnungsmodell ist die Ã¤quivalente Strahlungsleistung ERP. GemÃ¤ss Art. 3 Abs. 9 NISV ist dies die einer Antenne zugefÃ¼hrte Sendeleistung, multipli­ziert mit dem Antennengewinn in der Hauptstrahlrichtung, bezogen auf einen Halbwellen­dipol. (Der Antennengewinn entspricht der durch die Richtwirkung der Antenne erzielten "Konzentration" der Leistung in der Hauptstrahlrichtung.) In den DatenblÃ¤ttern der ver­wendeten Antennen wird der Antennengewinn ("Gain") jedoch in der Regel nicht bezogen auf einen Halbwellendipol (der selber bereits eine gewisse Richtwirkung aufweist; Mass­zahl dBd), sondern bezogen auf eine isotrope, d.h. in allen Richtungen gleichmÃ¤ssig (ku­gelfÃ¶rmig) strahlende Antenne angegeben (Masszahl dBi; vgl. das Datenblatt, act--). Die Differenz zwischen den beiden ungleich definierten Masszahlen des Antennengewinns entspricht dem von der Vorinstanz verwendeten Korrekturfaktor von 1,64 bzw. einer Kor­rektur um 2,15 dB. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden weisen freilich zu Recht darauf hin, dass es nicht zulÃ¤s­sig ist, den in Dezibel ausgedrÃ¼ckten Antennengewinn von 17 dBi als mathematischen <i>Faktor</i> in die Berechnung einzubeziehen und durch diesen Wert zu dividieren, wie es die Vor­in­stanz getan hat (ein Wert von 17 dB entsprÃ¤che einem Faktor 50). Da die Vorin­stanz jedoch bei der weiteren Berechnung der Immissionen gemÃ¤ss der von ihr verwende­ten Formel den Wert von 17 dB offenbar auch bei der Multiplikation wiederum als Faktor eingesetzt hat, gleichen sich die Fehler aus. Im Ergebnis stimmt ihre Berechnung jedenfalls mit jener anhand der vom BUWAL bekannt gegebenen Formel (Kreisschreiben des BUWAL vom 15. Februar 2000, S. 4 oben) Ã¼berein. FÃ¼r die Berechnungen anhand des Stand­ort­da­ten­blatts des BUWAL ist diese Umrechnung ohnehin nicht erforderlich, da dort eine zutreffend ermittelte Ã¤quivalente Strahlungsleistung ERP bereits vorausgesetzt wird. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>11. Immissionsgrenzwerte mÃ¼ssen Ã¼berall eingehalten werden, wo sich Menschen aufhalten kÃ¶nnen (Art. 13 Abs. 1 NISV), Anlagegrenzwerte nur an Orten mit empfindlicher Nutzung gemÃ¤ss Art. 3 Abs. 3 NISV, das heisst in RÃ¤umen in GebÃ¤uden, in denen sich Personen regelmÃ¤ssig wÃ¤hrend lÃ¤ngerer Zeit aufhalten (lit. a), auf raumplanungsrechtlich festgelegten KinderspielplÃ¤tzen (lit. b) sowie auf FlÃ¤chen unbebauter GrundstÃ¼cke, auf denen Nutzungen der genannten Art zugelassen sind (lit. c). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Die BaubehÃ¶rde hat im Verfahren vor der Baurekurskommission I ein vom 3. Mai 1999 datiertes Standortdatenblatt der privaten Beschwerdegegnerin fÃ¼r das detail­lierte Verfahren eingereicht (act.--). Im Beschwerdeverfahren reichte die private Be­schwerdegegnerin sodann ein neues, vom 28.12.1999/15.03.2000 datiertes Standortdaten­blatt ein (act.--), das zum Teil andere Immissionsorte und Berechnungs­grundlagen enthÃ¤lt. Die BeschwerdefÃ¼hrenden erhielten Gelegenheit, in das neue Standort­datenblatt Einsicht zu nehmen und sich dazu zu Ã¤ussern. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aufgrund der in den StandortdatenblÃ¤ttern enthaltenen Angaben (abgestrahlte Leis-tung, AbstÃ¤nde, Abweichungen von der Hauptstrahlungsrichtung und GebÃ¤udedÃ¤mpfung) sind bei den GrundstÃ¼cken der BeschwerdefÃ¼hrenden die Anlagegrenzwerte klar eingehal­ten. Bei der Liegenschaft der BeschwerdefÃ¼hrenden Nrn. 1.1 und 1.2 ergibt sich nach dem alten Standortdatenblatt vom 3. Mai 1999 (Immissionsort 5) ein Wert der Immission I von 0,0484, bei jener der BeschwerdefÃ¼hrenden Nrn. 2, 3.1 und 3.2 nach dem neuen Standort­datenblatt vom 28.12.1999/15.03.2000 (Immissionsort 5) ein solcher von 0,0669. Diese Werte liegen deutlich unterhalb der fÃ¼r die Einhaltung des Anlagegrenzwerts massgebli­chen Immission I von 0,094â0,095 (vorn, E. 10b S. 13). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen freilich zu Recht darauf aufmerksam, dass das neue Standortdatenblatt im Zusatzblatt 1 (technische Angaben zur Anlage) teils andere Werte enthÃ¤lt als das alte; insbesondere wurden die Angaben zur vertikalen Lage der Hauptstrahlrichtung (Elevation in Grad von der Horizontalen) geÃ¤ndert, was sich unter anderem auf die Belastung beim Wohnhaus der BeschwerdefÃ¼hrenden Nrn. 2 â 3 auswirkt. Dazu ist festzuhalten, dass die Bauherrschaft an die Angaben bezÃ¼glich Senderichtung ge­bunden bleibt, die sie im Baugesuch gemacht hat; eine spÃ¤tere Ãnderung der Senderich­tung erfordert eine Anpassung der Baubewilligung (vgl. Anhang 1 Ziff. 62 Abs. 2 NISV). Vorliegend waren allerdings die entsprechenden Angaben erst im Standortdatenblatt vom 3. Mai 1999 enthalten, das die private Beschwerdegegnerin im Lauf des Rekursverfahrens eingereicht hatte. Wie es sich damit verhÃ¤lt, braucht jedoch im Beschwerdeverfahren nicht nÃ¤her geprÃ¼ft zu werden, denn im neuen Standortdatenblatt wurde bei der Antenne, die auf das Wohnhaus der BeschwerdefÃ¼hrenden Nrn. 2 â 3 gerichtet ist (Immissionsort 5, An­tenne 3), keinerlei LeistungsabschwÃ¤chung gegenÃ¼ber der Hauptstrahlrichtung in Rech­nung gestellt, so dass der privaten Beschwerdegegnerin aus einer allenfalls unzutreffenden Angabe kein Vorteil erwachsen wÃ¼rde. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die BeschwerdefÃ¼hrenden beanstanden nicht nur die auf ihren GrundstÃ¼cken re­sultierende Strahlenbelastung, sondern machen auch geltend, dass die strittige Anlage zur Ãberschreitung der Anlagegrenzwerte an anderen Standorten fÃ¼hre. Die Vorinstanz geht davon aus, dass die Einhaltung der Grenzwerte nur an den Immissionsorten der jeweiligen Rekurrierenden zu prÃ¼fen sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Wer aufgrund seiner Betroffenheit zur Beschwerde legitimiert ist, kann alle RechtsmÃ¤ngel des angefochtenen Entscheids beanstanden; die als verletzt bezeichneten Normen brauchen mit dem tatsÃ¤chlichen oder rechtlichen Interesse, das dem Beschwerde­fÃ¼hrenden die Legitimation verschafft, nicht Ã¼bereinzustimmen. Sein Rechtsschutzinteresse reicht allerdings nur so weit, als ihm im Fall des Obsiegens ein Vorteil fÃ¼r die eigene Posi­tion entsteht (vgl. zum Ganzen Alfred KÃ¶lz/Isabelle HÃ¤ner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 538 ff.; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 21 ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese GrundsÃ¤tze gelten auch im Bereich des Immissionsschutzrechts. So sind nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts zur Beschwerde gegen eine lÃ¤rmige Anlage alle Personen befugt, die in der NÃ¤he der Anlage wohnen, den LÃ¤rm deutlich wahrnehmen und dadurch in ihrer Ruhe gestÃ¶rt werden. Ob zur Abgrenzung der Legitimation auf die Ãber­schreitung der Planungswerte abzustellen sei, hatte das Bundesgericht zunÃ¤chst offen ge­lassen (BGr, URP 1992 624 E. 2c); spÃ¤ter stellte es nur darauf ab, ob sich ein Beschwerde­fÃ¼hrer im "LÃ¤rmeinflussbereich" der Anlage befinde (BGE 124 II 293 E. 3a; vgl. 120 Ib 379 E. 4c) und anerkannte ausdrÃ¼cklich, dass es dabei auf die Ãberschreitung der mass­geblichen Belastungsgrenzwerte nicht ankommt (BGE 125 II 643, nicht. publ. E. 3a). Be­troffene, die nach diesen GrundsÃ¤tzen zur Beschwerde befugt sind, kÃ¶nnen sich auch auf Normen berufen, die mit dem Interesse, auf welchem ihre Legitimation beruht, nicht Ã¼ber­einstimmen (BGr, URP 1992 624 E. 2c) und insbesondere geltend machen, dass die mass­geblichen Belastungsgrenzwerte an anderen Orten Ã¼berschritten seien (vgl. die materielle PrÃ¼fung durch das Bundesgericht in den Ent­scheiden BGE 125 II 643, 124 II 293 und URP 1992 624; ebenso Heinz Aemisegger, Aktuelle Fragen des LÃ¤rmschutz­rechts in der Rechtsprechung des Bundesgerichts, URP 1994, S. 441 ff., 451 f.). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) FÃ¼r das Rechtsmittelverfahren gegen eine Mobilfunkanlage ergibt sich daraus, dass der Nachbar, der aufgrund seiner Betroffenheit zur Beschwerde befugt ist, grundsÃ¤tz­lich auch die Ãberschreitung von Immissionsgrenzwerten oder Anlagegrenzwerten an Standorten rÃ¼gen kann, an welchen er der Strahlung nicht selber ausgesetzt ist. Vorauszu­setzen ist jedoch, dass er sich mit den RÃ¼gen, die sich als begrÃ¼ndet erweisen, einen Vorteil zu verschaffen vermag. Das ist namentlich dann der Fall, wenn mit den Massnahmen, die zur Einhaltung der Grenzwerte erforderlich sind (insbesondere einer Reduktion der Sende­leistung), auch die auf den BeschwerdefÃ¼hrer entfallende Strahlenbelastung reduziert wird. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im vorliegenden Verfahren sind die BeschwerdefÃ¼hrenden aus diesen GrÃ¼nden be­fugt, die Ãberschreitung der Grenzwerte in den unter der Antenne liegenden RÃ¤umen (Im­missionsorte 2 und 6 gemÃ¤ss neuem Standortdatenblatt vom 28.12.1999/15.03.2000) zu beanstanden, denn eine allfÃ¤llige Reduktion der Sendeleistung zur Einhaltung dieser Grenzwerte kÃ¤me auch ihnen zugute. Zur RÃ¼ge von Strahlenbelastungen an Standorten, die auf der entgegengesetzten Seite der Anlage liegen, sind sie dagegen nicht befugt, da ihnen eine Reduktion der in jene Richtung abgestrahlten Leistung keinen Nutzen brÃ¤chte. Das gilt z.B. fÃ¼r den Messort 3 gemÃ¤ss neuem Standortdatenblatt (Xstrasse), denn der auf die BeschwerdefÃ¼hrenden entfallende Strahlungsanteil der dorthin gerichteten Antenne ist bei BerÃ¼cksichtigung der Distanz zu ihren WohnhÃ¤usern zu vernachlÃ¤ssigen. Aus dem gleichen Grund kann den BeschwerdefÃ¼hrenden auch die RÃ¼ge, dass die im SÃ¼den der Antennenanlage (ausserhalb des eingereichten Ãbersichtsplans) auftretenden Belastungen nicht berechnet worden seien, keinen Nutzen verschaffen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die Immissionsorte 2 und 6 (gemÃ¤ss neuem Standortdatenblatt vom 28.12.1999/15.03.2000) befinden sich unterhalb der Antenne im Estrich sowie im obersten Wohngeschoss des GebÃ¤udes, auf welchem die Antenne errichtet wurde. Der Estrich stellt jedoch â entgegen der Annahme im Standortdatenblatt â keinen Ort mit empfindlicher Nutzung dar, da sich in diesem keine Personen regelmÃ¤ssig wÃ¤hrend lÃ¤ngerer Zeit aufhal­ten (vgl. Art. 3 Abs. 3 lit. a NISV); im Estrich ist daher lediglich der Immissionsgrenzwert einzuhalten, der hier mit einem Wert der Immission I von 0,0892 bei weitem nicht erreicht wird. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>FÃ¼r die Wohnung unterhalb der Antenne (Immissionsort 2) wurde im alten Stand­ortdatenblatt vom 3. Mai 1999 ein Wert I von 0,0800 errechnet, der nur knapp unterhalb der fÃ¼r den Anlagegrenzwert massgeblichen Immission I von 0,094â0,095 liegt. Im neuen Standortdatenblatt vom 28.12.1999/15.03.2000 wurde dieser Immissionsort neu berechnet und ein tieferer Wert I von 0,0150 ermittelt. Die Differenz rÃ¼hrt daher, dass im alten Standortdatenblatt keine GebÃ¤udedÃ¤mpfung (Abschirmung durch die zwischen Antenne und Immissionsort liegenden GebÃ¤udeteile) angenommen wurde, im neuen Stand­ortda­tenblatt dagegen eine DÃ¤mpfung von 15 dB zugrunde gelegt wird. Die Annahme einer Ge­bÃ¤udedÃ¤mpfung von 15 dB ist berechtigt, wenn es sich bei der Geschossdecke Ã¼ber der Wohnung um eine Betondecke handelt; eine blosse Holzkonstruktion weist dagegen <br/> â ebenso wie ein Ziegeldach â praktisch keine DÃ¤mpfung auf (vgl. die ErlÃ¤uterungen des BUWAL zum Standortdatenblatt-Entwurf vom 20. Oktober 1998 fÃ¼r das Detaillierte Ver­fahren, S. 7). Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen denn auch geltend, dass bei einem Ge­bÃ¤ude aus dem Jahr 1932 der Estrichboden kaum als Betonkonstruktion erstellt worden sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Angabe im neuen Standortdatenblatt, wonach oberhalb der fraglichen Wohnung entgegen der frÃ¼heren Darstellung eine GebÃ¤udedÃ¤mpfung von 15 dB vorhanden sei, stellt eine neue Tatsachenbehauptung dar. Im Beschwerdeverfahren kÃ¶nnen jedoch, wenn das Verwaltungsgericht wie hier als zweite gerichtliche Instanz entscheidet, neue Tatsachen nur soweit geltend gemacht werden, als es durch die angefochtene Anordnung notwendig geworden ist (§ 52 Abs. 2 VRG). Vorliegend sind keine GrÃ¼nde ersichtlich, welche die neue Tatsachenbehauptung als Folge des vorinstanzlichen Entscheids notwendig erschei­nen liessen. Die private Beschwerdegegnerin hat denn auch die Ãnderung der Berech­nungsgrundlage, die mit dem neuen Standortdatenblatt vorgenommen wurde, nicht nÃ¤her begrÃ¼ndet. Unter diesen UmstÃ¤nden ist nicht auf die neu geltend gemachte GebÃ¤udedÃ¤mp­fung von 15 dB, sondern auf die Sachdarstellung der privaten Beschwerde­geg­ne­rin im vorinstanzlichen Verfahren abzustellen, nach welcher an der fraglichen Stelle keine Ge­bÃ¤udedÃ¤mpfung besteht. In diesem Zusammenhang ist ferner darauf hinzuweisen, dass die BaubehÃ¶rde die bei ihr eingereichten StandortdatenblÃ¤tter unter anderem mit Blick auf die geltend gemachte GebÃ¤udedÃ¤mpfung prÃ¼ft (vgl. die Stellungnahme des Amts fÃ¼r Baube­willigungen vom 19. April 2000, act.--); auf das von der Gesuchstellerin ohne vorherige PrÃ¼fung durch die BaubehÃ¶rde direkt beim Verwaltungsgericht eingereichte Standortda­tenblatt kann auch aus diesem Grund nicht ohne weiteres abgestellt werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>12. a) Ausgangspunkt der Immissionsberechnungen ist die von der Mobilfunkan­lage abgestrahlte Leistung, das heisst die <i>Ã¤quivalente Strahlungsleistung ERP</i> (Art. 3 Abs. 9 NISV) der zur Anlage gehÃ¶renden Antennen. Nachdem die diesbezÃ¼glichen Anga­ben der Anlagebetreiber im vorliegenden wie auch in weiteren beim Verwaltungsgericht hÃ¤ngigen Beschwerdeverfahren in Frage gestellt worden waren, wurden die Betreiber <br/> â darunter die private Beschwerdegegnerin â mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 30. MÃ¤rz 2000 aufgefordert, dem Gericht mitzuteilen, auf welche Weise die Einhaltung der von ihnen ge­nannten Strahlungsleistung ERP gewÃ¤hrleistet sei, insbesondere wie weit diese Leistung durch technische Konstanten der installierten Anlage begrenzt werde. Gleichzeitig wurden die Bewilligungsinstanzen â im vorliegenden Verfahren das Amt fÃ¼r Baubewilligungen der Stadt ZÃ¼rich â um einen Bericht darÃ¼ber gebeten, wie sie die auf den StandortdatenblÃ¤ttern enthaltenen Angaben und Berechnungen Ã¼berprÃ¼fen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aus der Stellungnahme des Amts fÃ¼r Baubewilligungen geht im Wesentlichen her­vor, dass es die in den StandortdatenblÃ¤ttern enthaltenen Berechnungen nachvollzieht. Die Angaben zur abgestrahlten Leistung, welche als Grundlage der Berechnungen dienen, prÃ¼ft es jedoch nicht; eine direkte Kontrolle dieser Leistung ist ihm wohl auch nicht mÃ¶glich. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die private Beschwerdegegnerin macht in ihrer Stellungnahme geltend, dass sich die effektiv abgestrahlte Leistung ERP aus der im Standortdatenblatt der Baueingabe be­schriebenen Konfiguration der Antennenanlage ergebe; nur eine VerÃ¤nderung der invol­vierten Komponenten kÃ¶nne eine ErhÃ¶hung der Sendeleistung bewirken (act.--). Diese Darstellung trifft indessen offensichtlich nicht zu. Die StandortdatenblÃ¤tter enthalten nur Angaben zur verwendeten Antenne; aus deren Belastbarkeit ergibt sich zwar ebenfalls eine Begrenzung, doch liegt diese deutlich Ã¼ber der genutzten Leistung (hier max. 400 Watt fÃ¼r jeden der 2 Inputs; vgl. act.--) und ist daher im vorliegenden Zusammenhang nicht von Interesse. Massgeblich ist vielmehr die der Antenne zugefÃ¼hrte Sendeleistung, aus welcher sich durch Multiplikation mit dem Antennengewinn die abgestrahlte Leistung ERP errech­nen lÃ¤sst (Art. 3 Abs. 9 NISV; vorstehend E. 10c). Ãber die Art und LeistungsfÃ¤hig­keit der eingesetzten VerstÃ¤rker ist den StandortdatenblÃ¤ttern jedoch nichts zu entnehmen. Die private Beschwerdegegnerin fÃ¼hrt dazu in ihrer Stellungnahme lediglich aus, dass die Ver­wendung von genormten Komponenten eine begrenzte maximale Leistung ermÃ¶gliche; wo klei­nere Leistungen geplant seien, wÃ¼rden zur Einhaltung der im Standortdatenblatt ge­nannten Leistung "Komponenten zur LeistungsdÃ¤mpfung" eingesetzt. Zu diesen Kom­po­nenten macht sie keine nÃ¤heren Angaben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Aus der Stellungnahme der privaten Beschwerdegegnerin wird immerhin deut­lich, dass Standardkomponenten mit genormten Leistungen verwendet werden. Um diese an die Gegebenheiten des betreffenden Standorts anzupassen, muss die Leistung entspre­chend reduziert werden. In modernen Mobilfunknetzen wird diese Steuerung in der Regel Ã¼ber das Netz von einer Zentrale aus vorgenommen, ohne dass sich ein Techniker an den jeweiligen Antennenstandort begeben muss. Solange die private Be­schwer­de­geg­ne­rin keine genaueren Angaben zur Leistungsbegrenzung bei ihren Sendeanlagen macht, muss davon ausgegangen werden, dass eine Technologie dieser Art auch bei ihr zur Anwendung gelangt. Die im Standortdatenblatt genannte Leistung (ERP) ist somit nicht in erster Linie durch technische Randbedingungen der strittigen Antennenanlage vorgegeben, sondern kann jederzeit ferngesteuert angepasst werden. Eine direkte ÃberprÃ¼fung dieses Sachver­halts ist fÃ¼r Aussenstehende â und damit auch fÃ¼r die VollzugsbehÃ¶rden â kaum mÃ¶glich. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Baubewilligungsverfahren wird in vergleichbaren FÃ¤llen nicht nur auf blosse Angaben der Anlagebetreiber Ã¼ber die beabsichtigte Nutzung, sondern auch auf die aus der baulichen Anlage sich ergebenden objektiven NutzungsmÃ¶glichkeiten abgestellt. Das zeigt sich etwa in der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts zur Anrechnung von RÃ¤umen an die AusnÃ¼tzungsziffer (BEZ 1995 Nr. 31, 1988 Nr. 35, 1986 Nr. 3; RB 1985 Nr. 111 und 113), und entsprechende GrundsÃ¤tze bestehen auch in der Rechtsprechung anderer Kantone (AGVE 1979 S. 242 E. 3c; 1973 S. 230 E. 4b.aa; SG-GVP 1976 Nr. 52 E. 2; RVJ/ZWR 1987 S. 21 E. 2; vgl. auch PVG 1995 Nr. 22). Dasselbe muss grundsÃ¤tzlich auch hier gelten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine strikte Anwendung dieser GrundsÃ¤tze auf die Emissionen von Mobilfunkan­tennen wÃ¼rde freilich dazu fÃ¼hren, dass stets von der maximalen Sendeleistung auszugehen wÃ¤re, die aufgrund der technischen Daten der Anlage mÃ¶glich ist. Dies wÃ¤re eine weitge­hende EinschrÃ¤nkung und kÃ¶nnte dazu fÃ¼hren, dass es den Betreibern nicht mehr mÃ¶glich wÃ¤re, ihre Anlagen mit Standardkomponenten auszurÃ¼sten. Zu berÃ¼cksichtigen ist ander­seits, dass es sich bei den Betreibern von Mobilfunkantennen um Baugesuchsteller handelt, die an zahlreichen Standorten vergleichbare Anlagen betreiben bzw. auch kÃ¼nftig erstellen und daher ein Interesse daran haben, ihre GlaubwÃ¼rdigkeit nicht durch die Missachtung von Umweltvorschriften bei einzelnen Sendeanlagen in Frage zu stellen. Wenn daher der Betreiber eines Mobilfunksystems substanziert darlegt, mit welchen Massnahmen er fÃ¼r eine dauerhafte Einhaltung der bewilligten Sendeleistungen besorgt ist (wobei auch organi­satorische Vorkehren im Sinn eines QualitÃ¤tsmanagements denkbar sind), ist durchaus denkbar, dass bei der Bewilligung der einzelnen Anlage auf diese Grundlage abgestellt werden kann. Bei der Berechnung der Immissionen kÃ¶nnte dann grundsÃ¤tzlich ohne wei­tere ÃberprÃ¼fung von den Angaben des Standortdatenblatts Ã¼ber die abgestrahlte Leistung ausgegangen werden. Vorbehalten blieben auch in diesem Fall Abnahmemessungen in bestimmten ZweifelsfÃ¤llen (vgl. Kreisschreiben des BUWAL vom 15. Februar 2000, Ziff. 3) sowie die von den VollzugsbehÃ¶rden stichprobenweise durchzufÃ¼hrenden Kon­trollmessungen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die wenig aussagekrÃ¤ftige Stellungnahme der privaten Beschwerdegegnerin bietet jedoch keine Grundlage fÃ¼r ein derartiges Vorgehen. Da sie keine sachdienlichen Angaben darÃ¼ber enthÃ¤lt, auf welche Weise die Einhaltung der in den StandortdatenblÃ¤t­tern genannten Sendeleistung gewÃ¤hrleistet wird, verbleibt der VollzugsbehÃ¶rde â vorlie­gend der stÃ¤dtischen BaubehÃ¶rde â nur die MÃ¶glichkeit, die verursachten <i>Immissionen</i> in der Umgebung der Anlage direkt zu messen bzw. durch geeignete Fachleute messen zu lassen. Das erscheint Ã¼berall dort als notwendig, wo die berechneten Belastungen relativ nahe bei den massgeblichen Grenzwerten liegen, da in diesen FÃ¤llen eine Ãberschreitung der Grenzwerte bei VerÃ¤nderungen der Sendeleistung nicht ausgeschlossen werden kann. Vorliegend betrifft dies die Wohnung unterhalb des Antennen­masts (Immissionsort 2 gemÃ¤ss den StandortdatenblÃ¤ttern), nicht dagegen die WohnhÃ¤user der BeschwerdefÃ¼hren­den. Bei diesen liegt die errechnete Belastung deutlich unterhalb des Anlagegrenzwerts, so dass selbst eine erhebliche ErhÃ¶hung der im Standortdatenblatt genannten Sendeleistung noch keine Ãberschreitung der Grenzwerte zur Folge hÃ¤tte (zumal sich eine ErhÃ¶hung der Sendeleistung nur mit der Quadratwurzel der jeweiligen Leistungszunahme auf die mass­geblichen Belastungspegel auswirkt; vgl. vorn, E. 9c/aa).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Messungen kÃ¶nnen wegen des relativ hohen Aufwands nicht fortlaufend durchge­fÃ¼hrt werden. Als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheint die Anordnung einer einmaligen, unangemel­deten Messung im Lauf des ersten Betriebsjahrs der Anlage. Falls bei dieser Messung keine Ãberschreitung der Grenzwerte festgestellt wird, sind bei der beurteilten Anlage in der Folge â unter Vorbehalt von Stichproben, wie sie auch bei anderen Anlagen durchge­fÃ¼hrt werden â keine weiteren Messungen erforderlich. Sollten die Grenzwerte bei der ers-ten Messung nicht eingehalten sein, wÃ¤re eine weitere unangemeldete Messung durchzu­fÃ¼hren. Bei erneut unbefriedigendem Ergebnis hÃ¤tte die VollzugsbehÃ¶rde geeignete Mass­nahmen zu treffen, die bis zur Schliessung der Anlage gehen kÃ¶nnen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kosten der Messung werden durch das Projekt der privaten Beschwerdegegne­rin sowie ihre ungenÃ¼genden Angaben zur Leistungsbegrenzung der Anlage verursacht und sind daher von ihr zu tragen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>13. Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen geltend, dass die Immissionsgrenzwerte und Anlagegrenzwerte der NISV zu hoch angesetzt seien und den GrundsÃ¤tzen des USG nicht entsprÃ¤chen. Sie verweisen in diesem Zusammenhang auf eine grosse Zahl von Publikatio­nen und Forschungsergebnissen, nach welchen auch Strahlung von wesentlich geringerer IntensitÃ¤t schÃ¤dlich oder lÃ¤stig sein kÃ¶nne.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) <i>Immissionsgrenzwerte</i> bezeichnen die Grenze der SchÃ¤dlichkeit oder LÃ¤stigkeit von Einwirkungen, bei deren Ãberschreitung eine verschÃ¤rfte Begrenzung der Emissionen nach Art. 11 Abs. 3 USG erfolgen muss. Die Immissionsgrenzwerte werden durch den Bundesrat mittels Verordnung festgelegt (Art. 13 Abs. 1 USG). Materielle GrundsÃ¤tze fÃ¼r ihre Festlegung finden sich einerseits in Art. 13 Abs. 2 USG, anderseits in Art. 14 USG, welche Bestimmung zwar dem Wortlaut nach nur fÃ¼r Luftverunreinigungen gilt, nach der Rechtsprechung jedoch allgemein gÃ¼ltige Regeln enthÃ¤lt, die auch fÃ¼r die Beurteilung an­derer Immissionen heranzuziehen sind (BGE 124 II 219 E. 7a mit Hinweisen; vgl. Schrade/Loretan, zu Art. 14 N. 3). Ob die mit der Verordnung festgelegten Grenzwerte den Anforderungen des Gesetzes genÃ¼gen, ist bei der Rechtsanwendung durch die Gerichte grundsÃ¤tzlich zu Ã¼berprÃ¼fen. Dem Bundesrat als Verordnungsgeber steht jedoch bei der Festlegung â insbesondere wo Unsicherheiten Ã¼ber die Auswirkungen der Immissionen bestehen â ein erheblicher Beurteilungsspielraum zur VerfÃ¼gung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>FÃ¼r die Immissionsgrenzwerte der NISV stÃ¼tzte sich der Bundesrat auf Berichte ei­ner vom BUWAL eingesetzten Expertengruppe (Begrenzung der Immissionen von nicht-ionisierender Strahlung, Frequenzbereich 0 Hz bis 300 GHz, BUWAL, Schriftenreihe Umwelt Nr. 302, Bern 1998; Biologische Auswirkungen nichtionisierender elektromagne­tischer Strahlung auf den Menschen und seine Umwelt, 1. Teil: Frequenzbereich 100 kHz bis 300 GHz, BUWAL, Schriftenreihe Umweltschutz Nr. 121, Bern 1990), die ihren Emp-fehlungen ihrerseits eine Richtlinie der Internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) aus dem Jahr 1998 zugrunde legte. Als Basis der ICNIRP-Richtlinie 1998 dienten biologische Wirkungen elektromagnetischer Felder, die wissenschaftlich gesichert sind und ein Gesundheitsrisiko darstellen. Dabei handelt es sich ausschliesslich um Kurzzeit-Wirkungen. Die Expertengruppe prÃ¼fte daneben auch Berichte Ã¼ber Auswirkungen, die bei deutlich geringeren FeldstÃ¤rken beobachtet wurden; diese be­treffen unter anderem die Beeinflussung des Krebswachstums, die Beeinflussung des Me­latoninhaushalts und psychovegetative Symptome, die unter dem Sammelbegriff "Elektro­sensitivitÃ¤t" zusammengefasst werden (vgl. zum Ganzen BUWAL, Schriftenreihe Umwelt Nr. 302, S. 17, 24 ff.; Helmut Krueger, Elektrosmog â was ist das?, URP 1996, S. 24 ff., 37 ff.; Walker, S. 4). Sie erachtete diese Hinweise jedoch als zu ungewiss oder in ihrer Wirkungsweise zu wenig erforscht, um Grenzwerte auf sie abzustÃ¼tzen. Statt dessen emp-fahl sie, der verbleibenden Ungewissheit im Rahmen der vorsorglichen Vermeidung und Verminderung entsprechender Belastungen Rechnung zu tragen; dabei sei das Schwerge­wicht auf diejenigen Situationen zu legen, in denen Personen Ã¼ber lÃ¤ngere Zeit exponiert sind (BUWAL, Schriftenreihe Umwelt Nr. 302, S. 30; BUWAL, Schriftenreihe Umwelt Nr. 121, S. 26, 31; vgl. Krueger, S. 40 ff.; Walker, S. 8). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die von der Expertengruppe und dem Verordnungsgeber vorgenommene Wertung hÃ¤lt sich an die gesetzlichen Vorgaben. Sie wird durch die von den BeschwerdefÃ¼hrenden vorgelegten Belege, die ohnehin keine umfassende Beurteilung der Auswirkungen ermÃ¶g­lichen, nicht widerlegt. Dass die wissenschaftliche Literatur Hinweise enthÃ¤lt, die eine Ge­fÃ¤hrdung oder BelÃ¤stigung von Personen auch bei deutlich geringerer Strahlenbelastung nahelegen, ist nicht neu und wird auch von der Expertengruppe anerkannt. Es ist nicht Auf-gabe des Gerichts, anhand einzelner Forschungsberichte und Literaturbelege, die von den Prozessparteien eingereicht werden, eine selbstÃ¤ndige Beurteilung des GefÃ¤hrdungspoten-tials vorzunehmen. Die gerichtliche PrÃ¼fung kann sich angesichts der KomplexitÃ¤t der Materie nur darauf erstrecken, ob die Risiken durch geeignete Experten anhand zutref­fen­der Kriterien beurteilt wurden. Das ist hier offenkundig der Fall. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Festlegung von <i>Anlagegrenzwerten</i>, die unterhalb der Immissionsgrenzwerte liegen, wird vom Gesetz nicht verlangt; die GrundsÃ¤tze der vorsorglichen Emissionsbe­grenzung ergeben sich unmittelbar aus dem Gesetz (Art. 11 Abs. 2 USG) und bedÃ¼rfen zu ihrer Anwendung nicht zwingend einer Konkretisierung in der Verordnung. Die von den BeschwerdefÃ¼hrenden sinngemÃ¤ss erhobene Forderung nach Festlegung strengerer Anla­gegrenzwerte findet insofern im Gesetz keine StÃ¼tze. Soweit die Verordnung die Anlage­grenzwerte jedoch als abschliessende Regelung der vorsorglichen Emissionsbegrenzung im Sinn von Art. 11 Abs. 2 USG verstehen will (vorn, E. 9b), stellt sich die Frage, ob mit dieser Festlegung die Grenzen des technisch und betrieblich MÃ¶glichen und wirtschaftlich Tragbaren zutreffend erfasst wurden. Dabei ist insbesondere zu bedenken, dass die Krite­rien von Art. 11 Abs. 2 USG sich in erster Linie an den VerhÃ¤ltnissen der fraglichen An­lage orientieren (vgl. Schrade/Loretan, Art. 11 N. 19 ff.), wogegen die Anlagegrenzwerte der NISV auf die resultierende Belastung in der Umgebung der Anlage abstellen. Die Frage kann jedoch offen bleiben, nachdem sich gezeigt hat, dass vorliegend nebst der Ein­haltung der Anlagegrenzwerte auch die weiteren in Frage kommenden Vorsorgemassnah­men getroffen werden (vorn, E. 9b). Die BeschwerdefÃ¼hrenden kÃ¶nnen daher auch unter dem Titel der vorsorglichen Emissionsbegrenzung keine zusÃ¤tzlichen Massnahmen verlan­gen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>14. Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen geltend, dass es sich bei den Antennennet­zen der Mobilfunkbetreiber um zusammenhÃ¤ngende Anlagen handle, fÃ¼r deren Planung und Bau vorerst die notwendigen planungsrechtlichen Grundlagen zu schaffen seien. Eine Planungspflicht fÃ¼r grÃ¶ssere Bauvorhaben und solche mit grossrÃ¤umigen raumrelevanten Auswirkungen besteht jedoch nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts vor allem fÃ¼r Anlagen oder Bauten, die ausserhalb bestehender Bauzonen projektiert sind oder jedenfalls im Widerspruch zur geltenden Zonenordnung stehen (BGE 124 II 252 E. 3; 120 Ib 207 E. 5 mit Hinweisen). Bei den Mobilfunkantennen auf dem Gebiet der Stadt ZÃ¼rich handelt es sich dagegen in der Regel um zonenkonforme Anlagen, die keine Ausnahmen benÃ¶tigen (vgl. RB 1998 Nr. 96). Es sind auch keine erheblichen raumrelevanten Auswirkungen die­ser Anlagen ersichtlich, die eine Koordination auf dem Weg der Nutzungsplanung erfor­derlich machen wÃ¼rden. Im Ãbrigen wÃ¼rde die von den BeschwerdefÃ¼hrenden angestrebte Zusammenlegung von Antennenstandorten zu einer ErhÃ¶hung der Strahlenbelastung in der Umgebung dieser Standorte fÃ¼hren und wÃ¤re daher in einem stÃ¤dtischen Gebiet nicht un­bedingt von Vorteil (vgl. Walker, S. 9). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>15. Die von den BeschwerdefÃ¼hrenden befÃ¼rchtete Wertminderung ihrer Liegen­schaften ist, wie die Vorinstanz zutreffend ausgefÃ¼hrt hat, nicht im vorliegenden Verfahren zu beurteilen. Die Schwierigkeiten bei der Durchsetzung eines allfÃ¤lligen Ersatzanspruchs, auf welche die BeschwerdefÃ¼hrenden zweifellos zu Recht hinweisen, vermÃ¶gen an dieser ZustÃ¤ndigkeitsordnung nichts zu Ã¤ndern. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>16. Die BeschwerdefÃ¼hrenden beanstanden den Kostenentscheid der Vorinstanz. Sie erachten die Verfahrenskosten als zu hoch und weisen mit Bezug auf die ParteientschÃ¤­digung darauf hin, dass auch sie einen erheblichen Aufwand getÃ¤tigt hÃ¤tten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die im angefochtenen Entscheid festgelegte SpruchgebÃ¼hr von Fr. 4'000.- ist relativ hoch, liegt jedoch noch im Rahmen des der Vorinstanz zustehenden Ermessens, in welches das Verwaltungsgericht nicht eingreift. Was den Aufwand der BeschwerdefÃ¼hrenden an­belangt, ist darauf hinzuweisen, dass eine ParteientschÃ¤digung grundsÃ¤tzlich nur der obsie­genden Partei zu Lasten der unterliegenden zugesprochen wird (§ 17 Abs. 2 und 3 VRG). Der Einwand der BeschwerdefÃ¼hrenden ist daher insoweit nicht begrÃ¼ndet. Die teilweise Gutheissung der vorliegenden Beschwerde fÃ¼hrt aber dennoch zu einer Neuregelung der Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen des Rekursverfahrens.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>17. Aufgrund der vorstehenden ErwÃ¤gungen ist auf die Beschwerde der Beschwer­defÃ¼hrerin <b>A.2</b> nicht einzutreten; mit Bezug auf die Ã¼brigen BeschwerdefÃ¼hrenden ist sie teilweise gutzuheissen. Die Baubewilligung ist mit dem Vorbehalt zu versehen, dass bei der Messung der Immissionen, welche die BaubehÃ¶rde im Sinn der vorstehenden ErwÃ¤­gungen innert eines Jahrs ab Rechtskraft des vorliegenden Entscheids auf Kosten der pri­vaten Beschwerdegegnerin vorzunehmen hat, keine Ãberschreitung des massgeblichen Grenzwerts festgestellt werden darf. Der Entscheid der Baurekurskommission I vom 12. November 1999 und die Baubewilligung vom 30. September 1998 sind insoweit aufzuheben bzw. zu ergÃ¤nzen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten zu zwei Dritteln von den Be­schwerdefÃ¼hrenden und zu einem Drittel von der privaten Beschwerdegegnerin zu tragen. Die Verfahrenskosten der Vorinstanz sind im gleichen VerhÃ¤ltnis neu zu verteilen, soweit sie den BeschwerdefÃ¼hrenden auferlegt wurden; ferner sind die ParteientschÃ¤digungen, welche die Vorinstanz der privaten Beschwerdegegnerin zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hren­den zugesprochen hat, auf einen Drittel zu reduzieren. Mit Bezug auf Rekurrierende, die am Verfahren vor der Vorinstanz, nicht jedoch am Beschwerdeverfahren teilgenommen haben, ist der Kostenentscheid der Vorinstanz jedoch rechtskrÃ¤ftig und bleibt unverÃ¤ndert. FÃ¼r das Beschwerdeverfahren rechtfertigt sich die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung angesichts des geringen Aufwands, welcher der privaten Beschwerdegegnerin erwachsen ist, nicht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>18. Der vorliegende Entscheid kann mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht angefochten werden, sofern eine Verletzung von Bundesrecht gerÃ¼gt wird.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> Auf die Beschwerde der BeschwerdefÃ¼hrerin <b>A.2</b> wird nicht eingetreten; </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>und entscheidet</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde der Ã¼brigen BeschwerdefÃ¼hrenden wird teilweise gutgeheissen. Die Baubewilligung vom 30. September 1998 wird im Sinn der ErwÃ¤gungen wie folgt er­gÃ¤nzt: "Die Bewilligung steht unter dem Vorbehalt, dass bei einer Messung der Im­missionen, welche die BaubehÃ¶rde innert eines Jahres ab Rechtskraft dieses Entscheids auf Kosten der Bauherrschaft unangemeldet vornehmen lÃ¤sst, keine Ãberschreitung der massgeblichen Grenzwerte festgestellt wird." Der Entscheid der Baurekurskom­mission I vom 12. November 1999 wird insoweit aufgehoben. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die auf die BeschwerdefÃ¼hrenden entfallenden Anteile an den Kosten des Rekursver­fahrens werden zu einem Drittel der privaten Beschwerdegegnerin auferlegt. Die der privaten Beschwerdegegnerin von der Baurekurskommission I zugesprochenen Partei­entschÃ¤digungen zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hrenden werden auf einen Drittel redu­ziert.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. ... </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>