<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, Massnahmen zu ergreifen, die gewährleisten, dass sämtliche Kadermitglieder der Bundesverwaltung neben ihrer Muttersprache eine zweite Amtssprache des Bundes beherrschen sowie eine dritte zumindest verstehen. Diese Voraussetzung muss Teil der Anstellungsbedingungen sein. Wenn sie bei der Anstellung nicht erfüllt ist, erhält die betroffene Person eine Frist von einem Jahr zur Erreichung der notwendigen Sprachkenntnisse. Die Massnahmen sollten zudem ein Anreizsystem beinhalten, das zum Ziel hat, mehrsprachige Personen anzuwerben beziehungsweise mehrsprachige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an die Bundesverwaltung zu binden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Sprachengesetz vom 5. Oktober 2007 (SpG, SR 441.1) bezweckt insbesondere die Förderung der individuellen und institutionellen Mehrsprachigkeit in den Landessprachen. Diesbezüglich hält Artikel 9 SpG klar fest, dass die Angestellten der Bundesverwaltung wahlweise in deutscher, französischer oder italienischer Sprache arbeiten.</p><p>Die Kaderangestellten müssen aktive Kenntnisse einer zweiten und passive Kenntnisse einer dritten Landessprache mitbringen, um in der Lage zu sein, ihre Personalführungsaufgaben wahrzunehmen und ihre Aufgabe als Vertreter und Vertreterinnen eines mehrsprachigen öffentlichen Dienstes zu erfüllen. Bei der Rekrutierung von Kaderangestellten ist demnach ein besonderes Augenmerk auf deren Sprachkenntnisse zu richten. Nach erfolgter Anstellung sind gegebenenfalls sprachliche Weiterbildungsmassnahmen zu treffen. Es macht daher Sinn, in der Verordnung zum Sprachengesetz, die gegenwärtig erarbeitet wird, Vollzugsbestimmungen, die die Anliegen der vorliegenden Motion aufnehmen, zu verankern.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.