<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00319</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105915&amp;W10_KEY=4467149&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00319</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 25.01.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Baubewilligung für ein Einfamilienhaus an steiler Hanglage<br/><br/>Legitimation der Nachbarn zur Beschwerdeerhebung (offen gelassen, E. 1). Anforderungen an die Erschliessung; ist die Errichtung von Fahrzeugabstellplätzen angesichts der örtlichen Verhältnisse nicht möglich und wird stattdessen ein Abstellplatz auf einem Drittgrundstück zur Verfügung gestellt, benötigt das Baugrundstück keine direkte strassenmässige Erschliessung (E. 3). Unter den Gesichtspunkten der ortsplanerischen Ästhetik und des haushälterischen Umgangs mit dem Boden ist gerade an steilen Hanglangen mit dem Bau neuer Erschliessungsstrassen Zurückhaltung zu üben (E. 4). Erschliessung mit Werkleitungen: Ist die Bewilligung für das Verlegen von Werkleitungen im öffentlichen Grund bereits in der Baubewilligung mitenthalten, bedarf es hierfür nicht noch eigens einer Sondernutzungskonzession (E. 6). Benützung eines Flurwegs als Baustellenzufahrt (E. 7).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUSTELLENZUFAHRT">BAUSTELLENZUFAHRT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)">ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSCHLIESSUNGSSTRASSE">ERSCHLIESSUNGSSTRASSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAHRZEUGABSTELLPLATZ">FAHRZEUGABSTELLPLATZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FLURWEG">FLURWEG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEITUNG">LEITUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARKPLATZ">PARKPLATZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SONDERNUTZUNGSKONZESSION">SONDERNUTZUNGSKONZESSION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRASSENMÃSSIGE ERSCHLIESSUNG">STRASSENMÃSSIGE ERSCHLIESSUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WERKLEITUNGEN">WERKLEITUNGEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 229 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">§ 233 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 236 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">§ 237 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">Art. 19 lit. I RPG</span><br/><span class="gerade">§ 4 Zugangsnormalien</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. Am 10. Dezember 1999 erteilte der Bauausschuss der Stadt Winterthur E unter Bedingungen und Auflagen die Bewilligung fÃ¼r die Erstellung eines Einfami­lienhauses auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 01 an der X-strasse in Winterthur. Das GrundstÃ¼ck befindet sich teils in der Wohnzone W2/1,2, teils in der kan­tonalen Landwirtschaftszone Lw und liegt an steiler Hanglage in zweiter Bautiefe oberhalb der X-strasse. Das projektierte GebÃ¤ude soll auf dem sÃ¼dlichen, in der Zone W2 ge­legenen Teil der Parzelle erstellt werden und Ã¼ber den Ã¶ffentlichen Treppenfussweg Kat.Nr. 02 (Y-weg) zur X-strasse er­schlossen werden. Dem Baugesuchsteller wurde auferlegt, den genannten Fussweg auf AnstosslÃ¤nge bis zur X-strasse auf eigene Kosten instand zu stellen. Als weitere der hier interes­sierenden Aufla­gen hat der vom Gesuchsteller in der Tiefgarage der Wohn­Ã¼berbauung X-strasse/Z-­strasse gemietete Abstellplatz als Pflichtparkplatz zu gelten und ist dieser im Grundbuch entspre­chend ein­zutra­gen. Sodann ist die Regelung der vorgesehenen Baustellenzufahrt Ã¼ber den quer zum Hang fÃ¼hrenden Flurweg Kat.Nr. 03 nachzuweisen (Zu­stim­mung der Flurgenos­senschaft). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen die Baubewilligung erhoben A, B und C so­wie H mit gemeinsamer Ein­gabe vom 13. Januar 2000 Rekurs. Dieser wurde von der Baurekurskommission IV nach DurchfÃ¼hrung eines Au­gen­scheins am 3. August 2000 abgewiesen, soweit darauf einzu­treten war. Die BegrÃ¼ndung dieses Entscheids ist, soweit mit Bezug auf die im verwal­tungsgerichtlichen Verfahren noch streitigen Fragen nÃ¶tig, den nachstehenden ErwÃ¤gungen zu entnehmen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit gemeinsamer Eingabe vom 19. September 2000 liessen A, EigentÃ¼mer der Ã¶stlich an den Y-weg angrenzenden Par­zelle Kat.Nr. 04 mit einem gleichfalls in zweiter Bautiefe zur X-strasse stehenden GebÃ¤ude, sowie B und C, EigentÃ¼mer der ebenso Ã¶stlich an den Y-weg und nÃ¶rd­lich an die X-strasse angrenzenden Parzelle Kat.Nr. 05, Beschwer­de beim Ver­waltungsgericht erheben. Die BeschwerdefÃ¼hrenden beantragten die Aufhe­bung des ange­fochtenen Entscheids der Baurekurskommission IV vom 3. August 2000 sowie die Aufhe­bung der Baubewilli­gung des Bauausschusses Winterthur vom 10. Dezember 1999, unter Zusprechung einer angemessenen ParteientschÃ¤digung sowohl fÃ¼r das Rekurs- wie auch fÃ¼r das Beschwerdeverfahren. In der BeschwerdebegrÃ¼ndung wurden einzig noch MÃ¤ngel mit Bezug auf die Erschlies­sung (strassenmÃ¤ssig und hinsicht­lich Werkleitungen) und die Bau­stellenzufahrt beanstandet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission IV schloss am 4. Oktober 2000 ohne weitere Bemerkun­gen auf Abweisung der Beschwerde. Mit Beschwerdeantwort vom 20. Oktober 2000 liess auch E Abweisung unter Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung beantragen. Der Bauaus­schuss der Stadt Winterthur beantragte mit Beschwerdeantwort vom 20. Okto­ber 2000, auf die Beschwerde nicht einzutreten, eventuell diese vollum­fÃ¤nglich abzuwei­sen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Partei­standpunkte werden, soweit entscheidrelevant, in den nachstehenden Er­wÃ¤­gungen wiedergegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Der Bauausschuss der Stadt Winterthur begrÃ¼ndet seinen Nichteintretens­antrag damit, dass den BeschwerdefÃ¼hrenden mit Bezug auf die einzig noch im Streit liegende RÃ¼ge der mangelnden Erschliessung des BaugrundstÃ¼cks das Rechtsschutzinteresse abzu­sprechen sei. Selbst wenn dem Vorbringen der BeschwerdefÃ¼hrenden, dass die nach ihrer Auffassung richtige Erschliessungs­lÃ¶sung auf dem Weg Ã¼ber ein Quartierplanverfahren zu treffen sei, gefolgt wÃ¼rde, so liesse sich damit die von ihnen bekÃ¤mpfte Ãberbauung des streit­betroffenen GrundstÃ¼cks nicht verhindern, sondern es wÃ¼rde einzig eine zeitliche Ver­zÃ¶gerung erreicht. Weshalb sie von der aus ihrer Sicht fehlen­den tatsÃ¤chlichen und rechtli­chen Erschliessung betroffen sein sollten, d.h. inwiefern sie selbst als EigentÃ¼mer und Nut­zer ihrer Liegenschaften durch die Er­schliessung des GrundstÃ¼cks E Ã¼ber den Y-weg hin­sichtlich der Erschliessung ihrer GrundstÃ¼cke oder anderweitig tatsÃ¤chlich oder rechtlich beeintrÃ¤chtigt wÃ¼rden, werde nicht dargetan und sei auch nicht ersichtlich. Was die bean­standete Nutzung des Flurwegs als Baustellenzufahrt betreffe, so wÃ¼rden mit der RÃ¼ge, dass dessen Funktion als ein der Allgemeinheit zur VerfÃ¼gung stehender Spazier- und Wanderweg beeintrÃ¤chtigt wÃ¼rde, bloss Interessen der Allgemeinheit geltend gemacht, was die Bedeutung einer un­zulÃ¤ssigen Popularbeschwerde habe. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese Vorbringen sind nicht vÃ¶llig von der Hand zu weisen. Die Frage, ob das Rechtsschutzinte­resse der BeschwerdefÃ¼hrenden und damit die Voraussetzungen fÃ¼r das Eintreten auf die Beschwerde gegeben sind, kann jedoch aus prozessÃ¶konomischen GrÃ¼n­den offen gelassen werden, da die Beschwerde ohnehin abzuweisen ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Wie von keiner Seite bestritten wird, liegt die Bauparzelle in der zweiten Bautie­fe ca. 40 Meter oberhalb der X-strasse, und zwar unmittelbar westlich des von der X-stras­se aufwÃ¤rts fÃ¼hrenden und als Treppenweg ge­bauten Y-wegs. Das GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 04 des BeschwerdefÃ¼hrers Nr. 1 liegt Ã¶stlich auf der andern Seite des Y-wegs und reicht bis zur X-strasse hinunter. Das darauf stehende Wohn­haus befindet sich jedoch auf etwa glei­cher HÃ¶he Ã¼ber der X-strasse wie das vom privaten Beschwerde­gegner projektierte Haus und ist Ã¼ber den Y-weg erschlossen. Ebenfalls unmittelbar Ã¶stlich des Y-wegs, auf ihrer Ostseite an die Parzelle des Be­schwerdefÃ¼hrers Nr. 1 und im SÃ¼den an die X-strasse an­grenzend, befindet sich die Liegenschaft Kat.Nr. 05 der BeschwerdefÃ¼hrenden Nr. 2, deren Hauseingang ebenfalls Ã¼ber den Y-weg erschlossen wird. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Wie im angefochtenen Entscheid mit zutreffenden ErwÃ¤gungen, auf die verwie­sen werden kann (§ 28 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 des Verwaltungsrechtspflegegeset­zes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 [VRG]), ausgefÃ¼hrt wird, ist ein GrundstÃ¼ck im Sinn von Art. 19 Abs. 1 und 22 Abs. 2 lit. b des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 (RPG) sowie §§ 233 und 234 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) unter anderem dann genÃ¼gend er­schlossen, wenn es selber und die darauf vorgese­henen Bauten und Anlagen genÃ¼gend zugÃ¤nglich sind. Das Erfordernis einer der Art, Lage und Zweck­bestim­mung der Bauten und Anlagen entsprechenden Zufahrt fÃ¼r die Fahr­zeuge der Ã¶ffentlichen Dienste und der BenÃ¼tzer gemÃ¤ss § 237 Abs. 1 Satz 1 PBG bedeutet nicht, dass eine fÃ¼r Fahrzeuge ausgebaute Zufahrt bis zum Hauseingang fÃ¼hren muss. GemÃ¤ss den vom Regierungsrat gestÃ¼tzt auf § 237 Abs. 2 PBG erlassenen Zugangsnor­malien vom 9. Dezember 1987 darf die erlaubte nicht befahrbare Distanz vom Zugang zum GebÃ¤ude­eingang bei GebÃ¤uden ohne starke Personenbelegung und einer HÃ¶he von 13 m hÃ¶chstens 80 m betragen (§ 4 und Anhang der Zugangsnormalien). Diese Voraussetzungen sind hier offensichtlich ge­geben, zumal die GebÃ¤udehÃ¶he der projektierten Baute weniger als 13 m misst, es um ein Einfamilienhaus ohne starke Personenbelegung geht und die Distanz von der X-strasse Ã¼ber den Y-weg bis zum GebÃ¤udeeingang rund 52 m betrÃ¤gt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wie die Vorinstanz ebenfalls zutreffend festhÃ¤lt, gilt der Grundsatz, dass jede Baute bis zum GebÃ¤udeeingang durch einen normgerechten befahrbaren Weg oder eine entspre­chende Strasse erschlossen sein muss, nur dann, wenn eine solche grundstÃ¼ckinterne Er­schliessung (wie z.B. fÃ¼r auf dem Bau­grundstÃ¼ck vorhandene AbstellplÃ¤tze) Ã¼berhaupt erforderlich ist. Im vorlie­genden Fall ist angesichts der gegebenen Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse die Errich­tung von FahrzeugabstellplÃ¤tzen auf dem BaugrundstÃ¼ck gar nicht mÃ¶glich, wes­halb ein grundbuchlich gesicherter Abstellplatz auf einem Drittgrund­stÃ¼ck zur VerfÃ¼gung stehen wird. Das BaugrundstÃ¼ck benÃ¶tigt daher keine strassenmÃ¤ssige Erschliessung fÃ¼r Fahrzeuge. Somit genÃ¼gt die vorhandene ZugÃ¤nglichkeit Ã¼ber den Y-weg. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Mit ihren AusfÃ¼hrungen Ã¼ber die Bedeutung des Begriffs der "hinreichenden Zu­fahrt" nach Bundesrecht und kantonalem Recht rÃ¤umen die Beschwerde­fÃ¼hrenden selbst ein, dass das Erfordernis einer Zufahrt fÃ¼r Fahrzeuge bis zum GebÃ¤ude wohl die Regel ist, aber auf lokale VerhÃ¤ltnisse RÃ¼cksicht zu neh­men ist. Entgegen ihrer Auffassung sind an ausgeprÃ¤gten Hanglagen wie der hier in Frage stehenden gerade solche lokalen VerhÃ¤ltnis­se gegeben, die einen Verzicht auf die Erschliessung einer Einfamilienhaus-Liegenschaft mit einer Zufahrt fÃ¼r Fahrzeuge erlauben. Unter den Gesichtspunkten der ortsplanerischen Ãsthetik und des haushÃ¤lterischen Umgangs mit dem Bo­den, denen an steilen Hanglagen besonderes Gewicht zukommt, ist mit dem Bau von neuen Erschliessungsstrassen ZurÃ¼ck­haltung zu Ã¼ben. Es entspricht denn auch der Praxis im Kanton ZÃ¼rich, dass an Hanglagen Bau­parzellen in zweiter Bautiefe hÃ¤ufig nur Ã¼ber Fusswege erschlossen sind. Diese Praxis wird nicht nur in der Stadt Winterthur geÃ¼bt, wie die vom Bauausschuss der Stadt Winter­thur angefÃ¼hrten und nicht bestrittenen Beispiele zeigen, son­dern auch in verschiedenen anderen Gemeinden (vgl. RB 1995 Nr. 80, ferner auch RB 1997 Nr. 82). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gerade auch das auf gleicher HÃ¶he Ã¼ber der X-strasse liegende Wohnhaus des BeschwerdefÃ¼hrers Nr. 1 ist ebenfalls nur zu Fuss Ã¼ber den Y-weg zu er­reichen. Der erschliessungsmÃ¤ssige Unter­schied zum GrundstÃ¼ck des privaten Be­schwer­degegners liegt einzig darin, dass das GrundstÃ¼ck des BeschwerdefÃ¼hrenden Nr. 1 auf ei­nem an die X-strasse an­stossenden Landstreifen Ã¼ber zwei Garagen verfÃ¼gt, das Baugrund­stÃ¼ck da­gegen den erforderlichen Fahrzeugabstellplatz in der Tiefgarage der Ãber­bauung X-strasse/­Z-strasse hat. Auch beim Wohnhaus des Be­schwerdefÃ¼hrers Nr. 1 erfolgt der Zugang zu Fuss und Ã¼ber die gleiche Distanz Ã¼ber den Y-weg wie der Zugang zum projek­tierten GebÃ¤ude des privaten Beschwerdegegners. FÃ¼r die Ã¶ffentlichen Dienste ist somit die Er­schlies­sungssituation bei beiden Liegenschaf­ten die gleiche. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Kann die verkehrsmÃ¤ssige Erschliessung als hinreichend qualifiziert werden, so bedarf es keines Quartierplans zur Schaffung eines Zugangs fÃ¼r Fahr­zeuge. Auf die von den BeschwerdefÃ¼hrenden vorgeschlagene Quartierplan­lÃ¶sung braucht deshalb nicht ein­gegangen zu werden. Immerhin ist mit der beschwerdegegnerischen BaubehÃ¶rde darauf hinzuweisen, dass bei den ge­gebe­nen VerhÃ¤ltnissen hinsichtlich Topografie und bereits bestehender Ãber­bauung kaum eine VerlÃ¤ngerung des ab der Strassenparzelle Kat.Nr. 06 parallel zur X-strasse zwischen erster und zweier Bau­tiefe nach Osten fÃ¼hrenden Zugangs um ca. 240 m bis zum BaugrundstÃ¼ck in Frage kÃ¤me. Eine neue zusÃ¤tzliche Er­schliessung kÃ¤me viel eher Ã¼ber einen zusÃ¤tzlichen Stich von der X-strasse her in Betracht, wodurch sich gleichzeitig auch eine bessere Erschliessung des Wohn­hauses des Beschwer­defÃ¼hrers Nr. 1 realisieren liesse. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Was die Erschliessung mit Werkleitungen betrifft, so bleibt unbestritten, dass das fragliche Gebiet grob erschlossen ist. Was nach der Behauptung der BeschwerdefÃ¼hrenden aus rechtlichen oder tatsÃ¤chlichen GrÃ¼nden nicht realisierbar sein soll, ist die Feinerschlies­sung, d.h. die Verlegung der Anschluss­leitungen an das Ã¼bergeordnete Netz. Weshalb dies im Unterschied zum An­schluss des auf gleichem Niveau befindlichen GrundstÃ¼cks des Beschwerde­fÃ¼hrers Nr. 1 tatsÃ¤chlich und rechtlich nicht mÃ¶glich sein sollte, ist unerfind­lich. Ob mit der von der Bauherrschaft ins Recht gelegten Vereinbarung mit der EigentÃ¼­merin der Liegenschaft X-strasse, wonach ihr das Durch­leitungsrecht gewÃ¤hrt und die Un­terzeichnung eines entsprechenden Dienstbarkeitsvertrags zugesichert wird, diese Durch­leitungsmÃ¶glichkeit be­reits als rechtlich genÃ¼gend gesichert zu be­trachten ist, kann offen bleiben, besteht doch auch die MÃ¶glichkeit der Ver­legung der Werkleitungen Ã¼ber den Y-weg. Was die BeschwerdefÃ¼hrenden hiergegen vorbringen, ist un­behel­flich. Davon, dass der Anschluss an die Groberschliessung Ã¼ber den Ã¶ffentlichen Y-­weg rechtlich nicht ge­sichert und tatsÃ¤chlich nicht reali­sierbar sei, kann nicht die Rede sein. In FÃ¤llen wie dem vorliegenden, in denen die Bewilligung fÃ¼r das Verlegen der Werkleitungen im Ã¶ffent­lichen Grund bereits in der Baubewilligung mit­enthalten ist, be­darf es nicht noch eigens einer Sondernutzungskonzession. In tatsÃ¤chlicher Hinsicht ver­mÃ¶gen die BeschwerdefÃ¼h­renden nichts mehr als die Vermutung vorzubringen, dass die Anschlussleitungen im Y-weg keinen Platz mehr haben kÃ¶nnten. Es kann indessen ausgeschlossen werden, dass die BaubehÃ¶rde die MÃ¶glichkeit der Verlegung von Werklei­tungen der Fein­erschliessung in ein Ã¶ffentliches WeggrundstÃ¼ck bejaht, ohne deren tatsÃ¤ch­liche DurchfÃ¼hrbarkeit grund­sÃ¤tzlich als gegeben zu betrachten. Dass die technischen De­taillÃ¶sungen noch vor der Be­urteilung der Bewilli­gungsfÃ¤higkeit des Bauprojekts vorgelegt wer­den mÃ¼ssten, wÃ¤re un­zweck­mÃ¤ssig und praxisfremd. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auch der Einwand der mangelnden Erschliessung des BaugrundstÃ¼cks im Sinn von § 236 Abs. 1 PBG ist daher unbegrÃ¼ndet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>7. Schliesslich geht auch der Einwand fehl, dass es fÃ¼r die Baustellenzufahrt an der nÃ¶tigen Erschliessung des BaugrundstÃ¼cks fehle. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Erfordernis der genÃ¼genden ZugÃ¤nglichkeit im Sinn von § 237 Abs. 1 PBG gilt gemÃ¤ss § 233 Abs. 1 PBG, wonach die Baureife bereits auf den Baubeginn hin gesichert sein muss, auch fÃ¼r den Baustellenverkehr. Beim Erschliessungsbedarf fÃ¼r eine Baustelle ist jedoch zu berÃ¼cksichtigen, dass es sich dabei nur um eine vorÃ¼bergehende Grund­stÃ¼cks­nutzung handelt. An den Ausbaustandard eines Baustellenzugangs sind daher unter dem Ge­sichtspunkt der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit geringere Anforderungen zu stellen (VGr, 18. Juni 1997, VB.97.00041). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Was die BenÃ¼tzung des Flurwegs Kat.Nr. 03 betrifft, so handelt es sich bei der Bau­stellenzufahrt zwar um eine der Landwirtschaftszone nicht ent­sprechende Nutzung. Da es beim Baustellenverkehr fÃ¼r die Erstellung eines Einfamilienhauses jedoch bloss um eine vorÃ¼bergehende Nutzung geht, bedarf es dazu nach allgemeiner, mit Art. 24 Abs. 1 RPG durchaus ver­einbarer Praxis keiner Ausnahmebewilligung durch den Regierungsrat. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im angefochtenen Entscheid wird zudem mit sachgerechten ErwÃ¤gungen, welche die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht zu entkrÃ¤ften vermÃ¶gen, dargetan, dass dieser Flurweg je­denfalls fÃ¼r die Baustellenzufahrt mit kleineren Lastwagen genÃ¼gt und sich auch mit des­sen Funktion als Wanderweg vertrÃ¤gt, da dieser von den Wanderern und AusflÃ¼glern vor allem an Wochenenden be­nutzt wird, wÃ¤hrend die Baustelle nur unter der Woche bedient wird. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auch unter den Ã¼brigen von Bauausschuss der Stadt Winterthur und Vorinstanz an­gefÃ¼hr­ten Gesichtspunkten wÃ¤re es unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig und rechtsungleich, dem Bauherrn wÃ¤hrend der BauausfÃ¼hrung eine von vornherein beschrÃ¤nkte Be­nutzung des Flurwegs, die Ã¼ber die Berechtigung nach § 110 Abs. 1 und § 111 Abs. 1 des Landwirtschaftsgesetzes vom 2. September 1979 hinausgeht, zu verweigern. GemÃ¤ss § 229 Abs. 1 PBG ist die vor­Ã¼bergehende Benutzung von NachbargrundstÃ¼cken - soweit fÃ¼r die Erstellung von Bauten notwendig - im Rahmen von § 226 Abs. 1 und 2 PBG ausdrÃ¼cklich er­laubt. Schliesslich ist festzuhalten, dass der private Beschwerdegegner auf die Be­nÃ¼tzung des Flurwegs nicht un­be­dingt angewiesen ist, da sich die Bedienung der Baustelle auch anders, z.B. mittels Spe­zialkran, Bauseilbahn oder Heli­koptereinsatz bewerkstelligen liesse. Dass eine derar­tige LÃ¶sung mit hÃ¶heren Kosten verbunden wÃ¤re, ist nicht das Problem der Beschwerde­fÃ¼h­ren­den. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auch insoweit ist daher die Beschwerde abzuweisen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>8. ... </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>