A. Verwaltungsentscheide 1460 8 stellt und andere gestalterische Präferenzen bekund et, zumal sie diesbezügliche Behauptungen nicht genügend substant iiert. Im Weite- ren vermag die Rekurrentin mit ihren pauschalen Aus führungen nicht zu begründen, inwiefern das Bauvorhaben gegen das E inord- nungsgebot verstösst oder weshalb die notwendigen A ufschüttungen und Terrainveränderungen sich mangelhaft auf das Te rrain auswirken sollten. Zusammenfassend ist daher kein Ermessensmissbrauc h der Vorinstanz ersichtlich, womit der Entscheid der Bau bewilligungs- kommission T. in gestalterischer Hinsicht nicht zu beanstanden ist. Das Departement Bau und Umwelt i.V. kommt damit zum Schluss, dass das Bauprojekt unter Beachtung der verfügten A uflagen in gestalterischer Hinsicht bewilligungsfähig ist. Departement Bau und Umwelt, 22.12.2008 1460 Baubewilligungsverfahren . Quartierplankonformität: Grundeigentü - merverbindlich sind nur die Festlegungen im Plan so wie die Sonder - bauvorschriften. Allfällige Beilagepläne haben nur richtungsweisenden Charakter. Aus den Erwägungen: 2. Zu prüfen ist vorab der sinngemässe Einwand des Rek urrenten, das bewilligte Bauvorhaben sei nicht quartierplanko nform. So sei an - lässlich der Genehmigung des Quartierplans von eine m öffentlich zugänglichen Waschplatz, einer Tankstelle sowie 13 (recte 14) Park - plätzen niemals die Rede gewesen. Damals sei nur ge ltend gemacht worden, die Einrichtungen (Waschplatz und allenfall s Tankstelle) würden dem Eigengebrauch dienen, weshalb davon ausg egangen werden konnte, dass sich der zusätzliche Verkehr in Grenzen halten werde. Der Quartierplan sei somit unter falschen Vo raussetzungen erstellt und auch genehmigt worden, da das vorliege nde Projekt nur noch wenig mit dem Vorprojekt zu tun habe, welches Grundlage des Quartierplans gewesen sei. 2.1 Gemäss dem rechtskräftigen Zonenplan der Gemeinde W . vom 29. März 1994 soll das strittige Bauvorhaben in der Gewerbe - zone II realisiert werden, welche zusätzlich mit ei ner Zone für Quar - 8A. Verwaltungsentscheide 1460 9 tierplanpflicht überlagert wird. Dieser Verpflichtu ng ist der Gemein - derat W. mit Erlass des Quartierplans E. nachgekomm en, der am 13. September 2006 vom Departement Bau und Umwelt geneh migt worden ist. Einsprachen sind dagegen keine eingegan gen. 2.2 Sondernutzungspläne wie auch der strittige Quartier plan wer - den entweder durch den Gemeinderat von Amtes wegen erarbeitet (und erlassen) oder aber auf Begehren der betroffen en Grundeigen - tümer hin (Art. 42 Abs. 1 BauG). Aus dem Planungsbericht vom 15. August 2006 (Ziff. 1.2 und 2.1) bzw. dem Genehmigungsbeschluss vom 13. September 2006 (Ziff. 2) geht hervor, dass der Quartierplan E. auf einem nach den Vorgaben und Bauabsichten des Rekurs - gegners und Grundeigentümers der Parz. Nr. X erarbe iteten Überbauungs- und Erschliessungskonzept beruht. Bebauungsab - sichten des Rekursgegners waren somit Auslöser für die Erarbeitung des Quartierplans E. Es stellt sich die Frage, inwi eweit solche die Quartierplanung auslösende Bebauungsabsichten bzw. entsprechen- de Vorprojekte für das nachfolgende Baubewilligungs verfahren verbindlich sind. 2.2.1 Art. 39 Abs. 2 BauG legt fest, dass der Quartierplan aus einem Plan, allfälligen Beilagenplänen, den Sonderb auvorschriften sowie einem Planungsbericht besteht. Zu den allgeme in rechts - verbindlichen Bestandteilen des Quartierplans gehör t als Kernstück der Plan im Massstab 1:500. Er legt die wesentliche n Elemente des Erlasses grundeigentümerverbindlich fest, wie etwa die Umgrenzung des Plangebiets, Abstandslinien (Sicht -, Bau- und Gewässerabstands - linien) oder die flächenmässige Ausscheidung von Er schliessungs- und Bebauungsflächen. Dabei wird unterschieden zwis chen Fest - legungen mit rechtsverbindlichem Charakter und Hinw eisen, welche zum Verständnis des Plans dienen und keine Rechtswi rkung erlangen. Die Sonderbauvorschriften (Art. 1 bis 11) ergänzen die Festlegungen im Plan. Sie konkretisieren die im Pla n festgehaltenen Bestimmungen wie Geltungsbereich, Zweck, Erschliess ung, Bebau - ung, Gestaltung, Umgebung sowie Entwässerung und si nd zusam - men mit den Festlegungen im Plan grundeigentümerver bindlich. Demgegenüber haben allfällige Beilagepläne wie der Beilageplan zum Quartierplan E. im Massstab 1:500 vom 3. Mai 2006 s owie der Planungsbericht vom 15. August 2006 nur richtungswe isenden Cha - rakter. Beilagepläne dienen dem besseren Verständni s der Festle - gungen im Quartierplan bzw. erbringen den Realisier ungsnachweis in 9A. Verwaltungsentscheide 1460 10 Form eines Vorprojekts mit Grundrissen, Schnitten u nd Fassaden. Sie dienen den Behörden im Baubewilligungsverfahren vor ab bei Beur - teilungsfragen, insbesondere im Bereich der Gestalt ung. Auch der Planungsbericht, der den Plan und die Sonderbauvors chriften näher erläutert, dient als Entscheidungsgrundlage für den Erlass des Sondernutzungsplans durch die zuständigen Behörden und soll alle Informationen enthalten, die für den Erlass des Son dernutzungsplans von Bedeutung sein könnten. In Bezug auf die Festle gungen im Plan, die Sonderbauvorschriften (beide “verbindlich”) sow ie den Beilageplan (“wegleitend”) wird dies ausdrücklich auch in Art. 3 der Sonderbau - vorschriften festgehalten. 2.2.2 Wie bereits die Vorinstanz richtig festgestellt hat , haben die ursprünglichen Bebauungsabsichten bzw. das Vorproje kt gemäss Beilageplan zum Quartierplan somit bloss richtungsw eisenden bzw. wegleitenden Charakter. Das Vorprojekt dient zusamm en mit dem Planungsbericht primär der Illustration und Begründ ung der Fest - legungen im Plan und der Sonderbauvorschriften und dokumentiert den Prozess des Quartierplanverfahrens. Grundeigent ümerverbindlich sind demgegenüber nur die Festlegungen im Plan sowi e die Sonder - bauvorschriften, die abgesehen von der Zonenart (Ge werbezone nach Art. 23 BauG) vorliegend keine Beschränkungen hinsichtli ch der Gewerbeart enthalten, somit auch den Bau einer öffe ntlichen Tankstelle, einer öffentlichen Waschanlage sowie vo n Parkplätzen grundsätzlich zulassen. Insoweit erweist sich der E inwand der fehlenden Quartierplankonformität des Rekurrenten a ls unbegründet, zumal vom Grundkonzept – dem Bau einer Werkhalle, die in erster Linie als Unterstand für Fahrzeuge und Maschinen, f ür Reparatur- und Wartungsarbeiten sowie für Büronutzungen für das Ho ch- und Tiefbauunternehmen des Rekursgegners dient – nicht abgewichen wird. Ausserdem dürfte die Tankstelle mit zwei Zapf säulen nicht nur durch die Öffentlichkeit benutzt werden, sondern au ch dem Eigengebrauch dienen, und die öffentliche Selbstbed ienungswasch- anlage mit drei Waschplätzen/Boxen erscheint im Ver gleich zu den hauptsächlichen gewerblichen Nutzungen (Werkhof, La ger) als unter - geordnet. Departement Bau und Umwelt, 08.08.2008 10