<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>UV.2017.00062</span></p><p><span> </span></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Annaheim<br/>Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer<br/>Gerichtsschreiber Sonderegger</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 31. August 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Dieter Studer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Studer Anwälte AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Hauptstrasse 11a, 8280 Kreuzlingen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Suva</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Rechtsabteilung</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Postfach 4358, 6002 Luzern</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Beat Frischkopf</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Bahnhofstrasse 24, Postfach, 6210 Sursee</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren 1961, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erlitt am 21. April 2014</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> einen Sturz mit dem Rennvelo, am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">August 2014 eine Kontusion des linken Ellbogens und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">am 29. Dezember 2014 einen Sturz auf dünner Schneeschicht (Urk. 9/8-9, 9/119/2, 10/5, 11/6). Für die Unfälle vom 21. April 2014 (Fall-Nr. 15.40627</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.14.9) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und vom 29. Dezember 2014 (Fall-Nr. 15.40513.15.1) richtete die Schweize</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Unfallversicherungsanstalt (S</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">UVA) Taggelder aus (vgl. Urk. 9</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/131).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 24. Februar 2016 sprach die SUVA X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> für die verbleibende Beeinträchtigung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> als Folge der Unfälle </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine Inte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tätsentschädigung basierend auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> einer Integritätseinbusse von 17.5 % im Betrag von Fr. 22‘050</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.-- zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 2/3; Urk. 9/120, 9/128). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit weiterer Verfügung vom 2. März 2016 teilte die SUVA dem Versicherten mit, dass ihm Taggelder von Fr. 54‘080.50 für den Unfall vom 21. April 2014 und Fr. 37‘117.-- für den Unfall vom 29. Dezember 2014, insgesamt also Fr. 91‘197.50, ausgerichtet worden seien. Infolge der rückwirkenden Zusprache einer ganzen Rente der Invalidenversicherung [mit Wirkung ab 1. Mai 2012] habe die Arbeitslosenkasse den versicherten Verdienst und den Taggeldansatz rück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wirkend angepasst. Dies habe zur Folge, dass auch die SUVA den Tag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geldansatz korrigieren müsse. Der neue Taggeldanspruch aus dem Unfall vom 21. April 2014 betrage Fr. 11‘245.95 und aus dem Unfall vom 29. Dezember 2014 Fr. 10‘315.80, insgesamt also Fr. 21‘561.75. Dies ergebe eine Differenz zu Gunsten der SUVA von Fr. 69‘635.75. Von diesem Betrag werde die Integritäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entschädigung von Fr. 22‘050.-- in Abzug gebracht. Damit verbleibe eine Rest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schuld von Fr. 47‘585.75, welche der Versicherte zurückzuzahlen habe (Urk. 2/4; Urk. 9/131). Die gegen diese beiden Verfügungen erhobene Einsprache (Urk. 2/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5; Urk. 9/141) wies die SUVA mit Entscheid vom 15. Juli 2016 ab (Urk. 2/6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nachdem die IV-Stelle mit Verfügung vom 24. November 2015 dem Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten anfänglich eine ganze, jedoch plafonierte Rente ab 1. Mai 2012 zuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen hatte (Urk. 10/113), teilte sie ihm mit Verfügung vom 17. Juni 2016 mit, aufgrund der Trennung von seiner Ehefrau per 1. Januar 2012 bestehe ab 1. Mai 2012 ein Anspruch auf eine entplafonierte Rente (Urk. 9/144). In Ergänzung dazu verfügte sie am 29. November 2016 die entsprechenden Rentennach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lungen. Dabei verrechnete sie auch eine Rückforderung der SUVA im Umfang von Fr. 23‘819.-- mit ihrem Nachzahlungsbetrag von Fr. 117‘020.-- (Urk. 2/8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Schreiben vom 8. Dezember 2016 ersuchte der Versicherte die SUVA um Erlass einer anfechtbaren Verfügung betreffend die Verrechnung von Fr. 23‘819.-- mit der Nachzahlung der Invalidenversicherung (Urk. 2/9). Die SUVA lehnte dies mit Schreiben vom 28. Dezember 2016 ab. Ihren ablehnenden Bescheid begründete sie damit, dass mit Erlass der Verfügungen vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">24. Februar 2016 und 2. März 2016 sowie des Einspracheentscheids vom 15. Juli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2016 ausreichend entschieden worden sei. Sie sei deshalb nicht gehalten, jetzt noch eine Verrechnungsverfügung zu erlassen (Urk. 2/1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Eingabe vom 28. Februar 2017 liess X.___ Rechtsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weige</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beschwerde einreichen und beantragen, die SUVA sei anzuweisen, über ihre Verrechnung mit der Nachzahlung der Invalidenversicherung eine rechtsmittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähige Verfügung zu erlassen (Urk. 1 S. 2). Die SUVA schloss in der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deantwort vom 4. Mai 2017 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8), was dem Beschwerdeführer zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 13).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungsrechts (ATSG) kann gegen Einspracheentscheide oder Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gunge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, Beschwerde erhoben werden. Beschwerde kann gemäss Art. 56 Abs. 2 ATSG auch erhoben werden, wenn der Versicherungsträger entgegen dem Begehren der betroffenen Person keine Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung oder keinen Einspracheentscheid erlässt. Diese Bestimmung betrifft Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verweigerungs- und -verzögerungsbeschwerden (Urteil des vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">maligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] K 55/03 vom 23. Oktober 2003 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E. 1.2). Gegenstand einer solchen Rechtsverweigerungs- oder Rechtsverzö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beschwerde bilden - wie bereits vor Inkrafttreten des ATSG (RKUV 2000 Nr. KV 131 S. 246 E. 2d) - nicht die materiellen Rechte und Pflichten, insbeson</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dere die Versicherungsleistungen, sondern einzig die Frage der Rechtsverwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerung oder -verzögerung (SVR 2005 IV Nr. 26 S. 101 und erwähntes Urteil K 55/03 vom 23. Oktober 2003). Ein Vorgehen nach Art. 56 Abs. 2 ATSG setzt re</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gelmässig voraus, dass die versicherte Person zuvor - ausdrücklich oder zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dest sinngemäss - den Erlass einer anfechtbaren Verfügung verlangt hat (SVR</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2009 UV Nr. 24 S. 87, Bundesgerichtsurteil 8C_453/2008 vom 12. Dezember 2008 E. 3.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Organe der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Invalidenversicherung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sind nicht befugt, über Bestand und Höhe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einer Rückerstattungs- resp. Verrechnungsforderung der Unfallversicherung ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gungsweise zu befinden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (vgl. Urteile des Eidg. Versicherungsgerichts I 632/03 vom 9. Dezember 2005 E. 2.3, I 728/01 vom 9. Mai 2003 E. 6.2.2). S</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ofern eine Rückforderung des Unfallversicherers zur Verrechnung gebracht werden soll,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hat die IV-Stelle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Rentenverfügung zu erlassen und diese mit einem Nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zahlungs- und Verrechnungsvermerk zu versehen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ein allfälliges</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Rechtsmittel gegen die Rückforderung und die Verrechnung mit dem Rentennach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zahlungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ausschliesslich gegen die Rückforderungsverfügung der Un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fallver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">siche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung zu richten (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kreisschreiben </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">über das Meldesystem und das Verrechnungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wesen zwischen AHV/IV und obligatorischer Unfallversicherung, Rz 4007, 4009; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil des Eidg. Versicherungsgericht C 42/05 vom 16. Mai 2006 E. 1.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Über Leistungen, Forderungen und Anordnungen, die erheblich sind oder mit denen die betroffene Person nicht einverstanden ist, hat der Versicherungsträger schriftlich Verfügungen zu erlassen (Art. 49 Abs. 1 ATSG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Leistungen, Forde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen und Anordnungen, die nicht unter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">49 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 ATSG fallen, können in einem formlosen Verfahren behandelt werden (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">51 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 ATSG). Die be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">troffene Person kann den Erlass einer Verfügung verlangen (Art. 51 Abs. 2 ATSG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hat der Versicherer die (ganze oder teilweise) Verweigerung von Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungen zu Unrecht nicht in Verfügungsform, sondern formlos mitgeteilt und ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die betroffene Person damit nicht einverstanden, hat sie dies grundsätzlich inner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halb eines Jahres zu erklären. Diesfalls hat der Versicherer eine Verfügung zu </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lassen, gegen welche Einsprache erhoben werden kann (BGE 134 V 145 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Zuständigkeit zum Erlass einer Rückforderungs- der resp. Verrechnungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung in Bezug auf geleistete UV-Taggelder liegt bei SUVA. Darauf wurde auch in der IV-Verfügung vom 29. November 2016 mittels allgemeinem Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">merk (”Wichtige Hinweise”) hingewiesen (Urk. 2/8 S. 2). Dass die Zuständigkeit grundsätzlich bei der SUVA liegt, ist zwischen den Parteien unbestritten. Strittig ist einzig, ob über die Verrechnung von Fr. 23‘819.-- mit den Rentennach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zahlungen der Invalidenversicherung eine Verfügung hätte ergehen müssen.</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rückforderung und Verrechnung sind voneinander zu unterscheiden, was die SUVA im Schreiben vom 28. Dezember 2016 zu verkennen scheint. Mit Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung vom 2. März 2016 resp. mit Einspracheentscheid vom 15. Juli 2016 entschied die SUVA über die Rückforderung. Sie hielt fest, dass ihr der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführer Fr. 69‘635.75 schulde. Gleichzeitig verrechnete sie mit dieser Forde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung die dem Beschwerdeführer zustehende Integritätsentschädigung von Fr. 22‘050.-- (Urk. 2/6, 9/131). Damit verfügte sie lediglich in diesem Umfang über die Verrechnung. Keine Verfügung erging hinsichtlich des Restbetrags von Fr. 47‘585.75. Dies gilt insbesondere in Bezug auf die im Streit liegende Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechnung von Fr. 23‘819.-- mit den Rentennachzahlungen der Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherung.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 50 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) statuiert eine all</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gemeine Verrechenbarkeit von Forderungen der Unfallversicherung. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die zweig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">intern und zweigübergreifend zulässige Verrechnung von Leistungen und For</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derungen kann sich sowohl auf laufende Renten als auch auf Rentennach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lungen beziehen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">138 V 402 E. 4.2).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Sie darf indessen den nach betrei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bungsrechtlichen Regeln zu ermittelnden Notbedarf der versicherten Person </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> beeinträchtigen (Art. 64 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">]; vgl. auch BGE 136 V 286 E. 6.1). Indem die SUVA sich weigerte, über die Verrechnung des Betrages von Fr. Fr. 23‘819.-- zu verfügen, verwehrte sie dem Beschwerdeführer die Geltendmachung entsprechender Einwände in einer rechtlich massgebenden beziehungsweise gerichtlich überprüfbaren Weise (vgl. dazu Urk. I 9/151-152).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Durch die angeordnete Verrechnung wurde erheblich in die Rechtsstellung des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführers eingegriffen (vgl. dazu auch Bundesgerichtsurteil 9C_788/2014</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 27. November 2014 E. 4.2). Spätestens nachdem dieser explizit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> eine Verfügung verlangt hatte (vorne Sachverhalt E. 1.3), hätte die SUVA daher über die in Frage stehende Verrechnung verfügen müssen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">§ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">34 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) hat die obsiegende </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eschwerdeführende Person Anspruch auf Ersatz der Partei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">messen (§ 34 Abs. 3 GSVGer). In Hinblick auf diese Kriterien ist die Zuspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> eine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r Prozessentschädigung von Fr. 2‘3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- (ink</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lusive Barauslagen und Mehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">steuer) angemessen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Rechtsverweigerungsbeschwerde wird die Sache an die Be</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schwer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">degegnerin zurückgewiesen, damit diese </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">über die Verrechnung mit den Rentennach</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">zahlungen der Invalidenversicherung verfüge.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 2‘300</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Dieter Studer</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Dr. Beat Frischkopf</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Gesundheit</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">zustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubSonderegger</p></div> </div></body></html>