<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2018.00725</span></p><p><span id="AHV_NR"></span><span> </span></p><p><span id="G_NR_VI"></span><span> </span></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens<br/>Gerichtsschreiberin Lanzicher</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 24. April 2019</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter F. Siegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Stadtturmstrasse 10, Postfach, 5401 Baden</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der 1981 geborene </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> war zuletzt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 1. Januar 2007 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">31. August 2009 als Vorarbeiter Isoleur bei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> angestellt (Urk. 7/16/1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Am 27. Februar 2009 erlitt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bei einer Auseinandersetzung unter Arbeitskollegen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 7/10/64-76</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) eine Schädel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wirbelsäulenkontusion (HWS, BWS, LWS), eine Schulterluxation links, eine Kniedistorsion beidseits und multiple Hämatome (Bericht des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___ vom 26. März 2009, Urk. 7/10/82-83)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Suva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hernach der Krankentaggeldversicherer,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Zürich Versicherung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sgesellschaft AG (Zürich),</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erbrachten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die gesetzlichen L</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eistungen (Urk. 7/7/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 7/8/17 und Urk. 7/31/13-20).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Januar 2010 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf psychische Beschwerden bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ni</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche und erwerbliche Abklärungen, zog insbesondere die Akten der Suva und der Zürich bei und wies das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">begehren mit Verfügun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">g vom 28. Februar 2011 ab (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7/38). Die dagegen erhobene Beschwerde vom 29. März 2011 (Urk.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7/40/3-6) wies das hiesige Gericht mit Urteil vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. September 2012 ab (Prozess-Nr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IV.2011.00362, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7/42).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Versicherte war daraufhin vom 1. August 2011 bis 31. März 2015 bei der A.___ im Flachdachbau tätig (Urk. 7/43). Am 4. November 2014 mel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dete er der Suva einen am 15. Oktober 2014 erlittenen Berufsunfall, bei welchem er sich den rechten Arm verletzt habe (Urk. 7/87/4).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Verfügung vom 18. Dezember 2017 sprach ihm die Suva ab 1. Dezember 2017 eine Invalidenrente auf der Basis einer Erwerbsunfähigkeit von 10 % zu (Urk. 7/139/2-6). Das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spracheverfahren ist nach wie vor bei der Suva pendent (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 S. 5 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 17. März 2015 hatte sich der Versicherte unter Hinweis auf eine beim Berufs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfall erlittene Armverletzung erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug angemeldet (Urk. 7/43). Die IV-Stelle tätigte medizinische Abklärungen, zog Akten der Suva bei und teilte dem Versicherten mit Vorbescheid vom 23. Juli 2015 mit, dass sie vorsehe, das Leistungsbegehren abzuweisen (Urk. 7/57). Der Versicherte erhob dagegen am 11. September und 26. Oktober 2015 Einwand (Urk. 7/60 und Urk. 7/71).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die IV-Stelle tätigte daraufhin erneut medizinische Abklärungen, holte weitere Akten der Suva ein, übernahm die Kosten für eine externe Leistungsabklärung in einer Berufsberatung (Urk. 7/80) und erteilte Kostengutsprache für die Berufs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wahlabklärung im B.___ (Urk. 7/104) sowie ein Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">training im C.___ (Urk. 7/128), welches per 30. November 2017 aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen wurde (Urk. 7/134). Anschliessend holte die IV-Stelle bei der </span><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">D.___ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ein bidiszipli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">näres orthopädisch-psychiatrisches Gutachten inklusive Evaluation der funk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tionellen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Leistungsfähigkeit (EFL) ein (Expertise vom 3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">0. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2018; Urk. 7/151). Der Versicherte liess sich dazu am 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juni 2018 vernehmen (Urk. 7/158). Mit Verfügung vom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 6. Juli 2018 wies die IV-Stelle daraufhin das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Leistungsbegehren ab (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dagegen erhob der Versicherte am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">September 2018 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, die Verfügung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juli 2018 sei aufzuheben und es sei ihm ab dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Oktober 2015 eine ganze Rente der Invalidenversicherung auszurichten. Am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Oktober 2018 (Urk. 6) beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde sei abzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen. Mit Replik vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Januar 2019 (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">11) hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest. Mit Eingabe vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Februar 2019 teilte die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin mit, dass sie auf das Einreichen einer Duplik verzichte (Urk.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">14), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Februar 2019 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 15).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene leistungsabweisende Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fügung vom 6. Juli 2018 (Urk. 2) damit, dass auf das Gutachten abzustellen sei. Der Beschwerdeführer sei seit spätestens Mitte Januar 2015 sowohl in der zuletzt ausgeübten als auch in jeder anderen entsprechenden Tätigkeit voll arbeitsfähig. Eine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit habe lediglich vom 29. Oktober 2014 bis Mitte Januar 2015 bestanden. Es handle sich somit nicht um einen langan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dauernden Gesundheitsschaden, welcher zu einer Invalidität führe (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1),</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> er habe am 21. Juni 2018 ausführlich Stellung zum Gutachten der D.___ genommen und ausgeführt, weshalb dieses nicht verwertbar sei. Die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin sei darauf nicht wirklich eingegangen und habe in der angefochtenen Verfügung praktisch nichts dazu gesagt. Sie sei damit ihrer Begründungspflicht nicht nachgekommen. Allein schon deswegen sei die Verfügung mangelhaft und aufzuheben (S. 6). Im Übrigen sei - aus näher dargelegten Gründen - auf das Gutachten nicht abzustellen und es sei ein neues Gutachten sowie ein handchi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rurgisches Ergänzungsgutachten zu veranlassen (S. 6-11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels ergänzte er (Urk. 11), er sei nach wie vor arbeits- und erwerbsunfähig und habe deshalb einen Rentenanspruch (S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 57a Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> teilt die IV-Stelle der versicherten Person den vorgesehenen Endentscheid über ein Leistungsbegehren oder den Entzug oder die Herabsetzung einer bisher ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">währten Leistung mittels Vorbescheid mit.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Parteien können innerhalb einer Frist von 30 Tagen bei der IV-Stelle münd</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich oder schriftlich Einwände zum Vorbescheid vorbringen (Art. 73</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Abs. 1 und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Abs. 2 Satz 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]). Hernach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entscheidet die IV-Stelle mittels Verfügung, wobei sie sich darin mit den </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">für den Beschluss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">relevanten Einwänden der Parteien auseinanderzusetzen hat (Art. 74 Abs. 1 und 2 IVV).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die von den kantonalen IV-Stellen erlassenen Verfügungen sind sodann – in Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weichung von Art. 52 und Art. 58 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) – ohne vorgängiges Einsprachever</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahren direkt beim Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar (Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Art. 42 ATSG haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör, wobei sie vor Erlass von Verfügungen, die durch Einsprache anfechtbar sind – was auf Verfügungen über Leistungen der Invalidenversicherung nach dem Gesagten nicht zutrifft – nicht angehört werden müssen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ein Bestandteil des Anspruchs auf rechtliches Gehör, wie er neben der explizi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten gesetzlichen Regelung in Art. 42 ATSG auch in Art. 29 Abs. 2 der Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) garantiert wird (vgl. BGE 124 V 180 E. 1a), ist das</span><span id="VV060"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Recht der ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten Person, sich vor Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anträgen gehört zu werden und an der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">flussen (BGE 132 V 368 E. 3.1). Der Gehörs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anspruch verpflichtet die Behörde, die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Vorbringen der betroffenen Person auch tatsächlich zu hören, zu prüfen und in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Entscheidfindung zu berücksichtigen, weshalb sie ihren Entscheid zu begrün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den hat (BGE 134 I 83 E. 4.1). Die Pflicht der Behörde, ihre Verfügungen – sofern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sie den Begehren der Parteien nicht voll entsprechen (Art. 49 Abs. 3 Satz 2 ATSG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> – zu begründen, bezweckt insbeson</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dere, die betroffene Person in die Lage zu </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versetzen, eine Verfügung gegebe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nenfalls sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerecht anfechten zu können (BGE </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">124 V 180 E. 1a, vgl. auch BGE 134 I 83 E. 4.1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Um den verfassungsrechtlichen Anforderungen zu genügen, muss die Begrün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dung wenigstens kurz die Überlegungen nennen, von denen sich die Behörde bei ihrem Entscheid hat leiten lassen und auf die sich der Entscheid stützt. Aus der Begründung muss jedenfalls ersichtlich werden, ob und warum die Behörde ein Vorbringen einer Partei für unzutreffend beziehungsweise unerheblich hält. Es muss erkennbar sein, ob die Behörde es überhaupt in Betracht gezogen hat. Sie darf sich nicht auf den Hinweis beschränken, die Überlegungen der versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherten Person seien zur Kenntnis genommen und geprüft worden. Die Begrün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dung muss so abgefasst sein, dass eine Anfechtung des Entscheids möglich ist (Kieser, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kommentar, 3. Aufl. 2015, N 56 zu Art. 49, mit Hinweis auf BGE 124 V 180).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Vorbescheidverfahren geht über den verfassungsrechtlichen Mindestan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) hinaus, indem es Gelegenheit gibt, sich nicht nur zur Sache, sondern auch zum vorgesehenen Entscheid zu äussern (BGE 134 V 97 E. 2.8.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur. Daher führt dessen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">let</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zung ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Vorbehalten bleiben praxisge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mäss Fälle, in denen die Verletzung des Begründungsrechts nicht besonders schwer wiegt und dadurch geheilt wird, dass die Partei, deren rechtliches Gehör verletzt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wurde, sich vor einer Instanz äussern kann, welche sowohl Tat- als auch Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fragen uneingeschränkt überprüft. Von einer Rückweisung der Sache zur Gewährung des rechtlichen Gehörs an die Verwaltung ist im Sinne einer Hei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung des Mangels selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs dann abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">förderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 132 V 387 E. 5.1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Vorbescheid vom 23. Juli 2015 (Urk. 7/57) ging die Beschwerdegegnerin von einer seit 29. Oktober 2014 bestehenden 100%igen Arbeitsunfähigkeit in der bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">herigen Tätigkeit als Flachdachbauarbeiter und einer seit 15. Februar 2015 beste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">henden 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten mittelschweren Tätigkeit aus und errechnete einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 23 %. Mit Einwand vom 11. September und 26. Oktober 2015 (Urk. 7/60 und Urk. 7/71) machte der Beschwerdeführer unter anderem geltend, dass er Anspruch auf berufliche Massnahmen und insbesondere eine Umschulung habe. Daraufhin wurden verschiedene berufliche Massnahmen durchgeführt (externe Leistungsab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">klärung, Berufswahlabklärung, Arbeitstraining [Urk. 7/80, Urk. 7/104 und Urk. 7/128]), welche aufgrund der gesundheitlichen Situation des Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führers per 30. November 2017 abgebrochen wurden (Urk. 7/134). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss dem anschliessend eingeholten bidisziplinären orthopädisch-psychiatri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Gutachten inklusive EFL vom 30. April 2018 sei der Beschwerdeführer seit spätestens Mitte Januar 2015 sowohl in der zuletzt ausgeübten als auch in jeder anderen Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig (Urk. 7/151 S. 14). Die Beschwerdegeg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nerin setzte dem Beschwerdeführer daraufhin Frist an, um sich zu den getätigten Abklärungen zu äussern (Urk. 7/152). Dieser hielt in seiner Stellungnahme unter anderem fest, gemäss dem eingeholten Gutachten leide er unter einer Arthralgie beider Schultern bei Status nach Schulterluxationen 2005 und 2014. Entgegen den Gutachtern habe diese Diagnose aber einen Einfluss auf seine Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit. Es liege auf der Hand, dass er wegen seiner Schulterverletzung bei der Arbeit auf dem Bau eingeschränkt sei. Die Erkenntnisse aus den aus gesundheitlichen Gründen gescheiterten beruflichen Massnahmen seien von den Gutachtern zudem ignoriert worden. Das Gutachten sei deshalb nicht verwertbar (Urk. 7/158/1 f. und S. 4). In der anschliessend am 6. Juli 2018 erlassenen angefochtenen Verfügung (Urk. 2) setzte sich die Beschwerdegegnerin mit dieser Kritik nicht auseinander, sondern ging gestützt auf das Gutachten ohne weiteres von einer seit spätestens Mitte Januar 2015 vorhandenen vollen Arbeitsfähigkeit aus. Es bestehe kein lang</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">andauernder Gesundheitsschaden, welcher zu einer Invalidität führe, und ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechend weder Anspruch auf eine Invalidenrente noch auf berufliche Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahmen (S. 2).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In ihrer Beschwerdeantwort vom 8. Oktober 2018 (Urk. 6) verwies die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin auf die Verfahrensakten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zwar führt die Durchführung von weiteren Abklärungen im Einwandverfahren nicht zwingend dazu, dass ein neuer Vorbescheid zu erlassen ist; dies hängt von den Umständen des Einzelfalles ab, unter anderem von der inhaltlichen Bedeu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung der Sachverhaltsvervollständigung (Urteil des Bundesgerichts 9C_606/2014 vom 9. Dezember 2014 E. 2.1 in fine). Vorliegend wurde jedoch der entscheidre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">levante Sachverhalt grösstenteils nach Erlass des Vorbescheides abgeklärt. So wurden umfangreiche Akten - insbesondere diejenigen der Suva sowie zahlreiche Berichte der behandelnden Ärzte eingeholt - verschiedene berufliche Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahmen durchgeführt und ein bidisziplinäres orthopädisch-psychiatrisches Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achten inklusive EFL veranlasst. Eine solch umfassende Sachverhaltsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vollstän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digung ist derart wesentlich, dass dem Beschwerdeführer zur rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">genüglichen Gewährung des rechtlichen Gehörs vor Erlass der angefochtenen Verfügung mit einem neuen Vorbescheid hätte mitgeteilt werden müssen, wie die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin anhand der ergänzenden Abklärungen zu entscheiden gedenkt. Dies umso mehr, nachdem sie im drei Jahre vor der angefochtenen Verfügung erlassenen Vorbescheid noch von einem Invaliditätsgrad von 23 % ausgegangen ist, die – eine gesundheitliche Beeinträchtigung bedingenden – beruflichen Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahmen erst mit Verfügung vom 30. November 2017 abgebrochen wurden und letztlich aus gesundheitlichen Gründen scheiterten, hingegen gemäss den Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führungen in der angefochtenen Verfügung lediglich während rund 11 Wochen eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit bestanden haben soll, also die gesundheitli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che Beeinträchtigung noch vor der Neuanmeldung vom 17. März 2015 wieder weggefallen sein soll.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auf die vom Beschwerdeführer geäusserte Kritik am Gutachten in Bezug auf die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fehlenden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">somatischen Diagnosen sowie die nicht besprochenen gescheiterten beruflichen Massnahmen ging die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung zudem mit keinem Wort ein. Diese Punkte hätten aber einer ausführ</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">licheren Begründung bedurft, dies umso mehr, als der Regionale Ärztliche Dienst in seinen Stellungnahmen vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mai 2015 (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7/56/3 f.), </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Januar 2016 (Urk. 7/161/3 f.) und 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">November 2017 (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7/161/7 f.) von einer seit dem 29. Oktober 2014 durchgehend bestehenden 100%igen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ausgegangen ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, nach Eingang des Gutachtens hingegen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ohne weitere diesbezügliche Ausführungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rückwirkend eine seit Mitte Januar 2015 ununterbrochen bestehende 100%ige Arbeitsfähigkeit in jeglicher Tätigkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> postuliert hat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Stellungnahmen vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mai und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juli 2018, Urk.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7/161/8-11). Ein in der Beschwerdeantwort getätigter pauschaler Verweis auf die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Verfahrens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">akten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> genügt zur Begründung der Verfügung offensichtlich nicht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die angefochtene Verfügung erging somit unter Verletzung des rechtli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Gehörs des Beschwerdeführers, wie dieser beschwerdeweise zu Recht rügte. Die ins Einwandverfahren verschobenen umfangreichen Abklärungen verhin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dern zudem eine unkomplizierte und prozessökonomische Diskussion im Verwaltungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfahren, wenn deren Würdigung und der vorgesehene Entscheid vor der Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leitung des Gerichtsverfahrens nicht mehr angekündigt wird. Dies läuft dem Sinn und Zweck des Vorbescheidverfahrens entgegen, mit dem auch eine ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">besserte Akzeptanz des Entscheids beim Versicherten angestrebt wird, was die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin mit ihrer Vorgehensweise zu verkennen scheint. Zudem kann es nicht Sinn des durch die Rechtsprechung geschaffenen Instituts der Heilung des recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Gehörs sein, dass Verwaltungsbehörden sich über den elementaren Grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">satz des rechtlichen Gehörs hinwegsetzen und darauf vertrauen, dass solche Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahrensmängel in einem von der betroffenen Person allfällig angehobenen Prozess dann behoben würden (vgl. BGE 116 V 182 E. 3c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die angefochtene Verfügung vom 6. Juli 2018 (Urk. 2) ist deshalb aufzuheben und die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rückzuweisen, damit sie in einem rechtsgenüglichen Verwaltungsverfahren und nach Durchführung eines erneuten Vorbescheidverfahrens neu über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers entscheide.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57). Die Kosten gemäss Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG sind ermessensweise auf Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- festzusetzen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dem Beschwerdeführer steht eine Prozessentschädigung zu, welche vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen festge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzt wird (§ 34 Abs. 1 und 3 des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Entsprechend ist ihm eine Prozessentschädigung von Fr. 2‘500.--</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (inkl.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Barauslagen und MWSt) auszurichten.</span></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 6. Juli 2018 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese im Sinne der Erwägungen verfahre und hernach über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu ver</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">füge.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">6</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">00.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">auferlegt. Rechnung</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text4"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent-schädigung von Fr. 2‘500.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Dr. </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Peter F. Siegen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><br/></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubLanzicher</p><p><br/></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p></p></div> </div></body></html>