Beschluss vom 28. April 2020 Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Roy Garré, Vorsitz, Andreas J. Keller und Cornelia Cova, Gerichtsschreiberin Santina Pizzonia Parteien A., vertreten durch Rechtsanwalt Andrea Taormina, Beschwerdeführer gegen BUNDESANWALTSCHAFT, Beschwerdegegnerin Gegenstand Teilnahme bei Beweiserhebungen (Art. 107 Abs. 1 lit. b und Art. 147 StPO) Bundesstrafgericht Tribunal pénal fédéral Tribunale penale federale Tribunal penal federal Geschäftsnummer: BB.2020.51 (Nebenverfahren: BP.2020.26 ) - 2 - Die Beschwerdekammer hält fest, dass: - die Bundesanwaltschaft gegen A. und dessen ehemalige Ehefrau B. ein Strafverfahren wegen Verdachts der Geldwäscherei führt; - am 24. Januar 2020 die Bundesanwaltschaft B. zur ersten Einvernahme als Beschuldigte für den 11. März 2020 einlud; - der Rechtsvertreter von A., welcher sich ins Ausland abgesetzt hatte, mit Eingabe vom 11. Februar 2020 bei der Bundesanwaltschaft beantragte, es sei ihm als Verteidiger an der Einver nahme von B. das Teilnahmerecht zu gewähren; - die Bundesanwaltschaft mit Verfügung vom 21. Februar 2020 diesen Antrag abwies (act. 1.1); - dagegen A. mit Eingabe vom 5. März 2020 Beschwerde bei der Beschwer- dekammer des Bundesstrafgerichts erheben lässt; er die Aufhebung der an- gefochtenen Verfügung beantragt ; weiter (superprovisorisch) die aufschie- bende Wirkung zu gewähren und die Bundesanwaltschaft anzuweisen sei, mit der Einvernahme von B. für die Dauer des Beschwerdeverfahrens zuzu- warten, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MWST (act. 1); - mit Präsidialverfügung vom 6. März 2020 das Gesuch um Erteilung der auf- schiebenden Wirkung bzw. Erlass vorsorglicher Massnahme abgewiesen wurde (act. 2); - mit Schreiben vom 26. März 2020 die Bundesanwaltschaft ihre Beschwerde- antwort einreichte; sie den Antrag stellt, die Beschwerde sei als gegen- standslos geworden abzuschreiben, eventuell abzuweisen, unter Kostenfol- gen zulasten des Beschwerdeführers (act. 5); - mit Schreiben vom 30. März 2020 der Besc hwerdeführer zur Beschwer- dereplik eingeladen wurde (act. 6); - mit Schreiben vom 24. April 2020 der Beschwerdeführer seine Beschwerde zurückzog; er den Antrag stellt, die Kosten seien zur Hauptsache zu schla- gen und bei der Bemessung der Höhe sei zu berücksichtigen, dass der Be- schwerdeführer aufgrund der Durchführung der Einvernahme kein aktuelles Rechtsschutzinteresse mehr habe (act. 8). - 3 - Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: - gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwaltschaft bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde erhoben wer- den kann (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG); - wer ein Rechtsmittel ergriffen hat, dieses bei schriftlichen Verfahren bis zum Abschluss des Schriftenwechsels und allfälliger Beweis - oder Aktenergän- zungen zurückziehen kann (Art. 386 Abs. 2 lit. b StPO); - der Rückzug der Beschwerde den Rechtsstreit beendet, weshalb das vorlie- gende Beschwerdeverfahren als erledigt von der Geschäftskontrolle abge- schrieben werden kann (vgl. hierzu sinngemäss Z IEGLER/KELLER, Basler Kommentar, 2. Aufl. 2014, Art. 386 StPO N. 4); - bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführer die Gerichtskos- ten zu tragen hat (vgl. Art. 428 Abs. 1 StPO); - bei der Berechnung der Gerichtskosten der bereits eingeleitete Schriften- wechsel sowie der Zwischenentscheid zu berücksichtigen sind ; entspre- chend die Gerichtskosten auf Fr. 500.-- festzusetzen sind (vgl. Art. 73 StBOG und A rt. 5 und 8 Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bun- desstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]); - 4 - und erkennt: 1. Das Beschwerdeverfahren wird zufolge Rückzugs der Beschwerde abge- schrieben. 2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. Bellinzona, 28. April 2020 Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: Zustellung an - Rechtsanwalt Andrea Taormina - Bundesanwaltschaft, Werner Pfister Rechtsmittelbelehrung Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.