Übereinkommen vom 18. März 1970 über die Beweisaufnahme im Ausland in Zivil- oder Handelssachen <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/2824_2824_2824/20240617/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/2824_2824_2824/20240617"/><FRBRdate date="2024-06-17" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1970-03-18" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1995-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.274.132"/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 18. März 1970 über die Beweisaufnahme im Ausland in Zivil- oder Handelssachen" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 18 mars 1970 sur l'obtention des preuves à l'étranger en matière civile ou commerciale" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 18 marzo 1970 sull'assunzione all'estero delle prove in materia civile o commerciale" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/2824_2824_2824/20240617/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/2824_2824_2824/20240617/de"/><FRBRdate date="2024-06-17" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1970-03-18" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1995-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/2824_2824_2824/20240617/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/2824_2824_2824/20240617/de/xml"/><FRBRdate date="2024-06-17" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1970-03-18" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1995-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.274.132</docNumber></p><p> AS <b>1994 </b>2824; <b>1995 </b>1085; BBl <b>1993 </b>III 1261</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Übersetzung</p><p><docTitle>Übereinkommen <br/>über die Beweisaufnahme im Ausland <br/>in Zivil- oder Handelssachen</docTitle></p><p>Abgeschlossen in Den Haag am 18. März 1970 <br/>Von der Bundesversammlung genehmigt am 9. Juni 1994<authorialNote><p> Art. 2 Abs. 1 des BB vom 9. Juni 1994 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1994/2807_2807_2807" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1994</b> 2807</ref>)</p></authorialNote> <br/>Schweizerische Ratifikationsurkunde hinterlegt am 2. November 1994 <br/>Inkrafttreten für die Schweiz am 1. Januar 1995</p><p> (Stand am 17. Juni 2024)</p></preface><preamble><p>Die Unterzeichnerstaaten dieses Übereinkommens</p><p>in dem Wunsch, die Übermittlung und Erledigung von Rechtshilfeersuchen zu erleichtern sowie die Angleichung der verschiedenen dabei angewandten Verfahrensweisen zu fördern,</p><p>in der Absicht, die gegenseitige gerichtliche Zusammenarbeit in Zivil- oder Handelssachen wirksamer zu gestalten,</p><p>haben beschlossen, zu diesem Zweck ein Übereinkommen zu schliessen, und haben die folgenden Bestimmungen vereinbart:</p></preamble><body><chapter eId="chap_I"><num>Kapitel I:</num><heading>Rechtshilfeersuchen</heading><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><paragraph eId="art_1/para"><content><p>In Zivil- oder Handelssachen kann die gerichtliche Behörde eines Vertragsstaats nach seinen innerstaatlichen Rechtsvorschriften die zuständige Behörde eines anderen Vertragsstaats ersuchen, eine Beweisaufnahme oder eine andere gerichtliche Handlung vorzunehmen.</p><p>Um die Aufnahme von Beweisen, die nicht zur Verwendung in einem bereits anhängigen oder künftigen gerichtlichen Verfahren bestimmt sind, darf nicht ersucht werden.</p><p>Der Ausdruck «andere gerichtliche Handlung» umfasst weder die Zustellung gerichtlicher Schriftstücke noch Massnahmen der Sicherung oder der Vollstreckung.</p></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><paragraph eId="art_2/para"><content><p>Jeder Vertragsstaat bestimmt eine Zentrale Behörde, die von einer gerichtlichen Behörde eines anderen Vertragsstaats ausgehende Rechtshilfeersuchen entgegennimmt und sie der zuständigen Behörde zur Erledigung zuleitet. Jeder Staat richtet die Zentrale Behörde nach Massgabe seines Rechts ein.</p><p>Rechtshilfeersuchen werden der Zentralen Behörde des ersuchten Staates ohne Beteiligung einer weiteren Behörde dieses Staates übermittelt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><paragraph eId="art_3/para"><content><blockList eId="art_3/para/list_u1"><listIntroduction eId="art_3/para/list_u1/listintro">Ein Rechtshilfeersuchen enthält folgende Angaben:</listIntroduction><item eId="art_3/para/list_u1/lbl_a"><num>a) </num><p>die ersuchende und, soweit bekannt, die ersuchte Behörde;</p></item><item eId="art_3/para/list_u1/lbl_b"><num>b) </num><p>den Namen und die Adresse der Parteien und gegebenenfalls ihrer Vertreter;</p></item><item eId="art_3/para/list_u1/lbl_c"><num>c) </num><p>die Art und den Gegenstand der Rechtssache sowie eine gedrängte Darstellung des Sachverhalts;</p></item><item eId="art_3/para/list_u1/lbl_d"><num>d) </num><p>die Beweisaufnahme oder die andere gerichtliche Handlung, die vorgenommen werden soll.</p></item></blockList><blockList eId="art_3/para/list_u2"><listIntroduction eId="art_3/para/list_u2/listintro">Das Rechtshilfeersuchen enthält ausserdem je nach Sachlage:</listIntroduction><item eId="art_3/para/list_u2/lbl_e"><num>e) </num><p>den Namen und die Adresse der einzuvernehmenden Personen;</p></item><item eId="art_3/para/list_u2/lbl_f"><num>f) </num><p>die Fragen, welche an die einzuvernehmenden Personen gerichtet werden sollen, oder die Tatsachen, über die sie einvernommen werden sollen;</p></item><item eId="art_3/para/list_u2/lbl_g"><num>g) </num><p>die Urkunden oder die anderen Gegenstände, die geprüft werden sollen;</p></item><item eId="art_3/para/list_u2/lbl_h"><num>h) </num><p>den Antrag, die Einvernahme unter Eid oder Bekräftigung durchzuführen, und gegebenenfalls die dabei zu verwendende Formel;</p></item><item eId="art_3/para/list_u2/lbl_i"><num>i) </num><p>den Antrag, eine besondere Form nach Artikel 9 einzuhalten.</p></item></blockList><p>In das Rechtshilfeersuchen werden gegebenenfalls auch die für die Anwendung des Artikels 11 erforderlichen Erläuterungen aufgenommen.</p><p>Eine Beglaubigung oder eine ähnliche Förmlichkeit darf nicht verlangt werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><paragraph eId="art_4/para"><content><p>Das Rechtshilfeersuchen muss in der Sprache der ersuchten Behörde abgefasst oder von einer Übersetzung in diese Sprache begleitet sein.</p><p>Jeder Vertragsstaat muss jedoch, sofern er nicht den Vorbehalt nach Artikel 33 gemacht hat, ein Rechtshilfeersuchen entgegennehmen, das in französischer oder englischer Sprache abgefasst oder von einer Übersetzung in eine dieser Sprachen begleitet ist.</p><p>Ein Vertragsstaat mit mehreren Amtssprachen, der aus Gründen seines innerstaatlichen Rechts Rechtshilfeersuchen nicht für sein gesamtes Hoheitsgebiet in einer dieser Sprachen entgegennehmen kann, muss durch eine Erklärung die Sprache bekannt geben, in der ein Rechtshilfeersuchen abgefasst oder in die es übersetzt sein muss, je nachdem, in welchem Teil seines Hoheitsgebiets es erledigt werden soll. Wird dieser Erklärung ohne hinreichenden Grund nicht entsprochen, so hat der ersuchende Staat die Kosten einer Übersetzung in die geforderte Sprache zu tragen.</p><p>Neben den in den Absätzen 1 bis 3 vorgesehenen Sprachen kann jeder Vertragsstaat durch eine Erklärung eine oder mehrere weitere Sprachen bekannt geben, in denen ein Rechtshilfeersuchen seiner Zentralen Behörde übermittelt werden kann.</p><p>Die einem Rechtshilfeersuchen beigefügte Übersetzung muss von einem diplomatischen oder konsularischen Vertreter, von einem beeidigten Übersetzer oder von einer anderen hierzu befugten Person in einem der beiden Staaten beglaubigt sein.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><paragraph eId="art_5/para"><content><p>Ist die Zentrale Behörde der Ansicht, dass das Ersuchen nicht dem Übereinkommen entspricht, so unterrichtet sie unverzüglich die Behörde des ersuchenden Staates, die ihr das Rechtshilfeersuchen übermittelt hat, und führt dabei die Einwände gegen das Ersuchen einzeln an.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><paragraph eId="art_6/para"><content><p>Ist die ersuchte Behörde nicht zuständig, so wird das Rechtshilfeersuchen von Amtes wegen unverzüglich an die nach den Rechtsvorschriften ihres Staates zuständige Behörde weitergeleitet.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><paragraph eId="art_7/para"><content><p>Die ersuchende Behörde wird auf ihr Verlangen von dem Zeitpunkt und dem Ort der vorzunehmenden Handlung benachrichtigt, damit die beteiligten Parteien und gegebenenfalls ihre Vertreter anwesend sein können. Diese Mitteilung wird auf Verlangen der ersuchenden Behörde den Parteien oder ihren Vertretern unmittelbar übersandt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><paragraph eId="art_8/para"><content><p>Jeder Vertragsstaat kann erklären, dass Mitglieder der ersuchenden gerichtlichen Behörde eines anderen Vertragsstaats bei der Erledigung eines Rechtshilfeersuchens anwesend sein können. Hierfür kann die vorherige Genehmigung durch die vom erklärenden Staat bestimmte zuständige Behörde verlangt werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><paragraph eId="art_9/para"><content><p>Die gerichtliche Behörde verfährt bei der Erledigung eines Rechtshilfeersuchens nach den Formen, die ihr Recht vorsieht.</p><p>Jedoch wird dem Antrag der ersuchenden Behörde, nach einer besonderen Form zu verfahren, entsprochen, es sei denn, dass diese Form mit dem Recht des ersuchten Staates unvereinbar oder ihre Einhaltung nach der gerichtlichen Übung im ersuchten Staat oder wegen tatsächlicher Schwierigkeiten unmöglich ist.</p><p>Das Rechtshilfeersuchen muss rasch erledigt werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><paragraph eId="art_10/para"><content><p>Bei der Erledigung des Rechtshilfeersuchens wendet die ersuchte Behörde geeignete Zwangsmassnahmen in den Fällen und in dem Umfang an, wie sie das Recht des ersuchten Staates für die Erledigung eines Ersuchens inländischer Behörden oder eines zum gleichen Zweck gestellten Antrags einer beteiligten Partei vorsieht.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><paragraph eId="art_11/para"><content><p>Ein Rechtshilfeersuchen wird nicht erledigt, soweit die Person, die es betrifft, sich auf ein Recht zur Aussageverweigerung oder auf ein Aussageverbot beruft,</p><blockList><item eId="art_11/para/lbl_a"><num>a) </num><p>das nach dem Recht des ersuchten Staates vorgesehen ist oder</p></item><item eId="art_11/para/lbl_b"><num>b) </num><p>das nach dem Recht des ersuchenden Staates vorgesehen und im Rechtshilfeersuchen bezeichnet oder erforderlichenfalls auf Verlangen der ersuchten Behörde von der ersuchenden Behörde bestätigt worden ist.</p></item></blockList><p>Jeder Vertragsstaat kann erklären, dass er ausserdem Aussageverweigerungsrechte und Aussageverbote, die nach dem Recht anderer Staaten als des ersuchenden oder des ersuchten Staates bestehen, insoweit anerkennt, als dies in der Erklärung angegeben ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><paragraph eId="art_12/para"><content><p>Die Erledigung eines Rechtshilfeersuchens kann nur insoweit abgelehnt werden, als</p><blockList><item eId="art_12/para/lbl_a"><num>a) </num><p>die Erledigung des Ersuchens im ersuchten Staat nicht in den Bereich der Gerichtsgewalt fällt oder</p></item><item eId="art_12/para/lbl_b"><num>b) </num><p>der ersuchte Staat die Erledigung für geeignet hält, seine Hoheitsrechte oder seine Sicherheit zu gefährden.</p></item></blockList><p>Die Erledigung darf nicht allein aus dem Grund abgelehnt werden, dass der ersuchte Staat nach seinem Recht die ausschliessliche Zuständigkeit seiner Gerichte für die Sache in Anspruch nimmt oder ein Verfahren nicht kennt, das dem entspricht, für welches das Ersuchen gestellt wird.</p></content></paragraph></article><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><paragraph eId="art_13/para"><content><p>Die ersuchte Behörde leitet die Schriftstücke, aus denen sich die Erledigung eines Rechtshilfeersuchens ergibt, der ersuchenden Behörde auf demselben Weg zu, den diese für die Übermittlung des Ersuchens benutzt hat.</p><p>Wird das Rechtshilfeersuchen ganz oder teilweise nicht erledigt, so wird dies der ersuchenden Behörde unverzüglich auf demselben Weg unter Angabe der Gründe für die Nichterledigung mitgeteilt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_14"><num><b>Art. 14</b></num><paragraph eId="art_14/para"><content><p>Für die Erledigung eines Rechtshilfeersuchens darf die Erstattung von Gebühren und Auslagen irgendwelcher Art nicht verlangt werden.</p><p>Der ersuchte Staat ist jedoch berechtigt, vom ersuchenden Staat die Erstattung der an Sachverständige und Dolmetscher gezahlten Entschädigungen sowie der Auslagen zu verlangen, die dadurch entstanden sind, dass auf Antrag des ersuchenden Staates nach Artikel 9 Absatz 2 eine besondere Form eingehalten worden ist.</p><p>Eine ersuchte Behörde, nach deren Recht die Parteien für die Aufnahme der Beweise zu sorgen haben und die das Rechtshilfeersuchen nicht selbst erledigen kann, darf eine hierzu geeignete Person mit der Erledigung beauftragen, nachdem sie das Einverständnis der ersuchenden Behörde eingeholt hat. Bei der Einholung dieses Einverständnisses gibt die ersuchte Behörde den ungefähren Betrag der Kosten an, die durch diese Art der Erledigung entstehen würden. Durch ihr Einverständnis verpflichtet sich die ersuchende Behörde, die entstehenden Kosten zu erstatten. Fehlt das Einverständnis, so ist die ersuchende Behörde zur Erstattung der Kosten nicht verpflichtet.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_II"><num>Kapitel II:</num><heading>Beweisaufnahme durch diplomatische oder konsularische <br/>Vertreter und durch Beauftragte</heading><article eId="art_15"><num><b>Art. 15</b></num><paragraph eId="art_15/para"><content><p>In Zivil- oder Handelssachen kann ein diplomatischer oder konsularischer Vertreter eines Vertragsstaats im Hoheitsgebiet eines anderen Vertragsstaats und in dem Bezirk, in dem er sein Amt ausübt, ohne Anwendung von Zwang Beweis für ein Verfahren aufnehmen, das vor einem Gericht eines von ihm vertretenen Staates anhängig ist, wenn nur Angehörige desselben Staates betroffen sind.</p><p>Jeder Vertragsstaat kann erklären, dass in dieser Art Beweis erst nach Vorliegen einer Genehmigung aufgenommen werden darf, welche die durch den erklärenden Staat bestimmte zuständige Behörde auf einen von dem Vertreter oder in seinem Namen gestellten Antrag erteilt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_16"><num><b>Art. 16</b></num><paragraph eId="art_16/para"><content><p>Ein diplomatischer oder konsularischer Vertreter eines Vertragsstaats kann ausserdem im Hoheitsgebiet eines anderen Vertragsstaats und in dem Bezirk, in dem er sein Amt ausübt, ohne Anwendung von Zwang Beweis für ein Verfahren aufnehmen, das vor einem Gericht eines von ihm vertretenen Staates anhängig ist, sofern Angehörige des Empfangsstaats oder eines dritten Staates betroffen sind,</p><blockList><item eId="art_16/para/lbl_a"><num>a) </num><p>wenn eine durch den Empfangsstaat bestimmte zuständige Behörde ihre Genehmigung allgemein oder für den Einzelfall erteilt hat und</p></item><item eId="art_16/para/lbl_b"><num>b) </num><p>wenn der Vertreter die Auflagen erfüllt, welche die zuständige Behörde in der Genehmigung festgesetzt hat.</p></item></blockList><p>Jeder Vertragsstaat kann erklären, dass Beweis nach dieser Bestimmung ohne seine vorherige Genehmigung aufgenommen werden darf.</p></content></paragraph></article><article eId="art_17"><num><b>Art. 17</b></num><paragraph eId="art_17/para"><content><p>In Zivil- oder Handelssachen kann jede Person, die zu diesem Zweck ordnungsgemäss zum Beauftragten bestellt worden ist, im Hoheitsgebiet eines Vertragsstaats ohne Anwendung von Zwang Beweis für ein Verfahren aufnehmen, das vor einem Gericht eines anderen Vertragsstaats anhängig ist,</p><blockList><item eId="art_17/para/lbl_a"><num>a) </num><p>wenn eine von dem Staat, in dem Beweis aufgenommen werden soll, bestimmte zuständige Behörde ihre Genehmigung allgemein oder für den Einzelfall erteilt hat und</p></item><item eId="art_17/para/lbl_b"><num>b) </num><p>wenn die Person die Auflagen erfüllt, welche die zuständige Behörde in der Genehmigung festgesetzt hat.</p></item></blockList><p>Jeder Vertragsstaat kann erklären, dass Beweis nach dieser Bestimmung ohne seine vorherige Genehmigung aufgenommen werden darf.</p></content></paragraph></article><article eId="art_18"><num><b>Art. 18</b></num><paragraph eId="art_18/para"><content><p>Jeder Vertragsstaat kann erklären, dass ein diplomatischer oder konsularischer Vertreter oder ein Beauftragter, der befugt ist, nach Artikel 15, 16 oder 17 Beweis aufzunehmen, sich an eine von diesem Staat bestimmte zuständige Behörde wenden kann, um die für diese Beweisaufnahme erforderliche Unterstützung durch Zwangsmassnahmen zu erhalten. In seiner Erklärung kann der Staat die Auflagen festlegen, die er für zweckmässig hält.</p><p>Gibt die zuständige Behörde dem Antrag statt, so wendet sie die in ihrem Recht vorgesehenen geeigneten Zwangsmassnahmen an.</p></content></paragraph></article><article eId="art_19"><num><b>Art. 19</b></num><paragraph eId="art_19/para"><content><p>Die zuständige Behörde kann, wenn sie die Genehmigung nach Artikel 15, 16 oder 17 erteilt oder dem Antrag nach Artikel 18 stattgibt, von ihr für zweckmässig erachtete Auflagen festsetzen, insbesondere hinsichtlich Zeit und Ort der Beweisaufnahme. Sie kann auch verlangen, dass sie rechtzeitig vorher von Zeitpunkt und Ort benachrichtigt wird; in diesem Fall ist ein Vertreter der Behörde zur Teilnahme an der Beweisaufnahme befugt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_20"><num><b>Art. 20</b></num><paragraph eId="art_20/para"><content><p>Personen, die von einer in diesem Kapitel vorgesehenen Beweisaufnahme betroffen sind, können einen Rechtsberater beiziehen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_21"><num><b>Art. 21</b></num><paragraph eId="art_21/para"><content><p>Ist ein diplomatischer oder konsularischer Vertreter oder ein Beauftragter nach Artikel 15, 16 oder 17 befugt, Beweis aufzunehmen,</p><blockList><item eId="art_21/para/lbl_a"><num>a) </num><p>so kann er alle Beweise aufnehmen, soweit dies nicht mit dem Recht des Staates, in dem Beweis aufgenommen werden soll, unvereinbar ist oder der nach den angeführten Artikeln erteilten Genehmigung widerspricht, und unter denselben Bedingungen auch einen Eid abnehmen oder eine Bekräftigung entgegennehmen;</p></item><item eId="art_21/para/lbl_b"><num>b) </num><p>so ist jede Vorladung zum Erscheinen oder zur Mitwirkung an einer Beweisaufnahme in der Sprache des Ortes der Beweisaufnahme abzufassen oder eine Übersetzung in diese Sprache beizufügen, es sei denn, dass die durch die Beweisaufnahme betroffene Person dem Staat angehört, in dem das Verfahren anhängig ist;</p></item><item eId="art_21/para/lbl_c"><num>c) </num><p>so ist in der Vorladung anzugeben, dass die Person einen Rechtsberater beiziehen kann, sowie in einem Staat, der nicht die Erklärung nach Artikel 18 abgegeben hat, dass sie nicht verpflichtet ist, zu erscheinen oder sonst an der Beweisaufnahme mitzuwirken;</p></item><item eId="art_21/para/lbl_d"><num>d) </num><p>so können die Beweise in einer der Formen aufgenommen werden, die das Recht des Gerichts vorsieht, vor dem das Verfahren anhängig ist, es sei denn, dass das Recht des Staates, in dem Beweis aufgenommen wird, diese Form verbietet;</p></item><item eId="art_21/para/lbl_e"><num>e) </num><p>so kann sich die von der Beweisaufnahme betroffene Person auf die in Artikel 11 vorgesehenen Rechte zur Aussageverweigerung oder Aussageverbote berufen.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_22"><num><b>Art. 22</b></num><paragraph eId="art_22/para"><content><p>Dass ein Beweis wegen der Weigerung einer Person mitzuwirken, nicht nach diesem Kapitel aufgenommen werden konnte, schliesst ein späteres Rechtshilfeersuchen nach Kapitel I mit demselben Gegenstand nicht aus.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_III"><num>Kapitel III:</num><heading>Allgemeine Bestimmungen</heading><article eId="art_23"><num><b>Art. 23</b></num><paragraph eId="art_23/para"><content><p>Jeder Vertragsstaat kann bei der Unterzeichnung, bei der Ratifikation oder beim Beitritt erklären, dass er Rechtshilfeersuchen nicht erledigt, die ein Verfahren zum Gegenstand haben, das in den Ländern des «Common Law» unter der Bezeichnung «pre-trial discovery of documents» bekannt ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_24"><num><b>Art. 24</b></num><paragraph eId="art_24/para"><content><p>Jeder Vertragsstaat kann ausser der Zentralen Behörde weitere Behörden bestimmen, deren Zuständigkeit er festlegt. Rechtshilfeersuchen können jedoch stets der Zentralen Behörde übermittelt werden.</p><p>Bundesstaaten steht es frei, mehrere Zentrale Behörden zu bestimmen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_25"><num><b>Art. 25</b></num><paragraph eId="art_25/para"><content><p>Jeder Vertragsstaat, in dem mehrere Rechtssysteme bestehen, kann bestimmen, dass die Behörden eines dieser Systeme für die Erledigung von Rechtshilfeersuchen nach diesem Übereinkommen ausschliesslich zuständig sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_26"><num><b>Art. 26</b></num><paragraph eId="art_26/para"><content><p>Jeder Vertragsstaat kann, wenn sein Verfassungsrecht dies gebietet, vom ersuchenden Staat die Erstattung der Kosten verlangen, die bei der Erledigung eines Rechtshilfeersuchens durch die Zustellung der Vorladung, die Entschädigung der einvernommenen Person und die Anfertigung eines Protokolls über die Beweisaufnahme entstehen.</p><p>Hat ein Staat von den Bestimmungen des Absatzes 1 Gebrauch gemacht, so kann jeder andere Vertragsstaat von diesem Staat die Erstattung der entsprechenden Kosten verlangen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_27"><num><b>Art. 27</b></num><paragraph eId="art_27/para"><content><p>Dieses Übereinkommen hindert einen Vertragsstaat nicht,</p><blockList><item eId="art_27/para/lbl_a"><num>a) </num><p>zu erklären, dass Rechtshilfeersuchen seinen gerichtlichen Behörden auch auf anderen als den in Artikel 2 vorgesehenen Wegen übermittelt werden können;</p></item><item eId="art_27/para/lbl_b"><num>b) </num><p>nach seinem innerstaatlichen Recht oder seiner innerstaatlichen Übung zuzulassen, dass Handlungen, auf die dieses Übereinkommen anwendbar ist, unter weniger einschränkenden Bedingungen vorgenommen werden;</p></item><item eId="art_27/para/lbl_c"><num>c) </num><p>nach seinem innerstaatlichen Recht oder seiner innerstaatlichen Übung andere als die in diesem Übereinkommen vorgesehenen Verfahren der Beweisaufnahme zuzulassen.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_28"><num><b>Art. 28</b></num><paragraph eId="art_28/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_28/para/listintro">Dieses Übereinkommen schliesst nicht aus, dass Vertragsstaaten vereinbaren, von folgenden Bestimmungen abzuweichen:</listIntroduction><item eId="art_28/para/lbl_a"><num>a) </num><p>Artikel 2 in Bezug auf den Übermittlungsweg für Rechtshilfeersuchen;</p></item><item eId="art_28/para/lbl_b"><num>b) </num><p>Artikel 4 in Bezug auf die Verwendung von Sprachen;</p></item><item eId="art_28/para/lbl_c"><num>c) </num><p>Artikel 8 in Bezug auf die Anwesenheit von Mitgliedern der gerichtlichen Behörde bei der Erledigung von Rechtshilfeersuchen;</p></item><item eId="art_28/para/lbl_d"><num>d) </num><p>Artikel 11 in Bezug auf die Aussageverweigerungsrechte und Aussageverbote;</p></item><item eId="art_28/para/lbl_e"><num>e) </num><p>Artikel 13 in Bezug auf die Übermittlung von Erledigungsstücken;</p></item><item eId="art_28/para/lbl_f"><num>f) </num><p>Artikel 14 in Bezug auf die Regelung der Kosten;</p></item><item eId="art_28/para/lbl_g"><num>g) </num><p>den Bestimmungen des Kapitels II.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_29"><num><b>Art. 29</b></num><paragraph eId="art_29/para"><content><p>Dieses Übereinkommen tritt zwischen den Staaten, die es ratifiziert haben, an die Stelle der Artikel 8–16 der am 17. Juli 1905<authorialNote><p> [BS <b>12</b> 277. <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2009/858" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2009</b> 7101</ref>]</p></authorialNote> und am 1. März 1954<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1957/467_467_485" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.274.12</b></ref></p></authorialNote> in Den Haag unterzeichneten Übereinkünfte betreffend Zivilprozessrecht, soweit diese Staaten Vertragsparteien jener Übereinkünfte sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_30"><num><b>Art. 30</b></num><paragraph eId="art_30/para"><content><p>Dieses Übereinkommen berührt weder die Anwendung des Artikels 23 der Übereinkunft von 1905 noch die Anwendung des Artikels 24 der Übereinkunft von 1954.</p></content></paragraph></article><article eId="art_31"><num><b>Art. 31</b></num><paragraph eId="art_31/para"><content><p>Zusatzvereinbarungen zu den Übereinkünften von 1905 und 1954, die Vertragsstaaten geschlossen haben, sind auch auf das vorliegende Übereinkommen anzuwenden, es sei denn, dass die beteiligten Staaten etwas anderes vereinbaren.</p></content></paragraph></article><article eId="art_32"><num><b>Art. 32</b></num><paragraph eId="art_32/para"><content><p>Unbeschadet der Artikel 29 und 31 berührt dieses Übereinkommen nicht die Übereinkommen, denen die Vertragsstaaten angehören oder angehören werden und die Bestimmungen über Rechtsgebiete enthalten, die durch dieses Übereinkommen geregelt sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_33"><num><b>Art. 33</b></num><paragraph eId="art_33/para"><content><p>Jeder Staat kann bei der Unterzeichnung, der Ratifikation oder dem Beitritt die Anwendung des Artikels 4 Absatz 2 sowie des Kapitels II ganz oder teilweise ausschliessen. Ein anderer Vorbehalt ist nicht zulässig.</p><p>Jeder Vertragsstaat kann einen Vorbehalt, den er gemacht hat, jederzeit zurücknehmen; der Vorbehalt wird am sechzigsten Tag nach der Notifikation der Rücknahme unwirksam.</p><p>Hat ein Staat einen Vorbehalt gemacht, so kann jeder andere Staat, der davon berührt wird, die gleiche Regelung gegenüber dem Staat anwenden, der den Vorbehalt gemacht hat.</p></content></paragraph></article><article eId="art_34"><num><b>Art. 34</b></num><paragraph eId="art_34/para"><content><p>Jeder Staat kann eine Erklärung jederzeit zurücknehmen oder ändern.</p></content></paragraph></article><article eId="art_35"><num><b>Art. 35</b></num><paragraph eId="art_35/para"><content><p>Jeder Vertragsstaat notifiziert dem Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Niederlande bei der Hinterlegung seiner Ratifikations- oder Beitrittsurkunde oder zu einem späteren Zeitpunkt die nach den Artikeln 2, 8, 24 und 25 bestimmten Behörden.</p><blockList><listIntroduction eId="art_35/para/listintro">Er notifiziert gegebenenfalls auf gleiche Weise:</listIntroduction><item eId="art_35/para/lbl_a"><num>a) </num><p>die Bezeichnung der Behörden, an die sich diplomatische oder konsularische Vertreter nach Artikel 16 wenden müssen, und derjenigen, die nach den Artikeln 15, 16 und 18 Genehmigungen erteilen oder Unterstützung gewähren können;</p></item><item eId="art_35/para/lbl_b"><num>b) </num><p>die Bezeichnung der Behörden, die den Beauftragten die in Artikel 17 vorgesehene Genehmigung erteilen oder die in Artikel 18 vorgesehene Unterstützung gewähren können;</p></item><item eId="art_35/para/lbl_c"><num>c) </num><p>die Erklärungen nach den Artikeln 4, 8, 11, 15, 16, 17, 18, 23 und 27;</p></item><item eId="art_35/para/lbl_d"><num>d) </num><p>jede Rücknahme oder Änderung der vorstehend erwähnten Behördenbezeichnungen und Erklärungen;</p></item><item eId="art_35/para/lbl_e"><num>e) </num><p>jede Rücknahme eines Vorbehalts.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_36"><num><b>Art. 36</b></num><paragraph eId="art_36/para"><content><p>Schwierigkeiten, die zwischen Vertragsstaaten bei der Anwendung dieses Übereinkommens entstehen, werden auf diplomatischem Weg beigelegt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_37"><num><b>Art. 37</b></num><paragraph eId="art_37/para"><content><p>Dieses Übereinkommen liegt für die auf der Elften Tagung der Haager Konferenz für Internationales Privatrecht vertretenen Staaten zur Unterzeichnung auf.</p><p>Es bedarf der Ratifikation; die Ratifikationsurkunden werden beim Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Niederlande hinterlegt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_38"><num><b>Art. 38</b></num><paragraph eId="art_38/para"><content><p>Dieses Übereinkommen tritt am sechzigsten Tag nach der gemäss Artikel 37 Absatz 2 vorgenommenen Hinterlegung der dritten Ratifikationsurkunde in Kraft.</p><p>Das Übereinkommen tritt für jeden Unterzeichnerstaat, der es später ratifiziert, am sechzigsten Tag nach Hinterlegung seiner Ratifikationsurkunde in Kraft.</p></content></paragraph></article><article eId="art_39"><num><b>Art. 39</b></num><paragraph eId="art_39/para"><content><p>Jeder auf der Elften Tagung der Haager Konferenz für Internationales Privatrecht nicht vertretene Staat, der Mitglied der Konferenz oder der Vereinten Nationen oder einer ihrer Spezialorganisationen oder Vertragspartei des Statuts des Internationalen Gerichtshofs<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1948/1048_1037_1010" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.193.501</b></ref></p></authorialNote> ist, kann diesem Übereinkommen beitreten, nachdem es gemäss Artikel 38 Absatz 1 in Kraft getreten ist.</p><p>Die Beitrittsurkunde wird beim Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Niederlande hinterlegt.</p><p>Das Übereinkommen tritt für den beitretenden Staat am sechzigsten Tag nach Hinterlegung seiner Beitrittsurkunde in Kraft.</p><p>Der Beitritt wirkt nur für die Beziehungen zwischen dem beitretenden Staat und den Vertragsstaaten, die erklären, dass sie diesen Beitritt annehmen. Diese Erklärung wird beim Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Niederlande hinterlegt; dieses Ministerium übersendet jedem der Vertragsstaaten auf diplomatischem Weg eine beglaubigte Abschrift dieser Erklärung.</p><p>Das Übereinkommen tritt zwischen dem beitretenden Staat und einem Staat, der erklärt hat, dass er den Beitritt annimmt, am sechzigsten Tag nach Hinterlegung der Annahmeerklärung in Kraft.</p></content></paragraph></article><article eId="art_40"><num><b>Art. 40</b></num><paragraph eId="art_40/para"><content><p>Jeder Staat kann bei der Unterzeichnung, der Ratifikation oder dem Beitritt erklären, dass sich dieses Übereinkommen auf alle oder auf einzelne der Hoheitsgebiete erstreckt, deren internationale Beziehungen er wahrnimmt. Eine solche Erklärung wird wirksam, sobald das Übereinkommen für den Staat in Kraft tritt, der sie abgegeben hat.</p><p>Jede spätere Erstreckung dieser Art wird dem Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Niederlande notifiziert.</p><p>Das Übereinkommen tritt für die Hoheitsgebiete, auf die es erstreckt wird, am sechzigsten Tag nach der in Absatz 2 erwähnten Notifikation in Kraft.</p></content></paragraph></article><article eId="art_41"><num><b>Art. 41</b></num><paragraph eId="art_41/para"><content><p>Dieses Übereinkommen gilt für die Dauer von fünf Jahren, vom Tag seines Inkrafttretens nach Artikel 38 Absatz 1 an gerechnet, und zwar auch für die Staaten, die es später ratifizieren oder ihm später beitreten.</p><p>Die Geltungsdauer des Übereinkommens verlängert sich, ausser im Fall der Kündigung, stillschweigend um jeweils fünf Jahre.</p><p>Die Kündigung wird spätestens sechs Monate vor Ablauf der fünf Jahre dem Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Niederlande notifiziert.</p><p>Sie kann sich auf bestimmte Hoheitsgebiete beschränken, für die das Übereinkommen gilt.</p><p>Die Kündigung wirkt nur für den Staat, der sie notifiziert hat. Für die anderen Vertragsstaaten bleibt das Übereinkommen in Kraft.</p></content></paragraph></article><article eId="art_42"><num><b>Art. 42</b></num><paragraph eId="art_42/para"><content><p>Das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Niederlande notifiziert den in Artikel 37 bezeichneten Staaten, sowie den Staaten, die nach Artikel 39 beigetreten sind,</p><blockList><item eId="art_42/para/lbl_a"><num>a) </num><p>jede Unterzeichnung und Ratifikation nach Artikel 37;</p></item><item eId="art_42/para/lbl_b"><num>b) </num><p>den Tag, an dem dieses Übereinkommen nach Artikel 38 Absatz 1 in Kraft tritt;</p></item><item eId="art_42/para/lbl_c"><num>c) </num><p>jeden Beitritt nach Artikel 39 und den Tag, an dem er wirksam wird;</p></item><item eId="art_42/para/lbl_d"><num>d) </num><p>jede Erstreckung nach Artikel 40 und den Tag, an dem sie wirksam wird;</p></item><item eId="art_42/para/lbl_e"><num>e) </num><p>jede Behördenbezeichnung, jeden Vorbehalt und jede Erklärung nach den Artikeln 33 und 35;</p></item><item eId="art_42/para/lbl_f"><num>f) </num><p>jede Kündigung nach Artikel 41 Absatz 3.</p></item></blockList></content></paragraph></article></chapter><signature><p><i>Zu Urkund dessen </i>haben die hierzu gehörig befugten Unterzeichneten dieses Übereinkommen unterschrieben.</p><p>Geschehen in Den Haag am 18. März 1970 in englischer und französischer Sprache, wobei jeder Wortlaut gleichermassen verbindlich ist, in einer Urschrift, die im Archiv der Regierung der Niederlande hinterlegt und von der jedem auf der Elften Tagung der Haager Konferenz für Internationales Privatrecht vertretenen Staat auf diplomatischem Weg eine beglaubigte Abschrift übermittelt wird.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">(Es folgen die Unterschriften)</p></signature></body><components><component eId="scope_u1"><doc name="scope"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/2824_2824_2824/20240617/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/2824_2824_2824/20240617"/><FRBRdate date="2024-06-17" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1970-03-18" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1995-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.274.132"/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 18. März 1970 über die Beweisaufnahme im Ausland in Zivil- oder Handelssachen" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 18 mars 1970 sur l'obtention des preuves à l'étranger en matière civile ou commerciale" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 18 marzo 1970 sull'assunzione all'estero delle prove in materia civile o commerciale" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/2824_2824_2824/20240617/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/2824_2824_2824/20240617/de"/><FRBRdate date="2024-06-17" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1970-03-18" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1995-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/2824_2824_2824/20240617/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/2824_2824_2824/20240617/de/xml"/><FRBRdate date="2024-06-17" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1970-03-18" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1995-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Geltungsbereich am 17. Juni 2024<inline name="man-font-weight-normal"><authorialNote><p>  <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1994/2824_2824_2824" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1994</b> 2824</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2005/150" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2005</b> 1139</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2005/680" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">4989</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2012/11" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2012</b> 101</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2014/124" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2014</b> 583</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2015/212" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2015</b> 1075</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2020/378" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2020</b> 1855</ref>;  <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2021/103" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2021</b> 103</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2024/288" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2024</b> 288</ref>. Eine aktualisierte Fassung des Geltungsbereichs ist auf der Publikationsplattform des Bundesrechts «Fedlex» unter folgender Adresse veröffentlicht:  <ref href="https://www.fedlex.admin.ch/de/treaty">www.fedlex.admin.ch/de/treaty</ref>.</p></authorialNote></inline></block></container></preface><mainBody><table border="1"><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Vertragsstaaten</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Ratifikation <br/>Beitritt (B) <br/>Nachfolgeerklärung (N)</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Inkrafttreten</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><td><p>Albanien* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>16. Juli</p></td><td><p>2010 B</p></td><td><p>22. November</p></td><td><p>2011</p></td></tr><tr><td><p>Andorra <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>26. April</p></td><td><p>2017 B</p></td><td><p>2. November</p></td><td><p>2020</p></td></tr><tr><td><p>Argentinien* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>  8. Mai</p></td><td><p>1987 B</p></td><td><p>13. Januar</p></td><td><p>1995</p></td></tr><tr><td><p>Armenien* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>27. Juni</p></td><td><p>2012 B</p></td><td><p>19. Mai</p></td><td><p>2015</p></td></tr><tr><td><p>Australien* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>23. Oktober</p></td><td><p>1992 B</p></td><td><p>13. Januar</p></td><td><p>1995</p></td></tr><tr><td><p>Barbados <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>  5. März</p></td><td><p>1981 B</p></td><td><p>13. Januar</p></td><td><p>1995</p></td></tr><tr><td><p>Belarus* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>  7. August</p></td><td><p>2001 B</p></td><td><p>12. März</p></td><td><p>2002</p></td></tr><tr><td><p>Bosnien und Herzegowina <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>16. Juni</p></td><td><p>2008 B</p></td><td><p>23. November</p></td><td><p>2009</p></td></tr><tr><td><p>Brasilien* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>  9. April</p></td><td><p>2014 B</p></td><td><p>19. Mai</p></td><td><p>2015</p></td></tr><tr><td><p>Bulgarien* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>23. November</p></td><td><p>1999 B</p></td><td><p>12. März</p></td><td><p>2002</p></td></tr><tr><td><p>China* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>  8. Dezember</p></td><td><p>1997 B</p></td><td><p>12. März</p></td><td><p>2002</p></td></tr><tr><td><p>    Hongkong* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">b</sup></p></td><td><p>16. Juni</p></td><td><p>1997</p></td><td><p>  1. Juli</p></td><td><p>1997</p></td></tr><tr><td><p>    Macau* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">c</sup></p></td><td><p>16. Dezember</p></td><td><p>1999</p></td><td><p>20. Dezember</p></td><td><p>1999</p></td></tr><tr><td><p>Costa Rica<sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"> a</sup></p></td><td><p>16. März</p></td><td><p>2016 B</p></td><td><p>31. Januar</p></td><td><p>2017</p></td></tr><tr><td><p>Dänemark*</p></td><td><p>20. Juni</p></td><td><p>1972</p></td><td><p>  7. Oktober</p></td><td><p>1972</p></td></tr><tr><td><p>Deutschland*</p></td><td><p>27. April</p></td><td><p>1979</p></td><td><p>26. Juni</p></td><td><p>1979</p></td></tr><tr><td><p>Estland* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>  2. Februar</p></td><td><p>1996 B</p></td><td><p>11. Juli</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>Finnland*</p></td><td><p>  7. April</p></td><td><p>1976</p></td><td><p>  6. Juni</p></td><td><p>1976</p></td></tr><tr><td><p>Frankreich*</p></td><td><p>  7. August</p></td><td><p>1974</p></td><td><p>  6. Oktober</p></td><td><p>1974</p></td></tr><tr><td><p>Georgien* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>31. Mai</p></td><td><p>2021 B</p></td><td><p>20. August</p></td><td><p>2022</p></td></tr><tr><td><p>Griechenland*</p></td><td><p>18. Januar</p></td><td><p>2005</p></td><td><p>19. März</p></td><td><p>2005</p></td></tr><tr><td><p>Indien* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>  7. Februar</p></td><td><p>2007 B</p></td><td><p>23. November</p></td><td><p>2009</p></td></tr><tr><td><p>Island* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>10. November</p></td><td><p>2008 B</p></td><td><p>23. November</p></td><td><p>2009</p></td></tr><tr><td><p>Israel*</p></td><td><p>19. Juli</p></td><td><p>1979</p></td><td><p>17. September</p></td><td><p>1979</p></td></tr><tr><td><p>Italien*</p></td><td><p>22. Juni</p></td><td><p>1982</p></td><td><p>21. August</p></td><td><p>1982</p></td></tr><tr><td><p>Kasachstan* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>26. September</p></td><td><p>2016 B</p></td><td><p>2. November</p></td><td><p>2020</p></td></tr><tr><td><p>Kolumbien <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>13. Januar</p></td><td><p>2012 B</p></td><td><p>19. Mai</p></td><td><p>2015</p></td></tr><tr><td><p>Korea (Süd-)* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>14. Dezember</p></td><td><p>2009 B</p></td><td><p>22. November</p></td><td><p>2011</p></td></tr><tr><td><p>Kroatien* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>  1. Oktober</p></td><td><p>2009 B</p></td><td><p>22. November</p></td><td><p>2011</p></td></tr><tr><td><p>Kuwait <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>  8. Mai</p></td><td><p>2002 B</p></td><td><p>11. November</p></td><td><p>2005</p></td></tr><tr><td><p>Lettland* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>28. März</p></td><td><p>1995 B</p></td><td><p>11. Juli</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>Liechtenstein* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>12. November</p></td><td><p>2008 B</p></td><td><p>23. November</p></td><td><p>2009</p></td></tr><tr><td><p>Litauen* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>  2. August</p></td><td><p>2000 B</p></td><td><p>12. März</p></td><td><p>2002</p></td></tr><tr><td><p>Luxemburg*</p></td><td><p>26. Juli</p></td><td><p>1977</p></td><td><p>24. September</p></td><td><p>1977</p></td></tr><tr><td><p>Malta* a</p></td><td><p>24. Februar</p></td><td><p>2011 B</p></td><td><p>22. November</p></td><td><p>2011</p></td></tr><tr><td><p>Marokko <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>24. März</p></td><td><p>2011 B</p></td><td><p>22. November</p></td><td><p>2011</p></td></tr><tr><td/><td/><td/><td/><td/></tr><tr><td><p>Mexiko* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>27. Juli</p></td><td><p>1989 B</p></td><td><p>13. Januar</p></td><td><p>1995</p></td></tr><tr><td><p>Monaco* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>17. Januar</p></td><td><p>1986 B</p></td><td><p>13. Januar</p></td><td><p>1995</p></td></tr><tr><td><p>Montenegro* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>16. Januar</p></td><td><p>2012 B</p></td><td><p>19. Mai</p></td><td><p>2015</p></td></tr><tr><td><p>Nicaragua* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>27. Februar</p></td><td><p>2019 B</p></td><td><p>20. August</p></td><td><p>2022</p></td></tr><tr><td><p>Niederlande*</p></td><td><p>  8. April</p></td><td><p>1981</p></td><td><p>  7. Juni</p></td><td><p>1981</p></td></tr><tr><td><p>    Aruba*</p></td><td><p>28. Mai</p></td><td><p>1986</p></td><td><p>27. Juli</p></td><td><p>1986</p></td></tr><tr><td><p>Nordmazedonien* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>19. März</p></td><td><p>2009 B</p></td><td><p>2. November</p></td><td><p>2020</p></td></tr><tr><td><p>Norwegen*</p></td><td><p>  3. August</p></td><td><p>1972</p></td><td><p>  7. Oktober</p></td><td><p>1972</p></td></tr><tr><td><p>Polen* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>13. Februar</p></td><td><p>1996 B</p></td><td><p>11. Juli</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>Portugal*</p></td><td><p>12. März</p></td><td><p>1975</p></td><td><p>11. Mai</p></td><td><p>1975</p></td></tr><tr><td><p>Rumänien* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>21. August</p></td><td><p>2003 B</p></td><td><p>11. November</p></td><td><p>2005</p></td></tr><tr><td><p>Russland*<sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"> a</sup></p></td><td><p>  1. Mai</p></td><td><p>2001 B</p></td><td><p>12. März</p></td><td><p>2002</p></td></tr><tr><td><p>Schweden*</p></td><td><p>  2. Mai</p></td><td><p>1975</p></td><td><p>  1. Juli</p></td><td><p>1975</p></td></tr><tr><td><p>Schweiz*</p></td><td><p>  2. November</p></td><td><p>1994</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>1995</p></td></tr><tr><td><p>Serbien* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>  2. Juli</p></td><td><p>2010 B</p></td><td><p>22. November</p></td><td><p>2011</p></td></tr><tr><td><p>Seychellen* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>  7. Januar</p></td><td><p>2004 B</p></td><td><p>11. November</p></td><td><p>2005</p></td></tr><tr><td><p>Singapur* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>27. Oktober</p></td><td><p>1978 B</p></td><td><p>13. Januar</p></td><td><p>1995</p></td></tr><tr><td><p>Slowakei*</p></td><td><p>26. April</p></td><td><p>1993 N</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>1993</p></td></tr><tr><td><p>Slowenien <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>18. September</p></td><td><p>2000 B</p></td><td><p>12. März</p></td><td><p>2002</p></td></tr><tr><td><p>Spanien*</p></td><td><p>22. Mai</p></td><td><p>1987</p></td><td><p>21. Juli</p></td><td><p>1987</p></td></tr><tr><td><p>Sri Lanka* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>31. August</p></td><td><p>2000 B</p></td><td><p>12. März</p></td><td><p>2002</p></td></tr><tr><td><p>Südafrika* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>  8. Juli</p></td><td><p>1997 B</p></td><td><p>11. Juli</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>Tschechische Republik*</p></td><td><p>28. Januar</p></td><td><p>1993 N</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>1993</p></td></tr><tr><td><p>Türkei*</p></td><td><p>13. August</p></td><td><p>2004</p></td><td><p>12. Oktober</p></td><td><p>2004</p></td></tr><tr><td><p>Ukraine* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>  1. Februar</p></td><td><p>2001 B</p></td><td><p>12. März</p></td><td><p>2002</p></td></tr><tr><td><p>Ungarn* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>13. Juli</p></td><td><p>2004 B</p></td><td><p>11. November</p></td><td><p>2005</p></td></tr><tr><td><p>Venezuela* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>  1. November</p></td><td><p>1993 B</p></td><td><p>11. Juli</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>Vereinigte Staaten*</p></td><td><p>  8. August</p></td><td><p>1972</p></td><td><p>  7. Oktober</p></td><td><p>1972</p></td></tr><tr><td><p>    Amerikanische Jungferninseln</p></td><td><p>  9. Februar</p></td><td><p>1973 B</p></td><td><p>10. April</p></td><td><p>1973</p></td></tr><tr><td><p>    Guam</p></td><td><p>  9. Februar</p></td><td><p>1973 B</p></td><td><p>10. April</p></td><td><p>1973</p></td></tr><tr><td><p>    Puerto Rico</p></td><td><p>  9. Februar</p></td><td><p>1973 B</p></td><td><p>10. April</p></td><td><p>1973</p></td></tr><tr><td><p>Vereinigtes Königreich*</p></td><td><p>16. Juli</p></td><td><p>1976</p></td><td><p>14. September</p></td><td><p>1976</p></td></tr><tr><td><p>    Akrotiri und Dhekelia*</p></td><td><p>25. Juni</p></td><td><p>1979 B</p></td><td><p>24. August</p></td><td><p>1979</p></td></tr><tr><td><p>    Anguilla*</p></td><td><p>  3. Juli</p></td><td><p>1986 B</p></td><td><p>  1. September</p></td><td><p>1986</p></td></tr><tr><td><p>    Falkland-Inseln und abhängige<br/>    Gebiete (Südgeorgien und <br/>    Südliche Sandwich-Inseln)*</p></td><td><p>26. November</p></td><td><p>1979 B</p></td><td><p>25. Januar</p></td><td><p>1980</p></td></tr><tr><td><p>    Gibraltar*</p></td><td><p>21. November</p></td><td><p>1978 B</p></td><td><p>20. Januar</p></td><td><p>1979</p></td></tr><tr><td><p>    Guernsey*</p></td><td><p>19. November</p></td><td><p>1985 B</p></td><td><p>18. Januar</p></td><td><p>1986</p></td></tr><tr><td><p>    Insel Man*</p></td><td><p>16. April</p></td><td><p>1980 B</p></td><td><p>15. Juni</p></td><td><p>1980</p></td></tr><tr><td><p>    Jersey*</p></td><td><p>  6. Januar</p></td><td><p>1987 B</p></td><td><p>  7. März</p></td><td><p>1987</p></td></tr><tr><td><p>    Kaimaninseln*</p></td><td><p>16. September</p></td><td><p>1980 B</p></td><td><p>15. November</p></td><td><p>1980</p></td></tr><tr><td/><td/><td/><td/><td/></tr><tr><td/><td/><td/><td/><td/></tr><tr><td><p>Vietnam* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>  4. März</p></td><td><p>2020 B</p></td><td><p>20. August</p></td><td><p>2022</p></td></tr><tr><td><p>Zypern* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>13. Januar</p></td><td><p>1983 B</p></td><td><p>13. Januar</p></td><td><p>1995</p></td></tr><tr><td/><td/><td/><td/><td/></tr><tr><td colspan="5"><blockList><item><num>* </num><p>Vorbehalte und Erklärungen.</p></item><item><num/><p>Die Vorbehalte und Erklärungen werden in der AS nicht veröffentlicht, mit Ausnahme jener der Schweiz. Die englischen Texte können auf der Internetseite des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten des Königreichs der Niederlande: <br/></p><p><ref href="https://treatydatabase.overheid.nl/en/Treaty/Details/002883.html">https://treatydatabase.overheid.nl/en/Treaty/Details/002883.html</ref> eingesehen oder bei der Direktion für Völkerrecht, Sektion Staatsverträge, 3003 Bern, bezogen werden.</p></item><item><num><sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup> </num><p>Das Datum des Inkrafttretens ist jenes zwischen der Schweiz und diesem Vertragsstaat, bzw. Hoheitsgebiet.</p></item><item><num><sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">b</sup> </num><p>Bis zum 30. Juni 1997 war das Übereink. auf Grund einer Ausdehnungserklärung des Vereinigten Königreiches in Hong Kong anwendbar. Seit dem 1. Juli 1997 bildet Hong Kong eine Besondere Verwaltungsregion (SAR) der Volksrepublik China. Auf Grund der chinesisch-britischen Erklärung vom 19. Dez. 1984 bleiben diejenigen Abkommen, welche vor der Rückgabe an die Volksrepublik China in Hong Kong anwendbar waren, auch in der SAR anwendbar.</p></item><item><num><sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">c</sup> </num><p>Auf Grund einer Erklärung der Volksrepublik China vom 16. Dez. 1999 ist das Übereink. seit dem 20. Dez. 1999 auf die Besondere Verwaltungsregion (SAR) Macau anwendbar.</p></item></blockList></td></tr></table></mainBody></doc></component><component eId="decl_u2"><doc name="declaration"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/2824_2824_2824/20240617/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/2824_2824_2824/20240617"/><FRBRdate date="2024-06-17" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1970-03-18" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1995-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.274.132"/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 18. März 1970 über die Beweisaufnahme im Ausland in Zivil- oder Handelssachen" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 18 mars 1970 sur l'obtention des preuves à l'étranger en matière civile ou commerciale" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 18 marzo 1970 sull'assunzione all'estero delle prove in materia civile o commerciale" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/2824_2824_2824/20240617/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/2824_2824_2824/20240617/de"/><FRBRdate date="2024-06-17" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1970-03-18" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1995-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/2824_2824_2824/20240617/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/2824_2824_2824/20240617/de/xml"/><FRBRdate date="2024-06-17" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1970-03-18" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1995-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Vorbehalte und Erklärungen</block></container></preface><mainBody><p>Schweiz</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">1. Zu Art. 1</p><p>Bezug nehmend auf Artikel 1 erachtet die Schweiz das Übereinkommen unter den Vertragsstaaten als ausschliesslich anwendbar. Überdies ist sie Bezug nehmend auf die Schlussfolgerungen der Haager Sonderkommission vom April 1989 der Ansicht, dass, ungeachtet der Auffassung der Vertragsstaaten über den ausschliesslichen Charakter des Übereinkommens, bei Ersuchen um Beweisaufnahme im Ausland den vom Übereinkommen vorgesehenen Verfahren der Vorzug zu geben ist.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">2. Zu den Art. 2 und 24</p><p>Gemäss Artikel 35 Absatz 1 bezeichnet die Schweiz als Zentralbehörden im Sinne von Artikel 2 und 24 des Übereinkommens die nachstehend genannten kantonalen Behörden. Ersuchen um Beweisaufnahme oder Vornahme einer anderen gerichtlichen Handlung werden nebst den genannten Zentralbehörden auch vom Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement in Bern entgegengenommen und an die im Einzelfall zuständigen Zentralbehörden weitergeleitet.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">3. Zu Art. 4 Abs. 2 und 3</p><p>Gemäss den Artikeln 33 und 35 erklärt die Schweiz, was Artikel 4 Absätze 2 und 3 betrifft, dass die Rechtshilfeersuchen und deren Beilagen in der Sprache der ersuchten Behörde, d. h. auf deutsch, französisch oder italienisch abgefasst oder mit einer Übersetzung in eine dieser Sprachen versehen sein müssen, je nachdem, in welchem Teil der Schweiz die Ersuchen zu erledigen sind. Die Erledigungsbestätigung wird in der Sprache der ersuchten Behörde abgefasst (s. nachstehende Liste der schweizerischen Behörden).</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">4. Zu Art. 8</p><p>Gemäss Artikel 35 Absatz 2 erklärt die Schweiz, was Artikel 8 betrifft, dass Mitglieder der ersuchenden gerichtlichen Behörde, die am Verfahren eines Vertragsstaates beteiligt sind, bei der Erledigung des Rechtshilfeersuchens anwesend sein können, sofern sie die vorherige Genehmigung der mit der Erledigung betrauten Behörde erhalten haben.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">5. Zu den Art. 15, 16 und 17</p><p>Gemäss Artikel 35 erklärt die Schweiz, dass die Beweisaufnahme im Sinne der Artikel 15, 16 und 17 eine vorherige Genehmigung voraussetzt, die vom Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement erteilt wird. Das Gesuch ist an die Zentralbehörde desjenigen Kantons zu richten, in dem die Beweisaufnahme stattfinden soll.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">6. Zu Art. 23</p><blockList><listIntroduction eId="decl_u2/listintro">Gemäss Artikel 23 erklärt die Schweiz, dass Rechtshilfeersuchen, die ein «pre-trial discovery of documents»-Verfahren zum Gegenstand haben, abgelehnt werden, wenn:</listIntroduction><item eId="decl_u2/lbl_a"><num>a) </num><p>das Ersuchen keine direkte und notwendige Beziehung mit dem zugrunde liegenden Verfahren aufweist; oder</p></item><item eId="decl_u2/lbl_b"><num>b) </num><p>von einer Person verlangt wird, sie solle angeben, welche den Rechtsstreit betreffenden Urkunden sich in ihrem Besitz, ihrem Gewahrsam oder ihrer Verfügungsgewalt befinden oder befunden haben; oder</p></item><item eId="decl_u2/lbl_c"><num>c) </num><p>von einer Person verlangt wird, sie solle auch andere als die im Rechtshilfebegehren spezifizierten Urkunden vorlegen, die sich vermutlich in ihrem Besitz, ihrem Gewahrsam oder ihrer Verfügungsgewalt befinden; oder</p></item><item eId="decl_u2/lbl_d"><num>d) </num><p>schutzwürdige Interessen der Betroffenen gefährdet sind.</p></item></blockList><p>Liste der schweizerischen Behörden<inline name="man-font-weight-normal"><authorialNote><p> Die Liste wurde in Anwendung von Art. 12 Abs. 2 des Publikationsgesetzes vom  18. Juni 2004 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2004/745" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>170.512</b></ref>) angepasst.</p></authorialNote></inline></p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">a) kantonale Zentralbehörden</p><p>Eine aktualisierte Liste der kantonalen Zentralbehörden mit den vollständigen Adressen ist im Internet an folgender Adresse abrufbar: <br/><ref href="https://www.rhf.admin.ch">https://www.rhf.admin.ch</ref> &gt; Zivilrecht &gt; Behörden &gt; Liste der kantonalen Zentralbehörden</p><p>Die örtlich zuständige schweizerische Behörde kann im Internet auf der Orts- und Gerichtsdatenbank Schweiz ermittelt werden: www.elorge.admin.ch</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">b) Bundesbehörden</p><p>Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement, EJPD, Bundesamt für Justiz, 3003 Bern.</p></mainBody></doc></component></components></act></akomaNtoso>