<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine neue Form der beruflichen Vorsorge nach dem Modell der Erwerbsersatzordnung vorzusehen, mit folgender Ausrichtung:</p><p>1. Die neue Versicherung schlägt jeder Person, die beruflich von menschengemachten Umweltbeeinträchtigungen, namentlich dem Klimawandel, betroffen ist, eine berufliche Umorientierung nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit vor.</p><p>2. Sie schlägt jeder Person, die beruflich von den politischen Massnahmen zugunsten der energetischen und ökologischen Transition betroffen ist, eine ebensolche Umorientierung vor.</p><p>3. Sie umfasst alle gegenwärtigen und künftigen Leistungsbezügerinnen und bezüger der Sozialversicherungen und schlägt ihnen eine berufliche Umorientierung nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit vor. </p><p>Jede berufliche Umorientierung muss auf Dauerhaftigkeit angelegt sein.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hält die Schaffung einer neuen Versicherung für die berufliche Umorientierung nach dem Modell der Erwerbsersatzordnung (EO) nicht für geeignet, um die beruflichen Auswirkungen der politischen Massnahmen abzufedern, die zugunsten des ökologischen Wandels getroffen werden. Bei der EO handelt es sich um Taggelder, die bei Arbeitsverhinderung, insbesondere für Dienstleistende sowie bei Vater- oder Mutterschaft, ausgerichtet werden. Berufliche Eingliederungsmassnahmen wie beispielsweise im Rahmen der Arbeitslosen- oder der Invalidenversicherung sieht die EO hingegen keine vor. Ausserdem wären das versicherte Risiko und der Kausalzusammenhang schwer zu bestimmen. Die direkten Auswirkungen der Klimaerwärmung auf die verschiedenen Berufe und Branchen, die auch durch andere Faktoren wie der Situation auf dem Arbeitsmarkt, von Angebot und Nachfrage oder der persönlichen Situation beeinflusst werden können, wären nämlich nur sehr schwer darzulegen.</p><p>Überdies gibt es bereits Unterstützungsmöglichkeiten für Personen, die ihre Stelle verlieren und sich beruflich umorientieren müssen. Die Arbeitslosenversicherung übernimmt einen Grossteil dieser Fälle und sieht nicht nur finanzielle Unterstützung durch Taggelder vor, sondern bietet auch verschiedene spezifische Ausbildungen an, insbesondere im Rahmen der arbeitsmarktlichen Massnahmen. Schliesslich können auch die Umsetzung der Bundesgesetzgebung im Bereich Weiterbildung, die Projekte für lebenslanges Lernen im Rahmen der Initiative "Berufsbildung 2030" sowie unternehmenseigene Projekte zur beruflichen Umorientierung betroffener Personen beitragen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.