A bteilung IV D -5630/2007/m ed {T 0/2} U rte il v o m 3 0 . A u g u s t 2 0 0 7 R ichter M artin Zoller (Vorsitz), R ichterin N ina Spälti G iannakitsas, R ichter H ans Schürch, G erichtsschreiber D aniel M erkli A.________ vertreten durch B._______ Beschw erdeführer, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Verfügung vom 16. August 2007 i.S. N ichteintreten auf Asylgesuch und W egw eisung. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandD -5630/2007 D as B undesverw altungsgericht stellt fest und erw ägt: dass der Beschw erdeführer, ein aus C .______ stam m ender türkischer Staatsangehöriger kurdischer Ethnie, am 29. Juni 2000 ein erstes Asylgesuch einreichte m it der w esentlichen Begründung, w egen U nterstützung der H AD EP von den türkischen Sicherheitsbehörden m ehrm als festgenom m en und m isshandelt w orden zu sein, dass das dam alige Bundesam t für Flüchtlinge (BFF; heute Bundesam t für M igration, BFM ) m it Verfügung vom 10. Januar 2001 w egen U nglaubhaftigkeit der Vorbringen das Asylgesuch des Beschw erdeführers ablehnte und dessen W egw eisung aus der Schw eiz anordnete, dass die dam als zuständige Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) m it U rteil vom 17. M ai 2001 eine gegen diese Verfügung gerichtete Beschw erde abw ies, w om it die Verfügung des BFF vom 10. Januar 2001 in R echtskraft erw uchs, dass der Beschw erdeführer in der Folge unbekannten Aufenthalts w ar, dass er am 27. M ai 2007 in St. G allen einer polizeilichen Personenkontrolle unterzogen und nachfolgend zu seinem illegalen Aufenthalt einvernom m en w urde, dass der Beschw erdeführer am 29. M ai 2007 im Em pfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) Kreuzlingen ein zw eites Asylgesuch stellte und dort anlässlich der Anhörungen vom 7. und 25. Juni 2007 im W esentlichen angab, nach Ablehnung seines ersten Asylgesuches in der Schw eiz in D eutschland erfolglos ein Asylverfahren durchlaufen zu haben, dass er nach seiner R ückkehr in die Türkei w egen der behördlichen Suche nach ihm aus den im ersten Asylverfahren in der Schw eiz genannten G ründen im U ntergrund gelebt habe und dabei gelegentlich der Partei D TP ('D em okrat Toplum Partisi') behilflich gew esen sei, dass er im April 2007 vor dem Parteibüro der D TP zw eim al von den türkischen Sicherheitsbehörden festgenom m en und unter D rohungen und G ew altanw endung zur M itarbeit aufgefordert w orden sei, w orauf er anfangs M ai 2007 die Türkei verlassen habe, S eite 2D -5630/2007 dass die deutschen Behörden auf Anfrage des BFM m itteilten, der Beschw erdeführer sei am 18. Juni 2001 in D eutschland eingereist und habe ein Asylgesuch gestellt, das am 9. Juni 2002 abgelehnt w orden sei, dass das BFM m it Verfügung vom 16. August 2007 in Anw endung von A rt. 32 Abs. 2 Bst. e des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eintrat, dessen W egw eisung anordnete und den Vollzug als zulässig, zum utbar und m öglich erachtete, dass der Beschw erdeführer m it Eingabe seines R echtsvertreters vom 23. August 2007 an das Bundesverw altungsgericht gegen diese Verfügung Beschw erde erhob und dabei in verfahrensrechtlicher H insicht unter anderem beantragte, es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden gegen Verfügungen (A rt. 5 Vw VG ) des BFM entscheidet (A rt. 105 AsylG i.V.m . A rt. 31 - 34 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]; A rt. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]) und dabei das neue Verfahrensrecht anw endet (A rt. 53 Abs. 2 VG G ), dass der Beschw erdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt ist, ein schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschw erde legitim iert ist (A rt. 6 AsylG i.V.m . A rt. 48 Abs. 1 Vw VG ), dass som it auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde einzutreten ist, dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschw erdeinstanz bei N ichteintretensentscheiden darauf beschränkt ist, im Fall der Begründetheit des R echtsm ittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. EM AR K 2004 N r. 34 E. 2.1.), dass daher Flüchtlingseigenschaft und Asylgew ährung nicht G egenstand des vorliegenden Verfahrens sind, hinsichtlich der angeordneten W egw eisung und deren Vollzuges dem S eite 3D -5630/2007 Bundesverw altungsgericht jedoch volle Kognition zukom m t, da diese Punkte von der Vorinstanz bereits m ateriell geprüft w orden sind, dass unter diesen U m ständen auf den Antrag auf Asylgew ährung nicht einzutreten ist, dass m it Beschw erde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (A rt. 106 Abs. 1 AsylG ), dass über offensichtlich unbegründete Beschw erden in einem vereinfachten Verfahren entschieden w ird und die vorliegende Beschw erde, w ie nachfolgend aufgezeigt, offensichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid nur sum m arisch zu begründen ist (A rt. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ), dass nach A rt. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auf ein Asylgesuch nicht eingetreten w ird, w enn die asylsuchende Person in der Schw eiz bereits ein Asylverfahren erfolglos durchlaufen oder ihr G esuch zurückgezogen hat oder w ährend des hängigen Asylverfahrens in den H eim at- oder H erkunftsstaat zurückgekehrt ist, ausser die Anhörung ergebe H inw eise, in der Zw ischenzeit seien Ereignisse eingetreten, die geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen oder die für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes relevant sind, dass der Beschw erdeführer, w ie erw ähnt, bereits ein Asylverfahren erfolglos durchlaufen hat, dass sich die Prüfung von Verfolgungshinw eisen im Sinne dieser Bestim m ung insbesondere von der G laubhaftigkeitsprüfung im R ahm en einer m ateriellen Beurteilung unterscheidet und gestützt auf A rt. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG nur dann ein N ichteintretensentscheid auszufällen ist, w enn die U nglaubhaftigkeit der Verfolgungshinw eise bereits auf den ersten Blick erkennbar ist (vgl. EM AR K 2000 N r. 14), dass bei der Prüfung von H inw eisen auf in der Zw ischenzeit eingetretene, für die Flüchtlingseigenschaft relevante Ereignisse, die gem äss A rt. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG zum Eintreten auf das zw eite G esuch führen, die Anforderungen an das Bew eism ass tief anzusetzen sind (vgl. EM AR K 2000 N r. 14; 2005 N r. 2), sich allerdings S eite 4D -5630/2007 die R elevanz der geltend gem achten Verfolgung am Verfolgungsbegriff von A rt. 3 AsylG m isst, dass auf ein Asylgesuch m ithin nicht einzutreten w ird, w enn eines der Elem ente des Flüchtlingsbegriffs gem äss A rt. 3 AsylG offensichtlich nicht erfüllt ist (vgl. EM AR K 2005 N r. 2 zum Bew eism ass und Verfolgungsbegriff im R ahm en von A rt. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG ), dass das BFM in der angefochtenen Verfügung überzeugend auf die offenkundig realitätsfrem den, unsubstantiierten und teils w idersprüchlichen Aussagen hingew iesen und die Vorbringen des Beschw erdeführers, w egen der behördlichen Suche nach ihm im U ntergrund gelebt zu haben und im April 2007 vor dem Parteibüro der D TP zw eim al von den türkischen Sicherheitsbehörden festgenom m en und unter D rohungen und G ew altanw endung zur M itarbeit aufgefordert w orden zu sein, im Ergebnis zutreffend als offensichtlich haltlos erachtet hat, dass zur Verm eidung von W iederholungen vollum fänglich auf die zu bestätigenden Erw ägungen der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung verw iesen w erden kann (vgl. A rt. 109 Abs. 3 BG G i.V.m . A rt. 6 AsylG und A rt. 4 Vw VG ), dass in der Beschw erdeschrift auf die allgem ein bekannte Vorgehensw eise der türkischen Behörden, m utm assliche Angehörige oder Sym pathisanten der PKK zu verhaften und unter G ew altanw endung zu verhören oder Spitzel in die verbotenen Parteien einzuschleusen, verw iesen w ird, ohne konkret auf die von der Vorinstanz festgestellten offensichtlichen U ngereim theiten in der D arstellung der geltend gem achten Vorbringen näher einzugehen, dass diese allgem einen Ausführungen und blossen Behauptungen nicht geeignet sind, die Argum entation der Vorinstanz in Zw eifel zu ziehen, dass sich som it aus den Vorbringen des Beschw erdeführers keine H inw eise im obenerw ähnten Sinn ergeben und das BFM daher zu R echt auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eingetreten ist, dass die Ablehnung eines Asylgesuches oder das N ichteintreten auf ein Asylgesuch in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz zur S eite 5D -5630/2007 Folge hat (A rt. 44 Abs. 1 AsylG ), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbew illigung erteilt hat und der Beschw erdeführer zudem keinen Anspruch auf E rteilung einer solchen hat (vgl. EM AR K 2001 N r. 21), w eshalb die verfügte W egw eisung im Einklang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht und dem nach vom Bundesam t zu R echt angeordnet w urde, dass der Vollzug der W egw eisung in Beachtung der m assgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestim m ungen zulässig ist (A rt. 14a Abs. 3 AN AG ), dass aufgrund der individuellen Situation des Beschw erdeführers keine G ründe ersichtlich sind, w elche gegen die Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs im Sinne von A rt. 14a Abs. 4 AN AG sprechen w ürden, verfügt der junge, nach eigenen Angaben gesunde Beschw erdeführer doch über berufliche Erfahrung als Bauarbeiter (vgl. B1, S. 3) sow ie in G estalt seiner Eltern und zahlreicher G eschw ister (vgl. B1, S. 4) über ein bestehendes Beziehungsnetz in seiner H eim at, dass es dem Beschw erdeführerin obliegt, sich - sofern nicht bereits vorhanden - bei der zuständigen Vertretung um die Ausstellung von R eisepapiere zu bem ühen, so dass der Vollzug der W egw eisung auch m öglich im Sinne von A rt. 14a Abs. 2 AN AG ist (A rt. 8 Abs. 4 AsylG ), dass der W egw eisungsvollzug som it als zulässig, zum utbar und m öglich im Sinne von A rt. 14a AN AG zu erachten ist, dass die angefochtene Verfügung, da diese w eder Bundesrecht verletzt noch unangem essen ist und der rechtserhebliche Sachverhalt von der Vorinstanz richtig und vollständig festgestellt w urde (vgl. A rt. 106 AsylG ), zu bestätigen und die Beschw erde daher abzuw eisen ist, dass der Beschw erdeführer als unterliegende Partei grundsätzlich die Kosten des Verfahrens zu tragen hat (A rt. 63 Abs. 1 Vw VG ), dass indessen nach A rt. 65 Abs. 1 Vw VG eine bedürftige Partei, deren Begehren nicht zum Vornherein aussichtslos erscheinen, auf G esuch davon befreit w erden kann, Verfahrenskosten zu bezahlen, dass in der Beschw erdeschrift lediglich darum ersucht w ird, es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten, w as nicht als S eite 6D -5630/2007 sinngem ässes G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von A rt. 65 Abs. 1 Vw VG aufzufassen ist, dass im übrigen der Antrag, es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten, m it dem vorliegenden Entscheid gegenstandslos w ird, dass som it die Verfahrenskosten in der H öhe von Fr. 600.-- in Anw endung von A rt. 63 Abs. 1 Vw VG i.V.m . A rt. 2 und 3 des R eglem ents vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2] dem Beschw erdeführer als unterliegende Partei aufzuerlegen sind. (D ispositiv nächste Seite) S eite 7D -5630/2007 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen, sow eit darauf einzutreten w ar. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 600.-- w erden dem Beschw erdeführer auferlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichtskasse zu überw eisen. 3. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des Beschw erdeführers, 2 Ex (eingeschrieben; Beilage: Einzahlungsschein) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (...) - (...) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: M artin Zoller D aniel M erkli Versand: S eite 8