B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-6506/2010 U r t e i l v o m 9. O k t o b e r 2 0 1 2 Besetzung Richterin Christa Luterbacher (Vorsitz), Richter Daniele Cattaneo, Richterin Muriel Beck Kadima; Gerichtsschreiberin Natasa Stankovic. Parteien A._______, geboren am (…), Somalia, vertreten durch Dr. iur. Oliver Brunetti, BAS Beratungsstelle für Asylsuchende der Region Basel, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Flüchtlingseigenschaft und Asyl; Verfügung des BFM vom 13. August 2010 / N (…). E-6506/2010 Seite 2 Sachverhalt: A. Der Beschwerdeführer, ein somalischer Staatsangehöriger, verliess eige- nen Angaben zufolge sein Heimatland am 22. Oktober 2008 und reiste via Äthiopien und Frankreich am 28. Oktober 2008 in die Schweiz ein, wo er am darauffolgenden Tag sein Asylgesuch stellte. Für die Dauer des Verfahrens wurde er dem Kanton (...) zugeteilt. Anlässlich der Kurzbefra- gung im (…) Empfangs- und Verfahrenszentrum [EVZ]) (...) vom 11. No- vember 2008 und der einlässlichen Anhörung vom 17. Dezember 2009 zu seinen Ausreise- und Asylgründen machte er im Wesentlichen Folgendes geltend: Er sei Mitglied des somalischen Minderheitenclans [Name] und habe als selbständiger [Beruf] – [Beruf] habe ihm sein [Verwandter] bereits früh beigebracht – mit seiner Frau und [dem gemeinsamen Kind] in B._______ gelebt. Im Jahr 2000 sei sein [Verwandter] bei einem Konflikt mit [Person], welcher zum [Name]-Clan gehört und sich geweigert habe, [Dienstleistung] zu bezahlen, erschossen worden. Aus diesem Grund ha- be er im Jahr 2005 vom aus dem Ausland zurückgekehrten [Verwandten] des Mörders Blutgeld in der Höhe von 10'000 US-Dollar erhalten, worauf- hin er aus Missgunst seitens der jüngeren Angehörigen des [Name]-Clans mehrmals behelligt worden sei. Im Jahr 2008 hätten die Bedrohungen seitens des verfeindeten Clans zugenommen und der Beschwerdeführer sei im August 2008 gar mit einem Messer angegriffen worden. Zwar habe der [Verwandten] des Mörders wiederholt bestätigt, dass ihm niemand etwas Böses antun könne, jedoch sei der Beschwerdeführer zum Schluss gekommen, dass die jugendlichen Übeltäter nicht mehr auf die Ältesten hören würden, weswegen er sich entschlossen habe, sein Heimatland zu verlassen. An den Clanältestenrat oder die Übergang sregierung habe er sich nicht wenden können, weil er jenen nicht gekannt habe respektive diese schwach sei. Im Übrigen sei der Beschwerdeführer aufgrund seiner Tätigkeit als [Beruf] sowie als Angehöriger eines Minderheitenclans wi e- derholt mit körperlicher Bestrafung oder gar mit dem Tod bedroht und ausgenutzt worden; namentlich habe er die Kunden teilweise umsonst bedienen müssen. B. Die damalige Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers setzte das BFM mit Eingabe vom 17. Juni 2010 über die Mandatsübernahme sowie den Umstand, dass [ein Verwandter] und [das Kind] des Beschwerdeführers E-6506/2010 Seite 3 bei einem Überfall auf ihr Haus getötet worden seien , in Kenntnis . Der Beschwerdeführer nehme an, die Bluttat sei durch Männer von demse l- ben verfeindeten Clan verübt worden; s eine Ehefrau sei zum Zeitpunkt der Tat ausser Haus gewesen. C. C.a Mit Verfügung vom 20. Juli 2010 – eröffnet am 24. Juli 2010 – wies das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz an, schob den Wegweisungsvollzug alle r- dings zu Gunsten einer vorläufigen Aufnahme auf. C.b Mit Verfügung vom 13. August 2010 – eröffnet am 16. August 2010 – hob das BFM sei nen Entscheid vom 20. Juli 2010 infolge Nichtberüc k- sichtigen der Eingabe der Rechtsvertretung vom 17. Juni 2010 auf, und erliess eine neue Verfügung. Es wies erneut das Asylgesuch ab, ordnete die Wegweisung aus der Schweiz an und verfügte wegen derzeitiger Un- zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs die vorläufige Aufnahme des Be- schwerdeführers. C.c Zur Begründung seines ablehnenden Entscheids führte das Bunde s- amt im Wesentlichen aus, dass die geltend gemachten Vorbringen des Beschwerdeführers teils nicht den Anford erungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) standzuhalten vermöchten, teils keine Asylrelevanz nach Art. 3 AsylG ent- falten würden . Der Beschwerdeführer widerspreche sich in zentralen Punkten seiner Asylvorbringen, weshalb am Wahrheitsgehalt der Vorbrin- gen erheblich gezweifelt werden müsse . Anlässlich der EVZ -Befragung habe er insbesondere angegeben, er sei nur bedroht und nie angegriffen, misshandelt oder verletzt worden (vgl. A1/11 S. 6), während er in seiner Anhörung ausgeführt habe, mehrere Male angegriffen und im August 2008 gar mit einem Messer verletzt worden zu sein (vgl. A11/16 S. 9, 11). Ferner habe er zu seinen Fluchtgründen insgesamt vage und unsubsta n- tiierte Aussagen gema cht; namentlich sei er nicht im Stande gewesen, zur Verfolgung durch die Angehörigen des [Name]-Clans konkrete Anga- ben zu machen; diesbezüglich habe er oft abweichend geantwortet und nicht hinreichend begründet, weshalb und unter welchen Umständen g e- rade er persönlich verfolgt worden sei respektive weiterhin verfolgt werde. Zudem habe er zwar angegeben, von den Angehörigen des [Name]- Clans Blutgeld erhalten zu haben, jedoch habe er nicht nachvollziehbar ausführen können, weshalb er gleichwohl vom gleichen Clan wiederholt E-6506/2010 Seite 4 bedroht und angegriffen worden sei (vgl. A11/16 S. 10 f.). Darüber hinaus mangle es seinen Angaben zu seinem familiären Hintergrund an Su b- stanz, denn er könne weder präzise Angaben zu seiner Clanzugehörigkeit machen noch vermöge er mit seinen Aussagen über seinen Herkunftsort zu überzeugen. So habe er insbesondere nicht angeben können, wie sein Clan aufgebaut sei , und auch kaum Informationen zum Clansystem li e- fern können. Seine Begründung, weshalb er hierzu wenig habe sagen können, überzeuge nicht. Im Übrigen habe er unpräzise Aussagen in B e- zug auf seinen Herkunftsort und die umliegende Gegend gemacht (vgl. A1/11, S. 1, 2 - 7; A11/16 S. 2 - 8, 12). Sodann vermöge auch die Eingabe vom 21. Juni 2010 an dieser Einschätzung nichts zu ändern, insbesonde- re da der Beschwerdeführer nur annehme, dass die Bluttat durch die g e- nannten Männer des verfeindeten Clans verübt worden sei (vgl. A12/2 S. 1). Aus den Akten würden sich somit keine Anhaltspunkte dafür erg e- ben, dass der Beschwerdeführer Nachteile im Sinne von Art. 3 AsylG erlit- ten habe (vgl. A1/11 S. 5 ff.; A11/16 S. 8 - 12). Schliesslich sei festzuhal- ten, dass gegenwärtig Teile Somalias von Kampfhandlungen zwischen Kräften der Übergangsregierung und verschiedenen Milizen betroffen seien; die allgemeine Unsicherheit, welche als unausweichliche Folge dieses Konflikts in gewissen Teilen des Landes herrsche, betreffe die g e- samte somalische Bevölkerung in gleichem Masse ; g emäss ständiger Praxis und Rechtsprechung werde alleine aufgrund einer b ürgerkriegsbe- dingten Situation den Betroffenen nicht Asyl gewährt. D. D.a Mit Eingabe vom 13. September 2010 (Poststempel) erhob der heuti- ge Rechtsvertreter namens und im Auftrag des Beschwerdeführers gegen die vorinstanzliche Verfügung beim Bundesverwaltungsge richt B e- schwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, der Beschwerdeführer sei als Flüchtling anzuerkennen und es sei ihm Asyl zu gewähren . In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde um Gewä h- rung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne des Art. 65 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) sowie um Verzicht auf Erhebung eines Kostenvorschusses ersucht. D.b Zur Stützung der geltend gemachten Vorbringen wurden folgende Beweismittel eingereicht: eine E-Mail der Ehefrau des Beschwerdeführers vom (…) 2010 (inklusive englischer Übersetzung), der Report "Clans in Somalia" des Österreichischen Roten Kreuzes von Dezember 2009 sowie E-6506/2010 Seite 5 der Bericht "Somalia, Update: Aktuelle Entwicklungen (Januar 2009 bis Juli 2010)" der Schweizerische n Flüchtlingshilfe (SFH) vom 4. August 2010. D.c Der Argumentation des BFM wurde im Wesentlichen entge gengehal- ten, das Bundesamt führe lediglich einen Punkt in den Aussagen des Be- schwerdeführers auf, welcher angeblich in den Befragungen widersprüch- lich ausgefallen sei. Das zentrale Element in seinen Aussagen würden je- doch die Drohungen seitens der Familie des Mörders [des Verwandten], unter denen er insbesondere nach der Bezahlung des Blutgeldes zu le i- den gehabt habe, bilden. Dazu habe er in der EVZ-Befragung wie auch in der Anhörung konsistente Angaben gemacht, während er in der Anhörung ergänzend ausgeführt habe, einige Male körperlich angegangen worden zu sein. Dass er in der EVZ -Befragung die Frage, ob er auch angegriffen worden sei, verneint habe, sei wohl damit zu erklären, dass die Frage gleich im Anschluss an die Schilderung der Tötung seines [Verwandter] gestellt worden sei und der Beschwerdeführer sie wohl eher darauf bez o- gen habe, ob er in ähnlicher Weise attackiert worden sei, was er entspre- chend verneint habe. In der EVZ -Befragung sei auf diesen Punkt auch nicht weiter eingegangen worden. Dass diese Bedrohungen an sich, nicht aber die körperlichen Behelligungen für den Beschwerdeführer im Vo r- dergrund gestanden seien , zeige sich auch daraus, dass er diese in der Anhörung nicht in den Vordergrund gestellt habe, sondern sie eher be i- läufig zur Sprache bringe. Es handle sich sodann nicht um sehr schwere Angriffe, die per se ein neues Element für seine asylrelevanten Befür ch- tungen einführen würden, sondern vielmehr um im Effekt eher geringfüg i- gere Angriffe. Der vom BFM aufgeführte einzelne Punkt könne nicht als diametrale Abweichung in einem wesentlichen Punkt der Asylbegründung oder als zentraler Asylgrund, der nicht berei ts in der EVZ -Befragung zu- mindest ansatzweise genannt worden sei , gewertet werden (vgl. hierzu Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekursko m- mission [EMARK] 1993 Nr. 3). Des Weiteren könne der Einschätzung des BFM betreffend die Ausführu ngen des Beschwerdeführers zum [Name]- Clan und die Ermordung [seines Verwandten] nicht gefolgt werden. Der Beschwerdeführer habe sowohl in der EVZ -Befragung als auch in der Anhörung erklärt, auf welche Weise [sein Verwandter] von den Angehöri- gen des betreffenden Clans umgebracht worden sei, dass er von der F a- milie des Täters danach selbst bedroht worden sei, dass er vom aus dem Ausland zurückgekehrten [Verwandten] des Mörders ein Blutgeld erhalten habe, mit welchem seine Ausreise finanziert worden sei, dass diese Zah- lung gegen die Sitten, Angehörigen eines Minderheitenclans kein Blutgeld E-6506/2010 Seite 6 zu zahlen, verstosse, dass die übrigen Familienmitglieder ihn deswegen erst recht bedroht hätten und es von ihrer Seite auch mehrfach zu Tät- lichkeiten gekommen sei, dass sie ihm angedroht hätten, ihn wie [seinen Verwandten] umzubringen und dass er sich deswegen schliesslich zur Flucht aus Somalia veranlasst gesehen habe . Daneben habe der B e- schwerdeführer verschiedene Fragen zu diesen Ereignissen, namentlich, was genau bei der Ermordung [seines Verwandten] vor sich gegangen sei, weshalb er nicht zu einem Gericht oder zum Ältestenrat habe gehen können, wie er sich und seinen [Verwandten] finanziell habe aushalten können und wie es zur Bezahlung des Blutgeldes gekommen sei , ange- messen und nachvollziehbar beantworten können. Ausserdem habe er zu Protokoll gegeben, die Blutzahlung seitens des [des Verwandten] des Tä- ters sei eine freiwillige gewesen; diese liberale Haltung [des Verwandten] sei von den übrigen Familienangehörigen resp ektive dem Clan nicht g e- teilt worden, so dass diese erst recht Grund gehabt hätten, den B e- schwerdeführer zu bedrohen. Somit liege – entgegen der Auffassung des BFM – kein ungeklärter Widerspruch vor. Das BFM würde ohnehin nicht auf den zentralen Punkt der Asylbegründung, nämlich die Verfolgung des Beschwerdeführers durch die [Name]-Clanfamilie wegen dem aus ihrer Sicht zu Unrecht bezahlten Blutgelds, eingehen. Ferner seien die Ang a- ben des Beschwerdeführers zur Clanzugehörigkeit , zur Struktur des Clans sowie zum Herkunftsort und der umliegenden Gegend detailliert und akkurat ausgefallen, weshalb nicht nachvollziehbar sei, worauf das Bundesamt seine Einschätzung stütze, diese Ausführungen des B e- schwerdeführers seien nicht präzise respektive es fehle ihnen an Su b- stanz. Im Übrigen seien in Bezug auf das Schreiben der Rechtsver tretung vom 17. Juni 2010 die Ausführungen beziehungsweise Abklärungen des BFM äusserst karg ausgefallen ; das Bundesamt habe keinerlei Rücksprache mit dem Beschwerdeführer geno mmen, ke ine Rückfra gen gestellt und ihm auch nicht vernehmlassungsweise die Gelegenheit gegeben, sich zu seiner Einschätzung betreffend diese wichtigen neuen Tatsachen zu äus- sern, weshalb es fraglich erscheine, ob dieses Vorgehen mit dem Grun d- satz des rechtlichen Gehörs vereinbar sei. Zudem zeige die Tatsache, dass das Haus des Beschwerdeführers in e i- ner offenbar gezielten Aktion durch mehrere Personen mit Maschinenpi s- tolen aus nächster Nähe beschossen worden sei und dabei alle sich im Haus befindlichen Personen getötet worden seien, dass der Beschwerde- führer beziehungsweise seine engste Familie das Objekt gezielter bru-E-6506/2010 Seite 7 talster Aggressionen der verfeindeten Clanfamilie geworden sei en und nicht lediglich Opfer – wie es das BFM zu implizieren scheine – der all- gemein gefährlichen Situation in B._______. Es sei durchaus plausibel, dass sich die Familie eines privilegierten Clans bei einem Mitglied eines grundsätzlich rechtlosen und ungeschützten Minderheitenclans für ein aus ihrer Sicht zu Unrecht bezahltes Blutg eld durch eine solche Bluttat räche; dies umso mehr , als in der gegenwärtigen Situation in B._______ solchen Bluttaten keinerlei staatliche Kontrollen oder Schutzmassnahmen entgegenstehen würden. Die Ereignisse vom (…) 2010 müssten de m- nach im Gegensatz zur Einschätzung des BFM als Untermauerung der vom Beschwerdeführer dargelegten Verfolgung und der Gefahr, im Falle einer Rückkehr nach Somalia ebenfalls Opfer dieser Clanfehde zu we r- den, beziehungsweise ihrer Glaubhaftigkeit erachtet werden. E. Das Bundesverwa ltungsgericht bestätigte mit Verfügung vom 16. Se p- tember 2010 den Eingang der Beschwerde. F. In seiner Verfügung vom 28. September 2010 hielt das Bundesverwa l- tungsgericht fest, der Beschwerdeführer könne den Ausgang des Verfa h- rens in der Schweiz abwarten (er sei ohnehin bereits in der Schweiz vo r- läufig aufgenommen), über das Gesuch um Gewährung der unentgeltl i- chen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG w erde zu einem späteren Zeitpunkt befunden und auf einen Kostenvorschuss werde ge- stützt auf Art. 63 Abs. 4 VwVG verzichtet. Zudem wurde das BFM um Ein- reichung einer Vernehmlassung ersucht. G. In seiner Vernehmlassung vom 8. Oktober 2010, welche dem Beschwe r- deführer am 22. Oktober 2010 zur Kenntnisnahme zugestellt wurde, be- antragte das BFM die Abweisung der Beschwerde, da die Rechtsmi t- teleingabe keine neuen erheblichen Tatsachen oder Beweismittel entha l- te, welche eine Änderung des vorinstanzlichen Standpunktes zu rechtfe r- tigen vermöchten. Der Beschwerdeführer habe lediglich eine Kopie einer E-Mailnachricht seiner Frau aus Somalia, welche von irgendjemandem geschrieben und versendet worden sein könne, eingereicht. Auffällig sei zudem, dass die Absender - und Empfängeradresse auf den Namen des Beschwerdeführers lauten, weshalb der Beweiswert als äusserst geri ng einzustufen sei. E-6506/2010 Seite 8 H. Mit Eingabe vom 6. Mai 2011 teilte der Rechtsvertreter dem Bundesve r- waltungsgericht mit, dass der Hausarzt des Beschwerdeführers ihn an die [psychiatrische Klinik in C._______] überwiesen habe, und reichte hierzu einen Aufnahmebericht und Behandlungsplan der [psychiatrische Klinik in C._______] vom (…) April 2011 zu den Akten. I. Im (…) 2012 erfolgte die Einreise der Ehefrau des Beschwerdeführers in die Schweiz (vorangehendes Auslandsgesuch vom (…) 2011; Einreise- bewilligung des BFM zwecks Durchführung eines ordentlichen Verfahrens vom (…) 2011). Ihr Asylgesuch ist bis dato erstinstanzlich hängig. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 1 7. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltung s- gerichts. Eine das Sachgebiet betreffend e Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher z u- ständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslief e- rungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Pe r- son Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundes - gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Eine solche Ausnahme liegt in casu nicht vor; somit ist das Bundesverwaltungsgericht vorliegend letztinstanzlich zuständig. 1.2 Die Beschwerde ist frist - und formgerecht eingereicht. Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an der en Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung; er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 1.3 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG und das E-6506/2010 Seite 9 AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 2. Mit Beschwerde können die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. 3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund - sätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person anerkannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder in einem Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, sol - chen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefä hrdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Mas s- nahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken; den fra u- enspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG). Die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft setzt zudem voraus, dass die betroffene Person landesweiter Verfolgung ausgesetzt ist und sich nicht in einem anderen Teil ihres Heimatstaates in Schutz bringen kann (vgl. EMARK 2006 Nr. 18). 3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für g e- geben hält (Art. 7 AsylG). Vorbringen sind dann glaubhaft, wenn sie genü- gend substanziiert, in sich schlüssig und plausibel sind; sie dürfen sich nicht in vagen Schilderungen erschöpfen, in wesentlichen Punkten nicht widersprüchlich sein oder der inneren Logik entbehren und auch nicht den Tatsachen oder der allgemeinen Erfahrung widersprechen. Darüber hinaus muss die asylsuchende Person persön lich glaubwürdig erschei - nen, was insbesondere dann nicht der Fall ist, wenn sie ihre Vorbringen auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abstützt (vgl. Art. 7 Abs. 3 AsylG). Entscheidend ist, ob eine Gesamtwürdigung der Vorbringen e r- gibt, dass die Grü nde, die für die Richtigkeit der Sachverhaltsdarstellung der asylsuchenden Person sprechen, überwiegen oder nicht (vgl. BVGE 2010/57 E. 2.3 S. 826 f.; EMARK 2004 Nr. 1 E. 5 S. 4 ff., mit weiteren Hinweisen). E-6506/2010 Seite 10 4. 4.1 Vor allfälligen weiteren Erwägungen ist vorab der Frage nachzug e- hen, ob das BFM – wie in der Beschwerde gerügt wurde – den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt hat, da dieser Anspruch verfahrensrechtl i- cher Natur ist und seine Verletzung grundsätzlich die Aufhebung des a n- gefochtenen Entscheids nach sich zieht (vgl. BVGE 2008/14 E. 4.1, BVGE 2007/30 E. 8.2). Die Rechtsprechung hat allerdings aus prozessökonomischen Gründen Leitlinien für eine Heilung von Gehörsverletzungen auf Beschwerdeebene entwickelt, nach welchen sich eine Aufhebung der angefocht enen Verfü- gung und Rückweisung der Sache an die Vorinstanz erübrigt, wenn das Versäumte nachgeholt wird, der Beschwerdeführer dazu Stellung nehmen kann und der Beschwerdeinstanz im streitigen Fall die freie Überpr ü- fungsbefugnis in Bezug auf Tatbestand und Rechtsanwendung zukommt, sowie die festgestellte Verletzung nicht schwerwiegender Natur ist und die fehlende Entscheidreife durch die Beschwerdeinstanz mit vertretb a- rem Aufwand hergestellt werden kann (vgl. EMARK 1994 Nr. 1 E. 6b und 2004 Nr. 38 E. 7.1, vo m Bundesverwaltungsgericht bestätigt in BVGE 2007/30 E. 8.2). 4.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ergibt sich aus Art. 29 bis 33 VwVG. Dazu gehört zunächst das Recht auf vorgängige Äusserung und Anhörung, welches den Betroffenen einen Einfluss auf die Ermit tlung des wesentlichen Sachverhaltes sichert . Unerlässliches Gegenstück der Mi t- wirkungsrechte der Parteien bildet ausserdem als weiterer Teilgehalt des rechtlichen Gehörs die Pflicht der Behörden, die Vorbringen der Betroff e- nen sorgfältig und ernsthaft zu prüfen und in der Entscheidfindung zu b e- rücksichtigen. Daraus folgt schliesslich auch die grundsätzliche Pflicht der Behörden, ihren Entscheid zu begründen (BGE 123 I 31 E. 2c, BGE 112 Ia 109 E. 2b; BERNHARD WALDMANN/JÜRG BICKEL, in: Bernhard Wal d- mann/Philippe Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, Z ü- rich/Basel/Genf 2009, Art. 30, N. 5 sowie Art. 32, N. 7 ff.). 4.3 In der Beschwerde eingabe wird gerügt, dass in Bezug auf das Schreiben der damaligen Rechtsvertreterin vom 17. Juni 2010 die Au s- führungen beziehungsweise Abklärungen des BFM äusserst karg ausg e- fallen seien und das Bundesamt keinerlei Rücksprache mit dem B e- schwerdeführer genommen, keine Rückfragen gestellt sowie ihm auch E-6506/2010 Seite 11 nicht vernehmlassungsweise die Gelegenheit gegeben habe, sich zur Einschätzung des BFM zu diesen wichtigen neuen Tatsachen zu äussern. 4.4 Das Bundesverwaltungsgericht gelangt nach Prüfung der Akten zum Schluss, der ang efochtene vorinstanzliche Entscheid werde d en aufge- führten Kriterien der Gehörsgewährung gerecht. Das Bundesamt setzt sich in seiner Verfügung vom 13. August 2010 unter E. I Ziff. 2 mit dem eingereichten Beweismaterial auseinander und würdigt es im gesamten Kontext der Vorbringen. Dass die Ausführungen dabei knapp ausgefallen sind, tangiert den Anspruch auf rechtliches Gehör nicht, da das BFM sei- ner Pflicht zur Berücksichtigung der geltend gemachten Vorbringen sowie seiner Begründungspflicht nachgekommen ist. Festzuhalten ist sodann, dass es sich beim betreffenden Dokument um ein Aktenstück handelt, welches der Beschwerdeführer selber eingereicht hat; demnach war es ihm bekannt respektive be stand die Gelegenheit, sich zum betreffenden Aktenstück im Zeitpunkt der Einreichung zu äussern. Folglich besteht, da das BFM den Anspruch auf rechtliches Gehör nicht verletzt hat, keine Veranlassung, den Entscheid des BFM aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an das Bundesamt zurückzuweisen. 5. Im Nachstehenden ist zu prüfen, ob der geltend gemachte Verfolgung s- sachverhalt, wie er im Zeitpunkt der Ausreise des Beschwerdeführers vorgelegen habe (Zugehörigkeit zum Minderheitenclan der [Name], Be- drohungen seitens des [Name]-Clans infolge Blutgeldzahlung sowie weit- gehende Schutzlosigkeit), vom BFM zu Recht überwiegend bezweife lt wird. 5.1 Aufgrund der Aktenlage geht das Bundesverwaltungsgericht – anders als die Vorinstanz – von der Richtigkeit der biographischen Angaben des Beschwerdeführers aus, wonach er somalischer Staatsangehöriger sei, aus B._______ stamme und dem [Name]-Clan angehöre. Selbst wenn er eigenen Aussagen zufolge erst in der Schweiz weitere Subclans des [Name]-Clans kennengelernt hat (A 11/16 S. 8), sind seine Ausführungen zur Cl anzugehörigkeit und Struktur des Clans sowie zum Herkunftsort und der umliegenden Gegend – entgegen der Auffassung des BFM – we- der vage ausgefallen noch mangelt es ihnen an Substanz (A 11/16 S. 5, 7 f.). Des Weiteren hält das Gericht die Ausführungen des Beschwerdeführers rund um die Ermordung seines [Verwandter] im Jahr 2000 nicht zuletzt E-6506/2010 Seite 12 aufgrund der Realkennzeichen in seiner Schilderung für glaubhaft; bei- spielsweise erklärte der Beschwerdeführer, als damals (…)-jähriger [Ge- genstände] nach dem Täter geworfen, ihn jedoch nicht getroffen zu haben (A 11/16 S. 9). Hingegen gelangt das Bundesverwaltungsgericht in Übereinstimmung mit der Vorinstanz zum Schluss, dass sich seine Darstellungen betreffend die Fluchtgründe im Jahr 2008 in unplausiblen Schilderungen erschöpfen und in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind. Ob eine Blutgeldzahlung im Jahr 2005 tatsächlich erfolgt ist , kann vorliegend letztlich offen gelassen werden, da selbst gemäss dem Fall , der aus dem Ausland zurückgekehrte [Verwandter] des Mörders habe dem Beschwerdeführer 10'000 US -Dollar zur finanziellen Abgeltung der Tötung [seines Verwandten] gezahlt, aus den Akten nicht ersichtlich wird, weshalb die Flucht des Beschwerdeführers erst im Jahr 2008 erfolgt ist. Seinen protokollierten Aussagen lässt sich zwar entnehmen, dass er sei- tens des [Name]-Clans aus Missgunst m ehrmals behelligt worden sei (A 11/16 S. 9 f.), inwiefern die Behelligungen im Jahr 2008 im Vergleich zu den übrigen Jahren zugenommen hätten und es dem Beschwerdefü h- rer nicht mehr zuzumuten war, in Somalia zu verbleiben, ist infolge der vorwiegend pauschal ausgefallenen Aussagen (A 11/16 S. 11) nicht nach- vollziehbar. Die lediglich vagen Angaben, seine Probleme seien imm er grösser geworden respektive im Jahr 2008 eskaliert (A 11/16 S. 10 f.), vermögen nicht zu überzeugen beziehungsweise die genauen Hinte r- gründe zur Wahl seines Ausreisezeitpunkts anschaulich darzulegen. Wei- ter vermochte der Beschwerdeführer nicht stichhaltig auszuführen, wes- wegen die Messerattacke im August 2008 (A 11/16 S. 11) – anders als die übrigen in der Anhörung geltend gemachten Angriffe – das auslösende Ereignis für seine Flucht darstellte. Wie das B FM zudem zutreffend fest- hielt, sind seine Angaben bezüglich der geltend gemachten Angriffe wi- dersprüchlich ausgefallen: Gab er in der EVZ-Befragung noch explizit an, nur bedroht und nie angegriffen, misshandelt oder verletzt worden zu sein (A1/11 S. 6), führte er – wie bereits erwähnt – anlässlich der Anhörung aus, mehrfach attackiert und im August 2008 gar mit einem Messer ve r- letzt wor den zu sein (A11/16 S. 9, 11). Die Ausführungen in der B e- schwerdeeingabe zur Aufklärung dieses Widerspruchs vermögen hinge- gen nicht zu überzeugen, zumal der Beschwerdeführer insbesondere die Messerattacke im August 2008 als zentrales Ereignis für seine Ausreise angab (A11/16 S. 11) und es von ihm zu erwarten gewesen wäre, diesen zentralen Punkt bereits in der EVZ -Befragung zumindest ansatzweise zu erwähnen. Sodann erscheint es abwegig, dass er für die Organisation E-6506/2010 Seite 13 seiner Ausreise drei Jahre benötigt habe (A 11/16 S. 11). Im Übrigen ist zwar nicht auszuschliessen, dass es rund um [Unternhmen] zu Schwie- rigkeiten mit [Personen] gekommen ist, diese Probleme sind im asylrecht- lichen Kontext jedoch unerheblich. Schliesslich wird zwar der geltend gemachte Sachverhalt bezüglich die Ermordung des [des Verwandten] und [des Kindes] des Beschwerdefüh- rers im (…) 2010 vom BFM als glaubhaft erachtet und ist im Hinblick auf die Prüfung der Flüchtlingseigenschaft auch für das Bundesverwaltung s- gericht massgeblich, zumal keine zureichenden Anhaltspunkte für übe r- wiegende Zweifel bestehen und diese Sachverhaltsgrundlage ebenso im länderspezifischen Kontext realistisch erscheint ; es ist allerdings nicht nachvollziehbar, dass – gemäss dem Fall , die Blutgeldzahlung im Jahr 2005 sei tatsächlich erfolgt – [der Verwandte] sowie [das Kind] erst viele Jahre später gezieltes Objekt brutalster Aggressionen de r verfeindeten Clanfamilie ge worden sein sollen. Aus der E -Mail der Ehefrau vom (…) 2010 geht ebenfalls nicht hervor, dass die Ereignisse vom (…) 2010 im Zusammenhang mit der Clanfehde stehen. Insofern wird ein Zusa m- menhang zum Beschwerdeführer, der auf einer gezielten und flüchtling s- rechtlich relevanten Verfolgungsmotivation beruhen würde, nicht aufg e- zeigt. 5.2 Vor dem Hintergrund obiger Erwägungen vermögen auch die übrigen Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe nicht zu überzeugen. Zwischen der vorgebrachten Verfolgungssituation und der Ausreise des Beschwe r- deführers im Jahr 2008 besteht in sachlicher und zeitlicher Hinsicht kein Kausalzusammenhang. Mithin führen die geltend gemachten Vorbringen als solche nicht zur Annahme einer begründeten Furcht vor Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG im Zeitpunkt seiner Ausreise , und auch für den heutigen Zeitpunkt des Entscheids ist eine begründete Furcht nicht zu be- jahen. Das BFM hat demnach das Asylgesuch des Beschwerdeführers zu Recht abgewiesen . Die vorinstanzliche Verfügung ist diesbezüglich zu bestätigen. 6. Die Ehefrau des Beschwerdeführers ist im (…) 2012, gestützt auf die Ein- reisebewilligung des BFM vom 4. November 2011 zwecks Durchführung eines ordentlichen Asylverfahrens, in die Schweiz eingereist. Ihr Asylve r- fahren ist derzeit erstinstanzlich hängig (ebenfalls N […]) und wird nu n- mehr durch das BFM fortzusetzen sein. E-6506/2010 Seite 14 7. 7.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG). 7.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer so l- chen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; EMARK 2001 Nr. 21). Auch diesbezüglich ist die angefoch- tene Verfügung zu bestätigen. 8. Eine Erörterung von Wegweisungsvollzugshindernissen – namentlich un- ter Berücksichtigung des eingereichten Arztberichtes – kann unterbleiben, nachdem das BFM die vorläufige Aufnahme des Beschwerdeführers we- gen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges angeordnet hat. 9. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Beschwe r- de ist nach dem Gesagten abzuweisen. 10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem Beschwerde- führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). Nachdem das vom B e- schwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe vom 13. September 2010 gestellte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege mit Verfügung des Bundesverwaltungsgerichtes vom 28. September 2010 auf einen späteren Zeitpunkt verwiesen wurde, ist im Urteilszeitpunkt darüber zu befinden. Die Beschwerdebegehren sind im Zeitpunkt ihrer Einreichung als nicht aussichtslos zu quali fizieren. Aufg rund der Aktenlage muss der B e- schwerdeführer als bedürftig betrachtet werden, weshalb das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gutzuheissen und auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten ist. (Dispositiv nächste Seite) E-6506/2010 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird gutgeheissen. Auf die Erhebung von Verfahrenskosten wird verzichtet. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Christa Luterbacher Natasa Stankovic Versand: