B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-5681/2013 U r t e i l v o m 1 6 . O k t o b e r 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichterin Gabriela Freihofer, mit Zustimmung von Richterin Emilia Antonioni Luftensteiner; Gerichtsschreiber Simon Thurnheer. Parteien A._______, geboren am (…), Libanon, zur Zeit im Transitbereich (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration, Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Flughafenverfahren (Asyl und Wegweisung); Verfügung des BFM vom 3. Oktober 2013 / N (…). E-5681/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer am 18. September 2013 am Flughafen B._______ um Asyl nachsuchte, dass ihm die Einreise mit Zwischenverfügung des BFM vom selben Tag vorläufig verweigert wurde und ihm der Transitbereich des Flughafens als Aufenthaltsort für die Dauer von maximal 60 Tagen zugewiesen wurde, dass er anlässlich der summarischen Befragung vom 19. September 2013 sowie der einlässlichen Anhörung vom 25. September 2013 aussag- te, bis im Mai 2012 zusammen mit seinen Eltern und Geschwistern in C._______ gelebt zu haben, wobei sein Vater wohlhabend sowie ein ein- flussreicher Oberrichter und Gründungsmitglied der Hisbollah sei, dass er im Libanon christliche Schule n besucht und dort an (…) erfolg- reich studiert habe, dass er während des Studium s für zwei westliche Hilfswerke – (…) und (…) – sowie in der Stadtverwaltung von C._______ gearbeitet habe, dass er nach dem Studium in zwei (…)hotels im Libanon gearbeitet habe, dass er wegen seiner Homosexualität von seiner Familie, insbesondere vom Vater verachtet und mehrmals aus dem Haus gejagt worden sei, dass er auf deren Geheiss mehrfach erfolglos versucht habe, durch rel i- giöse und psychologische Erziehung gegen sein e homosexuellen Ne i- gungen anzukämpfen, dass Homosexualität im Libanon unter Strafe stehe, dass viele Einwohner seiner Stadt von seiner Homosexualität wüssten und ihn deswegen beschimpft hätten, dass er für seinen Vater als eine führende Persönlichkeit der Hisbollah ei- ne Schande sei und über die islamische Bewegung Schatten werfe, dass es ihm in diesem Umfeld unmöglich gewesen sei, seine sexuellen Neigungen auszuleben, E-5681/2013 Seite 3 dass er im August 2006 bei den (…) mit einem Freund in flagranti übe r- rascht und deshalb von Hisbollah-Angehörigen sieben Tage lang inhaftiert worden sei, dass er in der Folge religiöse Erziehung habe befolgen müssen , aber in seiner Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt worden sei, dass er anfangs 2011 von (…) eingestellt worden sei, wo ihm der Projekt- koordinator wegen seiner Homosexualität geraten habe, den Libanon zu verlassen und deshalb mit der CIA oder dem Mossad zusammenzuarbe i- ten, dass er i m April 2011 in der US -Botschaft in Beirut als CIA -Agent rekru- tiert worden sei, als welcher er In formationen über Hisbollah geliefert h a- be, u.a. Namen und Adressen wichtiger Personen, Details über Parteia n- gelegenheiten und militärische Anlagen sowie Fotografien von Gebäuden, dass er (…) Termine auf der US -Botschaft wahrgenommen habe, wobei er über Skype auch mit einem Mossad-Agenten gesprochen habe, dass er am 19. September 2011 durch Hisbollah -Angehörige an einem ihm unbekannten Ort festgehalten, verhört und dabei misshandelt worden sei, wobei sie ihm vorgeworfen hätten, mit der CIA und dem Mossad z u- sammengearbeitet zu haben, dass er am (…) Dezember 2011 wegen fehlender Beweise wieder aus der Haft entlassen worden sei, wobei er nach seiner Freilassung seine Spionageaktivitäten zunächst aufgegeben habe, dass er i m Frühling 2012 von seinen Eltern in ei ne syrische Pilgerstadt zur Heilung der Homosexualität geschickt worden sei, wobei er sein He i- matland am (…) Mai 2012 zusammen mit der Mutter auf dem Landweg verlassen habe, dann von Syrien in die Türkei gereist und von Istanbul nach D._______ geflogen sei , wo er für den Mossad habe Libanesen rekrutieren sollen, dass er dann über E._______ und F._______ nach Israel gereist sei, wo er Gespräche mit dem Mossad geführt habe und ihm von Geheimdiens t- agenten verschiedene touristische Orte gezeigt worden seien, E-5681/2013 Seite 4 dass er drei Wochen später vom Mossad nach D._______ zurückge- schickt worden sei, von wo er nach einem Monat Aufenthalt mit der Hilfe der Israelis über die Türkei nach Armenien gelangt sei, dass der Mossad ein Land gesucht hab e, wo er sich habe niederlassen können, dass er nach Ablauf des erlaubten Aufenthalts in Armenien nach G._______ weitergereist sei und anschliessend über die Türkei wieder nach D._______ gelangt sei, wo er auf Aufforderung der Israelis um Asyl ersucht habe, er aber von der dortigen Poli zei aufgefordert worden sei, D._______ zu verlassen, dass er mit Hilfe des Mossad nach H._______ gereist sei, von wo er nach Israel hätte weiterreisen sollen, dass er in H._______ indes darüber informiert worden sei, dass die Hi s- bollah von seinen Aktivitäten für den Mossad erfahren habe und entspr e- chend eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr in Frage komme, dass er nach I._______ und J._______ weitergereist sei, dass ein israelischer Offizier den Kontakt abgebrochen, ihm aber empfoh- len habe, mit seiner Homosexualität zu argumentieren, um woanders Asyl zu erlangen, dass er darauf nach K._______ gelangt sei, wo er anlässlich eines Asy l- gesuch seine vollständige Geschichte erzählt habe, dass ihn die (…) Behörden, anstatt, wie von ihm erhofft, nach Israel aus- zuschaffen, in den Libanon hätten zurückschicken wollen, dass er schliesslich aber in die Türkei überstellt worden sei, von wo er in Richtung der Schweiz geflogen und am 17. Sept. 2013 im Flughafen B._______ angekommen sei, dass das BFM mit Verfügung vo m 3. Oktober 2013 – eröffnet am 6. Oktober 2013 – dem Beschwerdeführer die Einreise in die Schweiz verweigerte, sein Asylgesuch abwies, ihn aus dem Transitbereich weg- wies und – unter Androhung von Zwangsmitteln – den Vollzug der We g- weisung in den Libanon anordnete, E-5681/2013 Seite 5 dass es zur Begründung seines Entscheides anführte, angesichts seines Besuchs katholischer Schulen und (…) von Beirut sowie seines Engage- ments für ein amerikanisches Hilf swerk und der Arbeit bei (…)hotels sei nicht glaubhaft, dass sein Vater ein strengreligiöser Oberrichter im Hisbol- lah-Apparat sei, auch wenn, wie er eingewandt habe, die katholischen Schulen keine Religion unterrichten dürften, die Hisbollah keine Berü h- rungsängste mit Christen habe und sein Vater sein Studium einfach habe akzeptieren müssen, weil er sonst das Land verlassen hätte, dass seine Laufbahn vielmehr der westlich orientierten libane sischen Oberschicht entspreche und nicht dem Sohn einer religiösen Standesper- son, dass folglich nicht geglaubt werden könne, dass sein Vater ein Oberrich- ter der Hisbollah sei bzw. dass er aus einer streng religiösen Familie stamme, dass andernfalls unter den Umständen unglaubhaft sei, dass sein Vater ihn nicht permanent aus dem Elternhaus verstossen und weiterhin sein Studium in Bei rut, wo eine offene Homosexuellenszene stattfinde, fina n- ziert haben sollte, zumal die Ho mosexualität den Ruf des Vaters im Hi s- bollah-Apparat schwer beschädigt hätte, wobei sein Vorbringen, die Mu t- ter habe dies verhindern können, nicht zu überzeugen vermöge, dass Homosexualität im Libanon offiziell zwar noch verboten sei, das Ge- setz aber nicht vollzogen werde, in Beirut sich sogar eine offene h omose- xuelle Ausgangsszene entwickelt habe, welche Einheimische und Touris- ten anziehe, dass daher unglaubhaft sei, dass er seine Homosexualität in Beirut nicht habe ausleben können, zumal anzunehmen sei, dass er in einem säkul a- ren liberalen Umfeld sozialisiert worden sei, wo er problemlos zu seiner Homosexualität hätte stehen können, dass die eingereichten Fotos, auf denen er zusammen mit Männern mit Bärten abgebildet sei, daran nichts ändere, dass folglich unglaubhaft sei, dass er wegen seiner Homosexualität von der Hisbollah oder den libanesischen Behörden verfolgt werde, woran auch die eingereichten Dokumente über die Recht e von Homosexuellen im Libanon nichts zu ändern vermöchten, E-5681/2013 Seite 6 dass nicht nachvollziehbar sei, dass ihm der Projektkoordinator von (…) eine Zusammenarbeit mit der CIA angeboten haben solle, um den Lib a- non wegen der Homosexualität verlassen zu können, zumal es andere Möglichkeiten gegeben hätte auszureisen, dass wegen des schlechten Verhältnis ses zu seinem Vater und da seine homosexuelle Veranlagung bekannt gewesen sei, auch gänzlich unwahr- scheinlich sei, dass er sicherheitsrelevante Informationen über die Hisbol- lah hätte sammeln können, dass nicht nachvollziehbar sei, welches Interesse die CIA und der Mo s- sad unter diesen Umständen an einer Zusammenarbeit mit ihm hättem gehabt haben sollen, dass die Informationen, die er nach seinen Angaben weitergegeben habe, für die ressourcenreichen Geheimdienste banal gewesen seien, dass nicht einleuchtend sei, dass er die US-Botschaft betreten haben sol- le, zumal die Zutritte zur Botschaft wohl von der Hisbollah überwacht würden, oder dass er mit einem Mossad -Offizier über Skype kommun i- ziert haben solle, da diese Technik leicht entschlüsselt werden könne, dass er ausserdem die Antwort auf die Frage schuldig bleibe, warum er von der Hisbollah der Kooperation mit der CIA und dem Mossad verdäch- tigt worden sei, dass er keinen plausiblen Grund für seine Reisen im Dienste des Mo s- sads habe nennen können, insbesondere warum er in D._______ hätte Libanesen rekrutieren sollen, zumal er selber ein Neuling gewesen sei und keine wesentlichen Informationen geliefert habe, dass ausserdem nicht ersichtlich sei, was Libanesen in D._______ für die Sicherheit Israels hätten tun können, dass sein angegebener Grund für seine Reisen um die Welt, der Mossad habe ein Land gesucht, in dem er sich hätte daue rhaft niederlassen kön- nen, nicht plausibel sei, dass insbesondere ein Rätsel bleibe, weshalb dieses Land nicht Israel gewesen sei, E-5681/2013 Seite 7 dass schwer zu verstehen sei, warum die Israelis ihn in H._______ im Stich gelassen haben soll ten, nachdem sie sich über Monate um ihn g e- kümmert hätten, dass kein Grund zur Annahme bestehe, seine Israelreisen würden ihn im Libanon in Gefahr bringen, zumal nach dem Gesagten nicht davon au s- zugehen sei, sie hätten mit dem Mossad zu tun gehabt, dass die als Beweismittel einger eichten Fotos auf touristische Reisen hinwiesen, wobei seine Erklärung, ihm seien vom Mossad die Sehen s- würdigkeiten gezeigt worden, nicht überzeuge, dass die libanesischen Behörden zudem über die Aufenthalte in Israel gar nicht informiert worden seien, dass ferner unglaubhaft sei, dass er seine Angehörigen von Israel aus kontaktiert habe, zumal er sich dadurch unnötig in Gefahr gebracht hätte, dass seine Ausführungen abschliessend den Verdacht erhärteten, bei seinen Vorbringen handle es sich um ein Kon strukt, welches nicht der Realität entsprechen könne, dass seine Vorbringen somit den Anforderungen an das Glaubhaftm a- chen nicht standhielten, weshalb ihre Asylrelevanz nicht geprüft werden müsse, dass die Wegweisung die Regelfolge der Gesuchsabweisung sei, dass trotz angespannter Lage nicht im ganzen Land ein Zustand allg e- meiner Gewalt herrsche, welcher ungeachtet der konkreten Umstände des Einzelfalles den Vollzug unzumutbar erscheinen lassen würde, dass insbesondere Beirut dem Machtbereich der Hisbollah entzogen sei, dass Beirut dem Beschwerdeführer bestens bekannt sei, da er dort st u- diert und gearbeitet habe, dass er jung und gesund se i, aus reicher Familie stamme, über eine überdurchschnittlich gute Ausbildung verfüge und Arabisch, Englisch und Französisch spreche, so dass er keine nennenswerten Probleme bei der Reintegration haben sollte, E-5681/2013 Seite 8 dass auch seine Homosexualität unproblematisch sei, dass der Beschwerdeführer dagegen mit in englischer Sprache han d- schriftlich ergänzter deutschsprachiger Formular -Eingabe datiert vom 8. Oktober 2013 ( Poststempel: 9. Oktober 2013; vorab per Telefax vom 9. Oktober 2013 übermittelt) Beschwerde erhob und dabei beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, ihm sei Asyl zu gewähren oder "jedenfalls" sei die Flüchtlingseigenschaft festzustellen, eventualiter sei die Unzulässigkeit, allenfalls die Unzumutbarkeit des Vollzugs der We g- weisung festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen, die B e- schwerdebegründung sei von Amtes wegen in eine Amtssprache zu übersetzen, auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sei zu verzichten und es sei die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren, dass auf die Begründung der Beschwerde sowie ihre Beilagen – soweit für den Entscheid wesentlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzu- gehen ist, dass die Akten der Vorinstanz am 9. Oktober 2013 beim Bundesverwa l- tungsgericht per Telefax eintrafen (vgl. Art. 109 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]), und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltung sgericht auf dem Gebiet des Asyls end gültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM ent scheidet, ausser – was in casu nicht zutrifft – bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31- 33 des Verwal tungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG ric h- tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teil ge- nommen hat, du rch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, E-5681/2013 Seite 9 ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungs weise Än- derung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legi timiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass die Begehren und ei ne standardisierte Kurzbegründung in einer Amtssprache eingereicht wurden, dass die mehrseitige handschriftliche B egründung auf Englisch aus v er- fahrensökonomischen Gründen in dieser Form entg egenzunehmen ist, womit sich der Antrag auf Übersetzung der Beschwerdebegründung erüb- rigt, dass auf die frist - und im Übrigen formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Festst ellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder ein er zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der B e- schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111 a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art.111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nati o- nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), E-5681/2013 Seite 10 dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in w e- sentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden, dass das Gericht nach Prüfung der Akten zum Schluss gelangt, dass die Vorinstanz zu Recht und mit zutreffender Begründung festgestellt hat, der Beschwerdeführer habe nicht glaubhaft dartun können, aus einer stren g- gläubigen, der Hisbollah angehörigen Familie zu stammen, dass seine Erklärung auf Beschwerdeebene, Schiiten hätten keine Pro b- leme, mit Christen zusammenzuleben, die christlichen Schulen seien die besten Schulen gewesen und später wäre ein Wechsel auf eine islam i- sche Schule mühsam gewese n, nicht zu überzeugen vermag, ebenso wenig wie seine Aussage, sein Vater sei über sein Studium zwar nicht begeistert gewesen, habe es aber hinnehmen müssen, dass das Gericht in Übereinstimmung mit der Vorinstanz davon ausgeht, dass er in einem liberalen sä kularen Umfeld sozialisiert worden ist, in welchem er zu seiner Homosexualität offen stehen kann, dass in Beirut trotz des offiziellen Verbots die Homosexualität, ohne Sank- tionen gewärtigen zu müssen, offen gelebt werden kann, dass an dieser Einschätzung der eingereichte Bericht über eine Razzia nichts ändert, dass die Reisen im Dienste des Mossad sowie seine Spionageaktivitäten unglaubhaft sind, wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, dass der Beschwerdeführer insbesondere ausgesagt hat, bereits einmal wegen des Verdachts auf Spionage verhaftet, mangels Beweise aber wieder freigelassen worden zu sein, dass nicht nachvollziehbar ist, er sei , falls er zuvor, wie er vorgibt, ta t- sächlich Informationen allgemeiner Natur an den Mossad weiterg egeben haben sollte, anschliessend weiterhin – und dazu in einem erheblich pr o- filierteren Masse – für den Mossad tätig gewesen, E-5681/2013 Seite 11 dass auch nicht einleuchtet, der Mossad sei unter diesen Umständen an einer Zusammenarbeit (noch) interessiert gewesen, dass darüber hinaus nicht ersichtlich ist, was er in D._______ für den Mossad hätte bewirken können, dass aufgrund der Beweisfotos von rein touristischen Reisen nach Israel auszugehen ist und nicht er kennbar ist, inwiefern diese ihn im Libanon eine Verfolgungsgefahr aussetzen sollten, dass der Beschwerdeführer dem auf Beschwerdeebene nichts entgege n- hält, was geeignet wäre, diese Einschätzung zu ändern, so dass es sich erübrigt, darauf näher einzugehen, dass nicht ersichtlich ist, was die auf dem eingereic hten digitalen Date n- träger angeblich enthaltenen Fotos und weiteren Dokumente beweisen sollen, zumal der Beschwerdeführer nicht ansatzweise angibt, was darauf zu finden sei, und er zudem ausgesagt hat, alle beweisrelevanten Dok u- mente vernichtet zu haben, weshalb das Gericht davon absieht, die allfäl- ligen Dateien abzurufen, dass es dem Beschwerdeführer in Berücksichtigung aller Umstände nicht gelungen ist, die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten au f ein solches in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewill i- gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen b e- steht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 m.H.a. Entscheidungen und Mittei- lungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzl i- chen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht ang e- ordnet wurde, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), E-5681/2013 Seite 12 dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunft s- oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwu n- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend i n Beachtung dieser mas s- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nach zuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non -Refoule- ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet, dass darüber hinaus keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grund - freiheiten (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimatland droht, dass, nachdem der Beschwerdeführer ni cht glaubhaft gemacht hat, dass er befürchten müsse, bei einer Rückkehr ins Heimatland die Aufmerksam- keit der libanesischen Behörden in einem flüchtlingsrechtlich relevanten Ausmass auf sich zu ziehen, auch keine Anhaltspunkte dafür bestehen, ihm würde au s demselben Grund eine menschenrechtswidrige Behan d- lung im Heimatland drohen, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat - oder Herkunftsstaat aufgrund von Situati o- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeine r Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), E-5681/2013 Seite 13 dass weder die allgemeine Lage im Heimatland des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf ein e konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägun- gen der Vorinstanz zu verweisen ist, dass sich der Wegweisungsvollzug somit auch als zumutbar erweist, dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat- staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihm obliegt, bei der Beschaffung gültiger Rei- sepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG, dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515), dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Wegweisung s- vollzug insgesamt zu bestätigen ist und eine Anordnung der vorläufig en Aufnahme ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1-4 AuG), dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, in - wiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt , den rechtse r- heblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unange - messen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, dass sich die gestellten Begehren nach dem Gesagten als aussichtslos erwiesen haben und der Antrag auf Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege folglich – ungeachtet einer allenfalls bestehenden proze s- sualen Bedürftigkeit – abzuweisen ist, dass der Antrag auf Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses mit dem vorliegenden Direktentscheid gegenstandslos geworden ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) E-5681/2013 Seite 14 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird a b- gewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand dieses Urteils zu Guns- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: Gabriela Freihofer Simon Thurnheer Versand: