<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2A.266/2003 /leb </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 5. Juni 2003 </div> <div class="para">II. Öffentlichrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Wurzburger, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Hungerbühler, Müller, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Feller. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Justiz- und Polizeidepartement des Kantons </div> <div class="para">St. Gallen, Oberer Graben 32, 9001 St. Gallen, </div> <div class="para">Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen, Spisergasse 41, 9001 St. Gallen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Aufenthaltsbewilligung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen das Urteil </div> <div class="para">des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen </div> <div class="para">vom 24. April 2003. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die aus der Bundesrepublik Jugoslawien stammende A.________ (geb. **. ** 1974) heiratete am 17. September 1998 in ihrer Heimat einen Landsmann, der in der Schweiz die Niederlassungsbewilligung hat. Am 26. Dezember 1998 reiste sie im Familiennachzug in den Kanton St. Gallen, wo ihr gestützt auf <span class="artref">Art. 17 Abs. 2 ANAG</span> eine Aufenthaltsbewilligung erteilt wurde. </div> <div class="para">Da die Eheleute seit Frühjahr 2001 nicht mehr in gemeinsamem Haushalt zusammen wohnten, widerrief das Ausländeramt des Kantons St. Gallen am 11. Juni 2002 die Aufenthaltsbewilligung von A.________. Das Justiz- und Polizeidepartement des Kantons St. Gallen wies den gegen diese Verfügung erhobenen Rekurs am 10. Januar 2003 ab, wobei es festhielt, dass die Aufenthaltsbewilligung am 25. Dezember 2002 durch Zeitablauf erloschen sei, weshalb nur noch die Frage der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung Verfahrensgegenstand blieb. Das Bundesgericht trat mit Urteil vom 14. Februar 2003 auf eine gegen den Rekursentscheid des Departements erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde wegen fehlender Ausschöpfung des Instanzenzugs nicht ein, wobei es offen lassen konnte, ob die Verwaltungsgerichtsbeschwerde überhaupt zulässig war (Verfahren 2A.60/2003). </div> <div class="para">A.________ hatte den Rekursentscheid des Justiz- und Polizeidepartements des Kantons St. Gallen vom 10. Januar 2003 zuvor auch beim Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen angefochten. Dieses wies die Beschwerde mit Urteil vom 24. April 2003 ab. </div> <div class="para">A.________ hat am 30. Mai (Datum der Rechtsschrift 29. Mai) 2003 auch gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. </div> <div class="para">Es ist weder ein Schriftenwechsel noch sind andere Instruktionsmassnahmen (Einholen der kantonalen Akten) angeordnet worden. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Auf dem Gebiete der Fremdenpolizei ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde unzulässig gegen die Erteilung oder Verweigerung von Bewilligungen, auf die das Bundesrecht keinen Anspruch einräumt (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG). </div> <div class="para">2.1 Die Beschwerdeführerin ist mit einem Ausländer verheiratet, der die Niederlassungsbewilligung hat. Damit käme als bundesrechtliche Norm, die ihr einen Bewilligungsanspruch zu verschaffen vermöchte, <span class="artref">Art. 17 Abs. 2 Satz 1 ANAG</span> in Frage, wonach der Ehegatte des niedergelassenen Ausländers Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung hat. Dieser Anspruch besteht nach klarer gesetzlicher Regelung aber nur, solange die Ehegatten zusammen wohnen. Dies ist unbestrittenermassen nicht der Fall. Auf <span class="artref">Art. 17 Abs. 2 ANAG</span> kann sich die Beschwerdeführerin nicht berufen. </div> <div class="para">2.2 Unerheblich ist, dass im angefochtenen Urteil die Frage des Härtefalles im Sinne von Art. 13 lit. f der Verordnung vom 6. Oktober 1986 über die Begrenzung der Zahl der Ausländer (Begrenzungsverordnung, BVO; SR 823.21) geprüft wurde. Bewilligungsansprüche lassen sich aus der Begrenzungsverordnung nicht ableiten (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=26.05.2003&amp;to_date=14.06.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F115-IB-1%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page1">BGE 115 Ib 1</a> S. 3; vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=26.05.2003&amp;to_date=14.06.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-II-186%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page186">BGE 122 II 186</a>). </div> <div class="para">2.3 Keinen Rechtsanspruch kann die Beschwerdeführerin aus <span class="artref">Art. 8 EMRK</span> ableiten. Soweit diese Norm das Recht auf Achtung des Familienlebens gewährleistet, fällt eine Berufung auf die Beziehung zu ihrem niedergelassenen Ehemann wegen Fehlens einer intakten, tatsächlich gelebten Beziehung ausser Betracht (s. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=26.05.2003&amp;to_date=14.06.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F127-II-60%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page60">BGE 127 II 60</a> E. 1d/aa S. 64 f. mit Hinweisen). Was das ebenfalls in <span class="artref">Art. 8 EMRK</span> garantierte Recht auf Achtung des Privatlebens betrifft, sind diesbezüglich die Voraussetzungen für die Anerkennung eines Anspruchs auf eine ausländerrechtliche Bewilligung im Falle der Beschwerdeführerin nicht erfüllt (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=26.05.2003&amp;to_date=14.06.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-II-377%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page377">BGE 126 II 377</a> E. 2c S. 384 ff.). </div> <div class="para">2.4 Schliesslich macht die Beschwerdeführerin eine Verletzung des Vertrauensgrundsatzes geltend. Nachdem ihr eine Aufenthaltsbewilligung einzig zum Zwecke des ehelichen Zusammenlebens mit ihrem Ehemann erteilt worden ist, bleibt unerfindlich, warum sie nach Treu und Glauben hätte davon ausgehen dürfen, dass ihr nach der faktischen Trennung der Ehegatten die (durch Zeitablauf erloschene) Aufenthaltsbewilligung verlängert würde. Die Sachdarstellung der Beschwerdeführerin lässt nicht erkennen, inwiefern eine unter dem Gesichtspunkt von Treu und Glauben (<span class="artref">Art. 9 BV</span>) massgebliche behördliche Zusicherung oder sonstige Umstände vorliegen könnten, welche im Hinblick auf die Frage der Bewilligungsverlängerung eine Bindungswirkung entstehen liessen; auch gestützt auf die Anrufung des Vertrauensgrundsatzes ist daher die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht zulässig (vgl. dazu <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=26.05.2003&amp;to_date=14.06.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-II-377%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page377">BGE 126 II 377</a> E. 3 S. 387 f., mit Hinweisen). </div> <div class="para">2.5 Da die Beschwerdeführerin in keinerlei Hinsicht einen Anspruch auf Bewilligung hat, ist gestützt auf Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht einzutreten. </div> <div class="para">Dementsprechend sind die bundesgerichtlichen Kosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 156 in Verbindung mit <span class="artref"><artref id="CH/173.110/153" type="start"></artref>Art. 153 und 153a OG</span><artref id="CH/173.110/153^a" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span>: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, dem Justiz- und Polizeidepartement und dem Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen sowie dem Bundesamt für Zuwanderung, Integration und Auswanderung schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 5. Juni 2003 </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>