<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PK.1999.00006</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105300&amp;W10_KEY=13013583&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PK.1999.00006</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.02.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 05.07.2000 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Forderung aus dem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Streitigkeit um Überstundenentschädigung; Anfechtungs- oder Klageverfahren? Ansprüche aus Dienstverhältnissen, die auf einem öffentlichrechtlichen Vertrag beruhen, sind im Klageverfahren direkt beim Verwaltungsgericht geltend zu machen (E. 1). Überstunden sind nach der anwendbaren kommunalen Rechtsgrundlage analog der privatrechtlichen Regelung nur dann zu entschädigen, wenn sie aufgrund einer ausdrücklichen Anordnung geleistet worden sind oder aber mangels einer solchen objektiv notwendig waren und nachträglich genehmigt werden. Wer Überstunden geltend macht, ist dafür beweispflichtig (E. 3). Vorliegend sind keine Überstunden ausdrücklich angeordnet worden, und die zusätzlich geleistete Arbeit war angesichts des nicht explizit festgesetzten Endtermins der Arbeiten objektiv nicht notwendig (E. 4a/b). Jedenfalls lag keine nachträgliche Genehmigung der Überstunden vor, und die teilweise nur rudimentär geführten "Arbeitsrapporte" konnten nach allen Umständen nicht die Grundlage für die Geltendmachung einer Überstundenentschädigung bilden (E. 4c/d). Nachdem während der jahrelangen Dauer des Dienstverhältnisses Überstunden nie konkret geltend gemacht wurden, ist jedenfalls Verzicht auf Entschädigung anzunehmen (E. 4e). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ADLISWIL">ADLISWIL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HAUSWART">HAUSWART</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES">INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KLAGE">KLAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICH-RECHTLICHER VERTRAG">ÃFFENTLICH-RECHTLICHER VERTRAG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Personalrechtliche Streitigkeiten ST: PERSONALRECHTLICHE KLAGE">PERSONALRECHTLICHE KLAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMITTEL">RECHTSMITTEL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃBERSTUNDEN">ÃBERSTUNDEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 321c OR</span><br/><span class="gerade">§ 80a VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 82 lit. k VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. A. B. war vom 1. Juli 1991 bis 31. Dezember 1997 als Hauswart ohne eigene An­la­ge ("fliegender Hauswart") fÃ¼r die Schule X. tÃ¤tig. Mit Schreiben vom 6. Oktober 1997 liess A. B. der Schulpflege ein Gesuch um Auszahlung geleisteter Ãberstunden einreichen, deren Anzahl die Schulpflege zu beziffern hÃ¤tte. Die Schulpflege wies diese am 21. No­vem­ber 1997 wiederholte Aufforderung am 27. Novem­ber/1. De­zem­ber 1997 ab. Gleich­zei­tig bot sie A. B. im Sinne eines Entgegenkom­mens und ohne Anerkennung einer Rechts­pflicht an, im Dezember 1997 von seinen Ar­beitseinsÃ¤tzen frei­gestellt zu werden und damit 168 Ãberstunden in Form von Freizeit zu beziehen, was die­ser annahm. Nach weiteren ergebnislosen GesprÃ¤chen liess A. B. die Schulpflege um Erlass einer VerfÃ¼gung ersuchen, worauf diese am 2. Juni 1998 das Begehren von A. B. im Sinne der ErwÃ¤gungen abwies und feststellte, dass dieser keinen Anspruch auf EntschÃ¤digung weiterer Ãber­stun­den habe.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Entsprechend der Rechtsmittelbelehrung liess A. B. am 29. Juni 1998 Rekurs an den Bezirksrat Y. erheben mit den AntrÃ¤gen:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="EinzugZitat">"1. Die Gemeinde X. habe aufgrund der eingereichten Arbeitsrap­porte eine Abrechnung Ã¼ber sÃ¤mtliche vom Rekurrenten geleisteten Ar­beits­stunden zu erstellen und diese gemÃ¤ss Art. 10 der Verordnung Ã¼ber Ar­beits‑ und BesoldungsverhÃ¤ltnisse unter BerÃ¼cksichtigung der auf­ge­laufenen Verzugszinse zu entschÃ¤digen.</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> Eventualiter:</p> <p class="EinzugZitat"> 2. Die Gemeinde X. habe Herrn A. B. eine EntschÃ¤digung fÃ¼r Ãberzeit im folgenden Umfang zu zahlen:</p> <p class="EinzugZitat"> 1993: Fr. 6'432.55 nebst Verzugszins zu 5% seit 1.1.94</p> <p class="EinzugZitat"> 1994: Fr. 10'129.25 nebst Verzugszins zu 5% seit 1.1.95</p> <p class="EinzugZitat"> 1995: Fr. 17'288.-- nebst Verzugszins zu 5% seit 1.1.96</p> <p class="EinzugZitat">1996: Fr. 8'801.05 nebst Verzugszins zu 5% seit 1.1.97</p> <p class="EinzugZitat">1997: Fr. 1'409.05 nebst Verzugszins zu 5% seit 1.1.98</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat">3. Unter Kosten‑ und EntschÃ¤digungsfolge zulasten Beschwerdegegner."</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Einzug1">Nach DurchfÃ¼hrung eines zweifachen Schriftenwechsels Ã¼berwies der Bezirksrat Y. am 4. Februar 1999 die Akten gestÃ¼tzt auf § 5 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspfle­gegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) dem Verwaltungsgericht, welches das Verfahren als Klagever­fah­ren im Sinn von § 80a VRG (in der Fassung vom 8. Juni 1997) weiterfÃ¼hrte und am 20. Mai 1999 die gemÃ¤ss § 80a Abs. 2 VRG gebotene mÃ¼ndliche Verhandlung durchfÃ¼hrte.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Mit Beweisauflagebeschluss vom 9. Juni 1999 erÃ¶ffnete das Verwaltungsgericht das Beweisverfahren und Ã¼bertrug es die Beweisabnahme dem Referenten, der diese am 1. September 1999 verfÃ¼gte, die beklagte Stadt X. zur Einreichung weiterer Be­weis­urkun­den verpflichtete und die Beweisverhandlung mit den Zeugeneinvernahmen auf den 12. und 13. Oktober (nachtrÃ¤glich verschoben auf den 4. November)1999 vertagte.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit Eingaben vom 16. Dezember 1999 bzw. 10. Januar 2000 nahmen die Parteien Stellung zum Ergebnis des Beweisverfahrens.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. a) Nach dem revidierten Verwaltungsrechtspflegegesetz sind vermÃ¶gensrechtli­che Streitigkeiten aus dem Ã¶ffentlichen DienstverhÃ¤ltnis grundsÃ¤tzlich im Anfechtungsver­fahren auszutragen (RB 1998 Nr. 45; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 79 N. 1 f.). Der Zugang zu einem Anfechtungsverfahren setzt aber eine anfechtbare VerfÃ¼gung voraus, mithin die Kompetenz des Gemeinwesens eine Angelegenheit durch VerfÃ¼gung zu regeln (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 79 N. 4). Ob eine solche VerfÃ¼gungskompetenz besteht im Zu­sam­menhang mit DienstverhÃ¤ltnissen, die nicht durch (zustimmungsbedÃ¼rftige) VerfÃ¼­gung, son­dern durch Vertrag begrÃ¼ndet worden sind, ist umstritten. WÃ¤hrend teilweise die Auf­fas­sung vertreten wird, dass auch dort, wo ein RechtsverhÃ¤ltnis zulÃ¤ssigerweise durch Ã¶f­fent­lichrechtlichen Vertrag geregelt worden sei, nicht ohne weiteres auf mangelnde Ver­fÃ¼­gungsbefugnis geschlossen werden dÃ¼rfe (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 81-86 N. 3, § 82 N. 38, § 79 N. 4; Markus Metz, Der direkte Verwaltungsprozess in der Bundes­rechts­pflege, Basel 1980, S. 66 f., 79 ff.), sehen andere in einer solchen VerfÃ¼gungsbefug­nis ei­nen Widerspruch zur Rechtsnatur des Vertrages als Mittel der einvernehmlichen Re­gelung von Rechtsbeziehungen zwischen gleichgestellten Parteien (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 1563). Soweit es um den Rechtsschutz geht, erÃ¶ffnet bei VertragsverhÃ¤ltnissen die Klage jeden­falls das funk­tionsgerechtere Verfahren (Paul Richli, Ãffentliches Dienstrecht im Zeichen des New Public Management, Bern 1996, S. 96 f., auch zum Folgenden). Das Klageverfah­ren stellt die Parteien entsprechend ihrer Stellung als gleichgestellte Vertragspartner auf dieselbe Ebene; es verleiht anders als das Anfechtungsverfahren dem Gemeinwesen nicht das Recht, seine Prozesssituation durch den Erlass einer VerfÃ¼gung zu verbessern. Unge­achtet dieser einleuchtenden dogmatischen Ãberlegungen sehen einzelne Verwaltungspro­zess­ord­nun­gen auch im Rahmen vertraglich begrÃ¼ndeter DienstverhÃ¤ltnisse den Erlass von Ver­fÃ¼­gungen bzw. grundsÃ¤tzlich den Rechtsschutz im Anfechtungsverfahren vor (vgl. fÃ¼r den Bund Art. 10 der Verordnung vom 9. Dezember 1996 Ã¼ber den Ã¶ffentlichrechtlichen Ar­beits­vertrag in der allgemeinen Bundesverwaltung [SR 172.221.104.6] sowie die Bot­schaft des Bundesrates zum Bundespersonalgesetz, Art. 7 Abs. 1 und Art. 30 ff. [BBl 1999 S. 1597 ff.] ). DemgegenÃ¼ber sieht das zÃ¼rcherische Verwaltungsrechtspflegegesetz fÃ¼r Streitigkeiten aus verwaltungsrechtlichen VertrÃ¤gen allgemein das Klageverfahren vor (§ 82 lit. k VRG), und es stellt im Bereich des gesondert geregelten personalrechtlichen Rechtsschutzes neben den Anfechtungsverfahren ausdrÃ¼cklich auch die Klage zur VerfÃ¼­gung. Dieser Verfahrensweg wÃ¤re seiner Funktion weitgehend beraubt, wenn Streitigkeiten aus vertraglich begrÃ¼ndeten DienstverhÃ¤ltnissen einseitig durch VerfÃ¼gung entschieden und so generell zum Gegenstand von Anfechtungsverfahren gemacht wÃ¼rden; im Klage­verfahren durchzusetzen wÃ¤ren dann nur noch HaftungsansprÃ¼che des Staates gegen Be­amte und von Beamten gegen den Staat gemÃ¤ss § 19 Abs. 2 des Haftungsgesetzes vom 14. September 1969.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Gegen den vom zÃ¼rcherischen Gesetzgeber in Ãbereinstimmung mit einem Ã¼ber­zeugenden dogmatischen Konzept fÃ¼r Streitigkeiten aus (Arbeits‑)VertrÃ¤gen vorgezeich­neten Klageweg (vgl. Antrag und Weisung des Regierungsrates zur Ãnderung des Ver­wal­tungsrechtspflegegesetzes vom 3. Mai 1995, ABl 1995 II, 1501 ff., 1542) lÃ¤sst sich mit Ar­gu­menten der PraktikabilitÃ¤t (vgl. Bea Rotach Tomschin, Die Revision des ZÃ¼rcher Ver­wal­tungsrechtspflegegesetzes, ZBl 98/1997, S. 433 ff., 452; Andreas Keiser, Rechts­schutz im Ã¶ffentlichen Personalrecht nach dem revidierten Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kan­tons ZÃ¼rich, ZBl 99/1998, S. 193 ff., 219; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 79 N. 4) nicht auf­kom­men. Zwar mag es zutreffen, dass die Unterscheidung zwischen zustimmungsbe­dÃ¼rf­ti­ger VerfÃ¼gung und Vertrag mitunter MÃ¼he bereitet, sodass Unklarheiten entstehen kÃ¶nnen, ob durch den Erlass einer VerfÃ¼gung das Anfechtungsverfahren zu Ã¶ffnen oder aber eine Streitigkeit direkt im Klageverfahren auszutragen ist. Abgesehen von dieser Ab­grenzungs­schwierigkeit kann aber nicht gesagt werden, dass das Klageverfahren dem mit der Geset­zes­revison angestrebten Ziel widerspricht, fÃ¼r Streitigkeiten aus dem Dienstver­hÃ¤ltnis ei­nen einfachen und raschen Rechtsschutz zu gewÃ¤hrleisten. Einerseits ist dieses Ziel weit­ge­hend schon dadurch erreicht worden, dass die bisherige Spaltung des Rechts­wegs beseitigt worden ist, indem bei verfÃ¼gungsmÃ¤ssig begrÃ¼ndeten DienstverhÃ¤ltnissen auch vermÃ¶­gens­rechtliche Fragen im Anfechtungsverfahren entschieden werden kÃ¶nnen (§ 74 Abs. 1 in Ver­bindung mit § 79 VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 79 N. 1 f.). Andererseits mÃ¶gen Direkt­prozesse aus der Optik des Verwaltungsgerichts aufwÃ¤ndig sein; fÃ¼r die Streitparteien bie­tet der Direktprozess in der Regel einen direkteren und damit rascheren Zugang zum rich­ter­lichen Rechtsschutz als das Beschwerdeverfahren, dem regelmÃ¤ssig ein verwaltungs­in­ter­nes Rekursverfahren vorausgeht (vgl. die vergleichende Darstellung bei Michael Mer­ker, Rechtsschutzsysteme im neuen Ã¶ffentlichen Personalrecht, in: Peter Helbling/Tomas Poledna [Hrsg.], Personalrecht des Ã¶ffentlichen Dienstes, Bern 1999, S. 461 ff., 499 ff.). Schliesslich ist es folgerichtig, wenn der materiellrechtlichen Flexibili­sierung und An­glei­chung an das private Arbeitsrecht, wie sie einzelne Gemeinwesen mit der vertraglichen Be­grÃ¼ndung Ã¶ffentlichrechtlicher DienstverhÃ¤ltnisse anstreben, auch in verfahrensrechtlicher Hinsicht dadurch Rechnung getragen wird, dass mit der personal­rechtlichen Klage ein Ver­fah­ren zur VerfÃ¼gung gestellt wird, das den Parteien die Initiative zur Durchsetzung ihrer AnsprÃ¼che Ã¼berlÃ¤sst und in weiten Teilen dem in privatrechtlichen Arbeitsstreitigkeiten zu beschreitenden Zivilprozess entspricht.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Das ArbeitsverhÃ¤ltnis zwischen dem KlÃ¤ger und der Beklagten ist mit Dienst­vertrag vom 25. MÃ¤rz 1991 begrÃ¼ndet worden. Auf die vom Bezirksrat als Klage an das Verwaltungsgericht Ã¼berwiesene Eingabe vom 29. Juni 1998 ist daher einzutreten. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. Der KlÃ¤ger begrÃ¼ndet seine Forderung von insgesamt Fr. 44'059.90 samt Zins mit Ãberstunden, die er gemÃ¤ss den der Beklagten monatlich eingereichten Arbeits‑ bzw. Stundenrapporte in den Jahren 1993 bis 1997 geleistet habe. Die Beklagte hÃ¤lt dieser For­derung entgegen, der KlÃ¤ger habe als "fliegender Hauswart" Ã¼ber eine uneinge­schrÃ¤nkte und unkontrollierbare Arbeitszeitautonomie verfÃ¼gt, weshalb von ihm habe er­wartet wer­den kÃ¶nnen, dass er allfÃ¤llige Ãberstundenguthaben rechtzeitig geltend mache, was auch mehrmals geschehen sei. Die vom KlÃ¤ger gefÃ¼hrten Stundenrapporte hÃ¤tten nie die Be­deu­tung einer Zeitabrechnung gehabt, sondern der KlÃ¤ger habe sie der Beklagten zur Ver­gÃ¼­tung der Fahrzeugspesen eingereicht. Schliesslich sei der KlÃ¤ger im Dezember 1997 von seinen ArbeitseinsÃ¤tzen freigestellt worden, was einer Kompensation von 168 Ãber­stun­den entspreche.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Art. 10 der Verordnung Ã¼ber die Arbeits‑ und BesoldungsverhÃ¤ltnisse der Mitar­beiter der Stadt X. und Ã¼ber die EntschÃ¤digung der BehÃ¶rden, Kommissionen und Funk­tio­nÃ¤re (BVO) vom 13. Dezember 1989, auf welche der Dienstvertrag vom 25. MÃ¤rz 1991 verweist, ordnet die Ãberzeit wie folgt:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="EinzugZitat">" <sup>1</sup> Die Mitarbeiter sind nÃ¶tigenfalls auch ausserhalb der vorge­schrie­benen Arbeitszeit zur Dienstleistung verpflichtet. Sie haben ab­we­sen­des Personal vorÃ¼bergehend zu vertreten. Ferner kÃ¶nnen ihnen auch Arbeiten ausserhalb ihres ordentlichen TÃ¤tigkeitsbereichs zuge­wiesen werden.</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"><sup> 2</sup> FÃ¼r Ã¼ber die normale Arbeitszeit hinausgehende Beanspruchung gilt folgendes:</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> a) Keine Ãberzeit sind:</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat">1. Mehrleistungen, die sich im Rahmen von Bestimmungen Ã¼ber die gleitende Arbeitszeit ausgleichen lassen</p> <p class="EinzugZitat">2. Nachtarbeit ....</p> <p class="EinzugZitat">3. Pikettdienst ... </p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> b) FÃ¼r nicht ausdrÃ¼cklich angeordnete Ãberzeit besteht kein Anspruch auf Ausgleich oder EntschÃ¤digung.</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> c) Zur Anordnung von Ãberzeit bis zu 5 Stunden pro Monat sind beim BÃ¼ropersonal der Stadtschreiber bzw. der SchulsekretÃ¤r, beim Ã¼brigen Personal die entsprechenden Betriebsleiter (z.B. Werkmeister, An­staltsverwalter) zustÃ¤ndig. FÃ¼r Ãberzeitarbeit von mehr als 5 Stunden pro Monat ist die Bewilligung des Verwaltungsvorstandes einzuholen.</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> b) Ãberzeit ist in der Regel durch Freizeit auszugleichen. Ist dies aus be­trieblichen GrÃ¼nden nicht mÃ¶glich, wird sie entschÃ¤digt.</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> ... (Berechnung des Ãberzeitzuschlags)."</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Einzug1">Der Regelung von Art. 10 Abs. 2 lit. c BVO, wonach nur ausdrÃ¼cklich angeordnete Ãberstunden (in der Verordnung irrtÃ¼mlich als Ãberzeit bezeichnet) zu entschÃ¤digen sind, entspricht den von der Rechtsprechung zu Art. 321c des Obligationenrechts (OR) ent­wickelten GrundsÃ¤tzen. Die EntschÃ¤digung von Ãberstunden setzt in qualitativer Hinsicht voraus, dass ihre Leistung im Interesse des Arbeitgebers liegt. Gegen den Willen des Ar­beitgebers dÃ¼rfen keine Ãberstunden<i> </i>geleistet werden. Ãberstunden liegen deshalb nur vor, wenn sie vom Arbeitgeber<i> </i>ausdrÃ¼cklich angeordnet worden sind oder zwar ohne Wissen und Willen des Arbeitgebers geleistet wurden, aber objektiv notwendig waren. In diesem Falle mÃ¼ssen die<i> </i>Ãberstunden dem Arbeitgeber Ã¼berdies sobald als mÃ¶glich gemeldet und von ihm<i> </i>genehmigt werden (Manfred Rehbinder, Berner Kommentar, 1985, Art. 321c OR N. 3; Adrian Staehelin, ZÃ¼rcher Kommentar, 1996, Art. 321c OR N. 10; BJM 1960, S. 176; ZR 57/1958 Nr. 29; Obergericht Aargau, 11. September 1987 = JAR 1989, S. 115 f. = Heinz Hausheer, Berner Kommentar, Update, 1999, Art. 321c OR, auch zum Folgenden) . Die Genehmigung von Ãberstunden durch den Arbeitgeber kann<i> </i>allerdings auch still­schwei­gend erfolgen, indem der Arbeitgeber auf gemeldete<i> </i>Ãberstunden keinen Einspruch erhebt (BGE 86 II 155; JAR 1981, S. 229). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">In quantitativer Hinsicht sind Ãberstunden Arbeitsstunden, welche die normale Ar­beitszeit Ã¼berschreiten (Staehelin und Rehbinder, je JAR 1986, S. 223 E. 3a). Die Frage, ob und in welchem Umfange Ãberstunden geleistet worden sind, hÃ¤ngt entscheidend davon ab, welche Arbeitszeit im konkreten ArbeitsverhÃ¤ltnis die normale ist. Diese betrÃ¤gt hier gemÃ¤ss Ziffer 6 des Dienstvertrags vom 25. MÃ¤rz 1991 42 Stunden pro Woche.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Aus Art. 8 des Zivilgesetzbuches (ZGB) folgt die Behauptungs‑ und Beweislast des Arbeitnehmers fÃ¼r das Quantitativ der von ihm geltend gemachten Ãberstunden (Staehelin, Art. 321c OR N. 16; Ullin Streiff, Leitfaden zum Arbeitsvertragsrecht, 4. A., Art. 321c OR N. 10; JAR 1984, S. 99; BJM 1976, S. 320 ; BJM 1960, S. 176 f.). Allerdings braucht der Arbeitnehmer nicht jede einzelne Ãberstunde konkret nachzuweisen, wenn feststeht, dass er regelmÃ¤ssig weit Ã¼ber die normale Arbeitszeit hinaus gearbeitet hat (JAR 1981, S. 233).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. ZunÃ¤chst ist das Vorliegen der qualitativen Anspruchsvoraussetzungen zu klÃ¤ren, nÃ¤mlich ob die Beklagte Ãberstunden angeordnet bzw. ob der KlÃ¤ger objektiv notwendige Ãberstunden geleistet sowie gemeldet und die Beklagte deren Leistung stillschweigend ge­nehmigt hat. Die Behauptungs‑ und Beweislast fÃ¼r diese qualitativen<i> </i>Anspruchsvoraus­set­zungen trÃ¤gt der KlÃ¤ger; wenn er es unterlassen hat, nicht<i> </i>angeordnete Ãberstunden beim folgenden Zahltag zu reklamieren, so sind an den Beweis<i> </i>des Vorliegens von Ãber­stunden strenge Anforderungen zu stellen. In der Regel gilt die<i> </i>Entgegennahme des ge­wÃ¶hnlichen Lohnes als Verzicht auf die Abgeltung nicht gemeldeter<i> </i>und nicht angeordne­ter Ãber­stun­den (JAR 1981, S. 232 f; SJZ<i> </i>60/1964, S. 365; Rehbinder, Art. 321c N. 3; Staehelin, Art. 321c N. 14).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) WÃ¤hrend der KlÃ¤ger geltend macht, es seien in zahlreichen FÃ¤llen Ãberstunden ausdrÃ¼cklich angeordnet worden, macht die Beklagte geltend, dass ‑ wenn Zusatzarbeit ausdrÃ¼cklich angeordnet worden sei ‑ eine entsprechende Kom­pensation, Entlastung oder EntschÃ¤digung erfolgt sei.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Aufgrund des Beweisverfahrens ergibt sich, dass eine ausdrÃ¼ckliche Anweisung zur Leistung von Ãberstunden nur in zwei FÃ¤llen erfolgte, nÃ¤mlich bei den AusfÃ¤llen der Haus­warte J. und K. in den Anlagen "L." bzw. "M.". Aus der Tatsache allein, dass dem KlÃ¤ger auch andere Arbeiten ausserhalb seines Ã¼blichen bzw. durch die wÃ¶chentlichen Einsatz­plÃ¤­ne bestimmten Pensums aufgetragen wurden, kann entgegen der Auffassung des KlÃ¤gers nicht geschlossen wer­den, es sei damit zwingend die Anordnung von Ãberstunden ver­bun­den gewesen. Abgese­hen davon, dass es seiner Funktion als "fliegender Hauswart" ent­sprach, bei Bedarf zur UnterstÃ¼tzung der Hauswarte mit festen Anlagen eingesetzt zu wer­den, fÃ¼hren die Zeugen N., O. und P. Ã¼bereinstimmend aus, dass bei solchen EinsÃ¤tzen eine Entlastung beim Ã¼brigen Arbeitspensum erfolgte, was bestÃ¤tigt wird durch die vom KlÃ¤ger gefÃ¼hrten Stundenrapporte: So hat er bei dem von ihm erwÃ¤hnten Einsatz im MÃ¤rz 1994, als er den Hauswart J. vertrat, neben dieser Vertretung nur in geringem Umfang andere Ein­sÃ¤tze geleistet. Sodann hat der KlÃ¤ger in der Parteibe­fra­gung eingerÃ¤umt, er habe zwar je lÃ¤nger je mehr erkannt, dass fÃ¼r die ihm zu­gewiesenen Arbeiten die Regelarbeitszeit nicht ausreiche, er habe aber keine direkten Ein­wÃ¤nde gegen die Arbeitszuteilung erhoben. Auch wenn er seine Vor­gesetzten, nÃ¤m­lich die Zeugen N. als Liegenschaftenverwalter im Schulamt und O. als Personalverantwortlichen in der Schulpflege, sowie mehrere Haus­warts­kolle­gen wiederholt, erstmals im Dezember 1994, auf das Ãbermass an Arbeit auf­merk­sam gemacht haben will und ihm Kompensation in Aussicht gestellt worden sein soll, so weist das nicht auf eine ausdrÃ¼ckliche vorgÃ¤ngige Anordnung, sondern allenfalls auf eine (nachtrÃ¤gliche) Genehmigung von Ãberstunden hin.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Indessen ist schon fraglich, ob die Leistung von Ãberstunden im behaupteten Um­fang objektiv notwendig war. Zwar ist unbestritten, dass der KlÃ¤ger Arbeiten ausfÃ¼hrte, die ihm aufgrund der EinsatzplÃ¤ne aufgetragen waren. ZusÃ¤tzlich wurde er zu Ar­beitsein­sÃ¤tzen aufgeboten, die kurzfristig notwendig wurden; dass dabei nicht immer ein Auftrag seines Vorgesetzten vorlag, sondern dass er gelegentlich notwendige Arbeiten auch ohne solchen Auftrag bzw. nach Anforderung durch Dritte ausfÃ¼hrte, kann ihm ent­gegen den EinwÃ¤nden der Beklagten angesichts des weit umschriebenen Auftrags als "flie­gender Hauswart" nicht als unzulÃ¤ssige Eigenmacht ausgelegt werden. Jedoch waren zahlreiche der dem KlÃ¤ger zugewiesenen Arbeiten nicht terminiert und konnten, wenn sie noch nicht erledigt waren, in den Einsatzplan der folgen­den Woche Ã¼bertragen werden. Ãberstunden zur Erledigung solcher Ar­beiten waren demnach nicht objektiv notwendig. Sodann brachte es die Funktion des KlÃ¤­gers als "fliegender Hauswart" mit sich, dass er selber fÃ¼r die Ein­haltung seiner Ar­beitszeit verantwortlich war; wie der KlÃ¤ger selber ausfÃ¼hrte, ist er darauf von seinem di­rekten Vorgesetzten, dem Zeugen N., ausdrÃ¼cklich hingewiesen worden, und auch der Zeuge P. als Hauswartsvertreter gibt an, mit dem KlÃ¤ger hierÃ¼ber ge­sprochen zu haben. Und der Zeuge N. hat den KlÃ¤ger sogar gerÃ¼gt, als er diesen an einem Abend mit einer Arbeit beschÃ¤ftigt fand, fÃ¼r die ein halber Tag tagsÃ¼ber eingeplant war. Auch die von Zeugen bestÃ¤tigte Tatsache, dass der KlÃ¤ger stets erreichbar und ausserhalb der Ã¼blichen Arbeitszeiten im Einsatz war, lÃ¤sst entgegen der Auffassung des KlÃ¤gers nicht zwingend auf Ãberstunden schliessen; wie sich aus den separaten Abrechnungen fÃ¼r die TÃ¤tigkeit als Vereinshauswart ergibt, war er an zahlreichen Abenden und Wochenenden in dieser Funk­tion tÃ¤tig; zudem hat er, wie sich aufgrund seiner eigenen Aussage in der Parteibefragung ergibt, diese Funktion nicht vÃ¶llig getrennt von derjenigen als "fliegender Hauswart" aus­ge­Ã¼bt. Ins­besondere auch die von zahlreichen Zeugen bestÃ¤tigte Tatsache, dass der KlÃ¤ger mehr als 42 Stunden wÃ¶chentlich gearbeitet habe, lÃ¤sst sich zwanglos mit der zusÃ¤tzlich entschÃ¤­dig­ten TÃ¤tigkeit unter anderem als Vereinshauswart erklÃ¤ren und vermag entgegen der Auf­fas­sung des KlÃ¤gers noch keineswegs die Leistung von Ãberstunden zu belegen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Wenn man trotz dieser UmstÃ¤nde annehmen will, dass die vom KlÃ¤ger geltend gemachten Ãberstunden objektiv notwendig waren, so stellt sich die Frage der nachtrÃ¤gli­chen Genehmigung. Der KlÃ¤ger leitet eine solche daraus ab, dass ihm verschiedentlich die Kompensation von Ãberstunden in Aussicht gestellt worden sei. Laut der vom KlÃ¤ger in der persÃ¶nlichen Befragung gegebenen Darstellung habe der Zeuge N. ihm eine solche Kompensation in Aussicht gestellt und sie sei gelegentlich mÃ¶glich gewesen, zum Beispiel Freitag nachmittags. DemgegenÃ¼ber fÃ¼hrte der Zeuge N. aus, er habe im Fall J. (Erkran­kung des gleichnamigen Mitarbeiters) Ãberstunden angeordnet, die der KlÃ¤ger durch Be­zug von 13 Ferientagen nachtrÃ¤glich habe kompensieren kÃ¶nnen; dar­Ã¼ber hinaus habe er keine Kompensation von Ãberstunden in Aussicht gestellt; ob eine Ã¼ber­geordnete Stelle das getan habe, kÃ¶nne er nicht sagen. Der Zeuge O. als zustÃ¤ndiges Mitglied der Schul­pflege bestÃ¤tigt zwar, eine Kompensation in Aussicht gestellt zu haben, scheint sich aber auf FÃ¤lle zu beziehen, in welchen Ãberstunden angeordnet worden waren, die vorgesehene Kompensation aber nur teilweise mÃ¶glich war. Dies lÃ¤sst sich daraus schliessen, dass der Zeuge O. in zwei FÃ¤llen Ãberstunden anordnete, nÃ¤mlich im bereits erwÃ¤hnten Fall J. so­wie bei einem Einsatz auf der Anlage "M." (Hauswart K.), im Ãbrigen aber davon ausging, dass der KlÃ¤ger keine weiteren Ãberstunden leiste. Auch der Zeuge P. scheint sich auf die­se FÃ¤lle zu beziehen, wenn er ausfÃ¼hrt, der KlÃ¤ger habe durch lÃ¤ngere Ferien kompensieren kÃ¶nnen. Damit ist der Beweis dafÃ¼r, dass dem KlÃ¤ger in anderen FÃ¤llen als der aus­drÃ¼ck­lich angeordneten Ãberzeit eine Kompensation in Aussicht gestellt worden ist, nicht er­bracht. Ferner scheint der Begriff "Kompensation" nicht nur im Zu­sammenhang mit Ãber­stunden, das heisst bei Ãberschreitung der Wochenarbeitszeit von 42 Stun­den verwendet worden zu sein, sondern auch dann, wenn wegen eines besonderen Arbeitsanfalls die or­dent­liche Tagesarbeitszeit nicht eingehalten und der Arbeitnehmer durch lÃ¤ngere Freizeit an einem anderen Tag aus eigener Initiative den Ausgleich herstellen konnte (so der Zeuge Q.). Diese Regelung galt auch fÃ¼r den KlÃ¤ger, wenn einerseits zahlreiche der ihm aufge­tra­genen Arbeiten nicht auf einen bestimmten Termin zu erledigen waren und er andererseits verschiedentlich darauf hingewiesen worden ist, dass er selber fÃ¼r die Einhaltung seiner Ar­beitszeit verantwortlich sei; er scheint denn auch ge­legentlich auf diese Weise "kom­pen­siert" zu haben).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Sodann schliesst der KlÃ¤ger aus der widerspruchslosen Entgegennahme der von ihm monatlich erstellten Stundenrapporte (Arbeitsrapporte) auf eine Genehmigung der gel­tend gemachten Ãberstunden. Der KlÃ¤ger misst diesen Stundenrapporten die Bedeutung einer Arbeitszeitabrechnung bei, aus der seine Vorgesetzten hÃ¤tten erkennen mÃ¼ssen, dass er Ãberzeit geleistet habe. Allerdings hat er in der persÃ¶nlichen Befragung aus­gefÃ¼hrt, er habe diese Rapporte fÃ¼r die Auto-Kilometer gefÃ¼hrt; wenn viele Kilometer zusammen­ge­kommen seien, habe er so nachweisen kÃ¶nnen, wo er Ã¼berall eingesetzt gewe­sen sei. Auf die direkte Frage, ob man ihn zum AusfÃ¼llen der Stundenrapporte angehalten habe, hat er geantwortet, er habe die Rapporte wegen der Auto-Kilometer fÃ¼h­ren mÃ¼ssen; er habe aber auch die Stunden aufschreiben wollen, damit der Zeuge N. als sein Vorgesetzter sehe, wel­chen Arbeitsaufwand er habe. Anders als die Autokilometer-Abrechnung hat der KlÃ¤ger die Arbeitsstunden per Monatsende nicht sal­diert. In zahlreichen dieser Rapporte hat der KlÃ¤­ger fÃ¼r einzelne TÃ¤­tigkeiten keine Zeitangaben gemacht, sondern diese bloss mit einem Kreuz als erledigt ver­merkt (z.B. April 93, Jan. 95, April 95 etc.). Der Zeuge N. bestreitet, je gesagt zu haben, dass er selber diese Stundenzahlen addiere; an eine nach Darstellung des KlÃ¤gers gefallene Ãusserung, dieser brauche die Stunden nicht zu addie­ren, weil der Vorgesetzte N. das selber tun kÃ¶nne, vermag sich dieser nicht zu erinnern. Dies ist, nach­dem das fragliche Geschehen bereits einige Jahre zurÃ¼ckliegt, durchaus einleuchtend und macht entgegen der Auffassung des KlÃ¤gers den Zeugen N. nicht unglaubwÃ¼rdig. Zudem sagen die Zeugen Ã¼bereinstimmend aus, dass die Frage der Ãberstunden erst nach der Nicht­berÃ¼cksichtigung des KlÃ¤gers fÃ¼r eine feste Hauswarts­stel­le zum Gegenstand von Diskussionen wurde. Aufgrund all dieser Um­stÃ¤nde ist schon frag­lich, ob der KlÃ¤ger selber diese Stundenrapporte, die im Ãbrigen keine genauen Zeitanga­ben enthalten, als massgeb­liche Grundlage fÃ¼r seine EntlÃ¶hnung bzw. als verbindliche Zeit­abrechnung zur Geltend­ma­chung allfÃ¤lliger Ãberstunden aufgefasst hat. Im Gegensatz zu diesen Stundenrapporten hat er nÃ¤mlich in den "Arbeitsrapporten fÃ¼r Rei­nigungsperso­nal", mit denen er sich laufend solche Leistungen entschÃ¤digen liess, die er ausserhalb sei­nes Pflichtenheftes erbrachte, je­weils auf die Minute genau Beginn und Ende einer TÃ¤tig­keit, deren genaue Umschreibung, sowie die zu entschÃ¤digende Gesamtzeit an­gegeben und durch Unterschrift bestÃ¤tigt. Der KlÃ¤ger konnte deshalb nicht davon ausgehen, dass die im Vergleich dazu nur lÃ¼ckenhaften und nicht unterschriftlich bestÃ¤tig­ten Angaben in den "Stundenrapporten" als Grundlagen fÃ¼r die nachtrÃ¤gliche Geltendma­chung von Ãber­stunden dienen konnten. Es fehlt demnach schon an einer hinreichenden Meldung der geltend gemachten Ãberstunden. Zudem musste der KlÃ¤ger aufgrund seines Dienstver­tra­ges (bzw. des Verweises auf die BVO) wissen, dass Ãberstunden nur im Falle ausdrÃ¼ck­li­cher Anordnung entschÃ¤digt wÃ¼rden, und ist er mehr­mals darauf hingewiesen worden, dass er selber fÃ¼r die Einhaltung seiner Arbeitszeit be­sorgt sein mÃ¼sse; selbst wenn der KlÃ¤ger der Meinung war, er habe mit der Einreichung der Stundenrapporte Ãber­stunden hinrei­chend geltend gemacht, so musste er aus solchen Ãus­se­rungen jedenfalls den Schluss zie­hen, dass eine stillschweigende Genehmigung von Ãber­stunden ausgeschlossen war. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">e) Falls der KlÃ¤ger tatsÃ¤chlich mehr als die von der Beklagten anerkannten und kompensierten Ãberstunden geleistet hat, so waren sie nicht angeordnet, von ihm nicht hinreichend gemeldet und von der Beklagten nicht genehmigt. Bei dieser Ausgangslage kann der Umstand, dass der KlÃ¤ger sich Ã¼ber Jahre hinweg nicht nur das ordentliche Gehalt sondern auch VergÃ¼tungen fÃ¼r ausserordentliche TÃ¤tigkeiten widerspruchslos hat auszahlen lassen, nicht anders als Verzicht auf die VergÃ¼tung allfÃ¤lliger weiterer Leistungen gewÃ¼r­digt werden. Besonders weil der KlÃ¤ger neben dem Fixum und der Vereinshauswartung Ã¼ber zusÃ¤tzliche Leistungen minutiÃ¶s abgerechnet hat, ist davon auszugehen, dass er ent­we­der keinen Anspruch auf weitere EntschÃ¤digungen zu haben glaubte oder er jeden­falls auf deren Geltendmachung verzichten wollte. Diesen Schluss legt auch die verschie­dent­lich wiederholte Aussage des KlÃ¤gers nahe, dass er einen besonderen Einsatz geleistet habe in der Hoffnung, fÃ¼r eine frei werdende feste Hauswartsstelle berÃ¼cksichtigt zu wer­den. WÃ¤hrend der KlÃ¤ger schon ab Dezember 1994 Ãberstunden geltend ge­macht haben will, sagen die Zeugen Ã¼bereinstimmend aus, dass die Frage der Ãberstun­den erst ein Thema wurde, als der KlÃ¤ger nicht fÃ¼r die frei werdende Hauswartsstelle be­rÃ¼ck­sich­tigt wurde, das heisst kurz vor AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses. Zudem hat der KlÃ¤­ger unbestritte­ner­mas­sen vom 15. bis 31. Juli 1996 insgesamt 13 Tage durch Ferienbe­zug kompensieren kÃ¶n­nen; spÃ¤testens in diesem Zeitpunkt hÃ¤tte er weitere Ãber­stunden geltend machen mÃ¼s­sen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. Scheitert somit die Klage bereits am Nachweis der qualitativen Voraussetzungen der geltend gemachten Ãberstunden, so braucht den quantitativen Fragen nicht mehr nach­gegangen zu werden. Der vom KlÃ¤ger beantragte weitere Aktenbeizug kann deshalb unter­bleiben. Immerhin ist anzumerken, dass der KlÃ¤ger im Dezember 1997 freigestellt wurde, was unbestrittenermassen der Kompensation von 168 Ãberstunden entspricht. Da weder die EinsatzplÃ¤ne, welche die ArbeitseinsÃ¤tze des KlÃ¤gers nur schwerpunktmÃ¤ssig be­stimm­ten, noch die lÃ¼ckenhaften und nicht unterzeichneten Stundenrapporte hinrei­chen­de An­halts­punkte fÃ¼r eine SchÃ¤tzung abgeben, wÃ¤re auch der dem KlÃ¤ger obliegende Nach­weis, mehr als diese kompensierten Ãberstunden geleistet zu haben, nicht zu erbrin­gen. Das gilt jedenfalls fÃ¼r den Zeitraum vom Juli 1996 bis zur Beendigung des Arbeits­verhÃ¤ltnisses; allenfalls frÃ¼her geleistete Ãberstunden waren nach dem kompensationswei­sen Ferien­be­zug im Juli 1996 ohnehin verfallen. Die Klage ist daher auch unter quantitati­ven Gesichts­punkten abzuweisen. ...</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1.<span> </span>Die Klage wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2.<span> </span>...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>