<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PK.2000.00004</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106987&amp;W10_KEY=13013573&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PK.2000.00004</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 18.12.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Lohnforderung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Lohngleichstellungsklage einer Hortnerin. Vergleich der Funktionen Hortnerin/Hortleiterin und Schulhausabwart. Zuständigkeit (E.1). Glaubhaftmachen der Diskriminierung (E.2). Natur des Gleichheitssatzes (E.3a). Der Stellenantritt stellt keinen Verzicht auf die Geltendmachung des Gleichstellungsanspruchs dar (E.3b). Definition des "typischen Frauenberufs", der Diskriminierung und der "gleichwertigen Arbeit" (E.3c-e). Kognition des Verwaltungsgerichts (E.3f). Ein Vergleich ist nur zwischen gleichen bzw. gleichwertigen Tätigkeiten bei derselben Arbeitgeberschaft zulässig (E.4+7k). Vergleich der Tätigkeiten Hortnerin/Hortleiterin und Schulhausabwart in einem Gutachten mit der "Vereinfachten Funktionsanalyse". Dieses Bewertungssystem ist bundesrechtskonform (E.5). Kein Anspruch der Parteien auf Beizug sämtlicher Arbeitsunterlagen der Gutachterin (E.6). Gerichtliche Überprüfung des Gutachtens im Einzelnen (E.7). Bei "Ausbildung und Erfahrung" ist es zulässig, für die fragliche Tätigkeit nicht relevante Ausbildungen nicht voll zu gewichten (E.7b). Feststellung einer Diskriminierung der Hortnerin/Hortleiterin (E.7i-k). Ausgleich der Diskriminierung infolge Nichtberücksichtigung der durchschnittlichen Mehrarbeit durch Erhöhung um eine weitere Lohnklasse (E.8). Keine Diskriminierung i.c. bei der Festlegung der Erfahrungsstufe (E.9). Ein Verzugszins (5 %) ist ab Mahnung geschuldet; ein gesetzlicher Fälligkeitstermin stellt keinen Verfalltag dar (E.11). Teilweise Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABWART">ABWART</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AKTENEINSICHT">AKTENEINSICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSBEWERTUNG">ARBEITSBEWERTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESOLDUNGSKLASSE">BESOLDUNGSKLASSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DISKRIMINIERUNG">DISKRIMINIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERFAHRUNGSSTUFE">ERFAHRUNGSSTUFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EXPERTISE">EXPERTISE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESCHLECHTERGLEICHHEIT">GESCHLECHTERGLEICHHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLAUBHAFTMACHUNG">GLAUBHAFTMACHUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Artikel 8, 9, 29 ff BV ST: GLEICHBERECHTIGUNG VON MANN UND FRAU">GLEICHBERECHTIGUNG VON MANN UND FRAU</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GUTACHTEN">GUTACHTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HORTLEITERIN">HORTLEITERIN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HORTNERIN">HORTNERIN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES">INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNDISKRIMINIERUNG">LOHNDISKRIMINIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNGLEICHHEIT">LOHNGLEICHHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNKLASSE">LOHNKLASSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MAHNUNG">MAHNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MEHRARBEIT">MEHRARBEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHULHAUSABWART">SCHULHAUSABWART</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃBERSTUNDEN">ÃBERSTUNDEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERFALLTAG">VERFALLTAG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERZUGSZINS">VERZUGSZINS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 8 lit. III BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 3 GlG</span><br/><span class="gerade">Art. 6 GlG</span><br/><span class="ungerade">Art. 102 OR</span><br/><span class="gerade">§ 8 VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 79 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 180 ZPO</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2002 Nr. 133</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A wurde auf den 1. Januar 1994 von der Schulgemeinde X als Hortnerin fÃ¼r ein Arbeitspensum von 78 % eingestellt. Die Einreihung erfolgte in Besoldungsklasse (BK) 9, Erfahrungsstufe (ES) 0 der damaligen kantonalen Beamtenver­ordnung vom 15. Mai 1991 (BVO; OS 51, 507). Die Jahresbesoldung betrug Fr. 39'174.-, welcher Be­trag umgerechnet auf ein volles Pensum Fr. 50'223.- entsprach. Bei einem Verbleib in BK 9/ES 0 erfolgte entsprechend dem damaligen jÃ¤hrlichen Anstieg der kantonalen SalÃ¤re auf den 1. Januar 1995 eine Lohn­er­­hÃ¶hung auf umgerechnet Fr. 50'726.- und per 1. Januar 1996 auf umgerechnet Fr. 51'234.-. Per 1. Mai 1995 hatte A zusammen mit einer Partnerin die Leitung des Horts Ã¼bernommen. Auf den 1. Januar 1997 erfolgte einerseits analog zu den SalÃ¤ren des Staatspersonals eine LohnkÃ¼rzung um 3 %, anderseits wurde ihr ein Aufstieg in ES 1 gewÃ¤hrt. Dies ergibt bei einem vollen Pensum Fr. 51'599.-. Im Verlauf dieser Zeit hatte A ihr Pensum ab Mai 1995 bis August 1995 auf 76 % reduziert und hernach bis zum Ende des AnstellungsverhÃ¤ltnisses auf 80,35 % erhÃ¶ht. Per 31. Dezember 1997 wurde das ArbeitsverhÃ¤ltnis auf Wunsch von A aufgelÃ¶st.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach verschiedenen VorstÃ¶ssen um bessere EntlÃ¶hnung gelangte A mit Eingabe vom 24. August 1998 an die kantonale Schlichtungsstelle fÃ¼r Streitigkeiten Ã¼ber Diskriminierungen im Erwerbsleben mit dem Begehren um nachtrÃ¤gliche LohnerhÃ¶hung. Eine Eini­gung mit der Schulgemeinde konnte nicht erzielt werden, was die SchlichtungsbehÃ¶rde mit Beschluss vom 20. Januar 1999 festhielt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Schreiben vom 16. Dezember 1999 stellte A bei der Schulgemeinde X ein Lohn­nachforderungsbegehren Ã¼ber den Betrag von Fr. 59'592.-. Dieses Begehren lehnte die Schulgemeinde mit Beschluss vom 10. Januar 2000 ab, wobei sie im Sinn eines Vergleichs die Bezahlung von Fr. 10'438.80 anbot.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. GemÃ¤ss der Rechtsmittelbelehrung gelangte A mit Rekurs vom 14. Fe­bruar 2000 an die Bezirksschulpflege Y und stellte folgenden Antrag:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>"Die angefochtene VerfÃ¼gung sei aufzuheben und die Rekursgegnerin sei zu verpflichten, der Rekurrentin Fr. 66'336.-- zuzÃ¼glich 5% Zins ab 1.1.1998 sowie eine angemessene ProzessentschÃ¤digung zu bezahlen."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Bezirksschulpflege Ã¼berwies den Rekurs am 15. Februar 2000 mangels ZustÃ¤ndigkeit an den Bezirksrat Y, bei welchem am 5. April 2000 die einverlangte Ver­nehm­las­sung der Schulgemeinde einging. Darin wurde die Abweisung des Rekurses beantragt, aller­dings erneut mit der Anmerkung, dass die Schulgemeinde ohne Anerkennung einer Rechtspflicht vergleichsweise bereit sei, eine Nachzahlung von Fr. 10'438.80 brutto zu leisten. Fer­ner ersuchte die Schulgemeinde fÃ¼r den Fall der Abweisung des Rekurses bzw. bei Nichtakzeptanz des Vergleichsvorschlags um Zusprechung einer angemessenen EntschÃ¤digung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In der Folge betrachtete sich der Bezirksrat in der Angelegenheit ebenfalls als unzustÃ¤ndig, weil das in Frage stehende DienstverhÃ¤ltnis nicht durch VerfÃ¼gung, sondern mittels Arbeitsvertrag begrÃ¼ndet worden sei. Am 14. April 2000 Ã¼berwies der BezirksratsprÃ¤si­dent die Akten deshalb an das Verwaltungsgericht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 19. April 2000 nahm das Verwaltungsgericht den Rekurs als Klage und die im Rekursverfahren ergangene Stellungnahme der Schulgemeinde als Klageantwort entgegen. Mit Replik vom 8. Mai 2000 hielt die KlÃ¤gerin an ihren An­trÃ¤gen fest. Die Beklagte erstattete die Duplik am 29./30. Juni 2000 und beantragte nun un­ter Verzicht auf ein weiteres Vergleichsangebot, die Klage abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 6. Dezember 2000 verpflichtete das Gericht die Beklagte zur Einreichung einer Aufstellung Ã¼ber die in ihrem Dienst stehenden Arbeitnehmenden, soweit sie nicht nach der Verordnung Ã¼ber die Fachlehrerbesoldung entlÃ¶hnt wurden, mit den Angaben zum BeschÃ¤ftigungsgrad, zur Funktion, zur Einreihung nach Klasse und Stufe sowie zum Eintritts­jahr und der Einreihung beim Eintritt. Ausserdem waren soweit vorhanden auch Stellenbeschriebe, Pflichtenhefte und dergleichen einzureichen. Am 25. Januar 2001 gingen beim Ge­richt die angeforderte Aufstellung sowie die Pflichtenhefte fÃ¼r Schulhausabwarte und ‑abwartinnen sowie fÃ¼r den SchulsekretÃ¤r ein. Hierauf wurde der KlÃ¤gerin am 28. Februar 2001 der Hauptbeweis dafÃ¼r auferlegt, dass die Beklagte Arbeit­nehmende mit geschlechtsneutral oder mÃ¤nnlich identifizierter und hÃ¶chstens gleichwer­tiger TÃ¤tigkeit zu hÃ¶herem Lohn beschÃ¤ftige; der Beklagten stand der Gegenbeweis of­fen. Die Beweismitteleingabe der Beklagten erfolgte am 20. MÃ¤rz 2001 und diejenige der KlÃ¤gerin am 11. April 2001. Entsprechend einem Ev­en­tualantrag der KlÃ¤gerin ordnete das Gericht am 6. Juni 2001 die Einholung eines Gutach­tens Ã¼ber den Vergleich zwischen den Funktionen Hortnerin bzw. Hortleiterin und Schulhausabwart der Schulgemeinde an. Gegen die in Aussicht genomme­ne Expertin Prof. C erfolgten keine Einwendungen. Am 29. August 2001 konnte Prof. C des­halb als Gutachterin bestellt werden und die schriftliche Experteninstruktion erfolgen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 4. April 2002 erstattete Prof. C das Gutachten. Dazu nahmen die Parteien mit Eingaben vom 17. April, 14. Mai und 13. Juni 2002 Stellung. WÃ¤hrend die Beklagte auf er­gÃ¤nzende AntrÃ¤ge verzichtete, verlangte die KlÃ¤gerin fÃ¼r den Fall einer nicht vollumfÃ¤nglichen Klagegutheissung den Beizug von Unterlagen bei der Gut­achterin bzw. die Anordnung eines neuen Gutachtens. Mit Beschluss vom 15. August 2002 verpflichtete das Gericht die Beklagte zur Einreichung ergÃ¤nzender Angaben; diese erfolgten in der Stellungnah­me vom 10. September 2002 und konn­ten â weil das Knabenschiessen in der Stadt ZÃ¼rich wie ein gesetzlicher Feiertag behandelt wird (vgl. Verzeichnis des Bundes betreffend gesetzliche Feiertage und Tage, die in der Schweiz wie gesetzliche Feiertage behandelt wer­den, gestÃ¼tzt auf Art. 11 des EuropÃ¤­ischen Ãbereinkommens vom 16. Mai 1972 Ã¼ber die Berechnung von Fristen) ­â berÃ¼cksichtigt werden. Hierauf wurde bei der Gutachterin am 24. September 2002 um ErlÃ¤uterung der Expertise ersucht. Die ErlÃ¤uterung erfolgte mit Schreiben vom 5. Ok­tober 2002. Zur Eingabe der Beklagten vom 10. September 2002 und zur Er­lÃ¤uterung des Gutachtens nahm die KlÃ¤gerin innert erstreckter Frist am 1. November 2002 Stellung. Die Beklagte hatte mit Eingabe vom 25. Oktober 2002 ihrerseits um eine Fristerstreckung fÃ¼r die Stellungnahme zur ErlÃ¤uterung des Gutachtens ersucht. Da sie dabei zu Unrecht ein VersÃ¤umnis der Frist angenommen hatte, konnte eine letztmalige Erstre­ckung bis 4. November 2002 gewÃ¤hrt werden. Eine Stellungnahme blieb indessen aus.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht beurteilt die vorliegende Klage nach § 79 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG). Dabei erstreckt sich die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts auch auf die Fragen nach Einreihung und BefÃ¶rderung in Be­soldungsklassen und -stufen. Dies ergibt sich bereits aus Art. 8 Abs. 3 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) bzw. Art. 4 Abs. 2 der alten Bundesverfassung vom 29. Mai 1874 (aBV) in der Fassung vom 14. Juni 1981 sowie aus dem Bundesgesetz Ã¼ber die Gleich­­stellung von Frau und Mann vom 24. MÃ¤rz 1995 (Gleichstellungsgesetz, GlG), welches fÃ¼r sÃ¤mtliche ArbeitsverhÃ¤ltnisse zur Anwendung gelangt (Art. 2) und unter anderem die Diskriminierung bei EntlÃ¶hnung und BefÃ¶rderung verbietet (Art. 3 Abs. 2).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Das Verfahren vor Verwaltungsgericht richtet sich nach dem Verwaltungsrechtspflegegesetz, sofern nicht die Bestimmungen des Gleichstellungsgesetzes vorgehen (vgl. BGE 124 II 409 E. 1d/ii).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) In prozessualer Hinsicht ist namentlich zu beachten, dass gemÃ¤ss Art. 6 GlG unter anderem bezÃ¼glich EntlÃ¶hnung eine Diskriminierung vermutet wird, wenn diese von der betroffenen Partei glaubhaft gemacht wird. Diese Beweislasterleichterung auferlegt als Folge einer glaubhaften Lohndiskriminierung den Gegenbeweis der beklagten Partei (Kathrin Klett, Das Gleichstellungsgesetz, ZBl 98/1997, S. 49 ff., 61 f.; Botschaft des Bundesrats vom 24. Februar 1993 zum Gleichstellungsgesetz, BBl 1993 I 1248 ff., 1300 f.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Glaubhaftmachen heisst, dass das Gericht nicht von der Richtigkeit der aufgestellten tatsÃ¤chlichen Behauptungen Ã¼berzeugt zu werden braucht, sondern dass ihm nur aufgrund objektiver Anhaltspunkte der Eindruck einer gewissen Wahrscheinlichkeit des Vor­handenseins der in Frage stehenden Tatsachen zu vermitteln ist, ohne dass es dabei die MÃ¶g­­lichkeit ausschliessen muss, dass die VerhÃ¤ltnisse sich anders gestalten kÃ¶nnten (Botschaft, S. 1301 mit Hinweis auf BGE 104 Ia 408 E. 4). Ist also eine Tatsache glaubhaft zu machen, so darf das Gericht weder blosse Behauptungen genÃ¼gen lassen noch einen stringen­ten Beweis verlangen (vgl. BGE 120 II 393 E. 4c). Mithin ist Glaubhaftmachen auf der einen Seite weniger, als wenn Beweis gefÃ¼hrt werden mÃ¼sste. Auf der anderen Seite ist es aber auch mehr als eine blosse Darlegung der Tatsachen. Das Gericht hat dabei in wertender AbwÃ¤gung der sich gegenÃ¼berstehenden Interessen die behaupteten Tatsachen auf ihre Wahrscheinlichkeit hin zu prÃ¼fen (vgl. BGE 120 II 393 E. 4c; ferner Oscar Vogel/Karl SpÃ¼h­­ler, Grundriss des Zivilprozessrechts, 7. A., Bern 2001, 10. Kap. N. 25 f.; Max Guldener, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 3. A., ZÃ¼rich 1979, S. 323 Anm. 27).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Bei der ÃberprÃ¼fung der strittigen EntlÃ¶hnung steht dem Verwaltungsgericht neben der ÃberprÃ¼fung der Sachverhaltsfeststellungen (§ 51 VRG) gemÃ¤ss § 50 Abs. 2 VRG die Rechtskontrolle, nicht jedoch die ErmessensÃ¼berprÃ¼fung zu; eine ausnahmsweise Befug­nis zur ErmessensÃ¼berprÃ¼fung (§ 50 Abs. 3 VRG) lÃ¤sst sich aus dem Gleichstellungsgesetz nicht herleiten (BGE 125 II 385 E. 5d).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) GemÃ¤ss Art. 8 Abs. 3 Satz 1 BV sind Mann und Frau gleichberechtigt. Nach Satz 3 der Bestimmung haben sie Anspruch auf gleichen Lohn fÃ¼r gleichwertige Arbeit. Wer demnach gleichwertige Arbeit wie ein Arbeitnehmer des anderen Geschlechts verrich­tet, kann verlangen, gleich entlÃ¶hnt zu werden wie dieser. Dabei handelt es sich um einen im Ã¶ffentlich- wie im privatrechtlichen AnstellungsverhÃ¤ltnis direkt durch­setzbaren individualrechtlichen Anspruch (BGE 124 II 409 E. 1d/hh-ii, 118 Ia 35 E. 2b, 117 Ia 262 E. 2c mit Hin­weisen). Eine Konkretisierung erfolgte im Ãbrigen durch das Gleichstellungsgesetz. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) aa) Als Folge der geltend gemachten Diskriminierung verlangt die KlÃ¤gerin die Dif­ferenzzahlung zwischen dem Lohn gemÃ¤ss effektiver und beantragter Einreihung fÃ¼r die gesamte Dauer des ArbeitsverhÃ¤ltnisses vom 1. Januar 1994 bis 31. Dezember 1997. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Gleichstellungsgesetz ist auf den 1. Juli 1996 in Kraft getreten. Die Forderungen der KlÃ¤gerin gehen mithin teilweise auf einen Zeitraum vor Inkrafttreten des Gesetzes zurÃ¼ck. Dies Ã¤ndert jedoch nichts an der ZulÃ¤ssigkeit des Lohnnachzahlungsbegehrens. In einem vom Bundesgericht zu beurteilenden Fall waren Lohnnachzahlungen seit dem Jahr 1990 geltend gemacht worden. Das Bundesgericht erwog, dass zum damaligen Zeitpunkt Art. 4 Abs. 2 Satz 3 aBV bereits in Kraft gestanden sei. In Bezug auf die Jahre nach seinem Inkrafttreten bedeute seine Anwendung keine RÃ¼ckwirkung, sondern eine ÃberprÃ¼fung der damals geltenden und angewendeten kantonalen Besoldungsregelung auf ihre Vereinbar-keit mit dem damals (bereits) in Kraft stehenden Verfassungsrecht (BGE 124 II 436 E. 10f). Die nachtrÃ¤gliche Geltendmachung des Anspruchs auf diskriminierungsfreien Lohn erweist sich damit als bundesrechtlich zulÃ¤ssig. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Dagegen vermag auch der Einwand der Beklagten nicht aufzukommen, die rÃ¼ck­­wirkende Forderung der KlÃ¤gerin sei rechtsmissbrÃ¤uchlich. Die Beklagte lÃ¤sst dazu namentlich ausfÃ¼hren, die KlÃ¤gerin habe als Schulpflegemitglied der Verordnung Ã¼ber die Dienst- und BesoldungsverhÃ¤ltnisse des Schulgemeindepersonals zugestimmt und so ihre spÃ¤tere Besoldung akzeptiert. GemÃ¤ss der bundesgerichtlichen Praxis ist das Lohngleichheitsgebot eine zwingende Bestimmung (BGE 124 II 436 E. 10e). Der Stellenantritt kann nicht einen gÃ¼ltigen Verzicht auf Geltendmachung des Anspruchs auf Lohngleichheit darstellen. Auch der blosse Umstand, dass ein Arbeitnehmer sich zu bestimmten Konditionen anstellen liess, kann gemÃ¤ss Bundesgericht nicht als gÃ¼ltiger Verzicht betrachtet werden (BGE 124 II 436 E. 10e/dd). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Klage liesse sich aber auch dann nicht als rechtsmissbrÃ¤uchlich bezeichnen, wenn die KlÃ¤gerin entsprechend den Behauptungen der Gegenpartei nicht wegen des Lohns, sondern wegen Differenzen mit der Mitarbeiterin gekÃ¼ndigt hÃ¤tte. Der Grund fÃ¼r eine KÃ¼ndigung hat offensichtlich nichts mit der ZulÃ¤ssigkeit einer Klage wegen diskriminierender EntlÃ¶hnung zu tun. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) GemÃ¤ss den glaubhaften und unwidersprochenen Angaben der KlÃ¤gerin sind im Hortbereich zu Ã¼ber 90 % weibliche ArbeitskrÃ¤fte tÃ¤tig. Es handelt sich daher um einen so genannten "typischen Frauenberuf" (vgl. BGE 125 II 385 E. 3b, 124 II 529 E. 5f-h). Da diese heute noch meist weniger Prestige einbringen und schlechter entlÃ¶hnt sind als typische MÃ¤nnerberufe, hat die Rechtsprechung den Vertretern und Vertreterinnen dieser typischen Frauenberufe einen umfassenden Vergleich ihres Lohnes mit demjenigen gleichwertiger MÃ¤nnerberufe oder geschlechtsneutraler Berufe ohne weiteres zuerkannt (vgl. VGr, 22. Januar 2001, VK.1996.00011, E. 2a, www.vgrzh.ch/rechtsprechung).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts kann sowohl direkt (explizite Un­­gleichbehandlung) als auch indirekt (formale Gleichbehandlung, aber ungleiche Be­trof­fenheit aufgrund des Geschlechts) sein (Art. 3 Abs. 1 GlG; BGE 126 II 217 E. 4b, 125 I 71 E. 2a, 125 II 385 E. 3a+b, 125 II 530 E. 2a, 125 II 541 E. 2a, 124 II 409 E. 7, 124 II 436 E. 6a, 124 II 529 E. 3a, 113 Ia 107 E. 4a = Pra 76/1987 Nr. 254 je mit Hinweisen; Alexan­dre Berenstein, Der Lohn fÃ¼r gleichwertige Arbeit, ZBJV 120/1984, S. 489 ff., 508; Schluss­bericht der vom EidgenÃ¶ssischen Justiz- und Polizeidepartement eingesetzten Arbeitsgruppe Lohngleichheit fÃ¼r Mann und Frau, Bern 1988, S. 9). Unterschiede in der EntlÃ¶hnung von Mann und Frau verletzen das Verfassungsrecht auf gleichen Lohn dann nicht, wenn sie auf objektiven GrÃ¼nden wie Alter, Dienstalter, familiÃ¤ren Belastungen, Erfahrung, Qualifika­tionsgrad, Risiken, Art und Dauer der Ausbildung, Arbeitszeit oder Aufgabenbereich be­ruhen. Untersagt sind demgegenÃ¼ber Lohnunterschiede, die auf geschlechtsspezifische Um­­stÃ¤nde wie geringere KÃ¶rperkraft, generell hÃ¶here Absenzen, frÃ¼heres Pensionierungs­alter und zugunsten der weiblichen Arbeitnehmenden geltende Schutzvorschriften abstellen, da diese sich nicht auf die Arbeit selbst beziehen (BGE 125 I 71 E. 2c/bb, 124 II 409 E. 8a+9c, 124 II 436 E. 7a, 121 I 49 E. 4c, 118 Ia 35 E. 2c, 117 Ia 270 E. 2b, 113 Ia 107 E. 4a = Pra 76/1987 Nr. 254 je mit Hinweisen).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Der in Art. 8 Abs. 3 BV enthaltene Begriff "gleichwertige Arbeit" lÃ¤sst sodann nicht nur einen Lohnvergleich fÃ¼r gleiche oder Ã¤hnliche Arbeiten, sondern auch einen solchen fÃ¼r Arbeiten verschiedenartiger Natur zu. Anders liesse sich etwa eine der EntlÃ¶hnung typischer Frauenberufe innewohnende versteckte Diskriminierung nicht aufdecken (BGE 125 I 71 E. 2b+c, 125 II 530 E. 2b, 124 II 409 E. 9a+b, 124 II 436 E. 6b+7a, 117 Ia 270 E. 2b mit Hinweisen). Die Frage, ob Arbeiten gleichwertig sind, ist schwer zu beantworten und zwingt das Gericht praktisch, die betreffenden TÃ¤tigkeiten einer Arbeitsplatzbewertung zu unterziehen. Zu diesem Zweck hat das Verwaltungsgericht entsprechend dem Eventual­an­trag der KlÃ¤gerin die Erstellung eines SachverstÃ¤ndigengutachtens angeordnet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Die Bewertung und Einstufung einer bestimmten TÃ¤tigkeit oder Funktion ist weder eine reine Sach- noch Rechts- noch Ermessensfrage, sondern enthÃ¤lt Elemente von allen dreien (BGE 125 II 385 E. 5b). Allerdings handelt es sich dabei nicht um Ermessensfra­gen im engeren Sinn. Das wÃ¼rde nur dann zutreffen, wenn die VerwaltungsbehÃ¶rde befugt wÃ¤re, als gleichwertig beurteilte TÃ¤tigkeiten in einem bestimmten (Ermessens-)Rah­men einer hÃ¶heren oder tieferen Klasse zuzuweisen. Steht die Gleichberechtigung von Mann und Frau in Frage, wird jedoch durch Art. 8 Abs. 3 Satz 3 BV gerade dies untersagt; fÃ¼r gleichwertige Arbeit besteht Anspruch auf gleichen Lohn. Hingegen trifft es zu, dass der unbestimmte Rechtsbegriff der Gleichwertigkeit (von ArbeitstÃ¤tigkeiten) BeurteilungsspielrÃ¤ume schafft, die in erster Linie die politischen BehÃ¶rden auszufÃ¼llen haben. Auch wenn Bewertungsfragen, wie das Bundesgericht wiederholt festgehalten hat (BGE 125 II 385 E. 5c, 118 Ia 35 E. 3b), vom Gericht zu Ã¼berprÃ¼fende Rechtsfragen darstellen, hat dieses sich dabei eine gewisse ZurÃ¼ckhaltung aufzuerlegen (VGr, 22. Januar 2001, VK.96.00011, E. 3b, www.vgrzh.ch/rechtsprechung). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Die KlÃ¤gerin leitet die behauptete Lohndiskriminierung zunÃ¤chst aus dem Ver­gleich mit anderen in der Schulgemeinde angestellten Personen ab, so mit den LehrkrÃ¤ften, mit dem Administrativpersonal, den Hauswarten und dem SchulsekretÃ¤r. Sodann verweist sie auf die Einreihung weiterer Berufe gemÃ¤ss der (damaligen) kantonalen Beamtenverordnung sowie auf die Regelung in der Stadt ZÃ¼rich. Im Vergleich hÃ¤tte die KlÃ¤gerin als Hortnerin mindestens in BK 12 und aufgrund ihrer Aus­­bildung in ES 6 der kantonalen Besoldungsordnung eingereiht werden mÃ¼ssen. Dies er­gebe einen Jahreslohn von Fr. 69'372.-, was immer noch unter demjenigen der Horthilfen in der Stadt ZÃ¼rich liege. Als Hortleiterin hÃ¤tte sie sodann der grÃ¶sseren Verantwortung ent­­sprechend mindestens in BK 14/ES 4 eingereiht werden mÃ¼ssen. Zudem habe sie effektiv ein hÃ¶heres Pensum erbracht, als ihr zugestanden worden sei. Bei einer PrÃ¤­senzzeit von 78 % habe sie effektiv 84,76 % gearbeitet und bei einem Pensum von 80,35 % effektiv 87,35 %. Dies zeige, dass ihre Einreihung effektiv noch unter BK 9 erfolgt sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Zu den von der KlÃ¤gerin zum Vergleich herangezogenen Personen(gruppen) gilt es Folgendes festzuhalten: GemÃ¤ss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann von einer rechtsungleichen Behandlung grundsÃ¤tzlich nur dann die Rede sein, wenn die gleiche BehÃ¶r­de gleichartige FÃ¤lle unterschiedlich behandelt (BGE 121 I 49 E. 3c mit weiteren Hinweisen). Die Verfassung und das Gleichstellungsgesetz verbieten eine Lohndiskriminierung, legen hingegen keinen bestimmten Lohn fest. UnzulÃ¤ssig ist eine ungerechtfertigte Lohndifferenz zu einer andern, als gleichwertig beurteilten TÃ¤tigkeit bei derselben Arbeitgeberschaft oder in einem von dieser abhÃ¤ngigen System (BGE 125 I 71 E. 4d/bb, 124 II 436 E. 11a, 121 I 49 E. 3c; Elisabeth Freivogel in: Margrith Bigler-Eggen­ber­ger/Claudia Kaufmann [Hrsg.], Kommentar zum Gleichstellungsgesetz, Basel/Frankfurt a.M. 1997, Art. 3 Rz. 105, Art. 7 Rz. 22+26). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die KlÃ¤gerin kann sich somit von vornherein nicht mit Arbeitnehmern oder Arbeitnehmerinnen der Stadt ZÃ¼rich vergleichen. Soweit die KlÃ¤gerin die Besoldung der Hortnerinnen der Schulgemeinde X und der Stadt ZÃ¼rich vergleicht, entfÃ¤llt eine klagbare Diskri­minierung im Ãbrigen auch deshalb, weil Art. 8 Abs. 3 BV und Art. 3 GlG nur anwendbar sind auf Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts; Lohnunterschie­de zwischen zwei ty­pisch weiblichen Berufen kÃ¶nnen keine Geschlechtsdiskriminierung darstellen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Schulgemeinde ist bei der Anstellung ihres Personals aber auch nicht in das kantonale Lohnsystem eingebunden, sondern formellrechtlich und tatsÃ¤chlich unabhÃ¤ngig. Es be­stehen auch keine Vorgaben des Kantons, weshalb Angestellte des Kantons nicht zum Ver­­gleich herangezogen werden kÃ¶nnen. Dasselbe gilt schliesslich fÃ¼r den Vergleich mit An­­gestellten der Politischen Gemeinde X; auch diese sind nicht bei derselben Arbeitgeberin tÃ¤tig wie die KlÃ¤gerin.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Weiteren bezieht sich das Lohngleichheitsgebot nur auf gleiche und gleichwertige Arbeit (vgl. dazu auch BGE 124 II 409 E. 9a; Margrith Bigler-Eggenberger, Die bundes­­gerichtliche Rechtsprechung zur Lohngleichheit â eine kritische Bestandesaufnahme, AJP 2001, S. 1269 ff., 1272 f.). Entgegen der Meinung der KlÃ¤gerin lÃ¤sst sich daher die Dis­kriminierung nicht mit der Behauptung begrÃ¼nden, die Lohndifferenz zwischen Hortnerin einerseits und SchulsekretÃ¤r oder PrimarlehrkrÃ¤ften anderseits sei zu hoch. Eine (annÃ¤hernde) Gleichwertigkeit mit diesen TÃ¤tigkeiten liegt nicht vor. Ein Vergleich der beiden TÃ¤tigkeiten nach Arbeitswert ist daher weder zulÃ¤ssig noch zweckmÃ¤ssig. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Anderseits vermag die Beklagte nichts daraus zu gewinnen, dass sie die anderen von ihr beschÃ¤ftigten Hortnerinnen ebenfalls in Lohnklasse 9 eingereiht hat. Dieser Umstand spricht selbstverstÃ¤ndlich nicht dagegen, dass die Beklagte die Besoldung der Hortne­rinnen gegenÃ¼ber der EntlÃ¶hnung mÃ¤nnlich oder geschlechtsneutral besetzter Berufe ge­nerell diskriminierend festgelegt haben kÃ¶nnte. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Dieser Rechtslage entsprechend kann die TÃ¤tigkeit der KlÃ¤gerin einzig mit der TÃ¤­tigkeit der in der Schulgemeinde beschÃ¤ftigten Schulhausabwarte sinnvoll verglichen wer­den. Andere Angestellte, deren TÃ¤tigkeit mit derjenigen der KlÃ¤gerin vergleichbar sind, hat die Schulgemeinde nicht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. a) Die Schulgemeinde stÃ¼tzt die lohnmÃ¤ssige Einreihung der KlÃ¤gerin auf die Ver­­ordnung Ã¼ber die Dienst- und BesoldungsverhÃ¤ltnisse des Gemeindepersonals von X sowie die Verordnung Ã¼ber die Dienst- und BesoldungsverhÃ¤ltnisse des Schulgemeindepersonals. FÃ¼r die Fachlehrerbesoldung wurde eine se­parate Besoldungsverordnung erlassen, welche jedoch bezÃ¼glich der Hortnerinnen keine Bestimmungen enthÃ¤lt. GemÃ¤ss Art. 1 und 3 der erstgenannten Verordnungen gelten fÃ¼r die Angestellten bezÃ¼glich Arbeitsbedingungen und Lohn sinngemÃ¤ss die fÃ¼r das Staatspersonal des Kantons ZÃ¼rich massgebenden Regelungen. Im Ãbrigen verweist auch der zwischen den Parteien abgeschlossene Arbeitsvertrag auf die fÃ¼r das Staatspersonal geltenden Bestimmungen. Art. 3 der Verordnung Ã¼ber die Dienst- und BesoldungsverhÃ¤ltnisse des Schulgemeindepersonals bestimmt sodann, dass die Schulpflege fÃ¼r die Einreihung in die Besoldungsskala sowie fÃ¼r die Festsetzung der Besoldung zustÃ¤ndig ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Gemeinde hat in ihren Eingaben nicht nÃ¤her ausgefÃ¼hrt, nach welchen Kriterien die besoldungsmÃ¤ssige Einreihung der KlÃ¤gerin erfolgt war. Es besteht somit kein Grund zur Annahme, die Einreihung der KlÃ¤gerin sei das Produkt einer stichhaltigen Arbeitsplatz­bewertung. Damit entfÃ¤llt die MÃ¶glichkeit, eine vom Arbeitgeber methodisch vorgenomme­­ne Bewertung des klÃ¤gerischen Arbeitsplatzes nachzuprÃ¼fen. Die TÃ¤tigkeit der KlÃ¤gerin ist daher nach einem gÃ¤ngigen Bewertungsverfahren zu beurteilen und in Relation zu stellen mit der vergleichbaren TÃ¤tigkeit der Schulhausabwarte. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) FÃ¼r einen Vergleich zweier verschiedener Arbeitsfunktionen ist eine Bewertung der TÃ¤tigkeiten nach Kriterien vorzunehmen. Wo sich die zum Vergleich angerufenen Be­rufe im TÃ¤tigkeitsbereich teilweise erheblich unterscheiden, setzt die Vergleichung der TÃ¤­tigkeiten spezifisches Fachwissen voraus. Dies machte es vorliegend unentbehrlich, die TÃ¤­tig­keit der beiden Berufsgruppen durch eine Fachperson beobachten, beschrei­ben und im Vergleich zueinander fachlich beurteilen zu lassen (vgl. dazu BGE 125 II 541 E. 5d, 121 I 49 E.4b, 117 Ia 262 E. 4c; ferner BGr, 11. November 1983, ZBl 85/1984, S. 162 E. 5; VGr, 22. Januar 2001, VK.96.00011, E. 8c, www.vgrzh.ch/rechtsprechung). Wenn auch die Arbeit des Schulhausabwarts naturgemÃ¤ss nicht annÃ¤hernd deckungsgleich mit je­ner der Hort­nerin ist, so lassen sich die beiden TÃ¤tigkeiten â wie das Gutachten C aufzeigt â durch­aus substanziell und aussagekrÃ¤ftig vergleichen. Dass dabei Wertungen vorzu­neh­men sind und ein objektives Ergebnis nur annÃ¤herungsweise erreicht werden kann, ist selbst­ver­stÃ¤nd­lich, Ã¤ndert aber nichts an der grundsÃ¤tzlichen Vergleichbarkeit der Arbeitswerte beider Berufe. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Es existieren verschiedene Bewertungsmethoden, wobei insbesondere die Auswahl der Kriterien, die einer solchen zugrunde gelegt werden, unterschiedlich sein kÃ¶nnen. Eine Arbeitsbewertung hat keinen objektiv-natur­wissenschaftlichen Charakter, sondern hÃ¤ngt von der Gewichtung einzelner Anforderungsmerkmale ab (Andreas Albrecht, Der Be­­griff der gleichwertigen Arbeit im Sinne des Lohngleichheitssatzes "Mann und Frau ha­ben Anspruch auf gleichen Lohn fÃ¼r gleichwertige Arbeit" [Art. 4 Abs. 2 BV], Ba­sel/Frank­furt a.M. 1998, S. 34+38 f.; BGr, Pra 89/2000 Nr. 57 E. 4).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) aa) Eine von der Rechtsprechung in verschiedenen Urteilen anerkannte Bewertungs­­methode ist die so genannte "Vereinfachte Funktionsanalyse" (VFA), welche dem Be­soldungssystem des Kantons ZÃ¼rich zugrunde liegt. Diese Methode bewertet die folgenden sechs Kriterien (K) einer Arbeitsfunktion aufgrund einer Skala von 10 Stufen zwischen 0,5 und 5 innerhalb der folgenden maximalen Arbeitswertpunktezahl (AWP; Gewichte):</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>K1</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Ausbildung und Erfahrung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>320 Punkte</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>K2</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Geistige Anforderungen</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>300 Punkte</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>K3</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Verantwortung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>210 Punkte</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>K4</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Psychische Anforderungen/Belastungen</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>50 Punkte</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>K5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Physische Anforderungen/Belastungen</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>60 Punkte</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>K6</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Beanspruchung der Sinnesorgane/spezielle Arbeitsbedingungen</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>60 Punkte</span></p> </td> </tr> </table> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gewichtung und Stufenwertverlauf sehen im Einzelnen folgendermassen aus:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Stufe</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>K1</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>K2</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>K3</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>K4</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>K5</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>K6</span></b></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>0,5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>14,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>13,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>9,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>5,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,5</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>1,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>32,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>30,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>21,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>10,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>6,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>6,0</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>1,5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>54,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>50,5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>35,5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>15,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>10,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>10,0</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>80,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>75,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>52,5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>20,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>15,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>15,0</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>110,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>103,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>72,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>25,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>20,5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>20,5</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>3,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>144,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>135,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>94,5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>30,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>27,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>27,0</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>3,5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>182,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>170,5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>119,5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>35,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>34,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>34,0</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>4,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>224,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>210,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>147,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>40,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>42,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>42,0</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>4,5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>270,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>253,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>177,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>45,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>50,5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>50,5</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>5,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>320,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>300,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>210,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>50,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>60,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>60,0</span></p> </td> </tr> </table> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zum Ganzen kann auf die Weisung zur Strukturellen Besoldungsrevision vom 21./28. MÃ¤rz 1990 (ABl 1990, 855 ff., insbesondere 860 ff.) verwiesen werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die KlÃ¤gerin macht in ihrer Stellungnahme vom 13. Juni 2002 demgegenÃ¼ber geltend, die VFA sei eine diskriminierende Bewertungsmethode, da sie den personenbezogenen DienstleistungstÃ¤tigkeiten nicht gerecht werde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Das Verwaltungsgericht hat im Zusammenhang mit anderen Lohngleichheitskla­­gen ausgefÃ¼hrt, dass weder die Auswahl noch die Kriterien der VFA diskriminierend sei­en (RB 1996 Nr. 21 betreffend die Besoldung der Haushaltungslehrerinnen; 10. Juli 1996, VK.94.00024, E. 6, betreffend die Besoldung der Handarbeitslehrerinnen; 22. Januar 2001, VK.96.00011, E. 6+7, betreffend die Besoldungen im Bereich der Krankenpflege, www.vgrzh.ch/rechtsprechung). Zwar wÃ¼rden VorwÃ¼rfe hinsichtlich der personellen Zusam­mensetzung sowie der fehlenden Transparenz allgemeine organisatorische Quellen ei­ner mÃ¶glichen Dis­kriminierung beschlagen. So kÃ¶nnten etwa sowohl die fehlende Beteiligung qualifizier­ter Arbeitnehmendervertretungen einschliesslich Frauen am Verfahren als auch mangelnde Trans­parenz Diskriminierungsquellen bilden. Jedoch bedeute das Vorliegen solcher Diskriminierungsquellen nicht, dass tatsÃ¤chlich eine materielle Diskrimi­nie­rung vorliege, sowenig etwa auch eine gleichberechtigte Partizipation beider Parteien am Beurteilungsprozess sicherzustellen vermÃ¶ge, dass nicht unbemerkte, die eine oder andere Seite bevorteilende Vorannahmen einflÃ¶ssen. Sie bildeten lediglich Hinweis darauf, dass nÃ¤here AbklÃ¤run­gen notwendig seien, und grenzten fÃ¼r die Gerichte im Prozess das Feld ab, das es nÃ¤her zu untersuchen gelte. Der Nachweis bzw. das Glaubhaftmachen der Diskriminierung mÃ¼sse daher im Einzelfall erst noch erbracht werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es ist sodann unbestritten, dass die VFA sowohl die intellektuellen als auch die FÃ¼h­­rungsanforderungen stark bewertet, was auch im Gutachten C festgehalten wird. Das Verwaltungsgericht hat aber eine dahingehende Auffassung, wonach die Kriterien "Ausbildung", "Geistige Anforderungen" sowie "Physische Anforderungen" mÃ¤n­nerbegÃ¼nstigend seien, verworfen und ausgefÃ¼hrt, eine solche Argumentation kÃ¶nnte tatsÃ¤chlich ihrerseits als frauenfeindlich verstanden werden, indem damit den Frauen a priori eine geringere Aus­bildungsfÃ¤higkeit zugeschrieben wÃ¼rde. Ãbereinstimmend hÃ¤tten auch Lehre und Rechtsprechung das Kriterium "Ausbildung und Erfahrung" oder allgemein den Qualifikationsgrad wiederholt als ein fÃ¼r die EntlÃ¶hnung zulÃ¤ssiges, objektives Kriterium be­zeich­net. So fordere auch ein Bericht des EidgenÃ¶ssischen BÃ¼ros fÃ¼r die Gleichstellung von Frau und Mann, dass derartige Merkmale, die einen hÃ¶heren Schwierigkeitsgrad einer bestimm­ten TÃ¤tigkeit ausdrÃ¼cken, bei der Arbeitsbewertung wohl zu berÃ¼cksichtigen seien, dass den Frauen aber der Zugang zu den entsprechenden Positionen durch verbesserte Rah­men­bedingungen zu erleichtern sei. Die "Diskriminierung durch Auslese" mÃ¼sse direkt an der Quelle und nicht indirekt Ã¼ber die Lohngestaltung bekÃ¤mpft werden (RB 1996 Nr. 21 E. 2b/aa mit Hinweisen, insbesondere auf: Eidg. BÃ¼ro fÃ¼r die Gleichstellung von Frau und Mann [Hrsg.], Arbeitsbewertung und Lohndiskriminierung von Frauen, Ein Bericht, Bern 1991, S. 52 f.; bestÃ¤tigt in BGE 124 II 409 E. 10d; VGr, 22. Januar 2001, VK.96.00011, E. 7a, www.vgrzh.ch/rechtsprechung). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Ebenso hat sich das Bundesgericht wiederholt zu den verschiedenen Bewertungs­­­sys­temen und damit einhergehend zu dem im Kanton ZÃ¼rich auf der VFA basierenden Lohn­­ein­stufungsverfahren fÃ¼r das Staatspersonal geÃ¤ussert. Das Bundesgericht erachtete die ErwÃ¤gungen des Verwaltungsgerichts, wonach weder die Auswahl der Kriterien noch deren relative Gewichtung diskriminierend sei, als nicht bundesrechtswidrig (BGE 125 II 385 E. 4b, 125 I 71 E. 3a+b, 124 II 409 E. 10d; dazu kritisch Kathrin Arioli/Bibiane Egg, Arbeitswissenschaftliche Gutachten in Lohngleichheitsprozessen, AJP 2001, S. 1299 ff., 1300).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>dd) Der Praxis des Bundesgerichts, welche wie erwÃ¤hnt der Rechtsprechung des Ver­­waltungsgerichts entspricht, ist zu folgen. Wohl Ã¤ussert das Gutachten selbst einige Be­denken gegen die VFA als angemessenes Verfahren. Aus diesen Bedenken schliesst allerdings nur die KlÃ¤gerin in ihrer zitierten Stellungnahme auf eine diskriminierende Bewertungs­­methode. Die Gutachterin spricht bloss von einer unterschiedlichen Eignung der VFA fÃ¼r die beurteilten TÃ¤tigkeiten und hat deshalb die Unterschiede in der Bewertung kompensiert. Es besteht daher keinerlei Anlass, die Resultate der Begutachtung ge­mÃ¤ss dem Ansin­nen der KlÃ¤gerin zu deren Gunsten zu korrigieren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Die KlÃ¤gerin geht in ihrer Eingabe vom 17. April 2002 davon aus, dass die Gutach­terin die gefÃ¼hrten GesprÃ¤che und Interviews schriftlich festgehalten habe. Sie beantragt deshalb den Beizug sÃ¤mtlicher Unterlagen, welche die Gutachterin im Zusammenhang mit den Arbeitsbewertungen erstellt oder verwendet habe. Dieser â in keiner Weise be­grÃ¼ndete â Antrag ist am 19. April 2002 einstweilen abgewiesen worden. An dieser Abwei­sung ist festzuhalten, wird doch der mass­gebliche Sachverhalt durch das Gut­achten und durch die Ã¼brigen Akten in ausreichendem Mass erstellt. Die Gutachterin war nicht beauftragt, Ã¼ber ihre Erhebungen bei den betroffenen Arbeitnehmenden GesprÃ¤chs­proto­kolle einzureichen. Als Gutachterin war sie lediglich gehalten, Erhebungen zur TÃ¤tigkeit von Schulhaus­abwarten und Hortnerinnen bzw. Hort­leiterinnen vorzunehmen und das Ergebnis in der Expertise abzuliefern. Diesen Auftrag hat die Expertin erfÃ¼llt. Es besteht kein Anspruch der Parteien auf Herausgabe der gutachterlichen Arbeitsunterlagen. Das Gesetz sieht denn auch als Parteirechte lediglich vor, eine ErlÃ¤uterung oder ErgÃ¤nzung des Gutachtens bzw. die Bestellung eines bzw. einer anderen SachverstÃ¤ndigen zu verlangen (§ 60 VRG in Verbindung mit § 180 der Zivilprozess­ordnung vom 13. Juni 1976). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Gutachten erwies sich allerdings mit Bezug auf Ausbildung und Erfahrung (Kri­terium 1) der Schulhausabwarte als unklar. Dementsprechend wurden zunÃ¤chst von der Be­klagten ergÃ¤nzende Angaben verlangt und hernach die Expertin mit einer ErlÃ¤uterung des Gut­achtens beauftragt. Mit den Ergebnissen lÃ¤sst sich die Sache, wie aufzuzeigen sein wird (hinten 7b), in rechtsgenÃ¼gender Weise klÃ¤ren. Weitere MÃ¤ngel des Gutachtens wurden von den Parteien nicht aufgezeigt noch waren solche ersichtlich. FÃ¼r eine ErgÃ¤nzung oder eine wei­tere ErlÃ¤uterung des Gutachtens besteht deshalb kein Anlass. Dasselbe gilt fÃ¼r die von Seiten der KlÃ¤gerin beantragte Anordnung eines neuen Gutachtens.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>7. a) Zur Beurteilung der strittigen Arbeitsbewertung enthÃ¤lt das Gutachten C Ã¼berzeugende Grundlagen. Das Gutachten hat abgesehen von der entscheidrelevanten Darstellung und dem Vergleich der beiden in Frage stehenden Berufsgruppen eine Bewertung der beiden Funktionen vorgenommen. Dabei ergaben sich folgende Resultate:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td colspan="2" valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Schulhauswart</span></b></p> </td> <td colspan="2" valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Hortnerin</span></b></p> </td> <td colspan="2" valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Hortleiterin</span></b></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Stufe VFA</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>AWP</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Stufe VFA</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>AWP</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Stufe VFA</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>AWP</span></b></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>K1</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>80,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>80,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>80,0</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>K2</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>75,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>75,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>75,0</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>K3</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>72,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>52,5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>72,0</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>K4</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>20,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>20,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>25,0</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>K5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>15,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>20,5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> 2,5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>20,5</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>K6</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>1,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>6,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>15,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>15,0</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Total</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span> </span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>268,0</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span> </span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>263,0</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span> </span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>287,5</span></b></p> </td> </tr> </table> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Folgenden ist zu prÃ¼fen, ob und inwieweit dieser gutachterlichen Bewertung zu folgen bzw. davon abzuweichen ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Kriterium 1 (Ausbildung und Erfahrung):</span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Gutachten bewertet K1 fÃ¼r die KlÃ¤gerin mit 2,0. Wohl verfÃ¼ge sie Ã¼ber eine leicht bessere Ausbildung; diese sei aber nur zum Teil direkt auf ihre TÃ¤tigkeit als Hortnerin/Hortleiterin anwendbar. Die KlÃ¤gerin meint darin einen Widerspruch erblickt zu haben. Es ist indessen ohne weiteres nachvollziehbar, dass eine Ausbildung, welche zwar Ã¼ber das fÃ¼r eine Bewertung mit 2,0 Erforderliche leicht hinausgeht, jedoch gleich­zei­tig fÃ¼r die TÃ¤tigkeit im Hort nicht verwendbar ist, dennoch mit 2,0 bewertet wird. Es rechtfertigt sich daher, dem Gutachten betreffend die Bewertung der klÃ¤gerischen Ausbil­dung und Erfahrung mit 2,0 zu folgen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>FÃ¼r die Schulhausabwarte geht die Gutachterin bei Kriterium 1 ebenfalls von der Stufe 2,0 aus. Zur BegrÃ¼ndung wird darauf verwiesen, dass eine handwerkliche Lehre erwÃ¼nscht sei, jedoch nicht formal gefordert werde. Die von ihr befragte Person erfÃ¼lle diese Voraussetzungen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In diesem Zusammenhang schloss die KlÃ¤gerin zunÃ¤chst mit Recht auf eine Unklar­heit im Gutachten. Auf S. 5 des Gutachtens fÃ¼hrte die Expertin nÃ¤mlich aus, der von ihr be­fragte Schulhausabwart sei in einer hÃ¶heren als der im Gerichtsverfahren zu Vergleichszwe­cken herangezogenen Lohnklasse eingestuft. Relevant fÃ¼r den vorliegenden Vergleich war aber die Frage, Ã¼ber welche Ausbildung und Erfahrung die Abwarte ver­fÃ¼gten, welche gemÃ¤ss Zusammenstellung der Beklagten allesamt in Lohnklasse 10 eingereiht waren. Das Gutachten stand dadurch, dass es in Bezug auf den befragten von einem hÃ¶her eingestuften Abwart sprach, im Widerspruch zu dieser Zusammenstellung. Die deswegen getÃ¤tigten Wei­terungen vermochten den Widerspruch wie folgt zu klÃ¤ren: Die Beklagte wies in ihrer Eingabe vom 10. September 2002 darauf hin, dass es sich bei Lohnklasse 10 um die damalige Einreihung des Schulabwarts F gehandelt habe. GemÃ¤ss den erlÃ¤uternden Angaben der Expertin war der von ihr be­fragte Schulhausabwart F gemÃ¤ss dessen Angaben seit anfangs 2001 in der Lohnklasse 12 eingereiht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es ist somit davon auszugehen, dass der von der Gutachterin befragte Schulhausab­wart im massgeblichen Zeitpunkt der Anstellung der KlÃ¤gerin in Lohnklasse 10 eingereiht war und ausserdem â entsprechend den Angaben im Gutachten â Ã¼ber den Ab­schluss einer handwerklichen Lehre verfÃ¼gt und somit die Voraussetzungen fÃ¼r die Stufe 2,0 erfÃ¼llt hat. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aber auch fÃ¼r die beiden von der Gemeinde weiter aufgefÃ¼hrten Abwarte G und H erscheint die Stufe 2,0 als vertretbar. Abwart G, im fraglichen Zeitraum rund 55-jÃ¤h­rig, war als Glaser ausgebildet worden und hatte vor seinem Stellenantritt bei der Beklag­ten langjÃ¤hrig als Maschinist und Disponent gearbeitet. Der Abwart H war ausgebildeter Metzger und in diesem Beruf vor der Ãbernahme der Schulhauswartung in X wÃ¤hrend 20 Jahren tÃ¤tig gewesen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zusammengefasst ist den Bewertungen des Gutachtens bei Kriterium 1 vollumfÃ¤ng­lich zu folgen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Kriterium 2 (Geistige Anforderungen):</span></p> <p class="Einzug1"><span>Betreffend das Kriterium 2 stuft die Expertin alle drei Berufskategorien identisch ein, nÃ¤mlich mit 2,0. Nach Meinung der KlÃ¤gerin wÃ¤re ihre TÃ¤tigkeit mit mindestens 3,0 zu bewerten. Die zur BegrÃ¼ndung angefÃ¼hrten Argumente vermÃ¶gen mit Bezug auf die Funktion der Hortnerin nicht durchzudringen. Die FÃ¼hrungsaufgaben des Schulhausabwarts ver­mÃ¶gen die vergleichsweise hohen geistigen Anforderungen in der Erziehung ungefÃ¤hr wett­­zumachen. Mit der Hortleitung sind allerdings zusÃ¤tzliche Kontakte damit verbunden, dass die Hortleiterin den Hort nach aussen vertreten muss (vgl. auch die AusfÃ¼hrungen des Gutachtens zu Kriterium 3). Diese Kombination von vergleichsweise hohen geistigen Anfor­derungen und Leitungsfunktionen mit z.T. anspruchsvollen Kontakten gebieten eine Be­wertung der Funktion Hortleitung mit Stufe 2,5 (vgl. Wertungshilfen). FÃ¼r die Funk­tion der Hortnerin ohne Leitungsfunktion ist dagegen eine ungefÃ¤hre Gleichwertigkeit mit der Funk­tion des Schulhausabwarts und somit entsprechend dem Gutachten der Wert 2,0 anzunehmen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Kriterium 3 (Verantwortung):</span></p> <p class="Einzug1"><span>In Kriterium 3 bewertet die Expertin die Hortnerin mit 2,0, die Hortleiterin und den Schulhausabwart mit je 2,5. Auch diese Bewertung wird von der KlÃ¤gerin kritisiert. Die Hort­­nerin sei mit mindestens 3,5 zu bewerten und bei der Hortleitung seien zusÃ¤tzlich die FÃ¼hrungsverantwortung und die Vertretung des Horts nach aussen zu berÃ¼cksichtigen. Wohl stellt das Gutachten zu Kriterium 3 abschliessend fest, bei der TÃ¤tigkeit im Hort kÃ¶nn­ten Fehler tendenziell grÃ¶ssere negative Folgen haben als bei der TÃ¤tigkeit von Schulhausabwarten. Dem kann jedoch in dieser Allgemeinheit nicht gefolgt werden. Wie sich aus der Beschreibung der TÃ¤tigkeit im Gutachten bzw. aus dem Pflichtenheft er­gibt, kÃ¶nnen Fehler bei der AbwarttÃ¤tigkeit durchaus gravierende Folge haben. Mit der Be­auf­sich­ti­gung einer ganzen Schulanlage ist denn auch eine erhebliche Verantwortung gegen­Ã¼ber der grossen Zahl von BenÃ¼tzenden verbunden. Der Schulhausabwart hat ferner ein Weisungsrecht gegenÃ¼ber den SchÃ¼lerinnen und SchÃ¼lern, mithin Aufgaben, welche durch­aus den er­zieherischen Bereich betreffen kÃ¶nnen. Angesichts dieser in verschiedene Richtun­gen zie­lenden Verantwortung ist die gutachterliche Bewertung angemessen und ist ihr da­her zu folgen. Es ist gerechtfertigt, die Funktion des Schulhausabwarts und der Hortleiterin gleich und die Funktion der Hortnerin angesichts der fehlenden FÃ¼hrungsverantwortung um einen halben Punkt tiefer zu bewerten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Kriterium 4 (Psychische Anforderungen/Belastungen):</span></p> <p class="Einzug1"><span>In Kriterium 4 setzt die Expertin die Hortnerin und den Schulhausabwart auf Stufe 2,0, die Hortleitung auf Stufe 2,5. Diese wohl begrÃ¼ndete Bewertung wird von der KlÃ¤gerin im Wesentlichen bloss mit ihren eigenen AusfÃ¼hrungen zu Kriterium 3 in Zweifel gezo­gen. Gerade der von der Gutachterin erwÃ¤hnte Einblick in menschliches Elend ist beim Schul­­hausabwart, der im tÃ¤glichen und hÃ¤ufigen Kontakt mit Kindern ist, durchaus vorhan­den. Zudem obliegt nur dem Schulhausabwart und der Hortleiterin FÃ¼hrungsverantwortung, nicht aber der Hortnerin. Der differenzierten, fÃ¼r die Hortleitung um einen halben Punkt erhÃ¶hten Einstufung ist vorbehaltlos zu folgen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Kriterium 5 (Physische Anforderungen/Belastungen):</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Gutachterin kommt hier auf eine Bewertung der im Hortbereich TÃ¤tigen mit 2,5 und fÃ¼r den Schulhausabwart mit 2,0. Diese Differenzierung Ã¼berzeugt und ist von keiner Partei kritisiert worden. Der gutachterlichen Bewertung ist zu folgen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>g) Kriterium 6 (Beanspruchung der Sinnesorgane/spezielle Arbeitsbedingungen): </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Gutachten bewertet die im Hortbereich TÃ¤tigen mit 2,0 und den Schulhausabwart mit 1,0. Die KlÃ¤gerin schlÃ¤gt fÃ¼r die im Hort TÃ¤tigen eine Bewertung mit 2,5 vor; sie seien wÃ¤hrend ihrer ganzen Arbeitszeit einer Gruppe von Kindern und Jugendlichen ausgesetzt, die eine stÃ¤ndige Wachsamkeit und Aufmerksamkeit erfordern und zudem einen hohen LÃ¤rmpegel verursachen wÃ¼rden. Das Gutachten hat diese UmstÃ¤nde ausdrÃ¼cklich und gebÃ¼hrend berÃ¼cksichtigt (S. 7+10) und hat die TÃ¤tigkeit im Hort dementsprechend um ei­nen Punkt hÃ¶her bewertet als die TÃ¤tigkeit des Schulhausabwarts. Es besteht kein Anlass fÃ¼r eine weitere ErhÃ¶hung der HorttÃ¤tigkeit auf den Wert 2,5. Auch bezÃ¼glich Kriterium 6 ist der gutachterlichen Bewertung zu folgen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>h) Zusammengefasst ergeben sich demnach folgende â vom Gutachten nur bezÃ¼glich der Hortleitung in Kriterium 2 (nach oben) abweichende â Arbeitsbewertungen:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td colspan="2" valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Schulhauswart</span></b></p> </td> <td colspan="2" valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Hortnerin</span></b></p> </td> <td colspan="2" valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Hortleiterin</span></b></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Stufe VFA</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>AWP</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Stufe VFA</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>AWP</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Stufe VFA</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>AWP</span></b></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>K1</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>80,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>80,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>80,0</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>K2</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>75,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>75,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>2,5</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>103,0</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>K3</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>72,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>52,5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>72,0</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>K4</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>20,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>20,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>25,0</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>K5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>15,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>20,5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> 2,5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>20,5</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>K6</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>1,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>6,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>15,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>15,0</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Total</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span> </span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>268,0</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span> </span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>263,0</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span> </span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>315,5</span></b></p> </td> </tr> </table> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>i) Die fÃ¼r die Funktion des Schulhausabwarts und der Hortnerin errechneten Punktzahlen entsprechen je BK 11, welche von 245 bis zu 269 Punkten reicht. FÃ¼r die Funktion Hortleiterin resultiert BK 13; diese reicht von 296 bis zu 322 Punkten (vgl. Weisung zur Strukturellen Besoldungsrevision, ABl 1990, 863).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Effektiv waren die KlÃ¤gerin in Lohnklasse 9 und die Schulhausabwarte in Lohnklas­­se 10 eingereiht. FÃ¼r die klarerweise der Bewertung der Funktionen widersprechende hÃ¶here Einreihung der Schulhausabwarte gegenÃ¼ber der KlÃ¤ge­rin sind kei­ne sachlichen GrÃ¼nde ersichtlich und von der Beklagten auch nicht vorgetragen worden. Wohl macht sie in allgemeiner Form geltend, die KlÃ¤gerin sei zu einem Zeitpunkt angestellt worden, da der Arbeitsmarkt entspannt gewesen sei. Diese von Seiten der KlÃ¤gerin bestrittene Behauptung erscheint jedoch als zu pauschal und unsubstanziiert, um ihr Gewicht beizumessen. Die tiefere Einstufung der KlÃ¤gerin gegenÃ¼ber den Schulhaus­abwarten erweist sich somit als diskriminierend im Sinn von Art. 3 Abs. 1 und 2 GlG.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>k) aa) Dass die KlÃ¤gerin aufgrund des Arbeitswerts ihrer TÃ¤tigkeit als Hortnerin im LohngefÃ¼ge des Kantons an sich in Lohnklasse 11 einzuteilen wÃ¤re, gibt ihr allerdings keinen Anspruch auf eine entsprechende Einreihung im LohngefÃ¼ge der Beklagten. Wie oben dargelegt besteht der Anspruch auf nicht diskriminierende Besoldung nur gegenÃ¼ber anderen Angestellten derselben Arbeitgeberschaft. Mit anderen Worten: Die KlÃ¤gerin hat aufgrund des Arbeitswerts ihrer TÃ¤tigkeit als Hortnerin Anspruch auf Einreihung in die Besoldungsklasse, in welche die Gemeinde die Schulhausabwarte eingereiht hat, also in BK 10. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Als Hortleiterin (eine Funktion, die ebenfalls noch vergleichbar ist mit derjenigen des Schulhausabwarts) hat die KlÃ¤gerin aufgrund des Arbeitswerts der Funktion Anspruch auf eine um zwei Klassen hÃ¶here Einreihung als die von der Gemeinde fÃ¼r die Schul­­hausabwarte gewÃ¤hlte, also auf eine Einreihung in BK 12.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>8. Die KlÃ¤gerin fÃ¼hrt allerdings zusÃ¤tzlich aus, das jeweilige Anstellungspensum ha­be der PrÃ¤senzzeit entsprochen. TatsÃ¤chlich wÃ¼rden Hortnerinnen â wie eine Untersuchung des IAP ergeben habe â deutlich Ã¼ber die PrÃ¤senzzeit hinaus arbeiten, beispielsweise wegen Eltern- und LehrergesprÃ¤chen und wegen der Vorbereitung der Arbeit mit den Kindern. GegenÃ¼ber der normalen wÃ¶chentlichen Arbeitszeit von 42 Stunden ergebe sich fÃ¼r Hortnerinnen eine durchschnittliche wÃ¶chentliche Gesamtarbeitsszeit von 45,67 Stunden. Beim Anstellungspensum von 78 % habe sie effektiv 84,76 % und beim Pensum von 80,35 % effektiv 87,35 % gearbeitet. BerÃ¼cksichtige man dies, so sei ihre Einreihung effek­tiv noch unter der Lohnklasse 9 erfolgt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beklagte liess diese glaubhaften AusfÃ¼hrungen unbestritten. Es ist mithin davon auszugehen, dass die Pensen der KlÃ¤gerin effektiv hÃ¶her waren als vertraglich vereinbart. Die Beklagte macht nicht geltend, dass die effektive Arbeitszeit anderer Angestellter der Schul­gemeinde, namentlich der hier interessierenden Schulhausabwarte, ebenfalls Ã¼ber dem Vereinbarten gelegen hÃ¤tte. Auch insofern erscheint eine Diskriminierung als glaubhaft.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es ist nicht bekannt, in welchem Umfang die KlÃ¤gerin tatsÃ¤chlich Mehrarbeit ge-leis­­tet hat. Die durchschnittliche Mehrarbeit der Hortnerinnen betrug laut der IAP-Unter­suchung rund 8,7 %. Es erscheint als angemessen, der KlÃ¤gerin unter diesem Aspekt zusÃ¤tz­lich einen Sprung um eine weitere Besoldungsklasse zu gewÃ¤hren. Eine ErhÃ¶hung um zwei Besoldungsklassen, was bereits rund 10 % mehr Lohn ausmachen wÃ¼rde, erschiene als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig; dies um so mehr vorliegend, wo die tatsÃ¤chliche Arbeitszeit der KlÃ¤gerin nicht mehr zuverlÃ¤ssig eruierbar ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die KlÃ¤gerin hÃ¤tte daher, solange sie als Hortnerin ohne FÃ¼hrungsaufgaben fungier­te, in BK 11 eingereiht werden mÃ¼ssen. Mit der Ãbernahme der Hortleitung ab Mai 1995 wÃ¤re sie entsprechend den hÃ¶heren geistigen Anforderungen und der erhÃ¶hten Verantwortung in BK 13 einzureihen gewesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>9. Die KlÃ¤gerin verlangt sodann die Einreihung in eine hÃ¶here Erfahrungsstufe. Sie sei auch insofern diskriminiert worden. FÃ¼r ihre Funktion als Hortnerin schlÃ¤gt sie eine Ein­­stufung in ES 6 vor und mit dem Wechsel in die Hortleitung auf Mai 1995 eine Einstufung in ES 4. Zur BegrÃ¼ndung verweist sie einerseits auf ihre vielfÃ¤ltigen Er­fah­rungen, wel­che gemÃ¤ss § 15 Abs. 2 der kantonalen Personalverord­nung vom 16. Dezember 1998 hÃ¤tten berÃ¼cksichtigt werden mÃ¼ssen, und anderseits auf die Einstufung von Schulabwarten und SchulsekretÃ¤r in hÃ¶here Erfahrungsstufen. Anwendbar fÃ¼r die anfÃ¤ngliche Einstufung war seinerzeit § 40 BVO. Danach waren bei der Festsetzung der Anfangsbesoldung nament­lich die Erfahrungen in frÃ¼herer Stellung, ausgewiesene FÃ¤higkeiten und besondere Eig­nung fÃ¼r die neue Stelle angemessen zu berÃ¼cksichtigen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die KlÃ¤gerin hatte bei ihrer Einstellung keinerlei Erfahrung als Hortnerin oder in ver­­wandten Berufen. Die Einstufung in ES 0 war daher objektiv vertretbar. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der vergleichende Hinweis der KlÃ¤gerin auf die hÃ¶heren Erfahrungsstufen der Schul­­abwarte ist ohne Relevanz und vermag eine Diskriminierung nicht glaubhaft zu machen: Die Abwarte sind alle schon seit langem im Dienst der Beklagten, nÃ¤mlich seit 1968, 1983 und 1989; ihre hÃ¶here Erfahrungsstufen sind mithin keine Hinweise auf eine Diskriminierung der KlÃ¤gerin. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auffallend ist allerdings, dass der im Jahr 1995 eingestellte SchulsekretÃ¤r bereits auf den Stellenantritt in ES 3 eingestuft worden war. HÃ¤tte der SchulsekretÃ¤r â wie die KlÃ¤ge- rin â Ã¼ber keinerlei Erfahrung im Beruf verfÃ¼gt, so hÃ¤tte eine Diskriminierung der KlÃ¤gerin auf der Hand gelegen. GemÃ¤ss der bei der Beklagten eingeholten Auskunft vom 10. Septem­ber 2002 war der SchulsekretÃ¤r vor der Ãbernahme seines Amtes indes wÃ¤hrend drei Jahren als SchulsekretÃ¤r-Stellvertreter und zuvor bereits wÃ¤hrend rund zehn Jahren in verschiedenen Gemeindeverwaltungen tÃ¤tig gewesen. Angesichts dieser spezifischen Berufserfahrung des SchulsekretÃ¤rs erweist sich seine Anfangseinreihung in ES 3 gegenÃ¼ber derjenigen der KlÃ¤gerin als sachlich gerechtfertigt. Deren anfÃ¤ngliche Einreihung in ES 0 und die spÃ¤tere Einreihung ab 1. Januar 1997 in ES 1 stellen keine Diskriminierung der KlÃ¤gerin dar. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>10. Zusammengefasst ergibt sich mit der Anhebung der klÃ¤gerischen Einreihung in BK 11 beziehungsweise ab 1. Mai 1995 in BK 13 folgendes Zahlenbild (vgl. dazu die jewei­ligen Fassungen von Anhang 2 zur kantonalen Beamtenverordnung in www.kan­ton.zh.ch/appl/zhlex.nsf; vgl. ferner die Zusammenstellung der KlÃ¤gerin):</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Zeitraum</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Pensum</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Bezahlter Bruttolohn</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Neue Einreihung</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Neuer Bruttolohn bei 100% </span></b></p> </td> <td colspan="2" valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Neuer Bruttolohn entsprechend Pensum</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Differenz zugunsten KlÃ¤gerin</span></b></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>1.1.-31.12.94</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>78 %</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>39'174</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>11/ES 0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>54'828</span></p> </td> <td colspan="2" valign="top"> <p class="Einzug1"><span>42'766</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>3'592</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>1.1.-31.4.95</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>78 %</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>11/ES 0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>55'377</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>43'194 </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>1/3:</span></p> <p class="Einzug1"><span>14'398</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>1.5.-31.8.95</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>76 %</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>13/ES 0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>61'262</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>46'559</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>1/3:</span></p> <p class="Einzug1"><span>15'520</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>1.9.-31.12.95</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>80,35 %</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>13/ES 0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>61'262</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>49'224</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>1/3:</span></p> <p class="Einzug1"><span>16'408</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>total 1995</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>39'989</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td colspan="2" valign="top"> <p class="Einzug1"><span>46'326</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>6'337</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>1.1.-31.12.96</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>80,35 %</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>41'287</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>13/ES 0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>61'875</span></p> </td> <td colspan="2" valign="top"> <p class="Einzug1"><span>49'717</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>8'430</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>1.1.-31.12.97</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>80,35 %</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>41'520</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>13/ES 1</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>62'070</span></p> </td> <td colspan="2" valign="top"> <p class="Einzug1"><span>49'873</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>8'353</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Total</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span> </span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>161'970</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span> </span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span> </span></b></p> </td> <td colspan="2" valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>188'682</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>26'712</span></b></p> </td> </tr> </table> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>FÃ¼r die einzelnen Jahre sind der KlÃ¤gerin somit folgende BruttolÃ¶hne nachzuzahlen:</span></p> <p class="Einzug1"><span>1994: Fr. 3'592.-</span></p> <p class="Einzug1"><span>1995: Fr. 6'337.-</span></p> <p class="Einzug1"><span>1996: Fr. 8'430.-</span></p> <p class="Einzug1"><span>1997: Fr. 8'353.-</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Insgesamt ergibt sich daraus fÃ¼r die Beklagte eine Nachzahlungspflicht des Bruttoloh­nes zugunsten der KlÃ¤gerin von Fr. 26'712.-.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>11. Die KlÃ¤gerin verlangt auf ihrer Forderung 5 % Zins ab Ende des ArbeitsverhÃ¤ltnis­ses, also ab 1. Januar 1998. FÃ¼r Ã¶ffentlichrechtliche Geldforderungen gilt der Grundsatz, dass sie im Verzugsfall zu verzinsen sind, wenn dies nach allgemeinen RechtsgrundsÃ¤tzen, im Hinblick auf die fÃ¼r Ã¤hnliche zivilrechtliche TatbestÃ¤nde geltende Ord­nung, gerechtfertigt ist. Eine Verzugszinspflicht wird deshalb bei Gehaltsnachforderun­gen bejaht (vgl. Max Imboden/RenÃ© Rhinow, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Bd. I, 6. A., Basel/Frankfurt a.M. 1986, Nr. 31 B I). In analoger Anwendung der Regelung in Art. 102 Abs. 1 des Obligationenrechts (OR) setzt auch die Zinspflicht bei Ã¶ffentlich­recht­lichen Forderungen im Allgemeinen eine Mahnung voraus (vgl. Imboden/Rhinow, Nr. 31 B IV). Wo fÃ¼r die ErfÃ¼llung ein bestimmter Verfalltag verabredet ist, kommt der Schuldner zwar schon mit dem Ablauf dieses Tages in Verzug (Art. 102 Abs. 2 OR); eine solche Verabredung liegt zwischen den Parteien jedoch nicht vor. Die gesetzliche Pflicht zur Lohnausrichtung auf das Monatsende gemÃ¤ss Art. 323 OR fÃ¼hrt nicht zur Annahme eines Verfalltages (vgl. Rolf Weber, Berner Kommentar, 2000, Art. 102 N. 111 OR; Wolfgang Wiegand, Basler Kommentar, 1996, Art. 102 N. 10 OR; Manfred Rehbinder, Berner Kommentar, 1985, Art. 323 N. 24 OR). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Demzufolge sind Verzugszinse in vorliegender Sache erst ab Mahnung geschuldet. Als Mahnung gilt die klare WillensÃ¤usserung des GlÃ¤ubigers, die Bezahlung der geschuldeten Leistung zu verlangen (Weber, Art. 102 N. 66 ff.). Diese QualitÃ¤t erreicht die Eingabe der KlÃ¤gerin vom 24. August 1998 an die kantonale SchlichtungsbehÃ¶rde, mit der sie das Begehren um nachtrÃ¤gliche LohnerhÃ¶hung stellte. Verzugszinse sind dem­nach ab 24. Au­gust 1998 geschuldet. Der Zinssatz von 5 % entspricht dem Ãblichen (vgl. Art. 104 Abs. 1 OR; RenÃ© Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, ErgÃ¤nzungsband, Basel/Frankfurt a.M. 1990, Nr. 31 B V).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>12. FÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren sind gemÃ¤ss Art. 13 Abs. 5 GlG keine Kosten aufzuerlegen. Da sodann keine der Parteien deutlich obsiegt, sind keine Parteient­schÃ¤digungen zuzusprechen (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwal­tungsrechtspflegegesetzes des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼­rich 1999, § 17 N. 32).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. In teilweiser Gutheissung der Klage wird die Beklagte verpflichtet, zugunsten der KlÃ¤gerin fÃ¼r die Zeit vom 1. Januar 1994 bis 31. Dezember 1997 eine Besoldungsnachzah­lung von brutto Fr. 26'712.- nebst Zins zu 5 % ab 24. August 1998 zu leisten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> Im Ãbrigen wird die Klage abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>