<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div id="JurisdictionPrintArea"> <h1>Rechtsprechung Luzern</h1> <br/> <table class="headerleft noborder" id="content_0_tblJurisdiction"> <tr> <th>Instanz:</th><td>Obergericht</td> </tr><tr> <th>Abteilung:</th><td>Gesamtobergericht</td> </tr><tr> <th>Rechtsgebiet:</th><td>Zivilprozessrecht</td> </tr><tr> <th>Entscheiddatum:</th><td>09.02.2007</td> </tr><tr> <th>Fallnummer:</th><td>GO 07 2</td> </tr><tr> <th>LGVE:</th><td>2006 I Nr. 31</td> </tr><tr> <th>Leitsatz:</th><td>§ 83 Abs. 1 ZPO. Weisung an die erstinstanzlichen Gerichte betr. Rechtzeitigkeit von Zahlungen mit Giroauftrag (Praxisänderung)</td> </tr><tr> <th>Rechtskraft:</th><td>Diese Entscheidung ist rechtskräftig.</td> </tr><tr> <th>Entscheid:</th><td>§ 83 Abs. 1 ZPO. Weisung an die erstinstanzlichen Gerichte betr. Rechtzeitigkeit von Zahlungen mit Giroauftrag (Praxisänderung)<br/><br/><br/><br/>======================================================================<br/><br/><br/><br/>Mit Weisung vom 5. Dezember 2003 wurde u.A. festgehalten (LGVE 2003 I Nr. 32):<br/><br/><br/><br/>"...<br/><br/><br/><br/>Zahlungen unter Benutzung des elektronischen Zahlungsauftrages (EZAG) gel-ten dann als rechtzeitig, wenn als Fälligkeitsdatum auf dem Datenträger spätes-tens der letzte Tag der Frist bestimmt und der Datenträger innerhalb dieser Frist der schweizerischen Post übergeben wird.<br/><br/><br/><br/>Bei Zahlungsauftrag an eine Bank ist dafür zu sorgen, dass diese die Zahlung rechtzeitig erbringt. Die Rechtzeitigkeit einer Zahlung ist im Zweifel von der vor-schusspflichtigen Partei nachzuweisen."<br/><br/><br/><br/><br/><br/>Per 1. Januar 2007 ist das Bundesgerichtsgesetz in Kraft getreten. In Art. 48 Abs. 4 BGG ist festgehalten, dass die Zahlungsfrist gewahrt ist, wenn der Betrag rechtzeitig der Schweizeri-schen Post übergeben oder einem Post- oder Bankkonto in der Schweiz belastet worden ist. In Art. 89 Abs. 5 des Entwurfs für eine schweizerische StPO bzw. in Art. 141 Abs. 3 des Ent-wurfs für eine schweizerische ZPO sind grundsätzlich gleichlautende Bestimmungen enthal-ten. Diese Umstände rechtfertigen es, nicht mehr an der bisherigen Praxis festzuhalten, son-dern die bundesrechtliche Lösung für das Gerichtswesen im Kanton Luzern zu übernehmen. Das Obergericht des Kantons Luzern wird daher in seinen Verfügungen die Zahlungsbedin-gungen wie folgt neu formulieren:<br/><br/><br/><br/>Die Zahlungsfrist ist gewahrt, wenn der Betrag spätestens am letzten Tag der Frist bar bezahlt, der Schweizerischen Post übergeben oder einem Post- oder Bankkonto in der Schweiz belastet worden ist.<br/><br/><br/><br/><br/><br/>Um eine einheitliche Handhabung im ganzen Kanton zu gewährleisten, werden Sie daher angewiesen, ab 1. März 2007 Ihre Kostenverfügungen der neuen Praxis anzupassen.<br/><br/><br/><br/>Gesamtobergericht, 9. Februar 2007 (GO 07 2)<br/><br/></td> </tr> </table> </div></body></html>