<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2021-02-25-2C_949-2018.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2C_949/2018</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Verfügung vom 25. Februar 2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Hänni, als Instruktionsrichterin, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Hugi Yar. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">1. AZ Regionalfernsehen AG, </div> <div class="para">2. CH Media TV AG, </div> <div class="para">3. Canal 9, </div> <div class="para">4. Canal Alpha Plus SA, </div> <div class="para">5. n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH, </div> <div class="para">6. Pro Sieben Puls 8 TV AG, </div> <div class="para">7. ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH, </div> <div class="para">8. RTL Disney Fernsehen GmbH &amp; Co. KG, </div> <div class="para">9. RTL Television GmbH, </div> <div class="para">10. RTL 2 Fernsehen GmbH &amp; Co. KG, </div> <div class="para">11. SAT.1 Satelliten Fernsehen GmbH, </div> <div class="para">12. Schweizerische Radio- und </div> <div class="para">Fernsehgesellschaft SRG SSR </div> <div class="para">, </div> <div class="para">13. Stiftung Telebasel, </div> <div class="para">14. Südostschweiz TV AG, </div> <div class="para">15. Tele Ticino SA, </div> <div class="para">16. Telebielingue AG, </div> <div class="para">17. TV LÉMAN BLEU SA, </div> <div class="para">18. TVO AG, </div> <div class="para">19. Vaud-Fribourg TV SA, </div> <div class="para">20. VOX Televions GmbH, </div> <div class="para">21. Tele 1 AG, </div> <div class="para">Beschwerdeführerinnen, </div> <div class="para">alle vertreten durch Dr. Kai-Peter Uhlig und/oder Dr. Adriano Viganò, Rechtsanwälte, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. ProLitteris, Schweizerische </div> <div class="para">Urheberrechtsgesellschaft für </div> <div class="para">Literatur und bildende Kunst, Genossenschaft, </div> <div class="para">2. Société Suisse des Auteurs, </div> <div class="para">3. SUISA Genossenschaft der Urheber </div> <div class="para">und Verleger von Musik, </div> <div class="para">4. SUISSIMAGE </div> <div class="para"> Schweizerische Genossenschaft für die </div> <div class="para"> Urheberrechte an audiovisuellen Werken, </div> <div class="para">5. SWISSPERFORM </div> <div class="para">Gesellschaft für Leistungsschutzrechte </div> <div class="para">, </div> <div class="para">alle vertreten durch Dr. Ernst W. Brem und Ernst J. Brem, Rechtsanwälte, </div> <div class="para">6. Swissstream (Schweizerischer Verband der </div> <div class="para"> Streaming-Anbieter), </div> <div class="para">7. SUISSEDIGITAL, </div> <div class="para"> Verband für Kommunikationsnetze, </div> <div class="para">beide vertreten durch Alexander Schmid und/oder Dr. Jean-Daniel Schmid, Rechtsanwälte, </div> <div class="para">8. Konsumentenforum kf, </div> <div class="para">Beschwerdegegner, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Eidgenössische Schiedskommission für die Verwertung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten ESchK, Schwanengasse 2, 3003 Bern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Gemeinsamer Tarif 12 [2017-2019], </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung I, vom 12. September 2018 (B-1714/2018). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> Die Gültigkeitsdauer des mit Beschluss vom 30. November bzw. vom 17. Dezember 2012 genehmigten Gemeinsamen Tarifs 12 (GT 12; "Vergütung für die Gebrauchsüberlassung von Set-Top-Boxen mit Speicher und vPVR [virtual Personal Video Recorder]") lief am 31. Dezember 2016 aus. Die Verwertungsgesellschaften SUISSIMAGE, Pro Litteris, SSA, SUISA und SWISSPERFORM beantragten der Eidgenössischen Schiedskommission für die Verwertung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten (ESchK) am 16. Juni 2016, einen neuen GT 12 mit einer Gültigkeitsdauer vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2019 (mit einer Verlängerungsmöglichkeit bis zum 31. Dezember 2021) zu genehmigen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> Verschiedene Sendeanstalten, die Radio- und Fernsehprogramme produzieren bzw. veranstalten und damit Rechteinhaber sind, beantragten, als Parteien im Genehmigungsverfahren der Eidgenössischen Schiedskommission für die Verwertung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten zugelassen zu werden, was diese mit Zwischenverfügung vom 22. März 2017 ablehnte. Am 16. Februar 2018 genehmigte die ESchK den gemeinsamen Tarif (GT 12 [2017-2019]; "Vergütung für die Gebrauchsüberlassung von Set-Top-Boxen mit Speicher und vPVR"). Gegen beide Entscheide gelangten die Sendeunternehmen an das Bundesverwaltungsgericht, welches die Beschwerde bezüglich der Parteistellung am 12. September 2018 abwies und auf jene gegen den Genehmigungsbeschluss mangels Beschwerdebefugnis der Sendeanstalten nicht eintrat. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.3.</b> Mit Eingabe vom 19. Oktober 2018 beantragten die verschiedenen Sendeunternehmen vor Bundesgericht, den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 12. September 2018 aufzuheben und die Sache zu materiellem Entscheid über ihre Beschwerde einschliesslich der Kostenverteilung - unter ihrer Zulassung zum Verfahren mit allen Parteirechten - an die Vorinstanz zurückzuweisen. Auf Antrag der Verfahrensbeteiligten, die sich um eine einvernehmliche Lösung bemühten, wurde das bundesgerichtliche Verfahren ab dem 4. September 2019 sistiert. Am 11. November 2020 sind die Beteiligten darüber informiert worden, dass beabsichtigt sei, das bundesgerichtliche Verfahren wieder aufzunehmen; die Parteien konnten sich hierzu äussern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.4.</b> Am 8. Februar 2021 teilten die Beschwerdeführerinnen dem Bundesgericht mit, dass sie ihre Beschwerde zurückzögen: Zwischen den betroffenen Sendeunternehmen, den Verwertungsgesellschaften und den Nutzerverbänden der Verbreiter habe eine vergleichsweise Einigung über die massgeblichen Fragen erzielt werden können. Die Einigung sehe, im Sinne einer Beilegung der mit dem GT 12 verbundenen Auseinandersetzungen, auch den Rückzug der "streitgegenständlichen" Beschwerde unter je hälftiger Tragung der im Zusammenhang mit diesem verfügten Gerichtskosten zwischen den Beschwerdeführerinnen einerseits und den Beschwerdegegnerinnen 6 und 7 andererseits (jeweils gemeinschaftlich); die Parteientschädigungen würden wettgeschlagen; die Kosten seien entsprechend zu verteilen. Die Beschwerdeführerinnen brächten "ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass das Bundesgericht das beharrliche, letztlich erfolgreiche Streben nach einer einvernehmlichen Beilegung des dem Streit zugrundeliegenden Konflikts und den Abschluss des Verfahrens" im Kostenentscheid "würdigen möge". Mit Eingabe vom 9. Februar 2021 bestätigten die Verwertungsgesellschaften (Beschwerdegegnerinnen 1-5) den Inhalt des Vergleichs. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Gemäss <span class="artref">Art. 32 Abs. 2 BGG</span> entscheidet die Instruktionsrichterin als Einzelrichterin über die Abschreibung von Verfahren infolge Rückzugs. Sie befindet dabei auch über die Gerichtskosten und Parteientschädigungen (<span class="artref">Art. 5 Abs. 2 BZP</span> in Verbindung mit <span class="artref">Art. 71 BGG</span>). Es ist kein Grund ersichtlich, von der von den Parteien gemeinsam vorgeschlagenen Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen abzuweichen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Die Höhe der Gerichtskosten richtet sich nach <span class="artref"><artref id="CH/173.110/66/2" type="start"></artref>Art. 65 und 66 Abs. 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/65" type="end"></artref>. Dabei ist vorliegend zu berücksichtigen, dass das Bundesgericht nach den Stellungnahmen der Parteien zur Aufhebungen der Sistierung den Fall prioritär behandelt hat und zum Zeitpunkt des Rückzugs der Beschwerde bereits ein ausgearbeitetes Referat vorlag (vgl. THOMAS GEISER, in: Niggli/Uebersax/Wiprächtiger/Kneubühler [Hrsg.], BSK Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, N. 21 zu <span class="artref">Art. 66 BGG</span>). Im konkreten Fall wurde ein Kostenvorschuss von Fr. 25'000.-- erhoben. Es rechtfertigt sich, die Gerichtskosten auf Fr. 12'500.-- festzusetzen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach verfügt die Instruktionsrichterin:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Das Verfahren wird infolge Rückzugs der Beschwerde abgeschrieben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 12'500.-- werden den Beschwerdeführerinnen und den Beschwerdegegnerinnen 6 und 7 unter solidarischer Haftbarkeit je zur Hälfte auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Diese Verfügung wird den Verfahrensbeteiligten, der Eidgenössischen Schiedskommission für die Verwertung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten ESchK, dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung I, dem Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement sowie dem Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum IGE schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 25. Februar 2021 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Instruktionsrichterin: Hänni </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Hugi Yar </div> </div></body></html>