<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die bestehenden Regelungen auf Verordnungsstufe derart anzupassen und zu ergänzen, dass dem Fortschritt der Technik bei Wärmepumpen Rechnung getragen wird. Insbesondere sollen damit bei der Anwendung von modernen Wärmepumpen keine weiteren Massnahmen zur Verminderung von Lärmemissionen getroffen werden müssen, die über die Einhaltung der rechtlichen Grenzwerte hinaus gehen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat Kenntnis von der in der Motion aufgebrachten Thematik. Auch der Bundesrat will erneuerbare Energien fördern, um die Dekarbonisierung voranzutreiben. Dazu gehört auch der rasche Umstieg auf klimafreundliche Heizungsanlagen wie Wärmepumpen. Der Bundesrat hat im Dezember 2021 die Vernehmlassung zum revidierten CO2-Gesetz eröffnet. Die Vorlage sieht unter anderem vor, dass der Bund zwischen 2025 und 2030 für die Gebäudesanierung und den Umstieg auf klimafreundliche Heizungsanlagen gesamthaft rund 2,9 Milliarden Franken bereitstellen kann.</p><p>Gleichzeitig ist dem Bundesrat auch der Schutz der Bevölkerung vor Lärm ein wichtiges Anliegen. Das umweltrechtliche Vorsorgeprinzip stellt einen verfassungsmässigen Eckpfeiler des Umweltschutzgesetzes (SR 814.01) dar. Eine Regelung der Lärmschutzvorsorge auf Verordnungsstufe bei Heizungswärmepumpen im Sinne des Motionärs soll daher zuerst im Rahmen einer Auslegeordnung geprüft werden.</p><p>Der Bundesrat verweist im Übrigen darauf, dass die Vereinigung der kantonalen Lärmschutzfachleute (Cercle Bruit) zurzeit ihre Empfehlungen zum Vollzug des Lärmschutzrechts bei Wärmepumpen aktualisiert. Die Ergebnisse werden anfangs 2022 vorliegen. Im Zentrum steht dabei eine Vereinfachung des Umgangs mit Vorsorgemassnahmen. Zudem hat der Bundesrat Kenntnis von Massnahmen des Kantons Basel-Stadt, mit denen die Bewilligungsverfahren für Wärmepumpen stark vereinfacht und beschleunigt wurden. Eine analoge Regelung ist zurzeit im Kanton Zürich in Vorbereitung.</p><p>Die zuständigen Fachämter des Bundes (Bundesamt für Umwelt BAFU und Bundesamt für Energie BFE), die Kantone, Branchenvertreter und Umweltschutzverbände werden diese verschiedenen Lösungsansätze Anfang 2022 in einem gemeinsamen Arbeitstreffen vertieft prüfen und das weitere Vorgehen im Hinblick auf die angestrebten Vereinfachungen festlegen.</p><p>Der Bundesrat möchte diesen laufenden Arbeiten nicht vorgreifen und lehnt das Anliegen der Motion deshalb zurzeit ab.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.