A. Verwaltungsentscheide 1468 31 Private können nicht ohne weiteres darauf vertrauen , dass ein geltendes Gesetz nie geändert wird, sondern sie müs sen mit dessen Revision rechnen. Nur wenn die Privaten durch eine unvorhersehbare Rechtsänderung in schwerwiegender Weise in ihren ge stützt auf die bisherige gesetzliche Regelung getätigten Dispositi onen getroffen werden und keine Möglichkeit der Anpassung an die n eue Rechtslage haben, kann das Prinzip des Vertrauensschutzes ange rufen werden. Dann ergibt sich u. U. ein Anspruch auf eine angeme ssene Über - gangsregelung (Häfelin/Müller/Uhlmann , a.a.O., N 641 f.). Im vorliegenden Fall konnte die Rekurrentin daher n icht davon ausgehen, dass die Bestimmungen der LRV nie abgeänd ert werden, sondern sie musste mit einer Revision der geltenden Bestimmungen rechnen, zumal die Feinstaubproblematik seit Jahren sehr aktuell ist. Zudem ist die Rekurrentin durch ihre gestützt auf d ie bisherige Regelung getätigte Disposition von Fr. 80'000. -- nicht in schwerwie - gender Weise von der unvorhersehbaren Rechtsänderun g getroffen, da in der Holzfeuerung nicht nur Restholz von Baust ellen, sondern auch anderes Holz, beispielsweise naturbelassenes W aldholz oder Restholz aus der Holzverarbeitung als Brennstoff ge nutzt werden kann. Daher erweist sich die Verlängerung der Nutzu ng von Restholz von Baustellen bis Ende Mai 2010 als angemessen. Ei ne andere Übergangsregelung, etwa eine Ausnahmebewilligung zu r Nutzung der Anlage im bisherigen Rahmen bis und mit 2018 kann a ufgrund der zwingenden gesetzlichen Vorschriften nicht gewährt werden. Departement Bau und U mwelt, 08.09.2008 1468 Strassenwesen. Einsprachelegitimation gegen eine Verkehrsbe - schränkung: Ein schutzwürdiges Anfechtungsinteresse ist zu bejahen, wenn ein Verkehrsteilnehmer die mit einer Beschränk ung belegte Strasse mehr oder weniger regelmässig benu tzt. a) Die Einsprachelegitimation richtet sich nach den al lgemeinen Regeln der Beschwerdeberechtigung. Danach ist zur E insprache be - fugt, wer ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhe bung oder Änderung der angefochtenen Verfügung hat (vgl. Art. 32 VRPG). 31A. Verwaltungsentscheide 1468 32 Dieses Interesse kann rechtlicher oder auch bloss t atsächlicher Natur sein. Immerhin wird verlangt, dass der Beschwerdefü hrer durch den angefochtenen Entscheid stärker als jedermann betro ffen ist und in einer besonderen beachtenswerten, nahen Beziehung z ur Streitsache steht. Ein schutzwürdiges Interesse liegt vor, wenn die tatsächliche oder rechtliche Situation des Beschwerdeführers dur ch den Ausgang des Verfahrens beeinflusst werden kann. Diese Anfor derungen sollen die Popularbeschwerde ausschliessen. Das geforderte Interesse besteht im praktischen Nutzen, den die erfolgreiche Beschwerde dem Beschwerdeführer eintragen sollte, das heisst in de r Abwendung eines materiellen oder ideellen Nachteils, den der angefochtene Ent - scheid für ihn zur Folge hätte (vgl. statt vieler: BGE 121 II 177 f.). Die Einsprachelegitimation entspricht inhaltlich der Le gitimation zur Ver - waltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht gem äss Art. 89 Abs. 1 BGG (ehem. Art. 103 lit. a OG). b) Nach der Rechtsprechung des Bundes ist die Legitima tion bei verkehrsbeschränkenden Massnahmen wie der vorliegen den zu bejahen, wenn ein Verkehrsteilnehmer die mit einer Beschränkung belegte Strasse mehr oder weniger regelmässig benüt zt (VPB 55.32 E. 4b; VPB 53.26 E. 6c). Vorausgesetzt wird eine ge wisse Häufigkeit der Fahrten. Diese ist zu bejahen, wenn die Fahrten über eine längere Zeitspanne und in gleichmässigen, eher kurzen zeitl ichen Abständen durchgeführt werden. Diese Voraussetzung beurteile sich nach den konkreten Umständen des Einzelfalls: Ein schutzwürd iges Anfech - tungsinteresse ist in der Regel gegeben, wenn die M assnahme eine Strasse betrifft, die der Beschwerdeführer als Anwo hner oder Pendler befährt, denn hier dürfe mit gutem Grund angenommen werden, dass er diese regelmässig und über eine längere Zeitspan ne hinweg benütze. Hingegen ist ein solches Interesse zu vern einen, wenn ein Betroffener die Strecke lediglich gelegentlich befä hrt, zum Beispiel zum Einkauf in einem entfernter gelegenen Einkaufsz entrum (VPB 55.32 E. 4b; VPB 61.22 E. 1d). c) Nach eigenen Angaben des Einsprechers arbeitet er i n einem Büro gegenüber des von der streitigen Verkehrsbesch ränkung be - troffenen Strassenabschnitts. Abklärungen des Depar tements Bau und Umwelt haben ergeben, dass der Einsprecher in e inem Schreine- reibetrieb tätig ist. Ist davon auszugehen, dass de r Einsprecher täglich mit seinem Auto von seinem Wohnort zu seinem Arbeit sort pendelt, befährt er mindestens zweimal täglich die von der s treitigen Verkehrs- 32A. Verwaltungsentscheide 1469 33 beschränkung betroffene Strecke. Der Einsprecher is t nach dem Gesagten durch die angefochtene Verkehrsbeschränkun g somit grundsätzlich in seinen Interessen berührt. Insbeso ndere bei der Herabsetzung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit a uf kürzeren Strecken wie der vorliegenden stellt sich jedoch di e Frage, inwieweit eine solche Verkehrsbeschränkung einem Verkehrsteil nehmer über - haupt einen Nachteil zufügt, der ihn in so besonder er Weise trifft, dass ihm ein schutzwürdiges Interesse an der Einsprachee rhebung zuzu - sprechen ist. Vorliegend betrifft die strittige Ges chwindigkeitsherab- setzung von 80 km/h auf 60 km/h eine relativ kurze Strecke von nur gerade ca. 260 m. Der praktische Nutzen des Einspre chers bei einem allfälligen Obsiegen in diesem Verfahren beträfe so mit lediglich einen Zeitgewinn von weniger als 4 Sekunden (vgl. Stellun gnahme Tief - bauamt vom 20. November 2007); ob damit von einem s chütz- würdigen Interesse gesprochen werden kann, ist frag lich, kann aber für das Weitere offen gelassen werden. Die Legitima tion ist im Ergeb - nis somit zu bejahen. Im Weiteren ergibt die von Am tes wegen vorzunehmende Prüfung der Einsprachevoraussetzungen , dass diese in Bezug auf die Form - und Fristerfordernisse erfüllt sind. Auf die Einsprache ist einzutreten. Departement Bau und Umwelt, 15.02.2008 1469 Besuchsrecht. Bei Schulkindern entspricht ein Besuchsrecht des Vaters von einem Wochenende pro Monat der Praxis. M eldungen über Änderungen der Wohn - und Lebenssituation sind nicht zwingend dem Beistand zu melden, sondern können auch an die Vormund- schaftskommission erfolgen. Sachverhalt: S. erhielt nach der Scheidung das elterliche Sorger echt für die gemeinsamen Kinder M. und N. Nach einer Neuregelung des Be - suchsrechts durch die Vormundschaftskommission Z. w urde dem Vater B. ein Wochenende pro Monat von Samstag 10.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr zugesprochen. In einer Beschwerde gegen diesen Entscheid beantragt B. einen zusätzlichen Samstag p ro Monat. Weiter 33