<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Abschlüsse der höheren Berufsbildung gemäss den Artikeln 26 bis 29 BBG aufzuwerten, indem jene modernen Titelbezeichnungen gesetzlich verankert werden, welche die Titel- und Niveauäquivalenz mit anderen Titelbezeichnungen im In- und Ausland herstellen ("Professional Bachelor", "Professional Master").</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat sich im Rahmen seiner Stellungnahmen zu den Motionen Tschümperlin 11.3618 und Aebischer 12.3511 bereits ausführlich zur Problematik der Einführung der Titel Bachelor resp. Master und entsprechender Zusätze in der höheren Berufsbildung geäussert und diese abgelehnt. Das Parlament ist seinen Anträgen gefolgt. Hauptgrund der Ablehnung bildete die Vermischung der Titelstrukturen der Berufsbildung und der Hochschulen, im Besonderen der Fachhochschulen, die praxisorientierte Studien und berufsqualifizierende Abschlüsse anbieten. Diese Vermischung könnte einer unerwünschten "Akademisierung" der höheren Berufsbildung Vorschub leisten.</p><p>Mit dem europäischen Qualifikationsrahmen und der Abgabe von englischen Diplomzusätzen wurde seither die Vergleichbarkeit und Transparenz der Berufsbildungsabschlüsse, insbesondere auch jener der höheren Fachschulen, im Bildungssystem erhöht und die Mobilität der Arbeitnehmenden erleichtert. Im Rahmen der verbundpartnerschaftlich getragenen Initiative "Berufsbildung 2030" wird zudem das System der höheren Fachschulen derzeit breiter überprüft. Veranlasst wurde das Projekt durch die Annahme der Motionen WBK-N 18.3392 und Fetz 18.3240. Der Bundesrat, der die Motionen unterstützte, erklärte sich bereit, das System der höheren Fachschulen sowie der Bildungsgänge hinsichtlich ihrer nationalen und internationalen Positionierung zu überprüfen und entsprechende Anpassungen vorzunehmen. Dies mit dem Ziel, das spezifische Qualitätsmerkmal der Arbeitsmarktorientierung der höheren Fachschulen zu erhalten und weiter zu stärken.</p><p>Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI nimmt bis im Sommer 2020 eine umfassende Auslegeordnung vor. Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen der Arbeitswelt, Bildungsanbietern, Kantonen und Bund begleiten und unterstützen diesen Prozess. Basierend auf den Ergebnissen sollen Handlungsfelder geprüft und gegebenenfalls Massnahmen ergriffen werden. Einbezogen werden dabei auch die Entwicklungen in anderen Ländern mit vergleichbaren Berufsbildungssystemen, namentlich Deutschland und Österreich.</p><p>Der Bundesrat ist der Ansicht, dass die Resultate dieser Arbeiten abzuwarten sind, und hält deshalb an seiner bisherigen Position fest. Sollte die Motion im Erstrat dennoch angenommen werden, behält sich der Bundesrat vor, im Zweitrat die Abänderung in einen Prüfauftrag zu beantragen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.