<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00111</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106322&amp;W10_KEY=4467148&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00111</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 12.09.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Beschränkung der Öffnungszeiten einer Autowasch- und Staubsaugeranlage im Sinne des Vorsorgeprinzips aufgrund der kommunalen Polizeiordnung.<br/><br/>Beschwerdefrist (E. 1). Lärmprognose als Anwendungsfall von Art. 46 USG (E. 3a). Der Beurteilungspegel für Industrie- und Gewerbelärm wird gemäss Anhang 6 LSV getrennt für Tag und Nacht ermittelt, wobei jeweils auf die durchschnittliche Dauer der Emission abzustellen ist (E. 3c). Gestützt auf das Vorsorgeprinzip sind trotz Einhaltung der Planungswerte betriebliche (zeitliche) Einschränkungen zulässig (E. 4).<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHWERDEFRIST">BESCHWERDEFRIST</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEURTEILUNGSPEGEL">BEURTEILUNGSPEGEL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EMISSIONEN">EMISSIONEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃRMPROGNOSE">LÃRMPROGNOSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: LÃRMSCHUTZ">LÃRMSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLANUNGSWERT">PLANUNGSWERT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: POLIZEIVERORDNUNG">POLIZEIVERORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORSORGEPRINZIP">VORSORGEPRINZIP</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 7 lit. I LSV</span><br/><span class="ungerade">§ 46 UGG</span><br/><span class="gerade">Art. 11 Abs. II USG</span><br/><span class="ungerade">Art. 25 Abs. I USG</span><br/><span class="gerade">§ 11 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Am 22. August 2000 erteilte die Baukommission X der H AG die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r die Erstellung von Waschboxen, StaubsaugerplÃ¤tzen und einer LÃ¤rmschutz­wand auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 1/2 an der M-strasse in X. Zusammen mit dieser Bewilligung wurde die lÃ¤rmschutzrechtliche Bewilligung der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons ZÃ¼rich erÃ¶ffnet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Rekurs vom 16. September 2000 an die Baurekurskommission II verlangten A 1 sowie sieben Mitrekurrrenten eine Begrenzung der Betriebszeiten, eine BegrÃ¼nung der LÃ¤rmschutzwand sowie ein Verbot zum Anbringen von Leuchtreklamen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Entscheid vom 27. Februar 2001 stÃ¼tzte die Baurekurskommission II den Rekurs teilweise und ergÃ¤nzte den Beschluss der Baukommission X vom 22. August 2000 mit folgender Nebenbestimmung:</span></p> <p class="Einzug1"><span>"Die LÃ¤rmschutzwand ist zu begrÃ¼nen. Vor Baubeginn sind der BaubehÃ¶rde DetailplÃ¤ne hinsichtlich der ErfÃ¼llung dieser Auflage und der mit Dispositiv-Ziffer 5.1 der VerfÃ¼gung der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons ZÃ¼rich vom 18. Juli 2000 statuierten, ebenfalls die LÃ¤rmschutzwand beschlagenden Nebenbestimmungen einzureichen und genehmigen zu lassen."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1"><span>Sodann wurde Dispositiv-Ziffer 6.1 der VerfÃ¼gung der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons ZÃ¼rich aufgehoben und neu gefasst:</span></p> <p class="Einzug1"><span>"Die maximalen tÃ¤glichen Betriebszeiten werden wie folgt festge- legt:</span></p> <p class="Einzug1"><span> Wasch- und Staubsaugeranlage</span></p> <p class="Einzug1"><span> Montag bis Samstag: 07.00 bis 19.00 Uhr.</span></p> <p class="Einzug1"><span> An Sonntagen und allgemeinen Feiertagen dÃ¼rfen die Anlagen nicht betrieben werden."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 2. April 2001 erhob die H AG fristgerecht Beschwerde <br/> und beantragte, es sei der Entscheid der Baurekurskommission II mit Bezug auf die Oef­f­nungszeiten der Wasch- und Staubsaugeranlage aufzuheben und der Beschwer­defÃ¼hrerin in BestÃ¤tigung des Entscheides der Volkswirtschaftsdirektion vom 18. Juli 2000 zu gestatten, die Wasch- und Staubsaugeranlage tÃ¤glich, d.h. inklusive Sonntag, von 07.00 bis 20.30 Uhr (Waschanlage) bzw. von 07.00 bis 21.30 Uhr (Staubsaugeranlage) zu betreiben, unter Kos­ten- und EntschÃ¤digungsfolge zulasten der Beschwerdegegner.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 3. Mai 2001 beantragten die Beschwerdegegner die Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. Die Vorinstanz und die Mitbeteiligten liessen sich innert der angesetzten Frist zur Sache nicht vernehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit rechtserheblich, in den EntscheidgrÃ¼nden wiedergegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Gegen Entscheide der Baurekurskommissionen kann innert 30 Tagen seit der Mitteilung des Entscheides beim Verwaltungsgericht schriftlich Beschwerde eingereicht werden (§ 41 in Verbindung mit § 53 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Der Tag der ErÃ¶ffnung einer Frist oder der Tag der Mitteilung eines Entscheides wird bei der Fristberechnung nicht mitgezÃ¤hlt. Ist der letzte Tage einer Frist ein Samstag oder ein Ã¶ffentlicher Ruhetag, so endigt sie am nÃ¤chsten Werktag. Samstage und Ã¶ffentliche Ruhetage im Laufe der Frist werden mitgezÃ¤hlt. Schriftliche Eingaben mÃ¼ssen spÃ¤testens am letzten Tage der Frist bei der BehÃ¶rde eintreffen oder zu deren Handen der schweizerischen Post Ã¼bergeben sein. Hat eine Person im Ausland eine Frist zu wahren, genÃ¼gt es, wenn die Eingabe am letzten Tag der Frist bei einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung eintrifft (§ 11 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Beschwerdegegner machen geltend, die Beschwerde sei erst am 2. April 2001, und damit um einen Tag verspÃ¤tet, eingereicht worden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Der Entscheid der Baurekurskommission II ist bei der BeschwerdefÃ¼hrerin am 2. MÃ¤rz 2001 eingegangen. Damit wÃ¤re die 30-tÃ¤gige Frist am 1. April 2001 abgelaufen. Da es sich dabei um einen Sonntag handelte, endigte die Frist aber erst am 2. April 2001. Da die Eingabe der BeschwerdefÃ¼hrerin am 2. April 2001 der Post Ã¼bergeben wurde, ist die Beschwerdefrist gewahrt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Ortsfeste Anlagen dÃ¼rfen nur errichtet werden, wenn die durch diese Anlagen allein erzeugten LÃ¤rmimmissionen die Planungswerte in der Umgebung nicht Ã¼berschreiten; die BewilligungsbehÃ¶rde kann eine LÃ¤rmprognose verlangen (Art. 25 Abs. 1 Bundesgesetzes Ã¼ber den Umweltschutz vom 7. Oktober 1983 [USG]). UnabhÃ¤ngig von der bestehenden Umweltbelastung sind Emissionen im Rahmen der Vorsorge so weit zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich mÃ¶glich und wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG). Die LÃ¤rmemissionen einer neuen ortsfesten Anlage mÃ¼ssen nach den Anordnungen der VollzugsbehÃ¶rde so weit begrenzt werden, als dies technisch und betrieblich mÃ¶glich sowie wirtschaftlich tragbar ist und dass die von der Anlage allein erzeugten LÃ¤rmimmissionen die Planungswerte nicht Ã¼berschreiten (Art. 7 Abs. 1 der LÃ¤rmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 [LSV]). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Bei einer LÃ¤rmprognose im Sinne von Art. 25 Abs. 1 USG handelt es sich entgegen der Behauptung der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht um ein Gutachten, sondern um einen Anwendungsfall der in Art. 46 USG verankerten Auskunftspflicht, welche es der BehÃ¶rde ermÃ¶glicht, fÃ¼r die Anordnung sachgerechter und verhÃ¤ltnismÃ¤ssiger Umweltschutzmassnahmen vom Inhaber der Anlage die notwendigen Daten zu erheben bzw. ihn die erforderlichen AbklÃ¤rungen vornehmen zu lassen (BEZ 1994 Nr. 13). Die Vorinstanz als Fachgericht ist an eine solche LÃ¤rmprognose selbstverstÃ¤ndlich in keiner Weise gebunden und kann fehlerhafte LÃ¤rmprognosen durch eine eigene Prognose ersetzen oder aber die LÃ¤rmprognose korrigieren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Vorinstanz hat zu Recht ausgefÃ¼hrt, die Emissionen der geplanten Wasch- und StaubsaugerplÃ¤tze seien aufgrund des betrieblichen, rÃ¤umlichen und engen funktionalen Zusammenhangs zusammenzurechnen. Es kann nicht angehen, dass eine zusammengehÃ¶rende Anlage in einer LÃ¤rmprognose in mehrere Anlagen aufgeteilt wird, damit tiefere LÃ¤rmwerte resultieren. Besteht ein so klarer und enger Zusammenhang, wie dies bei einer Waschanlage und der unmittelbar daneben liegenden Staubsaugeranlage der Fall ist, sind die LÃ¤rmwerte zu kumulieren. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die BeschwerdefÃ¼hrerin wendet zu Recht ein, dass die Vorinstanz den LÃ¤rm wÃ¤hrend der Nachtstunden nicht entsprechend der in Anhang 6 LSV vorgeschriebenen Berechnungsweise ermittelt habe. Der Beurteilungspegel Lr fÃ¼r Industrie- und GewerbelÃ¤rm wird gemÃ¤ss Anhang 6 LSV getrennt fÃ¼r den Tag und die Nacht ermittelt und es ist dabei auf die durchschnittliche Dauer der Emissionen abzustellen (vgl. Anhang 6 LSV Ziff. 31 Abs. 2). Die Ãberlegung der Vorinstanz, es kÃ¶nne nicht Sinn und Zweck des LÃ¤rmschutzrechts sein, wenn durch eine Begrenzung des Betriebs auf lediglich 1 ½ bzw. 2 ½ Stunden in der Nacht der am Tag zulÃ¤ssige LÃ¤rm bis in den spÃ¤ten Abend ausgedehnt und damit faktisch die Grenze zwischen Tag- und Nachtwert verschoben werde, missachtet das der LÃ¤rmschutzverordnung zugrundeliegende Konzept der LÃ¤rmermittlung. Abgesehen davon ist LÃ¤rm wÃ¤hrend der Nachtzeit fÃ¼r die Betroffenen naturgemÃ¤ss weniger belastend, wenn er bei Beginn oder Ende der Nachtruhe und nicht mitten drin anfÃ¤llt. Dem erhÃ¶hten RuhebedÃ¼rfnis wird durch tiefere Belastungsgrenzwerte bei Nacht Rechnung getragen. Diese sind hier bei richtiger Berechnungsweise eingehalten. Mit einer Ãberschreitung der Planungswerte lÃ¤sst sich deshalb entgegen der Auffassung der Vorinstanz die Schliessung des Betriebs bereits ab 19.00 Uhr statt wie vorgesehen erst um 20.30 Uhr (Waschplatz) bzw. 21.30 Uhr (StaubsaugerplÃ¤tze) nicht begrÃ¼nden. Es bleibt aber zu prÃ¼fen, ob sich die Anordnung der Vorinstanz als zulÃ¤ssige Emissionsbegrenzung im Sinne der Vorsorge rechtfertigen lÃ¤sst.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Auch wenn die Planungswerte eingehalten sind, ist das Vorsorgeprinzip gemÃ¤ss Art. 11 Abs. 2 USG und Art. 7 Abs. 1 lit. a LSV einzuhalten. Entsprechende EmissionsbeschrÃ¤nkungen kÃ¶nnen durch Betriebsvorschriften erlassen werden (Art. 12 Abs. 1 lit. c USG). BeschrÃ¤nkungen der Betriebs-, Ãffnungs- oder Benutzungszeiten sind ein willkom­menes Mittel in der LÃ¤rmbekÃ¤mpfung. Zahlreich sind insbesondere die FÃ¤lle, wo zeitliche BeschrÃ¤nkungen zum Schutz der Nacht-, Sonntags- und Mittagsruhe gegen laute gewerbliche, industrielle, infrastrukturelle oder andere Anlagen ausgesprochen werden (Alexander ZÃ¼rcher, Die vorsorgliche Emissionsbegrenzung nach dem Umweltschutzgesetz, ZÃ¼rich 1996, 313, mit Hinweisen; AndrÃ© Schrade/Theo Loretan, in: Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 2. A., ZÃ¼rich 2000, Art. 12 Rz 29). Die Kompetenz der Kantone, zum Schutz vor schÃ¤dlichen Emissionen, insbesondere zum Schutze der Ã¶ffentlichen Ruhe nachts und wÃ¤hrend den Feiertagen LadenÃ¶ffnungen zu verbieten, wird durch das USG nicht verhindert (Pra 83/1994 Nr. 159 E. 9). In diesem Zusammenhang ist es auch zulÃ¤ssig, die Ã¶rtliche Polizeiverordnung zur WÃ¼rdigung von EmissionsbeschrÃ¤nkungen beizuziehen (BGE 126 II 366 E. 4a; 118 Ib 590 E. 3c).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Wie die Baurekurskommission II zu Recht erwogen hat, besteht sowohl nach 19.00 Uhr als auch an Sonntagen ein ausgeprÃ¤gtes RuhebedÃ¼rfnis der WohnbevÃ¶lkerung. Dies findet seinen Ausdruck auch in der Polizeiverordnung der Stadt X vom 25. April 1983 (PV), welche fÃ¼r Gewerbe, Industrie und andere Unternehmungen lÃ¤rmige Arbeiten von 12.00 bis 13.00 Uhr und von 19.00 bis 07.00 Uhr verbietet (Art. 39 Abs. 4) und bezÃ¼glich der Ã¶ffentlichen Ruhetage auf das kantonale Ruhetags- und LadenÃ¶ffnungsgesetz vom 26. Juni 2000 verweist (Art. 37 PV), welches die LadenÃ¶ffnung an Sonntagen nur beschrÃ¤nkt zulÃ¤sst und im Ãbrigen die Bestimmungen des Arbeitsgesetzes vom 13. MÃ¤rz 1964 vorbehÃ¤lt, welches ebenfalls vom grundsÃ¤tzlichen Verbot der Sonntagsarbeit ausgeht (Art. 18). Sodann hat die Baurekurskommission zutreffend darauf hingewiesen, dass die Planungswerte nur knapp eingehalten werden, das Waschcenter an eine Wohn­zone grenzt und die Umgebung bereits durch Gewerbe-, Eisenbahn- und StrassenlÃ¤rm stark belastet ist. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht zwar in allgemeiner Weise geltend, die von der Baurekurs­kommission auferlegten BetriebseinschrÃ¤nkungen liessen einen wirtschaftlichen Betrieb der Anlage nicht mehr zu. Sie verweist jedoch lediglich auf hÃ¶here als die im Baugesuch angegebenen Investitionskosten, ohne zu substanziieren, inwiefern durch die EinschrÃ¤nkung der Ãffnungszeiten ein wirtschaftlicher Betrieb gefÃ¤hrdet sei. Insbesondere fehlen Angaben Ã¼ber die prognostizierten UmsÃ¤tze und deren zeitliche Verteilung. Zudem ist anzunehmen, dass die BeschrÃ¤nkung der Betriebszeiten nicht zu einem entsprechen­den Umsatzausfall fÃ¼hrt, sondern dass die Anlage in den verbleibenden Zeiten besser ausgelastet sein wird. Das Verbot des Betriebes zwischen 19.00 Uhr und 07.00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen erweist sich damit als rechtmÃ¤ssig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerde vollumfÃ¤nglich abzuweisen ist. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>