<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2023-08-28-7B_350-2023.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>7B_350/2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 28. August 2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Koch, als Einzelrichterin, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Hahn. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________ AG, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Postfach 3439, 6002 Luzern, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Nichtanhandnahme (internationale Wirtschaftskriminalität, Beteiligung an einer kriminellen Organisation); Nichteintreten, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen die Verfügung des Kantonsgerichts Luzern, 1. Abteilung, vom 13. Juni 2023 (2N 23 15). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 18. Januar 2023 nahm die Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Abteilung 5 Wirtschaftsdelikte, die von der A.________ AG gegen die B.________ AG, C.________, D.________ sowie E.________ angestrebte Strafuntersuchung wegen internationalen Wirtschaftsdelikten und des organisierten Verbrechens nicht an die Hand. Auf die von der A.________ AG dagegen an das Kantonsgericht des Kantons Luzern erhobene Beschwerde trat dieses mit Verfügung vom 13. Juni 2023 wegen unzureichender Beschwerdebegründung ohne Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung der Beschwerdeschrift nicht ein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Gegen die Verfügung des Kantonsgerichts vom 13. Juni 2023 führt die A.________ AG mit Eingaben vom 16. und 21. Juli 2023 Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht. Sie beantragt sinngemäss, unter Aufhebung der Nichtanhandnahmeverfügung und des angefochtenen Beschlusses des Kantonsgerichts sei "eine lückenlose strafrechtliche Untersuchung auf eidgenössischer Ebene durchzuführen". Zudem sei die Sache an das Bundesstrafgericht in Bellinzona weiterzuleiten. Überdies sei durch das Bundesgericht festzustellen, dass ein Verstoss gegen das Verbot der Rassendiskriminierung nach <span class="artref">Art. 261bis StGB</span> vorliege. </div> <div class="para">Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Gemäss <span class="artref">Art. 42 Abs. 1 BGG</span> hat die Beschwerde an das Bundesgericht ein Begehren und deren Begründung zu enthalten. In der Beschwerdebegründung ist nach <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> in gedrängter Form unter Bezugnahme auf den angefochtenen Entscheid darzulegen, inwiefern dieser Recht verletzt. Um diesem Erfordernis zu genügen, muss die beschwerdeführende Partei mit ihrer Kritik bei den als rechtsfehlerhaft erachteten Erwägungen der Vorinstanz ansetzen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=09.08.2023&amp;to_date=28.08.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F146-IV-297%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page297">BGE 146 IV 297</a> E. 1.2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=09.08.2023&amp;to_date=28.08.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-86%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page86">140 III 86</a> E. 2). Für die Rüge der Verletzung von Grundrechten, einschliesslich der Anfechtung des Sachverhalts wegen Willkür (vgl. <span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span>), gelten qualifizierte Rügeanforderungen (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>). Auf ungenügend begründete Rügen tritt das Bundesgericht nicht ein (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=09.08.2023&amp;to_date=28.08.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-IV-73%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page73">BGE 147 IV 73</a> E. 4.1.2). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin macht abstrakte Ausführungen zu den Straftatbeständen von <span class="artref">Art. 260ter und <artref id="CH/311.0/261^bis" type="start"></artref>Art. 261bis StGB</span><artref id="CH/311.0/260^ter" type="end"></artref> und schildert in ihrer schwer nachvollziehbaren Beschwerdeschrift, wie die Familie ihres Verwaltungsratspräsidenten Opfer eines durch C.________, D.________ sowie E.________ orchestrierten, mehrere Behördenmitglieder verschiedener Kantone und Länder umfassenden Komplotts geworden sei. Mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids, wonach die im vorinstanzlichen Verfahren eingereichte Beschwerdeschrift den Anforderungen von <span class="artref">Art. 385 Abs. 1 StPO</span> offenkundig nicht genüge und daher auf die Beschwerde nicht einzutreten sei, setzt sie sich demgegenüber mit keinem Wort auseinander. Damit verkennt sie, dass die Beschwerde an das Bundesgericht nur im Rahmen des Streitgegenstands zulässig ist. Dieser wird durch das Anfechtungsobjekt, d.h. den angefochtenen Entscheid, und die Parteibegehren bestimmt, wobei der angefochtene Entscheid den möglichen Streitgegenstand begrenzt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=09.08.2023&amp;to_date=28.08.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-I-155%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page155">BGE 142 I 155</a> E. 4.4.2 mit Hinweisen). Gegenstand des vorliegenden Verfahrens kann somit von vornherein nur die Frage bilden, ob die Vorinstanz zu Recht davon ausging, die Beschwerdeschrift genüge den Anforderungen von <span class="artref">Art. 385 Abs. 1 StPO</span> nicht und daher einen Nichteintretensentscheid fällte. Da sich die Beschwerdeführerin dazu wie gesagt nicht äussert und auch sonst nicht ansatzweise aufzeigt, inwiefern der angefochtene Entscheid konkret gegen Bundes (verfassungs) recht verstossen soll, genügt die Beschwerde den dargelegten gesetzlichen Formerfordernissen offensichtlich nicht. Auf die Beschwerde ist daher im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span> nicht einzutreten. Bei diesem Verfahrensausgang wird die Beschwerdeführerin kostenpflichtig (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Mit dem vorliegenden Urteil ist das innerstaatliche Verfahren abgeschlossen. Eine Weiterleitung der Sache an das Bundesstrafgericht kann damit unterbleiben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt die Einzelrichterin:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Luzern, 1. Abteilung, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 28. August 2023 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Einzelrichterin: Koch </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Hahn </div> </div></body></html>