<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, dem Parlament eine Botschaft zu unterbreiten, welche eine gesetzliche Grundlage für eine dauernde Subventionierung des Verkehrshauses der Schweiz in Luzern regelt.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt die Auffassung des Motionärs, dass das Verkehrshaus der Schweiz nationale Bedeutung und internationale Ausstrahlung besitzt. Er ist sich auch bewusst, dass das Verkehrshaus einen gemessen an anderen Museen hohen Eigenfinanzierungsgrad vorweisen kann. Da sich schon zu Beginn der neunziger Jahre ein erster finanzieller Engpass abzeichnete, war der Bundesrat damals auch bereit, das Verkehrshaus für die Jahre 1993 bis 1995 mit einem einmaligen Beitrag in der Höhe von insgesamt 4,1 Millionen Franken aus dem Prägegewinn für Sondermünzen zu unterstützen. Mit diesem Betrag sowie einem entsprechenden Beitrag von Kanton und Stadt Luzern hätte die finanzielle Situation wieder langfristig konsolidiert werden sollen.</p><p>Durch die Entwicklung der neunziger Jahre wurden die finanziellen Probleme jedoch nicht gelöst, sondern zusätzlich verschärft. Neben den sinkenden Besucherzahlen waren es insbesondere die wachsenden Anforderungen im Bereich der Attraktionssteigerung, die dazu führten, dass ein beträchtlicher Teil des Bundesbeitrages für die Aufrechterhaltung des Betriebes verwendet werden musste. Daraus wurde ersichtlich, dass die Probleme strukturell bedingt sind und nur dann gelöst werden können, wenn die Finanzierungsstruktur längerfristig auf eine neue Grundlage gestellt wird.</p><p>Diese Situation wurde dem Bundesrat schon im vergangenen Jahr bekannt gemacht. Ein erstes Gespräch zwischen Vertretern des Verkehrshauses und der Vorsteherin des Eidgenössischen Departementes des Innern fand im Sommer 1996 statt; ein offizielles Gesuch an den Bundesrat liegt seit dem 15. Januar 1997 vor.</p><p>Da das Verkehrshaus nicht nur kulturelle Bedeutung hat, sondern auch für die Bereiche Verkehr und Tourismus von grosser Wichtigkeit ist, wurde eine Arbeitsgruppe, bestehend aus dem Bundesamt für Kultur, dem Generalsekretariat des Eidgenössischen Verkehrs- und Energiewirtschaftsdepartementes (GS EVED), dem Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit und der Eidgenössischen Finanzverwaltung eingesetzt. Die Aufgabe dieser vom GS EVED geleiteten Arbeitsgruppe ist es, Möglichkeiten für eine langfristige Unterstützung des Verkehrshauses zu prüfen und dem Bundesrat bis im Herbst dieses Jahres entsprechende Vorschläge zu unterbreiten.</p><p>Der Bundesrat hat somit das Anliegen des Motionärs bereits aufgegriffen. Da die bundesinterne Arbeitsgruppe aber gegenwärtig noch die Möglichkeiten prüft, wie das Verkehrshaus auf eine solide finanzielle Basis gestellt werden könnte, und dabei zunächst die Frage geklärt werden muss, ob für eine Bundesunterstützung neu zu schaffende gesetzliche Grundlagen wirklich notwendig sind, beantragt der Bundesrat, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.