<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2017-09-06-5A_658-2017.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para"> <b>5A_658/2017 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 6. September 2017</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter von Werdt, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Liestal. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Entschädigung des Beistands (Vertretungsbeistandschaft), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, vom 14. Juni 2017. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para">Im Rahmen des Scheidungsverfahrens ersuchte das Bezirksgericht Liestal die damals zuständige Vormundschaftsbehörde U.________, für A.________ eine Prozessbeistandschaft für das Scheidungsverfahren zu errichten. </div> <div class="para">In der Folge errichtete die Vormundschaftsbehörde mit Entscheid vom 2. Juli 2012 gestützt auf die erstellte Diagnose eine altrechtliche kombinierte Beistandschaft. </div> <div class="para">Mit Entscheid vom 14. August 2013 ersetzte die neu zuständige KESB Liestal die Massnahme durch eine Vertretungsbeistandschaft. </div> <div class="para">Mit Urteil vom 29. Oktober 2015 schied das Zivilkreisgericht Basel-Landschaft Ost die Ehe von A.________. </div> <div class="para">Mit Entscheid vom 14. September 2016 hob die KESB Liestal die Vertretungsbeistandschaft zufolge Erfüllung des Zwecks auf und entliess den Beistand aus seinem Amt, unter Genehmigung des Schlussberichtes und Festsetzung der Entschädigung auf total Fr. 16'996.-- zu Lasten von A.________. </div> <div class="para">In Bezug auf die Höhe der Entschädigung erhob A.________ beim Kantonsgericht Basel-Landschaft eine Beschwerde, welche mit Urteil vom 14. Juni 2017 abgewiesen wurde. </div> <div class="para">Gegen dieses Urteil hat A.________ am 1. September 2017 beim Bundesgericht eine Beschwerde eingereicht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Angefochten ist die kantonal letztinstanzlich beurteilte Festsetzung der Entschädigung des Beistandes durch die zuständige Erwachsenenschutzbehörde; die Beschwerde ist zulässig (Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 6, <span class="artref">Art. 75 Abs. 1 und <artref id="CH/173.110/90" type="start"></artref>Art. 90 BGG</span><artref id="CH/173.110/75/1" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde hat ein Rechtsbegehren und eine Begründung zu enthalten (<span class="artref">Art. 42 Abs. 1 BGG</span>), in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>), was eine Auseinandersetzung mit der Begründung des angefochtenen Entscheides erfordert (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=20.08.2017&amp;to_date=08.09.2017&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">BGE 140 III 115</a> E. 2 S. 116). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Der nicht anwaltlich vertretene Beschwerdeführer verlangt eingangs seiner Eingabe die Abweisung des angefochtenen Urteils und am Schluss die Behaftung Dritter anhand deren Fehler sowie die Gutheissung der Beschwerde. Aus dem Kontext, namentlich auch aus dem Fazit, es sei ihm nicht möglich, die überhöhte Rechnung zu begleichen, ist ohne Weiteres ersichtlich, was der Beschwerdeführer anstrebt, nämlich die Aufhebung des angefochtenen Urteils und die Herabsetzung der Entschädigung des Beistandes. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Das Kantonsgericht hat erwogen, dass der prozessbevollmächtige Vertretungsbeistand typische anwaltliche Tätigkeiten verrichtet habe, welche nach dem anwendbaren Berufstarif abzugelten seien. Der Honoraransatz betrage somit Fr. 200.-- bis 350.--, wobei der Mindestansatz von Fr. 200.-- geltend gemacht worden sei. Es lägen detaillierte Honorarabrechnungen über die erbrachten Leistungen und Auslagen vor. Die Gesamtsumme erscheine für eine einvernehmliche Scheidung auf den ersten Blick in der Tat als hoch. Sie sei aber insgesamt gerechtfertigt angesichts des ausserordentlich grossen Aufwandes für die Mandatsführung, welche wesentlich damit zusammenhänge, dass sich die Zusammenarbeit mit dem Beschwerdeführer aufgrund der (mit der psychischen Beeinträchtigung zusammenhängenden) fehlenden Entschlusskraft und der ständigen Meinungswechsel (betreffend Weiterführung des Scheidungsverfahrens und mehrmalige Herbeiführung einer Einigung) als zeitintensiv und beziehungstechnisch anspruchsvoll erwiesen habe. </div> <div class="para">Mit diesen Ausführungen setzt sich der Beschwerdeführer nicht ansatzweise auseinander und er gibt auch keinen Fingerzeig, inwiefern das angefochtene Urteil Recht verletzen soll. Er hält primär fest, davon ausgegangen zu sein, dass der Staat die Kosten trage, was er selbst nicht tun könne, weil sein Haus hypothekarisch belastet sei und er von der AHV-Rente lebe. Dabei handelt es sich aber um ein neues und somit unzulässiges Vorbringen (<span class="artref">Art. 99 Abs. 1 BGG</span>), welches im Übrigen den Anfechtungsgegenstand (Umfang des dem Beistand zustehenden Honorars) nicht betrifft. Ferner macht er weitere Ausführungen, welche in keinerlei Zusammenhang mit dem angefochtenen Urteil stehen (Gründe für die Errichtung der Beistandschaft; Regierungsrat B.________ sei ihm Fr. 60'000.-- schuldig). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich unbegründet, weshalb auf sie nicht eingetreten werden kann und der Präsident im vereinfachten Verfahren entscheidet (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6.</b> </div> <div class="para">Angesichts der konkreten Umstände wird auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der KESB Liestal und dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 6. September 2017 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: von Werdt </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>