<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2019.00491</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=219684&amp;W10_KEY=13013489&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2019.00491</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 31.10.2019</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 16.07.2020 gutgeheissen, den Entscheid aufgehoben und die Sache zur Neubeurteilung an das Verwaltungsgericht zurÃ¼ckgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Die 1987 geborene Beschwerdeführerin, eine Staatsangehörige des Libanons, ersucht um Bewilligung der Einreise und des Aufenthalts zu ihrem Sohn, einem 2008 im Libanon geborenen Schweizer, welcher seit Juni 2013 beim Vater in der Schweiz lebt.] Auf eine persönliche Anhörung des Kindes konnte (und kann) verzichtet werden (E. 2). Das in Art. 8 Abs. 1 EMRK verankerte Recht auf Achtung des Familienlebens kann berührt sein, wenn einer ausländischen Person mit in der Schweiz aufenthaltsberechtigten Familienangehörigen das Zusammenleben mit diesen verunmöglicht wird; die Kriterien, die in der Rechtsprechung für die Zulässigkeit eines Entzugs einer bestehenden Aufenthaltsberechtigung entwickelt worden sind und auf die sich die Beschwerdeführerin beruft, lassen sich jedoch nicht unbesehen auf die Situation einer Person übertragen, die erst ein Gesuch um Aufenthalt stellt; in einer derartigen Konstellation geht es nicht um die Rechtfertigung eines Eingriffs, sondern vielmehr um die Frage, ob die Staaten eine "obligation positive" haben, eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. In Fällen wie dem vorliegenden setzt die Annahme einer solchen positiven Leistungspflicht voraus, dass aussergewöhnliche Umstände vorliegen, die ausnahmsweise einen Bewilligungsanspruch zu begründen vermöchten (zum Ganzen E. 4.2). Solche Umstände liegen hier nicht vor. Die deutlich relativiert erscheinenden privaten Interessen der Beschwerdeführerin und ihres Sohns an einem gemeinsamen Familienleben in der Schweiz vermöchten das öffentliche Interesse an der Durchsetzung einer restriktiven Einwanderungspolitik und einer erfolgreichen Integration der nachzuziehenden Person sodann ohnehin nicht aufzuwiegen (zum Ganzen E. 4.3). Gutheissung UP/URB. Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINREISEBEWILLIGUNG">EINREISEBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAMILIENLEBEN">FAMILIENLEBEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREIWILLIGE AUSREISE">FREIWILLIGE AUSREISE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREIWILLIGE TRENNUNG">FREIWILLIGE TRENNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: JAHRELANGES GETRENNTLEBEN">JAHRELANGES GETRENNTLEBEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEISTUNGSPFLICHT">LEISTUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MUTTER">MUTTER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHEIDUNG">SCHEIDUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SORGERECHT">SORGERECHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 13 Abs. 1 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 Abs. 1 EMRK</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=44021" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2019.00491</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">31. Oktober 2019</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sidentin Tamara NÃ¼ssle<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Marco Donatsch, Verwaltungsrichter Reto HÃ¤ggi Furrer, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Sonja GÃ¼ntert. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch lic. iur. B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Aufenthaltsbewilligung,</b></p> <p class="Einzug1"><span>hat sich ergeben:</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A, eine 1987 geborene StaatsangehÃ¶rige Libanons, heiratete am 10. September 2005 im Heimatland einen ebenfalls von dort stammenden Schweizer und reiste am 13. November 2006 in die Schweiz ein, wo sie zum Verbleib beim Ehemann eine auf ein Jahr befristete Aufenthaltsbewilligung fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich erhielt. </p> <p class="Sachverhalt2">Anfang Juli 2007 verliess A die Schweiz ohne ihren Ehemann und gebar diesem am 7. MÃ¤rz 2008 in der gemeinsamen Heimat den Sohn C, welcher (auch) die schweizerische StaatsbÃ¼rgerschaft besitzt. Am 23. Oktober 2008 wurde die Ehe durch ein Schariagericht im Libanon geschieden. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Am 21. Juni 2013 reiste C zum Vater in die Schweiz, wo er seither mit diesem, seiner Stiefmutter und seinen beiden Stiefschwestern in ZÃ¼rich lebt. Mit VerfÃ¼gung vom 14. September 2017 stellte ihn die Kindes- und ErwachsenenschutzbehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich unter die gemeinsame elterliche Sorge. Die alleinige Obhut Ã¼bertrug die BehÃ¶rde dem Vater, wÃ¤hrend A fÃ¼r berechtigt erklÃ¤rt wurde, ihren Sohn jÃ¤hrlich wÃ¤hrend der Sommerferien fÃ¼r fÃ¼nf Wochen zu sich oder mit sich in den Libanon in die Ferien zu nehmen und ihn, wenn sie in der Schweiz zu Besuch ist, so oft wie mÃ¶glich zu sehen, mindestens aber an vier Tagen pro Woche. ErgÃ¤nzend wurde davon Vormerk genommen, dass die Eltern fÃ¼r den Fall, dass die Mutter in der Schweiz Wohnsitz begrÃ¼nden sollte, eine paritÃ¤tische alternierende Obhutsregelung getroffen haben.</p> <p class="Sachverhalt2">Am 14. Juni 2018 liess A beim Migrationsamt um eine Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des (umgekehrten) Familiennachzugs zum Verbleib bei ihrem Sohn in der Schweiz ersuchen. Mit VerfÃ¼gung vom 14. September 2018 wies das Migrationsamt dieses Gesuch sowie ein solches um Bewilligung der Einreise vom 26. Juli 2018 ab. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>A liess dagegen bei der Sicherheitsdirektion rekurrieren, welche das Rechtsmittel mit Entscheid vom 25. Juni 2019 abwies, eine ParteientschÃ¤digung verweigerte und â dem Gesuch von A um unentgeltliche Rechtspflege und -vertretung stattgebend â die Kosten des Rekursverfahrens einstweilen auf die Staatskasse nahm sowie deren Vertreter lic. iur. B als unentgeltlichen Rechtsbeistand beiordnete.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Am 26. Juli 2019 liess A Beschwerde beim Verwaltungsgericht erheben und diesem beantragen, unter EntschÃ¤digungsfolge sei der Rekursentscheid aufzuheben und die Sache "zur rechtsgenÃ¼glichen SachverhaltsabklÃ¤rung sowie zur erneuten Entscheidung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen", eventualiter das Migrationsamt anzuweisen, ihr eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen; ferner ersuchte sie um unentgeltliche Rechtspflege und -vertretung. Die Sicherheitsdirektion verzichtete am 27. August 2019 auf eine Vernehmlassung; das Migrationsamt erstattete keine Beschwerdeantwort.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r Beschwerden gegen Rekursentscheide der Sicherheitsdirektion Ã¼ber Anordnungen des Migrationsamts betreffend das Aufenthaltsrecht zustÃ¤ndig (§§ 41 ff. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG, LS 175.2]). </p> <p class="Erwgung2">Weil auch die weiteren Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2">Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht zunÃ¤chst geltend, die Vorinstanz habe dadurch, dass sie ihren Sohn nicht gestÃ¼tzt auf Art. 12 Abs. 1 des Ãbereinkommens vom 20. November 1989 Ã¼ber die Rechte des Kindes (KRK, SR 0.107) persÃ¶nlich angehÃ¶rt habe, den Untersuchungsgrundsatz verletzt bzw. den Sachverhalt nur ungenÃ¼gend erstellt. </p> <p class="Erwgung2">Nach Art. 12 KRK sichern die Vertragsstaaten dem Kind, das fÃ¤hig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden, das Recht zu, diese Meinung in allen es berÃ¼hrenden Angelegenheiten frei zu Ã¤ussern, und berÃ¼cksichtigen die Meinung des Kindes angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife (Abs. 1); zu diesem Zweck wird dem Kind insbesondere Gelegenheit gegeben, in allen es berÃ¼hrenden Gerichts- oder Verwaltungsverfahren entweder unmittelbar oder durch einen Vertreter oder eine geeignete Stelle im Einklang mit den innerstaatlichen Verfahrensvorschriften gehÃ¶rt zu werden (Abs. 2). Wo das Verfahren wie namentlich im AuslÃ¤nderrecht hauptsÃ¤chlich schriftlich ist, verlangt diese Bestimmung jedoch nicht, dass das Kind persÃ¶nlich angehÃ¶rt wird, sofern sein Gesichtspunkt angemessen, das heisst durch eine schriftliche ErklÃ¤rung des Kindes selber oder seines Vertreters, ausgedrÃ¼ckt werden kann (BGE 124 II 361 E. 3c mit Hinweisen; BGr, 16. Juni 2010, 2C_746/2009, E. 4.1, und 7. Februar 2007, 2A.195/2006, E. 3). Die rechtskundig vertretene BeschwerdefÃ¼hrerin hatte Gelegenheit, alles von ihr als relevant Erachtete im Gesuchs- sowie in dem nachfolgenden Rekursverfahren vorzubringen. Im Unterschied etwa zu einer Scheidung, wo die Interessen der Beteiligten nicht gleichlÃ¤ufig sind und sich eine persÃ¶nliche AnhÃ¶rung der Kinder aus diesem Grund aufdrÃ¤ngt, kann hier davon ausgegangen werden, dass sich die Haltung der BeschwerdefÃ¼hrerin mit jener ihres minderjÃ¤hrigen Sohns deckt und sich dessen Standpunkt ohne Weiteres den Akten entnehmen lÃ¤sst. Auf eine persÃ¶nliche AnhÃ¶rung des Kindes konnte (und kann) daher verzichtet werden (vgl. zum Ganzen auch VGr, 19. Juli 2017, VB.2017.00279, E. 2; ferner BGr, 3. August 2012, 2C_673/2011, E. 2).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2">Die BeschwerdefÃ¼hrerin reiste eigenen Angaben zufolge am 9. Juli 2007 in den Libanon aus, ohne sich vorgÃ¤ngig abzumelden. Nach acht Monaten â die GÃ¼ltigkeitsdauer ihrer Aufenthaltsbewilligung war lÃ¤ngst abgelaufen â ersuchte ihr damaliger Ehemann erstmals darum, ihr die Wiedereinreise zu bewilligen. Auf die Mitteilung des Beschwerdegegners hin, zur Behandlung des Gesuchs weitere Unterlagen bzw. ergÃ¤nzende Angaben zu benÃ¶tigen, wurde selbiges jedoch nicht weiterverfolgt. Den Akten zufolge reichte die BeschwerdefÃ¼hrerin vielmehr erst Ã¼ber zehn Jahre spÃ¤ter ein erneutes Bewilligungs- bzw. ein Einreisegesuch ein. Ungeachtet der GrÃ¼nde fÃ¼r ihre Ausreise und den anschliessenden langjÃ¤hrigen Aufenthalt in der Heimat, war die Aufenthaltsbewilligung der BeschwerdefÃ¼hrerin im Zeitpunkt der Einreichung der verfahrensauslÃ¶senden Gesuche vom 14. Juni bzw. 26. Juli 2018 daher lÃ¤ngst erloschen (Art. 61 Abs. 1 lit. c und Abs. 2 Satz 1 des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 [AIG, SR 142.20] bzw. Art. 9 Abs. 1 lit. a des bei Ablauf der GÃ¼ltigkeitsdauer der Bewilligung anwendbaren Bundesgesetzes vom 26. MÃ¤rz 1931 Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder [AS 49 279]; vgl. BGr, 10. September 2018, 2C_7/2018, E. 2.1.1). Ein selbstÃ¤ndiger Anspruch auf Wiedererteilung der Aufenthaltsbewilligung kommt ihr ebenfalls nicht zu. So gelangt insbesondere die Bestimmung von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG im vorliegenden Fall nicht zum Tragen, hatte die BeschwerdefÃ¼hrerin doch schon vor ihrer Scheidung (freiwillig) auf ihr hiesiges Anwesenheitsrecht verzichtet und trat der hier geltend gemachte HÃ¤rtefall erst Jahre spÃ¤ter ein (vgl. dazu Marc Spescha in: derselbe et al., Migrationsrecht, 5. A., ZÃ¼rich 2019, Art. 50 AIG N. 11 ff.; ferner BGr, 19. Juni 2012, 2C_562/2012, E. 2.2.1, wonach die Schwierigkeiten der auslÃ¤ndischen Person einen hinreichend engen Zusammenhang zur anspruchsbegrÃ¼ndenden Ehe und dem damit verbundenen bisherigen [abgeleiteten] Aufenthalt in der Schweiz aufweisen mÃ¼ssen).</p> <p class="Erwgung2">Zu prÃ¼fen bleibt jedoch, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin aus der Beziehung zu ihrem minderjÃ¤hrigen Sohn ein Anwesenheitsrecht in der Schweiz ableiten kann. Da dieser SchweizerbÃ¼rger ist, kommt ein Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung gestÃ¼tzt auf das Recht auf Familienleben gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK, SR 0.101) bzw. Art. 13 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV, SR 101) in Betracht ("umgekehrter Familiennachzug"; vgl. BGE 135 I 143 E. 1.3.1 f.).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Die EuropÃ¤ische Menschenrechtskonvention garantiert grundsÃ¤tzlich keinen Anspruch auf Aufenthalt in einem Konventionsstaat (vgl. BGE 130 II 281 E. 3.1; BGr, 10. September 2018, 2C_7/2018, E. 2.1, auch zum Folgenden). Weder ergibt sich daraus ein Recht auf Einreise noch auf Wahl des fÃ¼r das Familienleben am geeignetsten erscheinenden Orts. Dennoch kann das in Art. 8 Abs. 1 EMRK verankerte Recht auf Achtung des Familienlebens berÃ¼hrt sein, wenn einer auslÃ¤ndischen Person mit in der Schweiz aufenthaltsberechtigten FamilienangehÃ¶rigen das Zusammenleben mit diesen verunmÃ¶glicht wird (BGE 143 I 21 E. 5.1). Der Schutzbereich von Art. 8 Abs. 1 EMRK ist erÃ¶ffnet, wenn eine staatliche Entfernungs- oder Fernhaltemassnahme eine nahe, echte und tatsÃ¤chlich gelebte familiÃ¤re Beziehung einer in der Schweiz gefestigt anwesenheitsberechtigten Person beeintrÃ¤chtigt, ohne dass es dieser mÃ¶glich bzw. zumutbar wÃ¤re, ihre familiÃ¤ren Beziehungen andernorts zu leben (BGE 139 I 330 E. 2.1, 137 I 247 E. 4.1.2, 116 Ib 353 E. 3c).</p> <p class="Erwgung2">Der Anspruch nach Art. 8 Abs. 1 EMRK gilt indessen nicht absolut: Nach Art. 8 Abs. 2 EMRK ist ein Eingriff in das Rechtsgut des Familienlebens statthaft, soweit er eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft fÃ¼r die nationale Sicherheit, die Ã¶ffentliche Ruhe und Ordnung und zur Verhinderung strafbarer Handlungen, zum Schutz der Gesellschaft und Moral sowie der Rechte und Pflichten anderer notwendig ist. Die Konvention verlangt insofern eine AbwÃ¤gung der sich gegenÃ¼berstehenden individuellen Inter­essen an der Erteilung der Bewilligung einerseits und der Ã¶ffentlichen Interessen an deren Verweigerung andererseits, wobei Letztere in dem Sinn Ã¼berwiegen mÃ¼ssen, dass sich der Eingriff als notwendig erweist (vgl. zum Ganzen BGE 135 I 156 E. 2.2.1, 135 II 143 E. 2.1, 122 II 1 E. 2, 116 Ib 353 E. 3). </p> <p class="urteilstext0">Als zulÃ¤ssiges Ã¶ffentliches Interesse fÃ¤llt dabei grundsÃ¤tzlich auch das Durchsetzen einer restriktiven Einwanderungspolitik in Betracht (vgl. BGr, 19. Mai 2011, 2C_841/2009, E. 2.2 mit Hinweisen; BGE 137 I 247 E. 4.1.2). Handelt es sich bei dem von der auslÃ¤nderrechtlichen Massnahme mitbetroffenen Familienmitglied allerdings um ein Kind mit SchweizerbÃ¼rgerrecht, genÃ¼gen die Zumutbarkeit der Ausreise und das Ã¶ffentliche Interesse, eine restriktive Einwanderungspolitik betreiben zu kÃ¶nnen, nicht, um der sorgeberechtigten auslÃ¤ndischen Person die Anwesenheit mit ihrem Kind zu verweigern. Da diesem ein staatsbÃ¼rgerrechtlicher Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz zukommt, bedarf es alsdann vielmehr besonderer GrÃ¼nde, um die mit der Ausreise fÃ¼r das Schweizer Kind verbundenen weitreichenden Folgen zu rechtfertigen (BGE 136 I 285 E. 5.2, 135 I 153 E. 2.2.4). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Der in den vorstehenden AbsÃ¤tzen wiedergegebenen Praxis und ebenso Ã¤hnlichen bundesgerichtlichen Urteilen lag jeweils die Fragestellung zugrunde, ob sich eine auslÃ¤ndische Person mit gefestigt aufenthaltsberechtigten FamilienangehÃ¶rigen aus der Schweiz entfernen mÃ¼sse. Hier verhÃ¤lt es sich indes anders, wird die BeschwerdefÃ¼hrerin doch nicht aus der Schweiz weggewiesen, sondern ihr nach freiwilliger Ausreise in den Libanon und langjÃ¤hriger Trennung von ihrem Schweizer Sohn eine Aufenthaltsbewilligung zur Wohnsitznahme bei diesem verweigert. Diese Konstellation unterscheidet sich im Licht von Art. 8 EMRK von der erstgenannten. Die Kriterien, die in der Rechtsprechung fÃ¼r die ZulÃ¤ssigkeit eines Entzugs einer bestehenden Aufenthaltsberechtigung entwickelt worden sind und auf die sich die BeschwerdefÃ¼hrerin beruft, lassen sich nicht unbesehen auf die Situation einer Person Ã¼bertragen, die erst ein Gesuch um Aufenthalt stellt; in einer derartigen Konstellation geht es nicht um die Rechtfertigung eines Eingriffs, sondern vielmehr um die Frage, ob die Staaten eine "obligation positive" haben, eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen (zum Ganzen BGr, 24. November 2015, 2C_643/2015, E. 5.1 mit Hinweis auf EGMR, 3. Oktober 2014, 12738/10, Jeunesse gegen die Niederlande, § 104 f.; Philip Czech, Das Recht auf FamilienzusammenfÃ¼hrung nach Art. 8 EMRK in der Rechtsprechung des EGMR, EuGRZ 2017, S. 229 ff., 231). </p> <p class="Erwgung2">In FÃ¤llen wie dem vorliegenden, wo die damals schon getrennt vom Schweizer Ehemann lebende BeschwerdefÃ¼hrerin bei der Geburt ihres Sohns im Libanon nicht davon ausgehen durfte, ihr Familienleben kÃ¼nftig mit diesem in der Schweiz pflegen zu kÃ¶nnen, setzt die Annahme einer solchen positiven Leistungspflicht voraus, dass aussergewÃ¶hnliche UmstÃ¤nde vorliegen, die ausnahmsweise einen Bewilligungsanspruch zu begrÃ¼nden bzw. die Durchbrechung des Vorrangs der SouverÃ¤nitÃ¤t der Konventionsstaaten auf dem Gebiet der Einwanderungspolitik zu rechtfertigen vermÃ¶chten (vgl. BGr, 24. November 2015, 2C_643/2015, E. 5.5 und 5.7 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung des EuropÃ¤ischen Gerichtshofs fÃ¼r Menschenrechte; ferner Czech, S. 231 ff., 240). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Derartige UmstÃ¤nde liegen hier nicht vor. Zwar steht ausser Frage, dass der minderjÃ¤hrige Sohn der BeschwerdefÃ¼hrerin ein gewichtiges Interesse daran hat, mit beiden Elternteilen in der Schweiz aufzuwachsen; er hat jedoch noch nie mit seiner Mutter und seinem Vater in einem Land gelebt. Die ersten Jahre nach der Geburt verbrachte der Sohn der BeschwerdefÃ¼hrerin vielmehr getrennt vom Vater bei dieser und ihren Eltern im Libanon, wobei die BeschwerdefÃ¼hrerin bereits zwei Jahre nach der Niederkunft wieder voll erwerbstÃ¤tig war und der Knabe wÃ¤hrend ihrer Arbeitszeit jeweils von den Grosseltern betreut wurde. Im Jahr 2013 entschloss sich die BeschwerdefÃ¼hrerin dann aus freien StÃ¼cken, ihren damals fÃ¼nfjÃ¤hrigen Sohn zum Vater in die Schweiz zu schicken. Seither â das heisst seit Ã¼ber sechs Jahren â pflegt sie den elterlichen Kontakt mit dem Kind ausschliesslich Ã¼ber die Grenze hinweg. Die Hauptbetreuungspersonen von C sind seine Stiefmutter und sein (sorge- und obhutsberechtigter) Vater, welche allein fÃ¼r den Kindesunterhalt aufkommen. Daran Ã¤nderte auch die EinrÃ¤umung des gemeinsamen Sorgerechts und die Vereinbarung der alternierenden Obhut im Jahr 2017 nichts (vgl. BGE 143 I 21 E. 5.5.4 mit Hinweisen). Dass ihr die Pflege des Kontakts zu ihrem Sohn nicht auch kÃ¼nftig zumindest im bisherigen Umfang (fÃ¼nf Wochen Ferien des Kindes im Libanon, tÃ¤gliche Telefonate und regelmÃ¤ssige Besuche der BeschwerdefÃ¼hrerin in der Schweiz) mÃ¶glich wÃ¤re, bringt die BeschwerdefÃ¼hrerin sodann nicht vor. Umgekehrt ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass der Sohn der BeschwerdefÃ¼hrerin bei deren Einreise in die Schweiz auch weiterhin hauptsÃ¤chlich von seiner Stiefmutter betreut wÃ¼rde (vgl. die â unbestritten gebliebenen â ErwÃ¤gungen der Vorinstanz hierzu, auf welche verwiesen werden kann [§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG]). </p> <p class="Erwgung2"><span>Die insofern deutlich relativiert erscheinenden privaten Interessen der </span>BeschwerdefÃ¼hrerin und ihres Sohns an einem gemeinsamen Familienleben in der Schweiz vermochten das â hier mangels eines zwangslÃ¤ufigen Eingriffs in die Niederlassungsfreiheit des Schweizer Kindes zu berÃ¼cksichtigende â Ã¶ffentliche Interesse an der Durchsetzung einer restriktiven Einwanderungspolitik und einer erfolgreichen Integration der nachzuziehenden Person daher nicht aufzuwiegen (vgl. auch Czech, S. 238, wonach eine langjÃ¤hrige freiwillige Trennung das Gewicht des Interesses am Nachzug mindere).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Damit kann die BeschwerdefÃ¼hrerin aus dem Recht auf Familienleben nach Art. 8 Abs. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV keinen Anwesenheitsanspruch ableiten.</p> <p class="Erwgung2">Nichts anderes gilt bezÃ¼glich des von ihr ebenfalls ins Feld gefÃ¼hrten Art. 3 Abs. 1 KRK, vermag diese Bestimmung einer auslÃ¤ndischen Person doch praxisgemÃ¤ss keine Ã¼ber die Garantien von Art. 8 Abs. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV hinausgehenden eigenstÃ¤ndigen BewilligungsansprÃ¼che zu verschaffen (BGE 143 I 21 E. 5.5.2 mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Da die BeschwerdefÃ¼hrerin weder aus dem VÃ¶lkerrecht noch aus dem Landesrecht einen Anspruch auf Anwesenheit in der Schweiz ableiten kann, ist die Frage der (Wieder-)Erteilung eines Anwesenheitsrechts von der kantonalen MigrationsbehÃ¶rde nach Massgabe der allgemeinen Zulassungsvoraussetzungen von Art. 18â29 AIG und damit im pflichtgemÃ¤ssen Ermessen zu prÃ¼fen. Vorliegend stellt sich die Frage, ob aufgrund eines schwerwiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefalls (Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG) oder aufgrund des Wiederzulassungstatbestands (Art. 30 Abs. 1 lit. k AIG) allenfalls von den Zulassungsvoraussetzungen abgewichen werden kann. Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass das Verwaltungsgericht die ErmessensausÃ¼bung der kantonalen MigrationsbehÃ¶rden nur auf das Ãberschreiten, Unterschreiten oder den Missbrauch des Ermessens Ã¼berprÃ¼fen darf, hingegen nicht auf die Angemessenheit des Entscheids (§ 50 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 lit. a und b VRG; Marco Donatsch in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 50 N. 25 ff. und 66 ff.).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Die (allgemeinen) Voraussetzungen fÃ¼r die Erteilung einer Anwesenheitsbewilligung sind bei der BeschwerdefÃ¼hrerin offensichtlich nicht gegeben. Eine Wiederzulassung gestÃ¼tzt auf Art. 30 lit. k AIG wiederum setzte einen vorgÃ¤ngigen Aufenthalt von mindestens fÃ¼nf Jahren sowie einen (freiwilligen) Auslandaufenthalt von hÃ¶chstens zwei Jahren voraus (vgl. Art. 49 Abs. 1 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit [SR 142.201]), welche Voraussetzungen die BeschwerdefÃ¼hrerin unstreitig nicht erfÃ¼llt. Es ist sodann weder dargetan noch ersichtlich, dass sie sich gemessen am durchschnittlichen Schicksal von AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤ndern in der gleichen Situation in einer persÃ¶nlichen Notlage befinde, welche fÃ¼r sie ein Leben ausserhalb der Schweiz unzumutbar erscheinen lasse. Wie aufgezeigt, hatte die BeschwerdefÃ¼hrerin ihren Lebensmittelpunkt bloss vorÃ¼bergehend (wÃ¤hrend etwas mehr als einem halben Jahr) in der Schweiz und lebt nunmehr bereits seit Ã¼ber elf Jahren wieder im Heimatland, wo sich ihre Familie befindet und sie einer ErwerbstÃ¤tigkeit nachgeht. Dass sie die rÃ¤umliche Trennung von ihrem Sohn nicht lÃ¤nger hinnehmen mÃ¶chte, erscheint verstÃ¤ndlich, vermag fÃ¼r sich betrachtet jedoch keinen schwerwiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefall im Sinn von Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG zu begrÃ¼nden. </p> <p class="Erwgung2">Demnach erweist sich der Entscheid von Beschwerdegegner und Vorinstanz, der BeschwerdefÃ¼hrerin auch im Rahmen des pflichtgemÃ¤ssen Ermessens keine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, nicht als rechtsverletzend.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen und ist dieser keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 und § 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin ersucht auch fÃ¼r das Beschwerdeverfahren um unentgeltliche Rechtspflege und -vertretung. GemÃ¤ss § 16 Abs. 1 VRG haben Private, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offenkundig aussichtslos erscheinen, auf Ersuchen Anspruch auf unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung. Ein Anspruch auf Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung besteht, wenn sie zusÃ¤tzlich nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren (§ 16 Abs. 2 VRG). Offenkundig aussichtslos sind Begehren, deren Chancen auf Gutheissung um derart viel kleiner als jene auf Abweisung erscheinen, dass sie kaum als ernsthaft bezeichnet werden kÃ¶nnen (Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 16 N. 46). Mittellos ist, wer nicht in der Lage ist, die Gerichtskosten aus seinem Einkommen â nach Abzug der Lebenshaltungskosten â innert angemessener Frist zu bezahlen (PlÃ¼ss, § 16 N. 20). </p> <p class="Erwgung2">Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist mittellos. Mangels einer gefestigten Gerichtspraxis zu Konstellationen wie der vorliegenden erscheint ihr Begehren um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung im umgekehrten Familiennachzug zum Verbleib bei ihrem Sohn, welcher die schweizerische StaatsbÃ¼rgerschaft besitzt, sodann nicht aussichtslos. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und -vertretung ist daher gutzuheissen und der BeschwerdefÃ¼hrerin in der Person ihres Rechtsvertreters ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen.</p> <p class="Erwgung2"><b>7.3 </b>Der Rechtsvertreter der BeschwerdefÃ¼hrerin macht fÃ¼r das Beschwerdeverfahren einen Aufwand von insgesamt 5 Stunden und 18 Minuten sowie Auslagen im Betrag von Fr. 5.30 zuzÃ¼glich Mehrwertsteuer geltend. Dieser Aufwand ist als angemessen einzustufen. Der Rechtsvertreter der BeschwerdefÃ¼hrerin ist folglich mit insgesamt mit Fr. 1'147.35 (inklusive Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zu entschÃ¤digen.</p> <p class="Erwgung2"><b>7.4 </b>Abschliessend gilt es die BeschwerdefÃ¼hrerin auf § 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 16 Abs. 4 VRG aufmerksam zu machen, wonach eine Partei, der unentgeltliche Rechtspflege und -vertretung gewÃ¤hrt wurde, Nachzahlung leisten muss, sobald sie dazu in der Lage ist. Der Anspruch des Kantons verjÃ¤hrt zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens.</p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: Soweit ein Anwesenheitsanspruch geltend gemacht wird, ist die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) zulÃ¤ssig (BGr, 10. September 2018, 2C_7/2018, E. 1.2). Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>DemgemÃ¤ss erkennt die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und -vertretung wird gutgeheissen und lic. iur. B als unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 70.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'070.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt, jedoch unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht einstweilen auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Lic. iur. B wird fÃ¼r seinen Aufwand im verwaltungsgerichtlichen Verfahren mit insgesamt </span><span>Fr. 1'147.35 (inklusive Mehrwertsteuer) </span><span>aus der Gerichtskasse entschÃ¤digt. Die Nachzahlungspflicht der BeschwerdefÃ¼hrerin bleibt vorbehalten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gung 8 Beschwerde erhoben werden. Sie ist binnen 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14.</span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>