<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">1C_334/2009 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 28. Juli 2009 </div> <div class="para">I. öffentlich-rechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Aemisegger, Einzelrichter, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Forster. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X.________, Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesamt für Justiz, Fachbereich Auslieferung, Bundesrain 20, 3003 Bern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Auslieferung an Deutschland; </div> <div class="para">Auslieferungshaftbefehl - B 149'106, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid vom 9. Juli 2009 </div> <div class="para">des Bundesstrafgerichts, II. Beschwerdekammer. </div> <div class="para">Sachverhalt: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A. </div> <div class="para">Am 28. Mai 2009 ersuchten die deutschen Strafverfolgungsbehörden um Verhaftung des deutschen Staatsangehörigen X.________ zwecks Auslieferung an Deutschland. Am 31. Mai 2009 ordnete das Bundesamt für Justiz (BJ) die provisorische Auslieferungshaft gegen den Verfolgten an. Mit Verfügung vom 12. Juni 2009 erliess das BJ den Auslieferungshaftbefehl. Eine vom Verfolgten dagegen erhobene Beschwerde wies das Bundesstrafgericht, II. Beschwerdekammer, mit Entscheid vom 9. Juli 2009 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B. </div> <div class="para">Gegen den Entscheid des Bundesstrafgerichtes meldete X.________ beim Bundesgericht eine Beschwerde an. In seiner Eingabe vom 21. Juli (Posteingang 23. Juli) 2009 wies er darauf hin, dass der angefochtene Entscheid am 16. Juli 2009 bei ihm eingegangen sei und dass die Beschwerdebegründung "mit einer Frist von 5 Tagen nachgereicht" werde. Mit Schreiben des Bundesgerichtes vom 23. Juli 2009 wurde der Beschwerdeführer eingeladen, bis am 31. Juli 2009 den angefochtenen Entscheid nachzureichen, ansonsten die Rechtsschrift unbeachtet bliebe. Gleichzeitig wurde er darauf aufmerksam gemacht, dass eine ausreichende Begründung (im Sinne von <span class="artref"><artref id="CH/173.110/42/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/42/1" type="start"></artref>Art. 42 Abs. 1-2 BGG</span><artref id="CH/173.110/42/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref>) innert der nicht erstreckbaren Frist von <span class="artref">Art. 100 Abs. 2 lit. b BGG</span> erfolgen müsste, ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten würde. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C. </div> <div class="para">Am 27. Juli 2009 (Postaufgabe) reichte der Beschwerdeführer den angefochtenen Entscheid und die Beschwerdebegründung nach. Er beantragt zur Hauptsache die Aufhebung des Auslieferungshaftbefehls. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Erachtet das Bundesgericht eine Beschwerde in Rechtshilfesachen als unzulässig, weil kein besonders bedeutender Fall im Sinne von <span class="artref">Art. 84 BGG</span> gegeben ist, so fällt es innert 15 Tagen seit Abschluss eines allfälligen Schriftenwechsels einen Nichteintretensentscheid (<span class="artref">Art. 107 Abs. 3 BGG</span>). Dieser Entscheid wird - unter Vorbehalt der allgemeinen Unzulässigkeitsgründe nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 BGG</span> - im vereinfachten Verfahren gemäss <span class="artref">Art. 109 Abs. 1 BGG</span> in Dreierbesetzung auf dem Zirkulationsweg getroffen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=13.07.2009&amp;to_date=01.08.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-IV-125%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page125">BGE 133 IV 125</a> E. 1.2 S. 127). </div> <div class="para">Soweit <span class="artref">Art. 109 Abs. 1 BGG</span> das Erfordernis des "besonders bedeutenden Falles" betrifft, handelt es sich (im Verhältnis zu <span class="artref">Art. 20 und <artref id="CH/173.110/108" type="start"></artref>Art. 108 BGG</span><artref id="CH/173.110/20" type="end"></artref>) um eine "lex specialis" für Verfahren betreffend die internationale Rechtshilfe in Strafsachen. Daher ist <span class="artref">Art. 109 Abs. 1 BGG</span> (Dreierbesetzung) grundsätzlich auch bei offensichtlich fehlendem besonders bedeutendem Fall anwendbar. Davon zu unterscheiden sind die allgemeinen Unzulässigkeitsgründe, welche bei Offensichtlichkeit im Verfahren nach <span class="artref"><artref id="CH/173.110/108/c" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/108/1/c" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/108/1/a" type="start"></artref>Art. 108 Abs. 1 lit. a-c BGG</span><artref id="CH/173.110/108/1/c" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/108/c" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/c" type="end"></artref> zu beurteilen sind. Dazu gehören etwa das eindeutige Versäumen der Beschwerdefrist (<span class="artref">Art. 100 Abs. 2 lit. b BGG</span>) oder die offensichtlich ungenügende Beschwerdebegründung im Sinne von <span class="artref"><artref id="CH/173.110/42/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/42/1" type="start"></artref>Art. 42 Abs. 1-2 BGG</span><artref id="CH/173.110/42/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref> (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=13.07.2009&amp;to_date=01.08.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-IV-125%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page125">BGE 133 IV 125</a> E. 1.2 S. 127 f.). Nicht ausreichend begründet ist die Beschwerde in Rechtshilfesachen insbesondere dann, wenn nicht ausgeführt wird, warum ein besonders bedeutender Fall nach <span class="artref">Art. 84 BGG</span> vorliege (Art. 42 Abs. 2 i.V.m. <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=13.07.2009&amp;to_date=01.08.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-IV-125%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page125">BGE 133 IV 125</a> E. 1.2 S. 128). Die betreffende Sachurteilsvoraussetzung gilt auch in Auslieferungsfällen (Urteil 1C_84/2009 vom 27. Februar 2009). </div> <div class="para">Liegt offensichtlich ein solcher allgemeiner Unzulässigkeitsgrund vor, ist im einzelrichterlichen Verfahren ein Nichteintretensentscheid zu fällen (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 BGG</span>). In diesen Fällen erübrigt sich die zusätzliche Prüfung des besonderen Eintretenserfordernisses von <span class="artref">Art. 109 Abs. 1 BGG</span> (besonders bedeutender Fall), selbst wenn sein Vorliegen geltend gemacht wird. <span class="artref">Art. 109 Abs. 1 BGG</span> kommt somit nur - aber immer dann - zum Zug, wenn die dort genannte Eintretensvoraussetzung für das Nichteintreten entscheidend ist. In diesem Fall erweist sich <span class="artref">Art. 109 Abs. 1 BGG</span> (im Verhältnis zu <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG</span>) als "lex specialis" und hat insoweit Vorrang (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=13.07.2009&amp;to_date=01.08.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-IV-125%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page125">BGE 133 IV 125</a> E. 1.2 S. 128). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die vorliegende Beschwerde ist offensichtlich unzureichend begründet (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>). Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern hier ein besonders bedeutender Fall im Sinne von <span class="artref">Art. 84 BGG</span> gegeben sei. Ein solcher Fall wäre hier auch aus den Akten nicht ersichtlich. Ebenso wenig setzt sich der Beschwerdeführer mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheides nachvollziehbar auseinander. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde ist folglich im vereinfachten einzelrichterlichen Verfahren nicht einzutreten (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Auf die Erhebung von Gerichtskosten kann hier verzichtet werden (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG</span>). Innert der gesetzlichen Beschwerdefrist (<span class="artref">Art. 100 Abs. 2 lit. b BGG</span>) sind weder Rechtsschriften noch Vollmachten der vom Beschwerdeführer genannten Anwälte eingegangen. Das sinngemäss gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung ist damit gegenstandslos. Eine Parteientschädigung ist nicht zuzusprechen (<span class="artref">Art. 68 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt der Einzelrichter: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben und keine Parteientschädigung zugesprochen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Bundesamt für Justiz und dem Bundesstrafgericht, II. Beschwerdekammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 28. Juli 2009 </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Aemisegger Forster </div> </div></body></html>