B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-2115/2014 U r t e i l v o m 2 7 . A p r i l 2 0 1 6 Besetzung Richter David R. Wenger (Vorsitz), Richter Hans Schürch, Richter Daniel Willisegger, Gerichtsschreiber Arthur Brunner. Parteien A._______, geboren am (…), Syrien, vertreten durch Christian Wyss, Fürsprecher, Advokaturbüro, (…), Beschwerdeführer, gegen Staatssekretariat für Migration (SEM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl (ohne Wegweisung); Verfügung des BFM vom 14. März 2014 / N (…). E-2115/2014 Seite 2 Sachverhalt: A. Der Beschwerdeführer verliess seinen Heimatstaat eigenen Angaben zu- folge am 10. Dezember 2011 und gelangte über die Türkei nach Griechen- land. Am 1. Mai 2012 reiste er von Athen auf dem Flugweg in die Schweiz ein, wo er am 2. Mai 2012 ein Asylgesuch stellte. Anlässlich der Befragung zur Person (BzP) vom 10. Mai 2012 und der Bundesanhörung vom 13. März 2014 machte der Beschwerdeführer geltend, er sei aufgrund op- positioneller Tätigkeiten vom syrischen Regime verfolgt worden und in der Schweiz exilpolitisch tätig. Im Rahmen der Bundesanhörung legte der Be- schwerdeführer eine syrische Identitätskarte, Fotos von Demonstrationen in der Schweiz und eine Bestätigung der Partei B._______ vor. B. Mit Verfügung vom 14. März 2014 – eröffnet am 19. März 2014 – stellte das damalige Bundesamt für Migration (BFM, heute Staatssekretariat für Migration [SEM]) fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigen- schaft nicht, lehnte sein Asylgesuch ab und verfügte die Wegweisung (Dis- positivziffern 1-3). Gleichzeitig schob es den Wegweisungsvollzug zuguns- ten einer vorläufigen Aufnahme auf (Dispositivziffer 4) und wies darauf hin, dass die vorläufige Aufnahme ab Datum der Verfügung bis zu deren Auf- hebung oder Erlöschen dauere (Dispositivziffer 5) und dass der Beschwer- deführer bei Aufhebung der vorläufigen Aufnahme die Schweiz verlassen müsse (Dispositivziffer 6). Schliesslich beauftragte es den zuständigen Kanton mit der Umsetzung der vorläufigen Aufnahme (Dispositi vziffer 7). Das damalige BFM begründete seine Verfügung im Wesentlichen damit, dass die Asylvorbringen des Beschwerdeführers unglaubhaft seien, weil elementare Ausführungen des Beschwerdeführers zu seinen Fluchtgrün- den nachgeschoben seien und die Aussagen des Beschwerdeführers zu- dem Widersprüche enthielten. Die vom Beschwerdeführer geltend ge- machten exilpolitischen Aktivitäten seien im Übrigen nicht asylrelevant. Aufgrund der Sicherheitslage in Syrien sei der Wegweisungsvollzug derzeit nicht zumutbar. C. Mit Gesuch vom 29. März 2014 stellte der Beschwerdeführer durch den oben rubrizierten Rechtsvertreter bei der Vorinstanz ein Gesuch um Akten- einsicht und bat um Zusendung der Akten. Mit Zwischenverfügung vom 3. April 2014 kam die Vorinstanz diesem Gesuch im Rahmen der gesetzli- chen Vorgaben nach. E-2115/2014 Seite 3 D. D.a Mit Eingabe vom 17. April 2014 liess der Beschwerdeführer durch den oben rubrizierten Rechtsvertreter beim Bundesverwaltungsgericht Be- schwerde erheben. In materieller Hinsicht beantragte der Beschwerdefüh- rer die Aufhebung der Verfügung des damaligen BFM vom 14. März 2014 in den Dispositivziffern 1 -3 und die Erteilung des nachgesuchten Asyls. Eventuell sei die Sache zur vertieften Abklärung der Fluchtgründe an die Vorinstanz zurückzuweisen. Weiter beantragte er die Feststellung, dass die Dispositivziffern 4-7 der Verfügung nicht angefochten seien, sowie die An- weisung an die Vorinstanz und den zuständigen Kanton, die vorläufige Auf- nahme bereits während des Verfahrens zu vollziehen. In verfahrensrecht- licher Hinsicht beantrag te er die Gewährung der unentgeltlichen Rechts- pflege, den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sowie die Beiordnung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands in der Person des oben rubrizierten Rechtsanwalts. Mit der Beschwerde reichte er insbeson dere eine Mittellosigkeitserklärung des Sozialamtes des Kantons C._______ vom 1. April 2014, ein Bestätigungsschreiben der Partei D._______ vom 31. März 2014 sowie ein Schreiben von E._______ vom 10. April 2014 zu den Akten. Zudem beantragte er die Befragung seines in der Schweiz le- benden Onkels E._______. D.b In der Beschwerde wird vorgebracht, die Vorbringen des Beschwerde- führers seien entgegen der Auffassung der Vorinstanz als glaubhaft anzu- sehen. Er habe die Verhöre, die Verhaftung und die Misshandlungen durch die syrischen Behörden erst bei der Bundesanhörung geltend gemacht, weil er – geprägt von den Erfahrungen in Syrien – gegenüber allen Behör- den misstrauisch gewesen sei und sich vor einer Denunziation durch die bei der BzP übersetzende Person gefürchtet habe. Der formale Hinweis der befragenden Person auf die Vertraulichkeit der BzP habe dieses Miss- trauen nicht beseitigen können. Weiter wird ausgeführt, die eingereichten Beweise – und namentlich das Schreiben von E._______ vom 10. April 2014 – vermöchten die Asylvorbringen des Beschwerdeführers glaubhaft zu machen. Im Bestreitungsfall sei E._______ als Zeuge zu befragen. E. Mit Zwischenverfügung vom 1. Mai 2014 hiess die damals zuständige In- struktionsrichterin das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung gut und verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Zudem ordnete sie dem Beschwerdeführer in der Person des oben rubrizierten Rechtsanwal- tes einen unentgeltlichen Rechtsbeistand zu. Schliesslich ersuchte sie die E-2115/2014 Seite 4 Vorinstanz, innert Frist eine Vernehmlassung zur Beschwerde einzu- reichen. F. Mit Eingabe vom 7. Mai 2014 liess sich die Vorinstanz zur Beschwerde vernehmen. Sie hielt in der Eingabe an der angefochtenen Verfügung voll- umfänglich fest und wies darauf hin, dass auch die auf Beschwerdeebene eingereichten Beweismittel eine Verfolgung des Beschwerdeführers nicht zu beweisen vermöchten. G. Mit Zwischenverfügung vom 12. Mai 2014 stellte die damals zuständige Instruktionsrichterin dem Besch werdeführer die Vernehmlassung der Vo- rinstanz zur Stellungnahme zu. H. Mit Eingabe vom 27. Mai 2014 replizierte der Beschwerdeführer zur Ver- nehmlassung der Vorinstanz vom 7. Mai 2014 und hielt an seinen Be- schwerdevorbringen vollumfänglich fest. Mit der Einga be reichte er einen "Tatsachenbericht" von F._______ (dem Bruder des Beschwerdeführers) und Fotos sowie ein Video der Gruppe G._______ zu den Akten. Er stellte zudem den Antrag, im Zweifelsfall F._______ als Zeugen zu befragen oder befragen zu lassen. I. Mit weiteren Eingaben vom 19. Juni 2014, 14. Oktober 2014, 27. April 2015 und 18. Juni 2015 reichte der Beschwerdeführer zusätzliche Beweismittel zu den Akten, darunter namentlich Bild- beziehungsweise Videomaterial zu den exilpolitischen Aktivitäten des Beschwerdeführers sowie ein Aufgebot für den syrischen Militärdienst vom 3. September 2014 (einschliesslich ei- ner Übersetzung). J. Mit Zwischenverfügung vom 5. April 2016 gab der neu zuständige Instruk- tionsrichter dem Beschwerdeführer Gelegenheit, binnen Frist e ine neue Bedürftigkeitsbestätigung vorzulegen. Der Beschwerdeführer wurde zu- dem darauf hingewiesen, dass das Gericht bei Ausbleiben einer solchen Bestätigung für das weitere Verfahren davon ausgehen werde, dass er über die nötigen Mittel verfüge, um das vo rliegende Verfahren zu bestrei- ten, zumal er gemäss dem Zentralen Migrationssystem (ZEMIS) seit dem 1. Januar 2016 bei der H._______ GmbH arbeitstätig sei. Bis zum Datum E-2115/2014 Seite 5 des heutigen Entscheids hat der Beschwerdeführer keine neue Bedürftig- keitserklärung vorgelegt. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend – endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG [SR 142.31]). Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdeführung le- gitimiert (Art. 48 VwVG). A uf die frist - und formgerecht eingereichte Be- schwerde ist einzutreten (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige un d unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. Das Bundesverwaltungsgericht hat das vorliegende Verfahren mit der ebenfalls am Bundesverwaltungsgericht hängigen Beschwerde des jünge- ren Bruders des B eschwerdeführers (vgl. E -958/2015) koordiniert. Beide Fälle werden durch dasselbe Spruchgremium beurteilt und die Befragungs- protokolle beider Asylverfahren jeweils auch für das konnexe Verfahren be- rücksichtigt. Die vom Beschwerdeführer in seiner Replik vom 27. Mai 2014 beantragte Zeugenbefragung seines jüngeren Bruders ist vor diesem Hin- tergrund entbehrlich. Der Antrag ist in antizipierter Beweiswürdigung abzu- weisen. 4. 4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund- sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be- gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen E-2115/2014 Seite 6 unerträglichen psychischen Druck bewirken. (Art. 3 Abs. 2 AsylG). Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder zumin- dest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismit- tel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). Das Bundes verwaltungsgericht hat die Anforderungen an das Glaubhaftmachen der Vorbringen in einem publi- zierten Entscheid dargelegt und folgt dabei ständiger Praxis. Darauf kann hier verwiesen werden (BVGE 2010/57 E 2.2 und 2.3). 4.2 Nach Sichtung der Akten und Würdigung sämtlicher Beweismittel kommt das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss, dass die Vorinstanz die Massstäbe für das Glaubhaftmachen im vorliegenden Fall korrekt an- gewendet und die Glaubhaftigkeit der geltend gemachten Verfolgung durch das syrische Regime zurecht verneint hat. 4.2.1 Die Vorinstanz ist richtigerweise zum Schluss gekommen, dass der Beschwerdeführer zentrale Asylvorbringen ohne triftigen Grund verspätet – nämlich erst in der Bundesanhörung – vorgebracht hat. In der Bundes- anhörung vermochte der Beschw erdeführer nicht glaubhaft zu erklären, weshalb er eine Inhaftierung und Verhöre durch die syrischen Behörden in der BzP nicht nur verschwiegen, sondern sogar explizit verneint hat (vgl. Akten des Asylverfahrens, A4/10, F 7.02; A10/13, F 40-42). Namentlich be- hauptete er – anders als auf Beschwerdeebene – nicht, er habe seine Fluchtmotive aus generellem Misstrauen gegenüber allen Behörden und aus Furcht vor einer Denunziation durch die übersetzende Person ver- schwiegen. Die entsprechenden Erklärungsversuche a uf Beschwerde- ebene erscheinen deshalb als konstruiert und vermögen an der zutreffen- den Würdigung der Vorinstanz nichts zu ändern. 4.2.2 Neben den von der Vorinstanz zutreffend festgestellten Unglaubhaf- tigkeitselementen in den Aussagen des Beschwerdeführers fällt die ober- flächliche Darstellung zentraler angeblicher Fluchtgründe ins Gewicht. Der Beschwerdeführer machte im Laufe der Bundesanhörung nur vage Aus- führungen zu den Geschehnissen rund um seine angebliche Inhaftierung (vgl. Akten des Asylverfahrens, A10/13, F 18) und beschränkte sich auf die Aussage, man habe ihn "verhört und geschlagen" und ihm sei "sehr viel Leid zugefügt" worden. Er konnte das Datum seiner Inhaftierung nicht ge-E-2115/2014 Seite 7 nau angeben (vgl. Akten des Asylverfahrens, A10/13, F 32) und den Schil- derungen mangelt es an Realkennzeichen. Hätte der Beschwerdeführer die geltend gemachten Misshandlungen tatsächlich selbst erlebt, wäre etwa zu erwarten gewesen, dass er im Verlaufe des Asylverfahrens genau- ere Angaben dazu gemacht hätte, wie die Haftbedingungen gewesen sind beziehungsweise wie er konkret misshandelt wurde. 4.2.3 Die auf Beschwerdeebene eingereichten Beweismittel tragen zur Glaubhaftmachung der Fluchtgründe des Beschwerdeführers nichts bei. Das Bestätigungsschreiben der B._______ und die Schreiben von E._______ sowie F._______ substantiieren die Fluchtgründe des Be- schwerdeführers nicht, sondern beschränken sich auf eine oberflächliche Wiederholung der Behauptungen des Beschwerdeführers. Zudem stellen sie Gefälligkeitsschreiben von Personen dar, die dem Bes chwerdeführer durch ihre Verwandtschaft nahe stehen. Ihr Beweiswert ist deshalb nur sehr gering. Das eingereichte Militärdienstaufgebot hat keinerlei Bezug zu den vom Beschwerdeführer geltend gemachten Fluchtgründen, weshalb eine Authentizitätsprüfung unterbleiben kann. Für das Gericht ist schliess- lich nicht ersichtlich, inwiefern eine Befragung von E._______ als Zeuge geeignet sein könnte, die Fluchtgründe des Beschwerdeführers glaubhaft zu machen. E._______ hat laut dem ZEMIS bereits 2005 in der Schweiz einen positiven Asylentscheid erhalten und kann die vom Beschwerdefüh- rer geltend gemachten Übergriffe der syrischen Behörden gegenüber dem Beschwerdeführer beziehungsweise seinen Familienangehörigen im Jahr 2011 nicht persönlich miterlebt haben. Eine Befragung wäre auch deshalb nicht geeignet, die Vorbringen des Beschwerdeführers glaubhaft zu ma- chen, weil die Kenntnisse von E._______ im Wesentlichen auf den Erzäh- lungen des Beschwerdeführers beruhen dürften. Der Antrag des Be- schwerdeführers, E._______ als Zeuge zu befragen, ist deshalb in antizi- pierter Beweiswürdigung abzuweisen. 4.3 Wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren macht der Beschwerdeführer auch auf Beschwerdeebene geltend, er engagiere sich in der Schweiz exil- politisch. Zur Dokumentation dieses exilpolitischen Engagements reicht er verschiedene Fotos und Videos zu den Akten, welche den Beschwerdefüh- rer mit der G._______ sowie an Demonstrationen gegen das syrische Re- gime zeigen. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die Vorbringen des Bes chwerdeführers zu seiner angeblichen Verfolgung durch das syrische Regime sich als unglaubhaft erwiesen haben und folg- lich nicht davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer unter der Be- obachtung der Behörden in seiner Heimat steht. Auch die dokumentierten E-2115/2014 Seite 8 exilpolitischen Aktivitäten des Beschwerdeführers sind nicht geeignet, eine Verfolgung durch das syrische Regime zu begründen. Der Beschwerdefüh- rer hat sich in der Bundesanhörung selber als "normaler Demonstrations- teilnehmer" bezeichnet (vgl. Akten des Asylverfahrens, A10/13, F 56 -57) und ist nicht in erheblichem Masse öffentlich exponiert (vgl. Referenzurteil BVGer D-3839/2013 vom 28. Oktober 2015, E. 6.3.2 und 6.3.6-6.4.2). Die dokumentierten exilpolitischen Tätigkeiten des Beschwerdeführers vermö- gen deshalb nicht zu seiner Anerkennung als Flüchtling gemäss Art. 54 AsylG zu führen. 4.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrelevante Verfolgung glaubhaft zu machen. Das SEM hat infolgedessen zu Recht di e Flüchtlingseigenschaft des Be- schwerdeführers verneint und das Asylgesuch abgelehnt. 5. 5.1 Lehnt das Staatssekretariat das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Fa- milie (Art. 44 AsylG). 5.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer sol- chen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 AsylG; vgl. BVGE 2013/37 E 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 6. Aus den vorangegangenen Erwägun gen kann indes nicht geschlossen werden, der Beschwerdeführer sei angesichts der aktuellen Lage in Syrien dort nicht gefährdet. Eine solche Gefährdung ist aber nur unter dem Aspekt von Art. 83 Abs. 3 oder 4 AuG (SR 142.20) zu prüfen, wonach der Weg- weisungsvollzug für ausländische Personen nicht zulässig ist, wenn völker- rechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise in den Heimat -, Herkunfts- oder in einen Drittstaat entgegenstehen, beziehungsweise un- zumutbar sein kann, wenn sie im Heimat - oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini- scher Notlage konkret gefährdet sind. Der Gefährdung des Beschwerde- führers aufgrund der aktuellen Situation in Syrien wurde durch das SEM mit der Anordnung der vorläufigen Aufnahme des Beschwerdeführers we- gen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs Rechnung getragen. Die Frage der Zulässigkeit des Wegweisungsvollzugs war nicht Gegenstand E-2115/2014 Seite 9 der vorliegend zu prüfenden Beschwerde und ist folglich nicht mehr zu prü- fen. 7. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so- wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 8. 8.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten von Fr. 600. – dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Reg- lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Zwar wurde dem Beschwerdeführer mit Zwischenverfügung vom 1. Mai 2014 die unentgelt- liche Prozessführung gewährt, alle rdings ist er nach Angaben im ZEMIS seit dem 1. Januar 2016 bei der H._______ tätig. Mit Zwischenverfügung vom 5. April 2016 wurde der Beschwerdeführer darauf hingewiesen, dass das Gericht aufgrund dieser Tätigkeit – unter Vorbehalt einer neu einzu- reichenden Bedürftigkeitserklärung – davon ausgehen werde, dass er über die nötigen Mittel verfüge, um das vorliegende Verfahren zu bestreiten. Der Beschwerdeführer hat bis zum Tag des vorliegenden Entscheids keine neue Bedürftigkeitserklärung eingereicht. Mit dem vorliegenden Urteil wird deshalb die mit Zwischenverfügung vom 1. Mai 2014 gewährte unentgelt- liche Prozessführung widerrufen. 8.2 Mit dem nachträglichen Wegfall der prozessualen Bedürftigkeit des Be- schwerdeführers sind auch die Voraussetzungen für die Einsetzung eines amtlichen Rechtsbeistands nach Art. 110a Abs. 1 AsylG nicht mehr erfüllt. Die mit Zwischenverfügung vom 1. Mai 2014 gewährte Verbeiständung ist deshalb nachträglich wieder aufzuheben. Diese Aufhebung wirkt allerdings nur ex nunc. Die bis anhin angelaufenen Honorarkosten des eingesetzten Rechtsbeistands sind durch die Gerichtskasse zu tragen. Der eingesetzte Rechtsbeistand hat mit Eingabe vom 27. Mai 2014 eine Kostennote einge- reicht, welche bis dahin einen Aufwand von Fr. 1912.35 auswies. Der dort ausgewiesene Aufwand erscheint als angemessen. In Berücksichtigung der drei weiteren Eingaben vom 19. Juni 2014, vom 14. Oktober 2014 und vom 27. April 2015 ist dem eingesetzten Rechtsbeistand aus der Gerichts- kasse ein amtliches Honorar von Fr. 2100.– (inklusive Mehrwertsteuer und E-2115/2014 Seite 10 Auslagen) auszurichten. Gestützt auf Art. 65 Abs. 4 VwVG hat der Be- schwerdeführer diesen Betrag allerdings an das Gericht zurückzuerstatten. (Dispositiv nächste Seite) E-2115/2014 Seite 11 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 3. Dem amtlichen Rechtsbeistand wird zulasten der Gerichtskasse ein Hono- rar von Fr. 2100.– zugesprochen. 4. Der Beschwerdeführer hat dem Gericht das Honorar des amtlichen Rechts- beistands von Fr. 2100.– zurückzuerstatten. Dieser Betrag ist innert 30 Ta- gen ab Versand des Urteils zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 5. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale Migrationsbehörde. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: David R. Wenger Arthur Brunner Versand: