Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 14. Juli 2016 (725 15 370) ____________________________________________________________________ Unfallversicherung Bestimmung des Valideneinkommens; in Ermangelung konkreter Zahlen ist auf die aktu- ellen Lohndaten gestützt auf die LSE abzustellen. Nebenverdienst kann neben einem hy- pothetisch vollschichtigen Verdienst nicht zusätzlich berücksichtigt werden. Integritäts- entschädigung. Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantonsrich- ter Christof Enderle, Gerichtsschreiber Stephan Paukner Parteien A.____ , Beschwerdeführer , vertreten durch Jean Oesch , Advokat , Avenue Léopold-Robert 66, Case postale 1154, 2301 La Chaux-de- Fonds gegen SUVA , Rechtsabteilung , Postfach 4358 , 6002 Luzern , Beschwerd e- gegnerin Betreff Leistungen A. Der 1979 geborene A.____ ist am 26. November 200 4 während seiner Arbeit beim Ver- such, eine Betonplatte auf eine Stosskarre zu legen , ausgerutscht und auf die rechte Hand ge- stürzt. Dabei ist ihm die Betonplatte auf die recht e Hand gefallen. Die Chirurgische Poliklinik des Spitals von B.____ hat in der Folge eine Scaphoidfraktur (Bruch des Kahnbeins) sowie eine Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht feine Rissbildung am Zystenrand einer grossen Zyste an der rechten Hand diagnostiziert. Im weiteren Verlauf bildete sich eine Pseudoarthrose am Kahnbein, die am 16. Februar 2005 ope- rativ versorgt worden ist. Der behandelnde Arzt hat den Versicherten anschliessend ab 1. Okto- ber 2005 für eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit als voll arbeitsfähig erklärt, ihn in der an- gestammten Tätigkeit als Gerüstbauer jedoch als vollständig arbeitsunfähig eingeschätzt. Am 11. Juni 2006 hat der behandelnde Arzt ein nach wie vor bestehendes deutliches Kraftdefizit in der rechten Hand festgestellt und festgehalten, dass de r Versicherte wieder als Gerüstbauer tätig sei. Nach weiteren Abklärungen der gesundheitl ichen und erwerblichen Verhältnisse sprach die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) dem Versicherten mit Verfügung vom 28. Juni 2007 eine Integritätsentschädigung entspr echend einer Integritätseinbusse von 7,5% zu. Gleichzeitig verneinte sie den Anspruch auf eine Invalidenrente. B. Gestützt auf ein ärztliches Attest, wonach er vollstä ndig arbeitsunfähig sei, meldete der Versicherte der SUVA am 7. November 2007 einen Rückfal l. Ab 14. Januar 2008 wurde ihm wieder eine Arbeitsfähigkeit im Umfang von 25%, ab 4. März 2008 eine solche von 50% und ab 25. März eine vollständige Arbeitsfähigkeit attestiert. Am 21. Juli 2009 meldete der Versicherte der SUVA erneute Rückfallbeschwerden. Am 18. November 2009 erfolgte eine operative Re- sektion der Speichenspitze rechts, worauf dem Versichert en ab 1. Februar 2010 wieder eine volle Arbeitsfähigkeit mit Tragen von Lasten bis maxim al 10 Kilogramm attestiert wurde. Ab 1. Mai 2010 nahm er wieder eine Tätigkeit als Gerüstm onteur auf, die er aber wegen Handge- lenksbeschwerden ab 23. August 2010 auf 75% reduzieren musste. Nachdem ihm seine Ar- beitsstelle per 31. Mai 2011 gekündigt worden war, st ellte der Versicherte ein Leistungsgesuch bei der Invalidenversicherung (IV), die ihm in der Fol ge erfolgreich eine Umschulung zum Bus- und Carchauffeur finanzierte. Seit 1. April 2013 arbe itet der Versicherte bei der C.____ AG in D.____ und erzielt dabei einen Jahreslohn von CHF 65‘585.—. C. Mit Verfügung vom 23. August 2013 verneinte die SU VA den Rentenanspruch des Ver- sicherten erneut. Dabei hielt sie an der bereits zugespro chenen Integritätsentschädigung auf der Basis einer unfallbedingten Integritätseinbusse von 7,5% fest. Eine dagegen erhobene Ein- sprache wies sie nach ergänzenden Abklärungen der gesundh eitlichen und erwerblichen Ver- hältnisse mit Einspracheentscheid vom 17. Juni 2015 ab. D. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Jean Oesch, Advokat, am 19. August 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Neuchâtel. Er beantragte, es sei ihm in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids eine In validenrente auf der Basis eines IV-Grads von 25% und eine Integritätsentschädigung auf der Basis einer Integritätseinbusse von 17,5% zuzusprechen. Zur Begründung liess er im Wesen tlichen vorbringen, dass er im Zeitpunkt des Unfalls am 29. November 2004 über eine Temporärfirma als Gerüstbauer tätig gewesen sei und dazumal einen Stundenlohn von CHF 26.60 erzielt habe. Daneben habe er ein Zusatzeinkommen aus einer Nebentätigkeit im Reinigu ngsdienst erzielt. Sein Stundenlohn habe dabei CHF 20.20 betragen. Aufgrund des Durchschni ttslohns der Monate Mai bis Juli 2010 sei für jene Zeit von einem Jahreslohn als Gerüstba uer von CHF 73‘641.75 inklusive ei- nem 13. Monatslohn auszugehen. Hinzu komme der Verdie nst von CHF 13‘205.— aus der Ne- bentätigkeit als Gebäudereiniger, so dass ein Gesamtlo hn von CHF 86‘846.75 resultiere. Die- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht sem Validenlohn stehe der heutige Verdienst von CHF 65‘ 312.— als Invalideneinkommen ge- genüber. Was die Integritätsentschädigung betreffe, s ei bereits im Jahre 2007 festgehalten worden, dass die damalige Einschätzung neu beurteilt w erden müsse, falls sich längerfristig eine schwere Arthrose am Handgelenk entwickeln würde. E ine solche Entwicklung sei in der Zwischenzeit nachweislich eingetreten. Für eine schwere Ar throse sei eine Entschädigung zwi- schen 10% und 25% vorgesehen, so dass eine Integritätsent schädigung auf der Basis einer Integritätseinbusse von 17,5% resultiere. E. Mit Entscheid vom 25. November 2015 hat das Kantonsge richt Neuchâtel festgestellt, dass der letzte schweizerische Wohnsitz des Versicherten und de r Sitz seines letzten Arbeitge- bers im Kanton Basel-Landschaft liegen. In der Folge h at es die Beschwerde des Versicherten zuständigkeitshalber an das Kantonsgericht des Kantons Basel -Landschaft, Abteilung Sozial- versicherungsrecht (Kantonsgericht) weitergeleitet. F. Mit Vernehmlassung vom 8. April 2016 schloss die SUVA auf Abweisung der Beschwer- de. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Auf die frist- und formgerecht ursprünglich beim Kan tonsgericht Neuchâtel eingereichte Beschwerde ist einzutreten. Strittig ist, ob die SUVA den Rentenanspruch der Versicherten zu Recht abgelehnt hat. 2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfal lversicherung (UVG) vom 20. März 1981 hat der Unfallversicherer in der obligato rischen Unfallversicherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufs- unfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Die Leistu ngspflicht des Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem ein getretenen Schaden (Invalidität, Integritätseinbusse) ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang besteht (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.1 f. mit Hinweisen). 2.2 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu m indestens 10% invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche rungsrechts (ATSG) vom 6. Ok- tober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 UVG auf die Unfallversicherung anwendbar sind, die voraussichtl ich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Diese entspricht dem durch Beeinträchti- gung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verurs achten und nach zumutbarer Behand- lung und Eingliederung verbleibenden ganzen oder teilweisen Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Wie das Eidge- nössische Versicherungsgericht (EVG; seit 1. Januar 200 7: sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) aufgezeigt hat, brachte das ATSG hinsichtl ich der unfallversicherungsrechtli- chen Invaliditätsbemessung keine substanziellen Änderungen gegenüber der bis zum 31. Dezember 2002 gültig gewesenen Normenlage. Die im ATSG enthaltenen Definitionen der Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG), der Erwerbsunfähi gkeit (Art. 7 ATSG) und der Invalidität (Art. 8 ATSG) entsprechen ebenso wie die Vorschrift ü ber die Bestimmung des Invaliditätsgra- des (bei erwerbstätigen Versicherten; Art. 16 ATSG) de n bisherigen, in der Unfallversicherung von der Rechtsprechung dazu entwickelten Begriffen und G rundsätzen. Die zur altrechtlichen Regelung ergangene Judikatur bleibt deshalb weiterhin massgebend (vgl. Kranken- und Unfall- versicherung - Rechtsprechung und Verwaltungspraxis [RKUV] 2004 Nr. U 529 S. 573 ff. E. 1.2- 1.4; Urteil K. des EVG vom 28. Juli 2004, U 12/04, E. 1.2). 3. Zwischen den Parteien im Zusammenhang mit dem Rente nanspruch zu Recht unbe- stritten geblieben sind mit Blick auf das Invalideneinkom men des Versicherten die erwerblichen Verhältnisse, wonach der Versicherte in einer seinen Le iden angepassten Tätigkeit seit April 2013 in einem Vollzeitpensum bei der C.___ AG in D.__ __ tätig und dabei ein Invalidenein- kommen von jährlich CHF 65‘585.— zu erzielen in der Lage ist (vgl. SUVA-Dok 225). Strittig und im Rahmen des vorzunehmenden Einkommensvergleichs zu pr üfen ist hingegen der ohne Behinderung mutmasslich erzielbare Verdienst. 3.1 Die Invaliditätsbemessung bei erwerbstätigen Versiche rten hat aufgrund eines Ein- kommensvergleichs zu erfolgen. Gemäss Art. 16 ATSG wird dazu das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen d urch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalid eneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie ni cht invalid geworden wäre (Vali- deneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig mög lichst genau ermittelt und einan- der gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkom mensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (BGE 104 V 136). 3.2 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts sind für d en Einkommensvergleich grundsätzlich die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns de s Rentenanspruchs massgebend (BGE 129 V 222, 128 V 174). Gemäss Art. 19. Abs. 1 UVG beginnt der Rentenanspruch, wenn keine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten ist und allfällige Eingliederungsmassnahmen der IV abgeschlossen sind. Vorli egend hat die IV die beruflichen Massnahmen mit Mitteilung vom 18. April 2013 erfolgre ich beendet (vgl. IV-Dok 90), nachdem der Versicherte am 25. Februar 2013 mit der Autobus AG Liestal einen unbefristeten Arbeitsver- trag im Umfang eines Vollzeitpensums als Buschauffeur a bgeschlossen hat (vgl. SUVA-Dok 225). Frühestmöglicher Rentenbeginn und demnach für den strittigen Einkommensvergleich massgebender Zeitpunkt ist somit der 1. April 2013. 3.3 Bei der Bemessung des für die Bestimmung des Inval iditätsgrades massgebenden hypothetischen Einkommens ohne Gesundheitsschaden (Valideneinkommen) ist entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwie- genden Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde. Die Einkom- mensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel vom zuletzt erziel- ten, allenfalls der Teuerung und den realen Einkommen sentwicklung angepassten Verdienst Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht angeknüpft wird (Urteil I. des EVG vom 26. November 2 002, I 491/01, E. 2.3.1 mit zahlreichen Hinweisen). Hintergrund bildet die empirische Erfahrun g, dass die bisherige Tätigkeit ohne Ge- sundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen hie rvon müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 129 V 222 E. 4.3.1 ). Insoweit das fragliche Erwerbsein- kommen ziffernmässig jedoch nicht genau ermittelt werden kann, ist es nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen, und der so gewo nnene Annäherungswert ist mit dem Invalideneinkommen zu vergleichen. Zu berücksichtigen ist, dass beim Valideneinkommen nicht ohne weiteres auf einen - unter Umständen schon lä nger zurückliegenden - zuletzt tat- sächlich erzielten Verdienst abgestellt werden darf (BGE 114 V 310 ff.). 4.1 Im vorliegenden Fall hat der Versicherte vor seinem Unfall am 26. November 2004 offen- sichtlich nicht in einem Vollzeitpensum gearbeitet, son dern ist neben seiner Teilzeitbeschäfti- gung als Gerüstbauer für zwei weitere Arbeitgeber täti g gewesen. Dem massgebenden Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) lässt sich entnehm en, dass der Versicherte von Juli bis Dezember 2004 über die Temporärfirma E.____ S.A. als Gerüstbauer im Stundenlohn für CHF 26.60 angestellt war und in dieser Periode ein Salär von CHF 14‘819.— verdient hat (vgl. IV-Dok 11, S. 3; SUVA-Dok 1). Ab 5. Juli 2004 war er zudem als Hilfsreiniger für die F.____ S.A. tätig (vgl. SUVA-Dok 6.80 S. 4 in IV-Akten sowie SUVA-Dok 3). In der Zeit von Juli bis Dezember 2004 hat er dabei einen Verdienst von CHF 5‘881.— erzielt (vgl. IV-Dok 11 sowie SUVA-Dok 6.80 S.7 ff. in IV-Akten). Schliesslich hat d er Versicherte von Januar bis Dezember 2004 bei der G.____ S.A. gearbeitet und dabei CHF 5 ‘537.— verdient (vgl. IV-Dok 11). Der Verdienst des Versicherten im Jahre 2004 betrug somit gesamthaft CHF 26‘237.—. Obschon er von seinem behandelnden Arzt ab 1. Oktober 2005 für sch were Tätigkeiten wie jene als Ge- rüstbauer als arbeitsunfähig taxiert worden war (vgl. SUVA-Dok 27 und 31), arbeitete der Versi- cherte im Rahmen eines Temporärarbeitsverhältnisses bei der H.____ S.A nach seinem Unfall ab Februar 2007 weiterhin als Gerüstmonteur (vgl. SUV A-Dok 83 und 88; ebenso Lebenslauf, SUVA-Dok 156). Dieses Arbeitsverhältnis wurde am 25. Fe bruar 2008 aus gesundheitlichen Gründen aufgelöst (vgl. SUVA-Dok 98). Danach war der Versicherte zunächst arbeitslos. Am 1. Mai 2010 nahm er wiederum eine Erwerbstätigkeit a ls Gerüstmonteur auf, dieses Mal für die I.____. Dieses Arbeitsverhältnis wurde rund ein Jahr spät er ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen aufgelöst (SUVA-Dok 137 und 164). Nachdem die seit dem erlittenen Unfall stets wei- ter geführte Nebenbeschäftigung als Reinigungsmitarbe iter bei der F.____ S.A. zunächst noch im Umfang von maximal zehn Stunden pro Woche auf Abru f weitergeführt worden war, wurde dieses Arbeitsverhältnis aus unfallfremden Gründen am 9. Oktober 2008 aufgelöst (vgl. SUVA- Dok 250). 4.2 Die SUVA hat in ihrem Einspracheentscheid vom 17. Ju ni 2015 als Grundlage für die Be- messung des Valideneinkommens den Verdienst herangezogen, den der Versicherte seit 1. Mai 2010 bei der I.____ erzielt hat. Auf dieser Basis hat sie behelfsweise ein massgebendes Jah- ressalär von maximal CHF 70‘304.— errechnet (vgl. Vernehm lassung der SUVA vom 8. April 2016, S. 10 ff., Ziffern 43.1 – 43.3). Der Beschwerde führer stellt sich ebenfalls auf den Stand- punkt, dass für die Bemessung des Valideneinkommens auf d as bei der I.____ erzielte Ein- kommen abzustellen, das dort erzielte Einkommen jedoch um einen 13. Monatslohn zu erhöhen sei. Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Den Parteien ist beizupflichten, dass für die Validen lohnbemessung grundsätzlich von den Ein- kommensverhältnissen eines Gerüstmonteurs auszugehen ist. H intergrund bildet der Umstand, dass der Beschwerdeführer vor seinem Unfall mehrheitlic h in der Gerüstbranche gearbeitet hat (vgl. SUVA-Dok 156). Gemäss IK-Auszug hat er vor seinem Un fall im Jahre 2004 ausserdem bei mehreren Arbeitgebern gearbeitet. Obschon ihm di e Arbeit als Gerüstbauer medizinisch nicht mehr zumutbar ist, hat der Versicherte schliesslich auch nach seinem Unfall wiederholt als Gerüstbauer gearbeitet. Es liegt deshalb nahe, dass der Versicherte bereits vor seinem Unfall versucht hat, ausschliesslich als Gerüstbauer zu arbeiten un d als valide Person – hätte er kei- nen Unfall erlitten – dabei mit überwiegender Wahrsch einlichkeit einer vollzeitlichen Anstellung nachgegangen wäre. Weil er in der angestammten Täti gkeit als Gerüstbauer seit seinem Unfall aber vollständig arbeitsunfähig ist (vgl. SUVA-Dok 27 un d 31), verbietet es sich, für das Vali- deneinkommen auf jenen Verdienst als Gerüstbauer abzu stellen, den er nach dem Eintritt des schädigenden Ereignisses erzielt hat. Der als invalide Pe rson erzielte Verdienst kann nicht für die Verhältnisse als gesunde Person herangezogen werden . Entscheidend ist, wie hoch das hypothetische Einkommen ohne Gesundheitsschaden ausgefallen wäre. Es tritt hinzu, dass der Versicherte als invalide Person bei der I.____ als Stunde nlöhner und nur unregelmässig er- werbstätig war. Aus den Lohnabrechnungen der I.____ fü r die Zeit zwischen Juni 2010 bis En- de Mai 2011 geht jedenfalls hervor, dass der Versichert e während eines Jahres deutlich weni- ger als die übliche Jahresarbeitszeit von 2190 Stunden gearbeitet hat. Die allenfalls gesundheit- lich bedingten Unsicherheiten hinsichtlich seines Salärs sind deshalb zu gross, um auf dieser Basis ein zuverlässiges Valideneinkommen ermitteln zu können. 4.3 Beim Valideneinkommen darf nicht ohne weiteres auf einen - unter Umständen schon länger zurückliegenden - zuletzt tatsächlich erzielten Verdi enst abgestellt werden (BGE 114 V 310 ff.). Es ist deshalb nicht auf die damaligen Verdi enstverhältnisse, sondern in Ermangelung konkreter Zahlen auf die aktuellen Lohndaten eines Ger üstbauers gestützt auf die schweizeri- sche Lohnstrukturerhebung (LSE) 2012 abzustellen. Dabei ist mit Blick auf die hypothetische Tätigkeit in der Gerüstbranche der Sektor 41-43 Bau, K ompetenzniveau 1, und demnach ein monatliches Salär von CHF 5‘457.— heranzuziehen. Hochgere chnet auf die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden ergibt sich auf di eser Basis ein jährlicher Verdienst von CHF 68‘267.—. 4.4 Fraglich ist, ob und inwieweit der damalige Neben verdienst des Beschwerdeführers als Gebäudereiniger bei der Bemessung seines Valideneinkom mens zusätzlich zu berücksichtigen ist. Als Valider hat der Versicherte eine Vielzahl verschiedener Beschäftigungen ausgeübt. Dem IK-Auszug zufolge hat er in der Zeit zwischen Juli und De zember 2004 mit seiner Temporärar- beit für die E.____ S.A., für die G.____ S.A. sowie mit seiner Reinigungsarbeit für die F.____ S.A. ein Einkommen von insgesamt CHF 26‘237.— erzielt (vgl . IV-Dok 11). Massgebend dabei ist, dass die Arbeit als Gebäudereiniger lediglich eine von mehreren temporären Beschäftigun- gen war, welche vor dem Unfall zusammen allerdings nich t mehr als ein volles Pensum ausge- macht haben. Auch wenn das damalige Pensum, welches der Versicherte mit seinen Tätigkei- ten insgesamt ausgeübt hat, nicht genau bekannt ist, ist unter diesen Umständen davon auszu- gehen, dass er neben seiner vollschichtigen Tätigkeit als Gerüstbauer (vgl. oben, Erwägung 4.2 Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht hiervor) die Arbeit im Reinigungsdienst nicht zusätzlich ausgeübt hätte. Sein früheres Neben- einkommen im Reinigungsdienst kann neben einem hypothe tisch vollschichtigen Verdienst als Gerüstbauer somit nicht zusätzlich berücksichtigt werden. Ei ne Anrechnung des aus der Ne- benbeschäftigung erzielten Verdienstes verbietet sich aber auch deshalb, weil der Beschwerde- führer die Arbeit als Gebäudereiniger – obschon körperl ich leicht und deshalb trotz seiner ge- sundheitlichen Einschränkungen zumutbar – mittlerweile nicht mehr ausübt, sondern nach sei- ner erfolgreichen Umschulung zum Buschauffeur mittlerweil e ein Vollzeitpensum absolviert, ohne einer solchen zusätzlichen Nebenbeschäftigung nachzug ehen. Zumal der Versicherte seine ehemalige Nebenverdiensttätigkeit im Jahre 2009 o hnehin aus invaliditätsfremden Grün- den verloren hat (SUVA-Dok 250), muss es für die Bestimmu ng des massgebenden Validen- einkommens daher sein Bewenden damit haben, dass der Ve rsicherte heute lediglich einer vollzeitlichen Anstellung im Gerüstbau nachgehen würde. Damit bleibt es bei einem Validenein- kommen von CHF 68‘267.—-. 4.5 In Gegenüberstellung mit dem Invalideneinkommen v on CHF 65‘585.— (vgl. oben, Er- wägung 3 hiervor) resultiert eine Erwerbseinbusse von C HF 2‘688.—, was zu einem IV-Grad von 4% führt. Weil damit der Schwellenwert der für e inen Rentenanspruch massgebenden Er- werbseinbusse von mindestens 10% unterschritten wird, ist die Beschwerde in diesem Punkt abzuweisen. 5. Zu prüfen bleibt die Höhe der dem Versicherten aus gerichteten Integritätsentschädi- gung. 5.1 Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemesse- ne Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde und erhebliche Schädi- gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrit ät erleidet. Nach Art. 36 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 gilt ein Integritätsscha- den als dauernd, wenn er voraussichtlich während des ganze n Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht (Satz 1); er ist erheblich, wenn die körp erliche, geistige oder psychische Integ- rität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfäll ig oder stark beeinträchtigt wird (Satz 2). Fallen mehrere körperliche, geistige oder psychische Integritätsschäden aus einem oder mehre- ren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädig ung nach der gesamten Beeinträchti- gung festgesetzt (Art. 36 Abs. 3 Satz 1 UVV). Laut Ar t. 25 Abs. 1 UVG wird die Integritätsent- schädigung in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie wird entsprechend der Schwere des In- tegritätsschadens abgestuft, wobei sie den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicher- ten Jahresverdienstes nicht übersteigen darf. Letzteres gi lt auch, wenn eine Gesamtentschädi- gung für mehrere körperliche, geistige oder psychische I ntegritätsschäden zur Ausrichtung ge- langt (Art. 36 Abs. 3 Satz 2 UVV). Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemes- sung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Ar t. 36 UVV Gebrauch gemacht. Ge- mäss Abs. 2 dieser Vorschrift gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richt- linien des Anhangs 3. Darin hat der Bundesrat in eine r als gesetzmässig erkannten, nicht ab- schliessenden Skala (BGE 113 V 219 E. 2a; Kranken- und Unfallversicherung - Rechtspre- chung und Verwaltungspraxis [RKUV] 1988 Nr. U 48 S. 23 6 E. 2a mit Hinweisen) häufig vor- kommende und typische Schäden prozentual gewichtet. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.2 Für die im Anhang 3 zur UVV genannten Integrität sschäden entspricht die Entschädi- gung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höch stbetrages des versicherten Ver- dienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädigung für speziel le oder nicht aufgeführte Integritätsschä- den wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert ab geleitet. Das gilt auch für das Zu- sammenfallen mehrerer körperlicher, geistiger und psychisc her Integritätsschäden (Ziff. 1 Abs. 2). In diesem Zusammenhang hat die SUVA in Weiterent wicklung der bundesrätlichen Skala zusätzliche Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form erarbeitet. Diese in den Mitteilungen der Medizinischen Abteilung der SUVA Nr. 57 bis 59 her ausgegebenen Tabellen (teilweise ge- ändert und ergänzt in den Mitteilungen Nr. 60, 62 un d 66) sind, soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Ver sicherten gewährleistet werden soll, mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c, 116 V 157 E. 3a mit Hinweis). 5.3 Zu ergänzen bleibt, dass das ATSG an der dargestellt en unfallversicherungsrechtlichen Regelung der Integritätsentschädigung nichts geändert hat. Die bisherige zu Art. 24 f. UVG und Art. 36 UVV ergangene Gerichts- und Verwaltungspraxis hat somit nach wie vor Gültigkeit (Ur- teil des EVG vom 2. September 2004, U 251/04, E. 1). Insbesondere werden auch vorausseh- bare Verschlimmerungen eines Integritätsschadens gemäss Ar t. 36 Abs. 4 UVV angemessen berücksichtigt, weshalb allfällige Revisionen nur im Ausn ahmefall möglich sind, wenn die Ver- schlimmerung von grosser Tragweite ist und nicht voraussehbar war. 5.4 Bei der Bestimmung des Schweregrades einer gesund heitlichen Beeinträchtigung handelt es sich um eine Tatfrage, für deren Beantwortu ng Verwaltung und Gerichte auf fach- ärztliche Mithilfe angewiesen sind. Dem Gericht ist es n icht möglich, die Beurteilung aufgrund der aktenkundigen Diagnosen selber vorzunehmen, da die Ausschöpfung des in den Tabellen offen gelassenen Bemessungsspielraums entsprechende Fachkenn tnisse voraussetzt und von einem medizinischen Laien eine zuverlässige Zuordnung nicht erwartet werden kann. Die Beur- teilung der Integritätseinbusse obliegt somit den ärzt lichen Sachverständigen (Urteil des Bun- desgerichts vom 23. April 2007, U 121/06, E. 4.2 mit weiteren Hinweisen). 5.5 Zur Feststellung der medizinischen Verhältnisse ist die rechtsanwendende Behörde somit auf Unterlagen angewiesen, die ihr von Ärztinnen un d Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen Hinweisen). Da s Gericht hat diese Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz d er freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Be- weisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdige n. Dies bedeutet, dass das Sozial- versicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbare n Unterlagen eine zuverlässige Beur- teilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbes ondere darf das Gericht bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht e rledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des B eweiswertes eines ärztlichen Berich- tes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belang e umfassend ist, auf allseitigen Untersu- chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksicht igt, in Kenntnis der Vorakten Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung d er medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleu chtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebe nd für den Beweiswert ist grund- sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht o der Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 f. E. 1c mit Hinweisen). Rechtsprechungsgemäss ist es dem Sozialversicherungsge- richt demnach nicht verwehrt, gestützt ausschliesslich auf versicherungsinterne medizinische Unterlagen zu entscheiden. Wie das Bundesgericht unl ängst präzisiert hat, sind in solchen Fäl- len jedoch strenge Anforderungen an die Beweiswürdi gung in dem Sinne zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellun- gen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (Urteil des Bundesgerichts, I. sozialrechtliche Abteilung, vom 27. Juli 2009, 8C_113/2009, E. 3.2 mit Verweisen). 5.6 Die SUVA hat dem Versicherten gestützt auf die kreisä rztliche Beurteilung vom 21. Mai 2007 mit Verfügung vom 28. Juni 2007 eine Integrität sentschädigung auf der Basis einer Integ- ritätseinbusse im Umfang von 7,5% zugesprochen. Dabei ist si e von einer mässigen Arthrose des Handgelenks ausgegangen. In seiner Beurteilung vom 21. Mai 2007 hat der Kreisarzt aus- geführt, dass eine Neubeurteilung des Integritätsschaden s vorzunehmen sei, falls sich die de- generativen Beeinträchtigungen längerfristig zu einer schweren Arthrose des Handgelenks ent- wickeln würden (vgl. SUVA-Dok 72). Der Beschwerdeführer ve rtritt vorliegend die Auffassung, dass sich die gesundheitlichen Verhältnisse in Bezug auf se ine Handgelenksverletzung dahin- gehend verschlechtert hätten. Er beruft sich auf die kre isärztliche Beurteilung vom 7. Juli 2011, bei welcher der Kreisarzt eine deutliche Einbusse der Greifkraft festgestellt habe (vgl. SUVA- Dok 171). Ein Vergleich der klinischen Messwerte in Bezug auf die Greifkraft der geschädigten rechten Hand zeigt nun aber auf, dass bei der kreisärztlich en Untersuchung vom 21. Mai 2007 der tiefste Messwert mit zehn Kilogramm tiefer ausgefall en war als bei der Folge-Untersuchung vom 7. Juli 2011, anlässlich welcher ein Wert von 13 Kilo gramm gemessen wurde. Entgegen der vom Beschwerdeführer vertretenen Auffassung ist die Greifkraft also in etwa gleich geblie- ben. 5.7 Zwecks Nachweises einer Verschlechterung der gesundhei tlichen Verhältnisse wendet der Beschwerdeführer im Weiteren ein, dem kreisärztlichen Bericht vom 7. Juli 2011 sei zu ent- nehmen, dass der Umgang mit den Handgelenksschmerzen jeweils ab Beginn des Nachmittags schwierig werde. Diese Feststellung lässt sich im Untersuchungsbericht vom 7. Juli 2011 in die- ser Form jedoch nicht finden. Der Versicherte hat gegen über dem Kreisarzt vielmehr angege- ben, dass sich die Schmerzen gebessert hätten, insbesondere während der Ruhezeit, nachts oder ausserhalb der beruflichen Aktivität. Den Angaben des Versicherten anlässlich der kreis- ärztlichen Untersuchung vom 7. Juli 2011 ist im Weiteren zu entnehmen, dass das Tragen einer Ledermanschette eine grosse Erleichterung verschaffe. Mit dieser Manschette könne der Versi- cherte beinahe alle täglichen Verrichtungen schmerzfrei verrichten. Die kreisärztliche Feststel- lung, dass in Bezug auf das Handgelenk von einer stabile n Situation auszugehen sei, ist mithin nachvollziehbar und schlüssig. Dies gilt umso mehr, weil a uch bildgebend von einer guten Kon- solidierung der gesundheitlichen Verhältnisse an der rec hten Hand auszugehen ist. Bei dieser Ausgangslage ist dem kreisärztlichen Untersuchungsbericht vom 7. Juli 2011 nichts zu entneh- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht men, was eine wesentliche Verschlechterung des Unfallsch adens am rechten Handgelenk na- helegen würde. Namentlich fehlt insbesondere ein Hinw eis, dass sich inzwischen eine schwere Arthrose entwickelt haben könnte, wie sie für eine all fällige Erhöhung der Integritätsentschädi- gung gemäss der für Integritätsentschädigungen gemäss UVG massgebenden Tabelle 5 bei schweren Handgelenksarthrosen aber vorausgesetzt wäre. Auch in seiner Beurteilung vom 26. November 2012 ist der Kreisarzt von stabilen Verhäl tnissen ausgegangen und hat seine ursprüngliche Schätzung der Integritätseinbusse im Umfa ng von 7,5% noch einmal explizit be- stätigt (vgl. SUVA-Dok 210). Zumal auch aktuell keine Hi nweise bestehen, wonach die Integri- tätseinbusse zu modifizieren wäre (vgl. SUVA-Dok 252), sind an der Zuverlässigkeit der kreis- ärztlichen Einschätzung keine Zweifel angebracht. Damit aber verbleibt kein Raum für eine all- fällige Erhöhung der Integritätsentschädigung. Die Be schwerde ist demnach auch in diesem Punkt abzuweisen. 6. Es verbleibt, über die Kosten zu befinden. Gemäss Art . 61 lit. a ATSG sind für das vorlie- gende Verfahren keine Kosten zu erheben. Die ausseror dentlichen Kosten sind entsprechend dem Ausgang des Verfahrens wettzuschlagen. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.