<h2>SubmittedText<h2><p>2015 hat das Government Accountability Office (GAO), welches im Auftrag des amerikanischen Kongresses Prüfungen und Evaluationen durchführt, vor Problemen mit der Zuverlässigkeit und der Leistung des Motors der F-35-Kampfflugzeuge gewarnt (Pratt & Whitney F135). Diese Mängel wurden in den Medien breit diskutiert und waren Gegenstand mehrerer Interpellationen (zum Beispiel 21.4618). Laut den neusten Informationen soll die Schweiz F-35 ohne die Anpassungen erhalten, welche es ermöglichen, mit diesem Problem umzugehen. Denn diese Anpassungen werden erst ab 2029 verfügbar sein, also nach der Lieferung der Flugzeuge an die Schweiz. Viele Fragen bleiben unbeantwortet, insbesondere in Zusammenhang mit den Kosten und ihrer Übernahme, der Verfügbarkeit der Flugzeuge sowie den Folgen für ihre Lebensdauer.</p><p>&nbsp;</p><p>Der Bundesrat wird gebeten, die folgenden Fragen zu beantworten:</p><ol><li>Werden die Flugzeuge, welche die Schweiz zwischen 2027 und 2030 erhält, mit dem alten oder dem neuen Motor ausgerüstet sein?</li><li>Muss der gesamte Motor ausgetauscht werden oder reicht es, einzelne Teile anzupassen?</li><li>Wie viel wird die Anpassung kosten? Wer wird zahlen – Lockheed Martin oder die Schweiz?</li><li>Diese Probleme waren bereits bekannt, als der Vertrag abgeschlossen wurde. Waren sie Teil der Verhandlungen? Wenn ja, in welcher Weise? Wenn nein, weshalb nicht?</li><li>Wie viel Zeit benötigen die Anpassungen?</li><li>Laut dem GAO müssen die Flugzeuge, die mit dem alten Motor ausgestattet sind, doppelt so häufig gewartet werden (etwa alle 45 Stunden). Wurde dies im Vertrag mit Lockheed Martin berücksichtigt?</li><li>Haben diese Probleme einen Einfluss auf die Lebensdauer der Flugzeuge?</li><li>Wäre eine Verlängerung des Einsatzes des F/A-18 nötig, um eine Lücke in den Dienstleistungen der Luftwaffe zu vermeiden? Welche Kosten sind mit einer solchen Verlängerung verbunden?</li></ol>