<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 7] </div> <div class="para">I 23/00 Vr </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesrichter Borella, Rüedi und Bundesrichterin Leuzinger; </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Nussbaumer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 27. September 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para">B.________, 1948, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Bruno Häfliger, Schwanenplatz 7, Luzern, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">IV-Stelle Luzern, Landenbergstrasse 35, Luzern, Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">und </div> <div class="para">Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Luzern </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.- Die 1948 geborene verheiratete B.________, Mutter von zwei Söhnen (geboren 1974 und 1976), war bis Ende Januar 1995 stundenweise und ab 1. Februar 1995 mit einem Pensum von rund 25 % als Arztsekretärin im Spital X.________ tätig. Am 1. Juli 1996 musste sie sich wegen sich progredient verstärkender Rückenbeschwerden einer Spondylodese unterziehen. Seither geht sie keiner Erwerbstätigkeit mehr nach. Am 18. Februar 1997 meldete sie sich bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle Luzern holte einen Arbeitgeberbericht vom 14. April 1997, einen Bericht des Hausarztes Dr. med. </div> <div class="para">E.________ vom 27. August 1997 sowie einen Abklärungsbericht Haushalt vom 14. Januar 1998 ein und zog Berichte der Schmerzklinik Y.________ vom 3. Februar 1997 sowie der Neurochirurgischen Klinik des Spitals Z.________ vom 17. April 1997 bei. Mit Verfügung vom 6. Mai 1998 sprach sie der Versicherten auf Grund der gemischten Methode (Anteil Haushalt 75 %) bei einem Invaliditätsgrad von 65 % ab 1. Juni 1997 eine halbe Invalidenrente nebst Zusatzrente für den Ehegatten zu. Mit zwei Verfügungen vom 6. November 1998 gewährte sie zusätzlich für die Zeit vom 1. Oktober 1997 bis 31. Oktober 1998 eine Kinderrente für den Sohn S.________ und ab 1. Juni 1997 eine solche für den Sohn M.________. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.- Die gegen die Verfügungen gerichteten Beschwerden hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern mit Entscheid vom 29. Dezember 1999 teilweise gut mit der Feststellung, dass B.________ für die Zeit ab 1. Juni 1997 für den Sohn M.________ und für die Zeit vom 1. Oktober 1997 bis 31. Oktober 1998 für den Sohn S.________ eine Kinderrente zusteht. Im Übrigen wies es die Beschwerden ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C.- B.________ lässt Verwaltungsgerichtsbeschwerde führen mit dem Antrag, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides habe ihr die Invalidenversicherung ab 1. Februar 1997 mindestens eine Viertelsrente und ab 1. Juni 1997 eine ganze Invalidenrente auszurichten. </div> <div class="para">Die IV-Stelle schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. </div> <div class="para">Vorinstanz und Bundesamt für Sozialversicherung verzichten auf eine Vernehmlassung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Das kantonale Gericht hat die massgeblichen Bestimmungen über die Voraussetzungen, Beginn und den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und 1bis, <span class="artref">Art. 29 Abs. 1 IVG</span>), die Bemessung des Invaliditätsgrades bei erwerbstätigen Versicherten nach der Einkommensvergleichsmethode (<span class="artref">Art. 28 Abs. 2 IVG</span>), bei Nichterwerbstätigen, namentlich im Haushalt tätigen Versicherten, nach der spezifischen Methode (<span class="artref">Art. 28 Abs. 3 IVG</span> in Verbindung mit <span class="artref"><artref id="CH/831.201/27/2" type="start"></artref><artref id="CH/831.201/27/1" type="start"></artref>Art. 27 Abs. 1 und 2 IVV</span><artref id="CH/831.201/27/2" type="end"></artref><artref id="CH/831.201/2" type="end"></artref>) sowie bei teilerwerbstätigen Versicherten nach der gemischten Methode (<span class="artref">Art. 27bis Abs. 1 IVV</span>) und die Rechtsprechung zur Wahl sowie Anwendbarkeit der verschiedenen Invaliditätsbemessungsmethoden (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=18.09.2000&amp;to_date=07.10.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-146%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page150">BGE 125 V 150</a> Erw. 2c, 117 V 194 Erw. 3b, je mit Hinweisen; AHI 1997 S. 289 f., 1996 S. 197 f. Erw. 1c) umfassend und zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Streitig ist zunächst der Beginn der Invalidenrente. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">a) Das kantonale Gericht hat mit der IV-Stelle für den Beginn der Invalidenrente auf den Bericht des Dr. med. </div> <div class="para">E.________ vom 27. August 1997 abgestellt, wonach die Beschwerdeführerin ab 30. Juni 1996 vollständig arbeitsunfähig sei. Demgegenüber wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebracht, die Beschwerdeführerin leide seit Jahren unter Rückenproblemen, die sich Ende 1994 verschärft und einen stationären Aufenthalt in der Rheuma- und Rehabilitationsklinik A.________ erforderlich gemacht hätten. </div> <div class="para">Im Bericht vom 27. August 1997 habe Dr. med. E.________ die ab 30. Juni 1996 bescheinigte vollständige Arbeitsunfähigkeit ausschliesslich auf den erwerblichen Bereich bezogen. </div> <div class="para">Damit sei für den Bereich des Haushalts eine relevante Arbeitsunfähigkeit ab Anfang 1996 nicht ausgeschlossen, sei doch nicht anzunehmen, dass sich die Beschwerdeführerin am 1. Juli 1996 einer umfangreichen Spondylodese-Operation unterzogen hätte, wenn sich nicht Monate zuvor gesundheitliche Beeinträchtigungen in einem insbesondere für den Haushaltsbereich invalidisierenden Ausmasse eingestellt hätten. </div> <div class="para">b) Auf Grund der Akten ist, wie die Vorinstanz zutreffend feststellt und auf deren Begründung verwiesen wird, eine für die Eröffnung der Wartezeit relevante Einschränkung im Aufgabenbereich als Hausfrau nicht rechtsgenüglich erstellt. Zum einen hat die Beschwerdeführerin bis unmittelbar (letzter effektiver Arbeitstag: 30. Juni 1996) vor der am 1. Juli 1996 erfolgten Spondylodese-Operation im Spital X.________ gearbeitet, was trotz der vorhandenen Beschwerden nicht darauf schliessen lässt, sie sei im Haushaltsbereich erheblich eingeschränkt gewesen. Zum andern bieten die Akten keine Anhaltspunkte für die Sachdarstellung der Beschwerdeführerin. Die IV-Stelle hat daher den Rentenbeginn zu Recht auf den 1. Juni 1997 festgesetzt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- Was die Ermittlung des Invaliditätsgrades auf Grund der gemischten Methode betrifft, so ist im vorliegenden Verfahren die Ermittlung der Einschränkung im Aufgabenbereich Haushalt nicht mehr streitig. Es kann auch in diesem Punkt auf die Ausführungen im kantonalen Entscheid verwiesen werden. Wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren wendet die Beschwerdeführerin ein, im Gesundheitsfall hätte sie ihre Erwerbstätigkeit als Arztsekretärin im Spital X.________ auf 50 % gesteigert. Demgegenüber haben Verwaltung und kantonales Gericht den Anteil der Erwerbstätigkeit auf 25 % festgesetzt. Angesichts der unbestrittenermassen nach wie vor bestehenden Aufgaben zur Betreuung der beiden Söhne, die ganz oder teilweise zu Hause wohnen, vermögen die Einwendungen gegen die vorinstanzliche Beweiswürdigung nicht zu überzeugen. Insbesondere fehlen auch konkrete Anhaltspunkte für eine beabsichtigte Steigerung der Erwerbstätigkeit. </div> <div class="para">Daran ändert nichts, dass die Beschwerdeführerin beim Spital die Möglichkeit gehabt hätte, ihr Pensum bis auf 50 % auszudehnen. Sie hat neben der Führung des Haushalts und ihren sportlichen und vereinsspezifischen Tätigkeiten trotz des fortgeschrittenen Alters ihrer beiden Söhne ihr Arbeitspensum längere Zeit nicht über 25 % ausgedehnt. </div> <div class="para">Bis zum massgebenden Zeitpunkt der Kassenverfügung vom 6. Mai 1998 kann daher nicht angenommen werden, die Beschwerdeführerin hätte ihr Arbeitspensum, solange sich die beiden Söhne noch in Ausbildung befanden, auf 50 % ausgedehnt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I.Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II.Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para">III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherung </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">zugestellt. </div> <div class="para">Luzern, 27. September 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der IV. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>