B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-6657/2010 U r t e i l v o m 1 2 . F e b r u a r 2 0 1 3 Besetzung Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), Richter Francesco Parrino, Richterin Elena Avenati-Carpani, Gerichtsschreiber Roger Stalder. Parteien A._______, Kosovo, vertreten durch Ernest Osmani, memos Osmani, In der Ey 29, 8047 Zürich, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Rentenrevision. C-6657/2010 Seite 2 Sachverhalt: A. Der 1958 geborene, in seiner Heimat Kosovo wohnhafte A._______ (im Folgenden: Versicherter oder Beschwerdeführer) meldete sich am 12. Dezember 2003 (Eingangsstempel: 18. Dezember 2003) erstmals zum Bezug von Leistungen der Schweizerischen Invalidenversicherung (IV) in Form einer Rente an (Akten [ im Folgenden: act.] der IV-Stelle für Versicherte im Ausland [ im Folgenden: IVSTA oder Vorinstanz] 1 bis 4). Nach Durchführung der für die Beurteilung des Leistungsanspruchs massgeblichen Abklärungen (act. 5 bis 20) erliess die IVSTA am 26. N o- vember 2004 einen Beschluss, mit welchem dem Vers icherten bei einem Invaliditätsgrad (im Folgenden auch: IV-Grad) von 70 % mit Wirkung ab 1. Dezember 2002 eine ganze IV -Rente zugesprochen wurde (act. 21); die in diesem Zusammenhang ergangenen Verfügungen datieren vom 23. Februar 2005 (act. 26; vgl. auch Verfügungsbegründung [act. 23]) und traten unangefochten in Rechtskraft. B. Am 31. März 2009 leitete die IVSTA von Amtes wegen eine Rentenrevis i- on ein (act. 28). Nach Vorliegen des entsprechenden, vom Versicherten ausgefüllten und am 29. Mai 2005 unterzeichneten Fragebogens (act. 29) sowie medizinischer Dokumente aus der Republik Kosovo (act. 34 bis 43) gab Dr. med. B._______, Facharzt für Allgemeine Medizin, vom Regiona- len Ärztlichen Dienst Rhone ( im Folgenden: RAD) am 29. Januar 2010 eine Stellungnahme ab (act. 45). Daraufhin erliess die IVSTA am 18. März 2010 einen Vorbescheid, mit welchem dem Versicherten die Aufhebung der IV-Rente in Aussicht gestellt wurde (act. 46). Hiergegen liess dieser, vertreten durch Ernest Osmani, memos Osmani, am 10. A pril 2010 sum- marisch seine Einwendungen vorbringen (act. 48); die Begründung datiert vom 8. Mai 2010 (act. 50). In der Folge erliess die IVSTA am 20. Juli 2010 eine dem Vorbescheid im Ergebnis entsprechende Verfügung und hob die IV-Rente per Ende August 2010 auf (act. 52). C. Mit Eingabe vom 14. September 2010 liess der Versicherte beim Bundes- verwaltungsgericht Beschwerde erheben und beantragen, die Verfügung der IVSTA vom 20. Juli 2010 sei aufzuheben und es seien ihm die gesetz- lichen Leistungen vollumfänglic h zu gewähren (act. im Beschwerdeve r- fahren [im Folgenden: B-act.] 1). C-6657/2010 Seite 3 Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, der Beurteilung des RAD vom 29. Januar 2010 könne nicht gefolgt werden. Die im entspr e- chenden Bericht gemachten Aussagen seien widersprüc hlich. Aufgrund welcher Erkenntnisse die ICD -Klassifikation bestimmt worden sei, könne nicht eruiert werden. Die Berichte der behandelnden Ärzte würden nach- vollziehbar ein gegenteiliges Bild ergeben. Selbst aus dem vom RAD e r- wähnten psychiatrischen Bericht lasse sich die Persönlichkeitsstörung ab- leiten. Von denselben Ärzten sei im detaillierten medizinischen Bericht vom 16. November 2009 auch angekreuzt worden, dass der Beschwerde- führer weder in seiner angestammten noch in einer angepassten Tätigkeit arbeitsfähig sei. Die angegebene Funktionseinschränkung sei mit 65 % deklariert worden. Es könne keinem einzigen Dokument entnommen werden, dass der Beschwerdeführer wieder in der Lage wäre, eine se i- nem Gesundheitszustand angepasste Tätigkeit auszuüben. Im Gegenteil könne davon ausgegangen werden, dass die posttraumatische Bela s- tungsstörung chronisch verlaufen und in eine andauernde Persönlic h- keitsstörung übergegangen sei. D. In ihrer Vernehmlassung vom 24. Dezember 2010 beantragte die IVSTA die Abweisung der Beschwerde (B-act. 5). Zur Begründung führte sie zusammengefasst aus, der beurteilende RAD- Arzt vermöge dem psychiatrischen Untersuchungsbe richt vom 12. No- vember 2009 keine längerdauernde, mittel - bis schwere Depression zu entnehmen, welche in arbeitsmedizinischer Hinsicht eine Erwerbstätigkeit ausschliesse. Insofern sei er zur Schlussfolgerung gelangt, dass der B e- schwerdeführer ab dem 12. November 2009 keine Einschränkung der A r- beitsfähigkeit mehr aufweise. Aufgrund dessen sei die bisherige ganze IV- Rente zu Recht per 1. September 2010 aufgehoben worden. E. In seiner Replik vom 29. Januar 2011 liess der Beschwerdeführer weitere Ausführungen machen, an sämtlichen Ausführungen ausdrücklich festhal- ten und die Gutheissung der Beschwerde beantragen (B-act. 7). F. Mit Zwischenverfügung vom 15. Februar 2011 wurde der Beschwerdefüh- rer unter Hinweis auf die Säumnisfolgen aufgefordert, einen Kostenvo r- schuss von Fr. 400.- in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu C-6657/2010 Seite 4 leisten (B -act. 8 und 9); dieser Aufforderung wurde nach gekommen (B- act. 10). G. In ihrer Duplik vom 18. März 2011 verblieb die Vorinstanz bei den ve r- nehmlassungsweise gemachten Ausführungen resp. Feststellungen und beantragte weiterhin die Abweisung der Beschwerde. H. Mit prozessleitender Verfügung vom 30. März 20 11 wurde der Schrifte n- wechsel geschlossen. I. Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften der Parteien ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Zu den a n- fechtbaren Verfügungen gehören jene der IVSTA, welche eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts darstellt (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die I n- validenversicherung [IVG, SR 831.20]). Eine Ausnahme , was das Sac h- gebiet angeht, ist in casu nicht gegeben (Art. 32 VGG). 1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). Gemäss Art. 3 Bst. d bis VwVG bleiben in sozialversi cherungsrechtlichen Verfahren die besonderen Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) vorbehalten. Gemäss Art. 2 ATSG sind die Besti m- mungen dieses Gesetzes auf die bundesge setzlich geregelten Sozialver- sicherungen anwendbar, wenn und soweit die einzelnen Sozialversich e- rungsgesetze es vorsehen. Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die IV anwendbar (Art. 1 a bis 70 IVG), soweit das IVG nicht C-6657/2010 Seite 5 ausdrücklich eine Abwei chung vom ATSG vorsieht. Dabei finden nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln in formellrechtlicher Hinsicht mangels anderslautender Übergangsbestimmungen grundsät z- lich diejenigen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der B e- schwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). 1.3 Die Beschwerde wurde frist - und formgerecht eingereicht (vgl. Art. 22a in Verbindung mit Art. 60 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Als Adressat der angefochtenen Verfügung vom 20. Juli 2010 (act. 52) ist der Beschwerdeführer berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (vgl. Art. 59 ATSG). Nachdem auch der Kostenvorschuss fristgerecht geleistet worden ist, ergibt sich zusamme n- fassend, dass sämtliche Prozessvoraussetzungen erfüllt sind. Auf die Be- schwerde ist daher einzutreten. 1.4 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung der Vorinstanz vom 20. Juli 2010 (act. 52), mit welcher die bisherige ganze IV -Rente per 1. Septe m- ber 2010 aufgehoben worden ist. Streitig und zu prüfen ist die Rechtmä s- sigkeit dieser Verfügung und in diesem Zusammenhang insbesondere, ob die Vorinstanz den Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt und gewürdigt hat. 1.5 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts erheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 2. Im Folgenden sind vorab die im vorliegenden Verfahren im Wesentlichen anwendbaren Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen. 2.1 Nach dem Zerfall der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien blie ben zunächst die Bestimmungen des Abkommens vom 8. Juni 1962 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Föderati ven Volksrepu- blik Jugoslawien über Sozialversicherun g (SR 0.831.109.818.1) für alle Staatsangehörigen des ehemaligen Ju goslawiens anwendbar (BGE 126 V 198 E. 2B, 122 V 381 E. 1 mit Hin weis). Zwischenzeitlich hat die Schweiz mit Nachfolgestaaten des ehe maligen Jugoslawiens (Kroatien, Slowenien, Mazedonien ), nicht aber mit den Republiken Serbien bzw. (nach dessen Unabhängigkeitserklärung) Kosovo, neue Abkommen über Soziale Sicherheit abgeschlossen. Für den Beschwerdeführer als Bürger C-6657/2010 Seite 6 der Republik Kosovo findet demnach weiterhin das schweizerisch - jugoslawische Sozialversicherungsabkommen vom 8. Juni 1962 Anwe n- dung (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts [BVGer] C -4828/2010 vom 7. März 2011 E. 5.4; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts [BGer] 9C_171/2012 vom 23. Mai 2012). Nach Art. 2 dieses Abkom mens stehen die Staatsangehörigen der Vertragsstaaten in ihren Rechten und Pflichten aus den in Art. 1 genannten Rechtsvorschriften, zu welchen die schweize- rische Bundesgesetzgebung über die Invali denversicherung gehört, ei n- ander gleich, soweit nichts anderes be stimmt ist. Da vorliegend keine abweichenden Bestimmungen zur Anwendung ge langen, bestimmt sich der Anspruch des Beschwerdeführers auf Leis tungen der schweizer i- schen Invalidenversicherung gemäss vorstehen der Ausführungen auf Grund des IVG, der Verordnun g über die Invali denversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 832.201), des ATSG sowie der Verordnung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversich e- rungsrechts (ATSV, SR 830.11). 2.2 Am 1. Januar 2008 sind im Rahmen der 5. IV -Revision Änderungen des IVG und anderer Erlasse wie des ATSG in Kraft getreten. Weil in zeit- licher Hinsicht – vorbehältlich besonderer übergangsrecht licher Regel - ungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeb lich sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 220 E. 3.1.1, 131 V 11 E. 1), sind die Leistungsansprüche für die Zeit bis zum 31. Dezember 2007 auf- grund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). Im vor liegenden Verfahren fin den demnach grundsätzlich jene Vor - schriften Anwendung, die spätestens beim Erlass der Verfü gung vom 20. Juli 2010 in Kraft standen; weiter aber auch solche, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprüche von Belang sind (das IVG ab dem 1. Januar 2008 in der Fassung vom 6. Oktober 2006 [AS 2007 5129; 5. IV -Revision]; die IVV in der ent sprechenden Fassung der 5. IV-Revision [AS 2003 3859 und 2007 5155]). Die Normen des vom Bundesrat auf den 1. Januar 2012 in Kraft geset z- ten ersten Teils der 6. IV -Revision (IV-Revision 6a) sind vorliegend nicht anwendbar. C-6657/2010 Seite 7 2.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG). Invalidität ist somit der durch einen Gesundheitsschaden verursach- te und nach zumutbarer Behandlung oder Ein gliederung verbleibende länger dauernde (volle oder teilweise) Verlust der Er werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden aus geglichenen Arbeitsmarkt resp. der Möglichkeit, sich im bisherigen Aufgaben bereich zu betätigen. Der Invali- ditätsbegriff enthält damit zwei Elemen te: ein medizinisches (Gesun d- heitsschaden mit Aus wirkungen auf die Ar beitsfähigkeit) und ein wir t- schaftliches im weiteren Sinn (dauer hafte oder länger dauernde Ei n- schränkung der Erwerbs fähigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich; vgl. zum Ganzen UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2009, Art. 8 Rz. 7). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle ode r teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu - mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare T ä- tigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch B eeinträchtigung der körper - lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach z u- mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilwei- se Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). 2.4 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch psychische Gesundheitsschäden eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 ATSG [4. IV -Revision]). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die vers i- cherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Lei s- tungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen, 130 V 352 E. 2.2.1; SVR 2007 IV Nr. 47 S. 154 E. 2.4). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versicherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restarbeits fähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar ist. Dies ist nach e i- nem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen ( BGE 136 V 279 E. 3.2.1, 127 V 294 E. 4c in fine, 102 V 165; AHI 2001 S. 228 E. 2b). C-6657/2010 Seite 8 2.5 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig g e- wesenen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von min- destens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Inva- liditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. Hier - an hat die 5. IV -Revision nichts geänd ert (Art. 28 Abs. 2 IVG in der ab 2008 geltenden Fassung). Laut Art. 28 Abs. 1 ter IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig gewesenen Fassung) bzw. Art. 29 Abs. 4 IVG (in der ab 2008 geltenden Fassung) werden Renten, die ei nem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprec hen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohn sitz und gewöhnlichen Aufent halt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine abwei- chende Regelung vorsehen. Eine solche Ausn ahme ist vorliegend nicht gegeben. Nach der Recht sprechung des Eidgenössischen Versich e- rungsgerichts (EVG; seit 1. Januar 2007: BGer) stellt diese Regelung nicht eine blosse Auszah lungsvorschrift, sondern eine be sondere A n- spruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 275 E. 6c). 2.6 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder au f- gehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede w e- sentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 134 V 131 E. 3). Die Invalidenrente ist deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes revidierbar, so n- dern auch dann, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert h a- ben; zudem kann auch eine Wandlung des Aufgabenbereichs einen Revi- sionsgrund darstellen (BGE 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b; AHI 1997 S. 288 E. 2b). Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung au s- schlaggebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen zu prüfen ( BGE 117 V 198 E. 4b; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1). 2.7 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche C-6657/2010 Seite 9 und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen h a- ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und b e- züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person ar beitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un - tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei- lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Be urteilung der me- dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen des E x- perten be gründet sind. Ausschlaggebend für den Be weiswert ist grun d- sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweis mittels noch die Bezeic h- nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be- richt oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a). Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässi g- keit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstel- lungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenhe it schliessen. Es bedarf vie l- mehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilic h- keit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen). Auf Stellungnahmen der RAD resp. der medizinischen Diens te kann für den Fall, dass ihnen materiell Gutachtensqualität zukommen soll, nur ab - gestellt wer den, wenn sie den allgemeinen beweisrechtlichen An - forderungen an einen ärztlichen Bericht genügen (Urteil des EVG I 694/05 vom 15. Dezember 2006 E. 2). Die RA D-Ärzte müssen sodann über die im Einzelfall gefragten persön lichen und fachlichen Qualifika - tionen verfügen, spielt doch die fachliche Qualifikation des Experten für die richterliche Würdigung einer Expertise eine erheb liche Rolle. Bezü g- lich der medizinischen Stichhaltigkeit eines Gutachtens müssen sich Ver- waltung und Gerichte auf die Fachkenntnisse des Experten verlassen können. Deshalb ist für die Eignung eines Arztes als Gutachter in einer C-6657/2010 Seite 10 bestimmten medizinischen Disziplin ein entsprechender spezi alärztlicher Titel des berichtenden oder zumindest des den Bericht visierenden Arztes vorausgesetzt (Urteil des EVG I 178/00 vom 3. August 2000 E. 4a; Urteile des BGer 9C_410/2008 vom 8. September 2008 E. 3.3, I 142/07 vom 20. November 2007 E. 3.2.3 und I 362/06 vom 10. April 2007 E. 3.2.1; vgl. auch SVR 2009 IV Nr. 53 S. 165 E. 3.3.2 [nicht publizierte Text - passage der E. 3.3.2 des Entscheides BGE 135 V 254]). Nicht zwingend erfor derlich ist, dass die versicherte Person untersucht wird. Nach Art. 49 Abs. 2 IVV führt der RAD für die Beurteilung der med i- zinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs nur „bei Be darf“ sel- ber ärztliche Untersuchungen durch. In den übrigen Fällen stützt er seine Beurteilung auf die vorhandenen ärztlichen Unterlagen ab. D as Absehen von eigenen Un tersuchungen an sich ist somit kein Grund, um ei nen RAD-Bericht in Frage zu stellen. Dies gilt insbesondere dann, wenn es im Wesentlichen um die Beurteilung eines fest stehenden medizini schen Sachverhalts geht, und die direkte ärztliche Befassung mit der versiche r- ten Person in den Hintergrund rückt (vgl. Urteile des BGer 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1 und I 1094/06 vom 14. November 2007 E. 3.1.1, je mit Hinweisen). 3. In zeitlicher Hinsicht ist der Sachverhalt im Zeitpun kt der ursprünglichen Rentenverfügung vom 23. Februar 2005 (act. 26) mit demjenigen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung vom 20. Juli 2010 (act. 52) zu verglei- chen (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5.2, 125 V 368 E. 2, SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). 3.1 Im Rahmen des Erlasses der Verfügung vom 23. Februar 2005 stüt z- te sich die Vorinstanz insbesondere auf die am 17. November 2004 von Dr. med. C._______ vom medizinischen Dienst abgegebene Stellun g- nahme. Darin wurde – in Kenntnis ausländischer ärztlicher Dokumente (act. 14 bis 18) – im Wesentlichen eine seit dem 3. Januar 1999 best e- hende posttraumatische Belastungsstörung mit depressivem Gedanke n- gut diagnostiziert (act. 20). 3.2 Beim Erlass der angefochtenen Verfügung vo m 20. Juli 2010 diente der Vorinstanz als entscheidrelevante medizinische Grundlage insbeson- dere der Bericht des RAD -Arztes Dr. med. B._______, Facharzt für Al l- gemeine Medizin, vom 29. Januar 2010 (act. 45). C-6657/2010 Seite 11 Dr. med. B._______ stellte mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit kei- ne Diagnosen. Er führte im Wesentlichen aus, im psychiatrischen Bericht vom 12. November 2009 sei en als Diagnose re zidivierende depressive Störungen vorgeschlagen , der aktuelle Zustand jedoch nicht erwähnt worden. Die beschriebene S ymptomatik schliesse eine aktuell vorhande- ne, mittelschwere oder schwere depressive Episode gemäss ICD-10 aus. Ausserdem sei en weder ein sozialer Rückzug noch andere objektive Schwierigkeiten zur Reintegration in die Arbeitswelt beschrieben worden. Der Zustand des posttraumatischen Stresses, welcher ursächlich für die Rentenzusprache gewesen sei, bestehe nicht mehr. Die aktuelle Sym p- tomatologie entspreche äusserstenfalls einer leichten Episode, welche keine signifikante funktionelle Limitierung verursache u nd keine Arbeit s- unfähigkeit sowohl in der zuletzt ausgeübten als auch in allen anderen adaptierten Tätigkeiten rechtfertige. Es sei eine Verbesserung des G e- sundheitszustands eingetreten. 3.3 3.3.1 Bei der Stellungnahme von Dr. med. B._______ vom 29. Januar 2010 handelt es sich um einen Bericht im Sinne von Art. 59 Abs. 2 bis IVG (vgl. zum Sinn und Zweck dieser gesetzlichen Norm sowie zu Art. 49 IVV Urteil 9C_323/2009 des BGer vom 14. Juli 2009 E. 4.2 mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Berichten nach Art. 59 Abs. 2bis IVG kann nicht jegli- che Aussen- oder Beweiswirkung abgesprochen werden. Vielmehr sind sie entscheidrelevante Aktenstücke (Urteil I 143/07 des BGer vom 14. September 2007 E. 3.3 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil I 694/05 des EVG vom 15. Dezember 2006 E. 5). 3.3.2 Wie bereits dargeleg t wurde (vgl. E. 2.7 hiervor), kann auf Stel - lungnahmen des RAD nur unter der Bedingung abgestellt werden, dass sie den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genügen und zudem die beigezogenen Ärzte im Prinzip über die im Einzelfall gefragten persön lichen und fachlichen Qualifika tionen ver - fügen. Zwar kann RAD -Stellungnahmen – auch wenn den entspreche n- den Ärzten die an sich zwingende fachärztliche Ausbildung fehlt – unter gewissen Voraussetzungen ausnahmsweise Gewicht zuk ommen resp. könnten diese als beweiskräftig qualifiziert werden (vgl. hierzu bspw. U r- teil des BVGer C-2862/2010 vom 7. Mai 2012 E. 3.3.2. mit Hinweis). Dies trifft jedoch auf die Stellungnahme von Dr. med. B._______ vom 29. J a- nuar 2010 aus folgenden Gründen nicht zu: C-6657/2010 Seite 12 3.3.3 Mit Blick auf die aktenkundigen medizinischen Akten ergibt sich, dass hinsichtlich der beim Beschwerdeführer vorhandenen Diagnosen keine fachärztlich gesicherten und somit rechtsgenüglichen Abklärung s- ergebnisse vorliegen. Während Dr. med. D._______, Facharzt für Neur o- psychiatrie, im Bericht vom 27. Februar 2006 eine posttraumatische Be- lastungsstörung (ICD-10: F43.1) diagnostizierte (act. 34 und 35), stellte Dr. med. E._______ von der „F._______“ in seinen Berichten vom 3. Juni 2008 und 24. Mai 2 009 die Diagnose n eines depressiven paranoiden Syndroms (ohne ICD-10-Klassifikation; act. 36 und 37) und eines depres- siven Syndroms/"CSPT" (erneut ohne ICD-Klassifikation; act. 38 und 39). Schliesslich verwendete Dr. med. D._______ in seinem Bericht vom 30. September den ICD-Code ICD-10: F32.3, welcher für eine schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen steht (act. 40 und 41). Dr. med. G._______ erwähnte in seinem Bericht vom 12. November 2009, der Versicherte sei unregelmässig wiederkehrend depressiv, und ordnete diese gesundheitlichen Beeinträchtigung dem ICD -Code ICD-10: F33 – mit welchem eine rezidivierende depressive Störung klassifiziert wird – unter (act 42 und 43). Dr. med. G._______ beschrieb unter dem Ti- tel "Rapport psychiatrique" einen weitgehend unauffälligen Gesundheit s- zustand und erwähnte weiter eine allmähliche progressive Entwicklung sowie einen stationären Zustand. Vorab ist betreffend die im Bericht vom 12. November 2009 von Dr. med. G._______ zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers gemachten Aussagen festzuhalten, dass dieses ärztliche Dokument keine – auf einer Untersuchung beruhende – Beurteilung enthält, welche den Beweisanfor- derungen an einen voll beweiskräftigen Arztbericht genügt. Zwar lassen eine oder mehrere Diagnosen für sich alleine genommen keinen Schluss auf eine gesundheitlich bedingte Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit zu (vgl. BGE 132 V 65 E. 3.4 mit Hinweisen) und sind ret- rospektive Beurteilungen der Arbeitsfähigkeit schwierig, weshalb entspre- chende Begutachtungen erhöhten Ansprüchen genügen sollten (vgl. U r- teil des EVG I 20 0/03 vom 26. Juli 2004 E. 4.5). Aufgrund der wide r- sprüchlichen Diagno sestellungen und divergierender Angaben der Dres. med. B._______ und G._______, Facharzt für Neuropsychiatrie (http://pristina.usembassy.gov/uploads/images/d545jiTcrBxPJeyBk_n9xg/l ist_Physician_update.pdf) zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit (act. 42, 43 Ziff. 7 und 45) kann jedoch nicht im Sinne einer antizipierten Beweiswü r- digung (vgl. hierzu BGE 131 I 153 E. 3; SVR 2007 IV Nr. 45 S. 149 E. 4; Urteil des BG er I 9/07 vom 9. Februar 2007 E. 4) gesagt werden, dass C-6657/2010 Seite 13 auf eine zusätzliche, medizinisch nachvollziehbare und schlüssig begrün- dete Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeits- resp. Lei s- tungsunfähigkeit des Beschwerdeführers verzichtet werden könn te (vgl. zum Ganzen Urteil des BGer 8C_189/2008 vom 4. Juli 2008 E. 5 mit Hinweisen). Sollten die ergänzenden, zwingend durchzuführenden medizinischen Ab- klärungen zeigen , dass die Diagnose(n) im massgeblichen Zeitpunkt (vgl. E. 3. hiervor) identisch geblie ben sind, ist ergänzend festzuhalten, dass dies eine revisionsrechtlich erhebliche Steigerung des tatsächlichen Leistungsvermögens (Arbeitsfähigkeit) grundsätzlich nicht aus schliessen würde (vgl. hierzu auch ULRICH MEYER, Rechtsprechung des Bundesg e- richts zum IVG, Zürich 1997, S. 259). Dabei gilt auch hier der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. Urteil des BGer 9C_149/2009 vom 14. Juli 2009 E. 3.2.2). 3.3.4 Nach dem Dargelegten wurde im vorliegend zu beurteilenden Re n- tenrevisionsverfahren der re chtserhebliche Sachverhalt nicht rechtsg e- nüglich abgeklärt und gewürdigt (Art. 43 ff. ATSG sowie Art. 12 VwVG). Eine Rückweisung der Sache in Nachachtung des Untersuchungsgrun d- satzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) an die Vorinstanz zur weiteren Abklärung ist unter diesen Umständen möglich, da sie in der notwendigen Erhebung der bisher ungeklärten Frage nach dem tatsächlichen psychischen Leiden des Beschwerdeführers und die Auswirkungen auf die Arbeits- resp. Leis- tungsfähigkeit begründet liegt (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4). Nach Vor- liegen der Ergebnisse der zusätzlich erforderlichen Begutachtung – im Rahmen welcher sämtliche bisher verfassten ärztlichen Berichte zu b e- rücksichtigen sind – hat die Vorinstanz – falls erforderlich – einen (bezif- ferten) Einkommensverglei ch durchzuführen und ergänzende Abkläru n- gen hinsichtlich der Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit in die Wege zu lei- ten (vgl. Urteile I 462/02 des EVG vom 26 Mai 2003 und 9C_921/2009 des BGer vom 22. Juni 2010). 4. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist zus ammenfassend festz u- stellen, dass die Beschwerde vom 15. November 2010 insoweit gutz u- heissen ist, als dass die angefochtene Verfügung vom 21. Oktober 2010 aufzuheben ist und die Akten im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zum Erlass einer neuen Verfügung zurückzuweisen sind. C-6657/2010 Seite 14 5. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par- teientschädigung. 5.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Da eine Rückwe isung praxisgemäss als Obsiegen der Beschwerde füh - renden Partei gilt (BGE 132 V 215 E. 6), sind im vorliegenden Fall dem Beschwerdeführer keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. Diesem ist der geleistete Verfahrenskostenvorschuss von Fr. 400. - nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzuerstatten. Der Vorinstanz sind ebenfalls keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 5.2 Der obsiegende und vertretene Beschwerdeführer hat gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG in Ver bindung mit Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs- gericht (VGKE, SR 173.320.2) Anspruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten der Verwaltung. Da keine Kostennote eingereicht wurde, ist die Entschädigung aufgrun d der Akten festzusetzen (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE). Unter Berücksichtigung des Verfahrensausgangs, des gebotenen und aktenkundigen Aufwands, der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des vorliegend zu beurteilenden Verfahrens ist eine Parte i- entschädigung von Fr. 1'200.- (inkl. Auslagen, ohne Mehrwertsteuer [vgl. dazu auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C -6173/2009 vom 29. August 2011 mit Hinweis]; Art. 9 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 10 Abs. 2 VGKE [Stundenansatz für Anwälte/Anwältinnen mindestens Fr. 200.- und höchstens Fr. 400. - und für nichtanwaltliche Vertreter und Vertreterinnen mindestens Fr. 100.- und höchstens Fr. 300.-]) gerechtfer- tigt. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde vom 14. September 2010 wird ins oweit gutgeheissen, als dass die angefochtene Verfügung vom 20. Juli 2010 aufgehoben wird und die Akten im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zum Erlass ei- ner neuen Verfügung zurückgewiesen werden. C-6657/2010 Seite 15 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der vom Beschwerdeführer geleistete Verfahrenskostenvorschuss von Fr. 400.- wird diese m nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 3. Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteien t- schädigung von Fr. 1'200.- zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: Franziska Schneider Roger Stalder Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der B e- weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: