<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00272</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205231&amp;W10_KEY=13013564&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00272</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 02.08.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Fürsorge; Verlängerung der Kürzung des Grundbedarfs II wegen Nichteinhaltung einer Weisung. Der Ehefrau des Beschwerdeführers wurde mit Beschluss der Sozialbehörde die Weisung erteilt, sich beim RAV zur Stellenvermittlung anzumelden und die Kontrollgespräche regelmässig wahrzunehmen. Gleichzeitig beschloss sie, dass der Beschwerdeführer, ab sofort acht Arbeitsbemühungen monatlich nachzuweisen habe, ansonsten werde die bereits bestehende Leistungskürzung für den angenommenen Lohn Job-Bus und den Grundbedarf II aufrechterhalten (E. 3.2). Da nur der Beschwerdeführer seinen Auflagen nachkam, jedoch nicht seine Frau, beschloss die Sozialbehörde zu Recht die Verlängerung der Kürzung des Grundbedarfs II bzw. hob zu Recht nur die Kürzung des Lohns Job-Bus auf (E. 3.2). Die vom Bezirksrat vorgenommene Neuformulierung von Disp.-Ziff. 2 des Beschlusses der Sozialbehörde ist nicht zu beanstanden, da sich daraus keine inhaltliche Änderung ergibt bzw. es sich bloss um die Korrekur eines sog. Kanzleifehlers handelt (E. 4). Abweisung (E. 5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSSUCHE">ARBEITSSUCHE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KANZLEIFEHLER">KANZLEIFEHLER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃRZUNG">KÃRZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TERMINE">TERMINE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEISUNG">WEISUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 21 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 24 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 23 SHV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A und seine Familie beziehen seit 1997 mit UnterbrÃ¼chen Sozialhilfeleistungen von der Gemeinde X.</p> <p class="Urteilstext"><span>Am 5. Juli 2004 beschloss der PrÃ¤sident der SozialbehÃ¶rde von </span>X unter anderem, dass sich B (die Ehefrau von A) bis am 31. Juli 2004 beim RAV zur Stellenvermittlung zu melden habe (Disp.-Ziff. 5). Gleichzeitig beschloss er, dass A ab sofort acht ArbeitsbemÃ¼hungen monatlich auf den entsprechenden Formularen nachzuweisen und diese jeweils beim Abholen der monatlichen Auszahlung abzugeben habe (Disp.-Ziff. 6). Die seit August 2001 bestehende KÃ¼rzung fÃ¼r den angenommenen Lohn C von Fr. 224.- und des Grundbedarfs II, zurzeit Fr. 100.-, werde aufrechterhalten, bis A entweder ein Arztzeugnis oder entsprechend seiner ArbeitsfÃ¤higkeit genÃ¼gend ArbeitsbemÃ¼hungen vorgelegt habe und seine Frau sich beim RAV zur Stellenvermittlung angemeldet habe und die KontrollgesprÃ¤che regelmÃ¤ssig wahrnehme. Dabei wurde A daraufhin gewiesen, dass das Nichtbeachten von Auflagen und Weisungen sowie das Nichteinhalten von Terminen gemÃ¤ss § 24 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) weitere LeistungskÃ¼rzungen zur Folge haben kÃ¶nnen bis zum maximal erlaubten Betrag von Fr. 100.- des Grundbedarfs II und Fr. 330.- des Grundbedarfs I.</p> <p class="Urteilstext">Am 30. September 2004 hielt die SozialbehÃ¶rde X fest, dass A seit August 2004 das von ihm verlangte Formular "ArbeitsbemÃ¼hungen" abliefere. In Zukunft mÃ¼sse jedoch das Datum der Bewerbung korrekt angegeben werden. Die Angabe des Monats allein genÃ¼ge nicht. Auch mÃ¼sse die Stellenausschreibung der betreffenden Bewerbung beigelegt werden. Sollten die Absagen der Bewerbungen schriftlich erfolgen, seien diese ebenfalls beizulegen. Zudem wurde A angewiesen, einmalig ein Bewerbungsschreiben mit Lebenslauf abzugeben, damit deren Form Ã¼berprÃ¼ft werden kÃ¶nne (Disp.-Ziff. 2). Betreffend B fÃ¼hrte die SozialbehÃ¶rde in Disp.-Ziff. 3 aus, dass diese sich erst am 27. September 2004 beim RAV gemeldet habe. Zwar kÃ¶nne sie â wie die AbklÃ¤rungen ergeben haben â keine Arbeitslosengelder beziehen, doch sei sie trotzdem verpflichtet, sich der Vermittlung und Stellensuche beim RAV zu stellen. Am 1. Oktober 2004 sei Frau B einer Informationsveranstaltung des RAV unentschuldigt ferngeblieben. Da nur ein Teil der Bedingungen, wie sie im PrÃ¤sidialentscheid vom 7. Juli 2004 festgelegt wurden, erfÃ¼llt worden seien, beschloss die SozialbehÃ¶rde, dass nur die KÃ¼rzung von Fr. 224.- (angenommener Lohn C) rÃ¼ckwirkend ab 1. August 2004 aufgehoben werde. Die KÃ¼rzung des Grundbedarfs II (Fr. 100.-) bleibe jedoch so lange bestehen, bis alle Weisungen erfÃ¼llt seien (Disp.-Ziff. 4). Sollte Frau B aus KrankheitsgrÃ¼nden der Stellensuche nicht nachgehen kÃ¶nnen, so habe sie dem RAV ein Arztzeugnis vorzuweisen, welches Auskunft darÃ¼ber gebe, ob und in welchem Umfang sie vermittelbar sei (Disp.-Ziff. 5).</p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen den Beschluss vom 30. September 2004 rekurrierte </span>A am 12. November 2004 an den Bezirksrat Y. Er beantragte die vollumfÃ¤ngliche Aufhebung der KÃ¼rzungen. Indem er seine Arbeitsnachweise abgeliefert habe und seine Frau der Veranstaltung des RAV nicht unentschuldigt ferngeblieben sei seien alle Weisungen erfÃ¼llt worden. </p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat Y wies das Rechtsmittel am 19. April 2005 ab. In Disp.-Ziff. II prÃ¤zisierte er die Disp.-Ziff. 2 des angefochtenen Beschlusses in sprachlicher Hinsicht.</p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 17. Juni 2005 erhob </span>A Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er hielt an seinen AntrÃ¤gen vor Bezirksrat fest und bemÃ¤ngelte die vom Bezirksrat vorgenommene PrÃ¤zisierung der Disp.-Ziff. 2 des angefochtenen Beschlusses der SozialbehÃ¶rde.</p> <p class="Urteilstext"><span>Der Bezirksrat Y verzichtete am 30. Juni 2005 auf eine Vernehmlassung und reichte die Akten ein. Die SozialbehÃ¶rde X beantragte am 5. Juli 2005, die Beschwerde sei abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde gemÃ¤ss § 19c Abs. 2 in Verbindung mit § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung2">Im Streit liegt primÃ¤r die Nichtaufhebung der KÃ¼rzung des Grundbedarfs II von monatlich Fr. 100.-, was bezogen auf ein Jahr Fr. 1'200.- ausmacht (vgl. RB 1998 Nr. 2; Richtlinien fÃ¼r die Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe, herausgegeben von der Schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe [SKOS-Richtlinien], Kap. A.8.3). Da somit der Streitwert den Schwellenwert von Fr. 20'000.- nicht Ã¼bersteigt, ist die Beschwerde gemÃ¤ss § 38 Abs. 2 VRG vom Einzelrichter zu behandeln.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2">Der Bezirksrat erachtete die von der SozialbehÃ¶rde X verlÃ¤ngerte KÃ¼rzung des Grundbedarfs II angesichts der unterbliebenen BemÃ¼hungen der Frau des BeschwerdefÃ¼hrers, sich eine Arbeitsstelle vermitteln zu lassen, als rechtmÃ¤ssig.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Wer fÃ¼r seinen Lebensunterhalt und den seiner FamilienangehÃ¶rigen nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann, hat nach § 1 SHG Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe. Diese soll das soziale Existenzminimum gewÃ¤hrleisten, das neben den Ã¼blichen Aufwendungen fÃ¼r den Lebensunterhalt auch individuelle BedÃ¼rfnisse angemessen berÃ¼cksichtigt (§ 15 Abs. 1 SHG). Grundlage der Bemessung bilden gemÃ¤ss § 17 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV) die SKOS-Richtlinien, wobei Abweichungen im Einzelfall vorbehalten sind. Nach den genannten Richtlinien setzt sich das individuelle UnterstÃ¼tzungsbudget aus der materiellen Grundsicherung, bestehend aus Grundbedarf I und II fÃ¼r den Lebensunterhalt, den Wohnungskosten und der medizinischen Grundversorgung einerseits und aus situationsbedingten Leistungen anderseits zusammen (SKOS-Richtlinien, Kap. A.6).</p> <p class="Urteilstext">Die wirtschaftliche Hilfe darf mit Auflagen und Weisungen verbunden werden, die sich auf die richtige Verwendung der BeitrÃ¤ge beziehen oder geeignet sind, die Lage des HilfeempfÃ¤ngers zu verbessern (§ 21 SHG). Insbesondere kann die wirtschaftliche Hilfe mit der Weisung verbunden werden, eine zumutbare Arbeit aufzunehmen bzw. sich vermitteln zu lassen (§ 23 lit. d SHV). Wenn der Hilfesuchende Anordnungen der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde nicht befolgt, insbesondere Auflagen und Weisungen missachtet, und er zudem auf die MÃ¶glichkeit einer LeistungskÃ¼rzung schriftlich hingewiesen worden ist, kÃ¶nnen die Leistungen gekÃ¼rzt werden. Ein solcher Hinweis kann mit der Anordnung der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde verbunden werden (§ 24 SHG).</p> <p class="Urteilstext">Bei der KÃ¼rzung von Sozialhilfeleistungen ist unter anderem zu prÃ¼fen, ob die Weisung der SozialhilfebehÃ¶rde zumutbar war; die betroffene Person vorgÃ¤ngig klar informiert worden war, sodass sie sich der Konsequenzen ihres Handelns bewusst war; die KÃ¼rzung in einem angemessenen VerhÃ¤ltnis zum Fehlverhalten bzw. Verschulden steht; die betroffene Person durch eine Ãnderung ihres Verhaltens selbst dafÃ¼r sorgen kann, dass der Anlass fÃ¼r die KÃ¼rzung wegfÃ¤llt und diese deshalb zu einem spÃ¤teren Zeitpunkt aufgehoben werden kann (SKOS-Richtlinien, Kap. A.8.2). ZulÃ¤ssig ist das Streichen von situationsbedingten Leistungen; das Streichen des Grundbedarfs II, erstmalig fÃ¼r die Dauer von maximal zwÃ¶lf Monaten, wobei diese Massnahme jeweils nach einer grÃ¼ndlichen ÃberprÃ¼fung um maximal weitere zwÃ¶lf Monate verlÃ¤ngert werden kann; die KÃ¼rzung des Grundbedarfs I um maximal 15 % fÃ¼r die Dauer von bis zu sechs Monaten, sofern qualifizierte KÃ¼rzungsgrÃ¼nde vorliegen (grobe Pflichtverletzung, unrechtmÃ¤ssiger Leistungsbezug in besonders gravierenden oder wiederholten FÃ¤llen). Unter Beachtung des VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsgrundsatzes kÃ¶nnen diese KÃ¼rzungen abgestuft oder kombiniert vorgenommen werden (SKOS-Richtlinien, Kap. A.8.3; vgl. zum Ganzen auch VGr, 18. MÃ¤rz 2005, VB.2005.00036).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Der Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers wurde mit Beschluss vom 5. Juli 2004 die Weisung erteilt, sich bis am 31. Juli 2004 beim RAV zur Stellenvermittlung anzumelden und die KontrollgesprÃ¤che regelmÃ¤ssig wahrzunehmen. Bei Verletzung dieser Weisung habe ihre Familie mit der Aufrechterhaltung der KÃ¼rzung des UnterstÃ¼tzungsanspruchs zu rechnen. Damit sind die formellen Voraussetzungen fÃ¼r eine LeistungskÃ¼rzung gemÃ¤ss § 24 SHG erfÃ¼llt. Da die Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers diesen Aufforderungen nicht nachkam, beschloss die SozialbehÃ¶rde am 30. September 2004, dass die KÃ¼rzung des Grundbedarfs II so lange bestehen bleibe, bis die Weisung erfÃ¼llt sei. Damit war entgegen den Darstellungen des BeschwerdefÃ¼hrers der Grund fÃ¼r die KÃ¼rzungsaufrechterhaltung des Grundbedarfs II nicht, dass er seine ArbeitsbemÃ¼hungen anfÃ¤nglich nicht so nachgewiesen hat, wie es in PrÃ¤zisierung des Beschlusses vom 5. Juli 2004 im Beschluss der SozialbehÃ¶rde vom 30. September 2004 verlangt wurde. Vielmehr hob die SozialbehÃ¶rde die KÃ¼rzung von Fr. 224.- am 30. September 2004 auf, da sie die BemÃ¼hungen des BeschwerdefÃ¼hrers (vorerst) als genÃ¼gend erachtete. Sie stellte in Disp.-Ziff. 2 ihres Beschlusses vom 30. September 2004 lediglich fÃ¼r die Zukunft (nicht rÃ¼ckwirkend) genauere Bedingungen fÃ¼r die Arbeitssuchnachweise auf. Da jedoch seine Ehefrau der ihr im Beschluss vom 5. Juli 2004 auferlegten Weisung nicht nachkam, behielt die SozialbehÃ¶rde die KÃ¼rzung des Grundbedarfs II bei. </p> <p class="Erwgung2">Unbehelflich ist der Einwand des BeschwerdefÃ¼hrers, dass seine Frau der Informationsveranstaltung des RAV vom 1. Oktober 2004 nicht unentschuldigt ferngeblieben sei, weshalb die Weisung erfÃ¼llt sei. Denn zum einen meldete sich seine Frau unbestrittenermassen erst am 27. September 2004 (statt wie aufgetragen bis zum 31. Juli 2004) beim RAV an und zum andern erfolgte die Abmeldung erst nach der Veranstaltung. Zudem hat der BeschwerdefÃ¼hrer die Krankheit seiner Frau bis heute nicht durch ein Arztzeugnis bescheinigt, obwohl er behauptet, seine Frau sei an jenem Tag aus dem Spital zurÃ¼ckgekehrt. Wie die Beschwerdegegnerin darlegt, hat die Frau des BeschwerdefÃ¼hrers auch die ihr vom RAV in der Folge angesetzten Termine Ende Oktober und im November 2004 ohne ersichtlichen Grund â es wurde kein Arztzeugnis eingereicht â nicht eingehalten, so dass sie schliesslich vom RAV wieder abgemeldet wurde.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die Weisung, sich beim RAV zur Stellenvermittlung anzumelden und die KontrollgesprÃ¤che wahrzunehmen, ist der Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers persÃ¶nlich â wie der Bezirksrat in E. 6 seines Beschlusses zutreffend ausfÃ¼hrt, weshalb auf seine ErwÃ¤gungen grundsÃ¤tzlich verwiesen werden kann (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG) â zumutbar. Aus den im Sozialhilferecht geltenden GrundsÃ¤tzen der SubsidiaritÃ¤t der Sozialhilfe (vgl. § 2 Abs. 2 SHG), der UrsachenbekÃ¤mpfung (§ 5 SHG) und der FÃ¶rderung der Selbsthilfe (§ 3 Abs. 2 SHG) lÃ¤sst sich nÃ¤mlich ableiten, dass eine hilfesuchende Person zum Einsatz der eigenen Arbeitskraft verpflichtet ist, um eine Notlage abzuwenden. Indem die Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers sich weigerte, sich eine Arbeitsstelle vermitteln zu lassen, hat sie gegen die Auflage der SozialbehÃ¶rde verstossen, weshalb sich eine VerlÃ¤ngerung der KÃ¼rzung des Grundbedarfs II rechtfertigte. Zumal dem BeschwerdefÃ¼hrer und seiner Frau bekannt war, dass sie mit der Aufrechterhaltung der KÃ¼rzung ihrer UnterstÃ¼tzungsbeitrÃ¤ge rechnen mussten. Auch bewegt sich die KÃ¼rzung des Grundbedarfs II um Fr. 100.- im Rahmen des VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzips. Die Aufrechterhaltung der KÃ¼rzung ist erforderlich und geeignet die nicht befolgte Anordnung durchzusetzen und steht angesichts dessen, dass die Frau des BeschwerdefÃ¼hrers sich lediglich rechtzeitig und regelmÃ¤ssig auf dem RAV einzufinden hat, in einem angemessenen VerhÃ¤ltnis zum Fehlverhalten und zum Verschulden der Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers (VGr, 4. Juni 2002, VB.2002.00102, E. 5a). Schliesslich hat es der BeschwerdefÃ¼hrer bzw. seine Frau, indem sie sich auf dem Arbeitsmarkt zur VerfÃ¼gung stellt, jederzeit in der Hand, dass die SozialbehÃ¶rde die KÃ¼rzung rÃ¼ckgÃ¤ngig macht. Damit ergibt sich, dass die vom Bezirksrat bestÃ¤tigte VerlÃ¤ngerung der LeistungskÃ¼rzung rechtmÃ¤ssig ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer beanstandet die vom Bezirksrat vorgenommene Neuformulierung von Disp.-Ziff. 2 des Beschlusses der SozialbehÃ¶rde X. Da der Bezirksrat eine Berichtigung des Beschlusses der SozialbehÃ¶rde vorgenommen habe, hÃ¤tte sein Entscheid auf "Teilweise Gutheissung" und nicht auf "Abweisung" lauten mÃ¼ssen. </p> <p class="Urteilstext">Weil der Bezirksrat durch die von ihm vorgenommene sprachliche PrÃ¤zisierung keine inhaltliche Ãnderung des Beschlusses der SozialbehÃ¶rde vorgenommen hat, sondern lediglich eine unsorgfÃ¤ltige Formulierung, die anlÃ¤sslich der schriftlichen Ausfertigung des Beschlusses entstanden ist und so nicht dem Willen der SozialbehÃ¶rde entsprach, korrigierte (vgl. zur Berichtigung von Kanzleifehlern Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsgesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 86a-86d N. 15), beeinflusste diese Neuformulierung den materiellen Entscheid des Bezirksrats nicht. DarÃ¼ber hinaus gab â wie bereits erwÃ¤hnt â nicht das Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers, sondern jenes seiner Frau, Anlass fÃ¼r die Aufrechterhaltung der KÃ¼rzung des Grundbedarfs II bzw. fÃ¼r die Abweisung des Rekurses. Die Disp.-Ziff. 2 des Beschlusses der SozialbehÃ¶rde X war damit nicht entscheidrelevant. Aus diesen GrÃ¼nden ist es rechtens, dass der Bezirksrat auf "Abweisung" erkannte.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Beschluss des Bezirksrats erweist sich als rechtmÃ¤ssig. Die Beschwerde ist abzuweisen. Die Gerichtskosten werden ausgangsgemÃ¤ss dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG), wobei bei der Festsetzung der GerichtsgebÃ¼hr in Sozialhilfestreitigkeiten praxisgemÃ¤ss den bedrÃ¤ngten finanziellen VerhÃ¤ltnissen des BeschwerdefÃ¼hrers Rechnung getragen wird.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>der Einzelrichter</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 300.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 360.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Urteilstext">4. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>