<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00533</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205677&amp;W10_KEY=13013563&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00533</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.02.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>lufthygienerechtliche Bewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Kostenfolgen bei Gegenstandslosigkeit des Verfahrens. Da das Verwaltungsrechtspflegegesetz die Kostenfolge bei Gegenstandslosigkeit nicht regelt, wendet das Verwaltungsgericht grundsätzlich § 65 Abs. 1 ZPO analog an. Dementsprechend entscheidet das Gericht nach Ermessen, wobei es in Betracht zieht, wer die Gegenstandslosigkeit bzw. das gegenstandslos gewordene Verfahren verursacht hat oder welche Partei vermutlich obsiegt hätte. Die Kosten können aber auch, insbesondere wenn die erwähnten Kriterien versagen, anderweitig nach Billigkeit verlegt werden (E. 2.1). In Anwendung dieser Grundsätze sind die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens zur einen Hälfte dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und zur anderen Hälfte aus Billigkeitsgründen auf die Staatskasse zu nehmen. Mutmasslich hätte das Verwaltungsgericht die Sache wegen Unzuständigkeit der Baurekurskommission an den Regierungsrat gewiesen, was einem teilweisen Obsiegen des Beschwerdeführers gleichkommt (E. 2.4). Nach § 329 Abs. 2 lit. d (heute lit. b) PBG wäre in dieser Angelegenheit, in der die lufhygienerechtliche Sanierung im Vordergrund stand, der Regierungsrat zuständig gewesen (E. 2.4.2) Die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens sind nur dann neu festzusetzen, wenn ihre Regelung sich ohne weiteres als unzutreffend herausstellt (E. 3.1). Wenn die Vorinstanz Kosten und Parteientschädigungen nach dem Unterliegerprinzip verteilt hat, so ist ihre Regelung der Nebenfolgen dann fehlerhaft, wenn der betreffende Entscheid im Ergebnis nicht haltbar ist. In solchen Fällen hat das Verwaltungsgericht eine summarische Prüfung des angefochtenen Entscheids in der Hauptsache vorgenommen (E. 3.2). Die summarische Prüfung der Hauptfrage ist allerdings dann nicht angemessen, wenn der vorinstanzliche Entscheid grundsätzlich aufzuheben ist. Wie in der Hauptsache entschieden worden wäre, bleibt offen. In einem solchen Fall sind ebenfalls die Kriterien gemäss § 65 Abs. 1 ZPO anzuwenden (E. 3.3). Dem Beschwerdeführer hätten keine Rekurskosten auferlegt werden dürfen, da er in Befolgung unrichtiger Rechtsmittelbelehrungen die Baurekurskommission angerufen hatte. Die Rekurskosten sind zulasten der Staatskasse der Baurekurskommission aufzuerlegen (E. 3.4). Abschreibung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BILLIGKEIT">BILLIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSEN">ERMESSEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEGENSTANDSLOSIGKEIT">GEGENSTANDSLOSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN">KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENAUFLAGE">KOSTENAUFLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NEBENFOLGENREGELUNG">NEBENFOLGENREGELUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OBSIEGEN">OBSIEGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REGIERUNGSRAT">REGIERUNGSRAT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SANIERUNG">SANIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUMMARISCHE PRÃFUNG">SUMMARISCHE PRÃFUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERLIEGERPRINZIP">UNTERLIEGERPRINZIP</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERURSACHERPRINZIP">VERURSACHERPRINZIP</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 329 Abs. II lit. b PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 65 Abs. I ZPO</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2006 Nr. 15</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung vom 26. Juli 2005 stimmte die Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich (Amt fÃ¼r Abfall, Wasser, Energie und Luft [AWEL]) dem Einbau einer Anlage zur RestflÃ¼ssigkeitsabsaugung in der Fassreinigungsanlage der D AG, Y, unter anderem in lufthygienerechtlicher Hinsicht zu. In den Nebenbestimmungen wurden bestimmte zwingend einzuhaltende Termine angeordnet. Die Gemeinde Y erteilte am 16. August 2005 die Baubewilligung.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das A-Forum, ein Verein gemÃ¤ss Art. 60 ff. des Zivilgesetzbuchs, reichte hierauf am 5. September 2005 bei der Baudirektion ein ErlÃ¤uterungsbegehren ein, in dem es um PrÃ¤zisierung der Fristbestimmungen in verschiedener Hinsicht ersuchte. Am 8. September 2005 erhob es sodann gegen die VerfÃ¼gung vom 26. Juli 2005 und gegen die kommunale Baubewilligung vom 16. August 2005 â den Rechtsmittelbelehrungen folgend â Rekurs bei der Baurekurskommission II. Es beantragte verschiedene Anordnungen in Bezug auf den Fristenlauf und verlangte in formeller Hinsicht, dem Rekurs sei die aufschiebende Wirkung zu entziehen und er sei zu sistieren, bis Ã¼ber das ErlÃ¤uterungsbegehren entschieden sei. Am 7. Oktober 2005 entschied die Baurekurskommission II, auf den Rekurs nicht einzutreten, weil das A-Forum seine Legitimation zur egoistischen Verbandsbeschwerde nicht rechtsgenÃ¼gend dargelegt habe.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen diesen Entscheid erhob das A-Forum am 7. November 2005 Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Es beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Akten seien an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen mit dem Auftrag, das Sistierungsbegehren zu behandeln und gutzuheissen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Staatskasse.</p> <p class="Urteilstext">Die Baurekurskommission II beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 17. November 2005 Abweisung der Beschwerde. Die Baudirektion verzichtete am 21. November 2005 ausdrÃ¼cklich auf Vernehmlassung. Die D AG beantragte in ihrer Beschwerdeantwort vom 8. Dezember 2005, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten bzw. sie sei abzuweisen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des A-Forums.</p> <p class="Urteilstext">Mit Schreiben vom 6. Januar 2006 stellte das A-Forum dem Verwaltungsgericht die kommunalen und kantonalen Bewilligungen bzw. ZustimmungsverfÃ¼gungen bezÃ¼glich eines abgeÃ¤nderten Projekts der D AG zum Einbau einer Entleerungsanlage zu. In diesem Schreiben teilte es mit, dass in der VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 12. Dezember 2005 die lufthygienerechtlichen Fristen im Sinn des ErlÃ¤uterungsbegehrens geregelt worden seien und allfÃ¤lligen Rekursen die aufschiebende Wirkung entzogen worden sei. Dennoch halte es grundsÃ¤tzlich an der Beschwerde fest; es beantrage jedoch nur noch die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids, nicht mehr die nun Ã¼berflÃ¼ssige RÃ¼ckweisung zur Behandlung und Gutheissung des Sistierungsbegehrens.</p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Die ursprÃ¼nglichen Anfechtungsobjekte des vorliegenden Rechtsmittelverfahrens, die VerfÃ¼gung vom 26. Juli 2005 und die Baubewilligung vom 16. August 2005, sind mit der lufthygienerechtlichen Zustimmung zum abgeÃ¤nderten Projekt in der VerfÃ¼gung vom 12. Dezember 2005 und mit der Baubewilligung vom 15. Dezember 2005 dahingefallen. Das Beschwerdeverfahren ist deshalb als gegenstandslos geworden abzuschreiben (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 28 N. 17, § 63 N. 3). Da der vorliegende Entscheid gewisse grundsÃ¤tzliche ErwÃ¤gungen Ã¼ber die ZustÃ¤ndigkeit im Rekursverfahren und die Verteilung der Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens bei Gegenstandslosigkeit enthÃ¤lt, wird er jedoch von der Kammer gefÃ¤llt (§ 38 Abs. 3 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Trotz Dahinfallen des aktuellen Rechtsschutzinteresses kann von der Abschreibung des Verfahrens abgesehen werden, wenn sich die aufgeworfene Frage jederzeit unter gleichen oder Ã¤hnlichen UmstÃ¤nden wieder stellen kÃ¶nnte und sonst in Grundsatzfragen kaum je ein rechtzeitiger Entscheid gefÃ¤llt werden kÃ¶nnte (BGE 128 II 156 E. 1c; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 25 mit Hinweisen). Ein solches Vorgehen scheint auch mÃ¶glich, wenn â wie im vorliegenden Fall â nicht nur das aktuelle Interesse an der Beschwerde, sondern auch das Anfechtungsobjekt weggefallen ist, weil dennoch ein genÃ¼gendes Rechtsschutzinteresse bestehen kÃ¶nnte (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 8). Die mit der vorliegenden Beschwerde aufgeworfenen Fragen kÃ¶nnen jedoch in zahlreichen Verfahren rechtzeitig geprÃ¼ft werden. Bereits deshalb bestÃ¼nde kein Anlass, sie hier im gegenstandslos gewordenen Prozess abzuhandeln â wobei das Verwaltungsgericht sie in diesem Rechtsgang ohnehin nicht hÃ¤tte prÃ¼fen kÃ¶nnen, wie zu zeigen sein wird. Auch die Kostenregelung des Rekursentscheids bietet keinen Grund, von der Abschreibung abzusehen, da sie vom Verwaltungsgericht trotz Gegenstandslosigkeit des Beschwerdeverfahrens summarisch geprÃ¼ft werden kann. Ein darÃ¼ber hinaus gehendes schutzwÃ¼rdiges Interesse an einer ÃberprÃ¼fung des angefochtenen Entscheids einzig im Hinblick auf die Kostenauflage hat der BeschwerdefÃ¼hrer nicht (vgl. VGr, 14. Dezember 2001, VB.2001.00323, E. 4b, www.vgrzh.ch). Weil der BeschwerdefÃ¼hrer nicht vorbringt, dass die Kosten unabhÃ¤ngig vom Verfahrensausgang hÃ¤tten festgelegt werden mÃ¼ssen, liegt auch keine selbstÃ¤ndige Anfechtung der Kostenregelung vor (dazu KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 37).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Da das Verwaltungsrechtspflegegesetz die Kostenfolge bei Gegenstandslosigkeit nicht regelt, wendet das Verwaltungsgericht grundsÃ¤tzlich § 65 Abs. 1 der Zivilprozessordnung vom 13. Juni 1976 (ZPO) analog an (RB 1977 Nr. 6). Dementsprechend entscheidet das Gericht nach Ermessen, wobei es in Betracht zieht, wer die Gegenstandslosigkeit bzw. das gegenstandslos gewordene Verfahren verursacht hat oder welche Partei vermutlich obsiegt hÃ¤tte. Die Kosten kÃ¶nnen aber auch â besonders wenn die erwÃ¤hnten Kriterien versagen â anderweitig nach Billigkeit verlegt werden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 19; zum Ganzen VGr, 30. April 2003, VB.2003.00053, E. 2, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>GrundsÃ¤tzlich gibt den Ausschlag, dass der BeschwerdefÃ¼hrer ausdrÃ¼cklich trotz Gegenstandslosigkeit an der Beschwerde festhalten wollte, weil er ein entsprechendes schutzwÃ¼rdiges Interesse behauptete. Da diese Prozessvoraussetzung nicht vorliegt, ist der BeschwerdefÃ¼hrer als unterliegend zu betrachten (BGE 118 Ia 488 E. 4a), weshalb er grundsÃ¤tzlich mit den Kosten zu belasten ist (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Zu prÃ¼fen ist, ob die andern genannten Entscheidungskriterien es rechtfertigen, hiervon abzuweichen (vgl. auch BGE 118 Ia 488 E. 4a).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die angefochtenen VerfÃ¼gungen sind gegenstandslos geworden, weil das bewilligte Projekt aufgrund betrieblicher UmstÃ¤nde nicht wie vorgesehen umgesetzt werden konnte; fÃ¼r die Gegenstandslosigkeit kann somit keine Partei verantwortlich gemacht werden. Nicht massgebend ist, dass die Baudirektion den Anliegen des ErlÃ¤uterungsbegehrens und damit des Rekurses in der neuen VerfÃ¼gung vom 12. Dezember 2005 entsprochen hat: FÃ¼r die Gegenstandslosigkeit des vorliegenden Verfahrens war dies nicht kausal. Wie die Baudirektion gehandelt hÃ¤tte, wenn nicht ohnehin ein neues Projekt hÃ¤tte bewilligt werden mÃ¼ssen, ist ebenso wenig relevant und lÃ¤sst sich im Ãbrigen nicht mehr feststellen. Wer materiell obsiegt hÃ¤tte, muss offen bleiben. Insgesamt geben die genannten Gesichtspunkte keinen Anlass, die Kosten nicht dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Zu einem teilweise andern Schluss fÃ¼hren hingegen die Ãberlegungen, wie das Verwaltungsgericht mutmasslich entschieden hÃ¤tte, wenn das Verfahren nicht gegenstandslos geworden wÃ¤re.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.1 </b>Die Baurekurskommission hat sich zur Frage ihrer ZustÃ¤ndigkeit nicht geÃ¤ussert. Wie der angefochtenen VerfÃ¼gung vom 26. Juli 2005 zu entnehmen ist, sollte mit dem Einbau der Anlage zur RestflÃ¼ssigkeitsabsaugung einer VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 3. Dezember 2001 nachgekommen werden, mit welcher die private Beschwerdegegnerin verpflichtet worden war, ihre Fassreinigungsanlage in lufthygienerechtlicher Hinsicht zu sanieren (vgl. auch VGr, 6. April 2005, VB.2004.00354, E. 4.2 und 5.2.4, www.vgrzh.ch). Damit liegt eine SanierungsverfÃ¼gung im Sinn von Art. 8 Abs. 2 der Luftreinhalte-Verordnung vom 16. Dezember 1985 (LRV) vor.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.2 </b>Im koordinierten Verfahren entscheidet nach § 329 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) ausnahmsweise nicht die Baurekurskommission, sondern der Regierungsrat als Rechtsmittelinstanz, wenn einer der FÃ¤lle von § 329 Abs. 2 PBG gegeben ist. Im hier massgeblichen Zeitpunkt der Rekurserhebung sah § 329 Abs. 2 lit. d PBG (dem heute wÃ¶rtlich § 329 Abs. 2 lit. b PBG in der Fassung vom 6. Juni 2005, in Kraft seit 1. Januar 2006, entspricht) vor, dass "Anordnungen im Zusammenhang mit Sanierungen, die von staatlichen BehÃ¶rden in Anwendung von Umweltschutz- oder GewÃ¤sserschutzrecht eingeleitet werden", dem Rekurs an den Regierungsrat unterliegen. Bereits der Vergleich des Wortlauts mit jenem des damaligen § 329 Abs. 2 lit. e (heute lit. c) PBG zeigt, dass dies auch dann gilt, wenn die Anordnung mit einer Bewilligung der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde verbunden ist. Unerheblich muss auch sein, dass die Sanierung nicht erst mit der angefochtenen VerfÃ¼gung eingeleitet wurde. Diese Auslegung wird bestÃ¤tigt durch die BegrÃ¼ndung fÃ¼r die Regelung, die eingefÃ¼hrt wurde, weil in "derartigen FÃ¤llen ... eine kommunale Baubewilligung allermeist ein untergeordnetes Gewicht [hat]; in den Vordergrund tritt die technische KomplexitÃ¤t der zu lÃ¶senden Probleme" (Antrag und Weisung des Regierungsrats vom 3. Mai 1995 zum Verwaltungsrechtspflegegesetz, ABl 1995 II 1501, 1553; vgl. auch Christian MÃ¤der, Zur Bedeutung der VRG-Revision fÃ¼r das Raumplanungs- und Baurecht sowie das Enteignungsrecht, PBG aktuell 1/1998, S. 5 ff., 11). Gerade auf den vorliegenden Fall trifft dies Ã¼brigens zu, da in der Angelegenheit stets die lufthygienerechtliche Sanierung im Vordergrund stand und der BeschwerdefÃ¼hrer im Rekurs die kommunale Baubewilligung "nur aus formellen GrÃ¼nden" mit anfocht. Zudem spricht laut der Weisung fÃ¼r eine ZustÃ¤ndigkeit des Regierungsrats, dass dieser die Verantwortung fÃ¼r den gesamtkantonalen Vollzug trage und sein Ãberblick Ã¼ber alle Sanierungen gewÃ¤hrleistet sein mÃ¼sse (ABl 1995 II 1553).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.3 </b>Obwohl das Fehlen der ZustÃ¤ndigkeit der Baurekurskommission nicht gerÃ¼gt wurde, hÃ¤tte das Verwaltungsgericht sie wohl von Amts wegen festgestellt (vgl. KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 50 N. 4, § 63 N. 18) und die Sache in analoger Anwendung von § 5 Abs. 2 VRG im Sinn der ErwÃ¤gungen an den zustÃ¤ndigen Regierungsrat weitergeleitet. Zwar hÃ¤tte der Nichteintretensentscheid der Baurekurskommission formell â wenn auch mit anderer BegrÃ¼ndung â aufrechterhalten werden kÃ¶nnen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 5 N. 25). Doch wÃ¤re dieser Verfahrensausgang einem zumindest teilweisen Obsiegen des BeschwerdefÃ¼hrers gleichgekommen. Dies rechtfertigt es, aus BilligkeitsgrÃ¼nden die HÃ¤lfte der Verfahrenskosten auf die Gerichtskasse zu nehmen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 27).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.4 </b>Nicht relevant sind unter diesen UmstÃ¤nden die in der Beschwerde aufgeworfenen Fragen der ZulÃ¤ssigkeit des Absehens von einer beantragten Sistierung und des Nachweises der Legitimation zur egoistischen Verbandsbeschwerde im Allgemeinen und unter dem Gesichtspunkt des Vertrauensschutzes nach Art. 9 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 im Besondern (vgl. in Bezug auf die Legitimation zum einen BEZ 1991 Nr. 3 E. 2a; VGr, 12. Dezember 2005, VB.2005.00324, E. 2.2.2, www.vgrzh.ch; zum andern Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich etc. 2002, Rz. 638 ff.; Beatrice Weber-DÃ¼rler, Neuere Entwicklung des Vertrauensschutzes, ZBl 103/2002, S. 281 ff., 304 f.).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Eine ParteientschÃ¤digung bleibt dem BeschwerdefÃ¼hrer ausgangsgemÃ¤ss verwehrt (§ 17 Abs. 2 VRG). Umgekehrt ist auch der privaten Beschwerdegegnerin keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen, weil ihr die Beantwortung der Beschwerde keinen besonderen Aufwand verursachte (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 27). </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt, das Kostendispositiv des Rekursentscheids trotz Gegen­standslosigkeit des Verfahrens aufzuheben.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die Frage, ob und nach welchen Kriterien die Nebenfolgenregelung des vorinstanzlichen Entscheids bei Gegenstandslosigkeit der Hauptsache geprÃ¼ft werden soll, entscheidet sich letztlich ebenfalls nach Ermessen und im Sinn der Billigkeit. Sie wurde vom Verwaltungsgericht nicht immer einheitlich beantwortet (vgl. die Ãbersicht Ã¼ber die Rechtsprechung in RB 2003 Nr. 4). Abgelehnt wurde jedenfalls die Ansicht, die Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen seien grundsÃ¤tzlich gleich zu regeln wie fÃ¼r das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht (VGr, 5. MÃ¤rz 2002, VB.2001.00369, E. 2c/aa). Die Nebenfolgen des vorinstanzlichen Verfahrens sind vielmehr nur dann neu festzusetzen, wenn ihre Regelung sich ohne weiteres als unzutreffend herausstellt (vgl. VGr, 20. Oktober 2005, VB.2005.00204, E. 2, www.vgrzh.ch; RB 2003 Nr. 4). Dabei fordert die ProzessÃ¶konomie grundsÃ¤tzlich, auf die eingehende Behandlung hypothetisch gewordener Fragen zu verzichten.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Wenn die Vorinstanz Kosten und ParteientschÃ¤digungen nach dem Unterliegerprinzip verteilt hat (§ 13 Abs. 2 Satz 1 VRG), so ist ihre Regelung der Nebenfolgen dann fehlerhaft, wenn der betreffende Entscheid im Ergebnis nicht haltbar ist. Entsprechend hat das Verwaltungsgericht in solchen FÃ¤llen, wenn ein materieller Entscheid angefochten worden war, eine summarische PrÃ¼fung des angefochtenen Entscheids in der Hauptsache vorgenommen (RB 2003 Nr. 4; VGr, 5. MÃ¤rz 2002, VB.2001.00369, E. 2c/bb). Dabei wurde es als unerheblich bezeichnet, ob der angefochtene Entscheid wegen eines Verfahrensmangels hÃ¤tte aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz hÃ¤tte zurÃ¼ckgewiesen werden mÃ¼ssen, weil dies Ã¼ber den Ausgang des Verfahrens in der Hauptsache noch nichts aussagen wÃ¼rde (VGr, 5. MÃ¤rz 2002, VB.2001.00369, E. 2c/bb).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>In bestimmten FÃ¤llen ist die summarische PrÃ¼fung der Hauptfrage allerdings nicht angemessen. Dies gilt etwa, soweit die Kosten zulÃ¤ssigerweise nach dem Verursacherprinzip verteilt wurden (§ 13 Abs. 2 Satz 2 VRG). Es trifft aber auch dann zu, wenn die Vorinstanz zu Unrecht nicht auf das Rechtsmittel eingetreten ist oder wenn sie â wie hier â zu Unrecht von einer Weiterleitung abgesehen hat. Die Nebenfolgenregelung des vorinstanzlichen Entscheids beruht in den beiden letztgenannten FÃ¤llen auf einer unzutreffenden Grundlage und ist demnach grundsÃ¤tzlich aufzuheben. Wie das Verfahren in der Hauptsache entschieden worden wÃ¤re, bleibt jedoch offen. Die Ausgangslage entspricht somit derjenigen, auf die bei der Regelung der Nebenfolgen des Verwaltungsgerichtsentscheids abzustellen ist. Demnach sind in einem solchen Fall ebenfalls die Kriterien gemÃ¤ss § 65 Abs. 1 ZPO anzuwenden; es besteht kein Anlass, stets und ausschliesslich darauf abzustellen, wer mutmasslich in der Hauptsache obsiegt hÃ¤tte. Der vorliegende Fall zeigt dies exemplarisch: Der BeschwerdefÃ¼hrer hatte dem Verwaltungsgericht nie mehr als die Aufhebung des vor­instanzlichen Nichteintretensentscheids und die RÃ¼ckweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz zur Sistierung beantragt; der Entscheid des Gerichts hÃ¤tte auf Weiterleitung an den Regierungsrat gelautet, damit dieser als die zustÃ¤ndige erste Rechtsmittelinstanz Ã¼ber den Rekurs entscheide. Selbst eine summarische PrÃ¼fung der Hauptsache mit dem einzigen Zweck, die vorinstanzlichen Nebenfolgen zu regeln, wÃ¤re hier unangebracht. Die Frage, wer in der Hauptsache obsiegt hÃ¤tte, kann daher offen bleiben; im Sinn von § 65 Abs. 1 ZPO ist zu berÃ¼cksichtigen, wer die Gegenstandslosigkeit bzw. das gegenstandslos gewordene Verfahren verursacht hat, wobei ein Entscheid nach anderweitiger Billigkeit vorbehalten bleibt.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Die entscheidenden Gesichtspunkte sind hier nicht dieselben wie in Bezug auf das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht. Massgeblich ist im vorliegenden Zusammenhang, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer keine Rekurskosten hÃ¤tten auferlegt werden dÃ¼rfen, da er in Befolgung unrichtiger Rechtsmittelbelehrungen die Baurekurskommission II angerufen hatte. Zwar konnte vom rechtskundigen Vertreter des BeschwerdefÃ¼hrers erwartet werden, dass er die Rechtsmittelbelehrungen einer groben Kontrolle durch Konsultation des Gesetzes unterziehen wÃ¼rde (vgl. BGE 117 Ia 421; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10 N. 52; Weber-DÃ¼rler, S. 292). Aus der damaligen lit. d (heute lit. b) von § 329 Abs. 2 PBG ergibt sich allerdings die ZustÃ¤ndigkeit des Regierungsrats nicht mit solcher Klarheit, dass die Konsultation des Gesetzes das Vertrauen des BeschwerdefÃ¼hrers in die Rechtsmittelbelehrungen hÃ¤tte zerstÃ¶ren mÃ¼ssen. Weil der BeschwerdefÃ¼hrer nicht mit den Rekurskosten hÃ¤tte belastet werden dÃ¼rfen, sind diese zulasten der Staatskasse der Baurekurskommission II aufzuerlegen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Eine ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Rekursverfahren ist dem BeschwerdefÃ¼hrer mangels Obsiegens und der privaten Beschwerdegegnerin mangels eines Aufwands zu versagen (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der vorliegende Entscheid beruht auf kantonalem Verfahrensrecht. Die angefochtene VerfÃ¼gung und teilweise auch die HauptantrÃ¤ge des BeschwerdefÃ¼hrers im Rekursverfahren stÃ¼tzen sich auf Art. 8 Abs. 2 LRV und somit auf Umweltschutzrecht des Bundes. UnabhÃ¤ngig davon, dass der BeschwerdefÃ¼hrer diese AntrÃ¤ge mit dem Schreiben vom 6. Januar 2006 sinngemÃ¤ss zurÃ¼ckgezogen hat, richtet sich deshalb die Legitimation im vorliegenden Verfahren nach Art. 103 lit. a in Verbindung mit Art. 98a Abs. 3 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943. Die RÃ¼ge, kantonales Verfahrensrecht habe die Anwendung von Bundesverwaltungsrecht vereitelt, wÃ¤re mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde innerhalb von 30 Tagen beim Bundesgericht vorzubringen.</p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</p> <p class="Einzug2">1. Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'090.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden zur HÃ¤lfte dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt und zur HÃ¤lfte auf die Gerichtskasse genommen.</p> <p class="Einzug2">4. Die Kosten des Rekursverfahrens werden zulasten der Staatskasse der Baurekurskommission II auferlegt.</p> <p class="Einzug2">5. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">6. Gegen diesen Beschluss kann im Sinn der ErwÃ¤gungen innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Einzug2">7. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>