B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV/sma D-3064/2012/mel U r t e i l v o m 1 2 . O k t o b e r 2 0 1 2 Besetzung Richter Hans Schürch (Vorsitz), Richterin Gabriela Freihofer, Richter Thomas Wespi; Gerichtsschreiberin Anna Dürmüller Leibundgut. Parteien A._______, geboren (…), Syrien, vertreten durch lic. iur. Nicole Hohl, Advokatin, Advokatur Gysin + Roth, Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 7. Mai 2012 / N (…). D-3064/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a Der Beschwerdeführer, ein syrischer Staatsangehöriger kurdischer Ethnie mit letztem Wohnsitz in B._______ bei Aleppo, verliess seinen Heimatstaat eigenen Angaben zufolge am 10. März 2009 und gelangte zunächst in die Türkei. Am 25. März 2009 r eiste er von dort herkommend illegal in die Schweiz ein, stellte gleichentags im Empfangs - und Verfah- renszentrum C._______ ein Asylgesuch und wurde dort am 31. März 2009 summarisch befragt. Das BFM hörte den Beschwerdeführer am 29. April 2009 gestützt auf Art. 29 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) ausführlich zu seinen Asylgründen an und wies ihn in der Folge für die Dauer des Verfahrens dem Kanton D._______ zu. A.b Zur Begründung seines Asylgesuchs brachte der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, er stamme aus einer politischen Familie. Seine Schwester R. sei Mitglied der in Syrien verbotenen Partiya Yekîtiya De- mokrat (PYD) gewesen und anfangs 2006 als Märtyrerin ge fallen. Auch sein Bruder J. sei PYD -Mitglied gewesen und deswegen von den syr i- schen Behörden zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Seit dem Jahr 2003 sei er wieder auf freiem Fuss, unterliege aber einer Meldepflicht. Er selber sei bloss Sympathisant de r PYD; er habe an Sitzungen teilg e- nommen und mitgeholfen, Newroz -Feste und Demonstrationen zu org a- nisieren. Obwohl er auch mehrmals an Demonstrationen teilgenommen habe, sei er nie verhaftet worden. Er sei bloss einmal einvernommen worden, als seine Schwester R. im Jahr 2006 gestorben sei. Aufgrund der Umstände habe er sich in Syrien jedoch nicht sicher gefühlt, weshalb er im Jahr 2007 in die Türkei und anschliessend nach Griechenland gega n- gen sei. Im Jahr 2008 sei er jedoch wieder (illegal) nach Syrien zurückge- kehrt. Nachdem zwei seiner Parteifreunde aus dem Dorf festgenommen worden seien, hätten die Sicherheitsbehörden (Polizei und Geheimdienst) zwischen Juli 2008 und Februar 2009 vier - bis fünfmal bei ihm zu hause nach ihm gesucht; er sei abe r jeweils nich t zuhause gewesen . Er gehe davon aus, dass seine Freunde den Behörden seinen Namen verraten hätten. Aus Angst, ebenfalls festgenommen zu werden, sei er am 10. März 2009 erneut – diesmal illegal – aus Syrien geflüchtet. Bei einer Rückkehr nach Syrien befürc hte er, festgenommen oder gar umgebracht zu werden, da er die PYD unterstützt habe, das Land illegal verlassen und in der Schweiz ein Asylgesuch gestellt habe, wobei er die syrischen Behörden kritisiert habe. D-3064/2012 Seite 3 Zum Beleg seiner Identität sowie zur Untermaue rung seiner Vorbringen reichte der Beschwerdeführer folgende Beweismittel zu den Akten: seine Identitätskarte, zwei Briefe seines Bruders aus den Jahren 1992 und 1993 sowie mehrere Fotos. A.c Das BFM ersuchte die S chweizerische Vertretung in Damaskus am 11. Mai 2009 um die Vornahme von Abklärungen. Die Botschaft erstellte daraufhin am 24. Juni 2009 einen entsprechenden Botschaftsbericht, worin festgehalten wurde, der Beschwerdeführer sei syrischer Staatsa n- gehöriger, besitze einen syrischen Reisepass, habe Syri en am 17. Okt o- ber 2007 in Richtung Türkei verlassen und werde in Syrien nicht gesucht. A.d Mit Verfügung vom 1. Juli 2009 gewährte das BFM dem Beschwerde- führer das rechtliche Gehör zur Botschaftsanfrage sowie zum Inhalt des Botschaftsberichts. Der Beschwerdeführer liess sich durch seine Recht s- vertreterin mit Eingabe vom 30. Juli 2009 dazu vernehmen. Dabei wurde insbesondere ausgeführt, der Beschwerdeführer habe sich gezwungen gesehen, sein Heimatland zu verlassen, nachdem der Leiter der örtlichen PYD, K., sowie vier weitere PYD-Mitglieder verhaftet worden seien. Er sei ab dem 15. Juli 2008 aktiv vom Geheimdienst gesucht worden. Es sei denkbar, dass er in Syrien nicht offiziell, sondern bloss inoffiziell (vom Geheimdienst) gesucht werde. Dies würde auch die Ausk unft im Bo t- schaftsbericht, wonach der Beschwerdeführer nicht gesucht werde, erklä- ren. In diesem Zusammenhang sei auf den Bericht der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH) vom August 2008, Ziff. 4, zu verweisen. Allgemein sei zweifelhaft, ob die syrischen Behörden die Anfragen der Schweizer Botschaft jeweils wahrheitsgetreu beantworten würden (Verweis auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D-3286/2006 vom 10. März 2009). A.e Mit ergänzender Stellungnahme vom 3. September 2009 liess der Beschwerdeführer vo rbringen, es seien vier Mitglieder aus seiner örtl i- chen PYD-Gruppe verhaftet worden, wobei drei nach wie vor ohne off i- zielle Anklage inhaftiert seien. Er versuche , dazu weitere Beweismittel zu beschaffen. Gleichzeitig liess der Beschwerdeführer mehrere Bew eismit- tel nachreichen: einen Brief von F. B., die Übersetzung zweier bereits z u- vor eingereichten Arztrezepte aus dem Jahr 2008 mit Quittung der Ap o- theke, drei weitere Fotos aus Syrien, ein Schreiben der PYD Europa (inkl. Übersetzung), eine Bestätigung der PYD Europa vom 9. August 2009 sowie mehrere Fotos betreffend die exilpolitische Tätigkeit des B e- schwerdeführers in der Schweiz (vgl. Beilagen 1-7). D-3064/2012 Seite 4 A.f Der Beschwerdeführer liess mit Eingabe vom 3. Mai 2010 eine Vorl a- dung des Strafgerichts E._______ vom (...) (inkl. Übersetzung) einrei- chen. Dazu wurde ausgeführt, gegen den Beschwerdeführer laufe offe n- bar ein Strafverfahren. Damit sei seine individuelle Gefährdung erstellt. Ausserdem wurde auf den Bericht der Gesellschaft für bedrohte Völker vom 25. Januar 2010 sowie ein Schreiben des deutschen Bundesministe- riums des Innern vom 16. Dezember 2009 betreffend Sistierung der A b- schiebungen nach Syrien verwiesen. A.g Das BFM ersuchte die Schweizerische Botschaft in Damaskus am 6. August 2009 sowie am 9. Juni 2010 um weiter e Abklärungen. Die Bot- schaft liess dem BFM daraufhin zwei Botschaftsberichte vom 6. Januar sowie vom 20. Juni 2010 zukommen. Im Bericht vom 20. Juni 2010 wurde ausgeführt, es handle sich bei dem vom Beschwerdeführer eingereichten Gerichtsdokument nicht um ein authentisches Doku ment; die in der Vo r- ladung aufgeführte Verfahrensnummer betreffe den Fall von zwei Br ü- dern, welche des unbewilligten Waffenbesitzes beschuldigt würden. A.h Mit Eingaben vom 21. Dezember 2010 sowie vom 15. und 22. Febr u- ar 2011 wurden weit ere Beweismittel zum exilpolitischen Engagement des Beschwerdeführers in der Schweiz sowie ein Internetausdruck von kurdwatch.org zur Sicherheitslage in Syrien nachgereicht. A.i Mit Verfügung vom 19. Mai 2011 gewährte das BFM dem Beschwe r- deführer das rechtlich e Gehör zur Botschaftsanfrage vom 9. Juni 2010 sowie zum Inhalt des entsprechenden Botschaftsberichts. (Auf die G e- währung des rechtlichen Gehörs zum Botschaftsbericht vom 10. Januar 2010 wurde verzichtet, da dieser Bericht keine entscheidrelevanten I n- formationen enthält.) In der Stellungnahme vom 9. Juni 2011 liess der Beschwerdeführer ausführen, Sicherheitsbeamte hätten die eingereichten Gerichtsdokumente seiner Familie ausgehändigt, weshalb er sich nicht vorstellen könne, dass diese Dokumente nicht echt s eien. Wie bereits früher erwähnt, sei zudem die Zuverlässigkeit von Botschaftsabklärungen im Fall von Syrien in Zweifel zu ziehen. A.j Mit Eingabe vom 18. Juli 2011 liess der Beschwerdeführer mitteilen, sein exilpolitisches Engagement sei auch auf seinem Facebook-Profil er- sichtlich. B. Mit Verfügung vom 7. Mai 2012 – eröffnet am 9. Mai 2012 – stellte das D-3064/2012 Seite 5 BFM fest, die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Vorverfo lgung in Syrien sei unglaubhaft, er sei jedoch aufgrund seiner exilpolitischen Tä- tigkeit in der Schweiz als Flüchtling anzuerkennen. Demnach wies das BFM das Asylgesuch ab, verfügte die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete wegen Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs die vorläufige Aufnahme an. C. Mit Beschwerde vom 7. Juni 2012 an das Bundesverwaltungsgericht liess der Beschwerdeführer beantragen, die vorinstanzliche Verfügung sei im Asyl- und Wegweisungspunkt (Ziffern 2 und 3 des Dispositivs der Verf ü- gung vom 7. Mai 2012) aufzuheben und es sei ihm Asyl zu gewähren. In prozessualer Hinsicht wurde u m Gewährung der vollumfänglichen unent- geltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 des Verwa l- tungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) sowie um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ersucht. D. Der Instruktion srichter wies das Gesuch um unentgeltliche Verbeistä n- dung (Art. 65 Abs. 2 VwVG) mit Verfügung vom 12. Juni 2012 ab, verzich- tete gleichzeitig auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und teilte mit, über das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspfl ege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG werde im Endentscheid befunden. Der Beschwerdeführer wurde in diesem Zusammenhang aufgefordert, umg e- hend einen Beleg für die geltend gemachte prozessuale Bedürftigkeit nachzureichen. E. Mit Eingabe vom 25. Juni 2012 wurde eine Bestätigung der Sozialhilfebe- hörde F.________ vom 19. Juni 2012 betreffend die Fürsorgeabhängi g- keit des Beschwerdeführers zu den Akten gereicht. F. Das BFM hielt in seiner Vernehmlassung vom 3. Juli 2012 vollumfänglich an seiner Verfügung fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Die vorinstanzliche Vernehmlassung wurde dem Beschwerdeführer am 5. Juli 2012 zur Kenntnis gebracht. D-3064/2012 Seite 6 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gestützt auf Art. 31 des Ver- waltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) B e- schwerden gegen Verfügungen im Sinne von Art. 5 VwVG , welche von einer Vorinstanz im Sinne von Art. 33 VGG erlassen wurden, sofern keine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt. Demnach ist das Bundesverwaltungsgericht zuständig für die Beurteilung von Beschwerden gegen Entscheide des BFM, welche in Anwendung des AsylG ergangen sind, und entscheidet in diesem Bereich endgültig, aus- ser bei Vorliegen eines Ausliefer ungsersuchens des Staates, vor we l- chem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG, SR 142.31; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Eine solche Ausnahme liegt nicht vor. 1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 1.3 Die Beschwerde ist frist - und formgerecht eingereicht. Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimi ert (Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf di e Beschwerde ist einzutreten. 2. Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht können die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. Der Beschwerdeführer wurde zufolge subjektiver Nachfluchtgründe als Flüchtling vorläufig aufgenommen. Somit beschränkt sich das vorliegende Beschwerdeverfahren nur noch auf die Frage, ob er auch aufgrund der geltend gemachten Vorfluchtgründe die Flüchtlingseigenschaft erfüllt und ihm deswegen Asyl zu gewähren und auf die Wegweisung zu verzichten ist. D-3064/2012 Seite 7 4. 4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grun d- sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder ihrer polit i- schen Anschauungen wegen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausge setzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG). 4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für g e- geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentl i- chen Punkten zu wenig begründet ode r in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ve r- fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 5. 5.1 Die Vorinstanz führte zur Begründung ihres ablehnenden Entscheids im Asylpunkt zunächst aus, die vom Beschwerdeführer geltend gemac h- ten Vorfluchtgründe seien teilweise nachgeschoben. Der Beschwerdefüh- rer habe nämlich erst in der Anhörung (vom 29. April 2009) geltend g e- macht, er habe sein Heimatland verlassen, weil die Behörden zwischen Juli 2008 und Februar 2009 mehrmals zuhause nach ihm gesucht hätten. Anlässlich der Befragung im Empfangszentrum habe er hingegen bloss zu Protokoll gegeben, er sei ausgereist, weil er na ch der Festnahme von Freunden Angst gehabt habe, ebenfalls festgenommen zu werden. Von Personen, welche im Heimatland behördlich gesucht würden, könne e r- fahrungsgemäss erwartet werden, dass diese die Suche nach ihnen als zentrales Verfolgungsvorbringen darstellten und bei der ersten Gelege n- heit, d.h. bereits bei der Befragung im Empfangsz entrum, ausdrücklich erwähnten. Der Beschwerdeführer habe dieses Ausreisemotiv jedoch in der Erstbefragung nicht genannt. Im Weiteren sei seine Aussage, wonach die Behörden ihn gesucht hätten, weil ein festgenommenes PYD -Mitglied seinen Namen verrat en habe, unglaubhaft, zumal nicht nachvollziehbar sei, wie der Beschwerdeführer im April 2009, als er diese Aussage g e- macht habe, über derartige Insiderinformationen hätte verfüge n können, habe sich doch der fragliche Festgenommene den Akten zufolge sogar im Juli 2009 noch in Haft befunden. Nach dem Gesagten sei zu bezweifeln, D-3064/2012 Seite 8 dass der Beschwerdeführer aus Syrien ausgereist sei, weil er dort seitens der Behörden gesucht worden sei. Diese Zweifel würden dadurch b e- stärkt, dass die Botschaftsabklärungen ergeben hätten, dass der B e- schwerdeführer in Syrien nicht behördlich gesucht werde. Der Einwand des Beschwerdeführers im Rahmen des ihm gewähren rechtlichen G e- hörs, wonach es möglich se i, dass er nicht "offiziell", sondern nur "inoff i- ziell" durch den Geheimdienst gesucht werde und der syrische Gehei m- dienst "selbstredend" seine Fahndungsbemühungen nicht offenlege, überzeuge nicht, zumal Botschaftsabklärungen in Syrien in Einzelfällen auch ergeben hätten, dass jemand vom politischen Sicherheitsdienst g e- sucht werde. Ausserdem habe der Beschwerdeführer anlässlich der A n- hörung geltend gemacht, er sei auch von der Polizei gesucht worden, was mit seinem Einwand, er werde möglicherweise "nicht of fiziell" g e- sucht, nicht vereinbar sei. Somit sei festzustellen, dass die Botschaftsa b- klärungen die Einsc hätzung bestätigten , wonach der Beschwerdeführer im Zeitpunkt seiner Ausreise aus Syrien nicht verfolgt worden sei und auch keine Verfolgung zu befürcht en gehabt habe. Die eingereichte Vo r- ladung des Strafgerichts Aleppo, mit welcher der Beschwerdeführer seine Gefährdung habe belegen wollen, habe sich als Fälschung herausg e- stellt. Seine diesbezügliche Erklärung, er habe das Dokument von seiner Familie erhalten, sei als Schutzbehauptung zu wer ten. Es sei festzuste l- len, dass der Beschwerdeführer versucht habe, seine Vorbringen mit e i- nem gefälschten Dokument zu belegen. Insgesamt sei es ihm nicht g e- lungen, glaubhaft zu machen, dass er im Zeitpunkt seiner Ausre ise aus Syrien verfolgt worden sei respektive eine asylrelevante Verfolgung zu befürchten gehabt habe. 5.2 In der Beschwerde wird zunächst der Sachverhalt wiederholt und a n- schliessend zu den Erwägungen des BFM Stellung genommen . Dabei wird geltend gemacht, de r Beschwerdeführer habe seine Fluchtgründe gleichbleibend, detailliert und nachvollziehbar geschildert. Die Tatsache, dass er bei der Erstbefragung die Suche der Sicherheitsbeamten nach ihm nicht erwähnt habe, stehe der Glaubhaftigkeit seiner Vorbringen nicht entgegen. Die wiederholte Aussage, dass er aufgrund der Festnahme seiner Parteifreunde Angst gehabt habe, ebenfalls festgenommen zu werden, sei die wesentliche Kernaussage auf die Frage nach dem Grund seiner Flucht. Im Übrigen sei er jeweils gar nicht zuhause gewesen, als nach ihm gesucht worden sei. Dies erkläre auch, weshalb er nicht genau habe angeben können, wer (Polizei oder Geheimdienst) ihn zuhause g e- sucht habe, zumal ihm verschiedene Personen von den vier bis fünf Hausbesuchen erzählt hätten. An zufügen sei, dass in Syrien vier ve r-D-3064/2012 Seite 9 schiedene Geheimdienste agierten, dere n Wirken unüberschaubar sei und die wohl in einem gewissen Ausmass sowohl miteinander als auch mit Polizei und Militär zusam menarbeiteten. Es sei daher möglich, dass einmal Geheimdie nstmitarbeiter und ein andermal Polizeibeamte beim Beschwerdeführer zu Hause vorbei gegangen seien. Daraus ergebe sich jedenfalls kein Hinweis gegen die Glaubhaftigkeit seiner Aussagen. Ent- gegen der Darstellung des BFM habe der Beschw erdeführer sodann nie behauptet, gewusst zu haben, dass der festgenommene PYD-Vertreter K. ihn unter Folter verraten habe. Vielmehr habe der Beschwerdeführer aus dem Umstand, dass er nach der Verhaftung von K. zuhause gesucht worden sei, geschlossen , dass K. entsprechende Äusserungen gemacht habe. Hinsichtlich der Botschaftsabklärungen des BFM sei auf den B e- richt der SFH vom 8. September 2010 zu verweisen, worin ausgeführt werde, weshalb die Zuverlässigkeit von Botschaftsabklärungen im Falle von Syrien stark anzuzweifeln se ien. Die aktuellen Geschehnisse in Syrien würden bestätigen, dass eine Botschaftsabklärung in diesem Land voller staatlicher Willkür und Brutalität keine Aussagekraft bezüglich der Gefährdung einer Person haben könne. Der Umstand, dass der B e- schwerdeführer im Jahr 2009 illegal aus Syrien habe ausreisen müssen (im Gegensatz zu seiner Ausreise im Jahr 2007), spreche klar dafür, dass er bereits im damaligen Zeitpunkt gefährdet gewesen sei. Bezüglich des Vorwurfs, die eingereichte Gerichtsvorladung sei gefälscht, werde auf die bisherige diesbezügliche Stellungnahme verwiesen. Auch wenn die Vo r- ladung möglicherweise gefälscht sei , dürften deshalb jedoch nicht die Ausführungen des Beschwerdeführers allgemein in Zweifel gezogen we r- den. Zu berücksichtigen sei auch, dass die in der Vergangenheit erfolgte Ablehnung zahlreicher syrischer Asylgesuche aufgrund der zweifelhaften Botschaftsauskunft "wird nicht gesucht" möglicherweise tatsächlich g e- fährdete Personen dazu verleitet habe, aus Verzweiflung alles zu vers u- chen, u m Beweismittel zu beschaffen. In der Beschwerde wird sodann das politische Engagement des Beschwerdeführers in Syrien angespr o- chen und ausgeführt, dieses sei in jedem Fall glaubhaft, zumal diesb e- züglich mehrere Beweismittel vorlägen. Die aktuellen Geschehn isse in Syrien zeigten, dass bereits einfache Demonstrationsteilnehmer staatl i- cher Verfolgung ausgesetzt seien. Der Beschwerde führer sei angesichts seines jahrelangen qualifizierten politischen Engagements in Syrien kl a- rerweise schon im Zeitpunkt seiner Ausreise an Leib und Leben gefährdet gewesen. 6. In der Beschwerde wird unter C. I. Ziff. 3 der Beschwerdegrund der u n-D-3064/2012 Seite 10 richtigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts genannt. Eine ausdrückliche diesbezügliche Beschwerdebegründung ist der Rechtsmi t- teleingabe jedoch nicht zu entnehmen, ebenso fehlt ein Kassationsa n- trag. Da der Sachverhalt im Übrigen liquid erscheint, ist daher auf diese Rüge nicht mehr näher einzugehen. 7. Nachfolgend ist zu prüfen, ob das BFM die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers im Sinne von Art. 3 AsylG gestützt auf die geltend gemachten Vorfluchtgründe zu Recht verneint hat. 7.1 Der Beschwerdeführer bringt zusammenfassend vor, er stamme aus einer politisch aktiven Familie, sei selber als Sympathisant für die PYD tä- tig gewesen und ab Juli 2008 (im Anschluss an die Verhaftung von Partei- freunden) mehrmals zuhause von den Sicherheitsbehörden gesucht wo r- den. Somit sei er im Zeitpunkt der Ausreise aus Syrien in asylrelevanter Weise verfolgt worden. Die illegale Ausreise sei ebenfalls ein Indiz dafür, dass er damals in Gefahr gewesen sei, sonst wäre er nämlich – wie bei- spielsweise im Jahr 2007 – legal ausgereist. 7.2 Den Angaben des Beschwerdeführers zufolge war seine Schwester R. PYD-Mitglied und sei anfangs 2006 als Märtyrerin gefallen. Auch sein Bruder J. sei ein Mitglied der PYD (respektive PKK) gewesen und zu e i- ner längeren Gefängnisstrafe verurteilt worden, wobei er im Jahr 2003 entlassen worden sei. Der Beschwerdeführer macht jedoch nicht geltend, er sei im Zusammenhang mit der poli tischen Tätigkeit seiner Geschwister von den Behörden verfolgt worden. Seinen Angaben zufolge wurde er l e- diglich im Anschluss an den Tod seiner Schwester einmal einvernommen, hatte aber sonst keinerlei Probleme (vgl. A14 S. 11) . Somit steht fest, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt seiner Ausreise keiner Refle x- verfolgung im Zusammenhang mit der politischen Tätigkeit seiner G e- schwister ausgesetzt war. Der Beschwerdeführer macht sodann geltend, er sei selber seit dem Jahr 2000 politisch tätig gewesen (vgl. A14 S. 9), sei später Sympathisant der PYD geworden und habe als solcher bei der Organisation von Parteianlässen und Demonstrationen mitgeholfen. Er habe selber mehrmals an Demonstrationen teilgenommen. Dabei seien weder er noch andere Teilnehmer ve rhaftet worden (vgl. A1 S. 6 sowie A14 S. 10 und 11). Daraus ist zu schliessen, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner eigenen politischen Tätigkeit im Heimatland nicht ins Vi- sier der syrischen Behörden geraten ist oder die Behörden zumindest nicht an einer Verfolgung des Beschwerdeführers interessiert waren, w ä-D-3064/2012 Seite 11 re er doch diesfalls mit überwiegender Wahrscheinlichkeit schon längst – und nicht erst im Jahr 2008 – von den Sicherheitsbehörden behelligt wor- den. Die vom Beschwerdeführer geäusserte Befürchtung , er wäre bei e i- ner Rückkehr nach Syrien aufgrund seines politischen Engagements im Heimatland einer asylrelevanten Verfolgung durch die syrischen Behö r- den ausgesetzt, erscheint daher unbegründet. Der Beschwerdeführer bringt im Weiteren vor, er sei vermutlich von einem festgenommenen Par- teifreund verraten worden, weshalb die Behörden ab Juli 2008 mehrmals zuhause nach ihm gesucht hätten. Aufgrund der Aktenlage erscheint es jedoch nicht als glaubhaft, dass der Beschwerdeführer wegen seiner T ä- tigkeit für die PYD gesucht wurde. Wie bereits das BFM zu Recht und mit zutreffender Begründung festgestellt hat, lässt schon die Tatsache, dass der Beschwerdeführer die angebliche Suche nach ihm erst in der Anh ö- rung vom 29. April 2009 erwähnt hat, erhebliche Zweifel am W ahrheits- gehalt dieser Aussage aufkommen. Entgegen den Ausführungen in der Beschwerde ist nicht nachvollziehbar, weshalb der Beschwerdeführer die angebliche Suche nach ihm nicht bereits bei der ersten sich bietenden Gelegenheit (d.h. in der Erstbefragung) erwähnt hat, handelt es sich doch dabei um die einzige aktenkundige konkrete und gegen ihn persönlich ge- richtete Verfolgungshandlung seitens der syrischen Behörden. Es ist nicht plausibel, dass er diese Verfolgungshandlung auf die Frage nach seinen Fluchtgründen in der Erstbefragung mit keinem Wort erwähnte und statt- dessen zur Begründung seiner Ausreise lediglich vorbrachte, er habe be- fürchtet, nach der Festnahme von Parteifreunden ebenfalls festgeno m- men zu werden. Das Vorbringen, es sei mehrfach nach ihm ge sucht wor- den, ist aus diesen Gründen als nachgeschoben zu qualifizieren und b e- reits deshalb anzuzweifeln. Im Weiteren bestehen Ungereimtheiten in Be- zug auf die Frage, wer nun genau nach dem Beschwerdeführer gesucht hat. Zunächst gab der Beschwerdeführer di esbezüglich ausdrücklich zu Protokoll, sowohl die Polizei als auch der Geheimdienst hätten nach ihm gesucht (vgl. A14 S. 8). In der Beschwerde wird dagegen vorgebracht, der Beschwerdeführer wisse nicht, wer genau (Polizei oder Gehei m- dienst) nach ihm gesuch t habe (vgl. Beschwerde C. II. Ziff. 4). Von einer angeblich vom Staat verfolgten Person ist indessen zu erwarten, dass sie sich Gewiss heit darüber verschafft, von welcher staatlichen Instanz sie verfolgt wird; diese Information ist nicht zuletzt wesentlic h für eine allfäll i- ge Verteidigungsstrategie. Die diesbezügliche Ignoranz des Beschwerd e- führers erscheint daher insbesondere mit Blick auf die angeblich mehrf a- che Suche nach ihm realitätsfremd. Nach der Darstellung des Beschwe r- deführers suchten Sicherheits beamte zwischen Juli 2008 und Februar 2009 vier- bis fünfmal sein Haus auf, er sei jedoch immer abwesend g e-D-3064/2012 Seite 12 wesen und habe sich jeweils bei seinen Schwestern in Aleppo oder bei einer im Heimatdorf wohnhaften weiteren Schwester aufgehalten (vgl. A14 S. 8). Es ist allerdings wenig plausibel, dass die Behörden angeblich mehrfach wegen Verdachts auf Mitgliedschaft bei der PYD nach ihm suchten, dabei jedoch nicht auf die Idee kamen, ihn nicht nur bei ihm z u- hause, sondern gleichzeitig auch bei seinen in relativer Nähe wohnhaften Geschwistern zu suchen. Der geschilderte Sachverhalt , insbesondere das Vorbringen, wonach der Beschwerdeführer in Syrien behördlich g e- sucht worden sei, erscheint auch aus diesem Grund unglaubhaft. 7.3 Die Abklärungen der Schweizerischen Vertretung in Damaskus bestä- tigen diesen Befund. Der Beschwerdeführer meldet zwar unter Hinweis auf die SFH -Länderanalyse vom 8. September 2010 (Syrien: Zuverlä s- sigkeit von Botschaftsabklärungen: "von den Behörden gesucht") generell Bedenken an hinsichtlich der Z uverlässigkeit von Botschaftsauskünften aus Syrien, wonach jemand nicht gesucht werde. Derartige Bedenken mögen in einzelnen Fällen wohl gerechtfertigt sein, da, wie das Bunde s- verwaltungsgericht schon mehrfach festgestellt hat, sich in Anbetracht der Struktur des syrischen Geheimdienstapparates allenfalls Zweifel daran ergeben können, ob Ahndungsmassnahmen sämtlicher potenzieller Ve r- folger wirklich mit hinreichender Schlüssigkeit abgeklärt werden können. Im vorliegenden Fall besteht jedoch keine konkrete Veranlassung, an der Korrektheit der eingeholten Informationen zu zweifeln. Die Auskunft, w o- nach der Beschwerdeführer in Syrien nicht gesucht wird, deckt sich mit der gestützt auf die Vorbringen des Beschwerdeführers getroffenen Ei n- schätzung des Gerichts (vgl. vorstehend). Es handelt sich bei dieser Aus- kunft somit lediglich um ein weiteres Indiz für die bereits aufgrund weit e- rer Sachverhaltsumstände feststehende Unglaubhaftigkeit der geltend gemachten Suche nach dem Beschwerdeführer. Die Auskünfte der Bo t- schaft zu seiner Staatsangehörigkeit, zur Ausstellung seines Reisepasses und zur Ausreise in die Türkei im Oktober 2007 wurden vom Beschwerde- führer im Übrigen nicht bestritten und sind daher ebenfalls als korrekt zu erachten. Insgesamt erscheinen die vom Beschwerdeführer geäusserten Zweifel an der Richtigkeit der vorliegenden Botschaftsauskunft daher als unbegründet. 7.4 Angesichts der vorstehenden Erwägungen vermag die vom B e- schwerdeführer hervorgehobene Tatsache, dass er im Jahr 2009 illegal aus Syrien ausgereist sei, per se keine asylrelevante Verfolgung im Au s- reisezeitpunkt glaubhaft zu machen, zumal es ohne weiteres denkbar ist, D-3064/2012 Seite 13 dass sich der Beschwerdeführer aus anderen Gründen entschieden hat, sein Heimatland illegal zu verlassen. 7.5 Der Beschwerdeführer hat zur Untermauerung seiner Vorfluchtgründe mehrere Beweismittel eingereicht, so namentlich zwei Schreiben der PYD Europa, einen Brief von F. B. sowie eine Vorladung des Strafgerichts E._______ vom (...). Diese Beweismittel sind indes sen allesamt nicht ge- eignet, die geltend gemachten Vorfluchtgründe glaubhaft zu machen. Bei der eingereichten Gerichtsvorladung handelt es sich gemäss der Bo t- schaftsauskunft vom 20. Juni 2010 um eine Fälschung. Der Beschwerde- führer liess sich dazu mit der Bemerkung vernehmen, er könne sich das nicht erklären; diese Äusserung ändert jedoch klarerweise nichts an der Tatsache, dass er seine angebliche Verfolgung im Heimatland mit einem gefälschten Gerichtsdokument zu beweisen versuchte , was offensichtlich nicht dazu beiträgt, seine Verfolgungsvorbringen glaubhaft erscheinen zu lassen. Der Beschwerdeführer räumt im Weiteren selber ein, dass der Brief von F. B. keine relevanten Aussagen betreffend seine Gefährdung im Heimatland enthält (vgl. dazu die Eingabe vom 3. September 2009). Die beiden Schreiben der PYD Europa schliesslich sind als reine Gefäl- ligkeitsschreiben zu qualifizieren und vermögen den vorstehend erläute r- ten Befund, wonach die geltend gemachte Vorverfolgung im Heimatland als unglaubhaft zu erachten ist, nicht umzustossen. 7.6 Nach dem Gesagten ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer nicht glaubhaft machen konnte, dass er im Zeitpunkt seiner Ausreise aus Syrien dort einer asylrelevanten Verfolgung (Art. 3 AsylG) ausgesetzt war oder befürchten musste , in absehbarer Zukunft Opfer einer solchen Ve r- folgung zu werden. Die weiteren Ausführungen in der Beschwerde ve r- mögen an dieser Einschätzung nichts zu ändern, weshalb es sich erü b- rigt, darauf noch näher einzugehen. 7.7 Damit steht fest, dass der Beschwerdeführer die Voraussetzungen für die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft aufgrund der vorgebrachten Vorfluchtgründe nicht erfüllt. Das BFM hat das Asylgesuch demnach zu Recht abgewiesen. 8. 8.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegw eisung aus der Sch weiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 Abs. 1 AsylG). D-3064/2012 Seite 14 8.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer so l- chen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet ( vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 m.H.a. Entscheidungen und Mitteil ungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21). 9. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Ar t. 106 AsylG). Die Beschwer- de ist nach dem Gesagten abzuweisen. 10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären dessen Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) . Nachde m aber aufgrund der Aktenlage nach wie vor von seiner prozessualen Bedürfti g- keit auszugehen ist (vgl. die Bestätigung der Sozialhilfebehörde vom 19. Juni 2012) und die Beschwerde nicht als aussichtslos bezeichnet werden konnte, ist in Gutheissung des Gesuc hs um Gewährung der u n- entgeltlichen Rechtspflege von einer Kostenauflage abzusehen (Art. 65 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) D-3064/2012 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird gutgeheissen. 3. Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Hans Schürch Anna Dürmüller Leibundgut Versand: