<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Eidgenössisches Versicherungsgericht </div> <div class="para">Tribunale federale delle assicurazioni </div> <div class="para">Tribunal federal d'assicuranzas </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sozialversicherungsabteilung </div> <div class="para">des Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Prozess </div> <div class="para">{T 7} </div> <div class="para">I 54/02 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 17. September 2002 </div> <div class="para">IV. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Präsidentin Leuzinger, Bundesrichter Rüedi und Ursprung; Gerichtsschreiber Hadorn </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">E.________, 1964, Beschwerdeführer, vertreten durch Herr lic. iur. Pollux L. Kaldis, Sozialversicherungs- und Ausländerrecht, Solistrasse 2a, 8180 Bülach, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV-Stelle des Kantons Zürich, Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich, Beschwerdegegnerin </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Vorinstanz </div> <div class="para">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, Winterthur </div> <div class="para"> </div> <div class="para">(Entscheid vom 29. November 2001) </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sachverhalt: </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 22. März 2001 lehnte die IV-Stelle des Kantons Zürich das Gesuch von E.________ (geb. 1964) um eine Invalidenrente ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Entscheid vom 29. November 2001 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">E.________ lässt Verwaltungsgerichtsbeschwerde führen und beantragen, es sei ihm ab 1. Juni 1997 eine ganze Invalidenrente auszurichten. Eventuell sei die Sache zu näheren Abklärungen an die IV-Stelle zurückzuweisen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die IV-Stelle schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, während das Bundesamt für Sozialversicherung auf eine Vernehmlassung verzichtet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Das kantonale Sozialversicherungsgericht hat die gesetzlichen Vorschriften zu den Voraussetzungen und zum Umfang der Invalidenrente (<span class="artref"><artref id="CH/831.20/1^bis" type="start"></artref><artref id="CH/831.20/28/2" type="start"></artref><artref id="CH/831.20/28/1^bis" type="start"></artref><artref id="CH/831.20/28/1" type="start"></artref><artref id="CH/831.20/4" type="start"></artref>Art. 4, 28 Abs. 1, 1bis und 2 IVG</span><artref id="CH/831.20/28/1" type="end"></artref><artref id="CH/831.20/28/1^bis" type="end"></artref><artref id="CH/831.20/28/2" type="end"></artref><artref id="CH/831.20/1^bis" type="end"></artref><artref id="CH/831.20/2" type="end"></artref>) sowie die Rechtsprechung zum Einkommensvergleich (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=08.09.2002&amp;to_date=27.09.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F104-V-135%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page136">BGE 104 V 136</a>; AHI 2000 S. 309 Erw. 1a) und zu den psychischen Gesundheitsschäden (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=08.09.2002&amp;to_date=27.09.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F102-V-165%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page165">BGE 102 V 165</a>; AHI 2000 S. 151 Erw. 2a) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch. </div> <div class="para">2.1 Der in der Türkei aufgewachsene Beschwerdeführer bemängelt in erster Linie, dass Dr. med. K.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, mangels ausreichender Kenntnisse über die sozialen und kulturellen Verhältnisse in diesem Land nicht in der Lage gewesen sei, eine verlässliche psychiatrische Beurteilung abzugeben, zumal er zur Untersuchung des Versicherten keinen Dolmetscher beigezogen habe. Daher könne nicht auf die Expertise dieses Arztes vom 31. Mai 2000 abgestellt werden. Entgegen dem Gutachten leide der Beschwerdeführer sehr wohl an emotionalen Konflikten und psychosozialen Problemen, weshalb alle Kriterien einer somatoformen Schmerzstörung erfüllt seien. Damit deren Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit abgeklärt werden könne, sei die Sache an die Verwaltung zurückzuweisen. Diese habe entweder bei einem Psychiater aus dem Kulturkreis des Beschwerdeführers oder mittels eines Dolmetschers eine genauere Abklärung zu veranlassen. </div> <div class="para">2.2 Dem Gutachten von Dr. K.________ ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer über gute Kenntnisse der deutschen Sprache verfüge. Eine Kommunikation mit dem Experten war somit auch ohne Beizug eines Dolmetschers möglich. Es wird denn auch nirgends erwähnt, dass die Untersuchung wegen sprachlicher Barrieren nicht umfassend möglich gewesen wäre. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sodann trifft zwar zu, dass der Beschwerdeführer sich Dr. K.________ gegenüber nicht zu den in ihm schwelenden psychischen Konflikten geäussert hat. Dem Gutachter sind diese seelischen Leiden jedoch trotz des Schweigens des Versicherten nicht entgangen, diagnostiziert er doch ausdrücklich eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F 45.4), eine Konversionsstörung (Dissoziative Störungen, gemischt; F 44.7) sowie eine reaktive ängstlich-depressive Verstimmung (Anpassungsstörung, F 43.22) und misst diesen Diagnosen eine nachvollziehbar begründete Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bei. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Unter solchen Umständen vermag das Gutachten von Dr. K.________ zu überzeugen, weshalb darauf abzustellen ist. Gestützt auf den von der Vorinstanz korrekt vorgenommenen Einkommensvergleich ergibt sich kein Invaliditätsgrad in rentenberechtigendem Ausmass. Auf die entsprechenden Erwägungen im kantonalen Entscheid wird verwiesen. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer macht ferner geltend, selber ein privates Gegengutachten in Auftrag gegeben zu haben. Abgesehen davon, dass er ein solches bis zum heutigen Tag nicht nachgereicht hat, wäre dies nach der neusten Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=08.09.2002&amp;to_date=27.09.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F127-V-353%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page353">BGE 127 V 353</a>) prozessual ohnehin nicht (mehr) zulässig, können doch gemäss diesem Urteil nach Ablauf der Rechtsmittelfrist - ausser im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels, für dessen ausnahmsweise Anordnung (<span class="artref">Art. 110 Abs. 4 OG</span>) vorliegend kein Anlass besteht - keine neuen Akten mehr eingebracht werden. Daher erübrigen sich verfahrensmässige Weiterungen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, der Ausgleichskasse des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozi-alversicherung zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 17. September 2002 </div> <div class="para">Im Namen des Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Die Präsidentin der IV. Kammer: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>