<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="file:///L:/LOGO/DOPPLEU3.BMP"/></p></td></tr><tr><td><p class="Standard berschrift1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2005.00812</span></p><p><br/></p><p><span> </span></p><p></p></td></tr></table><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Annaheim als Einzelrichterin</p><p>Gerichtssekretärin Condamin</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom </span><span class="Standard berschrift2">29. März 2006</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA)</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sachverhalt</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, gab dem 1944 geborenen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> am 21. März 2001 leihweise zwei Hörgeräte ab (Verfügung vom 18. April 2001, Urk. 7/7). Am 17. Juli 2004 verlor er diese bei der Gartenarbeit. Sie waren ihm offenbar aus der Hemdentasche gefallen, wo er sie während der Verwendung eines Gehörschutzes deponiert hatte. Da er sie trotz intensiver Suche nicht mehr finden konnte, bezog er bei der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> neue Hörgeräte und meldete den Verlust am 30. August 2004 der IV-Stelle an ((Urk. 7/16/4, 7/16/6, Urk. 7/19).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nachdem die Haftpflichtversicherung dem Versicherten eine Entschädigung von Fr. 1'980.-- geleistet hatte (Urk. 7/10/2), erliess die IV-Stelle am 20. Mai 2005 eine Verfügung, mit der sie sich bereit erklärte, einen Anteil von Fr. 3'246.80 zu übernehmen. Gleichzeitig liess sie sich die Leistung der Haftpflichtversicherung anrechnen und sprach dem Versicherten den Restbetrag von Fr. 1'266.80 zu (Urk. 7/6). Die dagegen gerichtete Einsprache des Versicherten vom 15. Juni 2005 (Urk. 7/4) wies sie mit Entscheid vom 29. Juni 2005 ab (Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gegen diesen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erhob </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> am 11. Juli 2005 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, die IV-Stelle sei zu verpflichten, ihm den Sockelbetrag für eine beidseitige Hörmittelversorgung zuzüglich Dienstleistungskosten abzüglich eines 10%igen Selbstbehaltes zu übernehmen, ohne dass die Leistungen der privaten Haftpflichtversicherung berücksichtigt würden (Urk. 1). Die IV-Stelle verzichtete mit Eingabe vom 7. September 2005 unter Hinweis auf ihre zuhanden des BSV festgehaltenen Überlegungen betreffend Ersatz verloren gegangener Hörgeräte auf einen Antrag (Urk. 6, 9).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Auf die Parteivorbringen ist, soweit erforderlich, im Rahmen der nachstehenden Erwägungen einzugehen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span id="VV153"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Strittig ist die Höhe des von der IV-Stelle zu leistenden Kostenersatzes im Zusammenhang mit der Hörgeräteversorgung des Beschwerdeführers vom August 2004. Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).</span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die leihweise Abgabe der Hörgeräte findet ihre gesetzliche Grundlage in Art. 21 Abs. 1 und 3 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG), Art. 3 der vom Eidgenössischen Departement des Innern aufgrund von Art. 21 Abs. 4 IVG in Verbindung mit Art. 14 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) erlassenen Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (HVI) sowie in Ziff. 5.07 der im Anhang zur HVI enthaltenen Hilfsmittelliste. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 6 Abs. 1 HVI sind die von der Invalidenversicherung abgegebenen Hilfsmittel sorgfältig zu verwenden; wird ein Hilfsmittel wegen schwerer Verletzung der Sorgfaltspflicht oder Nichtbeachtung besonderer Auflagen vorzeitig gebrauchsuntauglich, hat die versicherte Person eine angemessene Entschädigung zu leisten (Abs. 2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Verfügungen der Versicherungsträger müssen, wenn sie den Begehren der Parteien nicht voll entsprechen, eine Begründung enthalten, d.h. eine Darstellung des vom Versicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">träger als relevant erachteten Sachverhal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tes und der rechtlichen Erwä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gungen (Art. 49 Abs. 3 Satz 2 ATSG). Gemäss Art. 52 Abs. 2 Satz 2 ATSG werden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheide</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> begründet. Die Begründung eines Entscheides muss so abgefasst sein, dass die betrof</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fene Person ihn gegebenenfalls anfechten kann. Dies ist nur dann möglich, wenn sowohl sie als auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich der Versicherungsträger leiten liess und auf welche sich der Entscheid stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sich die Verwal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tung ausdrücklich mit jeder </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tatbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ständlichen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Behauptung und jedem rechtlichen Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wand auseinander setzen muss; viel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 126 V 80 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 5b/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dd</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Hinweis, 118 V 58 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 5b).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Der Mangel eines nicht oder nur ungenügend begründeten Entscheides kann gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung im Rechtsmittelverfahren geheilt werden, sofern die fehlende Begründung in der Vernehmlassung der entscheidenden Behörde zum Rechtsmittel enthalten ist oder den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">beschwerdeführenden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> Parteien auf andere Weise zur Kenntnis gebracht wird, diese dazu Stellung nehmen können und der Rechtsmittelinstanz volle Kognition zukommt (BGE 107 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Ia</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> 2 f.). Gemäss der Recht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">sprechung des Eidgenössi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">schen Versicherungsgerichtes kann es jedoch nicht der Sinn des durch die Rechtspre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">chung geschaffenen Instituts der Heilung des rechtlichen Gehörs sein, dass Versicherungsträger sich über den elementaren Grundsatz des rechtlichen Gehörs hinweg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">setzen und darauf vertrauen, dass solche Verfahrensmängel in einem vom durch den Verwaltungsakt Betroffenen allfällig angehobenen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Gerichts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">verfahren behoben wür</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">den. Der Umstand, dass eine solche Heilungsmöglichkeit besteht, rechtfertigt es dem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">nach nicht, auf die Anhörung des Betroffenen vor Erlass eines Entscheides zu verzich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ten. Denn die nachträgliche Gewährung des rechtlichen Gehörs bildet häufig nur einen unvollkommenen Ersatz für eine unterlassene vorgän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">gige Anhörung. Abgesehen davon, dass ihr dadurch eine Instanz verloren gehen kann, wird der betroffenen Per</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">son zugemutet, zur Verwirklichung ihrer Mitwirkungsrechte ein Rechtsmittel zu ergreifen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 2) gibt die Anspruchsgrundlagen für die Zusprechung von Hilfsmitteln, die dazu entwickelte Rechtsprechung sowie den Ablauf des Verwaltungsverfahrens wieder. Im materiellen Teil findet sich der Hinweis, dass bei nicht fahrlässigem Verlust eines Hörgerätes die Differenz zwischen der Haftpflichtversicherung und der Abgeltungsregelung des Bundesamtes für Sozialversicherung (BSV) übernommen werden könne. Dementsprechend zieht sie die dem Beschwerdeführer von der Privathaftpflichtversicherung ausgerichtete Vergütung von Fr. 1'980.-- von der mit Fr. 3'246.80 bezifferten Kostenbeteiligung ab und spricht den daraus resultierenden Betrag von Fr. 1'266.80 dem Beschwerdeführer zu.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In der der Beschwerdeantwort beigelegten Stellungnahme der IV-Stelle vom 9. August 2005 (Urk. 9) finden sich zudem Hinweise zur Sorgfaltspflicht bei der Verwendung leihweise abgegebener Hilfsmittel und zur Entschädigungspflicht des Versicherten beziehungsweise </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Entlehners</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> bei vorzeitiger Gebrauchsuntauglichkeit der überlassenen Sache, wie sie in Art. 6 Abs. 1 und 2 HVI sowie Art. 97 und 305 des Obligationenrechts (OR) umschrieben sind. Sinngemäss scheint die IV-Stelle darin zudem den Standpunkt einzunehmen, dass die Höhe der Entschädigung der Privathaftpflichtversicherung nicht massgebend sein könne zur Bestimmung der von der versicherten Person zu leistenden Entschädigung. Auch weist sie darauf hin, dass eine Entschädigungspflicht nur bei einer schweren Verletzung der Sorgfaltspflicht bestehe.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eine Auseinandersetzung mit der sich aufgrund von Art. 6 Abs. 2 HVI stellenden Frage, ob der Versicherte eine Sorgfaltspflichtverletzung begangen habe, findet sich demnach weder im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> noch in der Beschwerdeantwort. Soweit sich die IV-Stelle auf die beim nicht fahrlässigen Verlust von Hörgeräten geltende Praxis beruft und auch im Schreiben vom 10. September 2004 (Urk. 715/2) Fahrlässigkeit verneint wird, ist der angefochtene Entscheid zudem widersprüchlich. Liegt tatsächlich keine Sorgfaltspflichtverletzung vor, ist nämlich nicht nachvollziehbar, warum eine Entschädigungspflicht zumindest im Umfang der von der privaten Haftpflichtversicherung erbrachten Leistung bejaht wird und warum dem Beschwerdeführer die sich auf Fr. 724.35 (inkl. Mehrwertsteuer) belaufende Differenz zwischen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der Dienstleistungsstufe 3 und der Dienstleistungsstufe 1 von der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in Rechnung gestellt wurde (Urk. 7/10/4). Objektive Kriterien für die Bemessung der Entschädigung werden jedenfalls nicht angeführt. Wenn die IV-Stelle sie sich auf die Entschädigung der Privathaftpflichtversicherung beruft, so ist der in der Stellungnahme vom 9. August 2005 vertretenen Auffassung insofern beizupflichten, als die Entschädigungs- beziehungsweise Schadenersatzpflicht als solche nicht davon abhängen kann, ob die versicherte Person über eine Privathaftpflichtversicherung verfügt oder nicht. Auch bildet der auf versicherungsvertraglicher Grundlage beruhende Entscheid der Haftpflichtversicherung über die Höhe der Entschädigung keine taugliche, invalidenversicherungsrechtlich relevante Grundlage, um den Umfang der die versicherte Person treffenden Entschädigungspflicht bestimmen zu können. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ergibt sich, dass der vorliegend zu beurteilende </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ungenügend begründet ist und daher auch nicht prüfend nachvollzogen werden kann. Er ist daher aufzuheben, und die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie einen neuen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit gehöriger Begründung erlasse, aus der hervorgeht, ob eine Sorgfaltspflichtverletzung im Sinne von Art. 6 HVI vorliegt oder nicht. Dabei wird das Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 30. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">September 2005 (i.S. G., I 250/05, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2.1, 4) zu berücksichtigen sein, das ebenfalls den Verlust zweier Hörgeräten zum Gegenstand hat (Ablegen der Hörgeräte auf dem Nachttisch, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zerbeissen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> derselben durch den infolge der offen stehenden Tür ins Schlafzimmer gelangenden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Junghund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">), das eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">massgebliche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Verletzung der Sorgfaltspflicht bejaht und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bezüglich der Frage der angemessenen Entschädigung bei Hörgeräten die Abstufung gemäss Tarifvertrag gestützt auf die Rechtsprechung von BGE 119 V 255 als rechtskonform bestätigt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ferner wird es zur Begründung der Höhe einer allenfalls vom Beschwerdeführer zur tragenden Entschädigung unerlässlich sein, zunächst die Berechnung der Höhe der in Betracht fallenden Kostenbeteiligung der IV-Stelle an der Hörgeräteversorgung der Indikationsstufe 1 unter Bezugnahme auf die massgebenden verwaltungsinternen Grundlagen auf nachvollziehbare Weise darzulegen. Danach wird unter Angabe der zur Anwendung gelangenden Bemessungsregeln oder -kriterien darzulegen sein, inwieweit der Beschwerdeführer für diese Kosten einzustehen hat.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span><span id="VV083"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dem Beschwerdeführer ist keine Prozessentschädigung zuzusprechen, da sein Arbeitsaufwand und seine Umtriebe im vorliegenden Verfahren nicht den Rahmen dessen überschritten, was der Einzelne </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zumutbarerweise</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nebenbei zur Besorgung seiner persönlichen Angelegenheiten auf sich zu nehmen hat.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Die Einzelrichterin erkennt:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span id="Beschwerde"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> vom 29. Juni 2005 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird, damit sie einen neuen Entscheid im Sinne der Erwägungen erlasse.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherung</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> seit der Zustellung beim Eidgenössischen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">beschwerdeführenden</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug"> Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">beschwerdeführende</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug"> Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die EinzelrichterinDie Gerichtssekretärin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>AnnaheimCondamin <span id="_GoBack"></span></p></div> </div></body></html>