A bteilung V E -6118/2006 {T 0/2} U rteil vom 24. M ai 2007 M itw irkung: R ichterin Luterbacher, R ichter Lang und Brodard, G erichtsschreiber Felder 1. A._______, 2. B._______, 3. C ._______, alle Sri Lanka, w ohnhaft in Sri Lanka, alle vertreten durch Frau C laudia D hali-Scheitlin, C AR ITAS / Schw eiz, G ._______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), vorm als Bundesam t für Flüchtlinge (BFF), Q uellen- w eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 28. A ugust 2006 i.S. Einreisebew illigung und A syl / N ._______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. M it Eingabe ihrer R echtsvertreterin vom 3. August 2006 an das BFM stellten die Beschw erdeführer ein Asylgesuch und reichten verschiedene D okum ente zu den Akten. D arunter befindet sich die Kopie eines undatierten Asylgesuches, das die Beschw erdeführer direkt an die Schw eizerische Botschaft in C olom bo geschickt hätten, w elches da gem äss M itteilung der Botschaft an das BFM jedoch nicht ein- getroffen sei (A2 und A8). B. Aus diesen Eingaben und den schon vorhandenen Akten ergeben sich im W esent- lichen folgende Angaben zu ihrer Person und ihren Asylgründen: Auf ein erstes Asylgesuch des Beschw erdeführers vom 28. N ovem ber 1990 w urde m it Verfügung des BFF vom 22. M ai 1992 nicht eingetreten (N ._______). Seit einiger Zeit seien die Beschw erdeführer, Tam ilen m it letztem W ohnsitz in U ._______, O stprovinz, Einschüchterungen und D ruckversuchen seitens der LTTE ausgesetzt. Solange sie sich aus Angst vor N achstellungen den Forderungen der LTTE gefügt hätten, hätten sie m it der Situation um gehen können. D ann sei das G ebiet, in w elchem sich die Schule befinde, die der Beschw erdeführer verw alte, unter die Kontrolle der LTTE gekom m en. D ie O rganisation habe Kinder ihren El- tern w eggenom m en. D arauf angesprochen, sei er gew arnt w orden, sich nicht in die Angelegenheiten der LTTE einzum ischen. D ie W egnahm e der Kinder zu Pro- pagandazw ecken und für M ärsche w iderstrebe dem W illen und G ew issen des Be- schw erdeführers (A2). (...) Auch die Beschw erdeführerin habe aus Angst, O pfer der LTTE zu w erden, ihre Tä- tigkeit als Anw ältin für (...) eingestellt. D ie in der Schw eiz als Flüchtling anerkannte Schw ester des Beschw erdeführers habe sich schriftlich an das BFM gew andt und das Bundesam t über die Situation ihres Bruders und dessen Frau – der Beschw erdeführer – inform iert. Am 27. Juni 2006 sei jem and ins H aus der Beschw erdeführer gekom m en und habe der Beschw erdeführerin gedroht, (...). Am 1. August 2006 sei der Beschw erdeführer von U nbekannten gesucht w orden; dieser habe durch den G arten entfliehen können. D ie Beschw erdeführer lebten nicht m ehr in ihrem H aus, sondern versteckten sich in C olom bo. Sie seien in grösster Lebensgefahr. Sie könnten w eder von H um an R ights W atch noch von anderen O rganisationen geschützt w erden. In C olom bo seien sie schon von m ehreren LTTE-G egnern aufgefordert w orden, sich ihnen an- zuschliessen. Es m ache ihnen besonders Sorgen, dass die LTTE auch in der H auptstadt sehr aktiv sei. Sie hätten sich m it Beschw erden schon an folgende Institutionen gew endet: an das IKR K, die Sri-Lanka M onitoring M ission und die H um an R ights C om m ission in Batticaloa sow ie an die Polizeistation in Kaluw anchikkudi. Zur Stützung ihrer Vorbringen reichten die Beschw erdeführer verschiedene D oku- m ente zu den Akten, nam entlich Fotos, Zeitungsartikel, Schreiben und Kontoaus-3 züge der LTTE, Schreiben (...), der Schw ester und des Bruders des Beschw erdeführers. C . D as Bundesam t verw eigerte den Beschw erdeführern m it Verfügung vom 28. Au- gust 2006 die Einreise in die Schw eiz und lehnte das Asylgesuch ab. Als Begrün- dung führte es insbesondere an, der Beschw erdeführer sei bei seiner Lehrertätig- keit nicht konkreten einreiserelevanten Verfolgungsm assnahm en ausgesetzt ge- w esen. In Bezug auf die geschilderten M assnahm en der LTTE (...) hielt das Bundesam t fest, bei diesen gehe es nicht in erster Linie darum , die Beschw erdeführer persönlich zu treffen, sondern (...). D a die Beschw erdeführer keine Strafverfolgung der Täter beantragt und ihren W ohnort bereits verlassen hätten, könne nicht m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit davon ausgegangen w erden, dass sie in Zukunft persönlich w eiteren einreisebeachtlichen Verfol- gungsm assnahm en seitens der LTTE ausgesetzt sein könnten. In C olom bo hätten die Beschw erdeführer zudem keine konkreten Behelligungen durch die LTTE gel- tend gem acht. D . M it Beschw erde vom 28. Septem ber 2006 gelangten die Beschw erdeführer m ittels ihrer R echtsvertreterin an die Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) und ersuchten um Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung. Es sei ihnen die Einreise in die Schw eiz zu bew illigen, ihre Flüchtlingseigenschaft festzustellen und ihnen Asyl zu gew ähren. Eventualiter sei die Sache zw ecks Abklärung des rechtserhebli- chen Sachverhalts an die Vorinstanz zurückzuw eisen. Schliesslich sei ihnen die unentgeltliche R echtspflege und die unentgeltliche R echtsverbeiständung zu ge- w ähren. Als Begründung führten sie an, sie erfüllten die Voraussetzungen für eine Einreisebew illigung nach Art. 20 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31), da sie insbesondere schutzbedürftig nach Art. 3 AsylG seien und eine in- nerstaatliche Fluchtalternative fehle. Ausserdem habe die Vorinstanz das rechtli- che G ehör verletzt, indem sie einen negativen Entscheid gefällt habe, ohne die Be- schw erdeführer vorher zu ihren Asylgründen anzuhören. E. M it Verfügung vom 4. O ktober 2006 hiess die AR K das G esuch um unentgeltliche R echtspflege nach Art. 65 Abs. 1 AsylG gut, verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und w ies das G esuch um unentgeltliche R echtsverbeistän- dung nach Art. 65 Abs. 2 AsylG ab. F. In ihrer Vernehm lassung vom 11. O ktober 2006 beantragte die Vorinstanz die Abw eisung der Beschw erde. D ie Beschw erdeführer m achten keine konkreten Problem e geltend, m it denen sie in C olom bo persönlich konfrontiert seien; es sei auch nicht von einer künftigen Verfolgung durch die LTTE auszugehen. Insgesam t sei nicht davon auszugehen, dass sie des Schutzes der Schw eiz bedürften. G . Am 20. O ktober 2006 überw ies das BFM der AR K (Eingang: 23. O ktober 2006) U nterlagen, die die Beschw erdeführer bei der Schw eizerischen Botschaft in C o- lom bo m it Schreiben vom 21. Septem ber 2006 eingereicht hatten und die am 17. O ktober 2006 beim BFM eintrafen (Ausgang Botschaft C olom bo: 28. Septem ber 2006). N eu m achten die Beschw erdeführer nun geltend, sie versteckten sich im H aus ei- nes Freundes, sieben Kilom eter von ihrem eigenen H aus entfernt. U nbekannte Personen hätten sich zudem m ehrm als nach ihnen erkundigt.4 D ie Beschw erdeführer reichten m it der Eingabe verschiedene, schon w ährend des erstinstanzlichen Verfahrens dem BFM vorliegende D okum ente ein, darunter na- m entlich die Kopie eines Auszuges aus dem Inform ationsbuch der Polizei in V._______ m it englischer Ü bersetzung, aus dem hervorgehe, dass der Be- schw erdeführer am 5. Juli 2006 (...) die Befürchtungen um seine eigene Sicherheit der Polizei gem eldet habe. H . M it C hiffre-Fax ebenfalls vom 20. O ktober 2006 inform ierte das BFM die Schw ei- zerische Botschaft in C olom bo, es erübrige sich vor dem H intergrund, dass das Asylverfahren der Beschw erdeführer in der Zw ischenzeit schon auf Beschw erde- stufe hängig sei, von den Beschw erdeführern "m ore details" zu ihren Asylgründen einzufordern. I. D rei Tage vorher, am 17. O ktober 2006, hatte die Botschaft in C olom bo jedoch die Beschw erdeführer aufgefordert, detaillierte Angaben zu ihren Asylgründen einzu- reichen. M it Schreiben vom 3. N ovem ber 2006 kam en sie dieser Aufforderung nach; sie bezogen sich dabei hauptsächlich auf ihre schon eingereichten D oku- m ente. N eu in den U nterlagen befindet sich die Kopie eines Schreibens (...) vom 21. Septem ber 2006 m it englischer Ü bersetzung, w elches bestätige, dass der Beschw erdeführer seine Lehrerstelle am 26. Juni 2006 ohne vorgängige G enehm igung und ohne Angabe von G ründen verlassen habe. M it Eingabe vom 7. N ovem ber 2006 reichte die R echtsvertreterin diesen Schriften- w echsel zw ischen der Botschaft und den Beschw erdeführern zu den Akten. J. M it Eingabe vom 3. N ovem ber 2006 nahm en die Beschw erdeführer m ittels ihrer R echtsvertreterin aufforderungsgem äss Stellung zur vorinstanzlichen Vernehm las- sung. K. Am 12. Februar 2007 gingen beim Bundesverw altungsgericht Akten ein, die von der Schw eizerischen Botschaft in C olom bo am 18. Januar 2007 an die Vorinstanz überm ittelt w urden (Eingang BFM : 30. Januar 2007). Aus den U nterlagen geht hervor, dass der Beschw erdeführer m it Schreiben der Botschaft vom 5. Januar 2007 – in Beantw ortung der Eingabe der Beschw erdefüh- rer an die Botschaft vom 3. N ovem ber 2006 – zu einer Befragung eingeladen w ur- de. D iese fand am 18. Januar 2007 statt. Aus dem Befragungsprotokoll geht insbesondere hervor, dass die Beschw erdefüh- rer sich seit O ktober 2006 in Trincom alee aufhielten, und dass sie vorher im m er in der O stprovinz (...) gelebt hätten. Seit dem 26. Juni 2006 arbeite der Beschw erdeführer nicht m ehr als Lehrer, da er von der LTTE bedroht w orden sei, w eil er sich gew eigert habe, den Schülern die Teilnahm e an W affentrainings zu erlauben und der LTTE das Schulareal für Kurse zu überlassen. Bei dieser G elegenheit reichten die Beschw erdeführer w iederum m ehrere D oku- m ente zu den Akten, insbesondere Kopien von G eburts- und H eiratsurkunden so- w ie Fotos. L. M it Eingabe vom 18. April 2007 reichte die R echtsvertreterin der Beschw erdefüh- rer ihre Kostennote zu den Akten. 5 D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungs- verfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vor- liegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz; das Bundesver- w altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der am 31. D ezem ber 2006 bei der AR K hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfah- rensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). Für die am 1. Januar 2007 hän- gigen Asylverfahren gelten zudem die auf diesen Zeitpunkt in Kraft getretenen Be- stim m ungen der Asylgesetzänderung vom 16. D ezem ber 2005 (vgl. Abs. 1 der Ü bergangsbestim m ungen zur Änderung vom 16. D ezem ber 2005). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 1.4 D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw erdeführer sind legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist einzutreten. 2. D ie Beschw erde w urde koordiniert m it derjenigen der Schw ägerin des Beschw er- deführers, E._______, und ihrer Fam ilie, behandelt (N ._______, E-4775/2006). 3. 3.1 D as Bundesam t kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen, w enn die asylsuchenden Personen keine Verfolgung glaubhaft m achen können oder ihnen die Aufnahm e in einem D rittstaat zugem utet w erden kann (vgl. Art. 3, Art. 7 und Art. 52 Abs. 2 AsylG ). G em äss Art. 20 Abs. 2 AsylG bew illigt das Bundesam t Asyl- suchenden die Einreise zur Abklärung des Sachverhaltes, w enn ihnen nicht zuge- m utet w erden kann, im W ohnsitz- oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder in ein an- deres Land auszureisen. G estützt auf Art. 20 Abs. 3 AsylG kann das Eidgenössi- sche Justiz- und Polizeidepartem ent (EJPD ) schw eizerische Vertretungen erm äch- tigen, Asylsuchenden die Einreise zu bew illigen, die glaubhaft m achen, dass eine unm ittelbare G efahr für Leib und Leben oder für die Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG bestehe. 3.2 Bei diesem Entscheid sind die Voraussetzungen zur Erteilung einer Einreisebew il- ligung grundsätzlich restriktiv zu um schreiben, w obei den Behörden ein w eiter Er- m essensspielraum zukom m t. N eben der erforderlichen G efährdung im Sinne von 6 Art. 3 AsylG sind nam entlich die Beziehungsnähe zur Schw eiz, die M öglichkeit der Schutzgew ährung durch einen anderen Staat, die Beziehungsnähe zu anderen Staaten, die praktische M öglichkeit und objektive Zum utbarkeit zur anderw eitigen Schutzsuche sow ie die voraussichtlichen Eingliederungs- und Assim ilationsm ög- lichkeiten in Betracht zu ziehen (vgl. Entscheidungen und M itteilungen der AR K / EM AR K 1997 N r. 15 E. 2.e.-g. S. 131 ff., w elcher angesichts bloss redaktioneller Änderungen bei der letzten Totalrevision des Asylgesetzes nach w ie vor G ültigkeit hat). 4. 4.1 D as Bundesam t führte zur Begründung seiner abw eisenden Verfügung vom 28. August 2006 Folgendes aus: G em äss den Angaben des Beschw erdeführers sei er bei der Ausübung seiner Lehrertätigkeit keinen konkreten einreiserelevanten Ver- folgungsm assnahm en ausgesetzt gew esen, w elche ihn zur Aufgabe seiner Stelle gezw ungen hätten. Seine Schw ierigkeiten könnten für sich allein nicht zu einer Einreisebew illigung führen. In Bezug auf die geltend gem achten Verfolgungsm assnahm en der LTTE (...) führte die Vorinstanz aus, dass es der LTTE offensichtlich nicht in erster Linie darum gegangen sei, die Beschw erdeführer zu treffen. (...) D a die Beschw erdeführer zudem nicht dargelegt hätten, eine gerichtliche U ntersuchung und Strafverfolgung der Täter beantragt zu haben und sie ihren W ohnort bereits verlassen hätten, könne nicht m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit davon ausgegangen w erden, dass die Beschw erdeführer in Zukunft persönlich w eiteren einreisebeachtlichen Verfolgungsm assnahm en seitens der LTTE ausgesetzt sein könnten. Schliesslich könnten sich die Beschw erdeführer allfälligen lokal bedingten Verfol- gungsm assnahm en seitens der LTTE durch Verlegung ihres W ohnsitzes in einen anderen Landesteil entziehen. So hätten sich die Beschw erdeführer in der Zw i- schenzeit in C olom bo niedergelassen, w o sie jedoch bislang nicht m it konkreten Problem en seitens der O rganisation konfrontiert w orden seien. D en Beschw erde- führern stehe som it eine innerstaatliche W ohnsitzalternative offen, w eshalb sie nicht des Schutzes der Schw eiz bedürften. D as BFM schloss, dass die von den Beschw erdeführern geltend gem achte Furcht vor allfälligen Ü bergriffen seitens der LTTE nicht einreiserelevant sei. 4.2 In der Beschw erdeschrift hielten die Beschw erdeführer fest, die Vorinstanz verken- ne die derzeit in Sri Lanka herrschende Situation der G ew alt. W eite Teile des Lan- des w ürden von der einen oder anderen G ruppe der LTTE kontrolliert. W er diese nicht unterstütze oder gar kritisiere, w erde eingeschüchtert, bedroht oder sogar er- m ordet. Eine G efährdungslage könne allein schon aufgrund der Tatsache entstehen, dass jem and, w ie der Beschw erdeführer, von Beruf Lehrer sei: In LTTE-kontrollierten G ebieten tätige Lehrer seien generell verdächtig, der politischen O pposition anzu- gehören. U m eine G efährdung für Leib und Leben zu bew irken, reiche es schon aus, dass der Beschw erdeführer der Bruder eines politischen O pponenten sei. W eiter sei auch zu w enig berücksichtigt w orden, dass die Beschw erdeführerin als 7 Anw ältin (...) gearbeitet habe, w o sie viel W issen über M enschenrechtsverletzungen, auch von seiten der LTTE, erlangt habe. Es sei daher naheliegend, dass sie verdächtigt w erde, sich politisch gegen die LTTE zu stellen. (...) D azu kom m e schliesslich, dass zw ei G eschw ister des Beschw erdeführers politisch verfolgt w ürden: ein Bruder sei anerkannter Flüchtling in Frankreich, eine Schw es- ter lebe als anerkannter Flüchtling in der Schw eiz. (...) Aufgrund dieser Tatsachen könne sehr w ohl von einer gezielten und aktuellen Ver- folgung der Beschw erdeführer ausgegangen w erden. Beide Beschw erdeführer sei- en von der LTTE m assiv bedroht w orden. Eine konkrete G efährdung im Sinne von Art. 3 AsylG sei zu bejahen, der w eitere Verbleib in Sri Lanka sei ihnen nicht zuzu- m uten und es sei ihnen und ihrer Tochter die Einreise in die Schw eiz um gehend zu bew illigen. W eiter m achten die Beschw erdeführer geltend, es stehe ihnen keine innerstaatli- che Aufenthaltsalternative offen. (...), daher könnten sie von LTTE-M itgliedern überall leicht aufgefunden w erden, insbesondere auch in C olom bo. In C olom bo fehle ihnen ein soziales Beziehungsnetz, aus sprachlichen G ründen sei es für sie als Lehrer und Anw ältin schw ierig, dort ihren Beruf auszuüben. 4.3 D ie Vorinstanz hielt in ihrer Vernehm lassung fest, es solle nicht in Abrede gestellt w erden, dass die Situation für die Beschw erdeführer nach ihrem W egzug nach C o- lom bo nicht einfach sei. Sie hielten sich nun jedoch schon m ehrere M onate in der H auptstadt auf, ohne dass es zu den befürchteten Ü bergriffen seitens der LTTE gekom m en sei. Auch künftige Verfolgung sei nicht zu befürchten. 4.4 D ie Beschw erdeführer erw iderten m ittels ihrer R echtsvertreterin in ihrer R eplik, dass es seit ihrem U m zug nach C olom bo durchaus zu Vorfällen gekom m en sei. So hätten sich m ehrm als unbekannte Personen bei der G rossm utter des Beschw erde- führers oder auch telefonisch nach seinem Aufenthaltsort erkundigt. D abei sei auf seine G rossm utter auch D ruck ausgeübt w orden. D iese Vorfälle seien nicht nur im engen zeitlichen Kontext (...) zu sehen, sondern er w erde auch nach über drei M onaten noch aktiv gesucht. W ürde er von der LTTE gefunden, m üsste er m it überw iegender W ahrscheinlichkeit m it seiner Erm ordung rechnen. W eiter erläuterten die Beschw erdeführer den Inform ationsfluss an ihre R echtsver- treterin: Sie sähen ab und zu seine aus Frankreich zurückgekehrte Schw iegerm ut- ter, w elche ihrerseits die Inform ationen an deren Sohn in Frankreich überm ittle. D ieser stehe m it der R echtsvertreterin in der Schw eiz in Kontakt. Inform ationen der G rossm utter aus U ._______ gingen denselben W eg. 5. 5.1 In einem Auslandverfahren führt die schw eizerische Vertretung im Ausland m it der asylsuchenden Person in der R egel eine Befragung durch (Art. 10 Abs. 1 der Asyl- verordnung 1 über Verfahrensfragen vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]). Ist dies nicht m öglich, so w ird die asylsuchende Person von der schw eizerischen 8 Vertretung aufgefordert, ihre Asylgründe schriftlich festzuhalten (Art. 10 Abs. 2 AsylV 1). D ie Anhörung des G esuchstellers hat den Zw eck, dem Asylbew erber das rechtliche G ehör zu gew ähren, indem ihm die G elegenheit gegeben w ird, sein G e- such zu begründen (vgl. EM AR K 1993 N r. 35 E. 3a S. 244 f., m it Verw eis auf W ALTER KÄLIN , G rundriss des Asylverfahrens, Basel 1990, S. 255 f.). N eben der zu- verlässigen Sachverhaltserstellung soll auch garantiert w erden, dass die Entschei- dung nicht über den Kopf der Betroffenen hinw eg ergeht (ALBER TO AC H ER M AN N /C H R ISTIN A H AU SAM M A N N , H andbuch des Asylrechts, 2. Aufl., Bern 1991, S. 213 ff.). D as R echt auf vorgängige Anhörung vor Ergehen eines negativen Ent- scheides stellt einen Teilbereich des Anspruchs auf rechtliches G ehör dar (vgl. EM AR K 2004 N r. 17 E. 8 S. 111) und ist als solcher form eller N atur: D er Anspruch besteht unabhängig davon, ob die D urchführung der Anhörung einen Einfluss auf die Entscheidung hat oder nicht. D em gem äss hat eine Anhörung auch bei erkenn- bar unbegründeten Asylgesuchen stattzufinden (vgl. KÄLIN , a.a.O ., S. 255, AC H E R M AN N /H AU S AM M AN N , a.a.O ., S. 214). 5.2 D ie Beschw erdeführer m achen geltend, die Vorinstanz habe ihr Asylgesuch abge- lehnt, ohne dass sie je die G elegenheit gehabt hätten, sich über ihre Asylgründe zu äussern. D am it sei ihr Anspruch auf rechtliches G ehör verletzt w orden. Sollte auch die Beschw erdeinstanz zum Schluss kom m en, die Einreisevoraussetzungen seien nicht gegeben, so sei die Sache zw ecks Abklärung des Sachverhalts bezie- hungsw eise D urchführung einer eingehenden Anhörung an die Vorinstanz zurück- zuw eisen (BVG er act. 1, S. 15). In ihrer Vernehm lassung hielt die Vorinstanz dem entgegen, Art. 10 Abs. 1 AsylV 1 enthalte keine gesetzliche Verpflichtung, im H eim atstaat der asylsuchenden Per- son eine Befragung durchzuführen. Vorliegend verfügten die Beschw erdeführer – im U nterschied zu den m eisten andern Asylsuchenden – über eine R echtsvertre- tung in der Schw eiz, w elche das Asylgesuch der Beschw erdeführer ausführlich er- gänzt habe. D as Bundesam t habe die Aktenlage als ausreichend erstellt erachtet, um einen Asylentscheid zu fällen und habe deshalb darauf verzichtet, die Schw ei- zer Botschaft anzuw eisen, m it den Beschw erdeführern eine Befragung durchzu- führen. Im Ü brigen seien auch die Beschw erdeführer (sinngem äss) von einer kla- ren Aktenlage ausgegangen und hätten daher die Vorinstanz darum ersucht, aus- nahm sw eise ohne vorgängige Anhörung eine Einreisebew illigung zu erteilen (vgl. A1, S. 4). In Bezug auf die unterlassene Anhörung hielten die Beschw erdeführer in ihrer R eplik schliesslich fest, dass eine Anhörung im m er durchgeführt w erden m üsse, w enn eine solche aus praktischen G ründen durchführbar sei. Eine andere Ausnah- m e sei in Art. 10 Abs. 2 AsylV 1 nicht vorgesehen. D enkbar sei nur noch der Fall, w o aufgrund der Akten bereits feststehe, dass Asyl zu gew ähren sei, denn in die- sen Fällen w äre die D urchführung einer Anhörung sinnlos. In ihrem konkreten Fall sei die D urchführung einer Anhörung m öglich. Falls ihnen die Einreise nicht auf- grund der Aktenlage bew illigt w erde, seien sie zu ihren Asylgründen anzuhören. D er U m stand, dass sie eine R echtsvertretung hätten, sei nicht von Bedeutung. Aus diesem G rund w ürde im inländischen oder im Flughafenverfahren ja auch nicht auf eine persönliche Anhörung verzichtet.9 6. 6.1 D as Bundesverw altungsgericht gelangt zum Schluss, dass aufgrund der heute be- stehenden Aktenlage eine aktuelle G efährdung der Beschw erdeführer nicht erstellt ist und ihre Einreise in die Schw eiz nicht bew illigt w erden m uss. W ie auch schon die Vorinstanz anerkannt hat, ist die von den Beschw erdeführern beschriebene Si- tuation belastend für sie. D ennoch kann vorliegend – gestützt auf die aktuelle Ak- tenlage – nicht davon ausgegangen w erden, dass ihr Verbleiben im H eim atstaat für sie unzum utbar ist. D as Bundesverw altungsgericht ist w ie die Vorinstanz der Ansicht, dass die von ihnen geltend gem achten Ü bergriffe seitens der LTTE nicht gegen sie persönlich gerichtet w aren, sondern den Zw eck verfolgten, die Be- schw erdeführer dazu zu bew egen, (...). O bw ohl (...), kam es in der Folge zu keinen von den Beschw erdeführern geltend gem achten konkreten G efährdungssituationen. D er Verw eis auf die G eschw ister des Beschw erdeführers verm ag sich ebenfalls nicht zu ihren G unsten auszuw irken: (...) die in der Schw eiz lebende Schw ester w urde in das Asyl ihres Ehem annes einbezogen. Einzig der in Frankreich als anerkannter Flüchtling lebende Bruder konnte dem nach asylrelevante Vorbringen geltend m achen. D iese U m stände reichen nicht aus, das geltend gem achte G efährdungspotential der Beschw erdeführer als unzum utbar im Sinne von Art. 20 Abs. 2 AsylG erscheinen zu lassen. (...) 6.2 D as Bundesverw altungsgericht stellt jedoch – entgegen der Ansicht der Vorins- tanz – fest, dass ohne eine persönliche Anhörung der Beschw erdeführer der Sach- verhalt nicht genügend erstellt w erden kann. Allein gestützt auf die zum Zeitpunkt der Entscheidfällung der Vorinstanz vorliegenden Akten konnte nicht abschlie- ssend über die G utheissung oder Ablehnung des Asylgesuchs der Beschw erdefüh- rer entschieden w erden. Insbesondere hinsichtlich der zuletzt geltend gem achten Behelligungen durch die LTTE w ären w eitere Sachverhaltsabklärungen nötig ge- w esen. D ie dam als vorliegenden Inform ationen hinsichtlich der N achstellungen durch die LTTE am W ohnsitz der G rossm utter des Beschw erdeführers und der Aufforderung, der Beschw erdeführer solle sich bei der O rganisation m elden, rei- chen nicht aus, um eine rechtsgenügliche W ürdigung dieser Vorfälle m it Blick auf ihre Asylrelevanz vorzunehm en. D er Sachverhalt w äre folglich genauer abzuklären gew esen, w obei m it den Be- schw erdeführern durch die Schw eizer Vertretung in C olom bo eine Befragung ge- m äss Art. 10 AsylV 1 durchzuführen gew esen w äre, um ihnen in unm ittelbarem Kontakt m it den Schw eizer Behörden die G elegenheit zu geben, die G esam theit ihrer Asylgründe darzutun. D ie Beschw erdeführer traten m it den Schw eizer Asyl- behörden zw ar durch ihre R echtsvertreterin in Kontakt. D iese kom m t jedoch auch nur indirekt – via die M utter und G rossm utter und den Bruder des Beschw erdefüh- rers – in Besitz der relevanten Inform ationen. D ieser U m stand verm ag in Anbe- tracht der Kom plexität des Falles dem Anspruch der Beschw erdeführers auf recht- liches G ehör (vgl. dazu oben E. 5.1.) nicht zu genügen: D ie Eingaben der R echts- vertreterin an die Asylbehörden in der Schw eiz können im vorliegenden Fall eine Befragung durch die Schw eizer Vertretung im H eim atland der Beschw erdeführer nicht ersetzen. W ie die Beschw erdeführer zu R echt anführten, w äre der Verzicht auf eine Anhörung im m it dem Auslandverfahren verw andten Flughafenverfahren 10 jedenfalls nicht denkbar. 6.3 D ie Vorinstanz schloss, dass die Beschw erdeführer zum indest im plizit von einem vollständig erstellten rechtserheblichen Sachverhalt ausgingen und sich daher auch aus diesem G rund eine Befragung der Beschw erdeführer nicht aufdrängte. D em ist jedoch entgegenzuhalten, dass sich die Aussage der Beschw erdeführer auf die Annahm e stützte, ihnen w erde eine Einreisebew illigung erteilt. Auf den Fall einer Ablehnung des Einreise- und Asylgesuchs lässt sich ihre Bereitschaft, aus- nahm sw eise auf eine Anhörung zu verzichten (vgl. A1, S. 4), indes nicht ausw ei- ten. 6.4 W ährend des Beschw erdeverfahrens, am 18. Januar 2007, fand eine Befragung des Beschw erdeführers auf der Schw eizer Botschaft in C olom bo statt. D ieser U m - stand verstärkt die Einschätzung des Bundesverw altungsgerichts, dass der Sach- verhalt zum Zeitpunkt der erstinstanzlichen Entscheidfällung nicht vollständig er- stellt w ar – ansonsten hätte die Botschaft in C olom bo keine solche veranlasst. D a das Asylverfahren der Beschw erdeführer zum Zeitpunkt der Botschaftsanhö- rung vor dem Bundesverw altungsgericht, also auf Beschw erdestufe, hängig w ar, konnten ihre Vorbringen von der Vorinstanz nicht gew ürdigt w erden. W ie schon festgestellt (E. 5.1), stellt das R echt auf vorgängige Anhörung vor Ergehen eines negativen Entscheides einen Teilbereich des – im vorliegenden Fall verletzten – Anspruchs auf rechtliches G ehör dar. 6.5 Es stellt sich die Frage, ob die festgestellte Verletzung des Anspruchs auf rechtli- ches G ehör geheilt w erden kann oder zur Kassation der angefochtenen Verfügung führen m uss. D as Bundesverw altungsgericht geht – w ie dies schon ständige Pra- xis ihrer Vorgängerin in Asylfragen, der AR K, w ar – davon aus, dass G ehörsverlet- zungen dank der um fassenden Kognition der Beschw erdeinstanz in bestim m ten Schranken geheilt w erden können; dies insbesondere unter den Voraussetzungen, dass die unterbliebene H andlung nachgeholt w ird und der Beschw erdeführer sich dazu hat äussern können. Eine sachgerechte Lösung im Sinne einer H eilung oder Kassation w ird sich entscheidend an der Schw ere der Verletzung einer Verfah- rensvorschrift, aber auch daran zu orientieren haben, ob die Verletzung auf einem Versehen beruht oder das R esultat einer gehäuften unsorgfältigen Verfahrensfüh- rung ist. O b indessen die M issachtung von Verfahrensvorschriften durch die Vorinstanz auch Einfluss auf das Ergebnis hatte, kann bei einer Verletzung des Anspruchs auf rechtliches G ehör angesichts seiner form ellen N atur von vornherein keine R olle spielen (EM AR K 2004 N r. 38 E. 7.1. S. 265, EM AR K 1998 N r. 34 E. 10d S. 292 ff., je m it w eiteren H inw eisen). In Anbetracht der Schw ere der G ehörsverletzung kom m t das Bundesverw altungs- gericht jedoch zum Schluss, dass sich vorliegend eine H eilung nicht rechtfertigt und der Entscheid aufzuheben und zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zurück- zuw eisen ist. D ies rechtfertigt sich um so m ehr, als dass im vorliegenden Fall nicht von einem Versehen des Bundesam tes ausgegangen w erden kann, da schon in anderen Verfahren – und insbesondere auch in jenem der Schw ägerin des Be- schw erdeführers – ein negativer Entscheid ohne vorgängige Anhörung stattgefun- den hat, oder diese erst w ährend des Beschw erdeverfahrens stattgefunden hat. Schliesslich spricht gegen eine H eilung der Verletzung des rechtlichen G ehörs auch der U m stand, dass andernfalls den Beschw erdeführern eine Instanz verloren 11 ginge (vgl. dazu EM AR K 1998 N r. 34 E. 10d S. 292). D ies w iegt um so schw erer, da es vorliegend einerseits um die zentrale Frage der Prüfung des Vorliegens einreiserelevanter Verfolgung geht, und da dieser Entscheid des Bundesverw altungsgerichts andererseits durch ein ordentliches R echtsm ittel nicht m ehr angefochten w erden könnte, w as für die Beschw erdeführerin einen erheblichen N achteil darstellen w ürde. 7. Zusam m enfassend lässt sich festhalten, dass die Vorinstanz im vorliegenden Fall dadurch, dass die Beschw erdeführer durch die Schw eizer Vertretung vor dem erst- instanzlichen negativen Entscheid nicht befragt w urden, den Anspruch der Be- schw erdeführer auf rechtliches G ehör verletzt hat. D a eine H eilung der G ehörsver- letzung vorliegend nicht m öglich ist, w ird der Entscheid aufgehoben und zur N eu- beurteilung an die Vorinstanz zurückgew iesen. 8. N ach dem G esagten ist die Beschw erde gutzuheissen, die vorinstanzliche Verfü- gung vom 28. August 2006 aufzuheben und das BFM anzuw eisen – nach O ffenle- gung der entsprechenden Akten –, in der Sache neu zu entscheiden. 9. 9.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). 9.2 D en Beschw erdeführern ist angesichts des O bsiegens im Beschw erdeverfahren in Anw endung von Art. 64 Abs. 1 Vw VG eine Parteientschädigung für ihnen erw ach- sene notw endige Vertretungskosten zuzusprechen (vgl. Art. 7 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes- verw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). D ie R echtsvertreterin w eist in ihrer Kostennote einen Aufw and von insgesam t 9.25 Stunden aus. Aufgrund der w eitgehend w ortgleichen Eingaben w ie im koordiniert behandelten Verfahren der Schw ägerin des Beschw erdeführers und deren doppel- ten Verrechnung w ird der Vertretungsaufw and auf 6 Stunden gekürzt. D ie von der Vorinstanz auszurichtende Parteientschädigung w ird unter Berücksichtigung des von der R echtsvertreterin geltend gem achten Stundenansatzes und der aufgeführ- ten Spesen auf Fr. 1'076.-- festgesetzt (Art. 14 VG KE). (D ispositiv nächste Seite)12 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird im Sinne der Erw ägungen gutgeheissen. 2. D ie Verfügung des BFM vom 28. August 2006 w ird aufgehoben und das BFM an- gew iesen, in der Sache neu zu entscheiden. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. 4. D ie Vorinstanz w ird angew iesen, den Beschw erdeführern eine Parteientschädi- gung von Fr. 1'076.-- (inkl. Auslagen und M w St) auszurichten. 5. D ieses U rteil geht an: - die R echtsvertreterin der Beschw erdeführer, 2 Expl. (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N ._______) D ie R ichterin: D er G erichtsschreiber: C hrista Luterbacher Andreas Felder Versand am :