<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2025-07-25-5A_586-2025.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_586/2025</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 25. Juli 2025</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Herrmann, präsidierendes Mitglied, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Betreibungsamt Seeland, Dienststelle Seeland, </div> <div class="para">Stadtplatz 33, 3270 Aarberg. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Pfändungsankündigung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen, vom 7. Juli 2025 (ABS 25 283). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para">In der von ihrer Krankenkasse eingeleiteten Betreibung erliess das Betreibungsamt Seeland, Dienststelle Seeland, nachdem die Beschwerdeführerin auf eine frühere Pfändungsankündigung nicht reagiert hatte, am 28. Februar 2025 eine als letzte Vorladung betitelte Pfändungsankündigung mit der Aufforderung, am 14. März 2025 am Schalter des Betreibungsamtes in Aarberg zu erscheinen, unter Androhung der polizeilichen Vorführung für den Widerhandlungsfall. Diese Vorladung konnte der Beschwerdeführerin am 4. März 2025 zugestellt werden. Auch dieser Vorladung leistete sie jedoch keine Folge. Darauf erteilte das Betreibungsamt der Polizei einen Auftrag zur polizeilichen Vorführung. </div> <div class="para">Dagegen erhob die Beschwerdeführerin am 27. Juni 2025 bei der Direktion für Inneres und Justiz des Kantons Bern eine Beschwerde, welche an das Obergericht des Kantons Bern als Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen weitergeleitet wurde. Mit Entscheid vom 7. Juli 2025 wies das Obergericht die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat. </div> <div class="para">Dagegen wendet sich die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 18. Juli 2025 an das Bundesgericht mit den Begehren um Aufhebung des obergerichtlichen Entscheides, um Feststellung der Rechtswidrigkeit der polizeilichen Vorführung und um Durchführung der Pfändung an ihrem Wohnsitz unter Rücksichtnahme auf ihre gesundheitliche Situation. Ferner verlangt sie die aufschiebende Wirkung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Entscheide kantonaler Aufsichtsbehörden über Beschwerden gegen Verfügungen von Vollstreckungsorganen gemäss <span class="artref">Art. 17 SchKG</span> unterliegen unabhängig von einer Streitwertgrenze der Beschwerde in Zivilsachen (<span class="artref">Art. 72 Abs. 2 lit. a und <artref id="CH/173.110/74/2/c" type="start"></artref>Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG</span><artref id="CH/173.110/72/2/a" type="end"></artref> i.V.m. <span class="artref">Art. 19 SchKG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Zu beachten ist, dass das Bundesgericht im Unterschied zur kantonalen Aufsichtsbehörde (vgl. <span class="artref">Art. 17 SchKG</span>) nicht mehr die Angemessenheit bzw. das Ermessen, sondern nur noch Rechtsverletzungen prüfen kann (<span class="artref">Art. 95 BGG</span> i.V.m. <span class="artref">Art. 19 SchKG</span>). </div> <div class="para">Inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt, ist in der Beschwerde in gedrängter Form darzulegen (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>), was eine sachbezogene Auseinandersetzung mit dessen Erwägungen erfordert (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=14.07.2025&amp;to_date=02.08.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">BGE 140 III 115</a> E. 2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=14.07.2025&amp;to_date=02.08.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-364%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page364">142 III 364</a> E. 2.4). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Das Obergericht hat festgehalten, dass die Schuldnerin nach <span class="artref">Art. 91 Abs. 1 SchKG</span> verpflichtet sei, der Pfändung beizuwohnen oder sich bei derselben vertreten zu lassen, und es im Ermessen des Betreibungsamtes liege, ob der Pfändungsvollzug an ihrem Wohnsitz oder im Amtslokal stattfinde. Die Beschwerdeführerin lege zwar ein ärztliches Zeugnis vor, wonach sie an Energiemangel, Bluthochdruck und an Konzentrationsproblemen leide, aber ihre Behauptung, sie habe niemanden aus ihrem Umfeld, der sie vertreten könnte, sei unglaubhaft und aktenwidrig, denn bereits aus ihren eigenen Unterlagen ergebe sich, dass sie von ihrem Freund B.________ unterstützt werde und dieser sie auch begleite. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Vor Bundesgericht wiederholt die Beschwerdeführerin einzig ihren Verweis auf das Arztzeugnis und behauptet im Übrigen abstrakt eine verfassungsverletzende Unverhältnismässigkeit des Pfändungsvollzuges auf dem Amt. Mit der obergerichtlichen Erwägung, sie werde durch ihren Freund unterstützt und begleitet, weshalb sie sich offenkundig auch vertreten lassen könnte, setzt sie sich mit keinem Wort auseinander. Entsprechend ist nicht dargelegt, inwiefern das Betreibungsamt sein Ermessen missbraucht haben könnte und somit eine Rechtsverletzung vorliegen würde, wenn der angefochtene Entscheid zum Schluss kommt, die Pfändung könne in Anwesenheit des Freundes der Beschwerdeführerin als Vertreter auf dem Amt stattfinden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span> nicht einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6.</b> </div> <div class="para">Mit dem sofortigen Entscheid in der Sache wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>7.</b> </div> <div class="para">Angesichts der konkreten Umstände ist ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, dem Betreibungsamt Seeland, Dienststelle Seeland, und dem Obergericht des Kantons Bern, Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen, mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 25. Juli 2025 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied: Herrmann </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>