TPF 2005 190 190 KundeneinenheutenochbestehendenNachteilerlittenhabensoll.Soweit siedieVorgehensweisederBeschwerdegegnerinbeiderHausdurchsuchung rügt, istdaraufhinzuweisen,dassdagegendasRechtsmittelderBeschwerde gemäss Art. 214 ff.BStP nicht gegeben ist(vgl.E. 2). 2.3 NachdemGesagtenfehltesaneinerBeschwerunddamitaneinem aktuellenpraktischenRechtsschutzinteresse,weshalbaufdieBeschwerde der Beschwerdeführerin nicht einzutretenist. TPF 2005190 50. Auszugaus dem Entscheid derBeschwerdekammer in Sachen A. GmbH inLiquidationgegenBundesanwaltschaftvom16.November2005 (BA.2005.9) Eintretensvoraussetzungen bei der Aufsichtsbeschwerde. Editionsaufforderung vor Hausdurchsuchung; Verhältnismässigkeit. Aufklärung über Einsprache bei Durchsuchung von Papieren. Art. 28 Abs. 2 SGG, Art. 17, 67 ff. BStP DieBeschwerdekammerentscheidetfrei,obsieaufeineAufsichtsbeschwerde eintreten und welche Folge sie ihr geben will (E. 2). Gemäss BStPisteineEditionsaufforderungvorderHausdurchsuchungweder vorgeschriebennocherforderlich;derUntersuchungszweckdarfdurcheine Editionsaufforderungnicht gefährdetwerden(E.3.1).BeimEinsatzihrer- auchpersonellen-Ressourcen verfügt die Untersuchungsbehördeüber einen ausgesprochenweitenErmessensspielraum.Eingrossz ügiger EinsatzvonRes- sourcenkanninsbesondereimInteresseeinereffizientenDu rchführung der Hausdurchsuchung geboten sein (E. 3.2). Bei der Sicherstellung von Unterlagenhat die Voll zugsbehörde den Inhaberder UnterlagennacheinererstenGrobsichtung über seinEinspracherechtund über dasmitKostenverbundeneSiegelungs-bzw.Entsiegelungsverfahren aufzuklären(E. 4.1–4.3). TPF 2005 190 191 Conditions de recevabilitéde la plainte à l’autorité de surveillance. Ordonnance de production avant perquisition; proportionnalité. Indication du droit de s’opposer à la perquisition de papiers. Art. 28 al. 2 LTPF, art. 17, 67 ss. PPF LaCour décidelibrementdelareceva bilitéd’un recoursetdelasuite à donner à la procédure (consid. 2). LaPPFne prévoit nineprescritqu ’uneperquisitionsoitpr écédéed’une or- donnancedeproduction;celle-cinedoitpasmettreen péril lebon déroulement de l’enquête (consid.3.1). L’autorité d’instruction dispose d’unegrandemarge de manœuvre dans l’engagementdesesressources – ycomprisenpersonnel; l’engagement demoyensimportantspeutnotamment être requispourassurer la bonne exécution de la perquisition (consid. 3.2). Lorsdelamiseenlieu sûr dedocuments, l’autoritéd’exécutiondoit,a près avoireffectu é unpremiertrisommaire,aviserle détenteur desdocumentsde sondroit d’oppositionetlerenseignersurlaproc éduredemisesous scellés et de levée des scellés, ainsi que sur les frais qui y sont rattachés (consid. 4.1–4.3). Condizioni di entrata nel merito in caso di denunzia. Ingiunzione di produzione prima della perquisizione domiciliare; proporzionalità. Informazione sull’opposizione in caso di perquisizione di documenti. Art. 28 cpv. 2 LTPF, art. 17 e 67 e segg. PP LaCortedeireclamipenalidecideliberamenteseentrarenelmeritodiuna denunzia e quale seguito darvi (consid. 2). SecondolaPP, un’ingiunzionediproduzioneprimadellaperquisizionedomici- liarenon è né prescritta né necessaria;loscopod ell’istruttoria nondeveessere messoinpericoloda un’ingiunzionediproduzione(consid.3.1).Perquanto riguarda l’impiego delleproprierisorse – ancheinterminidipersonale –, l’autorità inquirentedisponediunmargine d’apprezzamentoparticolarmente ampio.Unimportanteimpiegodirisorse può essereopportunoinparticolare nell’interessedi un’esecuzioneefficientedellaperquisizionedomiciliare(consid. 3.2). Nell’ambito delsequestrodidocumenti,dopounaprimavisionesommaria l’autorità inquirentedeveinformareildetentoredeidocumentiinmeritoalsuo diritto d’opposizioneeallaproceduradiapposizionedeisigilliedidissigilla- mento, la quale comporta delle spese (consid. 4.1–4.3). UrteildesBundesgerichts1S.52/2005vom22.Februar2006:AufdieBeschwerde wurde nicht eingetreten. TPF 2005 190 192 Zusammenfassung des Sachverhalts: ImStrafverfahrengegenB.erliessdieBundesanwaltschaft(BA)einen Hausdurchsuchungsbefehl,gem äss welchembeiderA.GmbHinLiquidati- oneineDurchsuchungdurchzuf ührenwar.Zudurchsuchenwarenalleder A.GmbHinLiquidation zugänglichenbzw.vonihr benützten Räumeund Fahrzeuge.DieA.GmbHinLiquidationverzeichnetihrDomizilbeider E. AG.Am18.August2005nahmensiebenBeamtederBAundderBun- despolizeig estütztaufdenvorgenanntenBefehleineDurchsuchunginden RäumlichkeitenderE.AGvorundbeschlagnahmtendiverseGegenst ände derA.GmbHinLiquidation.Am19.August2005erhobderVertreterdes LiquidatorsderA.GmbHinLiquidationgegendieDurchsuchungschrift- lichEinspracheimSinnevonArt.69Abs.3BStP.EineVersiegelungder DokumentedurchdieBAerfolgtenicht.DieA.GmbHinLiquidationund dieE.AGerhobendaraufgemeinsamBeschwerdemitdenfolgendenAn- trägen: „1. DerDurchsuchungsbefehlvom17.August2005seiaufzuhebenundes seifestzustellen,dassAnordnungundDurchf ührungderDurchsu- chung vom18. August 2005 rechtswidrig waren. 2.DiebeschlagnahmtenG egenständeseienderEi gentümerinzur ück zu geben. 3.DieserBeschwerdeseidieaufschiebendeWirkungzuerteilen.Die AktenseienbiszumVorliegeneinesrechtskr äftigenEntscheideszu versiegeln. 4.UnterKosten-und EntschädigungsfolgezuLastenderBeschwerde- gegnerin.“ DerBeschwerdewurdedieaufschiebendeWirkungvorsorglichindem Sinneerteilt,alsdieUnterlagenzuversiegelnwaren,fallsdiesnochnicht geschehensein sollte. DieBeschwerdekammertrenntedasBeschwerdeverfahrenundbehandelte dieEingabederA.GmbHinLiquidationalsAufsichtsbeschwerde,soweit sieAnordnungundVorgehenderBAbeiderHausdurchsuchungzumGe- genstandhatte.DievorsorglichangeordneteVersiegelungwurdeaufrecht- erhaltenunddieBAangewiesen,unver züglichdasEntsiegelungsverfahrenTPF 2005 190 193 einzuleiten(sieheauchEntscheidderBeschwerdekammerinSachenE.AG gegen BA vom 16. November 2005, BB.2005.100). Aus den Erwägungen: 2. DieAufsichtsbeschwerdeistkeinRechtsmittelimeigentlichenSinn,da sienichtaufAufhebungoder AbänderungeinesbestimmtenEntscheids zielt.SiedientimPrinzipdazu,die übergeordneteAufsic htsbehördezu veranlassen,vonihrerAufsichts-undDisziplinargewaltGebrauchzuma- chen,undisteinsubsidi ärerRechtsbehelf:Sieistnurgegeben,wennkein anderes,ordentlichesoderausserordentlichesRechtsmittelzurVerf ügung steht.EinRechtsanspruchaufmaterielleBehandlungeinerAufsichtsbe- schwerdebestehtnicht.DieAuf sichtsbehördeentscheidetfrei,obsieauf eineentsprechendeBeschwerdeeintretenundwelcheFolgesieihrgeben will.Gem äss konstanterRechtsprechungwirdnuraufBeschwerdeneinge- treten,welcheeinenoffensichtlichenVerstossgegenklareBestimmungen oderwesentlicheVerfahrensvorschriftenzumGegenstandhaben,oderwenn einewiederholteodermutmasslichwiederholteZuwiderhandlunggegen klarematerielleoderformelleVorschriftenvorliegt,mithineineSituation, welcheineinemRechtsstaataufDauernichtgeduldetwerdenkann.Mittels Aufsichtsbeschwerde können hingegennichtpartiku läreoderisolierteFra- genzurSprachegebrachtwerden(vgl.EntscheiddesBundesstrafgerichts BA.2005.1vom 23. Mai 2005 mit zahlreichenHinweisen;VPB 68.46). 3. 3.1 DieBeschwerdef ührerinmachtgeltend,dieDurchsuchungalssolchesei unnötig gewesen,dadief ürdasErmittlungsverfahrennotwendigenUnter- lagengem äss Art.65BStP zunächstvonihrh ättenherausverlangtwerden müssen, bevoreineHausdurchsuchunggebotengewesensei.DieBStP regeltimerstenAbschnittdeszweitenTeilsdieallgemeinenBestimmungen desBundesstrafverfahrens.UnterZifferIX enthält sieindenArtikeln65-73 dieVorschriftenbetreffendBeschlagnahme,Durchsuchung, Einziehung und Überwachung.Art.65Abs.1BStPerm ächtigt diezu ständigen Behörden zurBeschlagnahmevon Gegenständen,diealsBeweismittelvonBedeutung sein können,undverpflichtetdenInhabereinersolchenSachezuihrerHer- ausgabeaufVerlangender Behörde.Ebenso können Gegenständeund Vermögenswerte,dievoraussichtlichderEinziehungunterliegen,beschlag- nahmtwerden.Gem äss Art.67Abs.1BStPistderRichterberechtigt,eine Wohnungundandere Räumezudurchsuchen,wenneswahrscheinlichist,TPF 2005 190 194 dassderBeschuldigtesichdarinverborgenh ält,oderdasssichBeweisge- genstände oderSpurendesVergehensdarinbefinden.Gem ässArt.71BStP kannderBundesanwaltvorEinleitungderVoruntersuchungeineBeschlag- nahmeoderDurchsuchungverf ügen. ObwohlimGesetznichtausdr ücklich statuiert,gebietetderGrundsatzderVer hältnismässigkeit,dassdieUntersu- chungsbehördeirgendwelchenDurchsuchungs-undBeschlagnahmungs- massnahmengegenBeschuldigteundprivateDritteeineAufforderungzur freiwilligenHerausgabevorausgehenzulassenhat,soweitdadurchder ZweckderUntersuchungnichtge fährdetwird.EineDurchsuchungohne vorgängigenHerausgabebefehlistangezeigt,wennzubef ürchtenist,es könntenwäh renddesEditionsverfahrensBeweis-undKonfiskationsgegens- tände beseitigtwerden ( HAUSER/SCHWERI/HARTMANN,Schweizerisches Strafprozessrecht,6.Aufl.,Basel2005,S.325,350; S CHMID,Strafprozess- recht,4.Aufl., Zürich2004,N.742; O BERHOLZER,Grundz üge desStraf- prozessrechts,2.Aufl.,Bern2005,N.1204;BGE107IV208,209f.E.1). Darauserhellt,dassinderBStP – andersalsineinzelnenkantonalenRege- lungen(z.B.Art.144Abs.2derst.gallischenStPO) – keineklareVerfah- rensvorschriftbesteht,wonachinjedemFallvorAnordnungeinerHaus- durchsuchungderInhabermutmasslichbeweisrelevanterDokumentezu derenHerausgabeaufzufordernist.EsistvielmehrimEinzelfallaufGrund derkonkretenVer hältnisseunddesVerfahrensstandeszuentscheiden,obin BeachtungdesVer hältnismässigkeitsprinzipseinsolchesVorgehenohne GefährdungdesUntersuchungszwecksgerechtfertigterscheintunderstbei einerHerausgabeverweigerungdesInhaberszurAnwendungvonZwangs- mittelnzuschreitenist.Im ÜbrigenistdieBeschwerdef ührerininLiquida- tionbegriffen,weshalbnichtohneweiteresvonderVoll ständigkeitoder UnversehrtheitdergesuchtenBeweismittelausgegangenwerdenkonnte. Diesef ührtdennauchselberaus,dasssichdieUnterlagenbereitsineinem (offenbarausgelagerten)Archivh ättenbefinden können. DasVorgehender Beschwerdegegnerinistdemnach nicht zu beanstanden. 3.2 ImweiternwirddieDurchf ührungderDurchsuchungalsunverh ältnis- mässig gerügt, insbesonderedieAnzahldereingesetztenBeamten.Diese seienohneweiteresalsUntersuchungsbeamtezuerkennengewesen,dasie ihreAusweisevorderBrustgetragen hätten;einBeamterhabesichgarmit verschränktenArmenandenEingangder Geschäftsräumegestellt,alsober dieFluchtvonMitarbeiternhabeverhindernwollen.DieBStP enthält keine Vorschriften,welcheimSinnedervorstehendwiedergegebenen Rügen klareAnweisungenf ürdieDurchf ührungeinerHausdurchsuchunggeben würden.Gr undsätzlichistjedochdiePrivatsph äredesBetroffenenbeiderTPF 2005 190 195 Durchsuchungsoweitwiem öglich zuwahren(vgl.Art.67Abs.3,68und 69BStP).LeistetderHausbesitzerWiderstand,sokann,nachvergeblicher Aufforderungzur Öffnungvon RäumenoderB ehältnissen,Gewaltange- wendetwerden(H AUSER/SCHWERI/HARTMANN,a.a.O.,S.352; S CHMID, a.a.O.,N.737ff.).DieUntersuchun gsbehördeverf ügt mithin – insbesonde- rewasdenpersonellenRessourceneinsatzanbelangt –übe reinausgespro- chenweitesErmessenbeiderVornahmeeinerDurchsuchung.DerEinsatz vonsiebenBeamtenistunterdiesemBlickwinkelnichtzubeanstanden, zumalesinderNaturderSacheliegt,dassimvorauswederfeststehennoch zuverlässig abgeschätztwerdenkann,woundinwelchemUmfangzube- schlagnahmendeGegen stände undVerm ögenswertevorgefundenwerden. SodannbietetderEinsatzeinernichtzuknappbemessenenAnzahlBeamter Gewährdaf ür,dassdieDurchsuchung zügig vonstattengeht,wasunter demBlickwinkelderVer hältnismässigkeit – zeitlicheBeanspruchung,ein- geschränkterbzw.unterbrochener Geschäftsbetrieb – geradegebotener- scheintunddaherletztlichimInteressedesBetroffenenliegt.DieDurchsu- chungder GeschäftsräumedauertevorliegenddennauchnureineStunde. Zudemistf ürdenFallmangelnderKooperationsbereitschaftdesBetroffe- nen genügendPersonalbereitzuhalten,umdieDurchsuchung – allenfalls unterAnwendungvonZwang – erfolgreichvornehmenzu können. Die Bewachungdes GeschäftseingangsdientdemgleichenZweckundistnicht zubeanstanden,daeszuverhinderngilt,dassunbemerktallenfallszube- schlagnahmendeGesch äftsunterlagenausdenR äumenentferntwerden.Die Rüge, dieBeamten hätten ihreAusweisedeutlichsichtbargetragen,istvon derartuntergeordneterBedeutungundhatblossenOrdnungsvorschriftscha- rakter,dassaufsienichteinzugehenist.Schliesslichgehtangesichtsder beschlagnahmten Gegenstände die Rüge fehl,esseinichtwahrscheinlich gewesen,dasssichBeweisgegens tändeimSinnevonArt.67Abs.1BStPin den Räumlichkeitenbef inden würden. 3.3 Zusammenfassenderweisensichdiebishergepr üften Rügen derBe- schwerdeführerinalsunbegr ündet. EsliegtwedereinoffensichtlicherVer- stossgegenklareBestimmungenoderwesentlicheVerfahrensvorschriften nocheinewiederholteZuwiderhandlunggegenklarematerielleoderformel- le Vorschriften vor. DerBeschwerde ist insoweitkeine Folgezu geben. (… ) 4.1 DieDurchsuchungvonPapierenistmitgr össterSchonungderPrivatge- heimnisseundunterWahrungdesBerufsgeheimnissesimSinnevonArt.77 BStPdurchzuf ühren(Art.69Abs.1BStP).DemInhaberderPapiereistTPF 2005 190 196 womöglich Gelegenheitzugeben,sichvorderDurchsuchung überihren Inhaltauszusprechen.ErhebtergegendieDurchsuchungEinsprache,so werdendiePapiereversiegeltundverwahrt.IndiesemFalleentscheidetder Richter überdie ZulässigkeitderDurchsuchung(Art.69Abs.3BStP).Der InhaberhatunmittelbarbeiderDurchsuchungderPapiereEinsprachezu erhebenbzw.dieSiegelungzuverlangen,wennerderAuffassungist,die fraglichenDokumenteenthielteneinzu schützendesGeheimnis(BGE127 II151,154E.4.bmitHinweisen).DieSiegelungbezweckt,dassdervon einergegenseineGeheim sphäregerichtetenMassnahmeBetroffeneverlan- genkann,dassnichtdieStrafverfol gungsbehörde,sondernderRichter über derenZu lässigkeitentscheidet,alsodar über,obeineUntersuchungderzu beschlagnahmendenAkten überhauptstattfinden dürfe.Dementsprechend istvomInhaber,derbeiderDurchsuchunganwesendist,zuerwarten,dass ersichihrunmittelbarwidersetztbzw.unmittelbargegensieEinsprache erhebt.DasEinver ständnisdesInhabersistnichtzuvermuten,biseinem zuständigenOrganderjuristischenPersonGelegenheiteinger äumtworden ist,sichimgenanntenSinnezu äussern.ErstnachgeduldeterDurchsuchung undBeschlagnahmedieSiegelungzuverlangen,widersprichtdemZweck diesesInstitutsbzw.vermagdiesengarnichtmehrzuerf üllen(BGE114Ib 357,360E.4).DieBefugnis,dieVersiegelungderam18.August2005an ihremDomizilsichergestelltenAktenzuverlangen,standvorliegendder Beschwerdeführerinbzw.ihrenOrganenalsInhaberinderselbenzu.Ent- sprechendmussihrauchdie Möglichkeitoffenstehen,eineallf älligeVer- letzungdiesesihrzustehendenRechtsgeltendzumachen(vgl.BGE114Ib 357, 359 E. 4). 4.2 DievondenGesellschafternF.undG.gebildeteBeschwerdef ührerin wurdedurchGesellschafterbeschlussvom5.April2005auf gelöst. F.zeich- netseit26.April2005alsLiquidatormitEinzelunterschrift, währendG. zwarnochGesellschafterist,aberkeineZeichnungsberechtigungmehrhat. AnderezeichnungsberechtigtePersonensindnichtimHandelsregisterein- getragen.DieGesellschaftkanndahergrunds ätzlichnurdurchdieHand- lungenunddasVerhaltenihresLiquidatorsverpflichtetwerden(Art.55 Abs.1und2ZGB;Art.823i.V.m.Art.739Abs.2OR).Gem äss denAus- führungenderBeschwerdegegnerinseienbeiihremEintreffenamSitzder GesellschaftF.unddessenAnwaltH.anwesendgewesen.NachEr öffnung desDurchsuchungs-undBeschlagnahmebefehlsseivereinbartworden,auf G.,dersichnochbeieinerEinvernahmebeiderStaatsanwaltschaftdes KantonsZ ürichbefundenhabe,zuwarten.Daraufhin hättenF.undsein Anwaltdie Räumlichkeitenverlassenundf ürdieVornahmederDurchsu-TPF 2005 190 197 chungaufG.verwiesen,dasichdiegesuchtenDokumenteindessen Büro befunden hätten. DieDurchsuchungderPapiereseidaherunterbrochenund späterinAnwesenheitvonG.durchgef ührtworden,welcherdiebeschlag- nahmtenDokumente übergebenhabe.DieseDarstellungwirddurchden AusführungsberichtderBundeskriminalpolizeivom23.August2005ge- stützt.Darinwirdinsbesonderefestgehalten,dassF.vorVerlassenderLo- kalitäten G. überdieAnwesenheitderBeschwerdegegnerininformiertund diesedarumersuchthabe,aufjedenFallaufdieAnkunftvonG.zuwarten. BeidieserSachlageistdavonauszugehen,dassF.anG.denAuftragund dieVollmachterteilte,dieBeschwerdef ührerina nlässlichderDurchsuchung zuvertreten.DieBeschwerdef ührerinbestreitetdennauchnicht,dassG.bei derDurchsuchunganwesendwar;ihre Rüge, sieseinichtvertretenund damitnichtanwesendgewesen,erweistsichsomitalsunbegr ündet.G. konntedemnachf ürdieBeschwerdef ührerinimRahmendesihmerteilten AuftragshandelnunddamitnamensderBeschwerdef ühreringr undsätzlich auch Einsprache im Sinne von Art.69 Abs. 3 BStP erheben. 4.3 DieBeschwerdegegnerinmacht – unterHinweisaufdener wähnten AusführungsberichtderBundeskriminalpolizeisamtBeilagen – geltend, dasswederF.beimVerlassenderR äumlichkeitennochG.amSchlussder DurchsuchungEinspracheimSinnevonArt.69Abs.3BStPerhobenh ät- ten.LetztererhabediegesuchtenDokumenteau sgehändigtsowiedasPro- tokollderDurchsuchungunddasInventarderbeschlagnahmtenGegenst än- deunterzeichnet.Imweiternhabeerbescheinigt,aufdieeinschl ägigen gesetzlichenGrundlagen,insbesondereArt.69BStP,hingewiesenworden zusein.Danichtbereits währendderDurchsuchungEinspracheerhoben unddieVersiegelungderPapiereverlangtwordensei,seidieschriftliche Einsprachevom19.August2005unzeitigerfolgt.DieserAuffassungkann ausfolgenden Überlegungennichtbeigepflichtetwerden:Eskannnicht erwartetwerden,dassbereitsbeiEr öffnungdesDurchsuchungsbefehlsbzw. zuBeginnderDurchsuchunginallgemeinerArtEinspracheerhobenund dieSiegelungverlangtwird,dainjenemZeitpunktnochgarnichtfeststeht, obundinwelchemUmfangbeweisrelevanteUnterlagenvorgefundenwer- denundsicherzustellensind.MithinfehltesdemBetroffenenanderEnt- scheidungsgrundlagedaf ür,oberallenfallseinGeheimhaltungsinteressean densicherzustellendenDokumentengeltendmachenwill.Einesummari- schePr üfungderPapieredurchd ie Behördeist zudem zulässig, weilnurauf dieseWeiseeineAusscheidungdesunwesentlichenInhaltsm öglich ist.Vor einerdetailliertenDurchsuchungistdemInhaberderPapierejedochGele- genheiteinzur äumen,sichzuderenInhaltzu äussern,womiterallenfallsTPF 2005 190 198 eineSichtungundKenntnisnahmeabwendenkann.Bestehtdie Behördeauf der Durchsicht der Papiere und beharrt derInhaber auf seinerWeigerung, so musserun gesäumtdieVersiegelungverlangen(vgl. H AUSER/SCHWERI/ HARTMANN,a.a.O.,S.353).F.war währendderDurchsuchungnichtzuge- gen,weshalbersichnichtimvorer wähnten Sinne überdenInhaltderDo- kumenteaussprechenkonnte.DasArgument,erhabevorVerlassender Räumlichkeitenbzw.zuBeginnderDurchsuchungkeineEinspracheerho- ben, stösstdemnachinsLeere.Sodannstehtnichtfest,dass G.imSinnevon Art.69Abs.3BStPvorderDurchsuchungbzw.SicherstellungderPapiere tatsächlichGelegenheiteinger äumtwordenist,sichzuderenInhaltzu äus- sernundallenfallsderenSiegelung zuverlangen.SeineBes cheinigung, „auf dieeinsch lägigengesetzlichenGrundlagen(insbesondereaufArt.69BStP) hingewiesenwordenzu sein“, vermagdiesenNachweisnichtzuerbringen. AusderEr klärunggeht nämlichnichtklarhervor,dassG.bzw.dieBe- schwerdeführerindar überauf geklärtwurde,sichimSinnevonArt.69 Abs. 3BStP überdenInhaltderzudurchsuchendenPapiereaussprechen undgegenderenDurchsuchungEinsprachemitderFolgederSiegelungder Papiereerhebenzu können. ZueinerhinreichendenAuf klärung gehörtzu- demderHinweisaufdasanschliessende – allenfallsmitKostenf ürden Einsprecherverbundene – gerichtlicheEntsiegelungsverfahren.Nachdem Gesagtenstehtnichtfest,dassdieBeschwerdef ührerin anlässlichder Durchsuchungvom18.August2005KenntnisihresRechtsgem äss Art.69 Abs.3BStPunddamittat sächlichGelegenheithatte,dieses ausüben zu können. BeidieserSachlagekanndieschriftlicheEinsprachevom19.Au- gust2005nichtalsversp ätet bezeichnetwerden.AusdiesemSchreibengeht im Übrigen – entgegenderAuffassungderBeschwerdegegnerin – genü- gendklarhervor,dassdervon FürsprecherH.vertreteneF.inseinerFunk- tionalsLiquidatorderBeschwerdef ührerinEinsprachegegendieDurchsu- chung vomVortag erhob. 4.4 NachdemeinewesentlicheVerfahrensvorschriftverletztwurde,erweist sich dieentsprechendeR üge der Beschwerdeführerinals begr ündet. (… )