Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 19. September 2014 (720 14 130 / 233) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Erhebung und Würdigung des medizinischen Sachverhaltes in Rentenrevisionsfällen Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter in Elisabeth Berger Götz, Kantonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiber Tobias Rebmann Parteien A.____ , Beschwerdeführerin, vertreten dur ch Alain Joset, Advokat, Gitterlistrasse 8, Postfach 215, 4410 Liestal gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Die 1974 geborene A.____ war seit August 1992 al s Kundenbetreuerin bei der B.____ tätig. Mit Gesuch vom 8. März 2006 meldete sie sich bei der Eidgenössischen Invalidenversi- cherung (IV) zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der gesundheitlichen, erwerblichen und hauswirtschaftlichen Verhältnisse, sprach die IV-Stelle Basel-Landschaft mit Verfügung vom 23. April 2009 ab 1. April 2006 eine Viertelsrente sowie ab 1. August 2007 eine Dreiviertelsrente zu. Sie berechnete den IV-Grad dabei jeweils anhand der gemischten Bemessungsmethode. Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht B. Im Jahr 2010 nahm die IV-Stelle von Amtes wegen ein e Überprüfung des laufenden Rentenanspruchs der Versicherten vor. Dieses Verfahren e ndete mit der Mitteilung an A.____, dass keine rentenbeeinflussende Änderung des Invaliditätsg rades festgestellt worden sei. Im Mai 2012 leitete die IV-Stelle eine erneute Rentenü berprüfung von Amtes wegen ein. Aufgrund ihrer Abklärungen gelangte die IV-Stelle zur Auffassung, dass sich der Gesundheitszustand von A.____ verbessert habe. Der wiederum in Anwendung der gemischten Bemessungsmethode ermittelte Invaliditätsgrad betrage lediglich noch 17 %. Nach Durchführung des Vorbescheidver- fahrens hob die IV-Stelle deshalb die laufende Drei viertelsrente von A.____ mit Verfügung vom 18. März 2014 auf. C. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten dur ch Alain Joset, Advokat, am 5. Mai 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsge- richt). Darin beantragte sie, es sei die angefochtene Verfügung der IV-Stelle vom 18. März 2014 aufzuheben. Eventualiter sei die Angelegenheit zu weit eren Abklärungen an die IV-Stelle zu- rückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge. D. In ihrer Vernehmlassung vom 11. Juli 2014 beantragt e die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes ü ber die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 l it. b des Gesetzes über die Verfas- sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantons- gericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge- gen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vor- liegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen f rist- und formgerecht erhobene - Be- schwerde vom 12. März 2012 ist demnach einzutreten. 2.1 Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes üb er den Allgemeinen Teil des So- zialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die vora ussichtlich bleibende oder länge- re Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähig keit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach- te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Ver- lust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 2.2 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden p sychischen Gesundheitsbeeinträchti- gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Dia gnose nach einem wissenschaftlich an- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzuge ltenden psychischen Leiden belas- tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umstän den kein Krankheitswert zu- kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psych ische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versi cherten Person trotz des Leidens wil- lensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 127 V 299 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheits- beeinträchtigung verursachten Erwerbsunfähigkeit genüg t es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend i st vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternati- ve Voraussetzung - sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 298 E. 4c in fine). 3.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf e ine Viertelsrente, wenn sie zu min- destens 40 % invalid ist. 3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätig en Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar. Danach wird für die Bestimmung des Invalidi tätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizini- schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahm en durch eine ihr zumutbare Tätig- keit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei- nander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdi fferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (BGE 128 V 30 E. 1). 3.3 Bei nichterwerbstätigen Versicherten, welche in ei nem Aufgabenbereich (z.B. Haus- halt) tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerb stätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie behindert sind, sich im bisherigen Aufgab enbereich zu betätigen (Betäti- gungsvergleich; Art. 28a Abs. 2 IVG). 3.4 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sin d oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird f ür diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbe reich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbs- tätigkeit bzw. der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen u nd der Invaliditätsgrad entsprechend der Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (gemischte M ethode der Invaliditätsbemes- sung; Art. 28a Abs. 3 IVG). Ist bei diesen Versicherten a nzunehmen, dass sie im Zeitpunkt der Prüfung des Rentenanspruchs ohne Gesundheitsschaden gan ztägig erwerbstätig wären, so ist die Invaliditätsbemessung ausschliesslich nach den Grundsätz en für Erwerbstätige zu bemes- sen (Art. 27 bis der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961). 4.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten für die Zukunft zu erhöhen, herab- zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesen tliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad u nd damit den Rentenanspruch zu beein- flussen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine we sentliche Änderung des Gesundheitszu- standes der versicherten Person. Darüber hinaus ist die Rente aber auch revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebe nen Gesundheitszustandes erheb- lich verändert haben (BGE 130 V 349 E. 3.5 mit Hinwei sen). Ebenso kann auch eine Änderung der Bemessungsmethode - bei gleich gebliebenem Gesundhe itszustand und bei unveränderten erwerblichen Auswirkungen - eine erhebliche Änderung de s Invaliditätsgrads mit sich bringen (UELI KIESER , ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 17 Rz. 20 mit Hin- weisen). 4.2 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer an spruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspru chs mit rechtskonformer Sachverhalts- abklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunk- ten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkunge n des Gesundheitszustandes) beruht (BGE 133 V 114 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 75 ff. E . 3.2.3). Vorliegend sprach die IV-Stelle der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 23. April 20 09 gestützt auf einen IV-Grad von 43 % rückwirkend ab 18. April 2006 eine Viertelsrente zu. Da die Beschwerdeführerin ihre Erwerbstä- tigkeit ab 1. August 2007 auf 80 % erhöht hätte, spra ch ihr die IV-Stelle ab 1. August 2007 ge- stützt auf einen IV-Grad von 60 % eine Dreiviertelsrent e zu, Nachdem die IV-Stelle von Amtes wegen eine Überprüfung des Rentenanspruchs der Versichert en eingeleitet und die erforderli- chen Abklärungen vorgenommen hatte, hob die IV-Stelle die laufende Dreiviertelsrente der Ver- sicherten mit Verfügung vom 18. März 2014 auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats auf. Somit beurteilt sich die Frage, ob eine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die eine revisionsbedin gte Aufhebung der bis anhin ausgerichte- ten Rente rechtfertigt, durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen (auf einer materiellen Anspruchsverfügung beruhenden) Rentenverfügung vom 23. April 2009 bestanden hat, mit demjenigen im Zeitpunkt der vorlie gend angefochtenen Verfügung vom 18. März 2014. 5.1 Vorliegend hat die IV-Stelle den Invaliditätsgr ad der Versicherten sowohl anlässlich der ursprünglichen Rentenzusprache als auch im Rahmen des hi er zur Diskussion stehenden Ren- tenrevisionsverfahrens in Anwendung der gemischten Metho de der Invaliditätsbemessung er- mittelt, was von der Beschwerdeführerin – zu Recht – n icht beanstandet wird. Anlass zur stritti- gen Rentenaufhebung gibt denn auch nicht etwa eine al lfällige Änderung der Bemessungsme- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht thode (wie etwa ein Wechsel von der gemischten Methode zur allgemeinen Methode des Ein- kommensvergleichs), die Revision wird von der IV-Stelle a usschliesslich mit dem Umstand be- gründet, dass es seit der ursprünglichen Rentenzusprache zu e iner wesentlichen Besserung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin gekommen sei. 5.2 Im Folgenden ist demnach als erstes zu prüfen, ob sich der Gesundheitszustand und – damit einhergehend – der Grad der Arbeitsfähigkeit d er Versicherten tatsächlich, wie von der IV-Stelle geltend gemacht, seit der Rentenzusprache in einer anspruchserheblichen Weise ver- bessert hat. 6.1 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die d urch eine Beeinträchtigung der körper- lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, vo lle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbei t zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Ber uf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Diese Legaldefinition stimmt im Wesentlichen mit dem Begriff der Arbeitsunfähigkeit überein, wie ihn die Rechtspraxis vor dem Inkrafttreten des ATSG entwickelt hatte (vgl. etwa BGE 129 V 53 E. 1.1 in fine mit Hinweisen). Die bis zum 31. Dezember 2002 ergangene dies- bezügliche Rechtsprechung des damaligen Eidgenössischen Ve rsicherungsgerichts (EVG; seit 1. Januar 2007: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilu ngen) bleibt folglich weitestgehend an- wendbar (BGE 130 V 345 E. 3.1.1). 6.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und in sbesondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung und im Streitfall das Gericht - auf Unterl agen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei- ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen S tellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, we lche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Perso n auf dem allgemeinen, ausgegliche- nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frag e kommenden Arbeitsmarkt zumutba- rerweise noch verrichtet werden können (ULRICH MEYER -BLASER , Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozi- alversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 6.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach d em für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an- deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 6.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsp rechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung auf zustellen (die ausführlichen Zusammen- stellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und - ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zu zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise spreche n (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weite- ren Hinweisen). Diese im Bereich der Unfallversicherung entwickelten Grundsätze finden für das IV-Verwaltungsverfahren sinngemäss Anwendung (Urteil des Eidgenössischen Versiche- rungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007 Bundesgericht , sozialrechtliche Abteilung] vom 9. August 2000, I 437/99 und I 575/99, E. 4b/bb). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärz- ten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rech nung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (U LRICH MEYER -BLASER , Bundesgesetz über die Invali- denversicherung [IVG], 2. Auflage, Zürich 2010, S. 353; BGE 125 V 353, 122 V 162 E. 1c, 120 V 367 E. 3b). Bei der Abschätzung des Beweiswerts im Rahmen einer freien und umfas- senden Beweiswürdigung dürfen allerdings auch die pote ntiellen Stärken der Berichte behan- delnder Ärzte nicht vergessen werden. Der Umstand allei n, dass eine Einschätzung vom be- handelnden Mediziner stammt, darf nicht dazu führen, sie als von vornherein unbeachtlich ein- zustufen; die einen längeren Zeitraum abdeckende und u mfassende Betreuung durch behan- delnde Ärzte bringt oft wertvolle Erkenntnisse hervor. Auf der anderen Seite lässt es die unter- schiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisc h tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmed izinischen Experten anderseits (BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 5 06/00, E. 2b) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu neh- men, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen (Sozialver- sicherungsrecht Rechtsprechung [SVR] 2008 IV Nr. 15 S. 43 E. 2.2.1 mit Hinweisen). Vorbehal- ten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige − und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende − Aspekte be- nennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43 E. 2.2.1 mit Hinweisen). 6.5 Mit Urteil vom 29. August 2011 (9C_418/2010) hat das Bundesgericht ergänzend zu- sätzliche Besonderheiten festgehalten, die es in Revisionsf ällen (im Sinne des Art. 17 ATSG) bei der Erhebung und Würdigung des medizinischen Sachverhaltes zu beachten gilt: Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.5.1 Da die Feststellung einer revisionsbegründenden Veränderung durch eine Gegenüber- stellung eines vergangenen und des aktuellen Zustandes er folgt (vgl. E. 4.1 f. hiervor), bildet Gegenstand des Beweises das Vorhandensein einer entscheidungserheblichen Differenz in den - den medizinischen Gutachten zu entnehmenden - Tatsac hen. Die Feststellung des aktuellen gesundheitlichen Befunds und seiner funktionellen Auswir kungen ist zwar Ausgangspunkt der Beurteilung; sie erfolgt aber nicht unabhängig, sondern wird nur entscheidungserheblich, soweit sie tatsächlich einen Unterschied auf der Seinsebene zum früheren Zustand wiedergibt. Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevision erstellten Gutachten s hängt folglich wesentlich davon ab, ob es sich ausreichend auf das Beweisthema - erhebl iche Änderung(en) des Sachverhalts - bezieht. Einer für sich allein betrachtet vollständigen, nachvollziehbaren und schlüssigen medi- zinischen Beurteilung, die im Hinblick auf eine erstmalig e Beurteilung der Rentenberechtigung beweisend wäre (vgl. dazu BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a), mangelt es daher in der Regel am rechtlich erforderlichen Beweiswert, wenn sich d ie (von einer früheren abweichende) ärztliche Einschätzung nicht hinreichend darüber ausspri cht, inwiefern eine effektive Verände- rung des Gesundheitszustandes stattgefunden hat. Vorbeha lten bleiben Sachlagen, in denen es evident ist, dass die gesundheitlichen Verhältnisse sich ve rändert haben (Urteil des Bundes- gerichts vom 29. August 2011, 9C_418/2010, E. 4.2; Urte il des Bundesgerichts vom 25. Juli 2013, 8C_441/2012, E. 6.1.2 und 6.1.3). 6.5.2 Wegen des vergleichenden Charakters des revisionsrec htlichen Beweisthemas und des Erfordernisses, erhebliche faktische Veränderungen von bloss abweichenden Bewertungen abzugrenzen, muss deutlich werden, dass die Fakten, mit d enen die Veränderung begründet wird, neu sind oder dass sich vorbestandene Tatsachen in i hrer Beschaffenheit oder ihrem Ausmass substantiell verändert haben. Eine verlässliche Abgr enzung der tatsächlich eingetre- tenen von der nur angenommenen Veränderung ist als er forderliche Beweisgrundlage nicht erreicht, wenn bloss nominelle Differenzen diagnostischer Art bestehen. Die Feststellung über eine seit der früheren Beurteilung eingetretene tatsä chliche Änderung ist hingegen genügend untermauert, wenn die ärztlichen Sachverständigen aufzeigen, welche konkreten Gesichtspunk- te in der Krankheitsentwicklung und im Verlauf der Arbe itsunfähigkeit zu ihrer neuen diagnosti- schen Beurteilung und Einschätzung des Schweregrades der Störungen geführt haben. Ein Sachverständiger kann die betreffende Entwicklung regelm ässig nicht aus eigener Wahrneh- mung beschreiben (ausser er sei schon als Vorgutachter t ätig gewesen). Daher ist es erforder- lich, dass er sich, soweit verfügbar, mit den Fakten fundie rt auseinandersetzt, wie sie sich aus den für den früheren Entscheid massgebenden medizinischen Vorakten ergeben. Dem Gutach- ten, welches die medizinischen Vorakten unzureichend berücksi chtigt, fehlt die erforderliche Überzeugungs- und Beweiskraft selbst dann, wenn die Schlu ssfolgerungen, welche auf der Grundlage der vom Sachverständigen selber erhobenen Bef undtatsachen gezogen worden sind, an sich einleuchten und vom Rechtsanwender prüfen d nachvollzogen werden können. Diesem Beweiswertkriterium kommt hinsichtlich der Entscheidu ngsgrundlagen in Revisionsfäl- len - mit Blick auf deren vergleichende Natur - eine b esondere Bedeutung zu. Diese spezifi- schen Anforderungen müssen sich denn auch im Rahmen der Fragestellung zuhanden des Gutachters niederschlagen (Urteil des Bundesgerichts vom 29. August 2011, 9C_418/2010, Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht E. 4.3; Urteil des Bundesgerichts vom 25. Juli 2013, 8C_ 441/2012, E. 6.1.3 mit weiteren Hin- weisen). 7. Für die Beurteilung des vorliegenden Falles sind im Wesentlichen die folgenden medi- zinischen Unterlagen zu berücksichtigen: 7.1 Die Rentenverfügung vom 23. April 2009 basierte a uf dem psychiatrischen Gutachten von Dr. C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 25. September 2006. Er diagnosti- zierte einen Status nach schwerer depressiver Episode mit psychotischen Symptomen und Sui- zidalität im April/Mai 2005 (ICD-10: F 32.3) und – i m damaligen Gutachtenszeitpunkt aktuell – eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwe re Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10: F 33.2). Dr. C.____ führte aus, dass er auf Grund seiner Befunde die Tat- sache einer schwergradigen rezidivierenden depressiven Störu ng bestätigen könne. Diese zeichne sich insbesondere durch eine deutliche Konzentrat ionsstörung mit gedanklicher Ver- langsamung (bis zur Blockierung und Unfähigkeit zu intel lektueller Tätigkeit), schneller geistiger und körperlicher Ermüdbarkeit, negativem Gedankenkreisen mit Schuldgefühlen, Verlust der Lebensfreude und sozialem Rückzug, Antriebsmangel, mässig er Erholung durch Schlaf und Libidoverminderung aus. Auf der psychodynamischen Ebene scheine die Überforderung durch einen Loyalitätskonflikt zwischen eigenen Lebensvorstellungen und Bedürfnissen einerseits und traditionellen, autoritär gefärbten Normen ihrer He imatkultur andererseits entfacht worden zu sein, was sich insbesondere in der Beziehung zum Ehemann v erdichte und konkretisiere. In Bezug auf die angestammte 60%-Anstellung attestierte e r eine vollständige Arbeitsunfähigkeit, während er in einer leichten, vorwiegend automatisier ten, eher handwerklichen ausserhäusli- chen Verweistätigkeit ohne Entscheidungsanforderungen und Verantwortung eine 40%ige Ar- beitsfähigkeit bescheinigte. 7.2 Im Mai 2010 holte die IV-Stelle anlässlich eines Re ntenrevisionsverfahrens einen Be- richt beim behandelnden Arzt, Prof. Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, ein, welcher am 8. Juni 2012 erstattet wurde. Dr. D.____ d iagnostizierte eine schwere rezidivieren- de depressive Störung mit psychotischen Symptomen (ICD-10 F 33.3) und somatischen Symp- tomen (ICD-10 F33.11). Er führte aus, die Explorand in fühle sich wegen ihrer, seit 2004 beste- henden Depression, wegen ihrer Berufstätigkeit, wegen ihrer Ehe mit einem äusserst schwieri- gen Ehemann und mit ihren zwei Kindern überfordert. Die Patientin sei depressiv, antriebslos, durch Haushalt, Kinder und vor allem durch ihren Mann überfordert. Sie vermöge wegen ihres chronischen depressiven Leidens nicht und wohl nie mehr eine Berufsarbeit zu leisten. 7.3 Im Rahmen des von der IV-Stelle im Mai 2012 von A mtes wegen eingeleiteten Revisi- onsverfahrens wurde zur Abklärung des aktuellen medizinische n Sachverhaltes bei Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, ein psychiatri sches Gutachten in Auftrag gege- ben, welches am 27. Dezember 2012 erstattet wurde. Dr. E.____ ging in seinem Gutachten von einer rezidivierenden depressiven Störung mit chronische m Verlauf und gegenwärtig leicht- bis mittelgradiger depressiver Episode ohne somatisches Syndro m aus. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestanden nach seiner Ansicht akzentuier te histrionische Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z 73.1) und Konflikte in der Beziehung zum Ehepartner (ICD-10 Z 63.0). Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht Dem Bericht von Dr. E.____ lässt sich entnehmen, dass die Stimmung in der Untersuchung zu Beginn leicht bedrückt sei, im Verlaufe des Gesprächs he lle sie sich leicht auf. Während des Gesprächs könne die Versicherte immer wieder lächeln, man chmal spreche sie auch mit einem Lächeln auf den Lippen, einige wenige Male könne sie verhalten lachen. Die affektive Modulati- onsfähigkeit und die Vitalität seien leichtgradig ein geschränkt. Der Gedankengang sei in forma- ler Hinsicht langsam, auf Aufforderung hin weise er i ndes ein normales Tempo auf. Die subjek- tiv von der Explorandin geklagte Müdigkeit und schnelle Ermüdbarkeit wie auch die verminderte Konzentrationsfähigkeit liessen sich klinisch nicht fests tellen. Die Explorandin nehme sich bei der Schilderung ihrer Beschwerden viel Zeit und Raum heraus, sie überlege auch oft lange, so als würde sie jedes einzelne Wort abwägen, bevor es aus gesprochen werde. Auf den Hinweis, dass nach zwei Stunden das Gespräch für eine 20-minütige Pause unterbrochen werden müs- se, könne die Versicherte das Denk- und Gesprächstempo pr oblemlos erhöhen. In diagnosti- scher Hinsicht sei von akzentuierten histrionischen Persönlich keitszügen auszugehen. Dafür spreche auch die Tatsache, dass sich der affektive Rapport im Verlauf des Gesprächs zuse- hends besser herstellen lasse. Auffallend sei, dass die V ersicherte beim Gespräch über die Beschwerden den Blickkontakt oft vermeide, diesen jedoch bei anderweitigen Themen problem- los halten könne. Insgesamt sei zeitweise auch von ein er gewissen Dramatisierungstendenz auszugehen. Weiter seien die Angaben nicht immer konsist ent. Beispielsweise erkläre die Ver- sicherte, dass ihr der Antrieb, die Lust und die Kraft f ehlen würden und dass sie aus diesem Grund mit ihren Kindern nichts unternehmen könne. Andererseits erwähne sie indes, dass sie in einer Gruppe, beispielsweise mit ihrem Ehemann und/oder ihren Geschwistern sehr wohl Aktivi- täten mit ihren Kindern unternehmen könne. Die Versicherte erkläre einerseits, dass sich die Beschwerd en seit dem Jahre 2005 nicht ge- bessert hätten, andererseits berichte sie darüber, dass sich die Ängste, respektive die atta- ckenweise auftretenden Ängste mit dem Gefühl, sich nicht mehr bewegen zu können und einer körperlichen Gefühllosigkeit, bis heute deutlich verbessert hätten bezüglich Häufigkeit der Anfäl- le. Auch im Vergleich mit den Befunden des psychiatrischen Gut achtens von Dr. C.____ sei es zu einer deutlichen Verbesserung der depressiven Symptome gekommen. In der aktuellen Unter- suchung liessen sich weder eine Wahrnehmungs- noch Auffa ssungsstörung, auch keine Kon- zentrations- oder Aufmerksamkeitsstörung und insbesondere auch keine deutliche intellektuelle geistige Erschöpfung klinisch mehr feststellen. Es lasse sic h auch kein deutlich depressiver Affekt mehr nachweisen, die Versicherte sei zudem affek tiv schwingungsfähig. Hinweise für psychotische Symptome liessen sich ebenfalls nicht mehr erkenne n. Ein Vergleich mit den Be- richten des behandelnden Arztes, Dr. D.____, lasse sich k aum machen, da in sämtlichen Be- langen kaum Befunde, dafür umso mehr subjektiv geklagte Beschwerden beschrieben würden. Bei der Beurteilung des Schweregrades der Depression, ab er auch der Arbeitsfähigkeit, schei- ne sich Dr. D.____ wohl weitgehend auf die subjektiv g eklagten Beschwerden der Explorandin abzustützen. Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht Unter Berücksichtigung aller Faktoren bestehe sowohl in der zuletzt ausgeübten als auch in einer alternativen Tätigkeit ab Untersuchungsdatum, al so ab dem 11. Dezember 2012, eine 30%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ohne zusätzlich e Verminderung der Leistungsfähig- keit. 7.4 Anlässlich des laufenden Vorbescheidverfahrens reichte die Beschwerdeführerin einen weiteren Bericht des behandelnden Arztes, Dr. D.____, vo m 11. Dezember 2013 ein. Dr. D.____ kam darin zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin b ei der bestehenden Tiefe ihrer Depression sicher nicht fähig sei, einer Berufsarbeit nach zugehen. Im Gegensatz zu der An- sicht von Dr. E.____ stelle er fest, dass die Beschwerdefüh rerin tatsächlich unter einer chroni- schen Depression leide, die auch durch ungünstige Umweltb edingungen, vor allem durch ihren verständnislosen, groben Ehemann, beinahe dauerhaft de pressiv sei und dabei nur sehr redu- ziert imstande sei, auch nur die geringste Arbeit zu vollziehen. Wenn sie in den Gesprächen mit Dr. E.____ weniger depressiv gewirkt habe, so möge dies a uf den Umstand zurück zu führen sein, dass sie sich durch ihn nicht so gequält gefühlt hab e wie durch ihren Ehemann. In ihrer ehelichen Lage sei sie beinahe dauernd depressiv und nich t fähig, eine Arbeit zu bewältigen. Dr. D.____ kam zum Schluss, dass sie in der Belastungssituatio n, in der sie dauerhaft lebe, aber auch mit ihrer schizophrenen Heredität, die sie mi t sich trage, nicht in der Lage sei, eine Berufstätigkeit auszuüben. Sie sei zu 75 % arbeitsunfähig. 7.5.1 Dem Gutachten von Dr. E.____ ist voller Beweiswe rt zuzusprechen. Es erfüllt diesbe- züglich sämtliche unter E. 6.3 hiervor genannten Kriter ien. Dr. E.____ war über die bisherigen medizinischen Akten vollumfänglich dokumentiert, führte eine eigene Untersuchung durch und nahm namentlich auch Rücksprache mit dem behandelnden P sychiater. Es weist nichts darauf hin, dass er nicht in der Lage gewesen wäre, eine umfassende Beurteilung des Gesundheitszu- standes vorzunehmen und die Relation zum Gesundheitszustan d, welcher der ursprünglichen Rentenverfügung zugrunde gelegen ist, herzustellen. D as Gutachten liefert eine umfassende Grundlage, um den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin in den Jahren 2006 und 2012 zu vergleichen. 7.5.2 Dr. E.____ konnte in der Untersuchungssituation, anders als noch Dr. C.____ im Jahr 2006, keine Wahrnehmungs- und Auffassungsstörung, keine Konzentrations- oder Aufmerk- samkeitsstörung und insbesondere auch keine deutliche in tellektuelle Erschöpfung mehr fest- stellen. Es liess sich kein deutlich depressiver Affekt mehr nachweisen und die Beschwerdefüh- rerin war, anders als noch im Jahr 2006, affektiv schwingun gsfähig. Hinweise für psychotische Symptome liessen sich ebenfalls keine mehr erkennen. Verg leicht man die Beurteilungen von Dr. C.____ und Dr. E.____, so lassen sich erhebliche Ver besserungen in der Symptomatik nachvollziehen, so dass die Diagnose von Dr. E.____, eine nicht mehr schwere, sondern noch leicht- bis mittelgradige depressive Episode, und die d amit verbundene Einschätzung der Ar- beitsfähigkeit, schlüssig sind. Dr. E.____ konnte zwar re trospektiv keine verlässlichen Angaben bezüglich des zwischenzeitlichen Verlaufs der Arbeitsfähig keit machen, weil jedoch an der bis- herigen Dreiviertelsrente rückwirkend nichts geändert wird, sondern der Rentenanspruch nur für die Zukunft neu berechnet wird, sind Angaben dazu auch nicht zwingend notwendig. Gestützt Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht auf seine Expertise lässt sich zuverlässig nachvollziehen, dass zwischenzeitlich – in welchem Zeitpunkt genau, ist nicht ausschlaggebend – eine massgeb liche Besserung eingetreten ist. 7.5.3 Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass, um ei nen tatsächlichen Unterschied auf der Seinsebene feststellen zu können, eine einmalige Exploration nicht ausreichend gewesen sei. Es liegen jedoch keine Anhaltspunkte vor, dass der Gutachter in der einmaligen Exploration nicht fähig gewesen wäre, den Gesundheitszustand der Be schwerdeführerin abzuklären. Im Übrigen kommt es für den Aussagegehalt eines Arztberich ts ohnehin nicht auf die Dauer der Untersuchung an. Massgeblich ist vielmehr, ob der Bericht inhaltlich vollständig und im Ergeb- nis schlüssig ist (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Mai 2009, 9C_170/2009, E. 2.2 mit Hinwei- sen). Nach Meinung der Beschwerdeführerin müsse zudem angenommen werden, dass das für die Begutachtung notwendige Vertrauensverhältnis nicht hinreichend habe aufgebaut werden können. In diesem Zusammenhang stellte Dr. E.____ indes lediglich fest, dass die Beschwerde- führerin den Blickkontakt bei der Schilderung ihrer g esundheitlichen Beschwerden nicht habe halten können, was dazu beigetrug, dass er – ohne Auswirku ngen auf die Arbeitsfähigkeit - ak- zentuierte Persönlichkeitszüge bzw. eine Tendenz zur Dramatisierung festhielt. 7.5.4 Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin kann n ichts anderes aus dem Umstand abgeleitet werden, dass die depressive Erkrankung Schwanku ngen unterworfen ist. Der Gut- achter trug dem Rechnung, indem er von einer leicht- b is mittelgradigen Episode ausging und trotz der in der Untersuchungssituation nicht festgestel lten verminderten Energie, Vergesslich- keit sowie verminderten Konzentrationsfähigkeit eine doch recht erhebliche Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit von 30 % attestierte. 7.5.5 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, Dr . E.____ hätte es unterlassen, die subjektiven klinischen Befunde mittels testpsychologischer Abkl ärungen zu objektivieren, ist ihr entgegenzuhalten, dass eine Testdiagnostik nicht zwingend erforderlich ist, sondern vielmehr im Ermessen des Gutachters steht. Die Beschwerdegegnerin bemerkt zu Recht, dass weder im Gutachten von Dr. C.____ noch in demjenigen von Dr. D. ____ eine testpsychologische Abklä- rung durchgeführt worden ist, sodass eine bessere Vergl eichbarkeit als Argument für eine test- psychologische Abklärung entfällt. 7.5.6 Der Einwand, dass sich Dr. E.____ mit dem Beweist hema der erheblichen Änderung des Sachverhalts nicht genügend auseinander gesetzt ha be, ist ebenfalls nicht begründet. Es ist aufgrund seiner Schilderungen und mit Blick auf die von ihm differenziert aufgezeigten Un- terschiede erstellt, dass sich die depressive Erkrankung in ihren Auswirkungen erheblich ge- bessert hat (vgl. E. 7.5.2 hiervor). Weiter ist nicht ausschlaggebend, dass die Beschwerdeführe- rin gegenüber Dr. E.____ eine Verbesserung ihres Gesun dheitszustandes nur in Bezug auf Angstattacken, welche jetzt nur noch sehr sporadisch auftreten würden, angab. Dr. E.____ stell- te aus einer psychiatrischen Gesamtsicht eine Verbesserung der depressiven Symptomatik und damit verbunden einer weniger eingeschränkte Arbeitsf ähigkeit fest. Es steht der Schlüssigkeit des psychiatrischen Gutachtens von Dr. E.____ nicht entgeg en, dass die Beschwerdeführerin selber nicht von einer Verbesserung hinsichtlich der depressiven Erkrankung ausgeht. Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht 7.5.7 Soweit die Beschwerdeführerin schliesslich bemängel t, dass sich Dr. E.____ nicht ge- nügend mit der Beziehung zu ihrem Ehemann und mit dem Loyalitätskonflikt zwischen eigenen Lebensvorstellungen und Bedürfnissen und den traditionel len Normen ihrer Heimatkultur be- fasst habe, muss ihr entgegengehalten werden, dass es sich b ei den genannten Faktoren um invaliditätsfremde Faktoren handelt. Solche Faktoren si nd vom sozialversicherungsrechtlichen Standpunkt jedoch unbeachtlich und vermögen keinen Anspruch zu begründen (vgl. BGE 127 V 294 E. 5a). 7.5.8 Die Beschwerdeführerin weist abschliessend darauf hin, dass von Dr. E.____ und auch in früheren medizinischen Unterlagen auf zervikale und l umbale Rückenschmerzen hingewie- sen werde. Sie unterlässt es indessen, entsprechende Unt erlagen einzureichen bzw. die ge- nannten Beschwerden hinreichend zu substantiieren. Aufg rund der medizinischen Sachlage, wie sie sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 18. März 2014 entwickelt hat, besteht jedenfalls zur Zeit kein Anlass für weitere medizinische Abklärungen. 7.6 Als Zwischenergebnis ist somit festzuhalten, dass die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung im Ergebnis zutreffend davon ausgegangen ist , dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin und dessen funktionelle Auswirkung en seit der am 12. Juni 2003 er- folgten Rentenzusprache erheblich verbessert haben. Som it hat die IV-Stelle das Vorliegen der Revisionsvoraussetzungen des Art. 17 ATSG zu Recht bejaht. 8.1 Gestützt auf dieses Zwischenergebnis ist in einem nächs ten Schritt zu prüfen, wie sich die geschilderte Entwicklung auf den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin auswirkt. Zur Beantwortung dieser Frage sind die Anspruchsberechtigun g und allenfalls der Umfang des An- spruchs pro futuro zu prüfen. Es gilt mit anderen Worten , auf der Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts den Invaliditäts grad bei Erlass der streitigen Revisions- verfügung zu ermitteln, woraus sich die Anspruchsberechti gung und allenfalls der Umfang des Anspruchs ergeben. 8.2 Wie bereits weiter oben ausgeführt (vgl. E. 5.1 hi ervor), ist der Invaliditätsgrad der Be- schwerdeführerin vorliegend unbestrittenermassen in Anwe ndung der gemischten Methode der Invaliditätsbemessung zu ermitteln. Bei der Festlegung der Anteile der Erwerbstätigkeit und der Haushalttätigkeit hat die IV-Stelle auf die im “Frag ebogen zur Ermittlung der Erwerbstätigkeit“ wiedergegebenen und nachvollziehbar begründeten Angab en der Versicherten abgestellt, wo- nach diese ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen in einem Pensum von 80 % erwerbstätig und zu 20 % für den Haushalt besorgt wäre. Gestützt au f diese Aussage der Versicherten hat die IV-Stelle die Anteile der Erwerbs- und der Hausha lttätigkeit entsprechend festgesetzt, was nicht zu beanstanden ist und auch von der Beschwerdeführerin nicht in Frage gestellt wird. 8.3 Gemäss Art. 16 ATSG ist der Invaliditätsgrad bei er werbstätigen Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dasselbe gilt im Rahmen der gemischten Methode der Invaliditätsbemessung für die Ermittlung des Invalid itätsgrades im Erwerbsbereich. Die IV- Stelle hat in der angefochtenen Verfügung vom 18. März 2014 den erforderlichen Einkommens- vergleich vorgenommen. Dabei hat sie anhand der Gegenüberstellung des - auf der Basis eines Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht 80 %-Pensums (vgl. E. 8.2 hiervor) ermittelten - Valide neinkommens von Fr. 72‘862.-- und ei- nes zumutbaren Invalideneinkommens in der Höhe von Fr. 57‘948.-- einen Invaliditätsgrad im Erwerbsbereich von 20.47 % ermittelt. Diese Berechnung erweist sich als rechtens und wird auch nicht bestritten. Es kann diesbezüglich vollumfängl ich auf die entsprechenden Ausführun- gen der IV-Stelle in der Verfügung vom 18. März 2014 verwiesen werden. 9.1 Zur Ermittlung der Einschränkung im Haushaltsberei ch hat die IV-Stelle eine Haus- haltabklärung in Auftrag gegeben. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung stellt die in Art. 69 Abs. 2 IVV vorgesehene Abklärung an Ort und St elle eine grundsätzlich geeignete und im Regelfall genügende Basis dafür dar, unter Berücksicht igung der konkreten Verhältnisse die Unmöglichkeit der versicherten Person festzustellen, sich i m bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. Im Rahmen der Haushaltabklärung werden di e im Haushalt anfallenden Arbeitspro- zesse von einer qualifizierten Abklärungsperson, deren fach liche Kompetenz vorausgesetzt wird (vgl. dazu BGE 128 V 93 f. E. 4 und 130 V 62 f. E. 6.1 und 6.2), an Ort und Stelle einzeln besprochen und allfällige Einschränkungen werden im jeweiligen Bereich festgehalten. Von den Ergebnissen einer solchen Abklärung ist nur ausnahmsweise abzuweichen, handelt es sich doch bei der Einschätzung der Behinderungen im Rahmen eines Betätigungsvergleichs um einen Ermessensentscheid (vgl. BGE 114 V 316, 98 V 131). 9.2 Der Abklärungsbericht ist seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des Aus- masses physisch bedingter Beeinträchtigungen zugeschnitten. S eine grundsätzliche Massge- blichkeit ist darum praxisgemäss eingeschränkt, wenn die versich erte Person an psychischen Beschwerden leidet (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 1 3. Juni 2008, 8C_671/2007, E. 3.2.1 mit weiteren Hinweisen). Rechtsprechungsgemäss bedarf es hier des Beizugs einer ärztlichen Fachperson, die sich zu den einzelnen Positionen der Haus haltsführung unter dem Gesichts- winkel der Zumutbarkeit zu äussern hat (Urteil des Bundesg erichts vom 13. Juni 2008, 8C_671/2007, E. 3.2.1 mit weiteren Hinweisen). Zwar bildet die Abklärung vor Ort auch hier grundsätzlich ein geeignetes Mittel zur Invaliditätsbemessun g im Aufgabenbereich. Den ärztli- chen Stellungnahmen ist in der Regel jedoch mehr Gewich t einzuräumen als dem Bericht über die Haushaltabklärung. Diese prinzipielle Gewichtung h at ihren Grund darin, dass es für die Abklärungsperson regelmässig nur beschränkt möglich ist, das Ausmass des psychischen Lei- dens und der damit verbundenen Einschränkungen zu erkenn en. Für die Rechtsanwendung im konkreten Fall bedeutet dies, dass nach Massgabe der Krite rien, die von der Rechtsprechung entwickelt worden sind, der Beweiswert sowohl der medi zinischen Unterlagen als auch des Haushaltabklärungsberichts zu beurteilen ist. Liegen gle ichermassen beweiskräftige Stellung- nahmen vor, muss geprüft werden, ob die gemachten Aussag en vereinbar sind oder einander widersprechen. Bestehen Widersprüche zwischen den Ergebnissen der Haushaltabklärung und den ärztlichen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherte n Person, ihre Haushaltstätigkeiten trotz des psychischen Leidens noch verrichten zu können, ist der medizinischen Einschätzung prinzipiell höheres Gewicht beizumessen (Urteil des Bundes gerichts vom 5. September 2011, 9C_201/2011, E. 2 mit weiteren Hinweisen; Urteil des EVG vom 23. Dezember 2003, I 311/03, E. 5.3). Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht 9.3 Die Beschwerdeführerin bestreitet die Schlüssigkeit u nd damit die Verwertbarkeit des genannten Haushaltberichtes. Die Abklärungsperson füh re unter den ergänzenden Bemerkun- gen aus, dass die Abklärung nicht sehr einfach gewesen se i, weil einerseits die Beschwerde- führerin einen deprimierten Eindruck gemacht habe, a ndererseits habe das Gutachten von Dr. E.____ stark mitberücksichtigt werden müssen. Da das Guta chten von Dr. E.____ vorliegend nicht verwertbar sei, könne unter diesen von der Abkläru ngsperson selbst deklarierten Umstän- den auch auf den Haushaltsbericht nicht abgestellt werd en. Im Einzelnen könne dem Abklä- rungsbericht auch deshalb nicht gefolgt werden, weil die Mithilfe des Ehemannes zu stark in die Beurteilung der Einschränkung einbezogen worden sei. Schliesslich äussere sich Dr. E.____ nicht zu den einzelnen Positionen der Haushaltführung, w omit keine verwertbare Einschätzung der Einschränkungen vorliege. 9.4 Vorliegend ergab die Haushaltabklärung vor Ort g emäss Bericht vom 15. Juli 2013 eine Einschränkung von 5.5 %. Die Abklärungsperson führte aus, dass sie das psychiatrische Gut- achten von Dr. E.____ in ihrem Bericht „stark mitberücksichtigen“ musste. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin spricht jedoch gerade der Einbez ug des psychiatrischen Gutachtens für die Zuverlässigkeit der Haushaltabklärung. Es wurde bereits ausgeführt, dass das Gutach- ten von Dr. E.____ sämtlichen Vorgaben entspricht und beweisrechtlich in keinerlei Hinsicht zu beanstanden ist (vgl. E. 7.5.1 hiervor). Die Abklärungsp erson liess die Feststellungen von Dr. E.____ zu Recht in ihren Bericht einfliessen, zumal es fü r sie nur beschränkt möglich gewesen wäre, das Ausmass des psychischen Leidens der Beschwerdeführerin und der damit verbunde- nen Einschränkungen zu erkennen (vgl. E. 9.2 hiervor). Di es gilt insbesondere für die von Dr. E.____ festgestellte Dramatisierungstendenz (vgl. E. 7.3 hiervor), deren Nichtberücksichtigung zu unzuverlässigen Einschätzungen geführt hätte. Da der B ericht die Ergebnisse des psychiat- rischen Gutachtens berücksichtigt und folgerichtig keine Wi dersprüche zwischen den Ergebnis- sen der Haushaltabklärung und den ärztlichen Feststellun gen bestehen, erübrigt sich eine Äusserung von Dr. E.____ zu den einzelnen Positionen de r Haushaltsführung. In seiner Stel- lungnahme vom 14. September 2013 bestätigt Dr. E.___ _ indes, dass die Beurteilung der Haushaltabklärung nicht im Widerspruch zu der in seine m Gutachten festgestellten Einschrän- kung stehe, was ein weiteres, gewichtiges Argument für d ie Verwertbarkeit des Haushaltberich- tes darstellt. Schliesslich entspricht auch die relativ weit gehende Berücksichtigung der Mithilfe durch Familienmitglieder und Verwandte im Haushalt im Rahmen der Schadensminderungs- pflicht der geltenden Praxis (vgl. BGE 133 V 504 E. 4.2 ). Es liegen demgemäss keine Hinweise vor, dass die Haushaltabklärung nicht korrekt durchgeführt worden wäre und es kann vollum- fänglich auf den entsprechenden Bericht abgestützt werden. 10. In Anwendung der gemischten Methode der Invaliditä tsbemessung ergibt sich auf Grund des Gesagten in Berücksichtigung der zeitlichen Beans pruchung von 80 % im Erwerbs- und 20 % im Haushaltbereich bei einer Einschränkung im E rwerbsbereich von 16.38 % (0,8 x 20.47 %) und einer solchen im Haushaltbereich von 1.1 % (0,2 x 5.5 %) insgesamt ein Invalidi- tätsgrad in der Höhe von 17.48 % bzw. gerundet (vgl. zur Rundungspraxis: BGE 130 V 121 ff.) von 17 %. Bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 1 7 % hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine IV-Rente. Die IV-Stelle hat deshalb die der Versicherten bisher ausgerichtete Dreiviertelsrente zu Recht aufgehoben, wobei die Aufhe bung gestützt auf Art. 88 bis Abs. 2 lit. a Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht IVV korrekterweise vom ersten Tag des zweiten der Zustellun g der Verfügung folgenden Mo- nats an erfolgte. Die angefochtene Verfügung der IV- Stelle vom 18. März 2014 ist demnach nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde er weist sich als unbegründet, wes- halb sie abgewiesen werden muss. 11.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um di e Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit- wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1000.-- festgel egt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstan den ist, setzt das Gericht die Verfah- renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 600.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par- tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihr zu auferlege n sind. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. 11.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausga ng entsprechend wettzuschla- gen. Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- wer den der Be- schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kos tenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- verrechnet. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. http://www.bl.ch/kantonsgericht