<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2003.00048</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203893&amp;W10_KEY=13013571&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2003.00048</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 16.12.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 2001</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Besteuerung von Mitarbeiterbeteiligungen Beteiligungsrechte werden im Zeitpunkt des unwiderruflichen Rechtserwerbs, grundsätzlich bei der Zuteilung, besteuert. Es ist auf den Verkehrswert, bei kotierten Wertpapieren auf den Kurswert, abzustellen. Nur, wenn kein Kurswert vorhanden ist, ist eine Einzelbewertung aufgrund der Jahresrechnung der betreffenden Gesellschaft vorzunehmen. Die Nichtabzugsfähigkeit von Kapitalverlusten im Privatvermögen ist nicht verfassungswidrig. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Artikel 8, 9, 29 ff BV ST: ANSPRUCH AUF GLEICHBEHANDLUNG">ANSPRUCH AUF GLEICHBEHANDLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWERTUNGSSTICHTAG">BEWERTUNGSSTICHTAG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BÃRSENKOTIERT">BÃRSENKOTIERT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINKOMMENSSTEUER">EINKOMMENSSTEUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KAPITALVERLUST">KAPITALVERLUST</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KURSWERT">KURSWERT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNBESTANDTEIL">LOHNBESTANDTEIL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MARKTWERT">MARKTWERT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITARBEITERBETEILIGUNG">MITARBEITERBETEILIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIVATVERMÃGEN">PRIVATVERMÃGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSGLEICHHEITSGEBOT">RECHTSGLEICHHEITSGEBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SWISSAIR">SWISSAIR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHRSWERT">VERKEHRSWERT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUFLUSSZEITPUNKT">ZUFLUSSZEITPUNKT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUTEILUNG">ZUTEILUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 8 Abs. I BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 9 BV</span><br/><span class="gerade">Art. 127 Abs. II BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 127 Abs. III BV</span><br/><span class="gerade">Art. 16 Abs. II DBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>A war Angestellter der zur Firma D gehÃ¶renden E AG. GestÃ¼tzt auf den Bonusplan wurden ihm am 26. April 2001 unentgeltlich Aktien und Optionen der Firma D zu BÃ¶rsenkursen von Fr. 67'206.- zugeteilt. In der SteuererklÃ¤rung 2001 erachteten er </span>und seine Ehefrau B d<span>ie von der E AG bezogenen LohneinkÃ¼nfte von netto Fr. 417'588.- lediglich im Umfang von Fr. 189'871.- (richtig: Fr. 189'972.-) als steuerbar. Sie stellten sich auf den Standpunkt, mit der ErÃ¶ffnung des Nachlassverfahrens Ã¼ber die Firma D am 5. Oktober 2001 seien die vom Ehemann</span><span> </span><span>bezogenen Mitarbeiteraktien und -optionen von Fr. 86'891.-, Fr. 73'920.- bzw. Fr. 67'205.- vÃ¶llig wertlos geworden. Die bei der Zuteilung erfolgte Besteuerung der Aktien und Optionen erscheine deshalb als sachwidrig und fÃ¼hre zu einer ungerechtfertigten steuerlichen Belastung. </span></p> <p class="Urteilstext">Das kantonale Steueramt schÃ¤tzte die Eheleute A und B mit EinschÃ¤tzungs- und Einspra­cheentscheid vom 17. Oktober 2002 bzw. 31. MÃ¤rz 2003 fÃ¼r die Steuerperiode 2001 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. â¦ ein. Es verwarf die Ansicht der Pflichtigen und liess den geltend gemachten Wertschriftenverlust von insgesamt Fr. 228'016.- nicht zum Abzug zu.</p> <p class="Sachverhalt1"><span class="MsoPageNumber"><b>II. </b></span><span class="MsoPageNumber"> </span></p> <p class="Urteilstext">Die Steuerrekurskommission I wies den hiergegen gerichteten Rekurs der Pflichtigen am 30. Juni 2003 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 10. September 2003 liessen die Pflichtigen dem Verwaltungsgericht beantragen, sie seien fÃ¼r die Steuerperiode 2001 mit einem Reineinkommen (richtig: steuerbaren) Einkommen von Fr. â¦ einzuschÃ¤tzen; eventualiter seien die Mitarbeiteraktien und -optionen neu zu bewerten, wobei ein "mutmasslich korrekter 'BÃ¶rsen'Kurs von ca. Fr. 55.- im Zuteilungszeitpunkt der Berechnung zu Grunde zu legen sei". Ausserdem verlangten sie eine ParteientschÃ¤digung, und zwar auch fÃ¼r den Fall des Unterliegens.</p> <p class="Urteilstext">Die Steuerrekurskommission I und das kantonale Steueramt schlossen auf Abweisung des Rechtsmittels.</p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1"><span>Die 2. Kammer</span> zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden.</p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sachverhalt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das von der Rekurskommission in Ãbereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf Angemessenheit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekursinstanz zu setzen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts erstreckt sich lediglich auf rechtsverletzende Ermessensfehler, d.h. auf ErmessensÃ¼berschreitung und Ermessensmissbrauch.</p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Als Einkommen aus unselbststÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit im Sinn von § 17 Abs. 1 StG gilt unter anderem auch die Zuteilung von Beteiligungsrechten an Mitarbeiter, sofern und soweit die Beteiligungsrechte unentgeltlich oder zu einem Vorzugspreis Ã¼berlassen werden (RB 1995 Nr. 34 = StE 1996 B 22.2 Nr. 11, auch zum Folgenden). Solchenfalls fÃ¼hrt nÃ¤mlich der Zufluss dieser VermÃ¶gensrechte beim Mitarbeiter in der Differenz zwischen dem Verkehrswert und einem allfÃ¤lligen Bezugspreis zu einer im ArbeitsverhÃ¤ltnis begrÃ¼ndeten Bereicherung. Dem Mitarbeiter fliesst durch den Erwerb der Beteiligungsrechte â und nur hierdurch â unter dem steuerrechtlichen Titel des Einkommens aus unselbststÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit ein geldwerter Vorteil zu, falls die wirtschaftliche LeistungsfÃ¤higkeit des EmpfÃ¤ngers gÃ¼nstig beeinflusst wird. </span></p> <p class="Urteilstext">EinkÃ¼nfte werden erst mit ihrem Zufluss einkommens- bzw. vermÃ¶genssteuerwirksam. In Lehre und Rechtsprechung hat sich der Grundsatz herausgebildet, dass EinkÃ¼nfte in der Regel in jenem Zeitpunkt zufliessen, in welchem der Rechtserwerb vollendet ist, der Steuerpflichtige also einen festen Rechtsanspruch auf das VermÃ¶gensrecht erworben hat, es sei denn, die ErfÃ¼llung des Anspruchs sei besonders unsicher (RB 1998 Nr. 148; Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼rcher Steuer­gesetz, ZÃ¼rich 1999, § 50 N. 6). Der Einkommenszufluss ist ein faktischer Vorgang, der damit ab­geschlossen ist, dass der Steuerpflichtige die wirtschaftliche VerfÃ¼gungsmacht Ã¼ber die zu­geflossenen VermÃ¶genswerte innehat. Die Bedeutung des Zuflussprinzips liegt in der periodengerechten, d.h. auf das Zuflussjahr bezogenen Einkommensermittlung (RB 1988 Nr. 29).</p> <p class="Urteilstext">Bei der Ãbertragung von Mitarbeiteraktien und -optionen erwirbt der Arbeitnehmer in der Regel mit der Annahme der Offerte einen Anspruch auf Ãbertragung des Eigentums und mit deren Ãbertragung auf ihn erwirbt er das Eigentum an den Titeln (BGr, 6. November 1995, E. 3b/bb, StE 1996 B 22.2 Nr. 12). Der VermÃ¶gensrechtserwerb ist (frÃ¼hestens) dann vollendet, wenn der Mitarbeiter ein Angebot ausdrÃ¼cklich oder durch konkludentes Verhalten angenommen hat; denn erst dieses Akzept lÃ¤sst ein konsolidiertes, nÃ¤mlich notfalls gerichtlich durchsetzbares Recht des Mitarbeiters auf EinrÃ¤umung der Beteiligungsrechte entstehen (RB 1995 Nr. 34 = StE 1996 B 22.2 Nr. 11). Dieser Grundsatz (der Besteuerung bei Zuteilung, "at grant") schliesst indessen nicht aus, dass aufgrund der konkreten Vertragsbedingungen der unwiderrufliche Rechtserwerb â z.B. infolge einer aufschiebenden Bedingung â erst zu einem spÃ¤teren Zeitpunkt eintritt und dannzumal zu einer Besteuerung ("at vesting") fÃ¼hrt, da nur unbedingte LeistungsansprÃ¼che als realisiertes Einkommen betrachtet werden kÃ¶nnen (Peter Locher, Kommentar zum Bundesgesetz Ã¼ber die direkte Bundessteuer, I. Teil, Therwil/Basel 2001, Art. 16 N. 18, mit weiteren Hinweisen; Richner/Frei/Kaufmann, § 50 N. 8).</p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Der Zufluss derartiger VermÃ¶gensrechte an Mitarbeitende fÃ¼hrt wie erwÃ¤hnt in der Dif­ferenz zwischen dem (objektiven Geld-)Wert dieser Rechte und einem allfÃ¤lligen Bezugs­preis zu steuerbaren EinkÃ¼nften. </span><span>Ob</span><span> die zugeflossenen Rechte marktfÃ¤hig, d.h. verÃ¤us­serbar seien, ist eine Frage, welche sich lediglich auf deren Bewertung auswirkt. Hingegen berÃ¼hrt die VerkÃ¤uflichkeit oder NichtverkÃ¤uflichkeit von Mitarbeiteroptionen deren Steu­erobjektqualitÃ¤t darum nicht, weil der Zufluss geldwerter VermÃ¶gensrechte die wirt­schaftliche LeistungsfÃ¤higkeit eines Pflichtigen (vgl. BGE 114 Ia 225; Art. 19 Abs. 1 der zÃ¼rcherischen Kantonsverfassung), d.h. letztlich die FÃ¤higkeit zur Erbringung von Steuerleistungen, im Licht sÃ¤mtlicher gÃ¤ngiger Theorien des Einkommensbegriffs unabhÃ¤ngig davon erhÃ¶ht, ob fÃ¼r diese Werte ein KÃ¤ufermarkt vorhanden ist (RB 1995 Nr. 34 = StE 1996 B 22.2 Nr. 11 mit Hinweisen).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Bei der Bewertung von Mitarbeiteraktien und -optionen ist, wie bei allen NaturalbezÃ¼­gen, auf den Verkehrswert abzustellen (vgl. Art. 16 Abs. 2 des Bundesgesetzes Ã¼ber die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990: "Marktwert"). </span></p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht hat im PrÃ¤judiz RB 1995 Nr. 34 = StE 1996 B 22.2 Nr. 11 erwogen, die Ermittlung des Verkehrswerts biete keine Schwierigkeiten, wenn kotierte Papiere mit Kurswert oder regelmÃ¤ssig auf einem SekundÃ¤rmarkt gehandelte Optionen in Frage stÃ¤nden. Bestehe kein Markt oder sei ein solches VermÃ¶gensrecht dem Handelsverkehr aus rechtlichen GrÃ¼nden entzogen (vgl. RB 1973 Nr. 24 betreffend Mitarbeiteraktien, die einem VerÃ¤usserungsverbot unterlagen; RB 1972 Nr. 59 betreffend ein unter Verwandten gewÃ¤hrtes, mit einem Zessionsverbot belegtes und unverpfÃ¤ndbares Darlehen), so mÃ¼sse zwar der Begriff des Verkehrswerts versagen, doch bedeute dies, weil das Vorliegen von Einkommen nicht die MarktfÃ¤higkeit des zugeflossenen Wirtschaftsguts voraussetze (vgl. E. 2.2 hiervor), nicht, dass kein Einkommen zugeflossen sei. Vielmehr mÃ¼sse der Wert sol­cher Optionen in diesem Fall nach bestimmten marktpreisbildenden Faktoren geschÃ¤tzt werden. Die sachgerechte SchÃ¤tzung des Werts nicht bÃ¶rsengÃ¤ngiger Optionen erweise sich allerdings als gleichermassen aufwendig und komplex. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span>Die Pflichtigen wenden sich gegen die Bewertung der dem Ehemann am 26. April 2001 unentgeltlich zugeteilten Aktien und Optionen der Firma D zu BÃ¶rsenkursen, was zu diesem Zeitpunkt einen Gesamtbetrag von Fr. 67'206.- ergab. Sie halten dafÃ¼r, dass die betreffenden BÃ¶rsenkurse in dieser HÃ¶he nicht existiert hÃ¤tten, wenn das Publikum die kor­rekten Zahlen und wahren Probleme des Unternehmens gekannt hÃ¤tte. Es sei willkÃ¼rlich, derartige BÃ¶rsenkurse, die auf vorgespiegelten und falschen Tatsachen beruhten und verschleierten, dass die Firma D in Wirklichkeit Ã¼berschuldet war, als Grundlage der Bewertung von Lohnbestandteilen heranzuziehen. Die betreffenden Aktien und Optionen seien daher nicht bewertbar und somit "im Zeitpunkt der Realisation" zu besteuern.</span></p> <p class="Urteilstext">Der Zeitpunkt der Realisation des fraglichen Einkommens aus unselbststÃ¤ndiger Erwerbs­tÃ¤tigkeit ist der Zeitpunkt, in welchem der Ehemann einen festen Rechtsanspruch gegen­Ã¼ber seiner Arbeitgeberin auf die streitbetroffenen Aktien und Optionen erworben hat (vgl. E. 2.1), was unstreitig im Zeitpunkt der Zuteilung am 26. April 2001 geschehen ist. Dass ihm diese Wertschriften erst spÃ¤ter Ã¼bertragen worden sind, Ã¤ndert daran nichts. Die Pflichtigen machen nÃ¤mlich zu Recht nicht geltend, die Ãbertragung der Mitarbeiterbeteili­gungen sei im Zuteilungszeitpunkt besonders unsicher gewesen; nur unter dieser Voraussetzung hÃ¤tte eine spÃ¤tere Besteuerung im ("Ist-")Zeitpunkt der Ãbertragung der Wertschriften erfolgen kÃ¶nnen (vgl. RB 1994 Nr. 37 mit Hinweisen). Die von den Pflichtigen angestrebte Besteuerung des Einkommens aus den fraglichen Aktien und Optionen erst im Zeitpunkt deren (Weiter-)VerÃ¤usserung bzw. deren AusÃ¼bung ("at exercise") fÃ¤llt nach der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. E. 2.1) ausser Betracht.</p> <p class="Urteilstext">Der Verkehrswert eines VermÃ¶gensrechts entspricht dem Preis, der bei dessen VerÃ¤us­serung am Bewertungsstichtag mutmasslich zu erzielen gewesen wÃ¤re (vgl. RB 1981 Nr. 101). Als Verkehrswert von an der BÃ¶rse kotierten Wertpapieren wie der in Frage stehenden Aktien und Optionen der Firma D gilt der BÃ¶rsenkurs des Bewertungsstichtags (vgl. Rainer Zigerlig/Guido Jud in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 2. A., Basel etc. 2002, Art. 14 StHG N. 18 mit Hinweisen).</p> <p class="Urteilstext">Bewertungsstichtag fÃ¼r die Feststellung des Verkehrswerts der streitbetroffenen Aktien und Optionen der Firma D ist der 26. April 2001, in welchem Zeitpunkt der pflichtige Ehe­mann einen festen Rechtsanspruch auf die Mitarbeiterbeteiligungen erworben hat und ihm hieraus Einkommen zugeflossen ist. Dass die Beteiligungen diesem spÃ¤ter Ã¼bertragen worden sind, Ã¤ndert â wie vorstehend dargelegt wurde â nichts daran. Der Umstand sodann, dass die BÃ¶rsenkurse an diesem Tag aus spÃ¤terer Sicht nach Darstellung der Pflichtigen auf "falschen bzw. vorgespiegelten Tatsachen" beruhten, fÃ¼hrt nicht dazu, dass diesen Kursen ihre unbestrittene Eignung, den Verkehrswert wiederzugeben, abzusprechen ist. Denn auch in solchen â bezahlten â BÃ¶rsenkursen wiederspiegelten sich die Anschauungen und Erwartungen des unabhÃ¤ngigen Markts hinsichtlich der in Frage stehenden Aktien und Optionen. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.5 </span></b><span>Im Abstellen auf den BÃ¶rsenkurs vermag das Verwaltungsgericht schliesslich entgegen der Auffassung der Pflichtigen keine Verfassungswidrigkeit zu erblicken. Da dieser dem Verkehrswert am Bewertungsstichtag entspricht, wird der in Art. 127 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) verankerte Grundsatz der Besteuerung nach der wirt­schaftlichen LeistungsfÃ¤higkeit nicht verletzt, verlangt doch dieses Prinzip bei einer periodischen Steuer wie der Einkommenssteuer vorab die Beachtung der wirtschaftlichen LeistungsfÃ¤higkeit des Steuerpflichtigen in der Periode des Einkommenszuflusses. </span></p> <p class="Urteilstext">Des Weiteren wird weder gegen das Rechtsgleichheitsgebot von Art. 8 Abs. 1 BV noch gegen das WillkÃ¼rverbot von Art. 9 BV verstossen: Weil bei der Einkommenssteuer das Einkommen der Steuerperiode festgelegt werden muss, kommt es auf dessen Zufluss in der Steuerperiode an. Ob die zugeflossenen VermÃ¶genswerte Ã¼ber diese Periode hinweg Bestand haben, ist somit grundsÃ¤tzlich nicht massgebend. Anders als im GeschÃ¤ftsvermÃ¶gensbereich kennt das Steuerrecht im Bereich des PrivatvermÃ¶gens die MÃ¶glichkeit der RÃ¼ckstellung oder Abschreibung bei drohenden oder tatsÃ¤chlich eingetretenen VermÃ¶gens­verlusten nicht. Das Fehlen solcher KorrekturmÃ¶glichkeiten ist zwar in einem Ã¼berperiodischen Gesamtzusammenhang gesehen unter dem Gesichtswinkel der Besteuerung nach der wirtschaftlichen LeistungsfÃ¤higkeit nicht unbedenklich. Es ist jedoch insoweit systembedingt, als die NichtabzugsfÃ¤higkeit von Kapitalverlusten das Korrelat zur Steuerfreiheit der Kapitalgewinne bildet. HÃ¤tten die fraglichen Aktien und Optionen im Wert zugenommen, so wÃ¤ren die bei VerÃ¤usserung erzielten Gewinne steuerfrei geblieben. Infolgedessen kann nicht gesagt werden, die im vorliegenden Fall ausbleibende BerÃ¼cksichtigung von Wertverminderungen in spÃ¤teren Steuerperioden sei offensichtlich unhaltbar, stehe mit der tatsÃ¤chlichen Situation in klarem und offensichtlichem Widerspruch, verletze krass eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz oder laufe in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwider (vgl. BGE 123 I 1 E. 4a S. 5; 125 II 10 E. 3 S. 15). </p> <p class="Urteilstext">Das Rechtsgleichheitsgebot wird missachtet, wenn rechtliche Unterscheidungen getroffen werden, fÃ¼r die ein vernÃ¼nftiger Grund in den zu regelnden VerhÃ¤ltnissen nicht ersichtlich ist, oder Unterscheidungen unterlassen werden, die sich aufgrund der VerhÃ¤ltnisse aufdrÃ¤n­gen, wenn also Gleiches nicht nach Massgabe seiner Gleichheit gleich und Ungleiches nicht nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich behandelt wird (BGE 115 Ia 81 E. 2 S. 83 mit Hinweisen). Unter diesem Aspekt ist der Vorwurf der Pflichtigen unbegrÃ¼ndet, es bestehe eine ungleiche Behandlung zwischen Mitarbeitern einer nicht an einer BÃ¶rse kotierten Gesellschaft und Mitarbeitern einer bÃ¶rsenkotierten Gesellschaft. Dass Aktien einer nicht kotierten Gesellschaft aufgrund der konkreten Jahresrechnungen bewertet werden mÃ¼ssen (vgl. Richner/Frei/ Kaufmann, § 39 N. 21 ff.) und somit diese beeinflussende allfÃ¤llige VerstÃ¶sse gegen die ordnungsmÃ¤ssige BuchfÃ¼hrung und Bilanzierung aufgedeckt und bei der Bewertung berÃ¼cksichtigt werden kÃ¶nnen, wÃ¤hrend bÃ¶rsenkotierte Aktien aufgrund der BÃ¶rsenkurse bewertet werden, wurzelt in einem erheblichen sachlichen Unterschied, der eine Gleichbehandlung verbietet. Da der Markwert eines Wertpapiers zuverlÃ¤ssig nur durch die Preisbildung in einem regelmÃ¤ssigen Handel wiedergegeben wird (vgl. RB 1998 Nr. 140 = StE 1999 B 52.41 Nr. 2), was am besten an der BÃ¶rse selber geschieht, muss bei Fehlen eines solchen Handels notgedrungen auf eine individuelle Bewertung des Wertpapiers am massgeblichen Stichtag aufgrund der BÃ¼cher des betreffenden Unternehmens zurÃ¼ckgegriffen werden, welche aber eine blosse SchÃ¤tzung des Marktwerts erlaubt. Es wÃ¤re daher Ungleiches sachwidrig gleich behandelt, wÃ¼rde eine solche SchÃ¤tzung auch bei bÃ¶rsenkotierten Wertpapieren zur Ermittlung des Verkehrswerts angewendet.</p> <p class="Urteilstext">Ist aber nach dem Gesagten der Einkommenszufluss zu Recht unter Zuhilfenahme des BÃ¶rsenkurses am 26. April 2001 der in Frage stehenden Aktien und Optionen ermittelt worden, bleibt kein Raum fÃ¼r deren Neubewertung im Sinn des Eventualantrags der Pflichtigen.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.6 </span></b><span>Der Vorwurf der Pflichtigen, die Vorinstanzen seien auf ihre Argumente "gar nicht richtig eingegangen", was eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r sei, trifft nicht zu. Art. 29 Abs. 2 BV verlangt, dass die BegrÃ¼ndung eines Entscheids so abzufassen ist, dass der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Die BehÃ¶rde muss demnach wenigstens kurz die Ãberlegungen nennen, von denen sie sich hat leiten lassen und auf welche sich ihr Entscheid stÃ¼tzt (BGE 119 Ia 264 E. 4d S. 269; 121 I 54 E. 2c S. 57, mit Hinweisen). Sie muss sich jedoch nicht mit allen Parteistandpunkten einlÃ¤sslich auseinander setzen und jedes einzelne Vorbringen ausdrÃ¼cklich widerlegen. Die BehÃ¶rde kann sich auf die fÃ¼r den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschrÃ¤nken (BGE 117 Ib 64 E. 4 S. 86; 121 I 54 E. 2c S. 57). Die Vorinstanzen haben all jene notwendigen rechtlichen Ãberlegungen und tatsÃ¤chlichen Feststellungen dargelegt, welche zu den getroffe­nen Entscheiden gefÃ¼hrt haben. Sie mussten sich daher nicht mit allen einzelnen Argumenten und Vorbringen der Pflichtigen auseinander setzen.</span></p> <p class="Urteilstext">Aus all den dargelegten GrÃ¼nden ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten den Pflichtigen aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG). Aus demselben Grund muss ihnen die geforderte ParteientschÃ¤digung versagt bleiben. FÃ¼r eine ausnahmsweise Zusprechung der EntschÃ¤digung trotz Unterliegens bleibt nach dem Gesetz kein Raum (§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in Verbindung mit § 152 und § 153 Abs. 4 StG).</p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss entscheidet <span>die 2. Kammer</span>:</p> <p class="Dispo"><span>1.<span> </span></span><span> Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Dispo"><span>2.<span> </span></span><span> Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 4'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 4'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Dispo"><span>3.<span> </span></span><span> Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden je zur HÃ¤lfte auferlegt, unter solidarischer Haftung fÃ¼r die gesamten Kosten.</span></p> <p class="Dispo"><span>4.<span> </span></span><span> Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Dispo"><span>5.<span> </span></span><span> Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>6. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>