<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00195</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107008&amp;W10_KEY=4467145&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00195</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.01.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Submission betreffend Rohrinstallationen für Reservoirneubau. Nichtberücksichtigung des preislich günstigsten Pauschalangebots<br/><br/>Im vorliegenden Fall kann offen gelassen werden, ob eine zusätzlich zur ausgeschriebenen Preisart offerierte andere Vergütungsart zulässig sei; in gleicher Weise braucht nicht entschieden zu werden, aufgrund welcher Kriterien das wirtschaftlich günstigste Angebot zu ermitteln ist, wenn die Vergabestelle in der Ausschreibung keinerlei Zuschlagskriterien bekannt gibt (E. 4a). Die Differenz zwischen dem Angebot nach Einheitspreisen der Mitbeteiligten und dem Pauschalangebot der Beschwerdeführerin beträgt rund 0,6 %. Berücksichtigt man weiter, dass den in den Ausschreibungsunterlagen angegebenen Ausmasszahlen oft naturgemäss eine gewisse Ungenauigkeit anhaftet, so können die beiden Angebote, soweit überhaupt vergleichbar, als gleichwertig eingestuft werden. Erweisen sich zwei Angebote als gleichwertig, kann die Vergabestelle nach ihrem Ermessen zwischen diesen wählen (E. 4b).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINHEITSPREIS">EINHEITSPREIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSENSSPIELRAUM">ERMESSENSSPIELRAUM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PAUSCHALANGEBOT">PAUSCHALANGEBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PREISBESTIMMUNG">PREISBESTIMMUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERNEHMERVARIANTE">UNTERNEHMERVARIANTE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERGÃTUNGSMODUS">VERGÃTUNGSMODUS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSCHLAGSKRITERIEN">ZUSCHLAGSKRITERIEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 16 lit. I + IIa IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">§ 6 IVÃ¶B-BeitrittsG</span><br/><span class="ungerade">Art./§ 6 lit. II SIA 118</span><br/><span class="gerade">Art./§ 41 lit. III SIA 118</span><br/><span class="ungerade">§ 17 lit. I i SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 31 lit. I SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 50 lit. II c VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2003 Nr. 54</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Mit Schreiben vom 15. Mai 2002 lud die Gemeinde X fÃ¼nf Unternehmer zur Abgabe eines Angebots fÃ¼r die Herstellung von FormstÃ¼cken aus Edelstahl sowie die Montage der FormstÃ¼cke und Armaturen im Zusammenhang mit dem Neubau des Reservoirs Q ein. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Von den eingeladenen Unternehmern gingen vier Angebote ein. Mit Beschluss vom 3. Juni 2002 vergab die Werkkommission der Gemeinde X die ausgeschriebenen Arbeiten der C AG, in V, zum Preis von Fr. 52'328.85. Dieser Beschluss wurde den nicht berÃ¼cksichtigten Anbietenden am 6.</span> Juni 2002 mitgeteilt.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">II. Gegen den Vergabeentscheid erhob die Firma A, in W, am 14. Juni 2002 Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Sie beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzu­heben und der Auftrag an sie zu erteilen. Zur BegrÃ¼ndung machte die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend, beim Vergabeentscheid sei ihr Pauschalangebot von Fr. 52'000.- nicht berÃ¼cksichtigt worden. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Die Werkkommission der Gemeinde X stellte in ihrer Beschwerdeantwort vom 5. Juli 2002 den Antrag, es sei die Beschwerde abzuweisen. Die Mitbeteiligte C AG reichte keine Stellungnahme ein. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Mit Replik vom 12. September 2002 stellte die BeschwerdefÃ¼hrerin ergÃ¤nzend den Eventualantrag, es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihr als Schadenersatz fÃ¼r entgangenen Gewinn Fr. 7'800.- zu bezahlen. Mit Duplik vom 7. Oktober 2002 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem Standpunkt fest. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) </span>Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittel­bar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der Interkantonalen Ver­einbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 25. November 1994 (IVÃ¶B) sowie die §§ 3 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 22. September 1996 (IVÃ¶BBeitrittsG) zur Anwendung. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) </span>Die VergabebehÃ¶rde darf den Vertrag mit dem von ihr ausgewÃ¤hlten Anbieter erst dann abschliessen, wenn sie nicht mehr damit rechnen muss, dass gegen ihren Entscheid eine Beschwerde eingeht oder einer eingegangenen Beschwerde die aufschiebende Wirkung erteilt wird (Art. 14 Abs. 1 IVÃ¶B). Im Sinn einer einfach zu handhabenden Regel ist es ihr erlaubt, den Vertrag zu schliessen, sobald ihr vom Verwaltungsgericht eine Frist fÃ¼r die Be­schwerdeantwort angesetzt wird, ohne dass gleichzeitig eine â allenfalls vorlÃ¤ufige â Anordnung betreffend Erteilung der aufschiebenden Wirkung getroffen wird (RB 1999 Nr. 66 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372 E. 1). </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Diese Regel hat die Beschwerdegegnerin missachtet. GemÃ¤ss ihren AusfÃ¼hrungen in der Beschwerdeantwort wurden die ausgeschriebenen FormstÃ¼cke am 14. Juni 2002 eingebaut, die Arbeiten demgemÃ¤ss sogar wÃ¤hrend der Beschwerdefrist vergeben, was unzulÃ¤ssig ist, jedoch im vorliegenden Fall ohne Folgen bleibt. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die BeschwerdefÃ¼hrerin stellte in ihrer Replik vom 12. September 2002 zusÃ¤tzlich den Eventualantrag, es sei die BeschwerdefÃ¼hrerin, welche den Vertrag bereits abgeschlossen habe, zu verpflichten, ihr Fr. 7'500.- als Schadenersatz fÃ¼r entgangenen Gewinn zu bezahlen. Auf dieses Begehren ist von vornherein nicht einzutreten. GemÃ¤ss Art. 18 Abs. 2 IVÃ¶B stellt die Beschwerdeinstanz, wenn sich die Beschwerde gegen einen Vergabeentscheid als begrÃ¼ndet erweist und der Vertrag bereits abgeschlossen ist, lediglich fest, dass der angefochtene Entscheid rechtswidrig ist. GestÃ¼tzt auf das Feststellungsurteil kann ein obsiegender BeschwerdefÃ¼hrer anschliessend von der VergabebehÃ¶rde Schadenersatz nach Massgabe von § 6 IVÃ¶BBeitrittsG, d.h. fÃ¼r die Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Vergabe- und Rechtsmittelverfahren verlangen. Dieses Begehren ist nicht im Rahmen der Beschwerde gegen den Vergabeentscheid, sondern in einem separaten Verfahren zu stellen (VGr, 17. Februar 2000, BEZ 2000 Nr. 25 E. 3, mit Hinweisen). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) </span>Nach § 31 Abs. 1 der Submissionsverordnung vom 18. Juni 1997 (SubmV) <br/> erfolgt der Zuschlag â sofern nicht ausnahmsweise das alleinige Kriterium des niedrigsten Preises (§ 31 Abs. 2 SubmV) zur Anwendung kommt â auf das wirtschaftlich gÃ¼nstigste An­gebot. Bei der Bewertung der Angebote ist das Preis-Leistungs-VerhÃ¤ltnis zu beachten, wo­bei neben dem Preis insbesondere die folgenden Kriterien berÃ¼cksichtigt werden kÃ¶nnen: QualitÃ¤t, Termine, Wirtschaftlichkeit, Betriebskosten, Kundendienst, Ãkologie, ZweckmÃ¤s­sigkeit, technischer Wert, Ãsthetik, KreativitÃ¤t, Lehrlingsausbildung, Infrastruktur.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Die fÃ¼r eine bestimmte Beschaffung massgeblichen Zuschlagskriterien werden von der VergabebehÃ¶rde im Hinblick auf die Besonderheiten des Auftrags festgelegt, wobei ihr ein erheblicher Beurteilungsspielraum zusteht. Um die notwendige Transparenz des Verga­beverfahrens zu gewÃ¤hrleisten, sind die Zuschlagskriterien den Interessenten zu Beginn des Verfahrens in den Ausschreibungsunterlagen bekannt zu geben (§ 17 Abs. 1 lit. i SubmV), und aus der Bekanntgabe muss ersichtlich sein, welches Gewicht den einzelnen Kriterien zukommt. Um die relative Bedeutung dieser Kriterien ersichtlich zu machen, mÃ¼ssen diese zumindest in der Reihenfolge ihrer Bedeutung bekannt gegeben werden (vgl. zum Ganzen RB 1999 Nr. 62 = BEZ 1999 Nr. 13 E. 3b = ZBl 100/1999, S. 372). </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">b) Die Beschwerdegegnerin hat in ihren Ausschreibungsunterlagen keinerlei Zuschlagskriterien aufgelistet. Bei der ErÃ¶ffnung des Vergabeentscheids an die nicht berÃ¼cksichtigten Anbietenden hat sie den Zuschlag an die Mitbeteiligte allein mit dem âpreislich <br/> gÃ¼nstigsten Angebotâ begrÃ¼ndet. Diese Vergabe hÃ¤lt die BeschwerdefÃ¼hrerin deswegen fÃ¼r rechtswidrig, weil ihr Pauschalangebot mit Fr. 52'000.- gÃ¼nstiger gewesen sei als das Angebot der berÃ¼cksichtigten Mitbeteiligten Ã¼ber Fr. 52'328.85. Zu diesem Einwand fÃ¼hrt die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort und Duplik aus, nach ihrer Auffassung seien wegen der geringfÃ¼gigen Differenz von Fr. 300.- das Pauschalangebot der BeschwerdefÃ¼hrerin und das Angebot der Mitbeteiligten hinsichtlich Preis und QualitÃ¤t als gleichwertig zu beurteilen. Das Pauschalangebot der BeschwerdefÃ¼hrerin sei keine (Unternehmer-)Variante. Die Arbeiten seien nicht in dieser Form ausgeschrieben worden und sie habe nicht auf das Pauschalangebot eintreten mÃ¼ssen. Da mit der BeschwerdefÃ¼hrerin beim Pumpwerk Y Terminprobleme aufgetreten seien, habe sie die Arbeiten der Mitbeteiligten zugeschlagen. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Die Mitbeteiligte hat fÃ¼r die ausgeschriebenen Arbeiten ein Nettoangebot von total Fr. 52'328.85 eingereicht; das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin liegt mit Fr. 55'913.95 um 6,85 % hÃ¶her. Als einziger Anbieter hat diese der Beschwerdegegnerin indessen zusÃ¤tzlich ein Pauschalangebot Ã¼ber Fr. 52'000.- fÃ¼r die beiden ausgeschriebenen Angebote unterbreitet. Streitig ist, ob dieses zu berÃ¼cksichtigen und als preislich gÃ¼nstigeres Angebot als jenes der Mitbeteiligten einzustufen sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Die Frage, ob als Variante auch ein von den Ausschreibungsunterlagen abweichen­der VergÃ¼tungsmodus, insbesondere ein Pauschalpreis <i>zusÃ¤tzlich</i> zum Grundangebot nach Einheitspreisen (oft in Verbindung mit einem Preis nach Aufwand) vorgeschlagen werden kann, ist in der Rechtsprechung und Lehre umstritten (bejahend: EidgenÃ¶ssische Rekurs­kommission fÃ¼r das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen, 7. November 1997, VPB 62/1998 Nr. 32 II E. 3a, S. 267 f. = Baurecht 4/98, S. 126 Nr. 335 E. 5; Peter Rechsteiner, Kurzbeitrag in Baurecht 2/2001, S. 60 unter Hinweis auf die deutsche Lehre; unentschieden: Urteilsanmerkung Peter Gauch, Baurecht 4/98, S. 126 f. zu Nrn. 334â336 E. 4; dagegen Peter Gauch/ Hubert StÃ¶ckli, Thesen zum neuen Vergaberecht des Bundes â Vergabethesen 1999, Freiburg 1999, Ziff. 19.1). AnzufÃ¼gen ist, dass die Preisbestimmung bei den verschiedenen Preisarten nach ganz anderen GrundsÃ¤tzen erfolgt. Pauschal- und Einheitspreisangebote sind damit nicht oder hÃ¶chstens bedingt miteinander vergleichbar. Weicht beispielsweise die im Leistungsverzeichnis zu den einzelnen Leistungen angenommene Menge von der fÃ¼r die ge­schuldete EinheitspreisvergÃ¼tung massgeblichen tatsÃ¤chlichen Menge ab, so kann ein hÃ¶heres Einheitspreisangebot preislich gÃ¼nstiger sein als ein tieferes Pauschalangebot. Umgekehrt kann ein hÃ¶herer Pauschalpreis gÃ¼nstiger sein als ein Angebot mit Einheitspreisen und zusÃ¤tzlich separat zu entschÃ¤digenden Regiearbeiten. Art. 6 Abs. 2 SIA-Norm 118 sieht denn auch fÃ¼r die dieser Norm unterstellten privaten Ausschreibungen vor, dass der Bauherr in der Ausschreibung die gewÃ¼nschte Preisart bekannt gibt; wird ein Pauschalpreis verlangt, so ist dies in den Ausschreibungsunterlagen ausdrÃ¼cklich festzuhalten (Art. 6 Abs. 2 und Art. 41 Abs. 3 SIA-Norm 118). Vorliegend kann indessen aus den nachfolgenden ErwÃ¤gungen offen gelassen werden, ob eine zusÃ¤tzlich zur ausgeschriebenen Preisart offerierte andere VergÃ¼tungsart zulÃ¤ssig sei; in gleicher Weise braucht vorliegend nicht entschieden zu werden, aufgrund welcher Kriterien das wirtschaftlich gÃ¼nstigste Angebot zu ermitteln ist, wenn die Vergabestelle in der Ausschreibung keinerlei Zuschlagskriterien bekannt gibt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) </span>Der VergabebehÃ¶rde steht beim Urteil darÃ¼ber, welches Angebot anhand der Zuschlagskriterien das wirtschaftlich gÃ¼nstigste sei, ein erheblicher Ermessensspielraum zu (VGr, 7. Juli 1999, BEZ 1999 Nr. 26 E. 6a, mit Hinweisen). In dieses Ermessen greift das Verwaltungsgericht, dem keine ÃberprÃ¼fung der Angemessenheit des Entscheids zusteht (Art. 16 Abs. 2 IVÃ¶B; vgl. auch § 50 Abs. 3 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 [VRG]), nicht ein. Zu prÃ¼fen ist dagegen eine allfÃ¤llige Ãberschreitung oder ein Missbrauch des Ermessens (Art. 16 Abs. 1 lit. a IVÃ¶B; vgl. § 50 Abs. 2 lit. c VRG). </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Vorliegend betrÃ¤gt die Differenz zwischen dem Angebot nach Einheitspreisen der Mitbeteiligten von Fr. 52'328.85 und dem Pauschalangebot der BeschwerdefÃ¼hrerin (Fr. 52'000.-) lediglich Fr. 328.85 oder rund 0,6 %. BerÃ¼cksichtigt man weiter, dass den in den Ausschreibungsunterlagen angegebenen Ausmasszahlen oft naturgemÃ¤ss eine gewisse Ungenauigkeit anhaftet, so kÃ¶nnen die beiden Angebote, soweit Ã¼berhaupt vergleichbar, als gleichwertig eingestuft werden (vgl. VGr, 12. September 2001, VB.2001.00105, E. 4). Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts kann die Vergabestelle nach ihrem Ermessen zwischen zwei gleichwertigen Angeboten wÃ¤hlen (VGr, 22. MÃ¤rz 2001, VB.2000.00240, E. 2c). Die Beschwerdegegnerin hat daher nicht rechtsverletzend entschieden, als sie die aus­geschriebenen Arbeiten der Mitbeteiligten vergab. Die Beschwerde ist mithin abzuweisen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>