<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00488</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204851&amp;W10_KEY=13013566&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00488</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 03.03.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Denkmalschutz</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Denkmalschutz, Legitimation zur Verbandsbeschwerde: Die zur Verbandsbeschwerde berechtigte Vereinigung ist vom angefochtenen Nichteintretensbeschluss, welcher ihr die Rekurslegitimation nach § 338a Abs. 2 PBG abspricht, berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung; sie ist demnach zur Beschwerdeerhebung legitimiert (E.1). Zusammenfassung der bisher ergangenen Rechtssprechung zur Beschwerdelegitimation von Verbänden auf dem Gebiet des Denkmalschutzes (E.3). Im vorliegenden Verfahren hat die Beschwerdeführerin ihre Rekurslegitimation stillschweigend daraus abgeleitet, dass das betroffene Gebäude im so genannten Ergänzungsinventar figuriert. Die Baurekurskommission erwog, dass durch den Eintrag in das Ergänzungsinventar die Schutzwürdigkeit des Gebäudes nicht hinreichend indiziert werde; im Gegenteil ergebe sich daraus, dass die Schutzwürdigkeit schon einmal geprüft und verneint worden sei. Die Aufnahme im Ergänzungsinventar spreche zwar für eine gewisse Qualität der darin aufgeführten Objekte. Sie vermag aber in Anbetracht der fehlenden förmlichen Inventarisierung keine Legitimation des Verbands zu begründen. Die Erwägungen der Vorinstanz sind überzeugend (E.4). Abweisung der Beschwerde (E.5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Natur- und Heimatschutz ST: DENKMALPFLEGE">DENKMALPFLEGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INVENTARISIERUNG">INVENTARISIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERBANDSBESCHWERDE">VERBANDSBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERBANDSBESCHWERDERECHT">VERBANDSBESCHWERDERECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERBANDSLEGITIMATION">VERBANDSLEGITIMATION</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 338a Abs. II PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2005 Nr. 62 S. 156</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Stadtrat X erteilte der B Generalunternehmung am 20. Januar 2004 die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r den Abbruch des GebÃ¤udes Vers.-Nr. 01 und den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Unterniveau-Garage auf den im Eigentum von E und D stehenden GrundstÃ¼cken Kat.-Nrn. 02, 03 und 04, L-Strasse, in X.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dagegen erhob die ZÃ¼rcherische Vereinigung fÃ¼r Heimatschutz am 28. Februar 2004 Rekurs mit dem Antrag, das GebÃ¤ude Vers.-Nr. 01 unter Schutz zu stellen und die erteilte Baubewilligung aufzuheben. Im Rekursverfahren beantragte die Stadt X, auf den Rekurs sei nicht einzutreten; in einer ergÃ¤nzenden Stellungnahme vom 28. Juni 2004 beantwortete sie sodann verschiedene Fragen der Baurekurskommission betreffend das so genannte "ErgÃ¤nzungsinventar", in welchem die fragliche Liegenschaft aufgefÃ¼hrt ist. Die Rekurrentin Ã¤usserte sich zu dieser Stellungnahme mit Eingabe vom 7. August 2004. Die privaten Rekursgegner bzw. Mitbeteiligten liessen sich nicht vernehmen. Die Baurekurskommission trat mit Beschluss vom 22. September 2004 auf den Rekurs nicht ein. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dagegen gelangte die ZÃ¼rcherische Vereinigung fÃ¼r Heimatschutz mit Beschwerde vom 24. Oktober 2004 an das Verwaltungsgericht mit dem Antrag, den Nichteintretensbeschluss aufzuheben und die Sache zur materiellen Beurteilung an die Baurekurskommission zurÃ¼ckzuweisen, soweit das Verwaltungsgericht nicht selber entscheide; eventuell seien die ursprÃ¼nglichen Teile des GebÃ¤udes mit der GebÃ¤udekubatur, der markanten Situierung und insbesondere der das Strassenbild prÃ¤genden giebel- und strassenseitigen Fassade zu erhalten und entsprechend zu erneuern; in verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde die Einholung eines Gutachtens der kantonalen Natur- und Heimatschutzkommission sowie die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins beantragt. Die Baurekurskommission verzichtete auf Vernehmlassung. Die B Generalunternehmung sowie E und D beantragten mit gemeinsamer Beschwerdeantwort vom 13. Dezember 2004 Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. Innert erstreckter Vernehmlassungsfrist ersuchte auch die Stadt X am 9. Februar 2005 um Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Die ZÃ¼rcherische Vereinigung fÃ¼r Heimatschutz ist im Sinn von § 21 lit. a VRG und § 338a des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) vom angefochtenen Nichteintretensbeschluss, welcher ihr die Rekurslegitimation nach § 338a Abs. 2 PBG abspricht, berÃ¼hrt und hat ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an dessen Aufhebung; sie ist demnach zur Beschwerdeerhebung legitimiert (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 98). Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Streitgegenstand bildet einzig die Frage, ob die Baurekurskommission zu Recht auf den Rekurs mangels Rekurslegitimation nicht eingetreten sei. WÃ¤re der vorinstanzliche Nichteintretensbeschluss aufzuheben, so wÃ¤re die Sache zur materiellen Beurteilung an die Baurekurskommission zurÃ¼ckzuweisen. Bei dieser prozessualen Lage besteht von vornherein kein Anlass, im jetzigen Beschwerdeverfahren ein Gutachten zur SchutzwÃ¼rdigkeit des GebÃ¤udes Vers.-Nr. 01 einzuholen und/oder einen Augenschein durchzufÃ¼hren.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>GemÃ¤ss § 338a Abs. 2 PBG kÃ¶nnen sich gesamtkantonal tÃ¤tige Vereinigungen, die sich seit wenigstens zehn Jahren im Kanton statutengemÃ¤ss dem Natur- und Heimatschutz oder verwandten, rein ideellen Zielen widmen, mit Rekurs und Beschwerde gegen baurechtliche Bewilligungen und Ã¼berkommunale GestaltungsplÃ¤ne ausserhalb der Bauzone wehren, ferner gegen Anordnungen und Erlasse, soweit sie sich auf den III. Gesetzestitel (Natur- und Heimatschutz, §§ 203 â 217) oder § 238 Abs. 2 (besondere RÃ¼cksichtnahme auf Objekte des Natur- und Heimatschutzes bei der Gestaltung von Bauten) stÃ¼tzen. GemÃ¤ss § 203 Abs. 2 PBG erstellen die fÃ¼r die Schutzmassnahmen (vgl. §§ 205 â 210 PBG) zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden (vgl. § 211 Abs. 1 und 2 PBG) Ã¼ber die als schutzwÃ¼rdig erkannten Objekte (vgl. § 203 Abs. 1 lit. a â g PBG) Inventare.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Diesen Inventaren kommt auch mit Bezug auf die Rekurs- und Beschwerdelegitimation der Natur- und HeimatschutzverbÃ¤nden gemÃ¤ss § 338a Abs. 2 PBG eine besondere Bedeutung zu. Wie das Verwaltungsgericht im Entscheid RB 1990 Nr. 10 erkannt hat, verschafft die blosse Behauptung, ein nicht inventarisiertes Objekt sei dennoch schutzwÃ¼rdig, den VerbÃ¤nden keinen Zugang zum Rekursverfahren. In RB 1990 Nr. 11 (= BEZ 1990 Nr. 11) hat das Gericht ferner festgehalten, § 338a Abs. 2 PBG dÃ¼rfe nicht rein prozessual in dem Sinn ausgelegt werden, dass schon die Berufung auf eine Missachtung des III. Gesetzestitels oder von § 238 Abs. 2 PBG legitimationsbegrÃ¼ndend sei. Denn so gesehen kÃ¶nnten diese VerbÃ¤nde praktisch gegen jede Anordnung rekurrieren, was der Absicht des Gesetzgebers (Prot. KR 1983-1987, S. 8132 f.) offensichtlich zuwiderliefe. Die Verbandsbeschwerde komme nur dort zum Zug, wo die BehÃ¶rde ihren Entscheid auf den III. Titel oder § 238 Abs. 2 PBG stÃ¼tzte bzw. aufgrund eines Inventareintrages darauf hÃ¤tte stÃ¼tzen sollen. Sie setzt grundsÃ¤tzlich voraus, dass die angefochtene Anordnung ein bereits fÃ¶rmlich erfasstes (§ 205 PBG) oder zumindest schon inventarisiertes (§ 203 Abs. 2 PB) Schutzobjekt im Sinn von § 203 Abs. 1 lit. a â g PBG betrifft. Sie soll es den VerbÃ¤nden ermÃ¶glichen, sich gegen alle Anordnungen zu wehren, die mit der Aufhebung einer fÃ¶rmlichen Unterschutzstellung oder der Entlassung eines Schutzobjekts aus dem Inventar verbunden sind. Die VerbÃ¤nde kÃ¶nnen sich daher auch gegen die Baubewilligung fÃ¼r einen den Abbruch eines inventarisierten GebÃ¤udes miteinschliessenden Neubau wehren (RB 1996 Nr. 13). DemgegenÃ¼ber ist die Aufnahme eines Schutzobjekts in ein Inventar eine blosse Verwaltungshandlung ohne VerfÃ¼gungscharakter, die nicht mit Rekurs und Beschwerde angefochten werden kann, weshalb die zur Verbandsbeschwerde berechtigten Vereinigungen auch keinen Anspruch auf Mitwirkung im behÃ¶rdlichen Inventarisationsverfahren haben (RB 1992 Nr. 8). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Von diesem Grundsatz hat die Rechtsprechung im Wesentlichen zwei Ausnahmen zugelassen. Die eine betraf einen Sonderfall, wo ein Inventareintrag einzig mangels rechtzeitiger Entdeckung des Schutzobjekts (erst bei Aushubarbeiten entdeckte Bauteile der ZÃ¼rcher Stadtmauer und des alten Predigerklosters) unterblieben und zudem die SchutzwÃ¼rdigkeit unbestritten war (RB 1991 Nrn. 3, 9 und 60 = BEZ 1991 Nr. 23 = ZBl 92/1991, S. 495; vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 111 und § 21 N. 97). Sodann ist die Legitimation der VerbÃ¤nde in FÃ¤llen anerkannt worden, in denen das zustÃ¤ndige Gemeinwesen seiner Pflicht zur Inventarisierung nicht nachgekommen war und die SchutzwÃ¼rdigkeit als glaubhaft dargetan und wahrscheinlich erschien: In einem Fall war die Gemeinde ihrer gesetzlichen Verpflichtung, ein Inventar zu erlassen, Ã¼berhaupt nicht nachgekommen (RB 1997 Nr. 2). In einem zweiten Fall war das fragliche Objekt in der von der kommunalen Natur- und Heimatschutzkommission beschlossenen Liste enthalten, welche der fÃ¼r die Inventarfestsetzung zustÃ¤ndige Gemeinderat aus formellen GrÃ¼nden zur Ãberarbeitung zurÃ¼ckgewiesen hatte; ausschlaggebend fÃ¼r die Bejahung der Legitimation war, dass die Gemeinde die Frist fÃ¼r die Festsetzung des Inventars versÃ¤umt hatte und eine klare MeinungsÃ¤usserung der antragstellenden Kommission vorlag (RB 1996 Nr. 6). Im Urteil VB.2003.00197 vom 10. September 2003 (siehe www.vgrzh.ch) hat das Verwaltungsgericht seine Praxis, die Rekurslegitimation der VerbÃ¤nde bezÃ¼glich nicht inventarisierter Objekte nur in AusnahmefÃ¤llen anzuerkennen, bestÃ¤tigt: In jenem Fall hatte der Verband zur BegrÃ¼ndung seiner Legitimation geltend gemacht, die Aufnahme des fraglichen Objekts in das Inventar sei trotz der positiven Empfehlung eines bei der Vorbereitung mitwirkenden Fachmannes versehentlich unterblieben; das Verwaltungsgericht gelangte zum Schluss, es liege kein Versehen in dem Sinne vor, dass eine von der Denkmalpflegekommission in Bezug auf ihre SchutzwÃ¼rdigkeit beurteilte und dem Stadtrat zur Inventarisierung vorgeschlagene Baute unabsichtlich nicht in den stadtrÃ¤tlichen Beschluss betreffend die InventarergÃ¤nzung aufgenommen worden sei; anders als im Fall RB 1996 Nr. 6 stelle das Beharren auf einem Inventareintrag (als Voraussetzung fÃ¼r die Bejahung der Legitimation des Verbandes) keinen blossen Formalismus dar.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat in ihrem Rekurs an die Vorinstanz ihre Rekurslegitimation stillschweigend daraus abgeleitet, dass das GebÃ¤ude Vers.-Nr. 01 im so genannten ErgÃ¤nzungsinventar figuriere. Die Vorinstanz hat sich hierauf Ã¼ber Entstehung und Funktion dieses ErgÃ¤nzungsinventars durch die Stadt X (Abteilung Hochbau) nÃ¤her informieren lassen. Laut deren ergÃ¤nzenden Vernehmlassung vom 28. Juni 2004 hatte die Stadt X erstmals im Jahre 1979 eine Sichtung aller denkmalpflegerisch- und ortsbildrelevanten Bauten vorgenommen, wobei 500 Objekte in die engere Auswahl gelangt seien. Aufgrund einer weiteren Evaluation seien dann 250 Objekte in das ordentliche Inventar aufgenommen worden, welches mit Stadtratsbeschluss vom 25. MÃ¤rz 1980 fÃ¶rmlich festgesetzt worden sei; die anderen 250 Objekte seien aus administrativen Ãberlegungen dem so genannten ErgÃ¤nzungsinventar zugeteilt worden, welches jedoch explizit nicht Bestandteil des Stadtratsbeschlusses gebildet habe. GegenwÃ¤rtig werde das ordentliche Inventar zum ersten Mal Ã¼berarbeitet, dies unter anderem mit dem Ziel, das ErgÃ¤nzungsinventar aufzuheben. Dieses vermÃ¶ge aufgrund der fehlenden Festsetzung durch den Stadtrat keine Wirkung zu entfalten. Bei den darin aufgefÃ¼hrten Objekten handle es sich vorwiegend um solche, die einen hÃ¶heren Wert hinsichtlich des Ortsbildes, nicht aber als Einzelobjekt aufwiesen; von deren Inventarisierung sei damals abgesehen worden, weil man der Ãberzeugung gewesen sei, dass der notwendige Schutz auch Ã¼ber die baurechtlichen Bestimmungen des PBG (das heisst ohne fÃ¶rmliche Schutzmassnahmen in Form von VerfÃ¼gungen) gewÃ¤hrleistet werden kÃ¶nne. Ãber diese Objekte bestÃ¼nden daher keine offiziellen InventarblÃ¤tter und damit auch keine Definitionen betreffend Schutzzweck und -ziel.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Baurekurskommission hat â im Wesentlichen von der vorn in ErwÃ¤gung 3 dargelegten Rechtsprechung ausgehend â erwogen, angesichts dieser Funktion des ErgÃ¤nzungsinventars kÃ¶nne die Rekurslegitimation nicht daraus abgeleitet werden, dass das fragliche GebÃ¤ude darin aufgefÃ¼hrt sei. Im fÃ¶rmlichen Inventar sei dieses unbestrittenermassen nicht enthalten. Durch den Eintrag in das ErgÃ¤nzungsinventar werde die SchutzwÃ¼rdigkeit des GebÃ¤udes nicht hinreichend indiziert; im Gegenteil ergebe sich daraus, dass die SchutzwÃ¼rdigkeit schon einmal geprÃ¼ft und verneint worden sei. Dass das fragliche GebÃ¤ude Ã¼berhaupt einmal in die Evaluation einbezogen und auf diese Weise in das ErgÃ¤nzungsinventar gelangt und dass Letzteres aus arbeitstechnischen GrÃ¼nden im Hinblick auf eine spÃ¤tere Ãberarbeitung des ordentlichen Inventars aufbewahrt worden sei, spreche zwar fÃ¼r eine gewisse QualitÃ¤t der darin aufgefÃ¼hrten Objekte. Damit werde aber eine SchutzwÃ¼rdigkeit nicht in dem Masse indiziert, welche trotz fehlender fÃ¶rmlicher Inventarisierung die Legitimation der Rekurrentin zur Anfechtung der Abbruch- und Baubewilligung zu begrÃ¼nden vermÃ¶ge. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Diese ErwÃ¤gungen der Vorinstanz Ã¼berzeugen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt nichts vor, was sie entkrÃ¤ften kÃ¶nnte. Entgegen ihrer Darstellung sind im so genannten ErgÃ¤nzungsinventar gerade nicht Objekte enthalten, die aus dem ordentlichen Inventar "abgestuft" oder "entlassen" wurden. Im Ãbrigen wendet sie einzig (erneut) ein, ihre Rekurslegitimation sei schon deswegen zu bejahen, weil Schutzmassnahmen nach § 210 PBG auch ohne Inventarisierung angeordnet werden kÃ¶nnten. Sie verkennt damit, dass die genannte Regelung nur fÃ¼r vorsorgliche Schutzmassnahmen gilt, weshalb sich aus ihr nichts zu Gunsten der Rekurslegitimation ableiten lÃ¤sst. Letztlich geht es der BeschwerdefÃ¼hrerin darum, mit ihrem Rechtsmittel die Aufnahme des GebÃ¤udes Vers.-Nr. 01 ins ordentliche Inventar herbeifÃ¼hren zu kÃ¶nnen. WÃ¼rde ihr diesbezÃ¼glich die Rekurslegitimation zuerkannt, so liefe das darauf hinaus, dass sie sich auf dem Rechtsweg gegen die Nichtaufnahme in das ordentliche Inventar wehren kÃ¶nnte, was wie erwÃ¤hnt (vorn E. 3) gefestigter Rechtsprechung widerspricht (RB 1992 Nr. 8). Wenn ihr diesbezÃ¼glich kein ordentliches Rechtsmittel zusteht, bedeutet dies anderseits nicht, dass sie sich nicht in einer frÃ¼heren Phase fÃ¼r die Aufnahme des fraglichen GebÃ¤udes in das ordentliche Inventar hÃ¤tte einsetzen kÃ¶nnen. Das hat sie jedoch, worauf die Beschwerdegegner zutreffend hinweisen, weder bei der Erstellung des Inventars im Jahre 1979/80 noch bei dessen im Jahr 2003 aufgenommenen Ãberarbeitung getan.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span>Im Ãbrigen bringt die BeschwerdefÃ¼hrerin nichts vor, was auf eine SchutzwÃ¼rdigkeit des fraglichen GebÃ¤udes hindeuten wÃ¼rde. DafÃ¼r bestehen denn auch aufgrund der vorliegenden Akten (abgesehen von der nach dem Gesagten nicht hinreichenden Tatsache, dass die fragliche Baute bei der erstmaligen Erstellung des Inventars in Betracht gezogen wurde und hernach im so genannten ErgÃ¤nzungsinventar verlieb) keinerlei Anhaltspunkte. Im Gegenteil ist das GebÃ¤ude auch im Rahmen der im Jahr 2003 aufgenommenen Ãberarbeitung des Inventars nicht in den Schlussentwurf aufgenommen worden, worauf der Stadtrat X bereits in seiner ersten Vernehmlassung vom 6. Mai 2004 an die RekursbehÃ¶rde hingewiesen hat. Zudem befindet sich das GebÃ¤ude nicht in einer Ortsbildschutzzone. Es ist demnach auch in materieller Hinsicht festzustellen, dass im vorliegenden Fall die SchutzwÃ¼rdigkeit des GebÃ¤udes weder glaubwÃ¼rdig dargetan noch als wahrscheinlich erscheint. Auch aus dieser Sicht liegt kein Sonderfall vor, der es in Verbindung mit dem von der BeschwerdefÃ¼hrerin allein geltend gemachten Umstand (Eintrag des GebÃ¤udes im so genannten ErgÃ¤nzungsinventar) rechtfertigen wÃ¼rde, ihr die Rekurslegitimation abweichend vom Grundsatz, dass Letztere nur bezÃ¼glich inventarisierter Objekte gegeben ist, zuzusprechen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Zudem ist sie zu verpflichten, der privaten Beschwerdegegnerin sowie den Mitbeteiligten eine ParteientschÃ¤digung im angemessenen Umfang von insgesamt Fr. 2'000.- zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'090.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird verpflichtet, der Beschwerdegegnerin 2 sowie den Mitbeteiligten binnen dreissig Tagen nach Rechtskraft dieses Urteils eine ParteienschÃ¤digung von insgesamt Fr. 2'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu entrichten.</p> <p class="Einzug2">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>