A bteilung II B -2191/2006 {T 0 /2 } U rteil vom 15. M ai 2007 M itw irkung: R ichterin M aria Am gw erd (vorsitzende R ichterin), R ichter Bernard M aitre (Abteilungspräsident), R ichterin Vera M arantelli; G erichtsschreiberin Barbara Aebi H ._______, vertreten durch Fürsprecher Jean-Pierre Senn, Beschw erdeführer, gegen B undesam t für B erufsbildung und Technologie (B B T), Effingerstrasse 27, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend A nerkennung eines D iplom s. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie X._______G m bH , D achorganisation der Y._______-G ruppe, stellte am 18. Septem ber 2006 beim Bundesam t für Berufsbildung und Technologie (Bundesam t) das G esuch, der M eistertitel im Augenoptikerhandw erk von H ._______ (ausgestellt am 14. Septem ber 2005 von der H andw erkskam - m er Koblenz) sei als gleichw ertig m it dem eidgenössischen D iplom als Au- genoptiker anzuerkennen. D en G esuchsbeilagen ist zu entnehm en, dass H ._______, schw eizerischer Staatsangehöriger, von N ovem ber 2004 bis Juni 2005 in der "O ptonia" in D iez (D eutschland), einer staatlich anerkann- ten privaten Fachschule für Augenoptik und O ptom etrie, den M eisterkurs Augenoptik absolviert und am 14. Septem ber 2005 die M eisterprüfung im Augenoptikerhandw erk bestanden hatte. M it Verfügung vom 19. O ktober 2006 entschied das Bundesam t, die M eis- terprüfung w erde der H öheren Fachprüfung gleichgestellt unter der Bedin- gung, dass H ._______ als Ausgleichsm assnahm e entw eder a. eine Eig- nungsprüfung in den Fächern Pathologie sow ie Allgem eine O ptik & Instru- m ente ablege oder b. einen einjährigen Anpassungslehrgang in der Schw eiz unter der Anleitung eines diplom ierten Augenoptikers absolviere und die Fächer Pathologie sow ie Allgem eine O ptik & Instrum ente an der H öheren Fachschule für Augenoptik in O lten besuche. Zur Begründung hielt das Bundesam t fest, die Schw eiz habe m it dem Freizügigkeitsabkom - m en das System der Europäischen U nion (EU ) zur gegenseitigen Anerken- nung von D iplom en in ihren M itgliedstaaten angenom m en und w ende zur Beurteilung der G leichw ertigkeit bei reglem entierten Berufen die europäi- schen R ichtlinien an. D iese R ichtlinien sähen vor, dass der Aufnahm estaat einem EU /EFTA-Bürger den Zugang zu seinem Arbeitsm arkt nicht verw ei- gern könne, w enn der G esuchsteller in seinem H eim atland für die Aus- übung seines Berufes qualifiziert sei. Bestünden indessen U nterschiede bezüglich der D auer und dem Inhalt der Ausbildung, könne der Aufnahm e- staat vom G esuchsteller Ausgleichsm assnahm en verlangen. D ie Tätigkeit als Augenoptiker sei in der Schw eiz reglem entiert. D ie Ausbildung zur Vor- bereitung auf die H öhere Fachprüfung (H FP) zum diplom ierten Augenopti- ker daure zw ei Jahre. In den w ichtigsten Fächern Augenoptik (Pathologie, Anatom ie, Physiologie, Pharm akologie), O ptik und Kontaktlinsenanpas- sung verm ittle die Schule in O lten über 1500 Lektionen. G esam thaft um - fasse der Lehrplan der Schule 2750 Lektionen. Bei der H FP m it den Fallfä- chern Pathologie, R efraktionsbestim m ung, Kontaktlinsen und Allgem eine O ptik dienten optom etrische/physikalische G rundlagen als Q ualifikations- basis. In den handw erklichen M eisterprüfungen in D eutschland liege das Schw ergew icht bei der M eisterprüfungsarbeit und der Arbeitsprobe, die auch Teile der R efraktion und Kontaktlinsen-Abgabe beinhalte. D as im R ahm en der H FP geprüfte Fallfach Pathologie w erde bei der M eisterprü- fung "nur" als Teilbereich im Fach Augenoptik geprüft. Im Vergleich zu den schw eizerischen Fallfächern Kontaktlinsen und R efraktionsbestim m ung fehlten in D eutschland w ichtige Teilbereiche w ie die äussere und innere In- spektion des Auges, die ihrerseits fundierte Kenntnisse in Pathologie vor- aussetzten. D ie Pathologie und die Inspektion des Auges erlangten in der 3 Schw eiz vor allem vor dem H intergrund der kantonalen Berufsausübungs- vorschriften elem entare Bedeutung, sei doch der diplom ierte Augenoptiker verpflichtet, bei Erkennen oder Verdacht auf Augenkrankheiten einen Kun- den dem Facharzt zuzuw eisen. D as schw eizerische Fallfach Allgem eine O ptik & Instrum ente w erde in D eutschland nur sehr rudim entär geprüft. D as schw eizerische R eglem ent betrachte dieses Fach als unabdingbares G rundlagenfach zum Verständnis der Berufsausübung und zur Lehrlingsin- struktion. Aus diesen G ründen seien die H öhere Fachprüfung in der Schw eiz und die M eisterprüfung in D eutschland inhaltlich nicht vergleich- bar und som it nicht gleichw ertig. B. G egen diese Verfügung erhob H ._______ (Beschw erdeführer), vertreten durch Fürsprecher Jean-Pierre Senn, am 16. N ovem ber 2006 Beschw erde bei der R ekurskom m ission EVD . Er beantragt, die Verfügung des Bundes- am tes sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge aufzuheben, und ihm sei eine G leichw ertigkeitsbestätigung m it dem eidgenössischen D iplom als Au- genoptiker zu erteilen. Im Sinne einer vorsorglichen M assnahm e beantragt er, der Beschw erde sei die aufschiebende W irkung in dem Sinne zu ertei- len, dass er w ährend der D auer des Beschw erdeverfahrens seinen Beruf als diplom ierter Augenoptiker in der Schw eiz ausüben darf. In der H auptsache beruft sich der Beschw erdeführer auf den Vertrauens- schutz. Bevor er sich für die Ausbildung an der M eisterschule in Koblenz entschieden habe, habe er sich im Septem ber 2004 beim Bundesam t darü- ber inform iert, ob der ausländische Ausw eis m it dem eidgenössischen D ip- lom des Augenoptikers gleichw ertig sei. D as Bundesam t habe ihm m ünd- lich zugesichert, dass die deutsche Ausbildung m it der schw eizerischen Ausbildung gleichw ertig sei und die freie Berufsausübung in der Schw eiz als selbständiger Augenoptiker erm ögliche. D ie Auskunft sei von der zu- ständigen Behörde erfolgt und insofern richtig gew esen, als sie auf dem zum dam aligen Zeitpunkt anw endbaren Staatsvertrag zw ischen D eutsch- land und der Schw eiz von 1937 beruht habe. Zum Zeitpunkt der Auskunfts- erteilung im Septem ber 2004 sei das Freizügigkeitsabkom m en bereits in Kraft gew esen, w eshalb sich die R echtslage seit der Auskunfterteilung nicht geändert habe. N ur die Praxis des Bundesam tes sei aus standespoli- tischen M otiven ohne Ankündigung restriktiver gew orden. Im Vertrauen auf die Zusicherung des Bundesam tes habe der Beschw erdeführer die Ausbil- dung in Koblenz angetreten und m it dem deutschen M eistertitel im Augen- optikerhandw erk abgeschlossen, w elcher in D eutschland zur eigenständi- gen Führung eines O ptikergeschäftes berechtige. O hne die Zusicherung des Bundesam tes hätte er m it Sicherheit einen anderen Ausbildungsw eg gew ählt. Im W eiteren bringt er vor, die H andlungsw eise des Bundesam tes versto- sse gegen die G rundsätze der R echtssicherheit und R echtsgleichheit. D as Bundesam t habe über viele Jahre hinw eg in einer gefestigten Praxis allen G esuchstellern m it seinem M eistertitel eine G leichw ertigkeitsbestätigung als diplom ierter Augenoptiker ausgestellt. G egenüber seinem Anw alt habe das Bundesam t bestätigt, dass die bisherige Praxis bis ins Jahr 2005 G ül- tigkeit gehabt habe und dass erst im Laufe des Jahres 2005 eine neue und unerw artet verschärfte Praxis ohne Ü bergangszeit eingeführt w orden sei. 4 D am it habe das Bundesam t das Verhältnism ässigkeitsprinzip m issachtet, w elches gebiete, dass selbst strenge gesetzliche M assstäbe m it Vernunft und einer gew issen zeitlichen Toleranz von der Ankündigung bis zur U m - setzung zu handhaben seien. G erade dann, w enn die Praxisänderung w ie im vorliegenden Fall fundam entale R echte w ie die W irtschaftsfreiheit be- treffe, sei er in seinem Vertrauen vor einer abrupt vollzogenen Praxisände- rung und einer w illkürlichen H andlungsw eise zu schützen. Im W eiteren m acht er eine rechtsungleiche Behandlung durch das Bundesam t geltend. D ie Y._______-G ruppe habe in den letzten M onaten für alle ihre M itarbei- ter, w elche im Besitze eines M eistertitels seien, G leichw ertigkeitsbestäti- gungen erhalten. Es sei daher nicht nachvollziehbar, w eshalb ihm diese Anerkennung verw eigert w orden sei. G erade die bilateralen Verträge m it der EU , auf w elche das Bundesam t seine neue Praxis stütze, hätten zum Ziel, eine Liberalisierung des Arbeits- m arktes innerhalb des EU -R aum es und der Schw eiz zu verw irklichen. D ie- se Verträge bezw eckten indessen nicht, die bisherige Praxis des M arktzu- ganges zu verschärfen. D ie H andlungsw eise des Bundesam tes verstosse daher gegen den fundam entalen Vertragsgedanken der Liberalisierung des Binnenm arktes der bilateralen Abkom m en, w eshalb sie als w illkürlich und gesetzesw idrig zu beurteilen sei. Im W eiteren verstosse die Praxis des Bundesam tes und die Praxis derjeni- gen Kantone, w elche ohne G leichw ertigkeitsbestätigungen des Bundesam - tes keine Berufsausübungsbew illigungen ausstellten, gegen das Bundes- gesetz über den Binnenm arkt, gegen die R echtsgleichheit und die W irt- schaftsfreiheit. Jeder eidgenössisch diplom ierte Augenoptiker dürfe sein H andw erk in der ganzen Schw eiz ohne Einschränkung ausüben. Er benöti- ge hierzu keine G leichw ertigkeitsbestätigung des Bundesam tes, sondern lediglich eine vom Kanton ausgestellte Berufsausübungsbew illigung der Kategorie A. D ie Kantone G larus und Appenzell Innerrhoden schrieben nicht einm al diese vor. Im Ü brigen habe das Bundesgericht in einem ähnlichen Fall in Sachen M e- diservice festgehalten, dass für eine Zugangsbeschränkung zum M arkt kei- ne rechtsgenüglichen G ründe vorlägen. In einem anderen Fall habe das Bundesgericht entschieden, dass das Erfordernis einer M eisterprüfung für den selbständigen Betrieb eines O pitkergeschäftes unverhältnism ässig sei. Schliesslich sei festzustellen, dass die Fachschule in D iez in allen Belan- gen eine dem eidgenössisch diplom ierten Augenoptiker gleichw ertige Aus- bildung darstelle, w elche grundsätzlich keiner Ausgleichsm assnahm en be- dürfe. C . M it Vernehm lassung vom 4. D ezem ber 2006 beantragt das Bundesam t die Abw eisung der Beschw erde sow ie die Abw eisung des G esuches um Er- lass vorsorglicher M assnahm en. In der H auptsache hält es fest, am 1. D e- zem ber 1937 hätten die R egierungen der Schw eiz und D eutschland ein Abkom m en zur G leichstellung deutscher und schw eizerischer handw erkli- cher Prüfungen unterzeichnet. W ahrscheinlich sei dieses Abkom m en von den deutschen und schw eizerischen Behörden gelegentlich angew andt w orden. Es sei jedoch w eder ratifiziert noch in der system atischen Sam m -5 lung des Bundesrechts publiziert und daher in keiner W eise rechtskräftig. M it dem Inkrafttreten des Freizügigkeitsabkom m ens (FZA) am 1. Juni 2002 habe sich die Anerkennung ausländischer D iplom e in der Schw eiz grundle- gend geändert. D ie U m setzung der bilateralen Abkom m en habe eine ge- w isse Zeit gedauert. Bei der Anerkennung von Ausbildungen deutscher O ptiker w ürden die Schw eizer Behörden nun Anhang III des Freizügig- keitsabkom m ens anw enden. Aufgrund der w ortgetreuen Auslegung des Abkom m ens von 1937 seien Ausbildungen anerkannt w orden, die nicht den Anforderungen der Schw eizer Ausbildungen entsprächen. D ies w ider- spreche ganz offensichtlich den in Anhang III FZA aufgenom m enen R ichtli- nien. W ie der Beschw erdeführer zu R echt festhalte, sei die Ausübung des Au- genoptikerberufes nicht in säm tlichen Kantonen gleich geregelt. D ie einzel- nen kantonalen G esetze seien sich indessen sehr ähnlich. Es liege in der Kom petenz der Kantone, die Ausübung des Augenoptikerberufs frei zuzu- lassen oder an bestim m te Voraussetzungen zu binden. In den kantonalen G esetzen w ürden die Tätigkeiten festgelegt, die im Bereich der Augenoptik ausgeübt w erden könnten. Ferner stelle jede Praxisänderung einen Verstoss gegen den G rundsatz der R echtsgleichheit dar. Eine solche U ngleichbehandlung sei jedoch ak- zeptabel, w enn sie sich auf ernsthafte, sachliche Ü berlegungen und Ü ber- zeugungen stütze. D iese Voraussetzung sei vorliegend gegeben; die Praxisänderung erfolge im Anschluss an eine G esetzesänderung - das Inkrafttreten des Freizügigkeitsabkom m ens - und diene dazu, die hohen Ausbildungsstandards in der Schw eiz beizubehalten. Bei der Anerkennung von D iplom en könne jederzeit eine Praxisänderung auftreten. So könnten beispielsw eise Ausbildungsgänge ändern, w as in einigen Jahren m it der Einführung der Fachhochschule für O ptik der Fall sein w erde. Solche Ver- änderungen seien ein R isiko, w elches m it der M obilität einhergehe. D ie eingew anderten Personen könnten nicht vor zukünftigen Veränderungen geschützt w erden. D as Bundesam t habe im vorliegenden Fall den Vertrauensschutz nicht ver- letzt. D er M eistertitel könne nach einer nicht einm al einen halben Tag dau- ernden Prüfung anerkannt w erden. D er Schw eizer M arkt sei für den Be- schw erdeführer daher nicht geschlossen, sofern er eine Ausgleichsm ass- nahm e absolviere. Im Ü brigen halte der vom Beschw erdeführer in seiner Beschw erde er- w ähnte Entscheid des Bundesgerichts nur fest, dass es unverhältnism ä- ssig sei, für das Führen eines auf die H erstellung und den Verkauf von Brillen nach ärztlichem R ezept beschränkten Augenoptikerbetriebes das eidgenössische D iplom zu verlangen. D ie zuständige Behörde hätte in die- sem Fall dem Inhaber des Fähigkeitszeugnisses eine auf die Anfertigung und den Verkauf von Brillen beschränkte Teilbew illigung erteilen m üssen. D as Bundesgericht habe es indessen in einem anderen Fall als zulässig erachtet, die Anpassung von Kontaktlinsen den Inhabern eines Augenopti- kerdiplom s vorzubehalten. 6 G em äss den europäischen R ichtlinien zur Anerkennung von D iplom en sei- en die w ichtigsten Kriterien für die Prüfung eines Anerkennungsgesuchs D auer und Inhalt der Ausbildungen. D er Entscheid des Bundesam tes, der auf einem Vergleich der Ausbildungen beruhe, entspreche som it dem in den europäischen R ichtlinien vorgesehenen System . In der Schw eiz w erde ein G rossteil der Berufsausbildungen in Form von Prüfungen m it fakultati- ver Ausbildung durchgeführt. D ie erlangten Titel (Fachausw eise und D iplo- m e) erm öglichten den Zugang zu Berufen m it grosser Verantw ortung und hohem W issensstand. Trotzdem w ürden diese (schw eizerischen) Fachaus- w eise und D iplom e in der EU nicht anerkannt, w eil ihre Inhaber sich nicht auf eine Ausbildungsdauer in Sinne der R ichtlinien berufen könnten. In An- betracht dessen sei die Schw eiz nicht bereit, über die Anforderungen der europäischen R ichtlinien hinauszugehen. Eine Person ohne Berufserfah- rung, deren Ausbildungsdauer deutlich kürzer sei als die im Aufnahm e- staat vorgeschriebene D auer, erhalte keine Anerkennung und habe keinen Anspruch auf Ausgleichsm assnahm en. Im vorliegenden Fall sei nicht die Ausbildungsdauer das m assgebliche Kriterium , sondern es gehe haupt- sächlich um den U nterrichtsinhalt. D a die europäischen R ichtlinien aber auf den Kriterien Ausbildungsdauer und -inhalt aufbauten, m üsse m an sich auf einen Ausbildungsw eg beziehen, um die Ausbildung des Beschw erde- führers m it derjenigen in der Schw eiz zu vergleichen. D ie Ausbildung an der Schule in O lten erlaube einen gültigen Vergleich, w eil sie den Erw erb der durch die Prüfungsordnung der höheren Fachprüfung vom 12. Juni 1991 geforderten Kenntnisse erm ögliche. D ie Ausbildung des Beschw erdeführers sei vom Schw eizer O ptikverband geprüft w orden. Aus diesem G utachten gehe hervor, dass die beiden Fä- cher, für w elche Ausgleichsm assnahm en gefordert w ürden, in D eutschland zu oberflächlich behandelt w ürden. Entgegen dem Standpunkt des Be- schw erdeführers sei es nicht m öglich, sich bei einer derart unterschiedli- chen Ausbildungsdauer den gleichen Prüfungsstoff anzueignen. Im R ah- m en dieser beiden Fächer w ürden Inhalte verm ittelt, die zur Berufsaus- übung unerlässlich seien. Eine zuw andernde Person könne nach Belieben eine Eignungsprüfung oder einen Anpassungslehrgang absolvieren. D as Bundesam t habe darauf verzichtet, im Fach R echtskunde Ausgleichsm ass- nahm en zu fordern, denn es gehe davon aus, dass es sich dabei nicht um Kenntnisse handle, die für die Berufsausbildung unerlässlich seien. D . M it Zw ischenverfügung vom 12. D ezem ber 2006 w ies die R ekurskom m is- sion EVD das G esuch um Erlass vorsorglicher M assnahm en ab. E. Per 1. Januar 2007 überw ies die R ekurskom m ission EVD die Verfahrens- akten an das neu geschaffene Bundesverw altungsgericht. D ieses über- nahm das Verfahren m it Verfügung vom 25. Januar 2007. G leichentags teilte das Bundesverw altungsgericht dem Beschw erdeführer m it, er habe das R echt auf eine öffentliche Verhandlung im Sinne von Art. 6 EM R K. D er Beschw erdeführer verzichtete stillschw eigend auf deren D urchführung. Auf die vorstehend genannten und w eiteren Vorbringen w ird, sow eit sie rechtserheblich sind, in den Erw ägungen eingegangen.7 D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. O b die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind und ob auf eine Beschw erde einzutreten ist, prüft das Bundesverw altungsgericht von Am tes w egen und m it freier Kognition (vgl. BG E 130 II 65 E. 1; ALFR E D KÖ LZ/ISAB ELLE H ÄN E R , Verw altungsverfahren und Verw altungsrechtspflege des Bundes, Zürich 1998, R z. 410). D er Entscheid des Bundesam tes vom 19. O ktober 2006 stellt eine Verfü- gung im Sinne des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren dar (Vw VG , SR 172.021; Art. 5 Abs. 1 Bst. c). D iese Verfügung w ar bisher bei der R ekurskom m ission EVD angefochten, w el- che vor dem Inkrafttreten des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) am 1. Januar 2007 (vgl. AS 2006 1069) zur Beur- teilung der Streitsache sachlich und funktionell zuständig w ar (vgl. Art. 61 Abs. 1 Bst. c Ziff. 1 BBG œ [zitiert in E. 2], AS 2003 4557; aufgehoben ge- m äss Anhang Ziff. 35 zum VG G , AS 2006 2248). D as Bundesverw altungsgericht, w elches gem äss Art. 31 VG G als Be- schw erdeinstanz Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 Vw VG be- urteilt, ist nach Art. 53 Abs. 2 VG G (i.V.m . Art. 33 Bst. d VG G ) für die Be- handlung der vorliegenden Streitsache zuständig, zum al keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G greift. Sow eit vorliegend das Abkom m en über die Personenfreizügigkeit (zitiert in E. 3) zur Anw endung gelangt, hat dieses keine Änderungen auf die hier dargestellte (innerstaatliche) O rdnung des R echtsschutzes zur Folge (vgl. STEPH AN BR EITEN M O SER /M IC H AEL ISLER , D er R echtsschutz im Personenfreizügig- keitsabkom m en zw ischen der Schw eiz und der EG sow ie den EU -M itglied- staaten, Aktuelle juristische Praxis [AJP] 2002 S. 1003 ff., insbes. S. 1018). D er Beschw erdeführer hat am Verfahren vor dem Bundesam t teilgenom - m en und ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt. Er hat zudem ein als schutzw ürdig anzuerkennendes Interesse an deren Aufhe- bung oder Änderung, w eshalb er zur Beschw erdeführung legitim iert ist (Art. 48 Abs. 1 Vw VG ). D ie Eingabefrist sow ie die Anforderungen an Form und Inhalt der Be- schw erdeschrift sind gew ahrt (Art. 50 und 52 Abs. 1 Vw VG ), der Kosten- vorschuss w urde fristgem äss bezahlt (Art. 63 Abs. 4 Vw VG ), der Vertreter hat sich rechtsgenüglich ausgew iesen (Art. 11 Vw VG ) und die übrigen Sa- churteilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 44 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist daher einzutreten. 2. N ach Art. 2 des Berufsbildungsgesetzes vom 13. D ezem ber 2002 (BBG , SR 412.10) regelt dieses G esetz säm tliche Berufsbereiche ausserhalb der H ochschulen, so unter anderem die berufliche G rundbildung, einschliess- lich der Berufsm aturität; die höhere Berufsbildung; die berufsorientierte W eiterbildung und die Q ualifikationsverfahren, Ausw eise und Titel (Art. 2 Abs. 1 Bst. a - d BBG ). 8 Art. 68 Abs. 1 BBG überträgt dem Bundesrat die R egelung der Anerken- nung ausländischer D iplom e und Ausw eise der Berufsbildung im G eltungs- bereich des Berufsbildungsgesetzes. Zur Förderung der internationalen Zusam m enarbeit und M obilität in der Berufsbildung kann der Bundesrat in eigener Zuständigkeit internationale Vereinbarungen abschliessen (Art. 68 Abs. 2 BBG ). D er Bundesrat erlässt die Ausführungsbestim m ungen, w o das G esetz die Zuständigkeit nicht anders regelt (Art. 65 Abs. 1 BBG ). M it dem Erlass der Berufsbildungsverordnung vom 19. N ovem ber 2003 (BBV, SR 412.101) hat der Bundesrat diesen Auftrag erfüllt und in Art. 69 Folgen- des bestim m t: 1 D as Bundesam t anerkennt ausländische D iplom e und Ausw eise, w enn die- se: a) im H erkunftsland staatlich ausgestellt oder staatlich anerkannt sind; und b) einem schw eizerischen Ausw eis oder Titel gleichw ertig sind. 2 Einem schw eizerischen D iplom oder Ausw eis gleichw ertig ist ein ausländi- sches D iplom oder ein ausländischer Ausw eis dann, w enn: a) die gleiche Bildungsstufe gegeben ist; b) die Bildungsdauer äquivalent ist; c) die Inhalte vergleichbar sind; und d) der Bildungsgang neben theoretischen auch praktische Q ualifikationen um - fasst. 3 Antragsberechtigt ist, w er in der Schw eiz W ohnsitz hat oder als G renzgän- gerin oder G renzgänger tätig ist. 4 Völkerrechtliche Verträge bleiben vorbehalten. W ird die Ausübung einer Berufstätigkeit durch R echtsvorschriften an den Besitz eines bestim m ten D iplom s oder Ausw eises gebunden und verfügt die G esuchstellerin oder der G esuchsteller über ein ausländisches D iplom oder einen ausländischen Ausw eis, der in der Schw eiz nicht als gleichw er- tig anerkannt ist, so sorgt das Bundesam t in Zusam m enarbeit m it den Kan- tonen oder m it O rganisationen der Arbeitsw elt für Ausgleichsm assnahm en, m it denen die verlangten Q ualifikationen erreicht w erden können. Aus- gleichsm assnahm en bestehen in ergänzenden Eignungsprüfungen, An- passungslehrgängen oder anderen Q ualifikationsverfahren (vgl. Art. 70 Abs. 1 und 3 BBV). 3. Am 1. Juni 2002 trat das Abkom m en vom 21. Juni 1999 zw ischen der Schw eizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen G e- m einschaft und ihren M itgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (Freizügigkeitsabkom m en, FZA, SR 0.142.112.681) in Kraft. N ach Art. 1 Bst. a Freizügigkeitsabkom m en hat dieses zum Ziel, den Staatsangehöri- gen der M itgliedstaaten der Europäischen G em einschaft und der Schw eiz ein R echt auf Einreise, Aufenthalt, Zugang zu einer unselbstständigen Er- w erbstätigkeit und N iederlassung als Selbstständiger sow ie das R echt auf Verbleib im H oheitsgebiet der Vertragsparteien einzuräum en. D er G rund- satz der N ichtdiskrim inierung (vgl. Art. 2 FZA) gew ährleistet den Staatsan- gehörigen der Schw eiz und der M itgliedstaaten der Europäischen G em ein- schaft das R echt, in der Anw endung des Abkom m ens nicht schlechter ge- stellt zu w erden als die Angehörigen des Staates, der das Abkom m en 9 handhabt (YVO H AN G AR TN E R , D er G rundsatz der N ichtdiskrim inierung w egen der Staatsangehörigkeit im Freizügigkeitsabkom m en der Schw eiz m it der Europäischen G em einschaft, AJP 2003 S. 257 ff., dort S. 260). In diesem Zusam m enhang bestim m t Art. 9 Freizügigkeitsabkom m en, dass die Ver- tragsparteien gem äss Anhang III die erforderlichen M assnahm en treffen, um den Staatsangehörigen der M itgliedstaaten der Europäischen G em ein- schaft und der Schw eiz den Zugang zu unselbstständigen und selbststän- digen Erw erbstätigkeiten und deren Ausübung sow ie die Erbringung von D ienstleistungen zu erleichtern. Anhang III trägt die Bezeichnung "G egenseitige Anerkennung beruflicher Q ualifikationen (D iplom e, Prüfungszeugnisse und sonstiger Befähigungs- nachw eise)". N ach dessen Bestim m ungen w enden die Vertragsparteien im Bereich der gegenseitigen Anerkennung beruflicher Befähigungsnachw ei- se untereinander die gem einschaftlichen R echtsakte, auf die Bezug ge- nom m en w ird, in der zum Zeitpunkt der U nterzeichnung des Abkom m ens geltenden Fassung einschliesslich der in Abschnitt A dieses Anhangs ge- nannten Änderungen oder gleichw ertige Vorschriften an (vgl. hierzu und zum G anzen: Botschaft des Bundesrates vom 23. Juni 1999 zur G enehm i- gung der sektoriellen Abkom m en zw ischen der Schw eiz und der EG , Bot- schaft, BBl 1999 6128, insbes. S. 6155 und S. 6347 ff.; U rteil des Bundes- gerichts 2A.331/2002 vom 24. Januar 2003 E. 6.1 m it H inw eis auf: R U D O LF N ATSC H , G egenseitige Anerkennung beruflicher Q ualifikationen, in: Bilatera- le Verträge Schw eiz - EG , Zürich 2002, S. 195 ff., insbes. S. 204; M AX W ILD , D ie Anerkennung von D iplom en im R ahm en des Abkom m ens über die Freizügigkeit der Personen, in: Bilaterale Abkom m en Schw eiz - EU , Basel 2001, S. 383 ff., insbes. S. 403; Bundesam t für Berufsbildung und Technologie, Bericht über die Anerkennung ausländischer D iplom e in der Schw eiz und die Anerkennung schw eizerischer D iplom e im Ausland: R e- gelungen, bestehende Praktiken und H andlungsbedarf, Bern 2001, S. 4 f.; im Folgenden: Bericht 2001). H insichtlich der Anerkennung der beruflichen Q ualifikationen erfasst das bilaterale Personenfreizügigkeitsabkom m en nur die im Aufnahm estaat reg- lem entierten beruflichen Tätigkeiten. Alle nicht reglem entierten Berufe ste- hen der freien Ausübung offen. Für sie ist die Anerkennung nach dem Per- sonenfreizügigkeitsabkom m en ohne Bedeutung. Ist ein Beruf im Aufnah- m estaat nicht reglem entiert, bedarf es som it keiner Prüfung der G leichw er- tigkeit des D iplom s und eine Arbeitsbew illigung genügt (vgl. N ATSC H , a.a.O ., S. 205; W ILD , a.a.O ., S. 386 f.; H ILD EG AR D SC H N EID ER , D ie Anerkennung von D iplom en in der Europäischen G em einschaft, Antw erpen-Apeldoorn 1995, S. 177). Als reglem entierte berufliche Tätigkeit gilt eine berufliche Tätigkeit, bei der die Aufnahm e oder Ausübung oder eine der Arten ihrer Ausübung in einem M itgliedstaat direkt oder indirekt durch R echts- oder Verw altungsvorschrif- ten an den Besitz eines Ausbildungs- oder Befähigungsnachw eises (bzw . D iplom s) gebunden ist. D azu gehört insbesondere die Ausübung einer be- ruflichen Tätigkeit in Verbindung m it der Führung eines Titels, der nur von Personen geführt w erden darf, die einen Ausbildungs- oder Befähigungs- nachw eis (bzw . ein D iplom ) besitzen, die in einschlägigen R echts- und 10 Verw altungsvorschriften festgelegt sind; sow ie die Ausübung einer berufli- chen Tätigkeit im G esundheitsw esen, w enn die Vergütung dieser Tätigkeit und/oder eine diesbezügliche Erstattung durch das einzelstaatliche Sys- tem der sozialen Sicherheit an den Besitz eines Ausbildungs- oder Befähi- gungsnachw eises (bzw . D iplom s) gebunden ist (Art. 1 Bst. f der R ichtlinie 92/51/EW G bzw . Art. 1 Bst. d der R ichtlinie 89/48/EW G , beide zitiert in E. 3.2). Berufsverbände oder -organisationen, die ihren M itgliedstaaten derartige Titel ausstellen und von den Behörden anerkannt w erden, kön- nen sich nicht auf ihre private N atur berufen, um sich der Anw endung der m it dieser R ichtlinie vorgesehenen R egelung zu entziehen (Vorspann der R ichtlinie 89/48/EW G ). D as Bundesam t hat eine Liste der reglem entierten Berufe in der Schw eiz herausgegeben (abrufbar unter w w w .bbt.adm in.ch [Them en/Internationale D iplom anerkennung/EU -D iplom anerkennung/Liste der reglem entierten Be- rufe]). D er Beruf des Augenoptikers ist in dieser Liste erfasst (N . 1.04). Som it ist das Freizügigkeitsabkom m en zur Prüfung der G leichw ertigkeit des M eistertitels im Augenoptikerhandw erk grundsätzlich anw endbar. 3.1 D er Beschw erdeführer bringt vor, er w erde für seine Arbeitgeberin, die Y._______-G ruppe, in den Kantonen G enf, W aadt, W allis und Freiburg als Koordinator eingesetzt. D er Kanton W allis beispielsw eise regelt die Tätigkeit zur selbstständigen Berufsausübung als Augenoptiker in der Verordnung vom 20. N ovem ber 1996 über die Ausübung und Beaufsichtigung der G esund- heitsberufe (SG S 811.10). D ie selbständige Ausübung eines G esundheits- berufes ist bew illigungspflichtig (Art. 2 Abs. 1 der Verordnung). Ausgenom - m en von der Bew illigungspflicht ist die unselbständige Ausübung der G e- sundheitsberufe (Art. 3 Abs. 1 der Verodnung). D ie O ptiker w erden in O pti- ker m it eidgenössischem D iplom von höherer Fachausbildung oder m it ei- nem als gleichw ertig eingestuften Titel (nachfolgend diplom ierter O ptiker) oder in O ptiker m it eidgenössischem Fähigkeitsausw eis oder m it einem als gleichw ertig eingestuften Titel (nachfolgend O ptiker) eingeteilt. Einzig dip- lom ierte O ptiker sind berechtigt, Augenuntersuchungen vorzunehm en, säm tliche Kategorien von Kontaktlinsen anzupassen und/oder abzugeben sow ie Sehtests w ie diejenigen durchzuführen, die gem äss der diesbezügli- chen G esetzgebung für den Fahrausw eis verlangt w erden; die Kom peten- zen der Augenärzte sind vorbehalten. Einzig diplom ierte O ptiker und O pti- ker sind berechtigt, die Korrekturbrillengläser herzustellen und abzugeben, die durch einen Augenarzt oder durch einen diplom ierten O ptiker verordnet w orden sind. Jedes O ptikergeschäft m uss unter die Verantw ortung eines diplom ierten O ptikers oder eines durch das D epartem ent berechtigten O p- tikers gestellt w erden (vgl. Art. 20 Abs. 1-4 der Verordnung). D ie anderen Kantone, in w elchen der Beschw erdeführer als Koordinator eingesetzt w ird, enthalten in ihren G esundheitsgesetzen bzw . -verordnun- gen ähnlich lautende Bestim m ungen. D am it steht fest, dass die selbstständige Ausübung des Augenoptikerberu- fes in den betreffenden Kantonen im Sinne der R ichtlinie 92/51/EW G reg- lem entiert ist.11 3.2 D as europäische R echt unterscheidet spezielle und allgem eine Anerken- nungsrichtlinien. Erstere beruhen auf dem Prinzip der vorgängigen H arm o- nisierung der Ausbildung, letztere auf dem Prinzip des gegenseitigen Ver- trauens in die Ausbildung der anderen M itgliedstaaten (vgl. Botschaft, a.a.O ., S. 6347 f.). Sieben sektorale R ichtlinien w urden nach dem System der H arm onisierung gestaltet und erm öglichen dam it sechs m edizinischen und param edizinischen Berufen (Arzt, Zahnarzt, Tierarzt, Apotheker, Pfle- gepersonal in allgem einer Pflege, H ebam m e) sow ie Architekten die auto- m atische Anerkennung (vgl. W ILD , a.a.O ., S. 396 f.; SC H N EID ER , a.a.O ., S. 167). D ie allgem eine Anerkennungsregelung, w elche nicht für bestim m te berufli- che Tätigkeiten gilt, setzt sich aus der R ichtlinie 89/48/EW G des R ates vom 21. D ezem ber 1988 über eine allgem eine R egelung zur Anerkennung der H ochschuldiplom e, die eine m indestens dreijährige Berufausbildung abschliessen (ABl. 1989 L 019 S. 16; im Folgenden: R ichtlinie 89/48/EW G ) sow ie aus der R ichtlinie 92/51/EW G des R ates vom 18. Juni 1992 über eine zw eite allgem eine R egelung zur Anerkennung beruflicher Befähi- gungsnachw eise in Ergänzung zur R ichtlinie 89/48/EW G (ABl. L 209 S. 25; im Folgenden: R ichtlinie 92/51/EW G ) zusam m en. 3.3 D ie beiden allgem einen R ichtlinien 89/48/EW G und 92/51/EW G stützen sich auf die Art. 49, Art. 57 Abs. 1 und Art. 66 des Vertrages zur G ründung der Europäischen W irtschaftsgem einschaft und bezw ecken, dass Angehö- rige der M itgliedstaaten als Selbstständige oder abhängig Beschäftigte ih- ren Beruf auch in einem anderen M itgliedstaat ausüben können als in dem jenigen, in dem sie ihre beruflichen Q ualifikationen erw orben haben (vgl. einleitende Bem erkungen der R ichtlinien 89/48/EW G und 92/51/EW G , 1. Abs.). Von der R ichtlinie 89/48/EW G erfasst w erden Studienabschlüsse nach ei- nem Studium von m indestens drei Jahren (vgl. Art. 1 Bst. a 2. G edanken- strich der R ichtlinie 89/48/EW G ; SC H N EID ER , a.a.O ., S. 239; W ILD , a.a.O ., S. 399). D ie R ichtlinie 92/51/EW G bezieht sich auf die Sekundarschulbil- dung sow ie die kurzen postsekundären Studiengänge von m indestens ei- nem Jahr und alle im Anhang C der R ichtlinie aufgeführten Studiengänge (vgl. E. 9 der R ichtlinie 92/51/EW G und Art. 1 der R ichtlinie 92/51/EW G ; SC H N EID ER , a.a.O ., S. 239; Bundesam t für Berufsbildung und Technologie, Bericht 2001, a.a.O ., S. 28 f.). Sow ohl bei der M eisterprüfung im Augenoptikerhandw erk in D eutschland (H erkunftsstaat) w ie auch der H öheren Fachprüfung für Augenoptiker in der Schw eiz (Aufnahm estaat) handelt es sich um Ausbildungen im postse- kundären Bereich, w elche w eniger als drei Jahre dauern (vgl. § 49 des G e- setzes der Bundesrepublik D eutschland vom 17. Septem ber 1953 zur O rd- nung des H andw erks [konsolidierte Fassung; BG BI I 1953, 1411; im Fol- genden: H w O ] sow ie § 2 der Verordnung der Bundesrepublik D eutschland vom 4. M ärz 1997 über die Berufsausbildung zum Augenoptiker/zur Au- genoptikerin [im Folgenden: AugO ptAusbV 1997]; Art. 23 Abs. 1 und 3 so- w ie Art. 10 des R eglem ents vom 12. Juni 1991 über die D urchführung der H öheren Fachprüfung im Augenoptikerberuf [Prüfungsreglem ent]). 12 D ie berufliche Tätigkeit w ird zudem w eder von einer sektoriellen R ichtlinie noch von einer in Anhang A der R ichtlinie 92/51/EW G aufgeführten R ichtli- nie erfasst (vgl. Art. 2 Abs. 2 der R ichtlinie 92/51/EW G ). D aher ist für den Beruf des Augenoptikers die R ichtlinie 92/51/EW G an- w endbar. 3.4 D er Beschw erdeführer ist Schw eizer Bürger und hat in D eutschland eine postsekundäre Ausbildung absolviert, w elche er in der Schw eiz anerken- nen lassen w ill. N ach Art. 2 Abs. 1 der R ichtlinie 92/51/EW G erstreckt sich der Anw en- dungsbereich dieser R ichtlinie auf alle Angehörigen eines M itgliedstaates, die als Selbstständige oder abhängig Beschäftigte einen reglem entierten Beruf in einem Aufnahm estaat ausüben w ollen. N ach dem W ortlaut von Art. 2 Abs. 1 ist nicht klar, ob sich die R ichtlinie auch auf Inländer bezieht, w elche eine im Ausland getätigte Ausbildung anerkennen lassen w ollen. Für die Auslegung der Begriffe des G em einschaftsrechts ist die R echtspre- chung des G erichtshofes der Europäischen G em einschaften (EuG H ) bis zum Zeitpunkt vor der U nterzeichnung des Abkom m ens zu berücksichtigen (Art. 16 Abs. 2 FZA "acquis com m unautaire" auf dem Stand vom 21. Juni 1999; BR EITEN M O SER /ISLER , a.a.O ., S. 1011). D er G erichtshof der Eu- ropäischen G em einschaften hat in Vorabentscheidungen erkannt, dass die Freizügigkeit der Arbeitnehm er und das N iederlassungsrecht im System der G em einschaft grundlegende Freiheiten darstellten, "die nicht voll ver- w irklicht w ären, w enn die M itgliedstaaten die Anw endung des G em ein- schaftsrechts denjenigen ihrer Staatsangehörigen versagen dürften, die von den im G em einschaftsrecht vorgesehenen Erleichterungen G ebrauch gem acht und dank dieser Erleichterung berufliche Q ualifikationen in einem anderen M itgliedstaat als dem jenigen erw orben haben, dessen Staatsan- gehörigkeit sie besitzen" (vgl. U rteil vom 31. M ärz 1993 in der R echtssa- che C -19/92, Kraus, Sam m lung der R echtsprechung [Slg.], I-1663, R and- nr. 16 und U rteil vom 6. O ktober 1981 in der R echtssache 246/80, Broek- m eulen, Slg., 2311, R andnrn. 18 ff.; vgl. SC H N EID ER , a.a.O ., S. 260; JAC Q U ES PER TEK, U ne dynam ique de la reconnaissance des diplôm es à des fins pro- fessionelles et à des fins académ iques: réalisations et nouvelles réflexi- ons, in: La reconnaissance des qualifications dans un espace européen des form ations et des professions, Bruxelles 1998, S. 189 f.; e contrario hat das Bundesgericht festgehalten, dass das Freizügigkeitsabkom m en Schw eizer Bürgern ohne grenzüberschreitenden Anknüpfungspunkt keine R echte einräum t und deren R echtsstellung sich grundsätzlich nach dem Landesrecht richtet, vgl. BG E 130 I 26 E. 1.2.3 und BG E 129 II 249 E. 4.3 und 5.1.). 3.5 Art. 3 Bst. a der R ichtlinie 92/51/EW G hält folgendes fest: "W ird der Zugang zu einem reglem entierten Beruf oder dessen Ausübung im Auf- nahm estaat von dem Besitz eines D iplom s im Sinne dieser R ichtlinie oder der R ichtlinie 89/48/EW G abhängig gem acht, so kann die zuständige Behörde [...] ei- nem Angehörigen eines M itgliedstaats den Zugang zu diesem Beruf oder dessen Ausübung unter denselben Voraussetzungen w ie bei Inländern nicht w egen m an- gelnder Q ualifikation verw eigern, w enn der Antragsteller das D iplom im Sinne die- ser R ichtlinie oder der R ichtlinie 89/48/EW G besitzt, das in einem anderen M it- gliedstaat erforderlich ist, um Zugang zu diesem Beruf in seinem H oheitsgebiet zu 13 erhalten oder ihn dort auszuüben, und w enn dieses D iplom in einem M itgliedstaat erw orben w urde." M it anderen W orten kann der Aufnahm estaat einem Antragsteller, der im Besitz eines D iplom s im Sinne dieser R ichtlinien ist, grundsätzlich nicht den Zugang oder die Ausübung eines reglem entierten Berufes w egen m angelnder Q ualifikation verw eigern, w enn dieses D iplom Zugangs- oder Ausübungsvoraussetzung für den entsprechenden Beruf im H erkunftsstaat ist. Als D iplom e im Sinne der R ichtlinie 92/51/EW G gelten Ausbildungsnach- w eise, die in einem M itgliedstaat von einer nach dessen R echts- und Ver- w altungsvorschriften bestim m ten zuständigen Stelle ausgestellt w erden, und aus denen hervorgeht, dass der D iplom inhaber erfolgreich einen nicht in Art. 1 Bst. a der R ichtlinie 89/48/EW G genannten postsekundären Aus- bildungsgang von m indestens einem Jahr oder eine Teilzeitausbildung vom entsprechender D auer oder einen der in Anhang C ausgeführten Aus- bildungsgänge absolviert hat (Art. 1 Bst. a 1. G edankenstrich und 2. G e- dankenstrich Ziff. i der R ichtlinie 92/51/EW G ). D ie Schw eizerischen H öheren Fachprüfungen für Augenoptiker fallen unter Anhang C der R ichtlinie 92/51/EW G (vgl. dazu Bundesam t für Berufsbil- dung und Technologie, Bericht 2001, a.a.O ., S. 28 f.). D er M eistertitel des Beschw erdeführers ist von der H andw erkskam m er Ko- blenz ausgestellt w orden. H ierbei handelt es sich um eine Körperschaft des öffentlichen R echts, w elche zur Vertretung der Interessen des H and- w erks errichtet w orden ist (vgl. § 90 Abs. 1 H w O ). D er M eistertitel des Be- schw erdeführers ist daher von einer zuständigen Stelle ausgestellt w or- den. D er deutsche Augenoptikerm eister ist in Anhang C N um m er 2 (Bil- dungs- und Ausbildungsgänge zum "M eister" für die nicht unter die R ichtli- nien des Anhangs A fallenden handw erklichen Tätigkeiten) der R ichtlinie 92/51/EW G aufgeführt. Beim M eistertitel in D eutschland (H erkunftsstaat) handelt es sich som it ebenfalls um ein D iplom im Sinne der R ichtlinie 92/51/EW G . D as Augenoptikerhandw erk in D eutschland stellt ein zulassungspflichtiges H andw erk dar. D ie Ausbildungsbezeichnung M eister/M eisterin in Verbin- dung m it einem zulassungspflichtigen H andw erk darf nur führen, w er für dieses zulassungspflichtige H andw erk die M eisterprüfung bestanden hat (vgl. § 1 i.V.m . Anlage A N r. 33 H w O sow ie § 51 H w O ). Insofern ist dieser Beruf auch in D eutschland reglem entiert (vgl. auch den Leitfaden für die allgem eine R egelung zur Anerkennung der beruflichen Befähigungsnach- w eise der Europäischen Kom m ission, Anhang 1). D er M eistertitel berech- tigt zur selbstständigen Berufsausübung und zur Lehrlingsausbildung (vgl. § 45 Abs. 2 H w O ). G rundsätzlich kann die Schw eiz daher dem Beschw erdeführer den Zugang oder die Ausübung des reglem entierten Berufes nicht w egen m angelnder Q ualifikation verw eigern.14 3.6 H ingegen hat der Aufnahm estaat das R echt, Ausbildung und Berufserfah- rung m it seinen Anforderungen zu vergleichen und eine Anerkennung der D iplom e als gleichw ertig abzulehnen, w enn die Ausbildung des Antragstel- lers sich in Bezug auf D auer, Inhalt oder die Tätigkeitsbereiche w esentlich unterscheidet. D ie Kom pensation unterschiedlicher Ausbildungsdauer kann durch den N achw eis von Berufserfahrung erbracht w erden (Art. 4 Abs. 1 Bst. a der R ichtlinie 92/51/EW G ). Im Falle von unterschiedlichen Ausbildungsinhalten darf der Aufnahm estaat vom Antragsteller verlangen, dass er einen Anpassungslehrgang absolviert oder eine Eignungsprüfung ablegt (Art. 4 Abs. 1 Bst. b der R ichtlinie 92/51/EW G ; N ATSC H , a.a.O ., S. 206 f., W ILD , a.a.O ., S. 400). M acht der Aufnahm estaat bei unterschiedli- chem Ausbildungsinhalt von der M öglichkeit eines Anpassungsinstrum en- tes G ebrauch, so m uss er dem Antragsteller die W ahl zw ischen dem An- passungslehrgang und der Eignungsprüfung lassen (Art. 4 Bst. b U nter- abs. 3 der R ichtlinie 92/51 EW G ; SC H N EID ER , a.a.O ., S. 257; JAC Q U ES PER TEK, L'Europe des diplôm es et des professions, Bruxelles 1994, S. 81). D er Auf- nahm estaat darf die Anpassungsinstrum ente des Art. 4 Abs. 1 Bst. a und b nicht kum ulativ anw enden (Art. 4 Abs. 2 der R ichtlinie 92/51/EW G ; SC H N EID ER , a.a.O ., S. 198; PER TEK, L'Europe des diplôm es et des professi- ons, a.a.O ., S. 80). 3.7 D as Bundesam t hat im vorliegenden Verfahren zu R echt erkannt, dass der Beschw erdeführer die Anforderungen an die Ausbildungsdauer (diese be- trägt in der Schw eiz m indestens 8 Jahre, vgl. Art. 10 Prüfungsreglem ent) erfüllt. H ingegen hielt das Bundesam t in der angefochtenen Verfügung vom 19. O ktober 2006 fest, dass die M eisterprüfung in D eutschland m it der H ö- heren Fachprüfung in der Schw eiz inhaltlich nicht vergleichbar und som it nicht gleichw ertig sei. D ie M eisterprüfung, w elche der Beschw erdeführer absolviert habe, w erde der H öheren Fachprüfung gleichgestellt unter der Bedingung, dass er als Ausgleichsm assnahm e entw eder a. eine Eignungs- prüfung in den Fächern Pathologie sow ie Allgem eine O ptik & Instrum ente ablege oder b. einen einjährigen Anpassungslehrgang in der Schw eiz un- ter der Anleitung eines diplom ierten Augenoptikers absolviere und die Fä- cher Pathologie sow ie Allgem eine O ptik & Instrum ente an der H öheren Fachschule für Augenoptik in O lten besuche. Insofern m acht das Bundesam t in der angefochtenen Verfügung von Art. 4 Abs. 1 Bst. b der R ichtlinie 92/51/EW G G ebrauch, w onach der Aufnahm e- staat im Falle von unterschiedlichem Inhalt der Ausbildung als Kom pensa- tion vom G esuchsteller einen Anpassungslehrgang oder eine Eignungsprü- fung verlangen kann. D ie Frage, ob sich die M eisterprüfung im Augenoptikerhandw erk inhaltlich w esentlich vom Schw eizerischen D iplom des Augenoptikers unterscheidet und das Bundesam t in der angefochtenen Verfügung vom 19. O ktober 2006 als Voraussetzung für die Anerkennung der G leichw ertigkeit zu R echt eine Ausgleichsm assnahm e verlangt, kann hier offen gelassen w er- den, da die Beschw erde aus nachfolgenden G ründen gutzuheissen ist.15 4. D er Beschw erdeführer beruft sich auf den Vertrauensschutz. Bevor er sich für die Ausbildung an der M eisterschule in Koblenz entschieden habe, habe er sich im Septem ber 2004 beim Bundesam t darüber inform iert, ob der ausländische Ausw eis m it dem eidgenössischen D iplom des Augenop- tikers gleichw ertig sei. D as Bundesam t habe ihm m ündlich zugesichert, dass die deutsche Ausbildung m it der schw eizerischen Ausbildung gleich- w ertig sei. D ie Auskunft sei von der zuständigen Behörde erfolgt und inso- fern richtig gew esen, als sie auf dem zum dam aligen Zeitpunkt anw endba- ren Staatsvertrag zw ischen D eutschland und der Schw eiz von 1937 beruht habe. Zum Zeitpunkt der Auskunftserteilung im Septem ber 2004 sei das Freizügigkeitsabkom m en bereits in Kraft gew esen, w eshalb sich die R echtslage seit der Auskunfterteilung nicht geändert habe. O hne die Zusi- cherung des Bundesam tes hätte er m it Sicherheit einen anderen Ausbil- dungsw eg gew ählt. 4.1 D er in Art. 9 BV (SR 101) verankerte G rundsatz von Treu und G lauben verleiht einer Person Anspruch auf Schutz des berechtigten Vertrauens in Zusicherungen, Auskünfte, M itteilungen oder Em pfehlungen einer Behör- de, die sich im N achhinein als unrichtig erw eisen. Er führt dazu, dass die Behörde unter gew issen, kum ulativ zu erfüllenden Voraussetzungen an ihre unrichtige Zusicherung, Auskunft usw . gebunden ist; das heisst, sich so verhalten m uss, als ob die Zusicherung, Auskunft usw . richtig gew esen w äre (PIER R E TSC H AN N EN /U LR IC H ZIM M E R LI, Allgem eines Verw altungsrecht, Bern 2005, S. 153; U LR IC H H ÄFELIN /G EO R G M Ü LLER /FELIX U H LM AN N , Allgem eines Ver- w altungsrecht, 5. Aufl., Zürich 2006, R z. 698). G em äss R echtsprechung und D oktrin sind unrichtige Zusicherungen, Aus- künfte, M itteilungen oder Em pfehlungen von Behörden bindend, w enn (a) die Behörde in einer konkreten Situation m it Bezug auf bestim m te Perso- nen gehandelt hat; (b) die Behörde für die Erteilung der Auskunft zuständig w ar oder als zuständig betrachtet w erden durfte; (c) der Bürger die U nrich- tigkeit der Auskunft nicht ohne w eiteres erkennen konnte; (d) der Bürger im Vertrauen auf die R ichtigkeit der Auskunft D ispositionen getroffen hat, die nicht ohne N achteil rückgängig gem acht w erden können und (e) die gesetzliche O rdnung seit der Auskunftserteilung keine Änderung erfahren hat (BG E 121 V 65 E. 2a, BG E 119 V 302 E. 3a, BG E 118 Ia 245 E. 4b, BG E 118 V 65 E. 7, BG E 117 Ia 285 E. 2b, BG E 117 Ia 412 E. 3b, je m it H inw eisen, U rteil des Bundesgerichts 1A.8/2004 vom 17. D ezem ber 2004 E. 4.2 m it H inw eisen; H ÄFELIN /M Ü LLE R /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 668 ff.). Selbst w enn die Voraussetzungen für eine verbindliche behördliche Aus- kunft erfüllt sind, scheitert die Berufung auf Treu und G lauben, w enn ihr überw iegende öffentliche Interessen gegenüberstehen (BG E 129 I 161 E. 4.1 m it H inw eisen, BG E 116 Ib 185 E. 3c; H ÄFELIN /M Ü LLE R /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 696 m it H inw eisen; FR ITZ G YG I, Verw altungsrecht, Bern 1986, S. 160; R EN É A. R H IN O W /BEAT KR ÄH EN M AN N , Schw eizerische Verw altungsrecht- sprechung, Ergänzungsband, Basel und Frankfurt am M ain 1990, N r. 75 B IVc, S. 243; BEATR IC E W EBE R -D Ü R LER , Vertrauensschutz im öffentli- chen R echt, Basel und Frankfurt am M ain 1983, S. 112). 16 In einem solchen Fall besteht aber allenfalls Anspruch auf Schadenersatz (H ÄFELIN / M Ü LLER /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 696 und R z. 703 m it H inw eisen; W EBE R -D Ü R LER , a.a.O ., S. 129 ff.). 4.2 W as die erste Voraussetzung betrifft, so taugt nicht jede behördliche Aus- kunft als Vertrauensbasis. D ie Auskunft m uss an sich geeignet sein, schutzw ürdiges Vertrauen zu begründen. N otw endig ist eine gew isse in- haltliche Bestim m theit; eine lediglich vage Absichtskundgabe oder ein H in- w eis auf eine bisherige Praxis genügt nicht. Sodann w ird in Lehre und R echtssprechung m ehrheitlich die Auffassung vertreten, nur eine auf einen konkreten, die auskunftserheischende Person direkt betreffenden Sachver- halt bezogene Auskunft könne die Behörden binden, nicht aber eine allge- m eine Auskunft (vgl. BG E 125 I 267 E. 4c, BG E 122 II 113 E. 3b/cc, m it H inw eisen; R H IN O W /KR ÄH EN M AN N , a.a.O ., N r. 75 B IIIa, S. 241; anderer M ei- nung: W EBE R -D Ü R LER , a.a.O ., S. 84, S. 207; H ÄFELIN /M Ü LLER /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 670). Zudem begründet eine Auskunft schutzw ürdiges Vertrauen nur, w enn sie vorbehaltlos erteilt w orden ist (vgl. U rteile des Bundesgerichts 2A.454/2002 vom 20. M ärz 2003 E. 2.2 und 2A.251/2000 vom 19. D ezem - ber 2000 E. 2b/cc; H ÄFELIN /M Ü LLE R /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 680; TSC H AN N EN / ZIM M ER LI, a.a.O ., S. 154; W EBE R -D Ü R LER , a.a.O ., S. 205). U nm assgeblich ist die Form der Auskunftserteilung; auch eine m ündliche Auskunft kann verbindlich sein, w enn sie auf G rund der U m stände geeig- net ist, den guten G lauben des Betroffenen zu erw ecken (vgl. H ÄFELIN / M Ü LLE R /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 669; R H IN O W /KR ÄH EN M AN N , a.a.O ., N r. 75 B IIIa, S. 241; BG E 106 V 139 E. 4c m it Verw eis auf BG E 91 I 133 E. 4b, BG E 114 Ia 105 E. 2a). 5. D er Beschw erdeführer m acht geltend, er habe sich im Septem ber 2004 beim Bundesam t darüber inform iert, ob der ausländische Ausw eis m it dem eidgenössischen D iplom des Augenoptikers gleichw ertig sei. D as Bundes- am t habe ihm dies m ündlich zugesichert. D er Beschw erdeführer kann zw ar nicht belegen, dass das Bundesam t ihm diese Auskunft erteilt hat. Ü ber den Inhalt des G esprächs ist keine G e- sprächsnotiz erstellt w orden. D er Beschw erdeführer hat sich den Inhalt des G esprächs auch nicht schriftlich bestätigen lassen. U nbestritten und aktenkundig ist aber, dass das Bundesam t w ährend Jah- ren in ständiger Praxis alle deutschen M eistertitel im Augenoptikerhand- w erk als gleichw ertig m it dem eidgenössischen D iplom als Augenoptiker anerkannt hat. D as Bundesam t stützte diese Anerkennungspraxis auf die Vereinbarung zw ischen der Schw eiz und dem deutschen R eich vom 1. D e- zem ber 1937 über die gegenseitige Anerkennung der Lehrabschluss- und M eisterprüfungen, w elche zw ar nie ratifiziert, aber beiderseits angew endet w urde (vgl. dazu N ATSC H , a.a.O ., S. 217 f. Fusszeile 41; Botschaft, a.a.O , S. 6350 sow ie Schreiben vom 2. August 1995 der Abteilung Berufsbildung des dam aligen Bundesam tes für Industrie, G ew erbe und Arbeit [BIG A; heute: BBT] an den D eutschen H andw erkskam m ertag, w onach das Bun- desam t die zw ischenstaatliche Vereinbarung von 1937 bis zum Zeitpunkt einer allfälligen neuen R egelung w eiter einhalten w erde).17 Am 1. Juni 2002 trat das Freizügigkeitsabkom m en und dam it die in seinem Anhang III aufgeführte R ichtlinie 92/51/EW G in Kraft. In der Folge stützte sich das Bundesam t w ie zuvor auf die G egenrechtsvereinbarung m it D eutschland (vgl. Vereinbarung zw ischen der Schw eiz und dem deutschen R eich vom 1. D ezem ber 1937) und anerkannte w eiterhin autom atisch deutsche M eistertitel im Augenoptikerhandw erk als gleichw ertig m it dem eidgenössischen D iplom des Augenoptikers. D ies w ird vom Bundesam t nicht bestritten (vgl. dazu Beschw erdeverfahren B-2158/2006 [Stellung- nahm e vom 5. Juli 2006]) sow ie das nachfolgend zitierte Verhandlungspro- tokoll S. 7 oben). D em Bundesverw altungsgericht liegen solche G leichw er- tigkeitsbestätigungen aus den Jahren 2003 und 2004 vor (vgl. die einge- reichten G leichw ertigkeitsbestätigungen in den Beschw erdeverfahren B- 2159/2006, B-2160/2006, B-2169/2006; vgl. dazu auch die Beschw erde- verfahren B-2161/2006, B-2168/2006, B-2195/2006, B-2173/2006). 5.1.1 D er U m stand, dass das Bundesam t nach eigenen Angaben (vgl. Verhand- lungsprotokoll der öffentlichen Verhandlung, w elche in gleichgelagerten Beschw erdeverfahren am 28. August 2006 vor der R ekurskom m ission EVD durchgeführt w urde [Beschw erdeverfahren B-2158/2006, B- 2159/2006, B-2160/2006; B-2168/2006, B-2190/2006, B-2164/2006, B- 2167/2006, B-2171/2006, B-2172/2006, B-2173/2006, B-2174/2006, B- 2176/2006], S. 7) in einer langjährigen, konstanten Praxis bis Ende 2004/anfangs 2005 alle deutschen M eistertitel im Augenoptikerhandw erk dem eidgenössischen D iplom gleichw ertig anerkannte, kann als gew ichti- ges Indiz für das Vorliegen einer entsprechenden Zusicherung im Jahr 2004 gew ertet w erden, stand diese doch vollkom m en im Einklang m it der dam aligen Anerkennungspraxis. Zudem ist auf G rund der Ausführungen des Bundesam tes in der Vernehm lassung, w onach die U m setzung des Freizügigkeitsabkom m ens eine gew isse Zeit gedauert habe, und auf G rund der Aussagen des Vertreters des Bundesam tes an der öffentlichen Verhandlung (vgl. Verhandlungsprotokoll S. 7) zu schliessen, dass sich eine m ögliche Änderung der Anerkennungspraxis erst im Verlaufe des Jahres 2005 abzeichnete. Kom m t hinzu, dass sich die Aussagen des Beschw erdeführers über die Auskunft des Bundesam tes m it den Aussagen anderer betroffener Perso- nen, w elche ebenfalls in D eutschland die M eisterprüfung abgelegt und sich beim Bundesam t vorgängig über die G leichstellung dieser Prüfung infor- m iert haben, inhaltlich decken (vgl. dazu die Beschw erdeverfahren B- 2158/2006, B-2159/2006, B-2166/2006, B-2168/2006, B-2167/2006, B- 2170/2006, B-2174/2006). Im W eiteren ist aktenkundig, dass das Bundesam t im Jahr 2002 w eiteren Betroffenen die G leichstellung des deutschen M eistertitels m it dem schw eizerischen D iplom unter Verw eis auf Art. 1 der Vereinbarung zw i- schen D eutschland und der Schw eiz vom 1. D ezem ber 1937 schriftlich be- stätigt hat (vgl. B-2162/2006; B-2179/2006). Zudem bestreitet das Bundesam t nicht, dass es dam als auf telefonische Anfrage hin solche Zusicherungen erteilt hat (vgl. Verhandlungsprotokoll S. 8). Auf die Aussage eines Beschw erdeführers anlässlich der öffentli- chen Verhandlung hin, w onach das Bundesam t nun anscheinend keine 18 Auskünfte m ehr über die (künftige) Anerkennung von D iplom en erteile (vgl. Verhandlungsprotokoll, S. 4), erklärte der Vertreter des Bundesam tes, es sei richtig, dass das Bundesam t früher solche Auskünfte erteilt habe (vgl. Verhandlungsprotokoll, S. 5). H inzu kom m t auch, dass der Vertreters des Bundesam tes anlässlich der öffentlichen Verhandlung ausführte, dass deutsche M eistertitel im Augenoptikerhandw erk bis anfangs 2005 als gleichw ertig m it dem eidgenössischen D iplom des Augenoptikers aner- kannt w orden seien. D as Bundesam t habe seine Praxis im Jahre 2005 überprüft und dann geändert, da es festgestellt habe, dass die bisherige Praxis nicht m ehr rechtskonform w ar (vgl. Verhandlungsprotokoll S. 6 und 7 sow ie G utachten des Schw eizer O ptikverbandes vom 1. N ovem ber 2005). Angesichts der gesam ten U m stände ist davon auszugehen, dass dem Be- schw erdeführer eine solche konkrete, ihn direkt betreffende Auskunft vor- behaltlos erteilt w orden ist. 5.2 D er Beschw erdeführer beruft sich auf die Auskunft des Bundesam tes. Au- sser Frage steht, dass diese von der zuständigen Behörde erteilt w orden ist (vgl. Art. 68 Abs. 1 BBG und Art. 69 BBV, zitiert in E. 2; vgl. auch Art. 71 BBV), w eshalb die zw eite Voraussetzung ohne W eiteres als gegeben erachtet w erden kann. 5.3 W as die Auskunft bezüglich der im Zeitpunkt der Anfrage geltenden Aner- kennungspraxis des Bundesam tes betrifft, so w ar diese richtig. D ie Aus- kunft, w onach deutsche M eistertitel vom Bundesam t w eiterhin anerkannt w ürden (w eshalb der vom Beschw erdeführer im Septem ber 2005 erlangte M eistertitel m it dem eidgenössischen D iplom gleichgestellt w erde) erw eist sich im N achhinein als falsch. Es ist offensichtlich, dass der Beschw erde- führer die U nrichtigkeit der Auskunft nicht ohne W eiteres erkennen konnte, stand diese doch im Einklang m it der dam aligen Anerkennungspraxis und verfügte auch der Schw eizer O ptikverband über keine anderen Inform atio- nen. D as Freizügigkeitsabkom m en (in Kraft seit 1. Juni 2002) w ar im Zeit- punkt der Auskunftserteilung (im Jahr 2004) schon seit ungefähr zw ei Jah- ren in Kraft, w eshalb der Beschw erdeführer w eder ahnen konnte noch da- m it rechnen m usste, dass das Abkom m en drei Jahre später eine Praxisän- derung bew irken w ürde. 5.4 Bei der Prüfung des Kriterium s, ob D ispositionen getroffen w urden, die nicht ohne N achteil rückgängig gem acht w erden können, ist zu berücksich- tigen, dass die Auskunft für das Verhalten des Betroffenen ursächlich sein m uss (vgl. U rteil des Versicherungsgerichts C 344/00 vom 6. Septem ber 2001 E. 3c/bb). Ein solcher Kausalzusam m enhang ist gegeben, w enn an- genom m en w erden kann, der Betroffene hätte sich ohne die fehlerhafte Auskunft anders verhalten. An den Bew eis des Kausalzusam m enhangs zw ischen Auskunft und D isposition w erden nicht allzu strenge Anforderun- gen gestellt. D enn bereits aus dem U m stand, dass ein Betroffener Erkun- digungen einholt, erw ächst eine natürliche Verm utung dafür, dass er im Falle eines negativen Entscheides ein anderes Vorgehen gew ählt hätte. D er erforderliche Kausalitätsbew eis darf deshalb schon als geleistet gel- ten, w enn es auf G rund der allgem einen Lebenserfahrung als glaubhaft er- scheint, dass sich der Betroffene ohne die fragliche Auskunft anders ver-19 halten hätte (vgl. H ÄFELIN /M Ü LLER /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 687 m it Verw eis auf BG E 121 V 65 E. 2b). D er Beschw erdeführer hat von N ovem ber 2004 bis Juni 2005 in der O ptonia in D iez (D eutschland), einer staatlich anerkannten privaten Fach- schule für Augenoptik und O ptom etrie, den M eisterkurs Augenoptik absol- viert und am 14. Septem ber 2005 die M eisterprüfung im Augenoptiker- handw erk bestanden. Ausser Frage steht, dass der Besuch der Schule in D eutschland und die Ablegung der M eisterprüfung m it erheblichem finan- ziellem und zeitlichem Aufw and verbunden w aren und sich der Beschw er- deführer ohne die ihm vom Bundesam t erteilte Auskunft kaum für die Aus- bildung in D eutschland entschieden hätte. 5.5 Eine Auskunft ist nur in Bezug auf den Sachverhalt, w ie er der Behörde zur Kenntnis gebracht w ird, verbindlich. Ändert sich die tatsächliche Situation, so hat die Behörde den neuen Sachverhalt zu beurteilen und ist an ihre früheren Aussagen nicht m ehr gebunden. Behördliche Auskünfte stehen sodann im m er unter dem Vorbehalt einer allfälligen späteren R echtsände- rung. Eine vertrauensschutzbegründende Auskunft kann deshalb nur vor- liegen, w enn die R echtslage zur Zeit der Verw irklichung des Tatbestandes die gleiche ist w ie im Zeitpunkt der Auskunfterteilung, es sei denn die aus- kunfterteilende Behörde sei für die R echtsänderung selbst zuständig und die Auskunft sei im H inblick darauf erteilt w orden (BG E 117 Ia 285 E. 2b m it H inw eisen; H ÄFELIN /M Ü LLER /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 692; BEATR IC E W EBE R - D Ü R LER , N euere Entw icklung des Vertrauensschutzes, Schw eizerisches Zentralblatt für Staats- und Verw altungsrecht [ZBl] 103/2002, S. 289 ff.; R H IN O W /KR ÄH EN M AN N , a.a.O ., N r. 75 B IVb, S. 242; G YG I, Verw altungsrecht, a.a.O ., S. 160; TSC H AN N EN /ZIM M ER LI, a.a.O ., S. 154). D as Bundesam t m acht nicht geltend und aus den Akten ist auch nicht er- sichtlich, dass sich der Stoffplan des Vorbereitungslehrganges "Augenopti- kerm eister" des Ifb (Institut für Berufsbildung) und die Anforderungen an die M eisterprüfung (vgl. die Verordnung vom 9. August 1976 über das Be- rufsbild und über die Prüfungsanforderungen im praktischen Teil und im fachtheoretischen Teil der M eisterprüfung für das Augenoptiker-H andw erk und Verordnung vom 18. Juli 2000 über gem einsam e Anforderungen in der M eisterprüfung im H andw erk) zw ischenzeitlich geändert haben. Es steht auch fest, dass die Anforderungen an die H öhere Fachprüfung im Augen- optikerberuf in der Schw eiz ebenfalls unverändert geblieben sind (vgl. Prü- fungsreglem ent vom 12. Juni 1991, insbes. Art. 15 [Prüfungsfächer] und Art. 16 [Prüfungsstoff]). Insofern w ar die tatsächliche Situation im Zeitpunkt der Auskunftserteilung dieselbe w ie im Zeitpunkt des Entscheides. D as Freizügigkeitsabkom m en trat am 1. Juni 2002 in Kraft (vgl. E. 3). D er Beschw erdeführer hat sich beim Bundesam t indessen erst im Jahr 2004 über die G leichstellung seiner deutschen Ausbildung in der Schw eiz erkun- digt; zum Zeitpunkt der Auskunftserteilung w ar das Freizügigkeitsabkom - m en dem zufolge schon seit fast zw ei Jahren in Kraft. W ie der Beschw erde- führer zu R echt festhält, lässt sich das Inkrafttreten des Freizügigkeitsab- kom m ens im konkreten Fall einer Berufung auf den Vertrauensschutz nicht entgegen halten.20 Ebenfalls steht unbestritten fest, dass seit der Auskunftserteilung im Jahr 2004 und dem Zeitpunkt der Einreichung des G esuches um Anerkennung der G leichw ertigkeit beziehungsw eise dem angefochtenen Entscheid vom 19. O ktober 2006 die R echtslage keine Änderungen erfahren hat. H ätte sich eine Änderung der Anerkennungspraxis auf G rund des Freizü- gigkeitsabkom m ens dam als bereits abgezeichnet, so w äre das Bundesam t verpflichtet gew esen, den Beschw erdeführer darüber zu inform ieren (vgl. auch M AX IM B O D EN /R EN É A. R H IN O W , a.a.O . N r. 75 B IVb, S. 471). 5.6 D er Bürger kann aus dem Vertrauensschutz dann keinen Anspruch auf Bindung an die Vertrauensgrundlage ableiten, w enn dieser R echtsfolge überw iegende öffentliche Interessen entgegenstehen (vgl. W EBE R -D Ü R LER , Vertrauensschutz, a.a.O ., S. 134; R H IN O W /KR ÄH EN M AN N , a.a.O ., N r. 75 B IVc, S. 243). So besteht ein erhebliches öffentliches Interesse daran, dass in den Beru- fen des G esundheitsw esens nur fähige Leute tätig sind, handelt es sich doch gerade bei der G esundheit um ein R echtsgut, das des gew erbepoli- zeilichen Schutzes in hohem M asse bedarf (vgl. BG E 125 I 322 E. 3d, BG E 125 I 335 E. 3b, BG E 112 IA 322 E. 4c m it H inw eisen). Vom Bundesam t w ird indessen nicht geltend gem acht, dass die deutschen M eister im Augenoptikerhandw erk nicht befähigt w ären und deren Tätigkeit G efahren für das Publikum m it sich bringe. Vielm ehr erklärte der Vertreter des Bundesam tes an der Verhandlung, dass es bisher keine Problem e m it deutschen Augenoptikerm eistern gegeben habe (vgl. S. 9 des Verhand- lungsprotokolls), und dass der einjährige Anpassungslehrgang auch unter der Anleitung eines im Ausland ausgebildeten Berufsangehörigen, dessen Ausw eis vom Bundesam t m it dem eidgenössischen D iplom des Augenopti- kers gleichgestellt w orden w ar, absolviert w erden könnte (vgl. S. 9 des Verhandlungsprotokolls). Ü berw iegende öffentliche Interessen, w elche der Berufung auf Treu und G lauben gegenüberstehen, sind im vorliegenden Fall daher nicht ersicht- lich. D ie Voraussetzungen für eine Berufung auf Treu und G lauben sind dam it erfüllt und der Beschw erdeführer ist in seinem Vertrauen auf die Auskunft des Bundesam tes, w onach der M eistertitel als m it dem eidgenössischen D iplom des Augenoptikers gleichw ertig anerkannt w erde, zu schützen. D am it erübrigt es sich, auf die w eiteren R ügen des Beschw erdeführers einzugehen. 6. D ie Beschw erde ist daher gutzuheissen und die Verfügung des Bundes- am tes vom 19. O ktober 2006 aufzuheben. Es w ird festgestellt, dass der am 14. Septem ber 2005 in D eutschland verliehene M eistertitel im Augen- optikerhandw erk m it dem eidgenössischen D iplom als Augenoptiker gleich- w ertig ist. D as Bundesam t w ird angew iesen, dem Beschw erdeführer eine G leichw ertigkeitsbestätigung auszustellen.21 7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens obsiegt der Beschw erdeführer in der H auptsache. H ingegen ist er im Verfahren betreffend vorsorgliche M ass- nahm en als unterliegend zu betrachten, w eshalb ihm für die Zw ischenver- fügung vom 12. D ezem ber 2006 Verfahrenskosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D iese w erden m it dem am 1. D ezem ber 2006 geleiste- ten Kostenvorschuss von Fr. 900.- verrechnet. D em Bundesam t als Vorins- tanz sind keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 2 Vw VG ). 8. D em Beschw erdeführer, w elcher sich anw altlich vertreten liess, sind not- w endige und verhältnism ässig hohe Kosten erw achsen (Art. 64 Abs. 1 Vw VG und Art. 7 Abs. 1 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). Ihm ist zu Lasten des Bundesam tes eine reduzierte Par- teientschädigung zuzusprechen (Art. 7 Abs. 2 VG KE). 9. G egen diesen Beschw erdeentscheid kann innert 30 Tagen beim Eidgenös- sischen Bundesgericht Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei- ten eingereicht w erden (Art. 82 Bst. a und Art. 86 Abs. 1 Bst. a i.V.m . Art. 100 Abs. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110, in Kraft seit 1. Januar 2007, AS 2006 1205]). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird gutgeheissen und die Verfügung des Bundesam tes für Berufsbildung und Technologie vom 19. O ktober 2006 aufgehoben. Es w ird festgestellt, dass der am 14. Septem ber 2005 in D eutschland ver- liehene M eistertitel im Augenoptikerhandw erk m it dem eidgenössischen D iplom als Augenoptiker gleichw ertig ist. D as Bundesam t w ird angew ie- sen, dem Beschw erdeführer eine G leichw ertigkeitsbestätigung auszustel- len. 2. Für das H auptverfahren w erden keine Kosten erhoben. Für die Zw ischenverfügung vom 12. D ezem ber 2006 betreffend vorsorgli- che M assnahm en w erden dem Beschw erdeführer Verfahrenskosten von Fr. 300.-- auferlegt. D ieser Betrag w ird m it dem am 1. D ezem ber 2006 geleisteten Kostenvor- schuss von Fr. 900.-- verrechnet und dem Beschw erdeführer ist der Betrag von Fr. 600.-- aus der Bundeskasse zurückzuerstatten, sobald dieses U r- teil in R echtskraft erw achsen ist. 3. D em Beschw erdeführer w ird zu Lasten des Bundesam tes für Berufsbil- dung und Technologie eine Parteientschädigung von Fr. 1000.-- (inkl. M w St) zugesprochen.22 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (m it G erichtsurkunde) - dem Eidgenössischen Volksw irtschaftsdepartem ent (m it G erichtsurkunde) D er Abteilungspräsident: D ie G erichtsschreiberin: Bernard M aitre Barbara Aebi R echtsm ittelbelehrung D ieses U rteil kann innert dreissig Tagen seit Eröffnung beim Schw eizerischen Bundesgericht in Lausanne angefochten w erden. Versand am : 21. M ai 2007