<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2023.00231</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223416&amp;W10_KEY=13045541&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2023.00231</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 15.08.2023</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Arbeitszeugnis</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Der Neubeurteilungsbeschluss betreffend Kündigung blieb unangefochten. Auf die dortigen Erwägungen ist im Zusammenhang mit dem Arbeitszeugnis abzustellen, insbesondere mit Blick auf die Qualifikation des Fachwissens. Im Rahmen eines Rechtsmittelverfahrens betreffend Arbeitszeugnis sind die Kündigung bzw. deren Gründe nicht mehr Streitgegenstand. Die Beschwerdeführerin hat überdies keinen Anspruch auf die Verwendung bestimmer Formulierungen (zum Ganzen E. 4). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSZEUGNIS">ARBEITSZEUGNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEISTUNG UND VERHALTEN">LEISTUNG UND VERHALTEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 330a OR</span><br/><span class="gerade">§ 46 Abs. 2 PG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=62806" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2023.00231</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>des Einzelrichters</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">15. August 2023</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter Marco Donatsch, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber David Henseler. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A,<b> </b>vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Stadt Winterthur, vertreten durch das Departement D, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoBodyText">dieses vertreten durch RA C, </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Arbeitszeugnis,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>A, geboren 1970, war ab dem 18. Juni 2018 mit einem BeschÃ¤ftigungsgrad von 50 % als "Sachbearbeiter/in Bewirtschaftung 2" beim Departement D der Stadt Winterthur angestellt. Mit VerfÃ¼gung vom 28. Juli 2021 kÃ¼ndigte das Departement D das AnstellungsverhÃ¤ltnis per 31. Oktober 2021. Das Neubeurteilungsgesuch von A wies der Stadtrat der Stadt Winterthur am 3. November 2021 ab. Dieser Beschluss blieb unangefochten.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Am 31. Oktober 2021 stellte das Departement D A ein Schlusszeugnis aus. Auf Beanstandungen hin nahm das Departement D einzelne Anpassungen desselben vor. Mit VerfÃ¼gung vom 19. Januar 2022 lehnte das Departement D der Stadt Winterthur weitere AnpassungswÃ¼nsche von A ab und hielt an der Formulierung des Schlusszeugnisses fest. Mit Beschluss vom 22. Juni 2022 wies der Stadtrat der Stadt Winterthur ein dagegen gerichtetes Begehren um Neubeurteilung ab. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Hiergegen gelangte A an den Bezirksrat Winterthur und beantragte in der Hauptsache, es sei ihr ein Arbeitszeugnis mit dem folgenden Wortlaut aus- und zuzustellen: </span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span><span>"<b>Arbeitszeugnis</b></span></p> <p class="Urteilstext"><span>[Angaben zu Person und Anstellung; unbestritten]</span></p> <p class="Urteilstext"><span>[Beschreibung Stadt Winterthur; unbestritten]</span></p> <p class="Urteilstext"><span>[Beschreibung Bereich Immobilien; unbestritten]</span></p> <p class="Urteilstext"><span>[Aufgabengebiet; unbestritten]</span></p> <p class="Urteilstext"><span>A verfÃ¼gt Ã¼ber ein fundiertes Fachwissen und viel Erfahrung in ihrem Aufgabenbereich. Sie setzte erworbenes Wissen erfolgreich in die Praxis um und fand sich in neuen Aufgabenstellungen gut zurecht.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wir kannten und schÃ¤tzten A als motivierte und interessierte Mitarbeiterin. Sie zeigte Initiative, war pflichtbewusst und war mit Freude und Engagement tÃ¤tig. An verÃ¤nderte Situationen konnte sie sich leicht anpassen und reagierte auf die verÃ¤nderten Arbeitssituationen ruhig und flexibel. Ihre Anliegen konnte sie gut durchsetzen und eigene Standpunkte plausibel vertreten. Die ihr Ã¼bertragenen Aufgaben erledigte sie Ã¤usserst kompetent, selbstÃ¤ndig und verantwortungsbewusst. Durch ihre Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit erzielte sie sowohl in qualitativer als auch quantitativer Hinsicht jederzeit gute Arbeitsergebnisse. Unseren Anforderungen und Erwartungen entsprach sie in jeder Hinsicht. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>A informierte regelmÃ¤ssig, leitete wichtige Hinweise umfassend und rechtzeitig weiter und bezog in schwierigen Situationen Vorgesetzte mit ein. Sie brachte sich konstruktiv ein, war offen fÃ¼r VerÃ¤nderungen und setzte VorschlÃ¤ge nutzbringend um. Die Anliegen und BedÃ¼rfnisse der Kunden nahm sie ernst und achtete auf eine sachkundige Beratung. Sie unterstÃ¼tzte das Team und teilte eigene Ideen, Erfahrungen oder Erkenntnisse offen mit anderen. Ihr Auftreten und ihr Verhalten waren aufgeschlossen, freundlich und hilfsbereit. Von Vorgesetzten, Mitarbeitenden und Kunden war sie anerkannt und wurde aufgrund ihrer angenehmen Umgangsformen sehr geschÃ¤tzt. Wir lernten A als eine verantwortungsbewusste Mitarbeitern kennen, die sich ihren Aufgaben und dem Unternehmen in anerkennenswerter Weise verbunden fÃ¼hlte. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>A verlÃ¤sst die Stadtverwaltung per 31. Oktober 2021. Wir danken ihr fÃ¼r ihre Mitarbeit und wÃ¼nschen ihr fÃ¼r die Zukunft weiterhin viel Erfolg und alles Gute.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Winterthur, 31. Oktober 2021</span></p> <p class="Urteilstext"><span>[Unterschriften]"</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschluss vom 24. Februar 2023 wies der Bezirksrat Winterthur den Rekurs ab. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dagegen liess A am 27. April 2023 Beschwerde beim Verwaltungsgericht erheben und beantragen, unter EntschÃ¤digungsfolge sei der Beschluss des Bezirksrats vom 24. Februar 2023 aufzuheben und es sei die Stadt Winterthur zu verpflichten, ihr ein Arbeitszeugnis mit dem bereits vor Bezirksrat beantragten Wortlaut aus- und zuzustellen, eventualiter sei der Beschluss des Bezirksrats vom 24. Februar 2023 aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Stadt Winterthur beantragte mit Beschwerdeantwort vom 17. Mai 2023, die Beschwerde sei abzuweisen. Der Bezirksrat Winterthur schloss am 26. Mai 2023 ebenfalls auf Abweisung. Mit Replik vom 15. Juni 2023 hielt A an ihren AntrÃ¤gen fest. Am 27. Juni 2023 verzichtete die Stadt Winterthur auf erneute Stellungnahme.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Gegen Rekursentscheide eines Bezirksrats in personalrechtlichen Angelegenheiten steht die Beschwerde an das Verwaltungsgericht offen (§§ 41 ff. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG, LS 175.2]). </p> <p class="Urteilstext">Da auch die Ã¼brigen Sachurteilsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Das Verwaltungsgericht beziffert den Streitwert von Auseinandersetzungen um ein Arbeitszeugnis in der Regel auf einen (Brutto-)Monatslohn (vgl. VGr, 9. Mai 2020, VB.2019.00365, E. 1.3, und 19. November 2019, VB.2019.00414, E. 1.2 mit Hinweisen). Ein solcher betrug zuletzt rund Fr. 3'300.-<span>, weshalb</span> die Angelegenheit durch den Einzelrichter zu erledigen ist (§ 38b Abs. 1 lit. c VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der relevante Sachverhalt ist hinreichend erstellt. Die von der BeschwerdefÃ¼hrerin beantragte Edition sÃ¤mtlicher Stellenbeschriebe der Beschwerdegegnerin zur Stelle "Sachbearbeiter/in Bewirtschaftung fÃ¼r die Jahre 2017 bis 2022" erweist sich als nicht notwendig. Ebenso ist kein Gutachten "Ã¼ber die BeeintrÃ¤chtigung des beruflichen Fortkommens aufgrund der vorliegenden Formulierung des Arbeitszeugnisses" einzuholen. Schliesslich kann auch auf die an verschiedener Stelle beantragte (Partei-)Befragung der BeschwerdefÃ¼hrerin verzichtet werden. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b><span>GemÃ¤ss Art. 63 Abs. 2 des Personalstatuts der Stadt Winterthur vom 12. April 1999 (PST, SRS 1.4.5-1) kÃ¶nnen die Angestellten jederzeit ein </span>Zeugnis verlangen, das Ã¼ber die Art und die Dauer ihres ArbeitsverhÃ¤ltnisses sowie Ã¼ber ihre Leistungen und ihr Verhalten Auskunft gibt. Bei Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses wird in jedem Fall ein Zeugnis ausgestellt. Diese Formulierung entspricht derjenigen in Art. 330a Abs. 1 des Obligationenrechts (SR 220), weshalb auf die Lehre und Praxis dazu zurÃ¼ckgegriffen werden kann (vgl. VGr, 9. Mai 2020, VB.2019.00365, E. 2.1 mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2"><a id="_Ref140738477"><b>3.2 </b>Der bzw. die Arbeitnehmende hat Anspruch auf Ausstellung eines klar und eindeutig formulierten, wahrheitsgemÃ¤ssen Zeugnisses. Das Zeugnis muss wohlwollend abgefasst sein, das heisst, es soll das berufliche Fortkommen des bzw. der Arbeitnehmenden fÃ¶rdern. Indessen findet die Pflicht zur FÃ¶rderung des Fortkommens des bzw. der Arbeitnehmenden ihre Grenze an der Wahrheitspflicht; das Zeugnis darf und muss auch ungÃ¼nstige Tatsachen und Beurteilungen enthalten (Frank Vischer/Roland M. MÃ¼ller, Der Arbeitsvertrag, 4. A., Basel 2014, § 16 Rz. 50; Roland MÃ¼ller/Philipp Thalmann, Streitpunkt Arbeitszeugnis, 2. A., Basel 2016, S. 61). Der Anspruch des bzw. der Arbeitnehmenden geht mithin auf ein objektiv wahres, nicht auf ein gutes Arbeitszeugnis; der Grundsatz der Wahrheit geht dem Grundsatz des Wohlwollens vor (BGr, 17. Juli 2002, 2A.118/2002, E. 2.2). Das Zeugnis soll es zukÃ¼nftigen Arbeitgebenden erlauben, sich ein zutreffendes und mÃ¶glichst genaues Bild von TÃ¤tigkeit, Leistung und Verhalten des bzw. der Arbeitnehmenden zu verschaffen. Entscheidend ist daher, wie ein unbeteiligter Dritter das Zeugnis nach Treu und Glauben verstehen darf. Dieses VerstÃ¤ndnis soll den Tatsachen entsprechen (vgl. zum Ganzen VGr, 27. Mai 2021, VB.2020.00779, E. 2.2, und 24. Juni 2020, VB.2020.00016, E. 7.2).</a> </p> <p class="Urteilstext">Das Vollzeugnis muss mindestens die Personalien des oder der Arbeitnehmenden, die rechtsgÃ¼ltige Unterschrift der ausstellenden Person samt Angaben zu deren eindeutiger Identifizierung und das Ausstellungsdatum enthalten sowie die notwendigen AusfÃ¼hrungen zum Beginn und rechtlichen Ende des ArbeitsverhÃ¤ltnisses, ferner eine detaillierte Auflistung der wichtigen Funktionen und der das ArbeitsverhÃ¤ltnis prÃ¤genden TÃ¤tigkeiten des oder der Arbeitnehmenden (Ullin Streiff/Adrian von Kaenel/Roger Rudolph, Arbeitsvertrag, 7. A., ZÃ¼rich etc. 2012, Art. 330a N. 3; Susanne Janssen, Die Zeugnispflicht des Arbeitgebers, Bern 1996, S. 100 ff.). Die Beurteilung der Leistung in qualitativer und quantitativer Hinsicht sowie die Bewertung der Arbeitsbereitschaft mÃ¼ssen sodann ebenso im Zeugnis enthalten sein wie diejenige des dienstlichen Verhaltens des oder der Arbeitnehmenden gegenÃ¼ber Vorgesetzten und Mitarbeitenden sowie der Integration im Betrieb (Janssen, S. 108 ff.; vgl. <span>Streiff/von Kaenel/Rudolph, Art. 330a N. 3</span>). </p> <p class="Urteilstext"><span>Trotz zahlreichen Rahmenbedingungen steht dem bzw. der Arbeitgebenden bei der Formulierung ein im Rahmen der Klarheit und des noch Ãblichen breites Ermessen zu; der bzw. die Arbeitnehmende hat keinen Anspruch auf die Verwendung bestimmter Formulierungen (BGr, 13. September 2007, 4A_117/2007, E. 7.1; VGr, </span>30. Juni 2022, <span>VB.2021.00469, E. 10.2). </span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Bei unrichtigem, unvollstÃ¤ndigem oder zweideutigem Inhalt oder anderen VerstÃ¶ssen gegen die ZeugnisgrundsÃ¤tze steht dem oder der Arbeitnehmenden ein Berichtigungs­anspruch zu (VGr, 24. Juni 2020, VB.2020.00016, E. 7.3; ferner MÃ¼ller/Thalmann, S. 112 f.).</p> <p class="Urteilstext">Die Pflicht zur Ausstellung eines Arbeitszeugnisses ist ein Aspekt der allgemeinen FÃ¼r­sorgepflicht des bzw. der Arbeitgebenden. Demnach ist grundsÃ¤tzlich der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin verantwortlich dafÃ¼r, die tatsÃ¤chlichen Grundlagen fÃ¼r die Erstellung des Arbeitszeugnisses zu schaffen bzw. bereitzustellen. Es geht nicht an, bei fehlendem Beweis der Tatsachen zuungunsten des oder der Arbeitnehmenden zu entscheiden. <span>Ist der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin dazu nicht in der Lage und sind seine bzw. ihre Tatsachenbehauptungen oder Werturteile nicht nÃ¤her substanziiert, so darf solches auch vom Arbeitnehmer bzw. von der Arbeitnehmerin nicht gestÃ¼tzt auf seine bzw. ihre Mitwirkungspflicht erwartet werden (zum Ganzen </span>VGr, 24. Juni 2020, VB.2020.00016, E. 7.1 mit Hin­weisen<span>).</span></p> <p class="Urteilstext">In Bezug auf die im Einzelnen anbegehrten Ãnderungen trifft dagegen die arbeitnehmende Person die (objektive) Beweislast. Der bzw. die Arbeitnehmende ist mithin fÃ¼r die dem beantragten Zeugnistext zugrunde liegenden Tatsachen beweispflichtig und hat die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen. Der Arbeitgeber hat bei der Sachverhaltsermittlung mitzuwirken (vgl. zum Ganzen BGr, 18. September 2014, 4A_270/2014, E. 3.2.1 mit Hinweis; MÃ¼ller/Thalmann, S. 112). Bestreitet der bzw. die Arbeitnehmende substanziiert die ErfÃ¼llung des Zeugnisanspruchs, trÃ¤gt die Arbeitgeberschaft die Beweislast fÃ¼r die Richtigkeit des Arbeitszeugnisses (Alex Enzler, Der arbeitsrechtliche Zeugnisanspruch, ZÃ¼rich etc. 2012, N. 221 mit zahlreichen Hinweisen; VGr, 27. Mai 2021, VB.2020.00779, E. 2.3 Abs. 3 mit Hinweis).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Wie bereits vor Vorinstanz richtet sich die BeschwerdefÃ¼hrerin gegen die Formulierungen des Zeugnisses in folgenden Bereichen: Fachwissen, Arbeitsweise, Arbeitsleistung, Arbeitsbereitschaft, Abschlussformulierung und Ausstellungsdatum. </p> <p class="Erwgung2"><a id="_Ref141108213"><b>4.2 </b>Unter dem Titel des Fachwissens beantragt die BeschwerdefÃ¼hrerin folgende Formulierung (wobei die gewÃ¼nschten ErgÃ¤nzungen unter- und die anbegehrten LÃ¶schungen durchgestrichen sind): "A verfÃ¼gte Ã¼ber ein abgerundetes <u>fundiertes</u> Fachwissen und hatte die erforderliche <u>viel</u> Erfahrung in ihrem Aufgabenbereich". Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt in diesem Zusammenhang vor, die von der Beschwerdegegnerin verwendete Formulierung lasse auf eine lediglich genÃ¼gende Beurteilung schliessen, was den GrundsÃ¤tzen der Wahrheit und des Wohlwollens zuwiderlaufe.</a> </p> <p class="Erwgung3"><a id="_Ref141102676"><b>4.2.1 </b>Aus dem (unangefochten gebliebenen) Neubeurteilungsbeschluss des Stadtrats vom 3. November 2021 betreffend KÃ¼ndigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses geht zum Fachwissen der BeschwerdefÃ¼hrerin Folgendes hervor: Die BeschwerdefÃ¼hrerin habe bei ihrer Anstellung nicht Ã¼ber die erforderlichen Sachkenntnisse im Immobilienwesen verfÃ¼gt und sei deshalb bereits damals darÃ¼ber informiert worden, dass sie sich diese Kenntnisse im Rahmen einer Weiterbildung wÃ¼rde aneignen mÃ¼ssen. Die Fachkompetenz der BeschwerdefÃ¼hrerin sei von ihren Vorgesetzen regelmÃ¤ssig als nicht genÃ¼gend beurteilt worden und diese hÃ¤tten immer daran festgehalten, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin ihre Kenntnisse im Rahmen eines SVIT-Kurses "Sachbearbeitung Immobilienbewirtschaftung" oder allenfalls im Rahmen eines vergleichbaren Kurses ergÃ¤nzen mÃ¼sse. </a></p> <p class="Urteilstext">Diese Feststellungen im Neubeurteilungsbeschluss lassen sich auf die Mitarbeitenden-Beurteilungen sowie die Probezeitbeurteilung der BeschwerdefÃ¼hrerin stÃ¼tzen. Dort heisst es unter dem Titel "Fachkompetenz" etwa was folgt: "Grundkenntnisse Immobilien nicht gegeben", "Grundkenntnisse Immobilien aneignen", "Wenn Sachbearbeiterkurs Immobilien nach wie vor nicht besucht werden kann (Arztzeugnis vorlegen), zwingend einen anderen Kurs besuchen, damit fachspezifische Grundkenntnisse angeeignet werden kÃ¶nnen". </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.2 </b>Die Vorbringen der BeschwerdefÃ¼hrerin zielen (sinngemÃ¤ss) darauf ab, die ErwÃ¤gungen zum Fachwissen im Neubeurteilungsbeschluss betreffend KÃ¼ndigung als unzutreffend zu rÃ¼gen. Damit verfÃ¤ngt sie jedoch nicht. Bei der Beurteilung des Arbeitszeugnisses ist darauf abzustellen, was (im Neubeurteilungsverfahren) zur KÃ¼ndigung festgehalten wurde (vgl. BGr, 16. Januar 2020, 8C_701/2019, E. 5.2). Ausserdem ist die KÃ¼ndigung der BeschwerdefÃ¼hrerin (und die GrÃ¼nde dafÃ¼r) hier nicht Streitgegenstand. Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼berdies rÃ¼gt, die ErwÃ¤gungen der Vorinstanz fÃ¤nden keine StÃ¼tze in den Akten, dringt sie damit nicht durch. Immerhin reichte sie selbst den erwÃ¤hnten Neubeurteilungsbeschluss betreffend KÃ¼ndigung vom 3. November 2021 als Rekursbeilage ein. </p> <p class="Urteilstext">Weshalb sich die Vorinstanz sodann mit der Stellenbeschreibung hÃ¤tte auseinandersetzen mÃ¼ssen, leuchtet nicht ein; ohnehin ist durchaus nachvollziehbar, dass fÃ¼r eine Stelle im Bereich der Immobilienbewirtschaftung gewisse Fachkenntnisse in diesem Gebiet vorausgesetzt oder eine entsprechende Ausbildung verlangt wird, selbst wenn dies in der Stellenausschreibung nicht ausdrÃ¼cklich erwÃ¤hnt wird. Schliesslich gehen die AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrerin unter dem Titel "Kein 'Verzicht' auf eine Weiterbildung" an der Sache vorbei; darauf ist nicht weiter einzugehen. Anzumerken ist in diesem Kontext lediglich, dass eine abweichende Gewichtung und WÃ¼rdigung der Aktenlage durch die Vorinstanz keine GehÃ¶rsverletzung darstellt. Schliesslich fÃ¼hren auch die Hinweise der BeschwerdefÃ¼hrerin zur Beweislastverteilung zu keinem anderen Ergebnis: Das fehlende Fachwissen der BeschwerdefÃ¼hrerin geht aus dem erwÃ¤hnten Neubeurteilungsbeschluss betreffend KÃ¼ndigung hervor. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.3 </b>Zusammenfassend ist die Formulierung im Arbeitszeugnis der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht zu beanstanden, zumal die dortige Qualifizierung des Fachwissens der BeschwerdefÃ¼hrerin sowohl dem Grundsatz der Wahrheit sowie demjenigen des Wohlwollens entspricht. Mit Blick auf das Fachwissen kommt somit keine Ãnderung des Schlusszeugnisses in Betracht. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Unter dem Titel der Arbeitsweise beantragt die BeschwerdefÃ¼hrerin folgende Formulierungen (wobei die gewÃ¼nschten ErgÃ¤nzungen unter- und die anbegehrten LÃ¶schungen durchgestrichen sind): (1) "An verÃ¤nderte Situationen konnte sie sich leicht anpassen und reagierte auf die verÃ¤nderten Arbeitssituationen ruhig <u>und flexibel</u>." (2) "Ihre Anliegen konnte sie gut durchsetzen und eigene Standpunkte plausibel vertreten. Im Rahmen ihrer Aufgaben arbeitete sie stets <u>Die ihr Ã¼bertragenen Aufgaben erledigte sie Ã¤usserst kompetent,</u> selbstÃ¤ndig und verantwortungsbewusst." (3) "A informierte regelmÃ¤ssig, leitete wichtige Hinweise <u>umfassend und </u>rechtzeitig weiter und bezog in schwierigen Situationen Vorgesetzte mit ein." (4) "Sie <u>brachte sich konstruktiv ein,</u> war offen fÃ¼r VerÃ¤nderungen und setzte VorschlÃ¤ge nutzbringend ein <u>um</u>." </p> <p class="Urteilstext">Die von der BeschwerdefÃ¼hrerin im Zusammenhang mit ihrer Arbeitsweise verlangten Ãnderungen des Zeugnisses zielen Ã¼berwiegend auf die Verwendung bestimmter Formulierungen ab ("â¦ ruhig <u>und flexibel</u>", "â¦ Hinweise <u>umfassend und</u> rechtzeitigâ¦"). Wie aufgezeigt (vorn, E. 3.2 Abs. 3), besteht darauf jedoch kein Anspruch. In dieser Hinsicht ist auch nicht ersichtlich, inwiefern die Beschwerdegegnerin gegen die Wahrheitspflicht verstossen haben soll. Gleiches gilt mit Blick auf die beantragte ErgÃ¤nzung, die BeschwerdefÃ¼hrerin habe sich "konstruktiv eingebracht". Den entsprechenden ÃnderungsantrÃ¤gen ist nicht stattzugeben. </p> <p class="Urteilstext">Was schliesslich die ErgÃ¤nzung "Die ihr Ã¼bertragenen Aufgaben erledigte sie Ã¤usserst kompetent, â¦" angeht, ist mit Blick auf die ErwÃ¤gungen zum Fachwissen der BeschwerdefÃ¼hrerin (vorn, E. 4.2.1 f.) und die Mitarbeitenden-Beurteilungen Folgendes festzuhalten: WÃ¼rde der BeschwerdefÃ¼hrerin eine "Ã¤usserst kompetente" AufgabenerfÃ¼llung attestiert, widersprÃ¤che diese Angabe dem Wahrheitsgebot. Denn zum einen fehlte der BeschwerdefÃ¼hrerin das Grundwissen im Bereich der Immobilienbewirtschaftung und zum anderen geht aus den Mitarbeitenden-Beurteilungen hervor, dass das Ziel "Ãbernahme von Arbeiten gemÃ¤ss Arbeitsbeschrieb" jeweils nur als "Teilweise" erreicht bewertet wurde. Hinzu kommt, dass in diesen Beurteilungen unter den Aspekten Selbst- und Methodenkompetenz verschiedene Kritikpunkte vermerkt sind ("In Stresssituationen lÃ¤sst sie sich leicht aus der Ruhe bringen"; "Eigene Organisation Ã¼berdenken, vereinfachen, damit Zeit zur Ãbernahme von weiteren Aufgaben gemÃ¤ss Arbeitsbeschrieb"). Die Beschwerdegegnerin kann vor diesem Hintergrund nicht verpflichtet werden, der BeschwerdefÃ¼hrerin eine "Ã¤usserst kompetent[e]" AufgabenerfÃ¼llung zu attestieren. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Unter dem Titel der Arbeitsleistung beantragt die BeschwerdefÃ¼hrerin folgende Formulierungen (wobei die gewÃ¼nschten ErgÃ¤nzungen unter- und die anbegehrten LÃ¶schungen durchgestrichen sind): (1) "A erfÃ¼llte die Anforderungen in qualitativer und quantitativer Hinsicht, mit ihren Leistungen waren wir zufrieden." (2) "Durch ihre Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit erzielte sie eine gute ArbeitsqualitÃ¤t <u>sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht jederzeit gute Arbeitsergebnisse. Unseren Anforderungen und Erwartungen entsprach sie in jeder Hinsicht</u>." </p> <p class="Urteilstext">Wie bereits im Zusammenhang mit dem Fachwissen der BeschwerdefÃ¼hrerin erwogen (vorn, E. 4.2), liegt ein Neubeurteilungsentscheid zur ZulÃ¤ssigkeit der KÃ¼ndigung vor. Daraus geht hervor, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin LÃ¼cken in der Fachkompetenz aufwies. Vor diesem Hintergrund wÃ¼rde die von der BeschwerdefÃ¼hrerin beantragte Formulierung, sie habe den Anforderungen und Erwartungen der Beschwerdegegnerin in jeder Hinsicht entsprochen, gerade nicht zutreffen. Indem Letztere der BeschwerdefÃ¼hrerin im Zeugnis eine "gute ArbeitsqualitÃ¤t" attestiert und ihre Zufriedenheit Ã¼ber deren Leistungen zum Ausdruck bringt, gibt sie sodann eine wohlwollende Bewertung ab. Dabei vermag sie sich auch auf die Mitarbeitenden-Beurteilungen abstÃ¼tzen; dort heisst es etwa, die BeschwerdefÃ¼hrerin erledige AuftrÃ¤ge sehr sorgfÃ¤ltig und Ã¼berprÃ¼fe die Ergebnisse der eigenen Arbeit bzw. sie arbeite sorgfÃ¤ltig und in guter QualitÃ¤t, wobei sie ihre eigene Organisation Ã¼berdenken und vereinfachen mÃ¼sse. Insgesamt sind auch unter dem Titel der Arbeitsleistung die beantragten Ãnderungen des Arbeitszeugnisses abzuweisen. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Unter dem Titel der Arbeitsbereitschaft beantragt die BeschwerdefÃ¼hrerin folgende Formulierungen (wobei die gewÃ¼nschten ErgÃ¤nzungen unter- und die anbegehrten LÃ¶schungen durchgestrichen sind): (1) "A <u>Wir kannten und schÃ¤tzten A als motivierte und interessierte Mitarbeiterin. Sie</u> zeigte Initiative, war pflichtbewusst und war mit Freude und Engagement tÃ¤tig." (2) "Wir lernten A als eine verantwortungsbewusste Mitarbeiterin kennen, die sich ihren Aufgaben und dem Unternehmen verpflichtet <u>in anerkennenswerter Weise</u> verbunden fÃ¼hlte."</p> <p class="Urteilstext">ZunÃ¤chst ist erneut festzuhalten, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin keinen Anspruch auf die Verwendung bestimmter Formulierungen hat. Sodann ist aufgrund der Beschwerde nicht nachvollziehbar, weshalb die BeschwerdefÃ¼hrerin â neben den bereits im Zeugnis vorhandenen Qualifikationen â zusÃ¤tzlich als motiviert und interessiert qualifiziert werden mÃ¼sste. Eine entsprechende Ãnderung durch das Verwaltungsgericht kann jedenfalls nicht lediglich deshalb erfolgen, weil die BeschwerdefÃ¼hrerin dafÃ¼rhÃ¤lt, "ohne Steigerung wird auf dieser Grundlage auf eine durchschnittliche Arbeitnehmerin geschlossen". Vielmehr nimmt ein unbeteiligter Dritter die im Arbeitszeugnis genannten Attribute (Initiative, Pflichtbewusstsein, Freude und Engagement) positiv auf. Mit Blick auf die relativ kurze Anstellungsdauer der BeschwerdefÃ¼hrerin bei der Beschwerdegegnerin drÃ¤ngt sich sodann keine (noch) ausfÃ¼hrlichere Beurteilung der Arbeitsbereitschaft auf (vgl. <span>Enzler, N. 140;</span><span> </span><span>Streiff/von Kaenel/Rudolph, Art. 330a N. 3a). Schliesslich schÃ¤tzte die Beschwerdegegnerin die Bereitschaft der BeschwerdefÃ¼hrerin, den SVIT-Kurs oder eine vergleichbare Ausbildung zu absolvieren, viel kritischer ein, als die BeschwerdefÃ¼hrerin selbst</span>. <span>Vor diesem Hintergrund kommt im Hinblick auf die Verbundenheit zur Arbeitgeberin und den Aufgaben nicht in Betracht, die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, eine zusÃ¤tzliche Anerkennung auszusprechen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.6 </b>Betreffend Abschlussformulierung beantragt die BeschwerdefÃ¼hrerin folgende Formulierungen (wobei die gewÃ¼nschten ErgÃ¤nzungen unter- und die anbegehrten LÃ¶schungen durchgestrichen sind): (1) "A verlÃ¤sst die Stadtverwaltung per 31. Oktober 2021. Wir danken ihr fÃ¼r ihre Mitarbeit und wÃ¼nschen ihr fÃ¼r die Zukunft <u>weiterhin viel Erfolg und </u>alles Gute." (2) "Winterthur, 16. Dezember 2021 <u>31. Oktober 2021</u>".</p> <p class="Urteilstext">Wie die Vorinstanz in diesem Zusammenhang bereits zu Recht erwog, besteht kein klagbarer Anspruch auf AuffÃ¼hrung von ZukunftswÃ¼nschen am Ende eines qualifizierten Arbeitszeugnisses (<span>Streiff/von Kaenel/Rudolph, Art. 330a N. 3h; Enzler, N. 157 mit weiteren Hinweisen; vgl. auch BGr, 22. Juni 2017, 8C_251/2017, E. 5.2.3). Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt, die von der Vorinstanz zitierte bundesgerichtliche Rechtsprechung sei nicht einschlÃ¤gig, da sie hier nicht ZukunftswÃ¼nsche an sich, sondern vielmehr eine konkrete Formulierung derselben verlange. Daraus kann sie jedoch nichts zu ihren Gunsten ableiten (vgl. vorn, E. 3.2 Abs. 3). Sodann ist nicht ersichtlich, inwiefern die Beschwerdegegnerin mit der gewÃ¤hlten Formulierung gegen die GrundsÃ¤tze der Klarheit, der Wahrheit und des Wohlwollens verstossen hÃ¤tte.</span></p> <p class="Urteilstext">Schliesslich ist das Ausstellungsdatum (das heisst, 16. Dezember 2021) nicht zu beanstanden, zumal damit dem Grundsatz der Wahrheit nachgelebt wird und dieses Datum auch nur wenige Wochen nach Ende des AnstellungsverhÃ¤ltnisses liegt (vgl. BVGr, 2. Oktober 2014, A-3145/2014, E. 7.1.1, und 10. August 2012, A-5588/2007, E. 4.4.2).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.7 </b>Zusammengefasst dringt die BeschwerdefÃ¼hrerin mir ihren RÃ¼gen nicht durch. Das Arbeitszeugnis bleibt demnach unverÃ¤ndert. </p> <p class="Urteilstext">Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Da es sich um eine personalrechtliche Streitigkeit mit einem Streitwert unter Fr. 30'000.- handelt, sind fÃ¼r das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben (§ 65a Abs. 3 VRG). Mangels Obsiegens ist der BeschwerdefÃ¼hrerin sodann keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Streitwert betrÃ¤gt weniger als Fr. 15'000.-. Entsprechend wÃ¤re die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nur zulÃ¤ssig, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung stellen wÃ¼rde (Art. 85 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Abs. 2 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen. Sollten beide Rechtsmittel ergriffen werden, so mÃ¼sste dies in derselben Rechtsschrift erfolgen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>der Einzelrichter</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 120.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 620.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde erhoben werden. Sie ist binnen 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) den Bezirksrat Winterthur.</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>