<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 0] </div> <div class="para">1P.242/2000/boh </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I. OEFFENTLICHRECHTLICHE ABTEILUNG </div> <div class="para">********************************** </div> <div class="para"> </div> <div class="para">18. Mai 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Es wirken mit: Bundesrichter Aemisegger, Präsident der </div> <div class="para">I. öffentlichrechtlichen Abteilung, Bundesrichter Nay, </div> <div class="para">Bundesrichter Féraud und Gerichtsschreiber Störi. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">--------- </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Sachen </div> <div class="para">K.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Markus Meuwly, Boulevard de Pérolles 12, Postfach 391, Fribourg, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">Bezirksgericht der Sense, Bezirksstrafgericht, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">betreffend </div> <div class="para"><span class="artref"><artref id="CH/0.101/6/3" type="start"></artref><artref id="CH/0.101/6/1" type="start"></artref>Art. 6 Ziff. 1 und 3 EMRK</span><artref id="CH/0.101/6/3" type="end"></artref><artref id="CH/0.101/3" type="end"></artref> </div> <div class="para">(Strafverfahren, Verschiebung der HV), hat sich ergeben: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.- Die Strafkammer des Kantonsgerichtes Freiburg überwies mit Verfügung vom 29. Dezember 1998 K.________ wegen mehrfachen Verstosses gegen das Betäubungsmittelgesetz (<span class="artref"><artref id="CH/812.121/19/2" type="start"></artref><artref id="CH/812.121/19/1" type="start"></artref>Art. 19 Ziff. 1 und 2 BetmG</span><artref id="CH/812.121/19/2" type="end"></artref><artref id="CH/812.121/2" type="end"></artref>), Fahrens in angetrunkenem Zustand (<span class="artref">Art. 91 Abs. 1 SVG</span>), Nötigung (<span class="artref">Art. 181 StGB</span>) und Freiheitsberaubung (<span class="artref">Art. 183 StGB</span>) ans Bezirksgericht der Sense. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Schreiben vom 6. April 2000 teilte der Präsident des Bezirksgerichtes der Sense RA Markus Meuwly mit, dass er mit Verfügung vom 3. April 2000 als amtlicher Verteidiger von K.________ eingesetzt worden und dass für die Neuansetzung der Hauptverhandlung der Zeitraum vom 13. - </div> <div class="para">27. Juni 2000 vorgesehen sei. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Eingabe vom 7. April 2000 beantragte RA Meuwly, die Hauptverhandlung sei auf einen Termin nach dem 20. August 2000 anzusetzen, da ihm sonst zuwenig Zeit für eine angemessene Vorbereitung der Verteidigung in diesem komplexen Verfahren bleibe. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtspräsident des Bezirksgerichtes der Sense lehnte den Verschiebungsantrag gleichentags ab und verfügte, die Hauptverhandlung bleibe wie vorgesehen auf den </div> <div class="para">13. Juni 2000 angesetzt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.- Mit staatsrechtlicher Beschwerde vom 17. April 2000 wegen Verletzung von <span class="artref"><artref id="CH/0.101/6/3" type="start"></artref><artref id="CH/0.101/6/1" type="start"></artref>Art. 6 Ziff. 1 und 3 EMRK</span><artref id="CH/0.101/6/3" type="end"></artref><artref id="CH/0.101/3" type="end"></artref> beantragt K.________, den Entscheid des Gerichtspräsidenten vom 6. April 2000 aufzuheben und diesem die Sache zur Neuansetzung der Hauptverhandlung auf ein Datum nach dem 20. August 2000 zurückzuweisen. </div> <div class="para">Mit Beschwerdeergänzung vom 18. April 2000 beantragt K.________, die ihm zwischenzeitlich zugegangene Vorladung vom 17. April 2000 für die Hauptverhandlung vom 13. Juni 2000 ebenfalls zu annullieren. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident des Bezirksgerichtes der Sense verzichtet auf Vernehmlassung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Wie auch der Beschwerdeführer nicht verkennt, handelt es sich beim angefochtenen Entscheid um einen Zwischenentscheid. </div> <div class="para">Nach <span class="artref"><artref id="CH/173.110/87/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/87/1" type="start"></artref>Art. 87 Abs. 1 und 2 OG</span><artref id="CH/173.110/87/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref> in der Fassung vom 8. Oktober 1999, welche seit dem 1. März 2000 in Kraft steht, ist die staatsrechtliche Beschwerde gegen Zwischenentscheide, soweit sie nicht die Zuständigkeit oder Ausstandsbegehren betreffen, nur zulässig, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können. Das ist beim angefochtenen Entscheid nicht der Fall. Der Beschwerdeführer kann seine Rügen, der Gerichtspräsident habe durch die Ablehnung einer Verschiebung der Hauptverhandlung <span class="artref"><artref id="CH/0.101/6/3" type="start"></artref><artref id="CH/0.101/6/1" type="start"></artref>Art. 6 Ziff. 1 und 3 EMRK</span><artref id="CH/0.101/6/3" type="end"></artref><artref id="CH/0.101/3" type="end"></artref> verletzt, zunächst dem urteilenden Bezirksgericht unterbreiten und anschliessend in einem allfälligen Rechtsmittelzug gegen dessen Endurteil vorbringen. Auf die Beschwerde ist somit nicht einzutreten, ohne dass geprüft zu werden bräuchte, ob der angefochtene Entscheid überhaupt kantonal letztinstanzlich ist, wie der Beschwerdeführer behauptet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die Kosten zu tragen (<span class="artref">Art. 156 Abs. 1 OG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span>: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Auf die staatsrechtliche Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Bezirksgericht der Sense, Bezirksstrafgericht, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">______________ </div> <div class="para">Lausanne, 18. Mai 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS </div> <div class="para">Der Präsident: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>