<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00270</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107353&amp;W10_KEY=4467144&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00270</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.07.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Feuerpolizei und Feuerungskontrolle. Kombinierte Vergabe ähnlicher Aufträge. Lehrlingsausbildung als Zuschlagskriterium.<br/><br/>Die Vergabestelle ist (unter Beachtung der Regeln über die Berechnung des Auftragswerts) grundsätzlich frei, ähnliche Beschaffungen zusammenzufassen oder separat zu vergeben, solange dafür sachliche Gründe bestehen und das Vorgehen nicht auf eine Diskriminierung bestimmter Anbieter hinausläuft (E. 3c). Die Kombination von Aufträgen muss aus der Ausschreibung ersichtlich sein und nach klaren, voraussehbaren Grundsätzen erfolgen (E. 3b und c). <br/><br/>Bei der Bewertung der Lehrlingsausbildung als Zuschlagskriterium kommt es nicht darauf an, ob die vom Anbieter ausgebildeten Lehrlinge in dem Geschäftsbereich tätig sind, in welchem der vorgesehene Auftrag ausgeführt wird (E. 4c).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEGRÃNDUNGSPFLICHT">BEGRÃNDUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BENOTUNG">BENOTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWERTUNG">BEWERTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FEUERPOLIZEI">FEUERPOLIZEI</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FEUERUNGSKONTROLLE">FEUERUNGSKONTROLLE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEWICHTUNG">GEWICHTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOMBINATION VON AUFTRÃGEN">KOMBINATION VON AUFTRÃGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOMBINIERTE VERGABE">KOMBINIERTE VERGABE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEHRLINGSAUSBILDUNG">LEHRLINGSAUSBILDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SYNERGIEN">SYNERGIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TEILANGEBOT">TEILANGEBOT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VARIANTE">VARIANTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSCHLAGSKRITERIEN">ZUSCHLAGSKRITERIEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 9 lit. III BGBM</span><br/><span class="gerade">Art. 13 lit. h IVÃ¶B</span><br/><span class="ungerade">Art. 14 lit. II IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">Art. 18 lit. II IVÃ¶B</span><br/><span class="ungerade">§ 6 SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 31 lit. I SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 33 SubmV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2003 Nr. 44</span><br/><span class="ungerade">RB 2003 Nr. 53</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Mit einer Ausschreibung vom 1. MÃ¤rz 2002 leitete die Gemeinde U ein Vergabeverfahren fÃ¼r Baupolizei- und Ingenieurleistungen in sieben Arbeitsbereichen ein. Dabei legte sie fest, dass die Offertstellung pro Arbeitsbereich zu erfolgen habe und Teilangebote zulÃ¤ssig seien. Innert Frist gingen 16 Angebote ein, mit denen unterschiedliche Kombinationen von Arbeitsbereichen offeriert wurden. Mit Beschluss vom 9. Juli 2002 vergab der Gemeinderat die AuftrÃ¤ge fÃ¼r fÃ¼nf Arbeitsbereiche (BaugesuchsprÃ¼fung, Baukontrolle, Feuerpolizei, Hauskanalisation, baulicher Zivilschutz) an die C AG in V, und fÃ¼r die zwei weiteren Arbeitsbereiche (Tankkontrolle und Feuerungskontrolle) an die D AG in W. A in X, der die Bereiche Feuerpolizei und Feuerungskontrolle offeriert hatte, wurde nicht berÃ¼cksichtigt. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Gegen den Beschluss des Gemeinderats U erhob A am 30. August 2002 Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Er beantragte, die angefochtene VerfÃ¼gung sei aufzuheben und der Zuschlag fÃ¼r die AuftrÃ¤ge betreffend Feuerpolizei und Feuerungskontrolle sei ihm zu erteilen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Gemeinde. Ferner stellte er mehrere EventualantrÃ¤ge und ersuchte darum, der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Gemeinde U stellte in ihrer Beschwerdeantwort vom 17. September 2002 Antrag auf Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer und ersuchte um Verweigerung der aufschiebenden Wirkung. Auf eine inhaltliche Stellungnahme verzichtete sie. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die D AG reichte am 20. September 2002 eine eigene Beschwerdeantwort ein, mit welcher sie die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des BeschwerdefÃ¼hrers beantragte. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 30. September 2002 wurde der Beschwerde bezÃ¼glich der Arbeitsgattung Feuerpolizei aufschiebende Wirkung erteilt. FÃ¼r die Arbeitsgattung Feu­e­rungskontrolle wurde das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">In der Replik vom 13. November 2002 hielt der BeschwerdefÃ¼hrer an seinen AntrÃ¤gen fest. Eine Duplik wurde weder von der Beschwerdegegnerin noch den Mitbeteiligten eingereicht.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der Gemeinderat U fasste am 19. November 2002 Beschluss Ã¼ber die vorlÃ¤ufige Auftragsvergabe fÃ¼r die Dauer des Beschwerdeverfahrens.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit erforderlich, in den nachstehenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben.</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1">1. Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 25. November 1994 (IVÃ¶B) sowie die §§ 3 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 22. September 1996 zur Anwendung. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. Aufgrund der Gesamtbewertung der Beschwerdegegnerin erzielte das Angebot des BeschwerdefÃ¼hrers in den beiden von ihm offerierten Arbeitsbereichen nur den siebten (Feuerpolizei) bzw. fÃ¼nften Rang (Feuerungskontrolle), wogegen die Angebote der Mitbeteiligten in diesen Bereichen je als erste eingestuft wurden. Der BeschwerdefÃ¼hrer erhebt jedoch Einwendungen sowohl gegen das grundsÃ¤tzliche Vorgehen der Beschwerdegegnerin bei der Auswertung wie auch gegen die Bewertung seines Angebots in Bezug auf einzelne Kriterien. Sofern sich die Einwendungen als begrÃ¼ndet erweisen, ist nicht ausgeschlossen, dass sein Angebot als wirtschaftlich gÃ¼nstigstes zu bewerten ist. Er ist daher zur BeschwerdefÃ¼hrung legitimiert. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. a) Die Beschwerdegegnerin hatte in der publizierten Ausschreibung unter dem Titel "Offerteingaben" bekannt gegeben:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="EinzugZitat"><span> "Teilangebote sind zulÃ¤ssig. Die Offertstellung erfolgt pro Arbeitsbereich. Die Ausweisung einer Kostenreduktion im Falle der Bearbeitung von mehr als einem Arbeitsbereich ist zulÃ¤ssig. Nicht zulÃ¤ssig ist die Eingabe von Varianten." </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Im Angebotsformular bezeichnete sie "Synergien zu den einzelnen Arbeitsbereichen" als Zuschlagskriterium. Bei der Auswertung der Offerten wurde dieses Kriterium in der Weise benotet, dass die Anbieter fÃ¼r jeden von ihnen offerierten Arbeitsbereich einen Punkt erhielten (1 bis 6 Punkte). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Im Vergabeentscheid fÃ¼hrte die Beschwerdegegnerin dann aber aus, es sei anzustreben, dass alle Arbeitsbereiche oder Gruppen von Arbeitsbereichen an denselben Anbieter vergeben wÃ¼rden. Aufgrund der bisherigen Erfahrung erscheine es ratsam, die Bereiche BaugesuchsprÃ¼fung, Baukontrolle, Feuerpolizei und Hauskanalisation zusammen zu vergeben. Ebenso seien die Bereiche Tank- und Feuerungskontrolle gemeinsam zu vergeben, wogegen die Synergien beim baulichen Zivilschutz nicht so augenfÃ¤llig seien. Aus diesen Ãberlegungen vergab sie die AuftrÃ¤ge an die beiden Mitbeteiligten in Paketen von fÃ¼nf bzw. zwei Arbeitsbereichen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Die in der Ausschreibung und den Ausschreibungsunterlagen gemachten Aussagen enthalten keine klare Richtlinie fÃ¼r das Vorgehen bei der Vergabe der sieben Arbeitsbereiche. Die an sich nahe liegende MÃ¶glichkeit, jeden Arbeitsbereich an den im betreffenden Bereich bestplatzierten Bewerber zu vergeben, hÃ¤tte wohl zu einer grÃ¶sseren Zahl von EinzelauftrÃ¤gen gefÃ¼hrt, was nicht der Absicht der Beschwerdegegnerin entsprach. Diese liess zwar grundsÃ¤tzlich zu, dass ein Anbieter nur einen oder wenige Bereiche offerierte, gab jedoch gleichzeitig durch die Verwendung des Zuschlagskriteriums "Synergien zu den einzelnen Arbeitsbereichen" zu erkennen, dass sie kombinierte Vergaben an wenige Auftragnehmer vorzog. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Das Kriterium der Synergien eignete sich indessen nicht dazu, die erwÃ¼nschte Kombination von Arbeitsbereichen auf voraussehbare Weise herbeizufÃ¼hren. Einerseits war die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Bewertung des Kriteriums, bei der sie auf die Zahl der offerierten Arbeitsbereiche abstellte, ohne zu berÃ¼cksichtigen, ob die Bereiche schliesslich zusammen vergeben wurden, widersprÃ¼chlich. So erhielt das Angebot der Mitbeteiligten Nr. 2 aufgrund der Tatsache, dass diese insgesamt sechs Arbeitsbereiche offeriert hatte, beim Kriterium Synergien 6 Punkte, obschon die Synergien letztlich nur in den beiden Bereichen, fÃ¼r welche sie den Zuschlag erhielt, zum Tragen kamen. Der Einwand des BeschwerdefÃ¼hrers, der diese Art der Bewertung fÃ¼r unzulÃ¤ssig hÃ¤lt, ist insofern berechtigt. HÃ¤tte die Beschwerdegegnerin anderseits nur die tatsÃ¤chlich realisierbaren Synergien berÃ¼cksichtigen wollen, so hÃ¤tten sich aus den sieben Arbeitsbereichen und insgesamt 16 Angeboten derart viele Kombinationen ergeben, dass eine sachgerechte Bewertung des Kriteriums ebenfalls verunmÃ¶glicht worden wÃ¤re. Der Entscheid Ã¼ber die Zusammenfassung geeigneter Arbeitsbereiche konnte daher nicht allein anhand des Kriteriums Synergien getroffen werden. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Bei dieser Ausgangslage ist verstÃ¤ndlich, dass der Gemeinderat anlÃ¤sslich der Vergabe konkrete Ãberlegungen mit Bezug auf eine sinnvolle Kombination der Arbeitsbereiche anstellte. Die diesbezÃ¼glichen ErwÃ¤gungen des angefochtenen Entscheids erscheinen denn auch als sachgerecht. Entgegen der Meinung des BeschwerdefÃ¼hrers ist die Beschwerdegegnerin nicht gehalten, zwecks FÃ¶rderung von Kleinunternehmungen mÃ¶glichst viele Arbeitsbereiche einzeln zu vergeben; das Gemeinwesen ist (unter Beachtung der Regeln Ã¼ber die Berechnung des Auftragswerts nach § 6 der Submissionsverordnung vom 18. Juni 1997 [SubmV]) grundsÃ¤tzlich frei, Ã¤hnliche AuftrÃ¤ge zusammenzufassen oder separat zu vergeben, solange dafÃ¼r sachliche GrÃ¼nde bestehen und das Vorgehen nicht auf eine Diskriminierung bestimmter Anbieter hinauslÃ¤uft (vgl. auch RB 1999 Nr. 60 = BEZ 1999 Nr. 37 E. 4b).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit dieser Weichenstellung entfernte sich der Gemeinderat jedoch von den Vorgaben seiner Ausschreibung, welche beliebige Kombinationen zugelassen hatte. Das zeigt sich gerade beim Angebot des BeschwerdefÃ¼hrers, dessen Kombination von Arbeitsbereichen nach der Ausschreibung zulÃ¤ssig war, aufgrund der vom Gemeinderat gewÃ¤hlten Zusammenfassung von Arbeitsbereichen jedoch keine Chance besass. Diese Schwierigkeit hÃ¤tte sich vermeiden lassen, wenn die Beschwerdegegnerin entsprechende Ãberlegungen im Voraus angestellt und die Ausschreibung auf die gewÃ¼nschte Kombination ausgerichtet hÃ¤tte. Um eine gewisse FlexibilitÃ¤t zu wahren, wÃ¤re es allenfalls auch mÃ¶glich gewesen, in der Ausschreibung eine geringe Zahl geeigneter Varianten zuzulassen, so dass sich die Auswertung auf eine Ã¼berblickbare Zahl von MÃ¶glichkeiten beschrÃ¤nkt hÃ¤tte. Die Vorgaben hÃ¤tten aber in jedem Fall gewÃ¤hrleisten mÃ¼ssen, dass die Vergabe nach klaren, voraussehbaren GrundsÃ¤tzen erfolgen konnte. Diese Voraussetzung war hier nicht erfÃ¼llt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Die Beschwerdegegnerin hat somit einerseits das Zuschlagskriterium Synergien auf eine Weise bewertet, die nicht gerechtfertigt war und den BeschwerdefÃ¼hrer benachteiligte. Anderseits hat sie sich bei der Zusammenfassung der Arbeitsbereiche im Vergabeentscheid von Gesichtspunkten leiten lassen, die nicht den Vorgaben der Ausschreibung und der Ausschreibungsunterlagen entsprachen. Die Beschwerde ist daher gutzuheissen, und der Gemeinderat wird in den beiden vom BeschwerdefÃ¼hrer offerierten Arbeitsbereichen eine neue Beurteilung der Angebote vornehmen mÃ¼ssen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Aufgrund der vorliegenden Situation ist die neue Beurteilung nur in der Weise denkbar, dass die zwei Arbeitsbereiche je separat mit jenen der Mitbewerber verglichen und bewertet werden. Das kann dazu fÃ¼hren, dass die Vergabe auf insgesamt drei Auftragnehmer verteilt werden muss. Dies ist zwar seitens der Beschwerdegegnerin nicht erwÃ¼nscht, erweist sich aber als Konsequenz ihrer Ausschreibung unter UmstÃ¤nden als unvermeidbar. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. Mit Blick auf die neue Beurteilung sind noch die weiteren Einwendungen des BeschwerdefÃ¼hrers zu prÃ¼fen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Seine Auffassung, dass die Gewichtung der Zuschlagskriterien zwingend in der Ausschreibung oder den Ausschreibungsunterlagen hÃ¤tte bekannt gegeben werden mÃ¼ssen, findet in der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts keine Grundlage (VGr, 18. Dezember 2002, BEZ 2003 Nr. 13 E. 3). Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt nichts vor, was eine ÃberprÃ¼fung dieser Rechtsprechung erfordern wÃ¼rde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, eine Gewichtung des Zuschlagskriteriums Preis mit bloss 30 % laufe dem Grundsatz des Zuschlags auf das wirtschaftlich gÃ¼nstigste Angebot (§ 31 Abs. 1 SubmV) zuwider. Dabei Ã¼bersieht er jedoch, dass das wirtschaftlich gÃ¼nstigste nicht mit dem preislich billigsten Angebot gleichzusetzen ist. Es ist ohne weiteres zulÃ¤ssig, aus triftigen GrÃ¼nden Kriterien wie QualitÃ¤t, Termine etc. hÃ¶her zu gewichten als den Preis. Gerade bei DienstleistungsauftrÃ¤gen, bei denen der Gesamtaufwand nicht nur von den offerierten HonoraransÃ¤tzen, sondern ebenso von der Art der Erledigung abhÃ¤ngt wie vorliegend im Fall der Feuerpolizei, kann dies durchaus sinnvoll sein (VGr, 24. September 1999, BEZ 1999 Nr. 35 E. 4b = ZBl 101/2000, S. 589). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Der BeschwerdefÃ¼hrer beanstandet, dass bei der Benotung des Kriteriums Lehrlingsausbildung stets alle Lehrlinge eines Anbieters berÃ¼cksichtigt worden seien, nicht nur diejenigen, welche im betreffenden Arbeitsbereich ausgebildet wÃ¼rden. Seines Wissens sei er der Einzige, der Lehrlinge in den hier offerierten Bereichen ausbilde, und sein Angebot hÃ¤tte daher in diesem Punkt die hÃ¶chste Bewertung erhalten mÃ¼ssen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Beim Kriterium der Lehrlingsausbildung geht es nicht um die ErfÃ¼llung des konkreten Auftrags, sondern um einen sozialpolitischen Gesichtspunkt, der zusÃ¤tzlich berÃ¼cksichtigt wird (vgl. VGr, 9. Juli 2003, VB.2002.00255, E. 3e und 4). Es kommt daher nicht darauf an, ob die von einem Anbieter ausgebildeten Lehrlinge gerade in dem GeschÃ¤ftsbereich tÃ¤tig sind, der bei der AusfÃ¼hrung des vorgesehenen Auftrags zum Einsatz gelangt. Bei der erneuten Beurteilung der Angebote des BeschwerdefÃ¼hrers und seiner Mitbewerber wird jedoch zu beachten sein, dass das Kriterium der Lehrlingsausbildung gemÃ¤ss dem heutigen Entscheid im Verfahren VB.2002.00255 (E. 3e) nur mit 10 % des Gesamtgewichts aller Zuschlagskriterien gewichtet werden darf. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Schliesslich beanstandet der BeschwerdefÃ¼hrer die Benotung, die er bei den Kriterien Kundendienst und QualitÃ¤t erhalten hat. Er weist darauf hin, dass aus dem angefochtenen Entscheid nicht ersichtlich sei, weshalb er in diesen Punkten eine geringere Bewertung erhalte als die Mitbeteiligten. Beim Kriterium Kundendienst sei aus den eingereichten Tabellen zwar ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin zum Teil auf die BÃ¼rogrÃ¶sse der Bewerber abgestellt habe; die Verwendung dieses Merkmals sei jedoch ebenfalls nicht gerechtfertigt. Des Weiteren beanstandet er auch die Benotung der HonoraransÃ¤tze fÃ¼r die Feuerungskontrolle. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der Entscheid Ã¼ber die Vergabe eines Ã¶ffentlichen Auftrags bedarf einer BegrÃ¼ndung (VGr, 2. November 2000, VB.2000.00122, E. 3, www.vgrzh.ch; RB 2000 Nr. 59 = BEZ 2000 Nr. 25 E. 4; zu den Anforderungen an die BegrÃ¼ndungstiefe vgl. VGr, 13. November 2002, VB.2001.00198, E. 3c, www.vgrzh.ch). Aufgrund der Sonderregeln des Vergaberechts ist zwar die Vergabestelle bei der ErÃ¶ffnung des Zuschlags zunÃ¤chst nur zur Mitteilung einiger vorwiegend formeller Angaben verpflichtet (Art. 13 lit. h IVÃ¶B und § 33 SubmV); auf Gesuch eines Anbieters hat sie diesem jedoch die wesentlichen GrÃ¼nde fÃ¼r seine NichtberÃ¼cksichtigung bekannt zu geben (§ 33 Abs. 2 SubmV). Aus der BegrÃ¼ndung muss insbesondere hervorgehen, inwiefern die Angebote den bekannt gegebenen Anforderungen entsprechen und weshalb das bevorzugte Angebot aufgrund der Zuschlagskriterien als das wirtschaftlich gÃ¼nstigste (§ 31 Abs. 1 SubmV) erscheint. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Rechtsprechung lÃ¤sst zu, dass die Vergabeinstanzen die BegrÃ¼ndung noch im Rahmen der Beschwerdeantwort ergÃ¤nzen und damit eine allfÃ¤llige Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs, die aus dem ursprÃ¼nglichen Fehlen einer ausreichenden BegrÃ¼ndung erwachsen konnte, beheben (RB 2000 Nr. 59 = BEZ 2000 Nr. 25 E. 4a). Eine weitere ErgÃ¤nzung im Rahmen eines vom Gericht angeordneten zweiten Schriftenwechsels ist dagegen grundsÃ¤tzlich nicht zulÃ¤ssig (VGr, 19. Juni 2002, VB.2001.00360, E. 5d, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin mit den eingereichten Auswertungstabellen zwar die Benotung der Anbieter bei den einzelnen Kriterien bekannt gegeben. Wie sie zu den entsprechenden Noten gelangt ist, wird aus ihren Unterlagen jedoch nicht ersichtlich. Auch in der Beschwerdeantwort hat sie zu dieser Frage keine Stellung genommen, obschon der BeschwerdefÃ¼hrer die erhaltene Benotung in seiner Beschwerde ausdrÃ¼cklich beanstandet hatte. Damit hat die Beschwerdegegnerin die Pflicht zur BegrÃ¼ndung des Vergabeentscheids verletzt, und die Beschwerde ist auch aus diesem Grund gutzuheissen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. Der angefochtene Zuschlag kann nur aufgehoben werden, soweit der Vertrag mit den ausgewÃ¤hlten Anbietern noch nicht abgeschlossen ist (Art. 9 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 1995 Ã¼ber den Binnenmarkt; Art. 18 Abs. 2 IVÃ¶B); andernfalls hat das Gericht bei der Gutheissung der Beschwerde lediglich die Rechtswidrigkeit des angefochtenen Entscheids festzustellen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Vorliegend wurde der Beschwerde mit Bezug auf die Arbeitsgattung Feuerpolizei, nicht aber fÃ¼r die Arbeitsgattung Feuerungskontrolle, aufschiebende Wirkung erteilt; die Beschwerdegegnerin war daher befugt, fÃ¼r den zweiten Bereich einen Vertrag mit der Mitbeteiligten abzuschliessen. Eine entsprechende Mitteilung ist dem Gericht jedoch nicht zugegangen (Art. 14 Abs. 2 IVÃ¶B). Im Beschluss vom 19. November 2002, mit welchem der Gemeinderat ÃbergangslÃ¶sungen fÃ¼r verschiedene Arbeitsbereiche traf, sah er fÃ¼r den Bereich Feuerungskontrolle keine Regelung vor, sondern ging davon aus, dass der Entscheid des Verwaltungsgerichts rechtzeitig vor Beginn der nÃ¤chsten Heizperiode vorliegen werde. Es ist daher anzunehmen, dass noch kein Vertrag besteht. Der angefochtene Beschluss des Gemeinderats vom 9. Juli 2002 ist demnach mit Bezug auf die Vergabe der Arbeitsbereiche Feuerpolizei und Feuerungskontrolle aufzuheben, und die Sache ist zu neuem Entscheid in diesen zwei Bereichen an den Gemeinderat zurÃ¼ckzuweisen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">6. Dem Ausgang des Verfahrens gemÃ¤ss wird die Beschwerdegegnerin kostenpflichtig (§ 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 70 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Sie hat dem BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼berdies fÃ¼r die Umtriebe im Beschwerdeverfahren eine angemessene ParteientschÃ¤digung auszurichten (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG).</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Beschluss des Gemeinderats vom 9. Juli 2002 mit Bezug auf die Vergabe der Arbeitsbereiche Feuerpolizei und Feuerungskontrolle aufgehoben. Die Sache wird zu neuem Entscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an den Gemeinderat zurÃ¼ckgewiesen. </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf: <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 280.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'280.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3.<span> </span>Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4.<span> </span>Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem BeschwerdefÃ¼hrer eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 2'000.-- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">5.<span> </span>...</p> <p class="MsoHeader"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>