A bteilung V E -2857/2007 luc/vem {T 0/2} U rteil vom 9. A ugust 2007 M itw irkung: R ichterin Luterbacher, R ichter G alliker, R ichterin de C oulon Scuntaro G erichtsschreiber Vena X._______, Äthiopien, Beschw erdeführerin vertreten durch D aniel Vischer, R echtsanw alt, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 22. M ärz 2007 i.S. A syl und W egw eisung B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. M it Verfügung vom 14. Juni 2005 lehnte das BFM das von der Beschw erdeführerin am 31. Juli 2003 gestellte Asylgesuch ab und ordnete gleichzeitig ihre W egw ei- sung aus der Schw eiz sow ie den Vollzug der W egw eisung an. B. D ie gegen diese Verfügung von der Beschw erdeführerin am 15. Juli 2005 erhobe- ne Beschw erde hiess die dam als zuständige Schw eizerische Asylrekurskom m is- sion (AR K) m it U rteil vom 18. August 2005 insofern gut, als die Aufhebung der an- gefochtenen Verfügung beantragt w orden w ar. Begründet w urde dieser Entscheid im W esentlichen dam it, dass das BFM im Ergebnis eine unzulässige antizipierte Bew eisw ürdigung vorgenom m en habe, indem es die Bew eistauglichkeit der von der Beschw erdeführerin eingereichten D okum ente (ein Schreiben der Zentrale der äthiopischen Bundespolizei vom 11. Juli 2001 sow ie drei an die Beschw erdeführe- rin beziehungsw eise ihren Ehem ann gerichtete Vorladungen derselben Behörde vom 11. Januar 2002, 17. Februar 2003 und 8. Juli 2003) zu U nrecht ohne nähere Prüfung ihrer Echtheit verneint habe. D ie AR K w ies die Sache an das BFM zurück, w elches dabei angew iesen w urde, sich insbesondere abschliessend zur Frage der Echtheit der betreffenden D okum ente zu äussern. C . N ach W iederaufnahm e des erstinstanzlichen Verfahrens und D urchführung w eite- rer Abklärungen, in deren R ahm en unter anderem auch die von der Beschw erde- führerin als Bew eism ittel eingereichten D okum ente auf ihre Echtheit geprüft w ur- den, lehnte das BFM ihr Asylgesuch m it Verfügung vom 22. M ärz 2007 - eröffnet am 23. M ärz 2007 - erneut ab, w obei es w iederum ihre W egw eisung aus der Schw eiz sow ie den Vollzug der W egw eisung anordnete. Zur Begründung führte es im W esentlichen aus, die Vorbringen der Beschw erdeführerin hielten den Anforde- rungen an die G laubhaftigkeit gem äss Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) nicht stand, w eshalb die flüchtlingsrechtliche Erheblichkeit die- ser Vorbringen nicht geprüft zu w erden brauche. Ausserdem sei der Vollzug der W egw eisung m öglich, zulässig und zum utbar. Betreffend die als Bew eism ittel ein- gereichten D okum ente verfügte das BFM die Einziehung. D . D iese Verfügung w urde von der Beschw erdeführerin m it Eingabe ihres R echtsver- treters vom 23. April 2007 beim Bundesverw altungsgericht angefochten. Sie bean- tragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die G ew ährung von Asyl in der Schw eiz, eventualiter die Anordnung der vorläufigen Aufnahm e. E. M it Zw ischenverfügung der zuständigen Instruktionsrichterin des Bundesverw al- tungsgerichts vom 1. M ai 2007 w urde die Beschw erdeführerin unter H inw eis auf die gesetzlichen Säum nisfolgen aufgefordert, bis zum 16. M ai 2007 einen Kosten- vorschuss für die m utm asslichen Verfahrenskosten in der H öhe von Fr. 600.-- ein- zuzahlen.3 F. M it Eingabe ihres R echtsvertreters vom 16. M ai 2007 beantragte die Beschw erde- führerin im R ahm en eines G esuchs um unentgeltliche R echtspflege die Befreiung von der Bezahlung von Verfahrenskosten und den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses, eventualiter eine Erstreckung der Frist zur Zahlung des Kos- tenvorschusses um 20 Tage. G . D as G esuch um unentgeltliche R echtspflege w urde von der Instruktionsrichterin des Bundesverw altungsgerichts m it Zw ischenverfügung vom 22. M ai 2007 abge- w iesen, dies m it der Begründung, aufgrund der Aktenlage erschienen die von der Beschw erdeführerin in der H auptsache gestellten Begehren aussichtslos. Eben- falls abgew iesen w urde das G esuch um Erstreckung der Frist für die Zahlung des Kostenvorschusses, w obei aber der Beschw erdeführerin zur Leistung des aus- stehenden Kostenvorschusses (im Sinne einer N otfrist) eine N achfrist von drei Ta- gen ab Eröffnung der betreffenden Zw ischenverfügung gew ährt w urde. H . D er eingeforderte Kostenvorschuss w urde von der Beschw erdeführerin am 24. M ai 2007 und dam it innerhalb der ihr angesetzten N achfrist geleistet. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D as Bundesverw altungsgericht beurteilt gem äss Art. 31 des Verw altungsgerichts- gesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungs- verfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vor- liegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. Zu den anfechtbaren Entscheiden gehören auch Verfügungen des BFM gestützt auf das AsylG ; das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 Abs. 1 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht hat am 1. Januar 2007, sofern es zuständig w ar, die Beurteilung der bei der AR K hängigen R echtsm ittel übernom m en. Es w endet dabei neues Verfahrensrecht an (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). Auf die am 1. Januar 2007 bereits hängigen Asylverfahren sind zudem die in diesem Zeitpunkt in Kraft getretenen Bestim m ungen der Asylgesetzänderung vom 16. D ezem ber 2005 (vgl. im Einzelnen AS 2006 4767) anw endbar (Abs. 1 der Ü bergangsbestim m ungen zur Änderung vom 16. D ezem ber 2005). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ).4 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw erdeführerin ist legitim iert (Art. 48 Abs. 1 und 50 ff. Vw VG i.V.m . Art. 37 VG G ); der eingeforderte Kostenvorschuss ist fristgerecht geleistet w orden. Auf die Beschw erde ist daher einzutreten. 3. D ie vorliegende Beschw erde erw eist sich als offensichtlich unbegründet, w eshalb sie im vereinfachten Verfahren zu entscheiden ist, bei w elchem auf einen Schrif- tenw echsel verzichtet w erden kann, der Beschw erdeentscheid nur sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ) und dabei auch ganz oder nur teilw ei- se auf den angefochtenen Entscheid verw iesen w erden kann (vgl. Art. 109 Abs. 3 BG G i.V.m . Art. 6 AsylG ). 4. 4.1 D ie Schw eiz gew ährt Flüchtlingen auf G esuch hin Asyl (Art. 2 Abs. 1 AsylG ). Als Flüchtling w ird eine Person anerkannt, die in ihrem H eim atstaat oder im Land, in dem sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N ach- teilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gelten nam entlich die G e- fährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträgli- chen psychischen D ruck bew irken (Art. 3 AsylG ). 4.2 D ie D arstellungen, m it w elchen eine asylsuchende Person ihr G esuch begründet, m üssen zum indest glaubhaft sein. G laubhaft sind sie dann, w enn sie von der urtei- lenden Behörde als m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für zutreffend erachtet w erden. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht ent- sprechen oder m assgeblich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abge- stützt w erden (Art. 7 Abs. 1 - 3 AsylG ). 5. 5.1 D ie Vorinstanz hat zu R echt und m it zutreffender Begründung festgestellt, die Vor- bringen der Beschw erdeführerin w ürden den Anforderungen an die G laubhaftigkeit gem äss Art. 7 AsylG nicht genügen. Sie hat in der angefochtenen Verfügung die G ründe, die zu diesem Schluss geführt haben, einlässlich dargelegt. Entscheidend w ar dabei die Feststellung, dass die unter Einbezug eines Vertrauensanw alts der Schw eizerischen Botschaft in Addis Abeba getätigten Abklärungen ergeben hät- ten, dass es sich bei den von der Beschw erdeführerin als Bew eism ittel eingereich- ten frem dsprachigen D okum enten (vgl. im Einzelnen vorne, Bst. B), die von der Zentrale der äthiopischen Bundespolizei ausgestellt w orden sein sollen, um Fälschungen handle. Besonders erw ähnt w urde in diesem Zusam m enhang, dass die U nterschrift auf den betreffenden D okum enten nicht jener der angeblich unterschreibenden Person entsprechen w ürde und U nregelm ässigkeiten zw ischen Stem pel und angeblich ausstellender Behörde festgestellt w orden seien. D iese Einschätzung ist aufgrund der Akten nicht zu beanstanden, w eshalb für 5 Einzelheiten diesbezüglich, aber auch m it Bezug auf die w eiteren von der Vorinstanz angeführten Aspekte, die gegen die G laubhaftigkeit der D arstellung der Beschw erdeführerin sprechen, zur Verm eidung von W iederholungen auf die zutreffenden Erw ägungen in der angefochtenen Verfügung zu verw eisen ist. 5.2 D ie Ausführungen in der Beschw erdeschrift sind nicht geeignet, die zutreffende Einschätzung der Vorinstanz zu entkräften. So w ird zw ar bestritten, dass die be- treffenden D okum ente nicht authentisch seien, dies aber ohne jede Auseinander- setzung m it den einzelnen von der Vorinstanz aufgezeigten, klaren Fälschungs- m erkm alen. W eiter w ird in form eller H insicht gerügt, dass eine Prüfung, ob die Ab- klärungen der Schw eizerischen Botschaft in Addis Abeba "durch sachkundige H and" durchgeführt w orden seien, gar nicht m öglich sei, da die betreffenden Ab- klärungsergebnisse nicht offen gelegt w orden seien. D arin w ird eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches G ehör erblickt. Eine G ehörsverw eigerung liegt nach Ansicht der Beschw erdeführerin im Ü brigen auch deshalb vor, w eil die N ichtau- thentizität der betreffenden D okum ente in der angefochtenen Verfügung nicht hin- reichend nachvollziehbar dargelegt w orden sei. D iese form ellen Einw ände erw ei- sen sich indessen m it Blick auf die konstante asylrechtliche Praxis als in jeder H in- sicht unbegründet. W as die Frage der hinreichenden Entscheidbegründung betrifft (vgl. allgem ein dazu Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asyl- rekurskom m ission / EM AR K 2004 N r. 38), ist festzuhalten, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung die im R ahm en der Botschaftsabklärung festgestell- ten Fälschungsm erkm ale (vgl. dazu bereits vorne, E. 5.1) m it genügender Ausführ- lichkeit beschrieben hat. D as Ergebnis der Botschaftsabklärung w ar der Beschw er- deführerin bereits am 23. Juni 2006 m itgeteilt w orden, w obei sie gleichzeitig G ele- genheit für eine Stellungnahm e erhalten hatte. D ass ihr der betreffende Bericht der Schw eizerischen Botschaft beziehungsw eise des von dieser eingesetzten Ver- trauensanw alts unter H inw eis auf entgegenstehende G eheim haltungsinteressen nicht unm ittelbar offen gelegt w urde, ist nicht zu beanstanden. G estützt auf Art. 27 Abs. 1 Bstn. a und b i.V.m . Art. 28 Vw VG w ar die Vorinstanz näm lich berechtigt, die Einsicht in die betreffenden Aktenstücke unter M itteilung ihres w esentlichen In- halts zu verw eigern, w ie sich aus der langjährigen, w eiterzuführenden Praxis der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission ohne w eiteres ergibt (vgl. deren G rundsatzurteil EM AR K 1994 N r. 1 E. 4c S. 12). An dieser Stelle kann für Einzelheiten auf die betreffende Praxis verw iesen w erden, gem äss w elcher ein nach Art. 27 Vw VG schützensw ertes Interesse daran besteht, die Sicherheit von Inform anten und Kontaktpersonen zu gew ährleisten sow ie Art und W eise der Infor- m ationsbeschaffung der schw eizerischen Behörden und ihrer Auslandvertretungen nicht offenzulegen. 5.3 D am it ist in Ü bereinstim m ung m it der Vorinstanz festzustellen, dass die Be- schw erdeführerin m angels G laubhaftigkeit ihrer Vorbringen die Flüchtlingseigen- schaft im Sinne von Art. 3 AsylG offensichtlich nicht erfüllt. D ie Vorinstanz hat da- her das Asylgesuch zu R echt abgelehnt. 6. Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; da- bei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 6 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zu- m utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzli- chen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20]). 7. D ie Beschw erdeführerin besitzt keine Aufenthalts- oder N iederlassungsbew illi- gung, w eshalb die Vorinstanz gestützt auf Art. 44 Abs. 1 AsylG zu R echt ihre W eg- w eisung verfügt hat (vgl. Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311] sow ie für die in dieser H insicht w eiterhin G eltung beanspru- chende Praxis der AR K EM AR K 2001 N r. 21 E. 9a S. 176). 8. 8.1 D er Vollzug der W egw eisung durch R ückführung der Beschw erdeführerin nach Äthiopien ist unter dem Aspekt des flüchtlingsrechtlichen N on-R efoulem entprinzips (Art. 33 Ziff. 1 des Abkom m ens vom 28. Juli 1951 über die R echtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30] bzw . Art. 5 Abs. 1 AsylG ; vgl. auch Art. 25 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]) zulässig, w eil sie dort - w ie vorstehend dargelegt - keinen N achteilen im Sinne von Art. 3 AsylG (bzw . Art. 1 A Ziff. 2 FK) ausgesetzt w äre. Ferner hält der Vollzug der W egw eisung auch vor Art. 3 der Konvention vom 4. N ovem ber 1950 zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten (EM R K, SR 0.101) stand, bestehen doch angesichts der U nglaubhaftigkeit der Asylvorbrin- gen der Beschw erdeführerin keine stichhaltigen G ründe für die Annahm e, dass ihr bei einer R ückführung in ihre H eim at eine gem äss dieser N orm verbotene Strafe oder Behandlung konkret drohen w ürde (vgl. U rteile des Europäischen G erichts- hofs für M enschenrechte [EG M R ] i.S. Bensaid gegen Vereinigtes Königreich R ep. 2001-I S. 303 und i.S. H .L.R . gegen Frankreich R ep. 1997-III S. 758 m it w eiteren H inw eisen). Andere völkerrechtliche W egw eisungsvollzugsschranken (Art. 7 des Internationalen Pakts vom 16. D ezem ber 1966 über bürgerliche und politische R echte [IPBPR , SR 0.103.2]; Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D ezem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedrigende Behand- lung oder Strafe [FoK, SR 0.105]) gehen im vorliegenden Zusam m enhang in ihrer Tragw eite nicht über die G arantien von Art. 3 EM R K hinaus (vgl. BG E 124 I 231 E. 2a S. 235 f.). D er Vollzug der W egw eisung ist daher im Sinne der zu beachtenden völkerrechtlichen Bestim m ungen zulässig. 8.2 W eiter erscheint der W egw eisungsvollzug m it Blick auf die allgem eine politische und w irtschaftliche Lage in Äthiopien sow ie unter Berücksichtigung der ethnischen Zugehörigkeit und persönlichen Situation der Beschw erdeführerin gestützt auf Art. 14a Abs. 4 AN AG zum utbar, zum al sie vor ihrer Ausreise ihren W ohnsitz in Addis Abeba hatte, w o sie seit 1981 zusam m en m it ihrem Ehem ann und - in der Folge - den gem einsam en Kindern gelebt hatte. 8.3 Ü berdies ist der Vollzug der W egw eisung gestützt auf Art. 14a Abs. 2 AN AG als m öglich zu betrachten, sind doch aufgrund der Akten keine H indernisse ersichtlich, die der grundsätzlich der Beschw erdeführerin selbst obliegenden Beschaffung von 7 R eisepapieren für die R ückkehr nach Äthiopien (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG ) entge- genstünden. 8.4 D am it ist festzuhalten, dass die Vorinstanz den Vollzug der W egw eisung zu R echt als zulässig, zum utbar und m öglich erachtet hat. N ach dem G esagten fällt eine An- ordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht. 9. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig fest- stellt und angem essen ist (vgl. Art. 106 Abs. 1 AsylG ). D ie Beschw erde ist nach dem G esagten abzuw eisen. 10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die insgesam t auf Fr. 600.-- festzuset- zenden Kosten der Beschw erdeführerin aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art. 37 VG G ; Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes- verw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]), indessen m it dem bereits geleisteten Kostenvorschuss in gleicher H öhe zu verrechnen. (D ispositiv nächste Seite)8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten im Betrag von Fr. 600.-- w erden der Beschw erdeführerin auferlegt. Sie w erden m it dem bereits geleisteten Kostenvorschuss in gleicher H öhe verrechnet. 3. D ieses U rteil geht an: - R echtsvertreter der Beschw erdeführerin, 2 Expl. (eingeschrieben) - Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (N [...]). - (...), zur Kenntnisnahm e D ie R ichterin: D er G erichtsschreiber: C hrista Luterbacher M ario Vena Versand am :