A bteilung IV D -6533/2007 {T 0/2} U rte il v o m 8 . O k to b e r 2 0 0 7 R ichter W alter Lang (Vorsitz), R ichter Bendicht Tellenbach, R ichter Fulvio H aefeli, G erichtsschreiber M artin M aeder. A ._______, geboren (...), E ritrea, vertreten durch Klausfranz R üst-H ehli, R echtsberatungs- stelle für Asyl Suchende St. G allen/Appenzell, (...), G esuchsteller, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. U rteil des Bundesverw altungsgerichts vom 19. Septem - ber 2007 (D -5961/2007) i. S. N ichteinreten auf Asylgesuch und W egw eisung (R evision) / N (...). B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandD -6533/2007 Sachverhalt: A . A .a D er G esuchsteller reichte am 31. O ktober 2006 im Em pfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) des BFM in B._______ ein Asylgesuch ein, nachdem er gem äss eigenen Angaben sein H eim atland am 24. M ai 2006 verlassen hatte und am 31. O ktober 2006 ohne Ausw eispapiere w iderrechtlich in die Schw eiz gelangt w ar. A .b W eder bei der G esuchseinreichung im EVZ nach in den darauf folgenden 48 Stunden reichte der G esuchsteller ein R eise- oder Identi- tätspapier zu den Akten. Als E rklärung für dieses Versäum nis führte er an, er habe seinen Pass im Sudan zurückgelassen und seine Identi- tätskarte bei der Ausreise aus Libyen verloren beziehungsw eise ver- gessen. Im Verlauf der kantonalen Anhörung am 21. Februar 2007 gab der G e- suchsteller eine Passkopie, eine m ilitärische Bestätigung sow ie eine Kopie des G eburtsscheines seiner Tochter zu den Akten. Im April 2007 überprüfte die schw eizerische Zollverw altung eine B rief- postsendung aus E ritrea und leitete die darin enthaltenen, dem G e- suchsteller zugeordneten Ausweise (R eisepass m it Ausstellungsdatum 5. Januar 2006, Führerschein m it Ausstellungsdatum 12. Januar 2004) an das BFM w eiter. H ierüber w urde der G esuchsteller am 15. April 2007 schriftlich durch das G renzw achtkorps orientiert. A .c Zur Begründung seines Asylgesuchs m achte der G esuchsteller im W esentlichen geltend, er sei nach seinem Schulabschluss im Jahre 1999 ins M ilitär eingezogen und nach absolvierter G rundausbildung verpflichtet w orden, w eiter D ienst zu leisten. Er sei m ehrm als einige Tage festgehalten w orden und im Zeitraum von 2004 bis 2006 dreim al für längere Zeit in H aft genom m en w orden, w obei ihm vorgew orfen w orden sei, die religiösen Aktivitäten seines inhaftierten Vaters unter- stützt und die Flucht eines M ilitärkam eraden begünstigt zu haben. Am 24. M ai 2006 habe er zusam m en m it zw ei Kam eraden aus dem G e- fängnis entkom m en können. B . M it Verfügung vom 30. August 2007 trat das BFM in Anw endung von A rt. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 S eite 2D -6533/2007 (AsylG , SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht ein und ordnete die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie den Vollzug an. Zur Begründung des N ichteintretens auf das Asylgesuch hielt es zusam m enfassend fest, der G esuchsteller habe innert 48 Stunden nach G esuchseinrei- chung keine R eise- oder Identitätspapiere abgegeben und keine ent- schuldbaren G ründe dafür nam haft gem acht. Zudem erfülle er die Flüchtlingseigenschaft gem äss A rt. 3 und A rt. 7 AsylG nicht, und zu- sätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines W egw eisungsvollzugshindernisses seien in seinem Fall aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich. Zum Fehlen von entschuldbaren G ründen für die N ichtabgabe eines Identitätsdokum ents führte das BFM aus, die Asylbegründung erw eise sich als unglaubhaft, zum al die Akten insbesondere auf eine frühere als vom G esuchsteller behaup- tete Ausreise aus Eritrea hindeuteten, sei doch im EVZ ein im April 2003 entw ickeltes Foto gefunden w orden, auf w elchem eine Person, m it einiger W ahrscheinlichkeit w ohl der G esuchsteller, in einer Bahn- hofunterführung in der Schw eiz, verm utlich in Bern, zu erkennen sei. Folglich seien die Erklärungen, w onach der G esuchsteller seinen R ei- sepass nach seiner Ausreise Ende M ai 2006 im Sudan zurückgelas- sen und die Identitätskarte im O ktober 2006 auf der R eise von Libyen nach Italien verloren habe, als unglaubhaft zu w erten. W eil sich im R eisepass auch keine Stem peleinträge befänden, sei angesichts der Aktenlage darauf zu schliessen, dass dieses D okum ent ausgestellt w orden sei, als sich der G esuchsteller bereits seit längerer Zeit im Ausland befunden habe. C . M it Beschw erde vom 7. Septem ber 2007 focht der G esuchsteller durch seinen R echtsvertreter die Verfügung des BFM vom 1. Februar 2007 beim Bundesverw altungsgericht an. D arin stellte er das Begeh- ren, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Streitsa- che zw ecks Eintretens und D urchführung des ordentlichen Asylver- fahrens an die Vorinstanz zurückzuw eisen. Als Beilage zur Beschw erdeschrift w urde unter anderem eine vom 7. Septem ber 2007 datierende schriftliche Anfrage an das U N H C R eingereicht, w orin dieses um allfällige Bestätigung der Angaben des G esuchstellers ersucht w ird, laut denen dieser auf seinem Fluchtw eg von Eritrea in die Schw eiz im Zeitraum Ende M ai/Anfang Juni 2006 von einem U N O -O rgan in der gleichnam igen H auptstadt der ostsuda- S eite 3D -6533/2007 nesischen Provinz Kassala registriert w orden sei und eine so genann- te "gelbe Karte" erhalten habe. D . M it U rteil vom 19. Septem ber 2007 (D -5961/2007) w ies das Bundes- verw altungsgericht die Beschw erde vom 7. Septem ber 2007 im verein- fachten Verfahren ab. In der U rteilsbegründung hielt das G ericht als Fazit fest, es teile bezüglich der offensichtlichen H altlosigkeit der Vor- bringen des G esuchstellers die Auffassung der Vorinstanz, und über- dies könne in Anw endung von A rt. 109 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BG G , SR 173.110) und A rt. 6 AsylG auf die im U rteil angeführten und auf die w eiteren Erw ägungen in der angefochtenen Verfügung verw ie- sen w erden. Aufgrund der offensichtlichen H altlosigkeit der Vorbringen könne die Flüchtlingseigenschaft klarerw eise ausgeschlossen w erden, und zusätzliche Abklärungen - auch in Bezug auf W egw eisungsvoll- zugshindernisse - seien nicht nötig. Aus dem gleichen G rund erübrige es sich, den Eingang einer allfälligen Antw ort des U N H C R auf die Anfrage des G esuchstellers vom 7. Septem ber 2007 abzuw arten, da diesbezüglich nicht klar ist und auch nicht w eiter substanziiert w ird, w as m it einer eventuellen R egistrierung durch das U N H C R im Sudan belegt w erden solle, um so m ehr der G esuchsteller im vorinstanzlichen Verfahren nicht angegeben habe, vom U N H C R eine "gelbe Karte" er- halten und diese auf dem M eer verloren zu haben, und es sich bei der Identitätskarte, die er auf dem M eer verloren haben w olle, um jene handeln soll, die er 1997 in Asm ara erhalten habe. D as BFM sei dem - nach zu R echt gestützt auf A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylge- such des G esuchstellers nicht eingetreten. E. Am 30. Septem ber 2007 (D atum der Ü berm ittlung per Telefax sow ie der Postaufgabe des O riginals) gelangte der G esuchsteller, handelnd durch seinen R echtsvertreter, m it einem R evisionsgesuch gegen das vorerw ähnte Beschw erdeurteil vom 19. Septem ber 2007 an das Bun- desverw altungericht. D arin stellte er im H auptpunkt das Begehren, es sei das U rteil vom 19. Septem ber 2007 gem äss A rt. 121 Abs. 1 BG G i.V.m . A rt. 45 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw altungsgericht (Verw altungsgerichtsgesetz, VG G , SR 173.32) in R evision zu ziehen. D aneben beantragte er in verfah- rensrechtlicher H insicht die Anordnung der aufschiebenden W irkung des R evisionsgesuchs w egen erheblicher Erfolgsaussichten und die S eite 4D -6533/2007 G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege als Folge seiner eindeu- tigen M ittellosigkeit. Zusam m en m it der G esuchsschrift reichte der G esuchsteller Auszüge aus einem Bericht des British H om e O ffice vom 4. Septem ber 2007 über das aktuelle G eschehen in Eritrea zu den Akten. H ierauf sow ie auf die Begründung des R evisionsgesuches w ird, sow eit für das U rteil von Belang, in den nachfolgenden Erw ägungen eingegangen. F. M it Folgeeingaben vom 2., 5. und 7. O ktober 2007 (D atum der Ü ber- m ittlung per Telefax) ergänzte der G esuchsteller die Begründung sei- nes R evisionsgesuches m it zusätzlichen Vorbringen und erneuerte insbesondere den Antrag auf Anordnung der aufschiebenden W irkung des R evisionsgesuchs. Sow eit entscheidw esentlich, w ird darauf eben- falls in den folgenden Erw ägungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D as Bundesverw altungsgericht ist für die Beurteilung von G esu- chen um R evision seiner U rteile zuständig (vgl. A rt. 45 VG G ). D abei entscheidet es in der Besetzung m it drei R ichtern oder R ichterinnen (A rt. 21 Abs. 2 VG G ), sofern das R evisionsgesuch nicht in die Zustän- digkeit des Einzelrichters beziehungsw eise der Einzelrichterin fällt (vgl. A rt. 23 VG G ). 1.2 Aus den nachstehend dargelegten G ründen liegt ein offensichtlich unbegründetes R evisionsgesuch vor, w eshalb der Entscheid nur sum - m arisch zu begründen ist (A rt. 109 Abs. 3 BG G ). 1.3 D er G esuchsteller hat ein schutzw ürdiges Interesse an der Auf- hebung oder Änderung des abw eisenden Beschw erdeurteils vom 19. Septem ber 2007 und ist daher zur Einreichung eines R evisionsge- suches legitim iert (A rt. 48 Abs. 1 Bst. c des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren [Vw VG , SR 172.021] in analogiam ; vgl. U R SIN A BEER LI-BO N O R AN D , D ie ausseror- dentlichen R echtsm ittel in der Verw altungsrechtspflege des Bundes und der Kantone, Zürich 1985, S. 65 ff.). S eite 5D -6533/2007 1.4 D er G esuchsteller ruft unter Benennung der einschlägigen Be- stim m ung von A rt. 121 Bst. d BG G ausdrücklich den R evisionsgrund der versehentlichen N ichtberücksichtigung einer in den Akten liegen- den erheblichen Tatsache an. M it der Einreichung nur w enige Tage nach Erhalt des angefochtenen Beschw erdeentscheids zeigt er zudem in konkludenter W eise die R echtzeitigkeit des R evisionsgesuches auf. D am it erw eist sich dieses als hinreichend begründet. Auf das im Ü bri- gen frist- (vgl. A rt. 124 Abs. 1 Bst. d BG G ) und form gerecht (vgl. A rt. 47 VG G i.Vm . A rt. 67 Abs. 3 Vw VG i.V.m . A rt. 52 Vw VG ) ein- gereichte R evisionsgesuch ist deshalb einzutreten. 2. 2.1 M it dem ausserordentlichen R echtsm ittel der R evision w ird die U n- abänderlichkeit und M assgeblichkeit eines rechtskräftigen Beschw er- deentscheides angefochten, im H inblick darauf, dass die R echtskraft beseitigt w ird und über die Sache neu entschieden w erden kann (vgl. FRITZ GYGI, Verw altungsrecht, Bern 1986, S. 229 f.). 2.2 D as Bundesverw altungsgericht zieht auf G esuch hin seine U rteile aus den in A rt. 121 - 123 BG G aufgeführten G ründen in R evision (A rt. 45 VG G ). 2.3 G em äss A rt. 121 Bst. d BG G kann die R evision eines Entscheides verlangt w erden, w enn das G ericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt hat. Ein Versehen nach dem Verständnis von A rt. 121 Bst. d BG G ist dem G ericht erst dann unterlaufen, w enn seine Feststellung darauf zurückzuführen ist, dass es eine bestim m te Aktenstelle unabsichtlich ausser Acht gelassen oder unrichtig, d.h. nicht in ihrer w ahren G estalt, insbesondere nicht m it ihrem richtigen W ortlaut w ahrgenom m en hat. U m zu einem solchen Schluss zu gelangen, m uss Klarheit bestehen, dass das G ericht das Aktenstück bei der Bildung seiner Ü berzeugung auch nicht sinnge- m äss einbezogen hat, dieses m ithin in den Akten unentdeckt geblie- ben oder vergessen w orden ist. D ie derart unberücksichtigt gebliebene Tatsache m uss sich aus Vorbringen der Parteien, der Zeugen, der Sachverständigen oder aus den Akten ergeben. G leichzeitig hat sich die N ichtberücksichtigung im m er auf den Inhalt der Tatsache, nicht auf deren rechtliche W ürdigung zu beziehen. Strikt abzugrenzen ist die durch ein Versehen verursachte N ichtberücksichtigung deshalb von der falschen W ürdigung einer Tatsache und der fehlerhaften Einschät- zung ihrer rechtlichen Bedeutung, w orin jew eils R echtsfragen zu erbli- S eite 6D -6533/2007 cken sind. Schliesslich führt eine versehentlich nicht berücksichtigte Tatsache nur unter der Voraussetzung ihrer Erheblichkeit zur R evision, w as bedingt, dass der angefochtene Entscheid anders hätte ausfallen m üssen, w enn die Tatsache, deren Ausserachtlassung gerügt w ird, berücksichtigt w orden w äre (vgl. H AN S JÖ R G SEILER /N IC O LA S VO N W ER D T/AN D R EA S G Ü N G ER IC H , Stäm pflis H andkom m entar zum Bundesge- richtsgesetz [BG G ], Bern 2007, R z. 27-29 zu A rt. 121 BG G , S. 517 f.; KAR L SPÜ H LER /AN N E TTE D O LG E/D O M IN IK VO C K, Kurzkom m entar zum Bundes- gerichtsgesetz [BG G ], W interthur/Schaffhausen/Zürich 2006, R z. 4, S. 224; BG E 122 II 17 E. 3 S. 18 f.). 3. 3.1 Vorliegend bringt der G esuchsteller in seiner Eingabe vom 30. Septem ber 2007 vor, das U rteil vom 19. Septem ber 2007 übersehe die Tatsache, dass m it dem Aufenthalt im Lager Kassala und dessen "nachgesuchtem Bew eis" ein w esentlicher Teil des R eisew egs und der R eisem odalitäten geklärt w äre. D ies gälte vor allem dann, w enn er sich im Lager m it dem R eisepass ausgew iesen hätte und dann - w ie vorgebracht - dam it w eiter nach Khartum gereist w äre und ihn dort bis zur N achsendung in die Schw eiz im Frühjahr 2007 deponiert gehabt hätte. In seiner Eingabe vom 2. O ktober 2007 m acht der G esuchsteller zu- sätzlich geltend, die vom G ericht übersehene Tatsache, w onach er - w ie im Protokoll der Befragung im EVZ erw ähnt - in einem Lager in Kassala im Jahre 2006 kurze Zeit aufgenom m en und registriert gew e- sen sei, erhalte ihre Erheblichkeit von daher, dass im bisherigen Asyl- verfahren bezüglich seiner Person eine frühere Anw esenheit in der Schw eiz angenom m en und daraus auf das Vorhandensein eines voll- zugsfähigen R eisepapiers geschlossen w orden sei. In der Eingabe vom 5. O ktober 2007 w eist der G esuchsteller nam ent- lich darauf hin, dass er bei einem Spital in C ._______ Arztberichte betreffend seine psychiatrische Sym ptom atik zu beschaffen versuchen w erde und diese um gehend einzureichen gedenke. D am it liege ein w eiterer R evisionsgrund vor, w eil erstellt sei, dass das Bundesver- w altungsgerichte Tatsachen von "potentiell grossem Einfluss auf die W ürdigung der Parteiauskünfte" übersehen habe. Er teile zudem m it, dass sich das U N H C R bezüglich seines Falles m it dem Bundesverw altungsgericht in Verbindung setzen w erde. S eite 7D -6533/2007 Schliesslich bezeichnet der G esuchsteller in der Eingabe vom 7. O k- tober 2007 verschiedene "öffentlich zugängliche Inform ationsquellen" als Bew eism ittel ("Auszüge aus U KAIT-U rteil, BIC C -Jahresbericht 2005/2006, SIPR I-Jahresbericht, C ountry R eport on Terrorism , C IA- W orld Factbook, SFH -Eritrea update, Freedom H ouse[C ountries at the C rossroads 2007/Eritrea]"), deren Inhalt das Bundesverw altungs- gericht bei der Fällung seines U rteils vom 19. Septem ber 2007 in revisionsrechtlich erheblicher W eise übersehen habe, und die er als Beilagen postalisch zu den Akten reiche. 3.2 M it diesen Vorbringen verm ag der G esuchsteller nicht schlüssig darzulegen, dass das Bundesverw altungsgericht in seinem U rteil vom 19. Septem ber 2007 als Folge eines Versehens aktenkundige erhebli- che Tatsachen nicht berücksichtigt hat. Aus dem W ortlaut der U rteilserw ägungen lässt sich nicht herleiten, dass das G ericht die ins Protokoll aufgenom m ene Aussage des G e- suchstellers in der EVZ-Befragung, w onach er von der sudanesischen O rtschaft Aw ad m it dem Lastw agen nach Kassala gefahren und von dort m it dem Auto der Schlepper nach Khartoum w eitergereist sei (vgl. A1/11, S. 6 oben), versehentlich nicht in seine Entscheidfindung einbe- zogen hat. D ass es diese Aussage beziehungsw eise die betreffende Protokollstelle in der Sachverhaltszusam m enfassung oder in den rechtlichen Erw ägungen nicht speziell erw ähnt, ist vor dem H inter- grund der gesam ten U rteilsbegründung nicht als versehentliches Aus- serachtlassen, sondern vielm ehr als Ausdruck dafür zu w erten, dass es diese nach der bew ussten W ahrnehm ung als unerheblich und m it- hin - im R ahm en einer sum m arischen U rteilsbegründung - als nicht erw ähnensw ert erachtet hat. Erst recht nicht lässt sich dem Bundesverw altungsgericht vorw erfen, es habe den Inhalt der Anfrage an das U N H C R vom 7. Septem ber 2007 aus Versehen nicht berücksichtigt. W ie oben dargelegt (vgl. Bst. D hiervor) nim m t es in seinen Erw ägungen auf jene m it der Be- schw erde eingereichte Anfrage vom 7. Septem ber 2007 ausdrücklich Bezug und zeigt m it spezifischer Begründung auf, w eshalb es sich sei- nes Erachtens erübrigt, den Eingang einer allfälligen Antw ort des U N H C R abzuw arten (vgl. U rteil vom 19. Septem ber 2007 [D - 5961/2007], S. 13, 5. Lem m a). Auch hier zeigt sich som it klar, dass von einer versehentlichen N ichtberücksichtigung des vom G esuchsteller S eite 8D -6533/2007 geltend gem achten Lageraufenthalts in Kassala im Jahre 2006 nicht die R ede sein kann. W as die übrigen Einw ände in der G esuchsschrift vom 30. Septem ber und in den Folgeeingabe vom 2., 5. und 7. O ktober 2007 betrifft, so kom m en diese ausnahm slos einer Beanstandung der rechtlichen W ür- digung im U rteil vom 19. Septem ber 2007 (D -5961/2007) gleich, w obei zudem grossenteils - insbesondere in den Eingaben vom 5. und 7. O k- tober 2007 - auf Bew eism ittel Bezug genom m en w ird, die sich bei Er- lass des U rteils vom 19. Septem ber 2007 (D -5961/2007) gar nicht in den Akten befunden haben beziehungsw eise vom G esuchsteller nicht einm al im Laufe des vorliegenden R evisionsverfahrens eingereicht w orden sind. M it anderen W orten w ird dam it gerade nicht die (verse- hentliche) N ichtberücksichtigung w ichtiger Aktenbestandteile, sondern eine unkorrekte W ürdigung derselben gerügt, in dem Sinne, dass das Bundesverw altungericht zu U nrecht auf das Fehlen entschuldbarer G ründe für die unterbliebene Papierabgabe beziehungsw eise auf das offensichtliche N ichterfüllen der Flüchtlingeeigenschaft erkannt habe. Es w ird som it eine rein appellatorische Kritik am U rteil vom 19. Sep- tem ber 2007 (D -5961/2007) geübt, für w elche jedoch im R ahm en eine Ü berprüfung eines R echtsm ittelentscheides unter dem Blickw inkel der R evision kein R aum bleibt (vgl. U R SIN A BEER LI-BO N O R AN D , a.a.O ., S. 131 f.; SEILER /VO N W ER D T/G Ü N G ER IC H , a.a.O ., R z. 29 zu A rt. 121 BG G , S. 518; SPÜ H LER /D O LG E/VO C K, a.a.O ., R z. 5, S. 225). U nter diesen U m ständen kann eine Erörterung der Frage, ob es sich beim Lageraufenthalt in Kassala überhaupt um eine erhebliche Tatsa- che handelt, unterbleiben. Ebenso kann auf nähere Ausführungen zu dem als Bew eism ittel eingereichten Bericht des B ritish H om e O ffice vom 4. Septem ber 2007 verzichtet w erden, w eil dieser zu der hier auf- gew orfenen Frage, ob das U rteil vom 19. Septem ber 2007 (D -5961/2007) am M angel der N ichtberücksichtung einer aktenkundi- gen erheblichen Tatsache leidet, ohne Aussagekraft bleibt. Sodann kann unter den soeben dargelegten U m ständen hinlänglich ausge- schlossen w erden, dass die in der Eingabe vom 5. O ktober 2007 ange- kündigten Arztberichte oder die in der Eingabe vom 7. O ktober 2007 bezeichneten Bew eism ittel w esentliche E rkenntnisse hinsichtlich einer Verw irklichung des R evisionsgrundes von A rt. 121 Bst. d BG G im konkreten Fall verm itteln könnten. Es besteht dem nach kein sachlicher Anlass, m it der Beurteilung des R evisionsgesuchs bis zum Eintreffen dieser Bew eism ittel zuzuw arten. D ie vom G esuchsteller erhobene R ü- S eite 9D -6533/2007 ge, das Bundesverw altungsgericht habe im U rteil vom 19. Septem ber 2007 (D -5961/2007) eine aktenkundige erhebliche Tatsache aus Ver- sehen nicht berücksichtigt, erw eist sich nach dem G esagten als unbe- gründet. D er Vollständigkeit halber ist bezüglich des zuhanden des BFM sicher- gestellten R eisepasses anzum erken, dass der G esuchsteller eine Ko- pie desselben anlässlich der Anhörung vom 21. Februar 2007 selber zu den Akten reichte und erläuterte, er habe die Kopie von seinem Va- ter m it einer Postsendung zugestellt erhalten, w elche der im April 2007 durch die Zollverw altung abgefangenen Sendung vom 22. M ärz 2007 zeitlich vorausgegangen sei (vgl. U rteil vom 19. Septem ber 2007, S. 9 f.). D am it besteht vonseiten des Bundesverw altungsgerichts kein Anlass, dem G esuchsteller im heutigen Zeitpunkt eine Kopie des R ei- sepasses zukom m en zulassen. Sow eit das diesbezügliche "Ersuchen" in der R evisionseingabe vom 30. Septem ber 2007 als förm licher An- trag zu verstehen ist, ist dieser som it abzuw eisen. 4. Zusam m enfassend ist festzuhalten, dass kein revisionsrechtlich rele- vanter Sachverhalt dargetan ist. D as G esuch um R evision des U rteils des Bundesverw altungsgerichts vom 19. Septem ber 2007 (D -5961/2007) ist dem zufolge abzuw eisen. 5. M it Ergehen des vorliegenden Endurteils sind allfällige vorsorgliche M assnahm en für die D auer des Verfahrens obsolet gew orden. D as in der R evisionseingabe vom 30. Septem ber 2007 gestellte Begehren um Aussetzung des Vollzugs der W egw eisung (Anordnung der "aufschie- benden W irkung") ist daher als gegenstandslos zu betrachten. 6. Aus den soeben dargelegten G ründen w aren dem R evisionsbegehren keine ernsthaften Erfolgsaussichten beschieden, w eshalb das gleich- zeitig eingereichte G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echts- pflege im Sinne von A rt. 65 Abs. 1 Vw VG unabhängig von der Frage der prozessualen Bedürftigkeit des G esuchstellers abzuw eisen ist (A rt. 37 VG G i.V.m . A rt. 65 Abs. 1 Vw VG ). 7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten von insgesam t Fr. 1'200.- dem G esuchsteller aufzuerlegen (A rt. 37 VG G i.V.m . A rt. 63 S eite 10D -6533/2007 Abs. 1 Vw VG ; A rt. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . A rt. 2 und 3 des R egle- m ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 172.320.2]). (D ispositiv nächste Seite) S eite 11D -6533/2007 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D as R evisionsgesuch w ird abgew iesen. 2. D as G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege w ird abgew iesen. 3. D ie Verfahrenskosten von Fr. 1'200.- w erden dem G esuchsteller aufer- legt. 4. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des G esuchstellers (eingeschrieben; Beilage: Einzahlungsschein) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N [...]) - das D ._______ des Kantons E._______ ad (...) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: W alter Lang M artin M aeder Versand: S eite 12