<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE 2000 41 S.157</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2000</span> <span class="title">Kantonales Steuerrecht</span> <span class="page_no">157</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> [...]<br/> <br/> <span class="ft3"><b>41</b></span> <span class="ft3"><b>Zustellung an gemeinsam steuerpflichtige Ehegatten.</b></span><br/> <span class="ft3"><b>- Ist nur einer der Ehegatten vertreten, muss die Zustellung an dessen</b></span><br/> <span class="ft3"><b>Vertreter und an den anderen Ehegatten separat erfolgen.</b></span><br/> <br/> <span class="ft4">Entscheid des Verwaltungsgerichts, 2. Kammer, vom 7. Juni 2000 in Sachen</span><br/> <span class="ft4">B.A. und S.A. gegen Entscheid des Steuerrekursgerichts. Zur Publikation vor-</span><br/> <span class="ft4">gesehen in StE 2001.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2000</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">158</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft2"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft1">1. Gemäss § 134</span><span class="ft4">bis</span> <span class="ft1">StG erfolgen Zustellungen an - wie vorlie-</span><br/> <span class="ft1">gend - gemeinsam steuerpflichtige Ehegatten in einem Exemplar an</span><br/> <span class="ft1">beide Ehegatten gemeinsam; separate Zustellungen sind vorge-</span><br/> <span class="ft1">schrieben, wenn die Voraussetzungen für eine getrennte Besteuerung</span><br/> <span class="ft1">erfüllt sind und ein entsprechendes Gesuch vorliegt. Die Frage, ob</span><br/> <span class="ft1">nicht über § 134</span><span class="ft4">bis</span> <span class="ft1">Abs. 2 StG hinaus eine separate Zustellung</span><br/> <span class="ft1">generell erforderlich ist, wenn Eheleute tatsächlich nicht am gleichen</span><br/> <span class="ft1">Ort wohnen, kann hier offen bleiben. Die Beschwerdeführerin ist seit</span><br/> <span class="ft1">April 1997 entmündigt. Zustellungen, die sie betreffen, müssen an</span><br/> <span class="ft1">ihren (gesetzlichen) Vertreter, den Vormund gerichtet werden (AGVE</span><br/> <span class="ft1">1997, S. 226 = StE 1998, B 93.6 Nr. 17 mit Hinweisen). Wo nur ein</span><br/> <span class="ft1">Ehegatte vertreten ist, genügt eine gemeinsame Zustellung nicht;</span><br/> <span class="ft1">richtet sie sich an den Vertreter, ist nicht sichergestellt, dass der</span><br/> <span class="ft1">unvertretene Ehegatte davon Kenntnis erhält; richtet sie sich an den</span><br/> <span class="ft1">unvertretenen Ehegatten, so läuft dies auf eine Ausschaltung des</span><br/> <span class="ft1">Vertreters des anderen Ehegatten hinaus. Schon die Veranlagung und</span><br/> <span class="ft1">der Einspracheentscheid hätten somit auch an den Vormund der Be-</span><br/> <span class="ft1">schwerdeführerin zugestellt werden müssen; beim Rekursentscheid</span><br/> <span class="ft1">wurde die Unterlassung nachgeholt. Ein Nachteil ist dadurch offen-</span><br/> <span class="ft1">sichtlich nicht entstanden, und die Beschwerdeführerin (bzw. ihr Vor-</span><br/> <span class="ft1">mund) macht denn auch nichts Derartiges geltend. Die Beschwer-</span><br/> <span class="ft1">deführung durch den Ehemann, mit dem Risiko der Kostenauflage,</span><br/> <span class="ft1">hätte sie nicht verhindern können (vgl. AGVE 1998, S. 206 f.).</span><br/></div> </div> </body> </html>