<h2>SubmittedText<h2><p>Die italienische Regierung hat die Mobilität in den Zonen, über die der Notstand verhängt worden ist, eingeschränkt. </p><p>- Ist der Bundesrat bereit, den Zugang zum Kanton Tessin nur noch denjenigen Grenzgängerinnen und Grenzgängern zu gewähren, deren Arbeit für den Kanton unabdingbar ist, sowie zu veranlassen, dass für diese Personen der Aufenthalt in der Schweiz obligatorisch ist? </p><p>- Stellt das konstante Hin und Her von 70 000 Grenzgängerinnen und Grenzgängern aus den verseuchten Gebieten nicht eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit dar? </p><p>- Wie soll man der Öffentlichkeit erklären, dass sich 70 000 Personen aus den Sperrgebieten weiterhin frei im Tessin bewegen können?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die durch das neue Coronavirus verursachte Epidemie hat in Italien ein sehr grosses Ausmass angenommen. Am 8. bzw. am 9. März 2020 hat der italienische Ministerpräsident beschlossen, durch Sperrungen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit die Ausbreitung des Coronavirus zu vermindern.</p><p>Der Bundesrat hat deshalb am Freitag entschieden, die Einreise von Personen aus Italien nur noch unter Ausnahmen zu erlauben. Ausnahmen sind vorzusehen für die auch nach der italienischen Regelung zulässige Einreise von Grenzgängerinnen und Grenzgängern, die in der Schweiz einer Erwerbsarbeit nachgehen.</p><p>Es geht vor diesem Hintergrund insbesondere darum, die Wirksamkeit der italienischen Regelung auf der schweizerischen Seite zu unterstützen sowie einer möglichen Überlastung des Gesundheitssystems der schweizerischen Grenzregionen entgegen zu wirken.</p><p>Eine komplette Schliessung der Grenze macht aus heutiger Sicht keinen Sinn. Rund 4 000 Personen aus Italien sind als Gesundheitsfachleute im Gesundheitswesen im Tessin tätig. Das Schweizer Gesundheitswesen ist auf diese Personen angewiesen, sie bilden einen unverzichtbaren Anteil des Gesundheitspersonals.</p>