<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2021.00525</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=222579&amp;W10_KEY=13013463&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2021.00525</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.08.2022</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe: Anrechnung freiwilliger Zuwendungen Dritter und hypothetischen Einkommens. Die Beschwerdeführerin erhielt von ihrer Schwester ein pauschales monatliches Entgelt von Fr. 500.- für die Betreuung von deren beiden Kindern, womit sie den Fehlbetrag für ihre über den Mietzinsrichtlinien liegende Wohnungsmiete beglich. Die Beschwerdegegnerin rechnete diese Zahlungen als freiwillige Zuwendungen Dritter im Unterstützungsbudget als Einnahmen an, worauf die Beschwerdeführerin mitteilte, die Zahlungen seien nur geleistet worden, da sie dem Irrtum unterlegen sei, diese abzugsfrei für die Wohnungsmiete verwenden zu dürfen und die Kinderbetreuung erfolge künftig unentgeltlich. Die Beschwerdegegnerin rechnete den Betrag weiterhin als monatliche Einnahmen an, obwohl die Beschwerdeführerin mehrmals geltend machte, diesen nicht mehr zu erhalten. Regelmässig erbrachte freiwillige Leistungen sind anzurechnen, wenn sie für eine im Unterstützungsbudget enthaltene Ausgabenposition ausgerichtet werden (E. 5.2). Das Betreuungsentgelt hatte keinen offensichtlichen Gelegenheitscharakter, schien längerfristig geplant gewesen zu sein und finanzierte überhöhte Mietkosten, weshalb die Anrechnung der Leistungen zumindest in den Monaten, in welchen sie effektiv geleistet wurden, statthaft war (E. 5.3). Darüber hinausgehend machte die Beschwerdeführerin veränderte Verhältnisse geltend. Die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens wurde im Entscheid der Beschwerdegegnerin weder erwähnt noch konkludent erfasst. Für eine belastende Verfügung trägt grundsätzlich die Verwaltung die Beweislast. Ist aus bekannten Tatsachen nach der Lebenserfahrung der Schluss zu ziehen, dass ein Sozialhilfeempfänger beispielsweise nicht deklarierte Einkünfte erzielte, obliegt es diesem, die Vermutung durch den Gegenbeweis oder die Erweckung erheblicher Zweifel an der Vermutung umzustürzen (E. 6.2). Sollte eine regelmässige Anrechnung eines hypothetischen Einkommens für von der Beschwerdeführerin effektiv getätigte und unentgeltliche Kinderbetreuung erfolgen, wäre dies von der Beschwerdegegnerin unter entsprechender Würdigung der Bemühungen der Beschwerdeführerin zur Umstossung der Vermutungsfolge zu verfügen gewesen. Die Sache ist deshalb zu weiterer Sachverhaltsabklärung und zu neuem Entscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (E. 6.3). Kein Anspruch auf eine mündliche Anhörung (E. 3). Indem sich die Vorinstanz in keiner Weise betreffend die weitere Anrechnung unter Geltendmachung veränderter Verhältnisse äusserte, kam sie ihrer Begründungspflicht ungenügend nach (E. 6.4.2). Teilweise Gutheissung, Rückweisung zur ergänzenden Abklärung und neuem Entscheid. Im Übrigen Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANRECHNUNG">ANRECHNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINKOMMENSANRECHNUNG">EINKOMMENSANRECHNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREIWILLIGE ZUWENDUNG">FREIWILLIGE ZUWENDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MIETZINSRICHTLINIEN">MIETZINSRICHTLINIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSTÃTZUNGSBUDGET">UNTERSTÃTZUNGSBUDGET</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERMUTUNGSBASIS">VERMUTUNGSBASIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERMUTUNGSFOLGE">VERMUTUNGSFOLGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUWENDUNG">ZUWENDUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 15 Abs. 1 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 18 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 28 Abs. 1 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 16 Abs. 2 SHV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=58651" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2021.00525</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>des Einzelrichters</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom 24. August 2022</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter AndrÃ© Moser, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Cyrielle SÃ¶llner Tropeano.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA MLaw B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Gemeinde D, vertreten durch den Gemeinderat, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Sozialhilfe,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A (geboren 1980) wird seit 1. Juni 2020 durch die Gemeinde D mit wirtschaftlicher Hilfe unterstÃ¼tzt. Sie bewohnt mit ihrer minderjÃ¤hrigen Tochter eine 3,5-Zimmer-Wohnung zu einem Mietzins von Fr. 1'740.-.</p> <p class="Urteilstext">Mit Schreiben vom 24. Oktober 2020 teilte C, die Schwester von A, dem Sozialdienst der Gemeinde D mit, dass A seit Beginn des Schuljahrs 2020/2021 ihre beiden Kinder betreue und dafÃ¼r ein pauschales monatliches Entgelt in HÃ¶he von Fr. 500.- bar erhalte. Nach Mitteilung des Sozialdiensts der Gemeinde D vom 27. Oktober 2020, dass die seit August 2020 durch Kinderbetreuung erzielten Einnahmen in HÃ¶he von monatlich Fr. 500.- (abzÃ¼glich Fr. 5.- EntschÃ¤digung pro Kind und Tag) angerechnet wÃ¼rden, verlangte A einen anfechtbaren Entscheid des Gemeinderats D.</p> <p class="Urteilstext">Mit Beschluss vom 16. November 2020 hielt der Gemeinderat D fest, die ab August 2020 erstellte Bedarfsberechnung fÃ¼r A sei korrekt und von den seit August 2020 erzielten Einnahmen von Fr. 500.- pro Monat wÃ¼rden â aufgrund eines Abzugs von Fr. 160.- fÃ¼r die Verpflegungskosten der betreuten Kinder und der Anrechnung einer Integrationszulage von Fr. 125.- â lediglich Fr. 215.- als Einnahmen angerechnet.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen rekurrierte A am 6. Dezember 2020 beim Bezirksrat Dielsdorf und beantragte sinngemÃ¤ss eine Berichtigung der "angeblichen Verletzung [ihrer] Schadenminderungspflicht" sowie eine Korrektur der weiteren Abrechnungen. </p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat Dielsdorf wies den Rekurs mit Beschluss vom 4. Juni 2021 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen liess A, nunmehr anwaltlich vertreten, am 26. Juli 2021 Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben und beantragen, der Beschluss des Bezirksrats Dielsdorf vom 4. Juni 2021 sei aufzuheben und von einer Einkommensanrechnung sei rÃ¼ckwirkend seit 1. August 2020, eventualiter ab dem 27. Oktober 2020 abzusehen. Eventualiter sei die Sache im Sinn der verwaltungsgerichtlichen ErwÃ¤gungen an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen (zuzÃ¼glich Mehrwertsteuer) zulasten der Gemeinde D, eventualiter zulasten der Staatskasse.</p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat Dielsdorf verwies am 29. Juli 2021 auf die BegrÃ¼ndung des angefochtenen Entscheids und verzichtete im Ãbrigen auf eine Vernehmlassung. Die Gemeinde D beantragte am 6. September 2021 die Abweisung der Beschwerde. A liess mit Replik vom 28. September 2021 an ihren AntrÃ¤gen festhalten. Die Gemeinde D reichte gleichentags zusÃ¤tzliche Unterlagen ein.</p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG; LS 175.2) fÃ¼r die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Angesichts des weniger als Fr. 20'000.- betragenden Streitwerts und da dem Fall keine grundsÃ¤tzliche Bedeutung zukommt, ist der </span>Einzelrichter<span> <span>zum Entscheid berufen (§ 38b Abs. 1 lit. c und Abs. 2 VRG).</span></span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>GemÃ¤ss § 14 des <span>Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG; LS 851.1) </span>hat Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe, wer fÃ¼r seinen Lebensunterhalt und den seiner FamilienangehÃ¶rigen mit gleichem Wohnsitz nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann. Die wirtschaftliche Hilfe soll das soziale Existenzminimum gewÃ¤hrleisten, das neben den Ã¼blichen Aufwendungen fÃ¼r den Lebensunterhalt auch individuelle BedÃ¼rfnisse angemessen berÃ¼cksichtigt (§ 15 Abs. 1 SHG). Grundlage fÃ¼r die Bemessung der wirtschaftlichen Hilfe bilden gemÃ¤ss § 17 Abs. 1 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV; LS 851.11) die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien), wobei begrÃ¼ndete Abweichungen im Einzelfall vorbehalten bleiben.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die bei der SozialbehÃ¶rde um Hilfe ersuchende Person hat Ã¼ber ihre finanziellen VerhÃ¤ltnisse, namentlich auch Ã¼ber AnsprÃ¼che gegenÃ¼ber Dritten, vollstÃ¤ndig und wahrheitsgetreu Auskunft zu geben, Einsicht in ihre Unterlagen zu gewÃ¤hren und VerÃ¤nderungen der unterstÃ¼tzungsrelevanten Sachverhalte zu melden (§ 18 Abs. 1â3 SHG und § 28 Abs. 1 SHV). Ãnderungen in den Einkommens- und FamilienverhÃ¤ltnissen, welche fÃ¼r die Leistungserbringung relevant sind, mÃ¼ssen sofort und unaufgefordert mitgeteilt werden (§ 18 Abs. 3 SHG). In der Regel besteht eine Meldepflicht fÃ¼r sÃ¤mtliche nicht von der SozialbehÃ¶rde oder zumindest dem Gemeinwesen selbst ausgerichteten EinkÃ¼nfte bzw. finanziellen Zuwendungen, ungeachtet deren Zweckbestimmung und Verwendung (VGr, 21. April 2017, VB.2016.00290, E. 3.2 mit weiteren Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b><span>Bei der Bemessung des UnterstÃ¼tzungsanspruchs ist prinzipiell das ganze verfÃ¼gbare </span>Einkommen<span> einzubeziehen (vgl. § 16 Abs. 2 SHV; </span>SKOS-Richtlinien, Kap. D.1, 1. Januar 2021).<span> Im UnterstÃ¼tzungsbudget nicht zu berÃ¼cksichtigen sind einzig Einnahmen, die nachweislich fÃ¼r Leistungen verwendet werden, welche die </span>Sozialhilfe<span> ohnehin hÃ¤tte Ã¼bernehmen mÃ¼ssen â beispielsweise fÃ¼r notwendige Gesundheitskosten (vgl. § 15 Abs. 2 SHG; VGr, 7. Dezember 2020, VB.2020.00514, E. 4.4; VGr, 29. Juli 2021, VB.2021.00274, E. 3.2.5).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Anrechenbare Einnahmen sind dem Grundsatz der SubsidiaritÃ¤t der Ã¶ffentlichen Sozialhilfe entsprechend in der Regel auch Leistungen oder Zuwendungen Dritter, die auf freiwilliger Basis ausgerichtet werden (SKOS-Richtlinien, Kapitel D.1, 1. Januar 2021). Eine BerÃ¼cksichtigung solcher Drittleistungen setzt zunÃ¤chst voraus, dass sie mit hinreichender Sicherheit feststehen bzw. effektiv erbracht werden oder aufgrund einer Zusicherung ohne Weiteres erhÃ¤ltlich sind (Guido Wizent, Die sozialhilferechtliche BedÃ¼rftigkeit, ZÃ¼rich/St. Gallen 2014, S. 435). So ist es nicht zulÃ¤ssig, auf Dritte, die rechtlich nicht zur Leistung einer UnterstÃ¼tzung zugunsten der bedÃ¼rftigen Person verpflichtet sind, Druck auszuÃ¼ben oder sich auf eine sittliche UnterstÃ¼tzungspflicht zu berufen. Insbesondere ist es nicht statthaft, Sozialhilfeleistungen zu kÃ¼rzen oder einzustellen mit dem Hinweis darauf, dass eine der bedÃ¼rftigen Person nahestehende Person in der Lage wÃ¤re, diese finanziell zu unterstÃ¼tzen (Kantonales Sozialamt, Sozialhilfe-Handbuch, Kapitel 17.6.01 Ziff. 2, 10. Mai 2013, abrufbar unter www.sozialhilfe.zh.ch).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b><span>Das Verwaltungsgericht ist als Beschwerdeinstanz nach § 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 lit. a VRG auf die PrÃ¼fung von Rechtsverletzungen, einschliesslich Ermessensmissbrauch, ErmessensÃ¼berschreitung und Ermessensunterschreitung beschrÃ¤nkt. Die Angemessenheit der angefochtenen Anordnung kann es grundsÃ¤tzlich nicht Ã¼berprÃ¼fen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b><span>Vorweg ist die RÃ¼ge der BeschwerdefÃ¼hrerin zu behandeln, die Vorinstanz habe sie und ihre Schwester nicht angehÃ¶rt, wodurch ihr </span>rechtliches<span> </span>GehÃ¶r<span> </span>verletzt<b> </b><span>worden sei.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b><span>Der Grundsatz des rechtlichen GehÃ¶rs gemÃ¤ss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV; SR 101) garantiert den betroffenen Personen ein persÃ¶nlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht im Verfahren. Sie sollen sich vor Erlass des Entscheids zur Sache Ã¤ussern, erhebliche Beweise beibringen, an der Erhebung von Beweisen mitwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis Ã¤ussern kÃ¶nnen. Die BehÃ¶rde ist grundsÃ¤tzlich verpflichtet, die ihr angebotenen Beweismittel abzunehmen, wenn sie zur AbklÃ¤rung des Sachverhalts tauglich erscheinen. Sie hat die Vorbringen der Parteien tatsÃ¤chlich zu hÃ¶ren, zu prÃ¼fen und in der Entscheidfindung zu berÃ¼cksichtigen (BGE 143 V 71 E. 4.1; 137 II 266 E. 3.2). </span>Aus dem Ãusserungsrecht ergibt sich jedoch grundsÃ¤tzlich kein Anspruch auf mÃ¼ndliche AnhÃ¶rung. Eine solche kann geboten sein, wenn sich persÃ¶nliche UmstÃ¤nde nur aufgrund einer mÃ¼ndlichen AnhÃ¶rung klÃ¤ren lassen, wenn es auf den persÃ¶nlichen Eindruck einer Partei ankommt oder wenn sich eine mÃ¼ndliche AnhÃ¶rung aus anderen GrÃ¼nden als unabdingbar erweist (Alain Griffel<span> in: derselbe [Hrsg.], </span>Kommentar<span> zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [</span>VRG<span>], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014, § 8 N. 31).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Der Vorinstanz lagen die Sozialhilfeakten vor und die BeschwerdefÃ¼hrerin hatte in ihrer Rekursschrift sowie mit ihrem â wahrgenommenen â Replikrecht die MÃ¶glichkeit zur umfassenden Stellungnahme im Rekursverfahren. Die Vorinstanz berÃ¼cksichtigte â ohne dass jedoch eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem von der BeschwerdefÃ¼hrerin geltend gemachten Irrtum erfolgte â zumindest die fÃ¼r den Entscheid wesentlichen Punkte zur Beurteilung der freiwilligen Leistung Dritter und deren (generellen) Anrechnung. Selbst wenn die Vorinstanz festhÃ¤lt, dass nicht aktenkundig sei, wie ausfÃ¼hrlich die ErklÃ¤rung seitens des Sozialdiensts ausgefallen sei und dass ein MissverstÃ¤ndnis vorgelegen haben mÃ¼sse, lag es in ihrem Ermessen, ob hierzu noch eine persÃ¶nliche AnhÃ¶rung zur SachverhaltsklÃ¤rung durchzufÃ¼hren gewesen wÃ¤re. Da insbesondere die rechtliche Qualifikation der erfolgten finanziellen Leistungen der Schwester der BeschwerdefÃ¼hrerin im Vordergrund stand und die Vorinstanz den Sachverhalt diesbezÃ¼glich aufgrund der Aktenlage als genÃ¼gend erstellt erachtete, konnte sie auf eine mÃ¼ndliche AnhÃ¶rung respektive Befragung der BeschwerdefÃ¼hrerin und ihrer Schwester verzichten. Dies ist nicht zu beanstanden, da es hierzu keines persÃ¶nlichen Eindrucks der BeschwerdefÃ¼hrerin bedurfte. Ihr rechtliches GehÃ¶r wurde dadurch nicht verletzt.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Die Vorinstanz erwog, die BeschwerdefÃ¼hrerin wohne seit Mai 2020 in einer Wohnung, welche Fr. 440.- Ã¼ber den Mietzinsrichtlinien der Beschwerdegegnerin liege. Seit August 2020 erhalte sie von ihrer Schwester fÃ¼r die Betreuung von deren beiden Kindern ein monatliches Entgelt in HÃ¶he von Fr. 500.-, welches sie gegenÃ¼ber dem Sozialdienst der Beschwerdegegnerin nicht deklariert habe. Auch wenn es sich dabei nach Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht um Einkommen gehandelt habe, wÃ¤re sie verpflichtet gewesen, diese Einnahmen zu melden. Bei den freiwilligen ZuschÃ¼ssen der Schwester in HÃ¶he von monatlich Fr. 500.- fÃ¼r die Ã¼berhÃ¶hte Miete handle es sich um eine regelmÃ¤ssig erbrachte freiwillige Leistung. Der Zuschuss sei fÃ¼r die im UnterstÃ¼tzungsbudget enthaltene Ausgabenposition "Wohnkosten" erfolgt. Daher sei es seitens des Sozialdiensts korrekt gewesen, die Fr. 500.- im UnterstÃ¼tzungsbudget als Einnahme anzurechnen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin stellt sich zusammengefasst auf den Standpunkt, sie sei davon ausgegangen, dass sie nebst der zugesprochenen wirtschaftlichen Sozialhilfe den Mietfehlbetrag durch die Schwester ausgleichen lassen dÃ¼rfe, wobei es sich um eine freiwillige Leistung der Schwester gehandelt habe. Entsprechend habe sie dies gutglÃ¤ubig auf entsprechende Erkundigung der Beschwerdegegnerin am 22. Oktober 2020 sogleich am Telefon als auch durch die Schwester noch schriftlich bestÃ¤tigt. Als ihr die Tragweite ihres Irrtums bewusstgeworden sei, hÃ¤tte sie umgehend klargestellt, dass die finanzielle Zuwendung einzig deshalb von ihrer Schwester geleistet worden sei, da sie davon ausgegangen sei, die Fr. 500.- (abzugsfrei) fÃ¼r die Wohnungsmiete verwenden zu dÃ¼rfen und sie sonst ihre Wohnung verlieren kÃ¶nnte. Bereits am vormaligen Wohnort habe sie die Kinder ihrer Schwester stets unentgeltlich betreut.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bestreitet nicht, die finanzielle Zuwendung der Schwester in Form der Barzahlung von Fr. 500.- pro Monat von August bis Oktober 2020 erhalten zu haben. <span>Die Schwester der BeschwerdefÃ¼hrerin bestÃ¤tigte zudem mit Schreiben vom 24. Oktober 2020, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin seit Beginn des Schuljahres 2020/2021 ein monatliches Entgelt von Fr. 500.- fÃ¼r die Kinderbetreuung in bar erhalte. Zu beurteilen ist dessen Anrechenbarkeit im UnterstÃ¼tzungsbudget der BeschwerdefÃ¼hrerin.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>RegelmÃ¤ssig erbrachte freiwillige Leistungen sind anzurechnen, wenn sie fÃ¼r eine im UnterstÃ¼tzungsbudget enthaltene Ausgabenposition ausgerichtet werden. Ob eine Ausnahme von der Anrechnung gemacht wird, liegt im Ermessen des Sozialhilfeorgans (Alexander Suter, Wie sind freiwillige Zuwendungen Dritter zu berÃ¼cksichtigen?, ZESO 2/20 S. 6). GemÃ¤ss der Lehre sind freiwillige Leistungen von Dritten unter anderem dann nicht im sozialhilferechtlichen Budget anzurechnen, wenn sich die Zuwendungen in einem relativ bescheidenen Umfang halten, sie ausdrÃ¼cklich, oft mit einer besonderen Zweckbestimmung, zusÃ¤tzlich zu den Sozialhilfeleistungen erbracht werden und sie der Dritte bei einer Anrechnung einstellen wÃ¼rde (z.<span> </span>B. Zuwendungen fÃ¼r Ferien, Geschenke zur Konfirmation, Kommunion oder Geburtstag, andere punktuelle Zuwendungen mit offensichtlichem Gelegenheitscharakter; vgl. VGr, 21. April 2017, VB.2016.00290, E. 5.2; VGr, 7. Dezember 2020, VB.2020.00514, E. 2.3; Guido Wizent, Die sozialhilferechtliche BedÃ¼rftigkeit, ZÃ¼rich/St. Gallen 2014, S. 437 ff.; derselbe, Sozialhilferecht, ZÃ¼rich/St. Gallen 2020, S. 241 f.). Von einer Anrechnung ist aber nicht abzusehen, wenn mit den Zuwendungen Dritter ungedeckte, Ã¼berhÃ¶hte Miet- oder Lebenshaltungskosten oder Luxusausgaben finanziert werden. Ob die ZuschÃ¼sse bei Anrechnung entfallen wÃ¼rden, spielt in der Praxis kaum eine Rolle. Bei vorgÃ¤ngiger Kenntnis entscheidet die SozialbehÃ¶rde anhand anderer Kriterien Ã¼ber die Anrechnung und muss allenfalls das Risiko eingehen, dass die Leistung entfÃ¤llt (Bernadette von Deschwanden, Wie sind freiwillige Zuwendungen Dritter zu berÃ¼cksichtigen?, ZESO 3/13 S. 10). Die einzelfallbezogene GÃ¼terabwÃ¤gung spielt bei der Anrechnung von Zuwendungen Dritter eine wesentliche Rolle. Dabei ist im Licht des Grundsatzes der Angemessenheit der Hilfe letztlich entscheidend, ob die Zuwendung oder Nutzung neben der Sozialhilfe im konkreten Fall <i>unbillig</i> ist, weil damit eine sozialhilferechtlich nicht schÃ¼tzenswerte gar luxuriÃ¶se "Komfortsituation" ermÃ¶glicht wÃ¼rde (Wizent, Sozialhilferecht, S. 242). </p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Vorliegend handelte sich bei den strittigen Zahlungen nicht um eine punktuelle Zuwendung mit offensichtlichem Gelegenheitscharakter, da die Betreuung der Kinder der Schwester durch die BeschwerdefÃ¼hrerin lÃ¤ngerfristig â zumindest zunÃ¤chst fÃ¼r das Schuljahr 2020/2021 â geplant gewesen zu sein schien. Zudem erfolgte eine explizite Gegenleistung fÃ¼r die finanzielle Zuwendung in Form von Betreuungsaufgaben. Selbst wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend macht, dies am bisherigen Wohnort unentgeltlich getan zu haben, bzw. in Aussicht stellt, dies zukÃ¼nftig (wieder) unentgeltlich zu tun, tangiert dies die Anrechnung der im Zeitraum von August bis Oktober 2020 nachweislich geleisteten Zahlungen nicht. Dass im Beschluss der Beschwerdegegnerin vom 6. Juli 2020 zunÃ¤chst vermerkt wurde, die BeschwerdefÃ¼hrerin wolle die Differenz zum effektiven Mietzins "mit der EntschÃ¤digung fÃ¼r HÃ¼tedienst und Mittagstisch ihres Neffen und ihrer Nichte bestreiten", schliesst deren Anrechnung als Einnahme ebenfalls nicht aus. Der Betrag wurde zweifelsohne "zweckgebunden" zur Deckung der Ã¼berhÃ¶hten Mietkosten ausgerichtet und bewirkte dadurch eine Besserstellung der BeschwerdefÃ¼hrerin. Die regelmÃ¤ssigen Zahlungen von monatlich Fr. 500.- kÃ¶nnen auch nicht mehr als bescheidener Betrag bezeichnet werden. Das Verwaltungsgericht beurteilte es unter anderem als zulÃ¤ssig, BeitrÃ¤ge eines Dritten an Ã¼berhÃ¶hte Wohnungskosten von monatlich Fr. 900.- als Einkommen in die Bedarfsberechnung einzubeziehen (VGr, 21. Mai 2003, VB.2003.00109, E. 2b) und auch BetrÃ¤ge von monatlich Fr. 400.- wurden nicht mehr als bescheiden bewertet (VGr, 7. Dezember 2020, VB.2020.00514, E. 4.4). Aus dem Entscheid, in welchem eine Einkommensanrechung der durch den Onkel finanzierten Schulgeldzahlungen fÃ¼r eine Privatschule fÃ¼r den Sohn der SozialhilfeempfÃ¤ngerin fÃ¼r unzulÃ¤ssig befunden wurde (VGr, 12. Mai 2005, VB.2005.00067, E. 3), kann die BeschwerdefÃ¼hrerin nichts zu ihren Gunsten ableiten. Die Kosten einer Privatschule sind nicht mit den Wohnkosten, welche einen unverzichtbaren Punkt im Sozialhilfebudget darstellen und zu deren Zahlung sich die BeschwerdefÃ¼hrerin im Wissen um das Ãbersteigen der Mietzinsrichtlinien mit dem Mietvertrag verpflichtete, vergleichbar. Die monatliche â zumindest von August bis Oktober 2020 erfolgte â finanzielle Leistung der Schwester an die BeschwerdefÃ¼hrerin ist deshalb als freiwillige Zuwendung Dritter zu qualifizieren und fÃ¤llt unter die anrechenbaren regelmÃ¤ssig erbrachten freiwilligen Leistungen fÃ¼r eine im UnterstÃ¼tzungsbudget enthaltene Ausgabenposition.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt vor, sie sei beim ErstgesprÃ¤ch beim Sozialdienst am 10. Juni 2020 von der Sachbearbeiterin darauf angesprochen worden, wie sie die Differenz des Mietzinses zu finanzieren gedenke. Bereits diese Fragestellung allein berge ein missbrÃ¤uchliches Verhalten. Aus der Aktennotiz dieses ErstgesprÃ¤chs geht hervor, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin darauf hingewiesen worden sei, dass "die Ã¼berhÃ¶hte Miete eine Sache, ein Einkommen eine andere Sache sei, was nicht miteinander verrechnet werden kÃ¶nne". Die BeschwerdefÃ¼hrerin bezeichnet dies als vage und als eine fÃ¼r einen Laien unverstÃ¤ndliche Aussage. Die Sachbearbeiterin habe sie sodann nicht auf ihren offensichtlichen Irrtum aufmerksam gemacht und ihr gegenÃ¼ber ausgefÃ¼hrt, sie kÃ¶nne/solle ca. Fr. 500.- bis Fr. 600.- von der Schwester als EntschÃ¤digung verlangen. Ein solcher Hinweis, welcher mit Blick auf das SubsidiaritÃ¤tsprinzip der wirtschaftlichen Hilfe erfolgte, ist an sich nicht zu beanstanden. Schliesslich ist auch in einer â wie hier berechtigten â Nachfrage seitens der SozialbehÃ¶rde danach, wie ein um wirtschaftliche Hilfe Ersuchender einen Ã¼berhÃ¶hten Mietzins zu finanzieren gedenke, kein missbrÃ¤uchliches oder gegen Treu und Glauben verstossendes Verhalten zu erblicken. Ebenso wenig liegt darin eine unzulÃ¤ssige DruckausÃ¼bung auf die Schwester (vgl. E. 2.4). Eine Berichtigung oder ErgÃ¤nzung der Aktennotiz vom 10. Juni 2020, wie es die BeschwerdefÃ¼hrerin verlangt, ist nicht angezeigt.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.5 </b>Das behÃ¶rdliche Verhalten lÃ¶ste bei der BeschwerdefÃ¼hrerin offenbar die Erwartungshaltung aus, sie dÃ¼rfe den Barbetrag ihrer Schwester zur Deckung der Mietzinsdifferenz verwenden, und in WÃ¼rdigung der individuellen Situation der BeschwerdefÃ¼hrerin scheint dies auch nachvollziehbar, kann jedoch nicht zu einer anderen Behandlung der geldwerten Zuwendungen fÃ¼hren. Wie die BeschwerdefÃ¼hrerin die Aussage der Sachbearbeiterin, dass keine Verrechnung stattfinden kÃ¶nne, schlussendlich verstand bzw. verstehen durfte, ist fÃ¼r die rechtliche Qualifikation nicht relevant. Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist als langjÃ¤hrige SozialhilfebezÃ¼gerin auch nicht mehr als vÃ¶llig unbeholfene Laiin zu bezeichnen. AnlÃ¤sslich des ErstgesprÃ¤chs bei der Beschwerdegegnerin soll sie bestÃ¤tigt haben, dass ihr die GrundsÃ¤tze der Sozialhilfe bekannt seien. Da sie bereits am vorherigen Wohnort seit mehreren Jahren mit wirtschaftlicher Hilfe unterstÃ¼tzt wurde, waren ihr zudem einerseits das Vorhandensein von Mietzinsrichtlinien und andererseits deren â zumindest wahrscheinliches â Ãbersteigen durch den Mietzins ihrer neuen Wohnung bewusst. Ausserdem musste ihr auch bewusst sein, dass sÃ¤mtliche EinkÃ¼nfte bzw. alle geldwerten ZuflÃ¼sse unaufgefordert zu melden sind, zumal sich dieser Hinweis regelmÃ¤ssig in den Leistungsentscheiden befindet. Im Beschuss der Beschwerdegegnerin vom 6. Juli 2020 (Aufnahme in die Sozialhilfe ab 1. Juni 2020) sind zudem Zuwendungen Dritter explizit aufgefÃ¼hrt (Dispositivziffer 2), mit dem Hinweis, dass diese umgehend zu melden seien und bei der nÃ¤chsten Auszahlung in Abzug gebracht wÃ¼rden. Ãberdies wurde anlÃ¤sslich des ErstgesprÃ¤chs vereinbart, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin die Beschwerdegegnerin darÃ¼ber informiere, wenn die Kinderbetreuung angelaufen sei. Aus den Akten ergibt sich nicht, dass im August 2020 eine unaufgeforderte Meldung seitens der BeschwerdefÃ¼hrerin erfolgt wÃ¤re. Vielmehr brachte die Beschwerdegegnerin dies erst im Rahmen ihrer Nachfrage im Oktober 2020 in Erfahrung, womit die BeschwerdefÃ¼hrerin ihre Meldepflicht nicht rechtzeitig wahrgenommen hatte.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.6 </b><span>Der Vorinstanz ist deshalb keine Rechtsverletzung vorzuwerfen, wenn sie die fÃ¼r Wohnkosten zweckgebundene freiwillige Leistung Dritter in HÃ¶he von Fr. 500.- als im UnterstÃ¼tzungsbudget der BeschwerdefÃ¼hrerin anrechenbar beurteilte. Dies gilt nach dem Gesagten (vgl. E. 5.2) jedoch nur fÃ¼r den Zeitraum August bis Oktober 2020, in welchem die Einnahmen tatsÃ¤chlich eingingen und damit im UnterstÃ¼tzungsbudget anrechenbar waren. </span>DiesbezÃ¼glich ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b><span>GemÃ¤ss der BeschwerdefÃ¼hrerin sei der Abzug auch im Budget fÃ¼r den Monat Dezember 2020 erfolgt, obwohl sie die Sachbearbeiterin umgehend darÃ¼ber in Kenntnis gesetzt habe, per sofort kein "Entgelt" </span><span>mehr zu erhalten, und bis zum heutigen Tag werde ihr konsequent ein Einkommen von Fr. 340.- (Anm.: Fr. 500.- abzÃ¼glich Fr. 160.- Verpflegungskosten) aufgerechnet. </span>Mit Schreiben vom 7. Dezember 2020 wies die Beschwerdegegnerin die BeschwerdefÃ¼hrerin darauf hin, dass Einnahmen hypothetisch angerechnet werden kÃ¶nnten, wenn auf diese verzichtet werde. Um eine Anpassung prÃ¼fen zu kÃ¶nnen, werde eine schriftliche BestÃ¤tigung der BeschwerdefÃ¼hrerin benÃ¶tigt, dass sie die Kinder ihrer Schwester nicht mehr betreue und deshalb keine EntschÃ¤digung mehr erhalte sowie die Angabe, von wem Nichte und Neffe seit November 2020 betreut wÃ¼rden, wÃ¤hrend die Schwester erwerbstÃ¤tig sei. <span>Mit Schreiben vom 22. Dezember</span><span> 2020 teilte die BeschwerdefÃ¼hrerin der Beschwerdegegnerin erneut mit, sie erhalte seit November 2020 keine Fr. 500.- mehr und sie werde ihre Schwester unentgeltlich unterstÃ¼tzen. Am 29. Januar 2021 erfolgte ein erneutes Schreiben der BeschwerdefÃ¼hrerin, worin sie mitteilte, per sofort kein Geld mehr von ihrer Schwester zu erhalten. </span></p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>FÃ¼r eine belastende VerfÃ¼gung â wie die von der Beschwerdegegnerin auf ihren Beschluss vom 16. November 2020 gestÃ¼tzte ab November 2020 weiterhin erfolgende Anrechnung von Zuwendungen Dritter im UnterstÃ¼tzungsbudget der BeschwerdefÃ¼hrerin â trÃ¤gt grundsÃ¤tzlich die Verwaltung die Beweislast. Wenn fÃ¼r den unterstÃ¼tzungsrelevanten Sachverhalt keine direkten Beweise vorliegen bzw. ihr solche nur schwer oder mit unverhÃ¤ltnismÃ¤ssigem Aufwand zugÃ¤nglich sind, kann sich die Verwaltung veranlasst sehen, von bekannten Tatsachen (Vermutungsbasis) auf unbekannte (Vermutungsfolge) zu schliessen. TatsÃ¤chliche Vermutungen kÃ¶nnen sich in allen Bereichen der Rechtsanwendung ergeben, namentlich auch im Ã¶ffentlichen Recht. Es handelt sich dabei um Wahrscheinlichkeitsfolgerungen, die aufgrund der Lebenserfahrung gezogen werden. Als Problem der BeweiswÃ¼rdigung berÃ¼hrt die tatsÃ¤chliche Vermutung weder die Beweislast noch die das Verwaltungsverfahren beherrschende Untersuchungsmaxime. Letztere gebietet zwar, dass die Verwaltung auch nach entlastenden, das heisst die Vermutung erschÃ¼tternden Elementen sucht. Namentlich soweit allfÃ¤llig entlastende Beweise fÃ¼r die BehÃ¶rde nur schwer zugÃ¤nglich sind, darf die BehÃ¶rde im erwÃ¤hnten Sinn auf eine tatsÃ¤chliche Vermutung abstellen, wobei ihre Pflicht zu weiteren Untersuchungen erheblich relativiert wird oder dahinfÃ¤llt. Die beweis-belastete Partei hat folglich die fÃ¼r die Vermutung benÃ¶tigten Indizien (Vermutungsbasis) darzutun. Gelingt ihr dies, liegt es an der Gegenpartei, hier der BeschwerdefÃ¼hrerin, die natÃ¼rliche Vermutung umzustossen. Zur Erbringung des Gegenbeweises genÃ¼gt das Erwecken von erheblichen Zweifeln an der Richtigkeit der Vermutungsbasis oder der daraus gezogenen Schlussfolgerung, soweit das Gesetz oder die Rechtsprechung nicht ein anderes Beweismass vorschreiben (BGE 130 II 482 E. 3.2; VGr, 9. Mai 2019, VB.2018.00584, E. 4.3.4). </p> <p class="Erwgung2">Ist aus bekannten Tatsachen nach der Lebenserfahrung der Schluss zu ziehen, dass ein SozialhilfeempfÃ¤nger beispielsweise nicht deklarierte EinkÃ¼nfte erzielte, obliegt es â im Gegensatz zum Strafrecht â diesem, die Vermutung durch den Gegenbeweis oder die Erweckung erheblicher Zweifel an der Vermutung oder an der daraus gezogenen Schlussfolgerung umzustÃ¼rzen. Insofern trifft ihn eine qualifizierte Mitwirkungspflicht (VGr, 23. Mai 2019, VB.2018.00764, E. 2.3; RenÃ© Wiederkehr/Kaspar PlÃ¼ss, Praxis des Ã¶ffentlichen Verfahrensrechts, Bern 2020, N. 1387, S. 320; BGE 130 II 482 E. 3.2).</p> <p class="Erwgung2">Dies wirkt sich sowohl auf die weitere Sachverhaltsermittlung als auch auf die anschliessende BeweiswÃ¼rdigung aus. Gelingt es dem HilfeempfÃ¤nger dabei nicht, mit substanziierten Sachdarstellungen die begrÃ¼ndete Vermutung zu widerlegen, kann die wirtschaftliche Hilfe zurÃ¼ckgefordert werden (VGr, 1. November 2018, <span>VB.2018.00235</span>, E. 2.3; VGr, 1. Oktober 2015, VB.2015.00265, E. 5.4). Der Grundsatz in dubio pro reo kommt im Verwaltungsrecht nicht zur Anwendung. Im Gegenteil: Der HilfeempfÃ¤nger hat bei hinreichender Vermutungsbasis mit geeigneten Mitteln nachzuweisen, dass ihm die entdeckten VermÃ¶genswerte entgegen ihrem Anschein nicht zur Bestreitung seines Lebensunterhalts zur VerfÃ¼gung gestanden haben und der FÃ¼rsorgebezug trotz vorhandenen Geldern rechtmÃ¤ssig gewesen war (VGr, 7. April 2020, VB.2020.00068, E. 3.2).</p> <p class="Erwgung2"><b>6.3 </b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin machte ab November 2020 verÃ¤nderte VerhÃ¤ltnisse geltend, weshalb ihre Einkommenssituation durch die Beschwerdegegnerin neu zu beurteilen gewesen wÃ¤re. Die Anrechnung eines <i>hypothetischen</i> Einkommens wird im Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 16. November 2020 weder erwÃ¤hnt noch wird eine solche davon konkludent erfasst. Es erfolgte auch keine Beurteilung, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin eine ihr angebotene, zumutbare Arbeit ablehnte, oder es versÃ¤umte, ein Ersatzeinkommen zu beanspruchen, womit sie in der Lage wÃ¤re, ihre Existenz ganz oder zumindest teilweise zu sichern und sich in diesem Umfang selber zu helfen (vgl. hierzu SKOS-Richtlinien Kap. F.3, 1. Januar 2021; Sozialhilfehandbuch, Kap. 14.3.02, Ziff. 1, 1. MÃ¤rz 2021). </span>Im Rahmen der jÃ¤hrlichen Revision, infolge welcher die BeschwerdefÃ¼hrerin am 27. Mai 2021 aufgefordert wurde, das entsprechende Formular und Unterlagen einzureichen, wurde die weitere Anrechnung von Einnahmen in HÃ¶he von Fr. 340.- (ohne BerÃ¼cksichtigung der Integrationszulage), welche soweit aus den Akten ersichtlich bis April 2021 vorgenommen wurde, nicht thematisiert. Mit VerfÃ¼gung vom 29. Juni 2021 entschied die Sozialhilfekommission der Beschwerdegegnerin Ã¼ber das Revisionsgesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin und ihr Ersuchen um WeiterfÃ¼hrung der wirtschaftlichen Hilfe, Ã¤usserte sich darin jedoch nicht zu dem weiterhin erfolgten Einkommensabzug von Fr. 340.-.<span> </span>In ihrer Beschwerdeantwort vom 6. September 2021 macht die Beschwerdegegnerin geltend â und Ã¤ussert damit ihre Vermutungsfolge â, bis heute keine Antwort der BeschwerdefÃ¼hrerin auf die schriftliche Aufforderung vom 7. Dezember 2020 erhalten zu haben, wer Nichte und Neffe betreue, wÃ¤hrend die Schwester erwerbstÃ¤tig sei. Wie den KontoauszÃ¼gen zu entnehmen sei, werde aus der monatlich entrichteten wirtschaftlichen Hilfe vor allem der Mietzins beglichen. Woraus die BeschwerdefÃ¼hrerin den Lebensunterhalt fÃ¼r sich und ihre Tochter bestreite, entziehe sich der Kenntnis des Sozialamts und es kÃ¶nne durch die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht glaubhaft belegt werden, dass keine EntschÃ¤digungen und/oder Zuwendungen Dritter erfolgten. <span>Sollte jedoch eine regelmÃ¤ssige Anrechnung eines hypothetischen Einkommens fÃ¼r die durch die BeschwerdefÃ¼hrerin weiterhin effektiv getÃ¤tigte und unentgeltliche Kinderbetreuung erfolgen, wÃ¤re dies von der Beschwerdegegnerin unter entsprechender WÃ¼rdigung der BemÃ¼hungen der BeschwerdefÃ¼hrerin zur Umstossung der Vermutungsfolge zu verfÃ¼gen gewesen</span>. </p> <p class="Erwgung2"><span>Unter diesen UmstÃ¤nden rechtfertigt es sich, die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin </span>zur<span> weiteren SachverhaltsabklÃ¤rung und neuen Entscheidung zurÃ¼ckzuweisen. Diese wird â nach weiteren AbklÃ¤rungen und unter BerÃ¼cksichtigung der Beweismittel â Ã¼ber ihre Vermutung der weiteren nicht deklarierten Einnahmen sowie die Frage, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin diese Vermutung umzustossen vermochte, zu entscheiden haben. Nicht zuletzt ist es vorliegend zwecks Wahrung des Instanzenzugs angezeigt, die Angelegenheit gestÃ¼tzt auf § 64 Abs. 1 VRG direkt an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckzuweisen (vgl. Marco Donatsch, Kommentar VRG, § 64 N. 4, 8).</span> Eine â wie von der BeschwerdefÃ¼hrerin beantragte â Befragung der zustÃ¤ndigen Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin als auch die AnhÃ¶rung der BeschwerdefÃ¼hrerin und ihrer Schwester ist unter diesen UmstÃ¤nden auch im Beschwerdeverfahren nicht angezeigt (vgl. E. 3.2).</p> <p class="Erwgung2"><b>6.4 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>6.4.1 </b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt schliesslich eine weitere Verletzung ihres rechtlichen GehÃ¶rs durch die Vorinstanz, da diese auf die Tatsache, dass sie keine finanziellen Zuwendungen mehr erhalte, ausser in der Rekapitulation der Parteivorbringen nicht eingegangen sei. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Aus dem Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r gemÃ¤ss </span>Art. 29 Abs. 2 BV <span>ergibt sich die Pflicht der BehÃ¶rde, ihren Entscheid zu begrÃ¼nden. Dabei muss sie sich indes nicht mit allen Parteistandpunkten einlÃ¤sslich auseinandersetzen und jedes einzelne Vorbringen ausdrÃ¼cklich abhandeln, sondern kann sich auf die wesentlichen Punkte beschrÃ¤nken. Der </span>BegrÃ¼ndungspflicht<span> ist GenÃ¼ge getan, wenn sich die Betroffenen Ã¼ber die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die hÃ¶here Instanz weiterziehen kÃ¶nnen. In diesem Sinn mÃ¼ssen wenigstens kurz die Ãberlegungen genannt werden, von denen sich die BehÃ¶rde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stÃ¼tzt (vgl. zum Ganzen BGE 133 I 270 E. 3.1; VGr, 1. Juli 2021, VB.2020.00161, E. 2.2).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die Vorinstanz Ã¤usserte sich nicht zum Vorbringen der BeschwerdefÃ¼hrerin, ab November 2020 keine finanziellen Leistungen mehr erhalten zu haben. </span>Der BegrÃ¼ndung lÃ¤sst sich auch nichts entnehmen zu einer â allenfalls hypothetischen â Anrechnung ab November 2020 sowie den entsprechenden Vorbringen und den Schreiben der BeschwerdefÃ¼hrerin, mit welchen sie geltend machte, keine Zuwendungen mehr erhalten zu haben. Dies fÃ¤llt jedoch aufgrund der zeitlich offen formulierten erstinstanzlichen VerfÃ¼gung der Beschwerdegegnerin vom 16. November 2020 und dem Rekursantrag der BeschwerdefÃ¼hrerin, wonach "auch die weiteren monatlichen Abrechnungen per sofort" anzupassen seien, unter den Streitgegenstand. Indem sich die Vorinstanz in keiner Weise betreffend die weitere Anrechnung unter der Geltendmachung geÃ¤nderter VerhÃ¤ltnisse Ã¤usserte, kam sie ihrer BegrÃ¼ndungspflicht ungenÃ¼gend nach. </p> <p class="Erwgung3"><b>6.4.2 </b>Weiter bemÃ¤ngelt die BeschwerdefÃ¼hrerin, ihr Schreiben vom 22. Dezember 2020 finde sich nicht in den vorinstanzlichen Akten und wÃ¤re entscheidwesentlich gewesen.</p> <p class="Urteilstext"><span>Zur<b> </b></span><span>Ermittlung des rechtserheblichen Sachverhalts zieht die Rechtsmittelinstanz in erster Linie die Akten der Vorinstanz bei (vgl. § 26a Abs. 1 VRG). Sie kann aber auch weitere Beweise erheben (§ 7 Abs. 1 VRG).</span> <span>Die BehÃ¶rde ist â als GegenstÃ¼ck zum (aus </span>Art. 29 Abs. 2 BV <span>fliessenden) Akteneinsichts- und BeweisfÃ¼hrungsrecht â verpflichtet, ein vollstÃ¤ndiges Aktendossier Ã¼ber das Verfahren zu fÃ¼hren, um gegebenenfalls ordnungsgemÃ¤ss Akteneinsicht gewÃ¤hren und bei einem Weiterzug diese Unterlagen an die Rechtsmittelinstanz weiterleiten </span>zu<span> <span>kÃ¶nnen. Die BehÃ¶rde hat alles in den Akten festzuhalten, was zur Sache gehÃ¶rt (AktenfÃ¼hrungspflicht, vgl. BGE 138 V 218 E. 8.1.2).</span></span></p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin erwÃ¤hnte das Schreiben vom 22. Dezember 2020 im Rekursverfahren in ihrer Eingabe vom 22. Februar 2022, wonach dieses keine neuen Erkenntnisse beinhalte, weshalb nicht erneut darauf eingegangen werde. Soweit aus den Akten ersichtlich, unterliess es die Vorinstanz, dieses Schreiben beizuziehen. Sie beurteilte wie erwÃ¤hnt die hypothetische Anrechnung nach November 2020 nicht explizit, sondern lediglich die Anrechnung der "seit August 2020 erzielten Einnahmen". <span>Da jedoch eine *weitere Einkommensanrechung erfolgte, gehÃ¶rte es auch zur PrÃ¼fung, ob es der BeschwerdefÃ¼hrerin gelingt, die Vermutungsbasis zu widerlegen oder einen Gegenbeweis zu erbringen. Das Vorhandensein einer Vermutungsbasis und -folge wÃ¤re zumindest ansatzweise zu Ã¼berprÃ¼fen gewesen. Dazu gehÃ¶rt auch, dass die Rechtsmittelinstanz die Akten der verfÃ¼genden BehÃ¶rde einholt, aus welchen letztere den Schluss zieht, dass die hilfeempfangende Person nicht deklarierte EinkÃ¼nfte erzielt haben kÃ¶nnte (VGr, 9. Juli 2021, VB.2021.00154, E. 4.4). Das Schreiben der BeschwerdefÃ¼hrerin </span>vom 22. Dezember 2020 hÃ¤tte allenfalls <span>Zweifel an der Richtigkeit der aus der Vermutungsbasis gezogenen Schlussfolgerung aufkommen lassen kÃ¶nnen, wozu der Bezirksrat die entsprechenden Akten hÃ¤tte einholen und dies prÃ¼fen mÃ¼ssen. </span>Eine diesbezÃ¼gliche RÃ¼ckweisung an die Vorinstanz erÃ¼brigt sich jedoch mit vorliegendem Verfahrensausgang.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.5 </b>Dass die Wohnungsmiete der BeschwerdefÃ¼hrerin, wie sie geltend macht, dem "normalen Markt" in der Gemeinde der Beschwerdegegnerin entspreche und die von ihr eingereichten Wohnungsinserate alle einen Mietzins im Ã¤hnlichen Rahmen aufwiesen, ist insofern nicht relevant, als die Mietzinsrichtlinien fÃ¼r alle Sozialhilfe empfangenden Personen der Gemeinde gelten und ein nur knappes Angebot an darunterliegenden Mietzinsen nicht ohne Weiteres rechtfertigt, von deren Anwendbarkeit abzusehen. Ob die Mietzinsrichtlinien â wie hingegen die Beschwerdegegnerin geltend macht â einer fachlichen PrÃ¼fung unterzogen wurden und den tatsÃ¤chlichen Gegebenheiten gerecht werden, ist vorliegend nicht Streitgegenstand. Die von der Beschwerdegegnerin aufgeworfene Frage, wie die BeschwerdefÃ¼hrerin zukÃ¼nftig die Mietzinsdifferenz begleiche (bzw. den Lebensunterhalt fÃ¼r sich und ihre Tochter bestreite), obliegt den â ohnehin regelmÃ¤ssig zu treffenden sowie im Rahmen der RÃ¼ckweisung vorzunehmenden â AbklÃ¤rungen der Beschwerdegegnerin, weshalb die im Beschwerdeverfahren eingereichten zusÃ¤tzlichen Unterlagen nicht weiter zu wÃ¼rdigen sind. <span>Die von der BeschwerdefÃ¼hrerin kritisierte Auflage, ab Juni 2021 monatlich einen detaillierten Bankkontoauszug einzureichen, ist ebenso wenig Gegenstand des hier angefochtenen Entscheids.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>6.6 </b>Nach dem Gesagten war die Einkommensanrechnung rÃ¼ckwirkend seit 1. August 2020 bis 27. Oktober 2020 statthaft, weshalb die Beschwerde in diesem Punkt abzuweisen ist. Hingegen ist die Sache bezÃ¼glich einer Anrechnung effektiver Einnahmen seit dem 7. Oktober 2020 zu ergÃ¤nzender AbklÃ¤rung und neuem Entscheid an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckzuweisen. Demzufolge ist Dispositivziffer I des Beschlusses der Vorinstanz vom 4. Juni 2021 aufzuheben und Dispositivziffer 1 des Beschlusses der Beschwerdegegnerin vom 16. November 2020 dahingehend anzupassen, dass die Anrechnung des erhaltenen Entgelts (unter BerÃ¼cksichtigung des Verpflegungsabzugs und der Integrationszulage) fÃ¼r den Zeitraum von August bis Oktober 2020 im UnterstÃ¼tzungsbudget erfolgt. </p> <p class="Erwgung2"><span>Die RÃ¼ckweisung </span>zur<span> <span>erneuten Entscheidung bei offenem Ausgang ist in Bezug auf die Regelung der Nebenfolgen grundsÃ¤tzlich als Obsiegen zu behandeln, wenn die Rechtsmittelinstanz reformatorisch oder kassatorisch entscheiden kann (BGr, 28. April 2014, 2C_846/2013, E. 3.2 f. mit Hinweisen; Donatsch, § 64 N. 5).</span></span> Die Verfahrenskosten sind deshalb zu einem Viertel der BeschwerdefÃ¼hrerin und zu drei Vierteln der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (§ 65a in Verbindung mit 13 Abs. 2 VRG). Der anwaltlich vertretenen BeschwerdefÃ¼hrerin ist aufgrund ihres <span>Ã¼berwiegenden Obsiegens </span>eine reduzierte ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 1'000.â (Mehrwertsteuer <span>inbegriffen</span>) zuzusprechen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG sowie § 17 Abs. 2 lit. a VRG; <span>§ </span>8 <span>der </span>GebÃ¼hrenverordnung<span> <span>des Verwaltungsgerichts vom 3. Juli 2018 [GebV VGr; LS 175.252]</span></span>).</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2"><span>Nach der Regelung in Art. 90 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) sind letztinstanzliche kantonale RÃ¼ckweisungsentscheide, die der unteren Instanz einen Entscheidungsspielraum belassen, grundsÃ¤tzlich als Zwischenentscheide im Sinn von Art. 93 BGG zu qualifizieren (BGE 134 II 124 E. 1.3). Zwischenentscheide sind vor Bundesgericht nur direkt anfechtbar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kÃ¶nnen (lit. a) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeifÃ¼hren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten fÃ¼r ein weitlÃ¤ufiges Beweisverfahren ersparen wÃ¼rde (lit. b). Soweit es sich in Bezug auf den abschliessend beurteilten Zeitraum von August bis Oktober 2020 hingegen um einen Teilentscheid im Sinn von Art. 91 lit. a BGG handelt, steht dagegen unmittelbar die Beschwerde offen. </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>der Einzelrichter</span>:</span></p> <p class="Erwgung2">1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Dispositivziffer I des Beschlusses des Bezirksrats Dielsdorf vom 4. Juni 2021 wird aufgehoben und Dispositivziffer 1 des Beschlusses der Gemeinde D vom 16. November 2020 wird dahingehend angepasst, dass die Anrechnung des erhaltenen Entgelts (unter BerÃ¼cksichtigung des Verpflegungsabzugs und der Integrationszulage) fÃ¼r den Zeitraum von August bis Oktober 2020 im UnterstÃ¼tzungsbudget erfolgt. DarÃ¼ber hinausgehend wird <span>die Sache zu ergÃ¤nzender AbklÃ¤rung und neuem Entscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckgewiesen. Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 120.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 620.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden zu einem Viertel der BeschwerdefÃ¼hrerin und zu drei Vierteln der Beschwerdegegnerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. D<span>ie Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine reduzierte </span>ParteientschÃ¤digung<span> von Fr. 1'000.- (inklusive Mehrwertsteuer) zu bezahlen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann <span>im Sinn der ErwÃ¤gungen </span>Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) den Bezirksrat Dielsdorf;<br/> c) den Regierungsrat.</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>