21. September 1994 N 1377 Parlamentarische Initiative. AHVplus mie, Maspoli, Matthey, Maurer, Nabholz, Poncet, Ruf, Rychen, Schmidhalter, Suter, Theubet, Wiederkehr, Zisyadis, Zwahlen (39) Präsident, stimmt nicht - Président, ne vote pas: Frey Claude (1) An den Ständerat-Au Conseil des Etats #ST# 92.442 Parlamentarische Initiative (Tschopp) AHVplus Initiative parlementaire (Tschopp) AVS plus Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN Wortlaut der Initiative vom 30. November 1992 Gestützt auf Artikel 21 bis des Geschäftsverkehrsgesetzes schlage ich - im Sinne einer parlamentarischen Initiative in der Form der allgemeinen Anregung - vor, die in den Artikeln 34bis und 34quater der Bundesverfassung genannten Versi- cherungen (Kranken- und Unfallversicherung, AHV und beruf- liche Vorsorge) durch eine Einrichtung zu ergänzen, die die Gesundheits- und Betreuungskosten für Betagte übernimmt. Bei der endgültigen Ausarbeitung der entsprechenden Vor- lage ist insbesondere auf folgende Punkte sowie Grundsätze zu achten: 1. Die Arbeiten von Experten sowie die parlamentarischen Be- ratungen im Hinblick auf die Schaffung einer solchen Einrich- tung sind parallel und synchron zur laufenden Reform der Kranken- und Unfallversicherung durchzuführen, ohne deren Abschluss hinauszuzögern. 2. Bei der Abklärung der konkreten Ausgestaltung dieser Ein- richtung sind der Kreis der Leistungsempfänger und die Art der übernommenen Leistungen mit besonderer Sorgfalt zu bestimmen. 3. Die neue Einrichtung sorgt für die Finanzierung der geriatri- schen Behandlung, und zwar unabhängig davon, ob diese stationär oder ambulant durchgeführt wird. Lösungen wie Hauspflege (Spitex) oder Tageskliniken sind ausdrücklich an- zuerkennen. Abgesehen von den medizinischen Leistungen im engeren Sinne finanziert oder unterstützt die neue Einrich- tung auch Leistungen der sozialen Betreuung zugunsten der Betagten, ob solche nun von Familienangehörigen oder durch Hilfswerke erbracht werden. 4. Der Leistungsauftrag der neuen Einrichtung beschränkt sich auf den administrativen und finanziellen Bereich; sie er- bringt also nicht selber Riege- oder Betreuungsleistungen. 5. Es ist darauf zu achten, dass die neue Einrichtung von den Institutionen, die die Aufgaben anerkannter Krankenkassen wahrnehmen, streng getrennt ist. 6. Für die Einrichtung ist eine gemischte, gemeinsame Finan- zierung vorzusehen, wobei folgende Körperschaften bzw. Per- sonen zur Leistung von Beiträgen verpflichtet werden: Bund, Kantone, Gemeinden, berufliche Vorsorgeeinrichtungen (2. Säule) sowie die betroffenen Betagten. Texfe de l'initiative du 30 novembre 1992 Conformément à l'article 21 bis de la loi sur les rapports entre les conseils, je propose, par une initiative conçue en termes généraux, l'adjonction aux institutions d'assurances définies aux articles 34bis et 34quater de la Constitution fédérale (as- surance-maladie et accidents; AVS et prévoyance profession- nelle) d'une institution fédérale de prise en charge des frais sa- nitaires et d'encadrement liés au grand âge. Dans l'élaboration définitive de ce projet, il convient en particu- lier de tenir compte des points et principes suivants: 1. Les travaux d'experts et parlementaires en vue de la créa- tion de cette institution doivent être menés parallèlement à la réforme en cours de la Lama et synchronisés avec elle, sans en retarder l'élaboration. 2. Dans l'étude des modalités pratiques de cette institution, il convient d'apporter un soin particulier à la définition des grou- pes de bénéficiaires des prestations et à la nature des presta- tions prises en charge. 3. Le nouvel organisme assure le financement des traitements gériatriques, que ceux-ci soient fournis en institution ou ambu- latoirement. Des formules de type soins à domicile (Spitex) et hôpitaux de jour doivent être explicitement reconnues. En de- hors des prestations médicales prises au sens étroit du terme, la nouvelle institution finance ou soutient également des pres- tations d'encadrement social en faveur des personnes de grand âge, que ces prestations soient fournies par la mobilisa- tion de forces vives dans le cadre familial ou dans le contexte d'organisations d'entraide. 4. Le mandat de prestation de la nouvelle institution sera res- treint aux seuls domaines administratif et financier; la nouvelle institution ne fournira donc pas elle-même de prestations sani- taires ou d'encadrement. 5. Il sera veillé à la séparation complète de la nouvelle institu- tion des organismes assumant les fonctions de caisses-mala- die reconnues. 6. On retiendra le principe d'un financement mixte et conjoint, sollicitant les apports des entités suivantes: la Confédération, les cantons et les communes, les institutions de prévoyance professionnelle (2e pilier) et les personnes âgées prises en charge elles-mêmes. Gonseth Ruth (G, BL) unterbreitet im Namen der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) den folgenden schriftlichen Bericht: Gestützt auf Artikel 21ter des Geschäftsverkehrsgesetzes un- terbreiten wir Ihnen den Bericht der Kommission über die am 30. November 1992 von Nationalrat Tschopp eingereichte par- lamentarische Initiative. Die Kommission hörte den Initianten am 22. Oktober 1993 an. Erwägungen der Kommission Die Überalterung der Bevölkerung in der Schweiz dürfte bis gegen Mitte des kommenden Jahrhunderts kontinuierlich zu- nehmen. Immer weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter werden einer wachsenden Zahl von alten Menschen gegen- überstehen. Bedingt durch diese demographischen Verände- rungen werden die Ausgaben für soziale Sicherheit steigen. Vor diesem Hintergrund gilt es, die Anregungen dieser Initia- tive ernsthaft zu prüfen. Es muss nach Wegen gesucht wer- den, wie künftig die finanzielle Belastung insbesondere von Familien aus dem Mittelstand -welche nach dem neuen Kran- kenversicherungsmodell keine Prämienverbilligung mehr er- halten - reduziert werden kann. Dabei stellen sich grundsätzliche Fragen: Führt das in der In- itiative vorgeschlagene Modell nicht zu einem Abbau der Soli- daritätskomponente, bedroht es nicht das bisher immer hoch- gehaltene Prinzip der Solidarität zwischen jung und alt? Das vorliegende Modell AHV plus bleibt reichlich vage bezüglich der nicht unbedeutenden Frage, wie die Finanzierung gere- gelt werden soll beziehungsweise wer wem wieviel bezahlen wird. Die Revision des Krankenversicherungsgesetzes ist inzwi- schen vom Parlament verabschiedet worden. Ein zentrales Element dieser Revision ist die Einheitsprämie für Erwachsene in der Grundversicherung. Da die Hochbetagten überpropor- tionale Kosten in der Krankenversicherung auslösen, beinhal- tet diese Art der Finanzierung eine starke Solidaritätskompo- nente der jüngeren Generation zugunsten der älteren. AHV plus möchte die Belastung insbesondere von Familien reduzieren, indem die Finanzierung der Gesundheitsversor- gung von Hochbetagten durch eine separat finanzierte, von den Krankenkassen unabhängige, neue Versicherung gère-Initiative parlementaire. AVS plus 1378 N 21 septembre 1994 gelt wird. Mit dieser Trennung wird aber nicht nur das Finanzie- rungssystem der KVG-Revision in Frage gestellt Der Aus- schluss der Hochbetagten aus der Krankenversicherung ist auch sozialpolitisch sehr fragwürdig, um so mehr, als diese zuvor ihren Teil zur Finanzierung der sozialen Krankenversi- cherung beigetragen haben. In der Diskussion wurde erwogen, den Bundesrat mittels Po- stulat aufzufordern, eine Expertengruppe einzusetzen mit dem Auftrag, einen Vorschlag für die Einführung einer Einrich- tung für die Betagten (Riegeversicherung) auszuarbeiten. Da- bei wäre neben den Vorschlägen der Initiative auch das revi- dierte Krankenversicherungsgesetz zu berücksichtigen. Zweifellos dürfte aber allein bis zur Vorlage eines entsprechen- den Entwurfes - nicht zu reden von einer allfälligen Verab- schiedung eines Gesetzes - sehr viel Zeit verstreichen. Es stellt sich daher die Frage, ob es nicht ein pragmatischeres Vorgehen wäre, dem berechtigten Anliegen der Initiative durch Ausbau der Ergänzungsleistungen (EL) Rechnung zu tragen. Anpassungen in diesem Bereich könnten kurzfristiger realisiert werden. Einstimmig beschliesst die Kommission, ein Postulat zu verab- schieden, in welchem der Bundesrat aufgefordert wird, einen Bericht zu dieser Problematik zu verfassen. Dabei bleibt es ihm freigestellt, ob und in welchem Ausmass er externe Exper- ten beiziehen will. Es sollen Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt werden sowohl im kurzfristig realisierbaren Bereich mittels Er- gänzungsleistungen wie auch im längerfristigen Bereich durch die Schaffung einer neuen Einrichtung, welche die Ge- sundheits- und Betreuungskosten für Betagte übernimmt Gonseth Ruth (G, BL) présente au nom de la Commission de la sécurité sociale et de la santé publique (CSSS) le rapport écrit suivant: Conformément à l'article 21ter de la loi sur les rapports entre les conseils, nous vous soumettons le rapport de la commis- sion concernant l'initiative parlementaire que M. Tschopp, conseiller national, a déposée le 30 novembre 1992. La commission a entendu l'auteur de l'initiative le 22 octobre 1993. Considérations de la commission Le vieillissement de la population devrait, en Suisse, se pour- suivre à un rythme accru d'ici à la fin de la première moitié du siècle prochain, de sorte qu'il y aura de moins en moins d'ac- tifs pour de plus en plus de personnes âgées. Cette évolution de la démographie ne pourra qu'entraîner une augmentation des dépenses de sécurité sociale. Face à cette réalité, et compte tenu de la nécessité de rechercher des moyens en vue de de réduire à l'avenir la charge financière des familles, et no- tamment des familles des classes moyennes (pour lesquelles le nouveau modèle d'assurance-maladie ne prévoit plus de ré- ductions de primes), il convient d'examiner avec le plus grand soin le dispositif proposé par l'auteur de l'initiative précitée. Cette initiative soulève un certain nombre de questions de fond, et notamment celle-ci: le dispositif qu'elle propose ne va-t-il pas à rencontre du principe -jamais remis en cause à ce jour - de la solidarité entre jeunes et vieux? En ce qui concerne les modalités financières, en effet, à savoir, pour le dire crû- ment, la question cruciale du «qui paie quoi à qui?», le projet «AVS plus» reste plutôt vague. La loi révisée sur l'assurance-maladie a entre temps été adop- tée par le Parlement Le nouveau texte repose notamment sur le principe de la prime unique appliquée aux adultes pour l'as- surance de base. Comme les personnes très âgées coûtent plus cher aux caisses d'assurance-maladie que les autres catégories de la population, ce système repose largement sur la solidarité intergénérations. Le dispositif «AVS plus» vise à ré- duire la charge financière des familles par la création d'une caisse d'assurance nouvelle, à financement propre et donc distincte des caisses d'assurance-maladie, qui assumerait spécifiquement les dépenses de santé des personnes très âgées. Or, cette séparation ne remet pas seulement en cause le système de financement mis en place à l'occasion de la révi- sion de la Lama: elle soulève également un certain nombre de problèmes sociaux, dans la mesure, notamment, où elle consiste à exclure des caisses d'assurance-maladie des per- sonnes qui y ont précédemment cotisé. Lors des délibérations, il a été envisagé de proposer la trans- mission d'un postulat au Conseil fédéral, aux termes duquel celui-ci aurait été invité à confier à un groupe d'experts la mis- sion de mettre sur pied un projet d'assurance-soins pour les personnes très âgées, en tenant compte aussi bien du sys- tème proposé par l'initiative que des dispositions de la nou- velle loi sur l'assurance-maladie. Il ne fait pas de doute, cependant, que l'élaboration d'un tel projet prendrait un temps considérable - sans parler de celui qui s'écoulerait avant l'adoption d'une loi, si cette éventualité devait être retenue. On peut donc se demander s'il ne serait pas plus pragmatique de répondre par le biais d'une exten- sion des prestations complémentaires aux préoccupations - légitimes - exprimées par l'auteur de l'initiative, dans la me- sure où cette solution permettrait une action plus rapide. A l'unanimité, la commission propose au Conseil d'inviter le Conseil fédéral par voie de postulat à rédiger un rapport sur les questions soulevées par l'initiative, avec ou sans le concours d'experts extérieurs à l'administration, comme il voudra Ce rapport devra explorer un certain nombre de pistes possibles, aussi bien sur le court terme, donc en matière de prestations complémentaires, que sur le long terme, en étudiant les possi- bilités de création d'un organisme qui assumerait spécifique- ment les dépenses de santé des personnes âgées. Antrag der Kommission 1. Mit 17 zu 0 Stimmen bei 2 Enthaltungen beantragt die Kom- mission, der parlamentarischen Initiative keine Folge zu ge- ben. Statt dessen fordert sie den Bundesrat mit einem Postulat auf, einen Bericht mit Lösungsvorschlägen zu dieser Proble- matik zu verfassen. 2. Mit 19 zu 0 Stimmen ohne Enthaltungen beantragt die Kom- mission die Überweisung des Postulates (das Postulat 93.3530 wurde vom Nationalrat am 18. März 1994 überwiesen, AB 1994 N 593). Proposition de la commission 1. Par 17 voix sans opposition et avec 2 abstentions, la com- mission propose de ne pas donner suite à l'initiative. Elle n'en suggère pas moins d'inviter le Conseil fédéral par voie de postulat à présenter sur la problématique concernée un rapport qui proposera notamment des solutions de rechange possibles. 2. Par 19 voix sans opposition et sans abstention, la commis- sion propose de transmettre le postulat (le postulat 93.3530 a été transmis le 18 mars 1994 par le Conseil national, BO 1994 N 593). Tschopp Peter (R, GE): Je voudrais donner quand même quelques mots d'explication, car je doute que vous ayez stocké dans votre ordinateur biologique toute l'information pertinente. Il s'agit, à mon sens, d'un problème de fond qui va nous ac- compagner jusqu'au milieu du siècle prochain, l'une des mo- difications socio-démographiques les plus profondes depuis fort longtemps. Il s'agit du vieillissement de la population suisse. Le XXIe siècle sera, que cela retienne votre attention ou non, le siècle de l'accroissement explosif de la population très âgée. Rassurez-vous, il suffit d'attendre: vous participe- rez, nous participerons tous au phénomène, lequel ne tou- chera pas seulement des pays développés comme le nôtre, il sera pris en relais à partir du milieu du siècle prochain par l'en- semble du globe, par les milliards déjeunes qui peuplent cette planète à l'heure actuelle dans le tiers monde. La perspective concernant la sécurité sociale et l'AVS, dont nous avons amplement débattu, est littéralement cosmique, car une fraction significative de la population résidante - on avance des proportions pouvant aller jusqu'à un quart - de- viendra totalement dépendante, ne pourra plus jouir de rentes simplement faute de la capacité physiologique de transformer ces rentes en dépenses, et devra être prise en charge par la société dans son ensemble.21. September 1994 N 1379 Standesinitiative Jura Vous me direz qu'il faut être professeur d'université ou simple- ment «Besserwisser» pour s'occuper maintenant de ces ques- tions puisque les démographes prévoient, quoique avec certi- tude, que le phénomène ne prendra de l'ampleur que d'ici 20 ou 30 ans. Mais si gouverner c'est prévoir et si l'on est en Suisse, il faut s'occuper dès aujourd'hui et sérieusement de ce problème puisque l'expérience institutionnelle et politique nous prouve dans ce pays que pour mettre en place un nou- veau pilier de la sécurité sociale, il faut bel et bien un quart de siècle. Or, ce que je préconise, c'est bel et bien un nouveau pi- lier de notre sécurité sociale, un pilier qui assure à tout un cha- cun un minimum d'encadrement, dans la mesure où, en rai- son de son grand âge, il devient totalement dépendant Mesdames et Messieurs, dans cette salle et dans la tribune, re- gardez-vous! Nous avons statistiquement une énorme chance - et c'est une chance, pas un risque - de nous retrou- ver encore dans ce pays dans 30 ans, mais à ce moment-là nous aurons, pour la plupart d'entre nous, dans les 80 ans, et 20 pour cent d'entre nous seront dans le cas d'espèce où I'«AVS plus» aura prouvé son utilité, c'est-à-dire seront totale- ment dépendants et devront faire face, pour assurer le finance- ment de leur dépendance, à des dépenses de l'ordre de 100 à 120 000 francs par rapport au prix d'aujourd'hui - Dieu sait ce que cela sera dans 30 ans -, soit des montants que personne ne peut couvrir. D'ailleurs, ce phénomène n'est pas tout à fait nouveau. Il y a 150 ou 200 ans, nous l'avons connu au niveau de la jeunesse. Qu'avons-nous fait à l'orée du XIXe siècle? Nous avons fiscalisé l'instruction publique jusqu'aux diplô- mes les plus élevés. Dans ce pays fiscalisé et pris en charge pratiquement entièrement par un service public- puisqu'il en va ainsi depuis très longtemps, nous y sommes habitués -, il est quand même utile de montrer la symétrie devant la pers- pective du vieillissement. La Commission de la sécurité sociale et de la santé publique a écouté très poliment et un peu de façon incrédule celui qui vous parle maintenant. Elle a reconnu, et ceci à l'unanimité, que le sujet est d'importance. Compte tenu que mon interven- tion ne présente pas un modèle seulement, mais postule l'étude systématique du phénomène, la CSSS a enjoint au moyen d'un postulat - et vous l'avez transmis - le Conseil fé- déral d'étudier sans tarder ce phénomène, dans la perspec- tive, si souvent évoquée ici, de la 11 e révision de l'AVS. Un postulat, c'est évidemment peu de chose, mais enfin j'es- père que M™ Dreifuss, conseillère fédérale, et ses services, dans le cadre de la 11e révision de l'AVS, reprendront les considérations d'«AVS plus», afin que nous puissions sortir, un peu dans l'esprit de M. Eymann Christoph, de ce comparti- mentage idéologique ou de secteurs, des discussions concer- nant l'avenir de notre sécurité sociale, et entrer dans le XXIe siècle avec une panoplie d'institutions qui répondent aux défis du siècle prochain. Angenommen -Adopté #ST# 92.314 Standesinitiative Jura Krankenversicherung. Zahnarztkosten und Hauspflege. Freizügigkeit Initiative du canton du Jura Assurance-maladie. Soins dentaires et à domicile. Libre passage Beschluss des Ständerates vom 9. Juni 1994 Décision du Conseil des Etats du 9 juin 1994 Kategorie V, Art 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN Wortlaut der Initiative vom 10. Dezember 1992 Der Kanton Jura lädt die eidgenössischen Räte gestützt auf Ar- tikel 93 Absatz 2 der Bundesverfassung ein, folgende Stan- desinitiative zur Krankenversicherung zu prüfen: 1. Das Budget für das Gesundheitswesen soll aufgestockt werden, - mit Geldern, die anderen Budgets entnommen werden (La- stentransfer); - mit Geldern aus Treibstoffzöllen und der Alkohol-und Tabak- steuer. Mit diesen zusätzlichen Geldern soll der Bund den Kranken- kassen einen Beitrag leisten an die Finanzierung der obligato- rischen Übernahme a. der Zahnarztkosten; b. der Hauspflege. 2. Mit der Einführung einer obligatorischen Krankenversiche- rung sollen ergänzend die beiden folgenden Postulate ver- wirklicht werden: a. Streichung der Versicherungsvorbehalte; b. Freizügigkeit beim Wechsel der Krankenkasse unter Wah- rung des Pluralismus und der Unabhängigkeit der Kranken- kassen. Texte de l'initiative du 10 décembre 1992 Le canton du Jura, se fondant sur l'article 93 alinéa 2 de la Constitution fédérale, invite les Chambres fédérales à exami- ner l'initiative suivante visant l'assurance-maladie. 1. Augmentation du budget fédéral de la santé - par prélèvement sur d'autres budgets (transfert des char- ges); - par prélèvement sur les redevances fédérales en matière de carburant, d'alcool et de tabac; pour contribuer à financer la prise en charge obligatoire par les caisses-maladie a des soins dentaires; b. des soins à domicile. 2. Complémentairement à l'instauration d'une assurance- maladie obligatoire, revendiquer les deux corollaires suivants: a abolition des réserves; b. libre passage d'une caisse-maladie à l'autre en maintenant leur pluralisme et leur indépendance. Gonseth Ruth (G, BL) unterbreitet im Namen der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) den folgenden schriftlichen Bericht: Erwägungen der Kommission Die Kommission befasste sich am 24. Juni 1994 mit der Stan- desinitiative. Sie nimmt zu den einzelnen Forderungen der In- itiative wie folgt Stellung: 1. Finanzierung des Gesundheitswesens: Der Kanton Jura er- wartet Gelder aus anderen Budgets sowie aus Treibstoffzöllen und der Alkohol- und Tabaksteuer. Die Verwirklichung dieser beiden Begehren bedarf einer Verfassungsänderung. Die Kommission rät von einem solchen Vorgehen ab.Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Parlamentarische Initiative (Tschopp) AHV plus Initiative parlementaire (Tschopp) AVS plus In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1994 Année Anno Band III Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 04 Séance Seduta Geschäftsnummer 92.442 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 21.09.1994 - 15:00 Date Data Seite 1377-1379 Page Pagina Ref. No 20 024 429 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. 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