<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2005.00053</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205800&amp;W10_KEY=4467136&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2005.00053</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 12.04.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 04.01.2007 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Lohnüberführung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Einreihung der Funktion der Betreuerin in Wohnheim für psychisch Behinderte: Anspruch auf Lohnnachzahlungen? (Die Beschwerdeführerin verlangt Lohnnachzahlungen gestützt auf die Urteile des Verwaltungsgerichts vom 22. Januar 2001 [VK.1996.00011+15+17; Lohndiskriminierung].<br/><br/>Zu prüfen ist, ob die Einreihung gegenüber derjenigen der Polizeisoldaten diskriminierend ist (E. 2). Unter dem Kriterium "geistige Anforderungen" ist die Tätigkeit der Betreuenden als ebenso anspruchsvoll wie diejenige der Physio- und Ergotherapierenden zu qualifizieren. Zur Beseitigung einer Diskriminierung gegenüber den Polizeisoldaten ist die Tätigkeit der Beschwerdeführerin in Kriterium 2 demnach - ebenso wie bei den Therapieberufen - zwingend mit 2,5 einzustufen (E. 3.2). Der für die Funktion der Beschwerdeführerin resultierende Arbeitswert entspricht einer höheren Lohnklasse; ihre Einreihung erweist sich daher als diskriminierend (E. 3.5).<br/>Gutheissung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DISKRIMINIERUNG">DISKRIMINIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESCHLECHTSDISKRIMINIERUNG">GESCHLECHTSDISKRIMINIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNDISKRIMINIERUNG">LOHNDISKRIMINIERUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 8 Abs. III BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 3 GlG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Mit Urteilen vom 22. Januar 2001 hiess das Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich die Gleichstellungsklagen mehrerer BerufsverbÃ¤nde und EinzelklÃ¤gerinnen betreffend die Einreihung von Krankenschwestern sowie von Physio- und Ergotherapeutinnen teilweise gut. Das Gericht stellte im Wesentlichen insoweit eine Diskriminierung fest, als diese Berufsgruppen in der Grundfunktion unterhalb der Lohnklasse 14 eingereiht waren. Dies bedeutete in der Regel einen Anstieg um zwei Klassen (VK.96.00011, E. 10c; VK.96.00015, E. 10c; VK.96.00017, E. 10d [alles unter www.vgrzh.ch]). Am 16. Mai 2001 erliess der Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich mit Beschluss (RRB) 707/2001 einen Einreihungsplan fÃ¼r Berufe des Gesundheitswesens. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>A verfÃ¼gt Ã¼ber eine abgeschlossene Ausbildung in psychiatrischer Krankenpflege. Seit 16. Mai 1990 arbeitete sie in der Klinik C, zunÃ¤chst als diplomierte Psy­chiatrieschwester und hernach als Therapeutin im Bereich Ergo- und Ge­staltende Thera­pie. Seit 1. September 1998 ist sie als Betreuerin im Wohnheim der Klinik C tÃ¤tig. Mit dem Antritt der Stelle als Betreuerin wurde sie unter der Richt­position "Therapeutin mbA" in Einreihungsklasse 13/Erfahrungsstufe 6 eingereiht. Am 26. Juni 2001 teilte ihr das Personalwesen der Klinik C mit, dass sie per 1. Juli 2001 gestÃ¼tzt auf RRB 707/2001 neu in die Einreihungsklasse 14/Erfahrungsstufe 8 eingereiht werde; damit verbunden war sodann die Unterstellung unter die Richtposition der "Therapeutin". Auf denselben Zeitpunkt erfolgte eine leistungsbezogene BefÃ¶rderung von der Erfahrungsstufe in die Leistungsstufe 1. Die von A erhobene Einsprache, mit welcher sie eine ÃberfÃ¼hrung um insgesamt zwei Klassen in die Einreihungsklasse 15 verlangt hatte, wies das Personalwesen der Klinik C am 30. Oktober 2001 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A gelangte mit Rekurs vom 29. November 2001 an die Gesundheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich und verlangte wiederum ihre ÃberfÃ¼hrung in Einreihungsklasse 15/Leistungsstufe 1. Die Gesundheitsdirektion wies den Rekurs ab.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Die dagegen eingereichte Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht am 5. Februar 2003 teilweise gut. Das Gericht beanstandete, dass eine Arbeitsplatzbewertung fÃ¼r die Funktion der Betreuerin unterblieben und stattdessen nur eine summarische Beurteilung der Funktion vorgenommen worden war. Es wies die Sache deshalb zur Ermittlung des Arbeitswerts im Verfahren gemÃ¤ss der Vereinfachten Funktionsanalyse an die Vorinstanz zurÃ¼ck.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>GemÃ¤ss Bericht des kantonalen Personalamtes vom 12. Juli 2004 resultierten fÃ¼r die Funktion "Betreuer/in in Wohngruppen bzw. Wohnheimen" Arbeitswerte im Bereich der Lohnklassen 13 und 14. GestÃ¼tzt darauf verfÃ¼gte die Gesundheitsdirektion im neuen Entscheid vom 16. September 2005 wiederum die Abweisung des Rekurses. Die LohnÃ¼berfÃ¼hrung in die Lohnklasse 14 wurde als nicht diskriminierend bezeichnet.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 18. Oktober 2005 beantragt die BeschwerdefÃ¼hrerin wie im ersten Verfahren, sie sei per 1. Juli 2001 in Einreihungsklasse 15/Leistungsstufe 1 zu Ã¼berfÃ¼hren, unter EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten des Kantons ZÃ¼rich. </p> <p class="Urteilstext">Die Gesundheitsdirektion und die Klinik C beantragen, die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Die Beschwerde richtet sich gegen einen Rekursentscheid der Gesundheitsdirektion Ã¼ber eine personalrechtliche Anordnung gemÃ¤ss § 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG). Ungeachtet § 74 Abs. 2 VRG ist das LohngefÃ¼ge vom Verwaltungsgericht stets insoweit Ã¼berprÃ¼fbar, als es darum geht, eine allfÃ¤llige <i>geschlechtsdiskriminierende</i> Lohnbenachteiligung ausfindig zu machen (vgl. VGr, 23. Oktober 2002, PB.2002.00022, E. 1b, www.vgrzh.ch; Bea Rotach Tomschin, Die Revision des ZÃ¼rcher Verwaltungsrechtspflegegesetzes, ZBl 98/1997, S. 433 ff., 451; Andreas Keiser, Rechtsschutz im Ã¶ffentlichen Personalrecht nach dem revidierten Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, ZBl 99/1998, S. 193 ff., 217; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 74 N. 12). </p> <p class="Erwgung2">Bereits im RÃ¼ckweisungsentscheid vom 5. Februar 2003 hatte das Verwaltungsgericht festgehalten, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin mit ihren Vorbringen indirekt eine lohnmÃ¤ssige Diskriminierung gegenÃ¼ber den AngehÃ¶rigen des nicht weiblich identifizierten Polizeiberufs geltend macht. Unwidersprochen war sodann geblieben, dass die Funktion der Betreuerin sowohl aus historischer wie auch aus ak­tueller Sicht eine weiblich identifizierte TÃ¤tigkeit ist. Das Gericht ging infolgedessen von einer Streitigkeit aus, auf welche das Gleichstellungsgesetz zur Anwendung gelangt. Daran hat sich nichts geÃ¤ndert. Auf die Be­schwerde ist einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Streitigkeiten vor Verwaltungsgericht, deren Streitwert Fr. 20'000.- nicht Ã¼bersteigt, werden durch den Einzelrichter behandelt (§ 38 Abs. 2 VRG). Bei einem noch andauernden DienstverhÃ¤ltnis gelten als Streitwert die streitigen BruttobesoldungsansprÃ¼che bis zum Zeit­punkt der HÃ¤ngigkeit beim Verwaltungsgericht zuzÃ¼glich AnsprÃ¼che bis zur nÃ¤chstmÃ¶g­lichen AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 38 N. 5; RB 1998 Nr. 48). </p> <p class="Erwgung2">Die Beschwerde wurde beim Gericht im Oktober 2005 anhÃ¤ngig gemacht. Bei einer sechsmonatigen KÃ¼ndigungsfrist (vgl. § 17 Abs. 1 lit. d des Personalgesetzes vom 27. September 1998) ist demnach fÃ¼r die Berechnung des Streitwerts der Zeitraum vom 1. Juli 2001 bis 30. April 2006 massgeblich. Aus der Differenz zwischen den Einreihungsklassen 14 und 15 auf der Leistungsstufe 1 resultiert beim BeschÃ¤ftigungsgrad der BeschwerdefÃ¼hrerin (ca. 80 %) ein Streitwert von rund Fr. 17'500.-.</p> <p class="Erwgung2">Obschon die Behandlung der Beschwerde aufgrund dieses Streitwertes an sich die einzelrichterliche ZustÃ¤ndigkeit begrÃ¼nden wÃ¼rde, kann die Entscheidung in FÃ¤llen von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung der Kammer Ã¼bertragen werden (§ 38 Abs. 3 VRG). </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>GemÃ¤ss dem Diskriminierungsverbot von Art. 3 des Gleichstellungsgesetzes vom 24. MÃ¤rz 1995 (GlG) dÃ¼rfen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aufgrund ihres Geschlechts â unter anderem namentlich bei der EntlÃ¶hnung â nicht benachteiligt werden. Auf dieser Grundlage kann ein Lohngleichheitsanspruch auch geltend gemacht werden, wenn "typische Frauenarbeit" schlechter entlÃ¶hnt wird als "typische MÃ¤nnerarbeit" oder als Arbeit, die nicht geschlechtsspezifisch zugeordnet ist. Diskriminierend kann nicht bloss die ungleiche Bezahlung von gleicher (identischer) Arbeit sein, sondern auch ungleiche EntlÃ¶hnung von verschiedener (inhaltlich anderer), aber gleichwertiger Arbeit. Schliesslich kann sich selbst bei ungleichwertiger Arbeit eine unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig tiefere EntlÃ¶hnung diskriminierend auswirken (vgl. Elisabeth Freivogel in: Margrith Bigler-Eggenberger/Claudia Kaufmann [Hrsg.], Kommentar zum Gleichstellungsgesetz, Basel/Frankfurt a.M. 1997, Art. 3 Rz. 100 ff.). Es kÃ¶nnen somit auch TÃ¤tigkeiten verschiedenartiger Natur miteinander verglichen werden. Anders liesse sich etwa eine der EntlÃ¶hnung typischer Frauenberufe innewohnende versteckte Diskriminierung nicht aufdecken. Der Vergleich zwischen verschiedenen Berufen macht es hÃ¤ufig nÃ¶tig, die betreffenden TÃ¤tigkeiten einer Arbeitsplatzbewertung zu unterziehen (VGr, 22. Januar 2001, VK.1996.00011, E. 2b mit Hinweisen, www.vgrzh.ch). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Grundlage fÃ¼r die Arbeitsplatzbewertung im kantonalen Besoldungswesen ist die Vereinfachte Funktionsanalyse (VFA), mit welcher sich der Arbeitswert einer Funktion nach den sechs Kriterien Ausbildung und Erfahrung (K1), Geistige Anforderungen (K2), Verantwortung (K3), Psychische Anforderungen/Belastungen (K4), KÃ¶rperliche Anforderungen/Belastungen (K5) und Beanspruchung der Sinnesorgane/spezielle Arbeitsbedingungen (K6) ermitteln lÃ¤sst. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>In den erwÃ¤hnten Urteilen des Verwaltungsgerichts vom 22. Januar 2001 bildete die nicht weiblich identifizierte TÃ¤tigkeit der Polizeisoldaten die Vergleichsfunktion. Diese war vom Beschwerdegegner in der Grundfunktion nach den oben genannten Kriterien wie folgt bewertet worden (VK.1996.00011, VK.1996.00015, VK.1996.00017, je E. 4d und unter www.vgrzh.ch):</p> <div> <p class="Urteilstext">Funktion K1 K2 K3 K4 K5 K6 Arbeitsw. Klasse</p> <p class="Urteilstext">Polizeisoldaten 2,5 2,0 2,0 3,5 3,0 3,0 326,5 14</p> </div> <p class="Erwgung2">Die Arbeitswertpunkte je Kriterium errechnet sich nach der Tabelle "Gewichtung-Stufenwertverlauf". Die Zuordnung des total errechneten Arbeitswertes zu einer bestimmten Lohnklasse ergibt sich aus der Tabelle zu den Klassengrenzen.</p> <p class="Erwgung2">Um eine Diskriminierung gegenÃ¼ber den Polizeisoldaten zu beseitigen, ergaben sich fÃ¼r die Berufe aus dem Pflege- und Therapiebereich grundsÃ¤tzlich folgende (minimalen) Bewertungen (VK.1996.00011, VK.1996.00015, VK.1996.00017, je E. 9h):</p> <div> <p class="Urteilstext">Funktion K1 K2 K3 K4 K5 K6 Arbeitsw. Klasse</p> <p class="Urteilstext">Dipl. Krankenpflegende 2,5 2,0 2,5 3,5 3,0 3,0 346,0 14</p> <p class="Urteilstext">Physiotherapeut/in 2,5 2,5 2,0 3,0 3,5 2,0 344,5 14</p> <p class="Urteilstext">Ergotherapeut/in 2,5 2,5 2,0 3,0 3,0 2,0 337,5 14</p> </div> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Auf den RÃ¼ckweisungsentscheid des Verwaltungsgerichts hin gelangte das kantonale Personalamt in seinem Bericht vom 12. Juli 2004 zu folgenden Bewertungen der Betreuungsfunktion:</p> <div> <p class="Urteilstext">Funktion K1 K2 K3 K4 K5 K6 Arbeitsw. Klasse</p> <p class="Urteilstext">Betreuer/in 2,25 2,0 2,0 3,5 3,0 3,0 311,0 13</p> <p class="Urteilstext">Betreuer/in mit erhÃ¶hten </p> <p class="Urteilstext">Anforderungen in K1 2,5 2,0 2,0 3,5 3,0 3,0 326,5 14</p> </div> <p class="Erwgung2">FÃ¼r die Betreuenden im Wohnheim der Klinik C nahm die Vorinstanz "erhÃ¶hte Anforderungen an die Ausbildung oder an die Erfahrung im Sinne der Funktionsbewertung des Personalamtes" an. Dementsprechend reihte sie die BeschwerdefÃ¼hrerin in Lohnklasse 14 ein.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Es ist somit im Folgenden zu prÃ¼fen, ob sich die diese Einreihung gegenÃ¼ber derjenigen der Polizeisoldaten als diskriminierend erweist. </p> <p class="Erwgung2">Dabei ist zu beachten, dass dem Verwaltungsgericht eine ÃberprÃ¼fung der Sachverhaltsfeststellungen und die Rechtskontrolle, nicht jedoch die ErmessensÃ¼berprÃ¼fung zusteht. Etwas anderes lÃ¤sst sich auch aus dem Gleichstellungsgesetz nicht ableiten (BGE 125 II 385 E. 5d).</p> <p class="Erwgung2">Die Bewertung und Einstufung einer bestimmten TÃ¤tigkeit oder Funktion ist weder eine reine Sach- noch Rechts- noch Ermessensfrage, sondern enthÃ¤lt Elemente von allen dreien (BGE 125 II 385 E. 5b). Allerdings handelt es sich dabei nicht um Ermessensfragen im engeren Sinn. Das wÃ¼rde nur dann zutreffen, wenn die VerwaltungsbehÃ¶rde befugt wÃ¤re, als gleichwertig beurteilte TÃ¤tigkeiten in einem bestimmten (Ermessens-)Rahmen einer hÃ¶heren oder tieferen Klasse zuzuweisen. Steht die Gleichberechtigung von Mann und Frau in Frage, wird jedoch durch Art. 8 Abs. 3 Satz 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 gerade dies untersagt; fÃ¼r gleichwertige Arbeit besteht Anspruch auf gleichen Lohn. Hingegen trifft es zu, dass der unbestimmte Rechtsbegriff der Gleichwertigkeit (von ArbeitstÃ¤tigkeiten) BeurteilungsspielrÃ¤ume schafft, die in erster Linie die politischen BehÃ¶rden auszufÃ¼llen haben. Auch wenn Bewertungsfragen, wie das Bundesgericht wiederholt festgehalten hat (BGE 125 II 385 E. 5c, 118 Ia 35 E. 3b), vom Gericht zu Ã¼berprÃ¼fende Rechtsfragen darstellen, hat es sich deshalb bei der NachprÃ¼fung der von der VerwaltungsbehÃ¶rde vorgenommenen Bewer­tungen ZurÃ¼ckhaltung aufzuerlegen. Das gilt in besonderem Masse, wenn die VerwaltungsbehÃ¶rde im BemÃ¼hen um ein nach den herrschenden gesellschaftlichen Auffassungen "gerechtes" Lohnsystem eine Arbeitsbewertung nach einem anerkannten Verfahren durchgefÃ¼hrt hat, welches durch den mÃ¶glichst weitgehenden Einbezug der Betroffenen und ihrer VerbÃ¤nde einen hohen Grad von Akzeptanz erreicht hat. Das Gericht besitzt nicht das von den Projektgremien im Lauf des Verfahrens erworbene und durch ExpertentÃ¤tigkeit unterstÃ¼tzte WÃ¼rdigungsvermÃ¶gen und kann es sich auch mit Hilfe eines oder einer SachverstÃ¤ndigen im Nachhinein und ausserhalb des konkreten Bewertungsprozesses nicht aneignen. Das Gericht, das ohnehin nicht die absolute Richtigkeit der Einstufungen, sondern unter dem Gesichtswinkel des Diskriminierungsverbots unzulÃ¤ssige Unterscheidungen fest­zustellen hat, hÃ¤lt sich deshalb zurÃ¼ck bei der ÃberprÃ¼fung von Stelleneinreihungen, die aufgrund eines arbeitswissenschaftlich einwandfrei und korrekt durchgefÃ¼hrten Bewer­tungsverfahrens zustande gekommen sind. Das Gericht beschrÃ¤nkt sich auf die PrÃ¼fung, ob die Verwaltung sich an die fÃ¼r das Bewertungsverfahren aufgestellten Regeln gehalten hat, ob alle massgeblichen UmstÃ¤nde ermittelt und berÃ¼cksichtigt, ob die Wertungen nach nachvollziehbaren Kriterien und mit gleichen MassstÃ¤ben vorgenommen und ob Abweichungen gegenÃ¼ber den Einreihungen, wie sie sich aufgrund der im ana­lytischen Bewertungsverfahren erzielten Arbeitswertpunkte ergeben, sachlich gerechtfertigt und durch die VerwaltungsbehÃ¶rde oder die Projektgremien hinreichend begrÃ¼ndet worden sind (VGr, 22. Januar 2001, VK.1996.00011, VK.1996.00015, VK.1996.00017, je E. 3 [alles unter www.vgrzh.ch]). </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>In Kriterium 1 (Ausbildung und Erfahrung) bewertete die Vorinstanz die Funktion der BeschwerdefÃ¼hrerin mit 2,5. GegenÃ¼ber anderen Betreuenden werde zwingend eine Pflegeausbildung auf Diplomniveau II (DN II) vorausgesetzt oder â bei weniger hohem Ausbildungsniveau â mehr als vier Jahre Erfahrung. Diese Anforderungen entsprechen weitgehend der Arbeitsumschreibung des Personalamts fÃ¼r Betreuende im Wohnheim der Klinik C: ErwÃ¼nschte Grundausbildung ist eine Pflegeausbildung auf DN II, eine Ausbildung in SozialpÃ¤dagogik oder eine verwandte Berufsausbildung mit einer Dauer von drei bis vier Jahren. ZusÃ¤tzlich ist eine Berufserfahrung von zwei Jahren erforderlich.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.1 </b>In einem Entscheid vom 1. MÃ¤rz 2006 (PB.2005.00045, www.vgrzh.ch) hatte das Verwaltungsgericht die Einreihung eines Betreuers der Klinik D zu beurteilen. GemÃ¤ss dortiger Stellenbeschreibung verlangt die Anstellung eine abgeschlossene Ausbildung im agogischen oder pflegerischen Bereich (zum Beispiel DN I oder II, SozialpÃ¤dagogik, HeilpÃ¤dagogik, Heilerziehungspflege, Behindertenbetreuung) mit einer Dauer zwischen drei und sechs Jahren. DarÃ¼ber hinaus sind zwei Jahre Berufserfahrung erforderlich. Im Unterschied zum vorliegenden Fall hatte die kantonale Gesundheitsdirektion fÃ¼r die Betreuenden der Klinik D in Kriterium 1 lediglich Stufe 2,25 angenommen. Das Verwaltungsgericht erachtete diese Bewertung als diskriminierend und erhÃ¶hte den Wert auf 2,5. Massgeblich dafÃ¼r war der Umstand, dass die Grundfunktion der Betreuenden der Klinik D in Kriterium 1 mindestens so hoch einzustufen war wie die Funktion der Krankenschwestern, welche im Jahr 2001 ihrerseits bereits die Stufe 2,5 erreicht hatte (a.a.O., E. 3.1+2, mit Hinweisen). </p> <p class="Urteilstext"><span>FÃ¼r die TÃ¤tigkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin im Wohnheim der Klinik C bestehen hinsichtlich "Ausbildung und Erfahrung" im Wesentlichen dieselben Anforderungen wie fÃ¼r die Betreuenden der Klinik D. </span>Zwar wird neben der erwÃ¼nschten Ausbildung als "Minimalanforderung" eine "Praxiserfahrung im Heim" genannt. Auf eine minimal erforderliche Ausbildung kommt es jedoch nicht an. Relevant ist vielmehr die <i>normalerweise</i> verlangte Ausbildung und Erfahrung (VGr, 1. MÃ¤rz 2006, PB.2005.00045, E. 3.2.4, www.vgrzh.ch). Damit bleibt von vornherein kein Raum fÃ¼r eine Bewertung mit lediglich 2,25, wie sie mit der Beschwerdeantwort offenbar in Betracht gezogen wird.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.2 </b>Nach Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin ist die Stufe 2,5 zu tief. Ihre Funktion sei in Kriterium 1 mit Stufe 2,75 oder 3,0 zu bewerten. Das zur BegrÃ¼ndung angefÃ¼hrte Erfordernis einer zweijÃ¤hrigen Berufserfahrung ist indes bereits gebÃ¼hrend berÃ¼cksichtigt. Zudem ist es nicht gerechtfertigt, hauptsÃ¤chlich auf eine sozialpÃ¤dagogische Ausbildung abzustellen; wie gesehen handelt es sich dabei nur um einen von verschiedenen mÃ¶glichen AusbildungsgÃ¤ngen. Es bleibt somit dabei, dass die nicht diskriminierende Bewertung der Betreuungsfunktion im Wohnheim der Klinik C bei Kriterium 1, analog zu den Betreuenden der Klinik D, die Stufe 2,5 â aber nicht mehr â verlangt.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>In Kriterium 2 (Geistige Anforderungen) wurde die Betreuungsfunktion im Wohnheim der Klinik C mit 2,0 bewertet.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.1 </b>GemÃ¤ss den kantonalen Wertungshilfen beinhaltet die Stufe 2,0 in K2 "GrÃ¶sstenteils ausfÃ¼hrende TÃ¤tigkeit mit verschiedenen Aufgaben und z.T. vermehrt selbstÃ¤ndiger Sachbearbeitung". Unter Stufe 2,5 fÃ¤llt "Weniger ausfÃ¼hrende TÃ¤tigkeit, weitgehend selbstÃ¤ndige Sachbearbeitung in einem Sachgebiet und z.T. anspruchsvolle Kontakte". Massgeblich fÃ¼r eine diskriminierungsfreie Bewertung ist vorliegend allerdings nicht in erster Linie eine Ãbereinstimmung mit den ohnehin sehr allgemein formulierten Wertungshilfen, sondern â wie bei den bereits beurteilten anderen Pflege- und Therapieberufen â der Vergleich mit der Funktion der Polizeisoldaten.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.2 </b>Die TÃ¤tigkeit der Polizeisoldaten ist als ausfÃ¼hrend mit selbstÃ¤ndigen Elementen zu qualifizieren. Anhand schriftlicher Berichte erfolgt eine fast 100%-ige Kontrolle. Notwendig ist eine hohe geistige Regsamkeit fÃ¼r die rasche EinschÃ¤tzung von Situationen und die Entscheidung Ã¼ber das richtige Vorgehen. Zudem ist bei Befragungen und AbklÃ¤rungen ein polizeitaktisches Vorgehen verlangt. Die TÃ¤tigkeit erhielt in K2 den Wert 2,0 (VK.1996.00011, E. 9c). </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.3 </b>Die TÃ¤tigkeit der Krankenpflegenden wird hÃ¤ufig nach Anweisungen durchgefÃ¼hrt und hÃ¤ufig kontrolliert; allerdings bestehen bei der AusfÃ¼hrung SpielrÃ¤ume. Auch Krankenpflegende kÃ¶nnen unvorhergesehen in heikle Situationen geraten, welche ein adÃ¤quates Handeln erfordern. Es ist ein Antizipieren von zukÃ¼nftigen Handlungserfordernissen anhand von Symptomen der Patienten erforderlich. Bei StÃ¶rungen ist der Ablauf zu adaptieren und in NotfÃ¤llen selbstÃ¤ndig zu entscheiden. Die TÃ¤tigkeit beinhaltet unter anderem auch das Organisieren von Tages- und PflegeablÃ¤ufen. Im Vergleich mit den Polizeisoldaten erwies sich die Einreihung der Krankenschwestern in dieselbe Stufe 2,0 als vertretbar (VK.1996.00011, E. 9c).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.4 </b>FÃ¼r die Physiotherapierenden erachtete das Gericht demgegenÃ¼ber eine HÃ¶herbewertung auf die Stufe 2,5 als zwingend. Deren Arbeit umfasst die selbstÃ¤ndige Planung und DurchfÃ¼hrung von Therapien aufgrund individuell erarbeiteter Therapiekonzepte. Ãrztliche Anweisungen beschreiben nur grobe Therapieziele. Die Kontrolle erfolgt vor allem in Rapporten auf der Grundlage dieser Ziele. Physiotherapierende mÃ¼ssen die Situation der Patienten ganzheitlich erfassen und beurteilen. Zudem obliegen ihnen verschiedene OrganisationstÃ¤tigkeiten und haben sie hÃ¤ufige, auch anspruchsvolle Kontakte zu Patienten und anderen Institutionen. Die TÃ¤tigkeit der Physiotherapierenden ist somit mehr eigenstÃ¤ndige Arbeit mit groben Zielvorgaben und wenig eher indirekter Kontrolle. Ãhnliches gilt fÃ¼r die Ergotherapierenden. Auch fÃ¼r diese Berufsgruppe erfolgte deshalb in Kriterium 2 eine Anhebung auf Stufe 2,5 (VK.1996.00015 und VK.1996.00017, je E. 9c).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.5 </b>Die Vorinstanz bewertete die TÃ¤tigkeit der Betreuenden im Wohnheim der Klinik C unter dem Kriterium "Geistige Anforderungen" mit 2,0 â also gleich hoch wie die TÃ¤tigkeit der Krankenschwestern und Polizeisoldaten â, jedoch um 0,5 tiefer als die TÃ¤tigkeit der Physio- und Ergotherapierenden. Nach Auffassung der Vorinstanz sind die hauptsÃ¤chlichen Aufgaben der Betreuenden ausfÃ¼hrender und sich wiederholender Natur. Der eigentliche Kern der Betreuungsaufgaben erfordere deshalb weniger logisches, analytisches und kreatives Denken. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht demgegenÃ¼ber geltend, ihre TÃ¤tigkeit sei in Kriterium 2 mit mindestens 2,5 zu bewerten.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.6 </b>Ãhnlich wie bei den Therapieberufen umfasst auch das Pflichtenheft der Betreuenden das Erstellen von FÃ¶rderplÃ¤nen oder die Planung von Einzel- und GruppenaktivitÃ¤ten. Hinzu kommt â wie bei den Therapierenden â das Umsetzen der Planungen. DarÃ¼ber hinaus haben die Betreuerinnen und Betreuer bei psychiatrischen und somatischen NotfÃ¤llen zu intervenieren. Einen wesentlichen Teil der Arbeit macht bei den Betreuenden sodann die UnterstÃ¼tzung und Begleitung der BewohnerInnen bei der AlltagsbewÃ¤ltigung und das FÃ¼hren des Wohngruppenhaushalts aus. Die UnterstÃ¼tzung im Alltag ist als vergleichbar anspruchsvoll zu qualifizieren wie therapeutische TÃ¤tigkeit, zumal damit die in der Arbeitsbeschreibung speziell aufgefÃ¼hrte Zusammenarbeit mit externen Stellen und Personen einhergeht. HaushaltfÃ¼hrung ist dagegen als eine weniger anspruchsvolle TÃ¤tigkeit zu werten. Da die HaushaltfÃ¼hrung bei der Betreuungsfunktion einen nicht unwesentlichen Teil der Arbeit ausmacht, stellt sich die Frage, ob deswegen eine gegenÃ¼ber den Therapeutinnen und Therapeuten tiefere Bewertung in Kriterium 2 zulÃ¤ssig wÃ¤re. Wie es sich damit bei der Betreuungsfunktion im Allgemeinen verhÃ¤lt, kann vorliegend jedoch offen bleiben. Aus den Akten ergibt sich, dass die TÃ¤tigkeit der Betreuenden im Wohnheim der Klinik C verschiedene Leitungsaufgaben wie die Leitung von Teamsitzungen, die Einsatzplanung oder die KassenfÃ¼hrung umfasst. Die Ãbernahme solcher Leitungsaufgaben und darunter insbesondere die Sitzungsleitung im Team erhÃ¶ht die geistigen Anforderungen relevant. Bei Annahme eines gegenÃ¼ber den Therapieberufen in Kriterium 2 grundsÃ¤tzlich leicht tieferen Wertes der BetreuungstÃ¤tigkeit wÃ¼rde diese Differenz durch die Ãbernahme gewisser leitender Aufgaben im Wohnheim der Klinik C jedenfalls kompensiert.</p> <p class="Erwgung3">Die TÃ¤tigkeit der Betreuenden im Wohnheim der Klinik C ist daher unter dem Kriterium "geistige Anforderungen" insgesamt als ebenso anspruchsvoll wie diejenige der Physio- und Ergotherapierenden zu qualifizieren. Zur Beseitigung einer Diskriminierung gegenÃ¼ber den Polizeisoldaten ist die TÃ¤tigkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin in Kriterium 2 demnach â ebenso wie bei den Therapieberufen â zwingend mit 2,5 einzustufen. Dies fÃ¼hrt in Kriterium 2 zu einem Arbeitswert von 103 Punkten.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>In Kriterium 3 (Verantwortung) wurde die Betreuungsfunktion im Wohnheim der Klinik C mit 2,0 bewertet.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.1 </b>GemÃ¤ss den Wertungshilfen setzt die Stufe 2,0 hier eine erhebliche Sachverantwortung in einem mittleren oder in mehreren kleinen Fachgebieten mit einzelnen Sachbearbeitungsaufgaben voraus. HÃ¤ufig wird die Arbeit kontrolliert und erfolgen Einzelarbeitsanweisungen. Fehler haben beschrÃ¤nkte Folgen. Stufe 2,0 ist auch erreicht bei etwas eingeschrÃ¤nkter Sachverantwortung, wenn sie anderseits bereits mit FÃ¼hrungsverantwortung verbunden ist. Bei Stufe 2,5 liegt eine erhÃ¶hte Sachverantwortung in einem weit gespannten Fachgebiet mit vermehrten Sachbearbeitungsaufgaben vor. Gelegentlich erfolgen eine Kontrolle der Arbeit und Einzelanweisungen. Fehler bewirken Folgen von etwas grÃ¶sserer Tragweite. Alternativ kann die Sachverantwortung etwas eingeschrÃ¤nkt sein, wobei dafÃ¼r vermehrte FÃ¼hrungsverantwortung vorliegen muss.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.2 </b>Trotz Ã¼berwiegend ausfÃ¼hrender TÃ¤tigkeit ist sowohl bei den Polizeisoldaten als auch bei den Krankenpflegenden aufgrund der potentiell drastischen Auswirkungen von Fehlern eine grosse Sachverantwortung anzunehmen. FÃ¼r die Polizeisoldaten erfolgte in Kriterium 3 die Einstufung 2,0 und fÃ¼r die Krankenschwestern die Einstufung 2,5 (VK.1996.00011, E. 9d).</p> <p class="Erwgung3">Die Physiotherapierenden arbeiten weitgehend selbstÃ¤ndig und haben in der Behandlung von Patienten eine hohe Fachverantwortung. Da die gegenÃ¼ber den Polizeisoldaten deutlich hÃ¶here SelbstÃ¤ndigkeit jedoch vorab in Kriterium 2 berÃ¼cksichtigt wurde, erachtete das Gericht dieselbe Bewertung von Physiotherapierenden und Polizeisoldaten in Kriterium 3 mit jeweils 2,0 als vertretbar. Dasselbe gilt fÃ¼r die Ergotherapierenden (VK.1996.00015, VK.1996.00017, je E. 9d).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.3 </b>BezÃ¼glich der Betreuungsfunktion hielt die Vorinstanz zu Kriterium 3 fest, dass eine unsachgemÃ¤sse Betreuung negative Auswirkungen auf die Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner haben kÃ¶nne. Die Verantwortung der Betreuenden sei gegenÃ¼ber derjenigen der Therapierenden jedoch nicht hÃ¶her. Krisenbegleitungen kÃ¤men relativ selten vor; es wÃ¼rden nur Patienten aufgenommen, die sich in einer gesundheitlich stabilen Situation befÃ¤nden.</p> <p class="Erwgung3">Nach Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin sind auch in Kriterium 3 insbesondere die Teamleitung und die damit verbundenen Verantwortlichkeiten zu berÃ¼cksichtigen. FÃ¼r die TÃ¤tigkeit werde insgesamt eine hohe Eigenverantwortung verlangt. Auch fÃ¼r Leib und Leben sowie fÃ¼r Sach- und Geldwerte sei die Verantwortung sehr hoch. Da es im Heim keinen Arzt gebe, liege es in der Verantwortung der Betreuenden zu entscheiden, wann ein Bewohner Ã¤rztliche Behandlung benÃ¶tige. Es drÃ¤nge sich mindestens dieselbe Bewertung wie bei den Pflegenden auf, nÃ¤mlich die Stufe 2,5.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.4 </b>Sowohl bei den Krankenschwestern als auch bei den Polizeisoldaten kÃ¶nnen Fehler drastische Auswirkungen auf die Gesundheit anderer Personen haben. In NotfÃ¤llen muss sofort gehandelt werden. In der Wohnheimbetreuung besteht demgegenÃ¼ber â ebenso wie in den Therapieberufen â in der Regel keine vergleichbar akute Gefahr fÃ¼r Leib und Leben. Wie auch die BeschwerdefÃ¼hrerin anerkennt, werden Personen nur in (kÃ¶rperlich) gesundheitlich stabiler Situation aufgenommen. Im Wohnheim der Klinik C sind immerhin die teilweise zu Ã¼bernehmenden Leitungsfunktionen zusÃ¤tzlich zu beachten. Allerdings kann aus den beispielhaft aufgefÃ¼hrten TÃ¤tigkeiten wie Leitung einer Teamsitzung, Einsatzplanung oder RechnungsfÃ¼hrung nicht auf eine relevant ins Gewicht fallende FÃ¼hrungsverantwortung geschlossen werden. Diese TÃ¤tigkeit erfordert zwar zusÃ¤tzliche geistige Arbeit und mehr selbstÃ¤ndiges Handeln. Dies ist indes vorab fÃ¼r Kriterium 2 von Belang und dort auch entsprechend berÃ¼cksichtigt worden (vgl. auch etwa VK.1996.00015, E. 9d).</p> <p class="Erwgung3">Insgesamt ist bei den Betreuenden im Wohnheim der Klinik C somit zwar von einer leicht hÃ¶heren Verantwortung auszugehen als bei den Physio- und Ergotherapierenden. Der Unterschied ist jedoch gering, so dass die Zuordnung derselben Stufe als haltbar erscheint. Da der Beschwerdegegner in Kriterium 3 auch fÃ¼r die Polizeisoldaten die Stufe 2,0 gewÃ¤hlt hat, ist die Wahl der gleichen Stufe fÃ¼r die im Ergebnis nur leicht hÃ¶her zu bewertende Funktion der BeschwerdefÃ¼hrerin noch nicht diskriminierend. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Die vorinstanzliche Bewertung der Kriterien 4 bis 6 ist von keiner Seite beanstandet worden. Es bestehen auch keine Anhaltspunkte dafÃ¼r, dass die Arbeitsplatzbewertung unter diesen Kriterien diskriminierend oder anderweitig fehlerhaft wÃ¤re.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Damit ergibt sich fÃ¼r die TÃ¤tigkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin als Betreuerin im Wohnheim der Klinik C unter BerÃ¼cksichtigung ihrer teilweisen Leitungsfunktionen zusammenfassend folgende Bewertung:</p> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Stufe</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>AWP</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>K1</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>110,0</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>K2</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>103,0</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>K3</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>52,5</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>K4</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>3,5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>35,0</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>K5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>3,0 </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>27,0</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>K6</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>3,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>27,0</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Total</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>354,5</span></p> </td> </tr> </table> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext">Der resultierende Arbeitswert von 354,5 Punkten entspricht Lohnklasse 15. Mit 354,5 Punkten bewegt sich der Arbeitswert sodann knapp oberhalb des Streubereichs, so dass eine Abklassierung in Lohnklasse 14 im Sinne eines Streubereichsentscheids ausgeschlossen ist. Plausible GrÃ¼nde fÃ¼r einen Minusklassenentscheid schliesslich sind weder geltend gemacht noch ersichtlich. Der Quervergleich mit den Betreuenden in der Grundfunktion der Klinik D bestÃ¤tigt im Gegenteil eine Anhebung um eine Lohnklasse: Nach Auffassung der Vorinstanz war der Tatsache, dass die Betreuenden des Wohnheims der Klinik C im Gegensatz zu denjenigen der Klinik D keiner Teilbereichsleitung unterstellt sind, Rechnung getragen worden, indem fÃ¼r die Betreuenden der Klinik D in der Grundfunktion die Klasse 13 und fÃ¼r diejenigen der Klinik C die Klasse 14 als angemessen betrachtet wurde. GemÃ¤ss dem Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 1. MÃ¤rz 2006 fÃ¼hrt eine diskriminierungsfreie Bewertung der fÃ¼r die Klinik D tÃ¤tigen Betreuungspersonen in der Grundfunktion zur Einreihung in Lohnklasse 14 (VGr, 1. MÃ¤rz 2006, PB.2005.00045, E. 3.3, www.vgrzh.ch). Mit vorliegender Einreihung<span> bleibt die plausible und vom Beschwerdegegner gewollte Differenzierung zwischen der Betreuungsgrundfunktion der Klinik C und derjenigen der Klinik D um eine Lohnklasse gewahrt. </span></p> <p class="Erwgung2">Es liegt somit kein zulÃ¤ssiger Grund fÃ¼r eine Einreihung der BeschwerdefÃ¼hrerin in Klasse 14 vor. Die Einreihung erweist sich als diskriminierend im Sinne von Art. 3 GlG, weshalb die dahin gehenden Anordnungen aufzuheben sind. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2">Da die Sache spruchreif ist, wird der neue Entscheid gemÃ¤ss § 63 Abs. 1 VRG durch das Verwaltungsgericht gefÃ¤llt. In Anwendung von Art. 5 Abs. 1 lit. b GlG ist der Lohn der BeschwerdefÃ¼hrerin per 1. Juli 2001 um eine Einreihungsklasse anzuheben. Dies fÃ¼hrt antragsgemÃ¤ss zur Einreihung in Klasse 15 bei unverÃ¤nderter Leistungsstufe.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>FÃ¼r das Beschwerdeverfahren sind gemÃ¤ss Art. 13 Abs. 5 GlG keine Kosten zu erheben (vgl. auch § 80b VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Im Rekurs- und Beschwerdeverfahren kann die unterliegende Partei oder Amtsstelle zu einer angemessenen EntschÃ¤digung fÃ¼r die Umtriebe ihres Gegners verpflichtet werden, namentlich wenn die rechtsgenÃ¼gende Darlegung komplizierter Sachverhalte und schwieriger Rechtsfragen den Beizug eines Rechtsbeistandes rechtfertigte (§ 17 Abs. 1 lit. a VRG). Bei den vorliegenden Streitfragen war der Beizug einer RechtsanwÃ¤ltin durch die nicht rechtskundige BeschwerdefÃ¼hrerin gerechtfertigt. Als obsiegende Partei hat sie demnach sowohl fÃ¼r das Rekurs- als auch fÃ¼r das Beschwerdeverfahren Anspruch auf eine EntschÃ¤digung. </p> <p class="Urteilstext">Bei deren Bemessung der EntschÃ¤digung ist zu berÃ¼cksichtigen, dass ein verhÃ¤ltnismÃ¤ssig geringer Streitwert vorliegt und dass sich der Zeitaufwand fÃ¼r die Vertreterin trotz der erheblichen Schwierigkeiten des Prozesses in Grenzen hielt. Entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin kann sodann nicht ins Gewicht fallen, dass die Streitsache zweimal vor Verwaltungsgericht getragen wurde. Im RÃ¼ckweisungsentscheid vom 5. Februar 2003 hat das Gericht Ã¼ber die ParteientschÃ¤digung im damaligen Beschwerdeverfahren abschliessend entschieden. Insgesamt erscheint eine EntschÃ¤digung von Fr. 2'000.- (inklusive Mehrwertsteuer) als angemessen.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. In Gutheissung der Beschwerde werden die Dispositiv-Ziffern I und III der VerfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion vom 16. September 2005 sowie die VerfÃ¼gung der Klinik C vom 30. Oktober 2001 aufgehoben. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird per 1. Juli 2001 in Einreihungsklasse 15/Leistungsstufe 1 Ã¼berfÃ¼hrt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'800.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'860.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 2'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>