<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.00895</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Käch<br/>Sozialversicherungsrichterin Sager<br/>Gerichtsschreiberin Peter-Schwarzenberger</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 4. Oktober 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsdienst Inclusion Handicap</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Grütlistrasse 20, 8002 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren 1970, meldete sich am 25. Juni 2001 unter Hinweis auf eine andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung sowie einer an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dauernden somatoformen Schmerzstörung bei der Invalidenversicherung zum </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Leistungsbezug an (Urk. 11/3). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und verneinte mit Verfügung vom 20. März 2002 (Urk. 11/14 = Urk. 11/15) einen Rentenanspruch. Dagegen erhob die Versicherte Beschwerde (Urk. 11/17), woraufhin die IV-Stelle mit Verfügung vom 12. Juni 2002 (Urk. 11/19) die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung vom 20. März 2002 wiedererwägungsweise aufhob, um weitere Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen durchzuführen. In der Folge klärte die IV-Stelle die medizinische und erwerbliche Situation erneut ab und sprach der Versicherten mit Verfügungen vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und 11. Februar 2003 (Urk. 11/44-45) bei einem Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze Rente ab 1. Mai 2001 zu. Die dagegen erh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">obene Einsprache (Urk. 11/47/1-2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) zog die Versicherte am 22. April 2003 zurück (Urk. 11/52), woraufhin die IV-Stelle mit Entscheid vom 17. Juni 2003 (Urk. 11/56) das Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spracheverfahren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">als durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Rückzug der Einsprache erledigt abschrieb.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Durchführung eines Revisionsverfahrens (vgl. Urk. 11/61 ff.) teilte die IV-Stelle der Versicherten am 18. Januar 2008 mit, der Rentenanspruch sei unver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ändert (Urk. 11/65). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Eingang eines am 6. März 2013 ausgefüllten Revisionsfragebogens (Urk. 11/68) holte die IV-Stelle unter anderem bei der MEDAS Y.___ ein polydisziplinäres Gutachten ein, das am 18. Juni 2014 erstattet wurde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 11/79/1-21 = Urk. 3/3/1-21). Mit Vorbescheid vom 24. März 2015 (Urk. 11/81</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellte die IV-Stelle der Versicherten die Aufhebung der Rente gestützt auf die Schlussbestimmungen der Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 18. März 2011</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in Aussicht, woraufhin die Versicherte Einwände erhob (Urk. 11/85, Urk. 11/91). Am 10. März 2016 erliess die IV-Stelle einen neuen Vorbescheid, wobei sie der Versicherten wiederum die Aufhebung der Rente gestützt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auf die Schlussbestimmungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in Aussicht stellte (Urk. 11/94). Dagegen erhob die Versicherte wiederum Einwände (Urk. 11/96, Urk. 11/101). Mit Verfügung vom 23. Juni 2016 (Urk. 11/103 = Urk. 2) hielt die IV-Stelle an ihrem Vorbescheid fest und hob die bisherige ganze Rente auf.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte erhob am 25. August 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegen die Verfügung vom 23. Juni 2016 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr weiterhin eine ganze Rente auszurichten. Eventuell sei die Sache an die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese weitere Abklärungen vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehme</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, insbesondere Zusatzfragen an die Gutachter stelle (Urk. 1 S. 2 Ziff. 1-2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 30. September 2016 (Urk. 10) die Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 8. November 2016 (Urk. 12) wurde antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 2 Ziff. 3) die unentgeltliche Pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zessführung bewilligt und der Beschwerdeführerin die Beschwerdeantwort zuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">windbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach lit. a </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 der am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Januar 2012 in Kraft getretenen Schluss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stimm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ungen der Änderung vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">März 2011 des IVG (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IV-Revision, erstes Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahmenpaket; kurz: </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lit. a </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 SchlB IVG </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IV-Revision</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) werden Renten, die bei pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage gesprochen wurden, innerhalb von drei Jahren nach Inkrafttreten dieser Änderung überprüft. Sind die Voraussetzungen nach Artikel 7 ATSG nicht erfüllt, so wird die Rente herabgesetzt oder auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hoben, auch wenn die Voraussetzungen von Artikel 17 Absatz 1 ATSG nicht erfüllt sind. Diese Bestimmung ist verfassungs- und EMRK-konform (BGE 139 V 547 E. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die in lit. a </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 SchlB </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IV-Revision </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vorgesehene Rentenherabsetzung be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zieh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ungsweise -aufhebung ist nicht auf vor dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Januar 2008 zugesprochene Renten beschränkt. Erging die fragliche Rentenzusprache aber bereits in Beach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung der jeweils relevanten Rechtsprechung zu pathogenetisch-ätiologisch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unkla</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lage, bleibt kein Raum für ein Rückkommen unter dem Titel der Schlussbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stimmung (BGE 140 V 8 E. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Laufende Renten sind vom Anwendungsbereich von lit. a </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 SchlB zur </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IV-Revision nur ausgenommen, wenn und soweit sie auf erklärbaren Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerden, das heisst auf einer nachweisbaren objektivierbaren Grundlage be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ruh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en. Lassen sich unklare von erklärbaren Beschwerden trennen, können die Schlussbestimmungen der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IV-Revision auf erstere Anwendung finden (BGE 140 V 197 E. 6.2, in Präzisierung u.a. von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 10.1.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_738/2013 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2014 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1.2.1 mit Hinweis). Demnach ist die Schlussbestimmung bei kombinierten Beschwerden anwendbar, wenn die unklaren und die „erklärbaren" Beschwerden – sowohl diagnostisch als auch hinsichtlich der funktionellen Folgen – auseinandergehalten werden können. Ein organisch begründeter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Teil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der Arbeitsfähigkeit kann bei Anwend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">barkeit der Schlussbestimmung nur neu beurteilt werden, sofern eine Verände</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung im Sinne von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 ATSG eingetreten ist. Insoweit wird im Anwen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dungsbereich der Schlussbestimmung vom Grundsatz abgewichen, dass die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">waltung im Rahmen einer materiellen Revision – um eine solche handelt es sich auch hier – den Rentenanspruch in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fassend prüft (Urteil des Bundesgerichts 9C_121/2014 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">September 2014 E. 2.4.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ist ein „Mischsachverhalt" gegeben, bei dem es unmöglich ist festzustellen, wie gross der Anteil der organisch bedingten Beschwerden bei der Rentenzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chung war, wäre ein Abstellen auf die aktuelle gutachtliche Einschätzung nicht zu vereinbaren mit der Rechtsprechung, wonach der auf erklärbaren Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den beruhende Teil der Invalidität unter dem Rechtstitel der Schlussbestimmung nicht überprüft werden kann. In einem solchen Fall bestimmt sich die (zu einer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">integralen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Neuprüfung führende) Anwendbarkeit der Schlussbestimmung nach folgendem Grundsatz: Besteht (im Zeitpunkt der Rentenzusprechung und/oder -überprüfung) neben dem syndromalen Zustand eine davon unabhängige orga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nische oder psychische Gesundheitsschädigung, so hängt die Anwendbarkeit der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schlussbestimmung davon ab, dass die weitere („nichtsyndromale") Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung die anspruchserhebliche Arbeitsunfähigkeit nicht mitverur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sacht, das heisst letztlich nicht selbständig zur Begründung des Rentenanspruchs beigetra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen hat. Wenn sie die Auswirkungen des unklaren Beschwerdebildes bloss verstärkte, bleibt eine Rentenrevision unter diesem Rechtstitel möglich (Urteil des Bundesgerichts 9C_121/2014 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">September 2014 E. 2.6 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da der Bestand laufender Renten wesentlich von medizinischen Aspekten ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hängt, sind an die entsprechenden Abklärungen besonders hohe Anforderungen zu stellen. Namentlich muss verlangt werden, dass die Untersuchungen im Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">punkt der Revision aktuell sind und sich mit der massgeblichen Fragestellung auseinandersetzen. Soweit die versicherte Person sich – auch mit Bezug auf die Chancen, welche die Wiedereingliederungsmassnahmen bieten – der Beurteilung durch die Verwaltung und deren regionalen ärztlichen Dienst nicht anschliessen kann, dürfte sich in der Regel eine neue, polydisziplinäre Begutachtung als unumgänglich erweisen (vgl. BGE 139 V 547 E. 10.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In lit. a Abs. 4 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">SchlB</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG 6. IV-Revision ist vorgesehen, dass die in lit. a Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">SchlB</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG 6. IV-Revision geregelte Rentenüberprüfung auf Personen keine Anwendung findet, die im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung das 55. Alters</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">jahr zurückgelegt haben oder im Zeitpunkt, in dem die Überprüfung eingeleitet wird, seit mehr als 15 Jahren eine Rente der Invalidenversicherung beziehen. Nach der Botschaft des Bundesrates werden mit einer solchen Besitzstandgarantie die Gesichtspunkte der Rechtssicherheit und des Vertrau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schutzes berücksichtigt, weil eine Wiedereingliederung in diesen Fällen faktisch ausgeschlossen sein dürfte (BBl 2010 1912).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">G</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">emäss der mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> begründeten und seither stetig weiter ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wickelten Rechtsprechung vermochten eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tizierte somatoforme Schmerzstörung und vergleichbare psychosomatische Leiden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) in der Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG führende Arbeitsunfähigkeit zu bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vielmehr bestand die Vermutung, dass solche Beschwerdebilder oder ihre Fol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar seien und nur be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dern, den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machten, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt (zur Entstehungsgeschichte dieser Praxis: </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 135 V 201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.1.2; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urteil des Bundesgerichtes 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 2.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ob ein solcher Ausnahmefall vorlag, entschied sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien (so genannte „Foerster-Kriterien“, vgl. BGE 130 V 352, BGE 131 V 39 E. 1.2, BGE 139 V 547 E. 3.2.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht die Überwindbarkeitsvermutung auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegeben und das bisherige Regel-/Ausnahme-Modell durch einen strukturierten normativen Prüfungsraster ersetzt. In dessen Rahmen wird im Regelfall anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren das tat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sächlich erreichbare Leistungsvermögen ergebnisoffen und symmetrisch beurte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ilt, indem gleichermassen den äusseren Belastungsfaktoren wie den vorhandenen Ressourcen Rechnung getragen wird (BGE 141 V 574 E. 4.2 mit Hinweisen; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urteil des Bundesgerichts 9C_534/2015 vom 1. März 2016 E. 2.2 mit Hinwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit nach wie vor die materiell beweisbelastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2; Urteil des Bundesgerichts 8C_28/2016 vom 15. April 2016 E. 3.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens nach dem dargelegten Prüfungsraster erübrigt sich rechtsprechungsgemäss, wenn Ausschlussgründe vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liegen, etwa wenn die Leistungseinschränkung überwiegend auf Aggravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht, welche die Annahme einer gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Beeinträchtigung von vornherein ausschliessen (BGE 141 V 281 E. 2.2; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_549/2015 vom 29. Januar 2016 E. 4.1 und 9C_899/2014 vom 29. Juni 2015 E. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Rechtsprechung hat zu den „vergleichbaren psychosomatischen Leiden“ aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">drücklich jene gezählt, die im Nachgang zu BGE 130 V 352 über die Jahre als sogenannte „pathogenetisch-ätiologisch unklare syndromale Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bilder ohne nachweisbare organische Grundlage“ in invalidenversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsrecht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">licher Hinsicht den gleichen sozialversicherungsrechtlichen Anforderungen (Regel-Ausnahmemodell mit "Überwindbarkeitsvermutung“) unterstellt wurden (BGE 142 V 342 E. 5.2.1; BGE 141 V 281 E. 4.2; BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3; bislang: Fibromyalgie: BGE 132 V 65 E. 4 [Urteil des Bundesgerichts I 336/04 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vom 8. Februar 2006]; dissoziative Sensibilitäts- und Empfindungsstörung: Urteil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des Bundesgerichts I 9/07 vom 9. Februar 2007 E. 4 in fine, in: SVR 2007 IV </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nr. 45 S. 149; dissoziative Bewegungsstörung: Urteil des Bundesgerichts 9C_903</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">/2007 vom 30. April 2008 E. 3.4; Chronic Fatigue Syndrome [CFS; chronisches Müdigkeitssyndrom] und Neurasthenie: Urteile des Bundesgerichts I 70/07 vom 14. April 2008 E. 5; 9C_98/2010 vom 28. April 2010 E. 2.2.2, in: SVR 2011 IV Nr. 17 S. 44, und 9C_662/2009 vom 17. August 2010 E. 2.3, in: SVR 2011 IV Nr. 26 S. 73; spezifische und unfalladäquate HWS-Verletzungen [Schleudertrauma] ohne organisch nachweisbare Funktionsausfälle: BGE 136 V 279 [Urteil des Bundesgerichts 9C_510/2009 vom 30. August 2010]; nichtor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ganische Hypersomnie: BGE 137 V 64 E. 4 [Urteil des Bundesgerichts 9C_871/2010 vom 25. Februar 2011]; leichte Persönlichkeitsveränderung bei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chronischem Schmerzsyndrom: Urteil des Bundesgerichts 8C_167/2012 vom 15. Juni</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 2012 E 5.2 und 6.1). Gemäss BGE 142 V 342 ist die Rechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 auch auf eine posttraumatische Belastungsstörung anwendbar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) fest, dass die Diagnosen, welche zur Rentenzusprache geführt hätten, zu den ätio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">logisch-pathogenetisch unklaren syndromalen Zustandsbildern ohne nachweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bare organische Grundlage gehören würden. Gemäss dem Gutachten der MEDAS </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom Juni 2014 bestünden aus rheumatologischer Sicht keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Die im psychiatrischen Teilgutachten attestierte 80%ige Arbeitsunfähigkeit sei nicht nachvollziehbar. So würden einerseits mittelgradige depressive Episoden grundsätzlich keinen ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">selbständigten Gesundheitsschaden darstellen und andererseits sei die Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nose einer anhaltenden Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung nicht nachvollziehbar. Aus versicherungsmedizinischer Sicht sowie hinsichtlich des Aktivitätsniveaus und den Ressourcen sei demnach eine 100%ige Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit gegeben. Ein so erhöhter Leidensdruck, welcher einen invalidisierenden Gesundheitsschaden rechtfertigen würde, sei damit nicht begründet. Somit be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stehe für die Zukunft kein Anspruch mehr auf eine Rente (S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber führte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde aus (Urk. 1), dass die ursprüngliche Rentenzusprache aufgrund einer andauernden Persön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keitsänderung nach anamnestischer Extrembelastung sowie einer anhalten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den somatoformen Schmerzstörung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erfolgt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei. Bei der ersten Diagnose handle es sich offensichtlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> um ein unklares Beschwerdebild</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die zweite Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nose sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hingegen ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sogenanntes pathogenetisch unklares syndromales Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">debild</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Die Krankheitsbilder Persönlichkeitsänderung und somatoforme Schmerzstörung seien zwar diagnostisch unterscheidbar, würden jedoch bezüg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich der darauf gründenden Einschränkungen auf die Arbeitsfähigkeit keine exakte Abgrenzung erlauben. Folglich handle es sich bei den vorhandenen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gesundheitsschädigungen durchaus um erklärbare Gesundheitsschädigungen, die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine Überprüfung unter dem Titel der Schlussbestimmungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der 6. IV-Revision</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> verunmöglich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Auch ein Zurückkommen auf die ursprüngliche Rentenzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprache infolge Wiedererwägung oder Revision scheide aus (S. 6 f. Ziff. III.2).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">S</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">treitig und zu prüfen ist, ob die Rentenaufhebung zu Recht gestützt auf die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schlussbestimmungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erfolgt ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der ursprünglichen Rentenzusprache mit Verfügungen vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und 11. Februar 2003 (Urk. 11/44-45) lag im Wesentlichen der Bericht der Psychiatrischen Klinik </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 14. August 2002 (Urk. 11/30/1-6) zugrunde (vgl. Feststellungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">blatt vom 28. August 2002, Urk. 11/60/2-3).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Ärzte der Psychiatrischen Klinik </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> führten aus, dass die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführerin vom 4. April bis 30. Mai 2002 stationär psychiatrisch-psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">therapeutisch behandelt worden sei (Ziff. D.1), und nannten eine andauernde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sönlichkeitsveränderung nach anamnestischer Extrembelastung (ICD-10 F62.0)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sowie eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) als Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. A). In der zuletzt ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">übten Tätigkeit als Serviceangestellte bestehe seit dem 30. Mai 2000 bis auf Weiteres eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. B). Eine Reintegration in den Arbeitsprozess würde aktuell und in absehbarer Zeit eine Überforderung der Beschwerdeführerin darstellen, könnte jedoch im günstigsten Fall nach einer ausreichenden Stabilisierung im geschützten Rahmen zu einem späteren Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkt erneut geprüft werden. Die Wahrscheinlichkeit einer bleibenden psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Beeinträchtigung müsse als hoch eingeschätzt werden (Ziff. D.7).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zudem führten die Ärzte aus, dass die Persönlichkeitsänderung der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin mit behindernder Einschränkung ihrer Leistungsfähigkeit auf die Summe der Traumatisierungen zurückzuführen sei, welche sie in ihrem Leben erlitten habe. Anamnestisch sei die Beschwerdeführerin bis am 30. Mai 2000 im Rahmen der Möglichkeiten als Asylbewerberin voll arbeitsfähig gewesen (S. 4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Rentenbestätigung mittels Mitteilung vom 18. Januar 2008 (Urk. 11/65) lag sodann im Wesentlichen der Bericht von Dr. med. A.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, vom 11. Januar 2008 (Urk. 11/63/3-4) zugrunde (vgl. Feststellungsblatt vom 18. Januar 2008, Urk. 11/64). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> führte aus, dass die Beschwerdeführerin seit Dezember 2002 in ihrer psychiatrischen beziehungsweise psychosomatischen Behandlung stehe und alle zwei bis vier Wochen stützende Gespräche stattfänden (Ziff. 3). Sie diagnostizierte eine andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung mit chronisch depressive</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Zustandsbild und chronischen Schmerzen des Bewe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">g</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ungsapparates (Ziff. 2). Zudem führte Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aus, dass im Sommer 2004 ein Arbeitsversuch als 50%-Angestellte im Verkauf des Brockenhauses einer Asyl-Organisation nach wenigen Wochen wegen Überforderung habe sistiert werden müssen. Es bestehe weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 3). Die Prognose müsse als ungünstig betrachtet werden. Mit einer Besse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung des Krankheitszustandes und Erreichen einer Arbeitsfähigkeit sei nicht zu rechnen (Ziff. 4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) lagen sodann im Wesentlichen nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">folgende Berichte zugrunde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. A.___ führte in ihrem Bericht vom 5. März 2013 (Urk. 11/68/3) aus, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin nicht in relevantem Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mass verändert habe. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Ärzte der MEDAS Y.___ erstatteten das von der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin in Auftrag gegebene polydisziplinäre Gutachten am 18. Juni 2014 (Urk. 11/79/1-21 = Urk. 3/3/1-21) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gestützt auf die ihnen überlassen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en Akten (S. 2 ff. Ziff. 1.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">), die Angaben der Besch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">werdeführerin (S. 8 ff. Ziff. 1.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) und die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">durchgeführten internistischen (S. 15 f. Ziff. 2.1-2.3)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, rheuma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tologischen (S. 17 Ziff. 2.4.1) und psychiatrischen (S. 17 Ziff. 2.4.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) Untersuchungen.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Endokrino</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">logie-Diabetologie, führte die allgemeininternistische </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Untersuchung (S. 2 ff. Ziff. 1-2.3), Dr. med. C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Rheumatologie und für Allgemeine Innere Medizin, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die rheumatologische Untersuchung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(S. 15 f. Ziff. 2.1-2.3, vgl. Urk. 11/79/26-34) und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">med. pract. D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für Psychiatrie und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Psychotherapie, die psychiatrische Untersuchung (S. 17 Ziff. 2.4.2, vgl. Urk.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 11/79/35-46</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> durch.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gutachter nannten folgende Diagnosen mit Einschränkung auf die Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit (S. 19 Ziff. 4.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anhaltende Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (ICD-10 F62.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.40) mit</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">chronischem unspezifischem zervikalem Schmerzsyndrom myofas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">zia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">ler Prägung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">chronischem unspezifischem lumbalem Schmerzsyndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der rheumatologische Gutachter legte in seinem Teilgutachten vom 13. Mai 2014 (Urk. 11/79/26-34) dar, dass aus rheumatologischer Sicht keine arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">relevante Problematik vorliege, die eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gründen würde. Von rheumatologischer Seite her bestehe daher für jegliche </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Tätigkeit ohne leistungsmässige oder zeitliche Einschränkung eine volle Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit (S. 8 Ziff. 6.1). Ausserdem liege aus rheumatologischer Sicht weder eine Verbesserung noch eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes vor (S. 8 f. Ziff. 8.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der psychiatrische Gutachter führte sodann in seinem Teilgutachten vom 19. Mai</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2014 (Urk. 11/79/35-46) aus, dass eine mittelgradige Depression vorliege. Ob</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wohl diese seit spätestens 2001 chronisch sei, sei gemäss ICD von einer depres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">siven Episode zu sprechen. Der genaue Verlauf sei über die letzten 13 Jahre nicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nachzuzeichnen, da die Depression kaum beachtet worden sei, es erscheine jedoch überwiegend wahrscheinlich, dass sie die meiste Zeit im mittelgradigen Bereich gelegen habe, phasenweise wahrscheinlich auch höhergradig. Zudem sei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung durch eine feind</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche oder misstrauische Haltung gegenüber der Welt, durch sozialen Rückzug, Gefühle der Leere oder Hoffnungslosigkeit, ein chronisches Gefühl der Anspan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nung wie bei ständigem Bedrohtsein und Entfremdungsgefühl gekennzeichnet. Eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) könnte dieser Form der Persönlichkeitsänderung vorausgegangen sein. Die Beschwerdeführerin sei noch tief geprägt von den Traumatisierungen, die Auswirkungen würden im Bereich einer posttraumatischen Belastungsstörung beziehungsweise einer Persönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keitsänderung erscheinen, jedoch etwas abgeschwächt, aber bei Weitem nicht aufgehoben. Zudem gebe die Beschwerdeführerin kontinuierlich Schmerzen über die Jahre an, so auch heute noch. Diese seien nicht ausreichend somatisch erklärbar und psychische Belastungsfaktoren gebe es deutlich und nachwirkend. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung sei weiterhin gegeben. Die Komo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">biditäten seien bereits dargestellt worden, namentlich die Persönlichkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ände</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung und die mittelgradige Depression (S. 9 f. Ziff. 4).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Insgesamt sei aus psychiatrischer Sicht festzuhalten, dass sich die Persönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keitsänderung im Vergleich zum Jahr 2001 etwas abgeschwächt habe, die somatoforme Schmerzstörung möglicherweise ebenfalls. Andererseits sei die De</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pression nun hinzuzurechnen, wenn sie wohl auch bereits vor 14 Jahren vorge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">legen haben dürfte. Hieraus ergebe sich eine minime Verbesserung im Vergleich zum Jahr 2001, aufgrund fehlender Verlaufsberichte über die letzten Jahre sei es aber möglich, dass es sich hier um eine positive Momentaufnahme handle </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und es (noch) zu Schwankungen (inklusive Verschlechterungen) komme, die dan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n ein schlechteres Bild abgeben könnten (S. 10 Mitte Ziff. 4). Die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin werde aktuell nicht (mehr) ausreichend psychiatrisch-psychothera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">peu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tisch behandelt. Sie habe noch den Willen, nicht so zu verharren und sie sei nicht vollkommen dekompensiert, sondern habe sich auf minim besserem Nive</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">au stabilisiert. Dies scheine eine Hoffnung machende Basis zu sein, um noch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mals Verbesserungen zu versuchen (S. 10 unten Ziff. 4). Die Arbeitsfähigkeit betrage somit 20 %, da von minimen Verbesserungen auszugehen sei, jedoch werde ein direkter Einstieg aus klinischer Erfahrung als nicht erfolgsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chend erachtet (S. 11 Ziff. 5.1-5.2). Es sollten bei grundsätzlich motivierter und ausreichend differenziert wirkender Beschwerdeführerin unbedingt wieder Psychotherapie und eine intensivierte Psychopharmakotherapie aufgenommen werden, die aktuelle Medikation sei viel zu tief dosiert (S. 11 Ziff. 6).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Folge kamen die Gutachter der MEDAS </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in der zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sammen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fassenden Beurteilung zum Schluss, dass in der zuletzt ausgeübten Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit in einer psychiatrisch begleiteten Kochgruppe sowie generell für alle in Frage kommenden beruflichen Tätigkeiten – ausschliesslich aus psychiatrischen Grün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den – eine Arbeitsfähigkeit von 20 % bestehe (S. 20 Ziff. 5.1-5.2). Dabei handle es sich um eine minime Verbesserung der Arbeitsunfähigkeit von 100 % auf 80 % (S. 20 Ziff. 6.1.1). Zudem sei seit dem Jahr 2001 keine wesentliche Verbesserung des Gesundheitsschadens ausgewiesen (S. 20 Ziff. 6.1.2).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Med. pract. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für Neurologie und für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), legte in seiner Stellung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme vom 2. Juli 2014 (Urk. 11/89/5) dar, dass das Gutachten der MEDAS </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die formalen Qualitätskriterien erfülle, nachvollziehbar und in seinen medizinischen Schlussfolgerungen plausibel sei. Im Vergleich zum Jahr 2001 habe sich keine wesentliche (nur minimale) Verbesserung des Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zustandes ergeben.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In ihrem Schreiben vom 15. Juni 2015 (Urk. 11/92) verwies Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> im Wesentlichen auf ihren Bericht vom 5. März 2013 (vorstehend E. 4.2), seither habe sich bei der Beschwerdeführerin keine wesentliche Veränderung des Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sundheitszustands ergeben. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In seiner Stellungnahme vom 26. Oktober 2015 (Urk. 11/98/2-3) führte der RAD-Arzt med. pract. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aus, dass aus medizinischer Sicht keine neuen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Tatsachen vorhanden seien. Gemäss seiner Stellungnahme vom 2. Juli 2014 (vo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stehend E. 4.4) sei der Gesundheitszustand seit dem Jahr 2001 nahezu unver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ändert geblieben. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Med. pract. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">F.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, nahm am 10. Mai 2016 (Urk. 11/100 = Urk. 3/4-3/4/1) zu Fragen der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin Stellung. Er führte aus, dass er die Beschwerdeführerin seit April 2015 behandle (Ziff. 1), und nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 2):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anhaltende Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (ICD-10 F62.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.40)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Er legte dar, dass er ebenfalls zur Diagnose einer depressiven Störung komme, welche seit vielen Jahren schwer chronifiziert verlaufe und über weite Strecken als mittelgradig einzustufen sei. Zudem stimme er grundsätzlich der Diagnose der somatoformen Schmerzstörung zu. Seiner Meinung nach werde im Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten der MEDAS </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zu wenig deutlich darauf hingewiesen, dass die diagnostischen Übergänge zwischen depressiven Störungen und somato</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">for</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men Störungsbildern, also beispielsweise anhaltenden somatoformen Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störungen grundsätzlich dimensional seien und ein depressives wie somatofor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mes Störungsbild deshalb – wie in diesem vorliegenden Fall – nicht klar kategorial getrennt werden könnten. Bei der Beschwerdeführerin könnten die ebenfalls seit Jahren bekannten und chronifizierten „Muskelschmerzen“ diffe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rentialdiagnostisch ebenso gut als somatisierte Anteile der depressiven Störung gesehen werden. Die chronifizierte depressive Störung sehe er vor dem Hinter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund mehrfacher, teils wahrscheinlich schwerer Traumatisierungen im Lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lauf der Beschwerdeführerin. Differentialdiagnostisch könne eine anhaltende Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung durchaus in Betracht gezogen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">werden. Insgesamt bestehe in jedem Fall eine sehr komplexe psychische Störung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, wobei psychische und körperliche Symptome stark ineinander verschränkt auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">treten würden (S. 4 Ad 2, vgl. Ziff. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin sei ausserstande, eine wirtschaftlich verwertbare Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leistung zu erbringen, weder in ihrer ursprünglichen, noch in angepasster Tätigkeit. Frühere Wiedereingliederungsversuche seien ohne Erfolg verlaufen. Auch heute sei selbst für eine geschützte Arbeitstätigkeit kaum mit dem Erreichen einer regelmässigen Belastbarkeit zu rechnen (S. 4 Ad 3, vgl. Ziff. 3). Der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin sei zudem seit Jahren stationär geblieben (S. 5 Ad 7, vgl. Ziff. 7).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In seinem Schreiben vom 24. August 2016 (Urk. 3/5) äusserte sich med. pract. F.___ zur Psychopharmakotherapie der Beschwerdeführerin. Bereits in der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gangenheit seien durch die Vorbehandlerin Dr. A.___ wiederholte Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lungsversuche mit verschiedenen antidepressiv wirksamen und auch schlafför</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dernden Medikamenten unternommen worden. Alle diese Versuche hätten jedoch nicht den gewünschten Erfolg gebracht und seien oftmals auch an unterwünschten Nebenwirkungen gescheitert. Wegen der früheren Erfahrungen mit Nebenwirkungen sei die Skepsis der Beschwerdeführerin gegenüber psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pharmakologischen Behandlungen gross. Immerhin habe zwischenzeitlich die Dosierung von Fluctine, wie im Gutachten empfohlen, erhöht werden können. Der zu erwartende Erfolg psychopharmakologischer Massnahmen müsse bei der langjährigen, chronifizierten psychischen Störung aber aus fachärztlicher Sicht stark relativiert werden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorweg ist festzuhalten, dass die 1970 geborene Beschwerdeführerin im Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkt des Inkrafttretens der Schlussbestimmungen der 6. IV-Revision am 1. Janua</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r 2012 weder das 55. Altersjahr zurückgelegt noch die Rente im Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkt der Rentenüberprüfung seit mehr als 15 Jahren bezogen hat (vgl. lit. a Abs. 4 SchlB IVG 6. IV-Revision, vgl. vorstehend E. 1.3). Folglich ist lit. a Abs. 1 SchlB IVG 6. IV-Revision anwendbar und eine Herabsetzung oder Aufhebung der Rente ist grundsätzlich möglich, auch wenn die Revisions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aussetzungen nach Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt sind (vgl. vorstehend E. 1.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die ursprüngliche Rentenzusprache ab Mai 2001 mit Verfügungen vom 5. und 11. Februar 2003 (Urk. 11/44-45, vgl. auch Feststellungsblatt vom 24. März 2015 in Urk. 11/89 S. 1, Feststellungsblatt vom 10. März 2016 in Urk. 11/98 S. 3 oben) beruhte einerseits auf einer anhaltenden somatoformen Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung, die zu den pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bildern ohne nachweisbare organische Grundlage gehört (vgl. vorstehend E. 1.4),</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und andererseits auf einer andauernden Persönlichkeitsänderung nach anam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nestischer Extrembelastung, mithin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Diagnose</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die nicht zu den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> patho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bare organische Grundlage</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zählt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2015 vom 24. Februar 2016 E. 4.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Rentenbestätigung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m 18. Januar 2008 (vgl. Urk. 11/65) erging sodann nicht in Beachtung der mit BGE 130 V 352 zur somatoformen Schmerzstörung begründeten Rechtsprechung (vgl. vorstehend E. 1.4). So wurde die Rente unge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achtet einer Prüfung der Foerster-Kriterien bestätigt (vorstehend E. 3.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach dem Gesagten kann festgehalten werden, dass sich die Zusprache der Rente der Beschwerdeführerin auf eine objektivierbare Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schädigung sowie auf ein pathogenetisch-ätiologisch unklares syndromales Beschwerdebild ohne nachweisbare organis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che Grundlage im Sinne von lit. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">a Abs. 1 SchlB IVG 6. IV-Revision stützte.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei kombinierten Beschwerden sind die Schlussbestimmungen der 6. IV-Revi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sion anwendbar, wenn die unklaren und die erklärbaren Beschwerden – sowohl diagnostisch als auch hinsichtlich der funktionellen Folgen – auseinander</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halten werden können (vorstehend E. 1.2). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dies ist vorliegend nicht der Fall.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ist ein „Mischsachverhalt" gegeben, bei dem es unmöglich ist festzustellen, wie gross der Anteil der organisch bedingten Beschwerden bei der Rentenzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chung war, bestimmt sich die (zu einer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">integralen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Neuprüfung führende) Anwendbarkeit der Schlussbestimmung nach folgendem Grundsatz: Besteht (im Zeitpunkt der Rentenzusprechung und/oder -überprüfung) neben dem syndro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">malen Zustand eine davon unabhängige organische oder psychische Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitsschädigung, so hängt die Anwendbarkeit der Schlussbestimmung davon ab, dass die weitere („nichtsyndromale") Gesundheitsschädigung die anspruchser</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hebliche Arbeitsunfähigkeit nicht mitverursacht, das heisst letztlich nicht selbständig zur Begründung des Rentenanspruchs beigetragen hat. Wenn sie die Auswirkungen des unklaren Beschwerdebildes bloss verstärkte, bleibt eine Rentenrevision unter diesem Rechtstitel möglich (vorstehend E. 1.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorliegend beruhte die ursprüngliche Rentenzusprache ab Mai 2001 mittels Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügungen vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und 11. Februar 2003 (Urk. 11/44-45) auf einer Gesamt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arbeitsunfähigkeit von 100 % in angestammter und angepasster Tätigkeit (vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stehend E. 3.1, vgl. Feststellungsblatt vom 24. März 2015 in Urk. 11/89 S. 1 unten), die insbesondere aus der andauernden Persönlichkeitsänderung nach anamnestischer Extrembelastung herleitet wurde. So wurde im Bericht der Psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chiatrischen Klinik </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in Bezug auf die Ursachen der Arbeitsunfähigkeit dargelegt, dass die Persönlichkeitsänderung der Beschwerdeführerin mit behin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dernder Einschränkung ihrer Leistungsfähigkeit auf die Summe der Trauma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tisierungen zurückzuführen sei, welche die Beschwerdeführerin in ihrem Leben erlitten habe. Zur Einschränkung der Arbeitsfähigkeit infolge der somatoformen Schmerzstörung wurden keine genaueren Angaben gemacht (vorstehend E. 3.1, vgl. Urk. 11/30 S. 4 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit der andauernden Persönlichkeitsänderung lag somit eine vom syndromalen Zustand unabhängige psychische Gesundheitsschädigung vor, welche für die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit wenn nicht vollständig, dann doch in überwiegendem Ausmass verantwortlich war. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">afür, da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ss die somatoforme Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung und deren Auswirkungen auf das Leistungsvermögen im Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund der gesamten Symptomatik beziehungsweise der daraus resultierenden Arbeitsunfähigkeit gestanden hätte, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ergeben sich jedenfalls keine Hinweise. Zu dieser Einschätzung kam denn auch die zuständige Fachkraft der IV-Stelle am 10. April 2013 (Urk. 11/89 S. 2). Damit fällt eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rentenaufhebung gestützt auf lit. a Abs. 1 SchIB IVG 6. IV-Revision ausser Betracht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das polydisziplinäre Gutachten der MEDAS </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom Juni 2014 umfasst die Fachrichtungen Allgemeine Innere Medizin, Rheumatologie und Psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chiatrie. Die Gutachter Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und med. pract. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen über den entsprechenden Facharzttitel und waren somit in ihren Fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bieten grundsätzlich zur Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit der Beschwerdeführerin befähigt. Die Gutachter berücksichtigten die geklagten Beschwerden und das Verhalten der Beschwerdeführerin und er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellten ihren jeweiligen Teil des Gutachtens in Kenntnis der Vorakten (vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stehend E. 4.3). Die gestellten Diagnosen als auch die Schlussfolgerungen zur Arbeitsfähigkeit werden im Gutachten ausführlich begründet und sind nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vollziehbar. Damit erfüllt das Gutachten der MEDAS </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerichtlichen Anforderungen an ein medizinisches Gutachten (vorstehend E. 1.5) vollumfänglich, so dass für die Entscheidfindung grundsätzlich darauf abzustellen ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Gutachter der MEDAS </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> diagnostizierten sodann lediglich psychiatrische Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, namentlich eine mittelgradige depressive Episode, eine anhaltende Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung sowie eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung und attestierten der Beschwerdeführerin eine Arbeitsunfähigkeit von 80 % (vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stehend E. 4.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der psychiatrische Gutachter legte in nachvollziehbarer und schlüssiger Weise dar, dass sich die andauernde Persönlichkeitsänderung im Vergleich zum Jahr 2001 etwas abgeschwächt habe, die somatoforme Schmerzstörung möglicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise ebenfalls. Andererseits sei nun eine Depression hinzuzurechnen, auch wenn sie wohl bereits vor 14 Jahren vorgelegen haben dürfte. Die Gutachter kamen daher in der zusammenfassenden Beurteilung zum Schluss, dass (ledig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich) aus psychiatrischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vorliege und attestierten der Beschwerdeführerin eine Arbeitsfähigkeit von gesamthaft 20 % (vorstehend E. 4.3). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf diese überzeugende Einschätzung ist abzustellen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung auf den Standpunkt, dass die im Gutachten diagnostizierte Diagnose einer anhaltenden Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung nicht nachvollziehbar sei (vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stehend E. 2.1), ohne dies jedoch näher zu begründen. Der psychiatrische Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achter der MEDAS </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> legte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hingegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in nachvollziehbarer und schlüssiger Weise dar, dass weiterhin, mithin seit der ursprünglichen Renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zusprache, eine Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung vorliege, auch wenn nicht mehr im Vollbild (vorstehend E. 4.3). Der diesbezügliche Einwand der Beschwerdegegnerin erweist sich deshalb als unbegründet und vermag an der Beweiskraft des Gutachtens nichts zu ändern. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ferner ist festzuhalten, dass seit der ursprünglichen Rentenzusprache ab Mai 2001 mittels Verfügungen vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und 11. Februar 2003 (Urk. 11/44-45) keine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustands ausgewiesen ist, weshalb auch eine Rentenrevision gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG ausser Betracht fällt. So hielten die Gutachter der MEDAS </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in ihrem polydisziplinären Gutachten vom Juni 2014 (vorstehend E. 4.3) fest, dass im Vergleich zum Jahr 2001 nur eine minime und somit keine wesentliche Verbesserung des Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitszustands der Beschwerdeführerin ausgewiesen sei. Auch der RAD-Arzt med. pract </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> war in seinen Stellungnahmen vom Juli 2014 (vorstehend E. 4.4) und Oktober 2015 (vorstehend E. 4.6) der Ansicht, dass im Vergleich zum Jahr 2001 keine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustandes der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführerin vorliege. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus diesem Grund kann vorliegend auch offen gelassen werden, ob es sich bei der mittelgradigen depressiven Episode um einen verselbständigten Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaden handelt oder nicht. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die Beschwerdegegnerin die Rente der Beschwerdeführerin zu Unrecht aufgehoben hat, was zur Gutheissung der Beschwerde führt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG) und auf Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">00.-- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Partei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">messen (§ 34 Abs. 3 GSVGer).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unter Berücksichtigung der vorgenannten Bemessungskriterien und beim praxis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gemässen Stundenansatz von Fr. 185.-- ist die Prozessentschädigung vorliegend auf Fr. 1‘700.-- (inkl. Bar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auslagen und MWSt) festzusetzen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 23. Juni 2016 mit der Feststellung aufgehoben, dass die Beschwerdeführerin weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente hat.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. 8</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">00</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt. Rechnung</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1'700</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsdienst Inclusion Handicap</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">zustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannPeter-Schwarzenberger</p><p></p></div> </div></body></html>