<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2020.00457</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=221380&amp;W10_KEY=13013474&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2020.00457</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 17.06.2021</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Tierschutz</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Tierschutz. Der Umstand, dass jemand gesundheitlich beeinträchtigte Tiere hält, ist kein Grund für eine staatliche Massnahme. Eine solche kann gestützt auf Art. 24 Abs. 1 TSchG nur erfolgen, wenn erstellt ist, dass Tiere vernachlässigt oder unter völlig ungeeigneten Bedingungen gehalten werden. Als Vernachlässigung gilt die Missachtung der Fürsorgepflicht gemäss Art. 6 Abs. 1 TSchG, mithin also die Unterlassung einer nach dieser Bestimmung gebotenen Handlung durch eine dafür verantwortliche Person (E. 2.4). Die Vorinstanz kam gestützt auf die verschiedenen tierärztlichen Berichte zu Recht zum Schluss, dass der Beschwerdegegner aufgrund des im Zeitpunkt des Erlasses seiner Verfügung bekannten Sachverhalts nicht von einer Vernachlässigung der Katze hätte ausgehen dürfen. Damit fehlte es aber an der gesetzlichen Grundlage zum Erlass von tierschutzrechtlichen Massnahmen bzw. liessen sich diese nicht auf Art. 24 Abs. 1 TSchG stützen. Entgegen der Ansicht der Vorinstanz gilt dies nicht nur hinsichtlich der von ihr aufgehobenen, sondern auch hinsichtlich der von ihr mit Rekursentscheid abgeänderten Auflagen (E. 3.3.2). Mangels Vernachlässigung bzw. Missachtung der Fürsorgepflicht durfte die Vorinstanz die Auflagen des Beschwerdegegners (auch) nicht mit der Begründung stützen bzw. abändern, aus den Angaben der Beschwerdeführerin in einer Eingabe an den Beschwerdegegner und in der Rekursschrift ergebe sich, dass die Beschwerdeführerin die regelmässige tierärztliche Kontrolle und Behandlung der Katze eingestellt habe. Den Auflagen käme so in erster Linie präventiver Charakter zu, was nicht zulässig ist. Im Übrigen lässt sich aus den Eingaben der Beschwerdeführerin auch nicht ohne Weiteres darauf schliessen, dass diese â anders als dies in der Vergangenheit auch aus Sicht der Vorinstanz der Fall war â nunmehr beabsichtigte bzw. beabsichtigt, der Katze nicht mehr die notwendige tierärztliche Behandlung und Kontrolle zukommen zu lassen (E. 3.3.3). Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FÃRSORGEPFLICHT">FÃRSORGEPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KATZE">KATZE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: TIERSCHUTZ">TIERSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERNACHLÃSSIGUNG">VERNACHLÃSSIGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 4 Abs. I TSchG</span><br/><span class="ungerade">Art. 4 Abs. II TSchG</span><br/><span class="gerade">Art. 6 Abs. I TSchG</span><br/><span class="ungerade">Art. 23 Abs. I TSchG</span><br/><span class="gerade">Art. 24 Abs. I TSchG</span><br/><span class="ungerade">Art. 3 Abs. I TSchV</span><br/><span class="gerade">Art. 3 Abs. II TSchV</span><br/><span class="ungerade">Art. 3 Abs. III TSchV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=53250" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2020.00457</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 3. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">17. Juni 2021</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Rudolf Bodmer<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter AndrÃ© <br/> Moser, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Cyrill Bienz. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">A, </p> <p class="MsoNormal"><b>BeschwerdefÃ¼hrerin, </b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VeterinÃ¤ramt des Kantons ZÃ¼rich, </p> <p class="MsoNormal"><b>Beschwerdegegner, </b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Tierschutz,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A, wohnhaft in B, ist Halterin der Katze C (geb. Januar 2011), welche seit dem 26. Februar 2019 aufgrund eines nicht nÃ¤her bekannten Vorfalls an den Hinterbeinen gelÃ¤hmt ist. In der Nacht vom 3. auf den 4. September 2019 griff der Tierrettungsdienst C in B auf und brachte sie fÃ¼r AbklÃ¤rungen in das UniversitÃ¤re Tierspital ZÃ¼rich. Nachdem dieses C tierÃ¤rztlich versorgt und A informiert hatte, nahm A C noch in derselben Nacht entgegen dem tierÃ¤rztlichen Rat (vorzeitig) nach Hause.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit VerfÃ¼gung vom 5. September 2019 beschlagnahmte das VeterinÃ¤ramt des Kantons ZÃ¼rich (fortan: das VETA) C vorsorglich am Wohnort und im Beisein von A. Sodann ordnete das VETA an, die Katze werde tierÃ¤rztlich untersucht und gegebenenfalls euthanasiert. Nach der Untersuchung ihres allgemeinen und neurologischen Zustands im Tierspital wurde die Katze A am 9. September 2019 zurÃ¼ckgegeben. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Mit VerfÃ¼gung vom 30. September 2019 trat die Gesundheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich auf den von A mit Eingabe vom 16. September 2019 gegen die VerfÃ¼gung des VETA vom 5. September 2019 erhobenen Rekurs nicht ein. Einerseits sei sie â die Gesundheitsdirektion â fÃ¼r die Behandlung der AntrÃ¤ge auf Zusprechung von Schadenersatz und einer Genugtuung nicht zustÃ¤ndig. Andererseits fehle es A seit der RÃ¼ckgabe von C am 9. September 2019 an einem praktischen Interesse an der Aufhebung der VerfÃ¼gung vom 5. September 2019. Soweit A schliesslich beantragt habe, das VETA sei zu verpflichten, vor der Vornahme allfÃ¤lliger weiterer Massnahmen ihr gegenÃ¼ber in Bezug auf deren Art und Umfang eine Genehmigung von einer unabhÃ¤ngigen gerichtlichen Instanz einzuholen, und das VETA sei superprovisorisch anzuweisen, betreffend C keine Auflagen und keine weiteren Anordnungen oder Vollzugshandlungen ohne vorgÃ¤ngige ausdrÃ¼ckliche gerichtliche Genehmigung vorzunehmen, fehle es an einer entsprechenden gesetzlichen Grundlage und gehÃ¶re dies auch nicht zum Streitgegenstand. Die VerfÃ¼gung vom 30. September 2019 blieb unangefochten.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Mit VerfÃ¼gung vom 7. November 2019 ordnete des VETA Folgendes an:</p> <p class="MsoNormal">" I. â¦</p> <p class="MsoNormal"> II. A wird verpflichtet, die Therapie gemÃ¤ss Anweisung des Tierspitals ZÃ¼rich sicherzustellen und die Katze C mindestens alle zwei Monate am Tierspital ZÃ¼rich zur neurologischen Untersuchung vorzustellen.</p> <p class="MsoNormal"> III. A wird verpflichtet, dem VeterinÃ¤ramt innert 7 Tagen nach jeder Untersuchung einen tierÃ¤rztlichen Bericht zukommen zu lassen, aus dem der aktuelle Gesundheitszustand der Katze, der weitere Therapieplan sowie die Prognose hervorgeht. Der erste Bericht ist in Abweichung zum Schreiben vom 19. September 2019 dem VeterinÃ¤ramt bis am 27. November 2019 zuzustellen.</p> <p class="MsoNormal"> IV. A wird verpflichtet, die Physiotherapie der Katze C gemÃ¤ss Anweisung eines anerkannten Physiotherapeuten/Physiotherapeutin umzusetzen. Innert Frist von 10 Tagen ab Erhalt dieser VerfÃ¼gung wird sie verpflichtet, dem VeterinÃ¤ramt den ersten Bericht einzureichen, aus dem der Therapieplan hervorgeht. Danach ist dem VeterinÃ¤ramt alle drei Monate ein physiotherapeutischer Bericht einzureichen, aus dem das Therapieintervall, die Fortschritte sowie der Therapieplan hervorgeht.</p> <p class="MsoNormal"> V. A wird verpflichtet, die Katze C nur unter direkter Aufsicht in den Garten zu lassen. Dies bedeutet, dass sich die Katze dauernd in ihrem Blickfeld oder im Blickfeld einer von ihr instruierten Drittperson befinden muss.</p> <p class="MsoNormal"> VI. A wird verpflichtet, ihren Garten innert Frist von einem Monat ab Erhalt dieser VerfÃ¼gung einbruchsicher einzuzÃ¤unen, sodass keine fremden Tiere â wie andere Katzen, FÃ¼chse, Marder oder Hunde â Zutritt zu ihrem Garten haben. A muss zudem sicherstellen, dass es keine VersteckmÃ¶glichkeiten fÃ¼r die Katze gibt, welche fÃ¼r Personen nicht zugÃ¤nglich sind.</p> <p class="MsoNormal"> VII. Die Kosten dieser VerfÃ¼gung von Fr. 437.60 bestehen aus einer GrundgebÃ¼hr von Fr. 300 und der SchreibgebÃ¼hr von Fr. 137.60 und werden A auferlegt.</p> <p class="MsoNormal"> VIII. Der Betrag von Fr. 437.60 ist mit beiliegendem Einzahlungsschein innert 30 Tagen zu bezahlen.</p> <p class="Urteilstext">IX. â¦</p> <p class="Urteilstext">Dem Lauf der Rekursfrist und der Einreichung eines allfÃ¤lligen Rekurses gegen Dispositiv Ziffer II bis VI wird die aufschiebende Wirkung entzogen.</p> <p class="Urteilstext">X. â¦"</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>In der Folge rekurrierte A mit Eingabe vom 18. Dezember 2019 bei der Gesundheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich und beantragte im Wesentlichen die Aufhebung der VerfÃ¼gung des VETA vom 7. November 2019 bzw. der damit angeordneten Auflagen. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit VerfÃ¼gung vom 23. Dezember 2019 hiess die Gesundheitsdirektion das Gesuch von A um superprovisorische Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung des Rekurses bezÃ¼glich der Dispositivziffern IV und VI der angefochtenen VerfÃ¼gung gut, und mit VerfÃ¼gung vom 14. Januar 2020 ordnete die Gesundheitsdirektion zudem superprovisorisch die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung des Rekurses bezÃ¼glich der Dispositivziffern II und III der VerfÃ¼gung vom 7. November 2019 an. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Mit VerfÃ¼gung vom 29. Mai 2020 hiess die Gesundheitsdirektion den Rekurs teilweise gut, soweit sie darauf eintrat (Dispositivziffer I Absatz 1), und hob die Dispositivziffern III und IV der VerfÃ¼gung des VeterinÃ¤ramts vom 7. November 2019 ersatzlos auf (Dispositivziffer I Absatz 2). Dispositivziffer VII der angefochtenen VerfÃ¼gung Ã¤nderte sie insofern ab, als sie die Kosten auf Fr. 250.- reduzierte (Dispositivziffer I Absatz 3). Die Dispositivziffern II, V und VI Ã¤nderte die Gesundheitsdirektion folgendermassen ab (Dispositivziffer I Absatz 4):</p> <p class="MsoNormal">" II. A wird verpflichtet, die Katze C regelmÃ¤ssig durch einen fachlich geeigneten Tierarzt bzw. eine fachlich geeignete TierÃ¤rztin kontrollieren und nach Bedarf behandeln zu lassen. Die erste Kontrolle hat innerhalb von zwei Monaten nach Zustellung dieser VerfÃ¼gung zu erfolgen. Die weiteren Kontrollen und Behandlungen haben sich nach dem aktuellen Gesundheitszustand der Katze und den Empfehlungen des behandelnden Tierarztes bzw. der behandelnden TierÃ¤rztin zu richten. Bei den Kontrollen ist der Gesundheitszustand, insbesondere die Schmerzsituation, die BehandlungsbedÃ¼rftigkeit und die Prognose zu Ã¼berprÃ¼fen.</p> <p class="MsoNormal"> V. A wird unter Vorbehalt von Dispositivziffer VI verpflichtet, die Katze C nur unter direkter Aufsicht in den Garten zu lassen. Dies bedeutet, dass sich die Katze dauernd in ihrem Blickfeld oder im Blickfeld einer von ihr instruierten Drittperson befinden muss.</p> <p class="MsoNormal"> VI. A wird verpflichtet, durch eine geeignete, stabil verankerte EinzÃ¤unung des Aufenthaltsbereichs der Katze C das Entweichen der Katze C und das Eindringen fremder Tiere zu verhindern, solange und soweit sie die Katze C ohne direkte Aufsicht im Sinne von Dispositivziffer V im Garten hÃ¤lt.</p> <p class="MsoNormal"> Sie hat zudem sicherzustellen, dass die Katze C keinen Zugang zu Verstecken oder SchlupflÃ¶chern hat, die fÃ¼r Personen nicht zugÃ¤nglich sind."</p> <p class="Sachverhalt2">Die reduzierten Verfahrenskosten auferlegte die Gesundheitsdirektion A (Dispositivziffer II). Dem Lauf der Beschwerdefrist und einer allfÃ¤lligen Beschwerde gegen Dispositivziffer I entzog die Gesundheitsdirektion die aufschiebende Wirkung (Dispositivziffer V).</p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Mit VerfÃ¼gung (bzw. "ErlÃ¤uterung") vom 11. Juni 2020 ergÃ¤nzte bzw. erlÃ¤uterte die Gesundheitsdirektion ihren Rekursentscheid vom 29. Mai 2020 wie folgt:</p> <p class="MsoNormal">" III. Es wird keine ParteientschÃ¤digung ausgerichtet.</p> <p class="MsoNormal"> IV. Gegen diese VerfÃ¼gung kann innert 30 Tagen, von der Mitteilung an gerechnet, beim Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich Beschwerde eingereicht werden. Die Beschwerde muss einen Antrag und eine BegrÃ¼ndung enthalten. Die angefochtene VerfÃ¼gung ist beizulegen oder genau zu bezeichnen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit mÃ¶glich beizulegen. WÃ¤hrend der Gerichtsferien vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August und vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar steht die Beschwerdefrist still.</p> <p class="Urteilstext">V. Dem Lauf der Beschwerdefrist und einer allfÃ¤lligen Beschwerde gegen Ziffer 1 Abs. 4 dieser VerfÃ¼gung wird die aufschiebende Wirkung entzogen."</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Mit Beschwerde vom 3. Juli 2020 gelangte A daraufhin an das Verwaltungsgericht und beantragte, die Dispositivziffern I Absatz 4 II., V. und VI. der VerfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion vom 29. Mai 2020 seien aufzuheben. Ebenso sei Dispositivziffer I Absatz 3 derselben VerfÃ¼gung aufzuheben, und es sei ihr in AbÃ¤nderung von Dispositivziffer I Absatz 2 III. der VerfÃ¼gung vom 11. Juni 2020 eine angemessene ParteientschÃ¤digung zuzusprechen. Weiter sei Dispositivziffer II der VerfÃ¼gung vom 29. Mai 2020 aufzuheben und ihr eine angemessene ParteientschÃ¤digung zuzusprechen. Sodann sei superprovisorisch Dispositivziffer V der VerfÃ¼gung vom 29. Mai 2020 bzw. in AbÃ¤nderung von Dispositivziffer I Absatz 4 II., V. und VI. der VerfÃ¼gung vom 29. Mai 2020 die aufschiebende Wirkung des Rekurses [recte: der Beschwerde] wiederherzustellen; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des VETA.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 6. Juli 2020 wies das Verwaltungsgericht das Gesuch von A, die aufschiebende Wirkung der Beschwerde sei superprovisorisch wiederherzustellen, ab und setzte dem VETA und der Gesundheitsdirektion Fristen von jeweils zehn Tagen an, um zum Antrag auf Erlass von superprovisorischen, nunmehr vorsorglichen Massnahmen schriftlich Stellung zu nehmen sowie die Akten einzureichen. Gleichzeitig setzte das Verwaltungsgericht dem VETA und der Gesundheitsdirektion Frist zur Einreichung der Beschwerdeantwort bzw. Beschwerdevernehmlassung an. Mit Eingabe vom 8. Juli 2020 beantragte die Gesundheitsdirektion unter Einreichung der Akten sowohl die Abweisung des Gesuchs um Erlass vorsorglicher Massnahmen als auch die Abweisung der Beschwerde selbst. Dieselben AntrÃ¤ge stellte das VETA unter Einreichung seiner Akten mit Beschwerdeantwort vom 17. Juli 2020.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>In der Folge stellte das Verwaltungsgericht mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 20. Juli 2020 die aufschiebende Wirkung der Beschwerde in Aufhebung von Dispositivziffer I.V. der VerfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion vom 11. Juni 2020 wieder her. Zudem setzte es A und dem VETA Frist an, um sich zur Beschwerdeantwort vom 17. Juli 2020 bzw. zu dem von A mit Beschwerde eingereichten Ã¤rztlichen Bericht vom 16. Juni 2020 vernehmen zu lassen.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Mit Eingabe vom 7. August 2020 nahm das VETA zum Ã¤rztlichen Bericht vom 16. Juni 2020 Stellung, und A liess sich mit Eingabe vom 17. August 2020 zur Beschwerdeantwort und anschliessend mit Eingabe vom 26. August 2020 zur Stellungnahme des VETA vom 7. August 2020 vernehmen. WÃ¤hrend das VETA in Bezug auf die Eingabe von A vom 17. August 2020 auf eine Stellungnahme verzichtete, reichte sie am 18. September 2020 eine solche zur Eingabe vom 26. August 2020 ein. A liess sich dazu mit Eingabe vom 5. Oktober 2020 vernehmen, woraufhin das VETA mit Schreiben vom 15. Oktober 2020 auf eine weitere Stellungnahme verzichtete. Weitere Eingaben erfolgten nicht.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r die Behandlung der vorliegenden Beschwerde gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig. Angesichts des unbestimmten Streitwerts ist die Kammer zum Entscheid berufen (Martin Bertschi in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 38b N. 10).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Nach Art. 80 Abs. 1 und 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) erlÃ¤sst der Bund Vorschriften zum Schutz der Tiere. GemÃ¤ss Art. 120 Abs. 2 BV trÃ¤gt er der WÃ¼rde der Kreatur Rechnung. GemÃ¤ss Art. 4 Abs. 1 des auf diese beiden Bestimmungen gestÃ¼tzten Tierschutzgesetzes vom 16. Dezember 2005 (<span>TSchG</span>) hat, wer mit Tieren umgeht, ihren BedÃ¼rfnissen in bestmÃ¶glicher Weise Rechnung zu tragen und, soweit es der Verwendungszweck zulÃ¤sst, fÃ¼r ihr Wohlergehen zu sorgen. Niemand darf ungerechtfertigt einem Tier Schmerzen, Leid oder SchÃ¤den zufÃ¼gen, es in Angst versetzen oder in anderer Weise seine WÃ¼rde missachten. Das Misshandeln, VernachlÃ¤ssigen oder unnÃ¶tige Ãberanstrengen von Tieren ist verboten (Art. 4 Abs. 2 TSchG). Wer Tiere hÃ¤lt oder betreut, muss sie angemessen nÃ¤hren, pflegen, ihnen die fÃ¼r ihr Wohlergehen notwendige BeschÃ¤ftigung und Bewegungsfreiheit sowie soweit nÃ¶tig Unterkunft gewÃ¤hren (Art. 6 Abs. 1 TSchG). Diese materiellrechtlichen Vorschriften des Tierschutzgesetzes werden in der Tierschutzverordnung vom 23. April 2008 (TSchV) konkretisiert. So sieht Art. 3 Abs. 1 TSchV vor, dass Tiere so zu halten sind und mit ihnen so umzugehen ist, dass ihre KÃ¶rperfunktionen und ihr Verhalten nicht gestÃ¶rt werden und ihre AnpassungsfÃ¤higkeit nicht Ã¼berfordert wird. UnterkÃ¼nfte und Gehege mÃ¼ssen mit geeigneten Futter-, TrÃ¤nke-, Kot- und HarnplÃ¤tzen, Ruhe- und RÃ¼ckzugsorten mit Deckung, BeschÃ¤ftigungsmÃ¶glichkeiten, KÃ¶rperpflegeeinrichtungen und Klimabereichen versehen sein (Art. 3 Abs. 2 TSchV). FÃ¼tterung und Pflege gelten nach Art. 3 Abs. 3 TSchV dann als angemessen, wenn sie nach dem Stand der Erfahrung und den Erkenntnissen der Physiologie, Verhaltenskunde und Hygiene den BedÃ¼rfnissen der Tiere entsprechen. Mit Bezug auf die Pflege hÃ¤lt Art. 5 TSchV namentlich fest, dass der Tierhalter das Befinden der Tiere und den Zustand der Einrichtungen so oft wie nÃ¶tig Ã¼berprÃ¼fen muss. Er muss MÃ¤ngel an den Einrichtungen, die das Befinden der Tiere beeintrÃ¤chtigen, unverzÃ¼glich beheben oder geeignete Massnahmen zum Schutz der Tiere treffen (Abs. 1). Die Pflege soll Krankheiten und Verletzungen vorbeugen. Der Tierhalter ist namentlich dafÃ¼r verantwortlich, dass kranke oder verletzte Tiere unverzÃ¼glich ihrem Zustand entsprechend untergebracht, gepflegt und behandelt werden. Die dafÃ¼r notwendigen Einrichtungen mÃ¼ssen im Bedarfsfall innerhalb nÃ¼tzlicher Frist zur VerfÃ¼gung stehen. Die Tiere mÃ¼ssen fÃ¼r tierÃ¤rztliche oder sonstige Behandlungen sicher fixiert werden kÃ¶nnen (Abs. 2). Spezielle Vorschriften betreffend Hauskatzen finden sich in Art. 80 TSchV. Nach dessen Abs. 1 mÃ¼ssen einzeln gehaltene Katzen tÃ¤glich Umgang mit Menschen oder Sichtkontakt mit Artgenossen haben. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>GemÃ¤ss Art. 23 Abs. 1 TSchG kann die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde das Halten oder die Zucht von Tieren, den Handel oder die berufsmÃ¤ssige BeschÃ¤ftigung mit Tieren auf bestimmte oder unbestimmte Zeit den Personen verbieten, die wegen wiederholter oder schwerer Zuwiderhandlung gegen Vorschriften dieses Gesetzes und seiner AusfÃ¼hrungserlasse oder gegen VerfÃ¼gungen bestraft worden sind (lit. a), oder die aus anderen GrÃ¼nden unfÃ¤hig sind, Tiere zu halten oder zu zÃ¼chten (lit. b). Sodann verpflichtet Art. 24 Abs. 1 TSchG die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde, unverzÃ¼glich einzuschreiten, wenn festgestellt wird, dass Tiere vernachlÃ¤ssigt oder unter vÃ¶llig ungeeigneten Bedingungen gehalten werden. Die BehÃ¶rde kann die Tiere vorsorglich beschlagnahmen und auf Kosten der Halterin oder des Halters an einem geeigneten Ort unterbringen. Sie kann dafÃ¼r die Hilfe der Polizeiorgane in Anspruch nehmen. Durch das Instrument des unverzÃ¼glichen Einschreitens gemÃ¤ss Art. 24 Abs. 1 TSchG kann die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde eine gesetzeswidrige Situation sofort beheben, damit das Wohl der Tiere unverzÃ¼glich verbessert wird. Art. 24 TSchG bildet somit die notwendige Verwaltungsmassnahme, um die in Art. 4 TSchG genannten GrundsÃ¤tze durchzusetzen (BGr, 10. November 2020, 2C_416/2020, E. 4.2.3). Werden strafbare VerstÃ¶sse gegen die Vorschriften des Tierschutzgesetzes festgestellt, so erstatten die fÃ¼r den Vollzug von Tierschutzvorschriften zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden gemÃ¤ss Art. 24 Abs. 3 TSchG Strafanzeige. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>GestÃ¼tzt auf Art. 24 Abs. 1 TSchG sind die BehÃ¶rden somit ermÃ¤chtigt, bei MissstÃ¤nden in der Tierhaltung Massnahmen zu ergreifen, um die WÃ¼rde und das Wohlergehen des Tieres zu schÃ¼tzen (Art. 1 TSchG) und kÃ¼nftigen VerstÃ¶ssen gegen die Tierschutzgesetzgebung entgegenzuwirken. Wenngleich das Tierschutzgesetz unter dem Titel "Verwaltungsmassnahmen" (Art. 23 f. TSchG) nur bestimmte Durchsetzungsmittel ausdrÃ¼cklich nennt, kann die BehÃ¶rde auch andere, weniger einschneidende Massnahmen ergreifen. Dies kann sich aus GrÃ¼nden der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit sogar aufdrÃ¤ngen, selbst wenn es nicht gesetzlich vorgesehen ist. Infrage kommen etwa die VerfÃ¼gung einer tierÃ¤rztlichen Behandlung, Vorschriften betreffend die Pflege der Tiere, die Anordnung von notwendigen Instandstellungsarbeiten am Gehege bzw. im Stall oder die Reduktion der Anzahl Tiere. Welche Massnahmen jeweils zur Anwendung gelangen, muss von der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde aufgrund der konkreten UmstÃ¤nde des Einzelfalls und unter Wahrung der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit geprÃ¼ft werden. Bei der Beurteilung, welche Massnahmen im Einzelfall am zweckmÃ¤ssigsten sind, kommt der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde ein gewisser Ermessensspielraum zu (BGr, 10. November 2020, 2C_416/2020, E. 4.2.4).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Der Umstand, dass jemand gesundheitlich beeintrÃ¤chtigte Tiere hÃ¤lt, ist kein Grund fÃ¼r eine staatliche Massnahme. Eine solche kann gestÃ¼tzt auf Art. 24 Abs. 1 TSchG nur erfolgen, wenn erstellt ist, dass Tiere vernachlÃ¤ssigt oder unter vÃ¶llig ungeeigneten Bedingungen gehalten werden. Als VernachlÃ¤ssigung gilt die Missachtung der FÃ¼rsorgepflicht gemÃ¤ss Art. 6 Abs. 1 TSchG, mithin also die Unterlassung einer nach dieser Bestimmung gebotenen Handlung durch eine dafÃ¼r verantwortliche Person (Halter oder Betreuer; BGr, 10. November 2020, 2C_416/2020, E. 4.4.1; 13. MÃ¤rz 2020, 2C_878/2019, E. 2.2).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Nachdem das Verwaltungsgericht die aufschiebende Wirkung der Beschwerde bereits mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 20. Juli 2020 wiederherstellte (vorn III.C.) ist nunmehr Ã¼ber die â im Vergleich zu denjenigen gemÃ¤ss der VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners vom 7. November 2019 weniger weitgehenden â Auflagen der Vorinstanz zu befinden, wonach die BeschwerdefÃ¼hrerin die Katze C regelmÃ¤ssig durch einen fachlich geeigneten Tierarzt bzw. eine fachlich geeignete TierÃ¤rztin kontrollieren und nach Bedarf behandeln lassen muss, die erste Kontrolle innerhalb von zwei Monaten nach Zustellung dieser VerfÃ¼gung zu erfolgen hat und sich die weiteren Kontrollen und Behandlungen nach dem aktuellen Gesundheitszustand der Katze und den Empfehlungen des behandelnden Tierarztes bzw. der behandelnden TierÃ¤rztin zu richten haben. Bei den Kontrollen seien der Gesundheitszustand, insbesondere die Schmerzsituation, die BehandlungsbedÃ¼rftigkeit und die Prognose zu Ã¼berprÃ¼fen. Sodann verpflichtete die Vorinstanz die BeschwerdefÃ¼hrerin, C nur unter direkter Aufsicht in den Garten zu lassen, was bedeute, dass sich die Katze dauernd in ihrem Blickfeld oder im Blickfeld einer von ihr instruierten Drittperson befinden muss. Diese Auflage steht wiederum unter dem Vorbehalt der Verpflichtung, durch eine geeignete, stabil verankerte EinzÃ¤unung des Aufenthaltsbereichs von C das Entweichen der Katze und das Eindringen fremder Tiere zu verhindern, solange und soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin C ohne direkte Aufsicht im Garten halte. Die BeschwerdefÃ¼hrerin habe zudem sicherzustellen, dass C keinen Zugang zu Verstecken oder SchlupflÃ¶chern habe, die fÃ¼r Personen nicht zugÃ¤nglich seien (vorn II.C.).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.1 </b>Die Vorinstanz erwog mit VerfÃ¼gung vom 29. Mai 2020, aufgrund des im Zeitpunkt des Erlasses der VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners vom 7. November 2019 bekannten Sachverhalts habe nicht von einer VernachlÃ¤ssigung von C ausgegangen werden kÃ¶nnen. Weder habe eine Veranlassung noch eine gesetzliche Grundlage dafÃ¼r bestanden, die BeschwerdefÃ¼hrerin zu regelmÃ¤ssigen neurologischen Kontrollen und zu einer Physiotherapie mit anschliessender Berichterstattung zu verpflichten, mit der zusÃ¤tzlichen Anordnung, sich an die kÃ¼nftigen "Anweisungen" dieser Fachpersonen zu halten. Anzumerken sei weiter, dass dem Beschwerdegegner im Zeitpunkt des VerfÃ¼gungserlasses auch wichtige Informationen zur PrÃ¼fung gefehlt hÃ¤tten, ob Ã¼berhaupt Massnahmen angeordnet werden mÃ¼ssten, da der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht ausreichend Gelegenheit gegeben worden sei, darzulegen, ob und wie sie die weitere Kontrolle und Behandlung der Katze aus freien StÃ¼cken sicherstellen wolle.</p> <p class="Erwgung2">Aus den Angaben der BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer Eingabe an den Beschwerdegegner vom 27. November 2019 und in der Rekursschrift ergebe sich nun allerdings, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin die regelmÃ¤ssige tierÃ¤rztliche Kontrolle und Behandlung von C eingestellt habe. Sie bestreite sogar, dass sie verpflichtet sei, die Katze tierÃ¤rztlich behandeln zu lassen, solange es dieser gut gehe. Zudem habe sie bereits mit Eingabe vom 27. November 2019 ausgefÃ¼hrt, dass sie aufgrund ihres eigenen gesundheitlichen Zustands bis auf Weiteres nicht in der Lage sei, einen Therapieplan zu erstellen und C neurologisch kontrollieren und physiotherapeutisch behandeln zu lassen. Auch in der Rekurseingabe habe die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht geltend gemacht, dass sie C aus eigenem Antrieb weiterhin engmaschig kontrollieren lasse. Vielmehr habe sie ausgefÃ¼hrt, dass sie nach dem Aufenthalt der Katze im Tierspital umgehend eine "tierÃ¤rztliche Mehrbetreuung" habe beiziehen mÃ¼ssen, und ihr derzeit von einem Transport und der Fortsetzung der Behandlungen abgeraten werde, damit die Katze zur Ruhe komme, was insbesondere bei einer Wildkatze elementar sei. Ob tatsÃ¤chlich solche tierÃ¤rztlichen Empfehlungen erfolgt seien, sei weder belegt noch Ã¼berzeugend. Den eingereichten Unterlagen sei zudem zu entnehmen, dass bis Ende November 2019 nur noch zwei Konsultationen bei Dr. med. vet. D erfolgt seien. Damit bestehe keine ausreichende Sicherheit mehr, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin C ihrer FÃ¼rsorgepflicht entsprechend weiterhin ausreichend und freiwillig tierÃ¤rztlich kontrollieren und behandeln lasse, was angesichts des erheblich beeintrÃ¤chtigten Gesundheitszustands der Katze zwingend erforderlich sei. Auch der offenbar angeschlagene Gesundheitszustand der BeschwerdefÃ¼hrerin entbinde sie nicht davon, C â allenfalls auch mittels Beauftragung einer Drittperson â die notwendige Pflege und Behandlung zukommen zu lassen. Bei dieser Sachlage erweise es sich als erforderlich, die BeschwerdefÃ¼hrerin â in Konkretisierung ihrer FÃ¼rsorgepflicht â zur regelmÃ¤ssigen tierÃ¤rztlichen Kontrolle und Behandlung von C zu verpflichten, um eine ausreichende tierÃ¤rztliche Versorgung sicherzustellen und Schmerz und Leiden der Katze zu verhindern. Die Wahl eines fachlich geeigneten Tierarztes bzw. einer fachlich geeigneten TierÃ¤rztin sei der BeschwerdefÃ¼hrerin zu Ã¼berlassen, um ein tragfÃ¤higes VertrauensverhÃ¤ltnis sicherzustellen.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.2 </b>Sodann erwog die Vorinstanz, dem Beschwerdegegner sei insofern beizupflichten, als es sich angesichts der behinderungsbedingt eingeschrÃ¤nkten Abwehr- und FluchtmÃ¶glichkeit, der aber immer noch intakten FortbewegungsmÃ¶glichkeit von C nicht rechtfertigen lasse, sie unbeaufsichtigt und ohne weiteren Schutz im Garten zu lassen. Wie sich auch in der Nacht vom 3. auf den 4. September 2019 gezeigt habe, habe sich C offensichtlich unbemerkt vom Garten der BeschwerdefÃ¼hrerin entfernen kÃ¶nnen, sodass sie vom Tierrettungsdienst habe aufgegriffen werden mÃ¼ssen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¤ume denn auch ein, dass sich C mit Hilfe der Vorderbeine "erstaunlich rasch" fortbewegen kÃ¶nne. Ein solches Entfernen sei zweifelsohne mit der Gefahr einer erneuten Verletzung der Katze verbunden, beispielsweise bei einem Verkehrsunfall. Der unbeaufsichtigte Aufenthalt von C im Garten sei aber auch dahingehend mit einer erheblichen Verletzungsgefahr verbunden, als sich ihr andere Tiere mangels einer sicheren EinzÃ¤unung des Gartens ungehindert nÃ¤hern und sie verletzen kÃ¶nnten. Dass sich C gegen jegliche Tiere noch ausreichend wehren kÃ¶nnte, sei angesichts ihres Zustands ausgeschlossen. Indem die BeschwerdefÃ¼hrerin C Ã¼ber Monate hinweg ohne entsprechenden Schutz im Garten gehalten habe, habe sie ihre FÃ¼rsorge-und Obhutspflicht verletzt. Da C Ã¼ber keine Blasenkontrolle mehr verfÃ¼ge und ihre Blase deshalb regelmÃ¤ssig manuell entleert werden mÃ¼sse, sei es mit der FÃ¼rsorgepflicht auch nicht vereinbar, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin zulasse, dass sich die Katze in Schlupfwinkel zurÃ¼ckziehen kÃ¶nne, die fÃ¼r sie nicht zugÃ¤nglich seien. Dies verunmÃ¶gliche unter UmstÃ¤nden eine zeitgerechte Blasenentleerung, was wiederum mit der Gefahr einer Blasen- oder HarnwegentzÃ¼ndung verbunden sei. Dass die BeschwerdefÃ¼hrerin vom Beschwerdegegner zur dauernden und direkten Aufsicht Ã¼ber C verpflichtet werde, wenn sie sie in den Garten lasse, erweise sich deshalb als geeignete, aber auch erforderliche und damit insgesamt verhÃ¤ltnismÃ¤ssige Massnahme, um den Missstand zu beheben und die Sicherheit und Unversehrtheit von C zu gewÃ¤hrleisten. Ebenfalls zu bestÃ¤tigen sei die Verpflichtung der BeschwerdefÃ¼hrerin, sicherzustellen, dass sich C nicht an fÃ¼r ihre Betreuer unzugÃ¤nglichen Orten verstecken oder verkriechen kÃ¶nne. Solange die Katze unter der direkten Aufsicht der BeschwerdefÃ¼hrerin oder einer Drittperson stehe, bestÃ¼nde keine unmittelbare und ernsthafte Gefahr, dass C unbemerkt entweichen oder angegriffen werden kÃ¶nne. Sollte die BeschwerdefÃ¼hrerin C aber auch unbeaufsichtigt im Garten lassen wollen, sei ihr dies nur zu erlauben, wenn sie durch eine geeignete EinzÃ¤unung, ein Gehege oder Ã¤hnliche, ausreichend stabil installierte Vorrichtungen sicherstellen kÃ¶nne, dass die Katze den Garten nicht verlassen kÃ¶nne und andere Tiere sich ihr nicht nÃ¤hern kÃ¶nnten. Der BeschwerdefÃ¼hrerin stehe es damit frei, ob sie eine fest mit dem Boden verankerte Mauer, einen Zaun, ein Gehege oder eine mobile, bei Bedarf ausreichend im Boden zu befestigende Abschrankung anderer Art erstellen wolle, sollte sie C weiterhin auch unbeaufsichtigt im Garten lassen wollen. Andernfalls sei die direkte Aufsicht zu gewÃ¤hrleisten. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die ErwÃ¤gungen der Vorinstanz vermÃ¶gen nicht zu Ã¼berzeugen.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.1 </b>Vorab ist auf die PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 20. Juli 2020 zu verweisen (vorn III.C.), wo das Verwaltungsgericht gestÃ¼tzt auf den zusammen mit der Beschwerde eingereichten Bericht vom 16. Juni 2020 festhielt, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin den Gesundheitszustand der Katze nach Ergehen des Rekursentscheids hatte tierÃ¤rztlich abklÃ¤ren lassen. Damit hatte die BeschwerdefÃ¼hrerin bereits einen Teil der Auflagen der Vorinstanz erfÃ¼llt (E. 5.3). </p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.2 </b>Die Vorinstanz nahm Bezug auf die Berichte von Dr. med. vet. D, welche die Katze schon seit geraumer Zeit gekannt und auf deren Anraten die BeschwerdefÃ¼hrerin C nach dem Unfall in die Kleintierklinik "E" verbrachte hatte, und von Dr. med. vet. F, sowie auf die Aussagen des Inhabers der Tierarztpraxis G, Dr. med. vet. H, der tiermedizinischen Praxisassistentin I, welche C wÃ¤hrend der Ferienabwesenheit der BeschwerdefÃ¼hrerin betreut hatte, von J, einem ehemaligen Leiter eines Tierheims, und schliesslich die Angaben des Tierspitals. GestÃ¼tzt darauf stellte sie fest, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin C seit dem 26. Februar 2019 ununterbrochen und engmaschig durch erfahrene TierÃ¤rztinnen und TierÃ¤rzte habe kontrollieren und behandeln lassen. Sie alle hÃ¤tten bestÃ¤tigt, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin sich gut um die Katze kÃ¼mmere, deren Gesundheitszustand laufend Ã¼berwachen lasse und die Behandlung auch schon (leichte) positive Auswirkungen gezeigt habe. Auch das Tierspital habe bestÃ¤tigt, dass sich die Katze in einem guten Allgemeinzustand befinde. Bei dieser Sachlage â so die Vorinstanz â kÃ¶nne der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht vorgehalten werden, ihre FÃ¼rsorgepflicht missachtet zu haben. Zu Recht kam die Vorinstanz dementsprechend zum Schluss, dass der Beschwerdegegner aufgrund des im Zeitpunkt des Erlasses der VerfÃ¼gung vom 7. November 2019 bekannten Sachverhalts nicht von einer VernachlÃ¤ssigung von C hÃ¤tte ausgehen dÃ¼rfen (vorn E. 3.2.1). </p> <p class="Erwgung3">Damit fehlte es aber an der gesetzlichen Grundlage zum Erlass von tierschutzrechtlichen Massnahmen bzw. liessen sich diese nicht auf Art. 24 Abs. 1 TSchG stÃ¼tzen (vorn E. 2.4). Entgegen der Ansicht der Vorinstanz gilt dies allerdings nicht nur hinsichtlich der Auflagen des Beschwerdegegners gemÃ¤ss den Dispositivziffern III und IV, sondern auch hinsichtlich derjenigen gemÃ¤ss den Dispositivziffern II, V und VI der VerfÃ¼gung vom 7. November 2019, welche sie mit Rekursentscheid abÃ¤nderte. So bestanden zum damaligen Zeitpunkt nicht nur keine Hinweise dafÃ¼r, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin C nicht die notwendige medizinische Betreuung hÃ¤tte zukommen lassen. Auch war der BeschwerdefÃ¼hrerin von tierÃ¤rztlicher Seite niemals abgeraten worden, die Katze angesichts ihrer unfallbedingten kÃ¶rperlichen EinschrÃ¤nkungen und den damit verbundenen Problemen wie eine mÃ¶glicherweise erhÃ¶hte AnfÃ¤lligkeit fÃ¼r BlasenentzÃ¼ndungen weiterhin als FreigÃ¤ngerin ohne permanente Aufsicht und unter GewÃ¤hrung von RÃ¼ckzugsorten zu halten. Zwar bezeichnet der Beschwerdegegner die Katze der BeschwerdefÃ¼hrerin wegen ihrer Gehbehinderung gleichzeitig als nicht gesund, was sich nicht als zwingender Schluss aufdrÃ¤ngen muss. Die Ansicht des Beschwerdegegners mag davon herrÃ¼hren, dass bei der Katze eine erhÃ¶hte AnfÃ¤lligkeit auf eine BlasenentzÃ¼ndung bestand, mindestens solange sich ihre Blase nicht mehr selbstÃ¤ndig entleerte. Inzwischen bestÃ¤tigten aber neben der BeschwerdefÃ¼hrerin im Dezember 2019 zwei Nachbarn, welche C wÃ¤hrend einiger Tage im Juli 2020 betreuten, dass die Blase nicht mehr habe ausgedrÃ¼ckt werden mÃ¼ssen, was die TierÃ¤rztin Dr. F ihrerseits am 14. August 2020 insofern bestÃ¤tigt fand, als klinisch keine Anzeichen einer BlasenentzÃ¼ndung oder Schmerzen erkennbar waren. Selbst wenn aber die Katze C wegen ihrer Gehbehinderung auch als ungesunde Katze betrachtet werden mÃ¼sste, kann der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht vorgeworfen werden, sie habe C auch diesbezÃ¼glich nicht ihrem Zustand entsprechend gehalten oder sie vernachlÃ¤ssigt bzw. ihre FÃ¼rsorgepflicht missachtet, zumal die Haltung eines gesundheitlich beeintrÃ¤chtigten Tieres fÃ¼r sich allein keinen Grund fÃ¼r eine staatliche Massnahme darstellt (vorn E. 2.4). Die Vorinstanz hÃ¤tte die VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners vom 7. November 2019 somit aufheben mÃ¼ssen. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.3 </b>Dabei durfte die Vorinstanz die Auflagen des Beschwerdegegners (auch) nicht mit der BegrÃ¼ndung stÃ¼tzen bzw. abÃ¤ndern, aus den Angaben der BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer Eingabe an den Beschwerdegegner vom 27. November 2019 und in der Rekursschrift ergebe sich, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin die regelmÃ¤ssige tierÃ¤rztliche Kontrolle und Behandlung von C eingestellt habe, fehlte es doch bereits â wie dargelegt â an einer VernachlÃ¤ssigung bzw. Missachtung der FÃ¼rsorgepflicht seitens der BeschwerdefÃ¼hrerin. Ohne solche dÃ¼rfen tierschutzrechtliche Massnahmen gemÃ¤ss Art. 24 Abs. 1 TSchG indes nicht angeordnet werden. Der Argumentation der Vorinstanz folgend kÃ¤me den dennoch angeordneten Auflagen in erster Linie prÃ¤ventiver Charakter zu, was nicht zulÃ¤ssig ist. Im Ãbrigen lÃ¤sst sich aus den von der Vorinstanz angefÃ¼hrten Eingaben der BeschwerdefÃ¼hrerin auch nicht ohne Weiteres darauf schliessen, dass diese â anders als dies in der Vergangenheit auch aus Sicht der Vorinstanz der Fall war â nunmehr beabsichtigte bzw. beabsichtigt, C nicht mehr die notwendige tierÃ¤rztliche Behandlung und Kontrolle zukommen zu lassen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin suchte denn auch am 16. Juni 2020 Dr. med. vet. F zur Beurteilung des Gesundheitszustands von C auf (vorn E. 3.3.1), und von einer anschliessenden unterlassenen Ã¤rztlichen Kontrolle der Katze C bei Bedarf lÃ¤sst sich den Akten nichts entnehmen.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.4 </b>Nach dem Gesagten erÃ¼brigt es sich, die Recht- bzw. VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit der Auflagen im Einzelnen zu prÃ¼fen. Angemerkt sei hier lediglich, dass diese, wie die BeschwerdefÃ¼hrerin zu Recht einwendet, in einem gewissen Spannungsfeld zu den Empfehlungen des Bundesamts fÃ¼r Lebensmittelsicherheit und VeterinÃ¤rwesen sowie des Schweizer und ZÃ¼rcher Tierschutzes stehen (https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/tiere/tierschutz/heim-und-wildtierhaltung/katzen.html), wonach bei der Haltung von Katzen auf stabile VerhÃ¤ltnisse zu achten ist, Katzen sofern mÃ¶glich Freilauf zu ermÃ¶glichen ist und RÃ¼ckzugsmÃ¶glichkeiten zu gewÃ¤hrleisten sind (vgl. auch Art. 3 Abs. 2 TSchV). Sodann dÃ¼rfte zwar unbestritten sein, dass die Beweglichkeit von C im Vergleich zu anderen Katzen eingeschrÃ¤nkt ist. Mindestens das Risiko, bei einem Verkehrsunfall verletzt zu werden oder das Leben zu verlieren, besteht indes fÃ¼r alle FreigÃ¤nger, namentlich verstÃ¤rkt auch bei alten oder gehÃ¶rlosen Katzen. GemÃ¤ss dem Schweizer Tierschutz sind denn auch VerkehrsunfÃ¤lle die hÃ¤ufigste Todesursache bei Katzen unter zwei Jahren. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Die Beschwerde ist somit gutzuheissen. Die VerfÃ¼gungen der Vorinstanz vom 29. Mai 2020 und 11. Juni 2020 sowie die VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners vom 7. November 2021 sind aufzuheben. Die Kosten des Rekursverfahrens gemÃ¤ss Dispositivziffer II der VerfÃ¼gung der Vorinstanz vom 29. Mai 2020 sind dem Beschwerdegegner aufzuerlegen. Die Kosten gemÃ¤ss Dispositivziffer VII der VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners vom 7. November 2021 sind auf die Staatskasse zu nehmen. Weiter ist der Beschwerdegegner zu verpflichten, der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das Rekursverfahren, in welchem sie anwaltlich vertreten war, eine ParteientschÃ¤digung zu bezahlen, wobei sich Fr. 2'000.- (inklusive Mehrwertsteuer) als angemessen erweisen (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>AusgangsgemÃ¤ss sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdegegner aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Die nicht vertretene BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt (auch) fÃ¼r das Beschwerdeverfahren die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung. Infrage kommt eine solche nach § 17 Abs. 2 lit. a VRG, falls der BeschwerdefÃ¼hrerin die rechtsgenÃ¼gende Darstellung komplizierter Sachverhalte oder schwieriger Rechtsfragen besonderen Aufwand verursachte. Es muss ein objektiv notwendiger, nicht bloss geringfÃ¼giger Aufwand vorliegen. Ein solcher wird von der Rechtsprechung etwa bejaht, wenn der erforderliche Aufwand das in einem solchen Verfahren Ã¼bliche Ausmass Ã¼bersteigt, wenn wegen der KomplexitÃ¤t des Streitfalls aufwendige Darlegungen notwendig sind, wenn ein erheblicher Zeitaufwand notwendig war, der auf Kosten der Berufs- bzw. ErwerbstÃ¤tigkeit der in eigener Sache prozessierenden Person ging, oder wenn der Beizug einer externen Vertretung gerechtfertigt gewesen wÃ¤re (statt vieler VGr, 1. September 2020, VB.2020.00384, E. 4.2; Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 17 N. 49). Mindestens letztere Voraussetzung ist vorliegend erfÃ¼llt. Der Beschwerdegegner ist daher zu verpflichten, der BeschwerdefÃ¼hrerin auch fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine EntschÃ¤digung fÃ¼r ihre Umtriebe zu bezahlen. Dass die BeschwerdefÃ¼hrerin selber RechtsanwÃ¤ltin ist, steht der EntschÃ¤digungsberechtigung nicht entgegen, ist jedoch bei der HÃ¶he der EntschÃ¤digung zu berÃ¼cksichtigen (PlÃ¼ss, § 17 N. 42, 48 und 72). Als angemessen erweist sich eine solche von Fr. 1'000.-.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. </p> <p class="Einzug2">Die VerfÃ¼gungen der Gesundheitsdirektion vom 29. Mai 2020 und 11. Juni 2020 sowie die VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners vom 7. November 2021 werden aufgehoben. </p> <p class="Einzug2">Die Kosten des Rekursverfahrens gemÃ¤ss Dispositivziffer II der VerfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion vom 29. Mai 2020 werden dem VETA auferlegt. Die Kosten gemÃ¤ss <br/> Dispositivziffer VII der VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners vom 7. November 2021 werden auf die Staatskasse genommen.</p> <p class="Einzug2">Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das Rekursverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 2'000.- (inklusive Mehrwertsteuer) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft des vorliegenden Urteils.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'300.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 245.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 3'545.--</u> Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine UmtriebsentschÃ¤digung von Fr. 1'000.- zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft des vorliegenden Urteils.</p> <p class="Einzug2">5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</p> <p class="Einzug2">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>