B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-4181/2011 U r t e i l v o m 11 . F e b r u a r 2 0 1 3 Besetzung Richter Michael Peterli (Vorsitz), Richterin Elena Avenati-Carpani, Richter Stefan Mesmer, Gerichtsschreiberin Sandra Tibis. Parteien X._______, Deutschland, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand IV (Rente). C-4181/2011 Seite 2 Sachverhalt: A. Der am (…) 1963 geborene, verheiratete, deutsche Staatsangehörige X._______ lebt in Deutschland. Er arbeitete in den Jahren 2005 bis 2009 (mit Unterbrüchen) in der Schweiz als Fliesenleger und entrichtete dabei Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenver- sicherung (IV-act. 15 und 83). Am 10. Mai 2010 reichte er bei der Deu t- schen Rentenversicherung einen Antrag auf Ausrichtung von Leistungen der Invalidenversicherung ein (IV -act. 15). Dieser Antrag wurde der IV - Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA oder Vorinstanz) am 12. Mai 2010 weitergeleitet (IV-act. 15). B. Mit Verfügung vom 28. Oktober 2010 (IV-act. 43) wurde das Begehren um Gewährung von beruflichen Eingliederungsmassnahmen abgewiesen. Dieser Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft. C. Mit Verfügung vom 6. Juni 2011 sprach die IVSTA X._______ für die Zeit vom 1. November 2010 bis z um 28. Februar 2011 eine befristete, ganze Rente zu; weitergehend wies sie das Leistungsbegehren ab. Die IVSTA zog zur Beurteilu ng des Gesuch s namentlich folgende Unte r- lagen bei: den Entlassungsbericht vom 19. Juni 2009 (IV-act. 29) und den Arztbrief vom 26. November 2010 (IV -act. 74) des Klinikums A._______, den Entlassungsbericht des Klinikums B._______ vom 4. November 2009 (IV-act. 35), die Stellungnahme von Dr. med. C._______, Fachärztin für Innere Medizin, des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 5. April 2011 (IV-act. 76), diverse Atteste der behandelnden Hausärztin, den Fr a- gebogen für die Rentenrevision (IV-act. 47), den Fragebogen für den Ver- sicherten (IV -act. 48) und den Fragebogen für den Arbeitgeber (IV - act. 60). Die beurteilenden Ärzte diagnostizierten bei X._______ im Wesentlichen ein symptomatisches Aneurysma der A. poplitea links mit segmentalen thromboembolischen Verschlüssen der Unterschenkel-Arterien, ein K om- partment-Syndrom des Unterschenkels links, eine ischämisch bedingte inkomplette Peroneusparese links, eine Nervus tibialis -Läsion links und Hyperlipidämie. C-4181/2011 Seite 3 D. Gegen die Verfügung vom 6. Juni 2011 erhob X._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 19. Juli 2011 (BVGer -act. 1) B e- schwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er beantragte sinngemäss die Aufhebung der Verfügung und die Zusprache einer Rente. Zur Begrü n- dung führte er im Wesentlichen aus, die D eutsche Rentenversicherung attestiere ihm eine Behinderung von 30%, weshalb er Anspruch auf eine Invalidenrente habe. E. Mit Stellungnahme vom 31. August 2011 (BVGer-act. 3) äusserte sich die IVSTA auf Aufforderung des Instruktionsrichter s zum Zustelldatum d er angefochtenen Verfügung ; sie beantragte das Eintreten auf die B e- schwerde und reichte einen Zustellnachweis der Schweizerischen Post ein. F. Am 12. September 2011 ist der mit Zwischenverfügung vom 5. Sep- tember 2011 einverlangte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400.-- eingegangen (BVGer-act. 4 f.). G. Mit Vernehmlassung vom 26. September 2011 (BVGer-act. 8) beantragte die IVSTA die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die Stellungnahme des RAD und führte aus, der Beschwerdeführer sei in einer leichten Verweistätigkeit zu 100% arbeitsfähig , weshalb er ei- nen IV-Grad von lediglich 23% aufweise. Ferner wies die IVSTA darauf hin, dass die Feststellungen des ausländischen Versicherungsträgers durch die Organe der schweizerischen Invalidenversi cherung respektive durch die schweizerischen Gerichte frei zu würdigen seien und keine Bi n- dungswirkung entfalteten. H. Mit Replik vom 17. Oktober 2011 (BVGer -act. 11) hielt der Beschwerd e- führer an seinem Antrag fest und beantragte sinngemäss die Begutac h- tung durch einen Arzt in der Schweiz. I. Die IVSTA liess sich nicht mehr vernehmen. J. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten B e-C-4181/2011 Seite 4 weismittel ist – sofern für die Entscheidfindung erforderlich – in den nach- folgenden Erwägungen einzugehen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 lit. d VGG und Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversi che- rung (IVG, SR 831.20) beurteilt das Bundesver waltungsgericht B e- schwerden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltu ngsgericht richtet sich nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Ver waltungs- verfahren (VwVG, SR 172.021), soweit das VGG nichts an deres b e- stimmt (vgl. Art. 37 VGG). Gemäss Art. 3 lit. dbis VwVG bleiben in so - zialversicherungsrechtlichen V erfahren die besonderen Bestim mungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1) vor behalten. Ge mäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen dieses Ge setzes auf die bun des- gesetzlich geregelten Sozialversicherungen anwendbar, wenn und soweit die einzelnen Sozialversicherungs gesetze es vor sehen. Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die In validenversicherung a n- wendbar (Art. 1a bis 70 IVG), soweit das IVG nicht aus drücklich eine Ab- weichung vom ATSG vor sieht. Dabei finden nach den allgemeinen inte r- temporalrechtlichen Regeln in formellrechtlicher Hinsicht mangels anders- lautender Übergangsbestimmungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeit punkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). 1.3 Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung be rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änd e- rung, so dass er im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerdelegitimiert ist. C-4181/2011 Seite 5 1.4 Da die Beschwerde im Übrigen frist - und formgerecht (Art. 60 Abs. 1 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht und der Kostenvorschuss in- nert Frist geleistet wurde, ist auf die Beschwerde einzutreten. 2. 2.1 Der Beschwerdeführer ist deutsche r Staatsangehöriger, so dass vo r- liegend das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweize - rischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemein - schaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA; SR 0.142.112.681), insbesondere dessen Anhang II betreffend Koordinie- rung der Systeme der sozialen Sicherheit, anzuwenden ist (Art. 80a IVG). Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur An wendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbständi ge sowie deren Familienangehörige, die i n- nerhalb der Ge meinschaft zu- und abwandern ( Verordnung Nr. 1408/71, SR 0.831.109.268.1), haben die in den persönlichen An wendungsbereich der Verordnung fallenden, in einem Mitgliedstaat wohnenden Per sonen aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitglied staats grundsätz lich die gleichen Rechte und Pflichten wie die Staatsangehörigen dieses Staates. Noch nicht zu beachten sind vorliegend die am 1. April 2012 für die Schweiz anwendbar gewordenen neuen EU-Verordnungen (insb. Verord- nung [EG] Nr. 883/2004 und Verordnung [EG] Nr. 987/2009). 2.2 Soweit das FZA beziehungsweise die auf dieser Grundlage an - wendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte keine abweichenden Bestimmungen vorsehen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfahrens – unter Vorbehalt der beiden Grundsätze der Gleichwertigkeit sowie der Ef- fektivität – sowie die Prüfung der Anspruchsvoraus setzungen einer schweizerischen Invalidenrente grundsätzlich nach der in nerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 257 E. 2.4). Entsprechend bestimmt sich vor- liegend der Anspruch de s Beschwerdeführers ausschliesslich nach dem innerstaatlichen schweizerischen Recht, insbesondere nach dem IVG, der Ver ordnung über die Invali denversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 832.201), dem ATSG sowie der Verordnung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, SR 830.11). Gemäss Art. 40 Abs. 4 der Verordnung Nr. 1408/71 ist die vom Träger e i- nes Mitgliedstaates getroffene Entscheidung über die Invalidität eines An-C-4181/2011 Seite 6 tragstellers für den Träger eines anderen betroffenen Staates nur dann verbindlich, wenn die in den Rechtsvorschriften dieser Staaten festgele g- ten Tatbestandsmerkmale der Invalidität in An hang V dieser Verordnung als übereinstimmend anerkannt sind, was für das Verhältnis zwischen Deutschland und der Schweiz (ebenso wie das Ver hältnis zwischen den übrigen EU-Mitgliedstaaten und der Schweiz) nicht der Fall ist. Ge mäss Art. 40 der Verordnung Nr. 574/72 des Rates vom 21. März 1972 über die Durchführung der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 über die Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (Verordnung Nr. 574/72, SR 0.831.109.268.11) hat der Träger eines Mitgliedstaates aber bei der Bemes sung des Invaliditätsgrades die von den Trägern der an deren Staaten er haltenen ärzt lichen Unterlagen und Berichte sowie Auskünfte der Verwaltung zu b erücksichtigen, soweit sie rechts genüglich ins Ver fahren ein gebracht wer den (vgl. Art. 32 VwVG). Jeder Träger behält jedoch die Mög lichkeit, die an tragstellende Person durch einen Arzt oder eine Ärztin seiner Wahl untersuchen zu las- sen. Eine Pf licht zur Durchführung einer sol chen Un tersuchung besteht allerdings nicht. 2.3 Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung (hier: 6. Juni 2011) ein- getretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). In materiell-rechtlicher Hinsicht ist auf jene Be stimmungen des IVG und der IVV respektive des ATSG und der ATSV abzustellen, die für die Beur- teilung eines Rentenanspruchs jeweils relevant waren und in Kraft stan - den. Da vorliegend die Anmeldung zum Leistungsbezug am 10. Mai 2010 eingereicht worden ist, ist vorliegend auf die Fassungen gemäss den am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Änderungen (5. IV-Revision; AS 2007 5129 und AS 2007 5155) abzustellen. Im Fol genden wird – ohne anders- lautende Hinweise – jeweils auf diese Fassungen Bezug genommen. Noch keine Anwendung findet vorliegend das am 1. Januar 2012 in Kraft getretene erste Massnahmenpaket der 6. IV-Revision (IVG in der Fa s- sung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659]). 2.4 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde - verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss - brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrich tige oder un-C-4181/2011 Seite 7 vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie U n- angemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG). 3. 3.1 Anspruch auf eine ordentliche Rente haben gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG die rentenberechtigten Versicherten, die bei Eintrit t der Invalidität während mindestens drei Jahren Beiträge geleistet haben. Diese Vorau s- setzung erfüllt der Beschwerdeführer vorliegend zweifellos. 3.2 Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs M o- naten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Alters- jahres folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts [BGer] 9C_562/2012 E. 3, zur Publikation vorgesehen ). Somit ist vorli e- gend aufgrund der am 10. Mai 2010 eingereichten Anmeldung ein Lei s- tungsanspruch ab 1. November 2010 zu prüfen. 3.3 Nach den Bestimmungen der 5. IV-Revision haben Anspruch auf eine Rente Versicherte, die ihre Er werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungs - massnahmen wieder her stellen, erhalten oder verbessern können, wä h- rend eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mi n- destens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (Art. 28 Abs. 1 lit. a bis c IVG). 3.4 Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist In- validität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfäh igkeit als Folge von Geburtsgebre chen, Krankheit oder Unfall. Erwerbsunfähigkeit ist gemäss Art. 7 ATSG der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Ge sundheit ver- ursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliede rung verble i- bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperli chen, geistigen oder psych i- schen Gesundheit bedingte, volle oder teil weise Unfähigkeit, im bisher i- gen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tä tigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). C-4181/2011 Seite 8 3.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stel len haben. Aufgabe des Arztes im schweizerischen Invalidenverfahren ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in we l- chem Umfang und gegebenenfalls bezüglich welcher Tätigkeiten der Ver- sicherte arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind sodann eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistu n- gen dem Versicherten konkret noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, 115 V 134 E. 2; AHI-Praxis 2002, S. 62, E. 4b/cc). 3.5.1 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweis mittel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs - und Be schwerdever- fahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach ha ben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, das heisst ohne förmliche Beweisregeln, sowie um fassend und pflichtge- mäss zu würdigen. Dies bedeutet für das Gericht, dass es alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unter lagen eine zuverlässige Beu r- teilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Ins besondere darf es bei einander widersprechenden me dizinischen Be richten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweis material zu wür digen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere m e- dizinische These abstellt. 3.5.2 Bezüglich des Beweiswertes eines Ar ztberichtes ist entschei dend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un- tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei- lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurtei lung der m e- dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der E x- perten begründet sind. Ausschlaggebend für den Be weiswert ist grun d- sätzlich somit weder die Herkunft des Be weismittels noc h die Bezeic h- nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be- richt oder als Gutachten (vgl. dazu das Urteil des BGer I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2 mit Hinweis auf BGE 125 V 352 E. 3a). Gleichwohl erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweis würdigung in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut achten auf- zustellen (vgl. hierzu BGE 125 V 352 E. 3b; AHI 2001 S. 114 E. 3b; Urteil C-4181/2011 Seite 9 des BGer I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärzte, welche aufgrund ein gehender Beobach tungen und Untersuchungen s o- wie nach Einsicht in die Akten Bericht erstat ten und bei der Er örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdi- gung volle Beweiskraft zuzuerken nen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Experti se sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb, mit weiteren Hinweisen). Be richte der behandelnden Ärzte schliesslich sind aufgrund deren auf tragsrechtlicher Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein prakti zierenden Hausarzt wie auch für den be - handelnden Spezial arzt (Urteil des BGer I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 mit Hinweisen; vgl. aber Urteil des BGer 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2). 3.5.3 Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt B e- weiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollz iehbar be - gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien ge gen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der be fragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objekt ivität und auf Befangen heit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Miss trauen in die Un- parteilichkeit der Beurteilung objektiv als be gründet erscheinen las sen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen). 4. Wird wie im vorliegenden Fa ll eine befristete Invalidenrente verfügt und diese Rente unmittelbar ab dem Ende der Befristung aufgehoben oder abgeändert, so stellt diese zweite Anordnung materiell eine Ren tenre- visionsverfügung dar, auf die folglich die entsprechenden Bestim mungen anwendbar sind. Dies gilt auch dann, wenn die beiden Anord nungen zum selben Zeitpunkt und sogar in derselben Verfügung ge troffen werden. Deshalb müssen nach der Rechtsprechung und Lehre bei einer solchen Verfügung Revisions gründe erfüllt sein (vgl. BGE 125 V 417 E. 2d, 112 V 372 E. 2b; URS MÜLLER, Die materiellen Voraussetzungen der Ren- tenrevision in der Invalidenversicherung, Freiburg 2003, S. 207 f.). 4.1 Gemäss Art. 17 ATSG wird eine Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend e rhöht, herabgesetzt oder au f- gehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers er heblich verändert hat. Eine Änderung des Invaliditätsgrades wird na mentlich C-4181/2011 Seite 10 durch eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustan des impl i- ziert. Dagegen ist die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachverhalts kein Revisionsgrund; unterschied- liche Beurteilungen sind revisionsrechtlich nur dann beachtlich, wenn sie Ausdruck von Änderungen der tatsächlichen Ver hältnisse sin d (BGE 117 V 199 E. 3B, 112 V 390 E. 1B; ZAK 1987 S. 36 ff.). 4.2 Ob eine rentenrelevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetre ten ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im zeitlichen Ge l- tungsbereich der ursprünglichen Verfügung mit demjenig en der streitigen Verfügung (BGE 125 V 369 E. 2). Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist die anspruchsbeeinflussende Änderung vom Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in je dem Fall zu b e- rücksichtigen, nachdem sie ohne wesentlichen Unter bruch drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. 5. Nachfolgend ist zu prüfen, ob die IVSTA das Leistungsbegehren des B e- schwerdeführers für die Zeit ab dem 1. März 2011 zu Recht abgewiesen hat. 5.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, in Deutschland sei eine Behi n- derung von 30% anerkannt worden, weshalb es nicht nachvollziehbar sei, dass er in der Schweiz keinen Anspruch auf eine Rente mehr habe. 5.2 Die IVSTA hält demgegenüber fest, sie sei nicht an den Entscheid der Deutschen Rentenversicherung gebunden, habe deren Unterlagen j e- doch bei ihrem Entscheid berücksichtigt. Gestützt auf die medizinischen Unterlagen sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in leic h- ten Verweistätigkeiten wieder zu 100% arbeitsfähig sei. 5.3 5.3.1 Die IVSTA hat ihre Verfügung auf die nachfolgenden medizinischen Unterlagen gestützt. Dem Entlassungsbericht des Klinikums A._______ vom 19. Juni 2009 sind als Diagnosen ein symptomatisches Aneurysma der A. poplitea links mit segmentalen th romboembolischen Verschlüssen d er Unterschenkel - Arterien, ein K ompartment-Syndrom des Unterschenkels links und eine C-4181/2011 Seite 11 ischämisch bedingte inkomplette Perone usparese links zu entnehmen. Die beurteilenden Ärzte äusserten sich nicht zur Arbeitsfähigkeit, aber sie hielten fest, dass der Beschwerdeführer nur mit Unterarm -Gehstützen gehfähig sei. Im Entlassungsbericht des Klinikums B._______ vom 4. November 2009 werden folgende Diagnosen aufgelistet: ein Aneurysma der A. poplitea links mit thromboembolischen Verschlüssen (OP 05/2009), ein Kompar t- ment-Syndrom des Unterschenkels links, eine Nervus peroneus -Läsion links, eine Nervus tibialis -Läsion links und Hyperli pidämie. Die Ärzte en t- liessen den Beschwerdeführer arbeitsunfähig und prognostiz ierten für die drei bis vier auf die Entlassung folgenden Monate weiterhin eine volle Ar- beitsunfähigkeit. Dr med. D._______ bescheinigte dem Beschwerdeführer in ihrem Attest vom 6. Juli 2010 eine volle Arbeitsunfähigkeit seit dem 21. Mai 2009. Im Arztbrief des Klinikums A._______ vom 26. November 2010 wird als Diagnose ein Zustand nach Ischämie des linken Unterschenkels wegen eines embolisierenden Poplitea -Arterienaneurysmas mit Aneurysma - Resektion und Veneninterposition sowie Fa sciotomie am Unterschenkel bei Kompartment-Syndrom 06/2009 genannt. Konkrete Angaben zur A r- beitsfähigkeit finden sich keine, aber dem Beschwerdeführer wurde ein guter Allgemeinzustand attestiert und es wurde festgehalten, dass der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben offensichtli ch wieder in der Lage sei, eine Gehstrecke von 5 km zu absolvieren. Dr. med. C._______, Fachärztin für Innere Medizin, des RAD stellte in i h- rer medizinischen Stellungnahme vom 5. April 2011 gestützt auf die vo r- handenen medizinischen Akten folgende Diagnose n: ein en Status nach kompletter Ischämie des linken Unterschenkels (05/2009) wegen eines Aneurysmas der A. poplitea links mit segmentalen thromboembolischen Verschlüssen der Unterschenkel-Arterien, ein Kompartment-Syndrom des linken Unterschenkels, eine inkomplette Peroneusparese links, ein Status nach Aneurysma-Resektion, Veneninterposition und Fasciotomie am li n- ken Unterschenkel. Die RAD-Ärztin erachtete den Beschwerdeführer auf- grund der aufgelisteten Diagnosen seit dem 21. Mai 2009 als zu 100% arbeitsunfähig für alle Tätigkeiten; seit dem 1. November 2010 hielt sie den Beschwerdeführer aufgrund der Feststellungen der Ärzte des Klin i- kums A._______ vom 26. November 2010 noch für 50% arbeitsunfähig in C-4181/2011 Seite 12 der bisherigen Tätigkeit als Fliesenleger und für voll arbeitsfähig in leich- ten bis mittelschweren Verweistätigkeiten. 5.3.2 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die Ärzte in Bezug auf die gestellten Diagnosen einig sind und übereinstimmend davon au s- gehen, dass der Beschwerdeführer im Wesentlichen aufgrund der im Mai 2009 aufgetretenen Ischämie im linken Unterschenkel als Folge eines Aneurysmas der A. poplitea, des K ompartment-Syndroms, und der i n- kompletten Peroneusparese in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt war. Der Beschwerdeführer wurde wegen des Aneurysmas im Mai 2009 op e- riert und war in der Folge in jeglichen Tätigkeiten zu 100% arbeitsunfähig; auch diesbezüglich finden sich in den Akten keine widersprüchlichen A n- gaben. Gestützt auf die Feststellungen im Arztbrief des Klinikums A._______ vom 26. November 2010 ging Dr. med. C._______ im April 2011 davon aus, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdefüh- rers nach dem operativen Eingriff verbessert habe und er seit (spätes- tens) 24 . November 2010 (Datum der Untersuchung im Klinikum A._______) in der bisherigen Tätigkeit nur noch zu 50% arbeitsunfähig und in bis zu mittelschweren Verweistätigkeiten sogar voll arbeitsfähig sei. Sie begründete ihre Einschätzun g damit, dass die Gehfähigkeit nur noch leicht eingeschränkt sei und lediglich noch Dysästhesien und eine Fussheberschwäche bei partieller Peroneusparese bestünden. Aufgrund der Abheilung der Operationsfolgen nach Resektion des Ane u- rysmas und der Verbesserung der Gehfähigkeit von anfänglich 580 m (Austrittsbericht des Klinikums B._______ vom 4. November 2009 ) auf 5 km (Arztbrief des Klinikums A._______ vom 26. November 2010) ist nicht zu beanstanden, dass Dr. med. C._______ des RAD von einer Ver- besserung des Gesund heitszustandes ausging , zumal die gesundheitl i- chen Beeinträchtigungen alle dem "Unterschenkel -Problem" zuzuordnen waren. Der Beschwerdeführer bestritt diese Tatsache denn auch nicht, sondern verwies in seiner Argumentation zur Hauptsache auf die von der deutschen Rentenversicherung festgestellte Behinderung von 30% und schloss daraus, dass er auch in der Schweiz Anspruch auf eine Rente haben müsste, was aber – wie bereits erwähnt – nicht der Fall ist (vgl. E. 2.2 hiervor). Aufgrund der nach der Rekonvalesze nz noch bestehe n- den Beeinträchtigungen ist nachvollziehbar, dass in einer leichten bis mit- telschweren Tätigkeit wieder eine volle Arbeitsfähigkeit besteht. Aus der Beurteilung des RAD geht indessen nicht hervor, weshalb die Arbeitsf ä- higkeit in der bisherigen Tätigkeit auf 50% geschätzt wird. Der Beurteilung des RAD ist zwar insofern beizupflichten, dass der Beschwerdeführer in C-4181/2011 Seite 13 seiner bisherigen, schweren Tätigkeit als Fliesenleger mit überwiegender Wahrscheinlichkeit noch eine erhebliche Einschränkung der Arbeitsfähig- keit aufweist. Da für die Berechnung des Invaliditätsgrades in diesem Fall ohnehin auf die (volle) Arbeitsfähigkeit in Verweistätigke iten abzustellen ist, kann die Frage der genauen Restarbeitsfähigkeit in der bisherigen Tä- tigkeit vorliegend offengelassen werden. 6. Zu prüfen bleibt noch der von der IVSTA ermittelte Invaliditätsgrad. 6.1 Beim Einkommensvergleich wird das Erwerbseinkom men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung un d allfälliger Eingliede rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegli chener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes Invalidenein kommen), in Beziehung g e- setzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in- valid geworden wäre (sogenanntes Va lideneinkommen). Der Einko m- mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermi t- telt und einander gegenüber gestellt werden, worauf sich a us der Ei n- kommensdifferenz der Invalidi tätsgrad bestimmen lässt (all gemeine Me- thode des Einkommensver gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). Für den Einkom mensvergleich sind die Ver hältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rente nanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erh e- ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass respektive bis zum Einspracheentscheid zu be- rücksichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4). Für die Ermittlung des Einko m- mens, welches der Versicherte ohne In validität erzielen könnte (Valid e- neinkommen), ist entscheidend, was er im fraglichen Zeitpunkt nach dem im Sozialversicherungsrecht allgemein gültigen Beweisgrad der überwie- genden Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 126 V 360 E. 5b, BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen) als Ge sunder tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensent wicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfah rung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen von die sem Grundsatz müs sen ebenfalls mit überwiegender Wahrscheinlich keit e r- wiesen sein, damit sie berücksichtigt werden können. Für die Besti m- mung des Invalideneinkommens ist primär von der be ruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist C-4181/2011 Seite 14 – wie hier – kein tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen nach Eintritt der Invalidität mehr gegeben, nament lich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder zumindest keine zumutbare Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so sind nach der Rechtsprechung die gesamtschweizerischen Tabellenlöhne gemäss den vom BFS periodisch herausgegebenen Lohnstruk turerhebungen (LSE) heranzuziehen (vgl. BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Massgebend sind dabei die monatlichen Brutto- löhne (Zentralwerte) im jeweiligen Wirtschaftssektor. Für die Bestimmung des Invalideneinkommens anhand von Tabellenlöhnen bei Versicherten, die nach Eintritt des Gesundheitsschadens lediglich noch leichte und i n- tellektuell nicht anspruchsvolle Arbeiten verrichten können, ist in der R e- gel vom durchschnittlichen monatlichen Br uttolohn für Männer oder Fra u- en bei einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4 des Arbeitsplatzes) auszugehen. Dabei sind in erster Linie die Lohnverhäl t- nisse im privaten Sektor massgebend (SVR 2002 UV Nr. 15 E. 3c cc). Da den Tabellenlöhnen generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu Grunde liegt, ist eine Umrechnung auf eine betriebsübliche durchschnittl i- che Wochenarbeitszeit erforderlich (BGE 126 V 75 E. 3b bb). Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Person en, die selbst bei leichten Hilfsarbeitstätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurc h- schnittlichen Lohnansätzen rechnen mü ssen. Diesem Umstand ist mit e i- nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 124 V 321 E. 3b bb; SVR 2007 IV Nr. 11 S. 41 E. 3.2; RKUV 2003 U 494 S. 390 E. 4.2.3). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne hera b- zusetzen sind, hängt von sämtli chen persönlichen und beruflichen U m- ständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigung s- grad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der A b- zug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 129 V 472 E. 4.2.3, 126 V 75 E. 5b bb und cc; AHI 2002 S. 69 ff. E. 4b). 6.2 Gemäss Angaben der früheren Arbeitgeberin des Beschwerdeführers hat er in seiner bisherigen Tätigkeit als Fliesenleger im Jahr 2009 Fr. 28.19 verdient. Zu diesem Stundenlohn sind – wie aus dem Frageb o- gen für die Arbeitgeberin ersichtlich ist (vgl. IV -act. 60) – Zuschläge für Ferien (8,33%), Feiertage (3%) und 13. Monatslohn (8,33%) zu machen. Gesamthaft beträgt der Stundenlohn somit inklusive Zuschläge Fr. 34.--. C-4181/2011 Seite 15 Die betriebsübliche Arbeitszeit lag bei 42,5 Stunden pro Woche, weshalb bei durchschnittlich 21,75 Arbeitstagen pro Monat von 184,875 Arbeit s- stunden auszugehen ist. Dies ergibt bei einem Beschäftigungsgrad von 100% einen Monatslohn von Fr. 6'285.75 (184,875 x Fr. 34.--). In Abweichung der vorgenannten Berechnung hat die IVSTA bei der B e- rechnung des Valideneinkommens die Zuschläge für Ferien und Feiert a- ge nicht berücksichtigt, was – wie bereits aufgezeigt – zu korrigieren ist. 6.3 Das Invalideneinkommen als Mitarbeiter für leichte bis mittelschwere Verweistätigkeiten, welche dem Beschwerdeführer gemäss ärztlicher Ein- schätzung noch zumutbar sind, ist durch Ermittlung des Dur chschnitts für verschiedene Tätigkeiten gemäss LSE -Tabellen 2008, Tabelle TA1, N i- veau 4, Zentralwert Männer festzulegen. Es beträgt Fr. 4'806.-- und ist gemäss der Entwicklung des Lohnindexes (1939 = 100, Entwicklung von 2092 auf 2136) auf das Niveau des Jahres 2009 aufzuindexieren. Für das Jahr 2009 ist demzufolge von einem Einkommen von Fr. 4'907.10 bei ei- nem Pensum von 40 Wochenstunden auszugehen. Aufgerechnet auf die durchschnittliche betriebliche Arbeitszeit aller Branchen im Jahr von 41,6 Wochenstunden ergibt dies ein monatliches Einkommen von Fr. 5'103.40 (Fr. 4'907.10 : 40 x 41,6). Unter Berücksichtigung der persön- lichen Umstände des Beschwerdeführers hat ihm die IVSTA einen le i- densbedingten Abzug von 10% gewährt, dies ist grundsätzlich nicht zu beanstanden, zumal die IVSTA der Situation des Beschwerdeführers, welcher in leichten Verweistätigkeiten nicht eingeschränkt ist, damit g e- nügend Rechnung getragen hat. Demzufolge ergibt sich nach dem le i- densbedingten Abzug von 10% ein Invalideneinkommen von Fr. 4'593.05. 6.4 Aufgrund der vollen Arbeitsunfähigkeit in jeglichen Tätigkeiten ist seit Mai 2010 (Eintritt der vollen Arbeitsunfähigkeit) von einem IV -Grad von 100% auszugehen. Der Vergleich von Valideneinkommen (Fr. 6'285.75) und Invalideneinkommen (Fr. 4'593.05) ergibt ferner für die Zeit ab 24. November 2010 (Wiedererlangung einer vollen Arbeitsfähigkeit in Verweistätigkeiten) einen Invaliditätsgrad von (gerundet) 27%, womit der Beschwerdeführer keinen Rentenanspruch mehr hat. 6.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die IVSTA zu Recht festg e- stellt hat, dass der Beschwerdeführer nur einen befristeten Rentena n- spruch hat. Für die Wirkungen der Befristung gilt das in E. 4.2 hiervor Ausgeführte (vgl. dazu auch das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts [BVGer] C-3221/2009 vom 19. Oktober 2011 E. 14.3 mit Hinweisen). Da C-4181/2011 Seite 16 die Verbesserung des Gesundheitszustandes spätestens am 24. November 2010 (Datum der Untersuchung im Klinikum A._______) eingetreten ist, hat die anspruchsbeeinflussende Änderung erste Ende Februar 2011 "ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert" (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV), weshalb die ganze Rente bis zum 28. Februar 2011 zu befristen ist. Somit hat die IVSTA zu Recht den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine befristete ganze Rente vo m 1. November 2010 (Ablauf der sechsmonatigen Wartefrist seit der Anmeldung im Mai 2010) bis zum 28. Februar 2011 bejaht. Die Beschwerde ist daher abz u- weisen und die angefochtene Verfügung zu bestätigen. 7. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par- teientschädigung. 7.1 Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Verfahrenskosten sind bei Streiti g- keiten um Bewilligung oder Verweigerung von IV -Leistungen nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200 - 1'000 Franken festzulegen (Art. 69 Abs.1bis IVG). Vorliegend sind die Ver- fahrenskosten auf Fr. 400.-- festzusetzen und dem unterliegenden B e- schwerdeführer aufzuerlegen. Die Kosten sind mit d em geleisteten Ko s- tenvorschuss in derselben Höhe zu verrechnen. 7.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Als B undes- behörde hat die IVSTA jedoch keinen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Der unterliegende Beschwerdeführer, wel cher nicht vertreten war, hat keinen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contra- rio). C-4181/2011 Seite 17 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 400.-- werden dem Beschwerdeführer au f- erlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in derselben Höhe ve r- rechnet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein) – die Vorinstanz (Ref-Nr. …) – das Bundesamt für Sozialversicherungen Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Michael Peterli Sandra Tibis Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit A ngabe der B e- weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: