<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2024-05-23-5A_305-2024.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_305/2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 23. Mai 2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Herrmann, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Zingg. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, gesetzlich vertreten durch ihre Mutter B.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Obergericht des Kantons Bern, Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen, Hochschulstrasse 17, Postfach, 3001 Bern, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Betreibungsamt Oberland, Dienststelle Oberland West, Scheibenstrasse 11, 3600 Thun, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. C.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Roger Lerf, </div> <div class="para">2. Kanton Bern, Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt, </div> <div class="para">vertreten durch die Steuerverwaltung des Kantons Bern, Region Oberland, Bereich Inkasso, Allmendstrasse 18, 3602 Thun, </div> <div class="para">3. Schweizerische Eidgenossenschaft und </div> <div class="para">Kanton Bern, </div> <div class="para">beide vertreten durch die Steuerverwaltung des Kantons Bern, Region Emmental-Oberaargau, Bereich Inkasso, Dunantstrasse 5, Postfach, 3401 Burgdorf, </div> <div class="para">4. Kanton Bern, Einwohnergemeinde Kirchberg und deren Kirchgemeinden, </div> <div class="para">alle vertreten durch die Steuerverwaltung des Kantons Bern, Region Emmental-Oberaargau, Bereich Inkasso, Dunantstrasse 5, Postfach, 3401 Burgdorf, </div> <div class="para">5. D.________ SA. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Bestimmung der Verwertungsart im Verfahren gemäss <span class="artref">Art. 132 SchKG</span> und Art. 9/10 VVAG, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen, vom 23. April 2024 (ABS 24 151). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">C.________ (Schuldner, Verfahrensbeteiligter 1) ist zusammen mit seiner Tochter A.________ (Beschwerdeführerin) Mitglied der Erbengemeinschaft von E.________ sel. Am 1. Juni 2023 pfändete das Betreibungsamt Oberland, Dienststelle Oberland West, in der Pfändungsgruppe Nr. xxx den Liquidationsanteil des Schuldners an der unverteilten Erbschaft. Am 16. Oktober 2023 reichte Notar F.________, der vom Erblasser eingesetzte Willensvollstrecker, den Entwurf eines Erbteilungsvertrages zu den Akten. Das Betreibungsamt lud am 15. November 2023 zur Einigungsverhandlung gemäss Art. 9 der Verordnung vom 17. Januar 1923 über die Pfändung und Verwertung von Anteilen an Gemeinschaftsvermögen (VVAG; SR 281.41). Am Verhandlungstermin erschienen die Pfändungsgläuber (Verfahrensbeteiligte 2 bis 5) nicht, weshalb die Einigungsverhandlung als gescheitert protokolliert wurde. Das Betreibungsamt forderte die Beteiligten am 21. Februar 2024 auf, Anträge über die weiteren Verwertungsmassnahmen einzureichen (<span class="artref">Art. 10 VVAG</span>). Innert Frist gingen keine Anträge über die Verwertungsmassnahmen ein. Am 19. April 2024 ersuchte das Betreibungsamt das Obergericht als Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen um Bestimmung des Verwertungsverfahrens. Mit Entscheid vom 23. April 2023 wies das Obergericht das Betreibungsamt an, die Auflösung und Liquidation der unverteilten Erbschaft unter Mitwirkung der zuständigen Behörden zu veranlassen und den allfälligen Erlös aus dem gepfändeten Liquidationsanteil zu verteilen. </div> <div class="para">Am 8. Mai 2024 (Postaufgabe) ist die Beschwerdeführerin in Bezug auf diesen Entscheid an das Betreibungsamt gelangt und hat "Einsprache" erhoben. Das Betreibungsamt hat die Eingabe dem Bundesgericht übermittelt (<span class="artref">Art. 48 Abs. 3 BGG</span>). Das Bundesgericht hat die Akten beigezogen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Eingabe ist als Beschwerde in Zivilsachen (<span class="artref">Art. 72 ff. BGG</span>) entgegenzunehmen. </div> <div class="para">Nach <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> ist in der Beschwerdebegründung in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Die beschwerdeführende Partei hat in gezielter Auseinandersetzung mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheides massgeblichen Erwägungen aufzuzeigen, welche Rechte bzw. Rechtsnormen die Vorinstanz verletzt haben soll (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=34&amp;from_date=20.05.2024&amp;to_date=08.06.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-86%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page86">BGE 140 III 86</a> E. 2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=34&amp;from_date=20.05.2024&amp;to_date=08.06.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">140 III 115</a> E. 2). Der vorinstanzlich festgestellte Sachverhalt ist für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich (<span class="artref">Art. 105 Abs. 1 BGG</span>). Die unrichtige Feststellung des Sachverhalts kann nur unter den Voraussetzungen von <span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span> gerügt werden (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=34&amp;from_date=20.05.2024&amp;to_date=08.06.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-16%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page16">BGE 140 III 16</a> E. 1.3.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=34&amp;from_date=20.05.2024&amp;to_date=08.06.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-264%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page264">140 III 264</a> E. 2.3). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin bringt vor, es gebe Käufer für den Liquidationsanteil des Schuldners. Dieser Betrag könnte sofort bezahlt werden. Weshalb dieser Umstand, den der Notar gekannt habe, nicht erwähnt worden sei, könne sie nicht beurteilen, ebenso wenig, ob er beachtet worden sei. Es könne nicht richtig sein, dass sie wegen der Schulden ihres Vaters in Mitleidenschaft gezogen werde. Eine Veräusserung der Liegenschaft würde nicht den Wert ergeben, der bei einem normalen Verkauf erzielt werden könnte. </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin beantragt damit sinngemäss, auf eine Auflösung der Erbengemeinschaft zu verzichten und stattdessen den Liquidationsanteil zu veräussern. Sie geht jedoch nicht darauf ein, dass sie gemäss den obergerichtlichen Feststellungen keine Anträge gemäss <span class="artref">Art. 10 VVAG</span> gestellt hat. Vor Bundesgericht ist ihr sinngemässer Antrag demnach neu und folglich unzulässig (<span class="artref">Art. 99 Abs. 2 BGG</span>). Im Übrigen schildert sie bloss den Sachverhalt aus ihrer Sicht, wenn sie vorbringt, es gebe Käufer - an anderer Stelle spricht sie von einem Käufer - für den Anteil und der Notar bzw. das Betreibungsamt wisse darum. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, aus welchem Aktenstück sich dies ergeben soll und inwiefern das Obergericht in diesem Zusammenhang den Sachverhalt offensichtlich unrichtig - d.h. willkürlich - festgestellt haben soll (<span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span>). Das Obergericht erwähnt zwar ein Angebot, doch ist unklar, ob sich dieses auf den Liquidationsanteil oder ein einzelnes oder mehrere Objekte aus dem Nachlass bezieht. Mit ihren Ausführungen zum erwarteten Erlös vermag die Beschwerdeführerin auch nicht darzutun, weshalb das Obergericht bei der Anordnung der Auflösung der Erbengemeinschaft gegen Recht verstossen haben soll. Mit den vom Obergericht dargestellten Gründen, weshalb die Auflösung der Erbengemeinschaft der Versteigerung des Liquidationsanteils vorzuziehen ist, setzt sie sich nicht im Einzelnen auseinander. Im Übrigen hat das Obergericht darauf hingewiesen, dass sich die Beteiligten nach wie vor auf eine andere als die angeordnete Verwertungsart einigen können. </div> <div class="para">Die Beschwerde ist offensichtlich unzulässig und sie enthält offensichtlich keine hinreichende Begründung. Der Abteilungspräsident tritt auf sie im vereinfachten Verfahren nicht ein (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/108/b" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/108/1/b" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/108/1/a" type="start"></artref>Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG</span><artref id="CH/173.110/108/1/b" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/108/b" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/b" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Es rechtfertigt sich ausnahmsweise, auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 23. Mai 2024 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Herrmann </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Zingg </div> </div></body></html>