<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00240</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206113&amp;W10_KEY=4467135&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00240</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 30.08.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Ingenieurarbeiten (Projektierung und Bauleitung) für einen Tunnel. Ausschluss vom Verfahren wegen ungenügendem Personaleinsatz.<br/><br/>Bei der vorliegenden Vergabe ist die Qualität der Ingenieurleistungen von grosser Bedeutung für Qualität und Kosten des Gesamtbauwerks, aber schwer überprüfbar. Anderseits sind die Kosten des Auftrags im Vergleich zu den Kosten des gesamten Bauvorhabens unbedeutend. Insgesamt durfte der Beschwerdegegner ohne Überschreitung seines Ermessens davon ausgehen, dass der von den Beschwerdeführerinnen kalkulierte Personalaufwand den gestellten Ansprüchen nicht genüge (E. 3.2-3.4).<br/>Ungewöhnlich niedriges Angebot im Sinn von § 32 SubmV (E. 3.5)?<br/>Mit Blick auf die Risiken, die eine ungenügende bzw. auch nur nicht optimale Auftragserfüllung für das Gesamtbauwert zur Folge haben könnten, ist der Ausschluss verhältnismässig (E. 3.6).<br/>Prüfung der Vorbringen gegen die Variante der Mitbeteiligten (E. 3.7) und weiterer Einwendungen (E. 3.8).<br/><br/>Die Gewichtung des Zuschlagskriteriums "Preis" mit 20 % erweist sich angesichts der Bedeutung der Qualität als zulässig (E. 4).<br/><br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANGEBOT">ANGEBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFWANDSCHÃTZUNG">AUFWANDSCHÃTZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSCHLUSS">AUSSCHLUSS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSCHLUSS EINES ANBIETERS">AUSSCHLUSS EINES ANBIETERS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EIGNUNGSKRITERIEN">EIGNUNGSKRITERIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PERSONALEINSATZ">PERSONALEINSATZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: QUALITÃT">QUALITÃT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 28 lit. a SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 28 lit. j SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 32 SubmV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BEZ 2005 Nr. 31 S. 14</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit einer Ausschreibung vom 13. August 2004 erÃ¶ffnete die Baudirektion Kanton ZÃ¼rich (Tiefbauamt) eine Submission im offenen Verfahren fÃ¼r die Vergabe von Ingenieurarbeiten beim Ausbau der N1/N20 (Nordumfahrung ZÃ¼rich), aufgeteilt in vier Lose. FÃ¼r das Los 2A "Gubristtunnel 3. RÃ¶hre" reichten fÃ¼nf Ingenieur-Gemeinschaften (IG) Offerten mit Eingabesummen zwischen Fr. 6'385'061.- und Fr. 10'372'213.- (netto, inkl. MwSt.) ein.</p> <p class="Urteilstext">In der Folge wurde die IG A, welche das preislich gÃ¼nstigste Angebot eingereicht hatte, am 8. Dezember 2004 vom Tiefbauamt aufgefordert, die dem Angebot zugrunde liegende Berechnung des Personalaufwands zu erlÃ¤utern. Die IG F, deren Angebot preislich das zweitgÃ¼nstigste war, wurde gleichzeitig aufgefordert, die zeitliche Staffelung des von ihr vorgesehenen Personaleinsatzes aufzuzeigen.</p> <p class="Urteilstext">Mit Beschluss des Regierungsrats vom 11. Mai 2005 wurde der Auftrag an die IG F vergeben. Der Entscheid wurde den Anbieterinnen mit Schreiben des Tiefbauamts vom 18. Mai 2005 mitgeteilt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 26. Mai 2005 erhoben die in der IG A zusammengeschlossenen Unternehmungen beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen den Entscheid des Regierungsrats und beantragten im Wesentlichen, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und der Zuschlag sei ihnen zu erteilen, eventuell sei die Rechtswidrigkeit des Vergabeentscheids festzustellen, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Beschwerdegegners, eventuell der Mitbeteiligten. Gleichzeitig ersuchten sie darum, der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen.</p> <p class="Urteilstext">Der Staat ZÃ¼rich stellte in seiner Beschwerdeantwort vom 27. Juni 2005 Antrag auf Abweisung der Beschwerde sowie des Begehrens betreffend aufschiebende Wirkung, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerinnen. </p> <p class="Urteilstext">Die in der IG F zusammengeschlossenen IngenieurbÃ¼ros reichten als Mitbeteiligte am 24. Juni 2005 ebenfalls eine Beschwerdeantwort ein und beantragten, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit auf sie einzutreten sei, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerinnen. Auch sie schlossen auf Abweisung des Gesuchs betreffend aufschiebende Wirkung.</p> <p class="Urteilstext">In der Replik vom 16. August 2005 und den Dupliken des Beschwerdegegners und der Mitbeteiligten vom 8. September 2005 hielten die Parteien an ihren Standpunkten fest.</p> <p class="Urteilstext">Den BeschwerdefÃ¼hrerinnen wurde mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 7. Juli 2005 Einsicht in die Akten â mit einzelnen EinschrÃ¤nkungen â gewÃ¤hrt.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gungen vom 2. Juni und 7. Juli 2005 wurde der Beschwerde einstweilen aufschiebende Wirkung erteilt; mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 21. September 2005 wurde die aufschiebende Wirkung jedoch nach Abschluss des Schriftenwechsels nicht verlÃ¤ngert. Am 14. Oktober 2005 teilte die Baudirektion dem Gericht mit, dass sie den Vertrag mit den Mitbeteiligten abgeschlossen habe.</p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = <span class="urteilstextchar">BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 (IVÃ¶B) sowie § 2 des Gesetzes vom 15. September 2003 Ã¼ber den Beitritt zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung zur Anwendung.</span></p> <p class="Urteilstext">Der Ausschluss der BeschwerdefÃ¼hrerinnen vom Verfahren und der Zuschlag an die Mitbeteiligten sind im selben Vergabeentscheid enthalten, und die Beschwerde richtet sich gegen beide Anordnungen. Beides sind selbstÃ¤ndig anfechtbare Entscheide (Art. 15 Abs. 1<sup><span>bis</span></sup> lit. d und e IVÃ¶B). Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen sind zu deren Anfechtung legitimiert, da sie mit den erhobenen RÃ¼gen sowohl den Ausschluss in Frage stellen als auch geltend machen, der Zuschlag mÃ¼sse richtigerweise an sie ergehen. </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen beantragen, ihr Rechtsvertreter sei vor dem Entscheid Ã¼ber die ParteientschÃ¤digung aufzufordern, seine Kostennote einzureichen.</p> <p class="Urteilstext">Der Rechtsvertreter einer Beschwerdepartei hat jederzeit die MÃ¶glichkeit, dem Gericht eine Kostennote einzureichen, ohne dass es hierfÃ¼r einer Aufforderung bedarf. Ob er verlangen kann, dass an ihn vor dem Entscheid eine entsprechende Mitteilung ergeht, braucht hier in Anbetracht des Verfahrensausgangs nicht entschieden zu werden. Jedenfalls wÃ¤re es nicht zulÃ¤ssig, nur der voraussichtlich obsiegenden Partei eine entsprechende Aufforderung zukommen zu lassen und damit der gerichtlichen Entscheidfindung vorzugreifen. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>In den Ausschreibungsunterlagen legte der Beschwerdegegner unter dem Titel "Eignungskriterien" unter anderem fest (Dokument A: Programm des Ausschreibungsverfahrens): </p> <p class="EinzugZitat">"Angebote, welche eines oder mehrere der nachfolgend aufgefÃ¼hrten Eignungskriterien nicht erfÃ¼llen, werden vom weiteren Verfahren ausgeschlossen.</p> <p class="EinzugZitat"> [â¦]</p> <p class="EinzugZitat"> Bewerber: Nachweis Personaleinsatz (Der Bauherr schÃ¤tzt den Aufwand fÃ¼r Projektierung und fÃ¼r Bauleitung unter Einbezug des Mittelwertes der Angebote ab. Falls der dem Angebot zugrunde gelegte Stunden-Aufwand von der SchÃ¤tzung des Bauherrn um mehr als 20 % abweicht, mÃ¼ssen die Abweichungen erlÃ¤utert und begrÃ¼ndet werden. Ein Angebot mit krassen, nicht begrÃ¼ndbaren Abweichungen wird als ungeeignet beurteilt).</p> <p class="EinzugZitat"> [â¦]"</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Urteilstext">Nach dem Eingang der Angebote zeigte sich, dass die Aufwand-SchÃ¤tzungen aller Anbieterinnen weit unterhalb der eigenen SchÃ¤tzung des Beschwerdegegners lagen. Dieser zog daher lediglich den Mittelwert der Aufwand-SchÃ¤tzungen aller Anbieterinnen als Vergleichswert heran. WÃ¤hrend von den Ã¼brigen SchÃ¤tzungen keine um mehr als 20 % nach unten vom Mittelwert abweicht, liegt jene der BeschwerdefÃ¼hrerinnen nahezu 30 % unterhalb desselben.</p> <p class="Urteilstext">Der Beschwerdegegner forderte die BeschwerdefÃ¼hrerinnen mit Schreiben vom 8. Dezember 2004 auf, die Annahmen zur Berechnung des Aufwands fÃ¼r Projektierung und Bauleitung nachvollziehbar aufzuzeigen und zu erlÃ¤utern. Sie erstatteten ihre Stellungnahme am 16. Dezember 2004.</p> <p class="Urteilstext">AnlÃ¤sslich der Besprechung mit den BeschwerdefÃ¼hrerinnen vom 20. Mai 2005 sowie in der Beschwerdeantwort erlÃ¤uterte der Beschwerdegegner, dass das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerinnen ausgeschlossen worden sei, weil deren vorgesehener Personaleinsatz in verschiedener Hinsicht als ungenÃ¼gend betrachtet werde und damit das Eignungskriterium "Nachweis Personaleinsatz" nicht erfÃ¼llt sei.</p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen sind der Auffassung, dass der von ihnen vorgesehene Personaleinsatz fÃ¼r die zu erbringende Leistung in jeder Hinsicht ausreiche, und sie bestreiten Ã¼berdies die ZulÃ¤ssigkeit einer derartigen ÃberprÃ¼fung ihrer Kalkulation. Der Beschwerdegegner hÃ¤lt auch im Beschwerdeverfahren an seinem Standpunkt fest und macht zudem geltend, dass die BeschwerdefÃ¼hrerinnen den Zuschlag selbst dann nicht erhalten hÃ¤tten, wenn ihr Angebot zugelassen worden wÃ¤re, da dieses nach der Auswertung der Zuschlagskriterien insgesamt auf dem letzten Rang stehe.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die Vergabe von Ingenieurleistungen der hier strittigen Art begegnet verschiedenen Schwierigkeiten. Der notwendige Aufwand lÃ¤sst sich im Voraus nicht klar bemessen; eine Abrechnung nach Stundenaufwand brÃ¤chte aber fÃ¼r den Auftraggeber ein erhebliches Kostenrisiko mit sich (vgl. VGr, 24. September 1999, BEZ 1999 Nr. 35 E. 4b = ZBl 101/2000, S. 589; 19. Juni 2002, VB.2001.00360, E. 5f und g, www.vgrzh.ch) und ist daher in vielen FÃ¤llen nicht zweckmÃ¤ssig. Hinzu kommt, dass die notwendige QualitÃ¤t der Planungs- und Bauleitungsarbeiten sich nicht auf einfache Weise definieren lÃ¤sst und dass diese QualitÃ¤t sowohl im Vorfeld der Vergabe â bei der PrÃ¼fung der Angebote â wie auch wÃ¤hrend der AusfÃ¼hrung des Auftrags nur schwer direkt Ã¼berprÃ¼ft werden kann.</p> <p class="Urteilstext">Anderseits ist die QualitÃ¤t dieser Ingenieurleistungen von hoher Relevanz fÃ¼r QualitÃ¤t und Kosten des Gesamtbauwerks; im Vergleich dazu sind die Kosten des Dienstleistungsauftrags eher unbedeutend. So werden im vorliegenden Fall die Gesamtkosten des fraglichen Tunnelbaus auf rund 520 Millionen Franken geschÃ¤tzt, wÃ¤hrend das Honorar des hier strittigen Auftrags gemÃ¤ss dem Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerinnen rund 6,4 Millionen und gemÃ¤ss demjenigen der Mitbeteiligten rund 7,7 bzw. 7,3 (Variante) Millionen Franken betragen soll, also nur ca. 1,5 % des Gesamtaufwands. Angesichts dieser GrÃ¶ssenverhÃ¤ltnisse ist der Auftraggeber darauf angewiesen, dass der Beauftragte eine <i>mÃ¶glichst gute</i> Arbeit leistet, um die QualitÃ¤t des Bauwerks zu optimieren und dessen Kosten gering zu halten. Eine bloss "ordentliche" Arbeit bei Planung und Bauleitung kann fÃ¼r das Gesamtbauwerk leicht Kostenfolgen zeitigen, die weit Ã¼ber das Honorar des Ingenieur-Auftrags hinausgehen.</p> <p class="Urteilstext">Der Auftraggeber muss daher danach trachten, die Vergabekriterien so festzulegen, dass trotz des Kostendrucks eine mÃ¶glichst hohe QualitÃ¤t der Dienstleistung gewÃ¤hrleistet wird. Die Forderung nach einem (quantitativ wie qualitativ) ausreichenden Einsatz von Personal ist in einem Fall dieser Art ein geeignetes Mittel, um Risiken fÃ¼r die QualitÃ¤t der AusfÃ¼hrung zu vermindern. Dabei ist es sowohl mÃ¶glich, eine derartige Anforderung als Eignungskriterium auszugestalten, wie auch, ihr im Rahmen der Zuschlagskriterien das nÃ¶tige Gewicht zu verleihen, indem die qualitativen Zuschlagskriterien im Vergleich zum Kriterium "Preis" entsprechend hoch gewichtet werden (dazu hinten, E. 4).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen haben den Personalaufwand fÃ¼r den Auftrag auf insgesamt 45'820 Stunden geschÃ¤tzt (Projektierung 29'820 Std., Bauleitung 16'000 Std.). Diese SchÃ¤tzung liegt 28,5 % unterhalb des Mittelwerts aller fÃ¼nf Anbieterinnen von 64'115 Stunden und 20,6 % unter der SchÃ¤tzung der Mitbeteiligten (Projektierung 37'845 Std., Bauleitung 19'890 Std.), welche den Aufwand mit 57'735 Stunden am zweittiefsten veranschlagt haben. Der Beschwerdegegner weist zutreffend darauf hin, dass angesichts der weit gehend vergleichbaren QualitÃ¤t des Personals der beiden Anbieterinnen die kalkulierten Stunden einen direkten Vergleich des zur ErfÃ¼llung des Auftrags geplanten Einsatzes ermÃ¶glichen. Aufgrund des geringen Umfangs des von den BeschwerdefÃ¼hrerinnen geplanten Personaleinsatzes und angesichts der erwÃ¤hnten ZusammenhÃ¤nge erscheinen die BefÃ¼rchtungen des Beschwerdegegners mit Bezug auf QualitÃ¤tsrisiken bei der AuftragsausfÃ¼hrung nicht von vornherein als unbegrÃ¼ndet. Sie stellen zumindest ein Indiz dar, aufgrund dessen der Beschwerdegegner berechtigt war, von den BeschwerdefÃ¼hrerinnen zusÃ¤tzliche ErlÃ¤uterungen zum geplanten Personaleinsatz zu verlangen. Ob die insgesamt geringe AufwandschÃ¤tzung fÃ¼r sich allein bereits ausgereicht hÃ¤tte, um einen Ausschluss zu rechtfertigen, braucht hier nicht entschieden zu werden.</p> <p class="Urteilstext">In ihrer Stellungnahme vom 16. Dezember 2004 machten die BeschwerdefÃ¼hrerinnen ergÃ¤nzende Angaben zum geplanten Personaleinsatz. Aufgrund dieser Angaben gelangte der Beschwerdegegner zur Auffassung, dass sich seine BefÃ¼rchtungen in konkreten Punkten bestÃ¤tigten. So weist er darauf hin, dass die BeschwerdefÃ¼hrerinnen in der AusfÃ¼hrungsphase III fÃ¼r die Aufgaben des Chefbauleiters, der Bauleitung, der geologischen Begleitung und der Bauadministration nur insgesamt 3'700 Stunden vorgesehen hÃ¤tten. Das entspreche in etwa einem Einsatz von zwei Personen, was fÃ¼r ein Projekt dieser GrÃ¶ssenordnung klar ungenÃ¼gend sei. Zum Vergleich verweist er auf das Projekt Ãetlibergtunnel, wo bei vergleichbarer Aufgabenstellung sechs Personen die Funktion der Bauleitung wahrnÃ¤hmen. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen hÃ¤tten auch keine wesentlichen neuen Informationen vorlegen kÃ¶nnen, um die grossen Abweichungen zu den Ã¼brigen Angeboten in den AusfÃ¼hrungsphasen III und IV zu erklÃ¤ren.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen bestreiten die Vergleichbarkeit des Tunnelbaus am Ãetliberg mit dem vorliegend projektierten. So wÃ¼rden beim Ãetliberg zwei RÃ¶hren und ein Pilotstollen gebaut, wÃ¤hrend beim Gubrist nur eine RÃ¶hre geplant sei, und es kÃ¤men andere Baumethoden zur Anwendung als die am Gubrist vorgesehenen. â Indessen steht noch nicht fest, dass fÃ¼r den Gubristtunnel die von den BeschwerdefÃ¼hrerinnen mit dem generellen Projekt vorgeschlagene Vortriebsmethode gewÃ¤hlt wird. Dieser Entscheid ist vielmehr Gegenstand der Arbeiten in der Projektierungsphase. Es muss vermieden werden, dass mit dem vorgesehenen Personaleinsatz bereits ein Vorentscheid mit Bezug auf eine bestimmte Baumethode getroffen wird, und die projektierende Ingenieurgemeinschaft soll auch keinen zusÃ¤tzlichen Anreiz erhalten, eine Baumethode zu favorisieren, mit welcher sie vor allem ihren eigenen Aufwand minimiert. Denn die angewandte Baumethode kann unvergleichlich viel grÃ¶ssere Auswirkungen auf die Gesamtbaukosten zeitigen als die HÃ¶he des Ingenieurhonorars.</p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen machen geltend, sie hÃ¤tten auch andere Projekte trotz knapper Kalkulation zur Zufriedenheit der Auftraggeber abgewickelt; der Beschwerdegegner hÃ¤tte mit dem Einholen von Referenzen leicht feststellen kÃ¶nnen, dass sie auch andere Projekte mit knapp kalkuliertem Aufwand erfolgreich zu Ende gefÃ¼hrt hÃ¤tten. â Dieser Sachverhalt hÃ¤tte sich indessen kaum ohne weiteres anhand von Referenzen klÃ¤ren lassen, zumal es nach dem Gesagten nicht nur darum geht, den Auftrag ordnungsgemÃ¤ss abzuschliessen, sondern auch, ihn mÃ¶glichst gut zu erfÃ¼llen (vorn, E. 3.2). Jedenfalls hat der Beschwerdegegner damit, dass er die Referenzen der BeschwerdefÃ¼hrerinnen nicht gezielt im Hinblick auf diese Frage auswertete, das ihm zustehende Ermessen bei der SachverhaltsabklÃ¤rung nicht Ã¼berschritten.</p> <p class="Urteilstext">Des Weiteren wenden die BeschwerdefÃ¼hrerinnen ein, dass mit dem Vorgehen des Beschwerdegegners Erfahrung und Effizienz der Anbieter nicht belohnt, sondern bestraft wÃ¼rden. â Zweifellos muss die Erfahrung eines Anbieters auch hier positiv berÃ¼cksichtigt werden. So wÃ¤re ein Plus an Erfahrung allenfalls geeignet, einen vorgesehenen geringeren Personaleinsatz zu erklÃ¤ren. Ein derartiger Vorteil ist jedoch bei den BeschwerdefÃ¼hrerinnen nicht ersichtlich; die Mitbeteiligten und die von ihnen vorgesehenen SchlÃ¼sselpersonen weisen durchaus gleichwertige Referenzen und Qualifikationen auf. Die Referenzen der Ã¼brigen Anbieterinnen lassen sich zwar nicht im Einzelnen Ã¼berprÃ¼fen, doch haben aufgrund der vom Beschwerdegegner vorgenommenen Auswertung beim Zuschlagskriterium "Auftragsspezifische Referenzen des Bewerbers" alle Anbieterinnen die Maximalnote erreicht, und beim Kriterium "Auftragsspezifische Qualifikation und Erfahrung des SchlÃ¼sselpersonals" erhielten zwei von ihnen eine noch hÃ¶here Qualifikation als die BeschwerdefÃ¼hrerinnen und die Mitbeteiligten. Der von den BeschwerdefÃ¼hrerinnen vorgesehene geringere Personaleinsatz lÃ¤sst sich daher nicht mit ihrer hÃ¶heren Erfahrung und Effizienz begrÃ¼nden.</p> <p class="Urteilstext">Schliesslich werfen die BeschwerdefÃ¼hrerinnen dem Beschwerdegegner im Zusammenhang mit dem verwendeten Zuschlagskriterium "Personaleinsatz Ã¼ber Projektierungs- und Bauleitungszeit" (Unterkriterium 2b1) vor, durch die Bewertung des Personaleinsatzes, der immer kostenrelevant sei, das Zuschlagskriterium "Preis" faktisch neutralisiert und damit der Zielsetzung des Vergaberechts, Ã¶ffentliche Mittel wirtschaftlich zu verwenden, zuwider zu gehandelt zu haben. â Abgesehen davon, dass der Beschwerdegegner dieses Kriterium nicht rein quantitativ verstanden haben will, worauf hier nicht weiter einzugehen ist, erscheint es nicht ausgeschlossen, die gleiche Arbeitsleistung gÃ¼nstiger anzubieten, z.B. mit einem Rabatt auf den HonorarsÃ¤tzen. Sodann verlangt das Interesse an der wirtschaftlichen Verwendung Ã¶ffentlicher Mittel in einem Fall wie dem vorliegenden nicht in erster Linie, den Auftrag fÃ¼r Projektierung und Bauleitung mÃ¶glichst gÃ¼nstig zu vergeben, sondern die Kosten des Gesamtbauwerks tief zu halten. Entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerinnen muss daher im Gegenteil vermieden werden, dass das Zuschlagskriterium "Preis" dem Anbieter, der beim Ingenieurauftrag einen geringen Personalaufwand veranschlagt, automatisch einen Vorteil verschafft. Ein geringer Personaleinsatz ist daher, wie der Beschwerdegegner zutreffend festgestellt hat, nur dann positiv zu werten, wenn der Anbieter glaubwÃ¼rdig zu begrÃ¼nden vermag, weshalb er trotz des reduzierten Aufwands dennoch dieselbe Leistung erbringt.</p> <p class="Urteilstext">Dem Beschwerdegegner stand bei der Beurteilung des Angebots auch in dieser Hinsicht ein erhebliches Ermessen zu. Er musste sich zwar auf ausreichend gesicherte tatsÃ¤chliche Annahmen stÃ¼tzen (VGr, 25. Januar 2006, VB.2005.00200, E. 2.4, www.vgrzh.ch), besass jedoch bei deren WÃ¼rdigung eine erhebliche Freiheit. Aufgrund der dargestellten Sachlage durfte er insgesamt ohne Ãberschreitung seines Ermessens davon ausgehen, dass der von den BeschwerdefÃ¼hrerinnen kalkulierte Personalaufwand den gestellten AnsprÃ¼chen nicht genÃ¼ge.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Das Vorgehen des Beschwerdegegners steht auch nicht im Widerspruch zu den Vorschriften Ã¼ber die Behandlung ungewÃ¶hnlich niedriger Angebote, auf welche sich die BeschwerdefÃ¼hrerinnen berufen.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.5.1 </b>Nach § 32 der Submissionsverordnung vom 23. Juli 2003 (SubmV) kann die Vergabestelle, wenn sie ein Angebot erhÃ¤lt, das ungewÃ¶hnlich niedriger ist als andere eingereichte Angebote, beim Anbieter Erkundigungen einziehen, um sich zu vergewissern, dass dieser die Teilnahmebedingungen einhalten und die Auftragsbedingungen erfÃ¼llen kann. Der Umstand allein, dass der offerierte Preis die Selbstkosten des Anbieters nicht deckt, fÃ¼hrt nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts â im Einklang mit der in der Schweiz herrschenden Lehre und Rechtsprechung â nicht zum Ausschluss des Angebots. Angebote, welche unter Kalkulation eines Verlusts zustande kommen, stehen nicht notwendig im Widerspruch zur Zielsetzung einer wettbewerbsorientierten Auftragsvergabe. Ein derartiges Angebot kann aus der Sicht des Anbieters gerechtfertigt sein, um z.B. die BeschÃ¤ftigung seiner Arbeitnehmer in einer kritischen Phase zu gewÃ¤hrleisten oder in einem neuen GeschÃ¤ftsbereich Fuss zu fassen. Diese Art von Preisbildung ist im GeschÃ¤ftsverkehr unter Privaten weder ungewÃ¶hnlich noch gilt sie grundsÃ¤tzlich als unzulÃ¤ssig; ein Verbot dieses Vorgehens wÃ¼rde den Anbietern das Eindringen in neue MÃ¤rkte erschweren und bestehende Marktstrukturen zementieren, was nicht der Zielsetzung des Vergaberechts entspricht (vgl. zum Ganzen RB 2003 Nr. 50 = BEZ 2003 Nr. 48 E. 3bâd, mit Hinweisen; Robert Wolf, Preis und Wirtschaftlichkeit, BauR, Sonderheft Vergaberecht 2004, S. 12 f., mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.5.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen bezweifeln, dass ihr Angebot als ungewÃ¶hnlich niedrig bezeichnet werden kÃ¶nne. Bei der Beurteilung dieser Frage im Hinblick auf das Einholen zusÃ¤tzlicher Erkundigungen im Sinn von § 32 SubmV steht der VergabebehÃ¶rde jedoch ein erhebliches Ermessen zu (RB 2003 Nr. 50 = BEZ 2003 Nr. 48 E. 3c a.E.). Dabei ist es ihr auch nicht verwehrt, auf besonders niedrige BetrÃ¤ge einzelner Aufwandkategorien zu achten. Unter diesem Gesichtspunkt erscheint die vorgÃ¤ngige Festlegung einer Limite von 20 % unterhalb des durchschnittlichen Personaleinsatzes als zweckmÃ¤ssig und jedenfalls nicht willkÃ¼rlich.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.5.3 </b>Kalkuliert ein Anbieter fÃ¼r den fraglichen Auftrag einen ungenÃ¼genden Einsatz von Personal oder andern Mitteln, so kann dies fÃ¼r die Beurteilung seiner FÃ¤higkeit, trotz des niedrigen Angebots die Teilnahmebedingungen einzuhalten und die Auftragsbedingungen zu erfÃ¼llen (§ 32 SubmV), unter verschiedenen Gesichtspunkten von Bedeutung sein (vgl. VGr, 25. Januar 2006, VB.2005.00200, E. 2.5, www.vgrzh.ch):</p> <p class="Einzug2">â Die zu geringe Kalkulation kann einen Hinweis auf ungenÃ¼gende Fachkenntnisse des Anbieters geben. Erweisen sich die Zweifel an der fachlichen Eignung als ausreichend begrÃ¼ndet, ist der Anbieter aus diesem Grund vom Verfahren auszuschliessen.</p> <p class="Einzug2">â Werden bei der AusfÃ¼hrung des Auftrags tatsÃ¤chlich zu geringe Mittel eingesetzt, so kann dies eine mangelhafte QualitÃ¤t der Arbeit zur Folge haben. </p> <p class="Einzug2">â Sichert der Anbieter zu, trotz einer allenfalls zu knappen Kalkulation auf jeden Fall ausreichende Mittel einzusetzen, kann dies dazu fÃ¼hren, dass er bei der AusfÃ¼hrung des Auftrags einen Verlust erleidet. Dieser Umstand allein ist nach dem Gesagten noch kein Grund fÃ¼r den Ausschluss des Angebots. Hingegen stellt sich die Frage, ob der Anbieter Ã¼ber eine ausreichende wirtschaftliche LeistungsfÃ¤higkeit verfÃ¼gt, um den Auftrag trotz des Verlusts vertragskonform durchzufÃ¼hren. Ãberdies kann trotz der Zusicherung die BefÃ¼rchtung verbleiben, dass der Anbieter versuchen wird, den Verlust durch einen knappen Einsatz von Mitteln bei der ErfÃ¼llung des Auftrags in Grenzen zu halten.</p> <p class="Urteilstext">Vorliegend geht es dem Beschwerdegegner bei der Verwendung des Eignungskriteriums "Nachweis Personaleinsatz" nicht darum, die fachlichen FÃ¤higkeiten der Anbietenden sicherzustellen; fÃ¼r diesen Zweck sind andere Eignungs- und Zuschlagskriterien vorgesehen. Die grundsÃ¤tzlichen Qualifikationen der BeschwerdefÃ¼hrerinnen werden denn auch nicht in Frage gestellt. Die BefÃ¼rchtungen des Beschwerdegegners gehen vielmehr dahin, dass ein zu geringer Einsatz von Personal die QualitÃ¤t der Auftragserledigung gefÃ¤hrde. Diese BefÃ¼rchtungen erscheinen nach dem Gesagten nicht von vornherein als unbegrÃ¼ndet. Wie erwÃ¤hnt, lÃ¤sst sich die notwendige QualitÃ¤t der zu vergebenden Planungs- und Bauleitungsarbeiten nicht auf einfache Weise definieren, sondern der Auftraggeber ist darauf angewiesen, dass der Beauftragte eine mÃ¶glichst gute Arbeit leistet, um die QualitÃ¤t des Bauwerks zu optimieren und dessen Kosten zu reduzieren (vorn, E. 3.2).</p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen haben zwar in der Beschwerdeschrift erklÃ¤rt, dass dem Beschwerdegegner aus einer allenfalls zu knapp bemessenen Aufwandberechnung kein Nachteil entstehen kÃ¶nne, da sie in diesem Fall die Mehrarbeit auf eigene Kosten Ã¼bernehmen wÃ¼rden. Diese Situation ist jedoch nicht mit dem Fall zu vergleichen, da ein Anbieter bewusst einen Preis offeriert, der seine Selbstkosten nicht deckt, um z.B. die BeschÃ¤ftigung seiner Arbeitnehmer in einer kritischen Phase zu gewÃ¤hrleisten oder in einem neuen GeschÃ¤ftsbereich Fuss zu fassen. HÃ¤tten die BeschwerdefÃ¼hrerinnen in ihrem Angebot eine grÃ¶ssere Zahl von Stunden kalkuliert, aus bestimmten geschÃ¤ftlichen Ãberlegungen heraus aber einen fÃ¼r sie nicht kostendeckenden Preis offeriert, so wÃ¼rde sich in erster Linie die Frage stellen, ob sie Ã¼ber eine ausreichende wirtschaftliche LeistungsfÃ¤higkeit verfÃ¼gen, um den Auftrag trotzdem vertragskonform durchzufÃ¼hren. Zwar kÃ¶nnte trotz der Zusicherung die BefÃ¼rchtung verbleiben, dass sie versuchen wÃ¼rden, Verluste durch Einsparungen bei der AuftragserfÃ¼llung zu vermindern. Die BefÃ¼rchtung wÃ¤re aber deutlich geringer als im vorliegenden Fall, wo die BeschwerdefÃ¼hrerinnen sich auf den Standpunkt stellen, dass sie imstande seien, den Auftrag mit dem reduzierten Personalaufwand zu erledigen. Diese Sachlage birgt angesichts der erwÃ¤hnten Schwierigkeit, die notwendige QualitÃ¤t der Planungs- und Bauleitungsarbeiten zu definieren, bedeutend hÃ¶here Risiken als eine Offerte unter bewusster Inkaufnahme eines Verlusts. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen haben die entsprechende Zusicherung im Ãbrigen auch erst im Beschwerdeverfahren abgegeben, was beim Entscheid des Beschwerdegegners Ã¼ber die Vergabe nicht berÃ¼cksichtigt werden konnte (VGr, 13. April 2000, VB.1999.00348, E. 5c/bb, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.6 </b>Beim Ausschluss eines Anbieters vom Verfahren ist schliesslich die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit der Massnahme zu prÃ¼fen. Im vorliegenden Zusammenhang ist dabei insbesondere das Risiko von Bedeutung, welches dem auftraggebenden Gemeinwesen aus einer allenfalls ungenÃ¼genden AuftragserfÃ¼llung erwÃ¤chst (VGr, 25. Januar 2006, VB.2005.00200, E. 2.6, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Urteilstext">Der Beschwerdegegner bringt zu Recht vor, dass ein ungenÃ¼gender Personaleinsatz mit Risiken fÃ¼r die QualitÃ¤t von Planung und Bauleitung und damit auch des Gesamtbauwerks verbunden wÃ¤re (vorn, E. 3.2). Die Konsequenzen einer ungenÃ¼genden â oder auch bloss nicht optimalen â AuftragserfÃ¼llung wÃ¤ren betrÃ¤chtlich und stehen in keinem VerhÃ¤ltnis zur relativ bescheidenen Einsparung, die sich durch eine Reduktion des Personalaufwands bei den Ingenieurarbeiten erzielen lÃ¤sst. Auch erscheint die Sicherstellung eines ausreichenden Personaleinsatzes nach dem Gesagten als geeignetes Mittel, um die erwÃ¤hnten Risiken zu vermindern. Angesichts des vom Beschwerdegegner zulÃ¤ssigerweise als ungenÃ¼gend erachteten Personaleinsatzes der BeschwerdefÃ¼hrerinnen ist der Ausschluss ihres Angebots daher verhÃ¤ltnismÃ¤ssig.</p> <p class="Urteilstext">Der vorliegend beurteilte Sachverhalt unterscheidet sich in dieser Hinsicht wesentlich von einer kÃ¼rzlich durch das Verwaltungsgericht beurteilten Situation, bei welcher die Vergabe eines Auftrags fÃ¼r die kommunale Kehrichtabfuhr strittig war und die Vergabestelle ebenfalls einen Anbieter wegen des nach ihrer Auffassung zu knapp kalkulierten Personaleinsatzes ausgeschlossen hatte. In jenem Fall besass die BehÃ¶rde, falls der Auftragnehmer tatsÃ¤chlich eine ungenÃ¼gende Leistung erbrachte, die MÃ¶glichkeit, den Vertrag vorzeitig aufzulÃ¶sen und den Auftrag neu auszuschreiben. Angesichts der guten Referenzen des Anbieters erschien dies als zumutbares Risiko. Schon damals wies das Gericht jedoch darauf hin, dass das SicherheitsbedÃ¼rfnis eines Gemeinwesens deutlich hÃ¶her sei, wenn die Vergabe z.B. einen anspruchsvollen Bauauftrag betreffe und es befÃ¼rchten mÃ¼sse, der Auftragnehmer kÃ¶nne aus KostengrÃ¼nden unsorgfÃ¤ltig arbeiten oder wÃ¤hrend der BauausfÃ¼hrung leistungsunfÃ¤hig werden (VGr, 25. Januar 2006, VB.2005.00200, E. 2.6, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.7 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.7.1 </b>Die Mitbeteiligten reichten neben einer Offerte, welche den Ausschreibungsunterlagen entsprach (Amtsofferte), noch eine Variante ein. GemÃ¤ss den Vorgaben der Ausschreibungsunterlagen waren die Leistungsmodule "BauausfÃ¼hrung III" und "BauausfÃ¼hrung IVa", welche die Ã¶rtliche Bauleitung betreffen, als Monatsglobalen anzubieten. Mit ihrer Variante boten die Mitbeteiligten diese zwei Leistungsmodule als Globale, unabhÃ¤ngig von der effektiven Bauzeit, an; im Ãbrigen entspricht sie der Amtsofferte. Die AbklÃ¤rungen des Beschwerdegegners ergaben, dass die Variante der Mitbeteiligten auf der Annahme einer um vier Monate verkÃ¼rzten Bauzeit beruht. Der Gesamtpreis der Amtsofferte der Mitbeteiligten belÃ¤uft sich auf Fr. 7'732'346.-, derjenige der Variante auf Fr. 7'327'919.-. Der Beschwerdegegner erteilte den Zuschlag auf die Variante der Mitbeteiligten.</p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen machen geltend, eine Variante dieser Art sei nicht zulÃ¤ssig. Die Vorgaben fÃ¼r die Bauzeit hÃ¤tten nicht verÃ¤ndert werden dÃ¼rfen, und der Terminplan werde nach den Zuschlagskriterien separat bewertet; das blosse Angebot, die ausgeschriebenen Leistungen in kÃ¼rzerer Zeit zu erbringen, kÃ¶nne nicht als Variante gelten. Zudem werde mit zwei Ellen gemessen: WÃ¤hrend den BeschwerdefÃ¼hrerinnen angekreidet werde, dass ihr Stundenaufwand zu gering kalkuliert sei, werde die von den Mitbeteiligten vorgesehene VerkÃ¼rzung der Bauzeit, die ebenso auf eine Reduktion des Stundenaufwands hinauslaufe, zugelassen. Wenn bei den Mitbeteiligten akzeptiert werde, dass sie das Kostenrisiko eines zu knapp geschÃ¤tzten Aufwands Ã¼bernÃ¤hmen, dann mÃ¼sse dies auch den BeschwerdefÃ¼hrerinnen zugestanden werden. Der Zuschlag dÃ¼rfe daher nicht auf die Variante ergehen bzw. es mÃ¼sse bei der Evaluation der Projekte vom hÃ¶heren Preis der Amtsofferte ausgegangen werden.</p> <p class="Urteilstext">Der Beschwerdegegner fÃ¼hrt dazu aus, dass die Unterschiede zwischen Amtsvorschlag und Variante im vorliegenden Fall sehr begrenzt und damit Ã¼berblickbar seien. Die Vergleichbarkeit der Offerten bleibe gewahrt. Im Ãbrigen hÃ¤tten die Mitbeteiligten mit der Amtsofferte ebenso wie auch mit der Variante den ersten Rang erreicht.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.7.2 </b>Wird das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerinnen ausgeschlossen, so besitzen sie kein schutzwÃ¼rdiges Interesse daran, die Rangierung der Ã¼brigen Angebote zu beanstanden. Ob der Zuschlag auf die Variante oder das Amtsangebot der Mitbeteiligten ergeht, ist fÃ¼r sie ohne Belang. Die RÃ¼gen der BeschwerdefÃ¼hrerinnen sind jedoch zu hÃ¶ren, soweit sie geltend machen, sie seien mit Bezug auf die Bemessung des Stundenaufwands und das damit Ã¼bernommene Kostenrisiko im Vergleich zu den Mitbeteiligten ungleich behandelt worden.</p> <p class="Urteilstext">DiesbezÃ¼glich bestehen jedoch zwischen den Angeboten der BeschwerdefÃ¼hrerinnen und der Mitbeteiligten unterschiedliche Voraussetzungen. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen machen geltend, dass der von ihnen kalkulierte Personalaufwand fÃ¼r die AusfÃ¼hrung des Auftrags genÃ¼ge. Ihr Versuch, die Arbeit mit diesem reduzierten Aufwand zu verrichten, ist mit den dargestellten Risiken in Bezug auf die QualitÃ¤t des Ergebnisses behaftet. Der von ihnen in der Projektierungs- wie in der Bauphase vorgesehene geringe Personaleinsatz stellt einen Anreiz dar, das Projekt auf minimale Projektierungskosten und einen geringen Personaleinsatz wÃ¤hrend der Bauphase (pro Monat) auszurichten, was sich beides nachteilig auf die Gesamtbaukosten auswirken kann. DemgegenÃ¼ber kommt der reduzierte Preis im Variantenangebot der Mitbeteiligten dadurch zustande, dass sie mit einer kÃ¼rzeren Bauzeit rechnen; ein reduzierter Personaleinsatz pro Monat ist nicht vorgesehen. Wenn sie als Folge davon bestrebt sind, die von ihnen kalkulierte kÃ¼rzere Bauzeit einzuhalten, so ist dies nach aller Wahrscheinlichkeit auch fÃ¼r den Auftraggeber â finanziell und in anderer Hinsicht â nur von Vorteil. Ob die Variante fÃ¼r den Beschwerdegegner im Ergebnis gÃ¼nstiger ausfÃ¤llt, steht im Ãbrigen noch keineswegs fest, denn wenn sich die Bauzeit tatsÃ¤chlich erheblich kÃ¼rzen lÃ¤sst, wÃ¤re eine Preisberechnung gemÃ¤ss der Amtsofferte fÃ¼r ihn unter UmstÃ¤nden vorteilhafter. Diese Frage betrifft jedoch die Bewertung der Angebote, zu deren Beanstandung die BeschwerdefÃ¼hrerinnen kein schutzwÃ¼rdiges Interesse besitzen.</p> <p class="Urteilstext">Wenn der Beschwerdegegner somit den knapp bemessenen Personalaufwand im Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerinnen als Gefahr fÃ¼r die QualitÃ¤t des Ergebnisses betrachtet, die kurz kalkulierte Bauzeit gemÃ¤ss dem Zeitplan der Mitbeteiligten dagegen nicht als erhebliches Risiko wertet, so lÃ¤sst sich dies mit guten GrÃ¼nden vertreten. Eine Ungleichbehandlung der beiden Anbieterinnen ist darin nicht ersichtlich.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.8 </b>Weitere von den BeschwerdefÃ¼hrerinnen vorgebrachte Einwendungen fÃ¼hren zu keinem andern Ergebnis.</p> <p class="Urteilstext">So weisen sie darauf hin, dass das Eignungskriterium "Personaleinsatz" nicht in der publizierten Ausschreibung, sondern erst in den Ausschreibungsunterlagen genannt worden sei. Sie leiten daraus aber zu Recht nur ab, dass das Kriterium unter diesen UmstÃ¤nden noch mit der Beschwerde gegen den Zuschlag beanstandet werden kann. Auf die Geltung des Kriteriums hat dies keinen Einfluss.</p> <p class="Urteilstext">Des Weitern beanstanden die BeschwerdefÃ¼hrerinnen, dass der Beschwerdegegner nicht wie vorgesehen seine eigene SchÃ¤tzung verwendet, sondern nur auf den Mittelwert der Angebote abgestellt habe. Nachdem die SchÃ¤tzungen aller Anbieter weit unterhalb jener des Beschwerdegegners lagen, war dies jedoch zweifellos zweckmÃ¤ssig. Auch gemÃ¤ss den Ausschreibungsunterlagen war die SchÃ¤tzung unter Einbezug des Mittelwerts der Angebote vorzunehmen; die vorgÃ¤ngige SchÃ¤tzung des Beschwerdegegners, welche die Angebote noch nicht berÃ¼cksichtigte, war damit von vornherein nicht massgeblich. Aus der blossen HÃ¶he der eigenen SchÃ¤tzung des Beschwerdegegners kann sodann entgegen der Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrerinnen nicht abgeleitet werden, dass seine Fachleute nicht in der Lage seien, die AufwandschÃ¤tzungen der Anbietenden sachkundig zu beurteilen.</p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen sind sodann der Auffassung, dass auch Angebote, deren geschÃ¤tzter Personalaufwand deutlich <i><span>Ã¼ber</span></i> dem Mittelwert liegt, einer nÃ¤heren PrÃ¼fung hÃ¤tten unterzogen werden mÃ¼ssen. Bei diesen Angeboten war jedoch der Anlass der ÃberprÃ¼fung, nÃ¤mlich die BefÃ¼rchtung des Beschwerdegegners, dass ein zu geringer Personaleinsatz sich nachteilig auf die QualitÃ¤t der Arbeit auswirke, von vornherein nicht gegeben. Sodann lagen die SchÃ¤tzungen aller Anbieter ziemlich regelmÃ¤ssig um den Mittelwert verteilt, sodass entgegen der BefÃ¼rchtung der BeschwerdefÃ¼hrerinnen keine unrealistische Anhebung des Mittelwerts durch einzelne besonders hohe SchÃ¤tzungen anzunehmen ist.</p> <p class="Urteilstext">Schliesslich machen die BeschwerdefÃ¼hrerinnen geltend, dass auch ein Zuviel an Personal fÃ¼r eine optimale Bauleitung ungÃ¼nstig sei. Diese Aussage trifft im Grundsatz wohl zu. Beim vorliegend projektierten Personaleinsatz sowohl der BeschwerdefÃ¼hrerinnen als auch der Mitbeteiligten kann aber nicht im Ernst von einem Ãbermass gesprochen werden.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Erweist sich somit der Ausschluss der BeschwerdefÃ¼hrerinnen als zulÃ¤ssig, sind ihre gegen die Anwendung der Zuschlagskriterien gerichteten RÃ¼gen nicht mehr zu prÃ¼fen. Immerhin ist darauf hinzuweisen, dass die Gewichtung des Zuschlagskriteriums "Preis" mit 20 % angesichts der dargestellten weit Ã¼berwiegenden Bedeutung der QualitÃ¤t nicht zu beanstanden ist (VGr, 7. April 2004, VB.2003.00319, E. 3.4, www.vgrzh.ch; vgl. Wolf, S. 16). Es ist auch nicht auszuschliessen, dass unter diesen UmstÃ¤nden selbst eine noch geringere Gewichtung zulÃ¤ssig wÃ¤re.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde ist somit abzuweisen. Diesem Ausgang entsprechend haben die BeschwerdefÃ¼hrerinnen die Verfahrenskosten zu tragen. Ãberdies sind sie zur Zahlung einer ParteientschÃ¤digung an den Beschwerdegegner und die Mitbeteiligten, welche mit eigenen AntrÃ¤gen und Rechtsschriften am Beschwerdeverfahren teilgenommen haben, zu verpflichten (§ 17 Abs. 2 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959). Dem Beschwerdegegner steht jedoch nur eine reduzierte EntschÃ¤digung zu, weil er mit der Beschwerdeantwort in erster Linie die ohnehin geschuldete BegrÃ¼ndung des Vergabeentscheids nachgeliefert hat. Als angemessen erscheinen BetrÃ¤ge von Fr. 2'000.- fÃ¼r den Beschwerdegegner und von Fr. 4'000.- fÃ¼r die Mitbeteiligten (§ 12 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997, LS 175.252).</p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 15'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 210.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 15'210.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrerinnen zu gleichen Teilen, unter solidarischer Haftung fÃ¼r den Gesamtbetrag, auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen werden zu gleichen Teilen und solidarisch verpflichtet, dem Beschwerdegegner eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 2'000.- und den Mitbeteiligten eine solche von Fr. 4'000.- zu entrichten, zahlbar innert 30 Tagen nach Rechtskraft des vorliegenden Entscheids.</p> <p class="Einzug2"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>