<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2024-03-19-5F_10-2024.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5F_10/2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 19. März 2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Herrmann, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Bovey, Hartmann, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Gesuchsteller, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, Hirschengraben 13/15, 8001 Zürich, </div> <div class="para">Gesuchsgegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Revisionsgesuch gegen das Urteil 5A_839/2023 des Schweizerischen Bundesgerichts vom 30. November 2023. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para">Der Gesuchsteller gelangt im Zusammenhang mit Kindesbelangen regelmässig bis vor Bundesgericht. In einem der kantonalen Verfahren erhob er am 2. November 2023 eine Rechtsverzögerungsbeschwerde, auf welche das Bundesgericht mit Urteil 5A_839/2023 vom 30. November 2023 mangels hinreichender Begründung nicht eintrat. </div> <div class="para">Bezüglich dieses Urteils reichte er am 12. März 2024 ein Revisionsgesuch ein mit den Begehren, die Rechtsverzögerungsbeschwerde gegen das Obergericht des Kantons Zürich sei gutzuheissen und zu bearbeiten (Ziff. 1), sein Sohn solle bei ihm Ferien machen dürfen (Ziff. 2), das Obergericht habe für den Schaden und die Wiedergutmachung finanziell aufzukommen (Ziff. 3) und Dokumente sollen zufünftig auf elektronischem Weg zugestellt werden (Ziff. 4). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Bundesgerichtliche Urteile erwachsen mit ihrer Ausfällung in Rechtskraft (<span class="artref">Art. 61 BGG</span>). Aus diesem Grund kann das Bundesgericht nicht nachträglich im Sinn einer Wiedererwägung auf eine Beschwerde zurückkommen. Indes besteht die Möglichkeit, ein Revisionsgesuch zu stellen. </div> <div class="para">Die Revision eines Bundesgerichtsurteils kann allerdings nur aus einem in <span class="artref">Art. 121 ff. BGG</span> abschliessend genannten Revisionsgrund verlangt werden, wobei dieser in der Gesuchsbegründung in gedrängter Form darzulegen ist (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>). Die Revision dient nicht dazu, die Rechtslage erneut zu diskutieren und inhaltlich eine Wiedererwägung des ergangenen bundesgerichtlichen Urteils zu verlangen (vgl. zum Ganzen statt vieler: Urteil 5F_36/2022 vom 29. November 2022 E. 3 m.w.H.). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Mit dem Begehren Ziff. 1, die Rechtsverzögerungsbeschwerde sei zu bearbeiten und gutzuheissen, verlangt der Gesuchsteller sinngemäss, dass im Sinn einer Wiedererwägung auf das Urteil 5A_839/2023 zurückzukommen wäre; dies ist nach dem Gesagten nicht möglich, sondern es steht einzig die Revision zur Verfügung. Diese verlangt der Gesuchsteller denn auch explizit und er ruft den Revisionsgrund von Art. 121d und von <span class="artref">Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG</span> an. Indes begründet er mit keinem Wort, inwiefern das Bundesgericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt hätte, und solches ist auch nicht ersichtlich. Vielmehr erhebt der Gesuchsteller eine gegen das Obergericht gerichtete Rechtsverzögerungsbeschwerde im Kleid eines Revisionsgesuches, indem er erneut kritisiert, das Obergericht bearbeite seine Eingaben nicht umgehend; hierfür steht das Revisionsverfahren nicht zu Gebote. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Nach dem Gesagten bleibt das Revisionsgesuch als solches unbegründet, obwohl es begründungspflichtig wäre (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>), und es ist folglich darauf nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind dem Gesuchsteller aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 19. März 2024 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Herrmann </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>