Abkommen vom 20. Dezember 1993 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Bundesrepublik Deutschland über die Rückübernahme von Personen mit unbefugtem Aufenthalt (Rückübernahmeabkommen) (mit Prot.) <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/385_385_385/19960101/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/385_385_385/19960101"/><FRBRdate date="1996-01-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1993-12-20" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1994-02-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.142.111.368"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord du 20 décembre 1993 entre le Conseil fédéral suisse et le Gouvernement de la République fédérale d'Allemagne relatif à la réadmission de personnes en situation irrégulière (Accord sur la réadmission) (avec prot.)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo del 20 dicembre 1993 tra il Consiglio federale svizzero e il Governo della Repubblica federale di Germania concernente la riaccettazione di persone senza dimora autorizzata (Accordo sulla riaccettazione) (con Protocollo)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Abkommen vom 20. Dezember 1993 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Bundesrepublik Deutschland über die Rückübernahme von Personen mit unbefugtem Aufenthalt (Rückübernahmeabkommen) (mit Prot.)" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/385_385_385/19960101/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/385_385_385/19960101/de"/><FRBRdate date="1996-01-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1993-12-20" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1994-02-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/385_385_385/19960101/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/385_385_385/19960101/de/xml"/><FRBRdate date="1996-01-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1993-12-20" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1994-02-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.142.111.368</docNumber></p><p> AS <b>1994</b> 385</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Originaltext</p><p><docTitle>Abkommen<br/>zwischen dem Schweizerischen Bundesrat<br/>und der Regierung der Bundesrepublik Deutschland<br/>über die Rückübernahme von Personen mit unbefugtem Aufenthalt (Rückübernahmeabkommen)</docTitle></p><p>Abgeschlossen am 20. Dezember 1993<br/>In Kraft getreten am 1. Februar 1994<authorialNote><p> Mit Notenaustausch vom 20./27. Nov. 1995 sind die Schweiz und Deutschland gestützt auf Art. 13 des Abk. übereingekommen, das Abk. ab dem 1. Jan. 1996 anzuwenden (siehe <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1996/111_111_111" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1996 </b>111</ref>).</p></authorialNote></p><p> (Stand am 1. Januar 1996)</p></preface><preamble><p>Der Schweizerische Bundesrat<br/>und<br/>die Regierung der Bundesrepublik Deutschland,</p><p>in dem Bestreben, die Rückübernahme von Personen an der gemeinsamen Grenze und die Durchbeförderung von Personen im Geiste der Zusammenarbeit und guten Nachbarschaft und auf der Grundlage der Gegenseitigkeit zu erleichtern –</p><p>haben folgendes vereinbart:</p></preamble><body><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><heading>Übernahme eigener Staatsangehöriger</heading><paragraph eId="art_1/para_1"><num>(1)</num><content><p>Jede Vertragspartei übernimmt auf Antrag der anderen Vertragspartei formlos die Person, die im Hoheitsgebiet der ersuchenden Vertragspartei die geltenden Voraussetzungen für die Einreise oder den Aufenthalt nicht oder nicht mehr erfüllt, wenn nachgewiesen oder glaubhaft gemacht wird, dass sie die Staatsangehörigkeit der ersuchten Vertragspartei besitzt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die ersuchende Vertragspartei nimmt diese Person unter denselben Voraussetzungen zurück, wenn die Nachprüfung ergibt, dass sie zum Zeitpunkt der Ausreise aus dem Hoheitsgebiet der ersuchenden Vertragspartei nicht im Besitz der Staatsangehörigkeit der ersuchten Vertragspartei war.</p></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><heading>Übernahmebei Einreisen über die Aussengrenze</heading><paragraph eId="art_2/para_1"><num>(1)</num><content><p>Die Vertragspartei, über deren Aussengrenze eine Person eingereist ist, die im Hoheitsgebiet der ersuchenden Vertragspartei die geltenden Voraussetzungen für die Einreise oder den Aufenthalt nicht erfüllt, übernimmt auf Antrag dieser Vertragspartei formlos diese Person.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_2"><num>(2)</num><content><p>Als Aussengrenze im Sinne dieses Artikels gilt die zuerst überschrittene Grenze, die nicht gemeinsame Grenze der Vertragsparteien ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_3"><num>(3)</num><content><p>Die Rückübernahmeverpflichtung nach Absatz 1 besteht nicht gegenüber einer Person, die bei ihrer Einreise in das Hoheitsgebiet der ersuchenden Vertragspartei im Besitz eines gültigen Visums oder eines gültigen Aufenthaltstitels dieser Vertragspartei war oder der nach ihrer Einreise ein Visum oder ein Aufenthaltstitel durch diese Vertragspartei ausgestellt wurde.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><heading>Übernahme durch die für die Einreise verantwortliche Vertragspartei</heading><paragraph eId="art_3/para_1"><num>(1)</num><content><p>Verfügt eine Person, die im Hoheitsgebiet der ersuchenden Vertragspartei die geltenden Voraussetzungen für die Einreise oder den Aufenthalt nicht erfüllt, über einen gültigen, durch die andere Vertragspartei ausgestellten Aufenthaltstitel oder ein gültiges Visum, so übernimmt diese Vertragspartei auf Antrag der ersuchenden Vertragspartei formlos diese Person.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_2"><num>(2)</num><content><p>Haben beide Vertragsparteien ein Visum oder einen Aufenthaltstitel erteilt, so ist die Vertragspartei zuständig, deren Visum oder Aufenthaltserlaubnis zuletzt erlischt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><heading>Aufenthaltstitel</heading><paragraph eId="art_4/para"><content><p>Als Aufenthaltstitel nach den Artikeln 2 Absatz 3 und 3 Absatz 1 gilt jede von einer Vertragspartei ausgestellte Erlaubnis gleich welcher Art, die zum Aufenthalt in deren Hoheitsgebiet berechtigt. Hierzu zählt nicht die befristete Zulassung zum Aufenthalt im Hoheitsgebiet einer der Vertragsparteien im Hinblick auf die Behandlung eines Asylbegehrens oder eines Antrags auf eine Aufenthaltsgenehmigung.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><heading>Fristen</heading><paragraph eId="art_5/para_1"><num>(1)</num><content><p>Die ersuchte Vertragspartei beantwortet die an sie gerichteten Rückübernahmeersuchen innerhalb von acht Tagen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die ersuchte Vertragspartei übernimmt die Person, deren Rückübernahme zugestimmt wurde, innerhalb eines Monats. Diese Frist kann auf Antrag der ersuchenden Vertragspartei verlängert werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><heading>Ausschlussfrist für die Rückübernahmeverpflichtung</heading><paragraph eId="art_6/para"><content><p>Hält sich ein Ausländer mit Wissen einer Vertragspartei nachweisbar länger als ein Jahr ununterbrochen in ihrem Hoheitsgebiet auf, kann sie kein Rückübernahmeersuchen mehr stellen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><heading>Durchbeförderung</heading><paragraph eId="art_7/para_1"><num>(1)</num><content><p>Die Vertragsparteien erklären sich bereit, Ersuchen der Behörden der jeweils anderen Vertragspartei um Durchbeförderung von Personen zu entsprechen, die nicht die Staatsangehörigkeit einer Vertragspartei besitzen, wenn die Weiterreise und die Übernahme durch den Zielstaat gesichert sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die Durchbeförderung kann abgelehnt werden, wenn</p><blockList><item eId="art_7/para_2/lbl_1"><num>1. </num><p>die Person in einem weiteren Durchgangsstaat oder im Zielstaat der Gefahr der politischen Verfolgung ausgesetzt wäre oder eine Strafverfolgung oder Strafvollstreckung zu erwarten hätte oder</p></item><item eId="art_7/para_2/lbl_2"><num>2. </num><p>wenn sie im Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei wegen einer strafbaren Handlung verfolgt werden müsste; der ersuchenden Vertragspartei ist davon vor der Durchbeförderung Kenntnis zu geben.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_3"><num>(3)</num><content><p>Ein Transit-Visum der ersuchten Vertragspartei ist nicht erforderlich.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_4"><num>(4)</num><content><p>Trotz erteilter Bewilligung können zur Durchbeförderung übernommene Personen an die andere Vertragspartei zurückgegeben werden, wenn nachträglich Tatsachen im Sinne des Absatzes 2 eintreten oder bekannt werden, die einer Durchbeförderung entgegenstehen, oder wenn die Weiterreise oder die Übernahme durch den Zielstaat nicht mehr gesichert ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><heading>Datenschutz</heading><paragraph eId="art_8/para"><content><p>Soweit für die Durchführung des Abkommens personenbezogene Daten zu übermitteln sind, dürfen diese Informationen ausschliesslich betreffen</p><blockList><item eId="art_8/para/bull_u1"><num>– </num><p>die Personalien der zu übergebenden Person und gegebenenfalls der Angehörigen (Name, Vorname, gegebenenfalls früherer Name, Beinamen oder Pseudonyme, Geburtsdatum und ‑ort, Geschlecht, derzeitige und frühere Staatsangehörigkeit),</p></item><item eId="art_8/para/bull_u2"><num>– </num><p>den Personalausweis oder den Reisepass (Nummer, Gültigkeitsdauer, Ausstellungsdatum, ausstellende Behörde, Ausstellungsort usw.),</p></item><item eId="art_8/para/bull_u3"><num>– </num><p>sonstige zur Identifizierung der zu übergebenden Personen erforderliche Angaben,</p></item><item eId="art_8/para/bull_u4"><num>– </num><p>die Aufenthaltsorte und die Reisewege,</p></item><item eId="art_8/para/bull_u5"><num>– </num><p>die Aufenthaltserlaubnisse oder die durch eine der Vertragsparteien erteilten Visa,</p></item><item eId="art_8/para/bull_u6"><num>– </num><p>gegebenenfalls den Ort der Einreichung eines Asylantrags,</p></item><item eId="art_8/para/bull_u7"><num>– </num><p>gegebenenfalls das Datum der Einreichung eines früheren Asylantrags, das Datum der Einreichung des jetzigen Asylantrags, den Stand des Verfahrens und den Tenor der gegebenenfalls getroffenen Entscheidung.</p></item></blockList><p>Für den Umgang mit diesen Daten sind die zu Artikel 8 des Protokolls zu diesem Abkommen aufgeführten Grundsätze zu beachten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><heading>Kosten</heading><paragraph eId="art_9/para_1"><num>(1)</num><content><p>Die Kosten der Beförderung von Personen, die nach den Artikeln 1, 2 und 3 übernommen oder nach Artikel 7 zur Durchbeförderung übernommen werden, trägt bis zur Grenzübergangsstelle die ersuchende Vertragspartei.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die Kosten der Durchbeförderung bis an die Grenze des Zielstaates und gegebenenfalls auch die aus dem Rücktransport erwachsenden Kosten trägt die ersuchende Vertragspartei.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><heading>Zuständige Behörden</heading><paragraph eId="art_10/para"><content><p>Die für die Durchführung der Rückübernahmeersuchen und die Durchbeförderung zuständigen zentralen oder örtlichen Behörden werden von den für die Grenzkontrollen zuständigen Ministerien bezeichnet und der anderen Vertragspartei spätestens bei Unterzeichnung dieses Abkommens mitgeteilt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><heading>Unberührtheitsklausel</heading><paragraph eId="art_11/para_1"><num>(1)</num><content><p>Die Anwendung des Abkommens vom 28. Juli 1951<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1955/443_461_469" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.142.30</b></ref></p></authorialNote> über die Rechtsstellung der Flüchtlinge in der Fassung des Protokolls vom 31. Januar 1967<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1968/1189_1233_1148" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.142.301</b></ref></p></authorialNote> über die Rechtsstellung der Flüchtlinge bleibt unberührt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die Verpflichtungen aus den zwischenstaatlichen Verträgen über die Auslieferung und die Durchlieferung sowie aus den Niederlassungsverträgen der Vertragsparteien bleiben unberührt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_3"><num>(3)</num><content><p>Die Verpflichtungen der Bundesrepublik Deutschland als Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft, die sich aus dem Gemeinschaftsrecht ergeben, sowie die Anwendung des Übereinkommens vom 14. Juni 1985 zwischen den Regierungen der Benelux-Wirtschaftsunion, der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik über den schrittweisen Abbau der Kontrollen an den gemeinsamen Grenzen sowie des Durchführungsübereinkommens vom 19. Juni 1990 zu diesem Übereinkommen und aus dem Übereinkommen vom 29. März 1991 zwischen den Schengener Staaten und Polen über die Rückübernahme von Personen mit unbefugtem Aufenthalt und die Anwendung des Dubliner Übereinkommens vom 15. Juni 1990 über die Bestimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft gestellten Asylantrags durch die Bundesrepublik Deutschland bleiben unberührt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><heading>Zusammenarbeit bei der Bekämpfung illegaler Einreisen,<br/>Expertenausschuss</heading><paragraph eId="art_12/para_1"><num>(1)</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_12/para_1/listintro">Die Vertragsparteien unterstützen sich bei der Umsetzung des Abkommens und bei der Bekämpfung der illegalen Einreise von Ausländern und arbeiten hierbei eng und vertrauensvoll zusammen. Die Zusammenarbeit umfasst insbesondere folgende Gebiete:</listIntroduction><item eId="art_12/para_1/lbl_1"><num>1. </num><p>Gemeinsame Analyse der Ursachen und Zusammenhänge der illegalen Einreise von Ausländern.</p></item><item eId="art_12/para_1/lbl_2"><num>2. </num><p>Ausarbeitung geeigneter Massnahmen zur Bekämpfung der illegalen Einreise von Ausländern.</p></item><item eId="art_12/para_1/lbl_3"><num>3. </num><p>Durchführung der Kontroll- und Überwachungsmassnahmen, insbesondere an der gemeinsamen Grenze, in enger Abstimmung.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die Vertragsparteien übermitteln einander nach Massgabe ihres jeweiligen Rechts die für den Empfänger zur Umsetzung des Abkommens und zur Bekämpfung der illegalen Einreise von Ausländern erforderlichen Informationen. Besondere Vorschriften über die Rechts- und Amtshilfe in Strafsachen bleiben unberührt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_3"><num>(3)</num><content><p>Die Zusammenarbeit aufgrund anderer Verträge und Übereinkommen bleibt unberührt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_4"><num>(4)</num><content><p>Die Vertragsparteien setzen einen Ausschuss zur Prüfung von Fragen im Zusammenhang mit der Anwendung und Auslegung dieses Abkommens ein. Falls Schwierigkeiten auftreten, unterbreitet der Ausschuss den Vertragsparteien Vorschläge zu deren Behebung. Die Zustimmung der zuständigen Behörden zu den vorgeschlagenen Regelungen bleibt vorbehalten. Der Ausschuss kann auch Vorschläge zur Änderung dieses Abkommens unterbreiten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_5"><num>(5)</num><content><p>Der Ausschuss besteht aus je drei Mitgliedern der Vertragsparteien. Er kann weitere Experten zu den Beratungen hinzuziehen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><heading>Inkrafttreten</heading><paragraph eId="art_13/para"><content><p>Dieses Abkommen tritt am ersten Tag des zweiten Monats nach seiner Unterzeichnung in Kraft. Es wird erst von dem Tag an angewandt, den die Vertragsparteien durch Notenwechsel vereinbaren. Mit der Anwendung tritt das durch Notenwechsel geschlossene Abkommen vom 25. Oktober 1954<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1955/25_25_25" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.142.111.369</b></ref></p></authorialNote> zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Bundesrepublik Deutschland über die Übernahme von Personen an der Grenze ausser Kraft.</p></content></paragraph></article><article eId="art_14"><num><b>Art. 14</b></num><heading>Suspendierung, Kündigung</heading><paragraph eId="art_14/para_1"><num>(1)</num><content><p>Jede Vertragspartei kann dieses Abkommen nach Konsultation mit der anderen Vertragspartei aus wichtigem Grunde durch Notifikation suspendieren oder kündigen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die Suspendierung oder Kündigung tritt am ersten Tag des Monats nach Eingang der betreffenden Notifikation bei der anderen Vertragspartei in Kraft.</p></content></paragraph></article><signature><p>Geschehen zu Bonn am 20. Dezember 1993 in zwei Urschriften in deutscher Sprache.</p><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>Für den<br/>Schweizerischen Bundesrat:</p><p>Amold Koller</p></td><td><p>Für die Regierung<br/>der Bundesrepublik Deutschland:</p><p>Manfred Kanther<br/>Antonius Eitel</p></td></tr></table></signature></body><components><component><doc name="annex"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/385_385_385/19960101/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/385_385_385/19960101"/><FRBRdate date="1996-01-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1993-12-20" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1994-02-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.142.111.368"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord du 20 décembre 1993 entre le Conseil fédéral suisse et le Gouvernement de la République fédérale d'Allemagne relatif à la réadmission de personnes en situation irrégulière (Accord sur la réadmission) (avec prot.)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo del 20 dicembre 1993 tra il Consiglio federale svizzero e il Governo della Repubblica federale di Germania concernente la riaccettazione di persone senza dimora autorizzata (Accordo sulla riaccettazione) (con Protocollo)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Abkommen vom 20. Dezember 1993 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Bundesrepublik Deutschland über die Rückübernahme von Personen mit unbefugtem Aufenthalt (Rückübernahmeabkommen) (mit Prot.)" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/385_385_385/19960101/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/385_385_385/19960101/de"/><FRBRdate date="1996-01-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1993-12-20" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1994-02-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/385_385_385/19960101/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1994/385_385_385/19960101/de/xml"/><FRBRdate date="1996-01-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1993-12-20" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1994-02-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Protokoll</block></container></preface><mainBody><p>In Ergänzung des Abkommens vom 20. Dezember 1993 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Bundesrepublik Deutschland über die Rücknahme von Personen mit unbefugtem Aufenthalt (Rücknahmeabkommen) haben die Vertragsparteien die folgenden gemeinsamen Erklärungen abgegeben und die folgenden einseitigen Erklärungen entgegengenommen:</p><p>1.  Gemeinsame Erklärung zur Auslegung und Anwendung einzelner Bestimmungen des Rückübernahmeabkommens:</p><level eId="annex_u1/lvl_u1"><heading><b>Zu Art. 1</b></heading><content><blockList><item eId="annex_u1/lvl_u1/lbl_a"><num>a) </num><blockList><listIntroduction eId="annex_u1/lvl_u1/lbl_a/listintro">Der Nachweis der Staatsangehörigkeit gemäss Artikel 1 Absatz 1 kann insbesondere mit folgenden Urkunden geführt werden:</listIntroduction><item eId="annex_u1/lvl_u1/lbl_a/bull_u1"><num>– </num><p>Staatsangehörigkeitsurkunden,</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/lbl_a/bull_u2"><num>– </num><p>Pässen aller Art (Nationalpässe, Diplomatenpässe, Dienstpässe, Passersatzdokumente mit Lichtbild),</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/lbl_a/bull_u3"><num>– </num><p>Personalausweisen (auch vorläufige und behelfsmässige Personalausweise),</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/lbl_a/bull_u4"><num>– </num><p>vorläufigen Identitätsbescheinigungen,</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/lbl_a/bull_u5"><num>– </num><p>Wehrpässen und Militärausweisen,</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/lbl_a/bull_u6"><num>– </num><p>Kinderausweisen als Passersatz,</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/lbl_a/bull_u7"><num>– </num><p>Behördenauskünften mit eindeutigen Aussagen.</p></item></blockList></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/bull_u2"><num/><p>Bei Vorlage derartiger Dokumente wird die so nachgewiesene Staatsangehörigkeit unter den Vertragsparteien verbindlich anerkannt, ohne dass es einer weiteren Überprüfung bedarf.</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/lbl_b"><num>b) </num><p>Die Glaubhaftmachung der Staatsangehörigkeit kann insbesondere erfolgen durch</p><blockList><item eId="annex_u1/lvl_u1/lbl_b/bull_u1"><num>– </num><p>andere Dokumente als Wehrpässe und Militärausweise, die die Zugehörigkeit zu den Streitkräften einer der Vertragsparteien belegen,</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/lbl_b/bull_u2"><num>– </num><p>Führerscheine,</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/lbl_b/bull_u3"><num>– </num><p>Geburtsurkunden,</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/lbl_b/bull_u4"><num>– </num><p>Firmenausweise,</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/lbl_b/bull_u5"><num>– </num><p>Versicherungsnachweise,</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/lbl_b/bull_u6"><num>– </num><p>Seefahrtbücher,</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/lbl_b/bull_u7"><num>– </num><p>Binnenschifferausweise,</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/lbl_b/bull_u8"><num>– </num><p>Zeugenaussagen,</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/lbl_b/bull_u9"><num>– </num><p>eigene Angaben des Betroffenen,</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/lbl_b/bull_u10"><num>– </num><p>die Sprache des Betroffenen.</p></item></blockList></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/bull_u4"><num/><p>In diesen Fällen gilt die Staatsangehörigkeit unter den Vertragsparteien als feststehend, solange die ersuchte Partei dies nicht widerlegt hat.</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/lbl_c"><num>c) </num><p>Die in Nummer 1 aufgeführten Dokumente genügen auch dann als Nachweis oder Glaubhaftmachung der Staatsangehörigkeit, wenn sie zu Unrecht ausgestellt oder durch Zeitablauf ungültig geworden sind.</p></item></blockList></content></level><level eId="annex_u1/lvl_u2"><heading><b>Zu den Art. 2, 3 und 4 </b></heading><content><blockList><item eId="annex_u1/lvl_u2/lbl_a"><num>a) </num><p>Artikel 2 bis 4 beziehen sich auf Personen, die nicht Staatsangehörige einer der Vertragsparteien sind (Drittausländer).</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u2/lbl_b"><num>b) </num><p>Die Geburt im Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei steht bei der Anwendung des Artikels 2 Absatz 1 der Einreise über deren Aussengrenze gleich.</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u2/lbl_c"><num>c) </num><p>Die Einreise über eine Aussengrenze der Vertragsparteien gemäss Artikel 2 Absatz 1 muss nachgewiesen oder glaubhaft gemacht werden.</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u2/lbl_d"><num>d) </num><p>Mit dem Nachweis oder der Glaubhaftmachung der Einreise eines Drittausländers über die gemeinsame Grenze in das Hoheitsgebiet der ersuchenden Vertragspartei wird zugleich dessen vorherige Einreise über eine Aussengrenze in das Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei nachgewiesen oder glaubhaft gemacht.</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u2/lbl_e"><num>e) </num><blockList><listIntroduction eId="annex_u1/lvl_u2/lbl_e/listintro">Die Einreise über die Aussengrenze beziehungsweise über die gemeinsame Grenze wird nachgewiesen durch:</listIntroduction><item eId="annex_u1/lvl_u2/lbl_e/bull_u1"><num>– </num><p>Einreisestempel/-vermerke in Reisedokumenten,</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u2/lbl_e/bull_u2"><num>– </num><p>Fahrkarten, Flugscheine und vergleichbare Urkunden, aus denen sich die Reiseroute ergibt,</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u2/lbl_e/bull_u3"><num>– </num><p>Aussagen von Personen, zum Beispiel Angehörigen der Grenzbehörden, die die Einreise über eine Aussengrenze bezeugen können.</p></item></blockList></item><item eId="annex_u1/lvl_u2/bull_u6"><num/><blockList><listIntroduction eId="annex_u1/lvl_u2/bull_u6/listintro">Sie wird glaubhaft gemacht durch:</listIntroduction><item eId="annex_u1/lvl_u2/bull_u6/bull_u1"><num>– </num><p>überprüfbare Angaben der eingereisten Personen,</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u2/bull_u6/bull_u2"><num>– </num><p>Unterlagen und Belege, zum Beispiel Rechnungen, Quittungen und Bescheinigungen, denen sich Rückschlüsse auf den Reiseweg entnehmen lassen,</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u2/bull_u6/bull_u3"><num>– </num><p>Unterlagen und Belege, die auf einen vorherigen Aufenthalt im Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei hinweisen.</p></item></blockList></item><item eId="annex_u1/lvl_u2/lbl_f"><num>f) </num><p>In den Fällen, in denen die Einreise über die Aussengrenze nachgewiesen wird, ist sie unter den Vertragsparteien verbindlich anerkannt, ohne dass weitere Erhebungen durchgeführt werden.</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u2/bull_u8"><num/><p>Wird die Einreise über die Aussengrenze glaubhaft gemacht, gilt sie unter den Vertragsparteien als feststehend, solange die ersuchte Vertragspartei dies nicht widerlegt hat.</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u2/lbl_g"><num>g) </num><p>Visum im Sinne des Artikels 2 Absatz 3 ist ein Transit-Visum nur dann, wenn beide Vertragsparteien ein solches Visum ausgestellt haben.</p></item></blockList></content></level><level eId="annex_u1/lvl_u3"><heading><b>Zu Art. 5</b></heading><content><blockList><item eId="annex_u1/lvl_u3/lbl_a"><num>a) </num><p>Die Fristen nach Artikel 5 sind Höchstfristen. </p><p>Im Regelfall soll eine Übernahme unverzüglich, möglichst innerhalb von zwei Tagen, vollzogen sein. Die Frist beginnt mit der Bekanntgabe des Rückübernahmeersuchens an die ersuchte Vertragspartei.</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u3/lbl_b"><num>b) </num><p>Die ersuchte Vertragspartei wird einem Antrag auf Fristverlängerung entsprechen, wenn der, ersuchenden Vertragspartei die Einhaltung der Frist aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen unmöglich ist.</p></item></blockList></content></level><level eId="annex_u1/lvl_u4"><heading><b>Zu den Art. 1, 2, 3, 4 und 7</b></heading><content><blockList><item eId="annex_u1/lvl_u4/bull_u1"><num/><p>Die nach den Artikeln 1, 2, 3, 4 und 7 zu überstellenden Personen können an allen Grenzübergangsstellen überstellt werden. Die Grenzbehörden der Vertragsparteien können einvernehmlich eine abweichende Regelung treffen.</p></item></blockList></content></level><level eId="annex_u1/lvl_u5"><heading><b>Zu Art. 8</b></heading><content><blockList><item eId="annex_u1/lvl_u5/bull_u1"><num/><blockList><listIntroduction eId="annex_u1/lvl_u5/bull_u1/listintro">Für die Übermittlung personenbezogener Daten nach Artikel 8 sind folgende Grundsätze zu beachten:</listIntroduction><item eId="annex_u1/lvl_u5/bull_u1/lbl_a"><num>a) </num><p>Die Nutzung der Daten durch den Empfänger ist nur zu dem angegebenen Zweck und zu den durch die übermittelnde Vertragspartei vorgeschriebenen Bedingungen zulässig.</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u5/bull_u1/lbl_b"><num>b) </num><p>Der Empfänger unterrichtet die übermittelnde Vertragspartei auf Ersuchen über die Verwendung der übermittelten Daten und über die dadurch erzielten Ergebnisse.</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u5/bull_u1/lbl_c"><num>c) </num><p>Personenbezogene Daten dürfen ausschliesslich an die zuständigen Stellen übermittelt werden. Die weitere Übermittlung an andere Stellen darf nur mit vorheriger Zustimmung der übermittelnden Stelle erfolgen.</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u5/bull_u1/lbl_d"><num>d) </num><p>Die übermittelnde Vertragspartei ist verpflichtet, auf die Richtigkeit der zu übermittelnden Daten sowie auf die Erforderlichkeit und Verhältnismässigkeit in bezug auf den mit der Übermittlung verfolgten Zweck zu achten. Dabei sind die nach dem jeweiligen innerstaatlichen Recht geltenden Übermittlungsverbote zu beachten. Erweist sich, dass unrichtige oder Daten, die nicht übermittelt werden durften, übermittelt worden sind, so ist dies dem Empfänger unverzüglich mitzuteilen. Er ist verpflichtet, die Berichtigung oder Vernichtung vorzunehmen.</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u5/bull_u1/lbl_e"><num>e) </num><p>Dem Betroffenen ist auf Antrag über die zu seiner Person vorhandenen Informationen sowie über den vorgesehenen Verwendungszweck Auskunft zu erteilen. Eine Verpflichtung zur Auskunftserteilung besteht nicht, soweit eine Abwägung ergibt, dass das öffentliche Interesse, die Auskunft nicht zu erteilen, das Interesse des Betroffenen an der Auskunftserteilung überwiegt.</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u5/bull_u1/bull_u6"><num/><p>Im übrigen richtet sich das Recht des Betroffenen, über die zu seiner Person vorhandenen Daten Auskunft zu erhalten, nach dem innerstaatlichen Recht der Vertragspartei, in deren Hoheitsgebiet die Auskunft beantragt wird.</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u5/bull_u1/lbl_f"><num>f) </num><p>Die übermittelten personenbezogenen Daten sind nur solange aufzubewahren, wie es der Zweck, für den sie übermittelt worden sind, erfordert. Die Vertragsparteien beauftragen ein geeignetes Gremium mit der unabhängigen Kontrolle der Verarbeitung und Verwendung der aufbewahrten Daten.</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u5/bull_u1/lbl_g"><num>g) </num><p>Beide Vertragsparteien sind verpflichtet, die Übermittlung und den Empfang von personenbezogenen Daten aktenkundig zu machen.</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u5/bull_u1/lbl_h"><num>h) </num><p>Beide Vertragsparteien sind verpflichtet, die übermittelten personenbezogenen Daten wirksam gegen unbefugten Zugang, unbefugte Veränderung und unbefugte Bekanntgabe zu schützen. Die übermittelten Daten geniessen auf jeden Fall zumindest den Schutz, der aufgrund des Rechts der empfangenden Vertragspartei für Daten gleicher Art gilt.</p></item></blockList></item></blockList></content></level><level eId="annex_u1/lvl_u6"><heading><b>Zu Art. 11</b></heading><content><blockList eId="annex_u1/lvl_u6/list_u1"><item eId="annex_u1/lvl_u6/list_u1/bull_u1"><num/><p>Artikel 11 Absatz 3 gilt sinngemäss im Falle eines Beitritts der Schweiz zu einem Parallelabkommen zum Dubliner Übereinkommen vom 15. Juni 1990 über die Bestimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft gestellten Asylantrags und eines Beitritts der Schweiz zum Übereinkommen vom 29. März 1991 zwischen den Schengener Staaten und Polen über die Rückübernahme von Personen mit unbefugtem Aufenthalt.</p></item></blockList><blockList eId="annex_u1/lvl_u6/list_u2"><listIntroduction eId="annex_u1/lvl_u6/list_u2/listintro">2.  Erklärung der Regierung der Bundesrepublik Deutschland zu Artikel 2 Absatz 3:</listIntroduction><item eId="annex_u1/lvl_u6/list_u2/lbl_a"><num>a) </num><p>Visum im Sinne des Artikels 2 Absatz 3 sind das «Visum», das «Transit-Visum», das «Ausnahme-Visum» und das «Ausnahme-Transit-Visum».</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u6/list_u2/lbl_b"><num>b) </num><p>Aufenthaltstitel im Sinne des Artikels 2 Absatz 3 sind die befristete und unbefristete «Aufenthaltserlaubnis», die «Aufenthaltsberechtigung», die «Aufenthaltsbewilligung» und die «Aufenthaltsbefugnis».</p></item></blockList><blockList eId="annex_u1/lvl_u6/list_u3"><listIntroduction eId="annex_u1/lvl_u6/list_u3/listintro">3.  Erklärung des Schweizerischen Bundesrats zu Artikel 2 Absatz 3:</listIntroduction><item eId="annex_u1/lvl_u6/list_u3/lbl_a"><num>a) </num><p>Visum im Sinne des Artikels 2 Absatz 3 sind das «Visum», das «Transitvisum», das «Einreisevisum», das «Diplomatenvisum», das «Dienstvisum», das «Höflichkeitsvisum», das «Kollektivvisum» und das «Rückreisevisum».</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u6/list_u3/lbl_b"><num>b) </num><p>Aufenthaltstitel im Sinne des Artikels 2 Absatz 3 sind die «Aufenthaltsbewilligung» und die «Niederlassungsbewilligung».</p></item></blockList><p>Dieses Protokoll tritt gemäss Artikel 13 des Abkommens in Kraft.</p><p>Geschehen zu Bonn am 20. Dezember 1993 in zwei Urschriften in deutscher Sprache.</p><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>Für den<br/>Schweizerischen Bundesrat:</p><p>Amold Koller</p></td><td><p>Für die Regierung<br/>der Bundesrepublik Deutschland:</p><p>Manfred Kanther<br/>Antonius Eitel</p></td></tr></table></content></level></mainBody></doc></component></components></act></akomaNtoso>