A bteilung III C -146/2007, C -304/2007, C -306/2007, C -307/2007, C -309/2007 {T 0/2} U rteil vom 17. A pril 2007 M itw irkung: R ichter Im oberdorf (Kam m erpräsident); R ichter Trom m er; R ichterin Beutler; G erichtsschreiber Longauer. 1. A ._______, 2. B ._______, 3. C ._______, 4. D ._______, 5. E._______, 6. F._______, im eigenen N am en und als R echtsvertreter der Beschw erdeführer 1 bis 5, Beschw erdeführer, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz, betreffend Einreisesperre. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest: dass die Beschw erdeführer 1 bis 5 bulgarische Staatsangehörige sind, dem M u- sik- und Tanzensem ble "G ._______-Band" angehören und teilw eise seit m ehre- ren Jahren Engagem ents in der Schw eiz w ahrnehm en, dass sie anlässlich einer am 7. D ezem ber 2006 im Auftrag des M igrationsam tes des Kantons Thurgau im R estaurant H ._______, Kreuzlingen, durchgeführten Kontrolle bei der Arbeit angetroffen w urden, dass die Beschw erdeführer 1 bis 5 – w ie nachfolgende Erm ittlungen ergaben – seit dem 1. D ezem ber 2006 regelm ässig im kontrollierten Lokal aufgetreten w a- ren, ohne im Besitz der dafür notw endigen Bew illigungen zu sein, dass die Vorinstanz am 12. D ezem ber 2006 gegen die Beschw erdeführer 1 bis 5 w egen grober Zuw iderhandlung gegen frem denpolizeiliche Bestim m ungen je eine auf zw ei Jahre bem essene Einreisesperre verhängte, dass der Beschw erdeführer 6, der Agent der G ._______-Band, am 6. Januar 2007 im eigenen N am en und als R echtsvertreter der Beschw erdeführer R echts- m ittel gegen die vorgenannten Verfügungen einlegte, dass das Bundesverw altungsgericht die Beschw erdeverfahren m it Zw ischenver- fügung vom 8. Februar 2007 vereinigte, dass die Vorinstanz m it Vernehm lassung vom 2. M ärz 2007 die Abw eisung der Beschw erde beantragte, dass der Beschw erdeführer 6 in einer Eingabe vom 20. M ärz 2007 replizierte, dass auf die Vorbringen der Parteien, sow eit erheblich, in den Erw ägungen ein- gegangen w ird, und zieht in Erw ägung: dass Einreisesperren des BFM m it Beschw erde beim Bundesverw altungsgericht angefochten w erden können (Art. 20 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20], Art. 31 bis 33 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw al- tungsgericht [VG G , SR 173.32]), dass das U rteil des Bundesverw altungsgerichts endgültig ist (Art. 83 lit. c Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht, SR 173.110), dass die Beschw erdeführer legitim iert sind und auf ihre frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde einzutreten ist (Art. 20 Abs. 2 AN AG , Art. 48 ff. des Bundesgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren [Vw VG , SR 172.021]), dass die eidgenössische Behörde gegen Ausländer, die sich grobe Zuw ider- handlungen gegen frem denpolizeiliche Bestim m ungen haben zu Schulden kom - m en lassen, eine Einreisesperre von bis zu drei Jahren D auer verhängen kann (Art. 13 Abs. 1 AN AG ),3 dass ein ausländischer Staatsangehöriger ohne N iederlassungsbew illigung eine unselbständige Erw erbstätigkeit erst aufnehm en und vom Arbeitgeber zur Auf- nahm e dieser Erw erbstätigkeit erst zugelassen w erden darf, w enn ihm der Auf- enthalt zum Stellenantritt bew illigt w ird (Art. 3 Abs. 3 AN AG ), dass die Beschw erdeführer 1 bis 5 im Zeitraum vom 1. bis 7. D ezem ber 2006 ei- ner unselbstständigen Erw erbstätigkeit als M usiker in einem R estaurant nachge- gangen sind, ohne im Besitz der dazu notw endigen Bew illigung zu sein, dass Stellenantritt ohne Bew illigung als Fernhaltegrund der groben Zuw ider- handlung gegen frem denpolizeiliche Bestim m ungen im Sinne von Art. 13 Abs. 1 AN AG gilt, dass zu prüfen bleibt, ob die Einreisesperre in rechtskonform er Ausübung des Erm essens ergangen und angem essen ist, w obei der G rundsatz der Verhältnis- m ässigkeit im Vordergrund steht, dass ein generalpräventiv m otiviertes öffentliches Interesse daran besteht, der ausländerrechtlichen O rdnung durch eine konsequente M assnahm epraxis ge- genüber fehlbaren Ausländern N achachtung zu verschaffen, dass die Beschw erdeführer beim kantonalen M igrationsam t am 10. N ovem ber 2006 ein erstes M al ein G esuch um Erteilung einer Bew illigung für D ezem ber 2006 eingereicht haben, w elches am 14. N ovem ber 2006 w egen der G rösse der Form ation abgew iesen w urde, dass die Beschw erdeführer das G esuch am 27. N ovem ber 2006 erneuert haben (Eingang beim M igrationsam t am 29.11.06), w orauf ihnen am 1. D ezem ber 2006 per E-M ail m itgeteilt w urde, zw ei M itglieder der G ruppe hätten die m axim al zu- lässige Aufenthaltsdauer bereits erreicht, und der G ._______-Band könne keine Bew illigung erteilt w erden, dass die betroffenen G ruppenm itglieder in dieser Angelegenheit zusam m en m it dem W irt des Lokals noch am selben Tag am Schalter des M igrationsam tes Thurgau erschienen, dass den Anw esenden bei dieser G elegenheit unter ausdrücklichem H inw eis auf das Verbot einer Arbeitsaufnahm e ohne Bew illigung m itgeteilt w urde, die Aus- stellung einer solchen auf den gew ünschten Term in hin sei ausgeschlossen, dass der Beschw erdeführer 6, der sich am N achm ittag des 1. D ezem ber 2006 beim M igrationsam t des Kantons Thurgau telefonisch betr. Arbeitsaufnahm e der Petar-Band erkundigte, dieselbe Auskunft erhielt, dass die Beschw erdeführer 1 bis 5 die Auskunft des M igrationsam tes ignoriert und die Arbeit noch am gleichen Abend aufgenom m en haben, w eshalb ihnen ein vorsätzlicher Verstoss gegen frem denpolizeiliche Bestim m ungen vorgehalten w erden m uss, dass dieses Fehlverhalten durch die aus der Sicht der Beschw erdeführer irrtüm - liche Verw eigerung der Bew illigung und die erw artete Korrektur nicht entschei- dend relativiert w erden kann, dass deshalb auch aus spezialpräventiven G ründen eine Fernhaltung der Be- schw erdeführer 1 bis 5 im öffentlichen Interesse liegt,4 dass die Beschw erdeführer über die m it einer Einreisesperre üblicherw eise ver- bundenen Einschränkungen hinaus keine spezifischen Interessen geltend m a- chen, die durch die verhängten M assnahm en berührt w ären, dass deshalb die auf zw ei Jahre bem essenen Einreisesperren als verhältnis- m ässige und angem essene M assnahm en zum Schutz der öffentlichen O rdnung erscheinen, dass sich som it die angefochtenen Verfügungen als rechtm ässig erw eisen (Art. 49 Vw VG ) und die Beschw erde unter Kostenfolge zu Lasten der Beschw erde- führer (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ) abzuw eisen ist, dass die Kosten des Verfahrens auf Fr. 700.-- festzusetzen sind (Art. 1, Art. 2 und Art. 3 Bst. b des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [SR 173.320.2]). D ispositiv S. 55 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten im Betrag von Fr. 700.-- w erden den Beschw erde- führern auferlegt. Sie sind durch den am 12. Februar 2007 geleisteten Ko- stenvorschuss in gleicher H öhe gedeckt. 3. M itteilung an: - die Beschw erdeführer - die Vorinstanz D er Kam m erpräsident: D er G erichtsschreiber: A. Im oberdorf J. Longauer Versand am :