BRKE II Nr. 0082/2006 vom 11. April 2006 in BEZ 2006 Nr. 37 Zu prüfen war der Einwand, das mit der fraglichen Kernzonenbestimmung mi t- telbar statuierte Verbot von Fremdwerbung sei zufolge Verstosses gegen die Wi rt- schaftsfreiheit unzulässig. Aus den Erwägungen: 4.4. (…) Einschränkungen der Wirtschaftsfreiheit sind zulässig, soweit sie auf einer gesetzlichen Grundlage beruhen, im öffentlichen Interesse liegen und übe rdies verhältnismässig sind (Art. 36 BV). Diese Voraussetzungen sind erfüllt. Die gesetzliche Grundlage von Ziff. 3.6.5 BZO bildet § 50 Abs. 3 PBG, wonach die Gemeinden in ihren Bau - und Zonenord- nungen besondere Vorschriften über die Masse und die Erscheinung von Bauten aufstellen können. Diese der Erha ltung schutzwürdiger Ortsbilder dienende Reg e- lung des Planungs - und Baugesetzes erlaubt auch den Erlass von Vorschriften, die das Anbringen von Werbeanlagen in Kernzonen zum Schutz des Ortsbildes ei n- schränken. Derartige Vorschriften können unter anderen da rin bestehen, nur b e- triebseigene Reklame zu gestatten, da damit die Anzahl der Reklameanlagen b e- schränkt wird. Zudem wird mit einer solchen Regelung berücksichtigt, dass an Eigen- reklamen in der Regel ein im Vergleich zu Fremdreklamen wesentlich grö sseres und auch gewichtigeres privates Interesse besteht. An der mit der fraglichen Bauordnungsbestimmung verfolgten Absicht, die Ker n- zonen vor einer Verunstaltung durch ein Übermass an Reklameanlagen zu bewa h- ren, besteht ein erhebliches öffentliches Interesse, w elches einen Eingriff in die Wir t- schaftsfreiheit rechtfertigt. Die in der vorliegend fraglichen Ziffer 3.6.5 BZO getroffene Regelung erweist sich zudem auch als verhältnismässig. Sie stellt in s besondere ein taugliches Mittel dazu dar, die Zahl von Werbeträ gern in den Kernzonen zu beei n- flussen. Inwieweit das nämlich Ziel durch sonstige (mildere) Mas snahmen erreicht werden könnte, ist nicht ersichtlich und wird von der Rekurrentin, welche ihren die s- bezüglichen Ei nwand ohnehin nur rudimentär (soweit überhaupt) begründet hat, auch nicht dargelegt. (Gestützt auf diese und weitere, hier nicht interessierende Erwägungen wurde der Rekurs abgewiesen.)