<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, unverzüglich geeignete Vorkehrungen zu treffen, die:</p><p>- den Missbrauch im Bereiche des gewerblichen Cannabisanbaus zur Betäubungsmittelproduktion sowie beim gewerblichen Vertrieb von Cannabis und Cannabisprodukten, die als Betäubungsmittel geeignet sind, verhindern; und</p><p>- die eine bessere Kontrolle des gewerblichen Cannabisanbaus sowie des gewerblichen Vertriebes von Cannabis, Produkten und Präparaten aus Cannabis oder Cannabisbestandteilen gewährleisten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist sich der vom Motionär angesprochenen Problematik bewusst. Er hat deshalb am 13. Januar 1999 das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) beauftragt, Lösungsvorschläge betreffend den Missbrauch von Anbau und Handel von Cannabis auszuarbeiten und eine Vernehmlassung dazu durchzuführen.</p><p>Das Bundesamt für Gesundheit hat in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Polizeiwesen und dem Bundesamt für Landwirtschaft Verordnungsänderungen im Zusammenhang mit der Kontrolle des Hanfanbaus und des Vertriebes von Hanfprodukten ausgearbeitet.</p><p>Um die genannten Mängel zu beheben, soll mittels der vorgeschlagenen Verordnungsänderungen auf der Basis des geltenden Gesetzes eine klarere und möglichst eindeutige verwaltungsrechtliche Kontrollregelung für Hanf und Hanfprodukte eingeführt werden. Das Ziel besteht darin:</p><p>- den legalen Anbau von Hanf und den legalen Verkehr mit Hanfprodukten weiterhin ungestört zu ermöglichen;</p><p>- den Anbau von Hanf und den Umgang mit Hanfprodukten, der wahrscheinlich zu Betäubungsmittelzwecken dient, möglichst effizient zu erfassen;</p><p>- den illegalen Anbau von Hanf und den Verkehr mit Hanfprodukten wirksam zu verhindern;</p><p>- zu diesem Zweck eine klare, praktikable, verwaltungsrechtliche Kontrollregelung zu schaffen, die auf objektive Umstände abstellt;</p><p>- Rechtssicherheit zu schaffen.</p><p>Die Verordnungsänderungen wurden am 1. September 1999 zusammen mit den Vorschlägen zur Revision des BetmG in die Vernehmlassung geschickt. Der Bundesrat hat am 23. Februar 2000 die Resultate der vorläufigen Auswertung der Vernehmlassung zu den Verordnungsänderungen betreffend Hanf zur Kenntnis genommen und auf eine vorgezogene Regelung im Verordnungsbereich verzichtet. Seinen Entscheid zu den Verordnungsänderungen wird er gleichzeitig mit demjenigen zur Revision des BetmG fällen. Das EDI wurde beauftragt, einen entsprechenden Antrag zu unterbreiten, sobald der vollständige Vernehmlassungsbericht vorliegen wird, voraussichtlich im Juni 2000.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.