<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00147</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205921&amp;W10_KEY=13013560&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00147</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.06.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Prämienverbilligung (Krankenversicherung) und Sozialhilfe; Rechtzeitigkeit der Beschwerde (Die Sozialversicherungsanstalt zahlte die Prämienverbilligungen dem Sozialhilfeempfänger aus, der das Geld angeblich verlor. In der Folge hatte die Gemeinde die Krankenkassenprämien zu übernehmen. Die Gemeinde forderte den Betrag im Umfang der ausbezahlten Prämienverbilligungen ratenweise zurück, indem sie die Sozialhilfeleistungen kürzte.) Streitigkeiten über Prämienverbilligungen und damit verbundene Rückforderungen hat das Sozialversicherungsgericht als zweite Rechtsmittelinstanz zu beurteilen; Bestätigung der Rechtsprechung. Die Zuständigkeit des Sozialversicherungsgerichts bezieht sich auch auf Fälle, in denen die Rückerstattung mit einer Kürzung der Sozialhilfeleistungen verbunden ist. Nichteintreten und Überweisung an das Sozialversicherungsgericht (E. 1 f.). Infolge der Überweisung hat das Sozialversicherungsgericht über die Rechtzeitigkeit der Beschwerde zu befinden. Nach den Bestimmungen des VRG wäre die Rechtzeitigkeit fraglich: Nach zweimaliger erfolgloser Zustellung hätte von der Zustellung nach Ablauf der zweiten Abholungsfrist ausgegangen werden dürfen. Der Einwurf der Beschwerde in den Briefkasten des Gerichts an einem Freitag (= letzter Tag der Frist) würde nur genügen, wenn im Zweifelsfall der Beweis der Rechtzeitigkeit durch Zeugen oder andere Beweismittel erbracht werden könnte, weil der Einwurf erst am Montag (= nächster Werktag) festzustellen war (E. 3). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHWERDEFRIST">BESCHWERDEFRIST</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: FRIST/-EN">FRIST/-EN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRISTWAHRUNG">FRISTWAHRUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KRANKENKASSE">KRANKENKASSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KRANKENKASSENPRÃMIEN">KRANKENKASSENPRÃMIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KRANKENVERSICHERUNGSPRÃMIEN">KRANKENVERSICHERUNGSPRÃMIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRÃMIENVERBILLIGUNG">PRÃMIENVERBILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTZEITIGKEIT">RECHTZEITIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKFORDERUNG">RÃCKFORDERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALVERSICHERUNGSGERICHT">SOZIALVERSICHERUNGSGERICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Ãbrige Rechtsgebiete UR: Besondere Rechtsgebiete ST: VERSICHERUNGSRECHT (EINSCHLIESSLICH SOZIALVERSICHERUNGEN)">VERSICHERUNGSRECHT (EINSCHLIESSLICH SOZIALVERSICHERUNGEN)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 8 EG KVG</span><br/><span class="gerade">§ 18 Abs. I EG KVG</span><br/><span class="ungerade">§ 29 EG KVG</span><br/><span class="gerade">§ 27 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 2 SozversG</span><br/><span class="gerade">§ 41 Abs. I VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 53 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>A bezieht seit Oktober 1997 mit UnterbrÃ¼chen fÃ¼r sich und seine Familie Sozialhilfe von der Gemeinde X, welche auch die KrankenkassenprÃ¤mien Ã¼bernimmt. Sie Ã¼berweist diese seit einiger Zeit direkt dem Krankenversicherer. Auf 1. Januar 2005 wechselte A fÃ¼r sich und seine Familie den Versicherer, weshalb die bisherige Krankenkasse die PrÃ¤mienverbilligung fÃ¼r das Jahr 2005 von Fr. 4'800.- der Sozialversicherungsanstalt (SVA) zurÃ¼ckerstattete, welche den gesamten Betrag Ende Februar 2005 A Ã¼berwies. Da dieser den Betrag nicht dem neuen Versicherer weiterleitete, bezahlte die Gemeinde X Letzterem ab 1. Januar 2005 die vollen PrÃ¤mien einschliesslich PrÃ¤mienverbilligungsanteil. </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Die SozialbehÃ¶rde X beschloss am 12. April 2005, A habe den Betrag von Fr. 4'800.- zurÃ¼ckzuerstatten; die RÃ¼ckerstattungsverpflichtung werde dadurch vollzogen, dass in den Monaten April und Mai 2005 je ein Teilbetrag von Fr. 2'400.- von der wirtschaftlichen Hilfe (beim so genannten Grundbedarf I) in Abzug gebracht werde. Dagegen erhob A am 23. April 2005 Rekurs an den Bezirksrat Y (SO.2005.3). </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Die SozialbehÃ¶rde X beschloss am 3. Mai 2005 wiedererwÃ¤gungsweise, den Beschluss vom 12. April 2005 aufzuheben; stattdessen werde die Verpflichtung zur RÃ¼ckerstattung des Betrages von Fr. 4'800.- durch KÃ¼rzung des monatlichen Grundbedarfs im Umfang von 15 %, derzeit entsprechend einem Betrag von Fr. 330.75 (15 % von Fr. 2'205.-), vollzogen, erstmals nach Eintritt der Rechtskraft dieses Beschlusses. Dagegen erhob A am 17. Juni 2005 ebenfalls Rekurs (SO.2005.14).</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Der Bezirksrat Y beschloss am 5. Januar 2006, beide Verfahren zu vereinigen und den Rekurs abzuweisen, soweit darauf einzutreten und er nicht gegenstandslos geworden sei. Als gegenstandslos geworden wurde das gegen den Beschluss der SozialbehÃ¶rde vom 12. April 2005 erhobene Rechtsmittel betrachtet. Abgewiesen wurde der Rekurs gegen den Beschluss der SozialbehÃ¶rde vom 3. Mai 2005 bezÃ¼glich der darin angeordneten Verrechnung der RÃ¼ckerstattungsverpflichtung durch jeweilige KÃ¼rzung des Grundbedarfs im Umfang von 15 %. Die Rekursinstanz verwarf dabei die Einrede des Rekurrenten, er habe den ihm von der SVA Ã¼berwiesenen PrÃ¤mienverbilligungsbetrag von Fr. 4'800.- verloren. Diese Darstellung sei nicht glaubwÃ¼rdig und trotz wiederholter Aufforderung im Rekursverfahren auch nicht nÃ¤her belegt worden. Die SozialbehÃ¶rde sei daher zu Recht davon ausgegangen, dass der fragliche Betrag wie andere leicht liquidierbare VermÃ¶genswerte als Einkommen anrechenbar sei.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 24. MÃ¤rz 2005 beantragte A dem Verwaltungsgericht sinngemÃ¤ss, von einer Verpflichtung zur RÃ¼ckerstattung des Betrages von Fr. 4'800.- bzw. von der Verrechnung dieses Betrages mit der kÃ¼nftig geleisteten Hilfe (KÃ¼rzung des Grundbedarfs um jeweils 15 %) sei abzusehen. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 3. April 2006 wurden vom Bezirksrat Y die Akten beigezogen. </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht beurteilt Beschwerden gegen letztinstanzliche Anordnungen von VerwaltungsbehÃ¶rden, soweit nicht dieses oder ein anderes Gesetz eine abweichende ZustÃ¤ndigkeit vorsieht oder eine Anordnung als endgÃ¼ltig bezeichnet (§ 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtpflegegesetzes vom 24. Mai 1959, VRG). Nach dieser Bestimmung in Verbindung mit § 19c Abs. 2 VRG ist das Verwaltungsgericht zur Behandlung von Beschwerde gegen Rekursentscheide des Bezirksrats in sozialhilferechtlichen Angelegenheiten sachlich und funktionell zustÃ¤ndig. Eine derartige Beschwerde ist innert dreissig Tagen seit Mitteilung der weiterziehbaren Anordnung beim Verwaltungsgericht schriftlich einzureichen (§ 53 VRG). ZustÃ¤ndigkeit des Gerichts und Rechtzeitigkeit der Beschwerde sind GÃ¼ltigkeitsvoraussetzungen des Rechtsmittels. Die ZulÃ¤ssigkeit der vorliegenden Beschwerde ist unter beiden Gesichtspunkten fraglich. Da der Streitwert den Schwellenwert von Fr. 20'000.- gemÃ¤ss § 38 Abs. 2 VRG nicht Ã¼bersteigt, ist die Beschwerde, einschliesslich der genannten Eintrittsvoraussetzungen, nicht durch die Kammer, sondern den Einzelrichter zu prÃ¼fen. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Streitgegenstand der Beschwerde bilden die Verpflichtung des BeschwerdefÃ¼hrers zur RÃ¼ckerstattung eines Betrags von Fr. 4'800.- sowie die KÃ¼rzung der wirtschaftlichen Hilfe im Umfang von monatlich 15 % des Grundbedarfs bis zur Deckung dieses Betrags. BegrÃ¼ndet hat die SozialbehÃ¶rde X diese Anordnung damit, dass sie dem neuen Krankenversicherer des BeschwerdefÃ¼hrers ab 1. Januar 2005 die vollen PrÃ¤mien <br/> â einschliesslich der den insgesamt Fr. 4'800.- erreichenden Betrag fÃ¼r die PrÃ¤mienverbilligung â bezahlt habe bzw. bezahle, obwohl der BeschwerdefÃ¼hrer die ihm von der SVA Ende Februar 2005 zurÃ¼ckerstattete PrÃ¤mienverbilligung an seine neuen Versicherer hÃ¤tte weiterleiten sollen. Es stellt sich die Frage, ob die Beurteilung dieser Streitigkeit gemÃ¤ss § 2 Abs. 1 des Gesetzes Ã¼ber das Sozialversicherungsgericht vom 7. MÃ¤rz 1993 (SozversG, in der Fassung vom 30. August 2004, LS 212.81) und § 29 in Verbindung mit § 18 des EinfÃ¼hrungsgesetzes zum Krankenversicherungsgesetz vom 13. Juni 1999 (EG KVG, LS 832.01) nicht in die ZustÃ¤ndigkeit des Sozialversicherungsgerichts falle.</span></p> <p class="Erwgung1">Das Verwaltungsgericht hatte sich schon wiederholt mit der Abgrenzung seiner ZustÃ¤ndigkeit von jener des Sozialversicherungsgerichts im Zusammenhang mit der Anwendung des Bundesgesetzes Ã¼ber die Krankenversicherung vom 18. MÃ¤rz 1994 (KVG, SR 832.10) zu befassen (vgl. schon RB 1998 Nr. 23). Nach der mit jener des Sozialversicherungsgerichts abgestimmten Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts beurteilt das Sozialversicherungsgericht Streitigkeiten Ã¼ber BeitrÃ¤ge an die obligatorische Krankenversicherung, welche das Gemeinwesen gestÃ¼tzt auf § 18 EG KVG fÃ¼r eine unterstÃ¼tzte Person zu Ã¼bernehmen hat (RB 2001 Nr. 21). Das gilt auch dann, wenn es nur um die RÃ¼ckforderung solcher BeitrÃ¤ge geht (VGr, 12. Juni 2002, VB.2002.00129; VGr, 12. Juli 2005, VB.2004.00564, www.vgrzh.ch, vorgesehen zur Publikation in RB 2005). Dabei ging und geht es stets um die Ermittlung der ZustÃ¤ndigkeit der zweiten kantonalen Rechtsmittelinstanz; erste Rechtsmittelinstanz ist in solchen FÃ¤llen gemÃ¤ss insoweit klarer gesetzlicher Regelung der Bezirksrat (vgl. nunmehr auch § 29 Abs. 1 EG KVG in der Fassung vom 30. August 2004 und dazu die regierungsrÃ¤tliche Weisung vom 30. April 2003, ABl 2003, S. 969, 1005). Im Urteil vom 29. MÃ¤rz 2001 (RB 2001 Nr. 21) ging es im Wesentlichen um die Ãbernahme der infolge Zuzugs in eine Gemeinde erhÃ¶hten KrankenkassenprÃ¤mien. Der Entscheid vom 12. Juni 2002 (VB.2002.00129) betraf die RÃ¼ckerstattung von KrankenversicherungsprÃ¤mien fÃ¼r einen Zeitraum, in welchem die unterstÃ¼tzte Person nicht mehr in der (die RÃ¼ckerstattung verfÃ¼genden) Gemeinde wohnte; im Streit lag nicht nur die RÃ¼ckerstattungsverpflichtung sondern auch die Verrechnung dieser RÃ¼ckerstattungsschuld durch KÃ¼rzung der wirtschaftlichen Hilfe, welche die gleiche Gemeinde nach erneutem Zuzug des Betroffenen wieder aufgenommen hatte. Im Urteil vom 12. Juli 2005 (VB.2004.00564) ging es um die RÃ¼ckerstattung von KrankenkassenprÃ¤mien, welche die Gemeinde mit der BegrÃ¼ndung zurÃ¼ckgefordert hatte, die unterstÃ¼tzte Person habe die entsprechend zweckgebundenen Zahlungen anderweitig verwendet; auch hier lag neben der RÃ¼ckerstattungsverpflichtung die Verrechnung der RÃ¼ckerstattungsschuld durch KÃ¼rzung der spÃ¤teren wirtschaftlichen Hilfe im Streit. </p> <p class="Erwgung1">Im Lichte dieser Rechtsprechung fÃ¤llt auch die vorliegende Streitigkeit in die ZustÃ¤ndigkeit des Sozialversicherungsgerichts. Dies umsomehr, als auch die bisherige Rechtsprechung wie dargelegt FÃ¤lle betraf, in denen die Verpflichtung zur RÃ¼ckerstattung der KrankenversicherungsprÃ¤mien mit der Verrechnung der diesbezÃ¼glichen RÃ¼ckerstattungsschuld mit kÃ¼nftiger wirtschaftlicher Hilfe verknÃ¼pft wurde. Die zivilrechtliche Ordnung der Verrechnung (Art. 120 ff. des Obligationenrechts), die unter dem hier nicht zutreffenden Vorbehalt einer ausdrÃ¼cklichen gegenteiligen Regelung im Ã¶ffentlichen Recht auch fÃ¼r sozialhilferechtliche und sozialversicherungsrechtliche Leistungen heranzuziehen ist (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsgericht, 4. A., ZÃ¼rich 2002, Rz. 799 ff.), spricht in derartigen FÃ¤llen weder fÃ¼r eine ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts noch fÃ¼r eine solche des Sozialversicherungsgerichts: Die Gemeinde will ihre Verpflichtung zur Leistung der wirtschaftlichen Hilfe mit der Forderung verrechnen, die ihr aus ungerechtfertigter Bereicherung gegenÃ¼ber dem SozialhilfebezÃ¼ger (nÃ¤mlich aus der zu Unrecht erfolgten Ãbernahme einer PrÃ¤mienschuld gegenÃ¼ber dem Versicherer) zusteht. Dass es hier um die RÃ¼ckerstattung jenes PrÃ¤mienanteils geht, der grundsÃ¤tzlich durch die PrÃ¤mienverbilligung gedeckt wird, bildet fÃ¼r eine abweichende ZustÃ¤ndigkeitsbeurteilung ebenso wenig Anlass wie der Umstand, dass die Gemeinde die PrÃ¤mienverbilligung an wirtschaftliche Hilfe beziehende Personen nach der gesetzlichen Ordnung (§ 13 EG KVG in Verbindung mit § 13 der Verordnung vom 28. Juni 2000 zum EG KVG, LS 832.1) direkt an den Versicherer Ã¼berweist. Auf die Beschwerde ist daher nicht einzutreten; die Sache ist gestÃ¼tzt auf § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 2 Satz 1 VRG dem Sozialversicherungsgericht zu Ã¼berweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Mangels ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts ist auch die Rechtzeitigkeit der Beschwerde hier nicht abschliessend zu beurteilen. Dies ist Sache des Sozialversicherungsgerichts nach Massgabe der fÃ¼r das sozialversicherungsgerichtliche Verfahren massgebenden Bestimmungen (§ 13 SozversG; Art. 60 in Verbindung mit Art. 38 â 41 des Bundesgesetzes Ã¼ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000, ATSG, SR 830.1; vgl. insbesondere Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, ZÃ¼rich 2003, Art. 39 N. 3, Art. 60 N. 11). Es kann angemerkt werden, dass es fraglich ist, ob die Beschwerde rechtzeitig wÃ¤re, sofern die Rechtzeitigkeit nach § 53 in Verbindung mit §§ 10/11 VRG zu beurteilen wÃ¤re. Diese Anmerkung rechtfertigt sich deswegen, weil § 5 Abs. 2 Satz 1 VRG (auf welche Bestimmung sich die nach dem Gesagten gebotene Ãberweisung der Sache an das Sozialversicherungsgericht stÃ¼tzt) vorab verhindern will, dass eine Eingabe nur deswegen, weil sie bei der falschen Stelle eingereicht wurde als verspÃ¤tet gewÃ¼rdigt wird (vgl. § 5 Abs. 2 Satz 2 VRG; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 5 N. 37). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Der Rekursentscheid vom 5. Januar 2006 wurde mit eingeschriebener Sendung zweimal an die Wohnadresse des BeschwerdefÃ¼hrers versandt; beide Male hinterliess die Post eine Abholungseinladung, welche vom BeschwerdefÃ¼hrer nicht befolgt wurde. Mit Schreiben vom 28. Februar 2006 gelangte der Bezirksrat ein weiteres Mal, nunmehr mit uneingeschriebener Sendung, an den BeschwerdefÃ¼hrer; dieses Schreiben enthielt als Beilage den Rekursentscheid vom 5. Januar 2006 sowie den Hinweis, dass die Rekursfrist, nachdem die eingeschriebene Sendung zum zweiten Mal nicht abgeholt worden sei, am 23. Februar 2006 (einen Tag nach Ende der zweiten Abholungsfrist) zu laufen begonnen habe (vgl. Anhang zu 7/23). Die gegen diesen Rekursentscheid erhobene Beschwerde trÃ¤gt das Datum 24. MÃ¤rz 2006 und wurde mit dem Vermerk âPersÃ¶nlich eingeworfen â¦ am Freitag 24. MÃ¤rz 06, 22.15â in den Briefkasten des Verwaltungsgerichts gelegt, wo sie von der Gerichtskanzlei am Montag, 27. MÃ¤rz 2006 in Empfang genommen wurde.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer erklÃ¤rt in dieser Eingabe, das Schreiben des Bezirksrats vom 28. Februar 2006 samt beigelegtem Rekursentscheid vom 5. Januar 2006 am 1. MÃ¤rz 2006 erhalten zu haben, welches Datum daher fÃ¼r den Beginn des Laufes der dreissigtÃ¤gigen Rekursfrist massgebend sein mÃ¼sse. Aufgrund der Abholungseinladungen vermute er zwar, dass man ihm diesen Entscheid schon vorher zweimal habe zustellen wollen. Leider sei er damals â im Zeitpunkt der Zustellungsversuche und wÃ¤hrend der angesetzten Abholungsfristen â abwesend gewesen. Zudem sei auf den Abholungseinladungen unter âAufgabestelleâ lediglich âYâ bzw. ein nicht entzifferbares Wort vermerkt. Er erhalte jedoch viele Abholungseinladungen, die ihn nicht interessierten; er kÃ¼mmere sich nur um Abholungseinladungen, welche behÃ¶rdliche Sendungen betrÃ¤fen, was hier nicht erkennbar gewesen sei. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>GemÃ¤ss § 53 VRG ist die Beschwerde innert dreissig Tagen seit Mitteilung der weiterziehbaren Anordnung beim Verwaltungsgericht schriftlich einzureichen. Nach der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung gilt eine Anordnung nach zweimaligem erfolglosem Zustellungsversuch (Hinterlegung einer Abholungseinladung im Briefkasten unter Angabe der siebentÃ¤gigen Abholungsfrist) als zugestellt (âmitgeteiltâ), wenn der Betroffene die Annahme schuldhaft verweigert hat. Letzteres ist nicht nur bei aktiver ZurÃ¼ckweisung einer Postsendung, sondern auch dann anzunehmen, wenn vom Adressaten nach den UmstÃ¤nden zu erwarten gewesen wÃ¤re, dass er die betreffende Sendung aufgrund der hinterlegten Abholungseinladung bei der Post fristgerecht abgeholt hÃ¤tte. Dabei darf die BehÃ¶rde von der widerlegbaren Vermutung ausgehen, dass dem Adressaten die fristgerechte Abholung der Sendung mÃ¶glich gewesen wÃ¤re. Diese Zustellungsvermutung greift jedenfalls dann ein, wenn der Adressat wie hier angesichts eines hÃ¤ngigen Rechtsmittelverfahrens mit der Zustellung einer behÃ¶rdlichen Anordnung rechnen musste (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10 N. 27 f.). Was der BeschwerdefÃ¼hrer in diesem Zusammenhang vorbringt, vermag die nach dem Gesagten bei ihm eingreifende Vermutung, dass ihm der Rekursentscheid vom 5. Januar 2006 mit Ablauf der zweiten Abholungsfrist am 22. Februar 2006 zugestellt worden ist, nicht zu entkrÃ¤ften. Unbehelflich ist auch sein Einwand, nur Sendungen auf der Post abzuholen, die sich klar erkennbar auf behÃ¶rdliche Mitteilungen bezÃ¶gen. Aufgrund des unter âAufgabestelleâ enthaltenen Hinweises âYâ (der im Ãbrigen auf beiden Abholungseinladungen erkennbar ist) musste ihm bewusst sein, dass es sich dabei um den ausstehenden Rekursentscheid des Bezirksrats Y handeln kÃ¶nnte. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Demnach begann die dreissigtÃ¤gige Beschwerdefrist am 23. Februar 2006 zu laufen und endigte am Freitag, 24. MÃ¤rz 2006. Die Beschwerdefrist ist damit nur gewahrt, sofern die Behauptung des BeschwerdefÃ¼hrers, die Eingabe vom 24. MÃ¤rz 2006 noch an diesem Tag in den Briefkasten des Verwaltungsgerichts gelegt zu haben, zutrifft (§ 11 Abs. 2 Satz 1 VRG; vgl. auch § 193 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976 (GVG). Wird eine Rechtsschrift nicht der Post Ã¼bergeben, sondern dem Gericht direkt Ã¼berbracht, so ist zwecks Beweissicherung eine Quittung der Gerichtskanzlei mit dem Ãbergabedatum zu verlangen und auszustellen, was jedoch nur wÃ¤hrend der Ãffnungszeiten des Gerichts mÃ¶glich ist. Wird die Eingabe ausserhalb der Ãffnungszeiten in den Briefkasten des Gerichts geworfen, so genÃ¼gt dies im Zweifelsfall nur, wenn der Beweis der Rechtzeitigkeit durch Zeugen oder andere Beweismittel erbracht werden kann (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 11 N. 8; Robert Hauser/Erhard Schweri, Kommentar zum zÃ¼rcherischen Gerichtsverfassungsgesetz, ZÃ¼rich 2002, § 193 N. 2). Derartige Beweismittel hat der BeschwerdefÃ¼hrer hier nicht vorgelegt. Weitere AbklÃ¤rungen dazu erÃ¼brigen sich jedoch, da das Verwaltungsgericht wie dargelegt zur Behandlung der Beschwerde nicht zustÃ¤ndig ist. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Angesichts der unzutreffenden Rechtsmittelbelehrung im angefochtenen Rekursentscheid sind die Gerichtskosten auf die Gerichtskasse zu nehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss verfÃ¼gt </span><span>der Einzelrichter</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. Die Akten werden dem Sozialversicherungsgericht Ã¼berwiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 560.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>4. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>