<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00191</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205396&amp;W10_KEY=13013563&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00191</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.10.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 12.04.2006 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Gestaltungsplan/Quartierplan</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Festsetzung Quartierplan Oberdorf, Wernetshausen-Hinwil. Der Rekurs des Beschwerdeführers richtete sich nur gegen die Festsetzung des Quartierplans, nicht auch gegen den Gestaltungsplan. Demgemäss hätte die BRK mangels einer gültigen Rechtsmittelerklärung kein Rekursverfahren gegen den Gestaltungsplan eröffnen dürfen (E. 2). Der Beschwerdeführer war im Rekursverfahren berechtigt, eine anderweitige Erschliessungslösung für die betreffenden Parzellen an der Frobergstrasse zu verlangen (E. 3.1). Die BRK hätte deshalb prüfen müssen, ob die Quartierplangrundstücke entlang der Frohbergstrasse mit den im Quartierplan vorgesehenen Anlagen genügend und zweckmässig erschlossen werden (E. 3.3). Verzicht auf Rückweisung an BRK; direkte Prüfung durch das Verwaltungsgericht, ob der Quartierplan zu einer rechtsgenügenden und zweckmässigen Erschliessung der Quartierplangrundstücke führt (E. 4). Da die betreffenden Grundstücke nicht nur über die Frobergstrasse, sondern auch über die projektierte Stichstrasse erschlossen werden, verfehlt der strittige Quartierplan sein Ziel nicht, die Quartierplangrundstücke zur Baureife zu führen (E. 4.3). Abweisung (E. 4.4). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANFECHTUNGSGEGENSTAND">ANFECHTUNGSGEGENSTAND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANFECHTUNGSWILLE">ANFECHTUNGSWILLE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BETROFFENHEIT">BETROFFENHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)">ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSCHLIESSUNGSSTRASSE">ERSCHLIESSUNGSSTRASSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: QUARTIERPLAN">QUARTIERPLAN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: QUARTIERPLANSTRASSE">QUARTIERPLANSTRASSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: SONDERNUTZUNGSPLÃNE">SONDERNUTZUNGSPLÃNE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 151 GemeindeG</span><br/><span class="ungerade">§ 152 GemeindeG</span><br/><span class="gerade">§ 123 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 128 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 146 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 236 ff. PBG</span><br/><span class="gerade">§ 329 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 338a Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">§ 21 lit. a VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 23 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 16. Juni 2004 setzte der Gemeinderat Hinwil den Quartierplan Oberdorf innerhalb der Kernzone von Wernetshausen fest. Das Gebiet wird â je ohne Einbezug der StrassenflÃ¤chen â im Norden durch die Bachtelstrasse, im Westen und Osten durch die Frohberg- und die Balmstrasse und im SÃ¼den durch den SchwÃ¤ndibach begrenzt. Der Plan sieht im Wesentlichen den Bau einer in die Bachtelstrasse mÃ¼ndenden Stichstrasse zur Erschliessung der noch nicht Ã¼berbauten GrundstÃ¼cke und GrundstÃ¼cksteile vor.</p> <p class="Urteilstext">Mit Beschluss vom 22. Juni 2004 "genehmigte" die Gemeindeversammlung Hinwil fÃ¼r dasselbe, aber im Norden um zwei GrundstÃ¼cke verkleinerte Gebiet den Ã¶ffentlichen Gestaltungsplan Oberdorf, der hauptsÃ¤chlich Baubereiche, Firstrichtungen und Firstkoten entlang der im Quartierplan vorgesehenen Stichstrasse festlegt.</p> <p class="Urteilstext">Der Gemeinderat Hinwil verÃ¶ffentlichte beide BeschlÃ¼sse am 2. Juli 2004 im gleichen Inserat im kantonalen Amtsblatt, wobei in der Publikation das jeweilige Beschlussdatum sowie die entscheidfassende BehÃ¶rde hinsichtlich des Quartierplans einerseits und des Ge­staltungsplans andererseits verwechselt wurden.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 28. Juli 2004 erhob A als AnstÃ¶sser der Frohbergstrasse "Rekurs in Sachen Quartierplan Oberdorf" und verlangte eine RÃ¼ckweisung des Planes zur Ãberarbeitung in seinem Sinne. </p> <p class="Urteilstext">Die Baurekurskommission des Kantons ZÃ¼rich nahm das Rechtsmittel als gegen beide BeschlÃ¼sse gerichtet entgegen und wies es am 23. MÃ¤rz 2005 ab, soweit sie darauf eintrat. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Hiergegen erhob A am 28. April 2005 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte, der Rekursentscheid sei aufzuheben und die Sache zur ErgÃ¤nzung und Neuentscheidung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen, eventuell seien der Rekursentscheid sowie die diesem zugrunde liegenden BeschlÃ¼sse aufzuheben bzw. im nÃ¤her bezeichneten Sinn abzuÃ¤ndern, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegner fÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren.</p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht erÃ¶ffnete am 11. Mai 2005 zwei nach dem Anfechtungsobjekt (Quartierplan und Gestaltungsplan) getrennte Beschwerdeverfahren, vereinigte diese aber sogleich und lud die Baudirektion ein, bezÃ¼glich des Gestaltungsplans den Genehmigungsentscheid zu treffen bzw. einzuholen. Die Genehmigung erfolgte am 5. Juli 2005 ohne Vorbehalt.</p> <p class="Urteilstext">Die Baurekurskommission beantwortete die Beschwerde am 30. August 2005 und beantragte deren Abweisung. D Ã¤usserte sich als mitbeteiligte EigentÃ¼merin eines QuartierplangrundstÃ¼ckes am 8. September 2005 zur Beschwerde, ohne einen ausdrÃ¼cklichen Antrag zu stellen. Die Gemeinde Hinwil liess sich innert Frist nicht vernehmen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Die Baurekurskommission ist auf verschiedene EinwÃ¤nde des BeschwerdefÃ¼hrers im Rekursverfahren nicht eingetreten mit der BegrÃ¼ndung, er sei gemÃ¤ss § 338a Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) nicht zur Rekurserhebung legitimiert, da er durch die behaupteten MÃ¤ngeln nicht in seinen persÃ¶nlichen Interessen tangiert werde. DemgegenÃ¼ber macht der BeschwerdefÃ¼hrer geltend, er sei zur Anfechtung des Gestaltungsplanes nicht nur gemÃ¤ss § 338a PBG, sondern auch als StimmbÃ¼rger gemÃ¤ss § 151 des Gesetzes Ã¼ber das Gemeindewesen vom 6. Juni 1926 (GemeindeG) berechtigt gewesen, weshalb auf sein Rechtsmittel gegen den Gestaltungsplan hÃ¤tte eingetreten werden mÃ¼ssen.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Unter welchen Voraussetzungen und mit welchen Rechtsmitteln ein RechtsmittelklÃ¤ger berechtigt ist, eine kommunale nutzungsplanerische Festlegung anzufechten, orientiert sich vorab nach der erstinstanzlich entscheidenden BehÃ¶rde (Legislative oder Exekutive, vgl. § 151 und § 152 GemeindeG in der hier noch anwendbaren Fassung vom 4. September 1983; das NÃ¤mliche wÃ¼rde aber auch nach der seit dem 1. Januar 2005 geltenden Fassung des Gemeindegesetzes vom 1. September 2003 gelten), bei BeschlÃ¼ssen der Legislative sind sodann fÃ¼r den Rechtsmittelweg die geltend gemachten RÃ¼gen massgebend (Planungsrecht oder Stimmrecht, vgl. § 329 Abs. 1 PBG einerseits und § 151 Abs. 1 Ziffer 3 in Verbindung mit Abs. 2 GemeindeG anderseits). Wird ein Quartierplan angefochten, so geht es um die Festlegung einer ExekutivbehÃ¶rde (§ 158 Abs. 1 PBG), und die Legitimation richtet sich ausschliesslich nach § 338a PBG. Dessen Abs. 1 umschreibt die Legitimationsvoraussetzung gleich wie die allgemeine Bestimmung in § 21 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) und verlangt, dass ein RechtsmittelklÃ¤ger durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt sein und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ãnderung haben muss. Wird jedoch ein von der Gemeindeversammlung festgesetzter Ã¶ffentlicher Gestaltungsplan angefochten, so kann sich die Legitimation zwar ebenfalls aus § 338a PBG ergeben, kann aber zudem auch aus der Stimmberechtigung des RechtsmittelklÃ¤gers abgeleitet werden (§ 151 Abs. 1 GemeindeG). Planungsrechtliche EinwÃ¤nde gegen solche Festlegungen sind nach der Praxis unabhÃ¤ngig von der Grundlage der be­anspruchten Legitimation im Rekursverfahren vor Baurekurskommission, welche in der Regel auch die ZweckmÃ¤ssigkeit und Angemessenheit des angefochtenen Nutzungsplans Ã¼berprÃ¼ft, geltend zu machen. Wenn der Rekurrent seine Legitimation jedoch allein aus der Stimmberechtigung bezieht und im Ãbrigen vom Plan nicht in seinen eigenen Interessen berÃ¼hrt ist, Ã¼berprÃ¼ft die Baurekurskommission den Nutzungsplan nur aufgrund der in § 151 Gemein­deG zugelassenen RÃ¼gen, d.h. im Wesentlichen auf Rechtsverletzungen hin. DemgegenÃ¼ber ist die Verletzung der politischen Rechte im Abstimmungsverfahren grundsÃ¤tzlich mit dem Stimmrechtsrekurs gemÃ¤ss § 151 Abs. 3 GemeindeG beim Bezirksrat zu rÃ¼gen (vgl. zum Ganzen RB 2002 Nr. 74 E. 2b mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Im vorliegenden Fall ist vorab zu ermitteln, wogegen der BeschwerdefÃ¼hrer sich in seinem an die Baurekurskommission gerichteten Rechtsmittel Ã¼berhaupt wandte. Aus dem Rekursantrag und â soweit nÃ¶tig â aus der BegrÃ¼ndung hat sich der klare Wille des Rekurrenten zu ergeben, als RechtsmittelklÃ¤ger aufzutreten und die Ãnderung einer bestimmten, ihn betreffenden und mittels Anordnung geschaffenen Rechtslage anzustreben. LÃ¤sst sich einer Parteieingabe oder einer mit Antrag und/oder BegrÃ¼ndung versehenen Rekursschrift kein Mindestansatz eines Anfechtungswillens entnehmen, liegt keine gÃ¼ltige RechtsmittelerklÃ¤rung vor (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 23 N. 5 mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die Eingabe des BeschwerdefÃ¼hrers vom 28. Juli 2004 wurde im Titel als "Rekurs in Sachen Quartierplan Oberdorf" bezeichnet. Im formellen Teil der BegrÃ¼ndung sah der Rekurrent sein Anfechtungsinteresse darin begrÃ¼ndet, dass er AnstÃ¶sser der Frohbergstrasse, welche durch den Quartierplan erheblich belastet und zugangsbeschrÃ¤nkt werde, und dass er zudem unmittelbarer AnstÃ¶sser des Quartierplangebiets sei. Inhaltlich machte er einerseits VerfahrensmÃ¤ngel im Planungsablauf geltend und beklagte andererseits im Wesentlichen die ungenÃ¼gende Erschliessung des Quartierplangebiets, die im Quartierplan vorgesehene zu geringe GewÃ¤sserabstandslinie entlang dem SchwÃ¤ndibach, die fehlende Einordnung als Folge der im Quartierplan zugelassenen zu geringen GebÃ¤udeabstÃ¤nde und zu grossen GebÃ¤udelÃ¤ngen, fehlende gemeinsame Einrichtungen im Quartierplan etwa fÃ¼r eine Unterniveaugarage, fÃ¼r SpielplÃ¤tze/RuheflÃ¤chen/GÃ¤rten sowie Fehlen eines Kehrplatzes am Ende der Frohbergstrasse. Aus all diesen GrÃ¼nden beantragte der BeschwerdefÃ¼hrer gegen Ende seiner Rekurseingabe, der Quartierplan sei zur Ãberarbeitung in seinem Sinne zurÃ¼ckzuweisen. </p> <p class="Urteilstext">In der ersten PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 5. August 2004 nahm die Baurekurskommission vom Eingang des Rekurses "betreffend Gemeinderatsbeschluss vom 16. Juni 2004; Festsetzung des Quartierplanes Oberdorf" Vormerk und erÃ¶ffnete das Vernehmlassungsverfahren. Nach Eingang der Rekursantworten und der Akten teilte die Baurekurskommission den Verfahrensbeteiligten am 18. Februar 2005 den Abschluss der Sachverhaltsermittlungen mit, wobei in diesem Schreiben als Anfechtungsgegenstand erstmals nicht nur der Quartierplan Oberdorf, sondern auch der von der Gemeindeversammlung festgesetzte Gestaltungsplan Oberdorf (allerdings irrtÃ¼mlich auf den 16. anstatt auf denn 22. Juni 2004 datiert) genannt wurde. Diese Erweiterung des Anfechtungsobjekts wurde nicht weiter begrÃ¼ndet. Dazu mag gefÃ¼hrt haben, dass die Rekursgegnerin ihren Akten auch den Ã¶ffentlichen Gestaltungsplan beigelegt hatte, dass beide BeschlÃ¼sse im gleichen Inserat verÃ¶ffentlicht worden waren sowie der Umstand, dass der BeschwerdefÃ¼hrer in seiner Rekurseingabe teilweise auf den Gestaltungsplan Bezug genommen und dem Quartierplan zum Teil auch fÃ¤lschlicherweise den Inhalt des Gestaltungsplans unterstellt hatte (GebÃ¤udelÃ¤nge und -abstÃ¤nde, GewÃ¤sserbaulinie). </p> <p class="Urteilstext">Diese UmstÃ¤nde boten keinen hinreichenden Anlass, den Rekurswillen des BeschwerdefÃ¼hrers entgegen dem klaren Titel und Antrag der Rekursschrift und der ersten PrÃ¤sidialverfÃ¼gung auch auf den Gestaltungsplan zu beziehen. Nach den AusfÃ¼hrungen in der Rekursschrift war sich der BeschwerdefÃ¼hrer sehr wohl bewusst, dass neben dem Quartierplan auch ein Gestaltungsplan Oberdorf festgesetzt, und dass dieser der Gemeindeversammlung unterbreitet worden war. Dennoch wandte er sich lediglich gegen den Quartierplan. Auf den Gestaltungsplan nahm die Rekursschrift nur ganz am Rand Bezug, wenn etwa ausgefÃ¼hrt wurde, entgegen der Publikation sei der Gemeindeversammlung nicht der Quartierplan, sondern nur der Gestaltungsplan zur Abstimmung unterbreitet worden, vor der Quartierplanfestsetzung, aber auch vor Erstellen des Gestaltungs- sowie des Erschliessungsplans hÃ¤tte das Ã¶ffentliche Verfahren Ã¼ber die Schliessung der Frohbergstrasse und die Festsetzung der GewÃ¤sserbaulinie durchgefÃ¼hrt werden mÃ¼ssen oder im Quartierplan sei kein Kehrplatz beim Ende der Frohbergstrasse vorgesehen und im Gestaltungsplan sei an der einzig mÃ¶glichen Stelle dafÃ¼r ein Baubereich ausgeschieden. Selbst in seinen spÃ¤teren Eingaben an die Baurekurskommission bezog sich der BeschwerdefÃ¼hrer weiterhin nur auf den Quartierplan, so am 14. Oktober und 11. November 2004 und schliesslich noch am 22. Februar 2005, nachdem ihm das Ende der Sachverhaltsermittlung im Rekursverfahren gegen <i>beide BeschlÃ¼sse</i> bereits mitgeteilt worden war. DemgemÃ¤ss hÃ¤tte die Baurekurskommission mangels einer gÃ¼ltigen RechtsmittelerklÃ¤rung gar kein Rekursverfahren gegen den Gestaltungsplan erÃ¶ffnen dÃ¼rfen. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die Beschwerde gegen die Abweisung des Rekurses gegen den Gestaltungsplan ist daher als unbegrÃ¼ndet abzuweisen. Damit ist namentlich auf die im Beschwerdeverfahren noch aufrechterhaltenen EinwÃ¤nde gegen die Einordnung (Lage, Anzahl und LÃ¤nge der gemÃ¤ss Gestaltungsplan zulÃ¤ssigen BaukÃ¶rper) und gegen das Ausscheiden von Baubereichen im GewÃ¤sser- und Waldabstand nicht weiter einzugehen. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Seine persÃ¶nliche Betroffenheit durch den Quartierplan hatte der BeschwerdefÃ¼hrer in seiner Rekursschrift damit begrÃ¼ndet, dass er AnstÃ¶sser der Frohbergstrasse sei, ohne sich auf ein konkretes ihm gehÃ¶riges GrundstÃ¼ck zu beziehen. Als Wohnadresse gab er die HÃ¶henstrasse 9 in Wernetshausen an, welche in einiger Entfernung sÃ¼dlich des Quartierplangebietes liegt. Den Rekursantworten der Gemeinde und einer Mitbeteiligten liess sich dann jedoch entnehmen, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer das GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 im Kreuzungsbereich der Frohberg-/Bachtelstrasse gehÃ¶rt, welches dem Quartierplangebiet unmittelbar gegenÃ¼ber liegt. GestÃ¼tzt darauf anerkannte die Baurekurskommission grundsÃ¤tzlich eine gewisse Betroffenheit des BeschwerdefÃ¼hrers, prÃ¼fte jedoch anhand der im Einzelnen erhobenen RÃ¼gen, inwieweit der Rekurrent zu deren Erhebung berechtigt sei. Sie bejahte die Legitimation bezÃ¼glich der RÃ¼ge, die Bachtel- und die Frohbergstrasse seien fÃ¼r eine Erschliessung des Quartierplangebiets ungenÃ¼gend, trat darauf aber nicht ein, da der Einwand eine Ausdehnung des Quartierplanperimeters bedingt hÃ¤tte und daher bereits gegen den Einleitungsbeschluss hÃ¤tte erhoben werden mÃ¼ssen (E. 6a und b). Auf den Einwand, die vorgesehene Quartiererschliessung fÃ¼hre zu Mehrverkehr auf der Frohbergstrasse, trat die Baurekurskommission nicht ein, da der Rekurrent nicht dargelegt habe, dass dies fÃ¼r sein GrundstÃ¼ck zu einer wahrnehmbaren Mehrbelastung fÃ¼hren wÃ¼rde (E. 8c). Schliesslich befasste sich die Baurekurskommission jedoch materiell mit der RÃ¼ge, wonach das QuartierplangrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 02 hÃ¤tte rÃ¼ckwÃ¤rtig von der neuen Stichstrasse her erschlossen werden mÃ¼ssen (E. 13). </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt dagegen vor, er habe im Rekursverfahren gerÃ¼gt, dass die Frohbergstrasse schon heute ungenÃ¼gend ausgebaut sei und daher nicht fÃ¼r die Erschliessung weiterer GrundstÃ¼cke vorgesehen werden dÃ¼rfe. Demnach habe er nicht etwa den Ausbau der Frohbergstrasse bzw. eine Ausdehnung des Quartierplanperimeters, sondern nur eine anderweitige ErschliessungslÃ¶sung fÃ¼r die betreffenden Parzellen an der Frohbergstrasse verlangt. Mit dieser RÃ¼ge hÃ¤tte sich die Baurekurskommission daher auseinandersetzen mÃ¼ssen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Der Einwand ist berechtigt. Der Nachbar eines Quartierplangebiets kann grundsÃ¤tzlich geltend machen, der Quartierplan fÃ¼hre entgegen seiner vorgegebenen Zielsetzung nicht zu einer rechtsgenÃ¼genden und zweckmÃ¤ssigen Erschliessung der QuartierplangrundstÃ¼cke und es sei daher zu befÃ¼rchten, dass diese GrundstÃ¼cke in spÃ¤teren Baubewilligungsverfahren eine nicht genÃ¼gende gemeinsame Zufahrt beanspruchen wÃ¼rden. Die Betroffenheit ist in diesem Fall vergleichbar mit derjenigen des Nachbarn, welcher ein Bauprojekt an einer gemeinsamen Zufahrtsstrasse anficht, weil er fÃ¼rchtet, die ZugÃ¤nglichkeit zu seinem eigenen GrundstÃ¼ck oder die Verkehrssicherheit werde dadurch beeintrÃ¤chtigt. Da der RechtsmittelklÃ¤ger seine Betroffenheit in diesem Fall nicht aus den Verkehrsimmissionen ableitet, wird hier auch nicht verlangt, dass der befÃ¼rchtete Zufahrtsverkehr ein gewisses wahrnehmbares Mehrmass aufweist.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die Baurekurskommission hÃ¤tte daher prÃ¼fen mÃ¼ssen, ob die QuartierplangrundstÃ¼cke entlang der Frohbergstrasse mit den im Quartierplan vorgesehenen Anlagen genÃ¼gend und zweckmÃ¤ssig erschlossen werden. Diese PrÃ¼fung hat sie nur fÃ¼r das GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 02, nicht aber fÃ¼r die weiteren vier GrundstÃ¼cke entlang der Frohbergstrasse vorgenommen. </p> <p class="Urteilstext">Da fÃ¼r diese PrÃ¼fung keine weiteren AbklÃ¤rungen erforderlich sind und sich dabei auch keine Fragen des Planungsermessens stellen, ist auf eine RÃ¼ckweisung der Sache zu verzichten und direkt darÃ¼ber zu entscheiden. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Der Quartierplan soll im erfassten Gebiet eine der planungs- und baurechtlichen Ordnung entsprechende Nutzung der GrundstÃ¼cke ermÃ¶glichen und die dafÃ¼r nÃ¶tigen Anordnungen enthalten (§ 123 Abs. 1 PBG). Mit dem Quartierplan mÃ¼ssen alle GrundstÃ¼cke innerhalb des Gebietes erschlossen werden und an gegebenenfalls erforderlichen gemeinschaftlichen Ausstattungen und AusrÃ¼stungen teilhaben. Erschliessungen sowie gemeinschaftliche Ausstattungen und AusrÃ¼stungen sind so festzulegen, dass sie bei vollstÃ¤ndiger Nutzung der erfassten GrundstÃ¼cke genÃ¼gen (§ 128 Abs. 1 und 2 PBG). Wer welchen Anteil an die Erstellungskosten dieser Anlagen zu Ã¼bernehmen hat, ist ebenfalls im Quartierplan festzulegen. Dabei ist in erster Linie das Interesse an den betreffenden Anlagen massgebend (§ 146 Abs. 1 und 2 PBG). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Das Ã¼berbaute GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 02 liegt im Kreuzungsbereich der Bachtel- und Frohbergstrasse und wird durch den strittigen Quartierplan keine VerÃ¤nderung der bestehenden Erschliessung erfahren. Im Rekursverfahren hat die Baurekurskommission fÃ¼r dieses GrundstÃ¼ck die MÃ¶glichkeit einer rÃ¼ckwÃ¤rtigen Erschliessung Ã¼berprÃ¼ft und ist zum Schluss gekommen, dass eine solche unzweckmÃ¤ssig wÃ¤re. Damit setzt sich der BeschwerdefÃ¼hrer in seiner BeschwerdebegrÃ¼ndung Ã¼berhaupt nicht auseinander. Auf die zutreffenden ErwÃ¤gungen im Entscheid der Baurekurskommission kann deshalb verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Die GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 03 (teilweise Ã¼berbaut) und 04 (nicht Ã¼berbaut) grenzen direkt an die 3.50 m breite Frohbergstrasse; das GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 05 (teilweise Ã¼berbaut) ist dank einem Fuss- und Fahrwegrecht zu Lasten des GrundstÃ¼ckes Kat.-Nr. 03 ebenfalls Ã¼ber diese Strasse erschlossen. Alle drei GrundstÃ¼cke grenzen rÃ¼ckwÃ¤rtig auch an die im Quartierplan neu vorgesehene 4.50 m breite Stichstrasse bzw. deren Kehrplatz an. Von dem im Quartierplan festgelegten Strassenbeitragsperimeter werden die GrundstÃ¼cke Kat.-Nr. 03 und 04 nur im rÃ¼ckwÃ¤rtigen Teil mit einer Tiefe von 30 m ab der neuen Strassengrenze erfasst, wÃ¤hrend das GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 05 Ã¼berhaupt nicht beitragspflichtig ist. </p> <p class="Urteilstext">Der vorliegende Quartierplan enthÃ¤lt keine verbindlichen Festlegungen darÃ¼ber, dass ein spÃ¤teres Bauprojekt auf einem dieser GrundstÃ¼cke Ã¼ber die Frohbergstrasse erschlossen werden muss. Eine solche Festlegung besteht insbesondere auch nicht fÃ¼r die mÃ¶glichen Neubauten ausserhalb des Beitragsperimeters und lÃ¤sst sich auch aus dem Kostenverleger nicht ableiten. Dieser berÃ¼cksichtigt nur, ob ein GrundstÃ¼ck bereits genÃ¼gend erschlossen ist und inwieweit es durch die neue Quartierstrasse eine Erschliessungsverbesserung erfÃ¤hrt. In tatsÃ¤chlicher Hinsicht geht der Quartierplan aber davon aus, dass die Frohbergstrasse nicht ausbaubar ist und auch nur wenige Wohneinheiten erschliesst. Die kÃ¼nftige 4.50 m breite Stichstrasse jedoch soll mit ihrer Ausgestaltung als Zufahrtsstrasse ca. 20 bis 30 Wohneinheiten erschliessen. Die EigentÃ¼mer der fraglichen drei GrundstÃ¼cke werden daher bei einer neuen oder zusÃ¤tzlichen Ãberbauung ihrer GrundstÃ¼cke entscheiden kÃ¶nnen, welche von zwei mÃ¶glichen Erschliessungsvarianten sie fÃ¼r ihr konkretes Bauprojekt wÃ¤hlen (vgl. BEZ 2004 Nr. 2; BEZ 2001 Nr. 59). Ob dabei allerdings die Frohbergstrasse den Anforderungen gemÃ¤ss § 236 ff. PBG tatsÃ¤chlich genÃ¼gt, wird die BaubehÃ¶rde im Baubewilligungsverfahren zu prÃ¼fen haben. Davon geht auch der BeschwerdefÃ¼hrer aus.</p> <p class="Urteilstext">Entscheidend fÃ¼r das vorliegende Verfahren ist allein, dass die genannten drei GrundstÃ¼cke mit dem Bau der neuen Stichstrasse jedenfalls genÃ¼gend erschlossen werden. Dem strittigen Quartierplan kann daher unabhÃ¤ngig von der konkreten Ausgestaltung des Kostenverlegers nicht vorgeworfen werden, er verfehle sein Ziel, die QuartierplangrundstÃ¼cke zur Baureife zu fÃ¼hren. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Das GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 06 ist heute allein Ã¼ber die Frohbergsstrasse erschlossen und wird nicht an die neue Stichstrasse anschliessen. Es ist jedoch mit seiner FlÃ¤che von 173 m<sup>2</sup> nicht fÃ¼r eine Ãberbauung geeignet; dementsprechend hat der Gestaltungsplan auf diesem GrundstÃ¼ck auch keinen Baubereich festgelegt. Eine hinreichende Erschliessung dieses GrundstÃ¼ckes ist daher gar nicht notwendig.</p> <p class="Urteilstext">Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens sind die Kosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihm damit von vornherein nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 120.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'120.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es werden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>