<h2>SubmittedText<h2><p>1. Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass seitens des Bundes wenige Millionen Franken zusätzlich in die Sicherung und Entwicklung des Zukunftsmarktes Bio investiert werden sollten?</p><p>2. Ist er bereit, für einen Aktionsplan Bio einen Betrag in der Grössenordnung von jährlich 2 bis 10 Millionen Franken zusätzlich zum Landwirtschaftskredit zu budgetieren?</p><p>3. Wenn nein: Welche Finanzierungsquellen schlägt er vor?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Wie in der Antwort auf Frage 1 der Interpellation Hassler 10.3935 dargelegt, unterstützt der Bund die biologische Landwirtschaft bereits mit namhaften Beiträgen. Der Bundesrat hat die spezifischen Biobeiträge für den Ackerbau und die Spezialkulturen ab 2010 um jeweils 150 Franken pro Hektare erhöht, um die Umstellung auf den Biolandbau attraktiver zu machen und das Angebot an Bioprodukten zu erhöhen. Der Hauptgrund für den zögerlichen Umstieg ist nicht eine zu geringe staatliche Förderung. Vielmehr sind die teilweise tiefe Wertschöpfung für die einzelnen Betriebe trotz relativ hoher Preise im Detailhandel und die komplexen Richtlinien die Hauptursachen. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass die Produzentenverbände und die Branche ihre Verantwortung verstärkt wahrnehmen und die sich bietenden Chancen im Biomarkt nutzen können. Er wird im Rahmen der geltenden Massnahmen im Bereich der Absatz- und Qualitätsförderung die Biobranche bei der Verbesserung der Wertschöpfung weiterhin subsidiär unterstützen.</p><p>2./3. Die spezifischen Direktzahlungen für den biologischen Landbau betragen jährlich rund 30 Millionen Franken. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass diese Summe in Bezug auf die gemeinwirtschaftlichen Leistungen der Biobetriebe und die übrigen Direktzahlungen derzeit angemessen ist. Er wird die Massnahmen jedoch auch in Zukunft periodisch prüfen und bei Bedarf anpassen, wie er dies bereits in der Vergangenheit getan hat. Dabei ist darauf zu achten, dass die Marktgleichgewichte nicht gestört werden, wie dies im Ausland vereinzelt geschehen ist.</p>  Antwort des Bundesrates.