<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.1999.00349</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105492&amp;W10_KEY=4467151&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.1999.00349</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 08.03.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Altlastenuntersuchung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Die Verpflichtung der Grundeigentümerin als Zustandsstörerin zur unverzüglichen Durchführung einer Altlasten-Detailuntersuchung ist rechtmässig.<br/><br/>Zu Schriftenwechsel, Eintretensfrage, Sachverhaltsfeststellung, Kognition (E. 1 - 4). Zur Notwendigkeit der unverzüglichen Detailuntersuchung (E. 5 a aa). Zur Verpflichtung der heutigen Grundeigentümerin als Zustandsstörerin anstelle der Verkäuferin als Verursacherin bzw. Verhaltensstörerin (E. 5 a bb). Verwerfung weiterer Einwendungen der Beschwerdeführerin unter Hinweis auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid (E. 5 b und c).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ALTLAST">ALTLAST</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: BODENSCHUTZ">BODENSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: GEWÃSSERSCHUTZ">GEWÃSSERSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENTRAGUNG">KOSTENTRAGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SANIERUNG">SANIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSUCHUNGSKOSTEN">UNTERSUCHUNGSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHALTENSSTÃRER">VERHALTENSSTÃRER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTANDSSTÃRER">ZUSTANDSSTÃRER</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 7 lit. IV AltlV</span><br/><span class="gerade">§ 9 lit. II b AltlV</span><br/><span class="ungerade">§ 20 AltlV</span><br/><span class="gerade">Art. 32d USG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Mit VerfÃ¼gung vom 17. Juli 1998 verpflichtete die Baudirektion die E. AG als Zu­standsstÃ¶rerin kostenfÃ¤llig, auf deren GrundstÃ¼ck Kat.Nr. ...1 an der F.-Strasse in ZÃ¼­rich-Oerlikon eine Altlasten-Detailuntersuchung durch ein darin erfahrenes Unternehmen anstellen zu lassen und dem Amt fÃ¼r Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) spÃ¤testens vier Monate nach Eintritt der Rechtskraft dieser VerfÃ¼gung den entsprechenden Bericht einzureichen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Am 29. September 1999 beschloss der Regierungsrat, den hiergegen von der E. AG erhobenen Rekurs unter Kostenfolge abzuweisen, soweit auf das Rechtsmittel ein­getreten wurde und es nicht der Gegenstandslosigkeit verfallen war. Auf Seiten der Bau­di­rektion beteiligten sich am Verfahren auch die Stadt ZÃ¼rich als betroffenes Gemeinwesen sowie die B. AG als frÃ¼here EigentÃ¼merin der fraglichen Par­zelle und als Verhaltens­stÃ¶­re­rin.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Am 10. November 1999 gelangte die unterdessen in A. AG umfirmierte Rekur­rentin mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Sie beantragte ‑ wie schon und nebst an­derem im vorausgehenden Rechtsmittelverfahren ‑, es seien (1) der regierungsrÃ¤tli­che Be­schluss aufzuheben, (2) eventuell die Frist fÃ¼r die Altlasten-Detailuntersuchung auf sechs Monate ab Rechtskraft der Zonierung des betroffenen GrundstÃ¼cks zu erstrecken, (3) die Baudirektion einzuladen, Ã¼ber die Kosten der VerfÃ¼gung vom 17. Juli 1998 und der Alt­lasten-Detailuntersuchung einen Entscheid nach Art. 32d des Umweltschutzgesetzes vom 7. Ok­tober 1983 (USG) zu treffen sowie (4) ihr die Vernehmlassung der Vorinstanz zur Stellung‑, allenfalls Kenntnisnahme zuzustellen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Staatskanzlei liess sich am 3. Dezember 1999 fÃ¼r den Regierungsrat mit dem Antrag auf Abweisung des Rechtsmittels vernehmen. Mit Beschwerdeantwort vom 15./20. Dezember 1999 tat es ihr die Baudirektion gleich, wobei sie sich zusÃ¤tzlich auf einen Mit­bericht des AWEL vom 10. des laufenden Monats bezog. Namens der Stadt ZÃ¼rich be­gnÃ¼g­te sich der Rechtsdienst des kommunalen Tiefbauamts in der Mitbeantwortung vom 7./10. Januar 1999 mit dem Begehren, auf Rechtsmittelantrag 3 sei nicht einzutreten, wÃ¤h­rend die B. AG in derjenigen vom 28. Januar 2000 binnen erstreckter Frist dar­um ersuchte, diesem Antrag nicht stattzugeben, unter Kosten‑ und EntschÃ¤digungsfol­gen zu Lasten der A. AG.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Schon am 7. Januar 2000 hatte das AWEL dem Verwaltungsgericht geschrieben, der Beschluss des Regierungsrats vom 29. September 1999 nenne fÃ¼r die interessierende Parzelle Kat.Nr. ...1 irrtÃ¼mlich die VerdachtsflÃ¤chen-Nummer (VFL-Nr.) ...2. Richtig mÃ¼s­se es heissen VFL-Nr. ...3.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Der verfahrensmÃ¤ssige Rechtsmittelantrag 4 ist in jeder Hinsicht gegenstandslos geworden. Einerseits hat die BeschwerdefÃ¼hrerin die vorinstanzliche Vernehmlassung be­reits zugestellt erhalten. Anderseits fehlt ein Grund, die BeschwerdefÃ¼hrerin diesbezÃ¼glich anzuhÃ¶ren, verweist die Staatskanzlei doch lediglich auf die Akten und den angefochtenen Beschluss. Dazu aber konnte sich die Beschwerde lÃ¤ngst Ã¤ussern (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼­rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 59 N. 9 f.).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. Die BeschwerdefÃ¼hrerin stellte Rechtsmittelantrag 3 unter der selben Ziffer be­reits im Rekursverfahren. Der angefochtene Beschluss ist darauf nicht eingetreten (vgl. dor­tige E. 1b). Wenn der Antrag vor Verwaltungsgericht eine Erneuerung erfÃ¤hrt, beinhal­tet das, die Vorinstanz hÃ¤tte ihn behandeln mÃ¼ssen; in diesem Sinn ist auch dieser Punkt an die Hand zu nehmen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. FÃ¼r den Tatbestand lÃ¤sst sich nach § 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) auf den ange­foch­tenen Beschluss verweisen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin anerkennt denn auch die Darstel­lung daselbst. Die ergÃ¤nzenden tatsÃ¤chlichen Behauptungen, welche die Eigenschaft der Mitbe­teiligten B. AG als VerhaltensstÃ¶rerin betonen, sind unbestritten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. VerfÃ¼gt die Vorinstanz Ã¼ber Ermessen oder einen Beurteilungsspielraum, so darf das Verwaltungsgericht nur einschreiten, wenn das Ermessen im Sinn von § 50 Abs. 2 lit. c VRG missbraucht oder Ã¼berschritten bzw. der Beurteilungsspielraum verlassen worden ist (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 73 ff. und 95 ff.).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. Inhaltlich lÃ¤sst sich einleitend und zustimmend wiederum auf die ErwÃ¤gungen des angefochtenen Beschlusses verweisen. Die Beschwerde beschrÃ¤nkt sich ‑ nach einigem Ausschweifen ‑ bei der BegrÃ¼ndung ihrer AntrÃ¤ge im Wesentlichen auf die fast wÃ¶rtliche Wiederholung des Rekurses. Deshalb bleibt den alles umfassenden AusfÃ¼hrungen der Vor­instanz eigentlich nichts beizufÃ¼gen. Das Rechtsmittel mag immerhin folgende ErgÃ¤nzun­gen verdienen:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) aa) Zum Antrag 1 beruft sich die BeschwerdefÃ¼hrerin auf die drei Voruntersu­chungen durch die G. AG bzw. die H. AG. Hiervon betrifft eine das streitgegenstÃ¤ndliche GrundstÃ¼ck, die beiden andern aber die angrenzende Parzelle Kat.Nr. ...4. Aus einer der letzteren zitiert die BeschwerdefÃ¼hrerin ausgiebig und findet, die angeordnete Detailunter­suchung erÃ¼brige sich zumindest einstweilen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Auch das hat der angefochtene Entscheid mit einleuchtenden ErwÃ¤gungen verneint. Freilich erfordert die dortige Feststellung einen Kommentar, man habe im Grundwasser einen Gehalt an gelÃ¶stem Blei von 0,9 mg/l ermittelt, der erheblich Ã¼ber dem Konzentra­tions­grenzwert von 0,05 mg/l gemÃ¤ss Anhang 1 zur Altlastenverordnung vom 26. August 1998 (AltlV; SR 814.680) liege, und laut Art. 9 Abs. 2 lit. b AltlV (nach der am 1. Januar 1999 in Kraft getretenen Fassung vom 28. Oktober 1998) bedÃ¼rfe ein belasteter Standort der Sanierung, wenn ihm entstammende Stoffe im Grundwasser des GewÃ¤sserschutzbe­reichs A die HÃ¤lfte eines Konzentrationswerts nach Anhang 1 Ã¼berschritten, und zwar im Abstrombereich unmittelbar beim Standort (E. 4b/cc und 6a). Eine entsprechende Probe anno 1993 aus einem unverdÃ¤chtigeren Teil des hier interessierenden GrundstÃ¼cks ergab bloss 0,007 mg Pb/l. Hingegen wurden Ende 1994/Anfang 1995 auf Parzelle Kat.Nr. ...4 mehr oder minder hart an der Grenze zu Parzelle Kat.Nr. ...1 Bleikonzentrationen nebst anderen von 0,9 mg/l, 0,19 mg/l, 0,036 mg/l, 0,031 mg/l und 0,025 mg/l gemessen. Dies im Verbund mit den weiteren bedenklichen Befunden der Berichte rechtfertigt es, mittels De­tailuntersuchung Genaueres und Weiteres erfahren zu wol­len. Die Solches verlangende, vor­instanzlich geschÃ¼tzte Anordnung der Beschwerde­gegne­rin hÃ¤lt sich jedenfalls inner­halb des Beurteilungsspielraums, welcher den Verwal­tungsbe­hÃ¶rden namentlich bei der Frage der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit einzuleitender Schritte zusteht.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Abgesehen davon darf die Rekursvernehmlassung der Beschwerdegegnerin erwÃ¤hnt werden. Danach muss die angeordnete Detailuntersuchung teilweise Dinge nachholen, wel­che nunmehr kraft Art. 7 Abs. 4 AltlV bereits Gegenstand der Voruntersuchung hÃ¤tten bil­den sollen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">bb) Die BeschwerdefÃ¼hrerin hebt wie gesagt hervor, die Altlasten auf dem fragli­chen GrundstÃ¼ck stammten von der B. AG, und bezeichnet sich als seinerzeit ahnungslose KÃ¤uferin. Damit mÃ¶chte sie vielleicht ‑ abweichend vom Rekurs ‑ eventualiter geltend ma­chen, wenn schon mÃ¼sse nicht sie als blosse ZustandsstÃ¶rerin die Detailuntersuchung tÃ¤ti­gen, sondern die VerhaltensstÃ¶rerin und allen­falls gar die Stadt ZÃ¼rich, wenn diese nÃ¤mlich die B. AG bei deren Gebaren einfach gewÃ¤hren lassen haben sollte.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">aaa) Nun hat der angefochtene Beschluss bereits richtig betont, dass Art. 20 Abs. 1 und 2 der anwendbar gewordenen AltlV einen Paradigmenwechsel bringen (E. 3 und 7d). Im Gegensatz zu frÃ¼her muss laut den genannten Bestimmungen prinzipiell der/die Inha­ber/in des belasteten Standorts die Untersuchungsmassnahmen durchfÃ¼hren und <i>kann</i> die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde hierzu Dritte verpflichten, wenn es Grund gibt anzunehmen, dass diese die Belastung des Standorts durch ihr Verhalten verursacht haben. Die Verordnung stellt das Abweichen von der Regel dem gerichtlich zu respektierenden Ermessen anheim (VGr, 7. Juli 1999, VB.1999.00148 + 00149, URP 1999, S. 631, E. 2 S. 634 und E. 4a), welches Beschwerdegegnerin und Vorinstanz ‑ wie sogleich zu zeigen (unten bbb) ‑ willkÃ¼rfrei aus­geÃ¼bt haben. Auf die angebliche Ahnungslosigkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin kommt hierbei nichts an. Im Ãbrigen hat ihr der regierungsrÃ¤tliche Entscheid zu Recht den guten Glauben abgesprochen (E. 7c S. 12). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">bbb) Im soeben zitierten PrÃ¤judiz hielt das Verwaltungsgericht fest, wenn in aller Regel die ZustandsstÃ¶rerin die Untersuchungen bewerkstelligen mÃ¼sse, dÃ¼nke das einen die praktischste LÃ¶sung, welche dabei insbesondere Streitigkeiten mit der VerhaltensstÃ¶re­rin vermeide. Die Inpflichtnahme eines Dritten mÃ¶ge vielleicht dort als zweckmÃ¤ssig er­scheinen, wo dieser den belasteten Standort weiter bewirtschafte (E. 4a). Das trifft hier nicht zu, weshalb der angefochtene Beschluss von vornherein im Ermessensbereich liegt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Vorinstanz und Beschwerdegegnerin haben sich freilich mit einer anderen Ãberle­gung an die BeschwerdefÃ¼hrerin gehalten, obwohl an sich die B. AG Anlass zur Untersu­chung gab. Denn am 15. Juli 1987 hatten die B. AG als VerkÃ¤ufe­rin und die I. AG (Rechts­vorgÃ¤ngerin der J. AG bzw. E. AG bzw. nunmehr A. AG) als KÃ¤uferin unter Wegbedin­gung der Ge­wÃ¤hr­leistung zwei VertrÃ¤ge abgeschlossen. Der eine betraf zu einem Preis von rund Fr. 10,5 Mio. das streitgegenstÃ¤ndliche heutige GrundstÃ¼ck Kat.Nr. ...1 und wurde so­fort vollzo­gen, der andere Ã¼ber die anstossende jetzige Parzelle Kat.Nr. ...4 aber noch nicht. Als die J. AG spÃ¤ter deren Ãbernahme ins Eigentum verweigerte, klagte die B. AG unterm 10. Februar 1995 beim hiesigen Handelsgericht die fÃ¼r den Fall der NichterfÃ¼llung verein­barte Konventionalstrafe von Fr. 10 Mio. ein. Mit Eingabe vom 19. Juli 1995 beantragte die J. AG Klageabweisung und verlangte widerklageweise einerseits Wandelung des Ver­trags Ã¼ber das GrundstÃ¼ck Kat.Nr. ...1, eventuell Minderung des Preises um Fr. 5,3 Mio. bis Fr. 10,1 Mio., ander­seits RÃ¼ckleistung der Anzahlung von Fr. 2 Mio. fÃ¼r die Parzelle Kat.Nr. ...4 sowie min­destens Fr. 100'000.‑ fÃ¼r diesbezÃ¼gliche MÃ¤ngelabklÃ¤rungen; sie be­grÃ¼ndete ihren Stand­punkt allgemein mit den Altlasten auf beiden GrundstÃ¼cken und berief sich insbesondere fÃ¼r den Minderwert von Parzelle Kat.Nr. ...1 auf den einschlÃ¤gigen Be­richt der G. AG. Im FrÃ¼hling 1996 ver­glichen sich die Parteien per Saldo aller gegenseiti­gen AnsprÃ¼che aus beiden KaufvertrÃ¤­gen dahin, dass die B. AG ihre Forderung auf Fr. 3,5 Mio. reduzierte und die E. AG die Widerklage zurÃ¼ckzog. Der angefochtene Beschluss (E. 7c) und die VerfÃ¼gung der Beschwerdegegnerin (E. 3 S. 4 f.) haben mit der B. AG ge­folgert, ein solcher Ausgang habe der Altlasten­situation Rech­nung getragen, weshalb die Auflage der Untersuchung zu Lasten der Ver­haltensstÃ¶rerin unbillig wÃ¤re. Die Beschwer­defÃ¼hrerin dÃ¼rfte das umgekehrt sehen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Auffassung der VerwaltungsbehÃ¶rden lÃ¤sst sich vertreten, namentlich im Licht der Regel von Art. 20 Abs. 1 AltlV, wonach die ZustandsstÃ¶rerin die Untersuchungen durchfÃ¼hren muss. Wenn es die zivilrechtlichen VerhÃ¤ltnisse bei der Verteilung der Sanie­rungskosten zu berÃ¼cksichtigen gilt (JÃ¼rg Hartmann/Martin Eckert, Sanierungspflicht und Kostenverteilung bei der Sanierung von Altlasten-Standorten nach [neuem] Art. 32d USG und Altlastenverordnung, URP 1998, S. 603 ff., 630 ff., sowie Hans Stutz, Die Kostentra­gung der Sanierung ‑ Art. 32d USG, URP 1997, S. 758 ff., 776 ff., je mit Hinweisen; vgl. auch BGr, 26. Februar 1998, URP 1998, S. 152, E. 4e/bb; kritisch dazu die Beschwerde­gegnerin in act. 8/10 S. 3), dÃ¼rfen jene bei der Frage, wer Untersuchungen zu tÃ¤tigen hat, ebenso in Betracht gezogen werden. Die handelsgerichtliche Erledigung des Prozesses zwi­schen B. AG und E. AG erweckt stark Ã¼berwiegend den Ein­druck, dass die VerkÃ¤uferin we­gen der Altlastenproblematik der Vertragsparzellen Konzes­sionen gemacht hat. Alsdann rechtfertigt es sich, die KÃ¤uferin zur Detailuntersuchung zu verhalten, und zwar ohne we­gen der drohenden Umweltgefahren noch lange abklÃ¤ren zu kÃ¶nnen, ob sich die Parteien wirklich im Sinn des ersten Anscheins auch Ã¼ber die Sanie­rungs(untersuchungs)kosten ver­glichen hÃ¤tten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">cc) Die der Beschwerde unter Ziff. 2.133 vorschwebende Zukunfts­vision Ã¤ndert am Resultat des Rechtsmittelverfahrens nichts. Dieses muss sich am gegen­wÃ¤rtig in Kraft ste­henden Recht orientieren.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Zum gegenÃ¼ber dem Rekurs nicht neu begrÃ¼ndeten Antrag 2 der Beschwerde er­Ã¼brigen sich substanzielle Weiterungen. Der angefochtene Beschluss sagt dazu das NÃ¶tige (E. 6c). Es lÃ¤sst sich lediglich beifÃ¼gen, dass das aktuelle Anliegen des Grundwasserschut­zes nicht zulÃ¤sst, so lange zuzuwarten, bis die Wirren um die Bau‑ und Zonenordnung der Stadt ZÃ¼rich doch noch einmal ein Ende gefunden haben werden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Ebenso erschÃ¶pft sich die BeschwerdefÃ¼hrerin bei der BegrÃ¼ndung ihres An­trags 3 in blossen Wiederholungen aus dem Rekurs. Der angefochtene Beschluss setzt richtig auseinander, warum sich noch keine KostenverteilungsverfÃ¼gung nach Art. 32d Abs. 3 USG verlangen lÃ¤sst (E. 1b und 7, auch zum Folgenden). Und nicht nur bildete Sol­ches nicht Gegenstand der beschwerdegegnerischen VerfÃ¼gung vom 17. Juli 1998, sondern hÃ¤tte es ‑ weil verfrÃ¼ht (vgl. act. 14 S. 2 ff. mit Hinweis auf Hartmann/Eckert, S. 619) ‑ auch nicht tun sollen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 86) bzw. kÃ¶nnen oder dÃ¼rfen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Daher bleibt zur Zeit auch offen, ob sich Verfahrenskosten ‑ insbesondere diejeni­gen der beschwerdegegnerischen Anordnung ‑ in eine dereinstige KostenverteilungsverfÃ¼­gung einbeziehen lassen (zweifelnd die Beschwerdegegnerin in act. 8/10 S. 3).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Und die von der BeschwerdefÃ¼hrerin abermals angeschnittene Grundsteurproble­matik wird wohl Ã¼berhaupt nie hierhin gehÃ¶ren.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Mithin ist das Rechtsmittel abzuweisen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">6. ...</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. ...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>