<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2020.00617</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=220820&amp;W10_KEY=13013479&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2020.00617</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 02.12.2020</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Widerruf der Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Widerruf der Aufenthaltsbewilligung wegen Straffälligkeit. Der Beschwerdeführer hat sich u.a. wegen vorsätzlicher Brandstiftung strafbar gemacht.] Der Beschwerdeführer ist zu einer Freiheitsstrafe von 42 Monaten verurteilt worden und hat damit den Widerrufsgrund gesetzt (E. 2). Die Freiheitsstrafe von 42 Monaten indiziert ein sehr grosses migrationsrechtliches Verschulden, welches durch die Anzahl und Art der Delikte (Anlassdelikt und gemeingefährliches Delikt) noch erhöht wird. Das öffentliche Interesse wird durch die bestehende Verschuldung und den Sozialhilfebezug noch verstärkt und ist insgesamt als erheblich zu bezeichnen (E. 3.3). Der Widerruf erweist sich trotz der Anwesenheit von über 14 Jahren als verhältnismässig (E. 3.4). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=50761" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2020.00617</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">2. Dezember 2020</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer</span></b><span>, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner</span></b><span>, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Widerruf der Aufenthaltsbewilligung,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A, geboren 1991, StaatsangehÃ¶riger von Sri Lanka, reiste am 25. August 2006 in die Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch. Mit VerfÃ¼gung des damaligen Bundesamtes fÃ¼r Migration (BFM) vom 23. April 2008 wurde das Asylgesuch abgelehnt und A aus der Schweiz weggewiesen, wegen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs wurde jedoch die vorlÃ¤ufige Aufnahme angeordnet. Am 19. Mai 2015 wurde A im Rahmen eines schwerwiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefalls eine Aufenthaltsbewilligung erteilt. Die Aufenthaltsbewilligung wurde regelmÃ¤ssig verlÃ¤ngert, letztmals am 4. MÃ¤rz 2019 mit GÃ¼ltigkeit bis 12. Mai 2020.</p> <p class="Erwgung2">WÃ¤hrend seines Aufenthalts ist A mehrfach straffÃ¤llig geworden:</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span><span>Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ZÃ¼rich-Limmat vom 21. August 2012 wurde er wegen Hausfriedensbruchs und geringfÃ¼gigen Diebstahls mit einer bedingten Geldstrafe von 10 TagessÃ¤tzen zu je Fr. 60.- und einer Busse von Fr. 150.- bestraft.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span><span>Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 28. September 2015 wurde er wegen Hausfriedensbruchs und geringfÃ¼gigen Diebstahls mit einer unbedingten Geldstrafe von 20 TagessÃ¤tzen zu je Fr. 60.- und einer Busse von Fr. 200.- bestraft.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span><span>Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 19. Februar 2016 wurde er wegen Hausfriedensbruchs mit einer unbedingten Geldstrafe von 25 TagessÃ¤tzen zu je Fr. 80.- bestraft.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span><span>Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 22. Februar 2018 wurde er wegen FÃ¤lschung von Ausweisen und geringfÃ¼gigen Erschleichens einer Leistung mit einer bedingten Geldstrafe von 20 TagessÃ¤tzen zu je Fr. 60.- und einer Busse von Fr. 300.- bestraft.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span><span>Mit Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 12. September 2018 wurde er der vorsÃ¤tzlichen Brandstiftung und des Hausfriedensbruchs schuldig erklÃ¤rt und zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 42 Monaten verurteilt. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 20. Februar 2020 widerrief das Migrationsamt die Aufenthaltsbewilligung von </span>A, wies ihn aus der Schweiz weg und ordnete an, er habe das Schweizer Staatsgebiet unverzÃ¼glich nach seiner Entlassung aus dem Strafvollzug zu verlassen. Einem allfÃ¤lligen Rekurs gegen diese VerfÃ¼gung entzog es die aufschiebende Wirkung.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt1">Den dagegen erhobenen Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion am 13. August 2020 ab, soweit er nicht gegenstandslos geworden war und ordnete an, dass A die Schweiz unverzÃ¼glich nach der Entlassung aus dem Strafvollzug zu verlassen habe. Einer allfÃ¤lligen Beschwerde gegen den Rekursentscheid entzog sie die aufschiebende Wirkung.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt1">Mit Beschwerde vom 11. September 2020 beantragte A sinngemÃ¤ss, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben und vom Widerruf der Aufenthaltsbewilligung sei abzusehen. </p> <p class="Sachverhalt1">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 15. September 2020 setzte der AbteilungsprÃ¤sident A eine Frist von 20 Tagen zur Leistung eines Vorschusses von Fr. 2'070.-, um die Kosten des Verfahrens sicherzustellen, ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten wÃ¼rde.</p> <p class="Sachverhalt1">Am 2. Oktober 2020 reichte A ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege sowie um Erlass der Verfahrenskosten und um Abnahme des Kostenvorschusses ein. </p> <p class="Sachverhalt2">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 6. Oktober 2020 wies das Verwaltungsgericht das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege prima facie wegen offensichtlicher Aussichtslosigkeit ab und erhob einen Kostenvorschuss. </p> <p class="Urteilstext">A leistete die von ihm geforderte Kaution fristgerecht.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 20 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die Aufenthaltsbewilligung ist befristet und kann laut Art. 33 Abs. 2 des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 (AIG) verlÃ¤ngert werden, wenn keine WiderrufsgrÃ¼nde vorliegen. GemÃ¤ss Art. 62 Abs. 1 lit. b AIG kann die Aufenthaltsbewilligung unter anderem widerrufen werden, wenn ein AuslÃ¤nder zu einer lÃ¤ngerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Eine solche ist immer dann gegeben, wenn die auslÃ¤ndische Person zu einer Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr verurteilt wurde (BGE 137 II 297 E. 2; BGE 135 II 377 E. 4.2). Nach Art. 66a des Strafgesetzbuchs (StGB) und Art. 62 Abs. 2 AIG hat seit dem 1. Oktober 2016 das Strafgericht Ã¼ber die Wegweisung straffÃ¤lliger AuslÃ¤nder zu entscheiden und kann eine Aufenthaltsbewilligung durch die MigrationsbehÃ¶rden nicht allein wegen StraffÃ¤lligkeit entzogen werden, wenn der Strafrichter von einer Landesverweisung abgesehen hat. Den MigrationsbehÃ¶rden verbleibt aber weiterhin die Kompetenz, Aufenthaltsbewilligungen zu widerrufen, wenn das hierzu Anlass gebende Strafurteil vor dem 1. Oktober 2016 ergangen ist oder die zum Widerruf Anlass gebende Straftat vor diesem Datum begangen wurde (VGr, 20. Juni 2018, VB.2018.00224, E. 2.2.4).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer ist am 12. September 2018 durch das Bezirksgericht Dielsdorf zu einer Freiheitsstrafe von 42 Monaten verurteilt worden und hat damit den Widerrufsgrund der Verurteilung zu einer Ã¼berjÃ¤hrigen bzw. lÃ¤ngerfristigen Freiheitsstrafe im Sinn von Art. 62 Abs. 1 lit. b AIG gesetzt. Da die zum Widerruf Anlass gebenden Straftaten am 24. Januar 2016 und somit vor dem 1. Oktober 2016 begangen wurden, ist Ã¼ber die BewilligungsverlÃ¤ngerung nicht im Straf-, sondern im migrationsrechtlichen Verfahren zu entscheiden.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Das Vorliegen eines Widerrufsgrunds fÃ¼hrt nicht zwingend zum Widerruf der Aufenthaltsbewilligung. Ein Widerruf rechtfertigt sich, wenn die im Einzelfall vorzunehmende InteressenabwÃ¤gung die entsprechende Massnahme als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheinen lÃ¤sst. Im Rahmen der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung sind insbesondere die Ã¶ffentlichen Interessen an einer Wegweisung, die Schwere des Verschuldens, die Anwesenheitsdauer und die persÃ¶nlichen bzw. familiÃ¤ren VerhÃ¤ltnisse des AuslÃ¤nders sowie der Grad seiner Integration zu berÃ¼cksichtigen (Art. 96 AIG; BGE 139 I 31 E. 2.3.1). Hierbei ist insbesondere dem Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens im Sinn von Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) und Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung (BV) Rechnung zu tragen. Bei Vorliegen von WiderrufsgrÃ¼nden sind jedoch auch Eingriffe in das Recht auf Privat- und Familienleben statthaft, stÃ¼tzt sich die Beurteilung aufenthaltsbeendender Massnahmen im Rahmen von Art. 8 Abs. 2 EMRK doch auf dieselben Aspekte ab, die auch bei der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit eines Bewilligungswiderrufs zu beurteilen sind (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.3; BGr, 1. Mai 2014, 2C_872/2013, E. 2.2.3). Die Aufenthaltsbewilligung eines AuslÃ¤nders, der sich schon seit langer Zeit hier aufhÃ¤lt, soll zwar nur mit besonderer ZurÃ¼ckhaltung widerrufen werden (vgl. auch Art. 66a Abs. 2 StGB), doch ist dies bei schwerer StraffÃ¤lligkeit selbst dann nicht ausgeschlossen, wenn er hier geboren ist und sein ganzes bisheriges Leben im Land verbracht hat (BGE 139 I 16 E. 2.2.1 mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Bei schweren Straftaten und bei RÃ¼ckfall bzw. wiederholter Delinquenz besteht regelmÃ¤ssig ein wesentliches Ã¶ffentliches Interesse, die weitere Anwesenheit der TÃ¤terin oder des TÃ¤ters zu beenden, da und soweit sie hochwertige RechtsgÃ¼ter verletzt oder in Gefahr gebracht haben bzw. sich von straf- und auslÃ¤nderrechtlichen Massnahmen nicht beeindrucken lassen und damit zeigen, dass sie auch kÃ¼nftig weder gewillt noch fÃ¤hig erscheinen, sich an die hiesige Rechtsordnung zu halten (BGE 139 I 16 E. 2.1). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.1 </b>Ausgangspunkt<span> </span>des Ã¶ffentlichen Interesses bildet die Tat. Dabei indiziert das Strafmass von 42 Monaten ein sehr schweres migrationsrechtliches Verschulden, liegt es doch weit Ã¼ber der Grenze von einem Jahr, welche fÃ¼r die MÃ¶glichkeit des Widerrufs bzw. die NichtverlÃ¤ngerung massgeblich ist (BGE 134 II 10 E. 4.2; 129 II 215 E. 3.1). </p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.2 </b>Davon ausgehend sind die Ã¼brigen UmstÃ¤nde zu wÃ¼rdigen, welche mit der deliktischen TÃ¤tigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers zusammenhÃ¤ngen und welche das Ã¶ffentliche Interesse an einer Wegweisung erhÃ¶hen oder relativieren kÃ¶nnen. Massgebend fÃ¼r die Feststellung des Ã¶ffentlichen Interesses an einer Wegweisung ist das deliktische Verhalten bis zum angefochtenen Urteil, das Alter bei der jeweiligen Tatbegehung sowie die Art, Anzahl und Frequenz der Delikte. Aus dieser Gesamtbetrachtung ergibt sich das migrationsrechtliche Verschulden (BGr, 31. Oktober 2014, 2C_159/2014, E. 4.1).</p> <p class="Erwgung4"><b>3.3.2.1 </b>Die das vorliegende Verfahren auslÃ¶sende Verurteilung stÃ¼tzt sich auf folgenden gemÃ¤ss Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 12. September 2018 erstellten Sachverhalt: Am 24. Februar 2016 traf sich der BeschwerdefÃ¼hrer mit den drei weiteren TÃ¤tern. In einem Laden kauften die vier eine Flasche Wasser und eine Flasche Whiskey. In der Folge konsumierten der BeschwerdefÃ¼hrer und einer der weiteren TÃ¤ter den Whiskey. Dabei beklagten sie sich Ã¼ber den Arbeitgeber und kamen auf die Idee, beim Arbeitgeber einen Brand zu legen. Daraufhin wurde mindestens eine Wasserflasche mit Benzin gefÃ¼llt und alle TÃ¤ter fuhren gemeinsam auf das FirmengelÃ¤nde des Arbeitgebers. Der BeschwerdefÃ¼hrer schlug dann eine Scheibe zur Lagerhalle ein, stieg mit mindestens einer Flasche Benzin in die Lagerhalle ein und legte dort Feuer. Das entzÃ¼ndete Benzin setzte die Lagerhalle sofort in Brand und griff auf das gesamte GebÃ¤ude Ã¼ber. Das GebÃ¤ude brannte dabei bis auf die Grundmauern nieder. Auch wenn der BeschwerdefÃ¼hrer keine Menschenleben gefÃ¤hrdet hat, entstand ein erheblicher Sachschaden von mindestens Fr. 1'656'688.-. Dabei wurden drei Firmen massiv geschÃ¤digt und die EigentÃ¼mer verloren ihr gesamtes Hab und Gut.</p> <p class="Erwgung3">Der BeschwerdefÃ¼hrer hat sich damit eines gemeingefÃ¤hrlichen Verbrechens schuldig gemacht (Art. 221 StGB). Bei der Brandstiftung handelt es sich um ein Anlassdelikt, <span>welches nach dem Willen des Gesetzgebers unabhÃ¤ngig von der Anwesenheitsdauer zum Verlust des Aufenthaltsrechts fÃ¼hren soll (vgl. Art. 121 Abs. 3 BV und die AusfÃ¼hrungsbestimmungen dazu in Art. 66a Abs. 1 lit. i StGB). Auch wenn die Bestimmung in Art. 66a Abs. 1 lit. i StGB im migrationsrechtlichen Verfahren nicht direkt anwendbar ist, zeigt sie doch den Willen des Verfassungs- und Gesetzgebers und ist diesen Wertungen gleichwohl Rechnung zu tragen, soweit dies zu keinem Widerspruch zu Ã¼bergeordnetem Recht fÃ¼hrt (BGE 139 I 31 E. 2.3.2). Der Umstand, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer ein Anlassdelikt zu Schulden hat kommen lassen, ist nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung dergestalt zu berÃ¼cksichtigen, dass von einem erheblichen Ã¶ffentlichen Interesse an der Wegweisung des BeschwerdefÃ¼hrers auszugehen ist (vgl. VGr, 23. Oktober 2013, VB.2013.00635, E. 3.2.2). </span></p> <p class="Erwgung4"><b>3.3.2.2 </b>VerschuldenserhÃ¶hend ist weiter zu wÃ¼rdigen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer schon mehrfach strafrechtlich verurteilt worden ist: Seit 2012 sind fÃ¼nf strafrechtliche Verurteilungen zu Bussen von insgesamt Fr. 650.-, Geldstrafen von 75 TagessÃ¤tzen und Freiheitsstrafen von 42 Monaten ergangen. <span>Auch wenn es sich bei den ersten vier Verurteilungen nicht um schwerwiegende Delikte handelt, zeigen sie doch, dass der BeschwerdefÃ¼hrer generell grosse MÃ¼he damit bekundet, sich an die in der Schweiz geltenden Regeln zu halten. </span></p> <p class="Erwgung4"><b>3.3.2.3 </b>Keinen Einfluss auf das Verschulden hat das Alter des BeschwerdefÃ¼hrers bei den Tatbegehungen. Die erste Tat beging der BeschwerdefÃ¼hrer im Alter von 21 Jahren; die Brandstiftung hat er im Alter von 25 Jahren begangen. Er war bei den Tatbegehungen somit erwachsen. </p> <p class="Erwgung4"><b>3.3.2.4 </b>Was sodann die behauptete gute Legalprognose betrifft, weil er seit 2016 nicht mehr delinquiert habe und eine straffreie Zukunft anstrebe, kann ihm nicht gefolgt werden. Die auslÃ¤nderrechtliche RÃ¼ckfallgefahr muss bereits wegen der wiederholten und schweren Delinquenz des BeschwerdefÃ¼hrers bejaht werden. Der BeschwerdefÃ¼hrer befindet sich zudem seit Februar 2020 im Massnahmevollzug. <span>Seinem Wohlverhalten im Vollzug bzw. in der Massnahme kommt nur wenig Bedeutung zu, wird doch eine gute FÃ¼hrung generell erwartet und lÃ¤sst eine solche â angesichts der dort vorhandenen, verhÃ¤ltnismÃ¤ssig engmaschigen Betreuung â keine verlÃ¤sslichen RÃ¼ckschlÃ¼sse auf das Verhalten in Freiheit zu (vgl. BGr, 16. September 2010, 2C_331/2010, E. 3.3). </span>Auch<span> steht er unter dem Druck des hÃ¤ngigen auslÃ¤nderrechtlichen Verfahrens. Der zeitliche Abstand zur Tat lÃ¤sst daher keine verlÃ¤ssliche Aussage Ã¼ber die RÃ¼ckfallgefahr zu, weshalb der BeschwerdefÃ¼hrer nichts zu seinen Gunsten aus der Tatsache ableiten kann, dass er seit der Tat nicht wieder delinquiert hat. </span>Aufgrund der DrittstaatsangehÃ¶rigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers kommt der RÃ¼ckfallgefahr ohnehin nur eine untergeordnete Bedeutung zu, da abgesehen von der aktuellen GefÃ¤hrdung auch generalprÃ¤ventive Gesichtspunkte berÃ¼cksichtigt werden dÃ¼rfen (vgl. BGE 130 II 176; BGr, 1. Februar 2016, 2C_608/201, E. 3; BGr, 13. Februar 2015, 2C_685/2014, E. 6.1.2).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.3 </b>Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Freiheitsstrafe von 42 Monaten ein sehr grosses migrationsrechtliches Verschulden indiziert, welches durch die Anzahl und Art der Delikte (Anlassdelikt und gemeingefÃ¤hrliches Delikt) noch erhÃ¶ht wird. Der BeschwerdefÃ¼hrer demonstrierte durch seine Taten eine inakzeptable GeringschÃ¤tzung gegenÃ¼ber der schweizerischen Rechtsordnung. </p> <p class="Erwgung3">Der BeschwerdefÃ¼hrer hat zudem Schulden: Es liegen gemÃ¤ss Betreibungsregisterauszug vom 30. Oktober 2019 eine Betreibung im Betrag von Fr. 310.- und ein Verlustschein im Betrag von Fr. 1'000- vor. DarÃ¼ber hinaus schuldet er dem Kanton ZÃ¼rich Fr. 24'632.95 aus erledigten Verfahren. Ferner musste er seit Februar 2019 mit Sozialhilfeleistungen in der HÃ¶he von Fr. 45'866.25 unterstÃ¼tzt werden. Das Ã¶ffentliche Interesse wird durch diese Verschuldung und den Sozialhilfebezug noch verstÃ¤rkt und ist insgesamt als erheblich zu bezeichnen. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.1 </b>Diesem Ã¶ffentlichen Fernhalteinteresse sind die privaten Interessen des BeschwerdefÃ¼hrers gegenÃ¼berzustellen. Bei der PrÃ¼fung der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit einer aufenthaltsbeendenden Massnahme sind die persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse des BeschwerdefÃ¼hrers in Betracht zu ziehen. Als entgegenstehende private Interessen kÃ¶nnen etwa eine lange Anwesenheitsdauer in der Schweiz, die familiÃ¤re Situation bzw. die BeziehungsverhÃ¤ltnisse, die Arbeitssituation, die Integration, die finanzielle Lage, Sprachkenntnisse oder die bei einer RÃ¼ckkehr in das Heimatland drohenden Nachteile ins Gewicht fallen.</p> <p class="Erwgung4">Angesichts der Unbelehrbarkeit des BeschwerdefÃ¼hrers, der sich bislang <span>weder durch Verurteilungen, noch von strafrechtlichen Probezeiten vom weiteren Delinquieren abhalten liess, </span>des erheblichen Strafmasses von 42 Monaten Freiheitsstrafe, der Verschuldung und des Bezugs von Sozialhilfeleistungen mÃ¼ssten ausserordentliche GrÃ¼nde vorliegen, damit der Widerruf der Niederlassungsbewilligung und die Wegweisung nicht verhÃ¤ltnismÃ¤ssig wÃ¤ren. Solche sind hier nicht ersichtlich: </p> <p class="Erwgung4"><b>3.4.1.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤lt sich zwar seit Ã¼ber 14 Jahren in der Schweiz auf; eine tiefgreifende Integration in die hiesigen VerhÃ¤ltnisse ist aber nicht ersichtlich. Es liegt keine Integration in wirtschaftlicher Hinsicht vor: Der BeschwerdefÃ¼hrer hat keine Berufsausbildung absolviert. Er arbeitete von April bis Oktober 2010 in einem 80%-Pensum als KÃ¼chenangestellter im Spital C. Von Januar 2012 bis April 2016 war er als ungelernter Lagermitarbeiter bei der D-GmbH tÃ¤tig, zu deren Nachteil er in der Folge die Brandstiftung verÃ¼bte. Nach einjÃ¤hriger Arbeitslosigkeit arbeitete er von April bis Oktober 2017 als Lagerist beim Werk E der Stadt ZÃ¼rich in einem befristeten ArbeitsverhÃ¤ltnis. Von November 2017 bis August 2019 war er wiederum arbeitslos. In der Folge war er temporÃ¤r als Hilfsarbeiter tÃ¤tig, war aber seit Februar 2018 zusÃ¤tzlich auf Leistungen der Sozialhilfe angewiesen. Seit dem 10. Februar 2020 befindet sich der BeschwerdefÃ¼hrer in der Justizvollzugsanstalt B. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist wie bereits erwÃ¤hnt verschuldet und hat Sozialhilfe bezogen (E. 3.3.3). Sodann muss ihm bereits aufgrund der andauernden StraffÃ¤lligkeit eine soziale Integration abgesprochen werden. Es sind auch keine massgeblichen sozialen Beziehungen in der Schweiz ersichtlich. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat mit Ausnahme einer im Kanton F lebenden Tante keine Verwandten in der Schweiz. Eigenen Angaben zufolge hat er keine Freunde. Dass er Deutsch spricht, kann erwartet werden, nachdem er hier seit Ã¼ber 14 Jahren lebt. Insgesamt ist â trotz der langen Anwesenheitsdauer â keine besonders enge Beziehung zur Schweiz erkennbar. Damit liegen besondere GrÃ¼nde vor, den Aufenthalt des BeschwerdefÃ¼hrers in der Schweiz zu beenden, ohne dass <span>sein Recht auf Achtung des Privatlebens (Art. 8 EMRK) durch </span>die Wegweisung <span>verletzt wÃ¼rde</span> (vgl. BGr, 13. August 2018, 2C_1048/2017, E. 4.5). </p> <p class="Urteilstext"><span>Auch ist nicht ersichtlich, dass der BeschwerdefÃ¼hrer aus dem Konzept der biografischen Kehrtwende etwas zu seinen Gunsten ableiten kann. Das Bundesgericht legt bei langjÃ¤hrig anwesenden AuslÃ¤ndern dem Umstand eine besondere Bedeutung bei, ob und inwiefern der AuslÃ¤nder die sich aus den strafrechtlichen Sanktionen und aus den allfÃ¤lligen auslÃ¤nderrechtlichen Verwarnungen ergebenden Lehren gezogen hat und er hinsichtlich seines Lebensplans und seines kÃ¼nftigen Verhaltens eine deutliche Ãnderung glaubhaft und nachvollziehbar dartut, insbesondere beruflich Fuss gefasst und nunmehr seinen Weg gefunden hat (vgl. BGr, 29. August 2019, 2C_832/2018, E. 3.7; BGr, 5. Februar 2019 2C_634/2018, E. 6.3.2; BGr, 3. Oktober 2017, 2C_116/2017, E. 4.2). Aus migrationsrechtlicher Sicht sind bei schwerwiegenden Taten an den Nachweis einer biografischen Kehrtwende sehr hohe Anforderungen zu stellen (BGr, 5. Februar 2019, 2C_634/2018, E. 6.3.2). Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, dass seine Delinquenz in direktem Zusammenhang mit seinen Alkoholproblemen stÃ¼nde und er aktuell keinen Alkohol mehr konsumiere. Er hege zudem die Absicht, im Anschluss an die Haftstrafe eine Therapie zur konstruktiven Auseinandersetzung mit seiner Delinquenz zu machen. Seine Schwester beabsichtige einen Mann in der Stadt I zu heiraten. Sie habe ihm bereits ein Zimmer angeboten, damit er sich umgehend nach der Haftstrafe in ein familiÃ¤res und stabilisierendes Umfeld begeben kÃ¶nne. Im Strafvollzug Ã¼bernehme er vermehrt die Verantwortung im Arbeitsbereich KÃ¼che. Er zeige ein gutes Arbeitsverhalten, was ihm ja auch in Freiheit Ã¼ber weite Strecken gelungen sei. KÃ¼nftig mÃ¶chte er auch in seinem Privatleben Verantwortung Ã¼bernehmen. Vorliegend spricht zwar fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer, dass er sich im Strafvollzug wohlverhÃ¤lt und aktuell keinen Alkohol mehr konsumiert. Allerdings lÃ¤sst die gute FÃ¼hrung angesichts der im Strafvollzug vorhandenen engmaschigen Betreuung keine verlÃ¤sslichen RÃ¼ckschlÃ¼sse auf das Verhalten in Freiheit zu. Der BeschwerdefÃ¼hrer verfÃ¼gt weder Ã¼ber eine abgeschlossene Berufsausbildung noch eine feste Anstellung und ist mit Schulden belastet. Es ist daher nicht ersichtlich, dass er beruflich hat Fuss fassen kÃ¶nnen. Der BeschwerdefÃ¼hrer erfÃ¼llt damit die hohen Voraussetzungen des Konzepts der biographischen Kehrtwende nicht. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Sodann sind weder in wirtschaftlicher noch sozialer Hinsicht unÃ¼berwindbare Hindernisse fÃ¼r eine Wiedereingliederung in Sri Lanka ersichtlich. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist im Alter von 15 Jahren in die Schweiz eingereist. Er hat somit seine Kindheit und einen Teil seiner Jugend in seinem Heimatland verbracht. Er hat in Sri Lanka von 1997 bis 2006 die obligatorische Schule besucht. In seinem Heimatland in der Stadt Jaffna leben seine Eltern, zwei Schwestern und drei BrÃ¼der sowie eine Grossmutter. Er telefoniert tÃ¤glich mit seiner Mutter und unterhÃ¤lt auch mit seinen Schwestern regelmÃ¤ssig Kontakt. Er hat seine Familie im Heimatland einmal pro Jahr besucht, letztmals hielt er sich vom 11. Januar bis 11. Februar 2019 dort auf. Er beherrscht seine Muttersprache mÃ¼ndlich wie auch schriftlich. Er ist mit der Sprache und den Gepflogenheiten seines Heimatlandes somit bestens vertraut. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat eine â¦ und macht geltend, dass Ã¼ber eine allfÃ¤llige Weiterbehandlung in Sri Lanka nur spekuliert werden kÃ¶nne und eine weitgehende Verbesserung seiner Erkrankung nicht garantiert werden kÃ¶nne. Wie bereits die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, ist der Zugang zu medizinischer Versorgung in Si Lanka kostenlos mÃ¶glich (BVGr, 3. April 2019, E-788/2019, E. 8.5). <span>Der BeschwerdefÃ¼hrer wÃ¼rde in Sri Lanka nicht anders dastehen als die Landsleute, die an den gleichen Beschwerden leiden und dennoch kein Anwesenheitsrecht in der Schweiz verlangen kÃ¶nnen. Die gesundheitlichen Probleme des BeschwerdefÃ¼hrers erscheinen auch nicht derart, dass bei einer RÃ¼ckkehr ins Heimatland mit einer raschen und lebensgefÃ¤hrdenden BeeintrÃ¤chtigung des Gesundheitszustands zu rechnen ist und vermÃ¶gen damit keine Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs zu begrÃ¼nden (vgl. BGr, 27. MÃ¤rz 2015, 2C_396/2014, E. 4.5; BGr, 15. Mai 2008, 2C_187/2008, E. 2.3). </span>Es ist daher nicht ersichtlich, dass seine gesundheitliche Situation einer RÃ¼ckkehr entgegenstÃ¼nde.<span> Dem BeschwerdefÃ¼hrer erscheint nach dem Gesagten die RÃ¼ckkehr in sein Heimatland </span>zumutbar.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.4.1.2 </b>Zusammenfassend wird in der Beschwerde nichts vorgebracht, das die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit des Widerrufs und der Wegweisung ernsthaft infrage stellen kÃ¶nnte. Die sorgfÃ¤ltige InteressenabwÃ¤gung der Rekursabteilung ist nicht zu beanstanden. </p> <p class="Erwgung4"><span>Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2">Der BeschwerdefÃ¼hrer ersucht um unentgeltliche Rechtspflege. Das Verwaltungsgericht hat nach einer Prima-facie-PrÃ¼fung mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 6. Oktober 2020 festgestellt, dass seine Begehren angesichts der schweren Delinquenz und der im Migrationsrecht bei Anlassdelikten herrschenden Strenge als zum vornherein offensichtlich aussichtslos bezeichnet werden muss. Auch nach umfassender PrÃ¼fung ist aufgrund der dargelegten klaren Rechts- und Sachlage an dieser Feststellung festzuhalten. Die Kosten sind demnach dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG) und ihm steht keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Erwgung4">DemgemÃ¤ss erkennt die Kammer:</p> <p class="Einzug2"><span>1. <span>Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.-; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.-</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.-</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. <span>Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt. </span></span></p> <p class="Einzug2"><span>4. <span>Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>