<h2>SubmittedText<h2><p>Die Importe im Käsefreihandel haben stetig mehr zugenommen, bis im zweiten Quartal 2014 mehr Käse importiert anstatt exportiert wurde.</p><p>- Wie beeinflussen die neuesten Zahlen des Käsefreihandels die Absichten des Bundesrates zum Milchfreihandel?</p><p>- Sollte er unter diesen Aspekten nicht die Risiken des Milchfreihandels höher gewichten als die Chancen?</p><p>- In welcher Form fliessen diese neuen Zahlen in die Überlegungen des Bundesrates ein?</p><p>- Ist er bereit, dieses Projekt ad acta zu legen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Bei den erwähnten Handelszahlen von Käse zwischen der Schweiz und der EU handelt es sich um Import- und Exportströme der ersten beiden Quartale 2014. Diese Situation ist vorwiegend auf die sinkenden Exporte von Emmentaler zurückzuführen. Diese Reduktion ist gewollt, dadurch sind die Preise gestiegen. Die Schwierigkeiten im Emmentaler-Markt sind dem Bundesrat bekannt, und entsprechende Hilfsmassnahmen werden unterstützt (u. a. Allgemeinverbindlichkeit). Die genannten Zahlen beziehen sich jedoch lediglich auf die gehandelten Mengen: Gemessen am Wert wird weiterhin mehr exportiert als importiert. Der Wert der Käseexporte von Januar bis Juli 2014 hat auch gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Weiter sind Aussagen über die Entwicklung im Käsemarkt nicht auf Basis von Quartalszahlen möglich, sondern erfordern die Analyse einer langfristigen Zeitspanne. Eine solche zu den Auswirkungen des Käsefreihandels Schweiz-EU seit deren Inkraftsetzung 2007 wurde von der BAK Basel im Jahr 2012 durchgeführt. Sie beurteilt diese als überwiegend positiv. So wurde die Wettbewerbsfähigkeit der Käsebranche gestärkt, und die Konsumenten profitieren namentlich durch eine breitere Angebotspalette und tiefere Preise. Der Bundesrat wird die neuesten Handelsentwicklungen in dieser Hinsicht weiterhin eng verfolgen.</p><p>In seinem Bericht in Antwort auf die Motion 12.3665. "Milchmarkt", hat der Bundesrat die Öffnung des Milchsektors analysiert. Die darin festgehaltene Schlussfolgerung - dass die Weiterführung des Status quo in der Zukunft mit Nachteilen verbunden sein wird - basiert auf einer Analyse des heutigen Milchmarktes und steht nicht in direktem Zusammenhang mit den Entwicklungen des Käsefreihandels. Der Bericht wurde im Auftrag des Parlamentes erstellt. Es liegt nun am Parlament, auf Basis der vorhandenen Informationen das weitere Vorgehen festzulegen.</p>