<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2023-10-04-9C_466-2023.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>9C_466/2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 4. Oktober 2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>III. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Parrino, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Seiler. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Assura-Basis SA, </div> <div class="para">Avenue Charles-Ferdinand Ramuz 70, 1009 Pully, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Krankenversicherung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts </div> <div class="para">Basel-Landschaft vom 11. Mai 2023 (730 22 277/116). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> A.________ (geboren 1963) schloss bei der Assura-Basis AG per 1. Januar 1997 eine obligatorische Krankenpflegeversicherung ab. Damals wohnte er in U.________. Später zog er nach V.________, wo sich seine Spur im Verlauf der weiteren Jahre verlor. Als die Assura-Basis AG im Jahr 2007 den Wohnort von A.________ nicht eruieren konnte, legte sie die Police auf Eis und stellte den Postversand an A.________ ein. Mit E-Mail vom 13. Oktober 2021 teilte die Stadt W.________ der Assura-Basis AG mit, dass A.________ im September 2021 notfallmässig zur Pflege in das Universitätsspital Basel eingeliefert worden sei. Er habe in den vergangenen 18 Jahren zunächst im Wald und später in S.________ gelebt. Per 1. Oktober 2021 sei er in das Männerwohnheim in W.________ eingetreten. Er beantrage die Neuaufnahme in die Grundversicherung per 1. Oktober 2021. Nachdem A.________ am 8. November 2021 bei der Assura-Basis AG einen schriftlichen Versicherungsantrag eingereicht hatte, stellte diese eine Versicherungspolice per 8. November 2021 aus. Im April 2022 bestätigte die Gemeinde S.________ den Zuzug von A.________ per 1. Januar 2022 und beantragte den Abschluss der Grundversicherung per 1. September 2021. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> Nach Korrespondenz mit der Gemeinde S.________ ordnete die Assura-Basis AG mit Verfügung vom 2. Juni 2022 an, dass A.________ seine Verpflichtungen aus dem Beitritt zur Grundversicherung per 1. Januar 1997, namentlich seine Prämienzahlungspflicht, zu erfüllen habe. Aufgrund der Verwirkungsfrist von fünf Jahren gemäss Art. 24 f. ATSG (SR 830.1) würden die Leistungen und Beiträge ab 1. Januar 2017 gewährt bzw. gefordert. Die Rechtsmittel, die A.________ hiergegen im Kanton Basel-Landschaft ergriff, blieben erfolglos (Einspracheentscheid der Assura-Basis AG vom 6. September 2022; Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, vom 11. Mai 2023). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Mit Eingaben vom 24. Juli 2023 und vom 21. August 2023 beantragt A.________, dass das Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 11. Mai 2023 für ungültig zu erklären sei. Ausserdem beantragt er sinngemäss die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde an das Bundesgericht hat nach <span class="artref">Art. 42 Abs. 1 BGG</span> unter anderem eine Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten. In der Begründung ist nach <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer fokussiert in seinen Eingaben auf seine jahrzehntelange Krankengeschichte und unterlässt es, sich mit dem angefochtenen Urteil vertieft auseinanderzusetzen. Die Vorinstanz hat insbesondere erwogen, dass er seit Begründung des Vertragsverhältnisses mit der Beschwerdegegnerin seinen Wohnsitz ununterbrochen in der Schweiz gehabt und demgemäss stets dem Versicherungsobligatorium gemäss KVG unterlegen habe, er mithin grundsätzlich stets Versicherungsschutz genossen habe bzw. hätte, aber auch prämienpflichtig gewesen sei (vgl. angefochtenes Urteil E. 3.3). Dem weiss der Beschwerdeführer nichts Wesentliches entgegen zu setzen. Er behauptet zwar, sich zeitweise im Ausland (Italien, Deutschland und Frankreich) aufgehalten zu haben. Abgesehen davon, dass er sich damit in Widerspruch zu den für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz setzt (vgl. angefochtenes Urteil E. 3.3), hätten solche vorübergehende Aufenthalte alleine offensichtlich noch nicht genügt, um den Wohnsitz und die Krankenversicherungspflicht in der Schweiz zu beenden (vgl. <span class="artref">Art. 1 KVV</span> [SR 832.102] i.V.m. <span class="artref">Art. 24 Abs. 1 ZGB</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Insgesamt werden die Eingaben des Beschwerdeführers den gesetzlichen Begründungsanforderungen für Rechtsschriften an das Bundesgericht offensichtlich nicht gerecht. Auf die Beschwerde ist deshalb im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span> nicht einzutreten. Auf die Erhebung von Gerichtskosten wird umständehalber verzichtet (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege wird dadurch gegenstandslos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 4. Oktober 2023 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der III. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Parrino </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Seiler </div> </div></body></html>