<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2004.00045</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204509&amp;W10_KEY=4467140&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2004.00045</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 01.09.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 2000</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Mangelhafte Eröffnung einer Veranlagung<br/><br/>Entscheide werden den Beteiligten kraft § 126 Abs. 1 StG mit Begründung schriftlich mitgeteilt, solche über eine der Steuererklärung entsprechende oder vom Steuerpflichtigen im Laufe des Einschätzungs- oder Einspracheverfahrens unterschriftlich anerkannte Einschätzung gemäss § 126 Abs. 4 StG durch die Schlussrechnung.<br/>Fehlen allerdings in der Eröffnung wesentliche Elemente der Verfügung oder sind die Angaben in dieser offensichtlich widersprüchlich oder ergeben sie keinen Sinn, so dass die Steuerpflichtige nicht in der Lage sind, ihre Interessen zu wahren, wird die Rechtsmittelfrist nicht ausgelöst und die Verfügung kann demzufolge nicht in Rechtskraft erwachsen. <br/>Nicht möglich ist unter diesen Umständen eine Berichtigung im Sinn von § 159 StG, und auch die Rechtsmittelfrist läuft in einem derartigen Fall erst mit der Eröffnung der fehlenden oder korrigierten Elemente der Verfügung.<br/>Bei alledem hat zum einen der Steuerpflichtige im Rahmen des ihm Zumutbaren von sich aus die sich aufdrängenden Schritte zur Behebung des Mangels zu unternehmen. Zum anderen ist es der Behörde in einem solchen Fall unbenommen, die Eröffnung von Amtes wegen zu vervollständigen oder zu berichtigen, und es ist dem Steuerpflichtigen nach Treu und Glauben verwehrt, sich auf die mangelhafte Verfügung zu berufen.<br/>Vorliegend litt die gestützt auf § 126 Abs. 4 StG erfolgte "Schlussrechnung und Einschätzungsmitteilung" an einem unerklärlichen Widerspruch, da die Steuerfaktoren angeblich aufgrund der Einschätzung gemäss Steuererklärung festgelegt worden waren, tatsächlich aber auf anderen, nicht in der Steuererklärung enthaltenen Zahlen basierten.<br/>Tw. Gutheissung und Rückweisung zur materiellen Behandlung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERICHTIGUNG">BERICHTIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINSCHÃTZUNG UND EINSCHÃTZUNGSGRUNDLAGEN">EINSCHÃTZUNG UND EINSCHÃTZUNGSGRUNDLAGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINSCHÃTZUNGSMITTEILUNG">EINSCHÃTZUNGSMITTEILUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERLÃUTERUNG">ERLÃUTERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRISTAUSLÃSUNG">FRISTAUSLÃSUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHLUSSRECHNUNG">SCHLUSSRECHNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERVOLLSTÃNDIGUNG">VERVOLLSTÃNDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIDERSPRUCH">WIDERSPRUCH</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 162 GVG</span><br/><span class="gerade">§ 165 GVG</span><br/><span class="ungerade">§ 126 Abs. I StG</span><br/><span class="gerade">§ 126 Abs. IV StG</span><br/><span class="ungerade">§ 140 Abs. I StG</span><br/><span class="gerade">§ 149 Abs. II StG</span><br/><span class="ungerade">§ 159 StG</span><br/><span class="gerade">§ 173 Abs. III StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2004 Nr. 98 S. 191</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 1 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>Die Eheleute A reichten am 31. Oktober 2001 die SteuererklÃ¤rung fÃ¼r die Steuerperiode 2000 ein, worin sie ein steuerbares Einkommen von Fr. 237'637.- und ein steuerbares VermÃ¶gen von Fr. 917'954.- deklarierten. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Gemeindesteueramt X stellte den Pflichtigen am 13. Dezember 2001 eine "Schlussrechnung und EinschÃ¤tzungsmitteilung" fÃ¼r die Staats- und Gemeindesteuern 2000 zu; die darin angegebenen Steuerfaktoren lauteten auf Fr. 118'000.- satzbestimmendes und Fr. 166'300.- steuerbares Einkommen sowie Fr. 0 satzbestimmendes und steuerbares VermÃ¶gen. Die Rechnung enthielt die Hinweise "Aufgrund der EinschÃ¤tzung gemÃ¤ss SteuererklÃ¤rung" und "Ersetzt Rechnung vom 25.10.2001" sowie eine Rechtsmittelbelehrung, welche sowohl auf die Einsprache beim Gemeindesteueramt hinsichtlich Bezugsfragen als auch auf die Einsprache beim kantonalen Steueramt betreffend die EinschÃ¤tzung aufmerksam machte.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 31. MÃ¤rz 2003 liess das Gemeindesteueramt X den Pflichtigen wiederum eine "Schlussrechnung und EinschÃ¤tzungsmitteilung" fÃ¼r die Staats- und Gemeindesteuern 2000 zukommen, worin die Steuerfaktoren nunmehr entsprechend der von diesen abgegebenen SteuererklÃ¤rung aufgefÃ¼hrt waren, nÃ¤mlich Fr. 237'600.- satzbestimmendes und Fr. 220'100.- steuerbares Einkommen sowie Fr. 917'000.- satzbestimmendes und Fr. 430'000.- steuerbares VermÃ¶gen. Diese mit derselben Rechtsmittelbelehrung versehenen Rechnung trug ebenfalls den Vermerk "Aufgrund der EinschÃ¤tzung gemÃ¤ss SteuererklÃ¤rung", doch enthielt sie den Hinweis "Ersetzt Rechnung vom 13.12.2001". </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Die Pflichtigen erhoben gegen die Steuerrechnung vom 31. MÃ¤rz 2003 Einsprache. Sie machten geltend, die Schlussrechnung und EinschÃ¤tzungsmitteilung vom 13. Dezember 2001 fÃ¼r die Staats- und Gemeindesteuern 2000 sei in Rechtskraft erwachsen, weshalb die angefochtene Steuerrechnung nichtig sei. Das kantonale Steueramt verwarf die Auffassung der Einsprechenden und schÃ¤tzte diese nach DurchfÃ¼hrung einer Untersuchung am 29. Januar 2004 fÃ¼r die Steuerperiode 2000 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 247'900.- und einem satzbestimmenden Einkommen von Fr. 249'200.- sowie einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. 752'000.- und einem satzbestimmenden VermÃ¶gen von Fr. 837'000.- ein.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Steuerrekurskommission II hiess den gegen den Einspracheentscheid gerichteten Rekurs der Pflichtigen am 3. Mai 2004 gut. Sie stellte fest, dass die Schlussrechnung und EinschÃ¤tzungsmitteilung fÃ¼r die Staats- und Gemeindesteuern 2000 vom 13. Dezember 2001 mit den darin angegebenen Steuerfaktoren in Rechtskraft erwachsen sei.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das kantonale Steueramt beantragte dem Verwaltungsgericht mit Beschwerde vom 3. Juni 2004, es sei die EinschÃ¤tzung der Pflichtigen gemÃ¤ss Einspracheentscheid vom 29. Januar 2004 wiederherzustellen; eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Steuerrekurskommission II zurÃ¼ckzuweisen.</span></p> <p class="Sachverhalt2">WÃ¤hrend die Steuerrekurskommission II auf Vernehmlassung verzichtete, schlossen die Pflichtigen auf Abweisung der Beschwerde und verlangten die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span> zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>FÃ¼r das Beschwerdeverfahren gilt das Novenverbot. FÃ¼r das Verwaltungsgericht ist somit die gleiche Aktenlage massgebend wie fÃ¼r die Rekurs­kom­mission. Tatsachen oder Beweismittel, die nicht spÃ¤testens im Rekursverfahren behaup­tet, vorgelegt oder angerufen worden sind, dÃ¼rfen infolgedessen im Beschwerde­verfahren grundsÃ¤tzlich nicht nachgebracht werden (RB 1999 Nrn. 149 und 150; Felix Rich­ner/Walter Frei/Stefan Kaufmann, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼rcher Steuergesetz, ZÃ¼rich 1999, § 153 N. 43).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Das Verwaltungsgericht ist â wie die Rekurskommission â gemÃ¤ss § 149 Abs. 2 StG in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG in seinem Entscheid nicht an die AntrÃ¤ge der Parteien gebunden. Es kann nach AnhÃ¶ren des Steuerpflichtigen die EinschÃ¤tzung auch zu dessen Ungunsten oder zu dessen Gunsten Ã¤ndern (RB 2002 Nr. 116, RB 2003 Nr. 98).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Entscheide werden den Beteiligten kraft § 126 Abs. 1 StG mit BegrÃ¼ndung schriftlich mitgeteilt. Der Entscheid Ã¼ber eine der SteuererklÃ¤rung entsprechende oder vom Steuerpflichtigen im Laufe des EinschÃ¤tzungs- oder Einspracheverfahrens unterschriftlich anerkannte EinschÃ¤tzung wird ihm gemÃ¤ss § 126 Abs. 4 StG durch die Schlussrechnung (§ 173 Abs. 3 StG) angezeigt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen den EinschÃ¤tzungsentscheid kÃ¶nnen der Steuerpflichtige und die Gemeinde innert 30 Tagen nach Zustellung beim kantonalen Steueramt schriftlich Einsprache erheben (§ 140 Abs. 1 StG). Nach unbenutztem Ablauf der Einsprachefrist erwÃ¤chst der EinschÃ¤tzungsentscheid in Rechtskraft.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Fehlen in der ErÃ¶ffnung wesentliche Elemente der VerfÃ¼gung oder sind die Anga­ben in der VerfÃ¼gung offensichtlich widersprÃ¼chlich oder ergeben sie keinen Sinn, so dass die Steuerpflichtige nicht in der Lage sind, ihre Interessen zu wahren, wird die Rechtsmittelfrist nicht ausgelÃ¶st und die VerfÃ¼gung kann demzufolge nicht in Rechtskraft er­wachsen (BGE 102 Ib 91 E. 3, auch zum Folgenden); diese ist folglich auch nicht der Berichtigung im Sinn von § 159 StG zugÃ¤nglich. Die Rechtsmittelfrist lÃ¤uft in einem derartigen Fall erst mit der ErÃ¶ffnung der fehlenden oder korrigierten Elemente der VerfÃ¼gung, wobei der Steuerpflichtige im Rahmen des ihm Zumutbaren von sich aus die sich aufdrÃ¤ngenden Schritte zur Behebung des Mangels zu unternehmen hat. Umgekehrt ist es der BehÃ¶rde in einem solchen Fall unbenommen, die ErÃ¶ffnung von Amtes wegen zu vervollstÃ¤ndigen oder zu be­richtigen, und es ist dem Steuerpflichtigen nach Treu und Glauben verwehrt, sich auf die mangelhafte VerfÃ¼gung zu berufen (BGr, 24.7.1985, ASA 55 [1986/87] 512 E. 3).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>So ist denn auch nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts in analoger Anwendung von § 162 bis 165 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976 (GVG) ein Entscheid von der verfÃ¼genden BehÃ¶rde auf Antrag des Steuerpflichtigen oder von Amtes wegen zu erlÃ¤utern, wenn die Bestimmungen des Dispositivs â bei EinschÃ¤tzungen die Festsetzung der Steuerfaktoren â unklar sind, sich selbst oder den Motiven widersprechen oder unvollstÃ¤ndig sind (§ 162 GVG; RB 1982 Nr. 83; Fritz Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, Bern 1983, S. 228; Rich­ner/Frei/Kaufmann, § 139 N. 13). Wird ein Entscheid auf das ErlÃ¤uterungsbegehren hin anders gefasst, werden die Rechtsmittelfristen den Parteien neu erÃ¶ffnet (§ 165 GVG; VGr, 28. Oktober 1998, SB.98.00032). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Die "Schlussrechnung und EinschÃ¤tzungsmitteilung" des Gemeindesteueramts X vom 13. Dezember 2001 ist offensichtlich mangelhaft erÃ¶ffnet worden. Sie ist widersprÃ¼chlich und lÃ¤sst nicht erkennen, welche EinschÃ¤tzung verfÃ¼gt worden ist. Denn die Rechnung gibt zwar an, die Steuerfaktoren seien "Aufgrund der EinschÃ¤tzung gemÃ¤ss SteuererklÃ¤rung" festgelegt worden, was jedoch nicht zutrifft. Denn in der SteuererklÃ¤rung ist ein steuerbares Einkommen von Fr. 237'637.- und ein steuerbares VermÃ¶gen von Fr. 917'954.- deklariert worden, wÃ¤hrend die Schlussrechnung ein steuerbares Einkommen von Fr. 166'300.- und ein steuerbares VermÃ¶gen von Fr. 0 ausweist. Sollten aber diese Faktoren entgegen dem ausdrÃ¼cklichen Vermerk auf der Rechnung vom Steueramt beabsichtigt sein, sollte also die Rechnung nicht aufgrund einer EinschÃ¤tzung gemÃ¤ss SteuererklÃ¤rung beruhen, dann fehlte es an einer BegrÃ¼ndung der Abweichung von den deklarierten Steuerfaktoren im Sinn von Art. 126 Abs. 1 StG und wÃ¤re angesichts der selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit des Ehemannes eine ErÃ¶ffnung durch das Gemeindesteueramt mit der Schlussrechnung nach Art. 126 Abs. 4 StG gar nicht statthaft gewesen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Litt die fragliche "Schlussrechnung und EinschÃ¤tzungsmitteilung" demnach an einem unerklÃ¤rlichen Widerspruch, der nur durch die verfÃ¼gende BehÃ¶rde selber beseitigt werden konnte, so vermochte sie nicht in Rechtskraft zu erwachsen. Da die Pflichtigen es unterlassen hatten, das Gemeindesteueramt X um Klarstellung der erlÃ¤uterungsbedÃ¼rftigen VerfÃ¼gung zu ersuchen, war das Steueramt auch ohne deren Zutun ohne Weiteres berechtigt gewesen, den Mangel von sich aus durch ErÃ¶ffnung einer widerspruchsfreien Schlussrechnung und EinschÃ¤tzungsmitteilung zu beheben. Erst diese VerfÃ¼gung vermochte die Einsprachefrist wirksam auszulÃ¶sen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Rekurskommission, welche den angefochtenen Einspracheentscheid aufgrund ihrer gegenteiligen Rechtsauffassung nicht materiell geprÃ¼ft hat, wird dies im zweiten Rechtsgang nachholen mÃ¼ssen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das fÃ¼hrt zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Bei diesem letztlich unentschiedenen Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den Parteien je zur HÃ¤lfte aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG) und steht den Pflichtigen keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in Verbindung mit § 152 und § 153 Abs. 4 StG).</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Sache wird zur weiteren Unter­suchung und zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Steuerrekurskom­mission II zurÃ¼ckgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Ãber die Rekurskosten hat die Steuerrekurskommission II im Neuentscheid zu befinden.</p> <p class="Einzug2">3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">4. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer zur HÃ¤lfte und den Beschwerdegegnern je zu ¼, unter solidarischer Haftung fÃ¼r die HÃ¤lfte der Kosten, auferlegt.</p> <p class="Einzug2">5. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">6. Mitteilung anâ¦..</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>