<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2000.00010</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105564&amp;W10_KEY=13013580&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2000.00010</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 12.07.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Arbeitszeugnis</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Begehren um Abänderung eines Arbeitszeugnisses: Zuständigkeit und Kognition des VGr (E. 1). Anwendbares Recht vor Inkrafttreten des neuen Personalgesetzes ist das OR (E. 2 a). Das Zeugnis muss inhaltlich objekitv richtig sein. Aufgrund der Wahrheitspflicht dürfen ungünstige Beurteilungen darin enthalten sein, auch wenn das Zeugnis grundsätzlich wohlwollend zu formulieren ist (E. 2b). Das Arbeitszeugnis entspricht i.c. diesen Anforderungen, weshalb die Ablehnung der anbegehrten Änderungen im zustehenden Ermessen der Vorinstanz lag (E. 2 c).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABÃNDERUNG">ABÃNDERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSZEUGNIS">ARBEITSZEUGNIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES">BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Personalrechtliche Streitigkeiten ST: PERSONALRECHTLICHE BESCHWERDE">PERSONALRECHTLICHE BESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STREITWERT">STREITWERT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WAHRHEITSPFLICHT">WAHRHEITSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 330a OR</span><br/><span class="ungerade">§ 38 lit. II VRG</span><br/><span class="gerade">§ 74 lit. I VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 75 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 80b VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoBodyText"><span>I. Per 1. Mai 1998 trat <b>A</b> als Arbeitnehmerin in die <b>Klinik C</b> ein. ZunÃ¤chst war sie als Praktikantin und ab 18. Mai 1998 als Schwester AKP tÃ¤tig. Am 1. Juli 1998 Ã¼bernahm sie probeweise die Leitung der Station 9B. Mit Ver­fÃ¼gung vom 26. November 1998 erfolgte per 1. Dezember 1998 die Ernennung zur Sta­tionsleiterin. Am 18. Mai 1999 kÃ¼ndigte <b>A</b> das AnstellungsverhÃ¤ltnis per 31. Juli 1999. Ein erstes von der <b>Klinik C</b> am 19. Mai 1999 ausgestelltes Arbeits­zeugnis wurde auf Intervention von <b>A</b> in gewissen Punkten geÃ¤ndert und am 1. Juni 1999 neu gefasst. Weitere AbÃ¤nderungsbegehren lehnte die Klinik mit VerfÃ¼­gung vom 5. Oktober 1999, begrÃ¼ndet am 1. November 1999, in allen Teilen ab.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoBodyText"><span>II. Am 2. Dezember 1999 rekurrierte <b>A</b> an die Gesundheitsdirek­tion des Kantons ZÃ¼rich mit dem Begehren um Ausstellung eines neuen Arbeitszeugnisses. Die Direktion hiess den Rekurs am 20. April 2000 teilweise gut, indem sie die <b>Klinik C</b> im einzelnen anwies, das Arbeitszeugnis in einigen Punkten zu Ã¤ndern.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoBodyText"><span>III. Mit Beschwerde vom 25. Mai 2000 verlangte <b>A</b> die Aufhe­bung der VerfÃ¼gung vom 5. Oktober 1999/1. November 1999 betreffend ihr Arbeitszeug­nis. Die Vorinstanz sei anzuweisen, ihr ein neues Arbeitszeugnis auszustellen, dessen Wortlaut die BeschwerdefÃ¼hrerin im einzelnen aufgefÃ¼hrt hat. Die Gesundheitsdirektion beantragte am 16. Juni 2000, die Beschwerde abzuweisen. Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Beschwerdeantwort verzichtet.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) GemÃ¤ss § 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG; gemÃ¤ss der am 1. Januar 1998 in Kraft getretenen Fassung vom 8. Juni 1997) sind erstinstanzliche Rekursentscheide Ã¼ber personalrechtliche Anordnungen mit Beschwerde ans Verwaltungsgericht anfechtbar. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach der Rechtsprechung zur frÃ¼heren Fassung des VRG trat das Gericht auf Be­gehren betreffend den Inhalt von Dienstzeugnissen nicht ein (vgl. RB 1988 Nr. 15). Mit der Ausdehnung der Personalbeschwerde gemÃ¤ss § 74 Abs. 1 VRG ist diese frÃ¼here Praxis Ã¼berholt. Eine personalrechtliche Anordnung im Sinn von § 74 Abs. 1 VRG liegt vor, wenn ein objektives Anfechtungsinteresse des Betroffenen besteht. Im Hinblick auf die Bedeutung, die das Arbeitszeugnis fÃ¼r das Fortkommen des Arbeitnehmers hat, ist das An­fechtungsinteresse betreffend Streitigkeiten Ã¼ber den Inhalt eines Arbeitszeugnisses zu be­jahen (vgl. Andreas Keiser, Rechtsschutz im Ã¶ffentlichen Personalrecht nach dem revi­dierten Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, ZBl 99/1998 S. 193 ff., S. 201; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz, 2. Aufl., ZÃ¼rich 1999, § 74 N. 6). Auf die Beschwerde ist einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) GemÃ¤ss § 38 VRG beurteilt das Verwaltungsgericht Streitigkeiten grundsÃ¤tzlich in Dreierbesetzung. Rekurse, Beschwerden und Klagen, deren Streitwert Fr. 20'000.-- nicht Ã¼bersteigt, behandelt dagegen der Einzelrichter, wobei die Sache in FÃ¤llen grundsÃ¤tzlicher Bedeutung dennoch der Kammer Ã¼bertragen werden kann.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dem Wortlaut von § 38 Abs. 2 VRG lÃ¤sst sich nicht entnehmen, wann eine Be­schwerde einen Streitwert hat. Die ZustÃ¤ndigkeit zur Beurteilung von Zivilprozessen oder deren Weiterziehbarkeit lÃ¤sst sich an einen Streitwert knÃ¼pfen, sobald es sich um eine ver­mÃ¶gensrechtliche Streitigkeit handelt. Eine solche liegt im Zivilrecht vor, wenn der Rechtsgrund des streitigen Anspruchs letzten Endes im VermÃ¶gensrecht ruht, mit der Klage letztlich und Ã¼berwiegend ein wirtschaftlicher Zweck verfolgt wird (vgl. BGE 118 II 528 E. 2c S. 531 mit Hinweisen). Bei Zivilrechtsstreitigkeiten ist dies auch der Fall, wenn die strittige Leistung nicht unmittelbar vermÃ¶gensrechtlicher Natur ist, aber, wie ein Arbeitszeugnis, die Geltendmachung vermÃ¶gensrechtlicher Interessen erleichtern soll (vgl. BGE 116 II 379 E. 2b S. 380 f. mit Hinweisen).</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wenn es somit fÃ¼r die Beurteilung, ob ein Streit vermÃ¶gensrechtlich ist, auf die Natur des vorwiegend verfolgten Zwecks ankommt, unterscheidet sich der angefochtene Entscheid von einem Zivilurteil darin, dass die von beiden Parteien verfolgten Interessen nicht gleicher Natur sind. WÃ¤hrend die von der BeschwerdefÃ¼hrerin verfolgten Interessen als vermÃ¶gensrechtlich qualifiziert werden kÃ¶nnten, sind diejenigen der Beschwerdegegne­rin nicht wirtschaftlicher Natur. Das Interesse der Beschwerdegegnerin erschÃ¶pft sich darin, die von der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das Gemeinwesen erbrachte Arbeit korrekt zu qualifizieren und insoweit den ordnungsgemÃ¤ssen Gang der Verwaltung sicherzustellen. Handelt es sich somit jedenfalls aus dem Blickwinkel der Beschwerdegegnerin nicht um eine wirtschaftliche Streitigkeit, so ist das Vorliegen eines Streitwerts fÃ¼r die Frage der ZustÃ¤ndigkeit zu verneinen. Dementsprechend ist die Sache in Dreierbesetzung zu behan­deln.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Mit der Personalbeschwerde kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ãber­schrei­tung oder Missbrauch des Ermessens sowie eine unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Fest­stellung des rechts­erheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden (§ 75 VRG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Mit Recht weist die Vorinstanz darauf hin, dass das auf den 1. Juli 1999 in Kraft getretene neue Personalgesetz vom 27. September 1998 noch nicht zur Anwendung gelangt: GemÃ¤ss § 57 Abs. 4 des Gesetzes gilt fÃ¼r ArbeitsverhÃ¤ltnisse, die beim Inkrafttre­ten des Personalgesetzes bereits gekÃ¼ndigt waren, das bisherige Recht. Die Beschwerde­fÃ¼hrerin hatte das ArbeitsverhÃ¤ltnis bereits am 18. Mai 1999, also vor Inkrafttreten des neuen Personalgesetzes, gekÃ¼ndigt. Das bisherige Recht enthielt keine Bestimmungen Ã¼ber das Dienst- oder Arbeitszeugnis. GemÃ¤ss § 52 Abs. 1 der zur Anwendung gelangenden Angestelltenverordnung vom 26. Juni 1991 galten somit sinngemÃ¤ss die Bestimmungen des Schweizerischen Obligationenrechts (OR).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Laut Art. 330a OR kÃ¶nnen Arbeitnehmer vom Arbeitgeber jederzeit ein Zeugnis verlangen, das sich Ã¼ber die Art und Dauer des ArbeitsverhÃ¤ltnisses sowie Ã¼ber die Lei­stungen und das Verhalten ausspricht. Dieser Anspruch besteht somit auch fÃ¼r die Be­schwerdefÃ¼hrerin als seinerzeit Ã¶ffentlichrechtlich Angestellte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In erster Linie muss das Zeugnis inhaltlich richtig sein. Die der Beurteilung zu­grunde gelegten Tatsachen mÃ¼ssen objektiv richtig sein (Manfred Rehbinder, Berner Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, Bern 1985, Art. 330a OR N. 7, N. 14; Adrian Staehelin/Frank Vischer, ZÃ¼rcher Kommentar zum Schweizerischen Zivilgesetz­buch, ZÃ¼rich 1996, Art. 330a OR N. 10).Wenn auch das Zeugnis grundsÃ¤tzlich wohlwol­lend formuliert werden soll, so darf es im Hinblick auf die Wahrheitspflicht auch ungÃ¼n­stige Beurteilungen enthalten (Rehbinder, N. 14; Staehelin/Vischer, N. 11). Es muss in guten Treuen, im Rahmen des pfichtgemÃ¤ssen Ermessens und der Verkehrssitte abgefasst werden (Rehbinder, N. 7; Staehelin/Vischer, N. 10).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In diesem Licht sind die Ãnderungs- und ErgÃ¤nzungsvorschlÃ¤ge der Beschwerde­fÃ¼hrerin, soweit sie mit der Beschwerde begrÃ¼ndet werden, im einzelnen zu prÃ¼fen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) aa) Die BeschwerdefÃ¼hrerin stellt sich auf den Standpunkt, die Funktion der Sta­tionsleiterin am 1. Juli 1998 Ã¼bernommen zu haben. Diese Ãbernahme der Stationsleitung per 1. Juli 1998 sei ins Arbeitszeugnis aufzunehmen. Laut dem angefochtenen Zeugnis erfolgte die Ernennung der BeschwerdefÃ¼hrerin zur Stationsleiterin demgegenÃ¼ber am 1. Dezember 1998.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aus den Akten ergibt sich, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin die Leitung der Station 9B probeweise per 1. Juli 1998 Ã¼bernommen hatte und schliesslich per 1. Dezember 1998 zur Stationsleiterin ernannt wurde. Die Vorinstanz hat die probeweise Leitung der Station nicht verkannt, jedoch festgehalten, dass Ã¼ber den fÃ¶rmlichen Funktionswechsel per 1. Dezember 1998 hinausgehende AusfÃ¼hrungen betreffend die Funktionsprobezeit nicht ins Zeugnis aufzunehmen seien, da solche weder Ã¼blich noch aussagekrÃ¤ftig seien. Die BeschwerdefÃ¼h­rerin hat sich mit diesen AusfÃ¼hrungen nicht weiter auseinandergesetzt â und vor allem nicht verlangt, die probeweise Besetzung der Leiterstelle (vom 1. Juli bis 30. November 1998) als solche zu erwÃ¤hnen. Vielmehr beansprucht sie den vorbehaltlosen Vermerk, die Sta­tionsleitung am 1. Juli 1998 Ã¼bernommen zu haben. Da mit dieser Formulierung die (lange) Probezeit nicht zum Ausdruck kÃ¤me, wÃ¤re sie unvollstÃ¤ndig und zur IrrefÃ¼hrung geeignet. Die Vorinstanz konnte die anbegehrte Ãnderung deshalb im Rahmen des ihr zu­stehenden Ermessens durchaus ablehnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Weiter verlangt die BeschwerdefÃ¼hrerin die Bemerkung, dass unter ihrer FÃ¼h­rung die Stationskosten erheblich gesenkt worden seien. Ebenso vermisst sie AusfÃ¼hrungen zu ihren initiativen Leistungen und ihrem Innovationsgeist. Die Vorinstanz vertrat dazu die Auffassung, Innovationswille und Kostensenkung seien nicht besondere Einzelleistungen, die ausdrÃ¼cklich im Zeugnis zu erwÃ¤hnen seien; vielmehr handle es sich dabei um Eigen­schaften, die von Personen in FÃ¼hrungspositionen allgemein erwartet werden dÃ¼rften. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wie die BeschwerdefÃ¼hrerin selbst erwÃ¤hnt, ist es im Grundsatz dem Arbeitgeber Ã¼berlassen, welche positiven und negativen Verhaltensweisen und Eigenschaften er im Zeugnis hervorheben will (vgl. Rehbinder, Art. 330a N. 9). Nur bei bloss rudimentÃ¤ren Qualifikationen (vgl. Rehbinder, N. 9 in Verbindung mit N. 14) oder bei Weglassung be­sonders hervorragender Einzelleistungen etwa im Sinn einer Erfindung (vgl. Ullin Streiff/Adrian von Kaenel, Arbeitsvertrag, 5. Aufl., ZÃ¼rich 1992, Art. 330a N. 3) besteht ein Anspruch auf zusÃ¤tzliche qualifizierende Angaben im Zeugnis. Von einem unvollstÃ¤n­digen, rudimentÃ¤ren Zeugnis kann keine Rede sein. Die Vorinstanz konnte aber auch das Vorliegen hervorragender Einzelleistungen im obgenannten Sinn durchaus verneinen. Spe­ziell mit Bezug auf die Frage der Kosten ist daran zu erinnern, dass in den vergangenen Jahren in der gesamten kantonalen Verwaltung ein enormer Kostendruck herrschte und eine Kostensenkung daher nicht als eine besondere hervorragende Einzelleistung qualifi­ziert werden musste. Die AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrerin zum Innovationsgeist nehmen sich im Ã¼brigen eher pauschal aus und sind ebenfalls nicht geeignet, die vorin­stanzliche Auffassung als unvertretbar erscheinen zu lassen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Weiter vermisst die BeschwerdefÃ¼hrerin Hinweise auf das FÃ¼hren von Mitar­beitergesprÃ¤chen und auf das Beurteilen der Mitarbeiter. Auch hier besteht kein Anlass fÃ¼r eine ErgÃ¤nzung des Zeugnisses. Es versteht sich von selbst, dass mit der im Zeugnis er­wÃ¤hnten Stationsleitung auch die FÃ¼hrung des â im Zeugnis ebenfalls erwÃ¤hnten â Perso­nals verbunden war. Zur PersonalfÃ¼hrung wiederum gehÃ¶ren selbstredend auch GesprÃ¤che mit den Unterstellten und deren Beurteilung, weshalb dies keiner besonderen ErwÃ¤hnung bedarf. Im Ãbrigen trifft es nicht zu, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin diese Aufgaben immer korrekt ausgefÃ¼hrt hat: GemÃ¤ss einer Stellungnahme des Oberpflegers <b>D</b> ver­hielt sich die BeschwerdefÃ¼hrerin bei einem von ihm begleiteten MitarbeitergesprÃ¤ch dis­tanzlos, verletzend und ohne EinfÃ¼hlungsvermÃ¶gen. Der Oberpfleger beurteilte das FÃ¼hren von MitarbeitergesprÃ¤chen als Schwachpunkt der BeschwerdefÃ¼hrerin (act. --).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>dd) Nach Meinung der BeschwerdefÃ¼hrerin werden ihr im Zeugnis zu Unrecht FÃ¼h­rungsdefizite vorgeworfen. Zur BegrÃ¼ndung verweist sie auf die Mitarbeiterbeurteilung vom 24. September 1998 sowie auf damalige MissstÃ¤nde auf der Station, welche sie bereits angetreten habe. In der Mitarbeiterbeurteilung seien ihr sehr gute FÃ¼hrungsfÃ¤higkeiten atte­stiert worden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Entgegen ihrer Darstellung war die BeschwerdefÃ¼hrerin mit Bezug auf die FÃ¼h­rungsfÃ¤higkeiten nicht als sehr gut qualifiziert worden: Unter sechs Kriterien war sie weit Ã¼berwiegend, nÃ¤mlich fÃ¼nfmal, mit dem PrÃ¤dikat B (= entspricht vollumfÃ¤nglich den An­forderungen) beurteilt worden (act. --). Somit waren ihre FÃ¼hrungsfÃ¤higkeiten damals in der Gesamtheit zwar als gut, nicht aber als sehr gut qualifiziert worden. Im Ãbrigen kann der damaligen Beurteilung gerade mit Bezug auf die FÃ¼hrungsfÃ¤higkeiten nur ein geringer Aussagewert zukommen: Der Beurteilungszeitraum dauerte drei Monate von Mai bis Juli 1998; in diesem ohnehin kurzen Zeitraum leitete die BeschwerdefÃ¼hrerin die Station zu­dem nur wÃ¤hrend eines Monats probeweise. Massgeblich sind daher vorab die spÃ¤teren Beurteilungen ihrer FÃ¼hrungsfÃ¤higkeiten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auf die festgestellten MÃ¤ngel bei der FÃ¼hrung von MitarbeitergesprÃ¤chen ist bereits hingewiesen worden. Laut Beurteilung des Oberpflegers <b>D</b> verunsicherte die Be­schwerdefÃ¼hrerin die Mitarbeiter durch ihre autoritÃ¤re und verletzende Art (act. --). Bereits mit Schreiben vom 2. November 1998 hatte er MÃ¤ngel in der Kommunikation fest­gestellt, so dass die BeschwerdefÃ¼hrerin an einem internen FÃ¼hrungskurs teilnahm (act. --). Auch im Rahmen der fÃ¶rmlichen Ernennung zur Stationsleiterin verbalisierte der Leiter Pflegedienst mit Schreiben vom 23. November 1998 gewisse Bedenken im Zu­sammenhang mit ihrer Art der PersonalfÃ¼hrung (act. --). Wie sich aus diesem Schreiben weiter ergibt, war die BeschwerdefÃ¼hrerin bereits am 22. Oktober 1998 unmissverstÃ¤ndlich aufgefordert worden, sich betreffend PersonalfÃ¼hrung am Klinikleitbild zu orientieren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Angesichts dieser festgestellten FÃ¼hrungsdefizite bewegt sich die Bemerkung im Zeugnis, die BeschwerdefÃ¼hrerin habe sich vor dem Hintergrund der VerhÃ¤ltnisse auf der Station nicht in vollem Mass ihrer eigentlichen FÃ¼hrungsarbeit widmen kÃ¶nnen, im Rah­men des Vertretbaren. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>ee) Schliesslich fÃ¼hrt die KlÃ¤gerin aus, das Zeugnis hinterlasse unterschwellig einen eher negativen Eindruck. Es entspreche ganz und gar nicht ihren effektiven und ausseror­dentlich guten Leistungen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auf gewisse Defizite im Umgang mit den Mitarbeitern ist bereits hingewiesen wor­den. Deren Andeutung im angefochtenen Zeugnis mag den im Ãbrigen positiven Gesamt­eindruck wohl trÃ¼ben, selbstverstÃ¤ndlich aber dÃ¼rfen im Zeugnis auch negative Dinge ste­hen, soweit sie wahr sind (Streiff/von Kaenel, Art. 330a N. 3). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Behauptung der BeschwerdefÃ¼hrerin, ihre Leistungen seien in ihrer Gesamtheit ausserordentlich gut, findet in den Akten keine StÃ¼tze. Im wesentlichen beruft sie sich auf die Mitarbeiterbeurteilung vom 24. September 1998. Darin hatte sie als Gesamtbeurteilung das drittbeste PrÃ¤dikat (= gut) bei sieben Bewertungsstufen erhalten (act. --). Selbst wenn diese Mitarbeiterbeurteilung zum Massstab fÃ¼r das Arbeitszeugnis genommen wÃ¼rde, kÃ¶nnte somit insgesamt nicht von einer Qualifikation mit ausserordentlich guten Leistun­gen gesprochen werden. Abgesehen davon war der Beurteilungszeitraum kurz und die Qualifikation dementsprechend nicht sehr aussagekrÃ¤ftig. Die schliesslich festgestellten Defizite im Umgang mit den Mitarbeitern hatten noch keinen Eingang in die damalige Be­urteilung gefunden, durften aber bei der Abfassung des Arbeitszeugnisses durchaus be­rÃ¼cksichtigt werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Vor diesem Hintergrund besteht im Hinblick auf die Wahrheitspflicht und das den BehÃ¶rden zustehende Ermessen kein genÃ¼gender Anlass, um das durch die Vorinstanz neu gefasste Zeugnis in eine andere, fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin noch gÃ¼nstigere oder wohl­wollendere Form zu bringen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>ff) Die in der Beschwerde vorgetragenen RÃ¼gen erweisen sich somit als unbegrÃ¼n­det, was zur Abweisung der Beschwerde fÃ¼hren muss.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. FÃ¼r personalrechtliche Streitigkeiten mit einem Streitwert von unter Fr. 20'000.-- werden keine Gerichtskosten erhoben; vorbehalten bleibt die Kostenauflage an die unter­liegende Partei, die durch ihre ProzessfÃ¼hrung einen unangemessenen Aufwand verursacht hat (§ 80b VRG). Wo â wie hier â ein unmittelbar bezifferbarer Streitwert fehlt, sind in sinngemÃ¤sser Anwendung von § 80b VRG nur Gerichtskosten zu erheben, wenn es um Entscheidungen grosser Tragweite geht (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 80b N. 3). ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht :</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>