<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2C_116/2008/ble </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 7. Februar 2008 </div> <div class="para">II. öffentlich-rechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Merkli, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Feller. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">Bundesamt für Migration, 3003 Bern, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdegegner, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Amt für Migration des Kantons Luzern, 6002 Luzern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Ausschaffungshaft, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 11. Dezember 2007. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Das Amt für Migration des Kantons Luzern verfügte am 7. Dezember 2007 gegen X.________, unbekannter Herkunft, auf dessen Asylgesuch das Bundesamt für Migration am 1. Oktober 2007 gestützt auf <span class="artref">Art. 32 Abs. 2 lit. a AsylG</span> nicht eingetreten war, für die Dauer von drei Monaten die Ausschaffungshaft. Mit Urteil vom 11. Dezember 2007 lehnte es das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern ab, die Haftanordnung zu genehmigen; es hob die Ausschaffungshaft auf und ordnete die sofortige Freilassung von X.________ an. </div> <div class="para">Mit vom 31. Januar 2008 datierter Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beantragt das Bundesamt für Migration dem Bundesgericht, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern aufzuheben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">2.1 Die Beschwerde gegen einen Entscheid ist innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht einzureichen (<span class="artref">Art. 100 Abs. 1 BGG</span>). Gemäss <span class="artref">Art. 44 Abs. 1 BGG</span> beginnen Fristen, die durch eine Mitteilung oder den Eintritt eines Ereignisses ausgelöst werden, am folgenden Tag zu laufen. <span class="artref">Art. 46 Abs. 1 lit. c BGG</span> hält fest, dass gesetzlich oder richterlich nach Tagen bestimmte Fristen vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar stillstehen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.2 Wie in der Beschwerdeschrift dargelegt, ist das angefochtene Urteil dem beschwerdeführenden Bundesamt am 21. Dezember 2007 durch das Amt für Migration des Kantons Luzern zugestellt worden. Gemäss auf dem Briefumschlag, welcher die Beschwerdeschrift samt Beilagen enthielt, angebrachter Postbestätigung ist die Beschwerde als eingeschriebene Sendung am Montag, 4. Februar 2008, 15.10 Uhr, bei der Poststelle CH-3084 Wabern aufgegeben worden. </div> <div class="para">Das Urteil des Verwaltungsgerichts ist dem Bundesamt während des Friststillstandes gemäss <span class="artref">Art. 46 Abs. 1 lit. c BGG</span> zugestellt worden, welcher am 2. Januar 2008 endigte. Die Beschwerdefrist begann somit am 3. Januar 2008 zu laufen; dreissigster Tag ist der 1. Februar 2008 (Freitag). Die Beschwerde ist mithin verspätet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.3 Das Bundesamt hat auf der Beschwerdeschrift als Datum den 31. Januar 2008 angebracht. Möglicherweise war geplant, dass die Postaufgabe am nächsten Tag und somit rechtzeitig erfolgen würde. Es mag aber auch sein, dass es <span class="artref">Art. 46 Abs. 1 lit. c BGG</span> in Verbindung mit <span class="artref">Art. 44 Abs. 1 BGG</span> so verstand, dass ein während des Friststillstandes zugestellter Entscheid erst als am ersten Tag nach dessen Beendigung eröffnet gilt. So verhielt es sich unter der Herrschaft des bis 31. Dezember 2006 in Kraft stehenden Bundesgesetzes vom 16. Dezember 1943 über die Organisation der Bundesrechtspflege (Bundesrechtspflegegesetz [OG]). Für eine solche Handhabung des Fristenlaufs im Zusammenhang mit einem Friststillstand konnte der Wortlaut von <span class="artref">Art. 32 Abs. 1 OG</span> Anlass geben (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=20.01.2008&amp;to_date=08.02.2008&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-V-60%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page60">BGE 122 V 60</a> E. 1b/bb S. 62), anders als nunmehr der Wortlaut von <span class="artref">Art. 44 Abs. 1 BGG</span>. Mit der hiefür gewählten Formulierung wünschte der Gesetzgeber die zu <span class="artref">Art. 32 Abs. 1 OG</span> gebildete Praxis aufzugeben und insbesondere eine Koordination mit der Praxis zu <span class="artref"><artref id="CH/172.021/20/2" type="start"></artref><artref id="CH/172.021/20/1" type="start"></artref>Art. 20 Abs. 1 und 2 VwVG</span><artref id="CH/172.021/20/2" type="end"></artref><artref id="CH/172.021/2" type="end"></artref> herbeiführen (vgl. zum Ganzen umfassend <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=20.01.2008&amp;to_date=08.02.2008&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F132-II-153%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page153">BGE 132 II 153</a>, insbesondere E. 4.2 S. 158 f.). Sollte der Beschwerdeführer die Beschwerdefrist wegen eines Irrtums über die Tragweite von <span class="artref">Art. 44 Abs. 1 BGG</span> verpasst haben, läge ein Rechtsirrtum vor, der ein blosses Versehen und jedenfalls - schon angesichts von <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=20.01.2008&amp;to_date=08.02.2008&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F132-II-153%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page153">BGE 132 II 153</a> - kein unverschuldetes Hindernis darstellte, welches als Fristwiederherstellungsgrund im Sinne von <span class="artref">Art. 50 Abs. 1 BGG</span> angerufen werden könnte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.4 Auf die verspätete und damit im Sinne von <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG</span> offensichtlich unzulässige Beschwerde ist im vereinfachten Verfahren (<span class="artref">Art. 108 BGG</span>) nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.5 Dem in seinem amtlichen Wirkungskreis handelnden Beschwerdeführer sind keine Kosten aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 4 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt der Präsident: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Bundesamt für Migration, dem Amt für Migration für sich und zuhanden des Beschwerdegegners sowie dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 7. Februar 2008 </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Merkli Feller </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>