<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VK.2000.00007</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106154&amp;W10_KEY=4467148&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VK.2000.00007</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 19.06.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Streitigkeit aus öffentlich-rechtlichem Vertrag</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Auslegung eines verwaltungsrechtlichen Vertrags zwischen Gemeinwesen und Privatunternehmen über die Entsorgung des Sickerwassers einer Klärschlammdeponie.<br/><br/>Eintreten auf die Klage nur, soweit das Begehren mit dem Vertragsinhalt zusammenhängt (E. 1). Die Auslegung des Vertrags erlaubt keine sofortige Auflösung des auftragsähnlichen Vertragsverhältnisses, doch ist ein Zeitpunkt festzusetzen, zu dem der Vertrag im Fall des fehlenden Eintritts der für die Vertragsauflösung erforderlichen Bedingung spätestens dahinfällt (E. 2).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABWASSER">ABWASSER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: BODENSCHUTZ">BODENSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DEPONIE">DEPONIE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTSORGUNG">ENTSORGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: GEWÃSSERSCHUTZ">GEWÃSSERSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KLÃRSCHLAMM">KLÃRSCHLAMM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICH-RECHTLICHER VERTRAG">ÃFFENTLICH-RECHTLICHER VERTRAG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Klageverfahren ST: VERFAHREN">VERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAGSAUFLÃSUNG">VERTRAGSAUFLÃSUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAGSAUSLEGUNG">VERTRAGSAUSLEGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSPRINZIP">VERTRAUENSPRINZIP</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWALTUNGSRECHTLICHER VERTRAG">VERWALTUNGSRECHTLICHER VERTRAG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 156 OR</span><br/><span class="gerade">Art. 404 lit. I OR</span><br/><span class="ungerade">§ 82 lit. k VRG</span><br/><span class="gerade">Art. 2 ZGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I.</span><span> Im Jahr 1985 musste nach einer LÃ¶sung fÃ¼r die Entsorgung des KlÃ¤rschlamms ge­sucht werden, welcher im Kanton ZÃ¼rich seinerzeit anfiel. Davon betroffen war unter ande­rem die von der Stadt ZÃ¼rich betriebene KlÃ¤ranlage Z in ZÃ¼rich. Die Firma A war damals und heute Betreiberin der Deponie X in der Gemeinde Q. GemÃ¤ss Schreiben des kantonalen Baudirektors vom 31. Oktober 1985 wurde im Sinn einer Ãbergangs- und NotlÃ¶sung unter anderem Folgendes festgehalten: Der entwÃ¤s­ser­te KlÃ¤rschlamm aus der Anlage Z war zu 65 % der Deponie X zuzufÃ¼h­ren; weiter wurde festgestellt, dass die Halter der EntwÃ¤sserungsanlagen (hier die Stadt ZÃ¼rich) und die Deponiehalter (hier die Firma A) ihre Ã¼brigen Angelegen­heiten direkt regeln. Diese Massnahme wurde im Oktober 1986 erneuert. Im Dezember 1987 erfolgte die Zuweisung neu zu 100 % auf die Deponie X, im Ãbrigen blieb es bei der bisherigen Regelung. Wie sich aus dem Beschluss des Regierungsrats vom 29. Ju­ni 1988 ergibt, erfolgten diese Regelungen jeweils einvernehmlich mit allen Beteiligten, weshalb die Konzepte formlos mit Zirkularschreiben erlassen wurden. GestÃ¼tzt auf diese Konzepte lieferte die Stadt ZÃ¼rich bis ins Jahr 1988 rund 60 t KlÃ¤rschlamm aus Z nach X. Mit Beschluss vom 29. Juni 1988 bewilligte der Regierungsrat eine Ablagerung des KlÃ¤r­schlamms auf der Deponie X infolge Geruchsimmissionen nur noch bis lÃ¤ngstens 30. Juni 1989. Dieser Anordnung kam die Stadt ZÃ¼rich nach und verzichtete auf eine Ablagerung des KlÃ¤rschlamms in der Deponie X. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bereits am 29. Mai 1987 hatte das Amt fÃ¼r GewÃ¤sserschutz und Wasserbau des Kantons ZÃ¼rich (heute AWEL Amt fÃ¼r Abfall, Wasser, Energie und Luft) die ZufÃ¼hrung des Sickerwassers aus dem auf der Deponie X eingerichteten KlÃ¤rschlammzwi­schen­lager in eine grosse Abwasserreinigungsanlage verfÃ¼gt und die Ableitung des Sicker­was­sers in die Kanalisation der Gemeinde Q verboten; VerfÃ¼gungsadressatinnen waren die Firma A und die Gemeinde Q, nicht aber die Stadt ZÃ¼­rich. Nachdem dieses Sickerwasser im Wesentlichen den aus der Stadt ZÃ¼rich zuge­fÃ¼hrten KlÃ¤rschlamm betraf, fand zwischen Vertretern der Stadt ZÃ¼rich und der Firma A am 24. September 1987 eine Besprechung statt. Dabei erklÃ¤rte sich die Stadt ZÃ¼rich bereit, das Sickerwasser aus der Deponie X abzuholen und in die KlÃ¤r­anlage Z zu Ã¼berfÃ¼hren. Der Abtransport und die Behandlung des Sickerwassers sollten zu Lasten der Stadt ZÃ¼rich gehen. In der Folge liess die Stadt ZÃ¼rich auf der Deponie X Pumpen einbauen, um den Transport statt durch Saugwagen mit normalen Tank­lastwagen bewerkstelligen zu kÃ¶nnen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 3. Juni 1999 erklÃ¤rte die Stadt ZÃ¼rich die KÃ¼ndigung der Abmachung auf den 31. August 1999. Die Firma A akzeptierte diese KÃ¼ndigung nicht, kÃ¼ndigte ihrerseits am 16. August 1999 die Zwischendeponie in Q per 31. August 1999 und forderte die Stadt ZÃ¼rich auf, den KlÃ¤rschlamm bis zu diesem Zeitpunkt zu entsorgen. In der Folge fÃ¼hrten die Parteien GesprÃ¤che, wobei sich die Stadt ZÃ¼rich bereits am 16. August 1999 bereit erklÃ¤rt hatte, die Installation in X weiter zur VerfÃ¼gung zu stellen und das Sickerwasser gegen Entgelt entgegenzunehmen. Die GesprÃ¤che, teilweise mit Beteiligung von Vertretern des AWEL, endeten ohne Einigung. GemÃ¤ss einer Aktennotiz des AWEL vom 10. Juli 2000 kann dieses so­wohl der Entfernung des KlÃ¤rschlamms als auch einem gesicherten Belassen vor Ort zu­stimmen. Am 14. bzw. 17. Juli 2000 erneuerten sowohl die Stadt ZÃ¼rich als auch die Firma A ihre KÃ¼ndigungen, jetzt mit Wirkung per 31. </span><span>August 2000.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Am 29. </span><span>August 2000 reichte die Firma A Klage beim Verwal­tungsgericht ein mit dem Hauptbegehren, die Stadt ZÃ¼rich zu verpflichten, den im KlÃ¤r­schlammzwischenlager der Deponie X von der Stadt gelagerten KlÃ¤rschlamm auszu­bauen sowie das bis zu diesem Zeitpunkt aus dem Zwischenlager anfallende Sickerwasser abzufÃ¼hren und zu entsorgen. Im Eventualstandpunkt verlangte die KlÃ¤gerin, die Beklagte zu verpflichten, das wÃ¤hrend dem Fortbestand des KlÃ¤rschlammzwischenlagers anfallende Sickerwasser abzufÃ¼hren und zu entsorgen. AnsprÃ¼che finanzieller Natur behielt sich die KlÃ¤gerin vor. Schliesslich stellte sie im Sinn eines vorsorglichen Massnahmebegehrens den Antrag, die Beklagte ab 1. September 2000 fÃ¼r die Dauer des Prozesses zu verpflichten, das Sickerwasser aus der KlÃ¤rschlammzwischendeponie weiterhin zu entsorgen, eventuell ge­gen Leistung einer GebÃ¼hr.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 31. August 2000 wies das Verwaltungsgericht die Be­klagte einstweilen an, wie bisher fÃ¼r die RÃ¼ckfÃ¼hrung des Sickerwassers aus dem Schla­cken- und KlÃ¤rschlammlager der Deponie X in die KlÃ¤ranlage Z besorgt zu sein. Am 12. September 2000 ersuchte die Beklagte um Aufhebung der PrÃ¤sidialverfÃ¼­gung und stellte ihrerseits das Begehren, einstweilen die KlÃ¤gerin anzuweisen, das Sicker­wasser aus deren Schlacken- und KlÃ¤rschlammlager der Deponie X wie bisher in die KlÃ¤ranlage Z einzuliefern, wobei die gesamten dafÃ¼r aufzuwendenden Transport- und Entsorgungskosten von der KlÃ¤gerin zu tragen seien. Dazu nahm die KlÃ¤gerin am 25. September 2000 Stellung mit dem Antrag, die PrÃ¤­sidialverfÃ¼gung vom 31. August 2000 zu bestÃ¤tigen. Mit Beschluss vom 11. Oktober 2000 wurde die Beklagte einstweilen verpflichtet, die Pumpenanlage auf dem Areal der Deponie X der KlÃ¤gerin zu belassen und das von der KlÃ¤gerin zugefÃ¼hrte Sickerwasser in der KlÃ¤ranlage Z entgegenzunehmen und fachgerecht zu behandeln. Im Ãbrigen wurden die Massnahmebegehren abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Hauptverfahren erstattete die Beklagte am 23. November 2000 die Klageantwort, worin sie um vollumfÃ¤ngliche Klageabweisung unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der KlÃ¤gerin ersuchte. Entsprechend dem Gesuch der KlÃ¤gerin, dem die Beklagte beistimmte, wurde ein zweiter Schriftenwechsel durchgefÃ¼hrt. Dabei hielten die Parteien in der Replik vom 9. MÃ¤rz 2001 bzw. der Duplik vom 11. Mai 2001 an ihren bisherigen AntrÃ¤gen fest.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die KlÃ¤gerin beruft sich fÃ¼r die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts auf ein Ã¶ffentliches VertragsverhÃ¤ltnis zwischen den Parteien und stÃ¼tzt die Klage dementspre­chend auf § 82 lit. k des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG; act. 2 S. 18 f). GemÃ¤ss dieser Bestimmung beurteilt das Verwaltungsgericht Streitigkeiten aus verwaltungsrechtlichen VertrÃ¤gen als einzige Instanz.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) aa) Im Eventualstandpunkt beantragt die KlÃ¤gerin, die Beklagte zu verpflichten, das wÃ¤hrend dem Fortbestand des KlÃ¤rschlammzwischenlagers anfallende Sickerwasser abzufÃ¼hren und zu entsorgen. AnlÃ¤sslich der Besprechung zwischen den Parteien vom 24. September 1987 hatte sich die Beklagte bereit erklÃ¤rt, das in der Deponie X anfallende Sickerwasser abzuholen und in der KlÃ¤ranlage Z zu behandeln bzw. fÃ¼r diese Kosten aufzukommen. Die Ãbernahme dieser Leis­tung ist offenkundig in freier Absprache zwischen den Parteien erfolgt; es ist diesbezÃ¼glich vom Vorhandensein einer vertraglichen Abmachung zwischen den Parteien auszugehen. FÃ¼r ihr Eventualbegehren kann sich die KlÃ¤gerin demnach auf eine vertragliche Grundlage berufen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Eintretensvoraussetzung ist in Abgrenzung von der zivilen Gerichtsbarkeit sodann ein verwaltungsrechtlicher, also Ã¶ffentlichrechtlicher Vertrag als Streitgegenstand. GemÃ¤ss herrschender Auffassung ist ein Vertrag Ã¶ffentlichrechtlicher Natur, wenn er unmittelbar die ErfÃ¼llung einer Ã¶ffentlichrechtlichen Aufgabe betrifft (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Boss­hart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A, ZÃ¼rich 1999, § 1 N. 18). Die Entsorgung von AbfÃ¤llen der Ã¶ffentlichen Abwasserreinigung ist eine Ã¶ffentliche Auf­gabe (vgl. Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 849; Art. 31b des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983). Die Abmachung zwischen den Parteien vom 24. September 1987 ist somit Ã¶ffentlichrechtlicher Natur. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Bezug auf das Eventualbegehren ist demnach auf die Klage einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Im Haupstandpunkt beantragt die KlÃ¤gerin, die Beklagte zu verpflichten, den im KlÃ¤rschlammzwischenlager der Deponie gelagerten KlÃ¤rschlamm entsprechend der KÃ¼ndi­gung auf den 31. August 2000 auszubauen und das bis zu diesem Zeitpunkt anfallende Si­ckerwasser abzufÃ¼hren und zu entsorgen. Diese Verpflichtung der Beklagten leitet die KlÃ¤gerin im Wesentlichen daraus ab, dass die Deponie nie als definitive LÃ¶sung gedacht gewesen sei. Dies hÃ¤tten alle gewusst. Diese definitive Entsorgung obliege seit je und auch heute noch der Beklagten. Es habe nach Treu und Glauben nicht der geringste Anlass fÃ¼r eine Ãbernahme dieser Verpflichtung durch die KlÃ¤gerin bestanden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese AusfÃ¼hrungen zeigen in keiner Weise auf, wann oder wie sich die Beklagte vertraglich verpflichtet haben sollte, die definitive Entsorgung des KlÃ¤rschlamms zu Ã¼bernehmen. Hinweise fÃ¼r eine solche Abmachung ergeben sich auch nicht aus den Akten. Es war vielmehr die Absicht der KlÃ¤gerin selbst, den KlÃ¤rschlamm wieder auszubauen und weiterzuverwenden. Aus der Qualifikation der Deponie als Zwischenlager kann keineswegs auf eine vertragliche Verpflichtung der Beklagten zur definitiven Entsorgung geschlossen werden. Auch aus dem Umstand, dass sich die Beklagte beispielsweise mit Schreiben vom 3. August 1988 um die Zukunft der Deponie Gedanken machte, kann die KlÃ¤gerin nicht den Bestand einer Vereinbarung ableiten. Dasselbe gilt schliesslich fÃ¼r die Behauptung der KlÃ¤gerin, sie habe nach Treu und Glauben bei den damaligen UmstÃ¤nden nicht davon ausgehen mÃ¼ssen, dass mit der stÃ¤dtischen GebÃ¼hr sÃ¤mtliche mit der Zwischendeponie verbundenen Lasten und Risiken auf sie Ã¼bergegangen seien. Es liegt im Gegenteil auf der Hand, dass die KlÃ¤gerin - hÃ¤tte sie eine besonders tiefe DeponiegebÃ¼hr verlangt - im Gegenzug die Verpflichtung der Beklagten zur definitiven Entsorgung verabredet hÃ¤tte. Es lÃ¤sst sich daher auch nicht auf das Vorhan­densein einer stillschweigenden Abrede zwischen den Parteien, worin sich die Beklagte zur definitiven Entsorgung ihres KlÃ¤rschlamms verpflichtet hÃ¤tte, schliessen. TatsÃ¤chlich stÃ¼tzt sich die Klage betreffend die definitive Entsorgung nicht ernsthaft auf eine vertragliche Ab­machung, sondern im Ergebnis darauf, dass es sich um KlÃ¤rschlamm aus dem Verantwortungsbereich der Beklagten handle, und dass sie - die KlÃ¤gerin - die Entsorgungspflicht nicht Ã¼bernommen habe. Auch die seinerzeitige Ãbernahme des stÃ¤dtischen KlÃ¤rschlamms durch die KlÃ¤gerin beruhte nicht auf vertraglicher Grundlage, sondern erfolg­te in Nachachtung der vom Kanton ZÃ¼rich getroffenen Konzepte. Die KlÃ¤gerin anerkennt denn auch selbst, dass sie verpflichtet worden war, den KlÃ¤rschlamm der Beklagten zu Ã¼bernehmen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine vertragliche Verpflichtung der Beklagten zum Ausbau des KlÃ¤rschlamms aus der Deponie X ist nicht ersichtlich. Ob die Beklagte allenfalls aus einem anderen als vertraglichen Rechtsgrund zu einer definitiven Entsorgung verpflichtet ist, entzieht sich der ÃberprÃ¼fung im vorliegenden Klageverfahren, worin allein AnsprÃ¼che aus verwaltungsrecht­lichen VertrÃ¤gen beurteilt werden kÃ¶nnen. Auf die Klage ist daher im Hauptpunkt nicht einzutreten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Zur materiellen Beurteilung des klÃ¤gerischen Eventualbegehrens ist die Abmachung der Parteien vom 24. September 1987 auszulegen. Dabei kommt dem Vertrauens­prinzip massgebliche Bedeutung zu: Die Auslegung verwaltungsrechtlicher VertrÃ¤ge erfolgt wie bei privatrechtlichen nach dem Grundsatz von Treu und Glauben (vgl. BGE 103 Ia 505 E. 2b, 122 I 328 E. 3a; RenÃ© Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, ErgÃ¤nzungsband, Basel/Frankfurt a.M. 1990, Nr. 20 V; HÃ¤felin/ MÃ¼ller, Rz. 888). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Die Vereinbarung vom 24. September 1987 erfolgte lediglich mÃ¼ndlich. Deren Inhalt kann einzig der knappen - aber von beiden Parteien unbestrittenen - Aktennotiz des stÃ¤dtischen Abfuhrwesens vom 28. September 1987 entnommen werden. Ãber Dauer oder BeendigungsmodalitÃ¤ten enthÃ¤lt die Aktennotiz nichts. Die Parteien behaupten diesbezÃ¼glich auch keine konkreten mÃ¼ndlichen Abreden. Die Beklagte macht in rechtlicher Hinsicht allerdings geltend, der Vertrag sei angesichts seiner auftragsÃ¤hnlichen Natur jederzeit kÃ¼nd­bar. Es mag durchaus zutreffen, dass die Verpflichtung, das Sickerwasser ab­zuholen und zu behandeln, auftragsÃ¤hnliche Komponenten hat. Richtig ist ferner, dass der privatrechtliche Auftrag jederzeit gekÃ¼ndigt werden kann (Art. 404 Abs. 1 des Schweizerischen Obligationenrechts, OR). Diese Bestimmung gilt nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung zudem als zwingend (BGE 115 II 464 E. 2a; vgl. dagegen etwa Walter Fellmann, Berner Kommentar zum Schweizerischen Privatrecht, Bern 1992, Art. 404 OR N. 118 ff. ). Indes bleibt in Erinnerung zu rufen, dass der in Frage stehende Vertrag Ã¶ffentlichrechtlicher Natur ist. Die Parteien sind im Verwaltungsrecht - anderslautende Ã¶ffentlichrechtliche Normen vorbehalten - grundsÃ¤tzlich frei bei der Wahl der Beendigungsform. So lÃ¤sst sich eine Beendigung durch ErfÃ¼llung, durch Ablauf einer vereinbarten oder gesetzlichen Dauer oder auch durch KÃ¼ndigung vorsehen (vgl. HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 911 f.). Auf Bestimmungen des Obligationenrechts kann im Sinn von allgemeinen RechtsgrundsÃ¤tzen zwar insoweit abgestellt werden, als das Ã¶ffentliche Recht keine eigenen Regeln vorsieht; indessen muss sich die privatrechtliche Bestimmung auch auf dem Gebiet des Ã¶ffent­lichen Rechts als sachgerecht erweisen (BGr, 20. Juli 1981, ZBl 83/1982 S. 73; BGE 105 Ia 207 E. 2c, je mit Hinweisen). Es besteht somit kein Anlass, um die LÃ¼cke im Vertrag in Anlehnung an die zivilrechtliche Regelung des Auftrags von vornherein dahingehend zu fÃ¼llen, dass eine KÃ¼ndigung als jederzeit zulÃ¤ssig anzunehmen wÃ¤re. Die in der strittigen Vereinbarung ungeregelte Frage nach der Beendigung ist vielmehr vorab durch Auslegung des Vertrags unter BerÃ¼cksichtigung der damaligen UmstÃ¤nde zu beantworten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die KlÃ¤gerin stellt sich auf den Standpunkt, aufgrund der damaligen UmstÃ¤nde sei nach Treu und Glauben davon auszugehen, dass die Verpflichtung der Beklagten zur KlÃ¤rschlammsickerwasserentsorgung unkÃ¼ndbar bis zum Zeitpunkt der Aufhebung der Zwischendeponie vereinbart worden sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ausgangspunkt fÃ¼r die Vereinbarung der Parteien Ã¼ber die AbfÃ¼hrung des Sickerwassers war die VerfÃ¼gung des kantonalen Amts fÃ¼r GewÃ¤sserschutz und Wasserbau vom 29. Mai 1987, worin die KlÃ¤gerin verpflichtet wurde, das Sickerwasser aus dem KlÃ¤rschlammzwischenlager X einer grossen Abwasserreinigungsanlage zuzufÃ¼hren. Mit Recht weist die Beklagte darauf hin, dass dieses Vorgehen nur als Ãbergangs­lÃ¶sung gedacht war: In ErwÃ¤gung 3 besagter VerfÃ¼gung wurde nÃ¤mlich ausdrÃ¼cklich festgehalten, dass das Si-ckerwasser aus dem KlÃ¤rschlammzwischenlager einer grossen Abwasserreinigungsanlage zuzufÃ¼hren sei "bis zur Inbetriebnahme einer deponieeigenen Abwasservorbehandlungsanlage". Vor diesem Hintergrund liegt es auf der Hand, dass die Parteien beim Abschluss der strittigen Vereinbarung, mit welcher die Pflicht zur AbfÃ¼hrung des Sickerwassers von der Beklagten Ã¼bernommen wurde, annehmen mussten und durften, das Sickerwasser werde nur fÃ¼r eine begrenzte Ãbergangszeit anfallen. Es ist davon auszugehen, dass die Beklagte die Verpflichtung fÃ¼r die Dauer einer beschrÃ¤nkten Ãbergangszeit eingegangen ist, also bis - innert absehbarer Frist - auf der Deponie eine Abwasservorbehandlungsanlage eingerichtet oder bis der KlÃ¤rschlamm aus dem Zwischenlager anderweitig definitiv entsorgt wÃ¼rde. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beklagte scheint sich fÃ¼r ihr KÃ¼ndigungsrecht allerdings auch darauf zu berufen, dass sie die Verpflichtung seinerzeit quasi ohne Gegenleistung von Seiten der KlÃ¤gerin eingegangen sei. Zwar hat die KlÃ¤gerin fÃ¼r die Leistungen der Beklagten tatsÃ¤chlich nichts zu bezahlen. Die Vereinbarung steht jedoch im Zusammenhang damit, dass die KlÃ¤gerin gemÃ¤ss den kantonalen Regelungen von 1985-1987 verpflichtet war, den KlÃ¤rschlamm der Beklagten entgegenzunehmen. Nachdem die KlÃ¤gerin vom Kanton ZÃ¼rich zusÃ¤tzlich zur Entsorgung des Sickerwassers verpflichtet worden war, schloss die Beklagte die strittige Vereinbarung offensichtlich als Gegenleistung dafÃ¼r ab, dass sich die KlÃ¤gerin dem Diktat des Kantons zur Entgegennahme des stÃ¤dtischen KlÃ¤rschlamms widerspruchslos unterwarf - und damit zur LÃ¶sung des auf Seiten der Beklagten eingetretenen Problems mittrug. Die Stadt war damals auf die Abnahme ihres KlÃ¤rschlamm dringend angewiesen. Es herrschte eine Art Notsituation. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese besondere Ausgangslage liesse es als stossend erscheinen, die jederzeitige KÃ¼ndigungsbefugnis beim obligationenrechtlichen Auftrag auf vorliegenden Ã¶ffentlich­rechtlichen Vertrag anzuwenden; dies erschiene nicht als sachgerecht. Es bleibt somit dabei, dass die Abrede zwischen den Parteien nach dem Vertrauensgrundsatz wie folgt auszulegen ist: Die Beklagte verpflichtete sich im Sinn einer ÃbergangslÃ¶sung solange zu AbfÃ¼hrung und Behandlung des Sickerwassers, bis die KlÃ¤gerin eine deponieeigene Abwasservorbehandlungsanlage in Betrieb nehmen oder den KlÃ¤rschlamm anderweitig definitiv entsorgen wÃ¼rde. Nachdem das Sickerwasser aus der KlÃ¤rschlammdeponie derzeit unverÃ¤ndert anfÃ¤llt, besteht die Verpflichtung der Beklagten somit grundsÃ¤tzlich weiterhin.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Dabei ist allerdings Folgendes in Betracht zu ziehen: Die AuflÃ¶sung bzw. Beendigung der strittigen Vereinbarung hÃ¤ngt vom Eintritt einer Bedingung ab, - eben davon, dass auf der Deponie eine Abwasservorbehandlungsanlage in Betrieb genommen oder dass der KlÃ¤rschlamm anderweitig definitiv entsorgt wird. Es steht somit im Einflussbereich der KlÃ¤gerin als Deponiebetreiberin, ob diese Bedingung eintrifft oder nicht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Zivilrecht gilt eine Bedingung als erfÃ¼llt, wenn ihr Eintritt von einer Vertragspartei wider Treu und Glauben verhindert worden ist (Art. 156 OR). Mit dieser Regelung wird der allgemeine Rechtsgrundsatz von Art. 2 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (Handeln nach Treu und Glauben) konkretisiert. Es erscheint als sachgerecht, diesen Grund­satz auf Ã¶ffentlichrechtliche VertragsverhÃ¤ltnisse zu Ã¼bertragen. Mit anderen Worten: UnterlÃ¤sst es die KlÃ¤gerin entgegen den berechtigten Erwartungen der Beklagten treuwidrig, die Voraussetzungen fÃ¼r das Dahinfallen deren Verpflichtung zu schaffen, so wird die Beklagte von ihrer Pflicht dennoch befreit. In diesem Sinn argumentiert die Beklagte, wenn sie der KlÃ¤gerin vorwirft, sie habe bis heute keine deponieeigene Abwasservorbehandlungsanlage in Betrieb genommen. In der Tat ergeben sich kaum Hinweise dafÃ¼r, dass die KlÃ¤gerin bis 1999 Anstalten getroffen hÃ¤tte, die Gegebenheiten in ihrem KlÃ¤rschlamm­lager zu Ã¤ndern. Diese weitgehende UntÃ¤tigkeit legt nahe, dass der KlÃ¤gerin die bestehende Situation gelegen kam und sie angesichts der Verpflichtung der Beklagten zur Abnahme des Sickerwassers keine Ãnderungen in die Wege leitete. Allein daraus kann fÃ¼r den jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht angenommen werden, die KlÃ¤gerin habe wider Treu und Glauben gehandelt; dies vorab deshalb nicht, weil das UntÃ¤tigsein bis 1999 durch die Beklagte - quasi reziprok - offensichtlich nicht nachhaltig gerÃ¼gt worden war. Erst mit Schrei­ben vom 3. Juni 1999 wurde die Angelegenheit von der Beklagten aufgegriffen und deutlich gemacht, dass sie nicht mehr bereit ist, die Leistung kostenlos weiter zu erbringen. Vor diesem Hintergrund lÃ¤sst sich im heutigen Zeitpunkt noch nicht sagen, dass die vertragliche Verpflichtung der Beklagten infolge eines treuwidrigen Verhaltens der KlÃ¤gerin beendet wÃ¤re. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Angesichts der nun geklÃ¤rten Rechtslage, wonach fÃ¼r die Beklagte keinerlei vertrag­liche Sanierungspflicht besteht, und in BerÃ¼cksichtigung des klar geÃ¤usserten Willens der Beklagten, die bestehende Situation nicht mehr weiter zu dulden, liesse sich aber weiteres UntÃ¤tigsein auf Seiten der KlÃ¤gerin wohl doch bald als treuwidrig qualifizieren. Die KlÃ¤gerin mÃ¼sste bei unbegrÃ¼ndetem Zuwarten damit rechnen, dass eine neue VertragskÃ¼ndigung der Beklagten in absehbarer Zeit durchaus Aussicht auf gerichtlichen Schutz haben kÃ¶nnte. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Angesichts des nunmehrigen langen unverÃ¤nderten Bestandes des Zwischenlagers rechtfertigt es sich sodann bereits heute, die Dauer der Verpflichtung der Beklagten unter dem Gesichtspunkt des Vertrauensprinzips und damit insbesondere unter BerÃ¼cksichtigung der damaligen Voraussehbarkeit auf eine bestimmte maximale Dauer festzulegen. Wenn die Beklagte aus allgemeiner Lebenserfahrung zwar damit rechnen musste, dass sich die definitive Entsorgung des KlÃ¤rschlamms um Jahre verzÃ¶gern wÃ¼rde, so konnte sie doch nicht erwarten, dass die provisorische LÃ¶sung im Zwischenlager quasi auf unbeschrÃ¤nkte Zeit aufrechterhalten wÃ¼rde. Nach Treu und Glauben durfte sie vielmehr mit einer definitiven Entsorgung innert einer vernÃ¼nftigen Frist rechnen. Es ist davon auszugehen, dass sich die Beklagte - hÃ¤tte sie eine unbeschrÃ¤nkte WeiterfÃ¼hrung des Provisoriums seinerzeit in Betracht gezogen -, die Verpflichtung nicht eingegangen wÃ¤re. Unter BerÃ¼cksichtigung sÃ¤mtlicher UmstÃ¤nde rechtfertigt es sich im Sinn richterlicher VertragslÃ¼ckenfÃ¼llung, die Verpflichtung der Beklagten auf eine Dauer von hÃ¶chstens 20 Jahren ab Vertragsschluss festzulegen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Zusammengefasst bleibt es somit in teilweiser Gutheissung des klÃ¤gerischen Eventualbegehrens bis auf weiteres bei der Verpflichtung der Beklagten, das aus dem KlÃ¤rschlammzwischenlager der Deponie anfallende Sickerwasser abzufÃ¼hren und zu entsorgen. Dasselbe gilt - in Abweichung der vorsorglichen Massnahmeregelung des Gerichts vom 11. Oktober 2000 - auch fÃ¼r die Dauer des vorliegenden Klageverfahrens. Diese Pflicht gilt bis auf weiteres und endet, wenn der KlÃ¤rschlamm aus der Deponie X abgefÃ¼hrt wur­de oder die Notwendigkeit zu Abtransport und Entsorgung des Sickerwassers aus anderen GrÃ¼nden (z.B. Inbetriebnahme einer deponieeigenen Abwasservorbehandlungsanlage) entfallen ist, jedoch spÃ¤testens 20 Jahre nach Vertragsschluss, d.h. spÃ¤testens am 24. September 2007. Vorbehalten bleibt die MÃ¶glichkeit der Beklagten, bei kÃ¼nftiger treuwidriger UntÃ¤tigkeit der KlÃ¤gerin, den Vertrag vorzeitig - aber mit angemessener Frist - zu kÃ¼ndigen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. â¦</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>In teilweiser Gutheissung der Klage wird festgestellt, dass die Beklagte in Nachachtung der Vereinbarung zwischen den Parteien vom 24. September 1987 verpflichtet ist, das aus dem KlÃ¤rschlammzwischenlager der Deponie X anfallende Sickerwasser wei­terhin abzufÃ¼hren und zu entsorgen, lÃ¤ngstens bis 24. September 2007. </span></p> <p class="Einzug2"><span> Im Ãbrigen wird die Klage abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2.<span> </span></span><span>â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>