B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-3526/2013 Z w i s c h e nv e r f ü g u n g v o m 16 . A u g u s t 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichter Marc Steiner, Gerichtsschreiberin Sabine Büttler. Parteien Hewlett-Packard (Schweiz) GmbH, Überlandstrasse 1, 8600 Dübendorf, vertreten durch Rechtsanwälte lic. iur. Daniel Petazzi und lic. iur. Simon Oeschger, Suffert Neuenschwander & Partner, Rothfluhstrasse 91, Postfach 525, 8702 Zollikon, Beschwerdeführerin, gegen Bundesamt für Bauten und Logistik BBL, KBB / Rechtsdienst, Fellerstrasse 21, 3003 Bern, vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. Hans Rudolf Trüeb und/oder Rechtsanwältin Julia Bhend, Walder Wyss AG, Seefeldstrasse 123, 8034 Zürich, Vergabestelle, und X. __________, vertreten durch Rechtsanwälte Dr. iur. Beat Badertscher und/oder Dr. iur. Mischa Morgenbesser, Badertscher Rechtsanwälte AG, Mühlebachstrasse 32, 8024 Zürich, Zuschlagsempfängerin 1. Gegenstand Öffentliches Beschaffungswesen – (1338) 620 Neuaus- schreibung Business-Computermonitore (Projekt-ID 94689) – SIMAP-Meldungsnummer 777499. B-3526/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. Das Bundesamt für Bauten und Logistik BBL (im Folgenden: Vergabestel- le) schrieb auf der Internetplattform SIMAP am 11. Februar 2013 einen Lieferauftrag für den Kauf von Business -Computermonitoren im offenen Verfahren aus ( SIMAP-Meldungsnummer 763651, Projekt-ID 94689 ). Gemäss Ziffer 2.5 der Ausschreibung han delt es sich um die Neuau s- schreibung der abgebrochenen Ausschreibung 1174 (Projekt-ID 79218). Beschaffungsobjekt ist die Lieferung von total ca. 40'000 Flachbildschi r- men verschiedener Dimensionen, inkl. Transport und weiteren Dienstleis- tungen, für den Beschaffungszeitraum vom 1. Juni 2013 bis 31. Mai 2018. Mit der Neuausschreibung wo lle die Vergabestelle aufgrund der 2-Produktestrategie des Infomatikrats des Bundes ( IRB) zwei Hersteller- produkte evaluieren (vgl. Ziffer 2.5). In Ziffer 2.5 wird weiter festgehalten, dass "die zwei Anbieter einen Zuschlag erhalten, welche die beiden wir t- schaftlich günstigsten Angebote unterbreiten", wobei es sich um zwei ver- schiedene Herstellerprodukte handeln müsse. Jeder Anbieter dürfe nur Produkte eines Herstellers anbieten. Auch erfolge die vorliegende Au s- schreibung ohne Mindestabnahmemenge (Grundauft rag), sondern en t- halte ausschliesslich Optionen. Die Leistungserbringer des Bundes kö n- nen nach dem Konzept der Vergabestelle gemäss Bedarf der Ämter zw i- schen den beiden Zuschlags empfängern frei wählen, welches Produkt eingesetzt wird. Die Angebote waren gemäss der Ausschreibung bis zum 25. März 2013 einzureichen (vgl. Ziffer 1.4). B. Am 29. Mai 2013 publizierte die Vergabestelle auf SIMAP mit der Me l- dungsnummer 777499 die Verfügung betreffend den Zuschlag im B e- schaffungsverfahren "(1338) 620 Neuausschreibung Business-Computer- monitore (Projekt-ID 94689)". Gemäss dieser Verfügung erfolgte die Z u- schlagserteilung an die X. ____ (im Folgenden: Zuschlagsempfängerin 1) und die Y . ____ (im Folgenden: Zuschlagsempfängerin 2). C. Gegen den Zuschlag erhob die Hewlett-Packard (Schweiz) GmbH, D ü- bendorf (im Folgenden: Beschwerdeführerin), mit Eingabe vom 18. Juni 2013 (Posteingang: 21. Juni 2013) beim Bundesverwaltungsgericht B e- schwerde. In der Hauptsache beantragt e sie, es sei die Zuschlagsverf ü- gung aufzuheben un d der Zuschlag an sie anstelle der Zuschlags - empfängerin 1 zu erteilen, eventualiter sei der Zuschlag an sie anstelle B-3526/2013 Seite 3 der Zuschlagsempfängerin 2 zur erteilen . Lediglich subeventualiter wird beantragt, die Vergabestelle sei anzuweisen, die Leistungen aufgrund ei- ner erneuten und korrekten Bewertung und Vergleich der Angebote unter Einbezug des Angebots der Beschwerdeführerin zu vergeben bzw. das Vergabeverfahren sei neu durchzuführen. In prozessualer Hinsicht ve r- langt die Beschwerdeführerin die Erteilung der aufschiebenden Wirkung, die Einräumung der Möglichkeit zur Beschwerdeergänzung und die Durchführung eines zweiten Schriften wechsels. Zur Begründung bringt sie insbesondere vor, dass ihr im Rahmen des Debriefings vom 5. Juni 2013 die wesentlichen Gründe fü r die Nichtberücksichtigung sowie die ausschlaggebenden Merkmale und Vorteile der berücksichtigten Angebo- te vorenthalten worden seien. Weiter sei die Beschwerdeführerin die ei n- zige Anbieterin, welche genügende Referenzen "als erforderliches Ei g- nungskriterium erbrachte ", weshalb die anderen Anbieter hätten ausg e- schlossen werden müssen. Zudem sei der Sachverhalt unrichtig festg e- stellt worden, weil die im Angebot 1 der Beschwerdeführerin beschrieb e- nen Computermonitore die Grössenmasse entgegen der Annahme der Vergabestelle erfüllten. Schliesslich sei zu Ungunsten der Beschwerd e- führerin ein einzelnes Zuschlagskriterium wettbewerbs hindernd viel zu stark bewertet worden. D. Mit superprovisorischer Anordnung vom 21. Juni 2013 untersagte der I n- struktionsrichter bis zum Entscheid über den Antrag betreffend die Erte i- lung der aufschiebenden Wirkung alle Vollzugsvorkehrungen, namentlich den Vertragsschluss mit den Zuschlagsempfängerinnen. Weiter wurde die Vergabestelle aufgefordert, dem Bundesverwaltungsgericht bis zum 5. Juli 2013 die vollständigen Akten betreffend das in Frage stehende Vergabeverfahren einzureichen und innerhalb derselben Frist zu den pro- zessualen Anträgen der Beschwerdeführerin Stellung zu nehmen. Schliesslich wurde den Zuschlagsempfängerinnen die Bes chwerdeschrift zur freigestellten Stellungnahme ebenfalls zu den prozessualen Anträgen und innert gleicher Frist zugestellt. E. Mit Eingabe vom 24. Juni 2013 verlangte die anwaltlich vertretene Zuschlagsempfängerin 1 mit Blick auf eine allfällige Teilnahme am Verfah- ren die Zustellung der Besch werdebeilagen. Diesem Begehren wurde nach diesbezüglicher Stellungnahme der Beschwerdeführerin m it Verfü- gung vom 26. Juni 2013 teilweise entsprochen. Dementsprechend verfüg-B-3526/2013 Seite 4 te das Bundesverwaltungsgericht die Zustellung der Beschwerdebeilagen 1-5, 7-10 sowie 15-18 an die Zuschlagsempfängerin 1. F. Die Vergabestelle teilte am 5. Juli 2013 mit, dass sie "zurzeit" auf eine Stellungnahme zu den Anträgen der Beschwerdeführerin betreffend Ertei- lung der aufschiebenden Wirkung und vorläufiger Unterlassung von Voll- zugsvorkehrungen verzichte. In Bezug auf die gleichentags eingereichten Akten wurde das Bundesverwaltungsgericht ersucht, der Beschwerdefüh- rerin nur insoweit Einsicht zu gewähren, als der Einsichtnahme keine Amtsgeheimnisse oder Berufs- und Geschäftsgeheimnisse Dritter entge- genstünden. In der Hauptsache ersuchte die Vergabestelle um Ansetzung einer Frist zur Einreichung einer Beschwerdeantwort. G. Die Zuschlagsempfängerin 1 verzichtete in ihrer Eingabe vom 5. Juli 2013 auf eine Stellungnahme zur aufschiebenden Wirkung, ersuchte das Bu n- desverwaltungsgericht aber ebenfalls um Ansetzung einer Frist zur E r- stattung einer Beschwerdeantwort im Hauptverfahren. H. Mit Verfügung vom 8. Juli 2013 wurde der Vergabestelle eine Frist zur Er- stattung der Beschwerdeantwort bis zum 19. Juli 2013 angesetzt; die Zuschlagsempfängerin erhielt Gelegenheit, innert derselben Frist ebe n- falls Stellung zu nehmen. I. Mit Verfügung vom 9. Juli 2013 entsprach der Instruktionsrichter dem B e- gehren der Beschwerd eführerin um Erteilung der aufschiebenden Wi r- kung. Zur Begründung wurde ausgeführt , d ie Vergabestelle habe sich diesem Antrag mit Eingabe vom 5. Juli 2013 im Ergebnis unterzogen. J. In Bezug auf die Akteneinsicht verfügte das Bundesverwaltungsgericht am 10. Juli 2013 die Zustellung der geschwärzten Aktenverzeichnisse sowie derjenigen Aktenstücke, welche gemäss den Anträgen der Verg a- bestelle nicht von der Akteneinsicht auszunehmen sind, an die B e- schwerdeführerin. Gleichzeitig wurde di e Vergabestelle ersucht, b is zum 12. Juli 2013 in Bezug auf die in den Registern 3, 4, 5 und 7 verurkund e- ten Dokumente zu den Abdeckungsvorschlägen des Bundesverwaltungs-B-3526/2013 Seite 5 gerichts Stellung zu nehmen bzw. entsprechend abgedeckte Dokumente einzureichen. K. Mit Eingabe vom 1 2. Juli 2013 erstattete die Vergabestelle (vorab per Fax) ihre Beschwerdeantwort. Darin stellte sie unter anderem den Antrag, es sei ihr zum Ersatz defekter Geräte und der Ausrüstung neuer Arbeit s- plätze superprovisorisch zu erlauben, 600 Monitore bis Ende August 2013 zu beschaffen. Provisorisch sei ihr ausserdem zu gestatten, bis zum Vor- liegen eines rechtskräftigen Entscheids, längstens jedoch bis Ende 2013 2'400 Monitore zu beschaffen. Ausserdem wurden gleichentags (Postein- gang: 15. Juli 2013) die mit Verfügung vom 10. Juli 2013 verlangten A b- deckungsvorschläge eingereicht. L. Der superprovisorische Antrag der Vergabestelle betreffend die sofortige Erlaubnis zur Beschaffung von 600 Monitoren wurde vom Bundesverwa l- tungsgericht mit Verfügung vom 15. Juli 2013 abgewiesen. Stat tdessen setzte dieses der Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung des öffent- lichen Interesses an der Gewährleistung der Arbeitsplatzinfrastruktur der Verwaltung Frist bis zum 16. Juli 2013 zur freigestellten Stellungnahme bezüglich der Beschaffung von 600 Monitoren bis Ende August 2013. Weiter wurde der Beschwerdeführerin auch Frist gesetzt bis zum 23. Juli 2013 zur freigestellten Stellungnahme zum Begehren der V ergabestelle, es sei ihr bis Ende 2013 der Bezug von 2'400 Monitoren zu gestatten. M. In ihrer fristgerecht am 16. Juli 2013 (vorab per Fax) eingereichten Stel- lungnahme lehnte die Beschwerdeführerin die Erlaubnis zur Beschaffung von 600 Monitoren bis Ende August 2013 ab. Eventualiter beantragte sie, der Vergabestelle sei es zu erlauben, die nach erfolgtem Bedürfnisnac h- weis tatsächlich erforderliche Anzahl Monitore bis Ende August 2013 bei der Beschwerdeführerin zu beziehen . Mit Verfügung vom selben Tage wurden der Beschwerdeführerin die Akten gemäss der Stellungnahme der Vergabestelle vom 12. Juli 2013 zugestellt. N. Mit Verfügung vom 17. Juli 2013 wurde die Vergabestelle ersucht, sich bis zum 18. Juli 2013, um 12:00 Uhr (vorab per Fax) zu den Anträgen der Beschwerdeführerin zu äussern , wobei zugleich die Frage aufgeworfen wurde, ob Gegenstand einer vorsorglichen Anordnung nicht auch die E r-B-3526/2013 Seite 6 laubnis zum Bezug von Monitoren bei der Zuschlagsempfängerin 2 sein könnte. O. Auf ihren Wunsch hin wurde der Zuschlagsempfäng erin 1 die Stellun g- nahme der Beschwerdeführerin vom 16. Juli 2013 am 18. Juli 2013 eben- falls zugestellt. P. Die Vergabestelle äusserte sich in ihrer Stellungnahme vom 18. Juli 2013 fristgerecht dahingehend, dass sich die Anzahl der superprovisorisch zu beschaffenden 600 Monitore nicht reduzieren lasse, und dass sie als Li e- ferantin die Zuschlagsempfän gerin 1 bevorzuge, jedoch eine Lieferung durch die Beschwerdeführerin oder die Zuschlagsempfänge rin 2 auch möglich sei. Q. Die Zuschlagsempfängerin 1 nahm, obwohl ihr keine entsprechende Frist angesetzt worden war, mit Eingabe vom 18. Juli 2013 ebenfalls Stellung zur Eingabe der Beschwerdeführerin vom 16. Juli 2013 . Sie vertritt die Auffassung, dass entgegen der Erwägung des Instruktionsrichters die einzige korrekte Lösung nur darin bestehen kann, dass der Bezug der 600 bzw. 2'400 Monitore bei der Zuschlagsempfängerin 1 erfolge, weil sie den ersten Rang erreicht habe, und sie aufgrund dieses Umstandes je- denfalls als einzige Anbieterin im Spiel bleiben und damit auch in Bezug auf die provisorische Beschaffung von Monitoren berücksichtigt werden müsse. R. Gleichentags reichte die Zuschlagsempfängerin 1 ausserdem fristgerecht ihre Beschwerdeantwort (vorab per Fax) ein. Damit konstituierte sie sich – jedenfalls im Hauptverfahren – als Beschwerdegegnerin. Sie beantragte die Abweisung der Beschwerde; eventualiter sei der Beschwerdeführerin anstelle der Zuschlagsempfängerin 2 der Zuschlag zu erteilen. S. Mit einzelrichterlicher Zwischenverfügung vom 18. Juli 2013 erlaubte das Bundesverwaltungsgericht der Vergabestelle, bis Ende August 2013 bis zu 450 Monitore bei der Zuschlagsempfängerin 2 zu beschaffen. Die vo r- genommene Bedarfsermittlung habe ergeben, dass von de n beantragten 600 Monitore 150 als "Puffer" in die Rechnung eingesetzt wurden, we s-B-3526/2013 Seite 7 halb die Erlaubnis auf 450 Monitore beschränkt w erde. Zur Begründung, weshalb die Monitore bei der Zuschlagsempfängerin 2 zu beziehen seien, führte der Instruktionsrichter an, dass dies aufgrund der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin primär die Erteilung des Zuschlags an die Zuschlagsempfängerin 1 angreife, geprüft werden müsse, ob die strittige Teillieferung nicht an einen Dritten vergeben werden könne, was vorli e- gend angesichts der Tatsache, dass im zu beurteilenden Vergabeverfa h- ren zwei Zuschläge erteilt worden ist, ohne Weiteres möglich sei. T. Die Beschwerdeführerin, welche r mit Verfügung vom 19. Juli 2013 Frist bis zum 23. Juli 2013 zur freigestellten Stellungnahme bezüglich der Ein- gabe der Zuschlagsempfängerin 1 angesetzt worden war, nahm dazu am mit Eingabe vom 23. Juli 2013 fristgerecht (vorab per Fax) Stellung. Sie lehnt die Erlaubnis zur Beschaffung von 2'400 Monitoren bis Ende 2013 mangels Dringlichkeit ab. Eve ntualiter beantragt sie, dass es der Verg a- bestelle zu erlauben sei, die nach erfolgtem Bedürfnisnachweis tatsäc h- lich erforderliche Anzahl Monitore bis Ende 2013 bei der Beschwerdefü h- rerin und subeventualiter bei der Zuschlagsempfängerin 2 zu beziehen. U. Die Vergabestelle, welcher mit Verfügung vom 24. Juli 2013 Frist zur Stel- lungnahme angesetzt worden war bezüglich der Frage, wann und bei wem sie die Bedarfszahlen bis Ende 2013 ermittelt habe, äusserte sich dazu am 30. Juli 2013 fristgerecht. Sie hält zunäc hst fest , dass interne Abklärungen zur Bedarfsermittlung für die Dauer des Beschwerdeverfa h- rens kurz nach Beschwerdeeingang vorgenommen wurden. Betroffen seien dabei sämtliche von der Beschwerde betroffenen Beschaffungen gewesen. Im Hinblick auf die Beschw erdeantwort und die dort gestellten Anträge, habe die Vergabestelle die Zahlen ausserdem verifiziert und mit Blick auf ihre Dringlichkeit unterschieden ; e ntsprechend habe sich die Anzahl verkleinert. Schliesslich sei zu berücksichtigen, dass die Lager der Leistungserbringer wegen der langen Dauer des vorliegenden Bescha f- fungsverfahrens, meint unter Berücksichtigung von Verfahrensabbruch und Neuausschreibung, praktisch leer seien. V. Mit Verfügung vom 30. Juli 2013 wurde der Beschwerdeführerin die Ein- gabe der Vergabestelle zur freigestellten Stellungnahme bis zum 5. August 2013 zugestellt. Diese Frist ist indessen ungenutzt verstrichen. B-3526/2013 Seite 8 W. Mit Verfügung vom 8. August 2013 wurde den Parteien mitgeteilt, dass die Prozessrolle der Zuschlagsempfängerin 1 in Bezug au f den zu tre f- fenden Zwischenentscheid angesichts der einzelrichterlichen Verfügung vom 18. Juli 2013 unklar sei. Hierauf beantragte die Zuschlagsempfänge- rin die Ansetzung einer Frist und reichte innert derselben am 13. August 2013 eine Stellungnahme zu ihrer Prozessrolle ein. X. Auf weitere Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der folgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gegen die Erteilung des Zuschlages durch die Vergabestelle ist im Anwendungsbereich des Bundesgesetzes über das öffentliche Bescha f- fungswesen vom 16. Dezember 1994 (BöB, SR 172.056.1) die B e- schwerde an das Bundesverwaltungsgericht zulässig (Art. 29 Bst. a i.V.m. Art. 27 Abs. 1 BöB). Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet auch über Gesuche um Erteilung der aufschiebenden Wirkung (Art. 28 Abs. 2 BöB). 1.2 Das BöB erfasst nur Beschaffungen, welche dem GATT/WTO - Übereinkommen vom 15. April 1994 über das öffentliche Besc haffungs- wesen (Government Procurement Agreement [GPA, SR 0.632.231.422]) unterstellt sind (BVGE 2004/48 E. 2.1 mit Hinweisen). Es ist anwendbar, wenn die Auftraggeberin dem Gesetz untersteht (Art. 2 Abs. 1 BöB), wenn der Beschaffungsgegenstand sachlich erf asst wird (Art. 5 BöB), der ge- schätzte Wert des zu vergebenden öffentlichen Auftrages die Schwelle n- werte von Art. 6 Abs. 1 BöB erreicht und keiner der Ausnahmetatbestände von Art. 3 BöB gegeben ist. 1.3 Die Vergabestelle ist als Bundesamt Teil der allgemeinen Bundesver- waltung und untersteht damit dem BöB (Art. 2 Abs. 1 Bst. a BöB). Die Vergabestelle geht in Ziffer 1.8 der Ausschreibung vom 11. Februar 2013 von einem Lieferauftrag aus. Nach Art. 5 Abs. 1 Bst. a BöB bedeutet der Begriff "Lieferauftrag" einen Ver trag über die Beschaffung beweglicher B-3526/2013 Seite 9 Güter, namentlich durch Kauf, Leasing, Miete, Pacht oder Mietkauf. Die zu beurteilende Vergabe umfasst den Kauf von Business -Computer- monitoren (Ziffer 2.1 der Ausschreibung) und wird damit sachlich vom BöB erfasst. Der Preis der berücksichtigten Angebote von Fr. 5'952'032.– (Zuschlagsempfängerin 1) und Fr. 6'789'288.– (Zuschlagsempfängerin 2) überschreitet zweifelsfrei den für Lieferungen geltenden Schwellenwert gemäss Art. 6 Abs. 1 Bst. a BöB bzw. Art. 6 Abs. 2 BöB i.V.m. Art. 1 Bst. a der Verordnung des EVD über die Anpassung der Schwellenwerte im ö f- fentlichen Beschaffungswesen für die Jahre 2012 und 2013 (AS 201 1 5581). Demnach fällt die Beschaffung in casu in den Anwendungsbereich des Bundesgesetzes über das öffent liche Beschaffungswesen, wovon im Übrigen auch die Vergabestelle ausgeht. 1.4 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht bestimmt sich nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs- verfahren (VwVG, SR 172.021), soweit das BöB und das Ver waltungsge- richtsgesetz vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) nichts anderes bestimmen (Art. 26 Abs. 1 BöB und Art. 37 VGG). Gemäss Art. 31 BöB kann die Unangemessenheit vor Bundesverwaltungsgericht nicht gerügt werden. 1.5 Über das Begehren um Erteilung der aufsc hiebenden Wirkung ent- scheidet das Bundesverwaltungsgericht im Rahmen der Anfechtung eines Zuschlags gemäss stän diger Praxis in Dreierbesetzung ( Zwischenent- scheid des Bundesverwaltungsgerichts B -3402/2009 vom 2. Juli 2009, auszugsweise publiziert in BVGE 2009/19, E. 1.2 mit Hinweisen; vgl. da- zu neuerdings PETER GALLI/ANDRÉ MOSER/ELISABETH LANG/MARC STEI- NER, Praxis des öffentlichen Beschaffungsrechts, 3. Auflage, Zürich 2013, Rz. 1340 mit Hinweisen). Dasselbe muss konsequenterweise für in ähnl i- cher Weise präjudizierende Anordnungen betreffend vorsorgliche Mass- nahmen gelten. Wenn ein ständiger bzw. regelmässiger Bedarf besteht, erscheint es indessen sachgerecht, über kleine Teilbeschaffungen einzel- richterlich zu entscheiden, was vorliegend nicht nur in Bezug auf den be- reits beurteilten Antrag der Vergabestelle auf Erteilung der Erlaubnis zur Beschaffung von 600 Monitoren (vgl. dazu die Verfügung vom 18. Juli 2013), sondern auch mit Blick auf die vorliegend beantragte Erlaubnis betreffend die Beschaffung von 2'400 Monitoren bis Ende 2013 angezeigt erscheint. B-3526/2013 Seite 10 2. Gegenstand des zu treffenden Zwischenentscheides bildet allein der An- trag der Vergabestelle auf Erteilung der Erlaubnis zur Teilbeschaffung von 2'400 Monitoren. Diese Erlaubnis ist gemäss dies em Antrag befristet bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheids, mit dem der Zuschlag an die Zuschlagsempfängerin 1 aufgehoben und einem anderen Anbieter er- teilt wird, längstens jedoch bis Ende 2013. 2.1 Das BöB nennt keine Kriterien, welche für die Fr age der Gewährung oder Verweigerung der aufschiebenden Wirkung zu berücksichtigen sind. Es können indes die Grundsätze übernommen werden, die Rechtspr e- chung und Lehre zur Anwendung von Art. 55 VwVG entwickelt haben. Danach ist anhand einer Interessenabwägu ng zu prüfen, ob die Gründe, die für eine sofortige Vollstreckbarkeit sprechen, gewichtiger sind als j e- ne, die für die gegenteilige Lösung angeführt werden können (BGE 129 II 286 E. 3; Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts B-6837/2010 vom 16. Nov ember 2010 E. 2.1 mit Hinweisen). Dass der Gesetzgeber im BöB den Suspensiveffekt in Abweichung zum VwVG nicht von Gesetzes wegen gewährte, zeigt, dass er sich der Bedeutung dieser Anordnung im Submissionsrecht bewusst war und eine individuelle Prüfung dieser Frage als notwendig erachtete, nicht aber, dass er diesen nur ausnahmsweise gewährt haben wollte (vgl. zum Ganzen den Zw i- schenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts B-3402/2009 vom 2. Juli 2009, auszugsweise publiziert in BVGE 2009/19, E. 2.1 mit Hinw eisen). Dasselbe wie für die Gewährung der aufschiebenden Wirkung gilt die s- bezüglich auch für vorsorgliche Anordnungen wie die vorliegend bea n- tragte Erlaubnis (vgl. dazu etwa die Zwischenverfügung en des Bundes- verwaltungsgerichts B-6177/2008 vom 20. Oktober 2008, E. 2, und B-3402/2009 vom 2. Juli 2009, E. 2). 2.2 Liegt ein Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung oder ein Antrag betreffend vorsorgliche Anordnungen vor, so ist im Sinne einer prima-facie-Würdigung der materiellen Rechtslage in einem ersten Schritt zu prüfen, ob aufgrund der vorliegenden Akten davon auszugehen ist, dass die Beschwerde offensichtlich unbegründet ist. Ist dies der Fall, ist die aufschiebende Wirkung von vornherein nicht zu gewähren. Werden der Beschwerde hingegen Erfolgschance n zuerkannt oder bestehen da r- über Zweifel, so ist über das Begehren um aufschiebende Wirkung au f- grund der erwähnten Interessenabwägung zu befinden. In die Abwägung einzubeziehen sind nach der ständigen Praxis der Eidgenössischen R e- kurskommission für das öf fentliche Beschaffungswesen (BRK), die sich B-3526/2013 Seite 11 das Bundesverwaltungsgericht mit dem Entscheid BVGE 2007/13 (E. 2.2) im Grundsatz zu eigen gemacht hat, einerseits die Interessen der B e- schwerdeführerin an der Aufrechterhaltung der Möglichkeit, den Zuschlag zu erhalten, wobei zugleich ein gewichtiges öffentliches Interesse an der Gewährung effektiven Rechtsschutzes besteht (Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts B -6177/2008 vom 20. Oktober 2008 E. 2). Diesen gegenüber stehen die öffentlichen Interessen, die die Auftragg e- berin wahrzunehmen hat. So wird in der GATT -Botschaft 2 vom 19. Se p- tember 1994 namentlich festgehalten, gegen den automatischen Suspen- siveffekt spreche die Gefahr von Verzögerungen und erheblichen Meh r- kosten (BBl 1994 IV 950 ff., insbes. S . 1197; vgl. auch S. 1199; vgl. zum Ganzen den Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts B - 3402/2009 vom 2. Juli 2009, auszugsweise publiziert in BVGE 2009/19, E. 2.1). Entsprechend hält das Bundesgericht im Rahmen der Auslegung von Art. 17 Abs. 2 de r Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen vom 15. März 2001 (IVöB; SR 172.056.4) fest, dass dem öffentlichen Interesse an einer möglichst raschen Umsetzung des Vergabeentscheides von vornherein ein erhebliches Gewicht zukommt (Urteil des Bundesgerichts 2P .103/2006 vom 29. Mai 2006 E. 4.2.1 mit Hinweisen; in diesem Sinne auch BVGE 2008/7 E. 3.3). Auch allfällige In- teressen Dritter, namentlich der übrigen an einem Beschaffungsgeschäft Beteiligten, sind nach der ständigen Praxis zu berücksichtigen. Au s- gangspunkt muss dabei – insbesondere auch in Anbetracht der Zielse t- zung von Art. XX Ziff. 2 und 7 Bst. a GPA – die Gewährung eines effekti- ven Rechtsschut zes und die Verhinderung von Zu ständen sein, welche das Rechtsmittel illusorisch we rden lassen (BVGE 2007/13 E. 2.2 mit Hinweisen). 2.3 Im vorliegenden Fall hat die Vergabestelle weder mit Stellungnahme vom 5. Juli 2013 noch im Rahmen der Beschwerdeantwort vom 12. Juli 2013 geltend gemacht, die Beschwerde sei offensichtlich unbegründet und es sei ihr bereits deshalb der Bezug von 2 '400 Monitoren zu gesta t- ten (vgl. zu den Ausführungen der Zuschlagsempfängerin 1 zur Haupts a- chenprognose E. 5.4 hiernach) . Damit ist über den Antrag der Vergab e- stelle allein aufgru nd der in Erwägung 2.2 hiervor dargestellten Interes- senabwägung zu entscheiden. Es ist demnach einerseits zu prüfen, ob die Gründe, welche für die Erlaubnis zur Beschaffung von 2 '400 Monito- ren sprechen, gewichtiger sind als jene, die für die gegenteilige Lösung angeführt werden können. Ausserdem ist gegebenenfalls darüber zu b e- finden, ob eine Erlaubnis zum Bezug der Monitore die Beschaffung de r- selben bei der Beschwerdeführerin, der Zuschlagsempfängerin 1 oder der B-3526/2013 Seite 12 Zuschlagsempfängerin 2 zum Gegenstand haben soll. Vorab erscheinen indessen im Folgenden Ausführungen zur Prozessrolle der Zuschlag- sempfängerin 1 im Rahmen des vorliegenden Zwischen verfahrens ange- zeigt. 3. Mit Zwischenverfügung vom 18. Juli 2013 betreffend den Antrag der Ve r- gabestelle auf Erlaubnis zur Beschaffung von 600 Monitoren bis Ende August 2013 ist offen gelassen worden, welche Prozessrolle der Zuschlagsempfängerin 1 im Bezug auf die genannte Zwischenverfügung zukommt, wobei die von ihr vorgebrachten Argumente gleichwohl beha n- delt worden sind, um jedenfalls eine Verletzung d es rechtlichen Gehörs zu vermeiden. In Bezug auf d ie jetzt zu treffende Anordnung stellen sich dieselben Fragen. 3.1 In Vergabesachen wird die Zuschlagsempfängerin nur zur Partei, wenn sie eigene Anträge stellt ( GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 1321 mit Hinweisen auf die Praxis der Eidgenössischen Rekursko m- mission für das öffentliche Beschaffungswesen ). Dazu ist in Bezug auf den vorliegenden Fall z unächst festzuhalten, dass die Zuschlagsempfä n- gerin 1 mit Eingabe vom 5. Juli 2013 auf eine Stellungnahme zum Antrag der Beschwerdeführerin auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung ve r- zichtet und den "hierzu zu fällen den Entscheid" dem Bundesverwaltungs- gericht überlassen hat. Zugleich hat die Zuschlagsempfängerin 1 sich mit einem Antrag auf Abweisung der Beschwerde als Beschwerdegegnerin in der Hauptsache konstituiert und um Fristansetzung für Anträge in der Hauptsache ersucht. In der Folge ist ihr eine Frist für die Beschwerd e- antwort bis zum 19. Juli 2013 angesetzt worden. Dieses Vorgehen e r- scheint zulässig und a uch nachvollziehbar, zumal bereits aus der B e- schwerde vom 18. Juni 2013 erkennbar war, dass der Interessenabw ä- gung bzw. der Frage nach der Dringlichkeit unabhängig von den Pr o- zessaussichten entscheidende Bedeutung zukommen würde (vgl. dazu E. 2.2 hiervor). Entsprechend hat das Bundesverwaltungsgericht mit U r- teil B-1358/2013 vom 23. Juli 2013 vom Verzicht de s Konsortiums, das den Zuschlag erhalten hat, auf eine Stellungnahme zum Antrag auf Ertei- lung der aufschiebenden Wirkung (Sachverhalt, Bst. I) wie auch vom Ein- gang der Beschwerdeantwort (Sachverhalt, Bst. L) Kenntnis genommen und diesem als unterliegende r Beschwerdegegnerin im Hauptverfahren Kosten auferlegt (E. 10). Es stellt sich indessen die Frage, ob die Zuschlagsempfängerin 1 an ihren Verzicht auf Stellungnahme zur au f-B-3526/2013 Seite 13 schiebenden Wirkung gebunden ist, wenn unmittelbar anschliessend über vorsorgliche Anordnungen zu entscheiden ist. 3.2 Da die Zuschlagsempfängerin 1 vorliegend auf eine Stellungnahme betreffend die Erteilung der aufschiebenden Wirkung verz ichtet hatte, wurde ihr nach Eingang der Anträge der Vergabestelle vom 12. Juli 2013 auf Erlaubnis zur Beschaffung von 600 Monitoren bis Ende August 2013 bzw. von 2'400 Monitoren bis Ende 2013 mit Verfügung vom 1 5. August 2013 keine Frist zur freigestellte n Stellungnahme angesetzt. Erst n ach- dem die Stellungnahme der Beschwerdeführerin vom 16. August 2013 vorlag mit dem Eventualantrag, die allenfalls bewilligten Monitore seien bei der Beschwerdeführerin zu beschaffen, und vom Bundesverwaltungs- gericht in der Folge mit Instruktionsverfügung vom 17. Juli 2013 die Frage aufgeworfen worden war, ob Gegenstand einer vorsorglichen Anordnung nicht auch die Erlaubnis zum Bezug von Monitoren bei der Zuschla g- sempfängerin 2 sein könnte, wünschte die Zuschlagsempfängerin 1 zu- nächst die Zustellung der Eingabe der Beschwerdeführerin und reichte anschliessend innert der der Vergabestelle anges etzten Frist (18. Juli 2013, 12:00 Uhr, vorab per Fax) ebenfalls eine Stellungnahme ein. Darin macht sie geltend, in den Begehren der Ve rgabestelle seien neue pr o- zessuale Anträge zu sehen, welche über den Antrag auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung hinausgehen. Zu einem solchen neuen Antrag dürfe sich die Zuschlagsempfängerin 1 auch dann äussern, wenn sie auf eine Stellungnahme zum Beg ehren auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung verzichtet habe. Ausserdem sei erst mit Verfügung vom 17. Juli 2013 die Frage aufgeworfen worden, ob die Monitore nicht auch bei der Zuschlagsempfängerin 2 bezogen werden könnten. Mit Eingabe vom 13. August 2013 bekräftigt die Zuschlagsempfängerin 1 ihre Auffassung und weist insbesondere auf den Nachteil hin, welche sie durch die Lief e- rung von Monitoren durch die Zuschlagsempfängerin 2 erleiden würde. 3.3 Der Zuschlagsempfängerin 1 ist zunächst entgegenzuhalten, dass die Tatsache, dass die aufschiebende Wirkung im Ergebnis durch vorsorgl i- che Anordnungen nur teilweise gewährt wird, wohl nicht dazu führt, dass die entsprechenden Anträge neu sind. Vielmehr hält etwa KIENER fest, dass vorsorgliche Massnahmen auch getrof fen werden können, um den Effekt einer Anordnung betreffend die Erteilung der aufschiebenden Wi r- kung einzelfallgerecht zu differenzieren (REGINA KIENER, in: Christoph Au- er/Markus Müller/Benjamin Schindler, Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren (VwVG), Zürich/St. Gallen 2008, Rz. 3 zu Art. 56 VwVG). Dementsprechend kommt es auch in Vergabesachen ge-B-3526/2013 Seite 14 legentlich vor, dass vorsorgliche Massnahmen und Anordnungen betre f- fend die aufschiebende Wirkung ineinander übergehen . Dies gilt etwa – wie vorliegend – für Beschaffungen betreffend dauernden oder regelmäs- sigen Bedarf (vgl. dazu den Zwischenentscheid des Bundesverwaltung s- gerichts B-3402/2009 vom 2. Juli 2009, E. 2, und ausführlich E. 4 hie r- nach), aber auch etwa für die Anfechtung von Ausschreibungen oder Ver- fügungen betreffend die Präqualifikation im selektiven Verfahren (ROBERT WOLF, Der Rechtsschutz im öffentlichen Beschaffungswesen, in: H ä- ner/Waldmann (Hrsg.), Brennpunkte im Verwaltungsprozess, Zürich 2013, S. 159 ff., insb. S. 182 ; GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 1342 mit Fn. 3120). Demzufolge sind diesbezüglich prima facie Vorbehalte gege n- über einer zu formalistischen Unterscheidung anzubringen. Gerade an- gesichts der der Konstellation, dass vorliegend eine Rahmenvereinb a- rung mit zwei Zuschlagsempfängerinnen in Frage steht und die B e- schwerdeführerin in erster Linie den Zuschlag an die Zuschlagsempfän- gerin 1 angreift, erscheint ausserdem fraglich, ob die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin eventualiter die Lieferung durch sie selbst verlang t bzw. mit Verfügung vom 17. Juli 2013 die Frage aufgeworfen worden ist, ob auch eine Lieferung durch die Zuschlagsempfängerin 2 in Frage k ä- me, die Ausgangslage derart verändert, dass die Zuschlagsempfängerin 1 an ihren mit Eingabe vom 5. Ju li 2013 erklärten Verzicht auf Stellun g- nahme nicht mehr gebunden ist. An dieser Bindung ändert aufgrund der Tatsache, dass die Zuschlags empfängerin 1nicht automatisch Partei ist (vgl. dazu E. 3.1 hiervor), im Zweifel der Umstand nichts, dass diese s o- wohl durch die Lieferung von 2'400 Monitoren durch die Zuschla g- sempfängerin 2 als auch durch eine solche durch die Beschwerdeführerin einen Nachteil erleidet (vgl. dazu die Stellungnahme vom 13. August 2013). Indessen kann die Frage nach der Prozessrolle der Z uschlag- sempfängerin 1, wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen, auch vorli e- gend offen gelassen werden und wird demnach lediglich im Rahmen der Verlegung der Kosten von Bedeutung sein (vgl. dazu E. 7 hiernach). 4. 4.1 Produkte oder Dienstleistungen, in Bezug auf welche dauernder oder regelmässiger Bedarf besteht, sind für die Vergabestelle oft unverzich t- bar. Diesfalls drängt es sich auf, nicht in Bezug auf die ganze in Frage stehende Lieferung eine Interessenabwägung vorzunehmen, sondern mit Blick auf das Verhältn ismässigkeitsgebot zu entscheiden, ob nicht vo r- sorglich eine den Gesamtumfang der Beschaffung nicht in ungebührlicher Weise präjudizierende Teilmenge zur Beschaffung freigegeben werden kann ( GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 134 2). So hat das Bu n-B-3526/2013 Seite 15 desverwaltungsgericht etwa in Bezug auf die Vergabe periodischer Druckaufträge (Nachträge für die Systematische Rechtssammlung; Ve r- tragsdauer mindestens vier Jahre) angeordnet, dass die Vergabestelle den nächsten Nachtrag bei der bisher mit dem Druck betr auten Zuschlagsempfängerin beziehen darf (vgl. dazu die Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts B-6762/2011 vom 26. Januar 2012, Sachverhalt Bst. F und Bst. H, sowie E. 1.5 hiervor). 4.2 Im vorliegenden Fall verlangt die Vergabestelle in ihrer Beschwe rde- antwort vom 12. Juli 2013 die Erlaubnis zur provisorischen Beschaffung von 2'400 Monitoren bis Ende 2013. Diese sei erforderlich, um den la u- fenden Betrieb aufrechterhalten zu können. Insbesondere gelte es, neue Arbeitsplätze einrichten zu können und def ekte Monitore zu ersetzen. Aufgrund des laufenden Vergabeverfahrens seien keine grossen Beste l- lungen mehr getätigt worden, weshalb die betroffenen Verwaltungsstellen von den noch vorhandenen Lagerbeständen zehrten. 4.3 Die Zuschlagsempfängerin 1 ihrerseits stellt keine Anträge zur Frage, ob die strittige Erlaubnis zu erteilen ist. Sie äussert sich aber in ihrer Ste l- lungnahme vom 18. Juli 2013 für den Fall, dass eine Erlaubnis erteilt wird, dahingehend, dass die Monitore in erster Linie bei ihr bezogen we r- den so llen. Diese Frage ist im vorliegenden Zusammenhang indessen nicht relevant. 4.4 Die Beschwerdeführerin lehnt in ihrer Eingabe vom 23. Juli 2013 die Erlaubnis zur Beschaffung von 2'400 Monitoren bis Ende 2013 mangels Dringlichkeit ab. Die Bundesverwaltung habe aufgrund der bereits erlaub- ten Teillieferung von 450 Monitoren bis Ende August 2013 genügend Ressourcen, um einer allfälligen Nachfrage gerecht zu werden. Ausse r- dem bemängelt die Beschwerdeführerin die Bedarfsermittlung der Verg a- bestelle. So sei nicht nach vollziehbar, wie diese den angeblichen Bedarf ermittelt habe. Eventualiter beantragt sie, dass es der Vergabestelle zu erlauben sei, die nach erfolgtem Bedürfnisnachweis tatsächlich erforderl i- che Anzahl Monitore bis Ende 2013 bei der Beschwerdeführerin und sub- eventualiter bei der Zuschlagsempfängerin 2 zu beziehen. 4.5 Aufgrund der Ausführungen der Beschwerdeführerin vom 23. Juli 2013 betreffend die Nachvollziehbarkeit der Bedarfsermittlung wurde die Vergabestelle mit Verfügung vom 24. Juli 2014 aufgefordert, zu diesem Punkt Stellung zu nehmen. Mit Eingabe vom 30. Juli 2013 ergänzt die Vergabestelle ihren Standpunkt dahingehend, dass die entsprechenden B-3526/2013 Seite 16 Zahlen vom Teamleiter Hardware BBL zusammengetragen worden seien. Dieser habe zu diesem Zweck den für diese Be schaffung zuständigen Projektleiter beim Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) kontaktiert. Daraufhin sei mit den zuständigen Personen in den betroff e- nen Departementen der konkrete Bedarf abgeklärt worden. Ausserdem sei zu berücksichtigen, dass das vorliegende Beschaffungsverfahren auf- grund eines Verfahrensabbruchs und der anschliessend erfolgten Ne u- ausschreibung bereits lange andaure ; deshalb seien die Lager der Lei s- tungserbringer praktisch leer. Sie gibt weiter an, dass diese Zahlen im Hinblick auf die Beschwerdeantwort verifiziert und bezüglich ihrer Dring- lichkeit unterschieden worden seien; demzufolge habe sich die Bedarf s- grösse deutlich verkleinert. Dabei sei aufgrund der Rückmeldungen der vier grössten Bundesämter ein dringlicher Mindestbedarf von 1'400 Moni- toren sowie einer Schwungmasse ("Puffer") von 1'000 Monitoren ermittelt worden. Diese Ermittlung sei aufgrund der Erfahrungswerte der verga n- genen Jahre und den aktuellen Bedarfszahlen – unter Berücksichtigung der Lagerbestände, der Per sonalfluktuation sowie der technischen Au s- fallraten – für die gesamte Bundesverwaltung erfolgt. Grundsätzlich ist es ohne Weiteres nachvollziehbar, dass für den laufe n- den Betrieb eine gewisse Anzahl von Monitoren verfügbar sein muss. Selbst die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass defekte Monitore zu ersetzen sind (vgl. Stellungnahme der Beschwerdeführerin vom 16. Juli 2013, Rz. 12). Es steht auch naheliegenderweise ausser Frage, für neue Arbeitsplätze auf die entsprechende Büroinfrastruktur zu verzic hten. Überdies kann entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin nicht gesagt werden, durch die Erlaubnis, bis Ende August 2013 450 (anstelle der beantragten 600) Monitore zu beschaffen, fehle dem nun zu beurte i- lenden Antrag jegliche Dringlichkeit. Näher einzugehen ist demgegenüber auf die Anzahl der zu beschaffenden Geräte, in Bezug auf welche die b e- antragte Erlaubnis erteilt werden kann. Soweit die Beschwerdeführerin der Vergabestelle bereits die Tatsache an sich, dass der Bedarf geschätzt ist, einen Vorwurf machen will, ist sie nicht zu hören. Hingegen weist die Beschwerdeführerin richtigerweise darauf hin, dass eine Schätzung ohne vorherige Konsultation der Departemente und Verwaltungsstellen mit Blick auf die zu treffende Anordnung nicht angängig wä re. Genau zu die- sen Abklärungen macht aber die Vergabestelle mit Eingabe vom 30. Juli 2013 die entsprechenden Ausführungen . Der Teamleiter Hardware hat demnach in diesem Zusammenhang den für diese Beschaffung zuständ i- gen Projektleiter beim BIT kontaktiert, worauf mit den zuständigen Perso- nen in den betroffenen Departementen der konkrete Bedarf abgeklärt B-3526/2013 Seite 17 worden sei. In diesem Zusammenhang ist auch in Erinnerung zu rufen, dass eine Teilbeschaffung für die gesamte Bundesverwaltung in Frage steht, wobei allein die Führungsunterstützungsbasis der Schwei zer A r- mee (FUB), welche im Bereich der Informations - und Kommunikations- technologie zugunsten der Verwaltung im VBS ihre Dienste erbringt, 14'900 Arbeitsplätze und das BIT 16'400 Arbeitsplätze bedient (vgl. dazu die Stellungnahme der Vergabestelle vom 30. Juli 2013, Rz. 6). Damit ist der aufgrund der getroffenen Abklärungen geschätzte Bedarf für die Zoll- verwaltung, das EDA, dem BIT und die FUB von insgesamt rund 1'400 Monitoren für die nächsten vier Monate rechtlich nicht zu beanstanden. 4.6 Im Folgenden ist nun zu prüfen, wie es sich diesbezüglich mit dem von der Vergabestelle geltend gemacht en "Puffer" bzw. der Schwung- masse von weiteren 1 '000 Monitoren verhält. Die Beschwerdeführerin führt dazu aus , dass die geltend g emachte Schwungmasse von 1'000 Monitoren angesichts der bereits bewilligten Teillieferung von 450 Monito- ren als zu hoch erscheint. Die Vergabestelle gibt zwar zu bedenken, dass ihre Lagerbestände aufgrund des Verfahrensabbruchs und der Neuau s- schreibung der in Frage stehenden Monitore praktisch leer sind. Gleich- wohl erscheint eine Schwungmasse in nahezu gleicher Höhe wie der ta t- sächlich ermittelte und vom Bundesverwaltungsgericht als nachvollzieh- bar erachtete Bedarf als zu hoch. Zugunsten der Vergabestelle ist indes- sen zu berücksichtigen, dass von der Bedarfsschätzung in Höhe von 1'400 Monitoren gewisse kleinere Ämter nicht erfasst sind, welche direkt unter dem angefochtenen Zuschlag Monitore beschaffen, d.h. die g e- nannten vier grossen Leistungserbringer nich t einschalten, um ihren B e- darf zu decken (vgl. dazu die Stellungnahme der Vergabestelle vom 30. Juli 2013, Rz. 7). Es ist auch nicht zu beanstanden, dass nicht bei j e- dem dieser Ämter eine genaue Bedarfsschätzung eingeholt worden ist. Andererseits ist hervorzuheben, dass mit der Zollverwaltung (inkl. Grenz- wachtkorps) und dem EDA (mit 5'400 Mitarbeitenden) weite Teile der Bundesverwaltung bereits in der Bedarfsschätzung betreffend die 1'400 Monitore enthalten sind. Ausserdem ist es nicht das Ziel der vorsorglichen Erlaubnis, dass die grossen Leistungserbringe r ihre Lager über die für den täglichen Betrieb notwendigen Mindestbestände hinaus während der Dauer des laufenden Verfahrens auffüllen können (vgl. dazu die Stellung- nahme der Vergabe stelle vom 30. Juli 2013, Rz. 8). Demnach ist die Schwungmasse – übrigens prozentual im Ergebnis dem Begehren um Er- laubnis zur Beschaffung von 600 Monitoren entsprechend, wovon mit 150 Monitoren ein Viertel "Schwungmasse" – auf einen Viertel des ausgewi e- senen Bedarfs, d.h. auf 350 Monitore zu beschränken. Diese zurückhal-B-3526/2013 Seite 18 tende Festlegung der "Schwungmasse" rechtfer tigt sich auch deshalb, weil die vorliegende Zwischenverfügung insoweit nicht materiell recht s- kräftig wird, als die Vergabestelle gestützt auf tat sächlich ausgewiesenen Bedarf jederzeit die Erlaubnis zur Beschaffung weiterer Monitore bea n- tragen kann. 4.7 Zusammenfassend ist demnach festzuhalten , dass insgesamt vorb e- hältlich der vorherigen Beendigung des vorliegenden Verfahrens die E r- laubnis zu erteilen ist, bis Ende 2013 die benötig te Anzahl Monitore, höchstens aber 1 '750 Monitore, zu beschaffen. Damit ergibt sich unter Berücksichtigung der bereits bis Ende August 2013 bewilligten Bescha f- fung von 450 Monitoren eine Zahl von insgesamt 2'200 Monitoren, wo mit auch ein angemessenes Verhältnis zu den insgesamt zu beschaffenden ca. 40'000 Monitoren erreicht wird. 5. Nachdem der Lieferumfang festgelegt ist, gilt es zu prüfen, bei wem die Vergabestelle die in Frage stehenden Monitore beziehen soll. Hierüber besteht ebenfalls Uneinigkeit. 5.1 Die Beschwerdeführerin stellt mit Eingabe vom 23. Juli 2013 im Sinne eines Eventualantrages das Begehren, es sei der Vergabestelle zu erla u- ben, die tatsächlich erforderliche Anzahl Monitore bis Ende 2013 bei ihr zu beziehen. Subev entualiter sei der Vergabestelle zu erlauben, die ta t- sächlich nötigen Geräte bei der Zuschlagsempfängerin 2 zu bestellen. Dadurch würden die Beschwer deführerin und die Zuschlagsempfängerin 1 nicht gegenseitig benachteiligt. 5.2 Die Zuschlagsempfängerin 1 beantragt mit Stellungnahme vom 18. Juli 2013 für den Fall, dass der Bezug von Monitoren erlaubt wird, es sei der Vergabestelle deren Bezug bei ihr zu gestatten. Sie begründet dies damit, dass sie bei der Auswertung der Angebote den ersten Rang erreicht habe, wogegen die Zuschlagsempfängerin 2 den zweiten Rang belege. Selbst wenn die Beschwerdeführerin einen der beiden Zuschläge erstreiten oder gar den ersten Rang belegen sollte, könne dies nur auf Kosten der Zuschlagsempfängerin 2 erreicht werden, weshalb au ch die hier in Frage stehenden Monitore bei ihr zu beziehen seien. 5.3 Die Vergabestelle hat betreffend die Erlaubnis des Bezuges von 600 Monitoren bis Ende August 2013 mit Eingabe vom 18. Juli 2013 ausg e- führt, die Tatsache, dass allenfalls der Zuschlag an die Zuschlag-B-3526/2013 Seite 19 sempfängerin 2 aufgehoben und dieser der Beschwerdeführerin erteilt werden könnte, führe gegebenenfalls für eine kleine Anzahl des in Frage stehenden Drittprodukts zu einem nicht unerheblichen Aufwand auf Se i- ten der Vergabestelle (Stellungnahme vom 18. Juli 2013, Rz. 2). Letztlich sei jedoch für die Vergabestelle der Lieferant der dringlich benötigten Mo- nitore nicht entscheidend. Auch eine Beschaffung bei der Beschwerdefüh- rerin oder bei der Zuschlagsempfängerin 2 wäre möglich. Wichtig sei, dass den Verwaltungsstellen funktionierende Monitore in genügender An- zahl zur Verfügung stehen (Stellungnahme vom 18. Juli 2013, Rz. 2). Im Anschluss an die Zwischenverfügung vom 18. Juli 2013 hat sich die Ve r- gabestelle zu dieser Frage nicht mehr geäussert; es ist jedoch nahelie- gend, dass sie im vorliegenden Zusammenhang dieselbe Ansicht vertritt. 5.4 Zunächst ist zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin mit i h- rer Beschwerde entgegen der Auffassung der Zuschlagsempfängerin 1 (Stellungnahme vom 13. August 2013, R z. 16) in erster Linie den Z u- schlag an die se, und nur im Sinne eines Eventualbegehrens den Z u- schlag an die Zuschlagsempfängerin 2 angreift. Weiter stehen sich au f- grund der Tatsache, dass sich die Zuschlagsempfängerin 2 am Verfahren nicht beteiligt, primär die Beschwerdeführerin und die Zuschlagsempfä n- gerin 1 gegenüber. Die Prozessaussichten sind hingegen nur zu berüc k- sichtigen, wenn sie eindeutig sind (BGE 130 II 149 E. 2.2 mit Hinweisen; vgl. dazu mutatis mutandis E. 2.2 hiervor). Da die Zuschlagsempfängerin 1 durch den blossen Verweis auf die Beschwerdeantwort die Eindeuti g- keit der Prozessaussichten nicht substantiiert, ist auf ihr Argument, w o- nach der Hauptantrag der Beschwerdeführerin, es sei ihr anstelle der Zuschlagsempfängerin 1 den Zuschlag zu erteil en, auf jeden Fall abz u- weisen sei, nicht weiter einzugehen (vgl. dazu die Stellungnahme der Zuschlagsempfängerin 1 vom 18. Juli 2013, Rz. 10). Die Ausführungen zur Hauptsachenprognose mit Eingabe vom 13. August 2013 sind nur für die Frage nach der Prozessrolle relevant (vgl. dazu E. 3 hiervor). 5.5 Angesichts der soeben beschriebenen Ausgangslage ist zu prüfen, ob die strittige Teillieferung nicht an einen Dritten – also weder die B e- schwerdeführerin noch die Zuschlagsempfängerin 1 – vergeben werden kann (GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 1342 mit Fn. 3118). Dies setzt voraus, dass die Produkte der Zuschlagsempfängerin 1 und diejen i- gen der Zuschlagsempfängerin 2 gegenseitig substituierbar sind. Diese mit Instruktionsverfügung vom 17. Juli 2013 geäusserte An nahme wurde seitens der Verfahrensbeteiligten nicht bestritten. Im Gegenteil weist die Vergabestelle korrekterweise darauf hin, dass die Beschwerdeführerin B-3526/2013 Seite 20 dies im Ergebnis sogar ausdrücklich anerkennt (vgl. Stellungnahme der Vergabestelle vom 18. Juli 2013, Rz. 4). 5.6 Berücksichtigt man schliesslich, dass in der vorliegenden Ausschre i- bung eine Art Rahmenvereinbarung mit zwei Zuschlagsempfängerinnen geschlossen werden soll, eröffnet dies bereits aufgrund der Logik der in Frage stehenden Beschaffung selbst die Möglichkeit, einen Dritten zu be- rücksichtigen, ohne dabei in Bezug auf den Streitgegenstand bezüglich der zu berücksichtigende Anbieterin im Verhältnis zwischen der Be- schwerdeführerin und der Zuschlagsempfängerin 1 präjudizierende A n- ordnungen zu treffen. Die Vermeidung der Benachteiligung einer dieser Parteien überwiegt dabei das Interesse der Vergabestelle, den Aufwand der Bedarfsstellen möglichst gering zu halten. Dies namentlich mit Blick auf den Umstand, dass sich de r mit dem Bezug bei der Zuschla g- sempfängerin 2 verbundene Aufwand nur für den Fall über die normalen Abläufe hinaus als relevant erweis en sollte, dass die Zuschlagsempfä n- gerin 2 als Ergebnis des vorliegenden Rechtsstreits allenfalls nicht mehr als Lieferantin in Frage kommt. 5.7 Zusammenfassend ergibt sich demnach , dass die Produkte der Zuschlagsempfängerinnen substituierbar sind. Weiter ist aufgrund der Tatsache, dass sich vorliegend in erster Linie die Beschwerdeführerin und die Zuschlagsempfängerin 1 gegenüberstehen, die einzig nicht präjudizie- rende Lösung, der Vergabestelle den Bezug der in Frage stehenden M o- nitore bei der Zuschlagsempfängerin 2 zu erlauben. Dies ist umso mehr gerechtfertigt, als dies den Eventualbegehren sowohl der Vergabestelle als auch der Beschwerdeführerin entspricht. Nach dem Gesagten kann offen bleiben, welche Bedeutung dem von der Beschwerdeführerin b e- hauptete "Gewöhnungseffekt" an ein einmal auch in kleinen Mengen b e- schafftes Produkt zukommt; die Vergabestelle führt dazu aus, ein solcher sei in dieser Form sehr unwahrs cheinlich (Stellung nahme vom 18. Juli 2013, Rz. 4). 6. In Bezug auf die Akteneinsicht ist festzuhalten, dass der Beschwerdefü h- rerin mit Verfügung vom 10. Juli 2013 die teilweise geschwärzten Akten- verzeichnisse für die Ordner 1 und 2 sowie all jene Aktenstücke in unge- schwärzter Form zugestellt wurde n, welche gemäss den Anträgen der Vergabestelle nicht von der Akteneinsicht auszunehmen sind. Dies betrifft nebst den Publikationen und dem Pflichtenheft auch die beiden Angebote der Beschwerdeführerin . Zu den Akten verzeichnissen ist zu erwähnen, B-3526/2013 Seite 21 dass die vorgenommenen Schwärzungen einzig die Namen der weiteren, nicht berücksichtigten Anbieter betreffen. Damit kann die Beschwerdefüh- rerin selbst dort , wo ihr das Aktenstück nicht zur Einsicht zugestellt wu r- de, nachvollziehen, was für Akten betreffend die Zuschlagsempfängerin- nen vorhanden sind. Nachdem der Instruktionsrichter mit Verfügung vom 10. Juli Abdeckungsvorschläge gemacht bzw. entsprechend abgedeckte Dokumente verlangt hat, sind mit Stellungnahme vom 12. Juli 20 12 (Posteingang 16. Juli 2013) die entsprechenden Akten eingegangen. Die- se sind der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 16. Juli 2013 zuge- stellt worden. Darin enthalten sind namentlich aus dem Voraktenordner 1.1 die Unterlagen " Bezug der Ausschreibungsunt erlagen/Öffnungs- protokoll" (Register 3 ), "Nachverhandlungen/Angebotsbereinigungen" (Register 4), "Evaluationsbericht" (Register 5) und "Debriefing" (Register 7) in teilweise abgedeckter Form. Aufgrund dieser Unterlagen kann sich die Beschwerdeführerin ohn e Weiteres ein Bild machen von der Au s- gangslage namentlich mit Blick auf die Anfechtung des vorliegenden En t- scheids (vgl. Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts B - 2197/2011 vom 19. Mai 2011 E. 5 ; vgl. GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 1371). Dies trifft auf die vorliegend entscheidende Interessen- abwägung ohnehin zu, da der diesbezüglich relevante Sachverhalt in der Beschwerdeantwort der Vergabestelle vom 12. Juli 2013 sowie in deren Stellungnahme vom 30. Juli 2013 ohne Hinweis auf die Akten da rgestellt wird. Weitere Anordnungen betreffend die Akteneinsicht im Hauptverfa h- ren bleiben indessen vorbehalten. 7. Die Festsetzung und Verlegung der Kosten des vorliegenden Zwische n- entscheids erfolgt mit dem Hauptverfahren. B-3526/2013 Seite 22 Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Der Vergabestelle wird die Erlaubnis erteilt, für die Dauer das vorliege n- den Verfahrens, spätestens aber bis Ende 2013 bis zu 1'750 Monitore bei der Zuschlagsempfängerin 2 zu beschaffen. 2. Die Akteneinsichtsanträge der Beschwerdeführerin werden, soweit diesen nicht bereits im Rahmen der Instruktion entsprochen worden ist, einstwei- len abgewiesen. 3. Über die Kostenfolgen des vorliegenden Zwischenentscheides wird mit dem Endentscheid befunden. 4. Diese Verfügung geht an: – die Beschwerdeführerin (Rechtsvertreter; Gerichtsurkunde, vorab per Fax) – die Vergabestelle (Ref-Nr. Projekt -ID 94689; Rechtsvertreter; Gerichtsurkunde, vorab per Fax) – die Zuschlagsempfängerin 1 (Rechtsvertreter; Gerichtsurkunde, vorab per Fax) – die Zuschlagsempfängerin 2 (Gerichtsurkunde, vorab per Fax) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Marc Steiner Sabine Büttler B-3526/2013 Seite 23 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14 , Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren B e- gründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochten e Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 16. August 2013