<h2>SubmittedText<h2><p>Ich stelle dem Bundesrat folgende Fragen:</p><p>1. Könnten nicht die weiterhin unerlässlichen Dienste der Stiftung Internationaler Sozialdienst auf der Basis einer Leistungsvereinbarung erbracht werden, damit man auf die Schaffung einer neuen gesetzlichen Grundlage verzichten kann?</p><p>2. Eine interdepartementale Arbeitsgruppe hat die Aufgabe, die Verpflichtungen der Schweiz aus dem Übereinkommen über die Rechte des Kindes zu ermitteln. In welchen Bereichen soll diese Arbeitsgruppe Vorschläge ausarbeiten? Wurde sie ebenfalls beauftragt, die Lage des Internationalen Sozialdienstes zu untersuchen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p></p><p></p><p>Der Bundesrat teilt die Meinung der Interpellantin, wonach dem internationalen Kindesschutz grosse Bedeutung zukommt. Der Bund engagiert sich in diesem Bereich auf mannigfache Art und Weise, sei es bei der konkreten Umsetzung von Massnahmen im Bereich des Kindesschutzes, insbesondere bei der internationalen polizeilichen und zivilrechtlichen Zusammenarbeit im Zusammenhang mit Kindesentführungen, der Sammlung und Weiterleitung von Informationen, Unterlagen und Gesuchen und der Gewährung von Beiträgen, oder sei es bei der Rechtsetzung. Anhand konkreter Fälle wird laufend überprüft, ob die internationale Zusammenarbeit funktioniert. Zudem hat der Bundesrat gestützt auf das Postulat Simon vom 18. Juni 1997 betreffend die Schaffung eines internationalen Zentrums für Kinder eine interdepartementale Arbeitsgruppe unter der Leitung des Eidgenössischen Departementes für auswärtige Angelegenheiten (EDA) eingesetzt, die als erstes abzuklären hat, ob und in welchen Bereichen Handlungsbedarf besteht und wie allfällige Lücken zu schliessen sind. Dabei gilt es, die verschiedenen Möglichkeiten staatlicher und nichtstaatlicher Aktivitäten zu berücksichtigen sowie allfällige finanzielle Konsequenzen abzuwägen. In diese Prüfung soll die von der Interpellantin genannte Stiftung "Schweizerische Stiftung des Internationalen Sozialdienstes / Fondation Suisse du Service Social International (SSI)" einbezogen werden, wobei namentlich abgeklärt werden soll, ob sie für die Übernahme von allfälligen neuen Aufgaben geeignet sei. </p><p></p><p></p><p></p><p>Die Fragen der Interpellantin sind gestützt auf die bisherigen Ausführungen wie folgt zu beantworten:</p><p></p><p></p><p></p><p>1. Die Frage eines möglichen Leistungsauftrages an den SSI bildet wie oben ausgeführt Gegenstand der Abklärungen der interdepartementalen Arbeitsgruppe zum Postulat Simon. </p><p></p><p></p><p></p><p>2. Die erste Berichterstattung der Schweiz zur Umsetzung des Übereinkommens von 1989 über die Rechte des Kindes an die UNO, zuhanden des zuständigen UNO-Ausschusses, wird derzeit ebenfalls in einer vom EDA geleiteten interdepartementalen Arbeitsgruppe vorbereitet. Hierbei geht es um die Massnahmen, die im jeweiligen Vertragsstaat zur Verwirklichung der in der Konvention anerkannten Rechte getroffen worden sind und um die dabei erzielten Fortschritte. Die Lage des Internationalen Sozialdienstes (SSI) wird von dieser Arbeitsgruppe nicht überprüft, sondern bleibt Aufgabe der Arbeitsgruppe zum Postulat Simon.</p>  Antwort des Bundesrates.