<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.00148</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichter Spitz<br/>Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter<br/>Gerichtsschreiberin Bonetti</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 16. Oktober 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Kaspar Gehring</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">KSPartner</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1960, bildete sich zuletzt zum Bankfachmann weiter und arbeitete ab dem Jahr 1997 als selbständiger Unternehmensberater (Urk. 8/3/4). Nach mehreren stationären psychiatrischen Behandlungen (Urk. 8/5/8, 8/5/19, 8/5/35 und 8/7/4) meldete er sich im August 2005 wegen einer Depression bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle (nachfolgend:</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IV-Stelle), zum Rentenbezug an (Urk. 8/3). Diese zog die Akten der Taggeld</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">siche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung bei (Urk. 8/5 und 8/13) und klärte den medizinischen Sachverhalt (Urk. 8/7-8 und 8/20) sowie die erwerblichen Verhältnisse ab (Urk. 8/6, 8/14-15). Mit Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung vom 16. März 2006 sprach sie dem Versicherten rückwirkend ab 1. August 2004 eine ganze Invalidenrente zu (Urk. 8/25).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ende 2007 nahm die IV-Stelle eine Revision an die Hand. Gestützt auf einen vom Versicherten ausgefüllten Fragebogen (Urk. 8/30), einen Auszug aus dem indivi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">duellen Konto (Urk. 8/31) sowie einen Bericht des behandelnden Facharztes für Psychiatrie und Psychotherapie, Dr. med. Y.___ (Urk. 8/33), bestätigte sie mit formloser Mitteilung vom 4. Juni 2008 den bisherigen Invaliditätsgrad von 100 % (Urk. 8/35). Im Nachhinein ging bei der IV-Stelle auch ein hausärztlicher Verlaufsbericht ein (Urk. 8/36). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das aktuelle Revisionsverfahren leitete die IV-Stelle im August 2014 ein. Sie holte Auskünfte beim Versicherten (Urk. 8/55) sowie Auszüge aus dem individuellen Konto (Urk. 8/56, 8/72-74 und 8/111) ein. Des Weiteren gab sie bei Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ein Gutachten in Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trag (Urk. 8/61). Nach Unstimmigkeiten über den Beizug eines Psychologen (Urk. 8/63, 8/64 und 8/67) sowie vorzeitigem Abbruch der Begutachtung wegen einer strittigen Unterschrift (Urk. 8/75 und 8/76/1) erstellte Dr. Z.___ am 19. Februar 2015 lediglich ein psychiatrisches Kurzgutachten (Urk. 8/76). Infol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gedessen gab die IV-Stelle im März 2015 ein neues Gutachten bei der A.___ in Auftrag (Urk. 8/80). Auf Verlangen des Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten (Urk. 8/86 und 8/92) holte sie vorgängig einen Verlaufsbericht bei Dr. Y.___ (Urk. 8/88) ein und überarbeitete die Formulierung der Gutachterfragen (Urk. 8/93-94). Im November 2015 informierte die Schweizerische Mobiliar, Lebensversicherungs-Gesellschaft AG, bei welcher der Versicherte gegen Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unfähigkeit versichert ist (Urk. 8/5/1), die IV-Stelle über die vom 18. Feb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ruar 2015 bis 18. September 2015 durchgeführte Observation (Urk. 8/112). Die IV-Stelle zog das Observationsmaterial (einschliesslich des Protokolls der diesbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">züglich erfolgten Konfrontationseinvernahme) bei (Urk. 8/116-118) und legte es den Gutachtern zur Prüfung vor (Urk. 8/114-115 und 8/120/7 f.). Das psychiat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rische Gutachten wurde schliesslich am 12. Januar 2016 von Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und seinem Assistenzarzt, Dr. med. C.___, erstattet (Urk. 8/120).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 22. Januar 2016 kündigte die IV-Stelle dem Versicherten schriftlich die Sis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tierung seiner Rente per Ende Monat an (Urk. 8/123). Dagegen erhob der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte Einwand (Urk. 8/127). Die IV-Stelle liess den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) zum Gutachten Stellung nehmen (Urk. 8/142/9) und verfügte am 14. März 2016 wie angekündigt (Urk. 8/135). Alsdann stellte sie dem Versicherten mit Vorbescheid vom 15. Juli 2016 die rückwirkende Aufhebung der Renten per 1. Februar 2015 sowie die Rückforderung der für den Zeitraum von Februar 2015 bis Januar 2016 bereits ausbezahlten Renten in Aussicht (Urk. 8/143). Den vom Versicherten dagegen erhobenen Einwand (Urk. 8/149) legte die IV-Stelle ihrem internen Rechtsdienst zur Prüfung vor (Urk. 8/158). Schliesslich hob sie mit Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung vom 3. Januar 2017 die Rente rückwirkend per 1. Februar 2015 auf und entzog einer allfälligen Beschwerde gegen diesen Entscheid die aufschiebende Wirkung (Urk. 2). Im Übrigen wies sie mit Verfügung vom 14. Juni 2016 das Gesuch des Versicherten um Bewilligung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes wegen Aussichtslosigkeit ab (Urk. 8/140), worauf dieser im Vorbescheidverfahren erneut ein Gesuch stellte (Urk. 8/150).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen den Entscheid vom 3. Januar 2017 erhob der Versicherte am 1. Februar 2017 Beschwerde mit dem Antrag, die Verfügung aufzuheben und ihm weiterhin eine Rente, eventualiter Eingliederungsmassnahmen zuzusprechen (Urk. 1). Die IV-Stelle schloss in der Beschwerdeantwort vom 13. März 2017 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 2) unter Beilage der Observationsergebnisse (Urk. 10), der Akten des Verwaltungsverfahrens (Urk. 8/1-164) sowie eines Argumentariums des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) zum Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) 61838/10 vom 18. Oktober 2016 (Urk. 9). In der Replik hielt der Versicherte an seinem Rechtsbegehren fest (Urk. 14) unter Beilage einer Stellungnahme von Dr. Y.___ (Urk. 15). Die IV-Stelle verzichtete auf eine Duplik (Urk. 17).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">abgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Anlass zur Anpassung der Rente gibt jede tatsächliche Änderung, die sich auf den Invaliditätsgrad und damit auf den Umfang des Anspruchs (ein Viertel, ein Zweitel, drei Viertel, ganze Rente; Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG) auswirkt (BGE 134 V 131 E. 3). Ein Revisionsgrund in diesem Sinne betrifft Änderungen in den persönlichen Verhältnissen der versicherten Person (BGE 133 V 545 E. 7.1). Dazu gehört namentlich der Gesundheitszustand (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_896/2011 vom 31. Januar 2012 E. 3.1, in: SVR 2012 IV </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nr. 36 S. 140; Urteil des Bundesgerichts 9C_410/2015 vom 13. November 2015 E. 2). Dabei ist nicht die Diagnose massgebend, sondern in erster Linie der psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chopa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">thologische Befund und der Schweregrad der Symptomatik (Urteil des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts 9C_634/2015 vom 15. März 2016 E. 6.1 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 136 V 279 E. 3.2.1). Aus einer anderen Diagnose oder einer unterschiedlichen Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schätzung der Arbeitsfähigkeit aus medizinischer Sicht allein kann somit nicht auf eine für den Invaliditätsgrad erhebliche Tatsachenänderung geschlossen wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den (Urteile des Bundesgerichts 9C_213/2015 vom 5. November 2015 E. 4.4.2 und 9C_330/2014 vom 23. Juli 2014 E. 5.2, je mit Hinweisen). Umgekehrt ist - bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand - eine Angewöhnung oder Anpas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sung an die Behinderung, welche zu einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit führt, revisionsrechtlich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen; vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 9C_602/2016 vom 14. Dezember 2016 </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 5.1). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Liegt ein Revisionsgrund </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">im Sinne von Art. 17 ATSG </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vor, ist der Renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin erwog sinngemäss, aus dem Observationsbericht sowie dem A.___-Gutachten gehe klar hervor, dass der Beschwerdeführer anlässlich der Begutachtung eine massive Aggravation, wenn nicht gar Simulation gezeigt habe. Das Observationsmaterial halte eine frappierend andere Realität fest, als von ihm beschrieben, was insbesondere für den angeblich praktisch vollständigen sozialen Rückzug gelte. Die Aggravation schliesse einen Rentenanspruch aus. Das gezeigte Verhalten entspreche denn auch keiner Depression, die über den Schwe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">regrad «leicht» hinausgehe. Zudem seien unter den gegebenen Umständen von einer erneuten Begutachtung von vornherein keine relevanten Erkenntnisse zu erwarten, wobei der Beschwerdeführer die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen habe.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dieser sei auch wiederholt auf seine Meldepflicht hingewiesen worden, die er letztlich schuldhaft verletzt habe, indem er die spätestens seit Beginn der Obser</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vation feststehenden Ressourcen nicht gemeldet, sondern mit unwahren Angaben Einschränkungen vorgetäuscht habe. Im Übrigen sei die Observation in zeitlicher Hinsicht nicht übermässig gewesen und deren Ergebnisse unter Hinweis auf das diesbezügliche Argumentarium des BSV verwertbar. Abschliessend sei der Beschwerdeführer auf den Weg der Selbsteingliederung zu verweisen, zumal bei ausgeprägter Aggravation Einwände gegen die Verwertbarkeit der Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit nicht zu hören und auch nicht überprüfbar seien (Urk. 2 und 7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem hielt der Beschwerdeführer sinngemäss entgegen, die Observation entbehre einer gesetzlichen Grundlage, wobei auch die Überlegungen des BSV zur Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wertbarkeit nicht überzeugen würden. Die Observation sei von der Taggeldver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherung indirekt im Auftrag und Interessen der Beschwerdegegnerin durchge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führt worden. Zudem sei kein Anfangsverdacht ersichtlich und die Verhältnis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mässigkeit nicht gegeben. Vielmehr habe man mit der Observation erst Anhalts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkte für einen missbräuchlichen Leistungsbezug sammeln wollen. Die Ergeb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nisse seien zudem von zweifelhafter Qualität. So enthalte der Bericht falsche Angaben (z.B. Dauer der ersten Begutachtung) und die Observation sei insgesamt zu kurz gewesen bzw. bei psychischen Leiden ungeeignet.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ferner bedürfe das Observationsmaterial gemäss der Rechtsprechung und der Qualitätsleitlinien für versicherungspsychiatrische Gutachten einer ärztlichen Beurteilung, wobei die Gutachter hierfür eine Konfrontation als notwendig erachtet hätten. Darauf könne nicht unter Hinweis auf die Konfrontation durch die Taggeldversicherung verzichtet werden. Das Gutachten sei auch sonst man</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gelhaft. So werde die Aggravation weder definiert, noch unter Würdigung des Observationsmaterials substantiiert begründet. Es werde nicht dargelegt, welche Diskrepanzen bestünden, und keine Abgrenzung zu den Persönlichkeitsanteilen vorgenommen. Auch der Medikamentenspiegel sei nicht bestimmt worden. Dabei sei aggravatorisches Verhalten ein klinisches Alltagsphänomen und er stehe kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tinuierlich in medikamentöser und psychotherapeutischer Behandlung. Nicht vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geworfen werden könne ihm, dass er die sporadischen Botengänge für einen bein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">amputierten Buchhändler nicht erwähnt habe. Dabei handle es sich nur um den Versuch, den Kontakt zur Aussenwelt nicht zu verlieren. Dies sei als Verdeut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichung zu sehen. Ausserdem sei sein Psychiater nach Sichtung des Observa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tionsmaterials, nach eingehender und konfrontierender Exploration sowie auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund seiner Erkenntnisse als langjähriger Behandler zum Schluss gekommen, dass neben der rezidivierenden depressiven Störung eine Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ vorliege und die Privatdetektive wohl unter Erfolgsdruck gestanden hätten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da aus dem (unverwertbaren) Observationsbericht keine Ressourcen hervorgehen würden, sein Psychiater nach wie vor eine mittelgradige bis schwere Episode diagnostiziere bzw. behandle und er selbst sich nicht arbeitsfähig fühle, habe er auch nichts melden müssen. Im Übrigen sei er trotz Zweifeln willens, Eingliede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsmassnahmen zu versuchen. Dabei könne gemäss Rechtsprechung selbst bei inkongruentem und unkooperativem Verhalten nicht auf einen fehlenden subjek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tiven Eingliederungswillen geschlossen werden. Nach 17 Jahren Rentenbezug und im Alter von 56 Jahren sei allerdings offensichtlich, dass er als Banker, Unternehmer oder Militäroffizier keine Anstellung mehr finden und für alle anderen Tätigkeiten überqualifiziert sei (Urk. 1 und 14).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im von den Parteien in erster Linie thematisierten Urteil vom 18. Oktober 2016 in Sachen Vukota-Bojic gegen die Schweiz (61838/10) befand der EGMR über die EMRK-Konformität einer Observation, die im Auftrag eines (sozialen) Unfallver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherers durch einen Privatdetektiv erfolgt war. Er </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erblickte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">darin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine Verlet</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zung von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">freiheiten (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">EMRK</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Danach hat </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">jede Person das Recht auf Achtung ihres Privat- und Familienlebens, ihrer Wohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ung und ihrer Korrespondenz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine Behörde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">darf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in die Ausübung dieses Rechts nur eingreifen, soweit der Eingriff gesetzlich vorgesehen und in einer demokratischen Gesellschaft notwendig ist für die nationale oder öffentliche Sicherheit, für das wirtschaftliche Wohl des Landes, zur Aufrechterhaltung der Ordnung, zur Verhütung von Straftaten, zum Schutz der Gesundheit oder der Moral oder zum Schutz der Rechte und Freiheiten anderer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vgl. auch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">13 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Bundesverfassung der Schweizerischen Eigenossenschaft [</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in Verbindung mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">36 BV, die im Wesentlichen den gleichen Gehalt wie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8 EMRK aufweisen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Konkret erkannte er, dass Art. 28 und Art. 43 ATSG sowie Art. 96 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) hinsichtlich der strittigen Observation (Bericht, Fotodokumentation und Videoaufnahmen) keine angemessene und wirksame Garantie gegen Missbrauch bieten würden, also keine ausreichende gesetzliche Grundlage für eine Observation bestehe. Hingegen verneinte er eine Verletzung von Art. 6 Ziff. 1 EMRK (Gebot eines fairen Verfah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rens) durch die erfolgte Verwendung der Observationsergebnisse (vgl. BGE 143 I 377 E. 3.1 und 3.4, Urteil des Bundesgerichts 8C_386/2017 vom 23. November 2017 5.1).</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Bundesgericht hat unter Berücksichtigung dieser Erwägungen des EGMR als</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dann im Sinne der Argumentation des Beschwerdeführers entschieden, dass es trotz Art. 59 Abs. 5 IVG auch im Bereich der Invalidenversicherung an einer aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reichenden gesetzlichen Grundlage fehle, die die Observation umfassend klar und detailliert regle. Folglich verletzten solche Handlungen, seien sie durch den Unfallversicherer oder durch eine IV-Stelle veranlasst, Art. 8 EMRK bzw. den einen im Wesentlichen gleichen Gehalt aufweisenden Art. 13 BV (BGE 143 I 377 E. 4; seither auch: Urteile des Bundesgerichts 9C_328/2017 vom 9. November 2017 und 9C_262/2017 vom 15. November 2017 E. 4.2 mit weiteren Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Was indes die Verwendung des im Rahmen einer widerrechtlichen Observation gewonnenen Materials anbelangt, hielt das Bundesgericht im Sinne des von der Beschwerdegegnerin eingereichten Argumentariums des BSV fest, diese richte sich nach schweizerischem Recht. Es erkannte in BGE 143 I 377 E. 5.1 im Wesentlichen, die Verwertbarkeit der Observationsergebnisse (und damit auch der gestützt darauf ergangenen weiteren Beweise) sei grundsätzlich zulässig, es sei denn, bei einer Abwägung der tangierten öffentlichen und privaten Interessen würden diese überwiegen. Mit Blick auf die gebotene Verfahrensfairness präzi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sierte es sodann in derselben Erwägung, eine gegen Art. 8 EMRK verstossende Videoaufnahme sei verwertbar, solange aus eigenem Antrieb und ohne äussere Beeinflussung erfolgte Handlungen des Versicherten aufgezeichnet würden, und ihm keine Falle gestellt worden sei. Von einem absoluten Verwertungsverbot sei wohl immerhin insoweit auszugehen, als es um Beweismaterial gehe, das im nicht öffentlich frei einsehbaren Raum zusammengetragen worden sei (vgl. Urteil 8C_192/2017 vom 25. August 2017 E. 5.4.1 mit Hinweisen; zum öffentlich ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sehbaren Raum: BGE 137 I 327; vgl. zum Ganzen obgenanntes Urteil 8C_386/2017 E. 5.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus dem vorliegenden Observationsbericht der D.___ vom 9. Oktober 2015 geht allerdings klar hervor, dass die Observation von der E.___ in Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trag gegeben wurde, die sich wiederum im Auftrag der Schweizerischen Mobiliar Lebensversicherungs-Gesellschaft mit den finanziellen Folgen der Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit des Beschwerdeführers befasste (Urk. 8/121/1). Entgegen der Auffas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sung des Beschwerdeführers kann der Auftrag somit nicht der Beschwerdegegne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin zugerechnet werden, zumal sich aus den Akten auch keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die Beschwerdegegnerin vorgängig über die Observation informiert wurde (vgl. Urk. 8/112 f.). Demnach stellt sich vorliegend die Frage nach der Verwertbarkeit von Observationsmaterial, das durch eine interessierte private Versicherungsgesellschaft beigebracht wurde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zunächst erklärte das Bundesgericht in seinem Urteil 4A_110/2017 vom 27. Juli 2017 E. 5.2 und 5.3, t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">atsächlich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht erkennbar, inwiefern in der zu beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lenden Observation durch eine private Versicherungsgesellschaft in einer privat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechtlichen Streitigkeit über eine Zusatzversicherung zur sozialen Krankenver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherung ein dem Staat zuzurechnender Eingriff in das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens liegen soll, der gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 EMRK (und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">36 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 BV) gesetzlich vorgesehen sein müsste. Im Zivilprozess oblieg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> es den Parteien, die Beweise zu beschaffen. Sie dürf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten dabei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nur nicht rechtswidrig vorgehen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">152 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Schweizerische Zivilprozessordnung, ZPO</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wie es</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in seiner publizierten Rechtsprechung festgestellt ha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">könne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die von der Haft</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflichtversicherung veranlasste Observation der versicherten Person deren Pri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vatsphäre wie auch deren Recht am eigenen Bild verletzen. Die Verletzung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> dann nicht widerrechtlich, wenn das Interesse an der Verhinderung eines Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungsbetrugs das Interesse des von der Observation Betroffenen auf Unver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sehrtheit seiner Persönlichkeit überwieg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Die Interessenabwägung beruh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auf gerichtlichem Ermessen. Zu berücksichtigen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> dabei, dass der von der Observa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tion Betroffene gegenüber der Versicherung einen Anspruch erheb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und deshalb verpflichtet </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, an Abklärungen seines Gesundheitszustands, seiner Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit usw. mitzuwirken, und zu dulden ha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass allenfalls auch ohne sein Wissen von der Versicherung die objektiv gebotene</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n Untersuchungen durchgeführt wü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n. Ob die Observation zulässig sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, häng</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> weiter davon ab, wie schwer und in welche Persönlichkeitsrechte eingegriffen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">werde.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Insbesondere k</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">önne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> entschei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dend sein, inwiefern die Observation durch die Art der Versicherungsleistungen gerechtfertigt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (z.B. Höhe der Forderung, Pilot- oder Bagate</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">llfall usw.), wo sie stattfinde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (z.B. in der Öffentlichkeit), wie lange sie dauer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (z.B. nur tagsüber, befristet auf eine Woche), welchen Inhalt sie ha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (z.B. von jedermann wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmbare Vorgänge) und ob die eingesetzten Mittel (z.B. Film) zur Erreichung ihres Zwecks geeignet und notwendig </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (BGE 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">36 III 410 E. 2 mit Hinweisen). Dementsprechend konstatierte das Bundesgericht in jenem Entscheid, die Obser</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vation sei «rechtmässig» erfolgt. Es schützte damit die Feststellungen der Vorinstanz, wonach einerseits die Anordnung der Observation (bei unspezifischer Beschwerdesymptomatik, Abbruch der stationären Behandlung auf eigenen Wunsch und Wunsch nach Spaziergängen in der Nähe der eigenen Marktstände) sowie andererseits deren Durchführung (angesichts der zeitlich limitierten Beobachtung im öffentlichen Raum) zulässig war.</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gleichwohl erläuterte das Bundesgericht im Entscheid 8C_570/2017 vom 6. Feb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ruar 2018 E. 3.2.2, die Frage sei bisher offengelassen worden, ob auch bezüglich Observationsmaterial, welches von interessierten Dritten, wie beispielsweise einer Haftpflichtversicherung, beschafft worden sei, auch von einer ungenügenden gesetzlichen Grundlage auszugehen sei (unter Hinweis auf sein Urteil 8C_192/2017 vom 25. August 2017 E. 5.4). Selbst wenn, seien indessen die Ergebnisse einer Überwachung (und damit auch der gestützt darauf ergangenen weiteren Beweise) grundsätzlich zulässig, es sei denn, bei einer Abwägung der tangierten öffentlichen und privaten Interessen würden letztere überwiegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammenfassend verzichtet das Bundesgericht in seiner aktuellen Recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chung also sowohl bei von der Invalidenversicherung wie auch von privaten Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungsgesellschaften veranlassten Observationen auf das Erfordernis der gesetzlichen Grundlage, soweit ein solches im zweiten Fall überhaupt besteht. Mit Blick auf die Verwertbarkeit der Ergebnisse prüft es indes stets die Verhältnis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mässigkeit der Observation - einerseits in Bezug auf deren Anordnung und andererseits deren Durchführung. Somit ist jeweils in einem ersten Schritt zu prü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fen, ob aufgrund der Akten Anhaltspunkte vorlagen, die Zweifel an den geäus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">serten gesundheitlichen Beschwerden aufkommen liessen (sog. «Anfangsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dacht», vgl. BGE 136 III 410 E. 4.2.1). In einem zweiten Schritt ist das Ausmass der Verletzung der Persönlichkeit festzustellen und gegen das in der Regel erheb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche und gewichtige Interesse des Versicherungsträgers bzw. der Versichertenge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">meinschaft an der Verhinderung des unrechtmässigen Leistungsbezugs abzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_328/2017 vom 9. November 2017 </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E. 5.2-3, 9C_218/2018 vom 22. Juni 2018 E. 4.2.1-2, 8C_192/2017 vom 25. August 2017 E. 5.4.3.2 sowie BGE 143 I 377 E. 5.1.2 zur Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung; erwähn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tes Urteil 4A_110/2017 E. 5.3 zur Zusatzversicherung zur sozialen Krankenver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherung; ferner auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C-8034/2015 vom 3. November 2017 E 4.2.7 zur Haftpflichtversicherung).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wie es sich mit diesen Voraussetzungen in Bezug auf die Schweizerische Mobi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liar, Lebensversicherungs-Gesellschaft AG als Auftraggeberin verhält, kann auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund der heutigen Aktenlage nicht abschliessend beurteilt werden. Immerhin nennt der Observationsbericht vom 9. Oktober 2015 den (allerdings nicht mit konkreten Indizien unterlegten) Verdacht, dass der Beschwerdeführer gemäss Auftraggeber als Consulter für die in Osnabrück/Deutschland ansässige F.___ tätig sein soll (Urk. 10 S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Indes ist der Beizug des Observationsmaterials eines interessierten Dritten durch die Invalidenversicherung nach der dargelegten Rechtslage «grundsätzlich zuläs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sig, es sei denn, bei der Abwägung der tangierten öffentlichen und privaten Interessen würden letztere überwiegen». Bereits in seinem Entscheid 8C_192/2011 vom 15. Dezember 2011 E. 3.3 hielt das Bundesgericht diesbezüglich fest, dass es rechtsprechungsgemäss zulässig sei, dass ein Sozialversicherungsträger die Ergebnisse einer von der Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers veran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lasste Observation als Beweismittel zu den Akten nehme (unter Hinweise auf BGE 132 V 242 und 129 V 323 E. 3.3.3), ohne dass er Einblick in die gesamten Akten des Haftpflichtversicherers nehmen könne. Es fügte hinzu, dass die versicherte Person nicht dargetan habe, dass sie die angeblich durch die Observation began</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gene Persönlichkeitsverletzung bei der Haftpflichtversicherung gerügt habe. Ob sie bei dieser Ausgangslage gegen die Verwendung der Observationsergebnisse im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren noch einwenden dürfe, die Observation sei nicht objektiv geboten gewesen, brauche nicht geprüft zu werden: Die Akten der Invalidenversicherung «vor Übernahme der Observationsergeb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nisse» würden hinreichende Anhaltspunkte enthalten, welche gar eine Anordnung der Observation durch die IV-Stelle hätten rechtfertigen können. Daraus ist zu schliessen, dass das vorliegend beigezogene Observationsmaterial zumindest dann verwertbar ist, wenn es auch verwertbar wäre, hätte die Beschwerdegegne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin die Observation effektiv selbst angeordnet.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In den Verwaltungsakten fällt auf, dass nach Angaben des Beschwerdeführers trotz in der Regel guter Therapierbarkeit einer depressiven Symptomatik (Urk. 8/5/19 f., 8/13/1 und 8/36/2) seit der Berentung ab dem Jahr 2004 nie eine nennenswerte Besserung des Gesundheitszustandes eingetreten sein soll (Urk. 8/30/1, 8/55 und 8/76/7). Auch bezeichnete sein behandelnder Psychiater die Prognose – obschon Auslöser der psychischen Erkrankung zweifellos eine akute psychosoziale Belastungssituation war – von Beginn an als ungünstig und stellte sofort eine bleibende Arbeitsunfähigkeit in Aussicht, die er in der Folge auch durchwegs attestierte (Urk. 8/8/2, 8/20/3, 8/33/1 und 8/88/1). Gleichzeitig ist aktenkundig, dass sich der Beschwerdeführer seit jeher entgegen ärztlichem Rat höchstens vorübergehend einer (wirksam dosierten) psychopharmakolo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gischen Behandlung unterzog und nach der Berentung keine stationäre und </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter auch nur noch sporadisch eine ambulante psychiatrische Behandlung bean</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruchte (Urk. 8/5/20, 8/33/1, 8/59, 8/76/8 und 8/88/3). Zudem gab er in der ers</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Begutachtung an, er habe inzwischen «etliche» Versuche unternommen, wie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der eine Tätigkeit auszuüben, jedoch sei er allen Arbeitgebern, bei denen er sich beworben habe, zu alt. Er habe keine Chance gehabt (Urk. 8/76/7; auch später in der Konfrontationseinvernahme Urk. 8/121/12 Frage 35). Zusammen mit seinem Schreiben vom 9. August 2014 (Urk. 8/55) wecken diese Angaben doch Zweifel daran, dass eine Arbeitsaufnahme bisher primär aus gesundheitlichen Gründen unterblieb. In jenem Schreiben berichtete er widersprüchlich einerseits über ein völlig zurückgezogenes Leben und andererseits den Versuch, für seine Mitmen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen dazu sei. Darüber hinaus ersuchte er die Beschwerdegegnerin, ihm ein Dasein ohne «konventionelle» Erwerbstätigkeit zu ermöglichen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Insoweit schlussfolgerte Dr. Z.___ aufgrund der damaligen Aktenlage nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vollziehbar, der ungünstige Verlauf der grundsätzlich gut behandelbaren psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Störung liege entweder an einer nicht konsequent durchgeführten adäqua</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Behandlung oder/und an der fehlenden Motivation des Beschwerdeführers, eine berufliche Integration für sich in Betracht zu ziehen (Urk. 8/76/10). Nicht zuletzt unter Berücksichtigung des strittigen finanziellen Interesses (Weiteraus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtung einer ganzen Rente voraussichtlich bis zum Erreichen des ordentlichen AHV-Alters) wäre aufgrund der vorgenannten Anhaltspunkte im Zeitpunkt der Übernahme des Observationsmaterials durchaus die Durchführung einer eigenen Observation seitens der Beschwerdegegnerin objektiv hinreichend geboten gewe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Weitere substantiierte Einwände gegen die Verwertbarkeit des Observationsma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">terials brachte der Beschwerdeführer nicht vor. Insbesondere machte er nicht gel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tend, dass es nicht er selbst gewesen sei, der beobachtet wurde, oder seine Hand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lungen beeinflusst worden seien. Er stellte einzig und allein die beobachtete Dauer der ersten Begutachtung in Frage, welche für den Bericht offensichtlich bedeutungslos ist. Sodann war er keiner systematischen oder ständigen Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wachung ausgesetzt, zumal er in einem Zeitraum von sieben Monaten nur an </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8 Tage jeweils für wenige Stunden beobachtet wurde. Dokumentiert sind dabei all</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tägliche Verrichtungen im frei einsehbaren öffentlichen Raum, wie die Benüt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zung öffentlicher Verkehrsmittel, das Leeren von Postfächern, das Bedienen des Smart</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">phones, Essen in einem Restaurant, Einkaufen in einer Boutique bzw. Bäckerei sowie das Betreten einer Buchhandlung. Insbesondere nicht ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaftet wurde, ob und mit wem sich der Beschwerdeführer in der Wohnung an der G.___ traf, zu der er einen Schlüssel besitzt (Urk. 10 S. 3-7). Stellt man diesem bescheidenen Eingriff in seine grundrechtliche Position das öffent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Interesse an der Verhinderung von Versicherungsmissbrauch gegenüber, recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fertigt es sich, das umstrittene Observationsmaterial in die Beweiswürdigung mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einzubeziehen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Übrigen sind in der Invalidenversicherung – egal ob das Observationsmaterial selbst beschafft oder von einem Dritten beigezogen wurde – abschliessend allfäl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lige Verstösse gegen Art. 29 Abs. 1 BV bzw. Art. 6 Ziff. 1 EMRK zu prüfen, d.h. ob der Miteinbezug des fraglichen Observationsmaterials das Verfahren als Gan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zes unfair erscheinen lässt (vgl. im Detail BGE 143 I 377 E. 5.2.1 und Urteil des Bundesgerichts 9C_358/2017 vom 21. August 2017 E. 3.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Soweit der Beschwerdeführer die Beweisqualität anzweifelte, ist ihm entgegenzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halten, dass eine Observation bei psychischen Beschwerden nicht generell unge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eignet und damit ausgeschlossen ist. So zeigten sich auch in seinem Fall erheb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Diskrepanzen zum in der Begutachtung beobachteten und von ihm selbst geschilderten Verhalten. Konkret schlussfolgerten die A.___-Gutachter aufgrund seiner Angaben in der Untersuchung, er lebe alleine und beziehungslos in einer 1-Zimmerwohnung, sozial zurückgezogen ohne Tagesstruktur bei jedoch erhal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tener Selbstversorgung sowie selbständiger Verrichtung seines Haushaltes. Nach Sichtung des Überwachungsmaterials korrigierten sie diesen Abschnitt und hielt fest, wie sich gezeigt habe, sei der Beschwerdeführer in der Lage, an jedem Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wachungstag relativ früh morgens das Haus zu verlassen. Offensichtlich sei er in der Lage, die anstehenden Aufgaben zu erledigen und wirke dabei betreffend Mimik, Köperhaltung, Bewegungsverhalten und Aktivität (sowohl mit dem Handy als auch bei verschiedenen Kontaktaufnahmen mit beliebigen Passanten) so wach und agil, dass dieser Zustand keineswegs mit einer schweren Depression, ja kaum mit einer mittelschweren Depression vereinbar sei. Er zeige anlässlich dieser über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wachten Periode keinesfalls das von ihm beschriebene, praktisch vollständige soziale Rückzugsverhalten (Urk. 8/120/24). Das Observationsmaterial zeige, dass er zumindest phasenweise in der Lage sei, intensiv sein Handy zu bedienen, Tram zu fahren, Postfächer zu leeren, einzukaufen und eine fremde Wohnung aufzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">suchen. Das dabei gezeigte Verhalten entspreche nicht einer Depression, welche über den leichten Schweregrad hinausgehe (Urk. 8/120/31). Dabei zitierten sie auch aus einem Fachartikel, wonach eine Observation – als unerfreuliche Erkenntnis aus ärztlicher Sicht – bisweilen ein unentbehrliches Mittel bei der Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deckung des Versicherungsbetrugs sei (Urk. 8/120/28).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dabei wurden im Gutachten das während der Untersuchung beobachtete Verhal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten (Urk. 8/120/19) und die dabei vom Beschwerdeführer gemachten Angaben </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu seinen Beschwerden, sozialen Kontakten und seinem Tagesablauf (Urk. 8/120/15 f. und 8/120/9-11) ausführlich wiedergegeben. Die Diskrepanzen zwischen (1) den angegebenen wenigen familiären Kontakten bzw. verlorenen Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tenzen und den beobachteten zahlreichen ausserfamiliären Kontak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten, (2) des angegebe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen nur sporadischen Verlassens des Hauses bzw. der ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">blich fehlenden Tages</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">struktur und des festgestellten regelmässigen frühen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lassens der Woh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nung mit zielgerichteten Aktivitäten oder auch (3) der in der Begutachtung (und Konfrontationseinvernahme, vgl. Urk. 8/118/1) gezeigten Mimik bzw. beschrie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">benen «ständigen dunklen Nacht» mit Panikattacken und der Mimik bzw. Gestik auf den Observierungsfotos/–filmen sind offensichtlich und bedurften keiner detaillierten Auflistung. Dabei können Beobachtungen an 8 Tagen, wobei an 7 Tagen vergleichbare Aktivitäten gesichtet wurden und zwar in einem Zeitraum von über einem halben Jahr an verschiedenen Wochentagen, nicht mehr als Zufallsbefund an vereinzelten «guten Tagen» abgetan werden. Zudem haben die Gutachter, wie nachfolgend darzulegen ist, das Material mit grosser Vorsicht und sehr differenziert aus medizinischer Sicht gewürdigt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Weiterer Streitpunkt zwischen den Parteien ist der Beweiswert des A.___-Gutachtens. Strittig ist insbesondere, ob eine rentenausschliessende Aggravation vorliegt oder der Sachverhalt im Rahmen einer Konfrontationseinvernahme durch die Gutachter selbst weiter abzuklären gewesen wäre.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach der jüngsten Rechtsprechung des Bundesgerichts sind psychische Leiden wegen ihres Mangels an objektivierbarem Substrat dem direkten Beweis einer anspruchsbegründenden Arbeitsunfähigkeit nicht zugänglich. Der Beweis ist daher behelfsweise mittels Indikatoren zu führen. Da bei sämtlichen psychischen Störungen trotz variierender Prägnanz der erhebbaren Befunde im Wesentlichen vergleichbare Beweisprobleme bestehen, ist das indikatorengeleitete Beweisver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahren gemäss BGE 141 V 281 grundsätzlich auf sie alle anzuwenden. Die über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arbeiteten Qualitätsleitlinien für versicherungspsychiatrische Gutachten der Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP) vom 16. Juni 2016 enthalten diesbezüglich keine spezifischen Differenzierungen. Indes kann aus Gründen der Verhältnismässigkeit dort von einem strukturierten Beweisverfahren abgesehen werden, wo es nicht nötig oder auch gar nicht geeig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">net ist. Dies bedarf stets einer einzelfallweisen Beurteilung (vgl. Urteil des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">desgerichts 8C_130/2017 vom 30. November 2017 E. 7.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bestehen e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rhebliche Diskrepanzen zwischen den Ergebnissen einer Observation und der fachärztlichen Einschätzung der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Arbeitsfähigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sind grundsätzlich wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tere medizinische Abklärungen erforderlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(vgl. BGE 137 I 327 E. 7). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dabei kön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen die Observationsergebnisse zusammen mit einer ärztlichen Aktenbeurteilung eine genügende Grundlage für die Sachverhaltsfeststellung betreffend den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit bilden (Urteil des Bundesgerichts 9C_702/2016 vom 12. Februar 2017 E. 4.3). Die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Einholung einer Aktenbeurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung durch den RAD </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genügt allerdings </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nur bei klaren Verhältnissen bzw. darauf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">darf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nur abgestellt werden, wenn keine auch nur geringen Zweifel an deren Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (BGE 135 V 465; Urteil </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9C_492/2012 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">September 2012 E. 5.3). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Weiter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ist zu berücksich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigen, dass es nicht einfach darum geht, das Observationsergebnis zu würdigen, sondern </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">um die Frage, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wie dieses im psychiatrischen Kontext zu verstehen ist. Dies setzt entsprechende Fachkenntnisse voraus. Es stellt sich namentlich die Frage, inwieweit bloss von einer mit Art und Ausmass des Gesundheitsschadens erklärbaren Verdeutlichungstendenz auszugehen ist oder eine nicht versicherte Aggravation oder sogar Simulation vorliegt (vgl. Urteil </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9C_899/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2014 vom 29. Juni 2015 E. 4.2; vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richts 9C_254/2016 vom 7. Juli 2016 E. 3.2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auf Aggravation oder vergleichbaren Konstellationen be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ruhende Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einschränkung vermag dabei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine versicherte Gesundheitsschädigung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht leichthin auszuschliessen, sondern nur, wenn im Einzelfall Klarheit darüber besteht, dass nach plausibler ärztlicher Beurteilung die Anhaltspunkte auf eine klar als solche ausgewiesene Aggravation eindeutig überwiegen und die Grenzen eines bloss verdeutlichenden Verhaltens zweifellos überschritten sind, ohne dass das aggravatorische Verhalten auf eine verselbständigte, krankheitswertige psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chische S</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">törung zurückzuführen wäre (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_154/2016 vom 19. Oktober 2016 E. 4.3 mit Hinweis auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9C_899/2015 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juni 2015 E. 4.1 und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E. 4.2.4 je mit Hinweisen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Gutachten der A.___ wurden unter Berücksichtigung der Vorakten sowie der Ergebnisse der eigenen Untersuchung und des Observationsmaterials eine rezidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vierende depressive Störung, höchstens mittelgradig (ICD-10: F33.1), und der Verdacht auf eine narzisstische Persönlichkeitsstörung (DSM-5: F60.81) als Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt. Zusätzlich wurde eine schwerwiegende Aggravation, differentialdiagnostisch Simulation (ICD-10: Z76.5) festgestellt (Urk. 8/120/21 f.). Ausser Stande sahen sich die Gutachter, die Standardfragen zur Arbeitsfähigkeit oder dem Wiedereingliederungspotential zu beantworten (Urk. 8/120/32).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dazu erläuterten sie, gegen das Vorliegen einer schweren depressiven Episode spreche trotz anamnestisch erfüllter Kriterien das problemlose pünktliche Erschei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen bei den Begutachtungsterminen sowie die Lebendigkeit und kognitive Vigilanz, die der Beschwerdeführer bei der Beschreibung von Bankangelegenhei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten und dem Kommentieren des aktuellen Weltgeschehens gezeigt habe. Nach Sichtung des Observationsmaterials lasse das zielbewusste Agieren mit zum Teil freundlichen Kontakten mit Lächeln und lebhaften Gesprächen auch das Vorlie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen einer mittelschweren Depression in jenen Zeiträumen als überwiegend unwahrscheinlich erscheinen (Urk. 8/120/25).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sodann sei der Zusammenbruch nach Scheitern des eigenen Geschäfts und fol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gender finanzieller Belastung nachvollziehbar, nicht aber der weitere Verlauf. Es frage sich, weshalb sich der Beschwerdeführer mit dem jetzigen Leben begnüge und keinen ernsthaften Versuch unternommen habe, sich wieder beruflich einzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gliedern oder wenigstens ausreichend zu therapieren, zumal er zuvor über ein sehr hohes Funktionsniveau verfügt und dementsprechend viel Erfolg und Aner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kennung erfahren habe. Die Diagnose einer narzisstischen Persönlichkeit sei bekanntermassen nicht unproblematisch. Solang der Narzisst erfolgreich sei, leide er nicht und je nach Ausprägung auch die Mitwelt nicht in einem Ausmass, dass es zu grossen Komplikationen komme. Deshalb sei es 20 Jahre nach der erfolg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reichen Zeit nicht mehr möglich, die Diagnose genügend valid zu stellen. Aller</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dings wecke der Umgang mit den erlittenen Kränkungen, die deutlich spürbare Wut über die Welt, die ihn gleichsam verstossen habe, den Verdacht auf das Syn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">drom des «gebrochenen Narzissten».</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschreibung der narzisstischen Persönlichkeit in der DSM-5 (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diagnostisches und Statistisches Manual Psychischer Störungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, A</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">merican Psychiatric Associa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tion, deutsche </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ausgabe 2015) sei recht passend. Es lasse sich vermuten, dass beim Beschwerdeführer im Kontext eines katholisch geprägten und auf Leistung aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerichteten Elternhauses seit jeher ein schwankendes, verletzliches Selbstwertge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fühl bestanden habe, das durch überhöhte Selbstansprüche und Leistungsbereit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaft mit konsekutiv konsiderabler Karriere im Finanz- und Militärbereich kaschiert worden sei. Die negativen Schicksalsschläge hätten indes zur Zerstö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung des hohen (narzisstischen) Geltungsbedürfnisses geführt. Die zwei erheb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen beruflichen Rückschläge im Rahmen der gemäss seinem Empfinden unge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechten Behandlung durch die Bank, Finanzwelt und ehemalige Arbeitgeberin hätten die Leistungsfähigkeit zerstört. Zudem seien drei Ehen mit drei verschie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denen Frauen innert weniger Jahre in die Brüche gegangen, was einerseits gewisse Schwierigkeiten in der Beziehungsführung vermuten lasse, andererseits wiederum eine erhebliche Kränkung bedeutet habe. Kumuliert hätten die Krän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kungen bewirkt, dass eine lange Zeit bestehende narzisstische Persönlichkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">struktur manifest geworden sei, die unter anderem durch ein schwankendes und verletzliches Selbstwertgefühl charakterisiert sei, dessen Stabilisierung durch das Streben nach Aufmerksamkeit und Anerkennung versucht werde. Vor diesem Hintergrund würden sich die vermehrt negativistischen und paranoiden Tenden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zen verstehen lassen (Urk. 8/120/26 f.). Am Verdacht auf eine narzisstische Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sönlichkeitsstörung sei nach Sichtung des Observationsmaterials festzuhalten (Urk. 8/120/29).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Gutachter schlussfolgerten, das Observationsmaterial widerlege offensichtlich die Schilderung eines vollkommen zurückgezogenen Lebens in der Wohnung mit durchgängig tiefdepressivem Zustandsbild. Daraus könne aber nicht der Umkehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schluss gezogen werden, man könne mit Sicherheit wissen, wie es in Wahrheit um den Gesundheitszustand bestellt sei. Die Resultate würden zeigen, dass die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in den beobachteten Zeiten erheblich grösser sei, als er in der Untersuchung erzählt habe. Das gleiche Material zeige auch, dass der damals gezeigte Gemütszustand nicht vereinbar sei mit einer schweren Depression. Er habe also in der Untersuchung sein Leiden und seine Lebensart extrem aggraviert, wenn nicht sogar simuliert (Urk. 8/120/31).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Infolgedessen empfahlen sie eine konfrontative Abklärung, um diesen Aspekt gültiger beurteilen zu können (Urk. 8/120/32). Der unglückliche Umstand, dass das Material erst nach der Exploration eingetroffen sei, verunmögliche es, den Beschwerdeführer konfrontativ zu befragen und so mehr Klarheit über Motivation und eventuell bestehende psychische Krankheiten zu erfahren. Sowohl in den Akten wie auch der Anamnese und den Befunden habe man falsche Daten, die nicht validierbar seien. Es könne nur festgehalten werden, dass es sich mit «weit überwiegender Wahrscheinlichkeit» um eine schwere Aggravation, wenn nicht gar Simulation handle. Dabei bedeute der Verdacht auf eine Persönlichkeitsstö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung nicht, dass die Aggravation bzw. Simulation nicht bewusst erfolgt und es somit eigentlich eine juristische Angelegenheit sei (Urk. 8/120/29). Die schon ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mutete narzisstische Persönlichkeitsstörung erkläre zum Teil das ausgeprägte Aggravieren (differentialdiagnostische Simulieren), was jedoch nicht bedeute, dass durch diese in irgendeiner Weise die Urteilsfähigkeit und damit strafrechtli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che Schuldfähigkeit eingeschränkt sei (Urk. 8/120/35).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Blick auf die strenge Rechtsprechung ist somit hervorzuheben, dass sich aus dem A.___-Gutachten derzeit weder eine überzeugende Arbeitsfähigkeitseinschät</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zung, noch eine anspruchsausschliessende Aggravation herleiten lässt. Eine Aggravation wurde zwar klar als «weit überwiegend wahrscheinlich» bezeichnet, jedoch mitunter auf die narzisstische Persönlichkeit zurückgeführt, an deren Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liegen weiterhin festgehalten und die letztlich von Anfang an in den Vordergrund gestellt wurde. Die depressive Symptomatik wurde nämlich bereits vor Sichtung des Observationsmaterials als deutlich gebessert beurteilt. Dabei gibt es nach Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fassung der Gutachter durchaus eine Massnahme, die mit verhältnismässig wenig Aufwand eine Klärung des medizinischen Sachverhalts erwarten lässt, nämlich eine fachärztliche konfrontative Befragung. Unter diesem Aspekt erscheint die antizipierte Beweiswürdigung der Beschwerdegegnerin, die einer Konfrontations</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einvernahme aufgrund der Observationsergebnisse von vornherein jeglichen Beweiswert abspricht und Beweislosigkeit zu Ungunsten des Beschwerdeführers annimmt (vgl. Urk. 2 S. 3), zu wenig abgestützt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Sinne des Gesagten wurde andernorts im Gutachten denn auch klargestellt, ein «wesentlicher aufrechterhaltender Anteil» der Beschwerden liege in der emp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fundenen Kränkung. Der Beschwerdeführer sei in seinen Augen von der Welt ausgenützt, missachtet und auf das Abstellgleis geschoben worden. Die narziss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tische Kränkung führe dazu, dass er keine Anstrengungen mehr unternehmen «will/kann», um sich wieder ins Arbeitsleben einzugliedern. Er habe sich seiner Verbitterung und Enttäuschung übergeben und suhle sich gleichsam in der Ungerechtigkeit, die in überschwemmt habe. Sein Gekränktsein führe dazu, dass er nicht mehr kooperieren «will/kann». Er nehme keine ernsthafte Therapie mehr wahr, weil er es eigentlich gar nicht brauche. Er bemühe sich nicht um Wieder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eingliederung, weil die Welt ihn derartig missachtet habe, dass er ihr nur noch den Rücken zuwenden wolle. Diese anderswo als «Verbitterungsstörung» bezeich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nete Symptomatik entspreche einem dekompensierten Narzissmus. Bezüglich Arbeitsfähigkeit und Überwindbarkeit sei bedeutsam, inwieweit diese Krankheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wert besitze. Es frage sich, ob es sich um eine objektiv dysfunktionale, aber den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">noch «folgerichtige» Manifestation der strukturellen Defizite handle, oder ledig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich eine vordergründige Kränkungsreaktion, die man umgangssprachlich als «trotzig» bezeichnen könnte. Diese aus medizinischer Sicht wichtige Frage sei ohne Konfrontationsbefragung nicht zu beantworten. Das Observationsmaterial könne darüber nur sehr bedingt Aufschluss geben. Dass der Beschwerdeführer in der Lage sei, sich frei in Zürich zu bewegen und seinen Plänen zumindest wäh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rend einiger Stunden im Tag ohne erkennbare Einschränkung nachzukommen, könne nicht dahingehend gedeutet werden, dass keine narzisstische Störung vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liege. Grösseres Gewicht käme hierbei insbesondere der finanziellen Situation zu (Urk. 8/120/29 f.). </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Übrigen merkten die Gutachter (nach dem oben in E. 3.3.4 Ausgeführten ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegen der Auffassung des Beschwerdeführers zu Recht auch ohne Prüfung des Medikamentenspiegels) an, dass die bisherige psychiatrische Behandlung sowohl von medikamentöser als auch psychotherapeutischer Seite als unzureichend ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gestuft werde. Ohne intensive Psychotherapie unter Einbezug der deutlich zum Vorschein tretenden Persönlichkeitsanteile seien keine Abschätzungen über die mittel- und langfristige Prognose möglich. Auch hier sei festzuhalten, dass die Etablierung einer sinnvollen Therapie einer weiteren medizinischen Abklärung bedürfe, welche die festgestellte Aggravation bzw. Simulation ins Gesamtbild ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beziehe (Urk. 8/120/34 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es bleibt anzufügen, dass der RAD-Arzt Dr. med. H.___, Facharzt für Allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">meine Medizin, in seiner Stellungnahme vom 14. März 2016 (Urk. 8/142/9) eben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">falls das Fazit zog, im Gutachten werde ausgeführt, dass aus medizinischer Sicht (ohne die möglichen juristischen Konsequenzen des Falles in Erwägung zu zie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hen) eine «konfrontative» Abklärung des Beschwerdeführers zu empfehlen wäre. Nicht nachvollziehbar ist, weshalb er hernach zum Schluss kam, diese Konfron</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tation der völlig widersprüchlichen Ergebnisse (die Präsentation der schweren Einschränkungen bei der Begutachtung im Gegensatz zu den kaum Einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kungen aufzeigenden Befunden der Observation) sei von der Taggeldversicherung mit höchster Wahrscheinlichkeit bereits erfolgt und erübrige sich daher von Sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten der Invalidenversicherung. Damit entging ihm nicht nur, dass ihm und den Gutachtern das Protokoll der Befragung vom 12. November 2015 bereits zur Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung stand, sondern er verkannte auch, dass nicht die Durchführung der Befragung an sich, sondern die fachärztliche Auswertung der Antworten ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheidend ist. Im Übrigen begründete er auch nicht, weshalb er im Gegensatz zu den Gutachtern die Arbeitsfähigkeit alle Akten (Gutachten und Observation) berücksichtigend ohne weiteres bei ca. 90 % festlegen konnte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Übrigen wurde die Konfrontationseinvernahme der Schweizerische Mobiliar, Lebensversicherungs-Gesellschaft AG, von zwei Sachbearbeitern durchgeführt, wobei der Beschwerdeführer die Aussage weitgehend verweigerte. Diese vermag somit eine konfrontierende Befragung durch die Gutachter nicht zu ersetzen. Einerseits verlangt die Rechtsprechung eine fachärztliche Auswertung des Obser</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vationsmaterials im psychiatrischen Kontext, so dass es den Gutachtern überlas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen werden muss, welche konkreten Fragen zu stellen und wie die Antworten darauf aus medizinischer Sicht zu würdigen sind. Dies muss umso mehr gelten, als sie trotz Einsicht in das Protokoll vom 12. November 2015 (Urk. 8/118) eine eigene konfrontative Befragung empfahlen. Andererseits kann sich die Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung gegenüber den Versicherten grundsätzlich nur auf die Verletzung der Mitwirkungspflicht berufen, wenn sie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zuvor ein Mahn- und Bedenkzeitver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahren durchgeführt hat (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">21 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. 4 ATSG i.V.m. Art. 7b IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schliesslich kann die Rentenfrage aber auch nicht gestützt auf die Stellungnahme des langjährigen Behandlers Dr. Y.___ vom 7. April 2017 (Urk. 15) abschliessend geklärt werden. Bereits in der Darstellung des Lebenslaufs des Beschwerdeführers widerspiegelt sich, dass langjährige Behandlungspersonen in nachvollziehbarer Weise eine Vertrauensbeziehung zu ihren Patienten entwickeln, welche sie im Zweifelsfall eher zu deren Gunsten aussagen lässt (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc). Dr. Y.___ diagnostizierte neu eine emotional instabile Persönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keitsstörung, was indessen die Frage nach sich zieht, wie sich eine solche Störung mit der über viele Jahre erfolgreichen Berufs- und Militärkarriere vereinbaren lässt (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Weltgesundheitsorganisation [WHO], Internationale Klassifikation psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien, Dilling/Mombour/Schmidt [Hrsg.], 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">0. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufl. 2015, S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">274-276 und 279 f.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Soweit Dr. Y.___ immer wieder die Verarmung als Grund für gewisse Tätigkeiten und Versäumnisse heranzieht, so finden sich dazu in den Akten nicht genügend Angaben. Zumindest aber wurde der Beschwerdeführer beim Einkauf in einer Kleiderboutique (Urk. 8/117/17) beobachtet und stellte er im Gerichtsverfahren kein Gesuch mehr um unentgeltliche Rechtspflege. Allerdings ist nicht bekannt, ob er allenfalls über eine Rechtsschutzversicherung verfügt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend können die ohne ausreichende gesetzliche Grundlage erhobe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Observationsergebnisse in Form des entsprechenden Berichts sowie der Foto- und Videoaufnahmen verwertet werden, zumal der Kerngehalt von Art. 13 BV bei der hier gegebenen Überwachung und der damit verbundenen geringen Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">griffsschwere ebenfalls unangetastet blieb. Gleiches gilt auch für die danach ergangenen und darauf bezugnehmenden Beweise wie das A.___-Gutachten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gutachten äussert sich sodann umfassend zu den psychischen Beschwerden, beruht auf einer ausführlichen Untersuchung, berücksichtigt alle geklagten Beschwerden, wurde in Kenntnis der Vorakten und des Observationsmaterials abgegeben und leuchtet in der Beurteilung der medizinischen Situation ein. Die Schlussfolgerungen, insbesondere die Diagnosestellung und Vorbehalte bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit, sind sorgfältig und nachvollziehbar begründet (vgl. zu den beweisrechtlichen Anforderungen: BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). Dabei blieben jedoch zahlreiche Fragen betreffend Ausmass des Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitsschadens, Relevanz der Aggravation/Simulation und tatsächlicher funktio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">neller Leistungseinschränkung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit von medizinischer Seite her bewusst unbeantwortet. Das Gutachten lässt dabei zuläs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sige Schlüsse aus rechtlicher Sicht im Sinne einer fehlenden invalidisierenden Gesundheitsschädigung nicht abschliessend zu. Solche lassen sich auch nicht auf die wenig überzeugende Stellungnahme des RAD-Arztes und Allgemeinmedizi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ners, Dr. H.___, stützen. Folglich ist als abschliessende medizinische Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung eine ergänzende konfrontative Befragung des Beschwerdeführers durch die Gutachter durchzuführen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Insbesondere </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zuweisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Prä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen – wie vorliegend – erforderlich ist (B</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">GE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">137 V 210</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4.1.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4 mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen; Urteil des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8C_815/2012 vom 21. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Oktober 2013 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> publi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziert in SVR 1/2014 UV Nr. 2 S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ergänzend ist zum strittigen Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen festzuhal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten, dass n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ach der Rechtsprechung bei Personen, deren Rente revisionsweise her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">abgesetzt oder aufgehoben werden soll, nach mindestens fünfzehn Jahren Bezugsdauer oder wenn sie das 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Altersjahr zurückgelegt haben, in der Regel vorgängig Massnahmen zur Eingliederung durchzuführen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sind</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, bis sie in der Lage sind, das medizinisch-theoretisch (wieder) ausgewiesene Leistungspotenzial mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tels Eigenanstrengung auszuschöpfen und erwerblich zu verwerten (Urteile </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8C_19/2016 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2016 E. 5.1, 9C_412/2014 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">0. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Oktober 2014 E. 3.1 und 9C_367/2011 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">0. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">August </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2011 E. 3.2, je mit Hinweisen). Dabei hielt das Bundesgericht in BGE 141 V 5 4.2.2 mit diversen Hinweisen fest, dass d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ie Eingliederung auch in Grenzfällen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">von Alter und Bezugsdauer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">angeordnet werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> könne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, wenn aus den Akten hervorgeh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, dass die Verwertung eines bestimmten Leistungspotenzials ohne vorgängige Durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führung befähigender Massnahmen allein mittels Eigenanstrengung der ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherten Person nicht möglich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sei.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">A</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">usnahmen vom Grundsatz der Unzumutbarkeit einer Selbsteingliederung liegen namentlich vor, wenn die langjährige Abstinenz vom Arbeitsmarkt auf invalidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tätsfremde Gründe zurückzuführen ist, die versicherte Person besonders agil, gewandt und im gesellschaftlichen Leben integriert ist oder über besonders breite Ausbildungen und Berufserfahrungen verfügt. Verlangt sind immer konkrete Anhaltspunkte, die den Schluss zulassen, die versicherte Person könne sich trotz ihres fortgeschrittenen Alters und/oder der langen Rentenbezugsdauer mit ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechender Absenz vom Arbeitsmarkt ohne Hilfestellungen wieder in das Erwerbsleben integrieren (Urteil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des Bundesgerichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 9C_183/2015 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">August 2015 E. 5, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in: SVR 2015 IV Nr. 41 S. 139).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Argumente der Parteien vermögen in diesem Zusammenhang nicht zu über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zeugen. Einerseits bejahte das Bundesgericht im Entscheid 9C_602/2016 vom 14. Dezember 2016 E. 5-6 die Rentenaufhebung gestützt auf einen Ausschluss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund im Sinne von BGE 141 V 281 E. 2.2.1 (infolge bewusster Steuerung des Auftretens) und wies die Sache dennoch zur Prüfung der Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit bzw. allfälliger Eingliederungsmassnahmen an die IV-Stelle zurück. In diesem Sinne entbindet die beim Beschwerdeführer festgestellte Aggravation, falls deren Vorliegen bestätigt wird und die übrigens wie im soeben erwähnten Entscheid mit der Persönlichkeitsstruktur in Verbindung gebracht wird, nicht ohne weiteres von der Prüfung der Verwertbarkeit der Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit. Dies gilt umso mehr, als von den Gutachtern für die Beurteilung von Arbeitsfähigkeit und Eingliederungspotential eine Konfrontationseinvernahme gefordert wurde. Andererseits kann es durchaus zutreffen, dass der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer aus invaliditätsfremden Gründen (Konkurs mit Zwangsversteigerung, Schulden) keine Anstellung im Finanzbereich mehr finden wird, was ihn indes nicht von der Annahme jeglicher Tätigkeit entbindet und auch kein von der Invalidenversicherung versichertes Risiko darstellt. Zum jetzigen Zeitpunkt steht einzig fest, dass der Beschwerdeführer im Juni 2015 55 Jahre alt wurde und erst danach von den Observationsergebnissen erfuhr. Ob der Verzicht auf die Durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führung von Eingliederungsmassnahmen somit Bestand hat, hängt primär von der abschliessenden Beurteilung durch die Gutachter ab.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.1 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aufwand unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. 800.-- festzusetzen. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als Obsiegen (BGE 137 V 57 E.2.2), weshalb die Kosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.2 Nach § 34 Abs. 1 GSVGer besteht zudem Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 2 GSVGer). Unter Berücksichtigung der vorstehenden Grundsätze ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem anwaltlich vertretenen Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführer eine Prozessentschädigung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. 3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">‘</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- (inkl. MWST und Barausla</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen) zu bezahlen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, wobei zu berücksichtigen ist, dass sich das Bundesgericht erst nach Durchführung des Schriftenwechsels zu diversen, bis dahin ungeklärten Fra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen betreffend die Verwertbarkeit von Observationsmaterial äusserte.</span></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3. Januar</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> 201</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">7</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kan</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">tons Zürich</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">, IV-Stelle,</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> zurückgewiesen wird, damit diese nach </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">konfrontativer Befragung des Beschwerdeführers durch die Gutachter der A.___ (und allfällige daraus resultierende erwerbliche Abklärungen) über</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">den Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen und den </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rentenanspruch de</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">s</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">s </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">neu verfüge.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">eine Prozessentschä</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">digung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3’4</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">00</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.--</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Kaspar Gehring</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigBonetti</p><p></p></div> </div></body></html>