<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00475</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204919&amp;W10_KEY=13013566&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00475</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.03.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Mietzinszuschläge</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Weiterverrechnung von Mietzinszuschlägen bei einer subventionierten Wohnung Als Vorfrage ist zu klären, ob Kanton und Gemeinde bei der Vermieterin zulässigerweise Mietzinszuschläge erhoben (E. 1.1). Nichteintreten auf die Beschwerde, soweit sie sich gegen die Überwälzung der vom Bund erhobenen Zuschläge wendet (E. 1.2) und Überweisung an das Bundesamt für Wohnungswesen (E. 1.3). Gehört der Mieter nicht mehr zu einer der subventionsauslösenden (das heisst sozial benachteiligten) Personengruppen, hat der Vermieter das Mietverhältnis auf den nächstmöglichen Termin zu kündigen; anderenfalls muss er die staatlichen Leistungen zurückerstatten (§ 55 Abs. 1 der Wohnbauförderungsverordnung 1998). Nach Wortlaut (E. 3.1), Normzweck (E. 3.2) und Systematik (E. 3.3) dieser Bestimmung hat der Vermieter Subventionen nur dann zurückzuzahlen, wenn er eine rechtzeitige Kündigung versäumt. Da hier der Vermieter rechtzeitig kündigte, durfte der Kanton bis zum Ablauf der Kündigungsfrist keine Mietzinszuschläge erheben (3.4), ebenso wenig die Gemeinde (4). Gutheissung betreffend Zuschläge von Kanton und Gemeinde; Nichteintreten betreffend Zuschläge des Bundes</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃNDIGUNG">KÃNDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MIETZINSZUSCHLÃGE">MIETZINSZUSCHLÃGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKFORDERUNG">RÃCKFORDERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALER WOHNUNGSBAU">SOZIALER WOHNUNGSBAU</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STAATLICHE MIETZINSKONTROLLE">STAATLICHE MIETZINSKONTROLLE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUBVENTIONIERTE WOHNUNG">SUBVENTIONIERTE WOHNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃBERWÃLZUNG">ÃBERWÃLZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEITERVERRECHNUNG">WEITERVERRECHNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOHNBAUFÃRDERUNG">WOHNBAUFÃRDERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: WOHNERHALTUNG">WOHNERHALTUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 253b Abs. 3 OR</span><br/><span class="gerade">§ 5 Abs. 2 VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 9 WBFG</span><br/><span class="gerade">§ 55 Abs. 1 WBFV</span><br/><span class="ungerade">§ 56 Abs. 1 WBFV</span><br/><span class="gerade">Art. 35 WEG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>A erhielt 1999 eine subventionierte Mietwohnung bei der Wohn- und Siedlungsbaugenossenschaft X, weil er damals Leistungen von der Invalidenversicherung bezog. Bei einer Kontrolle wurde festgestellt, dass der Versicherungsanspruch anfangs No­vember 2002 erlÃ¶schen wÃ¼rde. Bund, Kanton und die Stadt X erhoben deshalb bei der Wohnbaugenossenschaft MietzinszuschlÃ¤ge. Am 6. November 2002 kÃ¼ndigte die Genossenschaft das MietverhÃ¤ltnis per Ende MÃ¤rz 2003 und Ã¼berwÃ¤lzte gleichzeitig die MietzinszuschlÃ¤ge bis zum Ablauf der KÃ¼ndigungsfrist auf A. Dieser erhob dagegen beim Amt fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit Einsprache und verlangte, dass die MietzinszuschlÃ¤ge als unwirksam zu bezeichnen seien. Nachdem sich das Amt zunÃ¤chst fÃ¼r unzustÃ¤ndig erklÃ¤rt hatte, wies es die Einsprache am 19. Januar 2004 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Einen dagegen erhobenen Rekurs wies die Volkswirtschaftsdirektion am 24. September 2004 ab, nahm die Kosten auf die Staatskasse und gewÃ¤hrte wie bereits zuvor das Amt fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit einen unentgeltlichen Rechtsbeistand.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 28. Oktober 2004 verlangte A neben der Aufhebung des Rekursentscheids, dass die "die ÃberwÃ¤lzung der MietzinszuschlÃ¤ge von Bund, Kanton und Stadt vom Vermieter auf den Mieter fÃ¼r die Zeit vom 1.11.2002 bis 31.3.2003 als unwirksam (resp. missbrÃ¤uchlich) zu bezeichnen" sei. Weiter verlangte er die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und eines unentgeltlichen Rechtsbeistands. Zudem sollen die Wohn- und Siedlungsbaugenossenschaft X (Mitbeteiligte), das Amt fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit (Beschwerdegegner) und die Volkswirtschaftsdirektion zur Leistung einer ParteientschÃ¤digung verpflichtet werden. Jene verlangten die Abweisung der Beschwerde; die Wohn- und Siedlungsgenossenschaft X verlangte darÃ¼ber hinaus eine UmtriebsentschÃ¤digung.</span></p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer wendet sich zunÃ¤chst gegen die ÃberwÃ¤lzung der MietzinszuschlÃ¤ge durch Kanton und Gemeinde. â In der Sache geht es um einen Streit zwischen zwei Privaten Ã¼ber die HÃ¶he des Mietzinses in einem zivilrechtlich geregelten MietverhÃ¤ltnis. GemÃ¤ss Art. 270b Abs. 1 des Obligationenrechts (OR) wÃ¤ren solche Auseinandersetzungen an sich durch die SchlichtungsbehÃ¶rde zu beurteilen. Hier geht es allerdings nicht um ein VertragsverhÃ¤ltnis, in dem der Mietzins von den Parteien frei vereinbart wurde; dieser wird vielmehr staatlich kontrolliert. Dieser Eingriff in die Vertragsautonomie ist Folge von Art. 108 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV), wonach Bund und Kantone Ã¼ber (parallele) Kompetenzen zur FÃ¶rderung des Wohnungsbaus fÃ¼r sozial Benachteiligte verfÃ¼gen (vgl. Luzius Mader in: St. Galler Kommentar zur Bundesverfassung, 2002, Art. 108 BV Rz. 4; Charles-AndrÃ© Junod in: Kommentar zur alten Bundesverfassung, 1991, Art. 34<sup>sexies</sup> Rz. 30 f.; im Kanton ZÃ¼rich wurden sodann die Gemeinden in die Aufgabe mit einbezogen: § 7 Abs. 1 des Gesetzes Ã¼ber die FÃ¶rderung des Wohnungsbaus und des Wohneigentums vom 24. September 1989, WBFG, LS 841). Da die Mitbeteiligte an sozial Benachteiligte (insbesondere Behinderte) vermietet, kam sie fÃ¼r den Bau der Wohnungen in den Genuss von Darlehen und konnte folglich eine ihrer Wohnungen zu einem verbilligten Preis an den BeschwerdefÃ¼hrer vermieten (vgl. Art. 35 f. des Wohnbau- und EigentumsfÃ¶rderungsgesetzes vom 4. Oktober 1974, WEG, SR 843; § 2 Ziff. 3 und § 3 Abs. 1 WBFG; § 7 Ziff. 5 f. der WohnbaufÃ¶rderungsverordnung vom 9. Dezem­ber 1998, WBFV, LS 841.1). Dieser Mietzins wird von den VerwaltungsbehÃ¶rden kontrolliert (Art. 45 WEG; Art. 54 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 59 Abs. 5 des WohnraumfÃ¶rderungsgesetzes vom 21. MÃ¤rz 2003, WFG, SR 842; § 41 Abs. 1 WBFV). HÃ¤tte man fÃ¼r Streitigkeiten wie die vorliegende den Weg an die SchlichtungsbehÃ¶rden offen behalten, wÃ¼rde dies auf eine doppelte Mietzinskontrolle durch VerwaltungsbehÃ¶rden (bzw. -gerichte) einerseits und SchlichtungsbehÃ¶rden (bzw. Mietgerichte) andererseits hinauslaufen (BGE 129 II 125 E. 2.6.2; BGE 124 III 463 = Pra 88/1999 Nr. 35 E. 4b/dd). Deshalb sehen Art. 253b Abs. 3 OR und Art. 2 Abs. 2 der Verordnung vom 9. Mai 1990 Ã¼ber die Miete und Pacht von Wohn- und GeschÃ¤ftsrÃ¤umen (SR 221.213.11) vor, dass die Bestimmungen Ã¼ber das Anfechtungsverfahren vor SchlichtungsbehÃ¶rde (insbesondere der eingangs erwÃ¤hnte Art. 270b Abs. 1 OR) nicht fÃ¼r subventionierte Wohnungen gelten, deren Mietzins staatlich kontrolliert wird. § 46 Abs. 1 Satz 1 WBFV bestimmt sodann, dass Mieter von staatlich unterstÃ¼tzten Wohnungen gegen Mietzinsanspassungen beim Beschwerdegegner (und nicht bei der SchlichtungsbehÃ¶rde) Einsprache zu erheben haben. Dessen Entscheid wiederum unterliegt dem Weiterzug an die Volkswirtschaftsdirektion und das Verwaltungsgericht (§§ 19 Abs. 1, 41 sowie Umkehrschluss aus § 43 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959, VRG). Das Verwaltungsgericht hat deshalb wiederholt Beschwerden beurteilt, die sich gegen Mietzinsanpassungen infolge von Kostensteigerungen und Ãhnlichem richteten (VGr, 3. Oktober 2001, VB.2001.00206, E. 1a; VGr, 28. Juni 2000, VB.2000.00110, E. 1, beide auf www.vgrzh.ch).</p> <p class="Urteilstext">Hier ist allerdings nicht eine solche Mietzinsanspassung streitig, sondern vielmehr eine ErhÃ¶hung infolge ÃberwÃ¤lzung der kantonalen und kommunalen MietzinszuschlÃ¤ge. Damit fragt sich, ob das Verwaltungsgericht auch dafÃ¼r zustÃ¤ndig ist. â <span>Die staatliche FÃ¶rderung des sozialen Mietwohnungsbaus beruht auf einem DreiecksverhÃ¤ltnis: Der Staat erbringt Leistungen gegenÃ¼ber bestimmten EigentÃ¼mern, damit diese die Verbilligung an sozial Benachteiligte weitergeben kÃ¶nnen. Entfallen die Voraussetzungen fÃ¼r die Subventionierung, hat der Vermieter die Leistungen zurÃ¼ckzuerstatten (§ 9 WBFG; </span>im selben Sinn § 14 Abs. 1 des Staatsbeitragsgesetzes vom 1. April 1990, StaatsbeitragsG, LS 132.2<span>). Da aber nicht der EigentÃ¼mer, sondern der Mieter durch die Subvention wirtschaftlich begÃ¼nstigt wird, hat Letzterer auch die finanziellen Konsequenzen von deren Wegfall zu tragen. Deshalb ist es zulÃ¤ssig, wenn der EigentÃ¼mer MietzinszuschlÃ¤ge auf den Mieter Ã¼berwÃ¤lzt (BGr, 21. MÃ¤rz 2000, 2P.56/1999, www.bger.ch = Pra 89/2000 Nr. 128 E. 2d/aa und 2f). Nach dem Gesagten ist hier vorfrageweise zu klÃ¤ren, ob bei der Mitbeteiligten von Beschwerdegegner und Gemeinde zulÃ¤ssigerweise MietzinszuschlÃ¤ge erhoben wurden. Daran Ã¤ndert jedoch nichts, dass es bei der Hauptfrage darum geht, ob die Weiterverrechnung durch MietzinserhÃ¶hung zulÃ¤ssig war. Auf die Beschwerde ist nach dem Gesagten insoweit einzutreten, als sie sich gegen die ÃberwÃ¤lzung von kantonalen und kommunalen MietzinszuschlÃ¤gen wendet.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Damit fragt sich, ob auf die Beschwerde auch insoweit einzutreten ist, als damit die Weiterverrechnung der MietzinszuschlÃ¤ge des Bundes beanstandet wird. â Bei dieser Frage wÃ¤re genauso wie bei jener der kantonalen und kommunalen ZuschlÃ¤ge zunÃ¤chst zu prÃ¼fen, ob der Bund von der Mitbeteiligten MietzinszuschlÃ¤ge erheben durfte. HÃ¤tte sich die Mitbeteiligte gegen die Erhebung dieser ZuschlÃ¤ge zur Wehr setzen wollen, hÃ¤tte sie wohl an die Rekurskommission des EidgenÃ¶ssischen Volkswirtschaftsdepartements (EVD) gelangen mÃ¼ssen (Art. 75a der Verordnung vom 30. November 1981 zum Wohnbau- und EigentumsfÃ¶rderungsgesetz, VWEG, SR 843.1, in Verbindung mit Art. 57 Abs. 3 WEG). Das Verwaltungsgericht hÃ¤tte hier somit eine Vorfrage zu entscheiden, Ã¼ber die ansonsten BundesbehÃ¶rden zu entscheiden haben. Das ist nicht von vornherein unzulÃ¤ssig und kann sogar geboten sein, wenn die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde noch keinen Entscheid gefÃ¤llt hat oder mangels Anfechtung gar nie fÃ¤llen wird (vgl. RB 1983 Nr. 70). Andererseits kann gerade dann, wenn der an sich zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde, wie hier, GerichtsqualitÃ¤t zukommt, beim Entscheid Ã¼ber Vorfragen ZurÃ¼ckhaltung geboten sein (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 1 N. 34). Wie es sich damit vorliegend verhÃ¤lt, kann jedoch offen gelassen werden, da auf die insoweit erhobene Beschwerde aus einem anderen Grund nicht einzutreten ist:</p> <p class="Urteilstext">Wurde eine Wohnung, wie hier, noch aufgrund der Bestimmungen des Wohnbau- und EigentumsfÃ¶rderungsgesetzes verbilligt, konnte der Mieter Mietzinsanspassungen beim Bundesamt fÃ¼r Wohnungswesen auf ihre RechtmÃ¤ssigkeit Ã¼berprÃ¼fen lassen (Art. 17a Satz 1 VWEG; vgl. BGE 129 II 125 E. 2.6.4). Im Laufe des vorliegenden Rechtsstreits trat das WohnraumfÃ¶rderungsgesetz in Kraft. Dieses sieht in Art. 54 Abs. 2 Satz 3 vor, dass das Bundesamt mittels VerfÃ¼gung Ã¼ber die RechtmÃ¤ssigkeit der MietzinserhÃ¶hung befindet. Art. 54 Abs. 2 WFG findet aufgrund der Ã¼bergangsrechtlichen Bestimmung von Art. 59 Abs. 5 Satz 1 WFG auch auf die vorliegende Auseinandersetzung Anwendung. VerfÃ¼gungen des Bundesamtes unterliegen dem Weiterzug an die Rekurskommission EVD (Art. 56 Abs. 2 WFG) und ans Bundesgericht (Art. 98 lit. e des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943, SR 173.110; vgl. die in BGE 129 II 125 nicht abgedruckte altrechtliche E. 1 in BGr, 3. Dezember 2002, 2A.254/2002, www.bger.ch). Wenn der Mieter einer Wohnung, die gleichzeitig von Bund und Kanton verbilligt wird, eine wegen Kostensteigerung vorgenommene MietzinserhÃ¶hung beanstandet, kÃ¶nnte sich der Rechtsweg nach dem Gesagten gabeln. Zwei parallele Verfahren auf eidgenÃ¶ssischer und kantonaler Ebene dÃ¼rften sich als eher kompliziert erweisen (vgl. demgegenÃ¼ber BGE 129 II 125 E. 2.6.4, Art. 17a Satz 2 VWEG und Art. 54 Abs. 2 WFG) und bergen zudem das Risiko unterschiedlicher Resultate in sich. Ob sich der Rechtsweg bei "alltÃ¤glichen" MietzinserhÃ¶hungen (wegen Kostensteigerungen und Ãhnlichem) zulÃ¤ssigerweise verzweigt, braucht hier indessen nicht geklÃ¤rt zu werden. Denn hier ist die Gabelung des Rechtsweges gewollt, indem die Gesetzgeber dafÃ¼r nicht nur in der Hauptfrage unterschiedliche Verfahren vorsahen, sondern auch fÃ¼r die KlÃ¤rung der Vorfrage. Dies unterscheidet die Frage der ÃberwÃ¤lzung der eidgenÃ¶ssischen MietzinszuschlÃ¤ge von jener der kantonalen und kommunalen ZuschlÃ¤ge. Dort ist stets ein kantonalrechtlicher Rechtsweg vorgesehen, unabhÃ¤ngig davon, ob die Vorfrage in einem Verfahren wie dem vorliegenden zu klÃ¤ren ist oder ob sich bereits der Vermieter selbst gegen die Erhebung solcher ZuschlÃ¤ge zur Wehr gesetzt hat. Auf die Beschwerde ist deshalb nicht einzutreten, soweit sie sich gegen die ÃberwÃ¤lzung der MietzinszuschlÃ¤ge durch den Bund wendet.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer reichte seine Einsprache gegen die ÃberwÃ¤lzung der MietzinszuschlÃ¤ge beim Beschwerdegegner ein. Dabei unterschied er entsprechend der Rechtsmittelbelehrung in der MietzinsÃ¤nderungsanzeige nicht zwischen kantonalen und kommunalen ZuschlÃ¤gen einerseits und dem eidgenÃ¶ssischen Zuschlag andererseits. Hinsichtlich der ÃberwÃ¤lzung der vom Bund erhobenen ZuschlÃ¤ge gelangte er nach dem Gesagten an eine unzustÃ¤ndige BehÃ¶rde. Seine Eingabe ist von Amtes wegen an die zustÃ¤ndige VerwaltungsbehÃ¶rde weiterzuleiten (§ 5 Abs. 2 Satz 1 VRG; im selben Sinn Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 Ã¼ber das Verwaltungsverfahren, VwVG, SR 172.021; vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 5 N. 35). Dieser Grundsatz gilt auch dann, wenn sich, wie hier, erst im Rechtsmittelverfahren ergibt, dass der falsche Rechtsweg eingeschlagen wurde (vgl. § 70 VRG). Die Akten sind deshalb an das Bundesamt fÃ¼r Wohnungswesen zu Ã¼berweisen. Auf einen vorangehenden Meinungsaustausch kann verzichtet werden, da an der UnzustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts keine Zweifel bestehen (KÃ¶lz/ Bosshart/RÃ¶hl, § 5 N. 24; vgl. Art. 8 Abs. 2 VwVG).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Aufgrund ihres Streitwerts wÃ¤re die Beschwerde an sich durch den Einzelrichter zu behandeln (§ 38 Abs. 2 VRG). Aufgrund der grundsÃ¤tzlichen Bedeutung des Falles (vgl. ins­­besondere vorn 1.2) wurde die Entscheidung indes der Kammer Ã¼bertragen (§ 38 Abs. 3 Satz 1 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Als erste Vorfrage ist zu klÃ¤ren, ob bei der Mitbeteiligten vom Beschwerdegegner zulÃ¤ssigerweise MietzinszuschlÃ¤ge erhoben wurden. <span>Falls die Frage zu bejahen ist, durften die ZuschlÃ¤ge dem BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼berwÃ¤lzt werden.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Der Beschwerdegegner stÃ¼tzte sich bei der Erhebung der ZuschlÃ¤ge auf § 56 Abs. 1 WBFV. Danach kann der Kanton bei nicht wesentlichen, insbesondere vorÃ¼bergehenden Zweckentfremdungen MietzinszuschlÃ¤ge erheben. Die Vorinstanz schloss aus "Sinn und Zweck der MietzinszuschlÃ¤ge", dass diese bis zum Ablauf der ordentlichen KÃ¼ndigungsfrist erhoben werden dÃ¼rfen. â Wenn der Mieter einer verbilligten Wohnung, wie hier, nicht mehr als sozial benachteiligt im Sinne des Gesetzes (§ 7 WBFV) gilt, wird seine Wohnung nicht mehr dem Zweck entsprechend vermietet, womit eine so genannte Zweckentfremdung vorliegt (§ 47 Abs. 1 und Abs. 2 Ziff. 1 WBFV; vgl. §§ 26 und 48 Abs. 1 WBFV). Diesfalls hat der Vermieter das MietverhÃ¤ltnis auf den nÃ¤chstmÃ¶glichen Termin zu kÃ¼ndigen (§ 55 Abs. 1 Satz 1 WBFV). Anderenfalls hat er die staatlichen Leistungen zurÃ¼ckzuerstatten (§ 55 Abs. 1 Satz 2 WBFV). Nach dem <i>Wortlaut </i>von § 55 Abs. 1 WBFV muss der Vermieter Subventionen somit nur dann zurÃ¼ckzahlen, wenn er eine rechtzeitige KÃ¼ndigung versÃ¤umt. Da die Mitbeteiligte diese Frist vorliegend eingehalten hat, durfte der Beschwerdegegner aufgrund einer wÃ¶rtlichen Interpretation der Bestimmung keine MietzinszuschlÃ¤ge erheben.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Eine Betrachtung des <i>Normzwecks </i>fÃ¼hrt zu keinem anderen Auslegungsresultat. § 55 Abs. 1 WBFV Ã¼bt auf den Vermieter einen gewissen Druck aus, dem Mieter zu kÃ¼ndigen, sobald dieser gewisse persÃ¶nliche Eigenschaften nicht mehr erfÃ¼llt. Der Vermieter hat in diesem Fall die Voraussetzungen fÃ¼r eine Subventionsberechtigung wieder herzustellen, indem er die Wohnung an eine Person vermietet, fÃ¼r die sie auch gedacht ist (Pra 89/2000 Nr. 128 E. 2d/aa; Barbara Truog, Die Auswirkungen verwaltungsrechtlicher Normen zum sozialen Wohnungsbau auf die Miete, mietrechtspraxis 3/1992, S. 103, 108). Die Verordnungsbestimmung setzt nach dem Gesagten § 9 WBFG um. Danach werden staatliche Leistungen zurÃ¼ckgefordert, wenn die Wohnung zweckentfremdet wurde. Der Sinn von § 9 WBFG liegt gemÃ¤ss dem soeben zitierten Urteil des Bundesgerichts darin, dass nicht Staatsgelder zur Verbilligung von Wohnungen eingesetzt werden, wenn deren Bewohner die Voraussetzungen nicht (mehr) erfÃ¼llen. GemÃ¤ss dem Entscheid kann ein unzweckmÃ¤ssiger Einsatz von Steuergeldern auf zwei Arten verhindert werden:</p> <p class="Urteilstext">"[1.] Dieses Ziel kann dadurch erreicht werden, dass das Geld bei Zweckentfremdung der Wohnung zurÃ¼ckbezahlt wird [§ 55 Abs. 1 Satz 2 WBFV].</p> <p class="Urteilstext">[2.] Es wird aber ebenso erreicht, wenn der Vermieter stattdessen den bisherigen Mietern kÃ¼ndigt [§ 55 Abs. 1 Satz 1 WBFV] und die Wohnung an Personen vermietet, welche die Voraussetzungen erfÃ¼llen. In diesem Falle liegt keine Zweckentfremdung mehr vor und der Grund fÃ¼r eine RÃ¼ckforderung entfÃ¤llt" (Pra 89/2000 Nr. 128 E. 2c; vgl. auch Charles-AndrÃ© Junod, Les incidences du droit administratif du logement social sur le droit privÃ© du bail Ã loyer, ZSR NF 108/1989 I, S. 403, 428).</p> <p class="Urteilstext">Laut dem Urteil stehen sich RÃ¼ckzahlung und KÃ¼ndigung somit als gleichwertige Alternativen gegenÃ¼ber, um den vom Gesetz vorgegebenen Gedanken der Zweckgebundenheit der Subvention (§ 3 Abs. 1 und Umkehrschluss aus § 9 WBFG; § 12 StaatsbeitragsG) zu verwirklichen. Bei der Pflicht zur KÃ¼ndigung und jener zur RÃ¼ckerstattung von Leistungen handelt es sich es sich somit um alternative, nicht gleichzeitig bestehende Verpflichtungen:</p> <p class="Urteilstext">"WÃ¤hrend das Gesetz bei Zweckentfremdung die RÃ¼ckforderung der Staatsleistungen vorsieht [§ 9 WBFG], gibt die Verordnung dem Vermieter auch die MÃ¶glichkeit, die Wohnung zu kÃ¼ndigen, anstatt die Leistungen zurÃ¼ckzuerstatten [§ 55 Abs. 1 WBFV]. Bei nicht wesentlichen Zweckentfremdungen kann zudem <i>anstelle </i>dieser beiden MÃ¶glichkeiten ein Mietzinszuschlag entrichtet werden [§ 56 Abs. 1 WBFV]" (Pra 89/2000 Nr. 128 E. 2b am Ende, ohne Hervorhebung im Original).</p> <p class="Urteilstext"><span>Der in § 56 Abs. 1 WBFV vorgesehene Mietzinszuschlag tritt somit an Stelle der in § 55 Abs. 1 WBFV vorgesehenen KÃ¼ndigung. Er kann nicht kumulativ erhoben werden. Hat sich der Vermieter zur KÃ¼ndigung entschlossen, schuldet er nach einer teleologischen Auslegung von § 55 Abs. 1 WBFV bis zum Ablauf der KÃ¼ndigungsfrist keinen Zuschlag.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Zum selben Resultat gelangt man auch aufgrund einer Auslegung der <i>Systematik </i>von § 55 WBFV. WÃ¤hrend in Abs. 1 die Verpflichtung zur KÃ¼ndigung festgehalten wird, statuiert Abs. 2, dass wÃ¤hrend einer Erstreckung des MietverhÃ¤ltnisses MietzinszuschlÃ¤ge zu bezahlen sind. Diese Differenzierung erscheint folgerichtig. Eine von der Verordnung (§ 40 Abs. 1 in Verbindung mit § 25 ff.) vorausgesetzte Eigenschaft kann plÃ¶tzlich entfallen, etwa durch Auszug eines Kindes oder (wie hier) durch den Verlust eines Invalidenversicherungsanspruchs. Dies berechtigt den Vermieter jedoch nicht zu plÃ¶tzlichem Handeln, mithin zur fristlosen KÃ¼ndigung. (Eine diesbezÃ¼gliche ErmÃ¤chtigung im kantonalen Recht wÃ¤re ohnehin unwirksam, da damit in unzulÃ¤ssiger Weise in eine vom Bundeszivilrecht in abschliessender Weise geregelte Materie eingegriffen wÃ¼rde.) Dem EigentÃ¼mer bleibt in solchen FÃ¤llen folglich nichts anderes Ã¼brig, als das MietverhÃ¤ltnis ordentlich zu kÃ¼ndigen. Dass dabei eine Wohnung wÃ¤hrend der KÃ¼ndigungsfrist von einer nicht mehr berechtigten Person bewohnt wird, ist letztlich Folge des privatrechtlichen DauerschuldverhÃ¤ltnisses und damit hinzunehmen. Verlangt der Mieter dagegen eine Erstreckung des MietverhÃ¤ltnisses, hat der Vermieter wenigstens die MÃ¶glichkeit, der SchlichtungsbehÃ¶rde GrÃ¼nde darzulegen, die gegen eine Erstreckung sprechen. Unterliegt er vor SchlichtungsbehÃ¶rde bzw. vor Mietgericht oder lÃ¤sst er sich (wie hier) auf einen Vergleich ein, hat er zunÃ¤chst dafÃ¼r einzustehen, dass die Wohnung weiterhin von einer Person bewohnt wird, die nicht mehr Ã¼ber die notwendigen Voraussetzungen verfÃ¼gt. In diesem Fall hat er einen Mietzinszuschlag zu bezahlen (den er freilich dem Mieter weiterverrechnen darf). Der Mieter wiederum weiss aufgrund des klaren Wortlauts von § 55 Abs. 2 WBFV, dass er nicht mehr zum subventionierten Preis in der Wohnung bleiben kann, wenn er eine Erstreckung durchsetzt. Er hat mithin die Wahl, entweder wÃ¤hrend der KÃ¼ndigungsfrist eine nicht subventionierte, aber dennoch gÃ¼nstige Wohnung zu finden. Oder aber er unternimmt den Versuch, eine Erstreckung durchzusetzen, wobei er dabei jedoch in Kauf nehmen muss, dass er wÃ¤hrend der erstreckten Mietdauer fÃ¼r die Wohnung den unsubventionierten Mietzins zu entrichten haben wird. Der Wegfall einer persÃ¶nlichen Eigenschaft wird dagegen viele Mieter unvorhergesehen treffen, so dass sie keine Wahl zwischen mehreren MÃ¶glichkeiten haben.</p> <p class="Urteilstext">Der Beschwerdegegner beruft sich im Ergebnis ebenfalls auf eine systematische Auslegung, in dem er darauf hinweist, dass bei der Verpflichtung zur KÃ¼ndigung (§ 55 Abs. 1 Satz 1 WBFV) die Vorschrift Ã¼ber die MietzinszuschlÃ¤ge (§ 56 WBFV) ausdrÃ¼cklich vorbehalten wird. Dieser Vorbehalt hat jedoch nicht zum Zweck, dass kumulativ die KÃ¼ndigung ausgesprochen und MietzinszuschlÃ¤ge Ã¼berwÃ¤lzt werden kÃ¶nnen. Der Vorbehalt will vielmehr sicherstellen, dass bei nur vorÃ¼bergehenden Zweckentfremdungen nicht zum harten Mittel der KÃ¼ndigung gegriffen wird. Wenn zum Beispiel das einzige Kind eines Ehepaars auszieht oder stirbt, erfÃ¼llt die Familie nicht mehr die notwendigen persÃ¶nlichen Voraussetzungen (vgl. § 25 WBFV). Unter der Voraussetzung, dass die Mutter mit einem weiteren Kind schwanger ist, wÃ¤re eine KÃ¼ndigung jedoch offensichtlich unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig, da in diesem Fall die Zweckentfremdung ja nur vorÃ¼bergehend besteht. Deshalb kÃ¶nnen in solchem einem Fall gestÃ¼tzt auf § 56 Abs. 1 WBFV bis zur Niederkunft MietzinszuschlÃ¤ge erhoben werden. § 55 Abs. 1 Satz 1 WBFV mÃ¶chte den Vermieter mittels des ausdrÃ¼cklichen Vorbehalts auf die mildere Massnahme der ÃberwÃ¤lzung des Mietzinszuschlages verweisen. Zwar gilt das VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzip nur fÃ¼r den Staat (Art. 5 Abs. 2 BV). Dass das Prinzip in der genannten Konstellation mittelbar auch einen Privaten verpflichten soll, ist letztlich Folge des DreiecksverhÃ¤ltnisses im staatlich subventionierten Mietwohnungsbau.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Nach dem Gesagten durfte der Beschwerdegegner von der Mitbeteiligten aufgrund der gegenwÃ¤rtigen Rechtslage wÃ¤hrend der ordentlichen KÃ¼ndigungsfrist keine MietzinszuschlÃ¤ge erheben. Ob die mit der KÃ¼ndigung verbundene ErhÃ¶hung des Mietzinses mit Bundeszivilrecht (insbesondere Art. 270e lit. a OR) vereinbar ist, braucht deshalb nicht Ã¼berprÃ¼ft zu werden (das Bundesgericht hat die Frage, soweit ersichtlich, noch nicht beantwortet; vgl. Pra 89/2000 Nr. 128 E. 4c). â Am Gesagten Ã¤ndert nichts, dass das kÃ¼nftige Wohnbau- und WohneigentumsfÃ¶rderungsgesetz vom 7. Juni 2004 teilweise andere Regelungen vorsieht (Amtsblatt vom 2. Juli 2004, www.amtsblatt.zh.ch) und gemÃ¤ss § 21 Abs. 2 des Entwurfs fÃ¼r eine WohnbaufÃ¶rderungsverordnung vom 17. November 2004 die Verbilligung ausdrÃ¼cklich auch wÃ¤hrend der KÃ¼ndigungsfrist entfÃ¤llt.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Als zweite Vorfrage ist zu prÃ¼fen, ob zulÃ¤ssigerweise kommunale MietzinszuschlÃ¤ge erhoben wurden. â Eine FÃ¶rderung des sozialen Mietwohnungsbaus erfolgt stets durch gleichwertige Zahlungen von Kanton und Gemeinden (§ 7 Abs. 1 WBFG). Die Gemeinde kann dazu nicht nur EigentumsbeschrÃ¤nkungen im Grundbuch anmerken lassen (§ 8 Abs. 1 in Verbindung mit § 10 Satz 1 WBFG), sondern auch AusfÃ¼hrungsbestimmungen erlassen. Solche Bestimmungen wurden von der Stadt X noch unter altem Recht erlassen und in der Folge vom Regierungsrat genehmigt (vgl. § 10 Satz 3 WBFG). Zur Frage der MietzinszuschlÃ¤ge ist in den AusfÃ¼hrungsbestimmungen allerdings nichts enthalten. GemÃ¤ss § 92 Abs. 4 Satz 1 WBFV war kommunales WohnbaufÃ¶rderungsrecht, das der am 1. Juni 1999 in Kraft getretenen WohnbaufÃ¶rderungsverordnung widersprach, anzupassen. Kommunale AusfÃ¼hrungsbestimmungen waren wiederum dem Regierungsrat zur Genehmigung vorzulegen (§ 92 Abs. 4 Satz 2 WBFV). Die Stadt X hat in der Folge, soweit ersichtlich, keine neuen AusfÃ¼hrungsbestimmungen erlassen. Damit ist die WohnbaufÃ¶rderungsverordnung auf die vorliegend zu beurteilenden Gemeindeleistungen anzuwenden (§ 92 Abs. 1 WBFV). Die Gemeinde durfte von der Mitbeteiligten somit ebenfalls keine MietzinszuschlÃ¤ge erheben.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Nach dem Gesagten wurden die kantonalen und kommunalen MietzinszuschlÃ¤ge bis zum Ablauf der KÃ¼ndigungsfrist zu Unrecht erhoben und durften somit nicht dem BeschwerdefÃ¼hrer weiterverrechnet werden. Soweit auf die Beschwerde einzutreten ist, ist sie demzufolge gutzuheissen und dabei die UngÃ¼ltigkeit der ÃberwÃ¤lzung im entsprechenden Umfang festzustellen. Im Ãbrigen ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Da dies Folge der unrichtigen Rechtsmittelbelehrungen von Beschwerdegegner und Vorinstanz ist, dÃ¼rfen dem BeschwerdefÃ¼hrer deswegen keine Kosten auferlegt werden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 23). Die Kosten sind dem Verfahrensausgang entsprechend dem Beschwerdegegner und der Mitbeteiligten je zur HÃ¤lfte aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 15), unter subsidiÃ¤rer Haftung fÃ¼r das Ganze (§ 14 VRG). Weil der BeschwerdefÃ¼hrer keine Kosten zu tragen hat, ist sein Begehren um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege als gegenstandslos geworden abzuschreiben.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Das Gesuch um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes ist zu bewilligen, da der BeschwerdefÃ¼hrer seine finanzielle Situation seit Erlass der VerfÃ¼gung durch den Beschwerdegegner nicht verbessern konnte (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 30) und er als juristischer Laie die Rechtsschrift nicht hÃ¤tte allein verfassen kÃ¶nnen (vgl. § 16 Abs. 1 f. VRG sowie Art. 29 Abs. 3 BV). Aus letztgenanntem Grund sind dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r Rekurs- und Beschwerdeverfahren ParteientschÃ¤digungen zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG). Der EntschÃ¤digungsanspruch, welcher im Ergebnis dem Rechtsvertreter des BeschwerdefÃ¼hrers zusteht, ist zur Deckung der Aufwendungen voraussichtlich nicht genÃ¼gend, da § 17 Abs. 2 VRG nur eine "angemessene" EntschÃ¤digung vorsieht. Die Differenz ist demzufolge durch die Gerichtskasse zu vergÃ¼ten (VGr, 1. Dezember 2004, VB.2004.00306, E. 5.2, www.vgrzh.ch, mit Hinweisen). Deshalb sind die ParteientschÃ¤digungen auf die EntschÃ¤digungen des unentgeltlichen Rechtsbeistandes anzurechnen. â Aufgrund der in § 17 Abs. 3 VRG aufgestellten Regel wÃ¼rde allein die Mitbeteiligte als Private entschÃ¤digungspflichtig, da sie einen Antrag auf Abweisung der Beschwerde stellte. Die Regel ist indessen ausnahmefÃ¤hig, so namentlich aufgrund des Verursacherprinzips (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 49). Eine solche Ausnahme ist hier hinsichtlich des Beschwerdegegners gerechtfertigt, da der Streit (jedenfalls zu einem wesentlichen Teil) dadurch entstand, dass diese bei der Mitbeteiligten zu Unrecht Kosten einforderte, die in der Folge auf den BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼berwÃ¤lzt wurden. Eine Ausnahme rechtfertigt sich jedoch entgegen dem EntschÃ¤digungsantrag des BeschwerdefÃ¼hrers hinsichtlich der Vorinstanz nicht. Damit sind Mitbeteiligte und Beschwerdegegner zur Leistung einer UmtriebsentschÃ¤digung zu verpflichten.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Mit dem Entscheid wird auf die Beschwerde insoweit nicht eingetreten, als damit die ÃberwÃ¤lzung von MietzinszuschlÃ¤gen durch den Bund beanstandet wurde. Der Nichteintretensentscheid stÃ¼tzt sich letztlich â genauso wie die Erhebung und Weiterverrechnung der MietzinszuschlÃ¤ge (vorn 1.2) â auf Bundesverwaltungsrecht. So ist jedenfalls gegen den Nichteintretensentscheid Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht gegeben.</p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</p> <p class="Einzug2"><span>1. Das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird in der Person von Rechtsanwalt B ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt. Dieser wird aufgefordert, dem Verwaltungsgericht binnen einer nicht erstreckbaren Frist von 30 Tagen nach Zustellung dieses Beschlusses eine detaillierte Zusammenstellung Ã¼ber den Zeitaufwand und die Barauslagen einzureichen, ansonsten die EntschÃ¤digung nach Ermessen festgesetzt wÃ¼rde (§ 13 Abs. 2 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997, LS 175.252);</span></p> <p class="Zwischentitel">und entscheidet:</p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Dispositiv-Ziffer I der VerfÃ¼gung der Volkswirtschaftsdirektion vom 24. September 2004 wird aufgehoben. Dispositiv-Ziffer II Satz 2 der VerfÃ¼gung des Amts fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit vom 19. Januar 2004 wird insoweit aufgehoben, als damit die sich auf die MietzinszuschlÃ¤ge beziehende Einsprache abgewiesen wurde.</span></p> <p class="Einzug2"><span> Es wird festgestellt, dass die dem BeschwerdefÃ¼hrer von der Mitbeteiligten mit Formular vom 4. No­vember 2002 mitgeteilte MietzinsÃ¤nderung insoweit ungÃ¼ltig ist, als damit fÃ¼r die Zeit vom 4. November 2002 bis zum 31. MÃ¤rz 2003 kantonale und kommunale MietzinszuschlÃ¤ge von insgesamt Fr. 300.- pro Monat erhoben wurden.</span></p> <p class="Einzug2"><span> Soweit mit der Beschwerde die ÃberwÃ¤lzung der MietzinszuschlÃ¤ge des Bundes (Fr. 378.- pro Monat) angefochten wird, wird darauf nicht eingetreten. Die Akten werden an das Bundesamt fÃ¼r Wohnungswesen Ã¼berwiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'590.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner und der Mitbeteiligten je zur HÃ¤lfte unter subsidiÃ¤rer Haftung fÃ¼r das Ganze auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Der Beschwerdegegner und die Mitbeteiligte werden verpflichtet, Rechtsanwalt B fÃ¼r das Rekursverfahren eine ParteientschÃ¤digung von je Fr. 400.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu entrichten. Diese werden auf die EntschÃ¤digung des unentgeltlichen Rechtsbeistands im Verfahren vor Volkswirtschaftsdirektion angerechnet.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Der Beschwerdegegner und die Mitbeteiligte werden verpflichtet, Rechtsanwalt B fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von je Fr. 400.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu entrichten. Diese werden auf die EntschÃ¤digung des unentgeltlichen Rechtsbeistands im verwaltungsgerichtlichen Verfahren angerechnet.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen diesen Entscheid kann im Sinne der ErwÃ¤gungen innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>