<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00341</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203870&amp;W10_KEY=4467142&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00341</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 03.12.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 17.08.2004 gutgeheissen, den Entscheid aufgehoben und die Sache zur Neubeurteilung an das Verwaltungsgericht zurÃ¼ckgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Unterschutzstellung / Rechtsverweigerung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Beschwerde gegen einen Aufsichtsentscheid, der im Anschluss an einen im ordentlichen Verfahren ergangenen und unangefochten gebliebenen Beschluss der Baurekurskommission getroffen wurde.<br/><br/>Die Zürcher Verfahrensgesetzgebung kennt kein spezielles förmliches Rechtsmittel gegen Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung. Fälle, in denen gemäss verwaltungsgerichtlicher Praxis Rekurs erhoben werden kann (E. 1.1). Die unterschiedliche Praxis, je nachdem, ob die Anwendung von kantonalem oder Bundesrecht in Frage steht, vermag nicht zu befriedigen, und eine Überprüfung der bisherigen Praxis ist bei sich bietender Gelegenheit ins Auge zu fassen. Der Beschwerdeführer hätte gegen den Nichteintretensbeschluss der Baurekurskommission Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben müssen. Nachdem jener Beschluss jedoch unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist, ist es ausgeschlossen, dass über den Umweg einer Aufsichtsbeschwerde diese Frage dem Verwaltungsgericht gleichwohl unterbereitet werden kann. Subsidiarität der Aufsichtsbeschwerde gegenüber einem ordentlichen Rechtsmittel (E. 1.2 und 1.3). Der angefochtene Aufsichtsentscheid ist schliesslich auch keine letztinstanzliche Anordnung einer Verwaltungsbehörde, gegen die gemäss § 41 VRG Beschwerde an das Verwaltungsgericht erhoben werden kann. Nichteintreten (E. 2). Trotz falscher Rechtsmittelbelehrung erscheint es angesichts der Umstände nicht als unbillig, dem Beschwedeführer die Kosten aufzuerlegen (E. 3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFSICHTSBESCHWERDE">AUFSICHTSBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFSICHTSENTSCHEID">AUFSICHTSENTSCHEID</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BILLIGKEIT">BILLIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Natur- und Heimatschutz ST: DENKMALPFLEGE">DENKMALPFLEGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERÃFFNUNGSMANGEL">ERÃFFNUNGSMANGEL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FALSCHE RECHTSMITTELBELEHRUNG">FALSCHE RECHTSMITTELBELEHRUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LETZTINSTANZLICH">LETZTINSTANZLICH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSVERWEIGERUNG">RECHTSVERWEIGERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSVERWEIGERUNGSBESCHWERDE">RECHTSVERWEIGERUNGSBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSVERZÃGERUNG">RECHTSVERZÃGERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUBSIDIARITÃT">SUBSIDIARITÃT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTÃTIGKEIT">UNTÃTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Kantonale Verwaltungsgerichtsbeschwerde ST: ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS">ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 97 Abs. II OG</span><br/><span class="gerade">§ 19a Abs. I VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 41 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BEZ 2004 Nr. 6</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch"><span>Mit Entscheid vom 5. Februar 2002 verfÃ¼gte die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich anlÃ¤sslich der Baubewilligung fÃ¼r Umbau und NutzungsÃ¤nderung des Hauses "M", N-Strasse 9, Kat.-Nr. 01, ZÃ¼rich, unter anderem die Auflage, dass zwei historisch wertvolle KachelÃ¶fen, die zwischen 1950 und 1952 im 5. Obergeschoss des GebÃ¤udes eingebracht worden sind, nicht abgetragen werden dÃ¼rfen. Diese Anordnung erfolgte gestÃ¼tzt auf den Unterschutz­stel­lungsbeschluss Nr. 246 vom 24. Januar 1964 des Stadtrats von ZÃ¼rich.</span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch"><span>Mit schriftlichem Gesuch vom 9. Juli 2002 stellte die A AG dem Stadtrat von ZÃ¼rich AntrÃ¤ge betreffend die beiden KachelÃ¶fen. Die Gesuchstellerin beantragte die Feststellung, dass die KachelÃ¶fen nicht vom Schutzumfang des Unterschutz­stellungs­beschlusses von 1964 erfasst seien, eventualiter, dass es ihr erlaubt sei, den im Sitzungs­zimmer auf der Ostseite des 5. Obergeschosses stehenden Kachelofen abzubauen und an dessen Stelle den zurzeit im kleinen Westzimmer des 5. Obergeschosses stehenden Kachelofen aufzustellen. In ihrer Antwort vom 3. Februar 2003 hielt die Vorsteherin des Hochbaudepartements der Stadt ZÃ¼rich fest, dass auf das Gesuch nicht eingetreten werde und dieses nicht mit einer anfechtbaren VerfÃ¼gung, sondern mit einem Schreiben beantwortet werde, in welchem sie aber die materiellen GrÃ¼nde, weshalb dem Begehren nicht entsprochen werden kÃ¶nne, kurz aufzeige.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch"><span>In einem gegen dieses Schreiben erhobenen Rekurs an die Baurekurskommission I erneuerte die A </span><span>AG ihre AntrÃ¤ge und verlangte Ã¼berdies fÃ¼r den Fall der Behandlung der Eingabe als Rechtsverweigerungsbeschwerde, der Stadtrat von ZÃ¼rich sei anzuweisen, einen fÃ¶rmlichen Entscheid zu treffen. Auf diesen Rekurs </span><span>trat die Baurekurskommission I mit Beschluss vom 7. Mai 2003 mit der BegrÃ¼ndung nicht ein, dass es sich bei dem Schreiben der Vorsteherin des Hochbaudepartements nicht um eine anfechtbare VerfÃ¼gung handle und dieses deshalb nicht rekursfÃ¤hig sei. Die Akten wurden zwecks Behandlung der Eingabe als Rechtsverweigerungsbe­schwerde an die Baudirektion Kanton ZÃ¼rich als AufsichtsbehÃ¶rde Ã¼berwiesen.</span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch"><span>Die Baudirektion erwog zwar, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin gestÃ¼tzt auf § 307 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 Anspruch auf einen anfechtbaren Entscheid Ã¼ber die Frage der SchutzwÃ¼rdigkeit der im Unterschutzstellungsbeschluss von 1964 nicht genannten KachelÃ¶fen habe. Gleichwohl wies sie mit VerfÃ¼gung vom 18. August 2003 die Rechtsverweigerungsbeschwerde ab, und zwar mit der BegrÃ¼ndung, dass die Umbaubewilligung vom 5. Februar 2002 diesen Anspruch befriedige.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch"><span>In Befolgung der Rechtsmittelbelehrung gelangte die A AG gegen die VerfÃ¼gung der </span>Baudirektion <span>mit Beschwerde vom 19. September 2003 an das Verwaltungsgericht, mit dem Antrag, die VerfÃ¼gung der Baudirektion sei auf­zuheben, und der Stadtrat von ZÃ¼rich sei anzuweisen, einen fÃ¶rmlichen Entscheid darÃ¼ber zu fÃ¤llen, ob die beiden KachelÃ¶fen vom Schutzumfang des Unterschutzstellungs­beschlusses von 1964 erfasst wÃ¼rden; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Gegenpartei. Gleichzeitig erhob die A AG staatsrechtliche Beschwerde an das Bundes­gericht, welches mit VerfÃ¼gung der I. Ãffentlichrechtlichen Abteilung vom 1. Oktober 2003 sein Verfahren bis zum Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons ZÃ¼rich sistierte.</span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch"><span>Die Baudirektion schloss am 15. Oktober 2003 auf Abweisung der Be­schwerde. Der Stadt­rat von ZÃ¼rich beantragte am 29. Oktober 2003, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, eventualiter sei sie vollumfÃ¤nglich abzuweisen. Das Hochbaudepartement der Stadt ZÃ¼rich liess sich nicht vernehmen.</span></p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span> Die ZÃ¼rcher Verfahrensgesetzgebung kennt kein spezielles fÃ¶rmliches Rechtsmittel gegen Rechtsverweigerung und RechtsverzÃ¶gerung. Der Regierungsrat hat indessen stets eine aufsichtsrechtliche, jedoch fÃ¶rmliche Rechtsverweigerungsbeschwerde zugelassen (GB RR 1976 Nr. 23). Rechtsverweigerungsbeschwerden sind nach frÃ¼herer Praxis als besondere Form der Aufsichtsbeschwerde betrachtet worden. Im Rahmen dieser Betrach­tungsweise waren sie in allen FÃ¤llen an die Aufsichtsinstanz zu richten. Das Verwaltungsgericht konnte bei Rechtsverweigerung grundsÃ¤tzlich nicht angerufen werden (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19â28 N. 48). Allerdings hat das Verwaltungsgericht in RB 1991 Nr. 3 (= BEZ 1991 Nr. 23 = ZBl 92/1991, S. 495) erkannt, dass gegen die brieflich mitgeteilte Weigerung der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde, Ã¼ber Massnahmen des Natur- und Heimatschutzes mit anfechtbarer VerfÃ¼gung zu entscheiden, von den Natur- und Heimatschutzorganisationen Rekurs erhoben werden kÃ¶nne. Als im Rechts­mittelverfahren anfechtbar gelten auch Anordnungen, mit welchen die BehÃ¶rde sich weigert, eine von einem Rechtsuchenden beantragte PrÃ¼fung vorzunehmen, so beispiels­weise, wenn eine BaubehÃ¶rde es ablehnt, auf ein Baugesuch einzutreten, weil Ã¼ber das nÃ¤mliche Projekt bereits rechtskrÃ¤ftig entschieden wurde. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Das Bundesrecht fingiert im unrechtmÃ¤ssigen Verweigern oder VerzÃ¶gern einer VerfÃ¼gung eine VerfÃ¼gung (Art. 97 Abs. 2 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943). Rechtsverweigerungs- und RechtsverzÃ¶gerungsbeschwerden sind dort besondere Formen der Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Zumindest in jenen FÃ¤llen von Rechtsverweigerung bzw. RechtsverzÃ¶gerung, in denen ein entsprechender Sach­entscheid an das Verwaltungsgericht und â als zusÃ¤tzliche Voraussetzung â hernach mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht weitergezogen werden kann, muss nach neuerer Praxis kraft Bundesrechts nach dem Grundsatz der Einheit des Prozesses gegen diesbezÃ¼gliche verwaltungsinterne Aufsichts- oder Rekursentscheide Be­schwerde an das Verwaltungsgericht gefÃ¼hrt werden kÃ¶nnen (RB 1997 Nr. 12; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19â28 N. 49).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span>Die unterschiedliche Praxis, je nachdem ob die Anwendung von kantonalem oder von Bundesrecht in Frage steht, vermag nicht zu befriedigen, und eine ÃberprÃ¼fung der bis­herigen Praxis ist bei sich bietender Gelegenheit ins Auge zu fassen. Der hier zu beurtei­lende Fall, der ausschliesslich nach kantonalem Recht zu beurteilen ist, eignet sich jedoch fÃ¼r eine solche ÃberprÃ¼fung nicht. </span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch"><span>Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen einen Aufsichtsentscheid, der im Anschluss an einen im ordentlichen Verfahren ergangenen und unangefochten gebliebenen Beschluss der Baurekurskommission getroffen wurde. Wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin geklÃ¤rt haben wollte, ob gegen die behÃ¶rdliche UntÃ¤tigkeit bzw. die ausdrÃ¼ckliche Weigerung der Beschwerdegegner, eine VerfÃ¼gung zu erlassen, ein Rechtsmittel zur VerfÃ¼gung steht, so hÃ¤tte sie gegen den Nichteintretensbeschluss der Baurekurskommission vom 7. Mai 2003 Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben mÃ¼ssen. Nachdem jener Beschluss jedoch unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist, ist es ausgeschlossen, dass Ã¼ber den Umweg einer Aufsichtsbeschwerde diese Frage dem Verwaltungsgericht gleichwohl unterbreitet werden kann.</span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch"><span>Die zÃ¼rcherische Praxis erachtet die Aufsichtsbeschwerde als subsidiÃ¤r in dem Sinn, dass einer Aufsichtsbeschwerde regelmÃ¤ssig dann nicht Folge gegeben wird, wenn es dem BeschwerdefÃ¼hrer zumutbar und mÃ¶glich ist, die Verletzung seiner Rechte und schutz­wÃ¼r­digen Interessen mit einem ordentlichen Rechtsmittel geltend zu machen (KÃ¶lz/Bosshart/ RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19â28 N. 31). Diese Voraussetzung war hier beim anwaltlich vertretenen BeschwerdefÃ¼hrer ohne weiteres erfÃ¼llt, so dass man sich fragen kann, ob die Baudirektion der Beschwerde nicht schon aus diesem Grund keine Folge hÃ¤tte geben dÃ¼rfen. Noch weniger kann es zulÃ¤ssig sein, auf diesem Umweg wieder Zugang zum Rechtsmittelverfahren zu finden.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch"><span>Schliesslich stellt der Aufsichtsentscheid der Baudirektion naturgemÃ¤ss eine erstinstanz­liche Anordnung dar, gegen die gemÃ¤ss § 19a Abs. 1 </span><span>des Verwaltungsrechts­pflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG)</span><span> Rekurs an den Regierungsrat erhoben werden kann. Der angefochtene Aufsichtsentscheid ist dementsprechend keine letztinstanzliche Anordnung einer VerwaltungsbehÃ¶rde, gegen die gemÃ¤ss § 41 VRG Beschwerde an das Verwaltungs­gericht erhoben werden kann. Auf die Beschwerde ist auch aus diesem Grund nicht einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch"><span>Unterlieger- und Verursacherprinzip gelten fÃ¼r die Kostenauflage nicht umfassend, sondern erfahren vor allem aus BilligkeitsgrÃ¼nden EinschrÃ¤nkungen. So darf den Verfahrensbeteiligten aus einem ErÃ¶ffnungsfehler kein Nachteil erwachsen, weshalb keine Kosten zu erheben sind, wenn jemand aufgrund einer falschen Rechtsmittelbelehrung ein Rechtsmittel ergriffen hat und auf dieses nicht eingetreten wird (VGr, 15. Dezember 1989, VB 89/0128; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 23; vgl. auch § 10 N. 55). Im vorliegenden Fall versah die Baudirektion das Dispositiv ihrer VerfÃ¼gung vom 18. August 2003 zwar mit einer unzutreffenden Rechtsmittelbelehrung (Ziff. IV), erwog jedoch auch, dass nicht sicher feststehe, ob gegen ihren Aufsichtsentscheid Beschwerde an das Verwaltungsgericht ergriffen werden kÃ¶nne (E. 5). Der Vertreter des BeschwerdefÃ¼hrers war sich somit der Unsicherheit in der Rechtsmittel- und ZustÃ¤ndigkeitsfrage bewusst, weshalb er auch gleichzeitig mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht staatsrechtliche Beschwerde an das Bundesgericht erhoben hat. Angesichts dieser UmstÃ¤nde erscheint es nicht als unbillig, der BeschwerdefÃ¼hrerin im Sinn von § 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG die Kosten aufzuerlegen. Ein Anspruch auf ParteientschÃ¤digung steht ihm von vornherein nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</p> <p class="Einzug2"><span>1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'090.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch">5. â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>