Beschwerdeführerin A. Vorinstanz Steuerverwaltung Appenzell Ausserrhoden, Gutenberg-Zentrum, 9102 Herisau Gegenstand Staats- und Gemeindesteuern 2019 Beschwerde gegen den Einspracheentscheid der kantonalen Steuerverwaltung Appenzell Ausserrhoden vom 7. Januar 2021 Obergericht Appenzell Ausserrhoden 2. Abteilung Urteil vom 24. August 2021 Mitwirkende Obergerichtsvizepräsident M. Hüsser Oberrichterin J. Lanker Oberrichter M. Winiger, M. Müller, R. Kläger Obergerichtsschreiberin A. Mauerhofer Verfahren Nr. O2V 21 1 Sitzungsort Trogen Seite 2 Rechtsbegehren a) der Beschwerdeführerin: 1. Die eingereichte Beschwerde ist gültig und es sei darauf einzutreten. 2. Der Einspracheentscheid der Kantonalen Steuerverwaltung AR vom 7. Januar 2021 sei zu korrigieren und die gemachte Corona -Rückstellung im Umfang von Fr. 10‘000. -- sei zu akzeptieren. 3. Die Berechnungsmitteilungen für die Staats- und Gemeindesteuern 2019 seien entspre- chend zu korrigieren. 4. Die Bewertung der Titelpapiere der Firma A. mit Sitz in B. sei entsprechend anzupassen. 5. Die Kosten dieses Verfahrens seien vollumfänglich der kantonalen Steuerverwaltung AR aufzuerlegen. b) der Vorinstanz: 1. Die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 2. Unter Kostenfolgen zu Lasten der Beschwerdeführerin. Seite 3 Sachverhalt A. Die A. (nachfolgend: Beschwerdeführerin) mit Sitz in B. reichte ihre Steuererklärung für die Steuerperiode 2019 innert der ihr an gesetzten Frist am 17. April 2020 bei der kantonalen Steuerverwaltung Appenzell Ausserrhoden (nachfolgend: Vorinstanz) ein. Sie deklarierte bei den Staats - und Gemeindesteuern ge mäss Bilanz und Saldo der Erfolgsrechnung des Geschäftsjahres 2019 einen Reingewinn von Fr. [xxx] und ein steuerbares Eigenkapital von Fr. [xxx]. In der als Beilage zur Steuererklärung eingereichten Erfolgsrechnung 2019 war bei den zu Lasten des Erfo lgs verbuchten Rückstellungen als „Rückstellung Corona“ pauschal der Betrag von Fr. 10‘000.-- verbucht worden (siehe dazu die Unterlagen in KStV.AR.act. 2). B. Am 8. Dezember 2020 nahm die Vorinstanz die Steuerveranlagung vor und erliess die Ver - anlagungsverfügungen und Schlussrechnungen zu den Staats - und Gemeindesteuern und der direkten Bundessteuer 2019 (sie he dazu die Unterlagen in KStV.AR.act. 2). Die Vorin - stanz nahm sowohl zum deklarierten steuerbaren Gewinn als auch zum deklarierten steuer- baren Kapital - der von der Beschwerdeführerin erfolgsmindernd verbuchten Corona -Rück- stellung entsprechend - eine Aufrechnung von Fr. 10‘000.-- vor und erhob Steuern basierend auf einem steuerbaren Gewinn von Fr. [xxx] und einem steuerbaren Kapital von Fr. [xxx]. In der Be rechnungsmitteilung wurde die Aufrechnung damit begründet, Rück stellungen könnten steu errechtlich nur gebildet werden, wenn in der laufenden Steu erperiode tat - sächlich oder zumindest wahrscheinlich Kosten verursacht wurden, die jedoch in der Höhe noch unbestimmt seien und sich erst in einer späteren Steuerperiode geldmässig auswirkten. Bei der Steuerdeklaration von Gewinn und Kapital habe die Beschwerdeführerin eine in der Buchhaltung ausgewiesene Rück stellung vo n Fr. 10‘000. -- im Zusam menhang mit der Corona-Pandemie berücksichtigt. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie seien aber im Jahr 2019 noch gar nicht absehbar gewesen. Entsprechende Rückstellungen seien nach geltendem Steuer recht daher nicht begründet und die Vorin stanz lasse aus diesem Grund keine Rück stellungen wegen der Corona -Pandemie für Jah resabschlüsse 2019 zu. C. Am 18. Dezember 2020 erhob die Beschwerdeführerin Einsprache gegen die Steuerver an- lagung 2019 (KStV.AR.act. 3) und erklärte sich mit der vorgenommenen Aufrechnung nicht einverstanden. Die Corona -Rückstellung sei im Hinblick auf das wirtschaftlich schwierige Jahr 2020 gemacht worden, in welchem die Be schwerdeführerin aufgrund behördlicher Massnahmen Kurzarbeit habe anmelden müs sen und der Ge schäftsgang stark rückläufig gewesen sei. Gemäss den gesetzlichen Grundlagen im Obligationenrecht seien steuerliche Seite 4 Rückstellungen ein legitimes Mittel zur Siche rung des dau ernden Gedeihens eines Unter - nehmens. Covid-19 sei schon der Bezeichnung nach ein Ereignis, das im Jahr 2019 seinen Anfang genommen habe und es sei daher nicht ein zusehen, weshalb diese Rückstellung steuerlich nicht akzeptiert werde. In anderen Kantonen würden solche Corona-Rückstellung- en akzeptiert. Der Bundesrat habe ausserdem im März 2020 davon abgeraten, Divi denden für das Jahr 2019 auszuzahlen, um die Liquidi tät in den Firmen zu halten - die Beschwer- deführerin habe sich an diese Empfehlung ge halten, was nun aber bei Nichtakzeptanz der Corona-Rückstellung durch die Vorinstanz ein fach zu ei nem Liquiditätsabfluss in die Steuerkasse des Kantons führe. D. Mit Einspracheentscheid vom 7. Januar 2021 (KStV.AR.act. 4) hielt die Vorinstanz an der vorgenommenen Aufrechnung fest und wies die Einsprache ab. Es wurde an der bereits in der Veranlagung angegebenen Begründung festgehalten, wonach eine pauschale Corona - Rückstellung nach geltendem Steuerrecht nicht begründet und daher aufzurechnen sei. E. Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von der Beschwerdeführerin am 11. Ja- nuar 2021 beim Obergericht eingereichte Beschwerde, welche sich sowohl gegen die Ver - anlagung der Staats- und Gemeindesteuern als auch der direkten Bundessteuer 2019 rich - tete. Aufgrund der im Bundessteuerrecht einerseits und im kantonalen Steuerrecht anderer seits unterschiedlichen Rechtsgrundlagen eröffnete das Obergericht auf diese Beschwerde hin zwei Verfahren: Das Verfahren O2V 21 1 betreffend Staats- und Gemeindesteuern und das Verfahren O2V 21 3 betreffend direkte Bundessteuer. Nachdem für beide Verfahren ein Kostenvorschuss angefordert worden war, teilte die Be - schwerdeführerin dem Obergericht mit Schreiben vom 15. Januar 2021 mit, sie werde, zumal der Streitwert für beide Verfahren zusammen maximal Fr. 1‘500.-- betrage, aus Kostengrün- den nur das vorliegende Verfahren O2V 21 1 weiterführen und ersuchte darum, das Verfah- ren O2V 21 3 betreffend die direkte Bundessteuer wieder abzuschreiben. Mit Einzelrichterverfügung vom 20. Januar 2021 im Verfahren O2V 21 3 wurde deshalb das Bundessteuerverfahren zufolge Rückzugs als erledigt am Gerichtsprotokoll abge schrieben. Das vorliegende Verfahren O2V 20 1 mit den eingangs erwähnten Anträgen betrifft einzig die Veranlagung der Staats- und Gemeindesteuern 2019. Nach fristgemässem Eingang des im Verfahren O2V 20 1 angeforderten Kostenvorschusses wurde der Vorinstanz Gelegenheit ein geräumt, Stellung zur Be schwerde zu nehmen. Mit Seite 5 Vernehmlassung vom 4. Februar 2021 beantragte die Steuerverwaltung Appenzell Ausser- rhoden Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolgen für die Beschwerdeführerin. Zur Be- gründung verwies die Vorinstanz unter anderem auf ein Schreiben der Konferenz der Kanto- nalen Finanzdirektorinnen und Finanzdirektoren vom 6. April 2020 sowie auf das in des sen Anhang enthaltene Memorandum der Schweizerischen Steuerkonferenz vom 29. März 2020, wonach in der Steuerperiode 2019 keine Son derrückstellungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zuzulassen seien. Auf den Antrag der Beschwerdeführerin betreffend die Bewertung der Titelpapiere sei zudem gar nicht einzutreten. Am 11. Februar 2021 reichte die Beschwerdeführerin eine Replik ein und hielt an ihren Be - schwerdeanträgen fest. Sie wies insbesondere darauf hin, dass das Steu ergesetz keinen verlangten Wissens- oder Unwissensstand per Bilanztag voraussetze und machte geltend, für eine steuerlich ak zeptierte Rückstellung gelte einzig und allein, ob die Ursache für ei ne Rückstellung in der besagten Steuerperiode liege oder nicht. Darauf habe sich die Vorinstanz selber in einer Aussage vom Februar 2015 berufen, wie sich aus den beigelegten Unterlagen (act. 11.1-3) ergebe. Auch am Antrag im Zusammenhang mit der Bewertung der Titelpapiere hielt die Beschwerdeführerin ausdrücklich fest und erklärte, die Bewertung ihrer Titelpapiere basiere zu einem grossen Teil auf den erzielten Gewinnen, weshalb eine ent sprechende Neubeurteilung Einfluss auf die Vermögenssteuer der Titelinhaber und da mit auf weitere laufende Einspracheverfahren habe; somit sei auch auf diesen Antrag einzutreten. Die Vorinstanz verzichtete stillschweigend auf die Einreichung einer Duplik, woraufhin der Schriftenwechsel abgeschlossen war. Die Streitsache wurde, nachdem Beratungen und Verhandlungen beim Obergericht infolge der Corona-Pandemie im ersten Halbjahr 2021 nur vereinzelt durchgeführt werden konnten, nach der im August 2021 erfolgten Wieder aufnahme des ordentlichen Verhandlungs - und Sitzungsbetriebs vor Ort auf die erste ordentliche Sitzung der zweiten Abteilung traktandiert, an welcher die Richterin und die Richter der zweiten Abteilung des Obergerichts mit vor lie- gendem Urteil über die Beschwerde im Verfahren O2V 21 1 entschieden. Seite 6 Erwägungen 1. Formelles 1.1 Einspracheentscheide der Vorinstanz können innert 30 Tagen nach Eröffnung schriftlich mit Beschwerde beim Obergericht angefochten werden (Art. 188 Abs. 1 Steuergesetz [StG, bGS 621.11] i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. a Justizgesetz [JG, bGS 145.31]). Angefochten ist der mittels Einschreibebrief verschickte Einspracheentscheid der Vorinstanz vom 7. Januar 2021, welcher frühestens tags darauf bei der Beschwerdeführerin einging. Die am 11. Januar 2021 beim Obergericht eingereichte Beschwerde erfolgte somit recht zeitig. Da die Be schwer- deführerin vom angefochtenen Einspracheentscheid direkt betroffen ist, kommt ihr nach Art. 59 i.V.m. Art. 32 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG, bGS 143.1) ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des Entscheids zu. Nachdem die Beschwerdeschrift die formellen Anforderungen grundsätzlich erfüllt und auch der bei der Beschwerdeführerin angeforderte Kostenvorschuss rechtzeitig innert der ihr an gesetzten Frist bei der Gerichtskasse einging, ist auf die Beschwerde - unter Vorbehalt von E. 1.3 nachfolgend - einzutreten. 1.2 Der Entscheid über Steuerstreitsachen fällt unabhängig vom Streitwert in die Zuständigkeit der Abteilungen des Obergerichts (Art. 29 Abs. 1 lit. a JG e contrario). Das Gesamtgericht hat Beschwerden in Steuerstreitsachen der 2. Abteilung zur Be urteilung zugewiesen (so publiziert im aktuellen Staatskalender des Kantons Appen zell Aus serrhoden [https://staatskalender.ar.ch/organizations/pdf], Ziff. 2.6.1.2), weshalb diese zur Behandlung der Beschwerde zuständig ist. 1.3 Die Beschwerdeführerin beantragt unter Ziff. 4 ihrer Rechtsbegehren eine Anpassung der Bewertung ihrer Titelpapiere. Dazu ist vorweg Folgendes in Erwägung zu ziehen: a. Aus den von der Beschwerdeführerin mit der Replik eingereichten Beilagen (act. 11.3) ist ersichtlich, dass die Vorinstanz der Geschäftsführung der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 18. November 2020 mitgeteilt hatte, d ass sie per Ende 2019 für die Na menstamm- einlagen der Beschwerdeführerin (2 x Stammanteil à Fr. 10‘000. --) einen Brutto steuerwert von rund 1‘567% (entsprechend einem Unternehmenswert von Fr. [xxx]) ermittelt habe, wobei dieser Bruttosteuerwert basierend auf dem Ertrags- und Substanzwert 2019 berechnet worden und dabei die im Jahr 2019 von der Beschwerdeführerin verbuchte Corona - Rückstellung mit der Begründung „Aufrechnung über höhte Steuerrückstellung“ korrigiert worden war. Seite 7 b. Die Aufrechnung der Corona-Rückstellung spielte somit auch eine Rolle bei der Bewertung der Titelpapiere der Beschwerdeführerin. Ob sich aber das Obergericht im Rahmen des vor- liegenden Verfahrens mit dieser Bewertung der Titelpapiere zu befassen hat (bzw. überhaupt befassen kann), hängt davon ab, ob die Bewertung der Titelpapiere formell ge sehen zum Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens gehört oder nicht. c. Das Verfahren O2V 21 1 hat aus schliesslich die Gewinn- und Kapitalsteuern 2019 der Be- schwerdeführerin selber zum Gegenstand: Angefochten ist die Festlegung der steuerbaren Faktoren (konkret: des steuerbaren Kapitals und des steuerbaren Gewinns) im Einsprache- entscheid vom 7. Januar 2021. Gemäss diesem Einspracheentscheid hat die Vorinstanz die von der Beschwerdeführerin verbuchte Corona-Rückstellung von Fr. 10‘000.-- sowohl beim steuerbaren Gewinn für die von der Beschwerdeführerin zu entrichtende Gewinnsteuer (als nicht geschäftsmässig begründete Abschreibung) als auch beim steuerbaren Kapital für die von der Beschwerdeführerin zu entrichtende Kapitalsteuer (als Gewinn versteuerte stille Re- serven) aufgerechnet. d. Bei der Bewertung der Titelpapiere der Beschwerdeführerin stellen sich zwar zum Teil - ge- rade auch mit Bezug auf die Aufrechnung der Corona-Rückstellung - dieselben Fragen wie bei der Festlegung der steuerbaren Faktoren für die bei der Beschwerde führerin zu er he- benden Steuern. Die Bewertung der Titelpapiere hat aber auf die Festlegung der steuerbaren Faktoren der von der Beschwerdeführerin zu entrichtenden Staats - und Gemeindesteuern (sowie auch der hier nicht betroffenen direkten Bundessteuer) keinen direkten Ein fluss. Die steuerliche Bewertung der Titelpapiere spielt dann eine Rolle, wenn es um die konkrete Fest- legung der steuerbaren Faktoren für die Besteuerung der Titelinhaber persönlich geht. e. Wie sich aus den vorinstanzlichen Akten ergibt (vgl. KStV.AR.act. 3), haben die Titelinhaber der Stammanteile der Beschwerdeführerin gegen die ihnen mitgeteilte Bewertung der Titel- papiere offenbar ebenfalls Rechtsmittel ergriffen und sich, wie dies die Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren mit Bezug auf die Festlegung der bei ihr steuerbaren Faktoren tut, gegen die auch dort von der Vor instanz vorgenommene Auf rechnung der Corona - Rückstellung ausgesprochen. Es ist davon auszugehen, dass jene Ver fahren derzeit noch nicht abge schlossen sind. Die Vorinstanz wird eingeladen, die im vorlie genden Ver fahren im Zusammenhang mit der Corona-Rückstellung angeführten ober gerichtlichen Erwägungen miteinzubeziehen, wenn sie zu gegebener Zeit über die gegen die Bewertung der Titelpapiere erhobenen Einsprachen entscheiden wird. Da aber die umstrittene Bewertung der Titelpapiere formell betrachtet nicht zum Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens gehört und auch keinen direkten Einfluss Seite 8 auf die Festlegung der steu erbaren Faktoren für die Gewinn - und Kapital steuern der Beschwerdeführerin hat, kann im vorliegenden Verfahren auf das Rechtsbegehren gemäss Ziff. 4 der Anträge der Beschwerdeführerin, wie die Vorinstanz zu Recht geltend macht, nicht eingetreten werden. 2. Materielles 2.1 Die Beschwerdeführerin ist auf grund ihres Sitzes in B. im Kanton Appenzell Ausserrhoden gewinn- und kapitalsteuerpflichtig, was zwischen den Parteien unbestritten ist. a. Gegenstand der Gewinnsteuer ist der Reingewinn (Art. 68 StG). Der bei den hier interessie- renden kantonalen Steuern steuerbare Reingewinn setzt sich gemäss Art. 69 StG zusammen aus:  dem Saldo der Erfolgsrechnung;  allen vor Berechnung des Saldos der Erfolgsrechnung ausgeschiedenen Teilen des Ge - schäftsergebnisses, die nicht zur Deckung von geschäftsmässig begründetem Aufwand verwendet werden (wie insbesondere Kosten für die Anschaffung, Herstellung oder Wert- vermehrung von Gegenständen des Anlagevermögens; geschäftsmässig nicht be - gründete Abschreibungen, Wertberichtigungen, Rücklagen für Forschung und Ent wick- lung sowie Rückstellungen; Einlagen in die Reserven; Einzahlungen auf das Eigenkapital aus eigenen Mitteln, soweit diese nicht versteuerten Reserven entnommen wer den und offene und ver deckte Gewinnausschüttungen und geschäftsmässig nicht be gründete Zuwendungen an Dritte);  den der Erfolgsrechnung nicht gutgeschriebenen Er trägen, mit Einschluss der Ka pital-, Aufwertungs- und Liquidationsgewinne;  sowie den Zinsen auf verdecktem Eigenkapital gemäss Art. 88 StG. b. Gegenstand der Kapitalsteuer ist das Eigenkapital (Art. 86 StG). Das steuerbare Eigenkapital besteht bei Kapitalgesellschaften und Ge nossenschaften aus dem einbezahlten Ak tien-, Grund- oder Stammkapital, dem Partizipationskapital, den in der Handelsbilanz ausgewiese- nen Einlagen, Aufgeldern und Zuschüssen im Sinn von Art. 23b StG, sowie den offenen und den aus versteuertem Gewinn ge bildeten stillen Re serven (Art. 87 Abs. 1 StG). Letztere beinhalten namentlich die han delsrechtlich vorgenommenen Abschrei bungen, Rück stel- lungen und Wertberichtigungen, welche steu erlich aufgerechnet wur den und des halb dem steuerbaren Eigenkapital hinzuzurechnen sind. Seite 9 2.2 Die meisten Unternehmungen schliessen ihr Geschäftsjahr jeweils per 31. Dezember ab. Das trifft auch auf die Beschwerdeführerin zu. Infolge der - wie sich inzwischen gezeigt hat, länger andauernden und weitreichende wirtschaftliche Folgen nach sich ziehenden - Corona- Pandemie stellte sich für die Be schwerdeführerin im Zeitpunkt der Einrei chung der Steuer- erklärung 2019 im April 2020 die Frage, ob es sinnvoll oder allenfalls sogar geboten sei, bereits im Abschluss per 31. Dezember 2019 zu Lasten des Reingewinns eine Corona-Rück- stellung zu verbuchen. a. Rückstellungen können steuerrechtlich zum Vor nherein nur dann berücksichtigt werden, wenn sie in der handelsrechtlichen Jahresrechnung verbucht sind. Dass das Rechnungsle- gungsrecht die Verbuchung einer Corona -Rückstellung im Abschluss 2019 jedenfalls nicht ausschliesst, ist in der Praxis grundsätzlich anerkannt: Eine pauschale Corona-Rückstellung kann einerseits gestützt auf Art. 960e Abs. 3 Ziff. 4 Obligationenrecht (OR, SR 220; „Rück- stellungen dürfen insbesondere gebildet werden für die Sicherung des dauernden Gedeihens des Unter nehmens“) erfolgen; in bestimmten Fällen ist sogar eine Qualifikation als Rückstellung gestützt auf Art. 960e Abs. 2 OR („Lassen vergangene Ereignisse einen Mittel- abfluss in künftigen Geschäftsjahren erwarten, so müssen die voraussichtlich erforderlichen Rückstellungen zulasten der Erfolgsrechnung gebildet werden“ ) denkbar (vgl. zur gan zen Thematik insbesondere auch die Abhandlung von FABIAN DUSS, in: StR 75/2020, S. 478 ff.; Informationen im Zusammenhang mit dem Coronavirus des Schweizerischen Instituts für die Eingeschränkte Revision SIFER1). Dass die Be schwerdeführerin in ihrem Jah resabschluss 2019 eine Corona -Rückstellung von Fr. 10‘000. -- verbucht hat, ist aus han delsrechtlicher Sicht nicht weiter zu beanstanden. Dies ist zwischen den Parteien soweit auch unbestritten. b. Allerdings stellt sich die Frage, ob die im Einklang mit dem Rechnungslegungsrecht gebildete Corona-Rückstellung von pauschal Fr. 10‘000. -- auch steuerlich abzugsfähig ist, was die Vorinstanz im Gegensatz zur Beschwerdeführerin verneint. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass der nach kaufmännischen Vorschriften er mittelte Rein gewinn gemäss Erfolgsrechnung zwar Ausgangspunkt für die Festlegung der steuerbaren Faktoren (Gewinn und Kapital) einer Unternehmung ist, d.h. auch im Steuerrecht ist zunächst auf die han - delsrechtskonform erstellte Jahresrechnung abzustellen (sog. Mass geblichkeitsprinzip, vgl. Art. 69 Abs. 1 Ziff. 1 und Art. 87 Abs. 1 StG). Eine absolute Anlehnung an die handelsrecht- liche Rechnungslegung ist allerdings im Steuerrecht nicht vor gesehen: Da der Zweck von Handels- und Steuerbilanz nicht gesamthaft übereinstimmt, besteht Bedarf nach ge wissen steuerrechtlichen Anpassungen. So zielt das Steuerrecht namentlich auf die Erfassung des tatsächlich erzielten Periodengewinns einer Unternehmung als Ausdruck deren wirt schaft- 1 https://www.treuhandsuisse.ch/publikationen/aktuelle-infos-zum-coronavirus Seite 10 licher Leistungsfähigkeit ab und gibt infolgedessen Tiefstwerte vor, wohingegen das Han - delsrecht, bei welchem auch das Vorsichtsprinzip zum Tragen kommt, Höchstwerte festlegt. Für die Ermittlung der Steuerwerte ist daher ein handelsrechtskonformer Saldo der Erfolgs- rechnung gegebenenfalls um die steuerlichen Korrekturvorschriften zu bereinigen (vgl. dazu auch MICHAEL BERTSCHINGER, Die handelsrechtliche und steuerrechtliche Gewinnermittlung unter dem revidierten Rechnungslegungsrecht, Bern 2020, S. 85 ff., Rz. 118 ff. zu §3). 2.3 Die Vorinstanz hat die Aufrechnung der von der Beschwerdeführerin in ihrer Han delsbilanz verbuchten und auch steu erlich geltend gemachten Corona -Rückstellung damit begründet, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie Ende 2019 noch gar nicht ab- sehbar gewesen seien. Entsprechende Rückstellungen seien daher nicht begründet und für die Festlegung des steuerbaren Gewinns und Kapitals aufzurechnen. Die entscheidende im vorliegenden Verfahren zu klärende Frage ist somit, ob die von der Beschwerdeführerin verbuchte Corona -Rückstellung aus steuerrechtlicher Sicht als ge - schäftsmässig begründet anzusehen ist oder nicht . Geschäftsmässig begründete Rückstel- lungen vermindern den steuerbaren Gewinn und das steuerbare Kapital; geschäfts mässig nicht begründete Rückstellungen gehören dagegen sowohl zu dem bei den Staats- und Ge- meindesteuern steuerbaren Reingewinn (Art. 69 Abs. 1 Ziff. 2 lit. b StG) als auch - in Form von stillen Reserven, die aus ver steuertem Gewinn gebildeten wurden - zum steuerbaren Kapital (Art. 87 Abs. 1 StG). 2.4 Als geschäftsmässig begründet gelten ge mäss kantonalem Steuergesetz „Rückstellungen, die dem Ausgleich drohender Verluste oder von Verpflichtungen dienen, die im Bestand oder dem Umfang nach noch unbestimmt sind“ (Art. 73 Abs. 1 lit. b StG). a. Bei einer Rückstellung handelt es sich nach allgemeiner Definition um eine durch eine nicht bargeldwirksame Aufwandbuchung gebildete Fremdkapitalposition, mit welcher einem tat - sächlich oder zumindest wahrscheinlich verursachten, in seiner Höhe aber noch nicht genau bekannten Aufwand oder Verlust Rechnung getragen wird, der erwartungsgemäss erst in einer späteren Periode geldmässig verwirklicht wird und dem kein zurechenbarer Gegenwert gegenüber steht. Im Gegensatz zu Schulden besteht bei Rückstellungen also Ungewissheit hinsichtlich des Zeit punkt des Mittelabflusses und / oder des zu leistenden Be trags. Eine Rückstellung hängt immer mit einer Verpflichtung zusammen, die bis zum Bi lanzstichtag eingetreten sein muss; erst künftig erwartete oder in der Zukunft geplante Geschäftsvorfälle scheiden als Ur sache für die Bildung einer Rückstellung grundsätzlich aus, eben so wie „Generalrückstellungen für allgemeine Unternehmensrisiken“, weil damit rein fik tive Seite 11 Verpflichtungen in die Bilanz aufgenommen würden (PETER BRÜLISAUER/OLIVER KRUMMEN- ACHER, in: Zweifel/Beusch, Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden, 3. Auflage 2017, N . 86 ff. zu Art. 24 StHG; Urtei l des Bun - desgerichts 2C_787/2012 vom 15. Januar 2013 E. 2.5; je m.w.H.). Typischerweise sind unter die Bestimmung von Art. 73 Abs. 1 lit. b StG etwa Ge währleistungs- und Schadenersatz- verpflichtungen zu subsumieren wie zum Bei spiel Auf wendungen im Zu sammenhang mit laufenden Rechtsmittelverfahren. b. Das Steuerrecht kennt einen eigenen Rückstellungsbegriff, der teilweise von demjenigen des Rechnungslegungsrechts abweicht; so müssen gemäss Rechnungslegungsrecht etwa nicht mehr begründete Rückstellungen explizit nicht zwingend aufgelöst werden (Art. 960e Abs. 4 OR), was im Steuerrecht ausgeschlossen ist. Zentraler Massstab für eine rechtsgleiche und willkürfreie Besteuerung ist nämlich das Prinzip der Besteuerung nach der wirt schaftlichen Leistungsfähigkeit, welches in Art. 127 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV, SR 101) verankert ist und verlangt, dass jeder Steuerpflichtige im Verhältnis der ihm zur Verfügung stehenden Mittel an die gesamten Lasten des Gemein wesens beiträgt. Während das Handelsrecht im Rahmen des dort im Vor dergrund stehenden Gläu bigerschutz- und Vor sichtsprinzips die Bildung und Beibehaltung von stillen Re serven grosszügiger zulässt, ist im Steu errecht zur Wahrung des Prinzips der Besteu erung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit keine beliebige Tieferbewertung mög lich. Eine zulässige handelsrechtliche Ver buchung allein vermag also die steuerliche Abzugsfähigkeit nicht per se zu recht fertigen, sondern bedarf zusätzlich der Vorausset zung der geschäftsmässigen Begrün detheit (vgl. auch MICHAEL BERTSCHINGER, a.a.O., S. 308, Rz. 436) c. In zeitlicher Hinsicht ist das im Steuerrecht geltende Leistungsfähigkeitsprinzip wie folgt prä- zisiert: Die Steuern vom Reingewinn und vom Eigenkapit al werden für jede Steuer periode festgesetzt und erhoben (Art. 92 Abs. 1 StG). Als Steuerperiode gilt das Ge schäftsjahr (Art. 92 Abs. 2 StG), welches im Fall der Beschwerdeführerin mit dem Kalenderjahr - hier betroffen ist das Jahr 2019 - übereinstimmt. Der steuerbare Reingewinn bemisst sich nach dem Er - gebnis der Steuerperiode und das steu erbare Eigenkapital nach dem Stand am Ende der Steuerperiode (Art. 93 Abs. 1 und Art. 94 Abs. 1 StG). Diese Regeln im kantonalen Steuerrecht basieren auf dem in Art. 24 ff. des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (Steuer harmo- nisierungsgesetz [StHG, SR 642.14]) verankerten Periodizitätsprinzip, wonach ein Un ter- nehmen im Steuerjahr X grundsätzlich denjenigen Gewinn versteuern soll, den es in der ent- sprechenden Steuerperiode (hier konkret: Steuerperiode und Geschäftsjahr 2019) erzielt hat. Aufgrund des Periodizitätsprinzips sind Aufwand und Ertrag periodengerecht zu zuweisen. Seite 12 Mit dem Periodizitätsprinzip nicht vereinbar ist die (han delsrechtlich in gewissem Mass zu - lässige) übermässige Bildung stiller Reserven durch steuerlich über setzte Abschreibungen oder Rückstellungen, die zu einer zeitlichen Ver schiebung des Gewinnausweises (Steuer- aufschub) und zu entsprechenden Zins- und Liquiditätsvorteilen führen. Die zeitliche Zuord- nung eines Gewinns in der Steuerbilanz steht nicht im Belieben des Steuersubjekts (PETER BRÜLISAUER/OLIVER KRUMMENACHER, a.a.O., N. 160 ff. zu Art. 24 StHG, m.w.H.). d. Dass die Beschwerdeführerin im Geschäftsjahr 2019 eine Corona -Rückstellung von Fr. 10‘000.-- verbucht hat, ist zwar handelsrechtlich gesehen nicht weiter zu beanstanden, be - deutet aber nicht, dass eine solche Rückstellung automatisch auch steuerrechtlich zu akzep- tieren ist. Wie die Be schwerdeführerin selbst einräumt, diente die Rückstellung - samt an- deren Massnahmen wie etwa dem Verzicht auf Auszahlung von Dividenden - insbesondere dazu, möglichst viel Li quidität in der Firma zu halten (vgl. Beschwerde, act. 1). Aus un ter- nehmerischer Sicht das Augenmerk auf die Sicherung genügender Liquidität zu richten, mag in der ausserordentlichen Pandemielage ohne weiteres angezeigt und sinnvoll gewesen sein. Dennoch drängt es sich aus dem Blickwinkel des Steuerrechts aber auf, zu prüfen, ob durch die Verbuchung einer Corona -Rückstellung keine - gemessen am Leistungsfähigkeits- und Periodizitätsprinzip - ungerechtfertigte Steuer ersparnis für das Steu ersubjekt re sultiert (PETER BRÜLISAUER/OLIVER KRUMMENACHER, a.a.O., N. 174 zu Art. 24 StHG). Dabei ist Folgendes in Erwägung zu ziehen:  Gemäss Angaben in der von der Beschwerdeführerin bei der Vorinstanz eingereichten Jahresrechnung soll die Corona-Rückstellung, die in der Erfolgsrechnung 2019 mit pau - schal Fr. 10‘000. -- verbucht wurde, bereits im Laufe des Geschäftsjahres 2020 wieder aufgelöst werden (vgl. die entsprechende Anmerkung im Anhang zur mit der Steuererklä- rung 2019 eingereichten Jahresrechnung 2019: „Infolge massivem Umsatzeinbruch auf- grund der Coronakrise wurde eine pauschale Rückstellung gebildet. Diese wird im Laufe des Geschäftsjahres 2020 wieder aufgelöst“ [siehe Unterlagen in KStV.AR.act. 2]). Es geht im konkre ten Fall der Beschwerdeführerin also um eine relativ kurze Perio denver- schiebung, indem der Gewinn 2019 um Fr. 10‘000.-- gekürzt wird, was aber bereits in der folgenden Steuerperiode 2020 durch Auflösung der Reserve wieder ausgeglichen werden soll.  Da auch Appenzell Ausserrhoden - wie die meisten Kantone - bei den kantonalen Steuern einen Pränumerandobezug praktiziert (vgl. dazu auch das von der Vorinstanz vorgelegte Memorandum der Schwei zerischen Steuerkonferenz SSK vom 29. März 20 20, KStV.AR.act. 7), erfolgte im Fall der Beschwerdeführerin der proviso rische Steuerbezug für die Steuer periode 2019 noch vor Abschluss der Steuer periode 2019. Das bedeutet, Seite 13 dass die provisorischen Steuern 2019 bis zum Ende des Geschäftsjahres 2 019 ohnehin bereits bezahlt wor den waren und eine Co rona-Rückstellung im Jahresabschluss 2019 deshalb jedenfalls keine direkten Auswirkungen mehr auf den bereits erfolgten provisori- schen Bezug der Steuern für die Steuerperiode 2019 hatte; der provisorische Steuerbezug 2019 hatte die Liquidität de r Gesellschaft während des Geschäftsjahres 2019 be reits belastet (siehe dazu auch die Schlussrechnung bei den Unterlagen in KStV.AR.act. 2: Demnach waren bis zur Veranlagung bereits Fr. 1‘699.50 bezahlt worden und es wur de bezüglich Staats- und Gemeindesteuern 2019 lediglich der noch offene Betrag von Fr. 527.80 in Rechnung gestellt). Im Resultat entstanden daher durch die Verbuchung einer Corona-Rückstellung im Steuerjahr 2019, die im Steuerjahr 2020 bereits wieder aufgelöst werden sollte, jedenfalls keine wesentlichen Effekte auf die tat sächliche Liqui ditäts- situation. Insoweit sich die wirtschaft lichen Auswirkungen der Corona -Pandemie abseh- bar im Geschäftsergebnis 2020 niederschlagen würden - was sich wohl bereits im Zeit - punkt der Einreichung der Steuererklärung im April 2020, sicher aber vor Ende 2020 ab - zeichnete - stand es der Be schwerdeführerin im Rahmen ihrer laufenden Liquiditätspla- nung für das Geschäfts jahr 2020 zudem frei, rechtzeitig eine An passung des pro visori- schen Bezugs der kantonalen Steuern für die laufende Steuerperiode 2020 zu verlangen, was sich direkt auf die Li quiditätsplanung im Zusammen hang mit den für die Steuer pe- riode 2020 geschuldeten Steuern auswirkte.  Im Lichte des für die steuerrechtliche Betrachtung im Vordergrund stehenden Leistungs - und Periodizitätsprinzips müssen sich Rück stellungen grund sätzlich auf Sach verhalte beziehen, die ihre Ursache in der jeweiligen Rechnungsperiode haben. Die Frage, ob eine Rückstellung in steuerrechtlicher Hinsicht als geschäfts mässig begründet gelten kann, muss demzufolge im konkreten Fall anhand der Sachum stände per Ende 2019 be urteilt werden.  Nur für den Fall, dass di e von der Beschwerdeführerin im Abschluss 2019 verbuchte Corona-Rückstellung rechnungslegungsrechtlich geboten gewesen wäre, müsste sie kon- sequenterweise auch in steuerrechtlicher Hinsicht akzeptiert werden, da dies falls dem Massgeblichkeitsprinzip Vorrang einzuräumen wäre und Rückstellungen, die aus han - delsrechtlicher Sicht zwingend zu verbuchen sind, steuerlich nicht aufge rechnet werden können, da deren geschäftsmässige Begründetheit ohne weiteres als ausgewiesen gelten würde. Ein solcher Fall würde namentlich vorliegen bei einer Rück stellung, die gestützt auf Art. 960e Abs. 2 OR gebildet wird („Lassen vergangene Ereignisse einen Mittelabfluss in künftigen Geschäftsjahren erwarten, so müssen die voraus sichtlich erforderlichen Rückstellungen zulasten der Erfolgsrechnung gebildet werden“ ). Die Co rona- Rückstellung der Beschwerdeführerin im Abschluss 2019 lässt sich aber gerade nicht auf die Bestimmung von Art. 960e Abs. 2 OR abstützen: Der Betriebsertrag 2019 lag gemäss Seite 14 den vorliegenden Buchhaltungsunterlagen mit Fr. [xxx] über dem Vor jahreswert von Fr. [xxx], so dass Ende 2019 noch keine Auswirkungen einer Pande mie auf die Ge schäfte der Beschwerdeführerin ersichtlich waren, geschweige denn gar de ren Unter neh- mensfortführung in Frage gestellt war. Ebenso wenig existieren andere konkrete Anhalts- punkte, welche der Beschwerdeführerin nachweislich bereits bis zum Bilanz stichtag be- kannt gewesen wären und sie veranlasst hätten, schon Ende 2019 wegen der Co rona- Pandemie von einem bevorstehenden Umsatzeinbruch im Jahr 2020 aus zugehen. Zwar trat die Krankheit COVID -19, wie die Beschwerdeführerin in der Be schwerdeschrift argumentiert, tatsächlich bereits im Jahr 2019 auf bzw. nahm somit vor Ende der Steuerperiode 2019 ihren A nfang, bereits absehbare Auswirk ungen einer welt weiten Pandemie auf den Ge schäftsgang der Beschwerdeführerin waren aber bis Ende 2019 noch nicht vorhanden und werden von der Beschwerdeführerin auch nicht konkret belegt. Tatsächlich dürfte sich für die Beschwerdeführerin (wie auch für beliebige andere Unter - nehmungen im Kanton bzw. überhaupt in der ganzen Schweiz) erst im Verlauf des ersten Drittels des Geschäftsjahres 2020 herausgestellt haben, dass im laufenden Geschäftsjahr 2020 coronabedingt mit Umsatzeinbussen zu rech nen war. Deshalb bleibt letztlich auch der von der Beschwerdeführerin in der Replik angebrachte Verweis auf die Ausführungen der Vorinstanz im Zusammenhang mit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die SNB (vgl. dazu act. 11.1, Mitteilung der Vorinstanz vom Februar 2015) unbehelflich: Zwar hat die Vorinstanz dort ausdrücklich festgehalten, dass wenn die Ursache für ein Ereignis bereits am Bilanzstichtag bestehe, dieses Ereignis in der Jahres rechnung des abgelaufenen Geschäftsjahres buchungspflichtig - und damit sinngemäss auch steuerlich zu berücksichtigen - sei. Die Pandemielage (aufgrund welcher die Rückstellung verbucht wurde) wurde allerdings erst Ende Januar 2020 von der WHO ausgerufen; in der Schweiz hat der Bundesrat die Situation schliesslich am 28. Februar 2020 als be sondere Lage gemäss Art. 6 Epidemiegesetz (EpG, SR 818.101) eingestuft und erste ausserordentliche Massnahmen angeordnet.2  Die Beschwerdeführerin sieht die handelsrechtliche Grundlage der Corona-Rückstellung letztlich auch selber gar nicht in der Bestimmung von Art. 960e Abs. 2 OR (und macht somit - zu Recht - auch nicht geltend, eine Corona -Rückstellung sei aus handelsrecht li- cher Sicht nicht nur mög lich, sondern zwingend vorgesch rieben gewesen), sondern sie stützt die verbuchte Corona-Rückstellung vielmehr explizit auf Art. 960e Abs. 3 Ziff. 4 OR (vgl. Einsprache vom 18. Dezember 2020 [KStV.AR.act. 3] und Beschwerde vom 11. Ja- nuar 2021 [act. 1]). Art. 960e Abs. 3 Ziff. 4 OR lässt Rückstellungen zu „für die Sicherung des dauernden Gedeihens des Unter nehmens.“ Solche - handelsrechtlich zulässigen - Rückstellungen für das dauernde Gedeihen eines Unternehmens sind aber notabene gar 2 https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg -id-78289.html Seite 15 keine echten Verbindlichkeiten, sondern deren Bildung stellt vielmehr eine Auf wandvor- wegnahme dar und führt somit zur Verzerrung der echten Ertragslage des Unternehmens. Derartige Rückstellungen gestützt auf Art. 960e Abs. 3 Ziff. 4 OR für Ertragseinbussen, die sich erst in Zukunft realisieren, sich aber am Ende des Geschäftsjahres noch gar nicht konkret abgezeichnet haben, sind steu errechtlich grundsätzlich nicht zuzulassen, es sei denn, dafür bestünde eine konkrete Sonderregelung oder -praxis, welche rechtsgleich für alle Steuersubjekte zur Anwendung gelangt (FABIAN DUSS, a.a.O., S. 478 ff., S. 485).  Zur aktuellen Rechtspraxis aus Sicht der mit den Jahresabschlüssen 2019 befassten Treuhänder und Rechnungsprüfer enthält namentlich die Internetseite von Treuhand Suisse diverse Informationen zum Coronavirus .3 Demnach vertritt das Schweize rische Institut für die Einge schränkte Revision (SIFER) die Meinung, dass sich im Zusammen - hang mit der Corona-Pandemie grundsätzlich keine buchhalterischen Anpassungen auf- grund des Coronavirus für die Jahresabschlüsse per 31.12.2019 ergeben (vgl. Unterlagen Treuhand Suisse: SIFER, Informationen im Zu sammenhang mit dem Corona virus, abgerufen am 12. Mai 2021 ; ferner auch ROBERTO DI NINO, COVID -19-Pandemie und Jahresabschlüsse 2020, in: TREX 2020, S. 332 ff.). Zwar wird nicht generell ausgeschlos- sen, dass Unternehmungen im Rahmen der Möglichkeiten des Rechnungslegungsrechts Rückstellungen in der Jah resrechnung 2019 vorneh men, allerdings wird die Pan demie grundsätzlich als Er eignis 2020 be trachtet und für Ver luste, deren Ursa che nach dem Bilanzstichtag ein getreten ist, be steht jedenfalls kei ne Rückstellungs pflicht. Werden trotzdem Rückstellungen in der Han delsbilanz 2019 auf grund der dor tigen Zulässigkeit von stillen Re serven ge bildet, müs sen diese entspre chend im Bestand der stillen Reserven aufgeführt wer den (vgl. Un terlagen Treuhand Suisse: Fragen und Ant worten zur Eingeschränkten Re vision, Stand 15. April 2020). Auch gemäss der vom In stitut Steuern von Treuhand Suisse zu sammengestellten Übersicht über die steuer lichen Folgen von COVID-19 sind in der Steu erbilanz 2019 im Grundsatz keine Corona -Rück- stellungen möglich, sondern die gegebenenfalls zulässigerweise in der Handelsbilanz ver- buchten Rückstellungen sind steuerlich als nicht abzugsfähige Rücklagen zu qualifizieren, da die wirtschaftlichen Aus wirkungen der Corona -Pandemie bis zum Jah resabschluss 2019 noch nicht voraus sehbar waren bzw. die wirtschaft lichen Folgen erst ab 2020 eingetreten sind. Das heisst, auch aus steuerrechtlicher Sicht der Praktiker sind somit pauschale Corona-Rückstellungen im Jahresabschluss 2019, welche nicht handelsrecht- lich vorgeschrieben waren, aufgrund des im Steuerrecht geltenden Leistungsfähigkeits- und Periodizitätsprinzips nicht zu akzeptieren. 3 https://www.treuhandsuisse.ch/de/publikationen-medien/aktuelle-infos-zum-coronavirus/ (wird laufend aktualisiert; abgerufen am 12. Mai 2021) Seite 16  Die Beschwerdeführerin macht (zu Recht) nicht gel tend, die von ihr verbuchte Corona - Rückstellung sei handelsrechtlich vorge schrieben gewesen: Auch bei vertiefter Prüfung lassen sich im konkreten Fall nämlich keine Umstände erkennen, wonach die Verbuchung der Corona-Rückstellung im Jahresabschluss 2019 der Be schwerdeführerin rechnungs- legungsrechtlich (namentlich gestützt auf Art. 960e Abs. 2 OR ) zwingend geboten ge- wesen sein könnte, weil ein hinreichender Konnex zum Geschäftsjahr 2019 bestand. Mit Bezug auf die Bildung von Rückstellungen sieht das Handelsrecht wie bereits ange führt deutlich weitreichendere Möglichkeiten vor als das Steuerrecht; fü r die Akzeptanz einer Rückstellung aus steuerlicher Sicht ge nügt die blosse Erkenntnis, dass ge gebenenfalls ein künftiger Mittelabfluss bzw. Minderzufluss resultiert, für sich alleine noch nicht. Bei der hier in Fra ge stehenden Corona -Rückstellung handelt es sich um eine pau schale, am Ende des Geschäftsjahres allerdings noch nicht konkretisierbare Rück stellung für erwartete Mindereinnahmen infolge der Corona-Pandemie im Geschäftsjahr 2020; solche Rückstellungen sind in der Steuerbilanz 2019 grundsätzlich nicht zulässig (vgl. in diesem Zusammenhang auch die Erwägungen im Urteil des Bundesgerichts 2C_1059/2019 vom 1. Dezember 2020 [auszugweise publiziert in BGE 147 II 209 ]; FABIAN DUSS, a.a.O., S. 477 f.). 2.5 Zusammengefasst ist somit festzuhalten, dass Corona-Rückstellungen im Jahresabschluss 2019, die nach den handelsrechtlichen Be stimmungen nicht zwingend geboten sind, unter dem Titel von Art. 960e Abs. 3 Ziff. 4 OR aber dennoch gebildet werden, weder im - vom vorliegenden Verfahren nic ht betroffenen - Bundessteuerbereich (vgl. dazu insbe sondere das Schreiben der Eid genössischen Steuerverwaltung EStV vom 8. April 2020 an die Vor - steherinnen und Vor steher der kantonalen Steuerverwaltungen, KStV.AR.act. 6) noch von den meisten kantonalen Steuerbehörden für die Veranlagung der kantonalen Steuern akzep- tiert werden. Nur vereinzelte Kantone haben beschlossen, bei den kan tonalen Steu ern solche Corona-Rückstellungen für die Steuerperiode 2019 zuzulassen, dies allerdings in der Regel in Ab hängigkeit vom Er gebnis und teils betragsmässig begrenzt, vgl. dazu die von EXPERTsuisse zusammengestellte Übersicht, Corona-Pandemie in der Steuerbilanz, Stand 30. April 20204: Demnach akzeptieren die Kantone AG, TG, VS und ZG unte r bestimmten Voraussetzungen Corona -Rückstellungen in der Steuerbilanz, wobei es sich um eine offensichtlich finanz- und sozialpolitisch motivierte Billigkeitslösung handelt, die harmonisie- rungsrechtlich nicht unbedenklich erscheint ( FABIAN DUSS, a.a.O, S. 485 und S. 487, je in fine). In der Mehrheit der Kantone gehen die Steuerbehörden dagegen davon aus , dass 4 https://www.expertsuisse.ch/coronavirus_steuern#dsarticle_5056079 Seite 17 Corona-Rückstellungen im Geschäftsjahr 2019 nicht geschäftsmässig begründet und daher steuerlich nicht abzugsfähig sind, selbst wenn sie handelsrechtlich verbucht wurden. Die Beschwerdeführerin kann weder aus den im Kanton Appenzell Ausserrhoden geltenden Rechtsgrundlagen noch aus der Veranlagungspraxis der Vorinstanz einen Anspruch ab lei- ten, wonach ihre im Jahresabschluss 2019 gestützt auf Art. 960e Abs. 3 Ziff. 4 OR pauschal verbuchte Coro na-Rückstellung von Fr. 10‘000. -- für die Steuerbilanz zu berücksich tigen wäre. Die Bildung der betreffenden Rückstellung in der Handelsbilanz ist zwar aus unter - nehmerischer Sicht durchaus nachvollziehbar, vermag aber angesichts des im Steuer recht geltenden Leistungs- und Periodizitätsprinzips und namentlich auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass selbst aus Praktiker-Sicht weitgehend einhellig davon ausgegangen wird, dass im Rahmen der von der Handelsbilanz zu unterscheidenden Steuerbilanz grundsätzlich kein Anspruch auf Berücksichtigung einer Corona -Rückstellung für das Jahr 2019 besteht, nicht dafür genügen, die von der Vorinstanz für alle Steuersubjekte rechtsgleich angewandte Veranlagungspraxis, wonach in den Steuerbilanzen 2019 keine Corona -Rückstellungen akzeptiert werden können, zu korrigieren. Angesichts der vorstehen den Erwägungen ist die von der Vorinstanz vorgenommene und von der Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren angefochtene Auf rechnung der Corona-Rückstellung von Fr. 10‘000. -- in der Steuer bilanz nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist abzuweisen. Bezüglich der Festlegung des steuerbaren Kapitals durch die Vorinstanz bleibt ab schlies- send anzumerken, dass die Gesamtsteuer für das Kapital im Kanton Ap penzell Ausser - rhoden ohnehin mindestens Fr. 900.-- beträgt (Art. 90 Abs. 2 StG). Bei dieser sog. Mindest- steuer handelt es sich um eine Steuer, welche als gesetzlich fest gelegter Betrag erhoben wird, wenn die ordentliche Steuerleistung diesen Betrag unterschreitet (vgl. zum Begriff der Mindeststeuer auch MICHAEL FELBER/FABIAN DUSS, in: Zweifel/Beusch, Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden, a.a.O., N. 9 ff. zu Art. 27 StHG, m.w.H. sowie Urteil des Bundesgerichts 2C_114/2017 vom 14. Februar 2018 E. 3.2.1). Im Fall der Beschwer deführerin ist daher letzt lich unabhängig davon, ob von ei nem steuerbaren Kapital gemäss Deklaration von Fr. [xxx] oder von einem um die Co rona- Rückstellung korrigierten Kapital von (abge rundet) Fr. [xxx] ausgegangen wird, so oder so die gesetzlich vorgesehene Mindest kapitalsteuer von Fr. 900. -- geschuldet: Die bei der im konkreten Fall zur An wendung gelangenden Steuereinheit von 7.30 resul tierende Kapital- steuer 2019 gemäss Art. 90 Abs. 1 StG (0.065 Promille des steuerbaren Eigenkapitals) liegt nämlich in beiden Fällen deutlich unter Fr. 900.--, so dass gestützt auf die Ausnahmebestim- mung von Art. 90 Abs. 2 StG die zu erhe bende Kapitalsteuer im Resultat in bei den Fällen dem Mindestbetrag von Fr. 900.-- entspricht. Seite 18 3. Kosten und Entschädigung 3.1 Die 2. Abteilung des Obergerichts hat in der vorliegenden Sache als Verwaltungsgericht ent- schieden. Vor Ver waltungsgericht betragen die Verfahrenskosten ge mäss Art. 4a des Gesetzes über die Ge bühren in Verwaltungssachen (bGS 233.2) grund sätzlich bis zu Fr. 5‘000.--. Innerhalb des Gebührenrahmens sind die Gebühren nach dem Zeit- und Arbeits- aufwand, der Bedeutung des Geschäfts sowie nach dem Interesse und der wirt schaftlichen Leistungsfähigkeit der Gebührenpflichtigen zu bemessen (Art. 20 VRPG). Unter Berücksich- tigung, dass im Rahmen des vor liegenden Verfahrens eine vom Ober gericht in seiner bis - herigen Rechtsprechung noch nicht behandelte Grundsatzfrage zu klären war, erscheint es nicht angezeigt, den Kostenrahmen nach oben auszuschöpfen. Angesichts des im konkreten Fall zudem geringen Aktenumfangs und insbesondere des geringen Streitwerts sowie dem nachvollziehbaren Anliegen der Beschwerdeführerin zur ge richtlichen Klärung der sich im Verfahren O2V 21 1 erstmals stellenden Fragen wird die Gerichtsgebühr im Verfahren O2V 21 1 auf Fr. 500.-- festgesetzt. Im Rechtsmittelverfahren ist gebühren- und kostenpflichtig, wer ganz oder teilweise unterliegt oder auf dessen Rechtsmittel nicht ein getreten wird (Art. 53 Abs. 1 i.V.m. Art. 19 Abs. 3 VRPG). Beim vorliegenden Verfahrensaus gang sind die Kosten des Verfahrens der Be - schwerdeführerin aufzuerlegen. Die Gerichtsgebühr kann mit dem von ihr bereits geleisteten Kostenvorschuss verrechnet werden. 3.2 Eine Entschädigung ist der Beschwerdeführerin beim vorliegenden Verfahrensausgang nicht zuzusprechen (Art. 53 Abs. 3 VRPG e contrario). 3.3 Der Vorinstanz werden unabhängig vom Verfahrensausgang weder Kosten auferlegt (Art. 53 Abs. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 VRPG) noch Entschädigungen zugesprochen (Art. 53 Abs. 3 i.V.m. Art. 24 Abs. 3 lit. a VRPG). Seite 19 Demgemäss erkennt das Obergericht: 1. Die Beschwerde der A. wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt, unter Verrech- nung mit dem von ihr einbezahlten Kostenvorschuss. Die Gerichtskasse wird angewiesen, der Beschwerdeführerin Fr. 300.-- vom einbezahlten Kostenvorschuss zurückzuerstatten. 3. Entschädigungen werden keine zugesprochen. 4. Rechtsmittel: Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit der Zustellung Beschwerde in öffentlich-recht- lichen Angelegenheiten erhoben werden. Die Zulässigkeit einer solchen Beschwerde richtet sich nach Art. 82 ff. Bundesgerichtsgesetz (BGG, SR 173.110). Die Beschwerde ist beim Schweizerischen Bundesgericht, Avenue du Tribunal fédéral 29, 1000 Lausanne 14, schriftlich einzureichen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind - soweit vorhanden - beizulegen (Art. 42 BGG). Die Beschwerde hat in der Regel keine aufschiebende Wirkung (Art. 103 BGG). 5. Zustellung an die Beschwerdeführerin und die Vorinstanz, sowie nach Rechtskraft an die Gerichtskasse (im Dispositiv). Im Namen der 2. Abteilung des Obergerichts Der Obergerichtsvizepräsident: Dr. iur. Manuel Hüsser Die Gerichtsschreiberin: lic. iur. Annika Mauerhofer versandt am: 30. August 2021