<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00378</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105971&amp;W10_KEY=4467149&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00378</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 08.03.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Waffentragschein</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Waffentragschein / unentgeltliche Rechtspflege:<br/><br/>Waffentragschein:<br/>Bisherige Rechtsprechung zu Art. 27 Abs. 2 lit. b Waffengesetz (Voraussetzung der tatsächlichen Gefährdung) (E. 2a/b). Wer als Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens einen Waffentragschein beantragt, hat selber oder über das Unternehmen glaubhaft zu machen, dass Aufträge mit einem erhöhten Gefährdungspotenzial tatsächlich ausgeführt werden; ein solcher Nachweis liegt aufgrund der nur rudimentären Unterlagen vorliegend nicht vor (E. 2c/cc). Angesichts des Vollzugsföderalismus im Waffenrecht kein Verstoss gegen das Gleichbehandlungsgebot, wenn a n d e r e - namentlich ausserkantonale - Behörden eine andere bzw. weniger strenge Praxis verfolgen (E. 2c/dd). Abweisung.<br/><br/>Unentgeltliche Rechtspflege:<br/>Voraussetzungen und Kriterien (E. 3a a.A.). Der Gesuchsteller versteuert zwar als Student kein Einkommen und Vermögen; gleichwohl ist es ihm zuzumuten, die - gering angesetzten - Gerichtskosten z.B. über ein Darlehen (rückzahlbar durch Ferienarbeit) zu bezahlen (E. 3a a.E.). Abweisung des Gesuchs.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEFÃHRDUNG">GEFÃHRDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLEICHBEHANDLUNG">GLEICHBEHANDLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITWIRKUNGSPFLICHT">MITWIRKUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT">POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: SACHVERHALTSFESTSTELLUNG">SACHVERHALTSFESTSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUBSTANZIIERUNG">SUBSTANZIIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHE RECHTSPFLEGE (UP/URB)">UNENTGELTLICHE RECHTSPFLEGE (UP/URB)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WAFFENTRAGSCHEIN">WAFFENTRAGSCHEIN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 8 lit. I BV</span><br/><span class="gerade">§ 7 VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 16 lit. I VRG</span><br/><span class="gerade">Art. 27 lit. II/b WG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A ersuchte das Statthalteramt des Bezirkes X am 20. Juli 1999 um Erteilung einer Waffentragbewilligung fÃ¼r eine Faustfeuerwaffe zur AusÃ¼bung von AuftrÃ¤gen als Sicher­heitsagent und PersonenschÃ¼tzer gemÃ¤ss Art. 33 und Art. 34 des Strafgesetzbuches (StGB). Das Statthalteramt forderte ihn zunÃ¤chst telefonisch und dann schriftlich auf, einen Nach­weis Ã¼ber die genaue TÃ¤tigkeit und die damit verbundenen Ge­fÃ¤hrdungsmomente einzurei­chen. Ferner zog das Statthalteramt Erkundigungen bei der Kantonspolizei ein. GestÃ¼tzt auf die erhaltenen Unterlagen lehnte es am 24. Dezember 1999 das Gesuch ab, weil nicht glaubhaft gemacht sei, dass der Gesuchsteller eine Waffe benÃ¶tige, um sich selbst, andere Personen oder Sachen vor einer tatsÃ¤chlichen GefÃ¤hrdung zu schÃ¼tzen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Der Regierungsrat wies den dagegen erhobenen Rekurs As am 27. September 2000 ab. Auch der Regierungsrat gelangte zum Ergebnis, es fehlten Hin­weise, die auf eine konkrete, Ã¼berdurchschnittliche GefÃ¤hrdung des Rekurrenten oder ihm anvertrauter Sachen schliessen lassen wÃ¼rden. Der Umstand, dass anderen Mitarbeitern der Firma, fÃ¼r welche der Rekurrent tÃ¤tig sei, ein Waffentragschein ausgestellt worden sei, fÃ¼hre zu keiner ande­ren Beurteilung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 2. November 2000 beantragte A dem Ver­waltungsgericht, es sei ihm die nachgesuchte Waffentragbewilligung zu erteilen, unter Kos­ten- und Ent­schÃ¤digungsfolgen zu Lasten des Staates. Ausserdem beantragte er, es sei ihm die unent­geltliche ProzessfÃ¼hrung zu bewilligen und ein unentgeltlicher Rechtsbei­stand zu bestellen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>FÃ¼r den Regierungsrat beantragte die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit am 22. November 2000 Abweisung der Beschwerde. Der Statthalter des Bezirkes X stellte am 29. November 2000 denselben Antrag. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Beschluss vom 9. Februar 2001 holte das Gericht beim BeschwerdefÃ¼hrer nÃ¤­here AuskÃ¼nfte zu seinen Einkommens- und VermÃ¶gensverhÃ¤ltnissen ein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 1 und § 41 des Verwaltungsrechts­pflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde funktionell und sachlich zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Sachurteilsvoraus­setzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Der Regierungsrat hat die fÃ¼r den vorliegenden Fall massgebenden Bestim­mungen des eidgenÃ¶ssischen Waffengesetzes vom 20. Juni 1997 (WG, SR 514.54), der eidgenÃ¶ssischen Waffenverordnung vom 21. September 1998 (WV, SR 514.541) und der kantonalen Verordnung Ã¼ber Waffen, WaffenzubehÃ¶r und Muni­tion vom 16. Dezember 1998 (WVO, LS 552.1) zutreffend dargelegt, worauf verwiesen werden kann (§ 70 in Ver­bin­dung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). Streitig ist allein, ob die Voraussetzung von Art. 27 Abs. 2 lit. b WG erfÃ¼llt sei. Danach muss die gesuchstellende Person glaubhaft machen, dass sie eine Waffe benÃ¶tigt, um sich selbst, andere Personen oder Sachen vor einer tat­sÃ¤chlichen GefÃ¤hrdung zu schÃ¼tzen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Voraussetzung, wonach eine "tatsÃ¤chliche GefÃ¤hrdung" von Personen und Sachen vorliegen muss, stellt einen unbestimmten Rechtsbegriff dar, dessen Anwendung aber auch Ermessensfragen aufwirft, die das nach § 50 Abs. 1 und 2 VRG auf Rechtskon­trolle beschrÃ¤nkte Verwaltungsgericht nicht frei Ã¼berprÃ¼fen kann (RB 1985 Nr. 128 zu § 9 aWVO [vom 28. September 1942]). Wie das Verwaltungsgericht im erwÃ¤hnten Entscheid zu § 9 aWVO erkannt hat, ist es nicht rechtsverletzend, die Erteilung des (damals erforder­lichen) Waffentragscheins vom Nachweis konkreter, das Ã¼bliche Mass Ã¼bersteigender Ge­fÃ¤hrdungsmomente abhÃ¤ngig zu machen. GemÃ¤ss § 9 aWVO durfte der (kantonal gere­gelte) Waffentragschein nur erteilt werden, wenn der Gesuchsteller nebst der ErfÃ¼llung anderer Voraussetzungen "eine GefÃ¤hrdung von Personen oder Eigentum dartun" konnte (dazu und kritisch zur frÃ¼heren Praxis Walter R. HÃ¤berling, Waffenhandel, Erwerb, Besitz und Tragen von Waffen aus der Sicht des Nebenstrafrechts, ZÃ¼rich 1990, S. 219 ff.). Diese Formulierung entspricht weitgehend jener des heute massgebenden Art. 27 Abs. 2 lit. b WG bezÃ¼glich der nunmehr bundesrechtlich geregelten Waffentragbewilligung. Im Urteil VB.2000.0004 vom 10. Februar 2000 (einsehbar unter </span><span class="MsoHyperlink"><span>www.vgrzh.ch</span></span><span>) hat das Verwal­tungsgericht unter Bezugnahme auf die Entstehung des neuen Waffengesetzes festgehalten, mit dem neuen Gesetz seien die Anforderungen an das SchutzbedÃ¼rfnis, das zum Waffen­tragen berechtigt, verschÃ¤rft worden. WÃ¤hrend die bundesrÃ¤tliche Botschaft noch keinerlei Auskunft Ã¼ber den anzulegenden Massstab gebe (BBl 1996 I 1071), sei in den parlamenta­rischen Verhandlungen mehrfach betont worden, das Waffentragen sei nur noch unter strengen Voraussetzungen zulÃ¤ssig (Amtl. Bull. SR 1996, 521 ff.; NR 1997, 12, 14, 42 ff.). GemÃ¤ss den mit dieser Auslegung im Einklang stehenden Empfehlungen der Schweizeri­schen Bundespolizei, Arbeitsausschuss Waffen und Munition, vom 10. November 1998 muss der Gesuchsteller "das Ã¼bliche Mass Ã¼bersteigende GefÃ¤hrdungsmomente" nachwei­sen und vermag "eine lediglich durchschnittliche GefÃ¤hrdung, welcher grundsÃ¤tzlich jede Person ausgesetzt ist", die Bewilligungserteilung nicht zu rechtfertigen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) aa) Vorab ist festzuhalten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer die Waffentragbewilligung nicht wegen einer GefÃ¤hrdung in seinem Privatleben erhalten mÃ¶chte, sondern im Hinblick auf seine TÃ¤tigkeit als Angestellter einer Sicherheitsfirma. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Der Regierungsrat hat im angefochtenen Entscheid erwogen, der Rekurrent habe keinen einzigen Vorfall geltend gemacht, der auf eine konkrete GefÃ¤hrdung seiner Person oder des Eigentums schliessen lasse. Weder der Hinweis auf seine TÃ¤tigkeit als Sicherheitsagent, noch die entsprechende BestÃ¤tigung seines Arbeitgebers oder die Bro­schÃ¼re Ã¼ber deren Dienstleistungsangebot reichten als Nachweis einer konkreten, Ã¼ber­durchschnittlichen GefÃ¤hrdung. Gerade weil die Arbeitgeberin als Sicherheitsfirma bereits mehrere Jahre bestehe, hÃ¤tte sie in der Lage sein mÃ¼ssen, die behauptete GefÃ¤hrdung der Mitarbeiter auf geeignete Weise glaubwÃ¼rdig zu machen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer wendet ein, Art. 3 WG gewÃ¤hrleiste grundsÃ¤tzlich das Recht, eine Waffe zu tragen. Die EinschrÃ¤nkungen dieses Rechts seien im Lichte der Miss­brauchsbekÃ¤mpfung zu betrachten. Bestimmte berufliche TÃ¤tigkeiten brÃ¤chten eine GefÃ¤hr­dung im Sinne von Art. 27 Abs. 2 lit. b WG mit sich, ohne dass der Betroffene aufgrund eines konkreten Vorfalles nachweisen mÃ¼sse, dass sich die Gefahr bei ihm selbst schon einmal realisiert habe. Verschiedene Kantone, so Solothurn und Aargau, hielten in ihren Vollzugsverordnungen zum Waffengesetz fest, dass Personen, die im Sicherheitsdienst tÃ¤tig sind, die BedÃ¼rfnisklausel nach Art. 27 Abs. 2 lit. b WG erfÃ¼llten. Der Kanton Bern kenne zwar keine solche Bestimmung; nach Auskunft des Amtes fÃ¼r Polizeiverwaltung sei es aber auch im Kanton Bern gefestigte Praxis, dass im Sicherheitsdienst tÃ¤tige Personen sowie Begleitpersonen von Geld- und Wertsachentransporten den BedÃ¼rfnisnachweis auf­grund einer tatsÃ¤chlichen GefÃ¤hrdung ohne weiteres zu erbringen vermÃ¶chten. Ein Mitar­beiter einer Sicherheitsfirma, die nicht nur auf dem Papier bestehe, sondern tatsÃ¤chlich si­cherheitsdienstliche Dienstleistungen anbiete und ausfÃ¼hre, mÃ¼sse daher nicht einen Vor­fall dartun, der auf eine konkrete, Ã¼berdurchschnittliche GefÃ¤hrdung schliessen lasse. Es sei Ã¼bertrieben, vom BeschwerdefÃ¼hrer zu verlangen, dass er konkret nachweise, dass die Ar­beitgeberin Personen- und Objektschutzaufgaben ausfÃ¼hrt, bei denen eine GefÃ¤hrdung vor­liegt, die das Tragen von Waffen rechtfertigt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Der Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers kann nicht beigepflichtet werden. Wohl wendet er zu Recht ein, als Angestellter einer Sicherheitsfirma habe er nicht nachzuweisen, dass er persÃ¶nlich schon einmal in eine konkrete tatsÃ¤chliche Gefahrensituation verwickelt gewesen sei. Hingegen ist vorauszusetzen, dass er bzw. die fragliche Firma glaubhaft macht, AuftrÃ¤ge mit erhÃ¶htem Gefahrenpotential tatsÃ¤chlich auszufÃ¼hren. Davon geht letztlich sogar der BeschwerdefÃ¼hrer aus, wenn er einrÃ¤umt, die fragliche Sicherheitsfirma dÃ¼rfe nicht bloss auf dem Papier bestehen, sondern mÃ¼sse tatsÃ¤chlich sicherheitsdienstliche Dienstleistungen erbringen. Die Dienstleistungen, welche die Arbeitgeberin des Beschwer­defÃ¼hrers anbietet, setzen keineswegs durchgehend voraus, dass die Angestellten bewaffnet sind. Eine Bewaffnung mag immerhin bei einem Teil dieser Dienstleistungen, vor allem bei gewissen PersonenschutzauftrÃ¤gen und bei Transporten von besonders gefÃ¤hrdeten GÃ¼tern, vorab von Geld und WertgegenstÃ¤nden, grundsÃ¤tzlich am Platze sein, weil sie eine konkrete GefÃ¤hrdung von Personen oder Sachen mit sich bringen. Wie schon der Statthal­ter mit Recht erwogen hat, wÃ¤re es Sache des BeschwerdefÃ¼hrers bzw. seiner Arbeitgeberin gewesen, mit konkreten Unterlagen, z.B. mit entsprechenden VertrÃ¤gen, AuftragsbestÃ¤ti­gungen, Referenzen oder dergleichen, glaubhaft zu machen, dass die Firma solche AuftrÃ¤ge tatsÃ¤chlich ausfÃ¼hrt. Diese den Gesuchsteller treffende Substanziie­rungslast entspricht der Mitwirkungspflicht nach § 7 Abs. 2 lit. a VRG (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼­rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 7 N. 59 ff., insbesondere N. 66; bezÃ¼glich der erhÃ¶hten Substan­ziierungslast im Rekurs­verfahren vgl. § 7 N. 11). Allein gestÃ¼tzt auf die entsprechende Selbstdokumentation der Arbeitgeberin des BeschwerdefÃ¼hrers ist dieser Nachweis nicht erbracht, ebensowenig durch ihre Internet-Web-Seite. Die einzigen Unterlagen, welche die Arbeitgeberin bei­brachte, sind eine abgelehnte Offerte und ein Vertrag Ã¼ber den Transport von DatentrÃ¤gern. Damit ist nicht glaubhaft gemacht, dass die Arbeitgeberin tatsÃ¤chlich AuftrÃ¤ge ausfÃ¼hrt, bei denen eine GefÃ¤hrdung im Sinne von Art. 27 Abs. 2 lit. b WG besteht. Auch die von der Polizei erhaltenen, fÃ¼r die Arbeitgeberin des BeschwerdefÃ¼hrers grundsÃ¤tzlich positi­ven AuskÃ¼nfte fÃ¼hren in dieser Hinsicht nicht weiter. Als reine Ausflucht erscheint es, wenn die Arbeitgeberin DiskretionsgrÃ¼nde fÃ¼r die ZurÃ¼ckhaltung beim Einreichen von entsprechenden Unterlagen anfÃ¼hrt, weil die BehÃ¶rden an das Amtsgeheimnis gebunden sind, dessen Verletzung nach Art. 320 StGB geahndet wÃ¼rde. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ein etwas anderer Massstab wÃ¤re vielleicht anzulegen, wenn die Firma erst im Auf­bau begriffen wÃ¤re und von daher naturgemÃ¤ss Schwierigkeiten hÃ¤tte, Nachweise Ã¼ber eine entsprechende TÃ¤tigkeit zu erbringen. Davon kann aber vorliegend nicht die Rede sein. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wie angemerkt werden kann, hÃ¤tte der Beschwer­defÃ¼hrer die im Bewilligungs- und im Rekursverfahren unterlassene Substanziierung selbst in der Beschwerdeschrift an das Verwaltungsgericht noch nachholen kÃ¶nnen, weil das Verwaltungsgericht im vorliegenden Verfahren als erste gerichtliche Instanz entscheidet (§ 52 Abs. 2 VRG e contrario). Auch dies hat er bzw. sein Vertreter indessen unterlassen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>dd) Nichts fÃ¼r sich abzuleiten vermag der BeschwerdefÃ¼hrer aus seinen Hinweisen auf die Vollzugspraxis in anderen Kantonen. Es ist offen, wie der vorliegend zu beurteilen­de Fall in Solothurn und Bern entschieden wÃ¼rde. Immerhin fÃ¤llt auf, dass das BedÃ¼rfnis, eine Waffe zu tragen, durch § 5 der Solothurner Verordnung vom 11. Mai 1999 Ã¼ber den Vollzug des eidgenÃ¶ssischen Waffenrechts (512.211) bei im Sicherheitsdienst tÃ¤tigen Per­sonen nicht automatisch als gegeben anerkannt wird. Die Bestimmung spricht vielmehr davon, dass dieses BedÃ¼rfnis gegeben sein <i>kÃ¶nne</i> bei Personen, die aufgrund ihrer berufli­chen Stellung einer tatsÃ¤chlichen GefÃ¤hrdung ausgesetzt sind, so bzw. bei im Sicherheits­dienst tÃ¤tigen Personen. Das schliesst eine PrÃ¼fung im Einzelfall nicht aus. Im Kanton Aargau besteht offenbar eine etwas grosszÃ¼gigere Praxis als in ZÃ¼rich. Zumindest legt die Tatsache, dass verschiedene bei der Arbeitgeberin des BeschwerdefÃ¼hrers tÃ¤tige Personen von den zustÃ¤ndigen Aargauer BehÃ¶rden die Waffentragbewilligung erhalten haben, diesen Schluss nahe. Es liegt jedoch im Wesen des VollzugsfÃ¶deralismus, dass teilweise unter­schiedliche Auslegungen einer eidgenÃ¶ssischen Rechtsnorm vertreten werden. Das Rechts­gleichheitsgebot verlangt von einer BehÃ¶rde, von ihr zu entscheidende FÃ¤lle nach Mass­gabe ihrer Gleichheit gleich zu behandeln. Der BeschwerdefÃ¼hrer macht zu Recht nicht geltend, dass der Regierungsrat gleich gelagerte FÃ¤llen abweichend entschieden habe. Die Vollzugspraxis des Regierungsrates mag vergleichsweise streng erscheinen; sie ist aber jedenfalls nicht rechtswidrig. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aus den genannten GrÃ¼nden kann sich der BeschwerdefÃ¼hrer auch nicht darauf be­rufen, dass der Statthalter des Bezirkes Y in einem offenbar vergleichbaren Fall eine Waf­fentragbewilligung erteilt hat. Insbesondere ist nicht aktenkundig, auf welche Unterlagen der Statthalter sich in jenem Fall gestÃ¼tzt hat. Sache des Regierungsrates ist es, durch ge­eignete Aufsichtsmittel dafÃ¼r zu sorgen, dass im Kanton die Waffentragbewilli­gungen nach einem einheitlichen Massstab erteilt werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerde ist daher abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Nach § 16 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 VRG ist Privaten auf entsprechendes Ersuchen die Bezahlung von Verfahrenskosten zu erlassen, wenn ihnen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und ihre Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheinen. Ãberdies haben sie Anspruch auf die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst wahrzunehmen (§ 16 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Mittellos im Sinn von § 16 VRG ist, wer die erforderlichen Verfahrens- bzw. Vertretungskosten lediglich bezahlen kann, wenn er jene Mittel heranzieht, die er fÃ¼r die Deckung des Grundbedarfs fÃ¼r sich und seine Familie benÃ¶tigt. Die BedÃ¼rftigkeit ist auf­grund der gesamten VerhÃ¤ltnisse, namentlich der Einkommenssituation, der VermÃ¶gens­lage und allenfalls der KreditwÃ¼rdigkeit zu beurteilen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 24, mit Hinweisen). Bei der Beurteilung der Einkommenssituation ist dem anrechenbaren Ein­kommen der erforderliche Notbedarf gegenÃ¼berzustellen. Massgeblich ist, ob das Ein­kommen den Notbedarf in ausreichendem Mass Ã¼bersteigt, so dass es mÃ¶glich ist, die Ver­fahrenskosten innert angemessener Frist zu bezahlen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 26, mit Hinweisen). Je nach den UmstÃ¤nden des Einzelfalles ist die prozessrechtliche BedÃ¼rftigkeit auch zu beja­hen, wenn das Einkommen geringfÃ¼gig Ã¼ber dem Betrag liegt, der fÃ¼r den Le­bensunterhalt absolut notwendig ist (BGE 124 I 1 E. 2a, mit Hinweisen). Anderseits ist es einer Partei zuzumuten, vorÃ¼bergehend den gewohnten Lebensstandard einzuschrÃ¤nken, um die fÃ¼r ein Verfahren erforderlichen Mittel aufzubringen (vgl. ZR 96/1997 Nr. 11). So­fern die Mittellosigkeit nicht offenkundig ist oder bereits entsprechende sozialhilferechtli­che AbklÃ¤rungen vorliegen, ist der Notbedarf bzw. das Existenzminimum anhand des Kreisschreibens der Verwaltungskommission des Obergerichtes an die Bezirksgerichte und die BetreibungsÃ¤mter Ã¼ber Richtlinien fÃ¼r die Berechnung des be­treibungsrechtlichen Not­bedarfs (abgedruckt in ZR 93/1994 Nr. 24) vorzunehmen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Gesuchsteller versteuert kein Einkommen und kein VermÃ¶gen. Er lebt bei sei­nen Eltern, von denen er neben Kost und Logis einen monatlichen Beitrag von Fr. 600.- zur Bestreitung seiner Studien- und weiterer Unkosten erhÃ¤lt. GemÃ¤ss den Angaben der Ge­meinde betrÃ¤gt sein Reineinkommen Fr. 1'200.- und sein VermÃ¶gen Fr. 2'000.-. Vorliegend ist die GerichtsgebÃ¼hr auf den ordentlichen Minimalbetrag fÃ¼r Verfahren ohne bestimmba­ren Streitwert, d.h. Fr. 1'000.-, anzusetzen (vgl. § 4 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwal­tungsgerichts vom 26. Juni 1997, LS 175.252). Dem BeschwerdefÃ¼hrer ist zuzumuten, die­sen Betrag aus seinem VermÃ¶gen aufzubringen oder zur Bezahlung ein Darlehen aufzu­nehmen, welches er z.B. durch Ferienarbeit innert nÃ¼tzlicher Frist zurÃ¼ckzahlen kann. Die prozessuale Mittellosigkeit zur Bezahlung der GerichtsgebÃ¼hr ist zu verneinen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Nach der verwaltungsgerichtlichen (und bundesgerichtlichen) Rechtsprechung, welche zwar Ã¼berwiegend aus der Zeit vor der VRG-Revision vom 8. Juni 1997 stammt, aber weiterhin herangezogen werden kann (vgl. ABl 1995, 1530), wird fÃ¼r die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbei­stands vorausgesetzt, dass der Entscheid fÃ¼r die gesuch­stellende Partei â wenn sie bedÃ¼rftig und ihr Be­gehren nicht von vornherein aus­sichtslos ist â von erheblicher Tragweite ist, die sich stel­lenden unausweichli­chen Fragen nicht leicht zu beantworten sind und die gesuchstellende Partei nicht selber rechts­kundig ist (BGE 111 Ia 276 E. 3a S. 280, 112 Ia 14 E. 3c S. 18; RB 1994 Nr. 4, RB 1998 Nr. 5).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Vorliegend stellen sich weder besonders schwierige juristische Fragen noch handelt es sich um ein kompli­ziertes Verfahren, in welchem der Gesuchsteller, Jus-Student im 7. Semester, seine Interessen nicht selbst hÃ¤tte wahrnehmen kÃ¶nnen. Daher besteht kein Anspruch auf Bestellung eines unentgeltli­chen Rechts­beistands. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> Das Begehren um unentgeltliche Rechtspflege und um Bestellung eines unentgeltli­chen Rechtsbeistands wird abgewiesen;</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>