B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-4157/2011 U r t e i l v o m 1 2 . J u n i 2 0 1 2 Besetzung Richterin Kathrin Dietrich (Vorsitz), Richterin Marianne Ryter Sauvant, Richter André Moser, Richter Jérôme Candrian, Richter Christoph Bandli, Gerichtsschreiberin Mia Fuchs. Parteien A._______, B._______, C._______, D._______, E._______, F._______, alle vertreten durch G._______, Beschwerdeführende, gegen Axpo AG, Parkstrasse 23, 5400 Baden, Beschwerdegegnerin, und Bundesamt für Energie BFE, Sektion Elektrizitäts- und Wasserrecht, Postfach, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Plangenehmigung (110 kV-Leitungen Altgass/Horgen- Obfelden, Leitungsverlegung Abschnitt Masten 35 – 60). A-4157/2011 Seite 3 Sachverhalt: A. Die Nordostschweizerische Kraftwerke AG ( nachfolgend: NOK; seit 21. September 2009: Axpo AG) reichte dem Eidgenössischen Stark - strominspektorat (ESTI) am 22. April 2008 das Plangenehmigungsgesuch für den Umbau und die Verlegung einer Teilstrecke der bestehenden 50 kV-Leitung von Altgass bzw. Horgen bis Obfelden ein. Gegenstand der Planvorlage bildeten der Umbau der bestehenden Leitung von Mast Nr. 19 bis zu Mast Nr. 35 in Knonau sowie der Abbruch der bestehenden 50 kV-Leitung zwischen Mast Nr. 35 und Mast Nr. 60 in Obfelden und der Ersatz durch eine neue, rund 4 km lange 110 kV-Betonmastleitung en t- lang der Nationalstrasse N4. In der Gemeinde Mettmenstetten soll te das neue Leitungstrassee um höchstens 300 m vom ursprünglichen abwe i- chen und um diese Distanz näher zum Siedlungsgebiet verlaufen. B. Im Rahmen der öffentlichen Auflage erhoben u.a. A._______, B._______, C._______, D._______, E._______ und F._______ (nachfolgend: Ein- sprecher) beim ESTI Einsprache und beantragten die Beibehaltung der bisherigen Linienführung zwi schen den Masten Nrn . 36 bis 58. Die NOK erarbeitete daraufhin eine Projektvariante, bei welcher die Leitung zw i- schen den Masten Nrn. 36 bis 41 im bisherigen Trassee belassen und von dort in Richtung Mast Nr. 43 des Auflageprojekts geführt worden wäre (sog. "Variante blau"). Nachdem das hierfür erforderliche Überleitung s- recht nicht freihändig erworben werden konnte, verfolgte die NOK diese Variante jedoch nicht weiter. Am 27. Oktober 2009 genehmigte das Bundesamt für Energie (BFE) die Planvorlage der Axpo AG. C. Dagegen führten die Einsprecher (nachfolgend: Beschwerdeführende ) am 25. November 2009 Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht und ersuchten um Aufhebung der Plangenehmigungsverfügung. Sie be- antragten, die Leitung sei zwischen den Masten Nrn. 35 und 58 im Sinne der "Variante blau" auf dem alten Trassee beizubehalten, eventualiter sei sie an kritischen Stellen, namentlich im Bereich der Autobahnüberd e- ckung, zu verkabeln. Mit Urteil A-7365/2009 vom 9. November 2010 wies das Bundesverwa l- tungsgericht die Beschwerde ab. A-4157/2011 Seite 4 D. Daraufhin gelangten die Beschwerdeführenden mit Beschwerde in öffent- lich-rechtlichen Angelegenheiten vom 13. Dezember 2010 an das Bu n- desgericht und beantragten die Aufhebung des angefochtenen En t- scheids und die Rückweisung der Sache zur Neubeurteilung. Mit Urteil 1C_560/2010 vom 14. Juli 2011 hat das Bundesgericht die Be- schwerde teilweise gutgeheissen, das Urteil A-7365/2009 vom 9. Novem- ber 2010 in diesem Umfang aufgehoben und die Sache zu neuer Prüfung der Verkabelung im Bereich der Überdecku ng Rüteli an das Bundesve r- waltungsgericht zurückgewiesen. Im Übrigen hat es die Beschwerde a b- gewiesen. E. Das Bundesverwaltungsgericht führt das wieder aufgenommene Verfa h- ren unter der Geschäftsnummer A-4157/2011 weiter. F. Mit Eingabe vom 28. September 2011 nimmt die Axpo AG (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) Stellung zu einer möglichen Verkabelung der 110 kV-Leitung im Bereich der Überdeckung Rüteli und geht aufford e- rungsgemäss auf die Störanfälligkeit bei der Verkabelungsvariante und die Reparaturdauer ein. Unter Einreichung eines Variantenvergleichs Ka- bel – Freileitung mit einer entsprechenden Kostenaufstellung macht sie geltend, dass auch wirtschaftliche Gründe für die genehmigte Freileitung und gegen eine Teilverkabelung sprechen würden. G. Das BFE (nachfolg end: Vorinstanz) hält in seiner Stellungnahme vom 22. November 2011 fest, dass auch nach der neusten Rechtsprechung des Bundesgerichts (BGE 137 II 266, "Riniken") und der damit eingehe n- den Praxisänderung eine Güterabwägung erforderlich sei. Die Gesam t- abwägung aller Interessen – wie namentlich Versorgungssicherheit, U m- welt- und Landschaftsschutz, technische Anforderungen, Raumplanung und Kosten – habe zur Bewilligung der Planvorlage geführt. Nicht alleine die Mehrkosten der Verkabelung seien hierfür massgebe nd gewesen. Angesichts eines fehlenden raumplanerischen Gewinnes würden sich die Mehrkosten in doppeltem Umfang indes nicht als verhältnismässig erwei- sen. A-4157/2011 Seite 5 H. In seinem Fachbericht vom 31. Oktober 2011 kommt das Bundesamt für Umwelt (BAFU) zum Schluss, die Verkabelung würde im fraglichen B e- reich insgesamt zu einer leichten landschaftlichen Verbesserung führen. In Bezug auf das kantonale Landschaftsschutzobjekt "Drumlinlandschaft Mettmenstetten-Uttenberg" sei die Belastung durch die Verkabelungsl ö- sung im Verhäl tnis zum geplanten Freileitungstrassee jedoch nur unw e- sentlich vorteilhafter. Eine Verkabelung, wie sie sich aus den Erwägungen des BGE 137 II 266 ergebe, dränge sich vorliegend aus Verhältnismä s- sigkeitsgründen ni cht auf, auch wenn das Kostenverhältnis 1:2 .01 als eher moderat zu beurteilen sei. Ein erheblicher Mehreinsatz finanzieller Mittel müsse sich aufgrund der Umwelt - und Landschaftssituation rech t- fertigen. I. Das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) führt in seinem Fachbericht vom 22. November 2011 aus, eine Verkabelung im Bereich der Masten Nrn. 39 bis 43 würde aus raumplanerischer Sicht keine Konflikte mit sich bringen, sei aber nicht unbedingt wünschenswert . Kabelleitungen sollten grundsätzlich nur in sehr begründeten Fällen – Schutz von bedeutenden Landschaften, Schutz der Siedlung – und im Rahmen einer grossräum i- gen Betrachtung in Erwägung g ezogen werden. Vorliegend sei der Mehr- wert für die Landschaft sowie selbst für den Grossteil der lokalen Bevö l- kerung nicht klar erkenntlich. J. Die Beschwerdeführend en bestreiten in ihrer Eingabe vom 2. Februar 2012 die Ausführungen der übrigen Verfahrensbeteiligten, insbesondere zur Störanfälligkeit und Reparaturdauer einer Kabelanlage, und kritisi e- ren, dass eine detaillierte Kostenzusammenstellung durch die Beschwe r- degegnerin fehle. Sie weisen darauf hin, dass die Verkabelung selbst nach Ansicht der Beschwerdegegnerin höchstens zu einer Verdoppelung der Kosten führe und die Landschaftskammer durch die beantragte Tei l- verkabelung deutlich entlastet würde. K. Die Beschwer degegnerin, die Vorinstanz und das BAFU reichen am 23. Februar 2012 je eine weitere Stellungnahme ein. A-4157/2011 Seite 6 L. In ihren Schlussbemerkungen vom 17. April 2012 halten die Beschwerde- führenden an ihren bisherigen Ausführungen fest. M. Auf weitere Vorbringen der Parteien sowie die sich bei den Akten befindli- chen Schriftstücke wird – soweit entscheidrelevant – im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Das Bundesgericht hat in seinem Urteil 1C_560/2010 vom 14. Juli 2011 die Beschwerde der Beschwerdeführenden gegen das Urteil des Bu n- desverwaltungsgerichts A-7365/2009 vom 9. November 2010 teilweise gutgeheissen. Es hielt mit Verweis auf seine in BGE 137 II 266 modifizier- te Praxis fest, dass Kabelanlagen aufgrund der technischen Fortschritte leistungsfähiger, zuverlässiger und kostengünstiger geworden seien, weshalb die Verkabelung nicht mehr nur auf absolute Ausnahmefälle zu beschränken sei, sondern auch bei Landschaften von bloss mittlerer bzw. lokaler Bedeutung in Betracht fallen könne. Ob eine Verkabelung zur Schonung der Landschaft gemäss Art. 3 des Bundesgesetzes vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz (NHG, SR 451) geboten sei, sei in jedem E inzelfall aufgrund einer umfassenden Interessenabwägung zu prüfen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_560/2010 vom 14. Juli 2011 E. 8 ff., insb. E. 8.1 mit Hinweis). Das Bundesgericht gelangte zum Schluss, die erfolgte Interessenabwägung weise wesentliche Lücken und Mängel auf , weshalb der angefochtene Entscheid auf zuheben und zu neuer Prüfung der Verkabelung im Bereich der Überdeckung Rüteli an das Bundesverwaltungsgericht zurück zuweisen sei. Im Übrigen wies es die Beschwerde ab. 2. Das Bundesverwaltungsgeric ht entscheidet grundsätzlich mit uneing e- schränkter Kognition. Es überprüft die angefochtene Verfügung auf Rechtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der Ausübung des Ermessens – sowie auf Angemessenheit (Art. 49 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfa h- ren [VwVG, SR 172.021]). A-4157/2011 Seite 7 Bei der Angemessenheitskontrolle hat sich das Bundesverwaltungsg e- richt – insbesondere bei technischen Fragen und wenn die Vorinstanz ih- ren Entscheid gestützt auf die Berichte von Fachbehörden gefällt hat – je- doch eine gewisse Zurückhaltung aufzuerlegen (vgl. ANDRÉ MOSER/MI- CHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesve r- waltungsgericht, Basel 2008, Rz. 2.149 ff.). In diesen Fällen hat es primär zu klären, ob alle berührten Interessen ermittelt und beurteilt sowie ob die möglichen Auswirkungen des Projekts bei der Entscheidfindung berüc k- sichtigt wurden. Es untersucht daher lediglich, ob sich die Vorin stanz von sachgerechten Erwägungen hat leiten lassen und weicht nicht ohne Not von deren Auffassung ab. Voraussetzung für diese Zurückhaltung ist a l- lerdings, dass es im konkreten Fall keine Anhaltspunkte für eine unricht i- ge oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gibt und davon ausgegangen werden kann, dass die Vorinstanz die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte geprüft und die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und umfassend vorgenommen hat (BGE 133 II 35 E. 3; BGE 125 II 591 E. 8a; s.a. CHRISTOPH BANDLI, Neue Verfahren im Koordinat i- onsgesetz: Ausgleich von Schutz und Nutzen mittels Interessenabw ä- gung, in: Umweltrecht in der Praxis [URP] 2001, S. 511 ff., Ziff. 6.2 S. 549). Dabei darf gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine Vori nstanz auf Berichte und Stellungnahmen der vom Gesetzgeber beigegebenen sachkundigen Instanzen abstellen, wenn sich eine solche in einem Fac h- bericht mit fallrelevanten naturwissenschaftlichen oder technischen Fr a- gen auseinandergesetzt hat (Urteil des Bunde sgerichts 1E.1/2006 vom 12. April 2006 E. 5). Fachbehörden sind beispielsweise das BAFU, das sich für landschafts- und naturschutzrechtliche Fragen durch besonderen Sachverstand und Fachwissen auszeichnet (vgl. Art. 3 Abs. 4 NHG und Art. 23 Abs. 1 Bst. a der Verordnung vom 16. Januar 1991 über den N a- tur- und Heimatschutz [NHV, SR 451.1], Art. 42 Abs. 2 des Bundesgeset- zes vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz [Umweltschutzgesetz, USG, SR 814.01] ) oder das ARE, die Fachstelle des Bundes für rau m- wirksame Themen (vgl. Art. 32 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung [Raumplanungsgesetz, RPG, SR 700] und Art. 48 der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 [RPV, SR 700.1] ; zum Ganzen statt vieler Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -7872/2010 vom 17. Oktober 2011 E. 4). A-4157/2011 Seite 8 3. 3.1 Die bestehende Leitung verbindet das Unterwerk Obfelden mit dem Unterwerk Altgass und wurde in der südlich von Mettmenstetten liege n- den Gemeinde Knonau bereits auf 110 kV ausgebaut. Gegenstand des angefochtenen Plangenehmigungsbeschlusses ist das Teilstück zwischen den Masten Nrn. 35 und 60, wobei einzig die Linienführung zwischen den Masten Nrn. 36 und 48 streitig ist. Die bestehende 50 kV-Leitung verläuft zwischen den Masten Nrn. 36 und 52 durch die Drumlinlandschaft Mettme nstetten-Uttenberg. Drumlins sind vom Reussgletscher in der letzten Eiszeit geschaffene ellipsenförmige oder runde Hügel. Diese Landschaft ist im Inventar der Natur - und Land- schaftsschutzobjekte von überkommunaler (kantonaler/regionaler) B e- deutung des Kantons Zürich vom Dezember 1979 als Landschaftsschutz- objekt Nr. 101 inventarisiert. Sie wird als "wohl die schönste Drumlinlan d- schaft des Knonaueramts" bezeichnet und stellt damit eine Landschaft von mittlerer bzw. lokaler Bedeutung dar, welche – gemäss der neueren Praxis des Bundesgerichts (siehe vorne E. 1) – die Prüfung einer Kabel- variante und eine umfassende Interessenabwägung notwendig macht. Das von der Vorinstanz genehmigte Projekt sieht den Ausbau der best e- henden Leitung auf eine erhöhte Spannung von 110 kV auf der Teilstr e- cke zwischen den Masten Nrn. 35 und 60 vor. Auf dieser Strecke soll die bestehende Leitung abgebrochen und durch ein neues Leitungstrassee ersetzt werden, das am östlichen Rand der Drumlinlandschaft, unmitte l- bar entlang der Nationals trasse N4 (inkl. Überdeckung Rüteli), führt. Die Überdeckung Rüteli ist ein Tunnel mit Aufschüttung über der Nationa l- strasse im Bereich des Ortseingang s Mettmenstetten. Das Projekt u m- fasst 19 neue Betonmasten von durchschnittlich 28 bis 35 m Höhe. 3.2 In seinem Urteil vom 9. November 2010 erachtete das Bundesverwal- tungsgericht die Nachteile der von den Beschwerdeführenden bevorzu g- ten "Variante blau" auf dem bisherigen Trassee gegenüber den Vorteilen dieser Variante bei gesamthafter Betrachtung als überwiegend, weshalb es den Ausschluss der "Variante blau" durch die Vorinstanz nicht bean- standete (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-7365/2009 vom 9. No- vember 2010 E. 9.8 ff.). Nachdem auch das Bundesgericht den Vorzug der genehmigten Linienführung bestätigt und festgehalten hat, dass die Freileitung entlang dem Nationalstrassentrassee zu führen sei (Urteil des Bundesgerichts 1C_560/2010 vom 14. Juli 2011 E. 5 ff., insb. E. 5.3, und A-4157/2011 Seite 9 E. 9), bildet die "Variante blau" n icht mehr Streitgegenst and des vorli e- genden Verfahrens. 4. 4.1 Das Erstellen oder Ändern einer Starkstromanlage bedarf einer Pla n- genehmigung (Art. 16 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 24. Juni 1902 betreffend die elektrischen Schwach - und Starkstromanlagen [Elektriz i- tätsgesetz, EleG SR 734.0]). Mit der Plange nehmigung werden sämtliche nach Bundesrecht erforderlichen Bewilligungen erteilt; kantonale Bewill i- gungen und Pläne sind nicht erforderlich (Art. 16 Abs. 3 und 4 EleG). Zu beachten sind neben den einschlägigen technischen Bestimmungen und den Anforderungen des Raumplanungsrechts insbesondere die massgeb- lichen Vorschriften über den Natur - und Heimatschutz sowie den Lan d- schafts-, Umwelt- und Gewässerschutz (vgl. Art. 7 Abs. 1 der Starkstrom- verordnung vom 30. März 1994 [SR 734.2]). Art. 11 Abs. 2 der Leitung s- verordnung vom 30. März 1994 (LeV, SR 734.31) hält fest, dass elektr i- sche Leitungen so auszuführen sind, dass sie unter Berücksichtigung der sicheren und wirtschaftlichen Energieversorgung sowie einer technisch verantwortbaren Lösung das Landschaftsbild sow ie Natur und Umwelt möglichst wenig beeinträchtigen. Die Genehmigung von Plänen für Werke und Anlagen zur Beförderung von Energie stellt eine Bundesaufgabe gemäss Art. 2 Bst. b NHG dar. Bei der Erfüllung einer solchen Bundesaufgabe haben die Bundesbehörden dafür zu sorgen, dass das heimatliche Landschafts - und Ortsbild, g e- schichtliche Stätten sowie Natur - und Kulturdenkmäler geschont werden und, wo das allgemeine Interesse an ihnen überwiegt, ungeschmälert e r- halten bleiben. Diese Pflicht gilt unabhängig dav on, ob der Eingriff in ein Objekt von nationaler, regionaler oder lokaler Bedeutung vorgenommen wird (Art. 3 Abs. 1 und 3 i.V.m. Art. 4 NHG). Art. 3 NHG verlangt keinen absoluten Schutz der Landschaft; der Eingriff ist jedoch nur gestattet, wo ein überwiegendes allgemeines Interesse dies erfordert. Zur Beurteilung dieser Frage ist eine möglichst umfassende Abwägung aller für und g e- gen das Vorhaben sprechenden öffentlichen und privaten Interessen vo r- zunehmen (ständige Rechtsprechung; vgl. BGE 137 II 266 E. 4; Urteil des Bundesgerichts 1C_560/2010 vom 14. Juli 2011 E. 5.1). 4.2 Als Hilfsmittel bei der Interessenabwägung sind unter anderem die Wegleitung "Elektrizitätsübertragung und Landschaftsschutz" des Eidg e- nössischen Departements des Innern vom 17. November 1980 (nachfol-A-4157/2011 Seite 10 gend: Wegleitung), das "Landschaftskonzept Schweiz" des damaligen Bundesamts für Umwelt, Wald und Landschaft aus dem Jahr 1998 (nach- folgend: LKS) sowie das "Inventar der Natur - und Landschaftsschutzob- jekte von über kommunaler (regionaler/kantonaler) Bedeutung des Ka n- tons Zürich", datierend vom Dezember 1979, heranzuziehen. Das LKS hält unter den allgemeinen Zielen zur nachhaltigen Nutzung fest, Eingriffe in die Landschaft seien zu minimieren und der Landschafts- verbrauch sei durch überlagernde Nutz ungen zu vermindern. Überdies seien Nutzungen so zu konzentrieren, dass Bauten, Infrastrukturen und andere Anlagen auf das notwendige Minimum zu beschränken und z u- sammenzufassen seien (LKS, S. 13). Die Wegleitung enthält Gesta l- tungsgrundsätze für neue Anla gen und sieht vor, im Rahmen der gros s- räumigen Linienführung Schutzgebiete – wozu die Drumlinlandschaft zu zählen ist (vgl. Anhang 1 der Wegleitung) – grundsätzlich zu umfahren (Wegleitung, Ziff. 3.1.4, Nr. 25). Auch dem LKS kann entnommen werden, dass Siedlungen und kantonale Landschaftsschutzgebiete wenn möglich von Freileitungen freizuhalten seien. Nur wenn sich eine Durchquerung nicht vermeiden lasse, seien in erster Priorität Verkabelungen vorzus e- hen, sofern diese technisch möglich und finanziell angem essen seien (LKS, Sachziel Energie, Bst. B, S. 21). Im Flachland und in offener Lan d- schaft seien Freileitungen dabei entlang von Hauptverkehrswegen und bestehenden Freileitungen zu führen, wobei visuell exponierte Lagen, na- mentlich Kuppen, zu umfahren seien. Im Übrigen seien Leitungen in den Landschaftsformen angepassten Trassen in Geländesenken zu führen und so anzulegen, dass die visuelle und ökologische Belastung der Land- schaft und die Nutzungsbeschränkungen gesamthaft minimal blieben (Wegleitung, Ziff. 3.1.1, Nr. 13-17). Mastenstandorte und -höhen von Weitspannleitungen seien überdies so zu wählen, dass die Leiterseile der allgemeinen Relieflinie folgten (Wegleitung, Ziff. 3.1.2, Nr. 19). Das Inven- tar der Natur - und Landschaftsschutzobjekte von über kommunaler B e- deutung sieht unter "Landschaftsschutzobjekt Nr. 101" die "ungeschm ä- lerte Erhaltung der noch weitgehend unversehrten Drumlinlandschaft" vor. Als Massnahme wird genannt, keine beeinträchtigenden Geländeverä n- derungen zuzulassen ( Urteil des Bunde sverwaltungsgerichts A-7365/2009 vom 9. November 2010 E. 9.6.1; vgl. auch Urteil des Bu n- desgerichts 1C_560/2010 vom 14. Juli 2011 E. 5.2). A-4157/2011 Seite 11 5. 5.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist in seinem Urteil vom 9. November 2010 gestützt auf seine Interessenabwägung insgesa mt zum Ergebnis gelangt, dass eine Verkabelung im Bereich der Überdeckung Rüteli zwar technisch realisierbar wäre, die geringe Belastungssituation indes keine Verkabelung verlange. Die infolge der kurzen Teilverkabelung das übliche Mass an Inkonvenienzen ü bersteigenden betrieblichen Nachteile würden ebenfalls gegen eine Erdverlegung sprechen. Für eine mit derart erhebl i- chen Mängeln behaftete und keine umfassende Entlastung bietende L ö- sung erscheine ein Mehrkostenfaktor von 3.25 als zu hoch (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -7365/2009 vom 9. November 2010 z u- sammenfassend in E. 9.9.7). 5.2 In seinem Urteil vom 14. Juli 2011 überprüfte das Bundesgericht die vom Bundesverwaltungsgericht durchgeführte Interessenabwägung in Bezug auf eine allfällige Teilverkabelung im Bereich der Überdeckung Rü- teli und ordnete an, diese hinsichtlich der Störanfälligkeit und der Repara- turdauer bei Erdverlegungen (E. 8.2), des Kostenpunkts (E. 8.3) sowie mit der Prüfung einer landschaftsverträglicheren Gestaltung des Übe r- gangs zwischen Freileitung und Teilverkabelung (E. 8.4) zu ergänzen. 6. Im Folgenden ist daher die Interessenabwägung bezüglich dieser, vom Bundesgericht angeordneter, Punkte nachzuholen. 6.1 6.1.1 Mit Bezug auf die Störanfälligkeit einer Verkabelung legt die Be- schwerdegegnerin dar, die Störfälle statistisch erfasst und ausgewertet zu haben. Für die Auswertun g der Störungen seit 1998 habe sie die Vor- kommnisse in kurzfristige Störungen, die innerhalb von 24 Stunden b e- hoben werden konnten, und langfristige Störunge n, deren Behebung je- weils mehrere Tage bis Monate in Anspruch genommen habe, eingeteilt. Von den protokollierten unge planten 2054 Ausschaltungen in ihrem Ver- teilnetz im s chweizerischen Mittelland seien lediglich 90 auf langfristige Störungen entfallen, 54 davon hätten am nächsten Tag nicht wieder in Betrieb genommen werden können und seien durch Leitungen (und nicht etwa durch Schaltanlagen) verursacht gewesen. Hiervon seien 17 Fälle (31 %) auf Fehler an Kabelleitungen, 37 Fälle (69 %) auf Fehler an Fre i- leitungen zurückzuführen. Bei den 17 mehrtägigen bis mehrwöchigen A-4157/2011 Seite 12 Störungen an Kabellei tungen seien in vier Fällen äussere Einflüsse (B e- schädigungen durch Dritte bei Bauarbeiten etc.), in fünf Fällen Kabe l- schäden und in acht Fällen Schäden am Zubehör (sechs Endverschlüsse, eine Muffe, ein Ableiter) die Ursache gewesen. Die Beschwerdegegnerin folgert aus dieser Statistik, ein erheblicher Teil der Schäden an Kabela n- lagen würde durch Fehler an den bekannten Schwachstellen (Muffen und Endverschlüssen) verursacht . In ihrem 50/110 kV-Verteilnetz seien rund 900 Kabelendverschlüsse installiert. Dabei müsse berücksichtigt werden, dass das Verteilnetz zu 84 % (1'743 km) aus Freileitung und zu 16 % (331 km) aus Kabel bestehe (Stand Mai 2011). Steige der prozentuale Anteil der Kabelleitungen im Verteilnetz, werde auch die Ausfallrate durch Störungen von Kabelanlagen steigen. Eine Gefährdung der vorliegend genehmigten Freileitung durch äussere Einflüsse (extreme Windexposit i- on, Bestockungen, Lawinen, Murgänge, Hochwasser etc.) sei dagegen nicht gegeben, eine Störanfälligkeit bzw. ein Ausfall infolge solcher Grü n- de nicht zu erwarten. Bei der von den Beschwer deführenden verlangten Teilverkabelung seien aufgrund der kurzen Kabelstrecke zwar keine Ver- bindungsmuffen, jed och insgesamt zwölf Kabelendverschlüsse notwe n- dig; entsprechend sei mit Ausfällen zu rechnen. Im Übrigen komme den Leitungen Altgass-Obfelden und Obfelden-Horgen eine zentrale Funktion für die Versorgung des Knonauer Amts, des linken Zürichseeufers sowie des Kantons Zug zu. Jede Eliminierung möglicher störungsanfälliger Schwachstellen sei deshalb für einen sicheren Netzbetrieb von grosser Bedeutung und somit aus Sich t der Gewährleistung der Versorgungss i- cherheit die genehmigte Freileitung die vorteilhafteste Lösung. 6.1.2 Die Vorinstanz weist einzig darauf hin, dass sich die Angaben der Beschwerdegegnerin über Störanfälligkeit (und Reparaturdauer ) einer Kabelanlage sowohl mit Werten aus anderen Projekten als auch mit den Erkenntnissen aus der von der swissgrid ag in Auftrag gegebenen "Meta- studie über Merkmale von Freileitungen und Erdkabelleitungen" der Technischen Universität Ilmenau vom 12. Oktober 2011 (nachfolgend: Metastudie) deckten. 6.1.3 Dagegen wenden die Beschwerdeführenden ein, die Ausführungen der Beschwerdegegnerin seien nicht repräsentativ, da lediglich ein Ve r- gleich im schweizerischen Mittelland erfolgt sei. Da zudem eine Aufteilung nach dem Grund für die Schäden fehle, d.h. ob das Kabel oder Endve r- schlüsse defekt waren, könne aus der Anzahl Schäden nichts abgeleitet werden. Die Behauptung, dass die Kabelendverschlüsse als Schwac h- stellen zu betrachten seien, könne daher in dieser allgemeinen Form A-4157/2011 Seite 13 nicht akzeptiert werden. Durch Fortschritte in der Materialtechnik dürfte sich sodann künftig die Ausfallrate deutlich verringern. 6.1.4 Die Beschwerdegegnerin hat sich in ihren Stellungnahmen ausführ- lich zur Störanfälligkeit bei Teilverkabelungen geäussert. Sie s tützte sich dabei auf Vorkommnisse, die seit 1998 im schweizerischen Mittelland aufgetreten waren. Diese Zahlen erscheinen – entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführenden – durchaus repräsentativ, zumal der hier u m- strittene Leitungsabschnitt ebenfalls du rch das schweizerische Mittelland führt. Wie die Beschwerdegegnerin darlegt, handelt es sich hierbei um e i- ne klassische Mittellandleitung, deren Versorgungsschwerpunkte sich grösstenteils im Mittelland befinden und dementsprechend Störungen an der Leitung erhebliche Auswirkungen zur Folge haben. In ihrer Auswe r- tung schlüsselte sie die Störungen in kurz- und langfristige auf und analy- sierte die Ursache der jeweiligen Störung. Dabei stellte sich heraus, dass von den langfristigen Störungen, die nicht am selbe n oder zumindest fo l- genden Tag behoben werden konnten und die durch eine Leitung veru r- sacht w orden waren, 31 % (17 Fälle) auf Fehler an Kabelleitungen g e- genüber 69 % (37 Fälle) auf Fehler an Freileitungen zurückzuführen w a- ren. Für die langfristigen Störungen an Kabelleitungen waren in vier Fä l- len äussere Einflüsse, in fünf Kabelschäden sowie in acht Fällen Schäden am Zubehör (sechs Endverschlüsse sowie je eine Muff e und ein Ableiter) ursächlich; i n etwa der Hälfte der Fälle bildeten demnach Schäden am Zubehör die Störungsursache. Dies wird durch die von der Beschwerd e- gegnerin vorgelegten Unregelmässigkeitsmeldungen bestätigt und lässt daher deren Schlussfolgerung, wonach ein erheblicher Teil der Schäden an Kabelanlagen durch Fehler bei den bekannten Schwachstellen, den Muffen und Endverschl üssen, verursacht würden , zu. I nsbesondere stimmt diese Schlussfolgerung auch mit den Erfahrungen der Vorinstanz sowie den Erkenntnissen aus der Metastudie überein. Danach werden die Auswirkungen von Störfällen bei Freileitungen häufiger als weniger schwerwiegend beurteilt als Störfälle bei Erdkabelleitungen und Kabelle i- tungen insgesamt als störungsanfälliger bewertet (Metastudie, insb. S. 20 und 115). Im vorliegenden Projekt bedarf es für die Teilverkabelung im Bereich der Überdeckung Rüteli zwar keine r Verbindungsmuffen, doch wären insg e- samt zwölf Kabelendverschlüsse erforderlich. Auch diese stellen, wie ge- sehen, neben den Muffen eine Schwachstelle von Kabelleitungen dar und würden entsprechend das Risiko von Störun gen im Falle einer Teilverka- belung erhöhen. Die Störanfälligkeit von Teilverkabelungen spricht dem-A-4157/2011 Seite 14 nach gegen eine solche , mithin ist sie im Rahmen der Interessen abwä- gung als Argument für die genehmigte Freileitung aufzuführen. 6.2 6.2.1 Zur Reparaturdauer einer Kabelanlage macht die Beschwerdegeg- nerin geltend, diese sei durch folgende Faktoren beeinflusst: vorhandene Redundanzen in der Kabelanlage (z.B. Reserveader/ -system), Art (Kabel oder Zubehör) und Ort des Fehlers, Verfügbarkeit externer Spezialisten für die Fehlerortung, Verfügbarkeit eines Baumeisters (Grabarbeiten, Muf- fenschacht), Verfügbarkeit von Reservematerial, Lieferzeit für Ersatzteile, Verfügbarkeit der Kabelspezialisten sowie fallweise erschwerende Ba u- hindernisse beim Zugang zu m Ort des Kabelschadens (z.B. unter einer Strasse oder einem Bahntrassee, Flussquerung o.ä.). Mit der Installation eines Reservekabels pro Leitungsstrang liessen sich die Ausfallzeiten im Schadensfall reduzieren resp. auf eine betrieblich unkritische Zeit ver- schieben. Für den Ersatz der defekten Kabelanlage müsse allerdings der betroffene Leitungsstrang längere Zeit ausser Betrieb genommen werden. Deshalb und wegen der erheblichen Mehrkosten – im vorliegenden Fall Fr. 210'000 – seien solche Reservekabel in ihrem Verteilnetz bis anhin nicht in Betracht gezogen worden. Anders als bei Freileitungsstörungen würde bei Schäden an Kabelanlagen der Fehler bestehen bleiben, so dass eine Schnellwiedereinschaltung eine Vergrösserung des Sch a- densausmasses zur Folge habe und Personen und Sachen erheblich g e- fährden könne. Im Schadensfall würde in der Regel umgehend eine I n- spektion durch eigenes Personal durchgeführt. Könne die Fehlerquelle nicht eruiert werden, müssten externe Spezialisten aufgeboten werden. Die Fehlerortung durch diese dauere je nach Fehlerart und Fehlerort ein bis drei Tage. Allfällige Grabarbeiten könnten im Normalfall innert ein bis zwei Tagen organisiert werden, situativ jedoch auch erheblich länger dau- ern. Eine Reparatur erfolge in der Regel durch den Austausch der defek- ten Komponenten, wozu ebenfalls externe Spezialisten erforderlich seien. Aufgrund der Kosten und weil nur schwer ab geschätzt werden kö nne, welche Kabellänge und welche Komponente eingelagert werden müsse, die Komponenten (insb. die Stre sskonen) zudem Verfallsdaten aufw ie- sen, werde von einer Lagerhaltung von Ersatzkabeln und dem entspr e- chenden Zubehör abgesehen. Die Fabrikation und Lieferung von Ersat z- teilen könne im Übrigen Wochen bis Monate in Anspruch nehmen ; so betrügen die Lieferfristen für 110 kV-Kabelzubehör derzeit (Stand Februar 2012) vier bis fünf Monate. A-4157/2011 Seite 15 6.2.2 Auch die Vorinstanz weist darauf hin, dass Reparaturarbeiten an e i- ner Kabelleitung, wie z.B. das Auswechseln von Kabelsträngen oder Muf- fen im Schadensfall, zwar s eltener, aber zeitaufwändiger und m it grösse- rer Beanspruchung des b etreffenden Grundstücks verbunden seien als entsprechende Arbeiten an Freileitungen. 6.2.3 Die Beschwerdeführenden bestreiten die Mehrkosten für ein Rese r- vekabel. Da ein Grossteil der Schäden an Kabelanlagen durch Fehler an den Schwachstellen (Muffen und Endverschlüssen) herrühre, könne höchstens mit Schädigungen an Endverschlüssen gerechnet werden. Die angeblich langen Lieferzeiten für Kabel, die gegen eine Verkabelung sprechen könnten, seien dah er zu relativieren. Dass die Reparaturdauer einer Kabelanlage länger sei als bei einer Freileitung, könne daher nicht generell gesagt werden. In Bezug auf die langen Lieferzeiten der Ersat z- teile liege es im Verantwortungsbereich der Beschwerdegegnerin, bes se- re Bedingungen auszuhandeln. 6.2.4 In Bezug auf die Reparaturdauer bei Kabelanlagen hat die B e- schwerdegegnerin die Installation eines Reservekabels geprüft, das die Ausfallzeit im Schadensfall verringern könnte. Hierzu müssten im Bereich der Überdeckung Rüteli zwei zusätzliche 110 kV-Leitungen (ein Reserve- kabel pro Leitungsstrang) installiert werden, was allerdings zu Mehrkos- ten von Fr. 210'000 führen würde (Fr. 54'000 für die Rohrblockerweit e- rung für zwei Reservekabel , inkl. die Erweiterung von Bridenschächten , Rohrlieferungen und Kalibrierarbeiten, sowie Fr. 156'000 für das 110 kV- Hochspannungskabel, d.h. das Kabelmaterial inkl. Endverschlüsse und Kabelbriden sowie die Kosten für die Kabelverlegung und Montage ). Auf- grund dieser Mehrkosten und weil im Schadensf all die defekte Kabelle i- tung längere Zeit ausser Betrieb genommen werden müsste, hat sie so l- che Reservekabel bis anhin nicht vorgesehen. Die Beschwerdegegnerin legt des Weiteren die einzelnen Faktoren der Reparaturdauer dar. Insbesondere die Lieferfristen für 110 kV-Kabelzube- hör beträgt offenbar vier bis fünf Mona te (Stand Februar 2012) , was mit den von der Beschwerdegegenerin eingereichten Angeboten von Liefe- ranten belegt wird. Gegen die Lagerhaltung von Kabel und Zubehör sind die Kosten für die Lagerung, aber auch die Schwierigkeit anzuführen, die durch die Ungewissheit betreffend die in einem allfälligen Schadensfall konkret benötigte Kabellänge und die im Einzelfall benötigten Komponen- ten wie Endverschlüsse und Muffen (Problematik der Bauart und des Herstellers) sowie schliesslich auch die Haltbarkeit des Ersatzmaterials A-4157/2011 Seite 16 entsteht. Aufgrund dessen erscheint die Lagerung von Ersatzkabeln und entsprechendem Zubehör nicht praktikabel . Hinzu kommt, dass Kabel und Zubehör in der Regel ohnehin nur auftragsbezogen fabriziert werden. Das Risiko, im Schadensfall trotz Lagerhaltung nicht über das passende Ersatzmaterial zu verfügen, ist angesichts der durch die Lagerung anfa l- lenden Mehrkosten nicht unerheblich. Des Weite ren wir kt sich der teilweise unumgängliche Beizug externer Spezialisten, deren kurzfristiger Einsatz sich nicht jederzeit gewährleisten lässt, verzögernd auf die Reparaturdauer bei Erdverlegungen aus. Auch die bereits erwähnte Metastudie (vorstehend E. 6.1.2) bestätigt die- se Bedenken, wenn darin festgehalten wird, dass in Anbetracht der P a- rameter Ausfallhäufigkeit, Reparaturdauer und Nichtverfügbarkeit für den Normalbetrieb Freileitungen schneller wieder zur Verfügung stünden als Erdkabelleitungen. Freileitungen h ätten zwar eine leicht höhere Ausfal l- häufigkeit, dafür dauere die Reparatur bei Kabelleitungen länger (Meta- studie, S. 13, 23). Im Übrigen vertritt auch die Vorinstanz, die als zustä n- dige Behörde über entsprechende Erfahrungen verfügt, die Ansicht, dass Reparaturarbeiten bei Kabelleitungen zwar seltener, aber zeitaufwändiger und mit grösserer Beanspruchung des betreffenden Grundstücks verbu n- den seien. Zusammenfassend lässt sich somit festhalten, dass sich im Rahmen der Interessenabwägung auch die Reparaturdauer bei Kabelleitungen zu- gunsten des Freileitungsprojekts auswirkt. 6.3 6.3.1 Die Beschwerdegegnerin hat die Kosten einer Kabelanlage sowie einer Freileitung auf der Preisbasis Herbst 2011 neu ermittelt und dem Bundesverwaltungsgericht die Studie "Variantenvergleich Kabel – Freilei- tung 110 kV-Leitung Obfelden -Altgass/Horgen, Leitungsabschnitt Aut o- bahn Überdeckung 'Rüteli' Mettmenstetten" vom 28. September 2011 (nachfolgend: Studie Variantenvergleich) eingereicht. In dieser Studie sei eine machbare Kabelvariante untersucht worden, welche die Investitions- und die gesamten Lebenszykluskosten berechne. Als Ergebnis habe sie die Gesamtkostenbetrachtung einer Teilverkabelung gegenüber dem g e- nehmigten Freileitungsprojekt ausgewiesen. Zusammenfassend lasse sich folgendes Fazit ziehen: Bei den Investitionskosten betrage das Ve r- hältnis Freileitung – Kabel 1:3.8, bei den diskontierten Verlustkosten 1:0.5 A-4157/2011 Seite 17 und bei den gesamten Lebenszykluskosten 1:2. Die Kostenfaktoren wür- den auf der Berechnung zwischen Mast Nr. 39 und Mast Nr. 43 basieren. Beinhaltet seien die genehmigte Freileitung mit den vorgesehenen Ma s- ten sowie die benötigten Anpassungen an der Freileitung (Kabelendma s- ten) für die Realisierung einer Teilverkabelung. Nebst den Erstellungs - und Lebensdauerkosten seien auch die Netznutzungskosten mit einb e- zogen worden. Es stehe fest, dass die gewichtigen Investitionskosten der Kabelvariante mit hohen Kapitalkosten verbunden seien, weshalb die Jahreskosten der Teilverkabelung in den ersten zwei Jahrzehnten signif i- kant über denen der Freileitung lägen (bei Grundlast bis Faktor 2.7). Auf- grund der Strompreissteuerung würden aber die bei der Kabelvariante vorteilhaften Verlustkosten mit zunehmender Dauer mehr Gewicht erha l- ten und der Differenz entgegen wirken. Im Normalbetrieb k önnten die eingesparten Verlustkosten die Kapitalkosten jedoch nicht kompensieren, was bei der Teilverkabelung vor allem in der ersten Hälfte der Leben s- dauer zu wesentlich höheren Jahreskosten führe, welche den Endkunden direkt ab getätigter Investition jä hrlich belastet würden. Weiter sei zu b e- rücksichtigen, dass nach 40 Jahren von einer Zweitinvestition ausgega n- gen werden müsse, weil dannzumal das Kabel seine Lebensdauer e r- reicht haben dürfte. 6.3.2 Die Vorinstanz hat die Studie Variantenvergleich auf ihre Plau sibili- tät geprüft und festgehalten , die Beschwerdegegnerin habe technisch gleichwertige Frei - und Kabelleitungen verglichen, womit die Studie auf vergleichbaren Annahmen beruhe. Im Fall "Riniken" (BGE 137 II 266) sei dies nicht der Fall gewesen, da dort ei ne Zweierbündel-Freileitung einer Viererbündel-Kabelleitung gegenübergesetzt und somit eine nicht opt i- mierte Freileitung mit einer optimierten Kabelleitung verglichen worden sei. Die in der Studie aufgeführten Verkabelungskost en würden zudem plausibel erscheinen. 6.3.3 Das BAFU erachtet den landschaftlichen Gewinn durch eine Verk a- belung im Bereich der Überdeckung Rüteli als eher gering. Selbst wenn das Kostenverhältnis 1:2.01 als eher moderat zu beurteilen sei, dränge sich eine Verkabelung aus Verhältnismässigkeitsgründen nicht auf. Damit sich die teurere Verkabelung einer Hochspannungsleitung landschaftlich rechtfertigen lasse, müsse eine Freileitung zu einer erheblichen Ve r- schlechterung des Landschaftsschutzgebietes oder der unbeeinträchti g- ten Landschaft führen. Mit anderen Worten müsse der Ausgangzustand des Landschaftsgebietes und seines unmittelbaren Umfelds einen geri n- gen Grad an Belastung aufweisen, so dass eine Freileitung die relative A-4157/2011 Seite 18 Unversehrtheit des betroffenen Landschaftsabschnitts in hohem Mass in Frage stellen würde. Die für den Landschaftsschutz aufzuwendenden Mit- tel seien insgesamt beschränkt und deshalb mit einem hohen Wirkung s- grad auf den Landschaftsschutz einzusetzen. 6.3.4 Das ARE hebt in seiner Stellungnahme hervor, es habe die gene h- migte Freileitun g als zulässige und sinnvolle Variante eingestuft. Eine Teilverkabelung würde zwar aus raumplanerischer Sicht keine Konflikte mit sich bringen, sei aber auch nicht unbedingt wünschenswert: Da eine Teilverkabelung neben finanziellen Nachteilen auch technisc he Nachteile wie Störanfälligkeit und längere Reparaturdauer bedeute, sollten Kabellei- tungen grundsätzlich nur in sehr begründeten Fällen (Schutz von bede u- tenden Landschaften, Schutz der Siedlung) und im Rahmen einer gros s- räumigen Betrachtung in Erwägung g ezogen werden. Im konkreten Fall stelle sich deshalb die Frage der Verhältnismässigkeit: Angesichts der Tatsache, dass die geplante Freileitung der Autobahn folge und dass die sehr kurze Verkabelung im Bereich der Überdeckung die Einsparung von nur einem M asten bringe, dafür aber jeweils zwei Doppelmasten für den Abspann benötige, sei der Mehrwert für die Landschaft sowie selbst für den Grossteil der lokalen Bevölkerung nicht klar erkenntlich. Deshalb spiele auch eine Rolle, dass die für diese Teilverkabelung aufgewendeten finanziellen Mittel, die schlussendlich von der gesamten Bevölkerung mi t- getragen würden, raumwirksamer an einem anderen Ort eingesetzt we r- den könnten. 6.3.5 Die Beschwerdeführenden rügen, die Zahlen der Beschwerdege g- nerin seien weder belegt noch nachvollziehbar, sondern nur summarisch aufgelistet. Es bestehe durchaus die Möglichkeit, Kabel/Freileitung direkt auf einen Endmast zu realisieren, weshalb bestritten werde, dass Abfü h- rungen über separate Kabelendmasten notwendig seien. Das Kostenve r- hältnis lasse sich weiter optimieren. Ein Kostenvergleich zwischen Kabel - und Freileitung spreche für die Verkabelung. 6.3.6 Auf Anweisung des Bundesverwaltungsgerichts und in Beachtung der neu sten bundesgerichtlichen Rechtsprechung ermittelte die B e- schwerdegegnerin die Kosten einer Freileitung sowie einer Verkabelung im Bereich Rüteli neu und reichte die Studie Variantenvergleich ein. In dieser werden die erwarteten Investitions - und Lebenszykluskosten von Kabel- und Freileitungsprojekt betreffend den Leitungsabschnitt zwischen den Masten Nrn. 40 und 42 des Freileitungsprojekts, wobei auch die Mas- ten Nrn. 39 und 43 betroffen sind, aufgezeigt und verglichen. Die Studie A-4157/2011 Seite 19 beschreibt zunächst die beiden Projekte und listet deren Investitionsko s- ten auf : Beim Freileitungsprojekt setzen sich diese aus der Freileitung (inkl. Fundament, Leiterseilen und Monta ge Fr. 357'000) sowie den Kos- ten für Durchleitung, Kultur- und Strassenschäden (Fr. 21'000) zusammen und ergeben insgesamt Fr. 378'000. Bei der Kabelvariante werden die Er- stellung des Kabelrohrblocks (Fr. 290'000), die Kabelanlage (Fr. 578'000), die Kabelendmasten (inkl. Fundament und Mon tage Fr. 210'000) sowie ebenfalls die Kosten der Freileitung (inkl. Fundament, Leiterseilen und Montage Fr. 231'000) und der Durchleitung, Kultur- und Strassenschäden (Fr. 20'000) veranschlagt. Zuzüglich einer diskontierten Zweitinvestition für die Kabelanlage (Fr. 109'000) wird mit Investitionskosten in der Höhe von Fr. 1'438'000 gerechnet. Die Zahlen stützen sich hinsichtlich des Strompreises ( Rp. 9.5/kWh), der Teuerung (2.00 % für Verluste, 0.00 % für Investitionen), dem Zinssatz (4.25 %) und der Lebensdauer des Mate- rials (Freileitung und Rohrblock je 80 Jahre, Kabelanlage 40 Jahre) auf realistische Annahmen, die zudem von de r Vorinstanz als plausibel be- zeichnet wurden. Die nicht weiter substantiierte B estreitung der Koste n- aufstellung durch die Beschwerdeführenden vermag daran nichts zu ä n- dern; vielmehr hat sich die Beschwerdegegnerin in ihrer Studie bezüglich des Strompreises und der Teuerung auf die bundesgerichtliche Rech t- sprechung gestützt (vgl. BGE 137 II 266 E. 6.7), wobei sie von einer Teu- erung von 2.00 % statt 1.7 % ausgegangen ist. Was den Zinssatz von 4.25 % betrifft, stellte sie auf den Weighted Average Cost of Capit al (WACC) ab, den die Eidgenössische Elektrizitätskommission (ElCom) für das Jahr 2011 berechnet hatte. Selbst wenn vom aktuellen Zinssatz von 4.14 % für das Jahr 2012 ausgegangen wird, hätte die Differenz von 0.11 % nur unwesentliche Auswirkungen auf die vorgenommene Kosten- aufstellung. Die entsprechende Rüge der Beschwerdeführenden geh t demnach fehl. In der Neuaufstellung und -berechnung sind somit sämtliche während der Lebensdauer der Anlage anfallenden Kosten berücksichtigt, namentlich neben den Investitionskosten auch die Betriebs - und Stromverlustkosten. Die Zahlen sind ausführlich und i m Einzelnen dargelegt und die Koste n- aufstellung erweist sich als nachvollziehbar. Die Vorinstanz, die in diesem Bereich ebenfalls als Fachbehörde gilt (vgl. auch Urteil des Bundesve r- waltungsgerichts A-4065/2011 vom 15. Mai 2012 E. 2), bestätigt zudem, dass für den Vergleich der beiden Projekte Freileitung und Verkabelung von technisch gleichwertigen Leitungen ausgegangen wurde. Aufgrund der Kostenaufstellung ergibt sich somit folgender Variantenvergleich: Bei den Investitionskosten beträgt das Verhältnis Freileitung – Verkabelung 1 A-4157/2011 Seite 20 zu 3.80, bei den diskontierten Verlustkosten 1 zu 0.50 und bei den g e- samten Lebenszykluskosten 1 zu 2.01. Während bei einer Verkabelung zu Beginn hohe Investitionskosten anfallen (um den Faktor 3.8 teurer als bei der Freileitung), gleicht sich die Differenz über die Jahre zwar etwas an, zumal bei der Kabellösung die Verlustkosten geringer ausfallen . Dass die Gesamtkosten der Verkabelung letztlich jedoch geringer ausfallen sol- len, ist – selbst bei steigenden Strompreisen – nicht zu erwarten. Die von den Beschwerdeführenden beantragte Teilverkabelung im Bereich der Überdeckung Rüteli erweist sich demnach über den gesamten Lebens- zyklus als doppelt so teuer wie die genehmigte Freileitung. Die Mehrkos- ten der Verkabelung sprechen demnach im Rahmen der Interessena b- wägung – auch wenn nicht mehr im selben Umfang – auch nach der Neuberechnung grundsätzlich nach wie vor gegen eine Verkabelung. 6.4 6.4.1 Gegen die vom Bundesgericht angeführte Überlegung, den Übe r- gang Kabel/Freileitung direkt auf den Endmasten Nrn. 40 und 42 zu reali- sieren, wendet die Beschwerdegegnerin ein, der Übergang werde bei doppelsträngigen Verteilnetzleitungen aus Gründen der Versorgungss i- cherheit und den Anforderungen eines sicheren Netzbetriebes grundsätz- lich über zwei unabhängige Kabelendmasten realisiert. Mit dieser b e- währten Massnahme falle im Unterhalts - und Störfall nur ein Strang aus, der zweite könne weiter betrieben werden, was einen entscheidenden be- trieblichen Vorteil bedeute. Diese Lösung mit separaten Abführungen über separate Kabelendmasten entspreche sowohl dem nationalen als auch dem internationalen Stand der Technik in den Verteilnetzen. Die Kosten für diese Lösung würden insgesamt Fr. 461'000 betragen, bei der Variante mit den beiden Kabelabgängen auf einem gemeinsamen Mast sei mit vergleichbaren Kosten von Fr. 444'000 zu rechnen. Bei zwei K a- belendmasten könnten leichtere, weniger hohe Masten eingesetzt we r- den, allerdings würden zwei Fundamente benötigt. Bei nur einem Kabe l- endmast müsse ein statisch stärker belastbares und höheres Tragwerk vorgesehen werden. Wesentlich sei aber, dass d ie erheblichen betriebli- chen Vorteile der bewährten Lösung mit zwei Kabelendmasten die gering- fügigen Mehrkosten bei Weitem überwiegen würden, müssten doch beim Ausfall eines Leitungsstrangs oder bei Unterhaltarbeiten bei der Abfü h- rung über einen Masten grundsätzlich beide Stränge Altgass -Obfelden und Obfelden-Horgen, im schlechtesten Fall auch langfristig , ausser Be- trieb genommen werden. A-4157/2011 Seite 21 Mit Bezug auf die vom Bundesgericht aufgeworfene l andschaftsverträgli- chere Gestaltung bei den Tunnelportalen führt die Beschwerdegegnerin aus, die beiden Kabelendmasten Nrn. 42A und 42B könnten am Nordpor- tal der Überdeckung , wo sie visuell wenig in Erscheinung treten , erstellt werden. Beim Südportal könnten beide Endmasten (Nrn. 40 und 41) in Richtung Mast Nr. 39 verschoben werden, so dass sie sich am B ö- schungsfuss befänden, was eine geringfüge Verlängerung der Kabelstre- cke zur Folge habe. 6.4.2 Die Beschwerdeführenden führen aus, es bestehe die Möglichkeit, Kabel/Freileitung direkt auf einen Endmast zu realisieren. Abführungen über separate Kabelendmasten seien daher nicht notwendig. Abges ehen davon würden selbst zwei Endmasten auch nach Ansicht der Beschwe r- degegnerin visuell wenig in Erscheinung treten und die Landschaftsve r- träglichkeit deutlich verbessern. 6.4.3 Die Beschwerdegegnerin hat ausführlich beschrieben, dass im Inte- resse der Versorgungssicherheit und eines sicheren Netzbetriebs Übe r- gänge von der Kabel- zur Freileitung grundsätzlich über zwei unabhäng i- ge Kabelendmasten realisiert werden. Zwar fallen die Kosten bei nur e i- nem Kabelendmast etwas geringer aus als bei zwei separaten Kabel- endmasten (Differenz ca. Fr. 17'000), doch würde die Variante mit nur ei- nem Endmast ein stärker belastbares und höheres Tragewerk vorausse t- zen. Entscheidend fällt jedoch ins Gewicht, dass die herkömmliche Var i- ante mit zwei Kabelendmasten mit wesentli chen betrieblichen Vorteilen verbunden ist: Müssen Unterhalts - oder Reparaturarbeiten an einem Strang durchgeführt werden, kann der zweite weiterhin betrieben werden. Dagegen wäre bei einem Ausfall eines Stranges bei der Variante mit nur einem Kabelendmast auch der zweite ausser Betrieb zu nehmen. Dass dies die relativ geringfügigen Mehrkosten nicht aufzuwiegen vermag, e r- scheint naheliegend. Im Übrigen lassen sich bei der Variante mit separ a- ten Kabelendmasten leichtere und weniger hohe – und damit landschaft- lich weniger in Erscheinung tretende – Masten einsetzen. Angesichts dieser Ausführungen erscheint eine landschaftsverträglichere Gestaltung des Übergangs zwischen der Freileitung und dem zur Disku s- sion stehenden, zu verkabelnden Abschnitt im vorliegenden Fall nicht als sinnvoll. Vielmehr überwiegen die dargelegten betrieblichen und siche r- heitstechnischen Aspekte , die gegen eine Abführung über einen Ab- spannmast sprechen. Zwar liesse sich, wie die Beschwerdegegnerin aus- führt, die Kabelstrecke etwas verlänger n und damit die Kabelendmas ten A-4157/2011 Seite 22 Nrn. 40 und 41 am weniger einsichtbaren Böschungsfuss der Autobahn aufrichten. Dies würde aber nichts daran ändern, dass trotz allem vier Freileitungsendmasten zu erstellen wären. 6.5 Im Ergebnis sprechen demnach auch vorstehende weitere Abklärun- gen für die genehmigte Freileitung und damit gegen die von den B e- schwerdeführenden beantragte Teilverkabelung im Bereich der Überd e- ckung Rüteli. In diese Interessenabwägung fliessen einerseits die bereits im Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -7365/2009 dargelegten und mit Urteil des Bundesgerichts 1C_560/2010 bestätigten Überlegu ngen. Andererseits ergeben, wie gesehen, auch die Erwägungen zur Störanfä l- ligkeit und Reparaturdauer von Kabelleitungen sowie die Mehrk osten ei- ner Verkabelung, dass eine solche vorliegend technisch zwar realisierbar wäre, sich insgesamt aber nicht als verhältnismässig erweisen würde. Wie insbesondere die Fachbehörden BAFU und ARE überzeugend darle- gen, würde eine Verkabelung lediglich zu e iner leichten landschaftlichen Verbesserung beitragen. Für das kantonale Landschaftsschutzobjekt "Drumlinlandschaft Mettmenstetten-Uttenberg" würde sich die Belastung bei einer Verkabelung im Verhältnis zur Freileitung nur unwesentlich vo r- teilhafter darstellen. Das BAFU weist darauf hin, dass gerade die im Vo r- dergrund stehende ungeschmälerte Erhaltung der Geomorphologie durch die Freileitung nicht wesentlich beeinträchtigt wäre. In Anbetracht dessen, dass die kurze Verkabelung die Einsparung von nur einem M asten mit sich bringen würde, gleichzeitig aber je zwei Kabelendmasten für den Ab- spann erforderlich wären, zudem im fraglichen Bereich bereits landschaft- liche Vorbelastungen bestehen (Autobahn mit Nebenanlagen, grosse Landwirtschaftsbetriebe mit teilweise Hochsilos, Mobilfunkantenne n, ein ungeordneter Siedlungsabschluss) , erwiese sich der Mehrwert für die Landschaft als gering. Die um den Faktor 2.01 teurere Verkabelungsvar i- ante ist somit nicht verhältnismässig. 7. Zusammenfassend ergibt sich demnach, dass si ch eine Teilverkabelung im Bereich der Überdeckung Rüteli zwischen den Masten Nrn. 40 und 42, wie dies die Beschwerdeführenden beantra gen, nicht als verhältnismä s- sig erweist. Ihre Beschwerde ist daher abzuweisen. 8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gelten die Beschwerdeführenden als unterliegende Partei, weshalb sie in Anwendung von Art. 63 Abs. 1 VwVG die Verfahrenskosten zu tragen haben. Diese sind auf Fr. 2'000.-- festzu-A-4157/2011 Seite 23 setzen (Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigu ngen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 2'500.-- zu verrechnen. Der Restbetrag im Umfang von Fr. 500.-- wird den Beschwerdeführenden nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegen den Urteils zurückerstattet. 9. Wegen der Verletzung des rechtlichen Gehörs war den Beschwerdefü h- renden im Verfahren A-7365/2009 eine reduzierte Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'000.-- zugesprochen worden (Art. 64 Abs. 1 und 2 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 2 VGKE; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-7365/2009 vom 9. November 2010 E. 11, Dispositiv Ziff. 3). Diese wird den Beschwerdeführenden nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils durch die Vorinstanz zu entrichten sein. Der nicht anwaltlich vertre- tenen Beschwerdegegnerin ist keine Parteientschädigung zuzusprechen. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.-- werden den Beschwerdeführenden auferlegt und mit dem ge leisteten Kostenvorschuss von Fr. 2'500.-- ver- rechnet. Der Restbetrag im Umfang von Fr. 500.-- wird den Beschwerde- führenden nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils erstattet. Zu diesem Zweck haben sie dem Bundesverwaltungsgericht einen Ei n- zahlungsschein einzureichen. 3. Den Beschwerdeführenden wi rd eine durch die Vorinstanz nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu entrichtende Parteientschädi- gung von Fr. 1'000.-- zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführenden (Gerichtsurkunde) – die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. 148.0139; Einschreiben) A-4157/2011 Seite 24 – das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde) – das BAFU – das ARE Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Kathrin Dietrich Mia Fuchs Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Frist steht still vom 15. Juli bis und mit dem 15. August (Art. 46 Abs. 1 Bst. b BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 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