<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">[AZA] </div> <div class="para">H 338/99 Ca </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>II. Kammer </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Präsident Lustenberger, Bundesrichter Meyer und Ferrari; </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Maillard </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Urteil vom 2. März 2000 </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Ausgleichskasse Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, Binnin- </div> <div class="para">gen, Beschwerdeführerin, </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. A.________, </div> <div class="para">2. D.________, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerdegegner, </div> <div class="para">und </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Versicherungsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Liestal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> A.- Mit Verfügung vom 5. Juni 1997 verpflichtete die </div> <div class="para">Ausgleichskasse Basel-Landschaft A.________ und D.________ </div> <div class="para">als ehemalige Mitglieder des Verwaltungsrats der konkur- </div> <div class="para">siten Firma F.________ unter solidarischer Haftung zur Be- </div> <div class="para">zahlung von Schadenersatz für entgangene Sozialversiche- </div> <div class="para">rungsbeiträge (einschliesslich Verwaltungskostenbeiträge, </div> <div class="para">Verzugszinsen, Mahngebühren und Betreibungskosten) im Be- </div> <div class="para">trag von je Fr. 11'884.90. </div> <div class="para"> B.- Nachdem A.________ und D.________ Einspruch erho- </div> <div class="para">ben hatten, machte die Ausgleichskasse am 17. Juni 1997 </div> <div class="para">ihre Forderung klageweise beim Versicherungsgericht des </div> <div class="para">Kantons Basel-Landschaft geltend, wobei sie den Forderungs- </div> <div class="para">betrag am 27. November 1997 auf Fr. 9012.60 reduzierte. Das </div> <div class="para">Versicherungsgericht hiess die Schadenersatzklage mit Ent- </div> <div class="para">scheid vom 12. August 1999 im Umfang von Fr. 5948.85 gut. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt die </div> <div class="para">Ausgleichskasse, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuhe- </div> <div class="para">ben. </div> <div class="para"> A.________ und D.________ schliessen dem Sinne nach </div> <div class="para">auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, während </div> <div class="para">das Bundesamt für Sozialversicherung auf eine Vernehmlas- </div> <div class="para">sung verzichtet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 1.- a) Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann nur </div> <div class="para">soweit eingetreten werden, als eine Schadenersatzforderung </div> <div class="para">kraft Bundesrechts streitig ist. Es fragt sich, ob die </div> <div class="para">Verwaltungsgerichtsbeschwerde auch eine Schadenersatz- </div> <div class="para">forderung für entgangene Beiträge an die kantonale Fami- </div> <div class="para">lienausgleichskasse (FAK) betrifft (<span class="artref">Art. 128 OG</span>; vgl. BGE </div> <div class="para">119 V 80 Erw. 1b, 118 V 69 Erw. 1b mit Hinweis). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> b) Aus der Zusammenstellung vom 26. November 1997 ist </div> <div class="para">ersichtlich, dass in der eingeklagten Forderung von </div> <div class="para">Fr. 9012.60 zwar auch eine Summe von Fr. 1310.45 für 1995 </div> <div class="para">und 1996 entgangene Beiträge an die FAK enthalten ist. </div> <div class="para">Ebenso geht indessen daraus hervor, dass die Firma für </div> <div class="para">diesen Zeitraum ein Guthaben gegenüber der FAK hatte, das </div> <div class="para">die Höhe dieser Beiträge überstieg. Demgemäss hatte die </div> <div class="para">Firma gegenüber der FAK nicht ein Schuld, sondern eine </div> <div class="para">Forderung. Entsprechend verlangte die Beschwerdeführerin in </div> <div class="para">der bereinigten Eingabe vom 27. November 1997 einen Betrag </div> <div class="para">nach Abzug des Guthabens der Firma gegenüber ihr. Daraus </div> <div class="para">folgt, dass die eingeklagte Forderung von Fr. 9012.60 - </div> <div class="para">entgegen dem Hinweis des kantonalen Gerichts - ausschliess- </div> <div class="para">lich bundesrechtliche Sozialversicherungsbeiträge zum Ge- </div> <div class="para">genstand hat, weshalb auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde </div> <div class="para">vollumfänglich einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 2.- Da es sich bei der angefochtenen Verfügung nicht </div> <div class="para">um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleis- </div> <div class="para">tungen handelt, hat das Eidgenössische Versicherungsgericht </div> <div class="para">nur zu prüfen, ob das vorinstanzliche Gericht Bundesrecht </div> <div class="para">verletzt hat, einschliesslich Überschreitung oder Miss- </div> <div class="para">brauch des Ermessens, oder ob der rechtserhebliche Sachver- </div> <div class="para">halt offensichtlich unrichtig, unvollständig oder unter </div> <div class="para">Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt </div> <div class="para">worden ist (Art. 132 in Verbindung mit Art. 104 lit. a und </div> <div class="para">b sowie <span class="artref">Art. 105 Abs. 2 OG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 3.- Im vorliegenden Fall ist nicht mehr streitig, dass </div> <div class="para">die Beschwerdegegner der Ausgleichskasse den entstandenen </div> <div class="para">Schaden nach <span class="artref">Art. 52 AHVG</span> zu ersetzen haben. Uneinigkeit </div> <div class="para">herrscht einzig über die Höhe desselben. Während die Aus- </div> <div class="para">gleichskasse einen Betrag von Fr. 9012.60 fordert, hat die </div> <div class="para">Vorinstanz die Schadenersatzklage lediglich im Umfang von </div> <div class="para">Fr. 5948.85 gutgeheissen. Das Gericht begründete dies da- </div> <div class="para">mit, die Beschwerdeführerin sei ihrer Substanziierungs- </div> <div class="para">pflicht insofern nicht nachgekommen, als sie es unterlassen </div> <div class="para">habe, die Schadenersatzforderung derart zu spezifizieren </div> <div class="para">und zu dokumentieren, dass deren Berechnung nachvollziehbar </div> <div class="para">sei, weshalb die Klage nur in dem von den Beklagten aner- </div> <div class="para">kannten Umfang (Fr. 5948.85) gutzuheissen sei. Damit hat </div> <div class="para">die Vorinstanz den Sachverhalt unvollständig festgestellt </div> <div class="para">(vgl. Erw. 2). </div> <div class="para"> Die Beschwerdeführerin hat beim kantonalen Gericht am </div> <div class="para">27. November 1997 ein Aktendossier aufgelegt, worin sich </div> <div class="para">sämtliche sachbezüglichen Belege, insbesondere die korri- </div> <div class="para">gierte und detaillierte Forderungszusammenstellung vom </div> <div class="para">26. November 1997, befinden. Anhand dieser Unterlagen lässt </div> <div class="para">sich die Höhe der eingeklagten Schadenersatzforderung ent- </div> <div class="para">gegen der Auffassung der Vorinstanz ohne weiteres nachvoll- </div> <div class="para">ziehen. Die Differenz zu der von den Beschwerdegegnern an- </div> <div class="para">erkannten Höhe ergibt sich im Übrigen aus unterschiedlichen </div> <div class="para">Abzügen für verrechnete Kinderzulagen im Jahre 1995, wobei </div> <div class="para">der von der Beschwerdeführerin vorgenommene Abzug im Kon- </div> <div class="para">toauszug vom 26. November 1997 klar ausgewiesen ist. Nach </div> <div class="para">dem Gesagten steht fest, dass die Beschwerdeführerin ihrer </div> <div class="para">Pflicht zur Substanziierung der Klageforderung ausreichend </div> <div class="para">nachgekommen ist, weshalb die allein bundesrechtliche So- </div> <div class="para">zialversicherungsbeiträge beinhaltende Schadenersatzklage </div> <div class="para">(vgl. Erw. 1) im vollen Umfang gutzuheissen ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I.In Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird </div> <div class="para"> der Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons </div> <div class="para"> Basel-Landschaft vom 12. August 1999 dahingehend abge- </div> <div class="para"> ändert, dass die Beschwerdegegner verpflichtet werden, </div> <div class="para"> der Ausgleichskasse Basel-Landschaft unter solidari- </div> <div class="para"> scher Haftung Schadenersatz im Umfang von Fr. 9012.60 </div> <div class="para"> zu bezahlen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II.Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III.Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 700.- wird der </div> <div class="para"> Ausgleichskasse Basel-Landschaft zurückerstattet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV.Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsge- </div> <div class="para"> richt des Kantons Basel-Landschaft und dem Bundesamt </div> <div class="para"> für Sozialversicherung zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 2. März 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident Der Gerichts- </div> <div class="para">der II. Kammer: schreiber: </div> </div></body></html>