<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt eine Finanzplatzstrategie für die Schweiz zu entwickeln, die sich an folgenden Zielsetzungen orientiert:</p><p>1. Die Risiken für den Staat (rechtliche und faktische) aus der Geschäftstätigkeit von systemrelevanten Banken sind auf ein tragbares Mass zu beschränken und müssen kontrolliert werden können. Die Massnahmen müssen international so abgestimmt werden, dass die "Too Big To Fail"-Regulierung auch angewendet werden kann;</p><p>2. Die Unternehmen in der Schweiz - KMU wie Grossunternehmen - sollen auch in Zukunft von erstklassigen Finanzdienstleistungen zu günstigen Konditionen profitieren können, zur Unterstützung ihrer Geschäftstätigkeit in der Schweiz und international; </p><p>3. Der Finanzplatz soll auch in Zukunft attraktive Arbeitsplätze bieten, und durch Löhne, Sozialabgaben und Steuern einen wichtigen Beitrag an den Wohlstand in der Schweiz leisten.</p><p>Bei der Festlegung der Reformmassnahmen sollen die Erkenntnisse aus den Berichten zu den Kommissionspostulaten, die in Zusammenhang mit der Credit-Suisse-Übernahme überwiesen wurden, berücksichtigt werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat legte in seinem am 4. Dezember 2020 verabschiedeten Bericht zur Finanzmarktpolitik des Bundes mit dem Titel «Weltweit führend, verankert in der Schweiz: Politik für einen zukunftsfähigen Finanzplatz Schweiz» drei Stossrichtungen mit neun Handlungsfeldern zur strategischen Weiterentwicklung der Finanzmarktpolitik fest. Der Bundesrat ist der Meinung, dass die in der Finanzmarktstrategie 2020 identifizierten übergeordneten Stossrichtungen und Handlungsfelder grundsätzlich weiterhin richtig sind. Mit den Berichten «Digital Finance» vom 02.02.2022 und «Sustainable-Finance Schweiz» vom 16.12.2022 hat der Bundesrat die Umsetzung der Strategie in diesen zwei Handlungsfeldern zusätzlich konkretisiert.</p><p>&nbsp;</p><p>Im Nachgang zur Aufarbeitung des Massnahmenpakets vom 16. und 19. März 2023 wird der Bundesrat mit seinem nächsten Bericht zu den systemrelevanten Banken gemäss Artikel 52 Bankengesetz das Handlungsfeld «Resilienz sichern» der aktuellen Finanzmarktstrategie weiter konkretisieren und dabei auch die Aspekte der Motion berücksichtigen.&nbsp;Das EFD wird dafür, im Licht der Ereignisse rund um die Credit Suisse, die Too-big-to-fail-Regulierung der Schweiz umfassend evaluieren und dabei sowohl die Prüfaufträge des Parlaments als auch die internationale Entwicklung berücksichtigen. Die Ergebnisse sollen dem Parlament bis Frühling 2024 unterbreitet werden. In diesem Sinne ist der Bundesrat bereit, das Anliegen der Motion umzusetzen.</p>