A bteilung I A -2037/2006 {T 0/2} U rteil vom 23. A pril 2007 M itw irkung: R ichter Beat Forster (Vorsitz); R ichterin M arianne R yter Sau- vant; R ichterin Florence Aubry G irardin; G erichtsschreiberin G iovanna Battagliero. A ._______, vertreten durch Advokat Peter Liatow itsch, Beschw erdeführer, gegen D ie Schw eizerische Post, Vorinstanz betreffend B riefkastenstandort; Verfügung der Schw eizerischen Post vom 21. Sep- tem ber 2006. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. A._______ lehnte es entgegen der w iederholten Aufforderung der Schw ei- zerischen Post ab, bei seiner Liegenschaft einen neuen Briefkasten am er- forderlichen Standort zu erstellen, der den geltenden gesetzlichen M as- sanforderungen entspricht. Stattdessen bot A._______ an, den bestehen- den Briefkasten anzupassen, um so von einer Ausnahm ebestim m ung im anw endbaren R echt profitieren zu können. N ach m ehreren m ündlichen und schriftlichen Kontakten m it der Schw eizerischen Post verlangte er schliesslich den Erlass einer anfechtbaren Verfügung. B. In ihrer Verfügung vom 21. Septem ber 2006 stellt die Schw eizerische Post fest, bei der Liegenschaft von A._______ existiere kein Briefkasten am ge- setzlich vorgeschriebenen Standort an der G rundstücksgrenze. W eiter räum t die Schw eizerische Post A._______ eine Frist von 30 Tagen ein, um einen regelkonform en Briefkasten an der G rundstücksgrenze zu erstellen. Bei N ichteinhaltung dieser Frist w ürden die w eiter eintreffenden Postsen- dungen ohne zusätzliche Vorkehrungen zur Abholung auf der lokal zustän- digen Poststelle bereit gehalten. A._______ könne keine Ausnahm e von den Vorschriften bezüglich Briefkastenstandorts gew ährt w erden und zw ar selbst dann nicht, w enn der bestehende Briefkasten die M assvorschriften durch nachträgliche Anpassungen erfüllen w ürde. C . G egen diese Verfügung reichte A._______ (Beschw erdeführer) am 23. O k- tober 2006 bei der Eidgenössischen R ekurskom m ission für Infrastruktur und U m w elt (R EKO /IN U M ) Beschw erde ein. Er verlangt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei festzustellen, er sei aufgrund einer Ausnahm ebestim m ung zur Belassung des Briefkastens am ursprünglichen Standort legitim iert. D em entsprechend seien ihm die Postsendungen w ei- terhin ordnungsgem äss zuzustellen. W eiter stellt der Beschw erdeführer den Antrag, ihm sei eine Frist von 30 Tagen zur Anpassung des bestehen- den Briefkastens an die gesetzlich geforderten M asse einzuräum en und auch innerhalb dieser Frist sei ihm seine Post ordnungsgem äss zuzustel- len. Zur Begründung führt er im W esentlichen an, die Schw eizerische Post (Vorinstanz) habe Bundesrecht verletzt, da sie die vorliegend anw endbare Ausnahm ebestim m ung unrichtig ausgelegt habe. D am it liege ein unver- hältnism ässiger Eingriff in sein Eigentum vor und überdies w erde gegen das G leichbehandlungsgebot verstossen. D . In ihrer Vernehm lassung vom 22. Januar 2007 beantragt die Vorinstanz die Abw eisung der Beschw erde. Sie begründet diesen Antrag hauptsäch- lich dam it, die bestehende Briefkastenlösung des Beschw erdeführers erfül- le unbestrittenerm assen die M ass- und Standortvorschriften nicht. Sow ohl die Zielsetzung der anw endbaren Verordnung als auch die Auslegung der vom Beschw erdeführer angerufenen Ausnahm ebestim m ung w ürden den Schluss nicht zulassen, die Voraussetzungen für eine Ausnahm e vom ge- botenen Briefkastenstandort könnten ebenso durch nachträgliche Anpas- sung des Briefkastens erfüllt w erden. Auch w erde die Eigentum sfreiheit des Beschw erdeführers nicht verletzt.3 E. D er Beschw erdeführer hält in seinen Schlussbem erkungen vom 9. M ärz 2007 vollum fänglich an seiner Beschw erde fest und bekräftigt seine Aus- führungen betreffend G leichbehandlungsgebot. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. D as Bundesverw altungsgericht ist zur Behandlung von Beschw erden ge- gen Verfügungen der Schw eizerischen Post über die Platzierung von Kun- denbriefkästen und zur Ü bernahm e des vorliegenden Verfahrens von der R EKO /IN U M zuständig (Art. 18 Abs. 1 des Postgesetzes vom 30. April 1997 [PG , SR 783.0] i.V.m . Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes über das Bundesverw altungsgericht vom 17. Juni 2005 [Verw altungsgerichtsgesetz, VG G , SR 173.32]). D er Beschw erdeführer ist als Adressat der angefochte- nen Verfügung durch die verbindlichen Feststellungen und Anordnungen der Vorinstanz beschw ert und m ithin zur Beschw erde legitim iert (Art. 48 des Bundesgesetzes über das Verw altungsverfahren vom 20. D ezem ber 1968 [Vw VG , SR 172.021]). 2. D er Beschw erdeführer verlangt in seinem ersten R echtsbegehren die Auf- hebung der angefochtenen Verfügung (R echtsbegehren 1, 1. Teil) und die Feststellung, er erfülle die Anspruchsvoraussetzungen gem äss Art. 15 der Verordnung des U VEK zur Postverordnung vom 18. M ärz 1998 (hiernach: Vo U VEK, SR 783.011) zur Belassung des Briefkastens am ursprünglichen Standort (R echtsbegehren 1, 2. Teil). Voraussetzung für die Zulässigkeit eines Feststellungsbegehrens ist das Vorliegen eines Feststellungsinteresses. Ein solches ist gegeben, w enn die antragstellende Person ohne die verbindliche und sofortige Feststel- lung des Bestandes, N ichtbestandes oder U m fangs öffentlichrechtlicher R echte und Pflichten G efahr liefe, dass sie oder die Behörde ihr nachteili- ge M assnahm en treffen oder ihr günstige unterlassen w ürde. Ein rechtli- ches Interesse ist nicht erforderlich, vielm ehr genügt auch ein bloss tat- sächliches Interesse (vgl. ALFR E D KÖ LZ / ISAB ELLE H ÄN E R , Verw altungsverfah- ren und Verw altungsrechtspflege des Bundes, 2. Auflage, Zürich 1998, R z. 200 ff.). D ie gesuchstellende Person, die ihr schutzw ürdiges Interesse m it einem Leistungs- oder G estaltungsbegehren w ahren kann, hat indes ein solches und nicht nur ein auf Feststellung gerichtetes Begehren zu stellen, sofern ihr daraus nicht unzum utbare N achteile entstehen (G rund- satz der Subsidiarität der Feststellungsverfügung; vgl. TH O M A S M ER KLI / AR TH U R AESC H LIM A N N / R U TH H ER ZO G , Kom m entar zum G esetz über die Verw al- tungsrechtspflege im Kanton Bern, Bern 1997, N . 20 zu Art. 49, m it H in- w eisen; KÖ LZ/H ÄN ER , a.a.O ., R z. 207 ff.). Im vorliegenden Fall ist das oben genannte Feststellungsbegehren bereits im Aufhebungsantrag (R echtsbe- gehren 1, 1. Teil) m itenthalten. Folglich ist auf den 2. Teil des R echtsbe- gehrens 1 des Beschw erdeführers nicht einzutreten.4 3. D a die Eingabeform und -frist (Art. 11, 50 und 52 Abs. 1 Vw VG ) gew ahrt sow ie die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen (Art. 64 f. Vw VG ) erfüllt sind, ist unter Vorbehalt der genannten Einschränkung auf die Beschw erde einzutreten. 4. D er Beschw erdeführer beantragt ferner, der Beschw erde sei die aufschie- bende W irkung gem äss Art. 55 Abs. 1 Vw VG zu belassen (R echtsbegeh- ren 3). D er Beschw erde kom m t indes von G esetzes w egen die aufschie- bende W irkung zu (Art. 55 Abs. 1 Vw VG ). Sie bildet also die R egel und kann nur ausnahm sw eise - auf Antrag einer Partei oder von Am tes w egen - entzogen w erden (vgl. Art. 55 Abs. 2 Vw VG ; KÖ LZ/H ÄN E R , a.a.O ., R z. 647 ff.). Vorliegend bestand kein Anlass, die aufschiebende W irkung zu entziehen. Folglich hat sich die Behandlung des Antrages auf Belassen der aufschiebenden W irkung erübrigt. Ausserdem ist dieser Antrag m it dem Entscheid in der H auptsache gegenstandslos gew orden (vgl. U rteil des Bundesgerichts 6A.48/2006 vom 4. Septem ber 2006, E. 4). 5. D as Bundesverw altungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf R echtsverletzungen - einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger Fest- stellung des rechtserheblichen Sachverhalts und R echtsfehler bei der Aus- übung des Erm essens - sow ie Angem essenheit hin (Art. 49 Vw VG ). 6. Vorliegend geht es um die Anw endung der Vorschriften betreffend Stand- ort und Ausgestaltung von Briefkästen in der Vo U VEK. G em äss Art. 11 Vo U VEK ist ein Briefkasten an der G rundstücksgrenze beim allgem ein be- nutzten Zugang zum H aus bzw . zur H äusergruppe aufzustellen. Art. 12 und 13 Vo U VEK enthalten Bestim m ungen für den Briefkastenstandort bei M ehrfam ilien- und G eschäftshäusern sow ie Ferienhaussiedlungen. Art. 14 und 15 Vo U VEK statuieren m ögliche Ausnahm en von den Standortbestim - m ungen. D ie erforderlichen Briefkastenm asse w erden in Art. 16 Vo U VEK geregelt. 7. D er Beschw erdeführer m acht geltend, die Vorinstanz habe ihm gestützt auf eine unrichtige Auslegung von Art. 15 Vo U VEK keine Ausnahm e von den Vorschriften betreffend Briefkastenstandort (Art. 11 Vo U VEK) gew ährt und dam it Bundesrecht verletzt. D ies habe einen unverhältnism ässigen Eingriff in sein Eigentum zur Folge (Art. 26 i.V.m . Art. 36 Abs. 3 der Bun- desverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]). D urch die hier strittige Anordnung der Vorinstanz w erden dem Beschw er- deführer jedoch w eder Eigentum srechte entzogen noch w erden seine N ut- zungs- und Verfügungsm öglichkeiten am Eigentum beeinträchtigt. Es ist nicht das Eigentum an einem G rundstück betroffen, sondern die Inan- spruchnahm e einer staatlichen Leistung. D ie Zustellung der Postsendun- gen stellt eine D ienstleistung seitens der Vorinstanz dar. D em Beschw er- deführer steht es prinzipiell frei, diese D ienstleistung in Anspruch zu neh- m en oder darauf zu verzichten. D ie Vorinstanz knüpft aber die Inanspruch- nahm e ihres Postzustellungsservices an bestim m te Voraussetzungen. So m uss, dam it überhaupt Sendungen zugestellt w erden, ein in bestim m ter Art und W eise ausgestalteter Briefkasten an einem vorgegebenen Standort 5 vorhanden sein. D arin ist kein direkter bzw . unm ittelbarer Eingriff in eine Eigentum sposition des Beschw erdeführers zu erblicken. D a der Beschw er- deführer jedoch gezw ungen sein w ird, auf seine Kosten entw eder einen neuen Briefkasten zu erstellen oder den bestehenden anzupassen, falls er w eiterhin den H auszustelldienst in Anspruch nehm en w ill, stellt sich die Frage des faktischen bzw . m ittelbaren Eingriffs in die Eigentum sgarantie. D er Schutzbereich des G rundrechts gilt hierbei aber nur bei einer gew is- sen Eingriffsintensität als betroffen, d.h. w enn die bestim m ungsgem ässe N utzung des Eigentum s verunm öglicht oder zum indest in unzum utbarer W eise erschw ert w ird (vgl. U rteil des Bundesverw altungsgerichts A-2038/2006 vom 6. Februar 2007, E. 7). H ier liegt ohne Zw eifel kein solcher Fall und dem nach auch kein Eingriff in die Eigentum sposition des Beschw erdeführers vor. Seine diesbezügliche R üge geht som it fehl. 8. Ferner erw eisen sich die Vorgaben der Vo U VEK betreffend Briefkasten- standort und -ausgestaltung im Lichte von Art. 5 Abs. 2 BV grundsätzlich als im öffentlichen Interesse liegend sow ie verhältnism ässig (vgl. U rteil des Bundesverw altungsgerichts A-2038/2006 vom 6. Februar 2007, E. 8 bis 8.3). N ur in den Ausnahm efällen gem äss Art. 14 und 15 Vo U VEK kann im Einzelfall von den Standortanforderungen abgew ichen w erden. Es ist unbestritten, dass die Voraussetzungen für eine Ausnahm e gem äss Art. 14 Vo U VEK vorliegend nicht gegeben sind. D eshalb ist nachfolgend nur zu prüfen, ob die Vorinstanz das Vorliegen einer Ausnahm e gem äss Art. 15 Vo U VEK zu R echt abgelehnt und den Beschw erdeführer zum Bau eines neuen Briefkastens an der G rundstücksgrenze verpflichtet hat. 9. Art. 15 Vo U VEK lautet w ie folgt: "Bei den vor dem 1. Juni 1974 erstellten Bauten kann der Briefkasten an der bis- herigen Stelle beibehalten w erden, w enn der W eg zw ischen dem bisherigen und dem neu vorgeschriebenen Standort w eder m ehr als 10 M eter beträgt, noch über m ehr als zehn Treppenstufen führt und der Briefkasten den Anforderungen von Artikel 16 genügt." 9.1 D ie Parteien gehen in den folgenden Punkten einig: Erstens w urde die Lie- genschaft des Beschw erdeführers vor dem 1. Juni 1974 erbaut. Zw eitens beträgt der W eg zw ischen dem jetzigen Briefkastenstandort (neben der H austüre) und dem neu vorgeschriebenen Standort (an der G rundstücks- grenze) w eniger als 10 M eter und führt über keine Treppenstufen. D rittens genügt der aktuelle Briefkasten den M assanforderungen von Art. 16 Vo U VEK nicht, w eil er über kein Ablagefach verfügt. Viertens w ird nicht bestritten, dass alle Voraussetzungen in Art. 15 Vo U VEK kum ulativ gege- ben sein m üssen. 9.2 U neinigkeit besteht hingegen darüber, ob der Beschw erdeführer auch dann von der Ausnahm eregelung gem äss Art. 15 Vo U VEK profitieren kann, w enn er beim bestehenden Briefkasten nachträglich ein Ablagefach erstellen lässt, um so die in Art. 16 Vo U VEK vorgegebenen M asse einzu- halten.6 N ach Ansicht des Beschw erdeführers m uss dies zulässig sein, w eil einer- seits die gram m atikalische Auslegung von Art. 15 Vo U VEK darauf schlie- ssen lasse. Andererseits spreche insbesondere der G rundsatz der G leich- behandlung aller Postkunden m it einer vor dem 1. Juni 1974 errichteten Liegenschaft für diese Auffassung. D iejenigen, deren Briefkasten bereits die gesetzlich vorgegebenen M asse erfülle und diejenigen, die bereit sei- en, diesen unverzüglich anzupassen, seien gleich zu behandeln. D ies m a- che für die Vorinstanz keinen U nterschied. Es könne zudem nicht der W ille des G esetzgebers gew esen sein, dass die Sonderregelung von Art. 15 Vo U VEK nur für W enige Anw endung finde. D ie Vorinstanz vertritt hingegen die Auffassung, bereits die Zielsetzung der Vo U VEK - die Sicherstellung eines optim alen w irtschaftlichen Zustell- dienstes - lasse keine solche Interpretation zu. Im Ü brigen seien auch Art. 15 Vo U VEK keine diesbezüglichen Anhaltspunkte zu entnehm en. G e- m äss konstanter Praxis der Vorinstanz m üssten folglich alle Belassungs- voraussetzungen von Art. 15 Vo U VEK bereits vorliegen und dam it gleich- zeitig gegeben sein. 9.3 Eingangs ist festzuhalten, dass der W ortlaut von Art. 15 Vo U VEK klar ist: Zum einen sind die darin um schriebenen Voraussetzungen unm issver- ständlich form uliert. Zum anderen stellt die Bestim m ung eindeutig fest, ein Briefkasten könne dann an der bisherigen Stelle beibehalten w erden, w enn diese Voraussetzungen erfüllt sind. N achfolgend ist indes zu klären, in w elchem Zeitpunkt diese Voraussetzungen erfüllt sein m üssen bzw . ob sie auch durch nachträgliche Anpassungen als eingehalten gelten. 9.4 D abei ist als Erstes zu fragen, seit w ann Art. 15 Vo U VEK G eltung hat. D as U VEK hat gestützt auf Art. 9 Abs. 2 und Art. 10 der Postverordnung vom 29. O ktober 1997 (aVPG von 1997, AS 1997 2161) am 18. M ärz 1998 die Vo U VEK erlassen, in der unter anderem die Anforderungen an Stand- ort und M asse von Briefkästen geregelt w erden. Art. 10 aVPG entspricht Art. 9 Abs. 2 der heute gültigen Postverordnung vom 26. N ovem ber 2003 (VPG , SR 783.01). D ie Vo U VEK trat rückw irkend auf den 1. M ärz 1998 in Kraft. D a neues R echt m it seinem Inkrafttreten grundsätzlich sofort an- w endbar w ird (vgl. PIER R E TSC H AN N EN / U LR IC H ZIM M E R LI, Allgem eines Verw al- tungsrecht, 2. Aufl., Bern 2005, § 24, R z. 8), gelten die Bestim m ungen der Vo U VEK seit dem 1. M ärz 1998. D araus ergibt sich, für eine Ausnahm e von den Standortvorschriften für Altliegenschaften gem äss Art. 15 Vo U VEK hätten alle Voraussetzungen am 1. M ärz 1998 erfüllt sein m üs- sen. D er Vorinstanz w ird m ithin auch durch keine Bestim m ung in der Vo U VEK die Kom petenz eingeräum t, eine N achfrist für die Erfüllung der in Art. 15 Vo U VEK form ulierten Voraussetzungen anzusetzen, w ie dies der Beschw erdeführer verlangt (R echtsbegehren 2). 9.5 Es ist denkbar, dass ein Eigentüm er einer Altliegenschaft erst nach dem 1. M ärz 1998 Vorkehrungen trifft, m it denen er die Voraussetzungen von Art. 15 Vo U VEK vollum fänglich erfüllt und dies von der Vorinstanz unbe- m erkt bleibt. So m üsste dieser - im G egensatz zum Beschw erdeführer - keinen neuen Briefkasten an der G rundstücksgrenze erstellen. D er Be-7 schw erdeführer fordert deshalb im Sinne der G leichbehandlung (Art. 8 BV) aller Eigentüm er von Liegenschaften, die vor dem 1. Juni 1974 erbaut w or- den sind, ebenfalls die M öglichkeit, den Briefkasten nachträglich anpassen zu können. D er Beschw erdeführer verlangt also eine G leichbehandlung im U nrecht. Ein solcher Anspruch besteht jedoch grundsätzlich nicht. D er G rundsatz der R echtsm ässigkeit der Verw altung geht in der R egel der R ücksicht auf die gleichm ässige R echtsanw endung vor. Ausnahm sw eise kann sich ein R echt auf gesetzw idrige G leichbehandlung ergeben, w enn die Behörde in ständiger Praxis vom G esetz abw eicht und zu erkennen gibt, auch in Zu- kunft nicht gesetzeskonform entscheiden zu w ollen (vgl. BG E 122 II 446 E. 4a, BG E 127 II 113 E. 9; TSC H AN N EN /ZIM M E R LI, a.a.O ., § 24, R z. 17 f.). D ies ist vorliegend nicht der Fall, gew ährt doch die Vorinstanz gem äss langjäh- riger Praxis nur dann eine Ausnahm e, w enn alle drei Belassungsvoraus- setzungen bereits gegeben sind. D ie Vorinstanz ist also bem üht, die recht- m ässige O rdnung - allenfalls m it gew issen zeitlichen Staffelungen - durch- zusetzen. D esw egen kom m t dem Beschw erdeführer kein Anspruch auf G leichbehandlung im U nrecht zu (vgl. auch U rteil des Bundesverw altungs- gerichts A-2038/2006 vom 6. Februar 2007, E. 12.1). 9.6 Im W eiteren spricht nam entlich der Sinn und Zw eck der Vo U VEK klar ge- gen die M öglichkeit der nachträglichen Erfüllung einer oder m ehrerer der in Art. 15 Vo U VEK festgeschriebenen Voraussetzungen. W ie die Vorinstanz richtig ausführt, soll m it den Briefkastenvorschriften der Vo U VEK eine m öglichst einfache, w irtschaftliche und effiziente Sendezustellung garan- tiert w erden (vgl. Botschaft zum Postgesetz vom 10. Juni 1996, BBl 1996 III 1286, 1290 f.; U rteil des Bundesverw altungsgerichts A-2038/2006 vom 6. Februar 2007, E. 6.2 und 8.1). Bei der Anw endung dieser Vorschriften steht grundsätzlich die G leichbehandlung aller Postkundinnen und Post- kunden im Vordergrund (vgl. auch Art. 2 PG ). Ausnahm en sind folglich nur sehr zurückhaltend, d.h. in den in Art. 14 und 15 Vo U VEK geregelten Fäl- len zu gew ähren. In diesem Zusam m enhang geht der Beschw erdeführer fehl, w enn er behauptet, es könne nicht die Absicht des G esetzgebers ge- w esen sein, dass nur eine geringe Zahl von Eigentüm ern von der Ausnah- m eregelung in Art. 15 Vo U VEK profitiere. G erade dies ist im m er die Ab- sicht hinter einer Ausnahm eregelung. Ausnahm en sollen zw ar gew ährt w erden können, aber ihre Zahl soll m öglichst gering sein. N ur so können die gesetzlichen Vorschriften ihre vom G esetzgeber gew ollte W irkung aus- reichend entfalten. D enn w ürden vorliegend für m öglichst viele Altliegen- schaften Ausnahm en vom erforderlichen Briefkastenstandort gew ährt, w äre der Zusatzaufw and der Vorinstanz für die Zustellung von Brief- und Paketpost nicht unerheblich. D ieser um fasst näm lich nicht nur die paar Se- kunden in jedem Einzelfall, sondern ist auf die ganze Schw eiz aufzurech- nen (vgl. U rteil des Bundesverw altungsgerichts A-2038/2006 vom 6. Feb- ruar 2007, E. 6.2 und 8.1). 9.7 Infolgedessen ist die Anw endung von Art. 15 Vo U VEK durch die Vorins- tanz nicht zu beanstanden: W eil der Beschw erdeführer die M assvorschrif- ten von Art. 16 Vo U VEK erst durch eine nachträgliche Anpassung seines 8 bisherigen Briefkastens zu erfüllen verm ag, fehlt es an einer Belassungs- voraussetzung von Art. 15 Vo U VEK. D er Beschw erdeführer w urde von der Vorinstanz zu R echt verpflichtet, an der G rundstücksgrenze seiner Liegen- schaft einen neuen, regelkonform en Briefkasten zu erstellen, falls er die Postsendungen w eiterhin zugestellt erhalten m öchte. 10. Aus diesen G ründen ist die Beschw erde abzuw eisen, sow eit darauf einge- treten w erden kann. 11. Bei diesem Verfahrensausgang gilt der Beschw erdeführer als unterliegen- de Partei und hat folglich die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.- zu tragen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D iese sind m it dem geleisteten Kostenvorschuss in derselben H öhe zu verrechnen (Art. 1 ff. des R eglem ents vom 11. D ezem - ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw al- tungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). 12. D em Beschw erdeführer als unterliegende Partei steht keine Parteientschä- digung zu. D a die Vertretung der Vorinstanz in einem Arbeitsverhältnis zu ihr steht, hat sie ebenfalls keinen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 64 Vw VG i.V.m . Art. 7 und 9 Abs. 2 VG KE).9 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen, sow eit darauf eingetreten w erden kann. 2. D ie Verfahrenskosten w erden auf Fr. 1'500.- festgesetzt und m it dem ge- leisteten Kostenvorschuss in derselben H öhe verrechnet. 3. Es w erden keine Parteientschädigungen gesprochen. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (m it G erichtsurkunde) - dem U VEK (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (eingeschrieben) D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: Beat Forster G iovanna Battagliero R echtsm ittelbelehrung G egen dieses U rteil kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt w erden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begeh- ren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. D as angefochtene U rteil und die Bew eism ittel sind, sow eit sie der Beschw erdeführer in H änden hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BG G ). Versand am :