<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2003.00013</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203895&amp;W10_KEY=13013571&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2003.00013</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.11.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Kündigung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Die Beschwerdeführerin (Sonderklassenlehrerin) macht geltend, ungerechtfertigt entlassen worden zu sein, und verlangt eine Entschädigung sowie eine Abfindung. Die Vorinstanz (Bezirksrat) hat keine massgeblichen Verfahrensfehler begangen, insbesondere wurde ein zweiter Schriftenwechsel nicht zu Unrecht verweigert (E. 2). Im konkreten Fall ist das Personalrecht der Beschwerdegegnerin anwendbar, das sinngemäss auf die kantonale Regelung verweist (E. 3a). Die Beschwerdegegnerin hat mit der Beschwerdeführerin nach Ablauf der Bewährungsfrist zu Unrecht keine schriftliche Mitarbeiterbeurteilung durchgeführt, weshalb ihr als Entschädigung für diese formell nicht korrekte Kündigung ein (Brutto-)Monatslohn zugesprochen wird (E. 3). Die Kündigung erweist sich aufgrund des gestörten Vertrauensverhältnisses insgesamt als sachlich gerechtfertigt (E. 4). Die Voraussetzungen für eine Abfindung sind erfüllt, da die Kündigung nicht von der Beschwerdeführerin im Sinne der Abfindungsbestimmung verschuldet war (E. 5). Sie erhält deshalb eine Abfindung von neun Netto-Monatslöhnen (E. 5e). Zur Parteientschädigung vor der Vorinstanz (E. 6). Kosten- und Entschädigungsfolgen (E. 7+8). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABFINDUNG">ABFINDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES">BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESOLDUNG">BESOLDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTSCHÃDIGUNG">ENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃNDIGUNG">KÃNDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITARBEITERBEURTEILUNG">MITARBEITERBEURTEILUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIENTSCHÃDIGUNG">PARTEIENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SACHLICHER GRUND">SACHLICHER GRUND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALVERSICHERUNGSBEITRÃGE">SOZIALVERSICHERUNGSBEITRÃGE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 7 lit. q AHVV</span><br/><span class="ungerade">§ 8ter lit. a AHVV</span><br/><span class="gerade">§ 1 LPG 412.31</span><br/><span class="ungerade">§ 26 Abs. I PG</span><br/><span class="gerade">§ 26 Abs. II PG</span><br/><span class="ungerade">§ 26 Abs. IV PG</span><br/><span class="gerade">§ 18 VVPG</span><br/><span class="ungerade">§ 138 VVPG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A wurde mit Anstellungsvertrag der Schulpflege X vom 28. Oktober 1996 als Sonderklassenlehrerin im Bereich Psychomotorik-Therapie an­gestellt. Dieser Anstellungsvertrag schloss an das mit Vertrag vom 29. Oktober 1993 vereinbarte ArbeitsverhÃ¤ltnis an. Bereits zuvor, nÃ¤mlich von Mai 1978 bis April 1988 war A in der Schulgemeinde X tÃ¤tig gewesen. Mit Schreiben vom 1. Februar 2002 kÃ¼ndigte die Schulpflege das ArbeitsverhÃ¤lt­­nis mit A auf den 15. August 2002.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen diese KÃ¼ndigung rekurrierte A an den Bezirksrat Y mit dem Hauptbegehren, die KÃ¼ndigung aufzuheben. Eventualiter ersuchte sie um Zusprechung einer EntschÃ¤digung fÃ¼r missbrÃ¤uchliche oder sachlich nicht gerechtfertigte Entlassung in der HÃ¶he von sechs MonatslÃ¶hnen und einer Abfindung in der HÃ¶he von 15 MonatslÃ¶hnen. Der Bezirksrat entzog dem Rekurs mit Beschluss vom 26. Juli 2002 die aufschiebende Wirkung. Die gegen diesen Zwischenentscheid erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht am 6. November 2002 ab, soweit es darauf eintrat. Mit Beschluss vom 26. MÃ¤rz 2003 wies der Bezirksrat den Rekurs in allen Teilen ab und verpflichtete A, der Schulgemeinde X eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 2'200.- auszurichten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. A gelangte am 30. April 2003 mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren,</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"es sei der Beschluss des Bezirksrates Y vom 26. MÃ¤rz 2003 aufzuheben</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>es sei festzustellen, dass die KÃ¼ndigung missbrÃ¤uchlich oder sachlich nicht gerechtfertigt sei, und es sei der BeschwerdefÃ¼hrerin eine EntschÃ¤digung fÃ¼r missbrÃ¤uchliche oder sachlich nicht gerechtfertigte Entlassung in HÃ¶he von 4 MonatslÃ¶hnen und eine Abfindung in der HÃ¶he von 12 MonatslÃ¶hnen zuzusprechen,</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat verzichtete auf eine Vernehmlassung. Innert erstreckter Frist ersuchte die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 20. August 2003, die Beschwerde abzuweisen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflege­gesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) fÃ¼r die Behandlung von Beschwerden gegen personalrechtliche Rekursentscheide des Bezirksrats zustÃ¤ndig, wobei die MÃ¶glichkeit der einzelrichterlichen Erledigung angesichts des Streitwerts von deutlich Ã¼ber Fr. 20'000.- entfÃ¤llt (vgl. § 38 Abs. 1 und 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wirft als erstes dem Bezirksrat mehrere Verfahrensfehler vor.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) GemÃ¤ss § 26 Abs. 4 VRG kann die Rekursinstanz einen weiteren Schriftenwechsel anordnen oder die Beteiligten zu einer mÃ¼ndlichen Verhandlung vorladen. GrundsÃ¤tzlich steht es im pflichtgemÃ¤ssen Ermessen der Rekursinstanz, ob sie einen zweiten Schriftenwechsel anordnen will. Kein Spielraum besteht jedoch, wenn die Rekursinstanz in ihrem Entscheid auf erstmals in der Rekursantwort bzw. Vernehmlassung vorgetragene Behauptungen (nova) abstellen will; in diesem Fall ist die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels zwecks Wahrung des rechtlichen GehÃ¶rs notwendig (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetzes des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 26 N. 35). Ein weiterer Schriftenwechsel ist auch erforderlich, wenn der fÃ¼r die Entscheidung massgebliche Sachverhalt nicht hinreichend geklÃ¤rt ist (KÃ¶lz/ Bosshart/RÃ¶hl, § 26 N. 36).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht zwar geltend, der Bezirksrat habe auf Behauptungen in der Rekursantwort abgestellt und eine vollstÃ¤ndige, richtige Sachverhaltsermittlung versÃ¤umt. Sie belÃ¤sst es allerdings bei dieser allgemeinen Behauptung. TatsÃ¤chlich ist nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz auf neue Behauptungen der Beschwerdegegnerin in der Rekursantwort abgestellt hÃ¤tte. Sie stÃ¼tzt ihren Entscheid vielmehr auf die Akten. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht nun in keiner Weise geltend, ihre Personalakten seien ihr im Zeitpunkt der KÃ¼ndigung unbekannt gewesen; im Ãbrigen stand ihr als direkt Betroffene ohnehin das Recht zu, fÃ¼r die Erstellung der Rekursschrift in die Akten Einsicht zu nehmen. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, wenn der Bezirksrat die ihm mit der Rekursantwort eingereichten Akten berÃ¼cksichtigt hat, ohne der BeschwerdefÃ¼hrerin Gelegenheit zu einer Stellungnahme zu den ihr bereits bekannten Akten einzurÃ¤umen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ebenso war der Sachverhalt â wie die nachfolgenden AusfÃ¼hrungen zur Sache ergeben â bereits im Verfahren vor Bezirksrat in rechtsgenÃ¼gender Weise erstellt. Die BeschwerdefÃ¼hrerin unterlÃ¤sst in ihrer Beschwerde denn auch konkrete Hinweise zu den Fragen, wo der Sachverhalt ungenÃ¼gend geklÃ¤rt sei, beziehungsweise welche entscheidrelevanten Beweismittel noch hÃ¤tten abgenommen werden sollen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine Verletzung von § 26 Abs. 4 VRG oder der Untersuchungsmaxime liegt nicht vor.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Kann auf einen Rekurs eingetreten werden und erweist er sich nicht als offensichtlich unbegrÃ¼ndet, werden die Akten beigezogen (§ 26 Abs. 1 VRG). Nach Meinung der BeschwerdefÃ¼hrerin ist die Gegenpartei der entsprechenden Aufforderung durch den Bezirksrat nicht nachgekommen. Die Akten seien nur selektiv zur StÃ¼tzung der AusfÃ¼hrungen der Beschwerdegegnerin eingereicht worden. Darin, dass der Bezirksrat dennoch den Entscheid gefÃ¤llt habe, erblickt sie eine grobe Missachtung von § 26 VRG.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die RÃ¼ge erweist sich als unbegrÃ¼ndet. Zum einen fÃ¼hrt die BeschwerdefÃ¼hrerin in keiner Weise aus, welche Akten die Beschwerdegegnerin der Einsichtnahme durch den Bezirksrat vorenthalten habe. Zudem ist es hÃ¤ufig eine Frage des Ermessens, ob ein AktenstÃ¼ck der Schulpflege allgemeiner Natur oder Bestandteil des Personaldossiers einer Lehrkraft ist. Wenn auch Akten grundsÃ¤tzlich vollstÃ¤ndig einzureichen sind, so ist die Verletzung einer wesentlichen Form- oder Verfahrensvorschrift im Sinn von § 50 Abs. 2 lit. d VRG jedenfalls erst anzunehmen, wenn der RekursbehÃ¶rde Akten vorenthalten werden, welche fÃ¼r die Entscheidfindung relevant sein kÃ¶nnen. Anhaltspunkte dafÃ¼r bestehen vorliegend nicht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, die KÃ¼ndigung habe nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprochen und ihren Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r verletzt. Angesichts der krassen GehÃ¶rsverweigerung hÃ¤lt sie den Anspruch auf eine EntschÃ¤digung von vier MonatslÃ¶hnen fÃ¼r ausgewiesen (act. 2 S. 4 ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Welche Formalien eine BehÃ¶rde im Rahmen des KÃ¼ndigungsverfahrens zu beachten hat, hÃ¤ngt weit gehend vom anwendbaren Personalrecht ab. Da die BeschwerdefÃ¼hrerin als Lehrerin tÃ¤tig war, stellt sich zunÃ¤chst die Frage nach der direkten Anwendbarkeit des kantonalen Lehrerpersonalgesetzes vom 10. Mai 1999 (LPG). Ob die im Schulbereich einer Gemeinde tÃ¤tigen Lehrpersonen dem kantonalen Lehrerpersonalgesetz unterstehen oder nicht, entscheidet sich nach dessen § 1: Danach unterstehen dem Gesetz die mit kantonaler Beteiligung entlÃ¶hnten Lehrpersonen an der Volksschule. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Dem vorinstanzlichen Entscheid liegt die unbestrittene Feststellung der Beschwerdegegnerin zugrunde, wonach die BeschwerdefÃ¼hrerin voll von der Gemeinde bezahlt wurde. Diesen Ausgangspunkt lÃ¤sst auch die Beschwerde unbestritten; die Ã¼brigen Akten wecken ebenfalls keine begrÃ¼ndeten Zweifel an der vollen EntlÃ¶hnung durch die Gemeinde. Die BeschwerdefÃ¼hrerin untersteht somit nicht dem Lehrerpersonalgesetz. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) FÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin als kommunale Lehrkraft greift hingegen Art. 1 Abs. 2 Satz 1 der Besoldungsverordnung der Gemeinde X vom 29. Juni 2000 (BVO; act. 8/8/22). Danach gilt die Besoldungsverordnung fÃ¼r die nicht dem kantonalen Recht unterstehenden Lehrpersonen sinngemÃ¤ss. Soweit die Besoldungsverordnung und deren Vollzugsbestimmungen nichts Abweichendes regeln, gelten sodann sinngemÃ¤ss die Bestimmungen des kantonalen Personalgesetzes und dessen AusfÃ¼hrungserlasse (Art. 3 BVO). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die sinngemÃ¤sse Geltung des kantonalen Personalrechts steht gemÃ¤ss § 3 BVO einzig unter dem Vorbehalt, dass die Gemeinde "nichts Abweichendes" regelt. Die vorliegende Regelung geht damit klar weiter als etwa die Regelung in § 72 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926; danach ist das kantonale Recht nur dort sinngemÃ¤ss anwendbar, wo die Gemeinde keine eigenen Vorschriften erlassen hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) aa) GemÃ¤ss Art. 23 Abs. 1 BVO rÃ¤umt die BehÃ¶rde den Angestellten vor einer KÃ¼ndigung aufgrund mangelnder Leistung oder unbefriedigenden Verhaltens eine angemessene BewÃ¤hrungsfrist von lÃ¤ngstens sechs Monaten ein. VorwÃ¼rfe, die zu einer KÃ¼ndigung Anlass geben, mÃ¼ssen durch eine Mitarbeiterbeurteilung belegt werden (Abs. 2). Diese Regelung entspricht wÃ¶rtlich der Regelung von § 19 des kantonalen Gesetzes Ã¼ber das ArbeitsverhÃ¤ltnis des Staatspersonals (Personalgesetz) vom 27. September 1998 (PG). Mit dem Verweis auf die sinngemÃ¤sse Geltung der kantonalen AusfÃ¼hrungserlasse (Art. 3 BVO) kommt aber â mangels einer abweichenden Regelung in der Besoldungsverordnung â auch die ergÃ¤nzende Regelung von § 18 der Vollzugsverordnung zum Personalgesetz vom 19. Mai 1999 (VVPG) zur Anwendung. GemÃ¤ss § 18 VVPG gilt insbesondere, dass nach Ablauf der BewÃ¤hrungsfrist eine weitere Mitarbeiterbeurteilung durchgefÃ¼hrt und der betroffenen Person vor der KÃ¼ndigung Gelegenheit zur schriftlichen Stellungnahme eingerÃ¤umt wird (Abs. 2 und 3). Auch die Form der Mitarbeiterbeurteilung regelt die Besoldungsverordnung nicht: GemÃ¤ss Art. 51 Abs. 1 BVO haben die Angestellten â entsprechend § 46 Abs. 1 PG â Anspruch auf regelmÃ¤ssige Beurteilung von Leistung und Verhalten; Abs. 2 Ã¼berlÃ¤sst der Exekutive die Regelung der Einzelheiten. Nachdem eine solche ergÃ¤nzende Regelung der Gemeindeexekutive nicht ersichtlich ist, kommen in Anwendung von Art. 3 BVO wiederum die kantonalen AusfÃ¼hrungserlasse sinngemÃ¤ss zur Anwendung: Dabei ergibt sich fÃ¼r die Mitarbeiterbeurteilung aus § 138 VVPG das Erfordernis der Schriftlichkeit.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Entgegen der Meinung der Beschwerdegegnerin (act. 12 S. 5) lÃ¤sst Art. 3 BVO durchaus Raum fÃ¼r die ergÃ¤nzende Anwendung dieser kantonalen AusfÃ¼hrungsbestimmungen. Die kantonale Vollzugsverordnung zum Personalgesetz beinhaltet â wie dargestellt und wie bereits aus Name und Funktion der Verordnung ersichtlich â bloss ergÃ¤nzende und nicht etwa vom Personalgesetz abweichende Regelungen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Auch aus der Tatsache, dass Art. 3 BVO nur eine sinngemÃ¤sse Geltung des kantonalen Rechts vorsieht, kann die Beschwerdegegnerin nichts Massgebliches fÃ¼r ihren Standpunkt ableiten. Mit der Bezeichnung "sinngemÃ¤ss" kommt primÃ¤r die Anpassung an die andere BehÃ¶rdenstruktur einer Gemeinde zum Ausdruck. So ist es etwa mit Bezug auf die Beurteilungssysteme der Gemeinde selbstverstÃ¤ndlich nicht der Regierungsrat, der die Anforderungen regelt (so § 137 VVPG), sondern die Gemeinde bzw. deren BehÃ¶rden. Denkbar wÃ¤re auch, dass die kantonalen Vollzugsbestimmungen inhaltlich zu Ã¤ndern wÃ¤ren, soweit sie mit der Struktur und den legitimen BedÃ¼rfnissen der Gemeinde in Widerspruch geraten wÃ¼rden. Solches ist mit Bezug auf den vorliegenden Streitfall jedoch nicht ersichtlich. Die Einhaltung der ergÃ¤nzenden KÃ¼ndigungsvorschriften von § 18 VVPG und das Erfordernis der Schriftlichkeit der Mitarbeiterbeurteilung (§ 138 VVPG) kann durch die Gemeinde ohne weiteres erfÃ¼llt werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Somit ist zu prÃ¼fen, ob und inwieweit die Beschwerdegegnerin bei der KÃ¼ndigung den dargelegten Bestimmungen der kommunalen Besoldungsverordnung und des ergÃ¤nzend anwendbaren kantonalen Rechts nachgekommen ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Die fÃ¼r eine KÃ¼ndigung vorausgesetzte BewÃ¤hrungsfrist ist der BeschwerdefÃ¼hrerin ordnungsgemÃ¤ss eingerÃ¤umt worden, nÃ¤mlich anlÃ¤sslich des GesprÃ¤chs vom 8. November 2001. Eine schriftliche Mitarbeiterbeurteilung hat in diesem Zeitraum allerdings nicht stattgefunden. Die letzte war am 24. August 2001 erfolgt. Indessen wiederholten die BehÃ¶rdenmitglieder im GesprÃ¤ch vom 8. November 2001 zum grÃ¶ssten Teil die Vorhaltungen, welche bereits in besagter Mitarbeiterbeurteilung vom August erhoben worden waren. Insoweit ist den anwendbaren Formvorschriften noch knapp genÃ¼gt worden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Keine schriftliche neue Mitarbeiterbeurteilung wurde allerdings nach Ablauf der BewÃ¤hrungsfrist durchgefÃ¼hrt. Darin liegt eine Verletzung der sinngemÃ¤ss anwendbaren Formvorschrift von § 18 Abs. 2 in Verbindung mit § 138 VVPG. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) AnlÃ¤sslich des GesprÃ¤chs vom 28. Januar 2002 ist der BeschwerdefÃ¼hrerin sodann eine eintÃ¤gige Frist angesetzt worden, um zur beabsichtigten KÃ¼ndigung Stellung zu nehmen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat diese Frist unbenÃ¼tzt verstreichen lassen und macht mit der Beschwerde geltend, es sei ihr sicher keine ausreichende Frist ge­geben worden. Die Ansetzung einer bloss eintÃ¤gigen Frist mag in der Tat als deplaziert erscheinen. Indessen liegt darin noch keine Rechtsverletzung, zumal es der BeschwerdefÃ¼hrerin offen gestanden hÃ¤tte, gemÃ¤ss § 12 Abs. 1 VRG ein Gesuch um Erstre­ckung der Frist zu stellen. Entgegen der Meinung der BeschwerdefÃ¼hrerin begann diese Frist im Ãbrigen nicht erst mit der Zustellung des Protokolls; eine mÃ¼ndliche Fristansetzung, wie sie anlÃ¤sslich des GesprÃ¤chs vom 28. Januar 2002 gemÃ¤ss dem unbestrittenen Protokolleintrag angesetzt worden war, ist vielmehr rechtsgenÃ¼gend. Die Frist zur Stellungnahme dauerte deshalb bis zum 29. Januar und nicht bis zum 1. Februar 2003; entgegen der Meinung der BeschwerdefÃ¼hrerin erfolgte die am 1. Februar ausgesprochene KÃ¼ndigung somit nicht vor Ablauf der angesetzten Frist zur Stellungnahme.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>dd) UnbegrÃ¼ndet ist schliesslich der Vorwurf der BeschwerdefÃ¼hrerin, die KÃ¼ndigung sei ungenÃ¼gend begrÃ¼ndet worden. Wenn die KÃ¼ndigung vom 1. Februar 2003 auch knapp ist, fasst sie die wesentlichen GrÃ¼nde doch in rechtsgenÃ¼gender Weise zusammen. In Verbindung mit den erfolgten GesprÃ¤chen mussten der BeschwerdefÃ¼hrerin die GrÃ¼nde, die zur KÃ¼ndigung gefÃ¼hrt hatten, ausreichend bekannt sein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Zusammenfassend ergibt sich demnach, dass die KÃ¼ndigung in einem Punkt formell mangelhaft ist. Nach Ablauf der BewÃ¤hrungsfrist hÃ¤tte erneut eine schriftliche Mitarbeiterbeurteilung erfolgen mÃ¼ssen. Eine RÃ¼ckwei­sung zur DurchfÃ¼hrung des KÃ¼ndigungsverfahrens auf verbesserter Grundlage fÃ¤llt ausser Betracht. Vielmehr hat das Verwaltungsgericht gemÃ¤ss § 80 Abs. 2 VRG die Fehlerhaftigkeit der KÃ¼ndigung festzustellen und die Ent­schÃ¤digung zu bestimmen, die das Gemeinwesen zu entrichten hat; diese Bestimmung ist gleichermas­sen auf formell wie auf materiell mangelhafte KÃ¼ndigungen anwendbar (VGr, 18. Dezember 2002, PB.2002.00016, E. 6a; 6. De­zember 2001, PB.2001.00021, E. 3e; 29. August 2001, PB.2001.00011, E. 6a = ZBl 102/2001 S. 581; 11. April 2001, PB.2000.00024/25, E. 4c [die drei letzteren Entscheide publiziert unter www.vgrzh.ch]; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 80 N. 5).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Von einem schweren Formfehler kann nicht gesprochen, hat doch die BehÃ¶rde vor der KÃ¼ndigung noch einmal ein ausfÃ¼hrliches GesprÃ¤ch mit der BeschwerdefÃ¼hrerin gefÃ¼hrt. Es rechtfertigt sich daher, der BeschwerdefÃ¼hrerin eine EntschÃ¤digung von einem Monatsgehalt zuzusprechen. Massgeblich ist die HÃ¶he des am Ende der Dienstzeit bezogenen Monatsgehalts.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) FÃ¼r diese EntschÃ¤digung sind keine SozialversicherungsbeitrÃ¤ge zu entrichten (vgl. VGr, 5. Juli 2002, VB.2002.00008, E. 3b/bb; 6. Dezember 2001, PB.2001.00021, E. 3h, <a href="http://www.vgrzh.ch/recht%1fsprechung"><span>www.vgrzh.ch</span></a>, mit Hinweisen). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Mit Absatz 2 ihres Antrags verlangt die BeschwerdefÃ¼hrerin die Feststellung, dass die KÃ¼ndigung missbrÃ¤uchlich oder sachlich nicht gerechtfertigt sei. In der Folge wird dieser Antrag zwar nicht nÃ¤her begrÃ¼ndet. Dennoch ist der Frage von Amtes wegen nachzugehen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) GemÃ¤ss Art. 22 Abs. 2 BVO darf eine KÃ¼ndigung durch die Gemeinde nicht missbrÃ¤uchlich nach den Bestimmungen des Obligationenrechts sein und setzt sie einen sachlich zureichenden Grund voraus. Dies entspricht der Regelung in § 18 Abs. 2 PG. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit dem zusÃ¤tzlichen Erfordernis des sachlich zureichenden KÃ¼ndigungsgrundes geht der Ã¶ffentlichrechtliche KÃ¼ndigungsschutz weiter als die MissbrauchstatbestÃ¤nde des Obligationenrechts (BGr, 22. Mai 2001, 2A.71/2001, E. 2c, www.bger.ch; Matthias Michel, Beamtenstatus im Wandel, ZÃ¼rich 1998, S. 299; vgl. auch die Weisung zu § 18 des Personalgesetzes, ABl 1996 II 1149). Dennoch verbleibt den VerwaltungsbehÃ¶rden beim Ent­scheid Ã¼ber eine KÃ¼ndigung ein grosser Ermessens- und Beurteilungsspielraum (vgl. VGr, 29. August 2001, PB.2001.00011, E. 7a = ZBl 102/2001, S. 581 ff., 596, und VGr, 6. De­zember 2001, PB.2001.00021 E. 4c, je www.vgrzh.ch, mit Hinwei­sen). Vorbehalten bleiben jedoch stets das Verbot des Rechtsmissbrauchs, der Grundsatz von Treu und Glauben und das VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeits­prinzip. Insofern sind bei einer KÃ¼ndigung aufgrund von Konflikten zwischen Vorgesetz­ten und Untergebenen die Ursachen der Spannungen jedenfalls von Bedeutung und nÃ¤her zu betrachten (vgl. dazu insbesondere VGr, 29. August 2001, PB.2001.00011 E. 7c/aa mit Hinweisen u.a. auf VGr, 14. MÃ¤rz 2001, PB.2000.00029/30, E. 8b, VGr, 28. Fe­bruar 2001, PB.2000.00027, E. 7b, je www.vgrzh.ch). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) aa) Die erste fÃ¶rmliche Mitarbeiterbeurteilung vom 30. Juni 1998 war fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin ohne Vorbehalte gut ausgefallen; auch die GesprÃ¤chsbereitschaft der BeschwerdefÃ¼hrerin mit der SchulbehÃ¶rde wurde als gut bezeichnet und gegenseitiges Vertrauen und VerstÃ¤ndnis bestÃ¤tigt. Am 29. Juni 1999 wurde die BeschwerdefÃ¼hrerin wiederum gut qualifiziert; in ihrer Stellungnahme nannte die BeschwerdefÃ¼hrerin das Ziel, die Kinderzahl zu beschrÃ¤nken. Dieses Ziel ist gemÃ¤ss Beurteilung vom 22. Juni 2000 zum Teil erreicht worden und von der BeschwerdefÃ¼hrerin auch fÃ¼r die Zukunft genannt worden; die Qualifikation durch die Schulpflege fiel wiederum gut aus. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Schreiben vom 28. MÃ¤rz 2001 forderte die Schulpflege die BeschwerdefÃ¼hrerin auf, bis 15. Juni 2001 eine bereinigte Liste der zu therapierenden Kinder im kommenden Schuljahr zu erstellen. Am 5. April 2001 fÃ¼hrten der im FrÃ¼hjahr 2000 neugewÃ¤hlte SchulprÃ¤sident D und das zustÃ¤ndige Schulpflegemitglied Frau E ein GesprÃ¤ch mit der BeschwerdefÃ¼hrerin. Dabei ging es um Stellenbesetzungen, wobei die BeschwerdefÃ¼hrerin die Angst Ã¤usserte, ab nÃ¤chstem Schuljahr allein dazustehen und nicht alle Kinder Ã¼bernehmen zu kÃ¶nnen. Ferner ging es um den Unterrichtsraum, der nach Meinung der BeschwerdefÃ¼hrerin ungenÃ¼gend beleuchtet war; dem SchulprÃ¤sidenten dagegen gefiel der Raum und er bat die BeschwerdefÃ¼hrerin, diesen einfach zu akzeptieren. Weiter wurde von der Schulpflege die Meinung vertreten, dass die Therapien bei der BeschwerdefÃ¼hrerin bei vielen Kindern zu lange dauern wÃ¼rden; nach einem halben Jahr mÃ¼sse eine Standortbestimmung erfolgen, nach einem Jahr eine begrÃ¼ndete VerlÃ¤ngerung und die Fortsetzung in Gruppentherapie. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wehrte sich gegen solche allgemeine LÃ¶sungen; es sei ein Gruppenentscheid, der in jedem einzelnen Fall besprochen werden mÃ¼sse. Schliesslich bat der SchulprÃ¤sident die BeschwerdefÃ¼hrerin, keine schulschÃ¤digenden Ãusserungen zu machen und eine positive Haltung einzunehmen; er erwartete Konzentration der BeschwerdefÃ¼hrerin auf ihre therapeutische Arbeit ohne Einmischung in andere Bereiche. AnlÃ¤sslich der Sonderschulkommis­sionssitzung vom 31. Mai 2001 wurde unter anderem Folgendes festgehalten: Die Wartezeiten fÃ¼r eine PsychomotorikabklÃ¤rung seien zu lang. Zum Aufgabenbereich der Psychomotorik-Therapeutin gehÃ¶re es, zwei Mal jÃ¤hrlich im Kindergarten Reihenuntersuchungen durchzufÃ¼hren. Ferner sei fÃ¼r die Fortdauer einer Therapie durch die Psychomotorik-Therapeutin nach dem ersten Semester ein kurzer Zwischenbericht und nach einem Jahr ein ausfÃ¼hrlicher Bericht zu erstellen. Nur in begrÃ¼ndeten AusnahmefÃ¤llen werde die Behandlung auf ein drittes, hÃ¶chstens viertes Semester ausgedehnt. Der BeschwerdefÃ¼hrerin wurde eine Frist bis 15. Juni 2001 eingerÃ¤umt, um fÃ¼r alle therapierten Kinder einen Zwischenbericht zu erstellen. Die inzwischen gegenÃ¼ber der BeschwerdefÃ¼hrerin erhobenen VorwÃ¼rfe fanden ihren Niederschlag in der Mitarbeiterbeurteilung vom 24. August 2001. Die BeschwerdefÃ¼hrerin verwies in ihrer ErgÃ¤nzung zu dieser Neubeurteilung unter anderem auf ihre ErmÃ¼dung, auf das "stressige" Umfeld, auf den Wechsel in der Schulpflege, auf nicht verkraftbaren Druck und erwÃ¤hnte, dass sie eine vorzeitige Pensionierung vorsehe; bezÃ¼glich der verlangten Reihenuntersuchungen wies sie darauf hin, dass sich daraus mehr zu behandelnde Kinder ergeben wÃ¼rden. In einem weiteren GesprÃ¤ch vom 5. Oktober 2001 bezeichnete der SchulprÃ¤sident das Verhalten der BeschwerdefÃ¼hrerin als unloyal; die AuftrÃ¤ge und WÃ¼nsche der Schulpflege seien nicht angegangen worden. Die BeschwerdefÃ¼hrerin begrÃ¼ndete ihre Unterlassung im Wesentlichen mit ArbeitsÃ¼berlastung; es sei nicht mÃ¶glich, innerhalb von drei Wochen alle AbklÃ¤rungen zu treffen. Sie sei nicht in der Lage, in den ihr zur VerfÃ¼gung stehenden Zeitfenstern die von ihr verlangten Aufgaben zu erledigen. Sie wies darauf hin, dass es zu viele Kinder seien und sie im Gegensatz zu frÃ¼her allein dastehe. Sie befÃ¼rchtete, dass sie bei dieser Situation der ArbeitsÃ¼berlastung und des Druckes seitens der Schulpflege â die GesprÃ¤che mit dem SchulprÃ¤sidenten wÃ¼rden sie Ã¤ngstigen â krank werde. In der Folge ersuchte die BeschwerdefÃ¼hrerin denn auch wegen hoher Arbeitslast und aus persÃ¶nlichen GrÃ¼nden um einen unbesoldeten Urlaub von sechs Monaten. Die Personalkommission lehnte das Gesuch ab. Im nachfolgenden GesprÃ¤ch vom 8. November 2001 forderte der SchulprÃ¤sident von der BeschwerdefÃ¼hrerin im Gegenteil â jedenfalls vorÃ¼bergehend â die Leistung von Mehrarbeit. Gleichzeitig wurde der BeschwerdefÃ¼hrerin die erwÃ¤hnte BewÃ¤hrungsfrist angesetzt, unter Zusammenfassung der Erwartungen der Schulpflege. Am abschliessenden GesprÃ¤ch vom 28. Januar 2002 fÃ¼hrte E unter anderem aus, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin keine PrioritÃ¤tenliste erstellt habe, obwohl dies verlangt worden sei, dass es von einigen Kindern keine Abschlussberichte gebe und dass der neue Stundenplan nicht geschickt worden sei; insgesamt erkenne sie nur ein geringes Einhalten der Vorgaben der Schulpflege. Die BeschwerdefÃ¼hrerin legte unwidersprochen dar, dass sie viel mehr gearbeitet habe, als es ihr Pensum erfordern wÃ¼rde; auch habe sie die Berichte erstellt und alles richtig erledigt. Sie wolle helfen, die von der Schulpflege geforderte zeitliche Begrenzung einzuhalten. Auf Frage der BeschwerdefÃ¼hrerin nannte der SchulprÃ¤sident als "Summe des Ganzen", dass der Aufwand mit ihr unangemessen hoch sei und dass auf alle Argumente der Schulpflege ein Gegenargument bzw. ein Schreiben von ihr komme; die Vertrauens­basis sei nicht mehr vorhanden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Laut dem KÃ¼ndigungsschreiben vom 1. Februar 2003 hatte sich das Verhalten der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht wesentlich verbessert, war das Vertrauen seitens der Schulpflege nicht mehr vorhanden, bestanden unÃ¼berwindbare Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Parteien und hatte sich die BeschwerdefÃ¼hrerin gegenÃ¼ber dem Arbeitgeber unloyal verhalten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Abgesehen von den im heutigen Zeitpunkt nicht mehr massgeblich interessierenden VorfÃ¤llen aus dem Jahr 1988 liegen fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin demnach bis und mit der Beurteilung im Jahr 2000 vorbehaltlos gute Qualifikationen vor. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass sie mit der neu zusammengesetzten Schulpflege und mit den ihr erst im FrÃ¼hjahr 2001 neu erteilten AuftrÃ¤gen nicht zurecht gekommen war. WÃ¤hrend die BeschwerdefÃ¼hrerin â wie bisher gehandhabt â lÃ¤ngere Therapien fÃ¼r notwendig erachtete, verlangte die Schulpflege eine BeschrÃ¤nkung von deren Dauer oder Gruppentherapien, um insgesamt mit dem gleichen Lehrpensum mehr Kinder therapieren zu kÃ¶nnen. Es lÃ¤sst sich keineswegs sagen, der von der Schulpflege vertretene Standpunkt sei falsch; jedenfalls sehen die Richtlinien des Fachverbandes der Psychomotorik-Thera­peutinnen und -Therapeuten pro 1'000 Kinder eine 100 %-Stelle vor und war die BeschwerdefÃ¼hrerin in X mit ihrem 50 %-Pensum fÃ¼r ca. 400 Primar- und KindergartenschÃ¼ler zustÃ¤ndig. Die Schulpflege war daher in BerÃ¼cksichtigung des in den letzten Jahren zunehmenden Spardrucks auf die Ã¶ffentliche Hand grundsÃ¤tzlich berechtigt, die Umsetzung des Konzepts mit anderen Lehrpersonen, welche vorbehaltlos dahinter stehen wÃ¼rden, zu versuchen. Zu berÃ¼cksichtigen sind ferner die aufgetretenen grossen Spannungen und das offensichtlich fehlende Vertrauen zwischen der BeschwerdefÃ¼hrerin einerseits und der Schulpflege, insbesondere dem PrÃ¤sidenten, anderseits. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) In ihrer Gesamtheit lassen die UmstÃ¤nde die AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses als sachlich begrÃ¼ndet und verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheinen. Von einer missbrÃ¤uchlichen KÃ¼ndigung im Sinn der obligationenrechtlichen Bestimmungen kann ohnehin keine Rede sein. In materieller Hinsicht erweist sich die KÃ¼ndigung somit als gerechtfertigt. Insoweit ist die Beschwerde abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. a) GemÃ¤ss Art. 32 Abs. 1 BVO haben Angestellte mit wenigstens fÃ¼nf Dienstjahren, deren ArbeitsverhÃ¤ltnis auf Veranlassung der Gemeinde und ohne ihr Verschulden aufgelÃ¶st wird, Anspruch auf eine Abfindung, sofern sie mindestens 35-jÃ¤hrig sind. Auch diese Bestimmung entspricht der Regelung im Personalgesetz (§ 26 Abs. 1 PG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Fehl geht die Meinung der Beschwerdegegnerin, eine Abfindung sei im Fall der KÃ¼ndigung nur geschuldet, wenn sich diese als missbrÃ¤uchlich oder sachlich nicht gerechtfertigt erweise. Der angesprochene Art. 32 Abs. 3 BVO bezieht den Ausschluss einer Abfindung lediglich auf KÃ¼ndigungen der Angestellten â und somit nicht auf eine KÃ¼ndigung des Gemeinwesens, wie sie hier vorliegt. Die Abfindung im Sinn von § 26 PG â und damit auch im Sinn des identischen Art. 32 Abs. 1 BVO â will vielmehr Staatsangestellten, die zwar aus objekti­ven GrÃ¼nden, aber ohne persÃ¶nliches Verschulden entlassen werden, ab einer bestimmten Zahl von Dienstjahren eine gewisse ÃberbrÃ¼ckungshilfe und Anerkennung fÃ¼r ihre Dienst­treue gewÃ¤hren und zugleich die sozialen HÃ¤rten einer KÃ¼ndigung mildern helfen; die Ab­findung soll auch prÃ¤ventiv gegen leichtfertige KÃ¼ndigungen wirken (Fritz Lang, Das ZÃ¼r­cher Personalgesetz vom 27. September 1998, in: Peter Helbling/Tomas Poledna [Hrsg.], Personalrecht des Ã¶ffentlichen Dienstes, Bern 1999, S. 49 ff., 69; vgl. VGr, 14. MÃ¤rz 2001, PB.2000.00029/30, E. 9b, www.vgrzh.ch). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Unverschuldet ist die AuflÃ¶sung eines DienstverhÃ¤ltnisses dann, wenn sie vornehmlich auf GrÃ¼nde zurÃ¼ckzufÃ¼h­ren ist, welche nicht von dem oder der Angestellten zu vertreten sind (Lang, S. 70). Die Rechtsprechung hat das Kriterium des Verschuldens dahingehend prÃ¤zisiert, dass es mehr bedeute als blosse Verursachung. Es setzt voraus, dass die betroffene Person die KÃ¼ndi­gung hÃ¤tte vermeiden kÃ¶nnen, beispielsweise durch das Erbringen der erwarteten Leistung oder die geforderte VerhaltensÃ¤nderung, wenn ihr solches zumutbar und aufgrund ihrer persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse objektiv mÃ¶glich war. Dem oder der Angestellten wird auch dann kein Verschulden im Sinn von § 26 Abs. 1 PG vorzuwerfen sein, wenn ein Konflikt, der nur durch eine KÃ¼ndigung bereinigt werden konnte, nicht vornehmlich durch ihn be­ziehungsweise sie verursacht worden ist, sondern zu seiner Entstehung oder VerschÃ¤rfung die vorgesetzte BehÃ¶rde oder andere Mitarbeitende massgeblich beigetragen haben. Die Abfindung hÃ¤ngt also grundsÃ¤tzlich nicht von der UnzulÃ¤ssigkeit der KÃ¼ndigung ab (vgl. VGr, 5. Juli 2002, PB.2002.00008, E. 4a; VGr, 6. Dezember 2001, PB.2001.00021, E. 5b; VGr, 29. August 2001, PB.2001.00011, E. 7d = ZBl <a id="_Hlt12945776">102/2001, S. 581 ff., 600f., je www.vgrzh.ch)</a>. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) aa) Die KÃ¼ndigung der Beschwerdegegnerin beruht wie gesehen auf sachlichen GrÃ¼nden. Wenn auch die Forderung der Schulpflege nach Reduktion der Therapien zulÃ¤ssig war, so liegt es indessen auf der Hand, dass der Standpunkt der BeschwerdefÃ¼hrerin, die Therapien hÃ¤ufig lÃ¤nger als ein Jahr zu fÃ¼hren, aus pÃ¤dagogischer Sicht zu bevorzugen war; F vom Sozialpsychologischen Dienst bezeichnete denn auch eine Therapiedauer von zwei Jahren unwidersprochen als gut. Der Sparwille der Schulpflege prallte somit auf das hohe Berufsethos der BeschwerdefÃ¼hrerin und deren BemÃ¼hen um optimale Therapierung. Solche abweichenden Vorstel­lungen kÃ¶nnen eine KÃ¼ndigung â wie vorliegend â rechtfertigen, lassen sie aber nicht ohne weiteres als durch den Arbeitnehmer verschuldet erscheinen (vgl. VGr, 14. MÃ¤rz 2001, PB.2000.00018, E. 6c, www.vgrzh.ch). Die Meinungen darÃ¼ber, welchen Aufwand die Schule im Bereich der psychomotorischen Therapie betreiben soll, kÃ¶nnen weit auseinander liegen und sich im Lauf der Zeit verÃ¤ndern. Es ist deshalb bis zu einem gewissen Grad nachvollzieh­bar, wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin, die rund 18 Jahre mit guten Qualifikationen Unterricht erteilt hatte, ihr Konzept nicht ohne weiteres den Forderungen einer neuen BehÃ¶rde anpassen will oder kann. In dieser Situation benÃ¶tigt das Umdenken wie auch das Umsetzen Zeit. Zudem musste die BeschwerdefÃ¼hrerin eine erhebliche Mehrarbeit bewÃ¤ltigen. Schliess­lich wurde die Angelegenheit fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin, wie sie gegenÃ¼ber der Schulpflege mehrmals und glaubhaft dargelegt hatte, zur psychischen Belastung und behinderte sie in ihrer TÃ¤tigkeit. Ein verschuldensmÃ¤ssiges Verhalten kann darin nicht erblickt werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Auch die weiteren VorwÃ¼rfe lassen im Verhalten der BeschwerdefÃ¼hrerin kein massgebliches Verschulden erkennen. Dass bei der BeschwerdefÃ¼hrerin â wie der SchulprÃ¤sident ausfÃ¼hrte â auf alle Argumente der Schulpflege ein Gegenargument komme, was er nicht akzeptieren kÃ¶nne, erweckt in solch pauschaler Weise den Eindruck einer Ã¼berzogenen Darstellung und findet in den Akten auch keine objektivierte StÃ¼tze. Im Ãbrigen ist der Arbeitnehmer ohnehin zu sachlicher KritikÃ¤usserung berechtigt. Auch der Vorwurf illoyalen Verhaltens ist durch die Akten nicht belegt. Wohl hat die BeschwerdefÃ¼hrerin den SchulprÃ¤sidenten gemÃ¤ss Protokoll vom 28. Januar 2002 als "gefÃ¼hllosen Banker" bezeichnet. Solches als Anlass fÃ¼r eine von der BeschwerdefÃ¼hrerin verschuldete KÃ¼ndigung nehmen zu wollen, ginge jedoch deutlich zu weit. Nicht erstellt ist auch der Vorwurf an die BeschwerdefÃ¼hrerin, ihr persÃ¶nlicher und zwischenmenschlicher Umgang wirke sich auf die Teamarbeit im LehrkÃ¶rper aus. Dieser Vorwurf beruht vielmehr bloss auf Ãusserungen, die der SchulprÃ¤sident gehÃ¶rt haben will, ohne dafÃ¼r Namen zu nennen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Zusammengefasst muss die KÃ¼ndigung unter BerÃ¼cksichtigung der besonderen UmstÃ¤nde als unverschuldet im Sinn von § 26 Abs. 2 PG gelten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) aa) Die HÃ¶he der Abfindung betrÃ¤gt gemÃ¤ss Art. 32 Abs. 5 lit. c BVO ab dem 51. Altersjahr drei bis 15 MonatslÃ¶hne. Dabei wird die Abfindung nach den UmstÃ¤nden des Einzelfalles festgelegt. Angemessen berÃ¼cksichtigt werden insbesondere die persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse, die Dienstzeit, der KÃ¼ndigungsschutz sowie ein allfÃ¤lliger neuer Lohn (Abs. 4). Massgeblich ist die HÃ¶he des am Ende der Dienstzeit bezogenen Monatsgehalts.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Nach Meinung der BeschwerdefÃ¼hrerin sind gemÃ¤ss Art. 3 BVO die Richtlinien des Regierungsrates vom 25. April 2001 sinngemÃ¤ss anwendbar. Bei Richtlinien handelt es sich indessen nicht um kantonale AusfÃ¼hrungserlasse im Sinn von Art. 3 BVO, sondern um interne Weisungen des Regierungsrats (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 58). Sie haben deshalb im vorliegenden ArbeitsverhÃ¤ltnis keine verbindliche Geltung fÃ¼r die Bemessung der Abfindung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Das Verwaltungsgericht hatte sich schon wiederholt mit der Bemessung von Abfindungen zu befassen: Die einem 60-jÃ¤hrigen Lehrer zugesprochene Abfin­dung in der HÃ¶he von zehn MonatslÃ¶hnen wurde geschÃ¼tzt, wenn auch als "eher im oberen Be­reich des Vertretbaren" qualifiziert. Der Betreffende hatte seit 23 Jahren unterrichtet, mitt­lerweile aber in einer anderen Gemeinde eine neue Stelle gefunden (VGr, 14. MÃ¤rz 2001, PB.2000.00029/30, E. 9b, www.vgrzh.ch). In einem anderen Fall wurde einer nach der Entlassung arbeitslosen 44-jÃ¤hrigen Lehrerin, welche seit zehn Jahren unterrichtet hatte, eine Abfindung in der HÃ¶he von drei MonatslÃ¶hnen zugesprochen, wo­bei davon ausgegangen wurde, dass zur Zeit eine starke Nachfrage nach LehrkrÃ¤ften be­stehe (VGr, 11. April 2001, PB.2000.00024/25, E. 6c, www.vgrzh.ch). Ferner wurde einem 49-jÃ¤hrigen Lehrer, wel­cher seit 25 Jahren unterrichtet hatte, eine EntschÃ¤digung in der HÃ¶he von zehn Monats­lÃ¶hnen zugesprochen, wobei berÃ¼cksichtigt werden musste, dass es fÃ¼r den Betreffenden schwierig sein dÃ¼rfte, sich einem neuen Beruf zuzuwenden (VGr, 14. MÃ¤rz 2001, PB.2000.00018/23, E. 6d, www.vgrzh.ch).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td><span> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td> <div> <p class="MsoNormal"><span><img alt="" height="16" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=5093" width="16"/></span></p> </div> </td> </tr> </table> </span> </td> </tr> </table> </span><span>dd) Die BeschwerdefÃ¼hrerin war im Zeitpunkt der Beschwerdeanhebung nach wie vor auf Arbeitssuche. In ihrem Alter von 52 Jahren wird sie angesichts der allgemeinen Arbeitsmarktsituation und des Stellenabbaus im Bildungswesen voraussichtlich nicht leicht wieder eine Stelle finden kÃ¶nnen. Hinzu kommen die psychischen Probleme, welche bereits an ihrer Arbeitsstelle aufgetreten sind und zu einer vorÃ¼bergehenden ArbeitsunfÃ¤higkeit fÃ¼hrten. Zu beachten ist auch die lange Dienstzeit der BeschwerdefÃ¼hrerin von insgesamt rund 19 Jahren. Anderseits kann nicht ausser Acht gelassen werden, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin, wenn sie auch die KÃ¼ndigung nicht im Sinn von Art. 32 Abs. 1 Satz 1 BVO verschuldet hatte, doch eine gewisse Mitverantwortung trÃ¤gt, namentlich mit ihrer emotionalen Ablehnung des SchulprÃ¤sidenten und mit den damit einher gehenden Ãusserungen. Diese Mitverantwortung fÃ¤llt bei der Bemessung der Abfin­dung zu Ungunsten der BeschwerdefÃ¼hrerin ins Gewicht (vgl. VGr, 11. April 2001, PB.2000.00024, E. 6c, www.vgrzh.ch). Unter BerÃ¼cksichtigung sÃ¤mtlicher UmstÃ¤nde erscheint eine Abfindung im Umfang von neun MonatslÃ¶hnen als angemessen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>ee) Da die Voraussetzungen gemÃ¤ss Art. 339b Abs. 1 des Obligationenrechts vorliegend nicht erfÃ¼llt sind, mÃ¼ssen die SozialversicherungsbeitrÃ¤ge auch fÃ¼r die Abfindung entrichtet werden (Art. 7 lit. q in Verbindung mit Art. 8</span><sup><span>ter</span></sup><span> Abs. 1 lit. a der Verordnung vom 31. Oktober 1947 Ã¼ber die Alters- und Hinterlassenenversicherung; vgl. auch VGr, 23. Oktober 2002, EG.2002.00002).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Schliesslich rÃ¼gt die BeschwerdefÃ¼hrerin die der Gegenpartei im Rekursverfahren zugesprochene ParteientschÃ¤digung (act. 2 S. 3 f.). Im Rekurs- und Beschwerdeverfahren kann die unterliegende Partei zu einer angemessenen EntschÃ¤digung fÃ¼r die Umtriebe ihres Gegners verpflichtet werden, nament­lich wenn die rechtsgenÃ¼gende Darlegung komplizierter Sachverhalte und schwieriger Rechts­fragen besonderen Aufwand erforderte oder den Beizug eines Rechtsbeistandes recht­fertigte (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG). Zwar ist die geltende Praxis zurÃ¼ckhaltend gegenÃ¼ber EntschÃ¤digungen an ein Gemeinwesen (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 17 N. 19). Dies gilt je­doch nicht fÃ¼r kleinere Gemeinden (vgl. KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 17 N. 20), zu welchen die Be­schwerdegegnerin bei einer Einwohnerzahl der Gemeinde X von rund 4'500 ohne weiteres zu rechnen ist. Angesichts der in vorliegender Streitsache aufgetretenen Rechts­fragen hat die Beschwerdegegnerin ihren Vertreter gerechtfertigterweise beigezogen und dementsprechend Anspruch auf eine angemessene ParteientschÃ¤digung. Die Zusprechung einer EntschÃ¤digung an die Schulgemeinde erweist sich daher grundsÃ¤tzlich als gerechtfertigt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>7. a) Die Parteien werden entsprechend ihrem Unterliegen kostenpflichtig (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). BezÃ¼glich der streitwertmÃ¤ssig relevanten Forderung auf Bezahlung von 16 MonatslÃ¶hnen obsiegt die BeschwerdefÃ¼hrerin vor Verwaltungsgericht zu 5/8. Sie hat dementsprechend 3/8 und die Beschwerdegegnerin 5/8 der Gerichtskosten zu tragen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Sodann ist der BeschwerdefÃ¼hrerin angesichts ihres Obsiegens zu 5/8 eine auf 1/4 reduzierte ParteientschÃ¤digung zuzusprechen. Als angemessen erscheint ein Betrag von Fr. 750.- (Mehrwertsteuer inbegriffen).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>8. Mit der heutigen teilweisen Aufhebung des angefochtenen Entscheids und der Zusprechung von insgesamt zehn MonatslÃ¶hnen hat die BeschwerdefÃ¼hrerin auch im Rekursverfahren als teilweise obsiegend zu gelten. Ihr Hauptantrag vor Rekursinstanz ging allerdings erfolglos auf eine Aufhebung der KÃ¼ndigung. Zudem hatte sie damals noch eine EntschÃ¤digung von 21 MonatslÃ¶hnen verlangt. Schliesslich unterlag sie auch im dortigen Zwischenverfahren betreffend die aufschiebende Wirkung. Insgesamt erscheint sie deshalb im Umfang von rund 4/5 als unterliegend. Dies fÃ¼hrt zu einer Reduktion der der Beschwerdegegnerin zugesprochenen EntschÃ¤digung auf 3/5, das heisst auf Fr. 1'320.- (Mehrwertsteuer inbegriffen).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Dispositiv-Ziffern I und III des Beschlusses des Bezirksrats Y vom 26. MÃ¤rz 2003 werden teilweise aufgehoben.</span></p> <p class="Einzug2"><span>1.1<span> </span></span><span>Es wird festgestellt, dass die KÃ¼ndigung vom 1. Februar 2002 an einem formellen Mangel leidet. </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.2<span> </span></span><span>Der BeschwerdefÃ¼hrerin wird im Sinn der ErwÃ¤gungen eine EntschÃ¤digung von einem Brutto-Monatslohn und eine Abfindung von neun Netto-MonatslÃ¶hnen zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>1.3<span> </span></span><span>Die der Beschwerdegegnerin fÃ¼r das Rekursverfahren zugesprochene ParteientschÃ¤digung wird reduziert auf Fr. 1'320.- (Mehrwertsteuer inbegriffen). </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</span></p> <span><br/> </span> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 5'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 5'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2.<span> </span></span><span>Die Gerichtskosten werden zu 3/8 der BeschwerdefÃ¼hrerin und zu 5/8 der Beschwerdegegnerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3.<span> </span></span><span>Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine reduzierte ParteientschÃ¤digung von Fr. 750.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>