Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 27. April 2017 (720 16 319 / 96) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung IV-Rente / Würdigung des medizinischen Sachverhalts; die Restarbeitsfähigkeit kann auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwertet werden. Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Jgn az Jermann, Kantonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Margit Campell Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durc h Dr. Alex Hediger, Advo- kat, Freie Strasse 82, Postfach, 4010 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Die 1957 geborene A.____ arbeitete zuletzt als S erviceangestellte im B.____ in einem 50%- und als Raumpflegerin in einer Zahnarztpraxis in einem 15%-Pensum. Am 5. Juli 2013 meldete sie sich unter Hinweis auf Arthrose in den Händen, Füssen und Hüften sowie im Rü- cken bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Leistungen an. Nach Abklärung der gesundheitlichen, erwerblichen und hauswirtschaftlichen Verhältnisse und Durch- führung des Vorbescheidverfahrens ermittelte die IV -Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) in An- wendung der gemischten Bemessungsmethode – mit Ante ilen von 59% an Erwerbs- und von Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 41% an Haushaltstätigkeit – einen Invaliditätsgrad von 60%. In der Folge sprach sie der Versi- cherten mit Verfügung vom 13. September 2016 für die Zeit vom 1. Januar 2014 bis 31. De- zember 2014 eine Dreiviertelsrente zu. B.1 Hiergegen erhob A.____ am 20. September 2016 Be schwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), und b eantragte sinngemäss, dass die angefochtene Verfügung aufzuheben und ihr auch ab 1. Januar 2015 eine Rente zuzusprechen sei. Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, d ass sie weiterhin 100% arbeitsunfähig sei und auch keine Verweistätigkeit verrichten könne. B.2 Mit Schreiben vom 23. September 2016 teilte Advok at Dr. Alex Hediger mit, dass er von der Versicherten mit der Wahrung ihrer Interessen be auftragt worden sei. Am 13. Oktober 2016 reichte er namens und im Auftrag von A.____ eine ergänzende Beschwerdebegründung ein und beantragte die Aufhebung der angefochtenen V erfügung vom 13. September 2016 so- wie die Ausrichtung einer unbefristeten Rente mit Wirku ng ab 1. Januar 2015; unter o/e- Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege mit Advokat Dr. Hediger als Rechtsvertrete r beantragt. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass der angefochtene Entscheid auf unzureichenden medizinischen Unterlagen beruhe. Zudem sei davon auszugehen, dass auf grund des vorgerückten Alters der Versicherten die verbleibende Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht mehr verwertet werden könne. Schliesslich sei auch die Einschätzung im Haushaltsbericht nicht nachvollziehbar, weshalb darauf nicht abgestellt werden könne. C. Mit Verfügung vom 30. November 2016 wurde der Besch werdeführerin für das vorlie- gende Verfahren die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit Advokat Dr. Hediger als Rechtsvertreter bewilligt. D. In ihrer Vernehmlassung vom 19. Dezember 2016 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht frist- und formgerecht eingereich- te Beschwerde vom 20. September 2016/13.Oktober 2016 ist einzutreten. 2. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der B eschwerdeführerin ab 1. Januar 2015. Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum E rlass der angefochtenen Verfü- gung vom 13. September 2016 entwickelt hat. Dieser Zei tpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). 3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die In- validenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 Versicherte, d ie ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmass- nahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigk eit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in e inem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). 3.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussich tlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie k ann im IV-Bereich Folge von Geburts- gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommende n allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver- stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des V orliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 200 8 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über- windbar ist (Satz 2). 4.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person A nspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Vi ertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 4.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invalid itätsgrad aufgrund eines Einkommens- vergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen , das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der med izinischen Behandlung und allfälliger Ein- gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktla- ge erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden w äre (Valideneinkommen). Der Einkom- mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol gen, dass die beiden hypothetischen Er- werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt un d einander gegenübergestellt wer- den. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditä tsgrad bestimmen (allgemeine Me- thode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b). 4.3 Bei nichterwerbstätigen Versicherten, welche in ei nem Aufgabenbereich (z.B. Haushalt) tätig sind und denen die Aufnahme ein er Erwerbstätigkeit nicht zugemutet wer- den kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abge- stellt, in welchem Masse sie behindert sind, sich im bisher igen Aufgabenbereich zu betätigen (Betätigungsvergleich; Art. 28a Abs. 2 IVG). Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.4 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird f ür diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbe reich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbs- tätigkeit bzw. der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen u nd der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (gemischte M ethode der Invaliditätsbemes- sung). Ist bei diesen Versicherten anzunehmen, dass sie im Zeitpunkt der Prüfung des Renten- anspruchs ohne Gesundheitsschaden ganztägig erwerbstätig wären, so ist die Invaliditätsbe- messung ausschliesslich nach den Grundsätzen für Erwerbstä tige zu bemessen (Art. 27 bis der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961). 4.5.1 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zei tweilig erwerbstätig oder als nichter- werbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträcht igung bestünde. Entscheidend ist so- mit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versiche rten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 507 E. 3.3 mit Hinweisen; Urteil des Bund esgerichts vom 17. Juli 2012, 9C_335/2012, E. 3.1). Bei im Haushalt tätigen Versich erten im Besonderen sind die persönli- chen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältniss e ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbil- dung sowie die persönlichen Neigungen und Begabunge n zu berücksichtigen. Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verfügung (hier: 13. September 2016) entwickelt haben, wobei fü r die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit de r im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erford erlich ist (BGE 137 V 338 E. 3.2, 125 V 150 E. 2c, je mit Hinweisen). 4.5.2 Vorliegend bemass die IV-Stelle den IV-Grad der Versicherten nach der gemischten Methode. Dabei stellte sie bei der Festlegung der Ant eile der Erwerbs- und der Haushaltstätig- keit auf die im “Fragebogen zur Ermittlung der Erwerb stätigkeit“ vom 10. März 2016 wiederge- gebenen Angaben ab, wonach die Beschwerdeführerin ohn e gesundheitliche Beeinträchtigung wie bisher in einem Pensum von 59% eines Vollpensums einer ausserhäuslichen Erwerbstätig- keit nachgegangen wäre. Gestützt auf diese Aussage der Ve rsicherten setzte die IV-Stelle den Anteil der Erwerbstätigkeit auf 59% und jenen der Hau shaltstätigkeit entsprechend auf 41% fest, was von der Versicherten nicht in Frage gestellt wird. 5.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des IV-Grad bildet d ie Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig ist. 5.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterl agen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen S tellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, we lche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Perso n auf dem allgemeinen, ausgegliche- nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumut- barerweise noch verrichtet werden können (U LRICH MEYER -BLASER , Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: René Schaffhauser/Franz Sc hlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Inva- lidität in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 5.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vg l. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an- deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Be- weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 5.4 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem G rundsatz der freien Beweiswürdi- gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen me dizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltu ngsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund e ingehender Beobachtungen und Unter- suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun- de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswür digung volle Beweiskraft zuzuer- kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverläs sigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Di ese im Bereich der Unfallversicherung entwickelten Grundsätze finden für das IV-Verwaltungsve rfahren sinngemäss Anwendung (Ur- teil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 9 . August 2000, I 437/99 und I 575/99, E. 4b/bb). In Bezug auf Berichte von behan delnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunt er im Hinblick auf ihre auftrags- rechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patien- ten aussagen. Bei der Abschätzung des Beweiswerts im Rahmen einer freien und umfassenden Beweiswürdigung dürfen allerdings auch die potentiell en Stärken der Berichte behandelnder Ärzte nicht vergessen werden. Der Umstand allein, dass ei ne Einschätzung vom behandelnden Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Mediziner stammt, darf nicht dazu führen, sie als von vor nherein unbeachtlich einzustufen; die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Betr euung durch behandelnde Ärzte bringt oft wertvolle Erkenntnisse hervor. Auf der ander en Seite lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begut- achtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen E xperten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) nicht zu, ein Administrativgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärung en zu nehmen, wenn die behan- delnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelange n (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1 mit Hinweisen). Vor behalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein sub- jektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspe kte benennen, die im Rahmen der Begut- achtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Ur teil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 6. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversi cherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben IV- Stelle und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklä- rung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lan- ge, bis über die für die Beurteilung des streitigen An spruchs erforderlichen Tatsachen hinrei- chende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 7.1 Für die Beurteilung des vorliegenden Falls sind im Wesentlichen die folgenden Unter- lagen zu berücksichtigen: 7.2 Im Rahmen der Anmeldung zum Leistungsbezug holte d ie IV-Stelle beim behandeln- den Arzt Dr. med. C.____, FMH Allgemeine Medizin, ein en Bericht ein, welcher am 27. August 2013 erging. Dr. C.____ diagnostizierte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Spondylo- listhesis Grad II mit hochgradiger Foraminalstenose L5/S 1, eine Rhizarthrose beidseits mit Sta- tus nach operativer Intervention rechts im Dezember 2012 und ein generalisiertes Schmerzsyn- drom im ganzen Wirbelsäulenbereich als Folge der Spondylolisthesis. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit lägen ein Status nach Distorsionstraum a der Halswirbelsäule (HWS) nach Au- tounfall im Jahr 2009 und diverse Allergien bzw. Unvert räglichkeiten vor. Die Versicherte leide seit langer Zeit an belastungsabhängigen Rückenschmerzen lumbal, welche in den letzten Jah- ren zunehmend radikuläre Reizungen verursacht hätten. S ie sei im Service tätig und körperli- chen Belastungen ausgesetzt. Die Abklärung des Rückens zeige eine hochgradige Foraminals- tenose L5/S1 aufgrund einer Spondylolisthesis Grad II. Weiter hätten seit 2011/12 zunehmende Beschwerden seitens einer Rhizarthrose beidseits bestanden , welche jedoch nach einer hand- chirurgisch operativen Intervention im Dezember 2012 erf olgreich behandelt worden seien. Die Rückenproblematik mit zunehmender Fehlhaltung führe zu einem generalisierten Schmerzsyn- drom im ganzen Wirbelsäulenbereich und als Folge davon zu einer belastungsabhängigen star- ken Erschöpfung und Müdigkeit. Seines Erachtens sei ein e neurochirurgische Intervention mit Stabilisation der Wirbelsäule nicht zu umgehen. Aufgru nd dieser Leiden bestehe ab 1. Novem- ber 2012 dauernd bis auf weiteres für die Tätigkeit al s Serviceangestellte eine 50%ige Arbeits- unfähigkeit. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 7.3 Die Beschwerdeführerin musste sich in der Folge mehr eren Rückenoperationen unter- ziehen. Gemäss Bericht des Spitals D.____ vom 3. Februar 2 014 habe sie an einer Claudicatio radicularis L5 rechts bei Foraminalstenose in Folge eine r Spondylolisthesis bei einer Spondylo- lyse und einer Spina bifida occulta L5 - S1 gelitten. Es seien deshalb am 31. Januar 2014 eine Foraminotomie L5 - S1 rechts mikrochirurgisch und eine instrumentierte dorsolaterale Fusion L4 - S1 mit Beckenkammspongiosa durchgeführt worden. Da sich im Rahmen einer postoperativen Verlaufskontrolle gezeigt habe, dass die Schraube L4 rechts extrapedikular lateral gelegen s ei und die Beschwerdeführerin einen Psoas-Logen-Schmerz be i Flexion der Hüfte aufgewiesen habe, sei am 6. Februar 2014 eine Schraubenrevision vorgenomm en worden. Da auch nach den operativen Eingriffen rechtsbetonte, belastungsabhängige Schme rzen entsprechend dem Dermatom L5 bestan- den hätten, sei sie am 13. Mai 2014 erneut operiert worden. Um den betroffenen Nerv zu dekompen- sieren, seien eine Pedikelresektion L5 rechts und e in Wechsel der Schraube L4 rechts vorgenom- men worden. 7.4 Im weiteren Verlauf holte die IV-Stelle bei Dr. med. E.____, FMH Rheumatologie und Innere Medizin, ein Gutachten ein, welches am 23. Dezember 2015 erging. Dr. E.____ diagnos- tizierte mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches Lumbovertebralsyndrom mit/bei Sta- tus nach Foraminotomie L5/S1 rechts mikrochirurgisch, instrumentierte dorso-laterale Fusion L4 - S1 mit Beckenkammspongiosa bei Claudicatio radicular is L5 rechts bei Foraminalstenose in Folge einer Spondylolisthesis bei Spondylolyse und Spina b ifida occulta L5 - S1 am 31. Januar 2014, Status nach Schraubenrevision L4 rechts bei Schraubenfehllage L4 rechts am 6. Februar 2014, Status nach Pedikelresektion L5 rechts und Wechsel der Schraube L4 rechts am 13. Mai 2014. Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit führte Dr. E.____ eine Fibromyalgie, Spreizfüsse bds. mit Hallux valgus bds., Status nach Oper ation einer Rhizarthrose rechts am 10. Dezember 2012 und ein Hypermobilitätssyndrom (Beigh ton-lndex 5/9) auf. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit hielt er fest, dass die angestammte Tätigkeit im Service praktisch rein gehend und stehend ausgeübt werde und auch das Heben von Gew ichte beinhalte (Nachfüllen von Mi- neralwasser, Harassen aus dem Keller holen etc.). Diese B elastungen seien für die jetzige Rückenproblematik zu gross. Die Arbeit als Reinigungsfrau entspreche zwar einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit. Da sich die Beschwerdeführerin dabei auch immer wieder bücken müsse, sei auch diese aufgrund der Rückenpathologie nich t zumutbar. Somit könne sie die an- gestammten Tätigkeiten nicht mehr ausüben. Für eine V erweistätigkeit, bei welcher die Versi- cherte nicht über 5 kg heben, stossen oder ziehen, nicht in Zwangsstellungen wie nur sitzend, nur stehend, repetitiv bückend oder vornübergebeugt ode r auch Überkopf arbeiten müsse, be- stehe ab 1. Oktober 2014 eine Arbeitsfähigkeit von 80% bezogen auf ein Ganztagspensum. Die Einschränkung von 20 % auch in einem derart leichten P ensum bestehe aufgrund eines ver- mehrten Pausenbedarfs. Weiter sei zu berücksichtigen, dass d ie Beschwerdeführerin derzeit noch unter Morphinen stehe. 7.5.1 Im Nachgang zum Gutachten von Dr. E.____ hielt D r. C.____ am 25. Mai 2016 fest, dass die Beschwerdeführerin weiterhin zu 100% arbeitsun fähig sei. Sie leide an einer chroni- schen, teils therapieresistenten Schmerzkrankheit bei Statu s nach komplexer Spondylodesen- operation und persistierender foraminal bedingter Schm erzproblematik inklusive postoperativer Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht Neuropathie. Die Situation sei hinreichend bekannt un d es werde ausdrücklich auf das Gutach- ten von Dr. E.____ verwiesen. 7.5.2 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens führte Dr. C. ____ am 4. Oktober 2016 zuhan- den des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin aus, Dr. E.____ erwähne in seinem Gutach- ten mit keinem Wort, dass die Beschwerdeführerin an der sogenannten Schmerzkrankheit lei- den könnte. Er kenne sie sehr gut und auch ihren Arbeitsw illen sowie die immer wiederkehren- den Versuche, eine ihr gebotene Arbeit möglichst gut durchzuführen. Er frage sich, warum in einem spezialärztlichen Gutachten solche Momente ausser Acht gelassen würden. Aus seiner Sicht leide sie nicht an einer Fibromyalgie, sondern an einer schwer therapierbaren Schmerz- krankheit. Dadurch sei sie deutlich in ihrem Alltag ein geschränkt, wache in der Nacht mehrmals wegen Schmerzen auf, habe am Morgen Schmerzen, könne hö chstens 45 Minuten gehen und müsse sich deswegen 2 bis 3 Mal täglich hinlegen. Zudem würden sich immer wieder rechtssei- tig in den Oberschenkel einschiessende Schmerzen zeigen, die radikulärer Natur seien, d.h. der Nervenwurzel L5 rechts entspringend. Einen Zusammenhan g hierzu lasse sich auch durch das letzte MRI von 2015 belegen, anlässlich welchem im recht sseitigen Neuroforamen Granulati- onsgewebe nachgewiesen habe werden können (10 x 10 x 9 mm), die das rechtsseitige Neuro- foramen einengen würde. Gerade deshalb scheine es ihm wichtig zu beachten, dass aus die- sen komplexen Teilaspekten heraus ein Bild resultiert , das keinesfalls der Fibromyalgie ent- spreche, sondern einer komplexen Schmerzkrankheit, welche absolut IV-würdig wäre. Es sei mehrmals versucht worden, die Opiatdosis zu reduzieren, was aber nicht möglich gewesen sei. 7.5.3 Dr. med. F.____, Facharzt für Allgemeinmedizin , Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) beider Basel, hielt am 26. Oktober 2016 fest, dass sich K ritik von Dr. C.____ am Gutachten von Dr. E.____ medizinisch nicht nachvollziehen liesse. 8.1 Die IV-Stelle stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts vollum- fänglich auf die Ergebnisse im Gutachten von Dr. E.____ vom 23. Dezember 2015 und ging demzufolge davon aus, dass der Versicherten mit Wirkung a b 1. Oktober 2014 die Ausübung angepasster Tätigkeiten im Umfang von 80% zumutbar sei. 8.2 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.4 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfah- rens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen ge langen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indi zien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Solche Indizien liegen hier keine vor . Das Gutachten von Dr. E.____ vom 23. Dezember 2015 beruht auf einer eingehenden Unte rsuchung der Versicherten und es be- rücksichtigt auch die übrigen bei den Akten liegenden me dizinischen Berichte. Zudem geht es einlässlich auf die Beschwerden ein und vermittelt ein hinreichendes Bild über deren Gesund- heitszustand. Es wird deutlich, dass die Versicherte mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches Lumbovertebralsyndrom aufweist. Vor diesem Hin tergrund ist auch die fachärztli- che Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar begründet. Demnach ist davon auszuge- hen, dass der Beschwerdeführerin angepasste Arbeiten mi t Wirkung ab 1. Oktober 2014 im Umfang von 80% zumutbar sind. Insgesamt ist die Beurteilung im Gutachten sowohl in der Dar- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht legung der medizinischen Zusammenhänge als auch bezüglich der daraus gezogenen Schluss- folgerungen überzeugend und lässt auch eine zuverlässige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Versicherten zu, weshalb die IV-Stelle bei der Beurtei lung der medizinischen Sachlage darauf abstellen durfte. 8.3.1 Daran vermögen die Vorbringen der Beschwerdefü hrerin nichts zu ändern. Wenn sie sich auf die ausführliche Kritik des behandelnden Arztes Dr. C. ____ vom 4. Oktober 2016 be- ruft, wonach die Beurteilung von Dr. E.____vom 23. De zember 2015 nicht nachvollziehbar sei, gilt es zunächst zu berücksichtigen, dass mit Blick auf die b eweisrechtlich bedeutsame Ver- schiedenheit von Behandlungs-/Therapieauftrag einersei ts und Begutachtungsauftrag anderer- seits auch die Einschätzungen behandelnder Spezialärzte mi t besonderer Sorgfalt zu würdigen sind (BGE 125 V 351 E. 3b/cc mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 20. März 2006, I 655/05, E. 5.4 mit Hinweisen). Soweit der behande lnde Arzt geltend machte, dass die Be- schwerdeführerin entgegen der Auffassung von Dr. E.___ _ nicht an einer Fibromyalgie, son- dern an einer schwer therapierbaren Schmerzkrankheit lei de, kann ihm nicht gefolgt werden. Dabei ist festzustellen, dass Dr. C.____ selbst im Beri cht vom 4. Oktober 2016 keine konkrete Diagnose stellte, wonach die Beschwerdeführerin an ein er nach ICD-10 anerkannten Krankheit leidet. Vielmehr verwies er diesbezüglich auf einen Ar tikel in der Zeitschrift Ars Medici, 2009, S. 184 f., der von Dr. med. Ueli Böhni, FMH Innere Medizin/Rheumatologie, verfasst wurde, und der sich mit einem entsprechenden Beschwerdebild auseinandersetzte. Dr. C.____ beschrieb in der Folge aus seiner Sicht die Einschränkungen und die A uswirkungen der Schmerzen, ohne die diagnostische Beurteilung und die Einschätzung von D r. E.____ überzeugend zu widerle- gen. Weiter trifft es entgegen der Beschwerdeführerin nicht zu, dass Dr. E.____ mit keinem Wort die schwierige Schmerzsituation erwähne. Er führte in seinem Gutachten auf Seite 25 f. die genaue Schmerzsituation der Beschwerdeführerin auf und hielt nachvollziehbar fest, dass es eine Tatsache sei, dass viele Patienten mit einem St atus nach Spondylodesen nicht völlig beschwerdefrei seien. Bei der Beschwerdeführerin besteh e postoperativ aber insofern eine Besserung als die vor der Operation bestehende Ischialgie verschwunden sei. Damit bestätigt er, dass die Beschwerdeführerin unter Schmerzen leidet . Entgegen ihrer Ansicht führte Dr. E.____ die Schmerzsituation aber in erster Linie a uf das chronische Lumbovertebralsyn- drom und die Fibromyalgie zurück, was er auch eingehend begründete. Auf diese Weise erfasst er die Schmerzsituation vollständig und einleuchtend. Z u beachten ist auch, dass die Diagnose der Fibromyalgie nicht erst durch Dr. E.____ gestellt w urde. Bereits im Bericht vom 16. Februar 2015 führte Dr. med. G.____, FMH Neurologie, aus, da ss die diffusen, oft seitenalternierend und insbesondere morgens ausgeprägten Waden- und Ober schenkelschmerzen beidseits am ehesten eine Pathologie des Bewegungsapparates im Sinn e von Weichteilrheuma vermuten liessen. Auch im Bericht des Spitals H.____ vom 20. Feb ruar 2015 wurde als Verdachtsdiagno- se Weichteilrheumatismus genannt. Weiter ist mit Blick au f die Ausführungen von Dr. E.____ und Dr. C.____ festzustellen, dass sie letztlich den glei chen medizinischen Sachverhalt unter- schiedlich beurteilen. Da Dr. E.____ aber in seinem Gut achten sowohl die erhobenen Befunde als auch deren Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit über zeugend darlegte, vermag die von Dr. C.____ erstellte abweichende Zumutbarkeitsschätzung für sich allein dieses Ergebnis nicht umzustossen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 11. Dezember 2009, 9C_813/2009, E. 2.3). Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 8.3.2 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerd egegnerin ihren Entscheid zu Recht auf das rheumatologische Gutachten von Dr. E.____ vom 23. Dezember 2015 abstellte und davon ausging, dass der Beschwerdeführerin aufgrund des diagnostizierten chronischen Lumbovertebralsyndroms die Ausübung einer adaptierten Verweistätigkeit zu 80% zumutbar ist. Da es sich dabei um ein somatisches, objektivierbares L eiden handelt, erübrigen sich Ausfüh- rungen zu den Standardindikatoren gemäss BGE 141 V 281 . Lässt die vorhandene Aktenlage nach dem Gesagten eine zuverlässige Beurteilung des massgebenden medizinischen Sachver- halts zu, so ist dem Eventualantrag der Beschwerdeführer in, wonach weitere medizinische Ab- klärungen vorzunehmen seien, nicht stattzugeben. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst zwar das Recht, Beweisanträge zu stellen, und - als Korr elat - die Pflicht der Behörde zur Be- weisabnahme. Beweise sind im Rahmen dieses verfassungsmä ssigen Anspruchs indessen nur über jene Tatsachen abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsache erheblich sind. Ge- langt das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung z ur Überzeugung, dass die vorhande- nen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des relevanten Sach verhaltes ergeben und dieser dem- nach hinreichend abgeklärt ist, kann auf ein beantrag tes Beweismittel verzichtet werden. Die damit verbundene antizipierte Beweiswürdigung ist nach konstanter bundesgerichtlicher Recht- sprechung zulässig (BGE 141 I 64 E. 3.3, 124 V 94 E. 4 b, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen). 9.1 Im Zusammenhang mit der zumutbaren Verweistätigkei t macht die Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend, dass ihr in Anbetracht ihres fo rtgeschrittenen Alters nicht mehr zuge- mutet werden könne, eine andere Arbeit anzunehmen. 9.2 Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein in validitätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die e iner versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungslast nicht mehr zumutbar ist. Fehlt es an einer wirtschaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, die einen An spruch auf eine ganze Invalidenrente begründet. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermö- gen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Ein zelfalls ab. Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und de ssen Folgen, der absehbare Um- stellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruk- tur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbild ung, beruflicher Werdegang oder An- wendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (BGE 138 V 460 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Möglichkeit, die verbliebene Arbei tsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Ar- beitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, w elcher Zeitraum der versicherten Per- son für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch f ür einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht (Urteil des Bundesgerichts vom 9. Juli 2015, 9C_118/2015, E. 2.2). 9.3 Für den Zeitpunkt, in welchem die Frage nach der V erwertbarkeit der (Rest-) Arbeitsfä- higkeit bei vorgerücktem Alter beantwortet wird, ist au f das Feststehen der medizinischen Zu- mutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit abzustellen ( BGE 138 V 457 E. 3.3 S. 462). Vorliegend Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht bildet das von der IV-Stelle eingeholte Gutachten vo n Dr. E.____ vom 23. Dezember 2015 Grundlage für die angefochtene Verfügung. Für die F rage der Rentenberechtigung ist demnach die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ab 23. De zember 2015 entscheidend (vgl. dazu Ur- teil des Bundesgerichts vom 14. Oktober 2016, 9C_416/201 6, E. 5.1). Im massgeblichen Zeit- punkt war die am 24. Oktober 1957 geborene Versicherte rund 58 Jahre alt. Bis zum Erreichen des ordentlichen AHV-Alters von 64 Jahren verbleibt ihr demnach noch eine Aktivitätsdauer von knapp 6 Jahren. 9.4 Wie das Bundesgericht im Urteil vom 10. September 2013, 8C_345/2013, aufzeigte, hatte es sich schon verschiedentlich mit Fällen von versiche rten Personen zu befassen, in de- nen sich die Frage stellte, ob diese angesichts ihres fo rtgeschrittenen Alters in einem als aus- geglichen unterstellten Arbeitsmarkt noch als vermittelbar gelten und die ihr verbliebene Leis- tungsfähigkeit erwerblich verwerten konnten. So hatte l aut der vom Bundesgericht im genann- ten Urteil in E. 4.3.2 wieder gegebenen Kasuistik da s damalige EVG einen 60-jährigen Versi- cherten, welcher mehrheitlich als Wirker in der Textilin dustrie tätig gewesen war, als zwar nicht leicht vermittelbar erachtet. Es sah aber mit Bezug auf den ausgeglichenen Arbeitsmarkt gleichwohl Möglichkeiten, eine Stelle zu finden, zumal H ilfsarbeiten auf dem hypothetischen, ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt werden, und der Ver- sicherte zwar eingeschränkt (weiterhin zumutbar waren lei chte und mittelschwere Arbeiten im Gehen, Stehen und Sitzen in geschlossenen Räumen), ab er immer noch im Rahmen eines Vollpensums arbeitsfähig war (Urteil des EVG vom 5. Au gust 2005, I 376/05, insbesondere E. 4.2). Bejaht hat das EVG auch die Verwertbarkeit d er Restarbeitsfähigkeit eines (ebenfalls) 60-jährigen Versicherten mit einer aufgrund verschiede ner psychischer und physischer Limitie- rungen (es bestanden u.a. rheumatologische und kardiale Probleme) um 30 % eingeschränkten Leistungsfähigkeit (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 22. Januar 2007, I 304/06, E. 4.1 und 4.2). Schliesslich erachtete das Bundesgericht die Chance n eines 60 Jahre alten Versicherten auf eine Anstellung als intakt, der in Bezug auf körpe rlich leichte Arbeiten, die abwechslungs- weise sitzend oder stehend ausgeführt werden können, oh ne regelmässiges Heben oder Tra- gen von Gewichten über 10 kg, ohne häufige Arbeiten üb er der Horizontalen und ohne regel- mässige Kraftanwendung des linken Arms bei voller Stunden präsenz im Umfang von 80% ar- beitsfähig war (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 28. Mai 2009, 9C_918/2008, E. 4.3). 9.5 Im Lichte der dargelegten Grundsätze und der hoh en Hürden, welche das Bundesge- richt für die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit älterer Menschen entwickelt hat, ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin einen IV-rec htlich erheblichen fehlenden Zu- gang der Beschwerdeführerin zum Arbeitsmarkt verneinte. Diese war im massgebenden Zeit- punkt des Feststehens der medizinischen Zumutbarkeit ihrer Erwerbstätigkeit (BGE 138 V 457 ff.) bzw. im Zeitpunkt der Gutachtenserstellung 58 Jahre alt und daher zwar nicht mehr leicht vermittelbar. Dennoch dürfen die Anstellungschancen auf dem von Gesetzes wegen als ausge- glichen unterstellten Arbeitsmarkt für intakt erachtet werden. Einerseits werden Hilfsarbeiten auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 28 A bs. 2 IVG) grundsätzlich altersun- abhängig nachgefragt (vgl. Urteil des Bundesgericht vom 23. Oktober 2007, 9C_610/2007, E. 4.3). Andererseits ist die Beschwerdeführerin in ein er leidensadaptierten Tätigkeit nach wie vor zu 80 % arbeitsfähig. Die ihr offenstehenden zumut baren Tätigkeiten unterliegen deshalb keineswegs so vielen Einschränkungen, dass eine Anstellung n icht mehr als realistisch zu be- Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht zeichnen wäre. Unter diesen Umständen ist die Beschwerde gegnerin vorliegend zu Recht von der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ausgegangen. 10. Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen de r gesundheitlichen Beeinträchti- gungen. Die Beschwerdegegnerin stützte die Berechnung de s Invaliditätsgrads auf die ge- mischte Methode. Dabei hat sie in ihrer Verfügung vom 1 3. September 2016 zur Ermittlung des IV-Grads den erforderlichen Einkommensvergleich vorgenom men, wobei sie - wie vorstehend ausführlich dargelegt - zu Recht davon ausging, dass die B eschwerdeführerin in einer leidens- adaptierten Tätigkeit zu 80% arbeitsfähig ist. Dabei hat sie anhand der Gegenüberstellung von Validen- und zumutbarem Invalideneinkommen für die Z eit ab 1. Oktober 2014 einen IV-Grad von 2.28% ermittelt. Die konkrete Berechnung, die von d er Beschwerdeführerin in der vorlie- genden Beschwerde nicht beanstandet wurde, erweist sich a uch nach einer gerichtlichen Über- prüfung als rechtens, weshalb diesbezüglich auf die ent sprechenden Ausführungen der IV- Stelle in der Verfügung vom 13. September 2016 verwiesen werden kann. 11.1 Zu prüfen bleibt, in welchem Masse die Versicherte zufolge ihrer gesundheitlichen Be- schwerden im Haushalt eingeschränkt ist. 11.2 In Bezug auf die Invalidität im Aufgabenbereich beanstandet die Versicherte die Er- gebnisse im Haushaltsabklärungsbericht vom 16. März 2016, i n welchem lediglich eine Ein- schränkung von 2,7% festgestellt worden sei. Der Bericht l asse unberücksichtigt, dass sie bei der Verrichtung der Haushaltsarbeiten mindestens 50% e ingeschränkt sei. Streitig und zu prü- fen ist somit, in welchem Masse die Versicherte zufolge ihrer gesundheitlichen Beschwerden im Haushalt tätig sein kann. 11.3 Zur Ermittlung der Einschränkung im Haushaltsbere ich bedarf es im Regelfall einer Abklärung vor Ort (vgl. Art. 69 Abs. 2 IVV). Hinsichtli ch des Beweiswertes des Abklärungsbe- richts sind - analog zur Rechtsprechung zur Beweiskraft von Arztberichten (BGE 134 V 232 E. 5.1) - verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. Ein Hausha ltsabklärungsbericht ist beweis- kräftig, wenn er von einer qualifizierten Person verfasst wird, welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der Beeinträchtigungen u nd Behinderungen hat, die sich aus den medizinischen Diagnosen ergeben. Weiter sind die A ngaben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Bet eiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und a ngemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein sowie in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erho- benen Angaben stehen (vgl. AHI-Praxis 2003 S. 218 E. 2. 3.2; Urteil des Bundesgerichts vom 22. April 2010, 9C_90/2010, E. 4.1.1.1). Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne da rstellt, in das Ermessen der Abklä- rungsperson nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinsch ätzungen oder Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der Abklärungsresultate vorliegen. Das gebi etet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkret en Sachverhalt steht als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (vgl. Urteil des Bundesg erichts vom 18. August 2008, 8C_107/2008, E. 3.2.1 mit Hinweis; BGE 128 V 93 f. E. 4). Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht 11.4 Der Haushaltsbericht vom 16. März 2016 ist umfassend und berücksichtigt die Be- schwerden der Versicherten sowie die medizinischen Vorakten . Die verschiedenen Aufgaben- bereiche (Haushaltsführung, Ernährung, Wohnungspflege , Einkauf, Wäsche) wurden sorgfältig und ausführlich untersucht und gewichtet. Schadenminder nd wurde namentlich angerechnet, dass der Lebenspartner der Versicherten beim Kochen, b ei den Reinigungsarbeiten, bei der Gartenarbeit und bei den Grosseinkäufen mithelfen kann. 11.5 Die Ergebnisse der Haushaltsabklärung lassen sich nich t beanstanden und sind auch durch die Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht in Zw eifel zu ziehen. Insbesondere macht sie nur allgemein geltend, dass Dr. C.____ in seinem Bericht vom 4. Oktober 2016 deutlich ma- che, dass die Ergebnisse im Haushaltsbericht offensichtl ich falsch seien und sie mindestens 50% eingeschränkt sei. Ein Blick auf die Ausführungen vo n Dr. C.____ ergibt jedoch, dass die- ser sich nicht begründet zum Haushaltsbericht äussert. Vi elmehr verzichtete er in seiner Stel- lungnahme überhaupt auf eine Angabe, in welchem Umf ang die Beschwerdeführerin im Haus- halt eingeschränkt sei. Sie selbst gibt ebenfalls nicht an, inwiefern die Angaben im Haushaltsbe- richt nicht korrekt seien. Mangels genügender Substantiierung ist festzuhalten, dass sich die IV- Stelle bei der Beurteilung der Einschränkungen im Hau shalt zu Recht auf den Abklärungsbe- richt vom 16. März 2016 stützte und von einer 2,7%igen Einschränkung ausging. 12. In Anwendung der gemischten Methode der Invalidi tätsbemessung ergibt sich somit gewichtet nach der zeitlichen Beanspruchung in den jewei ligen Bereichen (Erwerb 59%, Haus- halt 51%) ab 1. Oktober 2014 eine Einschränkung im Erwerbsbereich von 2.28% (3.86% x 0.59) und eine solche im Haushaltsbereich von 1.11% (2.7% x 0.41). Gesamthaft resultiert daraus ein rentenausschliessender IV-Grad von 3%. 13. Aus dem Gesagten folgt als Ergebnis, dass die angefo chtene Verfügung der IV-Stelle vom 13. September 2016 nicht zu beanstanden ist. Die d agegen erhobene Beschwerde ist ab- zuweisen. 14.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um di e Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit- wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festge legt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstan den ist, setzt das Gericht die Verfah- renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par- tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihr zu auferlege n sind. Da ihr mit Verfügung vom 30. November 2016 die unentgeltliche Prozessführung b ewilligt wurde, gehen die Verfahrens- kosten vorläufig zu Lasten der Gerichtskasse. 14.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausga ng entsprechend wettzuschla- gen. Da der Beschwerdeführerin ebenfalls mit Verfügun g vom 30. November 2016 die unent- geltliche Verbeiständung mit ihrem Rechtsvertreter bewi lligt wurde, ist dieser für seine Bemü- hungen aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Ver- beiständung Fr. 200.-- pro Stunde. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat in seiner Honorarnote vom 16. Februar 2017 für das vorliegende V erfahren einen Zeitaufwand von 14,42 Stunden und Auslagen von Fr. 227.30 geltend gemacht, was sich umfangmässig in Anbe- tracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Dem Rechtsvertreter ist daher ein Honorar in der Höhe von F r. 3‘360.20 (14.42 Stunden à Fr.200.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 227.30 + 8% Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 11.3 Die Beschwerdeführerin wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Organisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 a ufmerksam gemacht, wonach eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- we rden der Be- schwerdeführerin auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführun g werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständun g wird dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ein Honorar in d er Höhe von Fr. 3'360.20 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) a us der Ge- richtskasse ausgerichtet.