<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE - Lawsearch Cache - AGVE 2011 2 S. 111</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2011</span> <span class="title">Kantonale Steuern</span> <span class="page_no">111</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> <span class="ft1"><b>I. Kantonale Steuern</b></span><br/> <br/> <br/> <br/> <span class="ft2"><b>29</b></span> <span class="ft2"><b>Begriff des Liegenschaftsunterhalts</b></span><br/> <span class="ft2"><b>Wird mit der "Renovation" einer Baute deren Nutzung grundlegend ver-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>ändert, so können die "Renovations"kosten generell nicht als Liegen-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>schaftsunterhalt anerkannt werden (Erw. 5.).</b></span><br/> <br/> <span class="ft3">Urteil des Verwaltungsgerichts, 2. Kammer, vom 2. Februar 2011 in Sachen</span><br/> <span class="ft3">B. gegen KStA und Gemeinderat V. (WBE.2010.164).</span><br/> <br/> <span class="ft4"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft5">5.</span><br/> <span class="ft5">(...)</span><br/> <span class="ft5">Damit Kosten als Liegenschaftsunterhaltskosten geltend ge-</span><br/> <span class="ft5">macht werden können, ist nach der bundesgerichtlichen Recht-</span><br/> <span class="ft5">sprechung stets vorausgesetzt, dass die vor der Durchführung der</span><br/> <span class="ft5">entsprechenden Massnahmen und die nachher bestehende Nutzung</span><br/> <span class="ft5">im Wesentlichen miteinander vergleichbar sind (vgl. BGE 123 II 218</span><br/> <span class="ft5">= StE 1997 B 25.6 Nr. 30; vgl. dazu auch</span> <span class="ft5">Peter Locher, in: Kommen-</span><br/> <span class="ft5">tar zum DBG, I. Teil, Therwil/Basel 2001, Art. 32 N 45). Liegt nach</span><br/> <span class="ft5">der "Renovation" ein eigentliches Aliud vor, so stellt sich die Frage</span><br/> <span class="ft5">nach der Qualifikation der baulichen Massnahmen im Einzelnen</span><br/> <span class="ft5">nicht, sondern es ist gesamthaft die Abzugsfähigkeit zu verweigern.</span><br/> <span class="ft5">Ein solcher Fall liegt hier vor: Bei einem Kaufpreis von Fr. 1.1 Mio.</span><br/> <span class="ft5">haben die Beschwerdeführer das infrage stehende Objekt - ein land-</span><br/> <span class="ft5">wirtschaftliches Zweifamilienhaus mit zugehörigen Funktionsbauten</span><br/> <span class="ft5">(Scheune und Schweinestall) - in den Jahren 2003 bis 2005 für ins-</span><br/> <span class="ft5">gesamt über Fr. 1.5 Mio. nicht nur umfassend sanieren, sondern um-</span><br/> <span class="ft5">bauen lassen. Das Zweifamilienhaus wird neu als Einfamilienhaus</span><br/> <span class="ft5">genutzt und die Annexgebäude dienen, wie sich aus den Unterlagen</span><br/> <span class="ft5">ergibt, als grosszügiger Pferdestall mit zugehörigem Auslauf. Diese</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2011</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">112</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">Verwendung der Liegenschaft hat mit der ursprünglichen Nutzung</span><br/> <span class="ft5">höchstens noch am Rande zu tun. Im Ergebnis hat hier eine Privat-</span><br/> <span class="ft5">person die Chance ergriffen, eine ausserhalb des Siedlungsgebietes</span><br/> <span class="ft5">liegende, ursprünglich der landwirtschaftlichen Nutzung dienende</span><br/> <span class="ft5">Liegenschaft zu übernehmen und diese für seine Wohn- und Freizeit-</span><br/> <span class="ft5">zwecke umzufunktionieren. Die mit einer solchen grundlegenden</span><br/> <span class="ft5">Nutzungsänderung verbundenen, erheblich über dem Kaufpreis lie-</span><br/> <span class="ft5">genden Kosten fallen nach dem Gesagten nicht unter den Begriff des</span><br/> <span class="ft5">Liegenschaftenunterhalts (...).</span><br/> <span class="ft5">(Hinweis: Das Bundesgericht hat eine Beschwerde gegen diesen</span><br/> <span class="ft5">Entscheid mit Urteil vom 15. Juli 2011 [2C_233/2011] abgewiesen.)</span><br/> <br/> <br/></div> </div> </body> </html>