A bteilung III C -3179/2006 {T 0/2} U rteil vom 6. M ärz 2007 M itw irkung: R ichter Frölicher; R ichter Parrino; R ichter Peterli; G erichtsschreiberin Fankhauser. Firm a B._______ AG Beschw erdeführerin, gegen SU VA Schw eizerische U nfallversicherungsanstalt, Fluhm attstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschw erdegegnerin, betreffend U nterstellung SU VA (Einspracheentscheid vom 14.2.2006). B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie 1990 gegründete B._______ AG m it Sitz in A._______ führt gem äss H andelsregister einen Betrieb, der sich m it dem Kauf, der Produktion, der Zusam m enstellung, dem Vertrieb und dem Verkauf von Elektronik- produkten aller Art sow ie verw andter Produkte befasst. Sie ist auf die Entw icklung, die Produktion und den Vertrieb von D etektoren im Bereich Sicherheits- und Verkehrsregelungsanlagen spezialisiert. B. M it Verfügung vom 27. O ktober 2005 unterstellte die SU VA die B._______ AG per 1. Januar 2006 ihrem Tätigkeitsbereich und reihte sie in den Präm ientarif ein. C . G egen die U nterstellung unter die SU VA erhob die B._______ AG am 23. N ovem ber 2005 Einsprache, w elche m it Entscheid vom 14. Februar 2006 abgew iesen w urde. D ie SU VA unterstrich, dass die B._______ AG technische Vorbereitungs- und Ü berw achungsarbeiten von Betrieben ausführe, w elche der SU VA unterstellt seien. W eiter bestätigte die SU VA die ebenfalls kritisierte Einreihung in die Präm ientarife der Berufs- und N ichtberufsunfallversicherung. Für das Einspracheverfahren w ar am 2. D ezem ber 2005 die aufschiebende W irkung erteilt w orden, m it der Folge, dass die U nfallversicherung w eiterhin bei einem privaten U nfallversicherer durchgeführt w erden konnte. D . Am 13. M ärz 2006 erhob die B._______ AG gegen diesen Einsprache- entscheid Beschw erde vor der dam als zuständigen eidgenössischen R ekurskom m ission für die U nfallversicherung (nachfolgend R ekurs- kom m ission U V). Sie beantragt die Feststellung, dass sie nicht dem Tätigkeitsbereich der SU VA zu unterstellen sei. Zur Begründung verw eist sie darauf, dass ihr Betrieb keine technischen Planungen ausführe und auch keine M etalle oder Kunststoffe m aschinell bearbeite. Ihre Arbeit bestehe in der Entw icklung von G eräten. Für den Fall der U nterstellung beantragt die B._______ AG die Aufteilung in einen gegliederten Betrieb, bei dem nur die M itarbeiter, w elche die Produkte entw ickeln, der SU VA zu unterstellen seien. Betreffend die H öhe der verfügten Präm ie verlangt sie die detaillierte Erläuterung der Präm iensystem e. E. N ach Eingang des m it Präsidialverfügung vom 23. M ärz 2006 auf Fr. 2'000.-- festgesetzten Kostenvorschusses reichte die SU VA am 29. Juni 2006 ihre Antw ort zur Beschw erde ein und beantragte deren kostenfällige Abw eisung betreffend die U nterstellung und die G egen- standslosigkeit betreffend die Frage der Einreihung in den Präm ientarif. D ie SU VA führte aus, dass es sich bei der B._______ AG um einen ungegliederten Betrieb handle. Als Betrieb, der technische Vorbereitungen ausführe, sei er von G esetzes w egen der SU VA unterstellt. Als technische Vorbereitung sei hier die Entw icklung von D etektoren zu qualifizieren. D ie Frage der Einreihung könne hingegen offen bleiben. Infolge der aufschiebenden W irkung sei aktuell keine Einreihung erforderlich; es w erde eine neue Präm ienfestsetzung erfolgen, sobald die U nterstellung rechtskräftig sei. Zu diesem Zeitpunkt w ürden dann die aktuellen 3 Betriebsverhältnisse berücksichtigt. F. D ie B._______ AG reichte innert der ihr gesetzten Frist keine G egenbem erkungen ein, so dass der Schriftenw echsel am 25. Septem ber 2006 geschlossen w urde. D ie R ekurskom m ission U V teilte den Parteien am 1. D ezem ber 2006 m it, dass die Angelegenheit am 1. Januar 2007 dem Bundesverw altungsgericht übertragen w erde. G . D as Bundesverw altungsgericht teilte den Parteien am 26. Januar 2007 m it, die Angelegenheit w erde unter der neuen Verfahrensnum m er C -3179/2006 an die H and genom m en. G leichzeitig gab es die Besetzung des Spruch- körpers der Abteilung III bekannt. D agegen w urden keine Einw ände erhoben. H . D ie übrigen Elem ente des Sachverhalts und die w eiteren rechtlichen und tatsächlichen Vorbringen der Parteien ergeben sich, sow eit sie für die U rteilsfindung von Bedeutung sind, aus den nachfolgenden rechtlichen Erw ägungen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D ie Schw eizerische U nfallver- sicherungsanstalt (SU VA) ist eine Vorinstanz im Sinne von Art. 33 Bst. e VG G . D ie Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht ist jedoch unzulässig, w enn ein anderes Bundesgesetz eine kantonale Behörde als zuständig erklärt (Art. 32 Abs. 2 Bst. b VG G ). 1.2 D ie sachliche Zuständigkeit zur Beurteilung von Beschw erden gegen Verfügungen der SU VA w ird grundsätzlich durch Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. M ärz 1981 über die U nfallversicherung (U VG , SR 832.20) in Verbindung m it Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den allgem einen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG , SR 830.1) geregelt. D em nach ist das Bundesverw altungsgericht zuständig, w enn dies das G esetz über die U nfallversicherung ausdrücklich vorsieht. Eine solche besondere R egelung der Zuständigkeit enthält Art. 109 U VG . G em äss Bst. a dieser Bestim m ung beurteilt das Bundesverw altungsgericht - in Abw eichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG - Beschw erden gegen Einsprache- entscheide über die Zuständigkeit der SU VA zur Versicherung der Arbeitnehm enden eines Betriebes sow ie - nach Bst. b - über die Zuteilung der Betriebe und der Versicherten zu den Klassen und Stufen der Präm ientarife. D ie Zuständigkeit des Bundesverw altungsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Streitsache ist deshalb zu bejahen, richtet sich die Beschw erde doch gegen einen Einspracheentscheid über die Zuständigkeit der SU VA und die Einreihung in den Präm ientarif.4 1.3 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei den Beschw erdediensten der D eparte- m ente hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 2. 2.1 D as Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht richtet sich (w ie schon vor der R ekurskom m ission U V) nach dem Verw altungsverfahrensgesetz, sow eit das Verw altungsgerichtsgesetz nichts anderes bestim m t (Art. 37 VG G ; aArt. 109 Abs. 2 U VG ). 2.2 D ie Beschw erde w urde frist- und form gerecht eingereicht (vgl. Art. 49 ff. Vw VG ). 2.3 Als von der U nterstellung unter die SU VA direkt betroffener Betrieb hat die Beschw erdeführerin ein schützensw ertes Interesse an der Aufhebung oder Abänderung des angefochtenen Einspracheentscheids. Sie ist auch form ell beschw ert und som it zur Beschw erde legitim iert (Art. 48 Abs. 1 Vw VG ). 2.4 D ie Beschw erdeführerin kann im R ahm en des Beschw erdeverfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des M issbrauchs oder der Ü berschreitung des Erm essens, die unrichtige oder unvollständige Fest- stellung des Sachverhalts sow ie die U nangem essenheit des Entscheids beanstanden (Art. 49 Vw VG ). D as Bundesverw altungsgericht m uss aber nur den Entscheid der unteren Instanz überprüfen, es darf sich nicht an deren Stelle setzen. W enn die zu überprüfenden Fragen spezifische technische Kenntnisse erfordern, so m uss das G ericht im Ü brigen die Frage der Angem essenheit m it einer gew issen Zurückhaltung überprüfen (Sozialversicherungsrecht - R echtsprechung [SVR ] 1994 KV N r. 3 S. 7 E. 3b; BG E 108 V 130 E. 4c/dd). D as Bundesverw altungsgericht überprüft ansonsten den angefochtenen Entscheid frei, dies unter Berücksichtigung der vorgebrachten R ügen. D ie Beschw erdeinstanz hat m ithin nicht zu untersuchen, ob sich die angefochtene Verfügung unter schlechthin allen in Frage kom m enden Aspekten als korrekt erw eist, sondern untersucht im Prinzip nur die vorgebrachten Beanstandungen. Von den Verfahrens- beteiligten nicht aufgew orfene R echtsfragen w erden nur geprüft, w enn hiezu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BG E 119 V 347 E. 1a; ALEXAN D R A R U M O -JU N G O , R echtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die U nfallversicherung, 3. Aufl., Zürich 2003, hiernach: R echtsprechung U VG , S. 348). Im vorliegenden Fall ist zu überprüfen, ob die SU VA zu R echt verfügt hat, dass der Beschw erde führende Betrieb in ihren Tätigkeitsbereich fällt und dem zufolge seine Beschäftigten obligatorisch bei der SU VA gegen U nfall zu versichern sind. 3. D ie U nfallversicherung w ird je nach Versichertenkategorien durch die SU VA oder durch andere zugelassene Versicherer und eine von diesen 5 betriebene Ersatzkasse durchgeführt (Art. 58 U VG ). Art. 66 Abs. 1 U VG bestim m t im R ahm en einer abschliessenden und zw ingenden (Kranken- und U nfallversicherung, R echtsprechung und Verw altungspraxis [R KU V] 1987 N r. U 29 S. 427 E. 2b) Auflistung, w elche Betriebe von G esetzes w egen bei der SU VA versichert sind. D abei ist in Anw endung der höchst- instanzlichen R echtsprechung entscheidend, ob es sich bei einem Beschw erde führenden U nternehm en um einen gegliederten oder unge- gliederten Betrieb handelt (BG E 113 V 327 E. 5). Falls ein gegliederter Betrieb vorliegt, ist das Verhältnis der verschiedenen Betriebsteile zueinander näher zu untersuchen, um das Ausm ass der U nterstellung festzulegen (vgl. Art. 66 Abs. 2 Bst. a-c U VG in Verbindung m it Art. 88 der Verordnung über die U nfallversicherung vom 20. D ezem ber 1982 [U VV, SR 832.202]). Liegt hingegen ein ungegliederter Betrieb vor und ist eines (oder m ehrere) der in Art. 66 Abs. 1 U VG genannten U nterstellungs- kriterien erfüllt, erfolgt die U nterstellung direkt aufgrund dieses M erkm als, w obei das Ausm ass einzelner für die U nterstellung ausschlaggebender Tätigkeiten keine R olle m ehr spielt (vgl. insbesondere R KU V 1999 N r. U 338 S. 285 ff.; vgl. auch ALEXAN D R A R U M O -JU N G O , R echtsprechung U VG , S. 307). 3.1 N ach der R echtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts liegt ein ungegliederter Betrieb vor, w enn sich das U nternehm en im W esentlichen auf einen einzigen zusam m enhängenden Tätigkeitsbereich beschränkt, dieses som it einen einheitlichen oder vorw iegenden Betriebs- charakter aufw eist und im W esentlichen nur Arbeiten ausführt, die in den üblichen Tätigkeitsbereich eines Betriebs dieser Art fallen (R KU V 2004 N r. U 498 S. 162 f. E. 4.2 und 4.3; BG E 113 V 327 E. 5b, 113 V 346 E. 3b; U rteil der R ekurskom m ission U V vom 18. Juli 2003, Verw altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 68.39; ALFR E D M AU R ER , Bundessozialversiche- rungsrecht, Basel 1993, S. 329). 3.2 Vorliegend sind diese Voraussetzungen erfüllt. W enn die Beschw erde- führerin vorbringt, sie sei als gegliederter Betrieb zu betrachten, so verkennt sie die durch den G esetzgeber und die R echtsprechung diesem Begriff gegebene Bedeutung. Sie begründet insbesondere nicht, w eshalb die Einheitlichkeit des Betriebscharakters zu verneinen w äre. G em äss dem H andelsregistereintrag befasst sich die Beschw erdeführerin m it dem Kauf, der Produktion, der Zusam m enstellung, dem Vertrieb und dem Verkauf von Elektronikprodukten aller Art sow ie verw andter Produkte. Es geht aus den Akten nichts hervor, w as darauf schliessen liesse, dass eine der durch die Beschw erdeführerin ausgeübten Tätigkeiten untypisch für einen Betrieb ihrer Art w äre. D ie von ihr effektiv ausgeführten Arbeiten (Entw icklung, Produktion und Vertrieb von D etektoren) können als zusam - m engehörende Tätigkeiten betrachtet w erden, w om it die Beschw erde- führerin einen einheitlichen C harakter aufw eist. D aran ändert nichts, dass die Produktion von Zubehör oder Endprodukten an D rittfirm en vergeben w ird. Es handelt sich som it bei der Beschw erdeführerin zw eifellos um einen ungegliederten Betrieb.6 4. Es bleibt som it zu prüfen, ob eines der U nterstellungsm erkm ale gem äss Art. 66 Abs. 1 U VG gegeben ist. 4.1 D ie SU VA bringt vor, das Beschw erde führende U nternehm en erfülle die U nterstellungskriterien von Art. 66 Abs. 1 Bst. m U VG in Verbindung m it Bst. e derselben Bestim m ung. D as Erstellen von Plänen und Berech- nungen schaffe die notw endigen technischen Voraussetzungen für die H erstellung von D etektoren beziehungsw eise von G ehäusen, Leiterplatten und anderen Teilen. Bei der H erstellung der von der Beschw erdeführerin entw ickelten D etektoren w ürden zw eifellos M etalle und Kunststoffe m aschinell bearbeitet. Eine solche Entw icklungstätigkeit sei als technische Vorbereitung im Sinne von Art. 66 Abs. 1 Bst. m U VG zu qualifizieren. D ie Beschw erdeführerin stellt sich hingegen auf den Standpunkt, sie habe w eder m it Planung noch m it der Bearbeitung von M etallen und Kunst- stoffen etw as zu tun. Ihre Tätigkeit bestehe in der Entw icklung, der Produktion und dem Verkauf von D etektoren. 4.2 Laut Art. 66 Abs. 1 Bst. m U VG sind Betriebe für technische Vorbereitung, Leitung oder Ü berw achung von Arbeiten nach den Buchstaben b-l desselben Artikels der SU VA unterstellt. D arunter befinden sich insbe- sondere Betriebe, die M etall, H olz, Kork, Kunststoffe, Stein oder G las m aschinell bearbeiten sow ie G iessereien (Art. 66 Abs. 1 Bst. e U VG ). 4.2.1 Es ist und w ird nicht bestritten, dass die H erstellung der Produkte der Beschw erdeführerin m it der m aschinellen Bearbeitung von M aterialien gem äss Art. 66 Abs. 1 Bst. e U VG verbunden ist und dem nach eine gem äss dieser Bestim m ung unterstellungspflichtige Tätigkeit darstellt. Streitig ist jedoch, ob es sich bei der Beschw erdeführerin um einen Betrieb für technische Vorbereitung, Leitung oder Ü berw achung im Sinne von Art. 66 Abs. 1 Bst. m U VG handelt. 4.2.2 D as Eidgenössische Versicherungsgericht hat betreffend Betriebe für technische Vorbereitung, Leitung oder Ü berw achung eigentliche technische Büros von den Studienbüros unterschieden. D ie technischen Büros w erden obligatorisch der SU VA unterstellt, w ährend sich die Studienbüros bei den anderen zugelassenen Versicherern gem äss Art. 58 U VG versichern können (R KU V 1988 N r. U 51 S. 289 E. 4). N ach der R echtsprechung befasst sich ein technisches Büro m it konkreten Ausführungsplänen im H inblick auf die R ealisierung eines bestim m ten Projekts. Bei einem solchen Büro kann es sich insbesondere um ein Ingenieur- oder Architekturbüro handeln. Im G egensatz dazu erarbeitet ein Studienbüro vorw iegend unverbindliche Studien und Berechnungen im Bereich der Forschung, Entw icklung, R aum planung usw . D abei handelt es sich in erster Linie um D enkm odelle, Leitbilder und Varianten, die der vorläufigen O rientierung oder als G rundlage für die Entscheidfindung von U nternehm ensleitungen, Behörden oder Kom m issionen dienen. D as Produkt eines Studienbüros kann dem zufolge in aller R egel nur m ittelbar verw endet w erden, da es konkretisiert und auf die Bedürfnisse eines bestim m ten Auftraggebers zugeschnitten w erden m uss, dam it es in die Praxis um gesetzt w erden kann (R KU V 1988 N r. U 51 S. 289 E. 4d; siehe 7 auch SVR 2006 U V N r. 21 E. 3.2.1 S. 74). D er in dieser R echtsprechung zum Ausdruck gebrachte G edanke gilt nicht bloss für Ingenieur- oder Architekturbüros, sondern für säm tliche Betriebe, w elche die technische Vorbereitung, die Leitung oder die Ü berw achung der in Art. 66 Abs. 1 Bst. b-l U VG genannten Arbeiten ausführen (vgl. nicht veröffentlichtes U rteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 92/02 vom 13. Septem ber 2002, E. 3, im Bereich der Elektrizitätsversorgung). 4.2.3 W ie bereits ausgeführt, befasst sich die Beschw erdeführerin m it der Entw icklung, der Produktion und dem Vertrieb von D etektoren. G em äss ihren Angaben erstellt sie auch Schaltschem as, m echanische Zeich- nungen und Layouts, w elche ihre Zulieferanten zur H erstellung der G ehäuse, Leiterplatten etc. benötigten. D ie m aschinelle Bearbeitung von M etallen und Kunststoffen w erde ausschliesslich extern von D ritten erledigt. D ie Beschw erdeführerin befasst sich zw eifellos m it konkreten Ausführungsplänen im H inblick auf die R ealisierung einzelner bestim m ter Projekte. W enn die Beschw erdeführerin vorbringt, sie führe keine technischen Planungen aus, verkennt sie die Auslegung des Begriffs "technische Vorbereitung" durch die R echtsprechung und die m assgebliche D iffe- renzierung zw ischen technischem Büro und Studienbüro (siehe E. 4.2.2). Für die Beantw ortung der Frage, ob ein Betrieb technische Vorbereitung im Sinne von Art. 66 Abs. 1 Bst. m U VG ausführt, ist unerheblich, ob direkt auf den Produktionsprozess Einfluss genom m en w ird, technische Anw ei- sungen für den Produktionsablauf erteilt w erden beziehungsw eise ob die Produktion an einen D rittbetrieb vergeben w ird. M assgebend ist aber, dass die Beschw erdeführerin keine unverbindlichen Studien oder andere G rundlagenpapiere erstellt, sondern technische Lösungen für konkrete Produkte beziehungsw eise ein unm ittelbar verw endbares Produkt anbietet. G em äss der R echtsprechung des eidgenössischen Versicherungsgerichts ist es zudem für die U nterstellung in Anw endung von Art. 66 Abs. 1 Bst. m U VG nicht von Bedeutung, ob die Angestellten den Betriebsgefahren von H erstellerbetrieben und W erkstätten ausgesetzt sind (R KU V 1988 N r. U 51 S. 289 E. 4c; siehe auch U rteil U 92/02 vom 13. Septem ber 2002 E. 3). D as G ericht hat in seiner neueren R echtsprechung ausdrücklich festgehalten, dass die Frage der Betriebsgefahr aufgrund der m it dem Inkrafttreten des U VG am 1. Januar 1984 gew andelten Funktion des U nterstellungsrechts, die nicht m ehr sozialer, sondern rein w irtschaftlicher N atur ist, unerheblich sei (U rteil des Eidgenössischen Versicherungs- gerichts U 92/02 vom 13. Septem ber 2002, E. 3). D ieser Entscheid betrifft ein U nternehm en, w elches einzig m it H ilfe von C om putern und reiner Bürotätigkeit Vorschläge erarbeitet, w ie ihre Kunden Energieflüsse am besten organisieren. Auch in diesem Fall sind die Arbeitnehm enden des Beschw erde führenden Betriebs nicht der konkreten Betriebsgefahr derjenigen U nternehm en ausgesetzt, für w elche sie Vorbereitungs- und Ü berw achungsarbeiten ausführen. 4.2.4 D ie Beschw erdeführerin erfüllt som it die U nterstellungsvoraussetzungen 8 von Art. 66 Abs. 1 Bst. m in Verbindung m it Art. 66 Abs. 1 Bst. e U VG . D ie Argum entation der Beschw erdeführerin, dass bei einer derartigen R echtsprechung auch Ingenieurbüros unter die Versicherungspflicht fielen, hilft ihr nichts, denn - w ie oben ausgeführt - sind diese ebenfalls unterstellt, sow eit sie nicht bloss Studienbüros betreiben. Ebenso kann aus der von der Beschw erdeführerin vorgebrachten U nterscheidung zw ischen Planung und Entw icklung der Produkte nichts geschlossen w erden. D ie Beschw er- deführerin bestreitet dam it nicht, dass sie unm ittelbar verw endbare Produkte entw ickelt beziehungsw eise plant und vertreibt. Abschliessend kann die Beschw erdeführerin noch darauf hingew iesen w erden, dass das G esetz die Betriebe als Einheit unter den Tätigkeits- bereich der SU VA beziehungsw eise der Privatversicherer zuw eist. Aus- nahm en gelten bloss für die eingangs genannten gem ischten Betriebe oder unterstellungspflichtigen H ilfs- und N ebenbetriebe, w elche dem nicht unterstellten H auptbetrieb folgen. Es können von G esetzes w egen som it nicht einzelne Personengruppen eines ungegliederten Betriebes der SU VA zugew iesen w erden. 5. Aus diesen G ründen ist die Beschw erde betreffend die verfügte U nter- stellung unter die SU VA abzuw eisen und der angefochtene Einsprache- entscheid diesbezüglich zu bestätigen. 6. Streitig ist im W eiteren die Einreihung im Präm ientarif. D ie Beschw erde- führerin verlangt, dass ihr die notw endigen U nterlagen der Einreihung bekannt gegeben w erden, eine Ü berprüfung derselben sei ansonsten nicht m öglich. D ie Beschw erdegegnerin beantragt in ihrer Stellungnahm e vom 29. Juni 2006, die Beschw erde hinsichtlich der Einreihung im Präm ientarif als gegenstandslos zu erklären. 6.1 D ie R echtsprechung erachtet als schutzw ürdiges Interesse jedes praktische oder rechtliche Interesse, w elches eine von der Verfügung betroffene Person an deren Änderung oder Aufhebung geltend m achen kann. D as schutzw ürdige Interesse besteht som it im praktischen N utzen, den die G utheissung der Beschw erde dem Verfügungsadressaten ver- schaffen w ürde, oder - anders ausgedrückt - im U m stand, einen N achteil w irtschaftlicher, ideeller, m aterieller oder anderw eitiger N atur zu verm ei- den, w elchen die angefochtene Verfügung m it sich bringen w ürde (BG E 130 V 560 E. 3.3). D ieses Interesse m uss auch noch im Zeitpunkt der U rteilsfällung gegeben sein, d.h. es m uss aktuell sein (BG E 128 II 34 E. 1b m it H inw eisen, siehe auch BG E 131 II 361 E. 1.2). An einem aktuellen Interesse fehlt es insbesondere, w enn der N achteil auch bei G utheissung der Beschw erde nicht m ehr behoben w erden kann (BG E 131 II 670 E. 1.2, 127 III 41 E. 2b). H at der angefochtene Entscheid bereits vollum fänglich W irkung entfaltet, w ird das Verfahren gegenstandslos (BG E 123 II 285). U m gekehrt fehlt das Beschw erdeinteresse, w enn eine Verfügung über- haupt keine W irkung m ehr entfalten kann. 6.2 D ie U nterstellungsverfügung datiert vom 27. O ktober 2005, der sie bestä-9 tigende Einspracheentscheid vom 14. Februar 2006. M it Schreiben vom 2. D ezem ber 2005 erteilte die SU VA der Einsprache bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheids über die U nterstellung aufschiebende W irkung (Art. 111 U VG ). D as Bundesverw altungsgericht beziehungsw eise die R ekurskom m ission U V haben der Beschw erde die aufschiebende W ir- kung auch nicht w ieder entzogen. D em nach gilt auch für das Beschw erde- verfahren die aufschiebende W irkung (vgl. Art. 111 U VG und Art. 55 Vw VG ). D ies führt dazu, dass der angefochtene Entscheid bis zu seiner R echtskraft nicht um gesetzt w erden kann. Entsprechend w ird die U nter- stellung bis zum Zeitpunkt des U rteils des Bundesverw altungsgerichts nicht vollzogen; der Betrieb, w elcher die U nterstellung bestreitet, kann sich w ährend der D auer des Verfahrens w eiterhin bei seiner vorbestehenden privaten Versicherungsgesellschaft gegen das U nfallrisiko seiner M itar- beitenden versichern lassen. G em äss dem Vorgehen der SU VA führt die aufschiebende W irkung in der Praxis dazu, dass die eigentliche Erfassung, d.h. die Versicherung des U nfallrisikos durch die SU VA, auf einen Zeitpunkt nach dem Eintreten der R echtskraft des U nterstellungsentscheids festgelegt w ird. Bis zu diesem Zeitpunkt ist der Beschw erde führende Betrieb also nicht bei der SU VA, sondern bei der entsprechenden privaten Versicherungsgesellschaft ver- sichert. D ie w ährend dieser Zeit eingetretenen R isiken (U nfälle) w erden auch über diese Versicherung abgew ickelt und es erfolgt insbesondere keine R ückabw icklung der Fälle und des Versicherungsverhältnisses (vgl. U rteil der R ekurskom m ission U V vom 23. Juli 2004, VPB 69.72 E. 10 m it H inw eis; vgl. zur Frage der R ückabw icklung auch U rteil des Eidgenös- sischen Versicherungsgerichts, SVR 2006 U V N r. 21 U 484/05). 6.3 Für die streitig gem achte Einreihung im Präm ientarif für das Jahr 2006 bedeutet dies nun, dass die aus der Einreihung resultierenden Präm ien infolge der N icht-R ückabw icklung nicht zu bezahlen sein w erden. Insofern besteht kein praktisches Interesse m ehr daran, über diese Frage einen Entscheid zu erw irken. Auch besteht an der Beurteilung dieser Frage kein hinreichendes öffentliches Interesse, das einen Entscheid selbst ohne das Erfordernis des aktuellen Interesses rechtfertigen w ürde, so dass auf diese Voraussetzung nicht verzichtet w erden kann. Entsprechend kann auf eine solche R üge nicht eingetreten w erden. 6.4 Es stellt sich noch die Frage, ob sich das Bundesverw altungsgericht zur künftigen Klassen- und Stufenzuteilung äussern kann. 6.4.1 N ach ständiger R echtsprechung beurteilt das G ericht im Bereich der Sozialversicherung die G esetzm ässigkeit der Verw altungsverfügungen in der R egel nach dem Sachverhalt, der zur Zeit des Verfügungserlasses gegeben w ar. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im N orm alfall G egenstand einer neuen Verw altungsverfügung sein. Ausnahm sw eise kann das G ericht aus prozessökonom ischen G ründen auch die Verhältnisse nach Erlass der Verfügung in die richterliche Beurteilung m iteinbeziehen und zu deren R echtsw irkungen über den Verfügungszeitpunkt hinaus verbindlich Stellung beziehen, m ithin den das 10 Prozessthem a bildenden Streitgegenstand in zeitlicher H insicht ausdeh- nen. Eine solche Ausdehnung des richterlichen Beurteilungszeitraum s ist indessen - analog zu den Voraussetzungen einer sachlichen Ausdehnung des Verfahrens auf eine ausserhalb des durch die Verfügung bestim m ten R echtsverhältnisses liegende spruchreife Frage - nur zulässig, w enn der nach Erlass der Verfügung eingetretene, zu einer neuen rechtlichen Beurteilung der Streitsache ab jenem Zeitpunkt führende Sachverhalt hinreichend genau abgeklärt ist und die Verfahrensrechte der Parteien, insbesondere deren Anspruch auf rechtliches G ehör, respektiert w orden sind (BG E 130 V 138 E. 2.1 m it H inw eisen). 6.4.2 Im vorliegenden Fall w ird die SU VA, nachdem die U nterstellung rechts- kräftig gew orden sein w ird, von der Beschw erdeführerin auch die Präm ien einverlangen. D iese Präm ien w erden gem äss dem in diesem Zeitpunkt geltenden Präm ientarif festzusetzen sein. W ann dieser Zeitpunkt eintreten w ird, steht heute noch nicht fest. D em G ericht ist auch nicht bekannt, w elches der in diesem Zeitpunkt m assgebende Sachverhalt sein w ird, können sich doch auch die Betriebsverhältnisse klassen- und einreihungs- w irksam verändern. Ü berdies scheint, und hiebei ist auf die Anforderungen an die G ew ährung des rechtlichen G ehörs und die Bekanntgabe der Tarif- unterlagen (vgl. Art. 27 ATSG ) zu verw eisen, die Beschw erdeführerin vor- zubringen, dass sie über die m assgebenden Einreihungsgrundsätze nicht orientiert ist. Es rechtfertigt sich som it nicht den Beurteilungszeitraum auszudehnen. 6.5 Es kann also nur festgestellt w erden, dass betreffend die Zuteilung in die Klassen und Stufen des Präm ientarifs einerseits m ittlerw eile ein prakti- sches Interesse an der Ü berprüfung der verfügten Einreihung für das Jahr 2006 fehlt, andererseits es auch nicht m öglich ist, die für einen künftigen Zeitpunkt geltenden Tarifregeln auf einen noch nicht bestim m baren Sach- verhalt anzuw enden. Praktisch bedeutet dies, dass die SU VA - nach Festsetzung des Zeitpunkts für die effektive Erfassung der Beschw erdeführerin - über die Einreihung und Klassenzuteilung neu verfügen und dabei die ordentlichen R echtsw ege eröffnen m uss. D iesbezüglich sei darauf hingew iesen, dass die SU VA dabei ihrer Aufklärungspflicht im Sinne von Art. 27 ATSG nachzukom m en und der Beschw erdeführerin ihr rechtliches G ehör - insbesondere betreffend die Klassenzuteilung und die Einreihungsregeln sow ie die Berücksichtigung von besonderen Betriebsverhältnissen - zu gew ähren hat (vgl. dazu auch das unveröffentlichte U rteil der R ekurs- kom m ission U V vom 21. N ovem ber 2003, R EKU 515/02, E. 4). 7. 7.1 Laut Art. 63 Abs. 1 Vw VG sind die Verfahrenskosten der unterliegenden Partei aufzuerlegen, w obei der geleistete Kostenvorschuss zu berück- sichtigen ist. D a die Beschw erdeführerin unterlegen ist, hat sie die Verfahrenskosten zu tragen. D iese bem essen sich nach U m fang und Schw ierigkeit der Streitsache, Art der Prozessführung und finanzieller Lage der Parteien (vgl. Art. 2 Abs. 1 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 11 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw al- tungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). D ie Verfahrenskosten sind vorliegend auf Fr. 2'000.-- festzulegen. 7.2 D er obsiegenden Partei kann von Am tes w egen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erw achsene notw endige und verhältnism ässig hohe Kosten zugesprochen w erden (Art. 64 Abs. 1 Vw VG ). D ie Beschw erde- gegnerin hat als m it einer öffentlichen Aufgabe betraute O rganisation jedoch keinen Anspruch auf Parteientschädigung (vgl. Art. 7 Abs. 3 VG KE sow ie BG E 128 V 124 E. 5b). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird, sow eit darauf einzutreten ist, abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 2000.-- w erden der Beschw erdeführerin auf- erlegt. Sie w erden m it dem Kostenvorschuss von Fr. 2'000.--, bezahlt am 21. April 2006, verrechnet. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin - der Beschw erdegegnerin - dem Bundesam t für G esundheit, Abteilung U nfallversicherung und -ver- hütung D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: Johannes Frölicher Susanne Fankhauser R echtsm ittelbelehrung D ieses U rteil kann innert 30 Tagen ab Zustellung beim Schw eizerischen Bundesgericht, Sozialversicherungsrechtliche Abteilungen, Schw eizerhofquai 6, 6004 Luzern, angefoch- ten w erden (vgl. Art. 42, 48 und 100 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BG G ], SR 173.110). Versand am :