<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="word/media/image1.png"/></p></td></tr></table><div><div><p><span>KV.2016.00086</span></p></div><div><p><span> </span></p></div><div><p><span> </span></p></div><p><br/></p><div><p>II. Kammer</p></div><div><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Sager<br/>Ersatzrichterin Romero-Käser<br/>Gerichtsschreiberin Lienhard</p></div><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil</span><span class="Standard berschrift2"> vom </span><span class="Standard berschrift2">16. Juni 2017</span></p></div><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Stampfenbachstrasse</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> 30, Postfach, 8090 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren 1950, ist deutscher Staatsan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehöriger mit Wohnsitz in der Schweiz. Er ersuchte am 30. Mai 2013 um Befreiung von der Krankenversicherungspflicht (Urk. 5/2). Mit Verfügung vom 26. Februar 2014 (Urk. 5/9) wies die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich (nachfolgend: Gesundheitsdirektion) das Gesuch ab. Die dagegen am 24. März 2014 (Urk. 5/10) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erhobene Einsprache wies die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gesundheits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">direktion</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nach mehrfacher Aufforderung zur Beibringung weiterer Unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lagen (vgl. Urk. 5/15-16; Urk. 5/19; Urk. 5/21; Urk. 5/23) mit Entscheid vom 24. August 2016 ab (Urk. 5/26 = Urk. 2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 24. August 2016 (Urk. 2) erhob </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> am 23. September 2016 Beschwerde mit dem Antrag </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auf dessen Aufhebung und Befreiung vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Krankenversicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">obligatorium</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 20. Oktober 2016 (Urk. 4) beantragte die Gesundheitsdirektion die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 2. November 2016 mitgeteilt wurde (Urk. 6). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer ist deutscher Staatsangehöriger und lebt in der Schweiz. Es liegt somit ein Sachverhalt vor, der in persönlicher Hinsicht vom Personenfreizügigkeitsabkommen (Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit [FZA]) erfasst ist. Anhang II des FZA erklärt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ausserdem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die Verordnung (EG) Nr. 883/2004 vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (VO 883/2004) und die Verordnung (EG) Nr. 987/2009 vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führung der VO 883/2004 (VO 987/2009) als anwendbar. In sachlicher Hin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sicht sind das FZA und die VO 883/2004 ebenfalls anwendbar, da Leistungen bei Krankheit im Sinne von Art. 3 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. a der Verordnung zur Diskussion stehen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Damit ist nach den Regeln in Art. 11 ff. VO 883/2004 das anwendbare Landesrecht festzulegen. Nach dem Grundsatz in Art. 11 Abs. 1 VO 883/2004 unterliegen Personen, für welche die Verordnung gilt, den Rechtsvorschriften </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">nur eines Mitgliedsta</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ats. Nach Art. 11 Abs. 3 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">. e </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">VO 883/2004 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">gelten für Personen, welche nicht erwerbstätig sind und deshalb unter keine der in Art.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">11 Abs. 3 VO 883/2004 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">. a bis d </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">genannten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> Sachverhalte fallen, die Rechtsvorschriften des Mitgliedsstaates, in dessen Gebiet sie wohnen. Der Wohnort </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ist gemäss Art. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">. j der Verordnung der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> Ort des gewöhn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">lichen Aufenthalts. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Nachdem der Beschwerdeführer nicht erwerbstätig ist (Urk. 1 S. 2) und sich sein Wohnort in der Schweiz befindet, gelangen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> die schweizerischen Rechtsvorsc</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">hriften zur Anwendung. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 3 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) schreibt vor, dass sich jede Person mit Wohnsitz in der Schweiz innert drei Monaten nach der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Wohnsitznahme</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> oder der Geburt in der Schweiz für Kranken</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pflege versichern oder von ihrem gesetzlichen Vertreter beziehungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weise ihrer gesetzlichen Vertreterin versichern lassen muss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Wohnsitz bestimmt sich nach Art. 23-26 des Zivilgesetzbuches (ZGB; Art. 13 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sozialversiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungsrechts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ATSG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und Art. 3 Abs. 1 KVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Dieses allgemeine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Versicherungsobligatorium</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> für die gesamte schweizerische Wohnbevölkerung stellt ein unverzichtbares Instrument zur Gewährleistung der Solidarität</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">zwischen Gesunden und Kranken </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">dar (Gebhard </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Eugster</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, Soziale Sicherheit, Ulrich Meyer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> Hrsg., 2. A., Basel/Genf/München, 2007, E Krankenver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">si</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">cherung, S. 408 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> 23)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">. In Anbetracht dieser gesetzgeberischen Absicht ist es folgerichtig, dass die Ausnahmen von der Versicherungspflicht und damit von der Zugehörigkeit zur Solidargemeinschaft eng umschrieben werden. Der Zweck des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Obligatoriums</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> besteht nicht nur darin, zu verhindern, dass infolge Fehlens einer Versicherung unter Umständen bei Risikoeintritt das Gemeinwesen für höhere oder alle Kosten aufkommen muss, sondern auch darin, die Solidarität zwischen Gesunden und Kranken zu gewährleisten (BGE 132 V 310 E. 8.3, E. 8.5.6). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 3 Abs. 2 KVG ermächtigt den Bundesrat, Ausnahmen von der Versiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungspflicht vorzusehen. Die Ausnahmen gibt es in der Form der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nichtunter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, die nach Gesetz oder Verordnung automatisch eintritt (Art. 2 Abs. 1 KVV), und in der Form der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Befreiung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auf Gesuch hin, welche ein Tätigwerden der versicherten Person erfordert (Art. 2 Abs. 2 bis Abs. 8 KVV). Die Ausnahmen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Verordnung stellen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">abschliessende</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Aufzählungen dar und unterliegen grundsätzlich einer restriktiven Interpretation (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eugster</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, S. 425 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. 82). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Personen, die keinen Anspruch auf eine schweizerische Rente haben, aber nach dem Freizügigkeitsabkommen sowie seinem Anhang II Anspruch auf eine Rente unter anderem eines Mitgliedstaates der Europäischen Union haben, unterstehen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Art. 2 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. e KVV nicht der Versicherungspflicht. Dabei handelt es sich um eine automatische Nichtunterstellung (vgl. vorstehend E. 1.3). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gestützt auf Art. 2 Abs. 8 KVV sind Personen auf Gesuch hin von der Versicherungspflicht ausgenommen, für welche eine Unterstellung unter die schweizerische Versicherung eine klare Verschlechterung des bisherigen Versicherungsschutzes oder der bisherigen Kostendeckung zur Folge hätte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die sich auf Grund ihres Alters und/oder ihres Gesundheitszustandes nicht oder nur zu kaum tragbaren Bedingungen im bisherigen Umfang zusatzversichern könnten. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem Gesuch ist eine schriftliche Bestätigung der zuständigen ausländischen Stelle mit allen erforderlichen Angaben beizulegen.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Die betreffende Person kann die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Befreiung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> oder einen Verzicht auf die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Befreiung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ohne besonderen Grund nicht widerrufen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">begründete den angefochtenen Entscheid (Urk. 2) wie folgt (S. 4 f.): Der Beschwerdeführer sei nach eigenen Angaben ab dem 30. September 2015 in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> rentenberechtigt. Er sei mehrfach aufgefordert worden, eine Kopie des Formulars E121/S1 einzureichen, sei dem jedoch nicht nachgekommen. Ob er tatsächlich eine Rente aus </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> beziehe, sei nicht nachgewiesen. Eine Ausnahme vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versicherungsobligatorium</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Art. 2 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. e KVV sei deshalb nicht möglich. Bezüglich der Befreiung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Art. 2 Abs. 8 KVV habe der Beschwerdeführer das Formular H nicht eingereicht. Er habe in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine gesetzliche Versicherung, welche im Vergleich zum KVG gleichwertige, nicht aber weit bessere Leistungen erbringe. Eine Unterstellung unter die schweizerische Versicherungspflicht stelle damit keine Verschlechterung des bisherigen Versicherungsschutzes dar. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Daran ändere auch nichts, dass die Versicherung des Beschwerdeführers in gewissen Bereichen eine weitergehende Deckung als die Grundversicherung nach KVG biete, wie zum Beispiel für Zahnbehandlungen. Eine Befreiung gestützt auf Art. 2 Abs. 8 KVV komme deshalb unabhängig von Alter und Gesundheitszustand nicht in Betracht. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), er habe in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Antrag auf eine Rente gestellt, beziehe aber die Rente noch nicht, da die entsprechende Verfügung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Rentenversicherung noch nicht ergangen sei. Es sei ihm deshalb nicht möglich gewesen, das Formular E 121/S1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einzureichen. Er werde dies nachholen, sobald es möglich sei. Er sei weiter schwer herzkrank und habe dies mittels </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ärztlichem Attest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> belegt. Eine Krankenversicherungspflicht in der Schweiz würde ihn in jeder Hinsicht schlechter stellen, auch wenn die Schweiz über ein besseres Gesundheitssystem verfüge. Aufgrund seiner schweren Krankheit würde er bei keiner Schweizer Krankenversicherung eine Zusatzversicherung erhalten. Es würden deutlich höhere Krankenkassenprämien anfallen. Auch würde es eine Schlechterstellung hinsichtlich der Übernahme der hohen Medikamentenkosten (monatlich etwa 1‘000.-- Euro) zur Folge haben (S. 2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 2 Abs. 8 KVV schützt nicht allgemein Personen, für die der Wechsel zum schweizerischen System einen teureren und/oder weniger guten Versicherungsschutz bedeutet, die sich aber immerhin - wenn auch möglicherweise nicht im bisherigen Umfang, aber doch insoweit im bisherigen Umfang, als diesen Umfang garantierende Versicherungen in der Schweiz überhaupt angeboten werden - über das gesetzliche Minimum (obligatorische Krankenpflegeversicherung) hinaus zusatzversichern können (privatrechtliche Versicherung nach dem Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag [VVG]; vgl. Art. 12 Abs. 2 und 3 KVG). Sie kann nur von denjenigen Personen mit Erfolg angerufen werden, die sich - im Rahmen des in der Schweiz nutzbaren Versicherungsangebots - nur deshalb nicht oder nur zu kaum tragbaren Bedingungen im bisherigen Umfang zusatzversichern können, weil sie wegen ihres Alters und/oder ihres Gesundheitszustandes entsprechende Zusatzversicherungen entweder überhaupt nicht oder nur zu kaum tragbaren Bedingungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">abschliessen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> können. Art. 2 Abs. 8 KVV soll mit anderen Worten nicht den Nachteil verhindern, den eine Person dadurch erleidet, dass das schweizerische System den Versicherungsschutz, den sie bisher unter dem ausländischen System genoss, überhaupt nicht oder </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht zu gleich günstigen Bedingungen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vorsieht. Er soll vielmehr den Nachteil vermeiden, der daraus resultiert, dass eine Person bis zum Erreichen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ihres bisherigen ausländischen Versicherungsniveaus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> von in der Schweiz tatsächlich vorhandenen Angeboten wegen ihres Alters und/oder Gesundheitszustandes nicht oder nur zu kaum tragbaren Bedingungen Gebrauch machen kann (BGE 132 V 310 E. 8.5.6).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Gesetzeswortlaut von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 2 Abs. 8 KVV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sieht zwei kumulativ zu erfüllende Bedingungen für eine Befreiung von der Versicherungspflicht vor: Zunächst muss eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unterstellung unter die schweizerische Versicherung eine klare Verschlechterung des bisherigen Versicherungsschutzes oder der bisherigen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kostendeckung zur Folge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> haben. Vorliegend verhält es sich so, dass für den Beschwerdeführer einzig in finanzieller Hinsicht eine Verschlechterung zu befürchten ist, verfügt er </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> unwidersprochener Darstellung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (vgl. Urk. 2 S. 5 Mitte) mit der gesetzlichen deutschen Versicherung doch über eine gleichwertige, nicht aber weit bessere Versicherung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Ist die bestehende Versicherung im Vergleich zur </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schweizerischen Versicherung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aber </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht deutlich höherwertig, kann der Abschluss der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">obligatorischen Krankenversicherung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ht als klare Verschlechterung im Sinne von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 2 Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8 KVV gelten (BGE 134 V 34 E.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Es sind strenge Massstäbe anzuwenden. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Finanzielle Nachteile in dem Sinne, dass in der Schweiz nicht eine gleich günstige Versicherung erhältlich ist, genügen nicht als Befreiungsgrund im Sinne von Art. 2 Abs. 8 KVV. Nachdem damit bereits die erste der zwei kumulativ zu erfüllenden Befreiungsbedingungen nicht erfüllt ist, kann offen bleiben, ob sich der Beschwerdeführer aufgrund seines Gesundheitszustandes und seines Alters nicht oder nur zu kaum tragbaren Bedingungen im bisherigen Umfang zusatzversichern könnte. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass der Beschwerdeführer nicht ges</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tützt auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Art. 2 Abs. 8 KVV von der Versicherungspflicht befreit werden kann.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. Es steht dem Beschwerdeführer jedoch frei, eine Nichtunterstellung gemäss </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Art. 2 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">. e KVV </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">geltend zu machen, sobald er über die erforderlichen Unterlagen verfügt. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Gesundheit</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannLienhard</p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></div> </div></body></html>