B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-5820/2010 U r t e i l v o m 5 . F e b r u a r 2 0 1 3 Besetzung Richter Beat Weber (Vorsitz), Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz, Richter Vito Valenti, Gerichtsschreiber Daniel Golta. Parteien Klinik A._______ (inkl. Klinik B._______), Beschwerdeführerin, gegen 1. Krankenkasse KPT AG, 2. CONCORDIA Schweizerische Kranken- und Unfall- versicherung AG, 3. ASSURA Kranken- und Unfallversicherung, 4. Association Groupe Mutuel, 5. ÖKK Kranken- und Unfallversicherungen AG, 6. Kolping Krankenkasse AG, 7. SUPRA Caisse-maladie, 8. Atupri Krankenkasse, 9. SanaTop Versicherungen AG in Liquidation, alle vertreten durch Dr. Andreas Jost, Rechtsanwalt, Beschwerdegegnerinnen, Regierungsrat des Kantons Bern, Vorinstanz. Gegenstand Tariffestsetzung für die stationäre Behandlung zu Lasten der OKP ab 2005; Regierungsratsbeschlüsse Nr. […] (Klinik A._______) und Nr. [...] (Klinik B._______) vom 30. Juni 2010. C-5820/2010 Seite 3 Sachverhalt: A. Mit 11 Beschlüssen (RRB) hat der Regierungsrat des Kantons Bern (im Folgenden: Regierungsrat bzw. Vorinstanz) am 20. September 2006 die Gesuche der Krankenkassen KPT Krankenkasse, der Concordia, der A s- sura assurance-maladie et accidents, der Groupe Mutuel, der Caisse Ma- ladie Hotela, der Kolping Krankenkasse AG, der Supra Caisse -Maladie und der Atupri Krankenkasse auf Festsetzung der stationären Tarife in den allgemeinen Abteilungen von 11 Privatspitälern – darunter auch die Klinik A._______ und die Klinik B._______, beide (im Folgenden: vorlie- gend betroffene Kliniken) betrieben von der Klinik A._______ (im Folgen- den: Beschwerdeführerin) – abgelehnt, soweit sie sich auf den Zeitraum vom 1. Januar 2005 bis zum 30. September 2006 bezogen. Gleichzeitig hat er für diese Betroffen en ab dem 1. Oktober 2006 den Tarif gemäss dem von ihm bereits genehmigten Tarifvertrag zwischen santésuisse Bern und dem Verband der Privatspitäler des Kantons Bern (VPSB) festg e- setzt. Dagegen erhoben die Krankenkassen Beschwerde beim Bundesrat und beantragten, die Sache sei in allen 11 Fällen an den Regierungsrat zurückzuweisen mit der Anweisung, es seien die stationären Tarife für das Jahr 2005 je Spital gestützt auf die noch zu ermittelnden Kosten festz u- setzen. Der Bundesrat hiess die Beschwerde mit Ent scheid vom 30. J a- nuar 2008 (im Folgenden: vorgängiger BRE) gut und wies die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück. Diese wies er weiter an, dafür zu sorgen, dass binnen 12 Monaten ab Eröffnung seines Entscheids zw i- schen den betroffenen Krankenv ersicherern und Spitälern ein genehmi g- ter oder festgesetzter Tarif für die Behandlung in der allgemeinen Abte i- lung vorliege. B. B.a Mit Schreiben vom 6. Februar 2009 teilten die Krankenversicherer der Gesundheits - und Fürsorgedirektion des Kantons Bern (im Folge n- den: GEF BE) mit, dass die geführten Tarifverhandlungen gescheitert sei- en, und beantragten die unverzügliche Durchführung eines Tariffestse t- zungsverfahrens (vgl. vorinstanzlichen Ordner "Tarifverhandlungen & Festsetzung nach Bundesratsentscheid vom 30.1.2 008 RRB 1032 -1041 vom 30.6.2010 Teil 1" [im Folgenden: RR5] Laschen [L] 2 f.). B.b Am 2. März 2009 forderte die GEF BE die Privatspitäler, darunter auch die vorliegend betroffenen Kliniken, dazu auf, das Scheitern der Verhandlungen zu bestätigen und ein Tariffestsetzungsgesuch für den Ta-C-5820/2010 Seite 4 rif ab 1. Januar 2005 sowie sämtliche Berechnungsunterlagen einzure i- chen (in RR5/L2). B.c Mit Schreiben vom 12. März 2009 (in RR5/L1) beantragte die B e- schwerdeführerin die auf das Jahr 2005 limitierte Festsetzung eines Tarifs für die stationäre Behandlung zu Lasten der obligatorischen Krankenpfl e- geversicherung (im Folgenden: OKP) und ersuchte um eine Fristerstr e- ckung, um die notwendige Dokumentation betreffend das Jahr 2004 z u- sammenzustellen und eine substantiierte Begründung zu erstellen. B.d Mit Verfügung vom 25. März 2009 setzte die GEF BE fest, dass die vorliegend betroffenen Kliniken bis zum 14. April 2009 Ausführungen dazu zu machen hätten, ob die Vertragsverhandlungen für einen Tarif ab dem Jahr 2005 aus ihrer Sicht gescheitert se ien. Weiter sei ein Antrag für die vom Regierungsrat festzusetzende(n) Tarifhöhe(n) ab dem 1. Januar 2005 samt der Kosten - und Leistungsrechnung(en) im Sinne der Erw ä- gungen einzureichen, in jedem Fall die Kosten - und Leistungsrechnung für das Kalenderjahr 2003 (in RR5/L1). B.e Je mit Schreiben vom 9. April 2009 stellten die vorliegend betroffenen Kliniken im Wesentlichen die folgenden Anträge: Das von den Kranke n- versicherern verlangte Tariffestsetzungsbegehren für die allgemeine A b- teilung sei abzulehnen. Es sei für die Tariffestsetzung auf die Daten für das Jahr 2004 abzustützen. Es sei ein Tarif für die Jahre 2005 bis 2007 und ein weiterer für die Jahre 2008 bis 2009 festzusetzen. Für die Bas e- rate 2005 sei für die Klinik A._______ auf deren Kosten pro stationär en Austritt 2004 von Fr. 14'497.- abzustellen. Für die Klinik B._______ sei auf die Kosten der öffentlichen Spitäler von Fr. 11'661.- pro stationären Austritt 2004 abzustellen. Eine Tariffestsetzung für die SanaTop Versiche- rungen AG sei abzulehnen. Das bea ntragte Tarifmodell Berner Fallpreis- pauschalen "BFP" sei mit der verlangten Tarifbasis zu genehmigen. Zugleich reichten die beiden Kliniken Kostendaten für die Jahre 2004 und 2007 ein und erklärten, dass sie gegen die Verfügung vom 25. März 2009 Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht erheben würden. Sollten diese Beschwerde abgewiesen werden, würden sie die Zahlen für das Jahr 2003 selbstverständlich nachreichen. B.f Am 15. April 2009 erhob die Beschwerdeführerin gegen die Verfügung des Regierungsrats vom 2 5. März 2009 Beschwerde an das Bundesve r- waltungsgericht und beantragte, dass die Verfügung aufzuheben sei, für die Festsetzung des Tarifs 2005 auf die Kosten -/Leistungsrechnung für C-5820/2010 Seite 5 das Kalenderjahr 2004 abzustellen und deshalb auf das Einfordern der Kostendaten für das Kalenderjahr 2003 zu verzichten sei. Das Bunde s- verwaltungsgericht trat auf diese Beschwerde mit Urteil C-2418/2009 vom 22. Juni 2009 nicht ein, da die Voraussetzungen für die selbständige A n- fechtung der Verfügung vom 25. März 2009 als Zwischenentscheid nicht erfüllt seien. B.g Mit Schreiben vom 14. August 2009 reichte die Beschwerdeführerin für die vorliegend betroffenen Kliniken Unterlagen betreffend das Kale n- derjahr 2003 ein und hielt an den in ihrem Schreiben vom 9. April 2009 gestellten Begehren fest, namentlich betreffend das Abstützen auf die Da- ten für das Kalenderjahr 2004 (im vor instanzlichen Ordner "Tarifverhand- lungen & Festsetzung nach Bundesratsentscheid vom 30.1.2008 RRB 1032-1041 vom 30.6.2010 Teil 3 [im Folgenden: RR7] L4). B.h Am 15. Januar 2010 nahm die Eidgenössische Preisüberwachung (PUE) zum von der GEF BE in Aussicht genommenen Tarif Stellung. B.i Mit Beschluss Nr. [...] vom 30. Juni 2010 (im Folgenden: RRB Nr. [...]) setzte der Regi erungsrat den Tarif für die stationäre Behandlung zu La s- ten der OKP in der Klinik A._______ im Verhältnis zu den nachfolgend aufgezählten Krankenversicherer für die Zeit vom 1. Januar 2005 bis 31. Dezember 2009 in Form einer Tagespauschale auf Fr. 1'619.- pro Tag (inkl. Arztleistungen) fest (im Folgenden: RRB Nr. [...]). Mit Beschluss Nr. [...] (im Folgenden: RRB Nr. [...]) setzte der Regierungs- rat den Tarif für die stationäre Behandlung zu Lasten der OKP in der Kli- nik B._______ im Verhältnis zu den nachfo lgend aufgezählten Kranke n- versicherer für die Zeit vom 1. Januar 2005 bis 31. Dezember 2009 in Form einer Tagespauschale auf Fr. 1'116.- pro Tag (inkl. Arztleistungen) fest. Als Krankenversicherer betroffen waren neben den rubrizierten B e- schwerdegegnerinnen 1-4 und 6-8 die Caisse Maladie Hotela (im Folgen- den: Hotela; zu Beginn Beschwerdegegnerin 5) und die SanaTop Vers i- cherungen AG (im Folgenden: SanaTop bzw. Beschwerdegegnerin 9; zu- sammen im Folgenden: Krankenversicherer bzw. Beschwerdegegneri n- nen). Der Regierungsrat begründete die Tariffestsetzungen im Wesentlichen damit, dass Tarifverhandlungen gescheitert seien, dass kein Grund für ei- ne zeitliche Beschränkung des Tarifs auf das Kalenderjahr 2005 bestehe C-5820/2010 Seite 6 – vorbehältlich einer allfälligen späteren Tarifvereinbarung durch die Pa r- teien und anschliessender Genehmigung derselben durch den Regi e- rungsrat – und dass die Berechnung sich auf das vom Bundesrat best ä- tigte Modell der PUE abstütze. C. C.a Gegen die Regierungsratsbeschlüsse Nr. [...] und [...] erhob die B e- schwerdeführerin am 6. August 2010 Beschwerde an das Bundesverwa l- tungsgericht und stellte die folgenden Anträge: 1. Die Verfügung[en] vom 30. Juni 2010 des Regierungsrates des Ka n- tons Bern sei[en] aufzuheben. 2. Als Tarif für das Jahr 2005 für die Beschwerd egegner 1 -8 sei eine Baserate von Fr. 14'497. - für die Klinik A._______ und Fr. 11'661. - für die Klinik B._______ festzusetzen. Für den Beschwerdegegner 9 (SanaTop) sei für das Jahr 2005 kein Tarif festzusetzen. 3. Eventualiter zu Ziffer 2 seien für das Ja hr 2005 folgende Fachg e- bietspauschalen festzusetzen. Durchschnittliche Kosten pro Fall im Jahr 2004 = Basispreis Fr. 14'497.- Klinik A._______ und Fr. 7'825. - Klinik B._______ mit folgenden Gewichtungsfaktoren: Fachgebiet Kosten– gewichtungs- faktor Allg. Chirurgie inkl. Gastroenterologie 1.0194 Gynäkologie/Geburtshilfe, Neonatologie 0.8867 Herzchirurgie 4.0770 HNO 0.5615 Innere Medizin inkl. Subdisziplinen 0.9753 Kardiologie 1.7102 Kieferchirurgie 1.1382 Neurochirurgie 1.2967 Onkologie 0.6084 Ophthalmologie 0.5910 Orthopädie 1.0247 C-5820/2010 Seite 7 Plastische Chirurgie 0.7273 Thorax und Gefässe 1.0503 Urologie 0.8979 4. Subeventualiter: Die Verfügung[en] vom 30. Juni 2010 sei[en] aufz u- heben und die Sache an die Vorinstanz zurück zu weisen zur Fes t- setzung eines Tarifs 2005, der die nachgewiesenen Kosten vollstä n- dig deckt. 5. Subsubeventualiter: Die Verfügung[en] vom 30. Juni 2010 sei[en] aufzuheben und es seien je für die Jahre 2005, 2006, 2007, 2008 und 2009 folgende Fachgebietspauschalen festzusetzen: Bemes- sungsjahr Anwen- dungsjahr Basiswert = durchschnitt- liche Kosten pro Fall in der Klinik A._______ Basiswert = durchschnitt- liche Kosten pro Fall in der Klinik B._______ 2004 2005 14'497 7'825 2005 2006 13'934 7'698 2006 2007 13'391 7'422 2007 2008 13'833 7'046 2008 2009 15'523 7'653 Jeweils mit den unter Ziffer 3 genannten Kostengewichtungsfaktoren. 6. Subsubsubeventualiter: Die Verfügung[en] vom 30. Juni 2010 sei[en] aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurück zu weisen zur Festsetzung eines Tarifs je für die Jahre 2005, 2006, 2007, 2008 und 2009, der die nachgewiesenen Kosten vollständig deckt. 7. Alles unter Kosten - und Entschädigungsfolge zu Lasten der Vori n- stanz und der Beschwerdegegner. C.b Am 6. September 2010 leistete die Beschwerdeführerin den ihr vom Bundesverwaltungsgericht auferlegten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 3'000.-. C.c Mit Vernehmlassung vom 20. September 2010 beantragte der Regi e- rungsrat die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge. C-5820/2010 Seite 8 C.d Mit Beschwerdeantwort vom 21. September 2010 beantragten die Beschwerdegegnerinnen die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne – unter Kosten- und Entschädigungsfolge. C.e Am 22. Oktober 2010 nahm die PUE Stellung und stützte den vom Regierungsrat festgesetzten Tarif. C.f Am 20. Dezember 2010 nahm das Bundesamt für Gesundheit (BAG) Stellung und erklärte, dass die Beschwerde im Sinne seiner Ausführu n- gen abzuweisen sei. C.g Mit Schreiben vom 20. Mai 201 1 beantragte der Regierungsrat die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge. C.h In ihren Schlussbemerkungen vom 23. Mai 2011 hielten je die Kra n- kenversicherer und die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen fest. C.i Am 20. Juni 2011 schloss das Bundesverwaltungsgericht den Schri f- tenwechsel ab. C.j Auf Aufforderung des Bundesverwaltungsgerichts hin nahm der Ve r- treter der Beschwerdegegnerinnen mit Eingaben vom 10., 19., 20. und 24. April 2012 zur Frage der vom umstrittenen Tarif konkret betroffenen Krankenversicherer Stellung und reichte mehrere Dokumente und zwei Vollmachten zu den Akten. C.k Vom Bundesverwaltungsgericht dazu aufgefordert reichte die Vori n- stanz am 7. September 2012 Kopien von Mails der GEF und der B e- schwerdeführerin vom 9. und 10. November 2009 betreffend die Anzahl der von der Klinik A._______ und der Klinik B._______ im Jahr 2003 e f- fektiv betriebenen OKP-Betten und der entsprechenden Bettenauslastung zukommen (act. 23). D. Auf die weitere n Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit entscheidrelevant, im Rahmen der nachfolgenden Erwägu n- gen eingegangen. C-5820/2010 Seite 9 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Vorweg ist darauf hinzuweisen, dass – mit Wirkung gegenüber de n- selben Krankenve rsicherern – insgesamt für 9 Privatspitäler gegen die regierungsrätliche Festsetzung des OKP-Tarifs für die stationäre Behand- lung für die Zeit vom 1. Januar 2005 bis 31. Dezember 2009 Beschwerde vor Bundesverwaltungsgericht geführt wurde. Am 6. Juli 2012 f ällte die- ses im Verfahren C -5550/2010 ein erstes, publiziertes Urteil (BVGE 2012/18), auf dessen Erwägungen im Folgenden mehrfach verwiesen wird. 1.2 Der Regierungsrat hat in zwei separaten Beschlüssen die Tarife je für die Klinik A._______ und die Klinik B._______ festgesetzt. Da beide Kl i- niken von der Beschwerdeführerin betrieben werden und diese für beide Kliniken gemeinsam Beschwerde führt (act. 1), wurde betreffend die bei- den Kliniken nur ein Beschwerdeverfahren durchgeführt und ergeht das vorliegende Urteil mit Wirkung für beide Kliniken. 2. Nach Art. 53 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 18. März 1994 über die Krankenversicherung (KVG, SR 832.10) kann gegen Beschlüsse der Kantonsregierungen nach Art. 47 KVG beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde geführt werd en. Die angefochtenen RRB Nr. [...] und [...] vom 30. Juni 2010 wurden gestützt auf Art. 47 Abs. 1 KVG erlassen. Das Bundesverwaltungsgericht ist deshalb zur Beurteilung der Beschwer de zuständig (vgl. auch Art. 90a Abs. 2 KVG). 3. Das Verfahren vor dem Bunde sverwaltungsgericht richtet sich gemäss Art. 37 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) und Art. 53 Abs. 2 Satz 1 KVG grundsätzlich nach dem Bu n- desgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das Beschwerdeverfahren richtet sich vorliegend in zeitlicher Hinsicht nach Art. 53 KVG in der seit dem 1. Januar 2009 ge l- tenden Fassung (vgl. BVGE 2012/18 nicht publizierte E. 2 m.w.H.). 4. 4.1 Die Beschwerdeführerin hat für beide Kliniken am vorinstanzlichen Ta- riffestsetzungsverfahren teilgenommen, ist als primäre Adressatin durch C-5820/2010 Seite 10 die angefochtenen Regierungsratsbeschlüsse besonders berührt und hat insoweit an deren Aufhebung bzw. Abänderung ein schutzwürdiges Int e- resse (vgl. Art. 48 VwVG). Sie ist daher zur Besc hwerde legitimiert. Auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde ist, nachdem auch der Kostenvorschuss rechtzeitig geleistet wurde, grundsätzlich einzutreten (vgl. Art. 50 Abs. 1, Art. 52 Abs. 1 und Art. 63 Abs. 4 VwVG). 4.2 4.2.1 Die Krankenversicherer machen geltend, dass die Beschwerdefü h- rerin im Beschwerdeverfahren entgegen Art. 53 Abs. 2 Bst. a KVG in u n- zulässiger Weise neue Begehren stelle bzw. sich auf neue Beweismittel und Tatsachen berufe. Im entsprechenden Umfang sei auf die Beschwe r- de daher nic ht einzutreten. Die Beschwerdeführerin hält dem entgegen, dass diese Bestimmung nicht so weitgehend auszulegen sei, dass jegl i- ches Beschwerdeverfahren ausgeschlossen würde. 4.2.2 Die Neuheit eines Begehrens im Sinne von Art. 53 Abs. 2 Bst. a KVG bestimmt sich an alog der Praxis des Bundesgerichts zu Art. 99 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) nach dem Streitgegenstand. Dieser kann vor Bundesverwaltungsgericht nur noch eingeschränkt, aber nicht ausgeweitet oder geändert werden. Wu r- de die vor Bundesverwaltungsgericht behauptete Tatsache nicht schon der Vorinstanz vorgetragen oder fand sie nicht auf anderem Wege in pr o- zessual zulässiger Weise Eingang in das Dossier, ist sie neu, andernfalls nicht (vgl. BVGE 2012/18 E. 3.2.2 m.w.H.). 4.3 Die Kran kenversicherer legen nicht dar, welche Beweismittel oder Tatsachen die Beschwerdeführerin neu in das Beschwerdeverfahren ei n- gebracht haben soll. Tatsächlich wurde nur eine potentiell entscheidrel e- vante neue Behauptung von der Beschwerdeführerin aufgestellt , worauf später einzugehen sein wird (vgl. unten E. 9.4. 7). Die Einwände der Krankenversicherer stossen im Übrigen ins Leere. 4.4 Zu prüfen bleibt, inwiefern einzelne der Rechtsbegehren der B e- schwerdeführerin über den Streitgegenstand hinausgehen und neue B e- gehren im Sinne von Art. 53 Abs. 2 Bst. a KVG darstellen und deshalb darauf nicht einzutreten ist. Streitgegenstand im vorliegenden Beschwerdeverfahren sind die Tarife zu Lasten der OKP für in der Zeit vom 1. Januar 2005 bis 31. Dezember 2009 in den vorliegend betroffenen Kliniken erbrachte stationäre Behand-C-5820/2010 Seite 11 lungen. Die Beschwerdeführerin ist vorab dazu berechtigt, im Beschwe r- deverfahren die Aufhebung des angefochtenen Beschlusses und die Rückweisung zum neuen Entscheid zu beantragen sowie Anträge betr ef- fend die Kosten - und Entschädigungsfolgen des Beschwerdeverfahrens zu stellen. Den Ausschluss einer Tariffestlegung im Verhältnis zur San a- Top haben die Kliniken in ihren Schreiben vom 9. April 2009 explizit bean- tragt. In denselben Schreiben haben sie auch ausgeführt, dass sie es für absolut zwingend erachte ten, dass für jedes Jahr ein Tarif festgesetzt werde und es angebracht wäre, das Verfahren vorerst auf das Jahr 2005 zu beschränken. Die Begehren der Beschwerdeführerin betreffend eine zeitliche Limitie rung des Tarifs auf das Kalenderjahr 2005 bzw. auf die Festsetzung separater Tarife für die Jahre 2005, 2006, 2007, 2008 und 2009 sind somit nicht neu. Es steht der Beschwerdeführerin in Hinblick auf Art. 53 Abs. 2 Bst. a zweiter Satz KVG auch grundsätzlic h frei, Rechtsbegehren betreffend das für die Tariffestsetzung zu verwendende Tarifsystem zu stellen, namentlich das BFP -Tarifmodell und Fachgebiets- pauschalen anstelle von Tagespauschalen (vgl. BVGE 2012/18 nicht pub- lizierte E. 3.4.1 f. sowie [publizierte] E. 3.4.3). Inwiefern hierzu eine Ber u- fung auf neue Tatsachen und/oder Beweismittel zulässig wäre, kann vo r- liegend offen bleiben, da das Bundesverwaltungsgericht das von der Vo r- instanz angeordnete Tagespauschalsystem schützt (vgl. unten E. 12.2). 4.5 Art. 53 Abs. 2 Bst. a KVG steht dem Eintreten auf die Beschwerde und die einzelnen Beschwerdeanträge somit nicht entgegen 5. In Bezug auf die Krankenversicherer ist festzuhalten, dass ursprünglich die vom angefochtenen RRB betroffenen 9 Krankenversicherer (vgl. oben Bst. B.i) als Beschwerdegegnerinnen auftraten. Im Verlauf des Verfahrens veränderten sich die diesbezüglichen Verhältnisse allerdings, was zu fo l- genden Feststellungen Anlass gibt (für die Herleitung vgl. BVGE 2012/18 nicht publizierte E. 4 m.w.H.): Die ÖK K ist für das vorliegende Verfahren an die Stelle der ursprünglich als Beschwerdegegnerin 5 geführten Hotela getreten; sie wird durch das vorliegende Urteil entsprechend berechtigt und verpflichtet und anstelle der Hotela im Rubrum geführt. Die SUPRA, welche am Beschwerdeverfahren bereits für sich selbst als Beschwerd e- gegnerin 7 beteiligt war und ist, tritt für das vorliegende Verfahren in B e- zug auf das OKP -Geschäft der SanaTop an deren Stelle als Beschwe r- degegnerin. Zur grösseren Übersichtlichkeit wird die SanaTop im Rahmen dieses Urteils allerd ings (weiterhin) separat als Be schwerdegegnerin 9 behandelt und im Rubrum geführt. Dies ändert nichts daran, dass das C-5820/2010 Seite 12 vorliegende Urteil in Bezug auf das OKP -Geschäft der SanaTop an deren Stelle die SUPRA berechtigt und verpflichtet. 6. 6.1 Die Beschwerdeführerin kann im Rahmen des Beschwerdeverfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Missbrauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen S achverhalts sowie die Unangeme s- senheit des Entscheids beanstanden (Art. 49 VwVG). 6.2 Tariffestsetzungsbeschlüsse nach Art. 47 KVG sind vom Bundesve r- waltungsgericht mit voller Kognition zu überprüfen (BVGE 2010/24 E. 5.1). Nach der Rechtsprechung stellt es ke ine unzulässige Kognitions- beschränkung dar, wenn das Bundesverwaltungsgericht – das nicht als Fachgericht ausgestaltet ist – nicht ohne Not von der Auffassung der Vor- instanz abweicht, soweit es um die Beurteilung technischer, wissenschaft- licher oder wirtsc haftlicher Spezialfragen geht, in denen die Vorinstanz über ein besonderes Fachwissen verfügt. Im Bereich der Tariffestsetzu n- gen obliegt es letztlich der Kantonsregierung bei vertragslosem Zustand den Tarif festzusetzen. Daran ändert nichts, dass sie vorgä ngig die PUE anzuhören und zu begründen hat, wenn sie deren Empfehlungen nicht folgt. Den Empfehlungen der PUE wiederum kommt ein besonderes G e- wicht zu, weil die auf Sachkunde gestützten Stellungnahmen bundesweit einheitliche Massstäbe bei der Tariffestset zung setzen. Das Gericht hat sich insbesondere dann eine Zurückhaltung aufzuerlegen, wenn – wie hier – der Entscheid der Vorinstanz mit den Empfehlungen der PUE übereinstimmt. Im Übrigen unterliegen die verschiedenen Stellungna h- men – auch der weiteren Verfahrensbeteiligten – der freien Beweiswürdi- gung bzw. Beurteilung durch das Bundesverwaltungsgericht (vgl. BVGE 2012/18 E. 5.3 f. m.w.H.). 6.3 Der Regierungsrat hat in casu vor der Festsetzung des umstrittenen Tarifs die PUE konsultiert und ist deren Empfehlung gefolgt. Die Tariffest- setzung durch den Regierungsrat ist somit aus der Sicht des Preisübe r- wachungsgesetzes vom 20. Dezember 1985 (PüG, SR 942.20) formal nicht zu beanstanden. 6.4 In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechts - sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts Geltung haben. Anfechtungsgegenstand bilden vorliegend C-5820/2010 Seite 13 die Regierungsratsbeschlüsse Nr. [...] und [...] vom 30. Juni 2010 betre f- fend die Tarife ab 1. Januar 2005 bis 31. Dezember 2009. Die angefoch- tenen Entscheide sind daher im Lichte des Art. 49 KVG, in der Fassung vom 18. März 1994 (AS 1995 1328), zu beurteilen – und zwar auch für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 – und es ist auf die VKL in der vom 1. Januar 2005 bi s Ende Dezember 2008 gültigen Fa s- sung abzustellen (vgl. BVGE 2012/18 nicht publizierte E. 5.6 m.w.H.). Soweit nicht anders vermerkt, werden demnach Art. 49 KVG und die ü b- rigen Gesetzes - und Verordnungsbestimmungen im Folgenden in den vom 1. Januar 2005 bis 31. Dezember 2009 in Kraft gestandenen Fa s- sungen zitiert. 6.5 Die obligatorische Krankenpflegeversicherung als Hauptbestandteil der sozialen Krankenversicherung (Art. 1 Abs. 1 KVG; Grundversich e- rung) übernimmt nach Art. 24 KVG die Kosten für die Leistungen g emäss den Artikeln 25 bis 31 nach Massgabe der in den Artikeln 32 bis 34 fes t- gelegten Voraussetzungen. Gemäss Art. 43 KVG erstellen die Leistung s- erbringer ihre Rech nungen nach Tarifen oder Preisen (Abs. 1). Der Tarif ist die Grund lage für die Berechnung der Vergütung; er kann namentlich einen Zeittarif oder einen Pauschaltarif vorsehen (Abs. 2 Bst. a und c). Tarife und Preise werden in Verträgen zwischen Versicherern und Lei s- tungserbringern (Tarifvertrag) vereinbart oder in den vom Gesetz b e- stimmten Fällen von der zuständigen Behörde festgesetzt. Dabei ist auf eine betriebswirtschaftliche Bemessung und eine sachgerechte Struktur der Tarife zu achten (Abs. 4). Die Vertragspartner und die zuständigen Behörden achten darauf, dass eine qualitativ hochste hende und zwec k- mässige gesundheitliche Versorgung zu möglichst günstigen Kosten e r- reicht wird (Abs. 6). Parteien eines Tarifvertrages sind einzelne oder meh- rere Leistungserbringer oder deren Verbände einerseits sowie einzelne oder mehrere Versicherer oder deren Verbände anderseits (Art. 46 Abs. 1 KVG). Der Tarifvertrag bedarf der Genehmigung durch die zuständige Kantonsregierung oder, wenn er in der ganzen Schweiz gelten soll, durch den Bundesrat (Art. 46 Abs. 4 Satz 1 KVG). Kommt zwischen Leistung s- erbringern und Versicherern kein Tarifvertrag zustande, so setzt die Ka n- tonsregierung nach Anhören der Beteiligten den Tarif fest (Art. 47 Abs. 1 KVG) (vgl. BVGE 2012/18 E. 5.7 m.w.H.). 6.6 Gemäss Art. 59c KVV hat die Genehmigungsbehörde zu prüfen, ob der Tarifvertrag na mentlich den folgenden Grundsätzen entspricht: Der Tarif darf höchstens die transparent ausgewiesenen Kosten der Leistung und die für eine effiziente Leistungserbringung erforderlichen Kosten d e-C-5820/2010 Seite 14 cken (Abs. 1 Bst. a und b). Ein Wechsel des Tarifmodells darf keine Mehrkosten verursachen (Bst. c). Die Vertragsparteien müssen die Tarife regelmässig überprüfen und anpassen, wenn die Erfüllung der Grundsä t- ze nach Abs. 1 Bst. a und b nicht mehr gewährleistet ist. Die zuständigen Behörden sind über die Resultate der Überprüfungen zu informieren (Abs. 2). Die zuständige Behörde wendet die Abs. 1 und 2 auch bei Tarif- festsetzungen nach den Art. 43 Abs. 5, Art. 47 oder Art. 48 KVG sinng e- mäss an (Abs. 3). Da Art. 59c KVV im Wesentlichen eine Kodifizierung der bundesrätlichen Rechtsprechung darstellt, ist es für das vorliegende Verfahren ohne Bedeutung, dass Art. 59c KVV (erst) am 1. August 2007 in Kraft getreten ist (vgl. BVGE 2012/18 E. 5.8 m.w.H.). 6.7 Die besonderen Gr undsätze betreffend Tarifverträge mit Spitälern werden in Art. 49 KVG geregelt und sind auch von der Kantons regierung zu beachten, wenn diese den Tarif hoheitlich festsetzt (vgl. BVGE 2012/18 E. 5.9 m.w.H., auch für eine Zusammenfassung der besagten Grundsätze). 7. 7.1 Der Regierungsrat des Kantons Bern ist für die Festsetzung des u m- strittenen Tarifs ab dem Jahr 2005 (Tarifjahr = Jahr X) vom Zahlenmaterial der Beschwerdeführerin für das Kalenderjahr 2003 (X -2 Jahre) ausg e- gangen. Die Beschwerdeführerin hat demgeg enüber sowohl vorinstan z- lich als auch im Beschwerdeverfahren verlangt, dass stattdessen auf das Zahlenmaterial für das Kalenderjahr 2004 (X-1) abzustützen sei. 7.2 Als Basis für die Festlegung eines OKP -Tarifs des Jahres X gelten im Normalfall grundsätzlich di e ausgewiesenen Kosten des Jahres X -2, un- abhängig davon, ob der Tarif vor, während oder nach dem betroffenen Ta- rifjahr vereinbart und genehmigt bzw. hoheitlich festgesetzt wird. Au s- nahmsweise kann ein Tarif gestützt auf die Zahlen der seinem Geltung s- beginn unmittelbar vorangegangenen Rechnungsperiode, also des Ja h- res X -1, festgelegt werden, insbesondere, wenn besondere Umstände dies rechtfertigen oder alle Parteien damit einverstanden sind. Die Daten späterer Rechnungsperioden (d.h. Kosten, die in der Tarifperiode anfal- len) können bei Tariffestlegungen grundsätzlich nicht berücksichtigt we r- den, es sei denn, es handle sich um budgetierte Mehrkosten (insbeso n- dere im Personalbereich), welche vor dem Geltungsbeginn des Tarifs rechnerisch genau ausgewiesen waren und im Tarifjahr tatsächlich anfal- len. Vorliegend hat die Beschwerdeführerin nicht substantiiert ausgeführt, C-5820/2010 Seite 15 weshalb in ihrem Fall ausnahmsweise von der Regel der Massgeblichkeit der Datenbasis X-2 abgewichen werden muss. Der Einwand, dass damit zu tiefe K osten berücksichtigt würden, weil die Kosten jedes Jahr höher seien, ist dazu jedenfalls nicht geeignet. Vielmehr entspricht es dem g e- setzgeberischen Willen, durch ein Abstützen auf vorgängige Daten die Sparanstrengungen der Spitalbetreiber zu fördern (vgl . BVGE 2012/18 E. 6.2.2 m.w.H.). 7.3 Unter diesen Umständen ist – nicht zuletzt unter Berücksichtigung des dem Regierungsrat einzuräumenden Ermessens und der Zusti m- mung der PUE zu diesem Vorgehen (vgl. oben E. 6.3) – für die Beurte i- lung des angefochtenen Tarifs ab 1. Januar 2005 auf die Zahlen für das Jahr 2003 abzustützen. 8. 8.1 Der Regierungsrat setzte in den Dispositiven der angefochtenen B e- schlüsse je einen fixen Tarif "für die Zeit vom 1. Januar 2005 bis 31. D e- zember 2009" fest. Er begründete die Befristung damit, dass er einerseits vom Bundesrat mit Entscheid vom 30. Januar 2008 angewiesen worden sei, auf den 1. Januar 2005 einen Tarif festzusetzen, und dass er and e- rerseits mit Beschluss Nr. 93 vom 27. Januar 2010 für sämtliche im Ka n- ton Bern gelegenen Privats pitäler einen (neuen) Tarif ab dem 1. Januar 2010 festgesetzt habe. Offen und zu regeln bleibe damit der dazwischen liegende Zeitraum – und dies nur in Bezug auf die neun vom angefocht e- nen RRB betroffenen Krankenversicherer. 8.2 Neben der Aufhebung der angefo chtenen Regierungsratsbeschlüsse zielt ein Teil der Beschwerdeanträge auf die Festsetzung eines Tarifes le- diglich für das Jahr 2005 und ein anderer auf die Festsetzung von sepa- raten Tarifen für die Jahre 2005, 2006, 2007, 2008 und 2009. Die B e- schwerdeführerin begründet diese Anträge einerseits damit, dass die Par- teien im Nachgang zum Bundesratsentscheid vom 30. Januar 2008 Ver- handlungen aufgenommen hätten und sich einig gewesen seien, dass für jedes Jahr ein Tarif pro Spital verhandelt werde. Es sei auch si nnvoll, nur für das Jahr 2005 einen Tarif hoheitlich festzulegen und ausgehend von den entsprechenden Eckwerten die Tarife für die Folgejahre zu vereinb a- ren. Ausserdem sei es willkürlich, einen Tarif, der auf einer veralteten Da- tenbasis fusse, rückwirkend für mehrere Jahre festzusetzen, zumal damit eine Berücksichtigung der ständig variierenden Faktoren, auf welchen der Tarif basiere, namentlich den tatsächlichen Kosten, dem Behandlung s-C-5820/2010 Seite 16 mix, der Behandlungsdauer und dem Mix zwischen grund - und zusat z- versicherten Patientinnen und Patienten, ausgeschlossen werde. Weiter sei es im Interesse beider Tarifpartner, jährlich zu überprüfen, ob der Tarif noch als KVG-konform zu betrachten sei. Bei einer mehrjährigen rückwi r- kenden Tariffestsetzung werde eine entsprechende Kontrolle und Anpa s- sung KVG-widrig verunmöglicht. 8.3 Der Bundesrat hat in seinem vorgängigen Entscheid vom 30. Januar 2008 den Regierungsrat angewiesen, auf den 1. Januar 2005 einen Tarif zu genehmigen oder hoheitlich festzusetzen, ohne sich zur Dauer des Ta- rifs zu äussern. 8.4 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, dass sie sich mit den Krankenversicherern dahingehend geeinigt habe, zunächst lediglich für das Jahr 2005 ein Tarif zu vereinbaren bzw. hoheitlich festsetzen zu la s- sen, wäre eine entsprechende, vom Regierungsrat nicht genehmigte Ver- einbarung nicht verbindlich . Ob eine solche Vereinbarung zustande g e- kommen ist, braucht somit nicht geprüft zu werden (vgl. BVGE 2012/18 E. 7.2.3 m.w.H.). 8.5 Ein gestützt auf Art. 47 Abs. 1 KVG hoheitlich festgesetzter Tarif gilt grundsätzlich für die Dauer des tarifvertragslosen Zustandes und ist g e- nerell nicht zu befristen. Das Bundesrecht verpflichtet die Kantonsregi e- rungen nicht dazu, die Geltungsdauer der Tarife im Sinne einer Maxima l- dauer zu befristen oder jährlich neue Tarife festzusetzen, verbietet dies al- lerdings auch nicht. Nicht mit dem KVG vereinbar ist es hingegen, für e i- nen OKP -Tarif eine Mindestgeltungsdauer oder eine feste Dauer vorz u- sehen. Vielmehr steht es den Tarifpartnern jederzeit frei, selbst im Ra h- men eines Beschwerdeverfahrens und auch wenn der Tarif einer (Max i- mal-)Befristung unterliegt, Verhandlungen für einen Tarifvertrag aufz u- nehmen, einen neuen Tarif zu vereinbaren und den entsprechenden Tarif- vertrag von der Kantonsregierung genehmigen zu lass en – oder beim Scheitern der Verhandlungen eine neue hoheitliche Tariffestsetzung zu verlangen. Insbesondere steht es den Parteien auch frei, bereits für das dem betroffenen Tarifjahr folgende Tarifjahr eine neue Tarifrunde einzulei- ten. Ein auf Grund einer solchen neuen Tarifrunde vereinbarter und g e- nehmigter oder hoheitlich festgesetzter Tarif geht dem vorgängig festg e- legten hoheitlichen Tarif vor bzw. tritt an dessen Stelle. Im Übrigen haben die Vertragsparteien und die für die Tarifgenehmigung und Tariff estset- zung zuständigen Behörden regelmässig die KVG -Konformität des ge l- tenden Tarifs zu überprüfen. Sollten die Tarifpartner bzw. die zuständigen C-5820/2010 Seite 17 Behörden feststellen, dass der bisherige Tarif nicht mehr KVG -konform ist, ist der Tarif entsprechend anzupass en (vgl. BVGE 2012/18 E. 7.3 f. m.w.H.). 8.6 Dementsprechend war der Regierungsrat vorliegend nicht dazu ve r- pflichtet, nur für das Jahr 2005 einen Tarif festzusetzen oder für jedes Jahr einen separaten Tarif bzw. eine neue Tarifhöhe festzusetzen. Vie l- mehr war er dazu berechtigt, für den Zeitraum ab 1. Januar 2005 einen fi- xen Tarif festzusetzen. Auch eine Maximalbefristung dieses Tarifs bis zum 31. Dezember 2009 ist zulässig. Ein Tarif, der zwingend während fünf Jahren unverändert gelten würde, würde hingegen i n unzulässiger Weise die vorgeschriebene regelmässige Tarifüberprüfung und eine allfällige KVG-konforme Tarif -Anpassung verhindern . Vorliegend hat der Regi e- rungsrat eine KVG -konforme Anpassung im Rahmen einer neuen Ve r- handlungsrunde im Dispositiv nicht ausgeschlossen. Er hat in seinen Er- wägungen sogar ausdrücklich auf die Möglichkeit neuer Tarifverhandlu n- gen, einer Tarifeinigung und einer Genehmigung eines entsprechenden Tarifs durch ihn selbst hingewiesen. Dass er nicht zugleich auf die vom KVG vorgeschriebene Möglichkeit hingewiesen hat, beim Scheitern neuer Tarifverhandlungen eine hoheitliche Tariffestsetzung beantragen zu kö n- nen, ändert nichts daran, dass auch diese Möglichkeit besteht. In diesem Sinne hat der Regierungsrat zu Recht für den Zeitraum ab 1. Januar 2005 bis maximal 31. Dezember 2009 je einen einheitlich fixen Tarif festg e- setzt. So steht es den Parteien (unter dem Vorbehalt des Rechtsmis s- brauchs) frei, für einen Zeitpunkt nach dem 1. Januar 2005 unter Ber u- fung auf veränderte Verhältnisse eine neue Tarifrunde einzuleiten, Ver- tragsverhandlungen aufzunehmen und eine entsprechende Vereinbarung vom Regierungsrat genehmigen zu lassen oder beim Scheitern der Ve r- handlungen die hoheitliche Festsetzung eines neuen Tarifs auf Grund veränderter Umstände z u beantragen. Werden hingegen keine Verhan d- lungen aufgenommen bzw. kein entsprechend neuer Tarif genehmigt oder hoheitlich festgelegt, bleiben die ab 1. Januar 2005 geltenden Tarif bis zum 31. Dezember 2009 in Kraft (vgl. zum Ganzen BVGE 2012/18 E. 7.4 f. m.w.H.). 9. 9.1 Der Regierungsrat hat die Tarife auf der Basis des Spitaltaxmodells der Preisüberwachung berechnet (im Folgenden: Spitaltaxmodell, PUE - Modell), was er damit begründete, dass Bundesrat und PUE bei der B e- rechnung von OKP -Spitaltarifen in konstanter Praxis auf dieses Modell C-5820/2010 Seite 18 abgestützt hätten. Die Beschwerdeführerin rügt, dass ein Abstützen auf dieses Modell im vorliegenden Fall unzulässig sei. Mit Hilfe des PUE-Modells werden die für die Bemessung des OKP -Tarifs anrechenbaren Betriebskosten bestimmt. Dieses Modell geht von den tatsächlich für die Leistungserbringung aufgebrachten, transparent au s- gewiesenen (und belegten) Betriebskosten des stationären Spitalteils aus und bestimmt den Anteil dieser Kosten, d er KVG -konform der OKP b e- lastet werden kann. Dabei werden die anrechenbaren Kosten für die meisten Positionen unter Berücksichtigung normativer Zu- und Abschläge ermittelt (vgl. BVGE 2012/18 E. 8.1 ff. m.w.H.). Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass für die Berechnung der Ta- rife zu Lasten der OKP von den tatsächlichen für die entsprechende Leis- tungserbringung angefallenen Kosten auszugehen ist. Sie bestreitet l e- diglich die Berechnung der standardisierten be triebswirtschaftlichen Kos- ten in Bezug auf einzelne im PUE -Modell vorgesehene und vorliegend vorgenommene normative bzw. kalkulatorische "Korrekturen" und rügt, dass diese zu ungerechtfertigten Kostenkürzungen in der Höhe von 20 % der effektiven und gemäss Kostenrechnung nachgewiesenen Kosten führten, die sie nicht anderweitig decken könne. Die nachfolgende Pr ü- fung beschränkt sich auf die umstrittenen Punkte, während im Übrigen kein Anlass besteht, die Berechnung der standardisierten be triebs- wirtschaftlichen Kosten in Frage zu stellen. 9.2 9.2.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass der Regierungsrat zu Unrecht – statt von den effektiven – von kalkulatorischen Arzthonoraren in der Höhe von nur Fr. 1'548.- pro Austritt ausgegangen sei. 9.2.2 Der Regierungsrat begründete dieses Vorgehen damit, dass die tat- sächlichen Arzthonorarkosten in den Kostenrechnungen der vorliegend betroffenen Kliniken für das Jahr 2003 nicht ausgewiesen worden seien. Er sei daher den Empfehlungen der PUE vom 12. März 2007, welche diese in ihrer Stellungnahme vom 15. Januar 2010 bestä tigt habe, g e- folgt, welchen Wert die PUE wiederum dem zwischen santésuisse und dem Verband der Privatspitäler des Kantons Bern (VPSB) abgeschloss e- nen Tarifvertrag vom 20. November 2004 entnommen hat (vgl. die Ste l- lungnahme der PUE vom 15. Januar 2010 in RR7/L3). C-5820/2010 Seite 19 Gemäss eigenen Angaben verfügen die beiden Kliniken über keine Infor- mationen betreffend die Belegarzthonorare 2003, da ihre Belegärzte nicht über sie abgerechnet und die Krankenversicherer die Aufteilung zwischen Grundversicherung und Zusatzversich erung vorgenommen hätten (vgl. die "Erläuterungen zu den eingereichten Daten 2003" in RR7/L4). Sie macht geltend, dass der Vergleich mit den öffentlichen Spitälern zeige, dass die direkten und indirekten Arztkosten ca. Fr. 2'100. - pro Fall au s- machten, wobei ihre Belegärzte, anders als in öffentlichen Spitälern a n- gestellte Ärzte, auch die gesamten indirekten Kosten zu tragen hätten. Ausserdem sei der kalkulatorische Betrag wesentlich tiefer als eine nach TARMED berechnete Entschädigung, was kaum begründbar s ei. Beide Einwände werden nur pauschal erhoben und nicht substantiiert. Die B e- schwerdeführerin hat denn auch in ihrer der Beschwerde beigelegten T a- rifbestimmungstabelle den von Regierungsrat und PUE verwendeten ka l- kulatorischen Wert für die Arzthonorare eingesetzt. 9.2.3 Unter diesen Umständen sieht das Bundesverwaltungsgericht ke i- nen Anlass dafür, in das vom Regierungsrat unter Berufung auf die B e- rechnungen der PUE ausgeübte Ermessen einzugreifen, soweit er auf die besagten kalkulatorischen Arzthonorare abgestü tzt hat (vgl. BVGE 2012/18 nicht publizierte E. 9). 9.3 9.3.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass als Anlagenutzung s- kosten nicht die vom Regierungsrat eingesetzten normativen Kosten, sondern die höheren, tatsächlich angefallenen Kosten für die Tarifbildung zu berücksichtigen seien. 9.3.2 Unbestritten ist, dass Investitionskosten bei Privatspitälern ohne ö f- fentliche Betriebsbeiträge anrechenbar sind, soweit sie – wie vorliegend – nicht von der öffentlichen Hand nach dem Recht des zuständigen kant o- nalen oder kommunalen Gemeinwesens zu tragen sind (für die Definition von Investitionskosten im Sinne von Art. 49 Abs. 1 KVG vgl. BVGE 2012/18 E. 10.2 m.w.H.). 9.3.3 Die geltend gemachten Investitionskosten dürfen nicht unbesehen für die Tarifberechnung herangezogen werden. Viel mehr beinhaltet eine betriebswirtschaftliche Bemessung der Tarife in jedem Fall eine Wir t- schaftlichkeitsbeurteilung der Leistungserbringung (Art. 43 Abs. 4 und 6 KVG). Es ist daher für die geltend gemachten Kosten eine Angemesse n-C-5820/2010 Seite 20 heitsprüfung vorzunehmen, w obei rechtsprechungsgemäss das ganze Konto 44 (Aufwand für Anlagenutzung) einer Plausibilisierung anhand der normativen Investitions- und Grundstückskosten gemäss Spitaltaxmodell der Schweizerischen Vereinigung der Privatkliniken (SVPK) und der M e- dizinal-Kommission UVG (MTK) für die UVG -Patienten und -Patientinnen (SVPK/MTK-Spitaltaxmodell) zu unterziehen ist, wobei praxisgemäss die Anrechnung einer Toleranzmarge von 5% auf den normativen Anlagenu t- zungskosten erfolgt. Dieser Vorgang stellt eine behelfsmässige Plausibili- sierung und nicht einen Benchmarking -Ansatz dar (vgl. BVGE 2012/18 E. 10.3 m.w.H). 9.3.4 Der Regierungsrat hat in den angefochtenen Entscheiden je eine der bundesrätlichen Praxis entsprechende Angemessenheitsprüfung der von der Beschwerdeführerin ge ltend gemachten Anlagenutzungskosten vorgenommen. Unter Berücksichtigung der Toleranzmarge von 5 % resul- tieren seines Erachtens für die Klinik A._______ normative Anlagenut- zungskosten in der Höhe von Fr. 2'395'597.-, während die Beschwerd e- führerin kalkulat orische Anlagenutzungskosten in der Höhe von Fr. 6'933'720.- geltend macht. Für die Klinik B._______ setzte der Regie- rungsrat normative Anlagenutzungskosten in der Höhe von Fr. 1'021'778.- ein, während die Beschwerdeführerin Anlagenutzungskosten in der Höh e von Fr. 2'163'301.- geltend macht. 9.3.5 Die Beschwerdeführerin führt aus, dass die verwendeten Normwe r- te für sie als Privatspital keine Bedeutung hätten und ausserdem veraltet seien, was zu einer ungerechtfertigten Kürzung der berücksichtigten B e- triebskosten führe. Diese Tatsache habe auch die SwissDRG AG erkannt. Deshalb sei die Wirtschaftprüfungsgesellschaft KPMG beauftragt worden, ein Modell zur korrekten Anrechnung der betrieblichen Investitionen zu erarbeiten. Verschiedene Kantone, so auch der Kanton Bern , rechneten mit mindestens 12 % der Kosten (vgl. Beschwerde S. 2 6). In den Ve r- handlungen im Zusammenhang mit SwissDRG habe sich zudem gezeigt, dass H+ einen noch höheren Investitionszuschlag für notwendig erachte (vgl. Schlussbemerkungen der Beschwerdeführerin S. 14). 9.3.6 Dem hält der Regierungsrat entgegen, dass es sich bei dem besa g- ten Investitionszuschlag von 12 % um eine Annahme der GEF BE für die Zeit ab 2012 handle, um eine kalkulatorische mögliche Grösse für die T a- riffindung für den Zeitraum ab Inkrafttr eten der neuen Spitalfinanzierung. Von einem Mindestwert sei diesbezüglich ausserdem nie die Rede gew e- sen (vgl. Vernehmlassung S. 7, 10). C-5820/2010 Seite 21 9.3.7 Die Beschwerdeführerin verkennt, dass die in E. 9.3.3 erwähnten Normwerte auf einem von der Schweizerischen Vereinigu ng der Privatkli- niken mitbegründeten Spitaltaxmodell beruhen, also sehr wohl auf Priva t- kliniken anwendbar sind und in der Rechtsprechung auch auf Privatspit ä- ler angewandt wurden (vgl. BVGE 2012/18 E. 10.5 m.w.H.). Den Einwand der veralteten Normwerte erheb t die Beschwerdeführerin lediglich pa u- schal, ohne ihn genauer zu substantiieren. Insbesondere kann in Werten, wie sie in Hinblick auf die neue Spitalfinanzierung in Betracht gezogen werden, keine entsprechende Substantiierung erkannt werden. Selbst wenn der Kanton Bern teilweise einen Investitionszuschlag von 20 % ge- rechtfertigt erachten und damit rechnen würde, was vom Regierungsrat bestritten wird, wäre auch darin keine ausreichende Substantiierung zu erkennen (vgl. Beschwerde S. 40, Vernehmlassung S. 10, Schlussbe- merkungen der Beschwerdeführerin S. 14). 9.3.8 Da die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Anlagenu t- zungskosten für beide Kliniken höher sind als der plausibilisierte und um die 5 %-Toleranzmarge erhöhte Wert gemäss SVPK/MTK - Spitaltaxmodell, dessen korrekte Berechnung die Beschwerdeführerin nicht bestreitet, hat der Regierungsrat in Übereinstimmung mit der PUE somit zu Recht jeweils auf den letztgenannten Wert abgestellt. 9.4 9.4.1 Die Beschwerdeführerin bestreitet die Zulässigkeit der Aussche i- dung von Kosten für Lehre und Forschung, wie sie der Regierungsrat mit- tels eines normativen Abzugs von 5 % vorgenommen hat. 9.4.2 Nach Art. 49 Abs. 1 KVG sind die Kosten für Lehre und Forschung von den auf die Pauschalen anrechenbaren Kosten abzuziehen. Die D e- finition der Lehre und Forschung gemäss Art. 49 Abs. 1 KVG in Art. 7 VKL entspricht im Wesentlichen der bundesrätlichen Praxis wonach von einem weiten Begriff der Lehre und Forschung auszugehen ist. Ein Abzug für Lehre ist immer vorzunehmen, wenn Angestellte gemäss Pflichtenheft zumindest während eines Teils ihrer Arbeitszeit als Ausbildnerin oder Ausbildner tätig sind. Abzuziehen sind jeweils die effek tiven Kosten für Lehre und Forschung, sofern diese bekannt sind; anderenfalls sind no r- mative Abschlagssätze anzuwenden. Sind die Kosten für Lehre und Fo r- schung nicht ausgewiesen, kommen praxisgemäss folgende, nach Sp i- talgrösse und -typ abgestufte Abzüge zur Anwendung: bei Universitätsspi- tälern 25 %, bei mittelgrossen und grossen Spitälern (über 125 Betten) C-5820/2010 Seite 22 5 %, bei Spitälern mit 75 - 124 Betten 2 % und bei kleineren Spitälern 1 %. Die Pauschalabzüge für Lehre und Forschung stellen lediglich ein Korrektiv dar, welches anzuwenden ist, wenn die Spitäler ihrer Pflicht, die effektiven Kosten auszuscheiden, nicht nachgekommen sind. Daher sind an die Berechnungen der Pauschalabzüge keine sehr differenzierten A n- forderungen zu stellen. Entgegen den Ausführungen der B eschwerdefüh- rerin finden vorliegend die Bestimmungen betreffend die per 1. Januar 2012 in Kraft getretene Spitalrevision keine Anwendung (vgl. oben E. 6.4) und es kann aus diesen Bestimmungen auch nichts hergeleitet werden, das die dargelegte Umschreibung der massgeblichen Kosten für Lehre und Forschung als unzutreffend erscheinen liesse (vgl. zum Ganzen BVGE 2012/18 E. 11.2 m.w.H.). 9.4.3 Vorliegend bestreitet die Beschwerdeführerin nicht, dass die beiden Kliniken Aus- und Weiterbildung im Sinne der bundesrätlichen Praxis und der VKL betrieben und die entsprechenden Kosten nicht separat ausg e- wiesen haben. Letzteres begründet sie damit, dass die (nicht universit ä- ren) Aus- und Weiterbildungskosten zu den anrechenbaren Kosten gehör- ten, da damit produktive Leistungen verbunden und daher nicht ausz u- scheiden seien. Dabei verkennt sie, dass die auszuschliessenden Kosten nicht seitens der Personen ansetzen, welche aus - oder weitergebildet werden (Lernende), sondern bei den Personen, die aus - oder weiterbil- den (Lehrende). Dass dem Lernaufwand der Lernenden auch eine gewis- se produktive Leistung gegenübersteht, wird von diesem Modell nicht in Frage gestellt. Es spielt damit auch keine Rolle, ob die aus - und weiter- bildenden Personen daneben produktive Tätigkeiten im Sinne der OKP ausüben oder nur als Aus- bzw. Weiterbildende angestellt bzw. beauftragt werden. In beiden Fällen werden die Kosten nicht von der OKP getragen (vgl. BVGE 2012/18 E. 11.3 m.w.H.). 9.4.4 Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, dass die Kliniken von Bund und Kanton dazu aufgefordert bzw. verpflichtet würden, Ausbildung zu betreiben, und es nicht sein könne, dass sie die entsprechenden Ko s- ten nicht auf die OKP ab wälzen könne (vgl. aber unten E. 9.4.7). Dabei verkennt sie, dass vorliegend nur zu prüfen ist, o b diese Kosten von der OKP zu tragen sind, was Gesetz und Verordnung klar verneinen. Inwi e- fern die Beschwerdeführerin auf Grund ausserhalb der OKP liegender Bestimmungen oder Vorgaben verpflichtet ist, Ausbildung zu betreiben und wer für die entsprechenden Kosten aufzukommen hat, ist hier nicht zu prüfen (vgl. BVGE 2012/18 E. 11.4). C-5820/2010 Seite 23 9.4.5 Da die Klinik A._______ im Jahr 2003 effektiv 93 OKP -Betten be- trieb (vgl. Erhebungsformular KTR 2003 [in RR7/L4], E -Mail vom 10. N o- vember 2009 [act. 23], Beschwerde S. 34), habe n der Regierungsrat und die PUE in Bezug auf diese Klinik somit grundsätzlich zu Recht unter dem Titel Lehre und Forschung einen Abzug von 2 % vorgenommen. 9.4.6 Da die Klinik B._______ im Jahr 2003 effektiv 51 OKP-Betten be- trieb (vgl. Erhebungsformular KTR 2003 [in RR7/L4], E-Mail vom 10. N o- vember 2009 [act. 23], Beschwerde S. 44), haben der Regierungsrat und die PUE in Bezug auf diese Klinik somit grundsätzlich zu Recht unter dem Titel Lehre und Forschung einen Abzug von 1 % vorgenommen. 9.4.7 Tatsächlich hat auch di e Beschwerdeführerin in ihrer Tarifkalkulat i- on, welche sie der regierungsrätlichen Kalkulation gegenüberstellt, für beide Kliniken denselben prozentualen Abzug für Lehre und Forschung eingetragen, wie der Regierungsrat . Sie macht allerdings geltend, dass sie vom Kanton jährlich eine sogenannte Ausbildungsentschädigung e r- halte. Diese Vergütung – die Beschwerdeführerin setzt in ihrer Tarifkalku- lation dafür betreffend die Klinik A._______ Fr. 186'016.- und für die Klinik B._______ Fr. 23'389.- ein – werde kostenmindernd im Bereich der Pe r- sonalkosten verbucht und müsste somit vom pauschalen Abzug von 5 % subtrahiert werden (vgl. Beschwerde S. 43, 46). Diese Ausbildungsentschädigung für das Jahr 2003 hat die Beschwerd e- führerin im vorinstanzlichen Verfahren nicht geltend gemacht. Es handelt sich somit um eine neue Tatsachenbehauptung, für welche nicht erst der angefochtene Regierungsratsbeschluss Anlass gibt, weshalb sie im Sinne von Art. 53 Abs. 2 Bst. a erster Satz KVG unzulässig und vorliegend nicht zu beachten ist. Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass die Beschwerd e- führerin diese Behauptung weder substantiiert noch belegt. Da sie die Kosten für Lehre und Forschung nicht ausgewiesen hat, ist es auch nicht möglich, die geltend gemachte n konkreten Ausbildungsentschädigungen gegenüber den Pauschalabzügen abzugrenzen. Auch aus diesem Grund wären die Ausbildungsentschädigungen nicht weiter beachtlich. Somit hat der Regierungsrat unter dem Titel Lehre und Forschung zu Recht die gesamten 2 % (Klinik A._______) bzw. 1 % (Klinik B._______) abgezogen. C-5820/2010 Seite 24 9.5 9.5.1 Nicht zu den anrechenbaren Kosten gehören gemäss Art. 49 Abs. 1 KVG Betriebskostenanteile aus Überkapazität. Ob in einem Spital Übe r- kapazitäten bestehen, beurteilt sich aufgrund der Bettenbelegun g. Dabei wird der Auslastungsschwellenwert für Akutspitäler mit Notfallstation – wie es die beiden vorliegend betroffenen Kliniken sind – auf 85 % festgelegt (vgl. BVGE 2012/18 E. 12 m.w.H.). Diesem Auslastungsschwellenwert hat der Regierungsrat im angefo chte- nen RRB für die Klinik A._______ eine effektive Bettenauslastung von 99 % gegenüber gestellt. Aus der Division der Anzahl tatsächlicher Pflegetage (33'555) durch die Anzahl maximal möglicher Pflegetage (33'945 [= 93 Betten x 365 Tage]) resultiert eine Bettenauslastung von 98.9 % bzw. gerundet 99 %. Für die Klinik B._______ ist der Regierungsrat von einem effektiven Bet- tenbelegungsgrad von 69 % ausgegangen. Aus der Division der Anzahl tatsächlicher Pflegetage (12'868) durch die Anzahl maximal möglicher Pflegetage (18'615 [= 51 Betten x 365 Tage]) resultiert eine Bettenauslas- tung von 69.1 % bzw. gerundet 69 %. 9.5.2 Die Beschwerdeführerin bestreitet weder den Grundsatz , dass Überkapazitäten nicht von der OKP zu finanzieren sind, noch die vom Regierungsrat angen ommenen Bettenauslastungswert e für das Jahr 2003. Die von der Beschwerdeführerin in Bezug auf die Klinik B._______ angerufenen Bettenauslastungswerte ab Jahre 2004 bleiben ohne Rel e- vanz (vgl. oben E. 7.3). 9.5.3 Unbestritten ist ebenfalls, dass der Regierungsra t angesichts einer Bettenauslastung von 99 % für die Klinik A._______ zu Recht keinen Ab- zug wegen Überkapazitäten vorgenommen hat. 9.5.4 Für die Klinik B._______ macht d ie Beschwerdeführerin geltend, dass nur zwischen der Bettenauslastung und den Investitionskos ten ein Zusammenhang bestehe, nicht auch zwischen der Bettenauslastung und den Betriebskosten. Diese Argumentation ist nicht neu und vermag ein Abweichen von der gefestigten Praxis nicht zu rechtfertigen (vgl. BVGE 2012/18 E. 12.4 m.w.H.). Zu den betroffenen Betriebskosten gehören im Übrigen – entgegen dem Dafürhalten der Beschwerdeführerin – auch die (tarifrelevanten) Honorare der Belegärzte. C-5820/2010 Seite 25 9.5.5 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, dass ein gestützt auf die Bettenausl astung erfolgender Abzug wegen Überkapazitäten dazu führen könne, dass selbst ein Spital, das unter den Benchmark -Werten vergleichbarer Spitäler liege, zusätzlich einer ungerechtfertigten Kürzung unterworfen werde, verkennt sie, dass das Benchmarking eine andere Stossrichtung als der Abzug von Überkapazitäten im Sinne von Art. 49 Abs. 1 KVG hat, weshalb es durchaus dazu kommen kann und zulässig ist, dass neben dem Benchmarking zusätzlich die Überkapazitäten a n- hand der Bettenbelegung ermittelt und abgezogen werden (vgl. BVGE 2012/18 E. 12.4 m.w.H.). 9.5.6 Die Beschwerdeführerin macht nicht substantiiert geltend, dass die von ihr angegebene Anzahl effektiv betriebene r stationärer OKP-Betten unzutreffend sei. Auf ihre Kritik, dass das PUE-Modell dem Umstand nicht Rechnung trage, dass stationäre Infrastruktur auch für teilstationäre Pati- enten in Anspruch genommen werde, ist daher nicht weiter einzugehen. 9.5.7 Dementsprechend hat der Regierungsrat in Bezug auf die Klinik B._______ zu Recht einen Abzug für Überkapazitäten vorgenommen , dessen Berechnung von der Klinik nicht in Frage gestellt wurde. 9.6 Der Regierungsrat hat in Übereinstimmung mit der PUE in Bezug auf beide Kliniken wegen den (nicht separa t ausgewiesenen) Mehrkosten für die Behandlung von zusatzversicherten Patientinnen und Patienten einen Abzug in der Höhe von je 2 % vorgenommen – unter Ausschluss der Arzthonorare für Zusatzversicherte. Ausgehend von den aktenkundigen Zusatzversichertenanteilen von 55 % für die Klinik A._______ und 30 % für die Klinik B._______ hat er die diesbezügliche Rechtsprechung ko r- rekt angewandt (vgl. BVGE 2012/18 E. 13 m.w.H.). Die grundsätzliche Zulässigkeit dieses Abzugs wird von der Beschwerdeführerin auch nicht bestritten. Da sie die Mehrkosten für die zusatzversicherten Patienten nicht transparent und nachvollziehbar separat ausgewiesen hat, bleibt es ohne Relevanz, ob die Beschwerdeführerin eine entsprechende Au s- scheidung hätte belegen können (vgl. Beschwerde S. 45). 9.7 Der Regierungsrat hat unter dem Titel "gewichtete Teuerung" die a n- rechenbaren Kosten für die Klinik A._______ um 1.03 % und für die Klinik B._______ um 1.06 % heraufgesetzt. Im Ergebnis anerkennt d ie B e- schwerdeführerin diese Teuerung für das Jahr 20 04 (vgl. Beschwer de S. 46). Mit ihrer Rüge, dass der Regierungsrat zu Unrecht lediglich die C-5820/2010 Seite 26 Teuerung für das Jahr 2004 und nicht auch für die Folgejahre berücksich- tigt habe, dringt sie nicht durch (vgl. BVGE 2012/18 E. 14 m.w.H.). 9.8 Im Sinne eines Zwischenresultats ist somit festzuhalten, dass der Re- gierungsrat zu Recht im angefochtenen Beschluss die umstrittenen A b- züge bzw. normativen Korrekturen vorgenommen hat, deren Berechnung nicht substantiiert bestritten wurde (vgl. auch S. 4 6 der Beschwerde). Er ist somit grundsätzlich zu Recht von im Rahmen der Tariffestsetzung a n- rechenbaren Kosten in der Höhe von Fr. 60'373'465.- für die Klinik A._______ und Fr. 15'961'212.-. für die Klinik B._______ ausgegangen. 10. 10.1 Die Beschwerdeführerin beanstandet den vom Regierungsrat für beide Kliniken festgesetzten Kostendeckungsgrad von 90 % im Grun d- satz und beantragt eine Deckung zu 96 % bzw. 100 %. Sie begründet dies zur Hauptsache damit, dass ihre Daten völlig transparent seien und es keinen Anlass für Zweifel betreffend die dem Spital effektiv entstand e- nen Kosten gebe. Insbesondere habe sie anlässlich des Tariffestse t- zungsverfahrens alle verlangten Unterlagen wie Kostenstellenrechnung, Kostenträgerrechnung und Nebenbücher wie Anlagebuchhaltung mit dem Ausweis der kal kulatorischen Nutzungskosten vorgelegt. Weiter verfüge sie über eine Einzelleistungserfassung und könne Einzel - und Gemei n- kosten in der Kostenstellen - und der Kostenträgerrechnung transparent ausweisen. 10.2 Die Spitäler sind gehalten, nebst der Leistungsstati stik eine B e- triebsabrechnung vorzulegen, welche die Kostenrechnung (bestehend aus der Kostenarten -, Kostenstellen - und Kostenträgerrechnung) sowie die Ermittlung des Betriebserfolges umfasst. Die Ermittlung der Kosten und die Erfassung der Leistungen müsse n gemäss den Vorgaben der VKL bzw. der darin kodifizierten Rechtsprechung erfolgen. Legt ein Spital eine gute Kostenstellenrechnung sowie eine vollständige, qualitativ gute, ausreichend detaillierte Kostenträgerrechnung (inkl. Leistungserfassung) vor, ist die Kostentransparenz vollständig gegeben. Bei ungenügender Kostentransparenz (Intransparenz der Kostendaten) besteht die Gefahr, dass die Spitalpauschalen mehr als das gesetzlich vorgesehene Max i- mum der zulasten der OKP abrechenbaren Kosten decken. Wenn d ie Transparenz nicht genügt, wird ein Abzug beim Kostendeckungsgrad vor- genommen, dessen Höhe von den der Tarifberechnung im Einzelfall zu Grunde liegenden Unterlagen und deren Qualität abhängt. Der Kostende-C-5820/2010 Seite 27 ckungsgrad bewegt sich bei Privatspitälern, welche nicht öffentlich su b- ventioniert werden zwischen 85 % und 96 %: 85 %, wenn nur eine Kalku- lation besteht und die vorgelegten Unterlagen rudimentär sind; 92 %, wenn eine Finanzbuchhaltung, eine Kalkulation und eine Kostenstelle n- rechnung von guter Qualität vorliegen; 96 %, wenn eine – allerdings noch nicht restlos genügende – Kostenträgerrechnung vorgelegt wird (vgl. BVGE 2012/18 vom 6. Juli 2012 E. 16.4 f. m.w.H.). 10.3 Vorliegend ist kein Grund ersichtlich, sich für die Bemessung des Kostendeckungsgrades ausserha lb dieses Rahmens zu bewegen. Zur Beurteilung des für den Kostendeckungsgrad vorzunehmenden Abzuges sind somit die Qualität und Transparenz der im vorliegenden Fall das Jahr 2003 betreffenden und aktenkundigen Daten zu bewerten. Ausser B e- tracht fallen Date n, welche andere Jahre betreffen und/oder von der B e- schwerdeführerin nicht eingereicht wurden. Dies gilt insbesondere für al l- fällige weitere Daten betreffend das Jahr 2003, zu deren Einreichung die Beschwerdeführerin von der Vorinstanz mehrfach aufgefordert und mittels Verfügung verpflichtet wurde. Dass die Beschwerdeführerin, wie sie b e- hauptet, im vorinstanzlichen Verfahren mehr als die im Beschwerdeve r- fahren aktenkundigen Daten eingereicht hat, ist nicht ersichtlich. Für die Beurteilung der Datentranspare nz und des daraus resultierenden Ko s- tendeckungsgrades ist somit auf die Unterlagen abzustellen, welche die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 14. August 2009 eingereicht hat. 10.4 Die Begründung des Regierungsrats und der PUE für den auf 90 % festgesetzten Kostendeckungsgrad beruht im Wesentlichen darauf, dass im vorgängigen bundesrätlichen Beschwerdeverfahren für die vorliegend betroffenen Kliniken (lediglich) eine "Gesamtübersicht sowie Berichtigung / Abgrenzung von Finanzbuchhaltung und Betriebsbuchhaltung BE" und eine Aufstellung "Betriebsspezifische Daten zur Klinik" eingereicht wurden (vgl. den vorinstanzlichen Ordner "Verfahrensakten zu den RRB 1734 - 1744 vom 20.9.2006 sowie zum Bundesratsbeschluss vom 30.1.2008" [RR3] L15 Bl. 44-48), und darauf, dass seither die Datentransparenz nicht verbessert worden sei (für den chronologischen Ablauf und eine detaillier- tere Herleitung dieser Schlussfolgerung vgl. BVGE 2012/18 E. 16.7). In den dem Gericht vorliegenden Vorakten befind en sich für die beiden Kliniken je neben einer Tarifkalkulation (Beschwerde S. 46) die folgenden Unterlagen für das Jahr 2003: einerseits, wie schon im vorgängigen bu n- desrätlichen Beschwerdeverfahren eine "Gesamtübersicht sowie Beric h- tigung / Abgrenzung von Finanzbuchhaltung und Betriebsbuc hhaltung" C-5820/2010 Seite 28 (Kostenartenrechnung), und ein "Erhebungsformular KTR 2003 "; and e- rerseits neu eine Kostenstellenrechnung für die Haupt kostenstellenrech- nung stationär, ein "Beispiel Ausscheidung ambulante/teilstationäre Ko s- ten für Abteilungen mit Patienten von un terschiedlicher Aufenthaltsart" und eine Vollständigkeits - und Richtigkeitserklärung zur Rechnungsl e- gung 2003. Die von der Beschwerdeführerin eingereichten Unterlagen bewirken für keine der beiden Kliniken gegenüber dem bundesrätlichen Beschwerdeverfahren eine relevante Verbesserung der Datentransparenz und rechtfertigen keinen Kostendeckungsgrad von über 90 %, was im Resultat auch der Stellungnahme der PUE im Beschwerdeverfahren en t- spricht. 10.5 Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin daraus, dass seitens der Kliniken vor dem Jahr 2005 keine Differenzi e- rung der zulasten der OKP und der zulasten der Zusatzversicherungen angefallenen Kosten vorgenommen, sondern diese den Krankenversiche- rern überlassen wurde, nichts zu ihren Gunsten ableiten kann (vgl. BVGE 2012/18 E. 16.9). 10.6 Entgegen der Argumentation der Beschwerdeführerin ist die Redu k- tion des Kostendeckungsgrades infolge intransparenter Datenlage in B e- zug auf alle Kosten vorzunehmen, nicht nur in Bezug auf jene Kosten, welche nicht detaill iert zugewiesen werden können (vgl. BVGE 2012/18 E. 16.10 m.w.H.). 10.7 Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, ein in Bezug auf die gesamten Kosten erfolgender Intransparenzabzug stelle dort eine doppel- te Bestrafung dar, wo er sich auf Kosten beziehe, die bereits einem Pau- schalabzug gemäss Spitaltaxmodell unterzogen worden seien (wegen unzureichender Ausscheidung der Patientenkategorien bzw. der Kosten für Lehre und Forschung sowie zur Plausibilisierung von Anlagenut - zungskosten/Investitionen). Dabei verkennt die Beschwerdeführerin, dass das Vorliegen entsprechender Kosten bzw. eines bestimmten Korrektur - bedarfs zu vermuten und für deren Berücksichtigung behelfsmässig ein geschätzter Abzug vorzunehmen ist, was keine Sanktionierung der Datenintransparenz darstellt (vgl. BVGE 2012/18 E. 16.11 m.w.H.). 10.8 Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin könnte sie, selbst dann, wenn ein aussagekräftiges Benchmarking durchgeführt und für sie günstig ausfallen würde, nicht verlangen, dass deswegen von e i-C-5820/2010 Seite 29 nem Intransparenzabzug abgesehen werde (vgl. BVGE 2012/18 E. 16.2 m.w.H.; vgl. auch unten E. 11.2). 10.9 Die Beschwerdeführerin dringt mit ihren Rügen betreffend die Fes t- setzung des Kostendeckungsgrades somit nicht durch. Der Regierungsrat hat den Kostendeckungsgrad für die vorliegend betroffenen Kliniken somit zu Recht auf 90 % festgesetzt. 11. 11.1 Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, dass bei Berücksic h- tigung der vom Regierungsrat als anrechenbar befundenen Kosten für die Tarifbildung, die ihr für die OKP-Leistungserbringung entstehenden Ko s- ten nicht vollständig gedeckt würden. Dazu dürfe es aber nicht kommen, da sie die ungedeckten Kosten nicht auf Dritte abwälzen könne. 11.1.1 Es ist unbestritten, dass die öffentliche Hand die Beschwerdefü h- rerin nicht unter stützt und namentlich nicht für allfällige durch den OKP - Tarif nicht gedeckte Kosten aufkommt. Soweit eine private Klinik keine Kantonsbeiträge erhält, besteht mangels Anwendbarkeit der 50 -Prozent- Regel im Sinne von Art. 49 Abs. 1 Satz 2 KVG allerdings gru ndsätzlich Anspruch auf eine Taxe, welche (maximal) 100 Prozent der anrechenba- ren Kosten deckt, wozu auch die die allgemeine Abteilung betreffenden Investitionskosten zu zählen sind. Damit sieht das Gesetz bereits einen Mechanismus vor, der seitens der Kos tendeckung für einen Ausgleich zwischen den öffentlich und öffentlich subventionierten und den Privatspi- tälern sorgt. Daraus, dass die Beschwerdeführerin durch die öffentliche Hand nicht unterstützt wird, lässt sich somit nicht ableiten, dass das PUE- Modell nicht auf die vorliegend betroffenen Kliniken angewandt werden dürfte (vgl. BVGE 2012/18 E. 17.2.2 m.w.H.). 11.1.2 Entgegen der von der Beschwerdeführerin vertretenen Ansicht, steht ihr die Möglichkeit offen, ohne Verletzung des Tarifschutzes gemäss Art. 44 Abs . 1 KVG durch das Erbringen von OKP -Leistungen auf der (Halb-)Privatabteilung Mehreinkünfte zu generieren, die z.B. zur Querf i- nanzierung einer allfälligen Unterdeckung in der allgemeinen Abteilung verwendet werden können (vgl. BVGE 2012/18 E. 17.3.2 m.w.H. ). Da 2003 rund 55 % der Pflegetage der Klinik Beau -Seite und 30 % der Pflegetage der Klinik auf Zusatzversicherte entfielen, bestand diesbezüg- lich ein erhebliches Potenzial. C-5820/2010 Seite 30 11.1.3 Es steht den vorliegend betroffenen Kliniken weiter frei, ein erheb- liches zusätzliches Einkommen zu generieren, indem sie über den Lei s- tungsumfang der OKP h inausgehende Leistungen erbringen , die zusät z- lich zu den KVG-Tarifen in Rechnung gestellt, aber nicht von der OKP be- zahlt werden dürfen (vgl. BVGE 2012/18 E. 17.5 m.w.H.). 11.1.4 Die Besch werdeführerin moniert, dass es ihr aus finanziellen Gründen nicht möglich gewesen sei, zur Deckung der im stationären B e- reich entstehenden Lücken auf Einnahmen im ambulanten Bereich z u- rückzugreifen. Daraus kann sie nichts zu ihren Gunsten ableiten, da eine solche Quersubventionierung als KVG-widrig nicht vorgenommen werden dürfte (vgl. BVGE 2012/18 E. 17.4). 11.1.5 Ihre Behauptung, dass mit der Anwendung des vom Regierungsrat festgesetzten Tarifs der Konkurs der vorliegend betroffenen Kliniken vor- programmiert sei, wird von der Beschwerdeführerin nicht weiter substanti- iert. 11.1.6 Die Beschwerdeführerin dringt somit mit ihrer Rüge, dass die um- strittenen OKP-Tarife nicht so tief festgesetzt werden dürf ten, weil sie die bei dessen Anwendung nicht gedeckten Kosten nicht auf Dritte abwälzen könne, nicht durch. 11.2 Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, der Regierungsrat hätte eine Wirtschaftlichkeitsüberprüfung mittels Benchmarking durchfü h- ren müssen. Daraus wäre ersichtlich geworden, dass die Fallkosten in den öffentlichen Spitälern des Kantons Bern erheblich höher seien als in der Klinik B._______, weshalb der für diese festgesetzte Tarif zu tief au s- gefallen und zu korrigieren sei. Damit verkennt sie, dass sich aus einem Betriebsvergleich im Sinne von Art. 49 Abs. 7 KVG ke in Anspruch auf Er- höhung des Tarifs wirtschaftlich betriebener Kliniken ableiten lässt (vgl. BVGE 2012/18 E. 18 m.w.H.). 11.3 Da die Beschwerdeführerin in Bezug auf die umstrittenen Tarife nicht auf einen bestimmten Tarif vertrauen durfte, bevor dieser rechtskr äftig festgesetzt wurde, kann sie sich diesbezüglich nicht erfolgreich auf den Grundsatz von Treu und Glauben berufen (vgl. BVGE 2012/18 nicht pub- lizierte E. 19.1). 11.4 Entgegen dem Dafürhalten der Beschwerdeführerin ist die Vers i- chertenstruktur der betroffen en Krankenversicherer für die Bestimmung des KVG-konformen Tarifs ohne Relevanz (vgl. BVGE 2012/18 E. 19.2). C-5820/2010 Seite 31 12. 12.1 Die Beschwerdeführerin wehrt sich gegen die vom Regierungsrat vorgenommene Festsetzung einer Tagespauschale. Stattdessen bea n- tragt sie primär die Anwendung des BFP-Modells und die Festsetzung ei- ner entsprechenden Baserate, sekundär die Festsetzung von Fachg e- bietspauschalen und zuletzt die Festsetzung (irgend-)eines Tarifs, der die nachgewiesenen Kosten vollständig decke. 12.2 Die Rechtsprechung räumt de r Vorinstanz im Rahmen der Tariffes t- setzung ein erhebliches Ermessen ein, insbesondere auch in Bezug auf die verschiedenen Tarifgestaltungsmöglichkeiten, soweit die Zielsetzung einer qualitativ hochstehenden und zweckmässigen gesundheitlichen Versorgung zu möglichst günstigen Kosten gewahrt bleibt. Dies gilt umso mehr, wenn die PUE die Regelung der Kantonsregierung – wie hier – stützt. So kann die Kantonsregierung im Rahmen der hoheitlichen Tari f- festsetzung z.B. auch ein neues Tarifmodell einführen, ohne sich dafür mit den Versicherern vorgängig ins Einvernehmen zu setzen. Eine besondere Zurückhaltung ist in Bezug auf die Aufhebung eines ganzen Tarifmodells auszuüben und eine solche lediglich im Sinne eines letzten Mittels vorz u- behalten (vgl. BVGE 2012/18 E. 21.4 m.w.H.). Tagespauschalen haben im KVG -Tarifwesen eine lange Tradition und wurden in der Rechtsprechung immer wieder bestätigt. Dass die Festse t- zung von Tagespauschalen vorliegend eine qualitativ hochstehende und zweckmässige gesundheitliche Verso rgung zu möglichst günstigen Ko s- ten verunmöglichen würde, ist nicht ersichtlich. Vielmehr hat das Bunde s- verwaltungsgericht im parallelen Verfahren den Regierungsrat des Ka n- tons Bern in seinem Entscheid geschützt, Tagespauschalen festzusetzen (vgl. BVGE 2012/18 E. 21.4 ff.). Selbst wenn das BFP-Modell oder Fachgebietspauschalen gegenüber ei- nem Tagespauschaltarif bestimmte Vorteile haben sollten, sind auch aus der ausführlichen Argumentation der Beschwerdeführerin keine Gründe dafür ersichtlich, in das erheb liche Ermessen der Vorinstanz einzugreifen und – vom parallelen Präzedenzfall abweichend – einen entsprechenden Tarifsystemwechsel vorzuschreiben. 12.3 Da die Beschwerdeführerin selber erklärt, die von ihr thematisierten Probleme, die bei einer Rückabwicklung u nter Anwendung unterschiedli-C-5820/2010 Seite 32 cher Tarifsysteme und Tarifhöhen auftreten könnten, seien nicht Gegen - stand des vorliegenden Verfahrens, ist darauf nicht weiter einzugehen. 12.4 Der Entscheid des Regierungsrates einen Tagespauschaltarif fes t- zusetzen, ist somit zu schützen. In Bezug auf die Klinik A._______ hat der Regierungsrat – ausgehend von anrechenbaren Kosten in der Höhe von Fr. 60'373'465.- und 33'555 Pflegetagen (somit Fr. 1'799.24 pro Pflegetag) und einem Kostend e- ckungsgrad von 90 % (somit Fr. 1'619.32) – die Tageschpauschale (inkl. Arztleistungen) zu Recht auf Fr. 1'619.- festgesetzt. Die Beschwerde ist in Bezug auf die Klinik A._______ somit, soweit die Beschwerdegegneri n- nen 1-8 betroffen sind, abzuweisen. In Bezug auf die Klinik B._______ hat der Regieru ngsrat – ausgehend von anrechenbaren Kosten in der Höhe von Fr. 15'961'212.-, 12'868 Pflegetagen (somit Fr. 1'240.38 pro Pflegetag) und einem Kostend e- ckungsgrad von 90 % (somit Fr. 1'116.34) – die Tageschpauschale (inkl. Arztleistungen) zu Recht auf Fr. 1'116.- festgesetzt. Die Beschwerde ist in Bezug auf die Klinik B._______ somit, soweit die Beschwerdegegneri n- nen 1-8 betroffen sind, abzuweisen. 13. 13.1 Da die SanaTop mindestens vor dem 21. Juni 2006 kein zugelass e- ner KVG-Krankenversicherer war und ein hoheitlicher Tarif nur gegenüber einem über die entsprechende Bewilligung verfügenden Krankenvers i- cherer festgesetzt werden kann, hat der Regierungsrat zu Unrecht für den Zeitraum vom 1. Januar 2005 bis zu dem Zeitpunkt, ab welchem der Sa - naTop die entspre chende Bewilligung erteilt wurde, je einen OKP -Tarif zwischen der Klinik A._______ und der Klinik B._______ einerseits und der SanaTop andererseits festgesetzt (vgl. BVGE 2012/18 E. 22 m.w.H.). 13.2 Die Beschwerde ist daher insofern gutzuheissen, als die angefo ch- tenen Regierungsratsratsbeschlüsse Nr. [...] und [...] vom 30. Juni 2010 in Bezug auf die SanaTop (Beschwerdegegnerin 9) aufzuheben und die Sa- che an die Vorinstanz zurückzuweisen ist, damit diese abkläre, ab we l- chem Zeitpunkt die SanaTop über eine Zulass ungsbewilligung verfügte, und ab diesem Zeitpunkt je einen Tarif für die stationäre Behandlung in der Klinik A._______ und der Klinik B._______ zu Lasten der OKP hoheit- lich festsetze bzw. über die Genehmigung einer allfällige n Tarifvereinba- rung befinde. C-5820/2010 Seite 33 14. Zu urteilen bleibt über die Verfahrenskosten und allfällige Partei - entschädigungen. 14.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt gemäss Art. 63 Abs. 1 und Abs. 3 VwVG die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegen den Par- tei. Eine Rückweisung gilt praxisgemäs s als Obsiegen der beschwerd e- führenden Partei (BGE 132 V 215 E. 6). Vorinstanzen werden keine Ver- fahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Unter Berücksichtigung des Umfangs und der Schwierigkeit der Streitsache, Art der Prozessfü h- rung und finanzieller Lage der Parteien (vgl. Art. 63 Abs. 4bis VwVG) sind die Verfahrenskosten vorliegend auf Fr. 3'500.- festzusetzen. Entspr e- chend dem teilweisen Obsiegen bzw. Unterliegen sind davon Fr. 3'000.- der Beschwerdeführerin aufzuerlegen und mit dem geleisteten Ko sten- vorschuss zu verrechnen. De r SanaTop ( Beschwerdegegnerin 9) sind Gerichtskosten in der Höhe Fr. 500.- aufzuerlegen. 14.2 Vor Bundesverwaltungsgericht obsiegende Parteien haben grun d- sätzlich Anspruch auf eine Parteientschädigung für die ihnen erwachs e- nen no twendigen Kosten (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] ). Obsiegt die Partei nur teilweise, so ist die Parteientschädigung ents prechend zu kür- zen. Die Entschädigung wird primär der unterliegenden Gegenpartei im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit auferlegt (vgl. Art. 64 Abs. 2 und 3 VwVG). Sind die Kosten verhältnismässig gering, so kann von einer Pa r- teientschädigung abgesehen werden. Keine Entschädigung ist geschu l- det, wenn der Vertreter oder die Vertreterin in einem Arbeitsverhältnis zur Partei steht. Da die Beschwerdeführerin keine erheblichen notwendigen Kosten geltend macht und nicht ersichtlich ist, dass solche in Bezug auf das B eschwerdeverfahren, jedenfalls soweit sie über die Arbeit von A n- gestellten der Beschwerdeführerin hi nausgehen, angefallen sind, ist der Beschwerdeführerin keine Parteientschädigung zuzusprechen. Den ob- siegenden anwaltlich vertretenen Beschwerdegegnerinnen 1 bis 8 ist un- ter angemessener Berücksichtigung des aktenkundigen Aufwands zulas- ten der Beschwerdeführerin eine reduzierte Parteientschädigung von in s- gesamt Fr. 3'700.- (inkl. Mehrwertsteuer) zuzusprechen. C-5820/2010 Seite 34 15. Der vorliegende Entscheid bringt eine Änderung des angefochtenen B e- schlusses mit sich, weshalb sich eine Veröffentlichung im offiziellen Publi- kationsorgan aufdrängt. 16. Dieses Urteil kann nicht beim Bundesgericht angefochten werden und tritt mit Eröffnung in Rechtskraft (vgl. BVGE 2009/23 E. 8 m.w.H.). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird insofern gutgeheissen, als die angefochtenen R e- gierungsratsbeschlüsse Nr. [...] und [...] vom 30. Juni 2010 in Bezug auf die SanaTop Versicherungen AG in Liquidation aufgehoben werden. In Bezug auf die zwischen diesem Krankenversicherer und der Klinik A._______ sowie der Klinik B._______ festgesetzten Tarife wird die S a- che im Sinne der Erwägungen zur weiteren Abklärung und zum neuen Ta- rifentscheid an die Vorinstanz zurückgewiesen. Im Übrigen wird die B e- schwerde im Sinne der Erwägungen abgewiesen. 2. Der Beschwerdeführerin werden Verfahrenskosten von Fr. 3'000. - aufer- legt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 3'000.- verrechnet. Der SanaTop (Beschwerdegegnerin 9) werden Verfahrenskosten von Fr. 500.- auferlegt. Der Betrag ist innert 30 Tage n nach Versand des vor- liegenden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 3. Den Beschwerdegegnerinnen 1 bis 8 wird für das vorliegende Verfahren eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'700.- zugesprochen. Die- se Entschädigung ist von der Beschwerdeführerin zu leisten. 4. Der Regierungsrat des Kantons Bern wird angewiesen, die Ziffer 1 des Dispositivs im offiziellen Publikationsorgan zu veröffentlichen. C-5820/2010 Seite 35 5. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilagen: Doppel der Ei n- gaben der Beschwerdegegnerinnen vom 10., 19., 20. und 24. April 2012 [je inkl. Beilagen] , Kopie n des Telef ax der Vorinstanz vom 7. September 2012 und der Mails vom 9. und 10. November 2009 [act. 23]) – die Beschwerdegegnerinnen (Gerichtsurkunde; Beilage: Einzahlungs- schein, Kopien des Telefax der Vorinstanz vom 7. September 2012 und der Mails vom 9. und 10. November 2009 [act. 23]) – die Vorinstanz (Ref-Nr. [...] und [...]; Gerichtsurkunde; Beilagen: Do p- pel der Eingaben der Beschwerdegegnerinnen vom 10., 19., 20. und 24. April 2012 [je inkl. Beilagen]) – das Bundesamt für Gesundheit (Einschreiben) – die Eidgenössische Preisüberwachung (A-Post) Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Beat Weber Daniel Golta Versand: