<h2>SubmittedText<h2><p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein: </p><p>Immer mehr Arbeitgeber ermöglichen es ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die Arbeit teilweise zu Hause (im Homeoffice) zu verrichten. Dadurch können die Arbeitnehmer darin unterstützt werden, dem Stress am Arbeitsplatz leichter zu begegnen oder Beruf und Familie besser miteinander zu vereinbaren. Das Arbeitsgesetz (ArG) trägt den Bedürfnissen von Arbeitnehmern, die ihre Arbeit im Homeoffice verrichten, zu wenig Rechnung. Es ist auf die Arbeit in einem Industriebetrieb ausgerichtet. Das Parlament wird deshalb ersucht, das ArG folgendermassen zu modernisieren:</p><p>Art. 10 Abs. 3 zweiter Satz (neu)</p><p>Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ihre Arbeitszeiten zu einem namhaften Teil selber festsetzen können, erstreckt sich der Zeitraum auf 17 Stunden.</p><p>Art. 15a Abs. 1 zweiter Satz (neu)</p><p>Gelegentliche Arbeitsleistungen von kurzer Dauer unterbrechen die Ruhezeit nicht.</p><p>Art. 19 Abs. 1 zweiter Satz (neu)</p><p>Keine Bewilligung ist erforderlich für Sonntagsarbeit, die von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die ihre Arbeitszeiten zu einem namhaften Teil selber festsetzen können, in ihrer Wohnung erbracht wird.</p><h2>InitialSituation<h2><p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein: </p><p>Immer mehr Arbeitgeber ermöglichen es ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die Arbeit teilweise zu Hause (im Homeoffice) zu verrichten. Dadurch können die Arbeitnehmer darin unterstützt werden, dem Stress am Arbeitsplatz leichter zu begegnen oder Beruf und Familie besser miteinander zu vereinbaren. Das Arbeitsgesetz (ArG) trägt den Bedürfnissen von Arbeitnehmern, die ihre Arbeit im Homeoffice verrichten, zu wenig Rechnung. Es ist auf die Arbeit in einem Industriebetrieb ausgerichtet. Das Parlament wird deshalb ersucht, das ArG folgendermassen zu modernisieren:</p><p>Art. 10 Abs. 3 zweiter Satz (neu)</p><p>Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ihre Arbeitszeiten zu einem namhaften Teil selber festsetzen können, erstreckt sich der Zeitraum auf 17 Stunden.</p><p>Art. 15a Abs. 1 zweiter Satz (neu)</p><p>Gelegentliche Arbeitsleistungen von kurzer Dauer unterbrechen die Ruhezeit nicht.</p><p>Art. 19 Abs. 1 zweiter Satz (neu)</p><p>Keine Bewilligung ist erforderlich für Sonntagsarbeit, die von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die ihre Arbeitszeiten zu einem namhaften Teil selber festsetzen können, in ihrer Wohnung erbracht wird.</p><h2>Proceedings<h2><p><b>Medienmitteilung der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates vom 31.01.2018</b></p><p>Die WAK-N hat der parlamentarischen Initiative Burkart (<a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20160484">16.484</a>), die das Arbeitsgesetz so anpassen will, dass die Arbeit im Homeoffice einfacher möglich ist, mit 19 zu 6 Stimmen Folge gegeben. Sie ist der Meinung, das Arbeitsumfeld habe sich seit Einführung des Arbeitsgesetzes stark gewandelt, es brauche gerade angesichts der Digitalisierung Lösungen, die den heutigen Möglichkeiten und Bedürfnissen angepasst seien und die den Arbeitnehmenden bei der Gestaltung ihrer Arbeitszeiten mehr Freiheit liessen. Es gehe darum, unter anderem der Vereinbarkeit von Beruf und Familie und der wachsenden Mobilität besser Rechnung zu tragen.</p><p></p><p><b>Medienmitteilung der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerates vom 15.02.2019</b></p><p><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20160484">16.484</a><b> n pa. iv. Burkart. Mehr Gestaltungsfreiheit bei Arbeit im Homeoffice</b></p><p>Die Kommission hat dem Entscheid ihrer Schwesterkommission, der Initiative Folge zu geben, mit 9 zu 3 Stimmen bei 1 Enthaltung zugestimmt.</p><p></p><p><b>Medienmitteilung der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates vom 18.08.2020</b></p><p>Die Kommission hat mit 15 zu 8 Stimmen (ohne Enthaltungen) beschlossen, die Arbeiten zur Umsetzung der parlamentarischen Initiative des heutigen Ständerats Thierry Burkart (<a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20160484">16.484</a>) betreffend Gestaltungsfreiheit im Homeoffice zu sistieren. Sie ist zwar einhellig der Meinung, gerade im Licht der Erfahrungen der letzten Monate sei das Thema Homeoffice vertieft anzugehen, sie möchte jedoch abwarten, bis bekannt ist, wie die parlamentarische Initiative von alt Ständerat Konrad Graber (<a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20160414">16.414</a>) zur Flexibilisierung der Arbeitszeiterfassung umgesetzt wird. </p><p></p><p><b>Auskünfte</b></p><p>Katrin Marti, Kommissionssekretärin,</p><p>058 322 94 72,</p><p><a href="mailto:wak.cer@parl.admin.ch">wak.cer@parl.admin.ch</a></p><p><a href="https://www.parlament.ch/de/organe/kommissionen/sachbereichskommissionen/kommissionen-wak">Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK)</a></p>