200 15 490 IV LOU/COC/LAB Verwaltungsgericht des Kantons Bern Sozialversicherungsrechtliche Abteilung Urteil vom 7. September 2016 Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichter Scheidegger Gerichtsschreiberin Collatz A.________ Beschwerdeführer gegen IV-Stelle Bern Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern Beschwerdegegnerin betreffend Verfügung vom 27. April 2015 Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2016, IV/15/490, Seite 2 Sachverhalt: A. Der 1977 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) fiel am 6. August 2012 bei der Arbeit von einer Leiter (Akten der Invalidenver- sicherung [IV], Antwortbeilage [AB] 7.1 S. 2, 9). Die B.________, bei wel- cher der Versicherte gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert war, richtete bezüglich dieses Ereignisses die gesetzlichen Ver- sicherungsleistungen aus (vgl. AB 7.1 S. 13). Mit Verfügung vom 28. Mai 2013 (AB 7.1 S. 79) stellte die B.________ diese per 31. Mai 2013 ein, da die weiterhin geklagten Beschwerden in keinem adäquaten Kausalzusam- menhang zum besagten Ereignis stünden. Ferner verneinte sie einen An- spruch auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung. Eine hiergegen erhobene Einsprache wurde mit Entscheid vom 31. Juli 2013 (AB 7.1 S. 95) rechtskräftig abgewiesen. B. Am 17. Dezember 2013 meldete sich der Versicherte bei der IV unter Hin- weis auf den Unfall vom August 2012 zum Leistungsbezug an (AB 2). Dar- aufhin führte die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) medizini- sche und erwerbliche Erhebungen durch. Dabei liess sie den Versicherten insbesondere durch Dr. med. C.________, Fachärztin für Neurochirurgie, begutachten (Gutachten vom 12. September 2014, AB 37.2). Zudem liess sie einen Abklärungsbericht für Selbstständigerwerbende erstellen (AB 39). Gestützt auf die Ergebnisse der getätigten Erhebungen stellte die IVB mit Vorbescheid vom 17. Februar 2015 (AB 40) die Abweisung des Rentenbe- gehrens bei einem ermittelten Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 22% in Aus- sicht. Damit zeigte sich der Versicherte nicht einverstanden (AB 45, 47). Nach Einholung einer Stellungnahme beim Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; AB 51) verfügte die IVB am 27. April 2015 wie im Vorbescheid an- gekündigt und wies das Rentenbegehren ab (AB 52).Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2016, IV/15/490, Seite 3 C. Hiergegen erhebt der Versicherte am 28. Mai 2015 Beschwerde und bean- tragt die kostenfällige Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die Zusprache einer IV-Rente ab Juni 2014 bei einem IV-Grad von mindestens 40%. Eventualiter beantragt er die Sistierung des Beschwerdeverfahrens bis zum Vorliegen des bereits in Auftrag gegebenen Gutachtens beim Spi- tal G.________. Mit Eingabe vom 7. Juli 2015 verzichtet die Beschwerdegegnerin auf eine Stellungnahme in Form einer Beschwerdeantwort und beantragt die Abwei- sung der Beschwerde. Mit prozessleitender Verfügung vom 12. August 2016 gab der Instruktions- richter dem Beschwerdeführer die Möglichkeit, bis am 1. September 2016 Schlussbemerkungen einzureichen. Der Beschwerdeführer liess sich nicht vernehmen. Erwägungen: 1. 1.1Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche- rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie zur Be- schwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2016, IV/15/490, Seite 4 vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer- de einzutreten. 1.2Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 27. April 2015 (AB 52). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. 1.3Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 1.4Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 2. 2.1Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau- ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er- werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand- lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er- werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar- beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 2.2Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem IV-Grad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente. 2.3Für die Bestimmung des IV-Grades wird bei einer erwerbstätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der Inva- lidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausge- glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2016, IV/15/490, Seite 5 werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). 2.4Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be- urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 3. 3.1Bezüglich der Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Beschwerdefüh- rers finden sich in den Akten insbesondere folgende Angaben: 3.1.1Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im Bericht vom 19. November 2013 (AB 11 S. 7 f.) ein chronifiziertes therapieresistentes zervikobrachial linksseitiges Schmerzsyndrom bei Arbeitsunfall mit Sturz im August 2012. Seit einem Jahr bestehe ein diffuses Schmerzsyndrom unkla- rer Genese. Das klinische Bild sei nicht sehr aufschlussreich. Es zeigten sich keine neurologischen sensomotorischen Störungen. Die Reflexe seien präsent und symmetrisch (S. 7). Die Halsbeweglichkeit sei weitgehend re- gulär, auch wenn der Beschwerdeführer bei maximaler Inklination, Reklina- tion und Seitneigung Schmerzen angebe. Die Muskulatur sei sehr weich, geschmeidig und gut tastbar. Es bestünden keine muskulären Verspan- nungen des Trapezius oder der Armmuskulatur. Aus chirurgischer Sicht könne nicht geholfen werden (S. 8). Im Bericht vom 8. Januar 2014 (AB 11 S. 1 ff.) verneinte Dr. med. D.________ das Bestehen einer Einschränkung und erachtete die bisheri- ge Tätigkeit ohne Leistungsminderung als zumutbar. Ab sofort könne mit Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2016, IV/15/490, Seite 6 einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit im Umfang von 100% ge- rechnet werden (S. 4). 3.1.2Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, diagnostizierte im Bericht vom 8. Februar 2014 (AB 16 S. 1 ff.) mit Auswir- kungen auf die Arbeitsfähigkeit chronische Rückenschmerzen (S. 2). Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit führte er insbesondere eine isolierte ventrikuläre Extrasystolie und ein intermittierender idioventrikulärer Rhyth- mus bei normaler linksventrikulärer Globalfunktion an (S. 3). Der Be- schwerdeführer klage seit dem Sturz vom August 2012 über massive Schmerzen im Bereich des Nackens mit Ausstrahlung über die linke Schul- ter und den linken Arm bis zur Hand. Initial bestünden auch starke Paräs- thesien in der linken Hand (S. 3 f.). Vom 6. August 2012 bis am 31. Januar 2014 attestierte der Arzt eine 100%-ige und ab Februar 2014 bis auf weite- res eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit. Die Schmerzen im Nacken würden eine aktive Arbeit als … unmöglich machen. Der Beschwerdeführer sei aber in der Lage, Kontrollaufgaben zu leisten. Schwere körperliche Arbei- ten seien nicht zumutbar (S. 5). 3.1.3Dr. med. C.________ diagnostizierte im neurochirurgischen Gutach- ten vom 12. September 2014 (AB 37.2) mit Auswirkungen auf die Arbeits- fähigkeit ein chronifiziertes zervikales und zervikobrachialgieformes Schmerzsyndrom links mit/bei HWS-Fehlform/-haltung und degenerativen HWS-Veränderungen (S. 21 f. Ziff. 4). Der Beschwerdeführer klage über anhaltende, bewegungs- und belastungsabhängig verstärkte Nacken- schmerzen, entlang der Oberarmrück- und Unterarminnenseite ar- mausstrahlende Schmerzen links und rechts, eine subjektiv beeinträchtigte Kraftentfaltung des linken Armes, Gefühlsmissempfindungen im gesamten linken Arm und in der linken Handfläche und über thorakale und lumbale Rückenschmerzen (S. 22 lit. B). Diese körperlichen Beeinträchtigungen könnten qualitativ zum Teil, quantitativ jedoch keineswegs vollständig mit objektivierbaren Befunden erklärt werden. Bei der klinischen Untersuchung hätten sich Hinweise auf eine subjektive quantitative Ausgestaltung und dysfunktionale Überzeugungen ergeben. So korrespondiere die als schmerzhaft angegebene HWS-Beweglichkeit weder mit der in der Verhal- tensbeobachtung und insbesondere ausserhalb der speziellen Prüfung Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2016, IV/15/490, Seite 7 beobachtbaren bzw. dargebotenen unauffälligen spontanen Beweglichkeit noch mit der in den Röntgen-Funktionsaufnahmen abgebildeten, dort nicht eingeschränkten Beweglichkeit. Zudem berichte der Beschwerdeführer diskrepant zu den eher rechtslastigen Befunden der bildgebenden Diagnos- tik über vornehmlich linksseitige Beschwerden. Schliesslich ergäben sich aus der unauffälligen und symmetrischen Muskeltrophik keine Anhaltspunk- te für eine länger andauernde physische Immobilität oder Schonung. Die für den gesamten linken Arm und die linke Handfläche angegebenen Ge- fühlsmissempfindungen müssten im Sinne einer Symptomausweitung ge- wertet werden. In der elektrophysiologischen Untersuchung seien insbe- sondere keine Anhaltspunkte für eine relevante proximale Nervenläsion, für eine Affektion der sensiblen Wurzeleintrittspforte oder für eine lemniskale Läsion gefunden worden. Die Elektromyographie habe lediglich sehr gerin- ge Zeichen eines chronisch neurogenen Umbaus im M. triceps brachii links und rechts sowie im M. biceps brachii rechts ergeben, wobei der ebenfalls C6-versorgte M. brachioradialis rechts einen regelrechten Befund aufweise, was gegen eine relevante Affektion der Nervenwurzel C6 motorisch spre- che. Für die Nervenwurzel C5 rechts hätten regelrechte Befunde nachge- wiesen werden können (S. 24 f.). Aus neurochirurgischer Sicht seien dem Beschwerdeführer körperlich leichte bis mittelschwere (maximal 50%) wechselbelastende Tätigkeiten in einem zeitlichen Rahmen von 8.5 Stun- den pro Tag an fünf Tagen der Woche mit einer Leistungsminderung von 10% bis maximal 20% zumutbar. Ausgeschlossen seien körperlich schwe- re, ständig resp. häufig/überwiegend mittelschwere und die LWS statisch belastende Tätigkeiten sowie Tätigkeiten mit Haltungs- und Positionsmono- tonien der LWS, in Zwangshaltungen der LWS, mit repetitiven Rotations- bewegungen der LWS und mit Vibrationen und Schlägen auf das Achsen- organ. Das Heben, Tragen und Bewegen von Lasten sei mit 15kg limitiert, repetitiv mit 10kg. Ausgehend von diesem Leistungsprofil sei dem Be- schwerdeführer die angestammte Tätigkeit (als …) in einem zeitlichen Rahmen von 4.5 Stunden an fünf Tagen der Woche mit einer Leistungs- minderung von 10% zumutbar (S. 25 f.). 3.1.4Der RAD-Arzt Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, bezeichnete in seiner Stellungnahme vom 15. April 2015 das Gutachten von Dr. med. C.________ vom 12. September 2014 (AB 37.2) Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2016, IV/15/490, Seite 8 als umfassend (AB 51). Die Gutachterin habe nebst dem Allgemeinstatus und dem Neurostatus den gesamten Bewegungsapparat ausführlich unter- sucht. Ein rheumatologisches Gutachten sei deshalb entgegen dem Antrag des Beschwerdeführers nicht erforderlich, zumal sich weder aus der Vor- geschichte noch anhand der Angaben des Beschwerdeführers und der Befunderhebung die geringsten Hinweise auf ein rheumatologisch- entzündliches Leiden ergeben hätten (S. 3). 3.2Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge- ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1). Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi- nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa- tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag- gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei- nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352). 3.3Die Beschwerdegegnerin hat sich in der vorliegend angefochtenen Verfügung massgeblich auf das Gutachten von Dr. med. C.________ vom 12. September 2014 (AB 37.2) gestützt. Die Gutachterin hat sich in ihrer ärztlichen Beurteilung in Kenntnis der medizinischen Vorakten sorgfältig mit den gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers auseinan- dergesetzt und ihre Schlussfolgerung insbesondere gestützt auf ihre eigene Untersuchung getroffen. Die Ausführungen in der Beurteilung der medizini-Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2016, IV/15/490, Seite 9 schen Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfol- gerungen zum Gesundheitszustand nachvollziehbar begründet. Somit er- füllt das Gutachten die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Gutachtens gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor), weshalb ihm volle Beweiskraft zukommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Die Gutachterin hat einlässlich begründet, dass der Beschwerdeführer (mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit) an einem chronifi- zierten zervikalen und zervikobrachialgieformen Schmerzsyndrom links leidet (AB 37.2 S. 21 f. Ziff. 4). Weiter hat sie nachvollziehbar dargelegt, dass dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit als … in einem zeitlichen Rahmen von 4.5 Stunden pro Tag an fünf Tagen der Woche mit einer Leistungsminderung von 10% und eine angepasste (körperlich leichte bis mittelschwere, wechselbelastende) Tätigkeit in einem zeitlichen Rah- men von 8.5 Stunden pro Tag an fünf Tagen der Woche mit einer Leis- tungsminderung von 10% bis maximal 20% zumutbar ist (S. 25 f.). Diese Einschätzung ist nicht nur nachvollziehbar und überzeugend, sondern sie wurde vom RAD-Arzt Dr. med. F.________ in seiner Stellungnahme vom 15. April 2015 (AB 51) bestätigt. Ferner steht die Beurteilung hinsichtlich des Gesundheitszustandes im Einklang mit derjenigen von Dr. med. D.________ im Bericht vom 19. November 2013 (AB 11 S. 7 f.). Die gegen die Einschätzung von Dr. med. C.________ beschwerdeweise vorgebrachte Kritik verfängt nicht. Was vorab die in formeller Hinsicht gerügte Voreingenommenheit der Gutachterin und deren Mangel an Serio- sität (Beschwerde S. 1 f., S. 4) anbelangt, ist darauf hinzuweisen, dass konkrete Umstände, die den Anschein der Befangenheit und die Gefahr der Voreingenommenheit der Gutachterin objektiv zu begründen vermögen, nicht ersichtlich sind und im Übrigen auch nicht substantiiert geltend ge- macht werden. Die Tatsache allein, dass sie „Teile ihres Einkommens von der IV bezieht“, reicht hierfür – entgegen der Auffassung des Beschwerde- führers – nicht aus. Es kann von einem Sachverständigen nicht erwartet werden, dass er seinen Aufwand für eine Begutachtung nicht in Rechnung stellt. Zudem liegen keine Hinweise dafür vor, dass die Gutachterin ihren Bericht nicht neutral und sachlich abgefasst hätte (vgl. BGE 132 V 93 E. 7.2.2 S. 110). Soweit in der Beschwerde (S. 4) ebenfalls die Unvorein- genommenheit des RAD-Arztes Dr. med. F.________ in Zweifel gezogen Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2016, IV/15/490, Seite 10 wird, ist dem Beschwerdeführer zuzustimmen, dass sich der vom RAD-Arzt verwendete Begriff „Rechtsverdrehung des Beschwerdeführers“ (AB 51 S. 3 unten) als ungehörig erweist. Dies hat jedoch keine Auswirkungen auf die Schlüssigkeit und Verwertbarkeit des Gutachtens von Dr. med. C.________, auf welches vorliegend abzustellen ist. An der schlüssigen Einschätzung der Gutachterin ändert nichts, dass Dr. med. E.________ im Bericht vom 8. Februar 2014 aufgrund der dia- gnostizierten chronischen Rückenschmerzen vom 6. August 2012 bis am 31. Januar 2014 eine 100%-ige und ab Februar 2014 eine 50%-ige Ar- beitsunfähigkeit attestiert hat (AB 16 S. 2, S. 5). Denn hierfür fehlt es an einer nachvollziehbaren Begründung in diesem Bericht. Zudem hat Dr. med. E.________ keine Ausführungen zur Arbeitsfähigkeit in einer an- gepassten Tätigkeit gemacht (vgl. AB 16 S. 5 Ziff. 1.7). Darüber hinaus ist der Beschwerdeführer in der Zeit, als er von Dr. med. E.________ zu 100% arbeitsunfähig geschrieben war, offenbar seiner beruflichen Tätigkeit nach- gegangen (vgl. AB 14 S. 2 Ziff. 1), was ebenfalls gegen die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. med. E.________ spricht. 3.4Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass gestützt auf das schlüssige Gutachten von Dr. med. C.________ vom 12. September 2014 (AB 37.2) in einer angepassten Tätigkeit von einer 100%-igen Arbeitsfähig- keit mit einer verminderten Leistungsfähigkeit von durchschnittlich 15% auszugehen ist. Der Sachverhalt ist gestützt auf die vorliegenden Arztbe- richte hinreichend erstellt, weshalb – entgegen dem Antrag des Beschwer- deführers (Beschwerde S. 1 f.) – auf weitere Beweiserhebungen zu ver- zichten ist (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157 E. 1d S. 162). Nachfolgend ist der IV-Grad mittels Einkommensvergleich zu ermitteln. 4. 4.1 4.1.1Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2016, IV/15/490, Seite 11 nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange- passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 4.1 S. 325). 4.1.2Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsscha- dens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätig- keit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruktur- erhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1). Es gilt zu berücksichtigen, dass ge- sundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeiter- tätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und ent- sprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rech- nung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkre- ten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Na- tionalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämt- licher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchs- tens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2). 4.2Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe- ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222). Unter Berücksichtigung des Wartejahres und der Anmeldung im Dezember 2013 Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2016, IV/15/490, Seite 12 (AB 2) ist der frühest mögliche Rentenbeginn hier in Anwendung von Art. 28 Abs. 1 i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG auf Juni 2014 festzusetzen. Auf diesen Zeitpunkt hin ist der Einkommensvergleich durchzuführen. 4.2.1Es ist unbestritten und aufgrund der Akten anzunehmen, dass der Beschwerdeführer bei guter Gesundheit seine selbständige Erwerbstätig- keit als … in der bisherigen Art bzw. einem 100%-Pensum weitergeführt hätte, weshalb das Valideneinkommen grundsätzlich aufgrund des zuletzt – ohne Invalidität – erzielten Einkommens festzusetzen ist. Im Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende vom 30. Januar 2015 (AB 39) wurde das Valideneinkommen gestützt auf die Angaben im Auszug aus dem individuellen Konto (IK) des Beschwerdeführers festgelegt (S. 2 f. Ziff. 4 und 6). Dies ist grundsätzlich nicht zu beanstanden und wird auch nicht bestritten. Soweit jedoch auf das durchschnittliche Einkommen der Jahre 2011/2012 abgestellt wurde, kann der Beschwerdegegnerin nicht gefolgt werden. Denn der Beschwerdeführer ist seit seinem Unfall im Au- gust 2012 seiner selbstständigen Erwerbstätigkeit nicht mehr nachgegan- gen (vgl. AB 37.2 S. 9), weshalb das Einkommen des Jahres 2012 kein reines Valideneinkommen darstellt. Insbesondere wurden dem Beschwer- deführer ab August 2012 Taggelder der Unfallversicherung ausgerichtet (vgl. u.a. AB 7.1 S. 14). Folglich ist das Valideneinkommen gestützt auf das durchschnittliche Einkommen der Jahre 2010/2011 in der Höhe von Fr. 65‘000.-- (AB 13 S. 3; 2010: Fr. 65‘000.--; 2011: Fr. 65‘000.--) zu ermit- teln. Auf das massgebliche Jahr 2014 aufgerechnet ergibt dies ein jährli- ches Einkommen von Fr. 66‘415.85 (Fr. 65‘000.-- : 101 x 103.2; Bundesamt für Statistik [BFS], Nominallöhne Männer 2010 – 2015, Tabelle T1.1.10, Total). 4.2.2Die Beschwerdegegnerin hat das Invalideneinkommen gestützt auf die Tabellenlöhne ermittelt (AB 39 S. 3 Ziff. 6), weshalb vorab zu prüfen ist, ob dem Beschwerdeführer ein Berufswechsel und dabei insbesondere die Aufgabe seiner selbstständigen Erwerbstätigkeit zumutbar ist. Bevor die versicherte Person Leistungen verlangt, hat sie aufgrund der Schadenminderungspflicht alles ihr Zumutbare selber vorzukehren, um die Folgen der Invalidität bestmöglich zu mindern. Ein Rentenanspruch ist zu Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2016, IV/15/490, Seite 13 verneinen, wenn sie selbst ohne Eingliederungsmassnahmen, nötigenfalls mit einem Berufswechsel, zumutbarerweise in der Lage ist, ein rentenaus- schliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen. Für die Auslegung des un- bestimmten Rechtsbegriffs der zumutbaren Tätigkeit im Allgemeinen, wie bei der Aufgabe der selbstständigen Erwerbstätigkeit im Besonderen, sind die gesamten subjektiven und objektiven Gegebenheiten des Einzelfalls zu berücksichtigen. Im Vordergrund stehen bei den subjektiven Umständen die verbliebene Leistungsfähigkeit sowie die weiteren persönlichen Ver- hältnisse, wie Alter, berufliche Stellung, Verwurzelung am Wohnort etc. Bei den objektiven Umständen sind insbesondere der ausgeglichene Arbeits- markt und die noch zu erwartende Aktivitätsdauer massgeblich. Eine Be- triebsaufgabe ist nur unter strengen Voraussetzungen unzumutbar, und es kann ein Betrieb selbst dann nicht auf Kosten der Invalidenversicherung aufrecht erhalten werden, wenn die versicherte Person darin Arbeit von einer gewissen erwerblichen Bedeutung leistet (Entscheid des Bundesge- richts vom 3. Mai 2016, 9C_644/2015, E. 4.3.1). Entsprechend dem medi- zinischen Zumutbarkeitsprofil ist der Beschwerdeführer in einer angepass- ten, körperlich leichten bis mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig mit einer Leistungsminderung von 15% (vgl. E. 3.3 f. hiervor). Folglich ist er in der Lage, in einer solchen angepassten Tätigkeit seine Restarbeitsfähigkeit besser zu verwerten als in seinem angestamm- ten Beruf als …, welcher ihm noch in einem zeitlichen Rahmen von 4.5 Stunden an fünf Tagen der Woche mit einer Leistungsminderung von 10% zumutbar ist (AB 37.2 S. 25 f.). Auch die weiteren Umstände, insbesondere die noch lange Aktivitätsdauer des Beschwerdeführers (Jahrgang 1977; AB 2 S. 1 Ziff. 1.3), sprechen für die Aufgabe der selbstständigen Erwerbs- tätigkeit. Folglich ist dem Beschwerdeführer ein Berufswechsel resp. die Aufgabe seiner selbstständigen und die Aufnahme einer unselbstständigen Tätigkeit zumutbar. Ausgehend vom Zumutbarkeitsprofil von Dr. med. C.________ und auf- grund des Umstandes, dass der Beschwerdeführer keine Berufsausbildung abgeschlossen hat (AB 2 S. 4 Ziff. 5.3), hat die Beschwerdegegnerin für die Ermittlung des Invalideneinkommens zu Recht auf das Total des Kompe- tenzniveaus 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art) der LSE 2012 abgestellt (AB 39 S. 3 Ziff. 6). Der massgebliche monatliche Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2016, IV/15/490, Seite 14 Bruttolohn für Männer beträgt dabei Fr. 5‘210.--. Auf die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden (BFS, Betriebsübliche Wochenar- beitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Total) und auf das massgebende Jahr 2014 aufgerechnet sowie unter Berücksichtigung der durchschnittli- chen Leistungsminderung von 15%, resultiert daraus ein jährliches Ein- kommen von Fr. 56‘217.65 (Fr. 5‘210.--: 40 x 41.7 x 12 : 101.7 x 103.2 x 0.85; vgl. BFS, Nominallöhne Männer 2010 – 2014, Tabelle T1.1.10, To- tal). Ein zusätzlicher Abzug vom Tabellenlohn (vgl. E. 4.1.2 hiervor) ist hier nicht gerechtfertigt. Insbesondere sind die behinderungsbedingten Ein- schränkungen bereits im Rahmen der eingeschränkten Leistungsfähigkeit von 15% berücksichtigt. 4.3Bei einem Valideneinkommen von Fr. 66‘415.85 und einem Invali- deneinkommen von Fr. 56‘217.65 resultiert ein IV-Grad von gerundet 15% (zur Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123). Es besteht folglich kein Anspruch auf eine IV-Rente (vgl. E. 2.2 hiervor). 4.4Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde als unbegründet ab- zuweisen. 5. 5.1Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh- rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss gleicher Höhe entnommen. 5.2Vorliegend besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2016, IV/15/490, Seite 15 Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei- cher Höhe entnommen. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Zu eröffnen (R): - A.________ - IV-Stelle Bern - Bundesamt für Sozialversicherungen Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin: Rechtsmittelbelehrung Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün- dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf- fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun- desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge- führt werden.