<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00384</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106194&amp;W10_KEY=13013577&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00384</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.06.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Beeinträchtigung der Flugsicherheit durch eine Mobilfunk-Antennenanlage Die Wahrung der Flugsicherheit und insbesondere die Vermeidung von Luftfahrthindernissen fällt in die Zuständigkeit des Bundes; über die Zulässigkeit einer Anlage, die ein potentielles Luftfahrthindernis für Zivil- oder Militärflugplätze darstellt, entscheidet das zuständige Bundesamt (E. 1b-c). Der Entscheid ist entsprechend zu kennzeichnen und zu eröffnen (E. 1d). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FLUGSICHERHEIT">FLUGSICHERHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOORDINATION">KOORDINATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LUFTFAHRTHINDERNIS">LUFTFAHRTHINDERNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: ÃBRIGES PLANUNGS- UND BAURECHT">ÃBRIGES PLANUNGS- UND BAURECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 87 BV</span><br/><span class="ungerade">§ 219 PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 25a RPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 66 VIL</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. Der Gemeinderat X erteilte der Firma D am 14. De­zember 1999 die Baube­wil­li­gung fÃ¼r eine Mobilfunk-Basisstation mit zwei Anten­nenmas­ten auf dem bestehenden Ge­bÃ¤ude Q in Z (Vers.Nr. 01; Kat.Nr. 04). Gegen die Baubewilligung erhoben mehrere Per­sonen insgesamt vier Rekurse an die Baurekurskommission III des Kantons ZÃ¼rich. Diese vereinigte die Ver­fahren und wies die Rekurse am 4. Oktober 2000 ab. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Eingabe vom 9. November 2000 erhoben A.1 - A.4 Beschwerde an das Ver­wal­tungs­ge­richt und beantragten, der Ent­scheid der Baurekurskommission III sei aufzuhe­ben und die Bau­bewilligung fÃ¼r die Antennenanlage zu verweigern, unter Kosten- und Ent­schÃ¤digungsfol­gen zu Lasten der Beschwerdegegner. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission III beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 22. Novem­ber 2000, die Beschwerde sei abzuweisen. Die Firma D und der Ge­meinderat X stellten in Beschwerdeantworten vom 13. Dezember 2000 und 17. Januar 2001 Antrag auf Abwei­sung der Beschwerde, soweit auf diese einzutreten sei, unter Kosten- und EntschÃ¤di­gungs­folgen zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hrenden. Die Be­schwerdefÃ¼hrenden hielten mit Replik vom 11. April 2001 an ihren AntrÃ¤gen fest. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Rahmen der Duplik erhielten die Beschwerdegegner Gelegenheit, sich zur Zu­stÃ¤ndigkeit der kommunalen BaubehÃ¶rde in Fragen der Flugsicherheit zu Ã¤us­sern. In ihren Dupliken vom 17. und 22. Mai 2001 hielten sie an ihren bisherigen Standpunkten fest. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Vor­in­stanz und der Parteien werden, soweit erforderlich, nach­stehend wiedergegeben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <span><br/> </span> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen zur Hauptsache geltend, dass die strittige An­tennenanlage den Anforderungen an die Flugsicherheit mit Bezug auf den nahen Mili­tÃ¤r­flug­platz nicht genÃ¼ge. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Die Baubewilligung des Gemeinderats vom 14. Dezember 1999 enthÃ¤lt u.a. die folgende Bedingung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"1.7 Die Antennenmasten sind aus FlugsicherheitsgrÃ¼nden mit einer auto­matischen Beleuchtung zu versehen. Die maximale HÃ¶henkote von 478.80 m Ã¼.M. (inkl. Beleuchtung) fÃ¼r den nÃ¶rdlichen Anten­nenmast und 481.20 m Ã¼.M. (inkl. Beleuchtung) fÃ¼r den sÃ¼dlichen Antennenmast darf nicht Ã¼berschritten werden."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Bedingung geht auf eine Beurteilung des Kommandos einer Fliegerbrigade, Sek­tion Flugsicherung, zurÃ¼ck, welches dem Gemeinderat mit Schreiben vom 28. Oktober 1999 mitgeteilt hatte, dass die projektierten Antennen mit den genannten HÃ¶hen den Si­cher­­heitsbestimmungen fÃ¼r den Anflug auf den Flugplatz knapp genÃ¼gten; das Kommando sei ausnahmsweise bereit, der Errichtung der Anlage unter Einhaltung der Be­leuchtungs­auflagen zuzustimmen. Diese Beurteilung wurde nach erteilter Bau­bewilligung durch das Bundesamt fÃ¼r Betriebe der Luftwaffe bestÃ¤tigt, welches mit Schrei­ben vom 12. Januar 2001 mitteilte, dass es trotz der vorgesehenen Durchdringung der Hin­dernishÃ¶hen­beschrÃ¤n­kung keine Einwendungen gegen die Realisierung des Vorhabens er­hebe. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Gesetzgebung Ã¼ber die Luftfahrt ist gemÃ¤ss Art. 87 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 Sache des Bundes. Dabei han­delt es sich, ebenso wie nach Art. 37<sup>ter</sup> der alten Bundesverfassung vom 29. Mai 1874, um eine umfassende Gesetzgebungskompetenz, die es dem Bund auch erlaubt, in die kantonale Hoheit Ã¼ber das Planungs- und Bauwesen einzugreifen (vgl. Martin Lendi in: Kommentar zur Bundesverfassung, 1987, Art. 37<sup>ter</sup> Rz. 8; Leo SchÃ¼rmann/Peter HÃ¤nni, Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 3. A., Bern 1995, S. 376). Das Bundesgesetz vom 21. De­zember 1948/18. Juni 1993 Ã¼ber die Luftfahrt (LFG) ermÃ¤chtigt den Bundesrat u.a. zum Erlass von Vorschriften Ã¼ber die Wahrung der Flug­­sicher­heit (Art. 12 Abs. 1) und Ã¼ber Luftfahrthindernisse (Art. 41). Nach der Ver­ord­nung vom 18. Dezember 1995 Ã¼ber den Flugsicherungsdienst (VFSD) umfassen der zivile und der militÃ¤rische Flugsicherungs­dienst je einen Luftfahrthindernisdienst (Art. 1 Abs. 1 lit. h), wobei der militÃ¤rische Dienst durch das Kommando der Luftwaffe wahrgenommen wird (Art. 2 Abs. 6). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Verordnung vom 23. November 1994 Ã¼ber die Infrastruktur der Luftfahrt (VIL) sieht fÃ¼r die Erstellung oder Ãnderung potentieller Luftfahrthindernisse folgendes Verfah­ren vor: Das Bundesamt fÃ¼r Zivilluftfahrt legt fÃ¼r jeden Flugplatz - und soweit notwendig fÃ¼r Flugsicherungsanlagen und Flugwege - die erforderlichen HindernisbegrenzungsflÃ¤­chen in Katastern fest (Art. 62 Abs. 1 VIL). Die Erstellung oder Ãnderung von Bauten, An­lagen und Bepflanzungen, welche eine bestimmte HÃ¶he Ã¼ber Boden erreichen oder eine mass­gebende FlÃ¤che eines Hindernisbegrenzungskatasters durchstossen, mÃ¼ssen einer kant­onalen Meldestelle unter Beilage der Projektunterlagen gemeldet werden (Art. 63 VIL). Das Bundesamt fÃ¼r Zivilluftfahrt prÃ¼ft die Projekte und gibt der kantonalen Melde­stelle im Einvernehmen mit dem Bundesamt fÃ¼r MilitÃ¤rflugplÃ¤tze bekannt, ob das Projekt ein Hindernis darstellt und errichtet werden darf bzw. welche Sicherheitsmassnahmen zu­gunsten der Luftfahrt gegebenenfalls zu treffen sind; der kantonalen Meldestelle stellt es zuhanden des Eigen­tÃ¼mers eine Kopie der entsprechenden VerfÃ¼gung zu (Art. 66 Abs. 1 und 2 VIL). Vor dem Ent­scheid des Bundesamts darf mit der Errichtung des potentiellen Luftfahrthindernisses nicht begonnen werden (Art. 66 Abs. 3 VIL). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Nach dieser Ordnung fÃ¤llt die Wahrung der Flugsicherheit und insbesondere die Vermeidung von Luftfahrthindernissen in die ZustÃ¤ndigkeit der BehÃ¶rden des Bundes. Den Ent­scheid Ã¼ber die ZulÃ¤ssigkeit einer Anlage, die ein potentielles Luftfahrthindernis dar­stellt, trifft das zustÃ¤ndige Bundesamt; den kantonalen Instanzen obliegt lediglich dessen ErÃ¶ffnung an den bauwilligen EigentÃ¼mer. Die Rechtslage unterscheidet sich insofern von derjenigen unter der Geltung der inzwischen aufgehobenen Bestimmung von Art. 58 der Ver­ord­nung vom 14. November 1973/23. November 1994 Ã¼ber die Luftfahrt (LFV), nach welcher die kantonalen BaupolizeibehÃ¶rden die Einhaltung der Vorschriften der damaligen Sicherheitszonen zu Ã¼berprÃ¼fen hatten (vgl. Hermann Roduner, GrundeigentumsbeschrÃ¤n­kungen zugunsten von FlughÃ¤fen, ZÃ¼rich 1984, S. 61 ff.). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrenden betreffen die genannten Be­stim­mungen nicht nur die Sicherheit des eigentlichen Flugverkehrs, sondern ebenso die Sicherheit der von allfÃ¤lligen Flug­unfÃ¤llen betroffenen Personen am Boden; die beiden Aspekte lassen sich nicht von einander trennen. Ob dem kantonalen Gesetzgeber daneben eine Befugnis verbleibt, zum Schutz der BevÃ¶lkerung vor FlugunfÃ¤llen zusÃ¤tzliche Vor­schriften baulicher Art zu erlassen, braucht hier nicht entschieden zu werden. Eine dahin gehende Regelungsabsicht mÃ¼sste jedenfalls im kantonalen Recht klar erkennbar sein; bei den von den BeschwerdefÃ¼hrenden erwÃ¤hnten Bestimmungen der §§ 219 und 239 des Pla­nungs- und Bau­gesetzes vom 7. September 1975 trifft dies nicht zu. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dass vorliegend die Sicherheit eines MilitÃ¤rflugplatzes in Frage steht, Ã¤ndert nichts an der grundsÃ¤tzlichen Rechtslage. Die erwÃ¤hnten Bestimmungen enthalten keine abwei­chende ZustÃ¤ndigkeitsordnung fÃ¼r den MilitÃ¤rflugverkehr. Aber auch wenn die VIL fÃ¼r rein militÃ¤risch benutzte FlugplÃ¤tze nicht anwendbar sein sollte und sich die Beurteilung von Hindernissen hier ausschliesslich nach militÃ¤rischen Bestim­mungen richten wÃ¼rde, wie der Gemeinderat im Beschwerdeverfahren geltend macht, hÃ¤tte dies keine andere Abgren­zung der ZustÃ¤ndigkeiten von Bund und Kanton zur Folge. FÃ¼r die Anwendung militÃ¤ri­scher (mÃ¶glicherweise z.T. verwaltungsinterner) Flugsicherheitsregeln sind die kantonalen BaubehÃ¶rden zweifellos nicht eher zustÃ¤ndig als fÃ¼r jene aus dem Bereich der Zivilluft­fahrt. In welchem Mass der MilitÃ¤rflugplatz fÃ¼r zivilen Flugverkehr mitbenutzt wird - wo­zu sich die BeschwerdefÃ¼hrenden eingehend geÃ¤ussert haben - braucht daher nicht weiter geprÃ¼ft zu werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Der Gemeinderat und die militÃ¤rischen Amtsstellen, deren Stellungnahmen dem Gericht vorgelegt wurden, gingen offenbar von einer anderen Rechtsauffassung aus. Da­nach wÃ¤ren Fragen der Flugsicherheit zwar von den Amtsstellen des Bundes zu prÃ¼fen und zuhanden der kommunalen BaubehÃ¶rde zu beurteilen, der entsprechende Ent­scheid jedoch durch die BaubehÃ¶rde zu treffen. In diesem Sinn wies das Bundesamt fÃ¼r Betriebe der Luft­­waffe in seinem Brief vom 12. Januar 2001 darauf hin, dass es im Zusammenhang mit dem HindernisfreihalteflÃ¤chenplan keine Baubewilligungen erteile oder verweigere, son­dern im Rahmen des Bauausschreibungsverfahrens oder bei der VorprÃ¼fung der Projekte festhalte, ob Einwendungen anzumelden seien. Das entspricht dem Vorgehen des Gemein­derats, der die Beurteilung der militÃ¤rischen BehÃ¶rden zum Inhalt seiner eige­nen Baube­will­igung machte. GemÃ¤ss seinen AusfÃ¼hrungen im Rechtsmittelverfahren mass er der Stellungnahme der militÃ¤rischen Amtsstellen lediglich die Bedeutung einer Zustim­mung bei; einen formellen Ent­scheid dieser Stellen hielt er nicht fÃ¼r erforderlich. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese Rechtsauffassung steht im Widerspruch zur dargestellten ZustÃ¤ndigkeitsord­nung. Wenn die PrÃ¼fung der Flugsicherheit den zustÃ¤ndigen Amtsstellen des Bundes ob­liegt, haben diese einen verbindlichen Ent­scheid in der Sache zu treffen haben. Der Ent­scheid ist als solcher der zustÃ¤ndigen Stelle zu kennzeichnen und zu erÃ¶ffnen. Ob die Er­Ã¶ffnung durch die entscheidende Amtsstelle selber oder - entsprechend Art. 66 Abs. 1 und 2 VIL - durch die kommunale BaubehÃ¶rde erfolgt, ist dabei sekundÃ¤r. Auch im zweiten Fall muss die anordnende BehÃ¶rde bezeichnet und der Ent­scheid mit der zutreffenden Rechts­mittelbelehrung versehen werden. Dieses Erfordernis ist nicht zuletzt im Hinblick darauf von Bedeutung, dass gegen die Baubewilligung des Gemeinderats und den Ent­scheid der Amtsstellen des Bundes nicht dieselben Rechtsmittel zur VerfÃ¼gung stehen. WÃ¤h­rend die erste an die Baurekurskommission und das Ver­wal­tungs­ge­richt weitergezo­gen werden kann, ist der zweite bei den zustÃ¤ndigen Rechtsmittelinstanzen des Bundes anzufechten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Ergebnis verstÃ¶sst auch nicht gegen das Gebot der Koordination gemÃ¤ss Art. 25a des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 Ã¼ber die Raumplanung. Wo im Zusam­men­hang mit einer kantonalen Baubewilligung die VerfÃ¼gung einer BundesbehÃ¶rde erfor­derlich ist, muss diese zwar in die Abstimmung der Ent­scheide einbezogen werden; eine gemeinsame ErÃ¶ffnung wird jedoch nicht verlangt, und es steht in der Regel auch kein ge­meinsames Rechtsmittel zur VerfÃ¼gung (vgl. Arnold Marti in: Kommentar zum Bundesge­setz Ã¼ber die Raumplanung, ZÃ¼rich 1999, Art. 25a Rz. 21 und 38). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Die in Ziffer 1.7 der angefochtenen Bau­be­wil­li­gung enthaltene Bedingung kann nicht als ErÃ¶ffnung eines Ent­scheids der Amtsstellen des Bundes gewertet werden. Die An­ordnung erscheint im Dispositiv als solche des Gemeinderats und ist mit keiner separaten Rechtsmittelbelehrung versehen. In den ErwÃ¤gungen der Bau­be­wil­li­gung wird zwar die Stellungnahme des Bundesamts fÃ¼r Betriebe der Luftwaffe erwÃ¤hnt, doch weist nichts dar­auf hin, dass diese als selbstÃ¤ndiger Ent­scheid mit Rechtswirkung gegenÃ¼ber den Verfah­rensbeteiligten zu betrachten wÃ¤re. Nach der Rechtsauffassung des Gemeinderats und der BundesbehÃ¶rden kam ihr diese Eigenschaft ja auch nicht zu. Die Bedingung gemÃ¤ss Zif­fer 1.7 der Bau­be­wil­li­gung stellt demnach eine selbstÃ¤ndige Anordnung des Gemeinderats dar. Da dieser nach dem Gesagten fÃ¼r einen derartigen Ent­scheid nicht zustÃ¤ndig war, ist die Anordnung aufzuheben und durch einen Vorbehalt zugunsten des Ent­scheids der zu­stÃ¤ndigen Amtsstellen des Bundes zu ersetzen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die BeschwerdefÃ¼hrenden beanstanden des weiteren, dass die angefochtene Bau­bewilligung auf einen unzutreffenden Plan Bezug nehme, in welchem beide Antennen mit der­selben HÃ¶he eingezeichnet seien, obschon nach dem Text der Baubewilligung unter­schiedliche MaximalhÃ¶hen gÃ¤lten. DemgegenÃ¼ber weist der Gemeinderat in seiner Be­schwerdeantwort zu Recht darauf hin, dass die aus GrÃ¼nden der Flugsicherheit vorgenom­mene Reduktion des einen Antennenmasts um 2.30 m im fraglichen, am 25. Oktober 1999 eingegangenen, revidierten Plan richtig dargestellt ist. Auch das Ã¼berar­bei­tete Stand­ort­da­ten­blatt vom 12. Oktober 1999 weist die unterschiedlichen AntennenhÃ¶­hen zutreffend aus. Der Einwand der BeschwerdefÃ¼hrenden ist daher nicht begrÃ¼ndet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Die Beschwerde ist somit teilweise gutzuheissen. ... </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird Ziffer 1.7 der Baubewilligung des Gemeinderats X vom 14. Dezember 1999 wie folgt neu gefasst:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"1.7 Mit dem Bau der Anlage darf erst begonnen werden, wenn der rechts­­krÃ¤ftige Ent­scheid der zustÃ¤ndigen Amtsstellen des Bundes betreffend Einhaltung der Flugsicherheitsbestimmungen fÃ¼r den MilitÃ¤rflugplatz vorliegt." </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> Der Ent­scheid der Baurekurskommission III wird in diesem Umfang aufgehoben.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>