<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00251</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205234&amp;W10_KEY=13013564&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00251</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 03.08.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe, Berechnung der Erwerbsunkosten: Zuständigkeit des Einzelrichters (E.1). Gesetzliche Grundlagen. Ausmass der wirtschaftlichen Hilfe bei der Unterstützung von Selbstständigerwerbenden (E.2). Die Sozialbehörde macht geltend, dass die vom Bezirksrat beschlossenen und die von der Sozialbehörde bereits übernommenen Erwerbsunkosten die Bruttoeinnahmen der Sozialhiflebezügerin übersteigen würden. Diesen Ausführungen kann nicht gefolgt werden (E.3.3). Die vom Bezirksrat anerkannten Erwerbsunkosten erweisen sich mehrheitlich als korrekt. Eine Korrektur um Fr. 160.- monatlich ist für die zukünftige Ausrichtung von Erwerbsunkosten vorzunehmen (E.3.4-3.5). Die Sozialbehörde obsiegt zu einem Viertel, die Beschwerdegegnerin zu drei Vierteln. Teilweise Gutheissung und Kostenfolge (E.5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERWERBSUNKOSTEN">ERWERBSUNKOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELBSTÃNDIGE ERWERBSTÃTIGKEIT">SELBSTÃNDIGE ERWERBSTÃTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">A ist seit vielen Jahren selbststÃ¤ndig als Werbetexterin tÃ¤tig. Seit Februar 2004 bezieht sie von der SozialbehÃ¶rde X wirtschaftliche Hilfe. Das UnterstÃ¼tzungsbudget betrug anfÃ¤nglich Fr. 2'945.80, seit Juli 2004 Fr. 2'987.80; darin werden allgemeine Erwerbsunkosten in der HÃ¶he von Fr. 62.50 berÃ¼cksichtigt. Vom Gesamtbetrag werden jeweils alle Einnahmen aus ihrer selbststÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit in Abzug gebracht.</p> <p class="Urteilstext">A ersuchte die SozialbehÃ¶rde X um die Ãbernahme weiterer Erwerbsunkosten, welche sie mit Eingabe vom 18. August 2004 auf Fr. 438.- bezifferte. Die SozialbehÃ¶rde beschloss am 20. Oktober 2004 im UnterstÃ¼tzungsbudget nebst den allgemeinen Erwerbsunkosten von Fr. 62.50 spezielle Erwerbsunkosten in der HÃ¶he von Fr. 332.- zu berÃ¼cksichtigen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Hiergegen erhob A am 16. November 2004 Rekurs an den Bezirksrat Y. Unter anderem beantragte sie die Ausrichtung der speziellen Erwerbsunkosten rÃ¼ckwirkend ab Februar 2004 und eine Neuberechnung der Erwerbsunkosten gestÃ¼tzt auf einer der Rekursschrift beiliegenden Aufstellung der effektiven Erwerbsunkosten. Der Bezirksrat hiess den Rekurs am 29. April 2005 teilweise gut, soweit er darauf eintrat. Er wies die SozialbehÃ¶rde X an, die Bedarfsrechnung ab UnterstÃ¼tzungsbeginn unter Anrechnung der effektiven Erwerbsunkosten im Sinne der ErwÃ¤gungen neu vorzunehmen. Er erwog, dass im UnterstÃ¼tzungsbudget der Rekurrentin fÃ¼r den Zeitraum Februar bis Oktober 2004 Erwerbsauslagen von insgesamt Fr. 5'388.- und ab November 2004 solche von monatlich Fr. 593.- (Fr. 5'388.- : 9) zu berÃ¼cksichtigen seien.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Gemeinde X gelangte am 8. Juni 2005 gegen den bezirksrÃ¤tlichen Entscheid mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Sie beantragt, der Beschluss des Bezirksrats sei in Bezug auf die Berechnung und das Geltungsdatum der speziellen Erwerbsunkosten aufzuheben; das Budget fÃ¼r die Ausrichtung der speziellen Erwerbsunkosten sei per 1. November 2004 auf Fr. 332.- festzusetzen; eventualiter sei das Verwaltungsgericht eingeladen, eine neue Berechnung der speziellen Erwerbsunkosten vorzunehmen. </p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat Y verzichtete am 23. Juni 2005 auf eine Vernehmlassung. A reichte am 5. Juli 2005 eine Beschwerdeantwort ein. Sie beantragt die BestÃ¤tigung des bezirksrÃ¤tlichen Entscheids; eventualiter sei das UnterstÃ¼tzungsbudget neu zu berechnen; die allgemeinen Erwerbsunkosten von Fr. 62.50 seien angemessen zu erhÃ¶hen. In prozessualer Hinsicht beantragt sie den Entzug der aufschiebenden Wirkung.</p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde in einer sozialhilferechtlichen Angelegenheit gemÃ¤ss § 19c Abs. 2 in Verbindung mit § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) funktionell und sachlich zustÃ¤ndig. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Umstritten ist einerseits, ob der Beschwerdegegnerin fÃ¼r den Zeitraum Februar bis Oktober 2004 Erwerbsunkosten in der HÃ¶he von insgesamt Fr. 5'388.- zu vergÃ¼ten seien, anderseits, ob fÃ¼r den Zeitraum November 2004 bis September 2005 spezielle Erwerbsunkosten in der HÃ¶he von monatlich Fr. 332.- oder in der HÃ¶he von monatlich Fr. 593.- auszurichten seien. Damit liegt der Streitwert unter Fr. 20'000.-, weshalb der Einzelrichter zum Entscheid berufen ist (§ 38 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Wer fÃ¼r seinen Lebensunterhalt und den seiner FamilienangehÃ¶rigen nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann, hat nach § 14 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe. Diese soll das soziale Existenzminimum gewÃ¤hrleisten, das neben den Ã¼blichen Aufwendungen fÃ¼r den Lebensunterhalt auch individuelle BedÃ¼rfnisse angemessen berÃ¼cksichtigt (§ 15 Abs. 1 SHG). Zu den eigenen Mitteln gehÃ¶ren alle EinkÃ¼nfte und das VermÃ¶gen des Hilfesuchenden (§ 16 Abs. 2 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 [SHV]) Grundlage der Bemessung bilden gemÃ¤ss § 17 SHV die Richtlinien der schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe, wobei Abweichungen im Einzelfall vorbehalten sind. Vorliegend gelangen die SKOS-Richtlinien in der Fassung <i>vor </i>Dezember 2004 (nachstehend SKOS-Richtlinien) zur Anwendung, nachdem die SKOS-Richtlinien in der Fassung vom Dezember 2004 frÃ¼hestens ab April 2005 gelten (vgl. Ãbergangsbestimmungen der SHV zur Ãnderung vom 2. MÃ¤rz 2005). Nach den SKOS-Richtlinien setzt sich das individuelle UnterstÃ¼tzungsbudget aus der materiellen Grundsicherung, bestehend aus Grundbedarf I und II fÃ¼r den Lebensunterhalt, den Wohnungskosten und der medizinischen Grundversorgung einerseits und aus situationsbedingten Leistungen anderseits zusammen (SKOS-Richtlinien, Kap. A.6).</p> <p class="Urteilstext">Wirtschaftliche Hilfe kÃ¶nnen auch ErwerbstÃ¤tige beanspruchen, soweit ihr Einkommen fÃ¼r den Lebensunterhalt nicht reicht. Dabei unterscheiden Gesetz und Verordnung grundsÃ¤tzlich nicht zwischen der wirtschaftlichen Hilfe fÃ¼r selbststÃ¤ndig und fÃ¼r unselbststÃ¤ndig Erwerbende. Dem Grundsatz nach werden daher auch SelbststÃ¤ndigerwerbende unterstÃ¼tzt, hier gilt es jedoch zu vermeiden, dass das Gemeinwesen auf Dauer das Betriebsrisiko einer nicht Gewinn bringenden selbststÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit zu tragen hat. Daher muss die wirtschaftliche TÃ¤tigkeit oder das Projekt von SelbststÃ¤ndigerwerbenden langfristig Erfolg und eine anhaltende SelbststÃ¤ndigkeit versprechen (Charlotte Alfirev-Bieri, Leistungen der Sozialhilfe fÃ¼r SelbstÃ¤ndigerwerbende, in: Zeitschrift fÃ¼r Sozialhilfe 94/1997, S. 129). Die SKOS-Richtlinien, Kap. H.7 unterscheiden zwischen ÃberbrÃ¼ckungshilfen bei bestehender selbststÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit und der UnterstÃ¼tzung der selbststÃ¤ndigen TÃ¤tigkeit zur Verhinderung der sozialen Desintegration. WÃ¤hrend im ersten Fall nach einer gewissen Zeitspanne anhand der notwendigen Unterlagen fachlich Ã¼berprÃ¼ft werden muss, ob die Voraussetzungen fÃ¼r das wirtschaftliche Ãberleben des Betriebes gegeben seien (vgl. auch VGr, 5. Juli 2000, VB.2000.00177, E. 5, www.vgrzh.ch), reicht es im zweiten Fall aus, wenn der erzielbare Ertrag mindestens den Betriebsaufwand deckt. </p> <p class="Urteilstext">Bei der Anrechnung der Erwerbsunkosten ist ausserdem zu beachten, dass gewisse Kostenanteile (zum Beispiel fÃ¼r Fahrten mit dem Ã¶ffentlichen Verkehrsmittel im Ortsnetz oder fÃ¼r Nahrungsmittel und GetrÃ¤nke) bereits im Grundbedarf fÃ¼r den Lebensunterhalt berÃ¼cksichtigt sind; deshalb ist nur die Differenz anzurechnen (SKOS-Richtlinien, Kap. C.3).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin wehrt sich dagegen, dass sie der Beschwerdegegnerin fÃ¼r den Zeitraum Februar bis Oktober 2004 Erwerbsunkosten in der HÃ¶he von Fr. 5'388.- zu erstatten hat.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die SozialbehÃ¶rde X gewÃ¤hrte der Beschwerdegegnerin mit Beschluss vom 20. Oktober 2004 spezielle Erwerbsunkosten in der HÃ¶he von Fr. 332.-. pro Monat. Sie erwog hierzu, dass es aufgrund der wirtschaftlichen Lage nicht anzunehmen sei, dass die Beschwerdegegnerin (Jahrgang 1942) ein ArbeitsverhÃ¤ltnis mit Festanstellung finde. Die selbststÃ¤ndige ErwerbstÃ¤tigkeit unterstÃ¼tze den Erhalt der Tagesstruktur und die wirtschaftliche UnabhÃ¤ngigkeit als Rentnerin. Voraussetzung hierfÃ¼r sei die Erwirtschaftung von EinkÃ¼nften mindestens im Umfang der Betriebskosten, was hier der Fall sei.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Im Beschwerdeverfahren macht die BeschwerdefÃ¼hrerin in erster Linie geltend, dass sie neben den vom Bezirksrat errechneten Erwerbsunkosten von Fr. 5'388.- im Zeitraum Februar bis Oktober 2004 noch fÃ¼r weitere Erwerbsunkosten aufgekommen sei. Die vom Bezirksrat beschlossenen und die bereits Ã¼bernommenen Erwerbsunkosten wÃ¼rden die Bruttoeinnahmen dieses Zeitraums Ã¼bersteigen. GemÃ¤ss einer Aufstellung (der BeschwerdefÃ¼hrerin) habe die Beschwerdegegnerin von Februar bis Oktober 2004 ein Einkommen von Fr. 10'335.- erwirtschaftet. Diesen Einnahmen stÃ¤nden von der SozialbehÃ¶rde Ã¼bernommene betriebliche Kosten in der HÃ¶he von Fr. 6'005.70 gegenÃ¼ber. Bei zusÃ¤tzlicher BerÃ¼cksichtigung der vom Bezirksrat zugestandenen Kosten von Fr. 5'338.- wÃ¼rden die betrieblichen Kosten im Gesamttotal von Fr. 11'343.70 die Einnahmen dieses Zeitraums Ã¼bersteigen. </p> <p class="Urteilstext">Als von der SozialbehÃ¶rde bereits Ã¼bernommene Betriebskosten wird unter anderem eine BÃ¼romiete in der HÃ¶he von Fr. 487.- aufgefÃ¼hrt, was fÃ¼r den Zeitraum von 9 Monaten zu einem Total von Fr. 4'383.- fÃ¼hrt. Die BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼hrt hierzu aus, dass bei einem Einpersonenhaushalt maximal Wohnungskosten in der HÃ¶he von Fr. 1'000.- Ã¼bernommen wÃ¼rden. SinngemÃ¤ss macht sie geltend, dadurch dass die Beschwerdegegnerin ihre Wohnung, deren Kosten Fr. 1'461.- monatlich betrage, nicht aufgeben musste, unterstÃ¼tzte die BeschwerdefÃ¼hrerin damit die betriebliche TÃ¤tigkeit der Beschwerdegegnerin.</p> <p class="Urteilstext">Diesen AusfÃ¼hrungen kann nicht gefolgt werden: Im Beschluss vom 8. MÃ¤rz 2004, mit welchem die SozialbehÃ¶rde der Beschwerdegegnerin wirtschaftliche Hilfe gewÃ¤hrte, wurde Letztere aufgefordert, sich bis 30. September 2004 eine gÃ¼nstigere Wohnung zu suchen; ab dem 1. Oktober 2004 werde die SozialbehÃ¶rde nur noch Fr. 1'000.- vergÃ¼ten. Diese Frist wurde der Beschwerdegegnerin wohl eingerÃ¤umt, um ihr genÃ¼gend Zeit zu geben, sich eine gÃ¼nstigere Wohnung zu suchen (vgl. SKOS-Richtlinien, Kap. B.3). Die Mehrkosten der Wohnung fÃ¼r den Zeitraum vom Februar bis September 2004 nun als Betriebskosten umzudeuten, erweist sich als unzulÃ¤ssig. Damit verringern sich die von der BeschwerdefÃ¼hrerin errechneten Erwerbsunkosten um Fr. 3'896.- (8 x Fr. 487.-). Demnach Ã¼bersteigen im Zeitraum Februar bis Oktober 2004 die Einnahmen (Fr. 10'335.-) die betrieblichen Kosten (Fr. 7447.70), womit die ausgewiesenen Einnahmen die Betriebskosten, wie im Beschluss vom 20. Oktober 2004 verlangt, decken.</p> <p class="Urteilstext">Bei einer selbststÃ¤ndigen TÃ¤tigkeit, die im weiten Mass von der Auftragslage und auch von der Zahlungsmoral der Kundschaft abhÃ¤ngig ist, kann die Betrachtung eines bestimmten Zeitraums zudem zu einem verfÃ¤lschten Bild fÃ¼hren. In ihrer Aufstellung berÃ¼cksichtigte die BeschwerdefÃ¼hrerin nur die ZahlungseingÃ¤nge vom Februar bis Oktober 2004, was Gesamteinnahmen der Beschwerdegegnerin von Fr. 10'335.- (monatliches Einkommen: Fr. 1'148.-) ergab. HÃ¤tte die BeschwerdefÃ¼hrerin hingegen auf das ErfÃ¼llungsdatum des Auftrags abgestellt, womit zwar der Auftrag vom 31. Januar 2004 (Zahlungseingang von Fr. 300.- am 17. Februar 2004) nicht hÃ¤tte berÃ¼cksichtigt werden kÃ¶nnen, dafÃ¼r jedoch die beiden AuftrÃ¤ge vom 20. Oktober 2004 (ZahlungseingÃ¤nge von Fr. 2'660.- bzw. Fr. 720.- am 5. und 16. November 2004), dann hÃ¤tten sich fÃ¼r den Zeitraum Februar bis Oktober 2004 Gesamteinnahmen von Fr. 13'415.- (monatliches Einkommen: Fr. 1'490.-) ergeben. Dieser Betrag hÃ¤tte sogar die von der BeschwerdefÃ¼hrerin errechneten Gesamtbetriebskosten einschliesslich BÃ¼romiete Ã¼berstiegen.</p> <p class="Urteilstext">Im Ãbrigen kann angemerkt werden, dass es der Beschwerdegegnerin zwischenzeitlich gelungen ist, ihre Einnahmen weiter zu steigern. Von Februar 2004 bis Mai 2005 erwirtschaftete sie insgesamt Fr. 28'540.- (monatliches Einkommen: Fr. 1784.-). Damit kommt die Beschwerdegegnerin ihrer Pflicht zur Selbsthilfe nach (vgl. SKOS-Richtlinien, Kap. A.4).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht weiter geltend, dass der Bezirksrat Kosten berÃ¼cksichtigt habe, die im Bedarf bereits enthalten seien und deren HÃ¶he nicht begrÃ¼ndbar sei. So sei nicht ersichtlich, warum die HÃ¤lfte von Ausgaben Betriebskosten sein sollen, die in analoger HÃ¶he in einem Einpersonenhaushalt ohne selbststÃ¤ndige TÃ¤tigkeit entstÃ¼nden (Strom, Telefon, Internet). Ebenfalls sei nicht ersichtlich, weshalb Kosten fÃ¼r das Halbtaxabonnement (im Grundbedarf I gemÃ¤ss SKOS-Richtlinien, Kap. B.2, enthalten) geltend gemacht wÃ¼rden und gleichzeitig Billette zum vollen Preis aufgefÃ¼hrt seien. Zudem erhalte die Beschwerdegegnerin seit Juli 2004 den 9-Uhr-Pass des ZÃ¼rcher Verkehrsverbunds (ZVV). Es sei auch nicht ersichtlich, weshalb Zeitschriften wie der K-Tipp, PC-Tipp und der Beobachter etc. zu den betrieblichen Kosten zÃ¤hlten. Ebenfalls sei nicht ersichtlich, weshalb die Beschwerdegegnerin wÃ¤hrend der UnterstÃ¼tzungszeit intensiv in Werbung investiert habe. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.1 </b>Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend macht, es sei nicht einsehbar, warum die HÃ¤lfte der Strom-, Telefon- und Internetkosten als Betriebskosten zu betrachten sei, setzt sie sich in Widerspruch zu ihrem eigenem Beschluss vom 20. Oktober 2004. Die Beschwerdegegnerin reichte am 18. August 2004 der SozialbehÃ¶rde eine Aufstellung ihrer Betriebskosten ein, worin sie die HÃ¤lfte der Strom- und Telekommunikationskosten (Fr. 51.- und Fr. 100.-) als Betriebskosten deklarierte. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat diese Betriebskosten im Beschluss vom 20. Oktober 2004 bewilligt. Damit hat sie implizit anerkannt, dass die HÃ¤lfte der Strom- und Telekommunikationskosten als Betriebskosten zu berÃ¼cksichtigen sind. Ihr heutiger Einwand, es sei nicht einsehbar, weshalb die HÃ¤lfte dieser Ausgaben Betriebskosten sein sollen, ist daher unbehelflich. Die von der Beschwerdegegnerin vor Bezirksrat eingereichte detaillierte Aufstellung der ElektrizitÃ¤ts- und Telekommunikationskosten wurde von der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht beanstandet, weshalb es sich rechtfertigt, die HÃ¤lfte dieser Kosten als Betriebskosten anzuerkennen. Analog zu den Telefon- und den ElektrizitÃ¤tskosten sind jedoch auch von den Internetkosten nur die HÃ¤lfte anstelle von zwei Dritteln als Betriebskosten anzuerkennen, was zu einer kleinen Korrektur fÃ¼hrt. Anstelle von Fr. 88.- kann auf dieser Position nur Fr. 66.- geltend gemacht werden. Von diesem Betrag sind wiederum die Kosten fÃ¼r den Januar 2004 abzuziehen (1/12 von Fr. 66.- = Fr. 5.50), was zu Internetkosten von Fr. 60.50 fÃ¼hrt. Der Bezirksrat hatte Fr. 80.70 anerkannt. Die Differenz von Fr. 20.20 ist deshalb von den vom Bezirksrat errechneten Fr. 5'388.- in Abzug zu bringen.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.2 </b>Wie die BeschwerdefÃ¼hrerin zu Recht geltend macht, sind die Kosten fÃ¼r ein Halb­taxabo im Grundbedarf I eingeschlossen (SKOS-Richtlinien, Kap. B.2.1). Die vom Bezirksrat anerkannten Fr. 75.- sind deshalb ebenfalls in Abzug zu bringen. Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin behauptet, dass trotz Halbtaxabo Fahrtspesen zum vollen Preis geltend gemacht werden, Ã¼bersieht sie, dass die Fahrten zum vollen Preis vor dem Erwerb des Halbtaxabos getÃ¤tigt wurden. Hingegen sind Fahrten im Ã¶ffentlichen Nahverkehr ebenfalls aus dem Grundbedarf I zu bezahlen. Da die Beschwerdegegnerin seit Juli 2004 den 9-Uhr-Pass des ZVV erhÃ¤lt, rechtfertigt es sich deshalb, von der Beschwerdegegnerin zu verlangen, dass sie diejenigen Fahrten, die sie seit Juli 2004 im Nahbereich vor 9 Uhr getÃ¤tigt hat, auch wenn sie im Zusammenhang mit der betrieblichen TÃ¤tigkeit stehen, aus dem Grundbedarf I bezahlt. Insbesondere brauchte sie keine Retour-Billette zu lÃ¶sen, da sie die Retourfahrten nach 9 Uhr hÃ¤tte antreten kÃ¶nnen. Das fÃ¼hrt zu einer weiteren Korrektur von Fr. 28.20.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.3 </b>BezÃ¼glich Zeitungen und Fachliteratur bewilligte die SozialbehÃ¶rde im Beschluss vom 20. Oktober 2004 einen monatlichen Beitrag von Fr. 45.-. In 9 Monaten gab die Beschwerdegegnerin hierfÃ¼r Fr. 371.40 aus, womit sie das monatliche Budget von Fr. 45.- einhielt. Es muss deshalb nicht nÃ¤her untersucht werden, ob die von der BeschwerdefÃ¼hrerin monierten Zeitschriften zur betrieblichen TÃ¤tigkeit tatsÃ¤chlich notwendig sind. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.4 </b>FÃ¼r Werbekosten gab die Beschwerdegegnerin von Februar bis Oktober 2004 Fr. 2'334.55 (monatliche Kosten: Fr. 260.-) aus. Ins Gewicht fÃ¤llt insbesondere der Ausgabenposten von Fr. 1'219.55.- am 19. April 2004. Da diese Betriebskosten tatsÃ¤chlich angefallen sind, sind sie, wie der Bezirksrat in seiner ErwÃ¤gung 3.2 zutreffend ausfÃ¼hrte, von den Bruttoeinnahmen in Abzug zu bringen. Die monatlichen Kosten von Fr. 260.- stehen jedoch im Widerspruch zu den mit der Aufstellung vom 18. August 2004 von der Beschwerdegegnerin beantragten und von der SozialbehÃ¶rde am 20. Oktober 2004 bewilligten Fr. 100.-. Weiter ergibt sich aus der Aufstellung der Beschwerdegegnerin vom Januar bis Mai 2005, dass sie in diesen fÃ¼nf Monaten Fr. 481.- fÃ¼r Werbung ausgegeben hat, somit knapp Fr. 100.- pro Monat. Es rechtfertigt sich deshalb, fÃ¼r den Zeitraum Februar bis Oktober 2004 die Fr. 2'334.55 zwar vollstÃ¤ndig als Betriebskosten anzurechnen, hingegen der Beschwerdegegnerin ab November 2004 fÃ¼r Werbekosten nur Fr. 100.- und nicht Fr. 260.- zur VerfÃ¼gung zu stellen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Somit ergibt sich folgendes Ergebnis: Von den vom Bezirksrat anerkannten Kosten von Fr. 5'338.- sind Fr. 123.40 (Fr. 20.20 + Fr. 75 + Fr. 28.20) in Abzug zu bringen, was zu anrechenbaren Kosten von Fr. 5'214.60 fÃ¼hrt. Dies ergibt einen Durchschnittswert von Fr. 579.40 monatlich (Fr. 5'214.60 : 9). Dieser Betrag ist â wie in ErwÃ¤gung 3.4.4 ausgefÃ¼hrt â um Fr. 160.- zu korrigieren. Damit betrÃ¤gt die UnterstÃ¼tzungsleistung ab November 2004 Fr. 420.- (gerundet) monatlich.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin hat in ihrer Antwort den Entzug der aufschiebenden Wirkung beantragt. Da das Verwaltungsgericht sogleich in der Sache entschieden hat, ist dieser Antrag gegenstandslos geworden. Ferner ist der Antrag der Beschwerdegegnerin, dass die allgemeinen Erwerbsunkosten von Fr. 62.50 angemessen zu erhÃ¶hen seien, unzulÃ¤ssig. Die Beschwerdeantwort hat sich nÃ¤mlich auf die Verteidigung und die Darlegung des eigenen Rechtsstandpunkts zu beschrÃ¤nken hat. Ãber den Streitgegenstand hinausgehende AntrÃ¤ge sind unzulÃ¤ssig (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 26 N. 20).</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin obsiegt zu einem Viertel, die Beschwerdegegnerin zu drei Vierteln. Die Verfahrenskosten sind demnach der BeschwerdefÃ¼hrerin zu drei Vierteln und der Beschwerdegegnerin zu einem Viertel aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> der Einzelrichter</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird angewiesen, der Beschwerdegegnerin fÃ¼r den Zeitraum Februar bis Oktober 2004 Erwerbs­unkosten von insgesamt Fr. 5'214.60 zu vergÃ¼ten und ab November 2004 Erwerbsunkosten von monatlich Fr. 420.- auszurichten. Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 800.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 860.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden zu drei Vierteln der BeschwerdefÃ¼hrerin und zu einem Viertel der Beschwerdegegnerin auferlegt.</span></p> <p class="Urteilstext">4. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>