<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2020.00296</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=220838&amp;W10_KEY=13013479&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2020.00296</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 03.12.2020</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 25.06.2021 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Nutzungsänderung für Hundezucht</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Hundezucht in reiner Wohnzone; Zonenkonformität. Rückweisungsentscheide sind grundsätzlich Zwischenentscheide und keine Endentscheide. Ein Endentscheid liegt nach der Praxis jedoch vor, wenn der unteren Instanz, an welche die Sache zurückgewiesen wird, kein Entscheidungsspielraum mehr verbleibt und die Rückweisung nur noch der (rechnerischen) Umsetzung des oberinstanzlich Angeordneten dient. An einer Qualifikation als Rückweisungsentscheid ändert nichts, dass das zurückweisende Gericht dabei bereits gewisse Rechtsfragen für die Vorinstanzen verbindlich beantwortet hat (E. 1.3.2). Eine stillschweigende Genehmigung eines Bauprojekts oder einer Umnutzung existiert im zürcherischen Recht nicht. Die Verwirkungsfrist für die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands ist noch nicht eingetreten (E. 4). Die Beurteilung der Zonenkonformität erfolgt abstrakt, losgelöst von den konkreten Einwirkungen in der Nachbarschaft. Entscheidend ist, ob mit der betreffenden Nutzung typischerweise Belästigungen verbunden sind, die über das hinausgehen, was normalerweise mit dem Wohnen verbunden ist. Erst in einer zweiten Beurteilungsstufe ist - gestützt auf das Umweltschutzgesetz und seine Ausführungsbestimmungen - zu prüfen, ob der Betrieb auch hinsichtlich der konkreten, für die Umgebung resultierenden Immissionen mit der Wohnnutzung vereinbar ist (E. 5.3). Nicht störende Betriebe müssen nicht nur hinsichtlich der mit ihnen verbundenen Immissionen, sondern auch von der raumplanerischen Zweckbestimmung her in eine bestimmte Zone passen (E. 5.5). Bezüglich der Haltung von Hunden und den damit verbundenen Immissionen orientiert sich das Verwaltungsgericht im Grundsatz an der Berner Praxis, womit in reinen Wohnzonen das Halten von maximal drei bis vier ausgewachsenen Hunden samt Welpen als zonenkonform zu betrachten ist (E. 5.7). Im vorliegenden Fall liegen keine besonderen Umstände vor, welche die Anwendung dieses Grundsatzes als ungerechtfertigt erscheinen liessen (E. 5.8). Gutheissung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERNER PRAXIS">BERNER PRAXIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HUNDEHALTUNG">HUNDEHALTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HUNDEZUCHT">HUNDEZUCHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NICHT STÃREND">NICHT STÃREND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKWEISUNGSENTSCHEID">RÃCKWEISUNGSENTSCHEID</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOHNZONE">WOHNZONE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZONENKONFORMITÃT">ZONENKONFORMITÃT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 93 BGG</span><br/><span class="ungerade">§ 52 PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>1. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=50937" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2020.00296</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 1. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">3. Dezember 2020</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sidentin Maja SchÃ¼pbach Schmid<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Peter Sprenger, Verwaltungsrichter AndrÃ© Moser, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Nicole BÃ¼rgin. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. B, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>beide vertreten durch RA C und/oder RA D</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrende, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1.1 E, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1.2 F, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoBodyText">beide vertreten durch RA G, </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. Bauausschuss der Stadt Winterthur, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch Baupolizeiamt Winterthur, <br/> Rechtsdienst </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerschaft, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><b><span> </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend NutzungsÃ¤nderung fÃ¼r Hundezucht</span></b><b>,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Mit Bauverweigerung/Wiederherstellungsbefehl vom 12. August 2016 wurde E und F die teilweise NutzungsÃ¤nderung ihres Wohnhauses zu einer Kleinhundezucht (Halten von ca. 15 erwachsenen Hunden und Aufzucht von ca. fÃ¼nf WÃ¼rfen pro Jahr) auf den GrundstÃ¼cken Kat.-Nrn. 01 und 02, an der H-Strasse 03, durch den Bauausschuss der Stadt Winterthur verweigert. Dagegen gelangten die Zuchtbetreiber an das Baurekursgericht, welches eine Gutheissung des Rekurses in Aussicht stellte. Aufgrund dessen hat die BaubehÃ¶rde mit WiedererwÃ¤gungsbeschluss vom 14. Juni 2017 die Hundezucht und das nachgereichte Betriebsreglement vom 20. MÃ¤rz 2013 mit EinschrÃ¤nkungen bewilligt. Dagegen wurde von den Nachbarn und Mitbeteiligten im damaligen Verfahren (B und A) Rekurs erhoben. Das Baurekursgericht hiess den Rekurs mit Entscheid vom 25. Oktober 2018 teilweise gut, hob den WiedererwÃ¤gungsbeschluss auf und wies die Sache zur weiteren Bearbeitung im Sinn der ErwÃ¤gungen und zum Neuentscheid an den Bauausschuss der Stadt Winterthur zurÃ¼ck.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit Beschluss vom 12. August 2019 erteilte der Bauausschuss der Stadt Winterthur E und F die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r den Zuchtbetrieb. Das Betriebskonzept wurde angepasst und genehmigt. Der Bauausschuss brachte den Vorbehalt an, dass er bei begrÃ¼ndeten LÃ¤rmklagen weitere EinschrÃ¤nkungen statuieren bzw. die Bewilligung der Hundezucht bei Nichtbeachtung des Reglements widerrufen kÃ¶nne.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Hierauf erhoben A und B am 16. September 2019 Rekurs beim Baurekursgericht und beantragten die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Verweigerung der Baubewilligung respektive der NutzungsÃ¤nderung. Eventualiter sei das Betriebsreglement in ihrem Sinn anzupassen. Das Baurekursgericht hiess den Rekurs am 11. MÃ¤rz 2020 teilweise gut und passte das Betriebsreglement u. a. bezÃ¼glich der maximal zulÃ¤ssigen Anzahl Hunde an.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen diesen Entscheid erhoben A und B am 11. Mai 2020 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Sie beantragten, der Entscheid des Baurekursgerichts vom 11. MÃ¤rz 2020 sei aufzuheben und die Baubewilligung respektive die NutzungsÃ¤nderung sei zu verweigern. Eventualiter sei das mit Entscheid des Baurekursgerichts vom 11. MÃ¤rz 2020 genehmigte Betriebsreglement gemÃ¤ss ihrem Vorschlag anzupassen bzw. zu ergÃ¤nzen; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</p> <p class="Urteilstext">Das Baurekursgericht beantragte am 27. Mai 2020 ohne weitere Bemerkungen die Abweisung der Beschwerde. Der Bauausschuss verzichtete auf eine Stellungnahme. Mit Beschwerdeantwort vom 15. Juni 2020 beantragten E und F die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden kÃ¶nne; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen. A und B replizierten am 8. Juli 2020. E und F stellten mit Duplik vom 31. August 2020 zwei neue prozessuale AntrÃ¤ge. Zum einen sei auf den Parzellen Kat.-Nrn. 01, 02 und 04 ein Augen- und Ohrenschein durchzufÃ¼hren. Zum anderen seien die unmittelbaren sowie die mittelbaren Nachbarn der Parzellen Kat.-Nrn. 01 und 02 gemÃ¤ss Liste im Anhang als Zeugen zum Thema der von der Hundezucht verursachten Immissionen, mithin zu deren IntensitÃ¤t sowie deren StÃ¶rpotenzial zu befragen. Mit Triplik vom 14. September 2020 hielten A und B an ihren AntrÃ¤gen fest. In ihrer Quadruplik vom 28. September 2020 ergÃ¤nzten E und F ihre Liste von Personen, welche als Zeugen einzuvernehmen seien. Am 8. Oktober 2020 liessen sich A und B erneut vernehmen. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) fÃ¼r die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>1.2.1 </b>Die private Beschwerdegegnerschaft rÃ¼gt, die BeschwerdefÃ¼hrenden hÃ¤tten ihr Beschwerderecht verwirkt, da sie sich ursprÃ¼nglich nicht am Rekursverfahren beteiligt hÃ¤tten und erst mit Schreiben vom 17. August 2017 um Beiladung ersuchten.</p> <p class="Erwgung3"><b>1.2.2 </b>Den BeschwerdefÃ¼hrenden fehlte es an einem schutzwÃ¼rdigen Interesse, gegen die fÃ¼r sie gÃ¼nstige Bauverweigerung sowie den Wiederherstellungsbefehl vom 12. August 2016 vorzugehen. Erst mit WiedererwÃ¤gungsbeschluss vom 14. Juni 2017 generierte sich das schutzwÃ¼rdige Interesse der BeschwerdefÃ¼hrenden. Gegen diesen Beschluss haben die BeschwerdefÃ¼hrenden sodann auch Rekurs erhoben, weshalb sie ihr Beschwerderecht nicht verwirkt haben. Da auch die weiteren Legitimationsvoraussetzungen gegeben sind, ist die Legitimation der BeschwerdefÃ¼hrenden zu bejahen.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>1.3.1 </b>Die private Beschwerdegegnerschaft macht geltend, der Entscheid des Baurekursgerichts vom 25. Oktober 2018 stelle bezÃ¼glich der Frage der ZonenkonformitÃ¤t der Hundezucht einen Endentscheid dar, welcher nicht angefochten wurde. Die Frage der ZonenkonformitÃ¤t sei daher bereits rechtskrÃ¤ftig beurteilt. Die BeschwerdefÃ¼hrenden vertreten die Ansicht, beim besagten Entscheid handle es sich, da er ein RÃ¼ckweisungsentscheid sei, um einen Zwischenentscheid.</p> <p class="Erwgung3"><b>1.3.2 </b>Die Anfechtbarkeit von Zwischenentscheiden richtet sich sinngemÃ¤ss nach Art. 92 f. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG; § 19a Abs. 2 VRG). RÃ¼ckweisungen schliessen das Verfahren nicht ab, sondern weisen es sinngemÃ¤ss an die Vorinstanz zurÃ¼ck. Sie sind daher nach der Regelung des Bundesgerichtsgesetzes grundsÃ¤tzlich keine Endentscheide, sondern den Vor- und Zwischenentscheiden zuzuordnen, weshalb sich ihre Anfechtung nach Art. 92 f. BGG richtet. Ein Endentscheid liegt nach der Praxis jedoch vor, wenn der unteren Instanz, an welche die Sache zurÃ¼ckgewiesen wird, kein Entscheidungsspielraum mehr verbleibt und die RÃ¼ckweisung nur noch der (rechnerischen) Umsetzung des oberinstanzlich Angeordneten dient. Dies ist etwa dann nicht der Fall, wenn die untere Instanz ihr Ermessen ausÃ¼ben kann oder ergÃ¤nzende SachverhaltsabklÃ¤rungen vorzunehmen hat (Martin Bertschi in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 19a N. 64 f.; BGE 138 I 143 E. 1.2). An einer Qualifikation als RÃ¼ckweisungsentscheid Ã¤ndert auch nichts, dass das zurÃ¼ckweisende Gericht dabei bereits gewisse Rechtsfragen fÃ¼r die Vorinstanzen verbindlich beantwortet hat. Eine andere Sichtweise wÃ¼rde dem Ziel, dass jede Rechtssache mÃ¶glichst nur einmal vor das Bundesgericht getragen werden soll, entgegenstehen (BGr, 27. MÃ¤rz 2009, 2C_258/2008, E. 3.3). Ist die Beschwerde gegen einen Zwischenentscheid gemÃ¤ss Art. 93 Abs. 1 BGG nicht zulÃ¤ssig oder wurde von ihr kein Gebrauch gemacht, bleibt der Zwischenentscheid im Rahmen einer Beschwerde gegen den Endentscheid anfechtbar, sofern er sich auf dessen Inhalt auswirkt (§ 19a Abs. 2 VRG in Verbindung mit Art. 93 Abs. 3 BGG).</p> <p class="Erwgung3"><b>1.3.3 </b>In ihrem Entscheid vom 25. Oktober 2018 hiess die Vorinstanz den Rekurs der BeschwerdefÃ¼hrenden teilweise gut, hob den Beschluss des Beschwerdegegners 2 vom 14. Juni 2017 auf und wies die Sache zur weiteren Bearbeitung im Sinn der ErwÃ¤gungen und zum Neuentscheid an den Beschwerdegegner 2 zurÃ¼ck. Dabei hielt die Vorinstanz fest, dass das Reglement sich fÃ¼r die Regelung eines in der Wohnzone bewilligungsfÃ¤higen Zuchtbetriebs ungenÃ¼gend erweise und insbesondere in den folgenden Punkten zu Ã¼berarbeiten sei: die maximal zulÃ¤ssige Anzahl Hunde sowie die Nutzung des Aussenbereichs.</p> <p class="Urteilstext">Damit hat die Vorinstanz nicht abschliessend Ã¼ber die ZonenkonformitÃ¤t entschieden, sondern die Sache zur nÃ¤heren Konkretisierung an den Beschwerdegegner 2 zurÃ¼ckgewiesen, wobei diesem bei der Festlegung der Anzahl Hunde sowie der Nutzung des Aussenbereichs ein erhebliches Ermessen verblieb. Demnach wurde die ZonenkonformitÃ¤t zum einen nicht abschliessend beurteilt und zum andern kann nicht davon gesprochen werden, dass nur eine rein (rechnerische) Umsetzung des oberinstanzlich Angeordneten vorlag. Der Entscheid vom 25. Oktober 2018 ist daher als Zwischenentscheid einzustufen und die Frage der ZonenkonformitÃ¤t noch nicht rechtskrÃ¤ftig entschieden.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2">Die private Beschwerdegegnerschaft beantragt in prozessualer Hinsicht einen Augenschein (bzw. Ohrenschein).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die Anordnung eines Augenscheins steht im Ermessen der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde. Eine entsprechende Pflicht besteht nur, wenn die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse auf andere Weise nicht abgeklÃ¤rt werden kÃ¶nnen (BGr, 23. Dezember 2019, 1C_582/2018, E. 2.4). Ein Augenschein ist insbesondere dann geboten, wenn die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse unklar sind und anzunehmen ist, die Parteien vermÃ¶chten aufgrund ihrer Darlegungen an Ort und Stelle Wesentliches zur Erhellung der sachlichen Grundlagen des Rechtsstreits beizutragen. Es ist zulÃ¤ssig, dass eine Rechtsmittelinstanz auf einen eigenen Augenschein verzichtet, wenn sich der massgebliche Sachverhalt aus dem vorinstanzlichen Augenschein bzw. aus den Ã¼brigen Verfahrensakten mit ausreichender Deutlichkeit ergibt (VGr, 26. September 2019, VB.2019.00182, E. 2.1).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die zur Beurteilung notwendigen lokalen Gegebenheiten sind aus den eingereichten Verfahrensakten genÃ¼gend ersichtlich. Der massgebliche Sachverhalt geht hinreichend aus den Akten hervor, weshalb sich die vorwiegend rechtlichen Fragen, welche die vorliegende Angelegenheit aufwirft, ohne den beantragten Augenschein beantworten lassen. Das Verwaltungsgericht kann deshalb auf dessen DurchfÃ¼hrung verzichten.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Streitgegenstand des Verfahrens bildet die von der privaten Beschwerdegegnerschaft seit 2002 betriebene Hundezucht. Es werden ca. 15 Tiere zur Zucht gehalten und pro Jahr ca. 5 WÃ¼rfe d.h. rund 13 Welpen verkauft sowie privat ein Hund gehalten. Aufgrund von LÃ¤rmklagen wurde die private Beschwerdegegnerschaft am 29. Juli 2015 zur Einreichung einer Baueingabe fÃ¼r die gewerbliche Hundezucht aufgefordert. Das streitbetroffene GrundstÃ¼ck befindet sich gemÃ¤ss BZO der Stadt Winterthur in der Wohnzone W2/1.2.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Die private Beschwerdegegnerschaft fÃ¼hrt an, die Stadt Winterthur habe seit 2002 von ihrem Betrieb gewusst, weshalb sie diesen bereits stillschweigend genehmigt habe.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Eine stillschweigende Genehmigung eines Bauprojekts oder einer Umnutzung existiert im zÃ¼rcherischen Recht nicht. Aber nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung verwirkt der Anspruch der BehÃ¶rden, die Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustandes zu verlangen, im Interesse der Rechtssicherheit grundsÃ¤tzlich nach 30 Jahren. GrÃ¼nde des Vertrauensschutzes kÃ¶nnen allerdings auch eine kÃ¼rzere Verwirkungsfrist rechtfertigen, dies namentlich dann, wenn die BaupolizeibehÃ¶rden zwar vor Ablauf der 30-jÃ¤hrigen Frist einschreiten, den baurechtswidrigen Zustand aber Ã¼ber Jahre hinaus duldeten, obschon ihnen die Gesetzwidrigkeit bekannt war oder sie diese bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt hÃ¤tten kennen mÃ¼ssen. Solange die BehÃ¶rde jedoch bloss untÃ¤tig geblieben ist, erscheint bei der Deutung der UntÃ¤tigkeit als behÃ¶rdliche Duldung grosse ZurÃ¼ckhaltung geboten (BGr, 19. September 2001, 1P.768/2000 E. 3 und ZBl 102/2002, S. 188; BGE 107 la 121 E. 1; VGr, 24. Januar 2002, BEZ 2002 Nr. 4 E. 4a mit Hinweisen). Auf Vertrauensschutz kann sich sodann nur berufen, wer selber in gutem Glauben gehandelt hat (BGE 113 Ia 332 E. 3b = Pra 77/1988 Nr. 130; BGE 111 Ib 213 E. 6a; VGr, 3. Februar 2005, VB.2004.00407, E. 6.2; 24. Januar 2002, BEZ 2002 Nr. 4 E. 4c).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Da gewerbliche Nutzungen in reinen Wohnzonen nur unter sehr restriktiven Bedingungen zulÃ¤ssig sind, durfte die private Beschwerdegegnerschaft nicht davon ausgehen, dass ihre Zucht in der Wohnzone zulÃ¤ssig sei und dass sie hierfÃ¼r auch keiner Bewilligung bedÃ¼rften. Es kann somit offenbleiben, ob die Stadt Winterthur tatsÃ¤chlich von der Zucht wusste und diese duldete, da es der privaten Beschwerdegegnerschaft bereits am guten Glauben fehlt. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden bringen vor, die Hundezucht der privaten Beschwerdegegnerschaft sei nicht zonenkonform und widerspreche der "Berner Praxis". Der Kauf eines Hundes sei kein tÃ¤gliches BedÃ¼rfnis und es bestehe kein enger Bezug zum Wohnen.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>GemÃ¤ss Art. 22 Abs. 2 lit. a des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 Ã¼ber die Raumplanung (Raumplanungsgesetzes, RPG) mÃ¼ssen Bauten und Anlagen dem Zweck der Nutzungszone entsprechen. Massgeblich fÃ¼r die Beurteilung der ZonenkonformitÃ¤t sind die fÃ¼r den jeweiligen Zonentyp geltenden (kantonalen oder kommunalen) Vorschriften.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Zonenvorschriften sind grundsÃ¤tzlich generell und abstrakt formuliert; welche Arten von Nutzungen nach ihrer ImmissionsstÃ¤rke in einer bestimmten Zone zugelassen bzw. verboten sind, wird in typisierten, der allgemeinen Erfahrung entsprechenden Umschreibungen ausgesagt. Die Beurteilung der ZonenkonformitÃ¤t erfolgt daher abstrakt, losgelÃ¶st von den konkreten Einwirkungen in der Nachbarschaft. Entscheidend ist, ob mit der betreffenden Nutzung typischerweise BelÃ¤stigungen verbunden sind, die Ã¼ber das hinausgehen, was normalerweise mit dem Wohnen verbunden ist. Erst in einer zweiten Beurteilungsstufe ist â gestÃ¼tzt auf das Umweltschutzgesetz und seine AusfÃ¼hrungsbestimmungen â zu prÃ¼fen, ob der Betrieb auch hinsichtlich der konkreten, fÃ¼r die Umgebung resultierenden Immissionen mit der Wohnnutzung vereinbar ist. Diese Betrachtungsweise entspricht dem Planungsgrundsatz von Art. 3 RPG, wonach Siedlungen nach den BedÃ¼rfnissen der BevÃ¶lkerung zu gestalten sind (Abs. 3) und Wohngebiete vor schÃ¤dlichen oder lÃ¤stigen Einwirkungen verschont werden (lit. b). Ziel der Zonenfestlegung ist es, Nutzungskonflikte, die Gegenstand von umweltrechtlichen Massnahmen werden kÃ¶nnten, schon gar nicht aufkommen zu lassen, d.h. neue Bauten und Betriebe, die mit dem Charakter der Wohnzone unvereinbar sind, frÃ¼hzeitig zu verhindern, auch wenn die LÃ¤rmemissionen, zu denen sie fÃ¼hren, die bundesrechtlichen Grenzwerte nicht Ã¼berschreiten (BGr, 25. Juni 2012, 1C_538/2011, E. 5.1.1). Ist bei der Beurteilung der ZonenkonformitÃ¤t eine schematische Betrachtungsweise geboten, so sind die konkreten LÃ¤rmimmissionen der Hundehaltung nicht entscheidrelevant (BGr, 25. Juni 2012, 1C_538/2011, E. 5.3).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b>Wohnzonen sind gemÃ¤ss § 52 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) in erster Linie fÃ¼r die Wohnnutzung und damit fÃ¼r Wohnbauten bestimmt. EnthÃ¤lt die kommunale Bauordnung keine nÃ¤here Umschreibung der zulÃ¤ssigen gewerblichen Nutzungen, ist Gewerbe grundsÃ¤tzlich nur dann zulÃ¤ssig, wenn es sich um nicht stÃ¶rende Betriebe handelt. Die kommunale Bau- und Zonenordnung kann gemÃ¤ss § 52 Abs. 1 PBG auch gemischte Nutzungen zulassen und in Wohnzonen mÃ¤ssig stÃ¶rende Betriebe erlauben. Die ZulÃ¤ssigkeit anderer Nutzweisen als zu Wohnzwecken steht in Wohnzonen unter dem grundsÃ¤tzlichen Vorbehalt, dass der Zonenzweck, nÃ¤mlich ein gesundes und angenehmes Wohnen zu gewÃ¤hrleisten, nicht infrage gestellt wird (RB 1984 Nr. 75). Im vorliegenden Fall liegt das streitbetroffene GrundstÃ¼ck gemÃ¤ss BZO der Stadt Winterthur in der (reinen) Wohnzone W2/1.2. Nach Art. 54 Abs. 4 BZO sind Wohnungen, nicht stÃ¶rende Gewerbe sowie LÃ¤den und GaststÃ¤tten zur Quartierversorgung zulÃ¤ssig. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.5 </b>Das Verwaltungsgericht verlangt in stÃ¤ndiger Praxis, dass nicht stÃ¶rende Betriebe nicht nur hinsichtlich der mit ihnen verbundenen Immissionen, sondern auch von der raumplanerischen Zweckbestimmung her in eine bestimmte Zone passen. Selbst Betriebe, die nicht gegen das Umweltschutzgesetz und seine AusfÃ¼hrungsbestimmungen verstossen, kÃ¶nnen deshalb in einer reinen Wohnzone zonenwidrig sein, wenn sie nicht der Befriedigung der tÃ¤glichen BedÃ¼rfnisse von Quartierbewohnern dienen (Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch/Thomas Wipf/Daniel Kunz, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 6. A., WÃ¤denswil 2019, S. 977; funktionelle Betrachtungsweise; VGr, 30. August 2018, VB.2018.00277, E. 3.2). </p> <p class="Erwgung2"><b>5.6 </b>Die Frage, ob ein Betrieb funktional in eine Wohnzone passt oder nicht und welches StÃ¶rungspotenzial von diesem ausgeht, ist eine Frage, die als Auslegung der im Planungs- und Baugesetz verwendeten Begriffe "nicht stÃ¶rend", "mÃ¤ssig stÃ¶rend" und "stark stÃ¶rend" (§§ 51 Abs. 1, 52 Abs. 3 und 57 PBG) kantonal einheitlich beantwortet werden muss. Insoweit besteht keine Gemeindeautonomie. Es handelt sich beim Einzelentscheid, ob ein konkreter Betrieb ein nicht stÃ¶render Betrieb darstellt, der mit dem Zonenzweck vereinbar ist, um die Auslegung eines unbestimmten Rechtsbegriffs. Die Auslegung dieses Begriffs steht in erster Linie den kommunalen BehÃ¶rden zu und wird von den Rechtsmittelinstanzen mit einer gewissen ZurÃ¼ckhaltung Ã¼berprÃ¼ft (VGr, 23. November 2011, VB.2011.00432, E. 3.5). Des Weiteren legen sich Rechtsmittelinstanzen eine gewisse ZurÃ¼ckhaltung auf, soweit persÃ¶nliche oder Ã¶rtliche VerhÃ¤ltnisse zu berÃ¼cksichtigen sind oder wenn es um technische oder verwaltungsorganisatorische Fragen geht (VGr, 30. August 2018, VB.2018.00277, E. 3.7 [Urteil bestÃ¤tigt mit BGr, 29. August 2019, 1C_555/2018]; 9. Juli 2015, VB.2015.00019, E. 6.2; Marco Donatsch, Kommentar VRG, § 20 N. 80). Vorliegend ist sodann zu beachten, dass die Gemeinde bei ihrem WiedererwÃ¤gungsentscheid den AusfÃ¼hrungen des Baurekursgerichts folgte, welche gemÃ¤ss ihrer eigenen Aussage ihrer eigenen Rechtsauffassung diametral zuwiderliefen.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.7 </b>BezÃ¼glich der Haltung von Hunden und den damit verbundenen Immissionen hat das Bundesgericht in einem Entscheid vom 25. Juni 2012 die als sog. "Berner Praxis" bezeichnete Rechtsprechung der Berner BehÃ¶rden, wonach in einer (reinen) Wohnzone das Halten von maximal drei bis vier ausgewachsenen Tieren und allfÃ¤lligen Welpen (solange diese beim Muttertier bleiben mÃ¼ssen) erlaubt sei, als zulÃ¤ssig beurteilt (BGr, 25. Juni 2012, 1C_538/2011). ErwÃ¤hnung fand die Berner Praxis auch im Urteil des Bundesgerichts vom 18. April 2012, wo in einem Hausteil eines Doppelwohnhauses ein Heim fÃ¼r vernachlÃ¤ssigte Hunde mit insgesamt 19 Hunden betrieben wurde und die nÃ¤chsten Liegenschaften nur 60 m entfernt lagen (Verfahren 1C_510/2011 E. 5.1). Im Urteil vom 29. August 2019 verneinte das Bundesgericht die ZonenkonformitÃ¤t einer Tierpension fÃ¼r 20 Hunde in einer dreigeschossigen Wohnzone (ES III) und bestÃ¤tigte dabei das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 30. August 2018 im Verfahren VB.2018.00277, wobei es wiederum Bezug auf die Berner Praxis nahm (Verfahren 1C_555/2018 E. 4.2, 6.2 f.). BezÃ¼glich der Hundehaltung in Wohnzonen hatte auch das Verwaltungsgericht mit Entscheid VB.2015.00019 vom 9. Juli 2015 die nachtrÃ¤gliche Bewilligung fÃ¼r die Betreuung von maximal acht Hunden in einer (reinen) Wohnzone zu beurteilen. Es kam zum Schluss, bei einer gewerblichen Hundebetreuung bestehe kein derart enger Bezug zum Wohnen, dass sie in Zonen, welche lediglich nicht stÃ¶rende Betriebe erlauben wÃ¼rden, zuzulassen wÃ¤re (VGr, 9. Juli 2015, VB.2015.00019, E. 6.3.1). Zum gleichen Schluss kam das Verwaltungsgericht auch im Verfahren VB.2020.00049 (VGr, 25. Juni 2020, VB.2020.00049, E. 4.7). In seinem jÃ¼ngsten Entscheid vom 12. November 2020 hat nun das Verwaltungsgericht generell auch fÃ¼r die private Haltung von Hunden die Berner Praxis als anwendbar erklÃ¤rt und lediglich das Halten von maximal vier erwachsenen Hunden als zonenkonform beurteilt (VGr, 12. November 2020, VB.2020.00304, E. 4). Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass sich auch das Verwaltungsgericht im Grundsatz an der Berner Praxis orientiert, womit in reinen Wohnzonen das Halten von maximal drei bis vier ausgewachsenen Hunden samt Welpen als zonenkonform zu betrachten ist. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.8 </b>Im vorliegenden Fall liegen keine besonderen UmstÃ¤nde vor, welche die Anwendung dieses Grundsatzes als ungerechtfertigt erscheinen liessen. Sowohl die Vorinstanz als auch die private Beschwerdegegenerschaft stÃ¼tzen sich hauptsÃ¤chlich auf die vom Betrieb ausgehenden Immissionen und wie diese ihrer Ansicht nach im Sinn der Berner Praxis ausgelegt werden kÃ¶nnen. Dabei lassen sie jedoch ausser Acht, dass das Gewerbe auch einen funktionalen Zusammenhang zum Wohnen aufweisen muss. Ein solcher ist bei der Hundezucht gleich wie bei den Hundepensionen nicht erkennbar. Die Zucht dient keinem tÃ¤glichen BedÃ¼rfnis von Quartierbewohnern. Ein andersartiger enger Bezug zum Wohnen ist ebenfalls nicht gegeben. Die Haltung von 15 bzw. 10 Hunden fÃ¼hrt typischerweise unabhÃ¤ngig von der Hunderasse zu Immissionen (insbesondere Bellen), die Ã¼ber das hinausgehen, was normalerweise mit dem Wohnen verbunden ist. Auch wenn die Hunde hauptsÃ¤chlich im Haus gehalten werden, mÃ¼ssen sie tÃ¤glich im Freien ausgefÃ¼hrt werden bzw. genÃ¼gend Auslauf haben (vgl. auch BGr, 25. Juni 2012, 1C_538/2011, E. 5.1.2). Das von der Vorinstanz gewÃ¤hlte Vorgehen, jeweils nur drei erwachsene Hunde auf einmal nach draussen zu lassen, vermag dabei nicht zu Ã¼berzeugen, ist doch zwingend fÃ¼r eine lÃ¤ngere Zeitdauer mit Immissionen zu rechnen, bis alle Hunde Auslauf hatten. Schliesslich sind die Hunde entgegen den Ã¼blichen stillen Gewerben auch an den Wochenenden und Feiertagen zu betreuen und nach draussen zu lassen.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.9 </b>Die vorgenannte Hundezucht erweist sich nach dem Gesagten daher nicht als zonenkonform. Auf eine Zeugeneinvernahme kann unter diesen UmstÃ¤nden verzichtet werden. Die Beschwerde ist gutzuheissen. Der Entscheid des Baurekursgerichts vom 11. MÃ¤rz 2020 sowie der Beschluss des Beschwerdegegners 2 vom 12. August 2019 sind aufzuheben.</p> <p class="Erwgung2">Als zonenkonform erweisen sich in der reinen Wohnzone drei bis vier erwachsene Hunde samt Welpen. Der Beschwerdegegner 2 wird sich mit der Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands zu befassen haben. </p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens der Beschwerdegegnerschaft 1 und 2 je zur HÃ¤lfte aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Entsprechend ist die Kostenverteilung fÃ¼r das Rekursverfahren in dem Sinn neu festzusetzen, dass die Rekurskosten durch die nun unterliegende Beschwerdegegnerschaft 1 und 2 je zur HÃ¤lfte zu tragen sind. </p> <p class="Urteilstext">Eine ParteientschÃ¤digung steht der privaten Beschwerdegegnerschaft bei diesem Ergebnis nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG). Hingegen ist sie zu einer angemessenen ParteienschÃ¤digung an die BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren zu verpflichten.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Entscheid des Baurekursgerichts vom 11. MÃ¤rz 2020 und der Beschluss des Bauausschusses der Stadt Winterthur vom 12. August 2019 werden aufgehoben. Die nachtrÃ¤gliche Bewilligung fÃ¼r die teilweise NutzungsÃ¤nderung zu einer Kleinhundezucht gemÃ¤ss Gesuch der privaten Beschwerdegegnerschaft vom 30. November 2015 wird verweigert. </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Kosten des Rekursverfahrens von Fr. 4'180.- werden der Beschwerdegegnerschaft 1 und 2 je zur HÃ¤lfte auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 330.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 3'330.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerschaft 1 und 2 je zur HÃ¤lfte auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Die Beschwerdegegnerschaft 1 wird verpflichtet, den BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼r das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 3'000.- zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft des vorliegenden Urteils.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>