<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00144</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107426&amp;W10_KEY=4467143&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00144</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.08.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Zuständigkeit des Einzelrichters (E. 1). Eingrenzung des Streitgegenstandes (E. 2). Der Beschwerdeführer rügt, dass die Fürsorgebehörde von seinem Guthaben eine noch nicht in Rechtskraft erwachsene Rückerstattungsforderung in Abzug gebracht habe (E. 3a). Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers war die Forderung in Rechtskraft erwachsen (E. 3b). Strittig ist, ob die Forderung schon zum Zeitpunkt der erstinstanzlichen Verfügung oder erst mit Urteil des Verwaltungsgerichts fällig wurde (E. 3c). Bei Geldleistungen ist eine rückwirkende Aufhebung des Suspensiveffekts anzunehmen. Damit soll verhindert werden, dass sich eine Partei nicht zum Schaden der anderen bereichert soll, wenn im Nachhinein eine belastende Verfügung bestätigt wird (E. 3d). Im vorliegenden Fall ist eine rückwirkende Aufhebung des Suspensiveffekts anzunehmen, weshalb die Rückzahlungspflicht seit der erstinstanzlichen Verfügung bestand (E. 3e). Zur Zeit der Schlussabrechnung war zwar eine Rate noch nicht fällig, aus prozessökonomischen Gründen ist aber die inzwischen eingetretene Fälligkeit zu berücksichtigen (E. 3f). Nichteintreten auf das Genugtuungs- und Schadenersatzbegehren (E. 4). Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung, Kosten- und Entschädigungsfolge (E. 5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFSCHIEBENDE WIRKUNG">AUFSCHIEBENDE WIRKUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: AUFSCHIEBENDE WIRKUNG UND VORSORGLICHE MASSNAHMEN">AUFSCHIEBENDE WIRKUNG UND VORSORGLICHE MASSNAHMEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FÃLLIGKEIT">FÃLLIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FORDERUNG">FORDERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKERSTATTUNG">RÃCKERSTATTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHADENERSATZ">SCHADENERSATZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUSPENSIVEFFEKT">SUSPENSIVEFFEKT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHE PROZESSFÃHRUNG (UP)">UNENTGELTLICHE PROZESSFÃHRUNG (UP)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 2 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 25 lit. I VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 55 lit. I VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2003 Nr. 21 S. 65</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A bezog von Mai 2001 bis zu seinem Wegzug nach Y im Oktober 2002 finanzielle UnterstÃ¼tzung von der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der Gemeinde X. Mit Beschluss vom 21. Oktober 2002 setzte die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde eine Schlussabrechnung Ã¼ber gegenseitige AnsprÃ¼che und Verpflichtungen fest. Dabei erwog sie, dass A von April bis Juni 2002 und August bis Oktober 2002 seinen Grundbedarf I und II von insgesamt Fr. 6'660.- und den Betrag fÃ¼r die Wohnungsmieten April und Mai 2002 von insgesamt Fr. 2'508.- nicht bezogen habe. ZuzÃ¼glich des Betrags von Fr. 226.40 fÃ¼r die KrankenkassenprÃ¤mie Oktober 2002 habe er bei der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde somit ein Guthaben von Fr. 9'394.40. Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde stellte weiter fest, dass A die Kranken­kassenprÃ¤mien Januar bis MÃ¤rz 2002 von insgesamt Fr. 679.20 und die Wohnungsmiete Februar 2002 von Fr. 1'254.- nicht bezahlt habe, obwohl er die entsprechenden Gelder vom Sozialdienst W erhalten habe. Ausserdem stehe ihr A gegenÃ¼ber eine RÃ¼ckerstattungsforderung in der HÃ¶he von Fr. 2'543.- zu. Demnach beschloss die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde vom Guthaben von Fr. 9'394.40 die unbezahlten Woh­nungs­mieten Februar, April und Mai 2002 (Fr. 3'762.-), die unbezahlten KrankenkassenprÃ¤mien Januar bis MÃ¤rz 2002 (Fr. 679.20) und die RÃ¼ckerstattungsforderung (Fr. 2'543.-) in Abzug zu bringen. Die Wohnungsmieten Ã¼berwies sie der Liegenschaftenverwaltung, die KrankenkassenprÃ¤mien der Krankenkasse. Das Restguthaben in der HÃ¶he von Fr. 2'410.20 Ã¼berwies sie auf das PC-Konto von A. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Einen von A gegen diesen Beschluss erhobenen Rekurs wies der Bezirksrat W am 19. Februar 2003 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. A reichte am 10. April 2003 beim Verwaltungsgericht Beschwerde ein. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 28. April 2003 wurde ihm eine Nachfrist zum Einreichen einer verbesserten Beschwerdeschrift angesetzt, worauf er am 15. Juni 2003 eine solche nachreichte. SinngemÃ¤ss machte er geltend, dass der Entscheid der Vorinstanz und der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde aufzuheben sei. Ausserdem stellte er ein Begehren um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und forderte eine ProzessentschÃ¤digung in der HÃ¶he von Fr. 1'000.- sowie Genugtuung und Schadenersatz in der HÃ¶he von Fr. 20'000.-. Im Ãbrigen stellte A sinngemÃ¤ss ein Ausstandsbegehren gegen den Richter C und den GerichtssekretÃ¤r B unter Beilage einer der Bezirksanwaltschaft T zugestellten Strafanzeige gegen die genannten Personen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Sowohl die Vorinstanz als auch die Gemeinde X beantragten in ihren Eingaben vom 1. Juli bzw. 2. Juli 2003 Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die 3. Kammer des Verwaltungsgerichts beschloss am 22. August 2003, auf das Ausstandsbegehren nicht einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><a id="Text23"></a><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde in einer sozialhilferechtlichen Angelegenheit ge­mÃ¤ss § 19c Abs. 2 in Verbindung mit § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) funktionell und sachlich zustÃ¤ndig. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, dass er einen unverminderten Anspruch auf den Grundbedarf I und II fÃ¼r die Monate April bis Juni 2002 und August bis Oktober 2002 in der GesamthÃ¶he von Fr. 6'660.- habe. Nachdem ihm die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde gemÃ¤ss Schluss­abrechnung einen Betrag von Fr. 2'410.20 Ã¼berwiesen habe, sei zurzeit noch ein Betrag von Fr. 4'249.80 ausstehend. Aufgrund des Streitwerts von weit unter Fr. 20'000.- fÃ¤llt die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zu­stÃ¤ndigkeit (§ 38 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde hat mit Beschluss vom 21. Oktober 2002 festgestellt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer bei der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde ein Guthaben in der HÃ¶he von Fr. 9'394.40 hat, darin eingeschlossen den Grundbedarf I und II fÃ¼r sechs Monate in der HÃ¶he von Fr. 6'660.-. Dieses Guthaben wird vom BeschwerdefÃ¼hrer denn auch nicht beanstandet. Die Beschwerde des BeschwerdefÃ¼hrers richtet sich ebenfalls nicht gegen den Abzug der Wohnungsmieten April und Mai 2002 in der HÃ¶he von Fr. 2'508.-. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) In seinen Eingaben vom 10. April 2003 und vom 15. Juni 2003 erklÃ¤rt der Beschwer­defÃ¼hrer sodann, dass er die BetrÃ¤ge fÃ¼r die KrankenkassenprÃ¤mien Januar bis MÃ¤rz 2002 und fÃ¼r die Wohnungsmiete Februar 2002 (nach Ansicht des Be­schwer­de­fÃ¼h­rers han­delt es sich dabei um die Wohnungsmiete MÃ¤rz 2002) in der HÃ¶he von Fr. 1'933.20 von der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde im April 2002 ausbezahlt erhalten habe. Diese Be­trÃ¤­ge wurden vom BeschwerdefÃ¼hrer jedoch nicht fÃ¼r die Bezahlung der Kranken­kassen­prÃ¤mien und der Woh­nungsmiete verwendet, weshalb die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde die vor­ge­nann­ten Fr. 1'933.20 in Abzug gebracht und damit die ausstehenden Kranken­kassen­prÃ¤mien und die aus­ste­hen­de Wohnungsmiete direkt bezahlt hat. Zum Einwand des Be­schwer­de­fÃ¼h­rers, dass fÃ¼r diese Direktzahlung keine Veranlassung bestanden habe und dies ohne Einwilligung und PfÃ¤ndung des BeschwerdefÃ¼hrers erfolgt sei, kann in Anwen­dung von § 28 Abs. 1 in Ver­bin­dung mit § 70 VRG auf die zutreffenden AusfÃ¼hrungen in Er­wÃ¤gung 5 des vorinstanzlichen Beschlusses des Bezirksrats vom 19. Februar 2003 ver­wiesen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Sodann rÃ¼gt der BeschwerdefÃ¼hrer, dass die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde ihren RÃ¼ckerstattungsanspruch in der HÃ¶he von Fr. 2'543.- in Abzug gebracht habe. Er macht insbesondere geltend, dass dieser RÃ¼ckerstattungsanspruch, der mit Beschluss der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde vom 14. Januar 2002 festgestellt worden sei, am 30. September 2002 bei seinem Wegzug noch nicht in Rechtskraft erwachsen sei. RÃ¼ckwirkende KÃ¼rzungen seien grundsÃ¤tzlich nicht mÃ¶glich. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Gegen den Beschluss der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde vom 14. Januar 2002, womit er zur RÃ¼ckerstattung der genannten Fr. 2'543.- verpflichtet worden war, und zwar indem man seine UnterstÃ¼tzungsleistung wÃ¤hrend 10 Monaten vom 1. Februar 2002 bis zum 30. November 2002 monatlich um Fr. 254.30 kÃ¼rzen wÃ¼rde, erhob der BeschwerdefÃ¼hrer Rekurs an den Bezirksrat. Der Bezirksrat Ã¤nderte den Beschluss der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde am 24. April 2002 dahingehend, dass er die monatliche KÃ¼rzung der UnterstÃ¼tzungsleitung auf 10 Raten Ã Fr. 251.50 und eine Rate Ã Fr. 28.- festsetzte. Die vom BeschwerdefÃ¼hrer dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht am 5. September 2002 ab. Nachdem der Entscheid am 30. September 2002 versandt und von den Parteien anfangs Oktober 2002 entgegengenommen worden war, steht es zweifelsfrei fest, dass der Beschluss der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde vom 14. Januar 2002, mit welchem der BeschwerdefÃ¼hrer zur RÃ¼ckerstattung der genannten Fr. 2'543.- verpflichtet worden war, am 21. Oktober 2002 beim Erlass des heute zu beurteilenden Beschlusses in Rechtskraft erwachsen war.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Das Verwaltungsgericht hat mit Entscheid vom 5. September 2002 rechtskrÃ¤ftig entschieden, dass die genannte RÃ¼ckerstattungspflicht mit den an den BeschwerdefÃ¼hrer auszurichtenden UnterstÃ¼tzungsleistungen verrechnet werden kann. Diese Verrechnung hat in 10 Raten Ã Fr. 251.50 und einer Rate Ã Fr. 28.- zu erfolgen. Mit dem Argument, dass rÃ¼ckwirkende KÃ¼rzungen nicht mÃ¶glich seien, wirft der BeschwerdefÃ¼hrer die Frage auf, ob die monatliche Verrechnung schon ab 1. Februar 2002, wie im Beschluss der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde vorgesehen, oder erst ab Rechtskraft des verwaltungsgerichtlichen Entscheids mÃ¶glich ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) GemÃ¤ss § 25 Abs. 1 und § 55 Abs. 1 VRG kommen der Einreichung des Rekurses und der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu. Die aufschiebende Wirkung (Suspensiveffekt) des Rekurses und der Beschwerde bedeutet, dass die im Dispositiv der angefochtenen Anordnung angeordnete Rechtsfolge keine sofortigen Wirkungen entfaltet; es soll fÃ¼r die Dauer des Verfahrens der bestehende Zustand privilegiert werden. Die aufschiebende Wirkung verhindert einerseits den sofortigen Vollzug einer Anordnung; anderseits wird dadurch nach herrschender Lehre auch deren Wirksamkeit Ã¼berhaupt aufgeschoben (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 25 N. 1; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich/Basel/Genf 2002, Rz. 1799; Isabelle HÃ¤ner, Vorsorgliche Massnahmen im Verwaltungsverfahren und Verwaltungsprozess, ZSR NF 116/II/1997, S. 253 ff., Rz. 179; Gerold Steinmann, VorlÃ¤ufiger Rechtsschutz im Verwaltungsbeschwerdeverfahren und im Verwaltungsgerichtsverfahren, ZBl 94/1993, S. 141 ff., S. 148). Das bedeutet, dass fÃ¼r die Dauer des Rechtsmittelverfahrens es so gehalten wird, als sei ein Sachentscheid nicht getroffen worden. Hat eine Beschwerde, der wÃ¤hrend der Dauer des Rechtsmittelverfahrens aufschiebende Wirkung zugekommen war, keinen Erfolg, und wird die ursprÃ¼ngliche Anordnung in der Sache selbst bestÃ¤tigt, ist nachtrÃ¤glich zu klÃ¤ren, ob die aufschiebende Wirkung lediglich die Vollziehbarkeit oder aber auch die Wirksamkeit der VerfÃ¼gung gehemmt hat. Diese Frage lÃ¤sst sich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht einheitlich ein fÃ¼r alle Mal beantworten, sondern es ist von Fall zu Fall zu entscheiden. Dabei kommt es auf die Besonderheiten des Einzelfalls und die jeweilige Interessenlage an (BGE 112 V 74 E. 2a, 106 Ia 155 E. 5; vgl. Steinmann, S. 148 f.; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 25 N. 1). Immerhin ist in der bundesgerichtlichen Rechtsprechung eine Tendenz auszumachen, dass bei Geldleistungen eine rÃ¼ckwirkende Aufhebung des Suspensiveffekts anzunehmen ist (vgl. BGE 112 V 74 E. 2b). Es soll damit verhindert werden, dass sich eine Partei nicht zum Schaden der anderen bereichern soll, wenn im Nachhinein eine belastende VerfÃ¼gung bestÃ¤tigt wird (HÃ¤ner, Rz. 181). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Im vorliegenden Fall ist zunÃ¤chst einmal festzuhalten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer am 2. November 2001 eine Schuldanerkennung und RÃ¼ckerstattungsverpflichtung Ã¼ber Fr. 2'543.- unterzeichnet hat. Darin hiess es unter anderem, dass der BeschwerdefÃ¼hrer verschiedene in den nÃ¤chsten Monaten eingehende Guthaben besitze, die er fÃ¼r die RÃ¼ckerstattung der Sozialhilfeleistung verwenden wolle. Falls dies bis 31. Januar 2002 nicht mÃ¶glich sei, werde mit dem zustÃ¤ndigen Sozialbetreuer das weitere Vorgehen (freiwillige RÃ¼ckerstattung in geeigneten Ratenzahlungen ab Februar 2002 oder Erwirken eines Entscheids der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde) vereinbart. Daraus geht hervor, dass der BeschwerdefÃ¼hrer schon im November 2001 damit rechnen musste, dass er ab Februar 2002 zur RÃ¼ckzahlung der Fr. 2'543.- in Raten verpflichtet wÃ¼rde, resp. sein Sozialhilfeanspruch um die entsprechenden Raten gekÃ¼rzt wÃ¼rde. Mit Beschluss der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde vom 14. Januar 2002 wurde die zu erwarten gewesene KÃ¼rzung der Sozialhilfeleistung ab Februar 2002 festgesetzt. WÃ¼rde der Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers gefolgt, dass die RÃ¼ckzahlungspflicht erst mit dem rechtskrÃ¤ftigen Urteil des Verwaltungsgerichts vom 5. September 2002 ausgelÃ¶st wÃ¼rde, hÃ¤tte dies zur Folge, dass die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde die in Frage stehenden Fr. 2'543.- nicht in Abzug hÃ¤tte bringen dÃ¼rfen. Anderseits wÃ¤re der BeschwerdefÃ¼hrer dann aber verpflichtet gewesen, die genannten Fr. 2'543.- ab November 2002 in zehn monatlichen Raten Ã Fr. 251.50 und einer monatlichen Rate Ã Fr. 28.- zurÃ¼ckzuerstatten, wobei keine Sicherheit dafÃ¼r bestanden hÃ¤tte, dass der BeschwerdefÃ¼hrer seiner Zahlungsverpflichtung nachgekommen wÃ¤re. Damit tritt aber genau der vorzitierte Fall ein, dass sich eine Partei nicht zum Schaden der anderen bereichern soll, wenn im Nachhinein eine belastende VerfÃ¼gung bestÃ¤tigt wird. Vielmehr ist daher vorliegend der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu folgen, dass bei Geldleistungen eine rÃ¼ckwirkende Aufhebung des Suspensiveffekts anzunehmen ist. Demnach bestand die RÃ¼ckzahlungspflicht seit Februar 2002, weshalb entgegen der Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers keine rÃ¼ckwirkende KÃ¼rzung von Sozialhilfeleistungen vorliegt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Im Zeitpunkt des Beschlusses der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde vom 21. Oktober 2002 waren erst 9 Raten Ã Fr. 251.50 (Februar â Oktober 2002) fÃ¤llig gewesen. Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde hÃ¤tte deshalb vom Guthaben des BeschwerdefÃ¼hrers nicht die gesamten Fr. 2'543.-, sondern nur Fr. 2'263.50 (9 Raten Ã Fr. 251.50) in Abzug bringen dÃ¼rfen; die restlichen Fr. 279.50 â nÃ¤mlich die 10. Rate Ã Fr. 251.50 und die letzte Rate Ã Fr. 28.- â, die damals noch nicht fÃ¤llig waren, hat die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde in ihrem Beschluss vom 21. Oktober 2002 zu Unrecht abgezogen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GrundsÃ¤tzlich ist fÃ¼r den Rechtsmittelentscheid die Sachlage massgebend, wie sie zur Zeit des Erlasses der erstinstanzlichen VerfÃ¼gung bestand. Das Verwaltungsgericht kann jedoch aus prozessÃ¶konomischen GrÃ¼nden neu eingetretene Tatsachen berÃ¼cksichtigen, sofern dadurch der Streitgegenstand nicht verÃ¤ndert wird und nicht neue Ermessensfragen aufgeworfen werden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 52 N. 16 f.). Diese Voraussetzungen sind hier erfÃ¼llt. Der vollumfÃ¤nglichen BerÃ¼cksichtigung der vom Verwaltungsgericht am 5. September 2002 geschÃ¼tzten RÃ¼ckerstattungsforderung von Fr. 2'543.- in der Schlussabrechnung vom 21. Oktober 2002 stand wie erwÃ¤hnt einzig die fehlende FÃ¤lligkeit der restlichen Raten von Fr. 279.50 entgegen. Mit der BerÃ¼cksichtigung der inzwischen eingetretenen FÃ¤lligkeit auch dieser Raten (die im Ãbrigen schon fÃ¤llig geworden sind, bevor der Bezirksrat den nunmehr angefochtenen Rekursentscheid vom 19. Februar 2003 getroffen hat) wird weder der Streitgegenstand verÃ¤ndert noch eine neue sich bisher nicht stellende Ermessensfrage aufgeworfen. WÃ¼rde die Beschwerdegegnerin im heutigen Zeitpunkt zur RÃ¼ckzahlung der Fr. 279.50 verpflichtet, kÃ¶nnte sie aufgrund der inzwischen eingetretenen FÃ¤lligkeit eine entsprechende Gegenforderung mit dieser Verpflichtung verrechnen. Aus prozessÃ¶konomischen GrÃ¼nden ist daher die inzwischen eingetretene FÃ¤lligkeit der restlichen Raten zu berÃ¼cksichtigen. Die Beschwerde ist demnach auch in diesem Punkt voll­um­fÃ¤nglich abzuweisen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Auf das Genugtuungs- und Schadenersatzbegehren ist nicht einzutreten, da nach § 2 VRG zur Behandlung solcher Begehren der Zivilrichter zustÃ¤ndig ist. Es kann angemerkt werden, dass das diesbezÃ¼gliche Begehren des BeschwerdefÃ¼hrers offensichtlich unbegrÃ¼ndet ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. a) Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung. GemÃ¤ss § 16 Abs. 1 VRG ist Privaten, denen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offensichtlich aus­sichts­los erscheint, auf entsprechendes Ersuchen die Bezahlung von Verfahrenskosten zu erlassen. Aufgrund der vorliegenden Akten kann davon ausgegangen werden, dass der BeschwerdefÃ¼hrer mittellos ist. Zwar unterliegt er mit seinen Begehren im Ergebnis vollstÃ¤ndig. Indessen ist zu berÃ¼cksichtigen, dass die Schlussabrechnung im Umfang von Fr. 279.50 mit dem dargelegten Mangel behaftet war (vorstehend E. 3f). Unter diesen UmstÃ¤nden rechtfertigt es sich, seine Begehren â gesamthaft betrachtet â als "nicht offensichtlich aussichtslos" im Sinn von § 16 Abs. 1 VRG zu wÃ¼rdigen. Es ist ihm daher die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Da der BeschwerdefÃ¼hrer fast vollstÃ¤ndig unterliegt, ihm jedoch die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung gewÃ¤hrt wird, sind die Gerichtskosten auf die Gerichtskasse zu nehmen. Als unterliegender Partei steht ihm nach § 17 Abs. 2 VRG keine ParteientschÃ¤digung zu.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss verfÃ¼gt der Einzelrichter:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung bewilligt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 300.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 400.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>5 ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>