B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-3402/2016 U r t e i l v o m 3 . A u g u s t 2 0 1 6 Besetzung Einzelrichter Fulvio Haefeli, mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas; Gerichtsschreiber Gert Winter. Parteien A._______ (BF1), geboren (…), dessen Ehefrau B._______ (BF2), geboren (…), und deren Tochter C._______ (BF3), geboren (…), Iran, vertreten durch lic. iur. Bernhard Zollinger, Rechtsanwalt, (…), Beschwerdeführende, gegen Staatssekretariat für Migration (SEM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des SEM vom 28. April 2016 / N (…). D-3402/2016 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass der Beschwerdeführer (BF1) am 28. Juli 2012 im Empfangs- und Ver- fahrenszentrum (EVZ) M._______ ein Asylgesuch einreichte, zu dem er anlässlich der Befragung vom 3. August 2012 zur Person (BzP) sowie der Anhörung vom 26. Juli 2013 durch das BFM Stellung nehmen konnte, dass die Beschwerdeführerinnen, Mutter und Tochter (BF2, BF3), am 7. Juli 2014 im EVZ N._______ ihre Asylgesuche einreichten, zu denen sie am 31. Juli 2014 summarisch befragt wurden, dass der Mutter (BF2) gleichentags das rechtliche Gehör zu ihrer Identi- tätskarte gewährt wurde, dass die Beschwerdeführerinnen am 20. November 2014 vertieft zu ihren Asylgründen im EVZ O._______ angehört wurden, dass das SEM dem Beschwerdeführer (BF1) am 20. Mai 2015 im EVZ M._______ das rechtliche Gehör zu diversen Widersprüchen gewährte und ihn am 6. April 2016 im Rahmen einer ergänzenden Anhörung nochmals befragte, dass das SEM die Asylgesuche der Beschwerdeführenden mit Verfügung vom 28. April 2016 ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug anordnete, dass das SEM zur Begründung im Wesentlichen anführte, der Beschwer- deführer (BF1) habe geltend gemacht, er sei zum Christentum konvertiert und habe im Iran Bibeln verteilt, weshalb er nun von den Behörden gesucht werde, dass indessen seine Vorbringen zu seinen Problemen mit den iranischen Behörden von Unglaubhaftigkeitsmerkmalen und Widersprüchen durchzo- gen und weitgehend unsubstanziiert ausgefallen seien, dass er beispielsweise die Fragen zur Organisation und Durchführung sei- ner Konvertierung in P ._______ kein einziges Mal ausführlich oder sub- stanziiert beantwortet habe, dass er nicht den Eindruck vermittelt habe, er habe seine Taufe tatsächlich selbst erlebt, D-3402/2016 Seite 3 dass seine Angaben zum Zeitpunkt, als er seiner Ehefrau und seinen bei- den Kindern mitgeteilt habe, er sei zum Christentum konvertiert, verschie- dene Widersprüche aufwiesen, dass er nicht substanziiert habe darlegen können, inwiefern die Behörden von den Bibeln erfahren hätten, dass es dem Beschwerdeführer (BF1) nicht gelungen sei, die geltend ge- machten Probleme mit den iranischen Behörden aufgrund seiner Konver- tierung zum Christentum substanziiert und somit glaubhaft darzulegen, dass zudem grosse Zweifel einerseits an seiner tatsächlichen Konvertie- rung und andererseits an seiner geltend gemachten Missionstätigkeit be- stünden, dass deshalb auch nicht ersichtlich sei, weshalb er von den Behörden hätte gesucht werden sollen, dass die eingereichte Bestätigung seiner Konvertierung in P ._______ kei- nerlei Beweiskraft aufweise, weil grosse Zweifel an der Echt heit die ses Schreibens bestünden, dass seine Vorbringen insgesamt äusserst unsubstanziiert und folglich nicht glaubhaft seien, und er nie den Eindruck habe vermitteln können, das Geschilderte selbst erlebt zu haben, dass die Beschwerdeführerin (BF2) anlässlich der Anh örung mitgeteilt habe, sie habe aufgrund ihrer Konvertierung zum Christentum keine Prob- leme mit den iranischen Behörden gehabt, zumal diese nichts von ihrer Konvertierung gewusst hätten, dass an ihrer Konvertierung erhebliche Zweifel bestünden, zumal die Be- schwerdeführerin den Religionswechsel wenig substanziiert und fundiert dargelegt habe, dass grosse Widersprüche zwischen den Vorbringen des Beschwerdefüh- rers (BF1) und der Beschwerdeführerin (BF2) festzustellen seien, dass die Tochter der Beschwerdeführenden (BF3) anlässlich der Anhörung ähnlich wie ihre Mutter zu Protokoll gegeben habe, sie habe keine direkten Probleme mit den Behörden gehabt und auch nicht missioniert, D-3402/2016 Seite 4 dass sie zum Zeitpunkt, als sie den Iran verlassen habe, noch sehr jung gewesen sei und nicht die Aufmerksamkeit der Behörden auf sich gezogen habe, weshalb davon auszugehen sei, sie werde auch bei ihrer Rückkehr in den Heimatstaat keine Probleme haben, dass namentlich auch zu erwähnen sei, es bestünden grosse Zweifel an ihrer Konvertierung, zumal sie diese wenig substanziiert dargelegt habe, dass nach dem Gesagten die Vorbringen der Beschwerdeführenden den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art 7 AsylG (SR 142.31) nicht standhielten, weshalb die Asylrelevanz nicht geprüft werden müsse, dass die Beschwerdeführenden die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllten, weshalb ihre Asylgesuche abzulehnen seien, dass die Beschwerdeführenden die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllten, weshalb auch der Grundsatz der Nichtrückschiebung gemäss Art. 5 Abs. 1 AsylG nicht angewendet werden könne, dass sich ferner aus den Akten keine Anhaltspunkte dafür ergäben, es drohe den Beschwerdeführenden im Falle einer Rückkehr in den Heimat- staat mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit eine durch Art. 3 EMRK verbo- tene Strafe oder Behandlung, dass weder die im Heimatstaat herrschende politische Situation noch an- dere Gründe gegen die Zumutbarkeit der Rückführung in den Heimatstaat sprächen, dass auch keine individuellen Grü nde gegen die Zumutbarkeit der W eg- weisung sprächen, zumal der Beschwerdeführer ein gesunder, ausgebil- deter Mann sei , der über langjährige Arbeitserfahrung in verschiedenen Bereichen verfüge, dass in der Heimat viele Verwandte der Beschwerdeführenden lebten, wes- halb diese nach ihrer Heimreise auf ein Beziehungsnetz zurückgreifen könnten, dass das Asthma der Beschwerdeführerin (BF2) im Iran behandelt werden könne, und es ihr zudem freistehe, bei der kantonalen Rückkehrberatungs- stelle Rückkehrhilfe zu beantragen, D-3402/2016 Seite 5 dass diese durch die Abgabe von Medikamenten, Hilfe bei der Ausreiseor- ganisation oder durch Unterstützung während und nach der Rückkehr ge- währt werden könne, dass der Vollzug der Wegweisung technisch möglich und praktisch durch- führbar sei, dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 30. Mai 2016 gegen die- sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben und die nachfolgend aufgeführten Rechtsbegehren stellen liessen: Es sei den Beschwerdeführenden Asyl zu gewähren. Eventualiter seien die Be- schwerdeführenden vorläufig in der Schweiz aufzunehmen. Subeventuali- ter sei die Sache zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen. Es sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen, dass auf die Begründung der Beschwerde, soweit wesentlich, in den nach- folgenden Erwägungen einzugehen ist, dass die Beschwerdeführenden zur Un termauerung ihrer Vorbringen die nachstehend aufgeführten Beweismittel zu den Akten reichen liessen: Zwei Taufscheine in Kopie, Angaben zu einem Film, der die Taufe von Mutter und Tochter beinhalte, die Vergrösserung einer Aufnahme der Mutter wäh- rend des Taufakts, einen Bericht der IGFM (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte) mit dem Titel: „Iran: Gesetz gegen Abfall vom Islam und gegen Zauberei; Neues Gesetz sieht für Abfall vom Islam, „Ketzerei“ und „Zauberei“ die Todesstrafe vor“, einen Bericht mit dem Titel: „Apostasy in the Islamic Republic of Iran“ des Iran Human Rights Documentation Cen- ter, Auszüge aus dem Kapitel 15: „Recht und Gesetz in der islamischen Republik Iran“ von Sylvia Tellenbach, den Amnesty Report 2015 zum Iran, einen Bericht von Albert Wassmer betreffend den Beschwerdeführer (BF1) sowie Arztzeugnisse vom 13. Januar und 15. April 2016 des Kantonsspitals St. Gallen, dass der Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts mit Zwischen- verfügung vom 9. Juni 2016 die Beschwerdeführenden aufforderte, bis zum 24. Juni 2016 einen Kostenvorschuss von Fr. 600. – zu Gunsten der Ge- richtskasse zu überweisen, dass der einverlangte Kostenvorschuss am 17. Juni 2016 geleistet wurde, D-3402/2016 Seite 6 dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgü ltig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entschei- det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass die Beschwerdeführenden am Verfahren vor der Vorinstanz teilge- nommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde – unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägung – einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), dass der Beschwerde nach Art. 42 AsylG von Gesetzes wegen aufschie- bende Wirkung zukommt, weshalb die Beschwerdeführenden kein Rechts- schutzinteresse an der Erteilung der aufschiebenden Wirkung ha ben und auf das entsprechende Beschwerdebegehren nicht einzutreten ist, dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei- ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften- wechsel verzichtet wurde, D-3402/2016 Seite 7 dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be- gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent- lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver- fälschte Beweismittel abgestützt werden, dass die Beschwerdeführenden zur Begründung ihrer Beschwerdebegeh- ren im Wesentlichen geltend machen, sie seien zum Christentum konver- tiert und hätten dies schon vor der Vorinstanz belegt, könnten nun aber noch Kopien der Taufurkunden, Bilder vom Taufakt sowie einen Film vorle- gen, dass den Beschwerdeführenden, die im Iran missioniert hätten, die Todes- strafe drohe, dass ihnen des Weiteren aufgrund der Zugehörigkeit zur kurdischen Ethnie Diskriminierung im Heimatstaat drohe, weshalb der Wegweisungsvollzug unzumutbar sei, dass die angefochtene Verfügung zu kassieren und zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen sei, weil der Beschwerdeführer während der Einvernahmen schwer krank gewesen sei, wie dem beigelegten Arzt- bericht zu entnehmen sei, dass die Übersetzerin, die bei der Einvernahme des Vaters (BF1) zugegen gewesen sei, aus Afghanistan stamme, dass der missliche Gesundheitszustand des Beschwerdeführers und die Verständigungsschwierigkeiten mit der Übersetzerin dazu geführt hätten, D-3402/2016 Seite 8 dass die Einvernahmeprotoko lle das tatsächlich Erlebte nicht ganz reali- tätsgetreu widerspiegelten, dass das Gehörsrecht des Beschwerdeführers verletzt worden sei, weil man die Einvernahme hätte verschieben und eine Übersetzerin beiziehen müssen, welche den Beschwerdeführer gut versteht, dass im Heimatstaat keine Abklärung, insbesondere keine Botschaftsab- klärung vorgenommen worden sei, weshalb die Vorinstanz die Abklärungs- pflicht verletzt habe, dass die unterlassene Sachverhaltsabklärung als Gehörsverletzung zu qualifizieren sei, dass diese Vorbringen in der Beschwerdeschrift indessen nicht geeignet sind, zu einer veränderten Betrachtungsweise zu führen, dass der Beschwerdeführer anlässlich der BzP sowie der Anhörungen keine gesundheitlichen Probleme wahrgenommen und geltend gemacht hat, welche eine Verschiebung der jeweiligen Befragung oder Anhörung erforderlich gemacht hätten (vgl. A8/12 Ziff. 7.02 S. 9, A25/20 S. 2/3), dass die auf Beschwerdeebene eingereichten Arztzeugnisse vom 13. Ja- nuar und 1 5. April 2016 nicht g eeignet sind, die Notwendigkeit der Ver- schiebung einer Befragung oder Anhörung zu belegen, weshalb diese Be- weismittel unerheblich sind, dass sich auch die Hilfswerkvertretungen in diesem Zusammenhang nicht zu Feststellungen irgendwelcher Art veranlasst sah en, weshalb die Be- hauptungen zur angeblich erheblich gestörten Befindlichkeit des Be- schwerdeführers haltlos erscheinen, dass sämtliche Dolmetscher vorgängig ihres Einsatzes auf ihre fachlichen Fähigkeiten und charakterlichen Eigenschaften überprüft werden und es aufgrund der Akten keine Hinweise auf Verständigungsschwierigkeiten ir- gendwelcher Art gibt, dass die Hinweise in den Akten vielmehr auf eine problemlose Verständi- gung schliessen lassen (vgl. A8/12 Bst. h S. 2, A25/20 F1 S. 1, A33/15 F1 S. 1), D-3402/2016 Seite 9 dass die Protokolle auch dem Beschwerdeführer jeweils nach Abschluss der Befragung beziehungsweise Anhörung in eine ihm verständliche Spra- che rückübersetzt wurden, bei welcher Gelegenheit er allfällige Unstimmig- keiten hätte bemerken und beanstanden müssen, dass er nach Abschluss die Protokolle unterzeichnet hat, weshalb er sich bei seinen Erklärungen, wie sie in die Protokolle Eingang gefunden haben, behaften lassen muss, dass den Akten eine Unzahl von Unstimmigkeiten, Widersprüchen und un- substanziierten Vorbringen zu entnehmen ist, weshalb zur Vermeidung von Wiederholungen auf die zutreffenden und in der Beschwerde nicht bestrit- tenen Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist, dass die in der Beschwerde behauptete Differenz zwischen den Protokoll- inhalten und dem tatsächlich Erlebten zweifellos besteht, sie indessen den anderen Schluss nahelegt, der Beschwerdeführer hat bei seinen Schilde- rungen nicht auf Erinnerungen an tatsächliche Begebenheiten zurückgrei- fen können, sondern stattdessen eine Verfolgungssituation vollumfänglich erfunden, dass die auf Beschwerdeebene eingereichten Kopien von Taufscheinen keinen Beweiswert haben, dass vorliegend selbst Bilder und filmische Inszenierungen von Taufakten zuhanden schweizerischer Asylbehörden nicht zu eine r veränderten Be- trachtungsweise zu führen vermögen, weil die Beschwerdeführenden, wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, anlässlich der Anhörungen ihre Konvertierung nicht haben glaubhaft machen können, dass die Vorinstanz den Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt hat und es keinen Anlass zu Abklärungen im Heimatstaat der Beschwerdeführenden gab, weshalb die Vorinstanz das rechtliche Gehör nicht verletzt hat und eine Kassation der angefochtenen Verfügung wie auch eine Rückweisung zu neuem Entscheid ausser Betracht fallen, dass es den Beschwerdeführenden somit nicht gelingt, die Flüchtlingsei- genschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das Staatssekretariat die Asylgesuche zu Recht abgelehnt hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegw eisung aus der Schweiz zur Folge hat D-3402/2016 Seite 10 (Art. 44 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte Weg- weisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem- nach vom Staatssekretariat zu Recht angeordnet wurde, dass das Staatssekretariat das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli- chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Voll- zug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]), dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge- mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste- hen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung n achzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non -Refoule- ments im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet, dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Be handlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind, D-3402/2016 Seite 11 dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon- kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass weder die allgemeine Lage im Heimat- beziehungsweise Herkunfts- staat der Beschwerdeführenden noch individuelle Gründe auf eine kon- krete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, dass der Wegweisungsvollzug von Iranern kurdischer Herkunft praxisge- mäss nicht grundsätzlich unzumutbar erscheint, und dies vorliegend umso weniger der Fall ist, als die Beschwerdeführenden im Heimatstaat ein so- ziales Netz und beste Voraussetzungen haben, auch dort ein genügendes Auskommen zu finden, dass die Beschwerdeführenden im Heimatstaat auch Zugang zu medizini- scher Versorgung haben, soweit sie solche benötigen, dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführenden in den Hei- matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es den Beschwerdeführenden obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken ( vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), dass nach dem Gesagten der vom Staatssekretariat verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt , den rechts- erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist , weshalb die Be- schwerde abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent- schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), wo- bei der einbezahlte Kostenvorschuss zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden ist. D-3402/2016 Seite 12 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden den Beschwerdeführenden auferlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Ver- fahrenskosten verwendet. 3. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die kanto- nale Migrationsbehörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Fulvio Haefeli Gert Winter Versand: