Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 20. Mai 2015 (810 15 62) ____________________________________________________________________ Zivilgesetzbuch Besuchsrechtsregelung Besetzung Abteilungs-Vizepräsident Beat Walther, Ka ntonsrichter Stefan Schulthess, Markus Clausen, Claude Jeanneret, Niklaus Ruckstuhl , Gerichtsschreiberin Stephanie Schlecht Parteien A. A.____ , Beschwerdeführerin , vertreten durch Alain Joset , Advokat gegen Kindes - und Erwachsenenschutzbehörde B.____ , Beschwerd e- gegnerin C.____ , Beschwerdegegner Beigeladene B.A .____ und C.A .____ , Betreff Besuchsrechtsregelung (Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 9. Februar 2015) Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. A.B.____ und C.____ sind die unverheirateten Elter n von D.____, geboren 2006. Auf- grund eines das Kindswohl gefährdenden Verhaltens der Kindsmutter erhielt die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) B.____ am 14. Januar 2 013 eine Gefährdungsmeldung von der Polizei Basel-Landschaft. Die darauffolgende Ab klärung des Sozialdienstes der Ge- meinde E.____ (Sozialdienst) hat ergeben, dass keine Kin dswohlgefährdung vorliege (vgl. Be- richt Sozialdienst vom 28. März 2013). Der Kindsvater in formierte die KESB B.____ mit E-Mail vom 11. März 2013 darüber, dass er seinen Sohn seit dem 1. Januar 2013 nicht mehr sehe. Mit Entscheid der KESB B.____ vom 27. September 2013 wurd e dem Kindsvater ein unbegleitetes Besuchsrecht für seinen Sohn eingeräumt und zwar alle zwe i Wochen jeweils am Samstag von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Gleichzeitig wurde eine Beist andschaft gemäss Art. 308 Abs. 2 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. Dezember 1907 errichtet. Seit dem 1. Mai 2014 wohnt D.____ bei den Grosseltern mütterlicherseits (B.A.____ und C.A.____). B. Am 15. Mai 2014 stellte die Kindsmutter beim Sozial dienst ein Begehren um Einschrän- kung des Besuchsrechts des Kindsvaters (auf einmal pro Monat sechs Stunden, ohne Besuch in seiner Wohnung). Sie begründete ihren Antrag im W esentlichen damit, dass der Kindsvater sowohl in der Wohnung als auch im Auto rauche, was für den asthmakranken D.____ gefähr- dend sei. Ferner habe er mit seinem Sohn ein Bordell aufgesucht, gestalte die Besuchsnachmit- tage nicht kindsgerecht und weise einen unangebrachten Umgangston auf. C. Am 23. Juni 2014 beantragte D.____s Beiständin, F .____ vom Sozialdienst, bei der KESB B.____ die Überprüfung von D.____s Wohnsituation sowie die Erweiterung der Besuchs- rechtsregelung. Entsprechend beauftragte die KESB B._ ___ den Sozialdienst mit Schreiben vom 3. Juli 2014, insbesondere die aktuelle und zukünfti ge Besuchsrechtsregelung sowie die Wohnsituation abzuklären. Der Sozialdienst erteilte den Auftrag der Fachstelle G.____ GmbH. D. Gemäss Abklärungsbericht der G.____ GmbH vom 9. Okto ber 2014 stelle die aktuelle Wohnsituation von D.____ bei seinen Grosseltern eine ge eignete Lösung dar und das Recht auf persönlichen Verkehr sei auszuweiten. Gemäss Abkläru ngsbericht der Beiständin vom 13. November 2014 würden die Lehrpersonen die Auffassung, dass D.____ bei den Grosseltern gut aufgehoben sei, teilen. Er mache seine Hausaufgab en zuverlässig und erscheine pünktlich zum Unterricht. Sein Verhalten und seine Leistungen sei en altersentsprechend, dennoch benö- tige er nach wie vor gezielte Förderung im schulischen B ereich, um mit den Klassenkameraden mithalten zu können. Die Kindsmutter pflege offenbar Kontakt zu ihrem Sohn, es sei jedoch unklar, wie regelmässig. Im Bericht wurde daher empfohl en, auch das Besuchsrecht der Kindsmutter rechtlich festzulegen. Die Beiständin solle berechtigt werden, regelmässig in Kon- takt mit D.____s Lehrpersonen zu treten und über wicht ige Elterngespräche und allfällige schu- lische Änderungen durch die Grosseltern informiert zu werden. E. Am 7. Januar 2015 wurde die Kindsmutter von der K ESB B.____ zur Frage des Be- suchsrechts angehört. F. Mit Entscheid der KESB B.____ vom 9. Februar 2015 wurde das Besuchs- und Ferien- recht zwischen D.____ und seinem Vater wie folgt erweitert: Der Kindsvater habe das Recht, ab Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht März 2015 alle zwei Wochen von Samstag, 09.00 Uhr bis 19 .30 Uhr, und ab Juni 2015 von Samstag, 09.00 Uhr, bis Sonntag, 17.00 Uhr, zu sich auf Besuch zu nehmen (1) und während den Sommerferien zwei Wochen Ferien mit seinem Sohn zu verbringen (2). Die Feiertage und seine Geburtstage verbringe D.____ alternierend bei den Kindseltern (3). Gestützt auf Art. 308 Abs. 2 ZGB wurden der Beiständin ergänzend folgende Au fgaben erteilt: (a) den Eltern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, (b) die ersten sechs Besuch swochenenden mit dem Kindsvater vorzubesprechen und dabei zu prüfen, ob Überlegungen be züglich Gestaltung der Wochenen- den gemacht worden und ob die Kontakte kindsgerecht au sgefallen seien, (c) bei der Festle- gung der Besuchsdaten und bei Konflikten bezüglich der Besuchsrechtsmodalitäten zu vermit- teln, und diese, falls keine Einigung erzielt werden kö nne, festzulegen, (d) die Wohn- und Schulsituation von D.____ regelmässig zu prüfen, (e) übe r wichtige Ereignisse umgehend zu informieren und Antrag zu stellen, falls weitergehend e Aufgaben umschrieben werden müssten oder die Massnahme veränderten Verhältnissen anzupassen wäre und (f) der KESB B.____ per 30. September 2015 ordentlicherweise Bericht zu erstatten. G. Mit Beschwerde vom 12. März 2015 hat die Kindsmutter , vertreten durch Alain Joset, Advokat in Liestal, Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs- recht (Kantonsgericht), eingereicht. Sie beantragte d ie Aufhebung von Ziff. 1 des angefochte- nen Entscheids und die Beibehaltung der Besuchsregelung gemäss Entscheid der KESB B.____ vom 27. September 2013. Eventualiter sei Ziff. 1 des Entscheids der KESB B.____ vom 9. Februar 2015 vollumfänglich aufzuheben und die An gelegenheit an die KESB zur nochmali- gen Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zurückzuw eisen. Unter o/e-Kostenfolge, wobei der Beschwerdeführerin im Falle des Unterliegen s die unentgeltliche Prozessführung mit dem Unterzeichneten zu bewilligen sei. In verfahrensre chtlicher Hinsicht beantragte sie die Er- teilung der aufschiebenden Wirkung sowie die Aufhebung von Ziff. 5 des angefochtenen Ent- scheids (Entzug der aufschiebenden Wirkung). Zur Begründun g führte die Beschwerdeführerin aus, es würden objektive Indizien wie etwa der Bordellb esuch vorliegen, welche auf die ernstli- che Möglichkeit einer Beeinträchtigung des Kindswohls schl iessen liessen. Ferner habe der Kindsvater D.____ Zugang zu nicht altersadäquaten Medi en verschafft, sei im Besitz von por- nografischen Videos und übe selber ungewöhnliche Sexual praktiken aus. Diese Vorbringen seien nicht näher untersucht worden und damit liege eine unvollständige Sachverhaltsabklärung vor. H. Am 23. März 2015 liessen sich die Grosseltern, B.B.___ _ und C.B.____, vernehmen. Sinngemäss beantragten sie ebenfalls die Aufhebung von Ziff. 1 des angefochtenen Entscheids der KESB B.____. I. Mit Eingabe vom 24. März 2015 liess sich der Kindsvater vernehmen und beantragte die Abweisung der Beschwerde. J. Am 31. März 2015 hat die Beschwerdeführerin ein Ges uch um unentgeltliche Rechts- pflege gestellt. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht K. Mit Präsidialverfügung vom 14. April 2015 wurde de r Beschwerde – mangels Vorliegens einer besonderen Dringlichkeit – die aufschiebende Wir kung erteilt und der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung bewilligt. L. Am 16. April 2015 schloss die Beschwerdegegnerin auf kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Dieses Begehren begründete sie zunächst dami t, dass ein ausgeweitetes Be- suchsrecht dem Kindswillen entspreche. Ferner seien entgegen der Vorbringen der Kindsmutter und deren Eltern keine Anhaltspunkte für eine nicht ki ndsgerechte Ausgestaltung der Besuchs- kontakte ersichtlich. Die von der Beschwerdeführerin gelte nd gemachte Verletzung des rechtli- chen Gehörs sei nicht zu hören, da die Beschwerdegegnerin bewusst auf eine eigene Anhörung verzichtet habe, zumal D.____ auf Fragen betreffend das Besuchsrecht ausweichend reagiert habe und der Loyalitätskonflikt nicht zusätzlich verstärkt werden sollte. M. Mit Präsidialverfügung vom 20. April 2015 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung im Rahmen einer Urteilsberatung überwiesen. Gleichzeitig wurden der Beweisantrag der Be- schwerdeführerin auf Befragung der involvierten Personen und die weiteren Beweisofferten der Beschwerdeführerin abgewiesen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g: 1.1 Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 314 Abs. 1 Z GB kann gegen Entscheide einer Kindesschutzbehörde Beschwerde beim zuständigen Gericht e rhoben werden. § 66 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzb uches (EG ZGB) vom 16. November 2006 erklärt für die Beurteilung von Beschwerden nach A rt. 450 Abs. 1 ZGB das Kantonsge- richt, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, für zuständig. Das Verfahren richtet sich nach den Art. 450 bis Art. 450e ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Ver- waltungsprozessrechts anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB). N ach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Per- sonen zur Beschwerde befugt, die am Verfahren beteili gt sind (Ziff. 1), die der betroffenen Per- son nahestehen (Ziff. 2) oder die ein rechtlich geschützt es Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids haben (Ziff. 3). Die Beschwerdeführerin ist als direkte Verfahrensbeteiligte und Kindsmutter von D.____ zur Beschwerdeerhebung legitimiert. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen nach Art. 450 ff. ZGB i.V.m. § 66 Abs. 2 EG ZGB und § 43 ff. des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltu ngsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 1.2 Nach § 41 Abs. 3 lit. b des Gesetzes über die Organi sation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 findet die Urteilsberatung nicht öff entlich und unter Ausschluss der Parteien statt. 1.3 Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerd e Rechtsverletzungen (Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststel lung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un- angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsg ericht kommt bei der Beurteilung der vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu. Allerdings auferlegt sich das Kantonsgericht Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht bei der Auslegung unbestimmter Rechtsbegriffe und bei der Ermessenskontrolle eine gewisse Zurückhaltung. Dies insbesondere deshalb, weil die Kind es- und Erwachsenenschutzbehörden als Fachbehörden anzusehen sind (vgl. Art. 440 Abs. 1 ZGB ). Verfügt eine Behörde über be- sonderes Fachwissen, so ist ihr bei der Bewertung von au sgesprochenen Fachfragen ein ge- wisser Beurteilungsspielraum zu belassen, soweit sie die f ür den Entscheid wesentlichen Ge- sichtspunkte geprüft und die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und umfassend durchgeführt hat (vgl. D ANIEL STECK , in: Hosell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar Zivi lgesetzbuch I, 5. Auflage, Basel 2014, N 17 ff. zu Art. 450a; U LRICH HÄFELIN /G EORG MÜLLER /F ELIX UHLMANN , Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Auflage, Zürich 2010, N 446c f.; Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV] vom 19. März 2014 [810 13 388], E. 3; BGE 135 II 384 E. 2.2.2, jeweils mit weiteren Hinweisen). 2. Der vorliegend zu behandelnde Streitgegenstand ist d arauf beschränkt, ob die Be- schwerdegegnerin das Besuchs- und Ferienrecht zwischen dem Kindsvater und D.____ zu Recht ausgeweitet hat. Es ist festzuhalten, dass das bisherige Besuchsrecht gemäss Entscheid der KESB B.____ Liestal vom 27. September 2013 als solches nicht angefochten ist. 3.1 Zunächst macht die Beschwerdeführerin eine Verletzu ng des rechtlichen Gehörs gel- tend. Sie moniert, wesentliche Punkte der Kindsanhörung seien durch die KESB nicht protokol- liert worden. So sei nach wie vor unklar, ob D.____ be i seinem Vater übernachten möchte oder nicht. Dies stelle eine Verletzung von Art. 314a ZGB da r, weshalb alle involvierten Personen nochmals anzuhören seien. Daraus erhelle gleichzeitig, dass die vorgebrachten Indizien bzw. der Sachverhalt ungenügend abgeklärt worden seien. 3.2 Der Kindsvater rügt seinerseits, es sei keinem Proto koll zu entnehmen, dass sein Sohn ein weitreichenderes Besuchsrecht begrüsse. 3.2 Gemäss Art. 314a Abs. 1 ZGB wird das Kind durch die KESB oder durch eine beauf- tragte Drittperson in geeigneter Weise persönlich ange hört. Vorliegend wurde D.____ sowohl von der KESB B.____ als auch von der externen Fachstelle angehört. Gemäss Art. 314a Abs. 2 ZGB werden im Protokoll der Anhörung nur die für den Entscheid wesentlichen Ergebnisse festgehalten (Satz 1). Die Eltern werden über die Ergebnisse informiert (Satz 2). Das Festhalten der für den Entscheid wesentlichen Punkte in einem Erg ebnisprotokoll genügt und der verfas- sungsmässige Gehörsanspruch der Eltern ist durch eine bloss su mmarische Inhaltsmitteilung nicht verletzt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_361/20 10 vom 10. September 2010 E. 2.2). Aus dem Bericht der G.____ GmbH vom 9. Oktober 2014 geht hervor, dass D.____ den Fragen zum Besuchsrecht eher ausgewichen sei und den Eindruck ge macht habe, sich nicht zwischen die Kindseltern stellen zu wollen. Gleichzeitig wurde darin festgehalten, dass D.____ seinen Vater jeweils länger sehen möchte und ihm die gemeins amen Unternehmungen mit dem Vater Spass machen würden. Der Bericht hält zum einen summarisch die Haltung von D.____ ge- genüber seinem Vater fest und legt zum andern D.____s Überlegungen zum Besuchsrecht dar. Demnach wurde den Eltern der für den Entscheid massgebl iche Inhalt der Anhörung mitgeteilt. Es gilt zu berücksichtigen, dass die Äusserungen und Wünsche d es Kinds zwar in die Ent- scheidung miteinbezogen werden, dessen Ansichten und Begründungen jedoch mit zunehmen- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht der Reife an Bedeutung gewinnen. Als Richtlinie ist ei ne Kinderanhörung grundsätzlich ab dem vollendeten sechsten Altersjahr möglich und angezeigt (vg l. Urteil des Bundesgerichts 5A_561/2013 vom 10. Januar 2014 E. 4.1). D.____ war im Zeitpunkt der Befragung achtjährig und vermittelte der Fachperson bereits den Eindruck, sich hinsichtlich des Besuchsrechts in einem Interessenkonflikt zu befinden. Eine weitere Anhö rung wäre nicht zielführend, sondern eher belastend gewesen. Dabei ist zu beachten, dass ein K ind nicht unnötigerweise wiederholt befragt werden soll. In Bezug auf die anderen involvie rten Personen ist nicht erkennbar, inwie- fern eine erneute Befragung zweckmässig sein soll, zumal sich sowohl die Kindsmutter und ihre Eltern als auch der Kindsvater bereits mehrfach zum Bes uchsrecht, insbesondere auch zu den Übernachtungen, geäussert haben. Die von der Beschwerdef ührerin ins Feld geführten Indi- zien, welche eine allfällige Kindswohlgefährdung darste llen könnten, sind bekannt und wurden von der Vorinstanz in ihrem Entscheid berücksichtigt. Der entsprechende Beweisantrag der Beschwerdeführerin wurde daher abgewiesen. Das Vorbri ngen des Kindsvaters, wonach kei- nem Protokoll zu entnehmen sei, wie es sich mit der Hal tung des Sohnes gegenüber einem erweiterten Besuchsrecht verhalte, ist unzutreffend. Wie vorstehend ausgeführt, hält der Bericht der G.____ GmbH vom 9. Oktober 2014 klar fest, dass der Sohn seinen Vater vermehrt sehen möchte. Es ist daher nicht weiter darauf einzugehen. Nach dem Gesagten liegt insgesamt keine Verletzung von Art. 314a ZGB resp. des Anspruchs auf rechtliches Gehör vor. 4.1 Die Beschwerdeführerin moniert weiter, der Kindsva ter sei nicht in der Lage, das Kindswohl bei längeren Besuchszeiten zu wahren. Insbesond ere im Falle von Übernachtungen bestünden konkrete Befürchtungen für eine Kindswohlgefä hrdung, welche durch objektive Indi- zien gestützt würden. Diesbezüglich seien ausdrücklich der Besuch des Rotlichtetablissements sowie die sexuellen Präferenzen des Kindsvaters, zu erwähn en. Ferner habe er dem Sohn Zu- gang zu nicht altersadäquaten Medien verschafft und schli esslich sei er im Besitz pornografi- scher Videos. Es bestehe aufgrund dessen das Risiko, dass der K indsvater seinen Sohn in sei- ner geistigen und sexuellen Entwicklung nachhaltig störe . Die Beigeladenen machen in ihrer Stellungnahme vom 23. März 2015 geltend, der Beschwer degegner sei bereits mit der gelten- den Besuchsregelung teilweise überfordert. Überdies neh me er keine Rücksicht auf D.____s Asthmaerkrankung, kehre doch dieser doch jedes Mal „eingeräuchert“ vom Kindsvater zurück. 4.2 Die Festsetzung des Besuchs- und Ferienrechts ab März 20 15 auf alle zwei Wochen von Samstag, 09.00 Uhr bis 19.30 Uhr, sowie ab Juni 201 5 von Samstag, 09.00 Uhr, bis Sonn- tag, 17.00 Uhr, wurde von der Beschwerdegegnerin im angefochtenen Entscheid vornehmlich unter Hinweis auf den Bericht der G.____ GmbH vom 9. O ktober 2014 begründet, zumal dieser mit der Empfehlung einer Erweiterung des Besuchsrechts schliesse. Weiter hält sie fest, D.____ besuche seinen Vater gerne, spüre aber gleichzeitig di e ablehnende Haltung der Kindsmutter und Grosseltern, was ihn in einen Loyalitätskonflikt stürze. Um diesem entgegenzuwirken, seien die Kindseltern und die Grosseltern anzuweisen, sich an die neufestgelegten Besuchszeiten zu halten und alles zu unterlassen, was das Verhältnis des Ki ndes zum Kindsvater beeinträchtige. Die Besuche würden für die ersten drei Monate auf den ganzen Samstag und anschliessend auf das ganze Wochenende ausgedehnt, wobei die ersten sechs Besuchswochenenden mit der Beiständin vorab zu besprechen seien. Sie habe im Speziellen zu überprüfen, ob Überlegungen Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht bezüglich der Gestaltung der Wochenenden gemacht worden und ob die Kontakte kindsgerecht ausgefallen seien. 4.3 Gemäss Art. 273 Abs. 1 ZGB haben Eltern, denen di e elterliche Sorge oder Obhut nicht zusteht, und das minderjährige Kind gegenseitig A nspruch auf angemessenen persönli- chen Verkehr. Während der Zweck des Besuchsrechts früher vo r allem darin gesehen wurde, es dem Besuchsberechtigten zu ermöglichen, die verwandtscha ftlichen Beziehungen zum Kind aufrechtzuerhalten, betont man heute vornehmlich das Bed ürfnis des Kindes, regelmässige Kontakte zu beiden Eltern zu haben (vgl. P ETER BREITSCHMID , in: Breitschmid/Rumo-Jungo [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, Personen- und Familienrecht inkl. Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, 2. Auflage, Zürich/Basel/Ge nf 2012, N 1 zu Art. 273). Oberste Richtschnur für die Ausgestaltung des Besuchsrechts ist immer das Kindeswohl, welches an- hand der Umstände im konkreten Einzelfall zu beurteilen ist (vgl. BGE 127 III 295 E. 4a, Urteil des Bundesgerichts 5A_719/2013 vom 17. Oktober 2014 E. 4 .2). Von herausragender Bedeu- tung für die Regelung des Besuchsrechts ist dabei der Wil le des Kindes (vgl. Urteil des Bun- desgerichts 5A_350/2009 vom 8. Juli 2009 E. 3.2). Zur Ermittlung des Kindeswillens ist das Kind anzuhören. Vorliegend wurde D.____ – wie bereit s erwähnt – angehört und er hat sich für eine Erweiterung des Besuchsrechts ausgesprochen (vgl. E. 3.2). Wird das Wohl des Kindes durch den persönlichen Verkehr gefährdet, üben die El tern ihn pflichtwidrig aus, haben sie sich nicht ernsthaft um das Kind gekümmert oder liegen ande re wichtige Gründe vor, so kann ihnen das Recht auf persönlichen Verkehr verweigert werden (A rt. 274 Abs. 2 ZGB). Eine Kindswohl- gefährdung setzt triftige, das Kindswohl nachhaltig berü hrende Gründe voraus. Wird das Kindswohl nicht oder nicht nachhaltig beeinträchtigt, rechtfertigen sich Einschränkungen des Besuchsrechts nicht (vgl. P ETER BREITSCHMID , in: Breitschmid/Rumo-Jungo [Hrsg.], a.a.O., N 5 zu Art. 274). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist d as Kindswohl (nur) gefährdet, „wenn die ungestörte körperliche, seelische oder sittlich e Entfaltung durch ein auch nur be- grenztes Zusammensein mit dem nicht obhutsberechtigten E lternteil bedroht ist“ (BGE 122 III 404 E. 3.b). Als wichtige Gründe fallen Vernachlässigung, physische und psychische Misshand- lung, insbesondere sexueller Missbrauch des Kindes, in Betr acht. Erforderlich ist sodann, dass dieser Bedrohung nicht durch geeignete andere Massnahmen begegnet werden kann. Dies folgt aus dem Gebot der Verhältnismässigkeit, dem Verweigerung oder Entziehung des persön- lichen Verkehrs als Kindesschutzmassnahme unterliegen. Der vollständige Entzug des Rechts auf persönlichen Verkehr bildet daher die “ultima rat io“ und darf im Interesse des Kindes nur angeordnet werden, wenn die nachteiligen Auswirkungen des persönlichen Verkehrs sich nicht in für das Kind vertretbaren Grenzen halten lassen. Kö nnen die befürchteten nachteiligen Aus- wirkungen des persönlichen Verkehrs beispielsweise für das Ki nd durch die persönliche Anwe- senheit einer Drittperson in Grenzen gehalten werden, so verbietet sich dessen Verweigerung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_505/2013 vom 20. August 2013 E. 2.3). 4.4 Aus den Akten geht unbestrittenermassen hervor, dass d er Beschwerdegegner sein Recht auf persönlichen Verkehr aktuell während zwei Sam stagen im Monat für je vier Stunden ausübt. Diese Regelung ist im Vergleich zum üblichen Mass (alle zwei Wochen, Freitag bis Sonntag) deutlich beschränkt. Abgesehen davon wurde ihm jegliches Ferienrecht verweigert. Soweit keine Kindswohlgefährdung (mehr) gegeben ist, rechtfertigt sich auch die Einschrän- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht kung des Besuchs- und Ferienrechts nicht weiter. Diese se tzt, wie auch die übrigen Kindes- schutzmassnahmen im Sinne von Art. 307 ff. ZGB, eine fest gestellte Kindswohlgefährdung vo- raus (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_299/2011 vom 8 . August 2011 E. 6). Eine bloss abs- trakte Gefahr einer ungünstigen Beeinflussung des Kindes reicht dafür nicht aus (BGE 122 III 404 E. 3.c). 4.5 Da die Kindsmutter behauptet, dass Besuche beim Kin dsvater D.____ schaden würden und in diesem Verfahren die Untersuchungsmaxime vorherr scht, hat die Beschwerdegegnerin die externe Fachstelle G.____ GmbH damit beauftragt, die Wohnsituation von D.____ sowie die Möglichkeit eines erweiterten Besuchsrechts abzuklären. Im Rahmen dieser Untersuchung sei keine konkrete Kindswohlgefährdung erkennbar gewesen (vg l. Bericht G.____ GmbH vom 9. Oktober 2014, Ziffer 4 ff.). Vielmehr habe sich D. ____ gegenüber der abklärenden Sozialar- beiterin dahingehend geäussert, dass er gerne mehr Zei t mit seinem Vater verbringe, auch um längere Ausflüge machen zu können. Die Kindsmutter stelle hohe Ansprüche an Ausflüge, die der Kindsvater während den Besuchszeiten mit D.____ unt ernehmen solle. Auch wenn er auf- grund seiner Persönlichkeit und seiner Interessen diesen Ansprüchen nicht gerecht werden könne, so seien seine Unternehmungen nicht kindsgefährd end. Er habe sich überdies bereit erklärt, die Freizeitaktivitäten während den Besuchszeiten mit der Beiständin vorgängig zu be- sprechen. Der Bericht schloss denn mit der Empfehlung, das Besuchsrecht während drei Mona- ten zu erweitern und zwar an zwei Wochenenden pro Monat von Samstagmorgen, 8.00 Uhr, bis Samstagabend, 19.30 Uhr. Danach solle das Besuchsrecht an zwei Wochenenden pro Monat von Samstagmorgen, 9.00 Uhr, bis Sonntagabend, 19.30 U hr, ausgeweitet werden. Überdies sei dem Kindsvater ein Ferienrecht zu gewähren. Da die Kindseltern jedoch sehr unterschiedli- che Vorstellungen hätten, was gut für ihr Kind sei und wie die Besuchszeiten zu gestalten seien, erweise sich eine durch die Beiständin begleitete Vorber eitung der Ausgestaltung der Besuche als sinnvoll. 4.6 In Bezug auf die behauptete Kindswohlgefährdung f ührt die Kindsmutter zunächst an, der Kindsvater habe zusammen mit seinem Sohn ein Borde ll betreten und sich dort für einige Zeit aufgehalten. Der Beschwerdegegner macht demgege nüber geltend, dass es sich um die Bar eines Freundes gehandelt habe, und er diese nur kur z aufgesucht habe, da sein Sohn eine Toilette benötigt habe. Es erscheint berechtigt, dass die Kindsmutter eine derartige Lokalität als nicht kindsgerecht rügt. Sie versäumt es indes, substantiie rt darzulegen, inwiefern das Kinds- wohl dadurch konkret gefährdet wurde bzw. dass künftig ei ne konkrete Gefährdung drohen werde. Die Erklärung des Kindsvaters ist jedenfalls nachvollziehbar und glaubwürdig. Die KESB hat zudem die Angelegenheit mit dem Kindsvater thema tisiert, weshalb davon auszugehen ist, dass sich ein solcher Vorfall nicht wiederholen wird. Trotz der unklaren Umstände kann gestützt auf dieses einmalige Ereignis somit nicht von einer kon kreten Kindswohlgefährdung ausgegan- gen werden. Die Kindsmutter leitet weiter eine Kindsw ohlgefährdung aus den angeblich unge- wöhnlichen sexuellen Vorlieben des Kindsvaters ab. Mit e iner allenfalls bestehenden speziellen sexuellen Neigung des Kindsvaters geht jedoch nicht automa tisch eine Kindswohlgefährdung einher. Sowohl die Kindsmutter als auch der Grossvater vo n D.____ haben anlässlich der An- hörung vom 7. Januar 2015 verneint, dass diese Neigungen etwas mit Pädophilie zu tun haben könnten. Es ist somit nicht ersichtlich, worauf die behau ptete Kindswohlgefährdung konkret Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht gründet. Schliesslich macht die Kindsmutter geltend, de r Kindsvater habe D.____s Wohl dadurch gefährdet, dass er ihm Zugang zu nicht altersad äquaten Medien verschafft haben soll. Diese Behauptung wird vom Kindsvater vehement bestritt en. Aufgrund der gegenteiligen Aus- sagen lässt sich nicht abschliessend beurteilen, ob ein solch es Ereignis stattgefunden hat oder nicht. Um jedoch der Besorgnis der Kindsmutter zu begegn en, hat die KESB als Massnahme gegen allfällige Unachtsamkeiten seitens des Kindsvaters die jeweiligen Vorbesprechungen vor den Besuchen angeordnet. Überdies ist in diesem Zusamm enhang zu beachten, dass bereits der Vorwurf des allfälligen Aufenthalts in einem Bord ell mit dem Kindsvater besprochen wurde und er entsprechend sensibilisiert sein dürfte. Vor dies em Hintergrund ist somit nicht von einer konkreten Kindswohlgefährdung auszugehen. 4.7 Wie erwähnt, kann das Recht auf persönlichen Verke hr nur eingeschränkt (oder ver- weigert) werden, wenn das Kindswohl gefährdet wird, die Eltern ihn pflichtwidrig ausüben, sie sich nicht ernsthaft um das Kind gekümmert haben oder andere wichtige Gründe vorliegen. Vor- liegend lassen sich sowohl aus den Verfahrensakten als au ch dem Bericht der G.____ GmbH vom 9. Oktober 2014 und dem Bericht der Beiständin vom 13. November 2014 keine Anhalts- punkte für das Vorhandensein solcher Gründe entnehmen. Entsprechend gehen keine Beweise oder ausreichend konkrete Hinweise für eine Gefährdung von D.____s Wohl daraus hervor. Die Verdächtigungen der Kindsmutter lassen sich demzufolge ni cht erhärten. Zu beachten ist aus- serdem, dass die KESB B.____ die Beiständin im angefocht enen Entscheid damit beauftragt hat, die ersten sechs Besuchswochenenden mit Übernachtung mit dem Kindsvater vorgängig zu besprechen und dabei zu prüfen, ob Überlegungen be züglich Ausgestaltung der Besuche gemacht worden und ob die Kontakte kindsgerecht ausgefa llen seien. Über wichtige Ereignisse hat sie die KESB B.____ umgehend zu informieren und A ntrag zu stellen, falls weitergehende Aufgaben umschrieben oder die Massnahmen angepasst werden müssten. Daraus erhellt, dass der Kindsvater im Rahmen des erweiterten Besuchsrechts en gmaschig betreut wird, wodurch der von der Kindsmutter geäusserten Besorgnis begegne t wird. Nach dem Gesagten und in Würdigung der gesamten Umstände rechtfertigt sich eine Einschränkung des Besuchs- und Ferienrechts somit nicht. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. Zufolge Zeitablaufs ist die von der KESB B.____ getroffene stufenweise Erweiterun g des Besuchsrechts gemäss Ziffer 1 des angefochtenen Entscheids in Bezug auf den Zeitpunkt des Inkrafttretens der Regelung neu zu fassen. 5.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umf assen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel in angemessenem Au smass der ganz oder teilweise unterliegenden Partei auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege gehen die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- zu Lasten der Gerichtskasse. 5.2 Die Parteikosten sind wettzuschlagen. Zufolge Bewil ligung der unentgeltlichen Rechts- pflege ist dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ein Honorar zulasten der Gerichtskasse auszurichten. In seiner Honorarnote vom 11. Mai 2015 m acht er einen eigenen Aufwand von Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.58 Stunden à Fr. 200.-- sowie einen Aufwand von 5. 25 Stunden der Volontärin geltend. Bei unentgeltlicher Verbeiständung beträgt das Honorar gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte (TO) vom 17. November 2003 F r. 200.-- pro Stunde. Für die Bemü- hungen von Substitutinnen und Substituten gemäss § 6 de s Anwaltsgesetzes Basel-Landschaft (Anwaltsgesetz) vom 25. Oktober 2001 sind 1/3 bis 2/3 d es für den konkreten Fall massgeben- den Stundenansatzes einer Anwältin oder eines Anwalt es zu berechnen. Praxisgemäss wird der Volontärin für ihren Aufwand ein Honorar von Fr. 120.-- pro Stunde ausgerichtet. Somit be- läuft sich das Honorar vorliegend auf Fr. 1316.-- und Fr. 630.-- plus Auslagen in der Höhe von Fr. 54.50, d.h. insgesamt Fr. 2‘160.55 (inkl. Auslagen und 8% MWSt). 5.3 Die Beschwerdeführerin wird ausdrücklich darauf hing ewiesen, dass sie zur Nachzah- lung der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichts- kasse belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Ge- setzes über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 22. Februar 2001). Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Infolge Zeitablaufs wird Ziffer 1 des Entscheids de r KESB B.____ vom 9. Februar 2015 wie folgt neu gefasst: “Das Besuchs- und Ferienrecht zwischen D.____, geb. 29. 11. 2006, und seinem Vater C.____, wird wie folgt abgeändert: − Der Kindsvater hat das Recht, seinen Sohn die ersten d rei Monate ab Rechtskraft dieses Urteils alle zwei Wochen von Samstag 9 .00 Uhr bis 19.30 Uhr und anschliessend von Samstag 9.00 Uhr bis Sonntag 17.00 Uhr zu sich auf Besuch zu nehmen. − Der Kindsvater hat das Recht, während den Sommerfe rien zwei Wochen Ferien mit seinem Sohn zu verbringen. − Die Feiertage und seine Geburtstage verbringt D.___ _ alternierend bei den Kindseltern.“ 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1‘400.-- w erden der Be- schwerdeführerin auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die Verfahrenskosten zulasten der Gerichtskasse. 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständun g wird dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin eine Entschädigung in der Höhe von Fr. 2‘160.55 (inkl. Auslagen und 8 % MWSt) zu lasten der Gerichtskasse ausgerichtet. Vizepräsident Gerichtsschreiberin