B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-2776/2013 U r t e i l v o m 7 . M a i 2 0 1 4 Besetzung Richter Daniel Stufetti (Vorsitz), Richter David Weiss, Richter Vito Valenti, Gerichtsschreiberin Regula Hurter Urech. Parteien A._______GmbH, vertreten durch B._______GmbH, Beschwerdeführerin, gegen Stiftung Auffangeinrichtung BVG, Rechtsdienst, Weststrasse 50, Postfach, 8036 Zürich, Vorinstanz. Gegenstand Zwangsanschluss an die Auffangeinrichtung; Verfügung Stiftung Auffangeinrichtung BVG vom 6. Mai 2013. C-2776/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. Mit Verfügung vom 6. Mai 2013 (act. 3/1) schloss die Stiftung Auffangei n- richtung BVG ( Auffangeinrichtung oder Vorinstanz) die A._______GmbH (Arbeitgeberin oder Beschwerdeführerin) rückwirkend per 1. Februar 2012 zwangsweise an (Dispositivziffer 1) und auferlegte ihr die Verf ü- gungskosten von Fr. 450.- sowie die Gebühren für die Durchführung des Zwangsanschlusses von Fr. 375.- (Dispositivziffer 2). Es ergebe sich au f- grund der Lohnbescheinigung 2012 der Ausgleichskasse des Kantons Z._______, dass die Arbeitgeberin seit dem 1. Februar 2012 dem Oblig a- torium unterstellten Arbeitnehmern Löhne ausgerichtet habe . Der Arbeit- geberin sei das rechtliche Gehör mittels eingeschriebener Postsendung vom 18. Mä rz 2013 gewährt worden, das Schreiben habe die Post mit dem Vermerk "nicht abgeholt" am 27. März 2013 an die Auffangeinric h- tung retourniert. Trotz erneuter Zustellung mit A -Post am 4. April 2013 habe sich die Arbeitgeberin innert der ihr angesetzten Frist nicht geäus- sert und keinen Nachweis erbracht, der einen Anschluss an die Auffan g- einrichtung als nicht notwendig erscheinen lasse. B. Gegen diese Verfügung erhob die Arbeitgeberin am 15. Mai 2013 Be- schwerde beim Bundesverwaltungsgericht (act. 1) und liess sin ngemäss deren Aufhebung beantragen . Sie machte geltend, seit dem 1. Januar 2013 an die C._______Sammelstiftung (Sammelstiftung) angeschlossen zu sein . D ie massgeblichen Löhne habe sie per Ende 2012 ausbezahlt und per sofort einen BVG-Anschluss in die Wege geleitet. Der Anschluss an die Auffangeinrichtung sei somit hinfällig , und auch die auferlegten Verfügungskosten seien nicht geschuldet. Die Beschwerdeführerhin habe von der Vorinstanz weder das Schreiben vom 18. März 2013, noch das weitere Schreiben vom 4 . April 2013 erhalten. Zur Untermauerung ihrer Begründung legte die Beschwerdeführerin einen Anschlussvertrag mit der C._______Sammelstiftung vom 22. März 2013 mit Wirkung ab 1. Januar 2013 ins Recht (act. 1/1). C. Mit Vernehmlassung vom 20. September 2013 ( act. 12) beantragte die Vorinstanz, die Beschwerde sei teilweise gutzuheissen (1), es sei Dispo- sitivziff. 1 der angefochtenen Verfügung abzuändern, indem die Be- schwerdeführerin per 1. Februar 2012 befristet bis 31. Dezember 2012 angeschlossen werde (2), unter Kosten - und Entschädigungsfolgen zu C-2776/2013 Seite 3 Lasten der Beschwerdeführerin (3). Gemäss den Lohnbescheinigungen der Ausgleichskasse Z._______ beschäftige die Beschwerdeführerin seit 1. Februar 2012 BVG -pflichtige Arbeitnehmer. Sie habe in der Beschwe r- de jedoch nachgewiesen, dass sie sich per 1. Januar 2013 der Samme l- stiftung angeschlossen habe, der Zwangsa nschluss sei deshalb bis zum 31. Dezember 2012 zu befristen . In diesem Sinne sei die Beschwerde gutzuheissen. Die Kosten von Fr. 450. - und die Gebühren von Fr. 375. - seien von der Beschwerdeführerin zu übernehmen, denn sie habe auf die Aufforderungen, zum Zwangsanschluss Stellung zu nehmen, nicht re a- giert und damit die Aufwendungen verursacht. D. Mit Replik vom 22. Oktober 2013 (act. 14) beantragte die Beschwerdefüh- rerin die vollumfängliche Gutheissung ihrer Beschwerde. Neu machte sie geltend, entgegen ihren Ausführungen in der Beschwerdeschrift sei sie nicht erst per 1. Januar 2013 , sondern bereits seit 2012 bei der Sammel- stiftung angeschlossen. Sie legte dazu die entsprechenden Belege der Sammelstiftung ins Recht (act. 14/1). E. Mit Duplik vom 27. Januar 2014 (act. 18) beantragte die Vorinstanz, es sei die Beschwerde teilweise gutzuheissen (1), es sei Dispositivziff. 1 der angefochtenen Verfügung vollständig aufzuheben, im Übrigen sei die Be- schwerde abzuweisen (2), unter Kosten - und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdeführerin. Die Beschwerdeführerin habe in ihrer Replik nachgewiesen, dass bereits per Februar 2012 ein Anschlussve r- trag mit der Sammels tiftung bestehe , und demnach sei der Zwangsa n- schluss obsolet. Sie habe jedoch ihre Mitwirkungspflicht verletzt, indem sie den Anschluss an die Sammelstiftung erst mittels Replik dar gelegt und auf diese Weise das Anschlussverfahren verur sacht habe. Es sei deshalb gerechtfertigt, ihr die Verfahrenskosten aufzuerlegen. F. Mit Triplik vom 26. Februar 2014 (act. 20) bestätigte die Beschwerdefü h- rerin ihre bisher gestellten Anträge und deren Begründung. Zudem mach- te sie geltend, den Anschlussvertrag mit der Sammelstiftung rechtzeitig in die Wege geleitet zu haben, weshalb es nicht gerechtfertigt sei, ihr die Verfahrenskosten aufzuerlegen. C-2776/2013 Seite 4 G. Auf die weiteren Vorbringen und Unterlagen der Parteien wird, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht B e- schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Zu den anfechtbaren Verfügungen gehören jene de r Auffangeinrichtung im Bereich der berufli- chen Vorsorge, zumal die Auffangeinrichtung öffentlich-rechtliche Aufga- ben des Bundes erfüllt (Art. 33 Bst. h VGG i.V. m. Art. 60 Abs. 2 bis BVG [SR 831.40]). Eine Ausnahme betreffend das Sachgebiet ist in casu nicht gegeben (Art. 32 VGG). 1.2 Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist der Verwal - tungsakt der Stiftung Auffangeinrichtung vom 6. Mai 2013 , welcher wie erwähnt eine Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 VwVG darstellt. Dage- gen hat die Beschwerdeführerin fristgerecht und formgerecht Beschwerde erhoben. Als Adressatin ist sie durch die Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Änderung oder Aufhebung (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Nachdem auch der geforderte Kostenvorschuss fristgerecht geleistet wurde, ist auf die Beschwerde einzutreten. 2. Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht ei n- schliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und, wenn – wie hier – keine kantonale Behörde als B e- schwerdeinstanz verfügt hat, die Unangemessenheit. 3. 3.1 Obligatorisch zu versichern ist jeder Arbeitnehmer, der das 17. Alters- jahr vollendet hat und bei einem Arbeitgeber mehr als den gesetzlichen Jahres-Mindestlohn gemäss Art. 2 Abs. 1 BVG i. V.m. Art. 5 der Veror d- nung vom 18. April 1984 über die berufliche Alters -, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV 2, SR 831.441.1) erzielt und bei der AHV vers i- chert ist (Art. 5 Abs. 1 BVG). Dieser Mindestlohn wu rde bisher verschi e- dene Male der Entwicklung in der AHV angepasst (Art. 9 BVG). C-2776/2013 Seite 5 Der Arbeitgeber, welcher obligatorisch zu versichernde Arbeitnehmer be- schäftigt, muss sich gemäss Art. 11 BVG einer in das Register für die b e- rufliche Vorsorge eingetragenen Vorsorgeeinrichtung anschliessen. Die Ausgleichskasse der AHV überprüft, ob die von ihr erfassten Arbeitgeber einer Vorsorgeeinrichtung angeschlossen sind. Arbeitgeber, die ihrer An - schlusspflicht nicht nachgekommen sind, fo rdert sie auf, sich innerhalb von zwei Monaten anzuschliessen. Kommt der Arbeitgeber dieser Auffor - derung nicht nach, meldet ihn die Ausgleichskasse bei der Auffangeinrich- tung (Art. 11 Abs. 4 -6 BVG). Diese ist verpflichtet, die betreffenden Ar- beitgeber anzuschliessen (Art. 60 Abs. 2 Bst. a BVG), und zwar rückwi r- kend auf den Zeitpunkt, in dem er obligatorisch zu versichernde Arbei t- nehmer beschäftigt hat (Art. 11 Abs. 3 und 6 BVG). 3.2 In diesem Sinn stellte die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung (act. 3) fest, die Beschwerdeführerin beschäftige seit 1. Februar 2012 dem Obligatorium unterstellte Arbeitnehmer und habe keinen Nachweis für einen Anschluss an eine registrierte Vorsorgeeinrichtung erbracht. Mit Dispositivziffer 1 verfügte sie: " Der Arbeitgeber wird der Stiftung Auffangeinrichtung BVG rückwirkend per 01.02.2012 angeschlossen." Auf diese Verfügung kam die Vorinstanz i n ihrer Vernehmlassung vom 20. September 2013 (act. 12) zurück. Die Beschwerdeführerin habe nachgewiesen, per 1. Januar 2013 der Sammelstiftung angeschlossen zu sein, weshalb der Anschlussvertrag an die Auffangeinrichtung bis 31. D e- zember 2012 zu befristen u nd dementsprechend Dispositivziffer 1 zu ä n- dern sei. In ihrer Duplik vom 27. Januar 2014 (act. 18) beantragte die Vor- instanz die vollständige Aufhebung von Dispositivziffer 1 der angefochte- nen Verfügung; denn d ie Beschwerdeführerin habe in der Replik neue Tatsachen geltend gemacht, indem sie mit Dokumenten beweise, dass ih- re Mitarbeiter bereits per Februar 2012 bei der Sammelstift ung versichert seien, damit werde der Anschluss an die Auffangeinrichtung obsolet. 3.3 Aus dem von der Beschwerdeführerin ins Recht gelegten Anschlus s- vertrag vom 22. März 2013 (act. 1/1) und dem Leistungsverzeichnis 2012 der Sammelstiftung (act. 14/1) geht hervor, dass sich die Beschwerdefüh- rerin für die Durchführung der BVG-Versicherung per Februar 2012 an die Sammelstiftung angeschlossen hat. Damit erübrigt sich, wie von der Vo r- instanz festgestellt, der verfügte Zwangsanschluss an die Auffangeinric h- tung. Demzufolge ist Dispositivziffer 1 der angefochtenen Verfügung au f- zuheben und die Beschwerde ist in diesem Punkt gutzuheissen. C-2776/2013 Seite 6 4. Dagegen hält die Vorinstanz an Dispositivziffer 2 der angefochtenen Ve r- fügung fest. Sie lautet wie folgt: " Dem Arbeitgeber werden die Kosten für diese Verfügung in der Höhe von CHF 450.- sowie Gebühren für die Durchführung des Zwangsanschlusses in der Höhe von CHF 375.- in Rechnung gestellt." Im vorliegenden Fall habe die Beschwerdeführerin mit ihrem Verhalten das Verfügungsverfahren verursacht, sie müsse daher die dadurch en t- standenen Kosten und Gebühren übernehmen. Zu prüfen bleibt, ob die Kosten und Gebühren zu Recht weiterhin der Beschwerdeführerin zu auferlegen sind. 4.1 4.1.1 Die AHV-Ausgleichskasse überprüft, ob die von ihr erfassten Arbeit- geber einer Vorsorgeeinrichtung angeschlossen sind (Art. 11 Abs. 4 BVG, vgl. 3.1). Der Arbeitgeber muss seiner AHV-Ausgleichskasse alle für die Überprüfung seines Anschlusses an eine Vorsorgeeinrichtung notwend i- gen Auskünfte erteilen. Insbes ondere ist der Arbeitgeber verpflichtet, der Ausgleichskasse eine Bescheinigung seiner Vorsorgeeinrichtung zuzu- stellen, aus der hervorgeht, dass ein Anschluss nach Vorschriften des BVG erfolgt ist . Die AHV-Ausgleichskasse meldet der Auffangeinrichtung Arbeitgeber, die ihre Anschlusspflicht nicht erfüllen. Sie überweist ihr die Unterlagen (Art. 11 Abs. 6 BVG; Art. 9 Abs. 1-3 BVV 2). Im vorliegenden Fall teilte die AHV -Ausgleichskasse Z._______ mit Mel- dung vom 11. März 2013 (Vorakten 1) der Vorinstanz mit, die Arbeitgebe- rin sei am 9. Mai 2012 und am 6. Juli 2012 ersucht worden, den Nac h- weis über den Anschluss an eine Vorsorgeeinrichtung zu erbringen, und am 6. August 2012 sei sie gestützt auf Art. 11 Abs. 5 BVG zum Anschluss an eine registrierte Vorsorgeeinri chtung aufgefordert worden. Die Arbei t- geberin habe zumindest versäumt, Auskunft über das Bestehen eines Anschlusses zu erteilen. Daher werde sie gestützt auf Art. 11 Abs. 6 BVG zum Anschluss von Amtes wegen der Auffangeinrichtung gemeldet. 4.1.2 Im Anschluss an die Meldung der AHV -Ausgleichskasse gewährte die Vorinstanz der Beschwerdeführerin das rechtliche Gehör betreffend den allfällig durchzuführenden Zwangsanschluss mit eingeschriebenem Brief vom 18. März 2012 (Vorakten 3). Darin informierte sie insbesondere auch über die mit einem Zwangsanschluss verbundenen Kosten und Ge- bühren. Dabei gab sie der Beschwerdeführerin die Gelegenheit zur Stel-C-2776/2013 Seite 7 lungnahme bis zum 18. April 2013 , unter dem Hinweis, dass Stillschwei- gen innert der erwähnte n Frist als ausdrücklicher Verzicht auf Stellun g- nahme und auf vorbehaltlose Anerkennung der genannten Verfügung s- kosten und Gebühren gelte. Der vorgesehene Zwangsanschluss erübrige sich, wenn bis zum 18. April 2013 de r schriftliche Nachweis über einen Anschluss an eine registrierte Vorsorgeeinrichtung erbracht werde, wobei die genannte Frist einmal erstreckt werden könne. Bei verspätetem schriftlichem Nachweis würden die Zusatzkosten weiterhin belastet. - Dar- aufhin liess sich d ie Beschwerdeführerin nicht vern ehmen, weshalb die Vorinstanz sie mit der angefochtenen Verfügung am 6. Mai 2013 im Sinne von Art. 60. Abs. 2 Bst. a BVG anschloss. Dagegen wendet d ie Beschwerdeführerin ein, vom eingeschriebenen Brief der Vorinstanz vom 18. März 2012 keine Kenntnis zu hab en. Sie habe das Schreiben bei der Post nicht abgeholt und diese habe es an die Vorinstanz retourniert, ein zweites Schreiben, welches die Vorinstanz a n- geblich am 4. April 2013 mit A -Post versandte, habe sie nie erhalten. Im Übrigen sei der Anschluss an di e Sammelstiftung in die Wege geleitet worden, noch ehe der eingeschriebene Brief verschickt worden sei. In s- gesamt habe die Vorinstanz voreilig gehandelt, so dass bei einer bess e- ren Kommunikation das vorliegende Verfahren hätte vermieden werden können. Sinngemäss rügt die Beschwerdeführerin damit die Gewährung des rechtlichen Gehörs. Wie es sich damit verhält ist nachfolgend zu pr ü- fen. 4.2 4.2.1 Eine eingeschriebene Sendung gilt in jenem Zeitpunkt als zug e- stellt, in welchem die Adressatin oder der Adressat (oder eine andere zur Entgegennahme befugte Person) sie tatsächlich gegen Unterschrift in Empfang nimmt (FELIX UHLMANN/ALEXANDRA SCHWANK, in: Bernhard Waldmann, Philippe Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar zum Bun- desgesetz über das Verwaltungsverfahren, 2009, Art. 34 Rz. 15). Wenn der Zustellbeamte weder den Empfänger noch einen zur Entgegennahme berechtigten Dritten antrifft, hinterlässt er im Briefkasten oder im Postfach eine Abholeinladung, die den Adressaten dazu berechtigt, die betreffende Sendung innert 7 Tagen am Postschalter entgegenzunehmen. Wenn der Empfänger die Sendung nicht innert der Aufbewahrungsfrist am Pos t- schalter abholt, gelten die Regeln der gesetzlichen Zustellfiktion nach Art. 20 Abs. 2 bis VwVG ( BERNARD MAÎTRE/VANESSA THALMANN/KASPAR PLÜSS, in: Waldmann, Weissenberger, a.a.O., Art. 20 Rz. 28, 30). Danach gilt eine Mitteilung, die nur gegen Unterschrift des Adressaten oder einer C-2776/2013 Seite 8 anderen berechtigten Person überbracht wird, spätestens am siebente n Tag nach dem ersten erfolglosen Zustellungsversuch als erfolgt. Um bei eingeschriebenen Sendungen die Zustellfiktion auszulösen, müssen g e- mäss Rechtsprechung zwei Bedingungen erfüllt sein: Erstens muss die Abholeinladung in den physischen oder elektronis chen Briefkasten bzw. ins Postfach des Empfängers gelegt worden sein (formelle Bedingung), zweitens musste der Empfänger eine solche Zustellung mit einer gewi s- sen Wahrscheinlichkeit erwarten (materielle Bedingung). Dies ist immer dann der Fall, wenn der Em pfänger Verfahrenspartei ist. Die Rechtspr e- chung verlangt, dass der Adressat mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit annehmen konnte bzw. damit rechnen musste, dass ihm ein behördlicher Akt zugestellt werde. Für eine Person, die nach Treu und Glauben b e- hördliche Mitteilungen erwarten muss, besteht die Pflicht, die Post rege l- mässig zu kontrollieren und den Behörden allfällige längere Ortsabw e- senheiten mitzuteilen, die Post an die Ferienadresse weiterzuleiten sowie eine definitive Adressänderung zu kommuniziere n oder einen Stellvertr e- ter zu ernennen (MAÎTRE/THALMANN/PLÜSS, a.a.O., Art. 20 Rz. 43, 44, 46). Nach Ablauf von rund einem Jahr seit der letzten verfahrensbezogenen Handlung muss allerdings nicht mehr mit einem Entscheid gerechnet werden (UHLMANN/SCHWANK, a.a.O., Art. 34 Rz. 17). Wird eine Verfügung mit der Bezeichnung "nicht abgeholt" als unzustellbar an die Behörde z u- rückgesandt, ist die Behörde nicht zu einem zweiten Zustellungsversuch verpflichtet. Erfolgt dennoch ein zweiter Zustellungsversuch z.B. mi t ge- wöhnlicher Post, so vermag dieser zweite Versand aber grundsätzlich am Zeitpunkt der Zustellung nichts zu ändern ( UHLMANN/SCHWANK, a.a.O., Art. 34 Rz. 20). 4.2.2 Wie der ins Recht gelegten Sendungsverfolgung der Post (Vorakten 3/1) zu entnehmen ist , wurde der eingeschriebene Brief betreffend den allfällig durchzuführenden Zwanganschluss am 18. März 2013 an die Post aufgegeben und am 19. März 2013 ins Postfach der Beschwerde- führerin avisiert. Damit ist die formelle Bedingung – die Zustellung der Abholeinladung in den Briefkasten bzw. in das Postfach – für die gesetzli- che Zustellfiktion erfüllt. Gemäss unwidersprochen gebliebener Darlegung der AHV -Ausgleichs- kasse wurde die Beschwerdeführerin im Laufe von 2012 zweimal schrif t- lich angefragt, ob sie ihre Anschlus spflicht erfüllt habe, und im August 2012 wurde sie zum Anschluss auf gefordert. Selbst im Formular "Loh n- bescheinigung 2012" (Vorakten 1/3) gab die Beschwerdeführerin am 9. März 2013 der Ausgleichskasse an, keiner registrierten BVG-Vorsorge-C-2776/2013 Seite 9 einrichtung angeschlossen zu sein, indem sie das Feld "Nein" ankreuzte. Die Beschwerdeführerin musste daher mit einem Fortgang des Verfa h- rens rechnen. Dies geschah 7 Monate später , indem die Vorinstanz ihr mit dem eingeschriebenem Brief vom 18. März 2013 das rechtliche Gehör zum bevorstehenden Zwangsanschluss gewährte. Wie beide Parteien übereinstimmend ausführen, holte die Beschwerdeführerin das Schreiben jedoch nicht ab, sondern es wurde am 27. März 2013 an die Vorinstanz zurückgesendet (Vorakten 3/1). Einen Grund, weshalb sie der Abh olein- ladung innert der siebentäg igen Frist nicht folgte, führt die Beschwerd e- führerin nicht aus . Sie macht zwar geltend, den Anschluss an die Sa m- melstiftung noch vor dem Versand des eingeschriebenen Briefes in die Wege geleitet zu haben; inwiefern dies aber einen Grund darstellt, um ei- nen eingeschriebenen Brief der Vorinstanz nicht abzuholen, ist nicht nachvollziehbar. Damit ist auch die materielle Bedingung , die gesetzliche Zustellfiktion auf die Beschwerdeführerin anzuwenden, erfüllt. Nach dem Gesagten gilt die eingeschriebene Mitteilung der Vorinstanz vom 18. März 2013 spätestens am 26. März 2013 an die Be schwerdeführerin als erfolgt und damit das rechtliche Gehör betreffend die Durchführung eines Zwangsanschlusses als gewährt. 4.3 Die Beschwerdeführerin rügt schliesslich die mangelnde Kommunika- tion, welche die Vorinstanz zu verantworten habe. Auch in dieser Hinsicht ist der Beschwerdeführerin nicht zu folgen. Denn wie aktenkundig ist (Vorakten 4), sandte die Vorinstanz den retournierten e ingeschriebenen Brief am 4. April 2013 mit A -Post nochmals an die Beschwerdeführerin und gab ihr dadurch zum zweiten Mal Gelegenheit , sich zum Zwangsa n- schluss zu äussern bzw. mit dem Nachweis des Anschlussvertrages an die Sammelstiftung den bevorstehenden Zwangsanschluss zu verhi n- dern. Diesen Verfahrensschritt unternahm die Vorinstanz, obschon sie dazu nicht verpflichtet war (vgl. 4 .2.1). Insofern ist der Einwand der Be- schwerdeführerin, auch dieses Schreiben nie erhalten zu haben, unb e- achtlich. 4.4 Insgesamt i st festzustellen, dass die Beschwerdeführerin weder auf die Aufforderung der AHV-Ausgleichskasse Z._______ zur Mitteilung und zum Anschluss an eine Vorsorgeeinrichtung noch auf die Mah nung der Vorinstanz zum Zwangsanschluss reagiert hat. Der Zwangsanschluss wä- re bei rechtskonformem Verhalten der Beschwerdeführerin vermeidbar gewesen und ist somit von ihr zu verantworten. C-2776/2013 Seite 10 4.5 Nach Art. 11 Abs. 7 BVG i.V.m. Art. 3 Abs. 4 der Verordnung über die Ansprüche der Auffangeinrichtung der beruflichen Vorsorge (SR 831.434) ist die Vorinstanz berechtigt, Kosten für ihre Aufwendungen im Zusa m- menhang mit einem Zwangsanschluss zu erheben, worauf sich auch die Vorinstanz mit Recht beruft. Detailliert geregelt sind diese Kosten im Kos- tenreglement der Stiftung Auffangeinrichtung BVG zur Deckung von au s- serordentlichen administrativen Umtrieben vom 17. September 2010 (als Zusatzblatt zu den Anschlussbedingungen, die integrierenden Bestandteil der angefochtenen Verfügung bilden [vgl. Dispositivziff. 3 derselben]). Gemäss dem Kostenre glement können Verfügungsgebühren für den Zwangsanschluss von Fr. 450.- und Gebühren für die Durchführung eines Zwangsanschlusses von Fr. 375.- erhoben werden. Diese Beträge stimmen mit den Kosten und Gebühren überein, welche die Vorinstanz im eingeschriebenen Brief vom 18. März 2013 angekündigt und in der angefochtenen Verfügung verlangt hatte. Damit ist die Kosten- auferlegung der Vorinstanz nicht zu beanstanden. 4.6 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin bei pflichtgemässer Auskunftserte ilung an die Ausgleichskasse und an die Vorinstanz den verfügten Zwangsanschluss und die der Vorinstanz d a- durch entstandenen Kosten hätte vermeiden können. Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin somit zu Recht Kosten auferlegt. Insoweit ist die angefochtene Verfügung ( Dispositivziffer 2) zu bestätigen und die Be- schwerde abzuweisen. Hinsichtlich des verfügten Zwangsanschlusses ist die angefochtene Verfügung (Dispositivziffern 1, 3 und 4) aufzuheben und die Beschwerde insoweit teilweise gutzuheissen. 5. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrens- und allfällige Parteikosten. 5.1 Gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt. Keine Verfahrenskosten we r- den Vorinstanzen oder beschwerdeführenden und unterliegenden Bu n- desbehörden auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Der vorliegende Verfahrensausgang entspricht eine m teilweisen Un - terliegen der Beschwerdeführerin. Dementsprechend sind die Verfa h- renskosten, welche gestützt auf das Reglement vom 21. Februar 2 008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsg e- richt (VGKE, SR 17 3.320.2) auf Fr. 800. - festzulegen sind, im Umfang C-2776/2013 Seite 11 von Fr. 400.- der Beschwerdeführerin aufzuerlegen und mit dem geleiste- ten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800. - zu verrechnen; der Rest von Fr. 400.- ist ihr nach Rechtskraft des vorliegenden Entscheids auf ein von ihr bekannt zu gebendes Konto zu rückzuerstatten. Der teilweise u n- terliegenden Vorinstanz sind keine Kosten aufzuerlegen. 5.2 Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Die Beschwerdeführerin hat nicht dargetan, dass ihr durch ihren nicht an waltlichen Vertreter notwendige und verhältni s- mässig hohe Kosten entstanden sind, weshalb ihr keine Parteientschäd i- gung zuzusprechen ist. Der Vorinstanz, welche die obligatorische Vers i- cherung durchführt, ist gemäss der Rechtsprechung, wonach Träger oder Versicherer der beruflichen Vorsorge gemäss BVG grundsätzlich keinen Anspruch auf Parteientschädigung haben, keine Partei entschädigung zu- zusprechen. (Es folgt das Urteilsdispositiv) C-2776/2013 Seite 12 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen teilweise gutgeheissen und die Dispositivziffern 1, 3 und 4 der angefochtenen Verfügung der Vor- instanz vom 6. Mai 2013 werden aufgehoben. Im Übrigen wird die ang e- fochtene Verfügung bestätigt. 2. Die Kosten des Verfahrens werden auf Fr. 800.- festgesetzt. Der B e- schwerdeführerin werden ermässigte Verfahrenskosten von Fr. 400.- auf- erlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.- verrechnet. Der Restbetrag von Fr. 400.- wird ihr nach Eintritt der Rechts- kraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 3. Es werden keine Parteientschädigungen ausgerichtet. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular Zahlungsstelle) – die Vorinstanz (Ref-Nr.______; Gerichtsurkunde) – das Bundesamt für Sozialversicherungen – die Oberaufsichtskommission BVG Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Daniel Stufetti Regula Hurter Urech Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe C-2776/2013 Seite 13 der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: