<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00188</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107363&amp;W10_KEY=4467143&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00188</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.09.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Zuständigkeit (E. 1). Legitimation (E. 2a). Streitgegenstand (E. 2b und 3).<br/>Wirtschaftlich günstigstes Angebot der Beschwerdeführerin aufgrund einer Korrektur des Preiskriteriums: Gewichtung des Preises mit 65% liegt innerhalb des Ermessens der Vergabebehörde (E. 4a-b), nicht jedoch von 16% (Korrektur der Gewichtung des Preises aufgrund der Ausschreibung; E. 4c). Der Inhalt der Ausschreibungsunterlagen kann noch mit der Beschwerde gegen den Zuschlag beanstandet werden (E. 4d). Offen gelassen, ob eine zulässige Variante angeboten wurde (E. 4e).<br/>Wirtschaftlich günstigstes Angebot der Beschwerdeführerin auch aufgrund der übrigen Kriterien: Firmenqualität (E. 5a), Lehrlingsausbildung (E. 5b), Umweltschutz (E. 5c) und Referenzobjekte (E. 5d). Wirtschaftlich günstigstes Angebot der Beschwerdeführerin selbst dann, wenn das Preiskriterium weniger stark gewichtet würde (E. 5e).<br/>Gutheissung (E. 6).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWERTUNG">BEWERTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSEN">ERMESSEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEWICHTUNG">GEWICHTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMWELTASPEKTE">UMWELTASPEKTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VARIANTENANGEBOT">VARIANTENANGEBOT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSCHLAGSKRITERIEN">ZUSCHLAGSKRITERIEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BGBM</span><br/><span class="ungerade">Art. 1 lit. II c) IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">§ 17 lit. I i SubmV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Die Primarschulpflege X erÃ¶ffnete mit einer Aus­schrei­bung vom 7. Februar 2003 die Submission fÃ¼r Baumeisterarbeiten am Neubau eines Klassentrakts des Schul­hauses J. Innert der Eingabefrist wurden zehn Angebote mit bereinigten Netto­preisen von Fr. 793'166.80 bis Fr. 1'010'795.- eingereicht. Mit Beschluss vom 5. Mai 2003 erteilte die Primarschulpflege den Zuschlag an die D AG in X, was den abgewiesenen Anbietenden mit Schreiben vom 8. Mai 2003 mitgeteilt wurde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Am 19. Mai 2003 erhob die A AG, ZÃ¼rich, beim Ver­wal­tungs­ge­richt Be­schwer­de gegen den Ent­scheid der Primarschulpflege X und beantragte, der an­gefoch­tene Ent­scheid sei aufzuheben und die Be­schwer­de­geg­nerin anzuweisen, den Auftrag an die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin zu vergeben, unter Ko­sten- und Ent­schÃ¤­di­gungs­fol­gen zu Lasten der Be­schwer­de­geg­nerin. Gleichzeitig ersuchte sie darum, der Be­schwer­de die aufschiebende Wirkung zu erteilen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Primarschulpflege nahm in einer Eingabe vom 11. Juni 2003 vorweg zur Frage der aufschiebenden Wirkung Stellung und beantragte, das dahin gehende Gesuch abzuweisen. FÃ¼r den Fall, dass die aufschiebende Wirkung gewÃ¤hrt werde, ersuchte sie darum, der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin Frist zur Leistung von Sicherheiten im Sinn von Art. 17 Abs. 3 der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 25. November 1994 (IVÃ¶B) anzusetzen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">In ihrer Be­schwer­deantwort vom 30. Juni 2003 beantragte die Primarschulpflege, die Be­schwer­de sei abzuweisen, unter Ko­sten- und Ent­schÃ¤­di­gungs­fol­gen zu Lasten der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit Replik vom 8. August 2003 und Duplik vom 25. August 2003 hielten die Parteien an ihren Standpunkten fest. Die mitbeteiligte D AG reichte am 25. August 2003 eine Stellungnahme zu einzelnen Fragen ein, ohne eigene AntrÃ¤ge zu stellen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die aufschiebende Wirkung wurde vom Abteilungsvorsitzenden am 20. Juni 2003 einstweilen und am 27. August 2003 definitiv erteilt. Der Ent­scheid Ã¼ber das Begehren betreffend Leistung von Sicherheiten im Sinn von Art. 17 Abs. 3 IVÃ¶B wurde vorbehalten. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der Inhalt der Rechtsschriften und der eingereichten Unterlagen ergibt sich, soweit erforderlich, aus den nachstehenden ErwÃ¤gungen. </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1">1. Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. IVÃ¶B sowie die §§ 3 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 22. September 1996 (IVÃ¶B-BeitrittsG) zur Anwendung. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. a) Die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin hat das preislich gÃ¼nstigste Angebot eingereicht, liegt jedoch aufgrund der von der Be­schwer­de­geg­nerin erstellten Gesamtauswertung der Zuschlags­kriterien erst an dritter Stelle. Da sie aber sowohl die Benotung des Preiskriteriums als auch der Ã¼brigen Kriterien beanstandet und im Fall der Gutheissung ihrer EinwÃ¤nde die gesamthaft hÃ¶chste Bewertung erreicht, ist sie dennoch zur Be­schwer­de legitimiert. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Das Begehren der Be­schwer­de­geg­nerin betreffend Leistung von Sicherheiten im Zusammenhang mit der Anordnung der aufschiebenden Wirkung (Art. 17 Abs. 3 IVÃ¶B) wird mit dem heutigen Endentscheid gegenstandslos. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Die vergebende BehÃ¶rde legt die massgeblichen Zuschlagskriterien fÃ¼r eine Beschaffung im Hinblick auf die Besonderheiten des jeweiligen Auftrags fest. Dabei steht ihr ein erheblicher Beurteilungsspielraum zu. Um die notwen­dige Transparenz des Vergabeverfahrens (Art. 1 Abs. 2 lit. c IVÃ¶B) zu gewÃ¤hrleisten, muss die Festlegung der Zuschlags­kriterien zu Beginn des Verfahrens erfolgen, und sie sind den In­teressenten in den Ausschrei­bungsunterlagen bekannt zu geben (§ 17 Abs. 1 lit. i SubmV). Die Kriterien sind in der Reihenfolge ihrer Bedeutung aufzufÃ¼hren oder es ist zumindest die relative Bedeutung, die den einzelnen Kriterien zukommt, ersichtlich zu machen (BGE 125 II 86 E. 7c; vgl. RB 1999 Nr. 62 = BEZ 1999 Nr. 13 E. 3b = ZBl 100/1999, S. 372). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Vorliegend hat die Be­schwer­de­geg­nerin bereits in der publizierten Aus­schrei­bung die folgenden Zuschlagskriterien bekannt gegeben: Preis des Angebots, QualitÃ¤t des SchlÃ¼s­selpersonals, QualitÃ¤t der Unternehmung. Mit den Aus­schrei­bungs­un­ter­la­gen gab sie den Interessenten sodann ein Formular "Vergabekriterien mit Nutzwertberechnung" ab, welches Zuschlagskriterien und Gewichtungen wie folgt enthielt: </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="EinzugZitat"><span>Kriterium: Gewicht:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Preis 65 %</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>FirmenqualitÃ¤t 15 %</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> (mit Unterkriterien)</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Umweltaspekte 5 %</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Eignung 15 %</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> (mit Unterkriterien)</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Die in den Aus­schrei­bungs­un­ter­la­gen genannten Kriterien und Gewichtungen wurden von der Be­schwer­de­geg­nerin sodann auch fÃ¼r die Auswertung der Angebote angewandt. Diese Aufstellung, welche sowohl die Gewichtung der Kriterien als auch die Unterkriterien (mit Gewichtung) enthÃ¤lt, erfÃ¼llt die Anforderungen an die Bekannt­gabe der Zuschlagskriterien an sich vorbildlich. Allerdings stimmen die Kriterien zum Teil nicht mit den in der Aus­schrei­bung selber genannten Zuschlagskriterien Ã¼ber­ein. Keine Differenz besteht bezÃ¼glich des Preises, da dieser in beiden Bekannt­ma­chun­gen an erster Stelle bzw. mit dem grÃ¶ssten Gewicht aufgefÃ¼hrt wird. Da schon die richtige Bewertung des Preiskriteriums zur Gutheissung der Beschwerde fÃ¼hrt, braucht die Frage nicht weiter geprÃ¼ft zu werden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. Die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin beanstandet in erster Linie, dass die Preisdifferenz zwischen ihrer Offerte und jener der Mitbeteiligten von rund 4 % in der Auswertung der Be­schwer­de­geg­nerin zu wenig zum Ausdruck gelange.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Die von der Be­schwer­de­geg­nerin in den Aus­schrei­bungs­un­ter­la­gen festgelegte Gewichtung des Preises mit 65 % erscheint angesichts der gestellten baulichen Aufgabe als vertretbar; sie liegt zweifellos im Rahmen des der BehÃ¶rde zustehenden Er­mes­sens. Durch eine in den Fussnoten desselben Formulars enthaltene PrÃ¤zisierung erfÃ¤hrt diese Gewichtung jedoch eine wesentliche Ãnderung: Danach erhielt das gÃ¼nstigste An­ge­bot beim Kriterium Preis 100 Punkte; alle weiteren Angebote wurden fÃ¼r jeden Schritt von 4 % in der Preisdifferenz zur gÃ¼nstigsten Offerte mit einem Abzug von einem Punkt ver­sehen. Die resultierende Punktzahl wurde schliesslich mit der Gewichtung von 65 % ins Gesamttotal Ã¼bernommen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Das Angebot der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin, das den gÃ¼nstigsten Preis aufweist, erhielt demnach beim Kriterium Preis in der Gesamtbewertung 65 Punkte. Das um rund 4 % teurere Angebot der Mitbeteiligten wurde mit 98.99 Punkten benotet, die mit 64.34 Punk­ten ins Gesamttotal eingingen. Im Gesamt­total wirkt sich somit die Preisdifferenz von 4 % nur mit 0.66 von 100 Punkten aus. Um beim Kriterium Preis das Minimum von 0 Punkten zu erhalten, mÃ¼sste ein Angebot bei dieser Benotung um 400 % teurer sein als das gÃ¼nstigste; es mÃ¼sste mit anderen Worten den fÃ¼nffachen Angebotspreis (Fr. 3'965'834.- gegenÃ¼ber Fr. 793'166.80.-) aufweisen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Der Vergabestelle steht bei der Benotung des Zuschlagskriteriums Preis â wie bei den andern Kriterien â ein erheblicher Spielraum zu. Die Bewertung der Angebotspreise muss jedoch der Gewichtung des Kriteriums Rechnung tragen, damit das im voraus bekannt gegebene Gewicht tatsÃ¤chlich zum Tragen kommt (VGr, 18. Dezember 2002, BEZ 2003 Nr. 13, E. 3g, 4b mit Hinweisen). Das bedeutet insbesondere, dass beim Kriterium Preis â ebenso wie bei andern Kriterien â nur die tatsÃ¤chlich in Frage kommende Bandbreite mÃ¶glicher Werte zu berÃ¼cksichtigen ist (VGr, 18. Dezember 2002, BEZ 2003 Nr. 13, E. 4b; 28. Oktober 2002, BEZ 2003 Nr. 14, E. 4c). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Vorliegend liegt das teuerste Angebot um rund 27 % Ã¼ber dem gÃ¼nstigsten, was einer realistischen Preisspanne fÃ¼r Arbeiten dieser Art entsprechen dÃ¼rfte. Selbst wenn man aber zugunsten der Be­schwer­de­geg­nerin von einer maximalen Preisspanne von 40 % ausgeht, ergibt sich fÃ¼r das teuerste Angebot bei Anwendung der von der Be­schwer­de­geg­nerin vorgesehenen Benotung ein Abzug von lediglich 10 Punkten, der sich im Ge­samt­total mit nur 6.5 Punkten auswirkt. Die daraus resultierende effektive Gewichtung der Kriterien sieht demnach wie folgt aus: </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="EinzugZitat"><span>Kriterium: Gewicht:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Preis 6.5 Punkte ~ 16 %</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>FirmenqualitÃ¤t 15 Punkte ~ 36 %</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Umweltaspekte 5 Punkte ~ 12 %</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Eignung 15 Punkte ~ 36 %</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Total 41.5 Punkte = 100 %</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Aufgrund der Berechnungsweise der Be­schwer­de­geg­nerin erhÃ¤lt somit der Preis eine Gewichtung von bloss 16 % des Gesamttotals aller Zuschlagskriterien. Das ist fÃ¼r eine Beschaffung der vorliegenden Art nicht vertretbar und liegt ausserhalb jedes begrÃ¼ndbaren Ermessensspielraums der VergabebehÃ¶rde. Diese Gewichtung widerspricht auch den Vorgaben der Aus­schrei­bung, in welcher das Kriterium Preis an erster Stelle genannt wurde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Damit das Kriterium Preis das von der Be­schwer­de­geg­nerin in den Aus­schrei­bungs­un­ter­la­gen genannte Gewicht von 65 % erhÃ¤lt, mÃ¼ssen die der Gewichtung entsprechenden 65 Punkte bei der angenommenen Preisspanne von 40 % voll ausgeschÃ¶pft werden. Um dies zu erreichen, benÃ¶tigen die Abweichungen vom niedrigsten Angebot eine zehn Mal hÃ¶here Benotung als die von der Be­schwer­de­geg­nerin vorgesehene. Mit die­ser Korrektur erfÃ¤hrt das um rund 4 % teurere Angebot der Mitbeteiligten beim Krite­ri­um Preis einen Abzug von 10.11 bzw. (gewichtet) 6.57 Punkten, was eine (gewichtete) Be­wer­tung des Kriteriums mit 58.43 Punkten ergibt. Bei dem um gut 8 % teureren Angebot der zweitrangierten E AG belÃ¤uft sich der Abzug auf 20.83 bzw. (gewichtet) 13.54 Punkte und die Bewertung des Preiskriteriums auf 51.46 Punkte. In der Gesamtbewertung erreicht die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin damit, wie die folgende Zusammenstellung zeigt, bei unverÃ¤nderter Bewertung der Ã¼brigen Kriterien die hÃ¶chste Punktzahl: </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="EinzugZitat"><span>Kriterium: Mitbeteiligte: Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Preis 58.43 Punkte 65.00 Punkte</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>FirmenqualitÃ¤t 12.30 Punkte 10.95 Punkte</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Umweltaspekte 4.00 Punkte 3.00 Punkte</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Eignung 12.90 Punkte 11.40 Punkte</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Total 87.63 Punkte 90.35 Punkte</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1">d) Die Be­schwer­de­geg­nerin wendet ein, dass sie die prozentuale Gewichtung der Kriterien in den Submissionsbedingungen bekannt gegeben habe. Wenn die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin diese hÃ¤tte beanstanden wollen, hÃ¤tte sie mit einer Be­schwer­de gegen die Aus­schrei­bung dagegen vorgehen mÃ¼ssen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die prozentuale Gewichtung der Zuschlagskriterien wurde vorliegend nicht mit der Aus­schrei­bung, sondern mit den Aus­schrei­bungs­un­ter­la­gen (im Formular "Vergabekriterien mit Nutzwertberechnung") bekannt gegeben. Nach der Recht­spre­chung des Ver­wal­tungs­ge­richts werden die Aus­schrei­bungs­un­ter­la­gen von einer gegen die Aus­schrei­bung gerichteten Be­schwer­de nicht erfasst, und deren Inhalt kann daher grundsÃ¤tzlich noch mit der Be­schwer­de gegen den Zuschlag beanstandet werden (RB 1999 Nr. 24 = ZBl 101/2000, S. 455 = BEZ 1999 Nr. 14 E. 3; vgl. Robert Wolf, Die Be­schwer­de gegen Vergabeentscheide â Eine Ãbersicht Ã¼ber die Recht­spre­chung zu den neuen Rechtsmitteln, ZBl 104/2003, S. 1, 5 ff.). Vorliegend bestand auch kein Anlass zu einer frÃ¼hzeitigen Be­an­standung ausserhalb eines Be­schwer­deverfahrens nach Treu und Glauben (dazu Wolf, S. 10), da die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin nicht damit rechnen musste, dass eine in einer Fuss­note erlÃ¤uterte Berechnungsmethode die in der Tabelle bekannt gegebene Gewichtung prak­tisch in ihr Gegenteil verkehrte. Eine Verletzung von Treu und Glauben wÃ¤re in die­sem Zusammenhang eher der Gemeinde vorzuwerfen. Die mit der vorliegenden Be­schwer­de erhobene RÃ¼ge ist daher nicht verspÃ¤tet.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">e) Die Be­schwer­de­geg­nerin weist des weiteren darauf hin, dass die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin eine Variante eingereicht hat, welche die Verwendung eines andern Materials (Schaum­glas­schotter) zum Gegenstand hat und einen gÃ¼nstigeren Preis aufweist. Es habe sich inzwischen gezeigt, dass diese Variante wirtschaftlich sei und zur AusfÃ¼hrung gelangen solle. Mit dem Preis der Variante liege das Angebot der Mitbeteiligten nur um 0.1 % Ã¼ber demjenigen der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Will die vergebende BehÃ¶rde eine angebotene Variante berÃ¼cksichtigen, so hat sie diesen Ent­scheid mit dem Zuschlag zu treffen. Das gilt jedenfalls dann, wenn die Wahl der Variante einen Einfluss auf die Wahl des ZuschlagsempfÃ¤ngers hat, denn anders ist ein abschlies­sender Vergleich der Angebote nicht mÃ¶glich. Vorliegend hat die Primarschulpflege in ihrem Beschluss vom 5. Mai 2003 (welcher der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin nicht erÃ¶ffnet wurde) bei den fraglichen Baumeisterarbeiten einerseits auf die Variante hinge­wie­sen, anderseits darin aber eine Vergabesumme von Fr. 887'977.20 ge­nannt, welche dem Preis des Grundangebots ohne Variante entspricht (Preis inkl. MWSt). Im Be­schwer­deverfahren gab sie sodann zu erkennen, dass erst nachtrÃ¤glich Ã¼ber die AusfÃ¼hrung der Variante entschieden wurde. Unter diesen UmstÃ¤nden ist beim Preisvergleich vom hÃ¶heren Betrag auszugehen, der von der BehÃ¶rde auch als Vergabesumme genannt wurde. Das Bestehen des Variantenangebots Ã¤ndert folg­lich nichts am Ergebnis der Preisbewertung gemÃ¤ss den vorstehenden AusfÃ¼hrungen. Ob es sich Ã¼berhaupt um eine zulÃ¤ssige Variante handelt, kann damit offen bleiben. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. Das Angebot der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin erweist sich demnach bereits aufgrund der Korrektur des Preiskriteriums als das wirtschaftlich gÃ¼nstigste. Wie sich aus den fol­genden ErwÃ¤gungen ergibt, wÃ¼rde ihr Angebot indessen auch obsiegen, wenn das Krite­ri­um Preis weniger hoch gewichtet wÃ¼rde. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Beim Kriterium FirmenqualitÃ¤t hat die Be­schwer­de­geg­nerin die Mitbeteiligte im Unterkriterium "Firmenorganisation im Hinblick auf QualitÃ¤tssicherung, Qualifikation und Schulung Personal" mit 36 von 45 mÃ¶glichen Punkten, die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin dagegen mit nur 27 Punkten benotet. Zur BegrÃ¼ndung weist sie darauf hin, dass die Mitbe­tei­ligte eine einfache, auf die Auftragsart und -grÃ¶sse ausgerichtete Firmenstruktur auf­weise. Es bestehe zwar kein Zweifel, dass auch die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin unter diesem Gesichtspunkt hÃ¶chsten QualitÃ¤tsansprÃ¼chen zu genÃ¼gen vermÃ¶ge, doch sei die schlankere und straffere Struktur der Mitbeteiligten fÃ¼r die AusfÃ¼hrung des konkreten Vorhabens ge­eig­neter. Dieses Kriterium sei von unabhÃ¤ngigen, fachkundigen Personen beurteilt wor­den, und Ã¼berdies stehe ihr (der Be­schwer­de­geg­nerin) bei der Beurteilung der Angebote anhand der Zuschlagskriterien ein erheblicher Ermessensspielraum zur VerfÃ¼gung. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Dass ein Grossbetrieb fÃ¼r eine Aufgabe dieser GrÃ¶ssenordnung nicht von vornherein besser zu bewerten ist als eine kleinere Unternehmung, trifft zweifellos zu. Die Be­schwer­de­geg­nerin vermochte jedoch nicht zu erklÃ¤ren, inwiefern die Mitbeteiligte fÃ¼r die in Frage stehende Aufgabe besser organisiert sei als die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin. Ihr Hinweis auf die Anwendung eines sachgerechten Bewertungsverfahrens (Beurteilung durch unabhÃ¤ngige, fachkundige Personen) vermag eine ausreichende inhaltliche BegrÃ¼n­dung nicht zu ersetzen (VGr, 13. November 2002, VB.2001.00198, www.vgrzh.ch, E. 3d). Dasselbe gilt fÃ¼r den an sich zutreffenden Hinweis auf den der Be­schwer­de­geg­nerin zustehenden Ermessensspielraum, denn die AusÃ¼bung des Ermessens muss sich auf sach­liche Ãberlegungen stÃ¼tzen, die in der BegrÃ¼ndung des Ent­scheids zu nennen sind. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Beim Unterkriterium Lehrlingsausbildung wurden Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin und Mitbeteiligte je mit der maximalen Zahl von 10 Punkten benotet. Die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin ist der Auffassung, dass sie eine bessere Benotung hÃ¤tte erfahren mÃ¼ssen als die Mitbeteiligte, da sie eine viel grÃ¶ssere Zahl von Lehrlingen ausbilde. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Dieser Einwand ist unbegrÃ¼ndet. Nach der Recht­spre­chung des Ver­wal­tungs­ge­richts ist bei der Benotung der Lehrlingsausbildung nicht auf die absolute Zahl der Lehrlinge einer Unternehmung, sondern auf das VerhÃ¤ltnis dieser Zahl zur Gesamtzahl der BeschÃ¤ftigten abzustellen, da andernfalls grosse gegenÃ¼ber kleineren Betrieben bevorzugt wÃ¼rden (VGr, 23. November 2001, VB.2001.00215, www.vgrzh.ch, E. 6; 9. Juli 2003, VB.2002.00255, www.vgrzh.ch, E. 3a). Die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin bringt nichts vor, was fÃ¼r eine Ãnderung dieser Recht­spre­chung sprÃ¤che. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Beim Kriterium Umweltaspekte geht es nach den Aus­schrei­bungs­un­ter­la­gen um "vorgesehene projektspezifische Massnahmen zur Schonung der Umwelt im Allgemeinen und der Nachbarschaft im Speziellen". Die Mitbeteiligte wurde bei diesem Kriterium mit 80 von mÃ¶glichen 100 Punkten, die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin mit 60 Punkten benotet. Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrt die Be­schwer­de­geg­nerin aus, dass die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin unter diesem Titel recht kurze und summarische, eigentlich selbstverstÃ¤ndliche Angaben mache. DemgegenÃ¼ber weise die Be­schwer­de­geg­nerin in ihrem Technischen Bericht auf konkrete Mass­nahmen hin, um unter den spezifischen VerhÃ¤ltnissen die Um­welt und die Nachbarschaft zu schonen. Ãberdies verursache die NÃ¤he ihres Werkhofes zur Baustelle minimale Transportwege. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Angaben im Angebot der Mitbeteiligten betreffend Massnahmen zur Schonung der Umwelt sind zwar etwas ausfÃ¼hrlicher als jene der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin, gehen aber dennoch nicht Ã¼ber AbsichtserklÃ¤rungen ohne konkreten Verpflich­tungs­cha­rak­ter hinaus. So wird etwa ausgefÃ¼hrt, dass bei der Auswahl der Haupt­lie­fe­ran­ten auch die NÃ¤he zum Bauobjekt als wichtiger Faktor mit einbezogen worden sei (ohne nÃ¤here Anga­ben), dass nur neuere Maschinen mit schadstoffarmen, schall­ge­dÃ¤mm­ten Motoren eingesetzt und wo mÃ¶glich mit biologisch abbaubaren Ãlen ausgerÃ¼stet wÃ¼rden, und dass die Mitbeteiligte bestrebt sein werde, in jeder Hinsicht auf die Nach­bar­schaft RÃ¼cksicht zu nehmen. Diese unverbindlichen Aussagen enthalten, wie die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin zu Recht geltend macht, weitgehend SelbstverstÃ¤ndliches. Wenn die Be­schwer­de­geg­nerin Gesichts­punkte dieser Art in ihre Bewertung einbeziehen wollte, hÃ¤tte sie von den An­bie­ten­den von Beginn weg konkrete Angaben zu den relevanten Elementen verlangen mÃ¼s­sen, um eine sachliche VergleichsmÃ¶glichkeit zu erhalten. Aufgrund der allgemeinen An­gaben, die hier vor­lie­gen, in ein Vergleich nicht mÃ¶glich.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Als weitere umweltschonende Massnahmen erwÃ¤hnt die Mitbeteiligte, dass ihr Werkhof sich in X befinde, wodurch Maschinen- und Materialtransporte auf ein Minimum reduziert wÃ¼rden, und dass die meisten ihrer Angestellten in X wohnten, so dass auch deren Anfahrtswege minimal seien. Merkmale dieser Art sind als Vergabekriterien problematisch, weil durch sie der mit dem Bundesgesetz vom 6. Oktober 1995 Ã¼ber den Binnenmarkt (BGBM) angestrebte freie und gleichberechtigte Zugang zum Markt auf dem gesamten Gebiet der Schweiz (Art. 1â3 BGBM) in Frage gestellt wird (BGr, 31. Mai 2000, ZBl 102/2001, S. 312 = URP 2000, S. 613, 618 = Pra 89/2000 Nr. 150, E. 4a; VGr, 20. August 1999, BEZ 1999 Nr. 27 = URP 1999, 814, E. 4). Jedenfalls dÃ¼rfte ein solcher Aspekt nur im Rahmen einer Gesamtbeurteilung berÃ¼cksichtigt werden, die auch andere Umweltaspekte wie die Emissionen der verwendeten Baumaschinen etc. einbeziehen wÃ¼rde (BGr, 31. Mai 2000, ZBl 102/2001, S. 312 = URP 2000, S. 613, 618 = Pra 89/2000 Nr. 150, E. 4b, c). Eine solche Beurteilung wurde hier nicht vorgenommen, da bei der Beurteilung anderer Umweltaspekte, wie erwÃ¤hnt, nicht auf konkrete Angaben, sondern auf relativ unbestimmte AbsichtserklÃ¤rungen abgestellt wurde. Auch mit Bezug auf die Anfahrtswege fÃ¼r Mitarbeiter und Maschinen liegen im Ãbrigen keine konkreten Angaben vor, und die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin hat die behaupteten Vorteile der Mitbeteiligten bestritten. Schliesslich ist noch anzumerken, dass es sich bei den genannten Anfahrtswegen auch nicht um "projektspezifische Massnahmen zur Schonung der Umwelt" handelt, welche nach den Aus­schrei­bungs­un­ter­la­gen zu beurteilen waren.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Insgesamt erscheint damit die hÃ¶here Bewertung der Mitbeteiligten beim Kriterium Umweltaspekte nicht gerechtfertigt. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Unter dem Kriterium Eignung wurden von der Be­schwer­de­geg­nerin drei Unterkriterien definiert: Vergleichbare Referenzobjekte, Vorgesehenes SchlÃ¼sselpersonal und Projektspezifische Organisation. WÃ¤hrend beim SchlÃ¼sselpersonal Mitbeteiligte und Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin gleich bewertet wurden, erhielt die Mitbeteiligte beim Unterkriterium Vergleichbare Referenzobjekte 32 und beim Unterkriterium Projektspezifische Organisation 30 Punkte, wogegen die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin bei diesen Unterkriterien mit nur 28 bzw. 24 Punkten benotet wurde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Be­schwer­de­geg­nerin erklÃ¤rt die unterschiedliche Bewertung beim Kriterium Vergleichbare Referenzobjekte damit, dass die Mitbeteiligte eine konkrete Auswahl von Referenzen mit Sichtbeton abgegeben habe, wÃ¤hrend von der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin nur eine allgemeine Referenzliste Hochbau vorliege. Die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin bestreitet dies und macht geltend, dass alle von ihr genannten Referenzobjekte Sichtbetonelemente enthielten; zum Teil werden diese auch mit Fotos im Technischen Bericht dokumentiert. Einen konkreten Vergleich der Objekte hat die Be­schwer­de­geg­nerin offenbar nicht vorgenommen oder jedenfalls nicht belegt. Dieser Mangel wird auch nicht dadurch behoben, dass sie in der Duplik wiederum auf die Begutachtung durch unabhÃ¤ngige Fachleute und das ihr zustehende Ermessen verweist (vgl. vorn, E. 5a). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Den Bewertungsunterschied beim Unterkriterium Projektspezifische Organisation erklÃ¤rt die Be­schwer­de­geg­nerin damit, dass die Mitbeteiligte im Gegensatz zur Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin konkrete Aussagen zum Projektbezogenen QualitÃ¤tsmanagement (PQM) und zur UnfallverhÃ¼tung gemacht habe. Sie verweist dabei namentlich auf das Dokument Ã¼ber die Sicherheitsorganisation der Mitbeteiligten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die entsprechenden Angaben der Mitbeteiligten sind jedoch wenig spezifisch. Der Hinweis, dass vor Baubeginn ein PQM erstellt werde (Ziff. 9), findet sich auch im Technischen Bericht der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin (Ziff. 5.3); die vorgesehenen Massnahmen bei qualitÃ¤tskritischen Arbeiten (Ziff. 9) sind weitgehend SelbstverstÃ¤ndlichkeiten, und das UnfallverhÃ¼tungskonzept (Ziff. 10) verweist auf das erwÃ¤hnte Dokument Ã¼ber die Sicherheitsorganisation, eine allgemeine BranchenlÃ¶sung, die keinen Bezug auf das vorliegende Projekt nimmt. Die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin hat im Ãbrigen in ihrem Technischen Bericht eher konkretere Angaben zu ihrem QualitÃ¤ts­management gemacht und ihren Betrieb nach der ISO-Norm 9001:2000 zertifizieren lassen, was bei der Mit­be­tei­ligten nicht der Fall ist. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die unterschiedlichen Bewertungen beim Zuschlagskriterium Eignung sind daher ebenfalls nicht gerechtfertigt. Mit Bezug auf das Unterkriterium Projektspezifische Organisation wÃ¤re wohl, insbesondere im Bereich QualitÃ¤tsmanagement, eher eine hÃ¶here Bewer­tung der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin am Platz.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">e) Aufgrund der vorstehend genannten Korrekturen erhÃ¤lt die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin somit auch bei den nicht vom Preis abhÃ¤ngigen Kriterien eine zumindest ebenso hohe Bewertung wie die Mitbeteiligte. Angesichts des gÃ¼nstigeren Preises wÃ¤re ihr Angebot daher selbst bei einer nur geringen Gewichtung des Preises noch das wirtschaftlich gÃ¼nstigste. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">6. Die Be­schwer­de ist demnach gutzuheissen. Da nur noch die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin als EmpfÃ¤ngerin des Zuschlags in Frage kommt, ist die Sache mit einer entsprechenden Weisung an die Primarschulpflege zurÃ¼ckzuweisen (zu diesem Vorgehen anstelle einer direkten Vergabe durch das Ver­wal­tungs­ge­richt vgl. VGr, 13. Februar 2002, BEZ 2002 Nr. 33, E. 3c; Wolf, S. 26). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">AusgangsgemÃ¤ss wird die Be­schwer­de­geg­nerin kostenpflichtig. Sie hat der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin ferner eine angemessene Par­tei­ent­schÃ¤­di­gung fÃ¼r die Umtriebe des Be­schwer­deverfahrens auszurichten (§ 17 Abs. 2 lit. a und b des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959). </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1. Die Be­schwer­de wird gutgeheissen und der angefochtene Beschluss der Primarschulpflege X vom 5. Mai 2003 aufgehoben. Die Sache wird an die Primarschulpflege X zurÃ¼ckgewiesen, um den Zuschlag an die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin zu erteilen. </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf: <br/> Fr. 5'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 390.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 5'390.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der Be­schwer­de­geg­nerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Die Be­schwer­de­geg­nerin wird verpflichtet, der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 3'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Ent­scheids.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">5. ...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>