<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2012.00552</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=212835&amp;W10_KEY=13013530&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2012.00552</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 29.04.2013</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 10.02.2014 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Lärmklage</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Gemeindelegitimation. Gesetzliche Grundlage. Kostenauflage. Eine Gemeinde hat unter anderem dann als legitimiert bzw. als "bei der Erfüllung von gesetzlichen Aufgaben in ihren schutzwürdigen Interessen anderweitig verletzt" (§ 21 Abs. 2 lit. c VRG) zu gelten, wenn der angefochtene Entscheid für sie - aufgrund einer präjudiziellen Bedeutung für künftige, ähnlich gelagerte Fälle - besondere finanzielle Auswirkungen hat (E. 2.4). Art. 48 USG stellt für sich allein keine genügende gesetzliche Grundlage für die Erhebung von Gebühren dar, sondern setzt ergänzende Ausführungsbestimmungen voraus. § 13 Abs. 1 VRG statuiert den Grundsatz der Entgeltlichkeit des Verwaltungs- und Verwaltungsrechtspflegeverfahrens und vermag dem Erfordernis der gesetzlichen Grundlage für die Erhebung von Kausalabgaben zu genügen. Als Ausführungsbestimmung ist vorliegend GebV UR massgebend. Gemäss § 2 GebV UR sind unter anderem besondere Dienstleistungen im Rahmen des Vollzugs des Umweltrechts gebührenpflichtig (E. 4.3). Eine Kostenbefreiung gemäss § 3 lit. b GebV UR erweist sich mit Bezug auf den Anzeigeerstatter, auch wenn dieser die Kontrolle (mit-)verursacht hat, nicht als bundesrechtswidrig (E. 4.4). Das Vorliegen einer Dienstleitung zugunsten der Beschwerdegegnerschaft ist zu verneinen, da die Behörde begründeten Anlass zur Durchführung von Abklärungen hatte. Demgemäss war es nicht gerechtfertigt, der Beschwerdegegnerschaft als Anzeigeerstatterin die mit der Abklärung anfallenden Kosten aufzuerlegen (E. 4.5). Werden Abklärungen bloss im Interesse der Anzeigeerstatter vorgenommen und erweist sich die Anzeige dann als unbegründet, ist eine Kostenauflage an den Anzeigeerstatter grundsätzlich zulässig. In solchen Fällen ist der Anzeigeerstatter jedoch vorgängig auf das Kostenrisiko hinzuweisen. Vorliegend ergeben die Akten keine Hinweise darauf, dass auf das Kostenrisiko hingewiesen worden wäre. Die Kostenauflage erweist sich auch unter diesem Aspekt als ungerechtfertigt (E. 4.6). Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DIENSTLEISTUNGEN">DIENSTLEISTUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEBV UR">GEBV UR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINDELEGITIMATION">GEMEINDELEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENAUFLAGE">KOSTENAUFLAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHE ABGABEN">ÃFFENTLICHE ABGABEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERURSACHERPRINZIP">VERURSACHERPRINZIP</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 48 USG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>1. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=18159" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2012.00552</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>des Einzelrichters</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">29. April 2013</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter Lukas Widmer, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Regula Hunger.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Stadt Adliswil,<b> </b></span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch Baukommission Adliswil, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch RA A, </span></p> <p class="MsoBodyText">dieser substituiert durch RA B, </p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1.<b> </b>C,<b> </b></span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2.<b> </b>D,<b> </b><br/> <br/> </span></p> <p class="MsoBodyText">beide vertreten durch RA E, <a id="BT_Z_PLZ_N"></a></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerschaft,</span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend LÃ¤rmklage,</b></p> <p class="MsoNormal"><span>hat sich ergeben: </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">C und D gelangten im Dezember 2010 an die Baukommission der Stadt Adliswil mit dem Begehren, eine LÃ¤rmmessung durchzufÃ¼hren zur Ermittlung der durch die Tiefgarage F-Weg 01â02 in Adliswil verursachten LÃ¤rmimmission auf die Liegenschaft F-Weg 03. Zudem beantragten sie, die EigentÃ¼mer der Tiefgarage zu verpflichten, schalldÃ¤mpfende Arbeiten vorzunehmen. Nach Einholung eines LÃ¤rmgutachtens wies die Baukommission die Begehren mit VerfÃ¼gung vom 8. Dezember 2011 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">C und D rekurrierten hiergegen an das Baurekursgericht. Sie beantragten im Wesentlichen die Aufhebung der angefochtenen VerfÃ¼gung. Mit Entscheid vom 3. Juli 2012 wies das Baurekursgericht den Rekurs im Hauptpunkt ab; allerdings hob das Gericht Dispositiv-Ziffer 3 der angefochtenen VerfÃ¼gung, worin den Rekurrierenden die Verfahrenskosten im Umfang von insgesamt Fr. 4'710.- Ã¼berbunden worden waren, auf. Die Kosten des Rekursverfahrens wurden zu 1/5 der Baukommission Adliswil und zu 4/5 den Rekurrierenden auferlegt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 4. September 2012 gelangte die Baukommission Adliswil an das Verwaltungsgericht. Sie beantragte, die Kostenauflage gemÃ¤ss erstinstanzlicher VerfÃ¼gung wieder herzustellen. Eventualiter sei die Angelegenheit bezÃ¼glich des Kostenpunkts zur neuen ÃberprÃ¼fung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zulasten der Gegenpartei.</p> <p class="Urteilstext">Das Baurekursgericht schloss am 21. September 2012 ohne weitere Bemerkungen auf <br/> Abweisung der Beschwerde. C und D stellten mit Beschwerdeantwort vom 16. Oktober 2012 den Antrag, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, <br/> eventualiter sei die Beschwerde abzuweisen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge <br/> (zuzÃ¼glich MwSt.) zulasten der Gegenpartei. In der Replik vom 6. November 2012 hielt die Baukommission Adliswil an ihren AntrÃ¤gen fest.</p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Die Beschwerde richtet sich gegen die Kostenauflage im Zusammenhang mit der AbklÃ¤rung von LÃ¤rmemissionen einer Tiefgarage. Aufgrund des in § 44 Abs. 3 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) festgeschriebenen Grundsatzes der Einheit des Prozesses kÃ¶nnen die Nebenfolgen eines Entscheids dann selbstÃ¤ndig angefochten werden, wenn das Verwaltungsgericht auch in der Hauptsache zustÃ¤ndig ist bzw. wÃ¤re (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 43 N. 2 und 55).</p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a VRG zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Aufgrund des Streitwerts von unter Fr. 20'000.- </span>kann<span> der </span>Entscheid durch den <span>Einzelrichter </span>gefÃ¤llt werden<span> (§ 38b Abs. 1 lit. c VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die Beschwerdegegnerschaft macht vorab geltend, der BeschwerdefÃ¼hrerin fehle es an der Legitimation. Die BeschwerdefÃ¼hrerin verfÃ¼ge Ã¼ber keine eigene RechtspersÃ¶nlichkeit und sei daher nicht rechtsmittelbefugt. Selbst wenn fingiert wÃ¼rde, die BeschwerdefÃ¼hrerin habe sich irrtÃ¼mlicherweise als BeschwerdefÃ¼hrerin bezeichnet, gemeint sei jedoch die Stadt Adliswil gewesen, fehle es an der Legitimation. Es liege kein wesentlicher Eingriff in das Finanz- und VerwaltungsvermÃ¶gen vor. Auf die Beschwerde sei folglich nicht einzutreten. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Neben den natÃ¼rlichen und juristischen Personen des Privatrechts kommt die Beschwerdeberechtigung gemÃ¤ss § 49 in Verbindung mit § 21 Abs. 2 VRG unter gewissen Bedingungen den Gemeinden sowie anderen TrÃ¤gern Ã¶ffentlicher Aufgaben mit RechtspersÃ¶nlichkeit zu. FÃ¼r BehÃ¶rden ohne RechtspersÃ¶nlichkeit setzt die aktive Rekurs- und<br/> BeschwerdefÃ¤higkeit entsprechende besondere Bestimmungen in der Spezialgesetzgebung voraus (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 105; VGr, 29. Juni 2011, VB.2010.00699, E. 1.3). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die Baukommission verfÃ¼gt Ã¼ber keine eigene RechtspersÃ¶nlichkeit, weshalb ihr keine Beschwerdeberechtigung zukommt. Indessen kann die Baukommission fÃ¼r die Gemeinde gegen aussen auftreten, was auch die ProzessfÃ¼hrungsbefugnis beinhaltet. Aus der Argumentation in der Beschwerde vom 4. September 2012 zur Legitimation ist ersichtlich, dass die Baukommission die Beschwerde fÃ¼r die Gemeinde hat erheben wollen. Ferner ersucht die BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer Stellungnahme vom 6. November 2012 um Berichtigung der Parteibezeichnung und stellt klar, dass sie die Beschwerde nicht in eigenem Namen, sondern als Organ und Vertreterin der Stadt Adliswil erhoben habe. Das Rubrum ist in diesem Sinn zu berichtigen. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>GemÃ¤ss der heutigen, seit dem 1. Juli 2010 geltenden Fassung von § 21 Abs. 2 lit. c VRG sind Gemeinden rechtsmittellegitimiert, wenn sie bei der ErfÃ¼llung von gesetzlichen Aufgaben in ihren schutzwÃ¼rdigen Interessen anderweitig verletzt sind, insbesondere bei einem wesentlichen Eingriff in ihr Finanz- oder VerwaltungsvermÃ¶gen. Mit der Neuformulierung der Legitimationsnorm hat der Gesetzgeber versucht, die bisherige, auf alt § 21 lit. b VRG fussende Praxis des Verwaltungsgerichts klarer zu fassen (Alain Griffel, Rekurs, in: Alain Griffel/Tobias Jaag [Hrsg.], Reform der ZÃ¼rcher Verwaltungsrechtspflege, ZÃ¼rich/St. Gallen 2010, S. 64; vgl. Weisung des Regierungsrats vom 29. April 2009 zum Gesetz Ã¼ber die Anpassung des kantonalen Verwaltungsverfahrensrechts, ABl 2009 S. 962 f.). Demnach ist davon auszugehen, dass der Gesetzgeber im Rahmen der 2010 erfolgten VRG-Revision eine FortfÃ¼hrung der bisherigen Legitimationspraxis anstrebte und nicht beabsichtigte, die Gemeindelegitimation einzuengen. Eine Gemeinde hat somit unter anderem dann als legitimiert bzw. als "bei der ErfÃ¼llung von gesetzlichen Aufgaben in <br/> ihren schutzwÃ¼rdigen Interessen anderweitig verletzt" (§ 21 Abs. 2 lit. c VRG) zu gelten, wenn der angefochtene Entscheid oder die Beachtung desselben in gleichartigen FÃ¤llen fÃ¼r die Gemeinde besondere finanzielle Auswirkungen hat. Die Gemeindelegitimation ist folglich nicht nur dann zu bejahen, wenn ein Entscheid im Einzelfall einen wesentlichen Eingriff in das Finanz- oder VerwaltungsvermÃ¶gen darstellt. Eine Gemeinde darf sich vielmehr (weiterhin) auch gegen einen Entscheid zur Wehr setzen, der aufgrund seiner prÃ¤judiziellen<i> </i>Bedeutung fÃ¼r kÃ¼nftige, Ã¤hnlich gelagerte FÃ¤lle besondere finanzielle Auswirkungen auf das Gemeinwesen hat (VGr, 8. November 2012, VB.2012.00478, E. 2.2). </p> <p class="Erwgung2">Es kann vorliegend davon ausgegangen werden, dass Ã¤hnlich gelagerte FÃ¤lle auch kÃ¼nftig vorkommen und damit insgesamt relevante Auswirkungen auf die Finanzen der BeschwerdefÃ¼hrerin infrage stehen kÃ¶nnen. Auf die Beschwerde ist damit einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die Baukommission Adliswil auferlegte mit der VerfÃ¼gung vom 8. Dezember 2011 die Verfahrenskosten der Beschwerdegegnerschaft. Die Kosten des Verfahrens setzten sich zusammen aus einer VerwaltungsgebÃ¼hr von Fr. 4'500.- sowie einer SchreibgebÃ¼hr von Fr. 210.-, total von Fr. 4'710.-. Die Baukommission stÃ¼tzte sich dabei auf § 13 VRG in Verbindung mit § 63 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 (GG), wonach VerwaltungsbehÃ¶rden fÃ¼r ihre Amtshandlungen GebÃ¼hren und Kosten auferlegen kÃ¶nnen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die Vorinstanz fÃ¼hrte aus, die Kostenauflage bei LÃ¤rmklagen wÃ¼rde sich nach den umweltrechtlichen Vorschriften, namentlich der GebÃ¼hrenverordnung zum Vollzug des Umweltrechts vom 3. November 1993 (GebV UR) richten. Auf das Unterliegerprinzip komme es mit Bezug auf die Kosten, die den Gemeinden durch ihre TÃ¤tigkeit nach dem Umweltschutzgesetz erwachsen wÃ¼rden und die von diesen auf die Verursacher zu Ã¼berwÃ¤lzen seien, zum vornherein nichts an. GemÃ¤ss § 3 lit. b GebV UR seien aufgrund von Hinweisen vorgenommene Kontrollen, bei denen es sich nicht um die gesetzlich vorgeschriebenen Kontrollen handle, nicht gebÃ¼hrenpflichtig, sofern keine Verletzung von materiellen Umweltschutzvorschriften festgestellt worden seien. Der Anzeigeerstatter <br/> bleibe in diesen FÃ¤llen kostenfrei und der Staat dÃ¼rfte grundsÃ¤tzlich die Kosten zu tragen haben. Allerdings wÃ¼rden die BehÃ¶rden nicht auf jedes Begehren eines Dritten einzutreten haben. Sie kÃ¶nnten, wenn aus ihrer Sicht kein Grund zur Annahme von Rechtsverletzungen bestÃ¼nde, auf die Kontrolle verzichten. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist der Auffassung, das Unterliegerprinzip sei in § 13 Abs. 2 VRG ausdrÃ¼cklich und in Art. 48 des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983 (USG) implizit verankert. Die Vorinstanz habe zu Unrecht gestÃ¼tzt auf § 3 lit. b GebV UR die Anwendbarkeit des Unterliegerprinzips verneint. Entweder sei § 3 lit. b GebV UR an sich nicht mit dem Ã¼bergeordneten Recht vereinbar oder diese Bestimmung sei zu Unrecht auf den konkreten Fall angewendet worden. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, die VollzugsbehÃ¶rden dÃ¼rften individuell zurechenbare Amtshandlungen beim Vollzug des Umweltschutzrechts nicht Ã¼ber die allgemeine Steuer finanzieren, sondern hÃ¤tten diese auf den Verursacher zu Ã¼berwÃ¤lzen. Sie macht geltend, dass die vorliegende ÃberprÃ¼fung der Anlage entweder als gebÃ¼hrenpflichtige Kontrolle oder als gebÃ¼hrenpflichtige besondere Dienstleistung im Sinn von Art. 48 USG zu qualifizieren sei. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Die umstrittene Kostenauflage beinhaltet die ÃberwÃ¤lzung der mit den getÃ¤tigten AbklÃ¤rungen verbundenen Kosten auf die Anzeigeerstatter.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>GemÃ¤ss Art. 48 Abs. 1 USG wird fÃ¼r Bewilligungen, Kontrollen und besondere Dienstleistungen nach dem Umweltschutzgesetz eine GebÃ¼hr erhoben. Art. 48 Abs. 1 USG konkretisiert das Verursacherprinzip nach Art. 2 USG, indem es die ÃberwÃ¤lzung von Kosten, die dem Gemeinwesen im Zusammenhang mit dem Vollzug des Umweltschutzgesetzes entstehen, in Form von GebÃ¼hren anordnet (Alain Griffel, Die Grundprinzipien des schweizerischen Umweltrechts, ZÃ¼rich 2001, N. 272; Ursula Brunner in: Kommentar zum Umweltschutzgesetz, ZÃ¼rich 2001, Art. 48 N. 22). Die GebÃ¼hren sind dem Verursacher aufzuerlegen, jenen natÃ¼rlichen oder juristischen Personen des privaten und Ã¶ffentlichen Rechts, die eine gebÃ¼hrenpflichtige Leistung des Gemeinwesens veranlasst oder â namentlich als StÃ¶rer â notwendig gemacht haben bzw. denen sie individuell zurechenbar sind (Brunner, Art. 48 N. 11). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Das Recht, GebÃ¼hren zu erheben, setzt eine genÃ¼gende Rechtsgrundlage voraus. <br/> Ãffentliche Abgaben bedÃ¼rfen einer Grundlage in einem formellen Gesetz, welches die Art und den Gegenstand der Abgabe, die GrundsÃ¤tze der Bemessung sowie den Kreis der <br/> abgabepflichtigen Personen bestimmt (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller/Felix Uhlmann, <br/> Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. A., ZÃ¼rich 2010, N. 2625c). FÃ¼r sich allein stellt Art. 48 USG keine genÃ¼gende gesetzliche Grundlage fÃ¼r die Erhebung von GebÃ¼hren dar, sondern setzt ergÃ¤nzende AusfÃ¼hrungsbestimmungen voraus (BGr, 10. Oktober 2012, 1C_78/2012, E. 5.3; Griffel, Grundprinzipien, N. 274; Martin Frick, Das Verursacherprinzip in Verfassung und Gesetz, Bern 2004, S. 236). In diesem Sinn wird in Art. 48 Abs. 2 USG ausdrÃ¼cklich statuiert, dass in den Kantonen die nach kantonalem Recht zustÃ¤ndige BehÃ¶rde die GebÃ¼hrenansÃ¤tze bestimmt. GemÃ¤ss § 13 Abs. 1 Satz 2 VRG bezeichnet der Regierungsrat die kostenpflichtigen Amtshandlungen und die hiefÃ¼r zu erhebenden GebÃ¼hren in einer Verordnung. § 13 Abs. 1 VRG statuiert den Grundsatz der Entgeltlichkeit des Verwaltungs- und Verwaltungsrechtspflegeverfahrens und vermag dem Erfordernis der gesetzlichen Grundlage fÃ¼r die Erhebung von Kausalabgaben zu genÃ¼gen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 4). So umschreibt § 13 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 VRG den Kreis der Abgabepflichtigen, indem er die Verfahrensbeteiligten fÃ¼r Amtshandlungen generell als gebÃ¼hrenpflichtig erklÃ¤rt. Hingegen Ã¤ussert sich § 13 VRG nicht zur GebÃ¼hrenhÃ¶he und GebÃ¼hrenbemessung. Dies wird â wie erwÃ¤hnt â an den Regierungsrat delegiert (§ 13 Abs. 1 Satz 2 VRG). </p> <p class="Erwgung2">Als AusfÃ¼hrungsbestimmung ist hier die erwÃ¤hnte regierungsrÃ¤tliche GebÃ¼hrenverordnung zum Vollzug des Umweltrechts massgebend. Nach § 1 GebV UR findet die Verordnung Anwendung auf Amtshandlungen der BehÃ¶rden und Verwaltungsstellen von Kanton und Gemeinden, die gestÃ¼tzt auf Vorschriften Ã¼ber den Schutz der Umwelt vorgenommen werden. § 2 GebV UR zÃ¤hlt exemplifikativ die gebÃ¼hrenpflichtigen TÃ¤tigkeiten auf. Danach sind unter anderem besondere Dienstleistungen im Rahmen des Vollzugs des Umweltrechts gebÃ¼hrenpflichtig (lit. g). In § 3 GebV UR werden Ausnahmen von der GebÃ¼hrenpflicht statuiert. GemÃ¤ss lit. b sind Stichproben und aufgrund von Hinweisen vorgenommene Kontrollen, bei denen es sich nicht um die gesetzlich vorgeschriebenen Kontrollen handelt, sofern keine Verletzung von materiellen Umweltschutzvorschriften festgestellt wird, nicht gebÃ¼hrenpflichtig. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Die Statuierung von Ausnahmen von der GebÃ¼hrenpflicht erweist sich mit Bezug auf die vorliegende Kostenbefreiung der Anzeigeerstatter nicht als bundesrechtswidrig. Denn das in der Umweltschutzgesetzgebung verankerte Verursacherprinzip bezieht sich nach Sinn und Zweck auf den Verursacher einer Umweltbelastung (vgl. etwa BGE 119 Ib 389 E 4.b). Wer der BehÃ¶rde das Vorliegen einer (behaupteten) Umweltbelastung anzeigt, ist deswegen selbstverstÃ¤ndlich nicht ein Verursacher der (behaupteten) Umweltbelastung. Aus Art. 48 USG oder anderen eidgenÃ¶ssischen Bestimmungen zum Umweltschutzrecht lÃ¤sst sich keine Verpflichtung fÃ¼r die VollzugsbehÃ¶rde ableiten, einem Anzeigeerstatter Kosten fÃ¼r die AbklÃ¤rungen aufzuerlegen, wenn sich herausstellt, dass effektiv keine Massnahmen nÃ¶tig sind. Somit erweist sich eine Kostenbefreiung gemÃ¤ss § 3 lit. b GebV UR mit Bezug auf den Anzeigeerstatter, auch wenn dieser die Kontrolle (mit-)verursacht hat, nicht als bundesrechtswidrig. Ob bezÃ¼glich des Inhabers einer stÃ¶renden Anlage gegenteilig zu entscheiden wÃ¤re, braucht im vorliegenden Verfahren nicht geprÃ¼ft zu werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Es stellt sich sodann die Frage, ob die von der BeschwerdefÃ¼hrerin durchgefÃ¼hrten AbklÃ¤rungen als grundsÃ¤tzlich kostenpflichtiger Aufwand, namentlich als besondere Dienstleistung (§ 2 lit. g GebV UR), zu qualifizieren sind. Oft dÃ¼rften solche Dienstleitungen fÃ¼r den Inhaber einer (potenziell) stÃ¶renden Anlage erbracht werden. Infrage kommt aber auch, dass die Dienstleistung im Interesse eines Dritten erfolgt (Brunner, Art. 48 N. 11). Mit Blick auf die vorliegend umstrittene Kostenverteilung ist zu prÃ¼fen, ob eine besondere Dienstleistung zugunsten der Anzeige erstattenden Beschwerdegegnerschaft erfolgt war. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.5.1 </b>Keine Dienstleistung zugunsten eines Anzeigeerstatters liegt vor, wenn die BehÃ¶rde begrÃ¼ndeten Anlass zur DurchfÃ¼hrung von AbklÃ¤rungen haben musste: Beim Vorliegen stÃ¶render Emissionen ist die BehÃ¶rde von Amtes wegen verpflichtet, die Sachlage zu klÃ¤ren und gegebenenfalls fÃ¼r Abhilfe zu sorgen. Kommt es aufgrund begrÃ¼ndeter Anhaltspunkte zur Kontrolle einer Anlage, so sind diese Kosten nach den anwendbaren GebÃ¼hrenordnungen dem Anlageinhaber zu Ã¼berbinden (vgl. Peter Steiner, Die Umsetzung des Verursacherprinzips durch das Umweltschutzrecht, ZÃ¼rich 1999, S. 243; vgl. auch Brunner, Art. 48 N. 11). Damit besteht fÃ¼r eine Kostenauflage an den Anzeigeerstatter selbst dann kein Raum, wenn sich herausstellt, dass keine Massnahmen zu treffen sind. Die gegenteilige Betrachtungsweise wÃ¼rde dem Verursacherprinzip in der Umweltschutzgesetzgebung gerade zuwiderlaufen: Bestehen bei einer Anlage stÃ¶rende Emissionen, verursacht der Inhaber der Anlage und nicht der Anzeigeerstatter die Kosten der AbklÃ¤rungen. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.5.2 </b>Vorliegend war nicht mit einer Ãberschreitung der LÃ¤rmgrenzwerte gemÃ¤ss Art. 36 der LÃ¤rmschutzverordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV) zu rechnen. Dass sich die Vorinstanz mit der allfÃ¤lligen Anwendbarkeit dieser Bestimmung nicht auseinandergesetzt hat, bedeutet deshalb entgegen der Beschwerde (S. 10) keine mangelhafte EntscheidbegrÃ¼ndung. Massgeblich ist, dass fÃ¼r die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde der Stadt Adliswil dennoch ein hinreichender objektiver Grund fÃ¼r die Vornahme der infrage stehenden AbklÃ¤rungen bestanden hat. Dazu ist auf den Bericht der kantonalen Fachstelle LÃ¤rmschutz aus dem Jahr 2010 zu verweisen. Darin wurde festgehalten, dass die GerÃ¤usche in der kÃ¼rzlich erstellten Tiefgarage nach aussen getragen werden und zu einer massiven LÃ¤rmbelÃ¤stigung am gegenÃ¼berliegenden GebÃ¤ude fÃ¼hren. Sodann wurde darauf hingewiesen, dass zwar eine Ãberschreitung der Grenzwerte aufgrund der geringen Anzahl StellplÃ¤tze nicht zu erwarten sei; dennoch sei es notwendig, alles was betrieblich und technisch machbar sowie wirtschaftlich tragbar sei, zu unternehmen, um die Emissionen einer ortsfesten Anlage zu minimieren (S 2). Letzteres beschlÃ¤gt die Spezialbestimmung von Art. 7 Abs. 1 lit. a LSV, wonach die LÃ¤rmemissionen einer neuen ortsfesten Anlage nach den Anordnungen der VollzugsbehÃ¶rde so weit begrenzt werden mÃ¼ssen, als dies technisch und betrieblich mÃ¶glich sowie wirtschaftlich tragbar ist (vgl. auch Art. 11 Abs. 2 USG). </p> <p class="Urteilstext">Mit Blick auf die von der kantonalen Fachstelle geschilderte "massive LÃ¤rmbelÃ¤stigung" einerseits und auf die erwÃ¤hnten gesetzlichen Bestimmungen anderseits war die BeschwerdefÃ¼hrerin verpflichtet, die Anordnung von lÃ¤rmdÃ¤mpfenden Massnahmen zu prÃ¼fen. Eine Dienstleistung zugunsten der Anzeigeerstatterin lag insofern nicht vor. DemgemÃ¤ss war es nicht gerechtfertigt, der Beschwerdegegnerschaft als Anzeigeerstatterin die mit der AbklÃ¤rung anfallenden Kosten aufzuerle<span>gen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.6 </b>WÃ¼rde dennoch das Vorliegen einer Dienstleistung zugunsten der Anzeige erstattenden Beschwerdegegnerschaft angenommen, so wÃ¼rde sich an diesem Ergebnis nichts Ã¤ndern: Werden AbklÃ¤rungen bloss im Interesse der Anzeigeerstatter vorgenommen und erweist sich die Anzeige dann als unbegrÃ¼ndet, so ist eine Kostenauflage an den Anzeigeerstatter zwar grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssig (vgl. Brunner USG, Art. 11 al 7). In solchen FÃ¤llen wird allerdings die Auffassung vertreten, dass der Anzeigeerstatter vorgÃ¤ngig auf das Kostenrisiko hingewiesen wird (Brunner, a.<span> </span>a.<span> </span>O., Art. 48 N. 11). Dieser Auffassung ist zu folgen: Es widersprÃ¤che der Zielsetzung der Umweltschutzgesetzgebung, wenn ein Anzeigeerstatter stets damit rechnen mÃ¼sste, die von der BehÃ¶rde in die Wege geleiteten AbklÃ¤rungsmassnahmen schliesslich bezahlen zu mÃ¼ssen. Bei Anzeigen, welche wider besseres Wissen oder auf andere Weise mutwillig erhoben werden, mag etwas anderes gelten. FÃ¼r ein solches Vorgehen der Beschwerdegegnerschaft bestehen jedoch keine Hinweise. Eine Kostenauflage hÃ¤tte damit â wenn das Vorliegen einer besonderen Dienstleistung zugunsten Beschwerdegegnerschaft zu bejahen wÃ¤re â vorausgesetzt, dass diese vorgÃ¤ngig auf das Kostenrisiko hingewiesen worden wÃ¤re. Dazu ergeben die Akten keine Hinweise. Die Kostenauflage erweist sich daher auch unter diesem Aspekt als ungerechtfertigt. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.7 </b>Das Baurekursgericht hat die Kostenauflage an die Beschwerdegegnerschaft demnach im Ergebnis zu Recht aufgehoben, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss sind die Kosten des Verfahrens der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Diese ist zudem zu verpflichten, der Beschwerdegegnerschaft eine angemessene ParteientschÃ¤digung zu bezahlen (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG). Bei deren Bemessung ist einerseits zu beachten, dass der Beschwerdegegnerschaft fÃ¼r die Ausarbeitung der Beschwerdeantwort ein erheblicher Zeitaufwand angefallen ist; anderseits liegt ein nur geringer Streitwert vor. Als angemessen erscheint ein Betrag von insgesamt Fr. 500.- zuzÃ¼glich Mehrwertsteuer (vgl. dazu § 8 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 23. August 2010).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt der Einzelrichter:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 80.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 580.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird verpflichtet, der Beschwerdegegnerschaft eine ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 500.- (zuzÃ¼glich MwSt.) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:â¦<br/> <br/> </span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>