<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00242</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204974&amp;W10_KEY=13013566&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00242</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.04.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Abtretung von Privatrechten</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Abtretung von Privatrechten für die Erstellung eines (Bach-)Uferweges Für die Erstellung des Uferweges für Fussgänger und Radfahrer einem Bach entlang besteht gestützt auf das Wasserwirtschaftsgesetz ein öffentliches Interesse (Schaffung neuer Erholungsräume, öffentlicher Zugang zu Gewässern), das auch in einem entsprechenden Richtplaneintrag zum Ausdruck kommt (E. 5). Dem Projekt stehen keine öffentlichen Interessen entgegen: Weder allfällige Hinweise auf industriehistorische Gebäude noch die konkrete Lage der Fortsetzung des Weges noch die bestehende Umgebungsgestaltung zwingen zu einer anderen Linienführung (E. 6). Das private Interesse an einer Freihaltung des Geländes bis zum Bachufer ist weniger gewichtig als das öffentliche Interesse am Zugang zum Bach (E. 7). Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABTRETUNG">ABTRETUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINSPRACHE">EINSPRACHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEWÃSSERZUGANG">GEWÃSSERZUGANG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHES INTERESSE">ÃFFENTLICHES INTERESSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Enteignung ST: PFLICHT ZUR ABTRETUNG">PFLICHT ZUR ABTRETUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: ÃBRIGES PLANUNGS- UND BAURECHT">ÃBRIGES PLANUNGS- UND BAURECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UFERWEG">UFERWEG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WASSERBAU">WASSERBAU</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: WASSERRECHT UND GEWÃSSERSCHUTZ">WASSERRECHT UND GEWÃSSERSCHUTZ</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 2 WasserwirtschaftsG</span><br/><span class="ungerade">§ 18 Abs. IV WasserwirtschaftsG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Der Regierungsrat genehmigte mit Beschluss Nr. 368 vom 7. Februar 1996 das Projekt fÃ¼r die Sanierung des L-Bachs in X. Am 30. Juni 2000 erfolgte die Planauflage und die persÃ¶nlichen Anzeigen an die GrundeigentÃ¼mer betreffend die Abtretung von Privatrechten. Die Kollektivgesellschaft A erhob mit Eingabe vom 26. Juli 2000 gegen das Projekt Einsprache, womit sie insbesondere verlangte, es sei auf die Erstellung eines durchgehenden Uferweges im Bereich ihrer Liegenschaft Kat.-Nr. 01 zu verzichten.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Im Anschluss an die Einigungsverhandlung vom 9. MÃ¤rz 2001 Ã¼berarbeitete die Baudirektion das Projekt im Bereich der Liegenschaft Kat.-Nr. 01 und prÃ¤sentierte der EigentÃ¼merschaft am 25. Mai 2001 einen Vorschlag mit einer reduzierten Landabtretung von ca. 245 m<sup>2</sup>. Mit Schreiben vom 19. Juli 2001 erklÃ¤rte die Einsprecherin, sie ziehe ihre Einsprache teilweise zurÃ¼ck, und zwar hinsichtlich der Landabtretung gemÃ¤ss revidiertem Situationsplan vom Mai 2001 fÃ¼r den Bereich der Parzelle Kat.-Nr. 02 (altKat.-Nr. 01). Sie wÃ¼rden die baulichen Massnahmen akzeptieren, die fÃ¼r einen besseren Hochwasserschutz und den Unterhalt des GewÃ¤ssers notwendig seien. Die Einsprache werde aber aufrecht erhalten, soweit ein durchgehender Ã¶ffentlicher Uferweg mit einer BrÃ¼cke Ã¼ber den M-Bach vorgesehen sei. Mit Beschluss vom 14. Mai 2003 wies der Bezirksrat Y die Einsprache der Kollektivgesellschaft A ab und bestÃ¤tigte das Abtretungsbegehren des Kantons ZÃ¼rich, wobei die Vereinbarung vom 25. Mai/19. Juli 2001 zwischen dem Kanton ZÃ¼rich und der Einsprecherin vorbehalten wurde.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Gegen den Beschluss des Bezirksrats Y erhob die Kollektivgesellschaft A am 23. Juni 2003 Rekurs beim Regierungsrat und beantragte, der angefochtene Beschluss sei insoweit aufzuheben, als damit ihre Begehren abgewiesen worden seien. Am 7. April 2004 wies der Regierungsrat den Rekurs ab. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>IV. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit Eingabe vom 14. Mai 2004 erhob die Kollektivgesellschaft A beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen den Regierungsratsbeschluss und beantragte die Aufhebung des angefochtenen Beschlusses. Die Baudirektion sei demgemÃ¤ss einzuladen, das Projekt abzuÃ¤ndern und auf die BrÃ¼cke Ã¼ber den M-Bach und den durchgehenden Weg Ã¼ber das GrundstÃ¼ck der BeschwerdefÃ¼hrerin zu verzichten, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Baudirektion.</p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerdeantwort vom 5. Juli 2004 beantragte der Regierungsrat, vertreten durch die Direktion der Justiz und des Innern, Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin wehrt sich gegen ein Projekt, das sich auf § 18 Abs. 4 des Wasserwirtschaftsgesetzes vom 2. Juni 1991 (WasserwirtschaftsG) sowie auf § 5 Abs. 1 des Strassengesetzes vom 27. September 1981 (StrassG) stÃ¼tzt. Als EigentÃ¼merin eines GrundstÃ¼cks, das fÃ¼r dieses Projekt in Anspruch genommen wird, ist die BeschwerdefÃ¼hrerin gestÃ¼tzt auf § 70 in Verbindung mit § 21 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Beschwerdeerhebung legitimiert. Da die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen ebenfalls erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit der Beschwerde kann jede Rechtsverletzung geltend gemacht werden (§ 50 Abs. 1 VRG). Als Rechtsverletzung gilt auch der Ermessensmissbrauch und die ErmessensÃ¼berschreitung (§ 50 Abs. 2 lit. c VRG). Die RÃ¼ge der Unangemessenheit ist jedoch, von hier nicht massgebenden AusnahmefÃ¤llen, nicht zulÃ¤ssig (§ 50 Abs. 3 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Vorinstanz hielt fest, sowohl aufgrund der regionalen Richtplanung als auch im Hinblick auf die Ã¶ffentliche ZugÃ¤nglichkeit eines mit erheblichem Aufwand wieder naturnah ausgestalteten Bachlaufs bestehe ein erhebliches Ã¶ffentliches Interesse an einem Weg entlang dem L-Bach, wobei bei einer Wegstrecke durch ein Ã¼berbautes und teilweise stark verkehrsbelastetes Gebiet aus GrÃ¼nden der Verkehrstrennung dieses Interesse auch hinsichtlich eines Ausbaus eines solchen Weges fÃ¼r Radfahrer zu bejahen sei. Daran Ã¤ndere auch der Umstand nichts, dass auf der westlichen Seite der vorgesehenen BrÃ¼cke Ã¼ber den M-Bach der Uferweg auf einer Strecke von knapp 30 m nur in einer Breite von einem Meter erstellt werden soll. Eine solche EinschrÃ¤nkung auf einer derart kurzen und zudem Ã¼bersichtlichen Wegstrecke sei vertretbar.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt vor, es sei zu prÃ¼fen, ob ein Ã¼berwiegendes Ã¶ffentliches Interesse an einer durchgehenden WegfÃ¼hrung und der Erstellung einer neuen BrÃ¼cke im MÃ¼ndungsbereich des M-Baches in den L-Bach bestehe, oder ob nicht vielmehr auf einer Strecke von gut 100 m eine WegfÃ¼hrung Ã¼ber die N-Strasse und die ebenfalls vor einigen Jahren erstellte neue BrÃ¼cke vorzuziehen sei, da damit einerseits den privaten Interessen, anderseits dem Zweck des Fuss- und Radweges besser entsprochen werde. Gegen die Sanierung des L-Baches und die Erstellung eines StichstrÃ¤sschens fÃ¼r den GewÃ¤sserunterhalt sei nichts einzuwenden. Die vorgesehene WeiterfÃ¼hrung des Weges Ã¼ber den MÃ¼ndungsbereich des M-Baches und mitten durch die benachbarte GÃ¤rtnerei sei unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig, nicht im Ã¶ffentlichen Interesse liegend und generell unvernÃ¼nftig.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">In § 2 <span>WasserwirtschaftsG</span> werden verschiedene Ã¶ffentliche Interessen genannt, welche bei der Anwendung des <span>Wasserwirtschaftsgesetzes</span> zu beachten sind. Als Ã¶ffentliches Interesse wird dabei der Erhalt bestehender sowie die Schaffung neuer ErholungsrÃ¤ume genannt (§ 2 Abs. 1 lit. e <span>WasserwirtschaftsG</span>). Ebenfalls aufgefÃ¼hrt wird die Erleichterung des Ã¶ffentlichen Zugangs zu GewÃ¤ssern (§ 2 Abs. 1 lit. g <span>WasserwirtschaftsG</span>). Entsprechend diesen Zielsetzungen sieht der regionale Richtplan (Verkehrsplan) dem L-Bach entlang einen Fussweg vor. Der Richtplaneintrag bedeutet zwar nicht, dass der Weg zwingend unmittelbar dem L-Bach entlang zu fÃ¼hren hÃ¤tte. Wird allerdings dem Bach entlang ein Weg fÃ¼r den GewÃ¤sserunterhalt erstellt (was von der BeschwerdefÃ¼hrerin ausdrÃ¼cklich akzeptiert wurde), wÃ¤re es kaum nachvollziehbar, wenn dieser Weg gestÃ¼tzt auf § 2 Abs. 1 lit. g <span>WasserwirtschaftsG</span> nicht auch der Ãffentlichkeit zur VerfÃ¼gung gestellt wÃ¼rde. Die Behauptung der BeschwerdefÃ¼hrerin, es bestehe am entsprechenden Fuss- und Radweg mit BrÃ¼cke Ã¼ber den M-Bach kein Ã¶ffentliches Interesse, ist offenkundig unhaltbar. </p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin behauptet, dass dem Projekt gewichtige Ã¶ffentliche Interessen entgegenstehen. </p> <p class="Urteilstext">Die Vorinstanz hat zu Recht darauf aufmerksam gemacht, dass der Hinweis der BeschwerdefÃ¼hrerin auf den Industrielehrpfad nicht von Belang sei, da die erwÃ¤hnte Tafel mit historischen Angaben ebenso beim vorgesehenen Uferweg angebracht werden kÃ¶nne, von dem aus das ehemalige FabrikgebÃ¤ude ebenfalls sichtbar sei. Die BeschwerdefÃ¼hrerin vermag dieses Argument nicht zu entkrÃ¤ften, wenn sie behauptet, die Anlage sei nur als ehemaliges IndustriegelÃ¤nde wahrzunehmen, wenn dem heutigen Wegverlauf entlang dem HauptgebÃ¤ude gefolgt werde. StÃ¶sst das entsprechende GebÃ¤ude bei den Nutzern des Industrielehrpfades auf grosses Interesse, so steht nichts entgegen, dass diese das GebÃ¤ude von beiden Seiten ansehen. Auf die MÃ¶glichkeit, dass das GebÃ¤ude auch von der anderen Seite betrachtet werden kÃ¶nne, kÃ¶nnte denn auch auf der Informationstafel hingewiesen werden.</p> <p class="Urteilstext">Der Umstand, dass auf der anderen Seite der projektierten BrÃ¼cke Ã¼ber den M-Bach der Weg Ã¼ber eine kurze Distanz von 30 m lediglich eine Breite von 1 m aufweisen soll, steht der Nutzung des Weges als Fuss- und Radweg nicht entgegen, zumal diese kurze Wegdistanz sehr Ã¼bersichtlich ist. Der Weg ist damit als Fuss- und Radweg geeignet. Die BrÃ¼cke sowie der Ã¼ber kurze Distanz in der Breite reduzierte Weg muss fÃ¼r Radfahrer selbstverstÃ¤ndlich nicht gesperrt werden. Auch die Trennung von Fuss- und Radweg ist â entgegen der Behauptung der BeschwerdefÃ¼hrerin â nicht zwingend. </p> <p class="Urteilstext">Nicht stichhaltig ist auch der Einwand, der schÃ¶n gestaltete Zufluss zum L-Bach werde durch die geplante UferwegbrÃ¼cke umgestaltet und teilweise verbaut, obwohl in einer Distanz von lediglich 50 m bereits eine BrÃ¼cke bestehe. Gewichtet die Vorinstanz das Ã¶ffentliche Interesse am erleichterten Zugang zum L-Bach durch einen Uferweg stÃ¤rker als das Interesse an einer vollstÃ¤ndigen Freihaltung des neu gestalteten Zuflusses des M-Baches, so verletzt sie damit das ihr zustehende Ermessen nicht, zumal lediglich eine schmale BrÃ¼cke fÃ¼r den Fuss- und Radverkehr vorgesehen ist. Auch der Umstand, dass aus VerkehrssicherheitsgrÃ¼nden eine WegfÃ¼hrung Ã¼ber die N-Strasse mÃ¶glich wÃ¤re, fÃ¼hrt nicht zur UnzulÃ¤ssigkeit des Vorhabens. Sind verschiedene WegfÃ¼hrungen mÃ¶glich, bedeutet dies nicht, dass die Vorinstanz das ihr zustehende Ermessen bei der LinienfÃ¼hrung von Fuss- und Radwegen in rechtsverletzender Weise gehandhabt hÃ¤tte.</p> <p class="Urteilstext">Ob das Ã¶ffentliche Interesse am ungehinderten Zugang zum L-Bach die daraus resultierenden Kosten rechtfertigt, ist ein Ermessensentscheid, der vom Verwaltungsgericht nicht Ã¼berprÃ¼ft werden kann.</p> <p class="Urteilstext">Es sind somit keine gewichtigen Ã¶ffentlichen Interessen ersichtlich, welche dem Projekt entgegenstehen und es als rechtswidrig erscheinen lassen.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin behauptet, die BeeintrÃ¤chtigung ihrer Liegenschaft sei betrÃ¤chtlich. Da der im Ã¶ffentlichen Interesse liegende Zweck der Massnahme durch den weniger starken Eingriff bei einer FÃ¼hrung des kombinierten Fuss- und Radwegs Ã¼ber die bestehende N-Strasse ebenso gut bzw. besser erreicht werden kÃ¶nne, sei das Projekt unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig. </p> <p class="Urteilstext">Durch die Sanierung des L-Baches wurde dessen Erholungswert stark gesteigert. GestÃ¼tzt auf § 2 Abs. 1 lit. e und g <span>WasserwirtschaftsG</span> besteht ein erhebliches Ã¶ffentliches Interesse, diesen Erholungsraum der Ãffentlichkeit zugÃ¤nglich zu machen. Diesem Ã¶ffentlichen Interesse steht das private Interesse der BeschwerdefÃ¼hrerin an der Verhinderung der ideellen BeeintrÃ¤chtigung des heute nicht an einen Ã¶ffentlichen Weg anstossenden Gartenareals gegenÃ¼ber. Dabei ist zu beachten, dass das GrundstÃ¼ck der BeschwerdefÃ¼hrerin bereits heute nicht direkt an den L-Bach grenzt, sondern von diesem durch einen Landstreifen im Eigentum der Gemeinde X getrennt wird. Unbestritten ist sodann, dass fÃ¼r die Sanierung des L-Baches und die Erstellung einer Stichstrasse fÃ¼r den GewÃ¤sserunterhalt eine Abtretung von 245 m<sup><span>2</span></sup> des GrundstÃ¼cks der BeschwerdefÃ¼hrerin notwendig ist. Wird nun diese Stichstrasse, welche gegenÃ¼ber dem GrundstÃ¼ck der BeschwerdefÃ¼hrerin um 1 m tiefer gelegt werden soll, auch als Fuss- und Radweg genutzt, so ist die dadurch resultierende ideelle BeeintrÃ¤chtigung des GrundstÃ¼cks der BeschwerdefÃ¼hrerin als nicht sehr gewichtig zu bezeichnen. FÃ¼hlt sich die BeschwerdefÃ¼hrerin durch den Weg gestÃ¶rt, steht es ihr denn auch frei, mit einer geeigneten Bepflanzung einen Sichtschutz zu realisieren. Kam die Vorinstanz aufgrund dieser UmstÃ¤nde zum Schluss, dass das Ã¶ffentliche Interesse am Fuss- und Radweg entlang dem L-Bach das entgegenstehende private Interesse der BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼berwiege, hat sie damit auf jeden Fall das ihr bei der InteressenabwÃ¤gung zustehende Ermessen nicht in rechtsverletzender Weise ausgeÃ¼bt.</p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Urteilstext">Aus den dargelegten GrÃ¼nden ist die Beschwerde vollumfÃ¤nglich abzuweisen. Angesichts dieses Verfahrensausgangs wird die BeschwerdefÃ¼hrerin kostenpflichtig (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Die Voraussetzungen fÃ¼r die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung an die BeschwerdefÃ¼hrerin sind unter diesen UmstÃ¤nden nicht erfÃ¼llt (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'590.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es werden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>