Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 27. April 2016 (810 15 252) ____________________________________________________________________ Submission Bindung der Vergabestelle an Zuschlagskriterien, Nachvollziehbarkeit des submissions- rechtlichen Entscheids Besetzung Abteilungs-Vizepräsident Beat Walther, Ka ntonsrichter Niklaus Ruckstuhl, Markus Clausen, Christian Haidlauf, Claude Jeanneret , Gerichtsschreiberin Elena Diolaiutti Beteiligte A.____ AG , Beschwer deführerin , vertreten durch Dr. Manfred Baye r- dörfer, Advokat gegen Einwohnergemeinde B.____ , Beschwerdegegnerin C.____ GmbH, Beigeladene Betreff Zuschlagsentscheid für Architekturarbeiten/ Primarschulhaus X.___weg 2, energetische Sanierung der Gebäudehülle (Entscheid der Einwohnergemeinde B.____ vom 20. August 2015) A. Die Gemeinde B.____ (Gemeinde) lud am 15. Juli 2 015 vier Architekturbüros zur Einrei- chung einer Honorarofferte für die energetische San ierung der Gebäudehülle des Primarschul- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht hauses X.____weg ein. Eingabetermin für die Einreichun g der Honorarofferten war der 3. Au- gust 2015. Die Kriterien wurden gemäss Ausschreibungsunte rlagen folgendermassen um- schrieben, wobei die Ziffern 1 bis 4 in der Ausschreibu ng in fetter Schrift hervorgehoben wur- den: “12. ZULASSUNGSKRITERIEN und GEWICHTUNG: (1 höchster Wert) 12. 1 Erfahrung im Sanierungsbereich öffentlicher Bauten. 12. 2 Für diesen Auftrag qualifizierte Mitarbeiter. 12. 3 Bestes Preis - Leistungsverhältnis. 12. 4 Vermutete Einhaltung der vorgegebenen Termine. Der Gemeinderat behält sich vor für die zweite Phase, Realisierung der Gebäudehülle, das Honorar für die Teilleistungen 33, 41, 51, 52 und 53 zu pauschalisieren.“ Die A.____ AG, die C.____ GmbH und ein weiteres Archi tekturbüro reichten je eine Offerte ein. Gemäss Offertöffnungsprotokoll vom 4. August 2015 offe rierte die C.____ GmbH zu einem Preis von Fr. 55‘726.--, die A.____ AG zu einem Preis von Fr. 139‘942.-- und das dritte Büro zu einem Preis von Fr. 147‘312.--. Mit Verfügung vom 20. August 2015 erteilte die Gemeinde den Zuschlag der C.____ GmbH zu einem Preis von Fr. 57‘132.--. B. Am 3. September 2015 erhob die A.____ AG, vertret en durch Dr. Manfred Bayerdörfer, Advokat, beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), Beschwerde mit den Rechtsbegehren, e s sei der angefochtene Zuschlags- entscheid aufzuheben und der Zuschlag sei für die ausg eschriebenen Architekturarbeiten der Beschwerdeführerin zu erteilen; eventuell sei der Zuschl agsentscheid aufzuheben und die Be- schwerdegegnerin sei anzuweisen, das Einladungsverfahren zur Vergabe der Architekturarbei- ten für die energetische Sanierung des Primarschulhause s X.____weg 2 unter Ausschluss der C.____ GmbH im Sinne der Erwägungen zu wiederholen; subeventualiter sei die Rechtswidrig- keit des angefochtenen Zuschlagsentscheids festzustellen; all es unter o/e-Kostenfolge. Des Weiteren wurden die Verfahrensanträge gestellt, es sei der Beschwerde zunächst superproviso- risch die aufschiebende Wirkung zu gewähren und es sei der Beschwerdegegnerin bis auf wei- teres zu untersagen, mit der C.____ GmbH Verträge über die ausgeschriebenen Architekturleis- tungen abzuschliessen; es seien bei der Beschwerdegegneri n die vollständigen Akten zum streitgegenständlichen Einladungsverfahren anzufordern und es sei der Beschwerdeführerin Einsichtnahme in diese Akten sowie eine angemessene Frist zur ergänzenden Beschwerdebe- gründung zu gewähren; es sei die C.____ GmbH zum Verfa hren beizuladen. Im Wesentlichen machte die Beschwerdeführerin geltend, die Offerte der Zuschlagsempfängerin sei verspätet eingereicht worden. Zudem sei fraglich, ob der Offert e das Formular “Honorarrechnung“ beige- legen habe. Unabhängig davon sei aber gemäss dem vom d ie Gemeinde beratenden Architek- ten ausgestellten Bericht vom 12. August 2015 die Of ferte der Zuschlagsempfängerin unvoll- ständig gewesen, da die Offerte keine Angaben zum Zeitaufwand enthalte. Des Weiteren sei im Offertvergleich vom 12. August 2015 die Offerte der Zuschlagsempfängerin als ungenügend eingestuft worden. Die Beschwerdeführerin erklärte, nach Erhalt des angefochtenen Entscheids bei der Gemeinde die Bekanntgabe der detaillierten A uswertungsergebnisse aufgrund der for- mulierten Kriterien eingefordert zu haben. Die Gemei nde habe mit E-Mail vom 12. August 2015 Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht unter anderem geantwortet, dass der beratende Architek t aufgrund der Auswertung dem Ge- meinderat beantragt habe, der Beschwerdeführerin den Auftrag zu erteilen. In Anbetracht der schwierigen finanziellen Situation, in der sich die Gemeinde gegenwärtig befinde, habe sich der Gemeinderat schliesslich für das günstigste Angebot der C .____ GmbH entschieden. Die Be- schwerdeführerin führte aus, dass das Angebot der Zuschlag sempfängerin als verspätete und unvollständige Offerte aus dem Verfahren hätte ausgeschl ossen werden müssen. Das Angebot der Beschwerdeführerin sei das wirtschaftlich günstigste Ang ebot, weshalb ihr der Zuschlag zu erteilen sei. C. Das Kantonsgericht erteilte mit präsidialer Verfügun g vom 4. September 2015 der Be- schwerde superprovisorisch die aufschiebende Wirkung. Der Beschwerdegegnerin wurde un- tersagt, in dieser Angelegenheit mit der beigeladene n Zuschlagsempfängerin Verträge abzu- schliessen. D. Die Beigeladene teilte dem Gericht mit Eingabe vo m 14. September 2015 mit, dass sie ihre Offerte gemäss Zustellungsnachweis termingerecht eing ereicht habe. Auch habe das For- mular Honorarrechnung als Beilage 3 der Offerte beigelegen. In ihrer Stellungnahme vom 17. September 2015 beant ragte die Gemeinde sinngemäss die Abweisung des Gesuchs um Erteilung der aufschiebenden Wirkung und die Abweisung der Beschwerde. Sie führte unter anderem aus, dass die Off erte der Zuschlagsempfängerin recht- zeitig eingereicht worden sei. Der beratende Architekt h abe aufgrund eines Versehens der Ge- meinde in seiner Offertbewertung geschrieben, dass die Offerte der C.____ GmbH erst am 4. August 2015 eingegangen sei. Gemäss postalischem Zustell nachweis sei die Offerte am 3. August der Gemeinde zugestellt worden. Des Weitere n habe die Zuschlagsempfängerin das Formular Honorarberechnung der Offerte beigelegt. E s basiere auf einem Versehen der Ge- meinde, dass dies im Offertöffnungsprotokoll anders verme rkt worden sei. Die fehlenden Anga- ben beim Zeitaufwand habe die Gemeinde nicht als offe nkundiges und lückenhaftes Versehen erachtet. Die Zuschlagsempfängerin sei zu Recht nicht vom Verfahren ausgeschlossen worden. Für den Fall, dass das Gericht zum Schluss kommen sollte, die Zuschlagsempfängerin hätte vom Verfahren ausgeschlossen werden müssen, stellte die Ge meinde den Antrag, den Zu- schlagsentscheid aufzuheben, aber der Beschwerdeführerin nicht den Zuschlag zu erteilen. Die Gemeinde würde alsdann das Submissionsverfahren nochmal s durchführen. Den Antrag auf Abweisung des Gesuchs um Erteilung der aufschiebenden W irkung begründete sie mit Dring- lichkeit und übergeordneten Interessen. E. Mit präsidialer Verfügung vom 23. September 2015 w urde in Gutheissung des Verfah- rensantrages der Beschwerdeführerin der Beschwerde die au fschiebende Wirkung erteilt und den Parteien Frist zur Einreichung fakultativer weiterer Stellungnahmen gewährt. In ihrer Eingabe vom 26. Oktober 2015 hielt die Beschw erdeführerin an ihren bereits gestellten Rechtsbegehren fest. Der Antrag auf Ausschluss der Beige ladenen aus dem Verfahren auf- grund der vermeintlich verspätet eingereichten Offerte l iess die Beschwerdeführerin wegen der nunmehr vorliegenden postalischen Bestätigung fallen. Si e führte aus, dass die von der Beige- Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht ladenen eingereichte Honorarabrechnung nach Baukosten keinerlei Angaben zum Zeitaufwand enthalte, keine Vergütung der Baunebenkosten vorsehe und nicht Stellung nehme zum Termin- plan des Gemeinderates. Die Offerte sei somit in wesent lichen Punkten unvollständig, was zwingend zum Ausschluss der Offerte führen müsse. Die Gemei nde könne zudem ihren Zu- schlagsentscheid nicht mit einem plausiblen Beurteilungssc hema erklären. Auf jeden Fall habe sich die Gemeinde über die klare Rangfolge des Offerten vergleichs hinweggesetzt. Die Be- schwerdegegnerin müsse sich einen eindeutigen Ermessensmissbr auch vorwerfen lassen, sei doch der Zuschlag an die beigeladene Offerentin nur mittels überproportionaler Gewichtung des Preiskriteriums bewerkstelligt worden. Aufgrund der Auswertung stehe fest, dass die Offerte der Beschwerdeführerin das beste Gesamtresultat erzielt ha be, weshalb ihr der Zuschlag zu ertei- len sei. Sollte das Gericht keinen Zuschlag vornehmen, sondern lediglich eine Wiederholung des Vergabeverfahrens (ohne Ausschluss der beigeladenen Offerentin) anordnen, so wäre dies mit der verbindlichen Weisung zu verknüpfen, dass die Rei henfolge der Zuschlagskriterien in der neuen Ausschreibung beizubehalten sei. F. Mit Verfügung vom 26. November 2015 wurde der Fa ll der Kammer zur Beurteilung überwiesen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g: 1. Gemäss § 30 des Gesetzes über öffentliche Beschaffung en (BeG) vom 3. Juni 1999 in Verbindung mit § 31 lit. e und f BeG sowie § 43 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (Verwaltungsprozessordnung, V PO) vom 16. Dezember 1993 kann gegen den Ausschluss aus dem Vergabeverfahren und g egen den Zuschlagsentscheid innerhalb von 10 Tagen Beschwerde beim Kantonsgericht erhoben werden. Soweit das BeG nichts anderes vorsieht, richtet sich das Verfahren nach de r VPO (§ 30 Abs. 5 BeG). Das Ge- richt wendet dabei das Recht von Amtes wegen an. Es prüft insbesondere, ob die Eintretens- voraussetzungen erfüllt sind (§ 16 Abs. 2 VPO). 2.1. Nach § 47 Abs. 1 lit. a VPO ist zur Beschwerde befu gt, wer durch die angefochtene Verfügung oder den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an der Änderung oder Aufhebung hat. Diese Voraussetzunge n müssen kumulativ erfüllt sein. Er- forderlich ist somit neben der formellen Beschwer (Teiln ahme am Verfahren vor der Vorinstanz bzw. keine Möglichkeit zur Teilnahme) zusätzlich eine mat erielle Beschwer in der Form eines besonderen Berührtseins sowie eines aktuellen Interesses an der Beschwerdeführung. Letzte- res besteht im praktischen Nutzen, der sich ergibt, wenn ein Beschwerdeführer mit seinem An- liegen obsiegt und dadurch seine tatsächliche oder rechtl iche Situation unmittelbar beeinflusst werden kann (Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verf assungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV] vom 18. Dezember 2013 [810 12 167] E. 1.2; vgl. a uch BGE 140 II 214 E. 2.1; A LFRED KÖLZ /ISABELLE HÄNER /MARTIN BERTSCHI , Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich 2013, Rz 940 ff.). Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2.2. In Lehre und Rechtsprechung war die Frage der B eschwerdelegitimation gegen Vergabeentscheide sowie die Prüfungspflicht der Beschw erdeinstanz im Rahmen des Eintre- tens lange umstritten, namentlich ob im Rahmen der ma teriellen Beschwer vorausgesetzt ist, dass die Beschwerde führende Partei eine realistische Cha nce auf den Zuschlag hat oder ob die Legitimation schon aus der blossen Teilnahme am Ve rgabeverfahren fliesst (vgl. die Dar- stellung bei PETER GALLI /A NDRÉ MOSER /E LISABETH LANG /M ARC STEINER , Praxis des öffentlichen Beschaffungsrechts, 3. Aufl., Zürich 2013, Rz 1301 ff.; ROBERT WOLF , Die Beschwerde gegen Vergabeentscheide, in: Schweizerisches Zentralblatt für S taats- und Verwaltungsrecht [ZBl] 2003 S. 11 f.; K ÖLZ /HÄNER /BERTSCHI , a.a.O., Rz 1927). In seiner ständigen Praxis und im E in- klang mit der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ( vgl. z.B. Urteil des Bundesver- waltungsgerichts [BVGer] B-3526/2013 vom 20. März 2014 E. 1.5) und verschiedener kantona- ler Verwaltungsgerichte (vgl. z.B. Urteil des Verwaltung sgerichts [VGer] GR vom 4. August 2014 [U 14 40] E. 3a; Urteil des VGer FR vom 12. Augu st 2008 [602 2008-74] E. 3d) erachtete das Kantonsgericht einen im Vergabeverfahren nicht berü cksichtigten oder ausgeschlossenen Anbieter unabhängig von dessen konkreten Chancen auf den Zuschlag als formell und materiell beschwert (vgl. statt vieler KGE VV vom 4. Juni 2014 [810 14 27] E. 1; vom 14. November 2012 [810 12 170] E. 1.2). 2.3. Das Bundesgericht hat die Voraussetzungen der materi ellen Beschwer bei Rechts- mitteln gegen Vergabeentscheide unlängst im Entscheid 2C_380/2014 vom 15. September 2014 (BGE 141 II 14 E. 4) höchstrichterlich geklärt. En tsprechend diesem Entscheid hat das Kantonsgericht die kantonsgerichtliche Praxis der höchstrich terlichen Rechtsprechung bezüg- lich der materiellen Beschwer dahingehend angepasst, dass nicht berücksichtigte oder ausge- schlossene Anbieter zur Beschwerde gegen Vergabeentscheid e nur befugt sind, wenn sie bei deren Gutheissung eine realistische Chance haben, mit d em eigenen Angebot zum Zug zu kommen, oder wenn die Gutheissung der Beschwerde zu eine r Wiederholung des Submissi- onsverfahrens führt, in dem sie ein neues Angebot einre ichen können; andernfalls fehlt ihnen das schutzwürdige Interesse an der Beschwerdeführung (KGE VV vom 9. März 2016 [810 15 295] E. 2; vom 28. Oktober 2015 [810 15 49/52] E. 2.5; vom 21. Januar 2015 [810 14 314] E. 2). 2.4. Die Offerte der Beschwerdeführerin wurde im von e inem der Gemeinderäte und dem beratenden Architekten vorgenommenen Offertvergl eich als sehr gut, diejenige der dritten Anbieterin als gut und diejenige der Beigeladenen al s ungenügend bezeichnet. Der Berater empfahl dementsprechend, den Zuschlag der Beschwerdeführ erin zu erteilen. Sollte sich der Zuschlag an die Beigeladene als gesetzeswidrig erweisen , so hätte die Beschwerdeführerin eine reelle Chance, den Zuschlag zu erhalten oder gerich tliche Anordnungen zu erwirken, wel- che zur Zuschlagserteilung an sie führen könnten. Ihre Legitimation ist demzufolge gegeben. Da auch die übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 3. Die Kognition des Kantonsgerichts ist gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO grundsätz- lich auf Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts beschränkt. Die Unangemessenheit kann nach § 45 Abs. 1 lit. c und § 45 Abs. 2 VPO nur in hier nicht inte- ressierenden Ausnahmefällen überprüft werden. Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.1. Gemäss § 1 BeG will der Kanton das Verfahren von öffentlichen Vergaben regeln und transparent gestalten, den Wettbewerb unter Berücksichti gung der eigenen volkswirtschaftli- chen Bedürfnisse und Gegebenheiten stärken, den wirtschaf tlichen Einsatz der öffentlichen Mittel fördern und die Gleichbehandlung aller Anbie tenden gewährleisten. Nach § 9 lit. a BeG muss das Verfahren transparent gestaltet sein, damit unt er den Anbieterinnen und Anbietern ein wirksamer Wettbewerb stattfinden kann. In § 22 Abs. 1 BeG wird statuiert, dass in den Aus- schreibungsunterlagen alle wesentlichen Angaben und die für den Zuschlag massgebenden Kriterien in der Reihenfolge ihrer Bedeutung und en tsprechend ihrer Gewichtung aufgeführt sein müssen. Es gilt somit der Grundsatz, dass alles Zuschlagsr elevante zum Voraus mit der Ausschreibung festgelegt und den Offerenten zur Kenntn is gebracht werden soll. So müssen alle Zuschlagskriterien bereits im sozusagen abstrakten Sta dium des Verfahrens festgelegt werden, solange die einzelnen Offerten noch nicht bekan nt sind. Der Detaillierungsgrad dieser Kriterien ergibt sich aus den Erfordernissen, die das bet reffende Projekt an den Unternehmer stellt. Den Vergabebehörden ist es verboten, im Laufe des Submissionsverfahrens und nach Abgabe der Angebote die Zuschlagskriterien oder ihre relative Gewichtung zu ändern (BGE 125 II 100 E. 7.c; 130 I 248 E. 5.1; KGE VV vom 25. Novem ber 2009 [810 09 279-281] E. 3.1.2 mit weiteren Hinweisen; Urteil des Verwaltungsgerichts des K antons Basel-Landschaft vom 29. September/4. Oktober 1999 i.S. A.C. Nr. 173 in: Basellandschaftliche Verwaltungsgerichts- entscheide [BLVGE] 1998/1999 S. 324; G ALLI /M OSER /L ANG /S TEINER , a.a.O., Rz 972 ff. mit wei- teren Hinweisen). Die Spielregeln dürfen demnach im Laufe des Submissionsverfahrens nicht mehr geändert werden, damit Gewähr für eine willkürf reie Vergabe im öffentlichen Beschaf- fungswesen besteht (vgl. PETER GAUCH /H UBERT STÖCKLI , Thesen zum neuen Vergaberecht des Bundes, Freiburg 1999, S. 24, Ziff. 11.3). 4.2. Die erfolgte Festsetzung der massgeblichen Zuschla gs- und Unterkriterien (samt Ge- wichtung) für die Beurteilung des wirtschaftlich günstigsten Angebots ist bei der Zuschlagsertei- lung für die Vergabestelle und die Anbieter verbindli ch und schränkt in diesem Sinne das der Vergabestelle zustehende Ermessen bei der Bestimmung d es auszuwählenden Angebots ein. So ist es z.B. unzulässig, bei der Fällung des Zuschlagsentsch eids einen Gesichtspunkt in die Beurteilung der Angebote einfliessen zu lassen, der sich nicht aus den vorgängig publizierten Kriterien ergibt. Die Vergabebehörde hat die Angebo te ausschliesslich nach den von ihr be- kannt gegebenen Kriterien zu beurteilen. Unzulässig ist e s somit, einzelne Kriterien beim Zu- schlagsentscheid ausser Acht zu lassen, die Bedeutungsreihen folge der Kriterien umzustellen, andere Gewichtungen vorzunehmen oder zusätzliche, nicht publizierte Kriterien heranzuziehen. Eine Vergabebehörde handelt rechtswidrig, wenn sie de n Zuschlagsentscheid nicht (aus- schliesslich) aufgrund der bekannt gegebenen Zuschlags- bzw. Subkriterien und des ebenso vorgängig bekannt gegebenen (relativen) Gewichts eines jeden Kriteriums fällt (G ALLI /M OSER / LANG /S TEINER , a.a.O., Rz 859 f.). 4.3. Die Rechtmässigkeit der Offertevaluation setzt v oraus, dass der konkrete Zuschlags- entscheid im Lichte der massgeblichen Beurteilungskriteri en samt massgeblicher Gewichtung sowie der konkret zu beurteilenden Angebote nachvollziehba r ist. Die Nachvollziehbarkeit der submissionsrechtlichen Entscheide für den aussenstehenden Dri tten, etwa für den Richter, der Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht die Rechtmässigkeit eines konkreten Zuschlags im Beschwerdever fahren zu überprüfen hat, setzt voraus, dass die Vergabebehörde die Überlegungen, welche sie zu ihrem Entscheid ge- führt haben, in einem Evaluationsbericht dokumentiert und dass diese Erwägungen im Lichte der massgeblichen Zuschlagskriterien, der allfälligen Unt erkriterien und der für jedes Kriterium massgeblichen Gewichtung einerseits sowie der konkreten Ang ebote andererseits logisch zum getroffenen Entscheid führen und dass die im Evaluation sbericht gewählten Begründungen ih- rerseits als vertretbar erscheinen (GALLI /M OSER /L ANG / STEINER , a.a.O., Rz 979). 5.1. Die Gemeinde hat in ihrer Ausschreibung vier Zuschl agskriterien genannt und die Rei- henfolge ihrer Gewichtung festgelegt. An erster Stelle stand die Erfahrung im Sanierungsbe- reich öffentlicher Bauten, an zweiter Stelle die für d iesen Auftrag qualifizierten Mitarbeiter, an dritter Stelle das beste Preis - Leistungsverhältnis und an vierter Stelle die vermutete Einhaltung der vorgesehenen Termine. Im Offertvergleich wird beim Zuschlagskriterium Erfahrung bei der Offerte der Beigeladenen festgehalten, dass ein Beispie l vorliege, hinsichtlich der Offerte der Beschwerdeführerin wird ausgeführt: “viele energetisch e Sanierungen, öffentliche Bauten. Mi- nergie Fachpartner“. Beim Zuschlagskriterium Mitarbeit er wird bezüglich der Offerte der Beige- ladenen erläutert, der Inhaber sei alleine und habe keine Mitarbeiter, bezüglich derjenigen der Beschwerdeführerin, dass diese qualifiziertes Personal h abe. Beim Zuschlagskriterium Preis/ Leistung wird zur Offerte der Beigeladenen erklärt: “sehr günstig! HO Kat. A nicht korrekt, richtig ist C/D. MWST 6.1%? Telefon-Portospesen nach Aufwand“. Hinsichtlich der Offerte der Be- schwerdeführerin werden der Preis mit einem Stundenansatz von Fr. 135.-- und die Spesen von 3% als realistisch und korrekt bezeichnet. Beim Zuschlagskrit erium der Termine wird erörtert, dass die Offerte der Beigeladenen keine Überlegungen zu den Terminen enthalte, die Offerte der Beschwerdeführerin hingegen gut überlegte Vorschläg e biete. Der Berater kommt zum Schluss, dass die Offerte der Beigeladenen ungenügend u nd diejenige der Beschwerdeführerin sehr gut sei, weshalb er die A.____ AG empfehle. 5.2. Die Offertevaluation enthält Kommentare zu den einzelnen Zuschlagskriterien. Des Weiteren werden die drei Offerten als Ganzes mit den P rädikaten ungenügend, gut oder sehr gut bewertet. Eine Bewertung der Offerten bezüglich der einzelnen Zuschlagskriterien in Punk- ten oder Worten fehlt jedoch. Die Gemeinde hat auch weder in der E-Mail an die Beschwerde- führerin vom 25. August 2015 noch in der Vernehmlassun g an das Kantonsgericht die Überle- gungen dargetan, welche sie zu ihrem Entscheid im Lichte der massgeblichen Zuschlagskrite- rien geführt hat. In der Vernehmlassung an das Kantonsg ericht teilt die Beschwerdegegnerin diesbezüglich im Wesentlichen lediglich mit, sie sei entsc hieden der Meinung, das Vergabever- fahren sei korrekt abgewickelt worden. In der E-Mail vo m 25. August 2015 an die Beschwerde- führerin führt sie aus, dass der Gemeinderat an der Si tzung vom 17. August 2015 die einge- reichten Angebote geprüft und sich nach intensiver Berat ung per Mehrheitsbeschluss für das Angebot der Beigeladenen entschieden habe. Rein fachl ich hätten sowohl der Gemeinderat als auch ihr Berater das Angebot der Beschwerdeführerin al s vollständig und überzeugend gewer- tet. In Anbetracht der schwierigen finanziellen Situati on, in der sich die Gemeinde gegenwärtig befinde, habe sich der Gemeinderat schliesslich per Mehrh eitsbeschluss für das günstigste An- gebot der Beigeladenen entschieden. In der Ausschreibun g seien die Vergabekriterien nicht Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht näher gewichtet worden. Daher sei der Gemeinderat der Meinung, dass es bei der Vergabe zulässig sei, das Preisangebot entsprechend zu gewichten. 5.3. Entgegen den Ausführungen der Gemeinde in der genannten E-Mail waren die Zu- schlagskriterien in der Ausschreibung, wenn auch nicht kon kret gewichtet, so doch in der Rei- henfolge ihrer Bedeutung genannt. Das Zuschlagskriterium Preis/Leistung kam an dritter Stelle. Damit darf der Preis bei der Bewertung der Offerten keinesfalls eine höhere Gewichtung als die ersten zwei Zuschlagskriterien erfahren. Es steht nicht im Ermessen der Gemeinde, nach der Ausschreibung die Gewichtung der Zuschlagskriterien bzw. die Reihenfolge ihrer Bedeutung zu ändern. Dem Gericht liegt vorliegendenfalls keine Offe rtevaluation vor, gestützt auf welche der Entscheid der Gemeinde ersichtlich ist und aus welcher die Bewertung in Punkten oder Worten der einzelnen Zuschlagskriterien hervorgeht. Es fehlt da mit eine nachvollziehbare Bewertung, welche einen Vergleich der einzelnen Offerten in Bezu g auf die einzelnen Zuschlagskriterien zulässt. Vielmehr liegt ein nicht nachvollziehbarer Entsche id der Gemeinde vor, welcher der Empfehlung des beratenden Architekten widerspricht. Das Gericht kann demzufolge nicht über- prüfen, ob die Vergabestelle die Offerten ausschreibun gskonform bewertet hat. Der Zuschlags- entscheid ist somit aufzuheben. 6.1.1. Die Beschwerdeführerin macht überdies geltend, dass die Beigeladene eine unvoll- ständige Offerte eingereicht habe, da sie keine Angab en zum Zeitaufwand enthalte. Demzufol- ge hätte die Beigeladene vom Verfahren ausgeschlossen werden müssen. 6.1.2. Angebote sind schriftlich, vollständig und innert der angegebenen Frist einzureichen (§ 23 Abs. 1 BeG). Unvollständige oder verspätet eing etroffene Angebote werden ausgeschlos- sen (§ 23 Abs. 2 BeG). In Ziffer 7 der Ausschreibung wir d verlangt, dass auf dem Beilageblatt 6 (Honorarberechnung nach Baukosten) die Teilleistungen u nd der geschätzte Zeitaufwand auf- geführt werden. In der Beilage 6 zur Offerte der Bei geladenen sind – wie die Beschwerdeführe- rin richtig ausführt – keine Angaben zum Zeitaufwand g enannt, obwohl diese verlangt wurden. Es ist lediglich der Honorarbetrag in Franken pro Phase aufgeführt. In der Offerte der Beigela- denen wird dann festgehalten, dass ein Stundenansatz vo n Fr. 140.-- gelte. Die Summe der Positionen 31 (Vorprojekt) und 32 (Bauprojekt) gemäss Be ilage 6 ergibt einen Betrag von Fr. 16‘400.--. Dieser Betrag findet sich (exkl. MWST) auch wieder in der Honorarofferte der Bei- geladenen für die Phase 1. Die Summe der Beträge für die Positionen 41 (Ausschreibung, Of- fertvergleich, Vergabeantrag), 51 (Ausführungsplanung ), 52 (Ausführung) und 53 (Inbetrieb- nahme, Abschluss) gemäss Beilage 6 entspricht dem in der Honorarofferte eingesetzten Betrag von Fr. 36‘500.--. Gemäss Honorarofferte beinhaltet d er Betrag von Fr. 36‘500.-- jedoch auch die Teilleistung 33 (Baubewilligungsverfahren) in der Höhe von Fr. 1‘500.--. Diesbezüglich be- steht zwischen der Offerte und der Beilage 6 ein Widersp ruch. Auch ergibt die Summe der von der Beigeladenen in der Beilage 6 eingesetzten Prozent sätze für die verschiedenen Teilleistun- gen (9 %, 21 %, 2 %, 18 %, 16 %, 29 % und 2 %) 97 % und nicht wie von der Beigeladenen in der Beilage 6 errechnet 97.5 %. Aufgrund dieser Wide rsprüche ist die Errechnung des einge- setzten Stundenaufwandes nicht genau zu eruieren. Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.2.1. Des Weiteren moniert die Beschwerdeführerin, da ss die Beigeladene – im Gegensatz zur Beschwerdeführerin und zur dritten Offerentin – kei nen Betrag für die Baunebenkosten für die Phase 1 und 2 genannt habe, obwohl dies gemäss Aussch reibung verlangt worden sei. Die Offerte sei demzufolge auch aus diesem Grund unvollständig, weshalb sie vom Verfahren hätte ausgeschlossen werden müssen bzw. auszuschliessen sei. 6.2.2. Gemäss Ziffer 7 der Ausschreibung ist die Honora rofferte gemäss Beilage 6 zu errech- nen. Des Weiteren sind sowohl für die erste als auch für die zweite Phase jeweils das Honorar und die Baunebenkosten zu beziffern. Die Nebenkosten um fassen nach Ziffer 7 der Ausschrei- bung die Kosten für Plankopien, Planplots, Fotokopi en, eventuelle Fahrspesen und eventuelle Mahlzeiten. Gemäss der Offerte hat die Beigeladene die Baunebenkosten für die Phase 1 und 2 nach Aufwand angeboten. Die Autospesen würden mit Fr. 70.-- pro km, die Planpausen mit Fr. 23.-- pro m 2, die A4-Kopien mit 20 Rappen pro Stück und die Telef on- und Portospesen nach effektivem Aufwand in Rechnung gestellt. Ein Bet rag für die Baunebenkosten fehlt, womit fraglich ist, ob die Offerte der Beigeladenen die Voraussetzungen der Ausschreibung erfüllt. 7.1. Wie in der Urteilserwägung 5.3 ausgeführt, ist d er Zuschlagsentscheid aufzuheben. Beschliesst das Gericht die Aufhebung des Zuschlages, so kann es gemäss § 30 Abs. 4 BeG in der Sache selbst entscheiden oder die Sache mit verbindli chen oder ohne verbindliche Anwei- sungen an die Auftraggeberin zurückweisen. Ein reformato rischer Beschwerdeentscheid kann dann getroffen werden, wenn der Sachverhalt vollständi g ist und sofern nur (noch) eine Be- schwerde führende Partei für den Zuschlag in Frage komm t bzw. bei zwei grundsätzlich erfolg- reichen Beschwerdeführerinnen feststeht, dass sich das eine Angebot gegenüber dem anderen als das wirtschaftlich günstigere erweist (G ALLI /M OSER /L ANG /S TEINER , a.a.O., Rz 1405; A NDRÉ MOSER , Überblick über die Rechtsprechung 1998/99 zum öffent lichen Beschaffungswesen, in: Aktuelle Juristische Praxis [AJP] 2000, S. 686). 7.2. Würde vorliegendenfalls eine Bewertung der Offer ten hinsichtlich der einzelnen Zu- schlagskriterien vorliegen, welche zeigen würde, dass die Ge meinde die Offerten nicht nach den Zuschlagskriterien bewertet hat und der Beigeladene n nur als Folge davon der Zuschlag erteilt wurde, müsste das Gericht den Zuschlag aufheben u nd den Zuschlag der Beschwerde- führerin erteilen. Da vorliegendenfalls dem Gericht ke ine Bewertung vorliegt, welche einen Ver- gleich der einzelnen Offerten in Bezug auf die einzeln en Zuschlagskriterien zulässt, hat das Gericht den Zuschlagsentscheid aufzuheben, es kann den Zu schlag jedoch nicht an die Be- schwerdeführerin erteilen. Dies obwohl sehr vieles darau f hindeutet, dass die Gemeinde die Offerten nicht nach den Zuschlagskriterien und der Reihe nfolge ihrer Bedeutung bewertet hat und damit rechtswidrig vorgegangen ist. Demzufolge wir d der Zuschlagsentscheid der Be- schwerdegegnerin vom 20. August 2015 aufgehoben und die Angelegenheit an die Beschwer- degegnerin zurückgewiesen. Diese darf jedoch – entgegen ihrem Antrag in der Vernehmlas- sung an das Kantonsgericht – das Submissionsverfahren nicht nochmals durchführen. Vielmehr wird die Beschwerdegegnerin die Offerte der Beschwerde führerin vom 3. August 2015 und die- jenige der Beigeladenen vom 31. Juli 2015 nach den i n der Ausschreibung vom 15. Juli 2015 genannten Zuschlagskriterien und der in der Ausschreibun g enthaltenen Reihenfolge der Be- deutung der Zuschlagskriterien in nachvollziehbarer Weise neu bewerten und den Zuschlag neu Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht erteilen müssen. Dabei wird sie auch zu entscheiden habe n, ob die Offerte der Beigeladenen aufgrund der Unvollständigkeiten und Mängel vom Verfahren auszuschliessen ist. 8.1. Es bleibt noch über die Kosten zu entscheiden. Gest ützt auf § 20 Abs. 1 VPO in Ver- bindung mit § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskoste n in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt. Die Beschwerdeführerin ist mit ihrem Begehren insofern durchgedrungen, als die Zuschlagsverfügung aufzuheben ist. Den Gemeinden kön nen gemäss § 20 Abs. 3 und 4 VPO nur Verfahrenskosten auferlegt werden, wenn sie das Kantonsgericht in Anspruch neh- men. Der unterliegenden Beschwerdegegnerin können demzu folge keine Verfahrenskosten auferlegt werden. Die Beigeladene hat sich am Verfah ren beteiligt und die Abweisung der Be- schwerde beantragt. Stellung hat sie in ihrer Eingabe jedoch nur zur Frage der rechtzeitigen Einreichung der Offerte genommen. Wie sich herausgestel lt hat, hat die Beigelade die Offerte rechtzeitig eingereicht. Aufgrund der gesamten Umständ e erscheint es daher angemessen, der Beigeladenenen einen Verfahrenskostenanteil in der Hö he von Fr. 500.-- aufzuerlegen. Da der Beschwerdegegnerin im vorliegenden Fall keine Verfahre nskosten auferlegt werden können, wird der hypothetisch auf sie entfallende Verfahrenskost enanteil nicht erhoben. Der Beschwer- deführerin ist der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1‘800.-- zurückzuerstatten. 8.2. Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann f ür den Beizug eines Anwalts bzw. einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung z u Lasten der Gegenpartei zugespro- chen werden (§ 21 Abs. 1 VPO). Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin macht in seiner Honorarnote vom 4. Dezember 2015 einen Aufwand von 18. 5 Stunden à Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 67.50 und 8 % Mehrwertsteuer und somit gesamthaft Fr. 5‘067.90 geltend, was nicht zu beanstanden ist. Die Beschwerdegegnerin und die Beigeladene haben folglich der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 5‘067.90 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. Aus dem gleichen Grund , aus dem der Beigeladenen ein geringerer als der hälftige Anteil der Verfahrenskoste n aufzuerlegen ist, hat die Beschwerde- gegnerin von der Parteientschädigung einen Anteil von Fr. 3‘367.90 und die Beigeladene einen Anteil von Fr. 1‘700.-- zu tragen. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird de r Zuschlagsentscheid der Beschwerdegegnerin vom 20. August 2015 aufgehoben und die Sache zur Neubeurteilung der Angebote der Beschwerdef ührerin und der Beigeladenen im Sinne der Erwägungen an die Besc hwerdegegne- rin zurückgewiesen. 2. Der Beigeladenen wird ein Verfahrenskostenanteil in der Höhe von Fr. 500.-- auferlegt. Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1‘800.- - wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet. 3. Die Beschwerdegegnerin und die Beigeladene haben der Beschwerde- führerin eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 5‘067.90 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen, wobei d ie Beschwer- degegnerin einen Anteil von Fr. 3‘367.90 und die Bei geladene einen Anteil von Fr. 1‘700.-- zu tragen hat. Vizepräsident Gerichtsschreiberin