Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 28. August 2019 (810 19 13) ____________________________________________________________________ Steuern und Kausalabgaben Staatssteuer 2013 und 2014 / Aberkennung der selbstständigen Erwerbstätigkeit / Auf- rechnung geldwerter Leistungen Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Hans Furer, Markus Clausen, Daniel Häring, Niklaus Ruckstuhl , Gerichtsschreiberin Elena Diolaiutti Beteiligte A.____ und B.____ , Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Marcel R. Jung, Rechtsanwalt gegen Steuer - und Enteignungsgericht des Kantons Basel -Landschaft (Abteilung Steuergericht) , Beschwerdegegner Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft , Beschwerde- gegnerin Einwohnergemeinde C.____ , Beigeladene Betreff Staatssteuer 2013 und 2014 (Entscheide der Abteilung Steuergericht vom 7. September 2018) Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. Die Eheleute A.____ und B.____ leben in C.____. Der Ehemann ist Aktionär (Beteili- gung 45 %) und einzelzeichnungsberechtiger Präsident d es Verwaltungsrats der D.____ AG und zugleich Inhaber der Einzelfirma A.____, welche ni cht im Handelsregister eingetragen ist. Seit Jahren ist die D.____ AG einzige Auftraggeberin der Einzelfirma. Mit der jährlichen Steuer- erklärung reichte A.____ jeweils eine Jahresrechnung sei ner Einzelunternehmung ein. Die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft (Steuerverwaltung) kam in ihrem Revisionsbe- richt Nr. 2017-071 vom 11. Juli 2017 zum Schluss, der S teuerpflichtige sei bei der D.____ AG angestellt und gehe keiner selbstständigen Erwerbstätig keit nach. Überdies seien verdeckte Gewinnausschüttungen festgestellt worden. In der Buchha ltung der D.____ AG seien angebli- che Projektkosten von Dritten ohne Beleg bzw. unvollstä ndig verbucht und gleichzeitig dem Aktionärskontokorrent des Steuerpflichtigen gutgeschrieben worden. Gestützt auf den Revisionsbericht wurde mit Veranlagungsver fügungen zur Staatssteuer 2013 und zur Staatssteuer 2014 vom 24. August 2017 dem Steu erpflichtigen jeweils ein Einkommen aus unselbstständiger Tätigkeit von Fr. 180'000.-- aufg erechnet. Zugleich wurde für das Jahr 2013 das vom Pflichtigen deklarierte Einkommen aus selb stständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 141'120.-- gestrichen und es wurden Erträge aus qu alifizierter Beteiligung in der Höhe von Fr. 75'027.-- aufgerechnet. Für das Jahr 2014 wurde i hm das von ihm deklarierte Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 105'503.-- gestrichen und es wurden ihm Erträge aus qualifizierter Beteiligung in der Höhe von Fr. 81'677.-- aufgerechnet. B. Mit Schreiben vom 21. September 2017 erhoben A.__ __ und B.____, nachfolgend im- mer vertreten durch Dr. Marcel R. Jung, Rechtsanwalt, Einsprache gegen die Veranlagungsver- fügungen zu den Staatssteuern 2013 und 2014 und macht en geltend, die Selbstdeklaration sei massgebend, da die Steuerverwaltung die Aberkennung der selbstständigen Erwerbstätigkeit sowie die Aufrechnung geldwerter Leistungen nicht rech tsgenüglich begründet habe. Die Steu- erverwaltung des Kantons Zug habe entgegen der Behaupt ung der Steuerverwaltung des Kan- tons Basel-Landschaft bei der D.____ AG keine geldwert en Leistungen aufgerechnet. Deshalb liege der Aufrechnung eine unzutreffende und beweislose Behauptung zu Grunde. C. Mit Feststellungsverfügung vom 18. Oktober 2017 in Sachen D.____ AG betreffend Hauptsteuerdomizil ab 1. Januar 2013 erkannte die Ste uerverwaltung, dass das Hauptsteu- erdomizil der D.____ AG ab 1. Januar 2013 in der Gemeinde E.____ (Basel-Landschaft) und ab dem 1. Juli 2014 in der Gemeinde F.____ (Basel-Landsc haft) liege, da der statutarische Sitz in Zug ein Briefkastendomizil darstelle und die D.____ AG aufgrund persönlicher Zugehörigkeit ihr Hauptsteuerdomizil im Kanton Basel-Landschaft begründet habe. Nachdem gegen diese Verfü- gung am 23. Oktober 2017 Einsprache erhoben worden wa r, sistierte die Steuerverwaltung das Verfahren am 8. November 2017 mit der Begründung, au fgrund ihres Gesuchs bei der Eidge- nössischen Steuerverwaltung (ESTV) um Feststellung des Ve ranlagungsorts der Steuerpflichti- gen für die direkte Bundessteuer nach Art. 108 des Bund esgesetzes über die direkte Bundes- steuer (DBG) vom 14. Dezember 1990 sei die ESTV mit Abklärungen befasst. D. In den abweisenden Einspracheentscheiden betreffend Staatssteuern 2013 und 2014 vom 14. Februar 2018 wurde unter anderem ausgeführt, gemäss Revisionsbericht würden zahl- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht reiche, eindeutige Hinweise auf das Bestehen eines Anste llungsverhältnisses vorliegen. Zudem wurde klargestellt, dass im Revisionsbericht keineswegs auf eine Aufrechnung von geldwerten Leistungen im Kanton Zug abgestellt worden sei. E. Mit Rekursen vom 15. März 2018 machten die Steuerpf lichtigen beim Steuer- und Ent- eignungsgericht, Abteilung Steuergericht (Steuergerich t), des Kantons Basel-Landschaft hin- sichtlich der Aberkennung der selbstständigen Erwerbstätig keit geltend, der Steuerpflichtige sei mit einer Beteiligung von 45 % nur Minderheitsaktion är und damit nicht Alleinaktionär. Deshalb sei davon auszugehen, dass der Auftrag zwischen der D._ ___ AG und dem Pflichtigen bzw. dessen Einzelunternehmen zu Marktkonditionen geschlossen worden sei. Verträge zwischen einer AG und einem der Aktionäre seien grundsätzlich z ulässig. Es gebe keinen Grund, das zivilrechtliche Rechtsverhältnis nicht auch steuerlich anzuer kennen. Hinsichtlich der Aufrech- nung geldwerter Leistungen machten die Steuerpflicht igen geltend, die verbuchten Projektkos- ten seien geschäftsmässig begründet. Des Weiteren stellt en die Pflichtigen den Antrag, das Verfahren bis zum rechtskräftigen Abschluss des Feststellungsver fahrens zum Bestand und Umfang der Steuerpflicht der D.____ AG zu sistieren. F. Mit Verfügung vom 27. März 2018 in Sachen Feststell ung des Veranlagungsorts für die direkte Bundessteuer der Steuerperioden 2013 - 2016 en tschied die ESTV, dass der Kanton Basel-Landschaft für die Veranlagung der direkten Bun dessteuer der D.____ AG zuständig sei, da es sich beim statutarischen Sitz der D.____ AG in Zug l ediglich um ein Briefkastendomizil handle. Diese Verfügung wurde beim Bundesverwaltungsgericht angefochten. G. Mit Verfügung des Präsidenten des Steuergerichts vom 1 . Juni 2018 wurde das im Verfahren betreffend Staatssteuer 2013 und 2014 gestel lte Sistierungsgesuch mit der Begrün- dung abgewiesen, der Ausgang des Feststellungsverfahrens b etreffend Steuerdomizil der D.____ AG sei nicht entscheidrelevant, zumal die Steue rpflichtigen ihr Steuerdomizil unbestrit- tenermassen im Kanton Basel-Landschaft hätten und letzterer nicht an Einschätzungen anderer Kantone gebunden sei. H. Mit Entscheiden Nr. 510 18 14 und 510 18 15 vom 7. September 2018 wies das Steu- ergericht die Rekurse in Sachen Staatssteuer 2013 und Staatssteuer 2014 ab. Es qualifizierte die vom Steuerpflichtigen ausgeübte Tätigkeit als Manag ing Partner bei der D.____ AG als un- selbstständige Erwerbstätigkeit und schützte des Weitere n die Aufrechnung der Zahlungen der D.____ AG auf das Aktionärskonto des Steuerpflichtigen als geldwerte Leistungen. I. Mit Eingabe vom 23. Januar 2019 erhoben die Steu erpflichtigen gegen die Entscheide des Steuergerichts beim Kantonsgericht, Abteilung Verf assungs- und Verwaltungsrecht (Kan- tonsgericht), Beschwerde und beantragten, es seien die angefochtenen Entscheide aufzuheben und betreffend Staatssteuer 2013 die Aberkennung der selbstständigen Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers und die Aufrechnung der geldwerten Leistungen von Fr. 75'027.-- aufzuhe- ben und ein Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigk eit von Fr. 140'956.-- festzusetzen sowie betreffend Staatssteuer 2014 die Aberkennung der selbstständigen Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers und die Aufrechnung der geldwerten Leistungen von Fr. 81'677.-- aufzuhe- Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht ben und ein Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigk eit von Fr. 105'303.-- festzusetzen; alles unter o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hi nsicht stellten sie die Anträge, es seien die Verfahren zur Staatssteuer 2014 (recte wohl 2013) und zur Staatssteuer 2014 zu vereinen sowie es sei eventuell das vorliegende Verfahren bis zum rechtskräftigen Abschluss des sistier- ten Feststellungsverfahrens zum Bestand und Umfang der Steuerpflicht der D.____ AG für die Zwecke der Staatssteuern für die Steuerjahre 2013 und 2014 zu sistieren. Mit präsidialer Verfügung vom 25. Januar 2019 vereinig te das Kantonsgericht die Verfahren betreffend Staatssteuer 2013 und Staatssteuer 2014 und wies den Antrag der Beschwerdefüh- rer auf Sistierung des Verfahrens ab. Das Steuergericht und die Steuerverwaltung beantragte n in ihren Vernehmlassungen vom 5. Februar 2019 bzw. vom 22. Februar 2019 die Abweis ung der Beschwerde. Die beigeladene Einwohnergemeinde C.____ liess sich nicht vernehmen. J. Das Präsidium überwies mit Verfügung vom 26. März 201 9 den Fall der Kammer zur Beurteilung im Rahmen einer Urteilsberatung und erklä rte, dass das vorliegende Verfahren Nr. 810 19 13 betreffend Staatssteuern 2013 und 2014 und das Beschwerdeverfahren Nr. 810 19 14 gegen die Entscheide des Steuergerichts vom 7. September 2018 betreffend die direkten Bundessteuern 2013 und 2014 zusammen behandelt würden. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Nach § 131 Abs. 1 des Gesetzes über die Staats- und G emeindesteuern (Steuerge- setz, StG) vom 7. Februar 1974 können Entscheide des Steu ergerichts mit Verwaltungsge- richtsbeschwerde beim Kantonsgericht angefochten werden. Da sämtliche weiteren formellen Voraussetzungen gemäss den §§ 43 ff. des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungs- prozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 erfüllt sin d, kann auf die vorliegende Be- schwerde gegen die Steuerentscheide betreffend Staatsste uer 2013 und Staatssteuer 2014 eingetreten werden. 2. Gemäss § 45 Abs. 1 VPO können mit der verwaltungsg erichtlichen Beschwerde Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Untersch reitung oder Missbrauch des Er- messens (lit. a) sowie die unrichtige oder unvollständig e Feststellung des Sachverhalts (lit. b) gerügt werden. Die Überprüfung der Angemessenheit ei ner Verfügung ist hingegen nur in Aus- nahmefällen vorgesehen (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO). Einen solchen Ausnahmefall statuiert § 45 Abs. 2 VPO, gemäss welchem mit der Beschwerde in Steuer sachen alle Mängel des angefoch- tenen Entscheids und des vorangegangenen Verfahrens ge rügt werden können (vgl. auch § 6 Abs. 3 VPO und § 18 Abs. 3 VPO). Demzufolge kann das Kantonsgericht vorliegend auch die Angemessenheit des angefochtenen Entscheides überprüfen. Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.1. Strittig ist vorerst, ob die vom Beschwerdeführer als Managing Partner bei der D.____ AG ausgeführte Tätigkeit als selbstständige oder unselb ständige Erwerbstätigkeit zu qualifizie- ren ist. 3.2. Die Einkünfte aus unselbständiger und selbstständig er Erwerbstätigkeit unterliegen gemäss § 24 Abs. 1 lit. a und b StG und Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Harmoni- sierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinde n (StHG) vom 14. Dezember 1990 der Besteuerung. 3.3.1. Der Terminus "selbstständige Erwerbstätigkeit" ist ein steuerrechtlicher Begriff, der in der Praxis aufgrund der vielfältigen Sachverhalte, die damit abgedeckt werden, nicht klar defi- niert ist. Allgemein wird darunter jede Tätigkeit ver standen, bei der ein Unternehmer auf eige- nes Risiko, unter Einsatz von Arbeitsleistung und Kapita l, in einer frei gewählten Organisation, auf eigenes Risiko, anhaltend und planmässig zum Zweck de r Gewinnerzielung am Wirt- schaftsverkehr teilnimmt. Eine selbstständige Erwerbstätigkeit kann haupt- oder nebenberuflich, dauernd oder temporär ausgeübt werden. Im Übrigen w ird nicht verlangt, dass die steuerpflich- tige Person nach aussen sichtbar am Wirtschaftsverkehr teil nimmt bzw. ein selbstständiger Marktauftritt vorliegt und ein Unternehmen, Gewerbe oder Geschäft betrieben wird. 3.3.2. Ob eine selbstständige Erwerbstätigkeit vorlieg t, ist stets nach den gesamten Umstän- den des Einzelfalles zu beurteilen; die einzelnen Merkma le des Begriffs der selbstständigen Erwerbstätigkeit dürfen nicht isoliert betrachtet wer den und können auch in unterschiedlicher Intensität auftreten. Auch wenn der Begriff im Normalfall die oben genannten Elemente umfasst, so bedeutet dies nicht, dass eine Tätigkeit, bei der ei nzelne dieser Elemente fehlen, automa- tisch nicht mehr selbstständig ist (zum Ganzen 125 II 113 E. 5.b mit weiteren Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 2C_948/2010 vom 31. Oktober 2011 E . 2.2). Ausschlaggebend ist stets das Gesamtbild der vollzogenen Tätigkeiten (M ARKUS REICH /J ULIA VON AH, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG ], 3. Aufl., Basel 2017, Rz 13 ff. zu Art. 8 StHG; MARKUS REICH /J ULIA VON AH, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schwei- zerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die direkte Bund essteuer [DBG], 3. Aufl., Basel 2017, Rz 14 f. zu Art. 18 DBG). 3.3.3. Der Begriff der unselbstständigen Erwerbstäti gkeit muss gegenüber demjenigen der selbstständigen Erwerbstätigkeit abgegrenzt werden. Di e beiden Begriffe sind zwangsläufig komplementär zueinander. Ausgangspunkt für den Begriff der unselbstständigen Erwerbstätig- keit ist ein Arbeitsverhältnis der steuerpflichtigen Perso n i.S. von Art. 319 ff. des Bundesgeset- zes betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzb uches (Fünfter Teil: Obligatio- nenrecht, OR) vom 30. März 1911. In der Rechtsprechung wird allerdings zuweilen nicht auf die zivilrechtliche Abgrenzung abgestellt oder die Abgrenzung nicht gegenüber der existierenden Rechtsprechung zur selbstständigen Tätigkeit im Steuer recht vorgenommen, sondern (zu Un- recht) die Auslegung im Sozialversicherungsrecht übernomme n (vgl. B RUNO KNÜSEL /CLAUDIA SUTER , in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizer ischen Steuerrecht, Bundesge- setz über die direkte Bundessteuer [DBG], 3. Aufl., Basel 2017, Rz 2 zu Art. 17 DBG). Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.3.4. Von Scheinselbstständigkeit spricht man, wenn di e Parteien keinen Arbeitsvertrag be- absichtigt haben, das eingegangene Rechtsverhältnis jed och bei genauer Prüfung alle notwen- digen Elemente eines Arbeitsvertrages erfüllt und von Behörden oder Gerichten im Falle einer Auseinandersetzung auch als Arbeitsvertrag qualifiziert wi rd. Nicht zuletzt aufgrund der Ent- wicklungen der Arbeitswelt in den letzten Jahren erscheint dieses Problem heute sehr häufig (THOMAS GEISER /R OLAND MÜLLER /K URT PÄRLI , Arbeitsrecht in der Schweiz, 4. Aufl., Zürich 2019, Rz 134a f.). Die Abgrenzung von echter und sche inbarer Selbstständigkeit ist oft schwie- rig. Indizien für das Vorliegen von Scheinselbständigkeit sind: - Die Person ist auf Dauer und im Wesentlichen nur f ür einen Auftraggeber tätig. - Die Person tritt nicht unternehmerisch am Markt auf (k eine Buchführung, kein Marketing usw.). - Die Person hat einen festen zugewiesenen Arbeitsplatz und feste Arbeitszeiten. - Andere Personen im gleichen Unternehmen verrichten eine ähnliche Arbeit als Arbeitneh- mer. - Die Person hatte schon früher einen Arbeitsvertrag mit dem gleichen Vertragspartner. 3.4.1. Die D.____ AG ist seit Jahren die einzige Auftra ggeberin des Beschwerdeführers bzw. seines Einzelunternehmens. Für sie ist er gemäss Homepage als Managing Partner tätig. Damit ist der Beschwerdeführer auf Dauer und im Wesentlichen nur für die D.____ AG tätig. Eine an- dere Auftraggeberin hat der Beschwerdeführer nicht. Al s einzelzeichnungsberechtigter Verwal- tungsratspräsident und Geschäftsführer der D.____ AG (vg l. Verfügung der ESTV vom 27. März 2018 E. 5.2) kann der Beschwerdeführer Aufträ ge an sich selber bzw. an sein Einzel- unternehmen erteilen. Diese Vorgehensweise spricht gegen ein Auftragsverhältnis, da Auftrag- geber und Auftragnehmer vorliegend die gleiche Person sind. Das Argument des Beschwerde- führers, dass der zweite Verwaltungsrat, G.____, den Auf trag mit der Einzelfirma A.____ jeder- zeit hätte kündigen können, mag zwar zutreffen. Faktisch ist aber der Beschwerdeführer seit Jahren "Auftragnehmer", so dass das Argument des Beschwerdeführers eher theoretisch ist. Im Übrigen könnte sich der einzelzeichnungsberechtigte Beschw erdeführer den Auftrag auch wie- der erteilen. Überdies ist rechtsprechungsgemäss nicht die rechtliche Möglichkeit, Arbeiten von mehreren Auftraggebern anzunehmen, massgeblich, sonder n die tatsächliche Auftragslage (BGE 122 V 169 E. 3.c). Die tatsächliche Auftragslage g estaltet sich vorliegend klar so, dass der Beschwerdeführer nur für die D.____ AG tätig ist. 3.4.2. Des Weiteren ist der Beschwerdeführer als Managi ng Partner tätig und einzelzeich- nungsberechtigt. Ein Managing Partner übernimmt Führ ungsaufgaben der obersten Ebene von Unternehmen und Organisationen. Managing Direktoren b zw. Partner sind für die strategische Unternehmensplanung zuständig und tragen die Verantw ortung für den Erfolg des Betriebes. Sie stellen die Leistungsfähigkeiten ihres Unternehmen s sicher und kümmern sich um die Res- sourcenverteilung auf die entsprechenden Abteilungen. E in Managing Direktor bzw. Partner ist betriebswirtschaftlich für Finanzen und Geschäfte sowie f ür Mitarbeiter und Planungen verant- wortlich (www.jobisjob.de/managing-director/job-descrip tion; vgl. zur Definition des Managing Partner: www.businessdictionary.com/definition/managing-partner.html). Wie die Steuerverwal- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht tung in ihrer Vernehmlassung vom 22. Februar 2019 aus führt, ist es wenig glaubhaft und wirkt deshalb konstruiert, dass der Beschwerdeführer seine Tätigkeit als Geschäftsführer quasi ledig- lich im Auftragsverhältnis für die D.____ AG erfülle. Zudem ist davon auszugehen, dass die Tätigkeit als Managing Partner mit einem Vollzeitpensu m ausgeübt wird und wenig bis gar kei- ne Zeit bleibt, nebenbei noch andere Mandate zu führen, was im Übrigen auch aus arbeitsrecht- licher Sicht problematisch sein dürfte (konkurrenzierende Tätigkeit). 3.4.3. Der Beschwerdegegner führt aus, dass die Einzelf irma des Beschwerdeführers über- haupt keinen Aussenauftritt habe und damit unternehm erisch nicht am Markt auftrete. Die Ein- zelfirma des Beschwerdeführers sei für potentielle Arbe itgeber gar nicht ersichtlich, da sie ins- besondere weder einen Eintrag im Telefonbuch noch e ine Homepage habe. Der Beschwerde- führer bestreitet dies in seiner Rechtsschrift nicht, sondern macht geltend, das Bundesgericht setze für eine selbstständige Erwerbstätigkeit keinen Au ssenauftritt am Markt voraus. Das Bun- desgericht berücksichtige in seiner Rechtsprechung zum gewerbsmässigen Liegenschaftshänd- ler und gewerbsmässigen Wertschriftenhändler dieses Indiz nicht. Richtig ist, dass das Bun- desgericht für die Annahme einer selbstständigen Erwer bstätigkeit nicht verlangt, dass die steuerpflichtige Person nach aussen sichtbar am Wirtschaft sverkehr teilnimmt bzw. ein selbst- ständiger Marktauftritt vorliegt. Dieses Merkmal bleibt a ber gemäss Rechtsprechung ein Indiz für die Unselbstständigkeit und fällt als Teil der Gesa mtbeurteilung ins Gewicht. Auch in den angefochtenen Urteilen wird dieses Element lediglich als weiteres Indiz für die Unselbstständig- keit und Scheinselbstständigkeit erachtet. 3.4.4. Das Steuergericht hält in seinen Entscheiden fe st, dass gemäss Verfügung der ESTV vom 27. März 2018 Rechnungen an die D.____ AG für von ihr bezogene Dienstleistungen und Güter aktenkundig seien. Diesen Dokumenten sei allen ge meinsam, dass sie mit der Anschrift der D.____ AG in E.____ versehen seien. Überdies sei e ine Fotokopie eines Schreibblocks bei den Akten. Dieser Schreibblock sei ebenso (wie im Übrige n auch Rechnungen für erbrachte Dienstleistungen der D.____ AG an die H.____ Ltd. au f den Britischen Jungfraueninseln) mit der Adresse in E.____ beschriftet. Die D.____ AG zeige damit ihre "Basler-Adresse" in den Jah- ren 2013 und 2014 sowohl ihren Kunden als auch ihren Gläubigern offen an, was ein weiteres starkes Indiz für das Vorhandensein eigener Büroräume in E.____ Basel-Landschaft sei und in diesem Zusammenhang ebenfalls dafürspreche, dass der in d er Region wohnhafte Beschwer- deführer seine Aktivitäten für die D.____ AG in deren Räumlichkeiten ausübe. Damit ist auch das Element des festen zugewiesenen Arbeitsplatzes in den Büroräumen der D.____ AG erfüllt, womit ein weiteres Indiz für die Scheinselbständigkeit vorliegt. 3.4.5. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass er in den massgeblichen Steuerperioden mit einer Beteiligung von 45 % nur Minderheitsaktionä r und nicht Alleinaktionär der D.____ AG gewesen sei. Es sei daher davon auszugehen, dass der Auftrag zwischen dem Beschwerdefüh- rer und der D.____ AG in den massgeblichen Steuerperi oden zu marktkonformen Konditionen abgeschlossen worden sei. Zivilrechtliche Verträge zwischen einer Aktiengesellschaft und ei- nem Aktionär seien zulässig, weshalb kein Grund bestehe, ein zivilrechtliches Verhältnis steuer- rechtlich nicht anzuerkennen oder davon abzuweichen. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.4.6. Wie die Steuerverwaltung in ihrer Stellungnah me an das Kantonsgericht ausführt, ist die Tatsache, dass der Beschwerdeführer "lediglich" über 45 % der Aktien verfügt und nicht Alleinaktionär ist, von untergeordneter Bedeutung, da die ausschlaggebenden Kriterien, nämlich dass der Beschwerdeführer als Verwaltungsratspräsident ei nzelzeichnungsberechtigt ist und die D.____ AG alleinige Auftraggeberin seit Jahren ist, erfüllt sind. Aus diesen Kriterien wird ersichtlich, dass der Beschwerdeführer "Auftraggeber" und "Auftragnehmer" in einer Person vereint, was per se keine selbstständige Tätigkeit begründen kann. 3.5.1. Die Beschwerdeführer erklären in ihrer Beschwerd ebegründung weiter, die Schwelle zur Ausübung einer selbstständigen Erwerbstätigkeit sei im Steuerrecht tief angesetzt, sie wer- de angenommen, wenn beim Steuerpflichtigen eine Gewi nnerzielungsabsicht vorhanden sei. Die Aberkennung einer selbstständigen Erwerbstätigkeit und die "Um-Qualifikation" in eine un- selbständige Erwerbstätigkeit sei im Steuerrecht nur im F alle des Rechtsmissbrauchs zulässig. Die Beschwerdeführer verweisen dabei auf KNÜSEL /S UTER , a.a.O., Rz 4 zu Art. 17 DBG. 3.5.2. In der Literaturstelle, auf welche der Beschwe rdeführer seine Schlussfolgerung stützt, wird ausgeführt, dass sich Schwierigkeiten bei der Umsetzu ng der Abgrenzung zwischen der selbstständigen und unselbständigen Erwerbstätigkeit in sbesondere bei Einzelunternehmen im Dienstleistungsbereich ergäben. Zu denken sei beispiel sweise an Informatik-Spezialisten, die formell als Einzelfirma auftreten würden, jedoch in längerfristigen Projekten eines Bestellers und damit auch in dessen Organisation tätig seien. Grund sätzlich sei davon auszugehen, dass eine im Handelsregister eingetragene Einzelfirma auch tatsä chlich zu einer selbständigen Erwerbs- tätigkeit führe. Davon sollte nur bei Rechtsmissbrauch unter Beachtung der entsprechenden Voraussetzungen abgewichen werden. Da im vorliegenden Fall das Einzelunternehmen des Beschwerdeführers nicht im Handelsregister eingetragen ist, kann der Beschwerdeführer aus der zitierten Stelle nichts zu seinen Gunsten ableiten. Des Weiteren ist durchaus fraglich, ob bei Vorliegen der Voraussetzungen einer Scheinselbstständigkei t nicht auch die Voraussetzungen des Rechtsmissbrauchs vorliegen bzw. vorliegen können. 3.6. Aufgrund der obigen Darlegungen ist nicht zu b eanstanden, dass die Beschwerdegeg- ner den Beschwerdeführer als unselbstständig erwerbstätig qualifiziert haben, weshalb die Be- schwerde diesbezüglich abzuweisen ist. 4.1. Weiter ist zu prüfen, ob die Zahlungen der D.__ __ AG auf das Aktionärskonto des Be- schwerdeführers als geldwerte Leistung aufzurechnen sind. 4.2. Gemäss § 24 Abs. 1 lit. e StG gehören geldwerte Leistungen aus Beteiligungen aller Art zum steuerbaren Einkommen. Verdeckte Gewinnausschüt tungen stellen an sich Gewinn- ausschüttungen dar, welche aber von der ausschüttenden Gesellschaft nicht als solche offen ausgewiesen werden. Als verdeckte Gewinnausschüttung ist d abei die Leistung einer juristi- schen Person zu würdigen, die sich selbst entreichert, um ihre Gesellschafter oder diesen nahe stehende Personen zu bereichern, indem sie ihnen bewu sst geldwerte Vorteile zuwendet, wel- che sie Dritten nicht oder in wesentlich geringerem Umf ang gewähren würde und die deshalb nicht geschäftsmässig begründet sind und welche sie nicht o rdnungsgemäss als Gewinnver- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht wendung verbucht. Die Gesellschaft erhält von ihren Anteilsinhabern (oder diesen Nahestehen- den) für ihre eigene Leistung keine oder keine angem essene Gegenleistung (F ELIX RICHNER / WALTER FREI /S TEFAN KAUFMANN /H ANS ULRICH MEUTER , Handkommentar zum DBG, 3. Aufl., Zürich 2016, Rz 141 zu Art. 20 DBG). Eine geldwerte Leistung liegt vor, wenn und insoweit sie einer an der Gesellschaft nicht beteilig- ten Drittperson nicht oder nur in wesentlich geringerem Umfang erbracht worden wäre; mass- gebend ist somit der Drittvergleich. Beim Drittverglei ch sind in jedem Einzelfall alle konkreten Umstände des zwischen der Gesellschaft und dem Anteilseign er abgeschlossenen Geschäfts zu berücksichtigen, und es muss davon ausgehend bestimmt w erden, ob das Geschäft in glei- cher Weise mit einem mit der Gesellschaft nicht Verbun denen auch abgeschlossen worden wäre. Bei von der Gesellschaft getätigten Ausgaben ka nn mitunter das Kriterium der ge- schäftsmässigen Begründetheit von Aufwendungen die Funkti on des Drittvergleichs überneh- men. Ob eine versteckte Gewinnbeteiligung bei der Gese llschaft tatsächlich erfasst wurde, ist für die Besteuerung des Beteiligungsinhabers unerheblic h. Ebenso wenig kommt es für die steuerliche Erfassung auf Seiten der Gesellschaft darauf an, ob der geldwerte Vorteil beim Be- teiligungsinhaber besteuert wurde (RICHNER /F REI /K AUFMANN /MEUTER , a.a.O., Rz 142 f. und 147 zu Art. 20 DBG). 4.3. Steuerbegründende und steuererhöhende Tatsachen sind durch die Veranlagungsbe- hörde, steuermindernde und steuerausschliessende Tatsachen hingegen durch die steuerpflich- tige Person zu beweisen (Normentheorie). Die Beweisfü hrungslast liegt aufgrund der behördli- chen Untersuchungspflicht bei der Veranlagungsbehörde, doch untersteht die steuerpflichtige natürliche oder juristische Person einer weitreichende n Mitwirkungspflicht. Sie muss alles tun, um eine vollständige und richtige Veranlagung zu ermög lichen. Macht die steuerpflichtige Per- son geltend, es seien Zahlungen ins Ausland geflossen, so sind die Untersuchungsmöglichkei- ten der Veranlagungsbehörde naturgemäss eingeschränkt. Er höhte Mitwirkungspflichten und damit erhöhte Anforderungen an den Nachweis gelten daher, wenn die Mittel in einen anderen Staat geflossen sein sollen. Entsprechend unterliegen die steuerpflichtigen Personen in solchen Fällen einer besonders qualifizierten Mitwirkungspflicht. Sie haben nicht nur den Empfänger der Zahlung zu nennen, sondern die gesamten Umstände dar zulegen, die zur Zahlung geführt ha- ben. Von der steuerpflichtigen Person wird verlangt, dass sie die Verträge, die Korrespondenz und die Bankbelegte vorlegt (Urteile des Bundesgeri chts 2C_1113/2018 vom 8. Januar 2019 E. 2.2.2 und 2.2.3; 2C_276/2018 vom 15. Juni 2018 E. 2.6.2, jeweils mit weiteren Hinweisen). 4.4. Der Beschwerdeführer hat im Jahr 2013 Leistungen in der Höhe von Fr. 75'027.-- (Fr. 73'522.-- [I.____] und Fr. 1'505.-- Reisespesen ]) auf das Aktionärskonto erhalten, welche zugleich bei der D.____ AG als Projektkosten Dritter verbucht wurden. Wie das Steuergericht in seiner Entscheiderwägung Ziff. 3.2 i.S. Staatssteuer 20 13 ausführt, macht der Beschwerdefüh- rer eine nicht nachgewiesene Verwendung dieser Zahlu ng geltend, indem er behauptet, einen Betrag in derselben Höhe in Russland bezahlt zu haben. Wie dort ortsüblich sei, habe er die Zahlung bar beglichen. Eine Quittung, welche den Erha lt bestätigt oder Korrespondenz, die auf eine vertragliche Grundlage deutet, ist nicht ins Recht gelegt worden (siehe Beilagen E des Re- visionsberichts). Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht Der Beschwerdeführer hat im Jahr 2014 Leistungen in d er Höhe von Fr. 81'667.-- (Fr. 46'890.-- D.____, Fr. 34'777.26 J.____) auf das Aktionärskonto erhalten, welche zugleich bei der D.____ AG als Projektkosten Dritter verbucht wurden. Wie das Steuergericht in seiner Entscheiderwä- gung Ziff. 3.2 i.S. Staatssteuer 2014 ausführt, macht der Beschwerdeführer auch diesbezüglich eine nicht nachgewiesene Verwendung dieser Zahlung gel tend, indem er behauptet, einen Be- trag in derselben Höhe in Russland wie dort üblich bar bezahlt zu haben. Eine Quittung, welche den Erhalt von USD 35'000.-- bestätigen soll, liegt vo r, diese ist aber von Frau J.____ nicht un- terschrieben, hat weder eine genaue Adressangabe noch ist diese exakt datiert. Auch die Quit- tung, welche den Erhalt von USD 50'000.-- durch I.___ _ bestätigen soll, ist nur mit einer unge- nauen Adressangabe versehen und nicht exakt datiert (siehe Beilagen E zum Revisionsbericht). 4.5. Nachdem der Beschwerdeführer keinen näheren Aufsch luss über die genannten Zah- lungen gab, ist es nicht zu beanstanden, dass die Vori nstanzen von einer geldwerten Leistung an den Gesellschafter ausgehen. Wie das Steuergericht in seinen jeweiligen Urteilserwägungen Ziff. 3.2 ausführt, legen die Buchungen bei der D.__ __ AG und beim Aktionärskonto kein ande- res Ergebnis nahe. Daran ändert auch der in der Beschwerde an das Kantonsgericht wiederhol- te Einwand, der Kanton Zug habe bei der D.____ AG o ffenbar keine entsprechende Aufrech- nung vorgenommen, nichts. Ebenso wenig überzeugt das A rgument des Beschwerdeführers vor Kantonsgericht, die Aufwendungen würden angesichts seines Minderheits-Aktienanteils von 45 % nicht in seinem Alleininteresse erfolgen und es se i daher davon auszugehen, dass die Projektkosten geschäftsmässig begründet seien. Der Beschwerdeführer ist Verwaltungsratsprä- sident und einzelzeichnungsberechtigt und hat damit in der D.____ AG offenkundig einen mass- gebenden Einfluss. Des Weiteren vermag der Aktienanteil eines Steuerpflichtigen nichts an sei- ner oben dargestellten Darlegungspflicht bezüglich Zahlungen ins Ausland zu ändern. 4.6. Aufgrund der obigen Darlegungen ist die Beschwer de folglich auch in diesem Punkt und damit vollumfänglich abzuweisen. 5. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahren s zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht koste npflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterlie- genden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Ab s. 3 VPO). Vorliegend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- den unter legenen Beschwerdeführern aufzuerle- gen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen. Die Parteikosten werden gemäss § 21 VPO wettgeschlagen. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden den Be- schwerdeführern auferlegt und mit dem geleisteten Koste nvorschuss in gleicher Höhe verrechnet. 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Vizepräsident Gerichtsschreiberin Gegen diesen Entscheid wurde am 6. November 2019 Besch werde beim Bundesgericht (Ver- fahrensnummer 2C_929/2019) erhoben.