<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2021.00744</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=222187&amp;W10_KEY=13013467&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2021.00744</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 10.03.2022</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Gebühren für Schifffahrtsprüfung (Akteneinsicht)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Gebühren für die theoretische Schifffahrtsprüfung] Die umstrittene Prüfungsgebühr von Fr. 40.- stützt sich auf eine genügende gesetzliche Grundlage (E. 4.2 f.). Nach dem Kostendeckungsprinzip darf der Gesamtertrag der Gebühren die gesamten Kosten des betreffenden Verwaltungszweiges nicht oder nur geringfügig überschreiten. Das konkrete Prüfungsergebnis im Einzelfall hat deshalb keinen Einfluss auf die Einhaltung des Kostendeckungsprinzips. Vorliegend ist das Kostendeckungsprinzip gewahrt (E. 4.5). Das Äquivalenzprinzip verlangt, dass eine Kausalabgabe im Einzelfall nicht in einem offensichtlichen Missverhältnis zum objektiven Wert der bezogenen Leistung oder des abgegoltenen Vorteils steht und sich in vernünftigen Grenzen bewegt. Aus Gründen der Verwaltungsökonomie sind Pauschalierungen zulässig; die Wahrung des Äquivalenzgrundsatzes ist deshalb weder von der individuellen Prüfungsleistung noch vom konkreten Korrekturaufwand abhängig. Mit Blick sowohl auf die durch die Prüfungsgebühr abgegoltenen staatlichen Leistungen als auch auf den der Leistungen zuzumessenden objektiven Nutzen für die Prüflinge kann von einer Verletzung des Äquivalenzprinzips keine Rede sein (E. 4.6). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃQUIVALENZPRINZIP">ÃQUIVALENZPRINZIP</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENDECKUNGSPRINZIP">KOSTENDECKUNGSPRINZIP</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHE ABGABE">ÃFFENTLICHE ABGABE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHE ABGABEN">ÃFFENTLICHE ABGABEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=56492" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2021.00744</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>des Einzelrichters</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">10. MÃ¤rz 2022</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter AndrÃ© Moser, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Eva Heierle.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Strassenverkehrsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend GebÃ¼hren fÃ¼r SchifffahrtsprÃ¼fung (Akteneinsicht),</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A absolvierte am 17. November 2020 bei der Dienststelle Schifffahrtskontrolle des Strassenverkehrsamts des Kantons ZÃ¼rich (fortan: Schifffahrtskontrolle) erfolgreich die theoretische PrÃ¼fung fÃ¼r die Erlangung des SchiffsfÃ¼hrerausweises der Kategorie A. </p> <p class="Sachverhalt2">Er bat die Schifffahrtskontrolle gleichentags per E-Mail um "Akteneinsicht in die gesamte PrÃ¼fung", worauf ihm ein baldiger Termin fÃ¼r die Einsichtnahme in Aussicht gestellt und mitgeteilt wurde, dass "[a]us naheliegenden GrÃ¼nden [â¦] keine PrÃ¼fungsfragen und die Antworten dazu" verschickt wÃ¼rden. Am 26. November 2020 schlug die Schifffahrtskontrolle drei Termine fÃ¼r die Einsichtnahme vor und wies A darauf hin, dass nur in falsch beantwortete Fragen Einsicht gewÃ¤hrt werde, es nicht erlaubt sei, Notizen oder Fotos von den Fragen zu machen, die Einsichtnahme auf zehn Minuten beschrÃ¤nkt und von einem Experten begleitet werde. Mit bei der Schifffahrtskontrolle am 30. November 2020 eingegangenem Schreiben verlangte A im Wesentlichen, es sei ihm Einsicht in sÃ¤mtliche PrÃ¼fungsfragen zu gewÃ¤hren und zu gestatten, diese abzuschreiben und zu fotografieren. Sollte seinem Ersuchen nicht entsprochen werden, sei darÃ¼ber fÃ¶rmlich zu entscheiden. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Am 23. November 2020 hatte das Strassenverkehrsamt A fÃ¼r die theoretische PrÃ¼fung vom 17. November 2020 Fr. 40.- in Rechnung gestellt. Am 4. Februar 2021 versandte es eine erste Mahnung und forderte A auf, den ausstehenden Betrag von Fr. 40.- bis spÃ¤testens 5. MÃ¤rz 2021 zu bezahlen. Am 15. MÃ¤rz 2021 erliess es eine "2. Mahnung / VerfÃ¼gung- bzw. GebÃ¼hrenverfÃ¼gung" Ã¼ber den Rechnungsbetrag von Fr. 40.- sowie Fr. 20.- MahngebÃ¼hr. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen gelangte A mit Rekurs an die Sicherheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich und verlangte, die Sache sei in Aufhebung der VerfÃ¼gung des Strassenverkehrsamts vom 15. MÃ¤rz 2021 an dieses zurÃ¼ckzuweisen. Mit Entscheid vom 14. Oktober 2021 hob die Sicherheitsdirektion die VerfÃ¼gung vom 15. MÃ¤rz 2021 in Bezug auf die MahngebÃ¼hr auf; im Mehrbetrag bestÃ¤tigte sie die GebÃ¼hrenverfÃ¼gung bzw. wies sie den Rekurs dagegen ab (Dispositivziffer I). Sie setzte die Rekurskosten auf insgesamt Fr. 405.- fest, auferlegte diese zu 2/3 A und nahm sie im Ãbrigen auf die Staatskasse (Dispositivziffer II). </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">A fÃ¼hrte am 27. Oktober 2021 Beschwerde beim Verwaltungsgericht und verlangte, unter EntschÃ¤digungsfolge seien Dispositivziffern I und II des Entscheids der Sicherheitsdirektion vom 14. Oktober 2021 aufzuheben und die Sache zur GewÃ¤hrung "vollstÃ¤ndige[r] uneingeschrÃ¤nkte[r] Akteneinsicht inkl. Kopierrecht und Fotografierrecht" an das Strassenverkehrsamt zurÃ¼ckzuweisen; in prozessualer Hinsicht verlangte er "soweit mÃ¶glich eine Ã¶ffentliche Gerichtsverhandlung". Am 4. November 2021 reichte er eine ergÃ¤nzende BeschwerdebegrÃ¼ndung ein. Die Sicherheitsdirektion verzichtete am 8. November 2021 auf Vernehmlassung. Das Strassenverkehrsamt Ã¤usserte sich nicht. </p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) fÃ¼r die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Weil der Streitwert weniger als Fr. 20'000.- betrÃ¤gt und der Angelegenheit keine grundsÃ¤tzliche Bedeutung zukommt, ist der Einzelrichter zum Entscheid berufen (§ 38b Abs. 1 lit. c sowie Abs. 2 e contrario VRG). </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Im Beschwerdeverfahren vor dem Verwaltungsgericht sind neue Begehren unzulÃ¤ssig (§ 52 Abs. 1 in Verbindung mit § 20a Abs. 1 VRG). Der Streitgegenstand kann sich im Lauf des Rechtsmittelverfahrens verengen, grundsÃ¤tzlich aber nicht erweitern (Martin Bertschi in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], Vorbemerkungen zu §§ 19â28a N. 48). Der Streitgegenstand kann insbesondere nicht unter Berufung auf den Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen erweitert werden (Marco Donatsch, Kommentar VRG, § 20a N. 10). Nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer im Rekursverfahren ausdrÃ¼cklich nur die ihm mit VerfÃ¼gung vom 15. MÃ¤rz 2021 auferlegten GebÃ¼hren beanstandete, nicht aber eine Rechtsverweigerung der Schifffahrtskontrolle rÃ¼gte, welche soweit ersichtlich seinem Ersuchen um Erlass einer anfechtbaren VerfÃ¼gung betreffend den Umfang und die ModalitÃ¤ten der Akteneinsicht in die PrÃ¼fungsunterlagen nicht nachkam, kann allein die GebÃ¼hrenauflage â soweit durch die Vorinstanz bestÃ¤tigt â Gegenstand des Beschwerdeverfahrens bilden. Nicht einzugehen ist deshalb auf die RÃ¼gen, welche der BeschwerdefÃ¼hrer gegen die ModalitÃ¤ten der ihm von der Schifffahrtskontrolle angebotenen Akteneinsicht erhebt. Zu prÃ¼fen ist einzig, ob die PrÃ¼fungsunterlagen im Rekursverfahren gestÃ¼tzt auf § 26a VRG hÃ¤tten beigezogen werden mÃ¼ssen bzw. deren Beizug fÃ¼r eine sachgerechte Anfechtung und ÃberprÃ¼fung der beanstandeten PrÃ¼fungsgebÃ¼hr erforderlich gewesen wÃ¤re (dazu unten E. 4.4).</p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>§ 59 Abs. 1 VRG rÃ¤umt den Verfahrensbeteiligten keinen Anspruch auf DurchfÃ¼hrung einer mÃ¼ndlichen Verhandlung ein. Nach stÃ¤ndiger Praxis liegt es im Ermessen des Verwaltungsgerichts, ob es eine mÃ¼ndliche Verhandlung durchfÃ¼hren will. Liefern die Akten nach durchgefÃ¼hrtem Schriftenwechsel â wie vorliegend â eine hinreichende Entscheidungsgrundlage, liegen keine GrÃ¼nde fÃ¼r eine mÃ¼ndliche AnhÃ¶rung vor (Donatsch § 59 N. 5; vgl. VGr, 14. Dezember 2016, VB.2016.00298, E. 1.2). Eine abgaberechtliche Verpflichtung beschlagend, liegt im Ãbrigen auch keine Streitigkeit in Bezug auf zivilrechtliche AnsprÃ¼che im Sinn von Art. 6 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (SR 0.101) vor, geschweige denn eine solche betreffend einen massgeblichen Eingriff in Rechte und Verpflichtungen privatrechtlicher Natur (vgl. BGE 147 I 153 E. 3.4). Auf die DurchfÃ¼hrung einer mÃ¼ndlichen Verhandlung kann deshalb verzichtet werden.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer kritisiert, dass die am angefochtenen Entscheid beteiligte Rekursjuristin ihn am 7. Juli 2021 angerufen und ihm mitgeteilt habe, dass seine Chancen auf Gutheissung des Rechtsmittels klein seien; er solle sich einen RÃ¼ckzug Ã¼berlegen. Bezugnehmend darauf hatte er der Vorinstanz im Rekursverfahren mit Schreiben vom 8. Juli 2021 fehlende NeutralitÃ¤t vorgeworfen und damit sinngemÃ¤ss ein Ausstandsgesuch gegen die Rekursjuristin bzw. die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion gestellt. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Die vorlÃ¤ufige Meinungsbildung einer am Entscheid mitwirkenden Person bringt fÃ¼r sich genommen keinerlei Voreingenommenheit zum Ausdruck (vgl. BGE 134 I 238 E. 2.3). Vorliegend ist auch nicht von einer unzulÃ¤ssigen Mitteilung der EinschÃ¤tzung der Prozesschancen durch die Rekursjuristin auszugehen, da mit jener nach Darstellung des BeschwerdefÃ¼hrers keine Aufforderung zum RÃ¼ckzug des Rechtsmittels im eigentlichen Sinn verbunden war oder diesbezÃ¼glich Druck auf ihn ausgeÃ¼bt wurde, sondern hier vielmehr davon auszugehen ist, die Rekursjuristin habe mit ihrer Mitteilung einzig das Ziel verfolgt, dem BeschwerdefÃ¼hrer ihre vorlÃ¤ufige Sicht der Dinge mitzuteilen und ihm mit der EventualitÃ¤t eines allfÃ¤lligen RÃ¼ckzugs mÃ¶glicherweise hÃ¶here Kosten zu ersparen (vgl. BGE 134 I 238 E. 2.4). Weiter ist die pauschale Ablehnung der gesamten Rekursabteilung unzulÃ¤ssig (vgl. Regula Kiener, Kommentar VRG, § 5a N. 42). Dessen ungeachtet hÃ¤tte die Vorinstanz das Ausstandsgesuch behandeln, zumindest aber im Endentscheid zum Vorwurf der fehlenden NeutralitÃ¤t Stellung nehmen mÃ¼ssen. Indem sie dies unterliess, verletzte sie den Anspruch des BeschwerdefÃ¼hrers auf rechtliches GehÃ¶r, was es vorliegend bei den Kostenfolgen zu berÃ¼cksichtigen gilt (hinten E. 6). </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht im Wesentlichen sinngemÃ¤ss geltend, weil die Vorinstanzen ihm die Einsichtnahme in seine PrÃ¼fungsunterlagen in der gewÃ¼nschten Form verweigert hÃ¤tten, sei es ihm nicht mÃ¶glich, die hier umstrittene PrÃ¼fungsgebÃ¼hr bzw. den diese bestÃ¤tigenden Rekursentscheid sachgerecht anzufechten bzw. zu Ã¼berprÃ¼fen, ob die streitbetroffene GebÃ¼hr von Fr. 40.- das Kostendeckungs- und/oder Ãquivalenzprinzip verletze. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Als Ã¶ffentliche Abgaben bedÃ¼rfen (Verwaltungs-)GebÃ¼hren wie die hier umstrittene PrÃ¼fungsgebÃ¼hr einer Grundlage in einem formellen Gesetz, das zumindest den Kreis der Abgabepflichtigen sowie den Gegenstand und die Bemessungsgrundlagen der Abgabe selber festlegt (LegalitÃ¤tsprinzip im Abgaberecht). Die Anforderungen an die Vorgaben zur Bemessung kÃ¶nnen fÃ¼r gewisse Arten von Kausalabgaben gelockert werden, soweit das Mass der Abgabe durch Ã¼berprÃ¼fbare verfassungsrechtliche Prinzipien (Kostendeckungs- und Ãquivalenzprinzip) begrenzt wird und nicht allein der Gesetzesvorbehalt diese Schutzfunktion erfÃ¼llt (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. A., ZÃ¼rich/St. Gallen 2020, Rz. 2762). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer stellt zu Recht nicht in Abrede, dass sich die erhobene GebÃ¼hr auf eine genÃ¼gende gesetzliche Grundlage stÃ¼tzt (vgl. § 5 lit. b des EinfÃ¼hrungsgesetzes zum Bundesgesetz Ã¼ber die Binnenschifffahrt vom 2. September 1979 [LS 747.1] in Verbindung mit § 39 Abs. 1 lit. b der Schifffahrtsverordnung vom 7. Mai 1980 [LS 747.11]). Er hat die theoretische SchiffsfÃ¼hrerprÃ¼fung der Kategorie A unbestrittenermassen am 17. November 2020 absolviert und damit die Amtshandlungen, welche mit der umstrittenen Verwaltungs- bzw. PrÃ¼fungsgebÃ¼hr abzugelten sind (namentlich die Vorbereitung und DurchfÃ¼hrung der PrÃ¼fung, das Feststellen des PrÃ¼fungsergebnisses und damit in Zusammenhang stehende administrative TÃ¤tigkeiten), ausgelÃ¶st. Die GebÃ¼hr ist deshalb grundsÃ¤tzlich geschuldet. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Die vom Beschwerdegegner fÃ¼r das Absolvieren der theoretischen SchiffsfÃ¼hrerprÃ¼fung der Kategorie A erhobene GebÃ¼hr betrÃ¤gt pauschal Fr. 40.- (vgl. GebÃ¼hrenverfÃ¼gung der Sicherheitsdirektion vom 17. Dezember 2020, Ziff. I/A/5, einsehbar unter www.stva.zh.ch &gt; Grundlagen &gt; GebÃ¼hrenverfÃ¼gung Strassenverkehrsamt [zuletzt besucht am 10. MÃ¤rz 2022); die HÃ¶he der GebÃ¼hren hÃ¤ngt mithin weder vom PrÃ¼fungserfolg noch vom konkret erzielten Ergebnis oder dem individuellen Korrekturaufwand ab. Die PrÃ¼fungsunterlagen des BeschwerdefÃ¼hrers stellen deshalb weder Vorakten im Sinn des § 26a VRG dar noch war ihr Beizug im Rahmen weiterer Sachverhaltsermittlungen bzw. gestÃ¼tzt auf § 7 VRG erforderlich. Die Vorinstanz durfte mithin mangels Rechtserheblichkeit fÃ¼r GebÃ¼hrenpflicht und -bemessung auf den Beizug der PrÃ¼fungsunterlagen verzichten und von einem solchen kann auch vorliegend abgesehen werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Nach dem Kostendeckungsprinzip darf der Gesamtertrag der GebÃ¼hren die gesamten Kosten des betreffenden Verwaltungszweiges nicht oder nur geringfÃ¼gig Ã¼bersteigen (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. A., ZÃ¼rich/St. Gallen 2020, Rz. 2778 mit Hinweisen). Das konkrete PrÃ¼fungsergebnis im (Einzel-)Fall des BeschwerdefÃ¼hrers hat mithin auf die Einhaltung des Kostendeckungsprinzips keinen Einfluss. Die Vorinstanz erwÃ¤gt zutreffend, dass angesichts des im GeschÃ¤ftsbericht des Beschwerdegegners des Jahres 2020 ausgewiesenen Kostendeckungsgrades fÃ¼r PrÃ¼fungen von 92 % eine Verletzung des Kostendeckungsprinzips nicht ersichtlich ist ( vgl. www.zh.ch/de/sicherheitsdirektion/strassenverkehrsamt.html &gt; GeschÃ¤ftsbericht Strassenverkehrsamt 2020 [besucht am 15. Februar 2022]). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.6 </b>Das Ãquivalenzprinzip verlangt, dass eine Kausalabgabe im Einzelfall nicht in einem offensichtlichen MissverhÃ¤ltnis zum objektiven Wert der bezogenen Leistung oder des abgegoltenen Vorteils steht und sich in vernÃ¼nftigen Grenzen bewegt (BGE 141 V 509 E. 7.1.1 f., mit weiteren Hinweisen; HÃ¤felin/MÃ¼ller/Uhlmann, Rz. 2786 ff., auch zum Nachstehenden). Aus GrÃ¼nden der VerwaltungsÃ¶konomie sind Pauschalierungen zulÃ¤ssig; auch fÃ¼r die ÃberprÃ¼fung des Ãquivalenzgrundsatzes kommt es mithin weder auf die PrÃ¼fungsleistung des BeschwerdefÃ¼hrers noch auf den konkreten Korrekturaufwand an. </p> <p class="Erwgung2">Der Wert der staatlichen Leistung bemisst sich entweder nach dem â nicht notwendigerweise wirtschaftlichen â Nutzen, den diese der gebÃ¼hrenpflichtigen Person bringt, oder nach dem Kostenaufwand der konkreten Inanspruchnahme des Gemeinwesens im VerhÃ¤ltnis zum gesamten Aufwand des betreffenden Verwaltungszweiges. Mit Blick sowohl auf die durch die PrÃ¼fungsgebÃ¼hr abgegoltenen staatlichen Leistungen (oben E. 4.3) als auch auf den der Leistung zuzumessenden objektiven Nutzen fÃ¼r die PrÃ¼fungsabsolventinnen und -absolventen kann nicht die Rede davon sein, dass die streitbetroffene GebÃ¼hr von Fr. 40.- ausserhalb vernÃ¼nftiger Grenzen liege bzw. das Ãquivalenzprinzip verletze. Es kann insoweit gestÃ¼tzt auf § 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG ergÃ¤nzend auf die ErwÃ¤gungen der Vorinstanz verwiesen werden.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang erscheint der BeschwerdefÃ¼hrer als unterliegend und wÃ¤ren ihm deshalb grundsÃ¤tzlich die Kosten des Beschwerdeverfahrens vollumfÃ¤nglich aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Aufgrund der Verletzung seines GehÃ¶rsanspruchs durch die Vorinstanz sind dieser jedoch in Anwendung des Verursacherprinzips 1/3 der Kosten aufzuerlegen; dem BeschwerdefÃ¼hrer sind 2/3 der Kosten aufzuerlegen. Eine ParteientschÃ¤digung bleibt ihm verwehrt (§ 17 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>der Einzelrichter</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 145.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 645.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer zu 2/3 und der Sicherheitsdirektion zu 1/3 auferlegt. </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Sie ist binnen 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>