<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2P.50/2007 /ble </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 13. März 2007 </div> <div class="para">II. öffentlich-rechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Merkli, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Hungerbühler, Karlen, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Feller. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X.________ GmbH, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Sven Heller, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Regierungsrat des Kantons Schwyz, </div> <div class="para">Postfach 1260, 6431 Schwyz, </div> <div class="para">Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz, Kammer III, Postfach 2266, 6431 Schwyz. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Bewilligung für gewerbsmässige Pfandleihe nach <span class="artref">Art. 907 ZGB</span>; Parteientschädigung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsrechtliche Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz, Kammer III, vom 19. Dezember 2006. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Der Regierungsrat des Kantons Schwyz wies am 24. Oktober 2006 ein Gesuch der X.________ GmbH, A.________ (SZ), um Erteilung einer Bewilligung zur Ausübung des Pfandleihgewerbes im Sinne von <span class="artref">Art. 907 ZGB</span> ab. Am 19. Dezember 2006 hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz die gegen diesen Regierungsratsbeschluss erhobene Beschwerde insoweit gut, als es diesen aufhob und die Sache zur Erteilung der Bewilligung mit einschränkenden Nebenbestimmungen im Sinne der Erwägungen und zur Festsetzung der Entschädigungsfolgen des vorinstanzlichen Verfahrens an die Vorinstanz zurückwies (Ziff. 1 des Entscheiddispositivs). Die Zusprechung einer Parteientschädigung an die X.________ GmbH lehnte es ab (Ziff. 3 des Entscheiddispositivs). </div> <div class="para">Die X.________ GmbH reichte am 9. Februar 2007 beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz zu Handen des Bundesgerichts Berufung ein mit den Rechtsbegehren, der Kostenentscheid nach Ziff. 3 des Dispositivs des verwaltungsgerichtlichen Entscheids (betreffend Parteientschädigung) sei aufzuheben, es sei gerichtlich festzustellen, dass der Regierungsrat vorsätzlich einen aussichtslosen und willkürlichen Entscheid gefällt und damit die Gegenpartei zur gerichtlichen Durchsetzung genötigt habe, womit er gegen <span class="artref">Art. 9 BV</span> und <span class="artref">Art. 2 ZGB</span> verstosse, und es sei gerichtlich festzustellen, dass dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin eine angemessene Kostenentschädigung nach <span class="artref">§ 74 Abs. 2 VRP</span> des Kantons Schwyz zu gewähren sei, unter Rückweisung der Sache zur Neubeurteilung der Entschädigung an das Verwaltungsgericht. </div> <div class="para">Das Verwaltungsgericht hat dem Bundesgericht am 12. Februar 2007 die Rechtsschrift der Beschwerdeführerin mitsamt dem angefochtenen Entscheid übermittelt und am 27. Februar 2007 seine Vernehmlassung sowie die Akten eingereicht. Es beantragt Abweisung des Rechtsmittels. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">2.1 Der angefochtene Entscheid erging am 19. Dezember 2006, noch bevor am 1. Januar 2007 das Bundesgesetz vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110 bzw. AS 2006 1205 ff.) in Kraft getreten ist; auf das vorliegende Beschwerdeverfahren finden noch die Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Organisation der Bundesrechtspflege (Bundesrechtspflegegesetz, OG) Anwendung (<span class="artref">Art. 132 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para">2.2 Wem unter welchen Bedingungen eine Bewilligung zum Betreiben des Pfandleihgewerbes nach <span class="artref"><artref id="CH/210/907" type="start"></artref>Art. 907 und 908 ZGB</span><artref id="CH/210/908" type="end"></artref> erteilt werden kann, bestimmt sich nach dem kantonalen Recht. Als bundesrechtliches Rechtsmittel gegen entsprechende kantonale Entscheide steht nicht die Berufung, sondern allein die staatsrechtliche Beschwerde nach <span class="artref">Art. 84 ff. OG</span> zur Verfügung. Erst recht gilt dies, soweit nur der Kostenspruch eines Entscheids angefochten wird. Die als Berufung bezeichnete Rechtsschrift ist als staatsrechtliche Beschwerde entgegenzunehmen. </div> <div class="para">2.3 Gemäss <span class="artref">Art. 87 Abs. 2 OG</span> ist die staatsrechtliche Beschwerde gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide, welche nicht Zuständigkeits- oder Ausstandsfragen zum Gegenstand haben (vgl. <span class="artref">Art. 87 Abs. 1 OG</span>), bloss zulässig, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können. </div> <div class="para">Im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde gelten Rückweisungsentscheide grundsätzlich als Zwischenentscheide (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=06.03.2007&amp;to_date=25.03.2007&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-I-313%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page313">BGE 129 I 313</a> E. 3.2 S. 316 f.<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=06.03.2007&amp;to_date=25.03.2007&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F128-I-3%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page3">128 I 3</a></span> E. 1b S. 7), und zwar auch, wenn sie mit einem materiellen Teilendentscheid verbunden sind (vgl. Urteil 2P.279/2003 vom 11. November 2003 E. 3.1). Sie können nur unter den Voraussetzungen von <span class="artref">Art. 87 Abs. 2 OG</span> sofort gesondert mit staatsrechtlicher Beschwerde angefochten werden. Selbst wenn, wie vorliegend, der kantonale Entscheid nur mit Bezug auf die Kosten- oder Entschädigungsregelung angefochten werden soll, gilt das Erfordernis des nicht wiedergutzumachenden Nachteils. Kostenentscheide bringen in der Regel keinen solchen Nachteil mit sich (vgl. zu den Modalitäten einer nachträglichen Anfechtung <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=06.03.2007&amp;to_date=25.03.2007&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-I-39%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page39">BGE 122 I 39</a> E. 1a/bb S. 42 f.; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=06.03.2007&amp;to_date=25.03.2007&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-IA-251%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page251">117 Ia 251</a> E. 1b S. 254 f.; ferner Urteil 1P.106/2002 vom 11. Oktober 2002 E. 1.3). Dass es sich im Falle der Beschwerdeführerin anders verhalten könnte, ist nicht ersichtlich. Auf die staatsrechtliche Beschwerde ist daher in Anwendung von <span class="artref">Art. 87 Abs. 2 OG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para">2.4 Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die bundesgerichtlichen Kosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 156 in Verbindung mit <span class="artref"><artref id="CH/173.110/153" type="start"></artref>Art. 153 und 153a OG</span><artref id="CH/173.110/153^a" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span>: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Berufung wird als staatsrechtliche Beschwerde entgegengenommen und es wird darauf nicht eingetreten. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtsgebühr von Fr. 800.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin sowie dem Regierungsrat und dem Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 13. März 2007 </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>