<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00233</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106999&amp;W10_KEY=4467145&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00233</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.12.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 27.02.2003 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4"></td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Tierschutz</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Tierschutz: Anpassung einer Verfügung des Veterinäramtes aus dem Jahr 1997, welche die Hundehaltung beschränkte<br/><br/>Zuständigkeit (E. 1a/b).<br/>Begriff der Dauerverfügung und der Anpassung. Die Verfügung bezüglich Beschränkung der Hundehaltung ist als Dauerverfügung aufzufassen, deren Änderung unter den Regeln der Anpassung zu beurteilen ist. Im Rechtsmittelverfahren ist einzig zu prüfen, ob auf das Anpassungsgesuch zu Recht nicht eingetreten wurde (E. 2).<br/>Die finanzielle Situation der Beschwerdeführerin ist schlecht (E. 3a). Ausserdem ist nicht klar, ob bzw. in welchem Umfang Drittpersonen wie behauptet tatsächlich die Hundehaltung finanziell unterstützen (E. 3b). Die Betreuung der Hunde ist personell nicht ausreichend sichergestellt (E. 3c). Viel früher erworbene Kenntnisse der Beschwerdeführerin im Umgang mit Pferden beeinflussen die Beurteilung nicht (E. 3d).<br/>Eine relevante Änderung der Verhältnisse gegenüber 1997 liegt nicht vor. Das Veterinäramt ist zu Recht auf das Anpassungsgesuch nicht eingetreten. Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANPASSUNG">ANPASSUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DAUERVERFÃGUNG">DAUERVERFÃGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Allgemeines Verwaltungsrecht ST: FORMEN DES VERWALTUNGSHANDELNS">FORMEN DES VERWALTUNGSHANDELNS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HUNDEHALTUNG">HUNDEHALTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TIERHALTUNG">TIERHALTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TIERHALTUNGSVERBOT">TIERHALTUNGSVERBOT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: TIERSCHUTZ">TIERSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERERWÃGUNG">WIEDERERWÃGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Verwaltungsinterne Rechtspflege ST: WIEDERERWÃGUNGSGESUCH">WIEDERERWÃGUNGSGESUCH</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 24 TSchG</span><br/><span class="ungerade">Art. 25 TSchG</span><br/><span class="gerade">Art. 26 TSchG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I.</span> X, betrieb 1997 in Y eine Hunde­zucht fÃ¼r Bearded Collies. Aufgrund verschiedener Beanstandungen nahm das VeterinÃ¤ramt nach einer Kontrolle im MÃ¤rz 1997 am 2. Sep­tember 1997 eine umfassende Bestandes­kontrolle vor, in deren Verlauf alle von X damals ge­haltenen 66 Hunde beschlag­nahmt, tierÃ¤rztlich untersucht und andernorts tiergerecht un­tergebracht wurden. Mit VerfÃ¼gung vom 27. Oktober 1997 beschlagnahmte das VeterinÃ¤r­amt den Hundebestand weit­gehend und ordnete dessen Verwertung an. In Dispositiv-Zif­fer III erlaubte es X die Hundehaltung in nur noch beschrÃ¤nktem Umfang:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">"III. Frau X wird inskÃ¼nftig nur noch die Haltung einer beschrÃ¤nkten Anzahl Hunde erlaubt, nÃ¤mlich insgesamt sechs HÃ¼ndinnen und RÃ¼den Ã¼ber fÃ¼nf Monate und die Welpen eines Wurfs unter fÃ¼nf Monate. Die Gesamtzahl wird auf 15 Tiere beschrÃ¤nkt."</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">In Dispositiv-Ziffer V wurde X auf inskÃ¼nftig regelmÃ¤ssig erfolgende, unangemelde­te Kontrollen ihrer Hundehaltung hingewiesen und ihr die sofortige Beschlag­nahme und Verwertung aller Tiere fÃ¼r den Fall eines Verstosses gegen die in Dispositiv-Zif­fer III enthaltene Regelung angedroht. Einen gegen diese VerfÃ¼gung gerichteten Rekurs wies der Re­gierungsrat am 29. September 1998 ab. Die dagegen gerichtete Verwaltungsgerichtsbeschwer­de von X wies das Verwaltungsgericht am 20. Januar 1999 ab, ebenso verfuhr das Bun­desgericht am 3. Juni 1999 mit der da­gegen erhobenen Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Die VerfÃ¼­gung vom 27. Oktober 1997 wurde damit rechtskrÃ¤ftig.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Am 30. April 2002 erfolgte eine unangemeldete Kontrolle bei X durch Vertreter des VeterinÃ¤ramtes. Diese stellten fest, dass sie 13 (statt der erlaubten sechs) Hun­de hielt, die Ã¤l­ter als fÃ¼nf Monate waren, und fÃ¼nf Hunde, die jÃ¼nger als fÃ¼nf Monate waren, insgesamt 18 Hunde (statt der erlaubten 15). Dies waren ein Golden Retriever, drei Havaneser und 14 Bearded Collies. Der Gesundheitszustand der Ã¼ber fÃ¼nf Monate alten Hun­de war nur bei weni­gen Tieren und in geringem Umfang zu beanstanden. GerÃ¼gt wurde jedoch nicht nur die Zahl von 18 gehaltenen Hunden statt der erlaubten 15, sondern auch deren Altersstruk­tur, indem X 13 statt der erlaubten sechs Hunde im Al­ter von Ã¼ber fÃ¼nf Monaten hielt. Das kantonale VeterinÃ¤ramt setzte X am 2. Mai 2002 eine Frist bis 3. Juni 2002, um den Hunde­bestand anzahl- und altersstrukturmÃ¤ssig auf das erlaubte Mass zu reduzieren. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Am 21. Mai 2002 verlangte X beim VeterinÃ¤ramt, es sei die VerfÃ¼gung vom 27. Ok­tober 1997 in WiedererwÃ¤gung ziehen. Unter Hinweis auf die bei ihr nachhaltig verbesserten VerhÃ¤ltnisse beantragte sie u.a., es sei ihr die Haltung von hÃ¶chstens 19 Hunden (im Sinne der Richtlinie Tierschutz des Bundesamtes fÃ¼r VeterinÃ¤rwesen) zu bewilligen und die angedrohte Beschlagnahme aller Hunde â mindestens im Umfang der erlaubten Hun­dehaltung â bis zum Entscheid Ã¼ber das WiedererwÃ¤gungsgesuch auszusetzen. Das Ve­terinÃ¤ramt hielt im "formlosen Schreiben" vom 6. Juni 2002 fest, dass entgegen der Ansicht von X sich die massgebenden tatsÃ¤chlichen Rahmen­bedingungen nicht wesentlich ver­Ã¤ndert hÃ¤tten, und trat auf das WiedererwÃ¤gungsgesuch nicht ein. Es hielt ferner dafÃ¼r, dass gegen seinen formlosen Nichteintretensentscheid soweit ersichtlich kein ordentliches Rechtsmittel zur VerfÃ¼gung stehe, weshalb sich die Frage der aufschiebenden Wirkung nicht stelle und die VerfÃ¼gung vom 27. Oktober 1997 ohne weiteres vollstreckbar sei. FÃ¼r die Reduktion des Hundebestands setzte es Frist bis 25. Juni 2002 an. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">II. Dagegen erhob X am 17. Juni 2002 bei der Gesundheitsdirektion Rekurs, worin sie die GewÃ¤hrung der aufschiebenden Wirkung sinnngemÃ¤ss bis zum Entscheid Ã¼ber den Rekurs, das Eintreten auf ihr WiedererwÃ¤gungsgesuch vom 21. Mai 2002, die Berechtigung zur Haltung von insgesamt 19 Hunden und die GewÃ¤hrung der unentgelt­lichen Rechts­pflege verlangte. Die Vorinstanz behandelte die von X am 20. Juni 2002 zusÃ¤tzlich erhobene â hier nicht relevante â Aufsichtsbeschwerde ge­gen die KantonstierÃ¤rztin zusam­men mit dem Rekursverfahren und ver­fÃ¼gte im Entscheid vom 17. Juli 2002 bezÃ¼glich des Rekursverfahrens Folgendes:</p> <p class="Einzug1">"I. Der Rekurs von X vom 17. Juni 2002 gegen die VerfÃ¼gung vom 6. Juni 2002 betreffend Nichteintreten auf ein WiedererwÃ¤gungsgesuch wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Die Frist zur Reduktion des Hundebestandes auf die gemÃ¤ss VerfÃ¼gung vom 27. Oktober 2002 zulÃ¤ssige Zahl wird neu auf den 31. Juli 2002 angesetzt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. (...)</p> <p class="Einzug1">IV. Die Kosten des Rekursverfahrens und des aufsichtsrechtlichen Verfahrens, bestehend aus einer PauschalgebÃ¼hr von Fr. 500.-, werden der Rekurrentin auferlegt. Ãber die Kosten wird separat Rechnung gestellt. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">V. Gegen Dispositiv-Ziffer I, II und IV dieser VerfÃ¼gung kann innert 30 Tagen, von der Mitteilung an gerechnet, beim Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich Beschwerde eingereicht werden. (...).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">VI. Dem Lauf der Rekursfrist und einer allfÃ¤lligen Beschwerde ans Verwaltungsgericht kommt keine aufschiebende Wirkung zu."</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">III. Am 21. Juli 2002 (per Telekopie) und zusÃ¤tzlich mit am 22. Juli 2002 persÃ¶nlich Ã¼berbrachtem Schreiben stellte X am Verwaltungsgericht eine Beschwerde gegen den Re­kursentscheid in Aussicht und beantragte, es sei die VerfÃ¼gung der Gesund­heitsdirektion wegen eines Formfehlers [27. Oktober 2002 statt 1997 in Dispositiv-Ziffer II] aufzuheben, die aufschiebende Wirkung betreffend die Anzahl von zulÃ¤ssigen Hunden per sofort zu er­teilen und die angesetzte Frist vom 31. Juli 2002 aufzuheben. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 26. Juli 2002 wies der AbteilungsprÃ¤sident i.V. diese als Gesuch um Erlass vorsorglicher Mass­nahmen fÃ¼r das Beschwerdeverfahren behandelten Begehren ab und bestÃ¤tigte Disposi­tiv-Ziffer II der VerfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion vom 17. Juli 2002. Das Bundesgericht wies mit Urteil vom 20. August 2002 die von X erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwer­de gegen die PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 26. Juli 2002 ab.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Mit Eingabe vom 19. September 2002 liess X, nunmehr wieder anwalt­lich vertreten, wie angekÃ¼ndigt Beschwerde gegen die VerfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion vom 17. Juli 2002 einlegen und die folgenden AntrÃ¤ge stellen:</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">"1. Es seien die Dispositiv-Ziffern 1, 2, 4 und 6 der VerfÃ¼gung der Gesundheitsdirek­tion des Kantons ZÃ¼rich vom 17. Juli 2002 aufzuheben.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"> 2. Es sei auf das WiedererwÃ¤gungsgesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin vom 21. Mai 2002 einzutreten und es sei den WiedererwÃ¤gungsantrÃ¤gen der BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrem Gesuch vom 21. Mai 2002 vollumfÃ¤nglich stattzugeben.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"> 3. Es sei der BeschwerdefÃ¼hrerin die unentgeltliche Rechtspflege und die unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung zu gewÃ¤hren und es sei ihr in der Person des Unterzeichnenden ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"> 4. Alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin."</p> <p class="Einzug1">Mit einer weiteren PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 4. Oktober 2002 wurde der Beschwerde­fÃ¼hrerin fÃ¼r das Beschwerdeverfahren einstweilen die unentgeltliche Rechts­pflege gewÃ¤hrt und in der Person ihres derzeitigen Vertreters ein unentgeltlicher Rechts­beistand be­stellt, das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen und ihr auferlegt, verschiedene Unterlagen nachzureichen. Gleichzeitig setzte der Abteilungs­­prÃ¤sident i.V. der Beschwerdegegnerin Frist zur Erstattung der Beschwerdeantwort und der Vorinstanz zur Vernehmlassung an. Am 18. Oktober 2002 liess die BeschwerdefÃ¼hrerin die verlangten Unterlagen nachreichen, die der Vorinstanz und Beschwer­degegnerin zur Stellungnahme zur VerfÃ¼gung gestellt wurden. Am 7. November 2002 erklÃ¤rte die Beschwerdegegnerin Ver­zicht auf Beschwerdeantwort, der­weil die Vorinstanz dem Gericht ihre Vernehmlassung vom 14. November 2002 zukommen liess, worin sie die Abweisung der Beschwerde ver­langte. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. a) Nach Art. 26 des Tierschutzgesetzes vom 9. MÃ¤rz 1978 (TSchG) unterliegen VerfÃ¼gungen des Bundesamts fÃ¼r VeterinÃ¤rwesen der Beschwerde an die Rekurskommission EVD (Abs. 1). Im Ãbrigen gelten die Bestimmungen Ã¼ber die Bundesrechtspflege (Abs. 2). Demnach richten sich Erlass und Anfechtung von kantonalen VerfÃ¼gungen, die in Anwendung von Bundesverwaltungsrecht ergehen, nach der kantonalen Rechtspflegeordnung (vgl. Art. 1 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 Ã¼ber das Verwaltungs­­verfahren [VwVG]; BGE 106 Ia 38 E. 7 in fine). Das kantonale Verfahren richtet sich daher nach dem Verwaltungsrechtspflegegesetz vom 24. Mai 1959 (VRG). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts, worÃ¼ber vorab zu befinden ist (§ 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 VRG) ergibt sich aus § 41 VRG, wonach das Verwaltungsgericht Beschwerden gegen letztinstanzliche Anordnung von VerwaltungsbehÃ¶rden â darunter insbesondere Direktionen â beurteilt (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kom-men­­­tar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 28), soweit das Gesetz nicht eine abweichende ZustÃ¤ndigkeit vorsieht oder eine Anordnung als endgÃ¼ltig bezeichnet. Da fÃ¼r den angefochtenen Rekursentscheid keine solchen Ab­­weichungen zur Anwendung gelangen, ist das Verwaltungsgericht zustÃ¤ndig.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) GrundsÃ¤tzlich kommt der Einreichung der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu, wenn mit der angefochtenen Anordnung nicht aus besonderen GrÃ¼nden etwas anderes be­stimmt wurde. Wie aus dem angefochtenen Entscheid hervorgeht, wurden dem Lauf der Rekursfrist und einer allfÃ¤lligen Beschwerde ans Verwaltungsgericht die aufschiebende Wir­­kung entzogen. Die Begehren der BeschwerdefÃ¼hrerin, auf dem Weg der vorsorglichen Massnahme oder der Wiedererteilung der aufschiebenden Wirkung in deren Genuss zu ge­langen, wurden mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gungen vom 26. Juli 2002 bzw. vom 4. Oktober 2002 ab­gewiesen. Der Beschwerde kommt daher keine aufschiebende Wirkung mehr zu. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) In der Rekursschrift vom 17. Juni 2002 hatte die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend ge­macht, dass nicht mehr sie fÃ¼r die VerfÃ¼gungen des VeterinÃ¤ramtes zustÃ¤ndig sei, sondern ein von ihr mitbegrÃ¼ndeter Hundezuchtverein mit Sitz im Ausland. Im Beschwerdeverfahren tritt jedoch X als BeschwerdefÃ¼hrerin auf und ist keine Rede mehr davon, dass sie nur als Vertreterin des erwÃ¤hnten Vereins handle. Andernfalls hÃ¤tte ihr die unentgeltliche Rechts­pflege nicht gewÃ¤hrt werden kÃ¶nnen (§ 16 Abs. 3 VRG). Auch die Vorinstanz behandelte die heutige BeschwerdefÃ¼hrerin zu Recht als Rekurrentin. Dass die bei ihr untergebrachten Hunde dem erwÃ¤hnten Verein gehÃ¶rten, wird in der Beschwerdeschrift fer­ner nicht dargetan.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">e) Der Wortlaut von Dispositiv-Ziffer II im angefochtenen Entscheid kÃ¶nnte darauf schliessen lassen, dass die Vorinstanz die Reduktion des Hundebestandes lediglich auf die erlaubte Anzahl von 15 Hunden, nicht aber auch auf deren Altersstruktur bezog. Indessen verweist die BegrÃ¼ndung klar auf das Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 2. Mai 2002, welches die Reduktion der Hunde auf das nach Anzahl und Altersstruktur erlaubte Mass verlangte.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. Die BeschwerdefÃ¼hrerin liess am 21. Mai 2002 das Gesuch stellen, es sei ihr "wie­­dererwÃ¤gungsweise" die Haltung von hÃ¶chstens 19 Hunden zu bewilligen. Sie stÃ¼tzte sich dabei u.a. auf das â inhaltlich mit der VerfÃ¼gung vom 27. Oktober 1997 weitgehend Ã¼bereinstimmende â Schreiben vom 10. Oktober 1997, worin das VeterinÃ¤ramt die verschiedenen Beanstandungen gegenÃ¼ber ihrer Hundehaltung festhielt, die ins Auge gefassten Massnahmen begrÃ¼ndete und die BeschwerdefÃ¼hrerin auf die frÃ¼hestens nach drei Jahren bestehende MÃ¶glichkeit der WiedererwÃ¤gung hinwies, sofern sich ihre persÃ¶nliche Situation erheblich geÃ¤ndert haben sollte. In der BegrÃ¼ndung der VerfÃ¼gung vom 27. Oktober 1997 hielt das VeterinÃ¤ramt hierzu klar fest, im Falle eines WiedererwÃ¤gungsgesuchs wÃ¤re die Verbesserung der VerhÃ¤ltnisse ausfÃ¼hrlich zu belegen. Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin darin erkennen will, dass das VeterinÃ¤ramt die angeordneten Massnahmen weder zeitlich noch sachlich als unbeschrÃ¤nkt und sakrosankt erachtet habe, enthebt dies die zustÃ¤ndigen Instan­zen jedenfalls nicht davon, genau zu prÃ¼fen, ob sich tatsÃ¤chlich VerÃ¤nderungen in ihren VerhÃ¤ltnissen ergeben haben. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Unter DauerverfÃ¼gungen sind VerfÃ¼gungen zu verstehen, die ein RechtsverhÃ¤ltnis angesichts eines dannzumal gegebenen Sachverhalts regeln, wobei jedoch die Rechtsfolge in die Zukunft wirkt und VerÃ¤nderungen erfahren kann, wie auch der rechtsmassgebliche Sachverhalt spÃ¤teren Wandlungen unterworfen sein kann. Zielt ein WiedererwÃ¤gungs­­begehren auf die Ãnderung einer DauerverfÃ¼gung infolge Ãnderung der massgebenden SachumstÃ¤nde oder Rechtsgrundlagen ab, kommen die Regeln Ã¼ber die Anpassung zum Zug, weshalb in solchen FÃ¤llen der Begriff der WiedererwÃ¤gung nicht verwendet werden sollte. Als <i>Anpassung</i> wird das Ãndern oder Ersetzen von DauerverfÃ¼gungen zufolge tat­sÃ¤chlicher Ãnderung der massgebenden SachumstÃ¤nde oder Rechtsgrundlagen verstanden, worauf ein verfassungsrechtlicher Anspruch besteht (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 24, Vorbem. zu §§ 86a-86d N. 13; RenÃ© A. Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schwei­­zerische Verwaltungsrechtsprechung, ErgÃ¤nzungsband, Basel/Frankfurt a.M. 1990, Nr. 45 II b; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2002, Rz. 1833). Mindestens bezÃ¼glich der Anordnung, wonach der BeschwerdefÃ¼hrerin "ins­kÃ¼nftig" die Haltung von nur noch 6 Hunden im Alter von Ã¼ber fÃ¼nf Monaten und von Welpen eines Wurfs unter fÃ¼nf Monaten, insgesamt von nicht mehr als 15 Hunden, erlaubt wurde, ist die VerfÃ¼gung vom 27. Oktober 1997 als DauerverfÃ¼gung zu betrachten. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) In der VerfÃ¼gung vom 27. Oktober 1997 war die Hundehaltung der BeschwerdefÃ¼hrerin im Wesentlichen dahingehend beanstandet worden, dass die Betreuung der damals Ã¼ber 60 Hunde durch eine einzige Person vÃ¶llig ungenÃ¼gend sei, die hygienischen VerhÃ¤ltnisse untolerierbar seien, die Haltung der Tiere in unzureichend strukturierten RÃ¤umen er­folge, was RangkÃ¤mpfe mit hÃ¤ufigen und ernsthaften Bisswunden zur Folge habe, der Gesundheitszustand der Tiere ungenÃ¼gend Ã¼berwacht werde, der Pflegezustand bei einem grÃ¶s­­seren Teil der Tiere mangelhaft sei, ebenso die Situation bezÃ¼glich Auslauf der Tiere und der Kontrolle von deren FÃ¼tterung. Ausserdem wurde festgehalten, dass die Tierhaltung durch mangelhaften Absatz von Jungtieren gewachsen sei und sich deshalb stÃ¤ndig ver­­schlechtert habe. Ferner wurde die schlechte finanzielle Situation der BeschwerdefÃ¼hrerin beanstandet, weshalb weder der Unterhalt der Hunde noch deren Betreuung durch zusÃ¤tzliches Personal sichergestellt sei. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BeschwerdefÃ¼hrerin machte sowohl im "WiedererwÃ¤gungsgesuch" vom 21. Mai 2002 als auch in der Beschwerde vom 19. September 2002 eine VerÃ¤nderung der tatsÃ¤chlichen UmstÃ¤nde geltend, indem sich ihre VerhÃ¤ltnisse sowohl bezÃ¼glich Finanzierung der Unterhaltskosten als auch bezÃ¼glich der Pflege der Hunde verbessert hÃ¤tten, was die Vorinstanz in Abrede stellte und deshalb einen Anspruch auf AbÃ¤nderung der VerfÃ¼gung vom 27. Oktober 1997 verneinte. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Nachdem die Vorinstanz den Entscheid der ersten Instanz, mangels tatsÃ¤chlicher VerÃ¤nderungen auf das Anpassungsgesuch nicht einzutreten, geschÃ¼tzt hatte, kann es im Be­­schwerdeverfahren einzig darum gehen, zu entscheiden, ob das Gesuch materiell zu behandeln ist oder nicht, nicht aber um dessen materielle Beurteilung als solche. Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin verlangt, es sei den WiedererwÃ¤gungsantrÃ¤gen vom 21. Mai 2002 voll­­­umfÃ¤nglich stattzugeben, worin sie die Haltung von hÃ¶chstens 19 Hunden im Sinne der Richtlinie Tierschutz des Bundesamtes fÃ¼r VeterinÃ¤rwesen verlangt hatte, geht die Beschwer­de daher Ã¼ber den Streitgegenstand hinaus und ist darauf nicht einzutreten (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 54 N. 4, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 86). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Wie dargelegt, sollte die BeschwerdefÃ¼hrerin ein AbÃ¤nderungsgesuch stellen kÃ¶n­­nen, wenn sich ihre persÃ¶nliche, insbesondere finanzielle, Situation gebessert hÃ¤tte. Im Zeitpunkt der VerfÃ¼gung vom 27. Oktober 1997 kam der damalige (inzwischen verstorbene) Lebenspartner der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r ihren Lebensunterhalt auf, ebenso fÃ¼r die Kos­ten der Hunde, spÃ¤ter angeblich F. Die BeschwerdefÃ¼hrerin erzielte schon damals kein Einkommen und erhielt eigenen Angaben zufolge wirtschaftliche Hilfe der Gemeinde. An den Hunden woll­te sie nach ihren AusfÃ¼hrungen nichts verdienen. Das Haus in Y war derart belastet, dass es keinen Gewinn abwerfen konnte. Ausserdem wurde bereits in der Rekursschrift vom 23. September 1997 geltend gemacht, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin mittel­los sei.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) [Aufgrund der Akten ergibt sich, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin mittellos ist und sich ihre finanzielle Situation gegenÃ¼ber frÃ¼her sogar verschlechtert hat.]</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Der grundsÃ¤tzlich unbestrittenen misslichen finanziellen Situation hÃ¤lt die BeschwerdefÃ¼hrerin allerdings entgegen, dass die Kosten fÃ¼r den Unterhalt der Hunde u.a. durch die "namhafte" UnterstÃ¼tzung seitens D erbracht wÃ¼rden. Ausserdem liegt eine GarantieerklÃ¤rung der Firma E vom 18. September 2002 vor, wonach sie vorbehaltlos und un­widerruflich fÃ¼r sÃ¤mtliche Kosten und Aufwendungen der sechs erwachsenen Bearded Col­lies auf dem Gut der BeschwerdefÃ¼hrerin aufkomme, sofern die Herren D und/oder C nicht mehr fÃ¼r die Hunde finanziell aufkommen sollten. C seinerseits bestÃ¤tigte am 27. Mai 2002, dass er sechs Hunde tÃ¤glich fÃ¼ttere und soweit mÃ¶glich betreue, obwohl diese Hunde nicht in seinem Eigentum seien. In einer weiteren undatierten BestÃ¤tigung, mutmasslich von Mitte Juni 2002, bestÃ¤tigte C, der Halter, nicht aber der EigentÃ¼mer von sechs nament­lich aufgefÃ¼hrten Zuchthunden zu sein. Von einer finanziellen Beteiligung Câs an den Kos­ten der Hundebetreuung durch die BeschwerdefÃ¼hrerin ist diesen BestÃ¤­tigungen allerdings nichts zu entnehmen; die Beschwerdeschrift spricht denn auch nur von "Betreuungshilfe", die C erbringe.</p> <p class="Einzug1">aa) Vorab ist festzuhalten, dass bis heute in keiner Weise belegt ist, ob und mit welchen BetrÃ¤gen D fÃ¼r die Kosten seiner bei der BeschwerdefÃ¼hrerin untergebrachten Hunde aufkommt. Namhafte oder Ã¼berhaupt geleistete BetrÃ¤ge lassen sich weder seiner BestÃ¤tigung noch den Akten entnehmen, sondern nur, dass er "fÃ¼r Tierarzt­kosten und Futter etc." aufkomme. Die GarantieerklÃ¤rung der Firma E hilft der BeschwerdefÃ¼hrerin hierin nicht weiter, da diese Firma nur fÃ¼r die Kosten von sechs erwachsenen Bearded Collies einstehen will, nicht aber fÃ¼r diejenigen der Ã¼brigen Hunde. Dasselbe gilt fÃ¼r die BestÃ¤tigungen von C, dessen FÃ¼tterungs- und Betreuungsaufwand sich ebenfalls auf nur sechs Hunde beschrÃ¤nkt, jedoch drei Havaneser und drei Bearded Collies. Soweit sich die BeschwerdefÃ¼h­rerin darauf beruft, dass sich der erwÃ¤hnte Hundezuchtverein (E. 1d) mit Sitz im Ausland seit seiner GrÃ¼ndung an den Kosten fÃ¼r die Haltung und Betreuung der Hunde beteilige, ist dies weder belegt, noch wurde bis heute ein Beleg Ã¼ber das angeblich bei einer ZÃ¼rcher Bank ange­legte Vereinskonto ins Recht gelegt, womit die Tierhaltungskosten gesichert sein sollen. Dass die Kosten fÃ¼r sÃ¤mtliche Hunde durch die erwÃ¤hnten Personen oder Institutionen erbracht oder wenigstens sichergestellt wÃ¤ren, ist daher nicht dargetan. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Dies ergibt sich auch aus Folgendem: Nach der BestÃ¤tigung von D nimmt er das Ei­gentum an insgesamt 14 Hunden im Alter von Ã¼ber fÃ¼nf Monaten fÃ¼r sich in Anspruch, nÃ¤m­lich vier Bearded Collies RÃ¼den (Georgy, Willome­dy, Juppy und Dissy), sieben Bearded Collies Weibchen (HÃ¤sel, Messy, Rosalie, Shelly-Belly, Petty, Ribbi-Bissy und Bollie) sowie drei Havaneser-HÃ¼ndinnen (Ronnienie, Quincy, Ulliesie). Angetroffen wurden an der Kontrolle am 30. April 2002 aber insgesamt 18 Hun­de, darunter ein vorÃ¼bergehend un­tergebrachter Golden Retriever. Wird dieser nur als "Gast" betrachtet, verbleiben dennoch drei Hunde, fÃ¼r deren Kosten offen­bar niemand aufkommt, da sie auf der Liste von D nicht enthalten sind und weitere EigentÃ¼mer nicht nachgewiesen werden. Daran Ã¤ndert sich nichts da­durch, dass inzwischen "Dissy" und "Bollie" nicht mehr bei der BeschwerdefÃ¼hrerin sein sollen, da diese auf der Liste von D vom 16. April 1999 figurierten (eine ak­tuellere Liste liegt trotz in Aussicht gestellter Einholung nicht vor). Wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin dennoch daran festhÃ¤lt, dass sÃ¤mtliche Hunde (mit Ausnahme des Golden Retriever) im Ei­gentum von D stÃ¼nden, ist dies demnach nicht nachgewiesen. Die Beschwerdeschrift geht darauf nicht ein. </p> <p class="Urteilstext"><span>Schliesslich darf der finanzielle Aufwand an die ErnÃ¤hrung und Pflege der Hunde nicht unterschÃ¤tzt werden. GemÃ¤ss der VerfÃ¼gung vom 27. Oktober 1997 sollen diese Kos­ten bei gÃ¼nstigem Futter durchschnittlich Fr. 150.- pro Hund und Monat betragen, was bei (erlaubten) 15 Hunden bereits Ã¼ber Fr. 2'250.- ausmacht, allenfalls noch etwas mehr, da die BeschwerdefÃ¼hrerin Wert auf eher teure ErnÃ¤hrung legt. In diesem Zusammenhang ist erwÃ¤hnenswert, dass die Beschwer­defÃ¼hrerin im Rahmen der Aufsichtsbeschwerde geltend gemacht hatte, im Standard des Bearded Collie finde sich kein KÃ¶rpergewicht, weshalb vom Gewicht eines Hundes nicht gesprochen werden dÃ¼rfe. Indessen setzt sie selber das Ge­wicht fÃ¼r Bear­ded Collie-RÃ¼den auf 25 kg und dasjenige fÃ¼r Weibchen auf ca. 20 kg fest. Es liegt auf der Hand, dass ein Hund von dieser GrÃ¶sse ErnÃ¤hrungskosten im eingangs errechneten Umfang verursacht.</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Daraus erhellt, dass die Kosten fÃ¼r den Unterhalt von hÃ¶chstens 12 Hunden und nur dann sichergestellt wÃ¤ren, wenn D fÃ¼r den Unterhalt seiner Hunde im angegebenen Umfang aufkÃ¤me, was nicht einmal feststeht. Die BeschwerdefÃ¼hrerin ihrerseits vermÃ¶chte an­ge­sichts ihrer finanziellen Lage die nicht gedeckten Kosten fÃ¼r die er­wÃ¤hnten drei Hunde (etwa Fr. 450.- pro Monat zusÃ¤tzlich Tierarztkosten) oder allenfalls noch weitere Tiere nicht aufzubringen. VerÃ¤nderte UmstÃ¤nde im Sinne einer Verbesserung sind hierin nicht zu erkennen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">bb) Nicht geklÃ¤rt ist weiter, wie die BeschwerdefÃ¼hrerin den Transport der Tiere zu einer Tierklinik im benachbarten Ausland bewÃ¤ltigt, die gemÃ¤ss deren BestÃ¤tigung vom 30. No­vember 2001 ab MÃ¤rz 1997 in regelmÃ¤ssigen AbstÃ¤nden von ihr aufgesucht worden sein soll. Selbst wenn die Beschwer­defÃ¼hrerin Ã¼ber ein Fahrzeug verfÃ¼gen sollte, fehlten ihr doch klar die Mittel, um ein solches zu betreiben. Unter "Tierarztkosten", fÃ¼r welche D aufkommen will, sind aber kaum die Kosten fÃ¼r den Unterhalt eines Fahrzeugs zu verstehen. Diese UmstÃ¤nde sprechen klar fÃ¼r unverÃ¤ndert enge finanzielle VerhÃ¤lt­nisse, wenn nicht gar fÃ¼r deren Verschlechterung.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">cc) Im Ãbrigen widersprechen sich die einzelnen BestÃ¤tigungen teilweise. WÃ¤hrend D bestÃ¤tigt, dass alle aufgefÃ¼hrten 14 Hunde in seinem Eigentum stÃ¼nden, der BeschwerdefÃ¼hrerin vorÃ¼bergehend zur Betreuung Ã¼bergeben wurden und er je­derzeit das Recht habe, diese zurÃ¼ckzunehmen, ist der BestÃ¤tigung von C mutmasslich von Mitte Juni 2002 zu ent­nehmen, dass er Halter (nicht EigentÃ¼mer) von sechs Hunden (drei Havaneser, drei Bearded Collies) im Eigentum von D sei, die lediglich aus PlatzgrÃ¼nden bei der BeschwerdefÃ¼h­rerin und nicht bei ihm untergebracht seien. Als Halter wÃ¤re demnach C zustÃ¤ndig fÃ¼r die Unterbringung der Hunde und nicht D. Noch am 27. Mai 2002 hatte derselbe C bestÃ¤tigt, dass er sechs Hunde betreue, die "seines Wissens" im Eigentum von D stÃ¼nden, ohne dass er aber deren Halter gewesen wÃ¤re. Weiter spricht die GarantieerklÃ¤rung der Firma E von sechs Bearded Collies, fÃ¼r die C und/oder D aufkommen, wÃ¤hrend sich den BestÃ¤tigun­gen von C kein finanziel­les Engagement entnehmen lÃ¤sst und er sich auch nicht um sechs Bearded Collies, sondern um drei Havaneser und drei Bearded Collies kÃ¼mmert, der­weil D 11 Bearded Collies sein Eigen nennt. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Insgesamt besteht daher entgegen den Vorbringen der BeschwerdefÃ¼hrerin keinerlei GewÃ¤hr fÃ¼r eine bestehende, geschweige denn fortdauernde finanzielle UnterstÃ¼tzung ihrer Hundehaltung und zeigen sich ihre finanziellen VerhÃ¤ltnisse damit unverÃ¤ndert schlecht.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Zur in der VerfÃ¼gung vom 27. Oktober 1997 beanstandeten Pflege der Hunde ver­­weist die BeschwerdefÃ¼hrerin auf die Betreuungshilfe von C. Wie sich aus dessen BestÃ¤­tigung ergibt, hilft er der BeschwerdefÃ¼hrerin in der Pflege einer beschrÃ¤nkten Anzahl Hunde, die er fÃ¼ttert und, soweit es in seinen MÃ¶glichkeiten liegt, auch betreut. Da anlÃ¤sslich der Kontrolle vom 30. April 2002 der Zustand der bei der BeschwerdefÃ¼hrerin untergebrachten Hunde kaum Anlass zu Beanstandungen gab, nimmt sie dies als Beweis fÃ¼r tat­sÃ¤chlich eingetretene VerÃ¤nderungen bzw. dafÃ¼r, fÃ¼r die Haltung von mehr als der erlaubten 15 Hunde geeignet zu sein.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Vorab ist dazu zu bemerken, dass sich C selbst nach Angaben der BeschwerdefÃ¼hrerin tÃ¤glich wÃ¤hrend nur 1-1 ½ Stunden um sechs Hunde kÃ¼mmert, diese fÃ¼t­tert, ihnen zu trinken gibt und mit ihnen spazieren geht. Seiner eigenen BestÃ¤tigung vom 27. Mai 2002 nach vermag er die sechs Tiere bloss zu betreuen, soweit es in seinen MÃ¶glichkeiten steht. GrÃ¶ssere SpaziergÃ¤nge, womit dem Hund die nÃ¶ti­ge Zuwendung erwiesen wird, liegen da­mit jedenfalls fÃ¼r die bewegungsfreudigen Bearded Collies nicht drin. Geht man zudem da­von aus, dass die Aufzucht von Rassehunden, wie sich die BeschwerdefÃ¼hrerin auf der In­ternet-Seite des genannten Hundezuchtvereins, "enorm kostenintensiv" ist und "grÃ¶ssten per­sÃ¶nlichen Einsatz bei jedem einzelnen Tier" verlange, muss der von C betriebene Aufwand als kaum genÃ¼gend betrachtet werden, mindestens soweit sich die BeschwerdefÃ¼hrerin dadurch vom Aufwand fÃ¼r sechs Hunde massgeblich entlastet wissen will. Wenn sie den­noch geltend macht, auf 13 Hunde kÃ¤men mit Hilfe von C zwei Pflegepersonen, ist je­denfalls nicht von zwei vollwertigen Betreuungspersonen auszugehen. Vielmehr liegt die Hauptlast der Betreuung der Hunde nach wie vor auf den Schultern der BeschwerdefÃ¼h­re­rin, worin keine VerÃ¤nderung der tatsÃ¤chlichen UmstÃ¤nde zu erkennen ist.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der kaum zu beanstandende Zustand der 18 Hunde liesse allerdings den Schluss zu, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin mit etwas UnterstÃ¼tzung von C die Pflege und Betreuung von 18 Hunden gerade schaffe, womit sich die Frage stellt, ob sie nicht auch 19 Hun­de betreuen kÃ¶nnte. Wie dargetan, ist der korrekte Zustand der betreuten Hunde im We­sentlichen auf de­ren geringe Zahl zurÃ¼ckzufÃ¼hren und demnach eine direkte Folge der VerfÃ¼gung vom 27. Oktober 1997, <i>ohne</i> dass sich die BetreuungsverhÃ¤ltnisse wie eben dar­getan wesentlich geÃ¤ndert hÃ¤tten. Mit andern Worten wurde die Zahl und Altersstruktur der von der Beschwer­defÃ¼hrerin erlaubterweise zu betreuenden Hunde den bei ihr herrschenden VerhÃ¤ltnis­sen angepasst, was sich offensichtlich bewÃ¤hrte. In diesem Zusammenhang gilt es â neben­bei â zu bedenken, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin verlangte, es sei ihr die Hal­tung von 19 Hunden <i>im Sinne der Richtlinie Tierschutz des Bundesamtes fÃ¼r VeterinÃ¤rwesen</i> zu bewilligen. Nach dieser Richtlinie wÃ¤re es der BeschwerdefÃ¼hrerin jedoch mÃ¶glich, tatsÃ¤chlich bis zu 29 Hunde zu betreuen, die aber dank der Jungtiere nur als 19 Hunde zÃ¤hlten. Es liegt auf der Hand, dass die fÃ¼r die Betreuung der Hunde nach wie vor Ã¼berwiegend allein zustÃ¤ndige BeschwerdefÃ¼hrerin mit einer solchen Anzahl Hunde, die wiederum den grÃ¶ssten persÃ¶nlichen Einsatz bei jedem Tier verlangen, sofort Ã¼berfordert wÃ¤re. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Soweit sich die BeschwerdefÃ¼hrerin darauf stÃ¼tzt, dass sie keine gewerbsmÃ¤ssige Hundezucht im Sinne der Tierschutzverordnung betreibe und deswegen kein FÃ¤higkeitszeug­­nis ausweisen mÃ¼sse, liegt keine eigentliche VerÃ¤nderung der VerhÃ¤ltnisse vor. Nach der BestÃ¤tigung des Reitinstitutes von Z vom 17. Mai 2002 legte die BeschwerdefÃ¼hrerin in jenem Stall 1980 ein Praktikum als Vorbereitung fÃ¼r eine BereiterprÃ¼fung ab. Ferner soll sie Ã¼ber eine nationale Dressurlizenz verfÃ¼gen, Ã¼ber die Jahre hin­weg 10 eigene Pferde be­ses­sen und gepflegt und die RichterprÃ¼fung abgelegt haben. Inwiefern sich diese erworbenen Kenntnisse vor al­lem im Bereich der Pferde auf die Frage der Finanzierung des Unterhalts und die Pflege der Hunde auswirken kÃ¶nnten, wird nicht dargetan. Eine Verbesserung ist hierin nicht zu sehen, liegen doch die erwÃ¤hnten UmstÃ¤nde mit Ausnahme der RichterprÃ¼­fung zeitlich weit vor dem 27. Oktober 1997. Der BeschwerdefÃ¼hrerin wurde aber damals insbesondere vorgehalten, dass sie mit der bis zur einschrÃ¤nkenden VerfÃ¼gung vom 27. Oktober 1997 gepfleg­ten Hundehaltung Ã¼berfordert gewesen sei und es nach deren Auf­hebung wohl wieder wÃ¤re. Daran vermÃ¶gen die erwÃ¤hnten Leistungsausweise nichts zu Ã¤ndern, weshalb auch da­rin keine VerÃ¤nderung der tatsÃ¤chlichen UmstÃ¤nde zu erkennen ist.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Zusammengefasst liegt die einzige Ãnderung im verbesserten Zustand der bei der Be­­schwerdefÃ¼hrerin am 30. April 2002 aufgefundenen Hunde, was jedoch auf die in der Ver­­fÃ¼gung vom 27. Oktober 1997 angeordneten Restriktionen und nicht auf eine tatsÃ¤chliche Verbesserung der VerhÃ¤ltnisse bei der BeschwerdefÃ¼hrerin zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist. Deren finanzielle Lage und auch die Betreuungssituation fÃ¼r die Tiere sind vielmehr weitgehend un­verÃ¤ndert geblieben. Insgesamt vermochte die BeschwerdefÃ¼hrerin daher keine VerÃ¤nderungen darzutun, die eine Abkehr von den in der VerfÃ¼gung vom 27. Oktober 1997 verfÃ¼g­ten Massnahmen rechtfertigen kÃ¶nnten. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. Bei diesem Ausgang wÃ¤ren die Gerichtskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG), sind aber zufolge der ihr gewÃ¤hrten unentgeltlichen Rechtspflege auf die Gerichtskasse zu nehmen. Ihrem als unentgeltlichen Rechtsbeistand bestellten Vertreter ist eine EntschÃ¤digung auszurichten, die das Gericht mangels Zusammenstellung seines Aufwandes nach Ermessen festzulegen hat (KÃ¶lz/ Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 48, 50; § 13 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997). </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Dem Vertreter der BeschwerdefÃ¼hrerin wird eine EntschÃ¤digung von Fr. --.-- (inkl. Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse geleistet.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal">...</p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>