<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 7] </div> <div class="para">I 128/02 Vr </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Präsidentin Leuzinger, Bundesrichter Rüedi und Ferrari; </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Krähenbühl </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 19. Juni 2002 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para">R.________, 1965, Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">IV-Stelle des Kantons Solothurn, Allmendweg 6, 4528 Zuchwil, Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">und </div> <div class="para">Versicherungsgericht des Kantons Solothurn, Solothurn </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.- Mit Verfügung vom 21. August 2001 lehnte die IV-Stelle des Kantons Solothurn das Begehren des 1965 geborenen R.________ um berufliche Massnahmen ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.- Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons Solothurn mit Entscheid vom 11. Februar 2002 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt R.________ "Arbeitsvermittlung der IV". </div> <div class="para">Vorinstanz und Verwaltung schliessen auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt für Sozialversicherung verzichtet auf eine Vernehmlassung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Das kantonale Gericht hat im angefochtenen Entscheid mit zutreffender Begründung, welcher seitens des Eidgenössischen Versicherungsgerichts nichts beizufügen ist, erkannt, dass die gesetzlichen Voraussetzungen mangels anspruchsrelevanter gesundheitsbedingter Beeinträchtigung der Erwerbsmöglichkeiten weder für eine von der Invalidenversicherung zu unterstützende Umschulung noch für eine Rentenzusprache erfüllt sind (<span class="artref"><artref id="CH/831.20/17" type="start"></artref>Art. 17 und 28 IVG</span><artref id="CH/831.20/28" type="end"></artref>). Dagegen wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu Recht nichts eingewendet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- In der Verwaltungsverfügung vom 21. August 2001 wurde der Anspruch auf berufliche Massnahmen generell verneint. </div> <div class="para">Das kantonale Gericht hat deren Überprüfung indessen auf die Voraussetzungen für die Gewährung einer Umschulung beschränkt, ohne sich mit der Möglichkeit anderer im Gesetz vorgesehener beruflicher Eingliederungsvorkehren weiter auseinander zu setzen. </div> <div class="para">Das einzige Begehren, das in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde gestellt wird, lautet auf "Arbeitsvermittlung der IV". Eine solche ist - nebst einer Umschulung zum Sanitärplaner - auch schon im kantonalen Beschwerdeverfahren gefordert worden. Indem es die Vorinstanz unterlassen hat, diesen Anspruch zu prüfen, ist ein Antrag des Versicherten unbeurteilt geblieben. Da die Anspruchsvoraussetzungen für die beiden Leistungsarten - Umschulung (<span class="artref">Art. 17 IVG</span>) einerseits und Arbeitsvermittlung (<span class="artref">Art. 18 IVG</span>) andererseits - insbesondere bezüglich des Ausmasses der Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit nicht identisch sind (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=31.05.2002&amp;to_date=19.06.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F116-V-80%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page80">BGE 116 V 80</a> sowie nicht veröffentlichte Urteile P. vom 7. Januar 2000 [I 478/99], S. vom 8. Mai 2000 [I 483/99], K. vom 14. Mai 1999 [I 478/98] und T. vom 22. Dezember 1999 [I 536/99]) und der Anspruch auf Arbeitsvermittlung allenfalls auch bejaht werden kann, wenn sich seit einer früheren Ablehnung (Verfügung der IV-Stelle vom 21. Dezember 1999 und vorinstanzlicher Entscheid vom 16. März 2000) keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes ergeben hat, ist die Sache an das kantonale Gericht zurückzuweisen, damit es das Versäumte nachholt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I.Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird in dem Sinne </div> <div class="para">gutgeheissen, dass der angefochtene Entscheid vom 11. Februar 2002 insoweit aufgehoben wird, als darin </div> <div class="para">der Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">nicht nur hinsichtlich einer Umschulung, sondern darüber </div> <div class="para">hinaus generell verneint wird, und es wird die </div> <div class="para">Sache an das Versicherungsgericht des Kantons Solothurn </div> <div class="para">zurückgewiesen, damit es auch über den geltend </div> <div class="para">gemachten Anspruch auf Arbeitsvermittlung befindet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II.Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para">III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Solothurn, der Ausgleichskasse des Kantons Solothurn und dem Bundesamt für Sozialversicherung </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">zugestellt. </div> <div class="para">Luzern, 19. Juni 2002 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Die Präsidentin der IV. Kammer: </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>