<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2015-02-27-2C_1208-2013.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2C_1208/2013 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Verfügung vom 27. Februar 2015</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Zünd, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Hugi Yar. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, Beschwerdeführerin, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Philipp Carlen, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Dienststelle für Bevölkerung und Migration. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Kantons- </div> <div class="para">gerichts Wallis, Öffentlichrechtliche Abteilung, </div> <div class="para">vom 15. November 2013. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> A.________ (geb. 1944) stammt aus Österreich. Sie lebte teilzeitlich im Kanton Wallis (U.________). Die Dienststelle für Bevölkerung und Migration wies A.________ am 10. Oktober 2013 aus der Schweiz weg, wogegen sie an das Kantonsgericht Wallis gelangte. Dessen Instruktionsrichter entsprach am 15. November 2013 ihrem Gesuch um aufschiebende Wirkung nicht, da sie es unterlassen habe, darzulegen, "inwiefern ihr durch die Wegweisung ein nicht wieder gutzumachender Nachteil entstünde". </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> A.________ gelangte hiergegen mit dem Antrag an das Bundesgericht, den entsprechenden Entscheid aufzuheben; sie habe am 17. Dezember 2013 ein Gesuch um Erteilung einer FZA-Rentnerbewilligung gestellt, das entsprechende Verfahren sei hängig. Nach Einholen der Akten wurde ihrer Eingabe am 16. Januar 2014 aufschiebende Wirkung beigelegt; ihr Rechtsvertreter ist in der Folge wiederholt bezüglich des Standes des Bewilligungsverfahrens angefragt worden, wobei er darauf hinwies, dass er seine Klientin wiederholt nicht erreichen und die erforderlichen Papiere nicht erhältlich machen konnte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.3.</b> Am 16. Juli 2014 wies die Dienststelle für Bildung und Sicherheit des Kantons Wallis das Bewilligungsgesuch von A.________ ab, da sie trotz erstreckter Frist nicht habe nachweisen können, dass sie über ausreichende Mittel für einen erwerbslosen Aufenthalt verfüge. Hiergegen ist A.________ an den Staatsrat des Kantons Wallis gelangt, worauf das Kantonsgericht Wallis das bei ihm hängige Verfahren gegen die Wegweisung vom 10. Oktober 2013 am 9. Januar 2015 als gegenstandslos abschrieb. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Gemäss <span class="artref"><artref id="CH/173.110/32/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/32/1" type="start"></artref>Art. 32 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/32/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref> entscheidet der Präsident der Abteilung als Einzelrichter über die Abschreibung von Verfahren infolge Gegenstandslosigkeit, Rückzugs oder Vergleichs. Gleichzeitig befindet er über die Gerichtskosten und eine allfällige Parteientschädigung, im Falle der Gegenstandslosigkeit (bzw. des Dahinfallens des rechtlichen Interesses) aufgrund der Sachlage vor Eintritt des Erledigungsgrundes (Art. 71 in Verbindung mit <span class="artref">Art. 72 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Die Beschwerdeführerin hat vor Bundesgericht einen Zwischenentscheid über eine vorsorgliche Massnahme im Zusammenhang mit einer Wegweisung angefochten (<span class="artref">Art. 93 BGG</span>). Da die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen Wegweisungsentscheide grundsätzlich ausgeschlossen ist (<span class="artref">Art. 83 lit. c Ziff. 4 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=12.02.2015&amp;to_date=03.03.2015&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-II-305%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page305">BGE 137 II 305</a> ff.), gilt dies auch für entsprechende Zwischenentscheide (Einheit des Verfahrens). Gegen die angefochtene Verfügung stand somit nur die subsidiäre Verfassungsbeschwerde offen (<span class="artref">Art. 113 BGG</span>). Diese setzt voraus, dass die beschwerdeführende Person darlegt, dass und <i>inwiefern</i> der angefochtene Entscheid verfassungsmässige Rechte verletzt (Art. 116 i.V.m. <span class="artref"><artref id="CH/173.110/106/2" type="start"></artref>Art. 117 und 106 Abs. 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/117" type="end"></artref>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=12.02.2015&amp;to_date=03.03.2015&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-II-305%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page305">BGE 137 II 305</a> E. 3.3); dies hat die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe nicht getan. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.3.</b> Da der freizügigkeitsrechtliche Bewilligungsanspruch deklaratorischer Natur ist (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=12.02.2015&amp;to_date=03.03.2015&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-II-329%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page329">BGE 136 II 329</a> E. 2.2 mit Hinweisen), wurde dem Rechtsmittel an das Bundesgericht dennoch aufschiebende Wirkung beigelegt und das Verfahren nicht sofort beendet, um der Beschwerdeführerin Gelegenheit zu geben, ihren Anspruch und die entsprechenden Voraussetzungen im von ihr anhängig gemachten kantonalen Bewilligungsverfahren dartun zu können. Dieses ist inzwischen erstinstanzlich negativ abgeschlossen und der bisherige Wegweisungsentscheid durch einen neuen ersetzt worden; das entsprechende Beschwerdeverfahren ist beim Staatsrat hängig und das Kantonsgericht hat das bei ihm offene und vor Bundesgericht einzig Gegenstand bildende ursprüngliche Beschwerdeverfahren am 9. Januar 2015 abgeschrieben, ohne dass dieser Entscheid seinerseits beim Bundesgericht angefochten worden wäre. Der ursprünglich angefochtene Zwischenentscheid ist mit dem Dahinfallen des Verfahrens in der Sache selber gegenstandslos geworden, was zur Folge hat, dass auch das bundesgerichtliche Verfahren mangels eines fortbestehenden Anfechtungsobjekts dahinfällt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Es rechtfertigt sich, für das bundesgerichtliche Verfahren keine Kosten zu erheben (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG). Indessen sind keine Parteientschädigungen zuzusprechen, da die Beschwerdeführerin mit ihrem Verhalten (Nichterreichbarkeit, ungenügende bzw. verspätete Einreichung von Unterlagen usw.) die Gegenstandslosigkeit des bundesgerichtlichen Verfahrens, das im Übrigen keine ernsthaften Aussichten auf Erfolg gehabt hätte (vgl. E. 2.1), zu verantworten hat (vgl. <span class="artref">Art. 68 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach verfügt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Das Verfahren wird abgeschrieben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben und keine Entschädigungen zugesprochen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Diese Verfügung wird den Verfahrensbeteiligten, der Dienststelle für Bevölkerung und Migration, dem Kantonsgericht Wallis, Öffentlichrechtliche Abteilung, und dem Staatssekretariat für Migration schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 27. Februar 2015 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Zünd </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Hugi Yar </div> </div></body></html>