<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00397</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204171&amp;W10_KEY=13013569&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00397</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.04.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Plakatwerbestellen: Einordnung und Verkehrssicherheit Wird bei doppelseitig beworbenen Plakatwerbestellen eine Seite bei der Überprüfung durch die Vorinstanz aus Gründen der Verkehrssicherheit verweigert, braucht die andere Seite nicht mehr gesondert auf ihre Bewilligungsfähigkeit hin geprüft zu werden, wenn sich aufgrund der freibleibenden Rückseite der Plakatträger neue Fragen der Positionierung und insbesondere der Einordnung ergeben, die im Rahmen eines separaten Bewilligungsverfahrens zu beantworten sind (E. 4.1). Die Strassenreklamevorschriften der SSV (Art. 95 ff. SSV) sind, soweit nicht Sondervorschriften vorgehen, auch auf Plakatwerbestellen im Bereich der öffentlich zugänglichen Verkehrsflächen von Tankstellen anwendbar (E.4.2). Bei der Anwendung des unbestimmten Rechtsbegriffs "Verkehrssicherheit" spielen örtliche und technische Verhältnisse ein beträchtliche Rolle, weshalb der lokalen Bewilligungsbehörde ein Ermessensspielraum zukommt. Die Vorinstanz hat diese Verhältnisse eingehend erhoben und gewürdigt und ist sodann nachvollziehbar zum Schluss gelangt, dass die Verkehrssicherheit durch die streitbetroffenen Plakatwerbestellen gefährdet wird, weshalb ihr Entscheid zu bestätigen ist (E. 4.3). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINORDNUNG">EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSENSSPIELRAUM">ERMESSENSSPIELRAUM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLAKATWERBESTELLE">PLAKATWERBESTELLE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TANKSTELLE">TANKSTELLE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHRSSICHERHEIT">VERKEHRSSICHERHEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 238 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 95 Abs. II SSV</span><br/><span class="ungerade">Art. 96 SSV</span><br/><span class="gerade">Art. 96 Abs. I SSV</span><br/><span class="ungerade">Art. 96 Abs. VII SSV</span><br/><span class="gerade">Art. 6 Abs. I SVG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Reklamegesuch vom 26. Juni 2002 suchte die A GmbH um die Bewilligung fÃ¼r insgesamt 14 Plakatwerbestellen fÃ¼r wechselnde Fremdwerbung auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 in der Industriezone I 5 an der Feldstrasse in Regensdorf nach. FÃ¼r sechs Werbestellen erteilte der Bauvorstand Regensdorf am 5. August 2002 der A GmbH die Baubewilligung. Mit VerfÃ¼gung vom 17. Dezember 2002 wurde die Bewilligung fÃ¼r die Ã¼brigen acht Plakatwerbestellen verweigert. Der Gemeinderat machte fÃ¼r die Verweigerung im Wesentlichen verkehrssicherheitsrechtliche GrÃ¼nde geltend.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen diese VerfÃ¼gung liess die A GmbH am 22. Januar 2003 Rekurs an die Baurekurskommission I erheben und beantragen, es sei die angefochtene VerfÃ¼gung aufzuheben und die Baubewilligung zu erteilen, eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung zurÃ¼ckzuweisen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zulasten der Gemeinde Regensdorf.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Eine Delegation der Baurekurskommission I fÃ¼hrte am 20. Mai 2003 im Beisein der Parteien einen Augenschein auf dem streitbetroffenen GrundstÃ¼ck durch. Mit Entscheid vom 19. Sep­tember 2003 wurde der Rekurs abgewiesen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Eingabe vom 23. Oktober 2003 liess die A GmbH Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben und beantragte â unter Wiederholung der vor Vorinstanz gestellten AntrÃ¤ge â die Aufhebung des Entscheids der Baurekurskommission I, unter entsprechenden Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Baurekurskommission I am 7. November und die Gemeinde Regensdorf am 19. November 2003 beantragten Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Auf die Parteivorbringen sowie die ErwÃ¤gungen der Vorinstanz wird â soweit fÃ¼r die Entscheidfindung erforderlich â nachfolgend Bezug genommen.</span></p> <p class="Zwischentitel"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt sinngemÃ¤ss die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins. Im vorliegenden Fall hat bereits eine Delegation der Baurekurskommission einen solchen durchgefÃ¼hrt. Auf das Ergebnis dieses Lokaltermins darf auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren abgestellt werden (RB 1995 Nr. 12). Da sich der massgebliche Sachverhalt aufgrund dieses Augenscheins, der eingereichten PlÃ¤ne und der fotografischen Dokumentationen mit hinreichender Deutlichkeit aus den Akten ergibt, kann auf die DurchfÃ¼hrung eines verwaltungsgerichtlichen Augenscheins verzichtet werden.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das in der Industriezone I 5 gelegene BaugrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 liegt im Geviert Ostring-Wehntalerstrasse-Feldstrasse. In der sÃ¼dwestlichen, an den Verkehrskreisel Ostring-Feldstrasse angrenzenden HÃ¤lfte des GrundstÃ¼cks befindet sich eine Tankstelle mit dazugehÃ¶rigem Tankstellen-Shop. In der nordÃ¶stlichen, wiederum durch den Ostring sowie die diesen unterquerende Wehntalerstrasse begrenzten HÃ¤lfte sind eine Waschstrasse, daran anschliessend Staubsaugboxen und gegenÃ¼ber einzelne Waschboxen installiert. Auf der vierten Seite stÃ¶sst ein Einkaufszentrum an, dessen Zufahrt teilweise Ã¼ber die Tankstelle erfolgt. In dieser Umgebung will die Bauherrschaft insgesamt 14 Plakatwerbetafeln fÃ¼r wechselnde Fremdwerbung erstellen. Die bereits bewilligten, mehrheitlich einseitig beworbenen Tafeln haben in vier FÃ¤llen das Format B200 (120 x 170 cm), im Ãbrigen das Format B12 (271,5 x 128 cm). ZusÃ¤tzlich sollen sieben doppelseitig beworbene Tafeln im Format B12 sowie eine, nur einseitig beworbene Tafel im Format B200 errichtet werden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Streitig ist vor Verwaltungsgericht, ob die kommunale BaubehÃ¶rde die Baubewilligung fÃ¼r diese acht Plakatwerbestellen zu Recht aus GrÃ¼nden der Verkehrssicherheit verweigert hat.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Die Vorinstanz hat unter dem Aspekt der Verkehrssicherheit vor allem diejenige Seite der doppelseitigen Plakatwerbestellen geprÃ¼ft, die auf den angrenzenden Strassenraum (Ostring, Wehntaler- und Feldstrasse) einwirken, und im Ergebnis die Verweigerung bestÃ¤tigt. Die zum Tankstellenbereich gerichteten Seiten der Werbestellen hat sie nicht mehr gesondert geprÃ¼ft, da sie sich auf den Standpunkt stellte, dass die BewilligungsfÃ¤higkeit bloss einseitig plakatierter Werbestellen nicht Gegenstand des Verfahrens sei. Bei einer derart geÃ¤nderten Ausgangslage sei eine neue Baueingabe erforderlich, da nicht davon ausgegangen werden kÃ¶nne, dass die einseitigen Plakatwerbestellen gleich positioniert wÃ¼rden und da die Ausgestaltung der "nackten" RÃ¼ckseiten der Werbestellen nicht feststehe. Letzteres werfe die von der kommunalen BaubehÃ¶rde offen gelassene Frage der Einordnung auf.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die kommunale BaubehÃ¶rde hat die Plakatstellen gestÃ¼tzt auf Art. 96 der Signalisations­verordnung vom 5. September 1979 (SSV) verweigert. Die Vorinstanz fand demgegenÃ¼ber, dass sich das Erfordernis der Verkehrssicherheit bereits aus dem kantonalen Recht ergebe (§ 240 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 [PBG]) und hat die Anwendbarkeit der SSV auf die zum Tankstellenbereich gerichteten Seiten der Werbestellen ebenfalls offen gelassen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt sinngemÃ¤ss, dass fÃ¼r die Verweigerung der Plakattafeln, soweit sie auf den Innenbereich des Tankstellenareals ausgerichtet sind, keine rechtsgenÃ¼gende ÃberprÃ¼fung durch die Rekursinstanz erfolgt sei. Es sei fÃ¼r die Plakatwerbestellen, welche auf den Innenbereich ausgerichtet seien, nachzuweisen, inwieweit von diesen eine GefÃ¤hrdung des Verkehrs ausgehe. Sie bestreitet aber auch, dass die Verkehrssicherheit durch die auf den Ostring, die Feldstrasse und die Wehntalerstrasse ausgerichteten Plakatstellen beeintrÃ¤chtigt werde. Diese EinwÃ¤nde sind allerdings eine blosse Wiederholung des vor Vorinstanz Vorgebrachten. Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt sodann, die Rekursinstanz habe zu Unrecht entschieden, bei einer einseitigen Plakatierung ergebe sich eine erneute Gesuchspflicht. Wenn das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin von der BewilligungsbehÃ¶rde mit einer untauglichen BegrÃ¼ndung abgelehnt worden sei, mÃ¼sse der Bewilligungsentscheid aufgehoben und die Bewilligung erteilt werden. Die Rekursinstanz kÃ¶nne nicht neue VerweigerungsgrÃ¼nde einbeziehen, die von der kommunalen BewilligungsbehÃ¶rde nicht angefÃ¼hrt worden seien. Es treffe sodann nicht zu, dass eine bloss einseitige Plakatierung zu Einordnungsproblemen fÃ¼hre. Die neutrale Farbgebung der RÃ¼ckwand der Plakatwerbestelle sei geeignet, den Tankstellenbetrieb von der Umgebung abzuschirmen und dadurch eine gewisse Beruhigung zu erzielen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Es ist nicht zu beanstanden, dass sich die Vorinstanz bei der ÃberprÃ¼fung der strittigen Standorte auf die zum Strassenraum gewandte Seite der Werbestellen beschrÃ¤nkt hat und bezÃ¼glich der zum Tankstellenareal gerichteten FlÃ¤chen nicht auch noch geprÃ¼ft hat, ob von ihnen eine GefÃ¤hrdung der Verkehrssicherheit ausgeht. Selbst wenn eine Plakatierung der zum Tankstellenareal gerichteten FlÃ¤chen der Werbestellen aus VerkehrssicherheitsgrÃ¼nden nicht zu beanstanden wÃ¤re, wirft eine einseitige Plakatierung der Werbestellen angesichts der freibleibenden RÃ¼ckseite neue Probleme auf, die im Rahmen eines separaten Bewilligungsverfahrens zu prÃ¼fen wÃ¤ren. Das hat die Vorinstanz richtig erkannt. Auch Plakatwerbestellen in einer Industriezone haben â wenn auch in weniger strengem Mass wie in einer Wohn- oder Mischbauzone â den Anforderungen an eine befriedigende Einordnung im Sinn von § 238 Abs. 1 PBG zu genÃ¼gen (RB 1980 Nr. 122; BEZ 1983 Nr. 12). Dabei sind die Gestaltung der RÃ¼ckseite hinsichtlich Farbe und Material sowie Vorkehrungen zur Verhinderung "wilder" Plakatierungen von grosser Bedeutung. Da der kommunalen BewilligungsbehÃ¶rde bei der Anwendung der Ãsthetikvorschrift von § 238 PBG ein erheblicher Ermessensspielraum zukommt, ist ihrem Entscheid nicht vorzugreifen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Das Strassenverkehrsgesetz vom 19. Dezember 1958 (SVG) ordnet den Verkehr auf den Ã¶ffentlichen Strassen (Art. 1 Abs. 1 SVG). Strassen sind die von Motorfahrzeugen, motorlosen Fahrzeugen oder FussgÃ¤ngern benÃ¼tzten VerkehrsflÃ¤chen. Ãffentlich sind diese, wenn sie nicht ausschliesslich privatem Gebrauch dienen (Art. 1 Abs. 1 und 2 der Verkehrsregelnverordnung vom 13. November 1962 [VRV]). Massgeblich ist dabei nicht, ob die Strasse in privatem oder Ã¶ffentlichem Eigentum steht, sondern ob sie dem allgemeinen Verkehr dient. Letzteres trifft zu, wenn sie einem unbestimmbaren Personenkreis zur VerfÃ¼gung steht, selbst wenn die Benutzung nach Art oder Zweck eingeschrÃ¤nkt ist (BGE 101 IV 173; 104 IV 105 E. 3; 109 IV 131 E. 2). Daraus ergibt sich, dass eine jedermann zugÃ¤ngliche Tankstelle als Ã¶ffentliche Strasse im Sinne des SVG gilt. GemÃ¤ss Art. 95 Abs. 2 SSV befinden sich Strassenreklamen im Bereich Ã¶ffentlicher Strassen, wenn sie vom StrassenbenÃ¼tzer wahrgenommen werden kÃ¶nnen. Somit haben â was von der Vorinstanz offen gelassen worden war â auch die auf den Innenbereich der Tankstelle gerichteten Plakatstellen ohne weiteres als im Bereich Ã¶ffentlicher Strassen befindliche Strassenreklamen zu gelten (Manfred KÃ¼ng, Strassenreklamen im Verkehrs- und Baurecht, Bern/Stuttgart 1991, S. 50, unter Hinweis auf den Parkplatz eines Einkaufszentrums [BGE 100 IV 59 E. 1]). Die Vorschriften der SSV Ã¼ber Strassenreklamen klammern Tankstellen nicht aus, sie beauftragen aber das EidgenÃ¶ssische Departement fÃ¼r Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) mit dem Erlass von Weisungen Ã¼ber Strassenreklamen bei Tankstellen (Art. 96 Abs. 7 SSV). Die einschlÃ¤gige Weisung des UVEK vom 28. Februar 2000 verweist bezÃ¼glich allgemeiner Strassenreklamen ihrerseits auf die Schweizer Norm (SN) 640 625c der Vereinigung Schweizerischer Strassenfachleute, Fassung vom November 1988, welche jedoch nur die Anzeige der Treibstoffmarke, die Preisanzeigen der Treibstoffsorten sowie zulÃ¤ssige zusÃ¤tzliche Tafeln regelt. FÃ¼r alle andern Strassenreklamen im Bereich von Tankstellen gelten gemÃ¤ss Ziff. 3 SN 640 625c die allgemeinen Reklamevorschriften der SSV (Art. 95 ff. SSV).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Art. 6 Abs. 1 SVG untersagt Reklamen, welche namentlich durch Ablenkung der StrassenbenÃ¼tzer die Verkehrssicherheit beeintrÃ¤chtigen kÃ¶nnten. Art. 96 Abs. 1 lit. aâh SSV bezeichnen unzulÃ¤ssige Arten von Strassenreklamen. Diese AufzÃ¤hlung ist nicht erschÃ¶pfend (BGE 99 Ib 377 E. 2 Abs. 2). Die dort genannten FÃ¤lle lassen lediglich eine im Bewilligungsverfahren zu prÃ¼fende verminderte Verkehrssicherheit vermuten (KÃ¼ng, S. 51 f.).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span>GemÃ¤ss Art. 100 Abs. 1 SSV bedarf das Anbringen von Strassenreklamen der Bewilligung der nach kantonalem Recht zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde. Zu Recht nicht beanstandet wurde, dass den lokalen BewilligungsbehÃ¶rden bei der Anwendung des unbestimmten Rechtsbegriffs der "Verkehrssicherheit" ein mit der Kenntnis der Ã¶rtlichen und technischen VerhÃ¤ltnisse zu rechtfertigender Ermessensspielraum zukommt (Pra 90/2001 Nr. 130 E. 3b). Wenn die Vorinstanz diese VerhÃ¤ltnisse, wie im vorliegenden Fall, eingehend (durch Augenschein) erhebt und anschliessend wÃ¼rdigt, verfÃ¼gt sie dabei ebenfalls Ã¼ber einen gewissen Spielraum. Aufgrund von § 50 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) darf das Gericht diesen Spielraum nicht frei Ã¼berprÃ¼fen (RB 1979 Nr. 23; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, § 50 N. 87 mit weiteren Hinweisen). Die Baurekurskommission ist im angefochtenen Entscheid (E. 4 und 5) nachvollziehbar zum Schluss gelangt, dass die Verkehrssicherheit durch die Plakatwerbestellen Pos. 3, 4, 6, 9, 10, 15, 20, 22 wegen ihrer Platzierung und HÃ¤ufung gefÃ¤hrdet wird. Dass die Vorinstanz ihre PrÃ¼fung gestÃ¼tzt auf § 240 PBG vorgenommen hat, schadet nichts, da dieser Bestimmung keine Ã¼ber das Bundesrecht hinausgehende Bedeutung fÃ¼r die Verkehrssicherheit zukommt. (Dagegen spricht jedenfalls, dass gemÃ¤ss Art. 100 Abs. 2 SSV ergÃ¤nzende kantonale Vorschriften Ã¼ber Strassenreklamen nur vorbehalten bleiben, soweit sie dem Schutz des Landschafts- und Ortschaftsbilds dienen oder das Bewilligungsverfahren regeln.) Auf ihre zutreffenden ErwÃ¤gungen kann deshalb verwiesen werden (§ 28 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 VRG). Angesichts der ZurÃ¼ckhaltung bei der ÃberprÃ¼fung solcher technischer Fragen ist der angefochtene Entscheid insoweit zu bestÃ¤tigen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zusammenfassend ist die Beschwerde abzuweisen. Diesem Ausgang entsprechend hat die BeschwerdefÃ¼hrerin die Kosten des Verfahrens zu tragen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG). Die BemÃ¼hungen des Beschwerdegegners in diesem Verfahren gehen nicht Ã¼ber das hinaus, was Ã¼blicherweise in Bausachen als Gegenstand des Verwaltungshandelns zu klÃ¤ren ist. Namentlich ging es nur um die Erstattung einer dreiseitigen Beschwerdeantwort, die sich weit gehend an die Vorbringen im Rekursverfahren hÃ¤lt. Der Antrag des Beschwerdegegners auf eine ParteientschÃ¤digung ist daher abzuweisen (§ 17 Abs. 2 VRG; RB 1981 Nr. 5, 1986 Nr. 5).</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel"><a id="Text12"></a><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. </span><span>3'000</span><span>.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Soweit eine Verletzung von Bundesrecht geltend gemacht wird, kann gegen diesen Entscheid innert 30 Tagen, von dessen Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>6. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>