<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00147</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203760&amp;W10_KEY=4467143&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00147</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.10.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Gesundheitswesen</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einziehung von Heilmitteln</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Einziehung von Heilmitteln, die in der Praxis eines Arztes ohne Selbstdispensationsbewilligung vorgefunden wurden<br/><br/>Der Beschwerdeführer ist nicht im Besitz einer Selbstdispensationsbewilligung und kann daher nicht unter Hinweis auf die zurzeit hängigen Verfahren ein Recht auf Selbstdispensation für sich ableiten (E. 2). Beurteilung unter der Qualifizierung der Heilmittel als N o t f a l l-Präparate: Eine Arztperson darf im Notfall Medikamente abgeben (E. 3c am Anfang). Zur Klärung der Eigenschaft eines Heilmittels als Notfallmedikament genügt der eingeholte Amtsbericht (E. 3d). Notfallbegriff gemäss Fachliteratur (E. 4a). Die erlaubte Abgabe von Medikamtenten im Notfall bezieht sich auf die Verabreichung durch die Arztperson selber (Direktversorgung) (E. 4c). Es ist grundsätzlich von einem e n g e n Notfallbegriff auszugehen (E. 4d/aa). Es ist denkbar, in besonderen Fällen einem erweiterten Notfallbegriff anzuwenden (Direktversorgung im Rahmen von Hausbesuchen und/oder zur Linderung heftiger Schmerzen, ohne dass das Vorliegen einer Notfallsituation abschliessend geprüft werden kann) (E. 4d/bb). Die von der Direktversorgung abzugrenzende w e i t e r e Behandlung fällt nicht mehr unter die Notfallversorgung (E. 4e). Diese Auslegung steht nicht im Widerspruch zur neuen Vorlage zur Änderung des Gesundheitsgesetzes (Kantonsratsbeschluss vom 21.10.2002) (E. 4 f). Der Beschwerdeführer hat nicht hinreichend substantiiert, inwiefern die einzelnen eingezogenen Heilmittel Notfallmedikamente sind (E. 5). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARZT">ARZT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHLAGNAHME">BESCHLAGNAHME</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINZIEHUNG">EINZIEHUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HEILMITTEL">HEILMITTEL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MEDIKAMENTE">MEDIKAMENTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NOTFALL">NOTFALL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIVATAPOTHEKE">PRIVATAPOTHEKE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELBSTDISPENSATION">SELBSTDISPENSATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Gesundheit ST: ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT">ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 12 Abs. II aGesundheitsG</span><br/><span class="ungerade">§ 71 Abs. I lit. a aGesundheitsG</span><br/><span class="gerade">§ 14 ÃrzteV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Dr. med. X betreibt in ZÃ¼rich eine gynÃ¤kologische Praxis. Er hatte am 28. Mai 1998 gestÃ¼tzt auf § 17 des Gesundheitsgesetzes vom 4. November 1962 (GesundheitsG) sowie das verwaltungsgerichtliche Urteil vom 26. Februar 1998 (RB 1998 Nr. 80) die Gesundheitsdirektion um eine Bewilligung zur FÃ¼hrung einer Privatapotheke (so genannte Selbstdispensation) ersucht. Dieses Gesuch wurde â wie zahlreiche andere Gesuche von Ãrztinnen und Ãrzten in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur â von der Gesundheitsdirektion wiederholt sistiert.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kantonale Heilmittelkontrolle inspizierte am 9. August 2000 die Arztpraxis von Dr. med. X. Dabei wurden zahlreiche Arzneimittel beschlagnahmt, davon ein Teil, weil die Verfalldaten abgelaufen seien, ein anderer Teil, weil Dr. med. X keine Bewilligung zur FÃ¼hrung einer Privatapotheke besitze. Namens der Gesundheitsdirektion verfÃ¼gte die Kann­tonale Heilmittelkontrolle am 17. August 2000 gestÃ¼tzt auf § 71 GesundheitsG, die vorgefundenen verdorbenen Arzneimittel (aufgezÃ¤hlt in den ErwÃ¤gungen lit. A) wÃ¼rden entschÃ¤digungslos eingezogen und vernichtet; die zur unrechtmÃ¤ssigen Abgabe be­stimm­ten Heilmittel (ErwÃ¤gungen lit. B) wÃ¼rden entschÃ¤digungslos eingezogen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> II. Dagegen erhob Dr. med. X am 16. September 2000 Rekurs an den Regierungsrat mit dem Antrag, die Medikamente, die mangels Bewilligung zur FÃ¼hrung einer Privatapotheke beschlagnahmt worden seien, seien ihm zurÃ¼ckzuerstatten, allenfalls sei ihm deren Einkaufwert zu ersetzen. Zur BegrÃ¼ndung brachte er vor, zur Abgabe von Medikamenten im Rahmen von Notfallbehandlungen sei er auch ohne Selbstdispensationsbewilligung befugt; dabei sei entgegen der Auffassung der Gesundheitsdirektion bei einer gynÃ¤kologischen Praxis von einem erweiterten Notfall-Begriff auszugehen. Darunter fielen auch Behandlungen, bei denen ein besonderes BedÃ¼rfnis der Patienten und Patientinnen nach Vertraulichkeit bestehe. Die beschlagnahmten Medikamente seien fÃ¼r derartige Behandlungen bestimmt. Ferner machte der Rekurrent geltend, gestÃ¼tzt auf das verwaltungsgerichtliche Urteil vom 26. Februar 1998 dÃ¼rfe ihm die Bewilligung zur FÃ¼hrung einer Privatapotheke ohnehin nicht verweigert werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> Der Regierungsrat wies den Rekurs am 13. MÃ¤rz 2002 ab, soweit er darauf eintrat. Er erwog zusammengefasst, aus dem verwaltungsgerichtlichen Urteil vom 26. Fe­bruar 1998 kÃ¶nne der Rekurrent nichts zu seinen Gunsten ableiten, denn dieses Urteil stelle die Bewilligungspflicht fÃ¼r die FÃ¼hrung einer Privatapotheke nicht in Frage; weil und solange der Rekurrent nicht Ã¼ber eine solche Bewilligung verfÃ¼ge, dÃ¼rfe er ausserhalb des Notfallbereichs keine Medikamente abgeben. FÃ¼r die Umschreibung dieses Bereichs sei entgegen der Auffassung des Rekurrenten nicht auf das subjektive Motiv bzw. die eigene EinschÃ¤tzung der den Arzt aufsuchenden Patientinnen und Patienten abzustellen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> III. Dagegen erhob Dr. med. X am 22. April 2002 Beschwerde an das Verwaltungsgericht, mit dem Antrag, in Aufhebung der VerfÃ¼gung vom 17. August 2000 und des Rekursentscheids vom 13. MÃ¤rz 2002 die Gesundheitsdirektion zu verpflichten, die mangels Selbstdispensationsbewilligung beschlagnahmten Medikamente zurÃ¼ckzugeben bzw.<br/> â soweit deren Lebensdauer abgelaufen sei â deren Einkaufspreis zurÃ¼ckzuerstatten; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Namens der Gesundheitsdirektion beantragte die Kantonale Heilmittelkontrolle am 24. Mai 2002, die Beschwerde abzuweisen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des BeschwerdefÃ¼hrers. FÃ¼r den Regierungsrat beantragte die Staatskanzlei am 3. Juli 2002, die Beschwerde abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht beschloss am 22. August 2002 betreffend den Umfang der unter dem Begriff "Notfall" bewilligungsfreien Abgabe von Medikamenten einen Amtsbericht vom Kantonsarzt sowie ein Gutachten von Dr. med. Lion Bernoulli, Mitglied des Vor­standes der Schweizerischen Gesellschaft fÃ¼r Notfall- und Rettungsmedizin, einzuholen. Mit Beschluss vom 25. September 2002 wurden die Fragen an den Amtsberichterstatter und den Gutachter in BerÃ¼cksichtigung entsprechender VorschlÃ¤ge des BeschwerdefÃ¼hrers ergÃ¤nzt. </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Gutachter wurde ab Oktober 2002 wiederholt aufgefordert, seinem Auftrag bald­mÃ¶glichst nachzukommen. Er stellte dabei verschiedentlich in Aussicht, das Gut­ach­ten innert einer jeweils nÃ¤her bezeichneten Frist abzuliefern, ohne sich an diese zeit­li­chen Vorgaben zu halten; auch unterliess er es trotz Aufforderung, GrÃ¼nde fÃ¼r die VerzÃ¶­gerung zu nennen. Mit in Briefform ergangenem Beschluss vom 17. Juni 2003 wurde ihm daher der Auftrag entzogen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Amtsberichterstatter hatte seinen Bericht am 1. November 2002 eingereicht und diesen auf Anfrage des Gerichts vom 12. Mai 2003 am 13. Mai 2003 ergÃ¤nzt. Die Parteien nahmen dazu mit Eingaben vom 12. August 2003 und 17. Sep­tember 2003 Stellung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> IV. Gegen den Dr. med. X betreffenden Rekursentscheid des Regierungsrats vom 13. MÃ¤rz 2002 hatten am 16. Mai 2002 auch die Ãrztegesellschaft des Kantons ZÃ¼rich sowie die GynÃ¤kologische Gesellschaft des Kantons ZÃ¼rich Beschwerde erhoben sowie eventualiter â falls auf ihre Beschwerde nicht eingetreten werde â ein Beiladungsgesuch gestellt. Das Verwaltungsgericht trat mit Beschluss vom 22. August 2002 auf diese Beschwerde nicht ein und wies das Beiladungsgesuch ab (RB 2002 Nr. 8).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde gegen den Rekursentscheid des Regierungsrats, der die VerfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion betreffend Beschlagnahme von Medikamenten in einer Ã¤rztlichen Praxis bestÃ¤tigt hat, nach § 19 Abs. 1 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) funktionell und sachlich zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Der BeschwerdefÃ¼hrer gehÃ¶rt zu jenen in der Stadt ZÃ¼rich praktizierenden Ãrzten, die nach Bekanntwerden des verwaltungsgerichtlichen Urteils vom 26. Februar 1998 ein Gesuch um Selbstdispensationsbewilligung gestellt haben, welches bis heute sistiert geblieben ist. Vor diesem Hintergrund macht er in der Beschwerde geltend, es sei rechtswidrig, dass ihm bis heute die Bewilligung zur Selbstdispensation verweigert worden sei, und es kÃ¶nne deswegen von ihm auch nicht verlangt werden, auf die Abgabe von Medi­kamenten im Rahmen einer so genannten Privatapotheke (§ 17 GesundheitsG) zu verzichten (Beschwerdeschrift Ziff. III/2.1-2.3).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die RÃ¼ge ist, wie das Verwaltungsgericht kÃ¼rzlich bezÃ¼glich einer Beschwerde mit gleich lautendem Einwand entschieden hat (VGr, 11. April 2002, VB.2002.00020), unbegrÃ¼ndet. Selbst wenn es rechtswidrig wÃ¤re, dass das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um Bewilligung der Selbstdispensation bis heute sistiert geblieben ist, verhÃ¤lt er sich selber jedenfalls rechtswidrig, solange er eine Privatapotheke fÃ¼hrt, ohne formell im Besitz einer entsprechenden Bewilligung zu sein. Eine derartige Bewilligung benÃ¶tigen nach § 17 GesundheitsG auch jene Ãrztinnen und Ãrzte, welche ihre Praxis aus­serhalb der StÃ¤dte ZÃ¼rich und Winterthur fÃ¼hren. Mit dem verwaltungsgerichtlichen Urteil vom 26. Februar 1998 ist die Bewilligungspflicht fÃ¼r die FÃ¼hrung einer Privatapotheke nicht in Frage ge­stellt worden. Zu seiner Argumentation wurde denn auch der BeschwerdefÃ¼hrer nicht ver­anlasst, weil er die Gesundheitsdirektion um Behandlung seines hÃ¤ngigen, jedoch sis­tier­ten Bewilligungsbegehrens ersucht und einen diesbezÃ¼g­lich ablehnenden Bescheid weiter­gezogen hÃ¤tte; vielmehr richtet sich seine Beschwerde gegen die Beschlagnahme­verfÃ¼­gung der Gesundheitsdirektion, welche wie der sie bestÃ¤tigende Rekursentscheid des Re­gie­rungsrats unter anderem damit begrÃ¼ndet wurde, dass der BeschwerdefÃ¼hrer nicht im Besitz einer Bewilligung nach § 17 GesundheitsG ist und dass es sich bei den beschlag­nahmten Medikamenten schon aus diesem Grund um solche handle, die zur unrechtmÃ¤s­sigen Abgabe im Sinn von § 71 Abs. 1 lit. a GesundheitsG bestimmt gewesen seien. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Daran vermag nichts zu Ã¤ndern, dass die Kantonale Heilmittelkontrolle die hier angefochtene VerfÃ¼gung "namens der Gesundheitsdirektion" erlassen hat (vgl. § 5 Abs. 1 der Delegationsverordnung vom 9. Dezember 1998; LS 172.14), also namens jener Direktion, die auch fÃ¼r die Erteilung von Selbstdispensationsbewilligungen im Sinn von § 17 Gesund­heitsG sowie fÃ¼r die Anordnung und Aufhebung entsprechender Sistierungen zustÃ¤ndig ist. Um unnÃ¶tige Weiterungen im Fall des BeschwerdefÃ¼hrers zu vermeiden, ist jedoch anzumerken, dass das Verwaltungsgericht mit Urteilen vom 21. MÃ¤rz 2002 (RB 2002 Nr. 59) und vom 22. August 2002 (VB.2002.00093; bestÃ¤tigt vom Bundesgericht am 26. Mai 2003, 2P.225/2002) in BestÃ¤tigung eines frÃ¼heren Urteils vom 16. Dezember 1999 (RB 1999 Nr. 80) entschieden hat, die zurzeit hÃ¤ngigen Gesuche von Ãrztinnen und Ãrzten in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur um Bewilligung der Selbstdispensation dÃ¼rften ohne Rechtsverletzung jedenfalls noch so lange sistiert bleiben, bis das nun laufende Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Der Regierungsrat hat im angefochtenen Entscheid erwogen, fÃ¼r die Umschreibung des zulÃ¤ssigen Notfallmedikamentensortiments sei entgegen der Auffassung des Rekurrenten nicht auf das subjektive Motiv bzw. die eigene EinschÃ¤tzung der den Arzt aufsuchenden Patientinnen und Patienten abzustellen. GemÃ¤ss der Definition des Klinischen WÃ¶rterbuches Pschyrembel fielen unter Notfall Patienten, bei denen sich unabhÃ¤ngig von der auslÃ¶senden Ursache eine StÃ¶rung der vitalen Funktionen (Atmung, Herzkreislauf, Wasser-Elektrolyt- und SÃ¤uren-Basen-Haushalt) ausbilde oder auch nur zu befÃ¼rchten bzw. nicht sicher auszuschliessen sei, ferner auch Patienten, bei denen eine akute Erkrankung, ein Trauma oder eine Vergiftung irreversible OrganschÃ¤digungen hervorrufen oder zur Folge haben kÃ¶nnten. GemÃ¤ss der Ã¼berzeugenden Darstellung in der Vernehmlassung der Kantonalen Heilmittelkontrolle mÃ¼sse eine Medikation bei medizinischen NotfÃ¤llen mÃ¶glichst rasch wirksame Plasmaspiegel von Arzneistoffen aufbauen, was in den meisten FÃ¤llen nur mittels Injektion oder Infusion erreicht werden kÃ¶nne. Bei den streitbetroffenen eingezogenen Medikamenten handle es sich fast ausschliesslich um Arzneimittel, welche durch den Mund (peroral), Ã¼ber den Mastdarm (rektal), die Scheide (vaginal) oder Ã¼ber die Haut (kutan) verabreicht wÃ¼rden. Diese Anwendungsarten seien in den meisten FÃ¤llen fÃ¼r eine Notfallmedikation nicht geeignet; insbesondere falle bei bewusstlosen Patienten eine orale Medikation nicht in Betracht. Auf die eigene EinschÃ¤tzung des Patienten abzustellen, gehe auch deswegen nicht an, weil der Arzt die fraglichen Medikamente in seiner Praxis lagere; mÃ¼sse also der Patient in einem Fall, den er selber als Notfall auffasse, diese Praxis aufsuchen, so sei nicht einzusehen, weshalb ihm wegen seines beeintrÃ¤chtigten Zustands nicht zuzumuten sei, zwecks Bezug des verordneten Medikaments eine Apotheke aufzusuchen. â Nicht Ã¼berzeugend sei sodann der Einwand des Rekurrenten, wonach sich eine Notfallsituation schon im Hinblick auf die in einer Apotheke fehlende "Vertraulichkeit" sowie auf ein in der GynÃ¤kologie bestehendes "spezielles VertrauensverhÃ¤ltnis" zur Patientin ergeben kÃ¶nne. â Der Rekurrent lege bezÃ¼glich keines der fraglichen Medikamente dar, inwiefern es sich dabei um ein fÃ¼r Notfallbehandlungen geeignetes Heilmittel im Sinn der vorstehend dargelegten Betrachtungsweise der Kantonalen Heilmittelkontrolle handle; es dÃ¼rfe daher ohne Weiteres auf deren Beurteilung anlÃ¤sslich der Beschlagnahmung abgestellt werden, und es erÃ¼brige sich eine Auseinandersetzung mit den einzelnen PrÃ¤paraten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der BeschwerdefÃ¼hrer macht erneut geltend, die beschlagnahmten Medikamente seien fÃ¼r die Behandlung von NotfÃ¤llen bestimmt gewesen. Nach der Praxis sei die Medikamentenabgabe in NotfÃ¤llen den Ãrzten auch ohne Selbstdispensationsbewilligung erlaubt. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin dÃ¼rfe bei der Umschreibung des Notfallbegriffs, der fÃ¼r die bewilligungsfreie Medikamentenabgabe massgebend sei, nicht von der engen Definition gemÃ¤ss dem Klinischen WÃ¶rterbuch Pschyrembel ausgegangen werden. GemÃ¤ss "unbestrittener fachlicher Meinung" bestimme der Patient, ob ein Notfall vorliege; wenn ein Patient sich als Notfall empfinde, sei er als solcher zu behandeln. Die diesbezÃ¼gliche Beurteilung liege jedenfalls in der Verantwortung des Arztes als Fachperson, der auch zu entscheiden habe, ob angesichts des Notfalles eine direkte Medikamentenabgabe bzw. -applikation erforderlich sei. Zu berÃ¼cksichtigen sei dabei der psychische Zustand des Patienten sowie dessen BedÃ¼rfnis nach Vertraulichkeit, welches es fÃ¼r Patienten und Patientinnen â namentlich bei schlechter psychischer Verfassung â als unzumutbar erscheinen lassen kÃ¶nne, gewisse Medikamente, deren Bezeichnung auf die betreffende Krankheit oder Behandlung schliessen lasse, in einer Apotheke zu beziehen; das Berufsgeheimnis des Apothekers Ã¤ndere nichts daran, dass andere Kunden in der Apotheke mithÃ¶ren kÃ¶nnten. Dieses BedÃ¼rfnis nach Vertraulichkeit sei besonders ausgeprÃ¤gt bei Behandlung durch FachÃ¤rzte der Psychiatrie, Dermatologie, Urologie und GynÃ¤kologie, ferner bei heiklen KrankheitsfÃ¤llen, die von einem Arzt beliebiger Fachrichtung behandelt wÃ¼rden. Als Facharzt der GynÃ¤kologie habe es der BeschwerdefÃ¼hrer besonders mit intimen Behandlungen zu tun. â "Jenseits jeglicher praktischen Relevanz", sei sodann die Auffassung der Gesundheitsdirektion bzw. der Kantonalen Heilmittelkontrolle, wonach als medikamentÃ¶se Behandlung in NotfÃ¤llen nur Injektionen und Infusionen tauglich seien. Moderne Medikamente (in der peroralen Darreichungsform) wirkten so schnell, dass sie problemlos auch im Notfall abgeben werden kÃ¶nnten. Weil die begriffliche Umschreibung des Notfalls fÃ¼r die streitige Frage der bewilligungsfreien Medikamentenabgabe entscheidend sei, sei hierÃ¼ber, sofern der Argumentation des BeschwerdefÃ¼hrers nicht ohnehin gefolgt werde, ein Gutachten einzuholen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Wie das Verwaltungsgericht schon wiederholt und in Ãbereinstimmung mit der Gesundheitsdirektion festgehalten hat, sind Ãrztinnen und Ãrzte auch ohne die im Ãbrigen nach § 17 GesundheitsG erforderliche Selbstdispensationsbewilligung berechtigt, Medikamente in NotfÃ¤llen zu verabreichen. Diese Berechtigung stÃ¼tzt sich auf § 12 Abs. 2 GesundheitsG, wonach Medizinalpersonen verpflichtet sind, in dringenden FÃ¤llen Beistand zu leisten; ferner auf § 14 der Verordnung Ã¼ber Ãrztinnen und Ãrzte vom 6. Mai 1998 (ÃrzteV), wonach die praxisberechtigten Personen fÃ¼r die Betreuung ihrer Patientinnen und Patienten in NotfÃ¤llen besorgt sein mÃ¼ssen und bei anderen Personen verpflichtet sind, in dringenden FÃ¤llen Beistand zu leisten, zu welchem Zweck sie sich auch mit anderen praxisberechtigten Personen zu einem Notfalldienst zusammenschliessen kÃ¶nnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Was unter Notfall im Zusammenhang mit der bewilligungsfreien Medikamentenabgabe zu verstehen ist, hatte das Verwaltungsgericht bis anhin nicht zu entscheiden. Im erwÃ¤hnten Urteil vom 11. April 2002 (E. 4) ist das Gericht der Auffassung des dortigen BeschwerdefÃ¼hrers (eines Dermatologen), das erhÃ¶hte BedÃ¼rfnis nach Vertraulichkeit bei Patienten mit dermatologischen Leiden lasse deren Lage als Notfall oder notfallÃ¤hnliche Situation erscheinen, nicht beigetreten; vom Ansatz her plausibler bezeichnete es die Argumentation der Gesundheitsdirektion (die schon damals die notfallmÃ¤ssige Verabreichung von Arzneimitteln auf die Darreichungsformen der Injektion und Infusion beschrÃ¤nkt haben wollte). Das Verwaltungsgericht hat jedoch in jenem Fall nicht abschliessend beurteilt, was unter Notfall im Zusammenhang mit der bewilligungsfreien Medikamentenabgabe zu verstehen sei. Vor diesem Hintergrund ist im vorliegenden Fall die Einholung eines Amtsberichts und eines Gutachtens zu folgenden Fragen beschlossen worden: </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>1. Sind ausserhalb der Definition des Notfalls gemÃ¤ss Klinischem WÃ¶rterbuch Pschyrembel weitere Ã¤rztliche Befunde denkbar, bei denen eine sofortige Medikation geboten ist, deren Dringlichkeit es fÃ¼r den Patienten als unzumutbar erscheinen lÃ¤sst, nach der entsprechenden Konsultation beim Arzt oder nach einem Hausbesuch des Arztes eine Apotheke aufzusuchen?</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>2. a) Wenn ja, wie wÃ¤ren die Kriterien eines derart erweiterten Notfallbegriffs zu formulieren, damit sie auch unter PraktikabilitÃ¤tsgesichtspunkten eine taugliche Grundlage fÃ¼r die Bestimmung des zulÃ¤ssigen Notfall-Medikamentensortiments eines praxisberechtigten Arztes ohne Selbstdispensationsbewilligung bilden?</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> b) Wie wÃ¤re gemÃ¤ss diesen Kriterien die Zusammensetzung des Sortimentes an Notfallmedikamenten unter BerÃ¼cksichtigung der FachspezialitÃ¤t des Arztes, hier insbesondere eines Facharztes FMH GynÃ¤kologie und Geburtshilfe?</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3. Rechtfertigt es sich aus Ã¤rztlicher Sicht, bei der Behandlung von NotfÃ¤llen â innerhalb und ausserhalb des Notfallbegriffs gemÃ¤ss Klinischem WÃ¶rterbuch Pschyrembel â die bewilligungsfreie Abgabe von Arzneimittel durch praxisberechtigte Ãrzte auf die Darreichungsformen der Infusion und Injektion zu beschrÃ¤nken.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>4. Wie sind die beim BeschwerdefÃ¼hrer gemÃ¤ss lit. B der VerfÃ¼gung vom 17. August 2000 beschlagnahmten Medikamente im Lichte der Antworten zu den vorstehenden Fragen 1 - 3 zu wÃ¼rdigen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Angesichts dessen, dass dem Gutachter der am 22. August/25. September 2002 erteilte Auftrag aus den erwÃ¤hnten GrÃ¼nden am 17. Juni 2003 wieder entzogen worden ist, stellt sich vorab die Frage, ob ein neuer Gutachter einzusetzen sei. Das ist zu verneinen. In formeller Hinsicht fÃ¤llt in Betracht, dass prozessleitende BeschlÃ¼sse â wie hier der Beschluss zur Einholen eins Gutachtens â jederzeit widerrufen werden kÃ¶nnen. Die dem Gutachter gestellten Fragen deckten sich mit jenen, die auch Gegenstand des Amtsberichts bilden. Im Kern geht es um die Frage, ob die beim BeschwerdefÃ¼hrer beschlagnahmten Medikamente jenem Bereich zuzurechnen seien, welcher bei praktizierenden Ãrztinnen und Ãrzten ohne Selbstdispensationsbewilligung als zulÃ¤ssiges Notfallsortiment zu anerkennen ist. Wie sich aus den nachstehenden ErwÃ¤gungen ergibt, bildet der vom Kantonsarzt erstattete Amtsbericht eine hinreichende Grundlage, um diese Frage zu beantworten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) GemÃ¤ss dem Klinischen WÃ¶rterbuch Pschyrembel (259. A., Berlin/New York) gilt als medizinischer Notfall ein akuter, lebensbedrohlicher Zustand, der durch StÃ¶rung einer Vitalfunktion bewirkt wird oder bei dem die Gefahr plÃ¶tzlich eintretender, irreversibler OrganschÃ¤digung infolge Trauma, akuter Erkrankung oder Vergiftung besteht. Vitalfunktionen sind definiert als KÃ¶rperfunktionen zur Sicherung der LebensvorgÃ¤nge des Organismus, im engeren Sinn Atmung und Herz-Kreislauf-Funktion, im weiteren Sinn auch die Hirnfunktion (Bewusstsein) und als so genannte Vitalfunktionen zweiter Ordnung WÃ¤rme-, Wasser-Elektrolyt- sowie SÃ¤uren-Basen-Haushalt, Nierenfunktion u.a.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zu Frage 1 wird im Amtsbericht ausgefÃ¼hrt: Je objektiver ein Notfallbegriff definiert werde, je weniger also dabei das Empfinden und VermÃ¶gen des Patienten bzw. der Patientin berÃ¼cksichtigt werde, desto mehr nÃ¤here man sich der Definition gemÃ¤ss Klinischem WÃ¶rterbuch Pschyrembel an. Aus objektiver Sicht sei ausserhalb des restriktiven Notfallbegriffs (gemÃ¤ss Pschyrembel) kaum eine Situation denkbar, in welcher ein dauernder Schaden an Leib und Leben befÃ¼rchtet werden mÃ¼sse, wenn fÃ¼r den Patienten die verschriebenen Medikamente noch in der Apotheke geholt werden mÃ¼ssten. Der Berichterstatter weist darauf hin, dass der Notfallbegriff ganz erheblich erweitert wÃ¼rde, wenn entsprechend der Fragestellung darauf abgestellt wÃ¼rde, ob es fÃ¼r den Patienten (auch bei Fehlen einer Notfallsituation im Sinn der Definition gemÃ¤ss Pschyrembel) nicht zumutbar sei, das erforderliche Medikament in der Apotheke zu beschaffen. Sofern der Notfallbegriff unter Verwendung des Kriteriums der Zumutbarkeit in diesem Sinn erweitert wÃ¼rde, fielen darunter â so der Berichterstatter zu Frage 2a â am ehesten jene Situationen, in denen der Patient aus gesundheitlichen GrÃ¼nden die Arztpraxis Ã¼berhaupt nicht oder nur mit Hilfe einer Begleitperson aufsuchen kÃ¶nnte. Diesfalls kÃ¶nnte â wie zu Frage 2b ausgefÃ¼hrt wird â das Notfallmedikamentensortiment eine Palette von peroralen Antibiotika, lokalen Antibiotika und Antimykotika sowie eine Palette von peroralen und rektalen Schmerzmitteln umfassen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) In seiner Vernehmlassung zum Amtsbericht hÃ¤lt der BeschwerdefÃ¼hrer daran fest, dass der Notfallbegriff gemÃ¤ss Pschyrembel im Bereich der ambulanten Ã¤rztlichen Versorgung fÃ¼r die Bestimmung des zulÃ¤ssigen Notfallmedikamentensortiments von Ãrzten ohne Selbstdispensationsbewilligung zu eng sei. Der Vernehmlassung beigelegt ist eine Stellungnahme der Ãrztegesellschaft vom 22. August 2003, in die Vernehmlassung einbezogen sodann ein Ausschnitt aus der BeschwerdebegrÃ¼ndung des Rechtsvertreters der Ãrztegesellschaft im Verfahren VB.2002.00179 (zu diesem Verfahren vgl. vorn Prozessgeschichte, Ziff. IV). Danach bestimme der Patient durch sein Verhalten, ob ein Notfall vorliege. Wenn sich der Patient beim Arzt "als Notfall melde", sei dieser verpflich­tet, den Patienten "notfallmÃ¤ssig anzuschauen". Wegleitend mÃ¼sse der in der Ã¤rztlichen Literatur verwendete Begriff der "Akuttherapie" sein, welcher nicht nur Notfallsituationen mit Lebensgefahr, sondern akute Erkrankungen aus allen medizinischen Fachgebieten umfasse. In der Fachliteratur werde zudem zwischen einem Notfallbegriff aus medizinisch-fachlicher Sicht und einem solchen aus Laien- bzw. Patientensicht unterschieden. Die BeschrÃ¤nkung auf den engen Notfallbegriff gemÃ¤ss Pschyrembel stehe sodann im Widerspruch zu den Ã¤rztlichen Sorgfaltspflichten und den gesetzlichen Regeln betreffend die ambulante Notfallversorgung der BevÃ¶lkerung gemÃ¤ss § 12 GesundheitsG und § 14 ÃrzteV. Das bewilligungsfreie Notfallmedikamentensortiment mÃ¼sse daher auch Medikamente fÃ¼r FÃ¤lle umfassen, in welchen "aus medizinischer Sicht eine Akuttherapie im Rahmen einer ambulanten Behandlung erforderlich" sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Gegenstand der Bewilligungspflicht gemÃ¤ss § 17 GesundheitsG ist die Berechtigung der Ãrzte, "eine Privatapotheke zu fÃ¼hren". Anderseits sind die Ãrzte, auch wenn sie nicht Ã¼ber eine solche Bewilligung verfÃ¼gen, verpflichtet, in dringenden FÃ¤llen Beistand zu leisten (§ 12 Abs. 2 GesundheitsG) und fÃ¼r die Betreuung ihrer Patientinnen und Patienten in NotfÃ¤llen besorgt zu sein (§ 14 ÃrzteV), was auch die sofortige Anwendung von Medikamenten â und zwar nicht nur parenteral mittels Injektion oder Infusion, sondern allenfalls auch peroral, vaginal, rektal oder kutan â erfordern kann. Ob die Ã¤rztliche Beistands­pflicht auch Situationen umfasst, in denen kein Notfall im Sinn der Definition gemÃ¤ss Pschyrembel vorliegt, braucht hier nicht allgemein entschieden zu werden. Es geht im vorliegenden Verfahren ausschliesslich um die Frage, von welchem Notfallbegriff im Zusammenhang mit der bewilligungsfreien Medikamentenabgabe (d.h. im Zusammenhang mit medikamentbezogenen Ausnahmen von der Bewilligungspflicht gemÃ¤ss § 17 GesundheitsG) auszugehen sei. Immerhin ergibt sich aus den genannten Bestimmungen, dass die in der Praxis anerkannte Befugnis des Arztes, auch ohne Selbstdispensationsbewilligung in NotfÃ¤llen Medikamente abzugeben, sich primÃ¤r darauf bezieht, dass der Arzt in solchen FÃ¤llen Medikamente <i>selber verabreichen</i>, d.h. beim Patienten unmittelbar anwenden kann (so genannte <i>Direktversorgung</i>). Die Frage, inwieweit der nicht Ã¼ber eine Selbstdispensationsbewilligung verfÃ¼gende Arzt Medikamente in NotfÃ¤llen abgeben darf, stellt sich daher in erster Linie mit Bezug auf diese Direktversorgung. Es ist mithin vorab zu prÃ¼fen, von welchem Notfallbegriff im Zusammenhang mit dieser Direktversorgung auszugehen ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) aa) Wenn die Gesundheitsdirektion eine derartige Medikation auf NotfÃ¤lle im Sinn des engeren Notfallbegriffs gemÃ¤ss Pschyrembel beschrÃ¤nken will, so ist diese Betrachtungsweise jedenfalls im Ansatz â unter BerÃ¼cksichtigung des nachstehend in E. 4 d/bb angebrachten Vorbehalts â nicht rechtsverletzend. Dieser Notfallbegriff entspricht auch grundsÃ¤tzlich der von der Schweizerischen Ãrztegesellschaft FMH gemÃ¤ss "FÃ¤higkeitsprogramm Notarzt" (SGNOR) verwendeten Definition des Notfalls. WÃ¼rde in diesem Zusammenhang entsprechend dem Standpunkt des BeschwerdefÃ¼hrers darauf abgestellt, ob die Patienten und Patientinnen sich selber als Notfall empfinden, und zusÃ¤tzlich noch deren BedÃ¼rfnis nach Vertraulichkeit berÃ¼cksichtigt, so liesse sich der Kreis des zulÃ¤ssigen Notfallsortiments nicht mehr in einer auch nur einigermassen praktikablen Weise bestimmen. Im Rahmen einer rechtlichen Ordnung, welche fÃ¼r die Ã¤rztliche Abgabe von Medikamenten eine Bewilligungspflicht vorsieht, muss der Kreis der Medikamente, der im Hinblick auf Notfallsituationen und damit im Sinn einer generellen Ausnahme der Bewilligungspflicht entzogen bleiben soll, schon aus PraktikabilitÃ¤tsgrÃ¼nden eng gezogen werden, liesse sich doch sonst die Bewilligungspflicht nicht mehr durchsetzen. Es erscheint daher nahe liegend, ja geradezu erforderlich, bei der Konkretisierung der Ausnahmen â d.h. der Umschreibung der nicht unter die Bewilligungspflicht fallenden Medikamente â von einem engen Notfallbegriff auszugehen. Dies gerÃ¤t wie erwÃ¤hnt auch nicht in Widerspruch zur gesetzlichen Regelung der Ã¤rztlichen Beistandspflicht; denn in FÃ¤llen, in denen keine Notfallsituation im Sinn der engen Definition gemÃ¤ss Pschyrembel vorliegt, bedingt die ErfÃ¼llung dieser Pflicht jedenfalls nicht zwingend, dass der (nicht Ã¼ber eine Selbstdispensationsbewilligung verfÃ¼gende) Arzt dem Patienten Medikamente abgibt, welche dieser in der Apotheke beziehen kann. Die diesbezÃ¼gliche Aussage des Amtsberichterstatters (wonach ausserhalb des Notfallbegriffs gemÃ¤ss Pschyrembel objektiv betrachtet kaum eine Situation denkbar sei, in welcher der Patient wegen des Zwangs, das verschriebene Medikament in der Apotheke zu beziehen, einem ernsthaften und zusÃ¤tzlichen Gesundheitsrisiko ausgesetzt werde), wird durch die Einwendungen des BeschwerdefÃ¼hrers, insbesondere dessen AusfÃ¼hrungen betreffend andere Definitionen des Notfalls, nicht entkrÃ¤ftet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Der Amtsberichterstatter weist darauf hin, dass das in Frage 1 verwendete Kriterium der Zumutbarkeit (nach der Behandlung beim Arzt oder nach einem Haubesuch des Arztes eine Apotheke zum Bezug der Medikamente aufzusuchen) kein geeigneter AnknÃ¼pfungspunkt fÃ¼r die Definition des Notfalls nach medizinischen Kriterien darstellt. Der Amts­berichterstatter zieht dies â in Beantwortung der Frage 2 â denn auch nur unter der Annahme in Betracht, dass das Kriterium der Zumutbarkeit berÃ¼cksichtigt werde. Die BerÃ¼cksichtigung dieses Kriteriums erscheint in der Tat als nicht unproblematisch, zumal die GrÃ¼nde, die es einem Patienten aus gesundheitlichen GrÃ¼nden verunmÃ¶glichen oder in unzumutbarer Weise erschweren, die Ã¤rztliche Praxis ohne Hilfe durch eine Begleitperson aufzusuchen, nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit dessen akuten Leiden stehen mÃ¼ssen. Das schliesst zwar nicht aus, den im Zusammenhang mit der bewilligungsfreien Abgabe von Medikamenten massgebenden Notfallbegriff â unabhÃ¤ngig davon, ob ein Notfall im engeren Sinn gemÃ¤ss Pschyrembel vorliege â auf Situationen auszudehnen, in denen der Patient aus gesundheitlichen GrÃ¼nden die Arztpraxis Ã¼berhaupt nicht oder nur mit Hilfe einer Begleitperson aufsuchen kann. Dabei ist jedoch ZurÃ¼ckhaltung geboten. Das Verwaltungsgericht verkennt indessen nicht, dass der Arzt insbesondere bei <i>Hausbesuchen</i> in dringenden FÃ¤llen die Frage, ob ein Notfall im eng beschriebenen Sinn nach Pschyrembel vorliegt oder nicht, mit Sicherheit erst beantworten kann, wenn er den Patienten untersucht hat, lassen doch dessen am Telefon gemachte Angaben selten eine eindeutige Diagnose zu. Dabei kann es den berechtigten Erwartungen des Patienten an die Ã¤rztliche Betreuung nicht genÃ¼gen, wenn der Arzt, der nach erfolgter Untersuchung feststellt, dass kein Notfall im Sinne des engen Notfallbegriffs nach Pschyrembel vorliegt, die Medikamentenabgabe im Sinn einer Direktversorgung (vorn E.c.) verweigern und den Patienten â allenfalls noch mitten in der Nacht â auf den Weg zur Apotheke verweisen muss. Als Notfall mÃ¼ssen ferner nicht nur bei Hausbesuchen auch Situationen anerkannt werden, in denen es darum geht, <i>heftige Schmerzen</i> sofort zu lindern. Es erscheint nahe liegend, insoweit von einem erweiterten Notfallbegriff auszugehen und den nicht Ã¼ber eine Selbstdispensationsbewilligung verfÃ¼genden Ãrzten und Ãrztinnen im Rahmen der so genannten Direktversorgung in solchen besonderen Situationen die Abgabe der erforderlichen Medikamente zu gestatten. Wie es sich damit im Einzelnen verhÃ¤lt, braucht jedoch hier im Hinblick auf die beim BeschwerdefÃ¼hrer beschlagnahmten Medikamente aus den nachstehend dargelegten GrÃ¼nden (E. 5) nicht abschliessend beurteilt zu werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Wie der Amtsberichterstatter in Beantwortung der Frage 3 festhÃ¤lt, kann die Berechtigung von Ãrzten mit Privatpraxis zur Abgabe von Medikamenten in NotfÃ¤llen nicht von vornherein auf die (parenteralen) Darreichungsformen der Infusion und Injektion beschrÃ¤nkt werden. Hieraus kann der BeschwerdefÃ¼hrer indessen nichts zu seinen Gunsten ableiten. Entgegen seiner Auffassung (vgl. etwa Stellungnahme vom 17. September 2003 S. 12 f.) wird dies durch die Verwendung eines engen Notfallbegriffs gemÃ¤ss Pschyrembel nicht impliziert. Ob die vorinstanzliche ErwÃ¤gung zutrifft, wonach eine wirksame Medikation bei medizinischen Notfallsituationen "in den meisten FÃ¤llen" nur mittels Injektion oder Infusion erreicht werden kÃ¶nne, braucht hier nicht Ã¼berprÃ¼ft zu werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Aufgrund der vorstehenden ErwÃ¤gungen ist den nicht Ã¼ber eine Selbstdispensationsbewilligung verfÃ¼genden Ãrzten und Ãrztinnen, gestÃ¼tzt auf die Ã¤rztliche Beistands­pflicht, die Abgabe von Medikamenten bei der so genannten Direktversorgung nur im vorstehend abgesteckten engen Rahmen gestattet. Nichts anderes kann mit Bezug auf die der Direktversorgung folgende <i>weitere</i> Behandlung der Patienten und Patientinnen gelten, die regelmÃ¤ssig auf einen Verkauf von Medikamenten fÃ¼r einen Behandlungszyklus oder fÃ¼r die ganze Behandlungsdauer hinauslaufen wird. Denn mit der Direktversorgung ist die Behandlung als "Notfall" (im Sinn der vorstehenden ErwÃ¤gungen) bereits sichergestellt und abgeschlossen. </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Es kann angemerkt werden, dass diese Gesetzesauslegung auch nicht in Widerspruch zur Neufassung von § 17 GesundheitsG gerÃ¤t, welche der Kantonsrat am 21. Oktober 2002 beschlossen hat (ABl 2002, 1850). Diese bildet aufgrund des dagegen ergriffenen Referendums demnÃ¤chst Gegenstand einer Volksabstimmung. Danach ist den praxisberechtigten Ãrzten die Einmalabgabe von Medikamenten zur Direktversorgung in Notfallsituationen gestattet (Abs. 1). Die Ãrzte mit Praxisapotheke stellen gemeinsam mit den Apotheken die Versorgung der BevÃ¶lkerung mit Heilmitteln sicher (Abs. 2). Wer eine Praxisapotheke fÃ¼hrt, bedarf einer Bewilligung der Gesundheitsdirektion, wobei die Bewilligung nur unter bestimmten (im Gesetz nÃ¤her umschriebenen) Voraussetzungen erteilt wird (Abs. 3). Ãrzte mit einer Praxisapotheke dÃ¼rfen Medikamente nur an Patienten abgeben, die bei ihnen in Behandlung stehen oder ihre Praxis in einem Notfall aufsuchen. Die Ãrzte weisen die Patienten darauf hin, dass das Medikament auch in einer Apotheke bezogen werden kann (Abs. 4). Bei der Behandlung der Vorlage im Kantonsrat wurde ein Minderheitsantrag abgelehnt, wonach den praxisberechtigten Ãrzten die Einmalabgabe von Medikamenten nicht nur zur Direktversorgung in Notfallsituationen, sondern â bei Teilnahme am allgemeinen Notfalldienst der Standesorganisationen â auch "zur unmittelbaren Sicherstellung der Erstversorgung" gestattet sei. Dem Antrag wurde entgegengehalten, dass eine solche Regelung zu unbestimmt und deren Einhaltung in der Praxis nicht kontrollierbar sei (Prot. KR [1999-2003], S. 13386 ff.). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. GemÃ¤ss Lit. B der VerfÃ¼gung vom 17. August 2000 sind beim BeschwerdefÃ¼hrer unter dem Titel "zur unrechtmÃ¤ssigen Abgabe bestimmt", d.h. wegen Fehlens einer Selbstdispensationsbewilligung, insgesamt 138 verschiedene Medikamente beschlagnahmt worden. Nach den Feststellungen des Amtsberichterstatters umfassen sie "eine Palette, welche auch bei einer sehr breiten Auslegung des Notfalles dafÃ¼r nicht notwendig sind". Das ist dahin zu verstehen, dass die beschlagnahmten Medikamente zur Behandlung von NotfÃ¤llen im Sinn der Definition gemÃ¤ss Pschyrembel nicht erforderlich sind und ebenso wenig zur Behandlung von Patienten und Patientinnen, die aus gesundheitlichen GrÃ¼nden auf einen Hausbesuch des Arztes oder auf die Hilfe einer Begleitperson beim Aufsuchen der Arzt­praxis angewiesen sind. In der Stellungnahme des BeschwerdefÃ¼hrers vom 17. September 2003 zum Amtsbericht werden diese Feststellungen nicht widerlegt. Zwar setzt sich der Amtsbericht im Zusammenhang mit der Beantwortung der Frage 4 nicht mit den einzelnen beschlagnahmten Medikamenten â etwa durch Hinweise auf deren Wirkungen und Eigenschaften â auseinander. Aufgrund der Fragestellung war indessen eine derart detaillierte BegrÃ¼ndung auch nicht erforderlich, und somit kann der Amtsbericht insoweit nicht als unvollstÃ¤ndig bezeichnet werden. Es wÃ¤re vielmehr Aufgabe des BeschwerdefÃ¼hrers gewesen, konkret aufzuzeigen, welche der beschlagnahmten Medikamente dem vom Amtsberichterstatter aufgezeigten Rahmen einer Notfallbehandlung entgegen dessen Feststellungen noch zugeordnet werden kÃ¶nnten. Das gilt auch insoweit, als es um die Abgabe von Medikamenten gestÃ¼tzt auf einen erweiterten Notfallbegriff im Sinn der AusfÃ¼hrungen des Amtsberichterstatters zu Frage 2 geht (vgl. vorn E. 4 d/bb).<i> </i>Das hat er nicht getan. Eine hinreichende Substanziierung lÃ¤sst sich diesbezÃ¼glich insbesondere auch nicht den AusfÃ¼hrungen unter Ziff. II/1 und 2 (S. 4 f.) der Stellungnahme entnehmen, worin ausgefÃ¼hrt wird, sÃ¤mtliche beschlagnahmten Medikamente seien zur Abgabe in Situationen geeignet, welche "medizinisch begrÃ¼ndete" NotfÃ¤lle darstellten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dass kein Anlass besteht, die Feststellungen des Gutachters betreffend die beschlag­nahmten Medikamente zu bezweifeln, ergibt sich aus einer weiteren Ãberlegung. Nach der vom BeschwerdefÃ¼hrer nicht bestrittenen Darstellung der Heilmittelkontrolle im Inspektionsbericht vom 15. August 2000 wurde der BeschwerdefÃ¼hrer anlÃ¤sslich der Inspektion vom 9. August 2000 gefragt, welche Medikamente er als Notfallmedikamente beurteile. Er soll dabei vorab vier PrÃ¤parate genannt haben, von denen der Inspektor "fÃ¼r besondere FÃ¤lle" je drei Originalpackungen zurÃ¼ckliess (Methergin 20 Drg., Supracylin Tabs. 10 Tabl., Monistat VaginalcrÃ¨me 78 g, Pevisone CrÃ¨me 15 g). Aus der weiteren Darstellung im Inspektionsbericht sowie jener in der Stellungnahme der Kantonalen Heilmittelkontrolle vom 27. September 2000 zuhanden der Gesundheitsdirektion geht zwar nicht zweifelsfrei hervor, dass der BeschwerdefÃ¼hrer ausschliesslich diese Medikamente als Notfallmedikamente bezeichnete; aufgrund der von ihm nicht bestrittenen Darstellung des Inspektors bzw. der Kantonalen Heilmittelkontrolle besteht jedoch kein Zweifel, dass der BeschwerdefÃ¼hrer selber damals den grÃ¶ssten Teil der beschlagnahmten Medikamente nicht als NotfallprÃ¤parate betrachtete. Massgebendes Motiv fÃ¼r die FÃ¼hrung einer Privatapotheke mit einer derart grossen Palette von Medikamenten war offenkundig seine Auffassung, er bedÃ¼rfe aufgrund des verwaltungsgerichtlichen Urteils vom 26. Februar 1998 keiner Bewilligung nach § 17 GesundheitsG. An diesem schon anlÃ¤sslich der Inspektion vertretenen (unzutreffenden) Standpunkt hat er denn auch im anschliessenden Rechtsmittelverfahren â sowohl in der Rekursschrift vom 16. September 2000 wie auch in der Beschwerdeschrift vom 22. April 2002 â festgehalten (vgl. vorn E. 2). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> 6. Demnach sind die in Lit. B der VerfÃ¼gung vom 17. August 2000 aufgelisteten Medikamente zu Recht beschlagnahmt worden. Die Beschwerde ist abzuweisen. Die Gerichtskosten sind dem unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG), dem nach § 17 Abs. 2 VRG von vornherein keine ParteientschÃ¤digung zusteht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><a id="Text12"></a><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 140.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'140.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4.<span> </span></span><span>Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>5. ...</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>