<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 0] </div> <div class="para">C 370/01 Vr </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Präsident Schön, Bundesrichter Ursprung und Frésard; </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Weber Peter </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 27. Mai 2002 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para">Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Solothurn, Untere Sternengasse 2, 4500 Solothurn, Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">H.________, 1946, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Pirmin Bischof, Dammstrasse 21, 4500 Solothurn, </div> <div class="para">und </div> <div class="para">Versicherungsgericht des Kantons Solothurn, Solothurn </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 11. April 2001 lehnte das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Solothurn die Anspruchsberechtigung der 1946 geborenen H.________ ab 6. März 2001 bis auf weiters ab mit der Begründung, dass sie den Mindestarbeitsausfall von 20 % nicht erreicht habe. </div> <div class="para">Die hiegegen erhobene Beschwerde, mit welcher die Feststellung einer Anspruchsberechtigung im Umfang von 6 Wochenlektionen seit dem 6. März 2001 geltend gemacht wurde, hiess das Versicherungsgericht des Kantons Solothurn mit Entscheid vom 26. November 2001 gut und hob die angefochtene Verfügung auf. </div> <div class="para">Das Amt für Wirtschaft und Arbeit führt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Antrag, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben. </div> <div class="para">H.________ lässt auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliessen. Das Staatssekretariat für Wirtschaft verzichtet auf eine Stellungnahme. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Das kantonale Gericht hat nach korrekter Wiedergabe der im vorliegenden Fall massgebenden gesetzlichen Bestimmungen über die Anspruchsgrundlage der Vermittlungsfähigkeit von teilweise Arbeitslosen (<span class="artref">Art. 8 Abs. 1 lit. f AVIG</span> in Verbindung mit <span class="artref">Art. 15 Abs. 1 und <artref id="CH/837.0/10/2" type="start"></artref>Art. 10 Abs. 2 AVIG</span><artref id="CH/837.0/15/1" type="end"></artref>) sowie der dazu ergangenen Rechtsprechung, wonach ein Arbeitsausfall von mindestens 20 % einer Vollerwerbstätigkeit vorliegen muss (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=8&amp;from_date=11.05.2002&amp;to_date=30.05.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F120-V-385%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page390">BGE 120 V 390</a> Erw. 4c/aa mit Hinweisen), und nach pflichtgemässer Beweiswürdigung zutreffend erkannt, dass die Versicherte aufgrund der Aktenlage, insbesondere der Zeugenaussage von B.________, Rektor der Musikabteilung der Schule X.________ (vom 20. November 2001), mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein zusätzliches Pensum von 6 Wochenstunden Musikunterricht erteilen wollte und der Arbeitsausfall bei einer unbestrittenen Vollerwerbstätigkeit von 24 Wochenlektionen mithin 25 % beträgt. Zu Recht hat es somit die Vermittlungsfähigkeit der Versicherten unter dem Gesichtspunkt des minimalen Arbeitsausfalles bejaht. Auf die ausführlichen Erwägungen der Vorinstanz, denen das Eidgenössische Versicherungsgericht nichts beizufügen hat, kann verwiesen werden. Die letztinstanzlich vorgebrachten Einwände vermögen zu keinem andern Ergebnis zu führen. Namentlich besteht kein Anlass, an der Zeugenaussage von B.________ vom 20. November 2001 zu zweifeln. </div> <div class="para">2.- Da die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offensichtlich unbegründet ist, wird sie im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span> erledigt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I.Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II.Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para">III. Das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Solothurn hat der Beschwerdegegnerin für das Verfahren vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht eine Parteientschädigung </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">von Fr. 2500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) </div> <div class="para">zu bezahlen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV.Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Solothurn, der Öffentlichen Arbeitslosenkasse des Kantons Solothurn und dem </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatssekretariat für Wirtschaft zugestellt. </div> <div class="para">Luzern, 27. Mai 2002 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der II. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: </div> </div></body></html>