<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00563</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205830&amp;W10_KEY=4467135&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00563</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.05.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Ausbau eines Dachgeschosses in der Kernzone Altstadt in Zürich.<br/><br/>Gemäss § 58 Satz 2 VRG ist ein zweiter Schriftenwechsel fakultativ. Aufgrund des Gehörsanspruchs in Art. 29 Abs. 2 BV muss ein zweiter Schriftenwechsel durchgeführt werden, wenn das Gericht auf neue tatsächliche Behauptungen und rechtliche Vorbringen abstellen will, die erst in der Beschwerdeantwort vorgebracht wurden. Dieser Anspruch ergibt sich auch aus Art. 6 Abs. 1 EMRK. Der EGMR hat entschieden, dass es grundsätzlich Sache der Parteien sei, zu beurteilen, ob eine Vernehmlassung neue Argumente enthalte und eine Stellungnahme erfordere. Wird indessen eine Replik schon in der Beschwerde beantragt, kann der Beschwerdeführer noch nicht beurteilen, ob aus seiner Sicht eine Stellungnahme zu den Vernehmlassungen erforderlich sein wird. Ein derartiger Antrag ist gemäss neuer Rechtssprechung des Bundesgerichts verfrüht, weshalb die Vernehmlassungen dem Beschwerdeführer nur zur Kenntnisnahme zuzustellen sind, sofern diese keine neuen rechtserheblichen Vorbringen enthalten. Der Beschwerdeführer muss eine Stellungnahme unverzüglich nach Erhalt der Vernehmlassungen beantragen bzw. einreichen (E. 1.5).<br/>Aufgrund der Gemeindeautonomie besteht für die Rekursinstanzen eine Beschränkung der Prüfungsbefugnis bei der Anwendung von § 238 Abs. 2 PBG und der Kernzonenvorschriften (E. 2.1). Die Vorinstanz hat ohne Rechtsverletzung entschieden, wenn sie die erhöhten Anforderungen an die Einordnung in die umliegende Dachlandschaft als erfüllt erachtete (E. 2.3). Das streitbetroffene Gebäude ist kein individuell unter Schutz gestelltes Objekt gemäss § 203 PBG (E. 2.4).<br/>Kein Raum für die Anwendung der allgemeinen Immissionsschutzbestimmungen (E. 3.1). Kein Schutz vor ideellen Immissionen (E. 3.2).<br/>Abweisung (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ALTSTADT">ALTSTADT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUGENSCHEIN">AUGENSCHEIN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSBAU">AUSBAU</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUBEWILLIGUNG">BAUBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DACHAUFBAUTE">DACHAUFBAUTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DACHGESCHOSS">DACHGESCHOSS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DACHGESTALTUNG">DACHGESTALTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSEN">ERMESSEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSENSSPIELRAUM">ERMESSENSSPIELRAUM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EUROPÃISCHER GERICHTSHOF FÃR MENSCHENRECHTE (EGMR)">EUROPÃISCHER GERICHTSHOF FÃR MENSCHENRECHTE (EGMR)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINDEAUTONOMIE">GEMEINDEAUTONOMIE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: IDEELLE IMMISSION">IDEELLE IMMISSION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KERNZONE">KERNZONE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHATTENWURF">SCHATTENWURF</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHUTZOBJEKT">SCHUTZOBJEKT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWEITER SCHRIFTENWECHSEL">ZWEITER SCHRIFTENWECHSEL</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 29 Abs. II BV</span><br/><span class="gerade">Art. 6 Abs. I EMRK</span><br/><span class="ungerade">§ 203 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 238 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 238 Abs. II PBG</span><br/><span class="gerade">§ 52 Abs. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 58 VRG</span><br/><span class="gerade">Art. 39 Abs. I BZO ZÃ¼rich</span><br/><span class="ungerade">Art. 43 Abs. I BZO ZÃ¼rich</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2006 Nr. 22</span><br/><span class="ungerade">RB </span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Mit Beschluss vom 25. Januar 2005 erteilte die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich der C AG die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r den Ausbau eines Dachgeschosses an der L-Strasse auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 in ZÃ¼rich. Die Baubewilligung umfasste unter anderem einen Dacheinschnitt, sechs Dachlukarnen und fÃ¼nf DachflÃ¤chenfenster. Gegen die Baubewilligung gelangte A mit Rekurs an die Baurekurskommission I, mit dem Antrag, der Beschluss sei aufzuheben, soweit er die unter Nebenbestimmungen bewilligten Dachlukarnen betreffe, und die Baubewilligung sei insofern vollumfÃ¤nglich zu verweigern.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit Beschluss vom 21. Juni 2005 bewilligte die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde der C AG eine Ãnderung des streitigen Projekts, die unter anderem die Verkleinerung der Dachlukarnen und des Dacheinschnitts beinhaltete. Dieser Beschluss wurde vom nÃ¤mlichen Rekurrierenden wiederum bei der Baurekurskommission I angefochten.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Baurekurskommission I vereinigte beide Rekursverfahren und wies die Rekurse mit Entscheid vom 21. Oktober 2005 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Mit Beschwerde vom 28. November 2005 liess A dem Verwaltungsgericht beantragen, der Rekursentscheid sowie die BewilligungsbeschlÃ¼sse der Bausektion der Stadt ZÃ¼rich seien aufzuheben, soweit sie die Dachlukarnen auf der nÃ¶rdlichen DachhÃ¤lfte betreffen, und die Baubewilligung sei diesbezÃ¼glich zu verweigern, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zugunsten des BeschwerdefÃ¼hrers. Verfahrensrechtlich wurde um die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins und die Zustellung der Vernehmlassungen der Beschwerdegegner zur Stellungnahme, zumindest aber zur Kenntnisnahme, ersucht.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Die Baurekurskommission I und die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich schlossen auf Abweisung der Beschwerde. Die C AG liess mit Beschwerdeantwort vom 23. Januar 2006 Nichteintreten auf die Beschwerde, eventualiter Abweisung der Beschwerde beantragen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des BeschwerdefÃ¼hrers.</p> <p class="Urteilstext">Die Parteivorbringen sowie die ErwÃ¤gungen der Vorinstanz werden, soweit rechtserheblich, im Rahmen der nachfolgenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben.</p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss Art. 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der gegen den Entscheid der Baurekurskommission gerichteten Beschwerde zustÃ¤ndig.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Als EigentÃ¼mer des benachbarten GrundstÃ¼cks ist der BeschwerdefÃ¼hrer von der angefochtenen Baubewilligung mehr als irgendwelche Dritte oder die Allgemeinheit in seinen eigenen tatsÃ¤chlichen oder rechtlichen Interessen betroffen und gestÃ¼tzt auf § 338a Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) zur Beschwerde legitimiert.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer liess am 28. November 2005 seine Beschwerdeschrift einreichen. GemÃ¤ss Kopie des RÃ¼ckscheins wurde ihm der Entscheid der Baurekurskommission vom 21. Oktober 2005 am 27. Oktober 2005 zugestellt, womit die Beschwerde rechtzeitig erfolgte.</p> <p class="Urteilstext">Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die rechtzeitige Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.4 </b>Die auf einem Augenschein beruhenden und durch Fotografien dokumentierten Feststellungen der Baurekurskommission Ã¼ber die Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse kÃ¶nnen auch im Beschwerdeverfahren berÃ¼cksichtigt werden (RB 1981 Nr. 2). Da der massgebliche Sachverhalt aus den Akten hinreichend hervorgeht, erÃ¼brigt sich ein eigener Augenschein des Verwaltungsgerichts (RB 1995 Nr. 12 = BEZ 1995 Nr. 32, mit weiteren Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.5 </b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer verlangt sodann die DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels. GemÃ¤ss § 58 Satz 2 VRG ist die DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels fakultativ. Aufgrund des GehÃ¶rsanspruchs in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) muss ein zweiter Schriftenwechsel dagegen dann durchgefÃ¼hrt werden, wenn das Gericht auf neue tatsÃ¤chliche Behauptungen und rechtliche Vorbringen abstellen will, die erst in der Beschwerdeantwort vorgebracht wurden (</span>Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999<span>, § 58 N. 10). Auch aus Art. 6 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) ergibt sich ein Anspruch, sich zu den Eingaben einer Gegenpartei zu Ã¤ussern, nur dann, wenn eine Eingabe neue und mÃ¶glicherweise umstrittene rechtserhebliche Vorbringen enthÃ¤lt (vgl. BGr, 19. August 2004, 1A.43/2004, E. 2.4, www.bger.ch). Der EuropÃ¤ische Gerichtshof fÃ¼r Menschenrechte hat entschieden, dass es grundsÃ¤tzlich Sache der Parteien sei zu beurteilen, ob eine Vernehmlassung neue Argumente enthalte und eine Stellungnahme erfordere (EGMR, 18. Februar 1997, NiderÃ¶st-Huber, 18990/91, § 29, http://hudoc.echr.coe.int). Wird indessen â wie hier â eine ReplikmÃ¶glichkeit schon in der Beschwerdeschrift beantragt, kann der BeschwerdefÃ¼hrer noch gar nicht beurteilen, ob aus seiner Sicht eine Stellungnahme zu den Eingaben der Beschwerdegegnerinnen oder der Vorinstanz erforderlich sein wird. Ein derartiger Antrag ist verfrÃ¼ht, weshalb die Vernehmlassungen dem BeschwerdefÃ¼hrer nur zur Kenntnisnahme zuzustellen sind, sofern diese nicht neue rechtserhebliche Vorbringen enthalten. HÃ¤lt der BeschwerdefÃ¼hrer eine Stellungnahme von seiner Seite fÃ¼r erforderlich, muss er eine solche unverzÃ¼glich nach Erhalt der Vernehmlassungen beantragen bzw. einreichen (vgl. BGr, 11. April 2006, 1P.827/2005, E. 2.2; BGr, 22. November 2005, 1A.92/2005, E. 3.3.4 [zur VerÃ¶ffentlichung bestimmt], www.bger.ch). </span></p> <p class="Erwgung2">Vorliegend wurden die Vernehmlassungen dem BeschwerdefÃ¼hrer zur Kenntnisnahme zugestellt. Auf diese Zustellung hin hat der BeschwerdefÃ¼hrer nicht reagiert. FÃ¼r die EinrÃ¤umung einer ReplikmÃ¶glichkeit besteht deshalb keine Veranlassung.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Streitig sind lediglich noch die zwei Dachlukarnen auf der nÃ¶rdlichen DachhÃ¤lfte gemÃ¤ss Stammbewilligung vom 25. Januar 2005 und deren AbÃ¤nderung vom 21. Juni 2005, wobei sich die EinwÃ¤nde gegen die Ausserachtlassung der SchutzwÃ¼rdigkeit des GebÃ¤udes L-Strasse sowie der Dachlandschaft des kantonal schutzwÃ¼rdigen Ortsbildes richten. Neben dieser Kritik macht der BeschwerdefÃ¼hrer geltend, eine gute Einordnung in die bestehende Dachlandschaft werde klarerweise nicht erreicht. Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt somit hauptsÃ¤chlich die Missachtung der erhÃ¶hten Einordnungsanforderungen von Art. 43 der Bau- und Zonenordnung der Stadt ZÃ¼rich (BZO) und § 238 Abs. 2 PBG.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Nach Art. 43 Abs. 1 BZO sind in den Kernzonen Bauten, Anlagen und Umschwung im Ganzen und in ihren einzelnen Teilen so zu gestalten, dass der typische Gebietscharakter gewahrt bleibt und eine gute Gesamtwirkung erzielt wird. GemÃ¤ss § 238 Abs. 1 PBG sind Bauten, Anlagen und Umschwung fÃ¼r sich und in ihrem Zusammenhang mit der baulichen und landschaftlichen Umgebung im Ganzen und in ihren einzelnen Teilen so zu gestalten, dass eine befriedigende Gesamtwirkung erreicht wird, gemÃ¤ss Abs. 2 derselben Bestimmung ist auf Objekte des Natur- und Heimatschutzes besondere RÃ¼cksicht zu nehmen. Die Baurekurskommission hat die dazu entwickelte Praxis grundsÃ¤tzlich zutreffend dargestellt (Rekursentscheid, E. 7.1), sodass auf diese AusfÃ¼hrungen verwiesen werden kann (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG).</p> <p class="Urteilstext">Bei der Anwendung von § 238 Abs. 2 PBG steht der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde eine von den Rechtsmittelinstanzen zu beachtende besondere Entscheidungs- und Ermessensfreiheit zu. Sodann handelt es sich bei den Kernzonenvorschriften um kompetenzgemÃ¤ss erlassenes kommunales Recht, dessen Auslegung durch die kommunalen BehÃ¶rden nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung zu schÃ¼tzen ist, wenn sie vertretbar und nicht rechtsverletzend ist. Auch insofern haben sich die kantonalen Rechtsmittelinstanzen bei der ÃberprÃ¼fung zurÃ¼ckzuhalten (RB 1981 Nr. 20; VGr, 19. Mai 1988, BEZ 1988 Nr. 14 E. 1h). Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen im Sinn von § 50 Abs. 2 VRG sowie gemÃ¤ss § 51 VRG eine fÃ¼r den Entscheid erhebliche unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden. Hat die Baurekurskommission einen Einordnungsentscheid der kommunalen BehÃ¶rde bestÃ¤tigt, so kann bezÃ¼glich der Ã¤sthetischen WÃ¼rdigung vor Verwaltungsgericht nur geltend gemacht werden, die Rekursinstanz sei zu Unrecht zum Ergebnis gelangt, der erstinstanzliche Entscheid bewege sich im Rahmen des der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde zustehenden Ermessensspielraums. Das Verwaltungsgericht Ã¼berprÃ¼ft dann lediglich, ob die Rekursinstanz die Ã¤sthetische WÃ¼rdigung der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde als vertretbar hat beurteilen dÃ¼rfen; nimmt es statt dessen eine eigene umfassende Beurteilung der Gestaltung und der Einordnung des Bauvorhabens vor, so Ã¼berschreitet es in willkÃ¼rlicher Weise seine eigene Kognition und verletzt damit gleichzeitig die Gemeindeautonomie (BGr, 21. Juni 2005, 1P.678/2004, <span>www.bger.ch)</span>.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die Baurekurskommission hat von der BaubehÃ¶rde die BaueingabeplÃ¤ne beigezogen und einen Referentenaugenschein durchgefÃ¼hrt. Bei den Akten liegen zudem Fotografien mit dem ausgesteckten Bauprojekt, welche eine Beurteilung der Einordnung insbesondere hinsichtlich GrÃ¶sse und umliegender Dachlandschaft erlauben. Eine unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts kann der Vorinstanz nicht vorgeworfen werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Sodann hat die Vorinstanz die Einordnung des Bauvorhabens in die bauliche und landschaftliche Umgebung auf zutreffender Rechtsgrundlage und insbesondere nach den erhÃ¶hten Anforderungen von § 238 Abs. 2 PBG beurteilt. Inwiefern sie dabei ihr Ermessen Ã¼berschritten haben soll, ist nicht erkennbar. Zwar trifft es zu, dass sich das streitbetroffene Bauvorhaben in der Altstadt befindet, welche planungsrechtlich von einer Kernzone erfasst wird. Jedoch sind auch in dieser Zone Dachaufbauten, Dacheinschnitte und DachflÃ¤chenfenster gestattet, wenn sie sich gut in die Dachlandschaft einfÃ¼gen (Art. 39 Abs. 1 BZO). Die Vorinstanz hat dazu erwogen, dass sich die Dachlandschaft der nÃ¤heren und weiteren Umgebung des Bauvorhabens durch ihre HeterogenitÃ¤t charakterisiere. Dachaufbauten seien in der Altstadt keineswegs aussergewÃ¶hnlich. Die Dachlandschaft werde von zahlreichen technisch bedingten Aufbauten, Dachlukarnen und Dachgauben geprÃ¤gt. Auch bei historischen Bauten seien DachhÃ¤uschen zu finden, welche der Belichtung und BelÃ¼ftung der Dachkammern und Gesindezimmer dienten. So werde auch die nÃ¶rdliche DachhÃ¤lfte des westlich angrenzenden geschÃ¼tzten GebÃ¤udes M von Dachgauben betrÃ¤chtlichen Ausmasses dominiert. Dachaufbauten im Bereich von EhgrÃ¤ben seien nicht unÃ¼blich und ungewÃ¶hnlich. Durch die auflagengemÃ¤ss modifizierten Lukarnen und den verkleinerten Dacheinschnitt werde der typische Gebietscharakter der Altstadt nicht in Frage gestellt. Das Vorhaben fÃ¼ge sich in der vorliegenden Formenvielfalt der umliegenden Dachlandschaft ohne weiteres gut ein (Rekursentscheid, E. 7.2). Damit hat die Vorinstanz den Sachverhalt jedenfalls nicht rechtsverletzend gewÃ¼rdigt und es kann ihr auch nicht Ermessensmissbrauch oder ErmessensÃ¼berschreitung vorgeworfen werden. Festzustellen bleibt, dass in der nÃ¤heren und weiteren Umgebung des streitbetroffenen Bauvorhabens viele Dachaufbauten anzutreffen sind und sich die noch umstrittenen zwei Dachlukarnen auf der nÃ¶rdlichen DachhÃ¤lfte gut in die vielfÃ¤ltige Dachlandschaft einfÃ¼gen werden. Eine solche Auffassung der Vorinstanz ist jedenfalls nicht als rechtsverletzend zu werten und die diesbezÃ¼glichen EinwÃ¤nde des BeschwerdefÃ¼hrers sind nicht substanziiert.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Beim streitbetroffenen GebÃ¤ude handelt es sich entgegen der Meinung des BeschwerdefÃ¼hrers nicht um ein individuell unter Schutz gestelltes Objekt im Sinn von § 203 PBG. Diese RÃ¼ge des BeschwerdefÃ¼hrers erfolgt zudem verspÃ¤tet und ist somit unbeachtlich (§ 52 Abs. 2 VRG; <span>KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl</span>, § 52 N. 4).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">In seiner Beschwerde rÃ¼gt der BeschwerdefÃ¼hrer erneut die Besonnungs- bzw. Belichtungssituation und die daraus resultierende Beschattung des rekurrentischen GebÃ¤udes.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Wie die Vorinstanz zu Recht erwogen hat, kennt das Baurecht des Kantons ZÃ¼rich keine Vorschrift, die es erlauben wÃ¼rde, ein Bauvorhaben allein deshalb zu verweigern oder in seinem Umfang zu reduzieren, weil es Schatten wirft oder einem Dritten Licht entzieht. Der Schutz vor Lichtentzug und Schattenwurf wird nur indirekt durch die BaubeschrÃ¤nkungsnormen gewÃ¤hrleistet, d.h. durch die Vorschriften Ã¼ber die AbstÃ¤nde, die Geschosszahl, die GebÃ¤udelÃ¤nge, die GebÃ¤udebreite usw. (Rekursentscheid, E. 8.1). Damit bleibt fÃ¼r die Anwendung der allgemeinen Immissionsschutzbestimmungen von § 226 PBG kein Raum, denn mit den BaubeschrÃ¤nkungsnormen hat der Gesetzgeber abstrakt vorgezeichnet, welches Mass an Einwirkungen auf NachbargrundstÃ¼cke erlaubt ist und sich die Betroffenen gefallen lassen mÃ¼ssen (RB 1990 Nr. 75 = BEZ 1990 Nr. 28). Dass die PlatzverhÃ¤ltnisse in der Altstadt enger und damit die AbstÃ¤nde kleiner sind, vermag daran nichts zu Ã¤ndern. Die streitbetroffenen Dachlukarnen halten die gesetzlichen Bestimmungen ein, womit der bemÃ¤ngelte Schattenwurf Folge der engen VerhÃ¤ltnisse in der Altstadt und nicht des konkreten Bauprojekts ist, wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die ebenfalls vom BeschwerdefÃ¼hrer bemÃ¤ngelte EinschrÃ¤nkung der PrivatsphÃ¤re durch die Errichtung der zwei Dachlukarnen auf der nÃ¶rdlichen DachhÃ¤lfte und die daraus resultierenden ideellen Immissionen sind hinzunehmen â gegen diese gewÃ¤hrt das Baurecht keinen Schutz (Christoph Fritsche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 3. A., ZÃ¼rich 2003, S. 8-5 f.).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zusammenfassend erweisen sich die EinwÃ¤nde des BeschwerdefÃ¼hrers als unbegrÃ¼ndet. Die Beschwerde ist daher abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG) und eine ParteientschÃ¤digung steht ihm von vornherein nicht zu. Vielmehr hat er die private Beschwerdegegnerin gestÃ¼tzt auf § 17 Abs. 2 lit. a VRG im angemessenen Umfang von Fr. 1'500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu entschÃ¤digen.</p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'090.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Der BeschwerdefÃ¼hrer wird verpflichtet, der privaten Beschwerdegegnerin eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>