<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Bestimmungen des Umweltschutzgesetzes (USG; SR 814.01), das Menschen, Tiere und Pflanzen, ihre Lebensgemeinschaften und Lebensräume gegen schädliche oder lästige Einwirkungen schützt (Art. 1 Abs. 1 USG) so in einer Verordnung festzulegen, dass Menschen, Tiere und Pflanzen, ihre Lebensgemeinschaften und Lebensräume auch vor Lichtverschmutzung geschützt werden. Die Lichtverschmutzung wirkt sich auch auf natürliche Lebensräume und besonders schutzwürdige Habitate aus, in denen Tiergruppen leben, die sensibel auf Licht reagieren. Daher müssen die in den folgenden Gesetzen festgelegten Anforderungen ebenfalls in der besagten Verordnung präzisiert werden: das Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451), das Jagdgesetz (JSG; SR 922.0) und das Bundesgesetz über die Fischerei (BGF; SR 923.0).</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat 2013 den Bericht "Auswirkungen von künstlichem Licht auf die Artenvielfalt und den Menschen" verabschiedet und damit den Auftrag des Postulats Moser 09.3285 erfüllt. Er beauftragte daraufhin das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), die Möglichkeit zu prüfen, die Verordnung über den Natur- und Heimatschutz (NHV; SR 451.1) zu ergänzen, um die Lichtverschmutzung besser zu regeln. Nach dieser Prüfung durch das UVEK verzichtete der Bundesrat 2018 darauf, Bestimmungen zu den Lichtemissionen in die NHV aufzunehmen. Er war der Ansicht, dass die derzeitigen Bestimmungen für den Schutz der Arten und Lebensräume ausreichen.</p><p>Gleichzeitig beauftragte der Bundesrat das UVEK damit, die Vollzugshilfe des Bundesamts für Umwelt (BAFU) in diesem Bereich zu aktualisieren. Die neue Vollzugshilfe des BAFU zur Vermeidung von Lichtemissionen, die am 27. Oktober 2021 veröffentlicht wurde, unterstützt die zuständigen Behörden bei der Ergreifung von Massnahmen zur Begrenzung der Lichtverschmutzung. Sie stärkt die vorsorgliche Emissionsbegrenzung mithilfe von Beurteilungsinstrumenten sowie Richtwerten zur Beurteilung der Störwirkung von Lichtimmissionen auf den Menschen.</p><p>Die wissenschaftlichen Kenntnisse über die Risiken von künstlichem Licht reichen aus Sicht des Bundesrates nicht aus, um rechtsverbindliche Grenzwerte in einer Verordnung festzulegen. Indem die Empfehlungen umgesetzt werden, können praktische Erfahrungen gesammelt werden. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass diese Erfahrungen nun abgewartet werden sollen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.