<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2022.00695</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223458&amp;W10_KEY=13045524&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2022.00695</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.08.2023</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Kostenersatz nach § 44 SHG</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Die Pflicht zur Leistung persönlicher und wirtschaftlicher Hilfe obliegt der Wohngemeinde der Person. Ein sozialhilferechtlicher Unterstützungswohnsitz setzt voraus, dass sich eine Person an einem Ort tatsächlich niedergelassen und eingerichtet hat (objektives Element). Zudem muss eine Person die erkennbare Absicht haben, dort dauerhaft, das heisst zumindest für eine längere Zeit, zu bleiben (subjektives Element). Solange die Wohngemeinde der hilfesuchenden Person nicht feststeht oder wenn eine Person ausserhalb ihrer Wohngemeinde unaufschiebbarer Hilfe bedarf, ist die Aufenthaltsgemeinde zur Hilfeleistung verpflichtet (§ 33 SHG). Nach § 44 Abs. 2 SHG ersetzt der Kanton der Aufenthaltsgemeinde die Kosten der von ihr geleisteten wirtschaftlichen Hilfe, soweit nicht die Wohngemeinde ersatzpflichtig ist oder eine Ersatzpflicht nach Bundesrecht besteht (E. 3). Im Streit liegt die Kostenersatzpflicht des Beschwerdegegners gemäss § 44 Abs. 2 SHG an die Beschwerdeführerin betreffend die von ihr an die Unterstützte geleistete wirtschaftliche Hilfe im Zeitraum vom 2. Juli 2020 bis 31. März 2021 bzw. (gemäss Eventualantrag) bis 14. August 2020. Gemäss § 34 Abs. 2 SHG führt die polizeiliche Anmeldung zu einer Wohnsitzvermutung. Gestützt auf die Aktenlage ist davon auszugehen, dass sich die Unterstützte zwischen dem 13. und 19. August 2020 polizeilich angemeldet hat. Spätestens ab diesem Zeitpunkt obliegt es daher der Beschwerdeführerin, angesichts der aus der polizeilichen Anmeldung abgeleiteten gesetzlichen Wohnsitzvermutung den Gegenbeweis zu erbringen (E. 4.2). Zu prüfen ist weiter, ob die Unterstützte bereits vor der polizeilichen Anmeldung einen Unterstützungswohnsitz begründet hat. Das Vorhandensein einer ordentlichen Wohngelegenheit, wie eine eigene Wohnung, ein Zimmer in einer WG oder allenfalls ein möbliertes Zimmer mit Mietvertrag ist ein Merkmal für das Bestehen eines Unterstützungswohnsitzes. Umgekehrt kann daraus allerdings nicht die Schlussfolgerung gezogen werden, dass bei Fehlen einer solchen Wohngelegenheit die Begründung eines Unterstützungswohnsitzes ausgeschlossen wäre. Nach der Rechtsprechung genügen regelmässig befristete oder unsichere Wohngelegenheiten zur Begründung eines Unterstützungswohnsitzes. Es ist somit möglich, im Rahmen einer behördlichen Unterbringung in Appartements bzw. in einem Hotel einen Unterstützungswohnsitz zu begründen (E. 4.3.5). Da die Unterstützte immerhin zwölf Jahre (von 2005 bis 2017), und zwar unmittelbar vor ihrer Ausreise nach Mexiko, in der Stadt Zürich gewohnt hatte, hat sie gewisse bzw. früher wohl enge Beziehungen. Weiter lässt sich aus dem Umstand, dass die Unterstützte im Juli 2020 bei der Beschwerdeführerin wirtschaftliche Sozialhilfe beantragte sowie beim örtlich zuständigen RAV vorsprach, auf die innere Absicht des dauernden Aufenthalts in der Stadt Zürich schliessen. Dass die Unterstützte lediglich acht Monate in Zürich wohnte und die Unterkunft von der Beschwerdeführerin organisiert wurde, steht der Begründung eines Unterstützungswohnsitzes nicht entgegen. Die äusserlich erkennbare Lebensgestaltung der Unterstützten sprechen insgesamt für die Begründung eines Unterstützungswohnsitzes per 2. Juli 2020 in der Stadt Zürich (E. 4.3.6â4.3.9). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFERECHTLICHER WOHNSITZ">SOZIALHILFERECHTLICHER WOHNSITZ</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 1 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 32 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 33 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 34 Abs. I SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 34 Abs. II SHG</span><br/><span class="gerade">§ 39 Abs. I SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 41 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 44 Abs. II SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 21 Abs. II lit. a VRG</span><br/><span class="gerade">§ 49 VRG</span><br/><span class="ungerade">Art. 1 ZUG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=63454" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2022.00695</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 3. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">24. August 2023</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident AndrÃ© Moser<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Matthias Hauser, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Julia Meier.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Stadt ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch die Sozialen Dienste, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Kanton ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch das Sozialamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Kostenersatz nach § 44 SHG,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>A (fortan die UnterstÃ¼tzte), Schweizer StaatsbÃ¼rgerin, lebte vom 15. Oktober 2005 bis 29. Juni 2017 in der Stadt ZÃ¼rich. Danach reiste sie nach Mexiko aus und nahm dort Wohnsitz. Am 2. Juli 2020 kehrte sie in die Schweiz zurÃ¼ck und bezog gleichentags ein Appartement im Appartementhaus B in ZÃ¼rich, wo sie vier Tage blieb. Am 3. Juli 2020 beantragte sie bei den Sozialen Diensten der Stadt ZÃ¼rich wirtschaftliche Sozialhilfe. Vom 6. Juli 2020 bis 15. August 2020 hielt sie sich in einer von den Sozialen Diensten organisierten Unterkunft im Hotel C in ZÃ¼rich auf. Anschliessend zog sie in ein mÃ¶bliertes Appartement der D AG in ZÃ¼rich. Auf den 1. MÃ¤rz 2021 bezog die UnterstÃ¼tzte eine eigene Wohnung in Kloten.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Die Stadt ZÃ¼rich gewÃ¤hrte der UnterstÃ¼tzten vom 2. Juli 2020 bis 31. MÃ¤rz 2021 wirtschaftliche Hilfe. Mit UnterstÃ¼tzungsanzeige vom 20. August 2020 stellte sie beim kantonalen Sozialamt ein Gesuch um Kostenersatz mit Wirkung ab dem 2. Juli 2020. Mit VerfÃ¼gung vom 7. Juni 2022 wies dieses das Gesuch ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Gegen diese VerfÃ¼gung erhob die Stadt ZÃ¼rich am 4. Juli 2022 </span>Rekurs <span>bei der</span> Sicherheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich. Mit Entscheid vom 14. Oktober 2022 wies die Sicherheitsdirektion den Rekurs ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Die Stadt ZÃ¼rich erhob am 14. November 2022 Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte, es sei der Rekursentscheid vom 14. Oktober 2022 aufzuheben, es sei der Beschwerdegegner anzuweisen, der BeschwerdefÃ¼hrerin die im UnterstÃ¼tzungsfall A fÃ¼r den Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis am 31. MÃ¤rz 2021 geleistete wirtschaftliche Hilfe in der HÃ¶he von Fr. 21'342.30 zu ersetzen. Eventualiter sei der Beschwerdegegner anzuweisen, der BeschwerdefÃ¼hrerin die im UnterstÃ¼tzungsfall A fÃ¼r den Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis am 14. August 2020 geleistete wirtschaftliche Hilfe in der HÃ¶he von Fr. 3'842.80 zu ersetzen. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Die Sicherheitsdirektion verzichtete am 22. November 2022 auf eine Stellungnahme. Der Kanton ZÃ¼rich reichte am 5. Januar 2023 Beschwerdeantwort ein und beantragte, die Beschwerde unter Kostenfolge abzuweisen. Die Stadt ZÃ¼rich replizierte am 16. Januar 2023. Mit Schreiben vom 26. Januar 2023 verzichtete der Kanton auf eine Duplik.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r Beschwerden gegen Rekursentscheide einer Direktion Ã¼ber Anordnungen einer Verwaltungseinheit der Direktion etwa betreffend den Ersatz der den Aufenthaltsgemeinden entstehenden Kosten aus wirtschaftlicher Hilfe gemÃ¤ss § 44 Abs. 2 des <span>Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG; LS 851.1) </span>zustÃ¤ndig (§ 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a, § 19b Abs. 2 lit. b Ziff. 1 sowie § 42<span>-</span>44 e contrario des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG, LS 175.2]).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin, deren Gesuch um Kostenersatz nicht entsprochen wurde, ist durch die Anordnung wie eine Privatperson berÃ¼hrt und hat ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ãnderung. Somit ist sie ohne Weiteres zur Beschwerde nach § 49 in Verbindung mit § 21 Abs. 2 lit. a VRG berechtigt (VGr, 2. Juli 2019, VB.2018.00412, E. 1.2). Da auch die Ã¼brigen Sachurteilsvoraussetzungen gegeben sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Die UnterstÃ¼tzte verfÃ¼gt Ã¼ber die Schweizer StaatsangehÃ¶rigkeit und reiste am 2. Juli 2020 laut eigenen Angaben mit der Absicht des dauernden Verbleibens von Mexiko, wo sie sich seit Juli 2017 aufgehalten hatte, in die Schweiz zurÃ¼ck. Welches Gemeinwesen fÃ¼r die UnterstÃ¼tzung BedÃ¼rftiger, die sich in der Schweiz aufhalten, zustÃ¤ndig ist, regelt das Bundesgesetz vom 24. Juni 1977 Ã¼ber die ZustÃ¤ndigkeit fÃ¼r die UnterstÃ¼tzung BedÃ¼rftiger (ZustÃ¤ndigkeitsgesetz, ZUG; SR 851.1; vgl. Art. 1 Abs. 1 ZUG) fÃ¼r das interkantonale bzw. das kantonale Sozialhilferecht im innerkantonalen VerhÃ¤ltnis (BGE 143 V 451 E. 8.2). Nichts anderes gilt im Fall, dass Auslandschweizerinnen und -schweizer mit der Absicht des dauernden Verbleibens, d.</span><span> </span><span>h. nicht nur vorÃ¼bergehend, in die Schweiz zurÃ¼ckkehren. Dadurch soll das Wohnsitzprinzip konsequent angewendet werden (Staatspolitische Kommission des StÃ¤nderates, Bericht vom 27. Januar 2014 zur Parlamentarischen Initiative fÃ¼r ein Auslandschweizergesetz, BBl 2014 1915, S. 1942 f.). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Da es vorliegend um einen innerkantonalen ZustÃ¤ndigkeitskonflikt geht und somit ein rein innerkantonaler Sachverhalt vorliegt, ist das Sozialhilfegesetz des Kantons ZÃ¼rich massgebend. Dabei kann die Rechtsprechung und Praxis zum ZustÃ¤ndigkeitsgesetz zur Auslegung herangezogen werden, da das Sozialhilfegesetz dessen ZustÃ¤ndigkeitsregelung innerkantonal Ã¼bernommen hat (Antrag und Weisung des Regierungsrates vom 13. Juni 1979 zum Gesetz Ã¼ber die Ã¶ffentliche Sozialhilfe, ABl 1970 S. 1137 ff., S. 1163; VGr, 11. Juni 2020, VB.2020.00088, E. 5.8).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>GemÃ¤ss § 1 SHG sorgen die politischen Gemeinden fÃ¼r die notwendige Hilfe an Personen, die sich in einer Notlage befinden. Dabei obliegt die Pflicht zur Leistung persÃ¶nlicher und wirtschaftlicher Hilfe der Wohngemeinde der Person (§ 32 SHG). Nach § 34 Abs. 1 SHG hat eine Person ihren (UnterstÃ¼tzungs-)Wohnsitz in derjenigen Gemeinde, in der sie sich mit Absicht dauernden Verbleibens aufhÃ¤lt (vgl. dazu E. 4.2). Die polizeiliche Anmeldung gilt kraft § 34 Abs. 2 SHG als WohnsitzbegrÃ¼ndung, wenn nicht nachgewiesen ist, dass der Aufenthalt schon frÃ¼her oder erst spÃ¤ter begonnen hat oder nur vorÃ¼bergehender Natur ist.</p> <p class="Urteilstext"><span>Ein </span>UnterstÃ¼tzungswohnsitz<span> i.</span><span> </span><span>S.</span><span> </span><span>v. § 34 Abs. 1 SHG setzt somit voraus, dass sich eine Person an einem Ort tatsÃ¤chlich niedergelassen und eingerichtet hat (objektives Element). Zudem muss eine Person die erkennbare Absicht haben, dort dauerhaft, das heisst zumindest fÃ¼r eine lÃ¤ngere Zeit, zu bleiben (subjektives Element). Die Absicht des dauernden Verbleibens ist ein innerer Vorgang, auf den immer nur aus indirekten Wahrnehmungen geschlossen werden kann. Dabei sind alle Elemente der Ã¤usserlichen Gestaltung der LebensverhÃ¤ltnisse zu berÃ¼cksichtigen. Bei der Wohnsitzermittlung ist nicht auf den inneren Willen einer Person abzustellen. Massgebend ist vielmehr, auf welche Absicht die erkennbaren Ã¤usseren UmstÃ¤nde schliessen lassen, und nicht die innere Absicht der Person (VGr, 11. Juni 2020, VB.2020.00088, E. 5.8; Kantonales Sozialamt, Sozialhilfehandbuch, Kapitel 3.2.01, Ziff. 1, 18. MÃ¤rz 2020, abrufbar unter zh.ch/sozialhilfehandbuch). Dabei sind die beiden Elemente untrennbar miteinander verknÃ¼pft (Werner Thomet, Kommentar zum Bundesgesetz Ã¼ber die ZustÃ¤ndigkeit fÃ¼r die UnterstÃ¼tzung BedÃ¼rftiger [ZUG], 2. A., ZÃ¼rich 1994, Rz. 96).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Es ist es zwar grundsÃ¤tzlich mÃ¶glich, dass eine Person auf Dauer keinen UnterstÃ¼tzungswohnsitz hat. Dies darf aber nicht leichthin angenommen werden und wÃ¼rde nicht nur dem Sinn und Zweck der FÃ¼rsorgegesetzgebung, sondern auch den richtig verstandenen Interessen der bedÃ¼rftigen Person und der betroffenen Gemeinwesen widersprechen (BGr, 7. November 2014, 8C_530/2014, E. 3.4; BGr, 5. Juli 2010, 8C_223/2010, E. 4.1). Daher dÃ¼rfen keine allzu strengen Anforderungen an die BegrÃ¼ndung eines UnterstÃ¼tzungswohnsitzes gestellt werden (VGr, 11. Juni 2020, VB.2020.00088, E. 5.8).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Solange die Wohngemeinde der hilfesuchenden Person nicht feststeht oder wenn eine Person ausserhalb ihrer Wohngemeinde unaufschiebbarer Hilfe bedarf, ist die Aufenthaltsgemeinde zur Hilfeleistung verpflichtet (§ 33 SHG). Als Aufenthalt gilt die tatsÃ¤chliche Anwesenheit in einer Gemeinde (§ 39 Abs. 1 SHG).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>GrundsÃ¤tzlich trÃ¤gt die hilfepflichtige Gemeinde die Kosten der persÃ¶nlichen und wirtschaftlichen Hilfe, sofern das Bundesrecht, interkantonale Vereinbarungen oder das Sozialhilfegesetz nicht etwas anderes vorsehen (§ 41 SHG). ErhÃ¤lt eine hilfesuchende Person ausserhalb ihrer Wohngemeinde wirtschaftliche Hilfe, ist die Wohngemeinde fÃ¼r die Kosten ersatzpflichtig (§ 42 SHG). Nach § 44 Abs. 2 SHG ersetzt der Kanton der Aufenthaltsgemeinde die Kosten der von ihr geleisteten wirtschaftlichen Hilfe, soweit nicht die Wohngemeinde ersatzpflichtig ist oder eine Ersatzpflicht nach Bundesrecht besteht.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Der Ersatz von Kosten nach §§ 42â44 SHG und nach Bundesrecht wird mit schriftlicher Anzeige des Hilfsfalls an die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde geltend gemacht (§ 34 Abs. 1 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 [SHV; LS 851.11]). Das kantonale Sozialamt ist bei vom Kanton zu Ã¼bernehmenden Kosten zustÃ¤ndig (§ 7a SHV) und entscheidet Ã¼ber die Anerkennung der staatlichen Kostenersatzpflicht (§ 36 Abs. 1 SHV).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Im Streit liegt die Kostenersatzpflicht des Beschwerdegegners gemÃ¤ss § 44 Abs. 2 SHG an die BeschwerdefÃ¼hrerin betreffend die von ihr an die UnterstÃ¼tzte geleistete wirtschaftliche Hilfe im Zeitraum vom <span>2. Juli 2020 bis 31. MÃ¤rz 2021 bzw. (gemÃ¤ss Eventualantrag) bis 14. August 2020</span>. Die Vorinstanz kam zum Schluss, die UnterstÃ¼tzte habe am 2. Juli 2020 einen UnterstÃ¼tzungswohnsitz in ZÃ¼rich begrÃ¼ndet, weshalb keine Kostenersatzpflicht gemÃ¤ss § 44 Abs. 2 SHG bestehe. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hingegen bestreitet, dass die UnterstÃ¼tzte in diesem Zeitraum einen UnterstÃ¼tzungswohnsitz in der Stadt ZÃ¼rich begrÃ¼ndet habe; eventualiter habe die UnterstÃ¼tzte erst ab dem 14. August 2020 ein UnterstÃ¼tzungswohnsitz begrÃ¼ndet.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.2.1 </span></b><span>GemÃ¤ss § 34 Abs. 2 SHG fÃ¼hrt die polizeiliche Anmeldung zu einer Wohnsitzvermutung (vgl. oben E. 3.1). Aufgrund dieser gesetzlichen Vermutung muss die Gemeinde, die daraus Rechte ableiten will, beweisen, dass die unterstÃ¼tzte Person trotz polizeilicher Anmeldung keinen Wohnsitz genommen oder ihn erst spÃ¤ter begrÃ¼ndet hat (Sozialhilfehandbuch, Kapitel 3.2.01, Ziff. 2.2, 6. Januar 2023).</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.2.2 </span></b><span>Aus den Akten geht nicht klar hervor, wann die UnterstÃ¼tzte die polizeiliche Anmeldung vornahm. GemÃ¤ss den von der BeschwerdefÃ¼hrerin ins Recht gelegten Aktennotizen hatte die UnterstÃ¼tzte am 29. Juli 2020 die polizeiliche Anmeldung noch nicht vorgenommen und hatte die BeschwerdefÃ¼hrerin der UnterstÃ¼tzten am 13. August 2020 ein "Erlassgesuch" ausgehÃ¤ndigt, damit sie sich polizeilich anmelden kÃ¶nne. Am 19. August 2020 sandte die UnterstÃ¼tzte der BeschwerdefÃ¼hrerin die MeldebestÃ¤tigung auf deren Nachfrage hin.</span></p> <p class="Erwgung3"><span>GestÃ¼tzt auf diese Aktenlage ist somit davon auszugehen, dass sich die UnterstÃ¼tzte zwischen dem 13. und 19. August 2020 polizeilich angemeldet hat. SpÃ¤testens ab diesem Zeitpunkt obliegt es daher der BeschwerdefÃ¼hrerin, angesichts der aus der polizeilichen Anmeldung abgeleiteten gesetzlichen Wohnsitzvermutung den Gegenbeweis zu erbringen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.3.1 </span></b><span>Zu prÃ¼fen ist zunÃ¤chst aber, ob die UnterstÃ¼tzte bereits vor der polizeilichen Anmeldung Mitte August 2020 einen UnterstÃ¼tzungswohnsitz in der Stadt ZÃ¼rich begrÃ¼ndet hat. Denn diesfalls vermÃ¶chte die BeschwerdefÃ¼hrerin die gesetzliche Vermutung kaum umzustossen, zumal sie gerade selbst einrÃ¤umt, dass die UmstÃ¤nde im mÃ¶blierten Appartement der D AG ab Mitte August 2020 im Vergleich zu den vorherigen WohnmÃ¶glichkeiten eher fÃ¼r das Bestehen eines UnterstÃ¼tzungswohnsitzes sprechen.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.3.2 </span></b><span>Die UnterstÃ¼tzte wohnte vom 2. Juli 2020 bis am 6. Juli 2020 in einem Appartement im Appartementhaus B in ZÃ¼rich. </span>GemÃ¤ss Angaben der BeschwerdefÃ¼hrerin habe die UnterstÃ¼tzte am 3. Juli 2020, als sie das erste Mal bei ihr vorgesprochen habe, um eine Umplatzierung in eine andere Unterkunft ersucht. Da dies so kurzfristig nicht mÃ¶glich gewesen sei, sei mit der UnterstÃ¼tzten vereinbart worden, dass sie ihre Unterkunft Ã¼ber das Wochenende verlÃ¤ngern solle. Ab dem 6. Juli 2020 organisierte ihr die BeschwerdefÃ¼hrerin eine Unterkunft <span>im Hotel C, wo sie bis am 15. August 2020 wohnte. Danach hielt sie sich bis zur Beendigung der UnterstÃ¼tzung in einem mÃ¶blierten Appartement der D AG in ZÃ¼rich auf.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.3 </b>Die Vorinstanz kam zum Schluss, dass die UnterstÃ¼tzte bereits am 3. Juli 2020 einen UnterstÃ¼tzungswohnsitz in der Stadt ZÃ¼rich begrÃ¼ndet habe. DafÃ¼r spreche zunÃ¤chst der Umstand, dass sie von 2005 bis 2017 wÃ¤hrend zwÃ¶lf Jahren dort gewohnt habe. Sodann habe sie bei sÃ¤mtlichen Vorsprachen bei der BeschwerdefÃ¼hrerin angegeben, dass sie sich mit dem Ziel des dauernden Verbleibs nach ZÃ¼rich begeben habe. Es sei nachvollziehbar, dass jemand sein Leben in einer vertrauten Umgebung wieder neu aufbauen und einrichten wolle. Sodann spreche die Beantragung von wirtschaftlicher Sozialhilfe in der Stadt ZÃ¼rich fÃ¼r die BegrÃ¼ndung eines UnterstÃ¼tzungswohnsitzes, ziehe ein solcher Antrag doch einen grossen administrativen Aufwand fÃ¼r die unterstÃ¼tzte Person mit sich, den sie nicht auf sich genommen hÃ¤tte, hÃ¤tte sie nicht lÃ¤ngerfristig in der Stadt ZÃ¼rich bleiben wollen. Der Umstand, dass sie vorerst in einem Hotel und anschliessend in einem Appartement untergebracht gewesen sei, spreche nicht gegen die BegrÃ¼ndung eines UnterstÃ¼tzungswohnsitzes, zumal sie Ã¼ber die Art der Unterbringung nicht selbst habe entscheiden kÃ¶nnen. Ebenso wenig dagegen spreche der Umstand, dass die UnterstÃ¼tzte auch in Gemeinden ausserhalb der Stadt ZÃ¼rich eine Wohnung gesucht habe. Vielmehr sei dies angesichts des prekÃ¤ren Wohnungsmarktes in der Stadt ZÃ¼rich nachvollziehbar. Nach ihrem Zuzug in die Stadt ZÃ¼rich seien jedoch keine Anhaltspunkte bezÃ¼glich des Zeitpunkts oder der Destination eines mÃ¶glichen Wegzugs erkennbar, weshalb es sich vorliegend um einen Aufenthalt auf unbestimmte Zeit gehandelt habe. Zudem habe sich die UnterstÃ¼tzte bei ihrer RÃ¼ckkehr aus dem Ausland in einer Notlage befunden, sodass keine allzu strengen Voraussetzungen an die BegrÃ¼ndung eines UnterstÃ¼tzungswohnsitzes zu stellen seien.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.4 </b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt dagegen vor, die Vorinstanz habe die konkreten WohnumstÃ¤nde ausser Acht gelassen. </span>FÃ¼r kurze Zeit gebuchte Hotels oder hotelÃ¤hnliche UnterkÃ¼nfte seien grundsÃ¤tzlich keine ordentlichen Wohngelegenheiten im wohnsitzbegrÃ¼ndenden Sinn. Die Voraussetzungen, welche fÃ¼r die ausnahmsweise WohnsitzbegrÃ¼ndung durch einen Aufenthalt im Hotel gegeben sein mÃ¼ssten, seien in diesem Fall gerade nicht gegeben. Denn die Aufenthalte im Appartementhaus wie auch im Hotel C seien lediglich tage- bzw. wochenweise gebucht worden, womit nach aussen hin nichts auf einen lÃ¤ngerfristigen Aufenthalt hingedeutet habe. Ausserdem hÃ¤tte die UnterstÃ¼tzte keinerlei Absicht gehabt, lÃ¤ngerfristig im Hotel C zu bleiben, und habe vor allem ausserhalb der Stadt ZÃ¼rich nach einer Wohnung gesucht. Da der Aufenthalt nicht vom Willen der UnterstÃ¼tzten, sondern von der Kostengutsprache der BeschwerdefÃ¼hrerin und der VerfÃ¼gbarkeit einer gÃ¼nstigeren oder geeigneteren Notunterkunft abhÃ¤ngig gewesen sei, sei anhand der Ã¤usseren UmstÃ¤nde keine Absicht des dauernden Verbleibens erkennbar. Indem die Vorinstanz aufgrund des prekÃ¤ren Wohnungsmarktes in der Stadt ZÃ¼rich davon ausgehe, jemand kÃ¶nne auch ohne dauerhafte Wohngelegenheit in der Stadt ZÃ¼rich einen UnterstÃ¼tzungswohnsitz begrÃ¼nden, stelle sie allein auf die inneren WÃ¼nsche und Absichten der UnterstÃ¼tzten ab.</p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.3.5 </span></b>Ein UnterstÃ¼tzungswohnsitz setzt zunÃ¤chst voraus, dass sich eine Person an einem Ort tatsÃ¤chlich niedergelassen und eingerichtet hat (objektives Element; vgl. oben E. 3.1). Der BeschwerdefÃ¼hrerin ist insofern beizupflichten, als das Vorhandensein einer ordentlichen Wohngelegenheit, wie eine eigene Wohnung, ein Zimmer in einer WG oder allenfalls ein mÃ¶bliertes Zimmer mit Mietvertrag <i>ein</i> Merkmal fÃ¼r das Bestehen eines UnterstÃ¼tzungswohnsitzes darstellt (<span>Sozialhilfehandbuch, </span>Kap<span>itel 3.2.01, Ziff. 1, 6. Januar 2023). Umgekehrt kann daraus allerdings nicht die Schlussfolgerung gezogen werden, dass bei Fehlen einer solchen Wohngelegenheit die BegrÃ¼ndung eines UnterstÃ¼tzungswohnsitzes ausgeschlossen wÃ¤re.</span><span> </span><span>Nach der Rechtsprechung genÃ¼gen</span> regelmÃ¤ssig<span> befristete oder unsichere Wohngelegenheiten zur BegrÃ¼ndung eines UnterstÃ¼tzungswohnsitzes. So begrÃ¼ndete eine Person einen UnterstÃ¼tzungswohnsitz, als sie Unterschlupf in einer 3-Zimmer-Wohnung erhielt, die von ihrer Schwester, deren Mann und zwei Kindern bewohnt wurde und die bloss rund 70 m<sup>2</sup> WohnflÃ¤che umfasste (VGr, 11. Juni 2020, VB.2020.00088, E. 5.5.3; BGr, 29. April 2021, 8C_523/2020, E. 4.2.2). Das Bundesgericht bejahte das Bestehen eines UnterstÃ¼tzungswohnsitzes in einem Wohnwagen auf einem Campingplatz (BGr, 2. Mai 2000, 2A.420/1999, E. 6b). Weiter bestÃ¤tigte das EidgenÃ¶ssische Justiz- und Polizeidepartement die MÃ¶glichkeit, einen UnterstÃ¼tzungswohnsitz in einem Hotel zu begrÃ¼nden (EJPD, 27. Februar 2007, U4-660701, S. 5; 3. November 2006, U4-0460427, S. 6). Schliesslich wird eine Notwohnung, in der eine von Obdachlosigkeit bedrohte Person untergebracht wird, als ordentliche Wohngelegenheit erachtet, die, sofern die Ã¤usserlich erkennbare Lebensgestaltung nichts Gegenteiliges nahelegt, einen UnterstÃ¼tzungswohnsitz begrÃ¼ndet (Sozialhilfehandbuch, Kapitel 3.2.01, Ziff. 1, 6. Januar 2023).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Entgegen der BeschwerdefÃ¼hrerin handelt es sich vorliegend nicht um den (in Kapitel 3.2.01. Ziff. 3.2 des Sozialhilfehandbuchs sowie in Ziff. 5.3 des Merkblatts der SKOS zur Ã¶rtlichen ZustÃ¤ndigkeit vom 20. Juni 2019 erwÃ¤hnten) "Aufenthalt in einem Hotel", der im Fall einer Platzierung durch die BehÃ¶rden einer Gemeinde in einem Hotel einer anderen Gemeinde nicht zu einer WohnsitzbegrÃ¼ndung fÃ¼hrt; diesfalls bleibt der UnterstÃ¼tzungswohnsitz in der bisherigen Wohngemeinde, ansonsten kÃ¶nnten die Gemeinden auf diese Weise UnterstÃ¼tzungsfÃ¤lle abschieben. Vielmehr kommt die behÃ¶rdliche Unterbringung der UnterstÃ¼tzten durch die BeschwerdefÃ¼hrerin in Appartements bzw. in einem Hotel fÃ¼r immerhin insgesamt etwa acht Monate hinsichtlich der Funktion einer Notwohnung und zwar einer <i>einzigen</i> gleich. Eine Aufteilung des Aufenthalts auf die verschiedenen UnterkÃ¼nfte â im Sinn des Eventualantrags der BeschwerdefÃ¼hrerin â fÃ¼r die Frage, ob in der jeweiligen Unterkunft ein UnterstÃ¼tzungswohnsitz (insbesondere mangels dauernden Aufenthalts) Ã¼berhaupt begrÃ¼ndet werden konnte, erscheint vorliegend nicht gerechtfertigt. Denn, wie die BeschwerdefÃ¼hrerin ausfÃ¼hrt, hing der weitere Aufenthalt der UnterstÃ¼tzten in derselben Unterkunft nicht von deren Willen, sondern von der Kostengutsprache durch die BeschwerdefÃ¼hrerin selbst und von der VerfÃ¼gbarkeit einer gÃ¼nstigeren oder geeigneteren Notunterkunft ab. Dies fÃ¼hrt wiederum dazu, dass sich die aus der polizeilichen Anmeldung abgeleiteten gesetzlichen Wohnsitzvermutung (E. 4.2.2) auf die gesamte Aufenthaltsdauer auswirkt und es der BeschwerdefÃ¼hrerin obliegt, die Vermutung der BegrÃ¼ndung des UnterstÃ¼tzungswohnsitzes umzustossen und den Gegenbeweis zu erbringen. Obwohl es sich bei den UnterkÃ¼nften um unsichere und befristete Wohngelegenheiten handelt, die nicht von der UnterstÃ¼tzten selbst gemietet wurden, ist demnach die BegrÃ¼ndung eines UnterstÃ¼tzungswohnsitzes durchaus mÃ¶glich, sofern die Ã¤usserlich erkennbare Lebensgestaltung dafÃ¼rspricht. HierfÃ¼r sind </span>bei der UnterstÃ¼tzten, die keine gefestigten sozialen und Ã¶konomischen Beziehungen zu einem bestimmten Ort hat, keine allzu strengen Anforderungen bezÃ¼glich der BegrÃ¼ndung eines UnterstÃ¼tzungswohnsitzes zu stellen (vgl. E. 3.1; VGr, <span>11. Juni 2020, VB.2020.00088, E. 5.8). </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.3.6 </span></b><span>In dieser Ã¤usserlich erkennbaren Lebensgestaltung kommt auch die zweite Voraussetzung fÃ¼r die BegrÃ¼ndung des UnterstÃ¼tzungswohnsitzes, die erkennbare Absicht, dauerhaft, das heisst </span>zumindest<span> fÃ¼r eine lÃ¤ngere Zeit, in ZÃ¼rich zu bleiben (subjektives Element; vgl. E. 3.1), zum Ausdruck. Aus den Akten geht hervor, dass die UnterstÃ¼tzte die innere Absicht hatte, in ZÃ¼rich zu bleiben. So hielt die BeschwerdefÃ¼hrerin fest: "</span>Deshalb entschloss sie sich schweren Herzens, ihr Leben in Mexiko aufzugeben und nach ZÃ¼rich zurÃ¼ck zu kehren. Um in ZÃ¼rich wieder ein neues Leben aufzubauen und hier dauerhaft zu bleiben.". Bei der Wohnsitzermittlung ist jedoch, wie die BeschwerdefÃ¼hrerin mehrfach zu Recht betont, nicht auf den inneren Willen der Person abzustellen; massgebend ist vielmehr, auf welche Absicht die erkennbaren Ã¤usseren UmstÃ¤nde schliessen lassen (vgl. oben E. 3.1).</p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.3.7 </span></b><span>Da die UnterstÃ¼tzte immerhin zwÃ¶lf Jahre (von 2005 bis 2017), und zwar unmittelbar vor ihrer Ausreise nach Mexiko, in der Stadt ZÃ¼rich gewohnt hatte, hat sie â im Unterschied zu anderen Personen, die aus dem Ausland zurÃ¼ckkehren â gewisse bzw. frÃ¼her wohl enge Beziehungen zur BeschwerdefÃ¼hrerin. Entgegen den AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrerin ergeben sich aus den wenigen Akten aus dem Sozialhilfeverfahren, welche sie dem Verwaltungsgericht eingereicht hat, dass </span>die UnterstÃ¼tzte sehr wohl ein Umfeld hat, welches sie beispielsweise mit kostengÃ¼nstigem Mobiliar oder der ZurverfÃ¼gungstellung eines Transportwagens fÃ¼r den Umzug unterstÃ¼tzt. Da die BeschwerdefÃ¼hrerin in Besitz der sozialhilferechtlichen Akten bezÃ¼glich der UnterstÃ¼tzten ist und ohnehin die Wohnsitzvermutung greift (vgl. oben E. 4.2.2), wÃ¤re es an ihr, aufzuzeigen, dass dieses genannte Beziehungsnetzwerk gerade nicht in der Stadt ZÃ¼rich besteht. Dies legt sie jedoch weder mit entsprechenden Beilagen noch mit Hinweisen in der Beschwerde dar. </p> <p class="Urteilstext"><span>Angesichts des sozialen Umfelds ist es, wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, nachvollziehbar, dass die UnterstÃ¼tzte in die vertraute Umgebung zurÃ¼ckkehrt, um sich hier niederzulassen und einzurichten. GemÃ¤ss dem Merkblatt der SKOS zur Ã¶rtlichen ZustÃ¤ndigkeit begeben sich aus dem Ausland zurÃ¼ckgekehrte Schweizerinnen und Schweizer in der Regel an den Ort, an welchem sie sich niederlassen wollen (SKOS, Merkblatt Ãrtliche ZustÃ¤ndigkeit in der Sozialhilfe, Bern 2019, S. 10). </span></p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.8 </b><span>Wie die Vorinstanz zu Recht festhielt (vgl. E. 4.3.3), lÃ¤sst sich aus dem Umstand, dass die UnterstÃ¼tzte im Juli 2020 bei der BeschwerdefÃ¼hrerin wirtschaftliche Sozialhilfe beantragte sowie beim Ã¶rtlich zustÃ¤ndigen RAV vorsprach, auf die innere Absicht des dauernden Aufenthalts in der Stadt ZÃ¼rich </span>schliessen<span>. HÃ¤tte die UnterstÃ¼tzte die Absicht gehabt, sich nur kurzfristig in der Stadt ZÃ¼rich aufzuhalten und sich in einer anderen Gemeinde niederzulassen, ist davon auszugehen, dass sie diese </span>Schritte kaum unternommen hÃ¤tte, auch wenn â wie die BeschwerdefÃ¼hrerin anfÃ¼hrt â bereits vorhandene Unterlagen "bei Bedarf" im Rahmen der Amtshilfe an die neu zustÃ¤ndige SozialhilfebehÃ¶rde Ã¼bermittelt werde. </p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.3.9 </span></b>Dass die UnterstÃ¼tzte lediglich acht Monate in ZÃ¼rich wohnte und die Unterkunft von der BeschwerdefÃ¼hrerin organisiert wurde, steht der BegrÃ¼ndung eines UnterstÃ¼tzungswohnsitzes nicht entgegen (vgl. <span>VGr, 11. Juni 2020, VB.2020.00088, E. 5.7). Immerhin ist unbestritten, dass sich die UnterstÃ¼tzte wÃ¤hrend dieser Zeit auch tatsÃ¤chlich in der Stadt ZÃ¼rich aufgehalten hat. Weiter ist unerheblich, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin "<i>auch</i> ausserhalb der Stadt ZÃ¼rich" eine Wohnung suchte, geht doch ausdrÃ¼cklich aus den Akten hervor, dass dies durch den prekÃ¤ren Wohnungsmarkt bedingt war. Selbst wenn die UnterstÃ¼tzte â wie die BeschwerdefÃ¼hrerin gestÃ¼tzt auf verschiedene Aktennotizen geltend macht â "vor allem ausserhalb" der Stadt ZÃ¼rich eine Wohnung gesucht haben sollte, ist festzuhalten, dass die Absicht, einen Ort spÃ¤ter (aufgrund verÃ¤nderter, nicht mit Bestimmtheit vorauszusehender UmstÃ¤nde) wieder zu verlassen, eine WohnsitzbegrÃ¼ndung nicht ausschliesst. Die Absicht dauernden Verweilens muss nur im Moment der BegrÃ¼ndung eines Wohnsitzes bestanden haben. Allein aus dem Umstand, dass eine unterstÃ¼tzungs-<br/> bedÃ¼rftige Person in der betroffenen Gemeinde keine eigene Wohnung gefunden hat und sich â auch wenn sich dies erst im Nachhinein ergibt â nur kurz in der Gemeinde aufhielt, wird die BegrÃ¼ndung eines UnterstÃ¼tzungswohnsitzes nicht ausgeschlossen (BGr, 5. Juli 2010, 8C_223/2010, E. 4.2).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.4 </span></b><span>Nach dem Gesagten kann festgestellt werden, dass die Ã¤usserlich erkennbare Lebensgestaltung der UnterstÃ¼tzten â insbesondere auch wegen ihrer (frÃ¼heren) engen Beziehungen zur Stadt ZÃ¼rich im vorliegenden Einzelfall â fÃ¼r die BegrÃ¼ndung eines UnterstÃ¼tzungswohnsitzes per 2. Juli 2020 in der Stadt ZÃ¼rich sprechen. Da die UnterstÃ¼tzte bereits bei ihrer RÃ¼ckkehr am 2. Juli 2020 einen UnterstÃ¼tzungswohnsitz in ZÃ¼rich begrÃ¼ndet hat, besteht keine Kostenersatzpflicht des Kantons ZÃ¼rich gemÃ¤ss § 44 Abs. 2 SHG.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen und es steht ihr keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG; § 17 Abs. 2 VRG). GemÃ¤ss der Rechtsprechung stellt die EntschÃ¤digungsberechtigung eines obsiegenden Gemeinwesens den Ausnahmefall dar und kommt eine solche nur unter besonderen UmstÃ¤nden infrage (VGr, 23. August 2018, VB.2018.00312, E. 2.2). Ein solcher Ausnahmefall ist vorliegend nicht gegeben.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 145.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'645.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. ParteientschÃ¤digungen werden keine zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Sicherheitsdirektion.</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>