<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2021.00272</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=221551&amp;W10_KEY=13013473&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2021.00272</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 26.08.2021</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 24.11.2022 teilweise gutgeheissen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Anfechtung von Ausschreibungsunterlagen. Die Ausschreibung eines Auftrags kann selbständig angefochten werden. Da sich oft keine klare Trennung zwischen Ausschreibung und Unterlagen ergibt, wird es - nicht zuletzt aus prozessökonomischen Gründen â als zulässig erachtet, Rügen nicht nur gegen die Ausschreibung, sondern auch betreffend die Ausschreibungsunterlagen vorzubringen (E. 2.1). Wie die Eignungskriterien werden auch die Zuschlagskriterien von der Vergabebehörde entsprechend den Anforderungen des jeweiligen Auftrags festgelegt und in der Ausschreibung bzw. in den Ausschreibungsunterlagen bekannt gegeben. Sie werden von der Vergabebehörde entsprechend den Anforderungen des jeweiligen Auftrags festgelegt. Bei den Zuschlagskriterien handelt es sich um Merkmale, die ein Angebot in mehr oder minder hohem Mass besitzt und die ein Abwägen des wirtschaftlichen Werts ermöglichen. Der Vergabebehörde steht bei der Festlegung der Zuschlagskriterien sowie deren Gewichtung ein weiter Ermessensspielraum zu, sie ist jedoch verpflichtet, dabei der Art der Beschaffung Rechnung zu tragen. Je einfacher und standardisierter eine Leistung ist, desto höher fällt in der Regel die Gewichtung des Preiskriteriums aus (E. 3.2). Die Gewichtung der Zuschlagskriterien erweist sich als rechtmässig (E. 3.3). Die Vergabebehörde legt die für den jeweiligen Auftrag erforderlichen Eignungskriterien anhand objektiver Merkmale fest und bestimmt die zu erbringenden Nachweise. Die Kriterien müssen sich grundsätzlich auf die ausgeschriebene Leistung beziehen, weshalb nur solche Eignungsnachweise verlangt werden dürfen, die im Hinblick auf die verlangte Leistung erforderlich sind. Demgemäss sind hinsichtlich der Eignungskriterien an alle Anbietenden dieselben Anforderungen zu stellen und dürfen Eignungskriterien nicht so festgelegt und angewendet werden, dass sie keinen Wettbewerb unter den Anbietenden zulassen. Verlangt die Vergabebehörde Labels oder Zertifikate, hat sie auch alternative, gleichwertige Nachweise zuzulassen (E. 4.2). Abweisung, soweit Eintreten.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSCHREIBUNGSUNTERLAGEN">AUSSCHREIBUNGSUNTERLAGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHAFFUNGSGEGENSTAND">BESCHAFFUNGSGEGENSTAND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EIGNUNGSKRITERIEN">EIGNUNGSKRITERIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEWICHTUNG">GEWICHTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MUSSKRITERIEN">MUSSKRITERIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PREISKRITERIUM">PREISKRITERIUM</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 15 Abs. Ibis lit. a IVÃ¶B</span><br/><span class="ungerade">§ 33 Abs. II SubmV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>1. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=53503" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2021.00272</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 1. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">26. August 2021</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sidentin Sandra Wintsch<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Maja SchÃ¼pbach Schmid, Ersatzrichter Christian MÃ¤der, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Nicole Rubin.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A AG,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Stadt ZÃ¼rich Immobilien, vertreten durch Stadt ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin,</span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Submission,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Stadt ZÃ¼rich erÃ¶ffnete mit Publikation vom 14. April 2021 ein offenes Submissionsverfahren fÃ¼r die Lieferung und den Service von Handtuchspendern mit Stoffhandtuchrollen. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 22. April 2021 gelangte die A AG mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte, die Ausschreibung aufzuheben und das Projekt an die VergabebehÃ¶rde zurÃ¼ckzuweisen, auf dass diese den Preis mit mind. 80 % und die QualitÃ¤t der Produkte sowie auch die Nutzung, Reinigung und Bewirtschaftung mit je 10 % gewichte. Die Eignungs- und Musskriterien seien als unzulÃ¤ssig zu werten. Die Vertragslaufzeit sei von vier auf fÃ¼nf Jahre zu erhÃ¶hen. Ziffer 17 der Vertragsvorlage sowie Ziffer 18 der Allgemeinen GeschÃ¤ftsbedingungen seien zu streichen. In prozessualer Hinsicht beantragte sie, der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu erteilen.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 23. April 2021 wurde der Stadt ZÃ¼rich einstweilen untersagt, das Verfahren weiterzufÃ¼hren, den Zuschlag zu erteilen oder den Vertrag abzuschliessen. Die Stadt ZÃ¼rich beantragte am 10. Mai 2021 die vollumfÃ¤ngliche Abweisung der Beschwerde, sofern auf sie einzutreten sei; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen. Mit Replik vom 25. Mai 2021 beantragte die A AG zusÃ¤tzlich, dass die Ausschreibungskriterien ausschliesslich Preis und QualitÃ¤t berÃ¼cksichtigen sollten (d.<span> </span>h. StoffrollengrÃ¶sse bzw. -masse, Stoffrollenfarbe und dazugehÃ¶rige Spendersysteme). Die A AG reichte sodann gleichentags ein Begleitschreiben zur Replik ein. Die Stadt ZÃ¼rich hielt mit Duplik vom 8. Juni 2021 an ihren AntrÃ¤gen fest. Mit Triplik vom 22. Juni 2021 beantragte die A AG einen Unkostenbeitrag fÃ¼r die inkorrekte Handhabung der Ã¶ffentlichen Beschaffungen zwischen 2015 und 2021 von insgesamt nur zwei Ausschreibungen. Mit Begleitschreiben zur Triplik beantragte sie ausserdem anzuordnen, dass Submissionen kÃ¼nftig keinen konstruierten, diskriminierenden Charakter mehr haben dÃ¼rfen. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer </span><span>erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggebender kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBI 100/1999, S. 372). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 (IVÃ¶B) sowie die §§ 2 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. September 2003 (IVÃ¶B-BeitrittsG) zur Anwendung.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Nach Art. 15 Abs. 1bis lit. a IVÃ¶B kann die Ausschreibung eines Auftrags selbstÃ¤ndig angefochten werden. Der Inhalt der Ausschreibungsunterlagen ist nach Ã¤lterer Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts von einer gegen die Ausschreibung gerichteten Beschwerde nicht erfasst, zumal deren Inhalt in der Regel noch mit der Beschwerde gegen den Zuschlag beanstandet werden kÃ¶nne (vgl. VGr, 28. Januar 2004, VB.2003.00211/00373, BEZ 2004 Nr. 17 E. 3; VGr, 11. September 2003, VB.2003.00188, E. 4d). Allerdings ergibt sich oft keine klare Trennung zwischen Ausschreibung und Unterlagen, weshalb es â nicht zuletzt aus prozessÃ¶konomischen GrÃ¼nden â als zulÃ¤ssig zu erachten ist, RÃ¼gen nicht nur gegen die Ausschreibung, sondern auch betreffend die Ausschreibungsunterlagen vorzubringen (vgl. VGr, 26. September 2019, VB.2019.00368, E. 2.1; 10. Dezember 2008, VB.2008.00347, E. 2). Denn aus dem Grundsatz von Treu und Glauben ergibt sich ohnehin die Obliegenheit, gewisse MÃ¤ngel der Ausschreibung bzw. der Ausschreibungsunterlagen mÃ¶glichst frÃ¼hzeitig zu beanstanden, um einen unnÃ¶tigen Verfahrensaufwand zu vermeiden (vgl. dazu BGE 130 I 241 E. 4.3; VGr, 26. September 2019, VB.2019.00368, E. 2.1 mit weiteren Hinweisen; Peter Galli/AndrÃ© Moser/Elisabeth Lang/Marc Steiner, Praxis des Ã¶ffentlichen Beschaffungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich etc. 2013, N. 667 f.; Robert Wolf, Die Beschwerde gegen Vergabeentscheide â Eine Ãbersicht Ã¼ber die Rechtsprechung zu den neuen Rechtsmitteln, ZBl 104/2003, S. 10). Insofern sind die RÃ¼gen der BeschwerdefÃ¼hrerin grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssig.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Zur Anfechtung der Ausschreibung ist jede potenzielle Anbieterin legitimiert, die ein Interesse an einer konkreten Beschaffung hat und deren Rechtsstellung durch den gerÃ¼gten Mangel beeintrÃ¤chtigt wird (vgl. § 21 lit. a und § 49 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG] in Verbindung mit § 2 Abs. 2 IVÃ¶B-BeitrittsG; VGr, 26. September 2019, VB.2019.00368, E. 2.2).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin wÃ¤re als Anbieterin von Handtuchspendern offensichtlich in der Lage, sich am ausgeschriebenen Verfahren zu beteiligen und es ist glaubhaft, dass sie grundsÃ¤tzlich ein Interesse an der Beteiligung hat. Schliesslich liegt es im schutzwÃ¼rdigen Interesse eines Anbieters oder einer Anbieterin, dass die Vergabe rechtmÃ¤ssig entsprechend den Vorgaben durchgefÃ¼hrt wird. Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist folglich zur vorliegenden Beschwerde legitimiert.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Der Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bestimmt sich zum einen danach, was Gegenstand der erstinstanzlichen VerfÃ¼gung â hier der Ausschreibung â war bzw. nach richtiger Gesetzesauslegung hÃ¤tte sein sollen. GegenstÃ¤nde, Ã¼ber welche die erste Instanz zu Recht nicht verfÃ¼gt hat, fallen nicht in den Kompetenzbereich der RechtsmittelbehÃ¶rde; sonst wÃ¼rde in die funktionelle ZustÃ¤ndigkeit der erstinstanzlich verfÃ¼genden BehÃ¶rde eingegriffen. Zum andern bestimmt sich der Streitgegenstand nach der im Beschwerdeantrag verlangten Rechtsfolge (Martin Bertschi in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], Vorbemerkungen zu §§ 19â28a N. 45 und 48).</p> <p class="Urteilstext">Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist lediglich die Ausschreibung vom 14. April 2021 bzw. deren Ausschreibungsunterlagen betreffend die vorliegend zu beschaffende Lieferung und den Service von Handtuchspendern mit Stoffhandtuchrollen. Auf diejenigen AntrÃ¤ge der BeschwerdefÃ¼hrerin, welche sich nicht auf diese Ausschreibung beziehen, ist nicht einzutreten. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Ãnderungen oder ErgÃ¤nzungen eines Antrags sind lediglich innerhalb der Beschwerdefrist mÃ¶glich. Nach Fristablauf kÃ¶nnen die gestellten AntrÃ¤ge nur noch im Sinne eines TeilrÃ¼ckzugs auf ein "Minus" reduziert werden. Einzig in prozessualen Nebenpunkten â etwa betreffend vorsorgliche Massnahmen, die Sistierung des Verfahrens oder die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung â kÃ¶nnen AntrÃ¤ge auch noch spÃ¤ter eingereicht werden. Wird im Rechtsmittelverfahren ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet, so bedeutet dies nicht, dass in dessen Rahmen die BeschwerdeantrÃ¤ge geÃ¤ndert oder ergÃ¤nzt werden kÃ¶nnen; erst recht nicht mÃ¶glich ist dies bei AusÃ¼bung des Replikrechts (Alain Griffel, Kommentar VRG, § 54 N. 1 in Verbindung mit § 23 N. 16). DemgemÃ¤ss erweisen sich sÃ¤mtliche AntrÃ¤ge, welche nach Ablauf der Beschwerdefrist gestellt wurden, als verspÃ¤tet. Im Ãbrigen wÃ¤re das Verwaltungsgericht fÃ¼r Schadenersatzbegehren auch nicht zustÃ¤ndig (vgl. VGr, 6. Februar 2020, VB.2019.00464, E. 3).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt die Aufhebung der Ausschreibung und des Weiteren, die Zuschlagskriterien "Gesamtpreis" neu mit 80 %, sowie die Kriterien "QualitÃ¤t der Produkte" und "Nutzung, Reinigung und Bewirtschaftung" mit neu je 10 % zu gewichten.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Zuschlagskriterien dienen zur Bewertung des Preis-Leistungs-VerhÃ¤ltnisses im Hinblick auf die Ermittlung des wirtschaftlich gÃ¼nstigsten Angebots (§ 33 der Submissionsverordnung vom 23. Juli 2003 [SubmV]). Wie die Eignungskriterien werden auch die Zuschlagskriterien von der VergabebehÃ¶rde entsprechend den Anforderungen des jeweiligen Auftrags festgelegt und in der Ausschreibung bzw. in den Ausschreibungsunterlagen bekannt gegeben (vgl. § 13 Abs. 1 lit. m und Abs. 2 SubmV). Sie werden von der VergabebehÃ¶rde entsprechend den Anforderungen des jeweiligen Auftrags festgelegt. Bei den Zuschlagskriterien handelt es sich um Merkmale, die ein Angebot in mehr oder minder hohem Mass besitzt und die ein AbwÃ¤gen des wirtschaftlichen Werts ermÃ¶glichen (VGr, 7. Mai 2015, VB.2014.00521, E. 3.2). Der VergabebehÃ¶rde steht bei der Festlegung der Zuschlagskriterien sowie deren Gewichtung ein weiter Ermessensspielraum zu, sie ist jedoch verpflichtet, dabei der Art der Beschaffung Rechnung zu tragen. Je einfacher und standardisierter eine Leistung ist, desto hÃ¶her fÃ¤llt in der Regel die Gewichtung des Preiskriteriums aus (vgl. Daniela Lutz, Preisbewertung â Regeln und Praxis, Kriterium Nr. 28/August 2010, S. 2). FÃ¼r weitgehend standardisierte GÃ¼ter kann sogar ausschliesslich auf den Preis abgestellt werden (§ 33 Abs. 2 SubmV). Am anderen Ende der Skala legte das Bundesgericht eine Gewichtung des Preiskriteriums von 20 % fÃ¼r einen komplexen Auftrag als untere Grenze des ZulÃ¤ssigen fest (BGE 129 I 313 E. 9 = Praxis 2004 Nr. 64, VGr, 18. August 2017, VB.2017.00351, E. 4.3.2). </p> <p class="Erwgung2">In das Ermessen der VergabebehÃ¶rde greift das Verwaltungsgericht, dem keine ÃberprÃ¼fung der Angemessenheit des Entscheids zusteht (Art. 16 Abs. 2 IVÃ¶B; § 50 Abs. 2 VRG), nicht ein. Zu prÃ¼fen ist dagegen eine allfÃ¤llige Ãberschreitung oder ein Missbrauch des Ermessens (Art. 16 Abs. 1 lit. a IVÃ¶B; § 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 lit. a VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>In der Ausschreibung hat die Beschwerdegegnerin den Gesamtpreis mit 50 %, die QualitÃ¤t der Produkte mit 30 % sowie die Nutzung, Reinigung und Bewirtschaftung mit 20 % gewichtet. Beim Beschaffungsgegenstand handelt es sich zwar nicht um ein standardisiertes Gut und es ist davon auszugehen, dass es bei der QualitÃ¤t der Produkte Unterschiede gibt, es handelt sich aber auch eher um eine einfachere Beschaffung. Da kein komplexer Auftrag vorliegt, musste die Gewichtung des Preiskriteriums 20 % deutlich Ã¼bersteigen. Mit der Festlegung der Gewichtung des Preises mit 50 % hat die VergabebehÃ¶rde ihr Ermessen noch rechtskonform ausgeÃ¼bt (auch wenn eine noch hÃ¶here Gewichtung des Preiskriteriums denkbar gewesen wÃ¤re). Da die Bewirtschaftung der Handtuchspender durch das Personal der Beschwerdegegnerin erfolgt, lag es auch im Ermessen der VergabebehÃ¶rde, ein Zuschlagskriterium "Nutzung, Reinigung und Bewirtschaftung" mit einer Gewichtung von 20 % festzulegen. Auch die Gewichtung des QualitÃ¤tskriteriums mit 30 % ist rechtmÃ¤ssig. Zusammengefasst hat die Beschwerdegegnerin ihr Ermessen rechtskonform ausgeÃ¼bt.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin erachtet die Eignungskriterien als unzulÃ¤ssig. Beim Kriterium ''Referenzen'' sei nicht klar, ob ein 1-jÃ¤hriger Referenzauftrag besser oder schlechter sei als ein Ã¤lterer. Beim Kriterium ''Betreibungsregisterauszug'' hÃ¤lt sie fest, zwar kÃ¶nnten BetreibungsregistereintrÃ¤ge unsichtbar gemacht werden, trotzdem seien sie bis zu 5 Jahre im Betreibungsregister. Sodann bemÃ¤ngelt sie auch, dass trotz Zertifikaten eigene QualitÃ¤ts- bzw. Umweltmanagementsysteme vorgewiesen werden kÃ¶nnen. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Eignungskriterien umschreiben die Anforderungen, die an die Anbietenden gestellt werden, um zu gewÃ¤hrleisten, dass sie zur AusfÃ¼hrung des geplanten Auftrags in der Lage sind (VGr, 17. Februar 2000, VB.1999.00015, E. 6a = RB 2000 Nr. 70 = BEZ 2000 Nr. 25, auch zum Folgenden). Sie betreffen gemÃ¤ss § 22 SubmV insbesondere die fachliche, finanzielle, wirtschaftliche, technische und organisatorische LeistungsfÃ¤higkeit der Anbietenden. Die VergabebehÃ¶rde legt die fÃ¼r den jeweiligen Auftrag erforderlichen Eignungskriterien anhand objektiver Merkmale fest und bestimmt die zu erbringenden Nachweise. Die Kriterien mÃ¼ssen sich grundsÃ¤tzlich auf die ausgeschriebene Leistung beziehen, weshalb nur solche Eignungsnachweise verlangt werden dÃ¼rfen, die im Hinblick auf die verlangte Leistung erforderlich sind. DemgemÃ¤ss sind hinsichtlich der Eignungskriterien an alle Anbietenden dieselben Anforderungen zu stellen und dÃ¼rfen Eignungskriterien nicht so festgelegt und angewendet werden, dass sie keinen Wettbewerb unter den Anbietenden zulassen (VGr, 15. Januar 2015, VB.2014.00417, E. 6.2; 8. August 2012, VB.2011.00776, E. 3.1; Galli/Moser/Lang/Steiner, Rz. 557). Verlangt die VergabebehÃ¶rde Labels oder Zertifikate, hat sie auch alternative, gleichwertige Nachweise zuzulassen (Claudia Schneider Heusi, Referenzen, Labels, Zertifikate, in: Jean-Baptiste Zufferey et al. [Hrsg.], Aktuelles Vergaberecht 2016, ZÃ¼rich 2016, S. 421; vgl. zum Ganzen VGr, 17. November 2016, VB.2016.00481, E. 3.2.1). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.1 </b>Die Beschwerdegegnerin verlangte von den Anbietenden als Eignungsnachweis zwei ReferenzauftrÃ¤ge, welche nicht Ã¤lter als drei Jahre alt sind. Dabei ist zu beachten, dass Eignungskriterien entweder eingehalten sind oder nicht, es erfolgt keine punktemÃ¤ssige Bewertung der Eignungskriterien. DemgemÃ¤ss spielt es fÃ¼r die ErfÃ¼llung des Eignungskriteriums "Unternehmerreferenzen" keine Rolle, ob eine Referenz ein oder drei Jahre alt war. Im Ãbrigen hÃ¤tte es der BeschwerdefÃ¼hrerin auch freigestanden, diese Unsicherheit bei der Beschwerdegegnerin nachzufragen, konnten doch Fragen zur Ausschreibung bis zum 17. Mai 2021 eingereicht werden. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.2 </b>Ein Betreibungsregisterauszug Ã¤ussert sich Ã¼ber die Eignung eines Anbieters in finanzieller und wirtschaftlicher Hinsicht. Dass er dabei nicht Ã¤lter als 6 Monate sein darf, ist ebenfalls begrÃ¼ndet, damit die AktualitÃ¤t des Nachweises gegeben ist. Dabei ist zu beachten, dass die Beschwerdegegnerin nicht BetreibungsregistereintrÃ¤ge der letzten 6 Monate verlangt, sondern dass der Auszug nicht Ã¤lter als 6 Monate sein darf. Hierbei sind im Auszug EintrÃ¤ge, welche Ã¤lter als 6 Monate sind, zu sehen. Dieses Eignungskriterium ist somit ebenfalls nicht zu beanstanden.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.3 </b>Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts hat eine Vergabestelle, wenn sie Labels und Zertifikate fordert, auch alternative, gleichwertige Nachweise zuzulassen (vgl. oben E. 4.2). Indem die Beschwerdegegnerin unter dem Eignungskriterium ''Organisatorische LeistungsfÃ¤higkeit'' verlangt, dass bei Fehlen einer Zertifizierung das eigene QualitÃ¤ts-bzw. Umweltmanagementsystem einzureichen ist, kommt sie dieser Rechtsprechung nach. Dieses Eignungskriterium ist somit ebenfalls nicht zu beanstanden.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt weiter, die zusÃ¤tzlich zu den Eignungskriterien gestellten Musskriterien wÃ¼rden das Anforderungsprofil verlÃ¤ngern und KMUs diskriminieren.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.2 </b>Von den Eignungskriterien zu unterscheiden sind Musskriterien (VGr, 25. Juni 2020, VB.2020.00148, E. 3.3, auch zum Folgenden). Werden einzelne Mussanforderungen nicht erfÃ¼llt, so fÃ¼hrt dies nicht zwingend zum Ausschluss aus dem Verfahren. Die in der Ausschreibung enthaltenen Vorgaben an das Produkt mÃ¼ssen sachlich begrÃ¼ndet sein. Der VergabebehÃ¶rde kommt indessen, wie bei der Bewertung von Eignungskriterien, ein erheblicher Ermessensspielraum zu (VGr, 18. MÃ¤rz 2021, VB.2020.00786, E. 2.2.2).</p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.3 </b>Die Beschwerdegegnerin hat als Musskriterien aufgefÃ¼hrt, </p> <p class="Erwgung3">- dass die Anbieter zwei komplette Handtuchspender inkl. Stoffhandtuchrollen als Muster einzureichen haben, welche bis zum Zuschlag, resp. Ablauf der Vertragszeit bei der Beschwerdegegnerin verbleiben; </p> <p class="Erwgung3">- dass der Anbieter nach der Inbetriebnahme der Handtuchspender eine Vollgarantie inklusive Waschservice fÃ¼r die gesamte Vertragslaufzeit zu gewÃ¤hren hat;</p> <p class="Urteilstext">- dass die Anbieter gewÃ¤hrleisten, dass die Ersatzteile nach einem Produktionsende noch fÃ¼r zehn Jahre verfÃ¼gbar sind;</p> <p class="Urteilstext">- dass die Anbieter fÃ¼r die gesamte Vertragsdauer gewÃ¤hrleisten, eine Mindestmenge von zehn StÃ¼ck Handtuchspendern bei sich an Lager zu halten, wovon fÃ¼nf innerhalb von 24 Stunden verfÃ¼gbar sind bzw. geliefert und montiert werden kÃ¶nnen;</p> <p class="Urteilstext">- dass die Stoffhandtuchrollen nach Bedarf direkt an die einzelnen Standorte geliefert werden und dies zu bestimmten Zeiten (8 bis 12 resp. 16 Uhr) und </p> <p class="Urteilstext">- dass die Montage und die Einrichtung der Handtuchspender ebenso wie die MontagehÃ¶he mit den Leitenden Hausdienst und Technik und den Objektverantwortlichen abzusprechen sind.</p> <p class="Urteilstext">Alle diese Musskriterien stehen in einem sachlichen Zusammenhang zum Auftrag und sind begrÃ¼ndet. Die Ausgaben welche z. T. mit der ErfÃ¼llung dieser Kriterien zusammenhÃ¤ngen, kÃ¶nnen die Anbietenden in ihrem Angebot berÃ¼cksichtigen. Es ist nicht ersichtlich und wird von der BeschwerdefÃ¼hrerin auch nicht substanziiert ausgefÃ¼hrt, inwiefern es einem KMU nicht mÃ¶glich sein sollte, diese Musskriterien zusÃ¤tzlich zu den Eignungskriterien zu erfÃ¼llen. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt, die Vertragslaufzeit sei zu kurz, eine Amortisation der Spender erfolge erst nach fÃ¼nf Jahren und nicht bereits nach vier Jahren. Die Amortisation fÃ¼r die Handtuchspender hat die BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrem Angebot zu berÃ¼cksichtigen. Es ist Sache der Anbietenden, ihre Offerte so auszuarbeiten, dass die Amortisation innert der von der Beschwerdegegnerin ausgeschriebenen Vertragsdauer erfolgen kann. Die Vertragsdauer erweist sich nicht als rechtsverletzend.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.6 </b>Schliesslich beantragt die BeschwerdefÃ¼hrerin, Ziffer 17 der Vertragsvorlage sowie Ziffer 18 der Allgemeinen GeschÃ¤ftsbedingungen (wobei nicht auszuschliessen ist, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin hier ebenfalls die Vertragsvorlage meint) seien zu streichen. Die Ziffern 17 sowie 18 der Vertragsvorlage betreffen Bestimmungen zur KÃ¼ndigung des VertragsverhÃ¤ltnisses. Ziffer 18 der Allgemeinen GeschÃ¤ftsbedingungen betrifft allgemeine Schlussbestimmungen. Diese Bestimmungen erweisen sich nicht als unÃ¼blich; es ist nicht ersichtlich und wird auch nicht substanziiert geltend gemacht, inwiefern diese Bestimmungen rechtsverletzend sein sollten. Die Ausschreibung sowie die Ausschreibungsunterlagen erweisen sich als rechtmÃ¤ssig. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang des Verfahrens gilt die BeschwerdefÃ¼hrerin als unterliegend und wird kostenpflichtig (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Der Beschwerdegegnerin steht trotz ihres Obsiegens keine ParteientschÃ¤digung zu, da ihr im Beschwerdeverfahren kein besonderer Aufwand im Sinn von § 17 Abs. 2 lit. a VRG entstanden ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der geschÃ¤tzte Auftragswert Ã¼bersteigt den fÃ¼r das Einladungsverfahren massgeblichen Schwellenwert fÃ¼r Lieferungen und Dienstleistungen (Art. 52 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Anhang 4 Ziff. 2 des Bundesgesetzes Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen [BÃ¶B] vom 21. Juni 2019). Gegen diesen Beschluss ist daher die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) zulÃ¤ssig, sofern sich eine Rechtsfrage von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung stellt, andernfalls und falls der Auftragswert den obgenannten Schwellenwert nicht Ã¼bersteigt, steht dagegen nur die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen (Art. 83 lit. f BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 170.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'170.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung stellt und der Schwellenwert gemÃ¤ss E. 6 Ã¼berschritten ist, Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Sofern diese nicht zulÃ¤ssig ist, kann subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerden sind innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>