<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2010.00004</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=209766&amp;W10_KEY=4467122&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2010.00004</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 16.06.2010</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Rückforderung von Weiterbildungskosten</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Rückforderung von Weiterbildungskosten<br/><br/>Nach dem Wortlaut von § 94 Abs. 2 der Vollzugsverordnung zum Personalgesetz ist ein Rückforderungsvorbehalt vorzusehen für den Fall, dass "das Arbeitsverhältnis aus Gründen aufgelöst wird, die bei dem oder der Angestellten liegen"; es kann somit grundsätzlich nur darauf ankommen, aus welchem Grund das Arbeitsverhältnis aufgelöst wurde, nicht aber darauf, wer die Kündigung ausgesprochen hat. Der Rückforderungsvorbehalt entfällt dabei nicht bei jeder noch so geringfügigen Verletzung personalrechtlicher Pflichten. Die Gründe für die Auflösung des Arbeitsverhältnisses haben eine gewisse Intensität aufzuweisen; mithin ist also nach der Unzumutbarkeit der Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses zu fragen. Diese Unzumutbarkeit kann jedoch nicht ohne Weiteres mit der für eine fristlose Kündigung bzw. Entlassung geforderten gleichgestellt werden. Es genügen bereits weniger schwere Verfehlungen des Arbeitgebers bzw. Arbeitnehmers, um das Vertrauensverhältnis zwischen den Parteien als derart gestört zu betrachten, dass eine Weiterführung während der Verweilfrist nicht mehr zumutbar ist (E. 2.5). Angesichts aller Umstände, insbesondere der Tatsache, dass während Jahren keine ordnungsgemässe Mitarbeiterbeurteilung durchgeführt wurde und der Beschwerdeführer dies mehrmals beanstandete, war eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses für mindestens weitere dreieinhalb Jahre bis zum Ablauf der Verweilfrist nicht mehr zumutbar (E. 2.6.3 ff.). Gutheissung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES">BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITARBEITERBEURTEILUNG">MITARBEITERBEURTEILUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEITERBILDUNGSKOSTEN">WEITERBILDUNGSKOSTEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 94 Abs. II VVPG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 1 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=11402" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">PB.2010.00004</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Entscheid</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">16. Juni 2010</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Jso Schumacher<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Peter Sprenger, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Verwaltungsrichterin Maja SchÃ¼pbach Schmid, GerichtssekretÃ¤rin Alexandra Altherr MÃ¼ller. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><a id="Anonym_Ruolo_BESF_1_1_3"><b>A,</b></a><b> </b><br/> vertreten durch <a id="Anonym_NAME_ZUSATZ_2_10">Rechtsanwalt B</a><a id="Anonym_ORT_2_12">,</a> </p> <p class="MsoNormal"><b>BeschwerdefÃ¼hrer</b>, </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><a id="Anonym_Ruolo_BESG_1_3_14"><b>Staat ZÃ¼rich,</b></a><b> </b><br/> vertreten durch <a id="Anonym_Ruolo_VRTR_2_4_17">die Direktion Y<br/> des Kantons ZÃ¼rich,</a> <a id="BT_Z_PLZ_N"></a></p> <p class="MsoNormal"><b>Beschwerdegegner</b>, </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend RÃ¼ckforderung von Weiterbildungskosten,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A arbeitete seit Juli 2000 beim Amt X des Kantons ZÃ¼rich als RechnungssekretÃ¤r. Im Herbst 2005 begann er den Weiterbildungslehrgang "Fachmann im Finanz- und Rechnungswesen mit eidgenÃ¶ssischem Fachausweis". Im Dezember 2005 und April 2006 stellte A Gesuche um Ãbernahme bzw. Beteiligung an den Weiterbildungskosten fÃ¼r diesen Lehrgang. Der direkte Vorgesetzte von A, D, leitete dessen Gesuche Ende Mai 2006 an die im Amt X fÃ¼r Personelles verantwortliche Person weiter und beantragte die Ãbernahme von 50 % der Weiterbildungskosten. Am 29. Juni 2006 verfÃ¼gte die Direktion Y Folgendes: </p> <p class="EinzugZitat">"I. A [â¦] besucht ab Herbst 2005 wÃ¤hrend der Dauer von fÃ¼nf Semestern den Weiterbildungslehrgang 'Fachmann im Finanz- und Rechnungswesen mit eidg. Fachausweis'. Die erworbenen Kenntnisse kÃ¶nnen im geschÃ¤ftlichen Alltag angewendet werden.</p> <p class="EinzugZitat">II. Die Kurskosten betragen total Fr. 16'000.-- (inkl. Lehrmittel und eidg. BerufsprÃ¼fung). Der Kanton beteiligt sich mit einem Beitrag von maximal Fr. 8'000.--. Die Kosten werden dem Konto [â¦] belastet.</p> <p class="EinzugZitat">III. A wird fÃ¼r die drei PrÃ¼fungstage freigestellt.</p> <p class="EinzugZitat">IV. Die Kosten sind im VA 2006 und im KEF eingestellt.</p> <p class="EinzugZitat">V. RÃ¼ckforderungsvorbehalt: Bei einer KÃ¼ndigung des DienstverhÃ¤ltnisses oder einem Austritt aufgrund eigenen Verschuldens wÃ¤hrend oder innert einem Jahr nach Abschluss der Weiterbildung besteht folgende RÃ¼ckerstattungspflicht: Volle RÃ¼ckerstattung des vom Kanton Ã¼bernommenen Kursgeldes.</p> <p class="EinzugZitat"><span>Ã </span> WÃ¤hrend dem 2. Jahr nach Abschluss der Weiterbildung: 2/3 des vom Kanton Ã¼bernommenen Kursgeldes.</p> <p class="EinzugZitat"><span>Ã </span> WÃ¤hrend dem 3. Jahr nach Abschluss der Weiterbildung: 1/2 des vom Kanton Ã¼bernommenen Kursgeldes.</p> <p class="EinzugZitat">[â¦]"</p> <p class="Urteilstext">Der RÃ¼ckforderungsvorbehalt wurde durch A mitunterzeichnet. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit Schreiben vom 1. Juni 2008 ersuchte A um Aufhebung des RÃ¼ckforderungsvorbehalts. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Mit VerfÃ¼gung vom 1. Oktober 2008 wurde A fÃ¼r die Zeit vom 1. Oktober 2008 bis 31. MÃ¤rz 2009 eine Reduktion seines BeschÃ¤ftigungsumfangs von 100 % auf 80 % bewilligt. Er wurde zudem fÃ¼r Studium und Lernen einen halben Tag pro Woche freigestellt.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Am 27. November 2008 kÃ¼ndigte A sein AnstellungsverhÃ¤ltnis per Ende Februar 2009. Die Direktion Y erliess daraufhin am 12. Februar 2009 folgende Anordnung:</p> <p class="EinzugZitat">"I. A wird seinem Gesuch vom 27. November 2008 entsprechend unter Verdankung seiner geleisteten Dienste auf den 28. Februar 2009 aus dem Amt X entlassen.</p> <p class="EinzugZitat">II. GemÃ¤ss VerfÃ¼gung vom 29. Juni 2006 unterzeichnete A am 26. Juni 2006 den RÃ¼ckforderungsvorbehalt fÃ¼r die vom Kanton Ã¼bernommenen Weiterbildungskosten. Der Kanton hat insgesamt Fr. 7'703.50 an die Weiterbildung bezahlt. Diese Kosten werden A in Rechnung gestellt. </p> <p class="EinzugZitat">III. Die vorhandenen Mehrzeit- oder Ãberzeitsaldi sowie noch nicht bezogene Ferientage werden bis zum Ende des ArbeitsverhÃ¤ltnisses soweit als mÃ¶glich kompensiert bzw. bezogen. AllfÃ¤llige verbleibende Restguthaben werden ausbezahlt. </p> <p class="EinzugZitat">[â¦]"</p> <p class="Sachverhalt2"><b>E. </b>Mit Eingabe vom 26. Februar 2009 verlangte A eine BegrÃ¼ndung der AustrittsverfÃ¼gung. Die Direktion Y kam dem Begehren am 18. MÃ¤rz 2009 nach.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">A rekurrierte am 16. April 2009 gegen die VerfÃ¼gung der Direktion Y. Er verlangte die Aufhebung von deren Dispositiv-Ziffer II und den Verzicht auf die RÃ¼ckforderung der Weiterbildungskosten. Der Regierungsrat wies den Rekurs mit Beschluss vom 25. November 2009 ab (Dispositiv-Ziffer I). </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen diesen Beschluss liess A am 21. Januar 2010 beim Verwaltungsgericht Beschwerde erheben und beantragen, den Beschluss des Regierungsrats unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Staates aufzuheben und ihm die RÃ¼ckzahlung der Weiterbildungskosten im Betrag von CHF 7'703.50 zu erlassen. </p> <p class="Urteilstext">Am 1./2. Februar 2010 beantragte die Staatskanzlei namens des Regierungsrats die Abweisung der Beschwerde. Die Direktion Y beantragte in ihrer Beschwerdeantwort ebenfalls die Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zulasten von A. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Vorliegend geht es um finanzielle Folgen im Zusammenhang mit der AuflÃ¶sung eines Ã¶ffentlich-rechtlichen ArbeitsverhÃ¤ltnisses. Darin liegt eine personalrechtliche Anordnung, weshalb das Verwaltungsgericht zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde nach § 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflege­gesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig ist. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist durch den an­gefochtenen Beschluss nach § 21 lit. a VRG berÃ¼hrt und hat ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Ãnderung (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 74 N. 2, 6 und 14). Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Die Direktion Y verfÃ¼gte die RÃ¼ckzahlung von Weiterbildungskosten im Betrag von Fr. 7'703.50. Damit Ã¼bersteigt der Streitwert Fr. 20'000.- nicht. Da indessen der Regierungsrat als Vorinstanz gewirkt hat, ist gerichtsintern dennoch die Kammer zur Behandlung der Beschwerde zustÃ¤ndig (§ 38 Abs. 3 VRG). </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>GemÃ¤ss § 94 Abs. 1 der Vollzugsverordnung zum Personalgesetz vom 19. Mai 1999 (VVPG, LS 177.111) kÃ¶nnen fÃ¼r externe Weiterbildungsveranstaltungen bezahlter Urlaub und BeitrÃ¤ge gewÃ¤hrt werden. Besteht an der Weiterbildung ein erhebliches privates Interesse, so ist ein RÃ¼ckforderungsvorbehalt vorzusehen fÃ¼r den Fall, dass das ArbeitsverhÃ¤ltnis aus GrÃ¼nden aufgelÃ¶st wird, die bei dem oder der Angestellten liegen (Abs. 2). Der RÃ¼ckzahlungsvorbehalt kann fÃ¼r sÃ¤mtliche Kosten und fÃ¼r hÃ¶chstens vier Jahre seit dem Ende der Weiterbildung festgelegt werden (Abs. 3). Die vollumfÃ¤ngliche RÃ¼ckforderung der Kosten ist jedoch nur innerhalb des ersten Jahres zulÃ¤ssig (Abs. 4). GemÃ¤ss Empfehlung des Personalamts sollen die gesamten bis zum Beendigungszeitpunkt aufgelaufenen Kosten (inklusive Lohn fÃ¼r bezahlten Urlaub) zurÃ¼ckverlangt werden, wenn das ArbeitsverhÃ¤ltnis <i>wÃ¤hrend </i>der Aus- oder Weiterbildung aufgelÃ¶st wird (Kantonale Verwaltung ZÃ¼rich, Handbuch Personalrecht, herausgegeben vom Personalamt des Kantons ZÃ¼rich, Unterlage I.4.1 S. 4 vom 1. Juli 2007). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Vorliegend wurde ein (abgestufter) RÃ¼ckzahlungsvorbehalt bezÃ¼glich des vom Kanton Ã¼bernommenen Kursgeldes fÃ¼r eine Verweilfrist von maximal drei Jahren nach Abschluss der Weiterbildung vereinbart. Der BeschwerdefÃ¼hrer kÃ¼ndigte das ArbeitsverhÃ¤ltnis unbestrittenermassen noch vor Abschluss des Weiterbildungskurses. Umstritten ist hingegen, ob das ArbeitsverhÃ¤ltnis aus GrÃ¼nden aufgelÃ¶st wurde, die beim BeschwerdefÃ¼hrer liegen. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt im Wesentlichen vor, er habe aufgrund der Arbeitssituation und der PersonalfÃ¼hrung im Amt X gekÃ¼ndigt. Trotz wiederholter Begehren sei nie eine gesetzliche Mitarbeiterbeurteilung erfolgt. Eine Neubeurteilung seines Lohnes sei deshalb nicht mÃ¶glich gewesen und entsprechend auch nicht erfolgt. Alle Anliegen des BeschwerdefÃ¼hrers seien schubladisiert und gar nicht oder lange Zeit nicht beantwortet worden. Auch gesundheitlich sei es ihm aufgrund der Arbeitssituation ausgesprochen schlecht gegangen und er habe Ã¤rztliche Hilfe in Anspruch nehmen mÃ¼ssen. Nachdem sein Vorgesetzter aus gesundheitlichen GrÃ¼nden im Herbst/Winter 2008 abwesend gewesen sei und auch dessen nÃ¤chsthÃ¶herer Vorgesetzter auf Grund ferienbedingter Abwesenheit keine Mitarbeiterbeurteilung habe vornehmen kÃ¶nnen, ihm eine solche somit erst fÃ¼r Sommer 2009 in Aussicht gestellt worden sei, sei ihm kein anderer Ausweg mehr geblieben als zu kÃ¼ndigen. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Die Vorinstanz hielt in ihrem Entscheid fest, dass grundsÃ¤tzlich davon auszugehen sei, dass das ArbeitsverhÃ¤ltnis bei einer KÃ¼ndigung durch den Angestellten bzw. die Angestellte aus GrÃ¼nden aufgelÃ¶st werde, die bei der angestellten Person lÃ¤gen. Es gebe aber Situationen, in welchen eine angestellte Person das AnstellungsverhÃ¤ltnis unfreiwillig beenden wÃ¼rde. Dies wÃ¤re zum Beispiel bei Mobbing oder sexueller BelÃ¤stigung der Fall. Diesfalls rechtfertige sich ohne Weiteres die Annahme, die angestellte Person habe sich zur KÃ¼ndigung gezwungen gesehen. Wenn aber â wie vorliegend â ein Angestellter das AnstellungsverhÃ¤ltnis wegen angeblich mangelhafter PersonalfÃ¼hrung seiner Vorgesetzten kÃ¼ndigen wÃ¼rde, mÃ¼ssten die Verfehlungen aufseiten des Arbeitgebers schwerwiegender Natur sein. Vorliegend sei es zwar nachvollziehbar, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer an den von ihm genannten UmstÃ¤nden gestÃ¶rt habe, diese UmstÃ¤nde wÃ¼rden indessen nicht als derart schwerwiegend erscheinen, dass eine KÃ¼ndigung praktisch unausweichlich gewesen sei. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Besteht an einer Weiterbildung ein erhebliches persÃ¶nliches Interesse, so ist nach dem Wortlaut von § 94 Abs. 2 VVPG fÃ¼r die Ã¼bernommenen Weiterbildungskosten ein RÃ¼ckforderungsvorbehalt vorzusehen fÃ¼r den Fall, dass "das ArbeitsverhÃ¤ltnis aus GrÃ¼nden aufgelÃ¶st wird, die bei dem oder der Angestellten liegen". </p> <p class="Erwgung3"><b>2.5.1 </b>Die Formulierung "GrÃ¼nde, die bei dem oder der Angestellten liegen" stellt einen unbestimmten Rechtsbegriff dar, dessen Auslegung vom Verwaltungsgericht grundsÃ¤tzlich frei Ã¼berprÃ¼ft werden kann (vgl. Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. A., ZÃ¼rich etc. 2006, Rz. 446a f.). Allerdings ist der Verwaltung auch bei der Anwendung von Rechtsbegriffen unter UmstÃ¤nden ein bestimmter Beurteilungsspielraum zuzugestehen: Wenn ein Rechtsbegriff zu unbestimmt ist, als dass er nur eine einzige Interpretation ermÃ¶glichte, und die von der Verwaltung ermittelte Auslegung vertretbar erscheint, darf das Gericht nicht eingreifen (zum Ganzen VGr, 3. September 2003, VB.2003.00134, E. 2c mit Hinweisen, www.vgrzh.ch; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 73). </p> <p class="Erwgung3"><b>2.5.2 </b>Nach dem Wortlaut der Verordnung kann es grundsÃ¤tzlich nur darauf ankommen, aus welchem Grund das ArbeitsverhÃ¤ltnis beendet worden ist, nicht aber darauf, wer die KÃ¼ndigung ausgesprochen hat. Die GrÃ¼nde, die zu einem Dahinfallen des RÃ¼ckforderungsvorbehalts fÃ¼hren, sind unter BerÃ¼cksichtigung aller relevanten Rechtsnormen im Einzelfall zu konkretisieren. Zu berÃ¼cksichtigen ist einerseits das Ã¶ffentliche Interesse an der fachlichen und persÃ¶nlichen Weiterentwicklung der Ã¶ffentlich-rechtlichen Angestellten (vgl. Herbert Plotke, Personalentwicklung und Weiterbildung, in: Peter Helbling/Tomas Poledna [Hrsg.], Personalrecht des Ã¶ffentlichen Dienstes, Bern 1999, S. 323 ff. S. 326 ff.), aber auch der Grundsatz der Sparsamkeit und der Wirtschaftlichkeit der Verwaltung (vgl. Art. 122 Abs. 2 der Verfassung des Kantons ZÃ¼rich vom 21. Februar 2005). Andererseits sind die PersÃ¶nlichkeitsrechte des Arbeitnehmers zu beachten (§ 39 des Personalgesetzes vom 27. September 1998 [PG, LS 177.10]; vgl. zum privaten Arbeitsrecht etwa Ullin Streiff/Adrian von Kaenel, Arbeitsvertrag, 6. A., ZÃ¼rich etc. 2006, Art. 328 N. 7 f. und 14). </p> <p class="Erwgung3">FÃ¶rdert der Staat die Weiterbildung seines Personals, indem bezahlter Urlaub und/oder BeitrÃ¤ge gewÃ¤hrt werden, so tut er dies hauptsÃ¤chlich in der Absicht, dass ihm die Ergebnisse auch tatsÃ¤chlich zugute kommen (Plotke, S. 354). Daher ist es zulÃ¤ssig, vom Arbeitnehmer zu verlangen, dass er auch nach Beendigung der Aus- oder Weiterbildung fÃ¼r eine bestimmte Zeit beim Arbeitgeber verweilt (vgl. VGr, 6. Juni 1989, VK.1988.00019, E. 4). Durch die Vereinbarung eines RÃ¼ckforderungsvorbehalts soll entsprechend verhindert werden, dass der Angestellte von der FÃ¶rderung durch den Arbeitgeber profitiert, um dann die FrÃ¼chte dieser FÃ¶rderung einem neuen Arbeitgeber zuzufÃ¼hren. Die Bindung des Angestellten an den Arbeitgeber darf indes nicht so weit gehen, dass dieser sein ArbeitsverhÃ¤ltnis auch bei Vorliegen eines vom Arbeitgeber zu verantwortenden Anlasses aus Sorge Ã¼ber die finanziellen Folgen nicht mehr aufzulÃ¶sen wagt. Ebenso muss es dem Arbeitgeber ge­stattet sein, dem Angestellten vor Beendigung der Verweilfrist zu kÃ¼ndigen, wenn dafÃ¼r GrÃ¼nde vorliegen, die vom Arbeitnehmer verschuldet sind. </p> <p class="Erwgung3">Der RÃ¼ckforderungsvorbehalt entfÃ¤llt dabei nicht bei jeder noch so geringfÃ¼gigen Verletzung personalrechtlicher Pflichten. Die GrÃ¼nde fÃ¼r die AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses haben eine gewisse IntensitÃ¤t aufzuweisen; mithin ist also nach der Unzumutbarkeit der Fortsetzung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses zu fragen. Diese Unzumutbarkeit kann jedoch nicht ohne Weiteres mit der fÃ¼r eine fristlose KÃ¼ndigung bzw. Entlassung geforderten gleichgesetzt werden (vgl. Stellungnahme Personalamt). Insbesondere ist zu berÃ¼cksichtigen, dass die Verweilfrist regelmÃ¤ssig um einiges lÃ¤nger dauert als die Frist fÃ¼r eine ordentliche KÃ¼ndigung. Entsprechend genÃ¼gen bereits weniger schwere Verfehlungen des Arbeitgebers bzw. Arbeitnehmers, um das VertrauensverhÃ¤ltnis zwischen den Parteien als derart gestÃ¶rt zu betrachten, dass eine WeiterfÃ¼hrung wÃ¤hrend der Verweilfrist nicht mehr zumutbar ist (vgl. zum wichtigen Grund bei der fristlosen KÃ¼ndigung: BGE 130 III 213 E. 3.1, 127 III 153, E. 1a; VGr, 8. August 2006, PB.2006.00017, E. 3.1, www.vgrzh.ch). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.6 </b>Zu prÃ¼fen bleibt somit, ob die Direktion Y und die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen sind, dass die GrÃ¼nde fÃ¼r die KÃ¼ndigung nicht derart schwerwiegend waren, dass sich eine KÃ¼ndigung durch den BeschwerdefÃ¼hrer aufdrÃ¤ngte.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.6.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer wandte sich bezÃ¼glich seiner Arbeitssituation im Juli 2008 an den Ombudsmann des Kantons ZÃ¼rich. Dieser fasste mit Schreiben vom 7. Januar 2010 zuhanden des BeschwerdefÃ¼hrers die Verfahrensgeschichte und das Ergebnis seiner Untersuchung zusammen. Dieses Schreiben legt der BeschwerdefÃ¼hrer neu als Beweis fÃ¼r seine KÃ¼ndigungsgrÃ¼nde ins Recht. Vor Verwaltungsgericht ist die Bezeichnung und Einreichung neuer Beweismittel zulÃ¤ssig (§ 52 Abs. 1 VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 52 N. 14). Das Schreiben des Ombudsmannes wurde dem Beschwerdegegner zusammen mit der Beschwerdeschrift zur Kenntnis gebracht und ihm die MÃ¶glichkeit eingerÃ¤umt, Stellung dazu zu nehmen. </p> <p class="Erwgung2">Die Ombudsperson kann auf Beschwerde hin oder von Amtes wegen alle Formen des Handelns und Nichthandelns der VerwaltungsbehÃ¶rden vollumfÃ¤nglich Ã¼berprÃ¼fen (§ 89 ff. VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 89 N. 5). Zur AbklÃ¤rung des Sachverhalts sind die BehÃ¶rden, mit denen sich die Ombudsperson in einem bestimmten Fall befasst, zur Auskunft und zur Vorlage der Akten verpflichtet (§ 92 Abs. 2 Satz 1 VRG). Ausgenommen von der ÃberprÃ¼fungsbefugnis der Ombudsperson sind â neben weiteren, vorliegend nicht relevanten Bereichen â die Rechtsmittelverfahren (§ 90 VRG). Ist ein Rechtsmittelverfahren hÃ¤ngig, so darf die Ombudsperson nicht tÃ¤tig werden, ausser bei Rechtsverweigerung, RechtsverzÃ¶gerung oder anderen Verletzungen von Amtspflichten durch Rechtsmittelinstanzen. Diese EinschrÃ¤nkung gilt nur fÃ¼r die Dauer der RechtshÃ¤ngigkeit; im Stadium vor dem Erlass einer VerfÃ¼gung sowie nach dem Eintritt der Rechtskraft eines Rechtsmittelentscheids ist eine ÃberprÃ¼fung der VerwaltungstÃ¤tigkeit mÃ¶glich (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 90 N. 13). </p> <p class="Erwgung2">Das Verfahren vor dem Ombudsmann wurde am 11. Juli 2008 eingeleitet (erste Besprechung mit dem BeschwerdefÃ¼hrer) und am 18. Dezember 2008 abgeschlossen (Schreiben des Ombudsmannes an den Amtschef des Amtes X). Die Untersuchung des Ombudsmannes fand folglich noch vor dem Erlass der angefochtenen VerfÃ¼gung der Direktion Y vom 12. Februar 2009 statt. Das Schreiben des Ombudsmannes datiert zwar vom 7. Januar 2010 und somit einem Zeitpunkt nach Erlass der fraglichen VerfÃ¼gung, es betrifft indes nur die im genannten Zeitraum durchgefÃ¼hrte Untersuchung und fasst deren Ergebnis zuhanden des BeschwerdefÃ¼hrers zusammen. Eine â unzulÃ¤ssige â rechtliche ÃberprÃ¼fung der VerfÃ¼gung vom 12. Februar 2009 stand dabei nicht im Vordergrund. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.6.2 </b>Aus den Akten ergibt sich folgender â im Wesentlichen unbestritten gebliebener â Sachverhalt: </p> <p class="Erwgung3">Der BeschwerdefÃ¼hrer arbeitete seit Juli 2000 beim Amt X. Im Oktober 2003 wurde erstmals eine Mitarbeiterbeurteilung durchgefÃ¼hrt, welche indes unbefriedigend ausfiel. Ob dem BeschwerdefÃ¼hrer zu diesem Zeitpunkt eine BewÃ¤hrungsfrist angesetzt wurde, kann den Akten nicht eindeutig entnommen werden; jedenfalls fand eine weitere Mitarbeiterbeurteilung nicht statt. Im Jahr 2005 wurde eine Mitarbeiterbeurteilung mit einer "guten" Gesamtbeurteilung vorbereitet, aber nicht unterzeichnet und dem BeschwerdefÃ¼hrer auch nicht erÃ¶ffnet. Im Jahr 2006 ist nach Angabe des Vorgesetzten D gegenÃ¼ber dem Ombudsmann eine Zielvereinbarung gemacht, aber danach nicht beurteilt worden. Im Jahr 2007 habe ebenfalls keine Mitarbeiterbeurteilung stattgefunden. </p> <p class="Urteilstext">Aus den Akten ergibt sich weiter, dass der BeschwerdefÃ¼hrer die mangelhafte FÃ¼hrung durch seinen Vorgesetzten gegenÃ¼ber dem nÃ¤chsthÃ¶heren Vorgesetzten, G, beanstandete und im Juni 2008 deswegen mehrere GesprÃ¤che stattfanden. AnlÃ¤sslich der Untersuchung des Ombudsmannes fÃ¼hrte G an, er "habe gesehen, dem BeschwerdefÃ¼hrer gehe es nicht gut. Er sei vÃ¶llig verstÃ¶rt und das nÃ¤chste, was kommen kÃ¶nnte, wÃ¤re ein Zusammenbruch." Auch der Amtschef war Ã¼ber das beanstandete Verhalten von D seit Mitte 2008 informiert. Im gleichen Zeitraum wandte sich der BeschwerdefÃ¼hrer auch an dem Ombudsmann. </p> <p class="Urteilstext">Am 17. November 2008 wurde der BeschwerdefÃ¼hrer dahingehend informiert, dass der ganze Sektor Z von einem externen WirtschaftsprÃ¼fungsunternehmen analysiert werde und es somit zu inhaltlichen und strukturellen VerÃ¤nderungen kommen kÃ¶nne. Eine Mitarbeiterbeurteilung wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer â auf Grund der krankheitsbedingten Abwesenheit von D â auf den 1. Juli 2009 in Aussicht gestellt. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.6.3 </b>Staatsangestellte haben Anspruch auf eine regelmÃ¤ssige Mitarbeiterbeurteilung ihrer Leistungen und ihres Verhaltens (§ 46 Abs. 1 PG). Die Beurteilungskadenz lag gemÃ¤ss der zum KÃ¼ndigungszeitpunkt gÃ¼ltigen Fassung von § 136 Abs. 1 VVPG bei <i>mindestens</i> zwei Jahren (OS 55, 249). Das Personalamt empfahl sogar eine jÃ¤hrliche Beurteilung mit Zielvereinbarung (vgl. Handbuch Personalrecht, Unterlage VIII.2.1 S. 1+4 vom 1. Juli 2007 bezÃ¼glich der EinfÃ¼hrung des neuen Beurteilungssystems mit Zielvereinbarungen durch RRB Nr. 1921 vom 15. Dezember 2004). Eine jÃ¤hrliche Beurteilung sieht nun auch die am 1. Januar 2010 in Kraft getretene Fassung von § 136 Abs. 1 VVPG vor.</p> <p class="Urteilstext">Wesentliche Elemente des Systems der Mitarbeiterbeurteilung sind die Zielvereinbarung und die Leistungsbeurteilung (Handbuch Personalrecht, Unterlage VIII.2.3 S. 2 vom 1. Juli 2007 auch zum Folgenden). Sie gehÃ¶ren zu den wichtigsten FÃ¼hrungsaufgaben. Der Zweck von Zielvereinbarungen ist unter anderem die FÃ¶rderung der Zusammenarbeit und des Vertrauens zwischen dem direkten Vorgesetzten und dem Mitarbeiter aufgrund gemeinsam definierter Anforderungen. Zielvereinbarungen setzen zudem die Standards fÃ¼r nachvollziehbare Leistungsbeurteilungen. Der Zweck einer Leistungsbeurteilung besteht in einer wertschÃ¤tzenden und nachvollziehbaren Beurteilung der erbrachten Leistung, in einer gemeinsamen Analyse von StÃ¤rken und SchwÃ¤chen und einer dadurch ermÃ¶glichten Weiterentwicklung und FÃ¶rderung des Mitarbeiters. Die Leistungsbeurteilung dient somit auch als Basis fÃ¼r die Planung der beruflichen Laufbahn und fÃ¼r die Bestimmung der Lohnentwicklung. Denn BefÃ¶rderungen oder Stufenaufstiege im Sinne des Personalgesetzes setzen eine Mitarbeiterbeurteilung voraus (§ 20 Abs. 1 der Personalverordnung vom 16. De­zember 1998, LS 177.11). Schliesslich ist das Recht auf Beurteilung der Leistung und FÃ¶rderung durch den Arbeitgeber auch Ausfluss des PersÃ¶nlichkeitsrechts des Arbeitnehmers und der FÃ¼rsorgepflicht des Arbeitgebers und somit notwendiges Korrelat zur Weisungsgebundenheit und persÃ¶nlichen AbhÃ¤ngigkeit des Arbeitnehmers (vgl. zum privaten Arbeitsrecht Streiff/von Kaenel, Art. 328 N. 2). </p> <p class="Erwgung3"><b>2.6.4 </b>Vorliegend ist erstellt, dass nach der als "ungenÃ¼gend" qualifizierenden Mitarbeiterbeurteilung vom Jahr 2003 bis zur KÃ¼ndigung im November 2008 keine einzige Mitarbeiterbeurteilung ordnungsgemÃ¤ss durchgefÃ¼hrt wurde. Dies verunmÃ¶glichte einerseits eine Lohnentwicklung und trug andererseits der nach Angaben von D und G als (mindestens) "gut" zu beurteilenden Leistung des BeschwerdefÃ¼hrers nicht Rechnung. Dies ist insbesondere auch deswegen gewichtig, weil Leistungsbeurteilungen auch fÃ¼r das Erstellen von Arbeitszeugnissen herangezogen werden (vgl. Handbuch Personalrecht, Unterlage VIII.2.3 S. 2) und gerade im Hinblick auf eine ÃberprÃ¼fung bzw. Neuorganisation des Arbeitsumfelds erhebliche Bedeutung erlangen kÃ¶nnen. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.6.5 </b>Obwohl der BeschwerdefÃ¼hrer spÃ¤testens im Juni 2008 gegenÃ¼ber G erstmals die FÃ¼hrungsmÃ¤ngel seines direkten Vorgesetzten thematisierte und ihn darauf hinwies, dass die letzte Mitarbeiterbeurteilung vom Jahr 2003 datiere und auch der Amtschef Ã¼ber diese Tatsache informiert worden war, wurde keine Mitarbeiterbeurteilung durchgefÃ¼hrt. Mitte Oktober 2008 erkrankte der direkte Vorgesetzte des BeschwerdefÃ¼hrers, was die DurchfÃ¼hrung einer Mitarbeiterbeurteilung dann verunmÃ¶glichte. Eine Mitarbeiterbeurteilung wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer somit frÃ¼hestens fÃ¼r Juli 2009 in Aussicht gestellt, das heisst einen Zeitpunkt von Ã¼ber einem Jahr nach den GesprÃ¤chen mit G. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.6.6 </b>Diese UmstÃ¤nde waren objektiv geeignet, eine tief greifende StÃ¶rung bzw. den Verlust des Vertrauens im ArbeitsverhÃ¤ltnis hervorzurufen. Eine Fortsetzung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses fÃ¼r mindestens weitere dreieinhalb Jahre bis zum Ablauf der Verweilfrist war dem BeschwerdefÃ¼hrer nicht mehr zumutbar. Daran Ã¤ndert auch die Tatsache nichts, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer in Aussicht gestellt wurde, ein externes WirtschaftsprÃ¼fungsunternehmen wÃ¼rde den Sektor Z Ã¼berprÃ¼fen, zumal zum Zeitpunkt der KÃ¼ndigung nicht ersichtlich war, inwiefern und zu welchem Zeitpunkt dies zu einer Ãnderung des Arbeitsumfelds des BeschwerdefÃ¼hrers fÃ¼hren wÃ¼rde. </p> <p class="Urteilstext">Ob der BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund der Arbeitssituation gesundheitlich angeschlagen war â was der Beschwerdegegner bestreitet â muss angesichts des oben Gesagten nicht weiter Ã¼berprÃ¼ft werden. Entsprechend mÃ¼ssen die aufgerufenen Zeugen nicht einvernommen werden. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.7 </b>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Da es sich um eine personalrechtliche Streitigkeit mit einem Streitwert unter Fr. 20'000.- handelt, sind fÃ¼r das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben (§ 80b VRG). </p> <p class="Urteilstext">Dem obsiegenden BeschwerdefÃ¼hrer ist antragsgemÃ¤ss eine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Vorliegend liegt der Streitwert unter Fr. 15'000.-. Gegen diesen Entscheid ist die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter der Bedingung zulÃ¤ssig, dass sich eine Rechtsfrage von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung stellt; ansonsten ist lediglich die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gegeben (Art. 85 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 sowie Art. 113 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG]). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. In Gutheissung der Beschwerde werden Dispositiv-Ziffer I des Beschlusses des Regierungsrats des Kantons ZÃ¼rich vom 25. November 2009 und Dispositiv-Ziffer II der VerfÃ¼gung der Direktion Y vom 12. Februar 2009 aufgehoben.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</p> <p class="Einzug2">4. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, dem BeschwerdefÃ¼hrer eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 800.- zu bezahlen.</p> <p class="Einzug2">5. Gegen diesen Entscheid kann, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung stellt, Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. BGG erhoben werden. Sofern diese nicht zulÃ¤ssig ist, kann subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG erhoben werden. Die Beschwerden sind innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, einzureichen.</p> <p class="Einzug2">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>