JAAC66.13 Entscheid der Eidgenössischen Steuerrekurskommission vom 18. April 2001 in Sachen X [SRK 2000-022] Taxe sur la valeur ajoutée. Reconsidération. Principe de l’auto-taxation. Succession fiscale. Fin de l’assujettissement à la TVA. - C’est à l’Administration fédérale des contributions (AFC) qu’il revient de décider si elle entend reconsidérer sa propre décision sur réclamation (consid. 1b). - Un entrepreneur qui n’atteint plus la limite de chiffre d’affaires déterminante pour l’assujettissement à la TVA ou qui cesse son activité commerciale opte automatiquement pour l’assujettissement s’il ne demande pas par écrit à l’AFC d’être radié du registre des assujettis (consid. 4c). - En l’espèce, le recourant ne peut pas prouver qu’il y a eu reprise d’entreprise qui aurait fondé une succession fiscale selon l’art. 23 al. 2 OTVA (consid. 5). Mehrwertsteuer. Wiedererwägung. Selbstveranlagungsprinzip. Steuernachfolge. Ende der Mehrwertsteuerpflicht. - Es bleibt der Beurteilung der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) überlassen, ob sie ihren eigenen Einspracheentscheid in Wiedererwägung ziehen will (E. 1b). - Ein Unternehmer, der die massgebliche Umsatzgrenze für die Mehrwertsteuerpflicht nicht mehr erreicht bzw. seine Geschäftstätigkeit aufgibt, optiert automatisch für die Steuerpflicht, wenn er sich nicht bei der ESTV schriftlich als Mehrwertsteuerpflichtiger abmeldet (E. 4c). - In casu kann der Beschwerdeführer den Nachweis dafür nicht erbringen, dass eine Unternehmensübernahme erfolgt ist, welche eine Steuernachfolge gemäss Art. 23 Abs. 2 MWSTV begründet hätte (E. 5). 1Imposta sul valore aggiunto. Riconsiderazione. Principio dell’auto-tassazione. Successione fiscale. Fine dell’assoggettamento all’IVA. - È compito dell’Amministrazione federale delle contribuzioni (AFC) giudicare se intende riconsiderare una propria decisione su reclamo (consid. 1b). - Un imprenditore che non raggiunge più il limite di cifra d’affari determinante per l’obbligo di assoggettamento all’IVA o che termina la sua attività imprenditoriale opta automaticamente per l’assoggettamento se non chiede in forma scritta all’AFC di essere radiato dal registro degli assoggettati (consid. 4c). - Nella fattispecie, il ricorrente non può dimostrare che è stata ripresa un’azienda, ciò che avrebbe creato una situazione di successione fiscale secondo l’art. 23 cpv. 2 OIVA (consid. 5). A. Xistseitdem1.April1996beiderEidgenössischenSteuerverwaltung (ESTV),HauptabteilungMehrwertsteuer,imRegisterderSteuerpflichtigen eingetragen(vgl. Art.17derVerordnungüberdieMehrwertsteuervom 22.Juni1994[MWSTV],AS 1994 1464). UnterderimHandelsregisterdes KantonsZüricheingetragenenEinzelfirma«Y»betrieberdenHandelmit WarenallerArt,insbesondereimBereichComputerundTextilwaren. Diese FirmawurdeinfolgeGeschäftsaufgabeam1.März2000imHandelsregister gelöscht. B. InderAbrechnungfürdas4.Quartal1998,dievonXam6.Januar 1999unterschriebenwurde,wiesderSteuerpflichtigeeinenUmsatzvon Fr.554’443.21aus. DieMehrwertsteuervomerzieltenUmsatzberechnete XmiteinemBetragvonFr.35’734.-anstattmitFr.36’038.-(=6,5%von Fr.554’443.21). DiesichdarausergebendeDifferenzvonFr.304.-stellte dieESTVmitErgänzungsabrechnung(EA)vom8.Februar1999dem SteuerpflichtigeninRechnung. DaXdiesenBetragtrotzMahnungennicht bezahlte,setztedieESTVinderFolgedieoffenerestlicheSteuerforderung inBetreibung,wobeiderSteuerpflichtigegegendenZahlungsbefehldes BetreibungsamtesZ.vom15.September1999Rechtsvorschlagerhob. MitEntscheidvom7.Oktober1999bestätigtedieESTVdievonXfürdas 4.Quartal1998nochzuentrichtendeSteuerforderungmitFr.304.-(nebst VerzugszinsundKosten)undbeseitigtedenerhobenenRechtsvorschlag. Der SteuerpflichtigeerhobfristgerechtEinspracheundmachtegeltend,seine Einzelfirmabestehenichtmehr,dadieseper7.Januar1998ineine«O.GmbH» übergegangensei,weshalbdieUmsätzedes4.Quartals1998dieserFirma zuzurechnenseienunddiesedengeschuldetenMehrwertsteuerbetragzu bezahlenhabe. C. ImEinspracheentscheidvom12.Januar1999( recte: 2000)wiesdie ESTVdieEinsprachevonXabundhieltfest,dasssichderSteuerpflichtige niebeiderVerwaltungabgemeldethabe. AusserdemseidemvonX 2eingereichtenHandelsregisterauszugderO.GmbHvom25.Mai1999nichtszu entnehmen,wonachdieseGesellschaftdieEinzelfirmadesSteuerpflichtigen übernommenhätte. DarüberhinausseieineGesellschaftmitderFirma O.GmbHgarnichtimRegisterderMehrwertsteuerpflichtigeneingetragen. EineSteuernachfolgekönnedahernichteingetretensein,vielmehrlaute dieMehrwertsteuer-Abrechnungfürdas4.Quartal1998aufXunddiesesei vomSteuerpflichtigenselbstunterzeichnetworden. Mithinseiendieinder Mehrwertsteuer-Abrechnungfürdas4.Quartal1998ausgewiesenenUmsätze XzuzurechnenunderschuldediedaraufentfallendeMehrwertsteuer. D. MitEingabevom17.Februar2000bzw. nachträglicher-unaufgefordert eingereichter-Eingabevom17.August2000erhebtX(Beschwerdeführer) gegendenEinspracheentscheidderESTVvom12.Januar1999( recte: 2000;betreffendMehrwertsteuer,4.Quartal1998)Beschwerdebeider EidgenössischenSteuerrekurskommission(SRK)undstelltsinngemäss denAntragaufkostenpflichtigeRückweisungandieVorinstanzzur WiedererwägungderRechtssache, eventualiter aufAufhebungdes angefochtenenEinspracheentscheides. WeiterswirddieZulassungdes RechtsvorschlagesgegendenZahlungsbefehlvom15.September1999des BetreibungsamtesZ.beantragt. ZurBegründungführtderBeschwerdeführer aus,erhabeseineTätigkeitalsselbständigerEinzelkaufmannimFrühjahr 1996aufgenommen. Per7.Januar1998habeerzusammenmiteinem damaligenGeschäftspartnerdieO.GmbHgegründet. DerWillederBeteiligten seidahingegangen,dassdiebisherigeEinzelfirmaindieO.GmbHübergehe, dieformelleÜbernahmederAktivenundPassivenseiallerdingsunterblieben. PerEnde1998seiderBeschwerdeführerausderO.GmbHausgetreten. Der Beschwerdeführerhabeesversäumt,zumZeitpunktderGründungderO. GmbHdieLöschungderEinzelfirmaimRegisterderSteuerpflichtigenbei derESTVzuveranlassen,alsLaieseiihmnichtbewusstgewesen,dasseine derartigeMeldungandieVerwaltungerforderlichgewesenwäre. InderFolge habedieO.GmbHunterderMehrwertsteuer-NummerdesBeschwerdeführers ihreUmsätzedeklariert. Diesseijedochversehentlichgeschehen,dadieO. GmbHunterdergleichenAdressewiedieEinzelfirmadomiziliertgewesen sei. DerBeschwerdeführerseidahernichtalsSchuldnerdesnochoffenen Mehrwertsteuerbetragesanzusehen,dadieEinzelfirmaseitdem1.Januar 1998keineUmsätzemehrerzielthabe. DemvorliegendenVerfahrenliege einEinspracheentscheidzugrunde,dervonderESTVinWiedererwägungzu ziehensei. InderVernehmlassungvom13.April2000beantragtdieESTV,dieBeschwerde seikostenpflichtigabzuweisen. ZurBegründungbringtdieVerwaltung insbesonderevor,derBeschwerdeführerbestreiteseinePassivlegitimation, indemergeltendmache,seineEinzelfirmaseiinderO.GmbHaufgegangen, einenentsprechendenNachweisdafürbleibeerjedochschuldig. Daessich beiderMehrwertsteuerumeineSelbstveranlagungssteuerhandle,müsse jedesWirtschaftssubjektvonsichausprüfen,obesdieVoraussetzungen derSteuerpflichterfülle,diesschliesseauchdieAn-bzw. Abmeldungals Steuerpflichtigemitein. 3AusdenErwägungen: 1.a. (Formelles) b. DasRechtsbegehrendesBeschwerdeführersistsinngemässdahinzu verstehen,dassderEinspracheentscheidderESTVvom12.Januar1999( recte: 2000)imvollenUmfangangefochtenunddessenAufhebungbeantragtwird. ObdieVerwaltungdenEinspracheentscheidgemässArt.58Abs.1VwVGin Wiedererwägungzieht,bleibtihrereigenenBeurteilungderRechtssache biszumZeitpunktderEinreichungderVernehmlassungüberlassen(vgl. André Moser,inProzessierenvoreidgenössischenRekurskommissionen, BaselundFrankfurtamMain1998,S.101Rz.3.30). ÜberdieZulassungdes RechtsvorschlagesindervomBeschwerdeführeranbegehrtenFormkann durchdieSRKnichtentschiedenwerden. WenndieBeschwerdedurchdieSRK abgewiesenwird,erfolgtdamitdieBestätigungdesEinspracheentscheides, wodurchauchdererhobeneRechtsvorschlagbeseitigtwird;beiteilweiser AbweisungwirdderEinspracheentscheidnaturgemässteilweisebestätigt unddererhobeneRechtsvorschlagwirdnurimentsprechendenUmfang aufgehoben. SolltedieBeschwerdevollständiggutgeheissenwerden,bleibt derRechtsvorschlagnatürlichbestehen,daderEinspracheentscheiddadurch aufgehobenwird. 2.a.-d. (VerfassungsgrundlageundGrundsätzederMehrwertsteuer,vgl. VPB 65.23E.2) 3. (AnwendbarkeitdesaltenRechts,vgl. VPB65.84 E.1b) 4.a.-b. (Selbstveranlagungsprinzip,vgl. VPB65.58 E.2) c. DieBestimmungenvonArt.45Abs.2und3MWSTV,wonachein Unternehmer,derdiemassgeblicheUmsatzgrenzefürdieSteuerpflichtnicht mehrerreichtbzw. seineGeschäftstätigkeitaufgibt,wennersichbeider VerwaltungnichtschriftlichalsSteuerpflichtigerabmeldet«automatisch»für dieSteuerpflichtoptiert,womiterweiterhinsteuerpflichtigbleibt,wurde vonderSRKbereitsalsverfassungsmässigbeurteilt(EntscheidderSRK vom12.Oktober1999inSachenH.[SRK1998-174],publiziertin VPB64.48). EinbishersteuerpflichtigerUnternehmernimmtdaherbeinichterfolgter AbmeldungweiterhinalleRechteundPflichteneinesSteuerpflichtigenwahr. DieseRegelungistinsbesonderealsAusflussdesSelbstveranlagungsprinzips zubetrachten,wonachderSteuerpflichtigeunteranderemdazuverpflichtet ist,derESTVallefürdieSteuerpflichtmassgeblichenTatsachenmitzuteilen, wozugeradeauchdieAngabenüberdasEndederSteuerpflicht(z.B. NichterreichenderUmsatzlimite)zählen(vgl. EntscheidderSRKvom 6.Februar2001inSachenP.[SRK2000-042]E.3c). d. EinUnternehmenbestehtausSachen,Rechtenundsonstigen Wirtschaftsgütern,dieeineökonomischeEinheitbilden,welchedem ZweckeineswirtschaftlichenErwerbesdient. DerUnternehmenskauf bieteteinbuntesBild,dasvomKaufeineskleinenGewerbebetriebesoder HandelsgeschäftsbiszumKaufgrosserUnternehmeroderganzerKonzerne reicht(vgl. Heinrich Honsell,SchweizerischesObligationenrecht,Besonderer Teil,5. Aufl.,Bern1999,S.31). EinUnternehmenskaufliegtdannvor,wenn einGeschäftmitAktivenundPassivenübertragenwird. Ausreichendistauch dieÜbertragungeinesorganischinsichgeschlossenenTeilsdesVermögens oderGeschäftes. DesWeiterenistVoraussetzung,dassdieÜbernahmeden 4GläubigernmitgeteiltoderinöffentlichenBlätternbekanntgemachtwird(vgl. Ingeborg Schwenzer,SchweizerischesObligationenrecht,AllgemeinerTeil,2. Aufl.,Bern2000,S.490Rz.91.24f.). DieFragedereinheitlichenBehandlungundinsbesonderederÜbertragung einesUnternehmensalseinesGanzenzumZweckederWeiterführungdurch einenanderenwirdvomschweizerischenGesetzgebernichtgrundsätzlich geregelt. NurzuEinzelfragenhaterStellunggenommen,wieetwazum SchicksaldermitdemUnternehmenverbundenenSchulden: Art.181 desBundesgesetzesvom30.März1911betreffenddieErgänzungdes SchweizerischenZivilgesetzbuches(FünfterTeil: Obligationenrecht[OR], SR220)überbindetdieseVerpflichtungendemErwerber,sobalderdie ÜbernahmedenGläubigernzurKenntnisgebrachthat,lässtaberden VeräusserernochwährendzweiJahrensolidarischweiterhaften(vgl. Arthur Meier-Hayoz / Peter Forstmoser ,SchweizerischesGesellschaftsrecht,8.Aufl., Bern1998,S.122§5Rz.12). e. EineSteuernachfolgeliegtgemässArt.23Abs.2MWSTVdannvor, wenneineUnternehmungmitAktivenundPassivenübernommen wird. DerErwerbertrittindiesteuerlichenRechteundPflichtender übernommenenUnternehmungein. DieSteuersukzessiontrittnichtnur beiderÜbernahmevonAktivenundPassiveneinerjuristischenPersondurch eineanderejuristischePersonein,sondernauchbeiweiterenbeispielhaft aufgezähltenFällen: ÜbernahmeeinerEinzelfirma,Umwandlungeiner EinzelfirmaineineKollektivgesellschaft,UmwandlungeinerEinzelfirma ineineAktiengesellschaft,FusionzweierAktiengesellschaften(vgl. Alois Camenzind/Niklaus Honauer,HandbuchzurneuenMehrwertsteuer,Bern1995, S.208f. Rz.749ff.). DieBestimmungvonArt.23Abs.2MWSTVwurdevonder SRKalsverfassungsmässigbeurteilt(vgl. EntscheidderSRKinSachenG.vom 21.Januar1997[SRK1996-070]E.2dund4,publiziertin VPB64.46 S.570ff.), dasichdieVerwaltungbeiderUmsetzunginderMehrwertsteuerverordnung andieverfassungsmässigenVorgabengehaltenhatundeineÜberschreitung desihreingeräumtengrossenErmessensspielraumsnichtfestzustellenwar (vgl. EntscheidderSRKinSachenO.AGvom6.Januar1999[SRK1998-097] E.2c). 5.a. ImvorliegendenFallhandeltessichbeimBeschwerdeführer umeinenatürlichePerson,dieeinimHandelsregistereingetragenes Einzelunternehmengeführthat. GemässHandelsregisterauszugvom13.März 2000bestanddiesesUnternehmenseitdem1.April1996,dieLöschung erfolgteam1.März2000. DerBeschwerdeführerwarseitdem1.April1996 imRegisterderSteuerpflichtigenbeiderESTVeingetragen,wobeifürdie fraglicheAbrechnungsperiode(4.Quartal1998)dieserEintragaufrecht bestand. ErkamseinerDeklarationspflichtfürdas4.Quartal1998durch dieMehrwertsteuer-Abrechnungvom6.Januar1999nach,dievonihm selbstunterschriebenist. DergemässdieserMehrwertsteuer-Abrechnung geschuldeteSteuerbetrag(SteuervomUmsatzabzüglichanrechenbare Vorsteuer)wurdeandieVerwaltungeinbezahlt. b. BeieinerÜberprüfungderMehrwertsteuer-Abrechnungfürdas4.Quartal 1998stelltedieESTVfest,dassdemSteuerpflichtigenbeiderBerechnungdes SteuerbetrageseinFehlerunterlaufenist,erberechnetedieMehrwertsteuer vomerzieltenUmsatzzutief,dieDifferenzbeträgtFr.304.-. DieESTVmachte 5diesenBetrag-dessenBerechnungvomSteuerpflichtigennichtbestritten wurde-beimBeschwerdeführergeltend,derjedochsinngemässseine Passivlegitimationbestritt,indemervorbringt,seineEinzelfirmaseiin deram7.Januar1998gegründetenO.GmbHaufgegangenbzw. vondieser übernommenworden. DerBeschwerdeführerkannfürdenUnternehmenskauf,dasheisstdie behaupteteÜbernahmederEinzelfirmadurchdieO.GmbH,jedoch keinenNachweiserbringen. Esliegtinsbesonderekein(schriftlicher) UnternehmenskaufvertragbezüglichderÜbertragungvonAktivenund Passivenvor,eineVerständigungderGläubigerbzw. eineMitteilungin öffentlichenBlätternfandnichtstattundderHandelsregisterauszugder O.GmbHenthältkeinenHinweisaufeineUnternehmensübernahme(bzw. eineSacheinlage). VielmehristdurchdenHandelsregisterauszugderFirma Yvom13.März2000erstellt,dassdieEinzelfirmabiszurLöschungam 1.März2000bestandenhat. DerBeschwerdeführergestehtdennauchin derBeschwerdeschriftselbstzu,dasseineformelleÜbernahmederAktiven undPassivenunterbliebenist. WennderSteuerpflichtigesinngemässvorbringt,dassfürdieO. GmbHweiterhindie«alte»Mehrwertsteuer-NummerderEinzelfirma verwendetwurde,bedeutetdiesvielmehr,dassdiegetätigtenUmsätze mehrwertsteuerrechtlichdemBeschwerdeführerselbstzuzurechnen sind. DieinsgesamtvierMehrwertsteuer-AbrechnungendesJahres 1998weisendennausnahmslosXalsSteuerpflichtigenaus,derdiese Meldungenauchselbstunterschriebenhat. DerVollständigkeithalber seinochdaraufhingewiesen,dasssichbeidiesenUnterschriftendes BeschwerdeführersaufdenMehrwertsteuer-AbrechnungenkeinHinweis aufeineFirmenzeichnungfürdieO.GmbHbefundenhat. DieBestimmung überdiemehrwertsteuerrechtlicheSteuernachfolgegemässArt.23Abs.2 MWSTVkann in casu nichtzurAnwendunggelangen,daalsVoraussetzungfür dieAnwendungdieserVorschriftdie ÜbernahmederAktiven undPassivender EinzelfirmadurchdieO.GmbHerforderlichgewesenwäre. c. DerSteuerpflichtigehättealsAusflussdesSelbstveranlagungsprinzips,das beiderMehrwertsteuerAnwendungfindet,dieVerpflichtunggehabt,sich zumZeitpunktder-vonihmnurbehaupteten-AufgabederGeschäftstätigkeit seinerEinzelfirmabeiderESTValsSteuerpflichtigerabzumelden. Nurer kenntdiefürdieSteuerpflichtmassgeblichenTatsachen,wozuauchdie BeendigungderGeschäftstätigkeitzählt. DaerdieseAbmeldungunterlassen hat,haterautomatischfürdieSteuerpflichtoptiert,womiterweiterhin mehrwertsteuerpflichtigbleibtundihmdamitauchdieUmsätzefürdas 4.Quartal1998zuzurechnensind. Darausfolgt,dassderBeschwerdeführerbis zumEndederSteuerpflichtabrechnungspflichtigbleibtunddiegeschuldete Mehrwertsteuer(SteuervomUmsatzabzüglichVorsteuern)fürdiefragliche SteuerperiodeandieVerwaltungabzuliefernhat. AuchderEinwanddesBeschwerdeführers,sämtlicheBeteiligtenhätten alsLaieningutemGlaubengehandeltundihmseinichtbewusstgewesen, dassdieÜbernahmederEinzelfirmadurchdieO.GmbHandieESTVhätte gemeldetwerdenmüssen,istunbehelflich. DieMehrwertsteuerbautaufdem SelbstveranlagungsprinzipaufunddieshatfürdenSteuerpflichtigenzur Folge,dassersämtlichefürdieSteuerpflichtrelevantenTatsachenvonsich 6ausderVerwaltungmitzuteilenhat,wozuauch-wiebereitserwähnt-die Geschäftsaufgabebzw. dieÜbernahmeeines Unternehmensdurcheine andere GesellschaftmitAktivenundPassivenzählt. DienäherenEinzelheitenhätte derBeschwerdeführerdervonderESTVherausgegebenen«Wegleitungfür Mehrwertsteuerpflichtige»(Ziff.428ff.) entnehmenkönnen. WeitershatderBeschwerdeführerkeinenNachweisdafürerbracht,dass diefraglichenUmsätzenichtseinerEinzelfirmazuzurechnensind,sondern vielmehrvoneinemanderenUnternehmengetätigtwordenwären. Den BeschwerdeführertrifftunterdengegebenenUmständen(diebetreffenden Mehrwertsteuer-AbrechnungenwurdenunterderMehrwertsteuer-Nummer seinerEinzelfirmaabgegebenundderBeschwerdeführerhatimmer selbst-imeigenenNamenundnichtetwafüreinanderesUnternehmen -unterschrieben)dieBeweislastdafür,dassdieUmsätzeeinemDritten zuzurechnensind. EinenentsprechendenNachweishaternichterbracht. d. ZusammenfassendkonntederBeschwerdeführerdenNachweisfürdie mangelndePassivlegitimation,wonacherfürdiefraglichenUmsätzenicht steuerpflichtigist,nichterbringen,diesesindihmvielmehrzuzurechnen. DieBerechnungderSteuerforderungbzw. dieVerzinsungunddie KostenverlegungimEinspracheentscheidderESTVvom12.Januar1999 wurdennichtausdrücklichangefochten;diesegebenderSRKzukeinen BeanstandungenAnlass. 6. DemGesagtenzufolgeistdieBeschwerdeabzuweisen. 7Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali JAAC 66.13 - Entscheid der Eidgenössischen Steuerrekurskommission vom 18. April 2001 in Sachen X [SRK 2000-022] In Verwaltungspraxis der Bundesbehörden Dans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération In Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione Jahr 2002 Année Anno Band 66 Volume Volume Seite --- Page Pagina Ref. No 150 005 474 Das Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert. Le document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale. 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