<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00558</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204990&amp;W10_KEY=13013566&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00558</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.04.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verkehrsanordnung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Flächendeckende Festsetzung von Tempo-30-Zonen in der Gemeinde Erlenbach; Frage der Koordination und gemeinsamen Eröffnung der Verkehrsanordnung mit den verkehrsberuhigenden (baulichen) Massnahmen: Gegen funktionelle Verkehrsanordnungen gemäss Art. 3 Abs. 4 SVG ist die Beschwerde an das Verwaltungsgericht zulässig. Der Beschwerdeführer ist als Anwohner der durch die Verkehrsanordnung betroffenen Strasse zur Beschwerde legitimiert (E.1.1). Der Beschwerdeführer ficht sowohl die Einführung von Tempo-30 als auch die dazu vorgesehenen baulichen Massnahmen (Belagskissen) an (E.1.2). Die publizierte Fassung der Verfügung der Direktion für Soziales und Sicherheit enthält nur die funktionelle Verkehrsanordnung; der Regierungsrat ist deshalb auf den Eventualantrag betreffend Festsetzung der baulichen Massnahmen nicht eingetreten (E.2.1). Der Beschwerdeführer verlangt die Sistierung des Verfahrens, bis die baulichen Massnahmen an der streitbetroffenen Strasse festgesetzt sind, sowie deren öffentliche Auflage gemeinsam mit dem Entscheid zur Festsetzung der Tempo-30-Zone (E.2.2). Die Direktin für Soziales und Sicherheit war für die Einführung der Tempo-30-Zone zuständig; Rekurs- und Beschwerdeinstanz sind der Regierungsrat und das Verwaltungsgericht. Die Kantone haben sich beim Erlass von Verkehrsbeschränkungen an das Bundesrecht zu halten (E.2.3.1). Hingegen fallen bauliche Massnahmen nach herrschender Lehre nicht unter die funktionelle Verkehrsanordnungen gemäss Art. 3 Abs. 4 SVG. Solche bauliche Veränderungen fallen unter die den Kantonen vorbehaltene Strassenhoheit. Die Gemeinden haben über die mit der Einführung von Tempo-30 vorgesehenen baulichen Massnahmen in einer Strasse zumindest eine Allgemeinverfügung zu erlassen. Rekurs- und Beschwerdeinstanz sind der Bezirksrat und das Verwaltungsgericht (E.2.3.2). Da die Einführung von Tempo-30 verbunden mit baulichen Massnahmen sowohl eine Verfügung der Direktion für Soziales und Sicherheit als auch eine des zuständigen Gemeinwesens benötigt, stellt sich die Frage eines koordinierten Vorgehens der beteiligten Instanzen (E.2.3.3). Koordinationsbedarf besteht, wenn auf das gleiche Projekt verschiedene materiellrechtliche Vorschriften anzuwenden sind, zwischen denen ein derart enger Sachzusammenhang besteht, dass sie nicht getrennt und unabhängig voneinander angewandt werden dürfen (E.2.4.1). Da die Einführung von Tempo-30 ohne bauliche Veränderungen häufig nutzlos ist und umgekehrt die entsprechenden baulichen Massnahmen in Art und Ausmass ihrerseits durch die Einführung von Tempo-30 bedingt sind, besteht vorliegend ein enger Sachzusammenhang. Sind bauliche Massnahmen Teil des Konzeptes einer Tempo-30-Zone, besteht deshalb eine Koordinationspflicht (E.2.4.2). Ausgehend von der kantonalen Verfahrensordnung ist die gebotene Koordination insoweit zu gewährleisten, als die Festsetzung der notwendigen baulichen Massnahmen gleichzeitig mit der Einführung von Tempo-30-Zonen verfügt bzw. eröffnet werden muss, um den Betroffenen die Möglichkeit einzuräumen, den - im Rekursverfahren getrennten - Rechtsmittelweg einzuschlagen. Es liegt an den Rechtsmittelinstanzen, ihre Entscheide ihrerseits in geeigneter Weise zu koordinieren (E.2.4.3). Vorliegend rechtfertigt es sich nicht, das bereits durchgeführte Rekursverfahren vor Regierungsrat zu wiederholen. Die vorstehenden Erwägungen zur erforderlichen Koordination werden aber in künftigen Fällen zu berücksichtigen sein (E.2.5). Soweit sich die Beschwerde gegen die Einführung von Tempo-30 richtet, ist sie abzuweisen (E.3). Kostenfolge (E.4). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ALLGEMEINVERFÃGUNG">ALLGEMEINVERFÃGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOORDINATION">KOORDINATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOORDINATIONSPFLICHT">KOORDINATIONSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOORDINATIONSPRINZIP">KOORDINATIONSPRINZIP</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMITTELWEG">RECHTSMITTELWEG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRASSENANLIEGER/-ANSTÃSSER">STRASSENANLIEGER/-ANSTÃSSER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRASSENHOHEIT, KANTONALE">STRASSENHOHEIT, KANTONALE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TEMPO-30-ZONE">TEMPO-30-ZONE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: VERKEHR (INKL. STRASSENRECHT, WANDERWEGE)">VERKEHR (INKL. STRASSENRECHT, WANDERWEGE)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHRSANORDNUNG">VERKEHRSANORDNUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 25a RPG</span><br/><span class="ungerade">§ 12 StrassG</span><br/><span class="gerade">Art. 3 Abs. 4 SVG</span><br/><span class="ungerade">Art. 32 Abs. 3 SVG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BEZ 2005 Nr. 17 S. 3</span><br/><span class="ungerade">RB 2005 Nr. 36 S. 112</span><br/><span class="gerade">ZBL 2005 Nr. 106 S. 593</span><br/><span class="ungerade">ZBL 2005 S. 593</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 1 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">GestÃ¼tzt auf den Bericht des beigezogenen PlanungsbÃ¼ros und den Antrag des Gemeinderates beschloss die Gemeindeversammlung Erlenbach am 9. Dezember 2002, Tempo-30-Zonen flÃ¤chendeckend auf dem Gemeindegebiet einzufÃ¼hren, und bewilligte dafÃ¼r den ent­sprechenden Kredit. Insgesamt wurde das Gemeindegebiet in sieben Tempo-30-Zonen auf­geteilt, ohne Einbezug der Hauptverkehrsstrassen. In Zone 3 liegt die Pflugsteinstrasse, welche von der Laubholzstrasse abzweigt und zum hÃ¶her gelegenen Pflugstein fÃ¼hrt. Die Temporeduktion ist bis zur EinmÃ¼ndung der Holzwiesstrasse kurz unterhalb des Pflugsteins vorgesehen. Die Baukommission Erlenbach verabschiedete am 12. August 2003 das Konzept zur EinfÃ¼hrung der Tempo-30-Zonen auf Gemeindegebiet. FÃ¼r die Anwohner der Pflugsteinstrasse fand am 20. August 2003 eine Ã¶ffentliche Orientierungsversammlung statt. Vorgesehen fÃ¼r die Pflugsteinstrasse waren neben der signalisationsmÃ¤ssigen Kennzeichnung als Tempo-30-Zone in erster PrioritÃ¤t total 11 Belagskissen ("Berliner Kissen" mit Ausweichschutz [Poller]), verschiedene Einengungen mit mobilen Betonelementen sowie Abgrenzungen des Gehbereichs mit Pollern und Rinnen.</p> <p class="Urteilstext">Im Anschluss an die Orientierungsversammlung vom 20. August 2003 hatte neben anderen A, wohnhaft an der Pflugsteinstrasse, Einwendungen gegen die vorgesehenen Massnahmen zur Temporeduktion erhoben. Er hielt die Anzahl geplanter Belagskissen fÃ¼r unzumutbar und wollte die Tempo-30-Zone an der Pflugsteinstrasse auf die blosse Signalisation und ein Fahrverbot mit Zubringerdienst beschrÃ¤nkt haben, was das PlanungsbÃ¼ro in ablehnendem Sinn beurteilte.</p> <p class="Urteilstext">Das PlanungsbÃ¼ro erstellte am 10. November 2003 das erforderliche Gutachten fÃ¼r die vorgesehene Herabsetzung der HÃ¶chstgeschwindigkeit (Art. 32 Abs. 3 des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 1958 [SVG]; Art. 108 Abs. 4 der Signalisationsverordnung vom 5. September 1979 [SSV]). Die Bau- und Planungskommission Erlenbach beantragte am 26. November 2003 bei der Kantonspolizei ZÃ¼rich, die erforderlichen Schritte zur EinfÃ¼hrung der Tempo-30-Zonen zu veranlassen. Am 5. MÃ¤rz 2004 nahm die Kantons­polizei ZÃ¼rich in zustimmendem Sinn Stellung zum Gutachten vom 10. November 2003 und zum bereinigten Projekt. In der Folge erliess die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit am 26. MÃ¤rz 2004 die VerfÃ¼gungen Nr. A 26'395 und A 26'401. In der ersterwÃ¤hnten VerfÃ¼gung wurde in der Tempo-30-Zone Nr. 3, wozu die Pflugsteinstrasse gehÃ¶rt, die Innerorts-Geschwindigkeit auf 30 km/h (Zone) festgesetzt. Sie regelte ferner Signalisation und Markierung dieser Zone und genehmigte die Torgestaltung und die Torstandorte. Weiter wurde der mit dem Gutachten eingereichte Massnahmenplan fÃ¼r die unterstÃ¼tzenden baulichen und markierungstechnischen Massnahmen fÃ¼r verbindlich erklÃ¤rt. In der zweiten VerfÃ¼gung hob die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit das Stop-Signal bei der EinmÃ¼ndung der Pflugstein- in die Laubholz- und Schulhausstrasse auf, ebenso die zugehÃ¶rigen Markierungen. Der Inhalt beider VerfÃ¼gungen wurde am 2. April 2004 Ã¶ffentlich ausgeschrieben, jedoch ohne die VerbindlicherklÃ¤rung des Massnahmenplans.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Neben anderen liess A dagegen am 3. Mai 2004 Rekurs beim Regierungsrat einlegen und beantragen, die Festsetzung einer Tempo-30-Zone an der Pflugsteinstrasse sei aufzuheben. Ferner sei das Verfahren zu sistieren, damit die Realisierung von verkehrsberuhigenden (baulichen) Massnahmen und Verkehrsanordnungen mit dem Entscheid zur Festsetzung der Tempo-30-Zone koordiniert und gemeinsam erÃ¶ffnet werden kÃ¶nne. Eventualiter sei auf die baulichen Massnahmen (Belagskissen) zu verzichten. Die beigeladene Gemeinde Erlenbach liess Abweisung des Rekurses beantragen und verlangte die Feststellung, dass der Rekurs formell nur die VerfÃ¼gungen Nr. A 26'395 und A 26'401 betreffe und sich dessen aufschiebende Wirkung auf die Pflugsteinstrasse allein beschrÃ¤nke. Mit Entscheid vom 10. November 2004 wies der Regierungsrat die Rekurse ab, soweit er darauf eintrat und sie nicht gegenstandslos geworden waren.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen liess A als einziger der Rekurrenten am 20. Dezember 2004 beim Verwaltungsgericht Beschwerde einlegen und folgende AntrÃ¤ge stellen:</p> <p class="EinzugZitat"><span>"1. Unter Aufhebung des angefochtenen Entscheids sei die Festsetzung einer Tempo-30-Zone auf der Pflugsteinstrasse aufzuheben;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>2. das Beschwerdeverfahren sei zu sistieren;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3. im Verfahren zur Festsetzung von verkehrsberuhigenden Massnahmen seien die baulichen Massnahmen und Verkehrsanordnungen (Tempo-30-Zone) zu koordinieren;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>4. der Entscheid zur Festsetzung von baulichen Massnahmen auf der Pflugsteinstrasse sei gemeinsam mit dem Entscheid zur Festsetzung der Tempo-30-Zone zu erÃ¶ffnen und Ã¶ffentlich aufzulegen;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>5. eventualiter sei die Festsetzung der baulichen Massnahmen (Belagskissen) aufzuheben;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>6. es sei ein Augenschein durchzufÃ¼hren;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>7. (â¦)</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>8. unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zulasten der Rekursgegner."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Die Gemeinde Erlenbach liess Abweisung der Beschwerde beantragen. Wie im Rekursverfahren verlangte sie die BeschrÃ¤nkung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde auf die VerfÃ¼gungen A 26'395 und A 26'401 und die darin enthaltenen Verkehrsanordnungen allein betreffend die Pflugsteinstrasse. Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit liess Abweisung der Beschwerde beantragen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Nach Art. 3 Abs. 2 SVG sind die Kantone befugt, fÃ¼r bestimmte Strassen Fahrverbote, VerkehrsbeschrÃ¤nkungen und Anordnungen zur Regelung des Verkehrs zu erlassen. Sie kÃ¶nnen diese Befugnis den Gemeinden Ã¼bertragen unter Vorbehalt der Beschwerde an eine kantonale BehÃ¶rde. Nach Abs. 4 derselben Bestimmung kÃ¶nnen andere BeschrÃ¤nkungen oder Anordnungen erlassen werden, soweit der Schutz der Bewohner oder gleichermassen Betroffener vor LÃ¤rm und Luftverschmutzung, die Sicherheit, die Erleichterung oder Regelung des Verkehrs, der Schutz der Strasse oder andere in den Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnissen liegende GrÃ¼nde dies erfordern. Aus solchen GrÃ¼nden kÃ¶nnen insbesondere in Wohnquartieren der Verkehr beschrÃ¤nkt und das Parkieren besonders geregelt werden.</p> <p class="Urteilstext">Solche Anordnungen polizeilicher Art, die durch Signale und/oder Markierungen angezeigt werden (im Unterschied zu solchen baulicher Art wie etwa Riegel, horizontale und vertikale FahrbahnaufsÃ¤tze, Belagskissen, Diagonalsperren etc.), gehÃ¶ren zu den funktionellen Verkehrsanordnungen, weil sie in der Regel mit RÃ¼cksicht auf die Funktion einer Strasse erlassen werden (Roger M. Meier, Verkehrsberuhigungsmassnahmen nach dem Recht des Bundes und des Kantons ZÃ¼rich, ZÃ¼rich 1989, S. 40 und 86 ff.; zu den baulichen Massnahmen derselbe, S. 101 ff.; RenÃ© Schaffhauser, Grundriss des schweizerischen Strassenverkehrsrechts, 2. A., Bern 2002, Band I, Rz. 37 ff.; Tobias Jaag, Verkehrsberuhigung im Rechtsstaat, ZBl 87/1986, S. 289 ff., S. 294). Da gemÃ¤ss der seit 1. Januar 2003 geltenden Fassung von Art. 3 Abs. 4 SVG gegen letztinstanzliche kantonale Entscheide Ã¼ber solche Massnahmen die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht mÃ¶glich ist, kann nach der Grundordnung von § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) auch gegen solche Massnahmen zuvor Beschwerde an das Verwaltungsgericht erhoben werden (RB 2003 Nr. 16 = VGr, 13. November 2003, VB.2003.00333, E. 1; VGr, 27. Mai 2003, VB.2003.00039, E. 1; VGr, 19. Juni 2003, VB. 2003.00095, E. 1a; alle Entscheide einsehbar unter www.vgrzh.ch; Schaffhauser, Rz. 136; anders (altrechtlich) noch RB 1998 Nr. 28). Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde daher zustÃ¤ndig. Die Legitimation des BeschwerdefÃ¼hrers ergibt sich entgegen der Ansicht der Mitbeteiligten aus seiner Betroffenheit als Anwohner der Pflugsteinstrasse, der diese regelmÃ¤ssig beansprucht und durch die vorgesehene GeschwindigkeitsbeschrÃ¤nkung und erschwerte Zufahrt zum Haus berÃ¼hrt ist (dazu Schaffhauser, Rz. 140; Alfred KÃ¶lz/Isabelle HÃ¤ner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 559; Jaag., S. 301 f.; RB 1991 Nr. 4; vgl. hinten E. 2.2). </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Umstritten ist unter den Parteien, ob der BeschwerdefÃ¼hrer tatsÃ¤chlich die Aufhebung der Tempo-30-Zone an der Pflugsteinstrasse verlangt hat, wie er geltend macht, oder ob er diesen Antrag nur im Zusammenhang mit der angeblichen Verletzung des Koordinationsgebots und/oder der behaupteten UnverhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit der baulichen Verkehrsberuhigungsmassnahmen gestellt hat, wie die Beschwerdegegnerin und die Mitbeteiligte ausfÃ¼hren lassen. In der Beschwerde hÃ¤lt der BeschwerdefÃ¼hrer jedenfalls an diesem Antrag fest und erachtet die vorgesehene EinfÃ¼hrung von Tempo-30 auf der Pflugsteinstrasse angesichts deren Topografie als schmale und steile Strasse fÃ¼r Ã¼berflÃ¼ssig. Im Rekursverfahren Ã¤usserte er sich dazu zwar weniger ausfÃ¼hrlich. Hingegen unterschied er auch dort klar zwischen der EinfÃ¼hrung der Tempo-30-Zone und den damit verbundenen baulichen Anordnungen, welche ihm kumuliert eine Mehrbelastung (LÃ¤rm, Abgase) bescherten und ihm den Zugang zu seiner Liegenschaft erschwerten. Es ist daher davon auszugehen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer bereits mit seinem Rekurs sowohl die EinfÃ¼hrung der Tempo-30-Zone auf der Pflugsteinstrasse als auch die dazu vorgesehenen baulichen Massnahmen angefochten hat, letzterwÃ¤hnte allerdings beschrÃ¤nkt auf die Aufhebung der Belagskissen. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin und der Mitbeteiligten wird somit mit dem Beschwerdeantrag, die Festsetzung der Tempo-30-Zone aufzuheben, der Streitgegenstand nicht erweitert.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Die Beschwerdegegnerin verlangt, es sei der Umfang der aufschiebenden Wirkung der vorliegenden Beschwerde auf die Pflugsteinstrasse allein zu beschrÃ¤nken. Da in der Sache sogleich materiell entschieden wird, erweist sich dieser Antrag als gegenstandslos geworden.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.4 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer verlangt sodann einen Augenschein. Der Entscheid Ã¼ber die Anordnung eines Augenscheins steht im pflichtgemÃ¤ssen Ermessen der anordnenden BehÃ¶rde. Eine dahingehende Pflicht besteht nur, wenn die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse auf andere Weise Ã¼berhaupt nicht abgeklÃ¤rt werden kÃ¶nnen. Dem ist vorliegend nicht so. Der Plan Ã¼ber das Vorprojekt zur EinfÃ¼hrung von Tempo-30 auf der Pflugsteinstrasse enthÃ¤lt nicht nur eine grossmassstÃ¤bliche detailgetreue zeichnerische Wiedergabe der Pflugsteinstrasse, sondern auch diverse Fotos, welche die notwendigen EindrÃ¼cke zu vermitteln vermÃ¶gen. Auf einen Augenschein ist daher zu verzichten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Das Gutachten vom 10. November 2003 enthÃ¤lt im Massnahmenplan die baulichen Massnahmen, die Signalisation und Markierung im gesamten Tempo-30-Zonen-Perimeter im Detail. So sind auf der Pflugsteinstrasse neben Massnahmen zum FussgÃ¤ngerschutz di­verse Belagskissen und Einengungen sowie die Aufhebung der Vortrittsregelung bei deren EinmÃ¼ndung in die Laubholz- und Schulhausstrasse vorgesehen. Die VerfÃ¼gung Nr. A 26'395 in der am 2. April 2004 publizierten Fassung enthÃ¤lt jedoch nur die EinfÃ¼hrung der Tempo-30-Zone auf der Pflugsteinstrasse als funktionelle Verkehrsanordnung, nicht aber die VerbindlicherklÃ¤rung des Massnahmenplans fÃ¼r die unterstÃ¼tzenden baulichen und markierungstechnischen Massnahmen. GemÃ¤ss Rechtsmittelbelehrung kann die erwÃ¤hnte VerfÃ¼gung mit Rekurs beim Regierungsrat angefochten werden. Der BeschwerdefÃ¼hrer geht zu Recht davon aus, dass ein Rekurs dagegen nur die funktionelle Verkehrsanordnung betreffen kann. Er befÃ¼rchtet offenkundig, sich gegen die baulichen Massnahmen nicht mehr wehren zu kÃ¶nnen, sofern diese nicht gleichzeitig mit der verfÃ¼gten EinfÃ¼hrung der Tempo-30-Zonen erÃ¶ffnet werden. Der Regierungsrat ist auf den (Eventual-) Antrag des BeschwerdefÃ¼hrers im Rekursverfahren, wonach die Festsetzung der baulichen Massnahmen (Belagskissen) aufzuheben sei, nicht eingetreten mit der BegrÃ¼ndung, die bauliche Ausgestaltung einer Staats- oder Gemeindestrasse im Gemeingebrauch bilde nicht Gegenstand des Verfahrens betreffend Verkehrsanordnungen (Rekursentscheid E. 5b/bb). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer verlangt deshalb die Sistierung des Verfahrens, bis die baulichen Massnahmen auf der Pflugsteinstrasse festgesetzt sind, sowie deren Ã¶ffentliche Auflage gemeinsam mit dem Entscheid zur Festsetzung der Tempo-30-Zone. Zur BegrÃ¼ndung seines Antrags stÃ¼tzt er sich auf die Koordinationspflicht, deren Nichtbeachtung die Gefahr berge, dass sich ein Anwohner gegen die verkehrsberuhigenden Massnahmen nicht wehren kÃ¶nne. Die Mitbeteiligte bestreitet zunÃ¤chst die Legitimation des Beschwer­defÃ¼hrers, die RÃ¼ge der Verletzung der Koordinationspflicht zu erheben, mit dem Argument, es ermangle ihm durch die verfÃ¼gte Temporeduktion an der vorausgesetzten beson­­deren Betroffenheit.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.1 </b>Nach § 21 lit. a VRG wie auch nach Art. 103 lit. a des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 (OG) ist zum Rekurs bzw. zur Beschwerde berechtigt, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Ãnderung oder Aufhebung hat. Zur Anfechtung von Verkehrsberuhigungsmassnahmen sind die durch die Massnahme besonders betroffenen AnstÃ¶sser der "beruhigten" Strasse legitimiert. Ein tatsÃ¤chliches oder rechtliches Interesse an der Aufhebung einer BeschrÃ¤nkung ist dann gegeben, wenn zum Beispiel die Zufahrt erschwert oder eine GeschwindigkeitsbeschrÃ¤nkung angeordnet wird, wenn regelmÃ¤ssig benÃ¼tzte ParkplÃ¤tze aufgehoben werden oder durch eine Verkehrsmassnahme vermehrt Immissionen zu befÃ¼rchten sind. Erforderlich ist ferner, dass die tatsÃ¤chliche oder rechtliche Situation des Betroffenen durch den Ausgang des Verfahrens beeinflusst werden kann (Schaffhauser, Rz. 139 f.). Nach der bundesrÃ¤tlichen Praxis, der sich das Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich im Entscheid vom 20. November 1991 anschloss, steht die Rekurslegitimation von vornherein allen AnstÃ¶ssern der von einer Verkehrsmassnahme betroffenen Strasse zu, zudem jedem Automobilisten, der die betreffende Strasse mehr oder weniger regelmÃ¤ssig beansprucht (RB 1991 Nr. 4; Meier, S. 259 f.; Schaffhauser, Rz. 139 f.). Im Hinblick auf eine unzulÃ¤ssige Popularbeschwerde muss LetzterwÃ¤hntes jedenfalls dann gelten, wenn ein Automobilist auf die BenÃ¼tzung der entsprechenden Strasse angewiesen ist (wie dies in RB 1991 Nr. 4 E. 2c der Fall war). Wird die spezifische Betroffenheit Dritter in einem Rechtsmittelverfahren aus befÃ¼rchteten Immissionen abgeleitet, so ist auf Art und IntensitÃ¤t dieser Immissionen abzustellen. Die Legitimation ist zu bejahen, wenn die mutmasslichen Auswirkungen eines Bauvorhabens deutlich wahrnehmbar sind und ohne technisch aufwÃ¤ndige und kostspielige AbklÃ¤rungen festgestellt und von den allgemeinen Immissionen, wie sie der Strassenverkehr mit sich bringt, unterschieden werden kÃ¶nnen (VGr, 4. Dezember 2003, VB.2003.00304, E. 2.2, mit weiteren Hinweisen, www.vgrzh.ch). </p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer stÃ¼tzt sich fÃ¼r seine besondere Betroffenheit vorerst auf erhebliche Immissionen. Wenn Belagskissen mit Tempo-30 problemlos Ã¼berfahren werden kÃ¶nnten, beschleunigten viele Autofahrer nach dem Hindernis stark, um vor dem nÃ¤chsten Belagskissen wieder abzubremsen. Das Aufheulen der Motoren insbesondere von leistungsstarken Fahrzeugen (Porsche, GelÃ¤ndewagen) werde zu unertrÃ¤glichem MehrlÃ¤rm fÃ¼hren. Ausserdem fÃ¼hrt er an, die geplanten Massnahmen (Belagskissen) erschwerten die Zufahrt zu seiner Liegenschaft. Daraus ergibt sich seine notwendige Betroffenheit bzw. seine Legitimation im vorliegenden Verfahren. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Verkehrsberuhigungsmassnahmen Ã¼ber Befehle und Verbote wie auch Anordnungen, die auf andere Weise erheblich in die rechtliche oder tatsÃ¤chliche Stellung von Privaten eingreifen, sind in VerfÃ¼gungsform zu erlassen (Jaag, S. 296 f.). Die VerfÃ¼gung ist ein individueller, an den Einzelnen gerichteter Hoheitsakt, durch den eine konkrete verwaltungsrechtliche Rechtsbeziehung rechtsgestaltend oder feststellend in verbindlicher und erzwingbarer Weise geregelt wird (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich etc. 2002, Rz. 854). Bei der erlassenden BehÃ¶rde kann es sich um eine VerwaltungsbehÃ¶rde oder um ein Organ der Legislative oder der Judikative handeln. Als hoheitlich gilt ein Akt, der im Rahmen der einer BehÃ¶rde zustehenden Ã¶ffentlichrechtlichen Befugnisse ergeht und im Bereich ihrer Ã¶ffentlichrechtlichen ZustÃ¤ndigkeit liegt. Als konkret erweist sich eine Anordnung, die dermassen spezifiziert und typisiert ist, dass sie sich unmittelbar vollziehen lÃ¤sst. Die AllgemeinverfÃ¼gung dagegen ist eine Verwaltungsmassnahme, die zwar nur eine konkrete Situation ordnet, sich aber an einen grÃ¶sseren, nicht individuell bestimmten Personenkreis richtet (generell-konkrete Anordnung). Typisches Beispiel fÃ¼r eine AllgemeinverfÃ¼gung sind Verkehrsanordnungen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 4-31 N. 13 ff.; HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 858 ff., 923; KÃ¶lz/HÃ¤ner, Rz. 188 ff.).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.1 </b>Unzweifelhaft handelte die Beschwerdegegnerin bei der Festlegung der Tempo-30-Zonen im Rahmen ihrer Kompetenzen. GemÃ¤ss Art. 32 Abs. 2 SVG beschrÃ¤nkt der Bundesrat die Geschwindigkeit der Motorfahrzeuge auf allen Strassen. Die allgemeine HÃ¶chstgeschwindigkeit fÃ¼r Fahrzeuge betrÃ¤gt unter gÃ¼nstigen Strassen-, Verkehrs- und SichtverhÃ¤ltnissen in Ortschaften 50 km/h (Art. 4a Abs. 1 lit. a der Verkehrsregelnverordnung vom 13. November 1962 [VRV]). Nach Art. 32 Abs. 3 SVG kann die vom Bundesrat festgesetzte HÃ¶chstgeschwindigkeit fÃ¼r bestimmte StrassenzÃ¼ge von der zustÃ¤ndigen <i>kantonalen</i> BehÃ¶rde herab- oder heraufgesetzt werden. Die Beschwerdegegnerin war somit fÃ¼r die EinfÃ¼hrung der Tempo-30-Zonen zustÃ¤ndig. Dies ergibt sich auch aus der kantonalen Signalisationsverordnung vom 21. November 2001 (SignalisationsV), wonach die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit auf Antrag der zustÃ¤ndigen GemeindebehÃ¶rde dauernde Verkehrsanordnungen auf Gemeindestrassen verfÃ¼gt (§ 4 Abs. 2 SignalisationsV). Als Verkehrsanordnungen im Sinne dieser Verordnung gelten Signale, Lichtsignale, Markierungen und VerkehrsbeschrÃ¤nkungen (§ 3 SignalisationsV). Was mit "VerkehrsbeschrÃ¤nkungen" gemeint ist, geht aus der Signalisationsverordnung nicht hervor. In der Folge ist darin bloss von Signalen, Lichtsignalen und Markierungen die Rede (zum Beispiel §§ 10-12 SignalisationsV). In Anlehnung an Art. 3 Abs. 4 SVG ist davon auszugehen, dass mit VerkehrsbeschrÃ¤nkungen nur funktionelle Verkehrsanordnungen gemeint sind. Rekursinstanz fÃ¼r Entscheide Ã¼ber solche VerkehrsbeschrÃ¤nkungen ist der Regierungsrat (§ 31 Abs. 2 lit. a SignalisationsV); sein Entscheid kann an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 41 N. 28). Erlassen die Kantone VerkehrsbeschrÃ¤nkungen, haben sie sich demnach an das Bundesrecht zu halten; ergreifen sie dagegen bauliche Massnahmen, ist allein das kantonale Strassenrecht anwendbar (Schaffhauser, Rz. 68). </p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.2 </b>Nach herrschender Lehre und Praxis fallen bauliche Massnahmen nicht unter die funktionellen Verkehrsanordnungen nach Art. 3 Abs. 4 SVG (vorn E. 1.1; Schaffhauser, Rz. 37 ff., insbesondere Rz. 44, 49 und 68; Bundesrat, 13. Januar 1999, VPB 63/1999 Nr. 55, E. 4a; teilweise kritisch Meier, S. 82 und 106, sowie Jaag, S. 295 und 299). In stÃ¤ndiger Rechtsprechung lehnte es der Bundesrat ab, auf angefochtene Verkehrsberuhigungsmassnahmen (Niveauunterschiede, horizontale und vertikale VersÃ¤tze) einzugehen, weil er sich als dazu sachlich nicht zustÃ¤ndig erachtete. Solche baulichen VerÃ¤nderungen fielen unter die den Kantonen vorbehaltene Strassenhoheit (Bundesrat, 18. Januar 1984, ZBl 85/1984, S. 276, E. 2; 13. Januar 1999, VPB 63/1999 Nr. 55). Auf derselben Betrachtungsweise beruht die bisherige Praxis des Verwaltungsgerichts, wonach bauliche Verkehrsberuhigungsmassnahmen (Riegel) Bestandteile einer Projektierung im Sinn von §§ 12 ff. des Strassengesetzes vom 27. September 1981 (StrG) seien und als Bestandteile der Strassenanlage dem kantonalen Recht unterstÃ¼nden (VGr, 2. Oktober 1984, ZBl 86/1985, S. 82 ff.). </p> <p class="Urteilstext">Nach § 12 StrG werden Gemeindestrassen von dem nach der Gemeindeordnung zustÃ¤ndigen Organ projektiert. Projekte fÃ¼r Gemeindestrassen werden vom Gemeinderat festgesetzt. Gegen das Projekt kann innerhalb der Auflagefrist Einsprache erhoben werden. Ãber die Einsprachen wird mit der Festsetzung entschieden. Bei Projekten von untergeordneter Bedeutung kann auf das Einspracheverfahren verzichtet werden. In diesen FÃ¤llen sind Begehren um ProjektÃ¤nderungen im Enteignungsverfahren zulÃ¤ssig (§§ 12 Abs. 2, 15 Abs. 2, 17 Abs. 1, 2, 4 und 5 StrG). Im Rahmen der EinfÃ¼hrung einer Tempo-30-Zone gibt es in aller Regel kein Enteignungsverfahren. Wird auf das Einspracheverfahren verzichtet, muss jedoch fÃ¼r die Betroffenen eine MÃ¶glichkeit dafÃ¼r bestehen, angeordnete bauliche Massnahmen anfechten zu kÃ¶nnen. Eine formelle VerfÃ¼gung ist immer dann zu erlassen, wenn die MÃ¶glichkeit besteht, dass jemand zur Anfechtung einer Massnahme legitimiert sein kÃ¶nnte (Jaag, S. 297; dazu vorn E. 2.3). Die Gemeinde hat somit Ã¼ber die mit der EinfÃ¼hrung von Tempo-30 vorgesehenen baulichen Massnahmen in einer Strasse jedenfalls eine AllgemeinverfÃ¼gung zu erlassen. Ob die Mitbeteiligte vorliegend die baulichen Massnahmen an der Pflugsteinstrasse zu Recht als von untergeordneter Bedeutung im Sinn von § 17 Abs. 5 StrG beurteilte oder nicht, braucht hier nicht abschliessend beurteilt zu werden. </p> <p class="Urteilstext">Die Gemeinde ist demnach grundsÃ¤tzlich dafÃ¼r zustÃ¤ndig, den Verkehr auf Gemeindestrassen mittels baulicher VerÃ¤nderungen im Sinne des beabsichtigten Erfolgs zu beeinflussen. Gegen bauliche Massnahmen der Gemeinden ist der Rekurs an den Bezirksrat zulÃ¤ssig, da­gegen die Beschwerde an das Verwaltungsgericht (Jaag, S. 302; § 19c Abs. 2 in Verbindung mit 41 VRG; § 10 Abs. 2 des Gesetzes Ã¼ber die Bezirksverwaltung vom 10. MÃ¤rz 1985). </p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.3 </b>Damit bedarf eine Verkehrsberuhigungsmassnahme, die einerseits eine Tempo-30-Zone als funktionelle Verkehrsanordnung und andererseits bauliche Massnahmen (zum Beispiel Belagskissen, Einengungen etc.) vorsieht, sowohl einer VerfÃ¼gung der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit als auch einer solchen der zustÃ¤ndigen GemeindebehÃ¶rde. Daraus ergibt sich, wie dargelegt, eine Teilung des Rechtsmittelwegs im Rekursverfahren (Regierungsrat bzw. Bezirksrat), und es droht die Gefahr sich widersprechender oder nicht aufeinander abgestimmter Entscheide. In diesem Zusammenhang stellt sich tatsÃ¤chlich die Frage eines koordinierten Vorgehens der beteiligten Instanzen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>WÃ¤hrend sich der BeschwerdefÃ¼hrer zur Frage einer Koordinationspflicht im Rekursverfahren noch auf Art. 25a des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 gestÃ¼tzt hatte, beruft er sich nunmehr darauf, dass sich ein Anwohner bei fehlender Koordination in der Tempo-30-EinfÃ¼hrung kaum gegen die baulichen Massnahmen wehren kÃ¶nne, falls die BehÃ¶rde damit argumentiere, die baulichen Massnahmen bildeten nicht Teil der funktionellen Verkehrsanordnung. Es gehe beim Koordinationsgrundsatz um einen allgemeinen Rechtssatz, der hier zur Anwendung gelange. DemgegenÃ¼ber bestreitet die Mitbeteiligte, dass ein bundesrechtlicher Rechtsgrundsatz bestehe, wonach alles koordiniert werden mÃ¼sse, was koordiniert werden kÃ¶nne. Zudem bestehe fÃ¼r die EinfÃ¼hrung von Tempo-30-Zonen eine ausfÃ¼hrliche Regelung, welche bewirke, dass keine solchen Zonen festgesetzt werden kÃ¶nnten, die nicht mit allen nÃ¶tigen baulichen Massnahmen verbunden seien. Damit sei die materielle Koordination zwischen Verkehrsanordnungen und baulichen Massnahmen sichergestellt. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.1 </b>Wenn die Errichtung oder Ãnderung einer Baute oder Anlage VerfÃ¼gungen mehrerer BehÃ¶rden erfordert, ist nach Art. 25a Abs. 1 RPG eine BehÃ¶rde zu bezeichnen, die fÃ¼r ausreichende Koordination sorgt. Nach Abs. 2 lit. b derselben Bestimmung sorgt die fÃ¼r die Koordination verantwortliche BehÃ¶rde fÃ¼r eine gemeinsame Ã¶ffentliche Auflage aller Gesuchsunterlagen. Art. 25a Abs. 4 RPG erlaubt die sinngemÃ¤sse Anwendung dieser GrundsÃ¤tze auf das Nutzungsplanverfahren. Die in §§ 12 ff. StrG vorgesehenen StrassenprojektplÃ¤ne stellen SondernutzungsplÃ¤ne dar (Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, 3. A., ZÃ¼rich 1999, Rz. 325). Mindestens analog lÃ¤sst sich daher eine Koordinationspflicht aus Art. 25a Abs. 4 RPG auf den vorliegenden Fall ableiten. Allerdings besteht nach der Rechtsprechung kein Koordinationsbedarf dort, wo ein Bauvorhaben allein aufgrund einer Baubewilligung ausgefÃ¼hrt werden kÃ¶nnte, ohne dass weitere Bewilligungen erforderlich sind, selbst wenn gleichzeitig noch weitere Massnahmen getroffen werden sollten, die eigene Bewilligungen erforderten. Der Koordinationsbedarf richtet sich nicht danach, ob die einzelnen Verfahren koordinierbar sind; ausschlaggebend ist, ob auf das gleiche Projekt verschiedene materiellrechtliche Vorschriften anzuwenden sind, zwischen denen ein derart enger Sachzusam­menhang besteht, dass sie nicht getrennt und unabhÃ¤ngig voneinander angewandt werden dÃ¼rfen (BVR 2002, S. 443 E. 2; BGE 122 II 81 E. 6d/aa, 116 Ib 50 E. 4b, 114 Ib 129 E. 4a).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.2 </b>Wie bereits dargelegt, sind bauliche Massnahmen zur Verkehrsberuhigung nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung selbst dann nicht als funktionelle Verkehrsanordnungen im Sinn von Art. 3 Abs. 4 SVG zu qualifizieren, wenn sie zusammen mit der EinfÃ¼hrung einer Tempo-30-Zone (einer durch Signalisation vollzogenen Massnahme) Bestandteil eines Gesamtpakets bilden. Dies ist angesichts der hieraus folgenden unterschiedlichen VerfÃ¼gungskompetenzen und Rechtsmittelwege, wie der BeschwerdefÃ¼hrer zu Recht geltend macht, unter dem Gesichtswinkel des Koordinationsgebotes nicht unbedenklich.</p> <p class="Urteilstext">Die EinfÃ¼hrung einer Tempo-30-Zone ohne bauliche VerÃ¤nderungen ist hÃ¤ufig nutzlos. So ist die Ã¶rtliche Herabsetzung der HÃ¶chstgeschwindigkeit, da deren Beachtungsgrad nur bei 10 % bis 40 % liegt, kein wirksames Mittel zur Verlangsamung des Verkehrs in Wohnquartieren. Vielmehr schadet sie durch ihre praktische Undurchsetzbarkeit der Verkehrsdisziplin und der Verkehrssicherheit. Lokale Geschwindigkeitsbegrenzungen in Wohnquartieren sind nur dann sinnvoll, wenn sie durch flankierende bauliche und gestalterische Massnahmen an der Strassenanlage selber unterstÃ¼tzt werden. Das Aufstellen von Schildern allein reicht nicht aus und stellt kein wirksames Mittel zur Verlangsamung des Verkehrs in Wohnquartieren dar (Meier, S. 94 f.). Dies muss entsprechend auch fÃ¼r flÃ¤chenhaft angelegte Verkehrsberuhigungskonzepte wie Tempo-30-Zonen gelten. Ohne gleichzeitig zu erstellende bauliche Massnahmen kann der Zweck der generellen Geschwindigkeitsherabsetzung in aller Regel nicht erfÃ¼llt werden (VPB 63/1999 Nr. 55, E. 4a). Umgekehrt sind die entsprechenden baulichen Massnahmen in Art und Ausmass ihrerseits durch die EinfÃ¼hrung von Tempo-30 bedingt. Schon daraus ergibt sich ein enger Sachzusammenhang zwischen den verschiedenen materiellrechtlichen Vorschriften, die zur Anwendung gelangen.</p> <p class="Urteilstext">Demnach ist die EinfÃ¼hrung einer Tempo-30-Zone, um wirksam zu sein, in aller Regel unabdingbar mit darauf abgestimmten baulichen und gestalterischen Massnahmen verknÃ¼pft, die darauf ausgerichtet sind, auf einer bestimmten Strasse die dauernde Einhaltung der Geschwindigkeitsreduktion und die SicherheitsbedÃ¼rfnisse aller Benutzer auf der geschwindigkeitsberuhigten Strasse wie auch an besonders gefÃ¤hrlichen Stellen zu gewÃ¤hrleisten. Im Unterschied etwa zu einem Belagskissen vor einem FussgÃ¤ngerstreifen, das der lokalen Verminderung der Geschwindigkeit herannahender Fahrzeuge und damit einzig der Sicherheit der Benutzer des betreffenden FussgÃ¤ngerstreifens dient, sind bauliche Massnahmen in einer der Tempo-30-Zone zugeordneten Strasse Bestandteil des darin verwirklichten Sicherheits<i>konzeptes</i>. Die Platzierung einzelner baulicher Massnahmen (Belagskissen, Einengungen etc.) hat aus der Gesamtsicht dieses Konzeptes zu erfolgen und darf nicht fÃ¼r sich isoliert betrachtet werden. Zwar kÃ¶nnen bauliche Massnahmen zur Verkehrsberuhigung grundsÃ¤tzlich unabhÃ¤ngig von der EinfÃ¼hrung einer Tempo-30-Zone von der Gemeinde erstellt werden. Sind sie aber gleichzeitig mit der EinfÃ¼hrung einer Tempo-30-Zone zu vollziehen, besteht ein derart enger Sachzusammenhang zwischen der funktionellen Verkehrsanordnung (EinfÃ¼hrung von Tempo-30) und den dazu notwendigen baulichen Massnahmen, dass sie nicht getrennt und unabhÃ¤ngig voneinander angeordnet werden sollen. Anders verhielte es sich etwa dann, wenn sich bauliche Massnahmen zur Ausgestaltung von Tempo-30-Zonen erst bei nachtrÃ¤glicher ÃberprÃ¼fung der Wirksamkeit der blossen Signalisation als notwendig erweisen. Sind die baulichen Massnahmen aber Teil des Konzeptes einer Tempo-30-Zone, ergibt sich daraus nicht nur ein sachlicher, sondern auch ein rechtlicher Zusammenhang zwischen den funktionellen und baulichen Anordnungen, indem die Angemessenheit der baulichen Massnahmen nicht fÃ¼r sich isoliert, sondern im Rahmen des Konzeptes der Tempo-30-Zonen zu beurteilen ist, was fÃ¼r eine Koordina­tionspflicht spricht.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.3 </b>Da indessen â trotz Beteiligung mehrerer BehÃ¶rden an der EinfÃ¼hrung des Tempo-30-Konzeptes â deren Kompetenzen und das von ihnen anzuwendende Recht klar voneinander getrennt sind (vorn E. 2.3.3), kann die Koordination nicht darin bestehen, die EinfÃ¼hrung von Tempo-30, eingeschlossen der baulichen Massnahmen, <i>einer</i> BehÃ¶rde zu Ã¼berlassen. Andernfalls wÃ¼rde in unzulÃ¤ssiger Weise in die bestehende ZustÃ¤ndigkeitsordnung eingegriffen. Ausgehend von dieser kantonalen Verfahrensordnung ist die gebotene Koordination aber immerhin insoweit zu gewÃ¤hrleisten, als die Festsetzung der notwendigen baulichen Massnahmen gleichzeitig mit der EinfÃ¼hrung von Tempo-30-Zonen verfÃ¼gt bzw. erÃ¶ffnet werden muss, um den Betroffenen die MÃ¶glichkeit einzurÃ¤umen, den â im Rekursverfahren getrennten â Rechtsmittelweg einzuschlagen. Dies jedenfalls dann, wenn die erforderlichen baulichen Massnahmen im Zeitpunkt der verfÃ¼gten EinfÃ¼hrung einer Tempo-30-Zone bereits vorgesehen sind. Sodann wird es an den zustÃ¤ndigen Rechtsmittelinstanzen liegen, ihre Entscheide ihrerseits in geeigneter Weise zu koordinieren. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Es fragt sich, ob aufgrund der vorstehenden ErwÃ¤gungen zur erforderlichen Koordination (gleichzeitige ErÃ¶ffnung sowohl der kantonalen VerfÃ¼gung der Tempo-30-Zone wie auch der kommunalen Anordnung der baulichen Massnahmen) der Rekursentscheid des Regierungsrats vom 10. November 2004 sowie die VerfÃ¼gung Nr. A 26'395 der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit vom 26. MÃ¤rz 2004 aufzuheben seien, damit die diesbezÃ¼gliche kantonale VerfÃ¼gung erneut â koordiniert mit jener der Gemeinde betreffend die baulichen Massnahmen â getroffen werden kÃ¶nne. Das ist zu verneinen. Zum einen ist von einer solchen Rechtsfolge im vorliegenden Fall schon aus GrÃ¼nden der PraktikabilitÃ¤t abzusehen, weil die Beschwerde lediglich die Massnahmen an der Pflugsteinstrasse betrifft, welche Bestandteil eines umfassenderen, sonst unangefochtenen Massnahmenpakets bilden. Zum andern beschrÃ¤nkt sich der erforderliche Koordinationsbedarf nach dem Gesagten primÃ¤r auf eine gemeinsame ErÃ¶ffnung der kantonalen und der kommunalen Anordnungen; es bleibt hingegen dabei, dass die anschliessend mÃ¶glichen Rechtswege (Rekurs gegen die kantonale VerfÃ¼gung an den Regierungsrat bzw. gegen die kommunale Anordnung an den Bezirksrat) bestehen bleiben. Bei dieser Sach- und Rechtslage rechtfertigt es sich nicht, das im vorliegenden Fall bereits durchgefÃ¼hrte Rekursverfahren vor Regierungsrat betreffend die Anordnung der Direktion zu wiederholen. </p> <p class="Urteilstext">Das bedeutet, dass ungeachtet des in den vorstehenden ErwÃ¤gungen erkannten Koordinationsbedarfes der Rekursentscheid des Regierungsrats jedenfalls insoweit zu bestÃ¤tigen ist, als darin auf den Rekurs des BeschwerdefÃ¼hrers bezÃ¼glich der baulichen Massnahmen nicht eingetreten worden ist, und dass die hierauf Bezug nehmenden BeschwerdeantrÃ¤ge 2 bis 5 abzuweisen sind. Ein Vorbehalt ist insofern anzubringen, als auf die Anordnung der Tempo-30-Zone auf der Pflugsteinstrasse â welche nachfolgend (E. 3) beurteilt und nach dem jetzigen Stand der Dinge bestÃ¤tigt wird â zurÃ¼ckgekommen werden mÃ¼sste, falls sich in einem spÃ¤teren Rechtsmittelverfahren betreffend die baulichen Massnahmen der Schluss aufdrÃ¤ngen wÃ¼rde, diese kantonale Anordnung lasse sich nicht mehr rechtfertigen. </p> <p class="Urteilstext">Die vorstehenden ErwÃ¤gungen zur erforderlichen Koordination werden aber in kÃ¼nftigen FÃ¤llen zu berÃ¼cksichtigen sein, was auch bedingen wird, dass allfÃ¤llige bauliche Massnahmen vor der Publikation der Tempo-30-Zone in einem Detaillierungsgrad ausgearbeitet werden, dass sie gleichzeitig mit jener verfÃ¼gt und publiziert werden kÃ¶nnen. Anzumerken ist in diesem Zusammenhang, dass den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur schon heute die Kompetenz zum Erlass von dauernden (funktionellen) Verkehrsanordnungen zukommt (§ 27 SignalisationsV), wodurch in diesen beiden Gemeinwesen ein einheitlicher Rechtsweg bezÃ¼glich derartiger Massnahmenpakete gewÃ¤hrleistet ist. In den Ã¼brigen Gemeinden, wie hier jene der Mitbeteiligten, liesse sich eine in diesem Sinn weiter gehende Koordination mit einheitlichem Rechtsmittelweg hÃ¶chstens dann herbeifÃ¼hren, wenn bauliche Massnahmen, die Bestandteil eines primÃ¤r die EinfÃ¼hrung der Tempo-30-Zone beinhaltenden Gesamtpakets bilden, als funktionelle Verkehrsanordnungen im Sinn von Art. 3 Abs. 4 SVG qualifiziert wÃ¼rden. Dies ist wie erwÃ¤hnt ein in der Lehre erhobenes gewichtiges Postulat (Jaag, S. 299), widerspricht aber der bisherigen Rechtsprechung des Bundesrats und des Verwaltungsgerichts.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Was der BeschwerdefÃ¼hrer gegen die EinfÃ¼hrung der Tempo-30-Zone auf der Pflugsteinstrasse vorbringt, ist nicht geeignet, davon abzuweichen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die Pflugsteinstrasse stellt unbestrittenermassen eine steile, schmale Strasse ohne Trottoir dar, in welche eine Vielzahl von Hausein- und -ausfahrten mÃ¼ndet, wobei die mehreren nahezu gerade verlaufenden Abschnitte die BenÃ¼tzer zu hÃ¶herer Geschwindigkeit verleiten kÃ¶nnen. Sie erfÃ¼llt damit die Voraussetzungen zur Anordnung tieferer HÃ¶chstgeschwindigkeit (dazu Schaffhauser, Rz. 64; Art. 108 Abs. 1, 2 und 5 lit. e SSV). Verglichen mit dem Ã¼brigen Tempo-30-Gebiet weist die Pflugsteinstrasse in ihrer unteren HÃ¤lfte (zwischen Fronacherweg und Laubholzstrasse) eine erhebliche Unfallgefahr aus; so ist der Statistik sogar ein Unfall mit Verletzten zu entnehmen. Die Geschwindigkeitsreduktion erscheint daher auch unter diesem Gesichtspunkt gerechtfertigt, ebenso die Konzentration der baulichen Massnahmen in der unteren HÃ¤lfte der Pflugsteinstrasse. Die EinfÃ¼hrung der Tempo-30-Zonen in Erlenbach dient denn auch der ErhÃ¶hung der Verkehrssicherheit.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Entgegen der Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers reicht die Topografie der Pflugsteinstrasse allein nicht aus, um die Fahrzeuglenker zur Einhaltung einer angemessenen (tiefen) Geschwindigkeit anzuhalten, und wird die Geschwindigkeit von angeblich heute schon vorherrschenden 30 km/h von Fahrzeuglenkern deutlich Ã¼berschritten. Messungen ergaben, dass 85% der Autofahrer 48 km/h nicht Ã¼berschritten, wobei bei einer Tempo-30-Signalisation vorausgesetzt wÃ¤re, dass 85% der Fahrzeuglenker Tempo 35 km/h nicht Ã¼berschreiten. Angesichts der massiven Auswirkungen der hÃ¶heren Geschwindigkeiten auf die Verletzungsgefahr von FussgÃ¤ngern bei einem Aufprall sind solche Geschwindigkeitsunterschiede von erheblicher Bedeutung fÃ¼r die Sicherheit und dÃ¼rfen nicht vernachlÃ¤ssigt werden. Solchen SicherheitsÃ¼berlegungen gegenÃ¼ber haben die MÃ¶glichkeiten einer mÃ¶glichst raschen und komfortablen Zufahrt des BeschwerdefÃ¼hrers zu seiner Liegenschaft zurÃ¼ckzustehen. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Demnach ist die Beschwerde abzuweisen, auch wenn eine Koordinationspflicht, wie vom BeschwerdefÃ¼hrer beantragt, in beschrÃ¤nkter Form zu bejahen ist. Die Beschwerdegegnerin und die Mitbeteiligte wandten sich gegen eine solche und bestritten die Legitimation des BeschwerdefÃ¼hrers. Es rechtfertigt sich daher, die Kosten auf die Parteien und die Mitbeteiligte zu gleichen Teilen zu verlegen. ParteientschÃ¤digungen sind bei diesem Ausgang keine zuzusprechen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG; § 17 Abs. 2 VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 4-31 N. 22). </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird im Sinne der ErwÃ¤gungen abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 4'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 4'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer, der Beschwerdegegnerin und der Mitbeteiligten zu je einem Drittel auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>