13. Juni 1994 635 Eidgenössische Versicherungskasse #ST# 93.049 Verkehr mit Edelmetallen und Edelmetallwaren. Bundesgesetz. Revision Loi sur le contrôle des métaux précieux. Révision Differenzen - Divergences Siehe Seile 380 hiervor - Voir page 380 ci-devant Beschluss des Nationalstes vom 9. Juni 1994 Décision du Conseil national du 9 juin 1994 Art.6Abs.2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Art. 6 al. 2 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil national Simmen Rosmarie (C, SO), Berichterstatterin: Es besteht le- diglich eine Differenz zum Nationalrat, und zwar bei Arti- kel 6 Absatz 2. Hier geht es um die Einführung einer zusätzli- chen Deklarationspflicht in der Werbung. Gegenstände aus Edelmetallen müssen ohnehin gestempelt, also bezeichnet sein; das ist nicht bestritten. Die Frage ist, ob der Bundesrat verpflichtet werden soll, Bestimmungen über die in Werbung und Information verwendeten öffentlichen Anpreisungen zu erlassen. Der Artikel hat einen etwas merkwürdigen Parcours hinter sich: In der bundesrätlichen Vorlage war er nicht vorhanden; der Nationalrat hat dann eine Kann-Bestimmung eingefügt; der Ständerat hat sie zu einer verpflichtenden Bestimmung verschärft, und im nächsten Umgang hat der Nationalrat in ei- ner Kehrtwendung seine eigene Kreation desavouiert und Streichung beschlossen. Die WAK des Ständerates, die heute nachmittag getagt hat, hatte für dieses Vorgehen nicht allzuviel Sympathie, war je- doch andererseits auch nicht der Meinung, dass es sich hier um einen Kernpunkt der Vorlage handle. Nach Abwägen zwi- schen Deregulierungsbedürfnis einerseits und Informations- bedürfnis der Konsumenten und Schutzwünschen der Bijou- teriebranche andererseits hat sie sich für die Deregulierung entschieden und mit 3 zu 3 Stimmen, mit Stichentscheid der Präsidentin, beschlossen, diese einzige Differenz zu beseiti- gen und sich dem Nationalrat anzuschliessen. Angenommen - Adopté An den Nationalrat-Au Conseil national #ST# Sammeltitel -Titre collectif Eidgenössische Versicherungskasse Caisse fédérale d'assurance 94.3013 Interpellation FK-SR Situation und derzeitige Mängel der Eidgenössischen Versicherungskasse (EVK) Interpellation CdF-CE Situation et difficultés actuelles de la Caisse fédérale d'assurance (CFA) Wortlaut der Interpellation vom 8. Februar 1994 Am 24. November 1993 hat eine von den Finanzkommissio- nen eingesetzte und beauftragte Arbeitsgruppe ihren internen Bericht über die Ergebnisse ihrer vertieften Inspektion bei der EVK vorgelegt. Der Bericht dieser Arbeitsgruppe weist auf eine in mehrfacher Hinsicht beunruhigende Lage bei der EVK hin. Tatsächlich konnte die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) seit 1988 die Ordnungsmässigkeit der Rechnung gestützt auf die bestehenden Regeln und gemäss geltender Praxis nicht mehr bestätigen. Darüber hinaus stellt die EFK noch bis zum heutigen Zeitpunkt gewichtige Rückstände bei der Behandlung der Versicherten- dossiers fest. Die Finanzdelegation der eidgenössischen Räte hat über diese Probleme in ihren vergangenen jährlichen Tä- tigkeitsberichten berichtet Einige der festgestellten Mängel rühren daher, dass die der EVK von den Dienststellen der Bundesverwaltung übermittel- ten Lohndaten nicht vereinheitlicht wurden. In Anbetracht der erwähnten Feststellungen fordert die Fi- nanzkommission den Bundesrat auf, das Parlament über die derzeitigen Probleme der EVK umfassend zu unterrichten. Der Bundesrat wird eingeladen, insbesondere und detailliert aufzuzeigen: - bis zu welchem Zeitpunkt er die Lage der EVK derart zu be- reinigen gedenkt, dass die Ordnungsmässigkeit der Rech- nung der EVK wieder durch die EFK bestätigt werden kann; - ob die Verstärkung des mittleren Kaders in Betracht gezo- gen werden muss und wie die Verantwortlichkeiten in dieser Hinsicht zugeordnet sind; -welche Massnahmen er angeordnet hat, damit die Dienst- stellen des Bundes die nötigen Lohndaten inskünftig in einer gebührend vereinheitlichten Form übermitteln; - ob die Einführung des Informatiksystems Supis abgeschlos- sen ist und, wenn nicht, ob die Funktionstüchtigkeit des Sy- stems inskünftig gewährleistet werden kann; - ob diese Situation zu zusätzlichen Kosten für den Bund führt Texte de l'interpellation du 8 février 1994 Le 24 novembre 1993, un groupe de travail constitué et man- daté par les Commissions des finances a rendu son rapport in- terne sur les résultats de son inspection approfondie de la CFA. Le rapport de ce groupe de travail fait état d'une situation in- quiétante à bien des égards dans la CFA En effet, depuis 1988, le Contrôle fédéral des finances (CDF) n'a plus pu attester que la comptabilité de la CFA était conforme aux règles et usages en la matière.Caisse fédérale d'assurance 636 13 juin 1994 Par ailleurs, le CDF constate aujourd'hui encore d'importants retards dans le traitement des dossiers, problèmes dont la Dé- légation des finances a également fait état dans ses derniers rapports annuels d'activité. Il est vrai que certaines des difficultés découvertes provien- nent du fait que les donnés salariales fournies par les offices de l'administration à la CFA ne sont pas toutes uniformisées. Compte tenu de ce qui précède, la Commission des finances demande au Conseil fédéral de renseigner le Parlement sur les problèmes que connaît la CFA actuellement en général. Le Conseil fédéral est invité à indiquer en particulier d'une façon détaillée: - dans quels délais il envisage de rétablir la situation de la CFA, de façon que la régularité comptable de cette dernière puisse à nouveau être attestée par le CDF; - s'il se propose de renforcer la position des cadres moyens de la CFA et comment sont attribuées les responsabilités à cet égard; - les mesures qu'il a ordonnées pour que les offices de l'admi- nistration fournissent désormais rapidement à la CFA les don- nées salariales nécessaires dûment uniformisées; - si l'introduction du système informatique Supis est achevée et le cas échéant, si la fiabilité de ce système est désormais ac- quise; - si la situation de la CFA entraîne des coûts supplémentaires pour la Confédération. #ST# 94.3014 Interpellation FK-SR Finanzierung der Eidgenössischen Versicherungskasse (EVK) Interpellation CdF-CE Financement de la Caisse fédérale d'assurance (CFA) Wortlaut der Interpellation vom 8. Februar 1994 Am 24. November 1993 hat eine von den Finanzkommissio- nen eingesetzte und beauftragte Arbeitsgruppe ihren internen Bericht über die Ergebnisse ihrer vertieften Inspektion bei der EVK vorgelegt Der Bericht der Arbeitsgruppe erinnert daran, dass die EVK auf der Grundlage des Kapitaldeckungsverfahrens und des Lei- stungsprimats funktioniert Im Gegensatz zu den privaten Kas- sen, die durch das BVG geregelt werden, sehen die in die Rechtsform einer Verordnung gekleideten Statuten der EVK vor, dass diese langfristig mit einem Deckungsgrad von zwei Dritteln zu führen ist (Artikel 47 Absatz 1 der EVK-Statuten). Der Deckungsgrad belief sich Ende 1992 auf 68 Prozent Ver- schiedene Faktoren wie der Einbau des Teuerungsausgleichs in die Renten, die Erhöhung des versicherten Verdienstes, die Leistungsverpflichtungen des Bundes aus dem neuen Freizü- gigkeitsgesetz sowie der Austritt einer angeschlossenen Or- ganisation können eine Verschlechterung des Deckungsgra- des nach sich ziehen. Angesichts der finanziellen und politischen Tragweite der vor- erwähnten Probleme wird der Bundesrat eingeladen, auf fol- gende Fragen zu antworten: 1. Ist er bereit zu prüfen, ob die Statuten der EVK in die rechtli- che Form eines allgemeinverbindlichen, nicht referendums- pflichtigen Bundesbeschlusses überführt werden können (Art 7 Abs. 1 GVG) indem er zu diesem Zweck die gesetzli- chen Grundlagen schafft? 2. Ist er bereit, die bestehende Regelung eines Deckungsgra- des von zwei Dritteln erneut und vertieft - unter Berücksichti- gung der Auswirkungen des neuen Freizügigkeitsgesetzes und basierend auf den von der EVK betriebenen Studien, wenn nötig mittels Modellen, die eine Veränderung der Versi- chertenzahlen und der versicherten Verdienste simulieren - zu prüfen? 3. Ist er bereit zu prüfen, wie bezüglich Einnahmen in der Son- derrechnung der EVK erhöhte Transparenz geschaffen wer- den kann, damit der nach Abzug des fehlenden Deckungsbe- trages der angeschlossenen Organisationen verbleibende Deckungsgrad der EVK klar ausgewiesen wird? Texte de l'interpellation du 8 février 1994 Le 24 novembre 1993, un groupe de travail constitué et man- daté par les Commissions des finances, a rendu son rapport interne sur les résultats de son inspection approfondie de la CFA Le rapport de ce groupe de travail rappelle que la CFA fonc- tionne selon les principes de la capitalisation et de la primauté des prestations. Contrairement aux caisses privées, qui sont régies par la LPP, les statuts de la CFA, qui revêtent la forme ju- ridique d'une ordonnance, prévoient que celle-là est gérée à long terme sur la base d'un taux de couverture des deux tiers, (art 47 al. 1 er des statuts précités). Le taux de couverture actuel (fin 1992) atteint 68 pour cent Di- vers facteurs, tels que la compensation du renchérissement dans les rentes, l'augmentation du traitement assuré ou les obligations de prestations résultant pour la Confédération de la nouvelle loi sur le libre passage ainsi que la sortie d'une or- ganisation affiliée, peuvent entraîner une détérioration de ce taux de couverture. Etant donné la portée financière et politique des problèmes évoqués ci-dessus, le Conseil fédéral est invité à répondre aux questions suivants: 1. Est-il disposé à examiner si les statuts de la CFA peuvent re- vêtir la forme juridique d'un arrêté fédéral de portée générale non soumis à référendum (art 47 al. 1er LREC), en créant la base légale à cet effet? 2. Est-il disposé à réexaminer à fond la solution du taux de couverture des deux tiers, en tenant compte des incidences de la nouvelle loi sur le libre passage et en fondant son exa- men sur les études entreprises à l'instigation de la CFA, au be- soin en prenant des modèles simulant une variation des effec- tifs et des traitements assurés? 3. Est-il disposé à examiner comment atteindre un niveau de transparence plus élevé en ce qui concerne les recettes du compte spécial de la CFA, pour que le taux de couverture ré- duit de la CFA apparaisse clairement, une fois qu'on lui aura retranché la partie du déficit provenant des organisations affi- liées? #ST# 94.3015 Interpellation FK-SR Beziehungen der Eidgenössischen Versicherungskasse (EVK) zu den grossen Regiebetrieben Interpellation CdF-CE Relations de la Caisse fédérale d'assurance (CFA) avec les grandes régies Wortlaut der Interpellation vom 8. Februar 1994 Am 24. November 1993 hat eine von den Finanzkommissio- nen eingesetzte und beauftragte Arbeitsgruppe ihren internen Bericht über die Ergebnisse ihrer vertieften Inspektion bei der EVK vorgelegt Der Bericht der Arbeitsgruppe verweist auf verschiedene Pro- bleme und Schwierigkeiten, die einerseits in den Beziehun- gen zu den PTT, andererseits in der vorgesehenen Zusam- menführung mit der Pensions- und Hilfskasse der SBB (PHK) gründen.Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation FK-SR Situation und derzeitige Mängel der Eidgenössischen Versicherungskasse (EVK) Interpellation CdF-CE Situation et difficultés actuelles de la Caisse fédérale d'assurance (CFA) In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1994 Année Anno Band II Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Ständerat Conseil Conseil des Etats Consiglio Consiglio degli Stati Sitzung 09 Séance Seduta Geschäftsnummer 94.3013 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 13.06.1994 - 17:15 Date Data Seite 635-636 Page Pagina Ref. No 20 024 333 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.