<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>UV.2016.00263</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichter Spitz<br/>Ersatzrichter Wilhelm<br/>Gerichtsschreiber Klemmt</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 28. Februar 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Holger Hügel</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Lorentz Schmidt Partner, Rechtsanwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Weinbergstrasse 29, 8006 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Suva</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Rechtsabteilung</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Postfach 4358, 6002 Luzern</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1986, war von Mitte Juni 2007 bis Mitte November 2008 auf temporärer Basis als kaufmännische Mitarbeiterin für die Y.___ in Winterthur tätig und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen versichert. Der letzte Arbeitstag war der 14. November 2008 (Urk. 9/16 S. 1, Urk. 9/29). Am 23. Februar 2009 verun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fallte sie in der Dominikanischen Republik und zog sich hierbei ein Polytrauma des Schädels zu. Die Erstbehandlung, die namentlich eine tem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">poroparietale Kra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">niotomie links beinhaltete, fand in der Dominikanischen Republik statt. Hernach erfolgte die Rückführung in die Schweiz. Ab 9. März 2009 wurde X.___ im Z.___ behandelt (Urk. 9/22, Urk. 9/24-25). Vom 8. Juli 2009 bis 31. Oktober 2009 war sie im Rahmen eines befristeten Arbeitsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hältnisses erneut für die Y.___ tätig (Urk. 9/16 S. 2 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 17. Februar 2010 liess X.___ der Suva über ihren Rechtsvertreter das Unfallereignis vom 23. Februar 2009 melden (Urk. 9/9; vgl. auch Urk. 9/99). Nach verschiedenen Abklärungen (vgl. Urk. 9/1, Urk. 9/7-8, Urk. 9/13, Urk. 9/16-26, Urk. 9/29-37) verneinte die Suva mit Verfügung vom 19. Juli 2010 ihre Leistungspflicht im Zusammenhang mit dem Ereignis. Dies begründe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">te sie damit, die Versicherte habe trotz entsprechender mündlicher Information durch mehrere Mitarbeiter der Y.___ von ihrer Möglichkeit, eine Abrede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung abzuschliessen, keinen Gebrauch gemacht. Deshalb habe im Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkt des Unfalls keine Versicherungsdeckung mehr bestanden (Urk. 9/39). Nachdem X.___ dagegen am 21. Juli 2010 beziehungsweise am 4. August 2010 Einsprache erhoben und geltend gemacht hatte, die Aussagen der Mitarbeiter der Y.___ seien nicht glaubhaft (Urk. 9/42-43), befragte die Suva am 11. März 2011 den Geschäftsführer und weitere Mitarbeiter der Y.___ zur Sache (Urk. 9/58). Zudem nahm sie einen Bericht eines Sachbearbeiters der Suva-Agentur Winterthur, A.___, zu dessen Gesprächen mit der Schwester von X.___, B.___, welche bis 30. September 2010 bei der lokalen Suva-Agentur gearbeitet hatte, zu den Akten (Urk. 9/64). Danach wies sie die Einsprache mit Einspracheentscheid vom 22. August 2011 ab (Urk. 9/66). Die von der Versicherten dagegen am 22. September 2011 erhobene Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, es seien ihr die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen und eventuell Zeugenbefragungen durchzuführen (Urk. 9/68), hiess das Sozialversicherungsgericht mit dem Urteil UV.2011.00269 vom 28. Juni 2013 in dem Sinne gut, dass es die Sache an die Suva zurückwies, damit diese die Befragungen formell korrekt mit Teilnahme der Versicherten durchführe und auch ihre Schwester befrage (Urk. 9/71). Die Versicherte reichte dagegen beim Bundesgericht Beschwerde ein und beantragte, es sei das Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungsgericht zu verpflichten, die beantragten Zeugeneinvernahmen vorzunehmen und über die Beschwerde vom 22. November 2011 zu entscheiden (Urk. 9/83). Das Bundesgericht trat mit Urteil 8C_675/2013 vom 9. Dezember 2013 nicht auf die Beschwerde ein, weil es davon ausging, es sei nicht erwiesen, dass der Versicherten durch das angefochtene Urteil ein nicht wieder gutzuma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chender Nachteil entstehe (Urk. 9/84).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 19. Mai 2015 befragte die Suva die Versicherte, ihre Schwester B.___, den Geschäftsführer und weitere Mitarbeiter der Y.___ sowie A.___ zur Sache (Urk. 9/127-133). Am 28. September 2015 nahm die Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherte zu den Befragungen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit Ausnahme derjenigen von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Stellung. Gleichzeitig ersuchte sie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, welcher die letzte Korre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spondenz mit der Versicherten geführt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hatte, den Fall einer unbeteiligten Person innerhalb der Suva zu übergeben. Danach sei ihr erneut Gelegenheit zur Stellungnahme zur am 19. Mai 2015 erfolgten Befragung von A.___ zu geben (Urk. 9/157). In der Folge übergab A.___ das Dossier der Fachabteilung der Suva in Luzern. Diese verneinte mit Verfügung vom 11. Februar 2016 erneut ihre Leistungspflicht für den Unfall vom 23. Februar 2009 mit der Begründung, die Versicherte sei über die Möglichkeit des Abschlusses einer Abredeversicherung rechtzeitig informiert worden, habe aber darauf verzichtet (Urk. 9/159). Die Versicherte erhob dagegen am 15. März Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprache (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9/165) und ergänzte diese am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mai 2016 (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9/170). Mit Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spracheentscheid vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Oktober 2016 wies die Suva die Einsprache ab (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9/173). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Holger Hügel, mit Eingabe vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">November 2016 Beschwerde mit dem Antrag, es seien ihr die gesetzlichen Leistungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuzusprechen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. In prozessualer Hinsicht beantragte sie die Durchführung einer mündlichen Verhandlung mit Zeugenbefragungen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 S. 2). In der Beschwerdeantwort vom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Februar 2017 schloss die Suva auf Abweisung der Beschwerde (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8). Im Rahmen von Replik (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">12) und Duplik (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">16) hielten die Parteien an ihren Anträgen fest. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Absatz 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 25. September 2015 werden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten der Ände</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 25. September 2015, das heisst vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt, weshalb im Folgenden die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesene Rechtslage zitiert wird.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 3 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) endet die Versicherung mit dem 30. Tag nach dem Tag, an dem der Anspruch auf mindestens den halben Lohn aufhört. Gemäss Abs. 3 von Art. 3 UVG hat der Versicherer der versicherten Person die Möglichkeit zu bieten, die Versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung durch besondere Abrede bis zu 180 Tage zu verlängern (Abredeversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abreden mit dem Versicherer über die Verlängerung der Nichtberufsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fallversicherung müssen einzeln oder kollektiv vor dem Ende diese</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r Versicherung getroffen werden (Art. 8 der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ordnung über die Unfallver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherung; UVV). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherer sorgen dafür, dass die Arbeitgeber über die Durchführung der Unfallversicherung ausreichend in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">formiert werden. Die Arbeitgeber sind verpflichtet, die Information an di</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitnehmer und Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmerinnen wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">terzugeben (Art. 72 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">UVV).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus der allgemeinen Informationspflicht von Versicherern </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und Arbeitgebern (Art. 72 UVV) leitet sich die Verpflichtung des Arbeitgebers ab, nebst anderem über die Möglichkeit des Abschlusses einer Abredeversicherung zu informieren. Die Rechtsnatur der Informationsobliegenheiten nach Art. 72 UVV als Amtspflichten ergibt sich daraus, dass der Versicherer und auch der Arbeitgeber in diesem Regelungszusammenhang Organe der Versicherungsdurchführung sind. Daraus wiederum folgt, dass die Wahrnehmung dieser Informations</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflichten institutionalisiert werden muss. Wie dies zu geschehen hat, schreibt die Verordnung nicht vor. Dies liegt vielmehr in der Gestaltungsfreiheit der beteilig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Versicherer und Arbeitgeber. Allerdings muss die Erfüllung der Informationspflicht manifestiert werden und insbesondere im Hinblick auf die Weiterleitungspflicht des Arbeitgebers (Art. 72 Satz 2 UVV) vom Versicherten erkennbar sein. In Betracht fällt unter anderem ein Aushang am ständigen Anschlag im unterstellten Betrieb oder die Information an einer Betriebs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versammlung. Ungenügend sind dagegen blosse Korrespondenzen zwischen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherer und Arbeitgeber, weil diese (wenn erstellt) nur den Informations</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fluss in der ersten Stufe belegen, für sich allein aber nichts darüber aussagen, ob der Arbeitgeber in der zweiten Stufe seinen Pflichten genügt hat. Da sich somit Versicherer und Arbeitgeber den Beweis der ihnen obliegenden Informa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tion mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit durch zumutbare Vorkehren ohne weiteres sichern können, liegt die Beweislast hierfür auch insoweit beim Versicherer, als die Erfüllung der Informations</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflichten des Arbeitgebers in Frage steht (BGE 121 V 28 E. 2b, Urteil des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">desge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richts U 255/03 vom 29. März 2004, E. 2.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zwar würde die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Aushändigung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einer Informationsschrift an die einzelnen Mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arbeitenden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit den entsprechenden Hinweisen zu Beginn des Arbeitsverhält</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nisses </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ebenfalls </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Anforderungen an die Informations- und Aufklärungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflicht der Arbeitgeberin genüg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Allerdings</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">müsste eine solche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Aushändigung als Standardprozedere grundsätzlich bei jede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r neu a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ngestellten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Person </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wendet w</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rd</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en, und es würde demnach den mit dem Beweisgrad der über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wiegenden Wahrscheinlichkeit zu erbringenden Beweis im Einzelfall benötigen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die betroffene Person </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">diese </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Informationsschrift </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tatsächlich erhalten hat und so über die Möglichkeit einer Abredeversicherung informiert worden war. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegen sind der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Aushang am Anschlagbrett oder </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Information an einer Betriebsversammlung Vorkehren, welche für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmer zugänglich sind und damit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">als solche bereits </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die rechtspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemässe Annahme der Erfüllung der Informationspflicht rechtfertigen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8C_744/2010</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">22. Februar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">11</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">RKUV 2004 Nr.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">U</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">517 S. 428).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Suva stellt sich auf den Standp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unkt, der Unfall vom 23. Februar 2009 habe sich nach Ablauf der obligatorischen Unfallversicherungsdeckung bei der Suva ereignet, und die Beschwerdeführerin habe keine Abredeversicherung abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlossen. Deshalb habe am 23. Februar 2009 keine Unfallversicherungsdeckung bestanden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufgrund der Aussagen von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> anlässlich der Befragung vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mai 2015 sei davon auszugehen, dass sich die Beschwerdeführerin mit ihr vor ihrem Austritt aus der Firma </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> über ihre Absicht, nach einem Aufenthalt in Miami in der Karibik eine Stelle zu suchen, unterhalten habe. Dabei sei auch die Abredeversicherung ein Thema gewesen, wobei die Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gesagt habe, sie spare sich die Prämie für die Abredeversicherung und kaufe mit diesem Geld lieber etwas anderes. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei sich anlässlich der Befragung vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mai 2015 nicht mehr sicher gewesen, wann genau er mit der Beschwerdeführerin über die Abredever</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherung gesprochen habe und in welcher Wortwahl. Es mute in diesem Zusammenhang aber seltsam an, dass die Beschwerdeführerin ihn zum Jahres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wechsel 20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">14/2015 telefonisch kontaktiert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und gefragt habe, ob ihr Anwalt ihm einen Fragebogen zustellen dürfe, er dann aber doch keinen erhalten habe, nachdem er ihr mitgeteilt habe, er werde den Fragebogen wahrheitsgemäss aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">füllen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bleibe dabei, dass ihm die Beschwerdeführerin noch vor dem Austritt aus der Firma ihren Plan, in der Dominikanischen Republik eine Stelle zu suchen, mitgeteilt habe und er sie noch vor dem Austritt explizit auf die Möglichkeit, eine Abredeversicherung abzuschliessen, hingewiesen habe. Nicht entscheidend sei, dass diese Mitteilung nicht im Rahmen eines formellen Austrittsgesprächs, sondern eines einfachen Gesprächs am Arbeitsplatz erfolgt sei. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb mehrere Arbeitskollegen der Beschwerdeführerin grundlos fälschlicherweise behaupten sollten, sie sei auf die Möglichkeit des Abschlusses einer Abredeversicherung aufmerksam gemacht worden. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe seine früheren Angaben bestätigt, wonach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ihn über den Unfa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ll der Beschwerdeführerin, ihrer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Schwester, orientiert habe. Daraufhin hätten sie sofort das Bestehen einer Versicherungsdeckung geprüft, wobei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ihm berichtet habe, dass ihre Schwester absichtlich keine Abredeversicherung abgeschlossen habe. Deshalb sei kein Dossier eröffnet worden. Es sei nicht davon auszugehen, dass ein Mitarbeiter der Suva bewusst falsche Aussagen mache. Es sei verständlich, dass sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___ erst relativ s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pät in dieser Sache zu Wort gemeldet habe, nachdem ihm bewusst geworden sei, dass versucht werde, nachträglich eine Versicherungsdeckung zu konstruieren. Angesichts der damaligen beruflichen Stellung und Tätigkeit von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___ als Schadensachbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arbeiterin bei der Suva erschienen ihre Angaben anlässlich der Befragung vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mai 2015, dass sie mit ihrem Arbeitskollegen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nach dem Unfall bis zu ihrer Abreise in die Dominikanische Republik nicht über die Versicherungsdeckung und eine Abredeversicherung gesprochen habe, als absolut unglaub</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">haft</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Die Darstellung der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin, sie habe vor dem Austritt aus der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> keinerlei Auslandpläne gehabt und kundgetan, sei unglaub</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">haft</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, insbesondere auch angesichts ihrer nachweislichen Falschangaben betreffend das zum Unfallzeitpunkt bestehende Arbeitsverhältnis mit der Firma </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">F.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Deshalb bestünden auch Zweifel an der Glaub</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">haft</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">igkeit ihrer Aussage, sie habe das Wort „Abredeversicherung“ vor dem Unfall noch nie gehört. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufgrund der vorhandenen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aussagen ihrer ehemaligen Mitarbeiter und von A.___ sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin vor ihrem Austritt aus der Y.___ über die Möglichkeit einer Abredeversicherung mündlich orientiert worden sei, eine sol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che aber absichtlich nicht abgeschlossen habe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 S. 8 ff., </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">16). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin macht demgegenüber geltend,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">es sei nicht zutreffend, dass sie vor Beendigung ihres Beschäftigungsverhältnisses bei der Y.___ oder während einer allfälligen Nachdeckung über die Möglichkeit des Abschlusses einer Abredeversicherung informiert gewesen sei. Sie habe nach Aussprechung der Kündigung zunächst keine Pläne gehabt, dann aber das Angebot einer Familie erhalten, mit ihr nach Miami zu gehen um das Kind zu hüten. Erst dort habe sie den Plan gefasst, in der Dominikanischen Republik zu arbeiten. Ihren definitiven Entschluss habe sie den Mitarbeitern der Y.___ erst im Rahmen eines Besuches in der Firma zwischen Weihnachten und der ersten Januarwoche 2009 mitgeteilt. Vor dem Unfall habe sie das Wort „Abredeversicherung“ noch nie gehört. Zuerst sei von den Mitarbeitern der Y.___ durch Fehlinformationen, das heisst die Übermittlung eines im relevan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Zeitraum noch gar nicht gültigen Rahmenarbeitsvertrags, der Versuch unternommen worden, den Beweis für die Erfüllung ihrer Informationspflicht zu erbringen. Nachdem dieser Beweis misslungen sei, hätten sie mit annähernd gleichem Wortlaut zu Protokoll gegeben, sie mündlich über die Abredeversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung informiert zu haben. Die Aussagen der Mitarbeiter der Y.___ seien widersprüchlich und inkongruent, zumal bezüglich der zeitlichen Abfolge der einzelnen Ereignisse erhebliche Unsicherheiten bestünden. E.___ habe seine am 11. März 2011 unterschriftlich bestätigte Aussage anlässlich der Befragung vom 19. Mai 2015 zurückziehen müssen. Er habe zugegeben, dass überhaupt kein Austrittsgespräch stattgefunden habe, in dessen Rahmen sie über die Abredeversicherung hätte informiert werden können. Befremdlich sei, dass er neu behauptet habe, sie im Rahmen eines Gespräches an ihrem Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">platz über die Abredeversicherung informiert zu haben. D.___ habe zuerst zu Protokoll gegeben, sie anlässlich eines Gesprächs im Team auf die Abredeversicherung hingewiesen zu haben. Im Zusammenhang mit einer ande</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren Frage habe er jedoch gesagt, es sei ein Gespräch beim Vorbeilaufen gewe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen, als er sich einen Kaffee habe holen wollen. Ferner seien sich D.___ und C.___ unsicher, ob sie sie vor dem Austritt aus der Firma oder anlässlich ihres Abschiedsbesuchs in der Firma zwischen Weihnachten und Neujahr über die Abredeversicherung unterrichtet hätten. D.___ habe auch nicht mehr bestätigten können, mit ihr ausdrücklich von einer „Abrede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung“ gesprochen zu haben. Da ihr Austritt aus der Firma am 14. No</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vember 2008 erfolgt sei, sei Ende Dezember die 30tägige Nachdeckungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">frist abgelaufen gewesen, womit eine Information anlässlich ihres Abschiedsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">suches – welche bestritten werde – verspätet gewesen wäre. Es bestehe der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dacht, dass die befragten Mitarbeiter ihre Aussagen abgesprochen hätten. Die annähernd gleichlautenden Aussagen seien mit Blick auf die Entstehung des Protokolls über die erste Befragung vom 11. März 2011 verständlich. Der Chef der Y.___, E.___, habe zunächst seine Sicht der Dinge dargelegt und sei bei der Befragung der übrigen Mitarbeiter dabei gewesen. Wegen des Abhängigkeitsverhältnisses zum Arbeitgeber dürfte es diesen schwer gefallen sein, ihrem Chef zu widersprechen. Selbst wenn D.___ anlässlich der zweiten Befragung nicht mehr Arbeitnehmer der Y.___ gewesen sei, müsse angenommen werden, dass er bei seinen früheren Aussagen geblieben sei, um nicht als unglaubwürdig dazustehen. Die zweite Befragung sei folglich von der ersten Befragung beeinflusst </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gewesen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">G.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe in einem E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mail bestätigt, von der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht über die Möglichkeit des Abschlusses einer solchen Versicherung informiert worden zu sein. Dies sei ein wesentliches Indiz für den Informationsfluss innerhalb der Firma. Die Suva habe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">G.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> entgegen ihrem Antrag </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aber nicht befragt. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Aussage von</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Herrn A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, ihre Schwester </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe ihm gesagt, sie, die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin, habe keine Abredeversicherung abgeschlossen, um die Prämie zu sparen, werde von der Schwester bestritten. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schliesslich fehlten Anhaltspunkte dafür, dass sie im hypothetischen Fall einer korrekten Information über die Abrede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung keine solche Versicherung abgeschlossen hätte. Deshalb sei sie so zu stellen, als ob sie eine Abredeversicherung abgeschlossen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hätte (Urk. 1 S. 11</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">f</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">f</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">., Urk. 12</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unbestritten und erstellt ist, dass das ordentliche Versicherungsverhältnis ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schliesslich der 30tägigen Nachdeckungsfrist gemäss Art. 3 Abs. 2 UVG vor dem Unfallereignis vom 23. Februar 2009 geendet hatte und dass innert der hierfür geltenden Frist keine Abrede im Sinne von Art. 3 Abs. 2 UVG erfolgt war. Fer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ner steht fest, dass sich der Unfall noch innerhalb der maximal möglichen Dauer einer Abredeversicherung (180 Tage) ereignet hatte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu prüfen ist zunächst, ob</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">von der Suva respektive in deren Auftrag von der Arbeitgeberin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">allgemeiner, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">institutionalisierter Form </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">oder aber individuell schriftlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">über die Möglichkeit, eine Abredeversicherung abzuschliessen, ins Bild gesetzt worden ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">H.___ von der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Geschäftsleitung der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gab </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hierzu </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Suva auf Anfrage am 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Februar 2010 telefonisch bekannt, die Informationsmittel der Suva zur Abredeversicherung seien in der Firma nicht aufgehängt worden. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dieser Umstand ist zwischen den Parteien nicht umstritten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">H.___ führte i</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ndessen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">an, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">jeder Mitarbeiter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erhalte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einen Rahmenar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitsvertrag, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in dem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Abredeversicherung erwähnt werde. Dieser Arbeitsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trag sei auch der Beschwerdeführerin ausgehändigt worden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 9/1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">übermittelte der Suva in der Folge einen Rahmenarbeitsvertrag, in dem zwar tatsächlich auf die Möglichkeit des Abschlusses einer Abredeversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherung hingewiesen wurde; allerdings handelte es sich hierbei um die Version 01.2010 (Urk. 9/17 S. 8). Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass in der Version 01/2007 des Rahmenarbeitsvertrages, welche der Beschwerdeführerin bei Antritt ihrer Stelle effektiv übergeben worden war, kein Hinweis auf die Abredeversicherung enthalten war (Urk. 9/30, Urk. 9/38; vgl. auch Urk. 9/27-28, Urk. 9/32-35). Damit steht fest, dass die Beschwerdeführerin weder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">allgemei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ner </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">institutionalisierter Form</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, zum Beispiel durch einen entsprechenden Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hang am Arbeitsplatz oder Informationen an einer Betriebsversammlung (Urk. 9/1), noch durch einen individuell, ihr persönlich gegenüber erfolgten Hinweis in der massgeblichen Version des Rahmenarbeitsvertrages (Ausgabe 2003/1; Urk. 9/29, Urk. 9/30 S. 2) über die Möglichkeit zum Abschluss einer Abredeversicherung informiert worden war. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu prüfen ist demnach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> im Folgen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, ob die erfolgte Verletzung der Informationspflicht nach den Prinzipien des öffentlich-rechtlichen Vertrauensschutzes zur Folge hat, dass die Versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsdeckung auch in Ermangelung einer Abredeversicherung zu bejahen ist (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">72 UVV; BGE 121 V 28).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei Verletzung der Informationspflichten bestimmt sich nach den Regeln zum öffentlich-rechtlichen Vertrauensschutz, ob der Versicherer für seine Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lassungen einzustehen hat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Weist sich der Versicherer über die Erfüllung seiner Informationspflichten aus, vermag aber der Arbeitgeber die Erfüllung seiner Weiterleitungspflicht nicht zu beweisen,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dann hat der Versicherer sich dennoch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Unterlassung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">oder die nicht bewiesene Weiterleitung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Information durch den Arbeitgeber als Organ der Versicherungsdurchführung leistungsmässig anrechnen zu lassen (BGE 121 V 28 E. 2c). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abgeleitet aus dem Grundsatz von Treu und Glauben, welcher den Bürger in seinem berechtigten Vertrauen auf behördliches Verhalten schützt, können fal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche Auskünfte von Verwaltungsbehörden unter bestimmten Voraussetzungen eine vom materiellen Recht abweichende Behandlung des Rechtsuchenden gebieten. Gemäss Rechtsprechung und Doktrin ist dies der Fall, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wenn die Behörde in einer konkreten Situation mit Bezug auf bestimmte Personen gehan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">delt hat; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wenn sie für die Erteilung der betreffenden Auskunft zuständig war oder wenn die rechtsuchende Person die Behörde aus zureichenden Gründen als zuständig betrachten durfte; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wenn die Person die Unrichtigkeit der Auskunft nicht ohne weiteres erkennen konnte; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wenn sie im Vertrauen auf die Richtig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit der Auskunft Dispositionen getroffen hat, die nicht ohne Nachteil rück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gängig gemacht werden können und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wenn die gesetzliche Ordnung seit der Auskunftserteilung keine Änderung erfahren hat. Der unrichtigen Auskunft gleichgestellt ist die Unterlassung einer behördlichen Auskunft, welche gesetzlich vorgeschrieben oder nach den im Einzelfall gegebenen Umständen geboten war. Die dritte Voraussetzung lautet diesfalls: wenn die Person den Inhalt der unterbliebenen Auskunft nicht kannte oder deren Inhalt so selbstver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ständlich war, dass sie mit einer anderen Auskunft nicht hätte rechnen müssen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteile des Bundesgerichts 8C_744/2010 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Februar 2011, 5.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3 und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 8C_784/2008 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">September 2009, E. 5.2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit weiteren Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Zentrum steht die Frage, ob die unterbliebene Information kausal war für die nachteilige Disposition der versicherten Person im Sinne des Nichtabschlusses der Abredeversicherung. Der entsprechende Beweis unterliegt keinen hohen Anforderungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BGE 121 V 28 E. 2c</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Urteil des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">U 340/99 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">April 2000, E. 3b und 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da eine natürliche (und somit wi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derlegbare) Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mutung dafür besteht, dass eine versicherte Person bei einer er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">folgten Infor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mation über die Abredeversicherung eine solche tatsächlich ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schliesst, hat die unterlassene Information zur Folge, dass der Abschluss fingiert wird. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dies gilt jedenfalls dann, wenn die versicherte Person lediglich ein berufliches Timeout ins Auge fasste. Die Vermutung kann etwa bei verlässlichen Anhaltspunkten dafür, dass sich die versicherte Person in Versicherungsangelegenheiten nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lässig verhielt, entkräftet werden (Urteil des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8C_784/2008 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">September 2009</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> E. 5.4-5;</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Alexandra Rumo-Jungo/André P. Holzer, Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gesetz über die Unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung (UVG), 4. Aufl., Zürich 2012,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> S. 22</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die nachteilige Disposition der Beschwerdeführerin bestand darin, dass sie keine Abredeversicherung abgeschlossen hat. Umstritten ist, ob sie den Inhalt der unterbliebenen Information ohnehin gekannt hatte und ob daher die Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lassung der Information durch die Arbeitgeberin für den Nichtabschluss der Abredeversicherung gar nicht kausal war.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Abredeversicherung verlängert den UVG-Versicherungsschutz aufgrund des bisherigen Arbeitsverhältnisses über dessen Ende und die Nachdeckung hinaus. Ziel ist, bei Eintritt eines versicherten Ereignisses Leistungen beziehen zu können, auch wenn (noch) kein neuer UVG-Versicherungsschutz begründet worden ist. Die vernünftig denkende versicherte Person hat ein Interesse an einer solchen Verlängerung. Denn sie wird dadurch unfallversicherungsmässig gehalten wie im beendeten Arbeitsverhältnis. Zudem ist der Abschluss der Abredeversicherung für die versicherte Person sehr unkompliziert; der Abschluss einer Privatversicherung für einen vergleichbaren Versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schutz wäre mit deutlich höherem administrativem Aufwand verbunden. Diese Aspekte sprechen nach der allgemeinen Lebenserfahrung dafür, dass eine versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherte Person bei genügender Information von der Abrede eher Gebrauch macht als nicht. Es besteht somit eine natürliche Vermutung für den Abschluss der Abredeversicherung, falls eine Information erfolgt ist; eine korrekt informierte Person würde gemäss der anzunehmenden natürlichen Vermutung eine Abrede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung abschliessen. Das gilt umso mehr dann, wenn die Person lediglich ein vorübergehendes berufliches Timeout ins Auge fasst. Denn diesfalls ist ihr ein höheres Interesse an einem - möglichst ununterbrochenen - Beibehalten des Versicherungsschutzes zuzubilligen, als etwa bei einem endgültigen Ausstieg aus dem Erwerbsleben oder bei Eintritt einer Arbeitslosigkeit, welche über die Arbeitslosenversicherung einen Versicherungsschutz für Nichtberufsunfälle zur Folge haben kann (Art. 22a Abs. 4 AVIG; Art. 3 Abs. 5 UVG; Art. 2 der Verord</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nung vom 24. Januar 1996 über die Unfallversicherung von arbeitslosen Perso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil des Bundesgerichts 8C_7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4/20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">08</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">11. September</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">09,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> E. 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu prüfen bleibt, ob die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">natürliche Vermutung für den Abschluss der Abrede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">durch die Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">im vorliegenden Fall durch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die W</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ürdigung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Beweise aufgrund der konkreten Verhältnisse </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entkräftet </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wird, wobei bei dieser Prüfung die hypothetische Annahme zu treffen ist, die Infor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mation über die Abredeversicherung sei ihr gegenüber korrekt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erfolgt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf den ersten Blick ergeben sich aus den Akten keine Anhaltspunkte dafür, dass sich die Beschwerdeführerin in Versicherungsangelegenheiten allgemein nachlässig verhielt und dies den Schluss gestatten würde, sie hätte entgegen der allgemeinen Lebenserfahrung auch bei erfolgter Information von der Möglich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit der Abrede keinen Gebrauch gemacht. Unter diesem Gesichtspunkt sind die Voraussetzungen für den Vertrauensschutz somit gegeben. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Was den hier interessierenden konkreten Ablauf der Geschehnisse betrifft</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">haben der Geschäftsleiter der Y.___, E.___, sowie der direkte Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gesetzte der Beschwerdeführerin, D.___ von der Abteilung Finan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zen/Controlling, am 30. März 2010 schriftlich ausgeführt, die Beschwerdeführe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin mehrmals dringend aufgefordert zu haben, eine Abredeversicherung abzuschliessen (Urk. 9/13). Dieses Schreiben war unter anderem Anlass dafür, dass die Beschwerdegegnerin am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mär</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">z 2011 insbesondere E.___ und dessen Ehefrau H.___ sowie D.___ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">durch einen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ihrer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachbear</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beiter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">befragen liess.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fraglich ist, inwieweit diese Aussagen im vorliegenden Prozess verwertbar sind. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht hat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">te</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">im Prozess Nr. UV.2011.00269</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dem Ergebnis </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dieser Befragung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en vom 11. März 2011</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und deren Beweiswert </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auseinandergesetzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, da die Beschwerdeführerin gegen den Entscheid der Suva Beschwerde erhoben hatte. Das Gericht hielt dazu im Urteil vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juni 2013</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> fest, dass weder die Beschwerdeführerin noch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Rechtsvertreter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei den Befragungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zugegen gewesen seien und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">an diese auch k</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine Einladung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dazu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erfolgt sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zudem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> h</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">abe die Beschwerdeführe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin keine Gelegenheit erhalten, nachträglich ergän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zende Fragen zu stellen respektive zur Befragung Stellung nehmen zu können. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schliesslich habe die Beschwerdegegnerin k</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine Befragung der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geführt, obschon eine solche beantragt worden sei. Das Gericht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hob</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in der Folge hervor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, die Angaben der befragten Personen seien in Bezug auf die Frage der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin das entscheidende Beweismittel und somit von erheblicher Tragweite. Eine Beteiligung der Beschwerdeführerin an der Beweiserhebung wäre </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aus diesem Grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> geboten gewesen, zumal keine objektiven Gründe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> wie gewichtige öffentliche Interessen oder schützenswerte Interessen Privater</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> für einen Ausschluss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gesprochen hätten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit der Begründung,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Beweiserhebung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geltenden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">formellen Anfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derungen nicht genügt, wies das Gericht die Sache </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> verfahrensrechtlicher </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mängel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">an die Beschwerdegegnerin zurück, damit diese die Befragung formell korrekt durchführe (Urteil des Sozialversicherungsgerichts UV.2011.00269 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juni 2013</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> E. 3.3 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Nachachtung dieses Rückweisungsurteils führte die Suva, nunmehr jeweils in Anwesenheit der Beschwerdeführerin und ihres Anwalts und unter Berücksich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigung der Ergänzungsfragen der Beschwerdeführerin, am 19. Mai 2015 erneut Befragungen durch. Das Ergebnis dieser Befragungen ist hier zu würdigen, während die Resultate der vom Gericht als formell unkorrekt erkannten Befra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">März 2011 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">naturgemäss keine Berücksichtigung finden können.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___ führte anlässlich der Befragung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">am 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mai 2015</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aus, die Beschwerdeführerin habe ihm gegen Ende des Arbeitsverhältnisses bei der Y.___ über ihre Pläne berichtet, ins Ausland zu gehen und eine Arbeit in der Tourismusbranche anzunehmen. Vor ihrem Austritt aus der Y.___ habe er sie, als sie zu dritt im Büro gewesen seien, zusammen mit den anderen Mitar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitern darauf hingewiesen, dass sie eine Abredeversicherung abschliessen solle. Sie habe erwidert, dass sie dies nicht machen möchte. Er habe die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin nach dem Unfall nochmals gesehen. Seit dem 30. April 2012 arbeite er nicht mehr für die Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Auf Nachfrage des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">präzisierte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r glaube, das Gespräch über die Abredeversicherung habe stattgefunden, als er mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> einen Kaffee habe holen wollen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Er wisse nicht ob er dabei explizit das Wort </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">„</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abrede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">” </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">benutzt habe, jedoch habe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Beschwerdeführerin sicher sinn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss gefragt, ob sie eine solche Versicherung abschliesse.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Er könne sich nicht mehr daran erinnern, ob die Beschwerdeführerin im Jahr 2009 für vier Monate wiederum bei der Y.___ gearbeitet habe (Urk. 9/129).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Suva-Mitarbeiter A.___ wurde vom Rechtsvertreter zu seinen Angaben in seiner schriftlichen Stellungnahme vom 13. Mai 2011 befragt. Er führte aus, die Schwester der Beschwerdeführerin, B.___, deren Teamchef A.___ im fraglichen Zeitraum bei der Suva war, habe ihm damals, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">als sie vom Unfall </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erfahren habe,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gesagt, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dass die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">se</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> absichtlich keine Abredeversicherung abgeschlossen habe, um die Prämie von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">25.-- zu sparen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___ sei als Suva-Mitarbeiterin für die Y.___ zuständig gewesen; angesichts des tragischen Unfalls sei als Erstes geprüft wor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den, wie die Beschwerdeführerin in die Schweiz zurückgeführt werden könne. Die gegenteiligen Ausführungen von B.___ träfen nicht zu (Urk. 9/130). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">H.___ war mit ihrem Mann E.___ zusammen Mitglied der Geschäftsleitung und Leiterin der Buchhaltung der Y.___. Sie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gab zu Pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tokoll, sie habe bereits vor dem Austritt der Beschwerdeführerin aus der Firma Kenntnis von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Plänen gehabt, ins Ausland nach Miami beziehungsweise in die Dominikanische Republik zu reisen. Sie wisse nicht mehr, ob sie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> über das Ende der Versicherungsdeckung bei der Suva und die Abrede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung informiert habe. Unterlagen habe sie ihr keine abgegeben. Es gehöre zu den Dienstleistungen in ihrer Branche, die Klienten über sämtliche Sozialleistungen zu informieren. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sie könne sich nicht mehr an das Abschieds</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">essen beziehungsweise den Abschiedsbesuch der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin erinnern und könne ohne Zugriff auf ihre Unterlagen auch nicht sagen, ob diese nach dem Unfall noch einmal für die Y.___ tätig gewesen sei (Urk. 9/131).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E.___ war Geschäftsführer und damit hauptverantwortliches Organ der Y.___. Er sagte aus, er habe gewusst, dass die Beschwerdeführerin in die Dominikanische Republik habe reisen wollen, um dort zu arbeiten. Er konnte sich aber nicht mehr erinnern, ob sie zuerst nach Miami habe reisen wollen oder nicht. Auch wisse er nicht mehr, ob sie ihm dies bereits vor oder nach der Kün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">digung mitgeteilt habe, auf jeden Fall aber vor dem Austritt. Er habe mit ihr kein eigentliches Austrittsgespräch geführt. Als er erfahren habe, dass sie ins Ausland gehen wolle, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe er ihr gesagt, sie solle wegen de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Versicherungen schauen. Dabei habe er mindestens einmal explizit den Abschluss einer Abrede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung empfohlen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dies habe er vor ihrem Austritt aus der Firma an ihrem Arbeitsplatz gemacht. Er wisse nicht mehr, ob er ihr diesbezüglich Unterlagen abgegeben habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, sie hätte sich aber auch selbst um solche bemühen können, da sie erwachsen sei. Es </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">könne sein, dass die Abredeversicherung im Rahmenar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitsvertrag der Beschwerdeführerin nicht erwähnt gewesen sei. Die Abredever</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherung sei aber schon vor ihrem Unfall in der Firma ein Thema gewesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Er wisse nicht mehr, ob er die Beschwerdeführerin nach der zweiten Kündigung im Jahr 2009 über die Abredeversicherung informiert habe (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9/132).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___ arbeitete in der fraglichen Zeit als</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Mitarbeiterin Buchhal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung bei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___. Sie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erklärte am 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mai 2015, sie habe vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juni 2007 bis 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">November 2008 im gleichen Büro wie die Beschwerdeführerin gearbeitet. Die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">se</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe ihr noch während ihrer Tätigkeit für die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> von ihren Plänen berichtet, in die Karibik zu reisen und dort </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine Stelle zu suchen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sie glaube nicht, dass die Versicherte damals bereits einen Job gehabt habe, wisse dies aber nicht sicher. Auch könne sie sich nicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erinnern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, ob </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ihr bereits vor dem Austritt erzählt habe, mit einer Familie nach Miami zu reisen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Sie wisse, dass sie nach dem Aufenthalt in Miami direkt in die Karibik geflogen sei. Auf Rückfrage des Rechtsvertreters der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin relativierte sie diese Aussage, indem sie angab, sich nicht mehr genau erinnern zu können. Die nun von der Beschwerdeführerin vorgebrachte Behaup</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung, sie habe nach der Kündigung bis zur Beendigung ihres Arbeitsverhält</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nisses zunächst keine Pläne gehabt, erscheine ihr nicht plausibel. Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin habe ihr und D.___ im Büro von ihren Plänen erzählt, worauf sie und D.___ ihr gesagt hätten, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sie solle sich in der Schweiz versichern lassen für den Fall, dass etwas passiere. Die Beschwerdeführerin habe geantwortet, sie spare sich dieses Geld lieber auf, um etwas </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nderes zu kaufen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___ habe sich über diese Antwort gewundert. Die Abredeversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherung sei damals in der Firma ein Thema gewesen wegen der temporär Angestellten. Die Mitarbeiter der Buchhaltung hätten aber nicht die Aufgabe gehabt, darüber zu informieren. Sie wisse nicht mehr, ob die Beschwerdeführerin bei der Y.___ zwischen Weihnachten 2008 und der ersten Januarwoche noch einmal vorbeigekommen sei (Urk. 9/133). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.6</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Aussagen der von der Suva </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">am 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mai 2015</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> befragten Personen lassen erkennen, dass die Beschwerdeführerin im Wesentlichen die Meinung vertrat, sie habe vor Ende ihres Arbeitsverhältnisses noch keine konkreten Pläne gehabt, weshalb ihre Arbeitskollegen von der Y.___ damals auch noch nichts über ihre spätere Absicht, in die Dominikanische Republik zu reisen und dort eine Arbeit zu suchen, hätten wissen können. Sie sei von ihren ehemaligen Mitarbei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tenden nicht über die Möglichkeit, eine Abredeversicherung abzuschliessen, informiert worden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Schwester der Beschwerdeführerin, B.___, sagte entgegen den Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führungen von A.___, wie sie in Erwägung 4.5.3 oben wiedergegeben sind, sie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe mit der Beschwerdeführerin vor ihrer Auslandreise nicht über die Abredeversicherung gesprochen. Überdies </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe sie vor ihrem Besuch der hospi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">talisierten Beschwerdeführerin in der Dominikanischen Republik auch nicht mit ihrem Suva-Teamchef A.___ über die Unfallversicherungsdeckung diskutiert.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber gaben der ehemalige Arbeitgeber und die Arbeitskollegen im Wesentlichen an, sie hätten aus Gesprächen mit der Beschwerdeführerin bereits vor ihrem Austritt aus der Y.___ über ihre Pläne Bescheid gewusst, nach Übersee zu reisen und dort eine Stelle zu suchen. In diesem Zusammenhang hätten sie die Beschwerdeführerin mehrmals mündlich auf die Möglichkeit hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gewiesen, eine Abredeversicherung abzuschliessen. Jene habe ihnen gesagt, darauf verzichten zu wollen. A.___ gab sogar an, er habe mit seiner Mitarbeiterin B.___ noch vor deren Abreise in die Dominikanische Republik geprüft, ob der Unfall vom 23. Februar 2009 bei der Suva versichert sei. B.___ habe ihm dabei angegeben, dass die Beschwerdeführerin absichtlich keine Abredeversicherung abgeschlossen habe.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus den Darstellungen des ehemaligen Vorgesetzten E.___, der ehema</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ligen Mitarbeiter D.___ und C.___ sowie des Suva-Teamchefs A.___ ergeben sich allerdings Lücken in wesentlichen Punkten sowie nicht unerhebliche Ungereimtheiten, wobei insbesondere unklar bleibt, mit welchem Inhalt die Beschwerdeführerin mündlich über die Abrede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung informiert worden sein soll, falls eine solche individuelle Informa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tion erfolgt wäre. Darüber konnten die Befragten jedenfalls nichts Konkretes angeben. Es steht aufgrund der verschiedenen Aussagen insbesondere nicht einmal fest, dass die befragten Personen mit der Beschwerdeführerin speziell über die Abredeversicherung und nicht eine andere Versicherung wie etwa eine Krankentaggeldversicherung gesprochen hatten (Urk. 9/58 S. 1 f., Urk. 9/64, Urk. 9/129 S. 3 f., Urk. 9/130 S. 1, Urk. 9/132 S. 2-3, Urk. 9/133 S. 3). Damit bleibt umso mehr unklar sowie als Folge davon unbewiesen, ob der Versicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten auch tatsächlich alle relevanten Informationen über die Abredeversicherung mitgeteilt wurden respektive bekannt waren. Nur dies könnte indessen dazu führen, dass die als Folge der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> unterlassenen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">allgemeinen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Information </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kausal verursachte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nachteilige </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Disposition</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, keine Abredeversicherung abzuschliessen, unbeachtlich bliebe (vgl. dazu das Urteil des Bundesgerichts U 340/99 vom 14. April 2000, E. 5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.6.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zugunsten der Beschwerdeführerin fällt sodann rechtsprechungsgemäss ins Gewicht, dass sie lediglich ein vorübergehendes berufliches Timeout geplant hatte, was für ihren Standpunkt spricht, dass sie bei genügender Information eine Abredeversicherung abgeschlossen hätte. Hierzu kann auf die vorstehende Erwägung 4.3 verwiesen werden. Zudem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> verhielt sie sich wie eine Person, wel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che in Versicherungsangelegenheiten vernünftig handelt.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Denn aus den Akten ergibt sich, dass sie nach Beendigung ihres Arbeitsverhältnisses und vor ihrer Abreise ins Ausland dafür gesorgt hatte, dass ab 1. Januar 2009 die Unfallde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ckung bei ihrer obligatorischen Krankenpflegeversicherung miteingeschlossen war (Urk. 9/127 S. 4). Dies spricht deutlich dafür, dass sie kaum</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auf den Abschluss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Abre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deversicherung verzichtet hätt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e, um die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> verhältnismässig bescheidene Prämie von Fr. 25.-- zu sparen, wenn sie korrekt über diese Mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichkeit und deren Vorzüge informiert worden wäre.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">I</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n den Akten bestehen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">jedenfalls</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> keine verlässlichen Anhaltspunkte dafür, dass sich die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin in Versicherungsangelegenheiten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">irgendwann </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nachlässig </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verhalten hätte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Es ist folglich davon auszugehen, dass sie bei erfolgter genügender Information die Abredeversicherung abgeschlossen hätte. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die übrigen Voraus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzungen des Vertrauensschutzes sind – wie in Erwägung 4.3 erwähnt – ohne Weiteres als erfüllt zu betrachten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgemäss ist die Abredeversicherung vertrauensschutzrechtlich als zustande gekommen zu betrachten. Somit bestand für das Unfallereignis vom 23. Februar 2009 eine Unfallversicherungsdeckung. Zu prüfen bleibt, ob sich aus dieser Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherung die geltend gemachten Leistungsansprüche ergeben. Hierfür und zur anschliessenden neuen Verfügung ist die Sache an die Suva zurückzuweisen. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach § 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) und Art. 61 lit. g </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsrechts (ATSG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hat die obsiegende beschwerdeführende Person Anspruch auf den vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses festzusetzenden Ersatz der Parteikosten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unter Berücksichtigung dieser Kriterien ist der obsiegenden Beschwerdeführerin eine Parteie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ntschädigung in Höhe von Fr. 2‘7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">00.-- zuzusprechen (inkl. Baraus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lagen und MWSt). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefo</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">chtene Einsprache</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">entscheid der Suva vom 19. Oktober 2016 aufgeho</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">ben und die Sache an die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Suva </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">z</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">urückgewiesen wird, damit diese im Sinne der Erwägungen über den Leistungsan</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">spruch der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> neu verfüge.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 2’700</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Holger Hügel</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Suva</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Gesundheit</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigKlemmt</p><p></p></div> </div></body></html>