Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 11. Juni 2015 (725 14 368 / 148) ____________________________________________________________________ Unfallversicherung Fallabschluss, adäquater Kausalzusammenhang Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Die ter Freiburghaus, Kantons- richter Christof Enderle, Gerichtsschreiberin i.V. Katja Wagner Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Stephan Bläsi, Advokat, Birsigstrasse 34, 4011 Basel gegen SUVA , Rechtsabteilung , Postfach 4358 , 6002 Luzern , Beschwerd e- gegnerin, vertreten durch Christian Leupi, Rechtsanwalt, Grossenba- cher Rechtsanwälte AG, Zentralstrasse 44, 6003 Luzern Betreff Leistungen (4.40162.12.6) A. Der 1964 geborene A.____ arbeitete zuletzt als Hilfsspengler bei der Firma B.____. In dieser Eigenschaft war er bei der SUVA obligatorisc h gegen die Folgen von Berufs- und Nicht- berufsunfällen versichert. Gemäss Schadenmeldung UV G vom 25. Januar 2012 brach A.____ am 18. Januar 2012 bei Arbeiten auf einer Schaltafe l ein und stürzte aus einer Höhe von circa 2,7 Metern von einem Gerüst auf eine Pergola. Die S chaltafel stürzte hinterher und traf A.____ an der linken Schulter, wobei er sich eine mehrfache Schulterfraktur zuzog. Die SUVA gewährte in der Folge die gesetzlichen Leistungen (Taggelder und Heilungskosten). Nach Abklärung der Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht gesundheitlichen Verhältnisse stellte sie mit Verfügung vom 12. Februar 2014 die Taggeldleis- tungen per 28. Februar 2014 ein. Zur Begründung füh rte sie an, dass gemäss der kreisärztli- chen Beurteilung vom 12. Dezember 2013 der medizinische Endzustand erreicht sei, womit sich die Rentenfrage stelle. Diesbezüglich kam sie nach Abklä rung der erwerblichen Verhältnisse in Anwendung der allgemeinen Bemessungsmethode gestützt au f einen Invaliditätsgrad von 2% zum Schluss, dass kein Anspruch auf eine Invalidenrente best ehe. Gleichzeitig erklärte sie sich bereit, die Kosten für die Physiotherapie und die Schm erzmittel noch bis zum 31. März 2014 zu übernehmen. Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies die SUVA mit Einsprache- entscheid vom 31. Oktober 2014 ab. B. Gegen diesen Entscheid erhob A.____, vertreten durch Advokat Stephan Bläsi, am 25. November 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel- Landschaft, Abteilung Sozialversi- cherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, in Aufhebung des angefochtenen Ein- spracheentscheides vom 31. Oktober 2014 sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm die gesetzlichen Leistungen (Heilungskosten, Taggelder) rückwi rkend wieder zu erbringen; unter o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beant ragte er die Bewilligung der unentgeltli- chen Prozessführung mit Advokat Bläsi als unentgeltlichem Rechtsvertreter. Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, dass die Leistungseinstellun g durch die SUVA zu früh verfügt worden sei, nämlich zu einem Zeitpunkt, als die zielorie ntierte Heilbehandlung noch in vollem Gange war und die beruflichen Wiedereingliederungsmass nahmen der Invalidenversicherung (IV) noch bevorstanden. Infolgedessen sei auch die Adäq uanzprüfung hinsichtlich der psychi- schen Beschwerden zu früh erfolgt. Überdies würde das ihm attestierte Zumutbarkeitsprofil, auf das sich die SUVA in ihrem Einspracheentscheid vom 31. Okt ober 2014 stütze, auf unzu- reichenden medizinischen Unterlagen beruhen. C. Mit Vernehmlassung vom 10. Februar 2015 beantragte die SUVA, vertreten durch Ad- vokat Christian Leupi, die Abweisung der Beschwerde. D. In ihrer Stellungnahme vom 7. April 2015 zu den v om Gericht nachträglich beigezoge- nen Akten der IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) hielt die SUVA weiterhin an ihrem Stand- punkt fest. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes ü ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dess en Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bunde sgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache- entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantona len Versicherungsgericht Be- schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 AT SG das Versicherungsgericht desjeni- gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend befindet sich dieser in C.____, weshal b die örtliche Zuständigkeit des Kantons- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht gerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des G esetzes über die Verfassungs- und Verwal- tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurtei lt das Kantonsgericht als Versi- cherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kanton s Beschwerden gegen Einsprache- entscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. E s ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Beschwerde des Versicherten vom 25. November 2014 ist demnach einzutreten. 2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob der B eschwerdeführer über den 28. Februar 2014 hinaus Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung hat. 3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche- rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl- len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewäh ren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand- lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles v oll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Per- son. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person A nspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindestens 10% invalid ist. 3.2 Für Leistungen nach UVG hat der Unfallversicherer n ur unter der Voraussetzung auf- zukommen, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem ein getretenen Schaden (Krank- heit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eing etretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur glei chen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahu ng des natürlichen Kausalzusam- menhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die allein ige oder unmittelbare Ursache gesund- heitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende E reignis zusammen mit anderen Be- dingungen die körperliche oder geistige Integrität de r versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werde n kann, ohne dass auch die eingetre- tene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen ei- nem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen S törung ein natürlicher Kausalzusam- menhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechts anwendende Behörde - die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht - im Rahmen der ihr ob liegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befin- den hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genü gt für die Begründung eines Leis- tungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 3.3 Um eine Leistungspflicht des Unfallversicherers begrün den zu können, muss zwischen dem versicherten Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden nicht nur ein natürlicher, son- dern auch ein adäquater Kausalzusammenhang bestehen. N ach der wiederkehrenden Formu- lierung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung hat ein Er eignis dann als adäquate Ursache Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allge- meinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfo lg von der Art des eingetretenen her- beizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das E reignis allgemein als begünstigt er- scheint (BGE 125 V 461 E. 5a, 123 III 112 E. 3a, 123 V 103 E. 3d und 139 E. 3c, 122 V 416 E. 2a, je mit Hinweisen). Der Voraussetzung des adäqua ten Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 12 5 V 462 E. 5c, 123 V 102 E. 3b mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzu sammenhanges zwischen dem versi- cherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitliche n Schädigung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang best eht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln vom Gericht zu beurteilen ist (BGE 112 V 33 E. 1b). 4.1 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte – wie der B eurteilung des Gesundheitszu- standes und der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person oder der Feststellung natürlicher Kau- salzusammenhänge im Bereich der Medizin – ist die rechtsa nwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese medi- zinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsp rozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und p flichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismi ttel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspru chs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anz ugeben, weshalb es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsich tlich des Beweiswertes eines Arztbe- richtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die str eitigen Belange umfassend ist, auf allsei- tigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwe rden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Dar legung der medizinischen Zusammen- hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situati on einleuchtet und ob die Schlussfolge- rungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der einge- reichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI-Praxis 2001 S. 113 E. 3a). 4.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspr echung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung auf zustellen (vgl. die ausführliche Zusam- menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit der Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach alleine ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum V ersicherungsträger nicht schon auf man- gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Diesen Be- richten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). I n Bezug auf Berichte von behandeln- den Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsa che Rechnung tragen, dass diese mit- unter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauen sstellung in Zweifelsfällen eher zu Guns- ten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 1 25 V 353 E. 3b/cc). Der Umstand, dass eine ärztliche Stellungnahme von einer Partei eingehol t und in das Verfahren eingebracht wird, rechtfertigt für sich allein aber nicht Zweifel am Bewe iswert des betreffenden Parteigutachtens (BGE 125 V 353 E. 3b/dd). 5.1 Zur Beurteilung der strittigen Frage sind im Wese ntlichen folgende medizinischen Un- terlagen von Bedeutung: 5.2 Im Operationsbericht vom 20. Januar 2012 hielt Dr . med. D.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, der Klinik F.____, wo der Versicherte im Anschluss an das Unfallereignis vom 18. Januar 2012 operiert worden war, fest, dass die Operation der komplexen Fraktur gut verlaufen sei. Er h abe diese mittels Schrauben und Kirschner-Draht fixiert. 5.3 Am 1. März 2012 führte Dr. D.___ aus, dass sich im Rö ntgenbild anlässlich der Nach- untersuchung am 13. Februar 2012 ein guter Heilungsver lauf gezeigt habe. Am 29. Februar 2012 sei eine partielle Materialentfernung erfolgt, im Rahmen derer normale Verwachsungen für Frakturen dieser Art festgestellt worden seien. Es sei Physiotherapie für die nächsten vier Wo- chen zu empfehlen, wobei Ende März eine weitere Kontro lle geplant sei. Er attestiere dem Ver- sicherten eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bis Ende März. 5.4 Mit Bericht vom 21. März 2012 stellte das Medizinische Versorgungszentrum E.____ die Diagnose eines Zustandes nach subcapitaler Humerusfraktur, die osteosynthetisch versorgt wurde, wobei keine Hinweise auf eine Re-Fraktur ausgemacht werden konnten. 5.5 Im Operationsbericht der Klinik F.____ vom 11. Apri l 2012 wurde anlässlich einer wei- teren partiellen Materialentfernung festgestellt, dass der Humeruskopf in gutem Zustand sei. Die in Narkose durchgeführte subacromiale Dekompression mi t Mobilisation der Schulter, er- mögliche dem Patienten wieder eine Antepulsion bis 140 ° , eine Abduktion bis 120° , eine sym- metrische Aussenrotation sowie eine gewisse Innenrotation. 5.6 Am. 20 April 2012 diagnostizierte Dr. D.____ eine n Status nach Operation und Fixation der komplexen Fraktur sowie Gedächtnis- und Konzentrationss törungen. Bezüglich der Ge- dächtnis- und Konzentrationsstörungen konnten im Rahme n eines durchgeführten MRI aber keine organischen Nachweise ausgemacht werden. Die am 11 . April 2012 in Narkose durchge- führte Mobilisation der Schulter sei gut verlaufen. D er Patient klage über persistierende Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Diesbezüglich p räzisiert Dr. D.____ im Zwi- schenbericht vom 30. April 2012 zuhanden der Beschwerdeg egnerin, dass er eine ankylosierte und blockierte Schulter mit einer Antepulsion sowie ei ner Abduktion von jeweils nur 20° habe Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht feststellen können. Aufgrund dessen sei intensive Physioth erapie zu empfehlen. Insgesamt sei der Patient aber in gutem Allgemeinzustand entlassen worden. 5.7 Der Beschwerdeführer befand sich vom 22. August 20 12 bis 10. Oktober 2012 in der Rehaklinik G.____. Im Austrittsbericht vom 11. Oktober 2012 wurde die Diagnose eines Tinnitus Grad II, welcher anamnestisch durch Schmerz getriggert so wie verstärkt werde, eine schwere Anpassungsstörung mit psychotraumatologischer und depressiv er Reaktion im Übergang zu einer leichten depressiven Episode (ICD-10: F 43.22) so wie ein Verdacht auf ein Depersonali- sationssyndrom (ICD-10: F 48.1) gestellt. In somatischer H insicht wurde festgehalten, dass die weiterhin bestehenden Einschränkungen im Bereich der li nken Schulter der Trümmerfraktur zuzuordnen seien. So hätte die Belastbarkeit der Schulte r zwar durch die stationäre Rehabilita- tion gesteigert werden können, die Beweglichkeit dersel ben sei hingegen trotz intensivier Phy- siotherapie und guter Motivation des Patienten annäher nd unverändert geblieben. Sollten die Beschwerden unter Fortführung der intensivierten ambul anten Therapie weiter andauern, sei eine kernspintomographische Untersuchung mit Frage nach Kapsulitis und Zustand der Rotato- renmanschette zu empfehlen. In der angestammten Tätig keit als Hilfsspengler bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Eine leidensangepasste leichte bis mittelschwere Tätigkeit ohne längerdauernde Tätigkeiten über Kopfhöhe, ohne repe titiven Krafteinsatz des linken Armes, ohne Hantieren von Gewichten körperfern (mit langen Hebel) und ohne Arbeit an sturzexponier- ten Stellen sei hingegen ganztags zumutbar. 5.8 Anlässlich einer ersten kreisärztlichen Beurteilung hi elt Dr. med. H.____, FMH Psychi- atrie und Psychotherapie, am 6. November 2012 fest, da ss sich in den medizinischen Unterla- gen im Anschluss an das Unfallereignis keine Hinweise für psychische Erkrankungen fänden. Im psychosomatischen Konsilium der Rehaklinik G.____ werde nicht ganz klar, auf welche psy- chopathologischen Befunde sich die Diagnosen stützen w ürden. Der Befund sei bis auf nieder- gestimmte Anteile unauffällig. Der Bericht des Versicher ten lasse auf eine Anpassungsstörung schliessen, es fehle aber an Aussagen über stationär beob achtete Symptome oder Verhaltens- auffälligkeiten sowie die Synthese aus berichteten Besch werden, beobachteten Verhaltenswei- sen und festgestellten psychopathologischen Auffälligkeite n. Es würde von einer Unfallkausali- tät gesprochen, wobei gleichzeitig Lexotanil und Tra madol-Konsum als Suchtkomponenten im Raum stünden, ohne dass darauf näher eingegangen werde . Ebenso sei unklar, warum ein Wechsel von der Therapie mit Lexotanil (Beruhigungsmi ttel mit Suchtpotential) auf eine antide- pressiv wirksame Medikation nicht gelungen sei. Es sei eine K ostengutsprache für eine Abklä- rungsphase von zehn Sitzungen zu erteilen und anschliessend ein Bericht darüber einzuverlan- gen. 5.9 Mit Zwischenbericht vom 17. Dezember 2012 hielt Dr. D.____ fest, dass er eine Vor- stellung beim Spezialisten Dr. med. I.____, FMH Orthop ädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, empfehle. 5.10 Anlässlich einer MRI-Untersuchung stellte Dr. D._ ___ mit Bericht vom 28. Januar 2013 einen Status nach Fraktur des Humeruskopfes mit Osteosynt hese sowie eine Tendinose der Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht langen Bizepssehne fest. Nachweise einer Rottatorenmansche ttenläsion sowie eines Sudeck konnten nicht ausgemacht werden. 5.11 Im Bericht vom 29. Januar 2013 diagnostizierte Dr. med. J.____, FMH Oto-Rhino- Laryngologie, einen subakuten kompensierten Tinnitus Gr ad II beidseits sowie eine mittelgradi- ge, sensorineurale Hochtonschwerhörigkeit rechts mehr als links. Der Versicherte habe schon vor dem Unfallereignis rechts schlechter gehört, eine Hörminderung bestehe nicht erst seit dem Unfall. Aufgrund der starken Schulterschmerzen sei der Pa tient bereits in einer Entspannungs- therapie. Diesbezüglich empfehle er eine gute, analgetische Therapie, da der Tinnitus eindeutig durch die Schmerzsituation getriggert sowie verstärkt wer de. Sollte es zu einer Dekompensati- on des Tinnitus kommen, müssten weitere verhaltensthera peutische Schritte in Erwägung ge- zogen werden. 5.12 Auch in der kreisärztlichen Beurteilung von Dr. me d. K.____, FMH Oto-Rhino- Laryngologie, vom 7. Februar 2013 wurde diesbezüglich festgehalten, dass keine unfallbedingte Hörverminderung vorliege. Der Tinnitus stelle keine eigene Entität dar. Ein Tinnitus sei ein häu- figes Begleitsymptom einer Schwerhörigkeit. Ob und geg ebenenfalls in welcher Intensität ein solcher Tinnitus wahrgenommen werde, hänge von verschiede nen Faktoren ab, wozu bei- spielsweise einerseits die psychische Befindlichkeit und andererseits aber auch Schmerzen und Verspannungen im Bereich des Schultergürtels gehören würden. Dass die Präsenz des Tinnitus bzw. dessen Intensität in gleicher Weise schwanke wie die Intensität der Schmerzen im Schul- terbereich, sei ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Schulterbeschwerden den Tinnitus trig- gern könnten. In diesem Sinne teile er die Auffassung von Dr. J.____. Eine direkt gegen den Tinnitus gerichtete Behandlung sei nicht möglich. Es sei davon auszugehen, dass mit einer Verbesserung der Beschwerden im Schulterbereich auch ein e Besserung der Tinnitus- Beschwerden einhergingen. Insofern bestehe beim Tinnit us somit ein teilkausaler Zusammen- hang zum Unfallereignis vom 18. Januar 2012 bzw. zur dabei zugezogenen Schulterverletzung, spezielle Therapiemassnahmen bezogen auf den Tinnitus se ien aber nicht möglich. Weder die Hörverminderung noch der Tinnitus würden aber die Arbe itsfähigkeit des Versicherten ein- schränken. Diesbezüglich entscheidend seien allein die Verhältnisse im Schulterbereich. 5.13 Mit Bericht vom 19. März 2013 zuhanden der Beschw erdegegnerin stellte der Kreisarzt Dr. med. L.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Tra umatologie des Bewegungsapparates, die Diagnose eines Status nach Humeruskopffraktur links mit operativer Versorgung mittels Plattenosteosynthese, eines Tinnitus beidseits sowie eines Status nach fraglicher schwerer An- passungsstörung mit psychotraumatologischer und depressiver R eaktion im Übergang zu einer leicht depressiven Episode. Im Rahmen der kreisärztlichen U ntersuchung habe sich beim Ver- sicherten eine Schultersteife links gezeigt. Etwas unklar s ei die spontane Schmerzsymptomatik im linken Schultergürtelbereich. Diesbezüglich sei ein e Arthroskopie zu empfehlen, um die int- raarticulären Verhältnisse besser beurteilen zu können. Der Versicherte sei im Lindenhofspital in Bern bei Dr. I.____ zur weiteren Behandlung anzum elden. Aktuell seien dem Versicherten leichte Tätigkeiten manuell links unterhalb der Horizo ntalen ohne mittelschwere und schwere Arbeit sechs bis acht Stunden täglich zumutbar. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.14 Mit Bericht vom 27. Mai 2013 diagnostizierte Dr. I.____ ein posttraumatisches Schul- terschmerzsyndrom links nach 3-Segmentfraktur vom 18. Januar 2012. Insgesamt bestehe eine auffallende Diskrepanz zwischen dem vergleichsweis guten radi ologischen Befund und dem Ausmass des (chronifizierten) Schmerzsyndroms. Einzig aufgrund dieser subjektiven Angaben des Versicherten sei eine Re-Arthrolyse mit befundsorien tierter Bicepstenodese und offener periarticulärer Arthrolyse zu empfehlen. 5.15 Am 12. September 2013 führte Dr. I.____, vier W ochen nach Vornahme der Arthrolyse, Bicepstenodese und Resection heterotoper Ossifikationen am proximalen Humerus links, aus, dass die Auto- und Physiotherapie fortzuführen seien. V om jetzigen Zeitpunkt an dürften auch Innen- und Aussenrotationsübungen, auch gegen leichte n Widerstand, durchgeführt werden. Die Amplituden sollten vor allem in Richtung Elevation und Innenrotation gesteigert werden. 5.16 Anlässlich einer Nachuntersuchung stellte Dr. I.____ am 21. November 2013 fest, dass es in subjektiver Hinsicht in Bezug auf die Beweglichkeit d eutlich besser gehe als präoperativ, die Situation bezüglich der Schmerzen habe sich aber kaum verändert. Es bestehe weiterhin eine gewisse Diskrepanz zwischen den subjektiven und den ob jektiven Befunden. Zur Linde- rung des chronischen Schmerzsyndroms könnte allenfalls eine Konsultation in einer Schmerz- sprechstunde hilfreich sein. Die berufliche Reintegratio n solle aber mit Nachdruck vorangetrie- ben werden. Diesbezüglich könne davon ausgegangen we rden, dass der Arm aus rein mecha- nischer Perspektive voll belastbar sei. Es sei eine letzte V erordnung bezüglich der Physiothera- pie auszustellen und anschliessend zur alleinigen Autotherapie überzugehen. Weitere Verlaufs- kontrollen seien vorerst nicht geplant. 5.17 In der kreisärztlichen Beurteilung vom 12. Dezember 2013 führte der Kreisarzt Dr. med. M.____, FMH Orthopädie und Unfallchirurgie, aus, dass objektiv eine gute Beweglich- keit der linken Schulter bestehe. Subjektiv seien noch persistierende Schmerzzustände am lin- ken Schultergelenk vorhanden. Eine Vorstellung des Versic herten in einer Schmerzsprechstun- de sei aber nicht sinnvoll. Es sei davon auszugehen, dass du rch weitere physiotherapeutische Behandlungen in der nächsten Zeit sich die Schmerzen so weit reduzieren werden, dass der Versicherte seine orale Schmerzmedikation eventuell soga r ganz absetzen könne. Insgesamt handle es sich um einen medizinischen Endzustand. Aufgrun d der erlittenen Fraktur und der bestehenden Einschränkungen im Bereich der linken Schulter werde der Versicherte nicht mehr in seiner angestammten Tätigkeit als Spengler arbeite n können. Eine mittelschwere Tätigkeit mit Arbeiten links unterhalb der Horizontalen sowie das Tragen von körpernahen Lasten bis 5kg seien ihm aber ganztägig zumutbar. 6.1 Streitig und zu prüfen ist zunächst, ob die SUVA d ie vorübergehenden Leistungen (Taggeld und Heilungskosten) zu Recht per 28. Februar 2 014 eingestellt hat. Der Beschwerde- führer bringt vor, dass der Fallabschluss zu früh erfolgt sei, so dass die Adäquanzprüfung hin- sichtlich der organisch nicht objektivierbaren Beschwerden so wie die Rentenprüfung nicht hät- ten vorgenommen werden dürfen. Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.2.1 Gemäss Art. 19 Abs. 1 UVG entsteht der Rentenanspruch, w enn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhaft Verbesserung d es Gesundheitszustandes der versi- cherten Person mehr erwartet werden kann und allfällig e Eingliederungsmassnahmen der Inva- lidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rente nbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin. Die verunfallte Person hat solange Anspruch auf Heilbehand- lung, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Verbesserung des Ge- sundheitszustandes mehr erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter Ein- stellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeiti ger Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen (BGE 137 V 201 E. 2.1; 134 V 114 E. 4.1; Urteil des Bundesgerichts 2. Mai 2014, 8C_ 888/2013, E. 4.1). Ob eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes im Sinne von Art. 19 A bs. 1 UVG noch möglich ist, be- stimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstel- lung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedin gt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Be- griffes "namhaft" in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweck- mässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fal- len muss (BGE 134 V 115 E. 4.3; Urteil des Bundesgericht s vom 2. Mai 2014, 8C_888/2013, E. 4.1). Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen z u erwartender geringfügiger thera- peutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchfü hrung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prognost isch und nicht aufgrund retro- spektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des B undesgerichts vom 2. Mai 2014 8C_888/2013, E. 4.1 mit Hinweisen). Alsdann ist die F rage, ob von der Fortsetzung der ärztli- chen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesund heitszustandes zu erwarten ist nur hinsichtlich der somatischen Leiden vorzunehmen (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 5. Juni 2014, 8C_137/2014, E. 4 und vom 1. Juni 2015, 8C-181/2015, E. 3.2.1). 6.2.2 Soweit der Beschwerdeführer im Zusammenhang mi t der Rüge des verfrühten Fallab- schlusses per 28. Februar 2014 zunächst geltend macht, da ss die Heilbehandlung mit dem Be- streben, seinen jetzigen Gesundheitszustand und die dam it verbundene Arbeitsfähigkeit nam- haft zu verbessern, im Zeitpunkt der Leistungseinstellung noch in vollem Gange war und der medizinische Endzustand demnach nicht eingetreten sei, kann ihm nicht beigepflichtet werden. Aus der medizinischen Aktenlage geht insgesamt deutlich hervor, dass die Humerusfraktur gut konsolidiert ist. Bereits am 1. März 2012 berichtete Dr . D.____ über einen anlässlich der Nach- untersuchung vom 13. Februar 2012 festgestellten guten Heilungsverlauf und im Rahmen der partiellen Materialentfernung festgestellte normale Verwachsungen. Im Bericht des Medizini- schen Versorgungszentrums E.____ vom 21. März 2012 konnten zudem keine Hinweise auf eine Re-Fraktur ausgemacht werden. Auch im weiteren V erlauf zeigt sich eine Konsolidation des Bruches ohne weitere Komplikationen (vgl. E. 6.5 u nd 6.6 vorne). Sodann wird dem Be- schwerdeführer bereits im Zeitpunkt seines Austritts aus der Rehaklinik G.____, am 11. Oktober 2012, in einer leidensangepassten leichten bis mittelschwe ren Tätigkeit ohne längerdauernde Tätigkeiten über Kopfhöhe, ohne repetitiven Krafteinsatz des linken Armes, ohne Hantieren von Gewichten körperfern (mit langen Hebel) und ohne Arbeit an sturzexponierten Stellen eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert. Auch in der kreisärztlichen Beurteilung vom 19. März 2013 wird ihm, zunächst zwar bezüglich leichter Tätigkeiten manuell links unterhalb der Horizontalen, eine Ar- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht beitsfähigkeit von sechs bis acht Stunden täglich atte stiert. Seit April 2012 führt der Beschwer- deführer aufgrund der unfallbedingt verbliebenen Bew egungseinschränkungen Physiotherapie durch. Somatische Ursachen, welche diese Bewegungseinschrän kungen erklären könnten, namentlich Nachweise einer Rottatorenmanschettenläsion sowie eines Sudeck, konnten aber nicht ausgemacht werden. Gleich verhält es sich auch bezü glich der vom Beschwerdeführer vom selben Zeitpunkt an geklagten Schmerzen. So wird wied erholt eine Diskrepanz zwischen diesen subjektiven Beschwerden und dem vergleichsweise guten objektiven Befund festgestellt. Am 21. November 2013 stellte Dr. I.____ im Anschluss an die Durchführung der Arthrolyse aber auch in subjektiver Hinsicht eine erneute Verbesserung d er Armbeweglichkeit fest und führte aus, dass der Arm aus rein mechanischer Perspektive voll belastbar sei, wobei er letztmals eine Verordnung bezüglich der Physiotherapie ausstellte und im Anschluss daran den Übergang zur alleinigen Autotherapie verordnete. Verlaufskontrollen plante er keine mehr ein. Gestützt auf die genannten Berichte sowie insbesondere die kreisärztliche Beurteilung vom 23. Dezember 2013 von Dr. M.____, im Rahmen derer eine zwischenzeitlich vo llständige knöcherne Konsolidation der Fraktur festgestellt wurde, ist davon auszugehen, d ass bezüglich den organischen Unfall- folgen keine Verbesserung mehr mit Auswirkung auf die A rbeitsfähigkeit zu erwarten war, die ins Gewicht fallen würde. Somit ist der medizinische En dzustand aber eingetreten. Daran ver- mag der Beschwerdeführer auch mit seinem Vorbringen, w onach er sich zurzeit in ärztlicher Behandlung beim Schmerzspezialisten Dr. N.____ befinde , nichts zu ändern. Die von Dr. N.____ empfohlenen, nicht somatisch indizierten Beha ndlungen mittels Schmerztabletten stehen dem Fallabschluss auf den 28. Februar 2014 mit Ad äquanzprüfung nach BGE 115 V 133 (vgl. E. 7 hiernach) nicht entgegen. Zudem geht aus dem Bericht von Dr. N.____ auch nicht hervor, dass von dieser Behandlung prospektiv eine namha fte Besserung des Gesundheitszu- standes zu erwarten war. Dessen ungeachtet bedingt der Fallabschluss nicht, dass eine ärztli- che Behandlung nicht länger erforderlich ist; vorausgesetzt wird – wie dargelegt – lediglich, dass von weiteren medizinischen Massnahmen keine namhafte Verbesserung des Gesund- heitszustandes mehr erwartet werden kann (BGE 134 V 11 5 E. 4.3; Urteil des Bundesgerichts 2. Mai 2014, 8C_888/2013, E. 4.1). Dass keine solche Ve rbesserung mehr mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu erwarten war, wird in der k reisärztlichen Beurteilung vom 12. Dezember 2013 in Übereinstimmung mit den vorhanden medizinischen Berichten schlüssig und nachvoll- ziehbar dargelegt. Unter den vorliegenden Voraussetzungen vermag der Bericht von Dr. N.____ deshalb die kreis- und fachärztlichen Beurteilungen nicht in Zweifel zu ziehen. 6.3 Auch besteht vorliegend kein Anlass, in grundsätzliche r Hinsicht an der Richtigkeit der Feststellungen des Kreisarztes Dr. M.____ sowie der üb rigen involvierten Fachärzte zu zwei- feln. Rechtsprechungsgemäss können Berichte versicherungsin terner Ärzte soweit berücksich- tigt werden, als keine – auch nur geringe – Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolgerungen bestehen (vgl. BGE 135 V 471 E. 4.7). Wie bereits dargelegt, ist die durch Dr. M.____ gestüt zt auf die sich bei den Akten befindlichen medizinischen Ber ichte vorgenommene Schlussfolge- rung, dass der medizinische Endzustand eingetreten sei, einleuchtend und überzeugend. Als- dann nimmt Dr. M.____ aufgrund seiner eingehenden p ersönlichen Untersuchung und Befun- derhebung vom 12. Dezember 2013 auch eine schlüssige und nachvollziehbare Beurteilung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit vor und auch das fachärztli ch attestierte Zumutbarkeitsprofil, wel- ches den aufgrund der erlittenen Fraktur verbleibende n Einschränkungen im Bereich der linken Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Schulter Rechnung trägt, wird hinreichend begründet. Insgesamt ist somit nicht zu beanstan- den, dass die SUVA zur Beurteilung des medizinischen Sachverhalts und der Arbeitsfähigkeit in somatischer Hinsicht vollumfänglich auf die kreisärztlich e Beurteilung vom 12. Dezember 2013 abgestellt hat. 6.4 Soweit der Beschwerdeführer ferner geltend macht, die SUVA habe die Zumutbarkeits- frage in medizinischer Hinsicht ungenügend abgeklärt und sei damit dem Untersuchungsgrund- satz im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht nachgekommen , ist darauf hinzuweisen, dass so- fern die im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzunehmenden Abklä- rungen den Versicherungsträger oder das Gericht bei um fassender, sorgfältiger, objektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdigung (BGE 132 V 393 E. 4.1 S. 400) zur Überzeugung führen, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrschei nlich (BGE 126 V 353 E. 5b S. 360, 125 V 193 E. 2 S. 195, je mit Hinweisen) zu betrachten und es könnten weitere Beweismass- nahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr änder n, so liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des Anspru chs auf rechtliches Gehör (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. SVR 2001 IV Nr. 10 S. 27 E. 4 S. 28; zu Art. 4 Abs. 1 aBV ergangene, weiterhin geltende Rechtsprechung: BGE 124 V 90 E. 4 b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162, je mit Hinweisen). Wie bereits dargelegt, beruhen die Einschät zung der medizinischen Situation und die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf umfassenden Abklärungen, welche insgesamt zu einem nachvollziehbaren Ergebnis führen. Dies gilt umso mehr , als dass der Beschwerdeführer dies- bezüglich nichts vorbringt, was diese Schlussfolgerungen vorliegend in Zweifel zu ziehen ver- mag. Aufgrund der klaren Sachlage ist dem Untersuchungsgrundsatz vorliegend Genüge getan. Es kann deshalb in antizipierter Beweiswürdigung von weit eren Abklärungen abgesehen wer- den (BGE 136 I 236 E. 5.3, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen). 6.5 Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, dass de r Fallabschluss noch nicht habe verfügt und die Rentenprüfung entsprechend nicht habe vorgenommen werden dürfen, da im Zeitpunkt der leistungseinstellenden Verfügung invali denversicherungsrechtliche, berufliche Wiedereingliederungsmassnahmen in Form eines Arbeitsversuches im Gange waren. 6.5.1 Gemäss Art. 19. Abs. 3 UVG erlässt der Bundesrat „nähere Vorschriften über die Ent- stehung des Rentenanspruchs, wenn von der Fortsetzung de r ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten ist, der Entscheid der IV über die berufliche Eingliederung jedoch erst später gefällt wird.“ Laut Art. 30 Abs. 1 erster Satz der Ver- ordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezem ber 1982 wird diesfalls vom Ab- schluss der ärztlichen Behandlung an vorübergehend eine Rente ausgerichtet, die aufgrund der in diesem Zeitpunkt bestehenden Erwerbsunfähigkeit festge setzt wird. Das Bundesgericht hat hierzu festgehalten, dass die Übergangsrente ein (vorläufiges) Surrogat der allenfalls folgenden (definitiven) Invalidenrente ist. Damit eine Übergang srente nach Art. 19 Abs. 3 UVG ausgerich- tet werden kann, muss der ausstehende Entscheid der IV üb er die berufliche Eingliederung aber Vorkehren beschlagen, welche einer Eingliederungs problematik aufgrund eines unfallkau- salen Gesundheitsschadens gelten (vgl. Urteile des Bundesg erichts vom 1. April 2009, 8C_304/2008, E. 3.2.1 f. und vom 1. Juni 2015, 8C_18 1/2015, E. 3.2.2). Der in Art. 19 Abs. 1 erster Satz UVG vorbehaltene Abschluss allfälliger Einglie derungsmassnahmen der IV kann Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht sich demnach, soweit es um berufliche Massnahmen geht, nur auf Vorkehren beziehen, welche geeignet sind, den der UVG-Invalidenrente zugrunde zu legenden Invaliditätsgrad zu beeinflus- sen. Auch die Frage, ob zwischen dem ausstehenden Entscheid der IV über die Eingliede- rungsmassnahmen und dem Gesundheitsschaden ein unfallkausale r Zusammenhang besteht ist bezogen auf die organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden im Rahmen der Beur- teilung des adäquaten Kausalzusammenhangs gesondert zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts vom 1. Juni 2015, 8C_181/2015, E. 3.2.2). 6.5.2 Aus den vorliegenden Akten geht unbestrittenerm assen hervor, dass die IV-Stelle mit Schreiben vom 6. Oktober 2014 Kostengutsprache für ein Arbeitstraining vom 6. Oktober 2014 bis 4. Januar 2015 erteilte und somit erst nach der Ver fügung der SUVA am 12. Februar 2014 berufliche Massnahmen durchführte. Wie die Beschwerdege gnerin diesbezüglich in grundsätz- licher Hinsicht richtig ausführt, hinderte sie der Umstan d noch laufender invalidenrechtlicher Eingliederungsmassnahmen vorliegend aber nicht, den Fall abzuschliessen. Wie hiervor ausge- führt, kann sich der in Art. 19 Abs. 1 UVG enthaltene Vorbehalt bezüglich des Abschlusses all- fälliger Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung rechtsprechungsgemäss nur auf Vorkehren beziehen, welche den der Invalidenrente der U nfallversicherung zugrunde zu legen- den Invaliditätsgrad beeinflussen können (Urteil des B undesgerichts vom 21. Februar 2008, U 79/07, E. 3.2.2. mit Hinweisen). Für das Vorliegen dieser Voraussetzungen braucht es kon- krete Anhaltspunkte, die jeweils im konkreten Einzelfall zu prüfen sind. Anders als in dem von der Beschwerdegegnerin zitierten Urteil waren die Eingliederungsmassnahmen vorliegend beim – die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsb efugnis bildenden (BGE 129 V 4 E. 1.2) – Einspracheentscheid noch im Gange. Aufgrund der kreisärztl ichen Beurteilung von Dr. M.____ vom 12. Dezember 2013 steht indessen in somatischer Hinsi cht fest, dass dem Beschwerde- führer mit den verbleibenden Unfallfolgen eine mitt elschwere Tätigkeit mit Arbeiten links unter- halb der Horizontalen sowie das Tragen von körpernahe n Lasten bis 5 kg ganztägig zumutbar ist. Dem Beschwerdeführer wäre es somit möglich, in ei ner angepassten Tätigkeit mindestens ein Invalideneinkommen zu erzielen, wie es die SUVA ihre r Verfügung vom 28. Februar 2014 zugrunde legte. Berufliche Massnahmen, insbesondere wen n es sich dabei um ein Arbeitstrai- ning im Sinne einer Leistungssteigerung handelt, sind u nter diesen Voraussetzungen nicht ge- eignet, dieses der Invaliditätsbemessung zu Grunde geleg te Invalideneinkommen zu verbes- sern und entsprechend den Invaliditätsgrad der unfallver sicherungsrechtlichen Invalidenrente zu beeinflussen. Damit ist gleichzeitig festzustellen, da ss die Voraussetzungen zum Fallab- schluss im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG im Verfügungszeitpunkt erfüllt waren und folglich auch die Übergangsrente gemäss Art. 19 Abs. 3 UVG in Verbind ung mit Art. 30 UVV nicht geprüft werden musste. 6.6 Aufgrund des Gesagten ist im Sinne eines Zwischenerg ebnisses festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin die vorübergehenden Leistungen in Form von Heilbehandlung und Tag- geld zu Recht per 28. Februar 2014 eingestellt hat. Damit war sie gemäss massgeblicher bun- desgerichtlicher Rechtsprechung gehalten, hinsichtlich de r psychischen Beschwerden die Adä- quanzfrage zu prüfen (vgl. E. 7 hiernach; vgl. auch Urte il des Bundesgerichts vom 19. März 2014, 8C_691/2013, E. 7.1 mit Hinweisen). Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht 7.1 Zu prüfen bleibt demnach, ob die Beschwerdegegne rin für die Beschwerden des Be- schwerdeführers ab 28. Februar 2014 aufzukommen hat, di e keinem organischen Substrat zu- zuordnen sind. Wie sich der Darlegung der medizinischen Situation entnehmen lässt, diagnosti- zierten die Ärzte der Rehaklinik G.____ im Austrittsberi cht vom 11. Oktober 2012 eine schwere Anpassungsstörung mit psychotraumatologischer und depressiv er Reaktion im Übergang zu einer leichten depressiven Episode (ICD-10: F 43.22), e inen Verdacht auf ein Depersonalisati- onssyndrom (ICD-10: F 48.1) sowie die Diagnose eines T innitus Grad II, welcher anamnestisch durch Schmerz getriggert sowie verstärkt werde. In der kre isärztlichen Beurteilung vom 6. No- vember 2012 werden die von der Rehaklinik im psychosomati schen Konsilium gestellten Diag- nosen sowie deren festgestellte natürliche Unfallkausa lität allerdings in Frage gestellt. Wie die Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf BGE 138 V 248 zu treffend ausführt, ist der Tinnitus un- ter den vorliegenden Voraussetzungen keiner organischen Ursache zuzuordnen, sodass die Adäquanzprüfung auch diesbezüglich zu erfolgen hat. In diesem Zusammenhang ist sodann zu berücksichtigen, dass der diagnostizierte Tinnitus, selbst wenn die adäquate Kausalität bejaht würde, ohnehin keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigke it des Versicherten hätte (vgl. E. 6.13 hiervor). 7.2 Die Frage, ob die über den 28. Februar 2014 hin aus medizinisch nicht hinreichend nachweisbaren Beschwerden natürlich kausal durch das Unfallereignis verursacht worden sind, hat die Beschwerdegegnerin nicht abschliessend geklärt, da sie davon ausging, dass eine Leis- tungspflicht mangels adäquaten Kausalzusammenhangs ohneh in entfalle. Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden. Nach der Rechtsprechung kann die Frage nach dem natürlichen Kau- salzusammenhang bei psychischen Beschwerden in jenen Fälle n offen gelassen werden, in welchen der für die Bejahung einer Leistungspflicht erf orderliche adäquate Kausalzusammen- hang ohnehin verneint werden muss, was vorliegend – wi e nachfolgend darzulegen sein wird – der Fall ist (SVR 1995 U 23 S. 68 E. 3c; ebenso: Urtei l des Bundesgerichts vom 2. Juli 2010, 8C_182/2010, E. 3.2). 7.3 Bei der Beurteilung der Adäquanz von organisch ni cht (hinreichend) nachweisbaren Unfallfolgeschäden, ohne dass die versicherte Person ein Sc hleudertrauma der HWS oder ei- nen äquivalenten Verletzungsmechanismus erlitten hat, er folgt die Adäquanzbeurteilung psy- chischer Unfallfolgen nach den in BGE 115 V 133 ff. entwickelten Kriterien (vgl. zu den Anforde- rungen an die Objektivierbarkeit von organischen Leiden: nicht publizierte E. 2 des Urteils BGE 135 V 465, in: SVR 2010 UV Nr. 6 S. 25 [8C_216/2009]). Nach dieser Rechtsprechung setzt die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfallereignis bzw. einer unfallähnlichen Körperschädigung und einer anschliessend einsetzenden psychischen Fehlent- wicklung im Einzelfall voraus, dass dem fraglichen Ereign is für die Entstehung der psychisch bedingten Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit eine massgebe nde Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn es objektiv eine gewisse Schwere aufweist o der mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (BGE 115 V 141 E. 7 mit Hinweisen). 7.3.1 Eine spezielle Adäquanzprüfung verlangt zunächst eine Qualifikation des Unfallereig- nisses nach seiner Schwere. Die Schwere des Unfalles besti mmt sich dabei nach dem augen- fälligen Geschehensablauf und nicht nach den Kriterien, welche bei der Beurteilung der Adä- Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht quanz bei mittelschweren Unfällen Beachtung finden. Zu prüfen ist im Rahmen einer objektivier- ten Betrachtungsweise, ob der Unfall eher als leicht, als mittelschwer oder als schwer erscheint, wobei im mittleren Bereich gegebenenfalls eine weite re Differenzierung nach der Nähe zu den leichten oder schweren Unfällen erfolgt. Massgebend sind der augenfällige Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften, nicht jedoch Folgen des Unfalles oder Begleitum- stände, die nicht direkt dem Unfallgeschehen zugeordnet werden können. Derartigen dem ei- gentlichen Unfallgeschehen nicht zuzuordnenden Faktoren ist gegebenenfalls bei den Adä- quanzkriterien Rechnung zu tragen. Dies gilt etwa für di e - ein eigenes Kriterium bildenden - Verletzungen, welche sich die versicherte Person zuzieht, a ber auch für - unter dem Gesichts- punkt der besonders dramatischen Begleitumstände oder be sonderen Eindrücklichkeit des Un- falls zu prüfende - äussere Umstände, wie eine allfällige Dunkelheit im Unfallzeitpunkt oder Ver- letzungs- resp. gar Todesfolgen, die der Unfall für an dere Personen nach sich zieht (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, U 2/07 E. 5.3.1). Immerhin können d ie erlittenen Verletzungen aber Rück- schlüsse auf die Kräfte gestatten, die sich beim Unfall e ntwickelt haben (SVR 2009 UV Nr. 57 S. 203, 8C_77/2009 E. 4.1.1). 7.3.2 Gemäss Schadenmeldung UVG vom 26. Januar 2012 h at sich das Ereignis vom 18. Januar 2012 wie folgt zugetragen: Beim Betreten e iner Schaltafel bei Arbeiten an einem Pergoladach drehte sich diese und der Versicherte stürzte aus einer Höhe von circa 2,7 Metern auf eine Pergola, wobei er der ergänzenden Aktennotiz vom 26. Januar 2012 zufolge zunächst auf den Füssen landete. Die Schaltafel stürzte hinterher und traf den Versicherten an der Schul- ter. Dadurch zog er sich eine mehrfache Schulterfraktur zu. Aufgrund des augenfälligen Ge- schehensablaufs mit den sich dabei entwickelnden Kräften u nd unter Berücksichtigung, dass der Versicherte auf den Füssen gelandet ist und sich die Verletzung erst durch die Schaltafel zugezogen hat, ist das Ereignis vom 18. Januar 2012 mit d er Vorinstanz als mittelschwerer Un- fall im Grenzbereich zu den leichten zu qualifizieren. 7.4 Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich di e Frage, ob zwischen Unfall und Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des Unfalls allein schlüs- sig beantworten. Es sind daher weitere, objektiv erfassb are Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte beziehungsweise indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen: besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verlet zungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; körperliche Dauerschmerzen; ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 115 V 133 E. 6c/aa). Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die G esamtwürdigung ist nicht in jedem Fall er- forderlich. Ist der Unfall – wie im vorliegenden Fall – als mittelschwer an der Grenze zu den leichten Ereignissen einzuordnen, kann die Unfalladäquan z des Beschwerdebildes nur bejaht werden, wenn vier der sieben Adäquanzkriterien erfüllt sind oder eines besonders ausgeprägt vorliegt (Urteil des Bundesgerichts vom 4. April 2013, 8C_729/2012, E. 7.2; BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140; SVR 2010 UV Nr. 25 S. 100 E. 4.5 [8C_897/2009]). 7.4.1 Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitu mstände ist objektiv zu beurteilen und nicht aufgrund des subjektiven Empfindens bzw. des Ang stgefühls der versicherten Person (Urteil vom 15. Januar 2015, 8C_325/2014. E. 4.2.2). Der Beschwerdeführer stürzte von einem Baugerüst auf eine Pergola, wobei er zunächst auf den Füssen landete. Die Schaltafel stürzte hinterher und traf den Beschwerdeführer an der Schulter. Durch die hinterherstürzende Schalta- fel kann dem Ereignis zwar in subjektiver Hinsicht eine g ewisse Eindrücklichkeit entnommen werden. Objektiv betrachtet und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass jedem mittelschwe- ren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit innewohnt (Urte il des Bundesgerichts vom 20. Novem- ber 2008, 8C_39/2008, E. 5.2), kann das Unfallereig nis aber, so wie es sich vorliegend insge- samt zugetragen hatte, nicht als besonders dramatisch oder eindrücklich im Sinne der massge- benden bundesgerichtlichen Rechtsprechung bezeichnet werden, womit diese Kriterium zu ver- neinen ist. 7.4.2 Weiter zog sich der Beschwerdeführer durch den Unf all keine Verletzungen zu, die erfahrungsgemäss geeignet sind eine psychische Fehlentwicklun g auszulösen. Er erlitt bei die- sem Unfall eine mehrfache Schulterfraktur. Wie bereits ausgeführt, ist den medizinischen Unter- lagen zu entnehmen, dass die Fraktur komplikationslos konso lidiert ist. Da auch keine weiteren strukturell objektivierbaren unfallbedingten Veränderu ngen erhoben wurden, kann die Fraktur nicht als geeignet betrachtet werden, eine psychische Feh lentwicklung zu begünstigen. Damit ist auch dieses Kriterium zu verneinen. 7.4.3 Was das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung angeht, ist mit der Beschwerdegegnerin darauf hinzuweisen, dass d ieses Kriterium nicht allein nach einem zeitlichen Massstab zu beurteilen ist. Von Bedeutu ng sind auch Art und Intensität der Behandlung sowie inwieweit noch eine Besserung des Ge sundheitszustandes zu erwarten ist. Es muss, gesamthaft betrachtet, eine kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichtete ärztliche Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer vorliegen. Manualtherapeutische Massnahmen zur Erhaltung des Zustandes und medikamentöse Schmerzbekämpfung allein genügen diesen Anforderungen nicht (Urteil des Bundesgerichts vom 9. Februar 2015, 8C_765/2014, E. 11.3). Im Rahmen der partiellen Materi- alentfernung wird im Operationsbericht der Klinik F.____ vom 11. April 2012 bereits drei Monate nach dem Unfallereignis festgestellt, dass der Humerusko pf in gutem Zustand sei und die in Narkose durchgeführte subacromiale Dekompression mit Mobilisation der Schulter, dem Patien- ten wieder eine Antepulsion bis 140° , eine Abduktion bis 120° , eine symmetrische Aussenrota- tion sowie eine gewisse Innenrotation ermögliche. Im weiteren Verlauf standen im Rahmen der ärztlichen Behandlungen die Physiotherapie und die Einn ahme von Schmerzmitteln im Vorder- grund. Insbesondere konnten in der MRI-Untersuchung vo m 28. Januar 2013 keine Nachweise Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht einer Rotatorenmanschettenläsion sowie eines Sudeck ausg emacht werden. Der durch Dr. I.____ vorgeschlagene, weitere operative Eingriff d er Arthrolyse war sodann eine objektiv nicht zwingend erforderliche Massnahme allein aufgrund d er mehrfach festgestellten Diskre- panz zwischen dem Ausmass des (chronifizierten) Schmerzsyndroms und dem vergleichsweise guten radiologischen Befund. Insgesamt kann somit nich t von einer mit einer gewissen Plan- mässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichteten ärztlichen Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer gesprochen werden. Demn ach kann auch dieses Kriterium nicht bejaht werden. 7.4.4 Seit dem Zeitpunkt einer komplikationslos verlaufe nen partiellen Materialentfernung im April 2012 klagt der Beschwerdeführer über persistiere nde Schmerzen. Wie bereits dargelegt, lassen sich diese aber kaum objektivieren und sie stehen insbesondere in einem Missverhältnis zum vergleichsweise guten radiologischen Befund. Unter Ber ücksichtigung, dass im Rahmen des Kriteriums der körperlichen Dauerschmerzen, wie die Beschwerdegegnerin zutreffend aus- führt, nur physisch bedingte bzw. organisch nachweisbare B eschwerden zu beachten sind, ist auch dieses Kriterium vorliegend nicht erfüllt. 7.4.5 Auch das Kriterium der ärztlichen Fehlbehandlun g, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, ist unbestrittenermassen nicht erfüllt. 7.4.6 Aus der ärztlichen Behandlung und allfälligen e rheblichen Beschwerden kann nicht schon auf ein Erfüllen des Kriteriums des schwierigen Hei lungsverlaufes und der erheblichen Komplikationen geschlossen werden. Es bedarf hierzu besond erer Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt haben (Urteil des Bundesgerichts vom 21 . November 2014, 8C_496/2014, E. 4.6). Solche Gründe sind vorliegend nicht ersichtlich. Aus den medizinischen Unterlagen geht vielmehr hervor, dass die Fraktur komplikationslos ko nsolidiert ist und das chronifizierte Schmerzsyndrom und die Bewegungseinschränkungen, welche die Einnahme von Schmerzmit- teln sowie die Physiotherapie bedingen, zentrale Bestand teile der weiteren ärztlichen Untersu- chungen bilden. 7.4.7 Schliesslich ist hinsichtlich des Kriteriums des Grads und der Dauer der physisch be- dingten Arbeitsunfähigkeit festzuhalten, dass dem Besch werdeführer bereits im Zeitpunkt sei- nes Austritts aus der Rehaklinik G.____ am 11. Oktober 20 12 eine leidensangepasste leichte bis mittelschwere Tätigkeit ohne längerdauernde Tätigkei ten über Kopfhöhe, ohne repetitiven Krafteinsatz des linken Armes, ohne Hantieren von Gewich ten körperfern (mit langen Hebel) und ohne Arbeit an sturzexponierten Stellen ganztags zumutbar war. Auch in der kreisärztlichen Beurteilung vom 19. März 2013 wird bezüglich leichter Tätigkeiten manuell links unterhalb der Horizontalen eine Arbeitsfähigkeit von sechs bis acht Stunden täglich attestiert. Demnach ist auch dieses Kriterium nicht erfüllt. 7.5 Somit ist festzuhalten, dass keines der Adäquanzkriteri en nach der massgebenden Rechtsprechung erfüllt ist. Demnach hat die Beschwerdege gnerin den adäquaten Kausalzu- sammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 18. Januar 2012 und den über den 28. Februar 2014 hinaus anhaltend geklagten, organisch nicht hinreichend nachweisbaren Beschwerden, zu Seite 17 http://www.bl.ch/kantonsgericht Recht verneint. Entsprechend kann auch die Frage nach dem natürlichen Kausalzusammen- hang bezüglich dieser Beschwerden offen gelassen werden. 8. Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, dass die SUVA auf der Basis des von Dr. M.____ am 12. Dezember 2013 attestierten Zumutb arkeitsprofils, wonach dem Beschwer- deführer eine mittelschwere Tätigkeit mit Arbeiten li nks unterhalb der Horizontalen sowie das Tragen von körpernahen Lasten bis 5 kg ganztägig zumutbar seien, über den Anspruch auf eine ordentliche Rente befunden hat. 9.1 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen de r gesundheitlichen Beeinträchti- gungen. Gemäss Art. 16 ATSG hat die Invaliditätsbemessung bei erwerbstätigen Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu erfolgen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Be- handlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durc h eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalid eneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie ni cht invalid geworden wäre (Vali- deneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig mög lichst genau ermittelt und einan- der gegenüber gestellt werden, worauf sich aus der Einko mmensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (BGE 104 V 136). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts sind für den Einkommensvergleich grundsätzlich die Verhältnisse im Zeit punkt des Beginns des Rentenan- spruchs massgebend (vgl. BGE 129 V 222, 128 V 174). 9.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Vorliegend geht der Versicherte keiner Erwerbstät igkeit mehr nach. Im Einkommensver- gleich ist deshalb von einem hypothetischen Invalidenein kommen auszugehen. Um dieses zu ermitteln, können nach der Rechtsprechung entweder Ta bellenlöhne gemäss LSE oder die so- genannten Zahlen der Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) herangezogen werden (BGE 126 V 76 E. 3b mit Hinweisen; RKUV 1999 Nr. U 343 S. 412). 9.3 Im Entscheid BGE 129 V 472 ff. befasste sich das Bun desgericht ausführlich mit der Invaliditätsbemessung aufgrund von Arbeitsplatzbeschrei bungen aus der von der SUVA ge- schaffenen DAP und stellte fest, dass die für die Invalid itätsbemessung herangezogenen DAP- Profile im konkreten Einzelfall repräsentativ sein müssen. Es genügt daher nicht, wenn lediglich ein einziger oder einige wenige zumutbare Arbeitsplätze angegeben werden, weil es sich dabei sowohl hinsichtlich der Tätigkeit als auch des bezahlten Lohnes um Sonder- oder Ausnahmefäl- le handeln kann. Vielmehr muss der Unfallversicherer m indestens fünf DAP-Blätter auflegen, damit die Repräsentativität der DAP-Profile als gegebe n betrachtet werden kann. Zusätzlich sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrun d der gegebenen Behinderung der versicherten Person in Frage kommenden dokumentierten Ar beitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungs- profil entsprechenden Gruppe. Dadurch wird eine hinr eichende Überprüfung des dem Unfall- versicherer bei der Auswahl der DAP-Blätter zustehenden E rmessens ermöglicht. Sind die er- Seite 18 http://www.bl.ch/kantonsgericht wähnten verfahrensmässigen Anforderungen nicht erfüllt, kann nicht auf den DAP- Lohnvergleich abgestellt werden (vgl. zitiertes Urteil, E. 4.2.2; vgl. auch BGE 139 V 595 f. E. 6.3). 9.4 Bei der Berechnung des Invalideneinkommens stützte si ch die SUVA auf die DAP, wobei sie insgesamt fünf DAP-Blätter für das Jahr 2013 auflegte. Darüber hinaus machte sie Angaben über die Gesamtzahl der aufgrund der gegeben en Behinderung des Versicherten in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze (insgesamt 87 DAP), über den dabei erzielba- ren Höchstlohn (Fr. 81‘570 .--), über den Tiefstlohn (Fr. 44‘219.--) sowie über den Durchschnitts- lohn der dem verwendeten Behinderungsprofil entspreche nden Gruppe (Fr. 61‘755.--). Die von der Rechtsprechung geforderten fünf DAP-Blätter, di e dem attestierten Zumutbarkeitsprofil von Dr. M.____ entsprechen, ergeben einen Durchschnittslohn von Fr. 56‘261.--. 9.5 Anhand der Gegenüberstellung des Valideneinkommen s von Fr. 57‘590.-- und des zumutbaren Invalideneinkommens von Fr. 56‘261.-- ermit telte die SUVA einen Invaliditätsgrad von 2%. Das von der SUVA ermittelte Invalideneinkommen so wie die massgebenden Bemes- sungsgrundlagen werden von der Beschwerdegegnerin – zu Recht – nicht beanstandet. 10. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist zusamme nfassend festzuhalten, dass es die Beschwerdegegnerin zu Recht abgelehnt hat, dem B eschwerdeführer im Zusammen- hang mit dem Unfallereignis vom 18. Januar 2012 über den 28. Februar 2014 hinaus Leistun- gen aus der obligatorischen Unfallversicherung auszurichten. Bei diesem Ergebnis ist die gegen den betreffenden Einspracheentscheid der SUVA vom 31. Oktober 2014 erhobene Beschwerde abzuweisen. 11.1 Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Beschwerdeve rfahren vor dem kantonalen Ge- richt für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 11.2 Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen; d ie obsiegende Beschwerdegeg- nerin ist zwar anwaltlich vertreten, Art. 61 lit. g AT SG schränkt den Anspruch auf eine Partei- entschädigung jedoch ausdrücklich auf die Beschwerde führende Person ein. 11.3 Abschliessend bleibt über den Antrag des Beschwerdef ührers zu befinden, es sei ihm die unentgeltliche Verbeiständung mit seinem Rechtsvertr eter zu bewilligen. Gemäss Art. 61 lit. f Satz 2 ATSG wird der Beschwerde führenden Person, wo die Verhältnisse es recht- fertigen, ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewillig t. Mit Inkraftsetzung des ATSG ist der im Wortlaut mit Art. 61 lit. f ATSG übereinstimmende Art. 108 Abs. 1 lit. f UVG aufgehoben worden. Damit hat sich inhaltlich nichts geändert und die bisherige Rechtsprechung des damaligen EVG zu Art. 108 Abs. 1 lit. f UVG hat weiterhin Geltung ( Urteil X. des EVG vom 3. Juli 2003, U 114/03, E. 2.1). Gemäss dieser Rechtsprechung ist die unentgeltliche Verbeiständung im kantonalen Beschwerdeverfahren zu bewilligen, wenn der Prozess nicht offensichtlich aus- sichtslos erscheint, die Partei bedürftig und die anwaltl iche Verbeiständung notwendig oder doch geboten ist (Urteil U. des EVG vom 7. Juli 2003 , U 356/02, E. 3.1; A LEXANDRA RUMO - Seite 19 http://www.bl.ch/kantonsgericht JUNGO , Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsr echt, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Auflage, Zürich/Basel/ Genf 2003, S. 451 mit Hinweisen auf BGE 100 V 62 E. 3 und 98 V 117 E. 2; vgl. auch U ELI KIESER , ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 61 Rz. 104). Diese Voraussetzungen sind vorliegend gegeben: Die Bedürftigkeit des Versicherten kann gestützt auf die eing ereichten Unterlagen bejaht werden, die Beschwerde kann nicht als offensichtlich aussichtslos beze ichnet werden und die anwaltli- che Vertretung ist geboten gewesen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 2. März 2015 für das vorliegende Besch werdeverfahren einen Zeitaufwand von 5 Stunden und Auslagen von Fr. 167.30 ausgewiesen, was umfangmässig nicht zu bean- standen ist. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 (in der seit 1. Januar 2014 gelten den Fassung) beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung 200 Franken pro Stunde . Dem Rechtsvertreter des Beschwer- deführers ist deshalb für seine Bemühungen ein Honorar in der Höhe von Fr. 1‘267.80 (5 Stunden à Fr. 200.-- + Auslagen von Fr. 167.30 zuz üglich 8 % Mehrwertsteuer) aus der Ge- richtskasse auszurichten. 11.4 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a Ab s. 1 des Gesetzes über die Or- ganisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 auf merksam gemacht, wonach eine Par- tei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurd e, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Seite 20 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständun g wird dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von Fr. 1‘267.80 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) a us der Ge- richtskasse ausgerichtet.