<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, gestützt auf Artikel 89 Absätze 1 und 2 der Bundesverfassung, die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen, damit der Bau von Windenergieanlagen gegen nutzenorientierte Entschädigung des Waldeigentümers und Einbindung in Partnerschaften in Waldgebieten vereinfacht und ohne bürokratische Hürden möglich wird. Weiter sollen die Ausführungsbestimmungen im Konzept Windenergie Schweiz von 2004 sowie die "Empfehlung zur Planung von Windenergieanlagen" aus dem Jahr 2010 entsprechend angepasst werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Artikel 89 der Bundesverfassung fordert neben einer sicheren und wirtschaftlichen auch eine umweltverträgliche Energieversorgung. Die Waldgesetzgebung steht mit diesen Anforderungen nicht im Widerspruch. Waldrodungen sind gemäss Artikel 5 des Waldgesetzes (WaG; SR 921.0) grundsätzlich verboten. Ausnahmebewilligungen - so auch für Windenergieanlagen - sind möglich, sofern die gesetzlichen Bedingungen gemäss Artikel 5 WaG erfüllt werden und der Rodungsersatz gemäss Artikel 7 WaG geregelt ist. Das gilt für alle nichtforstlichen Vorhaben, die auf Waldstandorten realisiert werden sollen. Die Ausführungsbestimmungen für Windenergieanlagen sind entsprechend formuliert.</p><p>Im Zusammenhang mit dem überwiesenen Postulat Cramer 10.3722, "Erleichterung des Baus von Windkraftanlagen in Wäldern und auf Waldweideflächen", prüft der Bundesrat zurzeit die Möglichkeiten zur Erleichterung des Baus von Windenergieanlagen im Wald oder in Waldweiden und wird bis Ende 2011 einen Bericht erstellen, der mögliche Lösungswege aufzeigen wird. Daher wäre ein jetziger Entscheid ungenügend begründet und verfrüht. Aus diesem Grund ist die Motion abzulehnen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.