<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00093</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105745&amp;W10_KEY=13013580&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00093</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 29.09.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Die zum Nachweis der Legitimation für das Anfechten einer baurechtlichen Bewilligung betreffend das Erstellen einer Basisstation für das Mobiltelefonnetz GSM erforderliche hinreichend enge nachbarliche Raumbeziehung beurteilt sich nicht allein anhand der in Metern gemessenen Distanz zum Baugrundstück. Vielmehr ist bei einer Anlage, die - wie hier - Immissionen verursacht v.a. darauf abzustellen, in welchem Umkreis sich diese Belastungen auswirken können (E. 3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DISTANZ">DISTANZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINFLUSSBEREICH">EINFLUSSBEREICH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: IMMISSIONEN">IMMISSIONEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MOBILFUNKANTENNE">MOBILFUNKANTENNE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RAUMBEZIEHUNG">RAUMBEZIEHUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 338a Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 21 lit. a VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BEZ 2000 Nr. 53</span><br/><span class="ungerade">RB 2000 Nr. 9</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Der Gemeinderat X bewilligte C am 9. August 1999 die Erstellung einer Basis­station fÃ¼r das Mobiltelefonnetz GSM in der Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten im Bereich W in X (GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 01). Gegen diesen Entscheid rekurrierten A.1, a.2, A.3 und A.4 (letztere fÃ¼r sich und 80 Mitunterzeichnende) an die Baurekurskommission IV des Kantons ZÃ¼rich. Die Kommission trat mit Entscheid vom 27. Januar 2000 nicht auf den Rekurs ein, da sie die Rekurrierenden nicht als legitimiert erachtete. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Eingabe vom 3. MÃ¤rz 2000 erhoben die unterlegenen Rekurrierenden beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen den Entscheid der Baurekurskommission IV. Sie beantragten, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die nachgesuchte Baubewilli­gung zu verweigern; eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurÃ¼ck­zuweisen; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegne­rinnen. FÃ¼r den Fall einer materiellen Beurteilung des Baugesuchs stellten sie zahlreiche weitere AntrÃ¤ge. Am 21. MÃ¤rz 2000 reichten sie eine ergÃ¤nzende Stellungnahme ein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Vorinstanz stellte in ihrer Vernehmlassung vom 28. MÃ¤rz 2000 Antrag auf Abweisung der Beschwerde. Der Gemeinderat X beantragte am 30. MÃ¤rz 2000, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten. C schloss am 10. April 2000 ebenfalls auf Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der BeschwerdefÃ¼h­renden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 11./12. April 2000 wurde der Beschwerdegegnerin C Frist angesetzt, um dem Verwaltungsgericht mitzuteilen, auf welche Weise gewÃ¤hrleistet sei, dass die von ihr genannte abgestrahlte Leistung (ERP) eingehalten wird, insbesondere wieweit diese Leistung durch technische Konstanten der installierten Anlage begrenzt werde. Gleichzeitig wurde der Beschwerdegegner X aufgefordert, dem Gericht darÃ¼ber Bericht zu erstatten, wie die auf den StandortdatenblÃ¤ttern enthaltenen Angaben und Be­rechnungen der Gesuchsteller Ã¼berprÃ¼ft werden. Die Beschwerdegegnerschaft reichte ihre diesbezÃ¼glichen Stellungnahmen am 26. April und 3. Mai 2000 ein. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz und der Parteien werden, soweit erforderlich nachstehend wiedergegeben. </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. A.4 erhebt die Beschwerde nicht nur im eigenen Na­men, sondern auch als Vertreterin von "80 Mitunterzeichner gemÃ¤ss UnterschriftenbÃ¶gen". Sie beanstandet, dass die Vorinstanz die 80 Mitunterzeichnenden nicht im Rubrum ihres Entscheids aufgefÃ¼hrt habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. A.4 hatte bereits den Rekurs an die Vorinstanz "fÃ¼r sich und 80 Mitunterzeichner" erhoben. Die Personalien der 80 Personen gingen zwar aus der Rekursschrift nicht hervor, doch waren der Eingabe UnterschriftenbÃ¶gen beigelegt, deren Unterzeichnende den Gemeinderat gemeinsam um Zustellung des baurechtlichen Entscheids ersucht und die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. A.4 ermÃ¤chtigt hatten, den Entscheid wenn nÃ¶tig weiterzuziehen (act. --). Das Begehren um Einbezug der Unterzeichnenden in das vorliegende Verfahren ist daher begrÃ¼ndet; auf den Ausgang des Verfahrens hat dies jedoch keinen Einfluss. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Im Beschwerdeverfahren vor dem Verwaltungsgericht sind neue AntrÃ¤ge, welche den Streitgegenstand gegenÃ¼ber dem Verfahren vor der Vorinstanz ausweiten, nicht zulÃ¤s­sig (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspfle­gegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 54 N. 4). Auf den von den Beschwerde­fÃ¼hrenden neu gestellten Subeventualantrag, wonach die private Beschwerdegegnerin zum Nachweis einer Haftpflichtversicherung zu verpflichten sei, ist daher nicht einzutreten. Wieweit die EventualantrÃ¤ge Nrn. 3.1 â 3.6 zulÃ¤ssig sind, welche die BeschwerdefÃ¼hren­den als blosse PrÃ¤zisierung des vor der Vorinstanz gestellten Rekursantrags Nr. 4 bezeich­nen, kann offen bleiben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Verfahren vor Verwaltungsgericht kÃ¶nnen ferner, nachdem mit der Baurekurs­kommission IV eine gerichtliche Instanz als Vorinstanz entschieden hat, gemÃ¤ss § 52 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) neue Tatsachen nur soweit gelten gemacht werden, als es durch die angefochtene Anordnung notwendig geworden ist. Die Bestimmung von § 64 Abs. 2 VRG, auf welche die Be­schwerdefÃ¼hrenden in diesem Zusammenhang hinweisen, betrifft das Verfahren der unte­ren Instanz im Anschluss an einen RÃ¼ckweisungsentscheid des Verwaltungsgerichts und kommt vorliegend nicht zur Anwendung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Die BeschwerdefÃ¼hrenden beanstanden in erster Linie, dass die Vorinstanz ihre Legitimation zu Unrecht verneint habe. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Nach § 338a Abs. 1 des Planungs‑ und Baugesetzes vom 7. September 1975 ist zur Beschwerde berechtigt, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an ihrer Aufhebung oder Ãnderung hat. Aufgrund dieser mit § 21 lit. a VRG Ã¼bereinstimmenden Vorschrift muss der BeschwerdefÃ¼hrende durch den ange­fochtenen Entscheid stÃ¤rker als beliebige Dritte oder die Allgemeinheit betroffen sein und in einer besonderen, beachtenswerten, nahen Beziehung zum Streitgegenstand stehen. Ãberdies hat er einen eigenen, praktischen Nutzen an der Beschwerdeerhebung darzutun; dabei ist nicht auf eine allfÃ¤llige subjektive Empfindlichkeit abzustellen, sondern es wird eine objektive Betrachtungsweise angestrebt (vgl. zum Ganzen KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 21 ff.). Bei der Beschwerde eines Nachbarn gegen ein Bauvorhaben verlangt die Recht­sprechung in Anwendung dieser GrundsÃ¤tze eine hinreichend enge nachbarliche Raumbe­ziehung und ein BerÃ¼hrtsein in qualifizierten eigenen Interessen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 34 ff.; Walter Haller/Peter Karlen, Rechtsschutz im Raumplanungs- und Baurecht, ZÃ¼­rich 1998, N. 981 ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zur RÃ¼ge, dass die Vorinstanz das Vorliegen ihrer Legitimation zu Unrecht verneint habe, sind die BeschwerdefÃ¼hrenden in jedem Fall zugelassen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 28). Auf ihre materiellen, gegen das strittige Projekt gerichteten RÃ¼gen ist dagegen nur einzutreten, soweit sich eine Beschwerdebefugnis nach den vorstehend dargelegten GrundsÃ¤tzen ergibt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die BeschwerdefÃ¼hrenden Nrn. A.1 â A.4 wohnen unbestrittenermassen in Ab­stÃ¤nden von etwa 280 m bis 1'700 m zum strittigen Antennenprojekt. Sie machen aller­dings geltend, dass einer der Mitunterzeichnenden der seinerzeitigen Eingabe an den Ge­meinderat, der sich ebenfalls an der Beschwerde beteilige, nur 250 m vom Streitobjekt entfernt wohne. Ob diese Sachdarstellung vor der Vorinstanz rechtzeitig vorgebracht wurde, was die private Beschwerdegegnerin bezweifelt, kann â wie sich aus dem Folgen­den ergibt â offen bleiben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die zum Nachweis der Legitimation erforderliche hinreichend enge nachbarliche Raumbeziehung beurteilt sich nicht allein anhand der in Metern gemessenen Distanz zum BaugrundstÃ¼ck. Bei einer Anlage, welche Immissionen verursacht, ist vor allem darauf abzustellen, in welchem Umkreis sich diese Belastungen auswirken kÃ¶nnen (vgl. KÃ¶lz/ Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 34). Die BeschwerdefÃ¼hrenden begrÃ¼nden ihre Betroffenheit denn auch ausschliesslich mit den Immissionen, welche von Seiten der Antennenanlage zu er­warten sind. Dabei ist die Beschwerdebefugnis nicht davon abhÃ¤ngig, ob an den Wohnor­ten der BeschwerdefÃ¼hrenden mit einer Ãberschreitung des massgeblichen Immissions­grenzwerts oder Anlagegrenzwerts zu rechnen ist. Das Bundesgericht hat in seiner Recht­sprechung zu anderen Immissionen festgehalten, dass Nachbarn auch von einem Bauvor­haben, das die massgeblichen Grenzwerte einhÃ¤lt, in legitimationsbegrÃ¼ndender Weise betroffen sein kÃ¶nnen (BGr, 17. Juli 2000, 1A.254/1999, E. 2d.bb; 124 II 293 E. 3a; 120 Ib 379 E. 4c; vgl. Heinz Aemisegger, Aktuelle Fragen des LÃ¤rmschutzrechts in der Recht­sprechung des Bundesgerichts, URP 1994, S. 441 ff., 451 f.), und es ist auf Beschwerden von Anwohnern gegen eine projektierte Mobilfunk-Basisstation eingetreten, obschon die Grenzwerte der Verordnung vom 23. Dezember 1999 Ã¼ber den Schutz vor nichtionisieren­der Strahlung (NISV) unbestrittenermassen eingehalten waren (BGr, 30. August 2000, 1A.94/2000, E. 1a und 2b). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Um die Grenze der Betroffenheit zu ziehen, ist analog zum Vorgehen bei anderen Immissionen zu fragen, ob die beschwerdefÃ¼hrenden Personen sich bezÃ¼glich der elektro­magnetischen Strahlung noch im Einflussbereich der fraglichen Anlage befinden. Anders als etwa beim LÃ¤rm kann dabei jedoch nicht auf die Wahrnehmbarkeit der Belastung abge­stellt werden. Als Anhaltspunkt kann gelten, ob ernst zu nehmende Hinweise bestehen, wonach die entsprechende Strahlenbelastung eine schÃ¤dliche oder lÃ¤stige Wirkung zeitigt (vgl. VGr, 24. August 2000, VB.1999.00395, E. 11b). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Ergebnisse der bisherigen Untersuchungen zu nichtthermischen Auswirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung (vgl. die Zitate bei BUWAL, Begrenzung der Immissionen von nichtionisierender Strahlung, Frequenzbereich 0 Hz bis 300 GHz, Schriftenreihe Umwelt Nr. 302, Bern 1998, Anhang A2.4, S. 37 f.) sind allerdings sehr uneinheitlich. Eine konkrete Umsetzung haben diese Erkenntnisse, soweit ersichtlich, bis­her nur im Ã¶sterreichischen Bundesland Salzburg gefunden, wo gestÃ¼tzt auf eine Untersu­chung zu den EinflÃ¼ssen elektromagnetischer Strahlung auf das Schlafverhalten und deren vorlÃ¤ufige medizinische Bewertung ein Vorsorgewert fÃ¼r Felder im 950 MHz-Bereich von 1 mW/m2 empfohlen wird. Dieser Wert, der nach den erhaltenen Angaben fÃ¼r die Beur­teilung von Mobilfunkantennen in der Stadt Salzburg herangezogen wird, entspricht einer elektrischen FeldstÃ¤rke von 0.614 V/m. In eine Ã¤hnliche Richtung weist die Rechtspre­chung des Bundesgerichts und des Berner Verwaltungsgerichts im erwÃ¤hnten Verfahren, in welchem diese Instanzen auf eine Beschwerde eingetreten sind, nachdem die errechneten Immissionen an den meistexponierten Orten mit empfindlicher Nutzung auf 0.36 und 0.89 V/m bzw. 0.86 und 2.12 % des massgeblichen Immissionsgrenzwerts veranschlagt worden waren (BGr, 30. August 2000, 1A.94/2000, E. 2b; VGr BE, 14. Februar 2000, E. 4a.aa). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aufgrund dieser â anerkanntermassen lÃ¼ckenhaften â Anhaltspunkte liegt es nahe, die Grenze der legitimationsbegrÃ¼ndenden Betroffenheit bei rund 1 % des jeweiligen Im­missionsgrenzwerts bzw. ca. einem Zehntel des Anlagegrenzwerts anzunehmen, d.h. bei rund 0.4 V/m fÃ¼r Anlagen im Frequenzbereich 900 MHz und rund 0.6 V/m fÃ¼r Anlagen im Frequenzbereich 1800 MHz. Eine einfache Grenzziehung dieser Art trÃ¤gt den BedÃ¼rfnissen der PraktikabilitÃ¤t Rechnung, und sie entspricht auch weitgehend der bisherigen Praxis der Baurekurskommissionen, welche die Grenze der Betroffenheit in einem Abstand von ca. 200 m von der strittigen Anlage gezogen haben. Angesichts der unterschiedlichen Immis­sionslagen, die sich aus Standort und Senderichtung einer Anlage ergeben, erscheint es jedoch als sachgerecht, wenn nicht auf die Distanz zur Anlage, sondern auf die erwartete Belastung abgestellt wird. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Der in einem Abstand von rund 280 m zum Antennenstandort gelegene Wohnort der BeschwerdefÃ¼hrenden Nrn. A.1 und A.2 an der Ystrasse befindet sich nur wenig aus­serhalb der Hauptstrahlungsrichtung einer der beiden projektierten Antennen (vgl. die Plandarstellung in act. --). Bei einer abgestrahlten Leistung (ERP) von 300 W je Antenne und einer niedrigsten Frequenz von 935 MHz (Standortdatenblatt, act. --) resultiert beim Haus der BeschwerdefÃ¼hrenden nach der Berechnungsweise des Standort­datenblatts â ohne BerÃ¼cksichtigung einer allfÃ¤lligen GebÃ¤udedÃ¤mpfung â eine Immis­sion I von ca. 0,01. Die elektrische FeldstÃ¤rke erreicht ca. 0,44 V/m, d.h. gut ein Prozent des fÃ¼r diese Frequenz massgeblichen Immissionsgrenzwerts von 42 V/m bzw. etwas mehr als einen Zehntel des Anlagegrenzwerts von 4,0 V/m (vgl. zu diesen Grenzwerten und zur Berechnungsweise die AusfÃ¼hrungen in VGr, 24. August 2000, VB.1999.00395, E. 8â10). Damit erreichen die hÃ¶chsten bei den BeschwerdefÃ¼hrenden errechneten Belastungen ge­rade die kritische Schwelle von rund 0.4 V/m fÃ¼r Anlagen im Frequenzbereich von 900 MHz. Es sind daher zumindest einzelne der BeschwerdefÃ¼hrenden als legitimiert zu betrachten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Keine Betroffenheit kÃ¶nnen die Ã¼brigen BeschwerdefÃ¼hrenden aus dem Umstand ableiten, dass sie zu den Besuchern des Ã¶ffentlichen Schwimmbads gehÃ¶ren, das nÃ¤her bei der strittigen Antennenanlage gelegen ist und eine etwas hÃ¶here Strahlenbelastung erfÃ¤hrt. Denn in dieser Beziehung sind sie, wie die private Beschwerdegegnerin zu Recht festhÃ¤lt, nicht mehr als die Allgemeinheit betroffen und stehen damit nicht in einer besonderen, nahen Beziehung zum Streitgegenstand. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Die materielle Beurteilung der Beschwerde ergibt Folgendes: </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>An den Wohnorten der BeschwerdefÃ¼hrenden werden die massgeblichen Grenz­werte, wie gezeigt, bei weitem nicht erreicht. Auch beim Tennisplatz unterhalb des Anten­nenmastes und beim Schwimmbad, das in ca. 110 m Entfernung liegt, ist der Immissions­grenzwert ebenso wie der Anlagegrenzwert deutlich unterschritten (Standortdatenblatt, act. --). Da der Anlagegrenzwert eingehalten ist, kann offen bleiben, ob das Schwimmbad in Abweichung von Art. 3 Abs. 3 NISV zu den Orten mit empfindlicher Nutzung gezÃ¤hlt werden mÃ¼sste, wie die BeschwerdefÃ¼hrenden geltend machen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die von den BeschwerdefÃ¼hrenden geforderte Zusammenrechnung der Immissio­nen mit jenen anderer Anlagen fÃ¼hrt zu keinem anderen Ergebnis. Die von ihnen erwÃ¤hn­ten Sendeanlagen bei Z und auf dem Y verursachen an den hier in Frage stehenden Immis­sionspunkten aufgrund ihrer grossen Entfernung zweifellos noch wesentlich geringere Im­missionen als die strittige Antenne. Die resultierenden Immissionen bleiben daher auch bei einer gesamthaften Beurteilung weit unterhalb der massgeblichen Grenzwerte der NISV, wobei anzumerken ist, dass eine Zusammenrechnung ohnehin nur im Hinblick auf die Ein­haltung des Immissionsgrenzwerts erforderlich ist, wÃ¤hrend der Anlagegrenzwert fÃ¼r jede emittierende Anlage gesondert geprÃ¼ft wird (Art. 3 Abs. 6 NISV). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einwand der BeschwerdefÃ¼hrenden, dass die projektierte Anlage den Vor­schriften des Umweltschutzgesetzes Ã¼ber die vorsorgliche Emissionsbegrenzung nicht ent­spreche, ist ebenfalls nicht begrÃ¼ndet. Der Vorsorge dienen in erster Linie die mit der NISV festgelegten Anlagegrenzwerte, die rund einem Zehntel der Immissionsgrenzwerte entsprechen. ZusÃ¤tzliche Massnahmen wÃ¤ren hÃ¶chstens zu prÃ¼fen, wenn zu erwarten wÃ¤re, dass unnÃ¶tige Emissionen mit geringem Aufwand vermieden werden kÃ¶nnten. Vorliegend bestehen jedoch keine Anhaltspunkte dafÃ¼r, dass dies der Fall sei. Ein der Begrenzung der Sendeleistung dienendes Downlink Powercontrol-System wird bei Anlagen dieser Art re­gelmÃ¤ssig eingebaut. Die PrÃ¼fung eines Alternativstandorts kÃ¶nnte sich als Vorsorgemass­nahme hÃ¶chstens dann rechtfertigen, wenn aufgrund der Ã¶rtlichen Gegebenheiten zu er­warten wÃ¤re, dass eine geringfÃ¼gige Verschiebung der Antenne zu einer deutlichen Verbes­serung der Immissionslage fÃ¼hren wÃ¼rde. Davon kann hier offensichtlich nicht die Rede sein; der projektierte Standort erscheint im Gegenteil als ausgesprochen geeignet, da er sich ausserhalb des Dorfs befindet und im bewohnten Gebiet nur minimale Immissionen zur Folge hat (vgl. zum Ganzen VGr, 24. August 2000, VB.1999.00395, E. 9). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aus den Rechtsnormen Ã¼ber die Begrenzung der Strahlenbelastung ergibt sich auch keine Grundlage fÃ¼r die von den BeschwerdefÃ¼hrenden verlangten Nachweise bezÃ¼glich weiterer Antennenanlagen und die Koordination mit anderen Mobilfunkanbietern (vgl. VGr, 24. August 2000, VB.1999.00395, E. 14). Insbesondere ist nicht zu prÃ¼fen, ob die geplante Anlage fÃ¼r die ErgÃ¤nzung des Mobilfunknetzes der Gesuchstellerin notwendig ist. Die Bestimmungen des Umweltschutzgesetzes Ã¼ber die vorsorgliche Emissionsbegrenzung bieten keine Grundlage dafÃ¼r, die Notwendigkeit oder WÃ¼nschbarkeit einer projektierten Anlage zu beurteilen (vgl. AndrÃ© Schrade/Theo Loretan in: Kommentar USG, 1998, Art. 11 N. 17a). Mit Bezug auf die Errichtung von Mobilfunknetzen ergibt sich daraus, dass auch der von den Betreibern angestrebte Versorgungsgrad nicht Gegenstand der um­weltrechtlichen PrÃ¼fung ist (VGr, 24. August 2000, VB.1999.00293, E. 8c.cc).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden beanstanden das Baugesuch als unvollstÃ¤ndig und ver­langen, dass es u.a. mit Angaben Ã¼ber die elektrischen und magnetischen FeldstÃ¤rken, die magnetische Flussdichte, den KÃ¶rperableitstrom und den BerÃ¼hrungsstrom ergÃ¤nzt werde. Diese Angaben sind jedoch zur Ermittlung der zulÃ¤ssigen Immissionen anhand des Stand­ortdatenblatts nicht notwendig. FÃ¼r den KÃ¶rperableitstrom und den BerÃ¼hrungsstrom be­stehen im hier interessierenden Frequenzbereich ohnehin keine Grenzwerte (Anhang 2 Ziff. 12 NISV). Die verschiedenen FeldstÃ¤rken sowie die magnetische Flussdichte stehen <br/> â zumindest im Fernfeld, welches hier zu beurteilen ist â in einer direkten Relation, so dass bei Einhaltung des Grenzwerts fÃ¼r eine GrÃ¶sse mit keiner Ãberschreitung der Grenzwerte bei den anderen GrÃ¶ssen zu rechnen ist. Die Berechnung anhand des vom Bundesamt fÃ¼r Umwelt, Wald und Landschaft herausgegebenen Standortdatenblatts ist daher zulÃ¤ssig (VGr, 24. August 2000, VB.1999.00395, E. 10b).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Soweit die BeschwerdefÃ¼hrenden unter Hinweis auf die von ihnen eingereichten Publikationen geltend machen, dass auch Strahlung von wesentlich geringerer IntensitÃ¤t schÃ¤dlich oder lÃ¤stig sein kÃ¶nne, richtet sich ihre Kritik im Ergebnis gegen die mit der NISV festgelegten Grenzwerte. Diese sind zwar durch die Gerichte im Rahmen der Rechtsanwendung grundsÃ¤tzlich zu Ã¼berprÃ¼fen. Angesichts der KomplexitÃ¤t der Materie kann sich die ÃberprÃ¼fung jedoch nur darauf erstrecken, ob die Risiken durch geeignete Experten anhand zutreffender Kriterien beurteilt wurden. Das ist hier offenkundig der Fall (vgl. BGr, 30. August 2000, 1A.94/2000, E. 4; VGr, 24. August 2000, VB.1999.00395, E. 13). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Die Beschwerde ist somit abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden kann. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden beantragen, dass ihnen auch im Fall des Unterliegens keine Kosten auferlegt werden, weil die Vorinstanz ihren Entscheid noch wenige Tage vor dem Inkrafttreten der NISV am 1. Februar 2000 gefÃ¤llt habe. Inwiefern dieser Umstand den Kostenentscheid beeinflussen kÃ¶nnte, ist indessen nicht ersichtlich. Die von den Be­schwerdefÃ¼hrenden erhobenen Rechtsmittel hatten unabhÃ¤ngig vom Inkrafttreten der Ver­ordnung keine Aussicht auf Erfolg, und der Zeitpunkt des vorinstanzlichen Entscheids ist fÃ¼r den Ausgang des Verfahrens nicht entscheidend. Die Verfahrenskosten sind daher in Anwendung von § 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG den unterliegenden Beschwer­defÃ¼hrenden aufzuerlegen und steht ihnen eine ParteientschÃ¤digung von vornherein nicht zu. Vielmehr haben sie der Beschwerdegegnerin C eine solche VergÃ¼tung auszurichten (§ 17 Abs. 2 VRG). Angemessen sind Fr. 1'500.--.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Der vorliegende Entscheid kann beim Bundesgericht mit Verwaltungsgerichtsbe­schwerde angefochten werden, sofern eine Verletzung von Bundesrecht gerÃ¼gt wird.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>