<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2018-06-25-5A_810-2016.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_810/2016</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 25. Juni 2018</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter von Werdt, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Kurt Klose, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________, </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Beschwerde über den Erbenvertreter, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, vom 21. September 2016 (LF160043-O/U). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para">A.________ bildete mit C.________, D.________, E.________, F.________ und G.________ die Erbengemeinschaft des am 29. März 1985 verstorbenen H.________. </div> <div class="para">Am 3. Dezember 2007 schlossen die Erben einen öffentlich beurkundeten Kaufvertrag über die sich im Nachlass befindlichen Liegenschaften. Als es bei der Erfüllung zu Differenzen zwischen A.________ und den Miterbinnen kam, setzte das Bezirksgericht Hinwil auf Ersuchen der Letzteren mit Verfügung vom 14. Januar 2015 in der Person von B.________ einen Erbenvertreter im Sinne von Art. 602Abs. 3 ZGB ein. </div> <div class="para">Am 21. März 2016 erhob A.________ beim Bezirksgericht Hinwil Beschwerde gegen den Erbenvertreter und beantragte dessen Ersetzung durch eine andere Person sowie die Aufhebung von dessen Verfügung vom 2. März 2016. Mit Urteil vom 20. April 2016 wies das Bezirksgericht Hinwil die Beschwerde ab. </div> <div class="para">Das hiergegen erhobene Rechtsmittel wies das Obergericht des Kantons Zürich mit Urteil vom 21. September 2016 ab, soweit es darauf eintrat. </div> <div class="para">Dagegen hat A.________ am 28. Oktober 2016 eine Beschwerde in Zivilsachen erhoben mit dem Begehren um Ersetzung des Beschwerdegegners durch einen anderen Erbenvertreter. </div> <div class="para">Am 20. September 2017 vereinbarten die Mitglieder der Erbengemeinschaft, dass die Beschwerdeführerin eine Pauschalzahlung von Fr. 70'000.-- erhalte und unwiderruflich aus der Erbengemeinschaft ausscheide. Auf Gesuch der verbleibenden Erbinnen hin hob das Bezirksgericht Hinwil in der Folge mit Verfügung vom 4. Januar 2018 die Erbenvertretung auf und entliess den Beschwerdegegner aus seinem Amt. </div> <div class="para">Auf entsprechende Anfrage hin bestätigte die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 26. Mai 2018, dass das vorliegende Beschwerdeverfahren zufolge des geschlossenen Vergleichs gegenstandslos geworden sei. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin ist während des bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahrens aus der Erbengemeinschaft von H.________ ausgeschieden und mit Verfügung vom 4. Januar 2018 wurde die Erbenvertretung durch das Bezirksgericht Hinwil aufgehoben. Dadurch ist das vorliegende, auf Ersetzung des Erbenvertreters gerichtete Beschwerdeverfahren gegenstandslos geworden, indem die Beschwerdeführerin weder ein aktuelles und praktisches noch ein virtuelles Interesse an der Beurteilung der Beschwerde mehr hat. </div> <div class="para">Entsprechend ist das bundesgerichtliche Verfahren in Anwendung von <span class="artref">Art. 32 Abs. 2 und <artref id="CH/173.110/71" type="start"></artref>Art. 71 BGG</span><artref id="CH/173.110/32/2" type="end"></artref> i.V.m. <span class="artref">Art. 72 BZP</span> durch Präsidialentscheid abzuschreiben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Kosten sind mit summarischer Begründung auf Grund der Sachlage vor Eintritt des Erledigungsgrundes zu verteilen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 und <artref id="CH/173.110/71" type="start"></artref>Art. 71 BGG</span><artref id="CH/173.110/66/1" type="end"></artref> i.V.m. <span class="artref">Art. 72 BZP</span>). </div> <div class="para">Eine Beschwerde hat eine Begründung zu enthalten, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>), was eine Auseinandersetzung mit der Begründung des angefochtenen Entscheides erfordert (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.06.2018&amp;to_date=05.07.2018&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">BGE 140 III 115</a> E. 2 S. 116). </div> <div class="para">Das Obergericht ist im Wesentlichen auf die kantonale Beschwerde nicht eingetreten, weil die Beschwerdeführerin sich mit den Erwägungen der Erstinstanz in keiner Weise auseinandergesetzt habe. Die Beschwerdeführerin geht auf diese Kernerwägung im angefochtenen Entscheid nicht ansatzweise ein und zeigt nicht auf, dass sie entgegen der Ansicht des Obergerichts im vorinstanzlichen Verfahren ihrer Begründungspflicht nachgekommen wäre. </div> <div class="para">Die summarische Prüfung ergibt mithin, dass auf die Beschwerde nicht einzutreten gewesen wäre. Die Gerichtskosten sind folglich der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Dem Beschwerdegegner ist kein entschädigungspflichtiger Aufwand entstanden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Das bundesgerichtliche Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 25. Juni 2018 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: von Werdt </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>