Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 30. November 2016 (810 16 58) ____________________________________________________________________ Raumplanung, Bauwesen Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands / Verhältnismässigkeit des Rückbaus einer Stützmauer Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Niklaus Ruckstuhl, Markus Clausen, Christian Haidlauf, Claude Jeanneret, Gerichtsschreiberin Chiara Piras Beteiligte Kantonale Natur- und Landschaftsschutzkommission, Ebenrain- weg 27, 4450 Sissach, Beschwerdeführerin gegen Baurekurskommission des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 29, 4410 Liestal, Beschwerdegegnerin A.____ und B.____, Beschwerdegegner Einwohnergemeinde C.____,Beigeladene Betreff Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands (Entscheid der Baurekurskommission vom 30. Juni 2015) Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. A.____ und B.____ sind Eigentümer der Parzelle Nr. 3845 Grundbuch (GB) C.____, am D.____weg 6. Aufgrund einer Anzeige stellte das Bauinspektorat des Kantons Basel - Landschaft (Bauinspektorat) am 22. November 2012 fest, dass diverse Bauten auf der Parzelle Nr. 3845 ohne Baubewilligung erstellt worden waren (Stützmauer, Betontreppe, Hilfsbrücke und Geräteschuppen). Gleichzeitig wurden A.____ und B.____ aufgefordert, für die ohne Bewill i- gung vorgenommenen baulichen Massnahmen nachträglich ein Baugesuch einzureichen. B. Am 4. Januar 2013 ging beim Bauinspektorat das Baugesuch Nr. 0092/2013 für die nachträgliche Bewilligung der baulichen Massnahmen von A.____ und B.____ ein. Nach Durch- führung der öffentlichen Planauflage durch die Gemeinde C.____, erhoben am 22. Januar 2013 die Gemeinde C.____, am 25. Januar 2013 die Nachbarn E.____ und F.____ und am 28. Janu- ar 2013 die kantonale Natur - und Landschaftsschutzkommission (NLK) Einsprache gegen das Baugesuch. Am 26. April 2013 reichten A.____ und B.____ bereinigte Baupläne ein. C. Mit Entscheid Nr. 072/14 vom 7. Januar 2015 hiess das Bauinspektorat die E inspra- chen der Nachbarn und der NLK gut und ordnete den Rückbau oder die Entfernung der ohne Baubewilligung erstellten Stützmauer, Betontreppe und Hilfssteg und den Rückbau des Gerät e- schuppens bis zum 31. Mai 2015 an (Ziff. 1); dies unter Strafandrohung im Weigerungsfall ge- mäss Art. 292 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB) vom 21. Dezember 1937 (Ziff. 2) und der Androhung, falls der fristgemässe Rückbau unterbleibe, diesen mittels Ersatzvornahme zu vollstrecken (Ziff. 3). D. Die in Bezug auf die S tützmauer erhobene Beschwerde von A.____ und B.____ hiess die Baurekurskommission des Kantons Basel-Landschaft (Baurekurskommission) mit Entscheid 15-005 vom 30. Juni 2015 gut. Sie erwog im Wesentlichen, dass die Stützmauer sowohl formell, als auch materiell baurechtswidrig sei. Aufgrund der vorliegenden Unterschreitung des gesetzl i- chen Mindestabstands werde das G.____bächli in seiner Eigenschaft als Fliessgewässer bzw. als ökologisches Vernetzungselement jedoch nicht wesentlich beeinträchtigt. Da sowohl da s Tiefbauamt Basel-Landschaft, Abteilung Wasserbau, als auch die Gemeinde C.____ keine Ein- wände gegen die Stützmauer geäussert hätten, die Stützmauer seit mehr als 10 Jahren best e- he und sich in dieser Zeit eine Verbindung zwischen Natur und Stützmauer gebi ldet habe, e r- weise sich ein Rückbau der Stützmauer als unverhältnismässig und würde aus Sicht des Natur- schutzes mit grosser Wahrscheinlichkeit zu einer Verschlechterung der Situation am G.____bächli führen. E. Mit Eingabe vom 17. Februar 2016 erhob die N LK beim Kantonsgericht, Abteilung Ver- fassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), Beschwerde gegen den Entscheid der Ba u- rekurskommission vom 30. Juni 2015. Sie stellt das Begehren, Ziffer 1 des Dispositivs des En t- scheids der Baurekurskommission sei auf zuheben und die Rückbauverfügung des Bauinspe k- torats Nr. 072/14 vom 7. Januar 2015 zu bestätigen (Ziff. 1), eventualiter sei der Entscheid der Baurekurskommission aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen (Ziff. 2); alles unter o/e-Kostenfolge (Ziff. 3). Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht F. Die Gemeinde C.____ liess sich am 3. Mai 2016 vernehmen, verzichtete auf Ausfü h- rungen über die von der Baurekurskommission vorgenommene Interessenabwägung und ve r- wies auf ihre im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Stellungnahmen. G. Mit Vernehmlassung vom 20. Juni 2016 beantragt die Baurekurskommission die vol l- umfängliche Abweisung der Beschwerde. H. Mit Verfügung vom 4. Juli 2016 wurde die Beschwerde der Kammer zur Beurteilung im Rahmen einer Parteiverhandlung mit vorangehendem Augenschein überwiesen. Sodann wurde angeordnet, dass die Beschwerdeverfahren Nr. 810 16 57 und Nr. 810 16 58 zusammen b e- handelt werden. I. Am heutigen Augenschein nahmen das Kantonsgericht sowie die Parteien Kenntnis von den örtlichen Gegebenheiten. In der anschliessenden Parteiverhandlung hielten die Bete i- ligten an ihren Standpunkten fest. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Gemäss § 134 Abs. 5 des Raumplanungs - und Baugesetzes (RBG) vom 8. Januar 1998 in Verbindung mit § 43 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs - und Verwaltungspro- zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 können Entscheide der Baurekurskommission durch die Betroffenen und die Gemeinden beim Kantonsgericht angefochten werden. Die Z u- ständigkeit des K antonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde ist somit geg e- ben. 1.2 Zur Beschwerde befugt ist gemäss § 47 Abs. 1 lit. b VPO jede Person, Organisation oder Behörde, die durch besondere Vorschrift zur Beschwerde ermächtigt ist. Die NLK ist ge- mäss § 20 Abs. 2 des Gesetzes über den Natur - und Landschaftsschutz (NLG BL) vom 20. No- vember 1991 in allen Belangen des Natur - und Landschaftsschutzes einsprache - und b e- schwerdeberechtigt. Die Beschwerdeführerin macht im vorliegenden Fall Anliegen des Nat ur- und Landschaftsschutzes geltend und ist demnach zur Beschwerde legitimiert. Die weiteren formellen Voraussetzungen sind ebenfalls erfüllt (§ 48 VPO), sodass auf die Beschwerde einge- treten werden kann. 2.1 Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde k önnen gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt we r- den. Die Beurteilung der Angemessenh eit ist dem Kantonsgericht dagegen – abgesehen von hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c e contrario; zur Erfüllung der Anforderungen von Art. 33 Abs. 3 lit. b des Bundesgesetzes über die Raumplanung [RPG] vom 22. Juni 1979 vgl. Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs - und Verwaltungs- recht [KGE VV], vom 24. November 2010 [810 10 179/371] E. 2). Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2.2 Vom Begriff des Ermessens sind die unbestimmten Rechtsbegriffe zu unterscheiden. Ein unbestimmter Rechtsbegriff liegt vor, wenn der Rechtssatz die Voraussetzungen der Rechtsfolge oder die Rechtsfolge selbst in offener, unbestimmter Weise umschreibt. Sowohl beim Ermessen als auch beim unbestimmten Rechtsbegriff liegen offene Formulierungen vor, die den Verwaltungsbehörden einen Entscheidspielraum gewähren. Wie in Erwägung 2.1 hier- vor ausgeführt, ist eine Überprüfung der Angemessenheit durch das Kantonsgericht nur au s- nahmsweise zulässig. Demgegenüber u nterliegen unbestimmte Rechtsbegriffe grundsätzlich der freien Überprüfun g durch das Kantonsgericht ( ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl., Zürich 2016, Rz. 416 f.). 2.3 Vorliegend ist die Verhältnismässigkeit der Wiederherstellung des rechtmässigen Z u- stands strittig. Die Verhältnismässigkeit stellt einen unbestimmten Rechtsbegriff dar, zu dessen Überprüfung das Kantonsgericht befugt ist (KGE VV vom 6. Oktober 2010 [810 09 514/324] E. 6.2.2). Das Kantonsgericht auferlegt sich in Übereinstimmung mit der Praxis des Bundesg e- richts bei der Auslegung der massgeblichen unbestimmten Rechtsbegriffe Zurückhaltung, weil den kantonalen Behörden und der Baurekurskommission ein gewisser Beurteilungsspielraum zukommt, wenn der Entscheid Vertrautheit mit den tatsächlichen Verhältnissen oder besond ere Fachkenntnisse voraussetzt. Verfügt eine Behörde über besonderes Fachwissen, so ist ihr bei der Bewertung von ausgesprochenen Fachfragen ein gewisser Beurteilungsspielraum zu belas- sen, soweit sie die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte geprüf t und die erforderl i- chen Abklärungen sorgfältig und umfassend durch geführt hat (BGE 135 II 384 E. 2.2.2; Urteil des Bundesgerichts 1C_4/2014 vom 2. Mai 2014 E. 4.1; Urteil des Bundesgerichts 1C_458/2013 vom 21. November 2013 E. 2.2; KGE VV vom 22. Januar 2014 [810 13 264] E. 2; KGE VV vom 20. März 2013 [810 12 97] E. 2; Entscheid des Zürcher Verwaltungsgerichts vom 21. April 2016 [VB.2015.00712] E. 5.2; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 413 ff. ). Die im vorliegenden Einzelfall strittige Abwägung von öffentlichen und privaten Interessen betrifft w e- der die Bewertung von ausgesprochenen Fachfragen noch wirft sie Fragen auf, die das techni- sche Spezialwissen der Baurekurskommission als Fachbehörde betreffen. Die Prüfung der Ver- hältnismässigkeit durch das Kantonsgericht ist im vorliegenden Fall somit mit uneingeschränk- ter Kognition vorzunehmen (vgl. auch MARCO DONATSCH, in: Kommentar zum Verwaltung s- rechtspflegegesetz des Kantons Zürich [VRG], 3. Aufl., Zürich 2014, Rz. 33 zu § 50 VRG). 3.1. Die Beschwerdeführerin bringt vor, die Vorinstanz habe die betroffenen privaten und öffentlichen Interessen falsch gewichtet; so hätte aufgrund der gewichtigen öffentlichen Interes- sen an der Rechtssicherheit und der Rech tsgleichheit sowie an der Freihaltung des Gewässe r- raums bzw. an der Revitalisierung von Gewässern und der geringen Interessen der privaten Beschwerdegegnern die von der Vorinstanz vorgenommene Interessenabwägung zuungunsten der privaten Beschwerde gegner ausfallen müssen (Beschwerdebegründung vom 19. April 2016, Rz. 1 6). Das Vorgehen der Vorinstanz sei insbesondere dahingehend zu beanstanden, als dass diese die finanziellen Auswirkungen eines Rückbaus für die privaten Beschwerdege g- ner als von erheblicher Bed eutung betrachtet habe, weil eine gesetzeskonforme Stützmauer möglicherweise mit geringerem finanziellen Aufwand gebaut werden könne, damit aber eine schlechtere Situation für die Natur und die Lebewesen resultieren würde (Beschwerdebegrün- dung vom 19. April 2016, Rz. 8). Demgegenüber macht die Beschwerdeführerin geltend, d er Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht aus dem Rückbau zu erwartende Schaden sei für die privaten Beschwerdegegner geringfügig und die von ihnen aufgerechneten Kosten für den Abbruch und den Wiederaufbau der Stüt z- mauer von untergeordneter Bedeutung. Ferner könne das Argument, wonach ein Rückbau der Stützmauer eine Vielzahl von Kleintiere n tangiere, nicht gehört werden: Es liege in der Natur der Sache, dass ein Rückbau mit einem weiteren Eingriff in den Gewässerraum und der dort angesiedelten Flora und Fauna verbunden sei. Derartige Eingriffe seien aber nur von kurzer Dauer und verhinderten nicht, dass sich nach Abschluss der Rückbauarbeiten neue Lebewesen ansiedeln könnten. Daran ändere auch der Umstand nichts, dass die priv aten Beschwerdegeg- ner versichert hätten, dass die Erhaltung der Natur und ihrer Lebewesen für sie von zentraler Bedeutung sei und sich dies auch in der Gestaltung des Gartens widerspiegle (Beschwerdebe- gründung vom 19. April 2016, Rz. 14). 3.2 Die Vorinst anz stellt demgegenüber fest, dass die streitbetroffene Stützmauer bzw. Böschungsbefestigung mit einer Höhe von bis zu ca. 2.20 m formell und materiell baurechtswid- rig sei (Entscheid der Baurekurskommission 1 5-005 vom 30. Juni 2015, Rz. 2 und 8 f .; Ve r- nehmlassung der Beschwerdegegnerin vom 20. Juni 2016, S. 1). Im Rahmen der Prüfung der Verhältnismässigkeit der Rückbauverfügung hält die Vorinstanz fest, dass ein grosses öffentl i- ches Interesse an der Beachtung und Einhaltung der gültigen Abs tandsvorschriften bestehe. Durch einen Rückbau könne aber auch eine im Vergleich zur heutigen Situation für die Natur schlechtere Situation entstehen. Dies sei vorliegend der Fall, da der über 10 Jahre gewachsene Uferbereich mit der sich sehr gut in die natürliche Umgebung einfügenden Stützmauer für Klein- tiere Lebensraum biete, der durch den Abbruch der Mauer zerstört würde. Dies würde dem Schutzzweck der vorliegend verletzten Bestimmung en (Schutz und Wahrung des für Pflanzen und Tiere ökologisch wertvollen S chutzraumes) z uwiderlaufen ( Vernehmlassung der B e- schwerdegegnerin vom 20. Juni 2016, S. 2). Die privaten Beschwerdegegner hätten ferner ve r- sichert, dass die Erhaltung der Natur und ihrer Lebewesen für sie von zentraler Bedeutung sei und sie hierfür jahrelange Anstrengun gen unternommen hätten, die bei einem Abbruch der Mauer zunichte gemacht würden. Zudem sei das G.____bächli durch die vorliegende Unte r- schreitung des gesetzlichen Mindestabstands nicht wesentlich beeinträchtigt (Entscheid der Baurekurskommission 15-005 vom 30. Juni 2015, Rz. 13) und sowohl das Tiefbauamt als auch die Gemeinde C.____ hätten keine Einwände gegen die Stützmauer geäussert (Entscheid der Baurekurskommission 15-005 vom 30. Juni 2015, Rz. 16 f.). Den privaten Beschwerdegegnern sei auch zu Gute zu halten, dass sie sämtliche anderen beanstandeten Bauten und Anlagen in der Zwischenzeit zurückgebaut hätten. Die Vorinstanz kommt deshalb in Abwägung der b e- troffenen öffentlichen und privaten Interessen zum Schluss, dass sich aufgrund der besonderen Umstände im vorliegenden Fall ein Rückbau der Stützmauer als unverhältnismässig erweise. 3.3 Die privaten Beschwerdegegner stellen sich an der heutigen Parteiverhandlung auf den Standpunkt, anlässlich der Errichtung der Stützmauer zum Schutz vor dem Abrutschen der Böschung den damaligen Leiter der Bauabteilung der Gemeinde C.____ zu Rate gezogen zu haben. Dieser hätte ihnen versichert, eine Mauer könne errichtet werden, solange sie einen Abstand von 4 m zum Gewässerraum aufweise. Die Stützmauer sei deshalb mit einem Abstand von ca. 4.28 m bis 4.78 m gebaut worden. Über die Höhe der Mauer hätten die privaten B e- schwerdegegner mit dem Leiter der Bauabteilung der Gemeinde, der teilweise während den Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Bauarbeiten auch anwesend gewesen sei, nicht gesprochen. Ein Rückbau sei auch deshalb nicht verhältnismässig, weil damit die Flora und Fauna zerstört würden; so seien die privaten Beschwerdegegner bestrebt, im ganzen Garten keinen Beton, sondern nur Holz zu verwenden und so auch zahlreichen Tieren Platz und Unterschlupf zu gewähren. 4.1 Der Anordnung der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands kommt massg e- bendes Gewicht für den ordnungsgemässen Vollzug des Raumplanungs - und Baurechts zu. Werden illegal errichtete, der Raumplanungs - und Baugesetzgebung widersprechende Bauten nicht beseitigt, sondern auf unabsehbare Zeit geduldet, so wird der Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet in Frage gestellt und rechtswidriges Verhalten belohnt. Formell rechtswidrige Bauten, die auch nachträglich nich t legalisiert werden können, müssen deshalb grundsätzlich beseitigt werden (BGE 136 II 359 E. 6). Die Anordnung des Abbruchs bereits e r- stellter Bauten kann jedoch nach den allgemeinen Prinzipien des Verfassungs - und Verwa l- tungsrechts (ganz oder teilweise) ausgeschlossen sein (BGE 111 Ib 213 E. 6; BGE 136 II 359 E. 6). Dazu gehören die Grundsätze der Verhältnismässigkeit und des Schutzes des guten Glaubens. Überdies kann die W iederherstellung aufgrund des Zeitablaufs verwirkt sein. Die Anordnung einer Wieder herstellung des rechtmässigen Zustands oder eines Abbruchs stellt zudem eine Eigentumsbeschränkung dar. Sie ist verfassungsrechtlich nur zulässig, wenn sie gemäss Art. 36 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 auf einer gesetzlichen Grundlage beruht, im öffentlichen Interesse liegt und ve r- hältnismässig ist (Urteil des Bundesgerichts 1C_187/2011 vom 15. März 2012 E. 2.3; KGE VV vom 16. März 2016 [810 15 148] E. 9.1). 4.2 Die gesetzliche Grundlage für die Wiederhe rstellung des rechtmässigen Zu stands fin- det sich in § 137 RBG. D as öffentliche Interesse an der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands ist ohne Weiteres gegeben, da das Interesse an der Einhaltung der baurechtlichen Bestimmungen und an der konsequenten Verhinderung von Bauten, die der baurechtlichen Ordnung widersprechen, generell gross ist ( BGE 136 II 359 E. 6). Liegt, wie vorliegend unb e- stritten, eine Baurechtswidrigkeit vor, besteht auch ein öffentliches Interesse an deren Beseit i- gung (MAGDALENA RUOSS FIERZ, Massnahmen gegen illegales Bauen, Diss., Zürich 1998, S. 149). Näher zu prüfen – und im vorliegenden Verfahren strittig – bleibt, ob die angeordnete Massnahme verhältnismässig ist. 5. Das Verhältnismässigkeitsprinzip verlangt, dass eine Massna hme für das Erreichen des im öffentlichen oder privaten Interesse liegenden Ziels geeignet und erforderlich ist und sich für die Betroffenen in Anbetracht der Schwere der Einschränkung als zumutbar erweist. Die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands kann unterbleiben, wenn die Abweichung vom Erlaubten nur unbedeutend ist oder die Wiederherstellung nicht im öffentlichen Interesse liegt, ebenso, wenn der Bauherr in gutem Glauben angenommen hat, die von ihm ausgeübte Nu t- zung oder angefertigte Baute stehe mit der Baubewilligung im Einklang und ihre Fortsetzung nicht schwerwiegenden öffentlichen Interessen widerspricht. Auf den Grundsatz der Verhäl t- nismässigkeit kann sich auch ein Bauherr berufen, der nicht gutgläubig gehandelt hat. Er muss aber in Kauf neh men, dass die Behörden aus grundsätzlichen Erwägungen, nämlich zum Schutz der Rechtsgleichheit und der baulichen Ordnung, dem Interesse an der Wiederherstel- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht lung des gesetzmässigen Zustands erhöhtes Gewicht beimessen und die dem Bauherrn alle n- falls erwachsenden Nachteile nicht oder nur in verringertem Masse berücksichtigen (BGE 111 Ib 213 E. 6b). 6.1 Vorliegend unbestritten ist, dass die streitgegenständliche Stützmauer formell und m a- teriell baurechtswidrig ist (Entscheid der Baurekurskommission 15-005 vom 30. Juni 2015, Rz. 2 und 8 f.; Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin vom 20. Juni 2016, S. 1; Beschwe r- debegründung vom 19. April 2016 Rz. 5; vgl. zur formellen und materiellen Baurechtswidrigkeit BGE 136 II 359 E. 6; MAGDALENA RUOSS FIERZ, a.a.O., S. 20 und 26 f.). Ebenfalls unbestritten ist, dass der gesetzliche Gewässerabstand nicht eingehalten wurde. Die Vorinstanz kam jedoch zum Schluss, der Rückbau der Stützmauer sei unverhältnismässig, weil einerseits die privaten Beschwerdegegner versichert hätten, dass die Erhaltung der Natur und ihrer Lebewesen für sie von grosser Bedeutung sei und sie deshalb zahlreiche Anstrengungen zur Erhaltung derselben unternommen hätten, was sich in der gesamten natürlichen Gestaltung des Gartens wiede r- spiegle, und andererseits diese Bemühungen mit dem Abbruch der Steinmauer zunichte g e- macht würden (Entscheid der Baurekurskommission 15-005 vom 30. Juni 2015, Rz. 12). Ferner seien die finanziellen Interessen der privaten Beschwerdeführer gross, es bestehe ein öf fentli- ches Interesse daran, dass die Situation am G.____bächli durch den Rückbau nicht zusätzlich verschlechtert werde und aus wasserbautechnischer Sicht erscheine der Rückbau der Stüt z- mauer nicht als notwendig (Entscheid der Baurekurskommission 15 -005 vom 30. Juni 2015, Rz. 15 ff.). 6.2 Der heutige Augenschein hat gezeigt, dass die Stützmauer mit einer Höhe von bis ca. 2.2 m und einem Abstand von rund 4.28 bis 4.73 m zum G.____bächli auch zwecks Auswei- tung der privat nutzbaren Gartenfläche innerhalb des Gewässerraums des G.____bächli liegt. Vorliegend kann deshalb nicht von einer geringen Abweichung vom gesetz - bzw. bauordnungs- gemässen Zustand ausgegangen werden. Der Beschwerdeführerin ist dahingehend beizupflich- ten, dass die Vorinstanz im angefochtenen E ntscheid die öffentlichen Interessen an der Wi e- derherstellung des rechtmässigen Zustands zu wenig bzw. falsch gewichtet hat. Es lassen sich insbesondere keine Aussagen finden, inwiefern ein Verzicht auf den Rückbau der Stützmauer mit dem Sinn und Zweck der Abstandsvorschriften in der Bau - und Gewässerschutzgesetzge- bung vereinbar sei. Gewässer sind für den Schutz vor Hochwasser wichtig, sind Vorfluter für das aus den Kanalisationen stammende Abwasser und sorgen für den Abtransport von G e- schiebe; auch kommen ihnen weitere ‟natürliche Funktionen” zu, nämlich als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, für die Vernetzung von Lebensräumen, als Erholungsraum für die Me n- schen und für die Erneuerung des Grundwassers. Schliesslich werden die oberirdischen G e- wässer auch se it jeher vielfältig genutzt (zur Energieerzeugung, als Verkehrswege, zu Heiz - und Kühlzwecken, als Trinkwas serreservoir usw.; HANS W. STUTZ, Uferstreifen und Gewässe r- raum - Umsetzung durch die Kantone, in: Umwelt in der Praxis [URP] 2012 S. 90 - 125, S. 97; DRS., Raumbedarf der Gewässer - die bundesrechtlichen Vorgaben für das Planungs -und Bau- recht, in: PBG aktuell - Zürcher Zeitschrift für öffentliches Baurecht [PBG] 2011/4 S. 5 - 23, S. 6). Damit die Gewässer ihre natürlichen Funktionen erfüllen können, ist ihnen aber genügend Raum zur Verfügung zu stellen (PETER HÄNNI, Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutz- recht, 6. Aufl., Bern 2016, S. 467; BEATRICE WAGNER PFEIFER, Umweltrecht. Besondere Reg e- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht lungsbereiche, Zürich 2013, Rz. 951). Mit der Revision des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer (Gewässerschutzgesetz, GSchG) vom 24. Januar 1991 und der Gewässe r- schutzverordnung (GSchV) vom 28. Oktober 1998 wurden im Sinne eines wirksamen Gewä s- serschutzes auch räumliche Gesichtspunkte Teil einer wirksamen Gewässerschutzstrategie (HÄNNI, a.a.O., S. 466 ff.). Vorliegend wird der Abstand zwischen Stützmauer und Gewässe r- raum erheblich unterschritten. Das Argument der Vorinstanz, aus wasserbautechnischer Sicht sei die Stützmauer nicht zu beanstanden, weil weder das kantonale Tiefbauamt, noch die G e- meinde C.____ dies getan hätten, überzeugt deshalb nicht (Entscheid der Baurekurskommiss i- on 15-005 vom 30. Juni 2015, Rz. 16 f.). Soweit die Vorinstanz sodann ausführt, an der Erha l- tung der gegenwärtigen Stützmauer bes tehe ein öffentliches Interesse, da der über Jahre g e- wachsene Uferbereich mit der sich in die natürliche Umgebung einfügenden Mauer Leben s- raum für Kleintiere biete, macht die Beschwerdeführerin zu Recht geltend, dieses Argument greife zu kurz. Durch den Ab bruch der Stützmauer ist nämlich davon auszugehen, dass sich längerfristig deutliche Verbesserungen für die aquatische und terrestrische Flora und Fauna auf dem ausgedehnten Flachwasser- und natürlichen Uferbereich ergeben. Längerfristige oder irre- versible Beeinträchtigungen der heimischen Flora und Fauna, wie auch der Landschaft als so l- che, sind durch den umstrittenen Abbruch der Stützmauer nicht ersichtlich und werden auch nicht substantiiert dargelegt. Unbehelflich ist auch der Hinweis der Vorinstanz, dass die privaten Beschwerdegegner sämtliche anderen vom Bauinspektorat beanstandeten Bauten und Anlagen in der Zwischenzeit zurückgebaut und so ihre Bereitschaft gezeigt hätten, den behördlichen Anordnungen Folge zu leisten (Entscheid der Baurekurskommission 15-005 vom 30. Juni 2015, Rz. 14). E in solches Verhalten kann von den Betroffenen erwartet werden und ist ihnen im Rahmen der vorliegenden Verhältnismässigkeitsprüfung nicht zu Gute zu halten. Auch ist es zwar löblich, dass die privaten Beschwerdegegner bei der Gestaltung ihres Gartens darauf b e- dacht sind, Lebensräume für möglichst viele Tier- und Pflanzenarten zu schaffen; dies vermag aber nicht die g ewichtigen Interessen an der Einhaltung der allgemeinen Umwelt -, Bau - und Gewässerschutzvorschriften zu ü berwiegen. In Anbetracht der vorliegenden Gesetzesverle t- zung ist das öffentliche Interesse an der Wiederherste llung des rechtmässigen Zustand s ent- sprechend gross. Dem stehen an privaten Interessen der Grundeigentümer im Wesentlichen Vermögensinteressen entgegen. Dass die privaten Beschwerdegegner durch diese Massna h- men getroffen werden, ist ohne weiteres anzuerkennen. Auch wiegen diese Interessen für die privaten Beschwerdegegner nicht leicht, doch werden sie von den öffentlichen, für den A b- bruch- und Wiederherstellungsbefehl sprechenden, Interessen bei weitem übertroffen. 7.1 Die privaten Beschwerdegegner bestreiten , den unrechtmässigen Zustand bösgläubig herbeigeführt zu haben . Sie hätten vielmehr darauf vertraut, dass die ihnen vom damaligen Bauverantwortlichen der Gemeinde C.____ gegebenen mündlichen Informationen, wonach die Stützmauer 4 m vom Gewässerraum entfernt errichtet werden könne, richtig seien. 7.2 Der in Art. 9 B V verankerte Grundsatz von Treu und Glauben statuiert ein Verbot w i- dersprüchlichen Verhaltens und verleiht einen Anspruch auf Schutz des berechtigten Vertra u- ens in behördliche Zusicherungen oder sonstiges, bestimmte Erwartungen begründendes Ve r- halten der Behörden. Die Voraussetzungen für die Bindungswirkung von vorgängigen Auskün f- ten sind, dass (a) es sich um eine vorbehaltlose Auskunft der Behörden handelt; (b) die Au s- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht kunft sich auf eine konkrete, den Bürger berührende Angelegenheit bezieht; (c) die Amtsst elle, welche die Auskunft gegeben hat, hierfür zuständig war oder der Bürger sie aus zureichenden Gründen als zuständig betrachten durfte; (d) der Bürger die Unrichtigkeit der Auskunft nicht o h- ne weiteres hat erkennen können; (e) der Bürger im Vertrauen hi erauf nicht ohne Nachteil rück- gängig zu machende Dispositionen getroffen hat; (f) die Rechtslage zur Zeit der Verwirklichung noch die gleiche ist wie im Zeitpunkt der Auskunftserteilung und (g) das Interesse an der richt i- gen Durchsetzung des objektiven Rec hts dasjenige des Vertrauensschutzes nicht überwiegt (BGE 137 II 182 E. 3.6.2; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 667 ff.). 7.3 Nebst dem Bestehen einer Vertrauensgrundlage in Form einer behördlichen Auskunft oder Zusage ist für ein Anrufen des Grun dsatzes des Vertrauensschutzes durch den Privaten somit insbesondere erforderlich, dass die Auskunft erteilende Amtsstelle hierfür auch zuständig gewesen ist; wobei es unter dem Gesichtspunkt des Vertrauensschutzes genügt, dass die Pri- vaten in guten Treuen annehmen durften, die Behörde sei zur Auskunftserteilung befugt (BGE 127 I 31 E. 3a). Der Schutz des guten Glaubens fällt mithin nur dahin, wenn die Unz u- ständigkeit offensichtlich, d.h. klar erkennbar, war. Ob dies zutrifft, muss aufgrund objektiver und subjektiver Elemente beurteilt werden (KGE VV vom 6. Juli 2011 [810 10 439/172] E. 6.4 m.w.H.). 7.4 Entgegen ihrer Auffassung können die privaten Beschwerdegegner nicht als gutgläubig gelten. Wie die Vorinstanz zu Recht ausgeführt hat ( Entscheid der Baurek urskommission 15- 005 vom 30. Juni 2015, Rz. 10) , erscheint es fraglich, dass die privaten Beschwerdegegner die fehlende Zuständigkeit des auskunftserteilenden Behördenmitglieds nicht erkannt haben bzw. diese nicht erkannt werden konnte. Der Grundsatz der T rennung von Bau- und Nichtbaugebiet stellt eines der wichtigsten Ziele des Raumplanungsrechts dar . Dieser fundamentale Grundsatz dürfte heute jedem Bauwilligen bekannt sein ( Urteil des Bundesgerichts 1C_143/2015 vom 13. November 2015 E. 2.3.3 m.w.H. ). Jedenfalls können sich die privaten Beschwerdegegner, deren Wohnhaus sich in derselben Zone befindet wie die Stützmauer und welche die damit ver- bundenen Einschränkungen für die bauliche Nutzung zumindest in groben Zügen kennen muss- ten, schon aus diesem Grunde nicht auf den Vertrauensschutz berufen. Sie konnten auch ohne weiteres erkennen, dass durch die Auskunft des Leiters der Bauabteilung der Gemeinde die Existenzberechtigung der Stützmauer raumplanungs - und baurechtlich noch nicht abgesichert war und noch weitere Bewilligungen beim Bauinspektorat einzuholen gewesen wären. Dass sie in der Folge die Baute trotzdem, auf eigenes Risiko , erstellten, haben sie deshalb selber zu verantworten. Vorliegend stehen zudem überwiegende öffentliche Interessen dem Weiterb e- stand der Baute entgegen. Der Anordnung der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands kommt massgebendes Gewicht für den ordnungsgemässen Vollzug des Raumplanungsrechts zu. Es liegt damit keine Vertrauensgrundlage vor, welche gegenüber den privaten Besc hwerde- gegnern Wirkung entfalten könnte. Eine Berufung auf Treu und Glauben im Zusammenhang mit dem Bau der Stützmauer fällt unter diesen Umständen ausser Betracht. 8. Schliesslich steht auch der Grundsatz der Rechtsgleichheit dem Abbruch der Stüt z- mauer nicht entgegen. Die Vorinstanz macht zwar geltend, es bestünden weitere Bauten am D.____weg, die einen ‟zweifelhaften” Abstand zum G.____bächli aufweisen würden (Vernehm- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht lassung der Beschwerdegegnerin vom 20. Juni 2016, S. 2). Sie legt aber nicht dar, inwiefern diese Bauten in tatsächlicher und rechtlicher Sicht mit der vorliegenden vergleichbar sind, d.h., dass es sich um formell und materiell rechtswidrige Bauten handeln würde, die bösgläubig e r- stellt worden sind. Sofern dies der Fall sein sollte, wird es S ache des Bauinspektorats sein, auch in diesen Fällen die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands anzuordnen. 9. Zusammenfassend erweist sich der vom Bauinspektorat verfügte Rückbau der baul i- chen Massnahme als verhältnismässig. Die Beschwerde gegen de n Entscheid der Baurekur s- kommission ist aus diesem Grund gutzuheissen. Nachdem die angesetzte Frist zur Wiederhe r- stellung des rechtmässigen Zustands mittlerweile abgelaufen ist, wird das Bauinspektorat den privaten Beschwerdegegnern nunmehr eine neue angemessene Frist anzusetzen haben. 10.1 Es bleibt noch über die Kosten zu entscheiden. Gestützt auf § 20 Abs. 1 VPO in Ve r- bindung mit § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegen den Partei auferlegt. Bei m vorliegenden Ausgang des Verfahrens erscheint es angemessen, die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1‘800. -- zwischen der Vorinstanz einerseits und den pri- vaten Beschwerdegegnern andererseits hälftig zu teilen. Den Behörden können gemäss § 20 Abs. 3 und 4 VPO nur Verfahrenskoste n auferlegt werden, wenn sie das Kantonsgericht in A n- spruch nehmen. Den privaten Beschwerdegegnern wird demzufolge ein Verfahrenskostenanteil in der Höhe von Fr. 900. -- auferlegt. Der auf die Vorinstanz hypothetisch entfallende Verfa h- renskostenanteil wird nicht erhoben. Der Beschwerdeführerin ist der Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1‘400.-- zurückzuerstatten. Die Parteikosten sind wettzuschlagen. 10.2 Da im vorinstanzlichen Verfahren die ordentlichen Kosten den privaten Beschwerd e- gegnern auferlegt und die ausserordentlichen Kosten wettgeschlagen wurden, erübrigt sich eine Rückweisung an die Vorinstanz zur Neuverlegung der Kosten - und Entschädigungsfolgen d es vorinstanzlichen Verfahrens. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird Ziffer 1 des Dispositivs des En t- scheids der Baurekurskommission Nr. 15 -005 vom 30. Juni 2015 au f- gehoben und der Entscheid des Bauinspektorats des Kantons Basel - Landschaft Nr. 072/14 vom 7. Januar 2015 bestätigt. 2. Das Bauinspektorat wird angewiesen, eine neue Frist zur Wiederher- stellung des rechtmässigen Zustands festzusetzen. 3. Den Beschwerdegegnern A.____ und B.____ wird ein Verfah renskos- tenanteil in der Höhe von 900.-- unter solidarischer Haftung auferlegt. Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1‘400. -- wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet. 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Präsidentin Gerichtsschreiberin