<h2>SubmittedText<h2><p>In mehreren Zeitungen, wie auch auf der Website des Bundes, ist zu lesen, dass die Armee mit der Aufgabe betraut wird, die Lagerung und den Transport von Impfstoffen, die in die Schweiz importiert werden, durchzuführen. In Deutschland werden, Stand jetzt, private Logistikunternehmen mit dieser Aufgabe betraut. Die Möglichkeit, dass eventuell Lagerhäuser von der Bundeswehr bewacht werden müssen, ist subsidiär anzusehen.</p><p>Warum wird in der Schweiz von einer analogen Lösung abgesehen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Artikel 63 der Epidemienverordnung, der Influenza-Pandemieplan Schweiz und das dazugehörige Handbuch Impfung definieren die Kompetenzaufteilung und Zuständigkeiten für die Beschaffung und Verteilung von Impfstoffen. Die Armee ist gestützt auf diese Grundlagen zuständig für die Lagerung und den Transport der Impfstoffe. Expertenmeinungen und Marktabklärungen haben gezeigt, dass das nationale zivile Potential nicht vorhanden ist, um die grossen Mengen von Impfstoffen entgegen zu nehmen, zu lagern, zu kühlen und zu verteilen. Insbesondere Lieferketten für die Ultratiefkühlung bis minus 80 Grad Celsius existieren in der Schweiz nicht im notwendigen Umfang. Die für die Impfstoffe notwendige Sicherheit bei der Erstannahme, während der Lagerung und während dem Transport sind weitere Argumente die dafürsprechen, dass diese Aufgaben durch die Armee wahrgenommen werden. Die Armee wird im Bedarfsfall bei der Auslieferung an die Kantone und an das Fürstentum Liechtenstein auf Fahrzeuge von zivilen Transportlogistikunternehmen zurückgreifen. Viele zivile logistische Leistungserbringer sind bereits fester Bestandteil der kantonalen Verteilkonzepte. </p>