<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">9C_783/2009 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 29. Oktober 2009 </div> <div class="para">II. sozialrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter U. Meyer, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Borella, Kernen, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Ettlin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">M.________, </div> <div class="para">vertreten durch B.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV-Stelle Bern, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Invalidenversicherung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern </div> <div class="para">vom 30. Juli 2009. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sachverhalt: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A. </div> <div class="para">A.a Die 1954 geborene M.________ meldete sich am 29. September 2004 zum Leistungsbezug bei der IV-Stelle Bern, worauf diese gestützt auf Gutachten der Dres. med. U.________, Facharzt für Neurologie, und H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, den Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung verneinte (Verfügung vom 1. Dezember 2005). Die gegen den abweisenden Einspracheentscheid vom 8. November 2006 erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, am 30. März 2007 in dem Sinne gut, dass es die Sache zu weiterer Abklärung an die IV-Stelle zurückwies. </div> <div class="para">A.b Die IV-Stelle liess M.________ daraufhin bei der Medizinischen Abklärungsstation, Spital X.________ (MEDAS), polydisziplinär begutachten, und sie ermittelte nach Eingang der Expertise vom 27. November 2007 einen Invaliditätsgrad von 28 %: laut polydisziplinärem Gutachten sei eine den Leiden angepasste Tätigkeit bei einer Leistungsminderung von 20 % vollschichtig zumutbar. Das Leistungsbegehren wies sie mit Verfügung vom 17. April 2008 erneut ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B. </div> <div class="para">Die von M.________ hiegegen eingereichte Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 30. Juli 2009 ab. Das von der Versicherten eingereichte Privatgutachten vom 13. Mai 2008 des Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, befand das Gericht für nicht beweistauglich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C. </div> <div class="para">M.________ lässt Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führen und beantragen, es sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz - eventualiter die Verwaltung - zu ergänzender psychiatrischer Begutachtung zurückzuweisen. Gestützt darauf sei über den Leistungsanspruch neu zu entscheiden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Mit der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (<span class="artref">Art. 82 ff. BGG</span>) kann u.a. die Verletzung von Bundesrecht gerügt werden (<span class="artref">Art. 95 lit. a BGG</span>). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Artikel 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (<span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span>). Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat. Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz von Amtes wegen berichtigen oder ergänzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Artikel 95 beruht (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/105/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/105/1" type="start"></artref>Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/105/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">2.1 Das kantonale Gericht hat in ausführlicher und pflichtgemässer Würdigung der gesamten Akten und korrekter Anwendung der Beweiswürdigungsregeln - was als Rechtsfrage vom Bundesgericht ohne Einschränkung der Kognition zu prüfen ist (Urteil 9C_833/2007 vom 4. Juli 2008 E. 2.2; Urteil I 362/99 vom 8. Februar 2000 E. 4, mit Hinweisen, publ. in: SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28) - das Gutachten der MEDAS vom 27. November 2007 als beweiskräftig anerkannt. Die Rüge, auf die Expertise des MEDAS könne nicht abgestellt werde, weil das Gutachten die vom Privatgutachter Dr. med. F.________ erhobene Verschlechterung des Gesundheitszustandes vom Dezember 2007 nicht berücksichtige, ist nicht stichhaltig: Einlässlich weist der vorinstanzliche Entscheid darauf hin, dass die Beschreibungen der Beschwerdeführerin zu Art und Ausmass des Geburtsgebrechens ihres Sohnes (Lähmung seit der Geburt) keineswegs mit der - unter Hinweis auf die prozessleitende Verfügung vom 10. Juli 2009 - nicht offensichtlich unrichtig getroffenen Feststellung des kantonalen Gerichtes (vgl. E. 1 hievor) in Einklang zu bringen sind, der Sohn habe erfolgreich eine Lehre als Zimmermann abgeschlossen. Das laut Expertise des Dr. med. F.________ zu ehelichen Konflikten mit Einfluss auf die psychische Verfassung Anlass gebende Geburtsgebrechen ist folglich nicht nachzuvollziehen und konnte - wie im angefochtenen Entscheid schlüssig begründet - für die Beurteilung der gesundheitlichen Verhältnisse nicht von Belang sein. Ebenso unbegründet ist der Einwand, die Vorinstanz stelle die "Angelegenheit betreffend das Geburtsgebrechen" unzulässigerweise in einen entscheidrelevanten Zusammenhang zu dem von Dr. med. F.________ dokumentierten Krankheitsverlauf. Denn die Diagnosestellung im Gutachten des Dr. med. F.________ mit u.a. posttraumatischer Belastungsstörung nach Retraumatisierung beruht wesentlich auf der Anamnese (vgl. Ziffern 3.9, 4.5 und 6.4 des Gutachtens). Wenn das kantonale Gericht die von der Beschwerdeführerin anlässlich der Begutachtung bei Dr. med. F.________ beschriebenen traumatischen Kindheitserlebnisse als nicht glaubwürdig bezeichnete, kann dies nach Lage der Akten keinesfalls als offensichtlich unrichtig gelten. Deshalb vermag die Expertise des Dr. med. F.________ den Beweiswert des Gutachtens der MEDAS vom 27. November 2007 nicht zu beeinträchtigen, weshalb das vorinstanzliche Gericht darauf abstellen durfte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.2 Die getroffenen Tatsachenfeststellungen, soweit für die Invaliditätsbeurteilung wesentlich, sind weder offensichtlich unrichtig noch unvollständig und halten im Rahmen der Kognition von Art. 97 Abs. 1 und 105 Abs. 2 BGG der Prüfung stand. Das kantonale Gericht hat, soweit erforderlich, zusätzlichen Beweis erhoben, zu Recht aber in antizipierter Beweiswürdigung von einer gutachterlichen Beweisweiterung abgesehen (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=23&amp;from_date=21.10.2009&amp;to_date=09.11.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-V-90%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page90">BGE 124 V 90</a> E. 4b S. 94; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=23&amp;from_date=21.10.2009&amp;to_date=09.11.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-V-157%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page157">122 V 157</a> E. 1d S. 162). Dem Antrag auf Rückweisung der Sache zu ergänzender Abklärung ist daher nicht zu entsprechen. Die Invaliditätsbemessung ist in allen Teilen rechtlich korrekt erfolgt, weshalb kein Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung besteht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Die Beschwerde hatte keine Aussicht auf Erfolg, weshalb sie im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 BGG</span> als offensichtlich unbegründet (Abs. 2 lit. a), mit summarischer Begründung und unter Verweis auf den vorinstanzlichen Entscheid, erledigt wird. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten werden der Beschwerdeführerin als unterliegender Partei auferlegt (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 29. Oktober 2009 </div> <div class="para">Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Meyer Ettlin </div> </div></body></html>