<h2>SubmittedText<h2><p>Wie viel Geld wurde von der Eidgenossenschaft in den letzten zehn Jahren im Rahmen der staatlichen Auslandhilfe in Nordkorea eingesetzt?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Zwischen 2007 und 2016 hat die Schweiz in Nordkorea insgesamt 82,3 Millionen Franken eingesetzt, die als öffentliche Entwicklungshilfe anrechenbar sind. Das aktuelle Engagement der Schweiz in Nordkorea ist rein humanitärer Art und ist ausschliesslich auf die Bedürfnisse der notleidenden Bevölkerung ausgerichtet. Die Ziele sind eine verbesserte Ernährungssicherheit, Wasserversorgung und Abwasserbewirtschaftung sowie Umweltschutz. Umwelt und Ernährungssicherheit stehen in einem direkten Zusammenhang, da der Mangel an Nahrungsmitteln die Bauern dazu treibt, selbst die steilsten Hänge zu bewirtschaften. Dies führt zu Abholzung und Erosion und erhöht damit das Risiko von Naturkatastrophen. Aus diesem Grund fördert die Humanitäre Hilfe der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) in Nordkorea eine nachhaltige landwirtschaftliche Produktion sowie den Schutz vor Erosion. Die Schweiz leistet keine finanziellen Beiträge an die nordkoreanische Regierung. Die Mittel der Deza werden auf zwei Arten umgesetzt: Erstens entsendet die Schweiz Mitglieder des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe vor Ort zur Umsetzung von eigenen Projekten. Zweitens unterstützt die Schweiz Organisationen mit anerkannter humanitärer Expertise, insbesondere das Internationale Komitee vom Roten Kreuz, Handicap International und das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP). Um die chronische Unterernährung in Nordkorea zu bekämpfen, bezieht das WFP unter anderem Schweizer Milchpulver. Externe Evaluationen erlauben es der Deza, die Relevanz, Wirksamkeit und Effizienz dieses Engagements zu analysieren. Um sicherzustellen, dass die Schweizer Finanzmittel für den vorgesehenen Zweck eingesetzt wurden, werden regelmässig unabhängige Audits vorgenommen. Die Schweizer Mitarbeiter des Kooperationsbüros in Pjöngjang begleiten und überwachen die Projekte ausserdem durch regelmässige Besichtigungen vor Ort.</p>