<h2>SubmittedText<h2><p>Seit Monaten haben viele Studierende finanzielle Sorgen und Probleme mit den Umständen, unter denen sie studieren müssen. Zudem gibt die psychische Gesundheit vieler von ihnen Anlass zur Sorge. Die Massnahmen im Zusammenhang mit der Pandemie haben auf die Studierenden auf Tertiärstufe einen grossen Einfluss. Ungefähr zwei Drittel arbeiten, um das Studium bezahlen zu können. Covid-19 hat sie ihn eine prekäre Lage versetzt.</p><p>Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) vertritt 260 000 Studierende und verlangt, dass die Studierenden in die Diskussion über die Lockerung der Massnahmen im Zusammenhang mit Covid-19 einbezogen werden und dass ihre Sorgen auf allen Ebenen ernst genommen werden. Die Pandemie trifft die Studierenden unabhängig von ihrem Wohnort. Darum müssen auf nationaler Ebene Lösungen und Hilfe angeboten werden. Dies ermöglicht eine einheitliche Unterstützung der Studierenden und bietet ihnen Zukunftsperspektiven. </p><p>Sollte der Bundesrat nicht ausserordentliche Massnahmen auf nationaler Ebene treffen, um zu helfen? </p><p>Ist die Schaffung eines nationalen Notfallfonds zur Bereitstellung von Stipendien vorgesehen? </p><p>Ist der Bundesrat bereit, mit den Hochschulen, den Universitäten und den Studierendenvertretungen zusammenzuarbeiten, damit die Stipendien und die Studiendauer in der Schweiz einheitlich verlängert werden? </p><p>Hat der Bundesrat Prognosen über die Langzeitfolgen von Covid-19 auf die Studierenden auf Tertiärstufe in Bezug auf die Arbeitsbedingungen, aber auch auf die psychologischen Auswirkungen angestellt? Ist ein kostenloser Zugang zu psychologischer Unterstützung vorgesehen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist sich der finanziellen und psychologischen Schwierigkeiten bewusst, mit denen manche Studierende aufgrund der Coronapandemie kämpfen. Er möchte hier daran erinnern, dass die Hochschulen und ihre kantonalen Trägerschaften für die Bereitstellung von finanziellen oder psychologischen Hilfen für Studierende zuständig sind. Gemeinsam mit ihren Trägerkantonen haben die Hochschulen, die nahe an der Praxis sind, umfangreiche Massnahmen getroffen und direkt Lösungen angeboten, um die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf ihre Studierenden zu begrenzen.</p><p>Ergänzend zu den bereits in normalen Zeiten verfügbaren Instrumenten zur Unterstützung von Studierenden mit finanziellen Schwierigkeiten (Gewährung von Stipendien, Ermässigung der Studiengebühren, Wohnbeihilfen usw.) hat die Hälfte der Hochschulen zusätzliche Massnahmen ergriffen und neue Instrumente entwickelt, auch in Zusammenarbeit mit Stiftungen und privaten Spenderinnen und Spendern, um Studierenden in finanzieller Not zu helfen. In Bezug auf die spezifischen Massnahmen zur Unterstützung der psychischen Gesundheit der Studierenden haben drei Viertel der Hochschulen die bereits vor der Pandemie vorhandenen Kapazitäten ausgebaut und/oder neue Unterstützungsmassnahmen eingeführt (Coaching, Beratung von Fachleuten, Workshops, Online-Sportangebote usw.). Dies zeigt, dass sich die Hochschulen und ihre Trägerkantone ihrer Verantwortung bewusst sind und diese auch wahrnehmen. Diesbezüglich verweist der Bundesrat auf seine Antworten auf die Fragen Roth Franziska 21.7128 "Bildungsdarlehen, Covid-19 macht dringendes Handeln für Auszubildende/Studierende notwendig!" und 21.7049 "Die Auswirkungen von Covid-19 auf die Psyche von Studierenden". Zudem hat der Bundesrat die Annahme des Postulats Hurni 21.3234 "Wie steht es um den psychischen Gesundheitszustand der Schweizerinnen und Schweizer?" beantragt, das eine Studie über den psychischen Gesundheitszustand der Bevölkerung infolge der Pandemie verlangt, um aufzuzeigen, wie dieser verbessert werden könnte. Aus diesen Gründen hält es der Bundesrat nicht für angezeigt, einen nationalen Notfallfonds zur Bereitstellung von Stipendien zu schaffen, die bestehenden Stipendien schweizweit zu verlängern oder einen kostenlosen Zugang zu psychologischer Unterstützung vorzusehen.</p><p>Zur Frage der langfristigen Auswirkungen von Covid-19 auf die Studierenden der Tertiärstufe wird die Erhebung 2021 des Bundesamts für Statistik bei den Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen wichtige Informationen liefern. Sie wird aufzeigen, ob und inwiefern die finanzielle Situation der Studierenden sich aufgrund der Krise im Zusammenhang mit Covid-19 verschlechtert hat, gestützt auf spezifische Fragen zur Evaluation der Folgen auf psychischer, physischer und finanzieller Ebene. Darüber hinaus hat der Bundesrat die Annahme des Postulats Bulliard 21.3352 "Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Ausbildungsgänge" beantragt, das einen Bericht zu den Auswirkungen der Pandemie auf die Situation der Lernenden und Hochschulstudierenden auf dem Arbeitsmarkt und in der Ausbildung fordert.</p><p>Schliesslich steht die Schweizerische Hochschulkonferenz (SHK) als oberstes hochschulpolitisches Organ von Bund und Kantonen in ständigem Austausch mit der Rektorenkonferenz der schweizerischen Hochschulen, swissuniversities, und verfolgt die Entwicklungen an den Hochschulen aufmerksam.</p>  Antwort des Bundesrates.