<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.00294</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna<br/>Ersatzrichterin Bänninger Schäppi<br/>Gerichtsschreiber Kübler</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 30. November 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Silvan Meier Rhein</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">advokatur rechtsanker</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Ankerstrasse 24, Postfach 9822, 8036 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1984, wurde unter Hinweis auf einen seit Geburt bestehen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Morbus Hirschsprung von seinem Vater erstmals am 16. April 1985 (Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gangsdatum) bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zum Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bezug angemeldet (Urk. 10/1). Dr. Y.___, Z.___, stellte in seinem Arzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bericht vom 19. Juni 1985 das Geburtsgebrechen Ziff. 278 des Anhangs der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ordnung über Geburtsgebrechen (GgV; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aganglionose und Ganglienzell-Anoma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lien des Dick- oder Dünndarms</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) fest (Urk. 10/3). Die IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stelle erteilte X.___ mit Verfügung vom 8. Juli 1985 erstmals Kostengutsprache für die zur Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung des Geburtsgebrechens Ziff. 278 notwendigen medizinischen Massnahmen vom 18. März 1985 bis am 31. März 1987 (Urk. 10/4). Mit Verfügung vom 15. März 1989 wurde diese Kostengut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprache bis am 30. April 2000 verlängert (Urk. 10/14).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auf Zusatzgesuch des Vaters des Versicherten vom 21. April 1994 (Urk. 10/17) hin leistete die IV-Stelle, nach Beizug eines Berichtes des schulpsychologischen Dienstes des Bezirkes Horgen vom 16. Mai 1994 (Urk. 10/18) – in welchem erst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mals ein POS, durch häufige Vollnarkosen im Kleinkindalter verstärkt, diagno</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stiziert wurde – mit Verfügung vom 28. Juni 1994 Kostengutsprache für eine Sonderschulung an der A.___ ab August 1994 bis einstweilen Ende Schuljahr 1995/1996 (Urk. 10/20). Diese Kostengutsprache wurde in der Folge mehrfach verlängert (Urk. 10/25, Urk. 10/28, Urk. 10/30), letztmals bis Ende Schuljahr 1999/2000 (Urk. 10/37). Ab September 1998 wurde mit dem Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherten eine Berufsberatung durchgeführt (Urk. 10/32-35 und Urk. 10/42). Am 15. August 2000 trat er eine Lehre als Geräteinformatiker an, woraufhin die Berufsberatung abgeschlossen wurde (Urk. 10/6/2). Die Lehre wurde indessen vom Versicherten nach eineinhalb Jahren abgebrochen. Von März 2002 bis Juli 2008 war er in der Firma seines Vaters (B.___) als Informatiker angestellt. Anschliessend war er mit Unterbrüchen bei verschiedenen Firmen im Informatikbereich tätig, zuletzt vom 1. August 2012 bis 31. Januar 2013 bei den C.___, wobei der letzte Arbeitstag der 20. No</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vember 2012 war (Urk. 10/51 und Urk. 10/130/13-14). Zwischendurch sowie seit dem 31. Januar 2013 war er arbeitslos und bezog Taggelder der Arbeitslosenver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherung (Urk. 10/52 und 10/68/3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 24. Juni 2013 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf schnelle Erschöpfung, lange Erholungszeit und Magen-Darm-Probleme mit starken Schmerzen erneut zum Leistungsbezug bei der IV-Stelle an (Urk. 10/46). Die IV-Stelle tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen (Urk. 10/51-53 und Urk. 10/62). In der Folge leistete sie Kostengutsprache für eine berufliche Abklärung im Rahmen von beruflichen Massnahmen vom 17. März bis zum 17. April 2014 bei der D.___ und sprach dem Versicherten für die Dauer dieser Massnahme ein Taggeld zu (Urk. 10/63-64 und Urk. 10/70). Am 15. Mai 2014 erstattete die D.___ ihren Schlussbericht (Urk. 10/68). Mit Mitteilung vom 6. August 2014 leistete die IV-Stelle sodann Kostengutsprache für ein Aufbautraining vom 21. Juli 2014 bis zum 20. Januar 2015 in der E.___, und sprach ihm für die Dauer dieser Massnahme ein Taggeld zu (Urk. 10/74-76).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 15. Dezember 2014 fand ein Standortgespräch statt (Urk. 10/95/12-13). Mit Mitteilung vom 16. Januar 2015 orientierte die IV-Stelle den Versicherten über die vorzeitige Beendigung des Aufbautrainings auf Ende Dezember 2014, da die Zwischenziele deutlich nicht erreicht worden seien und ein </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bertritt in eine geeignetere Massnahme empfohlen werde; sein Gesuch werde zur weiteren Bear</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitung an die Berufsberatung überwiesen (Urk. 10/94). Am 29. April 2015 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass zurzeit keine beruflichen Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gliederungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">massnahmen möglich seien. Falls der Versicherte nochmals die Aufnahme von beruflichen Massnahmen wünsche, sei ein Nachweis zu einem mehrmonatigen Aufenthalt in einer Tagesklinik erforderlich. Solange die Behandlungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">möglich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keiten nicht ausgeschöpft seien, und dadurch Eingliede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">smassnahmen nicht eingeleitet werden könnten, könne auch die Rente nicht geprüft werden (Urk. 10/104). Mit E-Mail vom 5. Oktober 2015 informierte der Versicherte die IV-Stelle, dass er soeben in die F.___ eingetreten sei. Am 19. Oktober 2015 setzte er die IV-Stelle darüber in Kenntnis, dass sein Aufenthalt in der F.___ aufgrund zu vieler Fehltage abgebrochen worden sei (Urk. 10/110). Nach Beizug einer Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD, Urk. 10/135/3) liess die IV-Stelle den Versicherten polydisziplinär (Allgemeine Innere Medizin, Psychiatrie, Neuropsychologie) begutachten (Urk. 10/120 und Urk. 10/125). Die MEDAS G.___ erstattete am 20. Juli 2016 das polydisziplinäre Gutachten (Urk. 10/130). Nach durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geführtem Vorbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheidverfahren (Vorbescheid vom 22. September 2016, Urk. 10/136; Einwand vom 24. Oktober 2016, Urk. 10/140) wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren des Versicherten mit Verfügung vom 1. Februar 2017 – wie vorbeschieden – ab (Urk. 10/146 = Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob X.___ mit Eingabe vom 7. März 2017 Beschwerde und beantragte, es sei die Verfügung vom 1. Februar 2017 aufzuheben und ihm eine ganze Invalidenrente auszurichten, wobei die Sache zur Festsetzung von Renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beginn und Rentenhöhe an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen sei. In pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zessualer Hinsicht beantragte er die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1 S. 2 und S. 8). Mit Eingabe vom 10. April 2017 reichte der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer das Formular betreffend Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit inkl. Unterlagen ein (Urk. 6-7 und Urk. 8/1-6). Mit Beschwerdeantwort vom 25. April 2017 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 9, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 10/1-149), was dem Beschwerdeführer am 26. April 2017 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien sowie die Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Sie kann Folge von Geburts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung;</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">November 2015 E. 5.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).</span></p><p><span> </span><span>Das für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosomatische Leiden entwickelte strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indika</span><span>toren, die es </span><span>-</span><span> unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungs</span><span>faktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderer</span><span>seits </span><span> erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu</span><span>schätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesge</span><span>richts 9C_590/2017 vom 1</span><span>5. </span><span>Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines ren</span><span>tenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus</span><span>wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). </span></p><p><span> </span><span>Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beant</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wortung der gestell</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">suchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">falls in Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.7</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.7.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Gebiet der Invalidenversicherung gilt ganz allgemein der Grundsatz, dass die invalide Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zumutbare selber vorzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kehren hat, um die Folgen ihrer Invalidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tät bestmöglich zu mildern (BGE 113 V 28 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4a mit Hinweisen). Dieses Gebot der Selbsteingliederung ist Ausdruck des in der ganzen Sozialversicherung geltenden Grundsatzes der Scha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">denminderungspflicht (vgl. BGE 120 V 368 E. 6b S. 373, 117 V 275 E. 2b S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">278), wobei jedoch vom Versicherten nur Vorkehren verlangt werden können, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegeben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heiten des Einzelfalles zumutbar sind (BGE 113 V 22 E. 4a S. 28 mit Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung; ZAK 1989 S. 214 E. 1c). Als Ausdruck der allgemeinen Schadenminderungspflicht geht die Pflicht, die notwendigen Schritte zur Selbst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eingliederung zu unternehmen, nicht nur dem Renten-, sondern auch dem gesetzlichen Eingliederungsanspruch vor (Urteil </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgerichts 8C_385/2017 vom 19. September 2017 E. 5.2 mit Hinweis). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.7.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">G</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">emäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7 IVG </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">muss die versicherte Person </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) zu verrin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gern und den Eintritt einer Invalidität (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) zu verhindern (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1). Die versicherte Person muss an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich (Aufgabenbereich) dienen, aktiv teilnehmen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Abs. 2)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.7.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Leistungen können gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">21 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> oder nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">43 Absat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">z 2 ATSG nicht nachgekommen ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Die Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungen können in Abweichung von Art.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">21 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4 ATSG ohne Mahn- und Bedenk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zeitverfahren gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">son:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trotz Aufforderung der IV-Stelle nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3c </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 nicht unverzüglich eine Anmeldung vorgenommen hat und sich dies nachteilig auf die Dauer oder das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit oder der Invalidität auswirkt;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Meldepflicht nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">31 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG nicht nachgekommen ist;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Leistungen der Invalidenversicherung zu Unrecht erwirkt oder zu erwirken versucht hat;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">d.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der IV-Stelle die Auskünfte nicht erteilt, welche diese zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgabe benötigt (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 7b Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.7.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">21 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4 ATSG bestimmt Folgendes: Entzieht oder widersetzt sich eine ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">le</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">räu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). </span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts hat die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeinstanz </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in der Regel ein Gerichtsgutachten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zuholen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, wenn sie im Rahmen der Beweiswürdi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung zum Schluss kommt, ein bereits erhobener medizinischer Sachverhalt müsse (insgesamt oder in wesentlichen Teilen) noch gutachtlich geklärt werden oder eine Administrativexpertise sei in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kräftig. Eine Rückweisung an die IV-Stelle bleibt hingegen möglich, wenn es darum geht, zu einer bisher vollständig ungeklärten Frage ein Gutachten einzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">holen. Ebenso steht es dem Versicherungsgericht frei, eine Sache zurückzuweisen, wenn allein eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 99 E. 1.1, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">137 V 210 E. 4.4.1.4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">; Urteil des Bundesgerichts 8C_580/2017 vom 9. Februar 2018 E. 3.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">denrente.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin hielt im Vorbescheid vom 22. September 2016 zur Begründung der darin in Aussicht gestellten Abweisung des Rentenbegehrens fest, dass der Beschwerdeführer durch eine betreute Wohnform in der Erhaltung einer Tagesstruktur unterstützt und so eine Arbeitsfähigkeit von bis zu 70 % erlangt werden könne. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund des aktuellen Gesundheitszustandes seien aktuell keine Eingliederungsmassnahmen angezeigt. Eingliederungsmassnahmen würden erneut geprüft, wenn durch eine betreute Wohnform eine Tagesstruktur vorhanden sei. Bei der IV gelte der Grundsatz Eingliederung vor Rente. Eine Ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tenprüfung werde nur vorgenommen, wenn alle zumutbaren Behandlungen oder Massnahmen wahrgenommen worden seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 10/136/2; vgl. Urk. 2 S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1). In der angefochtenen Verfügung führte sie – zudem – an, gemäss Gutachten sei eine Arbeitsfähigkeit von 70</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zumutbar unter optimalen Bedingungen. Ressourcen seien vorhanden. Aus ihrer Sicht wäre es aus gesundheitlicher Sicht nicht förder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich, eine Rentenleistung zuzusprechen, bevor alle möglichen Eingliederungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">massnahmen ausgeschöpft seien.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer hielt demgegenüber dafür, dass die Voraussetzungen für die Ausrichtung einer Rente der Invalidenversicherung vorliegend erfüllt seien. Daran ändere nichts, dass die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers durch Mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wirkung seinerseits, namentlich durch Therapie oder Anpassung der Wohnsitua</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tion, gegebenenfalls wieder rentenausschliessend hergestellt werden könne (Urk. 1 S. 7-8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Aktenlage betreffend den Zeitraum vor der Begutachtung wurde im polydis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziplinären Gutachten der MEDAS G.___ vom 20. Juli 2016 zusammen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gefasst wiedergegeben (Urk. 10/130/2-8). Auf die betreffenden Ausführungen wird verwiesen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gestützt auf die Untersuchungen in den einzelnen Fachgebieten stellten die MEDAS-Gutachter in ihrer Gesamtbeurteilung folgende Diagnosen mit wesentli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cher Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit (Urk. 10/130/21):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kombinierte Persönlichkeitsstörung F61.0</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf Störung der Impulskontrolle F63</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zudem wurden folgende Diagnosen ohne wesentliche Einschränkung der Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit, aber mit Krankheitswert, gestellt (Urk. 10/130/21):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Rechtschreibeschwäche, ansonsten alters- und ausbildungsadäquate kognitive Leistungsfähigkeit</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Morbus Hirschsprung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Status nach Durchzugsoperation nach Duhamel, nach doppelläufiger Transversostomie rechts und nach Kolostomieverschluss 1985</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Wiederholte Stuhlausräumungen in Narkose bei chronischer Obstipa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">tion in Kindheit</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Letzte Darmoperation etwa 2004, anamnestisch, seither keine Stuhlin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">kontinenz mehr, eher Durchfälle, gelegentlich Bauchkrämpfe</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Nikotinabusus (20 Zigaretten täglich, ca. 10 py)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ferner nannten die MEDAS-Gutachter folgende Nebenbefunde (Urk. 10/130/22):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Nephrolithiasis rechts 2007</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Operation bei Refluxösophagitis 2011</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Gichtanfall Grosszehe links etwa 1999, anamnestisch</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Appendektomie in Kindheit, anamnestisch</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Cannabiskonsum F12.20</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Rahmen der zusammenfassenden Gesamtbeurteilung (Urk. 10/130/19-23) hielten die Gutachter fest, dass die aktuelle neuropsychologische Abklärung, abgesehen von einer Rechtschreibeschwäche, eine alters- und ausbildungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">adä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">quate kognitive Leistungsfähigkeit ergeben habe. Insbesondere hätten sich psychometrisch keine Hinweise auf ein ADHS gefunden. Im Vergleich zur neuro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">psychologischen Untersuchung vom Mai 1992 und vom November 2014 hätten sich in der aktuellen Untersuchung Verbesserungen gezeigt; die damals diagnos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tizierte Minderleistung in attentionalen Teilbereichen sowie im Bereich der Visuokonstruktion, dem nonverbalen Lernen/Gedächtnis, dem Rechnen sowie dem sprachlichen Konzeptdenken seien nicht mehr festzustellen. Dies sei am ehesten erklärbar in Zusammenhang mit einer aktuell insgesamt besse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren/sta</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bileren Aufmerksamkeitsleistung (Urk. 10/130/20-21). Aus psychiatri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scher Sicht seien diagnostisch eine kombinierte Persönlichkeitsstörung F61.0 (ICD-10 Krite</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rien erfüllt) sowie eine wahrscheinlich phasenweise gestörte Impulskontrolle F63 mit vor allem beeinträchtigter Fähigkeit zur Anpassung an Regeln und Routinen aufzuführen. Der Beschwerdeführer sei deshalb nur beschränkt in der Lage, einen strukturierten Tagesablauf aufrecht zu erhalten, wie dies für eine Erwerbstätigkeit Voraussetzung wäre. In Abweichung zum behandelnden Psychiater Dr. med. H.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, sei davon auszugehen, dass eine tagesklinische Behandlung keine nachhaltige Auswirkung auf den psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chischen Gesundheitszustand, insbesondere auf die Folgen der Persönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung, haben werde. Viel eher wäre ein betreutes Wohnen hilfreich. Erst danach werde der Beschwerdeführer die medizinisch-theoretische 70%ige Rest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit als IT-Supporter oder in angepasster Tätigkeit im Arbeitsmarkt umsetzen können. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diese Einschätzung decke sich mit den Feststellungen, die im Rahmen der BEFAS-Abklärungen (Bericht vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mai 2014) sowie des Aufbau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trainings (Bericht vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7. Dezember 2014) gemacht worden seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, insofern, als dass dem Beschwerdeführer ein Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt ohne zusätzliche pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fessionelle Unterstützung (betreutes Wohnen, allenfalls Klinik</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aufenthalt bei Fort</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bestehen einer nichtstofflichen Abhängigkeit [Spielsucht aufgrund der gestörten Impulskontrolle]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht möglich sein werde.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Keine zusätzliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei aus intern-medizinischer Sicht zu begründen aufgrund der zwischenzeitlich weit in den Hintergrund getretenen Darmproblematik bei akten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kundigem Morbus Hirschsprung (Urk. 10/130/21).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gutachter gelangten zum Schluss, dass sowohl in angestammter Tätigkeit als IT-Supporter als auch in jeder angepassten Verweistätigkeit (Berücksichtigung der Rechtschreibeschwäche), medizinisch-theoretisch eine zumutbare Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit von 70 % der Norm nach Neutralisation eines Teils der Auswirkungen der psychischen Störungen mittels Veränderung der Wohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">situation (betreutes Wohnen) bestehe. Durch medizinische Massnahmen, insbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sondere eine integrierte stationäre oder halb-stationäre psychiatrische Behandlung, sei das psychische Zustandsbild des Versicherten nicht richtungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gebend verbesserbar; medikamen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tös zu diskutieren sei die Gabe eines Moodstabilizers, zum Beispiel Lithium (u.a. auch zur Augmentation des Anti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">depressivums). Falls aufgrund der gestörten Impulskontrolle eine nicht-stoffliche Abhängigkeit (Spielsucht) bestehe und diese innerhalb eines betreuten Wohnens nicht genügend neutralisierbar sei, sei der Aufenthalt in einer dazu geeigneten Klinik zu überprüfen. Betreffend beruflicher Massnahmen sei eine Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt zu empfehlen unter der Bedingung, dass der Versicherte in ein betreutes Wohnen einwillige. Die festgelegte Arbeitsfähigkeit sei aufgrund der vorliegenden Akten, anamnestischer Angaben und erhobener Befunde auf den Zeitpunkt der IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anmeldung vom 20. Juni 2013 zurückzudatieren. Der weitere Verlauf sei offen und insbesondere abhängig von der Realisierbarkeit eines betreuten Wohnens (Urk. 10/130/22).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s polydisziplinäre Gutachten der MEDAS G.___ vom 20. Juli 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 10/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) beruht auf den erforderlichen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sorgfältigen und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> allseitigen Untersu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 10/130/17-18, Urk. 10/130/24-25, Urk. 10/130/28-31 und Urk. 10/130/41-43)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, wurde in Kenntnis der und Auseinandersetzung mit den Vorakten erstattet</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 10/130/2-13, Urk. 10/130/26-27 und Urk. 10/130/34)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und setzt sich mi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">t diesen sowie dem Verhalten des Beschwerdeführers</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> auseinander</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 10/130/15-16, Urk. 10/130/20-21, Urk. 10/130/27-28 und Urk. 10/130/35-50)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Die Gutachter haben die medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtend dargelegt und ihre Schlussfolgerungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grundsätzlich nachvollziehbar begründet (vgl. aber E. 4.3). Der psychiatrische Gutachter hat sich sodann im Rahmen seiner Beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung der Arbeitsfähigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">– </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trotz Fehlens einer Diagnose, welche nach damaliger Rechtslage eine solche Prüfung bedingt hätte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">– </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mit den Indikatoren gem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">äss BGE 141 V 281 (vgl. E. 1.2.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einlässlich befasst (Urk. 10/130/50-52). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das MEDAS-Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achten erfüllt demnach grundsätzlich die rechtsprechungsgemässen Anforde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen an eine beweiskräftige ärztliche Entscheidgrundlage (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 1.6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die gutachterliche Einschätzung, wonach im Zeitpunkt der Begutachtung aus somatischer und neuropsychologischer Sicht keine Beeinträchtigung der Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit bestand, steht – zu Recht - ausser Diskussion.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In psychischer Hinsi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cht gelangten die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">MEDAS-Gutachter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">im Rahmen der zusammenfassenden Beurteilung (Urk. 10/130/19-23) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zum Schluss, dass dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit als</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IT</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-Supporter wie auch jede andere angepasste Verweistätigkeit (Berücksichtigung der Rechtschreibes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chwä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che) medizinisch-theoretisch zu 70</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der Norm zumutbar sei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Neutralisation eines Teils der Auswirkungen der psychischen Störungen mittels Veränderung der Wohnsi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tuation. Diese Beurteilung gelte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seit Juni 2013 (Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">punkt der Anmel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">; vgl. E. 3.2.3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Laut Gutachten wurde diese (zusammenfassende) Beurteilung anlässlich der Schlussbesprechung vom 1. Juli 2016 von Dr. med. I.___, FMH Allgemeine Innere Medizin, und Dr. med. J.___, FMH Rheumatologie, vorgenommen. Die Schlussbesprechung basiere auf einem vorgängig im Zirkulationsverfahren erar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beiteten Konsensfindungsprozess aller beteiligen Fachleute (Urk. 10/130/19).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die zusammenfassende Beurteilung von Dr. I.___ und Dr. J.___ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erscheint inso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fern als erklärungsbedürftig, als der psychiatrische Gutachter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. K.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, im psychiatrischen Teilgutachten vom 9. Juni 2016 (Urk. 10/130/34-54) ausdrücklich darauf hingewiesen hatte, dass die Auswirkungen der psychischen Störung auf die Erwerbsfähigkeit schwer fassbar seien. Einerseits gebe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">es wenig fremdanamnestische Angaben zu seinem Verhalten in der Arbeitssituation. Anderseits berichte der Beschwerdeführer über Lebensphasen, in denen er in der Lage gewesen sei, ein scheinbar unauffälliges Erwerbsleben zu führen. Es gebe deutliche Hinweise, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unter bestimmten Voraussetzungen in der Lage sei, über eine gewisse Zeitdauer eine Performance zu erbringen. Es sei aber von einer Störung der Capacity auszugehen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 10/130/49)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach einlässlicher Befassung mit den Standardindikatoren (Urk. 10/130/50-52) hatte Gutachter Dr. K.___ sodann festgestellt, dass der Wille, wieder einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, beim Beschwerdeführer unge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">brochen scheine. Aufgrund der psychischen Störung gehe er davon aus, dass der Beschwerdeführer nicht in der Lage sei, unter den gegebenen Umständen, – ins</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">besondere der Wohnsituation – seine willentlichen Vorsätze in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit umzusetzen. Gemäss BEFAS-Bericht vom 15. Mai 2014 bestehe eine Restarbeitsfähigkeit von 70 %. Er gehe ebenfalls von einer krankheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dingten Einschränkung der Restarbeitsfähigkeit aus. Diese lasse sich anhand der ihm zur Verfügung stehenden Akten nicht sicher quantifizieren. Aus versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsmedizinischer Sicht könne davon ausgegangen werden, dass der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführer unter den gegebenen Umständen (Wohnsituation) die medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zinisch-theo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">retische Restarbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt wahrscheinlich zu realisieren nicht in der Lage sei. Er empfehle dem Beschwerdeführer berufliche Wiederein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gliederungsmassnahmen in den ersten Arbeitsmarkt unter der Bedingung, dass er in ein betreutes Wohnen einwillige (Urk. 10/130/52). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wohl hatte Gutachter Dr. K.___ im Weiteren unter dem Titel </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">«Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">als ungelernter IT-Supporter» angeführt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stützt auf die ihm zur Verfügung stehenden Akten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">– aktuell – medizinisch-theoretisch zu 70 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">% arbeitsfähig sei; dies gelte auch für eine Verweisungstätigkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 10/130/52)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diese Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schätzung von Gutachter Dr. K.___ erscheint aufgrund seiner – vorstehend wiedergegebenen – vorherigen Feststellungen indessen mangels Begründung nicht ohne weiteres nachvollziehbar; ebenso verhält es sich demzufolge auch bei der entsprechenden Einschätzung von Dr. I.___ und Dr. J.___ vom 1. Juli 2016. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Bezug auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in der Tätigkeit als IT-Supporter gilt dies umso mehr, als l</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aut dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">von Gutachter Dr. K.___ zitierten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schlussber</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">icht BEFAS vom 15. Mai 2014 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die berufspraktische und berufsberate</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rische Abklärung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ergeben hatte, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keine konkreten Angaben zur A</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bereich Informatik gemacht werden könnten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">; es werde vermutet, dass dieser Bereich nicht angepasst sei (Urk. 10/68/12).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Frage nach dem Beginn der Arbeitsunfähigkeit wurde im Rahmen der zusam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">menfassenden Beurteilung sodann festgehalten, dass die anlässlich der Schluss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">besprechung vom 1. Juli 2016 festgelegte Arbeitsfähigkeit «aufgrund vorliegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Akten, anamnestischer Angaben und erhobener Befunde» auf Juni 2013 zurückzudatieren sei. Gutachter Dr. K.___ hatte zu dieser Frage indessen ledig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich bemerkt, dass gemäss BEFAS-Bericht (vom 15. Mai 2014) die Restarbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit 70 % betrage (Urk. 10/130/52). Zur vor der BEFAS Abklärung bestehen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den medizinisch-theoretischen Restarbeitsfähigkeit machte er hingegen keine konkreten Angaben. Die zusammenfassende Beurteilung von Dr. I.___ und Dr. J.___ erscheint daher auch insofern erklärungsbedürftig. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinzu kommt, dass der psychiatrische Gutachter zwar die von ihm gestellte Diagnose einer Persönlichkeitsstörung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(ICD-10 F61.0) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lege artis anhand der Diagnosekriterien gemäss ICD-10 hergeleitet hat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 10/130/49-50). Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diagnose ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er Impulskontrollstörung (ICD-10 F63) hat der psychiatrische Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achter hingegen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lediglich verdachtsweise erhoben. Mithin liegt insoweit keine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor, was </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">für die Annahme eine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r durch die Impulskontrollstörung bedingten Beeinträchtigung der Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit jedoch erforderlich wäre (vgl. E. 1.2.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten kann aufgrund der gutachterlichen Ausführungen zwar ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass die medizinisch-theoretische Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit des Beschwerdeführers krankheitsbedingt eingeschränkt ist. Zur zuver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lässigen Beurteilung des (quantitativen und qualitativen) Umfanges des beim Beschwerdeführer vorhandenen potentiellen medizinisch-theoretischen funktio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nellen Leistungsvermögens erscheint jedoch eine Klarstellung und Präzisierung der gutachterlichen Ausführungen (vgl. E. 4.3.2) resp. – mit Blick auf die Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führungen in Ziffer 7 des psychiatrischen Teilgutachtens (Urk. 10/130/53; vgl. Urk. 10/130/21) – allenfalls auch der Beizug eines Verlaufs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gutachtens erfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich. </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nicht in Frage zu stellen ist hingegen die gutachterliche Einschätzung, wonach der Beschwerdeführer unter den im Zeitpunkt der Begutachtung gegebenen Umständen (Wohnsituation) nicht in der Lage war, die medizinisch-theoretische Rest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt zu realisieren (vgl. auch die dahinge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hende Stellungnahme von RAD-Arzt dipl. med. L.___, Facharzt FMH für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, vom 26. Juli 2016, Urk. 10/135/4), mithin nicht eingliederungsfähig war. Im Ergebnis zum gleichen Schluss waren auch die mit dem Beschwerdeführer befassten Berufsfachpersonen gelangt (vgl. Sachverhalt Ziffer 1.3): Auch sie stellten in ihren Berichten vom 15. Mai 2014, 22. Dezember 2014 und 29. April 2015 (Verlaufsprotokoll Berufs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beratung) fest, dass dem Beschwerdeführer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ein Einstieg in den ersten Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">markt ohne zusätz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche professionelle Unterstützung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nicht möglich ist (Urk. 10/68, Urk. 10/91 und Urk. 10/103). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer wies zu Recht darauf hin, dass trotz der in Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG in der ab 1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Januar 2008 geltenden Fassung aufgestellten (negativen) Anspruchsvoraussetzung der fehlenden Eingliederungsfähigkeit die frühere Recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechung weiterhin anwendbar ist. Demnach entsteht der Rentenanspruch, wenn die versicherte Person nach Ablauf der einjährigen Wartezeit nicht oder noch nicht eingliederungsfähig war, selbst wenn in Zukunft Eingliederungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahmen beab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichtigt sind (BGE 121 V 190 Regeste; Urteile des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts 8C_209/2017 vom 14. Juli 2017 E. 5.2.2 und 8C_787/2014 vom 5. Februar 2015 E. 3.2, je mit Hinweis auf BGE 122 V 77 E. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Bundesgericht hat sodann wiederholt unter Hinweis auf BGE 127 V 294 E. 4c bestätigt, dass in der Invalidenversicherung die Therapierbarkeit eines Leidens dem Eintritt einer rentenbegründenden Invalidität nicht absolut entgegensteht (BGE 143 V 409 E. 4.2.1 mit Hinweis; vgl. E. 1.2.2). Für die Entstehung eines Anspruchs auf eine Rente ist vielmehr immer und einzig vorausgesetzt, dass während eines Jahres (ohne wesentlichen Unterbruch) eine mindestens 40%ige Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) bestanden hat (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) und eine anspruchsbegründende Erwerbsunfähigkeit weiterhin besteht (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG [vgl. E. 1.3]; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_682/2016 vom 16. Februar 2017 E. 3.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin wäre demnach – trotz des Grundsatzes «Eingliederung vor Rente» – gehalten gewesen zu prüfen, ob die genannten Voraussetzungen für eine Rentenzusprache erfüllt sind, und zwar – unter Berücksichtigung von Art. 29 Abs. 1 IVG – auch für die vergangene Zeit. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Soweit die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch mit der Begründung, dass laut Gutachten unter optimalen Bedingungen eine Arbeitsfähigkeit zu 70 % zumutbar sei und der Beschwerdeführer über gute Ressourcen verfüge, verneinte, kann ihr schon deshalb nicht gefolgt werden, weil sich a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">us der medizinisch-theoretischen Beurteil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ung der Arbeitsunfähigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in der Regel kein Schluss auf die für die Bestimmung des Invaliditätsgrades massgebende Erwerbsunfähigkeit ziehen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> lässt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Vorliegend gilt dies umso mehr, als </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Grund zur Annahme besteht, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ie Invalidität in Anwendung von Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">26 IVV (Bemessung der Invalidität b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ei Versicherten ohne Ausbildung;</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vgl. zur Frühinvalidität auch das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Kreis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schrei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH] des Bundesamtes für Sozialversicherung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en [BSV], Randziffern 3035 ff.) zu bemessen ist. Gutachter Dr. K.___ führte nämlich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">– unter Bezugnahme auf den Bericht von Prof. Dr. phil. M.___ vom Neuropsychologischen Institut vom 21. Mai 1992 betreffend die am 11./12. Mai 1992 durchgeführten neuropsycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">logischen Untersuchungen (Urk. 10/86) – aus, der (damals 8-jährige) Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer sei zu diesem Zeitpunkt vermindert lernfähig gewesen. Die Hauptstörung sei damals vom Neuropsychologen nicht in den kognitiven, sondern in den emotionalen Funktionen geortet worden. Die gestörte Emotionalität habe den Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer in der sozialen Beziehungs- und Bezugsfähigkeit einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkt. Die krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitsbedingt eingeschränkte Lernfähigkeit habe sich auch im weiteren Schulverlauf manifestiert. Die hohe emotionale Instabilität mit grossem Anpas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sungsbemühen mit psychovegetativen Erschöpfungszuständen ziehe sich wie ein roter Faden durch die weitere Lebensgeschichte des Beschwerdeführers. Es müsse davon ausgegangen werden, dass er aufgrund der krankheitsbedingten Lern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwierigkeiten und der psychischen Beeinträchtigungen nicht in der Lage gewe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen sei, genügend schulische Ressourcen zu generieren, um überhaupt befähigt zu sein, eine Lehre erfolgreich abzuschliessen (Urk. 10/130/46-47). Bis heute sei es dem Beschwerdeführer nicht gelungen, im ersten Arbeitsmarkt Fuss zu fassen (Urk. 10/130/48). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zu erwähnen bleibt, dass gemäss der insoweit überzeugenden Beurteilung der MEDAS-Gutachter die von ihnen empfohlene </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Massnahme in Form einer Platzie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung in einem begleiteten Wohnen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unabdingbare Voraussetzung dafür dar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, dass der Beschwerdeführer sein nach medizinisch-theoretischer Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schätzung an sich bestehendes funktionelles Leistungsvermögen im ersten Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">markt umsetzen kann. Da die Massnahme demnach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> spezifisch und unmittelbar </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auf die Eingliederung ins Erwerbsleben gerichtet, ist sie invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versicherungsrechtlic</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">h relevant (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_385/2017 vom 19. September 2017 E. 5.3 mit Hinweisen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sollte sich aufgrund der von der Beschwerdegegnerin zu tätigenden Abklärungen ergeben, dass die genannten Voraussetzungen für einen Rentenanspruch erfüllt sind (vgl. E. 4.4.2), fiele deshalb die (neuerliche) Verweigerung einer Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rente erst dann in Betracht, wenn sich der Beschwerdeführer nach korrekt durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geführtem Mahn- und Bedenkzeitverfahren weigert, sich der gutachterlich empfohlenen Massnahme zu unterziehen (vgl. E. 1.7 und Urteil des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts 9C_391/2016 vom 4. November 2016 E. 3.5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es ergibt sich somit, dass aufgrund der gegebenen Aktenlage das Vorliegen eines Rentenanspruchs des Beschwerdeführers weder verneint noch bejaht werden kann. Die angefochtene Verfügung ist daher aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie im Sinne der Erwägungen eine Klarstellung und Präzisierung des medizinischen Sachverhaltes (vgl. E. 4.3) ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">anlasse und hernach unter Berücksichtigung des in E. 4.4.3 Gesagten prüfe, ob die Voraussetzungen für einen Rentenanspruch im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b und lit. c IVG erfüllt sind. Je nach dem hat sie ein Mahn- und Bedenk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zeitver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahren im Sinne von Art. 21 Abs. 4 ATSG durchzuführen (vgl. E. 4.5). Danach hat sie über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers neu zu verfügen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Leistungen geht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 1‘000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. 6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zusetzen. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen der beschwerdeführenden Partei (BGE 137 V 57 E. 2.1 mit Hinweisen). Entsprechend sind die Kosten der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">legen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Überdies hat </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> obsiegende Beschwerdeführer Anspruch auf den Ersatz der Parteikosten (§ 34 Abs. 1 GSVGer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in Verbindung mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 61 lit. g ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer). Vorliegend erscheint eine Prozessentschädigung von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1‘7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- (inkl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Barauslagen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und MWSt.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) als angemessen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und unentgeltliche Rechtsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7. März</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 2017 (Urk. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> S. 2 und S. 8</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) erweist sich damit als gegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stands</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">los. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 1. Februar 2017 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kan</span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">tons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">600</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem unentgeltlichen Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Silvan Meier Rhein, Zürich,</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessentschädi</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">gung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 1’7</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">00.--</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Silvan Meier Rhein</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span></p><p></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstKübler</p><p></p></div> </div></body></html>