Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 15. August 2019 (720 19 6 / 195) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Revision von Amtes wegen: verwaltungsexternes Gutachten genügt den beweisrechtli- chen Anforderungen, Rentenaufhebung aufgrund der nachgewiesenen Verbesserung des Gesundheitszustands zu Recht erfolgt Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Daniel N oll, Kantonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin Barbara Vögtli Parteien A.____ , Beschwerdeführer, vertreten durch André Baur, Advokat, Greifengasse 1, Postfach 1644, 4001 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be- schwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. A.____, geboren 1963, wurde am 3. November 2000 auf dem Velo von einem Auto an- gefahren und erlitt eine Impressionsfraktur der Stirnh öhlenvorwand, eine Endgliedfraktur der grossen linken Zehe, diverse Schürfwunden und eine Gehirnerschütterung. Im Zeitpunkt des Un- fallereignisses arbeitete der Versicherte als Staplerfahrer und Lagerist in einem 100 % Pensum Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht bei der Firma B.____ und war dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherung Suva obliga- torisch unfallversichert. Mit Gesuch vom 26. September 2001 meldete er sich unter Hinweis auf das Unfallereignis vom 3. November 2000 bei der IV-Stelle Basel-Stadt zum Leistungsbezug an (IV act. 1). Nach Abklärung der erwerblichen und gesu ndheitlichen Verhältnisse sprach ihm die IV-Stelle Basel-Stadt mit Verfügung vom 7. September 2004 eine ganze Invalidenrente ab 1. November 2001 zu (IV act. 41). Mit Mitteilung vom 30. Juni 2006 wurde nach der Durchführung einer Revision von Amtes wegen die ganze Invalidenrente bestätigt (IV act. 46). Ein Gesuch des Versicherten um Ausrichtung einer Hilflosenentschädigung wurde mit Verfügung vom 22. Oktober 2007 abgewiesen. Im Jahr 2011 wurde erneut eine Überprüfung des Rentenanspruchs eingelei- tet, wobei dem Versicherten auch hier am 25. November 2011 mitgeteilt wurde, dass keine Än- derungen festgestellt worden seien, die sich auf die Rente auswirken würden (IV act. 80). Am 9. November 2016 wurde eine weitere Revision von Amtes wegen eingeleitet. Nach Einholung eines bidisziplinären neurologisch-psychiatrischen Gutachtens bei Dr. med. C.____, Neurologin FMH, und Dr. med. D.____, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, sowie nach Durchführung von Ein- gliederungsmassnahmen im Sinne eines Aufbautrainings vom 23. April 2018 bis 22. Juli 2018 hob die IV-Stelle Basel-Landschaft mit Verfügung vom 21. November 2018 die ganze Invaliden- rente auf. In Anwendung der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs wurde ein Invali- ditätsgrad von 20 % ermittelt. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass gestützt auf das überzeugende Gutachten von Dr. C.____ und Dr. D.____ von einer wesentlichen Besse- rung des Gesundheitszustands namentlich in psychiatrischer Hinsicht und infolgedessen von ei- ner Reduktion der Arbeitsunfähigkeit auf 25 % auszugehen sei. B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokat André Baur, mit Eingabe vom 7. Januar 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, A bteilung Sozialversicherungsrecht, und liess die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die weitere Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente an ihn beantragen; unter o/e-Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, dass keine Verbesserung des Gesundheitszu- stands des Beschwerdeführers vorliege. Vielmehr sei die a ktuelle gutachterliche Beurteilung le- diglich eine andere Einschätzung eines im Wesentlichen unveränderten medizinischen Sachver- halts, so dass die Voraussetzungen der Revision nicht erfü llt seien. Namentlich das psychiatri- sche Teilgutachten von Dr. D.____ sei ohne Beweiswert, da er keine fremdanamnestischen An- gaben eingeholt habe und die Explorationsdauer mit einer Stunde und 45 Minuten im Hinblick auf die zusätzlich erforderliche Übersetzung unangemessen kurz g ewesen sei. Auch in inhaltlicher Hinsicht sei namentlich die Einschätzung des Schweregrads der depressiven Episode gemessen an den anamnestischen Angaben des Beschwerdeführers auc h gegenüber der neurologischen Gutachterin und den entsprechenden Bestätigungen dur ch die Angehörigen und durch den Ab- schlussbericht der beruflichen Massnahmen nicht nachvollzie hbar. Auch mit der von Dr. med. E.____, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, gestellten Diagnose einer somato- formen Schmerzstörung setze sich Dr. D.____ nicht überzeugend auseinander, auch insofern sei keine wesentliche Besserung des Gesundheitszustands nachvol lziehbar. Was im Weiteren die posttraumatische Belastungsstörung angehe, so sei bereits Dr. E.____ nicht von einem Vollbild ausgegangen. Die damals beschriebenen Symptome seien aber nach wie vor vorhanden. Auch mit der von Dr. E.____ gestellten Differenzialdiagnos e einer andauernden Persönlichkeitsände- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht rung habe sich Dr. D.____ nicht auseinandergesetzt. Al leine die Tatsache, dass der Beschwer- deführer gelegentlich für kurze Strecken ein Motorfahrzeug lenke, bedeute noch keine Verbesse- rung des Gesundheitszustands. Im Weiteren sei auch die Konsensbeurteilung unbegründet und eine Diskussion über allfällige Wechselwirkungen der ges tellten Diagnose würden fehlen. Schliesslich wird gerügt, dass das Gespräch, welches dem Be schluss über die Beendigung der beruflichen Massnahmen vorausgegangen sei, alleine mit dem Beschwerdeführer ohne Überset- zer und ohne vorgängige Orientierung des Rechtsvertreters geführt worden sei. Dadurch sei das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt worden. C. Mit Vernehmlassung vom 22. Februar 2019 beantragt e die Beschwerdegegnerin die Ab- weisung der Beschwerde. D. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren bisherigen An- trägen fest. E. Mit Verfügung vom 29. Mai 2019 wies das instruiere nde Präsidium den Beweisantrag des Beschwerdeführers, es sei eine Parteiverhandlung durchzuführen mit Befragung der Ehefrau und der Tochter, ab und überwies die Angelegenheit an die Dreierkammer. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und fristge- recht eingereichte Beschwerde vom 7. Januar 2019 ist einzu treten. Strittig und zu prüfen ist, ob die revisionsweise Aufhebung der ganzen Invalidenrente des Beschwerdeführers gerechtfertigt ist. Massgebend für diese Beurteilung sind die tatsächlichen Verhältnisse bis zum Erlass der an- gefochtenen Verfügung vom 21. November 2018. 2.1 Vorab ist die formelle Rüge des Beschwerdeführers, es sei sein Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt worden, zu prüfen. 2.2 Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt , dass das Vorgehen der Beschwer- degegnerin im Zusammenhang mit der Beendigung der b eruflichen Massnahmen den verfah- rensrechtlichen Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversi- cherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 widerspreche. Ar t. 37 Abs. 1 ATSG gebe einen allgemeinen und grundsätzlich nicht beschränkten Anspruch auf Verbeiständung, das heisse da- rauf, dass sich die Partei bei ihren Handlungen von eine r Drittperson begleiten lassen könne. Dem Beschluss über die Beendigung der beruflichen Massnah men sei ein Gespräch mit dem Beschwerdeführer vorausgegangen. Die Beschwerdegegnerin habe es jedoch unterlassen, das geplante Gespräch dem Rechtsvertreter anzukündigen und ihn dazu einzuladen. Die Verbeistän- dung habe sich aufgedrängt, um die Vollständigkeit und Richtigkeit der Erhebung zu gewährleis- ten. Ferner habe das Gespräch am 24. Juli 2018 ohne Anwesenheit eines Dolmetschers stattge- funden. Die Beschwerdegegnerin habe um die mangelhaften Deutschkenntnisse gewusst, da das Gespräch vom 27. März 2018 betreffend Aufbautraining sowie die jeweiligen Begutachtungen im Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht Beisein eines Dolmetschers durchgeführt worden sei. Der Gehörsanspruch sei prinzipiell vor dem Entscheid zu gewähren. Die Darstellung der Beschwerdegegnerin, wonach die Leistungsdefizite im Rahmen der beruflichen Massnahmen auf invaliditätsfremde Faktoren zurückzuführen seien, könne unter Berücksichtigung dieser erheblichen Verletzun g der verfahrensrechtlichen Bestim- mungen keinen Beweiswert zugesprochen werden. Schliesslic h sei darauf hinzuweisen, dass sich die Beschwerdegegnerin nicht mit dem Abschlussberich t der Eingliederungsstätte vom 21. August 2018 auseinandergesetzt habe. So werde in diese m Bericht festgehalten, dass der Be- schwerdeführer gewillt gewesen sei zu arbeiten, aufgrund seiner gesundheitlichen Einschränkun- gen sei er auf dem ersten Arbeitsmarkt aber nicht vermittelbar. 2.3 Die Beschwerdegegnerin vertritt in der Vernehmla ssung die Auffassung, dass keine Ver- letzung des rechtlichen Gehörs vorliege. Der Beschwerdeführer sei mit Schreiben vom 27. März 2018 im Zusammenhang mit dem Aufbautraining zu einem Gespräch in der Stiftung F.____ ein- geladen worden, wobei dem Rechtsvertreter eine Kopie z ugestellt worden sei. Dieser habe von einer Teilnahme abgesehen. Das Vorstellungsgespräch habe ohne Dolmetscher durchgeführt werden können. Mit Mitteilung vom 18. April 2018 sei dem Beschwerdeführer sodann das Auf- bautraining vom 23. April bis 22. Juli 2018 zugesprochen worden, das voraussichtliche Ende sei ihm daher bekannt gewesen. Am 9. Juli 2018 habe er mi tgeteilt, dass er bis und mit 1. August 2018 keine mit Fristen verbundenen Mitteilungen erha lten möchte. Obwohl der Rechtsvertreter um das Ende der Massnahme gewusst habe, habe er die Besch werdegegnerin nicht darüber informiert, dass er an einem Gespräch teilnehmen möchte. Seine Teilnahme am Gespräch hätte an der Beendigung des Arbeitstrainings ohnehin nichts geändert. Der Beschwerdeführer verfüge über ausreichende Deutschkenntnisse, weshalb ein Beizug des Dolmetschers nicht notwendig gewesen sei. Ferner treffe nicht zu, dass der Abschlussber icht nicht gewürdigt worden sei. Dr. med. G.____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst beider Basel RAD, habe sich dazu in seiner Stellungnahme vom 1 9. September 2018 geäussert. Im Rahmen der Replik hielt der Beschwerdeführer an seinem Standpunkt fest. 2.4 Nach Art. 29 Abs. 2 BV haben Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Dazu gehört grundsätzlich auch das Recht, sich in einem Verfahren vert reten und verbeiständen zu lassen (BGE 119 Ia 261 E. 6a; A LFRED KÖLZ /J ÜRG BOSSHART /M ARTIN RÖHL , Kommentar zum Verwal- tungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. Aufl., N 56 zu § 8). Inwieweit zur wirksamen Interessenwahrung der Partei bzw. ihrem Rechtsvertreter eine Teilnahme an Beweiserhebungen zugestanden werden muss, beantwortet sich, ausgehend vom zugrundeliegenden Verfahren, je nach Beweismittel unterschiedlich. Während unter andere m die Teilnahme an einem Augen- schein nur ganz ausnahmsweise verweigert werden darf, ist das Ausschliessen von einer durch den Sachverständigen durchgeführten Begutachtung zulässig, wenn die Partei bzw. ihr Vertreter nachträglich in das Gutachten bzw. den Bericht Einblick erhält und zu den dortigen Schlussfolge- rungen Stellung nehmen kann (BGE 119 Ia 262 E. 6c). Im Abklärungsverfahren vor den IV-Stellen genügt es mit Blick auf den Anspruch auf rechtliches Gehör, wenn der versicherten Person oder ihrem Rechtsvertreter im Rahmen des Vorbescheidverfahrens das volle Akteneinsichtsrecht ge- währt und ihr Gelegenheit gegeben wird, sich zu den Ergebnissen der Abklärung der Verhältnisse zu äussern. Insbesondere besteht keine Verpflichtung, die an Ort und Stelle erfassten Angaben Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht der versicherten Person (oder ihrem gesetzlichen Vertreter) zur Durchsicht und Bestätigung vor- zulegen (BGE 128 V 94 E. 4 mit Hinweisen). Nach der Re chtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts sollen sämtliche Anträge und Einwendungen bezüglich der geplanten Er- ledigung auf einmal vorgebracht werden, angefangen von Anträgen und Einwendungen bezüg- lich der Abklärung der Verhältnisse bis hin zur beabsicht igten Rechtsanwendung (vgl. BGE 125 V 404 E. 3). 2.5 Die Beschwerdegegnerin teilte dem Beschwerdeführe r im Vorbescheid vom 7. August 2018 das Resultat des Aufbautrainings mit. Als Resultat könne festgehalten werden, dass prak- tisch keine Fortschritte im Hinblick auf das Arbeitstempo erzielt worden seien und er auch der Meinung sei, dies nicht weiter steigern zu können. Aufg rund dieser Ausgangslage und der feh- lenden subjektiven Überzeugung seien weitere berufliche Massnahmen im Hinblick auf den Ar- beitsmarkt nicht zielführend durchführbar. Der Beschwerdeführer bzw. sein Rechtsvertreter konn- ten sich somit im Rahmen des Vorbescheidverfahrens zum Abklärungsbericht sowie zu den wei- teren Beweiserhebungen der Beschwerdegegnerin äussern und ergänzende Beweismittel einrei- chen. Unter diesen Umständen liegt keine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV bzw. von Art. 37 Abs. 1 ATSG vor, indem der Rechtsvertreter beim Abschlussge spräch nicht anwesend war. Es wird denn auch nicht etwa geltend gemacht, der Beschwerdefü hrer sei infolge Hilflosigkeit auf den Beistand seines Rechtsvertreters angewiesen gewesen oder der am Abschlussgespräch zu be- urteilende Sachverhalt wäre so schwierig gewesen, dass dem Rechtsbeistand ein Anspruch auf Mitwirkung hätte zugestanden werden müssen. Hinzu kommt, dass eine allfällige Gehörsverletzung durch di e überprüfende Instanz, sofern sie volle Kognition verfügt, überprüft und korrigiert werden kann. Der Beschwerdeführer rügt nun le- diglich, sein Rechtsvertreter sei über das Abschlussgespräch nicht orientiert worden, so dass er nicht daran habe teilnehmen können. Er beanstandet abe r in keiner Weise den Inhalt oder den Ablauf des Gesprächs, ebenso wenig wie das Ergebnis des Gesprächs und die Konsequenz des Abschlusses der beruflichen Massnahmen. Er bringt auch ni chts gegen das Protokoll des Ge- sprächs vor. Im Gegenteil, er beruft sich in der Beschwerde zu seinen Gunsten auf den Inhalt des Protokolls. Es wäre dem Beschwerdeführer unbenommen gew esen, inhaltliche Fehler des Pro- tokolls, Einwände gegen den Ablauf des Gesprächs oder g egen den Abschluss der beruflichen Massnahmen an sich im Rahmen des Vorbescheidverfahrens und auch im Rahmen des vorlie- genden Beschwerdeverfahrens zu rügen. Sowohl die Beschwerdegegnerin im Rahmen des Vor- bescheidverfahrens wie auch das Kantonsgericht im Rahmen des vorliegenden Beschwerdever- fahrens haben volle Kognition, so dass eine mögliche Geh örsverletzung hätte geheilt werden können. Indem der Beschwerdeführer aber gar keine inhaltlichen Fehler geltend macht, verzichtet er auf eine Überprüfung, sodass eine mögliche Gehörsver letzung als geheilt zu betrachten ist. Auch was den fehlenden Beizug eines Dolmetschers angeht, so hat der Beschwerdeführer nicht spezifiziert, inwiefern seine Deutschkenntnisse für das Abschlussgespräch nicht ausgereicht hät- ten. Auch aus dem Protokoll des Gesprächs sind mögliche sp rachliche Verständigungsschwie- rigkeiten nicht ersichtlich. Der Beschwerdeführer lebt seit 37 Jahren in der Schweiz und ist schon seit vielen Jahren eingebürgert, so dass ohne weiteres davon ausgegangen werden darf, dass er über genügend Deutschkenntnisse für ein Abschlussgespräch na ch beruflichen Massnahmen verfügt. Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2.6 Die Rüge der Gehörsverletzung ist daher nicht zu h ören. In materieller Hinsicht ist nach- folgend zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin den Anspr uch des Beschwerdeführers auf eine ganze Invalidenrente zu Recht per 31. Dezember 2018 aufhob. 3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder l ängere Zeit dauernde ganze oder teil- weise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsun fähigkeit ist der durch Beeinträchti- gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglich- keiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge- sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 3.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah- men wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), die während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % a rbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewe- sen (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 4 0 % invalid sind (lit. c). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invali- ditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invalidi tätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezüge rin oder eines Rentenbezügers er- heblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf G esuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesonde re ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auc h dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner In- tensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähi gkeit verändert hat (Urteile des Bundes- gerichts vom 11. Mai 2009, 9C_261/2009, E. 1.2 und vo m 28. August 2003, I 212/03, E. 2.2.3). Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit weiteren Hinweisen). 3.4 Wird die Frage nach einer anspruchsrelevanten Verän derung des Sachverhalts im Sinne einer revisionsbegründenden erheblichen Veränderung b ejaht, ist der Invaliditätsgrad auf der Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts neu und ohne Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen zu ermitteln (BGE 141 V 9 mit weiteren Hinweisen). Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.5 Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bildet die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invali- ditätsbemessung beruhte (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundes- gerichts vom 26. März 2010, 9C_438/2009, E. 1 mit Hinweisen). Vorliegend wurden zwar in den Jahren 2006 und 2011 Revisionsverfahren durchgeführt. Di ese wurden aber ohne umfassende medizinische Abklärungen und ohne Vornahme eines Einkommensvergleichs jeweils mit formlo- sen Schreiben am 30. Juni 2006 und am 25. November 20 11 abgeschlossen. Folglich sind die gegenwärtigen gesundheitlichen Verhältnisse mit den ge sundheitlichen Verhältnissen im Zeit- punkt des Verfügungserlasses zu vergleichen. 4.1 Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwer defall das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ih rem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Ab- weichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Gesche- hensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b, 121 V 47 E. 2a, 115 V 142 E. 8b, je mit Hinweisen). 4.2 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerde- fall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach- leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arzte s oder der Ärztin ist es, den Gesund- heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Aus- künfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung de r Frage, welche Arbeitsleistungen der ver- sicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen). 4.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande- ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmli che Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass alle Bewe ismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen sind und danach zu entscheide n ist, ob die Unterlagen eine zuver- lässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten . Insbesondere darf bei einander widersprechenden medizinischen Berichten der Prozess nich t erledigt werden, ohne dass das gesamte Beweismaterial gewürdigt wird und die Gründe angegeben werden, warum auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abgestellt wird. 4.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist ent scheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be- schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anam nese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa- tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der E xpertin oder des Experten begründet sind Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). Dennoch erachtet es die Rechtspre- chung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gut achten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Ein- sicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnis- sen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskra ft zuzuerkennen, solange nicht kon- krete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sp rechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 4.5 Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevision erstellten Gutachtens hängt wesentlich davon ab, ob es sich ausreichend auf das Beweisthema – er hebliche Änderung(en) des Sach- verhalts – bezieht. Einer für sich allein betrachtet voll ständigen, nachvollziehbaren und schlüssi- gen medizinischen Beurteilung, die im Hinblick auf eine erstmalige Beurteilung der Rentenbe- rechtigung beweisend wäre (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a), mangelt es in der Regel am rechtlich erforderlichen Beweiswert, wenn sich die (von einer früheren abweichende) ärztliche Einschätzung nicht hinreichend darüber ausspricht, inwiefern eine effektive Veränderung des Ge- sundheitszustandes stattgefunden hat. Vorbehalten bleiben Sachlagen, in denen es evident ist, dass die gesundheitlichen Verhältnisse sich verändert haben (Urteile des Bundesgerichts vom 29. August 2011, 9C_418/2010, E. 4.2, und vom 26. März 2015, 9C_710/2014, E. 2). 4.6 Schliesslich bleibt darauf hinzuweisen, dass das Adm inistrativverfahren und der kanto- nale Sozialversicherungsprozess vom Untersuchungsgrundsatz be herrscht sind (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des strei- tigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Kla rheit besteht (Urteil des Bundesge- richts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). 5.1 Zum Zeitpunkt der Rentenzusprache im Jahre 2004 st ützte sich die Beschwerdegegne- rin auf die Abklärungen der Suva und ging davon aus, d ass seit November 2000 eine unfallbe- dingte volle Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit vorliege . Ab dem 1. November 2001 bestehe An- spruch auf eine ganze Rente bei einem Invaliditätsgrad von 100 %. In medizinischer Hinsicht stützte sie sich insbesondere auf das psychiatrische Gutachten von Dr. E.____ vom 22. Septem- ber 2003. Dr. E.____ diagnostizierte mit Einfluss auf d ie Arbeitsfähigkeit den Status nach Fahr- radunfall am 3. November 2000 mit Commotio cerebri mit Impressionsfraktur der Stirnhöhlenvor- derwand, multiplen kleinen Zahnschmelzschäden sowie Schü rfungen am Kopf und an den Ext- remitäten, bei Status nach primärem Wundverschluss, bei Status nach Reposition und Osteosyn- these der Impressionsfraktur der Stirnhöhlenvorderwand rechts sowie bei Status nach postope- rativer Urethrastriktur und Bougierung/Dilatation. Fer ner diagnostizierte Dr. E.____ ein cer- vicobrachiales Syndrom, eine mittelgradige depressive Episo de, eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung mit deutlicher affektiver Komponente, eine posttraumatische Belastungsstörung und ein neuropsychologisches Leistungsdefizit. Im Rahmen de s Befundes hielt Dr. E.____ fest, Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht dass sich ein ausgeprägtes Schmerzsyndrom finden liesse, das die Persönlichkeit des Versicher- ten vollständig einnehme. Dieses sei objektiv wenig fassba r mit diffuser Halbseitensymptomatik und subjektiv massiv beeinträchtigendem cervicocephalem Sch merzsyndrom. Der Versicherte habe als Folge des Unfalles und der damit verbunden en Beeinträchtigungen seinen gewohnten Lebensrhythmus nicht fortführen können. Dies habe zur Entwicklung eines Circulus vitiosus ge- führt, welcher schliesslich im Sinne einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, aber auch eines deutlichen affektiven Syndroms sichtbar geworden sei. Es bestehe ein ausgeprägtes affek- tives Syndrom im Sinne einer mittelschweren depressiven Pha se mit depressiver Grundstim- mung, Interesselosigkeit, vermindertem Selbstwertgefühl, Libidoverlust, deutlichem Rückzugs- verhalten und verminderter psychischer Belastbarkeit, verm ehrter Reizbarkeit und emotionaler Instabilität. Der Unfall, der den Versicherten tief beeindruckt habe, habe im Weiteren eine Symp- tomatik im Sinne einer posttraumatischen Belastungsstörung ausgelöst. Der Versicherte beklage Albträume, Angstzustände, vegetative Symptome in Verbindung mit Erinnerungen an das Unfall- geschehen. Es sei jedoch kein Vollbild der Symptomatik vo rhanden respektive komme ein Teil der Beschwerden auch im Rahmen anderer Störungen vor. Schliesslich finde sich eine ausser- ordentliche Passivität, ein regressiv-resignatives Verhalten. Der Versicherte traue sich nichts zu, manifestiere Hilflosigkeit und erwarte alle Hilfe von aussen. Anamnestisch bestünden erhebliche neuropsychologische Defizite, die sich klinisch anlässlich der mit dem Versicherten geführten Gespräche aber kaum hätten verifiziert werden können. Ein eigentlicher Hirnschaden habe nicht nachgewiesen werden können und erscheine weniger wahrsc heinlich. Die beklagten kognitiven Störungen seien eher psychogen denn organisch bedingt. Der Versicherte zeige eine gewisse Tendenz zur Symptomausweitung. Er traue sich nichts zu und unternehme daher kaum einen Versuch, das Leiden zu überwinden. Obwohl am schweren psychischen Leiden des Versicherten keine Zweifel bestünden, müsse der regressiven Entwicklung und der illness behavior bei der weiteren Behandlung Rechnung getragen werden. In Be zug auf das Schmerzsyndrom sei mit einer gewissen Besserung innert der nächsten ein bis zwei Jahre zu rechnen, dadurch dürfte sich auch eine leichte Besserung des affektiven Syndroms erg eben. Ferner sei damit zu rechnen, dass die Symptomatik der posttraumatischen Belastungsstörung weiter abklinge. Auch in kogni- tiv/mnestischer Hinsicht sei noch mit einer leichten Besserung zu rechnen. In Bezug auf die Be- urteilung der Arbeitsfähigkeit gelangte Dr. E.____ zum Schluss, dass derzeit keine Arbeitsfähig- keit vorhanden sei. Auch in der Führung des Haushalts sei der Versicherte aufgrund des affekti- ven Syndroms und des Schmerzsyndroms deutlich eingeschränkt, aus psychiatrischer Sicht wä- ren ihm aber leichte, körperlich nicht belastende Haushaltsarbeiten aktuell zu ca. 30 % zumutbar. 5.2.1 Beim Erlass der vorliegend angefochtenen Verfügun g vom 21. November 2018 lag das bidisziplinäre Gutachten von Dr. C.____ und von Dr. D.____ vor. 5.2.2 Dr. D.____ kommt in seinem psychiatrischen Teilgut achten vom 15. November 2017 zum Schluss, dass sich aus psychiatrischer Sicht keine Krankh eit mit Auswirkungen auf die Ar- beitsfähigkeit diagnostizieren lasse. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestehe aktuell eine rezidivierende depressive Störung mit chronischem Verlauf und gegenwärtig leichtgradiger Episode ohne somatischem Syndrom, differenzialdiagnostisch eine Dysthymia. Der Versicherte beklage andauernde Schmerzen im Bereich beider Schulte rn, des Nackens, des Hinterkopfes, Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht des rechten Fusses sowie intermittierend der rechten Hüfte bei Belastung. Den somatischen Ak- ten sei nicht zu entnehmen, inwieweit sich diese Schmerzen somatisch hinreichend erklären lies- sen. Es seien keine ausgeprägteren emotionalen oder psychosozialen Belastungen nachweisbar, welche schwerwiegend genug wären, um in einem ursächli chen Zusammenhang mit den Schmerzen zu stehen. Während der Untersuchung habe der Versicherte zu keinem Zeitpunkt den Eindruck erweckt, unter andauernden schweren und quä lenden Schmerzen zu leiden, er habe sich auch frei und ohne sichtbare Behinderung bewe gt. Er nehme zugestandenermassen nicht regelmässig Schmerzmedikamente ein und habe den Schweregrad der Schmerzen in einer VAS-Skala nicht angeben können. Aufgrund dieser Faktoren könne die Diagnose einer anhalten- den somatoformen Schmerzstörung nicht weiterhin bestätigt werden. Seit Juni 2002 habe keine stationäre Rehabilitation mehr stattgefunden und der von Dr. E.____ für die Schmerzstörung ge- nannte Grund, der Unfall und die damit verbundene Be einträchtigung des gewohnten Lebens- rhythmus, würden nun fast 17 Jahre zurückliegen, so dass aufgrund der aktuellen Untersuchung davon ausgegangen werden könne, dass der Versicherte den Unfall bis heute weitgehend adä- quat habe verarbeiten können. Im Weiteren seien die für die Diagnosestellung einer depressiven Episode erforderlichen Symptome vorhanden. Ursächlich für die depressive Symptomatik seien die andauernden Schmerzen. Die Stimmung sei anlässlich der aktuellen Untersuchung ernst, aber nicht bedrückt gewesen, oftmals spreche der Versicherte mit einem Lächeln auf den Lippen. Ein paar wenige Male, bei belastenden Themen, beispie lsweise beim Gespräch über Suizidge- danken, wirke die Stimmung bedrückt. Der Versicherte beginne zu weinen, ohne Tränen zu ver- giessen. Dies hinterlasse insgesamt einen etwas aufgese tzten und demonstrativen Eindruck. Eine andauernd bedrückt-traurige Stimmung habe sich n icht feststellen lassen, ebenso wenig eine gereizt-aggressive Stimmung oder eine verminderte Konzentrationsfähigkeit. Eine Freud- oder Interesselosigkeit sei nicht wahrnehmbar gewesen, d er Versicherte sei vielmehr vielseitig interessiert an Aktualitäten und Politik, er lese Zeit ungen, schaue Informationssendungen im Fernsehen und bewältige anfallende Alltagsarbeiten. Die Angaben zum Tagesablauf seien aller- dings vage und wenig fassbar geblieben, der Versicherte habe oft ausweichende Antworten ge- geben. Insgesamt sei die Kooperation als mässig gut zu bez eichnen. Ausserdem seien die An- gaben teilweise widersprüchlich gewesen. So sei das Gesicht des Versicherten sonnengebräunt gewesen, obwohl er behauptet habe, an einer Sonnenallergie zu leiden. Aufgrund der erwähnten Umstände sei gegenwärtig von einer leichtgradigen depressiven Episode auszugehen, dies auch im Hinblick auf die Tatsache, dass der Versicherte seit zehn Jahren keine psychotherapeutische Behandlung mehr in Anspruch nehme und auch keine Psychopharmaka einnehme, so dass kein ausgewiesener Leidensdruck bestehe. Im Weiteren lasse sich die Diagnose einer posttraumati- schen Belastungsstörung nicht weiter bestätigen. Zwar habe bereits Dr. E.____ festgestellt, dass sich kein Vollbild einer posttraumatischen Belastungsstörung nachweisen lasse, gegenüber den damals beschriebenen Befunden lasse sich aber eine deutl iche Verbesserung feststellen. Intru- sionen seien nicht mehr nachweisbar. Der Versicherte habe ohne äusserliche psychovegetative Beteiligung über den Unfall berichtet und er könne auch problemlos an der Unfallstelle vorbeifah- ren, so dass keine Vermeidungshaltung mehr bestehe. Die Existenz der behaupteten Albträume sei fraglich, da sich der Versicherte nicht an diese Träume erinnern könne. Anlässlich der Unter- suchung habe es keine Hinweise auf eine Dissoziation, eine ausgeprägte Angst oder eine Hyper- vigilanz oder Schreckhaftigkeit gegeben. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Im Vergleich zu den Befunden im Gutachten von Dr. E.____ lasse sich eine deutliche Besserung des psychischen Gesundheitszustands feststellen. Es lasse sich keine subdepressive oder ängst- liche Grundstimmung mehr nachweisen, ein schweres psychi sches Leiden könne heute nicht mehr festgestellt werden. Schwerwiegende Komorbidität en seien nicht vorhanden. Der Versi- cherte sei sozial gut eingebettet in der Beziehung zu Ehe frau, Tochter, Freunden und den Ge- schwistern in der Türkei. Relevante kognitive Beeinträcht igungen seien rein klinisch nicht fest- stellbar. Neben der weitgehend intakten psychosozialen F unktionsfähigkeit bestehe als weitere Ressource das vielseitige Interesse des Versicherten. Das Fähigkeitsniveau sei aus rein psychi- atrischer Sicht nicht relevant eingeschränkt. Aktuell und retrospektiv für die letzten zehn Jahre sei der Versicherte aus psychiatrischer Sicht in der letzten Tätigkeit als Staplerfahrer oder in einer alternativen Tätigkeit ohne Verminderung der Leistungsfähigkeit arbeitsfähig. 5.2.3 In ihrem neurologischen Teilgutachten vom 17. Ja nuar 2018 diagnostiziert Dr. C.____ mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches, rechtsbetontes Schmerzsyndrom bei Status nach Diagnose 2 mit rechtsbetontem Cervikobrachia lsyndrom ohne radikuläre Ausfälle und mit chronischen unsystematisierbaren Kopfschmerzen, ferner ein Status nach Fahrradunfall am 3. November 2000 mit mild traumatic brain injury Grad I, mit Impressionstrümmerfraktur der Stirnhöhlenvorderwand rechts, mit Reposition und Osteosynthese am 6. November 2000, mit di- versen kleinen Zahnschmelzabsprengungen, mit diversen Schür fungen und Kontusionen am Kopf und Extremitäten, mit Eingliedfraktur am linken g rossen Zeh und mit Verdacht auf HWS- Distorsion. Bei der Untersuchung hätten sich keine Hinweise auf eine radikuläre Reiz- und/oder sensomotorische Ausfallsymptomatik finden lassen. Es hätten keine Hinweise auf eine zentrale Ausfallsymptomatik oder auf eine Polyneuropathie bestand en. Das anamnestisch geschilderte vollständige Taubheitsgefühl habe sich in der neurologisch en Untersuchung nicht objektivieren lassen. Es habe ein rechtsbetontes Zervikalsyndrom festgestellt werden können mit Tonisierung und Druckdolenz der Schulter- und Nackenmuskulatur. In der Gesprächs- und Untersuchungssi- tuation hätten sich Inkonsistenzen gezeigt. So seien d ie während der Untersuchung der HWS demonstrierten Einschränkungen der HWS-Beweglichkeit in der Gesprächssituation nicht zu be- obachten gewesen. Weitere Inkonsistenzen würden die als vo llständige Taubheit beschriebene Gefühlsstörung des gesamten Körpers betreffen, welche ab er in der neurologischen Untersu- chung bei intakt angegebener Sensibilitätsempfindung i nklusive erhaltener Spitz-Stumpf-Diskri- mination nicht habe nachvollzogen werden können. Der Versicherte sei während des 1,5 stündi- gen Anamnesegesprächs ruhig und ohne Schmerzäusserung ode r Positionswechsel auf dem Stuhl gesessen trotz angegebener Schmerzen von 6-7 VAS . Insgesamt seien die geschilderten Einschränkungen im Alltagsleben aus neurologischer Sicht nicht nachvollziehbar. Insgesamt könne gesagt werden, dass sich aus somatisch-neurologischer Sicht der Gesundheitszustand wenig geändert habe. Bereits bei der Rentenzusprache habe sich die Arbeitsunfähigkeit weitge- hend auf die psychiatrische Symptomatik abgestützt. Aus somatischer Sicht bestehe auch aktuell keine Arbeitsunfähigkeit. Einzig schwere körperlicher Arbeiten mit repetitiven Überkopfbewegun- gen könne der Versicherte nicht mehr ausüben, ansonsten bestehe für alle Tätigkeiten aufgrund der chronischen Schmerzproblematik eine Leistungsminderung von 20-30 %. 5.2.4 Im Rahmen der Konsensbesprechung gelangen die Gutachter anlässlich der Telefonate vom 15. und vom 22. November 2017, vom 21. Dezember 2017 und vom 17. Januar 2018 zum Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht Schluss, dass sich weder aus neurologischer noch aus psychiatrischer Sicht Diagnosen mit we- sentlichem Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ergeben hätten (Gutachten von Dr. C.____, S. 24). 6.1 Zunächst ist gestützt auf die Begutachtung festzustel len, dass zumindest in neurologi- scher Hinsicht keine Änderung des Gesundheitszustands eing etreten ist, nachdem bereits im Verfügungszeitpunkt keine somatisch bedingte Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit vorlag. Die Arbeitsfähigkeit war damals rein psychiatrisch bedingt. 6.2 In psychiatrischer Hinsicht geht das Gutachten von Dr. D.____ hingegen von einer we- sentlichen Besserung aus. Das Gutachten berücksichtigt die ganze Krankengeschichte, es ba- siert auf einer gründlichen Untersuchung des Beschwerdeführers und setzt sich mit den weiteren ärztlichen Beurteilungen substantiiert auseinander. Es zeigt, wie dies für ein Gutachten in einem Revisionsverfahren verlangt wird, mit der erforderliche n Begründetheit auf, inwiefern sich eine Verbesserung des Gesundheitszustands seit dem Referenzzeitpunkt ergeben hat. Das Gutach- ten ist in seinen Herleitungen und Schlussfolgerungen nachvollziehbar und überzeugend und ge- nügt damit sowohl formal als auch inhaltlich den bunde sgerichtlichen Vorgaben an ein beweis- taugliches Gutachten. Damit ist darauf abzustellen, soweit nicht begründete Hinweise Zweifel an der Beweistauglichkeit wecken. 6.3.1 Der Beschwerdeführer bringt verschiedene Einwände gegen den Beweiswert des psy- chiatrischen Teilgutachtens von Dr. D.____ vor. 6.3.2 Zunächst werden die formalen Rügen erhoben, da s Explorationsgespräch sei im Hin- blick darauf, dass es mit einem Dolmetscher geführt worden sei, mit 1,75 Stunden zu kurz. Aus- serdem seien keine fremdanamnestischen Angaben eingeholt worden. In Bezug auf diese Ein- wände ist auf die bundesgerichtliche Praxis zu verweisen, wonach es keine Richtlinien für eine Mindestdauer einer psychiatrischen Exploration gibt (vgl. etwa das Urteil des Bundesgerichts vom 30. Mai 2018, 8C_55/2018, E. 6.4.3 mit Hinweis). Vie lmehr ist im Einzelfall zu ermitteln, ob mit dem Untersuchungsgespräch der wesentliche medizinische Sachverhalt erhoben wurde und der Inhalt des Gutachtens schlüssig ist. Im vorliegenden Fal l dauerte das Gespräch fast zwei Stun- den, was auch mit der Einbindung eines Übersetzers im R ahmen der durchschnittlichen Unter- suchungsdauer liegt. Der Beschwerdeführer spezifiziert nich t näher, inwiefern durch die kurze Explorationsdauer der medizinische Sachverhalt inhaltlich unvollständig erhoben worden wäre. Auch was fremdanamnestische Angaben angeht, so liegt es gemäss Bundesgericht im Ermessen des Gutachters, solche Angaben einzuholen (Urteile des Bundesgerichts vom 28. Juni 2018, 9C_273/2018, E. 5.2.2 und vom 29. November 2016, 8C_601/2016, E. 5.2.1 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer erachtet Fremdauskünfte seiner Ehefra u als erforderlich. Dazu ist festzuhal- ten, dass Auskünfte der Ehefrau aufgrund ihrer persönlichen Nähe zum Beschwerdeführer ohne- hin von fraglichem Beweiswert wären. Die erwähnten formalen Einwände des Beschwerdeführers erweisen sich somit nicht als stichhaltig. 6.3.3 In inhaltlicher Hinsicht rügt der Beschwerdeführe r vorab, der vom Gutachter diagnosti- zierte Schweregrad einer leichten depressiven Episode widerspreche allen übrigen Angaben und sei nicht nachvollziehbar. Dazu ist festzuhalten, dass Dr. D.____ durchaus die Kardinalkriterien Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht einer Depression bejaht. Diese müssen ja auch bei eine r leichtgradigen Depression zumindest teilweise erfüllt sein. Wenn der Beschwerdeführer auf den Abschlussbericht der Stiftung F.____ verweist, wonach der Beschwerdeführer beim Arbeitstraining häufig bedrückt und in sich gekehrt gewesen sei, so werden damit Symptome beschrieben, die a uch bei einer leichten Depression vorhanden sind. Dass nur eine leicht- und keine mittelgradige Depression mehr vorliegt, begrün- det Dr. D.____ überzeugend. Namentlich die Tatsache, dass der Beschwerdeführer weder psy- chotherapeutische noch psychopharmakologische Behandlung i n Anspruch nimmt, indiziert durchaus, dass der Leidensdruck einer mittelgradigen De pression nicht mehr vorliegt. Die Bes- serung wird ferner auch durch die nicht mehr vorhandene Freud- und Interesselosigkeit begrün- det, die sich darin äussert, dass sich der Beschwerdeführer für das aktuelle Weltgeschehen inte- ressiert und regelmässig Zeitungen liest und Informationssendungen im Fernsehen ansieht. 6.3.4 Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, dass si ch Dr. D.____ nicht überzeugend mit der somatoformen Schmerzstörung auseinandersetze und namentlich eine Verbesserung nicht nachvollziehbar begründe. Auch diesem Einwand kann nicht gefolgt werden. Dr. D.____ begründet sehr wohl, warum nicht mehr von quälenden andauernden Schmerzen ausgegangen werden kann. So nimmt der Beschwerdeführer nicht mehr regelmässig Schmerzmittel ein und konnte offenbar während der ganzen Untersuchung nicht nur bei Dr. D.____, sondern auch bei Dr. C.____ ruhig sitzen ohne sichtbare Schmerzäusserung. 6.3.5 Der Beschwerdeführer wendet ferner ein, dass auch in Bezug auf die posttraumatische Belastungsstörung keine Besserung ausgewiesen sei. Die bereits damals geklagten Symptome seien nach wie vor vorhanden und bereits damals habe kein Vollbild einer posttraumatischen Belastungsstörung vorgelegen. Es trifft zwar zu, dass bereits Dr. E.____ von keinem Vollbild einer posttraumatischen Belastungsstörung ausging. Trotzdem weist Dr. D.____ aber eine Verbesse- rung der damaligen Symptomatik nach, indem er darlegt, dass die damals geklagten Albträume, Angstzustände und vegetativen Symptome in Verbindung mit Erinnerungen an das Unfallgesche- hen heute nicht mehr vorliegen würden. So führt er a n, dass der Beschwerdeführer zwar immer noch über Albträume klage, dass diese Angaben aber nicht plausibel seien, da der Beschwerde- führer den Inhalt der Albträume nicht wiedergeben könne. Ferner stellt Dr. D.____ fest, dass der Beschwerdeführer ohne vegetative Symptome über den Unf all habe sprechen können und er- klärtermassen keine Mühe habe, am Unfallort vorbeizufahren, so dass keine Vermeidungshaltung mehr bestehe. 6.3.6 Der Beschwerdeführer bringt im Weiteren vor, dass die Tatsache, dass er gelegentlich für kurze Strecken ein Auto lenke, noch keineswegs bedeute, dass sich sein Gesundheitszustand gebessert habe. Zumindest in Bezug auf die kognitiven Ressourcen ist die Fähigkeit, ein Auto zu lenken, durchaus aussagekräftig. Die erheblichen neuropsychol ogischen Defizite müssen sich somit doch namhaft reduziert haben. Auch klinisch hat der Gutachter keine kognitiven Beeinträch- tigungen feststellen können, so dass auch ohne erneute neuropsychologische Begutachtung vom Nachweis einer Besserung auch in kognitiver Hinsicht ausgegangen werden kann. Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.3.7 Der Beschwerdeführer macht ausserdem geltend, dass Dr. D.____ sich nicht mit der von Dr. E.____ gestellten Differenzialdiagnose einer anda uernden Persönlichkeitsänderung ausei- nandergesetzt habe. Die Differenzialdiagnose einer an dauernden Persönlichkeitsänderung wurde von Dr. E.____ tatsächlich gestellt, allerdings als Differenzialdiagnose, welche letztlich kei- nen Einfluss auf die Zumutbarkeitsbeurteilung hatte. Folglich musste sich Dr. D.____ auch nicht mit dieser Diagnose auseinandersetzen. 6.3.8 Schliesslich rügt der Beschwerdeführer, die Konsen sbeurteilung sei nicht näher begrün- det und äussere sich auch nicht über allfällige Wechselwirkungen der gestellten Diagnosen. Dem neurologischen Teilgutachten ist auf S. 24 zu entnehmen, dass insgesamt vier Konsensgesprä- che zwischen Dr. C.____ und Dr. D.____ stattfanden. Auf S. 26 wird festgehalten, dass die Frage der Wechselwirkungen der Diagnosen entfalle. Da im psych iatrischen Gutachten keine Diagno- sen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt wurden, ist nicht zu beanstanden, dass die Kon- sensbeurteilung nicht weiter begründet wurde. Da gemä ss Dr. C.____ nur die chronische Schmerzstörung eine Leistungsminderung von 20-30 % bewi rkt, versteht sich ohne nähere Be- gründung, dass die neurologische Zumutbarkeitsbeurteilu ng aus gesamtmedizinischer Sicht massgebend ist. Auch diese Rüge ist somit nicht stichhaltig. 6.4 Insgesamt ist somit vollumfänglich auf das Gutacht en von Dr. C.____ und Dr. D.____ abzustellen. Gestützt darauf durfte die Beschwerdegeg nerin von einer wesentlichen Verbesse- rung der psychiatrischen Gesundheitssituation ausgehen, folglich hat sie das Vorliegen der erfor- derlichen Revisionsvoraussetzungen zu Recht bejaht. 7. Gegen die Ermittlung des Valideneinkommens gestützt auf die Angaben des ehemaligen Arbeitgebers und des Invalideneinkommens gestützt auf die LSE Tabellenlöhne 2014 erhob der Beschwerdeführer keinen Einwand. Nachdem sich aus den Akten keine Hinweise ergeben, dass im Rahmen der Rechtsanwendung von Amtes wegen durch das Kantonsgericht eine andere Ein- schätzung vorzunehmen wäre, erübrigt sich eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Ermitt- lung des Validen- und des Invalideneinkommens sowie mit der Berechnung des Invaliditätsgrads gemäss Art. 16 ATSG. Es kann diesbezüglich grundsätzlich vollumfänglich auf die entsprechen- den Ausführungen der Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden. 8. Zusammenfassend ist damit festzustellen, dass die Beschwe rdegegnerin die ganze In- validenrente des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 21 . November 2018 zu Recht aufhob. Damit ist die Beschwerde abzuweisen. 9.1 Abschliessend bleibt über die Kosten des Beschwerdeve rfahrens zu befinden. Beim Ent- scheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Part eikosten ist grundsätzlich auf den Pro- zessausgang abzustellen. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei. 9.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige- rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungs gericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom S treitwert im Rahmen von Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnitt- licher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksich- tigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Die Verfahrenskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Regel in angemessenem Ausmass der unterliegen- den Partei auferlegt. Dem Prozessausgang entsprechend h at deshalb der Beschwerdeführer in als unterliegende Partei die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- zu tragen. Dieser Betrag ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 800.-- zu verrechnen. 9.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschw erde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist dem Beschwerdeführer keine Parteientschädigung auszurichten. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- wer den dem Beschwer- deführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. http://www.bl.ch/kantonsgericht