A bteilung V E -5636/2006 gyk/bec {T 0/2} U rteil vom 20. Septem ber 2007 M itw irkung: R ichter Kurt G ysi, R ichter D aniel Schm id, R ichterin R egula Schenker Senn G erichtsschreiber C hristoph Berger A _______, geboren _______, Ägypten, w ohnhaft _______, Beschw erdeführer, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz, betreffend Verfügung vom 20. Februar 2006 i.S. A syl und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest: A. G em äss eigenen Angaben verliess der Beschw erdeführer sein H eim atland am 31. Juli 2001 über den Flughafen von Kairo m it seinem echten Pass und einem gültigen Visum für die N iederlande. Er habe sich dort bis zum 1. N ovem ber 2004 aufgehalten, ohne ein Asylgesuch gestellt zu haben. Aufgrund von Schw ierigkeiten m it einem Landsm ann habe er sich nach Belgien begeben und dort am 3. N ovem - ber 2004 ein Asylgesuch gestellt, das am 5. August 2005 rechtskräftig abgelehnt w orden sei. Ü ber Frankreich sei er am 7. August 2005 in die Schw eiz gelangt, w o er tags darauf im Em pfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) Vallorbe um G ew äh- rung von Asyl nachsuchte und an das EVZ C hiasso überw iesen w urde. Am 18. Au- gust 2005 fand im EVZ C hiasso die erste Befragung und am 20. Septem ber 2005 die Anhörung zu den Asylgründen durch die zuständige kantonale Behörde statt. B. M it Verfügung vom 20. Februar 2006 stellte das Bundesam t fest, der Beschw erde- führer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht und lehnte sein Asylgesuch ab; gleichzeitig ordnete das BFM die W egw eisung und den Vollzug der W egw eisung aus der Schw eiz an. C . M it frem dsprachiger Eingabe vom 15. M ärz 2006 gelangte der Beschw erdeführer an die Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K), die den Beschw erdeführer m it Schreiben vom 22. M ärz 2006 aufforderte, die Eingabe innert Frist in eine der Am tssprachen des Bundes übersetzt einzureichen. D . M it Eingabe an die AR K vom 1. April 2006 beantragte der Beschw erdeführer sinn- gem äss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung. E. M it Zw ischenverfügung vom 4. April 2006 w urde der Beschw erdeführer aufgefor- dert, innert Frist einen Kostenvorschuss im Betrage von Fr. 600.-- zu leisten. F. M it Einzahlung vom 19. April 2006 w urde der eingeforderte Kostenvorschuss ge- leistet. G . M it Vernehm lassung vom 14. Septem ber 2007 beantragt das BFM die Abw eisung der Beschw erde. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfü- gungen nach Art. 5 des Verw altungsverfahrensgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehö- ren Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]).3 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der am 31. D ezem ber 2006 bei der AR K hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfah- rensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). Auf die am 1. Januar 2007 be- reits hängigen Asylverfahren sind zudem die in diesem Zeitpunkt in Kraft getrete- nen Bestim m ungen der Asylgesetzänderung vom 16. D ezem ber 2005 (vgl. im Ein- zelnen AS 2006 4767) anw endbar (Abs. 1 der Ü bergangsbestim m ungen zur Ände- rung vom 16. D ezem ber 2005). 1.3 D er Beschw erdeführer ist legitim iert; auf die frist- und form gerechte Beschw erde ist einzutreten (Art. 48 Abs. 1 und 50 ff. Vw VG i.V.m . Art. 6 AsylG ). 1.4 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. Zu seinen Ausreisegründen führte der Beschw erdeführer anlässlich der Befragun- gen im W esentlichen aus, anlässlich der Parlam entsw ahlen in seinem H eim atland vom O ktober 2000 habe ein Kandidat der B_____ Partei (B_______), (...), einen C heck gefälscht, um den vom Beschw erdeführer unterstützten G egenkandidaten beim Stim m volk als Schw indler anzuschw ärzen. Aus R ache habe der Be- schw erdeführer dasselbe Vorgehen zum N achteil des Kandidaten der B_______ inszeniert, um dessen W ahl zu verhindern. N achdem dieser bei der W ahl gescheitert sei, habe er den Beschw erdeführer durch die Polizei zu sich nach H ause bringen lassen und ihn dort m ehrere Tage festgehalten, w obei er m isshandelt und sexuell m issbraucht w orden sei. Einer seiner Peiniger habe ihn aus M itleid freigelassen, w onach er sich kurz in seinem elterlichen H aus aufgehalten habe, bevor er sich zu Fam ilienangehörigen begeben habe und bis zu seiner Ausreise am 31. Juli 2001 aus Ägypten dort gelebt habe. 3. 3.1 Zur Begründung der Verfügung vom 20. Februar 2006 führte das Bundesam t im W esentlichen aus, die Vorbringen des Beschw erdeführers hielten den Anforderun- gen an die G laubhaftigkeit gem äss Art. 7 AsylG nicht stand. 3.2 So sei das behauptete Verhalten der Polizeikräfte, w onach diese den Beschw erde- führer ohne W eiteres ins H aus einer über die N ichtw ahl enttäuschten Person zuge- führt haben sollen, nicht glaubhaft. Zudem seien die Ausführungen des Beschw er- deführers insbesondere bezüglich der Beschreibung der angeblich involvierten Po- lizisten, der D auer der behaupteten Vorfälle, der Verfolger sow ie der U m stände der Freilassung nicht hinreichend begründet ausgefallen. Es w ürde auch nicht dem Verhalten einer Person, die nach den W ahlen vom O ktober 2000 tatsächlich ge- sucht w orden w äre, entsprechen, das R isiko auf sich zu nehm en, m it der Ausreise bis zum Juli 2001 zuzuw arten und sich w ährend dieser Zeit bei Verw andten aufzu- halten, w o durch die angeblichen Verfolger ein Aufspüren und H abhaftm achen ohne W eiteres m öglich gew esen w äre. Zudem könne nicht geglaubt w erden, dass 4 der Beschw erdeführer in Ägypten gesucht w orden sei und im Falle einer R ückkehr dorthin N achteile zu befürchten hätte, w enn er m it seinem eigenen Pass über den streng kontrollierten Flughafen von Kairo das Land habe legal verlassen können. Sodann sei die Tatsache, dass der Beschw erdeführer in den N iederlanden, w o er sich w ährend drei Jahren aufgehalten habe, kein Asylgesuch gestellt habe, ein w eiteres Indiz dafür, dass die geschilderten Ü bergriffe sow ie die vorgebrachten Befürchtungen im Falle einer R ückkehr nach Ägypten nicht glaubhaft seien. D ie Erklärungsversuche des Beschw erdeführers w ährend der Anhörung, um dieses Verhalten zu rechtfertigen, verm öchten nicht zu überzeugen. Auch der U m stand, dass der Beschw erdeführer gem äss eigenen Aussagen im Verlauf des in Belgien eingereichten Asylgesuches die angeblich in Ägypten erlittenen Problem e erneut nicht erw ähnt habe und dieses Verhalten nicht überzeugend habe begründen kön- nen, sei ein w eiteres w ichtiges Indiz für die U nglaubhaftigkeit der Vorbringen. In W ürdigung der gesam ten U m stände könne der Beschw erdeführer nicht glaub- haft m achen, dass ihm im Falle einer R ückkehr nach Ägypten m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit asylrelevante N achteile drohen w ürden. 3.3 D en Vollzug der W egw eisung nach Ägypten erachtete das BFM für zulässig, zu- m utbar und technisch m öglich. 4. In seiner R echtsm itteleingabe vom 1. April 2006 brachte der Beschw erdeführer im W esentlichen vor, die Vorinstanz habe sein Asylgesuch aufgrund fehlender D oku- m ente, die sein G esuch stützen könnten, abgew iesen; es sei jedoch sehr schw ie- rig, D okum ente zu besorgen, die seinem Asylgesuch dienlich w ären. Er sei in Ägypten schw er m isshandelt und gefoltert w orden und könne nicht m ehr dorthin zurückkehren, da ihm w iederum Folter und M isshandlungen drohen w ürden. 5. 5.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem H eim atstaat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnten, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zugehörigkeit zu einer be- stim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gelten nam entlich die G efährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträgli- chen psychischen D ruck bew irken. D en frauenspezifischen Fluchtgründen ist R echnung zu tragen (Art. 3 AsylG ). 5.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum in- dest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vor- handensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeb- lich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ).5 6. 6.1 N ach Prüfung der Akten gelangt das Bundesverw altungsgericht zum Schluss, dass die Vorinstanz die Vorbringen des Beschw erdeführers in dem Sinne zu R echt als unglaubhaft gem äss Art. 7 AsylG beurteilt hat, als es nicht nachvollziehbar er- scheint, dass er w ährend seines dreijährigen Aufenthaltes in H olland kein Asylge- such gestellt und som it nicht um Schutz ersucht hat, w enn er sein H eim atland tat- sächlich aus den im vorliegend erhobenen Asylverfahren vorgebrachten G ründen verlassen hätte. U m so unverständlicher m uss der U m stand bezeichnet w erden, w enn der Beschw erdeführer im N ovem ber 2004 in Belgien zw ar ein Asylgesuch stellt, um sich den belgischen Behörden unter Schutz zu stellen, ohne jedoch die in seinem H eim atland erlittenen N achstellungen und som it den w ahren G rund der Schutzsuche zu nennen. D er Vorinstanz ist auch in der Einschätzung zu folgen, w onach der Beschw erdeführer dieses Verhalten den schw eizerischen Behörden nicht überzeugend begründen konnte. Auch in der R echtsm itteleingabe lässt der Beschw erdeführer eine entsprechende Erklärung verm issen. Es ist dem nach auf- grund der gesam ten U m stände festzustellen, dass die geltend gem achten Vorfälle im Verfahren vor den schw eizerischen Behörden als nachgeschoben und som it nicht glaubhaft erscheinen. 6.2 Auch hat die Vorinstanz im R esultat zu R echt erw ogen, dass die Vorbringen des Beschw erdeführers ihrem Inhalt nach Elem ente enthalten, die zu Zw eifeln an de- ren G laubhaftigkeit führen. So ist es kaum nachvollziehbar, dass der (...) unter- legene W ahlkandidat zur unrechtm ässigen Verhaftung des Beschw erdeführers sechs Polizeioffiziere beauftragt hätte (A9/28 S. 14) und som it ein nicht unerheb- liches R isiko polizeiinterner Aufdeckung dieses Verhaltens eingegangen w äre. Auch m üssen die Schilderungen, w ie der Beschw erdeführer aus dem gew altsam en G ew ahrsam freigekom m en sei, als stereotyp, realitätsfrem d und som it unglaubhaft bezeichnet w erden, da der Befreier ohne w eiteres hätte eruiert w erden können und angesichts der beschriebenen Kaltblütigkeit der Entführer sich selbst grosser G efahr ausgesetzt hätte. Ein derartiges Verhalten unter den vom Beschw erde- führer geltend gem achten U m ständen w äre schlicht unverständlich. 6.3 H ingegen kann der Argum entation der Vorinstanz insow eit nicht gefolgt w erden, als sie dem Beschw erdeführer entgegenhält, aufgrund seiner legalen Ausreise m it seinem eigenen Pass über den Flughafen sei nicht glaubhaft, dass er in Ägypten gesucht w orden sei. D er Beschw erdeführer hat nicht geltend gem acht, er sei im Zeitpunkt seiner Ausreise landesw eit von den staatlichen Behörden gesucht w or- den oder unm ittelbarer G efahr ernsthafter N achteile ausgesetzt gew esen. D er Be- schw erdeführer deutete in seinen Asylvorbringen nur insow eit die G efahr staatli- cher Verfolgungsm assnahm en an, als er seiner Ansicht nach in der Folge einer Anzeige seiner Peiniger bei den staatlichen Behörden von diesen keinen rechtm ä- ssigen Schutz hätte erw arten können (A9/28 S. 21). 6.4 Im Ergebnis hat die Vorinstanz in ihrer Verfügung zu R echt erw ogen, dass der Be- schw erdeführer in W ürdigung der gesam ten U m stände nicht glaubhaft m achen konnte, er w ürde künftig m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit in seinem H eim atland asylrelevanten N achteilen ausgesetzt. 6.5 D er Beschw erdeführer setzt in seiner R echtsm itteleingabe den Erw ägungen des Bundesam tes nicht ansatzw eise etw as Stichhaltiges entgegen. Er bringt lediglich 6 vor, die Vorinstanz habe sein Asylgesuch abgelehnt, da er seine G ründe nicht m it D okum enten habe stützen können. Im W eiteren erschöpfen sich seine Vorbringen in der Behauptung, er laufe bei einer R ückkehr in sein H eim atland G efahr, Folter und M isshandlungen ausgesetzt zu w erden, ohne auf die von der Vorinstanz fest- gestellten U nglaubhaftigkeitselem ente näher einzugehen. 6.6 Bei dieser Sachlage und in W ürdigung der gesam ten U m stände und Vorbringen des Beschw erdeführers ist zusam m enfassend festzustellen, dass dieser die Vor- aussetzungen für die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt. D ie Vor- instanz hat daher das Asylgesuch zu R echt abgelehnt. 7. 7.1 Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; da- bei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zu- m utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzli- chen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG , Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20]). 7.2 D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zuläs- sig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Aus- länders in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). 7.3 N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (Art. 5 Abs. 1 AsylG ). 7.4 G em äss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossen- schaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D e- zem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedri- gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Kon- vention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K, SR 0.101) darf niem and der Folter oder unm enschlicher oder ernied- rigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden. 7.5 D er Beschw erdeführer verfügt w eder über eine frem denpolizeiliche Aufenthaltsbe- w illigung noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. D ie W egw eisung w urde dem nach zu R echt angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG ; vgl. die unverändert geltende Praxis der vorm aligen AR K in den Entscheidungen und M itteilungen der Schw eize- rischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2001 N r. 21). 7.6 D ie Vorinstanz w ies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der G rundsatz der N ichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingsei- genschaft erfüllen. D a es dem Beschw erdeführer nicht gelungen ist, eine asyl-7 rechtlich erhebliche G efährdung nachzuw eisen oder glaubhaft zu m achen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen N on-refoulem ents im vorliegenden Verfahren keine Anw endung finden. Eine R ückkehr des Be- schw erdeführers nach Ägypten ist dem nach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtm ässig. 7.7 Sodann ergeben sich w eder aus den Aussagen des Beschw erdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass der Beschw erdeführer für den Fall einer Aus- schaffung in sein H eim atland dort m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EM R K oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w äre. G em äss Praxis des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N -Anti-Folterausschusses m üsste der Beschw erdeführer eine konkrete G e- fahr ("real risk") nachw eisen oder glaubhaft m achen, dass ihm im Fall einer R ück- schiebung Folter oder unm enschliche Behandlung drohen w ürde (vgl. EM AR K 2001 N r. 16 S. 122 m it w eiteren H inw eisen). D ie allgem eine M enschenrechtssitua- tion in Ägypten lässt den W egw eisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt klarerw eise nicht als unzulässig erscheinen. N ach dem G esagten ist der Vollzug der W eg- w eisung sow ohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestim m ungen zulässig. 7.8 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung auch verzichtet, w enn die R ück- kehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine solche G efährdung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allge- m einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situati- on allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm om ente, w ie beispielsw eise einer notw endigen m edizinischen Behandlung, angenom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). 7.9 U nter Berücksichtigung der allgem einen Lage in Ägypten sow ie der individuellen Situation des Beschw erdeführers sind keine H indernisse ersichtlich, die gegen die Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs sprächen. D er Beschw erdeführer verfügt über eine überdurchschnittliche Schulbildung und konnte sich in den Jahren seines Aufenthaltes in Europa berufliche Erfahrung aneignen. Im H eim atland kann er sich zudem auf ein fam iliäres Beziehungsnetz stützen. 7.10 D er Vollzug der W egw eisung ist som it auch als zum utbar zu bezeichnen. 7.11 Schliesslich obliegt es dem Beschw erdeführer, sich bei der zuständigen Vertretung seines H eim atstaates die für eine R ückkehr notw endigen R eisedokum ente zu be- schaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), w eshalb der Vollzug der W egw eisung auch m öglich ist. 7.12 D ie durch die Vorinstanz verfügte W egw eisung ist zu bestätigen. D ie Vorinstanz hat deren Vollzug zu R echt als zulässig, zum utbar und m öglich erachtet. D em nach fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht (Art. 14a Abs. 1 - 4 AN AG ). 8. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes-8 recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig fest- stellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). 9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschw erdeführer auf- zuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ) und auf insgesam t Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE, SR 173.320.2]). D ie Verfahrenskosten sind durch den geleisteten Kosten- vorschuss gedeckt. (D ispositiv nächste Seite)9 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten im Betrage von Fr. 600.-- w erden dem Beschw erdeführer auferlegt. Sie sind durch den geleisteten Kostenvorschuss vollum fänglich gedeckt. 3. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer (eingeschrieben, Beilage: Vernehm lassung des BFM vom 14. Septem ber 2007 in Kopie) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N _______) - das _______ D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: Kurt G ysi C hristoph Berger Versand: