Postulat Carobbio 1930 N 14 décembre 1984 Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 21. November 1984 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 21 novembre 1984 Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat. Überwiesen - Transmis #ST# 84.494 Postulat Nebiker Versuchstierzuchten. Kantonale Aufsicht Elevage d'animaux de laboratoire. Surveillance par les cantons Wortlaut des Postulates vom 17. September 1984 Der Bundesrat wird ersucht, auch die Betriebe für die Zucht von Versuchstieren der Aufsicht durch die kantonalen Behörden zu unterstellen und die T erschutzverordnung entsprechend zu ergänzen. Texte du postulat du 17 septembre 1934 Le Conseil fédéral est prié de modifier l'ordonnance sur la protection des animaux afin de charger les autorités canto- nales de surveiller également les exploitations qui élèvent des animaux de laboratoire. Mitunterzeichner - Cosignataires: Bühler-Tschappina, Geissbühler, Mari, Hofmann, Hösli, Mühlemann, Müller- Scharnachtal, Nussbaumer, Ogi, Robert, Rutishauser, Uhl- mann (12) Schriftliche Begründung - Développement par écrit 1. Gemäss geltender Tierschutzverordnung (Art. 63) unter- stehen lediglich Betriebe, Institute und Laboratorien, die Versuchstiere halten, der kantonalen Aufsicht. Dabei wird auf Artikel 38 Absatz 1 Litera b verwiesen, der bestimmt, dass als Versuchstiere Wildtiere verstanden werden. Zucht- betriebe, die sich auf die Zucht von Versuchstieren speziali- siert haben, insbesondere auch solche, die Haustiere wie Katzen oder Hunde für Versuchszwecke züchten, werden durch die besonderen Kontrollvorschriften gemäss Artikel 63 der TSchV nicht erfasst. Das ist ein Mangel. 2. Für eine korrekte und zeitgemässe Überwachung der Tierversuche sollten auch die Zuchtbetriebe der Bewilli- gungs- und Kontrollpflicht unterstellt werden und eine Tier- bestandeskontrolle führen müssen. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 31. Oktober 1984 Déclaration écrite du Conseil fédéral ou 31 octobre 1984 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 84.553 Postulat Carobbio Erhebung über Haushaltungsrechnungen Rapporto sulle statistiche relative alle spese dei salariati svizzeri Statistique des budgets des ménages Wortlaut des Postulates vom 4. Oktober 1984 Die Statistiken über die Struktur der Ausgaben von Unselb- ständigerwerbenden, die das BIGA aufgrund einer Untersu- chung der Haushaltungsrechnungen von 489 Familien erstellt, sind vielfacher Kritik ausgesetzt. Der Bundesrat wird deshalb ersucht, einen Bericht vorzu- legen, a. der die Kriterien darstellt, nach denen diese Statistiken erstellt werden; b. der angibt, ob die Kritiken, die vorgebracht werden, begründet sind oder nicht; 1. betreffend mangelnde Glaubwürdigkeit der Erhebungs- kriterien für so wichtige Bereiche wie das Wohnen und die Sozialversicherungen ; 2. betreffend mangelnde Repräsentativität der ausgewähl- ten Familien (zu kleine Zahl und ungenügende Berücksichti- gung der niedrigen Einkommen); c. der vorschlägt, welche Änderungen allenfalls vorzuneh- men sind. Texte du postulat du 4 octobre 1984 Etant donné les nombreuses critiques émises concernant les statistiques de l'OFIAMT sur la répartition des dépenses des salariés suisses établies d'après l'analyse des bilans de 489 familles, les soussignés demandent au Conseil fédéral de présenter un rapport qui a. précise les critères sur lesquels se fondent ces statisti- ques, b. confirme ou non la justesse des critiques relatives 1. au manque de crédibilité des critères adoptés pour les statistiques dans des secteurs importants comme le loge- ment et les assurances sociales, 2. au manque de représentativité de l'échantillon des familles considérées du point de vue du nombre, jugé insuf- fisant, et des revenus pris en compte (insuffisance des bas revenus), c. propose les modifications éventuelles à apporter. Testo del postulato del 4 ottobre 1984 Viste le numerose critiche che le statistiche elaborate dal- l'UFIAML sulla ripartizione delle spese dei salariati svizzeri sulle base delle analisi dei bilanci di 489 famiglie, i sotto- scritti chiedono al Consiglio federale la presentazione di un rapporto che a. precisi i criteri che sono alla base di tali statistiche, b. indichi la fondatezza o meno delle critiche relative 1. alla mancanza di credibilità dei criteri adottati per le statistiche in settori importanti come l'alloggio e le assicura- zioni sociali, 2. alla mancanza di rappresentatività del campione di fami- glie considerate dal punto di vista del numero, ritenuto insufficiente, e dei redditi considerati (insufficienza dei red- diti bassi), c. proponga quali devono essere le eventuali modifiche da apportare. Mitunterzeichner - Cosignataires - Cofirmatari: Ammann- San Gallo, Borei, Brélaz, Deneys, Friedli, Gloor, Gurtner, Herczog, Longet, Magnin, Meizoz, Pitteloud, Rebeaud, Rie- sen-Friburgo, Robbiani, Ruffy, Vannay (17)14. Dezember 1984 N 1931 Interpellation (Teuscher)-Reichling Schriftliche Begründung - Développement par écrit - Motivazione scritta Da tempo i criteri con i quali vengono elaborate dall'UFIAML le statistiche relative alle spese dei salariati svizzeri è oggetto di contestazione. In particolare sono messi in discussione i metodi statistici sui quali ci si basa per tali elaborazioni. Anzi indicazioni provenienti da altri servizi federali, come Ufficio federale dell'alloggio, precisano che nel settore locativo le inchieste sui bilanci delle famiglie considerate sembra poco credibile. Le contestazioni riguardano inoltre in particolare: a. il campione delle famiglie considerate, ritenuto insuffi- ciente, è poco rappresentativo, b. i tipi di bilanci famigliari considerati che terrebbero conto in modo insufficiente delle famiglie a redditi bassi, e. il modo, ritenuto a volte poco ortodosso, di presentare i dati per i vari settori. Sembra essere il caso ad esempio del modo di presentare l'incidenza delle spese sociali o del calcolo dell'incidenza delle cifre relative all'alimentazione. Tutte queste critiche sollevano dubbi e interrogativi sull'affi- dabilità delle statistiche presentate. Cosa preoccupante tenuto conto del fatto che le statistiche presentate servono da riferimento in molti settori. Per chiarire la fondatezza delle critiche e valutare l'opportunità di eventuali modifiche la presentazione di un rapporto in merito si giustifica. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 21. November 1984 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 21 novembre 1984 Dichiarazione scritta del Consiglio federale del 21 novembre 1984. Il Consiglio federale è pronto ad accettare il postulato. #ST# 84.484 Postulat Zwygart Spätnachmittagssitzungen in der ersten Sessionswoche Séance du soir au cours de la première semaine de la session Wortlaut des Postulates vom 22. Juni 1984 Der Nationalrat wird gebeten, in Zukunft am ersten Mittwoch von ordentlichen Sessionen eine Spätnachmittagssitzung anzusetzen, um dem steten Zeitdruck in der dritten Ses- sionswoche entgegenzuwirken. Der Beginn ist zwischen 17.00 und 18.00 und der Schluss um 21.00 Uhr anzube- raumen. Texte du postulat du 22 juin 1984 Le Conseil national est prié d'introduire une séance du soir le premier mercredi de chaque session ordinaire afin que les députés ne soient plus aussi pressés par le temps durant la troisième semaine des sessions. Cette séance du soir devrait commencer entre 17 ou 18 heures et se terminer à 21 heures. Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme der Fraktionspräsidentenkonferenz Rapport écrit de la Conférence des présidents de groupe Das Geschäftsreglement des Nationalrates sieht in Artikel 43 Absatz 2 vor, dass in der ersten und zweiten Sessionswoche die Mittwochnachmittage für Sitzungen der interfraktionel- len Gruppen grundsätzlich freizuhalten sind. Die Abende wären also frei. In der Frühjahrssession hat die Fraktionspräsidentenkonfe- renz dem Nationalrat eine bessere Ausnützung der Sit- zungszeiten vorgeschlagen mit dem Ziel, den Zeitdruck und den Rückstand in der Geschäftserledigung abzubauen (ver- gleiche «Amtliches Bulletin» 1984, Seite 264 ff.). Der Antrag der Fraktionspräsidentenkonferenz unterlag aber knapp mit 72 zu 70 Stimmen. Das Postulat Zwygart verfolgt dasselbe Ziel. Von den von der Fraktionspräsidentenkonferenz vorgeschlagenen Massnah- men stiessen vor allem die Nachtsitzungen am ersten und zweiten Mittwoch auf Widerstand. Es wurde darauf hinge- wiesen, dass man nach 22.30 Uhr in den Restaurants keine ordentliche Mahlzeit mehr erhalten könnte und dass die Belastung für die Parlamentarier zu gross sei. In der vergangenen Herbstsession wurde aber ein neuer Vorschlag der Fraktionspräsidentenkonferenz im Sinne des Postulates vom Nationalrat genehmigt («Amtliches Bulletin» 1984, Seite 1258). Die Fraktionspräsidentenkonferenz beantragt dem Rat, das Postulat Zwygart als erfüllt abzuschreiben. Abgeschrieben - Classé #ST# 83.901 Interpellation (Teuscher)-Reichling Städtische Verkehrsmittel. Beteiligung des Bundes Transports urbains. Participation de la Confédération Wortlaut der Interpellation vom 6. Oktober 1983 Nach Artikel 58 des Eisenbahngesetzes und der dazugehöri- gen Verordnungen kann der Bund weder an die Bau- noch an die Betriebskosten von öffentlichen Strassenbahnen oder Bussen in Städten oder Agglomerationen Finanzie- rungsbeiträge leisten. Die Städte und Orte, in denen sich ein Universitätsgebäude, eine Hochschule oder ein Waffenplatz befindet, müssen in der Lage sein, geeignete Verkehrsmittel für den Besuch dieser Einrichtungen zur Verfügung zu stellen. Es zeigt sich nun aber, dass die Gesetzesbestimmungen nicht eingehalten werden und dass sich universitäre Einrich- tungen indirekt über die Betriebsausgaben an den Trans- portkosten der Studenten beteiligen. Ich erlaube mir darum, dem Bundesrat folgende Fragen zu stellen: 1. Ist die unentgeltliche Abgabe von Abonnementen öffent- licher Verkehrsmittel als eine vom Bund zugelassene finan- zielle Beteiligung zu betrachten? 2. Liegt eine solche Beteiligung vor, wenn universitäre Ein- richtungen Busse mieten, um eine unzureichende Bedie- nung durch die städtischen Verkehrsmittel zu ergänzen? 3. Ist die Beteiligung am Defizit der Linien, die solche Ein- richtungen bedienen, mit Artikel 58 des Eisenbahngesetzes vereinbar? 4. Sind die Bundesbehörden nicht der Auffassung, die Uni- versitäten und Hochschulen einerseits und die übrigen Aus- bildungseinrichtungen für unsere Jugend, zum Beispiel die Rekrutenschulen, andererseits, würden unterschiedlich behandelt? Welches sind gegebenenfalls die Kriterien, die es erlauben, die Vorschriften des Gesetzes und der Verord- nung für bestimmte oder unbestimmte Zeit zu ändern? 5. Sollten nicht die Städte und Orte, in denen sich Hoch- schulen, Universitäten, Kasernen oder andere vom BundSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Carobbio Erhebung über Haushaltungsrechnungen Postulat Carobbio Rapporto sulle statistiche relative alle spese dei salariati svizzeri Statistique des budgets des ménages In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1984 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 17 Séance Seduta Geschäftsnummer 84.553 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 14.12.1984 - 08:00 Date Data Seite 1930-1931 Page Pagina Ref. No 20 013 010 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.