<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00009</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107316&amp;W10_KEY=13013572&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00009</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.07.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Neuordnung und Nachführung eines Schularchivs. Freihändiges Verfahren oder Einladungsverfahren? Mit ihrem Einwand, die Auftragsvergabe hätte nach den Regeln eines Einladungsverfahrens erfolgen müssen, ist die Beschwerdeführerin zur Beschwerde legitimiert (E. 1b). Einbezug der Gemeinden in die kantonale Regelung des Beschaffungswesens gemäss IVöB-Beitrittsgesetz und SubmV (E. 2). Zulässigkeit der freihändigen Vergabe aufgrund des Gesamtwerts des Dienstleitungsauftrags, der den Schwellenwert von Fr. 50'000.-- bei weitem nicht erreicht. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin hat die Beschwerdegegnerin kein Einladungsverfahren durchgeführt, weil die beiden von ihr eingeholten Offerten zwar das nämliche Archiv betrafen, aber nicht den gleichen Leistungsumfang beinhalteten (E. 3). Die im Rahmen einer freihändigen Vergabe geltenden Mindestanforderungen des BGBM sowie die verfassungsrechtlich hergeleiteten allgemeinen Grundsätze rechtsstaatlichen Verwaltungshandelns sind im vorliegenden Fall eingehalten worden (E. 4). Abweisung (E. 5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARCHIV">ARCHIV</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHWERDELEGITIMATION">BESCHWERDELEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINLADUNGSVERFAHREN">EINLADUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAIRER WETTBEWERB">FAIRER WETTBEWERB</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAIRES VERFAHREN">FAIRES VERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREIHÃNDIGE VERGABE">FREIHÃNDIGE VERGABE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINDE">GEMEINDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEISTUNGSUMFANG">LEISTUNGSUMFANG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSGLEICHHEITSGEBOT">RECHTSGLEICHHEITSGEBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHWELLENWERT">SCHWELLENWERT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TREU UND GLAUBEN">TREU UND GLAUBEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WILLKÃRVERBOT">WILLKÃRVERBOT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BGBM</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 lit. I IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">§ 2 lit. II IVÃ¶B-BeitrittsG</span><br/><span class="ungerade">§ 6 lit. II SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 8 lit. II a SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 56 Abs. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BEZ 2003 Nr. 35</span><br/><span class="ungerade">RB 2003 Nr. 45</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Auf Grund einer Anfrage der SchulsekretÃ¤rin reichte die B AG der Schulgemeinde X am 19. Februar 2002 Offerten fÃ¼r den Umzug des Archivs an einen neuen Standort </span></p> <p class="Einzug1"><span>(Kostendach Fr. 2'500.-) sowie fÃ¼r die teilweise Neuordnung, NachfÃ¼hrung und (soweit notwendig) Neubeschriftung des Archivs, die Abfassung eines neuen und die NachfÃ¼hrung des bestehenden Archivverzeichnisses und einige weitere Arbeiten (Kostendach Fr. 4'000.-) ein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nachdem die Schulpflege in der Folge den Umzug mit eigenen Mitteln bewerkstelligt hatte, teilte sie der B AG am 17. Dezember 2002 mit, sie beabsichtige im neu bezogenen Archiv regelmÃ¤ssige Archivierungsarbeiten in Auftrag zu geben, welchen Auftrag sie der vor vier Jahren bereits mit der Neuordnung beauftragten Firma erteilen wolle, die ein jÃ¤hrliches Kostendach von Fr. 3'000.- offeriert habe. Am 20. Dezember 2002 schloss die Schulgemeinde X mit dieser Anbieterin, der C AG, einen Vertrag umfassend Revision des Registratursystems, NachfÃ¼hrung der Schriftgutverwaltung im BÃ¼ro, NachfÃ¼hrungsarbeiten im Archiv sowie Kassation Schriftgut mit einem Kostenrahmen von Fr. 3'000.- jÃ¤hrlich ab, und zwar fest auf drei Jahre, mit VerlÃ¤ngerung um jeweils zwei Jahre, falls keine KÃ¼ndigung erfolge.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Am 8. Januar 2003 gelangte die B AG an die Schulpflege X und ersuchte sie um Zustellung eines beschwerdefÃ¤higen Entscheids oder der fÃ¼r die abschliessende Beurteilung notwendigen Daten. Nachdem der PrÃ¤sident der Schulpflege dies am 10. Januar 2003 telefonisch abgelehnt hatte, gelangte die B AG am 14. Januar 2003 mit "vorsorglicher Beschwerde" an das Verwaltungsgericht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 17. Januar 2003 wurde das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen; gleichzeitig wurden von der Beschwerdegegnerin Beschwerdeantwort und Akten eingeholt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Replik vom 14. Februar 2003 beantragte die BeschwerdefÃ¼hrerin, die Vergabe sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin anzuweisen, ein vorschriftsgemÃ¤sses Vergabeverfahren durchzufÃ¼hren, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auf Einholung einer Duplik wurde angesichts der offensichtlichen UnbegrÃ¼ndetheit der Beschwerde verzichtet (§ 56 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><a id="Text23"></a><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, </span></p> <p class="Einzug1"><span>Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 25. November 1994 (IVÃ¶B) sowie die §§ 3 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 22. September 1996 (IVÃ¶B-BeitrittsG) zur Anwendung. Da der Streitwert Fr. 20'000.- nicht erreicht, erfolgt gemÃ¤ss § 38 Abs. 2 VRG die GeschÃ¤ftserledigung durch den Einzelrichter.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Mit ihrem Einwand, die Auftragsvergabe hÃ¤tte nach den Regeln eines Einladungsverfahrens erfolgen mÃ¼ssen, ist die BeschwerdefÃ¼hrerin, die regelmÃ¤ssig Dienstleistungen der nachgefragten Art erbringt, nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts zur Beschwerde legitimiert (RB 2001 Nr. 20 = BEZ 2001 Nr. 55 = ZBl 104/2003, S. 57; vgl. auch VGr BE, 14. Juli 1997, BVR 1998, S. 72 ff.). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Als kommunale BehÃ¶rde ist die Beschwerdegegnerin der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen nicht generell unterstellt (Art. 8 Abs. 1 IVÃ¶B). Aufgrund von Art. 5 und 9 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 1995 Ã¼ber den Binnenmarkt (Binnenmarktgesetz; BGBM) gelten jedoch fÃ¼r Ã¶ffentliche Beschaffungen der Kantone, Gemeinden und anderer TrÃ¤ger kantonaler oder kommunaler Aufgaben MindestgrundsÃ¤tze, die auch bei Vergaben ausserhalb des Anwendungsbereichs der Interkantonalen Vereinbarung zu beachten sind. Der Regierungsrat hat daher gestÃ¼tzt auf § 2 Abs. 2 IVÃ¶B-BeitrittsG mit Beschluss vom 1. Juli 1998 die Gemeinden, GemeindeverbÃ¤nde und anderen TrÃ¤ger kommunaler Aufgaben in die kantonale Regelung des Beschaffungswesens gemÃ¤ss dem Beitrittsgesetz und der Submissionsverordnung vom 18. Juni 1997 (SubmV) einbezogen (RRB Nr. 1501/1998, LS 720.111). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Bei der Vergabe kantonaler oder kommunaler AuftrÃ¤ge, die dieser kantonalen Regelung, nicht aber der Interkantonalen Vereinbarung unterstehen, gelten die Schwellenwerte von § 8 SubmV. Das freihÃ¤ndige Verfahren ist gemÃ¤ss § 8 Abs. 2 lit. a SubmV zulÃ¤ssig fÃ¼r DienstleistungsauftrÃ¤ge unter Fr. 50'000.-. EnthÃ¤lt ein Auftrag die Option auf FolgeauftrÃ¤ge, so ist der Gesamtwert massgebend (§ 6 Abs. 2 SubmV). Hier wird der Schwellenwert von Fr. 50'000.- mit einem jÃ¤hrlichen Umfang der Dienstleistungen von maximal Fr. 3'000.- und einer unter BerÃ¼cksichtigung der VerlÃ¤ngerungsoption massgeblichen Dauer von 5 Jahren bei weitem nicht erreicht, so dass grundsÃ¤tzlich eine freihÃ¤ndige Vergabe zulÃ¤ssig war. Das scheint auch die BeschwerdefÃ¼hrerin anzuerkennen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Sie macht indessen geltend, mit ihrer Anfrage im Februar 2002 und der spÃ¤teren Einladung zur Offertstellung der C AG habe die Beschwerdegegnerin freiwillig ein Einladungsverfahren durchgefÃ¼hrt und sei deshalb an die Regeln dieses hÃ¶herstufigen Verfahrens gebunden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>WÃ¤hlt eine Gemeinde das Einladungsverfahren, obwohl das freihÃ¤ndige Verfahren zulÃ¤ssig gewesen wÃ¤re, so muss sie sich bei der gewÃ¤hlten Verfahrensart behaften lassen und hat die dafÃ¼r geltenden GrundsÃ¤tze, z.B. betreffend Nichtdiskriminierung und Gleichbehandlung, einzuhalten (RB 1999 Nr. 65 = BEZ 1999 Nr. 36; Peter Galli/AndrÃ© Moser/ Elisabeth Lang, Praxis des Ã¶ffentlichen Beschaffungsrechts, ZÃ¼rich/Basel/Genf 2003, Rz. 190). Entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin hat die Beschwerdegegnerin jedoch kein Einladungsverfahren durchgefÃ¼hrt. Das ergibt sich allein schon daraus, dass die im Rahmen eines vom Mitinhaber der BeschwerdefÃ¼hrerin durchgefÃ¼hrten Kurses von der SchulsekretÃ¤rin spontan ausgesprochene Einladung zur Offertstellung andere Arbeiten betraf als die spÃ¤ter der C AG Ã¼bertragenen. So offerierte die BeschwerdefÃ¼hrerin am 19. Februar 2002 neben dem Umzug des Archivs im Wesentlichen eine teilweise Neuordnung und Neubeschriftung des Archivs sowie Beratung fÃ¼r die Einrichtung des Archivs, wÃ¤hrend der am 20. Dezember 2002 vergebene Auftrag nur Revision des Registratursystems, NachfÃ¼hrung der Schriftgutverwaltung im BÃ¼ro, NachfÃ¼hrungsarbeiten im Archiv sowie Kassation Schriftgut umfasste. Die zwei Offerten betrafen zwar das nÃ¤mliche Archiv, beinhalteten jedoch â auch wenn einzelne Ãberschneidungen wahrscheinlich sind â nicht den gleichen Leistungsumfang. Das anerkennt der Sache nach auch die BeschwerdefÃ¼hrerin, wenn sie in der Replik (Ziffer 6) ausfÃ¼hrt, der Auftrag sei nach Eingang der ersten Offerte abgeÃ¤ndert worden und sie hÃ¤tte fÃ¼r diesen Leistungsumfang eine Offerte einreichen kÃ¶nnen, vor welcher diejenige der C AG nicht hÃ¤tte standhalten kÃ¶nnen. Somit ist nicht ein Einladungsverfahren mit zwei Anbieterinnen zum nÃ¤mlichen Auftrag, sondern sind zwei freihÃ¤ndige Verfahren zu unterschiedlichen AuftrÃ¤gen durchgefÃ¼hrt worden. DafÃ¼r sprechen neben dem unterschiedlichen Leistungsumfang auch der grosse zeitliche Abstand zwischen den beiden Offerten und die mit dem erfolgten Umzug des Archivs verÃ¤nderten SachumstÃ¤nde. Dass die Beschwerdegegnerin der BeschwerdefÃ¼hrerin die NichtberÃ¼cksichtigung ihrer Offerte erst am 17. Dezember 2002 und Ã¼berdies unter Bezugnahme </span></p> <p class="Einzug1"><span>auf die Offerte der anderen Anbieterin mitgeteilt hat, ist nicht von entscheidender Bedeutung. Vielmehr lÃ¤sst sich dem Schreiben entnehmen, dass angesichts der vor vier Jahren vorgenommenen Neuordnung eine solche zurzeit als nicht notwendig erachtet werde und man sich mit der regelmÃ¤ssigen NachfÃ¼hrung begnÃ¼gen wolle. Der Sache nach ist damit der BeschwerdefÃ¼hrerin mitgeteilt worden, dass auf die AusfÃ¼hrung der von ihr offerierten Arbeiten verzichtet wurde, was im Rahmen einer freihÃ¤ndigen Vergabe jedenfalls dann zulÃ¤ssig ist, wenn dafÃ¼r wie hier sachlich vertretbare GrÃ¼nde geltend gemacht werden kÃ¶nnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Auch im Rahmen einer freihÃ¤ndigen Vergabe ist die VergabebehÃ¶rde rechtlich nicht vÃ¶llig ungebunden, sondern es gelten die Mindestanforderungen des Binnenmarktgesetzes, wie der Grundsatz der Nichtdiskriminierung bzw. der Gleichbehandlung der Anbieter (Art. 3 und Art. 5 Abs. 1 BGBM), sowie die verfassungsrechtlich hergeleiteten allgemeinen GrundsÃ¤tze rechtsstaatlichen Verwaltungshandelns, wie das Verbot von WillkÃ¼r und rechtsungleicher Behandlung, der Grundsatz von Treu und Glauben sowie das Gebot eines fairen Verfahrens bzw. eines fairen Wettbewerbs. Generell unzulÃ¤ssig ist auch beim freihÃ¤ndigen Verfahren unterhalb der Schwellenwerte eine auf unsachliche oder sachfremde Kriterien abstellende und damit willkÃ¼rliche Vergabe (Galli/Moser/Lang, Rz. 189; AGVE 1997 Nr. 92).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die erwÃ¤hnten GrundsÃ¤tze sind hier eingehalten worden. Dass die Beschwerdegegnerin aufgrund der Offerte der BeschwerdefÃ¼hrerin zum Schluss gekommen ist, auf eine Neuordnung des Archivs zu verzichten und stattdessen die Anbieterin, die vier Jahre frÃ¼her eine Neuordnung vorgenommen hatte, mit den regelmÃ¤ssigen Archivierungsaufgaben zu betrauen, ist nachvollziehbar und sachlich vertretbar. Dies gilt umso mehr, als auch die BeschwerdefÃ¼hrerin ihrer Konkurrentin eine grosse Fachkompetenz bescheinigt (Replik Ziffer 6). Die NichtberÃ¼cksichtigung des Angebots und die GrÃ¼nde hierfÃ¼r sind der BeschwerdefÃ¼hrerin am 17. Dezember 2002 mitgeteilt worden. Damit wurde der BegrÃ¼ndungspflicht hinreichend Rechnung getragen. Aus dem Fehlen einer Rechtsmittelbelehrung, sofern eine solche Ã¼berhaupt erforderlich ist, ist der BeschwerdefÃ¼hrerin, welche die VerfÃ¼gung rechtzeitig angefochten hat, jedenfalls kein Nachteil entstanden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Die Beschwerde erweist sich damit als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen. Die Gerichtskosten sind ausgangsgemÃ¤ss der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 70 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihr nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a></span><span>entscheidet</span><span> der Einzelrichter:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'100.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>