<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">[AZA 3] </div> <div class="para">1P.614/1999/sch </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i> I. OEFFENTLICHRECHTLICHE ABTEILUNG</i> </div> <div class="para"> ********************************** </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>26. Juni 2000 </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Es wirken mit: Bundesrichter Aemisegger, Präsident der </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>I. öffentlichrechtlichen Abteilung, Bundesrichter</i> </div> <div class="para">Aeschlimann, Ersatzrichter Meyer und Gerichtsschreiber </div> <div class="para">Haag. </div> <div class="para">--------- </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">- <u>Erbengemeinschaft Stefan K r e i e r</u>, bestehend aus: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. Silvia Kreier-Räss, Hauptstrasse 71, Lommis, </div> <div class="para">2.Silvia Keller-Kreier, Oberdorfstrasse 5, Dozwil, </div> <div class="para">3.Stefan Kreier, Sägestrasse 5, Oberwangen, </div> <div class="para">4.Helena Kreier Zacharias, Chraiehof, Lommis, </div> <div class="para">5.Paul Kreier, Hubertingerstrasse 3, Goldingen, </div> <div class="para">6.Cäcilia Cavelti-Kreier, Fuschina 10, Bergün/Bravuogn, </div> <div class="para">7.Bernhard Kreier, Au, Schönenberg, </div> <div class="para">8.Matthias Kreier, Sägestrasse 5, Oberwangen, </div> <div class="para">9.Felix Kreier, Hofstrasse 40A, Wetzikon, </div> <div class="para">- <u>Silvia K r e i e r - Räss</u>, Hauptstrasse 71, Lommis, </div> <div class="para">- <u>Matthias K r e i e r</u>, Sägestrasse 5, Oberwangen, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, alle vertreten durch Rechtsanwalt Lukas </div> <div class="para">Nater, Löwenstrasse 16, Kreuzlingen, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Politische Gemeinde L o m m i s</u>, vertreten durch den </div> <div class="para">Gemeinderat, </div> <div class="para"> <u>Departement für Bau und Umwelt des Kantons T h u r g a u</u>, </div> <div class="para"> <u>Verwaltungsgericht des Kantons T h u r g a u</u>, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">betreffend </div> <div class="para">Zonenplan, </div> <div class="para">hat sich ergeben: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>A.- </u> </div> <div class="para"> Am 16. Juni 1998 verabschiedete die Gemeindever- </div> <div class="para">sammlung von Lommis eine einheitliche baurechtliche Grund- </div> <div class="para">ordnung für die früheren Ortsgemeinden Lommis, Weingarten </div> <div class="para">und Kalthäusern. Gemäss neuem Zonenplan besteht namentlich </div> <div class="para">entlang des Kaabachs und der Lauche ein 20 m breiter Land- </div> <div class="para">schaftsschutzgürtel sowie eine Naturschutzzone im Gebiet </div> <div class="para">Lommiserriet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Zweck der Landschaftsschutzzone ist nach Ziff. 4.4.2 </div> <div class="para">Abs. 1 des Baureglementes die dauernde Erhaltung der ausge- </div> <div class="para">schiedenen Gebiete in ihrer natürlichen Schönheit und Eigen- </div> <div class="para">art. Im Übrigen lautet die massgebende Bestimmung wie folgt: </div> <div class="para">Bauten und Anlagen sind untersagt, wenn sie nicht zur War- </div> <div class="para">tung oder Bewirtschaftung des Gebietes notwendig sind; für </div> <div class="para">zulässige Bauten gelten die Vorschriften der Landwirtschafts- </div> <div class="para">zone (Abs. 2). Die Art der landwirtschaftlichen Nutzung und </div> <div class="para">Massnahmen zum Zwecke der Bodenverbesserung sowie geringfü- </div> <div class="para">gige Terrainveränderungen werden durch diese Zonenvorschrif- </div> <div class="para">ten nicht eingeschränkt (Abs. 3). Zum Eindecken von Bach- </div> <div class="para">läufen und Roden von Gehölzen und Hecken können in dieser </div> <div class="para">Zone keine Bewilligungen erteilt werden. Die als Unterhalt </div> <div class="para">notwendige Lichtung der Gehölze ist möglich und erwünscht </div> <div class="para">(Abs. 4). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Der Zweck der Naturschutzzone besteht gemäss </div> <div class="para">Ziff. 4.4.3 des Baureglementes darin, die ausgeschiedenen </div> <div class="para">Gebiete in ihrer heutigen Struktur mit der dazugehörenden </div> <div class="para">Pflanzen- und Tierwelt umfassend zu schützen (Abs. 1). Bau- </div> <div class="para">ten und Anlagen sind nicht zulässig. Eingriffe irgendwelcher </div> <div class="para">Art sind bewilligungspflichtig. Der Gemeinderat holt vor- </div> <div class="para">gängig eine Stellungnahme bzw. eine Ausnahmebewilligung der </div> <div class="para">zuständigen kantonalen Fachstelle (Amt für Raumplanung) ein </div> <div class="para">(Abs. 2). In der Naturschutzzone gilt ein gänzliches Ablage- </div> <div class="para">rungs- und Deponieverbot. Entwässerungen mit dem Zweck der </div> <div class="para">Trockenlegung eines Gebietes sind untersagt (Abs. 3). Wei- </div> <div class="para">tergehende Vorschriften über die Erhaltung und Pflege der </div> <div class="para">Naturschutzgebiete sowie der Tier- und Pflanzenwelt werden </div> <div class="para">durch Verordnungen, privatrechtliche Verträge oder Grund- </div> <div class="para">bucheinträge geregelt (Abs. 4). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>B.- </u> </div> <div class="para"> Die Mitglieder der Erbengemeinschaft des Stefan </div> <div class="para">Kreier sind Eigentümer der Parzelle Lommis Gbbl.-Nr. 1262, </div> <div class="para">die nördlich an die Lauche, westlich an den Kaabach an- </div> <div class="para">grenzt, während die ebenfalls an die Lauche anstossende </div> <div class="para">Nachbarparzelle Gbbl.-Nr. 1537 mit dem "Chraiehof" im </div> <div class="para">Eigentum von Silvia Kreier steht. Ihr gehört ausserdem </div> <div class="para">die in der Naturschutzzone gelegene Parzelle Lommis </div> <div class="para">Gbbl.-Nr. 1288 im Lommiserriet. Eigentümer der südlich </div> <div class="para">anschliessenden, ebenfalls der Naturschutzzone zugeteilten </div> <div class="para">Parzelle Gbbl.-Nr. 1290 ist Matthias Kreier. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Gegen die Ausscheidung eines Landschaftsschutz- </div> <div class="para">gürtels bzw. einer Naturschutzzone auf ihren Parzellen er- </div> <div class="para">hoben die Erben des Stefan Kreier sowie Silvia und Matthias </div> <div class="para">Kreier Einsprache, welche die Gemeinde am 15. Juni 1998 ab- </div> <div class="para">wies. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>C.- </u> </div> <div class="para"> Die hierauf beim Departement für Bau und Umwelt </div> <div class="para">des Kantons Thurgau geführten Beschwerden blieben ebenfalls </div> <div class="para">erfolglos. Das Departement wies sie nach Durchführung eines </div> <div class="para">Augenscheins am 23. Dezember 1998 allesamt ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>D.- </u> </div> <div class="para"> Mit Entscheid vom 18. August 1999 hiess das Ver- </div> <div class="para">waltungsgericht des Kantons Thurgau - nachdem es ebenfalls </div> <div class="para">einen Augenschein durchgeführt hatte - die bei ihm geführte </div> <div class="para">Beschwerde schliesslich teilweise gut, indem es die Breite </div> <div class="para">des Landschaftsschutzgürtels auf Parzelle Gbbl.-Nr. 1537 auf </div> <div class="para">10 m herabsetzte. Im Übrigen hat es die Beschwerde abgewie- </div> <div class="para">sen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>E.- </u> </div> <div class="para"> Mit Eingabe vom 15. Oktober 1999 führen sowohl die </div> <div class="para">Erben des Stefan Kreier als auch Silvia und Matthias Kreier </div> <div class="para">staatsrechtliche Beschwerde beim Bundesgericht. Sie beantra- </div> <div class="para">gen, der Entscheid des Verwaltungsgerichts sei aufzuheben, </div> <div class="para">ebenso der Entscheid des Departementes für Bau und Umwelt </div> <div class="para">sowie die beiden Einspracheentscheide der Politischen Ge- </div> <div class="para">meinde Lommis, und die Sache sei zur Neubeurteilung an die </div> <div class="para">kantonalen oder kommunalen Behörden zurückzuweisen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Das Verwaltungsgericht, das Departement für Bau und </div> <div class="para">Umwelt sowie die Politische Gemeinde Lommis schliessen auf </div> <div class="para">Abweisung der Beschwerde. Im Rahmen eines zweiten Schriften- </div> <div class="para">wechsels nehmen die Beschwerdeführenden und das Verwaltungs- </div> <div class="para">gericht erneut Stellung, während das Departement für Bau und </div> <div class="para">Umwelt sowie die Gemeinde Lommis auf eine Duplik verzichten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>F.- </u> </div> <div class="para"> Mit Verfügung vom 9. Dezember 1999 hat der Präsi- </div> <div class="para">dent der I. öffentlichrechtlichen Abteilung der Beschwerde </div> <div class="para">die aufschiebende Wirkung zuerkannt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>1.- </u> </div> <div class="para"> a) Nutzungspläne unterliegen grundsätzlich der </div> <div class="para">staatsrechtlichen Beschwerde (Art. 34 Abs. 3 des Bundes- </div> <div class="para">gesetzes über die Raumplanung vom 22. Juni 1979 [RPG; </div> <div class="para">SR 700]). Voraussetzung ist allerdings, dass die behaup- </div> <div class="para">tete Rechtsverletzung nicht sonstwie durch Klage oder </div> <div class="para">Rechtsmittel beim Bundesgericht oder einer andern Bundes- </div> <div class="para">behörde gerügt werden kann (<span class="artref">Art. 84 Abs. 2 OG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist zulässig </div> <div class="para">gegen Verfügungen, die sich auf öffentliches Recht des </div> <div class="para">Bundes stützen oder hätten stützen sollen (<span class="artref">Art. 5 VwVG</span> </div> <div class="para">i.V.m. <span class="artref">Art. 97 OG</span>), sofern diese von den in <span class="artref">Art. 98 OG</span> </div> <div class="para">genannten Vorinstanzen erlassen worden sind und keiner </div> <div class="para">der in <span class="artref">Art. 99 ff. OG</span> oder in der Spezialgesetzgebung vor- </div> <div class="para">gesehenen Ausschlussgründe vorliegt. Dies gilt auch für </div> <div class="para">gemischtrechtliche Verfügungen, die sowohl auf kantonalem </div> <div class="para">wie auch auf Bundesrecht beruhen, falls und soweit die </div> <div class="para">Verletzung von unmittelbar anwendbarem Bundesrecht in Frage </div> <div class="para">steht (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=10.06.2000&amp;to_date=29.06.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-II-72%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page72">BGE 121 II 72</a> E. 1a S. 75; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=10.06.2000&amp;to_date=29.06.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F120-IB-27%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page27">120 Ib 27</a> E. 2a S. 29; </div> <div class="para">118 Ib 381 E. 2a S. 389). Diese Erfordernisse gelten bei </div> <div class="para">der Anfechtung von Nutzungsplänen dann als erfüllt, wenn </div> <div class="para">und soweit die Pläne anlagebezogen derart detaillierte und </div> <div class="para">verbindliche Anordnungen treffen, dass allfällig nachfol- </div> <div class="para">gende Bewilligungsverfahren weitgehend präjudiziert sind </div> <div class="para">oder gar überflüssig werden, so dass gesagt werden kann, </div> <div class="para">es liege eine Verfügung im Sinne von <span class="artref">Art. 5 VwVG</span> vor. </div> <div class="para">Solches trifft zum Beispiel auf Quartier- und Gestaltungs- </div> <div class="para">pläne, Überbauungsordnungen oder Sondernutzungspläne für </div> <div class="para">die Realisierung von Deponien zu, soweit die Anwendung von </div> <div class="para">bundesrechtlichen Vorschriften etwa aus dem Gebiet des Um- </div> <div class="para">weltschutzes oder des Natur- und Heimatschutzes mit Ein- </div> <div class="para">schluss des Moorschutzes streitig ist (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=10.06.2000&amp;to_date=29.06.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-IA-285%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page285">BGE 119 Ia 285</a> E. 3c </div> <div class="para">S. 290 mit Hinweisen), ebenso auf die in einem Kulturplan </div> <div class="para">im Hinblick auf die Kiesausbeutung festgelegte Kiesabbauzone </div> <div class="para">(<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=10.06.2000&amp;to_date=29.06.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-II-88%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page88">BGE 123 II 88</a> E. 1a S. 91 mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> b) Dem Grundsatz nach ist der Schutz von Natur und </div> <div class="para">Heimat Sache der Kantone (<span class="artref">Art. 78 Abs. 1 BV</span>, Art. 24sexies </div> <div class="para">Abs. 1 aBV). Zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt besitzt </div> <div class="para">hingegen der Bund die Gesetzgebungshoheit (<span class="artref">Art. 78 Abs. 4 </span></div> <div class="para">BV, <span class="artref">Art. 24sexies Abs. 4 aBV</span>). Ihm obliegt demnach die </div> <div class="para">Rechtsetzung zum Arten- und Biotopschutz ( <u>Thomas Fleiner-</u> </div> <div class="para"> <u>Gerster</u>, Kommentar zur Bundesverfassung, N. 28 ff. zu </div> <div class="para">Art. 24sexies). Nach Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom </div> <div class="para">1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451) </div> <div class="para">ist dem Aussterben einheimischer Tier- und Pflanzenarten </div> <div class="para">durch die Erhaltung genügend grosser Lebensräume (Biotope) </div> <div class="para">und andere geeignete Massnahmen entgegenzuwirken. Bei diesen </div> <div class="para">Massnahmen ist schutzwürdigen land- und forstwirtschaftli- </div> <div class="para">chen Interessen Rechnung zu tragen. Besonders zu schützen </div> <div class="para">sind nach Absatz 2 dieser Vorschrift Uferbereiche, Riedge- </div> <div class="para">biete und Moore, seltene Waldgesellschaften, Hecken, Feld- </div> <div class="para">gehölze, Trockenrasen und weitere Standorte, die eine aus- </div> <div class="para">gleichende Funktion im Naturhaushalt erfüllen oder besonders </div> <div class="para">günstige Voraussetzungen für Lebensgemeinschaften aufweisen. </div> <div class="para">Die Kantone haben für Schutz und Unterhalt der Biotope von </div> <div class="para">regionaler und lokaler Bedeutung zu sorgen (<span class="artref">Art. 18b Abs. 1 </span></div> <div class="para">NHG). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> In der vorliegenden Angelegenheit ist einerseits </div> <div class="para">umstritten, ob die Ausscheidung von Landschaftsschutzstrei- </div> <div class="para">fen entlang der Gewässer auf den Parzellen der Beschwerde- </div> <div class="para">führenden rechtmässig ist. Diese Massnahme dient in erster </div> <div class="para">Linie dem Landschaftsschutz. Dass sie gleichzeitig im Inter- </div> <div class="para">esse des Gewässer-, Arten- und Biotopschutzes steht, ändert </div> <div class="para">nichts daran, dass nicht die Anwendung von Bundesrecht </div> <div class="para">strittig ist. Zum andern wird die Rechtmässigkeit der im </div> <div class="para">Lommiserriet errichteten Naturschutzzone bestritten. Die </div> <div class="para">Beschwerdeführenden machen namentlich geltend, mit einer </div> <div class="para">Landschaftsschutzzone hätte der Schutz dieses Gebietes </div> <div class="para">ebenso gut gewährleistet werden können. Damit erheben sie </div> <div class="para">eine rein planungsrechtliche Rüge. Die Frage, welche Mass- </div> <div class="para">nahmen zum Schutze von Biotopen konkret zu ergreifen sind, </div> <div class="para">ist von den Kantonen bzw. den für die Ortsplanung zustän- </div> <div class="para">digen Gemeinden zu beantworten (vgl. <span class="artref">Art. 25 RPG</span>, Art. 18a f. </div> <div class="para">NHG, <span class="artref">Art. 26 NHV</span>; § 2 des Planungs- und Baugesetzes des </div> <div class="para">Kantons Thurgau vom 16. August 1995 [PBG]). Es wird somit </div> <div class="para">ausschliesslich die Anwendung von selbständigem kantonalem </div> <div class="para">Recht beanstandet. Die Beschwerde ist deshalb sowohl be- </div> <div class="para">treffend die Landschaftsschutz- als auch bezüglich Natur- </div> <div class="para">schutzzone als staatsrechtliche Beschwerde entgegenzunehmen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> c) Die Beschwerdeführer machen geltend, durch den </div> <div class="para">angefochtenen Entscheid werde die Eigentumsgarantie ver- </div> <div class="para">letzt. Zur Erhebung dieser Rüge sind sie als Grundeigentümer </div> <div class="para">der von der Planung betroffenen Grundstücke ohne weiteres </div> <div class="para">berechtigt. Soweit sie eine Verletzung des Willkürverbots </div> <div class="para">geltend machen, kommt dieser Verfassungsbestimmung neben </div> <div class="para">der Eigentumsgarantie keine selbständige Bedeutung zu. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> d) Die staatsrechtliche Beschwerde ist kassatori- </div> <div class="para">scher Natur. Soweit mehr oder anderes verlangt wird als die </div> <div class="para">Aufhebung des angefochtenen Entscheides, kann auf die Be- </div> <div class="para">schwerde deshalb nicht eingetreten werden (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=10.06.2000&amp;to_date=29.06.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-I-104%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page104">BGE 125 I 104</a> </div> <div class="para">E. 1b S. 107 mit Hinweisen). Ansonsten ist auf die im Übri- </div> <div class="para">gen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde einzu- </div> <div class="para">treten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>2.- </u> </div> <div class="para"> Umstritten ist, ob die im Zonenplan vorgesehene </div> <div class="para">Ausscheidung eines Landschaftsschutzstreifens entlang der </div> <div class="para">Gewässer auf den Parzellen der Beschwerdeführer ihre verfas- </div> <div class="para">sungsmässigen Rechte beachte. Im Hinblick auf die Eigentums- </div> <div class="para">garantie trifft dies zu, wenn die Massnahme auf einer aus- </div> <div class="para">reichenden gesetzlichen Grundlage beruht, im öffentlichen </div> <div class="para">Interesse liegt und verhältnismässig ist. Enteignungen und </div> <div class="para">Eigentumsbeschränkungen, die einer Enteignung gleichkommen, </div> <div class="para">werden voll entschädigt (<span class="artref"><artref id="CH/101/26" type="start"></artref>Art. 26 und 36 BV</span><artref id="CH/101/36" type="end"></artref>; <span class="artref">Art. 22ter aBV</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> a) Die Beschwerdeführer behaupten zu Unrecht, die </div> <div class="para">Ausscheidung von Landschaftsschutzgürteln entlang der kom- </div> <div class="para">munalen Gewässer entbehre einer genügenden gesetzlichen </div> <div class="para">Grundlage sowie eines öffentlichen Interesses. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Nach <span class="artref">Art. 1 Abs. 2 RPG</span> unterstützen Bund, Kantone </div> <div class="para">und Gemeinden mit Massnahmen der Raumplanung insbesondere </div> <div class="para">die Bestrebungen, die natürlichen Lebensgrundlagen wie Bo- </div> <div class="para">den, Luft, Wasser, Wald und Landschaft zu schützen (lit. a). </div> <div class="para">Dabei ist die Landschaft zu schonen (<span class="artref">Art. 3 Abs. 2 RPG</span>). </div> <div class="para">Naturnahe Landschaften und Erholungsräume sollen erhalten </div> <div class="para">bleiben (lit. d). Es besteht mithin eine bundesrechtliche </div> <div class="para">Verpflichtung, mittels raumplanerischer Massnahmen den </div> <div class="para">Schutz von naturnahen Landschaftsräumen zu gewährleisten. </div> <div class="para">Wie das Verwaltungsgericht bereits dargelegt hat, umfassen </div> <div class="para">Schutzzonen im Sinne des Raumplanungsgesetzes namentlich </div> <div class="para">Bäche und ihre Ufer (<span class="artref">Art. 17 Abs. 1 lit. a RPG</span>). Das Pla- </div> <div class="para">nungs- und Baugesetz des Kantons Thurgau nennt an Schutz- </div> <div class="para">zonen insbesondere Landschaftsschutz- sowie Naturschutzzonen </div> <div class="para">(<span class="artref"><artref id="CH/745.1/13/e" type="start"></artref><artref id="CH/745.1/13/2/e" type="start"></artref><artref id="CH/745.1/13/2/b" type="start"></artref>§ 13 Abs. 2 lit. b und e PBG</span><artref id="CH/745.1/13/2/e" type="end"></artref><artref id="CH/745.1/13/e" type="end"></artref><artref id="CH/745.1/e" type="end"></artref>). Die für die Ortsplanung zu- </div> <div class="para">ständige Gemeinde Lommis kann sich demnach für die Ausschei- </div> <div class="para">dung einer Landschaftsschutzzone entlang ihrer Gewässer auf </div> <div class="para">eine ausreichende gesetzliche Grundlage stützen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Dass am Schutz von naturnahen Landschaften in Ufer- </div> <div class="para">bereichen ein erhebliches öffentliches Interesse besteht, </div> <div class="para">ergibt sich ausserdem aus <span class="artref">Art. 18 NHG</span>. Danach ist dem Aus- </div> <div class="para">sterben einheimischer Tier- und Pflanzenarten durch die Er- </div> <div class="para">haltung genügend grosser Lebensräume (Biotope) und andere </div> <div class="para">geeignete Massnahmen entgegenzuwirken (<span class="artref">Art. 18 Abs. 1 NHG</span>). </div> <div class="para">Besonders zu schützen sind namentlich Uferbereiche. </div> <div class="para">Schliesslich haben die Kantone auch nach Art. 7 Abs. 1 </div> <div class="para">des Bundesgesetzes vom 21. Juni 1991 über die Fischerei </div> <div class="para">(BGF; SR 923.0) dafür zu sorgen, dass Bachläufe, Uferpartien </div> <div class="para">und Wasservegetationen, die dem Laichen und dem Aufwachsen </div> <div class="para">der Fische dienen, erhalten bleiben. </div> <div class="para"> b) Die Beschwerdeführer machen weiter geltend, der </div> <div class="para">Schutz der beiden Bäche sei, auch wenn ihre Parzellen in der </div> <div class="para">Landwirtschaftszone verblieben, aufgrund des Gewässerschutz- </div> <div class="para">rechts, des kantonalen Planungs- und Baugesetzes sowie des </div> <div class="para">kommunalen Baureglements bereits genügend gewährleistet. </div> <div class="para">Eine Landschaftsschutzzone sei deshalb nicht notwendig, </div> <div class="para">schiesse über das Ziel hinaus und sei deshalb willkürlich. </div> <div class="para">Zunächst ist klarzustellen, dass die angefochtene planeri- </div> <div class="para">sche Massnahme nicht primär dem Gewässerschutz, sondern dem </div> <div class="para">Landschaftsschutz verpflichtet ist. Insofern stossen die </div> <div class="para">Vorbringen der Beschwerdeführer ins Leere. Soweit sie sinn- </div> <div class="para">gemäss geltend machen, der Eingriff in ihr Eigentum sei un- </div> <div class="para">verhältnismässig, kann ihnen ebenfalls nicht gefolgt werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Wie das Verwaltungsgericht bereits dargelegt hat, </div> <div class="para">wird die zulässige landwirtschaftliche Nutzung der neu der </div> <div class="para">Landschaftsschutzzone zugehörigen Parzellenteile ausdrück- </div> <div class="para">lich nicht eingeschränkt. Ebenso sind Massnahmen zur Boden- </div> <div class="para">verbesserung sowie geringfügige Terrainveränderungen weiter- </div> <div class="para">hin möglich (vgl. Ziff. 4.4.2 Abs. 3 Baureglement). Bauten </div> <div class="para">und Anlagen dürfen hingegen in der Landschaftsschutzzone </div> <div class="para">ausschliesslich zum Unterhalt und zur Bewirtschaftung des </div> <div class="para">Gebiets errichtet werden. Damit werden im Vergleich zur </div> <div class="para">Landwirtschaftszone strengere Baubeschränkungen erlassen. </div> <div class="para">Allerdings sind diese weitergehenden Vorschriften vor dem </div> <div class="para">Hintergrund des ohnehin einzuhaltenden Gewässerabstands zu </div> <div class="para">betrachten. Nach <span class="artref">§ 64 PBG</span> haben Bauten und Anlagen gegenüber </div> <div class="para">Gewässern grundsätzlich einen Abstand von mindestens 15 m </div> <div class="para">einzuhalten. Ein grundsätzliches Bauverbot entlang der Bäche </div> <div class="para">hat somit bereits vor Erlass der Landschaftsschutzzone ge- </div> <div class="para">golten. Die Breite des neu mit Baubeschränkungen belegten </div> <div class="para">Streifens beträgt auf der Parzelle Nr. 1262 demnach nicht </div> <div class="para">20 m, sondern im Ergebnis bloss 5 m. Auf der Parzelle </div> <div class="para">Nr. 1537 hat das Verwaltungsgericht die Landschaftsschutz- </div> <div class="para">zone sogar auf eine Breite von 10 m vermindert. </div> <div class="para"> In Anbetracht der Tatsache, dass die Parzellen der </div> <div class="para">Beschwerdeführer bereits vor dieser planerischen Massnahme </div> <div class="para">dem Nichtbaugebiet angehörten (Landwirtschaftszone) und ins- </div> <div class="para">besondere die bisher zulässige Nutzung unverändert weiter </div> <div class="para">besteht, erscheint das Ausscheiden eines mit zusätzlichen </div> <div class="para">Baubeschränkungen belegten Streifens von 5 m auf der Par- </div> <div class="para">zelle Nr. 1262 im Lichte der erheblichen öffentlichen Inter- </div> <div class="para">essen am Landschafts- und insbesondere Uferschutz und damit </div> <div class="para">einhergehend am Biotopschutz sowie der weitgehenden kommuna- </div> <div class="para">len Autonomie in Planungsfragen nicht als unverhältnismäs- </div> <div class="para">sig. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Schliesslich lässt sich auch aus der Tatsache, dass </div> <div class="para">das Verwaltungsgericht den Landschaftsschutzstreifen auf der </div> <div class="para">Parzelle Nr. 1537 auf 10 m verringert hat, nichts zugunsten </div> <div class="para">der angrenzenden Parzelle herleiten. Das Verwaltungsgericht </div> <div class="para">hat seinen Entscheid mit Argumenten der Gleichbehandlung ge- </div> <div class="para">genüber der an die Parzelle Nr. 1537 angrenzenden Parzelle </div> <div class="para">Nr. 1263 begründet, auf der unmittelbar am Ufer eine Lager- </div> <div class="para">halle steht und auf die Ausscheidung einer Schutzzone gänz- </div> <div class="para">lich verzichtet worden ist. Zwar trifft es zu, dass das Ver- </div> <div class="para">waltungsgericht dabei von der falschen Annahme ausgegangen </div> <div class="para">ist, die Parzelle Nr. 1263 sei neu der WG3 zugewiesen. Der </div> <div class="para">eigentliche Grund für die Andersbehandlung dieser sowie der </div> <div class="para">Parzelle Nr. 1537 hat es hingegen nicht in der Zonenzugehö- </div> <div class="para">rigkeit, sondern in der Tatsache erblickt, dass die beste- </div> <div class="para">hende bauliche Nutzung auf diesen Parzellen in Zukunft mög- </div> <div class="para">licherweise erweitert werden könnte, so dass sich Baube- </div> <div class="para">schränkungen viel einschneidender auswirken. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>3.- </u> </div> <div class="para"> Die Beschwerdeführer bestreiten sodann die Recht- </div> <div class="para">mässigkeit der im Lommisried ausgeschiedenen Naturschutz- </div> <div class="para">zone, so weit sie ihre Parzellen Nrn. 1286 und 1290 be- </div> <div class="para">trifft. Sie machen geltend, die Schutzwürdigkeit des Ge- </div> <div class="para">bietes sei wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Das Ver- </div> <div class="para">waltungsgericht habe sich zu Unrecht auf den kantonalen </div> <div class="para">Richtplan sowie seine eigene Wahrnehmung gestützt. Auch </div> <div class="para">seien die privaten Interessen zu wenig gewürdigt und eine </div> <div class="para">Prüfung der Verhältnismässigkeit unterlassen worden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> a) Das Bundesgericht überprüft Sachverhaltsfest- </div> <div class="para">stellungen und die Beweiswürdigung durch die letzte kanto- </div> <div class="para">nale Instanz im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde </div> <div class="para">auf Willkür hin (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=10.06.2000&amp;to_date=29.06.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-IA-362%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page362">BGE 119 Ia 362</a> E. 3a S. 366 mit Hinweisen). </div> <div class="para">Die Vermutung, dass es sich beim Lommiserriet um ein Gebiet </div> <div class="para">handeln könnte, dem besonderer Schutz gebührt, ergibt sich </div> <div class="para">zunächst aufgrund der Bezeichnung als Ried. Das Verwaltungs- </div> <div class="para">gericht hat sich an Ort und Stelle begeben und befunden, die </div> <div class="para">Schutzwürdigkeit sei offensichtlich und abgesehen von den </div> <div class="para">Beschwerdeführern allseits anerkannt. Tatsächlich sind die </div> <div class="para">Parzellen der Beschwerdeführer beidseits von Grundstücken </div> <div class="para">umgeben, die ebenfalls der Naturschutzzone zugeteilt wurden. </div> <div class="para">Es wird nichts vorgebracht, was diese Feststellung als ge- </div> <div class="para">radezu willkürlich erscheinen liesse. Es sprechen vielmehr </div> <div class="para">verschiedene Argumente für die Richtigkeit dieser Annahme: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Im kantonalen Richtplan ist das Lommiserriet in der </div> <div class="para">Liste der Naturschutzgebiete als Festsetzung aufgeführt. </div> <div class="para">Dies ist für die Behörden verbindlich (<span class="artref">Art. 9 Abs. 1 RPG</span>), </div> <div class="para">d.h. die Gemeinde war verpflichtet, im Rahmen der Ortspla- </div> <div class="para">nung die Festsetzung zu berücksichtigen, wonach das Lommi- </div> <div class="para">serriet einer Naturschutzzone zuzuweisen ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Wie sich aus dem Landschaftsschutzplan der Gesamt- </div> <div class="para">melioration Lommis - Bettwiesen vom September 1984 ergibt, </div> <div class="para">wurde das Lommiserriet als zusammenhängende Riedfläche aus- </div> <div class="para">geschieden. Die Legende lautet "Ried, Landschaftsschutz- </div> <div class="para">zonen". Dem Massnahmenkatalog ist zu entnehmen, dass der </div> <div class="para">grössere Teil des Lommiserriets der Naturschutzzone zuge- </div> <div class="para">wiesen werde. Diesen klaren Kundgebungen entsprechend wurde </div> <div class="para">der Landpreis tief bewertet. Die Beschwerdeführer haben sich </div> <div class="para">trotz - oder vielleicht gerade wegen - dieser Ausgangslage, </div> <div class="para">die ihnen bekannt sein musste, gerade um die Parzellen im </div> <div class="para">Ried bemüht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Schliesslich ergeben sich auch aus dem von den Be- </div> <div class="para">schwerdeführern in Auftrag gegebenen Privatgutachten keine </div> <div class="para">Zweifel an der Schutzwürdigkeit des Lommiserriets. Darin </div> <div class="para">wird vielmehr die Bedeutung der Riedfläche für den "Chraie- </div> <div class="para">hof" betont, einer Kombination aus Wohn- und Werkstätte für </div> <div class="para">Behinderte sowie Landwirtschaftsbetrieb. Über die Schutzwür- </div> <div class="para">digkeit des Rieds spricht sich der Bericht nur insofern aus, </div> <div class="para">als mit der Zuweisung der Parzellen der Beschwerdeführer zur </div> <div class="para">Landschaftsschutzzone und einer Fortführung der bisherigen </div> <div class="para">Bewirtschaftung (als wenig intensive Wiese gemäss Ökobei- </div> <div class="para">tragsverordnung) für das Gebiet sehr viel gewonnen wäre. </div> <div class="para">Implizit wird die Schutzwürdigkeit des Gebiets damit eben- </div> <div class="para">falls anerkannt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> b) Ist an der Schutzwürdigkeit des Lommiserriets </div> <div class="para">nicht zu zweifeln, ist damit gestützt auf die bereits er- </div> <div class="para">wähnten Rechtsgrundlagen gleichzeitig gezeigt, dass ein </div> <div class="para">erhebliches öffentliches Interesse an entsprechenden Schutz- </div> <div class="para">massnahmen besteht. Dass die Zuteilung zur Naturschutzzone </div> <div class="para">ein strengeres Nutzungsregime mit sich bringt, ist von den </div> <div class="para">Beschwerdeführern hinzunehmen, da der Schutzzweck sich an- </div> <div class="para">ders nicht umsetzen liesse. Im Übrigen haben die Beschwerde- </div> <div class="para">führer die Riedfläche bereits bisher bloss extensiv bewirt- </div> <div class="para">schaftet. Allfällige zusätzliche Einschränkungen in der zu- </div> <div class="para">lässigen Bewirtschaftung treffen die Beschwerdeführer des- </div> <div class="para">halb nicht unverhältnismässig, zumal sie sich - wie erwähnt </div> <div class="para">- im Wissen um die Schutzabsichten ausdrücklich um diese </div> <div class="para">Parzellen beworben haben. Auch eine gegenüber den bisherigen </div> <div class="para">Möglichkeiten noch extensivere Bewirtschaftung der Fläche </div> <div class="para">bietet Beschäftigungsmöglichkeiten für Behinderte, und eine </div> <div class="para">allenfalls erforderliche teilweise Umstrukturierung des Be- </div> <div class="para">triebs, weil möglicherweise die Eigenproduktion an Futter- </div> <div class="para">mitteln sowie die Fläche zur Ausbringung von Dünger abnimmt, </div> <div class="para">lässt die Massnahme ebenfalls nicht als unverhältnismässig </div> <div class="para">erscheinen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>4.- </u> </div> <div class="para"> Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet, </div> <div class="para">soweit auf sie eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang </div> <div class="para">des Verfahrens werden die Beschwerdeführer kostenpflichtig </div> <div class="para">(<span class="artref">Art. 156 OG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Demnach erkennt das Bundesgericht: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>1.- </u> </div> <div class="para"> Die staatsrechtliche Beschwerde wird abgewiesen, </div> <div class="para">soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>2.- </u> </div> <div class="para"> Die Gerichtsgebühr von Fr. 3'000.-- wird den </div> <div class="para">Beschwerdeführern auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>3.- </u> </div> <div class="para"> Dieses Urteil wird den Beschwerdeführern, der </div> <div class="para">Politischen Gemeinde Lommis sowie dem Departement für Bau </div> <div class="para">und Umwelt und dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau </div> <div class="para">schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">______________ </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 26. Juni 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>