Kassationsgericht des Kantons Zürich Kass.-Nr. AA100072-P/U/ys Mitwirkende: der Kassationsrichter Herbert H eeb, Vizepräsident, die Kassati- onsrichterin Sylvia Frei, die Kassationsrichter Paul Baumgartner, Reinhard Oertli und Georg Naegeli sowie der juristische Sekretär Markus Nietlispach Zirkulationsbeschluss vom 20. Oktober 2011 in Sachen X. ..., Klägerin, Appellatin und Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. ____ und Rechtsanwältin lic. iur. ____ gegen Y. , ..., Beklagter, Appellant und Beschwerdegegner vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. ____ betreffend Forderung / Zeugnis Nichtigkeitsbeschwerde gegen einen Beschluss der I. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich vom 17. Mai 2010 (LA100005/U) - 2 - Das Gericht hat in Erwägung gezogen: I. 1. Mit Klage am Arbeitsgericht Züri ch vom 18. Juni 2008 verlangte die Klägerin, Appellatin und Beschwerdeführ erin (nachfolgend Beschwerdeführerin) vom Beklagten, Appellanten und Besch werdegegner (nachfolgend Beschwerde- gegner) Lohn, Spesen und die Ausstellung eines Arbeitszeugnisses (AG act. 1 S. 2). Im Anschluss an die mündliche Hauptverhandlung vom 19. August 2008 schlossen die Parteien eine Teilvereinbarung hinsichtlich des geforderten Arbeits- zeugnisses ab, worauf das Verfahren mi t Beschluss vom 19. August 2008 als in diesem Punkt erledigt abgeschrieben wurde (AG act. 11). Das Arbeitszeugnis ist seither nicht mehr Prozessgegenstand. Eine weitere Vergleichsverhandlung am 5. November 2008 führte zu keiner Einigu ng, worauf das Arbeitsgericht Zürich mit Beweisauflagebeschluss vom 10. November 2008 das Beweisverfahren eröffnete und zahlreiche Zeugenbefragun gen durchführte bzw. auf dem Rechtshilfeweg durchführen liess. Nach Gewährung des re chtlichen Gehörs zu den Beweiserhe- bungen verpflichtete das Arbei tsgericht Zürich den Beschwerdegegner mit Urteil vom 7. Januar 2010, der Be schwerdeführerin Fr. 16'413.05 netto sowie Fr. 840.-- brutto für netto je zuzüglich 5% Zins seit 19. Juni 2008 und eine Prozessentschä- digung von Fr. 9'000.-- zu bezahlen (angefochtener Entscheid = KG act. 2 S. 4 f.). 2. Mit Eingabe vom 18. Januar 201 0 erhob der Beschwerdegegner Beru- fung gegen das Urteil des Arbeitsgericht s Zürich vom 7. Januar 2010. Mit Be- schluss vom 17. Mai 2010 wies die I. Zivilk ammer des Obergerichts des Kantons Zürich nach durchgeführtem Schriftenwechsel die Klage ab (KG act. 2 S. 31). 3. Dagegen liess die Beschwerdeführer in am 16. Juni 2010 rechtzeitig Nichtigkeitsbeschwerde erheben (OG act. 116/1; Beschw erdeschrift = KG act. 1). Mit dieser lässt sie die Aufhebung vo n Ziff. 1-5 des angefochtenen Beschlusses und die Rückweisung des Prozesses zu ne uer Entscheidung an das Obergericht beantragen (KG act. 1 S. 2). Mit Verfügun g vom 17. Juni 2010 wurde die Be- schwerdeschrift der Vorinstanz zur frei gestellten Vernehmlassung bzw. dem Be-- 3 - schwerdegegner zur freigestellten schri ftlichen Beantwortung zugestellt (KG act. 6), welche darauf verzichteten (KG ac t. 10 bzw. KG act. 11). Mit derselben Verfügung wurde der Beschwerde auch au fschiebende Wirkung verliehen (KG act. 6). Weitere Eingaben der Parteien in diesem Verfahren erfolgten nicht, mit Ausnahme einer Mitteilung eines Anwaltswec hsels, eines zufolge Heirat geänder- ten Namens sowie einer neuen Adresse der Beschwerdeführerin vom 26. Januar 2011 (KG act. 13 und 14), wovon dem Beschwerdegegner mit vorliegendem Be- schluss eine Kenntniskopie zuzustellen is t. Das Rubrum wurde entsprechend an- gepasst (vgl. Prot. KG S. 1). II. 1. Seit dem 1. Januar 2011 steht di e Schweizerische Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO) in Kraft. Für Verfahren, die bei deren Inkrafttreten bereits rechtshängig sind, gilt gemäss Ar t. 404 Abs. 1 ZPO das bisherige Verfah- rensrecht bis zum Abschluss vor der bet reffenden Instanz weiter. Für das vorlie- gende Beschwerdeverfahren gelangen daher di e Bestimmungen der (auf den 31. Dezember 2010 aufgehobene n) zürcherischen Zivilproze ssordnung vom 13. Juni 1976 (ZPO ZH) wie auch des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976 (GVG ZH) weiterhin zur Anwendung. Ebenso ist mit Bezug auf die Beurteilung der erhobenen Rügen das bisherige Prozessrecht heranzuziehe n, weil im Beschwer- deverfahren zu prüfen ist, ob der angefoc htene Entscheid im Zeitpunkt der Fäl- lung mit einem der in § 281 ZPO ZH bezeichneten Nichtigkeitsgründe behaftet war (s.a. von Rechenberg, Die Nichtigkeit sbeschwerde in Zivil- und Strafsachen nach zürcherischem Recht, 2. Auflage, Züri ch 1986, S. 17; ZR 110 Nr. 6 Erw. 3). Dabei liegt die sachliche Zuständigkeit zu r Beurteilung der Be schwerde weiterhin beim Kassationsgericht (§ 69a Abs. 1 GVG ZH und § 211 Abs. 1 des Gesetzes über die Gerichts- und Behördenorganisation im Zivil- und Strafprozess [GOG] vom 10. Mai 2010). 2. Aus der Natur des Beschwerdeverfahrens, das keine Fortsetzung des Verfahrens vor dem Sachrichter darstellt, folgt, dass sich der Nichtigkeitskläger konkret mit dem angefochtenen Entsc heid und den darin enthaltenen, den Ent-- 4 - scheid tragenden Erwägungen auseinanderzu setzen und hierbei darzulegen hat, inwiefern diese mit einem Mangel im Sinne von § 281 ZPO ZH behaftet seien. Die blosse Verweisung auf frühere Vorbringen oder deren blosse Wiederholung ge- nügen hiefür nicht. Ebenso wenig lässt sich ein Nichtigkeitsgrund rechtsgenügend dartun, indem bloss die Richtigkeit der vorinstanzlichen Auffassung in Abrede ge- stellt (und dieser allenfalls die ei gene, abweichende Ansicht entgegengestellt) wird. Wird geltend gemacht, eine Annahme sei willkürlic h, so gehört zur Begrün- dung der Rüge, dass in der Beschwerde gesagt wird, welcher tatsächliche Schluss aufgrund welcher Aktenstelle als willkürlich erscheint. Wird Aktenwidrig- keit einer tatsächlichen Annahme behauptet, so sind die Bestandteile der Akten, die nicht oder nicht in ihrer wahren Ge stalt in die Beweiswürdigung einbezogen worden sein sollen, genau anzugeben (von Rechenberg, a.a.O., S. 16; Spüh- ler/Vock, Rechtsmittel in Zivilsachen im Kanton Zürich und im Bund, 1. Auflage, Zürich 1999, S. 56 f., 72 f.; Frank/Sträuli/Messmer, Kommentar zur zürcherischen Zivilprozessordnung, 3. Auflage, Zürich 1997, N 4 zu § 288 ZPO ZH; Guldener, Die Nichtigkeitsbeschwerde in Zivilsac hen nach Zürcherischem Recht, Zürich 1942, S. 80). Erfüllt die Beschwerde oder einzelne der darin erhobenen Rügen diese Begründungsanforderungen nicht, hat dies zur Folge, dass auf die entspre- chenden Vorbringen nicht eingetreten werden kann. Da die Kassationsinstanz nur zu pr üfen hat, ob der angef ochtene Entscheid nach der bei der Vorinst anz gegebenen Aktenlage an einem Nichtigkeitsgrund leide, ist eine Ergänzung des Prozessst offes mit neuen Behauptungen oder Be- weismitteln vor der Kassationsinstanz grun dsätzlich nicht zulässig und besteht insbesondere auch kein Novenrecht gemäss § 115 ZPO ZH (Frank/Sträuli/Mess- mer, a.a.O., N 7b zu § 115 ZPO ZH; vo n Rechenberg, a.a.O., S. 17 f.; ZR 102 Nr. 3 Erw. 5.2 b/bb; RB 1996 Nr. 121). D enn das Kassationsverfahren stellt keine Fortsetzung des vorinstanzlichen Verfahrens dar. Den vorstehend dargestellten Anfo rderungen an den Nachweis eines Nich- tigkeitsgrundes in der Beschwerde genügen die Ausführungen der Beschwerde- führerin unter "II. Sachverhalt" (KG act. 1 RZ 7-23), "III. Vorbemerkung: Sorgfalts- - 5 - und Treuepflicht nach Art. 321a Abs. 1 OR " (KG act. 1 RZ 24-28) nicht, sodass darauf nicht weiter eingegangen werden kann. 3. Gegen Entscheide, die dem Weit erzug an das Bundesgericht unter- liegen, ist die Nichtigkeitsbeschwerde ni cht zulässig (§ 285 Abs. 1 ZPO ZH). Ein Weiterzug an das Bundesgericht gilt al s gegeben, wenn das Bundesgericht frei überprüfen kann, ob der gelt end gemachte Mangel vo rliege (§ 285 Abs. 2 ZPO ZH). Der angefochtene Beschluss unterliegt auch der Beschwerde in Zivilsachen ans Bundesgericht im Sinne von Art. 72 ff. BGG (Art. 90 und Art. 74 Abs. 1 lit. a BGG; vgl. auch die entsprechende vorins tanzliche Rechtsmittelbelehrung KG act. 2 S. 31 f.). Mit dieser kann die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich des Bundesverfassungsrechts gerügt werd en (Art. 95 lit. a BGG). Ob eine solche Verletzung vorliegt, prüft das Bundesgericht auf entsprechende Rüge frei (vgl. z.B. Seiler/von Werdt/Güngerich, BGG, Bern 2007, N 10 zu Art. 95 BGG). Kann vorliegend auf eine Rüge in Anwendung von § 285 ZPO ZH nicht ein- getreten werden, so wird dies anlässlic h der nachfolgend unter III. erfolgenden Prüfung der Rügen ausgeführt. III. 1. a) Die Vorinstanz hat in Erwägung IV.4 gepr üft, ob der Beschwerdegeg- ner durch die Werbemassnahmen für den neuen Tierhomöopathie-Lehrgang der Z.-Schule (nachfolgend Z.) mit der Besch werdeführerin als Do zentin unzulässig konkurrenziert worden sei und eine Tr euepflichtverletzung der Beschwerdeführe- rin in diesem Punkt vorliege (vgl. KG act. 2 Erw. IV.4.1 S. 21). Dabei führte die Vorinstanz u.a. Folgendes aus: Die Besc hwerdeführerin trage auch die (Mit-)Ver- antwortung für die Werbung der Z. Sie habe nicht nur im voraus von der geplan- ten Werbung auf der Website und mit dem Flyer gewusst. Sie habe daran auch aktiv mitgewirkt, indem sie Unterlagen dafü r zur Verfügung gestellt und den Text mitredigiert habe. Sodann belege ihre In tervention bei der Z. nach dem Erschei- nen der Website, die eine inhaltliche Änderung zur Folge gehabt habe, dass sie - 6 - durchaus Einfluss auf die Werbeaktivitäten der Z. bzw. deren konkreten Inhalt ge- habt habe (KG act. 2 Erw. IV.4.4, S. 25). b) Die Beschwerdeführerin beans tandet diese Erwägungen als willkürlich (KG act. 1 RZ 29). Zur Begründung dieses Vorwurfes führt die Beschwerdeführe- rin aus, diese Erwägungen stünden mit der ta tsächlichen Situation in klarem Wi- derspruch. So hätten die Zeugen A. und B ., Gesellschafter und Schulleiter der Z., bestätigt, dass sich die Beschwerdeführerin nicht aktiv für den Internetauftritt und/oder den Flyer der Z. engagiert habe. Der Zeuge A. habe ausgeführt, die Z. habe zunächst Ausbildungslehrgänge im Be reich Humanmedizin angeboten. En- de 2007 hätten erste Kontakte mit der Besc hwerdeführerin stattgefunden, die da- zu geführt hätten, dass die Schule auc h Tierhomöopathie anbiete. Die Beschwer- deführerin sei bei der Z. al s Lehrerin für tiermedizi nische Fächer angestellt wor- den. Die diesbezüglichen Ent scheidungen seien im Frühjahr 2008, allenfalls be- reits im Winter 2007/2008 gefallen (Prot. AG S. 65 ff.). Die Schule habe dann für den neuen Lehrgang "Tiermedizin" Werbung in Form von Inseraten und einem Flyer gemacht. Auf Vorhalt von AG act. 30 habe der Zeuge A. bestätigt, der Flyer habe im Vorjahr gleich ausgesehen. Es se i zwar möglich, dass die Beschwerde- führerin in tiermedizinische Formulierun gen miteinbezogen worden sei; im Übri- gen aber sei sie in die Gestaltung und den Ve rtrieb des Flyers nicht involviert ge- wesen. Immerhin sei der Beschwerdeführ erin gesagt worden, wenn man die Aus- bildung anbiete, werde auch Werbung dafür gemacht. Ohne sich genau zu erin- nern, habe der Zeuge vermutet, dass hins ichtlich des Textes der Werbung Rück- sprache mit der Beschwerdeführerin geno mmen worden sei (Prot. AG S. 67 ff.). Der Medizinlehrgang sei auch auf der Homepage der Z. präsentiert worden, mög- licherweise bereits ab Januar 2008, mit einem Hinweis, dass die Beschwerdefüh- rerin als Dozentin tätig sein werde. Er habe die Beschwerdeführerin vororientiert, worauf diese von ihm verlangt habe, er müsse sie "raus" nehmen, da sie noch als Lehrerin tätig sei. Er habe dagegen gemeint, die We rbung könne man schon ma- chen. Immerhin sei der Hinweis angebracht worden, ab wann die Beschwerdefüh- rerin bei der Z. dozieren werde (Prot. AG S. 69 ff.). Auf Vorhalt von AG act. 8/6 habe der Zeuge bestätigt, die Homepage ha be ehedem etwa gleich ausgesehen. Die fachtechnischen Informationen wür den von der Beschwe rdeführerin stam-- 7 - men. Ob ihr dabei allerdings erläutert worden sei, sie würden ins Internet gestellt, sei dem Zeugen nicht mehr er innerlich gewesen. Darüber sei nicht gross gespro- chen worden (Prot. AG S. 71 ff.). Die Zeugin B. habe ausgesagt, am 26. November 2007 habe sie erstmals die Beschwerdeführerin getroffen, welche si e gefragt habe, ob die Z. eine Ausbil- dung zur Tierhomöopathie anbieten möchte . Man habe sich dann auf eine einge- hendere Besprechung Mitte Dezember 20 07 geeinigt. Das Konzept habe über- zeugt und nach den Festtagen Mitte Januar 2008 sei der Beschwerdeführerin mitgeteilt worden, dass man den Lehrgang anbieten wolle. Dann habe die eigent- liche Arbeit erst angefangen. Es habe weitere Bespre chungen darüber gegeben, wie man weitergehe, was es für die Ausbildung brauche. Darüber, wie Studentin- nen für den Kurs generiert werden könnten , sei mit der Beschwerdeführerin aller- dings nicht gross gesprochen worden. Man habe ja das Konzept von der Men- schenbildung her übernehmen können. Die Beschwerdeführerin sei nur um ein Foto angegangen und es sei ihr der Te xt zur Durchsicht übergeben worden. Sie habe gesagt, es sei in Ordnung und dann habe die Zeugin alles in die Wege ge- leitet. Das Ergebnis habe AG act. 30 entsprochen. Dieser Flyer sei der Be- schwerdeführerin nicht in dieser Form übergeben worden; sie habe, ungefähr an- fangs Februar 2008, nur den Te xt erhalten mit der Frage, ob er fachlich in Ord- nung sei. Sie habe allerdings gewusst, dass er für einen Flyer bestimmt gewesen sei; die Beschwerdeführerin habe gemeint, die Zeugin müsse selbst wissen, wie sie Werbung mache (Prot. AG S. 112 ff .). Auch auf der Schulhomepage sei ab 24. Januar 2008 in Form von AG act. 8/ 6 Werbung für den neuen Lehrgang ge- macht worden. Auch diesen Text habe die Beschwerdeführer in überprüft. Man habe der Beschwerdeführerin gesagt, es werde eine Homepage, Inserate und Prospekte geben. Auf die Frage, ob die Beschwerdeführerin über den genauen Zeitpunkt informiert worden sei, in welc hem die Werbung auf der Homepage auf- geschaltet werde, habe die Zeugin gemeint, sie habe di e Beschwerdeführerin in- formiert, nachdem die Werbung aufgeschaltet worden sei; sie solle sie sich doch anschauen (Prot. AG S. 115 ff.). - 8 - Alle weiteren Zeugen hätten keine Angaben dazu zu machen vermocht, in- wieweit die Beschwerdeführerin in di e Werbung für den neuen Lehrgang bei der Z. auf deren Homepage ab J anuar 2008 oder in die Erarbeitung des Flyers invol- viert gewesen sei. Somit sei – so die Besch werdeführerin – erwiesen, dass sie sich nicht aktiv für einen Internetauftritt und/oder einen Fl yer, der für das Kompetenzgebiet der Beschwerdeführerin gegenüber der Internetplattform ohnehin nur eine Zusam- menfassung darstelle, engagiert hätte oder ihr auch nur bekannt gewesen wäre, ab wann welche Werbekampagne zu laufen beginne. Es sei deshalb falsch und aktenwidrig, wenn die Vorinstanz davon ausgehe, die Beschwe rdeführerin trage auch die (Mit-)Verantwortung für die Werbung der Z., sie habe nicht nur im voraus von der geplanten Werbung auf der Website und mit dem Flyer gewusst, sie habe daran auch aktiv mitgewirkt, indem si e Unterlagen dafür zur Verfügung gestellt und den Text mitredigiert habe. Die Zeugen hätten genau das Gegenteil ausge- sagt, nämlich, dass sie keinen Einfluss auf die Werbeaktivitäten der Z. genommen habe. Nach den Angaben der Zeugin B. sei die Beschwerdeführerin erst im Nachhinein über die Internetwerbung orientie rt worden. Schliesslich habe die Be- schwerdeführerin nach den Angaben des Z eugen A. von ihm verlangt, er müsse sie (aus dem Internet) "raus" nehmen, da si e noch als Lehrerin tätig sei. Der Zeu- ge A. habe ihr versichert, die Werbung könne man schon machen (Prot. AG S. 70). Von einem Einfluss der Beschwerdef ührerin auf die Werbetätigkeit der Z. (einer Drittperson in diesem Verfahren) könne somit keine Rede sein. Es sei zwar richtig, dass die Z. den Hinweis, dass die Beschwerdeführerin e r s t a b S o m m e r 2008 bei der Z. tätig sein werde, auf der en Veranlassung im Internet beigefügt habe. Daraus zu schliessen, dass "ihre Intervention bei der Z. nach dem Erschei- nen der Website und die eine inhaltliche Änderung zur Folge hatte, [belege,] dass sie durchaus Einfluss auf die Werbeaktivi täten der Z. bzw. auf deren konkreten Inhalt hatte" (Erw. IV 4.4, S. 25 Mitte des angefochtenen Beschlusses), sei jedoch willkürlich. Das Werbekonzept habe berei ts bestanden und sei mit der Beschwer- deführerin nie besprochen worden (Prot. AG S. 72 und S. 114) . Die Beschwerde- führerin könne somit keinen Einfluss auf die Werbeakti vitäten der Z. genommen haben. Dass sie Teile des Werbetextes in haltlich redigiert habe, beweise noch - 9 - nicht, dass sie auf die Werbeaktivitäten der Z. einen Einfluss gehabt habe. Im Üb- rigen hätte dieser Text auc h von einer anderen Dozentin für den Tierlehrgang bei der Z. redigiert werden können. Erwiesen sei vielmehr, dass trotz Intervention der Beschwerdeführerin die Z. die Werbung nicht habe vom Internet entfernen wollen und dass die Beschwerdeführerin folglich keinen Einfluss auf die Werbeaktivitäten der Z. gehabt habe. Hätte sie tatsächlich Einfluss gehabt, wäre die Werbung vom Internet entfernt worden. Es habe demnach nicht nur die Absicht der Beschwerde- führerin, überhaupt zu werben, gefehlt, sondern auch die faktische Möglichkeit, auf die Werbeaktivitäten der Z. Einfluss zu nehmen. Die Z. sei fest entschlossen gewesen, das Konzept für die Werbung von der Menschenb ildung zu überneh- men (Prot. AG S. 114). Denn dass Werbung gemacht werde, sei für die Z. klar gewesen (Prot. AG S. 70). Weitere Inte rventionen durch die Beschwerdeführerin habe es nicht gegeben und würden auch nichts genützt haben. Be i willkürfreier Würdigung des Beweisergebnisses hätte das Obergericht davon ausgehen müs- sen, dass alleine die Z. für die Werbung auf der Website verantwortlich sei und die Beschwerdeführerin kein e Mitverantwortung für und ke inen Einfluss auf den Werbeauftritt der Z. gehabt habe (KG ac t. 1 RZ 30-45, Hervorhebung durch die Beschwerdeführerin). c) Willkür in der Beweiswürdigung – wie sie die Beschwerdeführerin vorlie- gend rügt – liegt nur vor, wenn der vom Sachrichte r gezogene Schluss für einen unbefangen Denkenden als unhalt bar erscheint. Eine vertretbare Beweiswürdi- gung ist daher noch nicht willkürlich, auch wenn die Kassationsinstanz an der Stelle des Sachrichters allenfalls ander s entschieden hätte (vgl. von Rechenberg, a.a.O., S. 28). Die Vorinstanz hat eingangs der beanstandeten Annahmen ausgeführt (KG act. 2 Erw. IV.4.2 S. 21 f.), dass für den Zeitpunkt und Umfang der Werbemass- nahmen massgeblich auf die Aussagen der Z eugen A. und B., die beiden Inhaber der Z., sowie auf die persönliche Befragung der Beschwerdeführerin abzustellen sei. Danach sei die Website der Z., auf welcher für den Tierhomöopathiekurs ge- worben worden sei und auf we lcher die Beschwerdeführerin als eine der beiden Hauptdozentinnen mit Foto und beruflichen Referenzen namentlich und massgeb-- 10 - lich hervorgehoben worden sei (AG act. 8/ 6), am 24. Januar 2008 aufgeschaltet worden. Die Beschwerdeführ erin habe bei der Vorberei tung dieser Website in dem Sinne mitgewirkt, dass sie der Z. Foto und Angaben zu ihrer Person im Wis- sen um deren Verwendung für die Werbung überlassen und auch den im Internet aufgeschalteten Text zum neuen Lehrgang im voraus durchgesehen und korrigiert habe. Das effektive Layout der Website habe sie erst nach deren Aufschaltung im Internet gesehen. Gleichermassen sei es mit dem Flyer gegangen, den die Z. ab Frühjahr 2008 als Werbemittel gestreut habe (AG act. 30). Auch hier habe die Be- schwerdeführerin mitgewirkt, indem sie den Text im voraus durchgesehen und korrigiert habe; auf das Layout und die Ve rbreitung habe sie jedoch keinen Ein- fluss gehabt. Weiter sei auf die Aussagen des Zeugen A. und auf die persönliche Befragung der Beschwerdeführer in zu verweisen, wonach Letztere Probleme be- fürchtet habe, als sie die Website nach ihrem Erscheinen gesehen habe, weil sie damals noch im Arbeitsverhältnis mit dem Beschwerdegegner gestanden sei. Sie sei an die Z. gelangt und habe verlangt, man müsse sie aus der Website "raus- nehmen". Z. und Beschwerdeführerin hätten sich in der Folge darauf geeinigt, die Site in dem Sinne abzuändern bzw. zu pr äzisieren, dass die Beschwerdeführerin erst ab Wintersemester 2008 bei der Z. unt errichten werde. Mit dieser zeitlichen Präzisierung als Reaktion auf ihre Inte rvention sei die Besch werdeführerin offen- bar einverstanden gewesen; jedenfalls habe sie nicht geltend gemacht, dass sie auch mit der zeitlich präzisierten W ebsite nicht einverstanden gewesen sei (Prot. AG S. 39, 42, 68 ff., 114 ff.). Diese Feststellungen we rden von der Beschwerdeführerin nicht beanstandet (KG act. 1). Dass die Vorinstanz gestützt auf diese tatsächlichen Feststellungen annahm, die Beschwerdeführerin habe im voraus von der geplanten Werbung auf der Website und mit dem Flyer gewusst, sie habe Unterlagen dafür zur Verfügung gestellt und den Text mitredigiert, und sie habe nach dem Erscheinen der Website bei der Z. interveniert, was eine inhal tliche Änderung zur Fo lge gehabt habe, und dass die Vorinstanz daraus den Schluss zog, die Beschwerdeführerin trage auch die (Mit-)Verantwortung für die Werbung de r Z. und habe daran auch aktiv mitge- wirkt bzw. sie habe durchaus Einfluss auf die Werbeaktivitäten der Z. bzw. deren konkreten Inhalt gehabt, erscheint nicht unhaltbar. Die von der Beschwerdeführe-- 11 - rin zitierten Zeugenaussagen vermögen nicht aufzuzeigen, inwi efern die bean- standeten Feststellungen der Vorinstanz schlichtweg unhal tbar sein sollen bzw. mit der tatsächlichen Situation in Wider spruch stünden. Die Willkürrüge geht da- her fehl. 2. a) Die Vorinstanz f ührte bei der Prüfung einer Treuepflichtverletzung sei- tens der Beschwerdeführerin (vgl. KG act. 2 Erw. IV.4.1 S. 21) weiter aus, dass die Beschwerdeführerin alles Interesse daran gehabt habe, dass sie im Anschluss an den Ablauf ihrer befristeten Lehrve rpflichtung für das Sommersemester 2008 beim Beschwerdegegner wieder eine neue Ar beit bzw. Dozentenstelle auf ihrem Spezialgebiet habe finden können und für si ch und diesen Zweck die etablierte Schulstruktur der Z. habe nutzen wollen. Nachdem sich die Z. auf das für sie Neu- land bedeutende Angebot und da s Konzept der Beschwer deführerin eingelassen gehabt habe, sei es tendenziell eher die Z. gewesen, welche von der Beschwer- deführerin abhängig gewesen sei und sich nach ihr habe richten müssen. Die Werbung der Z. sei im unmittelbaren wirtschaftlichen Interesse auch der Be- schwerdeführerin gelegen; sie habe nur dann als Dozentin tätig werden können, wenn die Z. genügend Schüler zusammenbringen würde. Gestützt darauf nahm die Vorinstanz an, dass im Vorfeld der Kursaufnahme und vor der definitiven An- stellung der Beschwerdeführerin als Doz entin ein gesellschaftsähnliches Verhält- nis mit gleich gebündelten Interessen v on Z. und Beschwerdeführerin vorlag (KG act. 2 Erw. IV.4.4 S. 25 f.) b) Die Begründung des diesbezüglichen Willkürvorwurfes (KG act. 1 RZ 29, RZ 42 und RZ 46 ff.) der Beschwerdeführer in lautet wie folgt: Die Annahmen der Vorinstanz beruhten auf reiner Spekulation. Sie seien vom Beschwerdegegner nie behauptet worden. Sie seien aktenwidrig und unsinnig. Es treffe zwar zu, dass die Beschwerdeführerin auf das Zustandekommen eines Klassenzuges bei der Z. ge- hofft habe. Sie deswegen aber in ein "ges ellschaftsähnliches Verhältnis" einzu- binden, sei juristisch nicht haltbar und überdies aktenwidrig. Jeder Angestellte sei daran interessiert, dass sein künftiger Arbeitgeber Arbeit für ihn habe. Deswegen sei er nicht mitverantwortlich oder gar in einem "gesellschaftsähnlichen Verhält- nis" mit dem Arbeitgeber, wenn dieser Werbe-Aussagen über den Neuzugang - 12 - mache. Überall auf der Welt gäben Fi rmen auf ihrer Webpage – oder sogar in Presseverlautbarungen – bekannt, wenn es ihnen gelungen sei, von der Konkur- renz einen Schlüsselangestellten zu übernehmen. Diese Mitteilung habe für sich allein keinen werbenden Inhal t und werde selbst von de r Vorinstanz als zulässig erachtet (Erw. IV.1, S. 14 oben des angef ochtenen Beschlusses). Sollte die Z. ohne Veranlassung durch die Beschwerdef ührerin über diese Information hinaus- gegangen sein und zielbewusstes Abwerben von Mitarbeitern, Kunden und Liefe- ranten des vorherigen Ar beitgebers betrieben haben, so würde die Beschwerde- führerin für diese Handlungen einer Drittpartei nicht verantwortlich sein. Es sei nicht nachvollziehbar, wie die Vorinstanz mittels eines gesellschaftsähnlichen Verhältnisses zu einem gegenteiligen Schl uss gelange. Die Beschwerdeführerin habe bereits im Januar 2008 die mündliche Zusage gehabt und im März 2008 den schriftlichen Vertrag, dass sie bei der Z. unterrichten könne (Prot. AG S. 38). Selbst wenn die Z. nicht genügend Schü ler für den Tierlehrgang hätte finden kön- nen, hätte sie der Beschwerdeführerin den Lohn zahlen müssen, was das gesell- schaftsähnliche Verhältnis widerlege. Das Unternehmerrisiko für den Tierlehrgang sei alleine und ausschliesslich bei der Z. gelegen. Eine Kündigung des Vertrages mit der Beschwerdeführerin sei erst auf das Ende des Schuljahres möglich gewe- sen. Die Annahme eines gesellschaftsähnlichen Verhältnisses und die dadurch abgeleitete Mitverantwortung der Beschwer deführerin für allf ällige Handlungen der Z. sei aktenwidrig und willkürlich. Im Übrigen hätte die Z. den Lehrgang auch ohne die Schüler des Beschwerdegegners dur chgeführt (Prot. AG S. 73 und S. 116). Ausserdem gehe aus den Akten nicht hervor, dass die Beschwerdeführe- rin keinen Lohn erhalten hätte, wenn die Z. für den neuen Lehrgang nicht genü- gend Schüler gefunden hätte (was die Vori nstanz indes auch nicht festgestellt hat). Das Gegenteil sei der Fall, denn weder der Lohn an sich noch dessen Höhe seien an die Durchführbarkeit des Ti erlehrganges oder an die Schülerzahl ge- knüpft gewesen. Die Beschwerdeführerin würde nicht davon profitiert haben, wenn einer ihrer Schüler vom Beschwerdegegner zur Z. gewechselt hätte. Des- halb sei nicht erwiesen, dass die Werbun g im unmittelbaren Interesse der Be- schwerdeführerin gewesen sei (KG act. 1 RZ 46-51). - 13 - c) Aktenwidrig ist eine Feststellung, wenn sie den Inhalt der Akten oder die Parteivorbringen unrichtig wiedergibt, also z.B. eine bestrittene Tatsache als un- bestritten bezeichnet oder wenn ein Bestandteil der Akten nicht in seiner wahren Gestalt, z.B. nicht mit dem richtigen Wortlaut einbezogen worden ist und sich deshalb die angefochtene tatsächliche Festste llung als "blanker Irrtum" erweist (von Rechenberg, a.a.O., S. 27 mit Verw eis auf ZR 55 Nr. 115). Die Auslegung prozessualer Erklärungen st ellt ebenso wenig wie die Würdigung des Beweiser- gebnisses eine aktenwidrige tatsächliche Annahme dar; vielmehr liegt eine solche erst vor, wenn der Richter bei der Akt enwürdigung von falschen tatsächlichen Voraussetzungen ausgeht (Guldener, a.a.O., S. 131). Als einzige Belegstelle für ihre Akt enwidrigkeitsrügen (KG act. 1 RZ 47 so- wie RZ 49) verweist die Beschwerdeführerin auf Erw. IV.1 Seite 14 oben im ange- fochtenen Beschluss (KG act. 1 RZ 47). Dort führte die Vorinstanz aus, der Ar- beitnehmer dürfe während des gekündigten, rechtlich fortbestehenden Arbeits- verhältnisses Vorbereitungshandlungen für se ine Tätigkeit auf demselben Gebiet wie der alte Arbeitgeber treffen wie die Gründung eine r Firma, die Vorbereitung von Produkten und Werbemater ial, die Anmietung von Geschäftsräumlichkeiten und die Suche nach Personal. Dadurch dü rfe der Arbeitnehmer aber die Markt- stellung des alten Arbeitgebers noch nicht beeinträchtigen, z.B. durch tatsächliche Werbung am Markt, Angehen von Kunden oder Offertstellungen an Kunden des alten Arbeitgebers oder di e Behändigung von Kundenlisten des alten Arbeitge- bers. Verboten bleibe dem Arbeitnehmer auch das dire kte, zielbewusste Abwer- ben von Mitarbeitern, Kun den und Lieferanten des alt en Arbeitgebers, Vorberei- tungen für die Marktregistrierung eines Konkurrenzproduktes einschliesslich Ver- handlungen mit dem Exportpart ner des Arbeitgebers etc. Zulässig sei hingegen die einfache, jede unnötige Verletzung der Interessen des Arbeitgebers unterlas- sende Mitteilung an Kunden des alten Arbeitgebers, man ve rlasse die Stelle, al- lenfalls auch unter Hinweis auf den neuen Tätigkeitsort (KG act. 2 Erw. IV.1 S. 14). Diese Aktenstelle ist nicht geeignet, die mit der Rüge an dieser Stelle (vgl. KG act. 1 RZ 46 sowie vorstehend Erw. III.2a) beanstandeten tatsächlichen Fest- stellungen der Vorinstanz als "blanken Irrtum" erscheinen zu lassen. Die Akten- widrigkeitsrüge geht daher f ehl. Auf die weiteren Akten widrigkeitsrügen ist nicht - 14 - einzutreten, da die Beschwerdeführerin es unterlässt, die zum Nachweis erforder- lichen Aktenstellen, aus denen sich Aktenwidrigkeit ergeben soll, anzugeben (vgl. oben II.2). Soweit die Beschwerdeführ erin geltend macht, es sei juristisch nicht haltbar, sie in ein gesellschaftsähnliches Verhältnis einzubinden, ist auf diese Rüge in Anwendung von § 285 ZPO ZH nicht einz utreten, da das Bundesgericht diese Frage des materiellen Bundesrechts frei überprüfen kann (vgl. oben II.3). Die Ausführungen der Be schwerdeführerin, die A nnahmen der Vorinstanz seien vom Beschwerdegegner nie behauptet worden, l aufen der Sache nach auf die Rüge der Verletzung der Verhandlungsmaxime (§ 54 Abs. 1 ZPO ZH) hinaus. Die Beschwerdeführerin beru ft sich zwar lediglich auf den Nichtigkeitsgrund der aktenwidrigen oder willkürlichen tats ächlichen Annahme gemäss § 281 Ziff. 2 ZPO ZH. Da es jedoch reicht, wenn der Nic htigkeitskläger in seiner Beschwerde die konkreten Umstände nennt, welche seiner Auffassung nach einen Nichtig- keitsgrund setzen, und di e Subsumtion der gerügten Mä ngel unter die gesetzlich statuierten Nichtigkeitsgründe von Amtes wegen erfolgt (vgl. ZR 109 Nr. 52 Erw. II.3.2c; ZR 106 Nr. 8 Erw. II.5b, je mit Hinweisen), ist zu prüfen, ob die Vorin- stanz die Verhandlungsmaxime (als we sentlichen Verfahrensgrundsatz) verletzt, d.h. ihrem Verfahren Tatsachen zugrunde ge legt habe, die nicht behauptet wor- den sind, wie das die Beschwerdeführerin geltend macht. Diese Rüge ist schon deshalb unbegr ündet, weil das vorliegende Verfahren, das eine arbeitsrechtliche Streitigkeit mit einem unter Fr. 30'000.-- liegenden Streitwert zum Gegenstand hat, gemäss Ar t. 343 Abs. 4 aOR (in der hier mass- gebenden, bis 31. Dezember 2010 in Kraft stehenden Fassung) nicht der Verhandlungs-, sondern der Untersuchungsma xime unterliegt. Unter deren Herr- schaft darf (und muss) der Richter bei seinem Entscheid aber auch Tatsachen be- rücksichtigen, die von keiner Partei behauptet wurden (Portmann, BSK OR I, 4. Auflage, Basel 2007, N 17 zu Art. 343 OR; BGE 107 II 236). Ausserdem kön- nen (selbst im Anwendungsbereich der Verhandlungsmaxime) allgemein bekann- te Tatsachen und Erfahrungssätze vom Gericht berücksichtigt werden, auch wenn sie nicht speziell behauptet worden sind (F rank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 3 zu - 15 - § 54 ZPO ZH mit Verweis auf Guldener, a. a.O., S. 161). Gestützt auf die von der Beschwerdeführerin nicht beanstandete (vgl. KG act. 1 RZ 46) Feststellung, dass die Initiative zum neuen Lehrgang der Z. von der Beschwerdeführerin ausging und dass diese das Konzept und das Know- how dafür geliefert hatte (vgl. KG act. 2 Erw. IV.4.4 S. 25 unten), zog di e Vorinstanz den (mit der Beschwerde be- anstandeten) Schluss, dass die Beschwerdeführerin alles Interesse daran gehabt habe, dass sie im Anschluss an den Ablauf ihrer befristeten Lehrverpflichtung für das Sommersemester 2008 beim Beschwerdegegner wieder eine neue Arbeit bzw. Dozentenstelle auf ihrem Spezialgebiet habe finden können und für sich und diesen Zweck die etablierte Schulstrukt ur der Z. habe nutzen wollen. Dieser Schluss beruht auf dem Er fahrungssatz, dass ein Arbeitnehmer, welcher um die bevorstehende Beendigung seines Arbeitsverhältnisses weiss, in aller Regel da- ran interessiert ist, möglichst ohne Unterb ruch eine neue Anstellung in seinem Spezialgebiet zu finden. Ebenfalls auf einem Erfahrungssatz beruhen die vo- rinstanzlichen Ausführungen, die Werbung der Z. sei im unmittelbaren wirtschaft- lichen Interesse auch der Beschwerdeführ erin gelegen, habe sie doch nur dann als Dozentin tätig werden können, wenn die Z. genügend Schüler zusammenbrin- gen würde. Denn nach der allgemeinen Le benserfahrung stellt eine Schule keine Dozentin für einen neuen Lehrgang an, ohne dass sie (dank Werbung) genügend Schüler für den geplanten Lehrgang zusamm enbringt. Gestützt auf die von der Beschwerdeführerin wiederum nicht beanstandete (vgl. KG act. 1 RZ 46) Feststel- lung, dass sich die Z. auf das für sie Neuland bedeutende Angebot und das Kon- zept der Beschwerdeführerin eingelassen hatte, kam die Vorinstanz zum (von der Beschwerdeführerin beanstandeten) Schlus s, dass es danach tendenziell eher die Z. gewesen sei, welche von der Be schwerdeführerin abhängig gewesen sei und sich nach ihr habe richten müssen. Au ch dieser Schluss beruht auf der all- gemeinen Lebenserfahrung, das s bei einer Zusammenarbei t bzw. beim Aufbau von etwas Neuem eher eine Abhängigkeit des im entsprechenden Bereich Uner- fahrenen von demjenigen besteht, welcher über das Know- how im aufzubauen- den Fachbereich verfügt. Nach dem Gesagten ergibt sich, dass die (sinngemäs- se) Rüge der Verletzung der Verhandlungs maxime unbegründet ist, sofern über- haupt darauf eingetreten werden kann, we rden doch auf allgem einer Lebenser-- 16 - fahrung beruhende Erfahrungssätze vom B undesgericht auf entsprechende Rüge hin frei überprüft (Messmer/Imboden, Di e eidgenössischen Rech tsmittel in Zivil- sachen, Zürich 1992, Nr. 95; BGer 5A_714/2009 vom 16.12.2009, Erw. 2.1 m.w. Hinw.) und sind der kassationsgerichtlic hen Überprüfung damit entzogen (§ 285 ZPO ZH, oben II.3). Es kann offengelassen werden, ob der Willkürrüge nebst den soeben abge- handelten (teilweise sinngemässen) Rügen der Aktenwidrigkeit, Verletzung klaren materiellen Rechts sowie Verletzung der Verhandlungsmaxime überhaupt noch eigenständige Bedeutung zukommt. Auf dieselbe könnte jedenf alls mangels Ein- haltung der Begründungsanfor derungen an diese Rüge (vgl. oben II.2) nicht ein- getreten werden. So zeigt die Beschwerdeführerin hinsichtlich der Begründung ih- rer Rügen nicht auf, wo sie die Ausführungen betreff end Lohnzahlungspflicht der Z. auch ohne genügend Schüler für den Tier lehrgang sowie Kündigungsmöglich- keit des Vertrages erst auf Ende des Schuljahres bereits früher gemacht hätte (weshalb sie als unzulässige Noven zu betrachten sind), beziehungsweise setzt sie sich mit ihren Vorbringen, sie habe ber eits im Januar 2008 die mündliche Zu- sage und im März 2008 den schriftlichen Ve rtrag gehabt, nicht mit der Erwägung der Vorinstanz auseinander, wonach das gesellschaftsähnliche Verhältnis im Vor- feld der Kursaufnahme und vor der definitiven Anstellung der Beschwerdeführerin als Dozentin vorgelegen habe (vgl. KG act. 2 Erw. IV.4.4 S. 26 oben). Im Übrigen gehen ihre Ausführungen an den als willkürlich gerügten der Vorinstanz vorbei, weshalb sie auch nicht geeignet wären, Willkür derselben darzutun. 3. a) Sodann führte die Vorinstanz aus, nichts würde die Beschwerdefüh- rerin oder die Z. daran gehindert haben, den neuen Lehrgang z. B. erst ab Früh- jahr 2009 einzuführen, sodass mit der Werbung erst im Herbst 2008 hätte begon- nen werden müssen, als die Beschwerdeführerin beim Beschwerdegegner defini- tiv ausgeschieden sei. Da die Z. den Ku rs ohnehin neu geführt und bis November 2007 noch nie an etwas Derartiges ge dacht habe, würde die Verschiebung des Startes um ein halbes Jahr für sie wohl keine grössere Bedeutung gehabt haben. Die Beschwerdeführerin hinge gen hätte diesfalls im Winterhalbjahr keine Dozen- tenstelle und damit keine Teilzeitarbeit m ehr gehabt; es sei vor allem sie, welche - 17 - von diesem Startdatum pr ofitiert und damit eine Werb ung dafür noch während ih- rer Anstellungszeit beim Beschwerdegegner in Kauf genommen und gebilligt habe (KG act. 2 Erw. IV.4.4 S. 26 Mitte). b) Auch diese Ausführ ungen erachtet die Beschwer deführerin als willkürlich (KG act. 1 RZ 53). Dies mit der Begründ ung, die Beschwerdeführerin habe entge- gen der Annahme der Vorinstanz die Werbu ng der Z. nie gebil ligt. Vielmehr habe sie bei der Z. interveniert. Zu einer mehrfachen Intervention sei sie nicht verpflich- tet gewesen und eine solche hätte auch nichts genützt. Die Beschwerdeführerin habe im Gegensatz zur vorinstanzlichen Annahme auch nicht vom "frühen Start- datum" profitiert, da dieses bereits verein bart gewesen sei, al s sie sich zum Zwi- schenvertrag habe überreden lassen. Auch habe sie über die Art der Werbe- massnahmen der Z. nichts gewusst bzw. diese nicht gebilligt (KG act. 1 RZ 52- 56). c) Die Beschwerdeführerin gibt als Ak tenstellen, aus welc hen sich der Wi- derspruch der vorinstanzlichen Ausführung en zur tatsächlichen Situation ergeben solle, einzig ihre eigenen Ausführungen in RZ 32 f. der Beschwerde an (vgl. KG act. 1 RZ 54). An der genannten Stelle gibt sie einen Teil der Aussagen des Zeu- gen A. vor Arbeitsgericht wieder, nämlic h dass es möglich sei, dass die Be- schwerdeführerin in tiermedizinische Formulierungen für die Werbung miteinbe- zogen worden sei, sie aber im Übrigen in die Gestalt ung und den Vertrieb des Flyers nicht involviert gewesen sei (KG act. 1 RZ 32 und Prot. AG S. 67 ff.), weiter die Aussagen, der Medizinlehrgang sei auch auf der Homepage der Z. präsentiert worden, mit einem Hinweis, dass die Besc hwerdeführerin als Dozentin tätig sein werde. Er habe die Beschwerdeführerin voro rientiert, worauf sie von ihm verlangt habe, er müsse sie "raus" nehmen, da sie noch als Lehrerin tätig sei. Er habe da- gegen gemeint, die Werbung könne man schon machen. Immerhin sei der Hin- weis angebracht worden, ab wann die Beschwerdeführerin bei der Z. dozieren werde (KG act. 1 RZ 33 und Prot. AG S. 69 ff.). Diese Aktenstellen sind nicht geeignet, Willkür der seitens der Beschwerde- führerin beanstandeten Ausführ ungen der Vorinstanz aufzuzeigen (vgl. KG act. 1 RZ 52, oben III.3a und dazu, was eine willkürliche tatsächliche Annahme darstellt, - 18 - oben III.1c). Die Vorinstanz hat diese Au sführungen des Zeugen A. in ihrem Ent- scheid wiedergegeben (vgl. KG act. 2 Erw. IV .4.2 S. 22 oben), daraus aber ande- re Schlüsse gezogen (nämlich, dass die Beschwerdeführerin die Möglichkeit ge- habt habe, auf die Werbem assnahmen der Z. Einfluss zu nehmen, KG act. 2 Erw. IV.4.4 S. 25; dazu oben III.1). Ansons ten ist auf die Willkürrüge schon man- gels Einhaltung der Begründung sanforderungen (oben II.2) und – soweit die Be- schwerdeführerin der Ansicht ist, sie wäre nicht zu einer mehrfachen Intervention verpflichtet gewesen (KG act. 1 RZ 54) – gestützt auf § 285 ZPO ZH nicht einzu- treten, da diese Auffassung (als Frage des materiellen Bundesrechts) der kassa- tionsgerichtlichen Überprüfung entzogen ist; das Bundesgericht würde auf ent- sprechende Rüge hin bei der Prüfung, ob eine Treuepflichtverletzung hinsichtlich der Werbemassnahmen der Z. vorliege, frei überprüfen, ob von der Beschwerde- führerin eine weitere Intervention bei der Z. hätte gefordert werden dürfen (oben II.3). 4. a) Unter Erwägung IV.5 prüfte die Vorinstanz, ob dem Beschwerde- gegner eine zur Verrechnung gestellte Ge genforderung (Schadenersatzforderung aus entgangenen Studiengebühr en für abgeworbene Student en) im Betrag von wenigstens Fr. 18'310.-- zustehe (KG act. 2 Erw. IV.5.1 S. 27). Dabei führte die Vorinstanz aus, dass ein Arbeitnehmer, der seine Treuepflicht durch konkurren- zierendes Verhalten verlet ze, dem Arbeitgeber Schadenersatz schulde, wobei grundsätzlich der Arbeitgeber die Verlet zung der Pflicht, den dadurch entstande- nen Schaden und den natürlic hen Kausalzusammenhang zu beweisen habe. Bei Abwerbungen sei indessen der strikt e Nachweis des Kausalzusammenhangs durch den Arbeitgeber kaum je zu erbringen in dem Sinne, dass der abgeworbene Kunde auch ohne Zutun des Arbeitnehmers den Anbieter gewechselt hätte. Es genüge daher, dass Umstände vorlägen, die nach allgemeiner Lebenserfahrung geeignet seien, die Nichtberücksichtigung des Arbeitgebers durch Kunden zufolge der Treuepflichtverletzung des Arbeitnehm ers herbeizuführen. In diesem Sinne seien an den Nachweis der Kausalität geringere Anforderungen zu stellen (ZR 100 Nr. 71) (KG act. 2 Erw. IV.5.2 S. 28 f.). - 19 - In Erwägung IV.5.3 auf Seite 29 des angefochtenen Entscheides verweist die Vorinstanz hinsicht lich Begründetheit der Schadener satzforderung auf ihre Erwägung 4.4. Dort führt sie aus, auf grund des Beweisergebnisses müsse davon ausgegangen werden, dass mindestens die Website der Z. für den Tierhomöopa- thie-Kurs bereits wenige Wochen nach ihrem Erscheinen bei den Studenten des Beschwerdegegners eine grosse Beacht ung gefunden habe. Der Interessenten- kreis für solche Kurse sei unbestrittener massen ein sehr kleiner gewesen. Die Jahresklassen des Beschwerdegegners hätten jeweils ein bis zwei Dutzend Schü- ler umfasst und dieser sei in der Deutschschweiz der einzige Anbieter einer Aus- bildung im Direktunterricht gewesen, weshalb die neuen Direktunterrichtskurse der Z. ab Wintersemester 2008 eine unmittelbare Konkurrenz für den Beschwer- degegner gewesen seien und sich an dasselbe kleine Segment von Interessenten gerichtet hätten. Dazu komme entscheide nd, dass auch die Beschwerdeführerin prominent als Hauptdozentin, mit Foto und beruflichen Referenzen, in der Inter- netwerbung der Z. erwähnt worden sei. Damit seien insbesondere auch die bishe- rigen Studenten der Beschwe rdeführerin beim Besch werdegegner speziell ange- sprochen und für einen Wechsel zur Z. und zu bzw. mit der ihnen bereits bekann- ten, fachlich bestens ausgew iesenen und sehr beliebten Dozentin motiviert wor- den. Die Ankündigung der künftigen Dozententätigkeit der Beschwerdeführerin bei der Z. sei in dem Sinne ein bes onderes Plus und ein besonderer Konkurrenz- vorteil für die Z. gewesen. Die frühzeitige, vor dem Ausscheiden der Beschwerde- führerin beim Beschwerdegegner erfol gende Werbung habe ermöglicht, dass ein wesentlicher potentieller Kundenkreis, nämlich di e Studenten des Beschwerde- gegners, noch rechtzeitig vor dem K ündigungstermin Ende Mai 2008 auf das En- de des Sommersemesters sich dort habe lossagen können, um zur Z. zu wech- seln. Die Werbung der Z. mit der Beschwer deführerin im Internet ab Januar 2008 sei daher geeignet gewesen, dem Beschwerdegegner Kunden abspenstig zu ma- chen, seien das bisheri ge Studenten oder seien das Interessenten für den neu geplanten Kurs TH04. Damit sei die nahe liegende Möglichkeit einer wirtschaftli- chen Schädigung des Besch werdegegners entstanden, was für die Annahme ei- ner unerlaubten, treuwidrig en Konkurrenzierung genüge. Eine Schädigung sei denn aufgrund des Wechsels einer grös seren Zahl von Studenten vom Be-- 20 - schwerdegegner zur Z. auch tatsächlich eingetreten (wozu die Vorinstanz auf ihre nachstehende Erw. 5 verweist ). An der festgestellten Konkurrenzierung ändere auch die Tatsache nichts, dass relativ viele Studenten beim Beschwerdegegner anfangs 2008 nicht mehr zufrieden gewesen seien und sich nach anderen Ausbil- dungsmöglichkeiten umgesehen hätten. Es sei nämlich nicht auszuschliessen, dass ohne das werbende Auftr eten der Z. mit der Beschwerdeführerin noch eine weitere Anzahl kritischer Studenten beim Beschwerde gegner geblieben wäre, so wie unzufriedene und der Beschwerdeführer in zugetane Studenten auch im Win- tersemester 2008 trotzdem beim Beschwerdegegner verblieben seien, um die an- gefangene Ausbildung – wenn auch mit Q ualitätsabstrichen – noch einigermas- sen befriedigend abschliessen zu können (KG act. 2 Erw. IV.4.4 S. 23 ff.). b) Diesbezüglich beruft sich die Be schwerdeführerin auf die Nichtigkeits- gründe der Verletzung klaren materiellen Rechts und willkürlicher tatsächlicher Annahmen (KG act. 1 Überschrift zwischen RZ 56 und RZ 57 sowie RZ 60). Zur Begründung, weshalb die Ausführungen der Vorinstanz gegen klares materielles Recht im Sinne von § 281 Ziff. 3 ZPO ZH ve rstiessen, führt die Beschwerdeführe- rin aus, das Obergericht führe zwar ri chtig aus, dass der Beschwerdegegner den natürlichen Kausalzusammenhang zu bewei sen habe, tue (gemeint: prüfe) das dann aber nicht, sondern folgere, dass die Werbung der Z. mit der Beschwerde- führerin ab Januar 2008 im Internet durchaus geeigne t gewesen sei, dem Be- schwerdegegner bisherige Studenten abspenstig zu machen. Aus diesem Grunde unterlasse es das Obergericht, der Fr age nachzugehen, ob einer der Studenten, die gewechselt haben, wegen der Webpage hierzu veranlasst worden sei. Ein na- türlicher Kausalzusammenhang zwischen dem angeblich vertragswidrigen Verhal- ten und dem Schaden sei aber unabdingbar e Voraussetzung der Haftung (KG act. 1 RZ 61-62, RZ 71). Die Begründung des Willkürvo rwurfs der Beschwerdeführerin lautet wie folgt (KG act. 1 RZ 63-73): Der Zeuge A. habe ausgeführt, er habe mi t allen Schülern der Z. Eintrittsge- spräche geführt (Prot. AG S. 73). Bei di esen Gesprächen hätten die ehemaligen Schüler des Beschwerdegegners, welche zu r Z. gewechselt hätten, die Gründe - 21 - für den Wechsel mitgeteilt. Dabei seien genannt worden das Management oder dass die Koordination nicht funktioniert habe, dass die Lehrer untereinander nicht abgestimmt gewesen seien oder Fragen an die Schulleitung sehr lange gebraucht hätten, bis sie beantwortet worden seien, wenn über haupt. Gewisse Schüler hät- ten auch gesagt, dass die Fachlehrer nich t kompetent seien und sie unzufrieden gewesen seien (Prot. AG S. 73). Der Zeuge A. habe auch noch ausgeführt, dass es erstaunlich sei, dass die Schüler gewec hselt hätten, weil sie bei der Z. eventu- ell von vorne hätten beginnen müssen. Kein ehemaliger Schüler des Beschwer- degegners, welcher zur Z. gewechselt habe, habe als Zeuge bestätigt, dass die Informationen auf dem Internet auf den Entschluss zum Wechsel einen Einfluss gehabt hätten. Im Gegenteil würden die Aussagen dieser Schüler bestätigen, dass die Website der Z. nicht kausal für den Wechsel gewesen sei. Die Be- schwerdeführerin gibt in der Folge die Aussagen der Zeugen C., D., E., F., G., H., I., J., K., L., M., N. und O. wieder und führt aus, es hätten keine weiteren Schüler vom Beschwerdegegner zur Z. gewechselt und somit hätten die Schüler gewech- selt, weil sie mit dem Beschwerdegegner unzufrieden gewesen seien. Einige Schüler hätten erst nach erfolgter Kündigung vom Wechsel der Beschwerdeführe- rin erfahren, somit zu einer Zeit, als die Beschwerdeführerin gar keiner Sorgfalts- und Treuepflicht unterstanden sei. Somit k önne die Website der Z. gar nicht kau- sal gewesen sein für den Weggang dieser Schüler. Überdies widerspreche es der allgemeinen Lebenserfahrung, dass Schüler, die ei ne Lehrerin durch den Unter- richt bestens kennen und die sich Sorgen um die Zukunft der Schule nach dem Abgang eben dieser Lehrerin machen, sich erst durch den strittigen Hinweis im In- ternet kausal hätten dazu bewegen lassen, die Schule zu wechseln. Sie hätten ja gewusst, wohin die Lehrerin ginge. Das Internet und der Eintrag der Z. auf der Webpage sei somit nicht notwendig und w ohl auch nicht entscheidend gewesen für ihren Entscheid, die Schule zu we chseln. Das Werbekonzept und die Website der Z. hätten denn auch nicht insbeson dere die bisherigen Studenten der Be- schwerdeführerin beim Beschwerdegegner s peziell angesprochen und für einen Wechsel zur Z. und zu bzw. mit der i hnen bereits bekannten, fachlich bestens ausgewiesenen und sehr beliebten Dozentin motiviert (so die Erw. IV.4.4 S. 24 oben des angefochtenen Beschlusses). Au s dem Beweisverfahren gehe eben - 22 - nicht hervor, dass Schüler, welche vom Beschwerdegegner zur Z. wechselten, durch die Website dazu motiviert worden seien. Schliesslich sei es der Beschwer- deführerin erlaubt gewesen, ihre Studentinnen über den Austritt und den Wechsel zur Z. zu orientieren. Somit seien die Feststellungen der Vorinstanz in Erw. IV.4.4 auf Seite 24 oben des angefochtenen Besc hlusses willkürlich (KG act. 1 RZ 63- 73). c) Auf die Rüge der Verletzung klaren materiellen Rechts ist in Anwendung von § 285 ZPO ZH nicht einzutreten, si nd es doch Fragen des Bundesrechts, ob die Vorinstanz zu Unrecht geringere Beweisanforderungen hinsichtlich des Kau- salzusammenhangs zwischen schädigender Handlung und Schaden stellte bzw. ob sie die Voraussetzungen für die Haft ung der Beschwerdeführerin gegenüber dem Beschwerdegegner richti g beurteilt habe (oben II.3). Dasselbe gilt, soweit sich die Beschwerdeführerin zur Begründ ung ihrer Rügen auf die allgemeine Le- benserfahrung beruft (vgl. KG act. 1 RZ 67; oben III.2c und II.3). Auch die Willkürrüge läuft darauf hinaus, dass die Beschwerdeführerin der Ansicht ist, die Vorinstanz hätte nicht das Vorliegen von Umständen genügen las- sen (und somit geringere Anforderungen an den Nachweis der Kausalität stellen) dürfen, die nach allgemei ner Lebenserfahrung geeignet seien, die Nichtberück- sichtigung des Arbeitgeber s durch Kunden wegen Tr euepflichtverletzungen des Arbeitnehmers herbeizuführen, sondern hätte vielmehr zuerst prüfen müssen, ob sich der natürliche Kausalzusammenhang im vorliegenden Falle ermitteln bzw. widerlegen lasse (vgl. insbesondere KG ac t. 1 RZ 68 sowie RZ 72, in welcher die Beschwerdeführerin zur Begründung der Wi llkürrüge hinsichtlich der vorinstanzli- chen Ausführungen in Erw. IV.5.2 auf Seite 28 des angefoc htenen Beschlusses auf RZ 62 der Beschwerde verweist, wo sich die beschwerdeführerische Begrün- dung hinsichtlich des Vorwurfs der Verletzung klaren materiellen Rechts befindet). Ob diese Ansicht zutrifft, ist aber wiederu m eine bundesrechtliche Frage, weshalb auch auf die Willkürrüge in Anwendung von § 285 ZPO ZH nicht einzutreten ist (oben II.3). - 23 - 5. a) Schliesslich erachtet die Besc hwerdeführerin die vorinstanzliche Er- wägung IV.4.4 auf S. 25 Mitte des angef ochtenen Beschlusses, der Beschwerde- gegner habe die Werbung nicht toleriert, als willkürlich (KG act. 1 vor RZ 74). b) Zur Begründung bringt sie vor, der Beschwerdegegner habe spätestens seit Ende Januar 2008 von der Website der Z. gewusst (P rot. AG S. 45) und nie moniert, dass er die Website nicht dulde. So habe auch die Vorinstanz auf S. 16 f. des angefochtenen Beschlusses ausgefüh rt, dass der Beschwerdegegner erst- mals am 19. März 2008 die Beschwerdef ührerin ermahnt habe, ihre Vertrags- pflichten zu erfüllen und keine Schüler abzuwerben. Der Beschwerdegegner habe die Webpräsenz nicht verboten. Aus der Webpage der Z. gehe ganz klar hervor, dass die Beschwerdeführerin als Dozent in für Tierhomöopathie erst ab Septem- ber 2008 wirken werde. Eine Tätigkeit fü r zwei konkurrierende Unternehmen liege deshalb nicht vor. Bei einer willkürfrei en Würdigung des Beweisergebnisses der ersten Instanz wäre das Obergericht nicht zum beanstandeten Schluss gekom- men (KG act. 1 RZ 74-78). c) Die beschwerdeführerischen Ausführungen " Aus der Webpage der Z. geht ganz klar hervor, dass die Beschwerd eführerin als Dozentin für Tierhomöo- pathie erst ab Septem ber 2008 wirken wird " und " Eine Tätigkeit für zwei konkur- renzierende Unternehmen liegt deshalb nicht vor " haben mit der an dieser Stelle monierten Annahme, der Be schwerdegegner habe die Werbung nicht toleriert, nichts zu tun, weshalb sie von vorneherei n nicht geeignet sind, Willkür derselben darzutun. Die Vorinstanz stellte unmitte lbar vor der von der Beschwerdeführerin beanstandeten Stelle fest, dass der Beschwerdegegner die Beschwerdeführerin ausdrücklich aufgefordert habe, sich von der Werbung der Z. zurückzuziehen. Dass die Vorinstanz angesichts dieser Feststellung und der von der Beschwerde- führerin angeführten Fest stellung, dass der Beschwerdegegner die Beschwerde- führerin am 19. März 2008 e rmahnt habe, ihre Vertragspflichten zu erfüllen und keine Schüler abzuwerben, zum Schlu ss gelangte, der Beschwerdegegner habe die Werbung nicht toleriert, ist nicht unhaltbar (vgl. oben III.1c), weshalb die Will- kürrüge fehlgeht. - 24 - 6. Zusammengefasst erweist sich die Beschwerde als unbegründet, so- weit die darin erhobenen Rügen der kassa tionsgerichtlichen Beurteilung zugäng- lich sind. IV. Da es sich um ein arbeitsrechtliches Verfahren mit einem Streitwert unter Fr. 30'000.-- handelt, sind keine Gerichtsko sten zu erheben (Art. 343 Abs. 3 aOR in der bis 31. Dezember 2010 geltenden Fassung [vgl. oben II.1]; s.a. Art. 114 lit. c ZPO). Mangels entschädigungspflichtigen Aufwandes des sich am vorliegenden Beschwerdeverfahren nich t beteiligenden Beschwerdegegner s ist diesem keine Prozessentschädigung zuzusprechen. Das Gericht beschliesst: 1. Die Beschwerde wird abgew iesen, soweit darauf eingetreten werden kann. Damit entfällt die der Beschwerde verliehene aufschiebende Wirkung. 2. Das Kassationsverfahren ist kostenlos. 3. Es werden keine Prozessentschädigungen zugesprochen. 4. Gegen diesen Entscheid kann unter den Voraussetzungen von Art. 90 ff. BGG innert 30 Tagen nach dessen Empfang schriftlich durch eine Art. 42 BGG entsprechende Eingabe Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben werden. Der Streitwert beträgt Fr. 18'310.--. Sodann läuft die Frist von 30 Tagen zur Anfechtung des Beschlusses des Obergerichtes vom 17. Mai 2010 mit Beschwerde an das Bundesgericht neu - 25 - ab Empfang des vorliegenden Entscheides (Art. 100 Abs. 1 und aAbs. 6 BGG). Hinsichtlich des Fristenlaufes gelten die Art. 44 ff. BGG. 5. Schriftliche Mitteilung an die Part eien, an den Beschwerdegegner unter Bei- lage je einer Kopie von KG act. 13 und KG act. 14, die I. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich (Proz.-Nr. LA100005) und das Arbeitsge- richt Zürich (Proz.-Nr. AN080478), je gegen Empfangsschein. ______________________________________ KASSATIONSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Der juristische Sekretär: