<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00031</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205839&amp;W10_KEY=4467136&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00031</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 03.05.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 13.07.2006 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Der Beschwerdeführer hält sich seit 1992 in der Schweiz auf. Er hat einen Schweizer Sohn aus erster Ehe und ist in zweiter Ehe mit einer niedergelassenen Ausländerin verheiratet. Da der Beschwerdeführer bereits drei Mal zu Gefängnisstrafen verurteilt worden ist, ist sein Verhalten nicht als tadellos zu werten. Die durch die räumliche Distanz verursachte Beeinträchtigung der Beziehung zu seinem Sohn vermag deshalb das öffentliche Interesse an der Wegweisung des Beschwerdeführers nicht zu überwiegen. Wie sich die Verhältnisse betreffend der Ehefrau ein Einzelnen dartun ist nicht von Bedeutung, denn die Ehe wurde nach den Strafurteilen und nach der Wegweisungsverfügung geschlossen.<br/>Keine URP/URV infolge Aussichtslosigkeit.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESUCHSRECHT">BESUCHSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAMILIENLEBEN">FAMILIENLEBEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NIEDERGELASSENE EHEFRAU">NIEDERGELASSENE EHEFRAU</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHE ORDNUNG">ÃFFENTLICHE ORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHWEIZER SOHN">SCHWEIZER SOHN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFFÃLLIGKEIT">STRAFFÃLLIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 17 Abs. II ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 13 BV</span><br/><span class="gerade">Art. 8 EMRK</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><span>A, geboren 1968, StaatsangehÃ¶riger von Serbien und Montenegro, reiste am 21. Januar 1992 in die Schweiz ein. Am 25. April 1992 heiratete er eine im Kanton ZÃ¼rich niedergelassene, 1970 geborene Landsfrau, worauf er die Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehefrau erhielt. Aus der Ehe ging der 1995 geborene Sohn D hervor. Im FrÃ¼hjahr 2000 wurde die Ehe geschieden, der Sohn unter die elterliche Sorge der Mutter gestellt und dem Vater ein Besuchsrecht eingerÃ¤umt. Mutter und Sohn wurden im Oktober 2002 in das schweizerische BÃ¼rgerrecht aufgenommen.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>A war 1997 mit Str</span><span>af</span><span>befehl der Bezirksanwaltschaft X wegen Drohung und mehrfacher TÃ¤tlichkeit zu einer GefÃ¤ngnisstr</span><span>af</span><span>e von 10 Tagen verurteilt worden. Als Folge dieser Verurteilung verwarnte ihn das Migrationsamt (frÃ¼her: Fremdenpolizei) der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit und drohte ihm fremdenpolizeiliche Massnahmen an fÃ¼r den Fall einer erneuten Verurteilung oder, wenn er berechtigten Anlass zu Klagen geben sollte.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Am 4. Juli 2001 wurde A mit Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft X wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand mit 30 Tagen GefÃ¤ngnis bestraft. Wie das erste Mal wurde die Strafe nicht vollzogen, sondern auf BewÃ¤hrung unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren ausgesetzt.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Nachdem er vom 17. Oktober bis zum 17. Dezember 2002 in Untersuchungshaft versetzt worden war, bestrafte ihn das Bezirksgericht X am 13. Mai 2004 rechtskrÃ¤ftig wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das BetÃ¤ubungsmittelgesetz vom 3. Oktober 1951 mit 18 Monaten GefÃ¤ngnis und ordnete eine Landesverweisung fÃ¼r die Dauer von sieben Jahren an. FÃ¼r Strafe und Massnahme wurde der bedingte Vollzug unter Ansetzung einer Probezeit von fÃ¼nf Jahren angeordnet.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 29. Oktober 2004 verfÃ¼gte die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit gestÃ¼tzt auf diese Verurteilungen, dass die Aufenthaltsbewilligung fÃ¼r A nicht mehr verlÃ¤ngert werde und er das Kantonsgebiet bis zum 31. Januar 2005 verlassen mÃ¼sse.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 10. Mai 2005 heiratete er die im Kanton ZÃ¼rich niedergelassene, 1959 geborene bosnisch-herzegowinische StaatsangehÃ¶rige E. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Einen am 30. November 2004 eingereichten Rekurs gegen die VerfÃ¼gung der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit wies der Regierungsrat am 30. November 2005 ab. Er erwog im Wesentlichen, dass A in schwerwiegender Weise gegen die hiesige Rechtsordnung verstossen habe und dass seine familiÃ¤ren Bindungen eine Wegweisung nicht als unzumutbar erscheinen liessen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 24. Januar 2006 liess A durch seine Vertreterin dem Verwaltungsgericht beantragen, der Beschluss des Regierungsrats sei aufzuheben und es sei seine Aufenthaltsbewilligung zu verlÃ¤ngern, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der beschwerdebeklagten Direktion. FÃ¼r das Verfahren sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege (ProzessfÃ¼hrung und VerbeistÃ¤ndung) zu bewilligen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>WÃ¤hrend sich die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit nicht vernehmen liess, beantragte die Staatskanzlei namens des Regierungsrats am 17. Februar 2006, das Gericht mÃ¶ge die Beschwerde abweisen. Aufgrund der Herkunft seiner Ehefrau sei es ihr zumutbar, dem betroffenen Gatten in dessen Heimat nachzufolgen. </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>GestÃ¼tzt auf § 43 Abs. 1 lit. h in Verbindung mit Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) ist die Beschwerde an das Verwaltungsgericht auf dem Gebiet der Fremdenpolizei zulÃ¤ssig, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht. Dies trifft zu fÃ¼r Entscheide Ã¼ber Aufenthalts- und Niederlassungsbewilligungen, auf deren Erteilung der oder die auslÃ¤ndische StaatsangehÃ¶rige einen bundes- oder vÃ¶lkerrechtlichen Anspruch hat (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943; BGE 128 II 145 E. 1.1.1). Ein Staatsvertrag zwischen Serbien-Montenegro und der Schweiz, der einen Anspruch garantierte, besteht nicht. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>GemÃ¤ss Art. 17 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 26. MÃ¤rz 1931 Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder (ANAG) hat der Ehegatte einer auslÃ¤ndischen Person mit Niederlassungsbewilligung seinerseits Anspruch auf Erteilung oder VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung, solange die Ehegatten zusammenleben. GemÃ¤ss Art. 17 Abs. 2 Satz 2 ANAG hat der Ehegatte nach einem ordnungsgemÃ¤ssen und ununterbrochenen Aufenthalt von fÃ¼nf Jahren ebenfalls Anspruch auf die Niederlassungsbewilligung.</p> <p class="Urteilstext">Ferner garantieren Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) und Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) den Schutz des Familienlebens. Darauf kann sich der AuslÃ¤nder berufen, der nahe Verwandte mit einem gefestigten Aufenthaltsrecht in der Schweiz hat, sofern die familiÃ¤re Beziehung tatsÃ¤chlich gelebt und intakt ist (BGE 109 Ib 183). </p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer ist seit dem 10. Mai 2005 mit einer niedergelassenen AuslÃ¤nderin verheiratet und lebt mit seiner Ehefrau zusammen. Die Ehe scheint gelebt und intakt zu sein. Damit steht ihm gestÃ¼tzt auf die genannten Rechtsgrundlagen grundsÃ¤tzlich ein Anspruch auf Erteilung bzw. VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung zu; wegen der kurzen Ehedauer nicht aber ein solcher auf Erteilung der Niederlassungsbewilligung. Ebenfalls kann sich der BeschwerdefÃ¼hrer mit Bezug auf die Beziehung zu seinem Sohn grundsÃ¤tzlich auf die Garantie von Art. 8 Abs. 1 EMRK/Art. 13 Abs. 1 BV berufen. Diese Berufung ist auch dem auslÃ¤ndischen Elternteil mÃ¶glich, welcher nach einer Scheidung oder Trennung nicht mit seinem Kind zusammenlebt und, ohne Ã¼ber die elterliche Sorge zu verfÃ¼gen, auf einen Kontakt im Rahmen von Besuchen angewiesen ist (BGE 122 II 289 E. 1c; BGE 120 Ib 1 E. 1d), sofern diese Beziehung gelebt wird und intakt ist.</p> <p class="Urteilstext">Der Regierungsrat hat diese Rechtsgrundlagen zutreffend und vollstÃ¤ndig benannt, sodass ergÃ¤nzend auf jene AusfÃ¼hrungen verwiesen werden kann (§ 28 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.4 </b>Weil der BeschwerdefÃ¼hrer damit einen Rechtsanspruch auf VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung geltend machen kann, hat das Gericht auf die Beschwerde einzutreten. Ob sich die grundsÃ¤tzlich mÃ¶glichen AnsprÃ¼che auf Grund der konkreten VerhÃ¤ltnisse auswirken, ist Gegenstand der nachfolgenden materiellen ErwÃ¤gungen.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Der Anspruch gemÃ¤ss Art. 17 Abs. 2 ANAG auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung erlischt, wenn der Anspruchsberechtigte gegen die Ã¶ffentliche Ordnung verstossen hat (letzter Satz). Die Voraussetzungen fÃ¼r ein ErlÃ¶schen sind weniger streng als im Fall des auslÃ¤ndischen Ehegatten eines Schweizer BÃ¼rgers, bei dem gemÃ¤ss Art. 7 Abs. 1 ANAG ein Ausweisungsgrund vorliegen muss und zusÃ¤tzlich eine umfassende InteressenabwÃ¤gung unter BerÃ¼cksichtigung vor allem der Schwere des Verschuldens, der Dauer der Anwesenheit in der Schweiz und der persÃ¶nlichen Nachteile einer Ausweisung fÃ¼r die FamilienangehÃ¶rigen erfolgen muss (Art. 11 Abs. 3 ANAG in Verbindung mit Art. 16 Abs. 3 der Vollziehungsverordnung vom 1. MÃ¤rz 1949 zum ANAG). Zwar muss auch in einem Fall wie dem vorliegenden, in dem es nicht um eine fÃ¶rmliche Ausweisung geht, die Verweigerung der Bewilligung verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sein. Weil aber bereits geringere Ã¶ffentliche Interessen fÃ¼r ein ErlÃ¶schen des Anspruchs genÃ¼gen, sind auch die entgegenstehenden privaten Interessen weniger stark zu gewichten als bei der Ausweisung, wird doch bei jener die Einreise in die Schweiz untersagt, wogegen hier trotz Ablehnung einer Aufenthaltsbewilligung eine besuchsweise Einreise weiter mÃ¶glich ist (BGE 120 Ib 129 E. 4a). Auch diese Prinzipien sind vom Regierungsrat zutreffend dargelegt worden.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Der Regierungsrat erwog, der BeschwerdefÃ¼hrer habe, ohne selbst drogenabhÃ¤ngig zu sein, eine Menge Heroin verkauft, welche die gerichtlich festgesetzte Grenze im BetÃ¤ubungsmittelgesetz zum schweren Fall Ã¼berschritten habe. Er habe dadurch skrupellos die Gesundheit einer unbestimmten Anzahl Personen gefÃ¤hrdet. Erschwerend komme hinzu, dass er bereits vorher zweimal zu Freiheitsstrafen verurteilt und der jeweilige bedingte Strafvollzug unter der Voraussetzung eines zukÃ¼nftigen Wohlverhaltens gewÃ¤hrt worden sei. Es mÃ¼sse davon ausgegangen werden, dass der BeschwerdefÃ¼hrer nicht willens oder nicht fÃ¤hig sei, sich in die in der Schweiz geltende Ordnung einzufÃ¼gen. Weil von einem Risiko der erneuten StraffÃ¤lligkeit ausgegangen werden mÃ¼sse, stelle er eine erhebliche Gefahr fÃ¼r die Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung dar. In diesem Interesse sei die fremdenpolizeiliche Massnahme dringend geboten. Gewichtige entgegenstehende private Interessen seien nicht erkennbar. Der BeschwerdefÃ¼hrer sei erst als 24-jÃ¤hriger in die Schweiz eingereist und seine Verwurzelung hierzulande halte sich in Grenzen. In seiner Heimat lebten mehrere Verwandte, darunter seine Eltern, zu denen er den Kontakt aufrechterhalten habe. In der Schweiz beschrÃ¤nkten sich die persÃ¶nlichen Beziehungen auf die Ehefrau und seinen Sohn aus erster Ehe. Der Regierungsrat ist davon ausgegangen, dass der Ehefrau ein Nachzug in die Heimat ihres Gatten zumutbar sei, habe diese doch 33 Jahre lang in ihrer Heimat Bosnien-Herzegowina beziehungsweise dem frÃ¼heren Jugoslawien gelebt. Mit Bezug auf den Sohn sei die Beziehung des BeschwerdefÃ¼hrers auf das Besuchsrecht beschrÃ¤nkt. Von einem weitgehend tadellosen Verhalten, wie es in dieser Konstellation fÃ¼r die VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung gefordert werde, kÃ¶nne jedenfalls nicht die Rede sein. Die eingeschrÃ¤nkten MÃ¶glichkeiten, das Besuchsrecht in Zukunft auszuÃ¼ben, seien angesichts der gewichtigen Ã¶ffentlichen Interessen verhÃ¤ltnismÃ¤ssig; dies auch unter dem Blickpunkt der Garantie des Familienlebens gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 1 EMRK.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer stellt sich auf den Standpunkt, dass seine BetÃ¤ubungsmitteldelikte den einzigen gravierenden Verstoss gegen die Rechtsordnung darstellen wÃ¼rden. Seither fÃ¼hre er einen klaglosen Lebenswandel, habe seit geraumer Zeit eine feste Anstellung und lebe mit seiner zweiten Ehefrau in einer stabilen Beziehung. Die Beziehung zu seinem Sohn sei sehr gut; eine Wegweisung nach Serbien-Montenegro wÃ¼rde die bisherigen regelmÃ¤ssigen Besuche unmÃ¶glich machen und die Beziehung gefÃ¤hrden. Allein ein Flugbillett koste mehr als das durchschnittliche Monatseinkommen in seiner Heimat. Was die Zukunft seiner Ehefrau angehe, habe der Regierungsrat auf einer falschen Grundlage argumentiert. Die Heimat der Ehefrau, Bosnien-Herzegowina, sei nicht identisch mit Serbien-Montenegro. Gegenseitige Feindseligkeiten seien nach wie vor aktuell. Als Heimkehrerin aus einem reichen Land wÃ¼rde sie bei der RÃ¼ckkehr ohnehin als Profiteurin geÃ¤chtet und dÃ¼rfte kaum damit rechnen kÃ¶nnen, eine Stelle zu finden. Insgesamt mÃ¼ssten die privaten Unzumutbarkeiten, die eine Wegweisung mit sich brÃ¤chte, hÃ¶her gewichtet werden als das Ã¶ffentliche Interesse an der fremdenpolizeilichen Massnahme.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist nicht befugt, aus OpportunitÃ¤tsgrÃ¼nden sein Ermessen an die Stelle der VerwaltungsbehÃ¶rde, deren Entscheid ihm zur ÃberprÃ¼fung vorgelegt wird, zu setzen. Vielmehr hat sich die PrÃ¼fung auf die RechtmÃ¤ssigkeit der angefochtenen Anordnung zu beschrÃ¤nken. Hat die VerwaltungsbehÃ¶rde ihr Ermessen pflichtgemÃ¤ss gehandhabt, wurden die richtigen RechtsÃ¤tze angewendet und sind Tatsachen rechtlich zutreffend beurteilt worden, so liegt keine Rechtsverletzung vor (§ 41 in Verbindung mit § 50 VRG). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die AbwÃ¤gung der Ã¶ffentlichen Interessen an der Wegweisung des BeschwerdefÃ¼hrers und der privaten am Verbleib in der Schweiz hat gestÃ¼tzt auf Art. 17 Abs. 2 ANAG und Art. 8 Abs. 2 EMRK aufgrund der konkreten VerhÃ¤ltnisse zu erfolgen. Dabei ist mit dem Regierungsrat davon auszugehen, dass die grundsÃ¤tzliche Voraussetzung fÃ¼r eine NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung bzw. fÃ¼r das ErlÃ¶schen des Anspruchs auf VerlÃ¤ngerung nach Art. 17 Abs. 2 letzter Satz ANAG, der Verstoss gegen die Ã¶ffentliche Ordnung, gegeben ist. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.1 </b>Beim Ausgangspunkt fÃ¼r die AbwÃ¤gung, dem Verstoss gegen die Ã¶ffentliche Ordnung in der Form gerichtlicher Verurteilungen, muss die Darstellung des BeschwerdefÃ¼hrers, er habe nur einmal gegen das Gesetz verstossen und sich im Ãbrigen wohl verhalten, als den Tatsachen nicht entsprechende BeschÃ¶nigung der VerhÃ¤ltnisse erscheinen. TatsÃ¤chlich war er vor den Delikten gegen das BetÃ¤ubungsmittelgesetz schon zweimal zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden. Beide Male wurde die Strafe aufgeschoben in der Erwartung und unter der Bedingung, der BeschwerdefÃ¼hrer werde sich kÃ¼nftig wohl verhalten. ZusÃ¤tzlich zu diesen Warnungen, deren Bedeutung er nicht missverstehen konnte, erfolgte eine fÃ¶rmliche Verwarnung durch das Migrationsamt. Der BeschwerdefÃ¼hrer musste somit vor der Begehung der BetÃ¤ubungsmittelverbrechen bereits wissen, dass seine weitere Aufenthaltsberechtigung hÃ¶chst gefÃ¤hrdet war und nur bei absolutem Wohlverhalten gewÃ¤hrleistet sein werde. Trotzdem folgten die Delikte, welche die hÃ¶chstmÃ¶gliche Freiheitsstrafe, welche noch bedingt vollzogen werden kann, nach sich zogen. Das Strafmass aller Freiheitsstrafen insgesamt erreicht die Grenze, bei welcher die Rechtsprechung des Bundesgerichts eine VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung nur bei besonderen privaten UmstÃ¤nden bejaht (vgl. BGE 120 Ib 14). Hinzu kommt, dass das Strafgericht offenbar der Ansicht war, das Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers rechtfertige eine Landesverweisung von sieben Jahren. Zusammengefasst liegt im Rahmen der VerstÃ¶sse gegen die Ã¶ffentliche Ordnung ein schwerer Fall vor, was nicht gleich bedeutend ist mit der strafrechtlichen Einordnung der Schwere des Verschuldens allein.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.2 </b>Mit dem Regierungsrat, auf dessen zutreffende AusfÃ¼hrungen verwiesen werden kann (§ 28 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 VRG), ist weiter festzuhalten, dass die persÃ¶nlichen und beruflichen Bindungen des BeschwerdefÃ¼hrers zum schweizerischen Umfeld â ausgenommen seine nÃ¤chsten FamilienangehÃ¶rigen â insgesamt unauffÃ¤llig und in keiner Weise dazu angetan sind, die durch die gerichtlichen Verurteilungen angelegte Rechtsfolge abzuwenden.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.3 </b>Zum heute elfjÃ¤hrigen Sohn besteht seit der Scheidung im Jahre 2000 eine Beziehung, die auf das Besuchsrecht an jedem zweiten Wochenende und wÃ¤hrend zweier Wochen Ferien im Jahr beschrÃ¤nkt ist. Die Akten ergeben das Bild einer guten und im Rahmen der genannten BeschrÃ¤nkungen gelebten Beziehung. Es dÃ¼rfte zutreffen, wenn der BeschwerdefÃ¼hrer ausfÃ¼hrt, dass bei einem Wohnsitz in Serbien oder Montenegro (oder in der Heimat seiner Ehefrau, Bosnien-Herzegowina) ein Besuch in der Schweiz alle zwei Wochen zeitlich und finanziell nicht mÃ¶glich wÃ¤re. Die Rechtsprechung zur Garantie des Familienlebens gemÃ¤ss Art. 8 EMRK/Art. 13 Abs. 2 BV bei Elternteilen, die ihre Kinder im Rahmen eines Besuchsrechts anstelle der elterlichen Sorge sehen, verlangt ein weitgehend tadelloses Verhalten und eine gewisse Integration des Elternteils in die hiesigen VerhÃ¤ltnisse, damit der Verwirklichung des Besuchsrechts Ã¼berhaupt ein entscheidendes Gegengewicht zum Ã¶ffentlichen Interesse zukommt (BGE 120 Ib 1 E. 3c; BGr, 12. Januar 2000, 2A.542/1999, E. 2b; BGr, 25. Oktober 2005, 2A.423/2005, E. 4.3, www.bger.ch). Bei der Betrachtung der einzelnen Straftaten wie auch bei einer Gesamtbetrachtung kann beim BeschwerdefÃ¼hrer nicht von einem weitgehend tadellosen Verhalten gesprochen werden. Auch wenn die ausgefÃ¤llten Strafen mÃ¶glicherweise fÃ¼r eine Ausweisung nicht ausreichen wÃ¼rden, geht es doch beim BeschwerdefÃ¼hrer nicht um das Kriterium der gerichtlichen Bestrafung, sondern allein um dasjenige des tadellosen Verhaltens. Wenn der Regierungsrat zusammen mit dem Migrationsamt befand, diese Voraussetzung sei nicht erfÃ¼llt, kann in dieser Beurteilung keine Rechtswidrigkeit gesehen werden. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat die MÃ¶glichkeit, das Besuchsrecht mit seinem Sohn mittels einer abgeÃ¤nderten gerichtlichen Regelung seinen neuen VerhÃ¤ltnissen anzupassen. Diese Situation kann zwar zu einer BeeintrÃ¤chtigung der Vater-Sohn-Beziehung fÃ¼hren, nicht aber dazu, dass die Pflege der Beziehung unmÃ¶glich wird. Diese Erschwernisse hat sich der BeschwerdefÃ¼hrer selbst zuzuschreiben, indem er mehrere Warnungen missachtet hat und sich zu gewichtigen Verbrechen hat hinreissen lassen. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.4 </b>Mit Bezug auf die Beziehung zur Ehefrau befand der Regierungsrat, dieser sei zuzumuten, dem Ehemann in dessen Heimat zu folgen, sei sie doch mit der kulturellen Umgebung vertraut. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat dies mit Nachdruck bestritten, weil die unterschiedlichen StaatsangehÃ¶rigkeiten seit dem Zusammenbruch des frÃ¼heren Jugoslawien eine RÃ¼ckkehr eben gerade schwieriger machen wÃ¼rden. Die RÃ¼ckkehrenden hÃ¤tten zusÃ¤tzlich mit Abweisung und WiderstÃ¤nden seitens der verbliebenen BevÃ¶lkerung zu kÃ¤mpfen. Die wirtschaftlichen Aussichten im Vergleich zur Schweiz seien Ã¼berdies nicht zumutbar. </p> <p class="Urteilstext">Wie sich die VerhÃ¤ltnisse im Einzelnen dartun und ob die Ehefrau dem BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼berhaupt nachfolgen will, ist nicht von wesentlicher Bedeutung. Die Eheleute haben am 10. Mai 2005 geheiratet. Das massgebliche Urteil des Bezirksgerichts X erging ein Jahr vorher. Die polizeiliche Befragung des BeschwerdefÃ¼hrers im Rahmen der GewÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs erfolgte am 23. September 2004; die WegweisungsverfÃ¼gung â Anlass fÃ¼r das Rekurs- und das heutige Beschwerdeverfahren â am 29. Oktober 2004. SÃ¤mtliche VorgÃ¤nge waren dem BeschwerdefÃ¼hrer im Zeitpunkt der Heirat also bekannt. Es kann ausgeschlossen werden â und wurde auch nicht behauptet â, dass die Ehefrau nicht wusste, dass nach einer Heirat mit dem BeschwerdefÃ¼hrer ein gemeinsames Familienleben in der Schweiz alles andere als sicher sein wÃ¼rde. Den Eheleuten war von Anfang an bekannt, welches die Risiken mit Bezug auf den Wohnsitz des BeschwerdefÃ¼hrers waren. Wenn sie trotzdem die Ehe geschlossen haben, taten sie dies in Kenntnis dieser Unsicherheiten. Aus diesem Grund kann es nicht angehen, wegen der Ehe die fremdenpolizeiliche Massnahme auszusetzen.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.5 </b>Was die Zumutbarkeit fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer, in seine Heimat zurÃ¼ckzukehren anbelangt, kann auf die zutreffenden AusfÃ¼hrungen des Regierungsrats verwiesen werden. Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt vor allem wirtschaftliche Erschwernisse gegenÃ¼ber einem Leben in der Schweiz vor. Solche sind aber grundsÃ¤tzlich nicht geeignet, eine Wegweisung als unzumutbar erscheinen zu lassen. </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde ist abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen und ist keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG; § 17 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (Erlass der Verfahrenskosten und Bestellung eines unentgeltlichen Beistands) muss an der offensichtlichen Aussichtslosigkeit scheitern. Gemessen an der gesetzlichen Voraussetzung seines Begehrens, wonach kein Verstoss gegen die Ã¶ffentliche Ordnung vorliegen darf, konnte der BeschwerdefÃ¼hrer angesichts von mehreren Freiheitsstrafen in der GrÃ¶ssenordnung von gegen zwei Jahren nicht ernsthaft erwarten, der Entscheid des Regierungsrats sei rechtswidrig. Dies umso mehr, als die entgegenstehenden privaten Interessen wenig Gewicht aufwiesen: die Beziehung zu seinem Sohn ist bereits heute auf das Besuchsrecht beschrÃ¤nkt, und die Ehe dauert erst kurze Zeit und wurde geschlossen, als beide Ehegatten wussten, dass die FremdenpolizeibehÃ¶rde eine VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung ablehnte. Es erÃ¼brigt sich zu prÃ¼fen, ob dem BeschwerdefÃ¼hrer angesichts eines monatlichen Familieneinkommens von Ã¼ber Fr. 6'700.- die notwendigen Mittel fehlen.</p> <p class="Urteilstext">Mit der Ablehnung des Gesuchs gilt die Kostentragung gemÃ¤ss E. 4.1. vorstehend. </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>Das Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands wird abgewiesen;</span></p> <p class="Urteilstext">und entscheidet:</p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>