<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2018.00090</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichter Bachofner<br/>Sozialversicherungsrichterin Sager<br/>Gerichtsschreiberin Tiefenbacher</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 25. Juli 2018</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Corinne Schoch</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Advokaturbüro</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> Kernstrasse</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Kernstrasse 8/10, Postfach 9814, 8036 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1959, meldete sich am 6. Juni (Urk. 16/12)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">am 10. Oktober 2008 (Urk. 16/31) bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte unter anderem ein Gutachten ein, das am 13. Dezember 2009 erstattet (Urk. 16/52/2-18) und am 16. April 2010 ergänzt (Urk. 16/70) wurde. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 27. Oktober 2010 verneinte sie einen Rentenanspruch (Urk. 16/76).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach erneuter Anmeldung am 20. Januar 2016 (Urk. 16/90) stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 1. Juli 2016 in Aussicht, einen Rentenanspruch zu vernei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen (Urk. 16/102). Dagegen erhob die Versicherte am 2. September 2016 Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wände (Urk. 16/107 = Urk. 3/3), worauf die IV-Stelle ein Gutachten veranlasste, das am 30. Mai 2017 erstattet wurde (Urk. 16/123 = Urk. 3/4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 1. Dezember 2017 verneinte die IV-Stelle einen Rentenan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruch (Urk. 16/132 = Urk. 2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte erhob am 22. Januar 2018 Beschwerde gegen die Verfügung vom 1. Dezember 2017 (Urk. 2) und beantragte, es sei ihr eine angemessene Rente zuzusprechen (Urk. 1/1 S. 2 oben Ziff. 1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 13. April 2018 (Urk. 15) die Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 16. Mai 2018 wurde dies der Beschwerdeführerin zur Kenntnis gebracht und es wurde - antragsgemäss (vgl. Urk. 1/1 S. 2 oben) - die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung bewilligt (Urk. 17).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX231"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapieresistenz </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">auszuschliessen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sei (E. 5.1; zur bisherigen Gerichtspraxis vgl. statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">April 2016 E. 4.2). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> unter </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Berücksichtigung leistungshindernder </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">äusserer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erlau</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ben, das tatsächlich erreichbare Leistungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Die Therapierbarkeit ist dabei als Indiz in die gesamthaft vorzunehmende allseitige Beweiswürdigung miteinzubeziehen (BGE 143 V 409 E. 4.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_449/2017 vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">März 2018 E. 4.2.1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">funktionellen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6;</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="XX234"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kategorie „funktioneller Schweregrad" (E. 4.3)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung">Komplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)</span></p><p><span>-</span><span>Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">sourcen, E. 4.3.2)</span></p><p><span>-</span><span>Komplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3) </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung">gleichmässige Einschränkung des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung">Aktivitätenniveaus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung"> in allen vergleich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung">baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung">behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung">druck (E. 4.4.2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span id="UV053"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorakten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) davon aus, dass die erneute materielle Prüfung den gleichen Sachverhalt ergeben habe wie derjenige, welcher der Verfügung von 2010 zugrunde gelegen habe (S. 2 oben). Zwar habe sich der Gesundheitszustand gegenüber 2010 verschlechtert, aber es handle sich weiterhin nicht um eine Gesundheitsbeeinträchtigung, welche die Arbeitsfähigkeit dauerhaft einschränke (S. 2 Mitte). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1/1), seitens des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) sei das 2017 erstattete Gutach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten als tauglich befunden und eine Arbeitsfähigkeit von 60 % in angepasster Tätigkeit als ausgewiesen erachtet worden (S. 7 f. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. e). Darauf sei abzustellen (S. 17 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. d).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist, ob das 2017 erstattete Gutachten massgebend ist, und wie es sich mit dem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gesundheitszustand und der Arbeitsfähigkeit der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin verhält.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 30. Mai 2017 erstatteten die Ärztinnen und Ärzte der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">O.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Begutachtung, Universitätsspital </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">P.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, ein Gutachten im Auftrag der Beschwerdegegnerin (Urk. 16/123/1-22). Sie stützten sich auf die ihnen überlassenen Akten (Urk. 16/23-35) und die von ihnen am 17. und 18. Januar und 3. Februar 2017 erfolgten Untersuchungen auf internistischem, psychiatrischem, rheumatologi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schem und neurologischem Fachgebiet (S. 3 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Gutachterinnen und Gutachter nannten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 12 Ziff. 5.1):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">bei akzentuierter Persönlichkeit (Differentialdiagnosen, DD: nicht näher bezeichnete Persönlichkeitsstörung, anhaltende Persönlichkeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">änderung nach chronischer psychischer Traumatisierung)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">bestehend seit Adoleszenz</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">bestehend seit mindestens 1998</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sodann nannten sie die folgenden, hier verkürzt angeführten Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 12 Ziff. 5.2):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">multilokuläres</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> Schmerzsyndrom mit deutlichen Zeichen einer Schmerz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">fehlverarbeitung</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Pes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anserinus-Tendinose</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> beidseits</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisches </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Zervikalsyndrom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">, klinisch aktuell wenig ausgeprägt</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">muskuläre Dysbalance am Beckengürtel beidseits</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">laut Akten Status nach Verdacht auf flüchtige </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">seronegative</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> Polyarthritis der Hände Frühjahr 2015</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Hallux</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> valgus beidseits und klinisch Verdacht auf Grosszehengrundge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">lenks-Arthrose beidseits</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">episodische Migräne mit Aura</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Störungen durch Tabak (ICD-10 F17.20)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Störungen durch Sedativa</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anamnestisch Status nach Ulcus ventriculi</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Als medizinische Beurteilung/Diagnosebegründung (S. 13 Ziff. 6.1) führten sie aus, in guter Übereinstimmung mit den beiden gutachterlichen Vorbeurteilungen durch das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Q.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Q.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, von 2009 und 2010 sowie mit der Einschätzung des behandelnden Rheumatologen habe im Rahmen der aktu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ellen rheumatologischen und neurologischen Untersuchung keine klare somati</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche Ursache für die von der Explorandin geklagten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">multilokulären</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Schmerzen und Beschwerden am Bewegungsapparat beschrieben werden können. Es habe ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">multilokuläres</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Schmerzsyndrom imponiert, mit deutlichen Hinweisen auf eine Schmerzfehlverarbeitung bei positiven Fibromyalgie-Druckpunkten und Kon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trollpunkten, bei variablen Bewegungsausmassen im Bereich der Schultergelenke und bei unspezifischen muskulären Beschwerden im Bereich des Schulter- und Beckengürtels. Auf neurologischem Fachgebiet hätten keine Hinweise für eine Affektion neuraler Strukturen vorgelegen. Insgesamt hätten sich für die geklagten Beschwerden am Bewegungsapparat keine organischen Korrelate beschreiben las</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen. Sie gingen davon aus, dass die Beschwerden im Rahmen der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">psychiatrischer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bestätigten, bereits vordiagnostizierten somatoformen Schmerzstörung interpretiert werden könnten. Aus psychiatrischer Sicht sei dementsprechend die bereits im Rahmen der beiden Vorbegutachtungen von 2009 und 2010 gestellte Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung bestätigt worden. Darüber hinaus habe aktuell die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Stö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung mit zum gegenwärtigen Zeitpunkt mittelgradiger Episode gestellt werden können. Da im Rahmen der beiden Vorbegutachtungen von 2009 und 2010 die Diagnose einer rezidivierenden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">depressiven Störung nicht gestellt worden sei, und die Explorandin nach dem zweiten Gutachten vom Jahr 2010 erneut eine psychi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">atrische Begutachtung (wohl: Behandlung) aufgenommen habe, könne heute ret</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rospektiv davon ausgegangen werden, dass sich der psychiatrische Zustand seit dem Zeitpunkt der Vorbegutachtung von 2010 verschlechtert habe. Für das Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liegen einer rezidivierenden depressiven Störung gebe es in der Aktenlage zahl</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reiche Hinweise. So sei die Explorandin bereits in den Jahren 1996 und 1999 aufgrund massiver psychosozialer Belastungsfaktoren und aufgrund von depres</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">siven Episoden mit Suizidhandlungen stationär behandelt worden. Insofern könne heute davon ausgegangen werden, dass die Störung langjährig vorbeste</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hend sei und möglicherweise im Rahmen der beiden Vorbegutachtungen von 2009 und 2010 remittiert gewesen sei. Aus heutiger Sicht sei zusätzlich zu erwä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen, dass bei der Explorandin akzentuierte Persönlichkeitszüge vorlägen, wobei differenzialdiagnostisch eine Persönlichkeitsstörung oder eine anhaltende Per</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sönlichkeitsänderung nach chronischer psychischer Traumatisierung in Erwä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung gezogen werden müsse. Dies könne vor dem Hintergrund der langjährigen psychischen Belastung durch die stark belastete Ehe der Explorandin und den behinderten Sohn erklärt werden. Heute bestünden im Vergleich zur Vorbegut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achtung vom Jahr 2010 respektive im Vergleich zur Verfügung von 2010 ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">prägtere Befunde und Funktionseinschränkungen auf psychiatrischem Fachge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">biet.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu den funktionellen Auswirkungen der objektivierten Befunde und Diagnosen (S. 14 Ziff. 6.2) führten sie aus, auf somatischem Fachgebiet bestünden keine wesentlichen Funktionseinschränkungen. Dies stehe in guter Übereinstimmung mit den Voreinschätzungen der beiden Gutachten von 2009 und 2010 sowie den übrigen Einschätzungen in der Aktenlage. Auch der behandelnde Rheumatologe habe den zwischenzeitlich gestellten Verdacht auf eine entzündlich-rheumatolo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gische </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Erkrankung nach Abschluss umfangreicher Abklärungen nicht erhärtet. Insofern bestehe hier eine gute Übereinstimmung zur Aktenlage. Im Vordergrund stünden Funktionseinschränkungen auf psychiatrischem Fachgebiet, die heute im Vergleich zu den Vorbegutachtungen von 2009 und 2010 als ausgeprägter bewertet werden könnten. Es bestünden einerseits Funktionseinschränkungen aufgrund der schon vordiagnostizierten somatoformen Schmerzstörung, zum anderen bestünden Funktionseinschränkungen aufgrund der affektiven Sympto</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">matik, welche die Symptome der Schmerzverarbeitungsstörung zusätzlich akzen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tuierten. Schwere Beeinträchtigungen bestünden im Bereich der psychischen Sta</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bilität und Offenheit gegenüber neuen Erfahrungen, was sich in einer ausgepräg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Ängstlichkeit und Unsicherheit, insbesondere in Hinblick auf berufliche Rein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tegrationsmassnahmen, äussere. Mittelgradig beeinträchtigt seien das Selbstver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trauen sowie die Funktionen der psychischen Energie und des Antriebs. Weiterhin bestehe eine mittelgradige Beeinträchtigung von Funktionen des Temperaments und der Persönlichkeit. Auch die emotionalen Funktionen seien mittelgradig ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geschränkt. Leichtgradige Beeinträchtigungen bestünden im Bereich der Umgänglichkeit, im Bereich Aufmerksamkeit und Gedächtnis, sowie in den kog</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nitiven Funktionen und Funktionen der Selbst-Wahrnehmung. Die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit seien mittelgradig eingeschränkt, ebenso das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Entschei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- und Urteilsvermögen, die Durchhaltefähigkeit, die Selbstbehauptungsfä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit, die Kontaktfähigkeit zu Dritten, die Gruppenfähigkeit und die Fähigkeit zu Spontanaktivitäten. Schwer beeinträchtigt sei die Anwendung fachlicher Kom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">petenzen. Leichtere Beeinträchtigungen bestünden im Bereich Planung und Strukturierung von Aufgaben, Durchhaltefähigkeit und im Bereich familiärer Beziehungen sowie bei der Verkehrsfähigkeit.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Diskussion allfälliger relevanter Persönlichkeitsfaktoren (S. 14 Ziff. 6.3) führten sie aus, aus psychiatrischer Sicht könne heute davon ausgegangen wer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den, dass bei der Explorandin gewisse Persönlichkeitsakzentuierungen bestünden, die heute als teilweise dekompensiert bewertet werden könnten. Es könne heute von einer Persönlichkeitsakzentuierung (Differentialdiagnose: Persönlichkeitsstö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung) aufgrund ungünstiger Umstände im Kindesalter ausgegangen werden, wobei differenzialdiagnostisch auch eine Persönlichkeitsänderung nach langjäh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">riger Traumatisierung während der Ehe der Explorandin in Erwägung gezogen werden müsse. Bezüglich der Einschätzung einer auffälligen Persönlichkeit wür</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den sie somit von den Voreinschätzungen im Rahmen der beiden Begutachtungen von 2009 und 2010 abweichen, wo keine Persönlichkeitsauffälligkeiten beschrie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben worden seien.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu den individuellen Belastungsfaktoren und Ressourcen und zum sozialen Kon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">text (S. 15 Ziff. 6.4) führten sie aus, es könne heute davon ausgegangen werden, dass bei der Explorandin in der Kindheit und Jugend ungünstige Entwicklungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">umstände vorgelegen hätten, was die Ausbildung der heute differenzialdiagnos</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tisch in Erwägung gezogenen Persönlichkeitsauffälligkeiten begünstigt habe. Zusätzlich hätten die jahrelangen schwierigen psychosozialen Umstände der Explorandin, insbesondere die stark belastete Partnerbeziehung zum Ehemann sowie die Belastung durch den körperlich und geistig behinderten Sohn, die Ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stehung des psychiatrischen Krankheitsbildes begünstigt. Insbesondere die Ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stehung der somatoformen Schmerzverarbeitungsstörung könne auch vor dem Hintergrund dieser Belastungen interpretiert werden. Aus psychiatrischer Sicht erscheine es zusätzlich denkbar, dass bei der Explorandin Persönlichkeitsverän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derungen aufgrund der lang dauernden belastenden Umstände entstanden seien. Zum aktuellen heutigen Zeitpunkt bestehe jedoch ein weitgehend stabiles Umfeld, wenn auch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit deutlichem sozialem Rückzug. Heute könnten psychosozialen Belastungsfaktoren keine eigenständige Bedeutung bei der Aufrechterhaltung des Krankheitsbildes mehr beigemessen werden. Es bestehe zwischenzeitlich ein eigenständiges, unabhängig von psychosozialen Belastungsfaktoren bestehendes, psychiatrisches Krankheitsbild.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.7</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hinsichtlich der Konsistenz (S. 15 Ziff. 6.5) führten sie aus, bei den somatischen Untersuchungen habe sich kein klinisches Korrelat für die von der Explorandin geklagten Beschwerden am Bewegungsapparat gefunden. Dies würden sie nicht als Inkonsistenz werten, sondern als Ausdruck der psychiatrischen Genese der Schmerzen am Bewegungsapparat im Rahmen der somatoformen Schmerzstö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung. Es hätten keine wesentlichen Hinweise für Inkonsistenzen im Sinne von Aggravation oder Verdeutlichung vorgelegen. Aus psychiatrischer Sicht hätten sich lediglich gewisse Inkonsistenzen im Bereich der angegebenen Schwere der depressiven Symptomatik gefunden, wobei hiervon kein Hinweis auf eine bewusste verdeutlichende Symptomdarstellung abgeleitet werden könne.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.8</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Seit dem Zeitpunkt der rentenablehnenden Verfügung von Oktober 2010, die auf der Begutachtung von August 2010 beruht habe, habe sich aus somatischer Sicht der Gesundheitszustand der Explorandin nicht massgeblich verändert. Aus psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chiatrischer Sicht sei es zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes gekommen. Die schon im Rahmen der Vorbegutachtung von 2010 vordiagnosti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zierte somatoforme Schmerzstörung könne heute weiter bestätigt werden. Dar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">über hinaus liege heute eine mittelgradige depressive Episode vor, wobei die daraus resultierenden Funktionseinschränkungen mit den Auswirkungen der somatoformen Schmerzstörung interagierten. Darüber hinaus würden sie heute die Diagnose von Persönlichkeitsauffälligkeiten stellen, die im Rahmen der Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">begutachtungen so nicht diagnostiziert worden und entsprechend bei der Beur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teilung von funktionellen Einschränkungen nicht berücksichtigt worden seien (S. 16 Ziff. 6.6.2). In Gesamtschau aller Befunde habe sich der Gesundheitszustand der Explorandin aus somatischer Sicht seit Oktober 2010 nicht wesentlich verän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dert, aus psychiatrischer Sicht sei eine Verschlechterung des Gesundheitszustan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des eingetreten (S. 16 Ziff. 6.6.3). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.9</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Für die von der Explorandin zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Haushaltshilfe bei der Spitex bestehe aus gesamtmedizinischer Sicht aufgrund des führenden psychiat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rischen Krankheitsbildes keine Arbeitsfähigkeit mehr, da bei diesem Berufsbild unter anderem hohe Belastbarkeit, Zuverlässigkeit, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Empathiefähigkeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Abgren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zungsfähigkeit, Flexibilität und die Fähigkeit, sich an unterschiedliche Aufgaben anzupassen, gefordert werde. Diese Fähigkeiten könne die Explorandin aufgrund der psychiatrischen Einschränkungen nicht mehr aufbringen, sodass die Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit für diese Tätigkeit als aufgehoben bewertet werden könne (S. 17 oben).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.10</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zur Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit (S. 17 Ziff. 6.8) führten die Gutach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">terinnen und Gutachter aus, die Explorandin sei ab dem Zeitpunkt der aktuellen Begutachtung für alle Tätigkeiten mit geregelter Arbeitszeit, die in kürzeren, in sich abgeschlossenen Arbeitsschritten bewältigt werden könnten und die nicht mit hohen Ansprüchen an Teamfähigkeit und Teamzusammenarbeit einhergin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen, im Umfang von 60 %, entsprechend einer 6-stündigen Präsenzzeit an 4 Arbeitstagen pro Woche, arbeitsfähig. Tätigkeiten an Maschinen mit erhöhter Verletzungsgefahr sowie das Führen von Motorfahrzeugen seien zu vermeiden. Insgesamt besteht somit eine Arbeitsfähigkeit von 60 % für angepasste Tätigkei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vom 27. Mai bis 30. Juni 2017 weilte die Beschwerdeführerin im Reha Zentrum A.___, worüber am 12. Juli 2017 berichtet wurde (Urk. 16/130). Dabei wurden folgende Diagnosen gestellt (S. 1 Mitte):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">posttraumatische Belastungsstörung</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf allergisches Asthma bronchiale</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach laparoskopischer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Cholezystektomie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> am 3. Mai 2017</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Arthrose</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Morbus </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">hypertonicus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> seit zirka 2013</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Diabetes mellitus seit zirka 2014</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zum Procedere wurde unter anderem ausgeführt, eine weitergehende psychothe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rapeutische Arbeit sei indiziert (S. 3 oben). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. B.___, Facharzt für Chirurgie und Traumatologie des Bewe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gungsapparates, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), nahm am 14. Juni 2017 zum Gutachten Stellung (Urk. 16/131 S. 3 ff.) und führte unter anderem aus, der Gesundheitszustand habe sich nach 2010 verschlechtert und in angepasster Tätigkeit gemäss Belastungsprofil betrage die Arbeitsunfähigkeit seit März 2016 aus psychischen Gründen 40 % (S. 4 unten).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 9. November 2017 erfolgte eine Stellungnahme auf der Stufe der Sachbear</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitung (KB für Kundeberatung), in welcher unter anderem ausgeführt wurde, die medizinischen Massnahmen seien nicht ausgeschöpft, der Medikamentenspiegel weise auf eine mögliche unzureichende Einnahme der verordneten Medikation hin. Mit Optimierung dieser Massnahmen könne mit einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit gerechnet werden. Es würden ausserdem die meisten Einschrän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kungen als </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mittelgradig eingestuft, was ebenfalls nicht auf eine längerdauernde Einschränkung der Arbeitsfähigkeit hinweise. Dies führte zu folgendem Schluss: «Aus diesen Gründen besteht kein IV-relevanter Gesundheitsschaden. Das Gesuch ist abzuweisen. Es entsteht (wohl: besteht) kein Anspruch auf Leistungen der IV.» (S. 5 Mitte). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gutachten erfüllt alle praxisgemässen Kriterien (vorstehend E. 1.4) vollum</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fänglich, und es stellt eine Einschätzung des Leistungsvermögens dar, welche auf dem Vergleich zwischen leistungshindernden Belastungsfaktoren und Kompen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sationspotentialen (Ressourcen) beruht (vorstehend E. 1.2). Im Gutachten wurden die rechtsprechungsgemäss relevanten Standardindikatoren (vorstehend E. 1.3) fast vollständig thematisiert und einlässlich gewürdigt. Zu ergänzen ist einzig der Indikator des behandlungsanamnestischen Leidensdrucks, der angesichts der stattfindenden Behandlung (vgl. vorstehend E. 4.1) offensichtlich zu bejahen ist. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die von der Rechtsanwendung zu prüfende Frage, ob sich die Gutachter an die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">das Leistungsver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mögen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in Berücksichtigung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einschlägigen Indikatoren ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schätzt ha</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ben (BGE 141 V 281 E. 5.2.2), ist demnach klar zu bejahen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Damit übereinstimmend wurde auch seitens des RAD, mithin unter fachlichen medizinischen Aspekten, zustimmend auf das Gutachten Bezug genommen und die dortige Beurteilung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit übernommen (vorstehend E. 4.2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Widerspruch dazu steht die anschliessende Würdigung des Sachverhalts durch die Sachbearbeitung, die zum Schluss führte, es bestehe gar kein anspruchsrele</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vanter Gesundheitsschaden und damit kein Rentenanspruch (vorstehend E. 4.3). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Liegt - wie hier - eine medizinische Beurteilung vor, welche den von der Recht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sprechung entwickelten Ansprüchen genügt, ist auf sie abzustellen. Könnte der medizinischen Beurteilung nicht gefolgt werden, fehlte es an einer Grundlage für die Anspruchsprüfung. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das von der Beschwerdegegnerin gewählte Vorgehen hingegen bewegt sich noch in der Logik der früheren Überwindungspraxis und widerspricht der seitherigen Rechtsprechung, wonach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in der Invalidenversicherung Recht und Medizin, je nach ihren fachlichen und funktionellen Zuständigkeiten, zur Feststellung ein und derselben Arbeitsunfähigkeit beitragen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">: «</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das heisst, dass die medizinischen Gutachter nicht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (…) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eine quasi freihändige Beurteilung abgeben und daneben noch Grundlagen liefern sollen, anhand derer die Rechtsanwender eine von der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(…)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ärztlichen Einschätzung losgelöste Parallelüberprüfung vornehmen. Es gibt keine unterschiedlichen Regeln gehorchende, getrennte Prüfung einer medizini</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen und einer rechtlichen Arbeitsfähigkeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">»</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(BGE 141 V 281 E. 5.2.3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Damit hält die angefochtene Verfügung einer Überprüfung nicht stand. Die dagegen erhobene Beschwerde ist in dem Sinne gutzuheissen, dass die Verfügung mit der Feststellung aufgehoben wird, dass für die Beurteilung der Arbeitsfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit die Angaben im Gutachten von 2017 massgebend sind (vorstehend E. 3.10), zumal seit der rentenverneinenden Verfügung vom 27. Oktober 2010 (Urk. 16/76) eine Verschlechterung des Gesundheitszustands eingetreten ist (vgl. vorstehend E. 3.8), und die Sache zur Invaliditätsbemessung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> des Bundesgesetzes über die Inva</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lidenversicherung (IVG) sind ermessensweise auf Fr. 700.-- festzusetzen und aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die unentgeltliche Rechtsvertreterin hat am 26. März 2018 (Urk. 13) einen Auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wand von 17 Stunden 10 Minuten und Barauslagen von Fr. 121.60 in Rechnung gestellt (Urk. 14). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dies kann nicht mehr als angemessen taxiert werden. Insbesondere der Aufwand von 1 Stunde 5 Minuten für eine Recherche betreffend die revidierte Praxis der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Indikatorenprüfung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> kann nicht zu Lasten der unentgeltlichen Rechtspflege gehen. Ferner ist ein Aufwand von 12 Stunden 50 Minuten für das Verfassen der rund 17 Seiten umfassenden Beschwerde nicht angemessen, zumal für die Bemühun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen im Verwaltungsverfahren bereits 12 Stunden 45 Minuten fakturiert worden waren (vgl. Urk. 16/134 S. 1), zumindest die Akten also bekannt waren.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Als angemessen einzustufen ist ein Aufwand von rund 10 Stunden, so dass die Entschädigung beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ermessensweise auf - gerundet - Fr. 2'500.-- (inklusive </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Baraus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen und der Beschwerdegegnerin aufzuerle</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung der Sozialversi</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">cherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 1. Dezember 2017 mit der Feststel</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">lung aufgehoben wird, </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">dass für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit die Angaben im Gutachten von 2017 massgeben</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">d</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> sind, und die Sache wird zur Invaliditätsbemessung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">700</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text4"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der unentgeltlichen Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin, Rechtsanwältin Corinne Schoch, Zürich,</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> eine Prozessentschädi</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">gung von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span id="Text3"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2'500</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">MWSt</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">) zu bezahlen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Corinne Schoch</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannTiefenbacher</p><p></p></div> </div></body></html>