<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Auswirkungen des revidierten Sexualstrafrechts bezüglich sexueller Ausbeutung von Kindern zu untersuchen und entsprechende Änderungsvorschläge zur Verhinderung negativer Auswirkungen für die Betroffenen zu unterbreiten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Motionärin ist der Auffassung, dass sich der Schutz der sexuellen Integrität von Kindern seit Inkrafttreten des neuen Sexualstrafrechts verschlechtert habe. Die neuen Bestimmungen des Strafgesetzbuches über die strafbaren Handlungen gegen die sexuelle Integrität sind am 17. Mai 1992 vom Volk in einer Referendumsabstimmung angenommen worden; sie sind am 1. Oktober 1992 in Kraft getreten. Es wäre zweifellos von Interesse, die Auswirkungen dieser Gesetzesänderung zu kennen. Es ist indessen verfrüht, bereits heute eine Untersuchung der Praxis im Umgang mit einer derart neuen Gesetzgebung und deren - positiven oder negativen - Auswirkungen auf die Betroffenen durchzuführen. Der Bundesrat hat sich denn auch schon in seiner Stellungnahme zur Motion Goll vom 17. Dezember 1992 zur Aufhebung der Verjährungsfrist bei sexueller Ausbeutung von Kindern (92.3558) in diesem Sinn geäussert. Er hat denselben Standpunkt am 23. Februar 1994 auch in seiner Stellungnahme zur entsprechenden Motion Béguin vom 2. Dezember 1993 vertreten.</p><p>Es ist notwendig, dass diese Bestimmungen während einer genügend langen Dauer in Kraft stehen, um feststellen zu können, ob sich die Aussagen der Motionärin bestätigen oder nicht. Der Bundesrat ist indessen bereit, die Zweckmässigkeit einer Untersuchung über die Auswirkungen der neuen Strafbestimmungen auf die sexuelle Ausbeutung von Kindern zu prüfen. Er ist aber der Auffassung, dass sich diese Untersuchung nicht auf den von der Motion betroffenen Aspekt beschränken, sondern sämtliche Änderungen des neuen Sexualstrafrechts einbeziehen sollte.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.