<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00158</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203748&amp;W10_KEY=13013571&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00158</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 13.11.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4"></td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Quartierplan; Kostenverleger</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verlegung der Sanierungskosten für verschmutztes Erdmaterial: Im vorliegenden Fall gelangt das USG in der Fassung vor der Revision vom 21. Dezember 1995 zur Anwendung (E. 1). Die Kosten der Entsorgung trägt der Inhaber der Abfälle (E. 2). Nachdem die fachgerechte Entsorgung des kontaminierten Materials nur notwendig wurde, weil es durch die Bauarbeiten mobilisiert wurde, rechtfertigt es sich, die Erschliessungsgemeinschaft, welche die Bauarbeiten veranlasst hat, als Inhaberin des verunreinigten Aushubs zu behandeln (E. 3). Bei der Anwendung von Art. 30 Abs. 1 aUSG in Verbindung mit Art. 2 USG ist es nicht von Bedeutung, ob allenfalls Dritte ebenfalls als Verursacher gelten können (E. 4). Der Bau der Erschliessungsanlagen obliegt primär den beteiligten Grundeigentümern. Selbst wenn die Gemeinde den Bau gestützt auf § 167 Abs. 1 PBG einleiten würde, würde der Bau auf Kosten der betroffenen Grundeigentümer erfolgen (E. 5). Der Gesetzgeber hat die Entsorgungspflicht bewusst in erster Linie dem Abfallinhaber auferlegt. Diese Lösung rechtfertigt sich insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass der eigentliche Verursacher der Abfälle mit zumutbarem Aufwand oft praktisch nicht eindeutig genug eruierbar ist (E. 6). Abweisung der Beschwerde und Kostenfolge (E. 7).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: ABFÃLLE">ABFÃLLE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABFÃLLE">ABFÃLLE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABFALLENTSORGUNG">ABFALLENTSORGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTSORGUNG">ENTSORGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KANALISATIONSANSCHLUSS">KANALISATIONSANSCHLUSS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: QUARTIERPLANGEBIET">QUARTIERPLANGEBIET</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMWELTSCHUTZ">UMWELTSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMWELTSCHUTZGESETZ">UMWELTSCHUTZGESETZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERURSACHER">VERURSACHER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERURSACHERPRINZIP">VERURSACHERPRINZIP</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 30 aUSG</span><br/><span class="gerade">Art. 30 Abs. 1 aUSG</span><br/><span class="ungerade">§ 166 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 167 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 167 Abs. II PBG</span><br/><span class="gerade">§ 169 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">Art. 2 USG</span><br/><span class="gerade">Art. 7 Abs. 6 USG</span><br/><span class="ungerade">Art. 32 Abs. I USG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Der Stadtrat X beschloss am 23. September 2002 die Festsetzung des definitiven Kostenverlegers der Quartierplananlagen M. In den Gesamtkosten von Fr. 1'831'620.55 waren Fr. 42'835.85 enthalten, welche als Mehrkosten fÃ¼r die Entsorgung von benzinverschmutztem Erdmaterial auf dem GrundstÃ¼ck aKat.-Nr. 01 anfielen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Gegen diesen Beschluss erhoben B und A am 25. bzw. 28. Oktober 2002 Rekurs. B verlangte die Aufhebung des angefochtenen Beschlusses resp. den Abzug seines Anteils fÃ¼r die Sanierung der Altlasten. A ersuchte ebenfalls um Aufhebung des angefochtenen Beschlusses mit dem weiteren Antrag, der Stadtrat sei anzuweisen, den Kostenverleger neu ohne BerÃ¼cksichtigung der Zusatzkosten fÃ¼r die Altlastensanierung festzusetzen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Baurekurskommission I des Kantons ZÃ¼rich vereinigte die beiden Rekursverfahren und wies die Rekurse mit Entscheid vom 21. MÃ¤rz 2003 ab. Sie begrÃ¼ndete ihren Entscheid im Wesentlichen damit, dass die Quartierplangenossen sich zur Erschliessungsgemeinschaft M zusammengeschlossen hÃ¤tten. Die Erschliessungsgemeinschaft habe als Bauherrschaft den Kanalisationsanschluss fÃ¼r das Quartierplangebiet geschaffen. Mit diesen Bauarbeiten habe sie das kontaminierte Material mobilisiert. Sie gelte daher als VerhaltensstÃ¶rerin im Sinne von Art. 2 des Bundesgesetzes vom 7. Oktober 1983 Ã¼ber den Umweltschutz (USG). Es sei nicht rechtsverletzend, wenn die Erschliessungsgemeinschaft M bzw. die einzelnen GrundeigentÃ¼mer gestÃ¼tzt auf Art. 30 aUSG in Verbindung mit Art. 2 USG fÃ¼r die Entsorgungskosten des kontaminierten Materials aufzukommen hÃ¤tten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Am 25. April 2003 reichten A und B fristgerecht Beschwerde gegen den Entscheid der Baurekurskommission I ein. Sie beantragten die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und damit auch des Beschlusses des Stadtrates X vom 23. September 2002. Der Stadtrat sei anzuweisen, den Kostenverleger neu festzulegen, ohne BerÃ¼cksichtigung der Zusatzkosten fÃ¼r die Altlastensanierung. Alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Beschwerdegegners.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Vorinstanz beantragte am 13. Mai 2003 ohne weitere Bemerkungen die Abweisung der Beschwerde. Mit Beschwerdeantwort vom 26. Mai 2003 ersuchte auch der Stadtrat X um Abweisung der Beschwerde. Die Mitbeteiligten verwiesen in ihren Eingaben vom 26. Mai 2003 auf ihre Stellungnahmen im vorinstanzlichen Verfahren, denen sie nichts beizufÃ¼gen hÃ¤tten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Wie die Vorinstanz zutreffend ausgefÃ¼hrt hat, ist die Revision des USG vom 21. Dezember 1995 im vorliegenden Fall nicht zu berÃ¼cksichtigen, weil lediglich die Kostenpflicht fÃ¼r die Entsorgung des kontaminierten Materials im Streit liegt und die Kontamination sowie die Entsorgung vor dem Erlass der revidierten Bestimmungen des USG erfolgt sind (vgl. BGE 123 II 359 E. 3, mit Hinweisen). Es sind daher die vor dieser Revision geltenden Bestimmungen des USG anwendbar.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. Art. 30 Abs. 1 aUSG verpflichtete den Inhaber von AbfÃ¤llen, diese nach den Vorschriften des Bundes und der Kantone zu verwerten, unschÃ¤dlich zu machen oder zu beseitigen. Mit Entscheid vom 9. Januar 1996 fÃ¼hrte das Bundesgericht aus, soweit das USG jemanden zur Vornahme von Massnahmen verpflichte und er diesen auch nachkomme, gelte er ebenfalls als Verursacher und habe nach Art. 2 USG die Kosten dieser Massnahmen selber zu tragen (URP 1996, S. 331 E. 3a). Sodann stellte das Bundesgericht in diesem Entscheid klar, dass es im Lichte von Art. 30 Abs. 1 aUSG unbeachtlich sei, ob Dritte zum Entstehen der AbfÃ¤lle beigetragen hÃ¤tten und damit auch als Verursacher im Sinne von Art. 2 USG zu betrachten seien. Der Gesetzgeber habe die Entsorgungspflicht bewusst in erster Linie dem Abfallinhaber auferlegt. Diese LÃ¶sung rechtfertige sich insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass der eigentliche Verursacher der AbfÃ¤lle mit zumutbarem Aufwand oft praktisch nicht eindeutig genug eruierbar sei (URP 1996, S. 331 E. 3b/bb, mit Hinweisen). Diese Praxis wurde im Ãbrigen bei der Revision des USG ausdrÃ¼cklich im Gesetz verankert. Art. 32 Abs. 1 USG hÃ¤lt nun fest, dass der Inhaber der AbfÃ¤lle die Kosten der Entsorgung zu tragen habe.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Das bei den Bauarbeiten fÃ¼r den Kanalisationsanschluss des Quartierplangebietes angefallene Aushubmaterial stellt unbestrittenermassen Abfall im Sinne von Art. 7 Abs. 6 USG dar. Die BeschwerdefÃ¼hrer bestreiten jedoch, dass die Mitglieder der Erschliessungsgemeinschaft M Inhaber der AbfÃ¤lle gewesen seien, da ihnen keine tatsÃ¤chliche VerfÃ¼gungsgewalt Ã¼ber die verschmutzten GrundstÃ¼cke zugestanden habe.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Erschliessungsgemeinschaft M bildete sich aus den Quartierplangenossen, um die Erschliessungsanlagen gemeinsam realisieren zu kÃ¶nnen. Die BeschwerdefÃ¼hrer bestÃ¤tigen auch, dass die Erschliessungsgemeinschaft die notwendigen Arbeiten vergeben habe. Die von der Erschliessungsgemeinschaft veranlassten Arbeiten umfassten auch die Aushubarbeiten auf dem GrundstÃ¼ck aKat.-Nr. 01. Dieses GrundstÃ¼ck war im Altlastenkataster des Kantons ZÃ¼rich als VerdachtsflÃ¤che Nr. 02 und 03 vermerkt. Unbestritten ist auch, dass hinsichtlich dieser VerdachtsflÃ¤chen Massnahmen erst beim Vorliegen von Bauvorhaben als notwendig erachtet wurden. Die fachgerechte Entsorgung des kontaminierten Materials des GrundstÃ¼cks aKat.-Nr. 01 wurde somit allein deshalb notwendig, weil es durch die Bauarbeiten mobilisiert wurde. Da die Bauarbeiten durch die Erschliessungsgemeinschaft M veranlasst wurden, rechtfertigt es sich auch, die Erschliessungsgemeinschaft bzw. deren Mitglieder als Inhaber des verunreinigten Aushubs zu behandeln. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Unrichtig ist insofern die Behauptung der BeschwerdefÃ¼hrer, sie hÃ¤tten keine tatsÃ¤chliche VerfÃ¼gungsgewalt Ã¼ber das verschmutzte GrundstÃ¼ck gehabt. Die Erschliessungsgemeinschaft M wurde von den GrundeigentÃ¼mern ermÃ¤chtigt, die notwendigen Arbeiten fÃ¼r die Realisierung des Kanalisationsanschlusses zugunsten des Quartierplangebiets vorzunehmen. Damit kam den Mitgliedern der Erschliessungsgemeinschaft im Umfang der notwendigen Arbeiten eine tatsÃ¤chliche VerfÃ¼gungsgewalt zu. Sie hatten dadurch insbesondere auch die tatsÃ¤chliche VerfÃ¼gungsgewalt Ã¼ber den verschmutzten Aushub. Die Vorinstanz hat offensichtlich keine Rechtsverletzung begangen, wenn sie die Mitglieder der Erschliessungsgemeinschaft unter diesen UmstÃ¤nden als Inhaber im Sinne von Art. 30 Abs. 1 aUSG bezeichnete.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. Die BeschwerdefÃ¼hrer machen geltend, es sei stossend und mit dem Gerechtigkeitsgedanken unvereinbar, wenn ihnen die Kosten fÃ¼r Entsorgungsmassnahmen auferlegt wÃ¼rden, fÃ¼r deren Grund sie keine Verantwortung zu tragen hÃ¤tten und von denen sie sich mangels RegressmÃ¶glichkeiten nicht befreien kÃ¶nnten. DemgegenÃ¼ber kÃ¶nne der EigentÃ¼mer des verschmutzten GrundstÃ¼cks ohne weiteres auf die PÃ¤chter und Betreiber der Tankstelle greifen, von der die Verunreinigungen herrÃ¼hrten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Argumentation der BeschwerdefÃ¼hrer ist nicht stichhaltig. Die Entsorgung des kontaminierten Materials wurde nur notwendig, weil im Zusammenhang mit den von der Erschliessungsgemeinschaft M vergebenen Arbeiten fÃ¼r den Kanalisationsanschluss des Quartierplangebiets kontaminiertes Material ausgehoben wurde. WÃ¤ren die entsprechenden Arbeiten nicht vorgenommen worden, hÃ¤tte das verschmutzte Erdmaterial nicht entsorgt werden mÃ¼ssen. Die Vorinstanz hat die Mitglieder der Erschliessungsgemeinschaft daher zu Recht als VerhaltensstÃ¶rer bezeichnet. Wie das Bundesgericht im bereits zitierten Entscheid vom 9. Januar 1996 festgehalten hat, ist es zudem bei der Anwendung von Art. 30 Abs. 1 aUSG in Verbindung mit Art. 2 USG nicht von Bedeutung, ob allenfalls Dritte ebenfalls als Verursacher gelten kÃ¶nnten. Die VerwaltungsbehÃ¶rden haben sich zudem nicht darum zu kÃ¼mmern, ob dem kostenpflichtigen Inhaber zivilrechtliche RegressansprÃ¼che zustehen (URP 1996, 331 E. 3b/cc). Unzutreffend ist schliesslich auch die Behauptung der BeschwerdefÃ¼hrer, der EigentÃ¼mer des verschmutzten GrundstÃ¼cks kÃ¶nne ohne weiteres auf die PÃ¤chter und Betreiber der Tankstelle zurÃ¼ckgreifen (Problematik des Nachweises bei verschiedenen PÃ¤chtern, VerjÃ¤hrung). Es ist somit nicht zutreffend, dass die Kostenauferlegung zulasten der Mitglieder der Erschliessungsgemeinschaft gegen den Gerechtigkeitsgedanken verstossen wÃ¼rde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. Die BeschwerdefÃ¼hrer machen geltend, es sei nicht gerechtfertigt, auf die Eigenschaft der Erschliessungsgemeinschaft als Bauherrschaft abzustellen. GrundsÃ¤tzlich sei die Gemeinde gestÃ¼tzt auf § 169 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) fÃ¼r sÃ¤mtliche Erschliessungsarbeiten zustÃ¤ndig. Die Quartierplangenossen hÃ¤tten die Vergebungen nur Ã¼bernommen, um damit Einfluss auf die HÃ¶he der durch die Erschliessung anfallenden Kosten nehmen zu kÃ¶nnen. Die eigentliche Veranlasserin der Erschliessungsarbeiten und damit der Mobilisierung des Erdreiches sei daher die Stadt X in ErfÃ¼llung ihrer aufgrund des amtlichen Quartierplans entstandenen Pflicht zur Erschliessung.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BeschwerdefÃ¼hrer verkennen, dass der Bau der Erschliessungsanlagen primÃ¤r den beteiligten GrundeigentÃ¼mern obliegt (§ 166 PBG; Peter BÃ¶sch/Alwin Suter/Peter von KÃ¤nel, Werkbuch fÃ¼r den Quartierplaner, ZÃ¼rich 2000, S. 102). Selbst wenn aber die Gemeinde den Bau gestÃ¼tzt auf § 167 Abs. 1 PBG auf Gesuch eines GrundeigentÃ¼mers oder von Amtes wegen einleiten wÃ¼rde, ist dennoch zu beachten, dass der Bau auch in diesem Fall auf Kosten der betroffenen GrundeigentÃ¼mer erfolgt (§ 167 Abs. 2 PBG). Damit wÃ¼rden die Entsorgungskosten fÃ¼r verschmutzten Aushub infolge der Erschliessungsarbeiten auch dann den Quartierplangenossen auferlegt, wenn die Gemeinde die Arbeiten ausfÃ¼hren oder vergeben wÃ¼rde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">6. GestÃ¼tzt auf BGE 118 Ib 407 E. 3e und eine Lehrmeinung (Andreas TrÃ¶sch, Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 1. A., ZÃ¼rich 1991, Art. 30 N. 15) machen die BeschwerdefÃ¼hrer geltend, auch wenn die Erschliessungsgemeinschaft als Inhaberin der AbfÃ¤lle zu gelten habe, kÃ¶nnten ihr die Entsorgungskosten nicht auferlegt werden. Sie hÃ¤tte Anspruch darauf, dass die Kosten auf den eigentlichen Verursacher Ã¼berwÃ¤lzt wÃ¼rden, da ihr der Grund fÃ¼r die notwendigen Massnahmen nicht anrechenbar sei. In BGE 118 Ib 407 E. 3e sei die Kostenauferlegung auf den eigentlichen Verursacher nur deshalb verneint worden, weil die Inhaberin der AbfÃ¤lle die Kostenauferlegung auf den verantwortlichen Verursacher nicht wÃ¤hrend den Untersuchungs- und Sanierungsarbeiten verlangt habe. Die BeschwerdefÃ¼hrer aber hÃ¤tten erst gestÃ¼tzt auf den angefochtenen Beschluss Kenntnis davon erhalten, dass sie fÃ¼r die Entsorgungskosten einstehen sollten. Ob die private Baukommission frÃ¼her Kenntnis von diesem Umstand gehabt habe, sei ihnen nicht bekannt. Sie seien von der Baukommission jedenfalls nicht darauf aufmerksam gemacht worden. Das Wissen der Baukommission kÃ¶nne ihnen auch nicht angerechnet werden, weil die Baukommission in diesem besonderen Bereich auch nicht als Vertreterin der Mitglieder der Erschliessungsgemeinschaft habe handeln kÃ¶nnen. Deren Vollmacht habe sich nur auf die im Rahmen der Erschliessung ordentlicherweise anfallenden Kosten erstreckt. Damit sei eine Intervention frÃ¼hestens nach Zustellung des angefochtenen Beschlusses mÃ¶glich geworden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Das Bundesgericht hat im Entscheid vom 9. Januar 1996 (URP 1996, S. 331 E. 3b/bb) unter BerÃ¼cksichtigung des von den BeschwerdefÃ¼hrern angerufenen BGE 118 Ib 407 klar gestellt, dass es bei der Anwendung von Art. 30 Abs. 1 aUSG gerade nicht darauf ankomme, ob Dritte zum Entstehen der AbfÃ¤lle beigetragen hÃ¤tten. Der Gesetzgeber habe die Entsorgungspflicht bewusst in erster Linie dem Abfallinhaber auferlegt. Diese LÃ¶sung rechtfertige sich insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass der eigentliche Verursacher der AbfÃ¤lle mit zumutbarem Aufwand oft praktisch nicht eindeutig genug eruierbar sei.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BeschwerdefÃ¼hrer vermÃ¶gen nicht darzutun, weshalb im vorliegenden Fall von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung abzuweichen wÃ¤re. Insbesondere zeigen sie nicht auf, dass gerade im vorliegenden Fall der eigentliche Verursacher mit zumutbarem Aufwand eindeutig eruierbar wÃ¤re. Insofern ist es nicht von Bedeutung, ob die BeschwerdefÃ¼hrer bereits vor der Zustellung des angefochtenen Entscheids Kenntnis davon hatten, dass die Mitglieder der Erschliessungsgemeinschaft die Entsorgungskosten fÃ¼r das kontaminierte Material zu tragen hÃ¤tten. Es kann angemerkt werden, dass die BeschwerdefÃ¼hrer nicht bestreiten, den Beschluss des Beschwerdegegners vom 23. Februar 1995 erhalten zu haben. Aus diesem Beschluss geht klar hervor, dass bei den vorgesehenen Bauarbeiten fÃ¼r den Kanalisationsanschluss des Quartierplangebiets mit verschmutztem Aushub zu rechnen sei. Zwar wird in diesem Beschluss die Frage der Kostentragung fÃ¼r die Entsorgung derartigen Materials noch offen gelassen. Daraus konnten die BeschwerdefÃ¼hrer aber nicht ableiten, die Mitglieder der Erschliessungsgemeinschaft hÃ¤tten diese Kosten nicht zu tragen. Eine Kostentragung hÃ¤tten die BeschwerdefÃ¼hrer, wenn Ã¼berhaupt, hÃ¶chstens dann abwenden kÃ¶nnen, wenn sie im damaligen Zeitpunkt interveniert und verlangt hÃ¤tten, dass der Kanalisationsanschluss auf andere Weise erfolge. Dies haben sie unbestrittenermassen nicht getan.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">7. Die weiteren AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼ber einen behaupteten Interessenkonflikt eines Mitglieds der privaten Baukommission sowie Ã¼ber die Beurteilung der Angelegenheit nach neuem Recht sind nicht entscheidrelevant, sodass sich AusfÃ¼hrungen dazu erÃ¼brigen. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Vorinstanz keine Rechtsverletzung beging, wenn sie die Kostenauferlegung fÃ¼r die Entsorgung des kontaminierten Materials zulasten der Quartierplangenossen gestÃ¼tzt auf Art. 30 Abs. 1 aUSG in Verbindung mit Art. 2 USG bestÃ¤tigte. Die Beschwerde ist daher vollumfÃ¤nglich abzuweisen. Angesichts dieses Verfahrensausgangs werden die BeschwerdefÃ¼hrer kostenpflichtig (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Die Voraussetzungen fÃ¼r die Zusprechung von ParteientschÃ¤digungen sind nicht gegeben (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 150.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'150.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrern je zur HÃ¤lfte, unter solidarischer Haftung fÃ¼r die ganzen Kosten, auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Es werden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="MsoNormal">6. â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>