<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="file:///L:/LOGO/DOPPLEU3.BMP"/></p></td></tr><tr><td><p class="Standard berschrift1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2004.00786</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann als Einzelrichter</p><p>Gerichtssekretärin Lienhard</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 25. Juli 2005</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Concordia Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Hauptsitz, Rechtsdienst</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Bundesplatz 15, 6002 Luzern</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA)</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">weitere Verfahrensbeteiligte:</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beigeladene</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, geboren 1951, erlitt 1977 eine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n Unfall, der eine Oberschenkel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">amputa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tion erforderlich machte (Urk. 7/38 S. 1), und trägt seither rechts eine Oberschenkelprothese (Urk. 7/41 Ziff. 3). Die Invalidenversicherung leistete verschiedentlich Kostengutsprache für Hilfsmittel (Urk. 7/22-24; Urk. 7/16; Urk. 7/12-14). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Mit Verfügung vom 30. September 2003 erteilte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, Kostengutsprache in Höhe von Fr. 39'871.85 für eine Oberschenkel-Prothese (Urk. 7/18 = Urk. 3/2). Am 9. Januar 2004 leistete sie Kostengutsprache für ein Prothesentraining für 29 Tage im Umfang von Fr. 560.-- pro Tag (Urk. 7/17 = Urk. 3/3). Am 16. Juli 2004 beantragte der be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">handelnde Arzt Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">, FMH Orthopädie und FMH Chi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">rurgie, Kostengutsprache für ein erneutes Prothesentraining (Urk. 3/9). Die IV-Stelle wies das Gesuch mit Verfügung vom 9. August 2004 ab (Urk. 7/10 = Urk. 3/11). Die dagegen vom betroffenen Krankenversicherer Concordia Schwei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">zerische Kranken- und Unfallversicherung (Concordia) am 9. September 2004 erhobene Einsprache (Urk. 7/5 = Urk. 3/13) wies die IV-Stelle mit Entscheid vom 14. Oktober 2004 ab (Urk. 7/1 = Urk. 2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gegen den Einspracheentscheid vom 14. Oktober 2004 (Urk. 2) erhob die Concor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dia am 10. November 2004 Beschwerde mit dem Antrag auf Aufhebung des angefochtenen Entscheides und Verpflichtung der Beschwerdegegnerin zur Übernahme der Kosten für ein zweites Prothesentraining (Urk. 1 S. 2). Mit Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeantwort vom 23. Dezember 2004 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Mit Verfügung vom 5. Januar 2005 (Urk. 8) wurde der Versicherten Gelegenheit gegeben, dem Prozess beizutreten. Nachdem innert Frist keine entsprechende Eingabe erfolgte, wurde Verzicht auf Beitritt angenommen und der Schriftenwechsel mit Verfügung vom 23. Februar 2005 geschlossen (Urk. 10).</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Der Einzelrichter zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.%2 </span><span id="VV153"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt (vgl. Urk. 7/17 = Urk. 3/3), fällt die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.%2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die massgebenden rechtlichen Bestimmungen sind im angefochtenen Entscheid zutreffend wiedergegeben (Urk. 2 S. 1 f.). Darauf kann, mit den nachstehenden Ergänzungen, verwiesen werden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.%2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Setzt der Gebrauch eines Hilfsmittels ein besonderes Training der versicherten Person voraus, so übernimmt die Versicherung die dadurch entstehenden Kos</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten (Art. 7 Abs. 1 der Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung, HVI).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.%2 </span><span id="VV020"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Kreisschreiben handelt es sich um eine von der Aufsichtsbehörde für richtig befundene Auslegung von Gesetz und Verordnung. Die Weisung ist ih</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rer Natur nach keine Rechtsnorm, sondern eine im Interesse der gleichmässigen Gesetzesanwendung abgegebene Meinungsäusserung der sachlich zuständigen Aufsichtsbehörde. Solche Verwaltungsweisungen sind wohl für die Durchfüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungsorgane, nicht aber für die Gerichtsinstanzen verbindlich (BGE 118 V 210 Erw. 4c, vgl. auch 123 II 30 Erw. 7, 119 V 259 Erw. 3a mit Hinweisen). Der So</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zialversicherungsrichter soll sie bei seiner Entscheidung mitberücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Er weicht anderseits inso</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weit von den Weisungen ab, als sie mit den anwendbaren gesetzlichen Bestim</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mungen nicht vereinbar sind (BGE 123 V 72 Erw. 4a mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.%2 </span><span id="VV007"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Beurteilung der Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügung oder des Einspracheentscheides ist für das Sozialversicherungsgericht in der Regel der Sachverhalt massgebend, der zur Zeit des Erlasses des angefochtenen Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">waltungsaktes - hier der 14. Oktober 2004 (Urk. 2) - gegeben war. </span></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.%2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Streitig und zu prüfen ist, ob die Kosten für ein zweites Prothesentraining für die Versicherte von der Beschwerdegegnerin oder der Beschwerdeführerin zu tragen sind. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.%2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin begründete ihren Entscheid damit, dass die Invaliden-ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sicherung grundsätzlich ein Gebrauchstraining zum Umgang mit der C-Leg-Prothese übernehmen könne; ein erstes stationäres Training sei be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">reits erfolgt. Es sei nicht verhältnismässig und nicht angezeigt, eine weitere stationäre Rehabilitationsbehandlung zu übernehmen, da diese überwiegend wegen und zur Rehabilitation des Status nach Knie-LCS-Prothese habe erfolgen müssen. Dies stelle klar eine Leidensbehandlung dar (Urk. 2 S. 2 unten). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.%2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dem hielt die Beschwerdeführerin entgegen, es habe sich gezeigt, dass die Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerden der Versicherten im gonarthrotisch veränderten linken Kniegelenk derart ausgeprägt gewesen seien, dass sie nicht in der Lage gewesen sei, mit der neuen Prothese ein entsprechendes Gangbild zu erlernen. Es sei ihr im Mai 2004 links eine Knieendoprothese eingesetzt worden (Urk. 1 S. 2 unten). Die Rehabilitation habe sich gemäss Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> betreffend des linken Knies unauf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fällig gestaltet, hingegen habe die Versicherte mit der angepassten C-Leg-Pro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">these die Mobilisation und Koordination nicht erreicht. Das Problem stehe ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deutig in Zusammenhang mit der Oberschenkelamputation: Aufgrund der Probleme im rechten Bein seien die Gonarthrose, die OSG-Arthrose sowie die Muskelatrophie im linken Bein entstanden. Die Versicherte habe nun besonders postoperativ nach der Knieteilprothese links Mühe, die Kraft und Sicherheit im linken Bein zu entwickeln, um die C-Leg-Prothese vernünftig einsetzen zu kön</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nen. Es sei deshalb nicht einzusehen, weshalb ein weiteres Gehtraining eine Leidensbehandlung darstelle. Nach Abschluss der Rehabilitation des linken Knies sei die Phase des labilen pathologischen Geschehens beendet. Gemäss dem Kreisschreiben über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cherung (KHMI) könnten solche Trainings, auf ärztliche Anordnung und nach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vollziehbar begründet, auch wiederholt werden. Diese Voraussetzungen seien erfüllt, zumal es nicht einleuchte, weshalb die Beschwerdegegnerin zwar die Kosten einer teuren C-Leg-Prothese übernehme, nicht aber auch das für den optimalen Gebrauch erforderliche Gehtraining aufkommen sollte (Urk. 1 S. 4 unten f.). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.%2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht vom 30. Juli 2003 über den stationären Aufenthalt der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führerin in der Universitätsklinik </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 28. - 30. Juli 2003 wurde als Austrittsdiagnose eine mediale und femoropatelläre Gonarthrose im linken Knie sowie eine OSG-Arthrose links bei Status nach Unterschenkelfraktur links und traumatischer Oberschenkelamputation rechts 1977 genannt (Urk. 7/38 S. 1). Zur Zeit sei bei diffusem Schmerzbild sowie medialer und femoropatellärer Arthrose eine Hemiprothese nicht indiziert. Als letzte Therapieoption käme die Implantation einer Totalprothese in Frage (Urk. 7/38 S. 2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.%2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Begründung der Versorgung der Versicherten mit einer C-Leg-Prothese führte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> aus, diese habe 1977 einen Autounfall erlitten, wobei sie sich in der Folge den rechten Oberschenkel habe amputieren lassen müssen. Die durchgeführte Prothesenversorgung sei adäquat gewesen, die Versicherte habe sich mobilisieren und ihr Leben soweit gestalten können. In der Zwischenzeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hätten sich die Beschwerden vom rechten ins linke Bein verlagert; das linke Bein zeige vor allem im Kniegelenk deutliche Abnutzungserscheinungen. Mo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mentan sei die Versicherte vollständig arbeitsfähig, dies sei aber auf Grund der Gonarthrose im linken Knie in Zukunft fraglich. Mit einer C-Leg-Prothese könnten die Probleme im linken Bein mittels vermehrter Belastung des rechten Beins entschärft und damit eine endoprothetische Versorgung des linken Knies hinausgezögert werden (Urk. 7/37 = Urk. 3/1, undatiert). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.%2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Ärzte der Rehaklinik </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, wo die Versicherte vom 4. Februar bis 3. März 2004 für das erste Prothesentraining stationär aufhielt, hielten mit Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">richt vom 26. Februar 2004 (Urk. 7/36 = Urk. 3/4) fest, man habe nicht errei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chen können, das linke Kniegelenk mittels optimal angepasster C-Leg-Prothese und entsprechendem Gangbild soweit zu entlasten, dass die Versicherte wieder eine befriedigende Gehstrecke und Mobilität erreiche. Die belastungsabhängi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen arthrotischen Beschwerden im linken Kniegelenk seien aktuell zu stark. Die Versicherte könne aktuell nur sehr kurze Strecken, 50 - 100 Meter, ohne Stöcke gehen. Für längere Strecken benutze sie zwei Vorderarmstöcke. Das Einüben eines befriedigenden Gangbildes sei sehr schwierig, da sie schnell wieder in ihr gewohntes fehlerhaftes Gangbild zurückfalle. Aktuell könne sie laut eigener Aussagen nur in Bezug auf die Sicherheit durch die Bremswirkung profitieren. Es komme nun wahrscheinlich als letzte Therapieoption nur die Implantation einer Knie-Totalendoprothese links in Frage (Urk. 7/36 S. 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Im Austrittsbericht vom 27. April 2004 (Urk. 7/34 = Urk. 3/5) wiesen die Ärzte der Rehaklinik </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> darauf hin, dass die Implantation einer Totalen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">doprothese möglichst bald stattfinden sollte (Urk. 7/34 S. 1 unten). Die Gehstre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">cke sei insgesamt stark eingeschränkt, nach 30 Metern hätten bereits die Schmerzen im linken Kniegelenk begonnen. Die Versicherte könne aktuell die Möglichkeiten des C-Leg nicht einmal annähernd nutzen (Urk. 7/34 S. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.%2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 4. Mai 2004 wurde der Versicherten eine Knietotalprothese eingesetzt (Urk. 7/32). Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> beantragte in der Folge erneut ein stationäres Gehtrai</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ning für die Versicherte und begründete dies in seinem Schreiben vom 16. Juli 2004 damit, dass sich zwar die Rehabilitation des linken Knies unauffällig ges</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">talte, hingegen die Versicherte bis anhin die Mobilisation und Koordination mit der angepassten C-Leg-Prothese nicht zufriedenstellend geschafft habe. Eine intensive Gehtrainingsbetreuung scheine absolut notwendig zu sein, um aus dieser Situation herauszukommen. Eine weiterführende ambulante Physiothera</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pie sei ungenügend; anderweitige stationäre Aufenthalte zur Verbesserung der Gehfähigkeit seien ausser in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht gegeben (Urk. 3/9).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Im daraufhin von der Beschwerdegegnerin eingeholten Bericht vom 28. Juli 2004 (Urk. 7/31/3 = Urk. 3/10) führte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> aus, dass momentan die Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">schwerden im Bereich des linken Kniegelenks im Vordergrund stünden. Dabei handle es sich um zeitgerechte Kapselspannungs- und muskuläre Dysbalan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ceprobleme mit deutlicher Muskelschwäche im gesamten linken Bein. Weiter bestünden Koordinationsprobleme betreffend das Gehen mit dem linken ope</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">rierten Bein und mit der angepassten C-Leg-Prothese (Urk. 7/31/3 lit. D Ziff. 4). Knapp drei Monate nach der Knietotalprothese links bei Zustand nach Ober</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">schenkelamputation rechts zeige sich ein ordentlicher Verlauf. Die Versicherte sei etwas ängstlich und etwas schmerzgeplagt. Eine Belastung des linken Beins sei voll möglich; leider fehle ihr im Moment noch die Kraft, um das linke Bein so zu stabilisieren, dass sie das C-Leg voll einsetzen könne. Deshalb wäre eine stationäre Gehtrainingstherapie sowohl für die Muskulatur am linken Ober- und Unterschenkel wie auch für die Mobilisation mit dem C-Leg sehr günstig (Urk. 7/31/3 lit. D Ziff. 7). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Mit Schreiben vom 25. August 2004 hielt Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> fest, aufgrund der Prob</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">leme im rechten Bein seien die Probleme mit der Gonarthrose, der OSG-Arthrose und der Muskelatrophie im linken Bein entstanden. Die Versicherte habe nun besonders postoperativ Mühe, die Kraft und die Sicherheit im linken Bein zu entwickeln, um die C-Leg-Prothese vernünftig einsetzen zu können. Mit einer stationären, intensiven Kräftigungstherapie und einem Gehtraining könnte eine eindeutige Verbesserung der Situation erreicht werden (Urk. 7/30 = Urk. 7/9 = Urk. 3/12).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dass der Gebrauch der C-Leg-Prothese ein besonderes Training erfordert, ist unbestritten. Entsprechend sind die dadurch entstehenden Kosten gemäss Art. 7 Abs. 1 HVI grundsätzlich von der Beschwerdegegnerin zu übernehmen, wie dies mit Verfügung vom 9. Januar 2004 (Urk. 7/17) erstmals geschehen ist. Dieses erste Training erbrachte nicht den gewünschten Erfolg, weil die belastungsab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hängigen arthrotischen Beschwerden im linken Kniegelenk der Versicherten zu stark waren (Bericht der Ärzte der Rehaklinik </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 26. Februar 2004; Urk. 7/36 S. 1). Nach dem Einsetzen der Knietotalprothese links ist nun gemäss Angaben von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> eine Belastung des linken Beins unbeschränkt mög</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich. Es fehlte der Versicherten jedoch noch die Kraft, um das linke Bein so zu stabilisieren, dass sie das C-Leg voll einsetzen könne. Entsprechend sei eine sta</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tionäre Gehtrainingstherapie sowohl für die Muskulatur am linken Ober- und Unterschenkel wie auch für die Mobilisation mit dem C-Leg sehr günstig (Urk. 7/31/3 lit. D Ziff. 7). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin (vgl. Urk. 7/10; Urk. 2 S. 2 un</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ten) lag nach der totalprothetischen Versorgung des linken Knies und zum hier massgeblichen Zeitpunkt (vgl. Erw. 1.5) somit ein stabiler Gesundheitszustand vor, der keine invalidenrechtlich massgebliche Leidensbehandlung nach sich zog und dementsprechend nicht in den Zuständigkeitsbereich der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">führerin fiel. Nachdem das zweite Gehtraining gemäss Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> nicht nur notwendig war, damit das linke Bein gekräftigt wird, sondern auch, damit die Versicherte die C-Leg-Prothese vernünftig einzusetzen vermag (vgl. Urk. 7/9), und ohne weiteres nachvollziehbar ist, dass die Versicherte ihre Prothese ohne ein zum gewünschten Erfolg führendes Training nicht zufriedenstellend gebrau</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">chen kann, sind auch die im massgeblichen Kreisschreiben genannten Voraus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">setzungen erfüllt (KHMI Rz 1044; vgl. vorstehend Erw. 2.3). In Abweichung da</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">von (vgl. vorstehend Erw. 1.4) und in Anbetracht der Umstände ist jedoch fest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">zuhalten, dass das Training vorliegend nicht lediglich ausnahmsweise wieder</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">holt wird: Das zweite Gehtraining basiert nun auf einem stabilen Zustand, der einen Trainingserfolg und eine sinnvolle Nutzung der C-Leg-Prothese überhaupt erst ermöglicht. Entsprechend liegt keine Wiederholung des Trainings im Sinne des genannten Kreisschreibens vor.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass das zweite Gehtraining der Versicher</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten nicht mit einer Leidensbehandlung, sondern mit der Gebrauchser</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">möglichung ihrer C-Leg-Prothese zusammenhängt und somit von der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdegegnerin zu übernehmen ist. Dies führt zur Gutheissung der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerde.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Der Einzelrichter erkennt:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der </span><span id="Beschwerde"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird der Einspracheentscheid der Sozial-versi</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">cherungs</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 14. Oktober 2004 aufgehoben, und es wird festgestellt, dass die Kosten für ein zweites Gehtraining der Versicherten für den Umgang mit der C-Leg-Prothese von der Invalidenversicherung zu überneh</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">men sind.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Concordia Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherung</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> seit der Zustellung beim Eidgenössi</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">schen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhof</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">quai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, so</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">weit die beschwerdeführende Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der EinzelrichterDie Gerichtssekretärin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannLienhard </p></div> </div></body></html>