{"Signatur": "CH_BVGE_001", "Spider": "CH_BVGer", "Datum": "2014-03-04", "PDF": {"Datei": "CH_BVGer/CH_BVGE_001_BVGE-2015-36_2014-03-04.pdf", "URL": "https://jurispub.admin.ch/publiws/download;jsessionid=D5D33B11BBDFBDBF7464B21B6C748C0C?decisionId=40465423-8bf9-43ad-a115-79b1e79d7383", "Checksum": "39e59a4239875677bbad5e40915576ff"}, "Scrapedate": "2025-09-07", "Num": ["BVGE 2015/36"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bundesverwaltungsgericht 04.03.2014 BVGE 2015/36"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bundesverwaltungsgericht 04.03.2014 BVGE 2015/36"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Bundesverwaltungsgericht 04.03.2014 BVGE 2015/36"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Bundesverwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conf\u00e9deration Bundesverwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Bundesverwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Abteilung I"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Mehrwertsteuer | \nMehrwertsteuer. Eigenverbrauch. Treu und Glauben. Legalit\u00e4ts-prinzip im\nAbgaberecht.\nArt.&#160;5 Abs.&#160;3, Art.&#160;9, Art.&#160;127 Abs.&#160;1 und Art.&#160;164\nAbs.&#160;1 Bst.&#160;d BV. Art.&#160;2 ZGB. Art.&#160;5 Bst.&#160;c, Art.&#160;9 Abs.&#160;1, Art.&#160;18\nZiff.&#160;20 und 21 und Art.&#160;26 MWSTG von 1999. \n1.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;\nUnter die von der Mehrwertsteuer nach dem MWSTG von 1999 ausgenommenen Ums\u00e4tze fallen unter\nanderem solche aus der \u00dcbertragung und Bestellung von dinglichen Rechten an Grund\u00adst\u00fccken\nsowie gewisse Ums\u00e4tze aus der \u00dcberlassung von Grund\u00adst\u00fccken und Grundst\u00fccksteilen\nzum Gebrauch oder zur Nutzung (E.&#160;2.1).\n2.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;\nWird ein Grundst\u00fcck, das mit Option f\u00fcr die Versteuerung ver\u00admietet wurde, ohne\nOption f\u00fcr die Versteuerung an einen anderen Mehrwertsteuerpflichtigen ver\u00e4ussert, wechselt\ndas Grundst\u00fcck vom steuerbaren in den nicht steuerbaren Bereich. Dieser Wechsel bildet einen Eigenverbrauch.\nDer entsprechende Eigenver\u00adbrauchstatbestand wird unmittelbar vor der \u00dcbertragung des Grundst\u00fcckes\nverwirklicht (E.&#160;2.2 2.4).\n3.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;\nZum Grundsatz von Treu und Glauben, der im Steuerrecht auf\u00adgrund des abgaberechtlichen Legalit\u00e4tsprinzips\nnicht so weit ge\u00adhen kann wie im Privatrecht, z\u00e4hlt das Verbot widerspr\u00fcchlichen Verhaltens\n(E.&#160;2.8 und 2.9.5). Dieses Verbot schafft grunds\u00e4tzlich eine Bindung des Steuerpflichtigen\nan die von ihm im Steuerver\u00adfahren abgegebenen Erkl\u00e4rungen (E.&#160;2.9.3).\n4.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;\nEin Eigenverbrauch im Sinne von Art.&#160;9 Abs.&#160;1 MWSTG von 1999 setzt zwingend voraus,\ndass der Steuerpflichtige zum Vorsteuerab\u00adzug berechtigt war. Hat der Steuerpflichtige zu Unrecht\nVor\u00adsteuerabz\u00fcge geltend gemacht, kann folglich kein entsprechender Eigenverbrauchstatbestand\nangenommen werden (E.&#160;3.4). Wur\u00adden zu Unrecht Vorsteuerabz\u00fcge vorgenommen und ist der\ndies\u00adbez\u00fcgliche R\u00fcckforderungsanspruch der ESTV verj\u00e4hrt, ergibt sich zwar f\u00fcr\nden Steuerpflichtigen ein Steuervorteil. Dieser Steuervorteil muss aber mit Blick auf das Legalit\u00e4tsprinzip\nhingenommen werden (E.&#160;3.5).\n"}], "ScrapyJob": "446973/32/2119", "Zeit UTC": "07.09.2025 23:31:09", "Checksum": "d51faccfdfc4bf1a702744de21c407da"}