<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2017.01006</span></p><p><span id="AHV_NR"></span><span id="G_NR_VI"></span><span> </span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Sozialversicherungsrichterin Sager<br/>Gerichtsschreiberin Schucan</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 16. Mai 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch die Beiständin O.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Berufsbeistandschaft </span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">diese vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie Schwarz</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Sigg Schwarz Advokatur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Theaterstrasse 3, Postfach 2336, 8401 Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1956</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mutter von drei erwachsenen Kindern (geboren 1985, 1987 und 1993), </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">war </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuletzt bis 2004 in einem Teilzeitpensum bei der Post in der Reinigung angestellt (vgl. Auszug aus dem individuellen Konto; IK-Auszug Urk. 10/8, Urk. 10/11 Ziff. 2)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Unter Hinweis auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine bipolare Störung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">meldete sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Versicherte am 26. August 2015</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bei der Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">g zum Leistungsbezug an (Urk. 10/5 Ziff. 6.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Die Sozialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nisch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e und erwerbliche Situation ab </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und holte bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Dr. med. Y.___, Oberärztin an der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin, Universitätsspital Z.___, und bei Dr. med. A.___, Facharzt für Psychiatrie und Psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">therapie, ein bi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">diszip</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">linäres Gutachten ein, das am 19. Januar 2017 erstattet wurde (Urk. 10/30</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Weiter veranlasste die IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stelle eine Haushaltsab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klärung, über welche am 28. Februar 2017 Bericht erstattet wurde (Urk. 10/32).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach durchgeführt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">em Vorbescheidverfahren (Urk. 10/34; Urk. 10/40</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) verneinte die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IV-Stelle mit Verfügung vom 16. August 2017 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einen Rentenanspruch (Urk.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 10/46 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">= </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte erhob am 14. September 2017</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerde gegen die Verfügung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">16. August 2017</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit Wirkung von sechs Monaten nach der Anmeldung eine Rente der Invalidenversicherung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zuzusprechen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, im Weiteren ersuchte sie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1 S. 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">25. Oktober 2017</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 9</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) die Abweisung der Beschwerde. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 15. Februar 2018 reichte die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin ihre Replik (Urk. 15) ein und die Beschwerdegegnerin verzichtete am 19. März 2018 auf das Einreichen einer Duplik (Urk. 18), was der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin am 21. März 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 19). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Fol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX006"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krankheitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1). </span></p><p><span> </span><span>Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. </span><span>BGE 143 V 409 E. 4.2.1 unter Hinweis auf 127 V 294 E. 4b/cc und 139 V 547 E. 5.2</span><span>).</span></p><p><span> </span><span>Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psycho</span><span>somatische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tatsächliche Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grund</span><span>sätzlich in einem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE 141 V 281). Mit </span><span>BGE 143 V 418 </span><span>hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätzlich sämtliche psychischen </span><span>Erkrankungen</span><span> einem strukturierten Beweis</span><span>ver</span><span>fahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krank</span><span>heitsbild allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung ein</span><span>zelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Fest</span><span>stellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeits</span><span>unfähigkeit schliessen lassen (E. 7). </span></p><p><span> </span><span>Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens sind als Standardindikatoren die folgenden Aspekte massgebend (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):</span></p><p><span>Funktioneller Schweregrad</span></p><p><span>- </span><span>Gesundheitsschädigung</span></p><p><span>-</span><span>Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde</span></p><p><span>-</span><span>Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz</span></p><p><span>-</span><span>Komorbiditäten</span></p><p><span>- </span><span>Persönlichkeit: Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen</span></p><p><span>- </span><span>sozialer Kontext</span></p><p><span>Konsistenz (Gesichtspunkte des Verhaltens)</span></p><p><span>- </span><span>gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleich</span><span>baren Lebensbereichen</span></p><p><span>- </span><span>behandlungs- und eingliederungs</span><span>anamnestisch</span><span> ausgewiesener Leidens</span><span>druck</span></p><p><span> </span><span>Diese</span><span> Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindern</span><span>der äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Ressourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu</span><span>schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_2</span><span>60/2017 vom 1. Dezember 2017 E. </span><span>4.2.3). </span><span>Die Anerkennung eines renten</span><span>begründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus</span><span>wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchs</span><span>grundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und wider</span><span>spruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweisbelastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span id="XX094"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG) stellt sich unter dem Gesichtspunkt des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28a </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 IVG in Verbindung mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">16 und 7 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 ATSG die Frage nach der anwendbaren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Invaliditätsbemessungsmethode.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gleich,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, das heisst ohne Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">27</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Verordnung über die Invalidenversicherung; IVV; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die konkrete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit ist der im Sozialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit erforderlich (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 137 V 334</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 3.2, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 393</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 3.3, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">125 V 146</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2c, je mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_915/2012 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die gemischte Methode findet auch Anwendung, wenn der (in einem Aufgaben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bereich tätigen) versicherten Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit zumutbar wäre, sie aber trotzdem eine solche nicht ausüben würde (vgl. BGE 133 V 504 E. 3.3 in fine). Ist jedoch anzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nehmen, die versicherte Person wäre ohne gesundheitliche Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung teilerwerbstätig ohne daneben in einem andern Aufgaben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bereich nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> tätig zu sein, ist die Invalidität ausschliesslich nach den Grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sätzen für Erwerbstätige, somit nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">16 ATSG zu bemessen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28a </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 e). Die gemischte Methode gelangt hier ebenso wenig zur Anwendung wie bei ohne Gesundheitsschaden voll Erwerbstätigen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">27</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Das Valideneinkommen ist nach Massgabe der ohne Gesundheitsschaden ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">übten Teilerwerbstätigkeit festzulegen. Entscheidend ist, was die versicherte Person als Gesunde tatsächlich an Einkommen erzielen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Wäre sie gesundheitlich in der Lage, voll erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tätig zu sein, reduziert sie aber das Arbeitspensum aus freien Stücken, insbesondere um mehr Freizeit zu haben, oder ist die Ausübung einer Ganztagestätigkeit aus Gründen des Arbeitsmarktes nicht möglich, hat dafür nicht die Invalidenversicherung einzustehen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 125 V 157</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5c/bb mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen; ZAK 1992 S. 92 E. 4a). Das Invalideneinkommen bestimmt sich entsprechend den gesetzlichen Vorgaben danach, was die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">marktlage erzielen könnte. Dabei kann das – vom Arzt festzulegende – Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pensum unter Umständen grösser sein als das ohne gesundheitliche Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung geleistete (vgl. BGE 131 V 51 E. 5.1.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der Bestimmung der im konkreten Fall anwendbaren Invaliditätsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">messungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">methode und damit der Beantwortung der entscheidenden Statusfrage handelt es sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische Willens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheidungen der versicherten Person berücksichtigen muss. Dies gilt auch für die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre. Diese inneren Tatsachen sind indessen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus äusser</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en Indizien erschlossen werden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_287/2013 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">November 2013 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und 8C_511/2013 vom 30.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">De</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zember 2013</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 3.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, je </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span id="XX077"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalidenein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen), in Bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">valid geworden wäre (sog. Validenein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen). Der Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eiden hypothetischen Erwerbsein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.6</span><span> </span><span id="XX075"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig ist (BGE 125 V 256 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4b/cc).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span id="UV053"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung (Urk. 2) damit, dass die Beschwerdeführerin seit Juli 2012 in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei. Eine Tätigkeit in der Reinigung sei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht mehr zumutbar. Diese</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Tätigkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei jedoch seit 2004 nicht mehr ausgeübt worden. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da die Beschwerdeführerin als Hausfrau zu qualifizieren sei, bestehe eine Einschränkung von 20 %. Mit dem vorhandenen Unterhalt des Exmannes und der günstigen Miete sei die Beschwerdeführerin finanziell recht gut gestellt und müsste nicht zwangsläufig einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Sofern sie die günstigere</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Wohnung verlassen müsse, sei davon auszugehen, dass sie in ihrem bisherigen Pensum von 25</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> einer E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rwerbstätigkeit nachgehen würde, weshalb sie als zu 25 % im Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bereich und zu 75 % im Haushalt Tätige zu qualifizieren sei. Im Haushalts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bereich bestehe eine Einschränkung von 23 %, und da ihr eine angepasste Tätigkeit zu </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">50</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zumutbar sei, resultiere ein totaler I</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nvaliditätsgrad von 20 % (S. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> f</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">f</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde geltend, sie wäre heute als Gesunde vollerwerbstätig. Sie sei bereits als Mutter von drei kleinen Kindern bei der Post in der Reinigung im Umfang von 25 % tägig </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gewesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hinblick</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auf den beruflichen Wiedereinstieg in die im Heimatland erlernte Tätigkeit in der Pflege und im Hinblick auf eine Pensumserhöhung habe sie im November 2005 eine Rotkreuz-Ausbildung absolviert.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Als Gesunde hätte sie diese Tätigkeit als Rotkreuzpflegerin ausgeübt und sich nicht von ihrem Exmann finanzieren lassen wollen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 1 S. 4 Ziff. 2 lit. a, Urk. 15 S. 4 f. lit. c</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">d, S. 6 lit. g-h)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Sie sei lediglich noch im geschützten Rahmen arbeitsfähig (Urk. 15 S. 3 f. Ziff. 3 lit. a-e). Ihre gesundheitlichen Beschwerden hätten bereits im Scheidungszeitpunkt im Jahr 2009 bestanden, und die Alimente seien unter deren Berücksichtigung angesetzt worden (Urk. 1 S. 4 f. Ziff. 2 lit. b-d, Urk. 15 S. 5 f. lit. f-g). Entsprechend sei das Valideneinkommen basierend auf einer Vollerwerbstätigkeit in der Spitex mit Pflegeaufgaben zu bemessen, und beim Invalideneinkommen sei von einer geschützten Tätigkeit im Umfang von 50 % auszugehen (Urk. 15 S. 6 ff. Ziff. 5-6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin und in diesem Zusammenhang auch ihre sozialversicherungsrechtliche </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Qualifikation</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für Allgemein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Innere Medizin, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führte in seinem Bericht vom 29. Januar 2008 (Urk. 16/1/1) aus,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> er bestätige, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> seit dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">September 2006</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> wegen einer depressiven Störung und einer psychosozialen Belastungssituation in seiner Behandlung gewesen sei. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Symptome hätten dazu geführt, dass sie in der Stimmungslage, im Denken, der Konzentration und im Antrieb stark beeinträchtigt gewesen sei.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Fachpersonen der Integrierten Psychiatrie C.___ nannten in ihrem Bericht vom 9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Se</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ptember 2015 (Urk. 10/14/7-10) als Diagnose sonstige bipolare affektive Störungen; bipolare Störung mit schnellem Phasenwechsel; ICD-10 F31.81 (S. 1 unten). Die Beschwerdeführerin sei nach der Hospitalisation vom 18. September bis 12. Dezember 2014 (S. 2 oben) vom 19. Januar bis 17. Juli 2015 bei ihnen in tagesklinischer Behandlung gewesen (S. 1 und S. 2 Mitte). Sie sei seit 2004 an einer bipolaren affektiven Störung mit schweren Ausprägungen zu beiden Polen hin erkrankt. Es sei mitunter zu schwerer Verwahrlosung und mehreren freiwilligen stationären Aufenthalten in psychiatrischen Kliniken gekommen. Die Beschwerdeführerin sei eine ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schiede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ne, alleinlebende Mutter von drei Kindern im Erwachsenenalter und seit 2012 nicht mehr arbeitstätig. Ihr Lebensunterhalt werde weitgehend vom Ex</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mann finanziert. Sie sei eine sympathische, fröhliche, humorvolle und für</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sorg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Persönlichkeit, die gerne koche, tanze und singe (S. 1 Mitte).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Fachpersonen führten aus, in diagnostischer Hinsicht hätten die Verlaufs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beobachtungen und ergänzenden anamnestischen Informationen Hinweise auf eine bipolare Störung ergeben, welche sich in den letzten Monaten in einer schwerwiegenden Form, dem Rapid Cycling, gezeigt habe (S. 2 unten f.). Unter regelmässiger Einnahme von Lithium und der weiteren psychiatrischen Medikation, den psychiatrischen Gesprächen sowie den Besuchen durch die Spitex bleibe zu hoffen, dass die Ausprägungen der manisch-depressiven Grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erkrankung abgeschwächt würden. Die Beschwerdeführerin habe die Tages</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klinik nach Abschluss eines geplanten Therapieprogramms in gegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seitigem Einverständnis am 17. Juli 2015 verlassen (S. 3 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. D.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, nannte in ihrem Bericht vom 8. November 2015 (Urk. 10/15) als Diagnose eine bipolare affektive Störung mit schnellem Phasenwechsel (ICD-10 F31.81), gegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wärtig hypomane Phase (ICD-10 F31.0), bestehend seit mindestens 2006 (Ziff. 1.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. D.___ führte aus, die Beschwerdeführerin sei seit dem 10. Juli 2009 bei ihr in Behandlung, und die letzte Kontrolle sei am 6. November 2015 erfolgt (Ziff. 1.2). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der angestammten Tätigkeit als Krankenpflegerin bestehe seit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> dem 12. Juli 2012 wegen raschen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Stimmungsumschwüngen und grosser Instabilität sowie oftmals auch Unfähigkeit, für den eigenen Alltag besorgt zu sein, eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Sie leide unter deutlichen Konzentrationsstörungen und an einer Unfähigkeit, ausdauernd und konstant an einer Aufgabe zu bleiben. Es bestehe eine starke Betreuungsbedürftigkeit, und es sei keine behin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsangepasste Tätigkeit möglich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Ziff. 1.6-7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die medikamentöse Einstellung sei schwierig, und bisher sei noch keine opti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">male Medikation gefunden worden (Ziff. 1.8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. D.___ führte aus, es finde einmal pro Woche eine Konsultation bei ihr statt, abwechselnd mit Hausbesuchen durch die psychiatrische Spitex. Die medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kamen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">töse Einstellung erfolge je nach Stimmungslage in verschiedener Zusammen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzung. Empfohlen werde weitere engmaschige Behandlung und Betreuung und allenfalls betreutes Wohnen, wenn die Beschwerdeführerin erneut mit dem selbständigen Wohnen überfordert sein sollte (Ziff. 1.5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Fachpersonen der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nannten in ihrem Bericht vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dezember 2015 (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10/19) als Diagnose mit Auswirkung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auf die Arbeitsfähigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine bipolare affektive Störung, gegenwärtig leichte oder mittelgradige </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">depressive Episode (ICD-10 F31.3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">), aktenanamnestisch bestehend seit 2012 (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ziff. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">März bis </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mai 2015 ha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be eine stationäre Behandlung der Beschwerdeführerin an der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> stattgefunden (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ziff. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3), danach habe sie sich in der Akuttagesklinik mit geplantem Austritt am 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juni 2015 befunden (S. 4 Mitte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ziff. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es sei damit zu rechnen, dass bei der Patientin auch nach Klinikaustritt weiter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bezüglich einer lang</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fristigen Pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gnose werde auf den ambulanten Behandler verwiesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Ziff. 1.4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 19. Januar 2017 erstatteten Dr. Y.___ und Prof. Dr. med. E.___, Klinikdirektor, Klinik und Poliklinik für Innere Medizin, Z.___, sowie Dr. A.___ ihr internistisch-psychiatrisches Gutachten (Urk. 10/30/1-5 und Urk. 10/30/10-22). Zusammenfassend nannten die Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achter als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine bipolare affektive Störung, gegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wärtig remittiert (ICD-10 F31.7). Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit nannten sie einen Diabetes mellitus Typ 2 sowie eine Hyper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cholesterinämie (Urk. 10/30/1-5 S. 4 Ziff. 6.1-2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Gutachter führten aus, im angestammten Beruf als Pflegefachfrau sei die Expl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">orandin nicht mehr arbeitsfähig, ebenso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wenig in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Reinigungskraft. Es sei zu erwarten, dass im Rahmen einer ausser</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">häuslichen Tätigkeit das erwähnte labile Gleichgewicht gestört werde und es zu einer relevanten Verschlechterung des Gesundheitszustandes komme</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 5 Ziff. 7.2). In einer optimal angepassten, häuslichen Verweistätigkeit, welche im persönlichen Rahmen und mit flexiblen Arbeitszeiten ausgeübt werden könne, wie die Begleitung von hilfsbedürftigen Personen oder Senioren, explizit aber keine eigentliche Pflegetätigkeit, sei die Beschwerdeführerin medizinisch-theoretisch zu </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">50</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> arbeitsfähig. Es gelte jedoch auch hier zu bedenken, dass von einem labilen Gleichgewicht auszugehen sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 5 Ziff. 7.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Gutachter führten aus, aufgrund der vorliegenden Akten und ihrer Begut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achtung sei davon auszugehen, dass die Arbeitsunfähigkeit seit min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">destens März 2015 bestehe (S. 5 Ziff. 7.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Anbetracht der besonderen Schwere der Störung sowie der mit hoher </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheinlichkeit aufgetretenen dauerhaften organischen Hirnschädigung, seien die Besserungsaussichten limitiert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Die Fortführung der Behandlung sollte primär dem Zwecke dienen, eine Verschlechterung des gesundheitlichen Zustandes zu ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">meiden. Es werde unbedingt zur Fortsetzung der laufenden integrierten psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung geraten. Die Medikation mit Lithium sollte bei laufendem Therapeutic-Drug-Monitoring fortgesetzt werden (S. 5 Ziff. 7.5). Es bestünden keine wesentlichen Diskrepanzen gegenüber den Vorberichten (S. 5 Ziff. 7.7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammenfassend handle es sich um eine 60-jährige Explorandin mit einer bipolaren affektiven Störung, die aktuell unter Lithium habe stabilisiert werden können. Allerdings sei von einem labilen Gleichgewicht auszugehen (S. 5 Ziff. 7.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Med. pract. F.___, Facharzt für Neurologie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), nannte in seiner Stellungnahme vom 26. Januar 2017 (Urk. 10/33/3) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine bipolare affektive Störung (ICD-10 F31) mit aktuell labilem psychischen Gleich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gewicht unter Medikation. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit nannte er einen Diabetes mellitus und eine Hyper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lesterinämie. In der bisherigen Tätigkeit bestehe keine Arbeitsfähigkeit mehr. In einer ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">passten, körperlich leichten Tätigkeit mit flexibler Zeiteinteilung, zum Beispiel in der Seniorenbetreuung ohne Pflege, bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit sei nicht absehbar. Das Gutachten des Z.___ und von Dr. A.___ vom 19. Januar 2017 sei beweiskräftig.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf die Stellungnahme von med. pract F.___ vom RAD vom Januar 2017 (vgl. vorstehend E. 3.6) davon aus, dass in der angestammten Tätigkeit der Beschwerdeführerin keine Arbeitsfähigkeit mehr bestehe, jedoch in einer angepassten, leichten körperlichen Tätigkeit mit flexibler Zeiteinteilung, zum Beispiel in der Seniorenbetreuung ohne Pflege, eine Arbeitsfähigkeit von 50 % gegeben sei (vgl. vorstehend E. 2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Soweit RAD-Arzt med. pract. F.___ das bidisziplinäre Gutachten des Z.___ respektive von Dr. A.___ vom Januar 2017 (vgl. vorstehend E. 3.5) als beweiskräftig erachtet, kann ihm gefolgt werden könne. So </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">berücksichtigt die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ses die von der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen umfassend auseinander. Es wurde sodann in Kenntnis der wesentlichen Vorakten abgegeben, leuchtet in der Darlegung der medizinischen Situation ein, und die Schlussfolgerung ist in nachvollziehbarer Weise begründet. Es erfüllt daher die Anforderungen an eine beweiskräft</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ige Expertise (vorstehend E. 1.6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Insbesondere ergaben auch die übrigen vorliegenden medizinischen Akten nichts, was auf eine anderweitige Einschätzung der Lage hindeuten würde. Somit ist darauf abzustellen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Jedoch kann der Interpretation des Gutachtens durch RAD-Arzt med. pract. F.___, dass noch von einer verwertbaren Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">markt im Umfang von 50 % gesprochen werden könne, nicht gefolgt werden. So wiesen die Gutachter des Z.___ respektive Dr. A.___ bereits im Rahmen der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in den angestammten Tätigkeiten darauf hin, dass zu erwarten sei, dass eine ausserhäusliche Tätigkeit das labile Gleich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gewicht der Beschwerdeführerin störe und es zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes komme</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Soweit sich im Hauptgutachten zumindest aus der gewählten Beschreibung einer angepassten Tätigkeit entnehmen lässt, dass es sich um eine geschützte Tätigkeit handelt, äusserte dies Dr. A.___ in seinem psychiatrischen Teilgutachten explizit (vgl. Urk. 10/30/10-22 S. 12 Ziff. 6.7). Überdies wies Dr. A.___ auf die besondere Schwere der Störung sowie die limitierten Besserungsaussichten hin (vgl. Urk. 10/30/10-22 S. 12 Ziff. 6.8). Auch der letzten Beschäftigung der Beschwerdeführerin als Haushaltshilfe einer einzigen betagten Person mass Dr. A.___ lediglich den Stellenwert einer geschützten Tätigkeit bei (vgl. Urk. 10/30/10-22 S. 11 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Betreffend das psychiatrische Teilgutachten von Dr. A.___ ist zu beachten, dass dieses im Januar 2017 und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">demnach vor der Rechtsprechungsänderung des Bundesgerichts vom 30. November 2017 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(BGE 143 V 418) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erstattet</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> wurde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Damit verliert es seinen Beweiswert indes nicht per se. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Obwohl sich vorliegend bei fachärztlich einstimmiger Diagnose und Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bestehender prägna</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter und eindeutiger Befundlage, welche sich mit jener einer somatischen Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">krankung vergleichen lässt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Frage stellt,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ob </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">überhaupt ein strukturiertes Beweisverfahren durchzuführen ist (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BGE 143 V 418 E. 7.1), wird nachfolgend geprüft, ob das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">psychiatrische Teilgutachten von Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine schlüssige Beurteilung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> im Lichte der massgeblichen Indikatoren erlaubt oder nicht (vgl. vorsteh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">end E. 1.2, BGE 141 V 281 E. 8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Betreffend die Gesundheitsschädigung ergibt sich einhellig aus den Akten, dass die Beschwerdeführerin an einer bipolaren affektiven Störung (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ICD-10 F31)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> leidet und dass von fachärztlicher Seite her keine auf dem ersten Arbeitsmarkt verwertbare Arbeitsfähigkeit mehr angenommen wurde (vgl. vorstehend E. 3.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Komplex Gesundheitsschädigung wurde sowohl von Dr. A.___ als auch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">von den übrigen behandelnden Ärzten als schwergradig ausgeprägt be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schrieben. Dr. A.___ beschrieb deutliche Hinweise auf Defizite im Planungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vermögen und in der Konzentrationsfähigkeit und wies auf dezente Zeichen einer frontalen Hirnschädigung sowie von basalen Ganglien (orale Automatismen, Pillendrehertremor) hin, und führte aus, es sei von einer auf dem Wege der Exzitotoxizität zustande gekommene dauerhafte Beeinträchtigung der höheren Hirnfunktionen auszugehen. Daraus resultiere unter anderem auch eine erhebliche Verminderung der emotionalen Belastbarkeit sowie der Stress</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">re</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sistenz. Dr. A.___ beschrieb den Zustand der Beschwerdeführerin anläss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich seiner Begutachtung als ein labiles Gleichgewicht (Urk. 10/30/10-22 S. 10 f. Ziff. 6.1-2). Das von der Beschwerdeführerin präsentierte Bild sei authentisch und ohne Anhaltspunkte für Simulation, Aggravation oder Dissimulation gewesen (Urk. 10/30/10-22 S. 7 Ziff. 4.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu Behandlungs- und Eingliederungserfolg respektive -resistenz führte Dr. A.___ aus, dass in Anbetracht der besonderen Schwere der Störung sowie der mit hoher Wahrscheinlichkeit aufgetretenen dauerhaften organischen Hirnschädigung die Besserungsaussichten limitiert seien, wobei er zur Fort</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führung der Behandlung, welche primär dem Zwecke diene, eine Verschlechte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung des gesundheitlichen Zustandes zu vermeiden, rate, insbesondere zur Fort</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzung der laufenden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">integrierte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> psychiatrisch-psychotherapeutische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Behandlung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IPPB) und zur Medikation mit Lithium bei laufender Spiegel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">überwachung (Urk. 10/30/10-22 S. 12 Ziff. 6.8).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Allfällige Komorbiditäten wurden keine genannt und ergeben sich auch nicht aus der übrigen Aktenlage. Auch verneinte Dr. A.___ das Vorliegen von relevanten Persön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">faktoren (Urk. 10/30/10-22 S. 11 Ziff. 6.4). Das Bild einer Persön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störung oder einer akzentuierten Persönlichkeit sei nicht zum Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schein gekommen. Die Beschwerdeführerin habe mit einer prosozialen Grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellung, eher überdurchschnittlicher Anpassungs- und Durchsetzungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit, einer hohen Resilienz und einem offenen, hilfsbereiten Naturell impo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">niert (Urk. 10/30/10-22 S. 8 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Was den sozialen Kontext sowie die Konsistenz anbelangt, so sind die Angaben der Beschwerdeführerin anlässlich der Begutachtung bei Dr. A.___ (vgl. Urk. 10/30/10-22 S. 4 f. Ziff. 3.2-3) vor dem Hintergrund ihres Krankheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bildes, welches definitionsgemäss mit starken Schwankungen einhergeht, respek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tive dem von Dr. A.___ festgestellten labilen Gleichgewicht zu relativieren. So gab sie sich als sozial gut eingebettete, aktive Person, die auch ihren Haushalt selbständig zu bewältigen vermag (vgl. Urk. 10/30/10-22 S. 5 Mitte). Dass diese Angaben mit Zurückhaltung zu würdigen sind, ergibt sich auch aus der übrigen Aktenlage, wonach die Beschwerdeführerin seit Juli 2012 verbeiständet ist (vgl. Urk. 10/3) und durch die Psychiatrie-Spitex unterstützt werden muss (vgl. Urk. 10/12). Weiter beschrieb die Abklärungsperson, welche am 10. Februar 2017 eine Haushaltsabklärung bei der Beschwerdeführerin zu Hause vornahm, chaotische und unordentliche Zustände (vgl. Urk. 10/32 S. 1 Ziff. 1). Die Fachpersonen der C.___ führten in ihrem Bericht vom September 2015 (vorstehend E. 3.2) aus, es sei mitunter infolge der bipolaren affektiven Störung zu schwerer Verwahrlosung gekommen. Die behandelnde Psychiaterin Dr. D.___ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zog sodann ein betreutes Wohnen in Betracht, sollte die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin weiterhin mit dem selbständigen Wohnen überfordert sein (vgl. vorstehend E. 3.3). Bei diesen Gegebenheiten ist demnach auch ein ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprechender Leidensdruck ohne weiteres zu bejahen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammenfassend führt die Prüfung der einzelnen Indikatoren zum Schluss, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auf die gutachterliche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beurteilung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> von Dr. A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, wonach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufgrund des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">diagnostizierte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> psychische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Leiden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine Einschrä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nkung der Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit von 10</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">0 %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> resultiert, respektive lediglich noch von einer Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit von 50 % im geschützten Rahmen ausgegangen werden kann, abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellt werden kann. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist weiter die sozialversicherungsrechtliche </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Qualifikation</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Beschwerdeführerin. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ging grundsätzlich davon aus, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Beschwerdeführerin als zu 100</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> im Haushalt Tätige zu qualifizieren und im Falle eines Umzuges in eine teurere Wohnung, ein Erwerbspensum von 25</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, entsprechend dem im Jahr 2004 bei der Post geleisteten Arbeitspensum, anzunehmen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei (vgl. vorstehend E. 2.1).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem setzte die Beschwerdeführerin entgegen, sie sei als zu 100 % Erwerbst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ätige zu qualifizieren. Sie habe selbst in der Zeit mit drei erziehungspflichtigen Kindern ein Teilzeitpensum absolviert und geplant, hernach in einem Vollzeitpensum in der Pflege zu arbeiten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (vorstehend E. 2.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gebend für die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Qualifikation</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Beschwerdeführerin ist die Frage, in welchem Umfang sie eine Erwerbstätigkeit ausüben würde, wenn keine gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitliche Beeinträchtigung bestünde. Dabei sind im Besonderen ihre per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse, die beruflichen Fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Bega</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bungen zu berücksichtigen (vorstehend E. 1.3). </span><span id="VV033"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht folgt vielmehr jener Sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verhaltsdarstellung, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b mit Hinweisen; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3).</span><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorliegend vermag die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Qualifi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kation der Beschwerdeführerin nicht zu überzeugen, zumal sie im Unterschied zum Jahr 2004 nun von ihrem Mann getrennt in einem Einpersonenhaushalt lebend, bei drei erwachsenen Kindern, keinen Erziehungsverpflichtungen mehr nachkommen muss. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ein Aufgabenbereich ist demnach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vorliegend </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu verneinen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug, Urk. 10/8) lässt sich ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmen, dass die Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auch mit den 1985, 1987 und 1993 geborenen Kindern, eine langjährige </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Teilerwerbstätigkeit bei der Post</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, ergän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zend auch in einem Pflegeheim, ausgeübt hat. Zudem absolvierte sie am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">November 2005 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erfolgreich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Kurs Pflegehelferin SRK (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">16/4),</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> was ihre Behauptung untermauert, dass sie beabsichtigt hatte, im Gesundheitsfall wieder in ihrer ursprünglichen im Heimatland gelernten Pflegetätigkeit zu arbeiten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Soweit die Beschwerdegegnerin aus den im Scheidungsurteil vom 17. August 2009 lebenslänglich zugesprochenen relativ hohen Alimentenzahlungen (vgl. Urk. 3/3 S. 2 f. lit. c) auf das Erwerbspensum der Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall schliessen will, geht sie fehl. So geht aus dem Schreiben von Dr. B.___ vom 29. Januar 2008 hervor, dass die Beschwerdeführerin seit min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">destens September 2006 durch ihre psychische Erkrankung massiv beeinträchtig gewesen sei (vgl. vorstehend E. 3.1). Des Weiteren liegt ein Schreiben der Ehe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leute an das Bezirksgericht, an welchem das Scheidungsverfahren hängig war, vom 17. März 2008 vor, in welchem von starken Depressionen der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin berichtet wurde (vgl. Urk. 16/1/2). Im Scheidungsurteil wurde davon aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegangen, dass die Beschwerdeführerin kein Erwerbseinkommen erzielen kann (vgl. Urk. 3/3 S. 3 lit. d)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Es erscheint damit überwiegend wahrscheinlich, dass die Alimentenzusprache unter Berücksichtigung ihrer bereits bestehenden gesundheitlichen Probleme erfolgte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Anbetracht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Fehlens eines Aufgabenbereiches, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der vorliegenden Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">biographie und insbesondere der mehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">jährigen Tätigkeit in einem Teilzeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">p</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ensum trotz </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">drei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erziehungspflichtiger Kinder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sowie der im Jahr 2005 absol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vierten Ausbildung zur Pflegehelferin SRK (vgl. Urk. 16/4) rechtfertigt es sich, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Beschwerdeführerin als zu 100 % Erwerbstätige zu qualifizieren. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufgrund des Gesagten besteht bei der Beschwerdeführerin auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Arbeitsfähigkeit mehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (vgl. vorstehend E. 4). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demnach genügt für die Ermittlung des Invaliditätsgrades die Gegenüberstellung blosser </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Prozentzahlen. Daraus resultier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en ein Invaliditätsgrad von 100 % und damit ein Anspruch auf eine ganze Rente.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei diesem Ausgang des Verfahrens kann die Frage offen bleiben, wie es sich mit Blick auf das Alter der im Begutachtungszeitpunkt am 19. Januar 2017 knapp 61-jährigen Beschwerdeführerin (BGE </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">138 V 457 E. 3.3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) mit der Verwertbarkeit einer allfälligen Restarbeitsfähigkeit verhält. Denn selbst wenn mit dem RAD</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Arzt auf die Zumutbarkeit einer Verweistätigkeit geschlossen würde, wäre wohl fraglich, ob das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fortgeschrittene Alter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und die geringe Berufserfahrung eine berufliche Neuorientierung in den gut drei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Jahre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bis zum Erreichen des gesetzlichen Rentenalters</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zuliessen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu prüfen bleibt der Zeitpunkt des Rentenbeginns. Gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Rente, wenn sie während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähig gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid im Sinne von Art. 8 ATSG sind. Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG (Art. 29 Abs. 1 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei seit dem Jahr 2006 aufgetreten massiven psychischen Einschränkungen (vgl. vorstehend E. 3.1) und seit Juli 2012 von der behandelnden Psychiaterin Dr. D.___ durchgängig attestierter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Arbeitsunfähigkeit auf dem ersten Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitsmarkt (vgl. vorstehend E. 3.3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) ist vorliegend das Wartejahr ohne weiteres als erfüllt zu betrachten. Die Besc</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hwerdeführerin meldete sich am 26</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">August 2015</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bei der Invalidenversicheru</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ng zum Leistungsbezug an (Urk. 10/5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">), weshalb sie per 1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Februar 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Anspruch auf eine Invalidenrente hat (vgl. vorstehend E. 6.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die angefochtene Verfügung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 2) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ist daher in Gutheissung der Beschwerde mit der Feststellung aufzuheben, dass die Beschwerdeführerin ab 1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Februar 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG) und auf Fr. 900.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungsgericht (GSVGer) hat die obsiegende beschwerdeführende Person Anspruch auf den vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufwand und den Barauslagen festzusetzenden Ersatz der Partei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kosten. Gemäss Honorarnote vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">April 2018 (Urk. 20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) belief sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Zeitaufwand von Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anwältin Stephanie Schwarz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> für d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">as gerichtliche Verfahren auf 15.2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den, was</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gerade noch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> als angemessen gilt. Dementsprechend ist die Prozessent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schädigung ausgehend von einem praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) auf Fr. 3‘</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">742.10</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (inklusive Spesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pauschale von 3 % und Mehrwertsteuer) festzusetzen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei diesem Ausgang des Verfahrens erweisen sich die Gesuche der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin um unentgeltliche Rechtsvertretung und Prozessführung (Urk. 1 S. 2) als gegenstandslos.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des K</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">antons Zürich, IV-Stelle, vom 16. August 2017</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> aufgehoben, und es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin ab dem 1. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Februar</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2016</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Anspruch auf eine ganze Invali</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">den</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">rente hat.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 900</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text4"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span id="Text2"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 3’742</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">10 </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">(inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Stephanie Schwarz</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage je einer Kopie von Urk. 20-22</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannSchucan</p><p></p></div> </div></body></html>