B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-549/2013 U r t e i l v o m 4. A u g u s t 2 0 1 4 Besetzung Richter Maurizio Greppi (Vorsitz), Richter Christoph Bandli, Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot, Gerichtsschreiberin Mia Fuchs. Parteien Manor, Nordmann & Co., Weggistrasse 9, 6004 Luzern, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Michael Merker, Baur Hürlimann AG, Oberstadtstrasse 7, 5400 Baden, Beschwerdeführerin, gegen Centralschweizerische Kraftwerke AG, Täschmattstrasse 4, 6015 Luzern, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Marc Bernheim, Staiger, Schwald & Partner AG, Genferstrasse 24, Postfach 2012, 8027 Zürich, Beschwerdegegnerin, Eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Entschädigung für Elektrizitätsleitungen mit kleiner räumli- cher Ausdehnung zur Feinverteilung. A-549/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. Die Manor, Nordmann & Co. (nachfolgend: Manor) ist Eigentümerin und Betreiberin des Shopping Center Emmen (nachfolgend: Emmen Center) und steht als solche mit verschiedenen Geschäften und Restaurants in einem Mietverhältnis. Das Einkaufszentrum wird durch die Centralschwei- zerische Kraftwerke AG (nachfolgend: CKW) mit Elektrizität beliefert. Die Stromverteilung, die durch die CKW erfolgt, ist über drei Transformatoren- stationen sichergestellt, wovon sich eine auf der Parzelle des Einkauf s- zentrums befindet und im Eigentum der Manor steht, die anderen beiden dagegen im Eigentum der CKW sind. Die elektrischen Installationen i n- nerhalb des Einkaufszentrums gehören – mit Ausnahme der Messung – zum Eigentum der Manor. Für den Verbrauch der an den beiden in ihrem Eigentum stehenden Transformatorenstationen stellt die CKW den ang e- schlossenen Mietparteien ein Stand ard-Netznutzungsprodukt der Net z- ebene 7 in Rechnung. Der allgemeine Verbrauch im Einkaufszentrum wird über die Transformatorenstation der Manor gedeckt. Die Messung dieses allgemeinen Verbrauchs erfolgt auf Netzebene 5, wofür die CKW der Manor einen Standard-Netznutzungstarif der Netzebene 5 verrechnet. B. Mit Eingabe vom 1. September 2011 ersuchte die Manor bei der Eidg e- nössischen Elektrizitätskommission (ElCom) um Feststellung, dass sie berechtigt sei, von der CKW eine Entschädigung für die Benützung der Elektrizitätsleitungen kleiner räumlicher Ausdehnung zur Feinverteilung (im Sinne von Art. 4 Abs. 1 Bst. a des Stromversorgungsgesetzes vom 23. März 2007 [StromVG, SR 734.7]) des Emmen Center zu verlangen. C. Die ElCom eröffnete am 9. September 2011 ein Verfahren und forderte die CKW auf, sich zum Begehren der Manor zu äussern. Mit Eingabe vom 15. September 2011 liess sich diese vernehmen und ersuchte da r- um, dass ihre Eingabe als selbs tändiges Feststellungsbegehren behan- delt werde, die beiden Verfahren jedoch zu vereinigen seien. Sie stellte folgende (Gegen-) Anträge: "1. Es sei festzustellen, dass die elektrischen Installationen auf dem Grundstück Nr. 2608 der Gesuchsgegnerin [ Manor] in Emmen (Emmen Center) nicht als Leitungen mit kleiner räumlicher Ausde h- nung zur Feinverteilung im Sinne von Art. 4 Abs. 1 Bst. a StromVG zu qualifizieren sind; A-549/2013 Seite 3 2. Eventuell sei festzustellen, zu welchen stromversorgungsrechtlichen Leistungen die Gesuchstellerin [CKW] (zusätzlich zur Grundv ersor- gungspflicht) auf den elektrischen Installationen der Gesuchsgegn e- rin und der angeschlossenen Endverbraucher verpflichtet ist, und es sei insbesondere festzustellen, dass die Gesuchstellerin nicht ve r- pflichtet ist, der Gesuchsgegnerin eine Durchleitun gsentschädigung für die Belieferung von Endverbrauchern mit Elektrizität zu beza h- len, welche an die elektrischen Installationen der Gesuchsgegnerin angeschlossen sind; 3. Subeventuell, sollte die ElCom die Auffassung vertreten, die G e- suchstellerin sei grun dsätzlich verpflichtet, der Gesuchsgegnerin e i- ne Durchleitungsentschädigung zu bezahlten, sei festzustellen, a) dass die Gesuchsgegnerin nicht berechtigt ist, eine Entschäd i- gung für den Zeitraum vor dem 1. Januar 2011, eventuell vor dem 1. Januar 2009 zu verlangen; b) dass lediglich eine Entschädigung für die Durchleitung der Energie für die angeschlossenen Drittverbraucher, nicht aber für die Durchleitung von Energie für den Eigengebrauch der Gesuchsgegnerin geschuldet ist; c) für welche Anlagen und Leistu ngen eine Durchleitungsen t- schädigung zu leisten ist, bzw. es sei das genaue Ausmass der zu entschädigenden elektrischen Anlagen zu bestimmen; d) dass die Durchleitungsentschädigung von der Gesuchsgegn e- rin gemäss der stromversorgungsrechtlichen Methode zu b e- rechnen und von der Gesuchsgegnerin gemäss den Vorgaben des StromVG der ElCom vorzulegen ist; e) dass die Kosten dieser elektrischen Installationen zum Zei t- punkt der Einreichung des Feststellungsgesuches nicht B e- standteil des allgemeinen Netznutzungsentge lts der Gesuc h- stellerin für die vorgelagerten Netzebenen sind; f) dass die Gesuchstellerin nicht verpflichtet ist, die Kosten der elektrischen Installationen der Gesuchsgegnerin in die Jahres - und Kostenrechnung gemäss Art. 11 Abs. 1 StromVG zu inte g- rieren und dass die Gesuchstellerin nicht ver pflichtet ist, die Kostenrechnung der elektrischen Installationen der Gesuch s- gegnerin der ElCom vorzulegen; g) dass die Gesuchstellerin gleichwohl berechtigt ist, die Durchle i- tungsentschädigung vollumfänglich, zuzügli ch allfälliger weit e- rer damit zusammenhängenden Aufwendungen, auf die an den elektrischen Installationen der Gesuchsgegnerin angeschlo s- senen Endverbraucher zu überwälzen; A-549/2013 Seite 4 unter Kostenfolgen zu Lasten der Gesuchsgegnerin." D. Mit Verfügung vom 13. Dezember 2012 stellte die ElCom Folgendes fest: "1. Die Elektrizitätsleitungen des Emmen Center stellen Elektrizitätsle i- tungen kleiner räumlicher Ausdehnung zur Feinverteilung im Sinne von Art. 4 Abs. 1 Bst. a StromVG dar. 2. Die Manor, Nordmann & Co. ist nicht berec htigt, von der Centralschweizerischen Kraftwerke AG gestützt auf die Stromve r- sorgungsgesetzgebung zusätzlich zum Mietzins, den die Mieter b e- zahlen, ein Entgelt für die Nutzung der Elektrizitätsleitungen im Emmen Center zu verlangen. 3. Die Gebühren betrage n 16'460 Franken. Davon werden der Manor, Nordmann & Co. 8'230 Franken und der Centralschweizerischen Kraftwerke AG 8'230 Franken auferlegt. 4. Diese Verfügung wird den Parteien mit eingeschriebenem Brief e r- öffnet." E. Gegen diese Verfügung lässt die Manor (nachfolgend: Beschwerdeführe- rin) mit Eingabe vom 1. Februar 2013 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde führen. Sie beantragt die Aufhebung der Ziff. 2 und 3 des angefochtenen Entscheids und die Feststellung, dass die Centralschwe i- zerische Kraftwerke AG verpflichtet ist, ihr für die Inanspruchnahme (Nu t- zung) des Arealnetzes zwecks Belieferung der Endverbraucher in ihrem Arealnetz mit elektrischer Energie eine Entschädigung zu bezahlen. Eventualiter seien die Ziff. 2 und 3 des angefochtenen Entscheids aufz u- heben und die Sache zur Neubeurteilung an die ElCom zurückzuweisen. F. In ihrer Beschwerdeantwort vom 22. März 2013 beantragt die Central - schweizerische Kraftwerke AG (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. G. Mit Vernehmlassung vom 22. März 2013 schliesst die ElCom (nachfo l- gend: Vorinstanz), soweit darauf einzutreten sei, ebenfalls auf Abweisung der Beschwerde. A-549/2013 Seite 5 H. In ihrer Replik vom 27. Mai 2013 hält die Beschwerdeführerin unverändert an ihren Anträgen fest. I. Die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin reichten am 28. Juni resp. 14. August 2013 eine weitere Stellungnahme resp. Duplik ein. J. Auf weitere Vorbringen der Parteien und die sich bei den Akten befindl i- chen Schriftstücke wird, soweit erforderlich, in d en nachfolgenden Erw ä- gungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Nach Art. 5 Abs. 1 VwVG gel- ten als Verfügungen Anordnungen der Behörden im Einzelfall, die sich auf öffentliches Recht des Bundes stützen und die Begründung, Änderung oder Aufhebung von Rechten oder Pflichten (Bst. a), die Feststellung des Bestehens, Nichtbestehens oder Umfangs von Rechten oder Pflichten (Bst. b) oder die Abweisung von Begehren auf Begründung, Änderung, Aufhebung oder Feststellung von Rechten oder Pflichten oder das Nicht- eintreten auf solche Begehren zum Gegenstand haben (Bst. c). Die Vor- instanz hat mit dem angefochtenen Entscheid mehrere Feststellungen getroffen und mit diesen die Feststellungsbegehren der Beschwerdefü h- rerin und der Beschwerdegegnerin (teilweise) abgewiesen. Es liegt somit grundsätzlich eine Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 Bst. b und c VwVG vor. 1.1.1 Der Erlass einer Verfügung setzt die Verfügungsbefugnis der a n- ordnenden Behörde voraus (vgl. FELIX UHLMANN, in: Bernhard Wal d- mann/Philippe Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, Z ü- rich/Basel/Genf 2009 [nachfolgend: Praxiskommentar VwVG], N. 21 zu Art. 5; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER/MARTIN BERTSCHI, Verwaltungsver- fahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Züric h/Ba- sel/Genf 2013, Rz. 870). Fehlt die sachliche Zuständigkeit, leidet die Ve r-A-549/2013 Seite 6 fügung an einem schwerwiegenden Mangel, der nach der Praxis einen Nichtigkeitsgrund darstellt, es sei denn, der verfügenden Behörde komme auf dem betreffenden Gebiet allgemeine Entscheidungsgewalt zu oder der Schluss auf die Nichtigkeit vertrüge sich nicht mit der Rechtssiche r- heit (vgl. BGE 137 III 217 E. 2.4.3, BGE 129 V 485 E. 2.3, BGE 127 II 32 E. 3g; BVGE 2008/59 E. 4.3; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-2546/2013 vom 2 6. September 2013 E. 5.4.4 sowie A -5837/2010 vom 4. April 2011 E. 4.1; THOMAS FLÜCKIGER, Praxiskommentar VwVG, N. 43 zu Art. 7). Im vorliegenden Fall liegt ein Anfechtungsobjekt im Sinne von Art. 31 VGG i.V.m. Art. 5 Abs. 1 Bst. b und c VwVG demnach grunds ätz- lich nur vor bzw. kann – sofern auch die weiteren Sachurteilsvorausse t- zungen erfüllt sind – grundsätzlich auf die Beschwerde nur eingetreten werden, wenn die Vorinstanz zum Erlass der angefochtenen Verfügung sachlich zuständig war (vgl. BGE 136 II 415 E . 1.2, BGE 132 II 342 E. 2.3; BVGE 2008/59 E. 4.3; Urtei le des Bundesverwaltungsgericht s A-5837/2010 vom 4. April 2011 E. 4.1 sowie A-6829/2010 vom 4. Februar 2011 E. 2.2.3; MARKUS MÜLLER, in: Christoph Auer/Markus Müller/Benja - min Schindler [Hrsg.], Komme ntar zum Bundesgesetz über das Verwa l- tungsverfahren [VwVG], Zürich/St. Gallen 2008 [nachfolgend: Kommentar VwVG], N. 1 zu Art. 44; vgl. zum Ganzen auch: Urteil des Bundesverwa l- tungsgerichts A -6689/2012 vom 18. Februar 2014 E. 1.1 mit weiterem Hinweis). 1.1.2 Die ElCom überwacht die Einhaltung des Stromversorgungsgese t- zes, trifft die Entscheide und erlässt die Verfügungen, die für den Vollzug des Stromversorgungsgesetzes und der Ausführungsbestimmungen no t- wendig sind (Art. 22 Abs. 1 StromVG). Sie ist insbesondere zuständig für den Entscheid im Streitfall über den Netzzugang, die Netznutzungsbedi n- gungen, die Netznutzungstarife und -entgelte sowie die Elektrizitätstarife (Art. 22 Abs. 2 Bst. a StromVG) und für die Überprüfung der Netznu t- zungstarife und -entgelte sowi e der Elektrizitätstarife von Amtes wegen (Art. 22 Abs. 2 Bst. b StromVG). Gemäss der Botschaft zur Änderung des Elektrizitätsgesetzes und zum Stromversorgungsgesetz vom 3. Dezem- ber 2004 (Botschaft StromVG, BBl 2005 1661) enthält Art. 21 Abs. 1 des Entwurfs StromVG (vgl. BBl 2005 1698) – der von einer bloss redaktionel- len Änderung abgesehen mit Art. 22 Abs. 1 StromVG übereinstimmt – die umfassende Kompetenz der Vorinstanz, die Einhaltung der Bestimmu n- gen des StromVG zu überwachen und die für dessen Vollzug notwendi- gen Entscheide zu treffen bzw. Verfügungen zu erlassen. Die Vorinstanz sei überall dort zuständig, wo die Entscheid - und Verfügungskompetenz nicht ausdrücklich einer anderen Behörde vorbehalten sei. Die nicht a b-A-549/2013 Seite 7 schliessende Aufzählung der einzelne n Kompetenzen in Art. 21 Abs. 2 des Entwurfs StromVG – der mit Art. 22 Abs. 2 StromVG übereinstimmt (vgl. BBl 2005 1698) – fasse die wichtigsten Zuständigkeiten der Vori n- stanz übersichtlich zusammen. Die Vorinstanz ist demnach als Aufsicht s- behörde für die Beurteilung von Rechtsfragen, welche sich im Zusa m- menhang mit der Stromversorgungsgesetzgebung stellen, ohne Weiteres sachlich zuständig. Dies gilt – wie das Bundesverwaltungsgericht bereits festgestellt hat (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgericht s A -6689/2012 vom 18. Februar 2014 E. 1.1.2) – auch für die Frage, ob die Vorinstanz berechtigt war, der Beschwerdeführerin die Befugnis abzusprechen, von der Beschwerd e- gegnerin gestützt auf die Stromversorgungsgesetzgebung zusätzlich zum Mietzins ein Entgelt für die Nutzung der Elektrizitätsleitungen im Emmen Center zu verlangen (vgl. Dispositivziffer 2 der angefochtenen Verf ü- gung). Zwar sind die Elektrizitätsleitungen des Einkaufszentrums Emmen Center, wie noch zu sehen ist (nachstehend E. 5.4.1), dem Anwendungs- bereich der Stromversorgungsgesetzgebung entzogen. Dennoch muss es der Vorinstanz im Rahmen ihrer Aufsichtstätigkeit im Bereich der Stro m- versorgung möglich sein, der Beschwerdeführerin die Einforderung eines Netznutzungsentgeltes gestützt auf die Stromvers orgungsgesetzgebung zu verbieten. Darüber hinaus führt ein solches Entgelt zu einer (zusätzl i- chen) Belastung der Beschwerdegegnerin sowie der Mieter und Mieterin- nen, welche als Verteilnetzbetreiberin bzw. als Endverbraucher der Stromversorgungsgesetzgebung unterstehen (vgl. ebenfalls nachstehend E. 5.4.2). Schliesslich darf die Vorinstanz – wie in den Erwägungen der angefochtenen Verfügung (Rz. 56 ff.) geschehen – über zivilrechtliche Fragestellungen vorfrageweise befinden, ohne dass sie in die sachliche Zuständigkeit der Zivilgerichte eingreifen würde (vgl. auch nachstehend E. 5.5). Das Vorliegen eines Anfechtungsobjektes im Sinne von Art. 31 VGG i.V.m. Art. 5 Abs. 1 Bst. b und c VwVG ist somit zu bejahen. 1.2 Die angefochtene Verfügung wurde von einer Behörde nach Art. 33 Bst. f VGG erlassen. Eine Ausnahme nach Art. 32 VGG, was das Sac h- gebiet angeht, ist nicht gegeben. Demnach ist das Bundesverwaltungsge- richt für die Beurteilung der erhobenen Beschwerde zuständig (vgl. auch Art. 23 StromVG). 1.3 Anspruch auf Erlass einer Feststellungsverfügung besteht gemäss Art. 25 Abs. 2 VwVG, wenn die Gesuchstellerin ein schutzwürdiges Int e- resse nachweist. Ein solches ist gegeben, wenn glaubhaft ein rechtliches A-549/2013 Seite 8 oder tatsächliches und aktuelles Interesse an der sofortigen Feststel lung des Bestehens oder Nichtbestehens e ines Rechtsverhältnisses vorliegt . Der in Art. 25 Abs. 2 VwVG verwendete Begriff des schutzwürdigen Int e- resses ist im Ergebnis gleich zu verstehen wie in Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG (ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessie- ren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl., Basel 2013, Rz. 2.30). Sodann besteht ein Anspruch auf eine Feststellungsverfügung grundsätz- lich nur dann, wenn das schutzwürdige Interesse nicht ebenso gut mit e i- ner rechtsgestaltenden V erfügung gewahrt werden kann. Dieses Erfo r- dernis der Subsidiarität gilt jedoch nicht absolut. Kann das schutzwürdige Interesse mit einer Feststellungsverfügung besser gewahrt werden als mit einer Leistungs - oder Gestaltungsverfügung, ist das Interesse ausr ei- chend dargetan. Namentlich wenn mit dem vorgängigen Erlass einer Feststellungsverfügung grundlegende Fragen vorweg geklärt werden können und ein aufwendiges Verfahren vermieden werden kann, hat das Erfordernis der Subsidiarität zu weichen ( ISABELLE HÄNER, in: Praxi s- kommentar VwVG, N. 20 zu Art. 25; BEATRICE WEBER-DÜRLER, in: Ko m- mentar VwVG, N. 15 f. zu Ar t. 25; Urteil des Bundesgericht s 2C_739/2010 vom 6. Juli 2011 E. 3.2; Urteile des Bundesverwaltungsge- richts A -1067/2011 vom 30. Mai 2012 E. 3.1 sowie A -1875/2011 vom 15. Dezember 2011 E. 2.1 je mit weiteren Hinweisen). Die Beschwerdeführerin ersucht um Klärung einer rechtlichen Grundsatz- frage zur Stromversorgung innerhalb eines Einkaufszentrums, die sich auch in anderen Anwendungsfällen stellen k ann. Ob si e aber selber ein schutzwürdiges Interesse an der Feststellung ihrer Rechte als Eigentü- merin und Betreiberin des Einkaufszentrums Emmen Center hat, ist nach- folgend im Rahmen der Beschwerdelegitimation zu prüfen (vgl. sogleich E. 1.4 ff.). 1.4 Zur Beschwerde is t berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Das Anfechtungsinteresse kann dabei rech tli- cher oder auch bloss tatsächlicher Natur sein; gefordert wird, dass die beschwerdeführende Partei durch den angefochtenen Entscheid (klar) stärker als jedermann betroffen ist und in einer besonderen, beachten s- werten, nahen Beziehung zur Streitsache steh t. Ein schutzwürdiges Int e- resse liegt nur dann vor, wenn die tatsächliche oder rechtliche Situation der beschwerdeführenden Partei durch den Ausgang des Verfahrens b e- einflusst werden kann; es besteht im praktischen Nutzen, den die erfol g-A-549/2013 Seite 9 reiche Beschwerde ihr eintragen würde, das heisst in der Abwendung e i- nes materiellen oder ideellen Nachteils, den der angefochtene Entscheid für sie zur Folge hätte (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.65 ff.). 1.4.1 Die Beschwerdegegnerin bezweifelt die Beschwerdebefugnis der Beschwerdeführerin. Diese mache geltend, die Kosten der Elektrizitätslei- tungen mit kleiner räumlicher Ausdehnung zur Feinverteilung ihren Mi e- tern in Rechnung zu stellen, mithin decke sie die Kosten, die sie mit ihrer Beschwerde der Beschwerdegegnerin anlas ten wolle, derzeit über den Mietzins ihrer Mieter. Gleichzeitig führe sie aus, diese Kosten deshalb der Beschwerdegegnerin anlasten zu wollen , weil sie dann die Mietzinse für ihre Mieter senken könne. Die Beschwerdeführerin verfüge demnach über kein (eigenes) finanzielles Interesse an der Beschwerde. Auch die Vorinstanz vertritt die Meinung , die Beschwerdeführerin erhalte über die Miete bereits eine Entschädigung für die Elektrizitätsleitungen kleiner räumlicher Ausdehnung, weshalb ihr kein schut zwürdiges Interes- se zukomme, die gleiche Entschädigung zusätzlich von der Beschwerd e- gegnerin zu verlangen. Sie stellt daher ebenfalls in Frage, ob die B e- schwerdeführerin zur Beschwerdeführung legitimiert ist. 1.4.2 Die Beschwerdeführerin macht demgegenüber gelte nd, das "Ve r- bot", die Benutzung des Arealnetzes zu verweigern oder für die Benu t- zung des Arealnetzes ein Entgelt zu verlangen, treffe sie in ihren schut z- würdigen Interessen. Sie sei daran interessiert, ihre Verkaufsflächen im Emmen Center zu marktkonformen und auch günstigen Preisen anbieten zu können, um die Vermietung aller Ladenflächen auch langfristig siche r- stellen zu können. Die Kosten der elektrischen Infrastruktur wirkten sich auf diesen Preis aus. Zudem verpflichte sie der vorinstanzliche Entscheid, die Inanspruchnahme ihres Eigentums durch einen Dritten, die B e- schwerdegegnerin, zu dulden. 1.4.3 Gemäss Dispositivziffer 2 der angefochtenen Verfügung ist die B e- schwerdeführerin nicht berechtigt, von der Beschwerdegegnerin gestützt auf die Stromversorgungsgesetzgebung zusätzlich zum Mietzins, den die Mieter bezahlen, ein Entgelt für die Nutzung der Elektrizitätsleitungen im Emmen Center zu verlangen. Die Beschwerdeführerin wird durch diese Anordnung insofern belastet, als sie daran gehindert wird, den Kreis der Zahlungspflichtigen selber zu bestimmen und das bzw. die Entgelt(e) für die Nutzung ihrer Elektrizitätsleitungen nach eigenen betriebswirtschaftl i- chen Überlegungen festzulegen. Sie weist daher ein eigenes schutzwü r-A-549/2013 Seite 10 diges Interesse an deren Änderung oder Au fhebung auf, weshalb sie zur Erhebung der vorliegenden Beschwerde befugt ist. Ein Feststellungsinte- resse der Beschwerdeführerin ist aus demselben Grund ebenfalls zu b e- jahen (vgl. E. 1.3). 1.5 Auf die im Übrigen frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 VwVG) ist demnach einzutreten. 2. Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die bei ihm angefochtenen Ve r- fügungen und Entscheide grundsätzlich mit uneingeschränkter Kognition, das heisst auch auf eine allfällig unrichtige oder unvollständige Festste l- lung des Sachverhaltes hin, ebenso auf Angemessenheit (Art. 49 VwVG). Die Vorinstanz ist keine gewöhnliche Vollzugsbehörde, sondern eine ve r- waltungsunabhängige Kollegialbehörde mit besonderen Kompe tenzen. Als Fachorgan ist sie Regulierungsinstanz mit besonderer Verantwortung. Dies rechtfertigt eine gewisse Zurückhaltung des Bundesverwaltungsg e- richts bei der Überprüfung des vorinstanzlichen Entscheides. Es befreit das Bundesverwaltungsgericht aber ni cht davon, die Rechtsanwendung auf ihre Vereinbarkeit mit Bundesrecht zu überprüfen. Sodann amtet die Vorinstanz in einem höchst technischen Bereich, in dem Fachfragen s o- wohl im Bereich der Stromversorgung als auch ökonomischer Ausric h- tung zu beantworten s ind. Ihr steht dabei – wie anderen Behördenko m- missionen auch – ein eigentliches "technisches Ermessen" zu. In diesem Rahmen darf der verfügenden Behörde bei der Beurteilung von ausg e- sprochenen Fachfragen ein gewisser Ermessens - und Beurteilungsspiel- raum be lassen werden, soweit sie die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte geprüft und die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und umfassend durchgeführt hat (vgl. BGE 133 II 35 E. 3, BGE 132 II 257 E. 3.2, BGE 131 II 13 E. 3.4, BGE 131 II 680 E. 2.3.2 mit Hinweisen; BVGE 2009/35 E. 4; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.154 ff.). 3. Die Beschwerdeführerin macht im Rahmen ihrer Replik in formeller Hi n- sicht geltend, die Vorinstanz habe ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Sie habe von ihr Mietv erträge eingefordert und ihrem Entscheid mit zugrunde gelegt, ohne sie darüber in Kenntnis zu setzen, was sie mit dieser Beweisanordnung genau bezwecke. Dabei wäre sie verpflichtet gewesen, ihr den aus der Vertragsanalyse folgenden ungewöhnlichen A-549/2013 Seite 11 Rechtsstandpunkt zur Wahrung des rechtlichen Gehörs zur Kenntnis zu bringen. 3.1 Den Parteien erwächst nach konstanter bundesgerichtlicher Rech t- sprechung weder aus Art. 29 ff. VwVG noch aus den verfassungsrechtl i- chen Minimalgarantien (vgl. Art. 29 Abs. 2 der Bundesverf assung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]) ein allgemeiner Anspruch auf vorgängige Anhörung zu Fragen der Recht s- anwendung. Ein vorgängiges Anhörungsrecht zu Rechtsfragen besteht nur ausnahmsweise, wenn der Betroffene vor "überraschender Recht s- anwendung" zu schützen ist, das heisst namentlich dann, wenn die Ve r- waltungs- oder Gerichtsbehörde ihren Entscheid mit einer Rechtsnorm oder einem Rechtsgrund zu begründen beabsichtigt, die oder der im bi s- herigen Verfahren nicht herangezogen wurde, auf die sich die beteiligten Personen nicht berufen haben und mit deren Erheblichkeit sie im konkr e- ten Fall nicht rechnen konnten (vgl. BERNHARD WALDMANN/JÜRG BICKEL, Praxiskommentar VwVG, N. 19 ff. zu Art. 30, mit weiteren Hinweisen). 3.2 Die Vorinstanz hat von de r Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 21. November 2012 einen Muster-Mietvertrag zwischen ihr und eine m Mieter im Emmen Center, sofern die Mietverträge betreffend den Netza n- schluss innerhalb des Emmen Center unterschiedlich seien, je S ituation einen Muster-Mietvertrag, einverlangt. Kurz zuvor hatte sie in ihrer Verf ü- gung vom 15. November 2012 im Verfahren 922 -10-006, in welchem die Gesuchstellerinnen durch den Rechtsvertreter der vorliegenden B e- schwerdeführerin vertreten waren und ebenfalls die Mietverträge einve r- langt worden waren , festgestellt, dass die Vermieterin von ihren Mietern kein zusätzliches Netznutzungsentgelt gestützt auf die Stromverso r- gungsgesetzgebung verlangen könne (Erwägungen Ziff. 7, Dispositivzif- fer 4; vgl. auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -6689/2012 vom 18. Februar 2014 E. 8.5 ff.). Bereits in ihrer Verfügung vom 9. Juli 2009 im Verfahren 921-08-002 hatte die Vorinstanz zudem festgehalten, es sei s i- cherzustellen, dass die Kosten den Endverbrauchern nic ht zweimal in Rechnung gestellt würden, einmal über die Miete und einmal über ein Netznutzungsentgelt für diese Leitungen (Erwägungen Ziff . 10). Die B e- schwerdeführerin hätte demnach zum Zeitpunkt, als sie zur Einreichung eines Mietvertrags aufgefordert wur de, damit rechnen müssen, dass di e- ser eine nicht unerhebliche Rolle bei der Beurteilung ihres Anspruchs auf ein Netznutzungsentgelt für die Inanspruchnahme ihrer Elektr izitätsleitun- gen spielen könnte. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör liegt demnach nicht vor. A-549/2013 Seite 12 4. Gemäss Art. 4 Abs. 1 Bst. a StromVG ist ein Elektrizitätsnetz eine Anlage aus einer Vielzahl von Leitungen und den erforderlichen Nebenanlagen zur Übertragung und Verteilung von Elektrizität. Elektrizitätsleitungen mit kleiner räumlicher Ausdehnung zur Feinverteilung, wie auf Industrieare a- len oder innerhalb von Gebäuden, gelten nicht als Elektrizitätsnetze. Die Parteien gehen zu Recht davon aus, dass die von der Beschwerdeführ e- rin im Emmen Center betriebenen Elektrizitätsleitungen solche mit kleiner räumlicher Ausdehnung zur Feinverteilung im Sinne dieser Bestimmung darstellen (vgl. die von der Beschwerde gegnerin nicht beanstandete Dispositivziffer 1 der angefochtenen Verfügung). Unter ihnen umstritten ist jedoch, welche Auswirkungen d iese Qualifikation auf die Rechtsbezi e- hungen zwischen der Beschwerdeführerin und der Beschwerdegegnerin hat. Für die Bezeichnung der Elektrizitätsleitungen im Emmen Center wird nachstehend der in der Strombranche weit verbreitete Ausdruck "Arealnetz" (mit-) verwendet, auch wenn die Stromversorgungsgesetzg e- bung diesen Begriff so nicht kennt. 5. Dispositivziffer 2 der angefochtenen Verfügung sieht vor, dass die B e- schwerdeführerin nicht berechtigt ist, von der Beschwerdegegnerin g e- stützt auf die Stromversorgungs gesetzgebung zusätzlich zum Mietzins, den die Mieter bezahlen, ein Entgelt für die Nutzung der Elektrizitätsle i- tungen im Emmen Center zu verlangen. 5.1 Die Beschwerdeführerin vertritt die Meinung, als Betreiberin von Elektrizitätsleitungen mit kleiner räumlicher Ausdehnung betreibe sie kein Elektrizitätsnetz, weshalb ihr keine Pflichten auferlegt werden könnten, die aus der Stromversorgungsgesetzgebung folgten. Das StromVG sei auf Arealnetze nicht anwendbar. Sie bestreitet im Weiteren nicht, dass der Vermieter dem Mieter ein gebrauchtaugliches Mietobjekt zur Verfügung zu stellen habe, wozu grundsätzlich auch ein Elektrizitätsanschluss gehö- re, und der Mieter dafür einen Mietzins zu bezahlen habe. Die Kosten für die Erstellung des Anschlusses würden jedoch zulässi gerweise in die Mietzinskalkulation einfliessen. S änken die Kosten des Vermieters zum Beispiel dadurch, dass er vom grundversorgungspflichtigen Netzbetreiber eine Entschädigung für die Durchleitung von elektrischer Energie durch das Arealnetz erhalte, sei der Mieter berechtigt, eine Mietzinsreduktion zu verlangen. Eine Doppelbelastung des Mieters könne und müsse über das Mietrecht und das mietrechtliche Schlichtungs - resp. Zivilgerichtsverfah- ren vermieden werden. Es liege dagegen nicht in der Kompetenz der Vor-A-549/2013 Seite 13 instanz, aus sozialpolitischen Mieterschutzgründen das Recht auf eine Durchleitungsentschädigung abzusprechen. Mit ihrem Entscheid verletze die Vorinstanz die Eigentumsfreiheit (Art. 26 BV) und die Wirtschafts -, insbesondere die Vertragsfreiheit (Art. 27 BV). Zudem werde die Rechts- gleichheit (Art. 8 BV) verletzt, indem Endverbraucher in Arealnetzen die Kosten der Netznutzung auf den letzten Metern (im Areal) über den Mie t- zins selbst zu finanzieren hätten und ausserdem verpflichtet seien, da s- selbe Netznutzungsentgelt zu bezahlen wie die Endverbraucher, die sich ausserhalb des Arealnetzes befänden. 5.2 Die Beschwerdegegnerin macht geltend, es sei zutreffend, dass Elek- trizitätsleitungen mit kleiner räumlicher Ausdehnung zur Feinverteilung zwar nicht dem StromVG unterstünden, doch bedeute dies nicht, dass Endverbraucher, die an diese L eitungen angeschlossen seien, dem StromVG nicht unterstünden. Die Mieter der Beschwerdeführerin seien im Gebäude über die Hausinstallation indirekt an das Verteilnetz der B e- schwerdegegnerin angeschlossen. Stromversorgungsrechtlich sei zwar nicht relevant, wie ein Endverbraucher oder ob er überhaupt an ein Ve r- teilnetz angeschlossen sei; den Mietern kämen vielmehr dieselben Rech- te und Pflichten gemäss StromVG zu wie sämtliche n anderen En d- verbrauchern auch. Die Mieter würden der Beschwerdeführerin den Mie t- zins für die Überlassung einer gebrauchstauglichen Mietsache bezahlen. Mit diesem Mietzins würden auch die Kosten der Elektrizitätsleitungen mit kleiner räumlicher Ausdehnung ab gegolten. Die Stromversorgungsg e- setzgebung berechtige die Beschwerdeführerin nicht, die Kosten für diese Elektrizitätsleitungen (auch) der Beschwerdegegnerin in Rechnung zu stellen. Im Übrigen habe die Beschwerdeführerin die Durch leitung durch ihre Leitungen basierend auf dem Mietrecht zu dulden. Sie habe die Nu t- zung ihrer Leitungen den angeschlossenen Mietern überlassen und lasse sich dafür bezahlen. Ein Eingriff in ihre Eigentumsrechte liege damit nicht vor. 5.3 Die Vorinstanz führt aus, dass, wenn man der Au ffassung der B e- schwerdeführerin folgen und die Elektrizitätsleitungen kleiner räumlicher Ausdehnung sowie die an diese Elektrizitätsleitungen angeschlossenen Endverbraucher (Haushaltskunden und Geschäfte) vom Anwendungsb e- reich des StromVG ausnehmen würde, eine nicht abschätzbare Anzahl Endverbraucher dem StromVG nicht mehr unterstünde. Die Bestimmu n- gen des StromVG liessen sich damit umgehen, was der Idee des G e- setzgebers, der mit der Einführung des StromVG Voraussetzungen für ei- ne sichere Elektrizitätsverso rgung schaffen wollte, widerspreche. Das A-549/2013 Seite 14 StromVG komme zwar für Arealnetze an sich nicht zur Anwen dung; auf die an solche Leitungen angeschlossene n Endverbraucher und den Betreiber der Elektrizitätsleitungen in seiner Funktion als Endverbraucher sei es jedoch anwendbar. Da die Elektrizitätsleitungen kleiner räumlicher Ausdehnung nicht als Elektrizitätsnetze gälten, handle es sich beim für deren Benützung bezahlten Entgelt nicht um ein Netznutzungsentgelt im Sinne des StromVG. Nach Art. 11 Abs. 4 StromVV sei jedoch auch die Benützung eines Arealnetzes zu entschädigen . Aus dieser Bestimmung lasse sich jedoch nicht ableiten, wer die Entschädigung zu beza hlen ha- be. Vorliegend werde die Beschwerdeführerin unbestrittenermassen über den von ihren Mietern bezahlten Mietzins für die Benützung der Elektriz i- tätsleitungen durch diese entschädigt. Es bestehe somit eine Vereinb a- rung bezüglich eines Entgelt s für die Benützung des Arealnetzes. Ein Mietgericht sei zwar nicht an die mietrechtlichen Überlegungen gebu n- den; sie, die Vorinstanz, dürfe jedoch überprüfen, ob eine vertragliche Vereinbarung betreffend die Bezahlung eines Entgeltes für die Benützung des Arealnetzes im Sinne von Art. 11 Abs. 4 StromVV vorliege oder nicht. Sie habe im Übrigen nur festgestellt, dass die Beschwerdeführerin neben dem Mietzins kein Netznutzungsentgelt gestützt auf die Stromverso r- gungsgesetzgebung verlangen könne. Sofern diese jedoch ein en Ve r- tragspartner finde, der bereit sei, für die Benützung der Elektrizitätsleitu n- gen ein weiteres Entgelt zu bezahlen, so stehe dem ihre Verfügung nicht entgegen. 5.4 5.4.1 Das Stromversorgungsgesetz gilt für Elektrizitätsnetze, die mit 50 Hz Wechselstrom betrieben werden (Art. 2 Abs. 1 StromVG). Elektrizi- tätsleitungen mit kleiner räumlicher Ausdehnung zur Feinverteilung gelten jedoch gerade nicht als Elektrizitätsnetze (Art. 4 Abs. 1 Bst. a Satz 2 StromVG; vgl. auch Botschaft StromVG, BBl 2005 1642, welche bloss das Übertragungsnetz [vgl. Art. 4 Abs. 1 Bst. h StromVG] und die Vertei l- netze [vgl. Art. 4 Abs. 1 Bst. i StromVG] als dem Netz der allgemeinen Landesversorgung gemäss Art. 2 Abs. 1 StromVG zugehörig bezeichnet, sowie Art. 2 Abs. 2 StromVG, welcher den Bundesrat nur zur Ausdehnung des Geltungsbereiches des Stromversorgungsgesetzes oder einzelner seiner Bestimmungen auf andere Elektrizitätsnetze ermächtigt). Es steht somit fest, dass das Stromversorgungsgesetz auf das Arealnetz des Emmen Center keine Anwendun g findet ( vgl. schon Urteil des Bunde s- verwaltungsgerichts A-6689/2012 vom 18. Februar 2014 E. 7). A-549/2013 Seite 15 5.4.2 Dagegen unterstehen Endverbraucher – wie die Auslegung von Art. 4 Abs. 1 Bst. a Satz 2 StromVG i.V.m. Art. 2 Abs. 1 StromVG ergibt – auch bei einem Anschluss an ein Arealnetz der Stromversorgungsgesetz- gebung (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -6689/2012 vom 18. Februar 2014 E. 7.2.1 ff.). Wären sie denn vom Geltungsbereich der Stromversorgungsgesetzgebung ausgenommen, wäre ihre (Grund -) Ver- sorgung nicht länger sichergestellt, da sie ihr Netzanschluss - und Strom- bezugsrecht nicht mehr wahrnehmen könnten. Dadurch könnten "Verso r- gungslücken" entstehen, was der Gesetzgeber aber gerade verhindern wollte (vgl. Art. 1 Abs. 1 und Abs. 2 Bst. a StromVG). Im Übrigen fehlte es diesfalls den (unteren) Verteilnetzbetreibern an einer gesetzlichen Grund- lage, um die über die verschiedenen Spannungsebenen an sie weiterg e- gebenen Netzkosten auf die an ihr Netz (zumindest mittelbar) ang e- schlossenen Endverbraucher als letztli ch Zahlungspflichtige zu überwä l- zen (Art. 14 Abs. 2 StromVG, sog. Ausspeiseprinzip). 5.4.3 Die Stromversorgungsgesetzgebung verwendet wiederholt den Begriff des "Netzbetreibers", ohne ihn näher zu umschreiben. Das "Glos- sar für die Regeln des Schweizer Strommarkt es" (Hrsg.: Swissgrid AG, 1. Auflage 2010, Version 1.0, abrufbar unter www.strom.ch), S. 17, defi- niert "Netzbetreiber" als "privat- oder öffentlich-rechtlich organisiertes Un- ternehmen, das die Netzdienstleistungen zum Betrieb des Elektrizitäts- netzes erbringt". Gemeint sind somit jeweils der Übertragungs - oder der Verteilnetzbetreiber. Während ein Stromkunde auch beim Anschluss an ein Arealnetz weiterhin Endverbraucher im Sinne des Stromversorgung s- gesetzes bleibt, ist der Betreiber eines Arealnetzes gerade k ein (Elektrizi- täts-) Netzbetreiber im Sinne des Stromversorgungsgesetzes, das heisst er unterliegt nicht dessen zahlreichen gesetzlichen Verpflichtungen (vgl. etwa Art. 5 Abs. 2, Art. 6 Abs. 1, Art. 8 Abs. 1 bis 3 [Aufgaben der Net z- betreiber], Art. 11 Abs. 1 [Jahres - und Kostenrechnung], Art. 12 Abs. 1 und Abs. 2 [Information und Rechnungsstellung], Art. 13 Abs. 1 StromVG [Netzzugang]). Genau und nur dieses Ziel verfolgte der Gesetzgeber mit dem Ausschluss des Arealnetzes vom Anwendungsbereich der Stromver- sorgungsgesetzgebung (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-6689/2012 vom 18. Februar 2014 E. 7.2.2). 5.4.4 Da die Beschwerdeführerin als Betreiberin des Arealnetzes des Emmen Center demnach nicht den zahlreichen gesetzlichen Verpflic h- tungen eines (Elektrizitäts-) Netzbetreibers unterliegt, kann sie im Gegen- zug aus der Stromversorgungsgesetzgebung auch keine mit dieser Au f- gabe verbundenen Rechte – namentlich kein Recht auf ein Netznu t-A-549/2013 Seite 16 zungsentgelt nach Art. 14 Abs. 2 StromVG – für sich ableiten. Es stellt sich höchstens die Frage, ob sie allenfalls gestützt auf eine vertragliche Vereinbarung von der Beschwerdegegnerin eine Entschädigung für die Nutzung ihrer Elektrizitätsleitungen verlangen kann. 5.5 Nach Art. 11 Abs. 4 StromVV haben auch Endverbraucher, die an Elektrizitätsleitungen mit kleiner räumlicher Ausdehnung zur Feinverte i- lung nach Art. 4 Abs. 1 Bst. a StromVG angeschlossen sind, Anspruch auf Netzzugang, sofern sie einen Jahresverbrauch von mindestens 100 MWh aufweisen, wobei die betroffenen Parteien die Modali täten zur Nutzung dieser Elektrizitätsleitungen vereinbaren. Der Verordnungsgeber schweigt sich zwar darüber aus, wer genau unter "betroffene Parteien" zu subs u- mieren ist. Es ist jedoch naheliegend, dass es sich hierbei um den Area l- netzbetreiber und die am Arealnetz angeschlossenen Endverbraucher handeln muss. Im Grunde genommen lässt sich dieser Verordnungsb e- stimmung demnach nichts entnehmen, was nicht ohnehin allgemeine Gültigkeit hat: Nämlich, dass die Bedingungen der Arealnetzbenutzung (so etwa die Festlegung eines allfälligen Nutzungsentgeltes) auf vertragli- cher Basis zwischen dem Arealnetzbetreiber und den am Arealnetz ange- schlossenen Endverbrauchern bzw. – falls diese ihre Elektrizität nicht im Sinne von Art. 11 Abs. 4 StromVV auf dem freien Markt bes chaffen, son- dern die Grundversorgung in Anspruch nehmen – wahlweise zwischen dem Arealnetzbetreiber und dem Verteilnetzbetreiber oder zwischen dem Arealnetzbetreiber und den am Arealnetz angeschlossenen Endverbra u- chern zu regeln sind (vgl. hierzu auch Branchenempfehlung des Verban- des Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) "Arealnetze – Hand- habung von Elektrizitätsleitungen mit kleiner räumlicher Ausdehnung zur Feinverteilung von elektrischer Energie", AN-CH, Ausgabe 2011, abrufbar unter www.strom.ch, Ziff. 3.3.3). Ob eine solche vertragliche Vereinbarung besteht, ist zwar eine Frage des Zivilrechts. Da diese jedoch Auswirku n- gen auf die als Verteilnetzbetreiberin der Stromversorgungsgesetzgebung unterstehende Beschwerdegegnerin hat (vgl. sogleich E. 5.5.3), kann darüber im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens bzw. Verwaltungsju s- tizverfahrens ohne Weiteres vorfrageweise befunden werden (vgl. schon Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -6689/2012 vom 18. Februar 2014 E. 8.5). 5.5.1 Gemäss Art. 257 des Bunde sgesetzes vom 30. März 1911 betre f- fend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches ( Fünfter Teil: Obligationenrecht [OR, SR 220] ) ist der Mietzins das Entgelt, das der Mieter dem Vermieter für die Überlassung der Sache schuldet. Diese g e-A-549/2013 Seite 17 setzliche B egriffsumschreibung macht deutlich, dass mit dem Mietzins grundsätzlich sämtliche Leistungen des Vermieters für die Gebrauch s- überlassung und für die Erhaltung der Sache im gebrauchstauglichen Z u- stand, aber auch für die Erfüllung aller Nebenpflichten abgegolten werden (RAYMOND BISANG ET AL ., Das schweizerische Mietrecht, SVIT -Kommen- tar, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2008, N. 4 zu Art. 257-257b). Der Vermie- ter ist verpflichtet, die Sache zum vereinbarten Zeitpunkt in einem zum vorausgesetzten Gebrauch tauglich en Zustand zu übergeben und in demselben zu erhalten (Art. 256 Abs. 1 OR). Der "vorausgesetzte Ge - brauch", für den die Mietsache taugen muss, ist vorab und in erster Linie derjenige, den die Parteien durch ausdrückliche oder stillschweigende Vereinbarung bestimmt haben. Fehlt eine solche, so ist massgeblich der gewöhnliche, für das Mietobjekt typische Gebrauch gemessen an einem objektiven Massstab (BISANG ET AL., a.a.O., N. 12 zu Art. 256; MAJA BLU- MER, Schweizerisches Privatrecht, Band VII/3, Gebrauchsüberl assungs- verträge [Miete/Pacht], Basel 2012, Rz. 624 sowie Rz. 632). Bei der so genannten Rohbaumiete besteht der zum vorausgesetzten Gebrauch taugliche Zustand der Mietsache darin, dass sich das Mietobjekt zum Endausbau durch den Mieter eignet, was in der R egel voraussetzt, dass die Medien Wasser, Strom und Heizung an das Mietobjekt "herangeführt" werden (BISANG ET AL ., a.a.O., N. 32b zu Art. 256). Der Vermieter ist bei dieser Mietart somit nur (aber immerhin) für die Gebäudehülle sowie Wasser-, Abwasser- und Elektrizitätsanschluss und allenfalls auch He i- zung zuständig (BLUMER, a.a.O., Rz. 628). 5.5.2 Zwischen der Beschwerdeführerin und den an ihrem Arealnetz a n- geschlossenen Endverbrauchern besteht ein Mietverhältnis (vgl. den als Muster eingereichten Mietvertrag z wischen der Beschwerdeführerin und einer Mieterin im Emmen Center). Gemäss Ziff. 6 des Baubeschriebs, der integrierender Bestandteil des Mietvertrags bildet (vgl. Ziff. 1.3 des Mie t- vertrags), stellt die Vermieterin die elektrische Grundversorgung zur Ve r- fügung. Dabei gehen die Zuführung der Elektro -Zuleitung ab dem näch s- ten Verteilkasten bis zur gemieteten Fläche sowie die komplette Elektr o- installation inkl. der mieterseitigen Verteilung zu Lasten de r Mieterin. Im Verteilkasten werden von der Vermieterin die nötigen Installationen für den Anschluss v orgesehen. Die Zähler werden von der Mieterin bei der Beschwerdegegnerin auf seine Kosten bestellt (Ziff. 6 des Ba u- beschriebs). Die Zurverfügungstellung eines Elektrizitätsanschlusses ist demnach Bestandteil de s Mietvertrages zwischen der Beschwerdeführ e- rin als Vermieterin und den das Arealnetz beanspruchenden Mietern und wird durch den vereinbarten Mietzins , inkl. Neben - und Gemeinschafts-A-549/2013 Seite 18 kosten, abgegolten. Dies wird denn von der Beschwerdeführerin auch nicht bestritten. 5.5.3 Solange die Beschwerdeführerin bereits über den jeweiligen Mie t- zins für die Benützung ihrer Elektrizitätsleitungen entschädigt wird, kann sie der Beschwerdegegnerin – oder ihren Mieterinnen und Mietern – nicht noch ein zusätzliches Arealnetznutz ungsentgelt in Rechnung stellen. Zwar steht es den Parteien im Rahmen ihrer Privatautonomie grundsät z- lich frei, darüber hinaus einen Arealnetznutzungsvertrag abzuschliessen und ein (zusätzliches) Nutzungsentgelt zu vereinbaren. Eine solche A b- machung wäre j edoch weder im Interesse der Mieter noch im Interesse der Beschwerdegegnerin: Die Mieter müssten diesfalls nämlich die Areal- netzkosten zweifach – einmal über den Mietzins und einmal über das z u- sätzlich mit der Beschwerdeführerin vereinbarte Arealnetznutzun gsent- gelt – bezahlen. Die Beschwerdegegnerin ihrerseits liefe bei einer en t- sprechenden Vereinbarung mit der Beschwerdeführerin Gefahr, diese Kosten nicht auf die Miet er überwälzen zu können, dürfen doch bereits den Endverbrauchern individuell in Rechnung g estellte Kosten nicht auch noch Teil des Netznutzungstarifs sein (vgl. Art. 14 Abs. 3 Bst. d StromVG; Botschaft StromVG, BBl 2005 1652; Urteile des Bundesverwaltungsg e- richts A -8666/2010 vom 2. Mai 2013 E. 10.2 und E. 10.4, A -2812/2010 vom 11. Februar 2013 E. 5.4.2.1 sowie A -2607/2009 vom 8. Juli 2010 E. 9.2). Dispositivziffer 2 der angefochtenen Verfügung ist daher insofern zu präzisieren, als dass die Beschwerdeführerin nicht berechtigt ist, von der Beschwerdegegnerin gestützt auf die Stromversorgungsgeset zge- bung "sowie mangels anderslautender vertraglicher Vereinbarung" z u- sätzlich zum Mietzins ein Entgelt für die Nutzung der Elektrizitätsleitungen im Emmen Center zu verlangen. Mit dieser Formulierung wird die B e- schwerdegegnerin zivilrechtlich nicht eingeschränkt. In diesem Umfang ist das Rechtsbegehren 1 der Beschwerdeführerin demnach – soweit die An- fechtung von Dispositiv ziffer 2 der vorinstanzlichen Verfügung betref- fend – gutzuheissen, im Übrigen aber abzuweisen. Eine Verletzung von Verfassungsnormen ist nicht auszumachen, weshalb die entsprechenden Rügen der Beschwerdeführerin ebenfalls abzuweisen sind. 6. Die Beschwerdeführerin rügt des Weiteren die Gebührenerhebung resp. deren Verteilung durch die Vorinstanz in Dispositivziffer 3 der angefochte- nen Verfügung. Die Vorinstanz legte die Gebühren auf Fr. 16'400.-- fest und auferlegte diese je hälftig der Beschwerdeführerin sowie de r Be- schwerdegegnerin. Angesichts des Ausgangs des – vorliegend im W e-A-549/2013 Seite 19 sentlichen bestätigten – vorinstanzlichen Verfahrens ist daran nichts aus- zusetzen. Im Übrigen unterlässt es die Beschwerdeführerin, ihren diesbe- züglichen Antrag zu begründen. 7. Zusammenfassend kann demnach festgehalten werden, dass Dispositiv- ziffer 2 der angefochtenen Verfügung zu präzisieren und die Beschwerde in diesem Umfang gutzuheissen ist (vgl. E. 5.5.3). Darüber hinaus ist die Beschwerde abzuweisen. 8. Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Partei au f- erlegt; unterliegt diese nur teilweise, so werden die Verfahrenskosten e r- mässigt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 8.1 Die Spruchgebühr richtet sich nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, Art der Prozessführung und finanzieller Lage der Parteien. Sie beträgt in Streitigkeiten ohne Vermögensinteresse Fr. 100.-- bis Fr. 5'000.--, in Streitigkeiten mit Vermögensinteresse Fr. 100.-- bis Fr. 50'000.-- (Art. 63 Abs. 4bis VwVG, Art. 2 Abs. 1, Art. 3 Bst. b sowie Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und En t- schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Mit der geric htlich im Wesentlichen bestätigten Anordnung der Vorinstanz sind künftig sicherlich auch Vermögensinteressen der B e- schwerdeführerin berührt; vorliegend ging es jedoch um die Klärung von rechtlichen Grundsatzfragen zur Stromversorgung im Emmen Center, oh- ne dass die Beschwerdeführerin bereits konkret und ziffernmässig mit Mehrkosten belastet würde. Es handelt sich somit nicht um eine typische Streitigkeit mit Vermögensinteresse bzw. mit exaktem Streitwert. Dennoch rechtfertigt der ausserordentliche Aufwand au fgrund der komplexen Rechts- und Sachlage eine Gerichtsgebühr über dem Höchstbetrag für Streitigkeiten ohne Vermögensinteresse (vgl. Art. 2 Abs. 2 VGKE). Die Verfahrenskosten sind demnach auf Fr. 8'000.-- festzusetzen. 8.2 Die Beschwerdeführerin ist mit ihren Anträgen nahezu vollständig un- terlegen, wurde doch einzig ihrem Rechtsbegehren 1 im Sinne einer g e- ringfügigen Präzisierung von Dispositivziffer 2 der angefochtenen Verf ü- gung teilweise entsprochen. Es ist daher angezeigt, ihr die Verfahren s- kosten von Fr. 8'000.-- vollumfänglich aufzuerlegen. Diese werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 20'000.-- verrech-A-549/2013 Seite 20 net. Der Restbetrag von Fr. 12'000.-- wird der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet. 9. Der g anz oder teilweise obsiegenden Partei ist von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Bei nur teilweisem Obsiegen ist die Entschädigung entsprechend zu kürzen (Art. 7 Abs. 2 VGKE). Wird keine Kostennote eingereicht, setzt das G e- richt die Entschädigung aufgrund der Akten fest (Art. 14 Abs. 2 VGKE). 9.1 Unter Berücksichtigung der beiden umfangreichen Rechtsschriften, die im Beschwerdeverfahren einzureichen waren, sowie ihres beinahe vollständigen Obsiegens wird die Parteientschädigung für die Beschwe r- degegnerin von Amtes wegen auf Fr. 12'000.-- (inkl. Auslagen und Mehr- wertsteuer) festgesetzt. Dieser Betrag ist ihr nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils durch die Beschwerdeführerin als weitgehend unterliege n- de Gegenpartei auszurichten (Art. 64 Abs. 2 VwVG). 9.2 Angesichts ihres fast vollständigen Unterliegens ist der Beschwerd e- führerin keine Parteientschädigung zuzusprechen. A-549/2013 Seite 21 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Das Rechtsbegehren 1 der Beschwerdeführerin wird teilweise gutgehei s- sen und Dispositivziffer 2 der angefochtenen Verfügung in Bezug auf die Beschwerdeführerin wie folgt präzisiert: "Die Manor, Nordmann & Co. ist nicht berechtigt, von der Ce ntralschweizeri- schen Kraftwerke AG gestützt auf die Stromversorgungsgesetzgebung sowie mangels anderslautender vertraglicher Vereinbarung zusätzlich zum Mie t- zins, den die Mieter bezahlen, ein Entgelt für die Nutzung der Elektrizitätsleitu n- gen im Emmen Center zu verlangen." 2. Darüber hinaus wird die Beschwerde abgewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 8'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 20'000.-- verrechnet. Der Restbetrag vo n Fr. 12'000.-- wird der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurücke r- stattet. Hierfür hat sie dem Bundesverwaltungsgericht einen Einzahlungs- schein zuzustellen oder ihre Kontonummer anzugeben. 4. Die Beschwerdeführerin hat der Besc hwerdegegnerin nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils eine Parteientschädigung in der H ö- he von Fr. 12'000.-- (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 5. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. …; Einschreiben) – das GS UVEK (Gerichtsurkunde) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. A-549/2013 Seite 22 Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Maurizio Greppi Mia Fuchs Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Frist steht still vom 15. Juli bis und mit dem 15. August (Art. 46 Abs. 1 Bst. b BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, sowe it sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: