<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2017.00575</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=217701&amp;W10_KEY=4467070&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2017.00575</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.11.2017</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Parteientschädigung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Die Beschwerdeführerin löste das Anstellungsverhältnis mit der Beschwerdegegnerin ordentlich auf, wogegen diese rekurrierte und Nichtigkeit der Ausgangsverfügung geltend machte. In der Folge kündigte die Beschwerdeführerin vorsorglich ein zweites Mal, wogegen ebenfalls rekurriert wurde. Die Rechtsmittelinstanzen schützten die erste Kündigung, weshalb die Vorinstanz das Rekursverfahren als gegenstandslos geworden abschrieb und die Beschwerdeführerin verpflichtete, der Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung zu bezahlen.]<br/><br/>Die Beschwerdegegnerin wäre im zweiten Rekursverfahren unterlegen, wäre es nicht gegenstandslos geworden, weshalb ihr keine Parteientschädigung hätte zugesprochen werden dürfen; weil die Beschwerdegegnerin auf die Parteientschädigung verzichtet hat, ist das Verfahren diesbezüglich indes gegenstandslos geworden. Der beschwerdeführenden Gemeinde ist ebenfalls keine Parteientschädigung zuzusprechen (E. 2).<br/><br/>Abweisung der Beschwerde, soweit das Verfahren nicht als gegenstandslos geworden abgeschrieben wird.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEGENSTANDSLOSIGKEIT">GEGENSTANDSLOSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIENTSCHÃDIGUNG">PARTEIENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERLIEGERPRINZIP">UNTERLIEGERPRINZIP</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 17 Abs. 2 lit. a VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=35606" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2017.00575</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">24. November 2017</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Jso Schumacher, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Reto HÃ¤ggi Furrer. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Gemeinde A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>C, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch RA D, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin, </span></b></p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend ParteientschÃ¤digung</span></b><b>,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><span>Der Gemeinderat A beschloss am 28. April 2014, das ArbeitsverhÃ¤ltnis mit C per Ende Juli aufzulÃ¶sen. Mit Beschluss vom 20. Oktober jenes Jahres kÃ¼ndigte er ihr abermals "fÃ¼r den Fall, dass die KÃ¼ndigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses [â¦] vom 28. April 2014 im Rechtsmittelverfahren [â¦] als rÃ¼ckwirkend dahingefallen erachtet oder aufgehoben werden sollte".</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>C hatte nÃ¤mlich inzwischen rekurriert sowie principaliter die Kassation des gemeinderÃ¤tlichen Beschlusses vom 28. April 2014 verlangt. Am 10. Dezember 2015 hiess der Bezirksrat E das Rechtsmittel indes nur teilweise gut und verpflichtete die Gemeinde A, C den Lohn bis Ende August 2014 sowie eine EntschÃ¤digung von einem Bruttomonatslohn zu bezahlen. Das Verwaltungsgericht wies die Beschwerde von C dawider, die erneut die Aufhebung der KÃ¼ndigung sowie eventualiter vor allem hÃ¶here Geldleistungen erstrebte, mit Urteil vom 29. Juni 2016 ab (VB.2016.00057). Die hiergegen beim Bundesgericht eingereichte Beschwerde zog C im FrÃ¼hling 2017 zurÃ¼ck.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>C hatte am 24. November 2014 auch gegen den Beschluss vom 20. Oktober gleichen Jahres rekurrieren und begehren lassen, unter EntschÃ¤digungsfolge sei die KÃ¼ndigung aufzuheben, eventualiter die Gemeinde A in erster Linie zu Zahlungen an sie zu verpflichten. In der Rechtsmittelantwort vom 16. MÃ¤rz 2015 liess die Gemeinde unter anderem eine ParteientschÃ¤digung fordern. Mit Beschluss vom 4. Juli 2017 â dem Anwalt der Gemeinde sechs Tage spÃ¤ter zugestellt â schrieb der Bezirksrat E das kostenlose Verfahren als gegenstandslos geworden ab und sprach C zu Lasten der Gemeinde eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- zuzÃ¼glich 8 % Mehrwertsteuern zu, wobei er im Wesentlichen erwog:</span></p> <p class="Urteilstext"><span>" Bei Gegenstandslosigkeit ist massgebend, wer diese verursacht hat und welche Partei vermutlich obsiegt hÃ¤tte. Insbesondere bei Versagen dieser Kriterien lÃ¤sst sich auch nach Billigkeit vorgehen [â¦].</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wie das Verfahren in Bezug auf die KÃ¼ndigung vom 28. April 2014 gezeigt hat, war es am 20. Oktober 2014 nicht mehr mÃ¶glich, das ArbeitsverhÃ¤ltnis mit der Rekurrentin zu kÃ¼ndigen. Die Rekursgegnerin versuchte damit mit Beschluss vom 20. Oktober 2014 eventualiter ein Recht auszuÃ¼ben, welches sie gar nicht mehr hatte. Die Gegenstandslosigkeit des vorliegenden Rekursverfahrens wurde folglich von der Rekursgegnerin verursacht, was fÃ¼r die Zusprache einer EntschÃ¤digung zugunsten der Rekurrentin spricht. Da keine Aussicht darauf bestand, dass die angefochtene Anordnung in einem Rechtsmittelverfahren bestÃ¤tigt wÃ¼rde, weist auch das Unterliegerprinzip in diese Richtung. Im Ãbrigen sind keine Aspekte ersichtlich, welche mit Blick auf die Billigkeit eine anderweitige Schlussfolgerung nahelegen wÃ¼rden."</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Die Gemeinde A liess hiergegen am 8. September 2017 Beschwerde beim Verwaltungsgericht fÃ¼hren und beantragen, "unter [â¦] EntschÃ¤digungsfolge (zuzÃ¼glich 8% MWST)" zu Lasten von C sei die dieser zugesprochene ParteientschÃ¤digung aufzuheben und sie zu verpflichten, der Gemeinde A fÃ¼r das jÃ¼ngere Rekursverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- zuzÃ¼glich 8 % Mehrwertsteuern zu bezahlen.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Zehn Tage darauf mailte die Vertreterin von C dem Anwalt der Gemeinde: "Ich teile Ihnen mit, dass meine Mandantin auf die ProzessentschÃ¤digung verzichtet. Ein Anspruch auf ProzessentschÃ¤digung seitens Ihrer Klientin besteht meines Erachtens nicht. Darf ich davon ausgehen, dass Ihre Klientin unter diesen UmstÃ¤nden ihre Beschwerde zurÃ¼ckzieht?" Die Antwort fiel abschlÃ¤gig aus.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>WÃ¤hrend der Bezirksrat E am 20./21. September 2017 unter Verweis auf die BegrÃ¼ndung des angefochtenen Beschlusses auf Vernehmlassung verzichtet hatte, liess C in der Beschwerdeantwort vom 13. des folgenden Monats auf Ablehnung des Rechtsmittels unter EntschÃ¤digungsfolge "zuzÃ¼glich Mehrwertsteuer" zu Lasten der Gemeinde A schliessen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Die BeschwerdefÃ¼hrerin wehrt sich einzig gegen die EntschÃ¤digungsregelung im vorinstanzlichen Beschluss. Kraft des § 38b Abs. 1 lit. c sowie Abs. 2 f. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) entscheidet gerichtsintern der Einzelrichter Ã¼ber Rechtsmittel, die sich wie hier weder gegen den Regierungsrat wenden noch prinzipielle Bedeutung oder einen Fr. 20'000.- Ã¼bersteigenden Streitwert â vorliegend Fr. 3'000.- (angefochtene ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- zu Lasten plus beantragte von Fr. 1'500.- zu Gunsten der BeschwerdefÃ¼hrerin) â aufweisen. ZusÃ¤tzlicher Weiterungen in Anwendung der §§ 59 ff. VRG bedarf es zuvor nicht (vgl. ABl 2009, 801 ff., 972). Ebenso wenig brauchen die Akten der Rechtsmittelverfahren zur KÃ¼ndigung vom 28. April 2014 beigezogen zu werden, wie der BeschwerdefÃ¼hrerin vorschwebt.</p> <p class="Erwgung2">Nach § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 VRG prÃ¼ft das Verwaltungsgericht seine ZustÃ¤ndigkeit als solches von Amts wegen. Diese ist gemÃ¤ss §§ 41â44 in Verbindung mit §§ 19 Abs. 1 lit. a sowie 3 Satz 1, 19a und 19b Abs. 1 sowie Abs. 2 lit. c VRG und § 152 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 (LS 131.1) sowie § 10 Abs. 1 e contrario des Lehrpersonalgesetzes vom 10. Mai 1999 (LS 412.31) gegeben bei Beschwerden gegen einen erstinstanzlichen bzw. bezirksrÃ¤tlichen Rekursentscheid Ã¼ber ([nicht lehr]personalrechtliche) Anordnungen einer Gemeinde wie schon im Fall der KÃ¼ndigung vom 28. April 2014 (siehe JÃ¼rg Bosshart/Martin Bertschi in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [VRG-Kommentar], § 19b N. 27 sowie 29; VGr, <span>29. Juni 2016, VB.2016.00057, E. 1.1 Abs. 1</span>). Das gilt auch, wenn allein der EntschÃ¤digungspunkt weitergezogen wird (Kaspar PlÃ¼ss, VRG-Kommentar, § 17 N. 91; VGr, 13. Januar 2016, VB.2015.00368, E. 2, und 16. August 2017, VB.2016.00483, E. 1).</p> <p class="Erwgung2">Die Ã¼brigen Eintretensbedingungen erscheinen ebenso erfÃ¼llt.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Bei Gegenstandslosigkeit befindet eine RechtsmittelbehÃ¶rde mangels verwaltungsrechtspflegegesetzlicher Regelung nach Ermessen Ã¼ber die EntschÃ¤digungsfolge; dabei berÃ¼cksichtigt sie, welche Partei vermutlich obsiegt hÃ¤tte oder wer die Gegenstandslosigkeit bzw. das gegenstandslos gewordene Verfahren verursacht hat; besonders bei Versagen dieser Kriterien lÃ¤sst sich aber auch anderswie nach Billigkeit vorgehen (PlÃ¼ss, § 17 N. 31; Marco Donatsch, VRG-Kommentar, § 63 N. 7; VGr, 7. April 2016, VB.2015.00199, E. 3.1, und 27. September 2017, VB.2016.00800, E. 2.2).</p> <p class="Erwgung2">Das Verwaltungsgericht darf hier aufgrund des § 50 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 lit. a und c VRG die vorinstanzliche Handhabung dieses Ermessens lediglich auf dessen Missbrauch, Unter- oder Ãberschreiten prÃ¼fen, nicht jedoch auf blosse UnzweckmÃ¤ssigkeit (Donatsch, § 50 N. 25 f.; VGr, 3. April 2014, VB.2013.00775, E. 5.3, sowie 19. November 2014, VB.2014.00438, E. 6.1 [alles ebenso zum Folgenden]). Weil der angefochtene Beschluss gegebenes Ermessen tatsÃ¤chlich ausÃ¼bt, Ã¼berschreitet er es nicht noch unterschreitet er es und fragt sich ausschliesslich, ob er es missbrauche, das heisst, nicht pflichtschuldig betÃ¤tige, sondern ob er qualifiziert fehlerhaft etwa von sachfremden Kriterien geleitet, Ã¼berhaupt "unmotiviert", willkÃ¼rlich oder unproportional sei.</p> <p class="Erwgung2">Die Vorinstanz nennt richtig die im vorvorigen Absatz erwÃ¤hnten Kriterien fÃ¼r die EntschÃ¤digungsregelung bei zutreffend erkannter Gegenstandslosigkeit, wendet sie allerdings so falsch an, dass das Verwaltungsgericht nach dem gerade Gesagten einschreiten muss. WÃ¼rde nÃ¤mlich stimmen, was sie erwÃ¤gt, hÃ¤tte sie auf den zweiten Rekurs als von Anfang an gegenstandslos nicht eintreten sollen, statt jenen mit Fug nicht vor Ende der Verfahren zur ursprÃ¼nglichen KÃ¼ndigung als gegenstandslos geworden abzuschreiben. Die Beschwerdegegnerin machte ja gegen den Beschluss der BeschwerdefÃ¼hrerin vom 28. April 2014 eine sogenannte Rache- und geschlechtsdiskriminierende KÃ¼ndigung geltend, welche gleichstellungsgesetzlich das Erzwingen einer WeiterbeschÃ¤ftigung ermÃ¶glicht hÃ¤tte (VGr, 29. Juni 2016, VB.2016.00057, E. 2). Die AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses griff, als die BeschwerdefÃ¼hrerin die Entlassung der Beschwerdegegnerin am 20. Oktober 2014 ein zweites Mal beschloss, unstreitig noch lÃ¤ngst nicht, sondern erst mit Rechtkraft des verwaltungsgerichtlichen Urteils vom 29. Juni 2016, welches die Heranziehbarkeit des Gleichstellungsgesetzes verwarf (VB.2016.00057, E. 3; zum Ganzen oben I f.).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die Argumentation der Vorinstanz lÃ¤uft deshalb darauf hinaus, mit den EntschÃ¤digungsfolgen bei Gegenstandslosigkeit von vornherein jene zu bestrafen, die etwas vorgekehrt haben, was sich erst im Nachhinein als Ã¼berflÃ¼ssig erweist. Ebenso wohl vermÃ¶chte man dann zu sagen, die Beschwerdegegnerin hÃ¤tte die zweite KÃ¼ndigung nicht anfechten sollen, weil sich die erste hinterher als gÃ¼ltig erwiesen habe. Beides verkennt elementar den Sinn der aufgezeigten GrundsÃ¤tze. Die BeschwerdefÃ¼hrerin konnte am 20. Oktober 2014 durchaus eine eventuelle Entlassung beschliessen und die Beschwerdegegnerin dies weiterziehen. Im Licht des Verwaltungsgerichtsurteils vom 29. Juni 2016 (VB.2016.00057, E. 2â7.1) wÃ¤re die BeschwerdefÃ¼hrerin durchgedrungen, falls sie etwa im ersten Rekursverfahren warum auch immer gescheitert wÃ¤re. Zu Unrecht beruft sich die Beschwerdegegnerin insofern auf die gleichstellungsgesetzliche Schutzfrist gegen RachekÃ¼ndigung; denn um eine solche handelte es sich so wenig wie beim Beschluss vom 28. April 2014. Mithin hÃ¤tte der Beschwerdegegnerin entgegen der Vorin­stanz bereits nach dem Unterliegerprinzip keine EntschÃ¤digung zugesprochen werden dÃ¼rfen.</p> <p class="Erwgung2">Weil also entgegen dem angefochtenen Beschluss die BeschwerdefÃ¼hrerin mit der eventuellen KÃ¼ndigung kein ihr bereits nicht mehr zustehendes Recht ausÃ¼bte, verursachte sie ebenso wenig die Gegenstandslosigkeit des Rekursverfahrens. Das taten vielmehr die Rechtsmittelinstanzen, welche den ersten Entlassungsentscheid vom 28. April 2014 schÃ¼tzten. Und das zweite Rekursverfahren bewirkte die BeschwerdefÃ¼hrerin mit ihrem Beschluss vom 20. Oktober 2014 nicht eher als die Beschwerdegegnerin mit dem Anrufen der Vorinstanz. Mit anderen Worten taugt das Verursacherprinzip hier Ã¼berhaupt nicht.</p> <p class="Erwgung2">Immerhin Ã¼bereinstimmend mit der Vorinstanz brauchen keine BilligkeitsÃ¼berlegungen angestellt zu werden. Gegenteils reicht und hilft allein das Unterliegerprinzip, welchem gemÃ¤ss die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Beschluss hÃ¤tte leer ausgehen mÃ¼ssen. Nun hat diese auf die ihr dort zugesprochene ParteientschÃ¤digung verzichtet (vgl. oben III Abs. 2), und zwar entgegen ihrer Behauptung nicht unter der Bedingung, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin das Rechtsmittel zurÃ¼ckziehe. Insofern hat das Beschwerdeverfahren seinen Gegenstand verloren und ist es abzuschreiben. Darum kann auch offenbleiben, ob die Beschwerdegegnerin selbst bei Behandlung wie als Obsiegende angesichts ihres eigenen Vorbringens, es habe sich "mit dem Rekursverfahren [â¦] kein besonderer Aufwand verbunden, vielmehr wurden die bisherigen Rechtsschriften Ã¼bernommen", Anrecht auf eine EntschÃ¤digung gehabt hÃ¤tte.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Wie schon im Urteil des Verwaltungsgerichts vom 29. Juni 2016 zur KÃ¼ndigung vom 28. April 2014 (VB.2016.00057, E. 7.3) ist der BeschwerdefÃ¼hrerin als Gemeinwesen mangels (Erforderlichkeit) besonderen Aufwands bzw. ausserordentlicher BemÃ¼hungen auch bei Behandlung als im zweiten Rekursverfahren Obsiegende keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen (siehe PlÃ¼ss, § 17 N. 32 und 50 ff.; VGr, 18. August 2017, VB.2017.00073, E. 8, und 31. August 2017, VB.2017.00236, E. 6; anderer Meinung die BeschwerdefÃ¼hrerin). Insofern gilt es die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2">§ 65 Abs. 3 Satz 1 VRG erklÃ¤rt personalrechtliche Beschwerden wie hier fÃ¼r kostenfrei, wenn der Streitwert Fr. 30'000.- nicht Ã¼berschreitet; die Gerichtskosten sind deshalb auf die Gerichtskasse zu nehmen.</p> <p class="Erwgung2">WÃ¤re zum einen das durch die BeschwerdefÃ¼hrerin angestrengte Verfahren betreffend die der Beschwerdegegnerin im angefochtenen Beschluss zugesprochene ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- nicht durch den Verzicht jener gegenstandslos geworden, hÃ¤tte das Rechtsmittel insofern gutgeheissen werden mÃ¼ssen. Zum andern ist dieses bezÃ¼glich einer ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- zu Gunsten der BeschwerdefÃ¼hrerin abzuweisen. Schon, weil demnach keine Seite im Sinn des § 17 Abs. 2 Ingress VRG als Ã¼berwiegend obsiegend erscheint, gilt es keine ParteientschÃ¤digungen zuzusprechen (siehe PlÃ¼ss, § 17 N. 21; VGr, 9. April 2015, VB.2014.00682, E. 7 â 26. August 2015, VB.2015.00325 E. 9.1 â 13. Juli 2016, VB.2016.00152, E. 8.2).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2">Zur Rechtsmittelbelehrung in Ziff. 5 des nachstehenden Urteilsdispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: Weil der Streitwert auf dem Hintergrund eines Ã¶ffentlichrechtlichen ArbeitsverhÃ¤ltnisses hier â indem es nur um ParteientschÃ¤digungen geht â Fr. 15'000.- unterschreitet, dÃ¼rfte als WeiterzugsmÃ¶glichkeit die Beschwerde in Ã¶ffentlichrechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) nicht zu Gebot stehen, sondern lediglich die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG (vgl. oben 1 Abs. 1; Art. 83 lit. g und Art. 85 Abs. 1 lit. b BGG; aber auch PlÃ¼ss, § 17 N. 91; VGr, 3. November 2016, VB.2016.00344, E. 4 Abs. 2). Die ordentliche Beschwerde bliebe immerhin zumindest zulÃ¤ssig, wenn sich eine Rechtsfrage grundsÃ¤tzlicher Bedeutung erhÃ¶be (Art. 85 Abs. 2 BGG). Das Ergreifen beider Rechtsmittel mÃ¼sste in der gleichen Rechtsschrift geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>der Einzelrichter</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird, soweit nicht als gegenstandslos geworden abgeschrieben, abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 600.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gung 4 Beschwerde erhoben werden. Sie ist binnen 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung anâ¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>