Seite 1 http://www.bl.ch/kantonsgericht Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abt eilung Strafrecht, vom 2. Okto- ber 2018 (470 18 249) ____________________________________________________________________ Strafprozessrecht Erkennungsdienstliche Erfassung, WSA-Abnahme und Auftrag zur Erstellung eines DNA- Profils Die Begründungspflicht als Teilgehalt des Anspruchs au f rechtliches Gehör für die Anordnung einer erkennungsdienstlichen Erfassung und WSA-Abnahme k ann nicht mit einer allgemein gehaltenen Begründung in einem einzigen Satz (in Fo rm eines Textbausteines) erfüllt werden (E. 2.4.4). Die erkennungsdienstliche Erfassung zur Feststellung der Identität des Jugendlichen, welcher der Verletzung von Art. 115 AuG verdächtigt wird, erweist sich als mit dem Grundsatz der Subsidiarität vereinbar (E. 2.5.6). Hingegen sind die WSA-Abnahme und DNA- Profilerstellung im Hinblick auf eine solche Anlasstat w eder dringlich noch erforderlich. Gegen die Erforderlichkeit der WSA-Abnahme und DNA-Profile rstellung sprechen das Alter des Ju- gendlichen und die fehlenden erheblichen und konkreten Anhaltspunkte für die Begehung wei- terer Vergehen oder Verbrechen von einer gewissen Schwere (E. 2.5.7). Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Besetzung Präsident Enrico Rosa, Richter Daniel Häring (Ref.), Richter Stephan Gass; Gerichtsschreiber i.V. Michael Schmassmann Parteien A. ____, vertreten durch: B. ____, (gesetzlicher Vertreter), Beschwerdeführer gegen Jugendanwaltschaft Basel-Landschaft , Rheinstrasse 55, 4410 Liestal, Beschwerdegegnerin Gegenstand Erkennungsdienstliche Erfassung, WSA-Abnahme und Au ftrag zur Erstellung eines DNA-Profils Beschwerde gegen die Verfügung der Jugendanwaltschaft Basel- Landschaft vom 18. Juli 2018 Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. A.____, geboren am 14. März 2001, angeblich wohnhaft bei seinem Vater an der X.____strasse, in Y.____, wurde am 18. Juli 2018 in Y. ____ wegen des Verdachts der Wider- handlung gegen das Bundesgesetz über die Ausländerinne n und Ausländer und über die In- tegration (AuG; SR 142.20) vorläufig festgenommen. B. Mit Verfügung des Amts für Migration Basel-Landschaft v om 19. Juli 2018 wurden ge- gen A.____ die Ausgrenzung aus dem Gebiet des Kantons Basel-Landschaft und die Wegwei- sung aus der Schweiz in Anwendung von Art. 74 Abs. 1 lit. a AuG verfügt. C. Die Jugendanwaltschaft Basel-Landschaft eröffnete mit V erfügung des Untersu- chungsbeauftragten im Pikett, C.____, vom 18. Juli 20 18 ein Strafverfahren gegen A.____ we- gen Widerhandlung gegen das AuG und verpflichtete ihn zur Bezahlung eines Bussen- und Verfahrenskostendepositums in der Höhe von CHF 200.00. D. Mit weiterer Verfügung der Jugendanwaltschaft Basel- Landschaft vom 18. Juli 2018 wurden die erkennungsdienstliche Erfassung und die Abna hme eines Wangenschleimhautab- strichs (WSA) zwecks DNA-Profilerstellung angeordnet. Die e rkennungsdienstliche Erfassung und die WSA-Abnahme wurden am 20. Juli 2018 auf dem Polizeiposten Liestal durchgeführt. E. Gegen letztgenannte Verfügung erhob A.____, vertrete n durch seinen Vater B.____ (nachfolgend Beschwerdeführer), mit Eingabe vom 26. Ju li 2018 Beschwerde beim Kantonsge- richt Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht (nachfolge nd: Kantonsgericht), und beantragte de- ren Aufhebung sowie die vollumfängliche Löschung der b ereits erfassten Daten unter o/e Kos- tenfolge. F. Am 8. August 2018 nahm die Jugendanwaltschaft Basel-La ndschaft (nachfolgend: Be- schwerdegegnerin) Stellung zur Beschwerde und beantragt e deren vollumfängliche Abweisung unter o/e Kostenfolge. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht Erwägungen 1. Formelles 1.1 Die Zuständigkeit der Dreierkammer des Kantonsgericht s zur Beurteilung der vorlie- genden Beschwerde ergibt sich aus § 16 Abs. 1 des Einführu ngsgesetzes zur Schweizerischen Jugendstrafprozessordnung (EG JStPO; SGS 242). Die Besch werde ist zulässig gegen Verfü- gungen und Verfahrenshandlungen von Polizei, Jugendanw altschaft und Übertretungsstrafbe- hörden gemäss Art. 39 Abs. 1 der Schweizerischen Jugendst rafprozessordnung (JStPO; SR 312.1) i.V.m. Art. 393 Abs. 1 lit. a der Schweizerisch en Strafprozessordnung (StPO; SR 312.0). Die Beschwerdefrist beträgt 10 Tage, wobei die Beschwe rde schriftlich und begründet bei der Beschwerdeinstanz einzureichen ist (Art. 39 Abs. 1 JStP O i.V.m. Art. 396 Abs. 1 StPO). Zur Erhebung der Beschwerde legitimiert ist der urteilsfähi ge Jugendliche und die gesetzliche Ver- tretung oder, wo diese fehlt, die Behörde des Zivilrechts (Art. 38 Abs. 1 JStPO). Gemäss Art. 39 Abs. 1 JStPO i.V.m. Art. 393 Abs. 2 StPO können Rechtsve rletzungen, einschliesslich Über- schreitung und Missbrauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung (lit. a), die unvollständige oder unrichtige Feststell ung des Sachverhalts (lit. b) sowie die Unan- gemessenheit (lit. c) gerügt werden. 1.2 Die angefochtene Verfügung vom 18. Juli 2018 stellt e in zulässiges Anfechtungsobjekt dar. Sie wurde dem Beschwerdeführer laut Vollzugsproto koll mit Datum vom 20. Juli 2018 aus- gehändigt, womit die Beschwerde mit Postaufgabe vom 26. Juli 2018 fristgerecht erfolgt ist. Die WSA-Abnahme und erkennungsdienstliche Erfassung tangier en den Beschwerdeführer unmit- telbar in seinen Rechten, weshalb er zur Beschwerde legitimiert ist. Nachdem auch die übrigen formellen Voraussetzungen zu keinen weiteren Bemerkun gen Anlass geben, ist auf die Be- schwerde einzutreten. 2. Materielles 2.1 Mit der Beschwerde wird zusammengefasst geltend gemacht, dass die angefochtene Verfügung mangelhaft eröffnet worden sei, weil sie nu r dem Jugendlichen, nicht aber auch sei- ner gesetzlichen Vertretung oder seiner Rechtsvertretung , der Anlaufstelle für Sans-Papiers, eröffnet worden sei. Ferner soll der gesetzliche Vertr eter diesen nicht auf den Polizeiposten in Liestal begleitet haben dürfen, als die Polizei den J ugendlichen von zu Hause abgeholt habe. Die angefochtene Verfügung sei weiter unzureichend b egründet, weil der Grund für die ange- ordneten Zwangsmassnahmen nicht aus ihr hervorgehe. Schli esslich erweise sich die erken- nungsdienstliche Behandlung des Jugendlichen als unverhäl tnismässig und sei für die Aufklä- rung der vorgebrachten Widerhandlung gegen das AuG nicht erforderlich. 2.2 Mit Stellungnahme vom 8. August 2018 führt die Beschw erdegegnerin im Wesentlichen aus, die Kontrolle vom 18. Juli 2018 habe ergeben, da ss der Beschwerdeführer weder im Zent- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht ralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) noch in einem anderen für die Polizei einsehbaren System registriert oder bei der Gemeinde Y.____ angeme ldet sei. Der Beschwerdeführer halte sich indes seit rund einem Jahr in der Schweiz auf und sei in Y.____ im Restaurant Z.____ mit einem an der Hüfte umgehängten Serviceportemonnaie angetroffen worden. Entsprechend die- ser Anlasstaten sei ein Untersuchungsverfahren gegen ihn eröffnet worden aufgrund des drin- genden Tatverdachts, dass er in Verletzung von Art. 115 AuG rechtswidrig in die Schweiz ein- gereist sei, seither illegal in der Schweiz verweile und eine nicht bewilligte Erwerbstätigkeit aus- übe. Die Identität des Beschwerdeführers sei aufgrund f ehlender Ausweispapiere, fehlendem Aufenthaltstitel, fehlender Wohnsitzanmeldung und nicht verifiziertem Wohn- und Aufenthaltsort nach wie vor nicht gesichert. Die erkennungsdienstli che Behandlung und WSA-Abnahme zwecks DNA-Profilerstellung stellten die einzige Möglichkei t dar, den Beschwerdeführer zu identifizieren und ihm die Anlasstaten und möglicherwei se weitere Delikte zuzuordnen. Eine mildere Massnahme erscheine im vorliegenden Fall nicht möglich. Laut Bericht des Fahndungs- und Aktionsdienstes der Polizei Basel-Landschaft vom 7. Aug ust 2018 sei der gesetzliche Ver- treter im Übrigen nicht daran gehindert worden, sich w ährend der erkennungsdienstlichen Er- fassung und WSA-Abnahme im Polizeistützpunkt Liestal auf zuhalten. Dieser habe aufgrund Platzmangels im Polizeiauto lediglich nicht mit seinem Sohn mitfahren können. 2.3.1 Das Kantonsgericht stellt zunächst fest, dass der Untersuch ungsbeauftragte im Pikett, C.____, mit jeweils separater Verfügung der Jugendanwa ltschaft vom 18. Juli 2018 das Unter- suchungsverfahren gegen den Beschwerdeführer eröffnet und die angefochtenen Zwangsmas- snahmen angeordnet hat. Im Kanton Basel-Landschaft neh men Untersuchungsbeauftragte un- ter der Leitung oder im Auftrag der Jugendanwältinn en und Jugendanwälte Untersuchungs- handlungen vor (§ 13 Abs. 1 EG JStPO) und können im R ahmen von Piketteinsätzen Zwangs- massnahmen anordnen (§ 13 Abs. 2 EG JStPO). Mit Erlass von Zwangsmassnahmen ist nach Art. 309 Abs. 1 lit. b StPO zugleich die Eröffnung ei nes Strafverfahrens verbunden. Damit beru- hen sowohl die Verfahrenseröffnung wie auch die zeitg leich angeordneten Zwangsmassnah- men auf einer hinreichenden Delegation bzw. Zuständigkeit. 2.3.2 Ist eine Zwangsmassnahme schriftlich anzuordnen und ist sie nicht geheim zu halten, so wird den direkt betroffenen Personen gegen Empfangsb estätigung eine Kopie des Befehls und eines allfälligen Vollzugsprotokolls übergeben (Art . 199 StPO). Einer schriftlichen Anord- nung bedarf laut Art. 260 Abs. 3 StPO die erkennungsd ienstliche Erfassung. Anders die Bestimmungen des 5. Kapitels des 5. Titels der StPO (Art . 255–259 StPO; vgl. BGer 1B_324/2013 vom 24. Januar 2014 E. 2.2). Vorliegend wurde die angefochtene Verfügung für alle angeordneten Massnahmen schriftlich eröffnet und ei ne Kopie des Befehls und des Voll- zugsprotokolls dem Jugendlichen gegen eine Empfangsbestätigung ausgehändigt. Urteilsfähige beschuldigte Jugendliche können ihre Parteirechte selbst ständig wahrnehmen (Art. 19 Abs. 2 JStPO). Darunter fällt insbesondere der Anspruch auf rechtliches Gehör und die sich daraus ergebenden Rechte (D IETER HEBEISEN , Basler Kommentar JStPO, 2. Auflage 2014, Basel, Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Art. 19 N 6). Mitteilungen an Parteien, die einen R echtsbeistand bestellt haben, werden rechts- gültig an diesen zugestellt (Art. 3 Abs. 1 JStPO i.V.m. Art. 87 Abs. 3 StPO). Die Verteidigung von beschuldigten Personen ist Anwältinnen und Anwälten vorbehalten, die nach dem Bundes- gesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anw älte (BGFA; SR 935.61) berechtigt sind, Parteien vor Gerichtsbehörden zu vertreten (Art. 127 Abs. 5 StPO). 2.3.3 Was die angeblich nicht erfolgte Eröffnung der angef ochtenen Verfügung an die ge- setzliche Vertretung betrifft, ist vorab festzuhalten, d ass die gesetzliche Vertretung des Be- schwerdeführers das Recht hat, über alle Verfahrensschri tte informiert zu werden und am Ver- fahren teilzunehmen, sofern eine Teilnahme nicht mit dem beabsichtigten Ziel der Strafjustiz oder den Interessen des Jugendlichen selbst in Konflikt ge rät (C HRISTOPH HUG /P ATRIZIA SCHLÄFLI , Basler Kommentar JStPO, 2. Auflage 2014, Basel, Ar t. 4 N 8, a.a.O.). Weiter ist fest- zuhalten, dass die Jugendstrafbehörden die gesetzliche Vert retung und die Behörde des Zivil- rechts einbeziehen, wenn dies angezeigt erscheint (Art. 4 Abs. 4; Art. 12 Abs. 1 JStPO). Sie haben im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen zu en tscheiden, ob die Mitwirkung der Eltern bzw. der gesetzlichen Vertretung sinnvoll und nö tig ist und zur Pflicht erhoben werden soll. Auf eine Mitwirkungspflicht wird in der Praxis reg elmässig dann verzichtet, wenn ein Inte- ressenkonflikt zwischen den Eltern und ihren Kindern besteh t, die gesetzliche Vertretung als Beschuldigte in der gleichen Strafsache in Frage kommt und daher die Behörde des Zivilrechts einzubeziehen ist oder wenn es sich um Bagatellstrafsachen von Jugendlichen über 15 Jahren handelt (CHRISTOPH HUG /P ATRIZIA SCHLÄFLI , Art. 12 N 4 m.w.H.). Vorliegend liegt keine der g e- nannten Ausschlussgründe vor; die Mitwirkung der gesetzlich en Vertretung war somit geboten. Laut Bericht des Fahndungs- und Aktionsdienstes der Pol izei Basel-Landschaft vom 7. August 2018 hat sich der gesetzliche Vertreter während des Vol lzugs der angeordneten Massnahmen auf dem Polizeiposten in Liestal aufgehalten, was dara uf hindeutet, dass er entsprechend in- formiert war. Auch konnte er seinen Sohn begleiten, i hm jedoch offenbar nicht in demselben Raum beistehen, wo die angeordneten Massnahmen durchgef ührt wurden. Dies ist in Anbe- tracht (auch) des Alters des Beschwerdeführers von 17 Jahren nicht zu beanstanden. 2.4.1 Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör folgt die Pflic ht der Behörden, ihren Ent- scheid zu begründen. Die Begründungspflicht stellt eine n Teilgehalt des Anspruchs auf rechtli- ches Gehör dar (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 3 Abs. 2 lit. c StPO). Im Allgemeinen muss die Begrün- dung kurz die wesentlichen Überlegungen nennen, von d enen sich die Behörde hat leiten las- sen und auf die es seinen Entscheid stützt. Es genügt, we nn sich der Betroffene über die Trag- weite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann (BGE 143 III 65 E. 5.2; 141 III 28 E. 3.2.4; BGer 6B_259/2017 vom 21. Dezember 2017 E. 1.2; je mit Hinweisen). 2.4.2 Ergänzend dazu sieht Art. 260 Abs. 3 StPO vor, dass die erkennungsdienstliche Erfas- sung in einem schriftlichen, kurz begründeten Befehl ang eordnet wird. In dringenden Fällen kann sie mündlich angeordnet werden, ist aber nachträg lich schriftlich zu bestätigen und zu Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht begründen. Angesichts der ausgesprochen weiten Regelung hinsichtlich der Voraussetzungen für die Anordnung einer erkennungsdienstlichen Massnahm e, kommt dieser Begründung nur eine untergeordnete Bedeutung zu (T HOMAS HANSJAKOB , Zürcher Kommentar StPO, 2. Auflage 2014, Zürich, Art. 260 N 9). 2.4.3 Die Begründungspflicht als Teilgehalt des Anspruchs auf rechtliches Gehör ist formeller Natur. Damit führt eine Verletzung grundsätzlich ungeach tet der Erfolgsaussichten der Be- schwerde in der Sache selbst zur Aufhebung des angefocht enen Entscheids (BGE 137 I 195 E. 2.2). Vorbehalten bleiben Fälle, in denen die Ve rletzung nicht besonders schwer wiegt und dadurch geheilt wird, dass die Partei, deren rechtliche s Gehör verletzt wurde, sich vor einer Instanz äussern kann, der mit Bezug auf die streitige Fr age die gleiche Überprüfungsbefugnis zusteht wie ihrer Vorinstanz (BGE 135 I 279 E. 2.6.1). Von einer Rückweisung ist selbst bei einem schwerwiegenden Mangel abzusehen, wenn und soweit sie zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu Verzögerungen führen würde, die mit dem Interesse der betroffenen Par- tei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nic ht zu vereinbaren wäre (BGE 137 I 195 E. 2.3.2 und E. 2.7; 127 V 431 E. 3d/aa; zum Ganzen BGer 6B_1366/2016 vom 6. Juni 2017 E. 1.2). 2.4.4 Die Anordnung der erkennungsdienstlichen Erfassung und WSA-Abnahme zwecks DNA-Analyse ist gemäss Rubrum der angefochtenen Verfügu ng aufgrund der vorgeworfenen Widerhandlung des Beschwerdeführers gegen das AuG erf olgt. Die Begründung ist in einem einzigen Satz abgefasst und die Formulierung derart all gemein gehalten, dass sie de facto ei- nem Textbaustein entspricht. Aus der Begründung geht sc hlicht hervor, dass angesichts der gegen den Beschwerdeführer erhobenen Anschuldigungen, der bisherigen Erkenntnislage so- wie aufgrund des Aktenbestands die genannten Zwangsmassnah men zur Durchführung des weiteren Untersuchungsverfahrens dringend angezeigt und gerechtfertigt seien. Zwar dürfen Begründungen durchaus knapp gehalten werden, doch muss d ie Begründung aus sich selber verständlich sein, das heisst nicht nur bei Kenntnis der Rech tsschriften und der übrigen Akten bzw. Erkenntnislage. Die Entscheidgründe müssen so abgef asst werden, dass sie sich sinnvoll überprüfen und anfechten lassen. Die vorliegende Begründung steht mit der Allgemeingültigkeit ihrer Ausführungen als unbegründet da, was eine Verl etzung des rechtlichen Gehörs bedeutet. Unklar bleibt insbesondere, weswegen die einzelnen angeo rdneten Massnahmen gerechtfertigt und verhältnismässig waren. Aus der Begründung erhellt v or allem nicht, weshalb der WSA zwecks DNA-Analyse zur Aufklärung der vorgeworfenen Straft at dienen sollte, und welche er- heblichen und konkreten Anhaltspunkte dafür bestanden, dass der Beschwerdeführer in andere – auch künftige – Delikte (einer gewissen Schwere) verwicke lt sein könnte. Die Verfügung war somit weder nachvollziehbar noch sachgerecht anfechtbar. Art. 255 StPO ermöglicht keine rou- tinemässige Entnahme von DNA-Proben und deren Analysen . Dies gilt insbesondere im Be- reich der Jugendstrafrechtspflege. Die Rüge der ungenügenden Begründung ist somit dargetan, wiegt vorliegend allerdings nicht besonders schwer: Die Beschwerdegegnerin hat in ihrer Stel- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht lungnahme vom 8. August 2018 die Begründung nachgerei cht und der Beschwerdeführer hat im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens die M öglichkeit erhalten, zur Begründung der Beschwerdegegnerin Stellung zu nehmen. 2.5.1 Folglich ist hier nunmehr zu prüfen, ob die Anordnung der erkennungsdienstlichen Er- fassung des Beschwerdeführers, die nicht invasive Probeent nahme mittels WSA sowie die Er- stellung eines DNA-Profils zulässig gewesen sind. Enthält die JStPO diesbezüglich keine be- sondere Regelung, sind die Bestimmungen der StPO anwen dbar (Art. 3 Abs. 1 JStPO). Diese sind im Lichte der Grundsätze von Art. 4 JStPO auszulegen (Art. 3 Abs. 3 JStPO). 2.5.2 Erkennungsdienstliche Massnahmen und die DNA-Analyse sowie die Aufbewahrung der Daten stellen einen Eingriff in das Recht auf p ersönliche Freiheit (Art. 10 Abs. 2 BV), auf informationelle Selbstbestimmung (Art. 13 Abs. 2 BV) u nd auf Familienleben gemäss Art. 8 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreih eiten (EMRK; SR 0.101) dar. Es handelt sich allerdings lediglich um einen leichten Ein griff. Einschränkungen von Grundrechten müssen nach Art. 36 Abs. 2 und 3 BV durch ein öffentli ches Interesse gerechtfertigt und ver- hältnismässig sein. Dies konkretisiert Art. 197 Abs. 1 StP O. Danach können Zwangsmassnah- men nur ergriffen werden, wenn sie gesetzlich vorgeseh en sind (lit. a), ein hinreichender Tat- verdacht vorliegt (lit. b), die damit angestrebten Zi ele nicht durch mildere Massnahmen erreicht werden können (lit. c; Subsidiaritätsprinzip) und die B edeutung der Straftat die Zwangsmass- nahme rechtfertigt (lit. d; Verhältnismässigkeitsprinzip). Diese Voraussetzungen müssen für alle Zwangsmassnahmen kumulativ erfüllt sein (N IKLAUS SCHMID /D ANIEL JOSITSCH , Praxiskommentar StPO, 3. Auflage 2018, Zürich/St. Ga llen, Art. 197 N 1 m.w.H.; BGer 1B_324/2013 vom 24. Januar 2014 E. 3.2.2). Hinweise auf eine strafbare Handlung müssen erheblich und konkreter Natur sein, um einen hinreichenden Tatverdacht begründen zu können. Ein bloss vager Verdacht genügt n icht (BGE 141 IV 87 E. 1.3.1; 137 IV 122 E. 3.2; BGer 6B_1105/2013 vom 18. Juli 2014 E. 3 .1; 6B_830/2013 vom 10. Dezember 2013 E. 1.4 m.H.). Der erforderliche Verdachtsgrad r ichtet sich nach der Eingriffsschwere der Zwangsmassnahme. Bei den am schärfsten in die Freiheitsr echte eingreifenden Massnahmen wird ein dringender Tatverdacht verlangt, während be i weniger eingreifenden Zwangsmass- nahmen ein geringerer Grad erforderlich ist. Die verschi edenen Grade des erforderlichen Ver- dachts richten sich nach den einzelnen Zwangsmassnahmen. Unzulässig ist jedenfalls der sog. Ausforschungsbeweis („fishing expeditions“), d.h. Unters uchungsmassnahmen, die den Tatver- dacht erst begründen sollen (N IKLAUS SCHMID /D ANIEL JOSITSCH , a.a.O., Art. 197 N 4 f.). Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit ist von den Strafbehörden im Einzelfall anzuwenden, wobei sich die Verhältnismässigkeit nach objektiven Gesichtspunkten beurteilt (N IKLAUS SCHMID /D ANIEL JOSITSCH , a.a.O., Art. 197 N 7 m.H.). Die Verhinderung zukünftiger und die Auf- klärung geschehener Straftaten liegen immer im öffentl ichen Interesse (vgl. BGE 120 Ia 147 Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht E. 2d). Art. 8 Ziff. 2 EMRK nennt die Verhinderung strafbarer Handlungen ausdrücklich als zu- lässigen Grund, den Anspruch auf Achtung des Privat- und Familienlebens einzuschränken. 2.5.3 Art. 255 StPO bis Art. 258 StPO enthalten Bestimmung en zu DNA-Analysen. Art. 259 StPO erklärt das Bundesgesetz über die Verwendung von DN A-Profilen im Strafverfahren und zur Identifizierung von unbekannten oder vermissten Personen (DNA-Profil-Gesetz; SR 363) für anwendbar. Dieses Gesetz bezweckt insbesondere die Verbesserung der Effizienz der Strafver- folgung, indem namentlich mit Hilfe des Vergleichs von DNA-Profilen verdächtige Personen identifiziert und weitere Personen vom Tatverdacht entl astet werden, durch systematische Auswertung biologischen Materials Tatzusammenhänge und damit insbesondere organisiert operierende Tätergruppen sowie Serien- und Wiederho lungstäter rascher erkannt werden und die Beweisführung unterstützt wird (Art. 1 Abs. 2 DNA-Profil-Gesetz). Art. 255 Abs. 1 lit. a StPO regelt ergänzend zu den allgemeinen Voraussetzungen von Art. 197 StPO, dass zur Aufklärung eines Verbrechens oder eines Vergehens von der beschuldigten Person eine Probe genommen und ein DNA-Profil erstellt werden kann. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, welche der herrschenden Lehre entspricht (vgl. BGer 1B_324/2013 vom 24. Januar 2014 E. 3.2.1; 1B_5 7/2013 vom 2. Juli 2013 E. 2.3), kom- men die Probeentnahme und Erstellung eines DNA-Profil s gemäss Art. 255 Abs. 1 StPO nicht nur zur Aufklärung jenes Delikts in Betracht, welches dazu Anlass gegeben hat, oder zur Zu- ordnung von bereits begangenen und den Strafverfolgun gsbehörden bekannten Delikten. Wie aus Art. 259 StPO i.V.m. Art. 1 Abs. 2 lit. a DNA-P rofil-Gesetz hervorgeht, muss die Erstellung eines DNA-Profils es auch erlauben, die Täterschaft von Delikten zu identifizieren, die den Strafverfolgungsbehörden noch unbekannt sind. Dabei kan n es sich um vergangene oder künf- tige Delikte handeln. Das DNA-Profil kann so Irrtümer bei der Identifikation einer Person und die Verdächtigung Unschuldiger verhindern. Es kann auch pr äventiv wirken und damit zum Schutz Dritter beitragen (vgl. BGer 1B_381/2015 vom 23. Fe bruar 2016 E. 2.2; 1B_111/2015 vom 20. August 2015 E. 3.1; 1B_57/2013 vom 2. Juli 2013 E. 2.2 f.). Dienen der WSA und die Erstel- lung eines DNA-Profils nicht der Aufklärung der Anlass tat, sind diese Massnahmen bei der ei- nes Verbrechens oder Vergehens beschuldigten Person mögli ch, wenn aufgrund konkreter An- haltspunkte eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür besteht , dass der Betroffene in andere – auch künftige – Verbrechen oder Vergehen verwickelt sei n könnte, zu deren Aufklärung die Er- stellung des DNA-Profils beitragen könnte (BGer 1B_277 /2013 vom 15. April 2014 E. 4.3.2; ferner CHRISTOPH FRICKER /S TEFAN MAEDER , Basler Kommentar StPO, 2. Auflage 2014, Basel, Art. 255 N 7 f.; N IKLAUS SCHMID /D ANIEL JOSITSCH , a.a.O., Art. 255 N 2 und 4; T HOMAS HANSJAKOB , Zürcher Kommentar StPO, 2. Auflage 2014, Zürich, Ar t. 255 N 11). Art. 255 StPO ermöglicht aber – wie bereits dargelegt - nicht bei je dem hinreichenden Tatverdacht die routi- nemässige (invasive) Entnahme von DNA-Proben, geschweig e denn deren generelle Analyse. Erforderlich ist eine Prüfung des jeweiligen Einzelfal ls (BGE 141 IV 87 E. 1.4.2; BGer 1B_685/2011 vom 23. Februar 2012 E. 3.3; CHRISTOPH FRICKER /S TEFAN MAEDER , a.a.O., Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht Art. 255 N 9). Die Erstellung eines DNA-Profils, das n icht der Aufklärung der Straftaten eines laufenden Strafverfahrens dient, ist nur dann verhältn ismässig, wenn erhebliche und konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Beschuldigte in andere – auch künftige – Delikte verwi- ckelt sein könnte. Dabei muss es sich um Delikte gewisser Sc hwere handeln (BGer 1B_381/2015 vom 23. Februar 2016 E. 2.3; 1B_111/2015 vom 20. August 2015 E. 3.2; 1B_324/2013 vom 24. Januar 2014 E. 3.2.2). 2.5.4 Was die Voraussetzung der gesetzlichen Grundlage (Art. 197 Abs. 1 lit. a StPO) be- trifft, so ist festzustellen, dass vorliegend sowohl für die erkennungsdienstliche Erfassung mit Art. 260 StPO als auch für DNA-Analysen mit Art. 255 A bs. 1 StPO und dem DNA-Profil- Gesetz, welches Art. 259 StPO für anwendbar erklärt, eine solche gegeben ist. 2.5.5 Bezüglich der Voraussetzung des hinreichenden Tatverdachts (Art. 197 Abs. 1 lit. b StPO) ist in tatsächlicher Hinsicht dem Bericht des Fahnd ungs- und Aktionsdienstes der Polizei Basel-Landschaft vom 20. Juli 2018 zu entnehmen, dass si ch der Beschwerdeführer anlässlich einer Kontrolle in der Café Bar Z.____, W.____strasse, in Y.____, bloss mit einem Schüleraus- weis der Sekundarschule Y.____ hat ausweisen können. Laut Bericht sei ferner die Echtzeiti- dentifikation „Identiscan“ negativ verlaufen und der Be schwerdeführer in keinem der für die Po- lizei einsehbaren Informationssystemen registriert gewese n. Weiter soll der Beschwerdeführer ein Serviceportemonnaie am Gürtel befestigt und der Po lizei gegenüber bestätigt haben, dass er in dem kontrollierten Betrieb arbeiten würde. Dam it liegt ein hinreichender Tatverdacht vor, wonach der Beschwerdeführer rechtswidrig in die Schweiz eingereist ist, sich illegal in der Schweiz aufgehalten und eine nicht bewilligte Erwerbstätigkeit ausgeübt hat. 2.5.6 In Bezug auf die erkennungsdienstliche Erfassung ist h insichtlich der Voraussetzung der Subsidiarität (Art. 197 Abs. 1 lit. c StPO) nicht ersichtlich, wie der mit dieser verfolgte Zweck der Abklärung des Sachverhalts, worunter im vorliegenden Fall insbesondere die Feststellung der Identität des Jugendlichen fällt (BGE 141 IV 87 E . 1.3.3; BGer 1B_185/2017 vom 21. August 2017 E. 3), mit milderen Massnahmen hätte e rreicht werden können. Die erken- nungsdienstliche Erfassung erweist sich somit als erford erliches und auch taugliches Mittel, um die Identität und den Wohnort des Beschwerdeführers ab zuklären. Auch war diese angesichts der Bedeutung der Strafsache gerechtfertigt. 2.5.7 Die WSA-Abnahme und die DNA-Profilerstellung lassen si ch demgegenüber bezüglich der Voraussetzungen der Subsidiarität nicht rechtfertig en. Bei Widerhandlungen gegen das AuG im Sinne von Art. 115 AuG handelt es sich zwar um V ergehen (Art. 10 Abs. 3 StGB), für deren Aufklärung nach Art. 255 Abs. 1 StPO grundsätzlich auch die WSA-Abnahme und Erstel- lung eines DNA-Profils angeordnet werden können, do ch lassen sich die Ereignisse vom 18. Juli 2018 hinsichtlich Ablauf und Beteiligung des Be schwerdeführers ohne Zwangsmass- nahmen abklären. Die WSA-Abnahme und DNA-Profilerstellung sind im Hinblick auf die Anlass- Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht tat somit weder dringlich noch erforderlich. Im Weiter en ermöglicht Art. 255 StPO – wie bereits dargetan – nicht bei jedem hinreichenden Tatverdacht die routinemässige (invasive) Entnahme von DNA-Proben, geschweige denn deren generelle Analyse . Erforderlich ist eine Prüfung des jeweiligen Einzelfalls (BGE 141 IV 87 E. 1.4.2 m.H.). Weiter ist auch das Alter des Betroffenen angemessen zu berücksichtigen (vgl. BGer 1B_111/2015 und 1 B_123/2015 vom 20. August 2015 E. 3.5; Art. 4 Abs. 1 JStPO). Im Zeitpunkt der W SA-Abnahme war der Beschwerdeführer 17 Jahre alt und somit noch minderjährig. Der Beschwe rdeführer ist aktenkundig weder ein- schlägig vorbestraft noch bestehen aufgrund des vorliegen den Tatverdachts ernsthafte und konkrete Anhaltspunkte, dass er in Zukunft Vergehen oder Verbrechen begehen könnte (vgl. BGer 1B_244/2017 vom 7. August 2017 E. 2.4). Aufgrund der festgestellten fehlenden erhebli- chen und konkreten Anhaltspunkte für die Begehung weit erer Vergehen oder Verbrechen von einer gewissen Schwere durch den Beschwerdeführer ist d ie Anordnung der WSA-Abnahme und DNA-Profilerstellung im Ergebnis unverhältnismässig. 2.5.8 Zusammenfassend sind für die erkennungsdienstliche Erfass ung des Beschwerdefüh- rers sämtliche Voraussetzungen erfüllt, womit diese recht ens war. Demgegenüber erweisen sich die angeordnete WSA-Abnahme und DNA-Profilerstell ung hinsichtlich der Subsidiarität als unzulässig und zudem im Ergebnis als unverhältnismässig. Di e Beschwerde ist daher teilweise gutzuheissen, die angefochtene Verfügung in Bezug auf d ie angeordnete WSA-Abnahme und DNA-Profilerstellung aufzuheben und die Beschwerdegeg nerin anzuweisen, die Löschung sämtlicher Daten aus der DNA-Analyse aus dem Information ssystem des Bundes, DNA-Profil- Datenbank CODIS, zu veranlassen. 3. Kosten 3.1 Abschliessend bleibt über die Kosten des Verfahrens zu entscheiden. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Als unterliegend gilt auch die Partei, auf deren Rech tsmittel nicht eingetreten wird oder die das Rechtsmittel zurückzieht (Art. 44 Abs. 2 JStPO i.V.m. Art . 428 Abs. 1 StPO). Weil die festge- stellte Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör bei der Kostenverlegung zu berücksich- tigen ist (vgl. BGer 6B_1/2015 vom 25. März 2015 E. 4), erscheint es vorliegend angezeigt, in Anwendung von § 4 Abs. 2 der Verordnung über die Geb ühren der Gerichte (GebT; SGS 170.31) auf die Erhebung von Verfahrenskosten bei den Beschwerdeführern – trotz der nur teilweisen Gutheissung der Beschwerde – zu verzichten. Die Verfahrenskosten, welche pau- schal auf CHF 1‘500.00 festzusetzen sind (vgl. § 13 Abs. 1 GebT), gehen somit vollumfänglich zu Lasten des Staates. 3.2 Die Beschwerdeführer haben ihre Parteikosten selbst zu t ragen, zumal sie im Be- schwerdeverfahren nicht anwaltlich vertreten gewesen sind. Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demnach wird erkannt: ://: 1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und d ie Verfügung der Jugendanwaltschaft Basel-Landschaft vom 18. Juli 2018 in Bezug auf die angeordnete WSA-Abnahme und DNA-Profilerstellung aufgeho- ben. 2. Es wird festgestellt, dass die Entnahme einer DNA-P robe und die Erstellung eines DNA-Profils rechtswidrig erfolgt sind. 3. Die Jugendanwaltschaft Basel-Landschaft wird angew iesen, die Lö- schung sämtlicher Daten aus der DNA-Analyse aus dem polize ilichen Informationssystem des Bundes, DNA-Profil-Datenbank CODIS , zu veranlassen. 4. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von pauschal CHF 1 ‘500.00 gehen zu Lasten des Staats. Den Beschwerdeführern wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 5. Dieser Beschluss wird den Parteien schriftlich eröffne t. Präsident Enrico Rosa Gerichtsschreiber i.V. Michael Schmassmann