<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="word/media/image1.png"/></p></td></tr></table><div><div><p><span>UV.2021.00182</span></p></div><div><p><span> </span></p></div><div><p><span> </span></p></div><p><br/></p><div><p>I. Kammer</p></div><div><p>Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter<br/>Ersatzrichter Wilhelm<br/>Gerichtsschreiber Würsch</p></div><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil</span><span class="Standard berschrift2"> vom </span><span class="Standard berschrift2">29. Dezember 2022</span></p></div><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span id="CURSOR"></span><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Fatima </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Fetahovic</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Weber &amp; Partner Rechtsanwälte</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Seestrasse 162a, Postfach, 8810 Horgen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Visana Versicherungen AG</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Weltpoststrasse 19, 3000 Bern 15</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren 1964, war seit Dezember 2016 bei der Gemeinde </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> als </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Pflegekindbetreuerin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> angestellt und dadurch bei der Visana Versicherungen AG (nachfolgend: Visana) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert (Urk. 10/18). Am 3. Juni 2018 stürzte sie von einem Stuhl, wobei sie sich eine Fraktur des Lendenwirbelkörpers (LWK) 1 zuzog (vgl. Urk. 10/11, 10/18 und 10/35). Diese wurde am 13. Juni 2018 im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> operativ versorgt (Urk. 10/7). Gemeldet wurde das Ereignis der Visana durch die Arbeitgeberin am 8. April 2019 (Urk. 10/18). Der Hausarzt der Versicherten, Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Fach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arzt für Allgemeine Innere Medizin und Nephrologie, meldete am 11. April 2019 eine seit dem Unfall bestehende Arbeitsunfähigkeit und weiterhin notwendige umfassende Therapien (Urk. 10/22). Die Visana klärte ihre Leistungspflicht ab. Sie anerkannte sie grundsätzlich in einem Schreiben an die Arbeitgeberin vom 2. Mai 2019 (Urk. 10/34). Zur Festlegung ihrer Leistungen holte sie Unterlagen des obli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gatorischen Krankenversicherers, der für die bisherigen Heilbehandlungen aufge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kommen war (Urk. 10/47 ff.)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ein. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dieser</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> berichtete im Schreiben vom 3. Juni 2019 über starke Rückenschmerzen im Kreuz und im Nacken der Versicherten und über eine andauernde 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 10/45). Daraufhin unterbreitete die Visana die Akten ihrem beratenden Arzt Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates. Dieser legte am 19. Juni 2019 dar, dass die gegenwärtig von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> beschriebenen Rückenschmerzen nicht unfallkausal und die anfänglichen Unfallfolgen ab Oktober 2018 beendet gewesen seien (Urk. 10/81). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Schreiben an die Versicherte vom 24. Juni 2019 teilte die Visana daraufhin mit, die ab dem Unfallzeitpunkt übernommenen Leistungen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> rückwirkend</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> per Ende 13. Oktober 2018 einzustellen, weil die geklagten Beschwerden ab dann nicht mehr unfallkausal seien (Urk. 10/87). Auch die Taggeldleistungen, ausbezahlt an die Arbeitgeberin, stellte sie ab diesem Zeitpunkt ein (Urk. 10/86). Nachdem die Versicherte gegen die Leistungseinstellung am 8. Juli 2019 opponiert hatte (Urk.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10/89), verfügte die Visana am 19. Juli 2019 darüber, wobei sie auf die Rückforderung zu viel erbrachter Leistungen verzichtete (Urk. 10/98). Dagegen erhob die Versicherte am 16. September 2019 Einsprache (Urk. 10/131) und reichte tags darauf sowie mit Schreiben vom 8. September 2020 (Urk. 10/164) ergänzend einen Bericht von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 20. August 2019 (Urk. 10/165) ein, in dem er die aktuellen Rückenbeschwerden als unfallbedingt bezeichnete und sich gegen einen Fallabschluss aussprach (Urk. 10/129). Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> äusserte sich sodann erneut im Bericht vom 3. September 2020 (Urk. 10/165). Nach Rück</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprache mit Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Stellungnahme vom 21. April 2021, Urk.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10/167</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">f.) und Eingang weiterer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">medizinischer Unterlagen des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 10/173-183) nahm der beratende Arzt Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für Orthopä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, am 15. Juli 2021 zuhanden der Visana eine Beurteilung vor (Urk. 10/184-186). Mit Einspracheent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheid vom 6. August 2021 wies die Visana die Einsprache ab (Urk. 2 = Urk.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10/188-193). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> am 14. September 2021 (Urk. 1) Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben und ihr seien rückwirkend ab dem 13. Oktober 2018 die Versicherungsleistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung zuzusprechen (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deantwort vom 17. November 2021 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abwei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sung der Beschwerde (Urk. 9), wobei sie sich insbesondere auf eine zusätzliche Stellungnahme von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 1. November 2021 stützte (Urk. 10/204-206). Mit Replik vom 10. März 2022 hielt die Beschwerdeführerin an ihren Rechtsbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehren fest und stellte für den Fall, dass das angerufene Gericht die Beschwerde nicht bereits nach durchgeführtem Schriftenwechsel gutheissen sollte, den Antrag, das Verfahren sei bis zum Vorliegen des definitiven Untersuchungser</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gebnisses der Universitätsklinik </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zu sistieren. Eventualiter sei ein ärztli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ches Gutachten zur Frage der natürlichen Kausalität einzuholen (Urk. 16 S. 2). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ergänzend</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> reichte sie einen Bericht der Universitätsklinik </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 25. Januar 2022 ein (Urk. 17/9). Mit Duplik vom 25. April 2022 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest (Urk. 20 S. 2). Mit Eingabe vom 9. Mai 2022 (Urk. 22) reichte die Beschwerdegegnerin medizinische Unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lagen nach (Urk. 23), welche der Duplik irrtümlicherweise nicht beigelegt worden waren. Dazu nahm die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 18. August 2022 Stellung, wobei sie an ihren Rechtsbegehren und prozessualen Anträgen festhielt (Urk. 28 S. 2). Darüber wurde die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 1.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">September 2022 in Kenntnis gesetzt. Gleichzeitig wurde das Gesuch der Beschwerdeführerin um Sistierung des Beschwerdeverfahrens abgewiesen (Urk.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">30).</span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="UV104"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">05.2021</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch bei den im Einzelnen in Abs. 2 auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geführten Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).</span></p><p><span> </span><span>Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck</span><span>mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zunächst </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natür</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitliche Störung entfiele (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_698/2021 vom 3. August 2022 E. 3.1 f.).</span></p><p><span> </span><span>Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver</span><span>waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs</span><span>anspruches nicht (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="UV106"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">03.2022</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfall</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatsache handelt, liegt die entsprechende Beweis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">last </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht beim Versicherten, sondern beim Unfallver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sicherer. Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteile des Bundesgerichts 8C_600/2021 vom 3. März 2022 E. 3.2 und 8C_669/2019 vom 25. März 2020 E. 2.2, je mit Hinweisen).</span></p><p><span> </span><span>Mit dem Erreichen des Status quo sine </span><span>vel</span><span> ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch dieser Zustand noch nicht wieder </span><span>erreicht</span><span> ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG Leistungen zu erbringen (Urteil des Bundesgerichts 8C_589/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.2.3 mit Hinweisen).</span></p><p><span>1.4</span><span> </span><span>Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorüberge</span><span>henden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztli</span><span>chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs</span><span>massnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; BGE 144 V 354 E. 4.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesge</span><span>richts 8C_527/2020 vom 2. November 2020 E. 4.1 mit Hinweisen). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span id="VV043"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3b/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ee</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Verfahren nach Art. 44 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.6</span><span> </span><span id="VV005"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das Sozialversicherungsgericht die Gesetzmässigkeit der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheide</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in der Regel nach dem Sachverhalt, der zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hinweis). Jedoch sind Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, insoweit zu berücksich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tigen, als sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Erlasses des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">scheides</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zu beeinflussen (BGE 121 V 362 E. 1b, 99 V 98 E. 4; Urteil des Bundes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts 8C_95/2017 vom 15. Mai 2017 E. 5.1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Verfügung vom 19. Juli 2019 verneinte die Beschwerdegegnerin ihre zunächst ab 3. Juni 2018 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis zum 13. Oktober 2018</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anerkannte Leistungspflicht für die Folgen des Unfalles, indem sie die Unfallkausalität für die ab diesem Zeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkt geltend gemachten Beschwerden für aufgehoben hielt (Urk. 3/1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Einspracheentscheid vom 6. August 2021 verwies sie auf die Stellungnahme von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Sie erwog, Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe nachvollziehbar dargelegt, weshalb die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Beschwerden als unfallfremd einzustufen seien. Diese Beurteilung decke sich mit den medizinischen Verlaufs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">berichten. Zudem bringe Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> keine Argumente vor, die auch nur geringe Zweifel an der Beurteilung von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> wecken würden. Auf diese könne folg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich vollumfänglich abgestellt werden. Dementsprechend dürfe spätestens drei Monate nach der Operation vom 13. Juni 2018 vom Erreichen eines medizini</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Endzustandes ausgegangen werden. Die später aufgetretenen Rückenbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerden seien als unfallfremd zu qualifizieren (Urk. 2 S. 5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In ihrer Beschwerdeschrift vom 14. September 2021 rügte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen, es könne weder auf die Beurteilung von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> noch auf diejenige von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> abgestellt werden. Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe festgehalten, die starken Schmerzen im Lendenwirbelsäulenbereich seien unfallbedingt. Die Wirbelsäule sei verhärtet und die Beweglichkeit sei stark eingeschränkt. Es bestehe keine Klarheit, wo genau diese Schmerzen zu lokalisieren seien und ob es medizinisch möglich sei, dass sie vom Unfallereignis herrührten. Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe das bildgebende Material nicht berücksichtigt (Urk. 1 S. 4</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">f.). Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe es für denkbar erachtet, dass nach wie vor unfallbedingte Beschwerden bestünden. Er habe jedoch trotz entsprechendem Ersuchen in der Einsprache keine persönliche Untersuchung vorgenommen und sei davon ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gangen, die lumbosakralen Beschwerden stünden im Zusammenhang mit den vorbestehenden degenerativen Veränderungen. Diese Schlussfolgerung erscheine sehr gewagt, da er gleichzeitig feststellt habe, dass das Unfallereignis und die darauffolgende Operation zu dauerhaften strukturellen Veränderungen an der Wirbelsäule geführt hätten. Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe die naheliegende Möglichkeit, dass sich die Beschwerden im lumbosakralen Bereich durch den Unfall und/oder die Operation verschlimmert hätten, nicht in Betracht gezogen. Unverständlicher</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise seien auch keine medizinischen Abklärungen in diese Richtung vorgenom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men worden. Folglich sei der Bericht von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht schlüssig und unvollständig (Urk. 1 S. 5 f.). Der Beschwerdegegnerin sei somit der Beweis des Eintritts des Status quo sine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ante nicht gelungen, weshalb rückwirkend ab dem 13. Oktober 2018 weiterhin Anspruch auf Versicherungsleistungen bestehe (Urk. 1 S. 7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In ihrer Beschwerdeantwort vom 17. November 2021 hielt die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin unter Hinweis auf die zwischenzeitlich bei Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eingeholte Stellungnahme vom 1. November 2021 insbesondere fest, dass jener die Argu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mentation der Beschwerdeführerin in überzeugender Weise widerlegt habe. Er habe aufgezeigt, dass mit der operativen Versorgung der unfallkausalen Fraktur im Bereich Brustwirbelsäule/Lendenwirbelsäule die Versorgung mit der Schluss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">konsultation bei Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> am 18. Juli 2018 beendet gewesen sei. Auch die Physiotherapie sei Ende August 2018 abgeschlossen gewesen. Weitergehende behandlungswürdige Beschwerden, ausgehend von diesem Unfallschaden, seien gemäss Krankengeschichte nicht nachgewiesen. Die weiterhin geklagten, gemäss Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> chronischen Rückenschmerzen hätten den lumbosakralen Bereich betroffen und seien auf den bestehenden Riss des Anulus fibrosus der Band</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheibe LWK5/SWK1 zurückzuführen. Dieser sei nicht überwiegend wahrschein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich durch den Unfall verschlimmert worden. Auch die geklagten Nackenschmer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zen stünden nicht im Zusammenhang mit dem Unfall (Urk. 9 S. 15). Die beiden beratenden Ärzte hätten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlüssig dargetan, dass über den 13.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Oktober 2018 hinaus keine Unfallfolgen mehr vorhanden gewesen seien. Zumindest habe der medizinische Endzustand damals vorgelegen. Im Übrigen seien die Berichte von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> weder medizinisch schlüssig noch nachvollziehbar. Damit liessen sich folglich keine Zweifel an den Stellungnahmen der beratenden Ärzte begründen (Urk. 9 S. 16).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unter Hinweis auf einen Sprechstundenbericht der Universitätsklinik </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 25. Januar 2022 (Urk. 17/9) führte die Beschwerdeführerin in der Replik vom 10. März 2022 aus, dass sie aufgrund der anhaltenden Beschwerden an diese Fachklinik überwiesen worden sei. Aus dem Bericht gehe unmissverständlich hervor, dass sie an einer chronischen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Thorakolumbalgie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mulitsegmentaler</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Dysfunktion Th8-L1 sowie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">costovertebraler</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Dysfunktion Th8 und Th9 mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">myotendinotischen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Veränderungen leide (Urk. 16 S. 3 f.). Als Auslöser dafür </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">würden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Fraktur und die operative Versorgung genannt. Auch in Kenntnis der Tatsache, dass daneben eine lumbosakrale Übergangsanomalie und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">im lumbosakralen Bereich vorhanden seien, sei von unfallkausalen Beschwerden die Rede. Sie werde weiter behandelt und es sei in Abklärung, ob die durch die Fraktur in Mitleidenschaft gezogenen Wirbel durch Metallplatten verstärkt werden sollten (Urk. 16 S. 4). Des Weiteren stellte sie sich unverändert auf den Standpunkt, die Stellungnahmen der beratenden Ärzte seien nicht beweiskräftig und widersprüchlich (Urk. 16 S. 5-9). Es sei der Beschwerdegegnerin nicht gelungen, das Dahinfallen der natürlichen Kausalität zu beweisen (Urk. 16 S. 14).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Duplik vom 25. April 2022 betonte die Beschwerdegegnerin das Vorliegen von zwei voneinander unabhängigen Beschwerdebildern. Hinsichtlich der thora</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kolumbalen Beschwerden stellte sie sich auf den Standpunkt, dass das Unfaller</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eignis eine natürlich und adäquat kausale richtungsgebende Verschlimmerung bewirkt habe, jedoch sei der medizinisch-theoretische Endzustand allerspätestens per 13. Oktober 2018 erreicht gewesen (Urk. 20 S. 4). Sie verwies auf die einge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reichte Krankengeschichte, woraus ersichtlich werde, dass zwischen dem 18. Juli 2018 und dem 2. Februar 2022 keine behandlungsbedürftigen Schmerzen im thorakolumbalen Übergang mehr dokumentiert seien.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die nach dem Unfallereignis geklagten Beschwerden im lumbosakralen Übergang seien überwiegend wahrscheinlich prätraumatisch bedingt und dort zu lokalisie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren, wo der Anulus fibrosus Riss sei, also im Segment L5/S1. Dieser Riss sei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">durch den Unfall entstanden und wenn möglicherweise durch den Unfall aktiviert, so sei der schmerzhafte Schub drei Monate nach dem Ereignis abgeheilt gewesen (Urk. 20 S. 5). Dies habe Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> medizinisch nachvollziehbar und schlüssig begründet. Die Beschwerdeführerin habe demgegenüber nicht zwischen den unfallkausalen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">thorakolumbalen Beschwerden und den unfallfremden Beschwerden im lumbosakralen Übergang differenziert (Urk. 20 S. 12).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In ihrer Stellungnahme vom 18. August 2022 zur eingereichten Kranken</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geschichte betonte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen, aus den Akten ergebe sich klar, dass zwischen den Rückenbeschwerden und dem Unfallereignis ein Kausalzusammenhang bestehe. Es sei falsch zwischen lumbosakralen und thorakolumbalen Beschwerden mit unterschiedlichen Folgen zu differenzieren. Tatsache sei, dass sie noch immer an thorakolumbalen Beschwerden leide und an den infolge des Unfalls operativ versorgten Wirbelkörpern einer Facettengelenks</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">behandlung unterzogen werde. Das Dahinfallen der Kausalität wäre von der Beschwerdegegnerin zu beweisen gewesen, was ihr nicht gelungen sei. Überdies sei nach wie vor nicht nachvollziehbar, dass bereits im Oktober 2018 der medizi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nische Endzustand erreicht worden sein sollte, obwohl in der Folge weiterhin Beschwerden vorgelegen hätten, die behandelt worden seien (Urk. 28 S. 6 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach ihrem Sturz von einem Stuhl auf den Rücken war die Beschwerdeführerin vom 3. bis 16. Juni 2018 im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hospitalisiert, wobei eine Fraktur des LWK 1 diagnostiziert wurde. Zunächst wurde konservativ behandelt. Aufgrund einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdenprogredienz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> wurde der Neurochirurg Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> beigezogen, der am 12. Juni 2018 eine Operation empfahl. Im Rahmen des operativen Eingriffs vom 13. Juni 2018 wurde nebst einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bipedikulären</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kypho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">plastie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (LWK 1) eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">monopedikuläre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Vertebroplastie (BWK 12 und LWK 2) durch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geführt (Urk. 10/7). Gemäss Austrittsbericht sei die Beschwerdeführerin am dritten postoperativen Tag in gebessertem Allgemeinzustand und schmerz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kompensiert entlassen worden (Urk. 10/11).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen einer Verlaufskontrolle vom 12. Juli 2018 berichteten die Ärzte, die Beschwerdeführerin habe von einem massiven Rückgang der tief lumbalen Schmerzen seit der Behandlung berichtet. Sie gehe aktuell an Unterarmgeh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stöcken, da ihr das linke Bein immer wieder wegsacke. Dies bestehe schon seit Jahren, sei aber schlechter geworden. Vor rund 20 Jahren habe sie eine linkssei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tige </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kalkaneusfraktur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erlitten mit seither persistierenden Beschwerden. An der rechten Gesässhälfte bestünden Sensibilitätsstörungen mit teils Parästhesien. Zur Klärung dieser Beschwerden werde die Versicherte neurologisch abgeklärt (Urk.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10/4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Bericht vom 19. Juli 2018 von Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">F.__</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Leitender Arzt Neurologie am </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, habe die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">berichtet, sie habe sehr von der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kyphoplastie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">profitiert, die lokalen Rückenschmerzen seien deutlich besser geworden, sie schätze um ca. 50 %. Er, Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">F.__</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, habe aktuell keine akute neurologische Problematik erkennen können. Im neurologischen Befund sei der Eindruck einer leichten Atrophie des Unterschenkels entstanden; zudem finde sich eine leichte Schwächung der Zehenhebung und -senkung. Neurographisch habe sich am linken Bein ein Normalbefund ohne Hinweise auf eine Polyneuro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pathie ergeben. Sowohl eine Ischiadicus-Läsion als auch eine radikuläre Ursache seien nicht wahrscheinlich. Aufgrund der lumbalen Schmerzen sei die Fortfüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung der konservativen Therapie empfohlen worden (Urk. 10/16 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Hausarzt Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> attestierte mit Bericht vom 3. Juni 2019 eine seit dem 13. Juni 2018 bestehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Die Beschwerdeführerin leide an starken Rückenschmerzen im Kreuz und im Nacken; diagnostisch lägen ein chronisches </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lumboradikuläres</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Syndrom beidseits sowie ein chronisches </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">z</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ervikales Syndrom vor (Urk. 10/45 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Funktion als beratender Arzt der Beschwerdegegnerin hielt Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in seiner Beurteilung vom 19. Juni 2019 fest, es müsse mit über</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass sowohl ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">z</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ervikales wie auch ein lumbales Syndrom unfallfremder Natur seien. Dies gelte insbesondere für aktuelle und spezifische Rückenschmerzen gemäss Bericht des Hausarztes vom 3. Juni 2019, da keine neurologischen Befunde genannt würden, welche auf eine unfallkausale LWK1-Fraktur zurückgeführt werden könnten. Somit seien keine Beschwerden erkennbar, die auch nur teilweise mit dem Unfallereignis vom 3. Juni 2018 zusammenhingen, wobei diese Aussage auch ohne Einsicht in die Röntgenbilder sicher genug getätigt werden könne. Ein Status quo sine bei vorübergehender Verschlimmerung durch die Impressions</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fraktur wegen der degenerativen Wirbelkörpersituation sei spätestens vier Monate nach der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kypho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- beziehungsweise Vertebroplastie erreicht worden. Dies spiegle sich auch im Schmerzmitteleinnahmestopp ab Oktober 2018 wieder (Urk. 10/81).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Bericht vom 20. August 2019 teilte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit, dass die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin immer noch starke Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule habe. Die Muskulatur sei verhärtet und die Beweglichkeit sei stark eingeschränkt. Aufgrund der Schmerzen könne sie nicht schlafen und benötige wiederkehrend Schmerzspritzen und täglich zusätzliche Schmerzmittel. Im Gesäss bestünden schmerzhafte Knoten; beim leichten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vornüberneigen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> träten stärkste Schmerzen auf. Es bestünden massive Einschränkungen beim Aufheben von Gegenständen vom Boden. Diese Beschwerden seien unfallbedingt (Urk. 10/129). Dem Bericht von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 3. September 2020 sind im Wesentlichen dieselben Ausfüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen zu </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entnehmen, daneben erwähnte er, die Beschwerdeführerin befinde sich in einer physikalischen Dauertherapie (Urk. 10/165).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.7</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 21. April 2021 bezog Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erneut Stellung, wobei er grundsätz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich auf seine frühere Beurteilung vom 19. Juni 2019 verwies. Durch eine Dauer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">therapie sei keine erhebliche Besserung mehr zu erwarten. Hinzu kämen klar unfallfremde, vorbestehende Rückenprobleme (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kyphoplastien</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">; Urk. 10/167 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.8</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In seiner Beurteilung vom 15. Juli 2021 hielt Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auf die Frage, ob die über den 13. Oktober 2018 hinaus geltend gemachten Beschwerden noch zumin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dest teilweise auf den Unfall zurückzuführen seien, fest, es sei im Grundsatz denk</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bar, dass als Folge der LWK1-Fraktur trotz einer korrekten medizinischen Versorgung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">residuelle</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerden persistierten. Diesbezüglich zeige die allgemeine medizinische Erfahrung, dass nach stattgehabten Frakturen auch langfristig nicht selten gewisse Restschmerzen angegeben würden, nachdem der Heilungsprozess schon längst abgeschlossen sei. Im konkreten Fall wären diese aber primär im thorakolumbalen Übergang zu erwarten, wo sich auch die erwähnte Fraktur befunden habe. Stattdessen berichte die Beschwerdeführerin gemäss Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vor allem von lumbosakralen Beschwerden mit muskulären Verhärtungen im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Glutealbereich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Diese liessen sich nicht in plausibler Weise auf das Ereignis vom 3. Juni 2018 oder die nachfolgende Operation zurückführen, sondern stünden viel eher im Zusammenhang mit den schon prätraumatisch bestehenden degenerativen Veränderungen im lumbosakralen Übergangsbereich. Dass diese auch bereits damals symptomatisch gewesen seien, lasse sich schlüssig am Umstand einer offensichtlich schon früher erfolgten bildgebenden Abklärung erkennen (Urk. 10/185).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Überdies führte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aus, das Ereignis vom 3. Juni 2018 und die nach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">folgend durchgeführte Operation hätten zu dauerhaften strukturellen Verände</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen an der Wirbelsäule geführt, womit ein Status quo sine lebenslang kaum mehr erreicht werden könne. Hingegen sei auf neurochirurgischer und neurolo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gischer Ebene am 12. respektive 18. Juli 2018 ein Behandlungsabschluss erfolgt. Auch die Physiotherapie sei gemäss den vorliegenden Rechnungen nach zwei Serien am 30. August 2018 abgeschlossen worden. Somit dürfe spätestens drei Monate postoperativ vom Erreichen eines medizinischen Endzustandes ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gangen werden; von weiteren Behandlungen sei keine namhafte Besserung mehr zu erwarten gewesen. Dies korreliere auch gut mit dem Umstand, dass der betreu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ende Hausarzt die Beschwerdeführerin nicht erneut in eine wirbelsäulenspezi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fische </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fachärztliche Abklärung überwiesen habe, wie sie anlässlich des Behand</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lungsabschlusses Mitte Juli 2018 für den Fall erneuter Probleme explizit vorge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sehen worden sei (Urk. 10/186).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.9</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Stellungnahme vom 1. November 2021 bestätigte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> seine frühere Beurteilung vollumfänglich (Urk. 10/206). Er hob hervor, dass sich die Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin am 3. Juni 2018 eine Fraktur des LWK1 zugezogen habe, was einer typischen Lokalisation in der thorakolumbalen Übergangszone entspreche. In der Computer-Tomographie gleichen Datums zeige sich aber auch, dass ausser dieser akuten Verletzung keine weitere unfallkausale Pathologie entstanden sei, namentlich nicht im lumbosakralen Übergang (Urk. 10/204). Operativ sei am 13.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juni 2018 ausschliesslich der thorakolumbale Übergang versorgt worden. Bereits im Rahmen einer Kontrolle vom 12. Juli 2018 habe die Beschwerdeführerin nur noch über geringe Beschwerden geklagt, sodass die neurochirurgische Betreuung abgeschlossen worden sei. Dazu würden auch die Angaben in der Krankenge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schichte von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> passen, der die Beschwerdeführerin am 4. Oktober 2018 und 14. Februar 2019 untersucht habe, ohne dabei in irgendeiner Weise auf noch akut bestehende Rückenprobleme hinzuweisen. Vielmehr fänden sich in der Über</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schrift lediglich die Diagnosen «Fussschmerzen Fussrücken rechts, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">a.e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. im Rahmen einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ansatztendinopathie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der M. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">extensorum</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. longus» sowie «Riss des Anulus fibrosus dorsal median im Segment L5/S1, chronische sakrale Rückenschmerzen», wobei es sich offensichtlich um schon lange bekannte Probleme handle. Auch in späteren Aufzeichnungen sei keine Beschwerdesymptomatik im thorakolumbalen Übergang dokumentiert worden. Dies vermöge auch bestens zu erklären, weshalb Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> im Zusammenhang mit dieser Problematik nicht schon längst eine Rücküberweisung in die neurochirurgische Sprechstunde vorgenommen habe (Urk. 10/205).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammenfassend habe die Beschwerdeführerin am 3. Juni 2018 eine LWK1-Fraktur erlitten und in der Folge sei eine entsprechende operative Versorgung durchgeführt worden. Diese habe ausschliesslich den thorakolumbalen Über</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gangsbereich umfasst und sei vom verantwortlichen Neurochirurgen mit Konsul</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tation vom 18. Juli 2018 abgeschlossen worden. Der Bitte um Rücküberweisung für den Fall auftauchender Probleme sei im weiteren Verlauf nicht nachgekom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men worden, was nahelege, dass keine solchen bestanden hätten. Als unfallfrem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Vorzustand seien die chronischen sakralen Rückenschmerzen bei bestehendem Riss des Anulus fibrosus der Bandscheibe LWK5/SWK1 zu bewerten. Diesbezüglich hätten sich jedoch keinerlei objektive Hinweise ergeben, dass beim Schadenereignis eine morphologische Beeinflussung im Sinne von neuen struk</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">turellen Verletzungen im (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lumbo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-)sakralen Bereich stattgefunden hätte. Somit sei zwar nicht auszuschliessen, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dass es hier unfallkausal zu einer schmerzhaften Aktivierung gekommen sei, die aber spätestens nach drei Monaten als abgeheilt betrachtet werden dürfe. Zu dieser Einschätzung trage bei, dass einerseits keine weitere Persistenz von relevanten Rückenschmerzen in dieser Phase ärztlich dokumentiert und andererseits auch die Physiotherapie nach zwei Serien mit einer Sitzung Ende August 2018 abgeschlossen worden sei. Ebenfalls als rein unfallfremd seien von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erwähnte chronische Nackenschmerzen einzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ordnen; diesbezüglich sei nicht einmal potentiell eine Beeinflussung durch das Ereignis vom 3. Juni 2018 zu erkennen (Urk. 10/205).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.10</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im mit der Replik eingereichten Bericht der Universitätsklinik </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 25.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Januar 2022 wurde festgestellt, die Beschwerdeführerin leide an einer chro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nischen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Thorakolumbalgie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bei einer multisegmentalen Dysfunktion Th8-L1, Punctum maximum Th8/9 sowie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Costae</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 8 und 9 rechts und an </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">myotendinotischen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Veränderungen. Es wurde mit bildgebenden Massnahmen ein Status nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kypho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">plastie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Th12, L1, und L2 (2019), eine lumbosakrale Übergangsanomalie und ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sacrococcygealer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Übergang mit kräftigem Knochenmarksödem bei Status nach Fraktur (2016) festgestellt. Es wurde weiter ein Verdacht auf Osteoporose bei/mit multisegmentaler Wirbelsäulenfraktur Th12, L1 und L2 (2019) geäussert. Der Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">löser der Beschwerden finde sich 2019 bei Frakturen der Wirbelkörper Th12, L1 und L2, die mit einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kyphoplastie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> versorgt worden seien (Urk. 17/9).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es ist unbestritten, dass der Sturz vom Stuhl vom 3. Juni 2018 einen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG darstellt (vgl. Urk. 2 S. 3 Ziff. 7, Urk. 9 S. 16 Ziff. 8). Die Beschwerdegegnerin anerkannte denn auch ihre Leistungspflicht für einen begrenzten Zeitraum (vgl. Urk. 10/32-34, 10/96 und 10/140). Strittig und zu prüfen ist, ob sie ihre Leistungen zu Recht per 13. Oktober 2018 eingestellt hat und weitere Leistungsbegehren über diesen Zeitpunkt hinaus und zwar bis zum Ende des massgebenden Zeitraums, dem Zeitpunkt des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einspracheentscheids</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> a</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m 6. August 2021, abgelehnt hat.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In medizinischer Hinsicht stützte sich die Beschwerdegegnerin sowohl im ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fochtenen Einspracheentscheid (Urk. 2) als auch in ihren im Beschwerdeverfahren getätigten Eingaben in erster Linie auf die Beurteilungen ihres beratenden Arztes Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. auch Urk. 20 S. 9 Ziff. 8 f.). Es rechtfertigt sich daher, im Folgen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den primär dessen Stellungnahmen (Urk. 10/184-186, 10/204-206) auf ihren Beweiswert hin zu überprüfen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dazu ist vorab festzuhalten, dass seine Beurteilung eine reine Aktenbeurteilung ist. Eine solche ist, wie dargelegt (E. 1.5), dann </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beweiskräftig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, wenn der beurteilte medizinische Befund vollständig vorlag und keine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">auch nur </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geringen Zweifel gegen die Beurteilung sprechen. Hierzu sind auch die im Verfahren eingereichten Berichte der Universitätsklinik </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zu beachten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> soweit sie Rückschlüsse auf den vorliegend zu prüfenden Sachverhalt zulassen (vgl. E. 1.6). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> betonte insbesondere in seiner letzten Stellungnahme vom 1. November 2021 das Vorliegen zwei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> unterschiedliche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Pathologien, einer am thorakolumbalen und einer am lumbosakralen Übergang. Er gelangte zusammen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gefasst zum Schluss, dass die operative Versorgung der Fraktur des LWK1 nach dem Sturz vom 3. Juni 2018 ausschliesslich die thorakolumbale Übergangszone betroffen habe. Insofern liege eine dauerhafte strukturelle Veränderung an der Wirbelsäule der Beschwerdeführerin vor, wobei ein Status quo sine lebenslang kaum mehr erreichbar sein werde. Spätestens drei Monate postoperativ dürfe jedoch vom Erreichen eines medizinischen Endzustandes ausgegangen werden (Urk. 10/206; vgl. auch Urk. 10/186). Unter Berücksichtigung der Computer-To</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mographie vom Unfalltag wies Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> des Weiteren darauf hin, dass ausser dieser akuten Verletzung (Fraktur) keine weitere unfallkausale Pathologie ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">standen sei. Die chronischen sakralen Rückenschmerzen bei bestehendem Riss des Anulus fibrosus der Bandscheibe LWK5/SWK1 seien als unfallfremder Vorzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stand zu bewerten. Es ergäben sich keinerlei objektive Anhaltspunkte für eine sturzbedingte morphologische Beeinflussung im Sinne von neuen strukturellen Verletzungen im (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lumbo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-) sakralen Bereich. Es sei zwar nicht auszuschliessen, dass es hier unfallkausal zu einer schmerzhaften Aktivierung gekommen sei, die aber spätestens nach drei Monaten als abgeheilt betrachtet werden dürfe (Urk.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">10/204 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dass der Unfall auf eine vorgeschädigte Wirbelsäule traf, davon gehen alle Ärzte aus, allerdings sprachen sie von unterschiedlichen Vorzuständen, so einem Anu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lus fibrosus-Riss LWK5/SWK1 oder auch von Folgen einer Steissbeinfraktur. Aufgrund des fachärztlichen Berichts der Universitätsklinik </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 25.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Januar 2022 wird sodann die Möglichkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deutlich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass der Unfall vor allem auch auf einen osteoporotischen Vorzustand traf, der zusammen mit dem Unfall zum Wirbelbruch LWK1 führte. Die untersuchenden Fachärzte stellten die erfolgte Operation, die nicht nur den Wirbel LWK1 betraf, sondern eben auch die benach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">barten Brustwirbel Th12 und Lendenwirbel LWK2, in den Zusammenhang mit dieser vermuteten Krankheit und sprachen von einer multisegmentalen Wirbel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">körperfraktur, die sie zudem auch in einem kausalen Zusammenhang zum Unfall sahen (Urk. 17/9). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anhaltspunkte dafür, dass der Unfall nicht der alleinige Grund für einen Wirbelkörperbruch LWK1 war, ergaben sich bereits aus dem Operati</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">onsbericht von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 13. Juni 2018. Als Operationsindikation nannte er «immobilisierende Mobilisationsschmerzen im Bereich des thorakolumbalen Übergangs, deutliche Nachsinterung der LWK1 Fraktur (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fx</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)» (Urk. 10/7, 10/183). Damit wird ein Zusammenbruch eines Wirbelkörpers durch eine verringerte Kno</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chendichte beschrieben, wobei diese im Besonderen aufgrund von Osteoporose auftritt (vgl. </span><a href="https://gelenk-klinik.de/orthopaedie-glossar/sinterung.html"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">https://gelenk-klinik.de/orthopaedie-glossar/sinterung.html</span> </a><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, zuletzt besucht am 13. Dezember 2022</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Die behandelnden Fachärzte der Universitätskli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nik </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> beschrieben die konkreten Befunde an der Wirbelsäule, so die schmerzhaft eingeschränkte Beweglichkeit und eine multisegmentale Dysfunk</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tion im gesamten Bereich von Th8 bis L1, welche somit auch den operierten Wirbelsäulenabschnitt betrifft und die therapeutisch angegangen werden. Nach Angaben der Beschwerdeführerin würden die Schmerzen gelegentlich auch in den anterioren Thoraxbereich und in den zervikalen Bereich ausstrahlen (Urk. 17/9). Als «Auslöser der Beschwerden» bezeichneten die Fachärzte die behandelte Unfallfraktur. Ob sie dies einzig in einen zeitlichen (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">post</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hoc ergo </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">propter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hoc) oder in einen funktionellen, kausalen Zusammenhang stellten, wird </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">jedoch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht hinreichend klar. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Von einer durch den Unfall verursachten, richtungsgebenden Verschlechterung der Wirbelsäule und dem dadurch nicht mehr Erreichen des Status quo sine sprach im Besonderen Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, wobei er es unterliess, diese Zusammenhänge und die Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit der Wirbelsäule näher zu erläutern. Dies liegt wohl daran, dass die medizinische Darstellung durch den Hausarzt mit der Beschreibung von Kreuz- und Nackenbeschwerden bei einer gleichzeitig seit dem Unfall attestierten Arbeitsunfähigkeit seh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r dürftig und rudimentär blieb, mithin die von ihm beurteilte Aktenlage nicht vollständig war. Die von</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> etablierte klare Differenzierung vom Vorliegen getrennte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und unabhängige</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> lumbosakrale</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und thorakolumbale</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Pathologien, die seiner Beurteilung der Kausalität zugrunde liegt, erweist sich mangels einer eigenen Untersuchung und aussagekräftiger, differenzierter medizinischer Unterlagen daher als zu wenig gesichert und als zweifelhaft in Anbetracht der Tatsache, dass die Fachärzte der Universitätsklinik </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">welche </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">umfassend unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">suchten und die Befunde und Einschätzungen darlegten, einen anderen Zusam</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">menhang erklärten und plausibel machten. So stellten sie die operierten Bereiche in einen Gesamtzusammenhang mit einer dysfunktionalen Wirbelsäulenbeweg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichkeit mit weitreichenderen Schmerzfolgen als nur gerade im operierten thora</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kolumbalen Bereich. Es stellt si</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ch mithin die Frage</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nach einer Mitursächlichkeit der Unfallfolgen an diesem Beschwerdebild.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ohne die genaue Klärung der Kausalität des Unfalles</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> allenfalls im Zusammen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spiel mit einer durch Krankheit vorgeschwächten Wirbelsäule</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> kann der Fallabschluss auch nicht mit dem Hinweis darauf erfolgen, in jedem Fall sei durch die dokumentierte Behandlungslücke von einigen Monaten vom Endzustand per 13. Oktober 2018 auszugehen und eine weitere Leistungspflicht sei zu verneinen. Denn wenn die Auffassung richtig sein sollte, dass der Status quo sine nach diesem Unfall nicht mehr zu erreichen ist, stellt sich selbst beim Erreichen des Endzustandes (Art. 19 Abs. 1 UVG), der nur die kurzfristigen Leistungen Heilbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">handlung und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Taggelder </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">betrifft, die unmittelbar daran anschliessende Frage nach den Folgen des Andauerns der nicht mehr reversiblen Unfallschädigung auf die Arbeitsfähigkeit für eine allfällige Invalidenrente und nach einem Integritäts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaden für die Integritätsentschädigung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (vgl. E. 1.4)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Diese beiden Fragen blieben völlig unberücksichtigt, obwohl seitens des Hausarztes eine Arbeitsunfähigkeit seit dem Unfall deklariert wurde und keine entsprechenden Untersuchungen durch die Beschwerdegegnerin veranlasst wurden. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auch gestützt auf die übrigen medizinischen Unterlagen und Beurteilungen lässt sich die Frage der Dauer der Leistungspflicht nicht abschliessend klären. Die ersten Darlegungen von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> wurden ohne Konsultation der bildge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">benden Befunde gemacht, und bei der zweiten Stellungnahme befand er sich im Irrtum über die klar unfallkausale Folge der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kyphoplastie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, so dass seinen Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schätzungen nicht gefolgt werden kann. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit der Beschwerdeführerin ist festzuhalten, dass mindestens geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Beur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teilung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> besteht. Die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zur Vervollständi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung der Akten und hernach externen medizinischen Begutachtung und zur Klärung der Unfallfolgen zurückzuweisen, so dass sie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anschliessend </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">über die Leistungspflicht ab 13. Oktober 2018 neu befinde. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerde ist demzufolge in dem Sinne gutzuheissen, dass der angefochtene Einspracheentscheid vom 6. August 2021 aufzuheben und die Beschwerdegegne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rin zu verpflichten ist, nach ergänzenden Abklärungen im Sinne der Erwägungen über ihre Leistungspflicht nach dem 13. Oktober 2018 neu zu befinden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span id="VV081"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung sowohl für die Frage der Auferlegung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der Gerichtskosten wie auch der Parteientschädigung als vollständi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ges Obsiegen (BGE 137 V 57; vgl. auch BGE 141 V 281 E. 11.1 mit Hinweis), weshalb </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vertretene Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Anspruch auf eine Prozessentschä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">digung hat.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Diese wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses sowie dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin wurde im Beschwerdeverfahren zunächst durch Rechts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anwältin Vera Klemenz und danach durch Rechtsanwältin Fatima </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fetahovic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vertreten. Diese legte ihrer Replik vom 10. März 2022 eine Honorarnote bei, wobei sie einen Gesamtaufwand von 24.05 Stunden à Fr. 250.--, Spesen von Fr. 236.60 sowie Nebenkosten von Fr. 70.-- geltend machte, mithin Fr. 6'327.55 zuzüglich Mehrwertsteuer (Urk. 17/11). In ihrer Stellungnahme vom 18. August 2022 hielt Rechtsanwältin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fetahovic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> abschliessend fest, seit Einreichung der Honorarnote seien weitere Kosten in Höhe von knapp Fr. 1'500.-- entstanden, welche bei der Festsetzung der Parteientschädigung zu berücksichtigen seien (Urk. 28 S. 7 Ziff. 24).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der von Rechtsanwältin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fetahovic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> geltend gemachte gesamte Stundenaufwand ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses trotz der grossen Bedeutung für die Beschwerdeführerin nicht angemessen. Die Stunden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zahl ist für die vorliegende Fragestellung und den zu berücksichtigenden Akten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">umfang deutlich zu hoch. Die Tatsache, dass mitten im Verfahren eine andere Rechtsanwältin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zuständig wurde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, was zu einer neuen Einarbeitung und damit zu einem erheblichen Mehraufwand geführt hat, kann vorliegend nicht berücksich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tigt werden. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der zu berücksichtigende Aufwand ist ermessensweise auf 13 Stunden festzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">legen. Auch die geltend gemachten Spesen von gesamthaft Fr. 236.60 sind nicht nachvollziehbar. Die ausgewiesenen Spesen und Auslagen des Zeitraums vom 19.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">März 2021 bis 19. September 2021 von Fr. 73.70 und des Zeitraums vom 25.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Oktober 2021 bis 10. März 2022 von Fr. 70.-- sind zu übernehmen. Somit ergibt sich eine Prozessentschädigung unter Berücksichtigung des gerichtsüblichen Ansatzes von Fr. 220.—und der Mehrwertsteuer von 7</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7 % von gerundet Fr. 3'851.--, die der Beschwerdeführerin zuzusprechen ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefochtene Einsprache</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">entscheid vom 6. August 2021 aufgehoben und die Sache an die Visana Versicherungen AG zurückgewiesen wird, damit sie nach ergänzenden Abklärungen </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">im Sinne der Erwä</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">gungen über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin über den 13. Oktober 2018 hinaus erneut befinde.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessent</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">schädigung von Fr. 3’851.-- (inkl. Barauslagen und </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">MWSt</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">) zu bezahlen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Fatima </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Fetahovic</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Visana Versicherungen AG</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Gesundheit</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>FehrWürsch</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><div><div></div><div><p> </p></div><p><br/></p></div></div> </div></body></html>