19. Juni 1992 N 1241 Interpellation Keller Rudolf n'étant donc plus disposés à faire circuler ce convoi au départ de Paris, la mesure entrera en vigueur au changement d'ho- raire du 31 mai 1992. Les CFF manifestent néanmoins un certain intérêt pour le maintien d'une liaison de nuit avec l'Italie et les Balkans. Faute d'un volume de trafic suffisant, il n'a cependant plus été possi- ble de choisir Vallorbe comme gare de départ. Les CFF se sont donc décidés à faire circuler le Simplon-Express à partir de Genève. Cette modification se justifie par trois raisons évidentes: - le volume de trafic entre la ville et l'aéroport de Genève peut être mis à profit; - il est possible d'établir une correspondance à Genève pour les voyageurs venant de Paris en TGV; - les CFF peuvent conduire le Simplon-Express dans le sillon horaire du train No 1949 (Genève-St-Maurice), qui pourra ainsi être supprimé. On procédera de la même manière dans le sens inverse, le Simplon-Express remplaçant l'actuel train direct Brigue-Ge- nève. Si la SNCF revenait sur sa décision au cours des années à venir et qu'elle demandait à nouveau une liaison directe Pa- ris-ltalie-Balkans, l'ancien parcours pourrait être rétabli sans problème en Suisse. Le Conseil fédéral n'a absolument pas l'intention de «transfor- mer l'arc jurassien franco-suisse en un désert économique et culturel», comme le craint l'auteur de l'interpellation. Le Simplon-Express circulait très tôt le matin et très tard le soir. De plus, il reliait Lausanne à Vallorbe sans arrêt, ne profitant guère à la population locale. Par ailleurs, il convient de répéter que c'est la France, et non la Suisse, qui est à l'origine de la décision de supprimer la paire de trains en question. Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- tes teilweise befriedigt #ST# 92.3084 Interpellation Keller Rudolf Gefährdung der Nordwestschweizer Bevölkerung durch Atommülltransporte Transports de déchets nucléaires. Mise en danger de la population du nord-ouest de la Suisse Wortlaut der Interpellation vom 11. März 1992 Einem in den letzten Tagen veröffentlichten Flugblatt der Um- weltorganisation Greenpeace ist zu entnehmen: «Die Atom- müllzüge stehen oft stundenlang auf unbewachten Rangier- bahnhöfen herum oder laufen bei der Durchfahrt durch Bahn- höfe (z. B. Rangierbahnhof Muttenz oder Basler Bahnhof und SNCF) Gefahr, mit einem rangierenden oder kreuzenden Gü- terzug mit brennbarem Gefahrengut zu kollidieren.» Die Risikoerfassung beim Transport gefährlicher Güter auf Schiene und Strasse ist bekanntermassen eine Schwachstelle im Umweltschutzverfahren. Trotzdem erstaunt es einigermas- sen, dass - gemäss Aussagen von Greenpeace - für den Transport von Atommüll keine Sicherheitsvorkehren in Szene gesetzt werden. Ich ersuche darum den Bundesrat um eine grundsätzliche Stellungnahme unter Würdigung aller Aspekte des Umwelt- schutzrechts. Fragen an den Bundesrat: 1. Sind die Feststellungen von Greenpeace in allen Punkten zutreffend, und bestehen erhebliche Risiken für die Nordwest- schweizer Bevölkerung durch den Transport von Atommüll auf dem Schienenweg? 2. Ist es zutreffend, dass die SBB für Transporte solcher Art kei- nerlei zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen treffen und dass mit A-Müll beladene Waggons stundenlang und völlig unbe- wacht herumstehen (laut Greenpeace in Muttenz und Basel)? 3. Ist es zutreffend, dass weder Polizei noch Feuerwehr und andere Sicherheitsorgane über die Abwicklung solcher Trans- porte informiert werden? Texte de l'interpellation du 11 mars 1992 Selon un tract publié ces derniers jours par l'organisation éco- logiste Greenpeace, il n'est pas rare que des trains chargés de déchets nucléaires restent stationnés pendant des heures dans des gares de triage ne faisant l'objet d'aucune surveil- lance ou qu'ils risquent, en traversant des gares (par exemple la gare de triage de Muttenz ou les gares suisse et française de Baie) d'entrer en collision avec un convoi de marchandises dangereuses combustibles en train de manoeuvrer ou venant en sens inverse. Comme chacun le sait, le risque en cas de transport de mar- chandises dangereuses par le rail et la route est insuffisam- ment pris en compte dans les mesures de protection de l'envi- ronnement. Mais il est tout de même étonnant que - au dire de Greenpeace -aucune mesure de sécurité ne soit prise pour le transport de déchets nucléaires. Je prie donc le Conseil fédéral de donner son avis, d'une façon générale, sur cette question en tenant compte de tous les as- pects de la législation sur la protection de l'environnement Mes questions sont les suivantes: 1. Les affirmations de Greenpeace sont-elles absolument véri- diques et existe-t-il des risques considérables pour la popula- tion du nord-ouest de la Suisse lors du transport de déchets nucléraires par le rail? 2. Est-il vrai que les CFF ne prennent pas de mesures de sécu- rité supplémentaires pour des transports de ce type et que des wagons contenant des déchets nucléaires restent stationnés pendant des heures sans aucune surveillance (à Muttenz et Baie selon Greenpeace)? 3. Est-il vrai que ni la police, ni les pompiers, ni d'autres orga- nes de sécurité ne sont informés de ces transports? Mitunterzeichner-Cosignataires: Bischof, Borradori, Maspoli, Ruf, Scherrer Werner, Stalder (6) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 13. Mai 1992 Rapport écrit du Conseil fédéral du 13 mai 1992 Für den Transport radioaktiver Stoffe sind in internationalen Abkommen und nationalen Gesetzen und Verordnungen für alle Verkehrsträger entsprechende Vorschriften festgelegt Diese Vorschriften basieren auf Empfehlungen der Internatio- nalen Atomenergieorganisation (IAEO), sie werden neuen Er- kenntnissen ständig angepasst Der Transport radioaktiver Stoffe erfolgt in international nor- mierten und geprüften speziellen Behältern. Die Behälter zum Transport von abgebrannten Brennelementen sind so ausge- legt, dass ihre Integrität und Dichtigkeit auch bei sehr schwe- ren Bahn- oder Strassenverkehrsunfällen gewährleistet blei- ben. Weltweit werden jährlich Hunderte von Transporten pro- blemlos durchgeführt Dabei hat sich kein Unfall mit radiologi- schen Folgen ereignet Jeder Transport ist bewilligungspflichtig. Die Bewilligung wird vom Bundesamt für Energiewirtschaft erteilt, wenn die interna- tionalen und nationalen atomrechtlichen Bestimmungen für die sichere Beförderung radioaktiver Stoffe eingehalten sind. Was die allgemeine Risikoerfassung beim Transport gefährli- cher Güter anbelangt, trifft es nicht zu, dass in diesem Bereich eine Schwachstelle im Umweltschutzverfahren besteht Ver- kehrswege (Schiene, Strasse, Rhein), auf denen gefährliche Güter transportiert werden, fallen unter den Geltungsbereich der am 1. April 1991 in Kraft getretenen Störfallverordnung.Interpellation Scherrer Jürg 1242 N 19 juin 1992 Zentrale Elemente dieser Verordnung bilden die systemati- sche Erfassung der Risiken solcher Transporte und die daraus abzuleitenden zusätzlichen Sicherheitsmassnahmen. 1. Durch die Einhaltung der erwähnten Transportvorschriften ist die Sicherheit der Bevölkerung und der an den Transporten beteiligten Personen gewährleistet Für die Nordwestschwei- zer Bevölkerung ergeben sich durch den Transport von radio- aktiven Abfällen auf dem Schienenweg keine erheblichen Ri- siken. 2. Die Transporte werden nach den Betriebsvorschriften der SBB abgewickelt Es kommt vor, dass Waggons mit radioakti- ven Abfällen eine gewisse Zeit unbewacht in Bahnhöfen ste- hen. Da der Transport in entsprechend ausgelegten und ge- prüften Sicherheitsbehältern erfolgt, ist eine Bewachung der Transporte jedoch weder sinnvoll noch international vorge- schrieben oder üblich. 3. Die Transporte werden vorgängig der zuständigen Fach- stelle, der Nationalen Alarmzentrale (NAZ), gemeldet Polizei, Feuerwehr und weitere Sicherheitsorgane sind für Einsätze bei Unfällen jeder Art vorbereitet Eine zusätzliche Information dieser Organe über die Abwicklung von Transporten erübrigt sich. Sie würde ausser einem administrativen Aufwand zu kei- ner Erhöhung der Sicherheit der Transporte oder der Bevölke- rung beitragen. Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- tes befriedigt #ST# 92.3107 Interpellation Scherrer Jürg PTT-Gebühren. Taxen für das Bündelfunksystem «SpeedCom» «SpeedCom». Taxes perçues par les PTT Wortlaut der Interpellation vom 18. März 1992 Von Mai bis Ende 1991 führten die PTT einen Betriebsversuch mit dem sogenannten Bündelfunksystem «SpeedCom» durch. Per 1. Januar 1992 wurde das System definitiv einge- führt Bei den Kosten zeigen sich nun erhebliche Unterschiede zwi- schen Unternehmen des öffentlichen Verkehrs, Behörden, öf- fentlich-rechtlichen Körperschaften und Anstalten der Kan- tone und Gemeinden (Kategorie l) sowie Betrieben, Privaten, Vereinen und Organisationen als Träger öffentlicher Aufgaben ohne kommerzielle Interessen (Kategorie II) und übrigen Be- trieben und Privaten (Kategorie III). Während Unternehmen der Kategorie l eine monatliche Regal- gebühr von lediglich Fr. 2.25 zu entrichten haben, werden der Kategorie III Fr. 21.50, also fast das Zehnfache, verrechnet Diese Diskrepanz bedeutet eine weitere Wettbewerbsverzer- rung zugunsten öffentlicher Betriebe gegenüber der Privat- wirtschaft In diesem Zusammenhang bitte ich den Bundesrat um Beant- wortung der folgenden Fragen: 1. Auf welche Rechtsgrundlage stützt sich die einseitige Be- vorzugung von Betrieben des öffentlichen Verkehrs, Behör- den, öffentlich-rechtlichen Körperschaften und Anstalten der Kantone und Gemeinden? 2. Existieren solche wettbewerbsverzerrende Taxungleichhei- ten auch in anderen Bereichen der Telekommunikation? 3. Ist der Bundesrat bereit, bei den PTT zu intervenieren und eine einheitliche Taxe für alle Benutzer von «SpeedCom» und eventuell anderen Dienstleistungen der Telekommunikation durchzusetzen? Texte de l'interpellation du 18 mars 1992 De mai à décembre 1991, les PTT ont procédé à des essais sur un système de réseau à ressources partagées appelé «Speed- Com», qui a été adopté de manière définitive le 1er janvier 1992. Or d'importantes disparités apparaissent si l'on compare les coûts que doivent supporter d'une part les entreprises de transports publics, les autorités, les collectivités de droit public et les établissements des cantons et des communes (ca- tégorie I) et les entreprises, les particuliers, les associations et les organismes sans but lucratif, chargés de mandats publics (catégorie II) et d'autre part les autres entreprises et particu- liers (catégorie III). Alors que les utilisateurs de la première catégorie ne versent qu'une taxe mensuelle de 2 frs 25, ceux de la troisième caté- gorie doivent s'acquitter chaque mois d'une taxe de 21 frs 50, soit près de dix fois supérieure. Cette disparité est un facteur de plus qui contribue à la distor- sion de la concurrence en favorisant les entreprises publi- ques. A ce propos, je prie le Conseil fédéral de répondre aux ques- tions suivantes: 1. Sur quelle base légale se fonde-t-on pour privilégier les entreprises de transports publics, les autorités, les collectivités de droit public et les établissements des cantons et des com- munes? 2. Existe-t-il de telles inégalités contraires aux règles de la libre concurrence dans d'autres domaines des télécommunica- tions en matière de taxes? 3. Le Conseil fédéral est-il disposé à intervenir auprès des PTT pour imposer une taxe unique pour tous les utilisateurs de «SpeedCom», et subsidiairement, d'autres services des PTT en matière de télécommunications? Mitunterzeichner - Cosignataires: Borer Roland, Dreher, Gie- zendanner, Jenni Peter, Kern, Moser, Steinemann (7) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 1. Juni 1992 Rapport écrit du Conseil fédéral du 1er juin 1992 Gegenwärtig gibt es rund 30000 Betriebsfunk-Konzessio- näre, die etwa 180 000 Funkgeräte für professionelle Zwecke verwenden. Der Betriebsfunk verfügt aber nur über eine be- schränkte Anzahl Kanäle. Dieses natürliche Gut kann nicht be- liebig vermehrt werden. Zahlreiche Betriebsfunknetze sind da- her in den Ballungszentren zeitweise stark überlastet. Um im Bereich des Betriebsfunks eine bessere Kanalausnüt- zung zu erzielen, sind zurzeit im EG-Raum zahlreiche Fern- meldebetriebe daran, ein neues Zweiweg-System, den Bün- delfunk, nach einer weit verbreiteten Norm einzuführen. Dieser frequenzsparende Dienst ist für geschlossene Benützergrup- pen bestimmt Der Bündelfunk ist zudem ausbaufähig; er kann jederzeit rasch an die Kundenbedürfnisse angepasst werden. Um die wachsende Nachfrage zu befriedigen, haben die PTT- Betriebe im Verlaufe von 1990 begonnen, drei Bündelfunk- netze für Gebiete hoher Funkdichte aufzubauen. In der Zwi- schenzeit haben Betriebsversuche in den drei Wirtschaftsräu- men Basel-Frick-Sissach, Genf-Lausanne und Zürich-Baden- Winterthur gezeigt, dass das Bündelfunksystem die Antwort auf viele Probleme beim herkömmlichen Betriebsfunk gibt Im Januar 1992 haben die PTT-Betriebe den Bündelfunk unter dem Namen «SpeedCom» in den erwähnten Wirtschaftsräu- men, wo der Betriebsfunk extrem überlastet ist, definitiv einge- fühlt Die vom Interpellanten angesprochene Gebührenordnung für die Teilnahme am Bündelfunk «SpeedCom» basierte auf der Verordnung l zum Telegraphen- und Telephonverkehrsgesetz sowie der entsprechenden Ausführungsverordnung des Eid- genössischen Verkehrs- und Energiewirtschaftsdepartemen-Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Keller Rudolf Gefährdung der Nordwestschweizer Bevölkerung durch Atommülltransporte Interpellation Keller Rudolf Transports de déchets nucléaires. Mise en danger de la population du nord-ouest de la Suisse In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1992 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 92.3084 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 19.06.1992 - 08:00 Date Data Seite 1241-1242 Page Pagina Ref. No 20 021 325 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.