<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Heading1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>AL.2015.00226</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende</p><p>Sozialversicherungsrichter Spitz</p><p>Ersatzrichter Wilhelm</p><p>Gerichtsschreiber Fraefel</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 28. Februar 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Einkaufszentrum Neuwiesen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Zürcherstrasse 8, Postfach 474, 8405 Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1953, verheiratet, arbeitete ab dem 1. August 2011 bis zum 14. August 2013 teilzeitlich als Sachbearbeiterin in einem Alterswohnheim (Urk. 6/4-5). Per 2. Februar 2015 meldete sie sich beim zuständigen Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mittlung an und erhob Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung (Urk. 6/1-2). Die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich nahm weitere Abklärungen vor (Urk. 6/6; Urk. 6/13, Urk. 6/23, Urk. 6/25) und verneinte gestützt darauf einen Anspruch der Versicherten auf Arbeitslosenentschädigung für die Zeit ab dem 2. Februar 2015, weil die Beitragszeit nicht erfüllt und ein Befrei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ungsgrund nicht ausreichend dargetan worden sei (Verfügung vom 3. Juni 2015, Urk. 6/27). Mit Schreiben vom 17. August 2015 reichte die Versicherte der Kasse unter anderem das Urteil des Bezirksgerichts O.___ vom 31. Juli 2015 in Sachen der Versicherten betreffend Eheschutzmassnahmen ein mit dem Antrag, die Verfügung vom 3. Juni 2015 sei nochmals zu überprüfen (Urk. 6/33-34). Diese Eingabe qualifizierte die Kasse als Einsprache, auf welche sie infolge Verspätung nicht eintrat, und als Revisionsgesuch, welches sie abwies (Entscheid vom 1. September 2015, Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob die Versicherte am 28. September 2015 Beschwerde mit dem Antrag, in Aufhebung des angefochtenen Entscheids sei der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung zu überprüfen (Urk. 1). Die Arbeitslosenkasse schloss in der Vernehmlassung vom 5. November 2015 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5). Mit Verfügung vom 8. Januar 2016 ordnete das Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungsgericht einen zweiten Schriftenwechsel an (Urk. 8). Die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte verzichtete in der Folge auf die Einreichung einer Replik (Urk. 10).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, nachfolgend eingegangen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 8 Abs. 1 lit. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">senversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist eine Voraussetzung für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die versicherte Person</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Erfüllung der Bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tragszeit befreit ist.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ie Beitragszeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hat </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erfüllt, wer innerhalb der dafür vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gesehenen Rahmenfrist während mindestens zwölf Monaten eine beitrags</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ige Beschäftigung ausgeübt hat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Art. 13 Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 AVIG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Nach Art. 14 Abs. 2 AVIG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sind</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Personen von der Erfüllung der Beitragszeit befreit, die unter anderem wegen Trennung der Ehe oder aus ähnlichen Gründen gezwungen sind, eine unselbständige Erwerbstätigkeit aufzunehmen oder zu erweitern (Satz 1). Diese Regel gilt nur dann, wenn das betreffende Ereignis nicht mehr als ein Jahr zurückliegt und die betroffene Person beim Eintritt dieses Ereignisses ihren Wohnsitz in der Schweiz hatte (Satz 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen Verfügungen kann innerhalb von 30 Tagen bei der verfügenden Stelle </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einsprache erhoben werden; davon ausgenommen sind prozess- und verfah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leitende Verfügungen (Art. 52 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den All</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 38 ATSG beginnt die Einsprachefrist nach Art. 52 Abs. 1 ATSG am Tag nach ihrer Mitteilung zu laufen (Abs. 1). Ist der letzte Tag der Frist ein Samstag, ein Sonntag oder ein vom Bundesrecht oder vom kantonalen Recht anerkannter Feiertag, so endet sie am nächstfolgenden Werktag. Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gebend ist das Recht des Kantons, in dem die Partei oder ihr Vertreter bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hungsweise ihre Vertreterin Wohnsitz oder Sitz hat (Abs. 3). Die Einsprache</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">frist steht gemäss Abs. 4 dieser Bestimmung während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern (lit. a), vom 15. Juli bis und mit dem 15. August (lit. b) und vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (lit. c). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Art. 39 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 52 Abs. 1 ATSG ist die dreissigtägige Frist zur Einsprache nur gewahrt, wenn die Einsprache spätestens am letzten Tag der Frist bei der verfügenden Stelle eingereicht oder zu deren Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sularischen Vertretung übergeben wird. Läuft die Frist unbenützt ab, so erwächst die Verfügung in (formelle) Rechtskraft mit der Wirkung, dass die verfügende Stelle auf eine verspätet eingereichte Einsprache nicht eintritt (BGE 124 V 401 E. 1a). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rechtsprechung erfolgt die fristauslösende Zustellung einer unein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geschriebenen Sendung bereits dadurch, dass sie in den Briefkasten oder in das Postfach des Adressaten gelegt wird und sich damit in dessen Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gungsbereich befindet (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil des Bundesgerichts 2C_875/2015 vom 2.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Oktober 2015</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2.1).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Nach der Rechtsprechung obliegt der Beweis der Tatsache sowie des Zeitpunktes der Zustellung einer uneingeschriebenen Sendung der Verwaltung, wobei im Zweifel auf die Darstellung des Empfän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gers abzustellen ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_815/2015 vom 8. August 2016, E. 2.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ist die gesuchstellende Person oder ihre Vertretung unverschuldeterweise abgehalten worden, binnen Frist zu handeln, so wird diese wiederhergestellt, sofern sie unter Angabe des Grundes binnen 30 Tagen nach Wegfall des Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dernisses </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">darum ersucht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und die versäumte Handlung nachholt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Art. 41 ATSG). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Richtet sich die Beschwerde gegen einen Nichteintretensentscheid, hat das Gericht, ungeachtet der Vorbringen der beschwerdeführenden Partei, zu prü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fen und darüber zu entscheiden, ob die Verwaltung zu Recht nicht auf das Leistungs- oder Feststellungsbegehren eingetreten ist. Der richterliche Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheid in der Sache (Sachentscheid) hat in dieser besonderen verfahrensmäs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sigen Situation den formellen Gesichtspunkt des Nichteintretens durch die untere Instanz zum Gegenstand. Dagegen hat sich das Gericht mit den mate</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">riellen Anträgen nicht zu befassen (BGE 121 V 157 E. 2b, 116 V 265 E. 2a, SVR 1997, UV Nr. 66 S. 225 E. 1a).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wenn Verfügungen oder Einspracheentscheide nicht mehr mit einem ordentlichen Rechtsmittel angefochten werden können, sind sie formell rechtskräftig. Eine abweichende materielle Beurteilung kann später nur noch in Betracht fallen, wenn der Rückkommenstitel der prozessualen Revision wegen neuer Tatsachen oder Beweismittel (Art. 53 Abs. 1 ATSG) respektive der Wiedererwägung einer zweifellos unrichtigen Verfügung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) gegeben ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen - diese also in Wiedererwägung ziehen -, wenn sie zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Ein Nichteintre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten der Verwaltung auf ein Wiedererwägungsgesuch ist einer Anfechtung nicht zugänglich und daher endgültig (BGE 133 V 50 E. 4.4.2 mit Hinweis).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Von der Wiedererwägung ist die so genannte prozessuale Revision von Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">waltungsverfügungen und Einspracheentscheiden zu unterscheiden. Laut Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Folgenden ist zu prüfen, ob der Nichteintretensentscheid der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin (dazu E. 2.2) und die Abweisung des sinngemässen prozessualen Revisionsgesuchs vom 17. August 2015 (dazu E. 2.3) rechtens sind. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Nichteintretensentscheid ist vom Gericht wie oben dargelegt (E. 1.2.2) bloss in formeller respektive verfahrensmässiger Hinsicht zu überprüfen, wogegen das Gericht sich nicht mit den materiellen Anträgen zu befassen hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründet den Nichteintretensentscheid damit, dass die Einsprache der Versicherten vom 17. August 2015 (Urk. 6/33) zu spät erfolgt sei; denn die Verfügung vom 3. Juni 2015 sei mit A-Post versandt worden, weshalb die Beschwerdeführerin sie am 4. Juni 2015 erhalten habe und die dreissigtägige Einsprachefrist somit am 6. Juli 2015 abgelaufen sei. Diese Darstellung blieb von der Beschwerdeführerin unbestritten (Urk. 1) und ist bezüglich der Berechnung der Frist korrekt. Konkrete Anhaltspunkte für das Vorliegen eines Wiederherstellungsgrundes (E. 1.2.1) liegen nicht vor. Bei dieser Akten- und Rechtslage erfolgte die Einsprache der Beschwerdeführerin vom 17. August 2015 verspätet. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bezüglich des Nichteintretens ist der angefochtene Entscheid daher korrekt und zu bestätigen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3 </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht das sinngemässe Revisi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">onsgesuch der Versicherten vom 17. August 2015 (Art. 53 Abs. 1 ATSG) abgewiesen hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber die Revi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sion im Sinne von Art. 53 Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 ATSG </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Form einer Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung nach Art. 52 Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 erster Satzteil ATSG, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">welche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Einspr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ache unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liegt, zu entscheiden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2009 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juni 2009</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.7: in: SVR 2009 UV Nr. 60 S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">212</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> E. 3.7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hat mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dem angefochtenen E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ntscheid vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. September 2015 das Revisions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gesuch abgewiesen, ohne vorgängig verfügt zu haben. Somit ist die Angele</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genheit diesbezüglich zur Durchführung eines formell korrekten Verfahrens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Ob die Beschwerdegegnerin zu Recht das sinngemässe Revisionsgesuch der Versicherten vom 17. August 2015 abgewiesen hat, kann damit offen bleiben. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ob man das Schreiben der Versicherten vom 17. August 2015 auch als Wieder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erwägungsgesuch (Art. 53 Abs. 2 ATSG) auffassen könnte, kann ebenfalls offen bleiben. Denn insoweit ist die Beschwerdegegnerin dem Gehalt ihres Entscheids nach nicht darauf eingetreten (Urk. 2 Ziffer. 3 und 4). Dieses Vorgehen der Beschwerdegegnerin ist gemäss den obigen Erwägungen nicht anfechtbar, weshalb die Beschwerdeführerin daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten kann.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In diesem Sinne ist die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerde gutgeheissen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefochtene Einsprache</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">entscheid vom </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1. September 2015 </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">insoweit aufgehoben wird, als er </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">das Revisionsgesuch der Versicherten vom 17. August 2015 betrifft</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">, und es wird die Sache an die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich zurückgewiesen, damit diese</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">darüber </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">im Sinne der Erwägungen neu verfüge.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">seco - Direktion für Arbeit</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">richt Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigFraefel</p></div> </div></body></html>