<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2005.00036</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205843&amp;W10_KEY=4467136&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2005.00036</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 03.05.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 02.11.2006 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Beendigung des Arbeitsverhältnisses altershalber</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Da die Stadt Zürich das Vertrauen zum Beschwerdeführer aufgrund von dessen Verhalten und fachlichem Ungenügen als gestört erachtete, entliess sie ihn kurz nach Erreichen des 60. Alterjahrs altershalber nach Art. 25 Abs. 3 PR. Umgeht die Stadt Zürich damit die Kündigungsschutzbestimmungen nach Art. 17 f. PR?<br/> <br/>Aus Art. 6 Abs. 1 EMRK kann kein Anspruch auf Durchführung eines mündlichen Beweisverfahrens abgeleitet werden (E. 2.1). Nach den üblichen Methoden der Gesetzesauslegung lässt sich dem Stadtzürcher Personalrecht keine Antwort zum Verhältnis zwischen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch Kündigung und der Entlassung altershalber entnehmen. Wie es sich damit grundsätzlich verhält, kann indes offenbleiben, da das Vorgehen der Stadt Zürich auf jeden Fall keinen Schutz verdient: Die Probleme betreffend Verhalten und Leistung des Beschwerdeführers sind eingetreten, als eine Entlassung altershalber, die erst mit Erreichen des 60. Altersjahrs des/der Angestellten möglich ist, aufgrund des Alters des Beschwerdeführers ausgeschlossen war. Die Auflösung des Arbeitsverhältnisses ist formell mangelhaft, da keine Bewährungsfrist angesetzt wurde (E. 4 f.). Zur Höhe der Entschädigung (E. 5.1). Art. 28 PR sieht nicht vor, dass Angestellte nach dem vollendeten 60. Altersjahr eine Abfindung erhalten. Diese altersmässige Beschränkung führt nicht zu einer verfassungswidrigen Ungleichbehandlung (E. 5.2).<br/>Teilweise Gutheissung<br/><br/>[Abweichende Meinung des Gerichtssekretärs betreffend den Anspruch auf Abfindung]</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABFINDUNG">ABFINDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ALTERSLEISTUNG">ALTERSLEISTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Artikel 8, 9, 29 ff BV ST: ANSPRUCH AUF GLEICHBEHANDLUNG">ANSPRUCH AUF GLEICHBEHANDLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES">BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTLASSUNG ALTERSHALBER">ENTLASSUNG ALTERSHALBER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTSCHÃDIGUNG">ENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃNDIGUNGSSCHUTZ">KÃNDIGUNGSSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MÃNDLICHE VERHANDLUNG">MÃNDLICHE VERHANDLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PENSIONIERUNG">PENSIONIERUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 6 EMRK</span><br/><span class="ungerade">§ 59 Abs. I VRG</span><br/><span class="gerade">Art. 17 Abs. II PR ZÃ¼rich</span><br/><span class="ungerade">Art. 17 Abs. III lit. a PR ZÃ¼rich</span><br/><span class="gerade">Art. 17 Abs. III lit. b PR ZÃ¼rich</span><br/><span class="ungerade">Art. 18 PR ZÃ¼rich</span><br/><span class="gerade">Art. 25 PR ZÃ¼rich</span><br/><span class="ungerade">Art. 27 Abs. II PR ZÃ¼rich</span><br/><span class="gerade">Art. 28 PR ZÃ¼rich</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2006 Nr. 26</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A, geboren im Juni 1944, arbeitete seit Mitte Februar 1998 beim Amt X der Stadt ZÃ¼rich. Da dieses das Vertrauen zu A aufgrund von dessen Verhalten und fachlichem UngenÃ¼gen als nachhaltig gestÃ¶rt erachtete, schlug es ihm vor, bis Mitte Oktober 2004 seinen AltersrÃ¼cktritt â bei GewÃ¤hrung eines ÃberbrÃ¼ckungszuschusses bzw. einer Kapitalleistung seitens der Stadt ZÃ¼rich â zu erklÃ¤ren. Am 30. August 2004 verfÃ¼gte das Amt X die Freistellung As, wogegen dieser beim Stadtrat ZÃ¼rich rekurrierte.</p> <p class="Sachverhalt2">Am 27. Oktober 2004 beschloss der Stadtrat ZÃ¼rich, das ArbeitsverhÃ¤ltnis As altershalber zu beenden, und wies zugleich dessen stadtinternen Rekurs gegen die Freistellung ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen erhob A Rekurs beim Bezirksrat ZÃ¼rich und beantragte die Aufhebung des Stadtratbeschlusses und seine Wiedereinstellung im Dienst.</p> <p class="Urteilstext">Mit Beschluss vom 26. Mai 2005 wies der Bezirksrat ZÃ¼rich den Rekurs ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 29. Juni 2005 liess A hiergegen Beschwerde beim Verwaltungsgericht erheben und beantragen:</p> <p class="Einzug1"><span>"1. Es sei festzustellen, dass die [â¦] Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses altershalber nicht gerechtfertigt sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Es sei ein mÃ¼ndliches Verfahren anzuordnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Die Stadt ZÃ¼rich sei zu verpflichten, dem BeschwerdefÃ¼hrer eine EntschÃ¤digung nach richterlichem Ermessen von mindestens CHF 200'016.30 zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Dem BeschwerdefÃ¼hrer sei fÃ¼r das Rekursverfahren vor Bezirksrat eine angemessene ParteientschÃ¤digung zuzusprechen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin."</span></p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat ZÃ¼rich verzichtete ausdrÃ¼cklich auf Vernehmlassung; der Stadtrat ZÃ¼rich beantragte am 3. November 2005, es sei in Wiederherstellung der Frist die Beschwerdeantwort entgegenzunehmen, welche auf vollumfÃ¤ngliche Abweisung der Beschwerde und DurchfÃ¼hrung des schriftlichen Verfahrens schloss.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Die Beschwerde richtet sich gegen einen Rekursentscheid des Bezirksrats ZÃ¼rich Ã¼ber eine personalrechtliche Anordnung der Stadt ZÃ¼rich. GemÃ¤ss § 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) ist das Verwaltungsgericht fÃ¼r die Behandlung zustÃ¤ndig (dazu Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 74 N. 6). Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. </p> <p class="Urteilstext">Der Streitwert Ã¼bersteigt vorliegend Fr. 20'000.-, weshalb die Kammer entscheidet (§ 38 Abs. 1 und 2 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Die Beschwerdegegnerin erhÃ¤lt im Verfahren vor Verwaltungsgericht nach § 58 VRG â unter Vorbehalt von § 56 Abs. 2 VRG â Gelegenheit zur schriftlichen Beschwerdeantwort (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 58 N. 2+6). Diese ist vorliegend nicht innert der vom AbteilungsprÃ¤sidenten angesetzten 30-tÃ¤gigen Frist ergangen. Die Beschwerdegegnerin ersucht denn auch um Fristwiederherstellung. GemÃ¤ss § 12 Abs. 2 VRG kann eine versÃ¤umte Frist wiederhergestellt werden, wenn dem SÃ¤umigen keine grobe NachlÃ¤ssigkeit zur Last fÃ¤llt und er innert zehn Tagen nach Wegfall des Grundes, der die Einhaltung der Frist verhindert hat, ein Gesuch um Wiederherstellung einreicht (Satz 1). Die Beschwerdegegnerin bringt dazu vor, dass die Frist zur Einreichung der Beschwerdeantwort aufgrund eines internen MissverstÃ¤ndnisses zwischen verschiedenen beteiligten Dienststellen unbenÃ¼tzt abgelaufen sei. Dabei handelt es sich um eine grobe NachlÃ¤ssigkeit, hat sich doch ein Gemeinwesen so zu organisieren, dass es in einem Rechtsmittelverfahren fristgemÃ¤ss die notwendigen Vorkehrungen treffen kann.</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdeantwort ist daher aus dem Recht zu weisen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 26 N. 30). Wie angemerkt werden kann, enthÃ¤lt die Eingabe ausschliesslich Argumente, die schon zuvor in das Verfahren eingebracht worden sind oder die auch ohne entsprechende Parteivorbringen im Rahmen der Rechtsanwendung von Amtes wegen in die Beurteilung einfliessen kÃ¶nnten. </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt die DurchfÃ¼hrung eines mÃ¼ndlichen Verfahrens, damit er den ihn belastenden Personen ErgÃ¤nzungsfragen stellen oder eigene, ihn entlastende Zeugen benennen oder Beweismittel abnehmen lassen kÃ¶nne.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.1 </b>§ 59 Abs. 1 VRG sieht die DurchfÃ¼hrung einer mÃ¼ndlichen Verhandlung vor. Nach dieser Bestimmung liegt es im Ermessen des Verwaltungsgerichts, ob es eine mÃ¼ndliche Verhandlung durchfÃ¼hren will. Das Verwaltungsgericht Ã¼bt denn auch ZurÃ¼ckhaltung in der Anordnung mÃ¼ndlicher Verhandlungen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 59 N. 3 auch zum Folgenden). Insbesondere sieht es von einer solchen ab, wenn die Akten nach durchge­fÃ¼hrtem Schriftenwechsel eine hinreichende Entscheidungsgrundlage bieten (RB 1961 Nr. 27). Nachdem die Parteien und die Vorinstanz Gelegenheit hatten, ihren Standpunkt im Rahmen von BeschwerdebegrÃ¼ndung und ‑antwort eingehend darzulegen und nachdem dem Verwaltungsgericht die vollstÃ¤ndigen Akten vorliegen, besteht kein Anlass, dem Begehren des BeschwerdefÃ¼hrers auf DurchfÃ¼hrung einer mÃ¼ndlichen Verhandlung gestÃ¼tzt auf § 59 Abs. 1 VRG stattzugeben. Ãberdies ist nach dem Verwaltungsrechtspflegegesetz einzig im Klageverfahren Ã¼ber personalrechtliche Streitigkeiten â und gerade nicht wie vorliegend im Beschwerdeverfahren â eine mÃ¼ndliche Verhandlung geboten (§ 80a Abs. 2 Satz 2 VRG).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.2 </b>Zu prÃ¼fen bleibt, ob sich ein solcher Anspruch des BeschwerdefÃ¼hrers aus Art. 6 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) ableiten liesse: </p> <p class="Erwgung3">Nach der neueren Praxis des EuropÃ¤ischen Gerichtshofs fÃ¼r Menschenrechte und des Bundesgerichts, der sich das Verwaltungsgericht angeschlossen hat, stellen VermÃ¶gensansprÃ¼che aus dem Ã¶ffentlichrechtlichen DienstverhÃ¤ltnis grundsÃ¤tzlich zivilrechtliche Streitigkeiten im Sinn von Art. 6 Abs. 1 EMRK dar. Ausnahmen hiervon gelten bloss, wenn die betreffenden Angestellten des Gemeinwesens allgemeine Staatsinteressen zu wahren haben und an der AusÃ¼bung der Ã¶ffentlichen Gewalt teilhaben. Dies trifft namentlich auf die AngehÃ¶rigen von Armee und Polizei zu (vgl. EGMR, 8. Dezember 1999, Pellegrin, 28541/95, § 66 in Verbindung mit §§ 37-41, Rec. 1999-VIII, hudoc.echr.coe.int; VGr, 11. Juni 2003, PB.2003.00009, E. 1c, www.vgrzh.ch; RB 2002 Nr. 24). Der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼bte keine Ã¶ffentliche Gewalt aus, sodass vorliegend Art. 6 Abs. 1 EMRK anwendbar ist.</p> <p class="Erwgung3">GemÃ¤ss Art. 6 Abs. 1 EMRK hat jedermann Anspruch darauf, dass seine Sache Ã¶ffentlich verhandelt wird. Umstritten ist dabei, ob der Begriff der Ãffentlichkeit des Art. 6 Abs. 1 EMRK nur die Publikums- oder auch die ParteiÃ¶ffentlichkeit umfasst, ist doch Letztere als Aspekt des rechtlichen GehÃ¶rs im Fairnessgebot enthalten (Ruth Herzog, Art. 6 EMRK und kantonale Verwaltungsrechtspflege, Bern 1995, S. 333; Christoph Grabenwarter, EuropÃ¤ische Menschenrechtskonvention, 2. A., MÃ¼nchen/Wien 2005, S. 315, je mit Hinweisen). Jedenfalls soll dem konventionsrechtlichen Anspruch auf VerhandlungsÃ¶ffentlich­keit in so genannten zivilrechtlichen Verwaltungsprozessen GenÃ¼ge getan sein, wenn eine Ã¶ffentliche mÃ¼ndliche Schluss- oder Urteilsverhandlung durchgefÃ¼hrt wird, in deren Rahmen sich die Parteien Ã¤ussern kÃ¶nnen (vgl. Herzog, S. 335 mit Hinweisen; Mark Villiger, Handbuch der EuropÃ¤ischen Menschen­rechtskonvention, 2. A., ZÃ¼rich 1999, N. 440).</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer bezweckt mit seinem Antrag auf Anordnung eines mÃ¼ndlichen Verfahrens nicht die VerhandlungsÃ¶ffentlichkeit im soeben umschriebenen Sinn. Vielmehr geht es ihm darum, ein mÃ¼ndliches Beweisverfahren durchzufÃ¼hren. Aus Art. 6 Abs. 1 EMRK lÃ¤sst sich aber kein solcher Anspruch ableiten (vgl. Villiger, N. 484 ff.; Grabenwarter, S. 310, 330 f.; Herzog, S. 326 f.+335; ferner KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 59 N. 10). Die Ermittlung des rechtserheblichen Sachverhalts ist grundsÃ¤tzlich nicht Aufgabe des Verwaltungsgerichts. Nach der das Verwaltungsverfahren beherrschenden Untersuchungsmaxime sind die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz fÃ¼r die Beschaffung des entscheidrelevanten Tatsachenmaterials, das heisst fÃ¼r die Ermittlung des massgebenden Sachverhalts verantwortlich (§ 7 Abs. 1 VRG). Der Untersuchungsgrundsatz wird dabei durch die Mitwirkungspflicht der am Verfahren Beteiligten eingeschrÃ¤nkt (§ 7 Abs. 2 VRG). Insbesondere im Rechtsmittelverfahren hat der Betroffene die seine RÃ¼gen stÃ¼tzenden Tatsachen substantiiert darzulegen und allen­falls Beweismittel einzureichen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/ RÃ¶hl, § 60 N. 3). Dem nicht nÃ¤her be­stimmten Antrag des BeschwerdefÃ¼hrers (vorn 2 Ingress) ist schon aus diesem Grund nicht stattzugeben.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.3 </b>Von der DurchfÃ¼hrung einer mÃ¼ndlichen (Schluss-)Verhandlung ist nach dem Gesagten abzusehen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Hinzu kommt, dass der besagte Antrag richtig besehen â und wohl selbst nach Auffas­sung des BeschwerdefÃ¼hrers â in Zusammenhang mit der bereits im Re­kursverfahren gerÃ¼gten Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs steht.</p> <p class="Erwgung3">Dabei gilt es zu beachten, dass es in diesem Verfahren nicht mÃ¶glich wÃ¤re, eine gegebenenfalls erfolgte GehÃ¶rsverletzung zu heilen, da das Verwaltungsgericht nicht Ã¼ber dieselbe ÃberprÃ¼fungsmÃ¶glichkeit wie die Vorinstanz verfÃ¼gt.</p> <p class="Urteilstext">Nach Art. 37 Abs. 1 des (StadtzÃ¼rcher) Perso­nalrechts vom 28. November 2001 (PR) sind die Angestellten vor Erlass einer sie belastenden VerfÃ¼gung anzuhÃ¶ren. Dem anwaltlich vertretenen BeschwerdefÃ¼hrer wurde bei Besprechungen vom 16. August und 10. Oktober 2004 mitgeteilt, dass das Amt X eine weitere Zusammenarbeit mit ihm ablehne und fÃ¼r es einzig die AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses in Betracht komme, ob einvernehmlich oder angeordnet. Das rechtliche GehÃ¶r des BeschwerdefÃ¼hrers wurde mithin gewahrt.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Schliesslich fragt sich, ob der BeschwerdefÃ¼hrer mit seinen Vorbringen auch eine Verletzung von § 75 lit. b VRG, das heisst die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts durch die Vorinstanz, rÃ¼gen will. Wie es sich damit verhÃ¤lt, kann, wie die nachstehenden ErwÃ¤gungen zeigen, dahinstehen. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Unter dem Titel Beendigung regelt das StadtzÃ¼rcher Personalrecht die GrÃ¼nde fÃ¼r die Beendigung eines ArbeitsverhÃ¤ltnisses. Nach Art. 15 PR endet dieses durch KÃ¼ndigung (lit. a), Ablauf einer befristeten Anstellung (lit. b), AuflÃ¶sung in gegenseitigem Einvernehmen (lit. c), fristlose AuflÃ¶sung aus wichtigen GrÃ¼nden (lit. d), Entlassung invaliditÃ¤tshalber (lit. e), AltersrÃ¼cktritt bzw. Beendigung altershalber (lit. f) oder Tod (lit. g). Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts zu § 16 des (kantonalen) Personalgesetzes vom 27. September 1998 (PG) und wie hier gleich lautenden Bestimmungen kommunalen Rechts ist diese AufzÃ¤hlung eine abschliessende (vgl. VGr, 6. Juli 2005, PB.2005.00013, E. 3.2 Abs. 3, und 23. MÃ¤rz 2005, PB.2004.00087, E. 4.2, und 25. Februar 2004, PB.2003.00021 [= RB 2004 Nr. 115], E. 2.4.1, je unter www.vgrzh.ch).</p> <p class="Urteilstext">Verfahren und Voraussetzungen der ordentlichen KÃ¼ndigung sind in den Art. 17 f. PR statuiert. Demnach ist diese zulÃ¤ssig, wenn sie aus einem sachlich zureichenden Grund erfolgt und nicht missbrÃ¤uchlich im Sinne des Obligationenrechts ist (Art. 17 Abs. 2 PR). Sachlich begrÃ¼ndet ist sie namentlich dann, wenn eine Verletzung wichtiger gesetzlicher oder vertraglicher Verpflichtungen vorliegt, sowie bei MÃ¤ngeln in der Leistung oder im Verhalten, die trotz schriftlicher Mahnung anhalten oder sich wiederholten (Art. 17 Abs. 3 lit. a und b PR). Im zweiten Fall ist vor der KÃ¼ndigung eine BewÃ¤hrungsfrist anzusetzen; bei schwerwiegenden VerhaltensmÃ¤ngeln kann die KÃ¼ndigung auch ohne EinrÃ¤umung einer BewÃ¤hrungsfrist ausgesprochen werden (Art. 18 Abs. 1 und 3 PR).</p> <p class="Urteilstext">DemgegenÃ¼ber regeln die Art. 24-27 PR die Voraussetzungen und Leistungen bei AltersrÃ¼cktritt bzw. Beendigung altershalber: Letztere erfolgt in der Regel fÃ¼r alle Angestellten auf den Zeitpunkt der Vollendung des 65. Altersjahres (Art. 25 Abs. 1 PR). Als Ausnahme hiervon sieht Absatz 3 der genannten Bestimmung vor, dass der Stadtrat in begrÃ¼ndeten FÃ¤llen fÃ¼r einzelne Angestellte, fÃ¼r mehrere Angestellte oder fÃ¼r ganze Personalgruppen vor Vollendung des 65. Altersjahres, frÃ¼hestens jedoch mit Vollendung des 60. Altersjahres, die Beendigung altershalber anordnen kÃ¶nne. Nicht anwendbar sind diesfalls die Bestimmungen Ã¼ber Abfindung (Art. 28 PR) und Lohnfortzahlung (Art. 29 PR) bei unverschuldeter Entlassung. Der Stadtrat kann jedoch besondere Leistungen neben den reglementarischen Altersleistungen der Pensionskasse vorsehen (Art. 25 Abs. 3 PR).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz sind der Auffassung, dass es sich bei der Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses altershalber nach Art. 15 lit. f. in Verbindung mit Art. 25 Abs. 3 PR um einen selbstÃ¤ndigen Beendigungsgrund handle, der im VerhÃ¤ltnis der AlternativitÃ¤t, nicht in jenem der SpezialitÃ¤t zur KÃ¼ndigung nach Art. 15 lit. a in Verbindung mit Art. 17 PR stehe. Die Vorinstanz anerkennt zudem immerhin, dass auch die Beendigung altershalber einen sachlich zureichenden Grund voraussetze und nicht willkÃ¼rlich bzw. missbrÃ¤uchlich erfolgen dÃ¼rfe. Nicht einzuhalten sei aber das Verfahren der KÃ¼ndigung, wie es Art. 17 Abs. 3 lit. b und Art. 18 PR bei MÃ¤ngeln in der Leistung oder im Verhalten vorsehe.</p> <p class="Erwgung2">DemgegenÃ¼ber vertritt der BeschwerdefÃ¼hrer den Standpunkt, dass eine von der Beschwerdegegnerin angeordnete frÃ¼hzeitige Pensionierung nicht zur Umgehung der zwingenden KÃ¼ndigungsschutzbestimmungen dienen dÃ¼rfe.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Allein gestÃ¼tzt auf den Wortlaut und die Systematik des StadtzÃ¼rcher Personalrechts findet sich keine Antwort zum VerhÃ¤ltnis zwischen der Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses durch KÃ¼ndigung und der Entlassung altershalber. Auch die Weisung des Stadtrates vom 25. Oktober 2000 an den Gemeinderat zum Erlass eines neuen stÃ¤dtischen Personalrechts (GR Nr. 2000/494, abrufbar unter http://www.gemeinderat.stzh.ch/Geschaefte_Suchen.aspx) Ã¤ussert sich dazu nicht. Ohne BerÃ¼cksichtigung von Sinn und Zweck der genannten AuflÃ¶sungstatbestÃ¤nde lÃ¤sst sich mithin nicht auf deren VerhÃ¤ltnis zueinander schliessen. </p> <p class="Erwgung2">Das Verwaltungsgericht hat sich mit dieser Frage bisher noch nicht beschÃ¤ftigt. In der personalrechtlichen Literatur findet sich die Anmerkung, dass die angeordnete Pensionierung hÃ¤ufig anstelle der KÃ¼ndigung trete, was unter UmstÃ¤nden â erheblich geringere Regelungsdichte, unzureichender Schutz der Mitarbeitenden â problematisch sei (vgl. Urs Steimen, KÃ¼ndigungen aus wirtschaftlichen oder betrieblichen GrÃ¼nden bzw. wegen Stellenaufhebung durch Ã¶ffentliche Arbeitgeber, ZBl 105/2004, S. 644 ff., 646 Fn. 12). Die vorzeitige Pensionierung bildet ansonsten Diskussionsgegenstand im Recht der beruflichen Vorsorge. Das Bundesgesetz vom 25. Juni 1982 Ã¼ber die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG, SR 831.40) rÃ¤umt in Art. 13 Abs. 2 der Vorsorgeeinrichtung â bzw. bei Ã¶ffentlichrechtlichen ArbeitsverhÃ¤ltnissen dem Gesetz- oder Verordnungsgeber â die MÃ¶glichkeit ein, die Entstehung des Anspruchs auf Altersleistungen auf den Zeitpunkt der Beendigung der ErwerbstÃ¤tigkeit festzulegen und nicht erst bei Erreichen der gesetzlichen Altersgrenzen gemÃ¤ss Art. 13 Abs. 1 BVG. Durch die einseitige vorzeitige Pensionierung bzw. die angeordnete Entlassung altershalber â so die Terminologie des StadtzÃ¼rcher Personalrechts â entsteht mithin ein Anspruch auf Altersleistungen, wobei allerdings das VerhÃ¤ltnis zwischen Altersleistungen und Austrittsleistung, jedenfalls in der Lehre, umstritten ist (BGE 129 V 381, 120 V 306; ferner BGr, B 33/04, 18. Mai 2005, www.bger.ch; vgl. zum Ganzen Hans-Ulrich Stauffer, Berufliche Vorsorge, ZÃ¼rich etc. 2005, Rz. 418+608+625 f.; JÃ¼rg BrÃ¼hwiler, Die betriebliche Personalvorsorge in der Schweiz, Bern 1989, S. 504 ff.).</p> <p class="Erwgung2">Die Entlassung altershalber ist mithin ein Grund fÃ¼r die Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses, welcher auch aus Sicht des Rechts der beruflichen Vorsorge zu beurteilen ist. Freilich erfasst Art. 73 BVG nur klar vorsorge- und nicht arbeitsrechtliche Streitigkeiten (Stauffer, Rz. 1646). ZustÃ¤ndig zur Behandlung einer vorsorgerechtlichen Streitigkeit wÃ¤re dabei nicht das Verwaltungs-, sondern das Sozialversicherungsgericht (§ 2 Abs. 2 lit. a des Gesetzes Ã¼ber das Sozialversicherungsgesetz vom 7. MÃ¤rz 1993 [LS 212.81]). Dieser Hinweis ist angebracht, obschon es sich vorliegend um eine rein personalrechtliche Auseinandersetzung handelt. Es ist nÃ¤mlich nicht Aufgabe des Verwaltungsgerichts, betreffend das VerhÃ¤ltnis zwischen ordentlicher KÃ¼ndigung und Entlassung altershalber eine kohÃ¤rente Abgrenzung zu treffen, welche dem Sinn und Zweck der beiden BeendigungsgrÃ¼nde in jedem Fall gerecht wird. Dazu besteht gegebenenfalls gesetzgeberischer Handlungsbedarf. Vielmehr ist einzig unter personalrechtlichem Gesichtswinkel und gestÃ¼tzt auf den konkreten Sachverhalt zu entscheiden.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Bei dieser Ausgangslage erscheint es zunÃ¤chst fragwÃ¼rdig, ob sachliche und vernÃ¼nftige GrÃ¼nde bestehen, welche anknÃ¼pfend allein an das Alter eines bzw. einer Angestellten unterschiedliche Voraussetzungen fÃ¼r die Beendigung eines ArbeitsverhÃ¤ltnisses statuieren kÃ¶nnen. Im Raum steht mithin die Frage, ob fÃ¼r Angestellte, welche das 60. Altersjahr vollendet haben (Art. 25 Abs. 3 PR), bei einseitiger AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses weniger weit gehende Schutzvorschriften gelten dÃ¼rfen, als fÃ¼r unter 60-jÃ¤hrige Angestellte. Aus rein personalrechtlicher Sicht ist eine solche Unterscheidung mit Blick auf die AuflÃ¶sung eines ArbeitsverhÃ¤ltnisses wegen MÃ¤ngeln in der Leistung oder im Verhalten am Arbeitsplatz wohl nur schwer mit dem Anspruch auf Gleichbehandlung nach Art. 8 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 vereinbar. Ãberdies ist bei der Abgrenzung der KÃ¼ndigung nach Art. 17 Abs. 3 lit. b PR und der Entlassung altershalber der Interessenlage der Beteiligten Rechnung zu tragen (vgl. dazu allgemein BGE 132 III 115 E. 2.4). Wie es sich damit verhÃ¤lt, bedarf hier allerdings keiner abschliessenden KlÃ¤rung.</p> <p class="Erwgung2">Vorliegend hÃ¤tte die Beschwerdegegnerin die KÃ¼ndigungsschutzbestimmungen nach Art. 17 f. PR nÃ¤mlich auf jeden Fall einhalten mÃ¼ssen: Aus den Akten geht klar hervor, dass die Spannungen zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und seinen Vorgesetzten nicht erst Mitte 2004 einsetzten. So schaltete der BeschwerdefÃ¼hrer bereits im Oktober 2002 einen Rechtsanwalt ein, wie selbst die Vorinstanz hervorhebt. Und die Beschwerdegegnerin schildert in ihrer Rekursantwort vom 27. Januar 2005 mehrere Ereignisse bzw. Vorhaltungen betreffend das Verhalten und die Leistungen des BeschwerdefÃ¼hrers aus dem Jahr 2003. Angesichts dieser UmstÃ¤nde mutet es seltsam an, wenn der Vorgesetzte des BeschwerdefÃ¼hrers diesem in der Sitzung vom 16. August 2004 â mithin knapp zwei Monate nach dessen 60. Geburtstag â unwiderruflich erÃ¶ffnet, dass das Vertrauen in ihn verloren und eine weitere Zusammenarbeit ausgeschlossen sei. Diese Vorgehensweise des Amts X verdient, unabhÃ¤ngig von den Verfehlungen des BeschwerdefÃ¼hrers, keinen Schutz.</p> <p class="Erwgung2">Die AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses des BeschwerdefÃ¼hrers steht unstreitig in Zusammenhang mit dessen Leistung und Verhalten am Arbeitsplatz wÃ¤hrend einer lÃ¤ngeren Zeitperiode. In einem solchen Fall sieht Art. 18 Abs. 1 f. PR in Verbindung mit Art. 34 Abs. 1 der AusfÃ¼hrungsbestimmungen zur Verordnung Ã¼ber das ArbeitsverhÃ¤ltnis des stÃ¤dtischen Personals vom 27. MÃ¤rz 2002 vor, dass dem Angestellten vor der KÃ¼ndigung schriftlich eine BewÃ¤hrungsfrist von zwei bis sechs Monaten einzurÃ¤umen sei. Dabei sind dem Betroffenen klare, schriftliche Verhaltens- und Leistungsvorgaben zu setzen (so die Gesetzesmaterialien, GR Nr. 2000/494, S. 6). Solches ist aber seitens der Beschwerdegegnerin unterblieben, sodass die Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses formell mangelhaft erfolgt ist. Die in Art. 18 Abs. 1 PR vorgesehene EinrÃ¤umung einer BewÃ¤hrungsfrist als formelle KÃ¼ndigungsschutzbestimmung ist dabei auch als Konkretisierung der FÃ¼rsorgepflicht des Arbeitgebers zu verstehen. So hat der Arbeitgeber selbst im privaten Arbeitsvertragsrecht bei StÃ¶rung des Betriebsklimas sÃ¤mtliche ihm zumutbare Vorkehren zu treffen, um den Konflikt zu entschÃ¤rfen (BGE 132 III 115 E. 2.2, 125 III 70 E. 2c). Schwerwiegende VerhaltensmÃ¤ngel, die nach Art. 18 Abs. 3 PR das GewÃ¤hren einer BewÃ¤hrungsfrist ausschliessen kÃ¶nnen, sind vorliegend schliesslich nicht ersichtlich und werden auch von der Beschwerdegegnerin nicht behauptet.</p> <p class="Erwgung2">Zusammenfassend lÃ¤sst sich festhalten, dass aufgrund der geschilderten UmstÃ¤nde die Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses seitens der Beschwerdegegnerin in Umgehung der Schutzvorschriften betreffend die KÃ¼ndigung in Zusammenhang mit der Leistung oder mit dem Verhalten am Arbeitsplatz erfolgt ist. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>HÃ¤lt die Kammer, wie sich gezeigt hat, eine KÃ¼ndigung fÃ¼r nicht gerechtfertigt, stellt sie dies fest und bestimmt die EntschÃ¤digung, welche das Gemeinwesen zu entrichten hat (vgl. § 80 Abs. 2 VRG). Diese Bestimmung ist sowohl auf formell wie materiell mangelhafte KÃ¼ndigungen anwendbar (vgl. VGr, 11. April 2001, PB.2000.00024/25, E. 4c, www.vgrzh.ch). Die EntschÃ¤digung bemisst sich gemÃ¤ss dem Verweis in Art. 17 Abs. 4 PR nach den Bestimmungen des Obligationenrechts (OR). Nach Art. 336a Abs. 2 Satz 1 OR wird die EntschÃ¤digung vom Richter unter WÃ¼rdigung aller UmstÃ¤nde des Einzelfalles festgesetzt, darf aber den Betrag nicht Ã¼bersteigen, der dem Lohn des Arbeitnehmers fÃ¼r sechs Monate entspricht. Nach der privatrechtlichen Lehre und Praxis (dazu Manfred Rehbinder/Wolfgang Portmann, Basler Kommentar, 2003, Art. 336a OR N. 2 f.) gehÃ¶ren zu den in Betracht fallenden UmstÃ¤nden die Schwere der Verfehlung des Arbeitgebers, insbesonde­re auch das Vorgehen bei der KÃ¼ndigung, die wirtschaftlichen VerhÃ¤ltnisse des entschÃ¤­di­gungspflichtigen Arbeitgebers sowie die Schwere des Eingriffs in die PersÃ¶nlichkeit des Arbeitnehmers. Im Hinblick auf die Wiedergutmachungsfunktion der EntschÃ¤di­gung sind aber auch die wirtschaftlichen Auswirkungen der KÃ¼ndigung auf den Arbeitnehmer zu be­rÃ¼cksichtigen.</p> <p class="Erwgung2">Im Lichte der verwaltungsgerichtlichen Praxis und insbesondere aufgrund der wirtschaftlichen HÃ¤rte der KÃ¼ndigung fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer rechtfertigt sich eine EntschÃ¤digung in der HÃ¶he von vier MonatslÃ¶hnen. So hat die Kammer in einem Fall, in dem schwer wiegende VerfahrensmÃ¤ngel vorlagen und die KÃ¼ndigung Ã¼berdies sachlich nicht gerechtfertigt war, dem GekÃ¼ndigten eine EntschÃ¤digung in der HÃ¶he von vier MonatslÃ¶hnen zugesprochen (VGr, 5. Juli 2002, PB.2002.00008, E. 3b/aa, www.vgrzh.ch; ferner VGr, 6. Juli 2005, PB.2005.00013, E. 5.2, www.vgrzh.ch); in einem Entscheid vom 25. Februar 2004 hat es ebenfalls eine EntschÃ¤digung in der HÃ¶he von vier MonatslÃ¶hnen geschÃ¼tzt, wobei die EntschÃ¤digung einzig aufgrund der nicht korrekten DurchfÃ¼hrung des Verfahrens (formeller Mangel) zugesprochen wurde: Bei der Bemessung gelte es auch zu berÃ¼cksichtigen, dass dem GekÃ¼ndigten hÃ¤tte eine BewÃ¤hrungsfrist eingerÃ¤umt werden mÃ¼ssen, deren Nichtansetzung eine VerkÃ¼rzung der gesamten Anstellungszeit bedeute (PB.2003.00021, E. 2.4.5, www.vgrzh.ch). </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin ist demnach gehalten, dem BeschwerdefÃ¼hrer eine EntschÃ¤digung in der HÃ¶he von vier MonatslÃ¶hnen zu bezahlen. Unter einem Monatslohn ist der Bruttolohn, der dem zwÃ¶lften Teil des Jahreslohns entspricht, zu verstehen, zu dem anteilsmÃ¤ssig die regelmÃ¤ssig ausgerichteten Zulagen hinzuzurechnen sind. FÃ¼r diese EntschÃ¤digung sind keine SozialversicherungsbeitrÃ¤ge zu entrichten (VGr, 5. Juli 2002, PB.2002.00008, E. 3b/bb, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b>GemÃ¤ss Art. 28 Abs. 1 PR haben Angestellte mit wenigstens fÃ¼nf ununterbrochenen Dienstjahren, deren ArbeitsverhÃ¤ltnis ohne ihr Verschulden auf Veranlassung der Stadt aufgelÃ¶st wird, einen Anspruch auf Abfindung, sofern sie mindestens 35-jÃ¤hrig sind und nicht unter die Bestimmungen Ã¼ber die Lohnfortzahlung gemÃ¤ss Art. 29 PR fallen. Weiter sieht Absatz 4 (in Verbindung mit Absatz 5) von Art. 28 PR vor, in welchem Rahmen die HÃ¶he der Abfindung entsprechend dem Alter des Angestellten festzulegen ist. Die genannte Bestimmung sieht dabei nicht vor, dass Angestellte nach dem vollendeten 60. Altersjahr eine Abfindung erhalten. GestÃ¼tzt auf den eindeutigen Wortlaut von Art. 28 Abs. 4 PR fehlt mithin eine gesetzliche Grundlage, um dem BeschwerdefÃ¼hrer, welcher im Zeitpunkt der AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses das 60. Altersjahr Ã¼berschritten hatte, eine Abfindung zuzusprechen. Diese grammatikalische Auslegung wird auch durch die Gesetzesmaterialien bestÃ¤tigt, welche klar festhalten, dass sowohl die AbgangsentschÃ¤digung nach Art. 28 PR wie auch die Lohnfortzahlung nach Art. 29 PR ab dem 60. Altersjahr durch die Altersleistungen der Pensionskasse ersetzt werden (GR Nr. 2000/494, S. 8 f.). Endet das ArbeitsverhÃ¤ltnis nach dem 60. Altersjahr, so beschrÃ¤nken sich die Leistungen der Stadt auf die Beteiligung an den Kosten des ÃberbrÃ¼ckungszuschusses nach Art. 27 Abs. 2 PR und auf die besonderen Leistungen gemÃ¤ss Art. 25 Abs. 3 PR.</p> <p class="Urteilstext">Es kann sich hÃ¶chstens noch die Frage stellen, ob diese altersmÃ¤ssige BeschrÃ¤nkung der AbgangsentschÃ¤digung nicht zu einer verfassungswidrigen Ungleichbehandlung des BeschwerdefÃ¼hrers fÃ¼hrt. Das Gebot der Rechtsgleichheit schliesst aber eine Typisierung von Sachverhalten nicht aus; die Grenze liegt dort, wo die einzelne Person in unzumutbarer Weise betroffen wÃ¼rde (Rainer J. Schweizer in Bernhard Ehrenzeller et al., Die schweizerische Bundesverfassung, ZÃ¼rich etc. 2002, Art. 8 Rz. 25). Vorliegend hat sich der kommunale Gesetzgeber dafÃ¼r entschieden, Angestellten, deren ArbeitsverhÃ¤ltnis nach dem 60. Altersjahr endet, andere Leistungen zu erbringen als den jÃ¼ngeren. Insbesondere beteiligt sich die Beschwerdegegnerin bei Mitarbeitenden mit Ã¼ber achtjÃ¤hrigem ununterbrochenem DienstverhÃ¤ltnis am ÃberbrÃ¼ckungszuschuss, den die Pensionskasse bis zum Erreichen des ordentlichen AHV-RÃ¼cktrittsalters erbringt und der der maximalen AHV-Altersrente entspricht (Art. 27 Abs. 2 PR und Art. 31 des Vorsorgereglements der Pensionskasse der Stadt ZÃ¼rich vom 5. November 2002, www.pkzh.ch). Aus dem Wortlaut von Art. 27 Abs. 2 PR ("Beim AltersrÃ¼cktritt von Angestellten") kann im Ãbrigen nicht geschlossen werden, diese Leistung beschrÃ¤nke sich auf den Fall des AltersrÃ¼cktritts im Sinne von Art. 24 Abs. 1 PR, das heisst auf die vorzeitige Pensionierung auf Wunsch des Angestellten, und sei bei einer Entlassung altershalber im Sinne von Art. 25 Abs. 3 PR nicht anwendbar. Diese Bestimmung wurde materiell unverÃ¤ndert aus dem frÃ¼heren Recht Ã¼bernommen und geht auf einen Beschluss des Gemeinderats vom 22. MÃ¤rz 2000 zurÃ¼ck, womit die damalige Besoldungsverordnung vom 15. Juli 1993 (mit Ãnderungen vom 17. Dezember 1997) geÃ¤ndert wurde (GR Nr. 2000/494, S. 7; GR Nr. 1999/638 S. 5 f. +11). Das damals noch geltende Personalrecht der Stadt ZÃ¼rich vom 15. Juli 1993 bezeichnete in Art. 40 unter dem Marginale "AltersrÃ¼cktritt auf Verlangen der Stadt" auch die durch die Stadt angeordnete vorzeitige Pensionierung, also die heutige "Entlassung altershalber", als "AltersrÃ¼cktritt". Die Beschwerdegegnerin erbringt somit bei der gewÃ¤hlten wie bei der von ihr angeordneten vorzeitigen Pensionierung massgebliche Leistungen, sofern die erforderliche MindestbeschÃ¤ftigungsdauer erfÃ¼llt ist. Diese nach Alter differenzierte Behandlung erscheint auch als sachgerecht, ist doch die Wahrscheinlichkeit, dass Ã¤ltere Angestellte eine neue Stelle antreten werden, geringer als bei jÃ¼ngeren, weshalb fÃ¼r sie die Sicherung ihrer Altersvorsorge regelmÃ¤ssig im Vordergrund steht. </p> <p class="Urteilstext">Selbst wenn man davon ausgehen wollte, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer trotz Ãberschreiten der in Art. 28 Abs. 4 PR vorgesehenen Altersgrenze eine Abfindung zustÃ¤nde, erfÃ¼llte er die allgemeinen Voraussetzungen nach Art. 28 Abs. 1 PR nicht. Das Bestehen eines Anspruchs auf Abfindung setzt nÃ¤mlich unter anderem voraus, dass das ArbeitsverhÃ¤ltnis ohne Verschulden des Angestellten auf Veranlassung der Stadt aufgelÃ¶st wurde. Den BeschwerdefÃ¼hrer trifft aber aufgrund seines Verhaltens, namentlich durch die ungebÃ¼hrlichen Forderungen und Drohungen (Einschaltung der Medien etc.), die er auch durch seinen Rechtsvertreter vorbringen liess, ohne weiteres ein Verschulden am Konflikt zwischen ihm und seinen Vorgesetzten, welcher zur AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses fÃ¼hrte. Die Vorinstanz hat diese VorfÃ¤lle und Verhaltensweisen des BeschwerdefÃ¼hrers, die den Umgang und die Zusammenarbeit mit ihm massiv erschwerten, umfassend und zutreffend dargestellt. Auf diese ErwÃ¤gungen kann gestÃ¼tzt auf § 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG verwiesen werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Die weitergehenden Geldforderungen des BeschwerdefÃ¼hrers entbehren einer gesetzlichen Grundlage, sodass darauf nicht nÃ¤her einzugehen ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2">Die Beschwerdegegnerin ist demnach zu verpflichten, dem BeschwerdefÃ¼hrer im Sinne der vorstehenden ErwÃ¤gungen eine EntschÃ¤digung in der HÃ¶he von vier MonatslÃ¶hnen zu bezahlen.</p> <p class="Erwgung2">Mehrere am Verfahren Beteiligte tragen die Kosten in der Regel <a id="juris1">entsprechend ihrem Unterliegen</a> (§ 80c in Verbindung mit §§ 70 und 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Beim Ausgang des vorliegenden Verfahrens rechtfertigt sich eine Kostenverlegung im Umfang von 5/6 zu Lasten des BeschwerdefÃ¼hrers und von 1/6 zu Lasten der Beschwerdegegnerin.</p> <p class="Erwgung2">Die beantragte ParteientschÃ¤digung bleibt dem BeschwerdefÃ¼hrer als mehrheitlich unterliegender Partei ver­sagt (§ 17 Abs. 2 VRG). Hingegen hat der BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das vorinstanzliche Rekursverfahren als obsiegend zu gelten, lautete doch sein dortiger Antrag auf Aufhebung des Stadtratsbeschlusses vom 27. Oktober 2004. Zwar ist in der Regel â etwa nach § 18 Abs. 3 Satz 1 PG und gleich lautenden kommunalen Regelungen â die Wiederher­stellung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses im Anfechtungsweg ausgeschlossen (grundlegend VGr, 11. April 2001, PB.2001.0008, E. 3, www.vgrzh.ch). Im Anwendungsbereich des StadtzÃ¼r­cher Personalrechts soll das aber nicht gelten (vgl. Art. 39 Abs. 6 PR und VGr, 7. April 2004, PB.2004.00003, E. 4, www.vgrzh.ch): Die Vorinstanz wÃ¤re wohl â wie sie auch selbst annimmt und entsprechend den allgemeinen verwaltungsprozessrechtlichen GrundsÃ¤tzen â befugt gewesen, die verfÃ¼gte Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses aufzuheben.</p> <p class="Erwgung2">Die Beschwerdegegnerin ist daher zu verpflichten, dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Rekursverfahren eine angemessene ParteientschÃ¤digung auszurichten (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>1.1 Es wird festgestellt, dass der Stadtratsbeschluss vom 27. Oktober 2004 betreffend die AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses von A unter einem formellen Mangel leidet.</span></p> <p class="Einzug2"><span>1.2 Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem BeschwerdefÃ¼hrer im Sinn der ErwÃ¤gungen eine EntschÃ¤digung in der HÃ¶he von vier Brutto-MonatslÃ¶hnen zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>1.3 </span><span>Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Rekursverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) auszurichten. DemgemÃ¤ss wird Dispositiv-Ziffer III des Beschlusses des Bezirksrates ZÃ¼rich vom 26. Mai 2005 aufgehoben.</span></p> <p class="Einzug2"><span>1.4 Dispositiv-Ziffer I des Beschlusses </span><span>des Bezirksrates ZÃ¼rich vom 26. Mai 2005 bleibt insofern bestehen, als dadurch der Zeitpunkt der Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses nach Art. 39 Abs. 6 PR festgelegt wird. </span></p> <p class="Einzug2"><span>Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 8'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 8'560.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden zu 5/6 dem BeschwerdefÃ¼hrer und zu 1/6 der Beschwerdegegnerin auferlegt. </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext">Abweichende Meinung des GerichtssekretÃ¤rs</p> <p class="Urteilstext">(§ 71 VRG in Verbindung mit § 138 Abs. 4 des Gerichtsverfassungsgesetzes</p> <p class="Urteilstext">vom 13. Juni 1976)</p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext">Dem Entscheid der Kammer, dem BeschwerdefÃ¼hrer keine Abfindung zuzusprechen, ist nicht beizupflichten. <span>Dies aus folgenden GrÃ¼nden:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1.</b></p> <p class="Urteilstext">Die BegrÃ¼ndung der Kammer stÃ¼tzt sich im Wesentlichen auf den Wortlaut von Art. 28 Abs. 4 PR, der nur den Rahmen der AbfindungshÃ¶he fÃ¼r Angestellte zwischen dem 36. bis 60. Altersjahr festlegt. Neben dem Wortlaut einer Bestimmung ist zusÃ¤tzlich die systematische und teleologische Auslegungsmethode zu berÃ¼cksichtigen. Auch die Kammer scheint in E. 4.1 davon auszugehen, dass sich bei einer Gesamtbetrachtung der BeendigungsgrÃ¼nde eines ArbeitsverhÃ¤ltnisses und deren Folgen dem StadtzÃ¼rcher Personalrecht insbesondere keine schlÃ¼ssige und befriedigende Antwort zum VerhÃ¤ltnis zwischen ordentlicher KÃ¼ndigung und der Entlassung altershalber finden lÃ¤sst. Selbst der kommunale Gesetzgeber war sich darÃ¼ber nicht ganz im Klaren, wie bereits der Wortlaut von Art. 25 Abs. 3 PR zeigt. Dort heisst es nÃ¤mlich in Satz 2, dass die Bestimmungen Ã¼ber die Abfindung (Art. 28 PR) und Lohnfortzahlung (Art. 29 PR) bei unverschuldeter Entlassung nicht anwendbar seien. Das ergÃ¤be sich aber bereits aus den genannten Bestimmungen in Verbindung mit Art. 25 Abs. 3 Satz 1 PR ist doch die Entlassung altershalber frÃ¼hestens mit Vollendung des 60. Altersjahres zulÃ¤ssig.</p> <p class="Urteilstext">Folgt man der Gesetzessystematik und dem Wortlaut betreffend die einzelnen GrÃ¼nde fÃ¼r die Beendigung eines ArbeitsverhÃ¤ltnisses, so kÃ¶nnte sich der Schluss aufdrÃ¤ngen, dass der Gesetzgeber eine Ordnung statuieren wollte, welche fÃ¼r Ã¼ber 60-jÃ¤hrige Angestellte eine KÃ¼ndigung ausschliesse und stattdessen die Entlassung altershalber vorsehe, obschon grundsÃ¤tzlich fÃ¼r alle Angestellten das ArbeitsverhÃ¤ltnis auf den Zeitpunkt der Vollendung des 65. Altersjahres endet (Art. 25 Abs. 1 PR). Das hat zur Folge, dass bei einseitiger AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses von Ã¼ber 60-jÃ¤hrigen Angestellten weniger weit gehende Schutzvorschriften gelten als fÃ¼r unter 60-jÃ¤hrige Angestellte, obschon das Gesetz das ordentliche Pensionierungsalter fÃ¼r alle Angestellten bei 65 festlegt. Eine solche Regelung wÃ¤re aber mit dem Sinn und Zweck der KÃ¼ndigungsschutzbestimmungen nach Art. 17 f. PR kaum vereinbar und wÃ¼rde der Interessenlage insbesondere der Angestellten nicht gerecht (dahingehend auch E. 4.2 a.E.). Da mithin eine kohÃ¤rente Abgrenzung der KÃ¼ndigung und der Entlassung altershalber dem Gesetz nicht zu entnehmen ist, besteht kein hinreichender Grund, dem BeschwerdefÃ¼hrer gestÃ¼tzt auf eine rein grammatikalische Auslegung von Art. 28 PR einen Anspruch auf Abfindung zu versagen.</p> <p class="Urteilstext"><b>2.</b></p> <p class="Urteilstext">Viel schwerer wiegt freilich, dass ein wÃ¶rtliches Festhalten an Art. 28 PR zu einem verfassungsrechtlich unhaltbaren Ergebnis fÃ¼hrt. So verletzt ein Erlass das Gebot der Rechtsgleichheit, wenn er rechtliche Unterscheidungen trifft, fÃ¼r die ein vernÃ¼nftiger Grund in den zu regelnden VerhÃ¤ltnissen nicht ersichtlich ist, oder Unterscheidungen unterlÃ¤sst, die sich aufgrund der VerhÃ¤ltnisse aufdrÃ¤ngen. Die Rechtsgleichheit ist insbesondere verletzt, wenn Gleiches nicht nach Massgabe seiner Gleichheit gleich oder Ungleiches nicht nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich behandelt wird (BGE 129 I 1 E.3).</p> <p class="Urteilstext">Wie selbst die Kammer in den Raum stellt (E. 4.2), ist eine Unterscheidung der Schutzvorschriften anknÃ¼pfend an das Alter der Angestellten mit Blick auf die AuflÃ¶sung eines ArbeitsverhÃ¤ltnisses wegen MÃ¤ngeln in der Leistung oder im Verhalten am Arbeitsplatz kaum mit dem Anspruch auf Gleichbehandlung nach Art. 8 BV vereinbar. Dasselbe muss folgerichtig und konsequenterweise auch fÃ¼r den Anspruch auf Abfindung gelten. Es ist kein Grund ersichtlich, weshalb ein Ã¼ber 60-jÃ¤hriger ungerechtfertigt GekÃ¼ndigter im Gegensatz zu einem unter 60-JÃ¤hrigen keine Abfindung erhalten soll, wenn ihn kein Verschulden an der Entlassung trifft. Auch mit Blick auf die Leistungen der beruflichen Vorsorge â bei AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses vor 60 bleibt das Altersguthaben in der beruflichen Vorsorge gebunden, bei AuflÃ¶sung nach 60 entsteht ein Anspruch auf Altersleistungen entsprechend dem vorhandenen Altersguthaben â ist ein solcher nicht ersichtlich. Auch die weiteren im Personalrecht vorgesehenen Leistungen seitens der Stadt (Art. 27 Abs. 2 PR: ÃberbrÃ¼ckungszuschuss bei AltersrÃ¼cktritt/Art. 29 PR: Lohnfortzahlung nach Entlassung) vermÃ¶gen die Ungleichbehandlung nicht zu rechtfertigen.</p> <p class="Urteilstext"><b>3.</b></p> <p class="Urteilstext">Schliesslich ist auch die EventualbegrÃ¼ndung der Kammer, wonach den BeschwerdefÃ¼hrer ein Verschulden an der AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses treffe, abzulehnen: VerhÃ¤lt sich ein Angestellter mangelhaft, sind ihm eine BewÃ¤hrungsfrist und Verhaltensvorgaben zu setzen. Unterbleibt solches, so kann nicht gestÃ¼tzt auf das dem BeschwerdefÃ¼hrer anzulastende Verhalten gefolgert werden, er habe die AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses mitverursacht bzw. verschuldet. Der BeschwerdefÃ¼hrer hatte gar keine MÃ¶glichkeit, sein Verhalten entsprechend den Vorgaben seiner Vorgesetzten zu Ã¤ndern, da ihm gerade keine BewÃ¤hrungsfrist angesetzt wurde. Dem BeschwerdefÃ¼hrer ein Verschulden vorzuwerfen, widerspricht mithin der Logik und dem Sinn und Zweck der formellen KÃ¼ndigungsschutzbestimmungen.</p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>