<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2017.00514</span></p><p><span id="AHV_NR"></span><span> </span></p><p><span id="G_NR_VI"></span><span> </span></p><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Philipp<br/>Sozialversicherungsrichter Vogel<br/>Gerichtsschreiberin Geiger</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 21. August 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Dina Raewel</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Raewel Advokatur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Gotthardstrasse 52, 8002 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der 1978 geborene X.___ reiste 2002 aus der Türkei in die Schweiz ein, wo er als Flüchtling Asyl erhielt (zwischenzeitlich besitzt er die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Niederlassungsbewilligung C</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 10/8)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Seither ging er - ohne über eine Berufsausbildung zu verfügen - auch keiner Erwerbstätigkeit nach und bezieht Sozialhilfe. Am 11. Januar 2011 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 10/3). In der Folge tätigte die IV-Stelle medizinische und erwerbliche Abklärungen und teilte X.___ mit Schreiben vom 25. Januar 2011 mit, dass zurzeit keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien (Urk. 10/7). Mit rechtskräftiger Verfügung vom 29. August 2011 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren mangels Erfüllung der versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mässigen Voraussetzungen ab, da der invalidisierende Gesundheitsschaden bereit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s bei der Einreise in die Schweiz vorhanden gewesen sei (Urk. 10/28). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 19. Dezember 2016 (Eingangsdatum) meldete sich X.___ erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (Urk. 10/33). Der Versicherte reichte - auf entsprechende Aufforderung zur Einreichung von Beweismitteln hin (Urk. 10/35 und Urk. 10/40-41) - am 2. Februar 2017 einen Bericht von Dr. A.___, FMH Allgemeine Innere Medizin, Psychosomatische und Psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chosozialmedizin SAPPM, vom 31. Januar 2017 (Urk. 10/42 S. 1) und eine Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stätigung von Dr. B.___ vom 2. Februar 2017 (Urk. 10/42 S. 2) ein. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 10/46) trat die IV-Stelle mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verfügung vom 23. März 2017 auf das erneute Leistungsbegehren nicht ein (U</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rk. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hiergegen erhob X.___ am 8. Mai 2017 Beschwerde und beantragte, auf sein Leistungsgesuch sei - unter Aufhebung der Verfügung vom 23. März 2017 - einzutreten und es sei eine psychiatrische Begutachtung vorzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmen; eventuell sei ihm eine Invalidenrente auszurichten. In prozessualer Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicht ersuchte er um die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um Bestellung von Rechtsanwältin lic. iur. Dina Raewel als unentgeltliche Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beiständin (Urk. 1). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 14. Juni 2017 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 9, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 10/1-57), was dem Beschwerdeführer am 13. Juli 2017 mitgeteilt wurde (Urk. 11). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird - soweit erforderlich - im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versichert nach Massgabe des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sind Personen, die gemäss den Art. 1a und 2 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) obligatorisch oder freiwillig ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sichert sind (Art. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG). Obligatorisch versichert nach dem AHVG sind unter anderem die natürlichen Personen, die ihren Wohnsitz in der Schweiz haben oder in der Schweiz eine Erwerbstätigkeit ausüben (Art. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Abs. 1 lit. a und b AHVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 6 Abs. 2 IVG sind ausländische Staatsangehörige, vorbehältlich Artikel 9 Abs. 3, nur anspruchsberechtigt, solange sie ihren Wohnsitz und ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]) in der Schweiz haben und sofern sie bei Eintritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Beiträge geleistet oder sich ununterbrochen während zehn Jahren in der Schweiz aufgehalten haben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Den innerstaatlichen Bestimmungen gehen diejenigen der zwischenstaatlichen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einbarungen vor, welche die Schweiz mit ausländischen Staaten abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlossen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hat, um die Rechtsstellung der beidseitigen Angehörigen in der Sozialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">siche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung zu regeln. Vorliegend ist das Abkommen zwischen der Schweizerischen Eid</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genossenschaft und der Republik Türkei über Soziale Sicherheit vom 1. Mai 1969 und dessen Schlussprotokoll [SR 0.831.109.763.1]) anwendbar. Dessen Art. 10 Abs. 1 bestimmt, dass türkische Staatsangehörige unter den gleichen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorausset</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> wie Schweizerbürger Anspruch auf die ordentlichen Renten und Hilflosenentschädigungen der schweizerischen Invalidenversicherung haben, wobei die Absätze 2 und 3 vorbehalten bleiben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span id="XX014"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG gilt die Invalidität als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des Anspruches auf die jeweilige Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht hat. Dieser Zeitpunkt ist objektiv aufgrund des Gesundheitszustandes festzustellen; zufällige externe Faktoren sind unerheblich (AHI 2003 S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">209 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2a). Er beurteilt sich auch nicht nach dem Zeitpunkt, in dem eine Anmeldung eingereicht oder von dem an eine Leistung gefordert wird und stimmt nicht notwendigerweise mit dem Zeitpunkt überein, in welchem die versicherte Person erstmals Kenntnis davon bekommt, dass der Gesundheitsschaden An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruch auf Versicherungsleistungen geben kann (BGE 126 V 5 E. 2b mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen; AHI 2002 S. 147 E. 3a). Aus </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG ergibt sich, dass der Eintritt der Invalidität für die einzelnen Leistungen der Invalidenversicherung autonom zu bestimmen ist (sog. leistungsspezifische Invalidität). Dabei sind die rechtlichen Vorgaben zu berücksichtigen, die sich aus </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG (in Verbindung mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) ergeben. Folglich begründet der Gesundheitsschaden für jede Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">art innerhalb der Eingliederungsmassnahmen je einen eigenen Versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsfall (BGE 112 V 275; vgl. auch BGE 126 V 241 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts I 159/05 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">März 2006 E. 3.2.1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anspruch auf eine ordentliche Rente haben Versicherte, die bei Eintritt der Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lidität (Versicherungsfall) während mindestens eines vollen Jahres (Art. 36 Abs. 1 IVG in der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung) beziehungsweise während mindestens drei Jahren (Art. 36 Abs. 1 IVG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung) Beiträge geleistet haben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.6</span><span> </span><span id="XX091"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Frage des Bedeutungsgehalts des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">87 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 und 3 IVV hat das Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richt in BGE 130 V 64 E. 5.2.5 festgehalten, dass die versicherte Person mit dem Revisionsgesuch oder der Neuanmeldung die massgebliche Tatsachenänderung glaubhaft machen muss, ihr mithin ausnahmsweise eine Beweisführungslast zukommt. Tritt die Verwaltung auf das erneute Leistungsbegehren ein, hat sie demgegenüber gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (Art. 43 ATSG, Art. 57 IVG in Verbindung mit Art. 69 ff. IVV; SVR 2006 IV Nr. 10 S. 39 E. 4.1 [I 457/04]; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vgl. auch BGE 117 V 198 E. 3a).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> führte im angefochtenen Entscheid aus, das Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">begehren des Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rers sei bereits mit Verfügung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">29. August</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2011 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">abgewiesen worden, weil die versicherungsmässigen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Voraussetzungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht erfüllt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gewesen seien. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ein invalidisierender Gesundheitsschaden habe bereits zum Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkt der Einreise in die Schweiz (am 16. August 2002) bestanden. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit dem neuen Gesuch habe der Beschwerdeführer nicht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">glaubhaft gemacht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse seit dieser letzten Verfügu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ng wesentlich verändert hätten.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Damit seien die versicherungsmässigen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Voraussetzungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> weiterhin nicht erfüllt, womit unverändert kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherung bestehe (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">brachte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Beschwerdeführer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, sein </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">psychischer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gesundheitszustand </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe sich seit der erstmaligen Rentenprüfung im Jahr 2011 zwar nicht massgeb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich verschlechtert. Bei der aktuellen psychischen Beeinträchtigung handle es sich jedoch um eine neue eigenständige psychische Erkrankung, zumal nicht erwiesen sei, dass er bereits vor seiner Einreise in die Schweiz an einer paranoiden Schizophrenie gelitten habe, wie dies hernach diagnostiziert worden sei (Urk. 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Rechtskraft von Verfügungen und (Einsprache- oder Beschwerde-) Entschei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den über Dauerleistungen im Bereich der Sozialversicherung, unter anderem Renten der Alters- und Invalidenversicherung, ist grundsätzlich zeitlich unbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkt. Sie erfasst die Anspruch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">voraussetzungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ebenso wie die Faktoren der Leistungsbemessung, soweit sie im Entscheidzeitpunkt abgeschlossene Sachver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">te betreffen. Es liegt insofern eine abgeurteilte Sache (res iudicata) im Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sinne vor. Die betreffenden Anspruchs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">voraussetzungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und Leistungsbemes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">toren können daher vorbehältlich einer prozessualen Revision oder Wiederer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wägung des rechtskräftigen Entscheids (Art. 53 Abs. 1 und Art. 61 lit. i bzw. Art. 53 Abs. 2 ATSG) nicht bei jeder neuen Bezugsperiode in Frage gestellt und geprüft werden, es sei denn, das Gesetz sehe ausdrücklich eine andere Regelung vor wie etwa im Bereich der Ergänzungsleistungen. Die vorstehenden Grundsätze gelten auch im Rahmen der Revision einer Dauerleistung im Sinne der Anpassung pro futuro an (nachträgliche) erhebliche Änderungen der tatsächlichen (und allen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">falls rechtlichen) Grundlagen der ursprünglichen Leistungszusprechung (vgl. in Bezug auf die hier interessierenden Renten der Invalidenversicherung Art. 17 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 2 ATSG und Art. 1 Abs. 1 IVG). Damals bejahte Anspruchs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">voraussetzungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und festgesetzte Leistungsbemessungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">toren, welche im Zeitpunkt der Verfügung oder des Einspracheentscheids abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlossene Sachverhalte betreffen, können zufolge Rechtskraft nicht erneut über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">prüft werden. Vorbehalten bleibt das Zurückkommen auf den ursprünglich leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungszusprechenden Entscheid unter dem Titel Wiedererwägung oder prozessuale Revision. Anders verhält es sich mangels sachlicher Identität bei e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">inem neuen Versicherungsfall, das heisst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bei Ablösung der bisherigen Rente durch eine neue Hauptrente, oder wenn zur ursprünglichen gesundheitlichen Beeinträchtigung eine davon völlig verschiedene Gesundheitsstörung hinzugetreten ist und zu einer Erhöhung des Invaliditätsgrades geführt hat (vgl.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BGE 136 V 369 E. 3.1.1 mit zahlreichen Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Für die Umschreibung der Rechtskraft und der damit verbundenen Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ständigkeit eines den Anspruch auf eine Dauerleistung verneinenden negativen Entscheids muss auf die Begründungselemente zurückgegriffen werden. Betreffen diese, wie etwa die versicherungsmässigen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Voraussetzungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, einen zeitlich abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlossenen, späteren Änderungen der Tatsachenlage nicht zugänglichen Sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halt, ist eine Überprüfung zufolge Rechtskraft ausgeschlossen, die Anspruchs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechtigung als solche mithin endgültig dahingefallen. Vorbehalten bleibt eine Änderung der den leistungsablehnenden Entscheid tragenden rechtlichen Grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lagen, oder wenn ein neuer Versicherungsfall im Sinne der Erhöhung des Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tätsgrades aufgrund einer von der ursprünglichen gesundheitlichen Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">träch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigung völlig verschiedenen Gesundheitsstörung vorliegt (vgl. BGE 136 V 369 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1.2 mit zahlreichen Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 9C_294/2013 vom 20. August 2013 E. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Streitgegenstand bildet vorliegend der Anspruch des Versicherten auf eine Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lidenrente unter dem Gesichtspunkt der versicherungsmässigen Voraussetzungen. Wie die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> im angefochtenen Entscheid zu Recht ausführte, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bildete diese Frage bereits Gegenstand der Verfügung vom 29. August 2011</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Schon damals verneinte die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> einen Rentenanspruch unter Hinweis darauf, dass die versicherungsmässigen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Voraussetzungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht erfüllt seien, da der Gesundheitsschaden bereits vor Einreise in die Schweiz bestanden habe (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10/28</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Diese Verfügung blieb unangefochten. Da die Frage des Erfüllens der versicherungsmässigen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Voraussetzungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bei Eintritt der Invalidität einen im Zeitpunkt der Verfügung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">29. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">August</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2011 abgeschlossenen Sachverhalt betrifft, erwuchs dieser - unangefochten gebliebene - Entscheid auch in Bezug auf das Begründungselement der versicherungsmässigen Voraussetzungen in Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kraft. Er hat damit für das vorliegende Verfahren bindende Wirkung, was im Übrigen selbst dann gelten würde, wenn das damalige Erkenntnis rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fehlerhaft gewesen wär</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e (BGE 136 V 369 E. 3.2). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dass der Beschwerdeführer nun bestreitet, im Jahr 2002 mit einer invalidisierenden Gesundheitsschädigung in die Schweiz eingereist zu sein (Urk. 1 S. 3), geht damit aufgrund der Rechtsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ständigkeit des in der Verfügung vom 29. August 2011 Festgestellten fehl.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu prüfen bleibt somit einzig, ob - wie der Beschwerdeführer unter Hinweis auf neue</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eigenständige psychische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Erkrankungen sinngemäss gelte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nd macht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> - von einem neuen Versicherungsfall auszugehen ist, in welchem Falle ihm die Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kraft der Verfügung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">29. August</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2011 nicht entgegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehalten werden könnte (vgl. E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2 hiervor).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die rentenablehnende Verfügung vom 29. August 2011 (Urk. 10/28) basierte auf der folgenden medizinischen Aktenlage: </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im psychiatrischen Rapport der untersuchenden Gesundheitskommission C.___ vom 24. März 2000 (Urk. 10/24 S. 4, eingereicht durch das Migrations</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">amt) wurde festgehalten, dass der Beschwerdeführer seine Wehrpflicht seit 12 Monaten als einfacher Soldat erfülle. Mit Verfügung vom 17. September 1999 sei der Beschwerdeführer wegen psychischer Störung C/15 für 3 Monate zur Erholung geschickt worden. Mit Verfügung vom 15. Dezember 1999 sei er wegen einer psychotischen Störung C/15 nochmals für 3 Monate zur Erholung geschickt worden. Es seien keine Klagen oder Anzeigen gegen ihn eingereicht worden. Die psychische Untersuchung ergebe, dass der Beschwerdeführer auf den Beinen sei, seinem Alter entspreche, das Interesse an seiner Umgebung als auch an der Körperpflege abgenommen hätten. Sein Gesicht sei ruhig, das Kontaktverhalten sei ohne Interesse, die Sprache sei langsam und eher blockiert, die Stimmlage sei tief, Mimik und Gestik seien unscheinbar. Die Bewegungen seien ruhig, Harn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leerungs- und Stuhlgang-Gewohnheiten seien natürlich, der Schlaf sei normal, das Essverhalten sei normal, er fühle sich nicht gesund, die Wahrnehmung sei natürlich, das Bewusstsein sei offen, der Gedankenfluss wirke beim Sprechen ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">langsamt, die Denkart sei verarmt, die psychomotorische Verlangsamung habe abgenommen. Gemäss seinem Lebenslauf habe er einen Streit erlebt, wobei er geschlagen worden sei, und danach seien seine Störungen aufgetreten. Das Spital habe trotz Untersuchungen nichts Entsprechendes nachweisen können. In der ersten Zeit habe er das Gefühl gehabt, verfolgt zu werden und er habe sich bedroht gefühlt, unter Verfolgungswahn gelitten. Ausserhalb der Familie habe er kaum Freunde. Er könne als introvertierte Persönlichkeit bezeichnet werden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gestützt auf diesen vorgenannten Rapport (vgl. E. 4.2.1) wurde der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer mit Urteil vom 29. Mai 2000 wegen der diagnostizierten psychotischen Störungen für dienstuntauglich erklärt (Urk. 10/24/5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, welche den Beschwerdeführer seit 2004 (mit Unterbruch) be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">han</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">delt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, nannte in ihrem Bericht vom 12. März 2011 (Urk. 10/9) zuhanden der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdegegnerin eine episodisch remittierende paranoide Schizophrenie </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(ICD-10</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">: F 20.03, bestehend seit circa 2005) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Der Beschwerdeführer sei in die Schweiz gekommen, nachdem sein Vater in der Türkei ermordet worden sei. Er habe sich hier nicht integrieren können. Sein Flüchtlingsstatus sei erst 2010 anerkannt worden. Eine erste para</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">noide Phase habe sich 2005 mit Verfolgungswahn und Angriff auf seine Familie gezeigt. Er sei drei Mal gegen seinen Willen bei bestehender Fremdgefährdung hospitalisiert worden. Der Beschwerdeführer habe aufgrund der Anpassungsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit und der Instabilität (Fremdgefährdung) keinen Beruf. Er sei seit Januar 2010 zu 100 % arbeitsunfähig. In einer geschützten Werkstatt könnte eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestehen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht der Privatklinik D.___ (undatiert, einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gangen am 11. April 2011, Urk. 10/10 und unter Verweis auf den nachgereichten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kurzaustrittsbericht vom 18. September 2009, Urk. 10/13) zuhanden der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">degegnerin wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt: </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Paranoide Schizophrenie, episodisch remittierend (ICD-10: F 20.03)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schwierigkeiten bei kultureller Eingewöhnung (ICD-10: Z 60.3)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Absetzen ärztlich verordneter Therapie (ICD-10: Z 91.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer sei bereits vom 1. bis 22. Juni 2005, vom 27. Juni bis 3. August 2005 und letztmals vom 10. bis 18. September 2009 in der Privatklinik D.___ stationär hospitalisiert gewesen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die psychiatrische Anamnese ergebe eine bekannte Angstpsychose, weswegen der Beschwerdeführer bereits in der Türkei in Behandlung gewesen sei. Bisher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe er alle Therapien abgebrochen und es bestehe ein Status nach mehreren Exazerbationen, oft mit Gewalttätigkeiten gegen Familienmitglieder und Aussenstehende. Unter Psychopharmaka sei er längere Zeit kompensiert gewesen. Der Beschwerdeführer habe keinen Beruf. Während der stationären Behandlung sei er zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Die Prognose sei gut und es beständen keine körperlichen, geistigen oder psychischen Einschränkungen. Die aktuelle Arbeitsfähigkeit könne nicht beurteilt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">werden, weshalb eine Begutachtung empfohlen werde. Konzentration, Auffas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sung,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Anpassung und Belastbarkeit seien uneingeschränkt. Während der Hospitalisation habe der Beschwerdeführer in wiederholten Gesprächen in Anwesenheit einer türkisch-sprechenden Pflegefachfrau angegeben, sich nicht bedroht zu fühlen, keine Stimmen zu hören und keine optischen Halluzinationen zu haben. Er habe Wahngedanken, Ängste, Gedankenausbreitung sowie Eingebungen verneint. Er habe sich von Selbst- und Fremdgefährdung distanzieren können. Er habe keine Symptome im Sinne einer posttraumatischen Belastungsstörung wie Albträume, Wiedererleben traumatischer Situationen, Flashbacks etc. geschildert. Er habe auch nie zuvor unter psychotischen Symptomen gelitten. Der Fall sei nochmals genau zu prüfen. Eine geregelte Tagesstruktur (vor allem eine Arbeit) wäre aus protektiven Faktoren bezüglich der Krankheitsprognose empfehlens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wert. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gestützt auf diese medizinische Aktenlage kam die Beschwerdegegnerin zum Schluss, der Gesundheitsschaden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe bereits vor der Einreise in die Schweiz </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in einem Umfang bestanden, der behandlungsbedürftig gewesen sei und die Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsfähigkeit bereits vor der Einreise in die Schweiz erheblich einschränkte. Eine mindestens 40%ige Erwerbsunfähigkeit sei damit bereits bei Einreise mit überwie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gender Wahrscheinlichkeit vorhanden gewesen, womit die Voraussetzungen für Leistungen der Invalidenversicherung nicht erfüllt seien. Die entsprechende</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsabweisende Verfügung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">29. August 2011</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10/28</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) erwuchs unange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fochten in Rechtskraft</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (vgl. auch E. 3)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Verfügung vom 23. März 2017 (Urk. 2), mit welcher auf das erneute Ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">begehren nicht eingetreten wurde, basierte auf folgenden medizinischen Beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lungen: </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. A.___ hielt in ihrem Bericht vom 31. Januar 2017 (Urk. 10/42 S. 1) zuhanden der Beschwerdegegnerin fest, dass der Beschwerdeführer unter paranoider Schizophrenie leide. Er werde monatlich mit Medikamenten (Risperdal) per Spritze behandelt. Seine Arbeitsversuche seien gescheitert, da er wegen unkon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trolliertem aggressivem Verhalten jedes Mal seine Arbeitsstellen habe verlassen müssen. Auch eine durch das Sozialamt organisierte Beschäftigungstätigkeit sei deswegen gescheitert. Der Beschwerdeführer sei seit mindestens Januar 2016 in allen Bereichen zu 100 % arbeitsunfähig. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. B.___ führte in seinem Bericht vom 2. Februar 2017 (Urk. 10/42 S. 2) zuhanden der Beschwerdegegnerin aus, dass sich der Beschwerdeführer seit dem 21. Mai 2016 bei ihm in Behandlung befinde. Er bestätige, dass der Beschwerd</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer an einer paranoiden Schizophrenie leide. Der Verlauf der Krankheit sei stark fluktuierend, deshalb seien in der Therapie dauernd Dosisanpassungen und Umstellungen nötig. Zurzeit sei jeder Arbeitsversuch noch nicht gegeben. Der Antrag auf eine Invalidenrente sei berechtigt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufgrund der Akten ist ausgewiesen - und auch in keinerlei Hinsicht bestritten -,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> dass der Beschwerdeführer an einer Gesundheitsbeeinträchtigung leidet, die ihn in seiner Erwerbsfähigkeit einschränkt. Demgegenüber ist unter den Parteien strittig (E. 2), ob seit der Verfügung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">29. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">August</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2011, welche zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung bildet (BGE 133 V 108 E. 5.1), das Vorhandensein einer erheblichen Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse dergestalt glaubhaft gemacht worden ist, dass zumindest Anhaltspunkte für den Eintritt eines neuen Versicherungsfalls vorlägen (E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.6; E. 3). Dies ist offensichtlich nicht der Fall. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">So hatten bereits Dr. A.___ (E. 4.3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Privatklinik D.___ (E. 4.4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) im Jahr 2011 dargelegt, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Beschwerdeführer an einer paranoiden Schizophrenie leidet. Bezüglich des Eintritts der Invalidität konnte der psychiatrische Rapport der untersuchenden Gesundheitskommission C.___ vom 24. März 2000 (vgl. E. 4.2.1) herbeigezogen worden, wonach der Beschwerdeführer bereits im Jahr 2000 wegen psychotischen Störungen behandelt und letztlich dienstuntauglich erklärt worden sei (vgl. E. 4.2.2). Entsprechend gab der Beschwerdeführer anamnestisch auch an, wegen einer Angstpsychose bereits in der Türkei behandelt worden zu sein (vgl. E. 4.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dass sich an der gesundheitlichen Ursache seiner - unverändert vollständigen - Arbeitsunfähigkeit etwas Relevantes verändert hätte, vermag der Beschwerdeführer mit den im Neuanmeldungsverfahren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eingereichten Berichten (E. 5.2-3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) nicht glaubhaft darzutun. Gegenteils ist gestützt auf die Einschätzung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> von Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___ und D. B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vielmehr da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">von auszugehen, dass die von ihnen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> beschriebene Gesundheitsstörung identisch zu der bereits im Jahr 201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 beschrie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">benen Pathologie ist, zumal weiterhin eine paranoide Schizophrenie diagnos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziert wird.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auch die Vorbringen des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 3 ff.) vermögen nichts daran zu ändern. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im psychiatrischen Rapport Nr. 364 der Türkei (vgl. E. 4.2.1) erfolgte keine Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nose nach der ICD-Klassifikation, doch es wurden psychotische Störungen diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nostiziert. Auch aus der dargelegten psychischen Befundlage ergibt sich, dass es sich bei diesen psychotischen Störungen um solche aus dem paranoiden Formen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kreis handelte, wurden doch unter anderem ein Verfolgungswahn beschrieben. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mithin hat der Beschwerdeführer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">k</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">änd</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Gesundheitszustands und dabei namentlich kein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Vorliegen eines neuen Versicherungsfalls glaubhaft gemacht, weshalb die Beschwerdegegnerin zu Recht auf sein neues Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">such nicht eingetreten ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.1</span><span> </span><span id="VV111"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzungen für die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche Verbeistän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dung not</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rer bezieht Sozialhilfe (Urk. 8</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/1-2). Mit Blick darauf ist er im vorliegenden Verfahren bezogen auf den massgebenden Zeitpunkt als prozessual bedürftig zu qualifizieren. Da auch die weiteren Anspruchsvoraussetzungen (fehlende Aussichtslosigkeit und sachliche Notwendigkeit der Rechtsverbeiständung) erfüllt sind, ist dem Beschwerdeführer in Bewilligung seines Gesuchs vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. Mai 2017 (Urk. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und es ist ihm </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rechtsanw</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ältin lic</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. iur. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dina Raewel, Zürich, als unentgeltliche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Rechtsvertreter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> für das vorliegende Verfahren zu bestellen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert zu bemessen sind (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG), sind auf Fr. 600.-- anzusetzen und dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen, jedoch zufolge Gewäh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung der unentgeltlichen Prozessführung einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Eingabe vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">18. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juli 2017</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 12) machte Rechtsanwältin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dina Raewel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> einen Aufwand von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10.95</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Stunden und Barauslagen von Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">72.25</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> geltend. Dieser verursachte und geltend gemachte Aufwand erweist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">angesichts des stark eingeschränkten Prozessthemas – es war lediglich die Frage zu prüfen, ob mit den bis zum Erlass der angefochtenen Nichteintretensverfügung eingereichten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beiden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Arztberichten eine rechtserhebliche Veränderung des Sachverhalts seit der gerichtlich geschützten Rentenaufhebung glaubhaft gemacht wurde – als stark übersetzt. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zudem übernahm Rechtsanwältin Dina Raewel das Mandat erst am 13. April 2017, das heisst bereits nach Erlass der nun angefochtenen Verfügung vom 23. März 2017. Unnötig war</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">insbesondere</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ein Aktenstudium von einer Dauer von mehr als </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sieben Stunden. Die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> unentgeltliche Rechtsvertreter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in ist daher ermessensweise mit Fr. 1'4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">00.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zu entschädigen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer ist darauf hinzuweisen, dass er zur Nachzahlung der Gerichtskosten und der Kosten für die unentgeltliche Rechtspflege verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist (§ 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht beschliesst:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispoformell"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispoformell">In Bewilligung des Gesuchs vom </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispoformell">8. Mai 2017</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispoformell"> wird dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung gewährt und Rechtsanw</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispoformell">ältin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispoformell"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispoformell">lic. iur. Dina Raewel, Zürich, als unentgeltliche</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispoformell"> Rechtsvertreter</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispoformell">in</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispoformell"> für das vorliegende Verfahren bestellt;</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispoformell"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">und erkennt: </span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">600</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. </span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text7"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin Dina Raewel</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">,</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Zürich,</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird mit </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 1’400.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">) aus der Gerichtskasse entschädigt. </span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span> </span><span id="Text5"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Der Beschwerdeführer wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auf § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Dina Raewel</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstGeiger</p><p><span> </span></p></div> </div></body></html>