Kantonsgericht Schwyz Verfügung vom 30. April 2025 BEK 2025 42 Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsidentin Daniela Pérez-Steiner, Gerichtsschreiberin Antoinette Hürlimann. In Sachen A.________, Beschwerdeführer, gegen Betreibungsamt Höfe, Rebhaldenstrasse 15, 8807 Freienbach, Beschwerdegegner, betreffend SchKG-Beschwerde (Beschwerde gegen die Verfügung des Bezirksgerichtspräsidenten der Höfe vom 11. März 2025 als untere Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen, APD 2024 42);- hat die Kantonsgerichtsvizepräsidentin als Vizepräsidentin der oberen kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetrei- bung und Konkurs (Beschwerdekammer),Kantonsgericht Schwyz 2 nachdem sich ergeben und in Erwägung: 1. Am 19. November 2024 bescheinigte B.________ den Zahlungsbefehl vom 2. Oktober 2024 in der Betreibung Nr. xx des Betreibungsamts Höfe erhal- ten zu haben. Gemäss diesem Zahlungsbefehl wird der Schuldner A.________ von der C.________ SA für die offene Prämienrechnung KVG vom 8. Januar 2024 in der Höhe von Fr. 3’882.60 zuzüglich 5% Zins seit 3. Oktober 2024 und für Fr. 142.15 Zins bis 2. Oktober 2024 sowie für Fr. 30.00 Mahn- und Verwal- tungsspesen vom 21. März 2024 und Fr. 18.80 Betreibungskosten vom 1. Mai 2024 betrieben (Vi-act. KB1). Mit vom 26. November 2024 datierenden Be- schwerde (Postaufgabe: 29. November 2024) gelangte „A.________“ an die untere Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibung und Konkurs des Bezirks Höfe mit den „Anweisungen“, sofern die Betreibung überhaupt gültig sei, sei sie aufzu- heben und zu löschen, es sei festzustellen, dass der Zahlungsbefehl nicht kor- rekt zugestellt worden sei, sondern unter Begehung von Straftaten einer unbe- teiligten Dritten in die Hand gedrückt worden sei, und es sei festzustellen, dass der Zahlungsbefehl links zwei unterschiedliche Personen als Schuldner aus- weise, wobei keine davon urkundlich nachweisbar sei. Die Rechnung laute auf eine weitere andere Person (Vi-act. A/I, S.1). Der Bezirksgerichtspräsident der Höfe verfügte am 11. März 2025, auf die Be- schwerde betreffend Anfechtung der Zustellung werde nicht eingetreten und die Beschwerde an die Aufsichtsbehörde des Kantons Zug weitergeleitet. Im Übri- gen werde die Beschwerde abgewiesen. Gerichtskosten würden keine erhoben und keine Parteientschädigungen zugesprochen (APD 2024 42 Verfügung vom 11. März 2025, Dispositiv-Ziff. 1-3). Gegen diese Verfügung reichte „A.________“ (nachfolgend Beschwerdeführer) innert Frist beim Kantonsgericht als obere Aufsichtsbehörde in Schuldbetrei- bung und Konkurs Beschwerde ein (KG-act. 1) mit folgenden „Anweisungen“: „Das Kantonsgericht habe das Verfahren hoheitlich zu führen und nicht handelsrechtlich.Kantonsgericht Schwyz 3 Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Die Verfügung der Vorinstanz sei im Entscheidpunkt 1, erste Zeile aufzuheben. Die zugrundeliegende Betreibung sei zu löschen. Eventualiter sei das Verfahren an die Vorinstanz zurückzuweisen zur Durchführung eines hoheitlichen Verfahrens mit den korrekten Personenbezeichnungen.“ 2. Ein Entscheid der unteren Aufsichtsbehörde kann an die obere weiterge- zogen werden (Art. 18 SchKG), wobei sich Weiterzugs- und Novenrecht nach kantonalem Recht richten (Art. 20a SchKG; Kren-Kostkiewicz, OFK, 20. A. 2020, Art. 18 SchKG N 13 f. und Art. 20a SchKG N 26 ff.). Nach § 18 EGzSchKG i.V.m. § 100 JG ist schweizerisches Zivilprozessrecht anwendbar. Gemäss Art. 321 Abs. 1 ZPO ist die Beschwerde bei der Rechtsmittelinstanz schriftlich und begründet einzureichen. Mit der Beschwerde kann die unrichtige Rechtsanwendung und offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 lit. a und b ZPO). Begründen bedeutet auf- zuzeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid als fehlerhaft erachtet wird bzw. inwiefern sich die vorinstanzlichen Erwägungen respektive Überlegungen nicht aufrechterhalten lassen (BGE 147 III 176 E. 4.2.1). Dies setzt voraus, dass der Rechtsmittelkläger im Einzelnen die vorinstanzlichen Erwägungen bezeich- net, die er anficht, sich mit diesen argumentativ auseinandersetzt und die Ak- tenstücke nennt, auf denen seine Kritik beruht (BEK 2021 147 vom 19. Novem- ber 2021 E. 2 m.H.). Der Vorderrichter äusserte sich vorerst zur örtlichen Zuständigkeit der angeru- fenen Aufsichtsbehörde sowie zu derjenigen betreffend die monierte Zustellung des Zahlungsbefehls an die Geschäftsadresse des Beschwerdeführers (angef. Verfügung E. 2) und setzte sich alsdann mit dem Einwand des Beschwerdefüh- rers auseinander, dass auf dem Zahlungsbefehl die Bezeichnung des Schuld- ners fehlerhaft sei bzw. nicht dem Betreibungsbegehren der Gläubigerin über- einstimme. Unter Hinweis und Darlegung der bundesgerichtlichen Rechtspre- chung bezüglich mangelhafter Parteibezeichnung kam der Vorderrichter zum Kantonsgericht Schwyz 4 Schluss, dass nach Überprüfung der Daten mit den durch die Einwohnerge- meinde registrierten Daten das Betreibungsamt Höfe nach Treu und Glauben habe davon ausgehen können, dass die Identität des Schuldners überein- stimme. Eine formalistische Anwendung des Rechts sei berechtigterweise ab- zulehnen und eine Berichtigung der Parteibezeichnung durch Ergänzung bzw. Korrektur des Vornamens sei vorliegend nicht notwendig, um allfällige Irr- tümer zu verhindern. Ein anderes schützenswertes Interesse an der Aufhebung des Zahlungsbefehls sei nicht ersichtlich (angef. Verfügung E. 4). Auf diese Er- wägungen nimmt der Beschwerdeführer in seiner vorliegenden Beschwerde nur insoweit Bezug, als er die Zuordnung bzw. die Identität an sich nicht infrage stellt. Inwiefern die zitierten Schlussfolgerungen des Vorderrichters rechtsfeh- lerhaft und somit nicht aufrechtzuerhalten sind, zeigt der Beschwerdeführer nicht auf. Seine Ausführungen beschränken sich, soweit er der vorinstanzlichen Sachverhaltsdarstellung nicht zustimmt, auf rein appellatorische Kritik bzw. dar- auf, wiederholt seine Sicht der Dinge darzulegen sowie hauptsächlich zu rügen, dass die Gläubigerin, das Betreibungsamt und das Bezirksgericht trotz mehrfa- cher Aufforderung ignorieren würden, “die korrekte Person zu verwenden”, nämlich einzig die “amtliche Person” “A.________” (mit oder ohne zweiten Vor- namen), die urkundlich nachweisbar sei, während die übrigen Personen erfun- den worden seien zwecks arglistiger Täuschung, was in Verbindung mit einem finanziellen Interesse einem Betrug entspreche. Mit anderen Worten, der Be- schwerdeführer gibt auch zweitinstanzliche die seiner Auffassung nach einzig rechtskonforme und folglich anzuwendende Reihenfolge von Familien- und Vor- name einschliesslich Satzzeichen wieder. Damit erweist sich die Beschwerde jedoch insgesamt als unzureichend begründet, so dass auf sie präsidial (§ 40 Abs. 2 i.V.m. § 41 Abs. 1 JG) nicht einzutreten ist. Das im Übrigen nicht begrün- dete Gesuch um aufschiebende Wirkung ist folglich hinfällig. 4. Das Beschwerdeverfahren ist kostenlos (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG);- verfügt:Kantonsgericht Schwyz 5 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Es werden keine Kosten erhoben. 3. Gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen seit Zustellung nach Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Beschwerde- schrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. 4. Zufertigung an den Beschwerdeführer (1/R), das Betreibungsamt Höfe (1/R) und die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, mit den Akten) Die Kantonsgerichtsvizepräsidentin Die Gerichtsschreiberin Versand 30. April 2025 amu