<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">[AZA 7] </div> <div class="para">U 390/99 Ge </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesrichter Schön, Spira und Bundesrichterin Widmer; </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Arnold </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 30. Mai 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">F.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt </div> <div class="para">Dr. Bruno Häfliger, Schwanenplatz 7, 6000 Luzern 5, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, 6002 Luzern, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para">und </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Luzern </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.- F.________, geb. 1956, absolvierte seit 1. September </div> <div class="para">1973 bei der Einzelfirma E.F.________ Autospenglerei </div> <div class="para">eine Lehre als Karosseriespengler und war in dieser </div> <div class="para">Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt </div> <div class="para">(nachfolgend: SUVA) obligatorisch gegen die Folgen </div> <div class="para">von Unfall und Berufskrankheit versichert. Am 13. August </div> <div class="para">1976 verunfallte er auf dem Arbeitsweg, als er mit einem </div> <div class="para">rückwärts fahrenden Personenwagen zusammenstiess. Er erlitt </div> <div class="para">eine linksseitige Unterschenkelfraktur, welche mehrere </div> <div class="para">Operationen bedingte. Die SUVA kam für die Folgen des </div> <div class="para">Unfalles auf und richtete ab 9. Juli 1978 eine Invalidenrente </div> <div class="para">auf Grund einer Erwerbsunfähigkeit von 10 % aus </div> <div class="para">(Verfügung vom 16. Januar 1980). </div> <div class="para">Auf Meldung eines ersten Rückfalles am 13. Dezember </div> <div class="para">1990 hin lehnte die SUVA die Wiederaufnahme der ärztlichen </div> <div class="para">Behandlung sowie die Revision der Invalidenrente mangels </div> <div class="para">Verschlimmerung des Gesundheitszustandes ab. Im Nachgang zu </div> <div class="para">einer zweiten Rückfallmeldung wurde arthroskopisch ein </div> <div class="para">Meniskusriss im medialen Hinterhorn links diagnostiziert. </div> <div class="para">Operative Versorgung - Teilmeniskektomie und Bridenlösung </div> <div class="para">während des vom 3. bis 4. Mai 1994 dauernden Aufenthalts in </div> <div class="para">der Klinik V.________ - wie postoperativer Verlauf waren </div> <div class="para">komplikationslos. Nach dem Hospitalisationsbericht des Dr. </div> <div class="para">med. Z.________, Spezialarzt FMH für Orthopädische </div> <div class="para">Chirurgie, bestand ab 16. Mai 1994 50%ige, ab 30. Mai 1994 </div> <div class="para">100%ige Arbeitsfähigkeit. </div> <div class="para">Am 2. Dezember 1996 meldete F.________ einen weiteren </div> <div class="para">Rückfall, wobei er insbesondere belastungsabhängige </div> <div class="para">Schmerzen im linken oberen Sprunggelenk (OSG) beklagte. Zur </div> <div class="para">Begründung seines Standpunktes verwies er auf den Bericht </div> <div class="para">des Dr. med. Z.________ (betreffend die Untersuchung vom </div> <div class="para">25. November 1996). Im Wesentlichen gestützt auf die Ergebnisse </div> <div class="para">der kreisärztlichen Untersuchung vom 26. September </div> <div class="para">1997 durch Dr. med. L.________ verfügte die SUVA am 22. </div> <div class="para">Oktober 1997, die Unfallfolgen hätten sich seit der Rentenzusprechung </div> <div class="para">im Jahre 1980 nicht erheblich verschlimmert, </div> <div class="para">weshalb die Voraussetzungen für eine Rentenerhöhung fehlten. </div> <div class="para">Dieser stünde in grundsätzlicher Hinsicht auch entgegen, </div> <div class="para">dass die Rentenrevision nur während neun Jahren nach </div> <div class="para">der Festsetzung zulässig sei. </div> <div class="para">Einspracheweise liess F.________ beantragen, in </div> <div class="para">Aufhebung der Verfügung vom 22. Oktober 1997 habe die SUVA </div> <div class="para">auf die Rückfallmeldung vom 2. Dezember 1996 einzutreten </div> <div class="para">und nebst einer Invalidenrente auf der Grundlage einer </div> <div class="para">Erwerbsunfähigkeit von 40 %, Taggelder bei mindestens </div> <div class="para">40%iger Arbeitsunfähigkeit ab Meldung des (dritten) Rückfalls </div> <div class="para">sowie eine Integritätsentschädigung für eine Integritätseinbusse </div> <div class="para">von mindestens 30 % zuzusprechen. Die SUVA </div> <div class="para">veranlasste eine Beurteilung des Integritätsschadens durch </div> <div class="para">Dr. med. L.________ (Bericht vom 30. Dezember 1997). </div> <div class="para">Gestützt darauf sprach sie eine Integritätsentschädigung </div> <div class="para">bei einer Integritätseinbusse von 5 % und einem </div> <div class="para">versicherten Verdienst von Fr. 69'900.- zu. Im Übrigen wies </div> <div class="para">sie die Einsprache ab (Einspracheentscheid vom 16. Januar </div> <div class="para">1998). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.- Die dagegen erhobene Beschwerde, worin F.________ </div> <div class="para">die in der Einsprache gestellten Anträge erneuern liess, </div> <div class="para">wies das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern ab </div> <div class="para">(Entscheid vom 10. September 1999). </div> <div class="para">C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde lässt F.________ </div> <div class="para">das einspracheweise wie vorinstanzlich gestellte </div> <div class="para">Rechtsbegehren erneuern. </div> <div class="para">Die SUVA schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. </div> <div class="para">Das Bundesamt für Sozialversicherung </div> <div class="para">reicht keine Vernehmlassung ein. </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- a) Der Rentenanspruch des Beschwerdeführers ist am </div> <div class="para">9. Juli 1978, somit unter der Geltung des alten Rechts </div> <div class="para">(KUVG) und vor dem Inkrafttreten des Unfallversicherungsgesetzes </div> <div class="para">(UVG) am 1. Januar 1984 entstanden. Nach der Judikatur </div> <div class="para">sind unter dem alten Recht entstandene Rentenansprüche </div> <div class="para">- seien diese abgestufte, befristete oder Dauerrenten - </div> <div class="para">in revisionsrechtlicher Hinsicht weiterhin nach Massgabe </div> <div class="para">des KUVG (<span class="artref">Art. 80 Abs. 2 KUVG</span>) zu beurteilen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=16.05.2001&amp;to_date=04.06.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F118-V-293%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page295">BGE 118 V 295</a> </div> <div class="para">Erw. 2a, 111 V 37). Rechtsprechungsgemäss ist die Erhöhung </div> <div class="para">einer (altrechtlichen) Rente über den Wortlaut des <span class="artref">Art. 80 </span></div> <div class="para">Abs. 2 KUVG hinaus trotz Ablaufes von neun Jahren seit der </div> <div class="para">Rentenfestsetzung möglich, wenn die SUVA auf einen Rückfall </div> <div class="para">oder Spätfolgen einzutreten hat, die entsprechenden Beschwerden </div> <div class="para">in natürlichem und adäquatem Kausalzusammenhang </div> <div class="para">zum ursprünglichen Unfall stehen und eine erhebliche Verschlimmerung </div> <div class="para">der Unfallfolgen bewirken (nicht veröffentlichte </div> <div class="para">Urteile G. vom 6. Januar 1997, U 117/96, und P. vom </div> <div class="para">1. Februar 1983, U 40/82, je mit Hinweisen auf Maurer, </div> <div class="para">Recht und Praxis der Schweizerischen obligatorischen Unfallversicherung, </div> <div class="para">2. Aufl., S. 249 N 149 sowie - im jüngeren </div> <div class="para">der genannten beiden Urteile - auf Meyer-Blaser, Die </div> <div class="para">Abänderung formell-rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen </div> <div class="para">in der Sozialversicherung, ZBl 95/1994 S. 349; nicht veröffentlichtes </div> <div class="para">Urteil O. vom 3. Februar 1986, U 30/85). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern </div> <div class="para">einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass </div> <div class="para">es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) </div> <div class="para">Arbeitsunfähigkeit kommt. Von Spätfolgen spricht </div> <div class="para">man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer </div> <div class="para">Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, </div> <div class="para">die zu einem völlig anders gearteten Krankheitsbild führen </div> <div class="para">können (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=16.05.2001&amp;to_date=04.06.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F118-V-293%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page296">BGE 118 V 296</a> Erw. 2c mit Hinweisen; RKUV 1994 </div> <div class="para">Nr. U 206 S. 327 Erw. 2). Beweisbelastet hinsichtlich des </div> <div class="para">Vorliegens eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen </div> <div class="para">dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall mit dem Beweisgrad </div> <div class="para">der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ist die versicherte </div> <div class="para">Person als Leistungsansprecherin (RKUV 1994 Nr. U 206 </div> <div class="para">S. 328 Erw. 3b). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">c) Die Frage, ob eine erhebliche Verschlimmerung der </div> <div class="para">Unfallfolgen vorliegt, beurteilt sich durch den Vergleich </div> <div class="para">des Sachverhaltes im Zeitpunkt der ursprünglichen Verfügung </div> <div class="para">mit demjenigen im Zeitpunkt des die Revision betreffenden </div> <div class="para">Einspracheentscheides (RKUV 1989 Nr. U 65 S. 70). Unterlag </div> <div class="para">eine Rentenverfügung bereits früher einem Revisionsverfahren, </div> <div class="para">gilt der Sachverhalt im Zeitpunkt der früheren Revisionsverfügung </div> <div class="para">(und nicht der ursprünglichen Rentenverfügung) </div> <div class="para">als Vergleichsbasis, wenn in der Revision nicht bloss </div> <div class="para">die ursprüngliche Rentenverfügung bestätigt wurde. Andernfalls </div> <div class="para">gilt der Sachverhalt der ursprünglichen Rentenverfügung </div> <div class="para">als Vergleichsbasis (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=16.05.2001&amp;to_date=04.06.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F109-V-262%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page265">BGE 109 V 265</a>). </div> <div class="para">2.- Insoweit der Beschwerdeführer rügt, Dr. med. </div> <div class="para">L.________ habe als befangen zu gelten, ist ihm Folgendes </div> <div class="para">entgegenzuhalten: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Es steht gerichtsnotorisch fest, dass Dr. med. </div> <div class="para">L.________ in einem anderen Versicherungsfall insoweit unkorrekt </div> <div class="para">handelte, als er den Titel einer nicht von ihm </div> <div class="para">stammenden wissenschaftlichen Arbeit veränderte, indem er </div> <div class="para">ein Wort abgedeckt und den so manipulierten Text in Kopie </div> <div class="para">seinem Bericht beigelegt hat. Das Bundesgericht hat den die </div> <div class="para">Ermächtigung zur Durchführung eines Strafverfahrens wegen </div> <div class="para">Urkundenfälschung im Amt (<span class="artref">Art. 317 StGB</span>) verweigernden </div> <div class="para">Entscheid des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements </div> <div class="para">(vom 1. Dezember 1997) im Wesentlichen mit der Begründung </div> <div class="para">geschützt, es handle sich primär um eine Fehlleistung </div> <div class="para">bei der wissenschaftlichen Beweisführung, die mit </div> <div class="para">der Ausfällung einer Disziplinarstrafe genügend geahndet </div> <div class="para">werden könne (Urteil vom 27. Oktober 1998 [2A.578/1997]). </div> <div class="para">Dieses Verhalten, wie auch die in einem weiteren Versicherungsfall </div> <div class="para">gemachten Äusserungen des Dr. med. </div> <div class="para">L.________ über u.a. Gastarbeiter aus Balkanländern </div> <div class="para">betreffen nicht den hier strittigen Fall, sondern </div> <div class="para">denjenigen anderer versicherter Personen. Es fehlt insoweit </div> <div class="para">an einem konkreten Befangenheitsgrund. Besondere Umstände, </div> <div class="para">welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der </div> <div class="para">Beurteilungen des Dr. med. L.________ objektiv als </div> <div class="para">begründet erscheinen lassen, sind - auch unter </div> <div class="para">Zugrundelegung eines diesbezüglich strengen Massstabes (BGE </div> <div class="para">125 V 353 f. Erw. 3c mit Hinweis) - in casu zu verneinen. </div> <div class="para">Inwieweit den Beurteilungen des Dr. med. L.________ </div> <div class="para">vorliegend gefolgt werden kann, </div> <div class="para">ist im Rahmen der Beweiswürdigung zu entscheiden. Dabei </div> <div class="para">sind sämtliche Beweismittel grundsätzlich unabhängig davon, </div> <div class="para">von wem sie stammen, objektiv auf ihren Beweiswert zu prüfen. </div> <div class="para">Alsdann ist das gesamte Beweismaterial zu würdigen und </div> <div class="para">zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige </div> <div class="para">Beurteilung des streitigen Anspruchs gestatten </div> <div class="para">(<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=16.05.2001&amp;to_date=04.06.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-351%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page352">BGE 125 V 352</a> Erw. 3, 122 V 160 Erw. 1c). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- a) Nach Lage der medizinischen Akten - den umfangreichen, </div> <div class="para">den Grundfall betreffenden medizinischen </div> <div class="para">Unterlagen, worunter insbesondere der Bericht des Dr. med. </div> <div class="para">N.________, Spezialarzt für Radiologie und Nuclearmedizin </div> <div class="para">FMH (vom 6. Dezember 1979) einerseits, der Bericht des Dr. </div> <div class="para">med. Z.________ (betreffend die Untersuchung vom </div> <div class="para">25. November 1996), die Ergebnisse der kreisärztlichen </div> <div class="para">Untersuchung des Dr. med. L.________ (vom 26. September </div> <div class="para">1997) und dessen Beurteilung des Integritätsschadens (vom </div> <div class="para">30. Dezember 1997) andererseits - ist mit Vorinstanz und </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass sich der Gesundheitszustand </div> <div class="para">zwischen dem 16. Januar 1980 und dem 16. Januar </div> <div class="para">1998 (vgl. Erw. 1c hievor) nicht wesentlich geändert </div> <div class="para">hat. Der Beschwerdeführer klagte bereits anlässlich der </div> <div class="para">kreisärztlichen Untersuchung vom 26. November 1979 (Bericht </div> <div class="para">des Dr. med. A.________) über insbesondere morgens </div> <div class="para">auftretende Beschwerden im Bereich des linken, in der </div> <div class="para">Beweglichkeit eingeschränkten OSG. Entsprechende Angaben </div> <div class="para">machte er auch anlässlich der Untersuchung vom 25. November </div> <div class="para">1996 durch Dr. med. Z.________. Der behandelnde Arzt </div> <div class="para">spricht sich seinerseits ausdrücklich dafür aus, der </div> <div class="para">klinische Status sei an sich eher minimal. Hinsichtlich der </div> <div class="para">Befunde sind sich Dr. med. Z.________ und Kreisarzt Dr. </div> <div class="para">med. L.________ weiter darüber einig, das nunmehr eine "zu </div> <div class="para">10° leichte Einschränkung der Beweglichkeit im OSG" (Dr. </div> <div class="para">med. Z.________) besteht, wobei Dr. med. Z.________ von </div> <div class="para">einer Überlastungsarthropathie ausgeht und beide Ärzte eine </div> <div class="para">leichte Gelenkspaltverschmälerung feststellten. Nach dem </div> <div class="para">Gesagten stimmen die Beurteilungen des Gesundheitszustandes </div> <div class="para">durch die beiden Ärzte im Wesentlichen </div> <div class="para">überein. Auf die Vorbringen des Beschwerdeführers hinsichtlich </div> <div class="para">des herabgesetzten Beweiswertes des Berichtes von Dr. </div> <div class="para">med. L.________ vom 26. September 1997 näher einzugehen, </div> <div class="para">erübrigt sich damit, wobei die Rüge offensichtlich </div> <div class="para">unbegründet ist, die geklagten Beschwerden seien nicht </div> <div class="para">berücksichtigt worden. Weitere Beweisvorkehren erübrigen </div> <div class="para">sich (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=16.05.2001&amp;to_date=04.06.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-V-90%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page94">BGE 124 V 94</a> Erw. </div> <div class="para">4b). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Steht fest, dass sich der Gesundheitszustand im </div> <div class="para">revisionsrechtlich massgebenden Zeitraum nicht wesentlich </div> <div class="para">verändert hat, sind die Voraussetzungen für eine - ausnahmsweise </div> <div class="para">- Revision eines unter dem KUVG entstandenen </div> <div class="para">Rentenanspruchs nicht gegeben, zumal weder ein Rückfall </div> <div class="para">noch Spätfolgen im Sinne der Rechtsprechung vorliegen (vgl. </div> <div class="para">Erw. 1b). Es kann damit offen bleiben, ob die geltend </div> <div class="para">gemachten Änderungen im erwerblichen Bereich - der Beschwerdeführer </div> <div class="para">ist nunmehr selbstständig erwerbstätig - im </div> <div class="para">Rahmen der Revision altrechtlicher Rentenansprüche von Bedeutung </div> <div class="para">sind. </div> <div class="para">4.- Hinsichtlich der Integritätsentschädigung kann </div> <div class="para">vollumfänglich auf die in rechtlicher wie in tatsächlicher </div> <div class="para">Hinsicht zutreffenden Erwägungen im kantonalen Entscheid </div> <div class="para">verwiesen werden. Es ist von einem evolutiven Geschehen </div> <div class="para">auszugehen, welches über den 1. Januar 1984 hinaus anhielt. </div> <div class="para">Die Feststellung, der Anspruch sei erst unter der Geltung </div> <div class="para">des UVG entstanden, weshalb eine Integritätsentschädigung </div> <div class="para">in Frage kommt, ist demnach nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer </div> <div class="para">bringt sodann keine triftigen Gründe vor, </div> <div class="para">welche eine abweichende Ermessensausübung als näher liegend </div> <div class="para">erscheinen liessen (<span class="artref">Art. 132 lit. a OG</span>; vgl. zur Ermessenskontrolle </div> <div class="para">BGE 114 V 316 Erw. 5a mit Hinweisen). Mit Blick </div> <div class="para">darauf, dass <span class="artref">Art. 36 Abs. 2 UVG</span> die angemessene Kürzung von </div> <div class="para">Integritätsschädigungen vorsieht, wenn die Gesundheitsschädigung </div> <div class="para">oder der Tod nur teilweise Folge eines Unfalles bildet, </div> <div class="para">ist die Integritätsschädigung bei einem evolutiven Geschehen </div> <div class="para">in dem Masse zu kürzen, als sie in die Zeit vor </div> <div class="para">Inkrafttreten des UVG (1. Januar 1984) fällt (in diesem </div> <div class="para">Sinne: nicht veröffentlichtes Urteil J. vom 18. März 1997, </div> <div class="para">U 154/96). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">5.- Mit Vorinstanz und Beschwerdegegnerin ist der </div> <div class="para">Anspruch auf Taggelder (<span class="artref">Art. 16 UVG</span>) "ab Rückfallmeldung </div> <div class="para">bis zur Berentung" zu verneinen, da keine Arbeitsunfähigkeiten </div> <div class="para">ausgewiesen sind. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht </div> <div class="para">des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche </div> <div class="para">Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherung </div> <div class="para">zugestellt. </div> <div class="para">Luzern, 30. Mai 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der III. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">i.V. </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>