<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt,  </p><p>1. sofort dafür zu sorgen, dass im Pflichtlager rasch ausreichend kindergerechte Tamiflu-Dosen vorrätig sind;</p><p>2. sofort bekanntzugeben, auf wann spätestens damit gerechnet werden kann;</p><p>3. Massnahmen zu treffen, dass auch geeignete Gesichtsmasken für Kinder zur Verfügung stehen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1./2. Der Bundesrat unternimmt angesichts der Pandemie mit Influenza A  (H1N1) alles, was dem Schutz der Bevölkerung dient. Kinder sind für Infektionen mit Influenzaviren besonders empfänglich. Sie haben noch kaum eine körpereigene Immunität entwickelt, und sie sind auch aus anderen Gründen besonders gefährdet: Infizierte Menschen scheiden Influenzaviren insbesondere über Tröpfchen beim Niesen und Sprechen aus. Kinder berühren kontaminierte Oberflächen mit den Händen. Beim Kontakt ihrer Hände mit Gesicht, Mund, Augen und Nase findet die Übertragung leicht statt.</p><p>Bei der Grippe Influenza A (H1N1) sind Kinder und Erwachsene in Bezug auf körpereigene Immunität gleichermassen betroffen: Nur ein sehr kleiner Teil der älteren Bevölkerung hatte schon einmal Kontakt mit ähnlichen Viren (Pandemie von 1957). In der Behandlung der Infektion mit der neuen Grippe Influenza A (H1N1) hat sich Tamiflu als wirksam sowohl bei Erwachsenen wie auch bei Kindern erwiesen.</p><p>Der Bund hat für die Behandlung von 25 Prozent der Bevölkerung Tamiflu im Pflichtlager. Ausserdem werden derzeit auch Dosierungen für die Behandlung von 25 Prozent aller Kinder bereitgestellt. Diese Arbeiten werden im Verlauf des Sommers 2009 abgeschlossen. </p><p>Die Armeeapotheke hat je 10 000 Packungen Tamiflu à 30 mg und à 45 mg für die Behandlung von Kindern gekauft. Die Lieferung dieser 20 000 Packungen erfolgte auf Anfang Juli 2009. Angesichts dieser Vorkehrungen erachtet der Bundesrat den Schutz der Kinder für ausreichend und erkennt keinen weiteren Handlungsbedarf. </p><p>3. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass es nicht sinnvoll ist, Kinder zum Tragen von Masken anzuhalten: Kinder sind gefährdet und können in der Verbreitung von Grippeviren eine wichtige Rolle spielen, wenn sie trotz Erkrankung weiterhin Einrichtungen wie Krippe, Hort, Kindergarten oder Schule besuchen. Nach Meinung der Fachleute des Bundesamtes für Gesundheit können Kinder aber Schutzmasken (auch bei konfektionierter Grösse) nicht korrekt tragen, damit effektiv ein Schutz vor Ansteckung besteht. Die Kinder sind jedoch viel wirksamer durch die Hygienemassnahmen (häufiges Händewaschen, nicht die Hand geben zur Begrüssung, keine Umarmungen, mit den Händen nicht ins Gesicht fassen) geschützt. Die wichtigste Präventionsmassnahme ist jedoch, dafür zu sorgen, dass Kinder mit Krankheitssymptomen zu Hause bleiben, bis sie wieder gesund sind. Sie sollen in dieser Zeit nicht mit anderen Kindern engen Kontakt haben. </p><p>Der Bundesrat verzichtet aus diesen Gründen auf weitere Massnahmen für Gesichtsmasken für Kinder und lehnt die Motion auch in diesem Punkt ab.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.