<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/html4/loose.dtd"> <html lang="en"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Entscheid: IV.2011.01040</title> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/favicon.ico" rel="SHORTCUT ICON"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/dijit/themes/tundra/tundra.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/ibm/domino/widget/layout/css/domino-default.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xsp.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspLTR.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspFF.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger.scss" media="screen" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger_print.scss" media="print" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body class="xspView tundra"> <form action="/c050018/svg/findexweb.nsf/urteil.xsp?uid=UWEE-9AR9F6" class="xspForm" enctype="multipart/form-data" id="view:_id1" method="post"> <header><div class="container-main noprint"><div class="container-header"><img alt="" class="xspImage" id="view:_id1:_id2:image1" src="/c050018/svg/findexweb.nsf/logo.png"/><div class="container-header-slogan show-for-medium"><h6>Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</h6></div></div></div></header><div class="container"> <div class="inner-container1 wrap clearfix"> <section class="vacancy"><div class="grid-container container-main"> <div class="grid-x grid-margin-x grid-margin-y container-form"> <div class="cell small-9 noprint"> <span>Entscheid: IV.2011.01040<span class="xspTextComputedField"></span></span></div> <div class="cell small-3 noprint"> <a href="#" id="view:_id1:lnkPrint">Drucken</a><a href="#" id="view:_id1:lnkBack">Zurück</a></div> <div class="cell small-12"> <div id="view:_id1:inputRichText1"><div class="domino-par--indent"><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b>IV.2011.01040</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b> </b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">des Kantons Zürich</font><br/> <font face="serif" size="3">I. Kammer</font><br/> <font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende</font> <p><font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichter Spitz</font></p> <p><font face="serif" size="3">Ersatzrichter Wilhelm</font></p> <p><font face="serif" size="3">Gerichtsschreiber Rangoni-Bertini</font></p> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Urteil vom 31. Januar 2013</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">X.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Beschwerdeführer</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">vertreten durch Stadt Zürich, Soziale Dienste, Rechtsdienst SOD</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">A.___, Verwaltungszentrum Werd</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Werdstrasse 75, Postfach, 8036 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Sachverhalt:</b></font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1. X.___, geboren 1970, leidet seit Jahren an einer Polytoxikomanie und an Alkoholsucht (Urk. 8/22 S. 1). Er arbeitete zuletzt vom 1. April 2001 bis 22. August 2006 als Y.___ bei der Z.___ AG (Urk. 8/8 S. 2). Nachdem der Versicherte bei der Arbeit nicht mehr erschienen war (Urk. 8/7 S. 2 Ziff. 2.2), wurde ihm die Stelle per Ende April 2007 gekündigt (Urk. 8/7).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Am 8. Oktober 2007 meldete sich der Versicherte bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an und wies auf das Bestehen psychischer Probleme hin (Urk. 8/2 S. 5 Ziff. 7). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die erwerblichen (Urk. 8/6, Urk. 8/19), beruflichen (Urk. 8/7) und medizinischen (Urk. 8/8-11, Urk. 8/17-18, Urk. 8/20-23) Verhältnisse des Versicherten ab und verneinte mit Verfügung vom 22. August 2011 (Urk. 2) einen Leistungsanspruch, da keine Invalidität vorliege.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">2. Gegen die Verfügung vom 22. August 2011 (Urk. 2) liess der Versicherte, vertreten durch lic. iur. A.___, Stadt Zürich, Soziale Dienste, Rechtsdienst (Urk. 4/1-2), am 21. September 2011 Beschwerde erheben und beantragen, es seien ergänzende Abklärungen vorzunehmen und es sei über den Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung neu zu entscheiden. In verfahrensrechtlicher Hinsicht liess er die Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels und die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung beantragen (Urk. 1 S. 2 Ziff. 1-3).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Mit Eingabe vom 31. Oktober 2011 (Urk. 7) schloss die IV-Stelle auf Beschwerdeabweisung und mit Verfügung vom 4. November 2011 wurde dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung gewährt und ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet. Mit Replik vom 25. November 2011 (Urk. 11) hielt der Beschwerdeführer an den in der Beschwerde gestellten Anträgen fest und am 7. Dezember 2011 (Urk. 14) verzichtete die Beschwerdegegnerin auf die Einreichung einer Duplik.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Auf die einzelnen Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird soweit nötig in den nachfolgenden Erwägungen Bezug genommen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Das Gericht zieht in Erwägung:</b></font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1.1 Am 1. Januar 2008 und am 1. Januar 2012 sind die im Zuge der 5. IV-Revision und der IV-Revision 6A verschiedene Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG), der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) und des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) geändert worden. In materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids respektive im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung (Urk. 2) ist am 22. August 2011 ergangen, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über welche noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die damals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die neuen Normen der 5. IV-Revision abzustellen, während die seit dem 1. Januar 2012 in Kraft stehenden geänderten Bestimmungen noch nicht zur Anwendung gelangen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des Bundesgerichts I 428/04 vom 7. Juni 2006 E. 1). Dies fällt materiellrechtlich jedoch nicht ins Gewicht, weil die 5. IV-Revision hinsichtlich der Invaliditätsbemessung keine substanziellen Änderungen gegenüber der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Rechtslage gebracht hat, so dass die zur altrechtlichen Regelung ergangene Rechtsprechung weiterhin massgebend ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_76/2009 vom 19. Mai 2009 E. 2). Im Folgenden werden die massgeblichen Gesetzesbestimmungen - soweit nichts anderes vermerkt ist - in der seit dem 1. Januar 2008 geltenden Fassung zitiert.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1.3 Alkoholismus (wie auch Drogensucht und Medikamentenabhängigkeit) begründet für sich allein keine Invalidität im Sinne des Gesetzes. Vielmehr wird er invalidenversicherungsrechtlich erst relevant, wenn er eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein körperlicher, geistiger oder psychischer, die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Gesundheitsschaden eingetreten ist, oder wenn er selber Folge eines körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheitschadens ist, dem Krankheitswert zukommt (Urteil des Bundesgerichts 8C_694/2008 vom 5. März 2009 E. 2).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">2.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">2.1 Die IV-Stelle wies das Leistungsbegehren des Versicherten mit der Begründung ab, es habe lediglich von Juni bis Juli 2007 aufgrund der pneumologischen Erkrankung eine kurz andauernde Arbeitsunfähigkeit bestanden. Die durch das Abhängigkeitsverhalten verursachte Arbeitsunfähigkeit begründe hingegen keine Invalidität im Sinne des Gesetzes (Urk. 2 S. 1 und Urk. 7).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">2.2 Demgegenüber macht der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend, es sei ungenügend abgeklärt worden, ob psychische Leiden für sein Suchtverhalten verantwortlich seien oder ob die Sucht eine invalidenversicherungsrelevante Krankheit bewirkt habe (Urk. 1 S. 4 und Urk. 11 S. 2).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">3.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">3.1 Im von der IV-Stelle eingeholten Bericht der B.___, datiert vom 29./30. November 2007, wurden folgende Diagnosen gestellt (Urk. 8/8 S. 2):</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1. chronische karnifizierende Asperationspneumonie des rechten Unterlappens</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">2. chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD Gold I) mit Lungenemphysem</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">3. chronische Hepatitis C</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> - Status nach Heroin- und Kokainkonsum</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> - aktuell im Diaphin-Entzugsprogramm</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> - Genotyp 4C/4D</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">4. Status nach Hepatitis B</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">5. Chronischer Alkoholkonsum</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">6. Status nach Duodenalulkus 2006 (Gastroskopie Stadtspital Waid)</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">7. Verdacht auf Pityriasis versicolor.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">Aus pneumologischer Sicht habe während der Hospitalisation vom 18. bis zum 20. Juni 2007 und anschliessend während etwa 6 Wochen eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Aktuell bestehe aus pneumologischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit (Urk. 8/8 S. 4 Ziff. 3). Zudem wurde darauf hingewiesen, dass sich der Versicherte bei seinem Psychiater Dr. C.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, im Zusammenhang mit einer Adynamie nochmals melden werde (Urk. 8/8 S. 3). Dementsprechend wurde für die anderen Diagnosen auf Dr. C.___ und auf die beteiligten Ärzte in der D.___ verwiesen (Urk. 8/8 S. 5 Ziff. 5.2).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">3.2 Bei Erhalt der letzten Aufforderung, einen Arztbericht einzureichen, teilte Dr. C.___ der IV-Stelle mit, dass Dr. E.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, von der D.___, einen Bericht erstellen werde (Urk. 8/11 i.V.m. Urk. 8/9). Trotz erfolgter Aufforderung, einen solchen einzusenden (Urk. 8/10), reichte die D.___ in der Folge keinen Arztbericht ein.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">3.3 Dr. med. F.___, Facharzt für Innere Medizin, bei dem sich der Versicherte zwischen dem 1. Juli und dem 20. Oktober 2009 in Behandlung befand (Urk. 8/22 S. 2 ad 1.2), stellte im Bericht vom 24. Juli 2010 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 8/22 S. 1 ad 1.1):</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">- Polytoxikomanie</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">- chronischer C2 Abusus</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">- Nikotinabusus</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">- gelegentlich Benzos und Cannabis</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">- Status nach Heroin- und Kokainabusus bis Oktober 2006, seit 2006 im Methadonprogramm</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">- erster generalisierter epileptischer Anfall am 1. September 2009</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">- differenzialdiagnostisch in der Regel nach C2-Entzug</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">- CT-Schädel: Ausschluss einer Blutung</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">- Status nach Rhabdomyolyse, CK&gt;15600 U/I am 1. September 2009, differenzialdiagnostisch Liegetrauma, epileptischer Anfall, Medikamente (Efexor).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellte er folgende Diagnosen:</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">- chronisch obstruktive Lungenerkrankung, Stadium GOLD I mit:</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">- paraseptal ausgeprägtem Lungenemphysem</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">- pulmonaler Rundherd, differenzialdiagnostisch: abgekapselter Erguss, bronchogene Zyste</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">- Nikotinabusus</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">- Cannabis-Abusus</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">- chronische Hepatitis C, Steatosis Hepatitis bei Hepatomegalie</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">- arterielle Hypertonie</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">- Adipositas</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">- Status nach Distorsion des oberen Sprunggelenkes am 1. September 2009 mit Verdacht auf laterale Bandläsion </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">- Status nach chronisch karnifizierender Asperationspneumonie des rechten Unterlappens im Juni 2007.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Der Versicherte sei aufgrund der bis zum 20. Oktober 2009 bekannten ausgeprägten Polytoxikomanie vollkommen arbeitsunfähig (Urk. 8/22 S. 2 ad 1.6).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">3.4 Dr. G.___, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, bei dem sich der Versicherte seit Mai 2010 in Behandlung befindet, diagnostizierte aufgrund der letzten, am 27. Juli 2010 erfolgten Kontrolle eine Hepatopathie und eine Hepatitis C (Urk. 8/23 S. 1 Ziff. 1.1-4). Der Versicherte sei lediglich für diese Leiden in Behandlung, und je nach Alkoholkonsum sei der Zustand potentiell komplett reversibel. Eine Arbeitsunfähigkeit wurde nicht attestiert (Urk. 8/23 S. 2 Ziff. 1.4-7).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">4.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">4.1 Bereits in der Anmeldung zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung wies der Versicherte auf psychische Probleme hin, aus welchen die Abhängigkeit von verschiedenen Substanzen resultiert sei (Urk. 8/2 S. 5 Ziff. 7.2). Ein weiterer Hinweis auf das mögliche Vorhandensein psychischer Beeinträchtigungen ist dem Bericht der B.___ vom 29./30. November 2007 zu entnehmen, in welchem festgehalten wurde, dass sich der Versicherte im Zusammenhang mit einer Adynamie bei seinem Psychiater Dr. C.___ melden werde (Urk. 8/8 S. 3). Aus der Korrespondenz der IV-Stelle mit den behandelnden Ärzten ergibt sich sodann, dass der Beschwerdeführer offenbar auch in der D.___ in Behandlung stand (Urk. 8/9-11).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Obwohl trotz mehrmaliger Aufforderung seitens der IV-Stelle Dr. C.___ (Urk. 8/9 und Urk. 8/11) und die D.___ (Urk. 8/10 und Urk. 8/24 S. 3) keine Angaben zu allfällig vorhandenen psychischen Krankheiten machten und auch der Versicherte weder im Vorbescheid- noch im Beschwerdeverfahren die in Aussicht gestellten Arztberichte zu weiteren stattzufindenden Untersuchungen einreichte, kann aufgrund der genannten Hinweise nicht ausgeschlossen werden, dass eine psychische Krankheit vorliegt, welche die Alkohol- bzw. Drogensucht verursacht hat oder infolge derselben eingetreten ist.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">4.2 Da trotz Hinweisen auf mögliche psychische Einschränkungen keine entsprechende Abklärung stattgefunden hat, erweist sich eine psychiatrische Untersuchung als unabdingbar.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Die Sache ist deshalb an die IV-Stelle zur Veranlassung einer psychiatrischen Abklärung und zu neuem Entscheid zurückzuweisen. Die Beschwerde ist deshalb gutzuheissen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">5. Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 1'000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1</font><font face="RotisSerif" size="3"><sup>bis</sup></font><font face="RotisSerif" size="3"> IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</font> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Das Gericht verfügt:</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 22. August 2011 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">3. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Stadt Zürich, Soziale Dienste, Rechtsdienst SOD</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Bundesamt für Sozialversicherungen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">sowie an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">4. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><font face="RotisSansSerif" size="3"><b>30 Tagen</b></font><font face="RotisSansSerif" size="3"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font></div></div></div> </div> </div> </section></div> </div> <input id="view:_id1__VUID" name="$$viewid" type="hidden" value="!4y55meupeqrqzajop7qm3apbj!"/> <input name="$$xspsubmitid" type="hidden"/> <input name="$$xspexecid" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitvalue" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitscroll" type="hidden"/> <input name="view:_id1" type="hidden" value="view:_id1"/></form> </body> </html>