<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00225</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205526&amp;W10_KEY=4467137&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00225</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 08.12.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Bewilligungen/Konzesion</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Aufhebung der Konzession für Bojenplätze; Vorinstanz war auf den Rekurs nicht eingetreten:<br/><br/>Die Beschwerdeführenden sind zur Beschwerde legitimiert, da sie vom angefochtenen Nichteintretensbeschluss berührt sind (E.1). Streitgegenstand bildet in erster Linie die Frage, ob der Regierungsrat zu Recht auf den Rekurs mangels Rekurslegitimation nicht eingetreten ist (E.2.1). NIcht nur der Inhaber einer Konzesssion, sondern auch der lediglich aufgrund eines öffentlichrechtlichen Vertrags zu deren Nutzung Berechtigte, ist zur Erhebung von Rechtsmitteln legitimiert. Die Vorinstanz erwog jedoch, dass die Bojenplätze bereits rechtskräftig gekündigt worden seien, weshalb die Beschwerdeführenden kein schutzwürdiges Interesse mehr an der Aufrechterhaltung der Konzession hätten (E.2.2). Diesem Argument kann nicht gefolgt werden: Gegen die Kündigung der Schiff-Standplatz-Mietverträge konnte nur mit verwaltungsrechtlicher Klage (und nicht mit einem Rechtsmittel) vorgegangen werden. Ausserdem wurde der Zeitpunkt der (endgültigen) Kündigung auf den Zeitpunkt der Konzessionserteilung hinausgeschoben. Schliesslich bot das Klageverfahren keinen gleichwertigen Rechtsschutz, weshalb es den Beschwerdeführenden nicht verwehrt sein kann, den Rechtsmittelweg zu beschreiten (E.2.3). Die Vorinstanz ist zu Unrecht nicht auf den Rekurs der Beschwerdeführenden eingetreten (E.2.4). Aufgrund der klaren Rechtslage kann auf eine Rückweisung verzichtet werden (E.3.1). Für den Widerruf einer Konzession besteht eine gesetzliche Grundlage, wenn öffentliche Interessen den Widerruf erfordern (E.3.2). Für den Bau der geplanten Hafenanlage, welche zum Widerruf der Bojenkonzession führt, besteht ein öffentliches Interesse. Der Bau der Hafenanlage ist nur zulässig, wenn ökologische Ersatzmassnahmen ergriffen werden. Bei der Entfernung der Bojenplätze handelt es sich um eine solche Ersatzmassnahme, weshalb hierfür ein öffentliches Interesse besteht. Die Massnahme erweist sich auch als verhältnismässig (E.3.3). Abweisung der Beschwerde und Kostenfolge (E.4). vgl. auch VB.2005.00225 und VK.2001.00003</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BOOTSANLEGEPLATZ">BOOTSANLEGEPLATZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BOOTSLIEGEPLATZ">BOOTSLIEGEPLATZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BOOTSPLÃTZE">BOOTSPLÃTZE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSATZMASSNAHMEN">ERSATZMASSNAHMEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: GEWÃSSERSCHUTZ">GEWÃSSERSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KONZESSION">KONZESSION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MIETERLEGITIMATION">MIETERLEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHE INTERESSEN">ÃFFENTLICHE INTERESSEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃKOLOGIE">ÃKOLOGIE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSKRAFT">RECHTSKRAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REKURSLEGITIMATION">REKURSLEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKWEISUNG">RÃCKWEISUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHUTZWÃRDIGES INTERESSE">SCHUTZWÃRDIGES INTERESSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWALTUNGSRECHTLICHE KLAGE">VERWALTUNGSRECHTLICHE KLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIDERRUF">WIDERRUF</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 18 Abs. 1ter NHG</span><br/><span class="gerade">§ 5 Abs. 1 StationierungsV</span><br/><span class="ungerade">§ 9 StationierungsV</span><br/><span class="gerade">§ 21 lit. a VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 82 lit. k VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Die Gemeinde Meilen und die Hafengenossenschaft Christoffel unterbreiteten am 12. Juli 1999 dem Amt fÃ¼r Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) ein Ã¼berarbeitetes Vorprojekt fÃ¼r den geplanten Neubau der Hafenanlage Christoffel zur Stellungnahme. Die Stellungnahme des AWEL vom 16. Dezember 1999 beinhaltete unter anderem die Aspekte Hydrobiologische Untersuchung, Hafenanlage, Erschliessung der Hafenanlage, Bojen, GÃ¤steplÃ¤tze und PflichtparkplÃ¤tze. Es wies darauf hin, bei der Weiterprojektierung bzw. der definitiven Gesuchseingabe sei unter anderem zu berÃ¼cksichtigen, dass eine allfÃ¤llige Konzession bzw. Bewilligung nur der Gemeinde Meilen erteilt werde (Disp.-Ziff. 1) und dass aus den Gesuchsunterlagen die rechtzeitigen KÃ¼ndigungen der VertrÃ¤ge mit den BenÃ¼tzern der zu beseitigenden Bojen ersichtlich sein mÃ¼sse (Disp.-Ziff. 11). An eine allfÃ¤llige Konzession bzw. Bewilligung wÃ¼rde unter anderem die Bedingung geknÃ¼pft, dass auf den Zeitpunkt der Inbetriebnahme der neuen Hafenanlage die Bojen Nrn. 01-19 vollstÃ¤ndig mit allen Verankerungseinrichtungen und Bojensteinen aus dem Seegebiet zu entfernen seien. Die Gemeinde Meilen habe den heutigen BenÃ¼tzern der Bojen rechtzeitig die laufenden Unterkonzessionen bzw. VertrÃ¤ge zu kÃ¼ndigen (Disp.-lit. c), wobei den BenÃ¼tzern der zu beseitigenden Bojen auf deren Wunsch prioritÃ¤r ein Hafenplatz zuzuteilen sei (Disp.-lit. e).</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Die Baukommission Meilen kÃ¼ndigte den betroffenen 19 Bojenbesitzern am 17. Januar 2001 die BojenplÃ¤tze per Ende 2001. Sollte sich die Konzessionserteilung fÃ¼r die Hafenanlage durch den Kanton verzÃ¶gern, hÃ¤tten die Bojenbesitzer die MÃ¶glichkeit, ihren Bojenplatz zu den gleichen Konditionen wie bisher entsprechend lÃ¤nger zu benÃ¼tzen. D, Mieterin der Boje Nr. 01, verlangte den Erlass einer rechtsmittelfÃ¤higen VerfÃ¼gung, worauf die Baukommission Meilen die ausgesprochene KÃ¼ndigung am 20. MÃ¤rz 2001 fÃ¶rmlich bestÃ¤tigte. Hiergegen rekurrierte sie an den Bezirksrat Meilen, der am 26. Juni 2001 auf den Rekurs mangels ZustÃ¤ndigkeit nicht eintrat und die Sache an das Verwaltungsgericht Ã¼berwies. Das Verwaltungsgericht nahm die Rechtsschriften der Parteien als KlagebegrÃ¼ndung und Klageantwort entgegen. Mit Entscheid vom 6. Dezember 2001 wies das Verwaltungsgericht die Klage ab (VGr, VK.2001.00003, www.vgrzh.ch). Es qualifizierte das RechtsverhÃ¤ltnis zwischen der Gemeinde Meilen und der KlÃ¤gerin als BenÃ¼tzerin einer bestimmten Boje als Ã¶ffentlich-rechtlichen Vertrag (E. 1). Es erwog, der Verlust der der Gemeinde eingerÃ¤umten Konzession fÃ¼hre zwangslÃ¤ufig auch zum Verlust des Vermietungsrechts der KonzessionÃ¤rin und damit des Nutzungsrechts der Mieterin. Gehe die KonzessionÃ¤rin ihres Rechts verlustig, so ende damit grundsÃ¤tzlich auch das Ã¶ffentlich-rechtliche MietverhÃ¤ltnis (E. 2d). KÃ¼ndige die Gemeinde den Vertrag noch vor Einreichen des Konzessionsgesuchs fÃ¼r die Hafenanlage, so komme sie damit nur einer anderen Art der Vertragsbeendigung zuvor, weshalb hierin ein zulÃ¤ssiger KÃ¼ndigungsgrund erblickt werden kÃ¶nne (E. 2e).</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Der Gemeinderat Meilen genehmigte am 23. Januar 2001 das Hafenprojekt Christoffel und ersuchte die kantonale Baudirektion um Erteilung der Konzession. Die Baudirektion lud die Gemeinde Meilen am 22. MÃ¤rz 2001 ein, das Konzessionsgesuch gemÃ¤ss § 38 des Wasserwirtschaftsgesetzes vom 2. Juni 1991 (WWG, LS 724.11) Ã¶ffentlich aufzulegen und die Planauflage Ã¶ffentlich bekannt zu machen. Innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Auflagefrist gingen 11 Einsprachen ein. Nach DurchfÃ¼hrung von Lokal- und Nachverhandlungen zogen einige Einsprecher ihre Einsprachen zurÃ¼ck. Die Baudirektion wies die verbliebenen Einsprachen am 17. Februar 2003 im Sinne der ErwÃ¤gungen ab (Disp.-Ziff. I-IV). Die Konzession und Bewilligung fÃ¼r die 19 Bojen werde auf den Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Hafenanlage aufgehoben (Disp.-Ziff. V). Sie erteilte fÃ¼r den Bau der Hafenanlage die erforderliche Ausnahmebewilligung gemÃ¤ss Art. 24 des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 (RPG, SR 700), die erforderliche Ausnahmebewilligung gemÃ¤ss Art. 22 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 1. Juli 1966 Ã¼ber den Natur- und Heimatschutz (NHG, SR 451) sowie die wasserrechtliche Konzession, die wasserbaupolizeirechtliche Ausnahmebewilligung fÃ¼r die Unterschreitung des gesetzlich freizuhaltenden MindestgewÃ¤sserabstandes und die fischereirechtliche Bewilligung gemÃ¤ss Art. 8 des Bundesgesetzes vom 21. Juni 1991 Ã¼ber die Fischerei (BGF, SR 923.0) (Disp.-Ziffn. VI-VIII). Ausserdem ordnete die Baudirektion zahlreiche einzuhaltende Bedingungen an, unter anderem dass die 19 Bojen spÃ¤testens auf den Zeitpunkt der Inbetriebnahme der neuen Hafenanlage vollstÃ¤ndig mit allen Verankerungseinrichtungen und Bojensteinen aus dem Seegebiet zu entfernen seien (Disp.-Ziff. VIII Nr. 26).</p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Mit VerfÃ¼gung vom 2. MÃ¤rz 2001 hatte die Baudirektion der Hafengenossenschaft Christoffel fÃ¼r den Neubau der Hafenanlage die strassenpolizeiliche Bewilligung erteilt. Diese VerfÃ¼gung wurde den Betroffenen "in ErgÃ¤nzung zur wasserrechtlichen Konzession vom 17. Februar 2003" mit Schreiben vom 26. Februar 2003 zugestellt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen die wasserrechtliche Konzession erhoben sowohl die "Benutzergemeinschaft A", nÃ¤mlich B, C, D, F, N, O, Erbengemeinschaft H und P (nachfolgend Benutzergemeinschaft), als auch die M AG am 7. resp. 19. MÃ¤rz 2003 getrennte Rekurse an den Regierungsrat, welche die Staatskanzlei am 31. MÃ¤rz 2003 vereinigte. Gegen die strassenpolizeiliche Bewilligung erhob die M AG am 26. MÃ¤rz 2003 gemÃ¤ss Rechtsmittelbelehrung Rekurs an die Baurekurskommission II. Letztere trat auf den Rekurs der M AG am 6. Mai 2003 mangels ZustÃ¤ndigkeit und in Nachachtung der Koordinationspflicht nicht ein und Ã¼berwies den Rekurs an den Regierungsrat zur gemeinsamen Behandlung mit den gegen die wasserrechtliche Konzession erhobenen Rekursen. Der Regierungsrat vereinigte am 20. April 2005 die schon vereinigten Rekurse gegen die wasserrechtliche Konzession mit dem Rekurs der M AG gegen die strassenpolizeiliche Bewilligung (Disp.-Ziffn. I und II). Auf den Rekurs der Benutzergemeinschaft trat er nicht ein. Den Rekurs der M AG gegen die VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 17. Februar 2003 wies er ab. Den Rekurs der M AG gegen die VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 2. MÃ¤rz 2001 wies er ab, soweit er darauf eintrat (Disp.-Ziff. III). </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Benutzergemeinschaft, nunmehr bestehend aus B, C, D, F, G, Erbengemeinschaft H und J, gelangte am 20. Mai 2005 mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Sie beantragt die Aufhebung von Disp.-Ziff. III des vorinstanzlichen Entscheids, wonach auf ihren Rekurs nicht eingetreten wurde. Ausserdem beantragt sie die Aufhebung der Disp.-Ziffn. V und VIII Nr. 26 der VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 17. Februar 2003, soweit die Entfernung der Bojen im Gebiet "im PlÃ¤tzli und Umgebung" gefordert wird, unter der gesetzlichen Kostenfolge. Am 23. Mai 2005 erhob ebenfalls die M AG Beschwerde an das Verwaltungsgericht (Verfahren VB.2005.00226).</p> <p class="Urteilstext">Die Staatskanzlei beantragt im Auftrag des Regierungsrats Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist. Bau- und Volkswirtschaftsdirektion beantragen Abweisung der Beschwerde. Die Gemeinde Meilen beantragt Gutheissung der Beschwerde.</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Die BeschwerdefÃ¼hrenden sind im Sinn von § 21 lit. a VRG und § 338a Abs. 1 Satz 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) vom angefochtenen Nichteintretensbeschluss, welcher ihnen die Rekurslegitimation nach § 338a Abs. 1 Satz 1 PBG abspricht, berÃ¼hrt und haben ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an dessen Aufhebung; sie sind demnach zur Beschwerdeerhebung legitimiert (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 98), soweit der Regierungsrat auf den Rekurs die Bojen Nrn. 01, 02, 03, 04, 05 und 06 betreffend nicht eingetreten ist. Hingegen haben die BeschwerdefÃ¼hrenden kein schutzwÃ¼rdiges Interesse an der KlÃ¤rung der Frage, ob der Regierungsrat auf den Rekurs betreffend die zurzeit unvermietete Boje Nr. 07 hÃ¤tte eintreten mÃ¼ssen, weshalb auf die diesbezÃ¼gliche Beschwerde nicht einzutreten ist. </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Streitgegenstand bildet in erster Linie die Frage, ob der Regierungsrat zu Recht auf den Rekurs mangels Rekurslegitimation nicht eingetreten ist. Der Regierungsrat erwog hierzu, die Gemeinde Meilen habe den BeschwerdefÃ¼hrenden deren BojenplÃ¤tze mit Schreiben vom 17. Januar 2001 gekÃ¼ndigt. Diese KÃ¼ndigung sei in Bezug auf den Bojenplatz von D (BeschwerdefÃ¼hrerin 3) vom Verwaltungsgericht am 6. Dezember 2001 als rechtmÃ¤ssig beurteilt und die diesbezÃ¼gliche Klage abgewiesen worden (VK.2001.00003). Die anderen Bojeninhaber hÃ¤tten die KÃ¼ndigung des "Schiffs-Standplatz-Mietvertrags" durch die Gemeinde Meilen anerkannt, also keine Rechtsmittel dagegen ergriffen. Zum Rekurs berechtigt sei nur, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt sei und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an ihrer Aufhebung oder Ãnderung habe. Dies sei bei den Mitgliedern der Benutzergemeinschaft nach dem Gesagten nicht der Fall. Ihre StandplÃ¤tze seien durch die Gemeinde Meilen bereits rechtskrÃ¤ftig gekÃ¼ndigt worden. Damit fehle es ihnen an einem schutzwÃ¼rdigen Interesse an der Aufrechterhaltung der Konzession, weshalb auf ihren Rekurs nicht einzutreten sei (Regierungsratsentscheid E. 3c).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>GemÃ¤ss § 21 lit. a VRG ist zum Rekurs berechtigt, wer durch eine Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Ãnderung oder Aufhebung hat. Die BeschwerdefÃ¼hrenden sind nicht Inhaber der Konzession fÃ¼r die streitbetroffenen Bojen (Inhaberin ist die Gemeinde Meilen); sie sind daher von der VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 17. Februar 2003 nur mittelbar betroffen. Das Verwaltungsgericht entschied bereits, dass in Anlehnung der zur Rekursbefugnis von Mietern in verschiedenen Rechtsbereichen entwickelten Rechtsprechung nicht nur der Inhaber einer Konzession, sondern auch der lediglich aufgrund eines Ã¶ffentlichrechtlichen Vertrags zu deren Nutzung Berechtigte, zur Erhebung von Rechtsmitteln legitimiert sei (VGr, 4. MÃ¤rz 1993, VB 92/0022, E. 1c; vgl. auch VGr, 5. Juni 1992, VB 90/0046, E. 1). Diese Rechtsprechung wird von der Vorinstanz nicht infrage gestellt; hingegen verlegte sich der Regierungrat auf den Standpunkt, dass die BojenplÃ¤tze bereits rechtskrÃ¤ftig gekÃ¼ndigt worden seien, weshalb die BeschwerdefÃ¼hrenden kein schutzwÃ¼rdiges Interesse mehr an der Aufrechterhaltung der Konzession hÃ¤tten. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Diesem Argument kann aus mehreren GrÃ¼nden nicht gefolgt werden: Wie das Verwaltungsgericht in VK.2001.00003 entschied, konnte gegen die KÃ¼ndigung des Schiffs-Standplatz-Mietvertrags nur mit der auf § 82 lit. k VRG gestÃ¼tzten verwaltungsrechtlichen Klage vorgegangen werden. Die Klage ist jedoch â anders als die Beschwerde â an keine Frist gebunden, denn es fehlt ein vorinstanzlicher Entscheid. Eine Verwirkung des Klagerechts durch Zeitablauf kann daher nicht eintreten. VerjÃ¤hren oder verwirken kann jedoch der materiellrechtliche Anspruch (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 83 N. 5). Damit ergibt sich, dass aus dem Umstand, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden gegen die KÃ¼ndigung kein Rechtsmittel resp. keine Klage erhoben haben, nicht abgeleitet werden kann, sie hÃ¤tten die KÃ¼ndigung anerkannt. Vielmehr ergibt sich aus den Akten, dass sich die BeschwerdefÃ¼hrenden von allem Anfang an gegen die KÃ¼ndigung der BojenplÃ¤tze gewehrt haben. Ob eine allfÃ¤llige zum heutigen Zeitpunkt erhobene Klage abzuweisen wÃ¤re, weil die BeschwerdefÃ¼hrenden durch ihr langes Zuwarten ihren materiellrechtlichen Anspruch verwirkt haben kÃ¶nnten, ist im vorliegenden Verfahren nicht zu klÃ¤ren.</p> <p class="Urteilstext">Aber selbst wenn die Schiffs-Standplatz-MietvertrÃ¤ge rechtskrÃ¤ftig gekÃ¼ndigt worden wÃ¤ren (wie dies bei der BeschwerdefÃ¼hrerin D der Fall ist, deren verwaltungsrechtliche Klage gegen die KÃ¼ndigung am 6. Dezember 2001 abgewiesen wurde), kann daraus nicht gefolgert werden, die BeschwerdefÃ¼hrenden hÃ¤tten kein schutzwÃ¼rdiges Interesse am Weiterbestand der Konzession. In der bisher ergangenen Rechtsprechung zur Rekurslegitimation von Mietern zur Anfechtung von fremden Bauvorhaben (welche hier heranzuziehen ist) erachtete es das Verwaltungsgericht zwar als notwendig, dass das MietverhÃ¤ltnis auf Dauer angelegt sei (vgl. RB 1981 Nr. 13; RB 1986 Nr. 10; Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 3. A., ZÃ¼rich 2003, S. 23-20), und in einem Entscheid vom 17. MÃ¤rz 1989 sprach es ausserdem einem BeschwerdefÃ¼hrer die Legitimation ab, weil sein Mietvertrag bereits gekÃ¼ndigt worden war (VGr, VB 88/0166, E. 3b = RB 1989 Nr. 9). Daraus kann aber nicht als Regel abgeleitet werden, dass der gekÃ¼ndigte Mieter auf gar keinen Fall mehr ein Rechtsschutzinteresse geltend machen kann. Vorliegend wurde den BeschwerdefÃ¼hrenden mit Schreiben vom 17. Januar 2001 die BojenplÃ¤tze per Ende 2001 gekÃ¼ndigt. Im gleichen Schreiben wurde den BeschwerdefÃ¼hrenden aber auch in Aussicht gestellt, sollte sich die Konzessionserteilung durch den Kanton verzÃ¶gern, hÃ¤tten sie die MÃ¶glichkeit, ihre BojenplÃ¤tze zu den gleichen Konditionen wie bisher entsprechend lÃ¤nger zu benÃ¼tzen. Die BojenplÃ¤tze ausserhalb des neuen Hafenareals seien auf den Zeitpunkt der Inbetriebnahme zu rÃ¤umen. Ãber den genauen Terminplan wÃ¼rden sie noch orientiert. Mit diesem Schreiben wurde zwar den BeschwerdefÃ¼hrenden die BojenplÃ¤tze per Ende Dezember 2001 gekÃ¼ndigt, doch war diese KÃ¼ndigung nicht endgÃ¼ltiger Natur. Vielmehr wurde der Zeitpunkt der (endgÃ¼ltigen) KÃ¼ndigung auf den Zeitpunkt der Konzessionserteilung hinausgeschoben. Sollte der Kanton also fÃ¼r den neuen Hafen keine Konzession erteilen, wÃ¼rde sich die im Schreiben vom 17. Januar 2001 ausgesprochene KÃ¼ndigung gar nicht verwirklichen. Erst durch die Konzessionserteilung vom 17. Februar 2003 konkretisierte sich die in Aussicht gestellte KÃ¼ndigung. Damit ergibt sich aber, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden durch die Konzessionserteilung fÃ¼r den Hafen, mit welcher zugleich die Konzession fÃ¼r die BojenplÃ¤tze aufgehoben wurde, berÃ¼hrt sind, und sie ein rechtlich geschÃ¼tztes Interesse an der Ãnderung dieser VerfÃ¼gung haben. </p> <p class="Urteilstext">Bleibt abschliessend die Frage zu klÃ¤ren, ob die BeschwerdefÃ¼hrenden nach der Aufhebung der Konzession den Klageweg (gegen die KÃ¼ndigung der Gemeinde) oder den Rechtsmittelweg (gegen den Konzessionsentzug des Kantons) hÃ¤tten beschreiten mÃ¼ssen resp. ob die BeschwerdefÃ¼hrerin D dadurch, dass sie schon gegen die KÃ¼ndigung geklagt hat, ihr Recht verwirkt hat, den Konzessionsentzug anzufechten. Auch diese Frage ist zu verneinen. Im Verfahren VK.2001.00003 erwog das Verwaltungsgericht, dass die Gemeinde Meilen als blosse Vermieterin der BojenplÃ¤tze nicht fÃ¼r die GrÃ¼nde einzustehen habe, die den Kanton zur Auflage bewogen hÃ¤tten, die Entfernung der 19 Schiffsbojen zu verlangen (E. 3a). Damit ergibt sich, dass das von der BeschwerdefÃ¼hrerin eingeleitete Klageverfahren nicht dazu geeignet war, die Frage Ã¼berprÃ¼fen zu lassen, ob der Kanton zu Recht die Aufhebung der BojenplÃ¤tze angeordnet hat. Zu unterscheiden ist nÃ¤mlich vorliegend die Stellung der BeschwerdefÃ¼hrenden gegenÃ¼ber der Gemeinde als Vermieterin der BojenplÃ¤tze und gegenÃ¼ber dem Kanton, dessen Konzessionsentzug die Gemeinde veranlasste, die BojenplÃ¤tze (vorzeitig) zu kÃ¼ndigen. Da das Klageverfahren keinen gleichwertigen Rechtsschutz bot resp. bietet, kann es den BeschwerdefÃ¼hrenden nicht verwehrt sein, den Rechtsmittelweg zu beschreiten, um in diesem Verfahren diejenigen Fragen Ã¼berprÃ¼fen zu lassen, die im Klageverfahren nicht geprÃ¼ft werden konnten bzw. kÃ¶nnen (vgl. auch RB 2000 Nr. 10, worin es um die Frage ging, ob der Mieter, der ein Bauvorhaben in der Mietliegenschaft anficht, durch das Baupolizeirecht geschÃ¼tzte Interessen verfolgt oder ob er nicht eher seine privatrechtliche Stellung als Mieter schÃ¼tzen bzw. verbessern will). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Die Vorinstanz ist demnach zu Unrecht nicht auf den Rekurs der BeschwerdefÃ¼hrenden eingetreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Hebt das Verwaltungsgericht die angefochtene Anordnung auf, so entscheidet es selbst (§ 63 Abs. 1 VRG); es kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurÃ¼ckweisen, insbesondere wenn mit der angefochtenen Anordnung nicht auf die Sache eingetreten oder der Tatbestand ungenÃ¼gend festgestellt wurde (§ 64 Abs. 1 VRG). GrÃ¼nde der VerfahrensÃ¶konomie kÃ¶nnen aber selbst bei Aufhebung eines vorinstanzlichen Nichteintretensbeschlusses ausnahmsweise einen Verzicht auf RÃ¼ckweisung, das heisst einen reformatorischen Entscheid des Verwaltungsgerichts rechtfertigen. Die RÃ¼ckweisung ist geboten, wenn sich die Kognition des Gerichts nach § 50 Abs. 1 und 2 VRG richtet und fÃ¼r den zu treffenden Neuentscheid Ermessen auszuÃ¼ben ist. Auch in solchen FÃ¤llen ist die RÃ¼ckweisung jedoch nicht zwingend, weil das Gericht im Fall des Neuentscheids ausnahmsweise Ã¼ber die Kompetenz zur Entscheidung von Ermessensfragen verfÃ¼gt. Im Interesse der speditiven Streiterledigung sollte das Gericht nur bei schwierigen und voraussichtlich umstrittenen Ermessensfragen zurÃ¼ckweisen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 64 N. 2 und N. 5, mit Hinweisen). Vorliegend kann aufgrund der klaren Rechtslage â insbesondere stellen sich keine Ermessensfragen â auf eine RÃ¼ckweisung verzichtet werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>GemÃ¤ss § 3 der Stationierungsverordnung vom 14. Oktober 1992 (StationierungsV, LS 747.4) bedarf die Errichtung von Stationierungsanlagen einer Konzession der Baudirektion. Konzessionen werden nur erteilt, wenn keine Ã¶ffentlichen Interessen, namentlich solche der Raumplanung, des Natur- und Heimatschutzes, der Fischerei und der Ã¶ffentlichen Schifffahrt entgegenstehen (§ 5 Abs. 1 StationierungsV). Konzessionen werden mit den zur Wahrung der Ã¶ffentlichen Interessen nÃ¶tigen Bedingungen und Auflagen versehen. Sie kÃ¶nnen zeitlich befristet werden (§ 5 Abs. 3 StationierungsV). Wenn Ã¶ffentliche Interessen es erfordern, kann die Konzession widerrufen werden (§ 9 StationierungsV).</p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung vom 6. Juli 1995 erteilte die Baudirektion der Gemeinde Meilen die wasserrechtliche Konzession, im Uferabschnitt MÃ¤nnedorf 57 Bojen bis 31. Dezember 2008 fortbestehen zu lassen. Unter den Bedingungen (Bedingung Nr. 11) wurde vermerkt, dass sich im Uferabschnitt Christoffel, Feldmeilen, ein Bootshafen in Projektierung befindet und auf den Zeitpunkt dessen Inbetriebnahme 19 â unter anderem die sechs im Streit liegenden â Bojen zu entfernen sind (BDV Nr. 1573/1995). </p> <p class="Urteilstext">Aus § 5 Abs. 1 und 3 StationierungsV ergibt sich, dass nach Ablauf der Konzessionsdauer, wenn es um die Frage der Erneuerung oder VerlÃ¤ngerung der Konzession geht, die bestehenden Bojen neu auf ihre Vereinbarkeit mit den Ã¶ffentlichen Interessen zu beurteilen sind. Die VerfÃ¼gung vom 6. Juli 1995 setzt als Zeitpunkt fÃ¼r eine solche ÃberprÃ¼fung den 31. Dezember 2008 fest. FÃ¼r 19 genau bezeichnete Bojen wurde der (vorzeitige) Widerruf der Konzession auf den Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Bootshafens Christoffel in Aussicht gestellt. Ein solcher Widerruf ist mÃ¶glich, wenn Ã¶ffentliche Interessen es erfordern. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Das Ã¶ffentliche Interesse am Bau der geplanten Hafenanlage ist unbestritten. Sie ist im Regionalen Richtplan Pfannenstil aufgefÃ¼hrt, wonach der BevÃ¶lkerung an zweckmÃ¤ssiger Lage die nÃ¶tige Einrichtung fÃ¼r Erholung und Sport bereitgestellt werden soll (RRB Nr. 1252/1998, S. 60 und 64). </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen jedoch geltend, dass es kein Ã¶ffentliches Interesse an der Entfernung ihrer BojenplÃ¤tze gebe. Dabei verkennen Sie, dass der Bau der Hafenanlage einen Eingriff in die Ufervegetation bedeutet, der nur zulÃ¤ssig ist, wenn angemessene Ersatzmassnahmen ergriffen werden (Art. 18 Abs. 1<sup><span>ter</span></sup><span> NHG). Das </span>Amt fÃ¼r Landschaft und Natur, Fachstelle Naturschutz (ALN), betonte wÃ¤hrend der Projektierung der Hafenanlage, dass eine Bewilligung der Hafenanlage nur infrage komme, wenn <i>innerhalb</i> und <i>ausserhalb</i> des Projektgebietes Ã¶kologisch ausreichende Ersatzmassnahmen realisiert wÃ¼rden. In seiner Stellungnahme vom 25. Juli 2001 zu den Einsprachen fÃ¼hrte es aus, es habe sich ergeben, dass in den angrenzenden Uferbereichen keine Aufwertungsmassnahmen mÃ¶glich seien ausser das Entfernen bestehender BojenplÃ¤tze im Sinne einer Wiederherstellungsmassnahme. In seiner Rekursantwort hielt das ALN fest, das Hafenprojekt sei aus Sicht des Naturschutzes nur dann umweltvertrÃ¤glich, wenn nebst den Massnahmen innerhalb des Projektgebiets die BojenplÃ¤tze aufgehoben wÃ¼rden. Durch die Aufhebung der BojenplÃ¤tze wird nÃ¤mlich eine Ã¶kologisch wertvolle Flachwasserzone auf einer LÃ¤nge von 1,1 km entlastet (Regierungsratsentscheid E. 3d; vgl. auch KonzessionsverfÃ¼gung, S. 10). Damit steht fest, dass, nachdem der Bau der Hafenanlage von Ã¶ffentlichem Interesse ist, ebenfalls fÃ¼r die Entfernung der BojenplÃ¤tze ein Ã¶ffentliches Interesse, nÃ¤mlich des Natur- und Heimatschutzes, besteht, weil es sich dabei um eine fÃ¼r den Bau der Hafenanlage zu leistende Ersatzmassnahme handelt, weshalb das Ã¶ffentliche Interesse â entgegen der Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrenden in ihrer Rekursschrift â hinreichend konkretisiert ist. Dieses Ã¶ffentliche Interesse wird Ã¼brigens auch von den BeschwerdefÃ¼hrenden anerkannt, wenn sie in ihrer Rekursschrift VerstÃ¤ndnis dafÃ¼r haben, "dass als Kompensation fÃ¼r den Eingriff am geplanten Hafenstandort ebenbÃ¼rtige Ersatzmassnahmen an anderen Uferpartien sichergestellt und finanziert werden mÃ¼ssen".</p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen jedoch geltend, die Massnahme sei unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig. Dies trifft nicht zu. Die Massnahme ist erforderlich, da der Bau der Hafenanlage nur erfolgen darf, wenn Ã¶kologisch ausreichende Ersatzmassnahmen ergriffen werden. GemÃ¤ss dem ALN reichen die Ersatzmassnahmen innerhalb des Projektgebiets nicht aus, weshalb auch Ersatzmassnahmen ausserhalb des Projektgebiets erforderlich sind. Die Bojenbeseitigung ist ebenfalls geeignet, eine Ã¶kologisch wertvolle Flachwasserzone auf 1,1 km LÃ¤nge zu entlasten (vgl. KonzessionsverfÃ¼gung, S. 10 f.). Schliesslich Ã¼berwiegen vorliegend die Ã¶ffentlichen Interessen an einer Hafenanlage, die einer breiteren Ãffentlichkeit zugute kommt, und die damit notwendig werdenden Ersatzmassnahmen die privaten Interessen der BeschwerdefÃ¼hrenden am Erhalt privater StandplÃ¤tze, insbesondere wenn man berÃ¼cksichtigt, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden bei der Zuteilung der HafenplÃ¤tze prioritÃ¤r behandelt werden (KonzessionsverfÃ¼gung, Disp.-Ziff. VIII Nr. 13). </p> <p class="Urteilstext"><span>Wenn die BeschwerdefÃ¼hrenden in ihrer Rekursschrift im Ãbrigen darauf hinweisen, in der Bewilligung vom 5. Juli 1973 sei ausgefÃ¼hrt worden, dass die Verankerung der streitbetroffenen Bojen mÃ¶glich sei, </span>"ohne dass fischereirechtliche und landschaftliche Interessen beeintrÃ¤chtigt" wÃ¼rden (BDV 1153/1973), verkennen sie, dass sich die rechtlichen und tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse im Laufe der Zeit verÃ¤ndern kÃ¶nnen, was zu einer Neubeurteilung der Situation fÃ¼hren kann (vgl. VB 92/0022, E. 2b a. E.). </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Im Ergebnis ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Verfahrenskosten den BeschwerdefÃ¼hrenden aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden zu je einem Siebtel, unter solidarischer Haftung fÃ¼r den gesamten Betrag, auferlegt.</span></p> <p class="Urteilstext">4. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>