Abteilung III C-2998/2006 {T 0/2} U r t e i l v o m 3 0 . O k t o b e r 2 0 0 8 Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), Richter Stefan Mesmer, Richter Michael Peterli, Gerichtsschreiberin Christine Schori Abt. A._______, vertreten durch Advokat Dr. Ivo Corvini, Bernoullistrasse 20, Postfach 112, 4003 Basel, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Invalidenrente, Einspracheentscheid vom 26. September 2006 B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l Besetzung Parteien GegenstandC-2998/2006 Sachverhalt: A. Herr A._______, geboren am (...) 1947 ist französischer Staatsbürger. In der Zeit von 1965 bis 2002 arbeitete er als Grenzgänger in der Schweiz (act. 1, 6). In seiner letzten Stellung war er als Personalleiter tätig (act. 10, 13, 15). Ab dem 17. Juli 2002 wurde er wegen psychi- scher Probleme krankgeschrieben (act. 1, 7). B. Am 12. Dezember 2003 (eingegangen am 29. März 2004) meldete sich der Versicherte zum Bezug von IV-Leistungen an und beantragte eine Invalidenrente (act. 1). Die Invalidenstelle für Versicherte im Ausland (IV-Stelle) nahm diverse medizinische und wirtschaftliche Abklärungen vor. Hauptsächlich wurde ein psychiatrisches Gutachten und ein Arzt- bericht für Grenzgänger eingeholt. Insgesamt hat die Vorinstanz den Akten insbesondere die folgenden relevanten ärztlichen Berichte und Gutachten beigefügt: - Dr. B._______, Psychiater, füllte am 11. Mai 2004 den Fragebo- gen für Ärzte aus und hielt fest, dass die kognitiven Schwierigkei- ten des Beschwerdeführers und der Wiederausbruch der Ängste, verbunden mit seinem depressiven Zustand, es ihm verunmögli- che zu arbeiten. Die Leistungsfähigkeit sei gesunken. Eine Ver- besserung der Arbeitsfähigkeit sei nicht zu erwarten. Auch eine Verweistätigkeit sei dem Beschwerdeführer nicht zumutbar. Eine psychiatrische Behandlung pro Monat sei nötig. Zusammenfas- send liege eine 100%-ige Invalidität seit dem 23. Sep tember 2003 und für unbestimmte Zeit vor (act. 15). - Dr. C._______, Allgemeinarzt, füllte am 13. Sep tember 2004 den Fragebogen für Ärzte aus. Er beschrieb, dass sich der Gesund- heitszustand des Beschwerdeführers verschlechtert habe, die Leistungsfähigkeit gesunken sei und dem Beschwerdeführer sei- ne ursprüngliche Tätigkeit nicht mehr zumutbar sei. Eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit sei nicht zu erwarten. Auch ei- ne Verweistätigkeit sei nicht zumutbar. Der Beschwerdeführer sei seit dem 17. Juli 2002 bis heute zu 100% arbeitsunfähig. In sei- nem Begleitbrief diagnostizierte der Arzt eine reaktionelle De- pression, renale Insuffizienz sowie weitere Beschwerden ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (act. 19) Seite 2C-2998/2006 - Dres. med. D._______, Facharzt Allgemeinmedizin, E._______, Facharzt Kardiologie und F.________, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie, erstellten zusammen den Arztbericht für Grenz- gänger vom 25. Februar 2005. Es sei festzuhalten, dass bei dem Beschwerdeführer eine komplexe Problematik bestehe. Einer- seits liege eine schwere koronare Erkrankung und andererseits eine komplexe psychische Problematik vor. Nach Würdigung aller kardialer Daten erscheine der Patient für leichte Arbeiten zu 100% arbeitsfähig, für mittelschwere zu 50% arbeitsfähig und für schwere Arbeiten zu 100% arbeitsunfähig. Seine Arbeit als Per- sonalchef sei jedoch als ausgesprochen körperlich gering belas- tend anzusehen, als einziges bestehe eine gewisse Stresssymp- tomatik bezüglich Personalbetreuung. Aus kardiologischer Sicht werde der Beschwerdeführer in seinem Beruf als Personalchef als 50% arbeitsunfähig beurteilt. Gesamthaft werde jedoch die Meinung vertreten, dass seit Stabilisierung der psychischen Situation dem Versicherten sowohl in der angestammten Tätig- keit wie auch in einer alternativen Tätigkeit eine 50%-ige Arbeits- fähigkeit attestiert werden könne (act. 22, Seite 2, 5 und 8). Zusammengefasst liege eine Arbeitsunfähigkeit (AUF) von 100% von Juli 2002 bis Dezember 2002, eine 50%-ige AUF von Januar 2003 bis Januar 2004, eine AUF von 100% von Januar 2004 bis März 2004 (Infarkt) und eine AUF von 50% ab April 2004 bis auf weiteres vor. Die Einschätzung gelte sowohl für angestammte wie auch für alternative Tätigkeiten. Es seien keine klaren Mass- nahmen ersichtlich, welche zu einer Verbesserung der Arbeitsfä- higkeit führen könnten. Aufgrund der Polymorbidität sei die Prog- nose mit gewisser Vorsicht zu stellen (act. 22). In seinem Untergutachten diagnostizierte Dr. F._______, Psychiater und Psychotherapeut FMH, eine Zyklothymia (ICD-10:F34.0) bei Status nach mittelgradiger depressiver Episo- de (ICD-10:F32.1). Für den Zeitraum von April 2002 bis Dezem- ber 2002 lasse sich eine ausgeprägtere depressive Episode nachweisen. Durch den Unfall mit Verletzung des rechten Unter- schenkels sowie nach der Diagnose von Nierenproblemen sei es beim Beschwerdeführer zu einer Dekompensation des labilisier- ten psychischen Gleichgewichts des Beschwerdeführers gekom- men. Es sei eine depressive Episode mittleren Schweregrades aufgetreten, weswegen der Explorand im Juli 2002 krank ge- Seite 3C-2998/2006 schrieben worden sei. In diesem Zusammenhang sei zu er- wähnen, dass die Herzinfarkte keinen direkten, wesentlichen Ein- fluss auf die psychische Gesundheit ausgeübt hätten, indirekt je- doch insofern, als dass der Explorand sich vor einem erneuten Herzinfarkt mit eventuell tödlichen Folgen fürchte. Unter Berück- sichtigung aller Faktoren müsse davon ausgegangen werden, dass aus rein psychiatrischer Sicht seit Anfang 2003 die Arbeits- fähigkeit des Exploranden in seiner bisherigen Tätigkeit zu etwa 50% eingeschränkt sei. Eine Verminderung der Leistungsfähig- keit bestehe dabei nicht. Von Juli bis Dezember 2002 müsse von einer 100%-igen AUF ausgegangen werden. Erst ab Januar 2003 sei eine Verbesserung eingetreten. Es seien dem Exploranden auch alternative Tätigkeiten zumutbar, ebenfalls im Rahmen von 50%. In einer alternativen Tätigkeit sei ebenfalls nicht von einer Verminderung der Leistungsfähigkeit auszugehen. Günstigerwei- se solle es sich dabei um verantwortungsvolle Tätigkeiten han- deln. Berufliche Massnahmen seien aus psychiatrischer Sicht dringend indiziert. Die Prognose müsse als offen beurteilt wer- den (act. 21). C. Mit Verfügung vom 22. Juni 2005 sprach die IV-Stelle dem Versicherten eine halbe Rente ab 1. Juli 2003 bei einem Invaliditätsgrad von 50% zu (act. 27). Dagegen liess der Versicherte am 2. August 2005 Einsprache erheben (act. 29). Die Einsprachebegründung wurde innert der gesetz- ten Nachfrist eingereicht. Der Versicherte beantragte die Ausrichtung einer vollen Rente ab 1. Juli 2003 (act. 37). Die IV-Stelle wies die Ein- sprache mit Entscheid vom 26. September 2006 ab (act. 41). D. Gegen diesen Entscheid liess der Versicherte (nachfolgend: Be- schwerdeführer) am 30. Oktober 2006 Beschwerde bei der Eidgenös- sischen Rekurskommission der Alters-, Hinterlassenen- und Invaliden- versicherung für die im Ausland wohnenden Personen einreichen. Er beantragte die Aufhebung des Einspracheentscheids und die Zuspre- chung einer ganzen Invalidenrente ab 1. Juli 2003. Eventualiter sei ihm unter Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheides eine 3/4- Rente auf Grund eines Invaliditätsgrades von mindestens 60% zuzu- sprechen. Der Beschwerdeführer rügte, dass die Vorinstanz zumindest weitere medizinische Abklärungen hätte vornehmen müssen. Ein Ab- stellen einzig und allein auf den Arztbericht für Grenzgänger vom Seite 4C-2998/2006 25. Februar 2005, der eine offene Prognose stelle, genüge den Anfor- derungen an eine umfassende medizinische Abklärung nicht. In die- sem Gutachten werde eine neue Beurteilung nach einem Jahr empfoh- len und die Prognose offen gelassen. Die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers habe sich nicht verbessert, sondern vielmehr verschlechtert. Es sei essentiell, dass der Beschwerdeführer medizi- nisch von einer unabhängigen Fachstelle neu beurteilt werde. Fest ste- he, dass gerade die ehemalige oder eine ähnliche Tätigkeit dem Be- schwerdeführer aufgrund seiner Herzprobleme nicht mehr zumutbar sei. Des Weiteren brachte der Beschwerdeführer vor, dass das für die Be- rechnung der Invalidenrente angenommene Einkommen zu niedrig sei. Es sei von einem Validenjahreseinkommen von CHF 97'500.- aus- zugehen. Zudem sei ein leidensbedingter Abzug von 15% an- gemessen, da er viele Jahre bei der gleichen Firma gearbeitet habe und angesichts der hohen Anzahl Dienstjahre für einen neuen Arbeit- geber sehr teuer und deshalb „unattraktiv“ sei. Der Beschwerde legte der Beschwerdeführer einen Bericht seines Hausarztes Dr. C._______ vom 2. September 2005 bei. Dr. C._______ bestätigte, dass dem Beschwerdeführer keine Arbeitstätigkeit mehr zumutbar sei (Beschwerdebeilage 4). Des Weiteren legte der Beschwerdeführer ein Kurzattest von Dr. G._______ vom 30. Juni 2006 bei, in welchem dieser festhielt, dass die Belastung und der Stress im Beruf des Beschwerdeführers nicht mehr zumutbar seien (Beschwerdebeilage 5). E. Am 1. Januar 2007 ging das vorliegende Beschwerdeverfahren auf das Bundesverwaltungsgericht über. F. Die IV-Stelle (nachfolgend: Vorinstanz) reichte am 12. Januar 2007 ihre Vernehmlassung beim Bundesverwaltungsgericht ein und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Die Frage, ob die Neubeurteilung ein- geleitet werden müsse, könne klar mit nein beantwortet werden. Aus ärztlicher Sicht habe sich wahrscheinlich keine wesentliche Verbesse- rung seit dem Gutachten ergeben, sodass von einer neuen Untersu- chung keine neuen versicherungsmedizinischen Erkenntnisse zu er- warten seien. Die nachträglich im Beschwerdeverfahren eingereichten Seite 5C-2998/2006 medizinischen Unterlagen würden auch nicht auf eine Verschlechte- rung des Gesundheitszustandes seit dem Gutachten bis heute schlies- sen lassen. Die Verwaltung sei nicht an die Empfehlungen der Gutachter gebunden. G. Am 2. Februar 2007 teilte das Bundesverwaltungsgericht den Parteien die Einsetzung der Instruktionsrichterin mit. H. Mit Replik vom 29. Juni 2007 wies der Beschwerdeführer erneut dar- aufhin, dass er bei Aufgabe seiner Arbeitstätigkeit im Juli 2002 einen monatlichen Bruttolohn von CHF 7'500.- erhalten habe. Dies führe zu einem Bruttojahreseinkommen von CHF 97'500.-. Des Weiteren werde in den Akten mehrmals empfohlen, nach einem Jahr eine medizinische Neubeurteilung des Beschwerdeführers vorzunehmen. Die Gutachten, auf welche sich die Vorinstanz stütze, seien vor 2 1/2 Jahren erstellt worden, so dass eine Neubeurteilung dringend notwendig sei. Das in der Beschwerdebe-gründung vom 30. Oktober 2006 beantragte neue, umfassende medizinische Obergutachten sei somit von Amtes wegen zu erstellen. I. In ihrer Duplik vom 13. August 2007 beantragte die Vorinstanz gestützt auf den Bericht der IV-Stelle Basel Stadt vom 8. August 2007 weiterhin die Abweisung der Beschwerde. J. Mit Verfügung vom 20. August 2007 schloss die Instruktionsrichterin den Schriftenwechsel. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Seite 6C-2998/2006 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20, in der bis zum 31. Dezember 2006 gültig gewesenen Fassung) war die Eidgenössi- sche Rekurskommission der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenver- sicherung für die im Ausland wohnenden Personen zuständig zur Be- urteilung von Beschwerden von Personen im Ausland gegen Einspra- cheentscheide der IV-Stelle. Das Bundesverwaltungsgericht übernimmt die Beurteilung der beim In- krafttreten des Verwaltungsgerichtsgesetzes bei Eidgenössischen Re- kurs- oder Schiedskommissionen oder bei Beschwerdediensten der Departemente hängigen Rechtsmittel, sofern es zuständig ist (Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes über das Bundesverwaltungsgericht vom 17. Juni 2005 [Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 172.32]). Die Be- urteilung erfolgt nach neuem Verfahrensrecht. 1.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgeset- zes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (Verwal- tungsverfahrensgesetz, VwVG, SR 172.021), sofern kein Ausnahme- tatbestand erfüllt ist (Art. 31, 32 VGG). Zulässig sind Beschwerden ge- gen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG. Die IV-Stelle für Versicherte im Ausland ist eine Vorinstanz im Sinn von Art. 33 Bst. d VGG (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 [IVG, SR 831.20], in Kraft seit 1. Januar 2007). Der angefochtene Entscheid ist als Verfügung im Sinn von Art. 5 VwVG zu qualifizieren, und eine Ausnahme nach Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zur Beurteilung der vorliegen- den Beschwerde zuständig. 1.3 Der Beschwerdeführer ist durch den angefochtenen Entscheid be- sonders berührt und hat an dessen Aufhebung oder Änderung ein schutzwürdiges Interesse (Art. 48 Abs. 1 VwVG; vgl. auch Art. 59 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts vom 6. Oktober 2000 [ATSG, SR 830.1]). Er ist daher zur Be- schwerde legitimiert. Seite 7C-2998/2006 1.4 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (Art. 50 Abs. 1, Art. 52 Abs. 1 VwVG; vgl. auch Art. 60 ATSG), weshalb auf sie einzutreten ist. 2. 2.1 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesver- waltungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes be- stimmt. Das VwVG findet aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG jedoch keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das Bundes- gesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialver- sicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Nach Art. 2 des ATSG sind die Bestimmungen des ATSG anwendbar, soweit die einzel- nen Sozialversicherungsgesetze des Bundes dies vorsehen. Nach Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invaliden- versicherung (Art. 1a-26bis und 28-70) anwendbar, soweit das Bundes- gesetz vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. 2.2 Mit der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann ge- rügt werden, die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht (ein- schliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens), beruhe auf einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtser- heblichen Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG). 2.3 Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln sind in verfahrensrechtlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2), unter Vorbehalt der spezialgesetzlichen Übergangsbe- stimmungen. In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechts- sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führen- den Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3). 2.4 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be- gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Be- schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut- heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be- gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ G YGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 212). Seite 8C-2998/2006 3. Aufgrund der Beschwerdebegehren streitig und damit zu prüfen ist, ob dem Beschwerdeführer von der Vorinstanz zu Recht eine halbe anstel- le einer ganzen Invalidenrente oder allenfalls einer Dreiviertelsrente zugesprochen wurde. 3.1 Vorab ist zu prüfen, welche materiellen Rechtsnormen im vorlie- genden Verfahren anwendbar sind. 3.2 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger eines Mitgliedstaates der Europäischen Union, so dass vorliegend die folgenden Erlasse an- wendbar sind: das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen zwi- schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Eu- ropäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit vom 21. Juni 1999 (Freizügigkeitsabkommen, FZA, SR 0.142.112.681), sein Anhang II, die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozia- len Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbständige sowie deren Fami- lienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (Koordinierungsverordnung [EWG] Nr. 1408/71; SR 0.831.109.268.1) sowie die Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. März 1972 über die Durchführung der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 (Koordinie- rungsverordnung [EWG] Nr. 574/72; SR 0.831.109.268.11; vgl. zum Ganzen Art. 80A IVG). Das Freizügigkeitsabkommen setzt die ver- schiedenen bis dahin geltenden bilateralen Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und den einzelnen Mitgliedstaa- ten der Europäischen Union insoweit aus, als darin derselbe Sachbe- reich geregelt wird (Art. 20 FZA). Soweit dieses Abkommen, insbesondere dessen Anhang II, der die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit regelt (Art. 8 FZA), keine abweichenden Bestimmungen vorsieht, ist mangels einer ein- schlägigen gemeinschaftsrechtlichen bzw. abkommensrechtlichen Re- gelung die Ausgestaltung des Verfahrens sowie die Prüfung der An- spruchsvoraussetzungen einer schweizerischen Invalidenrente grund- sätzlich Sache der innerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 257 E. 2.4). Daraus folgt, dass die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers gemäss Art. 3 Abs. 1 der Koordinierungsverordnung (EWG) Nr. 1408/71 grundsätz- lich nach den für schweizerische Staatsangehörige geltenden Regeln zu beurteilen haben. Seite 9C-2998/2006 3.3 Die Anmeldung des Beschwerdeführers wurde am 29. März 2004 bei der IV-Stelle eingereicht, weshalb vorliegend die am 1. Januar 2003 in Kraft getretenen Bestimmungen des ATSG sowie die zugehöri- ge Verordnung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, SR 830.11) anwendbar sind. Nicht anwendbar sind hingegen die Änderungen des ATSG vom 6. Ok - tober 2006 und der ATSV vom 28. September 2007 (5. IVG-Revision, AS 2007 5129 bzw. AS 2007 5155, in Kraft seit 1. Januar 2008), da der angefochtene Entscheid vor Inkrafttreten der entsprechenden Be- stimmungen ergangen ist (vgl. auch U ELI KIESER , ATSG-Kommentar, Zü- rich Basel Genf 2003, Art. 82 Rz. 4). Bezüglich der vorliegend auf Grund von Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 IVG zu berücksichtigenden ATSG-Normen zur Arbeitsun- fähigkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) und zur Bestimmung des Invaliditätsgrades (Art. 16) sowie zur Revision der In- validenrente und anderer Dauerleistungen (Art.17) hat das Schweizeri- sche Bundesgericht (vormals: Eidgenössisches Versicherungsgericht) erkannt, dass es sich bei den in Art. 3-13 ATSG enthaltenen Legaldefi- nitionen in aller Regel um eine formellgesetzliche Fassung der höchst- richterlichen Rechtsprechung zu den entsprechenden Begriffen vor In- krafttreten des ATSG handelt und sich inhaltlich damit keine Änderung ergibt, weshalb die hierzu entwickelte Rechtsprechung übernommen und weitergeführt werden kann (vgl. BGE 130 V 343 E. 3). Auch die Normierung des Art. 16 ATSG führt nicht zu einer Modifizierung der bisherigen Judikatur zur Invaliditätsbemessung bei erwerbstätigen Ver- sicherten, welche weiterhin nach der allgemeinen Methode des Ein- kommensvergleichs vorzunehmen ist (zu Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2002 in Kraft gestandenen Fassung vgl. BGE 128 V 29 E. 1, BGE 104 V 135 E. 2a und b). 3.4 Anwendbar ist das IVG ab dem 1. Juni 2002 in der Fassung vom 8. Ok tober 1999 (AS 2002 701, sowie AS 2002 685), ab dem 1. Januar 2003 in der Fassung vom 6. Oktober 2000 (AS 2002 3371 und 3453) und ab dem 1. Januar 2004 in der Fassung vom 21. März 2003 (AS 2003 3837; 4. IVG-Revision) sowie die Verordnung über die Invaliden- versicherung vom 21. Mai 2003 (SR 831.201; 4. IV-Revision, AS 2003 3837 bzw. AS 2003 3859). Die Änderungen des IVG vom 6. Oktober 2006 und der IVV vom 28. September 2007 (5. IV-Revision, AS 2007 5129 bzw. AS 2007 5155, in Kraft seit 1. Januar 2008) sind hingegen Seite 10C-2998/2006 nicht anwendbar, da der angefochtene Entscheid vor Inkrafttreten der entsprechenden Bestimmungen ergangen ist. 3.5 Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einspracheentscheides (hier: 26. September 2006) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). Sach verhaltsänderungen, die nach dem massge- benden Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Entscheides eingetreten sind, sind im vorliegenden Verfahren grundsätzlich nicht zu berück- sichtigen. Allerdings können Tatsachen, die den Sachverhalt seither verändert haben, unter Umständen Gegenstand einer neuen Verwal- tungsverfügung sein (BGE 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen). 4. 4.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau- ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Un- fall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG); sie gilt als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht hat (Art. 4 Abs. 2 IVG). Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis Ende 2003 gültig gewesenen Fassung besteht ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person zu mindestens zwei Dritteln, derjenige auf eine hal- be Rente, wenn sie mindestens zur Hälfte, und derjenige auf eine Vier- telsrente, wenn sie mindestens zu 40% invalid ist. Die seit dem 1. Ja- nuar 2004 massgeblichen neuen Rentenabstufungen gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Pro- zent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem In- validitätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreivier- telsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente. Viertelsrenten werden allerdings gemäss Art. 28 Abs. 1ter IVG nur an Versicherte ausbezahlt, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Sinne von Art. 13 ATSG in der Schweiz haben. Nach der Rechtsprechung des EVG stellt Art. 28 Abs. 1ter IVG nicht eine blosse Auszahlungsvor- schrift, sondern eine besondere Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 275 E. 6c). Seit Inkrafttreten des FZA können indes Angehörige Seite 11C-2998/2006 von EU-Staaten sowie dort lebende Schweizer Bürgerinnen und Bür- ger ebenfalls eine Viertelsrente beanspruchen. 4.2 Zu bemerken ist, dass aufgrund des im gesamten Sozialversiche- rungsrechts geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht ein in seinem bisherigen Tätigkeitsbereich dauernd arbeitsunfähiger Versi- cherter gehalten ist, innert nützlicher Frist Arbeit in einem anderen Be- rufs- oder Erwerbszweig zu suchen und anzunehmen, soweit sie mög- lich und zumutbar erscheint (BGE 133 V 508 ff. E. 4, 113 V 28 E. 4a, 111 V 239 E. 2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Ver- trauensarzt einer IV-Stelle zu entscheiden, in welchem Ausmass ein Versicherter seine verbliebene Arbeitsfähigkeit bei zumutbarer Tätig- keit und zumutbarem Einsatz auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten kann. Diese sogenannte Verweisungstätigkeit hat sich der Versicherte anrechnen zu lassen (leidensangepasste Verweisungstä- tigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.), wobei es unerheblich ist, ob er seine Rest- arbeitsfähigkeit tatsächlich verwertet oder nicht. 4.3 Das sozialversicherungsrechtliche Verfahren ist vom Untersu- chungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 ATSG). Danach hat die Verwal- tung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet zum einen sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (Art. 28 ff. ATSG; BGE 125 V 195 E. 2, BGE 122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen). Zum anderen umfasst die behördliche und richterliche Ab- klärungspflicht nicht unbesehen alles, was von einer Partei behauptet oder verlangt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur auf den im Rahmen des streitigen Rechtsverhältnisses (Streitgegenstand) rechtserhebli- chen Sachverhalt. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vor- liegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist (FRITZ G YGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 43 und 273). In diesem Rahmen haben Verwaltungsbe- hörden und Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hiezu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender An- haltspunk-te hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts [vormals EVG] vom 20. Juli 2000, I 520/99). Seite 12C-2998/2006 4.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdeverfahren das Gericht) auf Unterlagen angewie- sen, die der Arzt und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfü- gung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheits- schaden zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Um- fang und bezüglich welcher Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicher- ten noch zugemutet werden können. Es sind demnach nicht nur die Er- werbsmöglichkeiten im angestammten Beruf, sondern auch in zumut- baren Verweisungstätigkeiten zu prüfen. Bei der Bemessung der Invali- dität ist auf die objektiven wirtschaftlichen Folgen der funktionellen Be- hinderung abzustellen, welche nicht zwingend mit dem vom Arzt fest- gelegten Grad der funktionellen Einschränkung übereinstimmen müs- sen (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2, BGE 110 V 275 E. 4a [= ZAK 1985 S. 462 E. 4A]). 4.5 Die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht haben die me- dizinischen Unterlagen nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdi- gung - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm- liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet für das Gericht, dass es alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu ent- scheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beur- teilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro- zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes ei- nes Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Be- lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anam nese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizini- schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Si- tuation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a, BGE 122 V 160 E. 1c mit Hinweisen; AHI-Praxis 2001 S. 113 E. 3a). Der erhöhte Be- weiswert umfasst allerdings nur medizinische Fragen, zu deren Beant- wortung Ärzte im Sozialversicherungsverfahren beigezogen werden, nicht aber weitere Fragen wie z.B. die wirtschaftliche Beurteilung. Seite 13C-2998/2006 5. 5.1 Der Beschwerdeführer rügt eine ungenügende Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts, insbesondere hinsichtlich der medizi- nischen Erhebungen der Vorinstanz. Er macht geltend, dass sich seine medizinische Situation seit der Verfügung der Vorinstanz weiter ver- schlechtert habe. Der Arztbericht von Dr. G._______ vom 30. Juni 2006 bestätige, dass er an chronischen Herzproblemen leide und ihm deshalb eine mit jeglicher Art von Stress belastende Tätigkeit nicht zumutbar sei. Eine Tätigkeit als Personalverantwortlicher sei zweifellos mit Stress verbunden. Eine 50%-ige Arbeitstätigkeit in einem solchen Be reich sei ihm aufgrund der Herzprobleme in keinem Falle zumutbar. Gemäss Bericht von Dr. C._______ vom 2. September 2005 leide er nun zusätzlich zu seinen schweren Herzproblemen an Nierenproble- men (Beschwerdeschrift Ziff. III 6), welche eine Dialyse-Behandlung in naher Zukunft notwendig machen werde. Eine Arbeitstätigkeit sei da- her nicht möglich. Des Weiteren wäre gemäss dem Arztbericht von Dr. D._______ vom 25. Februar 2005 eine Neubeurteilung nach einem Jahr erforderlich gewesen. Entgegen der Aussagen im Gutachten vom 25. Februar 2005 sei die Stabilisierung seiner psychischen Situation bis heute nicht eingetreten. Aufgrund der gesundheitlichen Probleme, der damit verbundenen Ängste und auch der beschränkten finanziellen Mitteln befinde er sich in einem permanenten psychischen Ungleichgewicht. Im Einsprache- entscheid vom 26. September 2006 werde mit keinem Wort berück- sichtigt, dass die Ärzte eine Neubeurteilung nach einem Jahr gefordert hätten. Daher fordere er ein neues, umfassendes medizinisches Ober- gutachten, welches von Amtes wegen durchzuführen sei. 5.1.1In ihrer Vernehmlassung äusserte sich die Vorinstanz dahinge- hend, dass die Gutachter eine Neubeurteilung in einem Jahr vorge- schlagen haben, in der Erwartung dass die Rentenleistung verringert oder gar aufgehoben werden könnte und nicht in der Erwartung, dem Beschwerdeführer stehe eine höhere Rente zu. Aus medizinischer Sicht habe sich wahrscheinlich eine wesentliche Verbesserung seit dem Gutachten ergeben. Auch die nachträglich eingereichten medizinischen Unterlagen würden nicht auf eine Verschlechterung schliessen lassen (RAD-Bericht vom 3.1.2007; act. 47). 5.1.2Das Bundesverwaltungsgericht entnimmt dem Gutachten vom 25. Februar 2005, dass die Gutachter die Neubeurteilung nach einem Seite 14C-2998/2006 Jahr im Zusammenhang mit der Weiterführung der Psychotherapie in intensiverer Form empfehlen. Die Gutachter halten des Weiteren fest, dass mittelfristig von dieser Behandlung eine weitere Verbesserung des Gesundheitszustandes und damit höchstwahrscheinlich eine Ver- besserung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten sei (act. 22 Seite 8). Wie die Vorinstanz richtig ausführte, gehen die Gutachter demnach von einer Verbesserungsfähigkeit des Gesundheitszustandes bei an- gemessener Therapie aus und empfehlen daher eine neue Beurteilung nach einem Jahr. Richtig ist auch, dass diese Empfehlung für die Ver- waltung nicht bindend ist. 5.1.3Das Bundesverwaltungsgericht sieht aus diesen Gründen keinen Handlungsbedarf für die Erstellung eines Obergutachtens. Das vorlie- gende Gutachten gibt ein komplettes Bild über die gesundheitlichen Schäden des Beschwerdeführers und gestattet gemäss den IV-Stellen- ärzten eine zuverlässige Beurteilung der Erwerbsfähigkeit des Be- schwerdeführers. Ein weiteres ärztliches Gutachten ist zur Klärung des medizinischen Sachverhaltes nicht notwendig ( BGE 122 V 161 E. 1c). Daher ist auf die vom Beschwerdeführer geforderte zusätzliche Be- weismassnahme in Form eines Obergutachtens in antizipierter Be- weiswürdigung (vgl. BGE 122 II 469 E. 4a, BGE 122 III 223 E. 3c, BGE 120 Ib 229 E. 2b, BGE 119 V 344 E. 3c mit Hinweisen) zu verzichten. 5.2 Die Arztberichte, welche die Vorinstanz bei Dr. B._______ (act. 15) und Dr. C._______ (act. 19 inklusive der Beilagen) einholte, sowie die Kurzatteste, welche der Beschwerdeführer der Einsprache beilegte, sind nur teilweise ausgefüllt, stichwortartig und fast ohne jegliche Be- gründung. Die Ärzte erwähnen nur pauschal eine Unzumutbarkeit jegli- cher Arbeitstätigkeit, ohne ihre Aussage zu differenzieren. Der Beweis- grad dieser Berichte ist aufgrund deren Unvollständigkeit und Dürftig- keit eher bescheiden. 5.2.1Das Gutachten/Arztbericht für Grenzgänger hingegen ist umfas- send und entspricht den in der Rechtsprechung genannten Kriterien, um als Beweismittel verwendet werden zu können. Die Aussagen sind begründet, schlüssig und hinreichend aktuell. Der Zeitraum zwischen dem Gut achten/Arztbericht vom 25. Februar 2005 und dem Einspra- cheentscheid vom 26. September 2006 ist zwar relativ lang, doch die Einschätzungen des Gutachtens sind weiterhin relevant und haben noch völlige Gültigkeit, da – wie oben ausgeführt – keine Verschlechte- rung des Gesundheitszustandes eintrat. Zumindest kann der Be- Seite 15C-2998/2006 schwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Diese Einschätzun- gen werden von den IV-Stellenärzten geteilt. Beispielsweise bestätigte Dr. H._______ in seiner Beurteilung vom 3. Januar 2007 die Arbeitsun- fähigkeit von 50% (act. 47). Es ist daher hauptsächlich auf die Aussa- gen der begutachtenden Ärzte im Gutachten vom 25. Februar 2005 abzustellen. 5.3 Die vom Beschwerdeführer vorgebrachten neu aufgetretenen Nie- renprobleme wurden bereits im Gutachten der Dres. med. D._______, E._______ und F._______ vom 25. Februar 2005 erwähnt und in die Beurteilung miteinbezogen (act. 22 Seite 4). Es liegt also kein hinzuge- kommenes Leiden vor. 5.4 Soweit der Beschwerdeführer eine Verschlechterung des Gesund- heitszustandes nach dem Zeitpunkt des Einspracheentscheids vom 26. September 2006 geltend macht und die Arztberichte von Dr. C._______ vom 27. Juni 2007, Dr. I._______ vom 27. Juni 2007 und Dr. G._______ vom 29. Juni 2007 (siehe Replik Seite 3) als Bele- ge anfügt, ist festzuhalten, dass diese Berichte nicht aus dem hier zu beurteilenden Zeitraum stammen und damit nicht berücksichtigt wer- den können. Diese medizinischen Unterlagen können aber unter Um- ständen Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (vgl. E. 3.5). 5.5 Insgesamt kommt das Gericht deshalb zum Schluss, dass gemäss dem im Sozialversicherungsrecht massgeblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 E. 5b) im hier massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 26. Sep - tember 2006 eine Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit so- wie in einer Verweistätigkeit von 50% bestand. 6. 6.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein- kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein- gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus- geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkom- men, Art. 16 ATSG). Seite 16C-2998/2006 6.2 Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarkts ist ein theoretischer und abstrakter Begriff, welcher dazu dient, den Leistungsbereich der Invalidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversicherung abzu- grenzen. Der Begriff umschliesst einerseits ein bestimmtes Gleichge- wicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; an- dererseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offen hält. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu verwerten und ob sie ein rentenausschliessendes Einkom men zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 276 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 E. 3b). Daraus folgt, dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebe- ne Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügba- ren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 1998 S. 291 E. 3b). Von einer Arbeitsgelegenheit im Sinne von Art. 16 ATSG kann aber dort nicht mehr gesprochen werden, wo die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittli- chen Arbeitgebers möglich wäre (SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3c, ZAK 1989 S. 322 E. 4). 6.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein- kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein- gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus- geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen zif- fernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffern- mässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewon- nenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen (allgemeine Me- thode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b; ZAK 1990 S. 518 E. 2). Seite 17C-2998/2006 6.4 Gemäss BGE 129 V 222 E. 4.1 und 4.2 sind für den Einkommens- vergleich die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenan- spruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind. Mittels Aufindexierung der Einkommen kann die zeitidentische Grundlage erreicht werden. 6.5 Der Beschwerdeführer bringt in seiner Beschwerde vor, dass er an seiner letzten Arbeitsstelle ein Jahreseinkommen für das Jahr 2002 in der Höhe von CHF 97'500 erzielt habe. Weshalb die Vorinstanz von ei- nem Valideneinkommen von CHF 90'414 ausgegangen sei, sei nicht nachvollziehbar. Die Vorinstanz hält in ihrer Vernehmlassung daran fest, das Jahresein- kommen aus dem Jahr 2001 sei massgebend, ohne dies näher zu be- gründen. Das Jahreseinkommen 2001 von CHF 87'619.- ergebe inde- xiert per 2003 CHF 90'414.- (BVGer act. 2). Das Gericht kommt zum Schluss, dass es keinen Grund gibt, nicht auf den Jahreslohn 2002 (Lohnabrechnungen der X._______ AG von Ja- nuar bis Juli 2002 und Versicherungsausweis der Personalvorsorgestif- tung der Y._______ AG vom 5. Februar 2002) abzustellen. Denn ohne den Eintritt des Gesundheitsschadens hätte der Beschwerdeführer zweifellos diesen Verdienst gehabt. Demzufolge ist von einem Validen- einkommen von CHF 97'500.-, was indexiert (x 0.6%; Landesindex der Konsumentenpreise, Basis Mai 2000) per 2003 CHF 98'074.- ergibt, auszugehen. Das Invalideneinkommen beträgt demnach CHF 49'037.- (50% des indexierten Valideneinkommens). 6.6 Der Beschwerdeführer verlangt des Weiteren die Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges von mindestens 15%. Ein solcher ist vorliegend jedoch nicht gerechtfertigt, da der Beschwerdeführer in sei- ner bisherigen Tätigkeit ohne weitere Einschränkung zu 50% arbeitsfä- hig ist. 6.7 Der Grad der Arbeitsunfähigkeit von 50% entspricht damit dem In- validitätsgrad (Invaliditätsgrad=[{Valideneinkommen – Invalideneinkom- men} x 100] : Valideneinkommen). Demzufolge liegt beim Beschwerde- führer ein Invaliditätsgrad von 50% vor, was ihn zum Bezug einer hal- ben Invalidenrente berechtigt. Seite 18C-2998/2006 7. Die Rügen des Beschwerdeführers erweisen sich damit als unbegrün- det. Die Beschwerde ist abzuweisen. 8. Verfahrenskosten sind nicht zu erheben (Art. 69 Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 85bis Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVG, SR 831.10]; Bst. c der Schlussbestimmungen zur Änderung des IVG vom 16. Dezember 2005). 9. Dem unterliegenden Beschwerdeführer ist keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] e contrario). Die ob- siegende Vorinstanz hat keinen Entschädigungsanspruch (Art. 7 Abs. 3 VGKE). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Dem Beschwerdeführer wird keine Parteientschädigung zugespro- chen. 4. Dieses Urteil geht an: - den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) - die Vorinstanz (...) - Bundesamt für Sozialversicherung Seite 19C-2998/2006 Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Franziska Schneider Christine Schori Abt Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf- fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Be- weismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG). Versand: Seite 20