<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00050</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206353&amp;W10_KEY=13013559&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00050</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.12.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 05.02.2008 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Kostenübernahme Privatschulung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Hochbegabung: Übernahme von Privatschulkosten durch das Gemeinwesen? Zuständigkeit (E. 1). Zum Anspruch auf unentgeltlichen Grundschulunterricht gemäss BV und aKV; Hinweis auf die neue KV (E. 2.1). Zur Gesetzgebung betreffend die Schulung von Kindern, die dem Unterricht nicht in Normalklassen zu folgen vermögen, insbesondere zur Sonderschulung (E. 2.2). Im Bereich der Hochbegabung sind die kantonalen Bestimmungen über die Sonderschulung analog anwendbar. Die Sonderschulung in einer Privatschule (mit Kostenübernahme durch das Gemeinwesen) kommt nur als ultima ratio in Betracht (E. 2.3). Die Tochter der Beschwerdeführenden kann zumindest in Teilbereichen als hochbegabt bezeichnet werden und war in der Regelklasse ohne zusätzliche Förderung unterfordert. Es erübrigt sich, zu dieser Frage ein Obergutachten einzuholen (E. 3). Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden erwies es sich nicht als notwendig, ihre Tochter von der Volksschule abzumelden und sie an einer Privatschule unterrichten zu lassen. Vielmehr hätten vorerst weitere Angebote der Volksschule ausgeschöpft werden müssen. Das Gemeinwesen trifft deshalb keine Pflicht zur Kostenübernahme (E. 4). Kosten- und Entschädigungsfolgen (E. 5). Abweisung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEGABTENFÃRDERUNG">BEGABTENFÃRDERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTSCHÃDIGUNG">ENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINDE">GEMEINDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HOCHBEGABUNG">HOCHBEGABUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENÃBERNAHME">KOSTENÃBERNAHME</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OBERGUTACHTEN">OBERGUTACHTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIVATSCHULE">PRIVATSCHULE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIVATSCHULKOSTEN">PRIVATSCHULKOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REGELKLASSE">REGELKLASSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHULPSYCHOLOGEN">SCHULPSYCHOLOGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SONDERSCHULUNG">SONDERSCHULUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUBSIDIARITÃTSPRINZIP">SUBSIDIARITÃTSPRINZIP</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VOLKSSCHULE">VOLKSSCHULE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 19 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 62 BV</span><br/><span class="gerade">Art. 14 KV</span><br/><span class="ungerade">Art. 138 Abs. 1 lit. a KV</span><br/><span class="gerade">Art./§ 29 SonderklassenR</span><br/><span class="ungerade">§ 12 VolksschulG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">A und B sind die Eltern von D, geboren 1996. D wurde erstmals im Februar 2001 bezÃ¼glich Schulreife abgeklÃ¤rt und in der Folge im August 2001 frÃ¼hzeitig eingeschult. Im Februar 2004 liessen A und B bei ihrer Tochter eine BegabtenabklÃ¤rung durchfÃ¼hren. Am 17. MÃ¤rz 2004 meldeten sie D auf das Schuljahr 2004/2005 von der Primarschule X ab. Seit Sommer 2004 besucht D die Privatschule Z. Ein am 21. MÃ¤rz 2004 gestelltes Gesuch um Kostenbeteiligung an D's Privatschulung lehnte die Primarschulpflege X am 8. April 2004 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">A und B erhoben dagegen Rekurs bei der Bezirksschulpflege Q. Das Verfahren wurde vor­Ã¼bergehend sistiert und D schulpsychologisch abgeklÃ¤rt. Die Primarschulpflege X lehnte es am 14. September 2004 erneut ab, D's Schulungskosten zu Ã¼bernehmen. Nach Wieder­aufnahme des Rekursverfahrens wies die Bezirksschulpflege Q die Begehren des Ehepaars A und B mit Entscheid vom 26. Januar 2005 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Gegen den Entscheid der Bezirksschulpflege rekurrierten A und B bei der Bildungsdirektion, die das Rechtsmittel mit VerfÃ¼gung vom 19. Dezember 2005 abwies.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>IV. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A und B erhoben am 6. Februar 2006 Beschwerde vor Verwaltungsgericht und stellen folgende AntrÃ¤ge:</p> <p class="Urteilstext"> " 1. Der Entscheid der Vorinstanz sei aufzuheben und in der Sache sei neu zu entscheiden.<br/> <br/> 1.1. Die Primarschule X habe D der Sonderschulung in der Privatschule Z, zuzuweisen, unter voller KostenÃ¼bernahme bis zum Ãbertritt in die Oberstufe durch die Primarschule X.<br/> <br/> 1.2. Eventualiter habe die Primarschule X die Kosten der Privatschulung von D in der Privatschule Z vollumfÃ¤nglich zu Ã¼bernehmen, ev. sich mit einem monatlichen Betrag von Fr. 1'000.-- daran zu beteiligen; alles ab dem Schuljahr 2004/2005 bis zum Ãbertritt in die Oberstufe.<br/> <br/> 1.3. Subeventualiter habe die Primarschule X einen anderen dem Gericht angemessen erscheinenden Beitrag an die Kosten der Privatschule Z zu Ã¼bernehmen.</p> <p class="Urteilstext"> 2. Sub-subeventualiter sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und das Verfahren an die Vorinstanz zwecks rechtsgenÃ¼gender Feststellung des Sachverhaltes und zu neuer Entscheidung zurÃ¼ckzuweisen.</p> <p class="Urteilstext"> Unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen."<br/> <br/> </p> <p class="Sachverhalt2">Die Primarschule X beantragte in ihrer Beschwerdeantwort, die Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen abzuweisen. Die Bildungsdirektion schloss ebenfalls auf Abweisung der Beschwerde. Es wurde ein zweiter Schriftenwechsel durchgefÃ¼hrt. Replik und Duplik wurden am 23. Mai 2006 bzw. am 22. August 2006 erstattet. </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Das Verwaltungsgericht beurteilt unter anderem Beschwerden gegen letztinstanzliche Anordnungen von VerwaltungsbehÃ¶rden, soweit das Gesetz keine abweichende ZustÃ¤ndigkeit vorsieht oder eine Anordnung als endgÃ¼ltig bezeichnet (§ 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Anfechtungsobjekt ist vorliegend ein Rekursentscheid der Bildungsdirektion, was den Weiterzug an das Verwaltungsgericht grundsÃ¤tzlich mÃ¶glich macht (vgl. § 19b VRG; ferner VGr, 7. April 2004, VB.2004.00046, E. 4 f., www.vgrzh.ch). Sodann ist die Beschwerde bei einer Streitigkeit um die Ãbernahme von Schulungskosten nicht durch § 43 Abs. 1 lit. f VRG ausgeschlossen. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist folglich einzutreten.</p> <p class="Erwgung2">Angesichts des Streitwerts von gut Fr. 60'000.- ist die Kammer zustÃ¤ndig (§ 38 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Art. 19 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) gewÃ¤hrleistet einen Anspruch auf ausreichenden und unentgeltli­chen Grundschulunterricht. Nach Art. 62 BV sorgen die fÃ¼r das Schulwesen zu­stÃ¤ndigen Kantone fÃ¼r den ausreichenden, allen Kindern offen stehenden, an Ã¶ffentlichen Schulen unentgeltlichen obligatorischen Grundschulunterricht.</p> <p class="Urteilstext">Wie andere soziale Grundrechte gewÃ¤hrleistet auch der Anspruch auf aus­reichenden und unentgeltlichen Grundschulunterricht nach bundesgerichtlicher Praxis nur einen Mindeststan­dard (kritisch Stephan HÃ¶rdegen, Chancengleichheit und Schulverfassung, ZÃ¼rich etc. 2005, S. 416). Der sich aus Art. 19 BV ergebende Anspruch umfasst daher nur ein ange­messenes, erfahrungsgemÃ¤ss ausreichendes Bildungsangebot an Ã¶ffentlichen Schulen. Ein Mehr an individueller Betreuung, das theoretisch mÃ¶glich wÃ¤re, kann mit RÃ¼cksicht auf das staatliche LeistungsvermÃ¶gen gestÃ¼tzt auf die Verfassung nicht gefordert werden. Die aufgrund von Art. 19 BV garantierte Grundschulung muss aber auf jeden Fall fÃ¼r den Einzelnen ange­messen und geeignet sein bzw. genÃ¼gen, um ihn angemessen auf ein selbst­verantwortliches Leben im modernen Alltag vorzubereiten. Damit ergibt sich aus Art. 19 BV ein Anspruch auf eine den individuellen FÃ¤higkeiten des Kindes und seiner PersÃ¶nlichkeitsentwicklung entsprechende unentgeltliche Grundschul­ausbildung an einer Ã¶ffentlichen Schule (BGE 129 I 12 E. 6.4, 129 I 35 E. 7.2 f., 130 I 352 E. 3.3).</p> <p class="Erwgung2">Art. 62 der alten Kantonsverfassung vom 18. April 1869 enthielt keinen Ã¼ber die bundesrechtlichen Garantien hinaus gehenden Anspruch, wie das Verwaltungsgericht mehrfach festhielt (vgl. etwa VGr, 20. August 2003, VB.2003.00067, E. 2a, www.vgrzh.ch). Seit 1. Januar 2006 gilt die neue Verfassung des Kantons ZÃ¼rich vom 27. Februar 2005 (KV, LS 101). Diese gewÃ¤hrleistet in Art. 14 Abs. 1 KV ausdrÃ¼cklich das Recht auf Bildung. Innert einer Ãbergangsfrist von fÃ¼nf Jahren haben die BehÃ¶rden die erforderlichen Vorkehrungen zu dessen GewÃ¤hrleistung zu treffen (Art. 138 Abs. 1 lit. a KV). Die Tragweite von Art. 14 KV ist noch nicht restlos geklÃ¤rt (vgl. Giovanni Biaggini, Die neue ZÃ¼rcher Kantonsverfassung: Gesamtbetrachtung im Lichte der Verfassungsfunktionen, in: Die neue ZÃ¼rcher Kantonsverfassung, ZÃ¼rich 2006, S. 175 ff., 182; Viviane Sobotich, Chancengleichheit als tragendes Prinzip, a.a.O., S. 31 ff., 42 ff.; Rudolf Ackeret, Stellung und Bedeutung der Grundrechte, in: Grundrechte und Rechtsschutz, ZÃ¼rich 2000, S. 61 ff., 70; vgl. zum Ganzen ferner Anna Maria Riedi, Bildung zwischen Bescheidwissen und Emanzipation, in: Individuum, Staat und Gesellschaft, ZÃ¼rich 2000, S. 7 ff.). Wie es sich damit im Einzelnen verhÃ¤lt, braucht fÃ¼r den vorliegenden Fall nicht geprÃ¼ft zu werden: Nach der Praxis des Verwaltungsgerichts mÃ¼ssen die schulische Notwendigkeit und die Richtigkeit der Schulung vom Standpunkt <i><span>vor</span></i><span> der Einschulung in eine Privatschule</span> Ã¼berprÃ¼ft werden<span>. Die Notwendigkeit und Richtigkeit der Privatschulung mÃ¼ssen sich aus dem ungenÃ¼genden Angebot der Ã¶ffentlichen Schule ergeben (</span>VGr, 20. August 2003, VB.2003.00067, E. 3d/bb, www.vgrzh.ch)<span>. Vorliegend sind die UmstÃ¤nde sowie die Rechtslage Anfang/ FrÃ¼hjahr 2004 massgebend.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>GemÃ¤ss § 12 des Volksschulgesetzes vom 11. Juni 1899 (VolksschulG, LS 412.11) sind bildungsfÃ¤hige, aber kÃ¶rperlich oder geistig gebrechliche sowie schwer erziehbare oder sittlich gefÃ¤hrdete Kinder, die dem Unterricht in Normalklassen nicht zu folgen vermÃ¶gen oder ihn wesentlich behindern, durch die Schulpflege auf Grund eines Zeugnisses des Schularztes und nach AnhÃ¶ren der Eltern Sonderklassen zuzuweisen (Abs. 1). Kinder, fÃ¼r die auch ein Unterricht in Sonderklassen nicht in Frage kommt, sind auf Grund eines Zeugnisses des Schularztes einer Sonderschulung zuzufÃ¼hren. FÃ¼r die Dauer der Schulpflicht haben diese Kinder Anspruch auf eine ihren Gebrechen und ihrer BildungsfÃ¤higkeit besonders angepasste Schulung und Erziehung. Die Schulpflege sorgt in Verbindung mit den Eltern fÃ¼r die angepasste Schulung und Erziehung (Abs. 2).</p> <p class="Urteilstext">Die Sonderschulung (§§ 29 ff. des Sonderklassenreglements vom 3. Mai 1984 [SonderklassenR, LS 412.13]) dient Kindern, die wegen einer Behinderung oder Verhaltens­stÃ¶rung in Normal- und Sonderklassen sowie in KindergÃ¤rten nicht ihren MÃ¶glichkeiten entsprechend gefÃ¶rdert werden kÃ¶nnen. Diese Sonderschulung umfasst nicht nur die Sonderschulen im eigentlichen Sinn, sondern auch Einzelunterricht sowie StÃ¼tz- und FÃ¶rder­massnahmen (§ 33 lit. e und g SonderklassenR). Der Einzelunterricht ersetzt nach MÃ¶glichkeit den Unterricht in der entsprechenden Klasse; er ist fÃ¼r Kinder bestimmt, die wegen schwerer kÃ¶rperlicher Behinderung oder lÃ¤ngerer Krankheit weder Normal- oder Sonderklassen noch Sonderschulen besuchen kÃ¶nnen. Ausnahmsweise kann er auch als Auffangs- oder ÃberbrÃ¼ckungsmassnahme Kindern mit schweren VerhaltensstÃ¶rungen erteilt werden (§ 46 f. SonderklassenR). Die StÃ¼tz- und FÃ¶rdermassnahmen ergÃ¤nzen den Unterricht und die Erziehung an Normal- und Sonderklassen sowie an Sonderschulen und dienen der Behebung oder Milderung von Lern- und Verhaltensschwierigkeiten, soweit diese nicht durch den Klassenlehrer oder im Rahmen des Klassenverbandes behoben werden kÃ¶nnen (§§ 48 ff. SonderklassenR).</p> <p class="Urteilstext">In den von der damaligen Erziehungsdirektion erlassenen Richtlinien zum Sonderklassenreglement vom 27. Dezember 1985 (Richtlinien) werden die Voraussetzungen fÃ¼r die Anordnung einer Sonderschulung bzw. von StÃ¼tz- und FÃ¶rdermassnahmen nÃ¤her ausgefÃ¼hrt: BezÃ¼glich der Sonderschulung wird insbesondere festgehalten, dass sie fÃ¼r Kinder bestimmt ist, die den Anforderungen einer Normal- oder Sonderklasse nicht gewachsen sind (Ziff. 4.1.1). Eine Sonderschulung ist nur zu befÃ¼rworten, wenn den besonderen Schwierigkeiten des SchÃ¼lers in einer Sonderklasse oder mit ambulanten StÃ¼tz- und FÃ¶rdermassnahmen nicht wirksam begegnet werden kann (Ziff. 4.1.3 Abs. 2). Anspruch auf Sonderschulung haben Kinder, die wegen ihrer Behinderung den Unterricht weder in einer Normal- noch in einer Sonderklasse besuchen kÃ¶nnen (Ziff. 4.2.2 Abs. 1). Ziff. 4.3 regelt, unter welchen UmstÃ¤nden im Einzelfall eine Sonderschulung in einer nicht als Sonderschule anerkannten Privatschule zulÃ¤ssig ist. Vorbehalten bleibt auch hier ein formeller Zuweisungsbeschluss der Schulpflege (Ziff. 4.3.4). Nach Ziff. 4.2.7.9 Abs. 2 der Richtlinien wird die Schulgemeinde fÃ¼r den erwÃ¤hnten Fall (Ziff. 4.3) kostenpflichtig, wenn ein gleichwertiges Angebot fehlt, nicht verfÃ¼gbar ist, der Besuch der vorhandenen Sonderschule dem Kind nicht zumutbar ist oder sie es versÃ¤umt hat, eine notwendige Massnahme anzuordnen, sodass die privaten Massnahmen unerlÃ¤sslich waren. â Anzumerken ist, dass es sich bei diesen Richtlinien zwar nicht um allgemein verbindliche RechtssÃ¤tze handelt, sie aber doch die Gesetzesauslegung erleichtern und unterstÃ¼tzen kÃ¶nnen.</p> <p class="Erwgung2">Die zÃ¼rcherische Volksschulgesetzgebung kennt die Ãbernahme fÃ¼r Privatschulkosten grundsÃ¤tzlich nur im Bereich der von der Schulgemeinde angeordneten Sonderschulung (§ 15 des Schulleistungsgesetzes vom 2. Februar 1919 [LS 412.32]; § 39 SonderklassenR in Verbindung mit Ziffern 4.2.7 und 4.2.7.9 der Richtlinien). FÃ¼r die geeignete Sonderschulung sorgt dabei die Schulpflege in Verbindung mit den Eltern: Die Schulpflege veranlasst in allen FÃ¤llen die schulÃ¤rztlichen und schulpsychologischen Untersuchun­gen. Wenn nÃ¶tig zieht sie zusÃ¤tzlich besonders ausgebildete Fachleute bei. Ohne Vorliegen eines Zeugnisses des Schularztes, eines Berichts des Schulpsychologen und ohne AnhÃ¶ren der Eltern darf keine Zuteilung vorgenommen werden (§ 34 SonderklassenR; § 12 Abs. 2 VolksschulG). Entschliessen sich die Eltern aus­nahmsweise in eigener Kompetenz zu einer Sonderschulung, Ã¼berprÃ¼ft die Schulpflege auf Gesuch hin die schulische Notwendigkeit und die Richtigkeit der Schulung im Sinne von Ziffer 4.3 der Richtlinien (Ziffer 4.2.7.9 der Richtlinien) und damit ihre Zahlungspflicht.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Im Bereich der Hochbegabung sind die kantonalen Bestimmungen Ã¼ber die Sonderschulung analog anwendbar (VGr, 20. August 2003, VB.2003.00067, E. 2b+d mit Hinweisen, www.vgrzh.ch; BGr, 5. Februar 2003, 2P.216/2002, E. 5.4, www.bger.ch)</p> <p class="Erwgung2">Aus der vorstehend dargelegten Ordnung folgt, dass die BerÃ¼cksichtigung der individuellen LeistungsfÃ¤higkeit und Begabung der Kinder soweit als mÃ¶glich in der Regelklasse erfolgen soll und Kinder nur dann einer Sonderschule zuzuweisen sind, wenn sie trotz StÃ¼tz- und FÃ¶rdermassnahmen in der Normalklasse nicht ihren intellektuellen FÃ¤higkeiten entsprechend gefÃ¶rdert werden kÃ¶nnen. In einem solchen Stufenmodell kommt daher die Sonderschulung in einer Privatschule nur als ultima ratio in Betracht. Ein Anspruch auf Schulung in einer Sonderschule ist nur in speziell gelagerten FÃ¤llen anzuerkennen (BGr, 5. Februar 2003, 2P.216/2002, E. 5.4, www.bger.ch).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden liessen ihre Tochter im Februar 2004 bei G abklÃ¤ren, verlangten eine Standortbestimmung und erkundigten sich nach dem geeignetsten Weg bis zum Ãbertritt in die Oberstufe. Dem Kurzbericht vom 15. MÃ¤rz 2004 ist Folgendes zu entnehmen: Beim "Catell-Weiss"-Test, der die Grund­intelligenz im abstrakt-logischen Bereich erfasst, erreichte D den Prozentrang (PR) 99 / IQ 138. Im KreativitÃ¤tstest erzielte sie "ein so hohes Resultat mit PR 100 [â¦], dass es gar nicht mehr auf der Skala figuriert". D habe ein weit Ã¼berdurchschnittliches Intelligenz­potential, das durch die mehrdimensionale ZweitabklÃ¤rung bestÃ¤tigt worden sei. FÃ¼r ihre gesunde Entwicklung brauche es weitere FÃ¶rdermassnahmen im Bereich der Anreicherung und Beschleunigung. Da die Volksschule "an ihre Grenzen" stosse, empfahl G eine Spezialschule, die auf das hohe Intelligenzpotential und die extrem hohe KreativitÃ¤t eingehen kÃ¶nne, wie beispielsweise die Privatschule Z. Eine andere MÃ¶glichkeit sei, D nochmals eine Klasse Ã¼berspringen zu lassen, was sie jedoch als nicht empfehlenswert erachte. Im Januar 2006 erlÃ¤uterte G in ErgÃ¤nzung zu ihrem Kurzbericht unter anderem, ein nochmaliger Klassensprung sei angesichts des jungen Alters von D nicht empfehlenswert gewesen. Der damals angebotene Hochbegabten-Unter­richt sei eine ungenÃ¼gende Massnahme gewesen, da er nur eine Stunde pro Woche gedauert hÃ¤tte. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Ende Juni 2004 erfolgte die AbklÃ¤rung von D durch J vom schul­psychologischen Beratungsdienst des Bezirks Q. In ihrem Bericht vom 8. Juli 2004 beurteilte sie D's intellektuelles Leistungspotential als oberhalb des Durchschnittsbereichs liegend (PR 88). Ihr Profil sei ziemlich harmonisch. Sie habe im einzelheitlichen und im ganzheitlichen Denken Ã¤hnlich hohe Werte erreicht. Werde das Leistungspotential mittels eines sprachfreien Tests gemessen, der nur die visuelle Wahrnehmung berÃ¼cksichtige und vor allem das abstrakt logische Denken beinhalte, schneide D "noch deutlicher Ã¼berdurchschnittlich" ab und kÃ¶nne in diesem Bereich als hoch­begabt bezeichnet werden (PR &gt; 99). Die auditive und visuelle Erfassungs- und MerkfÃ¤higkeit sei altersgemÃ¤ss bis gut altersgemÃ¤ss entwickelt (PR 39 bis 95). Lesen und Schreiben sei fÃ¼r D "ein Kinderspiel". Beim Lesen erreichte sie PR 60 bis 90. Die "Rechenleistung" kÃ¶nne "als hochbegabt bezeichnet" werden. Zusammenfassend beurteilte J das Leistungspotential von D als Ã¼berdurchschnittlich; wenn es sich um logisch-abstraktes Denken, Rechnen, Lesen und Rechtschreibung handle, kÃ¶nne von Hoch­begabung gesprochen werden. J folgerte, es sei deutlich, dass D in der Regelklasse ohne zusÃ¤tzliche FÃ¶rderung unterfordert sei und sich dies negativ auf ihre Schulmotivation, Leistung, Arbeitshaltung und ihr emotionales Befinden auswirke. Sie empfahl folgende Massnahmen: Besuch der 4. Regelklasse mit Hochbegabten-Unterricht und regelmÃ¤ssige Standort­gesprÃ¤che, damit neue Massnahmen diskutiert und eingeleitet werden kÃ¶nnten, wenn diese notwendig wÃ¼rden. In der BegrÃ¼ndung fÃ¼r diese Empfehlungen riet J von einem nochmaligen Ãberspringen einer Klasse ab, weil dies aufgrund von D's Alter von der emotionalen und sozialen Reife her eine Ãberforderung wÃ¤re. Eine Schulung an der Privatschule Z sei nicht notwendig, da das Angebot des Hochbegabten-Unterrichts noch nicht ausprobiert worden sei. Beim Ãbertritt in die 4. Klassen komme es zu einem Lehrerwechsel und einer Umstellung auf eine neue, individuellere Arbeitsweise (Wochenplan). Das individualisiertere Arbeiten zusammen mit dem Hochbegabten-Unterricht werde sich positiv auf die Schullust, das Befinden und die LeistungsfÃ¤higkeit von D auswirken. Der Hochbegabten-Unterricht kÃ¶nne eine Ã¤hnliche Rolle spielen wie die Schnuppernachmittage an der Privatschule Z.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden vertreten sinngemÃ¤ss die Auffassung, G's Fachkompetenz sei grÃ¶sser als diejenige von J. Dieser Ansicht kann nicht beigepflichtet werden: G liess sich zur Sekundarlehrerin ausbilden und absolvierte den Diplomlehrgang "Specialist in Gifted Education" (Dauer: 500 Stunden). DemgegenÃ¼ber verfÃ¼gt J Ã¼ber ein Lizentiat (lic.phil.), ist Psychologin FSP (FÃ¶deration der Schweizer Psychologinnen und Psychologen) und als Schulpsychologin tÃ¤tig. Sie ist deshalb nicht als weniger qualifiziert als G anzusehen. Zudem ist der Bericht des Schulpsychologischen Dienstes umfassender als derjenige G's, selbst wenn es zutreffen sollte, dass J einen Test nicht vollstÃ¤ndig durchgefÃ¼hrt habe. In G's AbklÃ¤rung wurde jedenfalls lediglich die Grundintelligenz im abstrakt-logischen Bereich sowie die KreativitÃ¤t getestet. â Wie die Begabungen D's im Einzelnen zu beurteilen sind, ist unerheblich, da eine WÃ¼rdigung der beiden Berichte zum Schluss fÃ¼hrt, dass D zumindest in Teilbereichen als hochbegabt bezeichnet werden kann und in der Regelklasse ohne zusÃ¤tzliche FÃ¶rderung unterfordert war. Aus den Berichten wird zudem klar, dass das nochmalige Ãberspringen einer Klasse nicht als geeignete Massnahme fÃ¼r D gelten konnte. Die Einholung eines Obergutachtens ist nicht erforderlich.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Im Folgenden ist zu prÃ¼fen, ob es notwendig und richtig war, D im MÃ¤rz 2004 von der Volksschule abzumelden und in einer Privatschule unterrichten zu lassen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Unbestrittenermassen Ã¤usserte D erstmals nach den Sportferien 2003 unaufgefordert, dass sie sich in der Schule oft langweile. In der Folge meldeten sie ihre Eltern zur EinzelfÃ¶rderung in einem Lernatelier an. Um diese Stunden besuchen zu kÃ¶nnen, wurde D von den Lektionen in Biblischer Geschichte dispensiert. Entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrenden ist nicht von Belang, ob die Initiative fÃ¼r diese EinzelfÃ¶rderung von den Eltern oder der Schule aus kam. D's Eltern sind Akademiker; insbesondere verfÃ¼gt die Mutter Ã¼ber rechtliche und schulische Kenntnisse. Es ist deshalb davon auszugehen, dass sie in schulischen Angelegenheiten bewandert, jedenfalls aber nicht unbeholfen sind. Von den BeschwerdefÃ¼hrenden konnte somit ohne Weiteres verlangt werden, von sich aus tÃ¤tig zu werden. Indem die Beschwerdegegnerin der Dispensation D's vom Fach Biblische Geschichte zustimmte, zeigte sie sich im Sommer 2003 kooperativ. Der Unterricht in der 3. Klasse sodann war nach â insoweit unbestritten gebliebenen â Aussagen der Klassenlehrerin zu 50 % individualisiert. Zudem wurden immer wieder schwierigere Zusatzaufgaben angeboten, von denen D jedoch nicht immer Gebrauch machte. Die Beschwerdegegnerin ist somit im Rahmen des MÃ¶glichen â das Hochbegabtenkonzept war erst im Entstehen â auf die speziellen BedÃ¼rfnisse D's eingegangen. Dass die in der Regelklasse angebotenen zusÃ¤tzlichen MÃ¶glichkeiten durch D nicht vollstÃ¤ndig ausgeschÃ¶pft wurden, kann nicht der Beschwerdegegnerin angelastet werden. Im Ãbrigen beteiligte sich die Klassenlehrerin aktiv an der AbklÃ¤rung durch G, indem sie einen mehrseitigen Bericht ausfÃ¼llte. Schliesslich wurde von Februar bis April 2004 an der Primarschule ein BegabungsfÃ¶rderungsquartal fÃ¼r die ganze SchÃ¼lerschaft durchgefÃ¼hrt, wobei sich D fÃ¼r ein Angebot ihrer Klassenlehrerin entschied. â AnzufÃ¼gen ist, dass D vorzeitig eingeschult wurde, obwohl damals Bedenken in sozialer Hinsicht bestanden. Auch dies bedeutete ein Entgegenkommen der Beschwerdegegnerin.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Das Konzept fÃ¼r den Hochbegabten-Unterricht wurde erst Ende 2003 von der Stimm­bevÃ¶lkerung angenommen. Im Gegensatz zu anderen SchÃ¼lern und SchÃ¼lerinnen war D von ihrer Klassenlehrerin nicht der zustÃ¤ndigen HeilpÃ¤dagogischen Fachkommission als fÃ¼r den Hochbegabten-Unterricht in Frage kommend gemeldet worden. Dies Ã¤ndert jedoch nichts am Umstand, dass eine Teilnahme am Hochbegabten-Unterricht eine vorgÃ¤ngige schulpsychologische AbklÃ¤rung voraussetzte mit entsprechender Empfehlung, was D's Mutter bekannt war. Dennoch entschieden sich die BeschwerdefÃ¼hrenden anfangs 2004 gegen eine schulpsychologische AbklÃ¤rung und meldeten D bei G zur AbklÃ¤rung an. Am 2. MÃ¤rz 2004 teilten die BeschwerdefÃ¼hrenden D's Klassenlehrerin das Ergebnis von G's AbklÃ¤rung mÃ¼ndlich mit. Bereits am 17. MÃ¤rz 2004 meldeten sie D von der Ã¶ffentlichen Schule ab. Dieser zeit­liche Ablauf wird von den BeschwerdefÃ¼hrenden anerkannt.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Die Abmeldung D's von der Volksschule erwies sich entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrenden nicht als notwendig: Die BeschwerdefÃ¼hrenden stimmten anfangs 2004 einer schulpsychologischen AbklÃ¤rung nicht zu. Dies geschah zwar offenbar in Absprache mit der Klassenlehrerin; der Entscheid lag jedoch schlussendlich bei den BeschwerdefÃ¼hrenden als Eltern von D. Wie sich anlÃ¤sslich der in der Folge erst Ende Juni 2004 durchgefÃ¼hrten schulpsychologischen AbklÃ¤rung herausstellte, wurde bei D der Hoch­begabten-Unterricht als geeignete Massnahme empfohlen. Zweifellos wÃ¤re sie beim Verbleib in der Volksschule in den Genuss dieser FÃ¶rderungsmassnahme gekommen. Die BeschwerdefÃ¼hrenden meinen, da der Hochbegabten-Unterricht noch nie ausprobiert worden sei, habe man keine Kenntnisse Ã¼ber GenÃ¼gen oder UngenÃ¼gen der Massnahme gehabt. Immerhin wurde aber der Hochbegabten-Unterricht von einer Fachperson empfohlen (oben 3.3). Ob es stundenmÃ¤ssig der Anzahl FÃ¶rderstunden in der Privatschule entsprach (was die BeschwerdefÃ¼hrenden bestreiten), kann dahin gestellt bleiben, da die Beschwerdegegnerin nicht verpflichtet war, fÃ¼r D's bestmÃ¶gliche, sondern nur fÃ¼r eine <i>angemessene</i> Schulung zu sorgen. Zudem liegt es in der Natur der Sache, dass bei einem neuen Schulungsangebot in der Regel kaum eigene Erfahrungswerte vorliegen. Schliesslich wird der Hochbegabten-Unterricht von qualifizierten Personen erteilt, die Ã¼ber eine vom European Council for High Ability anerkannte Ausbildung verfÃ¼gen (vgl. www.echa-switzerland.ch).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Wie die Vorinstanz zu Recht festhÃ¤lt, kann der Hochbegabten-Unterricht nicht von vornherein als untaugliche Massnahme bezeichnet werden, und zwar umso weniger, als diese Massnahme in Verbindung mit regelmÃ¤ssigen StandortgesprÃ¤chen empfohlen wurde. Dadurch hÃ¤tte die Beschwerdegegnerin Gelegenheit zur Ergreifung weiterer Massnahmen gehabt (beispielsweise Besuch einzelner FÃ¤cher in einer hÃ¶heren Klasse), wenn sich die Lektionen im Hochbegabten-Unterricht als ungenÃ¼gend erwiesen hÃ¤tten. Auf die zutreffenden AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz ist zu verweisen (§ 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). Die BeschwerdefÃ¼hrenden versÃ¤umten es somit, die an der Volksschule angebotenen Massnahmen zuerst auszuschÃ¶pfen, bevor sie ihre Tochter an einer Privatschule unterrichten liessen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Da die Privatschulung D's im massgeblichen Zeitpunkt (FrÃ¼hling 2004) nicht notwendig war, trifft das Gemeinwesen keine Pflicht zur Ãbernahme der Privatschulkosten. Der vor­instanzliche Entscheid ist nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang sind die Verfahrenskosten nach § 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 und § 14 VRG den unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrenden hÃ¤lftig aufzuerlegen, unter solidarischer Haftung fÃ¼reinander (Alfred KÃ¶lz/ JÃ¼rg Bosshart/ Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 14 N. 3), und bleibt ihnen eine ParteientschÃ¤digung versagt (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Urteilstext">Die obsiegende und anwaltlich vertretene Beschwerdegegnerin beantragt eine Partei­entschÃ¤digung. GrundsÃ¤tzlich ist ihr eine solche nicht zuzusprechen, da sie als Schul­pflegebehÃ¶rde aufgrund der ihr von der Schulgesetzgebung anvertrauten Aufgaben selbst Ã¼ber das erforderliche â auch rechtliche â Fachwissen in Schulsachen verfÃ¼gen muss (vgl. <span>KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl</span>, § 17 N. 19 f.). Vorliegend rechtfertigt sich gleichwohl die Zusprechung einer EntschÃ¤digungâ¦ â Die ParteientschÃ¤digung hat nicht kostendeckend zu sein; vielmehr ist lediglich eine "angemessene" EntschÃ¤digung zuzusprechen (vgl. dazu KÃ¶lz/ Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 36). Hier rechtfertigt sich eine EntschÃ¤digung von Fr. 1'500.- fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2">Soweit die BeschwerdefÃ¼hrenden der Beschwerdegegnerin vorwerfen sollten, diese habe ihnen durch das Verhalten ihrer BehÃ¶rdenmitglieder ("UntÃ¤tigkeit") in rechtsverletzender Weise einen finanziellen Schaden zugefÃ¼gt, wÃ¤re ein daraus abgeleitetes Schadenersatz­be­gehren ge­mÃ¤ss § 2 Abs. 1 VRG und § 19 Abs. 1 des Haftungsgesetzes vom 14. September 1969 von den kantonalen Zivilgerichten zu beurteilen. Dies hat das Verwaltungsgericht schon wiederholt festgehalten (30. August 2000, VB.2000.00128 [Leitsatz in RB 2000 Nr. 41], E. 5, und VB.2000.00160 [Leitsatz in RB 2000 Nr. 43], E. 3; 1. MÃ¤rz 2002, VB.2001.00336, E. 5 Abs. 3; 14. August 2002, VB.2002.00151, E. 6 Abs. 2; 6. Februar 2004, VB.2003.00315, E. 2.3 Abs. 4 [alles unter www.vgrzh.ch]).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 4'800.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 140.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 4'940.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden je zur HÃ¤lfte auferlegt, unter solidarischer Haftung fÃ¼reinander.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrenden werden solidarisch verpflichtet, der Beschwerdegegnerin eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Mitteilung anâ¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>