Postulat Aider 1514 N 7 octobre 1983 lung familiärer oder persönlicher Angelegenheiten (Beerdi- gung, Hochzeit, Stellensuche usw.) verwendet wird, kann dies zu stossenden Härtefällen führen. Im weiteren ist zu bedenken, dass an den Wochenenden, also während des allgemeinen Urlaubes, der Versicherungsschutz nicht unter- brochen wird. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 83.534 Postulat Dirren Militärversicherung. Dezentralisierung Assurance militaire. Décentralisation Wortlaut des Postulates vom 24. Juni 1983 Der Bundesrat wird ersucht, in einer Analyse die Dezentrali- sation der Militärversicherung zu prüfen und in einem Bericht entsprechende Möglichkeiten und Massnahmen aufzuzeigen. Texte du postulat du 24 juin 1983 Le Conseil fédéral est prié d'examiner dans une analyse les possibilités de décentraliser l'assurance militaire et d'indi- quer dans un rapport quelles sont les mesures à prendre. Mitunterzeichner - Cosignataires: Biderbost, de Chastonay, Couchepin, Darbellay, Dupont, Humbel, Vannay (7) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Gegenwärtig werden mögliche geographische, regionale Verlagerungen von gewissen Bundesämtern geprüft. Die Militärversicherung ist nicht Gegenstand dieser Untersu- chung. Die Schrift 75 Jahre Militärversicherung und das statistische Zahlenmaterial von 1981 informieren über die Organisation, die Zahl der Behandlungsfälle und die perso- nelle Besetzung der EMV. Seit 1937 bestehen sieben Verwal- tungskreise und seit 1949 werden in drei Filialen, heute Abteilungen, und einer Kreisagentur die Geschäfte abcewik- kelt. Eine Zusammenstellung der Behandlungsfallstatistik und des beschäftigten Personals ergeben folgendes Bild: Abteilung Genf Bern St. Gallen Bellinzona Fälle Durchschnitt 1981 9237 15751 13182 2061 der Jahre 1978-1981 9699 15495 12438 2278 Personal- bestand 42 43 39 13 Das Zahlenbild verändert sich bis zurück ins Jahr 1955 wenig, jedoch variiert die Durchschnitts-Schadenfall-Quote pro Region und Dienstperiode. Wenn ich nun die Behand- lungsfälle weiter analysiere, stelle ich fest, dass der Kanton Wallis für 1981 2266 Fälle verzeichnet, während der Durch- schnitt 1978 bis 1980 2711 beträgt. Wenn wir nun die Anzahl Behandlungsfälle pro Person ausrechnen, stellen wir fest, dass bei einer Dezentralisation, je nach Abteilung, die heran- gezogen wird, 8 bis 15 Personen ihre Arbeit im Wallis auf- nehmen könnten. Dies würde analog der SUVA-Organisa- tion eine eigene Kreisagentur bedeuten, so wie dies bereits heute für den Kanton Tessin der Fall ist. Eine solche Verlagerung kann organisatorisch ohne gros- sen Mehrkostenaufwand realisiert werden. Dies würde eine kleine Entschädigung für die vielen zur Verfügung gestellten Truppenübungs- und Militärflugplätze und eine erste kleine Kompensation für die in unserem Randgebiet wegrationali- sierten Arbeitsplätze bedeuten. Schriftliche Stellungnahme des Bundes Rapport écrit du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, im Rahmen der laufenden Detail- studien über die Dezentralisierung der Bundesverwaltung zusätzliche Verlegungsmöglichkeiten des Bundesamtes für Militärversicherung zu prüfen und die praktischen Auswir- kungen zu untersuchen. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 83.497 Postulat Aider Wareneinfuhr. Mengenangaben Ordonnance sur les déclarations. Indications de quantité Wortlaut des Postulates vom 22. Juni 1983 Der Bundesrat wird gebeten, eine Änderung der sogenann- ten Deklarationsverordnung (Verordnung vom 15.Juli 1970 über verbindliche Angaben im Handel und Verkehr mit messbaren Gütern, nebst zwischenzeitlich eingetretenen Änderungen) in dem Sinne zu prüfen, dass die Pflicht, Mengenangaben zu machen, auf die Abgabe von Packun- gen und Behältnissen mit vorverpackter Ware an Letztver- braucher beschränkt wird. Texte du postulat du 22 juin 1983 Le Conseil fédéral est invité à examiner la possibilité de modifier l'ordonnance sur les déclarations (ordonnance du 15 juillet 1970 concernant les déclarations qui valent enga- gement dans le commerce des biens en quantités mesura- bles, avec les modifications qui y ont été apportées depuis son entrée en vigueur) de façon à ce que les indications de quantité ne soient obligatoires que sur les emballages et les récipients de marchandises préemballées vendus aux con- sommateurs. Mitunterzeichner - Cosignataires: Biel, Kloter, Müller-Aar- gau, Oester, Weber Monika, Widmer (6) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Das Bundesgesetz vom 9.Juni 1977 über das Messwesen schreibt in Artikel 11 Absatz 3 die Mengenangabepflicht für die dem Letztverbraucher offen oder verpackt angebotenen Güter vor. Diese Regelung ist zweckmässig und nicht zu beanstanden. Artikel 10 Absatz 3 der Deklarationsverordnung, die sich auf das Bundesgesetz (in der Fassung von 1978) abstützt, aufer- legt demgegenüber die Pflicht zur Mengenangabe jedem, der Packungen und Behältnisse vorverpackter Ware in Ver- kehr bringt. Dies führt dazu, dass die Mengendeklaration bereits bei der Herstellung von Fertigpackungen in der Schweiz bzw. beim Import vor der Weitergabe durch den Importeur anzubringen ist. Abgesehen davon, dass Gesetz und Verordnung in diesem Punkt nicht übereinstimmen und die Verordnung weitergeht7. Oktober1983 N 1515 Postulat Darbellay als das Gesetz, ergeben sich bei der Anwendung von Arti- kel 10 Absatz 3 der Deklarationsverordnung in der Praxis immer wieder Schwierigkeiten. Sie treten namentlich auf bei Waren, die - wie etwa Wurstwaren - einem je nach Lager- dauer unterschiedlich grossen Gewichtsschwund unterlie- gen, führen aber ganz allgemein immer wieder zu Kritik in Handels- und Herstellerkreisen. So sinnvoll es ist, dass für die dem Letztverbraucher offen oder verpackt angebotenen Güter Mengenangaben vorgeschrieben werden, so fragwür- dig ist es, die Mengenangabepflicht bereits auf einer frühe- ren Handelsstufe zwingend vorzuschreiben. Oft muss bei dieser Regelung die Mengenangabe zwei- oder gar mehr- mals überprüft und ausgezeichnet werden, während ein echtes Interesse in dieser Beziehung unter dem Blickwinkel des Konsumentenschutzes nur bei der letzten Stufe - Abgabe an den Letztverbraucher- liegt. Das hier aufgezeigte Problem hat auch in einem Verfahren vor dem Bundesgericht (Kassationshof) eine Rolle gespielt. In seinem nicht veröffentlichten Urteil vom 26. Februar 1981 in Sachen M. K. gegen Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau hat das Bundesgericht die geltende Anschreibe- pflicht als kompliziert qualifiziert und ausgeführt, dass sie «nicht in allen Teilen die wünschbare Klarheit aufweist». Auch wies das Bundesgericht in diesem Urteil selbst auf die Wünschbarkeit einer Revision der geltenden Vorschriften hin. Mit einer Änderung von Artikel 10 Absatz 3 der Deklarations- verordnung zum Beispiel in dem Sinne, dass die Pflicht zu Mengenangaben auf die letzte Handelsstufe (Abgabe der Ware an den Letztverbraucher) beschränkt wird, könnte den in der Praxis bestehenden Schwierigkeiten und kostenerhö- henden Doppelspurigkeiten begegnet werden. Der Bundes- rat wird gebeten, die Deklarationsverordnung unter diesem Gesichtspunkt zu überprüfen und möglichst bald im Sinne des Postulates zu ändern. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 83.303 Postulat Darbellay Agrarimporte. Dreiphasensystem Importations agricoles. Système des trois phases Wortlaut des Postulates vom 31. Januar 1983 Der Bundesrat wird eingeladen, gestützt auf Artikel 25 Absatz 4 der Verordnung über wirtschaftliche Bestimmun- gen des Landwirtschaftsgesetzes, die notwendigen Mass- nahmen zu treffen, damit - die Lagerbestände an Obst und Gemüse, die beim Über- gang von einer Phase zur anderen verfügbar sind, systema- tisch kontrolliert werden und - diese Kontrollen alle Handelsstufen bis und mit den Detailhandel erfassen. Texte du postulat du 31 janvier 1983 Le Conseil fédéral est invité à prendre, en vertu de l'arti- cle 25, 4e alinéa, de l'ordonnance relative à des dispositions de caractère économique de la loi sur l'agriculture, les mesures nécessaires - pour que les stocks de fruits et de légumes disponibles au moment du passage d'une phase à l'autre soient contrôlés d'une manière systématique, - et que l'objet de ces contrôles s'étende à tous les éche- lons de la distribution jusque et y compris au commerce de détail. Mitunterzeichner - Cosignataires: Barras, Biderbost, Butty, de Chastonay, Couchepin, Dupont, Jung,' Kühne, Martin, Nussbaumer, Thévoz, Tochon, Zbinden (13) Schriftliche Begründung - Développement par écrit En été 1982, une fois de plus, il a été constaté sur le marché, à une date avancée de la troisième phase, une certaine quantité de pommes et d'abricots de provenance étrangère. Le système des trois phases n'est nullement remis en cause par cette constatation; les dates de passage d'une phase à l'autre sont d'ailleurs fixées en tenant compte de l'avis des divers milieux intéressés. Nous constatons cependant que le système de contrôle comporte des lacunes inadmissibles. D'une part, les crédits à disposition pour les voyages de contrôle, comme le nombre de personnes affectées à ce service, ne permettent pas un contrôle strict des stocks des importateurs au début des phases deux et trois. D'autre part, la possibilité qu'ont aujourd'hui les commerces de détail de constituer leurs propres stocks rend inopérants les contrôles faits à l'échelon précédent. Il est donc urgent - de doter les services compétents du personnel et des crédits nécessaires à l'accomplissement de leurs tâches; - de revoir les dispositions d'application pour soumettre auxdits contrôles tous les échelons de la commercialisation, commerce de détail compris. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral L'application du système des trois phases a fait apparaître que le devoir de diligence auquel sont tenus les importa- teurs de fruits et de légumes au cours des phases pendant lesquelles l'importation est libre ou limitée n'était pas énoncé avec une clarté suffisante dans l'article 25 de l'or- donnance générale sur l'agriculture et dans l'article 3 de l'arrêté sur l'importation de pommes et de poires de table. Le Conseil fédéral a donc révisé lesdites dispositions, avec effet à partir du 15 juillet 1983. Les conditions associées à l'octroi de licences générales d'importation et de permis d'importation ont ainsi été précisées, dans le cadre des bases légales existantes et en tenant compte de la jurispru- dence du Tribunal fédéral. En cas de non-respect des condi- tions mises à l'octroi d'un permis d'importation et si des perturbations graves risquent d'en résulter pour le place- ment du produit indigène, l'importateur concerné pourra en outre être obligé de retirer du marché l'excédent de mar- chandises importées. Le Conseil fédéral est d'avis que les mesures adoptées respectent le principe de la proportionnalité et il n'envisage pas, pour le moment, des mesures allant plus loin. La récente révision des prescriptions relatives au devoir de diligence des importateurs devrait permettre d'éviter la répé- tition des événements de l'année passée. Cependant une transition sans heurt d'une phase à l'autre - c'est-à-dire la prévention de difficultés d'écoulement des produits indi- gènes comme aussi de lacunes dans l'approvisionnement du marché - dépendra comme par le passé de l'exactitude avec laquelle les producteurs, les importateurs et les ser- vices de l'administration sauront évaluer, dans le cadre des commissions de spécialistes compétentes, la situation des stocks, les perspectives de récolte et l'évolution de la con- sommation. A la lumière des expériences très largement positives qui ont été faites jusqu'à ce jour avec le système des trois phases, les milieux intéressés devraient être à même de pourvoir à un fonctionnement harmonieux du système. Vu le plafonnement des effectifs, le Conseil fédéral ne peut pas donner suite à la proposition d'augmenter le personnel des services de l'administration responsables des contrôles; il est prêt, en revanche, à un renforcement des disponibilitésSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Alder Wareneinfuhr. Mengenangaben Postulat Alder Ordonnance sur les déclarations. Indications de quantité In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1983 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 83.497 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 07.10.1983 - 08:00 Date Data Seite 1514-1515 Page Pagina Ref. No 20 011 851 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.