<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: RG.2019.00001</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=218937&amp;W10_KEY=13013494&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>RG.2019.00001</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.01.2019</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung (Revision der Verfügung VB.2018.00716 vom 04.12.2018) </b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Fristwiederherstellungsgesuch nach von der Anwältin verpasster Nachfrist für das Unterzeichnen auf der Beschwerdeschrift.] Für Anwältinnen und Anwälte gilt bezüglich zu beobachtender Sorgfalt ein besonders strenger Massstab. Im vorliegenden Fall handelt es sich um eine grobe Nachlässigkeit der Anwältin, wenn sie ihre Kanzleimitarbeiterin nur in allgemeiner Form bezüglich Bedeutung der Fristwahrung belehrt, am Endtermin der Frist jedoch keine konkreten Instruktions- oder Kontrollmassnahmen durchgeführt hat (E. 2). Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRISTVERSÃUMNIS">FRISTVERSÃUMNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRISTWIEDERHERSTELLUNG">FRISTWIEDERHERSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRISTWIEDERHERSTELLUNGSGESUCH">FRISTWIEDERHERSTELLUNGSGESUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHFRIST">NACHFRIST</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SORGFALTSMASSSTAB">SORGFALTSMASSSTAB</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 12 Abs. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=40152" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">RG.2019.00001</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschluss</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">23. Januar 2019</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Jso Schumacher<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter AndrÃ© Moser, Verwaltungsrichter Marco Donatsch, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Markus Huber. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch B und C,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Gesuchsteller, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><b><span> </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Gesuchsgegner, </span></b></p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Fristwiederherstellung</span></b><b>,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><span>Der AuslÃ¤nder A hatte im Rahmen eines Familiennachzugs lÃ¤ngst erfolglos um eine Aufenthaltsbewilligung fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich ersucht und war rechtskrÃ¤ftig aus der Schweiz weggewiesen worden, als er nach zwischenzeitlichem Untertauchen um eine HÃ¤rtefallbewilligung einkam; das Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich behandelte dies als WiedererwÃ¤gungsgesuch und trat darauf mit VerfÃ¼gung vom 18. Juni 2018 nicht ein.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Der Rekurs von A dawider wies die Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 28. September 2018 ab und setzte A zugleich eine neue Frist zum Verlassen der Schweiz bis 29. Oktober selbigen Jahres.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A fÃ¼hrte dagegen als GeschÃ¤ft VB.2018.00716 rubrizierte Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Eine PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 7. November 2018 entzog dem Rechtsmittel die aufschiebende Wirkung und setzte nebst anderem eine einmalige, nicht erstreckbare Frist von fÃ¼nf Tagen, um den Mangel einer der Beschwerde fehlenden Unterschrift zu beheben, ansonsten sich auf das Rechtsmittel nicht eintreten lasse. Die durch ein Wochenende um zwei Tage verlÃ¤ngerte Frist lief am (Montag,) 19. des nÃ¤mlichen Monats ab. Die damalige AnwÃ¤ltin von A reichte unter jenem Datum zwar eine unterzeichnete Beschwerdeschrift ein; diese wurde der Post aber erst tags darauf Ã¼bergeben. Mit VerfÃ¼gung vom 4. Dezember des letzten Jahres â der AnwÃ¤ltin am 17. gleichen Monats zugestellt â nahm der Einzelrichter das Rechtsmittel androhungsgemÃ¤ss nicht an die Hand (auf www.vgrzh.ch nicht verÃ¶ffentlicht).</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Die AnwÃ¤ltin von A ersuchte am 3./4. Januar 2019 um Wiederherstellung der Frist fÃ¼r das Nachleisten der Unterschrift und brachte im Wesentlichen vor:</p> <p class="Urteilstext">" Die Unterzeichnete liess diese Fassung [der formgerechten Beschwerdeschrift] von ihrer Sekretariatsangestellten am 19. November ausfertigen und unterzeichnete diese persÃ¶nlich, so dass sie am gleichen Tag und damit fristgerecht per Einschreiben an das Verwaltungsgericht geschickt werden wÃ¼rde. Aufgrund eines sehr bedauerlichen VersÃ¤umnisses des anwaltlichen Sekretariats wurde die Eingabe jedoch erst am 20. November 2018 abgeschickt. [â¦] </p> <p class="Urteilstext">Die Unterzeichnende hatte [â¦] einen neuen Ausdruck der [â¦] Beschwerde unterschrieben und an ihr Sekretariat gegeben [â¦ und] konnte [â¦] â nachdem sie ihre Kanzleimitarbeiterin ausdrÃ¼cklich auf die Bedeutung der Einhaltung von gerichtlichen Fristen hingewiesen und sie entsprechend belehrt hatte â durchaus davon ausgehen, dass ihre Angestellte die unterzeichnete Fassung fristgerecht bei der Post aufgeben wÃ¼rde. [â¦]</p> <p class="Urteilstext">Der betreffenden Mitarbeiterin wurde nach Erhalt der VerfÃ¼gung vom 04. Dezember 2018 [â¦] mit Wirkung auf den 21. Dezember 2018 gekÃ¼ndigt und sie ist nicht mehr bei der Unterzeichnenden tÃ¤tig.</p> <p class="Urteilstext">Es wurden ausserdem seither zusÃ¤tzliche Massnahmen in das Organisationssystem der betreffenden Kanzlei eingefÃ¼hrt, so dass nun zu jeder Zeit die Angestellten durch Unterschrift bestÃ¤tigen mÃ¼ssen, dass Eingaben innerhalb der vermerkten Frist versendet wurden. Die Unterzeichnende selbst Ã¼berprÃ¼ft den Fristenlauf jeder Sendung, die von ihr unterzeichnet die KanzleirÃ¤ume verlÃ¤sst, damit ein solches VersÃ¤umnis nicht wieder vorkommen kann.</p> <p class="Urteilstext">[â¦] Die Unterzeichnende ist seit [â¦] 2006 als RechtsanwÃ¤ltin zugelassen und ein vergleichbares VersÃ¤umnis ihrer selbst oder ihrer Kanzlei konnte ihr in ihrer Laufbahn nicht vorher vorgeworfen werden. Die Unterzeichnende Ã¼bt ihren Beruf als RechtsanwÃ¤ltin unbescholten und ausserordentlich sorgfÃ¤ltig aus. [â¦]</p> <p class="Urteilstext">Letztlich mÃ¶chte ich ausdrÃ¼cklich mein eigenes grosses Bedauern bekunden, dass ich als unterzeichnende RechtsanwÃ¤ltin nicht nochmals die fristgerechte Absendung meiner (rechtzeitig unterschriebenen) Eingabe durch meine Sekretariatsangestellte Ã¼berprÃ¼ft habe. Meine Angestellte hat sich bis zum 19. November 2018 nie etwas zu Schulden kommen lassen und hat fÃ¼r mich vorher ausnahmslos sehr zufriedenstellend Arbeiten erledigt."</p> <p class="Urteilstext">Hierauf wurde das gegenwÃ¤rtige Verfahren angelegt und wurden die VerfÃ¼gung des Einzelrichters vom 4. Dezember 2018 sowie die Akten jenes GeschÃ¤fts beigezogen. Am 8. Januar 2019 liess die neue Vertretung von A wissen, sie habe der bisherigen mit Schreiben vom Vortag wegen "vollkommenen Vertrauensverlust[s]" das Mandat entzogen; sie hielt gleichzeitig am Fristwiederherstellungsgesuch fest.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft seine ZustÃ¤ndigkeit kraft des § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) von Amts wegen. Gesuche um Wiederherstellung der Rechtsmittelfrist â hier in deren weiterem Sinn und unstreitig verpasst, ansonsten es auch gar nicht um Restitution einzukommen gÃ¤lte â mÃ¼ssen bei jener Instanz eingereicht werden, die das (verspÃ¤tete) Rechtsmittel zu behandeln hÃ¤tte (Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014, § 12 N. 90; VGr, 26. MÃ¤rz 2018, SB.2018.00025, E. 4.1). Das ist betreffend erstinstanzliche Rekursentscheide einer Direktion Ã¼ber Anordnungen einer Verwaltungseinheit der Direktion unter anderem auf dem Gebiet des AuslÃ¤nderrechts nach §§ 41â44 in Verbindung mit §§ 19 Abs. 1 lit. a und Abs. 3 Satz 1, 19a sowie 19b Abs. 1 und 2 lit. b Ziff. 1 VRG das Verwaltungsgericht (im selben Sinn die einzelrichterliche VerfÃ¼gung vom 4. Dezember 2018; zum Ganzen VGr, 30. November 2018, RG.2018.00005, E. 1 Abs. 1).</p> <p class="Erwgung2">Wie sich alsbald zeigt, ergeht hier ein Endentscheid (vgl. PlÃ¼ss, § 12 N. 94, Nicolas von Werdt in: HansjÃ¶rg Seiler et al., Bundesgerichtsgesetz [BGG], 2. A., Bern 2015, Art. 93 N. 11); diesen gilt es â anders als die einzelrichterliche VerfÃ¼gung vom 4. Dezember 2018 â mangels SondertatbestÃ¤nden im Sinn der §§ 38a und 38b VRG gemÃ¤ss § 38 Abs. 1 VRG in Dreierbesetzung zu fÃ¤llen (siehe VGr, 30. November 2018, RG.2018.00005, E. 1 Abs. 2).</p> <p class="Erwgung2">Im Ãbrigen kommt eine Fristwiederherstellung auch wie hier nach Ergehen des Entscheids zum verspÃ¤teten Rechtsmittel in Betracht (PlÃ¼ss, § 12 N. 93; VGr, 30. November 2018, RG.2018.00005, E. 1 Abs. 3).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2">§ 70 in Verbindung mit § 12 Abs. 2 VRG erlaubt, eine versÃ¤umte Frist wiederherzustellen, wenn die SÃ¤umigen sich nicht grob nachlÃ¤ssig verhalten haben und sie binnen zehn Tagen nach Wegfall des Grunds, welcher die Fristwahrung verhindert hat, ein Restitutionsgesuch einreichen (Satz 1); wird dieses gutgeheissen, betrÃ¤gt die Frist zum Nachholen der versÃ¤umten â hier freilich lÃ¤ngst erfolgten â Rechtshandlung ebenfalls zehn Tage (Satz 2). FristauslÃ¶send fÃ¼r die ersten zehn Tage wirkt der Moment, in dem jemand aufgrund der ihm bekannten UmstÃ¤nde wissen oder damit rechnen muss, eine Frist verpasst zu haben, und es ihm objektiv mÃ¶glich und subjektiv zumutbar ist, selber tÃ¤tig zu werden oder eine Drittperson mit der Interessenwahrung zu beauftragen (PlÃ¼ss, § 70 N. 8 in Verbindung mit § 12 N. 85; VGr, 30. November 2018, RG.2018.00005, E. 2 Abs. 1).</p> <p class="Erwgung2">BezÃ¼glich zu beobachtender Sorgfalt ist die Praxis streng (PlÃ¼ss, § 12 N. 45; VGr, 21. MÃ¤rz 2018, VB.2018.00013, E. 3.3, sowie 28. Mai 2018, VB.2018.00073, E. 1.6 Abs. 1). Die Verfahrensbeteiligten mÃ¼ssen sich FristversÃ¤umnisse einer Vertretung anrechnen lassen (PlÃ¼ss, § 12 N. 55). FÃ¼r AnwÃ¤lte und AnwÃ¤ltinnen gilt ein besonders strenger Massstab (PlÃ¼ss, § 12 N. 50; zum Ganzen VGr, 21. November 2018, RG.2018.00006, E. 2.1 Abs. 2). So handelt es sich im Zusammenhang mit Hilfspersonen beispielsweise um grobe NachlÃ¤ssigkeit, "wenn ein Anwalt eine Rechtsschrift erst am letzten Tag der Frist fertigstellt und gegenÃ¼ber der Hilfsperson keine konkreten Instruktions- oder Kontrollmassnahmen ergreift, etwa indem er ihr die Rechtsschrift persÃ¶nlich Ã¼bergibt und ausdrÃ¼cklich darauf hinweist, dass sie gleichentags der Post Ã¼bergeben werden muss, oder indem er sich bei Betriebsschluss vergewissert, dass die Rechtsschrift nicht in der Kanzlei liegengeblieben ist" (PlÃ¼ss, § 12 N. 58 mit Hinweis).</p> <p class="Erwgung2">Genau um einen solchen Fall handelt es sich hier. Die AnwÃ¤ltin behauptet nur, ihre Kanzleimitarbeiterin, zu deren BeschÃ¤ftigungsbeginn sie Ã¼brigens nichts verrÃ¤t, bezÃ¼glich Bedeutung der Fristwahrung â in allgemeiner Form â belehrt, aber gerade nicht, sie am Endtermin des 19. November 2018 sowie Tag der Unterzeichnung eigens darauf hingewiesen zu haben, dass die Beschwerdeschrift noch gleichentags zur Post gebracht werden mÃ¼sse; gegenteils rÃ¤umt sie ein, sie habe auch keine entsprechende Kontrolle durchgefÃ¼hrt, und will erst spÃ¤ter organisatorische Massnahmen getroffen haben, um kÃ¼nftig VersÃ¤umnisse der eingetretenen Art zu verhindern. Binnen bloss zweier Wochen sind ihr ebenso viele Fehler unterlaufen, nÃ¤mlich zunÃ¤chst der behebbare mangelnder Unterschrift und dann der unheil- sowie ihrem Mandanten anrechenbare beim Versuch, den ersten wettzumachen (siehe zum Ganzen oben III, gleichfalls zum Folgenden). Mithin ist das Restitutionsgesuch ungeachtet dessen abzuweisen, ob es die AnwÃ¤ltin, die sich statt auf § 12 Abs. 2 Satz 1 VRG fÃ¤lschlich auf Art. 24 des (eidgenÃ¶ssischen) Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (SR 172.021) beruft, rechtzeitig eingereicht habe (dazu vorn 2 Abs. 1). Einen Rechtsverlust des Gesuchstellers gÃ¤lte es in Kauf zu nehmen, wobei die PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 7. November 2018 die Beschwerde als "offenkundig aussichtslos" apostrophierte (vgl. PlÃ¼ss, § 12 N. 57; VGr, 21. November 2018, RG.2018.00006, E. 2.2 Abs. 3).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2">AusgangsgemÃ¤ss laut § 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG sind die Gerichtskosten dem Gesuchsteller aufzuerlegen (siehe PlÃ¼ss, § 65a N. 20 in Verbindung mit § 13 N. 65; VGr, 21. November 2018, RG.2018.00006, E. 3).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><span>Zur Rechtsmittelbelehrung in Ziff. 4 des nachstehenden Beschlussdispositivs bleibt Folgendes zu erlÃ¤utern (vgl. auch PlÃ¼ss, § 12 N. 94; VGr, 30. November 2018, RG.2018.00005, E. 4):</span></p> <p class="Erwgung2">Soweit im Hintergrund ein Anwesenheitsanspruch des Gesuchstellers geltend gemacht werden will, ist Beschwerde in Ã¶ffentlichrechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) zu erheben (siehe Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG e contrario; BGE 139 I 330 E. 1.1; Daniela Thurnherr in: Martina Caroni/Thomas GÃ¤chter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder [AuG], Bern 2010, Art. 112 N. 39 ff.; HansjÃ¶rg Seiler in: Seiler et al., Art. 83 N. 25 ff.; Thomas HÃ¤berli, Basler Kommentar, 2018, Art. 83 BGG N. 65 ff.). Andernfalls steht lediglich die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG zu Gebot (vgl. zu ihrer hier besonders beschrÃ¤nkten Reichweite Peter NiderÃ¶st, Sans-Papiers in der Schweiz, in: Peter Uebersax et al. [Hrsg.], AuslÃ¤nderrecht, 2. A., Basel 2009, S. 373 ff., Rz. 9.33; Thurnherr, Art. 112 N. 72â75; Seiler, Art. 83 N. 24, Art. 115 N. 27; HÃ¤berli, Art. 83 N. 61).</p> <p class="Erwgung2">Das Ergreifen beider Rechtsmittel mÃ¼sste laut Art. 119 Abs. 1 BGG in der gleichen Rechtsschrift geschehen.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Das Gesuch um Fristwiederherstellung wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 1'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem Gesuchsteller â soweit mÃ¶glich unter Verrechnung mit dessen noch unverbrauchter Restkaution im GeschÃ¤ft VB.2018.00716 â auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Gegen diesen Beschluss kann im Sinn der ErwÃ¤gung 4 Beschwerde erhoben werden. Sie ist binnen 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, 1000 Lau­sanne 14.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>