<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2004.00069</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204563&amp;W10_KEY=4467140&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2004.00069</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 03.11.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 2002</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Abzugsfähigkeit der Kosten für HWV-Studium<br/><br/>Eine Weiterbildung liegt stets vor, wenn das Lernen darauf ausgerichtet ist, das zur Ausübung der betreffenden beruflichen Tätigkeit erforderliche Fachwissen zu aktualisieren, zu vertiefen und zu erweitern. Die Kenntnisse und Fähigkeiten, die der Pflichtige im berufsbegleitend absolvierten Studium der Betriebsökonomie an der Fachhochschule für Wirtschaft und Verwaltung Zürich erworben hat, gingen indessen weit über seinen hauptsächlich das Marketing und den Verkauf beschlagenden beruflichen Aufgabenbereich als Product Manager Internet hinaus. Er hat nicht vertiefte Kenntnisse und grössere Fähigkeiten auf dem Gebiet des Produktmanagements, sondern ganz allgemein in Betriebsökonomie erworben. Das Studium ist deshalb als Ausbildung zum Betriebsökonomen und nicht als Weiterbildung im bisherigen Beruf als Product Manager zu qualifizieren, so dass die Studienkosten als nicht abzugsfähige Ausbildungskosten zu würdigen sind. Abweisung der Beschwerde.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABZUGSFÃHIGKEIT">ABZUGSFÃHIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ALLGEMEINWISSEN">ALLGEMEINWISSEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSBILDUNG">AUSBILDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSBILDUNGSKOSTEN">AUSBILDUNGSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BETRIEBSÃKONOMIE">BETRIEBSÃKONOMIE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINKOMMENSSTEUER">EINKOMMENSSTEUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FACHHOCHSCHULE">FACHHOCHSCHULE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HOCHSCHULE FÃR WIRTSCHAFT UND VERWALTUNG">HOCHSCHULE FÃR WIRTSCHAFT UND VERWALTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MARKETING">MARKETING</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NOVENVERBOT">NOVENVERBOT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRODUKTMANAGEMENT">PRODUKTMANAGEMENT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEITERBILDUNG">WEITERBILDUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEITERBILDUNGSKOSTEN">WEITERBILDUNGSKOSTEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 26 Abs. I lit. d StG</span><br/><span class="ungerade">§ 33 lit. b StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 1 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>A schloss im Jahr 1997 die Handelsschule ab. Seit dem 1. MÃ¤rz 1998 ist er bei C bzw. deren Rechtsnachfolgerin D angestellt, zunÃ¤chst als "Call Center Agent", hernach als "Sales Administrator", dann als "System Engineer Internet" und schliesslich seit MÃ¤rz 2001 als "Product Manager Internet". Im Herbst 2000 hatte er berufsbegleitend den Lehrgang zum dipl. BetriebsÃ¶konom FH an der (Fach-)Hochschule fÃ¼r Wirtschaft und Verwaltung ZÃ¼rich aufgenommen.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Das kantonale Steueramt veranlagte A mit EinschÃ¤tzungs- und Einspracheentscheid vom 21. Oktober 2003 bzw. 26. MÃ¤rz 2004 fÃ¼r die Steuerperiode 2002 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. â¦. Dabei liess es die als Weiterbildungs­kosten geltend gemachten Aufwendungen fÃ¼r das Hochschulstudium lediglich im Umfang der Ausbildungspauschale von Fr. 400.- zum Abzug zu und wÃ¼rdigte die von der Arbeitgeberin Ã¼bernommenen Schulkosten von Fr. 9'755.- als zusÃ¤tzliche steuerbare ErwerbseinkÃ¼nfte.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Der PrÃ¤sident der Steuerrekurskommission III wies den Rekurs des Pflichtigen am 15. Juni 2004 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Mit Beschwerde vom 3. September 2004 liess der Pflichtige dem Verwaltungsgericht beantragen, er sei gemÃ¤ss SteuererklÃ¤rung, d.h. mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. â¦ einzuschÃ¤tzen. Ausserdem verlangte er eine ParteientschÃ¤digung. Er stellte sich auf den Standpunkt, bei den Studienkosten handle es sich vollumfÃ¤nglich um abzugsfÃ¤hige Weiterbildungskosten.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Der PrÃ¤sident der Steuerrekurskommission III und das kantonale Steueramt schlossen auf Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span> zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Das Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sachverhalt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das von der Re­kurs­kommission in Ãbereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf Angemessen­heit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekursinstanz zu setzen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts erstreckt sich lediglich auf rechtsverletzende Ermessensfehler, d.h. auf ErmessensÃ¼berschreitung und auf Ermessensmissbrauch.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Ihr Ermessen Ã¼berschreitet die BehÃ¶rde, wenn sie den Rahmen des ihr gesetzlich zustehenden Ermessens verlÃ¤sst, indem sie nach Ermessen entscheidet, obwohl ihr das Gesetz kein solches einrÃ¤umt. Ein Ermessensmissbrauch liegt vor, wenn die BehÃ¶rde das Ermessen zwar im gesetzlich vorgegebenen Rahmen ausÃ¼bt, dieses aber unter sachfremden Gesichtspunkten oder in Missachtung allgemeiner Rechtsprinzipien betÃ¤tigt; das ist insbesondere der Fall, wenn die ErmessensbetÃ¤tigung als unhaltbar, als willkÃ¼rlich und rechtsungleich erscheint (RB 1999 Nr. 147).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Im Steuerbeschwerdeverfahren gilt das Novenverbot, wonach neue tatsÃ¤chliche Vorbringen oder Beweismittel vor Verwaltungsgericht ausgeschlossen sind. FÃ¼r das Gericht ist somit die gleiche Aktenlage massgebend wie fÃ¼r die Rekurskommission. Tatsachen oder Beweismittel, die nicht im Rekursverfahren â und zwar grundsÃ¤tzlich wÃ¤hrend der Rekursfrist â behauptet bzw. vorgelegt oder angerufen sind, dÃ¼rfen infolgedessen mit der Beschwerde nicht nachgebracht werden. Ausgenommen sind einzig echte Noven, namentlich neue tatsÃ¤chliche Behauptungen und Beweismittel, die auf einem Revisions- oder Nachsteuergrund (§ 155 bzw. § 160 StG) beruhen oder der StÃ¼tzung von geltend gemachten Rechtsverletzungen dienen, die ihrer Natur nach neuer tatsÃ¤chlicher Vorbringen oder Beweismittel bedÃ¼rfen. Neue, erstmals vor Verwaltungsgericht gestellte Rechtsbegehren sind schliesslich allgemein zulÃ¤ssig, sofern sie sich nicht auf Tatsachen und Beweismittel stÃ¼tzen, welche unter das Novenverbot fallen (RB 1999 Nr. 149).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Bei unselbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit werden als Berufskosten laut § 26 Abs. 1 lit. d StG die mit dem Beruf zusammenhÃ¤ngenden Weiterbildungs- und Umschulungskosten abgezogen. Nicht abzugsfÃ¤hig sind demgegenÃ¼ber gemÃ¤ss § 33 lit. b StG die Ausbildungskosten.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Unter den Ausbildungskosten sind Aufwendungen zu verstehen, welche die AusÃ¼bung eines bestimmten Berufs Ã¼berhaupt ermÃ¶glichen oder hierzu befÃ¤higen. Sie bilden mangels qualifiziert engen wesentlichen Zusammenhangs mit einer vorbeste­henden so genannten an­gestammten beruflichen TÃ¤tigkeit keine Berufskosten im Sinn des Gesetzes (vgl. RB 1995 Nr. 36, auszugsweise verÃ¶ffentlicht in StE 1995 B 22.3 Nr. 57), sondern nicht abzugsfÃ¤hige private Lebenshaltungskosten (vgl. Philip Funk, Der Begriff der Gewinnungs­kosten nach schweizerischem Einkommens­steuerrecht, GrÃ¼sch 1989, S. 95; August Reimann/Ferdinand Zuppinger/Erwin SchÃ¤rrer, Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, 2. Bd., Bern 1963, § 25 N. 18).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>DemgegenÃ¼ber gelten Aufwendungen, mit welchen die Erhaltung und/oder Sicherung der vom Steuerpflichtigen erreichten beruflichen Stellung oder der Aufstieg in eine gehobenere Stellung im angestammten Beruf bezweckt wird, als Weiterbildungskosten und sind damit abzugsfÃ¤hige Berufskosten (VGr, 3. Juli 1996, StE 1997 B 27.6 Nr. 12 E. 1b mit weiteren Hinweisen). Solche Kosten sind also Auslagen, die getÃ¤tigt werden, um im angestammten Beruf auf dem Laufenden zu bleiben oder dessen steigenden oder neuen Anforderungen zu genÃ¼gen (Ziff. 3.2 Abs. 1 des Kreisschreibens Nr. 26 der EidgenÃ¶ssischen Steuerverwaltung vom 22. September 1995 betreffend Abzug von Berufskosten der unselbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit, ASA 64 [1995/96] S. 692 ff., 693 f.), aber auch solche Aufwendungen, die den Erwerb besonderer Fachkenntnisse mit Blick auf eine Spezialisierung oder den Aufstieg im angestammten Beruf bezwecken (vgl. Peter Locher, Kommentar zum DBG, Therwil/Basel 2001, Art. 26 N. 62 f.).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Zielen die Aufwendungen aber auf einen Aufstieg in eine von der bisherigen BerufstÃ¤tigkeit zu unterscheidende hÃ¶here Stellung oder gar in einen anderen Beruf, so sind die betreffenden Aufwendungen als solche fÃ¼r die Ausbildung zu einem neu­en Beruf zu wÃ¼rdigen und demzufolge zu den grundsÃ¤tzlich nicht abzugsfÃ¤higen privaten Lebenshaltungskosten zu rechnen (BGE 113 Ib 114 E. 3 = StE 1988 B 27.6 Nr. 5; Locher, Art. 26 N. 64; Markus Reich in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/1, 2. A. Basel etc. 2002, Art. 9 StHG N. 11 f.).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Im 4. Kapitel "Berufsorientierte Weiterbildung" vermittelt die Vorschrift von Art. 30 lit. a des </span>Be­rufsbildungsgesetzes<span> vom </span>13. Dezember 2002 (BBG) <span>jedenfalls insofern ein taugliches Kriterium fÃ¼r den Weiterbil­dungsbegriff von § 26 Abs. 1 lit. d StG, als die </span>berufsorientierte Weiterbildung dazu dient, "durch organisiertes Lernen bestehende berufliche Qualifikationen zu erneuern, zu vertiefen und zu erweitern [â¦]". Die in Art. 30 lit. a und lit. b BBG erwÃ¤hnten weiteren Zwecksetzungen, "neue berufliche Qualifikationen zu erwerben" bzw. "die berufliche FlexibilitÃ¤t zu unterstÃ¼tzen", erweisen sich indessen als Elemente der Umschulung oder Ausbildung.</p> <p class="Erwgung2"><span>Eine Weiterbildung liegt stets vor, wenn das Lernen darauf ausgerichtet ist, das zur AusÃ¼bung der betreffenden beruflichen TÃ¤tigkeit erforderliche Fachwissen zu aktualisieren, zu vertiefen und zu erweitern. Das in Frage stehende berufliche Fachwissen kann in der Praxis erlernt worden sein. Einer diesbezÃ¼glichen eigentlichen Grundausbildung â die es im Ãbrigen fÃ¼r verschiedene berufliche TÃ¤tigkeiten gar nicht gibt â bedarf es nicht (vgl. Michael Beusch, Bildungskosten â Eine Analyse der Abgrenzung von Aus- und Weiterbildung anhand neuerer Entwicklungen in der Rechtsprechung, zsis) Zeitschrift fÃ¼r Schweizerisches und Internationales Steuerrecht, AufsÃ¤tze, www.zsis.ch, Ziff. 24 und 47).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Soweit die Allgemeinbildung verbessert werden soll, handelt es sich in der Regel steuerrechtlich um zusÃ¤tzliche Ausbildung. Werden derartige Kenntnisse im Rahmen der beruflichen Weiterbildung vermittelt, so vermÃ¶gen sie an der Qualifikation der hierfÃ¼r getÃ¤tigten Aufwendung als Weiterbildungskosten nichts zu Ã¤ndern, sofern ihnen nur untergeordneter Charakter zukommt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Das vom Pflichtigen besuchte, acht Semester dauernde berufsbegleitende Studium der BetriebsÃ¶konomie an der (Fach-)Hochschule fÃ¼r Wirtschaft und Verwaltung wird mit dem gesetzlich geschÃ¼tzten Titel eines (dipl.) BetriebsÃ¶konom FH (frÃ¼her: eidg. dipl. Betriebs­Ã¶konom HWV) abgeschlossen, welcher dem akademischen Grad eines Bachelor entspricht. Fachhochschulen sind nach Art. 2 des Fachhochschulgesetzes vom 6. Oktober 1995 (FHSG) "AusbildungsstÃ¤tten der Hochschulstufe, die grundsÃ¤tzlich auf einer beruflichen Grundausbildung aufbauen". Sie bereiten laut Art. 3 FHSG "durch praxisorientierte Diplomstudien auf berufliche TÃ¤tigkeiten vor, welche die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden erfordern". Sie vermitteln nach Art. 4 FHSG in den Diplomstudien den Studierenden Allgemeinbildung und grundlegendes Wissen und befÃ¤higen sie insbesondere, in ihrer beruflichen TÃ¤tigkeit selbstÃ¤ndig oder innerhalb einer Gruppe Methoden zur ProblemlÃ¶sung zu entwickeln und anzuwenden (lit. a) sowie die berufliche TÃ¤tigkeit nach den neuesten Erkenntnissen von Wissenschaft, Technik und Wirtschaft auszuÃ¼ben (lit. b). Das Fachhochschulstudium vermittelt somit, wie das UniversitÃ¤tsstudium, besonders hoch stehende Berufskenntnisse und unterscheidet sich von diesem im Grunde genommen einzig dadurch, dass es nicht vorrangig wissenschaftlich, sondern vorwiegend praxisorien­tiert ist.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Das Studium an der Hochschule fÃ¼r Wirtschaft und Verwaltung erfordert eine praktische BerufsausÃ¼bung â zur Hauptsache entweder </span>eine Grundausbildung in einem der Studienrichtung verwandten Beruf bei einer BerufsmaturitÃ¤t (Art. 5 Abs. 1 FHSG) oder eine mindestens einjÃ¤hrige Berufserfahrung auf dem Gebiet der gewÃ¤hlten Studienrichtung bei einem eidgenÃ¶ssisch anerkannten Zeugnis (Art. 5 Abs. 2 FHSG) â <span>und wird daher vielfach berufsbegleitend absolviert. Doch stellen die Kosten eines solchen Studiums allein aus diesem Grund keine Weiterbildungskosten dar. Denn Weiterbildung setzt den Erwerb zusÃ¤tzlicher oder die Erhaltung bisheriger Kenntnisse und FÃ¤higkeiten fÃ¼r die angestammte BerufsausÃ¼bung voraus. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span>Der Pflichtige war wÃ¤hrend des Besuchs der Hochschule als "Product Manager Internet" tÃ¤tig. Die Kenntnisse und FÃ¤higkeiten, die er im Studium der Be­triebsÃ¶konomie erwarb bzw. erwerben konnte, gingen indessen weit Ã¼ber seinen hauptsÃ¤chlich das Marketing und den Verkauf (insbesondere die UnterstÃ¼tzung der Produkteentwickler bei der MarkteinfÃ¼hrung) beschlagenden beruflichen Aufgabenbereich hinaus. Das breite betriebswirtschaftliche Wissen eines "Generalisten", auf welches das Studium angelegt war, hÃ¤tte ihn befÃ¤higt, in verantwortlichen Linien- und Stabsstellen in Wirtschaft und Verwaltung anspruchsvolle Aufgaben und Positionen in zahlreichen Bereichen, wie Finanz- und Rechnungswesen, Controlling, WirtschaftsprÃ¼fung, Marke­ting und Verkauf, Or­ga­nisation, Logistik, Wirtschaftsinformatik, Personalwesen, Unter­nehmungsberatung und UnternehmungsfÃ¼hrung, zu Ã¼bernehmen (vgl. RB 2002 Nr. 99 [Leitsatz] = StE 2003 B 22.3 Nr. 75, auch zum Folgenden; bestÃ¤tigt durch VGr, 28. April 2004, SB.2003.00069, www.vgrzh.ch).</span></p> <p class="Erwgung3"><span>Der Besuch der Hochschule fÃ¼r Wirtschaft und Verwaltung ist fÃ¼r sich betrachtet als persÃ¶nlicher Leistungsausweis des Pflichtigen fÃ¼r die Erhaltung und Sicherung seiner Stellung im Beruf zweifellos hilfreich. Auch kann dieser einige der im BetriebsÃ¶konomiestudium vermittelten allgemeinen Kenntnisse und FÃ¤higkeiten, namentlich auch das VerstÃ¤ndnis fÃ¼r betriebswirtschaftliche ZusammenhÃ¤nge, in seinem angestammten Beruf auf dem Gebiet des Produktmanagements verwenden. Dennoch hat der Pflichtige nicht vertiefte Kenntnisse und grÃ¶ssere FÃ¤higkeiten in diesem TÃ¤tigkeitsbereich, sondern ganz allgemein in der BetriebsÃ¶konomie erworben. Statt Spezialwissen auf dem Gebiet des Marketings und des Verkaufs hat er sich Allgemeinwissen als betriebswirtschaftlicher Generalist angeeignet. Das aber ist Ausbildung zum BetriebsÃ¶konomen und nicht Weiterbildung im bisherigen Beruf als Product Manager.</span></p> <p class="Erwgung3"><span>Inwiefern die betriebswirtschaftliche Ausbildung des Pflichtigen an der Kantonalen Handelsmittelschule Hottingen (ZÃ¼rich) dazu fÃ¼hren soll, dass die Aufwendungen fÃ¼r das Hochschulstudium der BetriebsÃ¶konomie als abzugsfÃ¤hige Weiterbildungskosten zu wÃ¼rdigen seien, kann nicht nachvollzogen werden. Im Ãbrigen wird die diesbezÃ¼gliche Beschreibung der Ausbildungsinhalte und -strukturen erstmals in der Beschwerde vorgebracht und werden hierfÃ¼r Beweismittel angeboten. Diese tatsÃ¤chlichen Behauptungen und Beweismittel sind daher neu; wegen des Novenverbots (vgl. vorn E. 1.2) sind sie infolgedessen nicht zu hÃ¶ren bzw. nicht abzunehmen.</span></p> <p class="Erwgung3"><span>Sowenig es der AbzugsfÃ¤higkeit von Kosten der Weiterbildung im Sinn von § 26 Abs. 1 lit. d StG schadet, wenn in deren Rahmen in untergeordnetem Mass auch zur Erweiterung des Allgemeinwissens des Lernenden beigetragen wird, sowenig vermag der Umstand, dass im Rahmen einer Ausbildung in untergeordnetem Mass auch Kenntnisse und FÃ¤higkeiten vermittelt werden, die sich im angestammten Beruf verwerten lassen, die (teil­weise) AbzugsfÃ¤higkeit von Ausbildungskosten zu bewirken. Soweit der Pflichtige derartige Kenntnisse und FÃ¤higkeiten erstmals in der Beschwerdeschrift anfÃ¼hrt, erweisen sich die betreffenden AusfÃ¼hrungen als neu und somit als unzulÃ¤ssig (vgl. vorn E. 1.2); doch kann angemerkt werden, dass sie ohnehin nur vage umschrieben sind, weshalb sie weder in qualitativer noch in quantitativer Hinsicht hÃ¤tten Ã¼berprÃ¼ft werden kÃ¶nnen.</span></p> <p class="Erwgung3"><span>Nach alldem sind die Studienkosten gesamthaft als nicht abzugsfÃ¤hige Ausbildungskosten zu wÃ¼rdigen.</span></p> <p class="Erwgung3"><span>Das fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten dem Pflichtigen aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG) und steht ihm keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in Verbindung mit § 152 und § 153 Abs. 4 StG). </span></p> <p class="Einzug1"> </p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss entscheidet der Einzelrichter:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. <span>Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Einzug2">6.<span> </span>Mitteilung an â¦</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>