<h2>SubmittedText<h2><p>Bekanntlich hat die Eidgenossenschaft die Public-Relations-Agentur Ruder &amp; Finn in den USA beauftragt, die Öffentlichkeitsinteressen unseres Staates im Zusammenhang mit der Problematik "Aufarbeitung Zweiter Weltkrieg auf dem Gebiet der Vereinigten Staaten" wahrzunehmen.</p><p>Laut Pressemitteilung in der "NZZ" vom 28. April 1998 erliess Avraham Burg, Vorsitzender der Jewish Agency in Israel und Co-Vorsitzender der World Jewish Restitution Organization (WJRO), folgende Ankündigung:</p><p>Die WJRO werde überall in aller Welt, wo es Holocaust-Überlebende gibt oder wo Schweizer Banken Filialen unterhalten, Sammelklagen gegen die Schweizer Banken einreichen.</p><p>Im letzten Satz der Pressemitteilung wird für Rückfragen eine Mitarbeiterin der Agentur Ruder &amp; Finn in Israel genannt.</p><p>Daraus ergeben sich folgende Fragen:</p><p>1. Hält der Bundesrat ein derartiges Doppelmandat für opportun?</p><p>2. Wenn nein, welches ist die Reaktion des Bundesrates?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Aufgrund der Tatsache, dass in einer Mitteilung der Jewish Agency die Absicht angekündigt wird, dass neue Sammelklagen gegen die Schweizer Banken eingereicht werden sollen, und dass eine Angestellte der PR-Agentur Ruder &amp; Finn als Kontaktperson genannt wird, entsteht unweigerlich der Eindruck, dass die Agentur sich in einem Interessenkonflikt zwischen den beiden Kunden befindet.</p><p>2. Deshalb hat das EDA am 28. April 1998 über unseren Botschafter in Washington die Auflösung des Vertrages mit sofortiger Wirkung veranlasst.</p>  Antwort des Bundesrates.