<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2005.00004</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205284&amp;W10_KEY=13013564&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2005.00004</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.08.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 12.04.2006 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Lohnnachzahlung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Seit dem Schuljahr 2001/2002 erteilen vollbeschäftigte Lehrpersonen an Regelklassen der Oberstufe 28 Wochenlektionen. Zuvor betrug die Pflichtstundenzahl für Lehrkräfte an der Sekundarschule 28 Stunden und für die Lehrkräfte der 1. und 2. Klasse der Real- und Oberschule 29 Stunden, und zwar bei Einreihung in derselben Besoldungskategorie. Der Beschwerdeführer (Realschullehrer) beantragt Lohnnachzahlungen, da er trotz gleichwertiger Tätigkeit eine um 3,5 % (1/28) höhere Pflichtstundenzahl zu unterrichten hatte. Bei der Streitigkeit um die Besoldung von Lehrkräften an den öffentlichen Schule handelt es sich um eine zivilrechtliche im Sinne von Art. 6 Abs. 1 EMRK. Daher ist das Verwaltungsgericht entgegen § 74 Abs. 2 VRG zur Behandlung der Beschwerde zuständig (E. 1). Das Gleichbehandlungsgebot (Art. 8 Abs. 1 der Bundesverfassung) verlangt, dass im öffentlichen Dienstrecht gleichwertige Arbeit gleich entlöhnt wird. Dabei ist den politischen Behörden allerdings ein grosser Spielraum in der Ausgestaltung von Besoldungsordnungen zuzugestehen: Mit dem Besoldungsklassensystem werden Tätigkeiten mit unterschiedlichem Arbeitswert in pauschalierender Weise jeweils in einer Klasse zusammengefasst. Im kantonalen Lohnsystem wird bei Einkommen, wie sie Lehrpersonen an der Oberstufe erzielen, ein Mehrwert an Arbeit erst dann notwendigerweise durch eine höhere Entlöhnung abgegolten, wenn dieser Mehrwert rund 6 % erreicht. Hinzu kommt, dass der vorliegende Unterschied im Wochenpensum keine erheblichen Auswirkungen auf die tatsächliche Gesamtarbeitszeit hat (E. 2). Abweisung </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Artikel 8, 9, 29 ff BV ST: ANSPRUCH AUF GLEICHBEHANDLUNG">ANSPRUCH AUF GLEICHBEHANDLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESOLDUNG">BESOLDUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES">INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSGLEICHHEITSGEBOT">RECHTSGLEICHHEITSGEBOT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 8 Abs. I BV</span><br/><span class="gerade">Art. 6 Abs. I EMRK</span><br/><span class="ungerade">§ 74 Abs. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A ist als Oberstufenlehrer tÃ¤tig und unterrichtet an der Sekundarschule, Abteilung B, was der frÃ¼heren Realschule entspricht. GemÃ¤ss AnstellungsverfÃ¼gung betrug sein Wochenpensum 29 Lektionen. Auf sein Begehren erliess das Volksschulamt des Kantons ZÃ¼rich am 21. MÃ¤rz 2001 eine begrÃ¼ndete VerfÃ¼gung.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit der RÃ¼ge, eine unterschiedliche Pflichtstundenzahl fÃ¼r die LehrkrÃ¤fte in der Oberstufenschule (Sekundarschule einerseits und Real- und Oberschule anderseits) verletze das Gleichheitsgebot, rekurrierte A wie rund 100 andere betroffene Lehrpersonen an die Bildungsdirektion des Kantons ZÃ¼rich. Sie verlangten, dass ihnen â wie den Sekundarlehrpersonen â ein auf der Basis von 28 (anstatt 29) Pflichtstunden berechneter Lohn bezahlt werde. Der Rekurs wurde insofern gegenstandslos, als die auf Beginn des Schuljahrs 2001/2002 in Kraft getretene Ãnderung der Rechtsgrundlagen fÃ¼r alle vollbeschÃ¤ftigten Lehrpersonen an Regelklassen der Oberstufe einheitlich 28 Wochenlektionen vorsieht. FÃ¼r den frÃ¼heren Zeitraum wies die Bildungsdirektion den Rekurs am 29. August 2002 ab. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Dagegen gelangte A mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich mit der Forderung um Lohnnachzahlungen von insgesamt Fr. 17'631.55. Der Einzelrichter des Verwaltungsgerichts trat darauf nicht ein und leitete die Akten an den Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich weiter. Dieser wies den Rekurs am 10. November 2004 ab, soweit er nicht gegenstandslos geworden war.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>IV. </b> </p> <p class="Urteilstext">A gelangte mit Beschwerde vom 10. Januar 2005 wiederum an das Verwaltungsgericht mit dem Begehren, den regierungsrÃ¤tlichen Beschluss aufzuheben und ihm Lohnnachzahlungen von insgesamt Fr. 17'631.55 zuzÃ¼glich Zins zu leisten, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Bildungsdirektion. Regierungsrat und Bildungsdirektion beantragten, die Beschwerde abzuweisen. Das Volksschulamt hat sich nicht vernehmen lassen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Die Beschwerde richtet sich gegen einen Rekursentscheid des Regierungsrats Ã¼ber eine personalrechtliche Anordnung gemÃ¤ss § 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG). </p> <p class="Erwgung2">Nach § 74 Abs. 2 VRG ist das Verwaltungsgericht allerdings nicht zustÃ¤ndig zur Behandlung von Beschwerden gegen Anordnungen und Rekursentscheide Ã¼ber die Einreihung und BefÃ¶rderung in Besoldungsklassen und -stufen. Im Hinblick auf diese Bestimmung hat der Einzelrichter am Verwaltungsgericht die Sache in seiner VerfÃ¼gung vom 16. Dezember 2002 an den Regierungsrat Ã¼berwiesen. Die Anwendung von § 74 Abs. 2 VRG kann jedoch durch hÃ¶herrangiges Recht ausgeschlossen werden. Vorliegend ist dies der Fall, wenn ein Anspruch auf eine gerichtliche Beurteilung aufgrund von Art. 6 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) besteht (vgl. BGE 129 I 207 E. 5).</p> <p class="Erwgung2">Nach der neueren Praxis des EuropÃ¤ischen Gerichtshofs fÃ¼r Menschenrechte und des Bundesgerichts, der sich das Verwaltungsgericht angeschlossen hat, stellen VermÃ¶gensansprÃ¼che aus dem Ã¶ffent­lichrechtlichen DienstverhÃ¤ltnis grundsÃ¤tzlich zivilrechtliche Streitigkeiten im Sinn von Art. 6 Abs. 1 EMRK dar. Besoldungsstreitigkeiten sind hiervon nur ausgenommen, wenn die betreffenden Angestellten des Gemeinwesens allgemeine Staatsinteressen zu wahren haben und an der AusÃ¼bung der Ã¶ffentlichen Gewalt teilhaben. Dies trifft namentlich auf die AngehÃ¶rigen von Armee und Polizei zu (vgl. EGMR, 8. Dezember 1999, Pellegrin, 28541/95, § 66 in Verbindung mit §§ 37-41, Rec. 1999-VIII, hudoc.echr.coe.int; VGr, 11. Juni 2003, PB.2003.00009, E. 1c, www.vgrzh.ch; RB 2002 Nr. 24 mit weiteren Hinweisen). Wie das Bundesgericht inzwischen entschieden hat, gilt dies dagegen nicht fÃ¼r LehrkrÃ¤fte an den Ã¶ffentlichen Schulen (BGE 129 I 207 E. 4.5). § 74 Abs. 2 VRG steht somit der ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts nicht entgegen (anders noch VGr, 16. Dezember 2002, PB.2002.00034, E. 2). </p> <p class="Erwgung2">Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Beschwerden mit einem Streitwert bis Fr. 20'000.- behandelt in der Regel der Einzelrichter (§ 38 Abs. 2 VRG). Die einzelrichterliche Behandlung ist jedoch ausgeschlossen, wenn ein Entscheid des Regierungsrats angefochten ist (§ 38 Abs. 3 Satz 2 VRG). Dies fÃ¼hrt vorliegend trotz des Streitwertes von unter Fr. 20'000.- zur Bearbeitung durch die Kammer.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Angesichts der vorliegenden Gerichtsbesetzung wird das gegen Verwaltungsrichter D gestellte Ausstandsbegehren gegenstandslos.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>GemÃ¤ss der seinerzeit zunÃ¤chst massgeblichen Lehrerbesoldungsverordnung vom 5. MÃ¤rz 1986 (LS 412.311 â Historische Fassung, Band 5, Nachtragnummer 029, www.zhlex.zh.ch) waren sÃ¤mtliche Lehrpersonen an Normalklassen der Oberstufe in der Besoldungskategorie III eingereiht (§ 1). Allerdings betrug die Pflichtstundenzahl fÃ¼r LehrkrÃ¤fte an der Sekundarschule 28 Stunden und fÃ¼r die LehrkrÃ¤fte der 1. und 2. Klasse der Real- und Oberschule 29 Stunden (§ 32). Abgesehen von der Terminologie Ã¤nderte sich dies mit dem In-Kraft-Treten der Lehrerpersonalverordnung vom 19. Juli 2000 (LS 412.311 â Historische Fassung, Band 5, Nachtragnummer 031, www.zhlex.zh.ch) nicht: GemÃ¤ss § 7 Abs. 1 lit. c betrugen die Pflichtlektionen fÃ¼r die Lehrpersonen der 1. und 2. Klasse in den Abteilungen B und C der Sekundarschule (frÃ¼her Real- und Oberschule) 29 Wochenlektionen, fÃ¼r die Lehrpersonen der Abteilung A (frÃ¼her Sekundarschule) nur 28 Wochenlektionen. Die gemeinsame Einreihung in die Lohnkategorie III blieb ebenfalls unverÃ¤ndert (§ 14 Lehrerpersonalverordnung). </p> <p class="Urteilstext">Als Lehrer der Realschule bzw. der Abteilung B der neuen Sekundarschule erhielt der BeschwerdefÃ¼hrer demnach denselben Lohn wie die LehrkrÃ¤fte der frÃ¼heren Sekundarschule bzw. der heutigen Abteilung A. Indes hatte er pro Woche 29 statt 28 Pflichtlektionen zu halten, also eine mehr als die Lehrpersonen der frÃ¼heren Sekundarschule bzw. der neuen Abteilung A. Mit seinem Begehren um Lohnnachzahlungen rÃ¼gt der BeschwerdefÃ¼hrer somit im Ergebnis, dass seine TÃ¤tigkeit besser zu entlÃ¶hnen gewesen wÃ¤re als die TÃ¤tigkeit der genannten anderen Lehrpersonen. Dabei geht er zwar von einer grundsÃ¤tzlich gleichwertigen TÃ¤tigkeit der beiden Berufe aus, leitet aus der um eine Stunde hÃ¶heren Pflichtstundenzahl jedoch den Anspruch auf einen hÃ¶heren Verdienst ab. </p> <p class="Erwgung2">Nachdem das ausbezahlte SalÃ¤r in Ãbereinstimmung mit dem massgeblichen Verordnungsrecht steht, ist zu prÃ¼fen, ob der BeschwerdefÃ¼hrer gestÃ¼tzt auf das verfassungsmÃ¤ssige Gleichbehandlungsgebot (Art. 8 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [BV]) dennoch Anspruch auf eine hÃ¶here EntlÃ¶hnung hat. Dabei ist allerdings zu berÃ¼cksichtigen, dass die Kognition des Verwaltungsgerichts im personalrechtlichen Beschwerdeverfahren beschrÃ¤nkt ist (§ 75 VRG). Insbesondere kommt dem Gericht keine Ermessenskontrolle zu (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 75 N. 1). </p> <p class="Erwgung2"><a id="ERW3"><b>2.2 </b>Art. 8 Abs. 1 BV verlangt, dass im Ã¶ffentlichen Dienstrecht gleichwertige Arbeit gleich entlÃ¶hnt wird. Das Bundesgericht hat den politischen BehÃ¶rden allerdings einen grossen Spielraum in der Ausgestaltung von Besoldungsordnungen zugestanden (BGE 129 I 161 E. 3.2)</a>.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.1 </b>GemÃ¤ss der Lehrerbesoldungsverordnung und gemÃ¤ss der spÃ¤teren Lehrerpersonalverordnung waren die gewÃ¤hlten Lehrer und Verweser der Volksschule in vier Besoldungskategorien eingereiht. Dabei bewegten sich die Lohnunterschiede zwischen den Kategorien in der GrÃ¶ssenordnung von 6 â 10 % (§ 1 Lehrerbesoldungsverordnung bzw. Anhang zur Lehrerpersonalverordnung). Besoldungssysteme der Ã¶ffentlichen Hand teilen die BeschÃ¤ftigten entsprechend den Funktionen regelmÃ¤ssig in Klassen, Stufen, Kategorien oder dergleichen ein. Im Kanton ZÃ¼rich bestehen fÃ¼r die ausserhalb des Lehrberufs BeschÃ¤ftigten ebenfalls Besoldungsklassen. Mit einem solchen â Ã¼blichen â Besoldungsklassensystem werden TÃ¤tigkeiten mit unterschiedlichem Arbeitswert in pauschalierender Weise jeweils in einer Klasse zusammengefasst. Bei Einkommen in der GrÃ¶ssenordnung, wie sie Lehrpersonen an der Oberstufe erzielen, betrÃ¤gt die Lohndifferenz zwischen zwei Besoldungsklassen rund 6 % (vgl. Personalverordnung vom 16. Dezember 1998 [LS 177.11]; Ã¤hnlich die frÃ¼here Beamtenverordnung vom 15. Mai 1991). Schritte von einer Besoldungsklasse zur nÃ¤chsten in dieser GrÃ¶ssenordnung sind Ã¼blich und nicht zu beanstanden. Dies bedeutet, dass ein Mehrwert an Arbeit erst dann notwendigerweise durch eine hÃ¶here EntlÃ¶hnung abgegolten wird, wenn dieser Mehrwert rund 6 % erreicht. </p> <p class="Urteilstext">Selbst wenn dem BeschwerdefÃ¼hrer darin zu folgen wÃ¤re, dass seine TÃ¤tigkeit wegen der hÃ¶heren Pflichtstundenzahl um 3,5 % (1/28) hÃ¶her zu gewichten gewesen wÃ¤re als die Arbeit der Lehrpersonen mit nur 28 Pflichtlektionen, wÃ¼rde im Hinblick auf die zulÃ¤ssige Pauschalierung nach Lohnklassen demnach kein Anspruch auf hÃ¶heren Lohn bestehen.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.2 </b>Ãberdies ist auf Folgendes hinzuweisen: Wenn eine Lehrperson pro Woche eine Pflichtstunde mehr erteilen muss als eine andere, so bedeutet dies noch nicht, dass sie auch tatsÃ¤chlich mehr arbeiten muss. Die Vorinstanz weist zu Recht darauf hin, dass die Erteilung (und Vorbereitung) von Unterricht nur ein Teil der LehrtÃ¤tigkeit ist. Dazu gehÃ¶ren neben anderem die berufliche Weiterbildung, administrative TÃ¤tigkeiten, Teamarbeit, SchÃ¼lerbetreuung oder Elternkontakte. Es versteht sich von selbst, dass die Lehrpersonen an der frÃ¼heren Realschule bzw. an den Abteilungen B und C der neuen reformierten Sekundarschule wÃ¤hrend der in Frage stehenden Ãbergangszeit berechtigt waren, ihre Ã¼brigen TÃ¤tigkeiten fÃ¼r die Schule als Ausgleich fÃ¼r die eine wÃ¶chentliche Mehrlektion zu reduzieren. So vertrat der BeschwerdefÃ¼hrer im Rekursverfahren denn auch selbst noch die Auffassung, dass sich das tatsÃ¤chliche Arbeitspensum der betroffenen Lehrergruppen nicht unterscheide. BezÃ¼glich der EntlÃ¶hnung von Handarbeits- und HaushaltungslehrkrÃ¤ften hat das Verwaltungsgericht denn auch festgestellt, dass der Unterschied im Wochenpensum von 24 und 26 Stunden keine erheblichen Auswirkungen auf die Gesamtarbeitszeit zu bewirken vermag (VGr, 11. Mai 2000, PK.1998.00012, E. 6d, www.vgrzh.ch; RB 2000 Nr. 143).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.3 </b>Unter BerÃ¼cksichtigung aller UmstÃ¤nde bestand keine Pflicht, die Lehrpersonen der Realschule bzw. der Abteilungen B und C der neuen Sekundarschule entsprechend ihrer hÃ¶heren Pflichtstundenzahl um 1/28 (d.h. um 3,5 %) besser zu entschÃ¤digen. Die Entscheidung der VerwaltungsbehÃ¶rden, dem BeschwerdefÃ¼hrer keine Lohnnachzahlungen zuzugestehen, erweist sich zumindest als haltbar. Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b> Bei diesem Ergebnis kann offen gelassen werden, ob eine rÃ¼ckwirkende LohnerhÃ¶hung fÃ¼r den Zeitraum vor der entsprechenden Gesuchstellung Ã¼berhaupt zulÃ¤ssig gewesen wÃ¤re.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">FÃ¼r das vorliegende Verfahren sind gemÃ¤ss § 80b VRG keine Gerichtskosten zu erheben. Da der BeschwerdefÃ¼hrer unterliegt, entfÃ¤llt sein Anspruch auf die beantragte ParteientschÃ¤digung (§ 17 Abs. 2 VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 31 f.).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Kosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>