<h2>SubmittedText<h2><p>Ich beauftrage den Bundesrat, dafür zu sorgen, dass die Bauarbeiten an der N4 im Knonaueramt und einem Teil des Filderen-Dreiecks sistiert werden, um eine Überprüfung der Umweltbedingungen unter Einbezug der neuesten Erkenntnisse bezüglich gesundheitsgefährdender Schadstoffbelastung zu ermöglichen.</p><p>Von dieser Forderung ausgenommen ist die Verbindung N20 Aeschertunnel-Uetlibergtunnel.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Bundesgericht hat sich mit der im Vorstoss beschriebenen Problematik hinsichtlich der lokalen Inversionslagen und den damit verbundenen Kaltluftseen im Gebiet Wettswil und Knonau eingehend auseinandergesetzt. Ihm standen dabei nicht bloss die in der Motion erwähnten Ergebnisse der von der Firma Ökoscience AG 1998/99 durchgeführten Messungen, sondern weitere Unterlagen zur Verfügung. So hat das Bundesgericht im Rahmen einer Vorbereitungsverhandlung vom Kanton weitere Abklärungen verlangt. Zu diesen ergänzenden Berichten konnten die Beschwerdeführer abschliessend Stellung nehmen. Aus diesen Darlegungen folgt, dass das Bundesgericht keineswegs nur auf den früher erstellten Umweltverträglichkeitsbericht abstellte, sondern ebenfalls die neuesten Erkenntnisse berücksichtigte.</p><p>Der Bundesrat sieht keinen Anlass, ein rechtskräftiges Ausführungsprojekt infrage zu stellen und die Bauarbeiten im Knonaueramt zu sistieren. Zudem ist zu bedenken, dass im Raum Fildern das Projekt der A4 und dasjenige der A20 zusammentreffen. Die Einstellung der Bauarbeiten würden also ein weiteres, bereits früher vom Bundesgericht beurteiltes und rechtskräftig gewordenes Projekt erfassen. Wesentlich erscheint ferner, dass der Bundesrat sowohl die Westumfahrung von Zürich zur Entlastung der Stadt wie auch die A4 durch das Knonaueramt als Anbindung der Innerschweiz zum Flughafen Kloten als dringlich einstuft. Die Sistierung der Bauarbeiten, verbunden mit neuen Abklärungen und Projektierungsverfahren, würde grosse zeitliche Verzögerungen bewirken und hohe Folgekosten verursachen, die nicht vertretbar sind. Schliesslich wäre auch das gemeinsame Ziel, die Westumfahrung von Zürich und die Strecke durch das Knonaueramt gleichzeitig zu eröffnen, stark gefährdet.</p><p>Aus diesen materiellen Überlegungen lehnt der Bundesrat den Vorstoss ab. Im Übrigen wäre das Anliegen nicht motionsfähig, da das Nationalstrassenrecht die Genehmigung von Projekten, die Gestaltung der Bauprogramme und die Bauausführung dem Bundesrat, dem Departement und dem Kanton zuweisen.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.