Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 16. April 2015 (720 13 18 / 88) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Würdigung des medizinischen Sachverhaltes; auf das überzeugende Gerichtsgutachten kann abgestellt werden Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Yves Thommen, Kantons- richter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber Markus Schäfer Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durc h Ana Dettwiler, Advoka- tin, Fischmarkt 12, 4410 Liestal gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Die 1966 geborene, seit 1. Juli 1999 im Rahmen e iner Teilzeittätigkeit als Raumpflege- rin bei B.____ angestellte A.____ hatte sich am 23. Mai 2007 unter Hinweis auf starke Schmer- zen am ganzen Körper bei der Eidgenössischen Invali denversicherung (IV) zum Bezug von Leistungen angemeldet. Nach Abklärung der medizinis chen, der erwerblichen und der haus- wirtschaftlichen Situation und nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren wies die IV-Stelle Basel-Landschaft das Leistungsbegehren der Versiche rten mit Verfügung vom 4. November Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2008 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 0 % ab. Di e von A.____, vertreten durch Advokat Erik Wassmer, gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde wies das Kantonsgericht Basel- Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgeri cht), mit Urteil vom 19. August 2009 ab (Verfahren-Nr. 720 08 367 / 200). Gegen die sen Entscheid erhob A.____ Beschwerde beim Schweizerischen Bundesgericht, welche jedoch mit Urteil vom 11. März 2010 (9C_1061/2009) abgewiesen wurde. Am 17. März 2011 meldete sich A.____ unter Hinweis auf eine Verschlechterung ihres psychi- schen Gesundheitszustandes wiederum bei der IV zum Leistun gsbezug an. Nach erneuter Ab- klärung der gesundheitlichen, der erwerblichen und der hauswirtschaftlichen Verhältnisse ermit- telte die IV-Stelle Basel-Landschaft bei der Versicher ten in Anwendung der gemischten Metho- de der Invaliditätsbemessung nunmehr einen Invaliditätsg rad von 17 %. Gestützt auf dieses Ergebnis lehnte die IV-Stelle nach durchgeführtem Vor bescheidverfahren mit Verfügung vom 18. Dezember 2012 einen Anspruch von A.____ auf eine IV-Rente ab. B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, nunmehr vertre ten durch Rechtsanwältin Ana Dettwiler, am 21. Januar 2013 Beschwerde beim Kantonsg ericht. Darin beantragte sie, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es sei ihr m it Wirkung ab 1. März 2011 eine gan- ze IV-Rente zuzusprechen. Eventualiter seien eine unabhä ngige polydisziplinäre Begutachtung und eine Haushaltsabklärung vor Ort in Auftrag zu geben und nach Vorliegen der Ergebnisse sei über ihren Rentenanspruch neu zu entscheiden; unter o/e-Kostenfolge. C. In ihrer Vernehmlassung vom 8. April 2013 beantra gte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. D. Anlässlich der Urteilsberatung vom 4. Juli 2013 gela ngte das Kantonsgericht zur Auf- fassung, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die medizinische Aktenlage nicht möglich sei. Es beschloss deshalb, den F all auszustellen und zur weiteren Klä- rung der medizinischen Sachlage ein psychiatrisches Gericht sgutachten in Auftrag zu geben. Gleichzeitig unterbreitete das Kantonsgericht den Parte ien den vorgesehenen Fragenkatalog, wobei es diese auf die Möglichkeit hinwies, Zusatzfrage n zu stellen. Mit Eingabe vom 13. Sep- tember 2013 machte die IV-Stelle von dieser Gelegenheit Gebrauch. In seinem Beschluss vom 4. Juli 2013 hatte das Kantonsger icht den Parteien ausserdem die Möglichkeit eingeräumt, sich auf eine gemeinsame Gutacht erperson zu einigen. Da ein solcher gemeinsamer Vorschlag in der Folge nicht zustande kam, b estimmte das Kantonsgericht mit Verfügung vom 4. November 2013 Dr. med. Dipl.-Psych. C._ ___, Psychiatrie und Psychothera- pie, zum Gerichtsgutachter. Nachdem die Parteien inner t der ihnen eingeräumten Frist keine Ausstandsgründe gegen die Person des vorgeschlagenen Ger ichtsgutachters erhoben hatten, erging der entsprechende Auftrag am 11. Dezember 2013 an Dr. C.____. E. Am 12. September 2014 erstattete Dr. C.____ das in Auftrag gegebene psychiatrische Gerichtsgutachten. Die Parteien erhielten in der Folge Gelegenheit, sich zum Inhalt des Gutach- tens und zur Frage zu äussern, wie sich die Ergebnisse der aktuellen medizinischen Begutach- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht tung auf einen allfälligen Leistungsanspruch der Versiche rten auswirken würden. Die IV-Stelle machte am 8. Oktober 2014 von dieser Möglichkeit Gebrau ch. Die Beschwerdeführerin wiede- rum äusserte sich mit Eingabe vom 19. November 2014 zum Gerichtsgutachten. Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass sie sei Mitte September 2014 i m Ambulatorium der Klinik D.____ be- handelt werde. Es sei deshalb bei der genannten Institution ein aktueller Arztbericht einzuholen. Mit Verfügung vom 25. November 2014 lehnte der Instru ktionsrichter diesen Antrag zur Zeit, d.h. im Rahmen des Instruktionsverfahrens, ab. Selbstverst ändlich stehe es, so der Instrukti- onsrichter weiter, dem Dreiergericht frei, anlässlich sein er Urteilsberatung in der vorliegenden Angelegenheit auf diese verfahrensleitende Verfügung zurückzukommen und weitere medizini- sche Abklärungen anzuordnen, falls es solche als erforderlich erachte. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV- Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Beschwerde der Versicherten vom 21. Januar 2013 ist demnach einzutreten. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittli ch mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähig keit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in e inem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Diese Legaldefinition stimmt i m Wesentlichen mit dem Begriff der Ar- beitsunfähigkeit überein, wie ihn die Rechtspraxis vor dem Inkrafttreten des ATSG entwickelt hatte (vgl. etwa BGE 129 V 53 E. 1.1 in fine mit Hi nweisen). Die bis zum 31. Dezember 2002 ergangene diesbezügliche Rechtsprechung des damaligen Eidgenössischen Versicherungsge- richts (EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abtei lungen) bleibt folglich weitestgehend anwendbar (BGE 130 V 345 E. 3.1.1). Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussicht lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie k ann im IV-Bereich Folge von Geburts- gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IV G). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommende n allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver- stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des V orliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 200 8 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über- windbar ist (Satz 2). 2.4 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psych ischen Gesundheitsbeeinträchti- gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Dia gnose nach einem wissenschaftlich an- erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzuge ltenden psychischen Leiden belas- tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umstän den kein Krankheitswert zu- kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psych ische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versi cherten Person trotz des Leidens wil- lensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten und einem E rwerb nachzugehen (BGE 127 V 299 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer d urch eine psychische Gesundheitsbeein- trächtigung verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es al so nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielm ehr, ob anzunehmen ist, die Verwer- tung der Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Vo- raussetzung - sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 1 02 V 165; vgl. auch BGE 127 V 298 E. 4c in fine). 3.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Gr ad der Invalidität wie folgt abge- stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ga nze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkomm ensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werde n. Aus der Einkommensdifferenz lässt Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1). 3.3 Bei nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgab enbereich (z.B. Haushalt) tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht z ugemutet werden kann, wird für die Be- messung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (B etätigungsvergleich; Art. 28a Abs. 2 IVG). 3.4 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird f ür diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbe reich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbs- tätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen un d der Invaliditätsgrad in beiden Berei- chen zu bemessen (gemischte Methode der Invaliditätsbemessung; Art. 28a Abs. 3 IVG). Ist bei diesen Versicherten anzunehmen, dass sie im Zeitpunkt de r Prüfung des Rentenanspruchs ohne Gesundheitsschaden ganztägig erwerbstätig wären, so ist die Invaliditätsbemessung aus- schliesslich nach den Grundsätzen für Erwerbstätige zu beme ssen (Art. 27 bis der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961). 4.1 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitw eilig erwerbstätig oder als nichter- werbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträcht igung bestünde. Entscheidend ist so- mit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versich erten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 507 E. 3.3 mit Hinweisen; Urteil H. des Bu ndesgerichts vom 17. Juli 2012, 9C_335/2012, E. 3.1). Bei im Haushalt tätigen Versiche rten im Besonderen sind die persönli- chen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältniss e ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbil- dung sowie die persönlichen Neigungen und Begabunge n zu berücksichtigen. Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verfügung (hier: 18. Dezember 2012) entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-) Erwerbstätigkeit de r im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erford erlich ist (BGE 137 V 338 E. 3.2, 125 V 150 E. 2c, je mit Hinweisen). 4.2 Während die IV-Stelle davon ausgeht, dass die Versi cherte als Gesunde zu 83 % einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit nachgehen würde und z u 17 % im Haushalt beschäftigt wä- re, was zur Anwendung der gemischten Methode führe, ma cht die Versicherte in ihrer Be- schwerde geltend, sie wäre ohne gesundheitliche Beeintr ächtigungen zu 100 % erwerbstätig, weshalb die Bemessung der Invalidität nach der Methode des Einkommensvergleichs zu erfol- gen habe. Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.3 Vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigu ngen war die Beschwerdeführerin im Rahmen eines Pensums von 35 Stunden pro Woche einer ausse rhäuslichen Erwerbstätigkeit nachgegangen. Dies entspricht im Vergleich zu einer Vol lzeittätigkeit von 42 Wochenstunden einem Pensum von 83 %. Während die Versicherte anlässlich der Abklärung der Statusfrage im Jahr 2008 noch erklärt hatte, dass sie ohne gesundheitli che Einschränkungen im gleichen Um- fang wie bisher ihrer Erwerbstätigkeit nachgehen würde , gab sie nunmehr an, sie wäre im Ge- sundheitsfall zu 100 % erwerbstätig. Diese aktuelle Erklä rung vermag jedoch nicht zu überzeu- gen. Die IV-Stelle weist in ihrer Vernehmlassung zu Recht darauf hin, dass die Beschwerdefüh- rerin vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigungen ihre Teilzeittätigkeit während mehrerer Jahre im Umfang von 35 Wochenstunden ausgeübt hatte. Eine Erhöhung des Pensums stand - soweit ersichtlich - nie zur Diskussion. Seither haben sich weder die persönlichen, die familiären und die finanziellen Verhältnisse der Beschwerdeführer in noch deren Betreuungsaufgaben ge- genüber ihren Kindern verändert. Zu beachten ist sodann auch, dass die Versicherte keine stichhaltigen Gründe für eine Erhöhung ihres Pensums anf ührt. Sie verweist in ihrer Beschwer- de lediglich pauschal auf „finanzielle Überlegungen“. Die finanziellen Verhältnisse der Versi- cherten haben sich aber in den letzten Jahren nicht in e iner Art und Weise verändert, die eine Erhöhung des jahrelang ausgeübten Arbeitspensums als an gezeigt erscheinen liessen. Insge- samt wirkt deshalb die frühere Aussage der Beschwerdefüh rerin, sie würde weiterhin im glei- chen Umfang wie bisher ihrer Erwerbstätigkeit nachgehe n, überzeugender als ihre nunmehrige Erklärung, wonach sie im Gesundheitsfall zu 100 % erwer bstätig wäre. Somit ist die IV-Stelle aber zu Recht davon ausgegangen, dass die Beschwerdeführe rin im Gesundheitsfall wie bis anhin im Rahmen einer Teilzeittätigkeit im Umfang von 35 Wochenstunden, was einem Pensum von 83 % entspricht, einer Erwerbstätigkeit nachgehen würde. 4.4 Im Sinne eines Zwischenergebnisses ist demnach festzuha lten, dass die angefochtene Verfügung der IV-Stelle sowohl bezüglich der Beurtei lung der Statusfrage und der damit zu- sammenhängenden Methodenwahl als auch bezüglich der Fest legung der Anteile der Erwerbs- tätigkeit (83 %) und der Haushalttätigkeit (17 %) nicht zu beanstanden ist. 4.5 Lediglich zur Ergänzung sei erwähnt, dass vorliege nd die Beurteilung der Statusfrage letztlich auch offen gelassen werden könnte. Wie weiter unten zu zeigen sein wird (vgl. E. 11.2 hiernach), müsste ein Rentenanspruch der Beschwerdeführe rin auch dann verneint werden, wenn die Bemessung der Invalidität in ihrem Fall - wie von ihr beantragt - nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs erfolgen würde. 5. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrade s im Erwerbsbereich bildet die Fra- ge, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihre r gesundheitlichen Beeinträchti- gungen arbeitsunfähig ist. 5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person i st die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche u nd gegebenenfalls auch andere Fach- leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund- heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an- deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 5.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspr echung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung auf zustellen (vgl. die ausführliche Zusam- menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nach der Praxis nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung des medizinischen Experten ab, dessen Au fgabe es ist, seine Fachkenntnis- se der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um ein en bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, we nn die Gerichtsexpertise wider- sprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht eingeholtes Ober gutachten in überzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt. Abweichende Beurt eilung kann ferner gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer Fach experten dem Gericht als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, sei es, dass es die Überprüfung im Rahmen einer Oberexpertise für angezeigt hält, sei es, dass es ohne Ober- expertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende S chlussfolgerungen zieht (BGE 125 V 352 f. E. 3b/aa mit Hinweisen). Im Weiteren ist laut diesen Richtlinien den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche au fgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Beri cht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Z uverlässigkeit der Expertise spre- chen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.1 Nach Eingang der im März 2011 erfolgten Neuanmeld ung der Versicherten gab die IV- Stelle zur Abklärung des aktuellen medizinischen Sachverhalts bei Dr. med. E.____, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, ein psychiatrisches Gutachten in Auft rag, welches dieser am 14. Mai 2012 erstattete. Darin hielt der genannte Facharzt a ls Diagnose mit Relevanz für die Arbeitsfä- higkeit eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärt ig leichte Episode, mit somatischen Symptomen (ICD-10 F33.01) fest. Als Leiden ohne Einflu ss auf die Arbeitsfähigkeit diagnosti- zierte er eine Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0) und - als Aktendiagnose - einen Status nach schwerer depressiver Episode im Februar/März 2011 ( ICD-10 F33.2). In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf führte der Gutachter aus, aufgrund der rezidivierenden leichtgradigen depressiven Störung könne der Explorandin eine Einschränkung der Arbeitsfä- higkeit von 20 % attestiert werden. Die Einschränkung begründe sich vor allem durch die erhöh- te Müdigkeit im Rahmen der Krankheitsentwicklung, die ein volles Pensum verhindere. In einer Verweistätigkeit bestehe ebenfalls eine Arbeitsfähigkei t von 80 %, da sich die depressive Stö- rung in gleichem Masse auf eine Verweistätigkeit wie auf die angestammte Tätigkeit auswirke. 6.2 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Ve rfügung vom 18. Dezember 2012 bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhaltes vollumfänglich auf dieses psychiatrische Gut- achten von Dr. E.____ vom 14. Mai 2012. Sie ging demzu folge davon aus, dass der Versicher- ten sowohl die Ausübung der angestammten Tätigkeit al s Raumpflegerin als auch die Verrich- tung einer Verweistätigkeit im Umfang von 80 % zumutbar sei. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.3 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ei ngeholten Gutachten externer Spezi- alärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Be obachtungen und Untersuchungen so- wie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs- sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung vo lle Beweiskraft zuzuerkennen, solan- ge nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Anlässlich der ers- ten in dieser Angelegenheit erfolgten Urteilsberatung vom 4. Juli 2013 gelangte das Kantonsge- richt nun allerdings zur Auffassung, dass dem Gutachten v on Dr. E.____ vom 14. Mai 2012 - entgegen der Sichtweise der IV-Stelle - aus verschieden en Gründen keine ausschlaggebende Beweiskraft beigemessen werden könne. So würden die Erg ebnisse des Gutachtens sowohl in Bezug auf die Diagnosestellung als auch in der Beurte ilung der Arbeitsfähigkeit erheblich von den Einschätzungen der behandelnden Ärzte der Externen Psychiatrischen Dienste (EPD) Liestal abweichen, ohne dass diese Diskrepanzen überzeugend begründet würden. Zudem er- weise sich das Gutachten insoweit als unvollständig, als es ke ine Aussagen zur Einschränkung der Versicherten im Haushaltbereich enthalte, obwohl entsprechende Feststellungen des be- gutachtenden Psychiaters jeweils von erheblicher Bedeutung seien, wenn es - wie im vorlie- genden Fall - um die Bemessung einer psychisch bedingten Invalidität gehe. Da die übrigen damals vorliegenden medizinischen Berichte ebenfalls kein e ausreichende Grundlage für eine abschliessende Beurteilung der Beschwerde bildeten, be schloss das Gericht anlässlich der Ur- teilsberatung vom 4. Juli 2013, den Fall auszustellen un d die erforderliche zusätzliche Abklä- rung des medizinischen Sachverhaltes im Rahmen eines psychia trischen Gerichtsgutachtens vornehmen zu lassen, mit dessen Erstellung in der Folge Dr. C.____ beauftragt wurde. Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 7.1 Im Rahmen seiner Begutachtung hat Dr. C.____ die Versicherte unter Beizug einer Dolmetscherin ambulant psychiatrisch exploriert. Gestützt a uf seine Untersuchungen hält Dr. C.____ in seinem Gerichtsgutachten vom 12. September 2014 als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine leichtgradig depressive Episode mit somatischem Syndrom im Rahmen einer rezidivierend depressiven Störung, im Läng sschnittverlauf leicht- bis schwergra- dig ausgeprägt (ICD-10 F33.01), fest. Als Diagnose oh ne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erhebt er eine Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.1). 7.2 In seiner ausführlichen Beurteilung hält der Guta chter unter Hinweis auf die vorhanden Arztberichte fest, dass der Schweregrad der depressiven Sympt omatik - durchaus im Rahmen des Erwartbaren - fluktuierend sei und im Verlauf zwische n leicht- und schwergradig ausge- prägten depressiven Syndromen geschwankt habe. Zum Unter suchungszeitpunkt seien die Kriterien einer mittel- oder schwergradigen depressiven Episode gemäss den ICD-10-Kriterien nicht erfüllt gewesen. Die Stimmungslage sei gedrückt, a ber nicht tief depressiv gewesen. Die Explorandin habe über eine Interesseminderung berichtet, ein vollständiger Interesseverlust sei jedoch nicht zu attestieren, zumal die Versicherte nach wi e vor teilzeitig arbeite, in die Ferien fahre und sich mit Verwandten und Freunden treffe. De r Antrieb sei in der Untersuchungssitua- tion leicht vermindert gewesen, die Explorandin habe ü ber eine deutlich erhöhte Ermüdbarkeit und Erschöpfung berichtet, wobei diese in der Untersuchungssituation aber beispielsweise nicht im Sinne einer erlahmenden Aufmerksamkeit feststellbar g ewesen sei. Das Selbstvertrauen sei vermindert gewesen, Schuldgefühle oder Selbstvorwürf e hätten sich aber nicht in erheblichem Masse feststellen lassen, über Gefühle des Lebensüberdrusses habe die Explorandin zwar be- richtet, eine eigentliche Suizidalität sei aber nicht eruierbar gewesen. Subjektiv habe die Versi- cherte eine Verminderung der Konzentrationsfähigkeit i m Alltag beschrieben, dies habe sich in der Untersuchungssituation jedoch nicht objektivieren lassen. Zeichen einer psychomotorischen Agitiertheit oder Hemmung habe er nicht eruieren könn en. Im Weiteren habe die Explorandin über Schlafstörungen berichtet; der Appetit (ohne Gewi chtsverlust) sei weitgehend unauffällig gewesen und depressionstypische psychotische Symptome seien ni cht beschrieben worden. Gesamthaft sei demnach aktuell von einer leichtgradig ausg eprägten depressiven Störung aus- zugehen. Dafür spreche indirekt auch, dass die Versicherte mittlerweilen nicht mehr in psychiat- risch-psychotherapeutischer Behandlung sei. Darüber hinaus müsse darauf hingewiesen wer- den, dass die Beschwerdeschilderung der Versicherten deutlich auf die Darstellung körperlicher Symptome ausgerichtet gewesen sei und dass der diagnostizi erten Somatisierungsstörung die Hauptverantwortung an der Gesamtbeschwerdesymptomatik z uzuordnen sei. Zudem bestehe ein Überlappungsbereich von Symptomen bei einer Somat isierungsstörung und einer komorbi- den depressiven Störung. Hinsichtlich des Chronifizierungsgrades der Störung sei bereits im Arztbericht der Klinik D.____ vom 19. Juli 2007 darauf hingewiesen worden, dass die So matisierungsstörung den chronifizie- renden Charakter des Gesamtbeschwerdebildes ausmache. Eb enso sei dem ersten psychiatri- schen Gutachten von Dr. E.____ vom 8. Februar 2008 zu e ntnehmen, dass die Hauptdiagnose in erster Linie die Somatisierungsstörung darstelle. Im Weiteren sei auch aus den Abklärungs- berichten der Klinik D.____ vom 4. März 2011, 12. Juli 2 011 und 31. August 2011 das diagnos- tizierte mittelgradige Ausmass der depressiven Störung nicht zuverlässig ableitbar, insbesonde- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht re finde sich im Bericht vom 4. März 2011 kein Hinweis a uf gravierende kognitive oder mnesti- sche Einbussen, wobei eine schwergradigere Depression ohne kognitive Einschränkungen un- wahrscheinlich sei. Affektiv habe sich eine leichte Deprimi ertheit - eher eine Klagsamkeit und Jammerigkeit - gezeigt, was sich mit einer Somatisierungsstörung gut in Einklang bringen lasse, eine mittelgradig ausgeprägte depressive Episode aber ni cht hinreichend belege. Folge man dem Bericht der Klinik D.____ vom 12. Juli 2011, welche m diagnostisch keine Veränderung zum Frühjahr 2011 zu entnehmen sei, so müsse auch hier d as mittelgradige Ausmass der de- pressiven Verstimmung eher in Zweifel gezogen werden, je denfalls seien die beschriebenen Symptome einer vermehrten Ängstlichkeit, einer affektive n Labilität, einer depressiven Stim- mungslage und einer Antriebsminderung sowie die festg ehaltenen vermehrten somatischen Beschwerden (insbesondere Schwindel) kaum - und jedenf alls nicht nachvollziehbar - mit einer mittelgradig ausgeprägten depressiven Episode gemäss d en ICD-10-Kriterien in Einklang zu bringen. Dies gelte umso mehr vor dem Hintergrund d es Überlappungsbereichs zur gleichzeitig diagnostizierten Somatisierungsstörung. Durchaus folgeri chtig habe denn auch Dr. E.____ in seinem Gutachten vom 14. Mai 2012 wiederum eine leicht gradig ausgeprägte depressive Epi- sode mit somatischen Symptomen (sowie eine Somatisierungsst örung) festgehalten. Auch Dr. E.____ habe darauf hingewiesen, dass die kognitiven Funktionen nicht beeinträchtigt gewe- sen seien, eine psychomotorische Agitiertheit oder Gehemmtheit nicht feststellbar gewesen sei, sich im affektiven Bereich eher eine ernste bis leicht gedr ückte Stimmungslage gezeigt habe sowie Mimik und Gestik eher zurückhaltend ausgefallen seien . Auch Dr. E.____ habe die gleichzeitig diagnostizierte Somatisierungsstörung mit Gl iederschmerzen und Magenbeschwer- den in den Vordergrund gerückt. Dieser Einschätzung könne angesichts der aktuellen Befund- lage gefolgt werden. Im Vordergrund des Gesamtbeschwerdebildes stehe somit auch aktuell die Somatisierungsstö- rung mit ubiquitär verteilten, zum Teil diffusen Besch werden. In zweiter Linie bestünden eine leichte depressive Begleitsymptomatik mit subjektiv erlebter erhöhter Müdigkeit und Erschöp- fung, hohem Schlafbedürfnis (bei gleichzeitig vorhandener Schlafstörung) sowie eine gedrückte (leichtgradig depressive) Stimmungslage mit leichter Antr iebsminderung und Verminderung der emotionalen Reagibilität. 7.3 Im Rahmen der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit d er Versicherten setzt sich Dr. C.____ vorab anhand der sog. Foerster-Kriterien (vgl. dazu BGE 131 V 50 f. E. 1.2, 130 V 352 ff.) mit der Frage der Zumutbarkeit bzw. der Unzumutbarkeit ein er Beschwerdeüberwindung aus psy- chiatrischer Sicht auseinander. Er hält dazu fest, dass d ie zum Untersuchungszeitpunkt ausge- prägte leichtgradig depressive Symptomatik nicht als eine mitwirkende, psychisch ausgewiese- ne Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer zu beurteilen sei. Ein gewisser primärer Krankheitsgewinn (Flucht in die Krankheit) sei wahrscheinlich, schwer- wiegender, weil wesentlich die Krankheit bzw. die Kran kheitsüberzeugung unterhaltend, sei der sekundäre Krankheitsgewinn (Schonverhalten, Entlastung durch die Familie). Die bisherigen Behandlungsversuche seien durchwegs erfolglos gewesen. Ein ausgeprägter sozialer Rückzug (zumal in allen Belangen des Lebens) lasse sich aufgrund der Schilderungen der Explorandin nicht belegen; immerhin habe sie vor kurzem eine Ausland sreise unternehmen können, zudem sei sie noch in der Lage, mit dem Auto zu fahren sowie Freunde und Verwandte zu treffen. Hin- Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht sichtlich der komplexen Ich-Funktionen seien Realitätsprü fung und Urteilsbildung nicht einge- schränkt, die Beziehungsfähigkeit sei erhalten. Die Ent scheidungs- und die Durchhaltefähigkeit seien zum Teil vermindert, anderseits sei die Versicherte durchaus in der Lage, bei entspre- chender Motivation auch Entscheidungen zu treffen und zielgerichtet zu handeln und Ziele auch durchzusetzen. Affekt-, Emotions- und Impulssteuerung sowie das Selbstwertgefühl seien deut- lich beeinträchtigt, der Antrieb sei leicht vermindert. Auch hinsichtlich der komplexen Ich- Funktionen würden sich gesamthaft Beeinträchtigungen e rgeben, die sich als leichte Aktivitäts- und Partizipationsstörungen im Sinne einer verminderte n Flexibilität und Umstellfähigkeit sowie als zum Teil verminderte Durchhaltefähigkeit, Selbstbeh auptungsfähigkeit und Kontaktfähigkeit zu Dritten äussern würden. Gesamthaft seien aus psychiatrischer Sicht im Falle der Explorandin wichtige Ressourcen, um eine entsprechende Willensanstrengung zur Beschwerdeüberwindung leisten zu können, zwar leicht geschwächt, aber nicht gänzlich aufgehoben. Aus psychiatrischer Sicht sei von einer 80 %-igen Arbeitsf ähigkeit in jedweder Arbeitstätigkeit auszugehen, welche den körperlichen Möglichkeiten und F ähigkeiten der Versicherten entspre- che. Invaliditätsfremde Faktoren (geringer Bildungsstan d, Dekonditionierung, sekundärer Krankheitsgewinn, ausgeprägte subjektive Krankheits- u nd Insuffizienzüberzeugung, passive Heilungserwartung, laufendes versicherungsrechtliches Verf ahren) seien bei dieser Einschät- zung berücksichtigt worden, sie seien von invaliditätsbedin gten Befunden abgegrenzt worden und nicht in die Beurteilung der medizinisch-theoretische n Zumutbarkeit einer Tätigkeit mitein- geflossen. 8.1 In ihrer Stellungnahme vom 8. Oktober 2014 zum Ger ichtsgutachten von Dr. C.____ bezeichnet die IV-Stelle dieses als fachgerecht erstellt und nachvollziehbar, weshalb bei der Beurteilung des Leistungsanspruchs der Versicherten vollum fänglich auf dessen Ergebnisse abgestellt werden könne. Demgegenüber erachtet die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe vom 19. November 2014 das Gerichtsgutachten nicht in allen Punkten als schlüssig. Es liege eine schwerere Ausprägung der depressiven Symptomatik vor, als si e Dr. C.____ schildere. Zudem befinde sie sich seit Mitte September 2014 im Ambulato rium der Klinik D.____ erneut in Thera- pie. Dadurch seien die Ergebnisse des Gerichtsgutachten s zeitlich überholt, weshalb ein neues Gutachten notwendig sei, das auch die aktuelle psychiatrische Therapie berücksichtige. 8.2 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.3 hiervor), weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nach der Praxis nicht ohne zwingende Gründe von der Ein schätzung der medizinischen Exper- ten ab, deren Aufgabe es ist, ihre Fachkenntnisse der Ger ichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Vorliegend erfüllt das Gerichtsgut- achten von Dr. C.____ vom 12. September 2014 die recht sprechungsgemässen Voraussetzun- gen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage in jeder Hinsicht: Es weist weder formale noch inhaltliche Mängel auf, es ist - wie dies vom Bundesger icht verlangt wird (vgl. E. 5.2 hiervor) - für die streitigen Belange umfassend, es beruht auf a llseitigen Untersuchungen, es berücksich- tigt die geklagten Beschwerden, es ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Situation ein und es weist keinerlei Widersprüche auf. Überdies nimmt der Gutachter gestützt auf die Ergebnisse seiner Untersuchungen auch eine schl üssige und sorgfältig begründete Ein- Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht schätzung der Arbeitsfähigkeit der Versicherten vor und e r setzt sich einlässlich und in über- zeugender Weise mit den bei den Akten liegenden (abweichenden) fachärztlichen Einschätzun- gen auseinander. So legt er insbesondere schlüssig dar, da ss und weshalb das von den be- handelnden Ärzten der Klinik D.____ mehrfach diagnosti zierte mittelgradige Ausmass der de- pressiven Störung nicht hinreichend belegt ist. Die ents prechenden, vorstehend (vgl. E. 7.2 hiervor) wiedergegeben Ausführungen des Gerichtsgutacht ers Dr. C.____ vermögen zu über- zeugen, sodass an dieser Stelle vollumfänglich darauf verwiesen werden kann. 8.3 Was die Beschwerdeführerin in ihrer Stellungnahme vom 19. November 2014 vor- bringt, ist nicht geeignet, die beweisrechtliche Verwer tbarkeit des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen. Soweit sie geltend macht, es liege eine schw erere Ausprägung der depressiven Symptomatik vor, als sie Dr. C.____ schildere, kann vollum fänglich auf das eben Gesagte (E. 8.2 hiervor) verwiesen werden. Für das vorliegende Verfahren unbeachtlich ist sodann der Hinweis der Beschwerdeführerin, dass sie sich seit Mitte Se ptember 2014 im Ambulatorium der Klinik D.____ erneut in Therapie befinde. Soweit sie geltend macht, dass dadurch die Ergebnis- se des Gerichtsgutachtens zeitlich überholt seien, weshalb ein neues Gutachten notwendig sei, das auch die aktuelle psychiatrische Therapie berücksichtige , kann der Versicherten nicht ge- folgt werden. Sie übersieht in ihrer Argumentation, dass das Sozialversicherungsgericht nach ständiger Rechtsprechung die Gesetzmässigkeit der Verwaltu ngsverfügungen in der Regel nach dem Sachverhalt zu beurteilen hat, wie er im Ze itpunkt des Verfügungserlasses vorgele- gen hat (BGE 130 V 140 E. 2.1, 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen). Tatsachen, die jenen Sach- verhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsver- fügung sein (BGE 130 V 140 E. 2.1, 121 V 366 E. 1b m it Hinweis). Daraus folgt, dass für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde grundsätzlich d er (medizinische) Sachverhalt mass- gebend ist, der am 18. Dezember 2012, dem Zeitpunkt d es Erlasses der rentenablehnenden Verfügung der IV-Stelle, vorgelegen hat. Die im Sept ember 2014 im Ambulatorium der Klinik D.____ aufgenommene Behandlung der Versicherten ist da her im Rahmen des vorliegenden Verfahrens nicht zu berücksichtigen. Somit ist auch nicht zu beanstanden, dass der Instrukti- onsrichter in seiner Verfügung vom 25. November 2014 den Beweisantrag der Beschwerdefüh- rerin, es sei bei der Klinik D.____ ein aktueller Ber icht über die dort stattfindende Behandlung einzuholen, abgewiesen hat. Auf diese verfahrensleitende Verfügung zurückzukommen besteht im Lichte der geschilderten Rechtsprechung auch heute kein Anlass. 9.1 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.2 hiervor), ist ge mäss Art. 16 ATSG der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Versicherten aufgrund eines Einkomme nsvergleichs zu bestimmen. Dassel- be gilt im Rahmen der gemischten Methode der Invalidi tätsbemessung für die Ermittlung des Invaliditätsgrades im Erwerbsbereich. Die IV-Stelle ha t in der angefochtenen Verfügung vom 18. Dezember 2012 für den Erwerbsbereich den erforde rlichen Einkommensvergleich vorge- nommen. Dabei hat sie anhand der Gegenüberstellung de r von ihr ermittelten Validen- und In- valideneinkommen - sowie in Berücksichtigung der laut Gut achten zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 80 % - einen Invaliditätsgrad im Erwerbsbereich von 20 % errechnet. 9.2 Die Versicherte wendet gegen dieses Ergebnis ein, d ass ihr die IV-Stelle bei der Be- messung des Invalideneinkommens einen Abzug vom Tabellenl ohn von 25 % hätte gewähren Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht müssen. Es trifft zwar zu, dass nach der Rechtsprechung von ein em anhand der Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) erhobe- nen Invalideneinkommen praxisgemäss verschiedene Abzüge zuläs sig sind (vgl. zum Ganzen: BGE 126 V 75 ff.). Die Beschwerdeführerin übersieht jedoch, dass die IV-Stelle das Invaliden- einkommen in ihrem Fall nicht gestützt auf LSE-Tabell enlöhne, sondern auf der Basis des von ihr effektiv erzielten (Invaliden-) Einkommens ermittelt hat. Erfolgt die Bemessung des Invali- deneinkommens aber nicht gestützt auf die LSE-Tabellenl öhne bleibt für die Vornahme eines “Abzugs vom Tabellenlohn“ selbstredend kein Raum. Der en tsprechende Einwand der Be- schwerdeführerin erweist sich deshalb als unbegründet. 9.3 Im Übrigen ist der vorinstanzliche Einkommensvergleic h ohnehin zu Gunsten der Be- schwerdeführerin ausgefallen. Effektiv läge der Invalid itätsgrad im Erwerbsbereich erheblich unter den von der IV-Stelle ermittelten 20 %. Da di e Versicherte laut den massgebenden medi- zinischen Unterlagen auch in der angestammten - und von i hr beim bisherigen Arbeitsgeber weiterhin ausgeübten - Tätigkeit als Raumpflegerin lediglich zu 20 % arbeitsunfähig ist, wäre sie in der Lage, ein Invalideneinkommen zu erzielen, welch es annähernd so hoch ist wie das von der IV-Stelle auf der Basis eines Arbeitspensums von 83 % (35 Wochenstunden) ermittelte Va- lideneinkommen. Die IV-Stelle hat in der angefochten en Verfügung das Invalideneinkommen der Versicherten jedoch auf der Basis von 80 % des auf ei nem Pensum von 83 % (35 Wochen- stunden) beruhenden Valideneinkommens ermittelt, was si ch als nicht korrekt erweist und zu einem unzutreffenden Ergebnis, nämlich einem - zu hoh en - Invaliditätsgrad von 20 % geführt hat. Wie weiter unten zu zeigen sein wird (vgl. E. 11. 1 hiernach), kann nun allerdings im vorlie- genden Fall ausnahmsweise von einer rechnerisch exakten Er mittlung bzw. einer prozentge- nauen Bezifferung des massgebenden Invaliditätsgrades im Erwerbsbereich abgesehen wer- den. 10. Zu prüfen bleibt, in welchem Masse die Versicherte zu folge ihrer gesundheitlichen Be- schwerden im Haushalt eingeschränkt ist. 10.1 Zur Ermittlung der Einschränkung im Haushaltsbere ich bedarf es im Regelfall einer Abklärung vor Ort (vgl. Art. 69 Abs. 2 IVV). Hinsichtlich des Beweiswertes des Abklärungsbe- richts sind - analog zur Rechtsprechung zur Beweiskraft von A rztberichten (BGE 134 V 232 E. 5.1) - verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. Ein Hau shaltsabklärungsbericht ist beweis- kräftig, wenn er von einer qualifizierten Person verfasst wird, welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der Beeinträchtigungen u nd Behinderungen hat, die sich aus den medizinischen Diagnosen ergeben. Weiter sind die A ngaben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Bet eiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und a ngemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein sowie in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erho- benen Angaben stehen (vgl. AHI-Praxis 2003 S. 218 E. 2.3.2; Urteil P. des Bundesgerichts vom 22. April 2010, 9C_90/2010, E. 4.1.1.1). Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne da rstellt, in das Ermessen der Abklä- rungsperson nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinsch ätzungen oder Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der Abklärungsresultate vorliegen. Das gebi etet insbesondere der Umstand, dass Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkret en Sachverhalt steht als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (Urteil A. des Bund esgerichts vom 18. August 2008, 8C_107/2008, E. 3.2.1 mit Hinweis; BGE 128 V 93 f. E. 4). 10.2 Leidet die im Haushalt tätige Person (auch) an p sychischen Gesundheitsbeeinträchti- gungen, so gilt es zusätzlich zu berücksichtigen, dass die gr undsätzliche Massgeblichkeit der Abklärungsberichte, auch wenn die erwähnten Anforderung en erfüllt wären, praxisgemäss ein- geschränkt ist (vgl. AHI-Praxis 2001 S. 162 E. 3d mit Hin weis). Im Urteil B. vom 22. Dezember 2003 (I 311/03, in deutscher Übersetzung publiziert i n: AHI-Praxis 2004 S. 137 ff.) hat das da- malige EVG seine Rechtsprechung zur Bemessung der Inva lidität von ganz oder teilweise im Haushalt tätigen Personen, welche an einem psychischen G esundheitsschaden leiden, präzi- siert (E. 5, insbesondere E. 5.3). Danach bildet die Ab klärung im Haushalt auch hier grundsätz- lich ein geeignetes Mittel zur Invaliditätsbemessung im Aufgabenbereich. Im Falle eines Wider- spruchs zwischen den Ergebnissen der Abklärung vor Ort und d en fachmedizinischen Feststel- lungen zur Fähigkeit der versicherten Person, ihre gewo hnten Aufgaben zu erfüllen, ist den ärztlichen Stellungnahmen aber in der Regel mehr Gewi cht einzuräumen als dem Bericht über die Haushaltsabklärung (Urteil Z. des Bundesgerichts vom 5. September 2011, 9C_201/2011, E. 2). Diese prinzipielle Gewichtung hat ihren Grund d arin, dass es für die Abklärungsperson regelmässig nur beschränkt möglich ist, das Ausmass des psychi schen Leidens und der damit verbundenen Einschränkungen zu erkennen (Urteil A. des B undesgerichts vom 13. Juni 2008, 8C_671/2007, E. 3.2.1 mit Hinweisen). Für die Rechts anwendung im konkreten Fall bedeutet dies, dass nach Massgabe der Kriterien, die von der Recht sprechung entwickelt worden sind, der Beweiswert sowohl der medizinischen Unterlagen (BGE 125 V 352 E. 3) als auch des Haushaltsabklärungsberichts zu beurteilen ist. Liegen gl eichermassen beweiskräftige Stellung- nahmen vor, muss geprüft werden, ob die gemachten Aussag en vereinbar sind oder einander widersprechen. Bestehen Divergenzen zwischen den Ergebni ssen der Haushaltsabklärung und den ärztlichen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherte n Person, ihre Haushaltstätigkeiten trotz des psychischen Leidens noch verrichten zu können, ist der medizinischen Einschätzung prinzipiell höheres Gewicht beizumessen (vgl. Urteile P. des Bundesgerichts vom 28. Februar 2007, I 373/06, E. 4.3.2 und M. vom 6. September 2004, I 249/04, E. 5.1.1). 10.3 Die IV-Stelle hat zur Ermittlung der Einschränku ng der Versicherten im Haushaltsbe- reich sowohl im Jahre 2008 als auch nach der erneuten Anmeldung im Jahr 2011 beim Abklä- rungsdienst die hierfür vorgesehene Abklärung vor Ort in Auftrag gegeben. Im Abklärungsbe- richt Haushalt vom 5. März 2008 wurden keine Einschränkungen festgestellt und darauf verwie- sen, dass die Versicherte nach Ansicht der Abklärungsperso n viel mehr tun könnte, als sie ef- fektiv mache. Sie versuche dies aber gar nicht. Es sei desh alb nicht möglich, eine Einschrän- kung festzulegen. Die Berechnung des IV-Grades sei deshalb aufgrund der medizinischen Ar- beitsunfähigkeit festzulegen. Im Abklärungsbericht vom 3 . November 2011 hält die Abklärungs- person ebenfalls fest, dass auf eine detaillierte Haush altsabklärung verzichtet worden sei. Stattdessen sei auf die entsprechenden fachmedizinischen F eststellungen zur Einschränkung im Haushaltsbereich abzustellen. Die Beschwerdeführeri n rügt dieses Vorgehen der IV-Stelle und moniert, dass eine detaillierte Haushaltsabklärung erforderlich und eine solche demzufolge noch vorzunehmen sei. Dieser Auffassung der Beschwerdef ührerin kann jedoch nicht beige- Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht pflichtet werden. Die Arbeitsfähigkeit der Versicherte n ist, wie oben ausgeführt (vgl. E. 6 und 7 hiervor), ausschliesslich aufgrund psychischer Leiden eingeschr änkt. Geht es aber um die Be- messung einer psychisch bedingten Invalidität, ist nach dem vorstehend Gesagten den fach- ärztlichen Stellungnahmen ohnehin mehr Gewicht einzur äumen als einem Bericht über die Haushaltabklärung. Im Lichte dieses Grundsatzes rechtfe rtigt es sich deshalb, vorliegend auch bei der Bemessung der Einschränkung der Versicherten im Haushaltbereich von den fachärztli- chen Einschätzungen auszugehen. Laut dem Gerichtsgutachter Dr. C.____ ist die Fähigkeit der Versicherten zur Führung des Haushalts angesichts der diagnostizierten leichtgradigen Störung nicht wesentlich beeinträchtigt; sie beläuft sich, so Dr. C.____ weiter, auf weniger als 10 %. Es sind keine Gründe ersichtlich, weshalb nicht auf diese sch lüssige fachärztliche Einschätzung des Gerichtsgutachters abgestellt werden sollte. Sie wird im Übrigen auch von der Beschwerde- führerin in ihrer Stellungnahme vom 19.November 2014 zum Gerichtsgutachten nicht substanzi- iert in Frage gestellt. 11.1 In Anwendung der gemischten Methode der Invalidit ätsbemessung ergibt sich auf Grund des Gesagten in Berücksichtigung der zeitlichen Bea nspruchung von 17 % im Haushalt und von 83 % im Erwerbsbereich bei einer Einschränkung im Haushaltsbereich von weniger als 10 % und einer solchen im Erwerbsbereich von deutlich u nter 20 % ein Invaliditätsgrad, der erheblich unter dem für einen Rentenanspruch mindeste ns erforderlichen Invaliditätsgrad von 40 % liegt. Geht man nämlich zu Gunsten der Versicherten von den erwähnten Maximalwerten - einer Einschränkung im Erwerbsbereich von 20 % und einer solchen im Haushalt von 10 % - aus, so ergibt dies im für die Versicherte günstigsten F all einen Invaliditätsgrad von 18,3 % (0,83 x 20 % + 0,17 x 10 %). Effektiv liegt der Invalid itätsgrad der Versicherten nach dem Ge- sagten aber deutlich unter diesem Wert und somit eben auch erheblich unter dem erforderli- chen Mindestinvaliditätsgrad von 40 %. Unter diesen Umst änden kann an dieser Stelle aus- nahmsweise von einer rechnerisch exakten Ermittlung bzw. einer prozentgenauen Bezifferung des massgebenden Invaliditätsgrades abgesehen werden. 11.2 Kein Rentenanspruch ergibt sich im Übrigen auch, w enn die Bemessung der Invalidität der Versicherten - wie von dieser beantragt - nach der allgemeinen Methode des Einkommens- vergleichs erfolgen würde (vgl. dazu E. 4.5 hiervor). I n diesem Fall würde der Invaliditätsgrad 20 % betragen und somit ebenfalls deutlich unter dem für einen Rentenanspruch mindestens erforderlichen Invaliditätsgrad von 40 % liegen. 11.3 Aus dem Gesagten folgt, dass die IV-Stelle einen R entenanspruch der Versicherten im Ergebnis zu Recht abgelehnt hat. Die gegen die betref fende Verfügung vom 18. Dezember 2012 erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, we shalb sie abgewiesen werden muss. 12. Abschliessend bleibt über die Kosten des Verfahrens z u befinden. 12.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um di e Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit- Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht wert im Rahmen von 200-1000 Franken festgelegt. Bei F ällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskos- ten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf 600 Franken fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschw erdeführerin unterliegende Par- tei, weshalb die Verfahrenskosten ihr zu auferlegen sind. 12.2 Nach Art. 45 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträ ger die Kosten der Abklärung zu übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeord- net, so übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Ma ssnahmen für die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 ff. entschieden h at, sind in den Fällen, in denen zur Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnahme an sich eine Rückweisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick au f die Wahrung der Verfahrens- fairness entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gegebenen Begutachtung den IV- Stellen aufzuerlegen. Dies sei, so das Bundesgericht wei ter, mit der zitierten Bestimmung von Art. 45 Abs. 1 ATSG durchaus vereinbar (BGE 137 V 265 f . E. 4.4.2). Vorliegend war das Kan- tonsgericht anlässlich seiner ersten Urteilsberatung vom 4. Juli 2013 zum Ergebnis gelangt, dass das von der IV-Stelle eingeholte Gutachten des Dr. E.____ vom 14. Mai 2012 für die strei- tigen Belange nicht umfassend war (vgl. dazu E. 6.2 hier vor) und demnach den rechtspre- chungsgemässen Anforderungen an ein beweistaugliches Gut achten (BGE 125 V 352 E. 3a) nicht genügte. Da ein Entscheid in der Angelegenheit g estützt auf die damals vorhandene Ak- tenlage nicht möglich war, beschloss das Kantonsgericht, d ie erforderliche zusätzliche Abklä- rung des medizinischen Sachverhaltes im Rahmen eines psychia trischen Gerichtsgutachtens vornehmen zu lassen. Das in der Folge eingeholte Gericht sgutachten des Dr. C.____ vom 12. September 2014 war mit anderen Worten für eine abschliessende Beurteilung des Renten- anspruchs der Versicherten unerlässlich. Im Lichte der gesc hilderten bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind demnach die Kosten dieses Gutachtens , welche sich gemäss der einge- reichten Honorarrechnung auf insgesamt Fr. 5'519.40 belaufen, der IV-Stelle aufzuerlegen. 12.3 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausga ng entsprechend wettzuschla- gen. Seite 17 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- wer den der Be- schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kos tenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- verrechnet. 3. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in de r Höhe von Fr. 5‘519.40 werden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt. 4. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Gegen diesen Entscheid wurde von der Beschwerdeführerin am 12. August 2015 Beschwerde beim Bundesgericht (siehe nach Vorliegen des Urteils: Verfahren-Nr. 9C_549/2015) erhoben. http://www.bl.ch/kantonsgericht