B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-8581/2010 U r t e i l v o m 2 3 . J u l i 2 0 1 3 Besetzung Richterin Kathrin Dietrich (Vorsitz), Richter André Moser, Richterin Marianne Ryter, Gerichtsschreiber Lars Birgelen. Parteien ewz Übertragungsnetz AG, Tramstrasse 35, 8050 Zürich, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Marcel Meinhardt und Rechtsanwalt Michael Cabalzar, Lenz & Staehelin, Bleicherweg 58, 8027 Zürich, Beschwerdeführerin, gegen Swissgrid AG, Werkstrasse 12, 5080 Laufenburg, Beschwerdegegnerin, und Eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Kosten und Tarife 2011 für die Netznutzung Netzebene 1 und Systemdienstleistungen. A-8581/2010 Seite 2 Sachverhalt: A. Am 3. Mai 2010 veröffentlichte die nationale Netzgesellschaft Swissgrid AG (Swissgrid) als Betreiberin des schweizerischen Übertragungsnetzes für elektrische Energie (Netzebene 1) die Kosten und Tarife 2011 für die Netznutzung der Netzebene 1 und für die Systemdienstleistungen. B. Mit Schreiben vom 19. Mai 2010 gab die Eidgenössische Elektrizität s- kommission (ElCom) gegenüber Swissgrid, den Übertragungsnetzeige n- tümern, den Netzbetreibern, den direkt am Übertragungsnetz ang e- schlossenen Endverbrauchern und den Betreibern von Kraftwerken mit einer elektrischen Leistung von mindestens 50 MW bekannt, sie überpr ü- fe die Kosten und Tarife 2011 der Netzebene 1 von Amtes wegen. C. In der Folge legte die ElCom mit Verfügung vom 11. November 2010 für das Jahr 2011 insbesond ere die allgemeinen Tarife für die Netznut zung der Netzebene 1 fest (Ziffer 1 des Dispositivs). Mit Dispositiv-Ziffer 2 b e- stimmte sie, dass im laufenden Verfahren für das Jahr 2011 die am 10. Juni 2010 vorsorglich verfügten Tarife zur Anwendung kommen. Die Differenz zwischen den nach Dispositiv -Ziffer 2 anzuwendenden Tarifen und denjenigen gemäss Dispositiv-Ziffer 1 sei nach ihrer Weisung 4/2010 betreffend Deckungsdifferenzen aus den Vorjahren zu kompensieren (Dispositiv-Ziffer 3). Nebst weiteren Anordnunge n, die im vorliegenden Verfahren nicht umstritten sind, erhob die ElCom für den Erlass ihrer Ve r- fügung Gebühren von insgesamt CHF 159'490, wovon CHF 44'474 auf die ewz Übertragungsnetz AG entfallen (Dispositiv-Ziffer 9). Einer allfäll i- gen Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung entzogen (Dispositiv- Ziffer 10). Die Verfügung wurde der Swissgrid und den übrigen beteiligten Parteien (Übertragungsnetzeigentümer, Netzbetreiber und Endverbra u- cher mit Ausspeisepunkten vom Übertragungsnetz sowie Betreiber von Kraftwerken mit einer elektrischen Leistung von mindestens 50 MW) e r- öffnet. D. Mit Eingabe vom 14. Dezember 2010 erhebt die ewz Übertragungsnetz AG (nachfolgend: Beschwerdeführerin) gegen die Verfügung der ElCom (nachfolgend: Vorinstanz) vom 11. November 2010 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragt die Aufhebung der Dispositiv - Ziffern 1, 2, 3 und 9 der angefochtenen Verfügung. Die Tarife für die A-8581/2010 Seite 3 Netznutzung der Netzebene 1 ab 1. Januar 201 1 gemäss Ziffer 1 des Dispositivs seien neu festzusetzen, wobei in Bezug auf ihre Anteile am Übertragungsnetz die anrechenbaren Anlagewerte von CHF 274'089'386 zu berücksichtigen und für das Kalenderjahr 2011 auf diesem Teil des An- lagevermögens die kalkulatorischen Abschreibungen auf CHF 12'591'705 festzusetzen u nd als anrechenbare Kosten zu berücksichtigen seien. Weiter seien in Anwendung des Zinssatzes gemäss Art. 13 Abs. 3 Bst. b der Stromversorgungsverordnung vom 14. März 2008 (StromVV, SR 734.71) von 4.2 5 % die kalkul atorischen Zinskosten auf CHF 11'475'292 festzusetzen und ebenfalls als anrechenbare Kosten zu berücksichtigen. Im Übrigen sei ein betriebsnotwendiges Nettoumlau f- vermögen von CHF 1' 388'819 festzusetzen und es seien darauf Zinsko s- ten von CHF 59'025 als anrechenbare Kosten zu berücksichtigen. Eve n- tualiter sei die Sache zur Ergänzung und Neubeurteilung an die Vori n- stanz zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht beantragt die Beschwerdeführerin, es sei ihr vollständige Akteneinsicht zu gewähren und eine angemessene Frist zur Ergänzung ihrer Beschwerde e inzuräumen. Weiter sei das Verfahren bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheids im Verfahren A-2583/2009 zu sistieren. E. Das Beschwerdeverfahren wird mit Zwischenverfügung vom 21. Februar 2011 bis zum rechtskräftigen Abschluss der Beschwerdeverfahren betref- fend die Kosten und Tarife 2009 für die Netznutzung der Netzebene 1 und Systemdienstleistungen sistiert. F. Der Antrag der Beschwerdeführerin vom 27. September 2012 betreffend Aufhebung der Sistierung wird mit Zwischenverfügung vom 15. Oktober 2012 a bgewiesen. Das Verfahren blieb bis zum Vorliegen eines recht s- kräftigen Entscheids im Beschwerdeverfahren A-2583/2009 sistiert. G. Mit Verfügung vom 15. Januar 2013 hebt das Bundesverwaltungsgericht die Sistierung auf, nimmt das Beschwerdeverfahren wieder anh and und gibt der Beschwerdeführerin Gelegenheit, ihre Beschwerdeschrift vom 14. Dezember 2010 anzupassen. A-8581/2010 Seite 4 H. Die Beschwerdeführerin zieht mit Beschwerdeergänzung vom 20. Febr u- ar 2013 ihren prozessualen Antrag betreffend Gewährung vollständiger Akteneinsicht zurück. In materiell -rechtlicher Hinsicht ändert sie mit Ve r- weis auf die zwischenzeitlich ergangene bundesgerichtliche Rechtspr e- chung ihren Beschwerdeantrag betreffend Neufestsetzung der Tarife 2010 für die Netznutzung der Netzebene 1 bezüglich der Berechn ung der kalkulatorischen Zinskosten insoweit ab, als dieser der reduzierte Zin s- satz von 3.55 % gemäss Art. 31 a Abs. 1 StromVV zugrunde gelegt we r- den soll. I. Mit Beschwerdeantwort vom 22. März 2013 verzichtet die Swissgrid (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) a usdrücklich auf einen Antrag zu den Beschwerdeanträgen und macht unter Hinweis auf BGE 138 II 465 geltend, es seien ihr unabhängig vom Ausgang des Verfahrens keine Kosten aufzuerlegen. J. Die Vorinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom 22. April 2013 die A b- weisung der Beschwerde. K. Mit Eingabe vom 21. Mai 2013 nimmt die Beschwerdeführerin zur Ve r- nehmlassung der Vorinstanz Stellung. L. Die Beschwerdeführerin reicht mit Schreiben vom 8. Juli 2013 eine Ko s- tennote ein. M. Mit Schreiben vom 9. Juli 2013 reicht die Besc hwerdeführerin unaufge- fordert ein Gutachten der Polynomics AG vom 11. Juni 2013 betreffend die Frage, ob und inwiefern ihre synthetisch ermittelten Anschaffungs - und Herstellungskosten von den historischen Anlagewerten abweichen, nach. N. Auf die Ausführunge n der Beteiligten und sich bei den Akten befindliche Dokumente wird – soweit entscheidrelevant – im Rahmen der nachfo l- genden Erwägungen eingegangen. A-8581/2010 Seite 5 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Die ElCom gehört zu den B e- hörden nach Art. 33 Bst. f VGG und ist daher ein e Vorinstanz des Bu n- desverwaltungsgerichts. Eine Ausnahme nach Art. 32 VGG, was das Sachgebiet angeht, ist nicht gegeben. Demnach ist das Bundesverwa l- tungsgericht für die Beurteilung der erhobenen Beschwerde zuständig (vgl. auch Art. 23 des Stromversorgung sgesetzes vom 23. März 2007 [StromVG, SR 734.7]). 1.2 Zur Beschwerde ist berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Die Beschwerdeführerin hat als beteiligte Pa r- tei am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen und ist durch die ang e- fochtene Verfügung als Netzbetreiberin besonders betroffen bzw. mat e- riell beschwert. Sie ist damit zur Beschwerde legitimiert. 1.3 Auf die im Übrigen form - und fristgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 50 und Art. 52 VwVG) ist demnach einzutreten. 2. Die Beschwerdeführerin zieht ihren prozessualen Antrag betreffend G e- währung der Akteneinsicht mit Beschwerdeergänzung vom 2 0. Februar 2013 zurück. Ebenso zieht sie mit derselben Eingabe in Anpassung ihres Antrags 2 Bst. c sinngemäss ihr Begehren um Anwendung des Zinssa t- zes von 4.25 % zurück, indem sie nun geltend macht, es solle mit der Vorinstanz vom reduzierten Zinssatz von 3.55 % gemäss Art. 31a Abs. 1 StromVV ausgegangen werden. Der mit Eingabe vom 20. Februar 2013 erfolgte Rückzug des prozessualen Antrags betreffend Gewährung der Akteneinsicht sowie die gleichzeitig erfolgte Anpassung des Antrags auf Anwendung des Zinssatz es ohne Reduktion gemäss Art. 31a Abs. 2 StromVV lassen diesbezüglich das Rechtsschutzinteresse der Beschwe r- deführerin entfallen. Das Beschwerdeverfahren ist nur hinsichtlich der aufrecht erhaltenen Anträge weiterzuführen, während die gegenstandslos gewordenen Anträge abzuschreiben sind ( MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.224; vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-8581/2010 Seite 6 A-2786/2010 vom 10. Juli 2013 E. 2, A -2876/2010 vom 20. Juni 2013 E. 2.2 und A -2551/2009 vom 29. Februar 2012 E. 2.1). Damit erübrigen sich materielle Ausführungen zum Thema des anwendbaren Zinssatzes und die Frage, ob die Beschwerdeführerin diese Thematik im Rahmen der Anfechtung der Tarife gemäss Dispositiv -Ziffer 1 berechtigterweise aufgreift, obschon sie im vorinstanzlichen Verfahren k ein Gesuch um Verwendung des Zinssatzes ohne Reduktion gemäss Art. 31 a Abs. 2 StromVV gestellt hat, kann offen gelassen werden. 3. Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die bei ihm angefochtenen Ve r- fügungen und Entscheide grundsätzlich mit uneingeschränkter Kognition, das heisst auch auf eine allfällig unrichtige oder unvollständige Festste l- lung des Sachverhalts hin, ebenso auf Angemessenheit (Art. 49 VwVG). Die Vorinstanz ist keine gewöhnliche Vollzugsbehörde, sondern eine ve r- waltungsunabhängige Kollegialbehörde mit besonderen Kompetenzen (vgl. Art. 21 f. StromVG). Als Fachorgan ist sie Regulierungsinstanz mit besonderer Verantwortung. Dies rechtfertigt eine gewisse Zurückhaltung des Bundesverwaltungsgerichts bei der Überprüfung des vorinstanzlichen Entscheides. Es befreit das Bundesverwaltungsgericht aber nicht davon, die Rechtsanwendung auf ihre Vereinbarkeit mit Bundesrecht zu überprü- fen. Sodann amtet die Vorinstanz in einem höchst technischen Bereich, in dem Fachfragen sowoh l im Bereich der Stromversorgung als auch ök o- nomischer Ausrichtung zu beantworten sind. Ihr steht dabei – wie ande- ren Behördenkommissionen auch – ein eigentliches "technisches Ermes- sen" zu. In diesem Rahmen darf der verfügenden Behörde bei der Beu r- teilung von ausgesprochenen Fachfragen ein gewisser Ermessens - und Beurteilungsspielraum belassen werden, soweit sie die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte geprüft und die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und umfassend durchgeführt hat (vgl. BGE 13 3 II 35 E. 3, BGE 132 II 257 E. 3.2, BGE 131 II 13 E. 3.4, BGE 131 II 680 E. 2.3.2 mit Hi n- weisen; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-2876/2010 vom 20. Ju- ni 2013 E. 3, A-2654/2009 vom 7. Mai 2013 E. 4, A-2656/2009 vom 7. Mai 2013 E. 5 und A -8666/2010 vom 2. Mai 2013 E. 2; BVGE 2009/35 E. 4; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.155). 4. Die Kapitalkosten müssen gemäss Art. 15 Abs. 3 StromVG auf der Basis der ursprünglichen Anschaffungs - bzw. Herstellkosten der bestehenden Anlagen ermittelt werden. Als Kapitalkosten sind höchstens die kalkulato-A-8581/2010 Seite 7 rischen Abschreibungen und die kalkulatorischen Zinsen auf den für den Betrieb der Netze notwendigen Vermögenswerten anrechenbar. Können die ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellkosten für bestehende An- lagen ausnahmsweise nicht mehr festgestellt werden, so sind sie wie folgt zu berechnen: Die Wiederbeschaffungspreise werden transparent mit sachgerechten, offiziell ausgewiesenen Preisindizes auf den Anscha f- fungs- bzw. Herstellzeitpunkt zurückgerechnet. Bereits in Rechnung ge- stellte Betriebs - und Kapitalkosten für betriebsnotwendige Vermögen s- werte sind dabei in Abzug zu bringen. In jedem Fall ist höchstens der Wert einer vergleichbaren Anlage anrechenbar (Art. 13 Abs. 4 StromVV, sog. synthetische Methode). Umstritten ist vorliegend insbesondere die gänzliche Nichtberücksicht i- gung der von der Beschwerdeführerin für Anlagen mit Baujahr vor 1999 synthetisch berechneten Anlagewerte durch die Vorinstanz in der Höhe von CHF 219'107'891. Im Unterschied zum Verfahren betreffend die Kos- ten und Tarife für die Netzebene 1 im Jahr 2009 ist vorliegend also die Zulässigkeit der synthetischen Bewertung nach Art. 13 Abs. 4 StromVV strittig (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -2583/2009 vom 7. November 2012 E. 6). 4.1 4.1.1 Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe den Sachverhalt unrichtig festgestellt, indem sie fälschlicherweise davon ausgegangen sei, die tatsächlichen Anschaffungs - und Herstellkosten ihrer Anlagen mit Baujahr vor 1999 seien bestimmbar und in der Folge die geltend gemach- te synthetische Bewertung nicht akzeptiert habe. Die Unterlagen betre f- fend Herstellung und Anschaffung der Anlagen seien weitgehend nicht mehr vorhanden. So sei es ihr nicht möglich, die in der Finanzbuchha l- tung per 31. Dezember 2001 von der St adt Zürich erfassten Werte pro Anlage des Übertragungsnetzes sowie die ab 2010 zum Übertragung s- netz gehörenden Werte der Anschlussfelder bekannt zu geben, weil diese Daten schlicht nicht existieren würden. Ihre Anlagen in der Buchhaltung der Stadt Zürich k önnten aufgrund der erstmaligen Einführung einer A n- lagenbuchhaltung im Jahr 1999 und der Neustrukturierung dieser Anl a- genbuchhaltung per 1. Januar 2009 nicht einzeln zurückverfolgt werden. Bei der Überführung ihrer Anlagen vom Buchhaltungssystem IRMA auf die Anlagenbuchhaltung SAP sowie anschliessend aufs heutige Buchha l- tungssystem, welche das gesetzlich vorgesehene "Unbundling" berüc k- sichtige, seien sowohl die Strukturen als auch die Anlagenummern ve r-A-8581/2010 Seite 8 ändert worden. Eine bloss punktuelle historische Bewertung der vor 1999 erstellten Anlagen sei daher nicht möglich; vielmehr hätten diese Anlagen umfassend synthetisch bewertet werden müssen. 4.1.2 Die Vorinstanz stellt sich auf den Standpunkt, die von der B e- schwerdeführerin bezüglich aller Anlagen mit Baujahr vor 1 999 vorg e- nommene synthetische Bewertung sei nicht zulässig. Es sei wenig glaub- haft, dass die Beschwerdeführerin für sämtliche Anlagen, welche vor 1999 erstellt worden seien, über keine Unterlagen mehr verfüge. Den Formulierungen der Beschwerdeführerin lasse sich entnehmen, dass nicht sämtliche Unterlagen der vor 1999 erstellten Anlagen fehlten, so n- dern dass diese vielmehr lückenhaft seien. Offensichtlich würden der B e- schwerdeführerin Projektabrechnungen – wenn auch nicht vollständig – vorliegen. Es sei zwar plausibel, dass eine Vollständigkeit auf der Bele g- ebene nicht gewährleistet werden könne, dennoch habe die Beschwerde- führerin nach Möglichkeit die verfügbaren Daten aufzuarbeiten. Als Bel e- ge kämen nicht nur Baukostenabrechnungen und dergleichen in Fra ge, sondern auch Verträge mit entsprechenden Zahlenwerten bei partne r- schaftlich genutzten Anlagen oder Grundbucheinträge für Grundstücke. Damit könnten unter Umständen einzelne bestehende Lücken geschlo s- sen werden. So belegte Anlagen seien als historische Anlagewerte in die Kostenbasis aufzunehmen. Die Beschwerdeführerin sei jedoch keine s- falls berechtigt, aufgrund allenfalls vorhandener Lücken sämtliche Anl a- gen ab einem Stichtag synthetisch zu bewerten. 4.2 4.2.1 Das Bundesgericht hat in BGE 138 II 465 E. 6.3.2 fes tgehalten, dass der nach Art. 15 Abs. 3 StromVG zu ermittelnde Anschaffungsres t- wert nicht identisch mit dem finanzbuchhalterischen Buchwert ist. "Sind die Buchwerte nicht massgebend, kann auch die seinerzeitige Aktivi e- rungspraxis nicht massgebend sein. Da ran ändert auch Art. 13 Abs. 4 Satz 3 StromVV nichts, wonach 'bereits in Rechnung gestellte' Kapitalkosten in A b- zug zu bringen sind, woraus die ElCom ableitet, dass nicht aktivierte Anlag e- kosten nicht berücksichtigt werden dürften, da sie bereits den Strom kunden in Rechnung gestellt worden seien: Diese Argumentation der ElCom hätte zur Konsequenz, dass Aufwertungen nie zulässig wären, da sie zwangsläufig Werte betreffen, die finanzbuchhalterisch bereits früher über die Betrieb s- rechnung verbucht und damit du rch den Stromkonsumenten bezahlt worden sind. Diese Konsequenz stünde im Widerspruch zur gesetzlichen Lage, w o- nach gerade nicht die Buchwerte massgebend und Aufwertungen zulässig sind. Ob zu tiefe Buchwerte daraus resultieren, dass die Anlagen gar nie a k-A-8581/2010 Seite 9 tiviert wurden oder ob sie daher rühren, dass die Anlagen zwar aktiviert, aber rascher abgeschrieben wurden, ist unerheblich." Da somit die buchhalterische Behandlung von Anlagen nicht massgebend ist, erweist sich das diesbezügliche Argument der Vorinstanz a ls nicht stichhaltig (vgl. auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -5141/2011 vom 29. Januar 2013 E. 8.2.1 mit Hinweisen bzw. ausführlich zum Ve r- hältnis von [externer] Finanzbuchhaltung zu [interner] Kostenrechnung die gesamte E. 8.2 mit Hinweisen). 4.2.2 4.2.2.1 Der sogenannte synthetische Anlagewert ist gemäss bundesg e- richtlicher Rechtsprechung nicht ein grundsätzlich anderer Wert als der ursprüngliche Anschaffungswert, sondern vielmehr eine Methode, um diesen zu ermitteln, wenn die historischen Belege nicht komp lett sind (BGE 138 II 465 E. 6.2 in fine). Die synthetische Methode ermittelt z u- nächst die aktuellen Wiederbeschaffungsneuwerte, wobei diese einhei t- lich auf ein Basisjahr indexiert werden. Dieser Wert wird sodann auf das Erstellungsjahr zurückindexiert (An schaffungsneuwert). Davon werden die kalkulatorischen Abschreibungen (Art. 13 Abs. 2 StromVV) abgezogen (vgl. BGE 138 II 465 E. 6.5). Die synthetische Bewertung gemäss Art. 13 Abs. 4 StromVV ist die Ausnahmemethode, wenn sich die Anschaffungs - und Herstellkosten nicht mehr feststellen lassen. Dass die Voraussetzu n- gen für deren Anwendung erfüllt sind, hat der Netzeigentümer, der sich darauf beruft, zu beweisen, wobei diese negative Tatsache nicht im stren- gen Sinn bewiesen werden kann. Immerhin kann erwartet werden, dass derjenige, der sich auf die synthetische Methode beruft, glaubhaft darlegt, dass und weshalb er die historischen Werte nicht mehr ermitteln kann (BGE 138 II 465 E. 6.3; vgl. auch Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-2876/2010 vom 20. Juni 2013 E. 6.2.2.1, A-2654/2009 vom 7. Mai 2013 E. 8.3 und A -5141/2011 vom 29. Januar 2013 E. 7.7 und 8 mit Hinwe i- sen). 4.2.2.2 Die Beschwerdeführerin hat sämtliche Anlagen mit Baujahr vor 1999 im Wert von CHF 2 19'107'891 und damit rund 80 % aller Anlag e- werte mittels synthetischer Methode bewertet. Die Unterlagen betreffend Herstellung und Anschaffung der strittigen Anlagen, namentlich die Pr o- jektabrechnungen, seien teilweise gar nicht mehr oder nur noch fragme n- tarisch oder für einzelne Teilstrecken einer gesamten Übertragungsleitung vorhanden. A-8581/2010 Seite 10 Die Beschwerdeführerin hat die Gründe, weshalb sie für die vor 1999 e r- richteten Anlagen keine Belege beibringen kann , dargelegt. Sie macht insbesondere geltend, erst seit der Einführung der Unternehmenssof t- ware SAP im Jahr 1999 über eine Anlagebuchhaltung zu verfügen. Vor diesem Zeitpunkt sei die Zuordnung der Anlagen auf das Übertragung s- netz, das Verteilnetz, die Kraftwerke oder die allgemeinen Anlagen au f- grund praktischer Gesichtspunkte vorgenommen worden. Bei der Migrat i- on vom alten Buchhaltungssystem IRMA zur Anlagebuchhaltung SAP hät- ten die Anlagen aufgrund ihrer unterschiedlichen Struktur nicht eins zu eins übernommen werden können, weshalb sämtliche Anlagewerte aus dem alten System summiert und neu auf die Struktur in der S AP- Anlagenbuchhaltung verteilt worden seien. Das Total der aufgeführten An- lagen stimme somit zwar vor und nach der Migration überein, eine Zuor d- nung der einzelnen Anlagen als auch der verschiedenen Anlagegruppen sei jedoch nicht mehr möglich. Auch mit der Einführung von SAP habe sie noch nicht über eine den Vorgaben des StromVG entsprechende Anlag e- buchhaltung verfügt, weshalb sie diese per 1. Januar 2009 neu habe strukturieren müssen. Dies sei vor allem notwendig geworden, weil in der Vergangenheit die Proj ektabrechnungen nicht nach Netzebenen aufg e- schlüsselt worden seien bzw. das bestehende Anlagegitter gar keine Z u- ordnung nach Netzebenen zugelassen habe. So seien sämtliche Anl a- gen, die dem Verteilnetz und bei gemischten Anlagen auch dem Übertr a- gungsnetz zu geordnet gewesen seien, summarisch zusammengefasst und auf die neu geschaffene Struktur verteilt worden. Eine Zuordnung der einzelnen Anlagen vor und nach der Umstrukturierung sei auch nach di e- ser zweiten Migration nicht mehr möglich gewesen (vgl. auch Urt eile des Bundesverwaltungsgerichts A-5141/2011 vom 29. Januar 2013 E. 8.4 f. und A-2876/2010 vom 20. Juni 2013 E. 6.2.2.2 f.). Hinzu komme, dass in ihrem Fall Ausgaben aller Art (Investitionen und Betriebskosten) über Ausgabenbeschlüsse des Stadtrats, des Gemeinde- rats oder gar durch die Stimmbürgerinnen und -bürger der Stadt Zürich bewilligt worden seien. In der Folge seien die Anschaffungs- und Herstell- kosten dann fallweise über die Betriebs - oder Investitionsrechnung ve r- bucht worden. Ihre Buchführung habe sich nicht nur bis ins Jahr 1999, sondern bis am 1. Januar 2009 grundlegend von denjenigen der übrigen Übertragungsnetzeigentümerinnen unterschieden. Während Letztere die Buchführungsregeln des Obligationenrechts vom 30. März 1911 (OR, SR 220) und internationale Rechnungslegungsstandards zu berücksicht i- gen gehabt hätten, sei sie bis vor kurzem noch dem Zürcher Finanzhau s- haltsgesetz unterstellt gewesen, was insbesondere Einfluss auf die Akt i-A-8581/2010 Seite 11 vierungs- und Investitionsrichtlinien sowie die Abschreibungsvorsch riften gehabt habe. So habe sie insbesondere in der Vergangenheit wertve r- mehrende Erneuerungen stets der laufenden Rechnung belasten mü s- sen. Dadurch seien Ausgaben für Projekte, wertvermehrende Investiti o- nen, eigene Arbeitsleistungen sowie Arbeitsleistunge n Dritter nicht akt i- viert worden. Die mit dem Bau und der Erneuerung von Übertragung s- netzanlagen erbrachten Leistungen seien bis 1999 nicht vollständig in den noch fragmentarisch vorhandenen Projektabrechnungen erfasst; n a- mentlich würden die Eigenleistunge n und Bauzinsen fehlen. Zudem wü r- den die noch vorhandenen Projektabrechnungen regelmässig nur eine Buchungsreferenz, jedoch keinen konkreten Betrag für die unvollständig aufgeführten Leistungen des Projekts ausweisen. Im Übrigen fügt sie an, dass sie die e ntsprechenden Dokumente nach Ablauf der gesetzlichen zehnjährigen Aufbewahrungspflicht gemäss Obligationenrecht nicht mehr systematisch aufbewahrt habe. Die Direktorin des Stadtarchivs Zürich erklärt mit Schreiben vom 7. Mai 2013, das Stadtarchiv beurteile Rechnungsbelege und Projektabrec h- nungen grundsätzlich nicht als archivwürdig und habe weder einen g e- setzlichen Auftrag noch einen sonstigen Anlass zur Weiteraufbewahrung von Buchhaltungsunterlagen. Die Menge solcher Unterlagen würde im Übrigen die Kapazitäten jedes Archivs bei Weitem übersteigen. Sie bestä- tigt, dass von der Beschwerdeführerin keine Buchhaltungsunterlagen a r- chiviert worden seien, was mittels entsprechenden Verzeichnissen belegt wird. 4.2.2.3 Damit hat die Beschwerdeführerin das Fehlen der entsprec hen- den Unterlagen glaubhaft dargelegt. Die von der Vorinstanz vorgeno m- mene Reduktion bzw. Kürzung der synthetischen Werte ist daher nicht im vollen Umfang gerechtfertigt und die synthetische Methode ist in der Fo l- ge zumindest teilweise ergänzend anzuwenden , soweit die ursprüngl i- chen Anschaffungs- bzw. Herstellkosten der strittigen Anlagen mit Baujahr vor 1999 nicht belegt werden können. 4.2.3 Somit ist die Beschwerde in diesem Punkt gutzuheissen und die Angelegenheit in Bezug auf die Überprüfung der synthetische n Werte an die Vorinstanz zurückzuweisen. Dabei hat die Vorinstanz zu berücksicht i- gen, dass m ittels synthetischer Methode nicht bloss "Lücken" innerhalb einer Anlage geschlossen werden können; es wird immer der gesamte Anlagewert ermittelt. Einzelne Kosten komponenten wie z.B. die Projek t- kosten werden demnach nicht getrennt bewertet (vgl. Urteil des Bunde s-A-8581/2010 Seite 12 verwaltungsgerichts A-2876/2010 vom 20. Juni 2013 E. 6.2.2.3 als auch auch den erläuternden Bericht zum Vernehmlassungsentwurf zur StromVV, zu Art. 12 Abs. 4, wonach bei teilweiser Lückenhaftigkeit der Anlagenbuchhaltung die fehlenden Werte – und nur diese – mit einer transparenten und einheitlichen Methode auf der Basis von repräsentat i- ven Einheitspreisen zurückgerechnet werden). Aus dem Schreiben der Direk torin des Stadtarchivs Zürich vom 7. Mai 2013 sowie den beigelegten Verzeichnissen ergibt sich, dass Verträge, an deren Abschluss die Beschwerdeführerin als Partei beteiligt war, bis ca. 1982 detailliert vorhanden sind. Spätere Unterlagen seien archivisch noch nicht erschlossen, ihr Inhalt lasse sich jedoch aus den Ablieferungsve r- zeichnissen ersehen. Es ist hingegen weder aus dem Ablieferungsve r- zeichnis ("ewz: Verträge Elektrizität I") noch aus der Liste der EWZ - Bestände im Stadtarchiv Zürich ("I.C. Verträge der Stadt Zürich: Laufende Sammlung der Urkunden und Verträge 1893 -2010") ersichtlich, welcher Art diese vorhandenen Verträge sind. Insbesondere lässt sich anhand der Akten nicht feststellen, ob gemeinsam erstellte und genutzte Anlagen s o- wie entsprechende Verträge betreffend die Aufteilung der Anschaffungs - bzw. Herstellkosten unter den Vertragsparteien vorhanden sind. Ebenso wenig liegen allfällige Grundbucheinträge oder öffentlich beurkundete Kaufverträge über Grundstücke vor. Ob tatsächlich Unterlagen vorhanden sind, die die ursprünglichen Anschaffungs - und Herstellkosten belegen, wird die Vorinstanz deshalb ebenfalls zu prüfen haben, weshalb die Ange- legenheit auch zur Klärung des Sachverhaltes an sie zurückzuweisen ist. Da die Anwendbarkeit der synthet ischen Methode im Fall der Beschwe r- deführerin bejaht wird, kann die in diesem Zusammenhang aufgeworfene Frage einer allfälligen Ungleichbehandlung der Verfahrensbeteiligten o f- fen gelassen werden. 5. 5.1 5.1.1 Die Beschwerdeführerin erklärt, der vorgenommene generelle A b- zug von 20.5 % auf den synthetischen Anlagewerten in Anwendung des Höchstspannungsleitungs-Index (Hösple -Index) verstosse gegen die Stromversorgungsgesetzgebung und führe zusammen mit dem pausch a- len Abzug von 20 % gemäss Art. 13 Abs. 4 StromVV zu einem unzuläss i- gen Doppelmalus. Letzterer Abzug sei im Übrigen gesetzeswidrig und A-8581/2010 Seite 13 dürfe daher nicht zur Anwendung gelangen. Obschon der Hösple -Index gemäss Gutachten des Instituts für Wirtschaftsstudien Basel GmbH nur (IWSB) für Höchstspannungsleitungen, nicht jedoch für Schaltanlagen Verwendung finde, gebrauche ihn die Vorinstanz nicht nur für Höchs t- spannungsleitungen, sondern auch für alle anderen Anlagetypen wie U n- terstationen, Transformatoren und Scha ltanlagen. In ihrem Fall würden die Leitungen jedoch nur ca. 56 % des Zeitwerts des Übertragungsnetzes ausmachen, die restlichen 44 % würden auf andere Anlagetypen, insb e- sondere Schaltanlagen entfallen. Im Übrigen sei auch die durch die Vo r- instanz vorgenommene Streichung von drei Beispielobjekten aus den 14 Anlagen gemäss Bericht der swissasset betreffend Prüfung der synthet i- schen Anschaffungsneuwerte anhand Ist -Abrechnungen exemplarischer Leitungen vom 17. Oktober 2008 (swissasset-Bericht) zu beanstanden. In ihrer Beschwerdeergänzung stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, eine Korrektur der synthetisch bewerteten Anlagewerte sei nur bis zum Maximalabzug von 20 % gemäss Art. 13 Abs. 4 StromVV zu- lässig. Dementsprechend seien ihre Anlagen entwe der auf der Basis des Produzenten- und Importpreisindex (PPI) zurückzuindexieren und der Pauschalabzug gemäss Art. 13 Abs. 4 StromVV in Abzug zu bringen oder aber es sei der Hösple -Index unter entsprechender Reduktion des Pa u- schalabzugs gemäss Art. 13 Abs. 4 StromVV zu verwenden. Eine Kombi- nation des 20 % Abzugs nach Art. 13 Abs. 4 StromVV mit einer Rücki n- dexierung auf der Basis des Hösple -Index sei hingegen unzulässig. Durch die Verwendung des Hösple -Index anstelle des PPI würden sich die synthetischen Anlagewerte nämlich um rund 10 % reduzieren. Mit Stellungnahme vom 9. Juli 2013 zum nachgereichten Gutachten hält die Beschwerdeführerin fest, die von der Vorinstanz in der Vernehmla s- sung vom 22. April 2013 vorgesehene und vom Bundesverwaltungsg e- richt im Entscheid A-2876/2010 vom 20. Juni 2013 festgesetzte Korrektur der synthetischen Werte um 1.47 % bei Verwendung des Hösple -Index werde durch das Gutachten insofern plausibilisiert, als dieser Korrektu r- wert in der Bandbreite der darin identifizierten Korrektur werte liege. Im Fall einer Rückweisung an die Vorinstanz sei diese daher anzuweisen, keinen Abzug oder bei Verwendung des Hösple-Index maximal einen Ab- zug von 1.47% von den geltend gemachten synthetischen Anschaffungs - und Herstellungskosten vorzunehmen, a uf keinen Fall aber den Pa u- schalabzug nach Art. 13 Abs. 4 StromVV. A-8581/2010 Seite 14 5.1.2 Beim eingereichten Gutachten handelt es sich um ein Parteigutach- ten und nicht um ein behördliches Gutachten mit erhöhtem Beweiswert im Sinne von Art. 12 Bst. e VwVG. Sein Beweiswert ist verglichen mit einem behördlich angeordneten Gutachten insofern herabgesetzt, als davon ausgegangen werden muss, dass die Partei dem Privatgutachter in erster Linie die nach ihrem eigenen subjektiven Empfinden wesentlichen G e- sichtspunkte des streitigen Sachverhalts unterbreitet (CHRISTOPH AUER in: Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, [Ko m- mentar VwVG], Hrsg.: Auer/Müller/ Schindler, Zürich/St. Gallen 2008, Art. 12 Rz. 59). Zudem wird das private Gutachten im Unterschied zum behördlichen nicht unter der Strafandrohung von Art. 307 Abs. 1 i.V.m. Art. 309 Bst. a des Schweizerischen Strafgesetzbuches vom 21. Dezember 1937 (StGB, SR 311.0) erstellt (vgl. auch AUER, Kommen- tar VwvG, a.a.O, Art. 12 Rz. 63). Dennoch hat auch ein Privatgutachten grundsätzlich die Funktion eines Beweismittels und ist – soweit einschlä- gig – zu berücksichtigen (vgl. auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-5141/2011 vom 29. Januar 2013 E. 5.2). 5.1.3 Die Vorinstanz akzeptiert für den Fall der Zulässigkeit einer (tei l- weisen) synthetischen Bewertung unter Berücksichtigung des von der Beschwerdeführerin für die Rückindexierung verwendeten PPI einen A b- zug von 12.7 % und hält in Bezug auf das Übertragungsnetz allgemein – explizit jedoch nicht betreffend das Verteilnetz – fest, dass für Unterne h- men, die berechtigterweise synthetisch bewerten und dabei gemäss der swissasset-Datenbank vorgehen, jedoch den PPI anstelle des Hösple - Index verwenden würden, in der Regel der pauschale Abzug von 20 % gemäss Art. 13 Abs. 4 letzter Satz StromVV entfalle und nur noch ein Ab- zug von 12.7 % zur Anwendung komme. Bei Anwendung des Hösple - Index verbliebe noch ein Abzug von 1.47 %. 5.2 5.2.1 Die Vorinstanz hat in ihrer Verfügung vom 4. März 2010 in Bezug auf die Beschwerdeführerin gar keine synthetischen Wer te anerkannt, weshalb sich die Frage der Rechtmässigkeit des Abzugs von 20.5 %, wie er in der Verfügung vom 6. März 2009 vorgenommen wurde, von vorn e- herein nicht stellt. Als Zwischenergebnis hielt das Bundesgericht in einem das Verfahren bezüglich Kosten u nd Tarife 2009 betreffenden Fall in di e- sem Zusammenhang jedoch fest, eine gewisse Reduktion sei begründet, der Abzug von 20.5 % sei aber zu hoch (BGE 138 II 465 E. 6.9.3). A-8581/2010 Seite 15 Zum Abzug von 20 % gemäss Art. 13 Abs. 4 letzter Satz StromVV für An- lagewerte, die nach der synthetischen Methode ermittelt worden sind, hat das Bundesgericht im selben Verfahren Stellung genommen und erkannt, dass dieser gesetzwidrig ist, soweit er so angewendet wird, dass er k u- mulativ zu einer Korrektur von synthetischen Werten vorgenom men wird. Der abstrakte Abzug von 20 % gemäss Verordnung sei ein pauschaler Wert, der solange anwendbar sei, als nicht im Einzelfall nachgewiesen werden könne, dass er zu einer gesetzwidrigen Bewertung führe, wobei die Beweislast bei den Netzeigentümern li ege, da sie sich auf eine Au s- nahmemethode berufen würden. Der korrekte (individuelle) Abzug wäre im Verfahren betreffend die Kosten und Tarife 2009 eigentlich bei weniger als 20 % gelegen, doch hätten die damaligen Beschwerdeführerinnen mit ihren drei Anlagen, für die sie die historischen Baukosten belegen kon n- ten, nicht mit genügender Bestimmtheit darlegen können, wie hoch dieser korrekte Wert wäre. Diese verbleibende Ungewissheit gehe zu Lasten der Netzeigentümerin. Es sei daher in solchen Fällen der von der Verordnung vorgesehene Abzug von 20 % von den synthetischen Werten vorzune h- men, aber nicht kumulativ dazu ein weiterer individueller Abzug (vgl. BGE 138 II 465 E. 7.7). 5.2.2 Der Nachweis, dass in Bezug auf die synthetischen Anlagen keine Überbewertung vorl iegt und demzufolge kein Abzug vorzunehmen ist, muss durch eine repräsentative Auswahl von eigenen Anlagen erbracht werden, deren historische Baukosten belegt und mit den entsprechenden synthetisch ermittelten Werten verglichen werden können (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A -2656/2009 vom 7. Mai 2013 E. 6.4 und A-2876/2010 vom 20. Juni 2013 E. 6.3.3.2). Die Beschwerdeführerin führt in ihrer Stellungnahme vom 9. Juli 2013 aus, weil sie nicht über eigene historische Daten vor 1999 verfüge, um die synthetischen Anschaffungs- und Herstellungskosten in einem paralle- len Vergleich zu plausibilisieren, hätten als Grundlage für die Erstellung des eingereichten Gutachtens andere Informationen als die effektiven his- torischen Anschaffungs- und Herstellungskosten verwendet werden mü s- sen. Das Gutachten stütze sich auf Daten der swissasset-Studie aus dem Jahr 2008, auf Anlagewerte anderer Übertragungsnetzeigentümer in der swissasset-Datenbank für Anlagen, die nach 1999 erstellt worden seien sowie auf ihre eigene n Anlagewerte auf Basis von (unvollständigen) Pr o- jektabrechnungen, welche nicht in der Swissasset -Datenbank enthalten gewesen seien (ein nach 1999 realisiertes Leitungsprojekt und das 1998 erbaute Unterwerk Benken). So seien 15 Einzelprojekte von Anlagen, die A-8581/2010 Seite 16 für die Anlagenstruktur der Beschwerdeführerin repräsentativ seien, b e- rücksichtigt worden. Basierend auf den Daten dieser 15 Einzelprojekte (Leitungen und Schaltanlagen aus den Jahren 1960 bis 2011) seien die synthetischen Anschaffungs- und Herstellungskosten berechnet worden. Dazu habe die Polynomics AG die Einheitswerte aus dem Jahr 1998 mit den entsprechenden Mengen multipliziert. Der so bestimmte Wiederb e- schaffungswert sei anschliessend mit dem Pr eisindex auf das Erste l- lungsjahr vor- und rückindexiert und mit den historischen Werten vergl i- chen worden. Dafür sei in einer ersten Variante der Hösple -Index und in einer zweiten Variante der PPI verwendet worden. Die Ergebnisse des Vergleichs der 15 Einzelprojekte seien anschliessend den verschiedenen Anlagekategorien zugewiesen worden. Seien mehrere Projekte der gle i- chen Anlagekategorie zugehörig gewesen, sei der Durchschnitt über die Anlagen verwendet worden. Damit habe sichergestellt werden können, dass nicht einzelne Anlagekategorien mit mehreren Vergleichsprojekten ein zu starkes Gewicht erhielten. Die Ergebnisse des Vergleichs der A n- schaffungs- und Herstellungskosten je Anlagekategorie seien schliesslich zu einem "ewz -Aggregat" zusammengefasst worden. Dazu habe die P o- lynomics AG drei alternative Gewichtungsschemen zur Untersuchung der Einflüsse auf das Ergebnis verwendet. Zur Anwendung sei erstens ein Gewichtungsschema gekommen, welches alle Anlagekategorien gleich gewichte. Zweitens seien die Anlagek ategorien gemäss ihrem Anteil am Wiederbeschaffungswert und drittens gemäss ihrem Anteil am Menge n- gerüst des Anlageparks gewichtet worden . Bei Verwendung des PPI l ä- gen die synthetischen Anschaffungs - und Herstellungskosten um bis zu 6.9 % unter den historischen Werten. Die synthetische Bewertung auf der Basis des Hösple-Index führe bei ihr zu einer Unterbewertung der synthe- tischen Anschaffungs - und Herstellungskosten um 2 % bzw. zu einer Überbewertung bis zu 3 %. Werde auf den Durchschnitt der Abweichu n- gen gemäss PPI und Hösple -Index abgestellt, so ergebe sich noch eine Unterbewertung der synthetischen Anschaffungs- und Herstellungskosten von 0.55% im Vergleich zu den historischen Werten. 5.2.3 Das Bundesgericht hat im bereits erwähnten Urteil festgehalten, dass die Verwendung des Hösple -Index nicht zu beanstanden sei: Das Gutachten des IWSB komme zum Ergebnis, dass der PPI sich für die Rückindexierung nicht eigne, da darin die im Leitungsbau hauptsächlich verwendeten Materialien nicht richtig abgebildet würden. D ie für den Hösple-Index verwendeten Subindices seien offiziell ausgewiesen und er- füllten damit auch die entsprechenden Anforderungen gemäss Art. 13 Abs. 4 StromVV. An sich zutreffend sei die Kritik, dass sich der Hösple -A-8581/2010 Seite 17 Index nur auf Leitungen, nicht aber auf die übrigen Anlagen beziehe. Aus dem IWSB-Gutachten (S. 14 Ziff. 5.3) ergebe sich aber, dass der PPI für Schaltanlagen noch weniger geeignet sein dürfte als für die Leitungen. Dass ein offiziell ausgewiesener Preisindex für Schaltanlagen bestehen würde, machten die damaligen Beschwerdeführerinnen – wie die B e- schwerdeführerin im vorliegenden Verfahren – nicht geltend. Unter diesen Umständen kam das Bundesgericht zum Schluss, dass es nicht zu bea n- standen sei, wenn im Ergebnis die Vorinstanz mangels besser er Alterna- tiven den Hösple -Index auch für die anderen Anlagen verwendet habe (vgl. BGE 138 II 465 E. 6.8.3). Weiter hat das Bundesgericht in seinem Urteil insbesondere auf den swissasset-Bericht hingewiesen (vgl. BGE 138 II 465 E. 6.3.3). Darin wird eine Auswahl von Anlagen, die etwa 10 % des gesamten schweizerischen Höchstspannungsnetzes abdeckt, als repräsentativ eingestuft. Aufgrund eines Vergleiches der historischen mit den synthetischen Werten anhand der 14 Leitungen gemäss dem als repräsentativ einges tuften swissasset- Bericht ergibt sich, dass die synthetisch mit dem Hösple -Index 2010 be- rechneten Werte im Falle der Gesamtkosten ohne Berücksichtigung der geschätzten Kosten rund 1.47 % über den Ist -Werten liegen bzw. bei Verwendung des PPI für die Rückin dexierung rund 12.7 % darüber, was auch die Vorinstanz anerkennt. Ob der Abzug bei Verwendung des Hösple-Index gestützt auf das eing e- reichte Gutachten der Beschwerdeführerin allenfalls sogar tiefer als 1.47 % ausfallen könnte und wenn ja, wie hoch der entsprechende Abzug diesfalls wäre, wird die Vorinstanz im Rahmen der Rückweisung ebenfalls zu prüfen haben. 5.3 Zusammenfassend ergibt sich, dass der pauschale Abzug von 20 % gemäss Art. 13 Abs. 4 letzter Satz StromVV nicht anzuwenden und der individuelle Korrek turfaktor bei Verwendung des Hösple -Index für die Rückindexierung auf maximal 1.47 %, allenfalls tiefer festzusetzen ist, weshalb die Beschwerde insofern gutzuheissen ist. 6. Weiter strittig sind die von der Vorinstanz vorgenommenen Kürzungen auf dem von de r Beschwerdeführerin errechneten betriebsnotwendigen Ne t- toumlaufvermögen. Da die synthetische Bewertungsmethode im Fall der Beschwerdeführerin als ausnahmsweise zulässig anerkannt wird, hat die Vorinstanz im Rahmen der Rückweisung die entsprechenden Werte, d.h. A-8581/2010 Seite 18 insbesondere die Höhe der Kapitalkosten, erneut festzulegen bzw. zu kor- rigieren. Im Rahmen dieser erneuten Überprüfung der anrechenbaren Netzkosten wird es auch Sache der fachkundigen Vorinstanz sein, die historischen Anschaffungs- und Herstellkosten sowie die Verzinsung des Nettoumlaufvermögens entsprechend anzupassen. 7. Weder aus der Beschwerdeschrift noch aus den zusätzlich eingereichten Stellungnahmen der Beschwerdeführerin ergibt sich, mit welcher Begrü n- dung die Beschwerdeführerin die Dispositiv -Ziffern 2 betreffend die vo r- sorglich im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahren verfügten und zur Anwendung gekommenen Tarife und 3 betreffend die Kompensation der Deckungsdifferenzen zwischen den gemäss Ziffer 2 anzuwendenden Tari- fen und denjenigen gemäss Zi ffer 1 anficht. Es ist im Übrigen nicht e r- sichtlich, inwiefern die Beschwerdeführerin diesbezüglich einen Nachteil erleidet. Dementsprechend sind die Anträge betreffend Aufhebung der Dispositiv-Ziffern 2 und 3 der angefochtenen Verfügung als unbegründet abzuweisen. 8. Schliesslich beanstandet die Beschwerdeführerin die Kostenverlegung im vorinstanzlichen Verfahren als unangemessen. Ihr seien mehr als 27 % der Gesamtkosten und mehr als 55 % der den Übertragungsnetzeige n- tümerinnen auferlegten Kosten verrechnet worden. Die Vorinstanz habe für das Jahr 2010 ohne Not eine Verfügung betreffend die Tarife für die Netznutzung der Netzebene 1 erlassen und habe die entsprechenden Gebühren selber zu tragen. Die vorgenommene Gebührenaufteilung sei im Übrigen nicht nachvollziehbar und auch deshalb aufzuheben. Die Vor- instanz habe die Kosten entsprechend den Kürzungen der anrechenb a- ren Kosten aufgeteilt, was nicht sachgerecht sei Die Vorinstanz erklärt in der angefochtenen Verfügung (Rz. 386 ff.), die Gesamtkosten nach dem Ze itaufwand ermittelt zu haben, wie dies in Art. 3 Abs. 2 der Verordnung vom 22. November 2006 über Gebühren und Aufsichtsabgaben im Energiebereich (GebV -En, SR 730.05) vorg e- sehen sei. Hingegen bestehe keine Regelung über die exakte Kostenau f- teilung unter de n Parteien in einem Mehrparteienverfahren. Nach dem Verursacherprinzip seien die Kostenanteile bei mehreren Parteien jedoch aufgrund der verursachenden Handlungsbeiträge der Verantwortlichen zu bestimmen. Gestützt auf die Verfassung seien die Kosten rechts gleich und nicht willkürlich zu verlegen. Ein sachgerechtes Kriterium für die G e-A-8581/2010 Seite 19 bührenverteilung finde sich im Mass der vorgenommenen Kürzungen. Die Kostenaufteilung anhand der vorgenommenen Kürzungen nehme Bezug auf die Handlungsbeiträge der einzelnen Parteien. So würden die Gebüh- ren entsprechend der in de n Kosten- und Tarifverfügungen vom 6. März 2009 und vom 4. März 2010 vorgesehenen Verteilung den einzelnen Übertragungsnetzeigentümerinnen im Verhältnis der Reduktion der anr e- chenbaren Netzkosten zu den bei der Beschwerdegegnerin eingereichten Netzkosten auferlegt. 8.1 Das Bundesverwaltungsgericht hat in seinen bereits ergangenen U r- teilen zur Kosten - und Tarifverfügung 2009 für die Netzebene 1 vom 6. März 2009 festgestellt, dass die Vorinstanz die Gebührenve rteilung in Dispositiv-Ziffer 13 offensichtlich einzig nach den Resultaten ihrer Übe r- prüfung der Tarife für die Netznutzung der Netzebene 1 vorgenommen hat. Sie habe in der angefochtenen Verfügung dargelegt, wie sie die Ve r- fahrenskosten berechnet und entsp rechend dem Verteilschlüssel verlegt habe. Zentral sei dabei die Erläuterung, dass die errechneten Gebühren zu 30% der Beschwerdegegnerin und zu 70% den einzelnen Übertr a- gungsnetzeigentümern im Verhältnis der Reduktion der anrechenbaren Netzkosten zu den b ei der Beschwerdegegnerin eingereichten Netzko s- ten auferlegt würden. Auf die nachvollziehbaren und rechtlich begründ e- ten Ausführungen der Vorinstanz könne ohne weitere Wiederholungen verwiesen werden. Insbesondere erachtete das Bundesverwaltungsg e- richt das Kriterium der von den jeweiligen Übertragungsnetz - eigentümerinnen überhöht geltend gemachten anrechenbaren Kosten als sinnvoll und sachgerecht, um die Verfahrenskosten proportional aufzute i- len. An den von der Vorinstanz für die reine Gebührenberechnung an ge- wendeten Grundsätzen und Berechnungsschritten sei an sich nichts au s- zusetzen (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A -2654/2009 vom 7. Mai 2013 E. 11.1, A-2606/2009 vom 11. November 2010 E. 18.3 f. und A-2649/2009 vom 24. August 2011 E. 9, vgl. für die Tarife 2010 Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-2786/2010 vom 9. Juli 2013 E. 8.1). Gle i- ches gilt für die mit der vorliegend strittigen Kosten - und Tarifverfügung 2011 für die Netzebene 1 in Dispositiv -Ziffer 9 nach denselben Grundsät- zen vorgenommene Gebührenverteilung. 8.2 Indessen ist vorliegend zu berücksichtigen, dass sich die Beschwe r- de gegen die vorinstanzliche Verfügung als teilweise berechtigt erweist, also ein Teil der Kürzungen zu Unrecht erfolgt ist. Da die Beschwerde teilweise gutzuheissen und di e Sache zur entsprechenden Neubeurte i- lung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist, wird Letztere eine reduzierte A-8581/2010 Seite 20 Auferlegung der erstinstanzlichen Gebühren im Rahmen der erneuten Prüfung zu berücksichtigen haben. Die entsprechende Dispositiv -Ziffer 9 ist demnach ebenfalls aufzuheben. 9. Zusammenfassend ist im Ergebnis festzuhalten, dass die Beschwerde teilweise gutzuheissen und die Dispositiv -Ziffern 1 und 9 der vorinstanzli- chen Verfügung vom 11. November 2010 mit Bezug auf die Beschwerd e- führerin aufzuheben und die Angelegenheit zu neuer Festsetzung der an- rechenbaren Kosten sowie zur Neuverlegung der Gebühren an die Vori n- stanz zurückzuweisen ist. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. 10. Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Partei au f- erlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Keine Verfahrenskosten werden Vorin - stanzen oder beschwerdeführenden und unterliegenden Bundesbehörden auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 10.1 Die Spruchgebühr richtet sich nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, Art der Prozessfü hrung und finanzieller Lage der Parteien. Sie beträgt bei einer Streitigkeit mit Vermögensinteresse Fr. 100.– bis Fr. 50'000.– (Art. 63 Abs. 4bis Bst. b VwVG und Art. 2 Abs. 1 sowie Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschäd i- gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Vo r- liegend ist von einer Streitigkeit mit Vermögensinteresse auszugehen, wobei der genaue Streitwert aufgrund der komplexen Sachlage nicht e x- akt bezifferbar ist. Angesichts der Rechtsbegehren und Vorbringen der Beschwerdeführerin zu den anrechenbaren Kapitalkosten ist aber sicher ein Streitwert von über 1 Mio. CHF gegeben, womit der diesbezügliche Gebührenrahmen von Fr. 7'000.– bis Fr. 40'000.– nach Art. 4 VGKE zur Anwendung kommt. Unter Berücksic htigung der erwähnten Kriterien und der Kosten für den Zwischenentscheid betreffend Sistierung als auch der sich mit Bezug auf das Parallelverfahren A-2786/2010 betreffend die Kos- ten und Tarife 2010 ergebenden Überschneidungen werden die Verfa h- renskosten auf Fr. 12'000.– festgesetzt. 10.2 Das für die Kostenverlegung massgebende Ausmass des Unterli e- gens hängt von den in der konkreten Beschwerde gestellten Rechtsb e- gehren ab. Abzustellen ist auf das materiell wirklich Gewollte ( MO- SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 4.43). Die Beschwerdeführerin ist mit ihrem Antrag betreffend Aufhebung der Sistierung unterlegen und hat A-8581/2010 Seite 21 den prozessualen Antrag auf Gewährung der Akteneinsicht sowie den An- trag betreffend Anwendung des Zinssatzes ohne Reduktion zurückgez o- gen und damit d essen Gegenstandslosigkeit verursacht. Bezüglich der Aufhebung der Dispositiv -Ziffern 2 und 3 unterliegt sie. Im Übrigen o b- siegt die Beschwerdeführerin jedoch betreffend dem materiellen Haup t- punkt der synthetisch zu berechnenden Kapitalkosten als auch bezü glich der damit zusammenhängenden Frage des pauschalen Abzugs von 20 % gemäss Art. 13 Abs. 4 StromVV sowie der Höhe der erstinstanzlich aufer- legten Gebühren. Insgesamt hat sie daher im Ausmass von zwei Dritteln obsiegt und ist somit zu rund einem Drittel u nterlegen. Es sind ihr daher Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 4'000.– aufzuerlegen. Diese we r- den mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 15'000.– verrechnet. D er Restbetrag von Fr. 11'000.– ist ihr nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückzuerstatten. Die Beschwerdegegnerin beantragt, ihr seien unabhängig vom Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten oder Parteientschädigungen au f- zuerlegen, da dies nicht gerechtfertigt sei. Sie macht geltend, im Verfa h- ren keine Anträge gestellt zu haben und verweist auf BGE 138 II 465. In jenem Entscheid wurden ihr kommentarlos weder Verfahrenskosten noch die Ausrichtung einer Parteientschädigung auferlegt (vgl. nicht publ. E. 11). Hingegen hat das Bundesgericht in seinem Urteil 2C_5 72/2012 vom 27. März 2013 E. 4 festgehalten, dass, auch wenn die Beschwerd e- gegnerin keine Anträge gestellt und die Umsetzung des Urteils zuges i- chert habe, der Ausgang jenes Verfahrens dennoch zur Folge habe, dass sie von den Beschwerdeführerinnen keine SDL -Kosten vergütet erhalte; sie sei daher materiell notwendige Gegenpartei und als solche unterl e- gen. Das Bundesverwaltungsgericht hatte in Beschwerdeverfahren, die sich gegen die Verfügung der ElCom vom 6. März 2009 richteten, die Be- schwerdegegnerin jeweils als teilweise mitobsiegend bzw. mitunterli e- gend eingestuft, weil auch sie Zweifel an der Rechtmässigkeit gewisser Anordnungen der Vorinstanz, insbesondere in Bezug auf die Syste m- dienstleistungen geäussert hatte (vgl. Urteile des Bundes - verwaltungsgerichts A-2606/2009 vom 11. November 2010 E. 20 und A-2607/2009 vom 10. Oktober 2010 E. 15). Im vorliegenden Verfahren hat sich die Beschwerdegegnerin zum Streitgegenstand nicht konkret g e- äussert. In materieller Hinsicht ist sie jedoch als unterliegend einzustufen, wird sie doch der Beschwerdeführerin zusätzliche Kosten zu vergüten haben (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-2786/2010 vom 10. Juli 2013 E. 10.2, A-2876/2010 vom 20. Juni 2013 E. 10.2, A-2654/2009 und A-2656/2009 je vom 7. Mai 2013 E. 13.2 bz w. E. 7.2 je A-8581/2010 Seite 22 mit Hinweisen). Demzufolge hat die Beschwerdegegnerin die übrigen zwei Drittel der Verfahr enskosten in der Höhe von Fr. 8'000.– zu tragen. Dieser Betrag ist ihr nach Eintritt der Rechtskraft in Rechnung zu stellen. 11. Der ganz oder teilweise obs iegenden Partei ist von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 ff. VGKE). Bei nur teilweisem Obsiegen ist die Entschädigung ent - sprechend zu kürzen (Art. 7 Abs. 2 VGKE). Die Beschwerdeführerin hat mit Schreiben vom 8. Juli 2013 eine Kostennote in der Höhe von Fr. 28'695.25 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) eingereicht, worin i.S.v. Art. 14 Abs. 1 VGKE detailliert die anwaltlichen Leistu ngen und Auslagen aufgelistet sind. Das Honorar basiert auf Stundenansätzen der beteiligten Rechtsvertreter von Fr. 300.– bis Fr. 400.–, was der oberen Limite g e- mäss Art. 10 Abs. 2 VGKE entspricht. Unter Berücksichtigung der dive r- sen einzureichenden Rechts schriften sowie der gewissen Komplexität des Verfahrens, aber auch der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin nur teilweise obsiegt hat und sich aufgrund des Parallelverfahrens A-2786/2010 betreffend die Kosten und Tarife 2010 Überschneidungen ergeben, wird ihre Parteientschädigung auf Fr. 15'000.– inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer festgesetzt. Die Beschwerdegegnerin ist nicht durch einen aussenstehenden Anwalt vertreten, sie hat daher keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Auch die Vorinstanz hat kei nen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE). Gemäss Art. 64 Abs. 2 und 3 VwVG ist die Parteientschädigung in erster Linie einer unterliegenden Gegenpartei aufzuerlegen, wenn sie sich mit selbständigen Begehren am Verfahren beteiligt hat und leistungsfähig ist. Hat die Partei auf selbständige Anträge verzichtet, ist gemäss Rechtspr e- chung weiter zu berücksichtigen, ob dieser Verzicht auf das fehlende oder geringe Interesse an der Mitwirkung am Beschwerdeverfahren oder nur auf die Absicht zurückzuführen ist, sich der Entschädigungspflicht zu en t- schlagen. Liegt das Interesse der Gegenpartei am Verfahrensausgang auf der Hand, so darf bei der Entschädigungsregelung von der Vorau s- setzung, dass diese ausdrücklich Antrag gestellt habe, abgesehen w er- den (BGE 128 II 90 E. 2c; MARCEL MAILLARD, in: Praxiskommentar VwVG, Waldmann/Weissenberger (Hrsg.), Zürich 2009, Art. 64 N 49). Auch wenn vorliegend nicht gesagt werden kann, die Beschwerdegegnerin habe zur Vermeidung der Entschädigungspflicht auf Anträ ge verzichtet, hat sie doch ein erhebliches Interesse an der Klärung der aufgeworfenen A-8581/2010 Seite 23 Rechtsfragen und am Verfahrensausgang. Dieser beeinflusst insbeso n- dere die Grundlagen ihrer künftigen Netznutzungstarife. Die Beschwe r- degegnerin hat daher für die der Be schwerdeführerin zuzusprechende Parteientschädigung aufzukommen (vgl. auch Urteile des Bundesverwa l- tungsgerichts A-2786/2013 vom 10. Juli 2013 E. 11, A -2876/2010 vom 20. Juni 2013 E. 11 in fine und A -2654/2009 vom 7. Mai 2013 E. 14 in f i- ne). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Das Beschwerdeverfahren wird zufolge Rückzugs des Antrags betreffend Gewährung der Akteneinsicht sowie bezüglich des Antrags auf Anwe n- dung des Zinssatzes ohne Reduktion gemäss Art. 31a Abs. 2 StromVV als gegenstandslos geworden abgeschrieben. 2. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und die Dispositiv -Ziffern 1 und 9 der vorinstanzlichen Verfügung vom 11. November 2010 werden mit Bezug auf die Beschwerdeführerin aufgehoben. Die Angelegenheit wird zu neuer Festsetzung der anrechenbaren Kosten im Sinne der E r- wägungen und zur Neuverlegung der Gebühren an die Vorinstanz z u- rückgewiesen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 3. Der Beschwerdeführerin werden Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 4'000.– auferlegt. Sie werden mit dem geleisteten Vorschuss von Fr. 15'000.– verrechnet. Der Restbetrag von Fr. 11'000. – wird der B e- schwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstat- tet. Hierzu hat sie dem Bundesverwaltungsgericht ihre Post - oder Bank- verbindung anzugeben. Der Beschwerdegegnerin werden Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 8'000.– auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. Die Zustellung de s Einzahlungsscheins erfolgt mit separater Post. A-8581/2010 Seite 24 4. Der Beschwerdeführerin wird eine Parteientschädigung von insgesamt Fr. 15'000.– inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer zugesprochen, welche ihr durch die Beschwerdegegnerin nach Eintritt der Rechtskraft des vorli e- genden Urteils zu entrichten ist. 5. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. 952-10-017; Einschreiben) – das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde) Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: Kathrin Dietrich Lars Birgelen Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Frist steht still vom 15. Juli bis und mit dem 15. August (Art. 46 Abs. 1 Bst. b BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Untersc hrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: