<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gemäss Artikel 123 ParIG beauftragt, zu prüfen und Bericht zu erstatten, welche Auswirkungen der Zeitpunkt der Ausschreibung und der Vergabe von Lehrstellen auf Jugendliche und ihre berufliche Zukunft hat. Dabei sollen auch nötige Massnahmen für die verschiedenen Akteure der Berufsbildung aufgezeigt werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Den Verbundpartnern der Berufsbildung - Kantonen, Organisationen der Arbeitswelt und Bund - ist es wichtig, dass Jugendliche eine passende Lehrstelle finden und Lehrbetriebe die geeigneten Lernenden rekrutieren können.</p><p>Der Berufswahlprozess ist im Rahmen des Lehrplans 21 in der obligatorischen Schule fest verankert. Die kantonalen Berufsberatungsstellen bieten diverse Angebote im Bereich der Berufsinformation und Berufswahl an. Zusätzlich führt das Schweizerische Dienstleistungszentrum für Berufsbildung, Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung SDBB mit www.berufsberatung.ch ein umfangreiches Portal zu Lehrstellen, Berufen sowie Aus- und Weiterbildungen.</p><p>Um das Lehrstellenangebot optimal auf den Bedarf der Lehrbetriebe und der Jugendlichen auf Lehrstellensuche ausrichten zu können, hat die Schweizerische Berufsbildungsämter-Konferenz SBBK im Jahr 2020 eine Strategie für den offiziellen nationalen Lehrstellen-Nachweis LENA der Kantone erarbeitet. Bei der Entscheidung, Lehrstellen frühestens im März, rund eineinhalb Jahre vor Lehrbeginn, auf LENA auszuschreiben, geht es nicht darum, den Bewerbungsprozess vorzuverlegen. Die geplante Funktion für Online-Bewerbungen wird Bewerbungen wie bisher frühestens ein Jahr vor Lehrbeginn erlauben. Jedoch soll Jugendlichen und ihren Eltern die Möglichkeit eröffnet werden, bereits zum Zeitpunkt der Suche nach einer Schnupperlehre zu sehen, welche Betriebe im Sommer des darauffolgenden Jahres Lehrstellen anbieten. Von einer Aufschaltung von Lehrstellen zwei Jahre vor Lehrbeginn wurde für LENA dagegen bewusst abgesehen.</p><p>Damit die Berufswahlvorbereitung fundiert und gemäss einem für die Jugendlichen sinnvollen Zeitplan erfolgen kann, erarbeiten die Verbundpartner der Berufsbildung unter dem Dach der Tripartiten Berufsbildungskonferenz (TBBK) zurzeit ein entsprechendes Commitment. Der Bund unterstützt dabei die Bestrebungen der Kantone und Organisationen der Arbeitswelt. Das "Commitment Lehrstellen" soll eine sorgfältige, zeitlich wohlabgestimmte Berufswahl im Interesse aller Beteiligten ermöglichen. Es soll sich auf das Angebot von Schnupperlehren, den Zeitpunkt der Ausschreibung von Lehrstellen sowie auf den Zeitpunkt der Vergabe von Lehrstellen erstrecken. Das Commitment wird sich an alle Akteure der Berufsbildung richten. Auch private Anbieter werden eingeladen sein, das Commitment mitzutragen.</p><p>Seitens der öffentlichen Hand sind die Kantone als Träger der obligatorischen Schule und der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung für die Rahmenbedingungen der Berufswahl zuständig. Der Bundesrat erachtet daher weitere Massnahmen seitens des Bundes als nicht zielführend.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.