<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE - Archiv</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2015</span> <span class="title">Bau-, Raumentwicklungs- und Umweltschutzrecht</span> <span class="page_no">397</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> <span class="ft4"><b>74</b></span> <span class="ft4"><b>Behindertengleichstellung (§ 53 Abs. 1 BauG; § 38 Abs. 1 BauV)</b></span><br/> <span class="ft6">-</span> <span class="ft4"><b>Ein als religiöses Zentrum genutztes Vereinslokal gilt als öffentlich</b></span><br/> <span class="ft4"><b>zugängliche Baute i.S.v. § 53 Abs. 1 BauG (Erw. 9.3.2).</b></span><br/> <span class="ft6">-</span> <span class="ft4"><b>Die wirtschaftliche Tragbarkeitsgrenze von 20 % der Erneuerungs-</b></span><br/> <span class="ft4"><b>kosten (§ 38 Abs. 1 lit. b BauV) kommt auch bei Nutzungsänderun-</b></span><br/> <span class="ft4"><b>gen zur Anwendung, welche nur minimale bauliche Investitionskos-</b></span><br/> <span class="ft4"><b>ten auslösen (Erw. 9.3.3).</b></span><br/> <span class="ft8">Aus dem Entscheid des Regierungsrats i.S. I.A.-Gemeinschaft gegen den</span><br/> <span class="ft8">Entscheid des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (Abteilung für Baube-</span><br/> <span class="ft8">willigungen)/Gemeinderats G. vom 26. November 2014 (RRB Nr. 2014-</span><br/> <span class="ft8">01282).</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2015</span> <span class="title">Verwaltungsbehörden</span> <span class="page_no">398</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft10"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <span class="ft1">9.1</span><br/> <span class="ft1">Der Gemeinderat unterbreitete das Baugesuch der Beschwerde-</span><br/> <span class="ft1">führerin während des erstinstanzlichen Baubewilligungsverfahrens</span><br/> <span class="ft1">der Stiftung Procap (Fachstelle Hindernisfreies Bauen der Kantone</span><br/> <span class="ft1">Aargau/Solothurn). Die Stiftung Procap stellte im Rahmen ihrer</span><br/> <span class="ft1">Beurteilung fest, dass diverse Anforderungen an die hindernisfreie</span><br/> <span class="ft1">Ausgestaltung nicht erfüllt bzw. aufgrund ungenügender Pläne nicht</span><br/> <span class="ft1">überprüfbar seien. Bemängelt werden dabei insbesondere das Fehlen</span><br/> <span class="ft1">eines rollstuhlgerechten Parkfeldes, die fehlende stufenlose Er-</span><br/> <span class="ft1">schliessung des Erdgeschosses und der Schulungsräume in den Ober-</span><br/> <span class="ft1">geschossen sowie das Fehlen einer rollstuhlgerechten Toilette im</span><br/> <span class="ft1">Erdgeschoss. Weiter macht die Stiftung Procap darauf aufmerksam,</span><br/> <span class="ft1">dass der Andachtsraum mit einer Höranlage ausgestattet werden</span><br/> <span class="ft1">müsse. Die Stiftung Procap stützt ihre Beurteilung des Baugesuches</span><br/> <span class="ft1">auf die Anforderungen für einen Neubau, da bei Erweiterungen oder</span><br/> <span class="ft1">Nutzungsänderungen kein Besitzstand geltend gemacht werden</span><br/> <span class="ft1">könne.</span><br/> <span class="ft1">(...)</span><br/> <span class="ft1">9.2</span><br/> <span class="ft1">Gemäss § 53 Abs. 1 BauG sind öffentlich zugängliche Bauten</span><br/> <span class="ft1">und Anlagen, Bauten und Anlagen mit mehr als 50 Arbeitsplätzen so-</span><br/> <span class="ft1">wie Mehrfamilienhäuser, die neu erstellt oder erneuert werden, für</span><br/> <span class="ft1">Menschen mit Behinderungen zugänglich und benutzbar zu gestal-</span><br/> <span class="ft1">ten. Diese Pflicht entfällt, wenn der für Behinderte zu erwartende</span><br/> <span class="ft1">Nutzen in einem Missverhältnis steht, insbesondere zum wirtschaftli-</span><br/> <span class="ft1">chen Aufwand, zu Interessen des Umweltschutzes, des Natur- und</span><br/> <span class="ft1">Heimatschutzes oder zu Anliegen der Verkehrs- und Betriebssicher-</span><br/> <span class="ft1">heit.</span><br/> <span class="ft1">Gemäss § 37 Abs. 1 BauV richtet sich die Beurteilung der</span><br/> <span class="ft1">hindernisfreien Ausgestaltung dabei nach Massgabe der Norm SIA</span><br/> <span class="ft1">500 "Hindernisfreie Bauten", Ausgabe 2009, des Schweizerischen</span><br/> <span class="ft1">Ingenieur- und Architektenvereins (SIA). Jedoch kann bei der</span><br/> <span class="ft1">Erneuerung von Bauten und Anlagen eine hindernisfreie Bauweise</span><br/> <span class="ft1">nur soweit verlangt werden, als der Aufwand dafür nicht mehr be-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2015</span> <span class="title">Bau-, Raumentwicklungs- und Umweltschutzrecht</span> <span class="page_no">399</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">trägt als 5 % des Gebäudeversicherungswerts vor der Erneuerung</span><br/> <span class="ft1">(§ 38 Abs. 1 lit. a BauV) bzw. 20 % der Erneuerungskosten, wobei</span><br/> <span class="ft1">als solche die voraussichtlichen Baukosten ohne besondere Massnah-</span><br/> <span class="ft1">men für Behinderte gelten (§ 38 Abs. 1 lit. b BauV). Als Baukosten</span><br/> <span class="ft1">gelten gemäss der eben genannten Bestimmung (§ 38 Abs. 1 lit. b</span><br/> <span class="ft1">BauV) die Kosten ohne Vorbereitungsarbeiten (Abbruch- und Räu-</span><br/> <span class="ft1">mungsarbeiten), Umgebungsarbeiten, Nebenkosten (Gebühren und</span><br/> <span class="ft1">dergleichen) und Ausstattung (Möblierung und dergleichen).</span><br/> <span class="ft1">9.3</span><br/> <span class="ft1">9.3.1</span><br/> <span class="ft1">Für den Regierungsrat steht fest, dass das Baugesuch die</span><br/> <span class="ft1">gesetzlichen Anforderungen für die hindernisfreie Ausgestaltung ei-</span><br/> <span class="ft1">ner neu errichteten, öffentlich zugänglichen Baute nicht gänzlich er-</span><br/> <span class="ft1">füllt. Insbesondere fehlt es an einer stufenlosen Erschliessung des</span><br/> <span class="ft1">Ober- und wohl auch des Erdgeschosses (vgl. dazu: Ziff. 3.1.2 SIA-</span><br/> <span class="ft1">Norm 500; Baupläne) und an mindestens einer rollstuhlgerechten</span><br/> <span class="ft1">Toilette (Ziff. 7.2.1.2 SIA-Norm 500).</span><br/> <span class="ft1">Bevor aber die Anforderungen an eine hindernisfreie Ausgestal-</span><br/> <span class="ft1">tung weiter erörtert werden, ist jedoch genauer zu beleuchten, ob und</span><br/> <span class="ft1">inwieweit im Rahmen der vorliegenden Umnutzung die Beschwerde-</span><br/> <span class="ft1">führerin überhaupt verpflichtet werden kann, das bestehende Bau-</span><br/> <span class="ft1">werk neu hindernisfrei auszugestalten. Dabei stellt sich die Frage, ob</span><br/> <span class="ft1">das Vereinslokal als öffentlich zugängliche Baute gilt (Erw. 9.3.2)</span><br/> <span class="ft1">bzw. ob und inwieweit die gestellten Anforderungen an die</span><br/> <span class="ft1">Umgestaltung des bestehenden Baus verhältnismässig (insbesondere</span><br/> <span class="ft1">wirtschaftlich tragbar) sind (Erw. 9.3.3):</span><br/> <span class="ft1">9.3.2</span><br/> <span class="ft1">Im kantonalen Recht wird der Begriff "öffentlich zugänglich"</span><br/> <span class="ft1">nicht näher umschrieben. Eine Definition erfolgt jedoch in der SIA-</span><br/> <span class="ft1">Norm 500 und in der bundesrätlichen Verordnung über die Beseiti-</span><br/> <span class="ft1">gung von Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen (Be-</span><br/> <span class="ft1">hindertengleichstellungsverordnung, BehiV) vom 19. November</span><br/> <span class="ft1">2003. Als öffentlich zugänglich gelten dabei v.a. auch Bauten und</span><br/> <span class="ft1">Anlagen, die nur einem bestimmten Personenkreis offen stehen, der</span><br/> <span class="ft1">in einem besonderen Rechtsverhältnis zu Gemeinwesen oder zu</span><br/> <span class="ft1">Dienstleistungsanbieterinnen und -anbietern steht, welche in der</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2015</span> <span class="title">Verwaltungsbehörden</span> <span class="page_no">400</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">Baute oder Anlage tätig sind (Art. 2 lit. c BehiV). Als Beispiele nennt</span><br/> <span class="ft1">die SIA-Norm 500 Schulen, Kirchen und Clubanlagen (Ziff. 1.3.2.2</span><br/> <span class="ft1">SIA-Norm 500).</span><br/> <span class="ft1">Die Beschwerdeführerin plant die Einrichtung eines Vereinslo-</span><br/> <span class="ft1">kals. Das Vereinslokal steht zwar nur den Mitgliedern des Vereins</span><br/> <span class="ft1">offen. Nichtsdestotrotz gilt es i.S.v. § 53 BauG i.V.m. Art. 2 lit. c</span><br/> <span class="ft1">BehiV als öffentlich zugänglich, da die Beschwerdeführerin ihren</span><br/> <span class="ft1">Mitgliedern nicht bloss einen Clubraum zur Verfügung stellt, sondern</span><br/> <span class="ft1">im Vereinslokal auch vielfältige Dienstleistungen (z.B. Mittags- und</span><br/> <span class="ft1">Abendgebet, Nachhilfestunden, Integrationskurse) anbietet. Das Ver-</span><br/> <span class="ft1">einslokal ist insoweit sehr gut mit einer Kirche zu vergleichen. Dabei</span><br/> <span class="ft1">spielt - wie bereits erwähnt - keine Rolle, dass die religiösen und</span><br/> <span class="ft1">schulischen Angebote der Beschwerdeführerin nur für die Vereins-</span><br/> <span class="ft1">mitglieder erbracht werden (vgl. zum Ganzen auch: Bundesamt für</span><br/> <span class="ft1">Justiz, Erläuterungen zur Behindertengleichstellungsverordnung,</span><br/> <span class="ft1">BehiV, 2003, S. 2).</span><br/> <span class="ft1">Als Zwischenergebnis kann daher festgehalten werden, dass der</span><br/> <span class="ft1">Andachts- und Aufenthaltsraum sowie die Schulungsräume des Ver-</span><br/> <span class="ft1">einslokals öffentlich zugänglich und daher i.S.v. § 53 Abs. 1 BauG</span><br/> <span class="ft1">grundsätzlich hindernisfrei auszugestalten sind.</span><br/> <span class="ft1">9.3.3</span><br/> <span class="ft1">Auf eine hindernisfrei Ausgestaltung kann jedoch verzichtet</span><br/> <span class="ft1">werden, wenn ein Missverhältnis zwischen dem Nutzen für Behin-</span><br/> <span class="ft1">derte und dem wirtschaftlichen Aufwand entstehen würde (§ 53</span><br/> <span class="ft1">Abs. 2 Satz 2 BauG). Diese gesetzliche Regelung des Kantons ent-</span><br/> <span class="ft1">spricht der bundesrechtlichen Minimalvorschrift (Art. 11 f. BehiG)</span><br/> <span class="ft1">und ist Ausfluss des verfassungsrechtlichen Verhältnismässigkeits-</span><br/> <span class="ft1">prinzips (Art. 5 Abs. 2 BV; § 2 KV). Der Grosse Rat wollte dabei im</span><br/> <span class="ft1">Rahmen der Teilrevision des Baugesetzes mit einer Neuformulierung</span><br/> <span class="ft1">von § 53 Abs. 1 Satz 2 BauG sicherstellen, dass das kantonale Recht</span><br/> <span class="ft1">nicht i.S.v. Art. 4 BehiG weitergeht als die bundesrechtlichen Mini-</span><br/> <span class="ft1">malvorschriften (Botschaft 08.372 des Regierungsrates des Kantons</span><br/> <span class="ft1">Aargau an den Grossen Rat vom 10. Dezember 2008 zur Teilrevision</span><br/> <span class="ft1">des Gesetzes über Raumplanung, Umweltschutz und Bauwesen vom</span><br/> <span class="ft1">19. Januar 1993, S. 12). Bei der Auslegung des Gesetzestextes und</span><br/> <span class="ft1">der Beantwortung der Frage, ob und inwieweit bei Nutzungs- und</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2015</span> <span class="title">Bau-, Raumentwicklungs- und Umweltschutzrecht</span> <span class="page_no">401</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">Zweckänderungen eine Anpassung der bestehenden Bausubstanz an</span><br/> <span class="ft1">die Anforderungen des behindertengerechten Bauens zu erfüllen</span><br/> <span class="ft1">sind, kommt damit der bundesrechtlichen Minimalvorschrift ent-</span><br/> <span class="ft1">scheidendes Gewicht zu:</span><br/> <span class="ft1">Gemäss Art. 12 Abs. 1 i.V.m. Art. 3 lit. a BehiG ordnet das Ge-</span><br/> <span class="ft1">richt oder die Verwaltungsbehörde die Beseitigung der Benachteili-</span><br/> <span class="ft1">gung beim Zugang zu Bauten, Anlagen und Wohnungen nach Art. 3</span><br/> <span class="ft1">lit. a, c und d BehiG <i>nicht</i> an, wenn der Aufwand für die Anpassung</span><br/> <span class="ft1">5 % des Gebäudeversicherungswertes beziehungsweise des Neuwer-</span><br/> <span class="ft1">tes der Anlage oder 20 % der Erneuerungskosten übersteigt. Mit der</span><br/> <span class="ft1">Bezugnahme auf Art. 3 lit. a BehiG wird bestimmt, dass bei <i>Erneue-</i></span><br/> <span class="ft10"><i>rungen</i> keine Beseitigung der Benachteiligung angeordnet werden</span><br/> <span class="ft1">soll, wenn der Aufwand die massgebenden Grenzwerte i.S.v. Art. 12</span><br/> <span class="ft1">Abs. 1 BehiG übersteigt. Die bundesrechtliche Minimalvorschrift</span><br/> <span class="ft1">sieht demgemäss - entgegen der Ansicht der Stiftung Procap (Erw.</span><br/> <span class="ft1">9.1) - bei allen baulichen Massnahmen eine Tragbarkeitsgrenze von</span><br/> <span class="ft1">5 bzw. 20 % vor.</span><br/> <span class="ft1">Nichts anders folgt aus der Entstehungsgeschichte von Art. 12</span><br/> <span class="ft1">Abs. 1 BehiG: Diese Bestimmung wurde nämlich erst im Rahmen</span><br/> <span class="ft1">der parlamentarischen Beratungen als (indirekter) Ersatz von Art. 2</span><br/> <span class="ft1">Abs. 5 des bundesrätlichen Entwurfs eingeführt, wobei Art. 2 Abs. 5</span><br/> <span class="ft1">des Entwurfs den Begriff "Erneuern" wie folgt definierte: Als</span><br/> <span class="ft1">"Erneuern" gilt das Renovieren, Umbauen und Umnutzen von</span><br/> <span class="ft1">Gebäuden und Anlagen, sofern der gesamte Kostenaufwand 40 %</span><br/> <span class="ft1">des Neuwertes des Gebäudes oder Anlage übersteigt (Art. 2 Abs. 5</span><br/> <span class="ft1">des bundesrätlichen Entwurfs zu einem Bundesgesetz über die</span><br/> <span class="ft1">Beseitigung von Benachteiligungen von Menschen mit Behinderun-</span><br/> <span class="ft1">gen, Behindertengleichstellungsgesetz, BehiG, BBl 2001 1840,</span><br/> <span class="ft1">S. 1841). Damit deutet auch die Entstehungsgeschichte von Art. 12</span><br/> <span class="ft1">Abs. 1 BehiG klar daraufhin, dass der Gesetzgeber nicht zwischen</span><br/> <span class="ft1">Renovieren, Umbauen und Umnutzen unterscheiden wollte. Viel-</span><br/> <span class="ft1">mehr legte der Gesetzgeber in den parlamentarischen Beratungen</span><br/> <span class="ft1">grosses Gewicht auf die Verhältnismässigkeit (vgl. dazu: Amtliches</span><br/> <span class="ft1">Bulletin - Die Wortprotokolle von Nationalrat und Ständerat,</span><br/> <span class="ft1">AB 2002 N 952, Voten Gutzwiler, Meyer und Metzler) und damit auf</span><br/> <span class="ft1">den Umstand, dass die betroffenen Bauherrschaften nur Investitionen</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2015</span> <span class="title">Verwaltungsbehörden</span> <span class="page_no">402</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">tätigen müssen, welche in doppelter Hinsicht (d.h. sowohl bezogen</span><br/> <span class="ft1">auf den Gebäudeversicherungswert als auch auf die Investitions-</span><br/> <span class="ft1">summe) wirtschaftlich tragbar sind.</span><br/> <span class="ft1">Da der Aargauer Gesetzgeber sich - wie bereits erwähnt - bloss</span><br/> <span class="ft1">für die Einführung der bundesrechtlichen Minimallösung entschied,</span><br/> <span class="ft1">darf der Gemeinderat G. von der Beschwerdeführerin vorliegend nur</span><br/> <span class="ft1">Massnahmen für hindernisfreies Bauen verlangen, soweit diese nicht</span><br/> <span class="ft1">mehr als 20 % der massgeblichen Erneuerungskosten betragen.</span><br/> <span class="ft1">(...)</span><br/> <span class="ft1">(Anm.: Das Verwaltungsgericht wies die gegen diesen Ent-</span><br/> <span class="ft1">scheid erhobene Beschwerde mit Urteil vom 8. Juli 2015,</span><br/> <span class="ft1">WBE 2015.19/2015.26, bis auf den Kostenpunkt ab.)</span><br/></div> </div> </body> </html>