<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00168</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205423&amp;W10_KEY=4467137&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00168</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 26.10.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Wiedererwägung/fehlender Rechtsanspruch<br/><br/>Die Gesuche der Beschwerdeführenden um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung sind bereits im Jahr 2000 von der Direktion für Soziales und Sicherheit abgewiesen worden; der entsprechende Entscheid ist im Jahr 2002 in Rechtskraft erwachsen. Ein Wiedererwägungsgesuch wurde durch einen Nichteintretensentscheid der Direktion vom 18. Dezember 2002 erledigt, wobei die Anordnung anfangs 2004 rechtskräftig geworden ist. Die Wegweisung war am 24. September 2001 auf das Gebiet der ganzen Schweiz ausgedehnt worden - auch diese Regelung ist längst in Rechtskraft erwachsen. Seither beruht die Bewilligung, sich weiter in der Schweiz aufzuhalten, lediglich auf einem von den jeweils tätigen Rechtsmittelinstanzen angeordneten Wegweisungsstopp. Die massgebenden Verhältnisse haben sich seit der letzten gerichtlichen Beurteilung nicht wesentlich geändert und sind insbesondere nach wie vor nicht geeignet, einen Rechtsanspruch auf Aufenthalt zu begründen. Nichteintreten.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANPASSUNG">ANPASSUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFSCHIEBENDE WIRKUNG">AUFSCHIEBENDE WIRKUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREIES ERMESSEN">FREIES ERMESSEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESUNDHEITSZUSTAND">GESUNDHEITSZUSTAND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: IV-RENTE">IV-RENTE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NICHTEINTRETEN">NICHTEINTRETEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSANSPRUCH">RECHTSANSPRUCH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHE PROZESSFÃHRUNG (UP)">UNENTGELTLICHE PROZESSFÃHRUNG (UP)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERÃNDERTE VERHÃLTNISSE">VERÃNDERTE VERHÃLTNISSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VOLLZUGSSTOP">VOLLZUGSSTOP</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERERWÃGUNG">WIEDERERWÃGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 4 ANAG</span><br/><span class="gerade">§ 16 Abs. I VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>Der mazedonische StaatsangehÃ¶rige A, geboren 1960, hielt sich in den Jahren 1986 bis 1990 jeweils als Saisonnier in der Schweiz auf. Im Jahr 1990 erhielt er die Jahresaufenthaltsbewilligung. Am 31. Juli 1992 reisten seine 1959 geborene Ehefrau B, eine LandsmÃ¤nnin, und der 1988 geborene Sohn C in die Schweiz ein. Sie erhielten eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim Ehemann beziehungsweise Vater. Am 13. Juli 1993 folgte der 1984 geborene Sohn E der Familie nach.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>A wurde wegen eines Unfalls im Mai 1993 arbeitsunfÃ¤hig. Am 30. November 1993 lÃ¶ste seine bisherige Arbeitgeberin das ArbeitsverhÃ¤ltnis auf, worauf er arbeitslos wurde. Auf sein Begehren um Umschulung auf eine neue TÃ¤tigkeit hin hielt er sich bis zum 30. Juli 1995 in der AbklÃ¤rungs- und AusbildungsstÃ¤tte L in X auf. Von August bis Oktober 1995 bezog er wiederum Taggelder der Arbeitslosenversicherung. In der Folge versah er vor­Ã¼bergehend eine Hauswartstelle, war dann erneut arbeitslos und arbeitete wÃ¤hrend zweier Monate als Hilfsmaler. Ab 1. Januar 1996 bezog er wiederum Leistungen der Arbeitslosenversicherung. Am 20. Oktober 1999 wies das Sozialversicherungsgericht als BeschwerdebehÃ¶rde ein am 22. Mai 1997 gestelltes Gesuch um Ausrichtung einer Invalidenrente ab. Als dritte Instanz wies das EidgenÃ¶ssische Versicherungsgericht die Sache zur PrÃ¼fung an die IV-Stelle zurÃ¼ck. Gegen deren negativen Entscheid gelangte A erneut an das kantonale Sozialversicherungsgericht. Dieses befand am 13. Februar 2002, dass die IV-Stelle aufgrund einer zwischenzeitlich eingetretenen Augenkrankheit seine Wiedereingliederung oder Umschulung noch einmal prÃ¼fen mÃ¼sse. WÃ¤hrend dieser Verfahren war A im Rahmen von beruflichen Massnahmen der Invalidenversicherung in verschiedenen zeitlich befristeten ArbeitseinsÃ¤tzen und Anstellungen tÃ¤tig. Seine Familie wurde von 1998 bis 2001 von der Ã¶ffentlichen FÃ¼rsorge des Kantons und der Wohngemeinde mit Leistungen von Ã¼ber Fr. 100'000.- unterstÃ¼tzt.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Am 5. Dezember 2000 verweigerte die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit (Migrationsamt; damals: Fremdenpolizei) die VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung fÃ¼r alle Familienmitglieder. Sie begrÃ¼ndete die VerfÃ¼gung damit, dass A seit geraumer Zeit keiner die Existenz sichernden ErwerbstÃ¤tigkeit mehr nachgegangen sei und auch keine Arbeitsstelle in Aussicht habe. Seine Anwesenheit sei wÃ¤hrend der AbklÃ¤rungen der AnsprÃ¼che fÃ¼r eine Invalidenrente nicht erforderlich. Die Familie habe wÃ¤hrend Jahren erheblich von der Ã¶ffentlichen FÃ¼rsorge unterstÃ¼tzt werden mÃ¼ssen. Der Aufenthaltszweck der ErwerbstÃ¤tigkeit mÃ¼sse als erfÃ¼llt betrachtet werden.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Diese Anordnung liess A erfolglos durch alle Rechtsmittelinstanzen â Regierungsrat, Verwaltungsgericht und Bundesgericht â Ã¼berprÃ¼fen. WÃ¤hrend der Regierungsrat (Beschluss vom 5. September 2001) feststellte, dass ein Rechtsanspruch auf VerlÃ¤ngerung des Aufenthalts weder gestÃ¼tzt auf Art. 8 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) noch Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) gegeben sei und sich die Aufhebung der Anordnung des Migrationsamts auch im Rahmen des freien Ermessens nicht aufdrÃ¤nge, traten das kantonale Verwaltungsgericht (VB.2001.00314; Beschluss vom 13. MÃ¤rz 2002) und das Bundesgericht (2A.188/2002; Urteil vom 2. Mai 2002) auf die Beschwerde mangels eines gesetzlichen oder staatsvertraglichen Rechtsanspruchs nicht ein.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>C. </span></b><span>Am 21. Juni 2002 reichten die Eheleute A und B in ihrem und dem Namen ihrer beiden SÃ¶hne bei der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit ein "WiedererwÃ¤gungsgesuch betreffend AufenthaltsverlÃ¤ngerung" ein. Unter Verweis auf ein Zeugnis eines Augenarztes machten sie geltend, A sei auf seinem rechten Auge erblindet und befinde sich in Ã¤rztlicher AbklÃ¤rung mit Bezug auf gesundheitliche Leiden an beiden Augen. Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit teilte den Gesuchstellenden am 30. September 2002 formlos mit, dass sie auf das WiedererwÃ¤gungsgesuch nicht eintrete, weil kein massgeblich verÃ¤nderter Sachverhalt ersichtlich sei. Nachdem die Adressaten am 21. Oktober 2002 um den Erlass eines fÃ¶rmlichen Entscheids nachgesucht und am 1. November 2002 beim Regierungsrat eine Rechtsverweigerungsbeschwerde eingereicht hatten, erliess die Direktion am 18. Dezember 2002 die fÃ¶rmliche VerfÃ¼gung, dass auf die Gesuche nicht eingetreten werde, und ordnete an, dass die Gesuchstellenden die Schweiz unverzÃ¼glich zu verlassen hÃ¤tten.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Auf Rekurs hin hiess der Regierungsrat das Begehren betreffend den â zwischenzeitlich volljÃ¤hrig gewordenen â Sohn E am 23. Juli 2003 teilweise gut. Er ordnete an, die Direktion habe Ã¼ber eine selbstÃ¤ndige Aufenthaltsbewilligung des Erwachsenen zu befinden. Mit Bezug auf die Eheleute und den minderjÃ¤hrigen Sohn C wies der Regierungsrat den Rekurs ab.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Am 1. September 2003 gelangten die Eheleute zum zweiten Mal mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Sie ersuchten nicht um einen materiellen Entscheid des Gerichts in der Sache selbst, sondern stellten den Antrag, das Gericht mÃ¶ge die Vorinstanzen anweisen, die Gesuche materiell zu behandeln. Das Gericht befand, angesichts eines vorliegenden Bundesgerichtsentscheids sei eine neue ÃberprÃ¼fung der Sache nur mÃ¶glich, wenn die BeschwerdefÃ¼hrenden wesentliche neue SachverhaltsumstÃ¤nde geltend machten (Anpassung von Anordnungen mit Dauerwirkung aufgrund verÃ¤nderter VerhÃ¤ltnisse). Solche fÃ¼r den Entscheid wesentlichen, verÃ¤nderten UmstÃ¤nde seien weder in den behaupteten notwendigen medizinischen AbklÃ¤rungen in der Schweiz noch in einem ergangenen Urteil des Sozialversicherungsgerichts zu erblicken: Ein begrenzter Aufenthalt fÃ¼r die medizinische Betreuung sei im Rahmen der Begrenzungsverordnung (Art. 33 der Verordnung vom 6. Oktober 1986 Ã¼ber die Begrenzung der Zahl der AuslÃ¤nder [BVO]) jederzeit mÃ¶glich. Sodann sei das erwÃ¤hnte Urteil des Sozialversicherungsgerichts bereits dem Bundesgericht bekannt gewesen. Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit sei deshalb nicht verpflichtet gewesen, auf das Gesuch einzutreten (VB.2003.00294; Beschluss des Verwaltungsgerichts vom 16. Dezember 2003).</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>D. </span></b><span>Der Rechtsvertreter der Eheleute A und B erhielt nach eigener AusfÃ¼hrung den Beschluss des Verwaltungsgerichts am 28. Januar 2004 zugestellt. Bereits am 26. Februar 2004 reichte er fÃ¼r die Eheleute A und B und den Sohn C ein WiedererwÃ¤gungsgesuch ein. Er teilte mit, dass er den Beschluss des Verwaltungsgerichts anerkenne, und beantragte dem Migrationsamt der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit, die Aufenthaltsbewilligung zu verlÃ¤ngern, weil sich folgende neuen, fÃ¼r den Entscheid wesentlichen UmstÃ¤nde ergeben hÃ¤tten: Ein medizinisches Gutachten vom 10. Dezember 2003 habe bei A eine ArbeitsunfÃ¤higkeit von 50% festgestellt; das Gutachten empfehle eine fachgerechte psychiatrische Betreuung sowie den Einsatz von Psychopharmaka. Zudem habe er gestÃ¼tzt auf Vorschriften des revidierten Invalidenversicherungsgesetzes (IVG) einen Anspruch auf aktive Arbeitsvermittlung durch eine IV-Stelle; eine entsprechende Einladung sei bereits erfolgt. Damit werde der BeschwerdefÃ¼hrer auch in die Lage versetzt, mit der zu erwartenden IV-Rente, welche auf das Jahr 2000 zurÃ¼ckwirke, zusammen mit zu erwartenden IV-ErgÃ¤nzungsleistungen einen grossen Teil seiner bezogenen Sozialhilfeleistungen der Wohnortgemeinde zurÃ¼ckerstatten zu kÃ¶nnen. Zudem verfÃ¼ge der Sohn C seit kurzem Ã¼ber einen Lehrlingslohn. Insgesamt lasse sich in Zukunft die FÃ¼rsorgeabhÃ¤ngigkeit der Familie vermeiden. Diese UmstÃ¤nde mÃ¼ssten zwingend zu einer VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung fÃ¼hren. Beim Sohn C mÃ¼sse zudem die gewichtige Integration in der Schweiz berÃ¼cksichtigt werden, habe er doch sein ganzes Leben seit dem 4. Altersjahr hier verbracht.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Das Migrationsamt trat am 8. Juli 2004 auf das Gesuch ein und lehnte es ab, indem es verneinte, dass wesentliche neue UmstÃ¤nde vorlÃ¤gen. Nach wie vor mÃ¼sse ausgeschlossen werden, dass A jemals wieder in den Arbeitsprozess eingegliedert werden kÃ¶nne. Die angefÃ¼hrten medizinischen Behandlungen seien auch in seiner Heimat mÃ¶glich. Seit dem 30. November 2001, als die Ausdehnung der WegweisungsverfÃ¼gung auf das ganze Gebiet der Schweiz verfÃ¼gt worden sei, hÃ¤tten die Gesuchstellenden kein Aufenthaltsrecht mehr. Der Wegweisung mÃ¼sse endlich Nachachtung verschafft werden.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><span>Den am 11. August 2004 dagegen erhobenen Rekurs wies der Regierungsrat am 9. MÃ¤rz 2005 ab, soweit er nicht gegenstandslos geworden war. Ein Rechtsanspruch auf VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung, welcher nur aus Art. 8 EMRK oder, deckungsgleich, aus Art. 13 Abs. 1 BV â Anspruch auf Achtung des Privat- und Familienlebens â denkbar wÃ¤re, sei allein aufgrund des langjÃ¤hrigen Aufenthalts der Gesuchstellenden nicht gegeben. Eine Bewilligung im Rahmen seines Ermessens lehnte der Regierungsrat ab. Weder sei aus Ã¤rztlich/medizinischen GrÃ¼nden eine dauernde Anwesenheit von A in der Schweiz erforderlich, noch entsprÃ¤chen die VerhÃ¤ltnisse denjenigen, die fÃ¼r eine HÃ¤rtefallbewilligung gemÃ¤ss Art. 13 lit. f BVO vorausgesetzt wÃ¼rden.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Mit Beschwerde vom 14. April 2005 gelangten A und seine Ehefrau in ihrem und dem Namen des Sohns C â nunmehr zum dritten Mal â an das Verwaltungsgericht. Sie beantragten, dass der angefochtene Beschluss des Regierungsrats aufzuheben sei und das Gericht das Migrationsamt anweisen mÃ¶ge, ihnen den Aufenthalt im Kanton ZÃ¼rich zu bewilligen; eventualiter sei das Migrationsamt anzuweisen, dem Bundesamt fÃ¼r Migration ihre vorlÃ¤ufige Aufnahme zu beantragen. FÃ¼r das Beschwerdeverfahren beantragten sie die Kostenbefreiung sowie eine EntschÃ¤digung fÃ¼r die Umtriebe fÃ¼r beide Instanzen. Gleichzeitig verlangten sie Erteilung der aufschiebenden Wirkung.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Am 26. April 2005 beantragte die Staatskanzlei namens des Regierungsrats dem Gericht, auf die Beschwerde nicht einzutreten, wÃ¤hrend sich die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit nicht vernehmen liess.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die Gesuche der BeschwerdefÃ¼hrenden um VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung sind bereits im Jahr 2000 von der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit abgewiesen worden; der entsprechende Entscheid ist im Jahr 2002 in Rechtskraft erwachsen. Ein WiedererwÃ¤gungsgesuch wurde durch einen Nichteintretensentscheid der Direktion vom 18. Dezember 2002 erledigt, wobei die Anordnung anfangs 2004 rechtskrÃ¤ftig geworden ist. Die Wegweisung war am 24. September 2001 auf das Gebiet der ganzen Schweiz ausgedehnt worden â auch diese Regelung ist lÃ¤ngst in Rechtskraft erwachsen. Seither beruht die Bewilligung, sich weiter in der Schweiz aufzuhalten, lediglich auf einem von den jeweils tÃ¤tigen Rechtsmittelinstanzen angeordneten Wegweisungsstopp. Weil keine Aufenthaltsbewilligung besteht, deren Entzug streitig ist, wÃ¼rde die von den BeschwerdefÃ¼hrenden beantragte aufschiebende Wirkung gar keine weitere Aufenthaltsberechtigung bewirken. Weil indessen auch der Abteilungsvorsitzende des Verwaltungsgerichts einen Vollzugsstopp wÃ¤hrend der hÃ¤ngigen Beschwerde angeordnet hat â entgegen den seinerzeitigen AntrÃ¤gen des Migrationsamts an den Regierungsrat â und weil heute ein Entscheid in der Sache ergeht, bedarf es keiner vorsorglichen Massnahme zur Regelung der provisorischen Aufenthaltsberechtigung.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Streitig ist die Frage, ob das Migrationsamt der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit das als WiedererwÃ¤gungsgesuch bezeichnete Begehren der BeschwerdefÃ¼hrenden vom 26. Februar 2004 hÃ¤tte gutheissen mÃ¼ssen. Der Regierungsrat hat durchblicken lassen, dass auch ein Nichteintretensbeschluss der Direktion mÃ¶glich gewesen wÃ¤re (ErwÃ¤gungen Ziff. 2). Die Rekursinstanz hat den ablehnenden Entscheid bestÃ¤tigt. Die BeschwerdefÃ¼hrenden beantragen, das Gericht mÃ¶ge die Rechtswidrigkeit der Entscheide der Vorinstanzen feststellen und diese zur Korrektur anhalten. Anders als im Verfahren VB.2003.294 â Beschluss vom 16. Dezember 2003 â ist das Verwaltungsgericht heute nicht aufgerufen, das Nichteintreten der Anordnung der Direktion zu beurteilen. Weil diese die Streitsache materiell beurteilt hat und der Regierungsrat diese Anordnung geschÃ¼tzt hat, erwarten die BeschwerdefÃ¼hrenden vom Gericht eine materielle PrÃ¼fung der Angelegenheit.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>GestÃ¼tzt auf § 43 Abs. 1 lit. h in Verbindung mit Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) ist die Beschwerde an das Verwaltungsgericht auf dem Gebiet der Fremdenpolizei zulÃ¤ssig, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht. Dies trifft zu fÃ¼r Entscheide Ã¼ber Aufenthalts- und Nieder­lassungsbewilligungen, auf deren Erteilung der oder die auslÃ¤ndische StaatsangehÃ¶rige einen bundes- oder vÃ¶lkerrechtlichen Anspruch hat (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943; BGE 128 II 145 E. 1.1.1).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Bei den im Rahmen der Eintretensfrage zu prÃ¼fenden RechtsansprÃ¼chen ist zusÃ¤tzlich zu berÃ¼cksichtigen, dass in den vorangegangenen Verfahren der BeschwerdefÃ¼hrenden das Bundesgericht als letzte Instanz festgestellt hat, dass aufgrund der damals zu beurteilenden Sachlage kein Rechtsanspruch des BeschwerdefÃ¼hrers 1 gegeben sei. Weil die Aufenthaltsbewilligungen seiner Ehefrau und des minderjÃ¤hrigen Sohns nicht selbstÃ¤ndig sind, sondern von derjenigen des BeschwerdefÃ¼hrers 1 abhÃ¤ngen, gilt diese Erkenntnis auch fÃ¼r jene. Mangels eines Rechtsanspruchs trat das Bundesgericht auf ihre Beschwerden nicht ein.</p> <p class="Erwgung2">Die BeschwerdefÃ¼hrenden verlangen nicht eine Neubeurteilung dieses rechtskrÃ¤ftig beurteilten Sachverhalts. Vielmehr stellen sie sich auf den Standpunkt, seit der Beurteilung in frÃ¼heren Verfahren habe sich der Sachverhalt (erneut) verÃ¤ndert. Unter diesen UmstÃ¤nden besteht grundsÃ¤tzlich ein Anspruch auf Behandlung eines WiedererwÃ¤gungsgesuchs (Alfred KÃ¶lz/Isabelle HÃ¤ner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 438 und 444). Im Umfang, als sich die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse massgebend verÃ¤ndert haben, kann der frÃ¼heren Beurteilung keine Rechtskraft zukommen (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 86a-86d, N. 5-7, 13 und 14).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Damit das Verwaltungsgericht auf die Beschwerde eintreten kann, mÃ¼ssen folglich zwei Voraussetzungen kumulativ erfÃ¼llt sein: Die Anpassung erfordert erstens, dass sich seit der letzten gerichtlichen Beurteilung die fÃ¼r die Beurteilung massgebenden SachumstÃ¤nde wesentlich verÃ¤ndert haben und, zweitens, dass aufgrund der verÃ¤nderten UmstÃ¤nde aus Gesetz oder Staatsvertragsrecht ein Rechtsanspruch auf Erteilung bzw. VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung mÃ¶glich erscheint. Haben sich, mit anderen Worten, zwar wesentliche UmstÃ¤nde verÃ¤ndert, sind diese aber nicht geeignet, einen Rechtsanspruch zu begrÃ¼nden, kann das Gericht ebenso wenig auf die Beschwerde eintreten, wie wenn sich die VerhÃ¤ltnisse nur in unwesentlichen Punkten oder gar nicht verÃ¤ndert haben.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Das Bundesgericht trat mit Entscheid vom 2. Mai 2002 auf eine Beschwerde der heutigen BeschwerdefÃ¼hrenden nicht ein. Es stellte fest, dass die Anwesenheit des BeschwerdefÃ¼hrers 1 fÃ¼r die weiteren invalidenrechtlichen AbklÃ¤rungen nicht unabdingbar sei. Sofern nÃ¶tig, kÃ¶nnten diese mittels entsprechenden Kurzaufenthalten realisiert werden. Die Aufenthaltsdauer der Familie von sieben bis acht Jahren vermÃ¶ge allein keinen Rechtsanspruch auf einen dauernden Aufenthalt zu begrÃ¼nden. Die HÃ¤rtefallklausel begrÃ¼nde keinen Anspruch auf dauernden Aufenthalt. Das Gericht bestÃ¤tigte die Rechtsprechung, wonach die auslÃ¤ndische Person, welche die ErwerbstÃ¤tigkeit, fÃ¼r die ihr die Aufenthaltsbewilligung erteilt worden war, nicht mehr ausÃ¼ben kÃ¶nne, grundsÃ¤tzlich in Kauf zu nehmen habe, dass ihr der weitere Aufenthalt verweigert werde.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Im Rahmen eines WiedererwÃ¤gungsgesuchs trat das Verwaltungsgericht mit bereits erwÃ¤hntem Beschluss vom 16. Dezember 2003 auf eine Beschwerde nicht ein. Es fÃ¼hrte aus, dass allein neue, im bisherigen Verfahren nicht beurteilte UmstÃ¤nde Gegenstand der WiedererwÃ¤gung bilden kÃ¶nnten. Die seit der Beurteilung durch das Bundesgericht zusÃ¤tzliche Dauer des Aufenthalts in der Schweiz sei rechtlich nicht von Bedeutung, zumal die beschwerdefÃ¼hrende Familie weder besondere Anstrengungen noch Ergebnisse einer Verbundenheit mit den hiesigen VerhÃ¤ltnissen ausweisen kÃ¶nne. Was die ins Feld gefÃ¼hrte Verschlechterung des Gesundheitszustands des BeschwerdefÃ¼hrers 1 seit dem Urteil des Bundesgerichts angehe, kÃ¶nnten diese Probleme mittels entsprechenden Kurzaufenthalten gelÃ¶st werden, wie dies bereits das Bundesgericht angemerkt habe.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die heutige Beschwerde wird im Wesentlichen damit begrÃ¼ndet, dass aufgrund der (erneut lÃ¤ngeren) Aufenthaltsdauer in der Schweiz ein Rechtsanspruch gemÃ¤ss Art. 8 EMRK beziehungsweise Art. 13 Abs. 1 BV entstanden sei. Eine "umfassende Interessen- und RechtsgÃ¼terabwÃ¤gung", wie sie von der Rechtsprechung gefordert werde, sei durch die Vorinstanzen nicht vorgenommen worden und nun vom Gericht anzuordnen. Sodann sei der Gesundheitszustand des BeschwerdefÃ¼hrers 1 erneut geschwÃ¤cht. Die Fachleute und die Sozialversicherungsanstalt empfÃ¤hlen dringend weitere Massnahmen und Therapien. Bei einer RÃ¼ckweisung in die Heimat wÃ¤re der BeschwerdefÃ¼hrer 1 selbstmordgefÃ¤hrdet. Auch das Augenleiden habe sich verschlechtert und erfordere eine adÃ¤quate Massnahme, die nur in der Schweiz mÃ¶glich sei. Der BeschwerdefÃ¼hrer 3 sei inzwischen als Lehrling, der seit dem 4. Altersjahr seine Jugend in der Schweiz verbracht habe, wie ein gut integrierter AuslÃ¤nder der zweiten Generation zu behandeln. Neu sei die Tatsache, dass die Familie zukÃ¼nftig nicht mehr von der FÃ¼rsorge abhÃ¤ngig sei, sondern mit der Invaliden- und ErgÃ¤nzungsrente des BeschwerdefÃ¼hrers 1 ihr Existenzminimum selbst decken kÃ¶nne. Weil SozialversicherungsansprÃ¼che rÃ¼ckwirkend nachbezahlt wÃ¼rden, kÃ¶nne mit diesem Betrag zudem ein erheblicher Teil der FÃ¼rsorgeleistungen an die Wohngemeinde zurÃ¼ckbezahlt werden.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Unstreitig besteht eine Neuerung im heutigen Zeitpunkt gegenÃ¼ber frÃ¼her darin, dass feststeht, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer 1 eine Rente und ErgÃ¤nzungsleistungen der IV zustehen. Es ist indessen nicht ersichtlich, in wie weit dieser Umstand fÃ¼r die Frage einer VerlÃ¤ngerung des Aufenthalts in der Schweiz von Bedeutung wÃ¤re. Zwar wird die Familie in Zukunft unabhÃ¤ngig von der Ã¶ffentlichen FÃ¼rsorge leben kÃ¶nnen, was sie aber ebenso befÃ¤higen wÃ¼rde, die Existenz in der Heimat zu bewÃ¤ltigen. Dem allfÃ¤lligen Wegfall von ErgÃ¤nzungsleistungen entsprÃ¤chen die gegenÃ¼ber der Schweiz tieferen Lebenskosten im heimatlichen Ausland. Die MÃ¶glichkeit, die FÃ¼rsorgeleistungen zurÃ¼ckzuerstatten, hat mit dem zukÃ¼nftigen Aufenthaltsort der BeschwerdefÃ¼hrenden ebenfalls nicht direkt zu tun. Die fehlende Aufenthaltsbewilligung wurde ja nicht mit der FÃ¼rsorgeabhÃ¤ngigkeit begrÃ¼ndet. Der neue Sachverhalt fÃ¼hrt damit zu keiner neuen Rechtsfolge.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Die Notwendigkeit medizinischer und therapeutischer Massnahmen bestand bereits im Zeitpunkt der frÃ¼heren gerichtlichen Beurteilungen. Dass medizinische und psychiatrische Leistungserbringer die Notwendigkeit zukÃ¼nftiger Massnahmen betonen, ist weder ein neuer noch ein unerwarteter Umstand. Warum der BeschwerdefÃ¼hrer 1 bei der RÃ¼ckkehr in seine Heimat selbstmordgefÃ¤hrdet sein soll, wird nicht substanziiert. Im Ãbrigen sind Ã¤hnliche BefÃ¼rchtungen bereits zu frÃ¼heren Zeitpunkten geÃ¤ussert worden. Immerhin ist zu berÃ¼cksichtigen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer 1 wÃ¤hrend mehrerer Jahre im Ungewissen Ã¼ber seine wirtschaftliche Zukunft leben musste. Heute ist, mit der zugesicherten Rente, zumindest diese Ungewissheit beseitigt und ist er nicht mehr von der FÃ¼rsorge abhÃ¤ngig. Auch die unsichere Aufenthaltssituation â ein blosses behÃ¶rdliches Dulden der Anwesenheit, einzig von der stÃ¤ndigen und ununterbrochenen FÃ¼hrung von Rechtsmittelverfahren abhÃ¤ngig â mag zu seiner schlechten Verfassung beigetragen haben. Es verbleibt die gleiche Beurteilung, wie sie die Gerichte in den frÃ¼heren Verfahren vorgenommen haben. Dem BeschwerdefÃ¼hrer 1 stehen zweckgerichtete befristete Kurzaufenthalte fÃ¼r notwendige berufliche und medizinische AbklÃ¤rungen und entsprechende Vorkehrungen zur VerfÃ¼gung. Ein Anspruch auf eine lÃ¤ngerfristige Aufenthaltsbewilligung erwÃ¤chst daraus nicht.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer 3 hat als MinderjÃ¤hriger bis zu seiner und der Wegweisung seiner Familie ein von seinen Eltern abgeleitetes Aufenthaltsrecht. Selbst wenn er heute als integriert zu betrachten wÃ¤re, vermag dies nichts daran zu Ã¤ndern, dass sein Aufenthaltsstatus von demjenigen seiner Eltern abhÃ¤ngt. Dies schliesst es aus, dass sein Aufenthalt denjenigen seiner Eltern zu begrÃ¼nden vermag, solange bei jenen die Voraussetzungen nicht gegeben sind.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden argumentieren, wie schon in den frÃ¼heren Verfahren, mit dem langjÃ¤hrigen Aufenthalt in der Schweiz und berufen sich auf die Rechtsprechung, wonach ein langjÃ¤hriger Aufenthalt als Teil des Privat- und Familienlebens zu betrachten sei und als solcher selbstÃ¤ndig einen Rechtsanspruch auf VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung begrÃ¼nden kÃ¶nne. Abgesehen davon, dass diese Rechtsprechung sich in den AnfÃ¤ngen befindet und keine genauen Regeln entwickelt hat, erfÃ¼llen die BeschwerdefÃ¼hrenden zentrale Voraussetzungen eines solchen Anspruchs nicht. Seit Jahren besteht eine rechtskrÃ¤ftige WegweisungsverfÃ¼gung, welcher die BeschwerdefÃ¼hrenden allein durch die Ergreifung zahlreicher Rechtsmittel und WiedererwÃ¤gungsgesuche zu entrinnen vermochten. Es war ihnen bekannt, dass ihre Anwesenheit allein vom Wohlwollen der jeweiligen RechtsmittelbehÃ¶rde abhing. Weil sie darauf zÃ¤hlen konnten und dafÃ¼r besorgt waren, dass immer ein Rechtsmittelverfahren oder, bei dessen rechtskrÃ¤ftiger Erledigung, ein WiedererwÃ¤gungsverfahren anhÃ¤ngig war, konnte die Wegweisung wÃ¤hrend mehrerer Jahre nicht vollstreckt werden. Genau auf diesem Umstand berufen sich die BeschwerdefÃ¼hrenden nun, um einen Rechtsanspruch abzuleiten. Es versteht sich von selbst, dass die erwÃ¤hnte Rechtsentwicklung nur fÃ¼r auslÃ¤ndische Personen gelten kann, welche Ã¼berhaupt zum Aufenthalt berechtigt waren. Es widersprÃ¤che Treu und Glauben, wenn der durch ein staatliches Wohlwollen auf Zusehen gewÃ¤hrte Aufenthalt als Umstand verwendet werden kÃ¶nnte, um die staatlichen Vollzugshandlungen zu vereiteln. Auch fÃ¼hrte die BerÃ¼cksichtigung dieser Aufenthaltsdauer zu einer ungerechtfertigten Besserstellung gegenÃ¼ber den auslÃ¤ndischen Personen, die sich einem Wegweisungsentscheid fÃ¼gen und den Entscheid Ã¼ber ihr Gesuch im Ausland abwarten.</p> <p class="Erwgung2">Es ergibt sich daraus, dass die Anwesenheitsdauer, welche allein auf dem Vollzugsstopp beruht, sich nicht zu Gunsten der BeschwerdefÃ¼hrenden auswirken kann. Damit ist der Sachverhalt derselbe wie bei den frÃ¼heren gerichtlichen Beurteilungen und ist nach wie vor nicht geeignet, einen Rechtsanspruch der BeschwerdefÃ¼hrenden zu begrÃ¼nden, weshalb es dem Verwaltungsgericht verwehrt ist, eine neue rechtliche Beurteilung vorzunehmen.</p> <p class="Erwgung2">Dies fÃ¼hrt dazu, dass das Gericht auf die Beschwerde nicht eintreten kann.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten den BeschwerdefÃ¼hrenden aufzuerlegen und steht ihnen keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 sowie § 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>GemÃ¤ss § 16 Abs. 1 VRG kann privaten BeschwerdefÃ¼hrern, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Rechtsbegehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint, die Bezahlung von Verfahrenskosten und KostenvorschÃ¼ssen erlassen werden. Die mit dem Gesuch um Erlass allfÃ¤lliger Verfahrenskosten beantragte unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung kann vorliegend wegen offensichtlicher Aussichtslosigkeit der Begehren nicht bewilligt werden. Das WiedererwÃ¤gungsgesuch konnte als einzige neue Tatsache die Rentenberechtigung des BeschwerdefÃ¼hrers 1 anfÃ¼hren, deren Zusammenhang mit dem Anspruch auf Erteilung der Aufenthaltsbewilligung von vornherein nicht ersichtlich war. Nachdem das WiedererwÃ¤gungsgesuch weniger als 30 Tage nach der Zustellung des Entscheids des Verwaltungsgerichts gestellt wurde, konnte auch nicht ernsthaft erwartet werden, dass die zwischen Gerichtsentscheid und neuem Gesuch verflossene Zeit als wesentliche neue Tatsache gewÃ¼rdigt werde, und schon gar nicht, dass daraus ein neuer Rechtsanspruch entstanden wÃ¤re. Vielmehr muss angenommen werden, dass das WiedererwÃ¤gungsgesuch in erster Linie bezweckte, den Vollzug der Wegweisung der BeschwerdefÃ¼hrenden einmal mehr aufschieben zu kÃ¶nnen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2">Indem das Verwaltungsgericht einen Rechtsanspruch auf VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung als nicht gegeben erachtet und in der Folge auf die Beschwerde nicht eintritt, verneint es auch die MÃ¶glichkeit einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht. GestÃ¼tzt auf BGE 127 II 161 E. 3a ist den BeschwerdefÃ¼hrenden trotzdem die MÃ¶glichkeit einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht anzuzeigen, sofern sie am Bestehen eines Rechtsanspruchs festhalten.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Das Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.</p> <p class="Einzug2">3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf<br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">4. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden 1 und 2 je zur HÃ¤lfte auferlegt, unter solidarischer Haftung fÃ¼r die gesamten Kosten.</p> <p class="Einzug2">5. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">6. Gegen diesen Entscheid kann im Sinn der ErwÃ¤gungen innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Urteilstext">7. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>