<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Heading1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>UV.2015.00166</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender</p><p>Sozialversicherungsrichterin Annaheim</p><p>Sozialversicherungsrichterin Fehr</p><p>Gerichtsschreiberin Meier-Wiesner</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 22. Mai 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><br/></p></div><div><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Claudia Schaumann</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Zürcher Schaumann Casetti Salzer, Advocentral</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Zähringerstrasse 51, 8001 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Basler Versicherung AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Hauptsitz, Unfallversicherung, Schaden Schweiz</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Aeschengraben 21, Postfach, 4002 Basel</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Adelrich Friedli</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Stationsstrasse 66a, 8907 Wettswil</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die 1954 geborene X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">war im Schulsekretariat der Y.___ tätig und damit bei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Basler Versicherung AG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">obliga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">torisch gegen die Folgen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unter anderem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> von Nichtberufsunfällen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> versichert. A</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m 10. August 2011 erlitt sie in der Nähe von Salzburg einen Verkehrsunfall und zog sich dabei multiple, schwere Verletzungen zu (namentlich t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">raumatische Hirn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verletzung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Wirbelsäulentrauma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> an Hals- und Brustwirbelsäule, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Thoraxtrau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ma </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit diversen Frakturen und Pleuraergüssen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Clavikulafraktur rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ulnarschaftfraktur rechts). Ihr Ehe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mann sass auf dem Beifahrersitz und verstarb noch am Unfallort.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die medizinische Erstversorgung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fand am Tag des Unfalls im Unfallkranken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">haus Salzburg statt. Der sich in kritischem Zustand befindenden Versicherten wurden noch gleichentags beide Beine auf Oberschenkelhöhe amputiert (Urk. 8/2/3.8). Am 30. August 2011 wurde die Versicherte mit dem Ambu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lanzjet der Rega repatriiert und im Z.___ weiter behandelt (Urk. 8/2/3.9, Urk. 8/2/3.12), bis sie am 14. September 2011 in die A.___ verlegt werden konnte (Urk. 8/2/3.10). Am 25. Juli 2012 wurde die Versicherte aus der stationären Rehabilitation entlassen (Urk. 8/2/3.27).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die von der Staatsanwaltschaft Salzburg nach dem Unfall eingeleitete Strafun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tersuchung wegen fahrlässiger Tötung wurde von der Staatsanwalt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaft See/Oberland übernommen und mit Verfügung vom 14. Februar 2014 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in Anwendung von Art. 54 des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schweizerischen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strafgesetzbuches </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(StGB) nicht anhand genommen (Urk. 8/3/6.2 Beilage 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 7. November 2014 hielt die Basler Versicherung AG fest, dass der Unfall vom 10. August 2011 auf grobfahrlässige Weise herbeige</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führt worden sei, und kürzte die Taggeldleistungen während der ersten zwei Jahre nach dem Unfall um 20 % (Urk. 8/3/6.1). Die von der Versicherten da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegen am 8. Dezember 2014 erhobene Einsprache (Urk. 8/3/6.2) wies sie mit Einspracheentscheid vom 9. Juli 2015 ab (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob X.___ am 9. September 2015 Beschwerde mit folgendem Rechtsbegehren (Urk. 1 S. 2):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Einspracheentscheid, mit welch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">em die Einsprache gegen die Verfügung vom 7. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">November 2014 (Beilag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e 3) abgewiesen wird, sei aufzuheben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Von einer Kürzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ng der Taggelder sei abzusehen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen und neuem Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheid im Sinne der nachfolgenden Ausführungen an die Vorinstanz </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zurückzuweisen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Subeven</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tualiter sei die Kürzung auf 10 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">% während der ersten zwei Jahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e nach dem Unfall zu begrenzen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschwerdeantwort vom 5. Oktober 2015 schloss die Beschwerdegegne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7). Nachdem die Beschwerdeführerin mit Replik vom 5. Februar 2016 am gestellten Rechtsbegehren festgehalten hatte (Urk. 14), verzichtete die Beschwerdegegnerin am 18. Februar 2016 auf Duplik (Urk. 18), worüber die Beschwerdeführerin am 22. Februar 2016 ori</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entiert wurde (Urk. 19).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verhalt verwirklicht hat </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Än</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">krankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherungsrechts; ATSG), so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Gemäss Art. 21 Abs. 1 ATSG können der versicherten Person, die den Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">cherungsfall vorsätzlich oder bei vorsätzlicher Ausübung eines Verbrechens oder Vergehens herbeigeführt oder verschlimmert hat, die Geldleistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder in schweren Fällen verweigert werden. Nach Art. 21 Abs. 2 ATSG werden Geldleistungen für Angehörige oder Hinterlassene nur gekürzt oder verweigert, wenn diese den Versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">rungsfall vorsätzlich oder bei vorsätzlicher Ausübung eines Verbrechens oder Vergehens herbeigeführt haben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">In Abweichung von Art. 21 Abs. 1 ATSG werden gemäss Art. 37 Abs. 2 UVG in der Versicherung der Nichtberufsunfälle die Taggelder, die während der ersten zwei Jahre nach dem Unfall ausgerichtet werden, gekürzt, wenn die versicherte Person den Unfall grob fahrlässig herbeigeführt hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach ständiger Rechtsprechung handelt grobfahrlässig, wer jene elementaren Vorsichtsgebote unbeachtet lässt, die jeder verständige Mensch in der glei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Lage und unter den gleichen Umständen befolgt hätte, um eine nach dem natürlichen Lauf der Dinge voraussehbare Schädigung zu vermeiden. Die Fahrlässigkeit besteht aus einer objektiven und subjektiven, nach ihrer Schwere graduell abzustufenden Verschuldenskomponente, wobei sich der Grad der Fahrlässigkeit primär nach dem Grad des subjektiven Verschuldens beurteilt. Das Verhalten muss, um </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> durch Verletzung elementarster Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sichtsgebote </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Rechtsnachteile zu gewärtigen, Unverständnis, Kopfschütteln und Tadel auslösen, eine moralische Verurteilung nach sich ziehen und die Grenze des Tolerierbaren überschreiten (BGE 138 V 522 E. 5.2.1-5.2.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine grobe Fahrlässigkeit rechtfertigt eine Kürzung der Leistungen des Unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherers nur dann, wenn zwischen dem Verhalten und dem Unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ereignis oder seinen Folgen ein natürlicher und adäquater Kausalzusammen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hang vorliegt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urteil des Bundesgerichts 8C_263/2013 vom 19. August 2013 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E. 4.3 mit Hinweisen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei Fehlverhalten im Strassenverkehr ist grobe Fahrlässigkeit im Sinne von Art. 37 Abs. 2 UVG in der Regel dann anzunehmen, wenn in ursächlichem Zusammenhang mit dem Unfall eine elementare Verkehrsvorschrift oder mehrere wichtige Verkehrsregeln schwerwiegend verletzt wurden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und sub</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">jektiv oder objektiv keine bedeutsamen Entlastungsgründe gegeben sind, die das Verschulden in einem milderen Licht erscheinen lassen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">desgerichts U 346/04 vom 29. Juni 2005 E. 2.2.2 mit Hinweisen). Der Begriff der groben Fahrlässigkeit nach Art. 37 Abs. 2 UVG ist in diesen Fällen weiter zu fassen als derjenige der groben Verletzung von Verkehrsregeln nach Art. 90 Ziff. 2 des Strassenverkehrsgesetzes (SVG), welcher ein rücksichtslo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ses oder sonst schwerwiegend regelwidriges Verhalten voraussetzt (Urteil des Bundesgerichts 8C_263/2013 vom 19. August 2013 E. 4.2 mit Hinweisen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4.2.2Gemäss Art. 31 Abs. 1 SVG muss der Führer das Fahrzeug ständig so be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">herrschen, dass er seinen Vorsichtspflichten nachkommen kann. Wer wegen Alkohol-, Betäubungsmittel- oder Arzneimitteleinfluss oder aus anderen Gründen, namentlich wegen Übermüdung, nicht über die erforderliche kör</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">perliche und geistige Leistungsfähigkeit verfügt, gilt nach Abs. 2 derselben Bestimmung während dieser Zeit als fahrunfähig und darf kein Fahrzeug führen (vgl. auch Art. 2 Abs. 1 der Verkehrsregelverordnung; VRV). Wer in fahrunfähigem Zustand ein Motorfahrzeug führt, wird gemäss Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft. Nach Art. 100 Ziff. 1 Satz 1 SVG ist auch die fahrlässige Handlung strafbar. Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sichtlich Art. 91 SVG als fahrlässiges Tätigkeitsdelikt liegt die Fahrlässigkeit darin, dass eine Person infolge einer pflichtwidrigen Unvorsichtigkeit nicht erkennt, dass sie sich in einem fahrunfähigen Zustand befindet oder ein sol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cher eintreten könnte, und sie nichtsdestotrotz wissentlich und willentlich ein Fahrzeug führt. Fahrlässig handelt etwa, wer subjektiv erkennbare Ermü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dungserscheinungen unbeachtet lässt, in der Hoffnung, wach zu bleiben, und dennoch weiterfährt (Urteil des Bundesgerichts 6B_26/2016 vom 6. Juni 2016 E. 3.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann bei einem gesunden und nicht aus anderen Gründen fahrunfähigen Fahrzeugführer Einschlafen am Steuer (sog. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">„</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sekundenschlaf") ohne vorherige subjektiv erkennbare Ermü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dungserscheinungen ausgeschlossen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Wer solche Symptome mis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achtet, handelt grobfahrlässig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> des Bundesgerichts 1C_25/2016 vom 4. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juli 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> E. 2.4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Urteilsfähigkeit nach Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">16 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Zivilgesetzbuches (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ZGB</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ist die Regel und wird aufgrund allgemeiner Lebenserfahrung vermutet. Wer behauptet, zu einem gewissen Zeitpunkt urteilsunfähig gewesen zu sein, hat dafür einen Beweis zu erbringen und trägt beim Scheitern des Beweises die Folgen der Beweislosigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8C_881/2014 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vom 12. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mai 2015 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Den Parteien obliegt jedoch in dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vom Untersuchungsgrundsatz beherrsch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en Sozialversicherungsprozess keine subjektive </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beweisführungslast </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">im Sinne von Art. 8 ZGB. Eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beweislast </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">besteht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nur insofern, als im Falle der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BGE 138 V 218 E. 6, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">117 V 261 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 3b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Taggeldleistungen zu Recht um 20 % </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kürzte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, weil die Beschwerdeführerin den Unfall vom 10. August 2011 in grobfahrlässiger Weise verursacht hat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">te</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">begründete</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> im angefochtenen Einspracheentscheid </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vom 9. Juli 2015 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Kürzung der Taggeldleistungen um 20 % im Wesentlichen damit, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dass die Beschwerdeführerin grobfahrlässig gehan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">delt habe, indem sie als Fahrzeuglenkerin die Ermüdungssymptome nicht be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achtet habe und weitergefahren sei, bis sie eingenickt sei, während 7 Sekun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den ihren Blick nicht auf die Strasse gerichtet und mit dem Auto einen Selbst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unfall verursacht habe (Urk. 2 S. 3 f., vgl. ferner Urk. 7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber stellt sich die Beschwerdeführerin hauptsächlich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auf den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Stand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkt, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine im September 2011 aufgetretene Herzrhythmusstörung die notfallmässige Hospitalisation im Z.___ erfordert habe; bereits vor dem Unfall habe sie Herzflattern gehabt (Urk. 1 S. 5 f.). Herz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">probleme seien somit als Unfallursache näher liegend als eine Übermüdung mit Sekundenschlaf. Im Unfallzeitpunkt sei jedenfalls Urteilsunfähigkeit ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geben gewesen, entweder aufgrund der Herzproblematik oder aufgrund des Sekundenschlafes. Der behauptete Sekundenschlaf könne nicht als mit über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wiegender Wahrscheinlichkeit erstellt gelten. Bezüglich der Herzproblematik sei der Sachverhalt nicht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechtsgenügend abgeklärt (Urk. 1 S. 11 f.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, vgl. fer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ner Urk. 14</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Der Verfasser des fahrzeugtechnischen Gutachtens, Dipl.-Ing. B.___, könne sich als Ingenieur höchstens zu den fahrzeugbedingten Ursa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen des nach rechts Abkommens (z.B. technische Mängel), nicht aber zu den persönlichen respektive medizinischen Unfallursachen äussern (Urk. 1 S. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 13. August 2011 gab C.___ als Unfallzeugin gegenüber der öster</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reichischen Polizei Folgendes an (Urk. 8/3/7.23):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 10.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">08.2011, in den Morgenstunden fuhr ich in Wien auf die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Westautobahn auf. Noch vor St. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Polten überholte ich ein KFZ mit schweizer Kennzeichen. Dieses Fahrzeug fiel mir in weiterer Folg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mehrmals auf. Jedoch nicht wegen der Fahrweise. Nach Linz fuhr ich auf eine Raststelle, wo ich auch tankte. Bei Mondsee wurde ich wieder von diesem Fahrzeug überholt, jedoch in einem sehr geringen seitlichen Abstand. Unsere Fahrgeschwindigkeit betrug zu die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sem Zeitpunkt ca. 130-150 km/h. In Höhe Thalgau nahm ich das Fahrzeug wiederum wahr, als es auf dem do. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fahrstreifen, soweit rechts fuhr, sodass es fast an der seitlichen Begrenzung streifte. Ich nahm an, dass dieses Fahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeug die do. Ausfahrt ben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tzen wird. In weiterer Folge sah ich dann, wie die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ses Fahrzeug in die Luft katapultiert wurde, sich überschlug und auf dem Dach landete. Ich hielt mein Fahrzeug, VW Jetta, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, sofort an und rief dann den Notruf 11</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ich wartete dann noch das Eintreffen von Rettung und Polizei ab.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem Abschlussbericht des Landespolizeikommandos Salzburg, Autobahnpoli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeiinspektion ANIF, vom 5. September 2011 (Urk. 8/3/7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) kann folgende Schilderung des Unfalls vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">11. August 2011</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> entnommen werden:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 10.08.2011, um 10.10 Uhr lenkte die 57-jährige Schweizer Staatsbürgerin, Frau </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, das KFZ der Marke BMW 325i Touring, Farbe schwarz, Kz.: </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(CH), entlang der A </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 Westautobahn, in Fahrtrich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung Salzburg. Im Gemeindegebiet von Thalgau, bei StrKM 273,87, kam </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, vermutlich aufgrund eines Sekundenschlafes, nach rechts fahrend von der Fahrbahn ab, wobei das o.a. KFZ in weiterer Folge auf die Leitschiene auffuhr, sich überschlug, mit dem Autodach auf dem Brückengeländer bzw. Leitschiene weiterschlitterte und am Ende der Leitschiene, bei StrKM 274,006, am Fa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hrzeugdach, zum Stillstand kam.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Auftrag der Staatsanwalt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaft Salzburg erstellte Dipl.-I</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ng. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, in Österreich allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger, am 20. Dezember 2012 ein kraftfahrzeugtechnisches Gutachten (Urk. 8/3/4.1)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Darin führte er unter anderem aus, zum Unfallzeitpunkt sei es hell und die Fahrbahnoberfläche trocken gewesen. Die erlaubte Höchstge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwindig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit habe im zu betrachtenden Bereich 130 km/h betragen (S. 6 f.). Zusam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">menfassend habe sich der zu untersuchende Verkehrsunfall dergestalt zuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragen, dass zum Unfallzeitpunkt, dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> August </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2011 gegen 10.10 Uhr, die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschuldigte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Personenwagen BMW 325i</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Touring</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auf der Autobahn 1 (Westautobahn) aus Richtung Linz kommend in Fahrtrichtung Salzburg mit einer Geschwindigkei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t von 135 bis 145 km/h gefahren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei nach einer lang gezogenen Rechtskurve bei Stra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">enbaukilometer 273,87 nach rechts von der Fahrbahn in d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ie angrenzende Wiese abgekommen sei, der Pkw-BMW </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dort geg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en eine Schutzplanke kollidiert, dieser drehend in die Höhe katapul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">iert </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">worden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und auf der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schutzplanke beziehungsweise</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auf dem Schutzplan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kengeländer mit dem Fahrzeugdach nach unten entlang </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlittert sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschuldigte habe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nach der durchfahrenen Rechtskurve nicht mehr entspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chend </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dem folgenden Fahrbahnverlauf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in Richtung gera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deaus gelenkt, son</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dern </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entsprechend des Rechtsbogens der vorausgehen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Kurve weiter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gefahren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, bis hin zum Abkommen von der Fahrbahn und zur Kollisionsstelle. Der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Pkw-BMW habe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sich im Rahmen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> von dessen Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">suchung in einem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">für den Z</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eitraum vor dem Verkehrsunfall </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> verkehrssi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cheren Zustand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeigt (S. 23). Mit der Fahrgeschwindigkeit des Pkw-BMW (135 bis 145 km/h) wäre der gegenständliche Fahrbahnabschnitt bei entspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chender Konzentra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tion und Aufmerksamkeit sowie dem Fahrbahnverlauf entsprechenden Lenk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bewegungen leicht zu durchfahren gewesen (S. 16).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">as Unfallgeschehen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">– so Dipl.-Ing. B.___ weiter - wäre </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit Sicherheit leicht zu vermeiden gewesen, wenn </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Beschuldigte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit der aus verkehrs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">technischer Sicht zu verlangenden Sorgfalt und Aufmerksamkeit sich auf das Verkehrsgeschehen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beziehungsweise</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auf die Fahrbahn vor ihr konzentriert hätte. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sie wäre </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dann nicht nach rechts von der Fahrbahn abgekommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 16 und S. 24)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Das nach rechts Kommen unter dem Fehlen jedweder Reaktion </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aus verkehrstechnischer Sicht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">“</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">oft</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">“</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zu beobachten bei einem Sekundenschlaf des Fahrzeugführers (ein solcher </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">könne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auch mehrere Sekunden andauern), oder auch bei einer längeren (hier zumi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ndest 7 Sekunden andauernden) Bl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ickabwendung von der Fahrbahn. Zum Sekundenschlaf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aus technischer und verkehrspsychologischer Sicht auszuführen, dass ein solcher nicht un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vorhergesehen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eintrete</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, sondern für einen ermüdenden Fahrzeugführer zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich bereits deutlich vor dem Eintritt des Sekundenschlafes seine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bermü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dung zu erkennen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei. Ein spontanes Einschlafen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht möglich. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">warn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ungen vor dem Einschlafen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seien </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derart deutlich und mit einer solchen Sicherheit für einen Fahrer zu erkennen, dass ein Anhalten des Fahrzeuges an geeigneter Stelle zur Erholung jedenfalls möglich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei (S. 17 und S. 24)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In medizinischer Hinsicht wurden im provisorischen Bericht der A.___ vom 15. Dezember 2011 (Urk. 8/2/3.14) folgende Diagnosen (Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nosen während der Rehabilitation) gestellt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hämodynamisch relevante supraventrikuläre Tachykardie am 22.09.2011</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Konversion auf Gabe von Adenosin i.v. und Metoprolol i.v.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Entität nicht definitiv geklärt, am ehesten AV-Reentry-Tachykardie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strukturen und funktionell normales Herz (Echokardiographie 23.09.2011)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Seit 23.09.2011 unter prophylaktischer Betablo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">c</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kade</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Laut Bericht des F.___ vom 9. März 2015 (Urk. 8/2/3.63) verlor die Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge am 21. Februar 2015 das Bewusstsein und stürzte vom Rollstuhl (Diagnose: Synkope unklarer Genese; DD rhythmogen). Das in der Folge durchgeführte Elektrokardiogramm (EKG) zeigte keine Auffälligkeiten. Erwähnt wurde eine aufgrund rezidivierender Tachykardien mit Schwindel geplante Abklärung bei Dr. G.___.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. G.___, Facharzt für Kardiologie und Innere Medizin, stellte im Bericht vom 26. März 2015 (Urk. 8/2/3.64) folgende Diagnose:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Symptomatische paroxysmale supraventrikuläre </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Tachykardie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit (prä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)Synkopen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">DD </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">AV-Reentry-Tachykardie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n (CMT), atriale Tachykardie, eher kein Vorhofflat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tern 2:1</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keine relevante strukturelle Herzkrankheit</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cvRF: Nikotinabusus</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Zuweisung zur kardiologischen Abklärung sei wegen rezidivierender (prä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)synkopaler Ereignisse erfolgt. Die Beschwerdeführerin verspüre seit dem Polytrauma immer wieder Palpitationen im Sinne eines Herzrasens gefolgt von Schwarzwerden vor Augen im Sinne von präsynkopalen Ereignissen. Gemäss ihren Angaben habe vorher keine kardiale Symptomatik bestanden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die rezidivierenden Prä-Synkopen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seien </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hrscheinlich rhythmogen bedingt. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ob es sich bei der vollständigen Synkope im Februar 2015 (ohne Prodromi) um da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s gleiche Phänomen gehandelt habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">könne </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht mit Sicherheit be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">antwortet werden. Ansonsten finde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klinisch eine normotone kardiopulmo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nal kompensierte Patientin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">;</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> echokardiographisch fehl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en Hinweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e für eine relevante strukturell</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e Herzkrankheit. Auf Grund der Häufigkeit des Auftre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tens und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">starken Symptomatik habe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er der Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">empfoh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">len, direkt eine elektrophysiologische Abklärung und Therapie durchzufüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren. Ob diese Rhythmusstörungen mit allfälliger Synkope für den Autounfall vom August 2011 verantwortlich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gewesen seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">könne „</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weder bewiesen noch sicher ausgeschlossen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">“</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht des Z.___, Universitäres Herzzentrum, vom 27. April 2015 (Urk. 8/2/3.59) wurde die von Dr. G.___ gestellte Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nose übernommen und mit der Differenzialdiagnose einer atypischen AV-Knoten-Reentry-Tachykardie ergänzt. Weiter gaben die berichtenden Spital</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ärzte an, s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eit der letzten Vorstellung bei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. G.___ verspüre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Patientin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zirka</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> wöchentlich das bekannte Herzpochen mit begleitend Schwarzwerden vor den Augen ohne erneute Synkope. Am 21.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Februar 20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">15 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sie einma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lig eine Synkope ohne Prodromi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erlitten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es lägen keine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weiteren kardialen Beschwerden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Im aktuellen Ruhe-EKG </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sich ein normokarder Sinus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rhythmus mit 77/min und normaler De- und Repolarisation</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gefunden.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zugesandten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> EKGs </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seien </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gut mit einer AV-Knoten Reentry-Tachykardie ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einbar, wobei differentia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">l</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">diagnostisch auch eine AVRT oder eine atriale Ta</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chykardie vorliegen könnte. Somit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Indikation zur elektrophysiologi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Untersuchung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und gegebenenfalls zur Radiofrequenzablatio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n bei au</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geprägter Symptomatik gegeben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im O.___-Gutachten vom 15. Juni 2015 (Urk. 8/3/4.37) wurde folgende kardiolo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gische Diagnose gestellt (S. 29):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hämodynamisch relevante supraventri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kuläre Tachykardie am 22.9.2011</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Konversion auf Gabe von Ad</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">enosin i.v. und Metoprolol i.v.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Entität nicht definitiv geklärt, am ehesten AV-Reentry-Tachykardie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">strukturell</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und funktionell normales Herz (Echokardiographie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 23.9.2011)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aktenanamnestisch seit 23.9.2011 unte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r prophylaktischer Betablockade</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in Abklärung von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. G.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2015 bestätigt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e supraventrikuläre Tachykar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem Gutachten lässt sich weiter entnehmen, dass die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in Bezug auf die supraventrikuläre Tachykardie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">im AEH </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">angab, bereits früher an „Rhythmusstörung"-ähnlichen Sensationen gelitten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zu haben,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">was sich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bei Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">G.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht bestätigt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Im Rahmen der Abklärungen im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> im Jahre 2011 habe sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufgrund der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Echokardiogra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">phie keine Herzpathologie ergeben. Die genaue Genese der damals vorüber</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehenden Rhythmusstörung habe nicht eruiert werden können. Dass eine Herzrhythmusstörung bei der Versicherten zum Autounfall geführt haben könnte, müsse als reine Spekulation erachtet werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">; das heisse, dies </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lasse sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">„</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weder ausschliessen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> noch beweisen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">“</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 32).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin liess vorprozessual mitteilen, dass sie am Vorabend des fraglichen Unfalls</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 10. August 2011</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, vermutlich gegen 18 bis circa 20 Uhr, zusammen mit ihrem Ehemann in einem Budapester Restaurant das Abendessen eingenommen habe. Anschliessend sei sie früh schlafen gegan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen. Ihr Mann habe noch das Auto beladen. Gegen fünf Uhr sei sie aufge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">standen. Kurze Zeit später habe die Heimreise begonnen, wobei sie und ihr Mann in Budapest noch getankt und einen Kaffee getrunken hätten. Von da an fehle die Erinnerung „komplett“ (Schreiben der Rechtsvertreterin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">an den Unfallversicherer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">März 2013; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8/1/1.95</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">);</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ass sie sich nicht an die Reise erinnere, sei auf die schweren Unfallverletzungen zurückzuführen und könne ihr selbstverständlich nicht zum Vorwurf gereichen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">14 S. 6). Dies</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e Angabe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> steht im Gegensatz zu Passagen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">O.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Teilgutachtens von Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">H.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">für Psychotherapie, und von Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">I.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Fachärztin für Neurologie, speziell Neuropsychologie und Verhaltensneurolo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gie, vom 22</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dezember 2014, sowie zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r Anamnese im Bericht des Dr. med. J.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, F</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">acharzt für Neurologie, vom 30. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">April 2013, wo von einer „retro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grade(n) Amnesie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">“ von „höchstens Minuten“ (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8/3/4.32, S</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8 f.) respektive von einer retrograden Amnesie von nur </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">„Sekunden“ (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8/2/3.37</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2) die Rede ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Was zum </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fraglichen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unfall geführt hatte, vermochte die Beschwerdeführerin selber </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wie erwähnt nicht zu sagen (vgl. etwa Urk. 8/2/3.37 S. 1 f. und Urk. 8/3/4.32 S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sich im Wesentlichen deckenden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">polizeilichen Angaben, den </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aussagen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Zeugin K.___ (E. 3.1 hievor) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Ausfüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen von Dipl.-Ing. B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">im kraftfahrzeugtechnischen Gutachten (E. 3.3 hievor) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kann geschlossen werden, dass keine äusseren Faktoren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> res</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pektive lenkerfremde Einflüsse (etwa </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">andere </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verkehrsteilnehmer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strassen- und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Witterungsverhältnisse oder </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fahrzeugmängel) zum </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unfall </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geführt bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hungsweise diesen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)verursacht h</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">atten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Gegenteiliges lässt sich auch der Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 14. Februar 2014 (Urk. 8/3/6.2 Beilage 2) nicht entnehmen. Sodann war der Unfall offenbar nicht Folge übersetzter Geschwindigkeit.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegenstand eines fahrzeugtechnischen Gutachtens bildet typischerweise die Frage, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ob beziehungsweise </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">inwieweit technische Mängel zu einer Beeinträch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigung der Betriebs- und Verkehrssicherheit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eines</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Fahrzeugs geführt haben oder gar als den Unfall auslösende Faktoren in Betracht kommen. Die Anga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben des Sachve</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rständigen Dipl.-Ing. B.___ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Fahrverlauf und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zum </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">technische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Zustand des Pkw-BMW </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 8/3/4.1 S. 5 bis 16 und S. 18 bis 23; E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3.1 hievor) bewegen sich in diesem Rahmen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Daraus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> lässt sich die Kernaussage ableiten, dass nicht technisches Versagen (sondern </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wie auch immer geartetes </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">menschliches Verhalten) Ursache des fraglichen Unfalls war. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hingegen kommt dem Hinweis von Dipl.-Ing. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, wonach das nach rechts Kommen unter dem Fehlen jedweder Reaktion der Beschuldigten aus verkehrstechnischer Sicht „oft“ bei einem Sekundenschlaf des Fahrzeugfüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rers oder auch bei einer längeren Blickabwendung von der F</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ahrbahn zu be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">obachten sei (Urk. 8/3/4.1 S. 17 und S. 24; E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3.2 hievor), keine entschei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dende Bedeutung zu. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Entgegen der offenbaren Lesart der Beschwerdegegne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin beschränkt sich Dipl.-Ing. B.___ im Grunde auf die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">allgemeine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellung, wie sie sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aus wissenschaftlichen Untersuchungen ergibt, nämlich dass das Einschlafen am Steuer eine häufige Ursache von Verkehrsunfällen darstellt (vgl. dazu etwa Rolf Seeger, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">„</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Blackout“ am Steuer. Verkehrsmedizi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nische Betrachtung einer häufig folgenträchtigen Einlassung, in: Schaffhau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ser, Jahrbuch zum </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strassenverkehrsrecht 2010, St. Gallen, S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10 und 14), und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Müdigkeitsunfälle typischerweise durch ein Abkommen von der Strasse </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ohne Vermeidungsreaktion </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">charakterisiert sind (vgl. dazu etwa bfu – Bera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsstelle für Unfallverhütung, Beeinträchtigte Fahrfähigkeit von Motor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahrzeuglenkenden. Risikobeurteilung, Unfallanalyse und Präventionsmög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichkeiten, B</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ern 2008, S. 198 und S. 235). So verstanden geht Dipl.-Ing. B.___ nicht über sein eigentliches Fachgebiet hinaus.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ferner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> steht die Hypothese eines anfallsartigen Bewusstseinsverlusts infolge Herzrhythmusstörung im Raum. Bei derzeitigem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abklärungsstand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erscheint sie (noch) nicht als (weit) weniger wahrscheinlich als andere Unfallursachen. Zwar sind für die Zeit vor dem Unfall keine (prä-)synkopalen Ereignisse do</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kumentiert, und anders als im Rahme</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n der O.___-Begutachtung (vgl. E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5 hievor) gab die Beschwerdeführerin gegenüber </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. G.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> an, dass vor dem Unfall keine kardiale Symptomatik bestan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den habe (vgl. E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3 hievor). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auch fanden sich keine Hinweise auf eine relevante strukturelle Herzerkran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung (vgl. E. 4.3 hievor). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dennoch sind angesichts der in Betracht gezogenen AV-Knot</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en-Reentry-Tachykardie (vgl. E. 4.4 hievor; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Grundlage </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dieser Ta</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chykardie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ist eine angeborene Fehlbildung beziehungsweise Normvariante des kardialen Reizleitungssystems) weitere Abklärungen zur Unfallursache </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit Angabe des entsprechenden Wahrscheinlichkeitsgrades</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> unumgänglich (zu Beweis und Beweislastverteilung bei behaupteter Urteilsunfähigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vgl. E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.5 hievor). Die eher beiläufigen Bemerkungen der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">O.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-Gutachter und des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. G.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, wonach eine Herzrhythmusstörung mit Synkope als Unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ursache weder bewiesen noch (sicher) ausgeschlossen werden könne, führen nicht weiter, zumal an der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">O.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-Begutachtung kein Kardiologe beteiligt und der Fokus von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. G.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auf Abklärungs- und Therapieempfehlungen hinsichtlich der rezidivierenden Präsynkopen gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">et war.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach dem Gesagten ist die Sache zur umfassenden Abklärung der Unfallursa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vorzugsweise durch ein anerkanntes Institut für Rechtsmedi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zin/Verkehrsmedizin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und zu neuem Entscheid an die Bes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chwerdegegnerin zurückzuweisen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die vertretene Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Diese ist ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens zu bemessen (§ 34 Abs. 3 des Geset</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zes über das Sozialversicherungsgericht; GSVGer).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Demzufolge ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der anwaltlich vertre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tenen Beschwerdeführerin eine angemessen erscheinende Prozessent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung in der Höhe von Fr. 3‘100.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (inklusive Barauslagen und Mehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wertsteuer) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefochtene Einsprache</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">entscheid vom 9. Juli 2015 aufgehoben und die Sache </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">an die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">degegnerin </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Abklärung im Sinne der Erwägun</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">gen, neu verfüge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">eine Prozessent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 3'100</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Dr. Claudia Schaumann</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Adelrich Friedli</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Gesundheit</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">richt Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubMeier-Wiesner</p><p></p></div> </div></body></html>