<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2017.01062</span></p><p><span id="AHV_NR"></span><span id="G_NR_VI"></span><span> </span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Sager<br/>Ersatzrichterin Romero-Käser<br/>Gerichtsschreiberin Grieder-Martens</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 18. Juni 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Jürg Leimbacher</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Leimbacher Cerletti, Advokatur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Marktgasse 34, Postfach 456, 8180 Bülach</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1971, meldete sich am 25. März 2002 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unter Hinweis auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rückenbeschwerden bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, verneinte mit Verfügung vom 20. Juni 2003 einen Leistungsanspruch (Urk. 6/15). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 26. Mai 2008 meldete sich der Versicherte erneut zum Leistungsbezug an (Urk. 6/19). Nach Auferlegung einer Schadenminderungspflicht in Form einer psychiatrischen Behandlung (Urk. 6/29) sprach ihm die IV-Stelle mit Verfügung vom 25. Juni 2009 bei einem Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze Rente ab Januar 2009 zu (Urk. 6/41, Urk. 6/43). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Eingang eines am 24. September 2010 ausgefüllten Revisionsfragebogens (Urk. 6/49) holte die IV-Stelle ein psychiatrisch-rheumatologisches Gutachten bei Y.___ ein, welches am 23. September 2011 erstattet wurde (Urk. 6/83), und auferlegte dem Versicherten am 20. Februar 2012 eine Schadenminderungspflicht in Form einer ambulanten psychiatrisch-psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">therapeutischen Behandlung und Gewichtsreduktion (Urk. 6/93). Gleichentags teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, der Rentenanspruch sei unverändert (Urk. 6/94). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Eingang eines am 26. März 2013 ausgefüllten Revisionsfragebogens (Urk. 6/98/1-2) holte die IV-Stelle bei der Medas Z.___ ein psychia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trisch-rheumatologisches Gutachten ein, das am 9. Januar 2014 erstattet und am 31. Januar und 9. März 2014 ergänzt wurde (Urk. 6/114, Urk. 6/118, Urk. 6/120). Die IV-Stelle erteilte Kostengutsprache für eine Potenzialabklärung (Urk. 6/134) und für ein Aufbautraining (Urk. 6/142), welches am 12. Mai 2015 abgebrochen wurde (Urk. 6/149). Am 15. Dezember 2015 auferlegte die IV-Stelle dem Versicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten eine Schadenminderungspflicht in Form einer zwölfwöchigen stationären </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und einer dreimonatigen teilstationären psychiatrischen Behandlung (Urk. 6/155</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 6/168</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 6/173</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hob die IV-Stelle die bisher ausgerichtete Rente wegen Verletzung der Mitwirkungspflicht mit Verfügung vom 28. August 2017 auf (Urk. 6/181 = Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Versicherte erhob am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2. Oktober 2017</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegen die Verfügung vom 28. August 2017 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben (Urk. 1 S. 2). </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 13. November 2017 (Urk. 5) die Abweisung der Beschwerde. Mit Gerichtsverfügung vom 5. Dezember 2017 wurden antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 2) die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung bewilligt. Mit Replik vom 23. Januar 2018 hielt der Beschwerdeführer an den gestellten Anträgen fest (Urk. 12). Am 13. Februar 2018 teilte die Beschwerdegegnerin mit, dass sie auf die Erstattung einer Duplik verzichte (Urk. 14). Dies wurde dem Beschwerdeführer am 26. Februar 2018 zur Kenntnis gebracht (Urk. 15, Urk. 16). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Leistungen können gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7b </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">21 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7 dieses Gesetzes oder nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">43 Absatz 2 ATSG nicht nachgekommen ist (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beim Entscheid über die Kür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zung oder Verweigerung von Leistungen sind alle Umstände des einzelnen Falles, insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person, zu berück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Durchführung eines Mahn- und Bedenk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zeitver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahrens ist – von den in Art. 7b Abs. 2 IVG genannten Fällen abgesehen – zwingend. Der versicherten Person ist unter substanziierter Bezugnahme auf das von ihr gefor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derte Verhalten schriftlich mitzuteilen, welche Folgen ihre Widersetzlichkeit nach sich ziehen kann, und sie ist aufzufordern, ihrer (zumutbaren) Schadenminde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungspflicht nachzukommen. Dazu ist ihr eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (BGE 122 V 218; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Auflage, Rz 136 zu Art. 21).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX028"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als zumutbar gilt gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7a IVG jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stand nicht angemessen sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der Festlegung der Rechtsfolgen ist dem Verhältnismässigkeitsprinzip Beach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung zu schenken (Kieser, a.a.O., Rz 140 zu Art. 21). Bei Sanktionen wegen Verletzungen der Schadenminderungspflicht ist damit eine doppelte Schranke einzuhalten: einerseits die Zumutbarkeit der Schadenminderungsmassnahme und andererseits die Verhältnismässigkeit der Sanktion. Nach oben begrenzt der Verhältnismässigkeitsgrundsatz die Sanktion dadurch, dass die versicherte Person durch diese nicht schlechter gestellt werden darf, als wenn sie ihre Schaden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">minderungspflicht erfüllt hätte. Demnach darf die Rentenleistung nur so weit gekürzt werden, bis sie der Leistung entspricht, welche die Invalidenversicherung bei eingehaltener Schadenminderungspflicht erbringen müsste. Darüber hinaus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ende Kürzungen sind unzulässig. Die Kürzung oder Verweigerung der Leistung soll keine pönale (strafende), sondern eine exekutorische (ausgleichende) Funktion haben (Patrick Fässler, Schadenminderungsauflagen und Leistungsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerung im Abklärungsverfahren?, in: SZS 02/2017, S. 137-165, S. 154 mit Hinweisen unter anderem auf das Urteil des Bundesgerichts 9C_842/2010 vom 26. Januar 2011, E. 2.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Allfällige Sanktionen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG greifen zudem nur so lange, als zwischen Verhaltensweise und Schaden ein Kausalzusammenhang besteht, weshalb in jenem Zeitpunkt, in welchem die versicherte Person die Weigerung, eine angeordnete Massnahme durchzuführen aufgibt, für die Zukunft zu prüfen ist, ob auf die Kürzung beziehungsweise Verweigerung der Leistung zurückzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen ist (Kieser, a.a.O., Rz 147 zu Art. 21; Urteil des Bundesgerichts 9C_33/2015 vom 27. Mai 2015, E. 4.5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid davon aus, dass das im Rahmen des Revisionsverfahrens veranlasste Gutachten nicht abschliessend habe feststellen können, ob die Einschränkung der Erwerbsfähigkeit bleibend sei oder zumindest längere Zeit andauern werde. Gemäss Bericht der Tagesklinik des Psychiatriezentrums A.___ sei klar ersichtlich, dass die am 15. Dezember 2015 auferlegte Schadenminderungspflicht nicht erfüllt worden sei; sowohl der stationäre Aufenthalt als auch die Therapie in der Tagesklinik seien vorzeitig abgebrochen worden, und eine psychiatrische Behandlung finde seit August 2016 nicht mehr statt. Die auferlegte zwölfwöchige stationäre psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chiatrische Behandlung mit anschliessender dreimonatiger teilstationärer Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung sei zumutbar und eine Verbesserung des Gesundheitszustandes mit der konsequenten Durchführung dieser Massnahmen möglich (Urk. 2 S. 1 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer wandte ein, dass eine revisionsweise Aufhebung der Rente mangels Verbesserung seines Gesundheitszustands unzulässig sei. Die im Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten festgestellte Verbesserung sei nur leicht und habe zudem bereits im Rahmen des ersten Revisionsverfahrens vorgelegen. Sie rechtfertige somit keine vorbehaltlose Prüfung. Unzutreffend sei sodann auch, dass er die Schadenmin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungspflicht verletzt habe, dies werde auch vom RAD-Arzt nicht bestätigt. Dieser rate von einer vorzeitigen Revision ab und empfehle die regelmässige Therapie einzig zum Erhalt der Restarbeitsfähigkeit (Urk. 1 S. 3, Urk. 12 S. 5 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Streitig und zu prüfen ist, ob die Aufhebung der ganzen Rente zu Recht aufgrund einer Verletzung der Schadenminderungspflicht erfolgt ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss dem bidisziplinären Medas-Gutachten vom 9. Januar 2014 liege in psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chiatrischer Hinsicht eine spezifische Persönlichkeitsstörung mit selbstunsicheren und schizoiden Zügen (ICD-10 F60.6/60.1) mit anderen affektiven, überwiegend depressiven Störungen (ICD-10 F38.0) bei Fettsucht (ICD-10 E66) vor (Urk.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6/114/16). Es bestehe in der angestammten Tätigkeit als Postbote eine vollständige Arbeitsunfähigkeit, in einer Verweistätigkeit ohne viele Menschen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kontakte im Beurteilungszeitpunkt eine Arbeitsfähigkeit von 50</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">%. Als Massnah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit nannten die Gutachter eine Anpas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sung der psychopharmakologischen Therapie und das Hinwirken auf eine Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">reduktion mit aufbauendem Aktivierungsprogramm beginnend eventuell unter stationären Bedingungen. Betreffend berufliche Massnahmen führten die Gutachter aus, «bei Motivation Mithilfe bei der schrittweisen Wiedereingliederung in adaptierte Stelle» (S. 17 und S. 42 f.). Die Prognose sei ungewiss, besonders in Bezug auf die psychische Entwicklung. Verbessert werden könnte die Gesamt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">prognose durch langsame aber stetige Gewichtsreduktion (S. 18). Da eine Persönlichkeitsstörung zu diagnostizieren sei, sei eine lang dauernde, jedoch nicht vollständige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten (S. 43). Der Versicherte nehme regelmässig eine psychiatrisch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e Behandlung/Unterstützung wahr und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nehme die Medikamente ein, wobei eine optimierte Psychopharmako</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">handlung weitere Besserung bringen könnte. Da eine Anpassung Zeit brauche, sei nicht mit einer raschen Verbesserung zu rechnen (S. 44). In Ergänzung des Gutachtens führte die psychiatrische Gutachterin am 31. Januar 2014 ferner aus, die Auferlegung einer medizinischen Massnahme, zum Beispiel das Verlangen eines längerdauernden stationären Aufenthalts in einer Klinik für psychoso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">matische Leiden, diene nicht nur der Schadenminderung, sondern die Hoffnung auf eine Verbesserung der Lebensqualität wäre damit verbunden (Urk. 6/118/2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, Fachärztin für Arbeitsmedizin und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Allgemein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e Innere M</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">edizin, nahm am 12. März 2014 zum Medas-Gutachten Stellung und hielt fest, es sei gesamthaft eine leichte Verbesserung des Gesundheitszustands ausgewiesen. In einer angepassten Tätigkeit bestehe eine 50%ige Arbeitsunfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit, der Gesundheitszustand könne sich nicht wesentlich ändern und weitere </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">medizinische Massnahmen seien gemäss der Gutachterin nicht nötig (Urk. 6/125</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">/4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Folge wurden berufliche Massnahmen durchgeführt, wobei ein Aufbau im Rahmen einer stabilen Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 50 % vorgesehen war (vgl. Urk. 6/143/5-7). Am 12. Mai 2015 wurde das Aufbautraining abgebrochen (Urk. 6/149), wobei als Faktoren, die aktuell eine Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt verunmöglich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> unter anderem die maximale Präsenzzeit von 3.5-4 Stunden pro Tag, die Abnahme der Konzentrationsfähigkeit nach 2-2.5 Stun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den, das grosse Mitteilungsbedürfnis betreffend private Probleme mit dem Sohn, die sehr schwankende Leistungsfähigkeit und die monatlichen Absenzen von zwischen 3 und 7 Tagen genannt wurden (Urk. 6/145/2; vgl. auch Urk. 6/150/3 oben).</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Bericht vom 7. Juli 2015 (Urk. 6/154) hielt Dr. med. univ. (MKD) C.___, Psychiatriezentrum A.___, der den Beschwerdeführer seit 29. Oktober 2014 behandelte (Ziff. 3.1), fest, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine angepasste Tätigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">maximal 4 Stunden am Tag bei einer verminderten Leistungsfähigkeit von mindestens 60 bis 80 % zumutbar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 6/154/3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Ziff. 2.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Durch die Nichtwahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmung der Termine sei eine dauerhafte psychische Stabilisierung nicht möglich gewesen. Aus seiner Sicht seien die medizinischen Massnahmen nicht ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schöpft, um eine Stabilisierung des psychischen Zustands erreichen beziehungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise Aussagen über die Prognose machen zu können. Eine stationäre Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung sei sehr wahrscheinlich die nächste Option, um den Beschwerdeführer ordnungsgemäss zu behandeln (Ziff. 3.3). Weiter hielt Dr. C.___ fest, dass die Arbeitsfähigkeit durch medizinische Massnahmen verbessert werde könne. Es sei davon auszugehen, dass mit einer stationären Behandlung eine psychische Stabi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lisierung wahrscheinlicher zu erreichen sei als mit der bisherigen ambulanten Behandlung (Ziff. 4.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Schreiben vom 15. Dezember 2015 teilte die Beschwerdegegnerin dem Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführer mit, sein Gesundheitszustand könne mit einer mindestens zwölf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wöchigen stationären psychiatrischen Behandlung mit einer anschliessend drei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">na</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigen teilstationären Behandlung wesentlich verbessert werden. Weiter forderte sie den Beschwerdeführer auf, bis am 29. Januar 2016 mitzuteilen, in welchem Spital er die obenerwähnte Massnahme durchführen werde, ansonsten sie aufgrund der Akten entscheiden werde. Sodann verwies sie auf das Infor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mationsblatt «Invalidenversicherung: Ihre Mitwirkungspflicht» und hielt fest, dass die Nichtteilnahme an Massnahmen, die zur Erhaltung und Verbesserung des Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sundheitszustandes beitragen, dazu führen könne, dass die Rente entweder auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehoben oder gekürzt werde. Werde bis zum 29. Januar 2016 nicht mitgeteilt, in welchem Spital die Massnahme durchgeführt werde, werde aufgrund der Akten entschieden. Der erwähnte Anhang mit den gesetzlichen Grundlagen beziehungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise das als Beilage erwähnte Informationsblatt findet sich nicht in den Akten (Urk. 6/155).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 29. Februar 2016 vermerkte die Beschwerdegegnerin die telefonische Mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teilung von Dr. D.___, wonach der Beschwerdeführer in die Clienia E.___ eintrete, welche allerdings nur einen fünfwöchigen Aufenthalt anbiete, und dass Dr. D.___ keine Klinik kenne, in welcher eine zwölfwöchige Behandlung möglich sei (Urk. 6/158).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In der Folge hielt sich der Versicherte vom 29. Februar bis zum 29. März 2016 und damit rund 4 Wochen stationär in der Privatklinik in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">F.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> auf. Es </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">werde davon ausgegangen, dass bei regelmässigen psychiatrisch-psychothera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">u</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tischen Konsultationen sich die psychische Belastbarkeit steigern könne. Ob dies auch eine positive Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit habe, sei zum Zeitpunkt der Hospitalisation nicht abzusehen (Bericht vom 25. Juli 2016, Urk. 6/161).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Verlaufsbericht vom 20. Oktober 2016 (Urk. 6/166) führte Dr. C.___ aus, dass der Beschwerdeführer nach wie vor unregelmässig zur Therapie komme. In den ersten drei Monaten sei er monatlich gekommen, danach habe er sich einige Monate nicht gemeldet oder habe sich für den verpassten Termin entschuldigt. Allerdings seien die Motivation, Bereitschaft und Kooperation mangelhaft ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wesen. Dies zeige er auch bei der stationären und teilstationären Behandlung. So sei die stationäre Behandlung – zwar in Absprache mit den behandelnden Ärzten der Klinik, nach vier Wochen – früher als geplant abgebrochen worden. Auch sei in der Tagesklinik, wo er immer wieder gefehlt habe, schlussendlich die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">handlung abgebrochen worden, weil er sich nicht mehr gemeldet habe. Nach der Klinikentlassung am 29. März 2016 sei der Beschwerdeführer noch drei Mal zum Gespräch gekommen, zuletzt am 3. August 2016. Seither habe er sich nicht mehr gemeldet (Ziff. 1.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> äusserte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zudem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erstmals nebst der bisherigen Diagnose der bipo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">laren affektiven Störung einen Verdacht auf eine nicht näher bezeichnete Persön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keitsstörung. Zur Arbeitsfähigkeit äusserte er sich nicht mehr. Im Rahmen der Prognose hielt er fest, es bestehe der Verdacht auf eine nicht näher bezeichnete Persönlichkeitsstörung, welche durch eine unabhängige Begutachtung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verbunden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> einer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Einschätzung der Arbeitsfähigkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> geklärt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> werden solle (Urk. 6/166).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dipl. med. G.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, unter anderem Facharzt für Psychiatrie und Psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">therapie, vom RAD hielt in einer Stellungnahme vom 5. Dezember 2016 fest, die Eingliederungsbemühungen seien aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen worden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und es sei eine stationäre sowie teilstationäre Behandlung durchgeführt worden. Trotz der Therapieintensivierung sei weiter vom Vorliegen einer spezifi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Persönlichkeitsstörung auszugehen. Demzufolge könne weiterhin auf die medizinisch-theoretische Einschätzung der Medas abgestellt werden, womit in angepasster Tätigkeit seit Mai 2013 medizinisch-theoretisch von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. Eine vorzeitige Revision werde nicht empfohlen, zum Erhalt der Restarbeitsfähigkeit solle aber weiterhin eine regelmässige psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trisch-psychotherapeutische Behandlung stattfinden (Urk. 6/167/8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 14. März 2017 kam der zuständige Sachbearbeiter der IV-Stelle nach einer Besprechung mit dem Rechtsdienst zum Schluss, die auferlegte Schadenmin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derungspflicht vom 15. Dezember 2015 sei nicht erfüllt worden, womit nicht ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schliessend beurteilt werden könne, ob die Einschränkung der Erwerbsfähigkeit ble</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ibend oder länger andauernd sei.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sei Beweislosigkeit vorhanden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, wes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wegen die Rente infolge Verletzung der Mitwirkungspflicht einzustellen sei. Die ausgewiesene Persönlichkeitsstörung sei nicht schwer ausgeprägt. Eine Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit sei sicher vorhanden, es könne jedoch nicht abschliessend beurteilt werden, wie hoch die Arbeitsfähigkeit wäre, wenn die Schadenminderungspflicht erfüllt wäre (Urk. 6/167/12). Mit dieser Begründung wurde in der Folge die Rente mit Verfügung vom 28. August 2017 aufgehoben (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.9</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss der Behandlungsbestätigung der Clienia </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 18. Mai 2017 befinde sich der Beschwerdeführer seit dem 5. April 2017 wieder in regelmässiger ärztlicher Behandlung bei Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Zusätzlich besuche er seit dem 9. Mai 2017 die Tagesklinik im Psychiatriezentrum </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">H.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 6/177)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Schreiben vom 15. Dezember 2015 (Urk. 6/155, vorstehend E. 3.3) wurde der Beschwerdeführer – wie bereits erwähnt - aufgefordert, sich einer mindestens zwölfwöchigen stationären psychiatrischen Behandlung mit einer anschliessend dreimonatigen teilstationären Behandlung zu unterziehen und bis zum 29. Januar 2016 mitzuteilen, in welchem Spital die Massnahmen durchgeführt würden. An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gedroht wurde – unter Hinweis auf das nicht aktenkundige Informationsblatt -, dass aufgrund der Akten entschieden werde, wenn die Mitteilung des Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lungsortes nicht bis zum 29. Januar 2016 erfolge. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In der Folge wurde die IV-Stelle darüber informiert, dass der Beschwerdeführer am 29. Februar 2016 in die Privatklinik F.___ der Clienia E.___ eintrat (und dort bis zum 29. März 2016 blieb), ein zwölfwöchiger Aufenthalt jedoch nicht möglich sei, und dass er am 4. April 2016 die tagesklinische Weiter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">handlung begann (Urk. 6/156-159). Dabei ist – mangels zeitnaher ausdrücklicher anderslautender Stellungnahmen im Verfahren seitens der IV-Stelle – davon auszugehen, dass mit dem Telefonanruf durch die Amtsvormundschaft vom 26. Januar 2016 (Urk. 6/156) die Mitteilung des Behandlungsortes rechtzeitig vor dem 29. Januar 2016 erfolgte. Damit hat der Beschwerdeführer die im Schreiben vom 15. Dezember 2015 (Urk. 6/155) auferlegte und mit einer Frist sowie der An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">drohung von Folgen (Entscheid aufgrund der vorliegenden Akten) versehene Auflage grundsätzlich erfüllt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es bestehen jedoch mit dem Verlaufsbericht von Dr. C.___ vom 20. Oktober 2016 (Urk. 6/166) Hinweise darauf, dass die konkreten Massnahmen des statio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nären Aufenthalts und der tagesklinischen Weiterbehandlung nicht in der von der IV-Stelle vorgesehenen Art und Weise wahrgenommen wurden. So sei die stationäre Behandlung früher als geplant abgebrochen worden, in der Tagesklinik habe der Beschwerdeführer sodann immer wieder gefehlt mit der Folge, dass die tagesklinische Behandlung ebenfalls abgebrochen worden sei. Damit ist fraglich, ob der Beschwerdeführer die auferlegte Massnahme tatsächlich erfüllt hat, wobei jedoch unklar ist, ob allenfalls krankheitsbedingte Faktoren zufolge der im Medas-Gutachten diagnostizierten und von Dr. C.___ als Verdachtsdiagnose geäusserten Persönlichkeitsstörung die ungenügende Behandlung (mit)bedingten. Diesbezüglich stellt sich insbesondere auch die Frage, ob Dr. C.___ von der gutachterlichen Einschätzung der Persönlichkeitsstörung Kenntnis hatte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unklar ist ferner, ob die von der IV-Stelle vorgesehene zwölfwöchige stationäre Behandlung überhaupt umsetzbar ist, zumal der involvierte Arzt der Clienia E.___ gemäss Telefonnotiz vom 29. Februar 2016 keine Klinik kenne, die eine zwölfwöchige stationäre Behandlung anbiete (Urk. 6/158). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wesentlich ist sodann, dass keine medizinische Einschätzung vorliegt, wonach der Beschwerdeführer nach Durchführung der stationären und tagesklinischen Behandlung prognostisch einer Arbeit zu 100 % nachgehen könnte. Eine prog</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nostische 100%ige Arbeitsfähigkeit nach Intensivierung von therapeutischen (in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">klu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sive medikamentösen) Therapien ergibt sich weder aus dem Medas-Gutachten (vorstehend E. 3.1.1), aus den Berichten der Clienia E.___ (vorstehend E. 3.2, 3.5-6), noch aus den Einschätzungen der RAD-Ärzte (vorstehend E. 3.1.2 und 3.7). Einzig der Rechtsdienst kam zusammen mit dem zuständigen Sachbearbeiter ohne entsprechende medizinische Grundlage zum Schluss, es liege zusammen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gefasst in Bezug auf die Frage der langandauernden Einschränkung Beweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">losig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit beziehungsweise keine schwerwiegende Persönlichkeitsstörung vor (vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">steh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">end E. 3.8). Dabei ist einerseits in Bezug auf den langandauernden Gesundheitsschaden festzuhalten, dass der Beschwerdeführer bereits seit 2009 (Urk. 6/41, Urk. 6/43) wegen psychischer Probleme eine Rente bezieht. Soweit der Persön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keitsstörung eine relevante Schwere abgesprochen werden soll, erscheint so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dann die Einschätzung eines Mitgliedes des Rechtsdiensts und des zuständigen Sachbearbeiters angesichts der anderslautenden oder zumindest offenen Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schät</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zung der medizinischen Fachkräfte als nicht überzeugend. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Andererseits ist auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts hinzuweisen, wonach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Verhältnismässigkeitsgrundsatz die Sanktion dadurch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nach oben begrenzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, dass die versicherte Person durch diese nicht schlechter gestellt werden darf, als wenn sie ihre Schadenminderungspflicht erfüllt hätte. Demnach darf die Rentenleistung nur so weit gekürzt werden, bis sie der Leistung entspricht, welche die Invalidenversicherung bei eingehaltener Schadenminderungspflicht erbringen müsste. Darüber hinausgehende Kürzungen sind unzulässig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (vorstehend E. 1.3). Damit erscheint die durch die IV-Stelle vorgenommene vollständige Einstellung der Rente, was einer Kürzung um 100 % beziehungsweise einer 100%igen Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit gleichkommt, als nicht nachvollziehbar, zumal eine prognos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tische medizinische Annahme für eine 100%ige Arbeitsfähigkeit im Falle der erfolgreich durchgeführten auferlegten medizinischen Massnahmen fehlt. Viel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mehr steht eine rund 50%ige Arbeitsfähigkeit im Raum, welche im Übrigen auch Ziel der beruflichen Eingliederungsmassnahmen war (vgl. Urk. 6/143/5-6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die von der IV-Stelle vorgenommene vollständige Kürzung beziehungsweise Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weigerung der Rente gestützt auf Art. 21 Abs. 4 ATSG ist damit – trotz fraglicher Therapiebemühungen des Beschwerdeführers – nicht korrekt. Dabei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kann die Frage, ob die Schadenminderungspflicht mit der Aufnahme der stationären </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und dem Beginn der tagesklinischen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Therapie ausreichend wahrgenommen wurde, nicht abschliessend beurteilt werden, da zum einen unklar ist, ob Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die Persönlichkeitsstörung ausreichend berücksichtigt hat, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zum andern </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auch angesichts der Auffassung zweier RAD-Ärzte, wonach die Schadenminde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflicht (wohl im Rahmen des krankheitsbedingt zu Erwartenden) ausreichend wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">genommen wurde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ob allenfalls krankheitsbedingte Gründe (oder unbeachtliche psychosoziale Belas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungsfaktoren infolge familiärer Belastungssituationen durch den Sohn) bei den Therapieabbrüchen (mit)beteiligt waren und von welcher Arbeitsfähigkeit bei opti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">maler Durchführung der Therapien – soweit krankheitsbedingt und angebots</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seitig möglich – prognostisch auszugehen gewesen wäre, kann gestützt auf die vorliegenden Akten nicht beurteilt werden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Sache ist daher an die IV-Stelle zurück zu weisen, damit diese Abklärungen hinsichtlich allfälliger krankheitsbedingter Einschränkungen bei der Durchfüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung von Therapien, hinsichtlich des Angebots von zwölfwöchigen stationären Aufenthalten sowie hinsichtlich der prognostischen Arbeitsfähigkeit nach Durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führung der zumutbaren Therapien vornimmt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei Aufhebung einer rentenaufhebenden Verfügung und Rückweisung der Sache zu weiteren Abklärungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beziehungsweise</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> neuer Verfügung dauert der Entzug der aufschiebenden Wirkung nach konstanter Rechtsprechung auch während des erneuten Verwaltungsverfahrens an (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 129 V 370</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Im Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">recht ist bei leistungsaufhebenden Verfügungen der Entzug der aufschiebenden Wirkung die Regel (Art. 66 IVG in Verbindung mit Art. 97 AHVG). Muss ein kantonales Gericht über einen solchen Entzug urteilen, hat es seinen Entscheid wenigstens summarisch zu begründen (Urteil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des Bundesgerichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 8C_507/2013 vom 2. Dezember 2013 E. 2 und 3), wobei unter Umständen der Verweis auf die Verwaltungsverfügung ausreicht (Urteil </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8C_276/2007 vom 20. November 2007 E. 3.3 und 3.4; vgl. zum Ganzen auch Urteil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 8C_136/2017 vom 7. August 2017 E. 7.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8C_582/2017 vom 22.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> März 201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 6.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auch wenn die IV-Stelle die Rente ohne medizinische Grundlage zufolge einer Mitwirkungspflichtverletzung vollständig aufhob, drängt sich die Wiederherstel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung der aufschiebenden Wirkung für die Dauer der Rückweisung angesichts der vorhandenen Hinweise auf eine mangelhafte Erfüllung der Schadenminde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflicht nicht auf.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass allfällige Sanktionen nach Art. 21 Abs. 4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ATSG nur so lange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> greifen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, als zwischen Verhaltensweise und Schaden ein Kausalzusammenhang besteht, weshalb in jenem Zeitpunkt, in welchem die ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherte Person die Weigerung, eine angeordnete Massnahme durchzuführen auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gibt, für die Zukunft zu prüfen ist, ob auf die Kürzung beziehungsweise Verweigerung der Leistung zurückzukommen ist (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vorstehend E. 1.3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ob und inwiefern schliesslich gestützt auf das Medas-Gutachten vom 14. Januar 2014 mit der darin attestierten 50%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit (vorstehend E. 3.1.1) die Voraussetzungen für eine Rentenrevision gemäss Art. 17 ATSG erfüllt sind, ist nicht Gegenstand dieses Verfahrens, zumal die IV-Stelle die Rente aufgrund einer Mitwirkungspflichtverletzung gestützt auf Art. 7b Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 21 Abs. 4 ATSG kürzte (Urk. 2). Zudem erscheint fraglich, ob für die Beantwortung der für eine Rentenrevision relevanten Fragen auf das zwischenzeitlich mehr als vier Jahre zurückliegende Gutachten, das ausserdem vor der neuen Rechtsprechung von BGE 143 V 409 und 418 erstellt wurde, und welches weder in Kenntnis der Eingliederungsmassnahmen noch der gescheiterten Therapiebemühungen erstellt wurde, abgestellt werden kann. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.1</span><span> </span><span id="VV081"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ne Prozessentschädigung hat </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und die Gerichtskosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG), auf Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- festzusetzen und dem Ausgang des Verfahrens ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechend der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin ist zu verpflichten, dem obsiegenden Beschwerdeführer eine angemessene Prozessentschädigung auszurichten. Diese bemisst sich nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert (§ 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Eine Honorarnote wurde nicht eingereicht.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Die Entschädigung gemäss § 7 Absatz 2 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht (GebV SVGer) kann vom Gericht festgesetzt werden. Beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) sowie unter Berücksichtigung der Bedeu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses rechtfertigt sich vorliegend die Zusprache einer Prozessentschädigung von Fr. 2’</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 28. August 2017 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese im Sinne der Erwägungen verfahre und neu verfüge.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text4"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem unentgeltlichen Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Jürg Leimbacher, Bülach, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">eine Prozessentschädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 2’200</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Jürg Leimbacher</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannGrieder-Martens</p><p></p></div> </div></body></html>