Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 9. Dezember 2015 (715 14 227 / 322) ____________________________________________________________________ Arbeitslosenversicherung Einstellung in der Anspruchsberechtigung mangels belegbaren Nachweises von Ar- beitsbemühungen. Weil der Versicherte bereits in der Vergangenheit rechtskräftig wegen fehlenden Arbeitsbemühungen in der Anspruchsberechtigung eingestellt worden ist, kommt er nicht in den Genuss der von der Vorinstanz anerkannten Praxis, wonach aus- nahmsweise und unter einmaliger Abweichung der Regeln zur Beweislosigkeit der Sachverhaltsdarstellung des Versicherten zu folgen gewesen wäre. Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Gerichtsschreiber Stephan Paukner Parteien A.____, Beschwerdeführer gegen KIGA Baselland , Postfach , 4133 Pratteln 1 , Beschwerdegegnerin Betreff Einstellung in der Anspruchsberechtigung A. A.____ meldete sich am 31. Juli 2013 zur Arbeits vermittlung und per 1. August 2013 zum Bezug von Leistungen der Arbeitslosenversicherung a n. Am 1. August 2013 wurde die Rah- menfrist zum Leistungsbezug eröffnet. Nachdem bis a m 16. Juni 2014 kein Nachweis über die persönlichen Arbeitsbemühungen des Versicherten für die Kontrollperiode Mai 2014 eingetrof- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht fen war, stellte das zuständige Regionale Arbeitsvermit tlungszentrum (RAV) den Versicherten mit Verfügung vom 16. Juni 2014 wegen fehlenden Arbeitsbemühungen für die Dauer von zehn Tagen in der Anspruchsberechtigung ein. Eine dagegen erhobene Einsprache wies das KIGA Baselland mit Entscheid vom 18. Juli 2014 ab. B. Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 1 4. August 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsge- richt), und beantragte dessen Aufhebung. Zur Begründu ng machte er zusammenfassend gel- tend, dass er wie jeden Monat bereits zuvor am 28. Mai 2014 einerseits den Fragebogen betref- fend die Angaben der versicherten Person an die öffent liche Arbeitslosenkasse und anderer- seits seine entsprechenden Arbeitsbemühungen für den Monat Mai 2014 an das zuständige RAV gesandt habe. Weshalb der Nachweis seiner Arbeitsbe mühungen nicht beim RAV einge- troffen sei, entziehe sich seiner Kenntnis. Er habe diese Postsendung jedenfalls zusammen mit den Angaben zu seiner Person mit demselben Gang zur Post am 28. Mai 2014 in den Briefkas- ten der Schweizerischen Post in B.____ eingeworfen. Au sserdem sei zu berücksichtigen, dass er seine arbeitslosenversicherungsrechtlichen Obliegenhei ten stets erfüllt und die Nachweise seiner persönlichen Arbeitsbemühungen immer zeitgerecht dem RAV eingereicht habe. C. Das KIGA schloss mit Vernehmlassung vom 29. September 2 014 auf Abweisung der Be- schwerde. Zur Begründung machte es im Wesentlichen gelt end, dass das Formular betreffend die Angaben der versicherten Person für den Kontrollmo nat Mai 2014 bereits am 28. Mai 2014 bei der zuständigen Arbeitslosenkasse eingegangen sei. Di e Darstellung des Beschwerdefüh- rers, beide fraglichen Formulare am 28. Mai 2014 geme insam der Post übergeben zu haben, könne daher nicht zutreffen. Entgegen der von ihm vert retenen Auffassung habe der Be- schwerdeführer seine arbeitslosenversicherungsrechtlichen O bliegenheiten in der Vergangen- heit nicht immer korrekt befolgt. Bereits mit Verfügun g des RAV vom 15. Oktober 2013 sei er wegen fehlenden Arbeitsbemühungen in der Kontrollper iode September 2013 rechtskräftig in der Anspruchsberechtigung eingestellt worden. D. Mit Eingabe vom 10. November 2014 reichte das KIGA auf Veranlassung des Gerichts das Formular betreffend die Angaben des Versicherten f ür den Monat Mai 2014 sowie die Ver- fügung des RAV vom 15. Oktober 2013 ein. Da die Verf ügung des RAV vom 15. Oktober 2013 der Aktenlage zufolge nur wenige Tage nach einem guthe issenden Einspracheentscheid des KIGA vom 10. Oktober 2013 ergangen war, mit welchem ei ne weitere Verfügung des RAV vom 25. September 2013 betreffend die Einstellung in der Anspruchsberechtigung für sieben Tage wegen fehlenden Arbeitsbemühungen in der Kontrollpe riode August 2013 allerdings aufgeho- ben worden war, räumte das Kantonsgericht dem Versicherten am 6. Januar 2015 eine erneute Frist zur Stellungnahme ein. E. Mit Stellungnahme vom 12. Januar 2015 hielt der Beschwerdeführer im Wesentlichen fest, dass ihm die Verfügung des RAV vom 15. Oktober 2013 gänzl ich unbekannt sei. Unabhängig davon gehe aus seiner Einsprache vom 26. September 20 13 zweifelsfrei hervor, dass er seine Arbeitsbemühungen im September 2013 pflichtgemäss erfüllt und termingerecht mitgeteilt habe. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht Dies sei allerdings auf dem Formular für Oktober 2013 g eschehen, weil er kein Formular für September 2013 erhalten habe. F. Mit Stellungnahme vom 6. März 2015 hielt das KIGA f est, dass die Verfügung des RAV vom 25. September 2013 mit Einspracheentscheid vom 10. O ktober 2013 aufgehoben worden sei. Mit Verfügung vom 15. Oktober 2013 sei der Beschwerd eführer jedoch wegen fehlenden Arbeitsbemühungen für die Kontrollperiode September 2013 erneut in der Anspruchsberechti- gung eingestellt worden. Entgegen der von ihm vertrete nen Auffassung sei ihm diese Verfü- gung am 17. Oktober 2013 zugestellt worden und in der Folge unangefochten in Rechtskraft erwachsen. Was die nunmehr strittige Einreichung der Ar beitsbemühungen für die Kontrollperi- ode Mai 2014 betreffe, habe der Beschwerdeführer die Folgen der Beweislosigkeit selbst zu tragen. Die Praxis des KIGA, in konkreten Einzelfällen a usnahmsweise und unter einmaliger Abweichung der Regeln zur Beweislosigkeit der Sachverh altsdarstellung der versicherten Per- son höheres Gewicht beizumessen, könne vorliegend nicht z ur Anwendung gelangen, weil der Beschwerdeführer wegen fehlenden Arbeitsbemühungen bereits im September 2013 in der An- spruchsberechtigung eingestellt worden sei. Da die für Mai 2014 verspätet einreichten Arbeits- bemühungen ebenfalls nicht mehr berücksichtigt werden k önnten, sei die nunmehr strittige Ein- stellung in der Anspruchsberechtigung zu Recht erfolgt . An der Abweisung der Beschwerde werde deshalb festgehalten. G. Mit Stellungnahme vom 15. März 2015 reichte der Besc hwerdeführer drei als Rektifikate bezeichnete Formulare für die Monate August, Septembe r und Oktober 2013 betreffend Anga- ben der versicherten Person ein. Zusammenfassend hielt er dazu fest, dass er in den zur De- batte stehenden Monaten seinen Arbeitsbemühungen pflichtgemäss nachgekommen sei. H. Auf Veranlassung des Gerichts reichte das KIGA mit Ein gabe vom 17. März 2015 seinen Einspracheentscheid vom 10. Oktober 2013 samt Begleitschreiben und Zustellnachweis ein. I. Nachdem das Kantonsgericht in der Folge die vollstän digen Akten des RAV beigezogen hatte, reichte der Beschwerdeführer mit Stellungnahme vom 25. März 2015 drei Formulare mit Nachweisen seiner persönlichen Arbeitsbemühungen für August und Oktober 2013 ein. Daraus gehe hervor, dass er in den zur Debatte stehenden Monaten allen Arbeitsbemühungen nachge- kommen sei. Für September 2013 habe er allerdings kein entsprechendes Formular erhalten, sondern fälschlicherweise zwei Formulare für Oktober 201 3. Das erste Formular für Oktober 2013 habe er mit den erforderlichen Arbeitsbemühunge n für September 2013, das zweite For- mular mit jenen für Oktober 2013 ausgefüllt. Im Übri gen treffe es wohl zu, dass er die Verfü- gung des RAV vom 15. Oktober 2013, verlegt, fälschlicherw eise weggeworfen oder allenfalls einfach verdrängt habe. Das KIGA hielt in seiner Stellungnahme vom 25. März 201 5 fest, dass der Versicherte erstmals mit Verfügung vom 25. September 2013 wegen fehlender Arbeitsbemühungen im August 2013 in der Anspruchsberechtigung eingestellt worden sei. D iese Verfügung sei mit Einspracheent- scheid vom 10. Oktober 2013 aufgehoben worden. Am 15. Oktober 2013 habe das RAV jedoch erneut eine Einstellung im Umfang von sieben Tagen für den Monat September 2013 verfügt. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht Diese zweite Verfügung sei in Rechtskraft erwachsen. Auf dem Formular mit den Arbeitsbemü- hungsnachweisen, welches am 26. September 2013 bei de r Arbeitslosenkasse bzw. am 27. September 2013 beim RAV eingegangen sei, seien i nsgesamt vier Arbeitsbemühungen vermerkt worden. Diese seien aber alle am 2. August 2013 getätigt worden und könnten des- halb nicht dem Monat September 2013 zugeordnet werden. J. In seiner Stellungnahme 31. März 2015 reichte der Be schwerdeführer ein drittes Formular seiner persönlichen Arbeitsbemühungen für den Monat Okt ober 2013 sowie weitere Belege betreffend seine im September 2013 getätigten Arbeit sbemühungen ein. Dabei hielt er im We- sentlichen an seinen bereits dargelegten Standpunkten f est. Das KIGA verzichtete mit Eingabe vom 1. April 2015 auf eine ergänzende Stellungnahme. Auf die übrigen Vorbringen der Parteien ist – soweit notwendig – in den nachfolgenden Erwä- gungen einzugehen. Die Präsidentin zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die o bligatorische Arbeitslosenversi- cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Jun i 1982 in Verbindung mit den Art. 56 und 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeine n Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentschei de aus dem Bereich der Arbeits- losenversicherung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. Örtlich zuständig ist nach Art. 100 Abs. 3 AVIG in Verbindung mi t Art. 128 Abs. 1 sowie Art. 119 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 der Verordnung über die obl igatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 da s Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit des Ver fügungserlasses die Kontrollpflicht er- füllt. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Ve rfassungs- und Verwaltungsprozessord- nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kanton sgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versi- cherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Auf die beim sachli ch und örtlich zuständigen Gericht form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist demnach einzutreten. 1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierend e Person der Abteilung Sozial- versicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 10'000.-- durch Präsidialentscheid. Streitig und zu prüfen ist vor liegend, ob die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer zu Recht für die Dauer von zehn Tagen in der Anspruchsberechtigung ein- gestellt hat. Bei einer Einstellungsdauer im Umfang vo n zehn Tagen liegt der Streitwert jeden- falls unter Fr. 10‘000.—. Die Angelegenheit ist deshal b präsidial zu entscheiden. 2.1 Nach Art. 17 Abs. 1 AVIG muss der Versicherte, der Ve rsicherungsleistungen bean- spruchen will, mit Unterstützung des zuständigen Arbeitsam tes alles Zumutbare unternehmen, um eine Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Insbesondere ist er verpflichtet, Arbeit zu suchen, nötigenfalls auch ausserhalb seines bisherigen B erufes. Er muss die Bemühungen Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht nachweisen können. Bei der Beurteilung der Frage, ob sich eine versicherte Person genügend um zumutbare Arbeit bemüht hat, ist nicht nur die Quan tität, sondern auch die Qualität ihrer Bewerbungen von Bedeutung (BGE 112 V 217 E. 1b mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 2006, C 90/06, E. 1 mit Hinweisen). Gemä ss der Verwaltungspraxis werden in der Regel durchschnittlich zehn bis zwölf Bewerbungen pr o Monat verlangt, wobei stets auch die Umstände des Einzelfalles zu berücksichtigen sind (Urteil des Bundesgerichts vom 25. April 2005, C 10/05, E. 2.3.1). Dabei sind die persönlichen Umstände und Möglichkeiten der versi- cherten Person zu beachten wie Alter, Schul- und Beruf sausbildung sowie die Usanzen des für sie in Betracht fallenden Arbeitsmarktes (BGE 120 V 78 E . 4a). Die ungenügenden Arbeitsbe- mühungen müssen für die verlängerte Arbeitslosigkeit kau sal sein. Dies ist nicht der Fall, wenn die versicherte Person innert nützlicher Frist trotzdem ei ne neue Anstellung findet (J AQUELINE CHOPARD , Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung, Diss., Zürich 1998, S. 38). 2.2 Der Versicherte muss sich möglichst frühzeitig, spätest ens jedoch am ersten Tag, für den er Arbeitslosenentschädigung beansprucht, persönli ch bei seiner Wohngemeinde oder der vom Kanton bestimmten zuständigen Amtsstelle zur Arbeitsve rmittlung melden und von da an die Kontrollvorschriften des Bundesrates befolgen (Art. 17 Abs. 2 AVIG). Kommt er dieser Ver- pflichtung nicht nach, kann die zuständige Arbeitslosenkasse respektive die kantonale Amtsstel- le die Einstellung in der Anspruchsberechtigung verfüge n (Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG). Die Ein- stellung in der Anspruchsberechtigung bezweckt mithin ei ne angemessene Mitbeteiligung der versicherten Person an jenem Schaden, den sie durch ihr p flichtwidriges Verhalten der Arbeits- losenversicherung natürlich und adäquat kausal zugefügt hat (BGE 124 V 227 E. 2b; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 14. Juni 2011, 8C_271/2011, E. 2.2). Die Einstellung hat folglich die Funktion einer Haftungsbegrenzung der Versicherung für Schäden, welche die versicherte Person hätte vermeiden oder vermindern können. Als Verw altungssanktion ist sie vom Gesetz- mässigkeits-, Verhältnismässigkeits- und Verschuldensprinzip be herrscht (T HOMAS NUSSBAUMER , in: Koller/Müller/Rhinow/Zimmerli, Schweizerisches Bun desverwaltungsrecht, Soziale Sicherheit, Arbeitslosenversicherung, Basel/Genf/München 2007, S. 2423). 2.3 Die Verordnungsvorschrift von Art. 26 AVIV konkreti siert die im Gesetz vorgeschriebe- ne Verpflichtung gemäss Art. 17 Abs. 1 AVIG. Gemäss Art. 26 Abs. 1 AVIV muss sich die versi- cherte Person in der Regel in Form einer ordentlichen Bewerbung gezielt um Arbeit bemühen. Mit der Anmeldung zum Taggeldbezug muss sie gegenüber der zuständigen Amtsstelle ihre Bemühungen um Arbeit nachweisen (Art. 26 Abs. 2 AVIV) . Die versicherte Person hat diesen Nachweis spätestens am fünften Tag des folgenden Monats oder am ersten auf diesen Tag folgenden Werktag einzureichen. Lässt sie diese Frist un entschuldigt verstreichen, werden ihre Arbeitsbemühungen nicht mehr berücksichtigt (Art. 26 A bs. 2 Satz 2 AVIV). Diese Fiktion stellt eine unwiderlegbare Vermutung dar, dass die versicherte Person keine Arbeitsbemühungen getätigt hat. Hintergrund der in Art. 26 Abs. 2 AVIV statuierten Fiktion bildet der Umstand, dass die Verwaltung in die Lage versetzt werden soll, die g etätigten Arbeitsbemühungen jeweils pro monatliche Kontrollperiode (vgl. Art. 26 Abs. 3 AVIV) sach- und fristgerecht zu überprüfen und allfällige Einstellungstage möglichst ohne Verzug pro einzelne Kontrollperiode in Abzug zu brin- gen. Die hierfür massgebende Einreichungsfrist bis spä testens am fünften Tag des Folgemo- nats dient mithin einem raschen und förderlichen Vollz ug des Arbeitslosenversicherungsrechts Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht (THOMAS NUSSBAUMER , a.a.O., Rz. 700; Urteil des Bundesgerichts 8C_183/20 08, vom 27. Juni 2008, E. 3 a.E.). 3.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verw altungsgerichtsbeschwerde- verfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und Gerichte von Amtes wegen für die richtige und vollständ ige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 125 V 195 E. 2; 122 V 158 E. 1a). Dies bedeutet, dass in Bezug auf den rechtserheblichen Sachverhalt Abklärungen vorzun ehmen sind, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten erg ebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 8. Juni 2009 , 8C_106/2009, E. 1 mit weiteren Verweisen). Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juni 2009, 8C_412/2009, E. 1). Zu beachten ist, dass der Un tersuchungsgrundsatz die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig ausschl iesst. Im Sozialversicherungspro- zess tragen die Parteien in der Regel eine Beweislast nu r insoweit, als im Falle der Beweislo- sigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei auszufal len hat, die aus dem unbewiesen ge- bliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese B eweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der z umindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen). 3.2 Das Kantonsgericht besitzt in Sozialversicherungssachen die vollständige Überprü- fungsbefugnis und ist in der Beweiswürdigung frei (§ 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 ATSG; Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfüg ende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht darf eine Tatsache erst und nur dann als bewies en annehmen, wenn sie von ihrem Be- stehen überzeugt sind (MAX KUMMER , Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. Auflage, Bern 1978, S. 135). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seine n Entscheid nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (H ANS -ULRICH STAUFFER , Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslo- senversicherung und Insolvenzentschädigung, Zürich 1998, S . 77). Die blosse Möglichkeit ei- nes bestimmten Sachverhaltes genügt diesen Beweisanforderungen nicht. Es ist vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die das Gericht von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b, 125 V 195 E. 2, 121 V 47 E. 2a, 121 V 208 E. 6b). 4.1 Strittig ist, ob und wann der Versicherte seine Ar beitsbemühungen für den Monat Mai 2014 dem RAV eingereicht hat. In diesem Zusammenhang ist festzustellen, dass sich das frag- liche Formular weder in den Akten der Vorinstanz noch in den vom Gericht beigezogenen Akten des RAV befindet. Dieses Formular scheint deshalb entwed er beim RAV verloren gegangen, auf dem postalischen Weg zum RAV untergegangen oder nie eingereicht worden zu sein. Nach der Rechtsprechung obliegt der Beweis der Tatsache sowi e des Zeitpunktes der Zustellung einer Verfügung der Verwaltung. Umgekehrt hat die ve rsicherte Person den Nachweis für die Einreichung der von ihr behaupteten Zustellung zu leist en (BGE 103 V 65 E. 2a; ZAK 1987 S. 50 E. 3). Im Falle der Beweislosigkeit hat der Ent scheid zuungunsten jener Partei auszufal- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht len, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 111 V 201, 107 V 164 E. 3a; ZAK 1987 S. 50 E. 3). Wird die Tat sache der Zustellung einer nicht einge- schriebenen Postsendung bestritten, muss daher im Zweifel jeweils auf die Darstellung des Empfängers abgestellt werden (BGE 103 V 66 E. 2a; ZAK 1992 S. 370 E. 3a). Wählt der Ab- sender den Versand mit gewöhnlicher Post, so kann er au f postalischem Wege den Nachweis nicht erbringen, dass und wann ihre Sendung dem Adressa ten ordnungsgemäss zugestellt worden ist. In diesem Falle obliegt es ihm, die Zustell ung mit anderen Mitteln zu beweisen bzw. mindestens glaubhaft zu machen (vgl. oben, Erwägung 3.1 hiervor). 4.2 Der Beschwerdeführer stellt sich im Wesentlichen auf den Standpunkt, das fragliche Formular mit dem Nachweis seiner Arbeitsbemühungen für Mai 2014 zusammen mit den Anga- ben zu seiner Person am 28. Mai 2014 in den Briefkaste n der Schweizerischen Post in B.____ eingeworfen zu haben. Diese Auffassung kann jedoch ni cht zutreffen, weil die beiden Postsen- dungen den jeweiligen Adressaten mit A-Post frühestens am 29. Mai 2014 hätten zugestellt werden können. Nach Lage der Akten ist das Formular mi t den Angaben des Versicherten je- doch bereits am 28. Mai 2014 bei der Verwaltung ein gegangen (vgl. a.a.O., Eingangsstempel vom 28. Mai 2014). In den Akten sind zudem keine Anhaltspunkte vorhanden, wonach das strit- tige Formular mit den Arbeitsbemühungen für Mai 201 4 dem RAV spätestens am 5. Juni 2014 eingereicht respektive überhaupt zugestellt worden wäre. Die entsprechende Beweislosigkeit ist dem Gesagten zufolge vom Versicherten zu tragen (vgl. o ben, Erwägung 4.1 hiervor). Die un- bewiesen gebliebene Zustellung des fraglichen Formula rs und mithin die Verletzung der ent- sprechenden Kontrollvorschrift führt dazu, dass die entsp rechenden Arbeitsbemühungen des Versicherten für Mai 2014 nicht berücksichtigt werden könn en. Daran ändert auch nichts, dass sich der Versicherte im Mai 2014 an insgesamt fünf Schule n beworben hat (vgl. Beilage 1 bis 5 zum Schreiben des Versicherten zu Handen der Arbeitslose nkasse vom 21. Juni 2014). Wie eingangs erwähnt, soll die Verwaltung mit der in Art. 26 Abs. 2 AVIV statuierten Fiktion in die Lage versetzt werden, die getätigten Arbeitsbemühungen pro monatliche Kontrollperiode (vgl. Art. 26 Abs. 3 AVIV) jeweils ohne Verzug sach- und fristgerecht zu überprüfen. Der Be- schwerdeführer ist gemäss der in Art. 26 Abs. 2 Satz 2 AV IV geregelten Fiktion deshalb so zu behandeln, wie wenn er im Mai 2014 keine Arbeitsbemüh ungen getätigt hätte (vgl. oben, Erwä- gung 2.3 hiervor). 4.3 An diesem Zwischenergebnis vermag auch die bisherige Versichertenbiographie nichts zu ändern. Hinsichtlich der in diesem Zusammenhang zwischen den Parteien aufgeworfenen Frage, ob der Beschwerdeführer bereits in der Vergang enheit seine arbeitslosenversicherungs- rechtlichen Obliegenheiten verletzt hat, ist festzustelle n, dass er mit Verfügung des RAV vom 15. Oktober 2013 für die Kontrollperiode September 2013 wegen fehlender Arbeitsbemühungen in der Anspruchsberechtigung eingestellt worden ist (vgl. a. a. O., Beilage 2 zur Eingabe des KIGA vom 10. November 2014). Nachdem die Einstellungsve rfügung betreffend zuvor noch August 2013 mit Einspracheentscheid vom 10. Oktober 2013 aufgehoben worden war, ist die nachfolgende Verfügung vom 15. Oktober 2013 unangefo chten in Rechtskraft erwachsen. Wenn der Beschwerdeführer in seiner Stellungnahme vom 12. Januar 2015 festhält, dass ihm diese Verfügung gänzlich unbekannt sei, ist festzuhalten, dass sie ihm am 17. Oktober 2013 zustellt worden ist (vgl. Zustellnachweis BMZ der Schweiz erischen Post vom 15. Januar 2015). Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht Ob er diese Verfügung schliesslich – den eigenen Aussagen zufolge – nicht doch verlegt oder entsorgt hat (vgl. Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 25. März 2015), spielt für die Be- urteilung der vorliegenden Streitsache keine Rolle: O b der Versicherte im September 2013 sei- ne Arbeitsbemühungen pflichtgemäss erfüllt und diese Ar beitsbemühungen dem RAV gemäss eigener Darstellung auf dem Formular für den Kontrol lmonat Oktober 2013 statt September 2013 mitgeteilt hat, kann angesichts der rechtskräftige n Verfügung vom 15. Oktober 2015 letzt- lich dahingestellt bleiben. Diese ist infolge des Eintritts der formellen Rechtskraft verbindlich und kann durch das Gericht grundsätzlich nicht mehr überprüft werden. 4.4 Der Vollständigkeit wegen ist allerdings festzustelle n, dass aus den vom Beschwerde- führer eingereichten Formularen gerade nicht darauf geschlossen werden kann, dass er seine Arbeitsbemühungen für September 2013 auch tatsächlich eingereicht hat. Der Beschwerdefüh- rer stellt sich auf den Standpunkt, für September 2013 kein Formular erhalten und die entspre- chenden Nachweise für September 2013 deshalb auf einem zweiten Formular für Oktober 2013 eingereicht zu haben. Seiner Auffassung ist entgegen zu halten, dass das fragliche Formular, welches den Eingangsstempeln zufolge am 26. September 20 13 beim KIGA bzw. am 27. Sep- tember 2013 beim RAV eingegangen war (vgl. Beilage 2 zur Eingabe des Beschwerdeführers vom 25. März 2015), lediglich Arbeitsbemühungen enthä lt, deren Bewerbungen bereits am 2. August 2013 getätigt worden sind. Diese Arbeitsbemühungen beziehen sich demnach gerade nicht auf die Kontrollperiode September 2013. Die ei nzigen Bewerbungen, welche im Septem- ber 2013 getätigt worden sind, befinden sich auf einem weiteren Formular betreffend die per- sönlichen Arbeitsbemühungen für Oktober 2013, welches d er Beschwerdeführer erst im Rah- men des vorstehenden Beschwerdeverfahrens eingereicht ha t (vgl. Beilage 2 der Eingabe des Beschwerdeführers vom 31. März 2015). Dieses Formular e nthält vier am 30. September 2013 getätigte Bewerbungen. Es ist vom Versicherten jedoch w eder unterzeichnet noch datiert wor- den. Auch trägt es keinen Eingangsstempel des KIGA oder des RAV. Es ist deshalb mit über- wiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass diese Arbeitsbemühungen für Septem- ber 2013 offenbar aus Versehen nicht eingereicht worde n sind. Den Akten zufolge existieren jedenfalls keine Belege oder allfällige weitere Hinwe ise, welche das Gegenteil vermuten lies- sen. Ist deshalb davon auszugehen, dass der Versicherte sei ne vier im September 2013 getä- tigten Arbeitsbemühungen nicht eingereicht hat, erw eist sich die Verfügung des RAV vom 15. Oktober 2013 als rechtmässig. Der Versicherte kann desh alb auch nicht in den Genuss der vom KIGA anerkannten Praxis kommen (vgl. Stellungnahme d es KIGA vom 6. März 2015), wo- nach ausnahmsweise und unter einmaliger Abweichung d er Regeln zur Beweislosig- keit (vgl. oben, Erwägung 4.1 f.) der Sachverhaltsdar stellung des Versicherten zu folgen gewe- sen wäre. Da er auch seine Arbeitsbemühungen für Mai 2014 nicht fristgerecht eingereicht hat, ist er im Gegenteil so zu behandeln, wie wenn er in di eser Kontrollperiode ebenfalls keine Ar- beitsbemühungen getätigt hat (vgl. oben, Erwägung 4.2 hiervor). 4.5 Als weiteres Zwischenergebnis resultiert, dass die Arb eitsbemühungen des Versicherten für die nunmehr strittige Kontrollperiode Mai 2014 n icht berücksichtigt werden können. Ein ent- schuldbarer Grund vermag der Beschwerdeführer den Akten zufolge nicht vorzubringen. Die fragliche Bestimmung von Art. 26 Abs. 2 AVIV sowie di e gestützt darauf verfügte Einstellung in der Anspruchsberechtigung erweist sich daher als rechtmässig. Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.1 Es bleibt die Dauer der verfügten Einstellung zu prüfen. Diese bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens (vgl. Art. 30 Abs. 3 Satz 3 AVIG). Sie beträgt 1 bis 15 Tage bei leich- tem, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem und 31 bis 60 Ta ge bei schwerem Verschulden (vgl. Art. 45 Abs. 2 AVIV). Innerhalb dieses Rahmens fä llt die Arbeitslosenkasse ihren Ent- scheid nach pflichtgemässem Ermessen. Nach § 57 lit. c VPO hat die sozialversicherungsrecht- liche Abteilung des Kantonsgerichts bzw. deren präsidiere nde Person bei Präsidialentscheiden die angefochtene Verfügung auch auf deren Angemessenh eit zu überprüfen. Sie greift jedoch bei der Beurteilung der durch die Vorinstanz angeordneten Einstellungsdauer praxisgemäss nur mit Zurückhaltung in deren Ermessensspielraum ein (ARV 2000 Nr. 8 S. 42 E. 2c). Bei der Fest- legung der Dauer in der Anspruchsberechtigung besteht f ür die anwendenden Behörden ein relativ grosser Ermessensspielraum. Bei der Beurteilung dieses Ermessens im Einzelfall ist der vom SECO als Aufsichtsbehörde der Durchführungsorgane de r ALV im Schreiben AVIG-Praxis ALE vom Januar 2015 (vgl. Randziffer D72) herausgegeben e Einstellraster zu berücksichtigen, welcher die Gewährung einer möglichst einheitlichen Rec htsanwendung in den Kantonen zum Ziel hat (THOMAS NUSSBAUMER , a.a.O., Rz 856). Der Raster entbindet die Durchführu ngsstellen der ALV aber nicht von einer konkreten Einzelfallprüfun g, sondern verpflichtet diese vielmehr dazu, von den Angaben des Rasters dann abzuweichen, wenn besondere Umstände vorliegen. Die Einstellung ist jeweils für jeden Monat mit fehlen den Arbeitsbemühungen vorzunehmen (THOMAS NUSSBAUMER , a.a.O., Rz 838). Das massgebende Einstellraster sieht für eine erstma- lige, fehlende Bemühung um Arbeit während einer Kon trollperiode eine Einstellung in der An- spruchsberechtigung von 5 bis 9 Tagen vor. Erneut fehlende Arbeitsbemühungen sind im Um- fang von zehn bis 19 Einstellungstagen zu sanktionieren. 5.2 Die Vorinstanz stufte das Verschulden des Beschwerdefüh rers als leicht ein und bestä- tigte die vom RAV ursprünglich verfügte Einstelldaue r von zehn Tagen. Es ist nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer diese Einstellung in der Anspru chsberechtigung unter Berücksichti- gung der von ihm vorgebrachten Argumentation nur schwer verstehen kann. Dass er nur fahr- lässig gehandelt hat, findet indes insofern Berücksichtigung, dass das KIGA mit zehn Tagen die Einstellungsdauer im untersten Bereich des vom SECO vorg egebenen Rasters (10-19 Tage) bestätigt hat. Daran vermögen die Vorbringen des Beschw erdeführers nichts zu ändern. Ge- mäss Rechtsfolge der in Art. 26 Abs. 2 AVIV statuierten Fiktion ist er so zu behandeln, als hätte er keine Arbeitsbemühungen nachgewiesen (vgl. oben, E rwägungen 4.2 und 4.4 hiervor). Nachdem der Versicherte nach Lage der Akten bereits für die Kontrollperiode September 2013 keine Arbeitsbemühungen eingereicht hatte (vgl. oben, Erwägung 4.4 hiervor), muss in Bezug auf die strittige Kontrollperiode Mai 2014 von wiede rholt fehlenden Arbeitsbemühungen ausge- gangen werden. Es ist an dieser Stelle daran zu erinne rn, dass die Verwaltung in die Lage ver- setzt werden soll, die getätigten Arbeitsbemühungen monatlich jeweils möglichst rasch überprü- fen zu können (vgl. Art. 26 Abs. 3 AVIV). Eine solche Übe rprüfung setzt deshalb stets voraus, dass die Arbeitsbemühungen fristgerecht eingereicht wer den. Da im Übrigen keine speziellen Umstände ersichtlich sind, die ein Abweichen vom erwähnte n Einstellraster des SECO erfor- dern würden, erweist sich die ursprünglich vom RAV am 16. Juni 2014 verfügte Einstellung in der Anspruchsberechtigung im Umfang von zehn Tagen als angemessen. Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.3 Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass der Be schwerdeführer für den Kontrollmonat Mai 2014 zum zweiten Mal keine Arbeitsb emühungen im Sinne von Art. 17 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 26 Abs. 1 AVIV erbracht hat und folglich seiner Schadensminde- rungspflicht erneut nicht nachgekommen ist. Der angefo chtene Einspracheentscheid vom 18. Juli 2014 ist unter diesen Umständen zu bestätigen u nd die dagegen gerichtete Beschwer- de abzuweisen. 6. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor d em kantonalen Gericht für die Par- teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorlie gende Verfahren keine Kosten zu er- heben. Die ausserordentlichen Kosten sind bei dem nicht anwaltlich vertretenen Beschwerde- führer wettzuschlagen. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.