B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-2364/2013 U r t e i l v o m 9 . S e p t e m b e r 2 0 1 4 Besetzung Richterin Muriel Beck Kadima (Vorsitz), Richter Fulvio Haefeli, Richter Walter Stöckli, Gerichtsschreiberin Alexandra Püntener. Parteien A._______, Iran, vertreten durch lic. iur. Dominik Löhrer, Zürcher Beratungs- stelle für Asylsuchende (ZBA), (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 25. März 2013 / N (…). E-2364/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a Der Beschwerdeführer – ein aus Delijan, Zentralprovinz Arak, sta m- mender iranischer Staatsangehöriger – verliess seinen Heimatstaat eig e- nen Angaben zufolge am 27. Oktober 2009 und ge langte über die Türkei, Griechenland und weitere Länder am 16. November 2009 in die Schweiz, wo er am gleichen Tag um Asyl nachsuchte. Am 23. November 2009 wur- de er im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) Kreuzlingen befragt. A.b Das BFM trat mit Verfügung v om 27. April 2010 auf sein Asylgesuch gemäss dem damals in Kraft stehenden Art. 34 Abs. 2 lit. d AsylG [SR 142.31] nicht ein und wies den Beschwerdeführer nach Griechenland zu- rück (Dublin -Verfahren). Dieser reichte dagegen mit Eingabe vom 30. April 2010 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde ein. A.c Angesichts des am 21. Januar 2011 ergangenen Urteils des Europä i- schen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) zu Überstellungen von Asylsuchenden nach Griechenland im Rahmen des Dublin -Verfahrens (M.S.S. gegen Belgien und Griechenland vom 21. Januar 2011, 30696/09) und der darauffolgenden Medienmitteilung des BFM vom 26. Januar 2011, wonach es seine diesbezügliche Praxis anpassen we r- de, lud das Bundesverwaltungsgericht das BFM mit Verfügung vom 3. Februar 2011 zu einer (erneuten) Vernehmlassung ein. Daraufhin hob das BFM seinen Entscheid vom 27. April 2010 mit Verfügung vom 14. Februar 2011 auf und leitete ein nationales Asylverfahren ein. Das Bundesverwaltungsgericht schrieb daraufhin das Beschwerdeverfahren gegen die vorinstanzliche Verfügung vom 27. April 2010 infolge Gegen- standslosigkeit ab (Abschreibungsentscheid E-3084/2010 vom 23. Feb- ruar 2011). B. Am 26. Februar 2013 führte das BFM eine einlässliche Anhörung des Be- schwerdeführers durch. Dabei machte dieser im Wesentlichen geltend, er habe zwei Monate vor seiner Ausreise seine Freundin kennengelernt, welche Christin sei. Er habe sie daraufhin drei- bis viermal in die Kirche begleitet. Bei einem dieser Besuche habe am Ende der Messe die Glocke geklingelt und er habe über eine Überwachungskamera erkennen kö n- nen, dass Polizisten vor der Tür der Kirche gewesen seien. Er sei in di e- sem Moment davon ausgegangen, dass diese wegen ihm als einzigem Nichtchrist zur Kirche gekommen seien. Deshalb sei er durch ein Fenster E-2364/2013 Seite 3 und einen Hintereingang der Kirche geflohen. Er habe seiner Mutter tel e- foniert, welche ihm erklärt habe, dass die Polizei zu Hause nach ihm g e- sucht habe. Daraufhin sei er zu seiner Grossmutter nach Delijan gefa h- ren. Später sei erneut n ach ihm gesucht und sein Zwillingsbruder festg e- nommen worden. Auch sein Vater sei dreimal von der Polizei mitgeno m- men und befragt worden. Zudem habe sich herausgestellt, dass sich der Vater seiner Freundin beim iranischen Geheimdienst Ettelaat nach ihm erkundigt und dort ausgesagt habe, dass er konvertieren wolle und schlecht über Muslime und den Islam gesprochen habe. Eine Woche nach dem Ereignis in der Kirche habe der Beschwerdeführer auf Rat se i- nes Onkels sein Auto verkauft und seine Ersparnisse auf der Bank abge- holt. Danach sei er ausgereist. Er sei zudem seit seiner Einreise in die Schweiz exilpolitisch aktiv und habe an zwei Kundgebungen in B._______ für die Religionsfreiheit im Iran teilgenommen. Für den Inhalt der weiteren Aussagen und Einzelheiten wird auf die Akten verwiesen. Der Beschwerdeführer reichte zur Untermauerung seiner Vorbringen eine Arbeitsbewilligung für seinen Laden in Delijan, eine Taufurkunde der (…) vom 15. Mai 2011, einen Arbeitsvertrag vom 31. Juli 2011 und drei Fotos von seiner Teilnahme an zwei Kundgebungen in B._______ zu den Akten. Zum Beleg seiner Identität reichte er seinen iranischen Identitätsausweis und seinen Militärausweis ein. C. Das BFM stellte mit Verfügung vom 25. März 2013, eröffnet am 27. März 2013, fest, der Beschw erdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. Gleichzeitig ordnete es seine Wegweisung aus der Schweiz an. Die Vorinstanz begründete ihre Verfügung im W e- sentlichen damit, dass die geltend gemachten Vorbringen weder den An- forderungen an die Glaubhaftigkeit noch denjenigen an die Flüchtlingse i- genschaft standhalten würden. Den Vollzug in den Iran befand die Vori n- stanz für zulässig, zumutbar und möglich. Auf die weitere Begründung wird in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. D. Mit Eingabe vom 26. April 2013 an das Bundesverwaltungsgericht bea n- tragte der Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Rückweisung an die Vorinstanz zwecks Neubeurteilung. Eventualiter sei festz ustellen, dass subjektive E-2364/2013 Seite 4 Nachfluchtgründe vorliegen würden, und es sei die Flüchtlingseigenschaft zu gewähren. Es sei die Unzulässigkeit des Vollzugs der Wegweisung festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen. In verfahren s- rechtlicher Hinsicht wu rde um Gewährung der unentgeltlichen Prozes s- führung und um Verzicht auf Erhebung eines Kostenvorschusses ersucht. Auf die Begründung wird, soweit wesentlich, in den nachfolgenden Erw ä- gungen eingegangen. Gleichzeitig wurden ein Unterstützungsschreiben mit Unterschriften von Mitgliedern der (…), ein Schreiben von C._______ vom 19. April 2013 sowie ein Zwischenzeugnis des Arbeitgebers des Be- schwerdeführers vom 20. April 2013 eingereicht. E. Mit Zwischenverfügung vom 2. Mai 2013 wies die zuständige Instruktions- richterin die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um Befreiung von der Kostenvorschusspflicht wegen Aussichtslosi g- keit der Beschwerdebegehren ab und forderte den Beschwerdeführer auf, bis zum 17. Mai 2013 einen Kostenvorschusses von Fr. 600.– zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen, wobei bei Nichtbezahlung des Koste n- vorschusses innert der angesetzten Frist auf die Beschwerde nicht einge- treten werde. Der Kostenvorschuss wurde am 14. Mai 2013 fristgerecht geleistet. F. Mit Schreiben v om 26. Mai 2013 reichte C._______ im Auftrag des B e- schwerdeführers folgende Artikel und Berichte als Beweismittel ein: – Bericht "Christians in Parliament APPG Report" vom 5. Juli 2012, – Artikel "Armenische Apostolische Kirche", – Artikel "Christentum im Iran" (aus Wikipedia), – Bericht des IGFM-Symposium "Menschenrechte im Iran", – idea-Bericht "Iran geht verstärkt gegen Christen vor" vom 29. Januar 2013, – Artikel der Frankfurter Allgemeine "Die Glaubensdiebe". Zudem wurde eine Bestätigung der Eltern des B eschwerdeführers in Aussicht gestellt. G. Mit Schreiben vom 4. Juni 2013 wies die Instruktionsrichterin C._______darauf hin, dass die Vollmacht des bevollmächtigten Recht s-E-2364/2013 Seite 5 vertreters nicht widerrufen worden sei, weshalb die Korrespondenz des Gerichts weiterhin an denselben gerichtet werde. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht B e- schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine V orinstanz des Bun- desverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen e i- nes Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerd e- führende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 1.3 Die Beschwerde ist frist - und formgerecht eingereicht. Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ( Art. 105 und 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserh eblichen Sachverhalts gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf einen Schriften- wechsel verzichtet. E-2364/2013 Seite 6 4. 4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grun d- sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die G e- fährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für g e- geben hält. Unglaubhaft sind i nsbesondere Vorbringen, die in wesentl i- chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ve r- fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 4.3 Grundsätzlich sind die Vorbringen eines Gesuchstellers dann glau b- haft, wenn sie genügend substanziiert, in sich schlüssig und plausibel sind; sie dürfen sich nicht in vagen Schilderungen erschöpfen, in wesen t- lichen Punkten nicht widersprüchlich sein oder der inneren Logik entbe h- ren und auch nicht den Tatsachen oder der allgemeinen Erfahrung wide r- sprechen. Darüber hinaus muss der Gesuchsteller persönlich glaubwü r- dig erscheinen, was insbesondere dann nicht der Fall ist, wenn er seine Vorbringen auf gefälschte oder verfälschte Bewe ismittel abstützt, aber auch dann, wenn er wichtige Tatsachen unterdrückt oder bewusst falsch darstellt, im Laufe des Verfahrens Vorbringen auswechselt, steigert oder unbegründet nachschiebt, mangelndes Interesse am Verfahren zeigt oder die nötige Mitwirkung verweigert. Glaubhaftmachung bedeutet ferner – im Gegensatz zum strikten Beweis – ein reduziertes Beweismass und lässt durchaus Raum für gewisse Einwände und Zweifel an den Vorbringen des Beschwerdeführers. Entscheidend ist, ob die Gründe, die für die Richtigkeit der Sachverhaltsdarstellung des Gesuchstellers sprechen, überwiegen oder nicht. Dabei ist auf eine objektivierte Sichtweise abzu - stellen (Art. 7 AsylG; vgl. BVGE 2010/57 S. 826 ff., m.w.H.). E-2364/2013 Seite 7 5. 5.1 Das Bundesamt begründete seinen ablehnenden Entscheid im W e- sentlichen damit, die Schilderungen des Beschwerdeführers, wonach er vom iranischen Geheimdienst verfolgt worden sei, wiesen in wesentlichen Punkten mehrere Ungereimtheiten und Widersprüche auf. So habe er vorgebracht, die Polizisten hätten ihn gesucht, als er und seine Freundin in einer hausähnlichen Kirche gewesen seien, um zu heiraten; später h a- be er jedoch angegeben, er sei damals in der Kirche gewesen, um seine Religion zu wechseln, um in der f olgenden Woche heiraten zu können. Bei der Bundesanhörung habe er hingegen geltend gemacht, er habe damals mit seiner Freundin und deren Eltern an einer Messe in der Lo g- ha-Kirche in Isfahan teilgenommen. Weiter habe er die Anzahl Personen, die vor der Türe gestanden hätten und die er über die Überwachungsk a- mera der Kirche gesehen habe, widersprüchlich dargestellt; einmal seien es drei Beamte gewesen, bei der Bundesanhörung habe er zwei Polizi s- ten des Geheimdienstes erkannt. Schliesslich habe der Beschwerdefü h- rer die Umstände seiner Flucht unterschiedlich geschildert, indem er bei der Erstbefragung angegeben habe, nach seiner Flucht aus der Kirche seine Mutter angerufen zu haben, bei der vertieften Anhörung jedoch a n- gegeben habe, durch ein Fenster im hinteren Teil der Kirche geflohen und zu einer anderen Strasse gerannt zu sein, als ihn seine Mutter angerufen habe. Aus diesen Gründen könne nicht geglaubt werden, dass er den Iran wegen der Verfolgung aus religiösen Gründen verlassen habe. I m Weite- ren hielt die Vorinstanz fest, eine Gefährdung von Konvertiten im Iran sei möglich, wenn der Konvertit innerhalb der neuen Glaubensgemeinschaft eine exponierte Stellung inne habe, insbesondere wenn die Konversion im Iran erfolgt sei. Der Beschwerdef ührer habe jedoch nicht glaubhaft machen können, dass er sich im Iran dem Christentum zugewandt habe und deswegen verfolgt worden sei. Er sei im Iran weder zum Christentum konvertiert noch habe er dort missionarische Tätigkeiten ausgeübt. Alleine der Übert ritt ins Christentum in der Schweiz führe gemäss Praxis der Asylbehörden nicht zu einer individuellen staatlichen Verfolgung. Die blosse christliche Glaubensausübung begründe für sich alleine keine asylrelevanten Massnahmen seitens des Staates. Daher seien die B e- fürchtungen des Beschwerdeführers , wegen seiner Konversion in der Schweiz bei einer Rückkehr in den Iran verfolgt zu werden, unbegründet. Im Weiteren würden die in der Schweiz ausgeübten exilpolitischen Aktiv i- täten des Beschwerdeführers wie die blos se Teilnahme an Kundgebu n- gen keine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr in den Iran b e- gründen. Die geltend gemachten subjektiven Nachfluchtgründe seien d a- her nicht geeignet, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen. E-2364/2013 Seite 8 5.2 Der Beschwerdeführer hält dazu in seiner Rechtsmitteleingabe fest , obwohl er den Ausführungen in der angefochtenen Verfügung, wonach seine Vorbringen nicht geglaubt werden könnten, nicht beipflichten könne, gehe er in seiner Beschwerde nur vom Sachverhalt aus, welcher von der Vorinstanz nicht bestritten worden sei, nämlich, dass seine Konversion erst nach der Ausreise in die Schweiz stattgefunden habe. Die Vorinstanz habe sich – entgegen der im Urteil D-3357/2006 vom 9. Juli 2009 monier- ten Einzelfallprüfung – nicht näher mit seinen Vorbringen auseinanderge- setzt und damit das rechtliche Gehör verletzt. Das erwähnte Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-3357/2006, das sich im Wesentlichen auf das Themenpapier der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH) "Christen und Christinnen im Iran" vom 18 . Oktober 2005 stütze, sei vor über vier Jahren gefällt worden. Zudem sei es im Iran seit der Amtseinsetzung von Präsident Ahmadinejad in verstärktem Mass zu Verfolgungshandlungen durch den iranischen Staat gekommen. Im Weiteren habe das Bunde s- verwaltungsgericht in seinem Urteil E -6679/2009 flüchtlingsrelevante Fol- gen im Falle einer Konversion in der Schweiz bejaht und die Flüchtlings- eigenschaft anerkannt. Der Beschwerdeführer habe sich aus innerer Überzeugung vom Islam abgewandt und zum Christentum konvert iert. Er nehme an wöchentlichen Anlässen der (…) teil, wo beispielsweise Bibe l- texte und Glaubensfragen diskutiert würden. Sein Glaubensbekenntnis würde nicht nur als Apostasie im engeren Sinn (Islamabtrünnigkeit) , son- dern darüber hinaus mit erheblicher Wahrscheinlichkeit als missionarisch, regierungsfeindlich und staatsuntergrabend eingestuft. Daher seien su b- jektive Nachfluchtgründe gegeben und der Beschwerdeführer in der Schweiz als Flüchtling anzuerkennen. In einem Schreiben von C._______ vom 26. Mai 2013 wird zudem ausge- führt, die Vorinstanz gehe von einem falschen Verständnis der religiösen, sozialen und politischen Situation im Iran im Jahre 2009 aus. Gleichzeitig werden verschiedene Berichte zur Situation der Christen sowie derjen i- gen von Konvertiten, u.a. von Übergriffen auf solche im Iran eingereicht. Im Übrigen habe der Beschwerdeführer bereits im Iran konvertieren wo l- len. 6. 6.1 Das Bundesverwaltungsgericht gelangt nach Prüfung der Akten zum Schluss, dass das Asylgesuch des Beschwerdeführers zu Recht abg e- wiesen worden ist. Die Vorinstanz hat den Sachverhalt genügend abg e- klärt und in ihrem Entscheid die Gründe angeführt, welche auf die fehle n- de Glaubhaftigkeit und die fehlende Asylrelevanz der Vorbringen des B e-E-2364/2013 Seite 9 schwerdeführers schliessen lassen. Dieser vermochte den festgestellten Ungereimtheiten nichts entgegenzuhalten und verzichtete vielmehr in seiner Beschwerde ausdrücklich auf eine Auseinandersetzung mit de n- selben. Dabei ging er von demjenigen Sachverhalt aus, der von der Vo r- instanz nicht bestritten worden war, nämlich der geltend gemachten Ko n- version in der Schweiz . Zwar wendete er im späteren Verlaufe des B e- schwerdeverfahrens ein, die Vorinstanz sei von einem falschen Verständ- nis der religiösen, kirchlichen, sozialen und politischen Situation im Ira n im Jahre 2009 ausgegangen. So sei er nie in eine Kirche nach schweize- rischem Verständnis, sondern in eine sogenannte Hauskirche oder einen geheimen Hauskreis gegangen. Mit diesen Einwänden vermag er jedoch den in der angefochtenen Verfügung festgestellte n Ungereimtheiten und Widersprüchen – namentlich zu den Umständen seiner Besuche in der Kirche seiner Freundin, zur Anzahl Personen, die vor der Kirchentür g e- standen hätten sowie zu den Umständen seiner Flucht – nichts Substan- zielles entgegenzusetzen. 6.2 Insgesamt ist es dem Beschwerdeführer somit nicht gelungen, Vor- fluchtgründe wegen Zuwendung zum christlichen Glauben im Iran glaub- haft zu machen. Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Beschwe r- deführer im Zeitpunkt seiner Ausreise aus dem Heimatland die Flücht- lingseigenschaft nicht erfüllt hat. 7. 7.1 Im Weiteren sind die geltend gemachten subjektiven Nachfluchtgrü n- de zu prüfen. Einerseits machte der Beschwerdeführer geltend, in der Schweiz zum Christentum konvertiert und getauft worden zu sein, womit er das Vorliegen subjektiver Nachfluchtgründe im Sinne von Art. 54 AsylG behauptet. Zudem wies er darauf hin, an zwei Kundgebungen in B._______ teilgenommen zu haben. 7.2 Subjektive Nachfluchtgründe begründen zwar die Flüchtlingseigen - schaft im Sinn von Art. 3 AsylG, f ühren jedoch nach Art. 54 AsylG zum Asylausschluss. Personen, welche subjektive Nachfluchtgründe nachwe i- sen oder glaubhaft machen können, werden hingegen als Flüchtlinge vor- läufig aufgenommen (vgl. BVGE 2009/28 E. 7.1 m.w.H.). 7.3 Die am 1. Februar 2014 in Kra ft getretene Bestimmung von Art. 3 Abs. 4 AsylG hält zwar zunächst fest, dass Personen, die Gründe geltend machen, die wegen ihres Verhaltens nach der Ausreise entstanden sind und weder Ausdruck noch Fortsetzung einer bereits im Heimat- oder Her-E-2364/2013 Seite 10 kunftsstaat bestehenden Überzeugung oder Ausrichtung sind, nicht (mehr) Flüchtlinge sind; diese einschränkende Feststellung wurde vom Gesetzgeber allerdings durch den ausdrücklichen Hinweis auf den Vo r- behalt der Geltung des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Recht s- stellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) wieder relativiert (Art. 3 Abs. 4 in fine AsylG). 7.4 Eine Person, die subjektive Nachfluchtgründe geltend macht, hat b e- gründeten Anlass zur Furcht vor künftiger Verfolgung, wenn der Heimat - oder Herkunftsstaat mit er heblicher Wahrscheinlichkeit von den Aktivit ä- ten im Ausland erfahren hat und die Person deshalb bei einer Rückkehr in flüchtlingsrechtlich relevanter Weise im Sinne von Art. 3 AsylG verfolgt würde (vgl. BVGE 2009/29 E. 5.1 S. 376 f., BVGE 2009/28 E. 7.1 S. 352; EMARK 2006 Nr. 1 E. 6.1). Die Anforderungen an den Nachweis einer begründeten Furcht bleiben dabei grundsätzlich massgeblich (Art. 3 und 7 AsylG). Wesentlich ist, ob die heimatlichen Behörden das Verhalten des Asylsuchenden als staatsfeindlich einst ufen und dieser deswegen bei e i- ner Rückkehr eine Verfolgung im Sinn von Art. 3 AsylG befürchten muss. 7.5 Hinsichtlich der geltend gemachten Konversion zum Christentum reichte der Beschwerdeführer einen Taufschein der (…) vom 15. Mai 2011 ein. Zudem wurden auf Beschwerdeebene ein Schreiben seines Taufp a- ten sowie zahlreiche Unterschriften von Mitgliedern der (…) eingereicht. Darin wird bestätigt, dass der Beschwerdeführer seit seiner Taufe in der Schweiz regelmässig am Gottesdienst der (…) (in persischer Sprache ) sowie am Gottesdienst und an den Anlässen der (…) teilnehme. Zudem besuche er wöchentlich die Kleingruppe dieser Gemeinde, in der man sich über Bibeltexte und Glaubensfragen austausche. Vorab ist entgegen der in der Beschwerdeschrift vertretenen Auffassung, wonach die Vorinstanz die Vorbringen des Beschwerdeführers im Z u- sammenhang mit seiner Konversion keiner einzelfallgerechten Prüfung unterzogen habe, festzustellen, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung sehr wohl eine solche vorgeno mmen hat. Dabei hat sie unter Hinweis auf die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts fest- gehalten, der Beschwerdeführer habe im Iran weder zum Christentum konvertiert resp. eine Konversion nicht glaubhaft gemacht , noch habe er dort missionarische Tät igkeiten ausgeübt, weshalb seine Befürchtungen , wegen seiner Konversion in der Schweiz bei einer Rückkehr in den Iran verfolgt zu werden, unbegründet seien. Damit hat sie den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör gewahrt. E-2364/2013 Seite 11 Was die geltend gem achte Konversion des Beschwerdeführers in der Schweiz betrifft, gelangt das Gericht zum Schluss , dass bei einer christli- chen Glaubensausübung von iranischen Asylsuchenden im Ausland g e- mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts die christliche Überzeugung der betreffenden Personen im Einzelfall, soweit möglich, einer näheren Überprüfung zu unterziehen ist (vgl. hierzu und zum Folgenden insb e- sondere BVGE 2009/28 E. 7.3.4 und E. 7.3.5). Eine christliche Gla u- bensausübung vermag gegebenenfalls dann flüchtlingsrechtlich relevante Massnahmen aus zulösen, wenn sie in der Schweiz aktiv und sichtbar nach aussen praktiziert wird und im Einzelfall davon ausgegangen we r- den muss, dass das heimatliche Umfeld von einer solchen aktiven, alle n- falls gar missionierende Züge anneh menden Glaubensausübung erfährt. Sollten nämlich nahe Familienangehörige fanatische Muslime sein, kann der Übertritt zum Christentum zu nachhaltiger Denunzierung bei iran i- schen Sicherheitsdiensten führen. Zudem kann der Übertritt zum Chri s- tentum immer auch als "Hochverrat, Staatsverrat, Abfall von der eigenen Sippe und dem eigenen Stamm" gesehen werden. Bei Konversionen im Ausland muss daher bei der Prüfung im Einzelfall neben der Glaubhafti g- keit der Konversion auch das Ausmass der öffentlichen Bekanntheit für die betroffene Person in Betracht gezogen werden (vgl. beispielsweise Entscheide E-5454/2013 vom 25. Februar 2014 E. 6.3; E -6369/2013 vom 26. März 2014 E. 5.2.5, E-904/2012 vom 22. Mai 2014 E. 7.5). 7.6 Der Beschwerdeführer vermochte, wie hievor ausgeführt, nicht glaub- haft zu machen, sich bereits im Iran dem Christentum zugewandt zu h a- ben. Indem auf Beschwerdeebene geltend gemacht wird, er habe sich am 15. Mai 2011 in der Schweiz taufen lassen und besuche seither rege l- mässig Gottesdienste und Anlässe der (…) und der (…), wobei er auch in sozialen Netzwerken seine religiöse Einstellung kundtue, erscheint zwar seine Konversion als glaubhaft, reicht jedoch nicht aus, um als aktive und nach aussen sichtbar praktizierte Glaubensausübung im skizzierten Sin- ne zu erscheinen, und es ist insbesondere nicht ersichtlich, dass dies im Iran bekannt geworden wäre. Auch kann den Akten nicht entnommen werden, dass er sich, wie in seiner Beschwerdeeingabe behauptet, gegen den Islam auf lehne. Dies kann auch den im vo rinstanzlichen Verfahren eingereichten Fotos von zwei Kundgebungen in B._______, wo für die Religionsfreiheit demonstriert worden sei und an denen er teilgenommen habe, nicht entnommen werden. Insgesamt kann somit nicht davon au s- gegangen werden, der Beschw erdeführer habe aufgrund seiner christl i- chen Religionszugehörigkeit im Heimatland begründete Furcht vor Verfol- gung. E-2364/2013 Seite 12 7.7 Aufgrund des Gesagten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer keine subjektiven Nachfluchtgründe glaubhaft machten konnte . Das BFM hat somit insgesamt zu Recht das Vorliegen von Vor- und Nachfluchtgründen verneint, und die Anträge auf Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft und Asylerteilung zu Recht abgewiesen. 8. 8.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegw eisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 AsylG). 8.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer so l- chen. Die Wegw eisung wurde demnach zu Recht angeordnet ( Art. 44 AsylG; vgl. BVGE 2013/37 E 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 9. 9.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]). Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu bewe i- sen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfa lls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 9.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflicht ungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land g e- zwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche E-2364/2013 Seite 13 oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 9.3 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend dar- auf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non -Refoulement nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche G e- fährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den Iran ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Au s- schaffung in den Iran dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausge- setzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Me n- schenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste der B eschwerdeführer eine konkrete Gefahr (« real risk ») nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR Saadi gegen Italien 28. Februar 2008, Grosse Kammer 37201/06, §§ 124–127 m.w.H.). Auch die allgemeine Menschenrechtssituation im Iran lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als u n- zulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl - als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 9.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie i m Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind . Wird eine konkrete G e- fährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren. 9.5 Im Iran herrscht keine Situation allgemeiner Gewalt. Aufgrund der A k- ten besteht kein Grund zur Annahme, der Beschwerdeführer gerate im Falle einer Rückkehr in den Iran aus individuellen Gründen wirtschaftl i- cher, sozialer oder gesundheitlicher Natur in eine existenzbedrohende Si-E-2364/2013 Seite 14 tuation, die den Vollzug der Wegweisung unzumutbar machen würde. Er verfügt über eine gute Schulbildung sow ie mehrjährige Berufserfahrung als (…) mit eigenem Geschäft. Es ist nicht in Abrede zu stellen, dass der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr in seinen Heimatstaat aufgrund der nahezu fünfjährigen Landesabwesenheit mit Anfangsschwierigkeiten kon- frontiert sein könnte. Indessen leben seine Eltern, zwei Brüder sowie zahlreiche weitere Verwandte in Delijan, Isfahan und Teheran (vgl. Akten A1 S. 4 und A47 S. 13). Es ist somit davon auszugehen, dass er im Iran über ein familiäres Beziehungsnetz verfügt, auf das er zurückgreifen kann und das ihm mindestens anfänglich beim Neuaufbau einer Existenz Hilfe bieten kann. 9.6 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar. 9.7 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständ i- gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Voll zug der Wegw eisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), zumal er über Origina l- identitätspapiere verfügt. 9.8 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AuG). 10. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). Die Beschwerde i st abzuweisen. 11. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerde- führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insg esamt Fr. 600.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Der am 14. Mai 2013 in der gleichen Höhe geleistete Kostenvorschuss ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden. (Dispositiv nächste Seite) E-2364/2013 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von F r. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Der in gleicher Höhe einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezah- lung der Verfahrenskosten verwendet. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale Migrationsbehörde. Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Muriel Beck Kadima Alexandra Püntener Versand: