A bteilung V E -6455/2006 gyk/bec {T 0/2} U rteil vom 16. Juli 2007 M itw irkung: R ichter G ysi, Lang, Badoud G erichtsschreiber Berger S._______, geboren _______, dessen Ehefrau Z. _______, geboren _______, und de- ren Kinder A ._______, geboren _______, B ._______, geboren _______, C ._______, _______ und D ._______, geboren _______, Afghanistan, vertreten durch _______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 15. A pril 2003 i.S. A syl / N _______ D as B undesverw altungsgericht stellt fest: B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 A. D ie Beschw erdeführer, aus Kabul stam m ende Angehörige der tadschikischen Eth- nie m it letztem W ohnsitz in M azar-e Sharif, verliessen Afghanistan nach eigenen Angaben am 14. D ezem ber 2000 und gelangten über Pakistan auf dem Luftw eg via D ubai und R om am 28. D ezem ber 2000 in die Schw eiz, w o sie tagsdarauf in der Em pfangsstelle Basel um Asyl nachsuchten. Am 3. Januar 2001 w urden sie dort zu den Ausreisegründen befragt. Am 13. Juni 2001 w urden sie durch die zu- ständige kantonale Behörde zu den Asylgründen angehört. Zur Begründung seines Asylgesuches m achte der Beschw erdeführer im W esentli- chen geltend, nach dem Sturz der afghanischen R egierung und der faktischen M achtübernahm e durch die Taliban im Jahre 1996 habe er w ie auch w eitere Ar- beitskollegen als _______ eine Festnahm e durch die Taliban befürchtet, deshalb Kabul verlassen und sich m it seiner Fam ilie in M azar-e Sharif niedergelassen. D ort habe er m it elektronischer U nterhaltung, unter anderem m it Video- und M usikkas- setten gehandelt. N achdem die Taliban ihren M achteinfluss auf M azar-e Sharif ausdehnen konnten, habe der Laden geschlossen w erden m üssen und er habe seinen H andel heim lich fortgeführt. Er habe auch einer intellektuellen G ruppe an- gehört, die unter anderem Propaganda gegen die Taliban geführt habe, w obei sei- ne Aufgabe im Verteilen von Flugblättern und der Führung von kritischen G esprä- chen etw a m it N achbarn bestanden habe. Am 12. D ezem ber 2000 habe eine Tali- banpatrouille auf einem seiner Kunden Videokassetten und talibanfeindliche Kari- katuren gefunden. W ährend des Verhörs durch die Taliban habe der Kunde die H erkunft des M aterials unter Folter gestanden, w orauf die Taliban sein W ohnhaus durchsucht und Kassetten, einige Flugblätter, die Zeitung einer Frauenorganisati- on, seine Pistole und Beförderungsschreiben sow ie Auszeichnungen _______ ge- funden hätten. D a er und seine Fam ilie zum Zeitpunkt der H ausdurchsuchung nicht anw esend gew esen seien, hätten die Taliban den ebenfalls in diesem H aus w ohnhaften Schw ager seiner Tante festgenom m en. Im W eiteren m achte der Beschw erdeführer geltend, ein von ihm und seinen Poli- zeikollegen im Jahre 1995 überführter Krim ineller, der nach der M achtübernahm e der Taliban von diesen aus dem G efängnis entlassen w orden sei, habe ihm R ache geschw oren. D ie Beschw erdeführerin begründete ihr Asylgesuch im W esentlichen m it dem vom Beschw erdeführer vorgebrachten Sachverhalt und strich hervor, aufgrund der R e- pressionen der Taliban gegenüber den Frauen allgem ein habe sie keine R echte gehabt und auch die Zukunft ihrer Töchter sei dam it ungew iss gew esen. B. Zur Stützung seiner Vorbringen reichte der Beschw erdeführer einen D ienstausw eis zu den Akten. C . D as BFM stellte m it Verfügung vom 15. April 2003 fest, die Beschw erdeführer er- füllten die Flüchtlingseigenschaft nicht und lehnte ihre Asylgesuche ab. G leichzei- tig verfügte es die W egw eisung der Beschw erdeführer aus der Schw eiz und ordne- te den W egw eisungsvollzug an. D . M it Beschw erde vom 15. M ai 2003 an die Schw eizerische Asylrekurskom m ission 3 (AR K) beantragten die Beschw erdeführer durch ihre R echtsvertretung die Aufhe- bung der angefochtenen Verfügung, die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und die G ew ährung von Asyl. Eventualiter seien in Feststellung der U nzulässigkeit und U nzum utbarkeit der W egw eisung die Ziffern 4 und 5 der Verfügung aufzuhe- ben und die Vorinstanz anzuw eisen, die Beschw erdeführer vorläufig aufzunehm en. In prozessualer H insicht w urde die unentgeltliche R echtspflege, insbesondere der Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses, und die Beiordnung der R echtsvertreterin der Beschw erdeführer als am tliche R echtsvertreterin beantragt. E. M it Zw ischenverfügung der AR K vom 22. M ai 2003 w urden die G esuche um G e- w ährung der unentgeltlichen R echtspflege und unentgeltlichen Verbeiständung gutgeheissen und den Beschw erdeführern ihre R echtsvertreterin als am tliche An- w ältin beigeordnet. F. Im R ahm en des Vernehm lassungsverfahrens zog die Vorinstanz m it Verfügung vom 20. August 2003 ihren Entscheid vom 15. April 2003 teilw eise in W iedererw ä- gung und nahm die Beschw erdeführer aufgrund der U nzum tbarkeit des W egw ei- sungsvollzuges vorläufig in der Schw eiz auf. G . D ie Beschw erdeführer w urden m it Schreiben der AR K vom 10. Septem ber 2003 angefragt, ob sie bei dieser Sachlage an der Beschw erde festhalten oder ob sie diese zurückziehen w ollen, w obei die Beschw erdeführer auf die Einschätzung der geringen Erfolgsaussichten der Beschw erde im Asylpunkt hingew iesen w urden. M it Schreiben vom 11. Septem ber 2003 hielten die Beschw erdeführer an der Be- schw erde im Asylpunkt fest und bekräftigten diesen Standpunkt m it Schreiben vom 11. Juli 2005. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfü- gungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Ver- w altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Be- hörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in die- sem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsge- setzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, am 1. Januar 2007 die Beurteilung der bei der ehem aligen AR K hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw erdeführer sind 4 legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist einzutreten. 3. 3.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem H eim atstaat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnten, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zugehörigkeit zu einer be- stim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gelten nam entlich die G efährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträgli- chen psychischen D ruck bew irken. D en frauenspezifischen Fluchtgründen ist R echnung zu tragen (Art. 3 AsylG ). 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum in- dest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vor- handensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeb- lich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). 4. 4.1 D ie Vorinstanz führte in ihrem Entscheid im W esentlichen aus, die Beschw erde- führer hätten ausschliesslich G ründe geltend gem acht, w elche in direktem Zusam - m enhang m it der H errschaft der Taliban in Afghanistan stünden. D ie Furcht vor ei- ner asylrechtlich relevanten Verfolgung durch die Taliban sei zum heutigen Zeit- punkt nicht m ehr begründet, zum al die Taliban ihre M acht durch die m ilitärische In- tervention der U SA und ihrer Verbündeten verloren hätten. Für die Bestim m ung der Flüchtlingseigenschaft sei der Zeitpunkt des Asylentscheides m assgebend. 4.2 In der Beschw erde w urde bezüglich der Frage der Asylrelevanz im W esentlichen vorgebracht, als _______ sei der Beschw erdeführer _______ öffentlich bekannt gew esen. In dieser Funktion unter der kom m unistischen R egierung sei er selbst- verständlich auch M itglied der kom m unistischen Partei gew esen. Solche Personen seien nach ihrer R ückkehr besonders in G efahr, O pfer von G ew alttaten zu w erden und eine Schutzbereitschaft der am tierenden R egierung sei w ohl unw ahrschein- lich. D er Beschw erdeführer m üsse som it auch aktuell konkret dam it rechnen, auf- grund seiner früheren Tätigkeit nach seiner R ückkehr politisch verfolgt und m iss- handelt zu w erden und keinen staatlichen Schutz zu erhalten. D er Beschw erdefüh- rer erfülle som it im Sinne objektiver N achfluchtgründe die Flüchtlingseigenschaft. Eine innerstaatliche Fluchtalternative bestehe nicht. 5. 5.1 Für die Beurteilung der Flüchtlingseigenschaft ist die Situation im Zeitpunkt des Asylentscheides m assgebend. D abei ist einerseits die Frage nach der im Zeitpunkt der Ausreise aktuell vorhandenen Furcht zu stellen und anderseits zu prüfen, ob die Furcht vor einer absehbaren Verfolgung (noch) begründet ist. Veränderungen der objektiven Situation im H eim atstaat zw ischen Ausreise und Asylentscheid sind zugunsten und zulasten des Beschw erdeführers zu berücksichtigen (vgl. die w ei-5 terhin geltende Praxis der ehem aligen AR K in Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission / EM AR K 2000 N r. 2 E. 8b und 1994 N r. 24 E. 8a). M assgebend für den Asylentscheid ist dem nach die Situation im ge- genw ärtigen Zeitpunkt. D azu ist festzustellen, dass eine aufgrund der früheren Tä- tigkeiten des Beschw erdeführers allenfalls durch die Taliban befürchtete Verfol- gung im heutigen Zeitpunkt nicht m ehr als begründet erscheint (vgl. EM AR K 2006 N r. 9, 2003 N r. 30 und 2003 N r. 10). Im Zusam m enhang m it der allgem einen Lage in Afghanistan ist auf das in EM AR K 2003 N r. 10 publizierte U rteil zu verw eisen, in w elchem festgehalten w ird, dass die Taliban ihre quasi-staatliche H errschaft nach der internationalen m ilitärischen Intervention vom O ktober 2001 verloren haben und erlittener oder befürchteter Verfolgung durch die Taliban daher grundsätzlich keine asylrechtliche R elevanz m ehr zukom m t. Som it erscheint die vom Beschw er- deführer geltend gem achte Furcht vor Verfolgung durch die Taliban aufgrund der veränderten Lage nicht m ehr gegeben, sodass die Flüchtlinseigenschaft im heuti- gen Zeitpunkt diesbezüglich in Ü bereinstim m ung m it der Vorinstanz zu verneinen ist. 5.2 Zu prüfen ist zudem , ob dem Beschw erdeführer aufgrund seiner früheren Tätigkeit in Afghanistan trotzdem noch asylrechtlich relevante Verfolgung durch andere U r- heber drohen könnte. Für ehem alige Kom m unisten kann bei einer R ückkehr in ihre H eim atregion eine G efahr bestehen, w enn sie aufgrund ihrer Stellung im kom m u- nistischen R egim e besonders exponiert w aren (insbesondere ehem als hochrangi- ge Funktionäre w ie M inister, D irektoren und G eneräle) und für Folterungen bezie- hungsw eise schw ere M enschenrechtsverletzungen verantw ortlich gem acht w er- den. R acheakte gegen solche Personen können sich auch auf Fam ilienm itglieder erstrecken. Im m erhin ist auch festzuhalten, dass es einzelne dieser hochrangigen Kom m unisten geschafft haben, einen Posten in der gegenw ärtigen R egierung zu erhalten, w eil sie in der Vergangenheit Verbindungen zu M ujaheddin aufgebaut ha- ben oder durch die Zugehörigkeit zu einem einflussreichen C lan von diesen ge- schützt w erden (vgl. EM AR K 2004 N r. 24). N eben den oben genannten hochrangigen M itgliedern des ehem aligen kom m unis- tischen R egim es können auch w eniger hochgestellte Funktionäre einer gew issen G efahr ausgesetzt sein. D ies insbesondere dann, w enn sie nicht zu einer ehem als einflussreichen C lique gehört haben und daher keinerlei Schutz geniessen. D er Beschw erdeführer m acht glaubhaft geltend, als _______ tätig gew esen zu sein. Bis ins Jahr 1996 w ar er als _______ in Kabul und U m gebung tätig. Som it konnte der Beschw erdeführer seine Stelle als _______ nach dem Sturz des kom - m unistischen R egim es durch die M ujaheddin im Jahr 1991 beibehalten. D ies w äre undenkbar gew esen, w enn seitens der neuen M achthaber ernstliche Bedenken ge- gen seine Person bestanden hätten. Es ist auch nicht davon auszugehen - und seinen Ausführungen sind auch keine entsprechenden H inw eise zu entnehm en -, dass er an _______ Vorkehren beteiligt w ar, die allenfalls m it M enschenrechtsver- letzungen verbunden w aren, oder dass er eine Position bekleidet hätte, aufgrund derer er m it ausreichender W ahrscheinlichkeit verdächtigt w ürde, Folterungen res- pektive schw ere M enschenrechtsverletzungen begangen zu haben. Som it dürfte er von O pfern des ehem aligen kom m unistischen R egim es auch nicht m it diesem identifiziert w erden. Vor diesem H intergrund ist nicht davon auszugehen, dass dem Beschw erdeführer heute in Afghanistan eine asylrechtlich relevante 6 G efährdung drohen könnte. D en Akten kann zudem nicht entnom m en w erden, dass er sich durch politische Aktivitäten zuungunsten seiner heutigen Situation persönlich exponiert hätte; dem zufolge w eist er kein Persönlichkeitsprofil auf, w elches auf eine m ögliche G efährdung durch staatliche Behörden in Afghanistan hindeuten w ürde (vgl. dazu auch EM AR K 2003 N r. 10 E. 8c S. 64). D ie Beschw erdeführer gehören der in Kabul vorherrschenden ethnischen G ruppe der Tadschiken an. D ie Sicherheitskräfte und zuständigen Behörden insbesondere in Kabul sind bestrebt, die Sicherheit ihrer Bevölkerung zu gew ährleisten. D em zu- folge erscheint die geltend gem achte Furcht des Beschw erdeführers vor privaten R acheakten des dam als _______ nicht als objektiv begründet. N ach dem G esagten ist die Furcht des Beschw erdeführers vor zukünftiger Verfol- gung in Afghanistan nicht als begründet zu qualifizieren. 5.3 Aufgrund dieser Ausführungen erübrigt es sich, auf die w eiteren Vorbringen und Bew eism ittel der Beschw erdeführer einzugehen. Zusam m enfassend folgt, dass die Beschw erdeführer keine G ründe nach Art. 3 AsylG nachw eisen oder glaubhaft m a- chen konnten. D ie Vorinstanz hat das Asylgesuch der Beschw erdeführer deshalb zu R echt abgelehnt. 6. 6.1 Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; da- bei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zu- m utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzli- chen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20]). 6.2 D ie Beschw erdeführer verfügen w eder über eine frem denpolizeiliche Aufenthalts- bew illigung noch haben sie Anspruch auf Erteilung einer solchen. D ie W egw eisung w urde dem nach zu R echt angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG ; vgl. EM AR K 2001 N r. 21). 6.3 D ie Vorinstanz ordnete m it Verfügung vom 20. August 2003 die vorläufige Aufnah- m e der Beschw erdeführer an. Som it erübrigen sich w eitere Ausführungen hinsicht- lich der D urchführbarkeit des W egw eisungsvollzugs. D ie angeordnete vorläufige Aufnahm e erw ächst m it vorliegendem U rteil in R echtskraft. 7. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig sow ie vollständig festgstellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D as Bundesam t hat zu R echt die Flüchtlingseigenschaft der Beschw erdeführer verneint, das Asylgesuch abgew ie- sen und die W egw eisung verfügt. Bezüglich dieser Punkte ist die vorinstanzliche Verfügung zu bestätigen und die Beschw erde abzuw eisen. Sow eit die Frage des W egw eisungsvollzugs betreffend ist die Beschw erde als gegenstandslos gew orden abzuschreiben (Art. 58 Vw VG ). 8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens w ären die reduzierten Kosten den Beschw er-7 deführern aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). Jedoch besteht aufgrund der Akten keine Veranlassung, auf die G utheissung des G esuches um unentgeltliche R echts- pflege zurückzukom m en, sodass keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind (Art. 65 Abs. 1 Vw VG ). 9. G estützt auf Art. 64 Abs. 1 und Art. 65 Abs. 2 Vw VG ist den Beschw erdeführern eine Parteientschädigung und der am tlich bestellten Anw ältin ein H onorar zu ent- richten, die die Vertretungskosten abzugelten haben. D ie Vertretungskosten sind unter Berücksichtigung der als angem essen zu bezeichnenden Kostennote der R echtsvertretung vom 15. M ai 2003 sow ie deren w eiterer Korrespondenz auf ins- gesam t Fr. 800.-- (inklusive Auslagen) festzusetzen. In Anw endung von Art. 15 i.V.m . Art. 5 des R eglem ents über die Kosten und Ent- schädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 (VG KE, SR 173.320.2) hat das BFM den Beschw erdeführern eine Parteientschädi- gung zu entrichten, sow eit das Beschw erdeverfahren, w ie vom BFM bew irkt, ge- genstandslos gew orden ist. D as BFM ist dem nach anzuw eisen, den Beschw erde- führern eine Parteientschädigung im Betrage von Fr. 400.-- (die H älfte der gesam - ten Vertretungskosten und Auslagen) auszurichten. Sow eit die Beschw erdeführer im Verfahren unterlegen sind, ist der am tlich bestell- ten Anw ältin vom Bundesverw altungsgericht ein Anw altshonorar auszurichten, das auf die H älfte der gesam ten Vertretungskosten und Auslagen, som it auf Fr. 400.--, festzulegen ist. D ispositiv nächste Seite D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht:8 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen, sow eit sie die Frage der Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft, der G ew ährung von Asyl und der W egw eisung als solche betrifft; sow eit die Frage des W egw eisungsvollzugs betreffend, w ird die Beschw er- de als gegenstandslos gew orden abgeschrieben. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 3. D as BFM w ird angew iesen, den Beschw erdeführern eine Parteientschädigung (inklusive Auslagen) in der H öhe von Fr. 400.-- auszurichten. 4. D as Bundesverw altungsgericht richtet der am tlich bestellten Anw ältin, _______, ein Anw altshonorar (inklusive Auslagen) von Fr. 400.-- aus. 5. D ieses U rteil geht an: - die R echtsvertretung der Beschw erdeführer, 2 Exem plare (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N _______) - Y. ________ D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: Kurt G ysi C hristoph Berger Versand am :