A bteilung IV D -6109/2006 sch/bah {T 0/2} U rteil vom 13. Juni 2007 M itw irkung: R ichter H ans Schürch, R ichter M arkus König, R ichterin N ina Spälti G iannakitsas G erichtsschreiber C hristoph Basler X._______, geboren _______, Ehefrau Y._______, geboren _______, sow ie Kinder V._______, geboren _______, und W ._______, geboren _______, M ongolei, vertreten durch Isabelle M üller, c/o C aritas Schw eiz, _______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 24. A ugust 2006 i.S. A syl und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest: A. D ie Beschw erdeführer verliessen die M ongolei eigenen Aussagen gem äss am 30. Juni 2006 und gelangten am 7. Juli 2006 in die Schw eiz, w o sie gleichentags um Asyl nachsuchten. Anlässlich der Em pfangszentrenbefragung, die am 26. Juli 2006 in _______ stattfand, m achte die Beschw erdeführerin geltend, sie habe seit dem Jahre 2004 bei einer Frau nam ens A._______ als D ienstm ädchen gearbeitet. N achdem sie diese Arbeitstätigkeit aufgrund ihrer zw eiten Schw angerschaft unterbrochen habe, habe sie diese am 10. M ai 2006 w ieder aufgenom m en. Ihre Arbeitgeberin habe ihr anvertraut, dass sie ein Verhältnis m it einem M inister nam ens B._______ gehabt habe, der sie verlassen habe. D er M inister sei zuständig für ein W aisenhaus gew esen, das er nachts als Bordell verw endet habe. Er habe auch M ädchen nach C hina verkauft. Ihre Arbeitgeberin sei w ütend auf den M inister gew esen und habe sich an ihm rächen w ollen. Sie habe ein M ädchen dazu gebracht, der Presse zu schildern, w as in diesem W aisenhaus tatsächlich geschehe. Als die Beschw erdeführerin am 5. Juni 2006 zur Arbeit gekom m en sei, habe sie die Polizei vorgefunden; m an habe ihr gesagt, ihre Arbeitgeberin sei tot, sie habe Selbstm ord begangen. M an habe sie zu ihrem Verhältnis zur Toten befragt. Sie habe der Polizei alles erzählt, w as sie gew usst habe. Sie habe auch gesagt, dass ihre Arbeitgeberin nach dem Erscheinen des Zeitungsartikels D rohanrufe von dem M inister nahe stehenden Personen erhalten habe. Ihre Arbeitgeberin habe ihr belastendes M aterial zur Aufbew ahrung gegeben. D ie Polizei habe sie m it auf den Posten genom m en. M an habe sie zum C hef des D istrikts _______ gebracht, dem ihre Aussagen schon vorgelegen hätten. D ort habe m an von ihr verlangt, dass sie der Polizei das belastende M aterial aushändige. N achdem sie der Polizei das M aterial übergeben habe, habe der Polizeichef das Aussageprotokoll zerrissen. Er habe gesagt, dass ihre Arbeitgeberin sich das Leben genom m en habe und dass es sehr kühn sei, den M inister zu beschuldigen, ohne im Besitz von Bew eisen zu sein. M an habe ihr gesagt, die Tote stehe in keiner Verbindung zum M inister und der Fall sei abgeschlossen. M an habe ihr geraten, nichts über diese Angelegenheit zu erzählen. Fünf Tage später habe jem and versucht, sie m it einem Auto anzufahren. Zw ei Tage danach sei sie von jem andem erw artet w orden, als sie nach H ause gekom m en sei. D iese Person habe sie zu w ürgen begonnen, w orauf sie geschrien habe. Ein N achbar habe die W ohnungstüre geöffnet und nachgesehen, da er ihren Schrei gehört habe; er habe eine Person flüchten sehen. Sie habe begriffen, dass diese Vorfälle im Zusam m enhang m it dem Tod ihrer Arbeitgeberin stünden. Am folgenden M orgen habe sie den Polizisten kontaktiert, der sie zuerst verhört habe. Sie habe ihn am gleichen Tag getroffen und er habe ihr gesagt, er w isse, dass sie in G efahr sei. Er habe ihr geraten, w egzugehen. Sie habe ihm gesagt, sie könne einen M onat lang zu ihrem M ann gehen, der ausserhalb der Stadt arbeite, w orauf er ihr gesagt habe, es w äre besser, w enn sie die M ongolei verlassen w ürde, da die Sache in einem M onat nicht ausgestanden sei. Am 14. Juni 2006 habe sie zusam m en m it ihren Kindern die Stadt verlassen. Ihr Ehem ann habe U rlaub genom m en und sie seien zusam m en w eggefahren. Von Arbeitskollegen ihres 3 M annes habe sie später erfahren, dass sie an dessen Arbeitsort von einigen Personen gesucht w orden sei. Zur Stützung ihrer Vorbringen legte die Beschw erdeführerin einen Zeitungsartikel ins R echt. D er Beschw erdeführer sagte aus, er habe keine eigenen Problem e gehabt. Seine Ehefrau habe ihn am 14. Juni 2006 in der G oldm ine, in der er gearbeitet habe, aufgesucht. Sie habe ihm erzählt, dass m an am 12. Juni 2006 versucht habe, sie zu strangulieren, und dass m an sie am 10. Juni 2006 m it einem Auto habe überfahren w ollen. Seit diesen Ereignissen sei seine Ehefrau verängstigt und könne nicht m ehr ruhig schlafen. D as BFM führte am 9. August 2006 im Em pfangszentrum _______ eine direkte Anhörung der Beschw erdeführer durch. D ie Beschw erdeführerin m achte im W esentlichen geltend, sie habe seit Septem ber 2004 für A._______ gearbeitet. Am 10. M ai 2006 habe sie ihre Arbeit nach einer Pause w egen ihrer Schw angerschaft w iederaufgenom m en. Sie habe bem erkt, dass es ihrer Arbeitgeberin nicht gut gegangen sei. D iese habe ihr von ihren Problem en erzählt. Sie habe gesagt, sie w olle sich am M inister, der sie verlassen habe, rächen. Sie habe über dessen M achenschaften Bescheid gew usst, da sie ebenfalls im W aisenhaus gearbeitet habe, bevor dieser M inister gew orden sei. Am 2. Juni 2006 habe sie ihr erzählt, dass sie ein M ädchen, w elches im W aisenhaus gew ohnt habe, habe überzeugen können, gegenüber der Presse auszusagen. D araufhin sei ihre Arbeitgeberin telefonisch bedroht w orden. Als die Beschw erdeführerin am 5. Juni 2006 zur Arbeit erschienen sei, habe sie die Polizei angetroffen, die ihr gesagt habe, dass ihre Arbeitgeberin tot sei. Sie habe gesehen, dass die gesam te W ohnung durcheinander gebracht w orden sei. Sie habe dem Polizisten B., der sie befragt habe, alles gesagt, w as sie gew usst habe. Sie habe ihm auch gesagt, dass die Arbeitgeberin ihr D okum ente über die m edizinischen U ntersuchungen der im W aisenhaus lebenden M ädchen übergeben habe. N achdem sie der Polizei diese D okum ente ausgehändigt habe, habe m an ihr Aussageprotokoll zerrissen und ihr gesagt, ihre Arbeitgeberin habe sich das Leben genom m en und der M inister habe m it der Sache nichts zu tun. M an habe ihr gedroht, m an w erde sie w egen Verleum dung belangen, falls sie den M inister w eiterhin diffam iere. N achdem sie am 10. Juni 2006 beinahe überfahren und am 12. Juni 2006 von einem U nbekannten gew ürgt w orden sei, habe sie begriffen, dass m an es auf sie abgesehen habe. D er Polizist B., den sie kontaktiert habe, habe ihr gesagt, sie sei in G efahr, sie solle die M ongolei verlassen. Sie sei direkt zu ihrer Schw iegerm utter gegangen, w ohin ihre M utter auch die Kinder gebracht habe. D er Beschw erdeführer bestätigte im W esentlichen die Aussagen seiner Ehefrau. Für den w eiteren Inhalt der Aussagen w ird auf die Akten verw iesen. B. M it Verfügung vom 24. August 2006 w ies das BFM die Asylgesuche der Beschw erdeführer ab, und verfügte die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie deren Vollzug. C . M it Eingabe an die Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) vom 25. Septem ber 2006 beantragten die Beschw erdeführer durch ihre Vertreterin, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei an die Vorinstanz zurückzuw eisen. Eventualiter sei die Flüchtlingseigenschaft festzustellen und ihnen Asyl zu gew ähren. Subeventualiter sei die U nzulässigkeit und die U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs festzustellen und es sei ihnen die 4 vorläufige Aufnahm e zu gew ähren. Es sei ihnen die unentgeltliche R echtspflege zu gew ähren und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten. D er Eingabe lag eine Bestätigung der Fürsorgeabhängigkeit der Beschw erdeführer vom 20. Septem ber 2006 bei. D . D er Instruktionsrichter der AR K entsprach m it Zw ischenverfügung vom 28. Septem ber 2006 dem G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege gem äss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG ; SR 172.021). Zur Einreichung der in Aussicht gestellten Bew eism ittel aus dem Ausland w urde den Beschw erdeführern Frist gesetzt. E. Am 30. O ktober 2006 überm ittelten die Beschw erdeführer der AR K einen Studentenausw eis und einen Arbeitsvertrag der Beschw erdeführerin. F. D as BFM beantragte in seiner Vernehm lassung vom 15. N ovem ber 2006 die Abw eisung der Beschw erde. Es stellte fest, die Bew eism ittel lägen nicht in Ü bersetzung vor. D ie Vernehm lassung w urde den Beschw erdeführern von der AR K am 20. N ovem ber 2006 zur Kenntnisnahm e ohne R eplikrecht zur Kenntnis gebracht. G . D ie Beschw erdeführer teilten der AR K am 29. N ovem ber 2006 m it, sie verfügten nicht über die nötigen M ittel, um die Bew eism ittel übersetzen zu lassen. H . M it Zw ischenverfügung des Bundesverw altungsgerichts vom 2. M ai 2007 w urde den Beschw erdeführern G elegenheit gegeben, eine Kostennote einzureichen. D iese w urde dem Bundesverw altungsgericht am 9. M ai 2007 überm ittelt. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 Vw VG , sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der am 31. D ezem ber 2006 bei der AR K hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ).5 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw erdeführer sind legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist einzutreten. 3. 3.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim atstaat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gelten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist R echnung zu tragen (Art. 3 AsylG ). 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum indest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vorhandensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeblich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). 4. 4.1 D as BFM begründete seinen Entscheid dam it, die Beschw erdeführerin habe geltend gem acht, sie w erde w egen ihrer Aussagen bei der Polizei und der abgegebenen Bew eism ittel staatlich verfolgt. D ies sei aber insofern nicht plausibel, als die Polizei das Protokoll und die darin gem achten Aussagen vor ihren Augen zerrissen und dam it das w ichtigste Bew eisstück selbst vernichtet haben solle. D ieses Vorgehen der Polizei sei nicht logisch. D ie daraus abgeleitete Suche nach der Beschw erdeführerin auch nicht, zudem sie höchstens durch D rittpersonen m aterialisiert w äre. Ferner hätte auch der Polizist, der sie beraten und das Verhör vom 5. Juni 2006 geleitet habe, sich in einem D isziplinarverfahren verantw orten m üssen, w enn er m it seinen privaten Kontakten zu ihr den Interessen der Polizei zuw iderhandle. Auch die Tatsache, dass sie sich über zw ei W ochen bei der Schw iegerm utter versteckt habe, sei bar jeder Logik, zum al dam it einer staatlichen Verfolgung nicht entgegnet w erden könne. Bekanntlich suche die Polizei zunächst bei Verw andten und Bekannten, um Flüchtige ausfindig zu m achen. D ie Asylgeschichte sei freilich gut erzählt, jedoch habe die Beschw erdeführerin A._______ und deren Lebensgeschichte nicht detailliert präsentieren können, w om it bereits die Vorgeschichte zur eigentlichen Asylbegründung hinfällig w erde. Sie habe nichts Substanzielles zur Beziehung zw ischen A._______ und C ._______ berichten können, obw ohl diese ihr angeblich alles erzählt habe. Als es darum gegangen sei, die von A._______ erhaltenen D okum ente zu skizzieren, sei sie sehr oberflächlich geblieben und habe nur m it M ühe von w enigen N am en oder vom m edizinischen Inhalt gesprochen. M it keinem W ort habe sie die Brisanz der 6 D okum ente darlegen können. D en vollständigen N am en des M inisters habe sie auch nicht gew usst. D araus w erde klar, dass es ihr nicht gelungen sei, die behauptete staatliche Verfolgung fassbar zu m achen. Schliesslich seien auch die Vorbringen zum Them a D rittverfolgung nicht überzeugend. Sie habe von einem Beinahezusam m enstoss m it einem Auto und einer glim pflich verlaufenen Aggression auf ihrer W ohnetage gesprochen. Vielleicht verständlicherw eise habe sie darüber nicht viel berichten können, aber erstaunlicherw eise habe sie sofort den Link zur staatlichen Verfolgung hergestellt. D iese Konstellation sei jedoch sehr gew agt und w irke konstruiert. D erselbe M akel hafte am letzten Vorbringen, auf der Arbeit des Ehem annes in dessen Abw esenheit gesucht w orden zu sein. D ie D rittverfolgung scheitere nicht zuletzt daran, dass die ihr vorangehende staatliche Verfolgung nicht glaubhaft sei. D em eingereichten Zeitungsartikel seien keine N am en zu entnehm en und der Beschw erdeführerin m isslinge der Versuch, ein unpersönliches Ereignis dafür zu nutzen, eine persönliche Verfolgungsgeschichte zu stricken. 4.2 D ie Beschw erdeführer m achen in ihrer R echtsm itteleingabe geltend, die Vorinstanz habe im vorliegenden Fall keine G esam tbeurteilung vorgenom m en. Im Entscheid w ürden nur die verm eintlich negativen Punkte evaluiert, die positiven Punkte w ürden ausser Acht gelassen. D ie Beschw erdeführerin habe nie eine klar staatliche Verfolgung vorgebracht, sondern gesagt, sie sei als Zeugin und über das Prostitutionsnetz inform ierte Person in grosser G efahr. D ies habe ihr Polizist B. bei einem Treffen bestätigt. Sie w erde nicht von offizieller Seite verfolgt, sondern im Verborgenen, indem m an glauben lasse, sie sei bei einem Verkehrsunfall verstorben oder von U nbekannten getötet w orden. D ie Verfolgung gehe von einer staatlichen Stelle aus, w as indessen bew usst nicht offengelegt w erde. D ie D rohungen des Polizeikom m andanten m üssten als Einschüchterungsversuche gedeutet w erden. Falls es desw egen tatsächlich zu einem Verfahren käm e, w ürde m an nicht ihre Aussageprotokolle als Bew eism ittel beiziehen, da diese den M inister in Schw ierigkeiten bringen könnten. D ie Polizei w erde vielm ehr vom M inister den Auftrag erhalten haben, alle Indizien, die ihm Problem e bereiten könnten, zu vernichten. D as geschilderte Verhalten des Polizisten B., die Beschw erdeführerin zu treffen, sei für diesen w ahrscheinlich risikoreich gew esen, könne aber desw egen nicht ausgeschlossen w erden. D ie M ongolei gehöre zu den korruptesten Staaten der W elt. Es könne nicht ausgeschlossen w erden, dass der Polizist B. die Beschw erdeführerin zur Ausreise hätte bew egen sollen. D ie Polizei w äre kaum zur Beschw erdeführerin oder deren Schw iegerm utter gekom m en, um sie zu töten. D azu seien bestim m te Personen beauftragt w orden, die unauffällig hätten handeln sollen. D ie Beschw erdeführerin habe ihre Asylgründe realitätsnah, ausführlich und m it vielen D etails geschildert. Es seien keine gravierenden W idersprüche auszum achen. Sie habe nie behauptet, dass ihre Arbeitgeberin ihr "alles" zur Liebesgeschichte zum M inister anvertraut habe. Vielm ehr habe sie gesagt, dass sich A._______ nach dem Abbruch der Beziehung zum M inister bei ihr ausgesprochen habe, w obei sie oft angetrunken gew esen sei. Es m üsse berücksichtigt w erden, dass ihr A._______ erst seit kurzer Zeit von der Angelegenheit erzählt habe. D ie Beschw erdeführerin habe klare und detaillierte Angaben zu den D okum enten, die sie aufbew ahrt habe, gem acht. G enaueres könne von ihr als m edizinischem Laien nicht erw artet w erden. Es sei 7 verständlich, dass sie sich an die N am en der M ädchen nicht m ehr habe erinnern können. In der M ongolei sei es üblich, Personen nur per Vornam en zu nennen, w eshalb sie nicht den vollen N am en des M inisters gew usst habe. Sie habe aber die Funktion des M inisters gekannt, w om it unschw er ausfindig gem acht w erden könne, dass der am tierende M inister für _______ m it Vornam en B._______ heisse. D ie Vorinstanz gebe in ihrem Entscheid zu verstehen, die Beschw erdeführerin habe ein unpersönliches Ereignis benutzt, um eine persönliche Verfolgungsgeschichte zu stricken, ohne jedoch konkrete H inw eise dafür zu liefern und die nötigen R echerchen zu tätigen. D as BFM habe den rechtserheblichen Sachverhalt unzureichend abgeklärt. D ie Vorinstanz hätte abklären m üssen, ob zw ischen der Beschw erdeführerin und A._______ ein Arbeitsverhältnis bestanden habe. Es w äre auch zu erw arten gew esen, dass die Vorinstanz m ehr über die Person von A._______ recherchiert hätte. Ferner hätte sie auch die Telefonnum m er des Polizisten B. erfragen können. Ausserdem hätte sie auch nach dem N am en des N achbarn fragen können, um herauszufinden, ob sie tatsächlich im Korridor ihres W ohnhauses angegriffen w orden sei. Schliesslich habe das BFM keine N achforschungen bezüglich des M inisters getätigt, da es fälschlicherw eise von einem "ehem aligen" M inister ausgegangen sei. Som it w erde es auch nicht überprüft haben, ob nach dem erschienenen Artikel irgendw elche M isstöne in der Ö ffentlichkeit gefolgt seien, ob das Kinderheim überw acht w erde und ob irgendein Bezug zw ischen A._______ und dem M inister bekannt sei. Alle diese Abklärungen w ären für die richtige Erhebung des Sachverhalts und die G laubhaftigkeitsprüfung fundam ental gew esen. Es m üsse deshalb eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 12 Vw VG angenom m en w erden. 5. 5.1 D as Bundesverw altungsgericht teilt die in der Beschw erdeschrift vertretene Auffassung, w onach die Beschw erdeführerin das angeblich Vorgefallene und ihren persönlichen Bezug dazu ausführlich und m it verschiedenen D etails versehen schilderte. Ihren Aussagen sind keine erheblichen W idersprüche zu entnehm en und auch der Beschw erdeführer schilderte das vor allem von seiner Ehefrau Erlebte im W esentlichen übereinstim m end m it deren Angaben. D as Fehlen von erheblichen W idersprüchen und U ngereim theiten in den Aussagen von Asylbew erbern bedeutet indessen noch nicht, dass deren Aussagen glaubhaft sind. D ie von der Vorinstanz aufgezeigten Ü berlegungen, aufgrund derer diese zur Annahm e der U nglaubhaftigkeit der Vorbringen der Beschw erdeführer gelangte, verm ögen indessen die ausführlichen Schilderungen der Beschw erdeführerin nicht als unglaubhaft erscheinen zu lassen. Zur Stützung ihrer Vorbringen reichte die Beschw erdeführerin bei der Vorinstanz einen Zeitungsartikel und auf Beschw erdeebene einen Arbeitsvertrag zu den Akten. Authentizität dieser Bew eism ittel vorausgesetzt, gäben diese durchaus H inw eise auf die G laubhaftigkeit der Schilderungen der Beschw erdeführer, auch w enn sie für sich alleine gesehen die die Ausreise der Beschw erdeführer angeblich verursachenden G eschehnisse nicht zu belegen verm ögen. Anhand der von der Beschw erdeführerin gem achten Aussagen und der eingereichten Bew eism ittel 8 dürfte abgeklärt w erden können, ob die von der Beschw erdeführerin gem achten Angaben - sow eit diese vor O rt überprüft w erden können - objektiviert w erden können. D as Bundesverw altungsgericht gelangt im vorliegenden Fall som it zum Schluss, dass der Sachverhalt nicht rechtsgenüglich abgeklärt w urde. 6. 6.1 Aufgrund der vorstehenden Erw ägungen ist die angefochtene Verfügung auf- zuheben und die Sache zur w eiteren Abklärung des Sachverhalts und zur nach- folgenden neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuw eisen (vgl. Art. 61 Abs. 1 Vw VG ). D am it erübrigt es sich, auf die w eiteren Vorbringen in den Eingaben der Beschw erdeführer einzugehen. D iese w erden jedoch vom BFM im neu aufzunehm enden Verfahren zu berücksichtigen sein. 6.2 Im R ahm en der einzuleitenden Abklärungen vor O rt w ird die Frage zu prüfen sein, ob die von der Beschw erdeführerin gem achten Aussagen zum als Bordell m issbrauchten W aisenhaus zutreffend sind und ob der von ihr genannte M inister in diese Angelegenheit verw ickelt ist. D es W eiteren ist von Interesse, ob dieser M inister in Verbindung m it A._______ stand und ob diese tatsächlich verstorben ist und die Arbeitgeberin der Beschw erdeführerin w ar. Sollte zw ischen A._______ und der Beschw erdeführerin ein Arbeitsverhältnis bestanden haben und jene verstorben sein, w äre w eiter zu klären, ob die von der Beschw erdeführerin geschilderten Folgen, die der Tod von A._______ für sie gehabt habe, von ihr zutreffend geschildert w urden. 7. 7.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 und 2 Vw VG ). 7.2 G em äss Art. 64 Abs. 1 Vw VG i.V.m Art. 7 Abs. 1 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht (VG KE, SR 173.320.2) kann die Beschw erdeinstanz der ganz oder teilw eise obsiegenden Partei von Am tes w egen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erw achsene notw endige und verhältnism ässig hohe Kosten zusprechen. D ie R echtsvertreterin veranschlagt in ihrer Kostennote vom 7. M ai 2007 einen Arbeitsaufw and von 10,5 Stunden (à Fr. 161.40) und Spesen von Fr. 53.80, w as angem essen erscheint. D ie Kosten der Vertretung (vgl. Art. 8, Art. 9 Abs. 1 und Art. 10 Abs. 1 VG KE) von insgesam t Fr. 1'748.50 setzen sich som it w ie folgt zusam m en: Fr. 1'694.70 für den Arbeitsaufw and (vgl. Art. 10 Abs. 2 VG KE) und Fr. 53.80 für die Auslagen. D as BFM ist zu verpflichten, den Beschw erdeführern diesen Betrag als Parteientschädigung zu entrichten. (D ispositiv nächste Seite)9 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird gutgeheissen. 2. D ie Verfügung des BFM vom 24. August 2006 w ird aufgehoben und die Sache w ird zur D urchführung der notw endigen Abklärungen sow ie neuer Entscheidfindung an die Vorinstanz zurückgew iesen. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. D as BFM w ird angew iesen, den Beschw erdeführern eine Parteientschädigung in der H öhe von Fr. 1'748.50 zu entrichten. 5. D ieses U rteil geht an: - die R echtsvertreterin der Beschw erdeführer, 2 Expl. (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it deren Akten (Kopie zu den Akten; R ef.-N r. N _______) - das _______ D er R ichter: D er G erichtsschreiber: H ans Schürch C hristoph Basler Versand am :