Kantonales Verfahrensrecht. Art. 70 Abs. 1 Gesetz über Schule und Bildung (Schulgesetz). Funktionelle Zuständigkeit des Oberg erichts. Personalrechtliche Verfügung des Schulrates Altdorf. Verfügungen des Schulrates und der Schulaufsicht können gemäss kanton alem Schulgesetz mit V erwaltungsbeschwerde beim Erziehungsrat angefochten werden. Die Bestimmun g in der kommunalen Personalverordnung, welche vorsieht, dass personalrechtlic he Verfügungen direkt beim Ober gericht anfechtbar sind, ändert daran nichts, weil a bweichendes kantonales Recht – wie im vorliegenden Fall das Schulgesetz – ausdrücklich vorbehalten ist. Nichteintreten auf die Beschwerde mangels funktioneller Zuständigkeit und Weiterleitung der Sache an den Erziehungsrat. Obergericht, 23. Juli 2021, OG V 21 18 Aus den Erwägungen: 1.2 1.2.1 Die Zuständigkeit der Behörden richtet sich nach der Gesetzgebung (Art. 4 Abs. 1 VRPV). Mit der Zuständigkeitsordnung legt die Gesetzgebung fest, welche Behörde sich mit einer bestimmten Verwaltungs - oder Verwaltung sjustizangelegenheit zu befassen hat. Die gesetzliche Zuständigk eitsordnung hat zwingenden Char akter (Markus Müller, Bernische Verwaltungsrechtspflege, 3. Aufl., Bern 2021, S. 17; Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtbarkeit im Kanto n St. Gallen, 2. Aufl., St . Gal len 2003, Rz. 466). Eine Bejahung der Zuständigkeit setzt voraus, dass diese kumulativ in örtlicher, sachlicher und funktioneller Hinsicht gegeben ist. Fehlt es an der Zuständigkeit kann die angerufene Instanz die Sache nicht materiell behandeln (vergleiche Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 469 f.). 1.2.2 Angefochten ist vorliegend eine Verfügung des Schulrates vom 11. März 2021. Gemäss Art. 70 Abs. 1 Gesetz über Schule und Bildung (Schulgesetz, RB 10.1111) können Verfügungen des Schulrates u nd der Schulauf sicht mit Verwal tungsbeschwerde beim Erziehungsrat angef ochten werden. Gegen Beschwerde entscheide des Erziehungsrates kann beim Ob ergericht Verwaltungsgerichtsbe schwerde erhoben werden (Art. 70 Abs. 3 Schulgesetz). Die funktionelle Zuständig keit des Gerich ts ist somit gestützt auf diese Bestimmungen nicht gegeben. Funkti onell zuständig für die Behandlung von Beschwerden gegen Verfügungen des Schulrates ist vielmehr der Erziehungsrat. Daran ändert nichts, dass die kommunale Personalverordnung (PV, Rechtsbuch der Gemeinde Altdorf 2.45) in Art. 64 Abs. 2 eine direkte Anfechtbarkeit von personalrechtlichen Verfügungen beim Obergericht vorsieht, ist doch abweichendes kantonales Recht – wie hier das Schulgesetz – ausdrücklich vorbehalten (siehe Art. 1 Abs. 2 PV). 1.2.3 In der Rechtsmittelbelehrung der angefochtenen Verfügung wird als Rechtsmittelinstanz das Obergericht des Kanton s Uri ausgewiesen. Diese Rechtsmittelbelehrung erweist sich als unzutreffend (vergl eiche E. 1.2.2 hievor). Eine unzutreffende Rechtmitte lbelehrung kann keine Rechtsmittelmöglichkeit schaffen, welche gesetzlich nicht vorgesehen ist, indessen dürfen den Parteien aus einer unrichtigen Rechtsmittelbelehrung grundsätzlich keine Nachteile erwachsen, so fern sie sich nach Treu und Glauben auf die fehlerhafte Rechtsmittelbelehrung ver lassen durften (BGer 8C_122/2013 vom 07.05.2013 E. 4.1). Das ist hier bei der zum Zeitpunkt der Einreichung der Beschwerde anwaltlich nicht vertretenen Beschwerdeführerin der Fall, weshalb ihr aus der Einreichung bei der falschen Rechtsmittelinstanz kein Nachteil erwachsen darf. 1.2.4 Zusammenfassend ergibt sich, dass das angerufene Gericht für die Behandlung der eingereichten Beschwerde funktionell nicht zuständig ist, weshalb auf sie nicht einzutreten ist. In Anwendun g von Art. 5 Abs. 2 VRPV ist die Beschwerde samt Originalakten an den Erziehungsrat des Kantons Uri weiterzuleiten.