Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 13. September 2018 (720 18 66 / 246) __________________________________________________________________ Invalidenversicherung IV-Rente: Würdigung der medizinischen Unterlagen Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsri chter Jgnaz Jermann, Kan- tonsrichter Christof Enderle, Gerichtsschreiber i.V. Robert Schibli Parteien A. ____ , Beschwerdeführerin , vertreten durch Daniel Altermatt , Rechtsanwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Die 1965 geborene A.____ war zuletzt bis zum 31. Mai 2017 bei der B.____ als Fach- verkäuferin Food angestellt. Aufgrund zunehmender Schulterbeschwerden war sie ab 13. Janu- ar 2015 teilweise respektive vollumfänglich arbeits unfähig. A.____ meldete sich am 12. August 2015 bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Leistungen an. Nach Abklärung der erwerblichen und gesundheitlichen Ver hältnisse wurde A.____ mit Verfügung vom 16. Januar 2018 eine befristete ganze IV-Rente vom 1. März 2016 bis 31. Juli 2016 und eine befristete halbe IV-Rente vom 1. August 2016 b is 31. Dezember 2016 zugesprochen auf- grund eines Invaliditätsgrades von 100 % respektive 52 %. Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht B. A.____ erhob, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt, am 16. Februar 2018 Be- schwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilun g Sozialversicherungsrecht (Kan- tonsgericht). Darin beantragte sie, die Verfügung vom 16. Januar 2018 sei aufzuheben und es sei ihr eine unbefristete ganze IV-Rente zuzusprechen; unter o/e-Kostenfolge. Zudem sei der Sachverhalt ungenügend abgeklärt worden, weshalb ein g erichtliches Gutachten beantragt werde. C. Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Vernehmlassung vom 19. April 2018 auf Ab- weisung der Beschwerde. D. Mit Replik vom 4. Juli 2018 hielt die Beschwerdeführ erin an den Rechtsbegehren und Ausführungen gemäss der Beschwerde vom 16. Februar 2018 fest. Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über d ie Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV- Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf di e – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Beschwerde der Versicherten vom 16. Februar 2018 ist demnach einzutreten. 2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführer in Anspruch auf eine unbefristete IV- Rente hat. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich m indestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit . c). 2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen T eil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigk eit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in e inem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunf ähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geist igen oder psychischen Gesundheit verur- sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederun g verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen de r gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti- ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt ab- gestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ga nze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 2.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätig en Versicherten ist Art. 16 ATSG an- wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die B estimmung des Invaliditätsgrades das Er- werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt d er Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkomm ensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werde n. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1). 3. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades im Erwerbsbereich bildet die Fra- ge, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihre r gesundheitlichen Beeinträchti- gungen arbeitsunfähig ist. 3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beurtei- lung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszu- stand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in we lchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. I m Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Fra ge, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an- deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, so wie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspre chung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung auf zustellen (vgl. die ausführliche Zusam- menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So kommt bei spielsweise Berichten und Gutachten ver- sicherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachperso nen oder gar wie einem Gerichtsgut- achten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Ver- sicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und S chlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen v orzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts v om 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). 3.4 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten dar f und soll das Gericht der Erfah- rungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ih rer Patientinnen und Patienten aussa- gen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des thera- peutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutacht ungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des damaligen Eidge- nössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen] vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärung en zu nehmen, wenn die behan- delnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen . Vorbehalten bleiben Fälle, in de- nen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige - und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entsprin gende - Aspekte benennen, die im Rah- men der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt gebl ieben sind (vgl. Urteil des Bundesge- richts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 4. Im vorliegenden Fall sind für die Beurteilung des m edizinischen Sachverhalts im We- sentlichen folgende entscheidrelevanten Berichte wiederzugeben: Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.1 Dr. med. C.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsap- parates, diagnostizierte am 13. September 2016 eine pe rsistierende Bicepssehnendinopathie sowie eine muskuläre Schwäche rechts bei St. n. Schultera rthroskopie, offener Acromioplastik, Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion und Bicepstenodese am 20. April 2015 und ein persistie- rendes subacromiales Impingement in der Schulter links mit/bei St. n. Schulterarthroskopie links am 13. Januar 2016 mit Acromioplastik und asympomatische A CG-Arthrose bei St. nach Corti- soninfiltration. Die Versicherte sei in ihrer angestamm ten Tätigkeit höchstens zu 50 % arbeits- fähig. Sie sei eingeschränkt für repetitive Tätigkeite n bezüglich beider Schultern. Zudem sollte das Tragen von 5 kg über Schulterebene, Heben von Last en bis 2 kg über Schulterebene und Heben von Lasten ab 10 kg bis Hüfthöhe nur selten erfol gen. Die Beschwerdeführerin könne Büroarbeiten ausführen, wobei Lasten bis 5 kg bis Schul terebene ca. vier Mal pro Stunde ge- hoben werden könnten. Bei der Bürotätigkeit sei darauf zu achten, dass die Versicherte ca. alle 30 Minuten aufstehen könne, um die Schultern für 10 Minuten zu lockern. Hier sei eine Arbeits- fähigkeit von 100 % mit einer 80%igen Leistungsfähigkeit gegeben. 4.2 Am 9. November 2016 diagnostizierte Dr. med. D.___ _, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, eine partielle Schultersteife links mehr als rechts mit Muskelschwäche bei St. n. Schulterarthroskopie recht s, offene Acromioplastik, Rotatoren- manschetten-Rekonstruktion und Bicepstenodese am 20. Ap ril 2015, St. n. Schulter-AS am 13. Januar 2016 mit Akromioplastik sowie eine Kontusion am Thorax links nach Sturz aus eige- ner Höhe am 17. Oktober 2016. Er stellte eine gute P rognose, wenn ein intensiver Kraftaufbau erfolge. Hinsichtlich der angestammten Tätigkeit ohne Überkopfarbeit und mit einer Einschrän- kung im Heben und Tragen von Lasten nur bis Schulterhöh e hielt er ab 19. April 2016 eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit fest. Für leichte Tätigkeite n wie Büroarbeiten sei die Versicherte zu 100 % arbeitsunfähig mit einer 80%igen Leistungsfähi gkeit und mit einem 10-minütigen Pau- senbedarf für Schulterlockerungsübungen alle 30 Minuten. 4.3 Gemäss dem Bericht von Dr. med. E.____, FMH Ortho pädische Chirurgie und Trauma- tologie des Bewegungsapparates, Regionaler ärztlicher Di enst (RAD) beider Basel, vom 18. Januar 2017 sei eine massgebliche allerdings zeitlich befristete Einschränkung der Schul- terfunktion beidseits (Belastbarkeit, Abduktion) nachvoll ziehbar, wobei jedoch eine positive Prognose bezüglich Wiedereinstieg in die aktuelle Tätig keit als Verkäuferin gestellt werde. Der Beschwerdeführerin sei demzufolge nach schrittweiser St eigerung voraussichtlich ab 1. März 2017 wieder eine unlimitierte Arbeitsfähigkei t als Verkäuferin zumutbar. Hinsichtlich einer leidensangepassten Verweistätigkeit mit Belastun gsprofil ohne Überkopfarbeiten und Schulterschonprofil sei die Versicherte ab 19. April 201 6 bis 12. September 2016 zu 50 % und ab 13. September 2016 zu 100 % arbeitsfähig mit einer 20%igen Leistungsminderung. 4.4 Dr. C.____ stellte am 17. März 2017 dieselben Diag nosen wie in seinem Bericht vom 13. September 2016. Die Prognose sei weiterhin sehr gut. Die Beschwerdeführerin werde in 3-6 Monaten wieder in ihrem angestammten Beruf arbeitsf ähig sein. Bezüglich der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit wie auch der leidensange passten Verweistätigkeit werde eben- falls an den Einschätzungen vom 13. September 2016 festgehalten. Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.5 Dr. med. univ. F.____, FMH Orthopädie und Orthop ädische Chirurgie, und Dr. med. G.____, FMH Chirurgie, hielten in ihrem Bericht vom 19. April 2017 einen St. n. Schul- terarthroskopie rechts vom 20. April 2015 mit offener Acromionplastik, Rotatorenmanschetten- Rekonstruktion und Bizepssehnentenodese sowie einen Verdach t auf Arthrofibrose und Bi- zepssehnentendinose links bei St. n. Schulterarthroskopie links vom 13. Januar 2016 mit Acro- mionplastik fest. Anamnestisch wurde festgehalten, dass die Beschwerdeführerin jeweils im Vergleich vor und nach der jeweiligen Operation (im Jah r 2015 und 2016) eine Besserung be- stätigt habe. Insgesamt habe die Versicherte aber noch Restbeschwerden. Die damit verbun- dene Leistungsminderung habe zum Verlust der Arbeitsstel le geführt. Gemäss dem aktuellen klinischen Befund des linken Schultergelenkes vom 18. Apri l 2017 sei eine aktive Flexion und Adduktion auf 180 Grad möglich, über die letzten 30-4 0 Grad schmerzhaft. Das AC-Gelenk sei druckschmerzhaft, das Schulterrelief unauffällig und die Halswirbelsäule aktuell ohne Druck- schmerz. Es werde am ehesten von einer gering- bis mittel gradig postoperativ aufgetretenen Arthrofibrose ausgegangen. Eine SLAP-Läsion könne mit letzter Gewissheit nicht ausgeschlos- sen werden. Auch das AC-Gelenk sei deutlich schmerzhaft. E ine leichte Tendinose des Ansat- zes der Suprasinatussehne lasse sich in den Arthro-MRI-Bil dern ebenfalls darstellen. Mit der Versicherten sei man übereingekommen, dass vorerst keine we iteren Infiltrationen mehr ge- plant werden und es sei ausserdem die Möglichkeit einer arthroskopischen Revision bespro- chen worden. Im Jahre 2015 sei bereits eine fachärztlic he neurologische Untersuchung durch- geführt worden. Nachdem die Versicherte nach wie vor üb er Kribbelparäthesien über den Fin- gern beider Hände berichtet hatte, könnte eine neue neurologische Verlaufskontrolle mehr Ge- wissheit bringen. 4.6 Mit Bericht vom 5. Juli 2017 hielt Dr. med. H.____ , FMH Neurologie, fest, dass es aus neuropsychologischer Sicht im Gespräch mit der Versicherten keine Auffälligkeit gegeben habe. Ebenso sei der psychomotorische Status unauffällig. Die von der Versicherten angegebenen Gefühlsstörungen in der rechten Hand, die zu ungewollt em Fallenlassen von Gegenständen aus der rechten Hand ca. einmal pro Woche, meist bei Str esssituationen, führen würden, seien am ehesten auf eine Plexus-Irritation im Rahmen der b ekannten Schulterproblematik zurückzu- führen. Die seit März 2017 auftretenden rezidivierende n Episoden mit Sehstörungen (schwarze Punkte) verbunden mit starken Kopfschmerzen seien am ehesten im Rahmen einer Migräne mit visueller Aura einzuordnen. Die von der Versicherten be klagte Vergesslichkeit könnte zunächst auf eine depressive Stimmungslage zurückgeführt werden. Im Gespräch seien aktuell jedoch keine Anhaltspunkte für eine relevante kognitive Beeinträchtigung erkennbar gewesen. 4.7 Am 3. Oktober 2017 nahm Dr. E.____ zu den ärztlich en Berichten von Dr. F.____ und Dr. G.____ vom 19. April 2017 sowie von Dr. H.____ v om 5. Juli 2017 Stellung. Er hielt fest, dass die weiteren schulterorthopädischen Untersuchungen von Dr. F.____ und Dr. G.____ res- pektable Bewegungsausmasse von 180 Grad Beugung, bei sub jektiven Schmerzangaben die letzten 30-40 Grad betreffend, ergeben hätten. Der mögliche Bewegungsumfang widerlege eine funktionell relevante Schultersteife im Sinne einer frozen shoulder ebenso wie eine massgebli- che Arthofibrose, die allerdings auch nur als Ausschluss-/Verdachtsdiagnose aufgeführt worden sei, zumal auch beim Durchbewegen keinerlei Krepitati onen feststellbar gewesen seien und insgesamt auch Schonungszeichen gefehlt hätten (unauffälliges Schulterrelief). Auch das Rönt- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht gen der Schulter links in zwei Ebenen oder gar ein Artho-MRI hätte in den wesentlichen Beurtei- lungspunkten völlig unauffällige Parameter (kein wese ntlicher Schulterkopfhochstand, keine höhergradigen Verkalkungen) gezeigt. Von Dr. F.____ und Dr. G.____ einzig erwähnt worden sei eine Arthrose des Schultereckgelenks im Nativ-Röntgen, das klinisch schmerzhaft imponiert habe. In der Tätigkeit als Verkäuferin resultiere aus d iesen Befundkonstellationen jedoch kei- nerlei massgebliche Limitierung der Arbeitsfähigkeit, zumal einseitig Schulter belastende Tätig- keitsmuster, noch dazu der linken, wahrscheinlich adominan ten Schulter, gar nicht in be- schwerderelevantem Ausmass dokumentiert seien. Auch Dr. H.____ habe trotz der subjektiven sensomotorisch en Symptomatik der rechten Hand einen unauffälligen Status mit normaler Motorik der H ände und kräftiger Beugung und Stre- ckung in den Ellbogengelenken beschrieben. Die klinischen Untersuchungen der Halswirbel- säule hätten keine wegweisenden Befunde ergeben. Eben so hätte sich in der radiologischen Diagnostik der Halswirbelsäule vom 12. Juli 2017 im Ver gleich zur Voruntersuchung im Jahr 2005 zwar eine gesamthafte Progredienz der degenerat iven Veränderungen, jedoch keine hö- hergradigen Foraminalstenosen mit klarer Wurzelkompressio n, gezeigt. Auch die subjektiven kognitiven Einschränkungen, wie Vergesslichkeit, hätten sic h im Gespräch nicht ausdrücklich nachvollziehen lassen. Eine differentialdiagnostisch in B etracht gezogene depressive Stim- mungslage gehe befundlich mit einer unauffälligen Psycho motorik einher. In diesem Sinne er- folge auch die Beschwerdepräsentation der Kopfschmerzen, bei nicht zuletzt unauffälliger MRT- Diagnostik (MRT Schädel, 12. Juli 2017) im Sinne einer differentialdiagnostischen Überlegung („..am ehesten im Rahmen einer Migräne..“). Selbst ei ne diagnostisch ausgewiesene Migräne könne letztlich soweit als behandelbar eingestuft werden , zumal der Beschwerdebeginn doch auffallend aktuell und zeitnah, quasi reaktiv zum laufe nden Versicherungsverfahren imponiere oder auch sonstige Einschränkungen unter versicherungsmedizi nischen Kriterien keine mass- gebliche Limitierung der Arbeitsfähigkeit begründen könnten. 5. Fraglich und zu prüfen ist demnach, ob die IV-Stelle zu Recht von einem Invaliditätsgrad von 22 % ab 13. September 2016 mit der Folge der Ren tenaufhebung per 1. Januar 2017 aus- ging. Insbesondere ist zu klären, ob die von der IV-Ste lle angenommene 80%ige Arbeitsfähig- keit in einer leidensangepasste Verweistätigkeit ab 13. September 2016 rechtsgenüglich erstellt ist. 5.1 Die IV-Stelle ging gestützt auf die vorhandenen m edizinischen Unterlagen, insbesondere gestützt auf die Beurteilungen des RAD-Arztes Dr. E.___ _ vom 18. Januar 2017 und 3. Okto- ber 2017, davon aus, dass die Versicherte ab 4. März 20 16 vollständig arbeitsunfähig, danach ab 19. April 2016 zu 50 % und ab 13. September 2016 zu 100 % arbeitsfähig mit einer Leis- tungsminderung von 20 % gewesen sei. Wie in Erwägung 3.3 hiervor ausgeführt, sind zwar an die versicherungsinternen Beurteilungen, wie die vorlieg ende Berichte des RAD-Arztes Dr. E.____ vom 18. Januar 2017 und 3. Oktober 2017 strenge Anforderungen zu stellen und bereits bei geringen Zweifel an deren Zuverlässigkeit u nd Schlüssigkeit ergänzende Abklärun- gen vorzunehmen. Vorliegend besteht kein Anlass, an der Richtigkeit der Einschätzung des RAD-Arztes Dr. E.____ zu zweifeln. Seine Beurteilung ist sowohl in der Darlegung der medizi- nischen Zusammenhänge als auch bezüglich der daraus gezog enen Schlussfolgerungen über- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht zeugend. Er verfügt auch über die notwendigen fachliche n Qualifikationen, um die Auswirkun- gen der diagnostizierten Gesundheitsbeeinträchtigungen auf die Arbeitsfähigkeit der Versicher- ten zu beurteilen (vgl. zu diesem Erfordernis: Urteil des Bundesgerichts vom 26. Januar 2010, 9C_736/2009, E. 2.1). Die Tatsache, dass der RAD-Arzt Dr. E.____ die Versicherte nicht selber untersuchte, vermag seine Beurteilung nicht in Frage zu stellen. Denn er stützte sich bei seiner Beurteilung der Arbeitsfähigkeit insbesondere auf di e Berichte von Dr. C.____ und Dr. D.____, indem er ihre Einschätzungen im Wesentlichen übernahm. Auf die Frage, ab wann von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit der Versicherten auszugehen ist (gemäss Bericht von Dr. E.____ vom 18. Januar 2018 ab 1. März 2017) muss sodann nicht wei ter eingegangen werden, da be- reits die Feststellung der 80%igen Arbeitsfähigkeit ab 13. September 2016 zu einem vollständi- gen Rentenausschluss führt (vgl. E. 7 hiernach). Es sind ke ine Hinweise ersichtlich, weshalb nicht auf die ärztlichen Berichte von Dr. C.____ und Dr . D.____ abgestellt werden könnte, wel- che die Grundlage der RAD-Beurteilungen von Dr. E.___ _ darstellen. Die Berichte erfüllen alle rechtsprechungsgemässen Voraussetzungen an eine taugliche medizinische Beurteilungs- grundlage. Sie weisen weder formale noch inhaltliche Mängel auf und sind – wie dies vom Bun- desgericht verlangt wird (vgl. E. 3.2) – für die streitigen Belange umfassend. Sie beruhen auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigen die geklagten Beschwerden, sind in Kenntnis der im Zeitpunkt der Exploration vorhandenen Vorakten abgeg eben worden und leuchten in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge sowie der B eurteilung der medizinischen Situa- tion ein. Zudem liegen keine entgegenstehenden medizin ischen Einschätzungen vor, welche eine tiefere Arbeitsfähigkeit belegen würden. Die IV -Stelle hat somit bei den Beurteilungen der Arbeitsfähigkeit zu Recht auf die medizinischen Einschä tzungen von Dr. E.____ abgestellt und ist ab 13. September 2016 von einer 80%igen Leistungs fähigkeit der Versicherten in einer lei- densangepassten Verweistätigkeit ausgegangen. 5.2 Daran ändern auch die Einwände der Beschwerdeführe rin nichts, die der Ansicht ist, dass aufgrund des ärztlich attestierten Pausenbedarfs eine lediglich 66%ige Arbeitsfähigkeit gegeben sein soll. So kann in Anbetracht des klar defini erten und nicht komplett eingeschränk- ten Belastungsprofils der Versicherten davon ausgegange n werden, dass diese in den kurzen 10-minütigen Pausen zur Schulterlockerung nicht vollständ ig in einer Verweistätigkeit einge- schränkt ist. Der von Dr. D.____ geforderte 10-minütige Pausenbedarf für Lockerungsübungen alle 30 Minuten basiert auf der Beurteilung von Dr. C .____. Dieser attestierte der Versicherten mit Bericht vom 13. September 2016 eine 80%ige Arbeitsfähigkeit in einer Büroarbeit, sofern sie alle 30 Minuten für 10 Minuten aufstehen könne, um i hre Schultern zu lockern. Daraus geht hervor, dass ein Pausenbedarf aufgrund der Bürotätigkei t notwendig ist, wird diese doch meist sitzend mit mehr oder weniger gleicher Schulterhaltun g aufgeführt. Hinzu kommt, dass Dr. C.____ lediglich festhielt, dass die Versicherte „ca .“ alle 30 Minuten aufstehen müsse, um ihre Schultern zu lockern. Diese Lockerungsintervalle vo n jeweils 10 Minuten sind somit nicht als eigentliche medizinisch verordnete Zwangspausen anzus ehen, während denen gar keine Arbeiten verrichtet werden könnten. Es sind keine Gründ e ersichtlich, den von Dr. D.____ be- schriebenen Pausenbedarf anders zu interpretieren, würde dafür auch eine Begründung fehlen. Demzufolge ist der Pausenbedarf nicht zur Gesamtzeit der Arbeitsunfähigkeit hinzuzurechnen. Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.3 Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, dass der RAD-Arzt Dr. E.____ die medizini- sche Beurteilung von Dr. H.____ vom 5. Juli 2017 nicht be rücksichtigt habe, indem er den Ge- fühlsstörungen der Versicherten in der rechten Hand kei ne Bedeutung beigemessen habe, weil die radiologische Diagnostik der Halswirbelsäule keine kla ren Wurzelkompressionen ergeben hätte. So habe Dr. H.____ festgehalten, dass die Gefü hlsstörungen am ehesten auf eine Ple- xus-Irritation mit Rahmen der bekannten Schulterprobl ematik zurückzuführen seien. Mit ande- ren Worten sei die Halswirbelsäule gar nie als beschwerd eauslösend erachtet worden. Es sei daher willkürlich, wenn der RAD-Arzt unter Verweis auf den Zustand der Halswirbelsäule die Gefühlsstörungen negiere. Hiergegen wendet die Beschwe rdegegnerin jedoch zu Recht ein, dass die fragliche Plexusirritation, wie sie Dr. H.____ angesprochen hatte, rein ausschlussdiag- nostisch angedacht worden sei. Entscheidend sind die obje ktiven Befunde, die vorliegend in einer entsprechend angepassten Tätigkeit keine massgebliche Limitierung der Arbeitsfähigkeit begründen können. So beschrieb Dr. H.____ trotz der sub jektiven Angaben der Versicherten zur Sensibilität der rechten Hand ausdrücklich einen unau ffälligen Status mit normaler Motorik der Hände und auch kräftiger Beugung und Streckung in den Ellbogengelenken. Der Be- schwerdegegnerin ist deshalb im Ergebnis darin zuzustimme n, dass nicht davon ausgegangen werden kann, dass sich aufgrund der von der Beschwerdeführerin genannten Gefühlsstörungen im rechten Arm bzw. der rechten Hand massgebliche Einschr änkung in der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ableiten lassen. 6. Lässt die vorhandene Aktenlage nach dem Gesagten eine zuverlässige Beurteilung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch der Arbeitsf ähigkeit der Versicherten zu, so kann auf die von der Beschwerdeführerin eventualiter beantragte Vornahme weiterer medizini- scher Abklärungen verzichtet werden. Der Anspruch auf rech tliches Gehör umfasst zwar das Recht, Beweisanträge zu stellen, und – als Korrelat – die Pflicht der Behörde zur Beweisab- nahme. Beweise sind im Rahmen dieses verfassungsmässigen A nspruchs indessen nur über jene Tatsachen abzunehmen, die für die Entscheidung d er Streitsache erheblich sind. Gelangt das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Über zeugung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des relevanten Sachver haltes ergeben und dieser demnach hinreichend abgeklärt ist, kann auf ein beantragtes Be weismittel verzichtet werden. Die damit verbundene antizipierte Beweiswürdigung ist nach konstant er bundesgerichtlicher Rechtspre- chung zulässig (BGE 126 V 130 E. 2a mit zahlreichen Hinw eisen, 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d, 119 V 335 E. 3c in fine mit Hinweisen). 7. Die IV-Stelle hat in der angefochtenen Verfügung vom 16. Januar 2018 den erforderli- chen Einkommensvergleich vorgenommen. Da die Versicherte seit Eintritt der Gesundheits- schädigung keine ihr zumutbare leidensadaptierte Verweistätigkeit ausübt, hat die IV-Stelle das Invalideneinkommen zu Recht unter Beizug der Tabellenl öhne der Schweizerischen Lohnstruk- turerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik festgesetzt (vgl. dazu BGE 126 V 76 E. 3b/bb mit Hinweisen und 124 V 322 E. 3b/aa). Auf diese Weise hat sie – auf der Basis einer durch die Ärzte Dr. E.____, Dr. C.____ und Dr. D.____ attestier ten 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer lei- densadaptierten Verweistätigkeit ab 13. September 201 6 – ein zumutbares Invalideneinkom- men von Fr. 43‘250.– errechnet. Anschliessend hat sie di esen Betrag dem Valideneinkommen von Fr. 55‘770.– gegenüber gestellt und so einen rent enausschliessenden Invaliditätsgrad von Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 22 % ermittelt. Die konkrete Berechnung, die von der V ersicherten in der vorliegenden Be- schwerde nicht beanstandet worden ist, erweist sich als rech tens. Unter diesen Umständen kann hier von weiteren Erörterungen zum vorinstanzliche n Einkommensvergleich abgesehen und stattdessen auf die entsprechenden Ausführungen d er IV-Stelle in der genannten Verfü- gung verwiesen werden. 8. Nach dem Gesagten ist gemäss den massgebenden Beurte ilungen von Dr. E.____, Dr. C.____ und Dr. D.____ davon auszugehen, dass die V ersicherte ab 4. März 2016 vollstän- dig arbeitsunfähig, ab 19. April 2016 zu 50 % in ih rem angestammten Beruf und ab 13. Sep- tember 2016 zu 80 % arbeitsfähig war in einer leidensangepassten Tätigkeit und ein rentenaus- schliessendes Erwerbseinkommen erzielen könnte. Die angefoc htene Verfügung, mit welcher der Beschwerdeführerin – unter Berücksichtigung von Art. 8 8a Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961 – vom 1. März 2016 bis 1. August 2016 eine befristete ganze Rente und vom 1. August 2016 bis 31. Dezember 2016 eine befristete halbe Rente zugesprochen und per 1. Januar 2017 ein Rentena nspruch verneint wurde, ist demnach nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen. 9.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahr en bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit- wert im Rahmen von Fr. 200.– bis Fr. 1‘000.– festgele gt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstan den ist, setzt das Gericht die Verfah- renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenr ahmens einheitlich auf Fr. 800.– fest. Da die Beschwerdeführerin vorliegend die unterliegende Partei ist, sind ihr die Verfahrens- kosten in dieser Höhe aufzuerlegen. Sie werden mit dem bereits bezahlten Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet. 9.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgan g entsprechend wettzuschla- gen. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 800.– werden der Beschwerde- führerin auferlegt und mit dem geleisteten Vorschuss in Höhe von Fr. 800.– verrechnet. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht