<h2>SubmittedText<h2><p>Infolge des tragischen Unglücks im Autobahntunnel bei Siders wird der Bundesrat beauftragt, die nötigen Schritte in die Wege zu leiten, damit die Nothalte-Nischen in den Tunnels keine zur Fahrtrichtung senkrecht stehenden Mauern mehr aufweisen, indem deren Winkel geschnitten oder Leitplanken vorgesehen werden, die eine Frontalkollision verhindern.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist tief betroffen vom Unglück im Autobahntunnel bei Siders. Der Bund erachtet es als seine Pflicht, nach einem derart schweren Unfall auf der Nationalstrasse zu analysieren, ob sich neue Erkenntnisse für eine sicherere Ausgestaltung der Infrastruktur ergeben. Deshalb hat das zuständige Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) unmittelbar nach dem Ereignis eine Expertengruppe eingesetzt. Die Expertengruppe wird bis Sommer 2012 allfällige Optimierungsmöglichkeiten für die Nothalte-Nischen prüfen und vorschlagen.</p><p>Heute sind auf dem Nationalstrassennetz 228 Tunnel mit insgesamt 237 Nothalte-Nischen in Betrieb. 146 dieser Tunnel werden im Gegenverkehr betrieben. Ein generelles Abschrägen der Winkel der Nothalte-Nischen kann sich auf einzelne Fahrzeugarten kontraproduktiv auswirken: Personenwagen und Motorräder würden nach einem Anprall auf die Fahrbahn zurückgeschleudert. Dadurch könnte es zu Kollisionen mit nachfolgenden oder - in Tunneln mit Gegenverkehr - mit entgegenkommenden Fahrzeugen und entsprechend gravierenden Folgen kommen. Ausserdem ist bei Nothalte-Nischen mit abgeschrägten Winkeln die Gefahr um ein Vielfaches grösser, dass ein Fahrzeug an der Wand entlang schleift, Funken erzeugt und dadurch einen Brand auslöst. Aus diesen Gründen kommt eine generelle Abschrägung der Nothalte-Nischen aus Sicht des Bundesrates nicht infrage.</p><p>Auch der Bau einer starken Schutzvorrichtung im Nischen-Bereich mit Beton oder anderen Elementen hat für Personenwagen und Motorräder unter Umständen kontraproduktive Auswirkungen. Eine Schutzvorrichtung, die enorme Energien, wie sie aus dem Aufprall eines Lastwagens oder eines Cars entstehen, aufzufangen vermag, ist so starr, dass sich dies bei einem Aufprall von Personenwagen oder Motorrädern fatal auswirken würde.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.