<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SR.2000.00028</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106103&amp;W10_KEY=4467148&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SR.2000.00028</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 02.05.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 21.08.2001 formell erledigt.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Nachsteuern 1997 und 1998</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Ausstandspflicht; Gehörsverletzungen; Nachsteuergrundlagen<br/><br/>Ablehnung des Ausstandsbegehrens gegen Verwaltungsrichter Q.<br/>Abweisung von Sistierungs- und Rückweisungsantrag; die formellen Rügen der Pflichtigen (rechtliches Gehör etc.) erweisen sich als unbegründet.<br/>Pflichtige deklarierte Einlage in "X Portfolio Management" überhaupt nicht. <br/>Da diese Erträge zugeflossen sind und sich im Bereich der Massenverwaltung der Steuerkommissär grundsätzlich auf die vollständige, widerspruchsfreie und nachvollziehbare Deklaration der Pflichtigen verlassen darf, liegen Unterbesteuerung wie auch neue Tatsache vor und wurde die Nachsteuer zu Recht erhoben.<br/>Eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid wurde vom Bundesgericht als durch Rückzug erledigt abgeschrieben.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANLAGEBETRUG">ANLAGEBETRUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANLAGEPYRAMIDE">ANLAGEPYRAMIDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSTAND">AUSSTAND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEFANGENHEIT">BEFANGENHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BGE">BGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: CLAY BENJAMIN">CLAY BENJAMIN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Nach- und Strafsteuern ST: NACHSTEUERPFLICHT">NACHSTEUERPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NEUE TATSACHE">NEUE TATSACHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PAPIERGEWINN">PAPIERGEWINN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHNEEBALLSYSTEM">SCHNEEBALLSYSTEM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SISTIERUNG">SISTIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERBESTEUERUNG">UNTERBESTEUERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORBEFASSUNG">VORBEFASSUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VOREINGENOMMENHEIT">VOREINGENOMMENHEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 102 aStG</span><br/><span class="gerade">§ 119 StG</span><br/><span class="ungerade">§ 5a VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die von ihrem Ehemann getrennt lebende A wurde fÃ¼r die Steuerjahre 1997 und 1998 mit einem Reineinkommen von Fr. 54'300.- und einem Rein­ver­­mÃ¶gen von Fr. 117'000.- (1997) bzw. einem Reineinkommen von Fr. 47'600.- und ei­nem Reinver­mÃ¶­gen von Fr. 93'000.- (1998) eingeschÃ¤tzt. Diese EinschÃ¤tzungen erwuchsen in Rechts­kraft.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 14. Oktober 1999 erÃ¶ffnete der zustÃ¤ndige SteuerkommissÃ¤r ein Nach‑ und Steuerstrafverfahren gegen A fÃ¼r die Steu­er­jahre 1997 und 1998 gestÃ¼tzt auf den Verdacht, dass sie ErtrÃ¤ge aus ihren Anlagen in "Portfolio X Management" nicht deklariert hÃ¤tte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Am 27. Oktober 2000 verfÃ¼gte das Kantonale Steueramt eine Nachsteuer von Fr. 3'793.55. Gleichzeitig sprach es (sinngemÃ¤ss) A schuldig der fahr­lÃ¤ssigen Steuer­hin­ter­ziehung und bestrafte sie mit einer Busse von Fr. 1'209.75. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die hiergegen erhobene Einsprache von A wies das Kantonale Steueramt, Abtei­lung Spezialdienste, hinsichtlich der Nachsteuer mit VerfÃ¼gung vom 20. No­vember 2000 ab. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen diese VerfÃ¼gung liess A am 16. Dezember 2000 Re­kurs beim Verwal­tungs­gericht erheben und stellte den Hauptantrag, die Sache sei zur Neu­beurteilung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen, eventualiter sei mangels der dafÃ¼r erforder­lichen gesetzlichen Voraussetzungen die verfÃ¼gte Nachsteuer und dementsprechend die auferlegte Busse auf­zu­heben, allenfalls sei das Steuerstrafverfahren bis zur rechtskrÃ¤ftigen Erledigung des Nach­steuerverfahrens zu sistieren. Ausserdem verlangte sie die Zuspre­chung einer ange­messenen ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Kantonale Steueramt ZÃ¼rich, Abteilung Spezialdienste, schloss in seiner Re­kursantwort vom 11. Januar 2001 auf Abweisung des Rekurses; eventualiter â im Falle der Gutheissung des Rekurses â sei der Rekurrentin nur eine reduzierte ParteientschÃ¤digung zuzusprechen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 15. MÃ¤rz 2001 liess A ein Sistierungsgesuch und ein "fÃ¶rmliches Aus­stands­­begehren" gegen Verwaltungsrichter Q stellen. Sodann ergÃ¤nzte sie ihre AusfÃ¼hrungen zur ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter Ã¼berwies am 2. April 2001 den Fall der 2. Kammer zur Entschei­dung</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>[in einer Besetzung ohne Mitwirkung von Verwaltungsrichter Q]</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wer beim Vollzug des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) in einer Sache zu entscheiden oder an einer VerfÃ¼gung oder Entscheidung in massgeblicher Stellung mitzu­wirken hat, ist verpflichtet, unter Anderem dann in Ausstand zu treten, wenn er in der Sa­che befangen sein kÃ¶nnte (§ 119 Abs. 1 StG). Ãber ein Ausstandsbegehren entscheidet bei Mitgliedern einer KollegialbehÃ¶rde diese selbst (Abs. 3); im Fall des Verwal­tungsgerichts unter Ausschluss des betreffenden Mitglieds (§ 5a Abs. 2 des Verwaltungs­rechtspflegege­setzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine gewisse Besorgnis von Befangenheit oder Voreingenommenheit kann bei den Parteien immer dann entstehen, wenn ein Richter sich bereits in einem frÃ¼heren Zeitpunkt mit der Sache befasste (vgl. BGE 119 Ia 221 E. 3 S. 226). ZulÃ¤ssig ist die Vorbefassung jedoch, wenn die konkret zu entscheidenden Rechtsfragen gleichwohl als offen erscheinen und nicht der Anschein der Vorbestimmtheit erweckt wird (BGE 120 Ia 187 E. 2b mit Hin­weisen). Nach der Praxis sind weder die Beteiligung von Richtern an frÃ¼heren Verfah­ren (vgl. u.a. BGE 114 Ia 278 E. 1) noch gar der Umstand, dass gegen einzelne Richter Straf­anzeige erhoben worden ist (vgl. BGE 111 Ia 149 E. 2), geeignet, einen Ausstands­grund zu begrÃ¼nden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Pflichtige unterlÃ¤sst es, den Vorwurf der Befangenheit gegen Verwaltungs­rich­ter Q im Einzelnen substanziert darzulegen. Die blossen Hinweise auf die von diesem als Einzelrichter bezÃ¼glich anderer Pflichtiger gefÃ¤llten Entscheide vom 26. Ja­nuar 2000 bzw. vom 22. November 2000 vermÃ¶gen eine sachbezogene BegrÃ¼ndung des Aus­standsbe­gehrens nicht zu ersetzen. Weswegen Verwaltungsrichter Q auf­grund dieser Entscheide in den weiteren mit den "erlogenen Gewinnen des X" zusammen­hÃ¤ngen­den Streitfragen in derartiger IntensitÃ¤t vorbefasst sein soll, dass er gene­rell von Entschei­den im Zusammenhang mit "X" den Ausstand zu beachten hÃ¤tte, ist nicht ersichtlich und begrÃ¼ndet die Pflichtige nicht weiter. Nach der dargelegten Rechtsprechung genÃ¼gt eben der Hinweis auf die blosse frÃ¼here Befassung mit der Sache nicht. Der Befangenheits­vor­wurf erscheint unter diesen UmstÃ¤nden als haltlos, was zur Ab­weisung des Ausstands­be­gehrens fÃ¼hrt, soweit auf dieses im Licht des unsubstanziert Vor­gebrachten Ã¼berhaupt ein­zutreten ist (vgl. BGE 114 Ia 278 E. 1).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> Das Ausstandsbegehren der Rekurrentin gegen Verwaltungsrichter Q wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>In gleicher Sache zieht das Verwaltungsgericht des weiteren in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>[in einer Besetzung mit Mitwirkung von Verwaltungsrichter Q]</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die Pflichtige stellt vor Verwaltungsgericht den Antrag auf Sistierung des Ver­fahrens. Dieses sei einzustellen bis zum Vor­liegen verschiedener als prÃ¤judiziell er­achteter Urteile des Bundesgerichts zur Frage der Besteuerung bei den mittels "Schneeball­systemen" erreichten Gewinnen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wohl kann nicht vÃ¶llig in Abrede gestellt werden, dass den in der Eingabe vom 15. MÃ¤rz 2001 genannten Verfahren bzw. den entsprechend ausstehenden Bundes­ge­richts­ur­teilen fÃ¼r die vorliegende Streitsache ein allfÃ¤lliger prÃ¤judizieller Charakter zu­kom­men kann. Indessen ist festzuhalten, dass das Steuergesetz kei­nen Anspruch der Parteien auf Sistie­rung eines Verfahrens vorsieht. Das Ã¶ffentliche Interesse an der peri­oden­be­zo­ge­nen und damit Ã¶konomischen Erhebung der Steuern wie auch das Beschleunigungsgebot fÃ¤llt vorliegend schwerer ins Ge­wicht als das Interesse der Pflichtigen an der Sistierung des Ver­fahrens. Dem­ent­sprechend ist der Sistierungsantrag der Pflichtigen abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Pflichtige behauptet weiter, ihr Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r sei deswegen verletzt worden, da sie nach Erlass der angefochtenen VerfÃ¼gung (20. November 2000) am 23. November 2000 zur persÃ¶nlichen AnhÃ¶rung vorgeladen worden sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach- und Steuerstrafverfahren werden anfangs parallel gefÃ¼hrt. WÃ¤hrend das Ein­spracheverfahren im Nachsteuerverfahren mit der angefochtenen VerfÃ¼gung seinen Ab­schluss gefunden hat, war im Steuerstrafverfahren gegen die Pflichtige die persÃ¶nliche An­hÃ¶rung zu jenem Zeitpunkt noch nicht erfolgt. Richtigerweise hat daher die zustÃ¤ndige SekretÃ¤rin der Abteilung Spezialdienste im kantonalen Steueramt die Pflichtige zur per­sÃ¶nlichen AnhÃ¶rung vorgeladen, um ihr Gelegenheit zur Ãusserung zum Erlass der Straf­verfÃ¼gung zu geben und so ihren Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r zu wahren. Zutreffend ist, dass der Vorladungstext bzw. das Rubrum der Vorladung in dem Sinn unzutreffend formuliert ist, als darin auch auf das Nachsteuerverfahren Bezug genommen wird. Dies ist in zukÃ¼nftigen Verfahren durch die Abteilung Spezialdienste zu korrigieren, fÃ¼hrt jedoch im Nachsteuerverfahren gegenÃ¼ber der Pflichtigen nicht zu Weiterungen. Ihr Anspruch auf GewÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs in diesem Verfahren â worÃ¼ber hier einzig zu befinden ist â ist durch diese fehlerhafte Bezeichnung der Vorladung im Strafverfahren jedenfalls nicht verletzt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Ebensowenig erweist sich die angefochtene VerfÃ¼gung durch die unkorrekte Glie­derung ("I. Nachsteuer", fehlendes "II") als derart mangelhaft, dass sich eine RÃ¼ckwei­sung aufdrÃ¤ngen wÃ¼rde. Diese Gliederung stammt erkennbar aus dem Aufbau der VerfÃ¼­gung vom 27. Oktober 2000, welche eben auch die Bundessteuer unter "II." geregelt hat. Inwieweit durch diesen Fehler der Vorinstanz der Pflichtigen Rechtsnachteile erwachsen sind, ist nicht ersichtlich und kann sie denn auch nicht darlegen. Indessen hat die Abteilung Spezialdienste auch derartige Punkte inskÃ¼nftig zu beachten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Als zulÃ¤ssig erweist sich im Licht des vorstehend AusgefÃ¼hrten (E. 1a) schliess­lich, dass das Kantonale Steueramt dem Begehren der Pflichtigen um Sistierung nicht statt­gegeben hat. Demzufolge ist der von der Pflichtigen gestellte Hauptantrag vollum­fÃ¤nglich abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Ergibt sich aufgrund neuer Tatsachen oder Beweismittel, dass eine EinschÃ¤t­zung zu Unrecht unterblieben oder eine rechtskrÃ¤ftige EinschÃ¤tzung ungenÃ¼gend ist, so wird nach § 102 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 (aStG), der vorliegend gemÃ¤ss § 269 StG zur Anwendung gelangt, die ungenÃ¼gend veranlagte Steuer als Nachsteuer erho­ben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Vorausgesetzt ist demnach ein Steuerausfall des Gemeinwesens; ein solcher liegt vor, wenn die EinschÃ¤tzung des Steuerpflichtigen materiell gesetzwidrig ausgefallen ist. Die ungenÃ¼gende EinschÃ¤tzung muss sodann auf einer mangelhaften Sachverhaltsfeststel­lung beruhen, die darauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist, dass der veranlagenden BehÃ¶rde im Zeitpunkt der EinschÃ¤tzung rechtserhebliche Tatsachen nicht bekannt gewesen sind (RB 1982 Nr. 92, auch zum Folgenden; Reimann/Zuppinger/SchÃ¤rrer, Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuerge­setz, 3. Band, Bern 1969, § 102 N. 24-28; Klaus Vallender in: Kommentar zum Schweize­rischen Steuerrecht I/1, Basel und Frankfurt am Main 1997, Art. 53 StHG N. 7 ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Massgebend fÃ¼r die Beurteilung der Frage, ob der gesetzwidrige Steuerausfall auf­grund neuer Tatsachen oder Beweismittel entdeckt worden sei, ist der Aktenstand im Zeit­punkt der EinschÃ¤tzung. Tatsachen, die damals aus den Akten nicht ersichtlich waren, gel­ten als neu (Reimann/Zuppinger/SchÃ¤rrer, § 102 N. 30 mit Verweisungen), selbst wenn sie der SteuerkommissÃ¤r bei besserer Untersuchung hÃ¤tte erfahren kÃ¶nnen. Denn dieser braucht sich zwar nicht auf die Richtigkeit der SteuererklÃ¤rung oder anderer Angaben des Steuerpflichtigen zu verlassen, kann es aber ohne Verletzung der Untersuchungspflicht tun (RB 1978 Nr. 51; Reimann/Zuppinger/SchÃ¤rrer, § 102 N. 32 und § 71 N. 48; Zuppin­ger/ SchÃ¤rrer/Fessler/Reich, Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, ErgÃ¤nzungsband, Bern 1983, § 102 N. 32). Er darf nÃ¤mlich vermuten, dass der Steuerpflichtige richtig deklariere und ihm wahrheitsgemÃ¤ss Auskunft erteile (Martin Zweifel, Die Sachverhaltsermittlung im Steuerveranlagungsverfahren, ZÃ¼rich 1989, S. 25). Auch im Ãbrigen kann und muss der SteuerkommissÃ¤r den Sachverhalt, das Gebot des rechtlichen GehÃ¶rs vorbehalten, nicht nach allen Richtungen ausleuchten (Reimann/Zuppinger/SchÃ¤rrer, § 102 N. 47-52; Zweifel, S. 24 ff.). Nur wenn er einen als erheblich erkennbaren, aber noch unklaren oder unvoll­stÃ¤n­digen Sachverhalt nicht weiter geklÃ¤rt hat, sind die betreffenden nachtrÃ¤glich festge­stellten Tatsachen nicht neu (RB 1983 Nr. 58; Reimann/Zuppinger/SchÃ¤rrer, § 102 N. 33; Richner/Frei/Kaufmann, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼rcher Steuergesetz, ZÃ¼rich 1999, § 160 N. 38).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Unklarheit oder UnvollstÃ¤ndigkeit des als erheblich erkennbaren Sachverhalts muss offensichtlich sein, d.h. in die Augen springen. Die versÃ¤umte SachverhaltsabklÃ¤rung bedingt mit anderen Worten eine grobe Missachtung der Untersuchungspflicht durch den SteuerkommissÃ¤r, die den Kausalzusammenhang zwischen der ungenÃ¼genden Deklaration und der ungenÃ¼genden Veranlagung unterbricht (RB 1994 Nr. 47 = StE 1994 B 97.41 Nr. 7). So nimmt auch das Bundesgericht in seiner Rechtsprechung zur direkten Bundes­steuer an, der Kausalzusammenhang zwischen der nicht gehÃ¶rigen Deklaration des Steuer­pflich­tigen und dem Steuerausfall werde unterbrochen, "wenn die UnzuverlÃ¤ssigkeit der Steuer­erklÃ¤rung und der ihr beigefÃ¼gten Belege der EinschÃ¤tzungsbehÃ¶rde bekannt war oder hÃ¤tte bekannt sein mÃ¼ssen, und von dieser wider besseres Wissen oder aus Nach­lÃ¤s­sig­keit nicht beachtet wurde" (Urteil vom 29. MÃ¤rz 1946, ASA 14, S. 488; KÃ¤nzig/Beh­nisch, Die di­rekte Bundessteuer, III. Teil, 2. A., Basel 1992, Art. 129 N. 64 ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Der Zuwachs der Gutha­ben bei X Portfolio Management stellt VermÃ¶gens­er­trag im Sinn von § 19 lit. c aStG dar, und ist nicht etwa als Kapitalgewinn zu wÃ¼rdigen. Heute ist der Pflichtigen wie auch den SteuerbehÃ¶rden bekannt, dass die ent­spre­chenden Guthaben zu keiner Zeit aus einzelnen Wertschriften oder Anteilen an Titeln be­standen haben, die aus den zu einem Pool zusammengefassten und von X Portfolio Management verwalteten VermÃ¶­genswerten erworben worden wÃ¤ren. Die einge­zahlten Geldsummen sind nicht in andere VermÃ¶genswerte umgesetzt worden. Sie sind damit weder rechtlich noch wirtschaftlich aus dem VermÃ¶gen der Pflichtigen ausgeschie­den. Aus dem Guthaben der Pflichtigen bei X Portfolio Management abge­leitete AnsprÃ¼che, wel­che Ã¼ber die RÃ¼ckleistung der Einlage hinausreichen, generieren mithin nicht Kapitalge­winn, sondern VermÃ¶genser­trag (vgl. VGr, 26. Januar 2000, SB.1999.00044 = ZStP 2000, 191 ff., mit Hinweisen). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Sodann ist besagter VermÃ¶genser­trag als per 31. Dezember 1996 bzw. 1997 rea­lisiert zu wÃ¼rdigen. Die Pflichtige hat Ã¼ber den Anspruch verfÃ¼gt, indem sie auf einen RÃ¼ck­zug der Einlage oder eines Teils davon ver­zich­tet und das Guthaben weiterhin der Verwaltung durch X Portfolio Mana­ge­ment unterstellt hat. Ebenso ist erstellt, dass die RÃ¼ckleistung der Einlagen und papiermÃ¤ssig ausgewiesenen Gewinne durch X Portfolio Mana­ge­ment in der fraglichen Steuerperiode durchaus noch mÃ¶glich gewesen wÃ¤re (vgl. VGr, 26. Januar 2000, SB.1999.00044 = ZStP 2000, 191 ff., mit Hin­weisen). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Damit ist die Unterbesteuerung im Ausmass, wie sie in der angefochtenen VerfÃ¼­gung festgestellt wird, ausgewiesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die Pflichtige bestreitet letztlich im Rekursverfahren nicht das Vorliegen einer neuen Tatsache. Sie ist im Gegenteil gestÃ¤ndig, ihre VermÃ¶genswerte bei "X Portfolio Ma­na­ge­ment" in ihrem Wertschriftenverzeichnis nicht deklariert zu haben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Auf AusfÃ¼hrungen in der Rekursschrift, welche sich auf die Busse beziehen, wie auch den eventualiter gestellten Sistierungsantrag kann zufolge fehlendem Anfechtungs­objekt nicht eingetreten werden: Das diesbezÃ¼gliche Verfahren ist nicht Gegenstand des vorliegenden Rekursverfahrens. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dies fÃ¼hrt zur Abweisung des Rekurses, soweit auf ihn Ã¼berhaupt eingetreten wer­den kann.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Rekurs wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.<br/> ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>