A bteilung III C -103/2006 {T 0/2} U rteil vom 8. A ugust 2007 M itw irkung: R ichterin Beutler; R ichter Im oberdorf; R ichter Vaudan; G erichtsschreiber Segessenm ann. S._______, Beschw erdeführer, vertreten durch Advokat D ieter G ysin, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz, betreffend Einreisesperre. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er Beschw erdeführer, geboren am 13. O ktober 1983, ist sri-lankischer Staatsangehöriger. Er reiste am 19. April 1998 in die Schw eiz ein und stell- te hier ein Asylgesuch, w elches jedoch vom dam aligen Bundesam t für Flüchtlinge (BFF; heute: Bundesam t für M igration [BFM ]) am 16. N ovem - ber 2000 abgelehnt w urde. D iese Verfügung w urde in den nachfolgenden, vom Beschw erdeführer angestrengten Beschw erde-, R evisions- und W ie- dererw ägungsverfahren jew eils bestätigt. B. Am 6. Februar 2006 w urde der Beschw erdeführer vom Strafgericht des Kantons Basel-Landschaft w egen gew erbsm ässigen betrügerischen M iss- brauchs einer D atenverarbeitungsanlage, gew erbsm ässiger H ehlerei, m ehrfacher U rkundenfälschung, einfacher Körperverletzung, m ehrfacher Tätlichkeiten sow ie H ausfriedensbruchs zu einer bedingten G efängnisstra- fe von 18 M onaten sow ie einer unbedingten Landesverw eisung von fünf Jahren verurteilt. G egen dieses U rteil erklärte der Beschw erdeführer Ap- pellation. C . M it Verfügung vom 7. Februar 2006 erliess die Vorinstanz gegen ihn eine auf unbestim m te D auer festgesetzte Einreisesperre und entzog einer allfäl- ligen Beschw erde die aufschiebende W irkung. Zur Begründung w urde auf die im erw ähnten Strafurteil aufgeführten D elikte verw iesen. D . G egen diese Verfügung erhob der Beschw erdeführer am 10. M ärz 2006 beim dam als zuständigen Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartem ent (EJPD ) Beschw erde. D arin beantragt er, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben; eventualiter sei ihm zu gestatten, für die Teilnahm e an der Appellationsverhandlung in die Schw eiz einzureisen. In prozessualer H in- sicht ersuchte er nam entlich um W iederherstellung der aufschiebenden W irkung der Beschw erde, um Sistierung des Beschw erdeverfahrens bis zum rechtskräftigen Abschluss des Strafverfahrens sow ie um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege sam t Verbeiständung. E. M it Zw ischenverfügung vom 31. M ärz 2006 lehnte das EJPD das G esuch um W iederherstellung der aufschiebenden W irkung der Beschw erde auf G rund überw iegender öffentlicher Fernhaltungsinteressen ab und verw ies bezüglich einer allfälligen Teilnahm e des Beschw erdeführers an der Appel- lationsverhandlung im Strafverfahren auf die M öglichkeit der Suspension der Einreisesperre gem äss Art. 13 Abs. 1 Satz 3 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer (AN AG , SR 142.20). D as G esuch um Sistierung des vorliegenden Beschw erdever- fahrens w urde m it dem H inw eis, dass die Anordung einer Einreisesperre praxisgem äss kein rechtskräftiges Strafurteil voraussetze, ebenfalls abge- w iesen. Schliesslich w urde das G esuch um G ew ährung der unentgeltli- chen R echtspflege gutgeheissen, die N otw endigkeit einer am tlichen Ver- beiständung indessen verneint. F. In ihrer Vernehm lassung vom 17. M ai 2006 beantragt die Vorinstanz die Abw eisung der Beschw erde.3 G . M it R eplik vom 22. Juni 2006 hält der Beschw erdeführer an seinen Anträ- gen und der Begründung fest. G leichzeitig ersuchte er in verfahrensrechtli- cher H insicht um w iedererw ägungsw eise G utheissung des G esuchs um G ew ährung der unentgeltlichen Verbeiständung. H . M it Zw ischenverfügung vom 27. Juni 2006 w ies das EJPD diesen prozes- sualen Antrag des Beschw erdeführers erneut ab. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht unter Vorbehalt der in Art. 32 VG G genannten Ausnahm en Beschw erden gegen Verfü- gungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), w elche von einer in Art. 33 VG G aufgeführten Behörde erlassen w urden. D arunter fallen gem äss Art. 20 Abs. 1 AN AG die Verfügungen des BFM , die sich auf Art. 13 Abs. 1 AN AG stützen. D as Bundesverw altungsgericht entscheidet endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Be- urteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei den Beschw erdediensten der D eparte- m ente hängigen R echtsm ittel und w endet das neue Verfahrensrecht an (Art. 53 Abs. 2 VG G ). G em äss Art. 37 VG G richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht nach dem Vw VG , sow eit das G esetz nichts anderes bestim m t. 1.3 D er Beschw erdeführer ist als Adressat durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzw ürdiges Interesse an deren Änderung oder Auf- hebung (Art. 48 Abs. 1 Vw VG ). Auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde ist som it einzutreten (Art. 49 ff. Vw VG ), sow eit die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung beantragt w ird. N icht eingetreten w erden kann hingegen auf den Eventualantrag des Be- schw erdeführers, es sei ihm für die Teilnahm e an der Appellationsverhand- lung die Einreise in die Schw eiz zu gestatten. Bei diesem Begehren han- delt es sich im Ergebnis um ein G esuch um zeitw eilige Suspension der Einreisesperre nach Art. 13 Abs. 1 Satz 3 AN AG , für dessen Behandlung das BFM zuständig w äre. D a die Vorinstanz darüber jedoch noch gar nicht befunden hat, kann die Frage der zeitw eiligen Suspendierung der angeord- neten Fernhaltem assnahm e nicht G egenstand des vorliegenden Be- schw erdeverfahrens bilden. 2. 2.1 In form eller H insicht rügt der Beschw erdeführer eine Verletzung des recht-4 lichen G ehörs. Es sei ihm die M öglichkeit verw ehrt w orden, sich zu der be- absichtigten ausländerrechtlichen M assnahm e vorgängig zu äussern. Auf G rund der form ellen N atur des G ehörsanspruchs sei die angefochtene Verfügung folglich ungültig. Auch dem Anspruch auf Begründung eines Entscheides genüge die angefochtene Verfügung nicht ansatzw eise, w ür- den doch einzig die im D ispositiv des Strafurteils erw ähnten D elikte w ie- dergegeben. 2.2 D as R echt des Betroffenen, vor Erlass einer Verfügung angehört zu w er- den (vgl. Art. 30 Abs. 1 Vw VG ), stellt einen w esentlichen Teilgehalt des in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossen- schaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) statuierten Anspruchs auf rechtli- ches G ehör dar (vgl. BG E 132 II 485 E. 3.2 S. 494, 129 V 73 E. 4.1 S. 74, je m it H inw eisen). Aus den Akten ist nicht ersichtlich, dass dem Beschw erdeführer vorgängig G elegenheit zur Stellungnahm e zur beabsichtigten Einreisesperre einge- räum t w orden w äre. D iesbezüglich beruft er sich daher grundsätzlich zu R echt auf eine Verletzung seines G ehörsanspruchs. D iese Verfahrens- rechtsverletzung ist indessen als geheilt zu betrachten, da der Beschw er- deführer auf R ekursebene m ehrfach G elegenheit hatte, sich zur Anord- nung der Einreisesperre zu äussern und sow ohl das vorm als zuständige EJPD als auch das Bundesverw altungsgericht in der vorliegenden Be- schw erdesache über volle Kognition verfügt haben bzw . verfügen (vgl. BG E 132 V 387 E. 5.1 S. 390, 131 II 271 E. 11.7.1 S. 304, 129 I 129 E. 2.2.3 S. 135, je m it H inw eis). 2.3 G em äss Art. 35 Abs. 1 Vw VG sind die Behörden verpflichtet, schriftliche Verfügungen zu begründen. D ie Begründungspflicht ist - ebenso w ie die Pflicht zur vorgängigen Anhörung - Teilgehalt des Anspruchs auf rechtli- ches G ehör im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV. Sie gew ährleistet den Verfü- gungsadressaten die M öglichkeit, w irksam Beschw erde zu führen, und verhindert, dass sich die Behörde von unsachgem ässen M otiven leiten lässt (vgl. Verw altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 70.49 E. 5.1 m it H inw eisen). Es trifft zw ar zu, dass die Begründung der angefochtenen Verfügung sehr knapp ausgefallen ist und sich im Ergebnis in der W iedergabe der im D is- positiv des Strafurteils vom 6. Februar 2006 genannten D elikte erschöpft. D iesbezüglich ist jedoch festzustellen, dass der Beschw erdeführer in casu gestützt auf die angegebene Begründung ohne w eiteres in der Lage w ar, die gegen ihn verfügte Einreisesperre sachgerecht anzufechten. Eine all- fällige zusätzliche G ehörsverletzung w äre daher ebenfalls als geheilt zu betrachten. 3. 3.1 D ie eidgenössische Behörde kann über unerw ünschte Ausländerinnen und Ausländer eine Einreisesperre verhängen. W ährend der Einreisesperre ist ausländischen Personen jeder G renzübertritt ohne ausdrückliche Erm äch-5 tigung der verfügenden Behörde untersagt (Art. 13 Abs. 1 Satz 1 und 3 AN AG ). 3.2 Als "unerw ünscht" im Sinne des G esetzes gelten nach ständiger Praxis Frem de, die w egen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich verur- teilt w urden. D ie Einreisesperre hat jedoch keinen Strafcharakter im Sinne eines sozialethischen U nw erturteils, sondern stellt lediglich eine präventiv- polizeiliche Adm inistrativm assnahm e zum Schutz der öffentlichen Sicher- heit und O rdnung dar. M it dieser M assnahm e sollen Ausländerinnen und Ausländer ferngehalten w erden, deren Vorleben bzw . konkretes Verhalten darauf schliessen lässt, dass sie nicht w illens oder nicht fähig sind, sich in die geltende O rdnung einzufügen (vgl. BG E 129 lV 246 E. 3.2 S. 251 f. sow ie U rteil des Bundesverw altungsgerichts C -88/2006 vom 13. Juni 2007 E. 5.1, je m it H inw eisen). 3.3 D ie Begehung einer Straftat kann ein Indiz für die Annahm e sein, die aus- ländische Person w erde erneut delinquieren, w obei angesichts eines schw eren Verstosses gegen die öffentliche O rdnung die W ahrscheinlich- keit einer W iederholung eher anzunehm en ist als bei leichten Verfehlun- gen. Andererseits kann ein strafbares Verhalten in generalpräventiver H in- sicht die N otw endigkeit begründen, m ittels regelm ässiger Fernhaltepraxis darauf hinzuw irken, dass andere in der Schw eiz lebende Ausländerinnen und Ausländer von O rdnungsverstössen der betreffenden Art absehen (vgl. U rteil des Bundesverw altungsgerichts C -88/2006 vom 13. Juni 2007 E. 5.2 m it H inw eis). 3.4 D ie Anordnung einer Fernhaltem assnahm e setzt kein rechtskräftiges Straf- urteil voraus. Bei noch hängigen Strafverfahren genügt es, dass Ver- dachtsm om ente vorliegen, die von der Behörde als hinreichend konkret betrachtet w erden (vgl. Verw altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 62.1 E. 8 m it H inw eisen). 4. 4.1 In seiner R echtsm itteleingabe äussert sich der Beschw erdeführer in m ate- rieller H insicht nicht zu den ihm im Strafurteil vom 6. Februar 2006 zur Last gelegten Sachverhalte, sondern verw eist lediglich auf den U m stand, dass er gegen das besagte U rteil Appellation erklärt habe. D ie von der Vorin- stanz verfügte Einreisesperre verstosse gegen die verfassungsrechtlich geschützte U nschuldsverm utung. D as BFM habe die Fernhaltem assnahm e einzig auf G rund der von der kantonalen Frem denpolizeibehörde erfolgten M eldung erlassen. Eine G üterabw ägung, w elche den verfassungsrechtli- chen Anforderungen genügen w ürde, könne gar nicht erfolgt sein, w eil das BFM w eder das m otivierte Strafurteil noch die Strafakten zur Kenntnis ge- nom m en habe. Einen hinreichenden Tatverdacht verm öge es daher gar nicht darzulegen. 4.2 D er Beschw erdeführer sei im Jahre 1998 als 14 ½ -Jähriger zu seinem C ousin in die Schw eiz gereist, nachdem er in Sri Lanka säm tliche Fam ili- enangehörige verloren habe. D ie Erlebnisse in seinem H eim atland hätten ihn derart stark geprägt, dass er unter einer posttraum atischen Belas-6 tungsstörung und einer depressiven Entw icklung leide. Er habe sich w äh- rend seines Aufenthaltes in der Schw eiz praktisch durchw egs an die aus- länderrechtlichen Anw eisungen und Vorschriften gehalten. D ass er sich im R ahm en des rechtlich Erlaubten gegen die Ausschaffung nach Sri Lanka zur W ehr gesetzt habe, verm öge angesichts seiner Erkrankung, seines Al- ters und der fehlenden fam iliären Strukturen im H eim atland die "U ner- w ünschtheit" in der Schw eiz nicht zu rechtfertigen. D ies um so m ehr, als er w ährend seines Aufenthalts in der Schw eiz nie die Leistungen der Sozial- hilfe in Anspruch habe nehm en m üssen und sich abgesehen von den straf- rechtlichen Vorw ürfen bestens integriert habe. 5. 5.1 M it seiner Argum entation, w onach die Anordnung der Einreisesperre ge- gen die U nschuldsverm utung ("in dubio pro reo") verstosse, verkennt der Beschw erdeführer, dass die in Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 der Kon- vention vom 4. N ovem ber 1950 zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten (EM R K, SR 0.101) statuierte U nschuldsverm utung grund- sätzlich nur im Strafverfahren anw endbar ist und es sich bei der von der Vorinstanz verfügten Sperre nicht um eine strafrechtliche Sanktion, son- dern um eine rein präventivpolizeiliche M assnahm e handelt (vgl. zu Letzte- rem BG E 129 lV 246 E. 3.2 S. 251 f. sow ie U rteil des Bundesverw altungs- gerichts C -88/2006 vom 13. Juni 2007 E. 5.1, je m it H inw eisen). D ie An- ordnung einer Einreisesperre trotz Fehlens einer rechtskräftigen strafrecht- lichen Verurteilung stellt daher grundsätzlich keinen Verstoss gegen die verfassungsm ässig verankerte U nschuldsverm utung dar. Aus den vorhan- denen Strafakten - und nam entlich der inzw ischen vorliegenden ausführli- chen Begründung des Strafurteils vom 6. Februar 2006 - ergeben sich zu- dem hinreichend konkrete Verdachtsm om ente, dass der Beschw erdeführer im Jahre 2004 w iederholt und in erheblichem M asse delinquiert hat. D ie erw ähnten Verdachtsm om ente verm ag er durch den blossen H inw eis, ge- gen das besagte Strafurteil Appellation erklärt zu haben, nicht zu entkräf- ten. D ies um so m ehr, als sein Verteidiger im erstinstanzlichen Strafverfah- ren selber einen Schuldspruch des Beschw erdeführers w egen Betrugs, be- trügerischen M issbrauchs einer D atenverarbeitungsanlage, U rkundenfäl- schung sow ie H ehlerei beantragt hatte. 5.2 Bei dieser Sachlage hat die Vorinstanz den Beschw erdeführer zu R echt als "unerw ünschten Ausländer" im Sinne von Art. 13 Abs. 1 Satz 1 AN AG qualifiziert. 6. Som it bleibt zu prüfen, ob sich die Anordnung der Einreisesperre als sol- che bzw . deren D auer als verhältnism ässig und angem essen erw eist (Art. 49 Bst. a und c Vw VG ). 6.1 Auf G rund der schw er w iegenden, dem Beschw erdeführer zur Last geleg- ten Straftaten, w elche sich von gravierenden Verm ögensdelikten bis hin zu Eingriffen in die körperliche Integrität erstrecken, besteht sow ohl in spezi- al- als auch in generalpräventiver H insicht ein erhebliches öffentliches Fernhaltungsinteresse. D em stehen keine privaten Interessen entgegen, w elche diese zu überw iegen verm öchten. Es ist nam entlich nicht ersicht-7 lich, inw iefern sich der ohnehin visum spflichtige Beschw erdeführer auf ein schützensw ertes privates Interesse berufen könnte, ohne besonderen Be- w illigungsvorbehalt in die Schw eiz reisen zu dürfen. So sind w eder seine frühere Anw esenheitsberechtigung in der Schw eiz als Asylsuchender noch die geltend gem achten gesundheitlichen Problem e oder das angeblich feh- lende fam iliäre Beziehungsnetz in Sri Lanka geeignet, ein solches privates Interesse zu begründen. D er U m stand, dass der Beschw erdeführer nicht w eiter bei der Fam ilie seines C ousins in der Schw eiz leben kann, ist so- dann keine Folge der gegen ihn verhängten Einreisesperre, sondern der fehlenden Aufenthaltsberechtigung. N ach dem G esagten hat BFM zu R echt eine Einreisesperre gegen den Beschw erdeführer verfügt. 6.2 D ie unbefristete D auer der verfügten Fernhaltem assnahm e erw eist sich im vorliegenden Fall schliesslich auch als verhältnism ässig und angem essen. W ie bereits gesehen, ergeben sich für den Beschw erdeführer aus der Ein- reisesperre kaum nachteilige Folgen und es ist ihm im Lichte seiner erheb- lichen, zeitlich noch nicht sehr w eit zurückliegenden Straffälligkeit ohne w eiteres zuzum uten, den Kontakt zur Fam ilie seines in der Schw eiz leben- den C ousins in den kom m enden Jahren vom H eim atland aus zu pflegen. Sollte sich ein Besuch in der Schw eiz aus fam iliären G ründen dennoch als erforderlich erw eisen, steht dem Beschw erdeführer grundsätzlich die M ög- lichkeit offen, bei der Vorinstanz um zeitw eilige Suspension der Einreise- sperre zu ersuchen (vgl Art. 13 Abs. 1 Satz 3 AN AG ). Im Ü brigen kann der Beschw erdeführer bei nachträglicher Veränderung der Sach- oder R echts- lage bei der Vorinstanz jederzeit ein W iedererw ägungsgesuch stellen (vgl. VPB 56.33 E. 19). Zur Zeit liegen aber noch keine konkreten H inw eise da- für vor, dass sich die G efährdung, w elche vom Beschw erdeführer für die öffentliche Sicherheit und O rdnung ausgeht, inzw ischen verringert hätte. In diesem Zusam m enhang ist der Vollständigkeit halber festzuhalten, dass der zw ischenzeitliche W egfall der strafrechtlichen Landesverw eisung ledig- lich auf eine G esetzesänderung und nicht auf eine veränderte G efähr- dungssituation zurückzuführen ist (vgl. Ziff. 1 Abs. 2 der Schlussbestim - m ungen der Änderungen vom 13. D ezem ber 2002 des Schw eizerischen Strafgesetzbuches vom 21. D ezem ber 1937 [StG B, SR 311.0]). Bei dieser Sachlage ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Einreise- sperre auf unbestim m te D auer verfügt hat. 7. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt; sie ist auch angem essen (Art. 49 Vw VG ). D ie Be- schw erde ist daher abzuw eisen. 8. D a dem Beschw erdeführer die unentgeltliche R echtspflege gew ährt w urde, sind ihm keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (vgl. Art. 65 Abs. 1 Vw VG ). (D ispositiv nächste Seite)8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen, sow eit darauf einzutreten ist. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (eingeschrieben) - der Vorinstanz (Akten retour) D er Kam m erpräsident: D er G erichtsschreiber: Antonio Im oberdorf Thom as Segessenm ann Versand am :