B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-3648/2010 U r t e i l v o m 5 . M a i 2 0 11 Besetzung Richter Ronald Flury (Vorsitz), Richterin Eva Schneeberger, Richter Stephan Breitenmoser; Gerichtsschreiber Kaspar Luginbühl. Parteien P._______, Beschwerdeführer, gegen Eidgenössische Revisionsaufsichtsbehörde RAB, Vorinstanz. Gegenstand Zulassung als Revisor. B-3648/2010 Seite 2 Sachverhalt: A. P ._______ (Beschwerdeführer) erwarb am 25. Oktober 1994 das Diplom als Treuhänder mit eidgenössischem Fachausweis. Mit Ei ngabe vom 31. Dezember 2007 stellte er bei der Eidgenössischen Revisi onsauf- sichtsbehörde (RAB, Vorinstanz) ein Gesuch um Zu lassung als Revisor. Mit Verfügung vom 14. Januar 2008 wurde er provisorisch als Revi sor zugelassen und in das ent sprechende Register eingetragen. Im Hinblick auf die Beurteilung seines Gesuchs um definitive Zu lassung reichte der Beschwerdeführer am 23. Februar 2009 Unter lagen be treffend die von ihm geltend ge machte Fachpraxis ein. Im Lauf des Verfahrens wurde er darauf hingewiesen, dass es ihm an beauf sichtigter Fachpraxis im B e- reich der Rechnungsrevision mangle, sein über einen ausländischen A b- schluss verfügender Vorgesetzter aber als Fachperson i.S. des RAG zur Beaufsichtigung eines Revisors für den Bereich Rechnungsw esen aner- kannt werden könne. B. Mit Verfügung vom 19. April 2010 wies die Vorinstanz das Gesuch des Beschwerdeführers um Zulassung als Revisor ab, hob seine provisor i- sche Zulassung als Revisor auf und ordnete die Löschung des entspr e- chenden Eintrags im Revisorenregister an. Ihren Entscheid begründete sie damit, dass Tre uhänder mit eidgenössischem Fach ausweis gemäss Art. 5 Abs. 1 Bst. c des Revisionsaufsichtsgesetzes ( RAG) nur dann als Revisoren zugelassen würden, wenn sie über mindestens ein Jahr beauf- sichtigter Fachpraxis auf den Gebieten des Rechnungswesens und der Rechnungsrevision verfügten. Wä hrend der Beschwerdeführer nach ge- wiesen habe, dass er über genügend lange beaufsichtigte Fa chpraxis im Bereich des Rechnungswesens verfüge, sei ihm dieser Nachweis in B e- zug auf die Rechnungsrevision nicht gelungen. Die v on ihm geltend g e- machte Fachpraxis, welche ausschliessli ch auf dem Gebiet des Rec h- nungswesens erworben worden sei, reiche gemäss Art. 5 Abs. 2 RAG nicht für eine def initive Zulassung aus. Der Nach weis von Fachpraxis e i- ner gewissen Dauer auf dem Gebiet der Rechnungsrevision sei für eine Zulassung unabdingbar. Auch unter der Härtefallklausel i.S.v. Art. 43 Abs. 6 RAG sei ihm die Zulassung zu verweigern. Denn gleich wie bei der regulären Zulassung nach Art. 5 RAG seien gemäss dem in Art. 43 Abs. 6 RAG genannten Erfordernis, wonach ein Kandidat über langjährige Fac h- praxis verfügen müsse, in Anlehnung an Art. 5 Abs. 2 RAG sowohl Erfah- rungen im Rechnungs wesen als auch in der Rechnun gsrevision zu ve r-B-3648/2010 Seite 3 langen. Der Beschwerdeführer habe bis ins Jahr 2008 lediglich ein einzi- ges Revisionsmandat betreut; die von ihm in den Jahren 2009 und 2010 offenbar durchgeführten Revisionen habe er nicht belegt. Doch selbst wenn er in den Jahren 2009 und 2010 regel mässig Revisionen durchge- führt habe, könne er dennoch keine langjähri ge Praxis auf diesem Gebiet geltend machen. Gemäss vorinstanzlicher Praxis müsse sich die Erfa h- rung in diesem Gebiet auf mindestens 10 % einer Vollzeitstelle belaufen. Da der Beschwerdeführer somit die Anforderungen an eine moderne, der Gesetzgebung entsprech enden Revisionstätigkeit nicht erfülle, sei die Verweigerung der Zulassung verhältnismässig. Dies umso mehr, als die primäre Tätigkeit des Unternehmens, in we lchem er tätig sei, in der Buchhaltung und der Liegenschaftsverwaltung liege. C. Gegen diese Verfügu ng führt der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 20. Mai 2010 Beschwerde und bea ntragt, der vorinstanzliche Ent scheid sei aufzuheben, er sei als Re visor zuzulassen und in das ent sprechende Register einzutragen. Im Sinn einer vorsorglichen Massnahme sei sein Eintrag als provisorisch zugelassener Revisor während des Verfahrens im Revisorenregister beizubehalten. Zur Begründung bringt er vor , er habe für seinen Arbeitgeber seit dem Jahr 2002 das Revisionsmandat geführt. Im Jahr 2009 habe er für rund 36 Unter nehmen die Revision durchg e- führt. Zum Beweis dieses Vorbringens lege er alle diesbezüglichen Revi- sionsberichte ins Recht. Zudem verfüge er auch über eine gewisse b e- aufsichtigte Fachpraxis im Revisionswesen. So sei er bei der A._______ AG sieben Jahre als Countr y Controller tätig gewesen, was ihm erlaubt habe, im Rahmen von Control Procedures Monatsabschlüsse zu erste l- len, die in ihrem Detaillierungsgrad den in Revisionsdienstleis tungen er- brachten Tätigkeiten entsprächen. Am Ende des Geschäftsjahres habe er die Monatsabschlüsse zu Jahresrechnungen zusammenge fasst. Die A n- fertigung und Prüfung von Jahresrechnungen stellten einen zentralen Be- standteil des Aufgabenbereichs eines internen bzw. externen Revisors dar. Insofern seien in seine Arbeit stets Elemente der Rev ision eingeflos- sen, auch wenn er primär im Rechnungswesen tätig gewesen sei. Aus diesen Gründen verfüge er über genügend beaufsichtigte Fachpraxis, um i.S.v. Art. 5 Abs. 2 RAG als Revisor zugelassen zu werden. Wenn das e r- kennende Gericht nicht dieser An sicht sein sollte, so sei er jedenfalls in Anwendung der Härtefallklausel zuzulassen. Er stelle nicht in Abrede, dass Fachpraxis sowohl im Rechnungswesen als auch in der Rechnungs- revision verlangt werden könne. Indem die Vorinstanz jedoch verlange, dass die i n der Rechnungsrevision erworbene Fachpraxis min destens B-3648/2010 Seite 4 10% einer Voll zeitstelle ausmachen müsse, überschreite sie ihr Erme s- sen, da der Gesetzgeber keinen fixen quantitativen Anteil festgelegt habe. Eine derartige Anforderung sei schon deshalb nicht sachgerecht, weil sich viele Bereiche des Rechnungswesens und der Rechnungsrevision übe r- schnitten, was eine klare Unterscheidung oftmals nicht möglich mache. Indem die Vorinstanz entlang künstlicher, vom Gesetz nicht vorgesehener Kriterien verschiedene Teilbereiche seiner Tätigkeit auseinander dividiere und überdies die Qualität seiner Arbeit sowie die allgemeine Eignung se i- ner Person als Revisor nicht berücksichtige, übe sie ihr Ermessen nicht korrekt aus. Insgesamt habe er sich in den letzten 17 Jahren seiner T ä- tigkeit regelmässig mit der Rechnungs revision befasst. So habe er ab dem Jahr 2002 das Revisionsmandat seiner heutigen Arbeitgeberin g e- führt und seit dem Jahr 2009 ins gesamt 36 Revisionen durchgeführt, o h- ne je einen Schadensfall zu verursachen. Auch wenn er wohl erst seit dem Jahr 2009 10 % seines Pensums für Revisionen aufgewendet habe, so habe e r trotzdem ge nügend Fachprax is auf dem Gebiet der Rec h- nungsrevision, um als Revisor zugelassen zu werden. Da es sich bei der Bewilligung, als zugelassener Revisor tätig zu sein, um ei ne Polizeibewil- ligung handle, habe er auf deren Erteilung Anspruch. Schliesslich sei dar- auf hinzuweisen, dass eine Ver weigerung der Zulassung als Re visor so- wohl für den Beschwerde führer als auch für seine Arbeit geberin gravie- rende, unverhältnismässige Konsequenzen hätte. Die durch Revisionen erwirtschafteten Honorare macht en 12 % der Ein nahmen des Unter neh- mens aus. Da niemand ausser ihm selbst die Revisionsmandate seiner Arbeitgeberin ausführen könne, sei auch seine Position innerhalb des Un- ternehmens gefährdet. D. Mit Zwischenverfügung vom 25. Mai 2010 bestätigte das Bundesver - waltungsgericht, dass der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu - komme und der Beschwerdeführe r deshalb für die Dauer des Ver fahrens als provisorisch zugelassen er Revisor im Revisorenregister eingetragen bleibe. E. In ihrer Vernehmlassung vom 25. Juni 2010 beantragt die Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde und bringt zur Begründung im Wesentlichen vor, dass die Ausführungen de s Beschwerdeführers, wonach Tätigkeiten im Rechnungswesen und solche in der Rechnungsrevision sich teilweise überschnitten, nicht zuträfen. Vielmehr seien das Rechnungswesen und die Rechnungsrevision klar getrennte Tätigkeitsbereiche. Die Erstel lung B-3648/2010 Seite 5 von Monats- und Quartalsabschlüssen sei eindeutig keine Revisionstätig- keit. Aus diesem Grund habe die A._______ AG dem Beschwerdeführer auch nur beaufsichtigte Fachpraxis im Rechnungswesen attestiert. Da er somit über keine beaufsichtigte Praxis in der Rechnungsrevision verfüge, könne er nicht als Revisor i.S.v. Art. 5 RAG zugelassen werden. Auch un- ter Art. 43 Abs. 6 RAG könne er nicht zugelassen werden, da es ihm nicht gelinge, langjährige Erfahrung in der Rechnungsrevision darzulegen. Der Beschwerdeführer habe in den Jahren 2002 bis 2008 lediglic h ein einz i- ges Revisionsmandat geführt. Die anlässlich der Beschwerde eingereich- ten Revisionsberichte seien zu grossen Teilen fehlerhaft, da sie diverse obligationenrechtliche Vorschriften nicht ein hielten, wes halb nicht von einwandfreier Er bringung von Re visionsdienstleistungen gesprochen werden könne. Soweit die Vorinstanz den Anteil von Revisionsdienstle is- tungen an der gesamten Berufs erfahrung auf 10 % ei ner Vollzeitstelle festlege, bewege sie sich inner halb des Gesetzes. Bei dieser Vo rgabe handle es sich um eine absolute Minimalanforderung, welche nicht unter- schritten werden dürfe, sofern qualitativ korrekte Revisionsdienstleistu n- gen sichergestellt werden sollen. S chliesslich bewege sich die Verweig e- rung der Zu lassung als Revisor auch im Rah men der Ver hältnismässig- keit, da dem Beschwerdeführer nicht verboten werde, an Revisionsdienst- leistungen mit zu arbeiten, sondern lediglich, als leitender Revisor tätig zu sein. Ausserdem sei eine Zulassung zu einem späteren Zeitpunkt mö g- lich, wenn er genügend Fachpraxis in der Rechnungsrevision nachweisen könne. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nac h Art. 32 VGG vorliegt. Als Vor instanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden, zu denen auch die eidgenössische Revisionsau f- sichtsbehörde (RAB, Vorinstanz) zählt (Art. 33 Bst. e VGG i.V.m. Art. 28 Abs. 2 des Revisionsaufsichts gesetzes [RAG, SR 221.302]). Der En t- scheid der Vorinstanz vom 19. April 2010 stellt eine Verfügung i.S.v. Art. 5 Abs. 1 VwVG dar. Er kann im Rahmen der all gemeinen Bestimmungen der Bunde sverwaltungsrechtspflege beim Bundesve rwaltungsgericht a n- gefochten werden (Art. 44 VwVG i.V.m. Art. 31 ff. VGG). B-3648/2010 Seite 6 Der Beschwerdeführer ist Adressat der Verfügung. Er ist durch diese b e- rührt und hat an ihrer Aufhebung oder Änderung ein sch utzwürdiges Inte- resse. Er ist damit zur Beschwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Die Eingabefrist und -form sind gewahrt (Art. 50 und 52 Abs. 1 VwVG), der Kostenvorschuss wurde fristgemäss bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG) und die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 44 ff. VwVG). Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. 2. Gemäss Art. 5 RAG kann eine n atürliche Person als Revisor zu gelassen werden, wenn sie über e inen unbescholtenen Leumund ver fügt, eine Ausbildung i.S.v. Art. 4 Abs. 2 RAG abgeschlossen hat und beaufsichtigte Fachpraxis von ei nem Jahr nachweist. Dass der Be schwerdeführer über eine abgeschlossene Ausbildung (Treuhänder mit eidgenössischem Fachausweis vom 25. Oktober 1994) und über einen unbescholtenen Leumund verfügt, ist unbestritten. Zu prüfen ist einzig, ob er die Anford e- rungen an die Fachpraxis, insbesondere in Bezug auf die Rechnungsr e- vision, erfüllt. 2.1. Gesuchsteller mit einem Abschluss als Treuhänder mit eid - genössischem Fachausweis werden in Anwendung von Art. 5 Abs. 1 Bst. c RAG als Revisor zugelassen, sofern sie mindestens ein Jahr b e- aufsichtigter Fachpraxis nachweisen. Gemäss Art. 5 Abs. 2 RAG muss diese Fachpraxis vorwiegend auf den Gebieten des Rechnungswesens und der Rechnungsrevision erworben worden sein, und zwar u nter B e- aufsichtigung durch einen zugelassenen Revisor oder durch eine auslä n- dische Fach person mit vergleichbarer Quali fikation. Wie der Botschaft des Bundesrats vom 23. Juni 2004 zur Änderung des Obligationenrechts (Revisionspflicht im Gesellschafts recht) sowie zum Bundesgesetz über die Zulassung und Bea ufsichtigung der Revisorinnen und Revisoren (BBl 2004 3969) zu entnehmen ist, verfolgt der Gesetzgeber insbesond e- re in Bezug auf die zur Durchführung von Revisionen befähigenden Au s- bildungen einen liberalen Ansatz. So kommen gemäss Art. 5 Abs. 1 Bst. b RAG i.V.m. Art. 4 Abs. 2 RAG als genügende Ausbildung nebst branchen- spezifischen Abschlüssen wie jenem des Wirtschaftsprüfers auch St u- diengänge im Bereich der Betriebs - oder Rechtswissenschaften oder Ausbildungen wie jene zum Treuhandexperten in Betracht (BBl 2004 4062 f.). Da nicht alle zugelassenen Ausbildungen mit Blick auf die Erbringung von Revisionsdienstleistungen gleichwertig sind, hat sich der Gesetzgeber entschieden, je nach Abschluss eine unterschiedl ich B-3648/2010 Seite 7 lange Dauer beaufsichtigter Fachpraxis zu verlangen. Nur bei der Ausbi l- dung zum Wirtschaftsprüfer hat er auf den Nachweis von Fachpraxis ve r- zichtet, da es sich hierbei um eine spezifisch auf die Erbringung von R e- visionsdienstleistungen zugeschnittene A usbildung handelt, welche b e- reits entsprechende Fachpraxis enthält (BBl 2004 4062). In Bezug auf die Art der Fachpraxis hält die Vorinstanz zu Recht fest, dass schon aus dem Wortlaut von Art. 5 Abs. 2 RAG hervorgehe, diese sei auf den Gebieten des Rechnungswesen und der Rechnungsrevision zu erwerben. Dass der Gesetzgeber mit dem entsprechenden Passus beide Disziplinen kumul a- tiv meinte, ist offensichtlich und ergibt sich sowohl aus dem Begriff "und" als auch aus der Zweckrichtung des Revisionsaufsichtsgesetz es selbst. Art. 1 Abs. 2 RAG bestimmt nämlich, dass die Gesetzgebung der or d- nungsgemässen Erfüllung und der Sicherstellung der Qualität von Revis i- onsdienstleistungen zu dienen habe. 2.2. Zur Frage, wie viel Fachpraxis jeweils auf dem Gebiet des Rec h- nungswesens und auf jenem der Revision zu erwerben ist, bzw. wie diese zwei Disziplinen quantita tiv in Bezug auf die Gesamtfach praxis zu b e- rücksichtigen sind, schweigt sich Art. 5 RAG aus. Ebenso lässt sich der Botschaft nicht entnehmen, wie viel Fachpraxis in der je weiligen Disziplin zu absolvieren ist. Die Botschaft beschränkt sich auf den Hinweis, die Fachpraxis sei "vorwiegend" in den Bereichen des Rechnungswesens und der Rechnungsrevision zu erwerben (BBl 2004 4062 ff.). Die Vori n- stanz ihrerseits legt das Erforde rnis der Fachpraxis in Rechnungswesen und Revision hingegen praxisgemäss dergestalt aus, dass mindestens 10 % der geltend gemachten Fach praxis im Bereich der Revision erwo r- ben worden sein muss. 2.2.1. In teleologischer Hinsicht ist klar, dass es für die selbständ ige Durchführung (eingeschränkter) Revi sionen einer gewissen Fach praxis bedarf, damit der Gesetzeszweck der ordnungs gemässen Erfüllung und der Sicherstellung der Qualität v on Revisionsdienstleistungen erfüllt wer- den kann. Geht man vom Normalfall i.S.v. Art . 5 Abs. 1 Bst. c RAG aus, wonach der Erwe rb der einjährigen Fachpraxis in Rechnungswesen und Rechnungsrevision unter Beaufsichtigung stattfindet, handelt es sich bei dieser zur Erbringung selbständiger Revisionsdienstleistungen befäh i- genden Frist ohnehin um eine eher kurze, denn innerhalb dieses Jahres müssen immerhin sämtliche theoretischen Grundlagen des Rechnung s- wesens und der Rechnungsrevision in der Praxis angewendet und umg e- setzt werden. Wenn die Vorinstanz unter diesen Umständen verlangt, dass der Anteil an Fachpraxis in der Rechnungsrevision mindestens 10 % B-3648/2010 Seite 8 (einer Vollzeitstelle) ausmachen muss, überschreitet sie ihr Ermessen in der Konkretisierung der unbestimmten Gesetzesvorgabe bezüglich qua n- titativer Aufteilung auf jeden Fall nicht. 10 % einer Vollzeitstelle in der Rechnungsrevision ergeben umgerechnet auf ein Arbeitsjahr von 48 A r- beitswochen (52 Wochen abzüglich vier Wochen Ferien) lediglich knapp fünf Arbeitswochen, in welchen ein Gesuchsteller sich ausschliesslich der Rechnungsrevision gewidmet haben muss. Theoretisch reicht es im Si n- ne der vorinstanzlichen Praxis demnach aus, wenn ein Gesuchsteller e i- nen Einblick in die Rechnungsrevision von knapp mehr als einem Monat gewonnen hat. Ob mit einem fünf wöchigen praktischen Einblick in die Rechnungsrevision der Gesetzeszweck von Art. 1 Abs. 2 RAG erreicht werden kann, kann im vorliegenden Zusammenhang dahingestellt ble i- ben. Jedenfalls ist die vorinstanzliche Konkretisierung des Gesetzese r- fordernisses, wonach mindestens 10 % der beaufsichtigten Fachpraxis im Bereich der Rechnungsrevision absolviert werden müssen, in Bezug auf die dem Beschwerdeführer gemachten Vorgaben nicht zu beanstanden. 2.2.2. Unter diesen Umständen vermag das Vorbringen des Be - schwerdeführers, wonach er bei der A._______ AG im Rahmen s einer Tätigkeit als Country Controller Monatsabschlüsse er stellt habe, welche er am End e des Geschäftsjahres zu Jahres abschlüssen zusammeng e- fasst habe, was eine Tätigkeit sei, die auch Elemente der Rechnungsrevi- sion enthalte, nichts an der Sachlage zu ändern. Denn wie die Vorinstanz glaubhaft aus führt, handelt es sich bei dem Rechnungswesen und der Rechnungsrevision um zwei ver schiedene Disziplinen, welche sich s o- wohl in theoretischer als auch in praktischer Hinsicht auseinanderhalten lassen. Dass dem so is t, war auch dem Gesetzgeber bewusst, in dem er sowohl im Revisionsauf sichtsgesetz als auch in der Bot schaft dazu eine klare Unter scheidung zwischen dem R echnungswesen und der Rec h- nungsrevision vorgenommen hat und das Rechnungswesen ins - besondere als Oberbegriff für die Buchführung und die Rechnungslegung einer Gesellschaft i.S. der einschlägigen obligationenrecht lichen Be - stimmungen definiert (BBl 2004 4023) . Ohne im Rahmen dieses Urteils auf die Unterscheidung weiter eingehen zu müssen, kann auf die diesb e- züglichen Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden. Ergänzung s- weise kann immerhin festgehalten werden, dass bereits in den Bestät i- gungsformularen für die Fachpraxis der Unterschied zwischen dem Rechnungswesen und der Rechnungs revision gemacht wird. Hätt e der Beschwerdeführer – wie von ihm vorgebracht – bei der A._______ AG in der Tat Aufgaben erledigt, welche im Be reich der Rechnungsrevision a n- zusiedeln sind, wäre davon auszugehen, dass seine ehemalige Arbeitge-B-3648/2010 Seite 9 berin dies en wichtigen und eigenständigen Aufgabenbereich in seinem Arbeitszeugnis oder zumindest den Bestätigungsformularen erwähnt hät- te. Diesen Dokumenten lässt sich jedoch nichts dergleichen entnehmen, weshalb der darauf basierende Schluss der Vorinstanz, wonach der B e- schwerdeführer bei der A._______ AG nicht in der Rechnungsrevision t ä- tig war, nicht zu beanstanden ist ( zur Bewertung des Inhalts von Arbeit s- zeugnissen vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B -6696/2008 vom 6. April 2009 E. 4.2 f.). 2.3. Vorliegend ist somit erstellt, dass der Beschwe rdeführer die Minimal- voraussetzungen in Bezug auf die beaufsichtigte Fachpraxis in der Rec h- nungsrevision nicht erfüllt, weshalb ihn die Vorinstanz zu Recht nicht g e- stützt auf Art. 5 Abs. 1 Bst. c RAG als Revisor zugelassen hat. 3. Der Beschwerdeführer beantragt, er sei subsidiär gemäss Art. 43 Abs. 6 RAG als Revisor zuzulassen. Bei Art. 43 Abs. 6 RAG handelt es sich um eine Übergangsbestimmung (sog. Härtefallklau sel), welche es erlaubt, in Ausnahmefällen auch Fachpraxis als solche zu anerkennen, welche nicht den ordentlichen gesetzlichen Regeln entspricht. 3.1. Hintergrund für diese Übergangsbestimmung war, dass es für Perso- nen, die schon lange Revisionsdienstleistungen erbringen, u.U. schwierig bzw. unmöglich sein kann, Fachpraxis im Gesetze ssinn nachzuweise n, weil die be aufsichtigenden Personen verstorben sind oder weil deren Fachdiplome nicht mehr beigebracht werden können (BBl 2004 4093). Aus dem Wortlaut von Art. 43 Abs. 6 RAG ergibt sich, dass Personen, welche s ich auf die Härtefallklausel be rufen wollen , eine einwandfreie Erbringung von Revisionsdienstleistungen auf Grund einer lang jährigen praktischen Erfahrung dartun müssen, was sie jedoch nicht von einer a b- geschlossenen Ausbildung gemäss Art. 4 Abs. 2 RAG entbindet ( vgl. Ur- teil des Bundesverwaltungsge richts B -2486/2008 vom 7. Oktober 2008 E. 2.2). Dass die langjährige praktische Erfahrung nicht nur von Revis i- onsexperten, sondern aus drücklich auch von Revisoren verlangt wird, lässt sich der Botschaft entnehmen (BBl 2004 4094). Daraus e rgibt sich zweierlei: Erstens verlangt Art. 43 Abs. 6 RAG im Gegensatz zu Art. 5 Abs. 1 Bst. c RAG ausschliesslich Erfahrung in Revisio nsdienst- leistungen. Dadurch er hellt, dass Personen, welche über die Härte fall- klausel als Revisoren zugelassen werden wollen, während der a n- rechenbaren Zeitspanne zumindest massgeblich im Bereich der Revision gearbeitet haben müssen. Zweitens wird gemäss Art. 43 Abs. 6 RAG eine B-3648/2010 Seite 10 langjährige Erfahrung mit Revisionsdienstleistungen vorausgesetzt. Ohne dass sich das Gesetz oder die Botschaft daz u äussern würden, kann u n- ter diesem Erfordernis eine zumindest mehr jährige Tätigkeit verstanden werden. Wie das erkennende Gericht in anderem Zusammenhang fes t- gehalten hat, kann in Bezug auf die Dauer der "Langjährigkeit" keine star- re Regel aufgestellt werden (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B- 5196/2008 vom 11. Dezember 2008 E. 4.2). Vielmehr muss neben der Anzahl Jahre Fachpraxis auch die Qualität der erbrachten Dienstleistu n- gen beachtet werden. Di e Beachtung der Qualität der er brachten Dienst- leistungen fällt jedoch dann ausser Betracht , wenn das Erfordernis der langjährigen Erfahrung mit Revisionsdienst leistungen klarerweise nicht gegeben ist. 3.2. Wie ausgeführt, räumt Art. 43 Abs. 6 RAG der Vorinstanz einer seits Ermessen ein („Die Aufsichtsbehörde k ann...“) und enthält andererseits unbestimmte Rechtsbegriffe („einwandfreie Erbringung“ und „langjährige praktische Erfahrung“). Sowohl das Ermessen als auch der unbestimmte Rechtsbegriff dienen der Einzelfallgerechtigkeit. Das Bundesverwaltungs- gericht kann sowohl Ermessenskontrollen durchführen als auch die Au s- legung von unbestimmten Gesetzes begriffen durch eine Verwaltungsb e- hörde überprüfen (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 49 Bst. a VwVG). Bei mis s- bräuchlichen und ermessens unter- oder -überschreitenden Entscheiden und bei der fehlerhaften Auslegung von unbestimmten Rechtsbe griffen liegt stets eine Rechts verletzung vor, welche das Bundesverwaltungsg e- richt frei überprüft. Die Behörde, welche einen Ermessensentscheid zu treffen hat, ist gehalten, ihre Entscheidkompetenz pflichtgemäss, d.h. ver- fassungs- und gesetzeskonform, auszuüben. Ihren Entscheid hat sie d a- her vor dem Hintergrund von Verfassungsgrundsätzen wie der Recht s- gleichheit, der Verhältnismässigkeit, der Pflicht zur Wahrung öffentlicher Interessen und dem Willkürverbot zu fällen. Daneben sind auch Sinn und Zweck der gesetzlichen Ordnung zu beachten ( vgl. ANDRÉ MO- SER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bu n- desverwaltungsgericht, Basel 2008, Rz. 2.149 ff.; PIERRE TSCHAN- NEN/ULRICH ZIMMERLI, Allgemeines Verwaltungsrecht, 2. Aufl., Bern 2005, § 26 Rz. 11 ff.). 3.3. Vorliegend legt die Vorinstanz den unbestimmten Rechtsbegriff der langjährigen praktischen Erfahrung in Übereinstimmung mit dem Bundes- verwaltungsgericht so aus, dass diese mehrjährig zu sein hat, ohne aber eine schematische Mindestdauer zu verlangen. Wie bei einer ordentl i- chen Zulassung gemäss Art. 5 RAG geht sie davon aus, dass die langjäh-B-3648/2010 Seite 11 rige unbeaufsichtigte Fachpraxis zu mindestens 10 % eines Vollzeitpen- sums im Bereich der Rechnungsrevision erworben worden sein muss. In der Konkretisierung von Art. 43 Abs. 6 RAG durch die Vorinstanz kann keine fehlerhafte Rechtsanwendung erblickt werden. Insbesondere liegt auch das Kriterium, wonach die langjährige Berufserfahrung zu minde s- tens 10 % eines Vollzeitpensums im Bereich der Rechnungs revision er- worben sein muss, im Rahmen des Gesetzes. Denn wie die Vorinstanz in nachvollziehbarer We ise ausführt, kann der Gesetzes zweck – die or d- nungsgemässe Erfüllung und die Sicherstellung der Qualität von Revis i- onsdienstleistungen – nur dann erreicht werden, wenn der Gesuchsteller ein gew isses Minimum an praktischer Er fahrung im Bereich der Rec h- nungsrevision vorzuweisen vermag. Wie schon in E. 2.2.1 im Zusa m- menhang mit der Zulassung i.S.v. Art. 5 RAG ausgeführt, sind 10 % einer Vollzeitstelle für die Sammlung von Berufserfahrung im Bereich der Rechnungsrevision kein zu strenges Erfordernis. Vielmehr handelt es sich um ein Minimum an Berufserfahrung, um überhaupt selbständig qualitativ adäquate Revisions dienstleistungen erbringen zu können. Selbst wenn bei einer Registrierung im Rahmen der Härtefallklausel Berufserfahrung von mindestens 10 % einer Vollzeitstelle über mehrere Jahre hinweg ve r- langt wird, konkretisiert die Vorinstanz den Begriff der langjährigen prakt i- schen Erfahrung nicht rechtsfehlerhaft. Durch die höheren Anforderungen an die Quantität der Berufspraxis un ter der Härtefall klausel sind insb e- sondere das Gleichbehandlungsgebot und das Willkürverbot nicht ve r- letzt. Denn gerade weil sich ein Gesuchsteller, der eine Zulassung als Revisor unter Berufung auf die Härtefallklausel verlangt, i.d.R. nicht auf beaufsichtigte Fachpraxis berufen kann, ist die Erbringung des Nachwe i- ses, dass er über mehrere Jahre hinweg eine gewisse Anzahl fachlich korrekter Revisionen selbständig durch geführt hat, von zentraler Bede u- tung für das Er reichen des Gesetzes zwecks. Würde – wie bei einer Z u- lassung nach Art. 5 RAG – der Nachweis von 10 % eines Vollzeitpe n- sums verteilt auf ein einziges Jahr genügen, wäre die Beurteilung, ob der Gesuchsteller zur korrekten Erbringung von Revisionsdienstleistungen befähigt ist, nicht oder kaum möglich. Anders liegt der Fall, wenn die Fachpraxis unte r Be aufsichtigung erworben worden ist, weil die beau f- sichtigende Fachperson die Arbeit des Gesuchstellers überprüfen und ihn auf eventuelle Fehler aufmerksam machen kann, womit der Lerneffekt entsprechend höher ist. 3.4. Angewendet auf den Beschwerdeführer ist das Erfordernis der lan g- jährigen Erfahrung im Bereich der Revisionsdienstleistungen nicht erfüllt. B-3648/2010 Seite 12 Wie in E. 2.2.2 ausgeführt, enthielt seine Tätigkeit bei der A._______ AG keine Elemente, welche in den Bereich der Rechnun gsrevision fallen würden. Das in den Jahren 2002 bis 2008 betreute Revisionsmandat g e- nügt von der In tensität her nicht, um als lang jährige Erfahrung angerech- net werden zu können. Wie oben dargelegt, muss sich die langjährige Er- fahrung auf eine Revisionstätigkeit beziehen, welche zumindest 10% de r gesamten Arbeitsbelastung aus macht. Dies trifft in Bezug auf das vom Beschwerdeführer betreute Mandat auch gemäss seinen eigene n Aussa- gen nicht zu. Wie der Be schwerdeführer hingegen glaubhaft darlegt, hat er zumindest im Jahr 2009 und in einem Teil des Jahres 2 010 ungefähr 10 % seiner Arbeits zeit mit dem Betreuen von Revisionsmandaten ve r- bracht. Es handelt sich somit um eine ca. eineinhal bjährige Tätigkeit in der Rechnungsrevision. Trotz dieser Tätigkeit erfüllt er das Erfordernis e i- ner lang jährigen, mithin zumindest mehrjährigen Erfah rung im Be reich des Revisionswesens nicht. Dies liegt daran, da ss bei le diglich einei n- halbjähriger Fachpraxis das Erfordernis der Mehrjährigkeit nicht ohne Weiteres als erfüllt angesehen werden kann. Hätte der Beschwerdeführer während dieser eineinhalb Jahre einen Grossteil seiner Arbeitszeit auf die Betreuung von Re visionsmandaten verwendet, wäre die Situation geg e- benenfalls anders zu beurteilen. Es ist jedoch unbestritten, dass er ledig- lich ungefähr 10 % einer Vollzeitstelle in der Rechnungsrevision gearbe i- tet hat, weshalb die Vorinstanz zu Recht davon a usgegangen ist, dass er auch ge mäss Art. 43 Abs. 6 RAG nicht als Revisor zugelassen werden kann. Ebenfalls das Vorbringen des Beschwerdeführers, dass neben der quanti- tativen Berufserfahrung auch die Qualität seiner Arbeit zu beurteilen sei, stösst ins Leere. Wie in E. 3.1 ausgeführt, erübrigt sich eine Beurteilung der Qualität der erbrachten Dienstleistungen, wenn das erforderliche M i- nimum an Berufserfahrung klarerweise nicht nachgewiesen werden kann. Aus diesem Grund muss nicht weiter auf die dies bezüglichen, vom Be- schwerdeführer und der Vorinstanz ge machten Vorbringen eingegangen werden. 4. Schliesslich macht der Beschwerdeführer geltend, die Verweigerung se i- ner Zulassung als Revisor stelle eine n Eingriff in seine Wirtschafts freiheit dar, was grundsätzlich nicht zulässig sei. Doch selbst wenn eine Nichte r- teilung der Zulassung zulässig wäre, sei e ine derartige Massnahme u n- verhältnismässig, weil sie seine Position im Unter nehmen als einzige mit der Revision befasste Person und zudem 12 % des unternehme rischen B-3648/2010 Seite 13 Jahresumsatzes gefährde. Demgegenüber führt die Vorinstanz aus, Ein- griffe in die Wirtschaftsfreiheit seien gestützt auf eine gesetzliche Grun d- lage zulässig. Die Nichterteilung der Zul assung als Revisor sei auch ve r- hältnismässig, da das öffentliche Interesse an qualitativ einwandfreien Revisionsdienstleistungen das privaten Interesse an der Ausübung einer Revisionstätigkeit und den damit ein hergehenden wirtschaftlichen Vortei- len überwiege. 4.1. Soweit die Wirtschaftsfreiheit betreffend, ist das Vorbringen des Be- schwerdeführers unbehelflich. Gemäss Art. 36 BV können Grund rechte wie die Wirtschaftsfreiheit bei Vorliegen einer genügenden gesetzlichen Grundlage, eines öffent lichen Interesses sowie der Ver hältnismässigkeit des Eingriffs ei ngeschränkt werden. Wi e die Vorinstanz korrekt ausführt, kann der Bund gemäss Art. 95 Abs. 1 BV Vorschriften zur privatwirtschaft- lichen Erwerbstätigkeit erlassen. Von dieser Kompetenz hat er Gebrauch gemacht und in Bezug auf die Zu lassungspflicht von Revisoren insb e- sondere Art. 5 und Art. 43 Abs. 6 RAG erlassen. Inwiefern diese gesetzl i- chen Grundlagen für die Ein führung einer Bewilligungspflicht zur sel b- ständigen Erbringung von Revisionsdienst leistungen den Anforderungen an Art. 36 BV nicht genügen sollten und kein öffentliches Interesse an der Erbringung qualitativ einwandfreier Revisionsdienstleistungen beste hen sollte ( Art. 1 Abs. 2 RAG), führt der Beschwerdeführer nicht aus und ist auch nicht ersichtlich. 4.2. Die Verweigerung der Zulassung des Beschwerdeführers als Revisor ist denn auch verhältnismässig. Gemäss Art. 36 Abs. 3 BV wird im Ra h- men des Grundsatzes der Verhältnismässigkeit verlangt, dass eine b e- hördliche Massnahme geeignet, erforderlich und für den Betroffenen z u- mutbar ist. In Bezug auf das Verhältnismässigkeitsprinzip kann auf die ständige Rechtsprechung des Bundesgerichts sowie die Lehre verwiesen werden (vgl. BGE 133 I 77 E. 4.1, m.w.H.; ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜL- LER/FELIX UHLMANN, Allgemei nes Verwaltungsrecht, 5. Aufl., Z ü- rich/Basel/Genf 2006, Rz. 581 ff.). Wie ausgeführt, verfolgt das Revisionsrecht das Ziel, die Qualität der R e- visionstätigkeit dadurch sicherzustellen, dass die Erbringung von geset z- lich vorgeschriebenen Revisionsdienst leistungen fachlich quali fizierten Fachpersonen vorbehalten bleibt. Durch die Zulassu ngspflicht wird s i- chergestellt, dass die a ntragstellende Person diesen An forderungen ge- nügt. Durch die Nichtzulassung einer Person ohne genügende beaufsich- tigte oder unbeaufsichtigte Fachpraxis werden die Qualität von Revis i-B-3648/2010 Seite 14 onsdienstleistungen insgesamt erhöht und das Vertrauen in die Institution der Revision gestärkt. Die Zulassungspflicht als Massnahme ist somit g e- eignet. Mildere Massnahmen wie beispielsweise eine auf bestimmte Gebiete b e- schränkte Zulassung oder Kontrollen durch die Revisionsaufsichts - behörde sind vom Gesetz nicht vorgesehen und erscheinen aufgrund d e- ren Lückenhaftigkeit auch nicht als geeignet, um eine einwandfreie Prü f- tätigkeit zu gewährleisten. 4.3. Obschon die Nichtzulassung des Beschwerdeführers als Revision s- experte Auswirkungen auf die Organisation seines Unternehmens und auf seine Tätigkeit innerhalb der Gesellschaft hat, kann nicht von einem fakt i- schen Berufsverbot gesprochen werden. Es ist zwar davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer bzw. seine Gesellschaft durch seine Nichtz u- lassung als Revisor Mandate verliert, was mit finanziellen Einbussen ve r- bunden sein könnte. Allerdings kann der Beschwerdeführer weiterhin R e- visionsdienstleistungen erbringen, falls er einige organisatorische und personelle Änderungen in seiner Gesellschaft vornimmt, indem er z.B. die Anstellung eines zugelassenen Revi soren veranlasst. Dadurch wäre es ihm wohl möglich, den angeblichen Verlust von 12 % des Inlandumsatzes seiner Gesellschaft zu reduzieren. Doch selbst wenn ihm dies nicht geli n- gen sollte, sieht das Bundesverwaltungsgericht einen Umsatzrückgang in dieser Grössenordnung noch als zumutbar und somit verhältnismässig an (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B -5115/2009 vom 12. April 2010 E. 2.4). Dies ist insbesondere deshalb der Fall, weil dem Be - schwerdeführer die Zulassung als Revisor nicht grundsätzlich und en d- gültig verweigert wird. Denn bei Erwerb der notwendigen Fachpraxis liegt es im Bereich des Möglichen, dass zu einem späteren Zeitpunkt ein ne u- es Gesuch um Zulassung gutgeheissen werden kön nte. Insgesamt ist das öffentliche Interesse an qualitativ einwand freien Revisionsdienst - leistungen durch zugelassene Revisoren höher zu gewichten als die Ei n- schränkungen, welche der B eschwerdeführer durch die Nicht zulassung hinnehmen muss. Damit ist die V erhältnismässigkeit der Massnahme e r- stellt. 5. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Verweigerung der Zulassung des Beschwerdeführers als Revisor rechtmässig war, da er über zu wenig a n- rechenbare Fachpraxis im Bereich der Rechnungsrevision i.S.v. Art. 5 und Art. 43 Abs. 6 RAG verfügt. B-3648/2010 Seite 15 Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. 6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die Ve r- fahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG, Art. 1 ff. des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bunde s- verwaltungsgericht vom 21. Februar 2008 [VGKE, SR 173.320.2]). Diese werden auf Fr. 2'000.– festgesetzt und mit dem am 4. Juni 2010 geleiste- ten Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet. Eine Partei entschädi- gung ist ihm nicht zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Die Vor instanz als Bundesbehörde ha t keinen Anspruch auf Parteient schädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE). 7. Gemäss Art. 83 Bst. t des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG, SR 173.110) kann dieses Urteil nicht mit B e- schwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht weitergezogen werden. Es ist somit endgültig. B-3648/2010 Seite 16 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.– werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Sie werden mit dem am 4. Juni 2010 geleisteten Kostenvo r- schuss in gleicher Höhe verrechnet. 3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beschwerdebeilagen zurück) – die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Einschreiben; Akten zurück) Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Ronald Flury Kaspar Luginbühl