B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-28/2011 U r t e i l v o m 1 0 . J u l i 2 0 1 2 Besetzung Richterin Ruth Beutler (Vorsitz), Richter Andreas Trommer, Richter Jean-Daniel Dubey, Gerichtsschreiberin Barbara Giemsa-Haake. Parteien A._______, vertreten durch Bettina Dürst-Hunziker, Rechtsanwältin, Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Kantonale Aufenthaltsbewilligung (Art. 14 Abs. 2 AsylG). C-28/2011 Seite 2 Sachverhalt: A. Der aus dem Irak stammende A._______, geboren 1977, stellte am 11. September 2003, kurz nach seiner Einreise in die Schweiz, ein Asylg e- such. Unter Anordnung der Wegweisung lehnte das BFM dieses Gesuch am 20. Januar 2005 ab, wogegen A._______ Beschwerde bei der Schweizerischen Asy lrekurskommisision (ARK; heute Bundesverwa l- tungsgericht) erhob. Im Rahmen des dort geführten Schriftenwechsels hob d as BFM am 28. Dezember 2005 die angefochtene Verfügung in puncto Wegweisungsvollzug auf und gewährte A._______ die vorläufige Aufnahme. Dieser erklärte daraufhin den Rückzug der Beschwerde. Zur beabsichtigten Aufhebung der vorläufigen Aufnahme infolge Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs erhielt er a m 30. Juli 2007 das rechtliche Ge- hör. A._______ stellte daraufhin am 21. August 2007 ein zweites Asylge- such, auf welches das BFM mit Verfügung vom 4. März 2008 nicht eintrat. Am 26. März 2008 wurd e die vorläufige Aufnahme aufgehoben. Da A._______ nicht freiwillig ausreiste, wurde für ihn anfangs März 2009 ein Laissez-Passer bei der irakischen Botschaft besorgt, und er wurde zwecks Rückführung in sein Heimatland in Ausschaffungshaft gesetzt. Den für den 16. März 2009 gebuchten Rückflug verweigerte er, sodass er anschliessend vom 17. März 2009 bis zum 3. Dezember 2009 in Durch- setzungshaft genommen wurde. Am 28. April 2009 richtete er sich mit ei- nem Wiedererwägungsgesuch gegen den Entscheid vom 26. März 2008 (bzw. 4. März 2008; vgl. Schreiben des BFM vom 8. Mai 2009) . Auch hierauf trat das BFM mit Verfügung vom 18. Juni 2009 nicht ein. B. Mit Eingabe seiner Rechtsvertreterin vom 29. Januar 2009 ersuchte A._______ im Kanton Glarus um eine humanitäre Aufenthaltsbewilligung. Am 27. Mai 2010 stellte d ie kantonale Migrationsbehörde beim BFM An- trag auf Zustimmung zu einer Aufenthaltsregelung nach Art. 14 Abs. 2 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31). C. Mit Schreiben vom 22. September 2010 teilte das BFM A._______ mit, es erwäge die Verweigerung der Zustimmung, und gewährte ihm hierzu das rechtliche Gehör. Seine entsprechende schriftliche Stellungnahme erfol g- te am 21. Oktober 2010. D. Mit Verfügung vom 12 . November 2010 verweigerte die Vorinstanz die C-28/2011 Seite 3 von kantonaler Seite beantragte Zustimmung . Sie führt aus, bei der Pr ü- fung eine s schwerwiegenden persönlichen Härtefalles gemäss Art. 14 Abs. 2 AsylG seien alle Gesichtspunkte und Besonderheiten des Einze l- falls zu berücksichtigen. Im Hinblick auf die hierfür insbesondere mas s- gebenden Kriterien von Art. 31 Abs. 1 der Verordnung vom 24 . Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE, SR 142.201) liege bei A._______ ein solcher Härtefall jedoch nicht vor. Bei ihm könne nicht von einer fortgeschrittenen Integration ausgegangen werden. Mit Verstössen gegen das Betäubung smittelgesetz und Tran s- portgesetz habe er wiederholt zu Klagen Anlass gegeben. Auch habe er bei der Feststellung seiner Identität und bei der Beschaffung von heima t- lichen Reisepapieren seine Mitwirkungspflicht nicht erfüllt. Gewisse A n- strengungen zur Weite rbildung sei en zwar unternommen worden, de n- noch sei der Ausländer Analphabet geblieben, und sein Wille zur Teilhabe am Wirtschaftsleben sei eher durchschnittlich. Entscheidend falle aber ins Gewicht, dass er – nach Aufhebung der vorläufige n Aufnahme – allein aufgrund seines persönlichen Verhaltens nicht in sein Heimatland habe zurückgeführt werden können. Man habe ihn i n Ausschaffungshaft neh- men und seine zwangsweise Rückführung von Amtes wegen organisieren müssen. Schliesslich habe er sich der Ausschaffung widersetzt, indem er sich geweigert habe, das Flugzeug zu besteigen. E. Gegen diese Verfügung erhob der anwaltlich vertretene A._______ am 31. Dezember 2010 Beschwerde mit den Anträgen, diese sei aufzuheben und der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligun g sei zuzustimmen. Die in Art. 14 Abs. 2 AsylG genannten Voraussetzungen seien in seinem Fall er- füllt. Für ihn bestehe eine persönlichen Notlage schon deshalb, weil ihm die Rückkehr in seine Heimat, aus der er als konvertierter Christ vo r sei- ner Familie ge flohen sei, nicht zugemutet werden könne. Dort sei er mit dem Tode bedroht , und er habe den Kontakt zu seiner Familie und zu seinem Heimatstaat vollständig abgebrochen. Demgegenüber verfüge er über eine sehr enge Beziehung zur Schweiz, spreche und verstehe prob- lemlos Hochdeutsch und Mundart und verfüge hier über ein grosses und enges B eziehungsnetz. Für s einen hiesigen V erbleib hätten sich auch zahlreiche Privatpersonen und Organisationen eingesetzt. Bei den von der Vorinstanz angeführten Straftaten habe es sich ausschliesslich um Bagatelldelikte gehandelt; eine Missachtung der Rechtsordnung dürfe ihm daher nicht vorgeworfen werden, zumal er zu keinen weiteren Klagen Anlass gegeben habe. Er habe auch nicht die Feststellung seiner Identität verhindert; vielmehr habe es bei der Befragung im A sylverfahren bezüg-C-28/2011 Seite 4 lich seines Namens Unstimmigkeiten gegeben , die er als Analphabet nicht habe überprüfen können. Er habe bisher auch seinen Willen zur Teilhabe am Erwerbsleben und zum Er werb von Bildung unter Beweis gestellt. Nach seiner Einreise habe er bis ins Jahr 2006 hinein an ve r- schiedenen Beschäftigungsprogrammen teilgenommen, bevor er im No- vember 2006 eine Arbeitsstelle als Küchenhilfe im Restaurant […] in Gla- rus habe antreten können. Diese Tätigkeit habe er im Februar 2009 w e- gen Nichtverlängerung seiner Arbeitsbewilli gung aufgeben müssen. Für den Fall einer erneuten Bewilligung hätten ihm bereits m ehrere Restau- rantbetriebe eine Beschäftigung angeboten. Zutreffend sei, dass er als Analphabet in die Schweiz eingereist sei; mitt lerweile habe er aber lesen gelernt. Für ihn sei nicht nachvollziehbar, warum das BFM eine andere rechtliche Würdigung vorgenommen habe als die kantonale Behörde, die bei ihm einen schwerwiegenden persönlichen Härtefall bejaht habe. Willkürlich sei insbesondere der von der Vorinstanz betonte Aspekt , er, der B e- schwerdeführer, habe sich gew eigert, freiwillig auszureisen, könne doch den Akten klar entnommen werden, weshalb er sich geweigert und die neunmonatige Durchsetzungshaft auf sich genommen habe. Von ihm, der in seinem Heimatland um sein Leben fürchten müsste, könne gestützt auf das Non-Refoulement-Prinzip keine Rückkehr dorthin verlangt werden. In Missachtung des von Art. 8 EMRK gew ährten R echts auf Achtun g des Privatlebens habe die Vorinstanz zudem ignoriert, dass aus einer langen Anwesenheitsdauer ein Anwesenheitsrecht abgeleitet werden könne. F. Mit Zwischenverfügung vom 13. Januar 2011 hat das Bundesverwa l- tungsgericht das gleichzeitig mit der Rechtsmittel eingabe eingereichte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung wegen mutmasslicher Aussichtslosigkeit abgewiesen. G. In ihrer Vernehmlassung vom 7. März 2011 beantragt die Vorinstanz unter Hinweis auf den Inhalt der angefochtenen Verfügung die Abweisung der Beschwerde. H. Die vorinstanzliche Vernehmlassung wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 14. Mär z 2011 zur Kenntnis gebracht. G leichzeitig wurde der Schriftenwechsel abgeschlossen. C-28/2011 Seite 5 Der weitere Akteninhalt wird, soweit rechtserheblich, in den Erwägungen Berücksichtigung finden. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 VGG genann- ten Behörden. Zu den Verfügungen nach Art. 5 VwVG gehören demzufol- ge auch Verfügungen des BFM, welche die Verweigerung der Zusti m- mung zur Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gemäss Art. 14 Abs. 2 AsylG betreffen. Das Bundesverwal tungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (vgl. Art. 1 Abs. 2 VGG i.V.m. Art. 83 Bst. c Ziff. 2 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110] sowie Ur- teil des Bundesgerichts 2C_692/2010 vom 13. September 2010 E. 3). 1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz, dem Verwaltungsgerichtsgesetz und dem Bundesgeri chtsgesetz, soweit das Asylgesetz nichts anderes bestimmt (Art. 6 AsylG). 1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat gemäss Art. 105 AsylG bzw. Art. 48 Abs. 1 VwVG zur Beschwerde legitimiert. Auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde ist daher einzutreten (vgl. Art. 50 und 52 VwVG). 2. Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts - erheblichen Sachverhaltes und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 49 VwVG, Art. 106 Abs. 1 AsylG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Beschwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehr en C-28/2011 Seite 6 nicht gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den gel - tend gemachten Gründen gutheissen oder abweisen. Massgebend sind grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse im Zeitpunkt des Ent - scheides (vgl. BVGE 2011/1 E. 2 und BGE 135 II 369 E. 3.3). 3. Gemäss Art. 14 Abs. 2 AsylG kann der Kanton mit Zustimmung des BFM einer ihm nach dem Asylgesetz zugewiesenen Person eine Auf - enthaltsbewilligung erteilen, wenn sich die betroffene Person seit Ein - reichung des Asylgesuches mindestens fünf Jahre in der Schweiz aufhält (Bst. a), ihr Aufenthaltsort den Behörden immer bekannt war (Bst. b) und wegen der fortgeschrittenen Integration ein schwerwiegender persönl i- cher Härtefall vorliegt (Bst. c). Dabei geht es nur um die Frage, ob der Kanton ermächtigt wird, eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen bzw. ein Aufenthaltsverfahren durchzuführen. Anwendbar ist die – im Rahmen der Asylgesetzrevision vom 16. Dezember 2005 per 1. Januar 2007 in Kraft getretene – Härtefallregelung von Art. 14 Abs. 2 AsylG sowohl auf Pers o- nen, die ein Asylverfahren erfolglos durchlaufen haben, als auch auf Pe r- sonen, die sich noch im Asylverfahren befinden. Sie stellt eine Ausnahme vom Grundsatz der Ausschliesslichkeit des Asylverfahre ns gemäss Art. 14 Abs. 1 AsylG dar (PETER NIDERÖST, Sans-Papiers in der Schweiz, in: Peter Uebersax/Beat Rudin/Thomas Hugi Yar/Thomas Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 2009, Rz. 9.35; zur Rechtsnatur dieses Verfahrens sowie zur Stellung der betroffenen Person: Urteil des Bundes- verwaltungsgerichts C -7265/2007 vom 24. März 2010 E. 3 sowie BGE 137 I 128 E. 3.1.2). 4. 4.1 Der Beschwerdeführer hält sich seit der Einreichung des Asylges u- ches, das in der Zwischenzeit abgeschlossen worden ist, mehr als fünf Jahre ununterbrochen in der Schweiz auf, wobei sein Aufenthaltsort den Angaben der kantonalen Migrationsbehörde zufolge (vgl. deren Gesuch vom 27. Mai 2010) den Behörden stets bekannt war. Die in Art. 14 Abs. 2 Bst. a und b AsylG genannten Anforderungen sind damit erfüllt. Zu prüfen bleibt, ob nach Massgabe von Art. 14 Abs. 2 Bst. c AsylG wegen der fort- geschrittenen Integration ein schwerwiegender persönlicher Härtefall vo r- liegt. Diese Frage beurte ilt sich auf der Grundlage der umfangreichen Rechtsprechung zum Härtefallbegriff gemäss Art. 13 Bst. f der bis zum 31. Dezember 2007 geltenden Verordnung vom 6. Oktober 1986 über die Begrenzung der Zahl der Ausländer (Begrenzungsverordnung, BVO, AS C-28/2011 Seite 7 1986 1791; vgl. heute Art. 30 Abs. 1 Bst. b des Ausländergesetzes vom 16. Dezember 2005 [AuG, SR 142.20]). Mit Art. 14 Abs. 2 Bst. c AsylG hat der Gesetzgeber nämlich keinen eigenen Härtefallbegriff schaffen, so n- dern den bereits im Kontext des Ausländerrechts bes tehenden und von der Rechtsprechung konkretisierten Härtefallbegriff auch für das Asylrecht anwendbar machen wollen (vgl. dazu eingehend BVGE 2009/40 E. 5 mit Hinweisen). 4.2 In Anlehnung an die Rechtsprechung des Bundesgerichts hat der Verordnungsgeber in Art. 31 Abs. 1 VZAE eine entsprechende Kriterie n- liste aufgestellt, die sich sowohl auf Art. 14 Abs. 2 AsylG als auch auf den Anwendungsbereich des AuG (Art. 30 Abs. 1 Bst. b, Art. 50 Abs. 1 Bst. b und Art. 84 Abs. 5 AuG) bezieht. Im Einzelnen werd en folgende Kriterien genannt: d ie Integration (Bst. a), die Respektierung der Rechtsordnung (Bst. b), die Familienverhältnisse (Bst. c), die finanziellen Verhältnisse sowie der Wille zur Teilhabe am Wirtschaftsleben und zum Erwerb von Bildung (Bst. d), die Dauer der Anwesenheit (Bst. e), der Gesundheitsz u- stand (Bst. f) und die Möglichkeit für eine Wiedereingliederung im He r- kunftsland (Bst. g). 4.3 Im Weiteren statuiert die auf die soeben genannten Härtefallregelu n- gen nach AsylG und AuG anwendbare Bestimmung von Art. 31 Ab s. 2 VZAE, dass die gesuchstellende Person ihre Identität offenlegen muss. Dieses Erfordernis steht im Zusammenhang mit Art. 13 und Art. 90 AuG, wonach die gesuchstellende Person im Bewilligungs - und Anmeldever- fahren ein gültiges Ausweispapier vorlegen und diesbezüglich zutreffende und vollständige Angaben machen muss. Werden diese zwingenden Vor- schriften verletzt, kann dies den Widerruf einer Bewilligung zur Folge h a- ben (Art. 62 Bst. a und Art. 63 Abs. 1 Bst. a AuG) und zu Zwangsmas s- nahmen (Art. 76 Abs. 1 Bst. b Ziff. 3 AuG und Art. 77 Abs. 1 Bst. c AuG) oder gar strafrechtlichen Sanktionen (Art. 120 Abs. 1 Bst. e AuG) führen (PETER UEBERSAX, Einreise und Aufenthalt, in A usländerrecht, a.a.O., Rz. 7.273 ff.). Einen weiterreichenden Regelungsumfang hat die i nsoweit nur deklaratorische Verordnungsbestimmung von Art. 31 Abs. 2 VZAE nicht ( vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts C -1207/2009 vom 6. Januar 2011 E. 4.3 und C-5870/2008 vom 7. Juni 2010 E. 7.1). 5. 5.1 Im Hinblick auf die Rechtsprechung zum Härtefallbe griff von Art. 13 Bst. f BVO darf auch im Anwendungsbereich des Asylgesetzes ein C-28/2011 Seite 8 schwerwiegender persönlicher Härtefall nicht leichthin angenommen we r- den. Erforderlich ist, dass sich die ausländische Person in einer persönl i- chen Notlage befindet, was bedeu tet, dass ihre Lebens - und Existenzbe- dingungen, gemessen am durchschnittlichen Schicksal von ausländ i- schen Personen, in gesteigertem Mass in Frage gestellt sind bzw. die Verweigerung einer Aufenthaltsbewilligung für sie mit schweren Nachte i- len verbunden wäre. Die diesbezüglich in Art. 31 Abs. 1 VZAE formulier- ten Kriterien stellen weder einen abschliessenden Katalog dar noch mü s- sen sie kumulativ erfüllt sein (vgl. BVGE 2009/40 E. 6.2). 5.2 Die Anerkennung als Härtefall setzt nicht zwingend voraus, dass die Anwesenheit in der Schweiz das einzige Mittel zur Verhinderung einer persönlichen Notlage darstellt. Es genügt indessen auch nicht, wenn sich die ausländische Person während längerer Zeit in der Schweiz aufgeha l- ten, sich in sozialer und beruflicher Hinsicht gut integriert und sich nichts hat zuschulden kommen lassen. Vielmehr bedarf es einer so engen B e- ziehung zur Schweiz, dass es ihr nicht zugemutet werden kann, im Au s- land, insbesondere in ihrem Heimatland, zu leben. Berufliche, freun d- schaftliche und nachbarsch aftliche Beziehungen, welche die betroffene Person während ihres Aufenthalts in der Schweiz knüpfen konnte, gen ü- gen dieser Anforderung gewöhnlich nicht ( BGE 130 II 39 E. 3; BVGE 2007/45 E. 4.2 ). Immerhin werden bei einem sehr langen Aufenthalt w e- niger hohe Anforderungen an das Vorliegen besonderer Umstände, wie etwa eine überdurchschnittliche Integration oder andere Faktoren , ge- stellt, welche die Rückkehr ins Heimatland als ausgesprochen schwierig erscheinen lassen (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts C-5962/2009 vom 22. August 2011 E. 5.2 und C-7265/2007 vom 24. März 2010 E. 5.3). Laut einem Urteil des Bundesgerichts ist bei einem Asylsuchenden, der sich seit zehn Jahren in der Schweiz aufhält und dessen Asylverfahren immer noch nicht abgeschlossen ist , i n der Regel vom Vorliegen eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalls auszugehen, sofern dieser f i- nanziell unabhängig, sozial und beruflich gut integriert ist und sich bis da- hin klaglos verhalten hat; im Weiteren dürfe die Dauer seines Aufentha l- tes nicht absichtlich durch das missbräuchliche Ergreifen von Rechtsmi t- teln zum Zwecke der Verzögerung verlängert worden sein (BGE 124 II 110 E. 3). 5.3 Rechtswidrige Aufenthalte werden bei der Härtefallprüfung grun d- sätzlich nicht berücksichtigt. In solchen Fällen hat die Behörde jedoch zu prüfen, ob sich die be troffene Person aus anderen Gründen in einer schwerwiegenden per sönlichen Notlage befindet. Dazu ist auf ihre fa -C-28/2011 Seite 9 miliären Beziehungen in der Schweiz und in ihrem Heimatland sowie auf ihre gesundheitliche und berufliche Situation, ihre soziale Inte gration so- wie die wei teren Um stände des Einzelfalles abzustellen. In die sem Z u- sammenhang ist auch das Verhalten der Behörden – beispielsweise ein nachlässiger Wegweisungsvollzug – zu berücksichtigen (vgl. BGE 130 II 39 E. 3 mit Hinweis). 5.4 Die ausländerrechtliche Zulassung gemäss Art. 14 Abs. 2 AsylG ver- folgt nicht das Ziel, eine ausländische Person gegen die Folgen eines Krieges oder des Missbrauchs staatlicher Gewalt zu schützen. Entspre- chende Vorbringen betreffen einerseits die Frage der Asylgewährung, an- dererseits sind sie für die Beurteilung der Vollziehbarkeit einer verfügten Wegweisung von Bedeutung (vgl. Art. 83 AuG). Im Zusammenhang mit dem schwerwiegenden persönlichen Härtefall sind ausschliesslich h uma- nitäre Gesichtspunkte ausschlaggebend, wobei der Schwerpunkt auf der Verankerung in der Schweiz liegt. Im Rahmen einer Gesamtschau sind jedoch seit jeher auch der Gesundheitszustand einer Person sowie die Möglichkeiten einer Wiedereingliederung im Herku nftsland mitzuberück- sichtigen; diese von der Rechtsprechung entwickelten Kriterien sind he u- te in Art. 31 Abs. 1 Bst. f und g VZAE positivrechtlich verankert. Ihre Prü- fung kann nicht losgelöst von den persönlichen, familiären und ökonom i- schen Schwierigkeite n erfolgen, denen eine ausländische Person in i h- rem Heimatland ausgesetzt wäre (vgl. BGE 123 II 125 E. 3). Daraus e r- gibt sich eine gewisse Überschneidung von Gründen, die den Weg - weisungsvollzug betreffen, und solchen, die einen Härtefall (mit)be grün- den können. Dies ist in K auf zu nehmen (vgl. Urteil des Bundesverwa l- tungsgerichts C-3887/2009 vom 30. Mai 2012 E. 4.3). 6. 6.1 Im vorliegenden Fall hat das BFM das am 11. September 2003 g e- stellte Asylgesuch des Beschwerdeführers am 20. Januar 2005 abgewie- sen und den Wegweisungsvollzug angeordnet . Im nachfolgenden Rechtsmittelverfahren erachtete das BFM den Vollzug der Wegweisung jedoch für unzumutbar und erteilte A._______ mit Verfügung vom 28. De- zember 2005 die vorläufige Aufnahme. Diese wurde mit Verfügung vom 26. März 2008 unter Ansetzung einer Ausreisefrist bis zum 21. Mai 2008 aufgehoben. Mit Ablauf dieser Frist wurde der hiesige Aufenthalt des B e- schwerdeführers rechtwidrig ( Art. 115 Abs. 1 Bst. b AuG ), da auf sein e weiteren Gesuche um Asyl und Wiedererwägung nicht eingetreten wurde. Der rechtmässige Aufenthalt des Beschwerdeführers dauerte somit rund C-28/2011 Seite 10 vier Jahre und acht Monate. Seit der Anhandnahme des Härtefallverfa h- rens durch den Kanton Glarus Ende Januar 2009 wird seine Anwesenheit in der Schweiz lediglich geduldet. Allein aus dem Umstand der bisherigen Anwesenheitsdauer von mehr als achteinhalb Jahren kann er daher prin- zipiell nichts zu seinen Gunsten ableiten (vgl. E. 5 sowie zitiertes Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C -5962/2009 E. 6.1 mit Hinwei s). Dass dieser Umstand, wie der Beschwerdeführer meint, auf eine Verletzung von Art. 8 EMRK hindeutet, ist erst recht nicht ersichtlich. Es stellt sich le- diglich die Frage, wie die sonstigen Umstände seines Aufenthalts und Verhaltens zu würdigen sind bzw. ob allenfalls diese auf eine schwerwie- gende persönliche Notlage schliessen lassen. Ausgenommen von Art. 31 Abs. 1 Bst. e VZAE, der die Dauer der Anwesenheit in der Schweiz nennt, sind hierfür die übrigen in Art. 31 Abs. 1 Bst. a – g VZAE aufgeführten Kri- terien zu berücksichtigen. 6.2 Zur Frage der in Art. 31 Abs. 1 Bst. a VZAE als Kriterium genannten Integration hat der Beschwerdeführer auf seine gute Sprachkenntnisse und auf ein in der Schweiz besteh endes grosses und enges Beziehungs- netz hingewiesen. Zum Bewe is dafür, dass sich zahlreiche Bekannte für die Regelung seines hiesigen Aufenthalts einsetzen, hat der Beschwerde- führer eine im Dezember 2010 erstellte Liste mit fast 40 Unterschriften – bezeichnet als Unterstützung für A._______ bezüglich Härtefallregelung – eingereicht. Eine weitere L iste vom 14. August 2007 enthält vier Unte r- schriften von Mitgliedern der römisch-katholischen Kirche, die seine dorti- ge Zugehörigkeit bescheinigen. Dem weiteren Vorbringen und den beige- legten Referenzschreiben und Zeitungsausschnitten kann entnommen werden, dass sich auch die früheren Arbeitgeber des Beschwerdeführers sowie die Jungsozialistische Partei des Kantons Glarus für eine Härtefall- regelung zu seinen Gunsten einsetzten. Die kantonale Migrationsbehörde hat in ihrem an d as BFM gerichteten Gesuch um Zustimmung vom 27. Mai 2010 zum Punkt soziale Integration (Ziffer 5) lediglich die relativ g u- ten Sprach kenntnisse des Beschwerdeführers positiv vermerkt, anson s- ten aber festgehalten, die Prognosen für eine nachhaltige Integration in den Arbeitsprozess seien angesichts seines Bildungsweges ungewiss. 6.3 Art. 31 Abs. 1 Bst. b VZAE nennt als weiteres Kriterium die Respektie- rung der Rechtsordnung . Diesbezüglich ergibt sich aus den Akten, dass gegen den Beschwerdeführer im Jahr 2004 wegen mehrfachen Schwarz- fahrens eine Busse verhängt wurde , dass aber sonstige Verfehlungen – der Konsum von Haschisch bzw. Marihuana – ungeahndet blieben (vgl. Gesuch um Zustimmung vom 27. Mai 2007 [Ziffer 6] sowie Verzeigung C-28/2011 Seite 11 der Kantonspolizei Glarus vom 24. August 2010). Insofern ist dem stra f- rechtlich relevanten Verhalten des Beschwerdeführers wenig Gewicht beizumessen. Zudem kann dahingestellt bleiben, ob der Beschwerdefü h- rer im Asylverfahren seine Identität bewusst verheimlic ht hat oder ob l e- diglich Unstimmigkeiten bei der B efragung zur unrichtigen Erfassung se i- nes Namens führten, denn dem Umstand des rechtswidrigen Aufenthalts nach Aufhebung der vorläufigen Aufnahme kommt weitaus mehr Bedeu- tung zu. Insbesondere ist festzu halten, dass sich der Beschwerdefüh rer, für den bereits ein Laissez -Passer und ein Flug organ isiert worden war, seiner Ausschaffung widersetzt und damit die weitere Anwesenheit in der Schweiz quasi erzwungen hat. 6.3.1 Mit dem Argument, er habe gute Gründe für die Verweigerung des Rückflugs und die Inkaufnahme der daran anschliessenden Durchse t- zungshaft gehabt, versucht der Beschwerdeführer , sein Verhalten zu rechtfertigen. Er beruft sich insoweit auf seine Konversion vom Islam zum Christentum und leitet d araus ab, dass ihm bei der Rück kehr in den Irak Verfolgungen bis in den Tod , vor allem durch den eigenen Bruder, droh- ten. 6.3.2 Mit der Be hauptung, als Christ in seinem Heimatland verfolgt zu werden, hatte der Beschwerdeführer bereits sein zweites Asylgesuch vom 21. August 2007 begründet. Das BFM ist auf dieses Gesuch nicht einge- treten, da es die vom A._______ geltend gemachte Verfolgungssituation für unglaubhaft hielt. In der Verfügung vom 4. März 2008 führte das BFM aus, im ersten Asylgesuch seien weder Probleme innerhalb der Fami lie noch eine sich abzeichnende Konversion zum Christen tum erwähnt wor- den, vielmehr habe A._______ bestätigt, in seiner Heimat keinerlei pe r- sönliche Probleme gehabt zu haben. Auf ein Wiedererwägungsgesuch, das der Beschwerdeführer gegen die am 26. März 2008 verfügte Aufh e- bung der vorläufigen Aufhebung richtete und das die Vorinstanz als Wi e- dererwägungsgesuch gegen d en Nichteintretensentscheid vom 4. März 2008 behandelte, trat sie mit Verfügung vom 18. Juni 2009, im Wesentl i- chen mit der gleichen Begründung, ebenfalls nicht ein. 6.3.3 Vor diesem Hintergrund spricht das Verhalten des Beschwerdefüh- rers, mit dem er sich gegen den rechtskräftig verfügten Wegweisungsvoll- zug zur Wehr setzte, zu seinen Ungunsten. Auf sein entsprechendes Vor- bringen, welches bereits in anderen Verfahren geprüft wurde und mit dem er erneut Asylgründe bzw. Gründe für die Unzumutbarkeit des Wegwe i- sungsvollzugs geltend macht , ist in diesem Verfahren nicht mehr einz u-C-28/2011 Seite 12 gehen. Sein Verhalten, sprich Verletzung der Mitwirkungspflic ht in Bezug auf die Ausreise, ist von daher als fehlende Respektierung der Recht s- ordnung zu qualifizieren. 6.4 Hinsichtlich der finanziellen Verhältnisse sowie des Willens zur Tei l- habe am Wirtschaftleben und zum Erwerb von Bildung (Art. 31 Abs. 1 Bst. d VZAE) ist festzuhalten , dass der Beschwerdeführer nach seiner Einreise in die Schweiz an verschiedenen Beschäftigungsprogrammen teilgenommen hat, bevor er im November 2006 eine Stelle als Küche n- mitarbeiter im Restaurant […] in Glarus antreten konnte. Die Arbeitsbewil- ligung hierfür lief Ende Januar 2009 ab. Seine damaligen Arbeitgeber so- wie zwei andere Restaurantbetriebe haben dem Beschwerdeführer für den Fall einer Aufenthaltsregelung eine Beschäftigung angeboten (vgl. Beschwerde-Beilagen 19 – 21). Dem kann entnommen werden, dass der Beschwerdeführer aufrichtiges Interesse hat, am hiesigen Wirtschaftleben teilzuhaben. Seine Fähigkeiten zum Erwerb von Bildung sind allerdings als beschränkt anzusehen, hat doch der Beschwerdeführer in seinem Heimatland nie eine Schule besucht und ist als Analphabet in die Schweiz gekommen. Dass er seitdem Anstrengungen unternommen hat, um lesen und schreiben zu lernen, ist unbestritten und lässt zumindest auf vorha n- denen Willen zum Erwerb von Bildung schliessen . Es kann aber davon ausgegangen werden, dass er in Zukunft nicht mehr a ls unqualifizierte Arbeiten wird ausüben können, eine Einschätzung, die offensichtlich auch von der kantonalen Migrationsbehörde geteilt wird (vgl. deren Gesuch um Zustimmung vom 27. Mai 2010 [Ziffer 5]). 6.5 Zum Kriterium des Gesundheitszustandes (Art. 31 Abs. 1 Bst. f VZAE) gibt es im vorliegenden Fall keine Anhaltspunkte für eine Härtefallsituati- on des Beschwerdeführers. Dieser hat sich in seiner Rechtsmitteleingabe nicht zu seiner gesundheitlichen Situation geäussert. Lediglich sein b e- handelnder Arzt, Dr. […], hat in einer Eingabe an das Bundesverwal- tungsgericht vom 1. Februar 2012 auf eine sich angesichts ungewisser Zukunft entwickelte reaktive Depression seines Patienten hingewiesen und deswegen einen baldigen Entscheid al s begrüssenswert bezeichnet. Auf eine ernsthafte Erkrankung und eine möglicherweise daraus resultie- rende persönliche Notlage des Beschwerdeführers deutet dieses Schrei- ben jedoch nicht hin. 6.6 Was die Möglichkeiten für eine Wiederei ngliederung im Herkunft s- staat angeht (Art. 31 Abs. 1 Bst. g VZAE), so hat der Beschwerdeführer – im Zusammenhang mit der angeblichen Verfolgung durch seine Familie – C-28/2011 Seite 13 behauptet, es gäbe dort niemanden mehr, der ihm dabei helfen würde. Hiervon kann jedoch, da die geltend gemachte Verfolgungssituation für nicht glaubhaft erachtet wurde (vgl. E. 6.3.2), nicht ausgegangen werden. Festzustellen ist, dass der Beschw erdeführer erst im Alter von 26 Jahren in die Schweiz gelangt e und somit den weitaus grössten und a uch prä- genden Teil seines bisherigen Lebens im Irak verbracht hat. Von daher kann angenommen werden, dass er bei seiner Rückkehr dorthin sowohl seine famili ären Beziehungen als auch die sonstigen früheren sozialen Kontakte wieder aufnehmen kann. Auch das BFM ist im Zusammenhang mit der Aufhebung der vorläufigen Aufnahme auf die individuelle Situat i- on, die der Beschwerdeführer bei seiner Rückkehr in den Irak vorfinden wird, eingegangen und hat das Vorliegen eines familiären Beziehung s- netzes – zu de m vier Brüder und acht Schwester n gehören – und die Möglichkeit der Reintegration bejaht (vgl. Verfügung vom 26. März 2008 S. 3). 7. Zusammenfassend betrachtet sind dem Beschwerdeführer in sprachlicher und beruflicher Hinsicht Integrationsbemühungen zugutezuhalten. Ob die mit seiner Rechtsmittleingabe eingereichten Unterschriftenlisten und R e- ferenzen tatsächlich das behauptete grosse und enge Beziehungsnetz belegen, kann dahin gestellt bleiben. Immerhin hat a uch die kantonale Migrationsbehörde ihren Antrag auf Zustimmung nicht mit dem Aspekt der fortgeschrittenen Integration begründet, sondern – und insofern irrelevant – mit der vom Beschwerdeführer behaupteten Konversion zum Christen- tum und der damit seines Erachtens einhergeh enden unzumutbaren Rückkehr in den Irak. Besonders i ns Gewicht fällt, dass sich der B e- schwerdeführer seit der Aufhebung der vorläufigen Aufnahme bzw. seit Ablauf der ihm gesetzten Ausreisefrist rechtswidrig in der Schweiz aufhält und sich der bereits für ihn organisierten Rückschaffung widersetzt hat. Er gehört damit nicht zu der Zielgruppe, die sich nach dem Willen des G e- setzgebers auf die Härtefallregelung nach Art. 14 Abs. 2 AsylG soll beru- fen können; eine entsprechende Bewilligung kommt danach namentlich für sehr gut integrierte und unbescholtene Personen in Frage, die nach der Ablehnung ihres Asylgesuchs nicht aus selbstverschuldeten Gründen in der Schweiz geblieben sind (vgl. BVGE 2009/40 E. 5.2.3 und Urteil e des Bundesverwaltungsgerichts C-931/2009 vom 27. Januar 2012 E. 6.2 f. und C-4551/2008 vom 23. Dezember 2009 E. 6.2.3). Dieser – unter das Kriterium der Respektierung der Rechtsordn ung (Art. 31 Abs. 1 Bst. b VZAE) fallende – Gesichtspunkt spricht au sschlaggebend gegen eine Härtefallregelung des Beschwerd eführers; dessen Situation deutet C-28/2011 Seite 14 auch unter Berücksichtigung der sonstigen Kriterien von Art. 31 Abs. 1 VZAE nicht auf eine schwerwiegende persönliche Notlage hin. 8. Das Bundesverwaltungsgericht kommt daher zum Schluss, dass beim Beschwerdeführer trotz vorhandener Integrationsleistungen während der hierzulande verbrachten Jahre kein schwerwiegender persönlicher Härt e- fall vorliegt, wenn er die Schweiz verlassen muss. Daraus folgt, dass die Vorinstanz die Zustimmung zur Erteilung einer Aufenthaltsbewilligu ng nach Art. 14 Abs. 2 AsylG zu Recht verweigert hat (vgl. Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist daher abzuweisen. 9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer - deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 ff. des Regle - ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Dispositiv S. 15 C-28/2011 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 900.- werden dem B eschwerdeführer auf- erlegt. Sie werden mit dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. 3. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Einschreiben) – die Vorinstanz […] – die Fachstelle Migration des Kantons Glarus, Postgasse 29, 8750 Glarus Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Ruth Beutler Barbara Giemsa-Haake Versand: