B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-5198/2013 U r t e i l v o m 2 0 . O k t o b e r 2 0 1 4 Besetzung Richter Michael Beusch (Vorsitz), Richter Pascal Mollard, Richter Markus Metz, Gerichtsschreiberin Anna Strässle. Parteien A._______, (…), Beschwerdeführer, gegen 1. Kantonales Steueramt Zürich, Dienstabteilung Recht, Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich, 2. Steuerverwaltung des Kantons Graubünden, Abteilung Kommissariat, a l'En 2, 7503 Samedan, Beschwerdegegnerschaft, Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, Verrechnungssteuer, Stempelabgaben, Eigerstrasse 65, 3003 Bern, Vorinstanz, Gegenstand Direkte Bundessteuer; Feststellung des Veranlagungsortes für die Steuerperiode 2010. A-5198/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. A._______ (nachfolgend: Steuerpflichtiger), geboren am (Datum), arbei- tete vom 1. September 20 08 bis zum 29. Februar 2012 innerhalb der B._______ AG in Zürich als (Funktion); bereits zuvor hatte er u.a. in Zü- rich gearbeitet. Seit dem 1. Oktober 2007 be wohnt der Steuerpflichtige mit seiner Partnerin zusammen eine 3-Zimmer-Mietwohnung an der (Ad- resse) Zürich mit einer Monatsmiete inkl. Nebenkosten von rund Fr. 900.-- (sein Mietkostenanteil betrug im Jahr 2010 rund Fr. 452.50 pro Monat). Die Wohnung ist mit eigenen Möbeln (gemäss Aussagen des Steuer- pflichtigen überwiegend der Partnerin gehörend) ausgestattet und verfügt über keinen Festnetzanschluss. Der Steuerpflichtige ist ledig und in (Ort, ZH) aufgewachsen; seine Eltern wohnen in (Ort, ZH), sein Bruder in Z ü- rich. Teilweise arbeitete er im Jahr 2010 in (Ort 1, GR), wo er alleine ein – mit eigenen Möbeln ausgestattetes – Studio von ca. 30-35 m2 für monat- lich Fr. 1'250.-- bewohnt. Auch dort verfügt er über keinen Festnetza n- schluss. Am 20. Juli 2010 erfolgte die Abmeldung bzw. die Anmeldung mit He i- matausweis als Wochenaufenthalter in Zürich. B. B.a Mit Vorentscheid vom 11. Februar 2011 stellte das Kantonale Steuer- amt des Kantons Zürich fest, dass sie für die Staats- und Gemeindesteu- ern die Steuerhoheit des Kantons Zürich und der Steuergemeinde Zürich ab der Steuerperiode 2010 beanspruche. Begründend führte sie die bu n- desgerichtliche Rechtsprechung an, wonach der steuerrechtliche Woh n- sitz einer unselbständig erwerbenden Person derjenige Ort sei, wo sich der Steuerpflichtige mit der Absicht des dauernden Verbleibe ns aufhalte bzw. wo sich der Mittelpunkt seiner Lebensinteressen befin de. Dabei komme dem polizeilichen Domizil – wo die Schriften hinterlegt seien – keine entscheidende Bedeutung zu. Halte s ich eine Person abwech s- lungsweise an zwei Orten auf, sei darauf abzustellen, zu welchem Ort sie die stärkere Beziehung unterhalte; dieser sei bei unselbständig erwe r- benden Personen gewöhnlich am Arbeitsort. Die mit eigenen Möbeln ein- gerichtete Wohnung in Zürich, die ungekündigte Anstellung in Zürich so- wie das Konkubinat mit seiner Partnerin , die ebenfalls in der besagten Wohnung in Zürich lebe, begründeten den Mittelpunkt der Lebensinteres- sen nach wie vor eindeutig in Zürich. A-5198/2013 Seite 3 B.b Gegen diese Verfügung erhob der Steuerpflichtige am 6. März 2011 beim Kantonalen Steueramt Zürich Einsprache. Dabei machte er im W e- sentlichen geltend, das Kantonale Steueramt Zürich bzw. der Verfasser des Vorentscheids sei weder auf seine schriftlichen Ausführung en vom 29. August 2010 noch auf seine anlässlich der mündlichen Befragung vom 4. Oktober 2010 gemachten Aussagen mit ausreichender Objektivität eingegangen. B.c Das Kantonale Steueramt Zürich wies mit Entscheid vom 2. August 2011 die Einsprache ab und bestätigte die Zuweisung der Steuerhoheit an den Kanton Zürich für die Staats - und Gemeindesteuern. Hierauf rea- gierte der Steuerpflichtige mit einem Schreiben vom 3. September 2011, welches nach durchgeführter Korrespondenz nicht als Rekurs an das Steuerrekursgericht des Kantons Zürich ü berwiesen wurde. Vor diesem fand infolgedessen kein Verfahren betreffend Steuerhoheit für die Staats - und Gemeindesteuern statt. B.d Mit Entscheid vom 2. Juli 2012 schätzte das Kantonale Steueramt Zürich den Steuerpflichtigen für die Staats - und Gemeindesteuern 2010 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. (Betrag).-- ein. Gleichentags erfolgte die Veranlagung für die direkte Bundessteuer 2010 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. (Betrag).--. Hernach gelangte der Ste u- erpflichtige mit Schreiben vom 3. Juli 2012 an die Steuerverwaltung Graubünden und ersuchte diese , die Angelegenheit betreffend Steuerpe- riode 2011 der eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) zu überweisen (diesen Antrag hatte er bereits am 12. Juli 2011 gestellt). Die ESTV habe über die Bestimmung des steuerrechtlichen Wohnsitz es für die direkte Bundessteuer 2010 zu befinden. B.e Am 8. Juli 2012 reichte der Steuerpflichtige je eine Einsprache gegen den Einschätzungsentscheid und die Veranlagungsverfügung des Kant o- nalen Steueramts Zürich vom 2. Juli 2012 ein und begehrte, diese seien im Anschluss an den rechtskräftigen Entscheid der ESTV aufzuheben und die Einspracheverfahren seien bis zum rechtskräftigen Entscheid des durch die ESTV f estzustellenden Veranlagungsort s zu sistieren. Mit Schreiben vom 25. Juli 2012 teilte das Kantonale Steueramt Zürich dem Steuerpflichtigen mit, dass es entsprechend seinem Antrag im Einspr a- cheverfahren sämtliche Akten der ESTV überwiesen habe und die Ei n- spracheverfahren Staats -, Gemeinde - und direkte Bundessteuern 2010 bis zum rechtskräftigen Entscheid der ESTV sistiert bleiben würden. A-5198/2013 Seite 4 C. Mit Schreiben vom 8. August 2012 gelangte das Kantonale Steueramt Zü- rich an die ESTV und ersuchte um Festlegung des Veranlagungsorts ge- mäss Art. 108 DBG für den Steuerpflichtigen für die direkte Bundessteuer der Steuerperiode 2010, da sowohl der Kanton Zürich als auch der Ka n- ton Graubünden in Frage kommen würden. D. Nach durchgeführter Korrespondenz stellte die ESTV (nachfolgend: Vo r- instanz) mit Verfügung vom 15. August 2013 fest, dass der Kanton Zürich für die Veranlagung der direkten Bundessteuer des Steuerpflichtigen für die Steuerperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 zuständig sei. Sie begründete dies im Wesentlichen damit, dass es dem Steuerpflicht i- gen nicht gelänge, besonders gewichtige persönliche Beziehungen zum Kanton Graubünden nachzuweisen, welche genügen würden, die natürl i- che Vermutung des Hauptsteuerdomizils am Arbeitsort bzw. am Ort , wo der Steuerpflichtige im Konkubinat lebe, umzustossen. E. Gegen diese Verfügung erhob der Steuerpflichtige (nachfolgend: B e- schwerdeführer) am 15. September 2013 Beschwerde beim Bundesve r- waltungsgericht. Er beantragt, die angefochtene Verfügung vom 15. August 2013 sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass der Ei n- spracheentscheid vom 2. August 2011 hinsichtlich des Vorentscheids vom 11. Februar 2011 [betreffend Steuerhoheit für die Staats - und Gemeinde- steuern] nicht in Rechtskraft erwachsen sei . Weiter sei d as Verfahren zu sistieren, bis eine Aussprache zwischen den Verfahrensbeteiligten stat t- gefunden habe und dem Beschwerdeführer sei eine Kontoverbindung für die befreiende Hinterlegung der mutmasslichen Steuerbeträge ab der Steuerperiode 2010 bis zur jeweiligen rechtskräftigen Veranlagung einer Steuerperiode mitzuteilen. Sodann sei die Steuerverwaltung des Kantons Graubünden und das Kantonale Steueramt Zürich anzuweisen, die vom Beschwerdeführer für erstere hinsichtlich der Steuerperiode 2011 und für letztere für die Steuerperiode 2010 bereits einbezahlten Beträge bis zu einem rechtskräftigen Entscheid über den Veranlagungsort im Namen des Beschwerdeführers auf das geforderte Konto zu überweisen. Bei Be- darf sei dem Beschwerdeführer eine Nachfrist für die weitere Detaillierung des Sachverhalts bzw. die Bezeichnung w eiterer Beweismittel einzurä u- men. Zur Begründung bringt der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, die vorsätzliche Missachtung von bundesrechtlichen Zuständigkeitsvo r- schriften kombiniert mit den offensichtlichen finanziellen Eigeninteressen A-5198/2013 Seite 5 des Kantonalen Steueramts Zürich führe zur Nich tigkeit des Einsprach e- entscheids vom 2. August 2012 [recte: 2011]. Sodann habe die Vorinstanz seine konkreten Lebensumstände in der Sachverhaltsdarstellung nicht ausreichend zur Geltung gebracht. Seine Konkubinatspartnerin h abe ei- nen anderen Lebensmittelpunkt bzw. ein anderes Umfeld als er; vorlie- gend entsprächen die Umstände des Einzelfall s nicht den jeweils ang e- führten Überlegungen. Das Konkubinat "am Arbeitsort" als generelle – und nahezu unwiderlegbare – Vermutung für den Lebensmittelpunkt des Steuerpflichtigen am Arbeitsort werde dem vorliegenden Einzelfall nicht gerecht. Auch die Vermutung zugunsten des Lebensmittel punkts am A r- beitsort träfen vorliegend nicht zu, da er einen erheblichen Teil seiner A r- beit ausserhalb von Zürich erbringe und er ca. einen bis zwei Tage pro Woche am Wochenendort arbeite. Im Durchschnitt verrichte er durc h- schnittlich rund drei Tage seiner Arbeit ausserhalb von Zürich. Letztlich gehörten die Möbel in der 3 -Zimmer-Mietwohnung an der (Adresse) Zü- rich überwiegend seiner Partnerin. Er nutze zwei der drei Zimmer grund- sätzlich nicht und halte sich in der Wohnung praktisch lediglich zum Schlafen auf. Seine Freizeit würde er nicht mit dem Bruder verbringen (nur sehr wenig Kontakt); zu den Eltern habe er ein gutes Verhältnis, dennoch habe er sie im Jahr 2010 nur selten gesehen ; hingegen pflege er nachweisbar tatsächlich besonders oft gelebte Beziehungen zu Freu n- den im " (Ort 2, GR )" bzw. Menschen , die in geringerer Entfernung als 4 km von (Ort 1, GR) entfernt wohnten. Vorliegend würde sein Konkubinat auch nicht alle anderen Beziehungen "überstrahlen", da seine Partnerin u.a. einen überwiegend anderen Freundeskreis und andere Hobb ys ha- be, selten im (Ort 3, GR) sei, praktisch jedes Wochenende in (Ort, SG) verbringe, 100 % arbeite und nebenher noch ein eigenes Geschäft au f- baue. Letztlich werde sein Anspruch auf ein faires Verfahren verletzt; die Verweigerung, auf seine Beweisofferten einzutreten sowie ein Gespräch zu führen, verletz e seinen Anspruch auf ei n angemessenes rechtliches Gehör; sodann würden auch die niederlassungsrechtlichen Nachteile nicht berücksichtigt. Insgesamt habe er das Vertrauen in die involvierten Behörden verloren und befürchte eine Doppelbesteuerung; aus diesem Grund beantrage er, die mutmasslichen Steuerbeträge mit befreiender Wirkung beim Gericht hinterlegen zu dürfen und die für die Perioden 2010 und 2011 bereits geleisteten Zahlungen seien auf das selbige Konto zu überweisen. F. Mit Schreiben vom 22. Oktober 2013 teilt die Steuerverwa ltung des Kan- tons Graubünden (Beschwerdegegnerin 2) mit, dass sie sowohl auf ei ne A-5198/2013 Seite 6 Beschwerdeantwort wie auch auf eine Stellungnahme betreffend den A n- trag auf Sistierung verzichte. G. Am 30. Oktober 2013 reicht das Kantonale Steueramt Zürich (Beschwe r- degegner 1) seine Beschwerdeantwort ein. Der Sistierungsantrag sei a b- zuweisen, da der Einspracheentscheid vom 2. August 2011 hinsichtlich des Vorentscheids vom 11. Februar 2011 bereits formell rechtskräftig sei – der Beschwerdeführer habe innerhalb der Rechtsmitte lfrist auf die Ein- legung eines Rechtsmittels verzichtet. Zudem beantragt der Beschwer- degegner 1 – unter Verweis auf die vorinstanzlichen Erwägungen vom 15. August 2013 sowie seinen Einspracheentscheid vom 2. August 2011 betreffend Staats- und Gemeindesteuern 2010 – die Abweisung der B e- schwerde, soweit darauf einzutreten sei; weiter sei festzustellen, dass der Kanton Zürich für die Veranlagung der direkten Bundessteuer 2010 z u- ständig sei. H. In ihrer Vernehmlassung vom 31. Oktober 2013 beantragt d ie Vorinstanz die kostenfällige Abweisung der Beschwerde , soweit darauf einzutreten ist. Hinsichtlich der beantragten Sistierung des Verfahrens führt sie aus , dass sie am 15. August 2013 bereits eine Verfügung erlassen habe; es bestehe folglich kein Platz mehr für eine "Aussprache" bzw. wäre diese wenig zielführend, da der Beschwerdeführer keine neuen rechtserhebl i- chen Tatsachen und r echtliche Begründungen vorbringe . Am 10. November 2013 reicht der Beschwerdeführer eine Replik und am 21. November 2013 sodan n weitere Ergänzungen zu den Vernehmla s- sungen ein. I. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten U n- terlagen wird – soweit entscheidwesentlich – im Rahmen der nachfolgen- den Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 1.1.1 Gemäss Art. 108 Abs. 1 Satz 1 DBG (SR 642.11) wird der Veranla- gungsort einer steuerpflichtigen Person, wenn er im Einzelfall ungewiss A-5198/2013 Seite 7 oder strittig ist, entweder von der kantonalen Behörde für die direkte Bu n- dessteuer bestimmt, nämlich wenn nu r die Steuerbehörden dieses Ka n- tons betroffen sind, oder von der ESTV, wenn mehrere Kantone betroffen sind. Die Feststellung des Veranlagungsorts kann von der Veranlagungs- behörde, von der kantonalen Verwaltung für die direkte Bundessteuer und von der steue rpflichtigen Person verlangt werden (Art. 108 Abs. 2 DBG). Die Verfügung der ESTV unterliegt dabei der Beschwerde nach den al l- gemeinen Bestimmungen über die Bundesrechtspflege (neue Fassung des zweiten Satzes von Art. 108 Abs. 1 DBG gemäss Ziff. 57 des A n- hangs zum VGG). 1.1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht B e- schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern keine Ausna h- me nach Art. 32 VGG gegeben ist. Eine solche liegt nicht vor. Die ESTV gehört zu den Behörden nach Art. 33 Bst. d VGG und ist daher Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Dieses ist damit zur Beurteilung der vor- liegenden Beschwerde zuständig. Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 1.1.3 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges In teresse an deren Aufhebung oder Änderung hat. Der Beschwerdeführer ist als Adressat der angefochtenen Verfügung zur Beschwerde legitimiert. 1.1.4 Auf die im Übrigen frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist daher – mit folgender Ei n- schränkung (sogleich E. 1.3) – einzutreten. 1.2 Der Kanton Zürich bzw. das Kantonale Steueramt Zürich ist als B e- schwerdegegner aufzunehmen; seine Position steht derjenigen des B e- schwerdeführers entgegen. Der Kanton Graubünden bzw. die Steue rver- waltung des Kantons Graubünden schloss im Verfahren vor der ESTV mit Stellungnahme vom 12. Oktober 2012 ihrerseits darauf, aufgrund des Protokolls der persönlichen Befragung vom 4. Oktober 2010 durch das Kantonale Steueramt Zürich seien die Voraussetzungen für eine Besteue- rung der direkten Bundessteuer für die Steuerperiode 2010 im Kanton Zü- rich gegeben. Der Kanton Graubünden habe weder die Kantons - und die A-5198/2013 Seite 8 Gemeindesteuern noch die direkte Bundessteuer 2010 beansprucht; so- mit steht auch ihre Position derjenigen des Beschwerdeführers entgegen. 1.2.1 Das Kantonale Steueramt Zürich beantragt die Abweisung der B e- schwerde (vgl. Sachverhalt Bst. G). Auf ihren Antrag ist einzutreten. 1.2.2 Die Steuerverwaltung des Kantons Graubün den hat auf eine B e- schwerdeantwort sowie auch auf eine Stellungnahme betreffend den A n- trag auf Sistierung verzichtet (vgl. Sachverhalt Bst. F). 1.3 Vorab ist auf die vom Beschwerdeführer aufgeworfenen Fragen ei n- zugehen, welche die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts b e- schlagen. 1.3.1 Der Beschwerdeführer beantragt in seiner Beschwerde u.a., es sei festzustellen, dass der Einspracheentscheid des Kantonalen Steueramts Zürich vom 2. August 2011 hinsichtlich des Vo rentscheids vom 11. Februar 2011 nicht in Rechtskraft erwachsen sei. Für diese F rage ist das Bundesverwaltungsgericht nicht zuständig. Abgesehen davon, dass es sich beim Kantonalen Steueramt Zürich um keine Vorinstanz gemäss Art. 33 VGG handelt (E. 1.1.2), geht es im Rahmen von Art. 108 DBG und den daran anschliessenden Rechtsmittelverfahren einzig um die Feststel- lung des Veranlagungsort s der direkten Bundessteuern , allenfalls noch um die Feststellung der damit verbundenen direkten Rechtsfolgen. Die beantragte (umfassende) Feststellung, dass der fragliche Einspracheen t- scheid hinsichtlich der Inanspruchnahme der Steuerhoheit für Staats- und Gemeindesteuer 2010 nicht in Rechtskraft erwachsen sei, ist hingegen auch von anderen Faktoren als dem Veranlagungsort abhängig und kann auch schon daher im Rahmen von Art. 108 DBG nicht verlangt werden (Urteil des BVGer A-5086/2013 vom 22. April 2014 E. 1.3). Der Einspra- cheentscheid des Kantonalen Steueramts Zürich vom 2. August 2011 so- wie der ihm vorangegangene Vorentscheid befassen sich ausschliesslich mit der Frage des Steuerdomizils betreffend Staats - und Gemeindesteu- ern und nehmen keinen Bezug auf d ie Veranlagung der direkten Bundes- steuer (vgl. auch Urteil des BGer 2C_397/2010 vom 6. Dezember 2010 E. 1.1). Bereits die Vorinstanz ist damit zu Recht auf die den Einsprache- entscheid des Kantonalen Steueramts Zürich vom 2. August 2011 betref- fenden Rügen nicht eingegangen. Auf die Beschwerde ist daher insoweit nicht einzutreten (vgl. A-5086/2013 E. 1.3). A-5198/2013 Seite 9 Inwieweit die Festlegung des Veranlagungsort s gemäss Art. 108 DBG Reflexwirkungen für die Festsetzung der Steuerhoheit für die Staats- und Gemeindesteuern haben kann (Urteil 2C_397/2010 E. 1.1; BEUSCH/MAYHALL, in: Kommentar zum schweizerischen Steuerrecht, I n- terkantonales Steuerrecht, 2011, [hiernach: Kommentar Interkantonales Steuerrecht], § 40 Rz. 26), ist nicht hier zu klären. 1.3.2 Mangels Zuständigkeit ist auch auf den Antrag hinsichtlich der b e- freienden Hinterlegung der Staats- und Gemeindesteuern ab der Steuer- periode 2010 auf ein vom Bundesverwaltungsgericht zu errichtendes Sperrkonto nicht einzutreten. Im Übrigen erhellt auch nicht, was der B e- schwerdeführer mit dem Antrag auf Hinterlegung der direkten Bunde s- steuer 2010 auf ein vom Bundesverwaltungsgericht zu erric htendes Sperrkonto beabsichtigt; sind diese doch in allen Kantonen gleich hoch und die Begleichung – egal an welchen Kanton – hat befreiende Wirkung. Damit kann auch auf den Antrag nicht eingetreten werden, die Steue r- verwaltung des Kantons Graubünden und das Kantonale Steueramt Z ü- rich seien anzuweisen, die vom Beschwerdeführer f ür erstere hinsichtlich der Steuerperiode 2011 und für letztere hinsichtlich die Steuerperiode 2010 bereits einbezahlten Beträge bis zu einem rechtskräftigen Entscheid über den Veranlagungsort im Namen des Beschwerdeführers auf das g e- forderte Sperrkonto zu überweisen. 1.4 1.4.1 Das Bundesverwaltungsgericht wendet das Recht von Amtes w e- gen an. Es ist demzufolge verpflichtet, auf den festgestellten Sachverhalt die richtige Rechtsnorm und damit jenen Rechtssatz anzuwenden, den es als den zutreffenden erachtet, und ihm jene Auslegung zu geben, von der es überzeugt ist ( ANDRÉ MOSER et al., Prozessieren vor dem Bundesve r- waltungsgericht, 2. Aufl. 2013 , Rz. 1.54, unter Verweis auf BGE 119 V 347 E. 1a). Im Rechtsmittelverfahren kommt – obschon in sehr abg e- schwächter Form ( MOSER et al., a.a.O., Rz. 1.55) – das Rügeprinzip mit Begründungserfordernis in dem Sinne zum Tragen, dass der Beschwe r- deführer die seine Rügen stützenden Tatsachen darzulegen und allfällige Beweismittel einzureichen hat (Art. 52 Abs. 1 VwVG; CHRISTOPH AUER, in: Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren [VwVG], 2008, [hiernach: VwVG-Kommentar], Art. 12 VwVG Rz. 9 und 12). Hinge- gen ist es grundsätzlich nicht Sache der Rechtsmittelbehörde – insbe- sondere der Beschwerdeinstanz –, den für den Entsche id rechtserhebli- chen Sachverhalt von Grund auf zu ermitteln und über die tatsächlichen Vorbringen der Parteien hinaus den Sachverhalt vollkommen neu zu e r-A-5198/2013 Seite 10 forschen (BVGE 2007/27, E. 3.3; Urteil des BVGer A -1942/2011 vom 18. November 2011 E. 1.3; MOSER et al., a.a.O., Rz. 1.52). Vielmehr geht es in diesem Verfahren darum, den von den Vorinstanzen ermittelten Sachverhalt zu überprüfen und allenfalls zu berichtigen (zum Ganzen: Ur- teil des BVGer A-5044/2011 vom 29. März 2012 E. 1.3.1). 1.4.2 Die Beweiswürdigung endet mit dem richterlichen Entscheid da r- über, ob eine rechtserhebliche Tatsache als erwiesen zu gelten hat oder nicht. Der Beweis ist geleistet, wenn das Gericht gestützt auf die freie Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt ist, dass sich der rechtse r- hebliche Sachumstand verwirklicht hat (vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2; statt vieler: Urteil des BVGer A -2632/2013 vom 26. Februar 2014 E. 2.7.1 mit Hinweisen; MOSER et al., a.a.O., Rz 3.141). Gelangt das Gericht nicht zu diesem Ergebnis, kommen die Beweislastregeln zu r Anwendung, d.h. es ist zu Ungunsten desjenigen zu urteilen, der die Beweislast trägt. Im Steuerrecht gilt grundsätzlich, dass die Steuerbehörde die Beweislast für die steuerbegründenden und -erhöhenden Tatsachen trägt, während die steuerpflichtige Person für die steueraufhebenden und -mindernden Tat- sachen beweisbelastet ist (statt vieler: Urteil des BGer 2C_232/2012 vom 23. Juli 2012 E. 3.5; Urteil des BVGer A -4950/2013 vom 18. März 2014 E. 1.3 mit Hinweisen; BLUMENSTEIN/LOCHER, System des schweizer i- schen Steuerrechts, 6. Aufl. 2002, S. 454). Das Beweisverfahren kann geschlossen werden, wenn die neu gestellten Beweisanträge eine nicht erhebliche Tatsache betreffen oder offensich t- lich untauglich sind, etwa weil es ihnen an Beweiseignung fehlt oder u m- gekehrt die betreffende Tatsache bereits aus den Akten genügend ersicht- lich ist und angenommen werden kann, dass die Durchführung des B e- weises im Ergebnis nichts ändern wird (sog. antizipierte Beweiswürd i- gung; BGE 136 I 229 E. 5.3; MOSER et al., a.a.O., Rz. 3.144). 1.5 Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann u.a. die Ver - letzung von Bundesrecht gerügt werden (Art. 49 Bst. a VwVG). Zum Bun- desrecht zählt auch das Verfassungsrecht des Bunds, so namentlich das Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung (Urte il des BGer 2C_92/2012 vom 17. August 2012 E. 1.5; A-5086/2013 E. 1.6). 2. 2.1 Das Bundesverwaltungsgericht kann auf Antrag des Beschwerdefü h- rers, der Vorinstanz oder von Amtes wegen ein bei ihm eingeleitetes B e- schwerdeverfahren bis auf Weiteres sistieren. Der A ufschub der Behand-A-5198/2013 Seite 11 lung einer Eingabe muss jedoch durch zureichende Gründe gerechtfertigt sein, andernfalls von einer mit dem Beschleunigungsgebot von Art. 29 Abs. 1 BV nicht zu vereinbarenden Rechtsverzögerung auszugehen wäre (BGE 134 IV 43 E. 2.3; BVGE 2009/42 E. 2.2). Eine Sistierung des B e- schwerdeverfahrens kann insbesondere angezeigt sein, wenn ein and e- res (gerichtliches) Verfahren hängig ist, dessen Ausgang für das vorli e- gende Verfahren von präjudizieller Bedeutung ist (BGE 123 II 1 E. 2b, BGE 122 II 211 E. 3e) oder wenn Verhandlungen betreffend eine allfällige einvernehmliche Lösung zwischen den Beteiligten aufgenommen wurden. Beim Entscheid darüber, ob das Verfahren zu sistieren ist, steht dem G e- richt ein erheblicher Beurteilungsspielraum zu (BGE 119 II 386 E. 1b; BVGE 2009/42 E. 2.2); einen Rechtsanspruch auf Sistierung haben die Parteien nicht, trotzdem setzt die Sistierung das Einverständnis der Pa r- teien voraus (vgl. zum Ganzen: MOSER et al., a.a.O., Rz. 3.14 ff. mit wei- teren Hinweisen). 2.2 Der Beschwerdeführer beantragt in seiner Beschwerde vom 15. Sep- tember 2013 in Ziff. 2 die Sistierung des vorliegenden Beschwerdeverfah- rens, bis eine Aussprache zwischen den Verfahrensbeteiligten stattgefun- den habe. Zur Begründung seines Sistierungsantrags führt er aus, er hof- fe immer noch auf ein sachliches Gespräch mit den involvierten Veranl a- gungsbehörden; denn falls dabei eine Lösung gefunden werden könne, könnte das Verfahren als gegenstandslos abgeschrieben werden. Weitere Gründe für die anbegehrte Sis tierung sind dagegen weder angerufen noch er kennbar. Angesichts des Umstand s, dass die Vorinstanz am 15. August 2013 bereits eine Verfügung erlassen hat, bleibt aufgrund des gesetzlichen Devolutiveffekts (Art. 54 Vw VG) kein Platz mehr für eine "Aussprache" mit den involvierten Behörden. Der Sistierungsantrag ist damit bereits aus diesem Grund abzuweisen. 3. 3.1 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist als selbständiges Grundrecht in Art. 29 Abs. 2 BV verankert und wird für das Verwaltungsverfahren in den Art. 29 ff. VwVG konkretisiert. Er umfasst im Wesentlichen das Recht einer Partei auf Teilnahme am Verfahren und auf Einflussnahme auf den Prozess der Entscheidfindung. In diesem Sinne dient das rechtliche G e- hör einerseits und in Ergänzung des Untersuchungsgrundsatz es der Sachaufklärung, stellt andererseits aber auch ein persönlichkeitsbezog e- nes Mitwirkungsrecht beim Erlass von Verfügungen dar, die in die Rech t- stellung des Einzelnen eingreifen. Zu den Mitwirkungsrechten gehört in s- besondere das Recht einer Partei, sic h vor Erlass einer Verfügung zur A-5198/2013 Seite 12 Sache zu äussern, Einsicht in die Akten zu nehmen und mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungsrecht mithin alle Befugnisse, die einer Partei ei n- zuräumen sind, damit sie ihren Standpunkt in einem Verfahren wirksam zur Geltung bringen kann (BGE 135 II 286 E. 5.1; Urteil des BGer 1C_77/2013 vom 19. Juli 2013 E. 3.2; zum Ganzen: Urteil des BVGer A-1251/2012 vom 15. Januar 2014 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen). Ein Anspruch darauf, seine Anliegen mündlich vorbringen zu können, besteht freilich vorbehältlich derlei ausdrücklich einräumender Vorschriften nicht. 3.2 3.2.1 Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt sodann als persönlich- keitsbezogenes Mitwirkungsrecht, dass die B ehörde die Vorbringen der Parteien tatsächlich hört, prüft und in ihrer Entscheidfindung berücksic h- tigt. Damit hängt die Pflicht der Behörde zusammen, ihre Verfügung zu begründen, da sich meist nur anhand der Verfügungsbegründung feststel- len lässt, ob die Behörde ihrer Prüfungs - und Berücksichtigungspflicht nachgekommen ist (vgl. Art. 35 Abs. 1 VwVG; Urteil des BGer 2A.377/2000 vom 13. Februar 2001 E. 2b/bb; zum Ganzen: A-1251/2012 E. 6.2; WALDMANN/BICKEL, in: Praxiskommentar VwVG, 2009, Art. 32 VwVG Rz. 21). 3.2.2 Die Begründung einer Verfügung hat im Allgemeinen den rechtse r- heblichen Sachverhalt und die anwendbaren Rechtsnormen zu enthalten sowie die rechtliche Würdigung (Subsumtion) der betreffenden Angel e- genheit aufzuzeigen. Die Behörde ist jedoch nicht verpfl ichtet, sich mit je- der tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand au s- drücklich auseinanderzusetzen. Sie darf sich vielmehr auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken. Erforderlich ist aber stets eine Auseinandersetzung mit dem konkret zu beurteilenden Sachverhalt. Die Behörde hat – zumindest kurz – die Überlegungen zu nennen, von denen sie sich hat leiten lassen und auf die sich ihr En t- scheid stützt (BGE 136 I 229 E. 5.2; Urteil des BGer 1C_203/2012 vom 18. Januar 2013 E. 2.1; BVGE 2009/35 E. 6.4.1; zum Ganzen: A-1251/2012 E. 6.2). Letztlich beschlägt der verfassungsmässige A n- spruch auf rechtliches Gehör an sich nur die Feststellung des rechtse r- heblichen Sachverhalts, nicht aber dessen rechtliche Würdigung (also nicht die Frage der Rechtserheblichkeit eines Sachumstands oder wie die Behörde diese würdigen will; MOSER et al., a.a.O., Rz. 3.89, RENÉ RHI- NOW et al., Öffentliches Prozessrecht, 2. Aufl. 2010, Rz. 323). A-5198/2013 Seite 13 3.3 Dem Anspruch auf rechtliches Gehör lässt sich keine allgeme ine Pflicht zur Abnahme aller angebotenen Beweise entnehmen. Die Abwe i- sung eines Beweisantrags erweist sich namentlich als zulässig, falls sich die Behörde oder d as Gericht seine Meinung aufgrund zuvor erhobener Beweise bereits bilden konnte und ohne Willk ür in vorweggenommener (antizipierter) Beweiswürdigung annehmen darf, die gewonnene Übe r- zeugung werde durch weitere Beweiserhebungen nicht erschüttert (E. 1.4.2; vgl. auch Urteil des BGer 2C_794/2013 vom 2. Mai 2014 E. 2). 3.4 3.4.1 Der Beschwerdeführer rügt, sein Anspruch auf ein faires Verfahren sowie auf ein angemessenes rechtliches Gehör sei dadurch verletzt wor- den, dass die Veranlagungsbehörden sich geweigert hätten (und immer noch weigern würden), auf seine Beweisofferten einzutreten so wie ein Gespräch zu führen. 3.4.2 Die Rüge erweist sich als unbegründet. Vorliegend hat sich die Vor- instanz in ihrer Verfügung vom 15. August 2013 mit dem konkret zu beu r- teilenden Sachverhalt ausgiebig auseinandergesetzt. Diese enthält den rechtserheblichen Sachverhalt und die anwe ndbaren Rechtsnormen und zeigt die rechtliche Würdigung (Subsumtion) der betreffenden Angel e- genheit auf. Ein gesetzlicher Anspruch darauf, sein Anliegen im Verfahren nach Art. 108 DBG mündlich zu vertreten, ist nicht ersichtlich und kann insbesondere auch nicht aus der Bestimmung von § 141 Abs. 2 des Steuergesetzes des Kantons Zürich vom 8. Juni 1997 abgeleitet werden. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör ist vorliegend nicht gegeben. 4. 4.1 Ein Verstoss gegen das Verbot der interkantonalen Doppelb esteue- rung gemäss Art. 127 Abs. 3 BV liegt vor, wenn eine steuerpflichtige Pe r- son von zwei oder mehreren Kantonen für das gleiche Steuerobjekt und für die gleiche Zeit zu Steuern herangezogen wird (aktuelle Doppelb e- steuerung) oder wenn ein Kanton in Verlet zung der geltenden Kollision s- normen seine Steuerhoheit überschreitet und eine Steuer erhebt, die e i- nem anderen Kanton zusteht (virtuelle Doppelbesteuerung; vgl. BGE 137 I 145 E. 2.2, BGE 134 I 303 E. 2.1, BGE 133 I 308 E. 2.1; A-5086/2013 E. 2.1). 4.2 Die kantonalen Steuerbehörden erheben die direkte Bundessteuer von den natürlichen Personen, die am Ende der Steuerperiode oder der Steuerpflicht ihren steuerrechtlichen Wohnsi tz oder, wenn ein solcher in A-5198/2013 Seite 14 der Schweiz fehlt, ihren steuerrechtlichen Aufenthalt im Kanton haben (Art. 105 Abs. 1 DBG). Der Stichtag ist der 31. Dezember oder jener Tag, an dem die Unterwerfung unter die Steuerpflicht endet (A -5044/2011 E. 2.1 mit weiteren Hinweisen). 4.3 4.3.1 Der steuerrechtliche Wohnsitz einer natürlichen Person befindet sich in der Regel am Ort, wo sich der Steuerpflichtige mit der Absicht des dauernden Verbleibens aufhält bzw. wo faktisch der Mittelpunkt seiner Lebensinteressen liegt (v gl. Art. 3 Abs. 2 DBG sowie [analog] Art. 23 Abs. 1 ZGB; Urteil des BGer 2C_1267/2012 vom 1. Juli 2013 E. 3.1 f. mit Hinweisen; A -5086/2013 E. 2.3.1 und A -5044/2011 E. 2.3; ZWEI- FEL/HUNZIKER, Kommentar Interkantonales Steuerrecht , § 6 Rz. 2,7 und 10). Hält sich eine Person abwechslungsweise an zwei oder mehr Orten auf, befindet sich ihr steuerrechtlicher Wohnsitz an jenem Ort, zu dem sie die stärkeren Beziehungen hat, d.h. an dem sich der Mittelpunkt der L e- bensverhältnisse, der ideelle und materielle Schwerp unkt des Lebens dieser Person befindet (vgl. BGE 132 I 29 E. 4.2, BGE 131 I 145 E. 4.1; Urteil des BGer 2C_672/2010 vom 30. Juni 2011 E. 4.1; A-5086/2013 E. 2.3.1). 4.3.2 Für das Vorliegen eines steuerrechtlichen Wohnsitzes müssen nach dem Vorstehenden zwei Bedingungen kumulativ erfüllt sein, nämlich eine objektive – der "tatsächliche Aufenthalt" – einerseits und eine subjektive – die "Absicht dauernden Verbleibens" – andererseits (YVES NOËL, Le d o- micile fiscal des personnes physiques dans la jurisprudence ac tuelle, in: RDAF 2002 II S. 405, insb. S. 406; ZWEIFEL/HUNZIKER, Kommentar Inter- kantonales Steuerrecht, § 6 Rz. 8). Die erste Bedingung ist also jene des Aufenthalts, die physische Präsenz der Person an einem bestimmten Ort (vgl. PETER LOCHER, Kommentar zum DBG: Bundesgesetz über die direk- te Bundessteuer, Bd. 1, 2001, Art. 3 DBG Rz. 13). Auch wenn das Gesetz die Dauer des Aufenthalts nicht präzisiert, darf dieser nicht nur vorübe r- gehender Natur sein ( ZWEIFEL/HUNZIKER, Kommentar Interkantonales Steuerrecht, § 6 Rz. 15). Als zweite, subjektive Bedingung muss die steu- erpflichtige Person die Absicht haben, am Ort ihres Aufenthalts dauernd zu verbleiben. Dabei handelt es sich um einen inneren Vorgang, der sich durch äussere Sachumstände manifestiert, so dass er f ür Dritte erken n- bar wird. Aus diesen Umständen muss sich ergeben, dass der betreffe n- de Ort den Mittelpunkt der persönlichen und wirtschaftlichen Lebensb e- ziehungen dieser Person bildet . Er bestimmt sich nach der Gesamtheit der objektiven Umstände; wobei die einfache Erklärung der Absicht des A-5198/2013 Seite 15 dauernden Verbleibens unbeachtlich ist, wenn sie nicht objektiv erken n- bar ist (ZWEIFEL/HUNZIKER, Kommentar Interkantonales Steuerrecht , § 6 Rz. 21 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung; A-5086/2013 E. 2.3.2 und A-5044/2011 E. 2.4). 4.3.3 Über den steuerrechtlichen Wohnsitz kann in der Regel kein klarer Beweis geführt werden, sondern es ist aufgrund von Indizien eine G e- wichtung vorzunehmen. Dabei sind sämtliche Berufs -, Familien- und Le- bensumstände der steuerpflichtigen Person zu berücksichtigen (vgl. Ur- teile 2C_1267/2012 E. 3.2 und 2C_397/2010 E. 2.4.2). Massgebend ist die Gesamtheit der objektiven, äusseren Umstände. Auf die Erklärungen der steuerpflichtigen Person oder die bloss affektive Bevorzugung eines Orts kommt es nicht a n. Gleichermassen spielt das polizeiliche Domizil keine entscheidende Rolle: Das Hinterlegen der Schriften und das Au s- üben der politischen Rechte an einem bestimmten Ort können allerdings Indizien für den steuerrechtlichen Wohnsitz einer Person bilden, wen n auch deren übriges Verhalten dafür spricht. Der steuerrechtliche Wohnsitz ist insofern nicht frei wählbar (vgl. zum Ganzen: Urteil 2C_1267/2012 E. 3.2 mit Hinweisen; A-5086/2013 E. 2.3.3 und A-5044/2011 E. 2.3 mit Hinweisen; ZWEIFEL/HUNZIKER, Kommentar Interkantonales Steuerrecht, § 6 Rz. 9, 17; DANIEL DE VRIES REILINGH, Le domicile des personnes ph y- siques en droit fiscal intercantonal et international – état des lieux et comparaison, ASA 70 S. 275, insb. S. 277 f.). 4.4 Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind die Steuerbehörden gehalten, betreffend die Bestimmung des Veranlagungsorts die den Steu- erwohnsitz konstituierenden Sachverhaltselemente von Amtes wegen ab- zuklären (vgl. Art. 123 Abs. 1 DBG; BGE 138 II 300 E. 3.4). Der Steue r- wohnsitz als steuerbegründende Tatsache ist grundsätzlich von den Steuerbehörden nachzuweisen (E. 1.4.2). Der Steuerpflichtige hat jedoch seine Mitwirkungspflichten zu erfüllen und umfassend über die für die B e- steuerung massgeblichen Tatsachen Auskunft zu erteilen (vgl. Art. 124 ff. DBG; Urteil des BGer 2C_472/2010 vom 18. Januar 2011 E. 2.2 mit Hin- weisen). Im Rahmen seiner Mitwirkungspflichten obliegt es dem Steue r- pflichtigen, das Bestehen von engen Beziehungen zum Kanton, in dem er seinen steuerrechtlichen Wohnsitz zu haben behauptet, glaubhaft zu m a- chen. (vgl. Urteil des BGer 2A.475/2003 vom 26. Juli 2004 in: Revue du droit fiscal et administrativ [RDAF] 2005 II 103 ff. E. 2.3; JEAN-BLAISE PASCHOUD, in: Commentaire Rom and, Impôt fédéral direct, 2008 [ hier- nach: Commentaire Romand], Art. 3 DBG Rz. 34). Mit anderen Worten bedeutet diese Beweislastregel – welche ursprünglich für das internati o-A-5198/2013 Seite 16 nale Verhältnis aufgestellt wurde und gemäss bundesgerichtlicher Praxis auch im in terkantonalen Verhältnis anwendbar ist –, dass die Steuerb e- hörden grundsätzlich das Bestehen eines Steuerwohnsitzes nachweisen müssen, während die steuerpflichtige Person – vor allem, wenn die von der Steuerbehörde angenommene bisherige subjektive Steuerpf licht als sehr wahrscheinlich gilt – den Nachweis erbringen muss, dass sich ihr Steuerdomizil tatsächlich an einem anderen Ort befindet (vgl. Urteile 2C_794/2013 E. 3.4, 2C_672/2010 E. 4.2 und 2C_625/2009 vom 16. Februar 2010 E. 3.2; zum Ganzen: Urteil des BVGer A -5427/2013 vom 17. Juli 2014 E. 2.4 und A-5086/2013 E. 2.3.4 mit weiterem Hinweis; vgl. ZWEIFEL/HUNZIKER, Kommentar Interkantonales Steuerrecht , § 6 Rz. 98). 5. Das vorliegende Verfahren betrifft ausschliesslich die Bestimmung des Veranlagungsorts für die Erhebung der direkten Bundessteuer. Nachfol- gend ist darauf einzugehen, ob die Vorinstanz zurecht den Kanton Zürich als Veranlagungsort des Beschwerdeführers für die Steuerperiode 2010 bestimmt hat. 5.1 Für die Behauptung des Beschwerdeführers im vorliegenden Verfah- ren, sein Steuerwohnsitz befände sich im Jahr 2010 nicht mehr wie bis anhin unangefochten in Zürich, sondern in (Ort 1, GR) , trägt er die B e- weislast (E. 1.4.2 und E. 4.4). Der steuerpflichtigen Person kann nämlich – wie in E. 4.4 aufgezeigt – der Gegenbeweis für die behauptete subjekti- ve Steuerpflicht am neuen Ort auferlegt werden, wenn die von der Ste u- erbehörde angenommene bisherige subjektive Steuerpflicht als sehr wahrscheinlich gilt. Es obliegt somit nach der bundesgerichtlichen Recht- sprechung dem Beschwerdeführer, die den behaupteten (neuen) Steue r- wohnsitz in (Ort 1, GR) konstituierenden Sachverhaltselemente nachz u- weisen; bis dahin gilt er weiterhin als s teuerlich in Zürich ansässig (Urteil 2C_625/2009 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen; A-5086/2013 E. 3.1). 5.2 5.2.1 Ob der steuerrechtliche Wohnsitz des Beschwerdeführers in der Steuerperiode 2010 in Zürich oder in (Ort 1, GR) liegt, hängt davon ab, an welchem der beiden Orte er sich im Jahr 2010 nach der Gesamtheit der äusserlich wahrnehmbaren Umstände mit der Absicht dauernden Verblei- bens aufgehalten hat (E. 4.3.2). Die objektive Voraussetzung des "ta t- sächlichen (physischen u nd nicht nur vorübergehenden) Aufenthalts" ist für die fragliche Steuerperiode unbestrittenermassen sowohl für Zürich A-5198/2013 Seite 17 als auch für (Ort 1, GR) erfüllt (vgl. E. 4.3.2); weder der Kanton Zürich noch der Kanton Graubünden fallen demnach als Veranlagungsort ausser Betracht. Zur Klärung der strittigen Frage ist daher entscheidend, an we l- chem der beiden Orte sich der Beschwerdeführer im Jahr 2010 mit der "Absicht dauernden Verbleibens" aufgehalten hat. Die Antwort richtet sich danach, zu welchem Aufenthaltsort er im fraglichen Zeitraum bei objekt i- ver Betrachtung die stärkeren persönlichen und wirtschaftlichen Bezi e- hungen hatte bzw. wo sich sein Mittelpunkt der Lebensverhältnisse – der ideelle und materielle Schwerpunkt des Lebens – befand (E. 4.3.1; vgl. A-5086/2013 E. 3.2). 5.2.2 Der Lebensmittelpunkt befindet sich gewöhnlich an demjenigen Ort, wo die steuerpflichtige Person währ end des grössten Teils des Jahr s mit ihren Angehörigen wohnt, von wo aus sie zur Arbeit geht, wo sie ihre Freizeit verbringt und ihren Freundes - und Bekanntenkreis pflegt ( ZWEI- FEL/HUNZIKER, Kommentar Interkantonales Steuerrecht , § 6 Rz. 25 mit weiteren Hinweisen; A -5044/2011 E. 2.6.1). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung liegt b ei Unselbständigerwerbenden das Steuerdomizil grundsätzlich am Arbeitsort, von dem aus sie für längere oder unb e- stimmte Zeit der täglichen Erwerbstätigkeit nachgehen (BGE 125 I 54 E. 2b, BGE 123 I 289 E. 2b). Bestehen jedoch zu einem anderen Ort f a- miliäre und gesellschaftliche Bezie hungen, fallen also beispielsweise Ar- beitsort und der Aufenthaltsort der Familie auseinander, wird grundsät z- lich davon ausgegangen, dass zum Ort, an dem die Familie (Ehegatten bzw. Partner und Kinder) wohnt, die stärkeren Beziehungen herrschen, sofern die steuerpflichtige Person regelmässig an diesen Ort zurückkehrt (ZWEIFEL/HUNZIKER, Kommentar Interkantonales Steuerrecht, § 6 Rz. 26). Diese Ausnahme greift aber nicht, wenn die Ausübung der beruflichen Tä- tigkeit oder andere persönliche und gesellschaftliche Beziehungen am Arbeitsort die steuerpflichtige Person so intensiv erfassen, dass die fam i- liären und gesellschaftlichen Verbindungen am Familienort zweitrangig werden; diesfalls überwiegen die Bindungen zum Arbeitsort. Starke B e- ziehungen dieser Art zum Arb eitsort bestehen etwa, wenn die steue r- pflichtige Person eine leitende Stellung in einem wirtschaftlich bedeute n- den Unternehmen bekleidet oder eine ledige Person seit mehr als fünf Jahren ununterbrochen am gleichen Arbeitsort tätig ist, über 30 Jahre alt ist oder/und am Arbeitsort in einem Konkubinat lebt (so genannte «Basler Praxis»; BGE 125 I 54 E. 2; Urteile des BGer 2C_518/2011 vom 1. Februar 2012 E. 2.1 und 2P .159/2006 vom 14. November 2006 E. 3.3.1 mit zahlreichen Hinweisen; ZWEIFEL/HUNZIKER, Kommentar Interkantona-A-5198/2013 Seite 18 les Steuerrecht, § 6 Rz. 26 und 3 8; zum Ganzen: vgl. auch A-5044/2011 E. 2.6.1 mit weiteren Hinweisen). Die Praxis, wonach persönliche und familiäre Kontakte zum Familienort als stärker erachtet werden als diejenige zum Arbeitsort , findet überdies auch bei ledigen Personen und ihrer Beziehung zu Eltern und Geschwi s- ter Anwendung; die Kriterien werden aber besonders streng gehandhabt. Die Erfahrung zeige nämlich, dass die Bindung zur elterlichen Familie r e- gelmässig lockerer seien als jene unter E hegatten. Erfahrungsgemäss führe die Pflege familiärer Beziehungen zu einer engeren Verbundenheit mit einem Ort als andere Kontakte. Hieraus folge, dass bei ledigen Ste u- erpflichtigen kaum Ausnahmen vom Steuerdomizil am Arbeitsort vork ä- men, wenn sie an jenem Ort, wo sie die Wochenenden verbrächten, keine familiären Beziehungen unterhielten. Nur mit Zurückhaltung sei anz u- nehmen, dass die Beziehungen zum Ort der Wochenendaufenthalte stä r- ker seien als jene zum Arbeitsort (BGE 125 I 54 E. 2b/bb/cc; ZWEI- FEL/HUNZIKER, Kommentar Interkantonales Steuerrecht , § 6 Rz. 39). Da- durch erhält der Grundsatz, wonach das Steuerdomizil von Unselbstä n- digerwerbenden am Arbeitsort liegt, grösseres Gewicht ( ZWEI- FEL/HUNZIKER, Kommentar Interkantonales Steuerrecht, § 6 Rz. 35). In diesem Sinn entschied das Bundesgericht, das Steuerdomizil einer l e- digen, 43-jährigen Steuerpflichtigen, die über keine näheren Familiena n- gehörigen verfüge, liege dort, wo sie seit acht Jahren arbeite und wä h- rend der Woche in einer möblierten 1 -Zimmer-Wohung lebe, ungeachtet dessen, dass sie andernorts eine 2 -Zimmer-Eigentumswohnung erwo r- ben habe, in welcher sie regelmässig Wochenenden und Ferien verbri n- ge, und dass sie ihren ganzen Freundes - und Bekanntenkreis auch dort unterhalte (Urteil des BGer vom 2. September 1997, in: Praxis 87/1998 Nr. 4, S. 24 f., E. 2c; ZWEIFEL/HUNZIKER, Kommentar Interkantonales Steuerrecht, § 6 Rz. 39 mit weiteren Hinweisen). 5.3 Zum Lebensmittelpunkt des Beschwerdeführers finden sich in den Ak- ten folgende Anhaltspunkte: 5.3.1 Der Beschwerdeführer wurde im Jahr X geboren und ist in (Ort, ZH) aufgewachsen; seine Eltern und sein Bruder wohnen i m Kanton Zürich. Der Beschwerdeführer hat in Zürich sowohl studiert (davon ein Jahr in Genf) als auch sein Anwaltspatent erworben. Er ist ledig und hat keine Kinder. Seit dem 1. Oktober 2007 bewohnt er mit seiner Partnerin z u- sammen eine 3 -Zimmer-Mietwohnung in Zürich mit einer Monatsmiete A-5198/2013 Seite 19 inkl. Nebenkosten von rund Fr. 900.-- (sein Mietkostenanteil betru g im Jahr 2010 rund Fr. 452.50 pro Monat); der Mietvertrag lautet auf den B e- schwerdeführer. Bereits zuvor wohnte er in einer Wohngemeinschaft als Untermieter in Zürich. Die derzeitige Wohnung ist mit eigenen Möbeln (gemäss Aussagen des Beschwerdeführers weitgehend Möbel seiner Partnerin) ausgestattet und verfügt über keinen Festnetzan schluss. So- dann besteht seit dem April 2010 in (Ort 1, GR) ein Mietvertrag über ein – mit eigenen Möbeln ausgestattetes – Studio von ca. 30-35 m2 für monat- lich Fr. 1'250.--. Auch dort verfügt der Beschwerdef ührer über keinen Festnetzanschluss (vgl. Sachverhalt Bst. A). Was also die Wohnverhältnisse des Beschwerdeführers anbelangt, so verfügte er im fraglichen Zeitraum sowohl in Zürich als auch in (Ort 1, GR) über eine Unterkunft. 5.3.2 Was den Arbeitsort angeht, so arbeitete der Beschwerdeführer vom 1. September 2008 bis zum 29. Februar 2012 als nicht leitender Ang e- stellter innerhalb der B._______ AG in Zürich als (Funktion); bereits zuvor hatte er gemäss eigenen Angaben u.a. in Zürich gearbeitet. Daraufhin wechselte er intern zu einer Schwestergesellschaft de r ehemaligen Ar- beitgeberin, der C._______ AG in Zürich. Der Beschwerdeführer arbeitete nach eigenen Aussagen laut Schreiben vom 29. August 2010 einen gros- sen Teil der Zeit unter der Woche in Zürich, teilweise aber auch im (Ort 3, GR) bzw. im Jahr 2010 grösstenteils von seiner Wohnung in (Ort 1, GR) aus. Im Schreiben vom 29. August 2010 führte er diesbezüglich aus, er versuche seine Besprechungen in Zürich so zu legen, dass er jeweils am Montag und Freitag vom (Ort 3, GR) aus arbeiten könne (Beschwerdebei- lagen Ordner B, act. 26, S. 3). In seiner Einsprache vom 6. März 2011 gegen den Vorentscheid des Kantonalen Steueramts Zürich vom 11. Februar 2011 betreffend Staats- und Gemeindesteuern wandte er j e- doch ein, dass aus verschiedenen Gründen zwei Tage pro Woche Home- Office im (Ort 3, GR) im Jahr 2010 nicht voll habe umgesetzt werden können (Beschwerdebeilagen Ordner B, act. 23, S. 2). Schliesslich ver- weist der Beschwerdeführer auch auf ein Schreiben der D._______ AG vom 23. Juni 2011, in welchem letztere bescheinigte, dass sie dem B e- schwerdeführer einen Arbeitsplatz in der Filiale (Ort 4, GR) zur Verfügung gestellt habe. In seiner Beschwerd e vom 15. September 2013 führt der Beschwerdeführer weiter aus, di esen Arbeitsplatz seit März 2012 nutzen zu können bzw. im Jahr 2010 – wie gesagt – einen Teil seiner Arbeit von seiner Wohnung in (Ort 1, GR) aus verrichtet zu haben, da die Platzve r- hältnisse zu dieser Zeit in der Filiale (Ort 4, GR) sehr eng gewesen seien A-5198/2013 Seite 20 (Beschwerde, S. 32 und S. 36). Es ist folglich nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz zum Schluss gelangt ist, es sei nicht klar erstellt worden, an wie vielen Tagen der Beschwerdeführer regelmässig im (Ort 3, GR) gearbeitet habe. Gemäss seinem Schreiben vom 26. Juni 2011 habe der Beschwerdefü h- rer neben seinem Arbeitsort in Zürich seit Jahren häufig auch Einsatzorte in (…), (…) und (…) bzw. halte er sich regelmässig einen Tag pro Woche in (…), der Region (…) oder im Kanton (…) auf. Zudem betreue er kleine Fälle in der Südostschweiz und verbringe einzelne Tage im Kanton Gra u- bünden oder St. Gallen (Beschwerdebeilagen Ordner B, act. 18, S. 4). In seiner Beschwerde vom 15. September 2013 spricht der Beschwerdefüh- rer davon, derzeit neben den von (Ort 4, GR) oder (Ort 1, GR) erbrachten Arbeiten ca. einen bis zwei Tage pro Woche an Orten zu arbeiten, wo die durch ihn betreuten Projekte ausgeführt bzw. Verhandlungen dazu geführt würden; im Du rchschnitt somit rund drei Tage pro Woche seiner Arbeit ausserhalb von Zürich zu leisten (Beschwerde, S. 37). Auch bzgl. der Häufigkeit der interkantonalen Einsätze ist nichts Genaues bekannt. Insgesamt ist vorliegend der Arbeitsort am Ort der Dienststelle in Zürich auszumachen. Daran vermag auch der Umstand, dass der B eschwerde- führer oft geschäftlich unterwegs sein mag, nichts zu ändern ; in vielen Branchen entspricht dies der üblichen Gepflogenheit. Ob letztlich das gel- tend gemachte "Arbeiten vom (Ort 3, GR) aus" etwas daran zu ändern vermöchte, kann vorliegend offen bl eiben; dieser Umstand ist weder a k- tenkundig noch nachgewiesen. 5.3.3 Es ist zunächst in Erinnerung zu rufen , dass nach bundesgerichtli- cher Rechtsprechung bei einer über dreissigjährigen ledigen Person, die seit einigen Jahren an der gleichen Stelle tätig ist, und bei der neben dem Arbeitsort der Ort, wo sie die Wochenenden verbringt – aber keine famili- ären Beziehungen unterhält ("Freizeitort") – als möglicher Veranlagun g- sort geprüft werden muss, die natürliche Vermutung gilt, zum Arbeitsort bestünden die näheren Beziehungen als zum Ort, wo die Wochenenden verbracht werden (E. 5.2.2). Gemäss dieser natürlichen Vermutung ist somit in einem ersten Schritt – selbst unabhängig von der nach bunde s- gerichtlicher Rechtsprechung i m Raum stehenden Perpetuierung des bisherigen Wohnsitzes (E. 4.4) – von einem Veranlagungsort im Kanton Zürich auszugehen (vgl. A-5044/2011 E. 4.2). A-5198/2013 Seite 21 Nicht gegen einen Veranlagungsort in Zürich – und damit diese Verm u- tung nicht entkräftend – spricht, dass der Beschwerdeführer hier während der vorliegend relevanten Zeit eine 3 -Zimmer-Mietwohung mit seiner Konkubinatspartnerin zusammen bewohnte. In (Ort 1, GR) bewohnt der Beschwerdeführer ein Studio von ca. 30-35 m2 (E. 5.3.1). Hierzu ist j e- doch zu erwähnen, dass die Grösse der Wohnung nur ein Faktor in der Gesamtbetrachtung ist. Nachfolgend bleibt somit darauf einzugehen, ob die zuvor gemachte natürliche Vermutung aufgrund der weiteren U m- stände widerlegt wird. 5.4 Im Folgenden ist ausgehend von den Vorbringen des Beschwerdefüh- rers in einem zweiten Schritt zu prüfen, ob diese natürliche Vermutung umgestossen werden kann. 5.4.1 Laut Angaben des Beschwerdeführers, verbringe er "so viel Zeit wie möglich im (Ort 2, GR)". Er fahre in aller Regel "jedes Wochenende nach (Ort 1, GR)". Er habe seit Anfang April 2010 "an zwei Wochenenden nicht ins (Ort 3, GR) fahren" können und habe zudem seit Juli 2010 "mit Au s- nahme eines 2 tägigen Aufenthalt s im Tessin alle […] bezogenen Ferien im (Ort 3, GR) verbracht" (Beschwerdebeilagen Ordner B, act. 26, S. 2). In Zürich sei er durchschnittlich etwa 0.5 Wochenenden pro Monat ( Be- schwerdebeilagen Ordner B, act. 25, S. 2). In seiner Einsprache vom 6. März 2011 betreffend Staats - und Gemeindesteuern führte der B e- schwerdeführer aus, dass man bei der Befragung nicht bereit gewesen sei, den tatsächlichen Prozentsatz im Formular festzuhalten; zwischen April [2010] und der Befragung [Oktober 2010] habe er gerade ein W o- chenende in Zürich verbracht ( Beschwerdebeilagen Ordner B, act. 23, S. 2). Aus den Aufzeichnungen des Aufenthalts an den Wochenenden ab April 2010 ( Beschwerdebeilagen Ordner A, act. 3, Beilage, S. 1 f.) ergibt sich, dass der Beschwerdeführer praktisch jedes Wochenende im Jahr 2010 – ausser die Kalenderwoche 18, 23, 38, 42 und 46 – im K anton Graubünden verbracht hat. Nicht von ausschlaggebender Bedeutung ist das sog. Erfordernis der wö- chentlichen Rückkehr. Bei diesem handelt es sich ohnehin nicht um eine absolut starre Regel. Es genügt, wenn die steuerpflichtige Person die ihr zustehende f reie Zeit am Freizeitort verbringt. Das Erfordernis ist somit auch dann erfüllt, wenn das Wochenende ausnahmsweise einmal am A r- beitsort oder an einem dritten Ort zugebracht wird. Weiter ist gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung zur Beurteilung der Rege lmässigkeit der Rückkehr die faktische Entfernung von Arbeits - und Freizeitort zu be-A-5198/2013 Seite 22 rücksichtigen (ZWEIFEL/HUNZIKER, Kommentar Interkantonales Steue r- recht, § 6 Rz. 45 ff.). Der Beschwerdeführer benützt – gemäss eigenen Angaben – für die Rückkehr nach (Ort 1, GR) sein Auto und benötige damit rund 2.5 Stunden (Beschwerdebeilagen Ordner B, act. 25, S. 2). Es ist mit der Vorinstanz einig zu gehen, dass aufgrund der grossen En t- fernung zwischen dem Wochenaufenthaltsort und dem Wochenendort e i- ne nicht tägliche Rüc kkehr durchaus nachvollziehbar erscheint. Der Um- stand, dass d er Beschwerdeführer nicht täglich und auch nicht au s- nahmslos jedes einzelne Wochenende nach (Ort 1, GR) zurückgekehrt ist, schliesst damit einen Wohnsitz im Kanton Graubünden jedenfalls nicht aus. 5.4.2 Was den Freundes- und Bekanntenkreis anbelangt, bringt der B e- schwerdeführer vor, er habe ab 1998 zwei ganze Wintersaisons in der Skischule E._______ gearbeitet und in den darauf folgenden Jahren sei er regelmässig zwei bis drei Monate am Stück und an unzähligen W o- chenenden im (Ort 2, GR) gewesen. Schon bald habe er während des ganzen Jahrs einen Grossteil seiner Freizeit dort verbracht, woraus sich zahlreiche tiefe Freundschaften ergeben hätten und bis heute andauern würden ( Beschwerdebeilagen Ordner B, act. 26, S. 2; vgl. auch Be- schwerdebeilagen Ordner B, act. 21, S. 3). Hierzu verweist er auf eine Aufstellung seines Freundeskreises im (Ort 3, GR) (Beschwerdebeilagen Ordner B, act. 21, S. 4). Seine Freizeitaktivitäten seien bspw. Bergtouren, Snowboardfahren, Schneeschuhlaufen, Fahrradfahren, Wandern, Fot o- grafie, Windsurfen, Schwimmen, Kochen, Essen und Gespräche in G e- sellschaft, Lesen etc. ( Beschwerdebeilagen Ordner B, act. 21, S. 3). Er sei relativ aktiv und treibe sehr viel Sport im Freien; im (Ort 3, GR) gebe es die besten Möglichkeiten hierfür ( Beschwerdebeilagen Ordner B, act. 26, S. 2 f.). Die Freizeitaktivitäten fänden zu mehr als zu 90 % im (Ort 2, GR) statt (Beschwerdebeilagen Ordner B, act. 11, S. 3). In Zürich unterhalte er wenig Kontakt mit Bekannten und Freunden und verbr inge dort seine Freizeit zu Hause ( Beschwerdebeilagen Ordner B, act. 25, S. 1). Der Grossteil der Personen, welche in Zürich zu seinem engsten Freundeskreis gezählt hätte, wohne heute nicht mehr in Zürich; viele se i- en ins Ausland gezogen. Selbstverständlich kenne er einige Personen, die in Zürich leben würden; er pflege diese Kontakte unter der Woche soweit, als dies eben neben der Arbeit möglich sei ( Beschwerdebeilagen Ordner B, act. 26, S. 2 f.). Er halte sich nur unter der Woche und pra k- tisch nur zur Übernachtung in der 3 -Zimmer-Mietwohnung in Zürich auf und habe seine persönlichen Möbel nach (Ort 1, GR) gebracht ( Be-A-5198/2013 Seite 23 schwerdebeilagen Ordner B, act. 18, S. 2 f.). Die Aktivitäten in Zürich b e- schränkten sich unter der Woche grundsätzlich auf Nahrungsaufnahme, Körperpflege und etwas Schlaf; ihm verbleibe neben der Arbeit unter der Woche keine Zeit vom kulturellen Angebot und der öffentlichen Infrastruk- tur Zürichs Gebrauch zu machen (Beschwerdebeilagen Ordner B, act. 16, S. 3). Seine Aktivitäten im Ruderverein F._______ in Zürich beschränkten sich auf ein paar wenige Ruderausfahrten – 49 km über das gesamte Jahr –, wobei alle A usfahrten unter der Woche stattgefunden h ätten. Er habe zwar am Bootshausputz der F._______ teilgenommen, sei aber im Anschluss daran ins (Ort 3, GR) gefahren. An der Generalversammlung oder sonstigen Anlässen des Vereins habe er nicht teilgenommen ( Be- schwerdebeilagen Ordner B, act. 21, S. 4). In Übereinstimmung mit der Vorinstanz kann denn auch festgehalten werden, dass der Beschwerdeführer einen intensiveren Freundes - und Bekanntenkreis zum (Ort 3, GR) vorzuweisen vermag, als an sei nem Ar- beitsort in Zürich. Sodann erscheint glaubhaft, dass er eine m Grossteil seiner Freizeitaktivitäten im (Ort 3, GR) nachgeht. 5.4.3 Vorliegend verweilt der Beschwerdeführer freilich seit mehreren Jahren unter der Woche in einer 3 -Zimmer-Mietwohung in Zürich zusa m- men mit seiner – gemäss seinen eigenen Ausführungen (Beschwerdebei- lagen Ordner B, act. 23, S. 3) – Konkubinatspartnerin (E. 5.3.1 und E. 5.3.3). Ein solches Verhältnis bildet nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung in der Regel hinreichenden Anlass, das Hauptsteuerdo- mizil an diesem Ort anzunehmen, da eine solche Beziehung erfahrung s- gemäss sämtliche anderen familiären und persönlichen Kontakte übe r- strahle (Urteil des BGer 2C_230/2008 vom 27. August 2008 E. 3.1 und E. 3.4). Der Beschwerdeführer macht diesbezüglich zwar zu Recht gel- tend, die Ausgestaltung eines Konkubinat s könne im Einzelfall sehr u n- terschiedlich ausfallen, wobei sich die Unterschiede an objektiven und rein subjektiven Empfindungen und persönlichen Motiven messen würden (Letztere spielten für die Bestimmung des Hauptsteuerdomizils allerdings keine Rolle). Die natürliche Vermutung, ein Konkubinat überstrahle in a l- ler Regel alle anderen Beziehungen, würde sich vorliegend jedoch wider- legen lassen. Hierzu führt der Beschwerdeführer auf, seine Partnerin h a- be einen überwiegend anderen Freundeskreis, verbringe praktisch jedes Wochenende in St. Gallen oder Zürich (also selten im [Ort 3, GR]), baue neben ihrer 100 %-Stelle ein eigenes Geschäft auf und teilte viele seiner Hobbys nicht. Nicht zuletzt verbrächte er einen grossen Teil seiner Ferien A-5198/2013 Seite 24 mit seinen engen Freunden aus (Ort 1, GR) (Beschwerde, S. 39 f.; Sach- verhalt Bst. E). Wie soeben erwähnt, wohnt der Beschwerdeführer seit einigen Jahren mit seiner Lebenspartnerin zusammen in einer Wohnung in Zürich . Als Konkubinat im engeren Sinne bzw. als "gefestigtes" oder "qualifiziertes" Konkubinat gilt "eine auf längere Zeit, wenn nicht auf Dauer angelegte umfassende Lebensgemeinschaft von zwei Personen unterschiedlichen Geschlechts mit grunds ätzlich Ausschliesslichkeitscharakter, die sowohl eine geistig-seelische, als auch eine körperliche und eine wirtschaftliche Komponente aufweist und auch etwa als Wohn -, Tisch- und Bettgemein- schaft bezeichnet wird" (BG E 118 II 235 E. 3b, Urteil des BGer 5C.265/2002 vom 1. April 2003 E. 2.4). Dieses unterscheidet sich vom "gewöhnlichen" Konkubinat nur dadurch, dass die eheähnliche Leben s- gemeinschaft in der Regel schon während fünf Jahren bestanden hat (SPYCHER/HAUSHEER, Einfluss nichtehelicher Lebensgemeinsc haften, in: Handbuch des Unterhaltsrechts, 2. Aufl. 2010, S. 680 Rz. 10.13). D ass der Beschwerdeführer und seine langjährige Partnerin vorliegend in e i- nem Konkubinat leben, stellt der Beschwerdeführer grundsä tzlich nicht in Abrede; vielmehr möchte er mit der zuvor wiedergegebenen Aufzählung widerlegen, dass das Konkubinat alle anderen Beziehungen überstrahle. Da seine Lebenspartnerin viele seiner Hobbys nicht teile, er diesen j e- doch hauptsächlich im (Ort 3, GR) zusammen mit seinen Freunden nach- geht, is t es nachvollziehbar, dass sie ihn vergleichsweise selten ins (Ort 3, GR) begleitet und sich folglich auch zumindest teilweise ein ande- rer Freundeskreis ergeben hat. Immerhin gilt auch zu beachten, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2010 bereits 35 Jahre al t geworden ist und er mit seiner Partnerin auch heute noch eine Lebensgemeinschaft führt, die- se somit als gefestigt – und nicht als bloss vorübergehende Zweckg e- meinschaft – bezeichnet werden kann. 5.4.4 Keine Aussage ergibt sich a us dem Umstand, dass die Eltern und der Bruder des Beschwerdeführers gerade im Kanton Zürich – und nicht im (Ort 3, GR) – leben. Hieraus vermag keine der Parteien etwas zu ihren Gunsten abzuleiten. 5.5 Die Würdigung der gesamten Umstände hat zwingend im Licht der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu erfolgen, welche die Beweislast in Konstellationen wie der vorliegenden dem Beschwerdeführer auferlegt (E. 4.4 und E. 5.1) und einem am Arbeitsort gelebten Konkubinat ausg e- sprochen grosse Bedeutung zumisst ( vgl. E. 5.2.2 und E. 5.4.3). Vor die-A-5198/2013 Seite 25 sem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz für das Steuerjahr 2010 als Hauptsteuerdomizil den Arbeitsort im Kanton Zürich erkannt und diesen als Veranlagungsort gemäss Art. 108 DBG bestimmt hat. Daran vermöchten auch die vom Beschwe rdeführer angebotenen Beweise nichts zu ändern, weshalb auf deren Abnahme verzichtet we r- den kann (E. 1.4.2). 6. In der gebotenen Kürze sind nun noch die übrigen Argumente de s Be- schwerdeführers zu behandeln, sofern diese nicht bereits implizit oder explizit widerlegt worden sind: 6.1 6.1.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, sein Status und seine Freiheit – sein Leben im (Ort 2, GR) weiter wie bis anhin leben zu können – stün- den auf dem Spiel (…). Die involvierten Veranlagungsbehörden weigerten sich, niederlassungsrechtlich Nachteile, die sich aus ihrer Fehleinschä t- zung hinsichtlich seines Lebensmittelpunkts ergäben, zu berücksichtigen, was im Resultat zu einem drohenden Eingriff in seine Grundrechte führe (Beschwerde, S. 41 f.). In seiner E -Mail vom 28. August 2013 wendet er ein, bei einer Veranlagung des steuerlichen Wohnsitzes in Zürich müsse er sich in (Ort 1, GR) abmelden; seine jetzige Wohnung gelte derzeit noch als sog. Erstwohnung. Die geplante Übernahme einer grösseren Wo h- nung dürfte er bei der Hinnahme eines nicht zutreffenden Veranlagungs- entscheids nicht bewohnen; der Beschwerdeführer macht hierbei auf die Zweitwohnungsinitiative aufmerksam (Beschwerdeantwort vom 30. Okto- ber 2013, Beilage 15, S. 1 f.). 6.1.2 Die Niederlassungsfreiheit gemäss Art. 24 BV ist das Recht al ler Schweizer Bürgerinnen und Bürger, sich an je dem Ort der Schweiz ni e- derzulassen oder aufzuhalten und den bisherigen Niederlassungsort j e- derzeit wieder zu verlassen ( ULRICH HÄFELIN et. al, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 8. Aufl. 2012, S. 184 Rz. 575). 6.1.3 Es ist auch in diesem Punkt mit der Vorinstanz einig zu gehen, dass der Beschwerdeführer mit seinen Ausführungen zur Niederlassungsfre i- heit nichts zu seinen Gunsten ableiten kann. Sein Recht, in (Ort 1, GR) Wohnsitz zu nehmen, wird vorliegend durch die Steuerbehörde nicht ver- eitelt. Es erhellt letztlich auch nicht, inwiefern dadurch, dass sich sein Hauptsteuerdomizil bzw. steuerrechtlicher Wohnsitz in Zürich befindet, A-5198/2013 Seite 26 sich die Zweitwohnungsinitiative auf sein bestehendes Mietverhältnis auswirken sollte. 6.2 6.2.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, d ie Vorinstanz stütze ihren En t- scheid praktisch ausschliesslich auf natürliche Vermutungen und verwe i- gere gleichzeitig die angebotenen Beweisaufnahmen; im Resultat führe dies dazu, dass er zu Unrecht nicht an seinem Wohnsitz, sondern an sei- nem Arbeitsort veranlagt werde (Beschwerde, S. 40 f.). Letztlich würden natürliche Vermutungen faktisch wie Beweislastregeln angewendet (E r- gänzungen zu den Vernehmlassungen vom 21. November 2013, S. 1). Unter den gegebenen Umständen stünden diese Vermutungen im Wider- spruch zum Gewaltenteilungsprinzip und der bundesstaatlichen Komp e- tenzordnung (Beschwerdebeilagen Ordner B, act. 11, S. 7). 6.2.2 Die natürliche Vermutung ist ein Element der Beweiswürdigung und nicht eine Beweislastregel (Urte il 2C_397/2010 E. 2.4.2 mit weiterem Hinweis). Sie bildet eine Schranke der Untersuchungspflicht der Veranl a- gungsbehörde. Hierbei wird aufgrund von Indizien mittels Wahrschei n- lichkeitsüberlegungen und aufgrund der Lebenserfahrung auf eine nicht direkt bewi esene Tatsache geschlossen; diese also als wahr vermutet und ohne weitere Abklärungen dem Entscheid zugrunde gelegt. Eine b e- weismässige Abklärung gegen die natürliche Vermutung hat bei Bestehen von An haltspunkten, die geeignet sind , die Vermutung zu entkräften, stattzufinden. Letztlich geht es darum festzustellen, ob die gegen die n a- türliche Vermutung vorgebrachten Anhaltspunkte überzeugen und stärker sind als die Vermutung (Urteil 2C_397/2010 E. 2.4.2; ZWEIFEL/CASANOVA, Schweizerisches Steuerverfahre nsrecht, Direkte Steuern, 2008, § 14 Rz. 7). 6.2.3 Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers handelt es sich bei der natürlichen Vermutungen – wie gesagt (E. 6.2.2) – um ein El e- ment der Beweiswürdigung und nicht eine Beweislastregel. Mit der B e- schwerdegegnerschaft ist festzuhalten, dass die vom Beschwerdeführer kritisierten natürlichen Vermutungen auf einer jahrelangen gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichts zum interkantonalen Steuerrecht beruhen. Sodann wird ja im Einzelfall geprüft, ob die gegen die natürliche Vermutung vorgebrachten Anhaltspunkte überzeugen bzw. die Vermutung zu entkräften vermögen. Bei den vorliegend durch den Beschwerdeführer vorgebrachten Anhaltspunkten ist der Schluss der Vorinstanz, dem B e- schwerdeführer gelinge es für das vorlie gend einzig interessierende A-5198/2013 Seite 27 Steuerjahr 2010 aber gerade nicht, die natürlichen Vermutungen umz u- stossen, wie gesehen nicht zu beanstanden (vgl. E. 5). 6.2.4 Auch aus dem Hinweis, der Gesetzgeber habe eine generelle g e- setzliche Regelung zur Veranlagung am Arbeitso rt am 16. Dezember 1999 verworfen, vermag der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. 7. 7.1 Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten, die auf Fr. 2'000.-- fest- gesetzt werden, dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Ko s- ten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Der einbezahlte Kostenvorschuss in derselben Höhe wird zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet. 7.2 Eine Parteientschädigung an den Beschwerdeführer ist nicht zuz u- sprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). Unter diesen Umständen er- übrigt sich die Diskussion der Frage, ob und ggf. inwieweit dem in eigener Sache prozessierenden Beschwerdeführer auch bei Obsiegen überhaupt eine Parte ientschädigung hätte ausgerichtet werden können (vgl. Urteil des BVGer A-7065/2013 vom 11. September 2014 E. 6.2). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Dem Beschwerdeführer werden Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'000.-- auferlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss in derselben H ö- he wird zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet. 3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. A-5198/2013 Seite 28 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Beschwerdegegnerschaft (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Michael Beusch Anna Strässle Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14 , Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: