B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i ch t T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T ri b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-4176/2025 U r t e i l v o m 1 8 . J u n i 2 0 2 5 Besetzung Einzelrichterin Regina Derrer, mit Zustimmung von Richter Simon Thurnheer; Gerichtsschreiberin Eliane Hochreutener. Parteien A._______, geboren am (…), Afghanistan, vertreten durch MLaw Sophia Moczko, Rechtsanwältin, Rechtsschutz für Asylsuchende - Bundesasylzentrum Region (…), Beschwerdeführer, gegen Staatssekretariat für Migration (SEM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (sicherer Drittstaat) / Vollzug der Wegweisung; Verfügung des SEM vom 2. Juni 2025 / N (…). E-4176/2025 Seite 2 Sachverhalt: A. Der Beschwerdeführer ersuchte am 22. April 2025 in der Schweiz um Asyl. Am selben Tag wurden seine Personalien aufgenommen. Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Eurodac) ergab, dass er am (…) Dezember 2024 in Griechenland ein Asylgesuch gestellt hatte und ihm dort am (…) Januar 2025 internationaler Schutz gewährt worden war. B. Am 25. April 2025 ersuchte das SEM die griechischen Behörden um Rück- übernahme des Beschwerdeführers. Am (…) Mai 2025 stimmten die grie- chischen Behörden der Rücküb ernahme zu und teilten mit, dass der Be- schwerdeführer in Griechenland als Flüchtling anerkannt sei und über eine bis am (…) Januar 2028 gültige Aufenthaltsbewilligung verfüge. C. C.a Am 1. Mai 2025 wurde der Beschwerdeführer im Rahmen eines Rück- führungsgesprächs persönlich befragt. Dabei gab er an, er habe in Afgha- nistan acht Jahre lang die Schule besucht und verfüge über Berufserfah- rung in der (…) sowie im (…). Am 1. September 2021 sei er aus Afghanis- tan ausgereist und über B._______ in den C._______ gelangt, wo er sich während (…) aufgehalten habe. Danach habe er sich bis zum (…) illegal in der D._______ aufgehalten und im (…) gearbeitet. Daraufhin sei er nach Griechenland gereist und habe sich dort auf der Insel E._______ in einem Camp aufgehalten. Einen Monat nach der Schutzgewährung habe er das Camp verlassen müssen, wobei er sich wegen der Verzögerung der Aus- stellung seiner Identitätskarte und seines Reisepasses infolge Fehlerfas- sens seines Geburtsdatums weiterhin auf E._______ habe aufhalten müs- sen. Danach habe er ohne Unterkunft auf der Insel gelebt, da keine Unter- stützungsangebote wie NGOs zur Verfügung gestanden hätten. Im Camp habe er zwar nach einer Unterkunft gefragt, was aber jedes Mal verneint worden sei. Es wäre für ihn nicht möglich gewesen, eine Unterkunft in Grie- chenland zu finanzieren. Nach Erhalt des Reisepasses habe er sich zehn bis elf Tage in F._______ aufgehalten und sich dort wegen seine r (…)schmerzen bei anderen Afghanen nach Wohnun gen erkundigt. Man- gels Sprachkenntnisse und des Vorliegens eines Arbeitsvertrages sei es ihm jedoch auch dort nicht möglich gewesen, eine Wohnung zu bekom- men. Die Angebote der griechischen Behörden, NGOs und Kirchen seien ihm nicht bekannt gewesen. E-4176/2025 Seite 3 Auch bezüglich der Arbeitssuche habe er sich nie an die griechischen Be- hörden, an NGOs, die Kirche oder Drittpersonen gewendet. Er habe in Griechenland nicht gearbeitet, da es im Camp keine diesbezügliche Mög- lichkeit respektive Unterstützung gegeben habe und er daraufhin aufgrund der (…)schmerzen arbeitsunfähig gewesen sei. Wenn er in Griechenland eine Arbeitsmöglichkeit gehabt hätte, wäre er dortgeblieben. Während des Aufenthalts im Camp habe er von einer Hilfsorganisation drei Mal Unter- stützungsmaterialien wie Lebensmittel und Hygieneartikel sowie während des Ramadans Datteln erhalten. Nach der Schutzgewährung habe er von Familien aus dem Camp Lebensmittel erhalten und in F._______ sei er manchmal von Landsleuten unterstützt worden. Ansonsten habe er gehun- gert. Zur Finanzierung seiner Reisedokumente habe er seine Familie in Afghanistan kontaktieren müssen, zudem habe ihm ein Freund aus der D._______ Geld geliehen. In Griechenland gebe es keine Stelle, an welche er sich wegen seiner finanziellen Probleme hätte wenden können. Obwohl im Camp Sprachkurse angeboten worden seien, habe er diese nicht be- sucht. Aufgrund der Platzverhältnisse und des Lärms im Camp sei es nicht möglich gewesen zu lernen. Zu seiner Gesundheitssituation gab er a n, dass er in Griechenland drei Tage krank gewesen sei und an permanenten (…)schmerzen, (…) und (…) leide. Im Camp in Griechenland sei es ihm so schlecht gegangen sei, dass er bei der Essensausgabe nicht habe anstehen können. Er habe im Camp einen Arzt aufgesucht, sei jedoch nicht untersucht worden. Seine Freunde hätten Geld für ihn gesammelt und Schmerzmittel für ihn gekauft. Er habe so viele Schmerzmittel zu sich genommen, dass sein Körper nicht mehr darauf reagieren würde. Eine medizinische Behandlung nach dem Aufent- halt im Camp sei nicht mehr möglich gewesen, da die Krankenversicherung nach der Schutzgewährung nur noch einen Monat gültig gewesen sei. Eine griechische Sozialversicherungsnummer (sog. AMKA -Nummer) habe er nicht erhalten. Am 15. April 2025 habe er Griechenland per Flugzeug verlassen. Gegen eine Wegweisung nach Griechenland spreche, dass er wegen seine r (…)schmerzen stark belastet sei. C.b Am 1. und 6. Mai 2025 reichte der Beschwerdeführer beim SEM eine medizinische Dokumentation der ORS mit ein em Eintrag vom 24. April 2025, Befragungsresultate (MEK) vom selben Tag sowie eine medizinische Dokumentation von Dr. med. G._______ vom 30. April 2025 zu den Akten. E-4176/2025 Seite 4 D. Am 27. Mai 2025 liess das SEM dem Beschwerdeführer den Entscheident- wurf zukommen. Mit Stellungnahme vom 30. Mai 2025 äusserte sich dieser dahingehend, dass er nach wie vor an starken chronischen (…)schmerzen leide, welche auch (…) würden. Ferner habe er Schlafprobleme. Die allge- mein bekannte Situation der Hilflosigkeit von Geflüchteten in Griechenland in Kombination mit den chronischen starken Schmerzen habe ihn psy- chisch in die Isolation getrieben. Vergangene Woche sei ihm im Kranken- haus mitgeteilt worden, dass zwei seiner (…), weshalb eine Operation in- diziert sei und ärztliche Folgetermine ausstehend seien. Da der ärztliche Bericht des Krankenhauses zum Zeitpunkt des Entscheidentwurfs noch nicht vorgelegen habe, könnten keine seriösen Annahmen zu seiner Er- krankung und den Konsequenzen einer vermutlich mangelhaften bezie- hungsweise nicht schnell genug erfolgenden Behandlung in Griechenland getroffen werden. Es sei somit nicht auszuschliessen, dass er als beson- ders vulnerable schutzberechtigte Person im Sinne des Referenzurteils des Bundesverwaltungsgerichts E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 2022 (nachfolgend: Referenzurteil E-3427/2021, E-3431/2021) zu betrach- ten sei. Zwecks vollständiger Erstellung des medizinischen Sachverhalts sei mit dem Entscheid zuzuwarten, bis die medizinischen Berichte vorlie- gen würden und insbesond ere die Notwendigkeit und Möglichkeit einer zeitnahen Operation geklärt sei. Der Stellungnahme lag ein Schreiben des Gesundheitsdienstes des BAZ H._______ an die (…)klinik für (…) vom 5. Mai 2025, ein Befundbericht des (…) vom 2. Mai 2025 sowie die Korrespondenz zwischen dem Beschwer- deführer und de m Pflegedienst des BAZ I._______ vom 28. und 30. Mai 2025 bei. E. Am 30. Mai 2025 übermittelte der Pflegedienst des BAZ I._______ dem SEM eine undatierte Seite mit Röntgenbildern vom (…), eine medizinische Dokumentation der ORS mit weiteren Einträgen vom 30. April bis 30. Mai 2025 sowie eine Anmeldung des Beschwerdeführers vom Gesundheits- dienst des BAZ H._______ beim (…), ein Medic-Help Rezept und eine Ver- ordnung zur Physiotherapie vom Medic -Help Gesundheitsdienst BAZ H._______ vom 30. April 2025. F. Mit Verfügung vom 2. Juni 2025 (eröffnet am 3. Juni 2025) trat das SEM in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG auf E-4176/2025 Seite 5 das Asylgesuch der Beschwerdeführendens nicht ein und ordnete die Weg- weisung aus der Schweiz nach Griechenland sowie den Vollzug an. G. Mit Eingabe vom 10. Juni 2025 liess die Beschwerdeführenden beim Bun- desverwaltungsgericht Beschwerde gegen die Verfügung des SEM erhe- ben. Er beantragt, die Ziffern 3 und 4 der vorinstanzlichen Verfügung seien aufzuheben und das SEM sei anzuweisen, ihn aufgrund der Unzulässigkeit beziehungsweise Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in der Schweiz vorläufig aufzunehmen, eventualiter sei die Sache betreffend die angefochtenen Dispositivziffern zur vollständigen Feststellung des Sach- verhalts ans SEM zurückz uweisen. In prozessualer Hinsicht sei ihm die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten. Der Beschwerde lag ein Sprechstundenbericht der (…)klinik für (…) vom 30. Mai 2025 bei. H. Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte am 11. Juni 2025 den Eingang der Beschwerde. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). Die Beschwerde ist zulässig (Art. 105 AsylG; Art. 31 ff. VGG). Die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen (Legitimation [Art. 48 Abs. 1 VwVG], Frist [Art. 108 Abs. 3 AsylG], und Form [Art. 52 Abs. 1 VwVG]) sind offensichtlich erfüllt. Auf die Beschwerde ist einzutreten. 1.2 Die Beschwerde erweist sich – wie im Folgenden zu erläutern sein wird – als offensichtlich unbegründet, weshalb sie im Verfahren einzelrich- terlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters, ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summarischer Begründung zu behandeln ist (Art. 111 Bst. e sowie Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). E-4176/2025 Seite 6 2. 2.1 Vorliegend wurde lediglich der Wegweisungsvollzug angefochten und um Erteilung der vorläufigen Aufnahme ersucht. Auch die Beschwerdebe- gründung beschränkt sich auf die Vollzugspunkte. Gegenstand des vorlie- genden Verfahrens bildet somit einzig der Vollzug der Wegweisung. 2.2 Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rü- gen richten sich im Bereich des Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 3. 3.1 In der Beschwerde wird gerügt, das SEM habe den rechtserheblichen Sachverhalt unzureichend abgeklärt. Der Beschwerdeführer habe im Rah- men des Asylverfahrens von Beginn an chronische (…)schmerzen vorge- bracht. Aus den beim SEM eingereichten medizinischen Unterlagen werde ersichtlich, dass bei ihm ein (…) (A21; […]) vermutet werde und diesbe- züglich beim Spezialisten um Beurteilung und Therapievorschlag ersucht worden sei. In der Stellungnahme vom 30. Mai 2025 habe der Beschwer- deführer das SEM darauf hingewiesen, dass er von der (…)klinik für (…) eine Diagnose erhalten und ihm eine Operation empfohlen worden sei und der medizinische Bericht postalisch unterwegs sei (A20). Das SEM habe daraufhin die Pflegedokumentation des B AZ I._______ konsultiert (A24), den Bericht des Termins im (…) jedoch nicht abgewartet. Der nun vorlie- gende Sprechstundenbericht der (…)klinik für (…) vom 30. Mai 2025 (vgl. Beschwerde BM 4) bestätige eine klare Indikation für einen operativen Ein- griff. Da der Beschwerdeführer befürchtet habe, dass seine (…)schmerzen nach der Operation schlimmer werden würden und er ohne medizinische Nachbehandlung nach Griechenland weggewiesen werde , h abe e r sich gegen eine Operation und für ein konservatives Prozedere entschie den. Inzwischen wolle er den operativen Eingriff jedoch vornehmen lassen, wenn Aussicht auf Erfolg bestehe. Er werde umgehend mit der Pflege Kon- takt aufnehmen und sich die Operation erklären lassen. Mit Blick auf das Referenzurteil E-3427/2021, E-3431/2021 sei sein Gesundheitszustand für die Feststellung, ob er als äusserst vulnerable Person gelte, entscheidre- levant. Der massgebliche medizinische Sachverhalt sei somit nicht voll- ständig abgeklärt worden. 3.2 Diese Rügen sind vorab zu prüfen, da sie gegebenenfalls geeignet sind, eine Kassation der vorinstanzlichen Verfügung zu bewirken (vgl. KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechts- pflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, Rz. 1043 ff. m.w.H.). E-4176/2025 Seite 7 3.3 Die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts bildet einen Beschwerdegrund (Art. 106 Abs. 1 Bst. b AsylG). Unrichtig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn der Verfügung ein falscher oder aktenwidriger Sachverhalt zugrunde gelegt wird oder Beweise falsch gewürdigt worden sind; unvollständig ist sie, wenn nicht alle für den Ent- scheid rechtswesentlichen Sachumstände berücksichtigt werden (vgl. KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1043 m.w.H.). Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV i.V.m. Art. 29 VwVG haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Ge- hör, welches als Mitwirkungsrecht alle Befugnisse umfasst, die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann (vgl. BGE 144 I 11 E. 5.3 und BVGE 2009/35 E. 6.4.1). Mit dem Gehörsanspruch korreliert die Pflicht der Behörden, die Vorbringen tatsächlich zu hören, ernsthaft zu prüfen und in ihrer Entscheid- findung angemessen zu berücksichtigen. Die Begründung muss so abge- fasst sein, dass sie eine sachgerechte Anfechtung ermöglicht; es ist indes nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt (vgl. BGE 143 III 65 E. 5.2). 3.4 Nach Prüfung der Akten stellt das Gericht fest, dass das SEM den me- dizinischen Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt hat und angesichts sei- ner ausführlichen Erwägungen in der angefochtenen Verfügung auch sei- ner Begründungspflicht nachgekommen ist. So legte es in der angefochte- nen Verfügung dar, dem Befundbericht des (…) vom 2. Mai 2025 sei zu entnehmen, dass beim Beschwerdeführer ein (…) diagnostiziert worden sei. Weiter sei ihm ein (…) diagnostiziert worden (A21). Diesbezüglich sei er an die (…)klinik für (…) weitergewiesen worden. Der Termin habe am 20. Mai 2025 stattgefunden, wobei der medizinischen Dokumentation der ORS zu entnehmen sei, dass er den Termin wahrgenommen habe und ihm laut (…) eine Operation empfohlen worden sei, er hingegen erklärt habe, er wolle sich konservativ behandeln lassen (A24). Vor diesem Hintergrund gelangte das SEM zum Schluss, das s der medizinische Sachverhalt als ausreichend erstellt zu erachten sei, um die Zulässigkeit und die Zumut- barkeit einer Wegweisung nach Griechenland beurteilen zu können, zumal eine fachärztliche Bestätigung der bereits gestellten Diagnose eines (…) an ihren Erwägungen nichts zu ändern vermöchte . Nach Ansicht des Ge- richts erlaubten es die medizinischen Berichte dem SEM tatsächlich rechts- genüglich abzuschätzen, ob der Wegweisungsvollzug des Beschwerdefüh- rers nach Griechenland zulässig und zumutbar ist respektive ob weitere medizinische Abklärungen notwendig sind, weshalb nicht zu beanstanden ist, dass das SEM in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 141 I 60 E-4176/2025 Seite 8 E. 3.3) auf die Erhebung weiterer Beweise respektive das Abwarten des Krankenhausberichts verzichtet hat. Der Beschwerdeführer befand sich zum Zeitpunkt des Erlasses der angefoc htenen Verfügung weder in der Vorbereitungsphase auf eine Operation noch in einer laufenden Be- handlung respektive ( […]-)Therapie (A2 4: Eintrag vom […] April 2025 [«(…)»]). Allein die Tatsache, dass das SEM die Vulnerabilität des Be- schwerdeführers anders e inschätzt als der Beschwerdeführe r, führt nicht zur Annahme der Verletzung der Untersuchungs- und Begründungspflicht. 3.5 Die formellen Rügen erweisen sich somit als unbegründet und es be- steht keine Veranlassung, die angefochtene Verfügung deshalb aufzuhe- ben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen. Das diesbezügliche Eventualbegehren ist abzuweisen. 4. 4.1 Das SEM begründet die angefochtene Verfügung im Wesentlichen da- mit, der Bundesrat habe Griechenland als sicheren Drittstaat bezeichnet, der Beschwerdeführer sei dort als Flüchtling anerkannt und Griechenland habe seiner Rückübernahme am (…) Mai 2025 zugestimmt. Mithin könne er nach Griechenland zurückkehren, ohne eine Rückschiebung in Verlet- zung des Non-Refoulement-Prinzips befürchten zu müssen. Als Schutzbe- rechtigter könne er sich ferner auf die Qualifikationsrichtlinie (2011/95/EU) berufen – insbesondere auf die Regeln in Bezug auf den Zugang zu Be- schäftigung, Bildung, Sozialleistungen, Wohnraum und Gesundheitsver- sorgung. Personen mit Schutzstatus seien griechischen Bürgerinnen und Bürgern in vielerlei Hinsicht gleichgestellt. Es dürfe erwartet werden, dass er sich bei Unterstützungsbedarf an die griechischen Behörden wende und die erforderliche Hilfe nötigenfalls auf dem Rechtsweg einfordere. Zudem stehe ihm die Möglichkeit offen, sich ergänzend an Hilfsorganisationen zu wenden. Diese würden auch kostenlose Sprachkurse und Hilfe bei der In- tegration anbieten. Auch Migrantenorganisationen spielten eine wichtige Rolle als Anlaufstellen und böten Dien stleistungen und Hilfe an, so etwa die «Afghan Migrants & Refugees Community in Greece». Auch würden ihm die Rechte aus der Flüchtlingskonvention zustehen. Trotz der schwie- rigen Verhältnisse sollte er grundsätzlich in der Lage sein, seine existenzi- ellen Bedürfnisse abzudecken. Bei Problemen, den Lebensunterhalt selb- ständig zu bestreiten, sei zudem ein Antrag beim griechischen Staat auf das Garantierte Mindesteinkommen (EEE) möglich, einem umfassen- den Unterstützungskonzept im finanziellen, sozialen und beru flichen Be- reich, womit eine allfällige Notlage verhindert werden könne. Das SEM gehe davon aus, dass der Beschwerdeführer über eine «AMKA» -E-4176/2025 Seite 9 Sozialversicherungsnummer verfüge, da diese automatisch mit der Schutzgewährung ausgestellt werde. Damit habe er Zugang zum griechi- schen Gesundheits- und Versicherungswesen, und er könne sich als ar- beitssuchend bei den entsprechenden Stellen melden. Seine Gesundheits- probleme ([…], sowie […] und […]) seien nicht derart gravierend, dass die Schwelle einer Verletzung von Ar t. 3 EMRK erreicht wäre. Vorliegend könne auch ausgeschlossen werden, dass eine medizinische Notlage vor- liege. Es handle sich beim Beschwerdeführer nicht um eine schwerkranke Person, bei der die ernsthafte Gefahr bestehe, dass sich sein Gesundheits- zustand bei einer Rückkehr nach Griechenland drastisch verschlechtern würde. Für Personen mit Flüchtlingsstatus sei die medizinische Versor- gung gewährleistet, da sie in dieser Hinsicht griechischen Bürgerinnen und Bürgern gleichgestellt seien, insbesondere auch im Zusammenhang mit ei- nem (…). Es sei ihm somit nicht gelungen, die Regelvermutung, wonach der Vollzug der Wegweisung zumutbar sei, umzustossen. Der Wegwei- sungsvollzug sei somit zulässig und zumutbar. 4.2 In der Beschwerdeeingabe wurde auf das Referenzurteil E-3427/2021, E-3431/2021 verwiesen, in welchem festgehalten worden sei, die Legal- vermutung der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs nach Griechen- land lasse sich bei äusserst vulnerablen schutzberechtigten Personen, de- ren psychische oder physische Gesundheit in besonders schwerwiegender Weise beeinträchtigt sei, nicht aufrecht erhalten. Eine Ausnahme bestehe nur dann, wenn besonders begünstigende Umstände vorlägen. Diese seien namentlich dann gegeben, wenn davon ausgegangen werden könne, dass die äusserst vulnerablen Rückkehrenden Zugang zu einer an- gemessenen Unterkunft, Grundversorgung, benötigten Gesundheitsleis- tungen und Hilfe zur sozialen sowie wirtschaftlichen Integration hätten. Der Beschwerdeführer sei aufgrund seines (…), der daraus r esultierenden chronischen Schmerzen, der (…) und des sozialen Rückzugs nicht in der Lage, seine Existenz in Griechenland selbständig zu sichern. Die Schmer- zen hätten ihn in der Vergangenheit daran gehindert , an Lebensmittel zu gelangen oder Schmerzmedikamente zu kaufen, da ihm an gewissen Ta- gen das Aufstehen und Laufen unmöglich sei . Aufgrund seines körperli- chen Zustands werde er nicht in der Lage sein, eine Arbeitsstelle zu finden. Er verfüge nebst Dari über keinerlei Sprachkenntnisse. Da er keine Ausbil- dung genossen habe, kämen für ihn in Griechenland nur körperliche Arbei- ten in Frage, welche er auch bei leichter Besserung seines gesundheitli- chen Zustands kaum ausführen könne. Somit werde er vermutlich langfris- tig in seinem wirtschaftlichen Fortkommen beei nträchtigt sein. Zudem sei nicht erstellt, dass ihm bei einer Rückkehr nach Griechenland der Zugang E-4176/2025 Seite 10 zum Gesundheitssystem offenstehe. Während seines Aufenthalts in Grie- chenland sei es ihm nicht möglich gewesen, die dringend benötigte medi- zinische Versorgung zu erhalten. Er laufe damit bei einer Rückkehr nach Griechenland Gefahr, dauerhaft in eine schwere Notlage zu geraten. Auf- grund seiner gesundheitlichen Beschwerden falle er in die Gruppe der äus- serst vulnerablen Personen. Es lägen keine begünstigende n Umstände vor, denn er verfüge auch nicht über Kontakte in Griechenland. Der Weg- weisungsvollzug nach Griechenland sei daher als unzumutbar und unzu- lässig zu qualifizieren. 5. 5.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). Wegweisungsvollzugshindernisse sind zu beweisen, wenn der strikte Be- weis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 5.2 5.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz (insbesondere Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 des Abkom- mens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [ FK, SR 0.142.30], Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behand- lung oder Strafe [FoK, SR 0.105] und Art. 3 EMRK) einer Weiterreise der Ausländerin oder des Auslä nders in den Heimat -, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). 5.2.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat im Referenzurteil E -3427/2021, E-3431/2021 festgehalten, dass der Vollzug der Wegweisung nach Grie- chenland für Personen, die dort einen Schutzstatus erhalten haben, grund- sätzlich zulässig ist. In Griechenland ist nicht von einer Situation auszuge- hen, in der jeder Person mit Schutzstatus eine unangemessene und er- niedrigende Behandlung im Sinne von Art. 3 EMRK droht. Trotz der be- kannt schwierigen Verhältnisse geht das Gericht davon aus, dass interna- tional schutzberechtigte Personen in Griechenland grundsätzlich in der Lage sind, ihre existenziellen Bedürfnisse abzudecken (vgl. a.a.O. E. 11.2). E-4176/2025 Seite 11 5.2.3 Wie das SEM in der angefochtenen Verfügung z u Recht festgestellt hat, ergeben sich aus den Akten keine konkreten Hinweise dafür, dass der Vollzug der Wegweisung de s Beschwerdeführers den völkerrechtlichen Verpflichtungen der Schweiz entgegenstünde, zumal davon auszugehen ist, dass Griechenland als sicherer Drittstaat Schutz vor Refoulement ge- währt und auch in Bezug auf Art. 3 EMRK seinen Verpflichtungen nach- kommt. Die Vorbringen in de r Beschwerde ändern nichts an dieser Ein- schätzung. Der Beschwerdeführer hat sich nach der Schutzgewährung nur sehr kurz in Griechenland aufgehalten. Vor diesem Hintergrund und ge- stützt auf seine Angaben zu seinen Bemühungen, sich in Griechenland eine Lebensgrundlage aufzubauen, ist nicht davon auszugehen, dass er alles ihm Zumutbare unternommen hat, um in Griechenland Zugang zu den ihm zustehenden Leistungen zu erhalten. Aufgrund des aktuellen Gesund- heitszustandes des Beschwerdeführers (vgl. nachfolgend E. 5.3.3) ist so- dann nicht zu befürchten, dass er bei einer Überstellung nach Griechen- land eine ernsthafte, rapide und irreversible Verschlechterung seiner Lage, verbunden mit übermässigem Leiden oder einer bedeutenden Verkürzung der Lebenserwartung, zu erwarten hätte, wie dies für eine Annahme der Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs aus medizinischen Gründen ge- fordert wird. 5.2.4 Der Vollzug der Wegweisung ist demnach als zulässig zu qualifizie- ren. 5.3 5.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf- grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me- dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren. 5.3.2 Mit Blick auf die Legalvermutung der Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung (Art. 83 Abs. 5 AIG) nach Griechenland von Personen, die dort einen Schutzstatus erhalten haben, stellte das Gericht im Referenzur- teil E-3427/2021, E-3431/2021 fest, dass dieser grundsätzlich auch für vul- nerable Personen – wie zum Beispiel Personen, welche an gesu ndheitli- chen Problemen leiden, die nicht als schwerwiegende Erkrankung einzu- stufen sind – Gültigkeit zukomme. Nicht länger aufrechterhalten wurde hin- gegen die Legalvermutung der Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung bei äusserst vulnerablen Personen – wie zum Beispiel unbegleiteten E-4176/2025 Seite 12 Minderjährigen oder Personen, deren psychische oder physische Gesund- heit in besonders schwerwiegender Weise beeinträchtigt ist –, welche im Falle einer Rückkehr nach Griechenland Gefahr laufen, dauerhaft in eine schwere Notlage zu geraten, weil sie nicht in der Lage sind, aus eigener Kraft die ihnen zustehenden Rechte vor Ort einzufordern. In diesen Fällen ist der Wegweisungsvollzug nur bei Bestehen besonders begünstigende r Umstände zumutbar (vgl. a.a.O. E. 11.5). 5.3.3 Nach Durchsicht der Akten gelangt das Gericht zum Schluss, dass das SEM in der angefochtenen Verfügung die Zumutbarkeit des Wegwei- sungsvollzugs mit zutreffender Begründung bejaht hat und nicht davon auszugehen ist, dass d er Beschwerdeführer im Falle einer Rückführung nach Griechenland in eine existenzielle Notlage geraten würde. Insgesamt kann – mit den nachfolgenden Ergänzungen – auf die ausführlichen und zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung (S. 5 ff.) verwiesen werden (vgl. ebenso die Zusammenfassung der ange- fochtenen Verfügung in E. 4.1). Der Beschwerdeführer hat sich nach Erhalt des Schutzstatus nur wenige Wochen in Griechenland aufgehalten und hat nach dem Aufenthalt auf der Insel E._______ nur noch zehn oder elf Tage in F._______ verbracht. Wie bereits erwähnt, ist insbesondere vor diesem Hintergrund nicht davon aus- zugehen, dass er alles ihm Zumutbare unternommen hätte, um von den griechischen Behörden Hilfe zu erhalten, respektive dass ihm dauerhaft jegliche Unterstützung verweigert beziehungsweise die ihm zustehenden minimalen Lebensbedingungen vorenthalten worden wären. Aus seinen Ausführungen geht nicht hervor, inwiefern er sich bemüht hätte, bei staat- lichen Institutionen oder Nichtregierungsorganisati onen Unterstützung zu erhalten, um eine angemessene Unterkunft zu finden oder seinen Lebens- unterhalt zu bestreiten. Vielmehr ergibt sich aus den Akten, dass er Zugang zu einem Sprachkurs gehabt hätte, diesen aber nicht wahrgenommen habe (A14 F50-52). Die Behauptung, er habe nicht gewusst, dass er sich an NGOs, die griechischen Behörden oder die Kirche hätte wenden kön- nen (A14 F29 f.), überzeugt nicht, da er selbst angegeben hat, er habe den Asylentscheid über den Schutzstatus per E -Mail bekommen und damit auch Erklärungen zu Rechten, Pflichten und Unterstützungsmöglichkeiten. Diese Informationen seien zusätzlich auf der Webseite vorhanden gewe- sen (A14 F16-19). Aufgrund seines Schutzstatus hat er die Möglichkeit, in Griechenland eine AMKA -Nummer zu beant ragen und es stehen ihm grundsätzlich die Garantien der Qualifikationsrichtlinie ( insbesondere Zu- gang zu Beschäftigung, Bildung, Sozialhilfeleistungen, Wohnraum und E-4176/2025 Seite 13 medizinischer Versorgung) zu. Es darf ihm zugemutet werden, sich bei Un- terstützungsbedarf, beispielsweise bei der Wohnungs - und Arbeitssuche, an die griechischen Behörden zu wenden und die erforderliche Hilfe nöti- genfalls auf dem Rechtsweg einzufordern. Nichtregierungsorganisationen können ihm in dieser Hinsicht ebenfalls behilflich sein. In gesundheitlicher Hinsicht leidet der Beschwerdeführer an (…)schmer- zen infolge eines (…). Zur Behandlung wurden ihm verschiedene Medika- mente verschrieben und es wurde eine (…) verordnet (Einträge medizini- sche Dokumentation der ORS vom 24. und 30. April s owie 9. Mai 2025; Medic-Help Rezept vom 30. April 2025; medizinische Dokumentation von Dr. med. G._______ vom 30. April 2025; Verordnung zur […] vom Gesund- heitsdienst des BAZ H._______ vom 30. April 2025 [ A16 und A24]). Am 20. Mai 2025 wurde der Beschwerdeführer in der (…)klinik für (…) unter- sucht, wobei ihm gemäss Eintrag in der medizinischen Dokumentation der ORS vom 23. Mai 2025 von der (…) ein operativer Eingriff empfohlen wor- den sei, er sich jedoch dazu entschieden h abe, konservativ behandelt zu werden (A24). Dem auf Beschwerdeebene eingereichten Sprechstunden- bericht der (…)klinik für (…) vom 30. Mai 2025 ist zu entnehmen, dass ein (…) diagnostiziert worden sei ([…]). Mit dem Beschwerdeführer sei bespro- chen worden, dass eine operative (…), Schmerzen sowie Einschränkun- gen der Lebensqualität indiziert sei. Während der Besprechung habe der Beschwerdeführer sich gegen die Operation entschieden und eine konser- vative Behandlung bevorzugt. Es sei ihm sodann erläutert worden, dass es bildgebend wie klinisch eine klare chirurgische Indikation zur Operation gebe und er sich bei Symptomverschlechterung melden solle ( vgl. Be- schwerde BM 4). Hinsichtlich der (…) und (…) wandte sich der Beschwer- deführer in der Sch weiz nie an das Pflegepersonal. Wie das SEM in der angefochtenen Verfügung – mit Verweis auf die einschlägige Rechtspre- chung des Bundesverwaltungsgerichts – bereits korrekt festgehalten hat, sind die psychischen und physischen Probleme de s Beschwerdeführers – ohne diese zu verkennen – nicht als gravierende Erkrankungen im Sinne der Praxis des Bundesverwaltungsgerichts einzustufen. Sie vermögen nicht den Schweregrad zu erreichen, bei dem davon auszugehen wäre, es handle sich bei ihm um eine äusserst vulnerab le Person, für welche sich der Vollzug der Wegweisung nach Griechenland grundsätzlich als unzu- mutbar erweisen würde. An dieser Einschätzung ändert auch die auf Be- schwerdeebene vage geäusserte Absicht nichts, der Beschwerdeführer ziehe nun doch in Betracht, sich operieren zu lassen (vgl. Beschwerde S. 8 f.). Mangels konkreter Hinweise, die diese Annahme widerlegen wür- den, ist davon auszugehen, dass seine gesundheitlichen Probleme bei E-4176/2025 Seite 14 Bedarf in Griechenland behandelt werden können, zumal die medizinische Versorgung dort grundsätzlich gewährleistet ist und die griechischen Be- hörden im Rahmen der Überstellung über seine gesundheitliche Situation informiert werden (vgl. hierzu bspw. Urteil des BVGer D -1383/2022 vom 31. März 2022 E. 6.6 m.w.H.). 5.3.4 Nach dem Gesagten ist es dem Beschwerdeführer unter Berücksich- tigung der aktuellen Rechtsprechung nicht gelungen, die gesetzliche Ver- mutung, der Wegweisungsvollzug nach Griechenland sei zumutbar, umzu- stossen. 5.4 Der Vollzug der Wegweisung erweist sich schliesslich auch als möglich, da die griechischen Behörden der Rückübernahme de s Beschwerdefüh- rers am (…) Mai 2025 explizit zugestimmt haben und er über eine bis am (…) Januar 2028 gültige Aufenthaltsbewilligung verfügt. 5.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisung svollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 6. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so- wie vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 49 VwVG). Die Be- schwerde ist abzuweisen. 7. 7.1 Der Antrag auf Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses er- weist sich mit vorliegendem Urteil als gegenstandslos. 8. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinn von Art. 65 Abs. 1 VwVG ist – unbesehen der finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers – abzuweisen, weil sich die Beschwerde entspre- chend den vorstehenden Erwägungen von vorneherein als aussichtlos er- wiesen hat. Demzufolge sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 750.– dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent- schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). (Dispositiv nächste Seite) E-4176/2025 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab- gewiesen. Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführerauferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige kantonale Behörde. Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: Regina Derrer Eliane Hochreutener Versand: