<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2016.00113</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=216988&amp;W10_KEY=4467074&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2016.00113</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.02.2017</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung (Wiederaufnahme VB.2014.00322)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verneinung eines ehelichen Härtefalls aufgrund nicht glaubhaft gemachter ehelicher Gewalt.<br/><br/>[Die selbst wegen Delikten in Zusammenhang mit häuslicher Gewalt gegenüber ihrem früheren Ehemann verurteilte Beschwerdeführerin machte geltend, ihrerseits Opfer häuslicher Gewalt geworden zu sein. Da das Bundesgericht eine oppressionsbedingte Aufhebung der Hausgemeinschaft nicht ausschloss, wies es das Verfahren zur weiteren Sachverhaltsabklärung an das Verwaltungsgericht zurück. Dabei mass es insbesondere dem damals noch laufenden Strafverfahren gegen den Ex-Ehemann der Beschwerdeführerin entscheidendes Gewicht zu. Das Verwaltungsgericht sistierte das Verfahren deshalb zunächst bis zur rechtskräftigen Erledigung dieses Strafverfahrens.]<br/><br/>Opfer ehelicher Gewalt können einen nachehelichen Härtefall geltend machen und hieraus einen Aufenthaltsanspruch ableiten, sofern sie zumindest glaubhaft machen können, in der Ehe Opfer physischer oder psychischer Zwangsausübung von gewisser Konstanz und Intensität geworden zu sein.<br/><br/>Der Ex-Ehemann der Beschwerdeführerin wurde von sämtlichen von der Beschwerdeführerin erhobenen Vorwürfen freigesprochen, wobei der Strafrichter ausdrücklich festhielt, dass der vorgeworfene Sachverhalt klar nicht erstellt sei und die Beschwerdeführerin einzig das Ziel verfolgt habe, ihre Aufenthaltsbewilligung zu sichern. Die zur Anzeige gebrachten Vorwürfe ehelicher Gewalt sind damit nicht glaubhaft gemacht. Die von der Beschwerdeführerin nicht zur Anzeige gebrachten Formen physischer Gewalt sind von ihr kaum substanziiert und ebenfalls nicht glaubhaft gemacht worden. Sollten sie sich überhaupt ereignet haben, wären sie jedenfalls wechselseitig und nicht gravierend gewesen und hätten damit keinen nachehelichen Härtefall zu begründen vermocht.<br/><br/>Weitere Umstände, welche der Beschwerdeführerin einen Bewilligungs- respektive Verlängerungsanspruch einräumen würden, sind nicht ersichtlich. Ebenso wenig war das Migrationsamt gehalten, eine Bewilligung nachpflichtgemässen Ermessen zu erteilen. Ausgangsgemäss sind die Kosten des zweiten Rechtsgangs der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen und steht dieser für dieses Verfahren keine Umtriebsentschädigung zu. Die Kosten des ersten Rechtsgangs vor Verwaltungsgericht sind aufgrund des bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheids dem Beschwerdegegner aufzuerlegen, welcher für den zur Rückweisung führenden Verfahrensfehler letztlich verantwortlich ist. Jedoch rechtfertigt es sich nicht, der Beschwerdeführerin für dieses Verfahren eine Umtriebsentschädigung zuzusprechen, nachdem sie ihre Beschwerde hauptsächlich mit der von ihr angeblich erlittenen Gewalt begründet hat und ihre diesbezüglichen Behauptungen inzwischen als nicht glaubhaft eingestuft werden müssen. Der Kostenvorschuss für den ersten Rechtsgang vor Verwaltungsgericht ist der Beschwerdeführerin infolge Verrechnung mit den Kosten dieses Verfahrens nicht zurückzuerstatten. Rechtsmittelbelehrung. Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREISPRUCH">FREISPRUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEWALT">GEWALT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEWALTSCHUTZ">GEWALTSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLAUBHAFTMACHUNG">GLAUBHAFTMACHUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HÃUSLICHE GEWALT">HÃUSLICHE GEWALT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHEHELICHER HÃRTEFALL">NACHEHELICHER HÃRTEFALL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMISSBRAUCH">RECHTSMISSBRAUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKWEISUNG AN DAS VERWALTUNGSGERICHT">RÃCKWEISUNG AN DAS VERWALTUNGSGERICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKWEISUNG (BGER)">RÃCKWEISUNG (BGER)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKWEISUNGSENTSCHEID">RÃCKWEISUNGSENTSCHEID</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UKRAINE">UKRAINE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMTRIEBSENTSCHÃDIGUNG">UMTRIEBSENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERFAHRENSKOSTEN">VERFAHRENSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERRECHNUNG">VERRECHNUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 42 Abs. I AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 50 Abs. I lit. a AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 50 Abs. I lit. b AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 50 Abs. II AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 62 Abs. I lit. a AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 83 Abs. I AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 13 Abs. I BV</span><br/><span class="gerade">Art. 8 Abs. I EMRK</span><br/><span class="ungerade">§ 13 Abs. II VRG</span><br/><span class="gerade">§ 17 Abs. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 65a VRG</span><br/><span class="gerade">Art. 31 VZAE</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=32751" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2016.00113</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">21. Februar 2017</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Felix Blocher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Aufenthaltsbewilligung<br/> (Wiederaufnahme VB.2014.00322),</b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die 1963 geborene ukrainische StaatsangehÃ¶rige A hielt sich zunÃ¤chst mit einem (vor der Ausreise bereits abgelaufenen) Schengen-Visum im Kanton B auf und heiratete nach kurzer Bekanntschaft am 12. MÃ¤rz 2011 in ihrem Heimatland den 1964 geborenen Schweizer C, welchen sie wÃ¤hrend ihres Aufenthalts in B in einem Internetchat kennengelernt hatte. Daraufhin reiste sie am 7. Juli 2011 erneut in die Schweiz ein und erhielt eine bis zum 6. Juli 2012 gÃ¼ltige Aufenthaltsbewilligung fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich zum Verbleib bei ihrem Schweizer Ehemann. In der Folge musste die Polizei mehrfach wegen hÃ¤uslicher Gewalt intervenieren und die Ehegatten zeigten sich gegenseitig wegen damit im Zusammenhang stehenden Delikten an. A wurde Ã¼berdies mit einer spÃ¤ter bis zum 7. August 2012 verlÃ¤ngerten zwangsmassnahmen­gerichtlichen VerfÃ¼gung des Bezirksgerichts D vom 20. April 2012 untersagt, ihren Ehemann zu kontaktieren oder sich diesem oder der ehemals gemeinsam genutzten ehelichen Wohnung zu nÃ¤hern (Kontakt- und Rayonverbot). Mit rechtskrÃ¤ftigem Urteil des Bezirksgerichts D wurde sie sodann am 28. Januar 2013 wegen versuchter Drohung und TÃ¤tlichkeiten gegenÃ¼ber ihrem Ehemann schuldig gesprochen. Zufolge der dauerhaften Trennung der Ehegatten wies das Migrationsamt mit VerfÃ¼gung vom 3. April 2013 das Gesuch von A um VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung ab und setzte ihr eine Ausreisefrist bis zum 3. Juni 2013 an.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den hiergegen erhobenen Rekurs wies die Sicherheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich am 22. April 2014 ab. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Erwgung2">Mit Beschwerde vom 22. Mai 2014 beantragte A dem Verwaltungsgericht, es sei der angefochtene Entscheid der Sicherheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich vom 22. April 2014 vollumfÃ¤nglich aufzuheben und das Migrationsamt anzuweisen, von der NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung abzusehen und ihr die Aufenthaltsbewilligung erneut zu erteilen. Zudem verlangte sie die Zusprechung einer UmtriebsentschÃ¤digung. </p> <p class="Erwgung2">Ein ihr mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 26. Mai 2014 auferlegter Kostenvorschuss wurde fristgerecht geleistet.</p> <p class="Erwgung2">Mit rechtskrÃ¤ftig gewordenem Urteil des Bezirksgerichts D vom 4. Juli 2014 wurde die Ehe zwischen A und C geschieden.</p> <p class="Erwgung2">Am 25. September 2014 wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde (VB.2014.00322) von A ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>IV. </b> </p> <p class="Erwgung2">Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Bundesgericht mit Entscheid 2C_1066/2014 vom 19. Februar 2016 gut und wies die Sache zur Neubeurteilung an das Verwaltungsgericht zurÃ¼ck. Es mass dabei einem gegen C gerichteten Strafverfahren betreffend versuchter NÃ¶tigung (zum Nachteil von A) entscheidendes Gewicht zu, welches zum Entscheidzeitpunkt beim Bezirksgericht D hÃ¤ngig war.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>V. </b> </p> <p class="Urteilstext">Aufgrund des bundesgerichtlichen RÃ¼ckweisungsentscheids nahm das Verwaltungsgericht das Verfahren unter der Verfahrensnummer VB.2016.00113 wieder auf, sistierte dieses aber mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 11. MÃ¤rz 2016 bis zur rechtskrÃ¤ftigen Erledigung des Strafverfahrens gegen C, lÃ¤ngstens bis zum 31. Dezember 2016.</p> <p class="Urteilstext">Mit Urteil des Bezirksgerichts D vom 9. MÃ¤rz 2016 wurde C vom Vorwurf der mehrfachen versuchten NÃ¶tigung freigesprochen. Nachdem A ihre dagegen erhobene Berufung zurÃ¼ckgezogen hatte, schrieb das Obergericht das Strafverfahren am 10. Oktober 2016 als erledigt ab, womit der Freispruch in Rechtskraft erwuchs. Die Strafakten wurden in der Folge vom Verwaltungsgericht beigezogen.</p> <p class="Urteilstext">Am 20. Mai 2016 reichte ein Bekannter von A, E, beim Migrationsamt ein Schreiben ein, in welchen er deren IntegrationsbemÃ¼hungen herausstrich. Mit Eingabe vom 15. Oktober 2016 ersuchte A um die VerlÃ¤ngerung ihrer Aufenthaltsbewilligung und machte unter Beilage verschiedener Belege AusfÃ¼hrungen zu ihren Integrationsfortschritten in der Schweiz. </p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 10. Januar 2017 gab das Verwaltungsgericht den Parteien Gelegenheit, zum Ergebnis des Strafverfahrens und den nachgereichten Unterlagen Stellung zu beziehen. Ãberdies wurde A Gelegenheit eingerÃ¤umt, ihre aktuelle Situation darzulegen, soweit diese fÃ¼r den Bewilligungsentscheid relevant sein kÃ¶nnte. </p> <p class="Urteilstext">Mit Eingabe vom 20. Januar 2017 (Datum Poststempel) wiederholte A im Wesentlichen ihre bereits mit Eingabe vom 15. Oktober 2016 gemachten AusfÃ¼hrungen. ZusÃ¤tzlich reichte sie ein Zwischenzeugnis ihres aktuellen Arbeitgebers sowie eine BestÃ¤tigung Ã¼ber eine absolvierte Basis-Ausbildung als â¦ ein. Mit Eingabe vom 23. Januar 2017 Ã¤usserte sich auch E wieder gegenÃ¼ber dem Verwaltungsgericht, wobei das Schreiben inhaltlich weitgehend dessen Eingabe vom 20. Mai 2016 entsprach, ergÃ¤nzend aber die aktuelle BerufstÃ¤tigkeit und die Weiterbildungserfolge von A erwÃ¤hnte. </p> <p class="Urteilstext">Das Migrationsamt liess sich zu den eingereichten Schreiben nicht mehr vernehmen. Auch A Ã¤usserte sich nicht zum Schreiben von E vom 23. Januar 2017.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, -Ã¼ber- oder -unterschreitung, und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 50 in Verbindung mit § 20 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die auslÃ¤ndische Ehegattin eines Schweizer BÃ¼rgers hat Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn dieser mit ihr zusammenwohnt (Art. 42 Abs. 1 des AuslÃ¤ndergesetzes vom 16. Dezember 2005 [AuG]). Der Anspruch besteht auch nach AuflÃ¶sung der Ehegemeinschaft weiter, wenn die in der Schweiz gelebte Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und kumulativ eine erfolgreiche Integration besteht (Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG) oder wenn wichtige persÃ¶nliche GrÃ¼nde einen weiteren Landesaufenthalt erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG, sogenannter nachehelicher HÃ¤rtefall). Solche wichtigen persÃ¶nlichen GrÃ¼nde liegen namentlich bei starker GefÃ¤hrdung der sozialen Wiedereingliederung im Herkunftsland und bei Opfern ehelicher Gewalt vor (Art. 50 Abs. 2 AuG, vgl. auch Art. 31 der Verordnung Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit vom 24. Oktober 2007 [VZAE]; vgl. auch die AusfÃ¼hrungen in E. 3.2 des bundesgerichtlichen RÃ¼ckweisungsentscheids [2C_1066/2014], wonach vorliegend noch auf die altrechtliche Regelung von Art. 50 Abs. 2 AuG abzustellen sei). </p> <p class="Erwgung2">Nach der Rechtsprechung ist im Rahmen von Art. 50 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Art. 50 Abs. 2 AuG jede Form ehelicher bzw. hÃ¤uslicher Gewalt ernst zu nehmen. HÃ¤usliche Gewalt bedeutet systematische Misshandlung mit dem Ziel, Macht und Kontrolle auszuÃ¼ben und nicht eine einmalige Ohrfeige oder eine verbale Beschimpfung im Verlauf eines eskalierenden Streits. Auch psychische bzw. sozioÃ¶konomische DruckausÃ¼bung kann einen fÃ¼r die Annahme eines nachehelichen HÃ¤rtefalls relevanten Grad an unzulÃ¤ssiger Oppression erreichen. Die physische oder psychische ZwangsausÃ¼bung und deren Auswirkungen mÃ¼ssen dabei von einer gewissen Konstanz bzw. IntensitÃ¤t sein. Sie mÃ¼ssen derart schwerwiegend erscheinen, dass von der betroffenen Person bei BerÃ¼cksichtigung sÃ¤mtlicher UmstÃ¤nde vernÃ¼nftigerweise nicht erwartet werden kann, dass sie einzig aus bewilligungsrechtlichen GrÃ¼nden die Ehe aufrechterhÃ¤lt und in einer ihre MenschenwÃ¼rde und ihre PersÃ¶nlichkeit verneinenden Beziehung verharrt (BGE 138 II 229 E. 3.2.1 f.). </p> <p class="Erwgung2">Die eheliche Gewalt ist von der betroffenen Person in geeigneter Weise glaubhaft zu machen, wobei diese eine weitreichende Mitwirkungspflicht trifft (BGE 138 II 229 E. 3.2.3).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Das Bundesgericht hat in seinem RÃ¼ckweisungsentscheid vom 19. Februar 2016 bestÃ¤tigt, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin zu kurz in ehelicher Gemeinschaft lebte, um aus Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG einen Aufenthaltsanspruch abzuleiten. Hingegen erachtete es als nicht hinreichend geklÃ¤rt, ob der Ex-Ehemann der BeschwerdefÃ¼hrerin diese in die Prostitution gedrÃ¤ngt und sie bedroht haben kÃ¶nnte. Es schloss deshalb eine oppressionsbedingte Aufhebung der Hausgemeinschaft nicht aus, weshalb das Verwaltungsgericht einen nachehelichen HÃ¤rtefall nicht hÃ¤tte verneinen dÃ¼rfen, ohne sich zunÃ¤chst nÃ¤her mit den VorwÃ¼rfen gegen den ehemaligen Ehemann zu befassen und diese eingehend abzuklÃ¤ren. Dabei mass es insbesondere dem damals noch laufenden Strafverfahren gegen den Ex-Ehemann der BeschwerdefÃ¼hrerin entscheidendes Gewicht zu. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die bundes­gerichtlichen ErwÃ¤gungen sind fÃ¼r das Verwaltungsgericht verbindlich (vgl. BGr, 24. Januar 2008, 1C_176/2007, E 3.2), weshalb im vorliegenden Verfahren zu klÃ¤ren ist, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin hinreichend glaubhaft machen kann, Opfer hÃ¤uslicher Gewalt geworden zu sein, sodass hieraus ein Aufenthaltsanspruch gemÃ¤ss Art. 50 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Art. 50 Abs. 2 AuG abzuleiten ist. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Das Strafverfahren gegen den Ex-Ehemann ist inzwischen erledigt: Der Ehemann der BeschwerdefÃ¼hrerin wurde rechtskrÃ¤ftig vom Vorwurf der mehrfachen versuchten NÃ¶tigung freigesprochen. In seinem Strafurteil vom 9. MÃ¤rz 2016 erachtete das Bezirksgericht D die in der Anklageschrift geschilderten und von der BeschwerdefÃ¼hrerin vorgeworfenen Sachverhalte als klar nicht erstellt. Vielmehr legte das Strafgericht den UntersuchungsbehÃ¶rden sogar die PrÃ¼fung eines Strafverfahrens gegen die BeschwerdefÃ¼hrerin wegen falscher Anschuldigung bzw. IrrefÃ¼hrung der Rechtspflege nahe. Sodann hielt das Strafgericht ausdrÃ¼cklich fest, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin seit 2011 einzig das Ziel verfolgt habe, ihre Aufenthaltsbewilligung zu sichern, wofÃ¼r ihr offenbar jedes Mittel recht gewesen sei. </p> <p class="Erwgung2">Mit einlÃ¤sslicher BegrÃ¼ndung, auf welche vorliegend verwiesen werden kann, wurden die Aussagen der BeschwerdefÃ¼hrerin vom Strafgericht als nicht glaubhaft eingestuft und jegliche physische oder psychische Gewaltanwendung durch ihren Ex-Ehemann verneint. Das Strafgericht wies dabei auf zahlreiche Ungereimtheiten und WidersprÃ¼che in ihren Aussagen hin. Sodann strich es auch die auffÃ¤llige zeitliche Abfolge der Ereignisse heraus. Insbesondere hat die BeschwerdefÃ¼hrerin erst Anzeige erstattet, nachdem wegen der von ihr selbst ausgeÃ¼bten hÃ¤uslichen Gewalt bereits ein Strafverfahren gegen sie eingeleitet worden war, sie deshalb mit einem Kontakt- und Rayonverbot gegenÃ¼ber ihrem damaligen Ehemann belegt worden war und sie um den Verlust ihrer Aufenthaltsbewilligung fÃ¼rchten musste. Ihre Aussagen wurden im Verlauf des Strafverfahrens immer "blumiger" und ausfÃ¼hrlicher, was das Strafgericht als LÃ¼gen- bzw. Phantasiesignale wertete. Hingegen attestierte es dem angeklagten Ex-Ehemann ein konstantes und im Wesentlichen widerspruchsfreies Aussageverhalten. </p> <p class="Erwgung2">Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat sich zum freisprechenden Erkenntnis gegenÃ¼ber ihrem Ehemann nur dahingehend geÃ¤ussert, dass sie die hiergegen erhobene Berufung zurÃ¼ckgezogen habe, weil sie sich auf den Abschluss ihrer Ausbildung konzentrieren und sich nicht mehr mit der Vergangenheit einer gescheiterten Ehe belasten wolle. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat im erwÃ¤hnten Strafverfahren nur Formen psychischer Gewalt zur Anzeige gebracht, jedoch verschiedentlich auch behauptet, Opfer physischer Gewalt geworden zu sein. So musste am 15. November 2011 â allerdings auf Initiative ihres damaligen Ehemannes â die Polizei wegen einer wechselseitigen Auseinandersetzung der Eheleute intervenieren und zeigten sich diese gegenseitig wegen verschiedener Delikte im Zusammenhang mit hÃ¤uslicher Gewalt an. In der Folge gab die BeschwerdefÃ¼hrerin auch mehreren sie behandelnden Ãrzten kund, im November 2011 von ihrem Ehemann geschlagen bzw. unter Druck gesetzt worden zu sein. Zugleich hielt ein Bericht von Dr. med. F vom 22. April 2014 aber auch fest, dass eine "gewisse Ãberverdeutlichung" durch die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht auszuschliessen sei. Auch in den zeitnah erstellten Notizen des Frauenhauses vom 16. Dezember 2011 finden sich lediglich Hinweise auf ein einzelnes, wechselseitiges Handgemenge zwischen den Eheleuten, in deren Verlauf ihr Ehemann sie umgestossen haben soll. </p> <p class="Erwgung2">Weitere Belege fÃ¼r physische eheliche Gewalt fehlen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin zog ihre Strafanzeige in Bezug auf den Vorfall vom 15. November 2011 spÃ¤ter wieder zurÃ¼ck. In Bezug auf die von ihrem damaligen Ehemann in diesem Zusammenhang angezeigten Delikte wurde die BeschwerdefÃ¼hrerin am 28. Januar 2013 vom Bezirksgericht D freigesprochen, wobei das Urteil unbegrÃ¼ndet erging und hinsichtlich anderer VorwÃ¼rfe hÃ¤uslicher Gewalt in einer rechtskrÃ¤ftigen Verurteilung der BeschwerdefÃ¼hrerin resultierte. Sodann wurde weder der Vorfall vom 15. November 2011 noch andere VorfÃ¤lle physischer Gewalt von der BeschwerdefÃ¼hrerin in ihren polizeilichen bzw. staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 4. Mai 2012, 28. MÃ¤rz 2014 und 11. Februar 2014 thematisiert und entsprechende VorwÃ¼rfe erst anlÃ¤sslich einer Einvernahme durch das Bezirksgericht D vom 9. MÃ¤rz 2016 wieder im Strafverfahren vorgebracht. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat Ã¼berdies anlÃ¤sslich dieser Einvernahme zu Protokoll gegeben, bei ihrer Anzeige das angegeben zu haben, was fÃ¼r sie das Wichtigste gewesen sei. Auch im auslÃ¤nderrechtlichen Verfahren vor Verwaltungsgericht standen die von ihr zur Anzeige gebrachten (angeblichen) VorfÃ¤lle psychischer Gewalt im Vordergrund, wÃ¤hrend die von ihr angeblich ebenfalls erlittene physische Gewalt nicht nÃ¤her substanziiert wurde. </p> <p class="Erwgung2">Es kann damit davon ausgegangen werden, dass die von ihr letztlich nicht zur Anzeige gebrachten VorfÃ¤lle physischer Gewalt â sollten sie sich Ã¼berhaupt ereignet haben â nicht gravierend und wechselseitig gewesen sind und keinen nachehelichen HÃ¤rtefall zu begrÃ¼nden vermÃ¶gen. Ihre diesbezÃ¼glichen Aussagen sind sodann im Gesamtkontext zu wÃ¼rdigen: Wie sowohl aus der EinschÃ¤tzung des Strafgerichts als auch aus den Protokollen des Frauenhauses hervorgeht, strebte die BeschwerdefÃ¼hrerin bereits 2011 primÃ¤r die Sicherung ihres Aufenthaltsrechts an und schreckte dabei auch nicht vor zweifelhaften Anschuldigungen zurÃ¼ck. Es kann ihr damit auch in Bezug auf die letztlich nicht zur Anzeige gebrachten Ereignisse physischer Gewalt nicht vorbehaltslos geglaubt werden, zumal nicht sie, sondern ihr damaliger Ehemann wegen des Vorfalls von Mitte November 2011 um polizeiliche Intervention gebeten hatte und sich die Eheleute bereits damals gegenseitig anzeigten. Aus dem Umstand, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r ihren Beitrag an der Aus­einandersetzung vom 15. November 2011 letztlich nicht verurteilt wurde, kann nicht gefolgert werden, dass die damaligen Aggressionen allein von ihrem damaligen Ehemann ausgegangen sind, zumal sich dieser hierfÃ¼r ebenfalls nie strafrechtlich verantworten musste. Jedenfalls erÃ¼brigen sich weitere AbklÃ¤rungen, nachdem die BeschwerdefÃ¼hrerin ihrer diesbezÃ¼glichen Substanziierungspflicht im auslÃ¤nderrechtlichen Verfahren nicht nachgekommen ist und zumindest vor Verwaltungsgericht kaum Angaben zu der angeblich erlittenen physischen Gewalt macht. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die von der BeschwerdefÃ¼hrerin angeblich erlittenen Gewalterfahrungen sind damit nicht glaubhaft gemacht und vermÃ¶gen somit auch nicht einen nachehelichen HÃ¤rtefall wegen erlittener ehelicher Gewalt im Sinn von Art. 50 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Art. 50 Abs. 2 AuG zu begrÃ¼nden. Weitere Hinweise auf eine oppressionsbedingte Aufhebung der Hausgemeinschaft liegen nicht vor, zumal die blosse Kundgabe von Trennungs- und Scheidungsabsichten und deren gerichtliche Durchsetzung legitim ist und nicht als psychische Gewalt eingestuft werden kann. </p> <p class="Urteilstext">Es kann offenbleiben, ob die Anschuldigungen der BeschwerdefÃ¼hrerin gegenÃ¼ber ihrem Ex-Ehemann darÃ¼ber hinaus auch als gezielte Falschbeschuldigungen zur Sicherung ihres weiteren Aufenthalts in der Schweiz eingestuft werden mÃ¼ssen, wie zumindest vom Strafgericht vermutet wurde. Ebenso kann offenbleiben, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin mit ihren unglaubhaften Behauptungen allenfalls auch den Widerrufsgrund der falschen Angaben im Bewilligungsverfahren im Sinn von Art. 62 lit. a AuG (damalige Fassung; heute Art. 62 Abs. 1 lit. a AuG) gesetzt hat.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Ansonsten werden die ErwÃ¤gungen im Urteil des Verwaltungsgerichts vom 25. September 2014 durch den bundesgerichtlichen RÃ¼ckweisungsentscheid nicht infrage gestellt und kÃ¶nnen damit grundsÃ¤tzlich nach wie vor GÃ¼ltigkeit beanspruchen. Zu prÃ¼fen bleibt allein, ob seit der damaligen EntscheidfÃ¤llung wesentliche Ãnderungen der VerhÃ¤ltnisse eingetreten sind, welche die frÃ¼here WÃ¼rdigung des Verwaltungsgerichts obsolet machen wÃ¼rden. Dabei ist insbesondere dem zwischenzeitlichen Integrationsverlauf und allfÃ¤lligen LageverÃ¤nderungen im Herkunftsland der BeschwerdefÃ¼hrerin Rechnung zu tragen. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat mit Eingaben vom 15. Oktober 2016 und 20. Januar 2017 (Datum Poststempel) die Gelegenheit wahrgenommen, sich zu ihren Integrationsfortschritten und ihrer aktuellen Situation zu Ã¤ussern. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>In sprachlicher Hinsicht hat die BeschwerdefÃ¼hrerin inzwischen das Niveau B1 erreicht. Ihre hiesige Integration hat jedoch zumindest in beruflicher Hinsicht kaum Fortschritte gemacht. Aus einer von ihr selbst eingereichten Aktennotiz des Sozialdienstes der Stadtverwaltung G vom 18. Februar 2016 geht hervor, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin bislang nur ein geringes Einkommen zu erzielen vermochte, von der Sozialhilfe und der UnterstÃ¼tzung ihres neuen Lebenspartners abhÃ¤ngig war sowie den SozialbehÃ¶rde und dem RAV mit einer â zumindest gemÃ¤ss RÃ¼ckmeldung des RAV â als "dreist" empfundenen AnspruchsmentalitÃ¤t gegenÃ¼bergetreten sein soll. Die BeschwerdefÃ¼hrerin geht gemÃ¤ss eigenen Angaben nur saisonal einem Vollzeiterwerb nach. Eine ihr per 14. Juli 2014 in Aussicht gestellte unbefristete Vollzeitstelle als Betriebsmitarbeiterin konnte sie offenkundig nicht dauerhaft antreten. Sodann ist keineswegs gesichert, dass sie inskÃ¼nftig mit ihrer jÃ¼ngst abgeschlossenen Basisausbildung als â¦ einem existenzsichernden Erwerb wird nachgehen kÃ¶nnen. Weiter ist die BeschwerdefÃ¼hrerin verschuldet und hat gegenÃ¼ber dem Zentralen Inkasso des ZÃ¼rcher Obergerichts noch offene Kosten im Betrag von Fr. 18'110.60.-.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>In persÃ¶nlicher Hinsicht gibt die BeschwerdefÃ¼hrerin an, mit E, wohnhaft in H, befreundet zu sein, welcher sie auch finanziell unterstÃ¼tzen soll. E gibt in seinen Schreiben an das Migrationsamt bzw. das Verwaltungsgericht vom 20. Mai 2016 bzw. 23. Januar 2017 bekannt, die BeschwerdefÃ¼hrerin im Oktober 2015 kennen gelernt zu haben und gelegentlich in administrativen Belangen zu unterstÃ¼tzen. GemÃ¤ss der bereits erwÃ¤hnten Aktennotiz des Sozialdienstes der Stadtverwaltung G vom 18. Februar 2016 soll E der Lebenspartner der BeschwerdefÃ¼hrerin sein. Welche QualitÃ¤t die Beziehung zwischen E und der BeschwerdefÃ¼hrerin aufweist, kann letztlich offenbleiben. Da diese offenkundig nicht zusammenwohnen und sich erst seit relativ kurzer Zeit kennen, kann jedenfalls nicht von einem gefestigten Konkubinat ausgegangen werden. </p> <p class="Erwgung2">Andere vertiefte persÃ¶nliche Beziehungen zur hiesigen BevÃ¶lkerung werden von der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht geltend gemacht. Sie ist damit auch in persÃ¶nlicher und sozialer Hinsicht nicht besonders in der Schweiz verwurzelt und verfÃ¼gt hier Ã¼ber keine durch das Recht auf Privat- und Familienleben nach Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) und Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung (BV) geschÃ¼tzten Beziehungen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Auch wenn das politische Klima in der Ukraine weiterhin sehr angespannt ist und es im Osten und SÃ¼dosten des Landes nach wie vor zu bewaffneten Auseinandersetzungen kommt, hat sich die Sicherheitslage in der der Heimatregion der BeschwerdefÃ¼hrerin im Westen der Ukraine seit dem Entscheid des Verwaltungsgerichts im ersten Rechtsgang nicht wesentlich verschlechtert (vgl. die aktuellen Reisehinweise fÃ¼r die Ukraine des EidgenÃ¶ssischen Departement fÃ¼r auswÃ¤rtige Angelegenheiten [EDA] auf www.eda.admin.ch]). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.6 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist damit nach wie vor nicht derart in der Schweiz integriert, als dass ihre RÃ¼ckkehr in die Ukraine unzumutbar wÃ¤re. Ihre Reintegrationschancen in der Ukraine sind weiterhin intakt, wobei auf die diesbezÃ¼glich immer noch zutreffenden ErwÃ¤gungen des Verwaltungsgerichts im Entscheid vom 25. September 2014 verwiesen werden kann. </p> <p class="Erwgung2">Sodann kommt hinzu, dass sie die letzten Jahre nur aufgrund der aufschiebenden Wirkung der von ihr eingelegten Rechtsmittel im Land verbleiben durfte und mit einer Wegweisung in ihre Heimat zu rechnen hatte. Es ist damit der BeschwerdefÃ¼hrerin nach wie vor zuzumuten, in ihre Heimat zurÃ¼ckzukehren. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.7 </b>Weitere UmstÃ¤nde, welche der Beschwer­defÃ¼hrerin einen Bewilligungs- respektive VerlÃ¤ngerungsanspruch einrÃ¤umen wÃ¼rden, sind nicht ersichtlich. Ebenso wenig war das Migrationsamt gehalten, der BeschwerdefÃ¼hrerin eine Bewilligung nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen zu erteilen. Es kann diesbezÃ¼glich auf die nach wie vor zutreffenden ErwÃ¤gungen des Verwaltungsgerichts vom 25. September 2014 verwiesen werden, zumal die BeschwerdefÃ¼hrerin auch heute nicht Ã¼berdurchschnittlich integriert scheint und ihr eine RÃ¼ckkehr in ihre Heimat nach wie vor zumutbar ist.</p> <p class="Erwgung2">Schliesslich sind auch keine Vollzugshindernisse im Sinn von Art. 83 Abs. 1 AuG ersichtlich (vgl. auch E. 4.5 vorstehend). </p> <p class="Erwgung2">Damit ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten des zweiten Rechtsgangs vor dem Verwaltungsgericht (VB.2016.000113) der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen und ist ihr diesbezÃ¼glich keine UmtriebsentschÃ¤digung zuzusprechen (§ 65a in Verbindung mit § 13 Abs. 2 und § 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat lediglich vor Bundesgericht um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung ersucht, indes wÃ¤re ein entsprechendes Gesuch vor Verwaltungsgericht ohnehin wegen der offensichtlichen Aussichtslosigkeit ihrer Begehren abzuweisen gewesen (§ 16 Abs. 1 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>5.3.1 </b>Die bundesgerichtliche RÃ¼ckweisung zur Neubeurteilung mit offenem Ausgang gilt als Obsiegen der BeschwerdefÃ¼hrerin, weshalb die Kosten des ersten Rechtsganges vor Verwaltungsgericht (VB.2014.00322) derjenigen Instanz aufzuerlegen sind, welche fÃ¼r den zur RÃ¼ckweisung fÃ¼hrenden Verfahrensfehler verantwortlich ist. Die rechtssuchende Person darf insgesamt nicht schlechter gestellt werden, als wenn von Anfang an ein richtiger Entscheid getroffen worden wÃ¤re (Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014, § 13 N. 68 und 71 sowie § 17 N. 30)</p> <p class="Erwgung3"><b>5.3.2 </b>GemÃ¤ss den ErwÃ¤gungen im bundesgerichtlichen RÃ¼ckweisungsentscheid vom 19. Februar 2016 wurde eine RÃ¼ckweisung erforderlich, weil sich das Verwaltungsgericht hinsichtlich der von der BeschwerdefÃ¼hrerin geltend gemachten Gewalterfahrungen auf einen unvollstÃ¤ndig abgeklÃ¤rten Sachverhalt abstÃ¼tzte. Das Verfahren hÃ¤tte damit bereits im ersten Rechtsgang vom Verwaltungsgericht â zur weiteren SachverhaltsabklÃ¤rung und unter Kostenfolge fÃ¼r den Beschwerdegegner â zurÃ¼ckgewiesen werden mÃ¼ssen. Die durch den ersten Rechtsgang entstandenen Mehrkosten sind damit dem Beschwerdegegner und nicht der BeschwerdefÃ¼hrerin anzulasten. Damit sind die Kosten des ersten Rechtsgangs vor Verwaltungsgericht (VB.2014.00322) dem Beschwerdegegner aufzuerlegen. </p> <p class="Erwgung2">Hingegen rechtfertigt es sich nicht, der BeschwerdefÃ¼hrerin eine UmtriebsentschÃ¤digung zuzusprechen, nachdem sie in ihrer Beschwerde hauptsÃ¤chlich mit der von ihr angeblich erlittenen Gewalt begrÃ¼ndete und ihre diesbezÃ¼glichen Behauptungen inzwischen als nicht glaubhaft eingestuft werden mÃ¼ssen (vgl. auch PlÃ¼ss, § 17 N. 67 ff., wonach unnÃ¶tige oder treuwidrig aufgewendete Kosten nicht entschÃ¤digungspflichtig sind). </p> <p class="Erwgung3"><b><span>5.3.3 </span></b>Der im Verfahren VB.2014.00322 geleistete Kostenvorschuss ist der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht zurÃ¼ckzuerstatten, sondern mit den Kosten dieses Verfahrens zu verrechnen, nachdem die entsprechenden Voraussetzungen ohne Weiteres erfÃ¼llt sind (vgl. VGr, 28. Juli 2015, VB.2015.00375, E. 4 mit Hinweisen<span>).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: Soweit ein Anwesenheitsanspruch geltend gemacht wird, ist Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) zu erheben. Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens VB.2014.00322 in HÃ¶he von Fr. 2'060.- werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>