<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2017.00837</span></p><p><span id="AHV_NR"></span><span> </span></p><p><span id="G_NR_VI"></span><span> </span></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens<br/>Gerichtsschreiber Nef</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 21. März 2019</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Protekta</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> Rechtsschutz-Versicherung AG</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Direktion Bern, Y.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Monbijoustrasse</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> 68, Postfach, 3001 Bern</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die 1976 geborene X.___ war von August 2003 bis Februar 2010 als Teilzeitverkaufsberaterin in einem Reformhaus angestellt (Urk. 6/10/1) und übte zusätzlich eine selbständige Erwerbstätigkeit als Ernährungs- und Diätberaterin in eigener Praxis aus (Urk. 6/13). Unter Angabe eines seit Dezember 2009 be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stehenden Burnouts meldete sie sich am 30. Mai 2010 zum Bezug von Leistungen der Eidgenössischen Invalidenversicherung an (Urk. 6/1 Ziff. 6.2 f.). Die Sozial</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte Abklärungen in medi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zinischer und erwerblicher Hinsicht und veranlasste ein psychiatrisches Gutach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten bei Dr. med. Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. nat. Z.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie (Gutachten vom 18. Februar 2011 [Urk. 6/25]). Die IV-Stelle qualifizierte die Versicherte als zu 80 % im Erwerbsbereich und 20 % im Aufgabenbereich tätig (vgl. Urk. 6/32/1 f.) und sprach ihr mit Verfügung vom 4. August 2011 bei einem Invaliditätsgrad von 53 % mit Wirkung ab Dezember 2010 eine halbe Rente zu (Urk. 6/41).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Februar 2013 leitete die IV-Stelle ein Rentenrevisionsverfahren ein (Urk. 6/44) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und holte neben medizinischen Berichten der behandelnden Ärzte (Urk. 6/44/5-6,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Urk. 6/53, 6/54/5, 6/63) Auskünfte über die selbständige und im Angestellten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verhältnis ausgeübte Erwerbstätigkeit ein (Urk. 6/45-49, 6/56-61). Hierauf liess </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sie eine Abklärung für </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Selbständigerwerbende</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> durchführen (Abklärungsbericht vom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 26. Februar 2014 [Urk. 6/81]) und veranlasste eine psychiatrische Unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">su</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chung durch ihren regionalen ärztlichen Dienst (RAD), </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pract</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. med. A.___, Psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chia</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trie und Psychotherapie (Untersuchungsbericht vom 25. August</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2014 [Urk. 6/64]</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Nachdem weitere Unterlagen zur erwerblichen Situation (Urk. 6/66, 6/69, 6/73) und Berichte der behandelnden Ärzte zugezogen worden waren (Urk. 6/77, 6/86), liess die IV-Stelle eine weiter psychiatrische Untersuchung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beim</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">RAD</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-Arzt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> durchführen (Untersuchungsbericht vom 20. Juli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2016 [Urk. 6/85</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">]). Mit Vorbescheid vom 18. April 2017 stellte sie die Einstellung der Invalidenrente auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats in Aussicht (Urk. 6/91). Hieran hielt sie nach dem Eingang von Einwendungen (Urk. 6/95, 6/98-99) mit Verfügung vom 7. Juli 2017 (Urk. 2) fest.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob die Versicherte am 16. August 2017 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte die Aufhebung der Verfügung vom 7. Juli 2017 und die weitere Ausrichtung der halben Rente, eventualiter seien weitere Abklärungen zu veran</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lassen und die Anspruchsberechtigung neu zu prüfen (Urk. 1 S. 2). Die IV-Stelle </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 7. September 2017 (Urk. 5) auf Ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin zur Kenntnis gebracht wurde (vgl. Urk. 7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgesetz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">es</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> über den Allge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> des Sozialversicherungsrechts, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Sie kann Folge von Geburts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">brechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgesetz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">es</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">über die Invalidenversicherung, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">IVG)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dreiviertelsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, wenn sie min</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">destens zu 60 Prozent, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, oder auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Viertelsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, wenn sie mindestens zu 40 Prozent invalid sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3.1</span><span> </span><span id="XX100"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">abgesetzt oder aufgehoben (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich geblie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ga</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">benbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weisen). Hingegen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">acht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). </span></p><p><span> </span><span>Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht</span><span>licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span id="XX115"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Herabsetzung oder Aufhebung der Renten erfolgt gemäss Art. 88</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. a der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Verordnung über</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die Invalidenversicherung (IVV) frühestens vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden Monats an. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen (E. 7.2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.1). Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit schliessen lassen (BGE 143 V 418 E. 7.1; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). </span></p><p><span> </span><span>Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen (E. 7.2; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.1). </span><span>Entscheidend ist dabei, unabhängig von der diag</span><span>nostischen Einordnung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungs</span><span>grundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 unter Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2</span><span>; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3</span><span>). </span></p><p><span> </span><span>Mit BGE 143 V 418 stellte das Bundesgericht klar, dass sich ein Leiden nicht ein</span><span>fach deshalb als leicht und </span><span>invalidenversicherungsrechtlich</span><span> bedeutungslos ein</span><span>stufen lässt, weil diagnostisch kein Bezug zu dessen Schweregrad gefordert ist (E. 5.2). </span></p><p><span> </span><span>Verlauf und Ausgang von Therapien stellen wichtige Schweregradindikatoren dar. Es ist Aufgabe des medizinischen Sachverständigen, nachvollziehbar aufzu</span><span>zeigen, weshalb trotz (leichter bis) mittelschwerer Depression und an sich guter The</span><span>rapierbarkeit der Störung im Einzelfall funktionelle Leistungsein</span><span>schrän</span><span>kung</span><span>en resultieren, die sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirken (BGE 143 V 409 </span><span>E. 4.5.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E. 5.1).</span><span> </span></p><p></p><p><span> </span><span>Laut BGE 143 V 418 fallen Störungen unabhängig von ihrer Diagnose bereits dann als rechtlich bedeutsame Komorbidität in Betracht, wenn ihnen im kon</span><span>kre</span><span>ten Fall ressourcenhemmende Wirkung zukommt (E. 8.1, Präzisierung der Recht</span><span>sprechung; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1</span><span>5. </span><span>März 2018 E. 5.1 und E. 7.2 mit Hinweis). </span></p><p><span> </span><span>Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens ist davon abzusehen, einzelne Beschwerden und Störungen ohne Einzelfallprüfung wegen grundsätzlich fehlen</span><span>der invalidenversicherungsrechtlicher Relevanz auszuscheiden (vgl. BGE 143 V 418 E. 8.1). Indes gilt unverändert, dass ein invalidisierender psychischer Gesund</span><span>heitsschaden nur gegeben sein kann, wenn das klinische Beschwerdebild nicht einzig in psychosozialen und soziokulturellen Umständen seine Erklärung findet, </span><span>sondern davon psychiatrisch unterscheidbare Befunde umfasst (Urteil des Bun</span><span>des</span><span>gerichts 9C_732/2017 vom </span><span>5. </span><span>März 2018 E. 4.3.1 mit Hinweis).</span></p><p><span> </span><span>Akzentuierte Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1) fallen als solche nicht unter den Begriff des rechtserheblichen Gesundheitsschadens (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_558/2015 vom 2</span><span>2. </span><span>Dezember 2015 E. 4.2.4). Allerdings kann ein solcher Faktor den Gesundheitszustand und das Leistungsvermögen ebenfalls beein</span><span>flussen (Urteil des Bundesgerichts 8C_300/2017 vom </span><span>1. </span><span>Februar 2018 E. 5.3 unter Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 4.3.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span id="XX075"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">defall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.6</span><span> </span><span id="UV053"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">akten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">uch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ee</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit Hinweis). In solchen Fällen sind jedoch an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärzt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 mit Hinweis).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete die Einstellung der Invalidenrente damit, da</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ss es zu einer Verbesserung der gesundheitlichen Situation gekommen sei, was der behandelnde Arzt und der regionale ärztliche Dienst bestätigt hätten. Gegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wärtig liege noch eine leichtgradige rezidivierende depressive Störung vor, deren Schwere nicht ausreiche, um Leistungen der Invalidenversicherung zu begründen. Es werde auch nur alle ein bis drei Wochen eine Behandlung durchgeführt und es könne davon ausgegangen werden, dass bei adäquater Therapie weiterhin eine Verbesserung eintreten werde (Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber brachte die Beschwerdeführerin vor (Urk. 1. S. 2 f.), der behan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">delnde Dr. med. B.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, gebe an, dass seit 2013 eine unveränderte instabile Gemütslage mit depressiven und weniger de</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pressiven Phasen, Angstzuständen und praktisch andauernder Antriebslosigkeit und Erschöpfung bestehe. Es seien auch ausgeprägte Konzentrationsstörungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und eine psychotische Symptomatik (Denkstörungen) beschrieben und die Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- und Leistungsfähigkeit werde auf 20 bis 50 % eingeschätzt. Aus dem Unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">suchungsbericht des RAD sei nicht ersichtlich, ob er in Kenntnis der gesamten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorakten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erstellt worden sei. Es werde auch nicht dokumentiert, weshalb die depressive Störung zum Untersuchungszeitpunkt leichtgradig ausgefallen sei. Mit dem Bericht von Dr. B.___ vom 7. Mai 2017 habe sich der RAD nicht aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">andergesetzt und die Schlussfolgerung, die Arbeitsfähigkeit sei im Umfang von 30 % beeinträchtigt, scheine zufällig und sei nicht näher begründet. Es sei akten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kundig, dass eine behandlungsresistente Erkrankung vorliege, welche es erschwere</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, ein Arbeitspensum von 50 % einigermassen durchzuhalten, und auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund der dokumentierten Konzentrationsstörungen und der permanenten Erschöp</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fung sowie der von Dr. B.___ diagnostizierten Persönlichkeitsstörung und der rezidi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vierenden depressiven Störung sei nicht von einer Beeinträchtigung von lediglich 30 % auszugehen (S. 3). Der Bericht des behandelnden Arztes erwecke damit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zweifel an der Beurteilung des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungsinternen Arztes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und da keine An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkte für eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit gegeben seien, sei die bisherige halbe Rente weiterhin auszurichten. Eventualiter sei ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag zu geben (S. 4 f.). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin war von der Beschwerdegegnerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">im Zeitpunkt der ren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tenzusprechenden Verfügung vom 4. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">August 2011 (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6/41)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">als</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 80</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> %</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> im Erwerbsbereich und 20</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> %</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> im Aufgabenbereich tätig </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">qualifiziert worden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6/32/1 f.)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dementsprechend </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ermittelte die Beschwerdegegnerin den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Invalidi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">täts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grad anhand der gemischten Methode (Urk. 6/41/6).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rentenrevisionsverfahren gab die Beschwerdeführerin an, dass sie aufgrund der Scheidung von ihrem Ehegatten am 6. März 2012 im Gesundheitsfall einer 100 % Erwerbstätigkeit nachgehen müsste, weshalb sie von der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nerin nunmehr als zu 100 % erwerbstätig qualifiziert wurde (vgl. Urk. 6/81/6). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehend von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ermit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">telte sie mittels der Einkommensvergleichsmethode einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad (Urk. 6/81/7).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Qualifikation</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">als Vollerwerbstätige </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">blieb seitens der Beschwerdeführerin unbestritten und ist aufgrund ihrer Aussagen </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hypothetischen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Situation</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> im Gesundheitsfall nicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beanstanden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Erhöhung ihres Erwerbspensums lassen auch die erwerblichen Verhältnisse schliessen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem IK-Auszug vom 8. Januar 2015 (Urk. 6/66) ist zu entnehmen, dass sie als </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Selbständigerwerbende</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Einkommen von Fr. 8'991.-- (im Jahr 2010), Fr. 20'600</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (im Jahr 2011) und Fr. 32'300.-- (im Jahr 2012) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verabgabt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hat.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sodann ergeben die Steuer- und Buchhaltungsunterlagen, dass die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin aus ihrer selbständigen Erwerbstätigkeit als Ernährungsberaterin fol</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gende</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Einkommen (Gewinn) erzielt hat: 2013 von Fr. 34'659.-- (Urk. 6/73/10) und 2014 von Fr. 19'927.-- (Urk. 6/73/4). Dabei betrug der Betriebsertrag aus dem Erlös von Therapien, Beratungen und Kochkursen in den Jahren 2012 Fr. 89'828--, 2013 Fr. 99'115.-- und 2014 Fr. 96'033.-- (Urk. 6/73/4 und Urk. 6/73/10). Zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sätz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich war sie von Januar 2014 bis 20. Februar 2015 an einem Tag pro Woche (8.5 Stunden) als Verkäuferin und Beraterin in einem Reformhaus angestellt (Urk. 6/69 Ziff. 2.1, Ziff. 2.9, Ziff. 2.10 und Ziff. 5). Im Weiteren ist den Akten zu entnehmen, dass die per Ende 2014 geplante Änderung der Wohnsituation (vgl. Urk. 7/64/3) die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin in dem Sinne umsetzte, dass sie in eine Wohngemeinschaft mit einer berufstätigen Fitnessberaterin gezogen ist, und die 4.5 Zimmerwohnung zur Ausübung der selbständigen Erwerbstätigkeit über ein abgetrenntes Praxiszimmer verfügt (vgl. Urk. 6/85/1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Sachverhalt zeigt sich damit seit der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit Verfügung vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">August 2011 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ab </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dezember 2010 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zugesprochenen Invalidenrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 6/41) in verschiedener Hinsicht wesentlich verändert. Da</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bereits </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Änderung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bemessungsmethode</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> einen Revisionsgrund darstellt (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BGE 144 V 28 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E. 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">), hat – unabhängig davon, ob es zusätzlich auch zu einer Veränderung des Gesundheitszustandes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> oder zu erwerblichen Veränderungen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gekommen ist (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 S. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) – eine umfassende Neu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">überprüfung des Rentenanspruchs der Beschwerdeführerin zu erfolgen (BGE 141 V 9 E. 2.3). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im vorliegenden Revisionsverfahren ist somit keine Veränderung des Gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zustandes mehr auszuweisen, weshalb es auch keiner eingehenderen Ausein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">andersetzung mit den medizinischen Berichten bedarf, die zur </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rentenzusprache</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> geführt haben. Im Weiteren ist zu beachten, dass eine Herabsetzung oder Auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hebung der Rentenleistungen – abgesehen von hier nicht interessierenden Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahmen – für die Zukunft erfolgt (vgl. E. 1.3.2 hiervor). Massgebend ist deshalb der im Verfügungszeitpunkt (7. Juli 2017) aktuelle Gesundheitszustand, während der weiter zurückliegende medizinische Verlauf in Bezug auf die Arbeitsun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit für das vorliegende Verfahren nicht mehr relevant und folglich auch nicht näher darauf einzugehen ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus den zeitnah zur angefochtenen Verfügung ergangenen medizinischen Berichten ergibt sich Folgendes: </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. B.___, welcher die Beschwerdeführerin seit 30. Januar 2013 behandelt, hielt im Bericht zu Händen der Beschwerdegegnerin vom 18. August 2015 (Urk. 6/77/5-9) folgende Diagnosen fest (Ziff. 1.1):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung">Emotional instabile Persönlichkeitsstörung (Typ </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung">Borderline</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung">) seit Jugend, ICD-10 F60.31</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung">Rezidivierende, teils schwere, aktuell mittelschwere depressive Störung ICD-10 F33</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung">Im Erwachsenenalter persistierende Aufmerksamkeitsdefizitstörung ICD-10 F90.0</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung">Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung">Status nach Anorexia </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung">nervosa</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Seit 2013 bestehe eine unverändert instabile Gemütslage mit depressiven und weniger depressiven Phasen und Angstzuständen ohne Manien. Es bestünden praktisch andauernd ein Antriebsmangel und eine Erschöpfung. Seit 2014 sei die Beschwerdeführerin in einer Teilzeitanstellung in einem Reformhaus tätig, vorerst ein Tag pro Woche und später zwei Tage. Die Kündigung sei im Februar 2015 unter Mobbing-Umständen erfolgt und es sei ein Umzug von der selbständigen Wohnung in eine Wohngemeinschaft erfolgt. Aktuell bestehe ein Status nach akuter Appendizitis. Die Beschwerdeführerin sei schlank bis untergewichtig und gepflegt. Es bestünden eine Antriebsarmut, rasche Erschöpfbarkeit, Alexithymie und zunehmend im Tagesverlauf ausgeprägte Konzentrationsstörungen. Die psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">chotische Symptomatik (Denkstörungen) der Depression sei unter </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Abilify</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> abge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">klungen. Im Übrigen seien der ärztliche Befund seit 2013 unverändert und ein stationärer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> Verlauf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> zu erwarten. Psychiatrische Kontrollen fänden dem Krank</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">heitsverlauf folgend in der Regel alle 14 Tage statt (Ziff. 1.4 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Als </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">selbständige Ernährungsberaterin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> betrage die Arbeitsunfähigkeit seit 2013 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">50-80 %. Die Leistungsfähigkeit und Konzentrationsfähigkeit nehme trotz Beha</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">nd</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">lung im Tagesverlauf ab, sodass nach einer Halbtagstätigkeit keine effektive Arbeit mehr möglich sei. Im Angestelltenverhältnis (als Verkäuferin 2014) habe die Erkrankung an Arbeitstagen regelmässig zu einer Überlastung/Erschöpfung geführt. In ihrer selbständigen Tätigkeit könne sie die Arbeitsbelastung einiger</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">massen steuern, so dass die Überlastung nur seltener auftrete. Auch da seien aber Nachmittagsarbeiten gelegentlich nicht zu vermeiden, was unmittelbar wieder zu Erschöpfungszuständen führe (Ziff. 1.7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht vom 27. Juni 2016 (Urk. 6/86) führte Dr. B.___ aus, in den vergan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genen zwei Jahren seien rasche Stimmungswechsel mit Angstzuständen, innerer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Leere, Denkblockaden, Handlungsblockaden, Depersonalisationen, Schlafstö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und ein depressiver Rückzug zu beobachten gewesen. Ein Versuch, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Focalin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> durch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Elvanse</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zu ersetzen, habe eine Verschlechterung des Zustandsbildes gebracht und sei rückgängig gemacht worden. Fluoxetin sei je nach Schwere der depressiven Symptomatik, zwischen 20 und 60 mg dosiert. Die Schlafstörungen seien mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Trimipramin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 25 mg und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Temesta</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 1 mg beherrschbar. Eine Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">belastung von mehr als die aktuell geschätzten 50 % sei weiterhin nicht möglich, ohne eine erneute Erschöpfung zu provozieren.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der RAD Psychiater A.___ hielt nach der Untersuchung vom 19. Juli 2016 (Urk. 6/85) die folgenden Diagnosen fest (S. 5): </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Psychiatrische Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung">Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichtgradig </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung">ICD-10 F33.0</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Psychiatrische Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung">Status nach Anorexia </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung">nervosa</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung">Dysthymie ICD-10 F34.1</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Somatische Diagnosen nach Aktenlage</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin berichte (S. 2), es gebe gute und sehr schlechte Tage und derzeit sei weder schlecht noch «super», sondern durchschnittlich. An vielen Tagen wolle sie so nicht mehr leben, denn es sei streng und sie müsse stetig dranbleiben, aktiv zu leben. Ihr Hund, ein Labrador, helfe ihr dabei. Er schaue und winsele, damit sie mit ihm nach draussen gehe. Mehrmals täglich laufe und jogge sie mit dem Hund. Sie müsse sich immer wieder einen Schubs geben, um sich nicht aufzugeben. Die schlechten Phasen kämen ohne erkennbare Auslöser. „Es mache mit ihr." Dann könne sie sich schlecht konzentrieren, was sie besonders bei Beratungen mit neuen Kunden merke. Ungefähr einmal pro Monat komme ein neuer Kunde, und sie müsse dann eine hohe Konzentration auf diesen neuen Menschen bringen. Sie habe dann extrem Angst, es nicht zu schaffen und nehme vor dem Neukontakt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Focalin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, woraufhin sie sich etwa eine Stunde besser kon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">trieren könne. Im Alltag merke sie keinen Unterschied durch das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Focalin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, das sie seit etwa einem Jahr nehme. Sie denke viel an früher und mache sich Vorwürfe. Zum Beispiel werfe sie sich ein Versagen in der Ehe vor. Auch habe sie in der Jugend ihre Eltern mit der Magersucht belastet. Sie halte sich für dumm, denn wenn sie mal selten in den Ausgang gehe, erzähle sie anderen ihre Geschichte, und das ermüde und wirke nicht einladend. Sie habe sonst nichts, was sie anderen erzählen könne. Mit ihrer WG-Partnerin könne sie viel reden und seit Januar 2015 wohne sie mit ihr, einer Fitnessberaterin, zusammen. Sie passten gut zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sammen und sie fühle sich geborgen. Sie könne nicht gut mit sich alleine sein und gehe sich selber auf den Geist. Körperlich gehe es ihr gut. Einen geplatzten Blinddarm im August 2015 habe sie überstanden und immer wieder Schmerzen in den Brüsten, wobei sie in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mammografischer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Kontrolle sei.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zum Tagesablauf gebe die Beschwerdeführerin an, an durchschnittlichen Tagen stehe sie zwischen 4.30 und 5.30 Uhr auf, trinke einen Kaffee und schalte den Fernseher ein. Um 8 Uhr mache sie einen grossen, einstündigen Lauf mit ihrem Hund. Die anschliessende Dusche sei für sie ein Kraftakt. Um 10 Uhr komme ein Kunde für eine Ernährungsberatung oder Bandage oder Massage. Danach mache sie einen Hundespaziergang über eine Stunde. Mittags esse sie nur wenig, sei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">noch zu angespannt. Anschliessend erledige sie Büroarbeiten. Nachmittags komme</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ein zweiter Kunde. Zwischendurch erledige sie noch ihren Haushalt und zweimal pro Tag sei sie am Staubsaugen. Ab und zu komme eine Kollegin zu ihr auf Besuch, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">während sie kaum noch auswärts gehe. Um 17 Uhr koche sie und nehme das Abendessen ein. Danach spiele sie mit dem Hund und um 18.30 oder 19 Uhr gehe sie zu Bett, sei noch eine Stunde mit drehenden Gedanken wach und schlafe um 20 Uhr. Mehrmals pro Nacht erwache sie, gehe aufs WC und schlafe wieder ein. Der Schlaf sei nicht erholsam.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Unter psychopathologischem Befund hielt der RAD fest (S. 3 f.), die Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführerin erscheine pünktlich und alleine eintreffend. Die (Stimm-) Laut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stärke sei normal, es bestehe ein häufiger Blickkontakt, sie sei sonnengebräunt, sorgfältig geschminkt und sommerlich weiss gekleidet und das Gangbild sei unauf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fällig.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Gedankengang sei flüssig und zusammenhängend, ohne Anhalt für Sinnes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">täuschungen, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Störungen oder inhaltliche Denkstörungen. Die Antworten erfolg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten prompt, mit ausgiebigen, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eigeninitiativen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Darstellungen und mit häufiger Betonung von Insuffizienzen und Defiziten. Affektiv sei sie reduziert schwingungsfähig, oft eher besorgt und ihre Schwierigkeiten betonend. Mimik, Gestik und Antrieb seien unauffällig und sie folge aufmerksam und konzentriert während der gesamten einstündigen Untersuchung. Anzeichen für eine erhöhte Ermüdbarkeit bestünden keine und es bestehe kein Anhalt für Störungen der Merkfähigkeit und des Gedächtnisses. Sie sei glaubhaft nicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">suicidal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und es seien keine Anhaltspunkte für Zwangsgedanken und/oder Zwangshandlungen vorhan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den. Sie könne selbständig im nahen Geschäft einkaufen, habe keine Probleme in Lift, Tunnel und Flugzeugen. Sie gebe an, sich auf der Rolltreppe wacklig und beim Autofahren wegen der erforderlichen hohen Konzentration unsicher zu fühlen. Als zirkadiane Besonderheiten bemerkte der Arzt, die Beschwerdeführerin gehe früh zu Bett und brauche </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Surmontil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Temesta</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zum Einschlafen. Soziale Kontakte bestünden im Rahmen der Wohngemeinschaft mit der Kollegin, den Eltern sowie durch Besuche einer Kollegin.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vegetativ sei der Zustand </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unauffällig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und an Gewicht habe die Beschwerdeführerin etwas zugenommen und wiege nun 50 kg bei einer Körpergrösse von 159,5 cm, wobei ihr das Gewicht im Kopf noch etwas zu schaffen mache und sie hier noch die frühere Essstörung bemerke. Bezüglich Selbstwahrnehmung gebe sie an, sie könne Leute gut abholen und sich gut in andere einfühlen. Sie sei lieb und verständnisvoll, gut im Zuhören, aber nicht gut im Nein sagen. Sie habe aber auch einen harten «Grind». Die jetzige Arbeitsmenge mit zwei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Kunden pro Tag</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> schaffe sie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, mehr wäre nicht gut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (S. 4)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Diagnostisch zeigten sich weiterhin depressive Persönlichkeitszüge, insbesondere ein anhaltendes Gefühl von Schuld und minderwertig zu sein. Früher seien daher auch eine Dysthymie und differentialdiagnostisch eine depressive Persönlich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">störung diagnostiziert worden. Kompensatorisch zeige sie ein grosses Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">müh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">en, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">betont altruistisch auf ihre Kunden und im Rahmen ihres anstrengenden Bemühens intensiv auf ihre Kunden einzugehen. Dabei neige sie zu Erschöpfung und folgend an Konzentrationsstörungen. Mit zusätzlicher Einnahme von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Focalin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (zentral nervöses Stimulans) möchte sie im anstrengenden Erstgespräch mit neuen Kunden fit bleiben (S. 5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. B.___ habe eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung seit der Jugend (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Borderlinepersönlichkeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> F60.31), eine rezidivierend teils schwere depressive Störung F33 und eine im Erwachsenenalter persistierende Aufmerksamkeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">defi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zitstörung F90.0 diagn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">o</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stiziert. Mit Blick auf die ICD-Kriterien könne keine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Borderline</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Persönlichkeitsstörung diagnostiziert werden und Belege für eine Aufmerksamkeitsstörung gebe Dr. B.___ nicht an. Problematisch sei es auch, von einer Schlafstörung zu sprechen und Schlafmedikamente zu verordnen, wenn eine erwachsene Frau um 19 Uhr zu Bett gehen möchte. Offensichtlich habe sich auch die Prognose von Dr. B.___ nicht bewahrheitet, da die Beschwerdeführerin inzwischen regelmässig Nachmittagsarbeit leiste (S. 6). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aus versicherungspsychiatrischer Sicht zeigten sich seit der letzten Untersuchung im August 2014 einige Verbesserungen. Das Gewicht sei um 3 kg auf einen BMI von 19.5 gestiegen. Im psychopathologischen Befund seien keine Auffälligkeiten mehr in Mimik und Gestik zu finden und das Kreisen um Zukunftsängste sei wenig ausgeprägt. Die Lebensumstände hätten sich verbessert, nachdem sie nun geborgen in einer Wohngemeinschaft lebe und die kostenintensive Praxis in Rapperswil aufgegeben habe. Geblieben sei ein anhaltendes Insuffizienzgefühl und eine Neigung, sich im Kundenkontakt zu erschöpfen. Derzeit liege nur eine leichte Depression vor, wobei mit Blick auf die rezidivierende depressive Störung immer wieder auch mit mittelgradigen depressiven «Störungen» (Episoden) zu rechnen sei. Im Durchschnitt könne somit von einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit von 30 % ausgegangen werden (S. 6 f.). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In der Stellungnahme zum Untersuchungsbericht des RAD hielt Dr. B.___ am 7. Mai 2017 (Urk. 6/98) zu Händen der Beschwerdeführerin fest, die Biographie zeige eine schwere Entwicklungsstörung, die bei Chronifizierung unter der Kate</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gorie Persönlichkeitsstörung erfasst werden könne. Zu diesen Befunden gehörten die freudlose, oft depressive Grundstimmung mit Todeswünschen und fast völli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gem Appetitverlust seit dem neunten Altersjahr und ihr übertüchtige, die eigenen Ressourcen überfordernde Lebensstil, welcher 2009 zu einem schweren Burn-Out und Stellenverlust geführt habe. Ein Element dieser Symptomatik sei auch das bis heute bestehende zwanghafte Bestreben, eine intakte Fassade aufrechtzuerhalten, was regelm</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ssig dazu führe, dass sie in ihren Fähigkeiten und ihrem gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Befinden überschätzt werde, sei es von Therapeuten und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ärzten, sei es im Arbeitsumfeld. Zu den Befunden der Persönlichkeitsstörung gehörten auch Alkoholexzesse, die zum Beispiel zur </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hospitalisation</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">im Dezember</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 2011 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in der Klinik C.___ geführt hätten. Es seien auch immer wieder Zustände der Disso</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ziation beschrieben, was das teilweise bis vollständige Auseinanderfallen von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">normalerweise zusammenhängenden psychischen Funktionen der Wahrneh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, des Bewusstseins, des Gedächtnisses, der Identität und der Motorik umschreibe. Dissoziative Zustände seien gehäuft bei posttraumatischen Belastungsstörungen und aus heutiger Sicht spreche vieles dafür, dass die Beschwerdeführerin tatsächlich durch die jahrelange inadäquate Behandlung ihrer früh einsetzenden Anorexie chronisch traumatisiert worden sei und so ihre heutige Erkrankung als komplexe posttraumatische Belastungsstörung aufgefasst werden könne. Ein weiterer Symptomenkomplex, der in den Rahmen einer Persönlichkeitsstörung passe, sei ein Aufmerksamkeitsdefizit, dem in der ambulanten Behandlung mit Methylphenidat (Ritalin oder </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Focalin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) teilweise erfolgreich habe begegnet werden können. Zur Persönlichkeitsstörung gehörten auch die scheiternden Beziehungen, zum Beispiel die Scheidung der Ehe und die Unfähigkeit sich gegen entwür</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">di</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gende Beziehungsverläufe abzugrenzen. So habe zum Beispiel 2015 eine sexuelle Belästigung durch den Vorgesetzten gegen die sich völlig unzulänglich zur Wehr setzende Beschwerdeführerin, zum Verlust ihrer letzten Anstellung geführt. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gesamtheit dieser Befunde erlaube die Diagnose einer schwerwiegenden Persönlichkeitsstörung, die am besten mit dem Begriff der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Borderline</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Persön</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit zu erfassen sei, auch wenn, je nach Gewichtung der einzelnen Symptome, auch von einer depressiven Persönlichkeit oder einer gemischten Persönlichkeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">störung gesprochen werden könne. Zu Recht sei deshalb bereits 2010 die Diag</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nose einer emotional instabilen Persönlichkeitsstörung gestellt worden.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Per</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sön</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeitszug, mit allen Mitteln eine intakte Fassade und einen guten Eindruck aufrechtzuerhalten, habe dazu beigetragen, dass der RAD zu einer unzutreffend positiven Beurteilung gelangt sei. Derselbe Persönlichkeitszug habe es in den letzten zwei Jahren ermöglicht, trotz phasenweiser schwerwiegender Erkrankung mit einer geschätzten Arbeitsfähigkeit weit unter 50 % eine normale Arbeitsbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lastung in der selbständigen Erwerbstätigkeit als Ernährungsberaterin aufrecht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erhalten.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stellte die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Invalidenrente </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">– wie gesagt - mit der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gründung ein, dass die gegenwärtig leichtgradige rezidivierende depressive Störung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Leistungen der Invalidenversicherung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mehr begründe und bei adä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">quater</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Therapie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">von einer weiteren Verbesserung auszugehen sei (vgl. E. 2.1 hiervor). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Voraussetzungen, unter denen leichten bis mittelschweren Depressionen invalidisierende Wirkung zukommen kann (BGE 140 V 193 E. 3.3 S. 197 mit Hinweis; Urteil 9C_841/2016 vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Februar 2017 E. 3.1), </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sind </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mit BGE 143 V 409 und 418 geändert worden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(vorstehend E. 1.4).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die invalidisierende Wirkung eines psychischen Leidens kann nicht mehr allein unter Hinweis auf deren The</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rapierbarkeit verneint werden. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss BGE 143 V 418 sind sämtliche psychi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen Leiden, laut BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen. Diese neue Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">derung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> des Bundesgerichts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 8C_756/2017 vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">März 2018 E. 4 mit weiterem Hinweis) und ist somit auch im vorliegenden Fall massgebend. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ein s</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">olches Beweisverfahren hat </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis anhin nicht stattgefunden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">es</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erfolgte weder aus ärztlicher Sicht noch aus Sicht der Beschwerdegegnerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eine umfas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sende Auseinandersetzung mit den massgebenden Standardindikatoren. Die mas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gebenden Kriterien lassen sich denn auch nicht ohne Weiteres aus dem Unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">suchungsbericht herauslesen. Aus der Kurzstellungnahme vom 19. Juni 2017 (Urk. 6/101/2), bezeichnet als «Stellungnahme des RAD», ergibt sich allerdings nicht, ob diese von fachärztlicher Seite abgegeben wurde, da eine entsprechende Unterzeichnung fehlt. Eine fachärztliche Auseinandersetzung mit den nicht ohne Weiteres als unberechtigt zu erachtenden Kritikpunkten von Dr. B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in seinem Bericht vom 7. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mai 2017</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ist damit nicht erstellt. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit des RAD-Berichts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sind damit nicht ausgeräumt. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der angefochtene Entscheid ist daher aufzuheben und zur entsprechenden medi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zinischen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abklärung und Neubeurteilung unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtsprechung und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anschliessender Neuverfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Kosten des Verfahrens gemäss </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">69 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG sind auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">800.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span id="VV080"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">§ </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">34 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> hat die obsiegende Beschwerde führende Person An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">spruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">§ </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">34 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span><span id="CURSOR"></span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Demzufolge ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführerin eine angemessene Prozessentschädigung (inklusive Barauslagen und Mehrwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">t</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">steuer) in der Höhe von Fr. 1‘5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">0</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">0. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-- zu bezahlen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass d</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">ie angefochtene Verfügung vom 7. Juli </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2017 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu verfüge.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">800</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text4"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span id="Text3"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1’500</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">MWSt</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">) zu bezahlen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Protekta</span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"> Rechtsschutz-Versicherung AG</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubNef</p><p></p></div> </div></body></html>