<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00151</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206015&amp;W10_KEY=4467135&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00151</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 13.07.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Denkmalschutz</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Denkmalschutz: Antrag des Grundeigentümeres auf Entlassung eines Schopfs aus der Schutzverfügung<br/><br/>Umfang der Unterschutzstellung: Der bestehende Schopf wurde 1960 mit einem Anbau erweitert, der ursprünglich als Schweinestall genutzt und 1992 zum Pferdestall umgebaut wurde. Die Schutzverfügung von 1986 nennt ohne weitere Präzisierungen lediglich den "Schopf". Verschiedene Umstände sprechen dafür, dass der Anbau nicht von der Unterschutzstellung erfasst wird (Erwägungen der Schutzverfügung, kartografische Eintragungen); Frage offen gelassen (E. 2).<br/>Widerruf der Schutzverfügung: Widerrufsvoraussetzungen im Allgemeinen, terminologische Abgrenzungen (E. 3.1). Weil bislang in Bezug auf den Anbau von 1960 keine umfassende Interessenabwägung stattgefunden hat, kann diese nachgeholt werden (E. 3.4). Aus den gesamten Umständen lässt sich der Schluss ziehen, dass der Anbau von 1960 nicht schutzwürdig war - dies im Gegensatz zu Wohnhaus und Scheune auf demselben Grundstück (E. 3.2) - und dass das Interesse des Grundeigentümers an der Beseitigung dieses Anbaus höher zu gewichten ist; Aufhebung der Schutzverfügung in Bezug auf den Anbau (E. 3.5). Die Schutzverfügung in Bezug auf den Schopf bleibt unberührt (E. 3.6).<br/>Teilweise Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANPASSUNG">ANPASSUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Natur- und Heimatschutz ST: DENKMALPFLEGE">DENKMALPFLEGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DENKMALSCHUTZ">DENKMALSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTLASSUNG">ENTLASSUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Allgemeines Verwaltungsrecht ST: FORMEN DES VERWALTUNGSHANDELNS">FORMEN DES VERWALTUNGSHANDELNS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHUTZOBJEKT">SCHUTZOBJEKT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHUTZUMFANG">SCHUTZUMFANG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIDERRUF">WIDERRUF</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 203 Abs. I lit. c PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Gemeinderat Kilchberg beschloss am 9. Dezember 1986:</p> <p class="Urteilstext">"1. Der Bauernhof mit Wohnhaus, Scheune und Schopf (Kat.Nr. 01, Vers.Nrn. 02, 03) wird dauernd zum Schutzobjekt gemÃ¤ss § 203 lit. c PBG [Planungs- und Bau­ gesetz vom 7. September 1975] erklÃ¤rt.</p> <p class="Urteilstext">2.<span> </span>Die GebÃ¤ude Vers.Nrn. 02, 03 und Schopf auf Kat.Nr. 01 dÃ¼rfen nicht abgebrochen werden. Der jeweilige EigentÃ¼mer hat fÃ¼r eine fachgerechte Pflege der Schutzobjekte zu sorgen.</p> <p class="Urteilstext">â¦"</p> <p class="Urteilstext">Der aus dem Wohnhaus Vers.Nr. 02 sowie einer Scheune und einem Schopf (beide Vers.Nr. 03) bestehende Bauernhof liegt sÃ¼dÃ¶stlich der Dorfstrasse. GemÃ¤ss Bau- und Zonenordnung der Gemeinde Kilchberg vom 4. April 1995 (BZO) befindet sich das GrundstÃ¼ck (aKat.Nr. 01 =) Kat.Nr. 04 in der Kernzone "Obere Dorfstrasse" sowie im Inventar der Ortsbilder von regionaler Bedeutung. FÃ¼r das Wohnhaus und die Scheune an der Strasse verlangt der Kernzonenplan die Profilerhaltung gemÃ¤ss Ziffer 3.2.1 Abs. 1 BZO, nicht aber fÃ¼r den rÃ¼ckwÃ¤rtigen Schopf. Bereits die frÃ¼here Bau- und Zonenordnung vom 12. Februar 1985 hatte fÃ¼r alle drei GebÃ¤ude ein Abbruchverbot statuiert.</p> <p class="Urteilstext">Laut Baugesuch vom 5./10. MÃ¤rz 2004 will der GrundeigentÃ¼mer A das Wohnhaus erweitern, die Scheune umbauen und als BÃ¼rorÃ¤umlichkeiten nutzen sowie den bisherigen Schopf abbrechen und durch ein neues einstÃ¶ckiges GebÃ¤ude ersetzen, dessen Erdgeschoss als Pferdestall und dessen Untergeschoss als Garage fÃ¼r das BÃ¼rogebÃ¤ude Verwendung finden soll. Seit dem Jahr 2002 beschÃ¤ftigen sich die zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden mit den MÃ¶glichkeiten eines Umbaus bzw. einer BewerbungsÃ¤nderung. Auf Ersuchen des Gemeinderats Kilchberg erstattete die Denkmalpflege-Kommission des Kantons ZÃ¼rich am 11. Dezember 2002 ein Gutachten.</p> <p class="Urteilstext">Mit Beschluss vom 5. April 2005 lehnte der Gemeinderat einen Antrag von A um Entlassung des Schopfs aus der SchutzverfÃ¼gung ab; eine NutzungsÃ¤nderung unter Profilerhaltung wurde als mÃ¶glich bezeichnet (Dispositiv Ziffer 1).</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Einen hiergegen erhobenen Rekurs des GrundeigentÃ¼mers wies die Baurekurskommission II am 28. Februar 2006 ab, zusammengefasst aus folgenden GrÃ¼nden:</p> <p class="Urteilstext">Der Sachverhalt gehe aus den Akten hinreichend klar hervor, weshalb sich ein Augenschein erÃ¼brige. Nachdem der Beschluss vom 9. Dezember 1986 unangefochten in Rechtskraft erwachsen sei, komme die beantragte Aufhebung nur in Frage, wenn die Voraussetzungen fÃ¼r einen Widerruf erfÃ¼llt seien. Aus Sicht des Rekurrenten habe sich die Sachlage insofern verÃ¤ndert, als die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen fÃ¼r Landwirte in den letzten Jahren deutlich schlechter geworden seien, so dass der Bauernhof nicht mehr gewinnbringend gefÃ¼hrt werden kÃ¶nne. Dass fÃ¼r die betreffenden GebÃ¤ude (Wohnhaus, Scheune und Schopf) eine andere Nutzung gesucht werden mÃ¼sse, tangiere deren SchutzwÃ¼rdigkeit nicht. Auch wenn der Schopf nicht mehr landwirtschaftlichen Zwecken dienen sollte, mÃ¼sse er erhalten bleiben. Sodann lasse die Absicht des GrundeigentÃ¼mers, am Standort des Schopfs eine Garage und einen Pferdestall zu bauen, die Unterschutzstellung nicht unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig werden. Die im Eventualstandpunkt beantragte Feststellung, dass die Schutzanordnung vom 9. Dezember 1986 nur den nÃ¶rdlichen Teil des Schopfs erfasse, sei klarerweise unbehelflich; denn im Zeitpunkt der Unterschutzstellung hÃ¤tten beide GebÃ¤udeteile schon bestanden.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit Beschwerde vom 3. April 2006 liess A dem Verwaltungsgericht beantragen:</p> <p class="Urteilstext">"1. Es sei der angefochtene Beschluss aufzuheben und festzustellen, dass der sÃ¼dliche Anbau (Pferdestall) des AnnexgebÃ¤udes zum GebÃ¤ude Assek.-Nr. 03 an der Dorfstrasse 05 in Kilchberg von der SchutzverfÃ¼gung vom 9. Dezember 1986 nicht umfasst und der nÃ¶rdliche Teil des AnnexgebÃ¤udes (Schopf) nicht mehr schutzwÃ¼rdig ist und eine NutzungsÃ¤nderung nicht nur unter Profilerhaltung mÃ¶g- lich ist.</p> <p class="Urteilstext">2.<span> </span>Eventualiter sei die SchutzverfÃ¼gung vom 9. Dezember 1986 betr. des sÃ¼dlichen Anbaus (Pferdestall) des AnnexgebÃ¤udes zum GebÃ¤ude Assek.-Nr. 03 aufzuheben und festzustellen, dass eine NutzungsÃ¤nderung nicht nur unter Profilerhaltung mÃ¶glich ist.</p> <p class="Urteilstext">3.<span> </span>Subeventualiter sei die Angelegenheit an die Vorinstanz zur DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins und zur Neubeurteilung zurÃ¼ckzuweisen.</p> <p class="Urteilstext">4.<span> </span>Unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Rekursgegnerin."</p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext">In ihrer Vernehmlassung vom 2. Mai 2006 schloss die Baurekurskommission II auf Abweisung der Beschwerde. Denselben Antrag â unter Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung â liess der Gemeinderat am 7. Juni 2006 stellen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde nach § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b>Streitgegenstand bildet zunÃ¤chst die Frage nach dem Umfang der VerfÃ¼gung vom 9. Dezember 1986 und somit der vom Gemeinderat am 5. April 2005 abgelehnten Schutzentlassung. Dabei erneuert der BeschwerdefÃ¼hrer seinen schon im Rekursverfahren eingenommenen Standpunkt, dass der sÃ¼dliche Anbau (Pferdestall) des so genannten Schopfes gar nicht von der Schutzanordnung erfasst sei. GemÃ¤ss den vorliegenden PlÃ¤nen wird dieser Schopf zusammen mit der Scheune als GebÃ¤ude Vers.Nr. 03 bezeichnet, wÃ¤hrend das Wohnhaus das GebÃ¤ude Vers. Nr. 02 bildet. Sodann hÃ¤lt der BeschwerdefÃ¼hrer an seiner Auffassung fest, dass der ursprÃ¼ngliche (nÃ¶rdliche) Teil des Schopfs nicht mehr schutzwÃ¼rdig sei; falls davon ausgegangen werde, dass der sÃ¼dliche Anbau (Pferdestall) von der SchutzverfÃ¼gung ebenfalls erfasst werde, sei auf die Unterschutzstellung insoweit zurÃ¼ckzukommen, da dieser 1960 erstellte Teil nie schutzwÃ¼rdig gewesen sei. Von der Auseinandersetzung nicht betroffen sind das Wohnhaus Vers.Nr. 02 sowie die Scheune Vers.Nr. 03.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Der rechtserhebliche Sachverhalt ergibt sich mit hinreichender Klarheit aus den vorliegenden Akten, insbesondere den darin enthaltenen PlÃ¤nen. Von der DurchfÃ¼hrung des beantragten Augenscheins kann daher abgesehen werden. </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer erneuert den von der Rekurskommission zurÃ¼ckgewiesenen Einwand, dass der sÃ¼dliche Teil des sog. Annexbaus Vers.Nr. 03 von der Schutzanordnung gar nicht erfasst sei. Dabei handle es sich um eine im Jahr 1960 vorgenommene Erweiterung des Schopfs, die frÃ¼her als Schweinestall gedient habe und heute als Pferdestall genutzt werde. Wenn die VerfÃ¼gung vom 9. Dezember 1986 den Schopf als Schutzobjekt erwÃ¤hne, sei der Pferdestall entgegen der Auffassung der Vorinstanz darin nicht enthalten. Dieser "Ã¤usserst hÃ¤ssliche Zweckbau" aus jÃ¼ngerer Zeit habe mit der historischen und schutzwÃ¼rdigen GebÃ¤udegruppe, die vor 1813 entstanden sei, nichts zu tun. Auch die Gemeinde Kilchberg gehe gemÃ¤ss Signatur im Kernzonenplan davon aus, dass nur der Schopf ein Schutzobjekt sei. Dementsprechend habe die kommunale Baukommission einem Umbau des Pferdestalls im Jahr 1992 zugestimmt, ohne die Unterschutzstellung zu erwÃ¤hnen. â Dem hÃ¤lt die Beschwerdegegnerin entgegen, dass sich der Schopf zwar aus einem Ã¤lteren nÃ¶rdlichen und einem jÃ¼ngeren sÃ¼dlichen Teil zusammensetze; indessen handle es sich nicht um zwei verschiedene GebÃ¤ude, sondern um ein einheitliches. Aus dem Wortlaut der SchutzverfÃ¼gung lasse sich nicht ableiten, dass der sÃ¼dliche Anbau ein eigenstÃ¤ndiges Schicksal habe. Vielmehr sei mit der Bezeichnung "Schopf" in der SchutzverfÃ¼gung immer das GebÃ¤ude als Ganzes gemeint.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Nach dem Wortlaut der SchutzverfÃ¼gung vom 9. Dezember 1986 wird der "Bauernhof mit Wohnhaus, Scheune und Schopf" als Ensemble unter Schutz gestellt. Die Vorinstanz hat sich mit dem Hinweis auf diesen Wortlaut begnÃ¼gt, aus dem abzuleiten sei, dass die SchutzverfÃ¼gung auch den sÃ¼dlichen Teil des Schopfes umfasse (Rekursentscheid E. 5). Diese BegrÃ¼ndung greift zu kurz. Die mit zu berÃ¼cksichtigenden ErwÃ¤gungen der SchutzverfÃ¼gungen enthalten zwar keinen Hinweis darauf, dass nur der Schopf in seiner ursprÃ¼nglichen Gestalt erfasst sei. Anderseits befassen sich diese ErwÃ¤gungen ausschliesslich mit der SchutzwÃ¼rdigkeit des Wohnhauses und der Scheune; die Frage der SchutzwÃ¼rdigkeit des Schopfes (des alten wie des neuen Teiles) wird nicht thematisiert; und schon gar nicht wird auf den nunmehr in Frage stehenden neuen Teil des Schopfes eingegangen. Der Anbau wurde nach unbestrittener Darstellung des BeschwerdefÃ¼hrers 1960 als Schweinestall erstellt und 1992 aufgrund einer baurechtlichen Bewilligung in einen Pferdestall umgebaut. Es fÃ¤llt sodann auf, dass im Kernzonenplan âObere Dorfstrasseâ von 1995 fÃ¼r den Schopf, anders als fÃ¼r das Wohnhaus und die Scheune, keine Profilerhaltungspflicht vorgesehen ist, was sich allein durch den Umstand, dass in den kommunalen Zonenplanunterlagen (Zonenplan 1995, Kernzonenplan 1995 sowie schon Kernzonenplan 1985) der Anbau â offenbar versehentlich â nicht eingezeichnet wurde, nicht hinreichend erklÃ¤ren lÃ¤sst. Anders als der Wortlaut des Dispositivs der SchutzverfÃ¼gung vom 9. Dezember 1986 sprechen demnach verschiedene UmstÃ¤nde dafÃ¼r, dass die Anbaute nicht von der SchutzverfÃ¼gung umfasst wird. Zu diesen gewichtigen Anhaltspunkten wird in der Beschwerdeantwort nichts vorgebracht, was sie entkrÃ¤ften kÃ¶nnte. Der Gemeinderat Kilchberg nimmt darin lediglich zum (weiteren) Argument des BeschwerdefÃ¼hrers, wonach es sich bei der fraglichen Anbaute um einen hÃ¤sslichen Zweckbau handle, Stellung und hÃ¤lt (diesbezÃ¼glich zu Recht) fest, dass hieraus nicht auf den Umfang der Unterschutzstellung geschlossen werden kÃ¶nne. Die Frage, ob Letztere den streitbetroffenen Schopfanbau umfasse, braucht jedoch nicht abschliessend geklÃ¤rt zu werden. Selbst wenn nÃ¤mlich diese Frage mit dem Beschwerdegegner bejaht wird, sind bezÃ¼glich dieses Schopfteiles jedenfalls die Voraussetzungen fÃ¼r einen Widerruf der SchutzverfÃ¼gung erfÃ¼llt (vgl. nachfolgend E. 3.3).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann eine materiell unrichtige VerfÃ¼gung unter bestimmten Voraussetzungen widerrufen werden. Hierzu sind das Interesse an der richtigen Durchsetzung des objektiven Rechts und dasjenige an der Wahrung der Rechtssicherheit und am Vertrauensschutz gegeneinander abzuwÃ¤gen. Mit Bezug auf VerfÃ¼gungen, die den Adressaten begÃ¼nstigen, geht in der Regel das Postulat der Rechtssicherheit dem Interesse an der Durchsetzung des objektiven Rechts vor und ist ein Widerruf nicht zulÃ¤ssig, wenn durch die VerwaltungsverfÃ¼gung ein subjektives Recht begrÃ¼ndet worden ist oder wenn der Private von einer ihm durch die VerfÃ¼gung eingerÃ¤umten Befugnis bereits Gebrauch gemacht hat oder wenn die VerfÃ¼gung in einem Verfahren ergangen ist, in dem die sich gegenÃ¼berstehenden Interessen allseitig zu prÃ¼fen und gegeneinander abzuwÃ¤gen waren. Bei der letztgenannten Fallgruppe ist dem Postulat der Rechtsicherheit auch bezÃ¼glich VerfÃ¼gungen, die den Adressaten belasten, grundsÃ¤tzlich erhÃ¶htes Gewicht beizumessen. Diese Regeln gelten allerdings nicht absolut; auch in den genannten FÃ¤llen kann ein Widerruf von (belastenden oder begÃ¼nstigenden) VerfÃ¼gungen, die sich als ursprÃ¼nglich oder nachtrÃ¤glich fehlerhaft erweisen, aufgrund einer InteressenabwÃ¤gung in Betracht kommen (vgl. zum Ganzen BGE 121 II 273 E. 1a/aa; 119 Ia 305 E. 4c mit Hinweisen; RB 2005 Nr. 45; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2002, Rz. 994 ff.). </p> <p class="Urteilstext">Die verschiedenen der Beseitigung der <i>formellen</i> Rechtskraft dienenden Rechtsinstitute werden in Gesetzgebung, Rechtsprechung und Lehre nicht einheitlich abgegrenzt; schon die Terminologie ist nicht einheitlich. Soweit es um die materielle Unrichtigkeit der zu widerrufenden VerfÃ¼gung â als einer âVorbedingung fÃ¼r das ZurÃ¼ckkommenâ (vgl. Fritz Gygi, Zur RechtsbestÃ¤ndigkeit von VerwaltungsverfÃ¼gungen, ZBl 83/1982, S. 149 ff.) â geht, unterscheidet die zÃ¼rcherische Verwaltungsrechtsprechung zwischen der RÃ¼cknahme, mit welcher eine ursprÃ¼nglich fehlerhafte VerfÃ¼gung zurÃ¼ckgenommen, und der Anpassung, mit welcher eine nachtrÃ¤glich fehlerhaft gewordene Anordnung der neuen Rechts- und/oder Sachlage angepasst werden soll (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 86a-86d N. 7 ff., auch zum Folgenden). WÃ¤hrend eine RÃ¼cknahme grundsÃ¤tzlich sowohl bei âEinmalverfÃ¼gungenâ (mit abgeschlossenem Sachverhalt und einmaliger, unabÃ¤nderbarer Rechtsfolge) wie auch bei DauerverfÃ¼gungen (mit wandelbarem Sachverhalt und in die Zukunft wirkender Rechtsfolge) in Betracht fÃ¤llt, ist eine Anpassung von vornherein nur bei DauerverfÃ¼gungen, wie etwa Unterschutzstellungsanordnungen, mÃ¶glich. WÃ¤hrend eine Anpassung sowohl zugunsten wie auch zulasten des VerfÃ¼gungsadressaten in Betracht fÃ¤llt (also sowohl bezÃ¼glich einer diesen belastenden wie auch bezÃ¼glich einer ihn begÃ¼nstigenden VerfÃ¼gung), geht es bei der RÃ¼cknahme in erster Linie um das von der BehÃ¶rde angestrebte ZurÃ¼ckkommen auf eine formell rechtskrÃ¤ftige VerfÃ¼gung, welche den Adressaten begÃ¼nstigt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 86a-86d N. 12 ff.). Will umgekehrt der VerfÃ¼gungsadressat, wie hier, auf eine ihn belastende, formell rechtskrÃ¤ftige VerfÃ¼gung zurÃ¼ckkommen, steht ihm lediglich der Rechtsbehelf der WiedererwÃ¤gung offen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 86a-86d N. 8). Lehnt es die BehÃ¶rde ab, auf ein WiedererwÃ¤gungsgesuch einzutreten, kann dagegen grundsÃ¤tzlich kein ordentliches Rechtsmittel ergriffen werden. Trifft sie dagegen aufgrund des WiedererwÃ¤gungsgesuchs eine neue SachverfÃ¼gung, steht dagegen der Rekurs offen; das gilt auch dann, wenn die neue VerfÃ¼gung inhaltlich gleich wie die alte ausfÃ¤llt (RB 2000 Nr. 6).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Beim streitbetroffenen Bauernhofensemble handelt es sich jedenfalls hinsichtlich des Wohnhauses und der Scheune um einen wichtigen Zeugen im Sinn von § 203 Abs. 1 lit. c PBG. Dies rÃ¤umt auch der BeschwerdefÃ¼hrer ein und wird durch das Gutachten der kantonalen Denkmalpflege-Kommission vom 11. Dezember 2002 bestÃ¤tigt. Die ZeugenqualitÃ¤t ergibt sich vorab daraus, dass das Ensemble das historische Ortsbild von Kilchberg wesentlich prÃ¤gt. Laut Kernzonenplan "Obere Dorfstrasse" sind entlang dieses Strassenzugs gut zwei Dutzend GebÃ¤ude mit EinzelverfÃ¼gungen unter Schutz gestellt worden; bei den meisten muss das Profil erhalten bleiben.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Nach Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers war die Unterschutzstellung des <i>ursprÃ¼nglichen (nÃ¶rdlichen)</i> Teils des Schopfs im Jahr 1986 zwar vertretbar; indessen sei der Eingriff spÃ¤ter unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig geworden. Bei einer Umnutzung der Scheune mÃ¼ssten die erforderlichen Parkfelder im Bereich des Schopfs angelegt werden; denn im Fall des Einbezugs der AbstellplÃ¤tze in die Scheune selbst liesse sich diese nicht mehr wirtschaftlich nutzen. Offene Parkfelder stÃ¶rten das Ortsbild wesentlich mehr als die Umgestaltung des Schopfs in eine Garage. Dieses Interesse wiege schwerer als die weitere Unterschutzstellung des Schopfs. Weil dieser im Kernzonenplan nicht blau markiert sei, bestehe nach der Entlassung aus der SchutzverfÃ¼gung auch keine Profilerhaltungspflicht. BezÃ¼glich des <i>sÃ¼dlichen</i> Teils des Schopfes (Pferdestall) habe nie eine SchutzwÃ¼rdigkeit bestanden, weshalb die VerfÃ¼gung vom 9. Dezember 1986 insoweit ursprÃ¼nglich fehlerhaft gewesen sei. Der EigentÃ¼mer sei an der Aufhebung der irrtÃ¼mlichen Schutzanordnung sehr interessiert, damit er den Stall angemessen nutzen kÃ¶nne. Das dem angefochtenen Entscheid zugrunde liegende Vorhaben sei an die beiden tatsÃ¤chlich schutzwÃ¼rdigen GebÃ¤ude angepasst und von der kantonalen Denkmalpflege wie von der Gemeinde Kilchberg fÃ¼r gut befunden worden. </p> <p class="Erwgung2">Der Beschwerdegegner hÃ¤lt dafÃ¼r, dass der GrundeigentÃ¼mer keine neuen Argumente ins Feld fÃ¼hre, die ihm einen Anspruch auf WiedererwÃ¤gung der SchutzverfÃ¼gung verliehen. Auch lasse sich die Aufrechterhaltung der Unterschutzstellung nicht als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig qualifizieren, da eine andere als landwirtschaftliche Nutzung nicht ausgeschlossen sei. Fast alle GebÃ¤ude in der Kernzone stÃ¼nden formell unter Schutz; im Fall einer EinschrÃ¤nkung des Schutzumfangs wÃ¼rde das schutzwÃ¼rdige Ortsbild (von regionaler Bedeutung) des Gebiets Dorfstrasse beeintrÃ¤chtigt.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Mit seinem Baugesuch vom 5./10. MÃ¤rz 2004, worin der Abbruch des Schopfes und dessen Ersatz durch ein neues einstÃ¶ckiges GebÃ¤ude mit Garage im Untergeschoss und Pferdestall im Erdgeschoss vorgesehen ist, hat der BeschwerdefÃ¼hrer zumindest sinngemÃ¤ss um WiedererwÃ¤gung der UnterschutzstellungsverfÃ¼gung vom 9. Dezember 1986 ersucht. Der Gemeinderat Kilchberg hat sich in seinem Beschluss vom 5. April 2005 mit diesem Antrag auf Entlassung des Schopfes aus der SchutzverfÃ¼gung auseinandergesetzt und den Antrag abgelehnt. Gegen diesen Entscheid konnte sich der BeschwerdefÃ¼hrer mit Rekurs wehren, ohne dass er sich entgegenhalten lassen musste, auf die SchutzverfÃ¼gung kÃ¶nne, soweit sie als ursprÃ¼nglich fehlerhaft bezeichnet werde, von vornherein nicht zurÃ¼ckgekommen werden, weil er keinen Anspruch auf WiedererwÃ¤gung habe. Die Baurekurskommission hat zwar nicht geprÃ¼ft, ob die Unterschutzstellung bezÃ¼glich des sÃ¼dlichen Anbaus des Schopfes ursprÃ¼nglich fehlerhaft gewesen sei. Dazu hÃ¤tte sie jedoch hinreichend Anlass gehabt, nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer mit seinen Rekursvorbringen betreffend den Schutzumfang zumindest sinngemÃ¤ss auch geltend gemacht hatte, die Unterschutzstellung dieses Schopfteiles sei nicht rechtmÃ¤ssig gewesen. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren kann diese ÃberprÃ¼fung nachgeholt werden. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Weder in dem mit VerfÃ¼gung des Gemeinderats Kilchberg vom 9. Dezember 1986 abgeschlossenen Unterschutzstellungsverfahren noch im Gutachten der kantonalen Denkmalpflegekommission vom 11. Dezember 2002 ist dargelegt worden, weshalb auch der 1960 erstellte sÃ¼dliche Anbau des Schopfes â sei es als wichtiger Zeuge einer politischen, wirtschaftlichen, sozialen oder baukÃ¼nstlerischen Epoche, sei es als Bestandteil des die Siedlung wesentlich mitprÃ¤genden Ensembles â schutzwÃ¼rdig im Sinn von Art. 203 Abs. 1 lit. c PBG sein soll. Solche GrÃ¼nde sind denn auch nicht ersichtlich. Dieser negative Schluss wird mittelbar durch die UmstÃ¤nde bestÃ¤tigt, die nach dem Gesagten erhebliche Zweifel wecken, dass der Anbau Ã¼berhaupt von der SchutzverfÃ¼gung erfasst wird (vgl. E. 2). Es ist demnach der Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers zuzustimmen, dass dieser Teil des Schopfes â sofern von dessen Unterschutzstellung ausgegangen wird â schon im damaligen Zeitpunkt nicht schutzwÃ¼rdig war. Das lÃ¤sst Raum fÃ¼r eine InteressenabwÃ¤gung, wobei kein Fall vorliegt, bei welchem dem Postulat der Rechtssicherheit von vornherein erhÃ¶htes Gewicht beizumessen wÃ¤re. Denn angesichts der erwÃ¤hnten UmstÃ¤nde lÃ¤sst sich bezÃ¼glich dieses Schopfteils gerade nicht sagen, dass im Unterschutzstellungsverfahren die gegenseitigen Interessen allseitig geprÃ¼ft und abgewogen worden seien. </p> <p class="Erwgung2">Der BeschwerdefÃ¼hrer hat angesichts seines Projekts, den Pferdestall durch einen Neubau zu ersetzen, ein gewichtiges Interesse daran, dass auf die Unterschutzstellung insoweit zurÃ¼ckgekommen wird. Dieses Interesse an einer Beseitigung des sÃ¼dlichen Anbaus muss selbst dann als erheblich bezeichnet werden, wenn sich das am 5./10. MÃ¤rz 2004 eingereichte Projekt â wegen des Weiterbestandes des nÃ¶rdlichen Schopfteils (vgl. dazu nachfolgend E. 3.6) â gleichwohl nicht in der vorgelegten Form realisieren lÃ¤sst. Im Rahmen der gebotenen InteressenabwÃ¤gung rechtfertigt es sich daher, den Unterschutzstellungsbeschluss vom 9. Dezember 1986 insoweit aufzuheben, als damit auch der sÃ¼dliche Anbau des Schopfes erfasst worden ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.6 </b>Wie die Vorinstanz zutreffend dargelegt hat (Rekursentscheid E. 4.3), lÃ¤sst sich aus den Vorbringen, mit denen der BeschwerdefÃ¼hrer eine gegenÃ¼ber dem Zeitpunkt der Unterschutzstellung verÃ¤nderte Sachlage geltend macht, nicht auf eine <i>nachtrÃ¤gliche</i> Fehlerhaftigkeit der Schutzanordnung schliessen, welche deren Aufhebung bezÃ¼glich des Schopfes (bzw. von dessen ursprÃ¼nglichen nÃ¶rdlichen Teil) rechtfertigen wÃ¼rde. Es kann auf diese Ã¼berzeugenden ErwÃ¤gungen verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG), welche durch die Vorbringen in der Beschwerdeschrift (Ziffer 14) nicht entkrÃ¤ftet werden. Insbesondere kann daraus, dass die Aufrechterhaltung des ursprÃ¼nglichen Teils des Schopfes der Realisierung des am 5./10. MÃ¤rz 2004 eingereichten Bauprojekts allenfalls entgegensteht, nicht einfach auf UnverhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit der Unterschutzstellung und damit auf deren nachtrÃ¤gliche Fehlerhaftigkeit geschlossen werde. Andernfalls liessen sich formell rechtskrÃ¤ftige Unterschutzstellungen spÃ¤ter regelmÃ¤ssig mit einem Bauprojekt, das die Beseitigung der fraglichen Baute voraussetzt, unterlaufen. Ebenso wenig haben sich seit der Unterschutzstellung die Grundlagen des kantonalen und kommunalen Rechts wesentlich geÃ¤ndert. Es bleibt daher entsprechend der Auffassung der Vorinstanzen dabei, dass der nÃ¶rdliche Teil des Schopfes erhalten bleiben muss. Ob und gegebenenfalls inwiefern der BeschwerdefÃ¼hrer seine ursprÃ¼ngliche Absicht (Neubau mit oberirdischem Pferdestall und unterirdischer Garage) aufgrund eines insofern modifizierten Projektes, das dem Weiterbestand des nÃ¶rdlichen Schopfteiles Rechnung trÃ¤gt, gleichwohl noch realisieren kann, ist hier nicht zu beurteilen. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Demnach ist die Beschwerde im Sinn der vorstehenden ErwÃ¤gungen teilweise gutzuheissen. Der Rekursentscheid der Baurekurskommission II vom 28. Februar 2006 ist aufzuheben; in AbÃ¤nderung des Beschlusses des Gemeinderats Kilchberg vom 5. April 2005 ist dem Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um Entlassung des Schopfes aus der SchutzverfÃ¼gung teilweise zu entsprechen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Verfahrensausgang rechtfertigt es sich, die Rekurskosten und die Gerichtskosten den Parteien je zur HÃ¤lfte aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). ParteientschÃ¤digungen an den BeschwerdefÃ¼hrer oder den Beschwerdegegner sind weder fÃ¼r das Rekursverfahren noch fÃ¼r das Beschwerdeverfahren zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG). </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird im Sinn der ErwÃ¤gungen teilweise gutgeheissen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Rekurskosten werden den Parteien je zur HÃ¤lfte auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'560.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden den Parteien je zur HÃ¤lfte auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. FÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren werden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>