Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 27. Juli 2017 (720 17 77 / 193) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und der hier zu beurteilenden Frage, ob die Ver- sicherte während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes- tens 40 % arbeitsunfähig war (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG), bedarf der medizinische Sachver- halt genauerer Abklärungen. Rückweisung an die Vorinstanz. Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Bea t Hersberger, Kantonsrich- ter Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiberin i.V. Andrea Scheidegger Parteien A.____ , Beschwerdeführerin , vertreten durch Dr. Martin Kaiser , Ad- vokat, c/o Advokatur Patrick Frey, Solothurnerstrasse 21, Postfach 2110, 4002 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Die 1968 geborene A.____ arbeitete ab dem Jahr 1 997 in einem 50 %-Pensum als Rei- nigungsangestellte für das B.____. Zusätzlich arbei tete sie in den Jahren 2003 bis 2015 in ei- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht nem 30 %-Pensum in C.____ ebenfalls als Reinigungsangestellte. Im März 2014 wurde A.____ wegen eines Karpaltunnelsyndroms rechts operiert und e s kam zu einem komplikationsreichen Verlauf. Am 24. Juli 2014 meldete sie sich bei der Eidg enössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Mit Vorbescheid vom 30. Oktober 2015 verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch mit der Begründung, die Versicherte ha be das Wartejahr nicht erfüllt. Gegen diesen Vorbescheid erhob die Versicherte Einwand. Nach Anordnung weiterer medizinischer Untersuchungen lehnte die IV-Stelle mit Vorbescheid vo m 4. Juli 2016 erneut einen Rentenan- spruch aufgrund Nichterfüllens des Wartejahres ab. Nach dem die Versicherte gegen diesen Vorbescheid Einwand erhoben hat, bestätigte die IV-St elle ihren Entscheid mit Verfügung vom 9. Februar 2017. B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten dur ch Advokat Dr. Martin Kaiser, mit Eingabe vom 9. März 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht B asel-Landschaft, Abteilung So- zialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte, d ie angefochtene Verfügung sei auf- zuheben und es seien ihr die gesetzlichen Leistungen bzw. eine Rente auszurichten. Eventuali- ter seien weitere medizinische Untersuchungen anzuordne n; unter o/e-Kostenfolge. In verfah- rensrechtlicher Hinsicht beantragte sie die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung mit Advokat Dr. Martin Kaiser als Rechtsvertreter. Zur Beg ründung wird im Wesentlichen geltend gemacht, dass auf das von der IV-Stelle eingeholte handchirurgische Gutachten nicht abgestellt werden könne, da die Ausführungen nicht überzeugend un d viel zu vage formuliert seien. Aus- serdem würden sie den Anforderungen an ein Gutachten nicht standhalten. C. Mit Verfügung vom 11. April 2017 lehnte das Kanton sgericht das Gesuch der Beschwer- deführerin um unentgeltliche Rechtspflege mit Advokat Dr. Martin Kaiser als Rechtsvertreter ab. D. In ihrer Vernehmlassung vom 17. Mai 2017 schloss die B eschwerdegegnerin auf Abwei- sung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes üb er die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Beschwerde vom 9. März 2017 ist einzutreten. 2. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefocht enen Verfügung vom 9. Februar 2017 Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungs gemäss die zeitliche Grenze der richter- lichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweis). 3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich m indestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähig keit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in ei nem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). 3.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussicht lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie k ann im IV-Bereich Folge von Geburts- gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IV G). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommende n allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver- stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des V orliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der g esundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 3.4 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Gr ad der Invalidität wie folgt abge- stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ga nze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 4. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkomm ensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werde n. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1). Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheit lichen Beeinträchtigungen arbeitsun- fähig ist. 5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person i st die Verwaltung – und im Beschwerdefall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach- leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund- heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 f. mit weiteren Hinweisen). 5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (v gl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an- deren Beweismittel – frei, das heisst ohne Bindung an f örmliche Beweisregeln, sowie umfas- send und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass d as Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objekti v zu prüfen und danach zu entschei- den hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässi ge Beurteilung des streitigen Rechtsan- spruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander wide rsprechenden medizinischen Berich- ten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Bewe ismaterial zu würdigen und die Grün- de anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach e ntscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anam nese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in d er Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen d er Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grund sätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten od er in Auftrag gegebenen Stellung- nahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 5.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem G rundsatz der freien Beweiswürdi- gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen me dizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltu ngsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund e ingehender Beobachtungen und Unter- suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun- de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswür digung volle Beweiskraft zuzuer- kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässi gkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Re chnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellu ng in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ih- rer Patientinnen und Patienten aussagen. Bei der Absc hätzung des Beweiswerts im Rahmen Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht einer freien und umfassenden Beweiswürdigung dürfen allerdings auch die potentiellen Stärken der Berichte behandelnder Ärzte nicht vergessen werden. Der Umstand allein, dass eine Ein- schätzung vom behandelnden Mediziner stammt, darf nicht da zu führen, sie als von vornherein unbeachtlich einzustufen; die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Betreuung durch behandelnde Ärzte bringt oft wertvolle Erkennt nisse hervor. Auf der anderen Seite lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellt en fachmedizinischen Experten ander- seits (BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2 001, I 506/00, E. 2b) nicht zu, ein Ad- ministrativgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschät zungen gelangen. Vorbehalten blei- ben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpr etation entspringende – Aspekte benen- nen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder un gewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 6. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversi cherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben IV-Stelle und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Ab- klärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Die se Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinrei- chende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 7. Für die Beurteilung des vorliegenden Falls sind im W esentlichen die folgenden medizi- nischen Unterlagen zu berücksichtigen: 7.1 Zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ordnete di e IV-Stelle eine bidisziplinäre Begutach- tung durch Dr. med. D.____, FMH Chirurgie und Handc hirurgie, und Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, an. 7.1.1 Dr. D.____ diagnostizierte in seinem handchirurgi schen Gutachten vom 6. Juni 2016 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Kompression sneuropathie des Medianus im Kar- paltunnel rechts, eine eventuelle somatoforme Schmerzstö rung sowie ein Lumbovertebralsyn- drom. Nach einer unkomplizierten Dekompressionsoperatio n am rechten Karpaltunnel am 4. März 2014 sei es zu einem nicht nachvollziehbaren lang en Schmerzverlauf gekommen, so- dass von den behandelnden Ärzten erst nach 4.5 Monaten eine 50 %ige Wiederaufnahme der Arbeit attestiert worden sei. Gemäss Dr. D.____ habe de r chirurgische Eingriff zu keiner heute feststellbaren Störung der Funktion geführt. Die Funktion der rechten Hand sei lediglich minimal gestört, das heisst, durch den zweijährigen Nichtgebrauc h wohl etwas ungeschickt und kraftär- mer geworden, allerdings bestehe das Potential einer raschen Erholung bei Wiedereinsetzen im täglichen Leben und bei der Arbeit. Im Frühling 201 5 seien Rückenschmerzen dazugekommen. Im November 2015 sei ein MRI der Lendenwirbelsäule (LW S) durchgeführt worden, bei wel- chem ein schwerer Diskushernienvorfall festgestellt worden sei. Seiner Ansicht nach handle es sich bei der Rückenproblematik jedoch nur um ein Lumbov ertebralsyndrom und die Diagnose Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht einer Diskushernie im Sinne eines komprimierenden Prolap ses könne nicht bestätigt werden. Für ihn sei nicht ersichtlich, weshalb nach einem Jahr imm er noch eine 100 %ige Arbeitsunfä- higkeit wegen der Rückenschmerzen bestehe. Die behandel nden Ärzte hätten ab dem 4. März 2014 eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit aufgrund der Karpaltunneloperation und ab Juli 2014 eine 50 %ige Arbeitsunfähigkeit attesti ert. So habe die Versicherte die 50 %ige Teilzeitarbeit bei der B.____ in vollem Ausmass aufgen ommen und auf die 30 %-Stelle im C.____ verzichtet mit der Begründung, die Arbeit dort sei härter. Nachdem sie im Mai 2015 nach einer zweiwöchigen Arbeitsunfähigkeit aufgrund akuter Rückenschmerzen nochmals 50 % gearbeitet habe, sei sie seit dem 13. November 2015 a ufgrund der Rückenbeschwerden 100 % arbeitsunfähig erklärt worden. Abweichend zu diesen durch die behandelnden Ärzte attestierten Arbeitsunfähigkeiten postuliere er eine Teilarbeitsfä higkeit von beispielsweise 50 % bereits ab Mai 2014, bei entsprechendem Einsatz einer psychotherape utischen Begleitung. Die Arbeitsfä- higkeit könne nach erfolgreicher Aufnahme der 50 %igen Teilzeitarbeit schrittweise auf 100 % gesteigert werden. Der Versicherten sollte es somit zumu tbar sein, die Tätigkeit bei ihrer zwei- ten Arbeitsstelle aufzunehmen, da diese gemäss Arbeitspl atzbeschreibung nicht schwerergra- dig belastend sei. Er finde weder im Rücken noch in den unteren Extremitäten eine relevante funktionelle Störung, welche die aktiven Funktionen b etreffe. Er könne dabei aber nicht aus- schliessen, dass bei Belastung der unteren Wirbelsäule ein Schmerz entstehe, der längeres Stehen oder Sitzen oder spezielle Haltungen schwierig m ache, bzw. nicht längere Zeit die glei- che Position erlaube. Zusammenfassend sei er jedoch der Ansicht, dass nach spätestens zwei Monaten postoperativ bereits wieder eine genügende Arb eitsfähigkeit zur Ausführung des vor- bestehenden Jobs bestanden hätte. Eine mindestens teil zeitige Wiederaufnahme der Arbeit im angestammten Beruf müsste aufgrund der vorliegenden Bef unde möglich sein, nach entspre- chender Angewöhnungszeit auch mehr, vermutlich bis zu 100 %. 7.1.2 Dr. E.____ stellte in seinem Gutachten vom 13. Jun i 2016 keine Diagnosen mit Aus- wirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Er diagnostizierte oh ne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Anpassungsstörung (ICD-10: F43.2), ausserdem besteh e ein Verdacht auf eine unspezifi- sche Schmerzfehlentwicklung (ICD-10: F68.0). Die Diagno se einer somatoformen Schmerzstö- rung könne nicht gestellt werden. Für die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung bedür- fe es eines hartnäckigen und quälenden Körperschmerzes, d er aus somatischer Sicht nicht er- klärt oder nachvollzogen werden könne, wobei eine psycho sozial belastende Situation oder relevante psychische Problematik als ursächlich auslösender F aktor eine Rolle spielen müsste. Eine derartige Situation könne allerdings bei der Exp lorandin nicht vorgefunden werden. Es sei eher anzunehmen, dass eine Anpassungsstörung vorliege. Bez üglich der Handschmerzproble- matik könne daher aus psychiatrischer Sicht einzig angenomme n werden, dass eine mögliche unspezifische Schmerzfehlentwicklung eingetreten sei. Insgesamt sei die Störung aus psychiat- rischer Sicht eher gering, da die Beeinträchtigungen i m Alltag nicht aufgrund des psychischen Zustandes eine Rolle spielen würden. Eine Beeinträchtig ung aufgrund des psychischen Zu- standes bestehe somit nicht. 7.2 Gemäss der Stellungnahme von Dr. med. F.____, FMH Allgemeinmedizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) beider Basel, vom 15. Juni 2016 erfülle das bidisziplinäre Gutachten der Dres. D.____ und E.____ nach versicherungsmedizinischer Beur teilung die Anforderungen der Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht höchstrichterlichen Rechtsprechung. Es sei in den strittige n Belangen umfassend, beruhe auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtige die beklagten Beschwerden, sei in Kenntnis der Vorakten erstellt worden, sei in der Darlegung der m edizinischen Zusammenhänge und der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtend un d enthalte eine nachvollziehbare Be- gründung der Schlussfolgerungen durch die beteiligten Experten. 7.3 Dr. med. G.____, FMH Neurologie, stellte am 29. November 2016 im Rahmen eines neurologischen Konsiliums fest, dass die jetzige klinische und neurophysiologische Untersu- chung – wie bereits sieben Monate postoperativ – eine a nhaltende Funktionsstörung des Ner- vus medianus in Karpaltunnelhöhe mit verlangsamter sensibl er Nervenleitgeschwindigkeit um 35 m/s bei unterster Norm von 47 m/s zeige. Die früher e Beurteilung eines Residualschadens im Bereich des Nervus medianus sei damit bestätigt. Wie b ereits zwei Jahre vor der neurologi- schen Begutachtung am 29. November 2016 vorgeschlagen, könne allfällig eine Ultraschallun- tersuchung des Nervus medianus durch einen erfahrenen Fa charzt zusätzliche Informationen liefern, inwieweit es sich um eine postoperative Narbe nbildung oder um einen persistierenden Residualschaden bei erheblichem Initialschaden handle. S einer Ansicht nach seien die beklag- ten Residualbeschwerden der Beschwerdeführerin angesichts des objektiven Befundes aus neurologischer Sicht nachvollziehbar und plausibel. 7.4 Am 12. Januar 2017 nahm der RAD-Arzt Dr. F.____ zu m Bericht der neurologischen Begutachtung vom 29. November 2016 Stellung. Er hielt fest, dass die Untersuchung bei Dr. G.____ die Schädigung des Nervus medianus bestätige, allerdings sei diese schon vom Gutachter Dr. D.____ angenommen und berücksichtigt worden. Dr. D.____ nehme aufgrund der noch bestehenden funktionellen Ressourcen eine Arbeits fähigkeit an. Dr. G.____ wiederum äussere sich weder zu der Arbeitsfähigkeit noch zum Gu tachten von Dr. D.____. Bei dieser Ausgangslage empfehle er nach wie vor, an dem versicher ungsmedizinisch plausiblen Gutach- ten von Dr. D.____ festzuhalten. 8.1 Die IV-Stelle stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts im We- sentlichen auf die Ergebnisse des bidisziplinären Gutachtens der Dres. D.____ und E.____. Da die psychiatrische Begutachtung keine Arbeitsunfähigkeit e rgab, verwies sie in erster Linie auf die Beurteilungen von Dr. D.____ und ging demzufolge davon aus, dass eine Arbeitsunfähigkeit über den 22. Juli 2014 hinaus nicht nachvollziehbar sei. Ab diesem Zeitpunkt bestehe wieder eine 100 %ige Arbeitsfähigkeit. Versicherungstechnisch sei nicht erkennbar, weshalb bei glei- chem Belastungsprofil dem einen Beschäftigungsverhältnis in vollem Umfang nachgegangen werden könne und dem anderen nicht. Folglich sei die gesetzliche Voraussetzung eines ganzen Wartejahres mit einer durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit von 40 % nicht erfüllt. 8.2 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.3 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfah- rens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen ge langen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indi zien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Solche Indizien liegen hier indessen vor. Das Gutachten von Dr. D.____ Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht vom 6. Juni 2016 erweist sich teilweise als unvollständig und vermag inhaltlich nicht gänzlich zu überzeugen, weshalb letztlich bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts nicht darauf abgestellt werden kann. Aus dem neurologischen Konsilium vom 29. November 2016 von Dr. G.____ geht überzeugend hervor, dass noch immer ei ne anhaltende Funktionsstörung des Nervus medianus vorliegt. Somit ist die frühere Beurtei lung eines Residualschadens bestätigt und die Residualbeschwerden sind rein neurologisch nachvo llziehbar. Abzuklären ist, ob es sich um einen persistierenden Residualschaden bei erheblic hem Initialschaden handelt. Dies- bezüglich hat Dr. G.____ eine ergänzende Ultraschallu ntersuchung empfohlen, welche jedoch nie durchgeführt wurde. Zu beanstanden ist ausserdem, d ass auf die Auswirkungen der Rückenbeschwerden in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit nicht genügend eingegangen wurde. Dr. D.____ führt aus, dass er nicht ausschliessen könne, dass b ei Belastung der unteren Wir- belsäule ein Schmerz entstehe, der längeres Stehen ode r Sitzen oder spezielle Haltungen schwierig mache, bzw. nicht längere Zeit die gleiche Po sition erlaube. Ausserdem müssten sei- ner Meinung nach für die Ausführung einfacher handwer klicher Tätigkeiten zur Schonung des Rückens optimale ergonomische Arbeitsbedingungen sicherge stellt werden. Trotz dieser An- sichten attestiert er ab dem 22. Juli 2014 eine 100 %ige Arbeitsfähigkeit. Indessen erklärt er, die Festsetzung der Arbeitsfähigkeit in Prozenten liege im Kompetenzbereich des Juristen, womit er die Verantwortung diesbezüglich auf die IV-Stelle a bwälzt. Dies stellt das Gutachten in grundsätzlicher Weise in Frage, da vom Gutachter erwarte t wird, eine klare und überzeugende Einschätzung betreffend die Arbeitsfähigkeit abzugeben. Die Beurteilung im Gutachten von Dr. D.____ vom 6. Juni 2016 ist somit sowohl in der Da rlegung der medizinischen Situation als auch bezüglich der daraus gezogenen Schlussfolgerungen nicht überzeugend und lässt keine zuverlässige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Versicherten zu. Der medizinische Sachverhalt bedarf genauerer Abklärungen, sowohl bezüglich des handchirurgischen Problems als auch des Rückenleidens. 9.1 Gemäss neuerer bundesgerichtlicher Rechtsprechung kö nnen die Sozialversiche- rungsgerichte nicht mehr frei entscheiden, ob sie eine Streitsache zur neuen Begutachtung an die Verwaltung zurückweisen. Die Beschwerdeinstanz hat viel mehr im Regelfall selbst ein Ge- richtsgutachten einzuholen, wenn sie einen im Verwaltu ngsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt für gutachtlich abklärungsbedürf tig hält oder wenn eine Administrativex- pertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräft ig ist. Eine Rückweisung an die IV-Stelle bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist oder wenn l ediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 137 V 210, E. 4.4.1 ff.). 9.2 Da die Beschwerdegegnerin nicht alle notwendigen Abklärungen zur Beurteilung des Rentenanspruchs der Versicherten vorgenommen hat (vgl. E. 8.2 hiervor), und es nicht die Auf- gabe der kantonalen Gerichte ist, im Verwaltungsverfahre n versäumte medizinische Abklärun- gen nachzuholen, steht einer Rückweisung an die Vorinstan z nichts entgegen. Diese hat den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit der Versiche rten gutachterlich neu abzuklären. Gestützt auf die Ergebnisse ihrer zusätzlichen medizinischen Abklärungen wird die IV-Stelle anschliessend über den Rentenanspruch der Versicherten neu zu befinden haben. Die ange- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht fochtene Verfügung ist demzufolge in Gutheissung der B eschwerde aufzuheben und die Ange- legenheit zur weiteren Abklärung an die IV-Stelle zurückzuweisen. 10.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis Satz 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistung en vor dem kantonalen Versicherungs- gericht kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 Satz 2 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass aufe rlegt. Bei diesem Ausgang des Ver- fahrens ist die IV-Stelle unterliegende Partei, wesha lb sie grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen hätte. In diesem Zusammenhang ist allerdings zu beachten, dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO den Vorinstanzen – vorbehältlich des hier n icht interessierenden § 20 Abs. 4 VPO – keine Verfahrenskosten auferlegt werden. Aufgrund diese r Bestimmung hat die IV-Stelle als Vorinstanz trotz Unterliegens nicht für die Verfahrenskost en aufzukommen. Es werden deshalb keine Verfahrenskosten erhoben und der von der Beschwerd eführerin geleistete Kostenvor- schuss in der Höhe von Fr. 800.– ist zurückzuerstatten. 10.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die Beschwerde füh rende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt un d ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schw ierigkeit des Prozesses bemessen. Nach ständiger Praxis des Bundesgerichts genügt für den bundesrechtlichen Anspruch auf eine Parteientschädigung auch ein formelles Obsiegen in dem S inne, dass der Beschwerde führen- den Person durch die Aufhebung der angefochtenen Verf ügung und der Rückweisung der Sa- che an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neue n Beurteilung alle Rechte im Hinblick auf eine beanspruchte Leistung gewahrt bleiben (BGE 1 32 V 215 E. 6.2). Nachdem die Be- schwerde gutzuheissen und die Sache zur erneuten Abklärun g im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen ist, hat diese der Beschwe rdeführerin eine Parteientschädigung auszurichten. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat in seiner Honorarnote vom 9. März 2017 einen Zeitaufwand von 5.33 Stunden geltend gemacht, was in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen nicht zu bean standen ist. Die Bemühungen sind zu dem vom Rechtsvertreter geltend gemachten Stundenansatz von Fr. 200.– zu entschädigen. Hinzu kommen die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von Fr. 15.–. Somit ist der Be- schwerdeführerin für das vorliegende Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1‘081.65 (5.33 Stunden à Fr. 200.– sowi e Auslagen von Fr. 15.–) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin unterliegt nicht der Mehrwertsteuerpflicht. 11.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesger icht (BGG) vom 17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtliche n Angelegenheiten an das Bundesge- richt zulässig gegen Entscheide, die das Verfahren abschli essen. Selbständig eröffnete Zwi- schenentscheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit B eschwerde in öffentlich-rechtlichen An- gelegenheiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gut heissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 A bs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesge- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht richtlichen Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versiche- rungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuver fügung nicht um einen Endent- scheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von A rt. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit dem eine materiell e Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 11.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es si ch somit um einen Zwischen- entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den i n Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheide t das Bundesgericht. Die nachste- hende Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen , als die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 9. Febr uar 2017 aufge- hoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle Basel-Landschaft zurückgewiesen wird. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschu ss in der Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerde führerin eine Par- teientschädigung in der Höhe von Fr. 1‘081.65 (inkl. A uslagen) zu bezahlen. http://www.bl.ch/kantonsgericht