<h2>SubmittedText<h2><p>Jedes Jahr lassen rund 600 Menschen ihr Leben auf der Strasse als Opfer eines Unfalls, der in den meisten Fällen vermeidbar gewesen wäre. Rund 30 000 werden verletzt. Für hoffnungsvolles Leben bedeutet dies das vorzeitige Ende, die Angehörigen tragen den Schmerz über den Verlust lebenslänglich. Viele weitere Unfallopfer überleben zwar, bleiben aber behindert und/oder haben ein Leben lang an den Folgen der Verletzungen zu tragen. Als Gesellschaft dürfen wir das Sterben auf der Strasse nicht einfach so hinnehmen. Der Bundesrat hat mit grosser Würde um die Opfer von Luxor und Halifax öffentlich getrauert. Ich erwarte im Namen vieler überlebender Angehöriger, angeführt vom Bundesrat, jedes Jahr ein Zeichen nationaler Trauer für jene, die zwar weniger spektakulär und vereinzelter sterben, aber eine ebenso tiefe Lücke hinterlassen.</p><p>Der Bundesrat könnte den nationalen Gedenktag für die Opfer des Verkehrs in Zusammenarbeit mit den Angehörigenorganisationen der Hinterbliebenen durchführen. Der Gedenktag könnte in Verbindung z. B. mit dem Bettag durchgeführt werden, der bereits für viele Menschen eine Bedeutung hat, und sollte selbstverständlich autofrei sein.</p><p>Ist der Bundesrat bereit, für die Opfer des Strassenverkehrs einen nationalen Gedenktag einzurichten?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Tribut, den unsere Gesellschaft den Strassenverkehrsunfällen zollt, ist trotz der in den beiden letzten Jahrzehnten erzielten Fortschritte immer noch viel zu hoch. Es ist auch nicht angebracht, die Trauer und Leid verursachenden Unfälle einfach als Schicksalsschlag hinzunehmen, denn jeder Unfall ist vermeidbar. Deshalb ist die Verbesserung der Verkehrssicherheit eine vorrangige und dauernde Aufgabe. Die Revision des Strassenverkehrsgesetzes, die gegenwärtig im Parlament beraten wird, Verkehrssicherheitsmassnahmen und technische Sicherheitsvorschriften dienen dem Ziel, Strassenverkehrsopfer zu vermeiden. Der Bundesrat nimmt jede geeignete Gelegenheit wahr, dieser Opfer zu gedenken, so beispielsweise durch den Vorsteher des UVEK in einem Gottesdienst vom 1. Januar 2000, der durch das Schweizer Fernsehen direkt in alle Sprachregionen der Schweiz übertragen wurde.</p><p>Ein nationaler Gedenktag in Form eines autofreien Bettages kann indessen nicht befürwortet werden. Der Eidgenössische Bettag ist 1832 mit anderer Zielsetzung eingeführt worden. Diese Bedeutung soll nicht mit anderen Motiven vermischt werden, so unterstützungswürdig diese auch sein mögen. Der Bundesrat hat sich bereits verschiedentlich gegen einen autofreien Bettag ausgesprochen.</p>  Antwort des Bundesrates.