<h2>SubmittedText<h2><p>Kürzlich wurde bekannt, dass die Spitzenverbände der Wirtschaft (Arbeitgeberverband, Economiesuisse, Swissmem usw.) mit einem Grundsatzpapier einen Marschhalt in der Planung von "Armee XXI" verlangen.</p><p>Wie beurteilt der Bundesrat nicht nur diese Einmischung zu einem doch ungewöhnlichen Zeitpunkt, sondern insbesondere auch die Forderungen nach umgehender Entwicklung und Kommunikation von attraktiven Karrieremodellen für Milizoffiziere sowie nach Einsitz von Wirtschaftsvertretern in die Führung des AAL?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Chef VBS pflegt in Sachen der Armeereform XXI Kontakte mit allen relevanten Gruppierungen, so auch mit den verschiedenen Spitzenverbänden der Wirtschaft. Diese sind in die regelmässigen Konsultationen eingebunden.</p><p>Die in der Frage erwähnten kürzlichen Empfehlungen der Economiesuisse hat der Chef VBS zur Kenntnis genommen. Sie werden im Rahmen des Reformvorhabens geprüft werden. Eine abschliessende Stellungnahme ist zurzeit noch nicht möglich.</p><p>Zur Forderung eines Marschhaltes in der Planung der "Armee XXI" kann immerhin festgehalten werden, dass gewichtige Gründe dagegen sprechen. Die früher realisierten und kommunizierten Arbeiten aus der "Armee XXI" haben einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht, dass dringender Reformbedarf im Bereich der Armee besteht, z. B. Anpassung an das neue strategische Umfeld oder die demographische Entwicklung, sowie der Gestaltungsbedarf im Bereich des Bevölkerungsschutzes.</p><p>Die Forderung nach attraktiven Karrieremodellen für Milizoffiziere rennt offene Türen ein. Sie entspricht einem Anliegen des laufenden Reformprojektes "Armee XXI", dabei sind die bisher von der Wirtschaft vorgebrachten Anliegen fast vollständig berücksichtigt worden.</p><p>Die Frage einer gemeinsamen Trägerschaft für die Führung des Armee-Ausbildungszentrums Luzern verdient eine vertiefte Prüfung.</p>