Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 1. November 2017 (810 16 348) ____________________________________________________________________ Ausländerrecht Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung / Sozialhilfeabhängigkeit Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, K antonsrichter Markus Clausen, Christian Haidlauf, Stefan Schulthess , Yves Thommen, Gerichtsschreiber i.V. Florian Jenal Beteiligte A.____ , Beschwerdeführer , vertreten durch Dr. Nicolas Roulet , Advokat gegen Regierungsrat des Kantons Basel -Landschaft , Beschwerdegegner Betreff Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligun g und Wegweisung aus der Schweiz (RRB Nr. 1642 vom 22. November 2016) A. Am 22. Juni 1992 reiste A.____, Staatsangehörige r Sri Lankas, geboren 1969, in die Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch. Im Juli 199 8 heiratete er seine Landsfrau B.____. Der Ehe entspross 1999 die Tochter C.____. Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht B. Im November 2000 wurden A.____ und seine Familie vo rläufig aufgenommen. Am 26. September 2005 wurde ihnen schliesslich vom Amt für Migration des Kantons Basel- Landschaft (AfM) die Aufenthaltsbewilligung erteilt. C. Mit Schreiben vom 31. Oktober 2007, 7. Oktober 2010 und 7. September 2011 ver- warnte das AfM A.____ und seine Ehefrau jeweils auslän derrechtlich wegen Sozialhilfebezugs respektive Schuldenwirtschaft. D. Am 28. August 2012 wurde die Ehe zwischen A.____ und B.____ geschieden. Die ge- meinsame Tochter verblieb bei der Mutter. E. Am 10. April 2013 heiratete A.____ seine zu diesem Zeitpunkt als Asylbewerberin in Basel-Stadt lebende Landsfrau D.____. Im Oktober 201 3 stellte A.____ für seine Ehefrau ein Gesuch um Familiennachzug, auf welches das AfM mit Schrei ben vom 14. Januar 2014 nicht eintrat. F. Am 14. Juni 2013 stellte A.____ ein Gesuch um ein e Invalidenrente. Mit Vorbescheid vom 10. Juli 2015 teilte die IV-Stelle Basel-Landscha ft (IV-Stelle) A.____ mit, dass er zu 80 % arbeitsfähig sei und deshalb keinen Anspruch auf Invalid enrente habe. Gegen diesen Vorbe- scheid erhob A.____ mit Schreiben vom 9. September 2015 Einsprache bei der IV-Stelle. G. Ab dem 1. November 2014 musste A.____ wieder von de r Sozialhilfe unterstützt wer- den. H. Vom 2. Februar 2015 bis zum 1. August 2015 besuchte A.____ eine Arbeitsintegrati- onsmassnahme mit einem Pensum von 20 % bei der Stiftung E____ in F.____. I. Mit Verfügung vom 31. März 2015 lehnte das Staatssekr etariat für Migration (SEM) das Asylgesuch von D.____ ab. Am 21. April 2015 stellte A.__ __ erneut ein Gesuch um Familien- nachzug für seine Ehefrau. Mit Verfügung vom 5. Oktob er 2015 trat das AfM schliesslich auf das Gesuch um Familiennachzug nicht ein und ordnete di e umgehende Ausreise von D.____ an. Nachdem den dagegen erhobenen Rechtsmitteln kein Erfolg beschieden war (vgl. zuletzt Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 14. Januar 2016 [810 16 17]), reiste D.____ zurück nach Sri Lanka. J. Mit Verfügung vom 22. März 2016 verweigerte das AfM A.____ nach Gewährung des rechtlichen Gehörs die Verlängerung der Aufenthaltsbewi lligung und wies ihn an, die Schweiz spätestens per 22. April 2016 zu verlassen. Gegen diesen Entscheid erhob A.____, nunmehr vertreten durch Dr. Nicolas Roulet, Advokat in Basel, B eschwerde beim Regierungsrat. Dieser wies die Beschwerde mit Beschluss vom 22. November 2016 ab. K. In der Zwischenzeit hatte sich A.____ per 30. April 2 016 bei der Sozialhilfebehörde der Gemeinde G.____ für den Sozialhilfebezug abgemeldet. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht L. Gegen den Entscheid des Regierungsrats erhob A.____, weiterhin vertreten durch Dr. Nicolas Roulet, am 5. Dezember 2016 Beschwerde an das Kantonsgericht. In seiner Be- schwerde beantragt er, dass der Entscheid des Regierungsra ts vollumfänglich aufzuheben und die Aufenthaltsbewilligung zu verlängern, eventualiter die Angelegenheit zur neuen Entschei- dung an die Vorinstanz zurückzuweisen sei. Alles unter o /e-Kostenfolge. In verfahrensrechtli- cher Hinsicht stellt er das Begehren, dass die unentgeltl iche Rechtspflege mit unentgeltlicher Verbeiständung durch Dr. Nicolas Roulet zu gewähren sei. M. Mit Schreiben vom 7. März 2017 reicht der Beschwerdeg egner seine Vernehmlassung ein. Darin beantragt er die Abweisung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge und hält an sei- nen Ausführungen im Entscheid vom 22. November 2016 fest. N. Mit präsidialer Verfügung vom 3. April 2017 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung überwiesen und dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung bewilligt. O. An der heutigen Parteiverhandlung befragt das Geri cht den Beschwerdeführer. In den anschliessenden Plädoyers halten die Parteien an ihren Anträgen fest. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- un d Verwaltungsprozess- ordnung [VPO] vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügun gen und Entscheide des Regie- rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim K antonsgericht zulässig. Da weder ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgese tzlicher Ausschlusstatbestand vorliegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angele- genheit gegeben. Der Beschwerdeführer ist als Adressat des angefochtenen Entscheids berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebun g. Auch die weiteren formellen Vo- raussetzungen sind erfüllt, sodass auf die Beschwerde einzutreten ist. 2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können ge mäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststel lung des Sachverhalts gerügt wer- den. Die Überprüfung der Angemessenheit ist dem Kanto nsgericht dagegen – abgesehen von hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – verwehrt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 3. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob die Nichtverlänge- rung der Aufenthaltsbewilligungen des Beschwerdeführers und die damit verbundene Wegwei- sung zu Recht erfolgten. 3.1 Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Sc hweiz berechtigt, wenn sie eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt ode r wenn sie keiner solchen bedarf (Art. 10 und 11 des Bundesgesetzes über die Ausländerinne n und Ausländer [AuG] vom Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 16. Dezember 2005; vgl. auch Art. 2 AuG). Die zustän dige kantonale Behörde entscheidet ge- mäss Art. 18 ff. und 27 ff. AuG im Rahmen der gesetzlich en Vorschriften und Verträge mit dem Ausland nach freiem Ermessen über die Zulassung zu einem Aufenthalt mit oder ohne Erwerbs- tätigkeit. Einen Rechtsanspruch auf die Erteilung eine r Aufenthaltsbewilligung hat die ausländi- sche Person somit grundsätzlich nicht, es sei denn, das AuG oder völkerrechtliche Verpflich- tungen sehen dies vor (vgl. BGE 133 I 185 E. 2.3; P ETER UEBERSAX , in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, N 7.84 ff.). 3.2 Im vorliegenden Fall ist zunächst festzuhalten, dass zwi schen der Schweiz und Sri Lanka kein Staatsvertrag besteht, der dem Beschwerdeführer einen Anspruch auf Anwesenheit in der Schweiz gewähren würde. 3.3 In besonderen Fällen können ausländische Staatsangeh örige aus dem in Art. 8 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grund freiheiten (Europäische Men- schenrechtskonvention, EMRK) vom 4. November 1950 geschüt zten Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens einen Anspruch auf Anwesen heit in der Schweiz ableiten. Vorlie- gend ist aber mit dem Beschwerdegegner festzuhalten, da ss die Voraussetzungen für einen Anspruch auf Achtung des Privat- und Familienlebens nicht gegeben sind. Ein solcher wird auch nicht geltend gemacht. Insbesondere sind weder ein e im Sinne der Rechtsprechung ver- langte besondere Integration des Beschwerdeführers ersicht lich (vgl. BGE 130 II 281 E. 3.2.1) noch hat er hier minderjährige Kinder (vgl. BGE 135 I 143 E. 1.3.1). Im Übrigen ist darauf hin- zuweisen, dass seine hier lebende, mittlerweile 18-jähri ge Tochter wiederholt erklärt hat, mit dem Beschwerdeführer nichts mehr zu tun haben zu wollen. Entsprechend ist der Schutzbe- reich von Art. 8 Ziff. 1 EMRK nicht eröffnet. 4. Gemäss Art. 33 Abs. 3 AuG ist die Aufenthaltsbewill igung befristet und kann verlängert werden, wenn keine Widerrufsgründe nach Art. 62 AuG vorliegen. 4.1 Nach Art. 62 Abs. 1 lit. e AuG kann eine Aufentha ltsbewilligung unter anderem widerru- fen werden, wenn die Ausländerin oder der Ausländer o der eine Person, für die sie oder er zu sorgen hat, auf Sozialhilfe angewiesen ist. Trotz des Wor tlauts stellt aber nicht bereits jede ge- ringfügige Sozialhilfeabhängigkeit einen Widerrufsgrun d dar. Vielmehr muss diese sowohl be- züglich ihrer Höhe als auch ihrer Dauer eine gewisse Erh eblichkeit erreichen. Für den Widerruf einer Bewilligung wegen Sozialhilfeabhängigkeit ist hinsichtlich der Dauer neben den bisherigen und den aktuellen Verhältnissen auch die wahrscheinliche finanzielle Entwicklung auf längere Sicht abzuwägen. Dabei kommt es nicht darauf an, ob die ausländische Person im Zeitpunkt des Widerrufs Sozialhilfe bezieht, da andernfalls der Widerruf durch den temporären Verzicht auf Sozialhilfe verhindert werden könnte (SILVIA HUNZIKER , in: Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer, Bern 2010, N 49 zu Art. 62 AuG). Ein Widerruf kommt damit in Betracht, wenn eine Person e rhebliche finanzielle Unterstützungsleis- tungen erhalten hat und nicht damit gerechnet werden kann, dass sie in Zukunft für ihren Le- bensunterhalt sorgen wird (vgl. H UNZIKER , a.a.O., N 48 f. zu Art. 62 AuG mit Hinweisen; vgl. Ziff. 8.3.1 der Weisungen und Erläuterungen Ausländerbereich des Staatssekretariats für Migra- tion, Bern 2013 [Stand: 3. Juli 2017, Weisungen AuG] ; Urteile des Bundesgerichts Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2C_958/2011 vom 18. Februar 2013 E. 2.3 und 2C_74/20 10 vom 10. Juni 2010 E. 3.4). Hin- sichtlich der Höhe und der Dauer des Bezugs kann ein Sozia lhilfebezug bereits ab einem Be- trag von Fr. 50‘000.-- bezogen über die Dauer von zwei Jahren als erheblich gelten (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_263/2016 vom 10. November 2016 E. 3 .1.3; 2C_1085/2015 vom 23. Mai 2016 E. 4.3; 2C_672/2008 vom 9. April 2009 E. 3.3). 4.2 Der Beschwerdegegner erwog im angefochtenen Entsch eid, der Beschwerdeführer habe zwischen September 2006 und Februar 2008 sowie zwisch en November 2014 und April 2016 Leistungen von der Sozialhilfebehörde in der Höh e von rund Fr. 70‘000.-- bezogen. Die Schwelle der Erheblichkeit gemäss Art. 62 Abs. 1 lit. e AuG sei damit erreicht. 4.3 Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass die Höhe der bezogenen Sozialhilfeleis- tungen die Schwelle der Erheblichkeit überschritten hat. Auch bestreitet er nicht, dass er bereits über einen erheblichen Zeitraum Sozialhilfeleistungen bezogen hat. Indessen weist er darauf hin, dass er nun mit einem 100 % Pensum angestellt sei. Unter Berücksichtigung der Abmel- dung von der Sozialhilfe bei der Sozialhilfebehörde p er 30. April 2016 müsse die Zukunftsprog- nose hinsichtlich seiner finanziellen Unabhängigkeit a ls positiv qualifiziert werden. Damit beste- he vorliegend keine Gefahr mehr, dass er erneut von der Sozialhilfe abhängig werden könnte. Entsprechend sei seine Sozialhilfeabhängigkeit nicht al s dauerhaft zu qualifizieren, womit auch der Widerrufsgrund von Art. 62 Abs. 1 lit. e AuG entfalle. 4.4 Hinsichtlich der bisherigen Verhältnisse ist festzuhal ten, dass der Beschwerdeführer vom 7. August 1998 bis am 1. Januar 2000, vom 1. Septemb er 2006 bis am 29. Februar 2008 und vom 1. November 2014 bis am 30. April 2016 Sozialh ilfe in der Höhe von insgesamt Fr. 69‘410.70 bezogen hat (vgl. E-Mail der Gemeinde verwaltung G.____ vom 10. November 2016). Per 30. April 2016 meldete sich der Beschwerdef ührer bei der Sozialhilfebehörde ab (vgl. Schreiben der Gemeindeverwaltung G.____ vom 24. Mai 2016). Derzeit arbeitet er seit April 2017 zunächst mit einem 50 % Pensum und seit Ju li 2017 mit einem 100 % Pensum bei der H.____ AG (vgl. Arbeitsvertrag mit der H.____ AG v om 31. März 2017 sowie die Lohnab- rechnungen für die Monate April bis September 2017), weswegen er der Auffassung ist, dass eine fortgesetzte Unterstützungsbedürftigkeit im Sinne von Art. 62 Abs. 1 lit. e AuG nicht bejaht werden könne. Diesbezüglich ist jedoch den Ausführung en des Beschwerdegegners zuzustim- men, dass die momentane 100 %-Anstellung keine Gewähr d afür bietet, dass der Beschwerde- führer sich nachhaltig von der Sozialhilfe zu lösen verma g. Das ergibt sich zunächst bereits da- raus, dass für das Arbeitspensum von 100 % lediglich eine mündliche Zusage besteht, wie der Beschwerdeführer anlässlich der heutigen Parteiverhandl ung angab. Dem schriftlichen Arbeits- vertrag des Beschwerdeführers vom 31. März 2017 ist jedoc h bezüglich Arbeitszeit Folgendes zu entnehmen: "Die wöchentliche Mindestarbeitszeit betr ägt 10 Stunden (…). Bei Bedarf kann die Arbeitszeit, in Absprache mit dem Arbeitnehmer, ver längert werden, wenn es für ein Projekt erforderlich ist. Daraus lässt sich jedoch, auch bei langan dauernden Projekten, kein Anspruch der Arbeitnehmer auf ein höheres Arbeitspensum ableiten. Es wird dadurch insbesondere keine Vertragsänderung begründet". Es ergibt sich somit aus dem unmissverständlichen Wortlaut des schriftlichen Arbeitsvertrags, dass die H.____ AG das Arbei tspensum des Beschwerdeführers wieder reduzieren wird, sobald nicht mehr genug Arbeit für eine Vollzeitbeschäftigung vorhan- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht den ist. Dass in der Branche der Unterhaltsreinigung, i n welcher der Beschwerdeführer gemäss Arbeitsvertrag tätig ist, mit Schwankungen bei der Auf tragslage zu rechnen ist, ergibt sich sinn- gemäss ebenfalls aus der zitierten Vertragsbestimmung. Bereits bei einer geringfügigen Redu- zierung des Arbeitspensums käme der Beschwerdeführer ab er wieder in finanzielle Schwierig- keiten und es ist anzunehmen, dass er sich wiederum bei de r Sozialhilfe anmelden würde, wie er es bereits im März 2017 erneut versucht hatte (vgl. Un terstützungsgesuch bei der Gemeinde G.____ vom 28. März 2017). Dies obschon er damals bereit s die Stelle bei der H.____ AG mit reduziertem Pensum in Aussicht hatte, wie aus seiner heu tigen Befragung hervorgeht. Wie der Beschwerdeführer ausserdem an der heutigen Parteiverhandlung angab, ist die Tatsache, dass er seit Ende April 2016 keine weitere Sozialhilfe mehr bezogen hatte, einzig auf den Umstand zurückzuführen, dass er derzeit bei keiner Gemeinde fest angemeldet ist und deswegen die Anmeldung zum Sozialhilfebezug nicht möglich gewesen ist. Im Übrigen lässt auch die bisherige Geschichte des Beschw erdeführers befürchten, dass er seine Stelle jederzeit wieder verlieren könnte. Die bisherigen Anstellungen des Beschwerdefüh- rers waren jeweils von relativ kurzer Dauer, und insbesond ere seine am 1. Juli 2016 angetrete- ne Stelle bei der I.____ GmbH, Restaurant "J.____" in G.____, wurde ihm bereits nach drei Wochen während der Probezeit wieder gekündigt (vgl. S chreiben des Beschwerdeführers vom 21. Juli 2016 an den Rechtsdienst von Regierungsrat und Landrat des Kantons Basel- Landschaft). Zwar liess der Beschwerdeführer durch seine Rechtsvertretung vernehmen, dass dies lediglich darauf zurückzuführen gewesen sei, dass die Person, welche der Beschwerdefüh- rer ersetzen sollte, überraschend wieder arbeitsfähig geworden sei. Belege hierfür, insbesonde- re das Kündigungsschreiben des damaligen Arbeitgebers, bl ieb der Beschwerdeführer jedoch schuldig. Auch das den Akten zu entnehmende Verhalten de s Beschwerdeführers lässt nicht auf dessen Zuverlässigkeit schliessen. Dies ergibt sich etwa daraus, dass seine frühere Woh- nung zwangsgeräumt werden musste und die Aufforderung der Vermieterschaft, dass er sein Mobiliar aus der Wohnung abholen sollte, gar amtlich publiziert werden musste (vgl. Amtsblatt des Kantons Basel-Landschaft vom 11. Mai 2017, S. 2065 ). Belege für die anlässlich der heuti- gen Parteiverhandlung gemachte Behauptung, dass er sich nun mit der Vermieterschaft bezüg- lich des Mobiliars geeinigt habe, blieb der Beschwerdef ührer schuldig. Auch ist weiter dem Be- treibungsregisterauszug vom 11. Mai 2017 zu entnehmen, da ss für eine mit Betreibung vom 26. April 2017 geltend gemachte Forderung die polize iliche Zuführung des Beschwerdeführers beantragt werden musste. Weiter ist dem Schlussbericht de r Stiftung E.____ vom 15. Juli 2015 zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer zur dort absolvierten Arbeitsintegrationsmassnahme im Pensum von 20 % nur unregelmässig erschienen sei, weswe gen eine Einschätzung seiner Arbeitsfähigkeit nicht möglich gewesen sei. Auch bezüglich seiner Arbeitsfähigkeit verstrickt sich der B eschwerdeführer in Widersprüche. So machte er mit Schreiben vom 9. September 2015 ge gen den Vorbescheid der IV-Stelle gel- tend, dass er zu 80 % arbeitsunfähig sei, was ihm auch ärzt lich attestiert worden sei. In seinem Schreiben vom 11. November 2015 an das AfM machte er hi ngegen geltend, dass er lediglich zu 50 % arbeitsunfähig sei und er arbeiten wolle. Im Verfahren vor Kantonsgericht macht er nun sogar geltend, dass er zu 80 % arbeitsfähig sei und er derzeit entsprechend sogar 20 % über seine Arbeitsfähigkeit hinaus arbeite. Es ist unter die sen Umständen mit dem Beschwerdegeg- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht ner festzustellen, dass der Beschwerdeführer erst unter d em Druck des Wegweisungsverfah- rens eine Erwerbstätigkeit aufgenommen hat. Unter diese n Umständen ist anzunehmen, dass die Bedürftigkeit des Beschwerdeführers nicht nachhaltig b eendet und zu befürchten ist, dass nach Wegfallen des Drucks des Wegweisungsverfahrens der Besc hwerdeführer wieder in die Sozialhilfeabhängigkeit fallen würde. Der Beschwerdege gner bejahte daher zu Recht das Be- stehen einer konkreten Gefahr einer fortgesetzten und er heblichen Fürsorgeabhängigkeit. Da- mit sind die Voraussetzungen des Widerrufsgrunds von Art. 62 Abs. 1 lit. e AuG gegeben. Of- fenbleiben kann damit, ob auch der Widerrufsgrund von Art. 62 Abs. 1 lit. c AuG vorliegend er- füllt ist. 5. In einem weiteren Schritt ist zu prüfen, ob die Ni chtverlängerung der Aufenthaltsbewil- ligung verhältnismässig ist, d.h. ob sie dazu dient, ein öffentliches Interesse durchzusetzen, ob sie hierzu geeignet ist, ob es kein milderes Mittel gibt, und ob die durchzusetzenden öffentlichen Interessen an der Nichtverlängerung der Bewilligung d ie privaten Interessen des Beschwerde- führers am Verbleib in der Schweiz gestützt auf eine um fassende Güterabwägung überwiegen (Art. 96 AuG; BGE 139 I 16 E. 2.2.1; B ENJAMIN SCHINDLER , in: Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Auslä nder [AuG], Bern 2010, N 10 ff. zu Art. 96). Infrage kommende öffentliche Interessen sind vorliegend das Durchsetzen der Ein- wanderungspolitik der Schweiz sowie der Schutz des Fiskus un d der notwendigen Mittel für die Aufrechterhaltung des sozialen Netzes vor zukünftiger Bela stung (KGE VV vom 18. November 2009 [810 09 127] E. 7.2). Bei den privaten Interessen stellt sich im Rahmen des Widerrufs oder der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 62 Abs. 1 lit. e AuG insbeson- dere die Frage des Selbstverschuldens. Fälle unverschuldet er Notlage sollen nicht zum Wider- ruf wegen Sozialhilfeabhängigkeit führen (Urteil des Bundesgerichts 2C_74/2010 vom 10. Juni 2010 E. 4.1). 5.1 Vorab kann festgehalten werden, dass vorliegend die Nichtverlängerung der Aufent- haltsbewilligung der Durchsetzung der oben erläuterten öffentlichen Interessen (vgl. E. 5) dient. Auch ist sie eine geeignete Massnahme, diesen Interessen zum Durchbruch zu verhelfen, da sie einen weiteren Sozialhilfebezug und die damit verbundene Belastung des Fiskus verhindert. Auch ist entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführe rs keine mildere Massnahme er- sichtlich, da er bereits im Jahr 2007 wegen seines Sozial hilfebezugs verwarnt worden war und sich trotzdem nicht nachhaltig von der Sozialhilfe zu lö sen vermochte (vgl. E. 4.4). Damit gilt es im Folgenden zu prüfen, ob der Beschwerdeführer verschul det von der Sozialhilfe abhängig ist und falls ja, ob die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung auch zumutbar ist. 5.2 Der Beschwerdeführer verweist hinsichtlich der Frage d es Verschuldens darauf, dass die Schulden primär darauf zurückzuführen seien, dass er einen Bankkredit habe aufnehmen müssen, um sich selbständig zu machen. Diese Tätigkeit end ete jedoch im Jahr 2006 im Kon- kurs, weswegen er den Kredit nicht habe zurückbezahlen kön nen. Daraus habe sich dann eine Schuldenspirale entwickelt, welche die Schulden erkläre. Deswegen habe er auch die Unter- haltsforderungen seiner Tochter nicht begleichen könne n. Darüber hinaus seien die Schulden auf seine Ex-Ehefrau zurückzuführen, wie der Beschwerdefü hrer nunmehr anlässlich der heuti- gen Parteiverhandlung geltend gemacht hat. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.3 Der Beschwerdegegner führt demgegenüber aus, dass d er Beschwerdeführer während der Arbeitsintegrationsmassnahme bei der Stiftung E.__ __ nicht habe die notwendigen Arbeits- zeugnisse beschaffen können, um ein vollständiges Bewerbun gsdossier zu erstellen. Unter dem Druck des ausländerrechtlichen Verfahrens sei es ihm a ber sodann möglich gewesen, beim AfM Kopien seiner Arbeitszeugnisse einzureichen. Es b estehe daher der Verdacht, dass sich der Beschwerdeführer vor dem ausländerrechtlichen Verf ahren nicht ernsthaft um Arbeit bemüht habe. Ausserdem habe er die im Juli 2016 anget retene Stelle bereits in der Probezeit wieder verloren. Die Sozialhilfeabhängigkeit sei daher mindestens teilweise selbstverschuldet. 5.4 Der Beschwerdeführer äussert sich nicht explizit dazu , ob ihn ein Verschulden an der Sozialhilfeabhängigkeit trifft, sondern verweist pauscha l auf seine Ausführungen zur Verschul- dung. Damit verkennt er aber, dass es bei der Frage, ob er verschuldet Sozialhilfeleistungen bezogen hat, darum geht, ob er alles Zumutbare unter nommen hat, eine Arbeitsstelle zu finden und damit eine Unterstützung durch das Gemeinwesen zu vermeiden. Es ist daher unerheblich, wenn er ausführt, seine im Betreibungsregister verzeichne ten Schulden seien zurückzuführen auf den Konkurs seines Lebensmittelladens, auf Unterhalts forderungen seiner Tochter sowie auf seine Ex-Ehefrau, wie er anlässlich der heutigen Pa rteiverhandlung wenig glaubhaft vorge- bracht hat. Vielmehr ist darauf hinzuweisen, dass er gemäss Schlussbericht der Stiftung E.____ vom 15. Juli 2015 zur Arbeitsintegrationsmassnahme im Pen sum von 20 % nur unregelmässig erschien. Deshalb sei auch eine Einschätzung seiner Arbei tsfähigkeit nicht möglich gewesen. Ausserdem habe sein Bewerbungsdossier nicht vollständig zusammengestellt werden können, da er die notwendigen Arbeitszeugnisse nicht habe finden können. Gegenüber dem AfM war es dem Beschwerdeführer aber plötzlich möglich, mit Schrei ben vom 27. November 2015 und da- mit vier Monate nach Beendigung der Arbeitsintegratio nsmassnahme Kopien seiner Arbeits- zeugnisse einzureichen. Der Beschwerdegegner gibt deshalb zu Recht zu bedenken, dass sich der Beschwerdeführer offenbar während seiner Zeit bei der Arbeitsintegrationsmassnahme nicht mit der verlangten Ernsthaftigkeit um die rasche un d nachhaltige Integration in den Ar- beitsmarkt bemühte. Auch bezüglich seiner Arbeitsfähigke it verstrickt sich der Beschwerdefüh- rer – wie bereits erläutert – in Widersprüche (vgl. E. 4.4). Ärztliche Zeugnisse, welche ihm an- geblich seit Dezember 2012 eine tiefere Arbeitsfähigk eit als 80 % bescheinigten, blieb der Be- schwerdeführer bis heute schuldig. Es muss unter diesen Umstä nden mit dem Beschwerde- gegner festgehalten werden, dass der Beschwerdeführer nicht alles Zumutbare unternommen hat, um sich von der Sozialhilfe zu lösen. Über Jahre hat er sich trotz einer Arbeitsfähigkeit von 80 % auch anderweitig nicht ernsthaft um Arbeit bem üht. Unter diesen Umständen kann die Frage offenbleiben, aus welchen Gründen der Beschwerde führer die im Juli 2016 angetretene Stelle im Restaurant "J.____" in G.____ verloren hat. Das Verschulden des Beschwerdeführers an der Sozialhilfeabhängigkeit ist nach dem Gesagten jedenfalls zu bejahen. 5.5 Weiter ist zu prüfen, ob sich die Wegweisung des Be schwerdeführers unter den weite- ren Verhältnismässigkeitsaspekten als verhältnismässig erwe ist. Der Beschwerdeführer macht hierzu geltend, dass erstens bei Niederlassungsbewilligun gen gemäss Art. 63 Abs. 2 AuG bei einer Aufenthaltsdauer von über 15 Jahren ein Bewil ligungswiderruf wegen Sozialhilfeabhän- gigkeit ausser Betracht falle, was auch für den vorliege nden Fall sinngemäss zu berücksichti- gen sei. Zweitens müsse gemäss BGE 119 II 1 im Falle einer Wegweisung abgeklärt werden, in Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht welche finanziellen Verhältnisse ein Ausländer in seine m Heimatland geriete. Drittens macht der Beschwerdeführer geltend, dass er aufgrund seiner Ve rbindungen zur Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) in Sri Lanka Verfolgung und Folter zu fürchten hätte, womit auch unter die- sem Aspekt die Wegweisung unzulässig sei. Der Beschwerdegeg ner führt demgegenüber aus, dass der Gesetzgeber es bewusst unterlassen habe, eine m it Art. 63 Abs. 2 AuG vergleichbare Regelung für Ausländer mit Aufenthaltsbewilligungen zu erlassen. Entsprechend gebe es keine schematische Anwesenheitsdauer bei Ausländern mit Aufent haltsbewilligungen, ab welcher die privaten die öffentlichen Interessen überwögen. Hinsicht lich der vom Beschwerdeführer ange- führten Rechtsprechung macht der Beschwerdegegner gel tend, dass diese die altrechtliche Heimschaffung betreffe, bei welcher ein Ausländer von der Fürsorge der Schweiz in die Fürsor- ge seines Heimatlandes überführt werden musste. Darum gehe es vorliegend jedoch nicht, und es bestünden keine Anzeichen, dass der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr in seine Heimat in existenzielle Not wie etwa völlige Armut, Hunger, Invalidität oder Tod geraten könnte. 5.6 Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, es hät te abklärt werden müssen, in wel- che Verhältnisse er bei einer Wegweisung in seine Heima t geriete, ist dem Beschwerdegegner zuzustimmen, dass diese Rechtsprechung auf das geltende Recht nicht anwendbar ist. Wie der Beschwerdegegner dabei richtig zu bedenken gibt, befasste sich BGE 119 Ib 1 mit der altrecht- lichen Heimschaffung. Heimschaffung bedeutete unter dam aligem Recht "die Überführung des fürsorgebedürftigen Ausländers von der Fürsorge des Gaststaates in diejenige des Heimatstaa- tes. […] Grundsätzlich ist für eine Heimschaffung erforde rlich, dass der Heimatstaat der Über- führung und Übernahme der künftigen Fürsorge zustimmt und mit ihm – auf diplomatischem Weg – Ort und Zeit der Übernahme des Bedürftigen vere inbart werden" (BGE 119 Ib 1 E. 2.b). Dies hat erstens nichts mit einer Wegweisung nach geltend em Recht zu tun, und zweitens ist die Argumentation des Beschwerdeführers widersprüchlich. Denn nach der altrechtlichen Heim- schaffung wurde ein Ausländer wie erläutert von der hie sigen Sozialhilfe in diejenige seines Heimatstaats überführt. Vorliegend ist der Beschwerdefüh rer aber, wie er selbst ausführt, der- zeit nicht von der Sozialhilfe abhängig, womit es auch nichts zu überführen gäbe. Dass der Be- schwerdeführer im Übrigen bei einer Rückreise in seine He imat in existenzielle Not geriete, ist nicht ersichtlich. Die Rüge des Beschwerdeführers ist damit nicht zu hören. Soweit der Be- schwerdeführer auf Art. 63 Abs. 2 AuG verweist, wonach e ine Niederlassungsbewilligung nach 15 Jahren nicht mehr wegen Sozialhilfeabhängigkeit wid errufen werden darf, ist er ebenfalls nicht zu hören. Mit dieser Bestimmung soll der Verwur zelung eines Ausländers in der Schweiz Rechnung getragen werden, welche ihren Ausdruck in der Niederlassungsbewilligung gefunden hat (HUNZIKER , a.a.O., N 22 zu Art. 63 AuG). Wie der Beschwerdefüh rer jedoch selbst ausführt, ist diese Bestimmung eben gerade nicht auf den Widerruf von Aufenthaltsbewilligungen gemäss Art. 62 Abs. 1 lit. e AuG anwendbar. Dies ergibt sich auch daraus, dass ein Ausländer, der nach Ablauf der nötigen Aufenthaltsdauer keine Niederlassu ngsbewilligung erhält, eben gerade nicht den nötigen Grad an Verwurzelung erreicht hat. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er müsse aufgrund seiner Verbindungen zur LTTE Verfolgung und Folter fürchten, ist diese Be- hauptung in keiner Weise glaubhaft gemacht. Im Gegent eil ist den Akten zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer gemäss seinem Schreiben vom 11. Nove mber 2015 an das AfM zuletzt im Jahr 2013 in Sri Lanka gewesen ist. Aus den Akten ist nicht ersichtlich und vom Beschwer- deführer auch nicht geltend gemacht, dass er während d ieser Reise durch die sri-lankischen Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht Behörden in irgendeiner Weise eine Behandlung erfah ren hätte, welche die nun behauptete Gefahr von Verfolgung glaubhaft erscheinen liesse. Es ist weiter auch nicht ersichtlich, dass der Beschwerdeführer familiäre oder andere Verbindungen zu Personen hätte, welche in Verbin- dung mit der LTTE stünden oder gestanden hätten. Entsp rechend ist auch nicht ersichtlich, dass die mit der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewil ligung verbundene Wegweisung gegen das non-refoulement Gebot verstiesse. 5.7 Im Übrigen kann Folgendes festgehalten werden: De r Beschwerdeführer ist seit rund 25 Jahren in der Schweiz. Dabei ist allerdings zu berü cksichtigen, dass er sich während acht Jahren als Asylsuchender sowie während fünf Jahren als vorlä ufig Aufgenommener in der Schweiz aufhielt. Dies relativiert die Aufenthaltsdauer des Beschwerdeführers. Weiter gilt es zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer mit 23 Jahren und somit erst im Erwachsenenalter in die Schweiz eingereist ist. Er ist somit in Sri Lan ka geboren und aufgewachsen und entspre- chend mit den dortigen kulturellen und gesellschaftlich en Gepflogenheiten vertraut. Hinsichtlich der persönlichen Beziehungen zu in der Schweiz lebenden Personen ist festzuhalten, dass sei- ne volljährige Tochter, zu der er jedoch keinen Konta kt hat, sowie seine Schwester hier leben. Ansonsten sind aus den Akten keine persönlichen Beziehunge n, insbesondere zu Schweizern, ersichtlich. Vom Beschwerdeführer wird zwar geltend gemac ht, er Pflege Kontakt mit zwei Landsleuten sowie mit zwei Schweizern. Er führt aber in keiner Weise aus, woher er diese Per- sonen kennt, wie oft er sie sieht oder was er üblicherwei se mit ihnen unternimmt. Auch hat er die beiden Schweizer erstmals mit seiner Beschwerdebegrün dung vom 9. Juni 2016 im Verfah- ren vor dem Beschwerdegegner erwähnt, nachdem er zunächst mit Schreiben vom 11. Novem- ber 2015 gegenüber dem AfM noch angegeben hatte, le diglich seine zwei Landsleute als Freunde zu haben. Es kann daher nicht von einer gelung enen sozialen Integration ausgegan- gen werden. In beruflicher Hinsicht kann festgehalten w erden, dass der Beschwerdeführer kei- ne besonders qualifizierte Tätigkeit ausübt, die aus wirtschaftlicher oder arbeitsmarktlicher Sicht eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung gebiet en würde. Ferner ist darauf hinzuweisen, dass auf den Beschwerdeführer gemäss Auszug aus dem Betreibungsregister per 11. Mai 2017 Betreibungen in der Höhe von Fr. 406‘342.45 sowie of fene Verlustscheine in der Höhe von Fr. 145‘079.90 registriert waren. Nach dem Gesagten ka nn zusammenfassend festgestellt wer- den, dass der Beschwerdeführer auch beruflich wenig inte griert ist. Demgegenüber ist festzu- halten, dass seine Ehefrau, zu welcher er gemäss heutige r Aussage regelmässigen telefoni- schen Kontakt pflegt, in seinem Heimatland lebt. Ausser dem leben gemäss seinem Schreiben vom 11. November 2015 sein Vater, ein Bruder sowie dre i Schwestern in Sri Lanka. Damit ver- fügt der Beschwerdeführer über ein soziales Netz, welche s ihm bei der Wiedereingliederung in seine Heimat behilflich sein dürfte. Auch wenn eine R ückkehr des heute 48 Jahre alten Be- schwerdeführers nach Sri Lanka für diesen mit Schwierigk eiten verbunden sein mag, ist ihm nach dem Gesagten die Rückkehr nach Sri Lanka zumutbar. Die privaten Interessen des Be- schwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz vermöge n die öffentlichen Interessen an einer Wegweisung damit nicht zu überwiegen. Die Nichtve rlängerung der Aufenthaltsbewilli- gung erweist sich demzufolge als verhältnismässig. 6.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 A bs. 1 VPO ist das verwaltungs- gerichtliche Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenp flichtig. Die Verfahrenskosten umfassen Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht die Gerichtsgebühren sowie die Beweiskosten und werden nach § 20 Abs. 3 VPO in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass aufer legt. Vorliegend sind die Verfah- renskosten in der Höhe von Fr. 2‘100.-- dem unterliegen den Beschwerdeführer aufzuerlegen. Zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die Verfahrenskosten zulasten der Gerichtskasse. 6.2 Die Parteikosten sind wettzuschlagen (§ 21 Abs. 1 V PO). Zufolge Bewilligung der un- entgeltlichen Rechtspflege ist dem Rechtsvertreter des Be schwerdeführers ein Honorar zulas- ten der Gerichtskasse auszurichten. In seiner Honorarnote vom 2. Mai 2017 macht der Rechts- vertreter einen Aufwand von 7 Stunden à Fr. 135.--, erbracht durch Volontäre, sowie 1 Stunde à Fr. 200.--, erbracht durch ihn selbst, geltend, was bezüglich des Umfangs nicht zu beanstanden ist. Indessen wird für durch Volontäre erbrachte Leistu ngen lediglich ein Stundensatz von Fr. 100.-- als angemessen erachtet (vgl. § 3 Abs. 2 der Tar ifordnung für die Anwältinnen und An- wälte [TO] vom 17. November 2003). Darüber hinaus kann dem Rechtsvertreter des Beschwer- deführers für die Vorbereitung auf die heutige Verha ndlung sowie die Teilnahme daran nach gerichtlichem Ermessen ein Aufwand von drei Stunden zuge sprochen werden (vgl. § 18 Abs. 1 TO). Da die an der heutigen Verhandlung aufgetreten e substituierte Vertreterin in keinem kan- tonalen Anwaltsregister eingetragen ist, ist der Stundenansatz für Volontäre anzuwenden (vgl. § 4 Abs. 1 des Anwaltsgesetzes Basel-Landschaft vom 25. Oktober 2001 i.V.m. §§ 1 und 3 Abs. 2 f. TO). Somit beläuft sich das Honorar vorliegend auf F r. 1‘360.40 (inkl. Auslagen in der Höhe von Fr. 59.60 und 8 % MWST). 6.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich darauf hingew iesen, dass er zur Nachzahlung der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichtskasse belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 22. Februar 2001). Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2‘100.-- werden dem Be- schwerdeführer auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführun g gehen die Ver- fahrenskosten zu Lasten der Gerichtskasse. 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständu ng wird dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar von Fr. 1‘360.40 (inkl. Auslagen und 8 % MWST) aus der Gerichtskasse ausgerichtet. Präsidentin Gerichtsschreiber i.V. Gegen diesen Entscheid wurde am 11. Januar 2018 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfah- rensnummer 2C_25/2018) erhoben.