<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00152</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203811&amp;W10_KEY=4467143&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00152</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 13.11.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Gesundheitswesen</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Bewilligung zur selbständigen Berufsausübung als Psychotherapeutin</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bewilligung zur selbstständigen Berufsausübung als Psychotherapeutin:<br/><br/>Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E. 1). Rechtmässigkeit der Richtlinien der Gesundheitsdirektion vom März 1999 (E. 2a). Kommen vorliegend die Richtlinien oder die am 1. Januar 2002 in Kraft getretetenen §§ 22 ff. GesundheitsG zur Anwendung (E. 2b)? Ausführungen zum intertemporalen Recht. Auch wenn das neue Recht schon bei der erstinstanzlichen Verfügung in Kraft steht, ist das alte Recht anzuwenden, wenn das Verfahren ungebührlich lange verschleppt wurde und ohne diese Verschleppung das alte Recht angewendet worden wäre (E. 2c). Bisherige Rechtsprechung (E. 2d). Stellungnahme der Parteien (E. 2e). Da die Gesundheitsdirektion das Gesuch noch vor In-Kraft-Treten der neuen Gesetzesbestimmungen hätte behandeln können, ist es unter Berücksichtigung des Grundsatzes von Treu und Glauben nicht rechtsverletzend, wenn sie das Gesuch gestützt auf die Richtlinien überprüft hat (E. 2f). Die drei Ausbildungselemente der Richtlinie müssen in einer zeitlichen Stufenfolge absolviert werden (E. 3a). Voraussetzungen einer ausreichenden Erstausbildung (E. 3b). Stellungnahme der Parteien (E. 3c). Die Beschwerdeführerin verfügt nicht über eine genügende Erstausbildung (E. 3d und e). Damit erübrigt sich die Überprüfung der weiteren Ausbildungselemente (E. 3f). Auch gestützt auf das Binnenmarktgesetz ist eine Zulassung nicht möglich (E. 4a-c). Zu Unrecht hat die Gesundheitsdirektion für ihre Verfügung Kosten erhoben (E. 4d). Die Beschwerdeführerin unterliegt in der Hauptsache. Kostenfolge (E. 5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Gesundheit ST: BERUFSAUSÃBUNG">BERUFSAUSÃBUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERUFSAUSÃBUNGSBEWILLIGUNG">BERUFSAUSÃBUNGSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BINNENMARKTGESETZ">BINNENMARKTGESETZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTERTEMPORALES RECHT">INTERTEMPORALES RECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PSYCHOTHERAPEUT/-IN">PSYCHOTHERAPEUT/-IN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PSYCHOTHERAPEUT/-IN">PSYCHOTHERAPEUT/-IN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 22 Abs. I aGesundheitsG</span><br/><span class="gerade">§ 22 Abs. I lit. a aGesundheitsG</span><br/><span class="ungerade">§ 22 Abs. I lit. b aGesundheitsG</span><br/><span class="gerade">§ 22 Abs. I lit. c aGesundheitsG</span><br/><span class="ungerade">Art. 3 BGBM</span><br/><span class="gerade">Art. 4 Abs. 1 BGBM</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2003 Nr. 6 S. 49</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. A belegte wÃ¤hrend vier Semestern von 1982 bis 1985 an der UniversitÃ¤t Freiburg Sozialarbeit im Hauptfach, Ethnologie im ersten und Tiefenpsychologie/Psychopathologie im zweiten Nebenfach. Von 1985 bis 1993 studierte sie an der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich und erwarb im Februar 1993 das Lizentiat der Philosophischen FakultÃ¤t I mit Ethnologie im Hauptfach, Anthropologischer Psychologie im ersten und Sozialpsychologie im zweiten Nebenfach. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Am 8. Dezember 1999 ersuchte A die Gesundheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich um Bewilligung der selbststÃ¤ndigen psychotherapeutischen TÃ¤tigkeit und reichte unter anderem verschiedene Belege fÃ¼r die DurchfÃ¼hrung von insgesamt 294 Stunden Supervision und fÃ¼r unselbststÃ¤ndige psychotherapeutische TÃ¤tigkeiten zwischen 1993 und 1998 ein. Die Gesundheitsdirektion teilte der Gesuchstellerin am 24. November 2000 mit, dass ihr Gesuch mangels genÃ¼gender Erstausbildung abgewiesen werden mÃ¼sse. Mit Bezug auf die psychotherapeutische Spezialausbildung kÃ¶nnten die absolvierte Theorie und Selbsterfahrung als rechtsgenÃ¼gend anerkannt werden. Ebenfalls kÃ¶nne die bei B und C absolvierte Supervision im Umfang von 150 Stunden anerkannt werden. Von der unselbststÃ¤ndigen TÃ¤tigkeit kÃ¶nnten gesamthaft â umgerechnet auf 100 Stellenprozente â 22,4 Monate angerechnet werden. Da ihr somit 50 Stunden Supervision und 1,6 Monate unselbststÃ¤ndige TÃ¤tigkeit fehlen wÃ¼rden, mÃ¼sse das Gesuch auch mangels genÃ¼gender psychotherapeutischer Spezialausbildung und mangels genÃ¼gender unselbststÃ¤ndiger TÃ¤tigkeit abgewiesen werden. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Am 29. April 2001 stellte A erneut ein Gesuch. Die Gesundheitsdirektion des Kantons Y habe ihr in der Zwischenzeit, nÃ¤mlich am 15. Februar 2001, die Bewilligung zur selbststÃ¤ndigen psychotherapeutischen TÃ¤tigkeit auf dem Kantonsgebiet erteilt. Aufgrund dieser Praxisbewilligung sei ihr auch im Kanton ZÃ¼rich die Praxisbewilligung zu erteilen. Am 2. Mai 2001 stellte die Gesundheitsdirektion der Gesuchstellerin erneut einen abschlÃ¤gigen Entscheid in Aussicht.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Gesuchstellerin ersuchte die Gesundheitsdirektion am 13. Juni 2001, ihr An­liegen der Fachkommission Psychotherapie vorzulegen und unter bestimmten Bedingungen um Zustellung einer rekursfÃ¤higen VerfÃ¼gung. Am 13. Juli 2001 bat sie dann bedingungslos um Zustellung einer rekursfÃ¤higen VerfÃ¼gung. Nachdem die Fachkommission Psychotherapie am 28. November 2001 getagt hatte, teilte die Gesundheitsdirektion der Gesuchstellerin am 12. Dezember 2001 wiederholt mit, dass ihr Gesuch abgewiesen werden mÃ¼sse. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit Schreiben vom 28. Januar, 26. Juni und 15. Dezember 2002 ersuchte A erneut um die Zustellung einer rekursfÃ¤higen VerfÃ¼gung. Die Gesundheitsdirektion wies hierauf das Gesuch mit VerfÃ¼gung vom 20. MÃ¤rz 2003 fÃ¶rmlich ab (Disp.-Ziff. I). Die Verfahrenskosten wurden der Gesuchstellerin auferlegt (Disp.-Ziff. II).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Gegen diese VerfÃ¼gung gelangte A am 24. April 2003 rechtzeitig mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte, die VerfÃ¼gung sei aufzuheben und der BeschwerdefÃ¼hrerin sei die Bewilligung zur selbststÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung als Psychotherapeutin im Kanton ZÃ¼rich zu erteilen sowie die Kostenauflage der VerfÃ¼gung aufzuheben, eventualiter sei die Sache zur materiellen Beurteilung an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckzuweisen. Sie legte der Beschwerde zusÃ¤tzliche Unterlagen ihre Erstausbildung betreffend bei, zusÃ¤tzliche BestÃ¤tigungen Ã¼ber 103 Supervisionsstunden zwischen 1998 und 2002 und eine ArbeitsbestÃ¤tigung von Dr. med. D, gemÃ¤ss welcher die BeschwerdefÃ¼hrerin vom 1. Januar 1999 bis zum 15. MÃ¤rz 2000 mit einem Pensum von 30 % in seiner Praxis als delegierte Psychotherapeutin gearbeitet habe. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Gesundheitsdirektion beantragte in ihrer Beschwerdeantwort vom 28. Mai 2003 die Abweisung der Beschwerde. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Am 8. Juli 2003 reichte A einen Ausdruck aus der Website der FMH nach mit dem Hinweis, dass daraus hervorgehe, dass Dr. med. D entgegen den Darlegungen der Beschwerdegegnerin in deren Beschwerdeantwort Ã¼ber den Weiterbildungstitel FMH fÃ¼r Psychiatrie und Psychotherapie verfÃ¼ge. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die 3. Kammer des Verwaltungsgerichts setzte den Parteien am 22. August 2003 eine Frist an, um zur Frage Stellung zu nehmen, ob auf das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin die am 1. Januar 2002 in Kraft getretenen §§ 22 ff. des Gesundheitsgesetzes vom 4. November 1962 in der Fassung vom 21. August 2000 samt Ãbergangsbestimmungen (OS 56, 398) anwendbar seien. Beschwerdegegnerin und BeschwerdefÃ¼hrerin reichten ihre Stellungnahmen am 12. resp. 16. September 2003 ein. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r die vorliegende Streitsache gemÃ¤ss § 19a Abs. 2 Ziff. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zustÃ¤ndig.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Im Verfahren der Direktbeschwerde hat das Verwaltungsgericht den angefochtenen Entscheid nicht nur auf Rechtsverletzungen, sondern auch auf seine Angemessenheit hin zu Ã¼berprÃ¼fen (§ 50 Abs. 3 VRG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. a) Der Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich regelte in § 32 der Verordnung Ã¼ber die Berufe der Gesundheitspflege vom 8. Januar 1992 die Bewilligungsvoraussetzungen fÃ¼r die selbststÃ¤ndige AusÃ¼bung der Psychotherapie. Mit Urteil vom 3. Dezember 1993 hob das Bundesgericht die fragliche Verordnungsbestimmung auf. Da die dadurch entstandene RegelungslÃ¼cke vorerst weder durch Verordnung noch Gesetz geschlossen wurde, wies das Verwaltungsgericht die Gesundheitsdirektion an, eine Ãbergangsregelung zwecks rechtsgleicher Behandlung aller diesbezÃ¼glichen Gesuche aufzustellen (RB 1998 Nr. 79). Die von der Gesundheitsdirektion in der Folge entwickelten Richtlinien vom MÃ¤rz 1999 (nachstehend Richtlinien), welche fÃ¼r die Ãbergangszeit bis zum In-Kraft-Treten einer gesetzlichen Regelung die Zulassung zur selbststÃ¤ndigen BerufstÃ¤tigkeit als Psychotherapeut regeln, wurden vom Verwaltungsgericht als rechtmÃ¤ssig erkannt (RB 2000 Nr. 77). Am 1. Januar 2002 traten die §§ 22 ff. des Gesundheitsgesetzes vom 4. November 1962 in der Fassung vom 21. August 2000 samt Ãbergangsbestimmungen (GesundheitsG, OS 56, 398) in Kraft, welche neu nun die Zulassungsvoraussetzungen regeln.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Im vorliegenden Verfahren stellt sich vorab die Frage, ob die Gesundheitsdirektion in ihrer VerfÃ¼gung vom 20. MÃ¤rz 2003 das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin zu Recht gestÃ¼tzt auf die Richtlinien Ã¼berprÃ¼ft hat oder ob sie nicht die am 1. Januar 2002 in Kraft getretenen neuen Gesetzesbestimmungen des Gesundheitsgesetzes hÃ¤tte anwenden mÃ¼ssen. Diese Frage ist insofern von Bedeutung, da die neuen Gesetzesbestimmungen gegenÃ¼ber den Richtlinien eine VerschÃ¤rfung im Bereich der Erstausbildung vorsehen: GemÃ¤ss § 22 Abs. 1 lit. a GesundheitsG wird die Bewilligung zur selbststÃ¤ndigen nichtÃ¤rztlichen psychotherapeutischen BerufstÃ¤tigkeit nur noch an Gesuchstellende erteilt, die sich Ã¼ber ein abgeschlossenes Psychologiestudium einschliesslich Psychopathologie an einer schweizerischen Hochschule ausweisen, wÃ¤hrend gemÃ¤ss den Richtlinien auch eine andere gleichwertige Ausbildung ausreichte.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Fehlt eine ausdrÃ¼ckliche gesetzliche Regelung, so beurteilt sich nach Lehre und Rechtsprechung die Bewilligung der BerufsausÃ¼bung als Dauerverwaltungsakt nach demjenigen Recht, das entweder im Zeitpunkt der erstinstanzlichen VerfÃ¼gung oder â bei Vorliegen besonderer GrÃ¼nde â im Zeitpunkt des anstehenden Rechtsmittelentscheides gilt. Letzteres ist der Fall, wenn Vorschriften um der Ã¶ffentlichen Ordnung willen oder zur Durchsetzung erheblicher Ã¶ffentlicher Interessen erlassen worden und daher auch in hÃ¤ngigen Verfahren sofort anwendbar sind (BGE 127 II 306 E. 7c, 125 II 591 E. 5e/aa, 122 V 85 E. 3; RB 1985 Nr. 116, 1982 Nr. 7; Pierre Tschannen/Ulrich Zimmerli/Regina Kiener, Allgemeines Verwaltungsrecht, Bern 2000, S. 129 f.; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich/Basel/Genf 2002, Rz. 325 ff.; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 20 N. 52; vgl. auch Alfred KÃ¶lz, Intertemporales Verwaltungs­recht, ZSR NF 102/II/ 1983, S. 101 ff., 196 ff.). Die Anwendung des neuen Rechts kann allerdings im Grundsatz von Treu und Glauben ihre Grenze finden, etwa wenn die BehÃ¶rden ein Verfahren ungebÃ¼hrlich lange verschleppt haben und ohne diese Verschleppung das alte Recht angewendet worden wÃ¤re (BGE 110 Ib 332 E. 3; HÃ¤felin/ MÃ¼ller, Rz. 328). Dieser letztere Grundsatz ist auch dann zu beachten, wenn das neue Recht zwischen dem Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs und jenem der erstinstanzlichen VerfÃ¼gung in Kraft getreten ist.</p> <p class="Einzug1">d) Das Verwaltungsgericht hat zu dieser Frage schon in mehreren Entscheidungen Stellung genommen. In VB.2002.00310 entschied es, dass auf ein am 21. Dezember 2001 eingereichtes Gesuch um Bewilligung zur selbststÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung als Psychotherapeutin die am 1. Januar 2002 in Kraft getretenen Gesetzesbestimmungen anwendbar seien, mit der BegrÃ¼ndung, dass das Gesuch zu einem Zeitpunkt eingereicht worden sei, in welchem klar gewesen sei, dass es erst wÃ¤hrend der Geltungszeit des neuen Rechts durch die Gesundheitsdirektion geprÃ¼ft werden wÃ¼rde (RB 2002 Nr. 60). Diese Rechtsprechung wurde vom Verwaltungsgericht in VB.2003.00139 und VB.2003.00153 bestÃ¤tigt (VGr, 10. Juli 2003, www.vgrzh.ch). Beim erstgenannten Entscheid handelte es sich um ein Gesuch, das von der BeschwerdefÃ¼hrerin zwar schon am 19. Oktober 1999 eingereicht, aber erst am 16. Oktober 2002 mit den notwendigen Unterlagen ergÃ¤nzt wurde, beim zweitgenannten Entscheid um ein Gesuch, das erst am 22. Dezember 2001 eingereicht worden war. Beiden FÃ¤llen gemeinsam war zudem, dass sich die neuen Gesetzesbestimmungen im damals strittigen Punkt der Spezialausbildung ohnehin nicht von den Richtlinien der Gesundheitsdirektion unterschieden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der vorliegende Fall unterscheidet sich von den genannten FÃ¤llen insofern, als dass die BeschwerdefÃ¼hrerin ihr Gesuch um Bewilligung zur selbststÃ¤ndigen psychotherapeutischen TÃ¤tigkeit einerseits schon am 29. April 2001 und somit deutlich vor In-Kraft-Treten der neuen Gesetzesbestimmungen eingereicht hatte, anderseits dadurch, dass die neuen Gesetzesbestimmungen fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin eine klare Verschlechterung bedeuten. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">e) In ihrer Stellungnahme vom 16. September 2003 fÃ¼hrte die BeschwerdefÃ¼hrerin aus, dass vorliegend die Richtlinien anwendbar seien. Sie habe ihr Gesuch schon am 29. April 2001 eingereicht und am 13. Juni 2001 zum ersten Mal und am 13. Juli 2001 zum zweiten Mal um Zustellung einer anfechtbaren VerfÃ¼gung gebeten. Mit Schreiben vom 7. November 2001 habe die Gesundheitsdirektion der BeschwerdefÃ¼hrerin mitgeteilt, dass sie ihr nach der Sitzung der Fachkommission unverzÃ¼glich eine rekursfÃ¤hige VerfÃ¼gung zustellen wÃ¼rde. Die Fachkommission habe das Gesuch am 28. November 2001 ebenfalls abgelehnt. Der Entscheid sei der BeschwerdefÃ¼hrerin mit Schreiben vom 12. Dezember 2001 â entgegen der AnkÃ¼ndigung â wiederum lediglich in Briefform erÃ¶ffnet worden unter dem Hinweis, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin eine anfechtbare VerfÃ¼gung verlangen kÃ¶nne. Die BeschwerdefÃ¼hrerin habe dann in mehreren Schreiben um Zustellung einer entsprechenden VerfÃ¼gung gebeten, bis dann am 28. MÃ¤rz 2003 die VerfÃ¼gung endlich eingetroffen sei. Dass die Gesundheitsdirektion bis im MÃ¤rz 2003 gebraucht habe, um ihren bereits gefÃ¤llten negativen Entscheid noch ausfÃ¼hrlich in einer VerfÃ¼gung zu begrÃ¼nden, kÃ¶nne nicht der BeschwerdefÃ¼hrerin angelastet werden. Die Anwendung der seit dem 1. Januar 2002 in Kraft stehenden § 22 ff. GesundheitsG wÃ¼rde gegen Treu und Glauben verstossen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Gesundheitsdirektion brachte in ihrer Eingabe vom 12. September 2003 zum Ausdruck, dass sie bei der Beurteilung der Gesuche jeweils dasjenige Recht anwende, welches zum Zeitpunkt des Gesucheingangs gegolten habe. Sie nimmt indes zur gestellten Frage nicht eigentlich Stellung; jedenfalls nimmt sie darin in keiner Weise Bezug auf die zur intertemporalrechtlichen Frage ergangenen bisherigen Entscheide. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">f) Die BeschwerdefÃ¼hrerin reichte ihr erstes Gesuch am 8. Dezember 1999 ein. Nachdem ihr die Gesundheitsdirektion am 24. November 2000 einen abschlÃ¤gigen Entscheid in Aussicht gestellt hatte, verzichtete die BeschwerdefÃ¼hrerin jedoch um Zustellung einer rekursfÃ¤higen VerfÃ¼gung. Am 29. April 2001 stellte die BeschwerdefÃ¼hrerin ein zweites Gesuch, fÃ¼r welches die Gesundheitsdirektion am 2. Mai 2001 ebenfalls einen negativen Entscheid in Aussicht stellte. Am 13. Juni 2001 ersuchte die BeschwerdefÃ¼hrerin darum, dass ihr Anliegen der Fachkommission Psychotherapie vorgelegt werde. Ausserdem brachte sie Argumente vor, weshalb ihr die Bewilligung zur selbststÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung als Psychotherapeutin zu erteilen sei, und schloss ihr Schreiben damit, dass, wenn die Gesundheitsdirektion ihrer Argumentation nicht folgen kÃ¶nne, sie die Direktion um die Zustellung einer rekursfÃ¤higen VerfÃ¼gung bÃ¤te. Gleichentags antwortete die Gesundheitsdirektion, dass sie sich mit den Argumenten der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht einverstanden erklÃ¤ren kÃ¶nne, und bat diese um eine Mitteilung, falls sie weiterhin auf eine rekursfÃ¤hige VerfÃ¼gung bestehe. Mit Schreiben vom 13. Juli 2001 ersuchte die BeschwerdefÃ¼hrerin dann zum ersten Mal unmissverstÃ¤ndlich um Zustellung einer rekursfÃ¤higen VerfÃ¼gung. Zu jenem Zeitpunkt war aber immer noch das Anliegen der BeschwerdefÃ¼hrerin offen, ihren Fall der Fachkommission Psychotherapie vorzulegen, weshalb ihr von der Gesundheitsdirektion am 7. November 2001 mitgeteilt wurde, dass ihr Gesuch am 28. November 2001 der Fachkommission Psychotherapie vorgelegt werde. In der Folge werde man ihr unverzÃ¼glich die rekursfÃ¤hige VerfÃ¼gung zustellen. Mit Schreiben vom 12. Dezember 2001 informierte die Gesundheitsdirektion die BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼ber die Beurteilung durch die Fachkommission und setzte ihr eine neue Frist bis zum 31. Januar 2002 an, um eine rekursfÃ¤hige VerfÃ¼gung zu verlangen, worauf die BeschwerdefÃ¼hrerin bis zum 28. Januar 2002 zuwartete, um die besagte VerfÃ¼gung zu verlangen. Diese Bitte wiederholte sie mit Schreiben vom 26. Juni und 15. Dezember 2002. Am 20. MÃ¤rz 2003 erliess die die Gesundheitsdirektion schliesslich die gewÃ¼nschte VerfÃ¼gung. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Es erstaunt tatsÃ¤chlich, dass es seit der ersten unmissverstÃ¤ndlichen Bitte der BeschwerdefÃ¼hrerin um Zustellung einer VerfÃ¼gung am 13. Juli 2001 bis zum Erlass der VerfÃ¼gung am 20. MÃ¤rz 2003 Ã¼ber 1 ¾ Jahre dauerte. Es kann zwar festgestellt werden, dass zumindest anfÃ¤nglich die VerzÃ¶gerungen durch die BeschwerdefÃ¼hrerin mitverursacht wurden. So war sie es, die mit Schreiben vom 13. Juni 2001 darum gebeten hatte, dass ihr Fall der Fachkommission Psychotherapie vorgelegt werde â einem Anliegen, welchem die GesundheitsbehÃ¶rde am 28. November 2001 nachkam. Doch spÃ¤testens zu diesem Zeitpunkt hÃ¤tte es die Gesundheitsdirektion in der Hand gehabt, der BeschwerdefÃ¼hrerin eine rekursfÃ¤hige VerfÃ¼gung zuzustellen. Es darf daher nicht zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin gehen, wenn die GesundheitsbehÃ¶rde ihr am 12. Dezember 2001 erneut eine Frist ansetzt, um eine rekursfÃ¤hige VerfÃ¼gung zu verlangen. Da die Gesundheitsdirektion das Gesuch somit noch vor In-Kraft-Treten der neuen Gesetzesbestimmungen hÃ¤tte behandeln kÃ¶nnen, ist es im Ergebnis â nÃ¤mlich unter BerÃ¼cksichtigung des Grundsatzes von Treu und Glauben â nicht rechtsverletzend, wenn sie das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin noch gestÃ¼tzt auf die Richtlinien Ã¼berprÃ¼ft hat. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. a) ZunÃ¤chst einmal ist festzustellen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin die Voraussetzungen fÃ¼r eine erleichterte Ã¼bergangsrechtliche Zulassung gemÃ¤ss Ziff. 5 der Richtlinien nicht erfÃ¼llt, da sie nicht vor dem 31. Dezember 1994 selbststÃ¤ndig im Kanton ZÃ¼rich psychotherapeutisch tÃ¤tig geworden ist. Sie muss deshalb die Zulassungsvoraussetzungen gemÃ¤ss Ziff. 1 der Richtlinien erfÃ¼llen, wonach sie sich ausweisen muss Ã¼ber: </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="EinzugZitat"> a) ein abgeschlossenes Psychologiestudium einschliesslich Psychopatho­logie an einer schweizerischen UniversitÃ¤t oder eine andere gleichwertige Ausbildung,</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> b) eine integrale Spezialausbildung in mindestens einer anerkannten, bei der Behandlung von psychischen und psychosomatischen Krankheiten bewÃ¤hrten Psychotherapiemethode, die Theorie, Selbsterfahrung und Supervision in der entsprechenden Methodik umfasst, sowie</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> c) eine mindestens zweijÃ¤hrige klinische psychotherapeutische TÃ¤tigkeit in unselbststÃ¤ndiger Stellung an einer anerkannten Institution unter psychiatrischer oder psychotherapeutischer Leistung oder in einer psychotherapeutischen Fachpraxis.</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Einzug1">Das Verwaltungsgericht hat in zwei Entscheiden vom 10. Juli 2003 festgestellt, dass diese drei Ausbildungselemente â Erstausbildung, psychotherapeutische Spezialausbildung und unselbststÃ¤ndige TÃ¤tigkeit â in einer zeitlichen Stufenfolge zu absolvieren sind (VGr, 10. Juli 2003, VB.2003.00139 und VB.2003.00153). VerfÃ¼gt die Gesuchstellende demnach nicht Ã¼ber eine genÃ¼gende Erstausbildung, so kann sie die fehlenden Kenntnisse der Erstausbildung nicht im Rahmen der anderen Ausbildungselemente erwerben. Zwar lagen den genannten Urteilen AnwendungsfÃ¤lle von § 22 Abs. 1 GesundheitsG zu Grunde; da Ziff. 1 der Richtlinien aber in dieser Hinsicht mit § 22 Abs. 1 GesundheitsG Ã¼bereinstimmt, kann das zum Gesundheitsgesetz Festgestellte auch auf die Richtlinien angewandt werden. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Die BeschwerdefÃ¼hrerin kann sich nicht Ã¼ber ein abgeschlossenes Psychologiestudium ausweisen. Es muss deshalb geprÃ¼ft werden, ob sie Ã¼ber "eine andere gleichwertige Ausbildung" gemÃ¤ss Ziff. 1 lit. a der Richtlinie verfÃ¼gt. Als gleichwertig werden andere HochschulabschlÃ¼sse anerkannt, wenn nachgewiesen wird, dass zusÃ¤tzlich die fÃ¼r die AusÃ¼bung der Psychotherapie notwendigen psychologischen und medizinischen GrundlagenfÃ¤cher absolviert wurden. Die Fachkommission fÃ¼r Psychotherapie hat festgestellt, welche GrundlagenfÃ¤cher absolviert worden sein mÃ¼ssen, um zusammen mit einem Hochschulabschluss als gleichwertige Ausbildung anerkannt zu werden. Insgesamt mÃ¼ssen 600 Stunden Grundlagenwissen in nachfolgend aufgezÃ¤hlten FÃ¤chern nachgewiesen werden:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="EinzugZitat">Das Grundlagenwissen hat folgende Fachkenntnisse im Umfang von insgesamt mindestens 400 Stunden zu umfassen, wobei pro Fach je mindestens 30 Stunden zu absolvieren sind:</p> <p class="EinzugZitat">1.<span> </span>Allgemeine anthropologische und psychologische Grundlagen;</p> <p class="EinzugZitat">2.<span> </span>Medizinische Grundlagen und Neurowissenschaften;</p> <p class="EinzugZitat">3.<span> </span>Allgemeine Psychopathologie;</p> <p class="EinzugZitat">4.<span> </span>Spezielle Psychopathologie, psychiatrische Krankheits- und Behandlungslehre inkl. Psychopharmakologie;</p> <p class="EinzugZitat">5.<span> </span>Entwicklungs- und PersÃ¶nlichkeitspsychologie;</p> <p class="EinzugZitat">6.<span> </span>Theorien der psychischen StÃ¶rungen und Erkrankungen inkl. Psychosomatik;</p> <p class="EinzugZitat">7.<span> </span>Geschichte, Entwicklung, Schulen und Methoden der Psychotherapie;</p> <p class="EinzugZitat">Das Grundlagenwissen hat folgende Fachkenntnisse im Umfang von insgesamt mindestens 140 Stunden zu umfassen, wobei pro Fach je mindestens 30 Stunden zu absolvieren sind:</p> <p class="EinzugZitat">8.<span> </span>Psycho-Diagnostik und Testtheorie;</p> <p class="EinzugZitat">9.<span> </span>Psychotherapieforschung und QualitÃ¤tssicherung;</p> <p class="EinzugZitat">10.<span> </span>Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie;</p> <p class="EinzugZitat">11.<span> </span>Ethik und Recht;</p> <p class="EinzugZitat">Grundlagenwissen in folgenden Fachgebieten kann hÃ¶chstens im Umfang von insgesamt 60 Stunden angerechnet werden:</p> <p class="EinzugZitat">12.<span> </span>PÃ¤dagogik, Soziologie, Ethnologie und Religionswissenschaften;</p> <p class="EinzugZitat">13.<span> </span>Philosophie, Geschichte, Kunst-, Literatur- und Sprachenwissenschaften.</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Einzug1">Die BeschwerdefÃ¼hrerin verfÃ¼gt Ã¼ber einen Hochschulabschluss. Die Gesundheitsdirektion anerkannte in der angefochtenen VerfÃ¼gung, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin von den vorgenannten FÃ¤chern die FÃ¤cher 1, 4, 7, 10, 11 und 12 absolviert habe. In ihrer Beschwerdeantwort anerkannte sie ausserdem die ErfÃ¼llung von Fach 8. Umstritten ist somit, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼ber ein ausreichendes Grundlagenwissen in den FÃ¤chern "Medizinische Grundlagen und Neurowissenschaften" (Fach 2), "Allgemeine Psychopathologie" (Fach 3), "Entwicklungs- und PersÃ¶nlichkeitspsychologie" (Fach 5), "Theorien der psychischen StÃ¶rungen und Erkrankungen inkl. Psychosomatik" (Fach 6) und "Psychotherapieforschung und QualitÃ¤tssicherung" (Fach 9) verfÃ¼gt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, dass sie in den FÃ¤chern 2, 3, 6 und 9<br/> Ã¼ber ein ausreichendes Grundlagenwissen verfÃ¼ge. Das Wissen in den medizinischen Grundlagen und Neurowissenschaften (Fach 2) habe sie sich im Rahmen ihrer praktischen TÃ¤tigkeit an der Klinik Z vom Juni 1994 bis November 1995 erworben, das Wissen in allgemeiner Psychopathologie (Fach 3) sowie in psychischen StÃ¶rungen und Erkrankungen inkl. Psychosomatik (Fach 6) im Rahmen des Diagnostikseminars an der Klinik Z und das Wissen in der Psychotherapieforschung und QualitÃ¤tssicherung (Fach 9) dadurch, dass sie nach dem Studienabschluss ein Semester in der Psychotherapieforschung, das heisst Ã¼ber ErzÃ¤hlungen in der Psychotherapie, am Psychologischen Institut der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich gearbeitet habe (Beschwerdeschrift, act. 2, S. 6 ff., Ziff. 13-14 und 17).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Dagegen wendet die Gesundheitsdirektion ein, dass das psychotherapierelevante Grundlagenwissen im Rahmen eines strukturierten und allgemein gehaltenen Studienganges absolviert werden mÃ¼sse, welcher die theoretischen Grundlagen vermittle. Um dem Hochschulniveau des Psychologiestudiums gerecht zu werden, wÃ¼rden ganz grundsÃ¤tzlich nur Vorlesungen an den UniversitÃ¤ten oder Fachhochschulen oder im Rahmen eines ErgÃ¤nzungsstudiums anerkannt. WÃ¤hrend unselbststÃ¤ndiger TÃ¤tigkeit â wie z.B. in psychiatrischen Kliniken vermitteltes Wissen â sei in aller Regel nicht oder nur wenig strukturiert und in aller Regel nur fallbezogen. Aus diesem Grund kÃ¶nne das an der Klinik Z erworbene Wissen nicht anerkannt werden. Das Gleiche gelte fÃ¼r die Psychotherapieforschung und QualitÃ¤tssicherung, da es sich bei der Arbeit am Psychologischen Institut der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich nicht um einen strukturierten Unterricht, welcher theoretisches Wissen vermittle, handle, sondern um eine unselbststÃ¤ndige TÃ¤tigkeit bzw. offenbar um eine ForschungstÃ¤tigkeit (Beschwerdeantwort, act. 8, S. 1 f., Ziff. 12-14 und 17).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Die Ansicht der Gesundheitsdirektion wird durch die Weisung des Regierungsrats vom 20. Januar 1999 bestÃ¤tigt (ABl 1999, 209). Der Regierungsrat wollte fÃ¼r die Bewilligung zur selbststÃ¤ndigen nichtÃ¤rztlichen psychotherapeutischen BerufstÃ¤tigkeit als Erstausbildung â entgegen dem schliesslich verabschiedeten § 22 Abs. 1 lit. a GesundheitsG â nicht nur ein abgeschlossenes Psychologiestudium, sondern auch andere als gleichwertig anerkannte Ausbildungen zulassen. Sicherzustellen sei jedoch, dass diejenigen Personen, die nicht an einer Hochschule Psychologie und Psychopathologie studiert hÃ¤tten, sich Ã¼ber eine Ausbildung ausweisen kÃ¶nnten, die in den zentralen FÃ¤chern wie Psychopathologie, Neurosenlehre, Entwicklungspsychologie einer Hochschulausbildung materiell gleichwertig seien (ABl 1999, 215). Die Meinung der Gesundheitsdirektion ist deshalb zutreffend, dass das Grundlagenwissen nur im Rahmen einer universitÃ¤tsÃ¤hnlichen Ausbildung mit strukturiertem Unterricht und nicht bei der AusÃ¼bung einer unselbststÃ¤ndigen TÃ¤tigkeit erworben werden kann. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">aa) Aus diesem Grund kann das an der Klinik Z vom Juni 1994 bis November 1995 erworbene Wissen in den medizinischen Grundlagen und Neurowissenschaften nicht anerkannt werden. Im Ãbrigen ist darauf hinzuweisen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin besagte praktische TÃ¤tigkeit am 8. Dezember 1999 als Nachweis ihrer unselbststÃ¤ndigen TÃ¤tigkeit im Sinne von Ziff. 1 lit. c der Richtlinien eingereicht hatte (act. 1/7 und 1/7/2) und von der Gesundheitsdirektion im Umfang von 17 Monaten anerkannt wurde (VerfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion, act. 4, S. 4 Ziff. 3). Da es sich bei den drei Ausbildungselementen zur Erlangung der Bewilligung der selbststÃ¤ndigen psychotherapeutischen Ausbildung â wie vorne in ErwÃ¤gung 3a am Ende ausgefÃ¼hrt â um eine zeitliche Stufenfolge handelt, ist es ausgeschlossen, dass die gleiche Ausbildungssequenz sowohl an die Erstausbildung als auch an die unselbststÃ¤ndige TÃ¤tigkeit angerechnet wird.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">bb) Auch das von der BeschwerdefÃ¼hrerin an der Klinik Z besuchte Diagnostikseminar erfÃ¼llt nicht die Voraussetzungen einer der Hochschulausbildung gleichwertigen Ausbildung, da es sich dabei â soweit sich aus den Akten ergibt â nur um eine berufsbegleitende hausinterne Ausbildung handelt. Zudem hÃ¤tte die BeschwerdefÃ¼hrerin bei einer Anerkennung dieser Ausbildung einen Teil ihrer Erstausbildung wÃ¤hrend ihrer unselbststÃ¤ndigen TÃ¤tigkeit absolviert, was wiederum nicht mit der in den Richtlinien statuierten Stufenfolge in Einklang stehen wÃ¼rde.</p> <p class="Einzug1">cc) Schliesslich kann auch die Mitwirkung in der Psychotherapieforschung am Psychologischen Institut der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich nicht als Nachweis des Grundlagenwissens in der Psychotherapieforschung und QualitÃ¤tssicherung gelten, da es sich dabei â wie die Gesundheitsdirektion zu Recht einwendet â nicht um einen strukturierten Unterricht, welcher theoretisches Wissen vermittelt, sondern um eine unselbststÃ¤ndige TÃ¤tigkeit â offenbar eine ForschungstÃ¤tigkeit â handelt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">e) Insofern die BeschwerdefÃ¼hrerin vorbringt, dass sie sich das Wissen in allgemeiner Psychopathologie (Fach 3) sowie in psychischen StÃ¶rungen und Erkrankungen inkl. Psychosomatik (Fach 6) im Rahmen der Vorlesung "EinfÃ¼hrung in die Tiefenpsychologie" (WS 83/84 und SS 84) und das Wissen in Entwicklungs- und PersÃ¶nlichkeitspsychologie (Fach 5) im Rahmen der Vorlesung "Entwicklungspsychologie" (WS 82/83 und SS 83), beide an der UniversitÃ¤t Freiburg, erworben habe (Beschwerdeschrift, act. 2, S. 7, Ziff.<br/> 14-15), verzichtete die Gesundheitsdirektion auf eine Stellungnahme, da ihr die in der Beschwerdeschrift genannten BestÃ¤tigungen nicht vorlÃ¤gen, weshalb sie nicht beurteilt werden kÃ¶nnten. Sie fÃ¼gte jedoch an, dass es sich bei der Vorlesung "EinfÃ¼hrung in die Tiefenpsychologie" wohl eher um eine solche Ã¼ber eine spezielle Psychotherapiemethode<br/> â nÃ¤mlich Tiefenpsychologie â handle, denn um eine solche Ã¼ber Psychopathologie (allgemeine Krankheitslehre). Zudem wÃ¼rden die Vorlesungen dazu in den Verzeichnissen mit Psychopathologie bezeichnet (Beschwerdeantwort, act. 8, S. 2, Ziff. 14-15).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">aa) Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat mit dem Testatheftauszug der UniversitÃ¤t Freiburg belegt, dass sie im WS 82/83 und SS 83 die Vorlesung "Entwicklungspsychologie" besucht hat. Damit kann ihr auch Fach 5 angerechnet werden. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">bb) Dem Testatheftauszug betreffend "EinfÃ¼hrung in die Tiefenpsychologie" hat sie eine BestÃ¤tigung von Dr. med. E, datiert am 11. April 2003, beigelegt, der die Vorlesung damals an der UniversitÃ¤t Freiburg gehalten hatte. Darin bestÃ¤tigt er, dass sich die Thematik der Vorlesung vor allem um die allgemeine Psychopathologie aus analytischer Sicht und die Theorien der Psychischen StÃ¶rungen und Erkrankungen (unter Einbezug der Psychosomatik) zentrierte. Zur Beurteilung der Frage, ob aufgrund dieser BestÃ¤tigung auch die ErfÃ¼llung der FÃ¤cher 3 und 6 anerkannt werden kann, mÃ¼sste die Angelegenheit zur neuen Entscheidung an die Gesundheitsdirektion zurÃ¼ckgewiesen werden (§ 64 Abs. 1 VRG). Da aber â wie in ErwÃ¤gung 3d festgestellt â die BeschwerdefÃ¼hrerin auf jeden Fall nicht Ã¼ber ein ausreichendes Grundlagenwissen in den FÃ¤chern 2 und 9 verfÃ¼gt, erÃ¼brigt sich eine RÃ¼ckweisung an die Gesundheitsdirektion. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">f) Die BeschwerdefÃ¼hrerin kann sich somit nicht Ã¼ber eine genÃ¼gende Erstausbildung ausweisen. Wie schon wiederholt erwÃ¤hnt, mÃ¼ssen die Zulassungsvoraussetzungen gemÃ¤ss Ziff. 1 der Richtlinien in einer zeitlichen Stufenfolge absolviert werden. Es kann deshalb darauf verzichtet werden zu Ã¼berprÃ¼fen, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼ber eine ausreichende psychotherapeutische Spezialausbildung und eine ausreichende unselbststÃ¤ndige TÃ¤tigkeit verfÃ¼gt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. a) Nachdem eine Bewilligung gestÃ¼tzt auf das Gesundheitsgesetz nicht mÃ¶glich ist, stellt sich die Frage, ob der BeschwerdefÃ¼hrerin eine solche gestÃ¼tzt auf das Binnenmarktgesetz vom 6. Oktober 1995 (BGBM) erteilt werden muss. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Gesundheitsdirektion vertritt die Auffassung, dass das Binnenmarktgesetz der BeschwerdefÃ¼hrerin keinen Anspruch auf Marktzulassung verschaffe. Sofern die BerufsausÃ¼bungsbewilligung aus dem Kanton Y Ã¼berhaupt als kantonaler FÃ¤higkeitsausweis im Sinne des Gesetzes anerkannt werden mÃ¼sse, sei es offensichtlich, dass der Kanton Y an die FÃ¤cherverbindung weniger hohe Anforderungen stelle als der Kanton ZÃ¼rich an das psychotherapierelevante Grundlagenwissen, welches in gesundheitspolizeilicher Hinsicht von grÃ¶sster Wichtigkeit sei; dies insbesondere auch unter dem Aspekt, dass das Gesundheitsgesetz mit der Ãnderung vom 1. Januar 2002 als rechtsgenÃ¼gende Erstausbildung nur noch ein Psychologiestudium einschliesslich Psychopathologie anerkenne. Eine BeschrÃ¤nkung nach Art. 3 BGBM sei daher gerechtfertigt. Ebenso grosse Wichtigkeit messe der Kanton ZÃ¼rich der zweijÃ¤hrigen unselbststÃ¤ndigen psychotherapeutischen TÃ¤tigkeit zu; dies offensichtlich im Gegensatz zum Kanton Y, welcher nur ein Jahr verlange.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Dem hÃ¤lt die BeschwerdefÃ¼hrerin im Wesentlichen entgegen, dass der Kanton Y nicht ein tieferes Schutzniveau anstrebe als der Kanton ZÃ¼rich. Ausserdem kÃ¶nne sie sich Ã¼ber eine praktische Berufserfahrung von zwei Jahren ausweisen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Mit ihren Ausbildungsnachweisen und deren Anerkennung durch den Kanton Y fÃ¼r die Zulassung als selbststÃ¤ndige Psychotherapeutin verfÃ¼gt die BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼ber einen kantonal anerkannten FÃ¤higkeitsausweis zur AusÃ¼bung einer ErwerbstÃ¤tigkeit im Sinn von Art. 4 Abs. 1 BGBM. Damit sind MarktbeschrÃ¤nkungen nur unter den Voraussetzungen von Art. 3 Abs. 1 BGBM zulÃ¤ssig. Nach dieser Bestimmung mÃ¼ssen die BeschrÃ¤nkungen gleichermassen auch fÃ¼r ortsansÃ¤ssige Personen gelten, und sie mÃ¼ssen zur Wahrung Ã¼berwiegender Ã¶ffentlicher Interessen unerlÃ¤sslich und verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sein. Als Ã¼berwiegende Ã¶ffentliche Interessen fallen nach Art. 3 Abs. 2 BGBM unter anderem insbesondere der Gesundheitsschutz sowie die GewÃ¤hrleistung eines hinreichenden Ausbildungsstandes fÃ¼r bewilligungspflichtige BerufstÃ¤tigkeiten in Betracht. BeschrÃ¤nkungen des freien Zugangs zum Markt sind unter anderem insbesondere dann verhÃ¤ltnismÃ¤ssig, wenn die angestrebte Schutzwirkung nicht bereits durch die Vorschriften des Herkunftsortes erzielt wird (Art. 3 Abs. 3 BGBM).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der schweizerische Gesetzgeber wollte mit dem Binnnenmarktgesetz analog zum EG-Recht eine Diskriminierung Kantonsfremder und einen offenen oder verdeckten Protektionismus zu Gunsten einheimischer Wirtschaftsinteressen vermeiden. Aus dieser Zielsetzung folgt kein Ã¼ber Art. 31 aBV (= Art. 27 der heutigen Bundesverfassung) hinausgehender bundesrechtlicher Schutz gegen jegliche kantonalrechtliche EinschrÃ¤nkung des Wirtschaftsgeschehens. Das BGBM findet daher keine Anwendung auf innerkantonale Regelungen, die weder rechtlich noch faktisch ausserkantonale Anbieter diskriminieren (BGE 125 I 276 E. 4f). Das BGBM verwehrt es den Kantonen auch nicht, mit ihren Zulassungsvorschriften hÃ¶here Schutzwirkungen anzustreben als andere Kantone (BGE 128 I 92 E. 3, 125 I 322 E. 4c). Allerdings wird mit der binnenmarktlichen FreizÃ¼gigkeitskonzeption vorerst die Gleichwertigkeit der kantonalen FÃ¤higkeitsausweise vermutet (BGE 125 I 322 E. 4b, 125 I 276 E. 5b, 125 II 56 E. 4b; VGr, 10. Juli 2003, VB.2003.00153, www.vgrzh.ch). </p> <p class="Einzug1">c) GemÃ¤ss den Richtlinien verlangt der Kanton ZÃ¼rich fÃ¼r die Bewilligung zur selbststÃ¤ndigen nichtÃ¤rztlichen psychotherapeutischen BerufstÃ¤tigkeit ein abgeschlossenes Psychologiestudium einschliesslich Psychopathologie an einer schweizerischen UniversitÃ¤t oder eine andere gleichwertige Ausbildung. Wie in ErwÃ¤gung 3b ausgefÃ¼hrt, werden an die Gleichwertigkeit der Ausbildung ziemlich hohe Anforderungen gestellt. So muss ein Gesuchstellender insgesamt 600 Stunden Grundlagenwissen in 11 verschiedenen FÃ¤chern nachweisen. Das Bundesgericht hat in Bezug auf die am 1. Januar 2002 in Kraft getretenen §§ 22 ff. GesundheitsG erkannt, dass es verhÃ¤ltnismÃ¤ssig ist, dass der Kanton ZÃ¼rich im Gegensatz zu anderen Kantonen auf ein Psychologiestudium besteht (BGE 128 I 92 E. 2c). Der ZÃ¼rcher Gesetzgeber hat mit dem Erfordernis eines Hochschulstudiums in Psychologie einschliesslich Psychopathologie, der nachfolgenden Psychotherapieausbildung und der praktischen TÃ¤tigkeit eine konsistente Regelung getroffen, die einen wirksamen Gesundheitsschutz gewÃ¤hrleistet, ohne dass sich sagen lÃ¤sst, die Anforderungen seien unnÃ¶tig streng oder unzumutbar hoch. Im Interesse des Patientenschutzes verlangt der zÃ¼rcherische Gesetzgeber einen verhÃ¤ltnismÃ¤ssig hohen Ausbildungsstand. Das Binnenmarktgesetz kann nicht dazu fÃ¼hren, dass die Kantone ihre jeweiligen Anforderungen demjenigen Kanton anpassen mÃ¼ssten, der die geringsten Anforderungen stellt (BGE 128 I 92 E. 3). Gleiche Ãberlegungen gelten natÃ¼rlich auch fÃ¼r die qualifizierten Anforderungen der â in den Richtlinien vorgesehenen â dem Psychologiestudium gleichwertigen Ausbildung. Die Zulassung des Kantons Y verpflichtet den Kanton ZÃ¼rich daher nicht dazu, an die BeschwerdefÃ¼hrerin, die weder Ã¼ber ein Psychologiestudium noch Ã¼ber eine entsprechende qualifizierte Erstausbildung verfÃ¼gt, geringere Anforderungen als an andere Psychotherapeuten ohne ausserkantonale Zulassung zu stellen. Aus diesem Grund ist die strittige BerufsausÃ¼bungsbewilligung auch gestÃ¼tzt auf das Binnenmarktgesetz zu verweigern. Damit erÃ¼brigt es sich zu Ã¼berprÃ¼fen, ob sich die BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼ber eine zweijÃ¤hrige praktische Berufserfahrung ausweisen kann.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. Damit unterliegt die BeschwerdefÃ¼hrerin in der Hauptsache. Die Gesundheitsdirektion hat der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r die angefochtene VerfÃ¼gung eine PauschalgebÃ¼hr von Fr. 500.- auferlegt. Wie die BeschwerdefÃ¼hrerin zu Recht geltend macht, hat die Gesundheitsdirektion damit Art. 4 Abs. 2 BGBM, der die Kostenlosigkeit des Verfahrens vorschreibt, missachtet. In dieser Hinsicht ist der Entscheid aufzuheben. Da sich die in Art. 4 Abs. 2 BGBM vorgesehene Kostenlosigkeit nach ihrem Sinn und Zweck nur auf das erstinstanzliche, nicht jedoch auf ein allfÃ¤lliges Rechtsmittelverfahren bezieht (vgl. unverÃ¶ffentlichte ErwÃ¤gung 5 aus RB 1998 Nr. 77 und Nr. 78), wird die BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das Beschwer­deverfahren kostenpflichtig (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 1 VRG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Eine ParteientschÃ¤digung steht ihr damit von vornherein nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Einzug1"><a id="Text12"></a>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird Disp.-Ziff. II der angefochtenen VerfÃ¼gung aufgehoben. Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Es werden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">5. â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>