<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">1B_762/2012 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 28. Mai 2013 </div> <div class="para">I. öffentlich-rechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Fonjallaz, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Karlen, Eusebio, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Härri. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. D.________, </div> <div class="para">2. E.________, </div> <div class="para">beide vertreten durch Rechtsanwalt Peter Krause, </div> <div class="para">3. F.H.________, </div> <div class="para">4. G.H.________, </div> <div class="para">5. B.X.________, </div> <div class="para">Beschwerdegegner, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich, Molkenstrasse 15/17, Postfach 2251, 8026 Zürich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Nichtanhandnahme der Strafuntersuchung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts </div> <div class="para">des Kantons Zürich, III. Strafkammer, </div> <div class="para">vom 13. November 2012. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sachverhalt: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A. </div> <div class="para">Am 16. März 2012 erstattete A.X.________ Strafanzeige gegen D.________, E.________, F.H.________, G.H.________ und B.X.________ wegen Freiheitsberaubung und Nötigung zum Nachteil von ihr sowie ihres Sohnes C.X.________ (geb. 2002). Sinngemäss machte sie geltend, B.X.________ habe unter Beteiligung der übrigen Beschuldigten widerrechtlich den gemeinsamen Sohn C.X.________ in ein Kinderheim und sie in eine psychiatrische Klinik einweisen lassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 22. Mai 2012 nahm die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich in Anwendung von <span class="artref">Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO</span> die Strafuntersuchung nicht anhand. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die von C.X.________, vertreten durch A.X.________, dagegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Zürich (III. Strafkammer) am 13. November 2012 ab, soweit es darauf eintrat. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B. </div> <div class="para">A.X.________ führt Beschwerde in Strafsachen mit dem Antrag, den Beschluss des Obergerichts aufzuheben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C. </div> <div class="para">Die Staatsanwaltschaft und das Obergericht haben auf Gegenbemerkungen verzichtet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">D.________ und E.________ haben sich in einer gemeinsamen Eingabe vernehmen lassen mit dem Antrag, die Beschwerde abzuweisen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.X.________ hat eine Replik eingereicht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">1.1 Gemäss <span class="artref">Art. 109 BGG</span> entscheiden die Abteilungen in Dreierbesetzung bei Einstimmigkeit über die Abweisung offensichtlich unbegründeter Beschwerden (Abs. 2 lit. a). Der Entscheid wird summarisch begründet. Es kann ganz oder teilweise auf den angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Abs. 3). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.2 Wieweit die Eintretensvoraussetzungen erfüllt sind, kann dahingestellt bleiben, da die Beschwerde ohnehin unbehelflich ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sowohl die Einweisung der Beschwerdeführerin in die psychiatrische Klinik mittels Fürsorgerischen Freiheitsentzugs (FFE) als auch die Fremdplatzierung des Sohnes erfolgten durch die jeweils zuständige Behörde gestützt auf die massgeblichen gesetzlichen Bestimmungen. Wenn die Vorinstanz annimmt, die Beschwerdegegner seien für diese Massnahmen strafrechtlich nicht verantwortlich, verletzt das daher offensichtlich kein Bundesrecht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Eine Verletzung des Anspruchs der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör (<span class="artref">Art. 29 Abs. 2 BV</span>) ist nicht auszumachen, konnte sie sich vor Vorinstanz doch umfassend zur Angelegenheit äussern und hat sie das auch getan. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der angefochtene Entscheid leidet sodann an keinem besonders schwer wiegenden und offensichtlichen Mangel. Die Annahme seiner Nichtigkeit fällt deshalb ausser Betracht (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=13&amp;from_date=13.05.2013&amp;to_date=01.06.2013&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F138-II-501%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page501">BGE 138 II 501</a> E. 3.1 S. 503 f. mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Beschwerde ist danach abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt die Beschwerdeführerin die Kosten (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG</span>). Sie hat den Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 eine Entschädigung zu bezahlen (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/68/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/68/1" type="start"></artref>Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/68/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin hat den Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 eine Entschädigung von je Fr. 250.--, insgesamt Fr. 500.--, zu bezahlen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien sowie der Staatsanwaltschaft IV und dem Obergericht des Kantons Zürich (III. Strafkammer) schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 28. Mai 2013 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Fonjallaz </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Härri </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>