B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-4913/2019 U r t e i l v o m 3 1 . O k t o b e r 2 0 1 9 Besetzung Einzelrichter Hans Schürch, mit Zustimmung von Richterin Esther Marti; Gerichtsschreiberin Sara Steiner. Parteien A._______, geboren am (…), Afghanistan, vertreten durch MLaw Roman Schuler, Rechtsanwalt, Advokatur Kanonengasse, Beschwerdeführer, gegen Staatssekretariat für Migration (SEM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Familienzusammenführung (Asyl) zu Gunsten von B._______, geboren am (…); Verfügung des SEM vom 20. August 2019 / N (…). D-4913/2019 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass dem Beschwerdeführer am 9. November 2018 in der Schweiz Asyl gewährt wurde, dass er beim SEM mit Schreiben vom 27. Juni 2019 ein Gesuch um Fami- lienzusammenführung im Sinne von Art. 51 AsylG (SR 142.31) zugunsten seiner Ehefrau B._______ einreichte, dass er dabei ausführte, er habe mit seiner Ehefrau in Afghanistan zusam- mengelebt und sie seien durch die Flucht getrennt worden, dass sie das gemeinsame Familienleben wiederaufnehmen möchten und er aber nicht nach Afghanistan zurückkehren könne, dass es seit seiner Ausreise aus Gründen des fehlenden sozialen Netzwer- kes in seinem Heimatdorf, wo sich seine Ehefrau aufhalte, faktisch unmög- lich gewesen sei, in Kontakt zu bleiben, dass sie sich ein Zusammenleben wünschten und eine Trennung nie ge- wollt gewesen sei, dass er sich sofort nach Erhalt von Asyl um die Beschaffung der nötigen Dokumente gekümmert habe, dass er zur Stützung seiner Vorbringen eine Eheurkunde im Original aus- gestellt am 26. Januar 2019 zu den Akten reichte, dass dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 11. Juli 2019 das rechtli- che Gehör zu verschiedenen offenen Fragen gewährt worden war und er dieses mit Eingabe vom 30. Juli 2019 wahrnahm, dass er dabei unter anderem in Bezug auf die Frage des SEM zur Abwei- chung beim Namen der Ehefrau zwischen der Befragung (C._______) und dem Gesuch (B._______) ausführte, B._______ sei der Name ihres Vaters und stehe somit in ihrem Pass, dass das SEM mit Verfügung vom 20. August 2019 – eröffnet am 27. Au- gust 2019 – das Gesuch um Familienzusammenführung ablehnte und der Ehefrau die Einreise in die Schweiz nicht bewilligte, D-4913/2019 Seite 3 dass es dabei zur Begründung im Wesentlichen ausführte, eine Überprü- fung der Eheurkunde sei nicht möglich und diese sei erst nach der Ausreise des Beschwerdeführers ausgestellt worden, was zwar in Afghani stan üb- lich sei, aber dennoch die geringe Beweiskraft dieser Urkunde untermau- ere, dass das in der Urkunde angegebene Heiratsdatum zudem nicht mit den Aussagen des Beschwerdeführers übereinstimme, wobei seine diesbezüg- liche Erklärung, wonach er nicht so vi el Wert auf Daten gebe, angesichts seines Bildungshintergrundes und der Tatsache, dass das Datum leicht einzuordnen sei, nicht überzeuge, dass nicht nachvollziehbar sei, weshalb er seit seiner Ausreise im Septem- ber 2015 bis zum Erhalt des positiven Asylentscheides im November 2018 keinen Kontakt mit seiner Familie und seiner Ehefrau habe herstellen kön- nen, wobei der Hinweis auf das schlechte Netz in Afghanistan nicht zu ver- fangen vermöge, habe er doch auch während seiner Zeit dort gemäss sei- nen Aussagen Telefonverbindungen herstellen können, dass es auffällig sei, dass die Kontaktnahme erst mit Eingabe des Gesu- ches um Familiennachzug gelungen sein solle, dass auch aufgrund seines finanziellen und beruflichen Hintergrundes er- staune, dass weder er noch seine F amilie vor seiner Ausreise Vorkehrun- gen getroffen hätten, um in Kontakt zu bleiben, dass es des Weiteren erstaunlich sei, dass er keine Fotos vom Zusammen- leben mit seiner Ehefrau oder vom Hochzeitsfest habe einreichen können, zumal Fotos von ihm selber gemäss seinen Aussagen existiert hätten, wo- bei die Erklärung, wonach die Taliban keine Feste geduldet hätten, nicht zu überzeugen vermöge, dass er auch zum Namen und Alter seiner Ehefrau, zum Zustandekommen des Ehebundes und zum Zeitraum des Zusammenlebens nur vage Anga- ben gemacht habe, dass aber, selbst wenn davon ausgegangen werde, die Ehe habe bestan- den und sie seien durch die Flucht getrennt worden, der Familiennachzug ohnehin nicht der Wiederaufnahme von zuvor abgebrochenen Beziehun- gen diene, D-4913/2019 Seite 4 dass hier vorab zu erwähnen sei, dass die Ehe arrangiert worden sei und sie nur kurze Zeit zusammengelebt hätten, sodass zweifelhaft sei, ob von einer familiären Beziehung im Sinne des Gesetzes gesprochen werden könne, dass der Fortbestand der Beziehung während der letzten drei Jahre aber aufgrund seines Verhaltens ohnehin zu verneinen wäre, habe er doch nach seinem Entscheid zur Flucht nicht versucht, sich mit seiner Ehefrau in Af- ghanistan wieder zu vereinen, und auch nicht daran gedacht, sie auf die Flucht mitzunehmen, dass daran auch die eingereichten Whatsapp-Chat-Verläufe nichts zu än- dern vermöchten, zumal diese lediglich einen Zeitraum von vier Monaten des Jahres 2019 abdeckten und so einen regelmässigen und andauernden Kontakt nicht zu belegen vermöchten, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 23. September 2019 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs sowie eventu- aliter die Gewährung des Familienasyls und die Erteilung einer Einreisebe- willigung beantragte, dass er in formeller Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Rechts- pflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ersuchte, dass er zunächst geltend machte, das SEM habe den Anspruch auf recht- liches Gehör verletzt, indem es der Heiratsurkunde im Original ohne Be- nennung von Fälschungsmerkmalen oder einer Echtheitsprüfung pauschal jeglichen Beweiswert abspreche, ohne hierzu Abklärungen über die schweizerische Vertretung in Islamabad getätigt zu haben, dass ihre Ehe nach afghanischem Recht gültig geschlossen worden sei und dies traditionell mündlich geschehe, sodass die Tatsache, dass er die Urkunde erst nach seiner Ausreise habe ausstellen lassen, ni cht als Hin- weis auf eine mangelnde Gültigkeit der Ehe gewertet werden könne, dass er das Fehlen von Fotografien plausibel erläutert habe und auch die weiteren angeblichen Widersprüche den Eheschluss nicht in Zweifel zu zie- hen vermöchten, D-4913/2019 Seite 5 dass er den Vornamen und den Herkunftsort seiner Ehefrau an der Befra- gung zur Person richtig angegeben habe und lediglich der Nachname und das Heiratsdatum nicht korrekt gewesen seien, was sich aufgrund seiner Fluchterlebnisse und seiner Traumatisierung erklären lasse, dass sie in Afghanistan zwar nur kurz zusammengelebt hätten, seine Ehe- frau aber in den Haushalt seiner Familie gezogen sei und sich eine Min- destdauer des gemeinsamen Wohnens der einschlägigen Rechtsprechung nicht entnehmen lasse, dass er nach seiner Ausreise versucht habe, mit seiner Ehefrau in Kontakt zu treten, dies aber aufgrund der unsicheren Lage in seiner Heimatprovinz nicht gelungen sei, dass er glaubhaft erläutert habe, dass er erst nach drei Jahren durch Zufall auf Facebook einen Kollegen aus dem gleic hen Dorf gefunden habe und über diesen Kontakt zu seiner Familie habe herstellen können, und der Zeitpunkt der Kontaktnahme, unmittelbar nach der Asylgewährung, Zufall gewesen sei, dass er den Kontakt seither – so gut es aufgrund der schlechten telefoni- schen Verbindungen möglich sei – aufrechterhalte, wobei der Fortbestand der Beziehung aus dem Chat-Verlauf klar ersichtlich werde, dass der Vorwurf der Vorinstanz, wonach er seine Ehefrau nicht mitgenom- men habe, haltlos sei, zumal er nach dem Angriff auf sein Haus nicht dort- hin habe zurückkehren können, und seine Ehefrau damals bei seiner Fa- milie in grösserer Sicherheit gewesen sei, dass auch die Argumente, wonach die Ehe arrangiert worden sei und er erst ein halbes Jahr nach der Asylgewährung um Familiennachzug ersucht habe, nicht stichhaltig seien, zumal er zuerst die notwendigen Papiere habe beschaffen müssen, dass eine Verweigerung der Einreise auch gegen Art. 8 EMRK verstosse, dass der Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 27. September 2019, das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege sowie um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses abwies und den Beschwerdeführer aufforderte, bis zum 14. Oktober 2019 einen Kostenvor- schuss zu bezahlen, D-4913/2019 Seite 6 dass der verlangte Kostenvorschuss am 4. Oktober 2019 fristgerecht ge- leistet wurde, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 16. Oktober 2019 den weite- ren Whatsappchat-Verlauf mit seiner Ehefrau bis zum 9. Oktober 2019 und eine weitere Fotografie seiner Ehefrau vom 5. Oktober 2019 einreichte, auf der sie zusammen mit seiner Familie in deren Wohnung abgebildet sei, und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – so auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Ände- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 6 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei- ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine s olche handelt, weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver- zichtet wurde, D-4913/2019 Seite 7 dass der Beschwerdeführer zunächst eine Verletzung des rechtlichen Ge- hörs rügte, dass das SEM entgegen der Argumentation in der Beschwerde der Hei- ratsurkunde nicht pauschal jeglichen Beweiswert abgesprochen hat, son- dern lediglich unter diversen anderen Argumenten auf deren geringe Be- weiskraft hingewiesen hat, weshalb eine Überprüfun g der Urkunde nicht erfolgen musste, womit eine Verletzung des rechtlichen Gehörs in diesem Zusammenhang nicht festzustellen ist, dass g emäss Art. 51 Abs. 1 AsylG Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder als Flüchtlinge anerkannt werden und Asyl erhalten, wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen (Familienasyl), dass die Einreise auf Gesuch hin zu bewilligen ist, wenn die anspruchsbe- rechtigten Personen durch die Flucht getrennt wurden und sie sich im Aus- land befinden (Art. 51 Abs. 4 AsylG), dass der Zweck der Bestimmung von Art. 51 Abs. 4 AsylG allein die Wie- dervereinigung von vorbestandenen Familiengemeinschaften ist und sie weder der Aufnahme von neuen respektive von zuvor noch gar nicht ge- lebten familiären Beziehungen noch der Wiederaufnahme von zuvor been- deten Beziehungen dient (vgl. zum Ganzen BVGE 2015/29 E. 3, 2012/32 E. 5.1 und 5.4.2), dass sich zunächst die Frage stellt, ob der Beschwerdeführer eine aner- kennungsfähige Ehe glaubhaft machen kann, und ob von einer vorbestan- denen Familiengemeinschaft auszugehen ist, dass das SEM diesbezüglich verschiedene Zweifel äusserte und insbeson- dere ausführte, der Beschwerdeführer habe zum Heiratsdatum, zum Na- men und Alter seiner Ehefrau, zum Zustandekommen des Ehebundes und zum Zeitraum des – überdies kurzen – Zusammenlebens (drei respektive fünf bis sechs Tage) vage und widersprüchliche Angaben gemacht und keine Fotos vom Zusammenleben oder vom Hochzeitsfest einreichen kön- nen, dass der Umstand, wonach der Beschwerdeführer sein Asylgesuch unt er anderem auf seine Hochzeit stützte, indem er angab, der Vater seiner Ehe- frau, ein Taliban, habe ihn umbringen wollen, nachdem er erfahren habe, dass er für die afghanische Armee diene, zunächst für ein e Bindung zur Ehefrau spricht, D-4913/2019 Seite 8 dass der Beschwerdeführer auch den Umstand der fehlenden Fotografien der Ho chzeit schlüssig erklären konnte , indem er darauf verwies, dass grosse Feste unter den Taliban nicht erwünscht seien, dass auch die Erklärung des Beschwerdeführers in seiner Stellungnahme vom 30. Juli 2019 in Bezug auf die Abweichung beim Namen der Ehefrau nicht von der Hand zu weisen ist, dass der Hinweis des SEM auf die arrangierte Ehe nicht zu verfangen mag, dass aber die Frage der vorbestandenen Familiengemeinschaft vorliegend schlussendlich offengelassen werden kann, da ohnehin besondere Um- stände insofern anzunehmen sind, als von einer späteren freiwilligen Tren- nung auszugehen ist, dass für das Gericht in diesem Zusammenhang nicht die unterlassene Wie- dervereinigung in Afghanistan und die Tatsache, dass der Beschwerdefüh- rer seine Ehefrau nicht mit auf die gefährliche Flucht nahm, ausschlagge- bend ist, sondern vielmehr das Verhalten des Beschwerdeführers nach sei- ner Ausreise, dass er Afghanistan im September 2015 verliess und danach während drei Jahren weder mit seiner Ehefrau noch mit seiner Familie in Kontakt getre- ten ist, dass angesichts seiner Bildung – insbesondere auch als Elektroniker – und seiner Aussagen zu den Möglichkeiten der Kommunikation während seiner Zeit in Afghanis tan (vgl. Erwägungen des SEM) davon auszugehen ist, dass sie über die technischen Möglichkeiten verfügt hätten, dass insbesondere auffällt, dass der Beschwerdeführer sehr kurze Zeit nachdem er in der Schweiz Asyl erhalten hat, den Kontakt zu seiner Familie auf einmal wiederherstellen konnte, während ihm dies vorher drei Jahre lang nicht gelungen sein soll, dass er diese Kontaktnahme überdies widersprüchlich geschildert hat, in- dem er in der Beschwerde angab, er habe nach drei Jahren durch Zufall auf Facebook einen Kollegen aus dem gleichen Dorf gefunden und über diesen den Kontakt zu seiner Familie herstellen können, während aus sei- ner Stellungnahme vom 30. Juli 2019 hervorgeht, dass er – offenbar schon länger – über Facebook Kontakt mit einem Kollegen gehabt habe, welcher im gleichen Dorf gelebt habe, aber wegen der Arbeit in der Türkei gewesen D-4913/2019 Seite 9 sei und diesem bei dessen Rückkehr nach Afghanistan seine Telefonnum- mer gegeben habe, dass er sich diese s Vorgehens zudem schon viel früher hätte bedienen können, dass weiter ins Gewicht fällt, dass er ab Januar 2019 angeblich regelmäs- sigen Austausch mit seiner Ehefrau über Whatsapp hat pflegen können, während der Kontakt zuvor wegen fehlendem Internet nicht möglich gewe- sen sei, dass schlechte telefonische Verbin dungen zwar zu erklären vermögen, weshalb der Kontakt nicht regelmässig stattfinden kann, vorliegend der Kontakt aber seit Januar 2019 eben gerade sehr regelmässig hat stattfin- den können, dass der mit der Beschwerdeergänzung neu eingereichte W hatsappchat, welcher nun zwar bis zum 9. Oktober 2019 reicht, zwar allenfalls ein Indiz für einen aktuell bestehenden Kontakt darstellen kann, was jedoch lediglich den Willen zur Wiederaufnahme der zuvor beendeten ehelichen Beziehung belegt, welcher jedoch durch Art. 51 Abs. 4 AsylG wie oben erwähnt nicht geschützt ist, dass in diesem Sinne auch die eingereichten Fotografien der Ehefrau vom 5. September 2019 und 5. Oktober 2019, welche angeblich mit der Familie des Beschwerdeführers in deren Wohnung aufgenommen worden sei en, nicht zu einem anderen Schluss kommen lassen , zumal sie einen ständi- gen Wohnsitz der Ehefrau in der elterlichen Wohnung des Beschwerdefüh- rers nicht zu belegen vermögen, dass der Beschwerdeführer in seinem Gesuch vom 27. Juni 2019 bezeich- nenderweise angab, dass sie das gemeinsame Familienleben wiederauf- nehmen möchten, dass Art. 8 EMRK im Übrigen keine ergänzende Anwendung findet, wenn die Voraussetzungen des Familienasyls im Sinne von Art. 51 AsylG nicht erfüllt sind, es dem Beschwerdeführer jedoch unbenommen bleibt, bei den dafür zuständigen kantonalen Migrationsbehörden ein Gesuch um Famili- ennachzug gestützt auf Art. 44 AIG (SR 142.20) einzureichen (vgl. EMARK 2002 Nr. 6, EMARK 2006 Nr. 8), D-4913/2019 Seite 10 dass somit die Voraussetzungen für die Bewilligung der Einreise der Ehe- frau des Beschwerdeführers in die Schweiz gemäss Art. 51 Abs. 4 AsylG nicht erfüllt sind und das SEM deren Einreise in die Schweiz zu Recht ab- gelehnt hat, dass die angefochtene Verfügung Bund esrecht nicht verletzt, den rechts- erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist , weshalb die Be- schwerde abzuweisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1– 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi- gungen vor dem Bun desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), dass der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss zur Begleichung der Verfahrenskosten zu verwenden ist. (Dispositiv nächste Seite) D-4913/2019 Seite 11 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zu Begleichung der Verfah- renskosten verwendet. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale Migrationsbehörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Hans Schürch Sara Steiner