A bteilung III C -3108/2006 {T 0/2} U rteil vom 21. Juni 2007 M itw irkung: R ichter Stefan M esm er (Vorsitz); R ichter Alberto M euli (Abteilungspräsident); R ichter M ichael Peterli; G erichtsschreiberin Ingrid Künzli. X._______, Beschw erdeführerin, vertreten durch H errn Advokat G uido Ehrler, R ebgasse 1, Postfach 477, 4005 Basel, gegen Eidgenössische Invalidenversicherung (IV), IV-Stelle für Versicherte im A usland, Postfach 3100, 1211 G enf 2, Vorinstanz, betreffend Invalidenversicherung, Verfügung vom 30. O ktober 2006. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht hat den A kten entnom m en und erw ogen, dass die Beschw erdeführerin die Verfügung der Eidgenössischen Invaliden- versicherung, IV-Stelle für Versicherte im Ausland (im Folgenden: IV-Stelle), vom 30. O ktober 2006 betreffend Abw eisung eines G esuches um Leistungen der Invalidenversicherung m it Beschw erde vom 30. N ovem ber 2006 bei der Eidgenössischen R ekurskom m ission der Alters-, H interlassenen- und Invaliden- versicherung für die im Ausland w ohnenden Personen angefochten hat, dass das Beschw erdeverfahren per 1. Januar 2007 vom Bundesverw altungs- gericht übernom m en w urde (Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2006 über das Bundesverw altungsgericht [VG G ], SR 173.32), dass im Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht das neue, am 1. Januar 2006 in Kraft getretene Verfahrensrecht anw endbar ist (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ), dass das G ericht gem äss Art. 31 VG G zur Beurteilung von Beschw erden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gem äss Art. 33 und 34 VG G zuständig ist, sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt, dass die IV-Stelle als Vorinstanz gem äss Art. 33 Bst. d VG G zu gelten hat, und vorliegend keine Ausnahm e von der Zuständigkeit auszum achen ist (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG ], SR 831.20), so dass das G ericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschw erde zuständig ist, dass die Vorinstanz am 18. Januar 2007 ihre Vernehm lassung vorgelegt hat, dass die Beschw erdeführerin ebenfalls am 18. Januar 2007 einen zusätzlichen ärztlichen Bericht von H errn D r. A._______ vom 10. Januar 2007 und zudem am 12. M ärz 2007 ihre R eplik eingereicht hat, dass die Vorinstanz in ihrer D uplik vom 23. April 2007 beantragt, die Beschw erde sei gutzuheissen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei zur Vornahm e w eiterer Abklärungen an die Verw altung zurückzuw eisen, dass sie diesen Antrag dam it begründet, dass gem äss der Stellungnahm e der IV-Stelle Basel-Stadt vom 17. April 2007 der regionale ärztliche D ienst beider Basel (R AD ) aufgrund des von der Beschw erdeführerin vorgelegten ärztlichen Berichts von H errn D r. A._______ zum Schluss gekom m en sei, seit der Begut- achtung durch H errn D r. B._______ im Septem ber 2005 – auf w elche sich die angefochtene Verfügung im W esentlichen stützte – seien offenbar neue radio- logische und klinische Befunde aufgetreten, dass daher w eitere Abklärungen, insbesondere durch H errn D r. B._______, erforderlich seien, um eine allfällige zusätzliche Einschränkung der Arbeits- fähigkeit beurteilen zu können, dass sich die Beschw erdeführerin m it Schreiben vom 14. M ai 2007 dem Antrag der Vorinstanz anschliesst und ihre ursprünglichen R echtsbegehren N rn. 2 3 und 3, m it w elchen die Zusprechung einer Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von m indestens 50% und die Einholung eines gerichtlichen G utachtens beantragt w orden ist, zurückzieht, dass sie im Ü brigen festhält, sie habe bereits im vorinstanzlichen Verfahren darauf hingew iesen, es seien noch ärztliche Abklärungen im G ang, dass dam it nach übereinstim m ender Auffassung der Parteien, w elcher sich das Bundesverw altungsgericht anschliessen kann, feststeht, dass die angefochtene Verfügung vom 1. N ovem ber 2006 auf einer m angelhaft erm ittelten tatbeständ- lichen G rundlage beruht, dass Art. 49 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) die unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschw erdegrund nennt, dass die Beschw erde dem nach teilw eise gutzuheissen und die Sache zur N eu- beurteilung an die Vorinstanz zurückzuw eisen ist (Art. 61 Abs. 1 Vw VG ), dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu erheben sind (Art. 63 Abs. 2 Vw VG ), dass der – angesichts der m odifizierten R echtsbegehren vollum fänglich – obsie- genden Beschw erdeführerin eine von der Vorinstanz zu entrichtende Parteient- schädigung zuzusprechen ist, dass die Parteientschädigung gem äss Art. 14 Abs. 2 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw al- tungsgericht (VG KE, SR 173.320. 2) nach der Kostennote des R echtsvertreters zu bestim m en ist, dass der Anw alt der Beschw erdeführerin am 14. M ai 2007 eine Kostennote eingereicht hat, w elche einen Anw altsaufw and von 13,33 Std. à Fr. 250.00, ausm achend Fr. 3'332.50, ausw eist, dass das einer Partei zu entschädigende Anw altshonorar sich nach dem notw endigen Zeitaufw and des Vertreters bestim m t, w obei ein anw altlicher Stundenansatz von Fr. 200.-- bis Fr. 400.-- geltend gem acht w erden kann (Art. 10 VG KE), dass nach höchstrichterlicher R echtsprechung in sozialversicherungsrechtlichen Verfahren vor einer gerichtlichen Behörde die Entschädigung anw altlich ver- tretener Parteien in durchschnittlichen Fällen Fr. 2'500.-- (einschliesslich Auslagen und M ehrw ertsteuer) zu betragen hat (vgl. U rteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 30/03 vom 22. M ai 2003), dass sich im vorliegenden Verfahren fast ausschliesslich m edizinische Fragen stellen und kaum rechtliche Abklärungen erforderlich w aren, so dass der geltend gem achte Anw altsaufw and von 13,33 Std. w eit über dem zu entschädigenden notw endigen Zeitaufw and liegt, dass das Bundesverw altungsgericht einen anw altlichen Zeitaufw and von etw a einem Arbeitstag für geboten erachtet, der – antragsgem äss – zu einem Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen ist,4 dass das zu entschädigende Anw altshonorar daher pauschal auf Fr. 2'200.-- festzusetzen ist, dass der Anw alt der Beschw erdeführerin im W eiteren Anw altsauslagen von ins- gesam t Fr. 132.20 geltend m acht, dass diese Anw altskosten den Bestim m ungen von Art. 11 VG KE entsprechen und vollum fänglich zu entschädigen sind, dass in der Kostennote zusätzlich die Kosten für den von der Beschw erde- führerin eingeholten ärztlichen Bericht von H errn D r. A._______ in der H öhe von Fr. 407.35 geltend gem acht w erden, dass die Kosten eines Privatgutachtens, auf w elches sich der Entscheid einer R echtsm ittelinstanz stützt, nach ständiger Praxis im R ahm en der Parteient- schädigung zurückerstattet w erden können, dass allerdings der obsiegenden Partei derartige Kosten nur zu entschädigen sind, w enn sie nicht unnötigerw eise verursacht oder verschuldet w orden sind (vgl. zum G anzen das U rteil des Bundesgerichts U 60/06 vom 19. Septem ber 2006, E. 6.1, m it H inw eisen; vgl. auch Art. 45 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 6. O ktober 2000 über den Allgem einen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG , SR 830.1]), dass der Bericht von H errn D r. A._______ zw ar erst im Beschw erdeverfahren beigebracht w orden ist, dass die Beschw erdeführerin aber vor Erlass der angefochtenen Verfügung darauf hingew iesen und belegt hat, dass w eitere m edizinische Abklärungen im G ang sind (act. 36), so dass ihr kein prozessuales Verschulden vorgew orfen w erden kann, dass sich zudem der fragliche Bericht im vorliegenden Verfahren als ent- scheidw esentlich erw iesen hat, so dass die diesbezüglich Kosten als Teil der Parteientschädigung zu ersetzen sind, dass daher die von der Vorinstanz zu leistende Parteientschädigung unter Berücksichtigung des notw endigen Aufw andes (Fr. 2'200.--) und der geltend gem achten Auslagen (Fr. 132.20 und Fr. 407.35) auf insgesam t Fr. 2'739.55 festgesetzt w ird (Art. 64 Vw VG in Verbindung m it Art. 9 und Art. 10 VG KE). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird gutgeheissen. D ie angefochtene Verfügung vom 30. O ktober 2006 w ird aufgehoben und die Sache zur N eubeurteilung an die Vorinstanz zurückgew iesen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. D er Beschw erdeführerin w ird für das vorliegende Verfahren eine Parteient- schädigung in der H öhe von Fr. 2'739.55 zugesprochen. D iese Entschädigung ist von der Vorinstanz zu leisten. 5 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin (G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (R ef-N r. 100.54.716.252, G erichtsurkunde) - dem Bundesam t für Sozialversicherungen (G erichtsurkunde) D er Abteilungspräsident: D ie G erichtsschreiberin i.V.: Alberto M euli Susanne M arbet C oullery R echtsm ittelbelehrung: G egen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundes- gericht, Schw eizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt w erden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundes- gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie R echtsschrift hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nter- schrift zu enthalten. D er angefochtene Entscheid und die Bew eism ittel sind, sow eit sie der Beschw erdeführer in H änden hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BG G ). Versand am :