<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2014.00568</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=215212&amp;W10_KEY=4467102&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2014.00568</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.05.2015</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 27.08.2015 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Wiederruf der Niederlassungsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Familienleben nach Art. 8 EMRK. Widerruf der Niederlassungsbewilligung bei in der Schweiz geborenen Ausländern. Verhältnismässigkeit.<br/><br/>Der Anspruch auf Achtung des Familienlebens nach Art. 8 EMRK schützt die Beziehung zwischen volljährigen Kindern und ihren Eltern nicht ohne Weiteres. Teilweise wird ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis verlangt, welches in der Lehre allerdings auf Kritik stösst; teilweise wird das Zusammenleben des volljährigen Kindes mit den Eltern als genügend erachtet. Der Beschwerdeführer ist in der Schweiz geboren und aufgewachsen, lebt noch bei seinen Eltern und pflegt eine intensive Beziehung zu seinen vier Geschwistern. Der Anspruch nach Art. 8 EMRK ist deshalb als zulässig zu erachten (E. 3).<br/><br/>Der Beschwerdeführer ist seit jugendlichem Alter wiederholt straffällig geworden. Zwar ist besonders zu berücksichtigen, dass ein Teil seiner begangenen Delikte vor dem 18. Lebensjahr ausgeübt wurden; unter den Delikten befinden sich jedoch sowohl im jugendlichen als auch im Erwachsenenalter mehrere schwere Gewaltdelikte. Insgesamt zeigt der Beschwerdeführer seit seinem 15. Lebensjahr eine hohe kriminielle Energie auf und hat mehrere Chancen, sein Verhalten zu verändern, nicht wahrgenommen. Somit stellt er eine grosse Gefahr für die hiesige öffentliche Ordnung und Sicherheit dar (E. 4.5 und 4.6).<br/><br/>Zwar trifft der Widerruf der Niederlassungsbewilligung den Beschwerdeführer hart, da er in der Schweiz geboren und aufgewachsen ist. Allerdings spricht der Beschwerdeführer die Sprache seines Heimatlands fliessend, leben seine Grosseltern mütterlicherseits dort und besitzt seine Familie in seinem Heimatland ein Haus. Der Widerruf erscheint somit insgesamt als verhältnismässig (E. 4.7).<br/><br/>Abweisung.<br/></b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAMILIENLEBEN">FAMILIENLEBEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEWALTDELIKT">GEWALTDELIKT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG">NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHWERE STRAFTATEN">SCHWERE STRAFTATEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIDERRUF DER NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG">WIDERRUF DER NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 63 Abs. 2 AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 13 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 EMRK</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>1. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=27739" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2014.00568</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 1. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">21. Mai 2015</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Lukas Widmer<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Martin Kayser, Verwaltungsrichterin Sandra Wintsch, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Daniela KÃ¼hne.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung,</b></p> <b><span><br/> </span></b> <p class="MsoNormal"><span>hat sich ergeben: </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit VerfÃ¼gung vom 30. Mai 2014 widerrief das Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich die Niederlassungsbewilligung von A, geboren am 25. Mai 1993, StaatsangehÃ¶riger der Republik Kosovo, wies ihn aus der Schweiz weg und ordnete an, er habe das schweizerische Staatsgebiet direkt nach seiner Haftentlassung zu verlassen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen diese VerfÃ¼gung erhob A am 1. Juli 2014 Rekurs an die Sicherheitsdirektion und beantragte, die angefochtene VerfÃ¼gung aufzuheben und ihm die Niederlassungsbewilligung zu belassen; des Weiteren sei ihm unentgeltliche Rechtspflege zu gewÃ¤hren und die RechtsanwÃ¤ltin B als unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin einzusetzen, unter EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Staates. Der Rekurs wurde von der Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 26. August 2014 abgewiesen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 3. Oktober 2014 erhob A gegen den Beschluss der Sicherheitsdirektion Beschwerde am Verwaltungsgericht und beantragte, den angefochtenen Entscheid aufzuheben und eine mildere Massnahme (z.<span> </span>B. eine Verwarnung) auszusprechen; des Weiteren ihm unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren und ihm einen unentgeltlichen Rechtsbeistand nach Wahl des Gerichtes zu bestellen, welchem die Gelegenheit zu geben sei, die Beschwerde ergÃ¤nzend zu begrÃ¼nden, sowie eine ParteientschÃ¤digung. Das Gesuch um Bestellung eines Rechtsbeistands wurde mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 6. Oktober 2014 abgewiesen.</p> <p class="Urteilstext">Mit Schreiben vom 27. Oktober 2014 teilte die Sicherheitsdirektion mit, dass auf eine Vernehmlassung zur Beschwerde verzichtet werde. A liess sich in der Folge nicht mehr vernehmen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen sind ebenfalls erfÃ¼llt.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2">Die Beschwerdegegnerin begrÃ¼ndet ihre VerfÃ¼gung vom 30. Mai 2014 im Wesentlichen damit, dass der BeschwerdefÃ¼hrer mehrfach schwer straffÃ¤llig geworden sei und somit in schwerwiegender Weise gegen die Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung der Schweiz verstossen habe. Eine Wegweisung des BeschwerdefÃ¼hrers liege somit im Ã¶ffentlichen Interesse. Sie sei zwar mit einer gewissen HÃ¤rte verbunden, da der BeschwerdefÃ¼hrer in der Schweiz geboren und aufgewachsen sei, aber dennoch verhÃ¤ltnismÃ¤ssig, da er gewisse Beziehungen zu seinem Heimatland Kosovo unterhalte und der albanischen Sprache mÃ¤chtig sei. Die Vorinstanz schloss sich der Argumentation der Beschwerdegegnerin weitgehend an.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht zunÃ¤chst geltend, der Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung sei deshalb unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig, weil er in der Schweiz geboren und aufgewachsen sei. Alle seine nÃ¤heren Verwandten lebten hier; ebenso habe er hier seine Schulausbildung und seinen Einstieg ins Berufsleben erlebt und fÃ¼hre er eine zweijÃ¤hrige Beziehung. Eine Aufhebung des Anwesenheitsrechts treffe ihn deshalb zu hart.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Art. 8 Ziffer 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten vom 4. November 1950 (EMRK) und Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) garantieren die Achtung des Privat- und Familienlebens. Auf das Familienleben als Schutz vor Ausweisung kann sich ein AuslÃ¤nder berufen, wenn er nahe Verwandte mit einem gefestigten Anwesenheitsrecht in der Schweiz hat. Als nahe Verwandte gelten dabei eigene Ehepartner, enge uneheliche, mit einer Ehe vergleichbare Partnerschaften und eigene Kinder (EGMR, 12. Juli 2001, K. u. T. gegen Finnland, Nr. 25702/94, N. 150; Jens Meyer-Ladewig, EMRK Handkommentar, 3. A., Baden-Baden 2011, Art. 8 N. 49). DarÃ¼ber hinaus kann der Anspruch nach Art. 8 Ziff. 1 EMRK auch alle weiteren Verwandten umfassen, die in der Familie eine wesentliche Rolle spielen kÃ¶nnen. Dies betrifft beispielsweise die Beziehungen zwischen Geschwistern oder zwischen Eltern und minderjÃ¤hrigen Kindern, welche im gemeinsamen Haushalt leben (vgl. auch BGE 120 Ib 257, E. 1.d mit weiteren Hinweisen).</p> <p class="Urteilstext">Beziehungen zwischen <i>Erwachsenen </i>geniessen jedoch nicht ohne Weiteres den Schutz von Art. 8 EMRK. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung fÃ¤llt <span>die Beziehung zwischen Eltern und ihren erwachsenen Kindern nur dann in den Schutzbereich des Familienlebens, wenn ein besonderes AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnis besteht (BGE 129 II 11, E. 2). Der EGMR fordert in seiner Rechtsprechung teilweise ebenfalls ein solches AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnis</span> (EGMR, 12. Januar 2010, A.W. Khan gegen Vereinigtes KÃ¶nigreich, Nr. 47486/06, § 32, mit weiteren Hinweisen; 9. Oktober 2003, Slivenko gegen Lettland, Nr. 48321/99, § 97; BGE 120 Ib 257, E. 1.d/e)<span>, teilweise lÃ¤sst er das Zusammenwohnen volljÃ¤hriger Kinder mit ihren Eltern als unter Art. 8 EMRK genÃ¼gend erscheinen </span>(EGMR, 23. Juni 2008, C gegen Ãsterreich, Nr. 1638/03, § 62, mit weiteren Hinweisen; 26. September 1997, D gegen Frankreich, Nr. <a href='http://hudoc.echr.coe.int/sites/eng/pages/search.aspx#{"appno":["25613/94"]}'>25613/94</a>, § 33; 29. Januar 1997, E gegen Frankreich, Nr. 23078/91, § 41; Meyer-Ladewig, Art. 8 N. 52). <a id="E1e"></a></p> <p class="Urteilstext"><span>In der Literatur ist das AnknÃ¼pfungsmerkmal der AbhÃ¤ngigkeit auf Kritik gestossen. So wird gefordert, dass eine Berufung auf Art. 8 Abs. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV unabhÃ¤ngig von einem AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnis mÃ¶glich sein soll, sofern zwischen den erwachsenen Kindern und ihren Eltern eine besonders enge Beziehung bestehe (vgl. Martin Bertschi/Thomas GÃ¤chter, Der Anwesenheitsanspruch aufgrund der Garantie des Privat- und Familienlebens â Bemerkungen zur Schutzwirkung von Art. 8 EMRK in verschiedenen auslÃ¤nderrechtlichen Konstellationen, ZBl 5/2003, S. 225 ff., 259 f.). Insbesondere wird geltend gemacht, dass es stossend wÃ¤re, wenn Eltern, die mit ihren erwachsenen Kindern zusammenleben und zu diesen eine besonders intensive Beziehung pflegen, schlechter gestellt wÃ¤ren als Konkubinatspartner (VGr, 20. Dezember 2013, VB.2013.582, E. 2.3).</span></p> <p class="Erwgung2">Die genannten GrundsÃ¤tze gelten nach Rechtsprechung des EGMR und des Bundesgerichts grundsÃ¤tzlich unabhÃ¤ngig davon, ob ein AuslÃ¤nder als Erwachsener oder als Kind eingereist oder sogar im Gastland geboren ist. Selbst AuslÃ¤nder, welche hier geboren sind bzw. in hohem Masse integriert sind, kÃ¶nnen StaatsangehÃ¶rigen nicht gleichgesetzt werden (Meyer-Ladewig, Art. 8 N. 65). Allerdings wird die Dauer des Aufenthalts in der nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK vorgenommenen VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung berÃ¼cksichtigt (vgl. sogleich unten E. 3.5 und E. 4).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer lebt seit seiner Geburt 1993 in der Schweiz und ist im Besitz einer bis 17. Mai kontrollbefristeten Niederlassungsbewilligung im Kanton ZÃ¼rich. Er wuchs bei seinen Eltern F und G sowie zusammen mit seinen Geschwistern H, I, J und K vorerst im Kanton Aargau und ab 2004 im Kanton ZÃ¼rich auf. Seine FamilienangehÃ¶rigen sind alle StaatsangehÃ¶rige der Republik Kosovo und im Besitz einer Niederlassungsbewilligung im Kanton ZÃ¼rich. </p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend seiner Anwesenheit in der Schweiz erwirkte der BeschwerdefÃ¼hrer ab dem Alter von 14 Jahren mehrere strafrechtliche Verurteilungen, worunter sich auch mehrere Gewaltdelikte befanden (vgl. sogleich E. 4.5). Nach seiner Schulzeit begann der BeschwerdefÃ¼hrer eine Lehre als Automechaniker. Nachdem er in seinem Lehrbetrieb zweimal ein Motorfahrzeug zum Gebrauch entwendet hatte, wurde er entlassen und Ã¼bte danach verschiedene temporÃ¤re BeschÃ¤ftigungen aus. Ab Sommer 2012 Ã¼bte er bis zum Antritt des Strafvollzugs wegen einer versuchten schweren KÃ¶rperverletzung (sogleich E. 4.5) verschiedene ErwerbstÃ¤tigkeiten als Hilfsarbeiter in einem Pensum von 50 % aus. Am 7. Juni 2014 wurde er aus dem Strafvollzug entlassen und ist seither offenbar nicht mehr straffÃ¤llig geworden. Danach Ã¼bte er eine befristete Arbeit als MaschinenfÃ¼hrer im Schichtbetrieb aus. Seit dem 1. Oktober 2014 hat der BeschwerdefÃ¼hrer mehrere Therapiesitzungen beim Psychiater L, und mindestens eine Sitzung bei Psychiater M besucht.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>FÃ¼r den konkreten Fall ergibt sich hinsichtlich der Anspruchskriterien von Art. 8 Ziff. 1 EMRK, dass der am 25. Mai 1993 geborene und somit volljÃ¤hrige BeschwerdefÃ¼hrer nicht verheiratet ist und keine eigenen Kinder hat. Er lebt zwar gemÃ¤ss eigenen Angaben seit knapp zwei Jahren in einer Beziehung. Diese gilt jedoch nicht als eheÃ¤hnliches bzw. massgebliches KonkubinatsverhÃ¤ltnis, insbesondere deshalb, da der BeschwerdefÃ¼hrer nicht mit seiner Freundin zusammenwohnt (vgl. auch BGr, 4. November 2010, 2C.97/2010, E. 3). Der BeschwerdefÃ¼hrer ist jedoch in der Schweiz geboren, bei seinen Eltern aufgewachsen und wohnt auch immer noch bei diesen. Die Eltern unterstÃ¼tzen den BeschwerdefÃ¼hrer mit Kost und Logis. Des Weiteren besteht offenbar eine enge Bindung zu den vier jÃ¼ngeren Geschwistern. </p> <p class="Urteilstext"><span>Zwar sind darÃ¼ber hinaus keine Anhaltspunkte dafÃ¼r ersichtlich, dass die genannten Personen krankheits- oder invaliditÃ¤tsbedingt auf eine familiÃ¤re Betreuung angewiesen wÃ¤ren und somit ein besonderes AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnis bestÃ¼nde. </span>Angesichts der zitierten EGMR-Rechtsprechung, wonach ein Zusammenwohnen volljÃ¤hriger Kinder mit ihren Eltern als unter Art. 8 EMRK genÃ¼gend erscheinen kann, als auch angesichts der in der Literatur zitierten Kritik am Erfordernis des AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnisses erscheint eine Berufung auf Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 BV im vorliegenden Fall jedoch als zulÃ¤ssig; dies zusÃ¤tzlich auch wegen der intensiven Bindung zu den vier Geschwistern des BeschwerdefÃ¼hrers (vgl. Ã¤hnlich auch <span>VGr, 20. Dezember 2013, VB.2013.582, E. 2.3).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b> Die ZulÃ¤ssigkeit einer Berufung auf Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 BV heisst jedoch nicht, dass der BeschwerdefÃ¼hrer einen absoluten Anspruch auf Verbleib in der Schweiz hÃ¤tte. Der Anspruch auf Achtung des Familien- und Privatlebens unterliegt vielmehr den Ã¼blichen Voraussetzungen fÃ¼r einen Grundrechtseingriff (Art. 8 Ziff. 2 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV in Verbindung mit Art. 36 BV). Neben einer gesetzlichen Grundlage verlangen Verfassung und Konvention insbesondere eine AbwÃ¤gung der sich gegenÃ¼berstehenden privaten Interessen an der Bewilligungserteilung und den Ã¶ffentlichen Interessen an deren Verweigerung (vgl. BGr, 31. Mai 2013, 2C_74/2013, E. 2.2). FÃ¼r diese InteressenabwÃ¤gung wird auf die nachstehenden AusfÃ¼hrungen verwiesen (E. 4).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt des Weiteren vor, die Wegweisung sei auch deshalb unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig, da er die meisten seiner begangenen Straftaten im jugendlichen Alter verÃ¼bt habe; diese hÃ¤tten vor allem mit Reifungsdefiziten zu tun. Er wolle sich nun eingliedern und wisse, dass nichts mehr passieren dÃ¼rfe. Des Weiteren habe er zu seinem Heimatland Kosovo kaum Beziehungen; auch deshalb seien seine Chancen auf eine Integration im Kosovo gering und eine Wegweisung unzumutbar.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>FÃ¼r AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder mit einer Aufenthaltsdauer von mehr als 15 Jahren gilt gemÃ¤ss Art. 63 Abs. 2 des Bundesgesetzes Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder vom 16. Dezember 2005 (AuG), dass ihre Niederlassungsbewilligung nur aus GrÃ¼nden von Art. 63 Abs. 1 lit. b und Art. 62 lit. b AuG widerrufen werden kann. Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG fordert, dass die AuslÃ¤nderin oder AuslÃ¤nder in schwerwiegender Weise gegen die Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese gefÃ¤hrdet oder die innere oder die Ã¤ussere Sicherheit gefÃ¤hrdet. Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG verlangt, dass die AuslÃ¤nderin oder der AuslÃ¤nder zu einer lÃ¤ngerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde oder gegen sie eine strafrechtliche Massnahme im Sinne von Art. 64 oder Art. 61 StGB angeordnet wurde.</p> <p class="Erwgung2">Art. 62 und Art. 63 AuG sind als "Kann-Bestimmungen" formuliert. Folglich fÃ¼hrt selbst ein Widerrufsgrund nicht automatisch zur Wegweisung der auslÃ¤ndischen Person. Vielmehr haben die BehÃ¶rden eine InteressensabwÃ¤gung vorzunehmen (<span>Peter Bolzli in: Marc Spescha et al., Migrationsrecht, 3. A., ZÃ¼rich 2012, </span>Art. 33 AuG N. 8; Silvia Hunziker in: Martina Caroni/Thomas GÃ¤chter/Daniela Turnherr (Hrsg.), Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder (AuG), StÃ¤mpflis Handkommentar, Bern 2010, Art. 63 N. 10 f). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer wurde mit dem Urteil des Bezirksgerichts ZÃ¼rich vom 8. Januar 2014 zu einer 30-monatigen und somit lÃ¤ngerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt (vgl. BGE 137 II 297, E. 2.3.4). Der Widerrufstatbestand im Sinne von Art. 62 lit. b AuG ist somit erfÃ¼llt und besteht eine gesetzliche Grundlage fÃ¼r die angeordnete Massnahme. </p> <p class="Erwgung2">Zu prÃ¼fen bleibt, ob die Verweigerung einer Bewilligung aufgrund einer InteressenabwÃ¤gung verhÃ¤ltnismÃ¤ssig ist, wobei die <i>grundrechtlich</i> geschÃ¼tzten privaten Interessen des BeschwerdefÃ¼hrers nach Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 BV ebenfalls zu berÃ¼cksichtigen sind (vgl. oben E. 3). Die nach Art. 63 AuG geforderte allgemeine VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung (Art. 5 Abs. 2 BV) entspricht weitgehend der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK (vgl. auch BGr, 8. April 2014, 2C_741/2013, E. 3.2).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Was die Ausweisung bzw. Ausschaffung von jungen erwachsenen auslÃ¤ndischen StraftÃ¤tern betrifft, so sind in der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung nach Art. 8 EMRK gemÃ¤ss EGMR insbesondere zu berÃ¼cksichtigen: (i) die Natur und Schwere der begangenen Straftaten; (ii) die Dauer des Aufenthalts im Gastland, (iii) die Zeit, welche seit der begangenen Straftat verging und das Verhalten des Betroffenen in dieser Zeitperiode; (iv) die soziale, kulturelle und familiÃ¤re Verbundenheit mit dem Gastland und dem Land, in welches der Betroffene zurÃ¼ckkehren soll (vgl. z.<span> </span>B. EGMR, 23. Juni 2008, C gegen Ãsterreich, Nr. 1638/03, § 71). </p> <p class="Erwgung2">Ãhnliche Kriterien gelten fÃ¼r die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung nach Art. 63 AuG (Hunziker, Art. 63 N. 10 ff.). Zu berÃ¼cksichtigen sind in Zusammenhang mit der Straftat namentlich die Schwere der Tat, das Verhalten nach der Tat und die Frage, wie weit der Tatzeitpunkt zurÃ¼ckliegt (BGr, 28. Februar 2012, 2C-839/2011, E. 2.2; BGE 135 II 377, E. 4.3). Aus fremdenpolizeilicher Sicht ist das Risiko eines RÃ¼ckfalls umso weniger hinzunehmen, je schwerer die Tat wiegt. Als schwerwiegend gelten insbesondere BeeintrÃ¤chtigungen der physischen, psychischen und sexuellen IntegritÃ¤t (BGE 139 II 121, E. 6.3). Im Zusammenhang mit Gewaltdelikten muss selbst ein geringes Restrisiko nicht in Kauf genommen werden (BGr, 6. Februar 2008, 2C_488/2007, E. 2.2.2).</p> <p class="Erwgung2">Des Weiteren ist die Dauer der Anwesenheit in die InteressenabwÃ¤gung mit einzubeziehen. Selbst bei einer auslÃ¤ndischen Person, die in der Schweiz geboren ist, ist ein Widerruf bei schweren Delikten bzw. wiederholter StraffÃ¤lligkeit nicht ausgeschlossen (BGr, 6. Februar 2008, 2C_488/2007, E. 2.2.2); jedoch gebietet sich hier eine gewisse ZurÃ¼ckhaltung. Der Widerruf ist eher zulÃ¤ssig, wenn die auslÃ¤ndische Person sich, obwohl sie seit lÃ¤ngerer Zeit in der Schweiz wohnt, nicht integriert hat (BGr, 23. Januar 2001, 2A.518/2000, E. 2.a). Bei schweren Straftaten und bei RÃ¼ckfall bzw. wiederholter Delinquenz besteht regelmÃ¤ssig ein wesentliches Ã¶ffentliches Interesse, die Anwesenheit eines AuslÃ¤nders zu beenden, der dermassen die Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung beeintrÃ¤chtigt (BGr, 28. Februar 2012, 2C_839/2011, E. 2.3). Schliesslich sind auch den privaten Interessen Rechnung zu tragen, insbesondere, welche Nachteile der Widerruf und die anschliessende Wegweisung fÃ¼r die betroffene Person im Heimatland haben und welche Auswirkungen der Widerruf auf ihr familiÃ¤res Umfeld zeitigt (Hunziker, Art. 63 N. 14 ff.)</p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Was erstens die Schwere und die Schuld bezÃ¼glich der vom BeschwerdefÃ¼hrer begangenen Straftaten anbelangt, so hat der BeschwerdefÃ¼hrer ab dem Alter von 14 Jahren folgende Taten begangen</p> <p class="Urteilstext">- Entscheid der Jugendanwaltschaft Limmattal/Albis vom 28. April 2008: schuldig der mehrfachen Vergewaltigung im Sinne von Art. 190 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 200 des Schweizerischen Strafgesetzbuches vom 21. Dezember 1937 (StGB) sowie einer Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz vom 19. Dezember 1958 (SVG); Bestrafung mit einer persÃ¶nlichen Leistung von zehn Tagen sowie Anordnung einer persÃ¶nlichen Betreuung und einer ambulanten Behandlung;</p> <p class="Urteilstext">- Urteil der Jugendanwaltschaft Dietikon vom 10. Mai 2010: schuldig des Angriffs (Art. 134 StGB), des Diebstahls (Art. 139 Ziff. 1 StGB), der unrechtmÃ¤ssigen Aneignung (Art. 137 Ziff. 1 StGB), der Pornographie (Art. 197 Ziff. 1 und 3 StGB), der falschen Anschuldigung (Art. 303 Ziff. 2 StGB); Bestrafung mit einem Freiheitsentzug von 60 Tagen;</p> <p class="Urteilstext">- Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 13. Oktober 2011: schuldig verschiedener Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz; Bestrafung mit einer Geldstrafe von 40 TagessÃ¤tzen zu je Fr. 30.- und einer Busse von Fr. 800.-;</p> <p class="Urteilstext">- Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 10. Mai 2012: schuldig verschiedener Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz sowie des Hausfriedensbruchs (Art. 186 StG); Bestrafung mit gemeinnÃ¼tziger Arbeit von 240 Stunden und einer Busse von Fr. 200.-;</p> <p class="Erwgung2">- Urteil des Bezirksgerichts ZÃ¼rich vom 8. Januar 2014: schuldig der versuchten schweren KÃ¶rperverletzung im Sinn von Art. 122 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB; Bestrafung mit einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten, wobei diese im Umfang von 20 Monaten aufgeschoben und die Ã¼brigen 10 Monate zum Vollzug angeordnet wurden.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.6 </b>Mit seiner jÃ¼ngsten Tat hat der BeschwerdefÃ¼hrer eine versuchte schwere KÃ¶rperverletzung begangen. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wurde ein aggressives Verhalten attestiert, welches eine erhebliche kriminelle Energie offenbare. Bei der Tat sei er sehr zielstrebig und brutal gegen den wehrlosen GeschÃ¤digten vorgegangen. Das objektive Tatverschulden wurde als "nicht mehr leicht" eingestuft. BezÃ¼glich des subjektiven Verschuldens wurde festgehalten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer eventualvorsÃ¤tzlich handelte; er habe gewusst, dass SchlÃ¤ge und Tritte gegen den Kopf eines teilweise am Boden liegenden Opfers schwerwiegende Folgen haben kÃ¶nnen und habe dies billigend in Kauf genommen. Hinsichtlich des Geisteszustandes des BeschwerdefÃ¼hrers sei das Gutachten von P zu beachten, welches ihm eine wenig gefestigte PersÃ¶nlichkeit mit einer erheblichen KrÃ¤nkbarkeit und Selbstunsicherheit attestiere. Der BeschwerdefÃ¼hrer leide demnach an einer ReifeverzÃ¶gerung, welche jedoch nicht zu einer Verminderung der SchuldfÃ¤higkeit fÃ¼hre. Schliesslich hielt das Bezirksgericht fest, dass das Nichteintreten des Erfolgs einer schweren KÃ¶rperverletzung lediglich glÃ¼cklichen UmstÃ¤nden zu verdanken sei. Insgesamt liegt eine schwere Gewalttat vor, was denn auch in der LÃ¤nge der Freiheitsstrafe von 30 Monaten zum Ausdruck kommt (vgl. BGr, 8. April 2014, 2C_741/2013, E. 3.3).</p> <p class="Urteilstext">FÃ¼r die WÃ¼rdigung des strafrechtlichen Verhaltens des BeschwerdefÃ¼hrers ist zudem zu berÃ¼cksichtigen, dass er in der Vergangenheit wiederholt straffÃ¤llig war. Im Alter von 14 Jahren wurde er der mehrfachen Vergewaltigung als schuldig befunden. Im Anschluss beging der BeschwerdefÃ¼hrer bis zu seiner VolljÃ¤hrigkeit (am 25. Mai 2011) verschiedene weitere Delikte (Angriff gemÃ¤ss Art. 134 StGB, Diebstahl gemÃ¤ss Art. 139 Ziff. 1 StGB, unrechtmÃ¤ssige Aneignung gemÃ¤ss Art. 137 Ziff. 1 StGB, Pornographie gemÃ¤ss Art. 197 Ziff. 1 und 3 StGB, falsche Anschuldigung gemÃ¤ss Art. 303 Ziff. 1 StGB). Nach erreichter VolljÃ¤hrigkeit wurde der BeschwerdefÃ¼hrer am 13. Oktober 2011 verschiedener Delikte schuldig gesprochen: Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch (Art. 94 Ziff. 1 aSVG), Missbrauch von Ausweisen und Schildern (Art. 97 Ziff. 1 aSVG), Fahren ohne FÃ¼hrerausweis (Art. 95 Ziff. 1 aSVG). Am 8. Januar 2014 folgte schliesslich das Urteil bezÃ¼glich der versuchten schweren KÃ¶rperverletzung im Sinn von Art. 122 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB.</p> <p class="Urteilstext">Insgesamt legte der BeschwerdefÃ¼hrer somit seit seinem 15. Lebensjahr eine hohe kriminelle Energie an den Tag. Zwar hat er einen Teil der genannten Straftaten als Jugendlicher begangen, was gemÃ¤ss Rechtsprechung des EGMR und des Bundesgerichts speziell zu berÃ¼cksichtigen ist (vgl. z.<span> </span>B. EGMR, 22. April 2004, <span class="s6b621b36">Radovanovic v. Austria</span><span class="sb8d990e2">, Nr. 42703/98, § 35)</span>. Gleichzeitig ist ein Teil der vom BeschwerdefÃ¼hrer begangenen Delikte als schwer zu qualifizieren. Insbesondere befinden sich mehrere Gewaltdelikte (Vergewaltigung, Angriff, versuchte schwere KÃ¶rperverletzung) darunter. Diese wurden teilweise im jugendlichen (Vergewaltigung, Angriff), teilweise im Erwachsenenalter (versuchte schwere KÃ¶rperverletzung) verÃ¼bt. </p> <p class="Urteilstext">Der EGMR hat festgehalten, dass auch wÃ¤hrend der Jugendzeit verÃ¼bte Straftaten zu einer Wegweisung fÃ¼hren kÃ¶nnen, wenn sie besonders schwer sind (EGMR, 29. Januar 1997, E gegen Frankreich, Nr. 23078/91, § 51, wo es ebenfalls um eine Vergewaltigung ging, welche vom BeschwerdefÃ¼hrer mit 17 Jahren verÃ¼bt wurde; 22. Januar 2007, N gegen DÃ¤nemark/O gegen DÃ¤nemark, Nr. 20277/05 und 20730/05. In den genannten FÃ¤llen stellte der EGMR keine Verletzung von Art. 8 EMRK fest). Dies muss auch fÃ¼r den vorliegenden Fall gelten, insbesondere deshalb, da das letzte Gewaltdelikt der versuchten schweren KÃ¶rperverletzung durch den BeschwerdefÃ¼hrer im Erwachsenenalter verÃ¼bt wurde.</p> <p class="Urteilstext">Schliesslich ist zu beachten, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer durch frÃ¼here Verurteilungen nicht beeindrucken liess und erneut delinquierte, was gegen ihn spricht (vgl. auch BGr, 28. Februar 2012, 2C_839/2011, E. 3.1); das letzte Delikt ist dabei wie erwÃ¤hnt kein leichtes, sondern ein schweres. Der BeschwerdefÃ¼hrer hatte aufgrund der verschiedenen Strafurteile und damit zusammen angeordneten Massnahmen der Therapie wiederholte Chancen, sein Verhalten zu verÃ¤ndern. Er hat diese Chancen jedoch wiederholt nicht wahrgenommen. Im Gegenteil: Sein deliktisches Verhalten mÃ¼ndete im Februar 2013 im schweren Gewaltdelikt, fÃ¼r welches der BeschwerdefÃ¼hrer am 8. Januar 2014 mit einer zweieinhalbjÃ¤hrigen Freiheitsstrafe belegt wurde. Diese UmstÃ¤nde lassen eine gÃ¼nstige Prognose insgesamt nicht zu. Das Schreiben des Psychiaters M vermag daran nichts zu Ã¤ndern, ebenso wenig das frÃ¼here Gutachten von P vom 15. Mai 2013. Auch hier wird ein RÃ¼ckfall als mÃ¶glich erachtet. Bei solch schwerwiegenden Gewaltdelikten, wie sie der BeschwerdefÃ¼hrer begangen hat, ist das Risiko eines RÃ¼ckfalls aus fremdenpolizeilicher Sicht umso weniger hinzunehmen (vgl. auch BGr, 6. Februar 2008, 2C_488/2007, E. 2.2.2).</p> <p class="Urteilstext">Zusammenfassend ergibt sich aus der Schwere der Taten, dem nicht weit zurÃ¼ckliegenden Zeitpunkt der letzten Tat, des Wiederholungskriteriums und des mÃ¶glichen RÃ¼ckfalls, dass der BeschwerdefÃ¼hrer eine erhebliche Gefahr fÃ¼r die hiesige Ã¶ffentliche Ordnung und Sicherheit darstellt. Bei dieser Sachlage besteht ein grosses Ã¶ffentliches Interesse, den BeschwerdefÃ¼hrer aus der Schweiz wegzuweisen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.7 </b>Zu berÃ¼cksichtigen sind des Weiteren die privaten Interessen des BeschwerdefÃ¼hrers. Die Vorinstanz hat nicht verkannt, dass der Widerruf der Niederlassung den BeschwerdefÃ¼hrer hart trifft. Er ist hier geboren, hat in der Schweiz seine Ausbildung absolviert und zumindest eine Lehre begonnen, bevor er diese abbrechen musste. Seine Eltern und vier jÃ¼ngere Geschwister leben hier und er selbst wohnt offenbar noch bei seinen Eltern. Aufgrund seines 22-jÃ¤hrigen Aufenthalts ist eine gewisse Verwurzelung in der Schweiz nicht von der Hand zu weisen.</p> <p class="Urteilstext">Eine massgebliche berufliche Integration hat jedoch aufgrund der abgebrochenen Lehre und den verschiedenen temporÃ¤ren BeschÃ¤ftigungen, welchen der BeschwerdefÃ¼hrer nachging, nicht stattgefunden. Die Beziehungen zu seiner Familie, welche hier lebt, vermochten ihn offenbar nicht zu stabilisieren und von seiner Delinquenz abzuhalten (vgl. Ã¤hnlich BGr, 28. Februar 2012, 2C_839/2011, E. 3.3). Der BeschwerdefÃ¼hrer ist darÃ¼ber hinaus ledig und hat keine Kinder. Mit seinem Heimatland ist der BeschwerdefÃ¼hrer zunÃ¤chst dahingehend verbunden, dass er die albanische Sprache spricht. Des Weiteren leben seine Grosseltern mÃ¼tterlicherseits im Kosovo, fÃ¤hrt seine hiesige Familie offenbar seit lÃ¤ngerer Zeit einmal im Jahr in den Kosovo in die Ferien und besitzt dort auch ein Haus. Unter diesen UmstÃ¤nden und angesichts des grossen Ã¶ffentlichen Interesses an einer Fernhaltung des BeschwerdefÃ¼hrers ist es ihm als jungem Erwachsenen zumutbar, in seinem Heimatland wieder neue soziale und wirtschaftliche Grundlagen aufzubauen (vgl. Ã¤hnlich BGr, 8. April 2014, 2C_741/2013, E. 3.3). Eine Stelle in den Bereichen, in welchen der BeschwerdefÃ¼hrer in der Schweiz gearbeitet hat (Automechaniker, MaschinenfÃ¼hrer, Hilfsarbeiter Bau und MÃ¶beltransporteur), sollte auch im Kosovo zu finden sein und ist nicht von besonderen Bedingungen in der Schweiz abhÃ¤ngig. Der Kontakt zu seinen hier lebenden AngehÃ¶rigen kann durch gegenseitige Besuche und anderweitige Kommunikationsmittel aufrecht erhalten werden (vgl. Ã¤hnlich BGr, 27. Februar 2014, 2C_718/2013, E. 3.4.2).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.8 </b>Es ergibt sich somit, dass der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers verhÃ¤ltnismÃ¤ssig ist und die Beschwerdegegnerin diese zu Recht widerrufen hat. Bei der gegebenen Interessenlage waren die Vorinstanzen vorliegend auch nicht gehalten, aus GrÃ¼nden der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit anstelle des (gÃ¤nzlichen) Widerrufs der Anwesenheitsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers eine mildere Massnahme anzuordnen. Als solche sieht das Gesetz die blosse Androhung des Widerrufs vor (Art. 96 Abs. 2 AuG). Eine entsprechende Verwarnung ist jedoch nur angezeigt, wenn ein gÃ¤nzlicher Bewilligungswiderruf (noch) unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig erschiene, was vorliegend nicht der Fall ist. Die Beschwerde ist daher abzuweisen (vgl. VGr, 1. April 2015, VB.2015.00102, E. 6.1).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.9 </b>Die dem BeschwerdefÃ¼hrer von der Vorinstanz angesetzte Frist zum Verlassen der Schweiz ist nunmehr abgelaufen. Es ist ihm deshalb eine angemessene neue Frist anzusetzen (Art. 64d Abs. 1 AuG). Bei der Bemessung ist zu berÃ¼cksichtigen, dass eine besonders lange vorangehende Aufenthaltsdauer in der Schweiz vorliegt. Aufgrund der gesamten UmstÃ¤nde des Einzelfalls erscheint eine Frist von drei Monaten ab Zustellung des vorliegenden Urteils angemessen.</p> <p class="Erwgung1">Falls gegen dieses Urteil Beschwerde ans Bundesgericht erhoben wird und dieses einen Antrag auf vorsorgliche Massnahmen bzw. aufschiebende Wirkung gutheisst, wÃ¼rde die Frist einstweilen dahinfallen und mangels anderer Anordnungen mit der Zustellung eines abweisenden bundesgerichtlichen Urteils neu zu laufen beginnen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b>Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt des Weiteren unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung. Eine solche ist gemÃ¤ss <span>§ 16 Abs. 1</span> VRG zu gewÃ¤hren, wenn einem Privaten die nÃ¶tigen Mittel fehlen und sein Begehren nicht als offensichtlich aussichtslos erscheint. Als aussichtslos ist ein Rechtsbegehren dann einzustufen, wenn die Gewinnaussichten betrÃ¤chtlich geringer sind als die Verlustgefahren und das Begehren deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden kann (Kaspar PlÃ¼ss in: <span>Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich 2014, § 16 N. 16 ff.).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Aufgrund der Aktenlage, insbesondere angesichts der abgebrochenen Lehre und den verschiedenen lediglich befristeten BeschÃ¤ftigungen des BeschwerdefÃ¼hrers ist von seiner Mittellosigkeit auszugehen. Des Weiteren erweist sich sein Rechtsbegehren, insbesondere aufgrund seines 22-jÃ¤hrigen Aufenthalts in der Schweiz und des Umstandes, dass zahlreiche seiner AngehÃ¶rigen hier leben, nicht als offensichtlich aussichtslos. Die Voraussetzungen gemÃ¤ss § 16 VRG fÃ¼r die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung sind somit erfÃ¼llt. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.3 </span></b><span>AusgangsgemÃ¤ss sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens dem unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG), jedoch wegen GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung von der Staatskasse zu tragen. GemÃ¤ss § 16 Abs. 4 VRG ist eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewÃ¤hrt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist. Der Anspruch des Kantons verjÃ¤hrt zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens. Eine ParteientschÃ¤digung steht dem BeschwerdefÃ¼hrer nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung1">Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes festzuhalten: Soweit ein Anwesenheitsanspruch geltend gemacht wird, ist Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) zu erheben (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG; vgl. BGr, 18. Juni 2007, 2D_3/2007 beziehungsweise 2C_126/2007, E. 2.2). Ansonsten ist nur die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG zulÃ¤ssig. FÃ¼hrt eine Partei sowohl ordentliche Beschwerde als auch Verfassungsbeschwerde, so hat sie beide Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift einzureichen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird zum Verlassen der Schweiz eine neue Frist von 3 Monaten ab Zustellung des vorliegenden Urteils angesetzt. FÃ¼r den Fall eines Weiterzugs an das Bundesgericht wird auf die ErwÃ¤gungen verwiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt, jedoch aufgrund GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege von der Staatskasse getragen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. <span>Gegen dieses Urteil kann, soweit ein Bewilligungsanspruch geltend gemacht wird, Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Soweit diese nicht zulÃ¤ssig ist, kann subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerden sind innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung anâ¦</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>