<h2>SubmittedText<h2><p>Anfang Februar ist im Kanton Glarus die Gasversorgung zusammengebrochen. Zahlreichen Haushalten, Gewerbe- und Industriebetrieben fehlte trotz bitterer Kälte der Brennstoff.</p><p>- Stimmt es, dass dieser Ausfall auf eine Importknappheit zurückzuführen ist?</p><p>- Wie konnte das passieren?</p><p>- Was kann der Bundesrat tun, um das künftig zu verhindern?</p><p>- Kann er die Schaffung eines Gaslagers veranlassen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Aufgrund der sehr tiefen Aussentemperaturen (bis minus 14 Grad Celsius) stieg der Gasverbrauch im Raum oberer Zürichsee/Glarnerland ab Freitag, 3. Februar 2012, derart an, dass das bestehende lokale Leitungsnetz an seine Kapazitätsgrenze stiess. Am Montag, 6. Februar 2012, spitzte sich die Situation zu. Der Netzdruck wurde durch den übermässigen Verbrauch auf Kundenseite soweit reduziert, dass der sichere Betrieb aller angeschlossenen Geräte nicht mehr gewährleistet war. Zur Behebung des Gasmangels wurde in Absprache mit den zuständigen Aufsichtsbehörden an zwei Einspeisestellen der Einspeisedruck ins lokale Gasnetz von 5 auf 6 bar angehoben. Mit dieser Massnahme konnte der normale Betrieb des Gasnetzes in der betroffenen Region am Montagnachmittag wiederhergestellt werden.</p><p>Eine Importknappheit lag somit nicht vor. Die Schaffung eines Gaslagers fällt nicht in die Kompetenz des Bundesrates. Die Versorgungssicherheit ist primär Aufgabe der Gaswirtschaft. Der Bundesrat will aber gewährleisten, dass die Schweiz an den Krisenmechanismen der EU teilnehmen kann und der Zugang zu Gaslagern in Europa gesichert wird.</p>