<h2>SubmittedText<h2><p>Bei Chlorothalonil hat die in 20.5850 erwähnte Risikoabschätzung versagt, ebenso bei zahlreichen anderen Wirkstoffen, die wegen ihrer "inakzeptables Risiko für die menschliche Gesundheit und die Umwelt" inzwischen verboten wurden. Zur Reinigung von mit Abbauprodukten kontaminiertem Grundwasser soll im Berner Mittelland nun erstmals ein Umkehrosmosefilter installiert werden, mit signifikanter Kostenfolge.</p><p>Was sagt der Bundesrat zu diesen Kosten des Pestizideinsatzes oder zu jenen an der Umwelt?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat verfolgt die Strategie, die Zuströmbereiche von Trinkwasserfassungen nachhaltig zu schützen. In seiner Stellungnahme zur parlamentarischen Initiative "Das Risiko beim Einsatz von Pestiziden reduzieren" hat er sich daher dafür ausgesprochen, dass in Zuströmbereichen nur noch Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden dürfen, welche nicht zu kritischen Metaboliten-Konzentrationen führen. Dies würde sicherstellen, dass teure Aufbereitungsverfahren wie die erwähnten Umkehrosmosefilter nicht notwendig werden. Die Kosten, welche durch die Überschreitung der für Pestizide und deren Metaboliten geltenden Höchstwerte entstehen, variieren sehr stark. Grund dafür sind die Unterschiede der lokalen Gegebenheiten und der entsprechend gewählten Massnahmen. Vor diesem Hintergrund ist keine verlässliche allgemeine Kostenaussage möglich. </p>