<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00181</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206167&amp;W10_KEY=4467134&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00181</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 27.09.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Einbau von Dachflächenfenstern und Sanierung Dachgeschoss. Erschliessung des Baugrundstücks. Sicherung der Baustellenzufahrt durch Wegrechtsdienstbarkeit.<br/><br/>Nach § 233 Abs. 2 PBG gilt das Erfordernis der Baureife auch für Umbauten, wenn durch diese von den bisherigen Verhältnissen wesentlich abgewichen wird. Der Einbau von 15 verhältnismässig kleinen Dachflächenfenstern und eines Badezimmers sowie die Vergrösserung der Zimmer im Dachgeschoss in einem Einfamilienhaus stellen im Lichte der bisherigen verwaltungsgerichtlichen Praxis keine erschliessungsrechtlich relevante wesentliche Änderung der Verhältnisse dar. Die strassenmässige Erschliessung des Baugrundstücks muss demnach nicht erneut geprüft werden (E. 5.1).<br/><br/>Zivilrechtliche Vorfragen sind im Baubewilligungsverfahren zu prüfen, wenn sie baupolizeirechtlich relevant sind. Dies trifft bei der vorliegenden Frage, ob die private Wegrechtsdienstbarkeit den Baustellenverkehr umfasst, zu (E. 6.1).<br/><br/>Ein 4 m breites unbeschränktes Fahrwegrecht, selbst wenn es faktisch nur zw. 2-2.50 m breit ist, muss nach Sinn und Zweck und unter Berücksichtigung der Bedürfnisse des berechtigten Grundstücks vernünftigerweise auch die Baustellenzufahrt umfassen. Der streitbetroffene Bauinstallationsplatz befindet sich nicht auf der Wegrechtsfläche und ist für das Umbauvorhaben ausreichend, so dass keine dienstbarkeitswidrige Inanspruchnahme des Fahrwegrechts vorliegt. Der zu erwartende Baustellenverkehr führt nicht zu einer unzumutbaren Mehrbelastung der Wegrechtsdienstbarkeit, da es sich um eine verhältnismässig geringe und bloss temporäre intensivere Nutzung handelt, die vom Belasteten in Kauf zu nehmen ist. Es liegt auch keine missbräuchliche Ausübung der Dienstbarkeit vor, denn der Belastete hat Schädigungen, die mit der Rechtsausübung unvermeidbar verbunden sind, zu dulden (E. 6.2).<br/><br/>Da es sich beim Erschliessungsbedarf für eine Baustelle um eine bloss vorübergehende Grundstücksnutzung handelt, sind an den Ausbaustandard einesBaustellenzugangs unter dem Gesichtspunkt der Verhältnismässigkeit geringere Anforderungen zu stellen (E. 6.3). Die kommunale Baubehörde durfte unter den vorliegenden Umständen davon ausgehen, dass die für die Sicherstellung der (Baustellen-)Zufahrt zum Baugrundstück notwendigen privaten Rechte nachgewiesen sind, und musste die Baubewilligung von keinem weiteren Berechtigungsnachweis abhängig machen (E. 6.4). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃNDERUNG">ÃNDERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSLEGUNG">AUSLEGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUREIFE">BAUREIFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUSTELLENVERKEHR">BAUSTELLENVERKEHR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUSTELLENZUFAHRT">BAUSTELLENZUFAHRT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DACHFENSTER">DACHFENSTER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DIENSTBARKEIT">DIENSTBARKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DIENSTBARKEITSVERTRAG">DIENSTBARKEITSVERTRAG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINORDNUNG">EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)">ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAHRWEGRECHT">FAHRWEGRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIVATRECHT">PRIVATRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Privatrecht UR: Zivilgesetzbuch ST: SACHENRECHT">SACHENRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WESENTLICH">WESENTLICH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZIVILRECHT">ZIVILRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZIVILRECHTLICHE BEGRIFFE">ZIVILRECHTLICHE BEGRIFFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 233 Abs. II PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 238 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">§ 317 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 1 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit Beschluss vom 11. Juli 2005 erteilte die Baukommission Kilchberg C die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r den Einbau eines Badezimmers und von insgesamt 15 DachflÃ¤chenfenstern (je mit dem Format 55 x 98 cm) sowie die VergrÃ¶sserung der Zimmer (im Dachgeschoss) im Einfamilienhaus Vers.-Nr. 01 auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 02 an der L-Strasse in Kilchberg.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Gegen diesen Beschluss erhob A als EigentÃ¼mer des benachbarten GrundstÃ¼cks am 6. August 2005 Rekurs bei der Baurekurskommission II mit dem Antrag, dieser sei aufzuheben.</p> <p class="Sachverhalt2">Am 18. Oktober 2005 meldete A der Baurekurskommission II, dass die Bauherrin mit Vorbereitungsmassnahmen fÃ¼r die Bauarbeiten begonnen und dabei die Zufahrt unzulÃ¤ssigerweise benÃ¼tzt bzw. sogar beschÃ¤digt habe. Hierauf wurde die Baukommission Kilchberg mit ReferentenverfÃ¼gung vom 25. Oktober 2005 zur ÃberprÃ¼fung und zur allfÃ¤lligen Einleitung der notwendigen Schritte angehalten. Nach DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins liess diese am 3. November 2005 verlauten, es handle sich bei den angezeigten Vorkehren auf dem BaugrundstÃ¼ck um nicht bewilligungspflichtige bauliche Massnahmen und demnach bestehe kein Anlass fÃ¼r ein Einschreiten der BaubehÃ¶rde.</p> <p class="Sachverhalt2">Mit Entscheid vom 14. MÃ¤rz 2006 wies die Baurekurskommission II den Rekurs unter Kostenfolgen zulasten des Rekurrenten ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 12. April 2006 liess A dem Verwaltungsgericht beantragen, der Entscheid der Baurekurskommission II sowie die Baubewilligung der Baukommission Kilchberg seien aufzuheben, unter Kosten und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der privaten Beschwerdegegnerin.</p> <p class="Urteilstext">Die Baurekurskommission II beantragte ohne weitere Bemerkungen die Abweisung der Beschwerde. Auch die Baukommission Kilchberg schloss auf Abweisung der Beschwerde. Schliesslich liess auch C die vollumfÃ¤ngliche Abweisung der Beschwerde beantragen. Sie ersuchte im Ãbrigen um teilweisen Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde, soweit es sich um den Einbau eines Badezimmers sowie die VergrÃ¶sserung der Zimmer im Dachgeschoss handelte.</p> <p class="Urteilstext">Mit Stellungnahme vom 22. Juni 2006 liess A beantragen, dem Gesuch um teilweisen Entzug der aufschiebenden Wirkung sei nicht stattzugeben. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 29. Juni 2006 hiess das Verwaltungsgericht das Gesuch teilweise gut und entzog der Beschwerde in Bezug auf den Einbau des Badezimmers die aufschiebende Wirkung.</p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext">Die Vorbringen der Parteien und die vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen werden, soweit rechtserheblich, in den folgenden EntscheidgrÃ¼nden wiedergegeben.</p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b><i> </i></p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) fÃ¼r die Behandlung von Beschwerden gegen Entscheide der Baurekurskommission zustÃ¤ndig. Soweit Fragen betreffend das Recht zur Inanspruchnahme von NachbargrundstÃ¼cken gemÃ¤ss §§ 229 ff. des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) streitig sind, ist das Verwaltungsgericht nicht zustÃ¤ndig, da gemÃ¤ss § 330 lit. c PBG die Baurekurskommissionen hierÃ¼ber als einzige Instanz entscheiden. Ob in der vorliegenden Baurechtsstreitigkeit gegebenenfalls das Verfahren nach § 230 PBG durchzufÃ¼hren wÃ¤re, ist demnach vom Verwaltungsgericht nicht zu beurteilen.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Nach § 338a Abs. 1 PBG ist zur Beschwerde legitimiert, wer durch den angefochtenen Entscheid berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Ãnderung hat. Beim Nachbarn verlangt die verwaltungsgerichtliche Praxis kumulativ eine hinreichend enge nachbarliche Beziehung und ein BerÃ¼hrtsein in qualifizierten eigenen Interessen. Die Legitimationsvoraussetzung des BerÃ¼hrtseins in eigenen qualifizierten Interessen ist dann gegeben, wenn der Ausgang des Verfahrens, in das der beschwerdefÃ¼hrende Nachbar sich einschalten will, seine InteressenssphÃ¤re zu beeinflussen vermag, er also einen praktischen Nutzen hat bzw. einen Nachteil abwenden kann, den der angefochtene Verwaltungsakt fÃ¼r ihn zur Folge hÃ¤tte (RB 1995 Nr. 9, E. 2, 1980 Nr. 7). Die Beschwerdelegitimation bezieht sich sodann auf die gestellten AntrÃ¤ge. Der BeschwerdefÃ¼hrer kann sich daher grundsÃ¤tzlich auf alle Argumente und RechtssÃ¤tze berufen, die im Ergebnis zur Gutheissung seines Antrags fÃ¼hren kÃ¶nnen. Wer aufgrund seines Rechtsschutzinteresses Zugang zum Verfahren findet, hat Anspruch darauf, dass die geltend gemachten Rechtsverletzungen Ã¼berprÃ¼ft werden (RB 1995 Nr. 8, 1980 Nr. 7).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Als EigentÃ¼mer des mit einem Mehrfamilienhaus Ã¼berbauten, an das BaugrundstÃ¼ck angrenzenden GrundstÃ¼cks ist beim BeschwerdefÃ¼hrer das Erfordernis der nachbarlichen Raumbeziehung ohne weiteres gegeben. Im Weiteren kann er als EigentÃ¼mer der Wegparzelle geltend machen, die BenÃ¼tzung dieses Weges als Zufahrt zum BaugrundstÃ¼ck sei rechtlich nicht gesichert, das BaugrundstÃ¼ck sei mithin nicht genÃ¼gend erschlossen, und zwar selbst dann, wenn er sich gegen die BeeintrÃ¤chtigung seiner Rechte an der Wegparzelle (auch) in einem Zivilprozess zur Wehr setzen kÃ¶nnte (RB 1987 Nr. 4). Sodann kann er Fragen der Gestaltung im Sinn von § 238 Abs. 1 PBG rÃ¼gen, soweit eine ungenÃ¼gende Einordnung zu einem Verzicht auf das Projekt oder jedenfalls zu einer vÃ¶lligen Ãberarbeitung desselben fÃ¼hren kann. Trotz fehlenden direkten Sichtkontakts zu den DachflÃ¤chenfenstern ist der BeschwerdefÃ¼hrer demnach zur RÃ¼ge der mangelhaften Einordnung des Projekts zuzulassen.</p> <p class="Urteilstext">Demnach ist der BeschwerdefÃ¼hrer mit seinen RÃ¼gen zur Beschwerde legitimiert, allerdings nur soweit er die Verletzung von materiellen (Ã¶ffentlichrechtlichen) Bauvorschriften geltend macht (Christian MÃ¤der, Die Anfechtung baurechtlicher Entscheide durch Nachbarn unter besonderer BerÃ¼cksichtigung der neueren Rechtsprechung des ZÃ¼rcher Verwaltungsgerichts, PBG 3/1997, S. 15; vgl. auch § 1 VRG).</p> <p class="Urteilstext">Da die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen vorliegen, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b><i> </i></p> <p class="Urteilstext">Ein verwaltungsgerichtlicher Augenschein erÃ¼brigt sich, da der zu beurteilende massgebliche Sachverhalt aus den Akten hinreichend ersichtlich ist (RB 1995 Nr. 12 = BEZ 1995 Nr. 32, mit Hinweisen; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 7 N. 45).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b><i> </i></p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt, der Einbau der DachflÃ¤chenfenster wÃ¼rde zu keiner befriedigenden Gesamtwirkung im Sinn von § 238 Abs. 1 PBG fÃ¼hren. Die auf der Nordseite projektierte Gruppe von 6 DachflÃ¤chenfenstern sei aus Ã¤sthetischen GrÃ¼nden vÃ¶llig unbefriedigend. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz wirke die Fenstergruppe gerade deshalb aufdringlich, weil die gesamte Dachansicht der Villa durch ein Turmdach wesentlich mitgeprÃ¤gt werde. Auch wÃ¼rde sehr wohl ein optisches Ungleichgewicht entstehen, weil auf der anderen Seite des "Turms" nur ein einziges Dachfenster geplant sei. Ein optisches Ungleichgewicht sei sodann auch auf der SÃ¼dseite gegeben, wo eine Zweiergruppe und ein einzelnes Dachfenster projektiert sei. Schliesslich fehle sowohl auf der SÃ¼d- wie auf der Nordseite der gestalterische Bezug zu den Fenstern im Ober- und Erdgeschoss.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Den kommunalen BaubehÃ¶rden kommt bei der Anwendung der Ãsthetikvorschrift von § 238 PBG praxisgemÃ¤ss ein erheblicher Beurteilungsspielraum zu (BGr, 28. Oktober 2002, 1P.280/2002, E. 2, www.bger.ch, mit Hinweisen). Die Baurekurskommission hat sich trotz umfassender Kognition (vgl. § 20 VRG) bei der ÃberprÃ¼fung solcher kommunalen Entscheide ZurÃ¼ckhaltung aufzuerlegen. Ist der Einordnungsentscheid einer kommunalen BaubehÃ¶rde nachvollziehbar, das heisst, beruht er auf einer vertretbaren WÃ¼rdigung der massgebenden SachumstÃ¤nde, so hat sie diesen zu respektieren und darf nicht ihr eigene Beurteilung an die Stelle derjenigen der kommunalen BehÃ¶rde setzen. Die Rekursinstanz darf erst dann eingreifen, wenn sich die vorinstanzliche AusÃ¼bung des Beurteilungsspielraums als offensichtlich unvertretbar erweist (VGr, 8. Februar 2006, VB.2005.00515, E. 2, 11. Februar 2004, VB.2003.00275, E. 3, jeweils unter www.vgrzh.ch; vgl. auch schon RB 1981 Nr. 20; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 20 N. 19).</p> <p class="Erwgung2"><a id="_Ref138565854"><b>4.2 </b>Im Gegensatz zur Vorinstanz kommt dem Verwaltungsgericht, namentlich auch fÃ¼r die Beurteilung von Ã¤sthetischen Belangen, nur Rechtskontrolle zu (§ 50 Abs. 1 VRG). Es Ã¼berprÃ¼ft deshalb lediglich, ob die Rekursinstanz die Ã¤sthetische WÃ¼rdigung der DachflÃ¤chenfenster durch die kommunale BaubehÃ¶rde, die zur Erteilung der Bewilligung fÃ¼hrte, zu Recht fÃ¼r vertretbar halten durfte. Es ist indes nicht Aufgabe des Verwaltungsgerichts, eine eigene umfassende Beurteilung der Gestaltung und der Einordnung des Bauvorhabens vorzunehmen; in diesem Fall wÃ¼rde es nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung in willkÃ¼rlicher Weise seine eigene Kognition Ã¼berschreiten (BGr, 21. Juni 2005, 1P.678/2004, E. 4, ZBl 107/2006, S. 434 ff.).</a></p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Was die allgemeinen GrundsÃ¤tze zur Ãsthetikvorschrift von § 238 PBG anbetrifft, so kann auf die zutreffenden AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz verwiesen werden (§ 28 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit § 70 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Keines der vom BeschwerdefÃ¼hrer angefÃ¼hrten Argumente lÃ¤sst die Beurteilung der kommunalen BaubehÃ¶rde als offensichtlich unvertretbar erscheinen und drÃ¤ngt im Hinblick auf eine befriedigende Einordnung die Verweigerung der Bewilligung fÃ¼r den Einbau der DachflÃ¤chenfenster auf. So ist die Auffassung, dass die gesamte Dachansicht durch das Turmdach geprÃ¤gt sei und deshalb DachflÃ¤chenfenster Lukarnen oder Dacheinschnitten vorzuziehen seien, durchaus vertretbar. Nachvollziehbar ist auch, dass die Anzahl der Fenster durch ihre zurÃ¼ckhaltende Dimensionierung relativiert werde und diese sich gut in die DachflÃ¤che einfÃ¼gten. Durchaus plausibel erscheint schliesslich auch, dass die Fenster durch die Zusammenfassung zu einer Sechser- bzw. einer Vierergruppe zurÃ¼ckhaltender wirken, als wenn stattdessen weniger, jedoch grÃ¶sserformatige Fenster eingebaut wÃ¼rden.</p> <p class="Erwgung2">Eine Ãberschreitung des der kommunalen BaubehÃ¶rde zustehenden Beurteilungsspielraums ist jedenfalls nicht ersichtlich. Wenn die Vorinstanz die Ã¤sthetische WÃ¼rdigung der kommunalen BaubehÃ¶rde fÃ¼r vertretbar hielt und ebenfalls zum Schluss gelangte, durch die Anordnung der DachflÃ¤chenfenster werde insgesamt ein optisches Gleichgewicht hergestellt, so ist dies nicht zu beanstanden.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b><i> </i></p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt im Weiteren vor, die durch eine private Dienstbarkeit gesicherte Zufahrt gewÃ¤hrleiste die Erschliessung des BaugrundstÃ¼cks nicht und umfasse insbesondere die Benutzung des Zufahrtsweges als Baustellenzufahrt nicht. Deshalb hÃ¤tte die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde die Erteilung der Baubewilligung vom Nachweis der Berechtigung, den Zufahrtsweg fÃ¼r den Baustellenverkehr zu benutzen, abhÃ¤ngig machen mÃ¼ssen. Sodann wÃ¼rde die Benutzung des "ZufahrtsstrÃ¤sschens" fÃ¼r den Baustellenverkehr, namentlich das Befahren mit "schweren Lastwagen" und die zu erwartenden Immissionen, zu einer unzumutbaren Mehrbelastung sowie zur BeschÃ¤digung des Zufahrtsweges fÃ¼hren. Ãberdies fehle es an einem genÃ¼genden Bauinstallationsplatz auf dem BaugrundstÃ¼ck, so dass die ZufahrtsflÃ¤che in Ãberstrapazierung der Fahrwegsdienstbarkeit missbrÃ¤uchlich als Abstellplatz benutzt wÃ¼rde. Letztlich liege wegen mangelhafter Erschliessung des BaugrundstÃ¼cks eine Verletzung des in § 237 Abs. 1 PBG statuierten Erfordernisses der ZugÃ¤nglichkeit vor, das gemÃ¤ss § 233 Abs. 1 PBG auch fÃ¼r den Baustellenverkehr und den Bauinstallationsplatz gelte.</p> <p class="Urteilstext">Dem hÃ¤lt die Baukommission Kilchberg (als Beschwerdegegnerin) im Sinn der Vorinstanz entgegen, die Regelung der Baustellenzufahrt beschlage nicht die BewilligungsfÃ¤higkeit des Bauvorhabens, sondern die BauausfÃ¼hrung und mÃ¼sse erst auf den Baubeginn hin gesichert sein. Die Organisation der Baustellenzufahrt werde in der Regel der Bauherrschaft Ã¼berlassen, weshalb nicht schon entsprechende Auflagen in der Baubewilligung statuiert werden mÃ¼ssten. Es bestehe kein Anspruch auf Regelung der Baustellenzufahrt in der Baubewilligung. Auch sei die Baureife des GrundstÃ¼cks nicht in Frage gestellt, wenn im Zeitpunkt der Erteilung der Bewilligung die Baustellenzufahrt noch nicht geregelt sei. Hinzu komme, dass es sich hier nicht um einen Neu- sondern um einen Umbau handle, und das bereits Ã¼berbaute GrundstÃ¼ck zweifellos hinreichend erschlossen sei. Ferner fÃ¼hrt die Baukommission an, dass der tatsÃ¤chliche Zustand des Zufahrtsweges (ca. 2 m Breite) offensichtlich nicht dem Inhalt der Dienstbarkeit (4 m Breite) entspreche, weshalb die Bauherrschaft auch bereits ein zivilrechtliches Verfahren zur Durchsetzung ihrer servitutarischen AnsprÃ¼che eingeleitet habe. Schliesslich seien eine vorÃ¼bergehende intensive Benutzung des Zufahrtsweges und die entsprechenden Mehrimmissionen von den Nachbarn grundsÃ¤tzlich hinzunehmen. Da es sich bloss um einen Dachgeschossausbau handle, dÃ¼rfte sich der zu erwartende Baustellenverkehr ohnehin in Grenzen halten, und es sei kaum mit schweren Lastwagen zu rechnen, wie dies der BeschwerdefÃ¼hrer vorbringe.</p> <p class="Urteilstext">Die Argumentation der privaten Beschwerdegegnerin stÃ¶sst im Wesentlichen in die gleiche Richtung wie diejenige der Ã¶rtlichen Baukommission. Wie die Vorinstanz bringt sie zudem vor, dass letztlich nicht das UngenÃ¼gen der Zufahrt in tatsÃ¤chlicher und rechtlicher Hinsicht das Problem sei, sondern der anscheinende Unwille des BeschwerdefÃ¼hrers, seinen servitutarischen Pflichten nachzukommen und demzufolge die Baustellenzufahrt im erforderlichen Mass zu gewÃ¤hrleisten. Die Aussagen des BeschwerdefÃ¼hrers seien sodann willkÃ¼rlich und widersprÃ¼chlich, da er anfÃ¤nglich selbst die Meinung vertreten habe, die heute bestehende Zufahrt sei fÃ¼r den Baustellenverkehr ausreichend. Schliesslich sei die Zufahrtsstrasse nie als Bauinstallationsplatz vorgesehen gewesen, und sie mÃ¼sse auch nicht als solcher benÃ¼tzt werden, da auf dem BaugrundstÃ¼ck eine ausreichend grosse FlÃ¤che als Abstell- und Abladeplatz zur VerfÃ¼gung stehe.</p> <p class="Erwgung2"><a id="_Ref144636193"><b>5.1 </b>Nach § 233 Abs. 1 PBG dÃ¼rfen Bauten und Anlagen nur auf GrundstÃ¼cken erstellt werden, die baureif sind oder deren Baureife auf die Fertigstellung oder, wo die VerhÃ¤ltnisse es erfordern, bereits auf den Baubeginn hin gesichert ist. Die Baureife setzt insbesondere die Erschliessung des GrundstÃ¼cks voraus (§ 234 PBG). Erschlossen ist ein GrundstÃ¼ck unter anderem dann, wenn es selber und die darauf vorgesehenen Bauten und Anlagen genÃ¼gend zugÃ¤nglich sind bzw. wenn die fÃ¼r die betreffende Nutzung hinreichende Zufahrt besteht (§§ 236 f. PBG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 und 22 Abs. 2 lit. b des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979).</a></p> <p class="Erwgung2">Nach § 233 Abs. 2 PBG gilt das Erfordernis der Baureife auch fÃ¼r Umbauten oder NutzungsÃ¤nderungen, allerdings nur dann, wenn durch diese von den bisherigen VerhÃ¤ltnissen wesentlich abgewichen wird. Abweichungen gelten dann als wesentlich, wenn sie bezÃ¼glich der Anforderungen an die Baureife ins Gewicht fallen (VGr, 23. Mai 1997, VB.1997.00029, E. 3a, www.vgrzh.ch, mit Hinweisen, mit Leitsatz in RB 1997 Nr. 83). Das Verwaltungsgericht hat dies bei einem Einbau einer 2-Zimmerwohnung in ein bestehendes Einfamilienhaus und einem allfÃ¤lligen Mehrverkehr, der durch ein zusÃ¤tzliches Motorfahrzeug verursacht wird, verneint. Es erwog hierzu, nicht jede zusÃ¤tzliche Wohneinheit fÃ¼hre zu einer wesentlichen Ãnderung der bisherigen VerhÃ¤ltnisse im Sinn von § 233 Abs. 2 PBG, welche die genÃ¼gende ZugÃ¤nglichkeit des BaugrundstÃ¼cks erneut in Frage zu stellen vermÃ¶chte (VGr, 23. Mai 1997, VB.1997.00029, E. 3a, www.vgrzh.ch, mit Leitsatz in RB 1997 Nr. 83). In diesem Sinne erwog das Verwaltungsgericht ferner, selbst die Aufstockung eines Attikageschosses, die zu einer neuen Wohneinheit fÃ¼hrt, stelle keine wesentliche Ãnderung der bisherigen VerhÃ¤ltnisse dar, welche eine neue ÃberprÃ¼fung der ErschliessungsverhÃ¤ltnisse des BaugrundstÃ¼cks erfordere (VGr, 14. Juni 2006, VB.2006.00062, E. 3.2, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Gegenstand der Baubewilligung ist der Einbau eines Badezimmers und von insgesamt 15 DachflÃ¤chenfenstern verhÃ¤ltnismÃ¤ssig geringfÃ¼gigen Ausmasses (55 x 98 cm) sowie die VergrÃ¶sserung der Zimmer im Dachgeschoss. Hierbei handelt es sich lediglich um ein Umbau- und Sanierungsvorhaben, das sich zudem auf das Dachgeschoss des Bauobjektes beschrÃ¤nkt. Unter diesen UmstÃ¤nden und unter BerÃ¼cksichtigung der angefÃ¼hrten verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung kann vorliegend nicht von Umbauten ausgegangen werden, die zu einer wesentlichen Abweichung von den bisherigen VerhÃ¤ltnissen fÃ¼hren und damit erschliessungsrechtlich relevant wÃ¤ren. An den bisherigen VerhÃ¤ltnissen Ã¤ndert sich unter dem Gesichtspunkt der genÃ¼genden ZugÃ¤nglichkeit nichts Wesentliches. Damit erweist sich die RÃ¼ge der mangelhaften strassenmÃ¤ssigen Erschliessung des BaugrundstÃ¼cks als unbegrÃ¼ndet, ohne dass diese zu Ã¼berprÃ¼fen wÃ¤re.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2">Auch wenn demnach fÃ¼r das vorliegende Bauvorhaben die Erschliessungsfrage nicht mehr neu zu Ã¼berprÃ¼fen ist, und das Verwaltungsgericht seiner BegrÃ¼ndungspflicht nachkommt, wenn es sich auf die fÃ¼r den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschrÃ¤nkt (BGE 112 Ia 107 E. 2b mit Hinweisen; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 65 N. 2), ist im Folgenden aus prozessÃ¶konomischen GrÃ¼nden kurz auf die weiteren hauptsÃ¤chlichen Vorbringen der Parteien einzugehen.<a id="_Ref144636165"></a></p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Zwar handelt es sich bei den Fragen, ob die Fahrwegrechtsdienstbarkeit die Baustellenzufahrt umfasse und ob durch den Baustellenverkehr eine unzumutbare Mehrbelastung sowie eine missbrÃ¤uchliche AusÃ¼bung der Dienstbarkeit vorliege, um solche zivilrechtlicher Natur, die grundsÃ¤tzlich im Zivilprozess zu behandeln sind (§ 317 PBG und § 1 Satz 2 VRG). Zivilrechtliche Institute sind im Baubewilligungsverfahren indes dann zu prÃ¼fen, wenn sie baupolizeirechtlich relevant sind, wie z.B. die (privat-)rechtliche Sicherung der dauernden und jederzeitig bestimmungsgemÃ¤ssen Benutzung einer Zufahrt (RB 1999 Nr. 124 = BEZ 1999 Nr. 32 E. 3b, mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b><span class="UrteilstextChar">GemÃ¤ss den Grundbuchakten ist der Zugang zum BaugrundstÃ¼ck durch ein 4 m breites "unbeschrÃ¤nktes" Fuss- und Fahrwegrecht gesichert. Die tatsÃ¤chliche Breite des Zufahrtswegs betrÃ¤gt allerdings nur zwischen 2 bis 2,50 m, wobei die Fahrbahn seitlich durch BÃ¼sche und andere Bepflanzungen gesÃ¤umt und bei der EinmÃ¼ndung in die Strasse durch beidseitige Mauern eingeengt wird. FÃ¼r die Ermittlung von Inhalt und Umfang der Dienstbarkeit ist vorliegend mangels schlÃ¼ssigem Grundbucheintrag der BegrÃ¼ndungsakt massgebend (vgl. Art. 738 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 1907 [ZGB]), bei dessen Auslegung nach Rechtsprechung und Lehre das Vertrauensprinzip anzuwenden ist; abzustellen ist ferner auf den Zweck, welcher der Dienstbarkeit vernÃ¼nftigerweise beizulegen ist, wenn Interesse und BedÃ¼rfnisse des herrschenden GrundstÃ¼cks berÃ¼cksichtigt werden (BGE 130 III 554 E. 3 S. 556 ff., 128 III 265 E. 3a S. 267; Etienne Petitpierre, Basler Kommentar, 2003, Art. 738 ZGB N 9 f.). Zwar lÃ¤sst sich aus der hÃ¤ufig gebrauchten</span> Bezeichnung eines Geh- und Fahrwegs als "uneingeschrÃ¤nkt" nichts Besonderes zugunsten des Berechtigten ableiten; auch ist es unzulÃ¤ssig, die WegrechtsflÃ¤che als Wende- oder Park- bzw. Standplatz zu benÃ¼tzen (BGr, 17. Dezember 2002, 5C.199/2002, E. 3.1 f., ZBGR 84/2003, S. 307 ff.). Genauso wenig aussagekrÃ¤ftig wie die Bezeichnung "unbeschrÃ¤nkt" ist aber die Bezeichnung des Zufahrtswegs als "ZufahrtsstrÃ¤sschen". Der BeschwerdefÃ¼hrer kann daraus nichts fÃ¼r sich ableiten, was gegen die ZulÃ¤ssigkeit der BenÃ¼tzung der Zufahrt fÃ¼r den Baustellenverkehr sprÃ¤che. Sodann befindet sich der streitbetroffene Abstell- bzw. Bauinstallationsplatz gar nicht auf der WegrechtsflÃ¤che, sondern auf dem angrenzenden BaugrundstÃ¼ck der privaten Beschwerdegegnerin. Auch erscheint der Bauinstallationsplatz fÃ¼r das Sanierungs- und Umbauvorhaben offensichtlich als ausreichend. Das Bauvorhaben bedingt kein Abstellen von "schweren Lastwagen, die von Gesetzes wegen bis 12 m lang sein dÃ¼rfen", wie dies der BeschwerdefÃ¼hrer anfÃ¼hrt. Im Weiteren ist anzumerken, dass Bauinstallationen fÃ¼r eine bestimmte Baustelle und fÃ¼r die Dauer der BauausfÃ¼hrung keiner baurechtlichen Bewilligung bedÃ¼rfen (§ 1 lit. c der Bauverfahrensverordnung vom 3. Dezember 1997). Schliesslich ist die Frage, ob der Bauinstallationsplatz bewilligunspflichtig ist, fÃ¼r das vorliegende Verfahren, dessen Gegenstand einzig die Baubewilligung betreffend Sanierungs- und Umbauarbeiten im Einfamilienhaus auf dem BaugrundstÃ¼ck ist, ohnehin irrelevant.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.3 </b>Die Wegrechtsdienstbarkeit bezweckt die hinreichende Erschliessung des berechtigten GrundstÃ¼cks zu Fuss und mit Fahrzeugen und das entsprechende Ãberqueren des belasteten GrundstÃ¼cks. Darin muss unter BerÃ¼cksichtigung der BedÃ¼rfnisse des BaugrundstÃ¼cks nicht nur die Nutzung zu Wohnzwecken, sondern vernÃ¼nftigerweise auch die Baustellenzufahrt eingeschlossen sein, wenn z.B. wie hier Sanierungs- und Umbauarbeiten an dem auf dem GrundstÃ¼ck liegenden Wohnhaus vorgenommen werden. HierfÃ¼r spricht gerade auch die vorgesehene Breite des Zufahrtsweges von 4 m, die bei der Auslegung der Dienstbarkeit ebenfalls ins Gewicht fÃ¤llt. Das Wegrecht ist fÃ¼r die Zu- und Wegfahrt von Fahrzeugen fÃ¼r den Baustellenverkehr jedenfalls in rechtlicher Hinsicht mehr als ausreichend. Aber auch in tatsÃ¤chlicher Hinsicht erscheint eine Wegbreite von 2 bis 2.50 m fÃ¼r die Baustellenzufahrt fÃ¼r das Sanierungs- und Umbauvorhaben als genÃ¼gend. Da es sich nur um eine vorÃ¼bergehende GrundstÃ¼cksnutzung handelt, ist an den Ausbaustandard des Baustellenzugangs unter dem Gesichtspunkt der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit geringere Anforderungen zu stellen (VGr, 15. Januar 2001, VB.200.00319, E. 7, www.vgrzh.ch). Der BeschwerdefÃ¼hrer hat im Ãbrigen selbst im Schreiben vom 27. Juni 2005 an die private Beschwerdegegnerin eingerÃ¤umt, dass die Zufahrt auf der ganzen LÃ¤nge mindestens 2.50 m breit sei und "somit absolut genÃ¼gend fÃ¼r das Befahren fÃ¼r Personenwagen, Lieferwagen und Lastwagen".</p> <p class="Urteilstext">Es liegt sodann auch keine unzumutbare Mehrbelastung der Dienstbarkeit durch den Baustellenverkehr vor. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung hat wiederholt eine erhebliche und damit unzulÃ¤ssige Mehrbelastung einer Dienstbarkeit im Sinn von Art. 739 ZGB verneint, wenn durch Umbauten die Anzahl der BenÃ¼tzer einer Dienstbarkeit steigt und dadurch der Zugang stÃ¤rker begangen oder befahren wird (BGE 122 III 358 E 2c, 131 III 345 E. 4.3.1 S. 358 ff., jeweils mit Hinweisen). Somit ist generell eine verhÃ¤ltnismÃ¤ssig geringe Mehrbelastung auf bestehenden Erschliessungsanlagen zulÃ¤ssig und von den EigentÃ¼mern des belasteten GrundstÃ¼cks in Kauf zu nehmen. Das muss erst recht fÃ¼r die bloss temporÃ¤r intensivere Nutzung einer Wegrechtsdienstbarkeit durch Baustellenverkehr gelten. Dabei ist vorliegend wiederum zu beachten, dass es sich lediglich um geringfÃ¼gige Sanierungs- und Umbaumassnahmen im Dachgeschoss handelt, so dass von vornherein kein Ã¼bermÃ¤ssiger und unzumutbarer Baustellenverkehr zu erwarten ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.4 </b>Demnach ist der Schluss der kommunalen BaubehÃ¶rde und der Vorinstanz, wonach die fÃ¼r die Sicherstellung der (Baustellen-)Zufahrt zum BaugrundstÃ¼ck notwendigen privaten Rechte nachgewiesen sind, nicht zu beanstanden. Selbst wenn die Erschliessung des BaugrundstÃ¼cks erneut zu prÃ¼fen wÃ¤re, mÃ¼sste demnach die Baubewilligung von keinem weiteren Nachweis der Berechtigung, den Zufahrtsweg als Baustellenzufahrt zu benutzen, abhÃ¤ngig gemacht werden.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Ã¤sthetische WÃ¼rdigung der kommunalen BaubehÃ¶rde von der Vorinstanz als vertretbar erachtet werden durfte und somit die DachflÃ¤chenfenster unter dem Gesichtswinkel der Ãsthetikvorschrift nicht zu beanstanden sind. Sodann handelt es sich beim Umbau- und Sanierungsvorhaben um eine erschliessungsrechtlich nicht relevante Ãnderung der bestehenden VerhÃ¤ltnisse. Die Frage der genÃ¼genden Erschliessung des BaugrundstÃ¼cks muss deshalb nicht erneut geprÃ¼ft werden. Schliesslich erweist sich die Zufahrt zum BaugrundstÃ¼ck als durch die private Wegrechtsdienstbarkeit sowohl in rechtlicher als auch tatsÃ¤chlicher Hinsicht gewÃ¤hrleistet.</p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Verfahrensausgang wird der BeschwerdefÃ¼hrer kostenpflichtig (§ 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 70 VRG). Ãberdies hat der BeschwerdefÃ¼hrer der privaten Beschwerdegegnerin eine ParteientschÃ¤digung in der HÃ¶he von Fr. 1'000.- zu bezahlen. Die Voraussetzungen hierfÃ¼r sind ohne weiteres erfÃ¼llt (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG). Dies gilt auch in Bezug auf die Baukommission, deren BemÃ¼hungen Ã¼ber den Ã¼blichen Verwaltungsaufwand bei der Beantwortung von Rechtsmitteln hinausgingen. Demnach rechtfertigt sich, den BeschwerdefÃ¼hrer auch zur Ausrichtung einer ParteientschÃ¤digung an die Baukommission in der HÃ¶he von Fr. 1000.- zu verpflichten.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 150.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'150.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat der privaten Beschwerdegegnerin und der Baukommission Kilchberg eine ParteientschÃ¤digung in der HÃ¶he von je Fr. 1'000.- auszurichten.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>