A bteilung III C -1208/2006 {T 0/2} U rteil vom 5. Juli 2007 M itw irkung: R ichter Andreas Trom m er (Vorsitz); R ichterin R uth Beutler; R ichter Blaise Vuille; G erichtsschreiber D aniel G rim m . K anton Zürich, vertreten durch das G em eindeam t, Abteilung Einbürgerungen, Feldstrasse 40, 8090 Zürich, Beschw erdeführer, gegen A._______, Beschw erdegegner, vertreten durch R echtsanw alt Jean-Frédéric M alcotti, Post- fach 2730, 2001 N euenburg, und B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz, betreffend erleichterte Einbürgerung. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er _____ geborene türkische Staatsangehörige A._______ (nachfolgend Beschw erdegegner) heiratete am 7. August 1996 in der Türkei die um drei Jahre jüngere Schw eizer Bürgerin B._______, geschiedene C ._______. Im N ovem ber 1996 reiste er im R ahm en des Fam iliennachzugs in die Schw eiz ein und nahm in N euenburg W ohnsitz. Inzw ischen ist er im Besitze einer N iederlassungsbew illigung. B. G estützt auf seine Ehe stellte der Beschw erdegegner am 18. Januar 2003 ein G esuch um erleichterte Einbürgerung gestützt auf Art. 27 des Bundes- gesetzes vom 29. Septem ber 1952 über Erw erb und Verlust des Schw ei- zer Bürgerrechts (BüG , SR 141.0). Im R ahm en dieses Einbürgerungsver- fahrens unterzeichneten er und seine Ehegattin am 22. M ärz 2004 eine Er- klärung, w onach sie in einer tatsächlichen, ungetrennten, stabilen eheli- chen G em einschaft an derselben Adresse zusam m enlebten und dass w e- der Trennungs- noch Scheidungsabsichten bestünden. G leichzeitig nah- m en sie unterschriftlich zur Kenntnis, dass die erleichterte Einbürgerung nicht m öglich ist, w enn vor oder w ährend des Einbürgerungsverfahrens ei- ner der Ehegatten die Trennung oder Scheidung beantragt hat oder keine tatsächliche eheliche G em einschaft m ehr besteht. Ebenso bestätigten sie ihre Kenntnisnahm e davon, dass die Verheim lichung solcher U m stände zur N ichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung führen kann. C . Am 21. April 2004 w urde der Beschw erdegegner von der Vorinstanz ge- stützt auf Art. 27 BüG erleichtert eingebürgert und erhielt das Bürgerrecht der G em einde W ädensw il (Kanton Zürich). D . M it Beschw erde vom 4. M ai 2004 an die Vorinstanz und vom 13. M ai 2004 an das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartem ent (EJPD ) stellt das G em eindeam t des Kantons Zürich das Begehren, die erleichterte Einbür- gerung sei aufzuheben. Zur Begründung w ird geltend gem acht, im Zeit- punkt des Einbürgerungsentscheides habe keine stabile, ungetrennte Le- bensgem einschaft m ehr bestanden. Von der Schw eizer Ehefrau sei zu er- fahren gew esen, dass der Beschw erdegegner bereits im Januar 2004 bei der türkischen Botschaft in G enf ein Scheidungsbegehren deponiert habe. D ie Voraussetzungen von Art. 27 Abs. 1 Bst. c BüG seien deshalb nicht gegeben gew esen. E. In seiner Vernehm lassung vom 22. Juli 2004 beantragt das Bundesam t die G utheissung der Beschw erde, da es nichts von dem bei der türkischen Botschaft in G enf eingereichten Scheidungsbegehren gew usst habe. D er Beschw erdegegner habe im Verfahren unkorrekte Angaben gem acht und die Voraussetzungen zur erleichterten Einbürgerung seien im Zeitpunkt der Verfügung tatsächlich nicht erfüllt gew esen. F. Am 2. Septem ber 2004 bzw . 5. O ktober 2004 nahm der R echtsvertreter des Eingebürgerten und am 31. M ai 2006 auch die Schw eizer Ehefrau zur Angelegenheit Stellung.3 G . G em äss einer am 5. April 2006 bei der Einw ohnerkontrolle N euenburg ein- geholten Auskunft w ohnt der Beschw erdegegner seit dem 15. O ktober 2005 getrennt von seiner Ehefrau in Peseux. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 Verfügungen des BFM betreffend die Erteilung oder Verw eigerung der er- leichterten Einbürgerung unterliegen der Beschw erde an das Bundesver- w altungsgericht (Art. 51 Abs. 1 BüG i.V.m . Art. 31 und Art. 33 Bst. d des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.21]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t die Beurteilung der beim In- krafttreten des Verw altungsgerichtsgesetzes am 1. Januar 2007 bei Eidge- nössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei Beschw erde- diensten der D epartem ente hängigen R echtsm ittel. Für die Beurteilung gilt das neue Verfahrensrecht (Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 G em äss Art. 37 VG G richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverw al- tungsgericht nach dem Bundesgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sow eit dieses G esetz nichts anderes bestim m t. 1.4 D er Kanton Zürich ist als H eim atkanton des Beschw erdegegners gem äss Art. 51 Abs. 2 BüG zur Beschw erde legitim iert. Auf die frist- und form ge- rechte Beschw erde ist einzutreten (Art. 48 ff. Vw VG ). 1.5 N ach Art. 33a Abs. 1 Vw VG w ird das Verfahren in einer der vier Am tsspra- chen geführt, in der R egel in der Sprache, in w elcher die Parteien ihre Be- gehren gestellt haben oder stellen w ürden. Im Beschw erdeverfahren ist die Sprache des angefochtenen Entscheids m assgebend (Art. 33a Abs. 2 Vw VG ). Verw enden die Parteien eine andere Am tssprache, so kann das Verfahren in dieser Sprache geführt w erden. Sow ohl die angefochtene Verfügung vom 21. April 2004 als auch die Beschw erdeschriften vom 4. und 13. M ai 2004 sind in deutscher Sprache verfasst. D as Beschw erde- verfahren w urde deshalb in deutscher Sprache eingeleitet. D ie Stellung- nahm en des Beschw erdegegners und dessen Schw eizer Ehefrau w urden französisch abgefasst, ohne dass ein förm licher Antrag auf W echsel der im Instruktionsverfahren verw endeten Am tssprache gestellt und begründet w orden w äre. D azu hätte unter den gegebenen U m ständen auch kein An- lass bestanden. In einem Schreiben vom 26. Februar 2007 ersucht der R echtsvertreter unter H inw eis auf fehlende Sprachkenntnisse beim Be- schw erdegegner darum , m it dem (zu erw artenden deutschsprachigen) U r- teil eine französischsprachige Version m itzuliefern, w eil er sonst den Ent- scheid seinem Klienten übersetzen m üsse. D azu ist aus grundsätzlichen Ü berlegungen nicht H and zu bieten. Es kann nicht Aufgabe des Bundes- verw altungsgerichts sein, ausserhalb der klaren gesetzlichen Sprachrege- lung besondere D ienstleistungen in dieser R ichtung zu erbringen.4 2. M it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht kann die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Ü berschreitung oder M issbrauch des Er- m essens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb- lichen Sachverhaltes sow ie die U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 49 Vw VG ). D as Bundesverw altungsgericht w endet im Beschw erdeverfahren das Bundesrecht von Am tes w egen an. Es ist gem äss Art. 62 Abs. 4 Vw VG an die Begründung der Begehren nicht gebunden und kann die Be- schw erde auch aus anderen als den geltend gem achten G ründen gut- heissen oder abw eisen. M assgebend ist grundsätzlich die Sach- und R echtslage zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. E. 1.2 des in BG E 129 II 215 teilw eise publizierten U rteils des Bundesgerichts 2A.451/2002 vom 28. M ärz 2003). 3. 3.1 D ie in den Artikeln 27 bis 31b BüG geregelten Tatbestände der erleichter- ten Einbürgerung setzen nach Art. 26 Abs. 1 BüG in allgem einer W eise voraus, dass der G esuchsteller in der Schw eiz integriert ist (Bst. a), die schw eizerische R echtsordnung beachtet (Bst. b) und die innere oder äu- ssere Sicherheit der Schw eiz nicht gefährdet (Bst. c). D er erleichterten Einbürgerung des ausländischen Ehegatten eines Schw eizer Bürgers ist Art. 27 BüG gew idm et. G estützt auf dessen ersten Absatz kann ein Aus- länder nach der Eheschliessung m it einem Schw eizer Bürger ein G esuch um erleichterte Einbürgerung stellen, w enn er insgesam t fünf Jahre in der Schw eiz gew ohnt hat (Bst. a), seit einem Jahr hier w ohnt (Bst. b) und seit drei Jahren in ehelicher G em einschaft m it dem Schw eizer Bürger lebt (Bst. c). 3.2 Säm tliche Einbürgerungsvoraussetzungen m üssen sow ohl im Zeitpunkt der G esuchseinreichung als auch anlässlich der Einbürgerungsverfügung erfüllt sein (BG E 132 ll 113 E. 3.2 S. 115, BG E 130 ll 482 E. 2 S. 483 f. m it H inw eisen, BG E 128 ll 97 E. 3a S. 98 f.). 3.3 D er Begriff der ehelichen G em einschaft bedeutet nach der bundesgerichtli- chen R echtsprechung m ehr als nur das form elle Bestehen einer Ehe. Ver- langt w ird vielm ehr die tatsächliche Lebensgem einschaft, getragen vom beidseitigen W illen, die Ehe auch künftig aufrecht zu erhalten. G em äss konstanter Praxis m uss sow ohl im Zeitpunkt der G esuchseinreichung als auch im Zeitpunkt des Einbürgerungsentscheides eine tatsächliche Le- bensgem einschaft bestehen, die G ew ähr für die Stabilität der Ehe bietet. D er G esetzgeber w ollte dem ausländischen Ehegatten eines Schw eizer Bürgers die erleichterte Einbürgerung erm öglichen, um die Einheit des Bürgerrechts der Ehegatten im H inblick auf ihre gem einsam e Zukunft zu fördern (vgl. Botschaft des Bundesrats zur Änderung des BüG vom 27. Au- gust 1987, BBl 1987 lll 310, BG E 130 II 482 E. 2 S. 484 m it w eiteren H in- w eisen, U rteil des Bundesgerichts 5A.8/2006 vom 3. Juli 2006, E. 2.1.). Besteht keine solche auf Zukunft gerichtete G em einschaft, entfällt jede R echtfertigung, den Ausländer bei der Einbürgerung zu privilegieren. 4. D as G em eindeam t des Kantons Zürich argum entiert unter Berufung auf Art. 27 Abs. 1 Bst. c BüG , w egen des Scheidungsbegehrens, das der Be-5 schw erdegegner im Januar 2004 bei der türkischen Vertretung in G enf ein- gereicht habe, seien die Voraussetzungen für eine erleichterte Einbürge- rung nicht erfüllt. 4.1 M it Erklärung vom 22. M ärz 2004 bestätigte der Beschw erdegegner unter- schriftlich, dass er m it seiner Ehefrau in einer stabilen und tatsächlichen ehelichen G em einschaft lebe und dass w eder Trennungs- noch Schei- dungsabsichten bestünden. U nbestrittenerm assen hatte er sich jedoch im Januar 2004, also rund zw ei M onate zuvor, m it einem Scheidungsbegeh- ren an die türkische Botschaft in G enf gew andt, einem U m stand, auf w el- chen die Schw eizer Ehefrau in einer vom 22. M ärz 2004 datierenden Ein- gabe nochm als ausdrücklich hinw ies. Solche Fakten berechtigen ohne w eiteres zum Schluss, dass der Beschw erdegegner im Zeitpunkt der Er- klärung nicht m ehr in einer intakten Ehe lebte und die anders lautende Er- klärung som it unzutreffend w ar. D er R echtsvertreter w endet in seiner Stel- lungnahm e vom 5. O ktober 2004 zw ar ein, die Ehegatten hätten zu Beginn des Jahres 2004 lediglich eine schw ere Ehekrise durchlaufen. Zum Zeit- punkt der U nterzeichnung der gem einsam en Erklärung sei die Krise aber überw unden gew esen. D agegen spricht allerdings nur schon, dass das er- w ähnte Scheidungsbegehren nicht rückgängig gem acht w urde. Auch die M itteilung der Ehefrau vom 22. M ärz 2004 deutet darauf hin, dass in der Endphase des Einbürgerungsverfahrens w eiterhin schw erw iegende eheli- che D ivergenzen bestanden. Kom m t hinzu, dass die Schw eizer Ehefrau sich laut einer dem Parteivertreter zur Kenntnis gebrachten Telefonnotiz vom 16. Juni 2004 gegenüber dem BFM dahingehend geäussert hat, sie w olle sich nach der erleichterten Einbürgerung von ihrem Partner trennen, w as dann – m it einer Verzögerung von etw as m ehr als einem Jahr – auch geschah. D as Fehlen eines form ellen Scheidungsbegehrens im Sinne der Schw eizerischen Zivilrechtsgesetzgebung ändert am Ergebnis nichts. M assgebend ist allein, dass der Beschw erdegegner dam als in erkennbarer W eise seinen Trennungs- und Scheidungsw illen kund tat und auch seine Ehefrau, w ie sich nachträglich herausstellte, Absichten hegte, w elche dem Sinn und Zw eck des Instituts der erleichterten Einbürgerung offensichtlich zuw iderlaufen. W ie erw ähnt, m üssen die Einbürgerungsvoraussetzungen auch im Zeitpunkt der U nterzeichnung der gem einsam en Erklärung und der Einbürgerungsverfügung gegeben sein. D iese Bedingungen w aren im vorliegenden Fall nicht erfüllt. O b die einbürgerungsw illige Person zu ei- nem späteren Zeitpunkt, nach einer allfälligen Ü berw indung der Krise, er- leichtert hätte eingebürgert w erden können, steht hier nicht zur D iskussion. 4.2 D er Beschw erdegegner bem ängelt des W eiteren, dass das Bundesam t die erleichterte Einbürgerung in Kenntnis und trotz des H inw eises der Schw ei- zer Ehefrau vom 22. M ärz 2004 erteilt, im anschliessenden R echtsm ittel- verfahren aber dennoch die G utheissung der Beschw erde beantragt hat. D ie Behauptung des BFM in der Vernehm lassung, vom Scheidungsbegeh- ren bei der türkischen Botschaft in G enf nichts gew usst zu haben, erstaunt in der Tat, ist die M itteilung der Schw eizer Ehefrau laut Eingangsstem pel doch am 25. M ärz 2004 und dam it noch vor Erteilung der Einbürgerung beim Em pfänger eingetroffen. O b der fragliche H inw eis aus m angelnder 6 Sorgfalt keine Berücksichtigung fand, sei dahingestellt. 4.3 Sinn und Zw eck des Beschw erderechts, das Art. 51 Abs. 2 BüG den be- troffenen Kantonen und G em einden verm ittelt, ist es gerade, m ögliche R echtsfehler der Vorinstanz, die sich zu G unsten des Einbürgerungskan- didaten ausgew irkt haben, im R ahm en des R echtsm ittelverfahrens über- prüfen zu lassen und gegebenenfalls zu korrigieren. Es liegt deshalb auf der H and, dass der Einbürgerungskandidat als Beschw erdegegner aus solchen R echtsfehlern nichts für sich ableiten kann. Auch eine Berufung auf das G ebot von Treu und G lauben fällt in einer derartigen Konstellation ausser Betracht. D ie m angelhafte Verfügung w ar noch nicht in R echtskraft erw achsen und zur Ü berprüfung steht nicht die H altung der Vorinstanz in ihrer im Beschw erdeverfahren abgegebenen Vernehm lassung, sondern al- lein die angefochtene Verfügung. 5. Zusam m enfassend ergibt sich, dass die Voraussetzungen der erleichterten Einbürgerung gem äss Art. 27 Abs. 1 BüG im m assgeblichen Zeitpunkt nicht erfüllt w aren. D ie Beschw erde ist daher gutzuheissen und die Einbür- gerungsverfügung der Vorinstanz vom 21. April 2004 aufzuheben. 6. D ie Verfahrenskosten sind grundsätzlich der unterliegenden Partei aufzu- erlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art. 1, Art. 2 und Art. 3 Bst. b des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigun- gen vor dem Bundesverw altungsgericht [SR 173.320.2]). Von Vorinstan- zen oder beschw erdeführenden und unterliegenden Bundesbehörden w er- den keine Verfahrenskosten erhoben (vgl. Art. 63 Abs. 2 Vw VG ). Ange- sichts der besonderen U m stände rechtfertigt es sich, auch im Falle des Beschw erdegegners auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten (Art. 63 Abs. 1 in fine Vw VG i.V.m . Art. 6 Bst. b VG KE). O bsiegende Par- teien haben Anspruch auf eine Parteientschädigung für die ihnen erw ach- senen notw endigen Kosten (Art. 64 Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art. 7 Abs. 1 VG KE). Keinen Anspruch auf Parteientschädigung haben Bundesbehörden und, in der R egel, andere Behörden, die als Parteien auftreten (Art. 7 Abs. 3 VG KE), w eshalb dem beschw erdeführenden Kanton keine Parteient- schädigung zuzusprechen ist. (D ispositiv S. 7)7 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird gutgeheissen. D ie Verfügung des BFM über die er- leichterte Einbürgerung des Beschw erdegegners w ird aufgehoben und dessen G esuch um erleichterte Einbürgerung abgew iesen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 3. Eine Parteientschädigung w ird nicht zugesprochen. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (eingeschrieben m it G erichtsurkunde) - dem Beschw erdegegner (eingeschrieben m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (eingeschrieben; Akten R ef-N r. K 385 712, 1 237 944 und N 156 133 retour) - dem Service des M igrations des Kantons N euenburg (m it den Akten) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: Andreas Trom m er D aniel G rim m R echtsm ittelbelehrung G egen dieses U rteil kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ge- führt w erden (Art. 82 ff., Art. 90 ff. und Art. 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie R echtsschrift ist in einer Am ts- sprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. D as angefochtene U rteil und die Bew eism ittel sind, sow eit sie die Partei in H änden hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BG G ). Versand am :