<h2>SubmittedText<h2><p>Es ist eine Tatsache, dass sich in der Schweiz zurzeit eine Reihe von Grossregionen aus mehreren Kantonen herausbilden; deren Zusammenarbeit kann sich auf Technologieprogramme des Bundes, auf die höhere berufliche Bildung, die Hochschulbildung, die Wirtschaftsförderung, die Organisation des öffentlichen Regionalverkehrs, die Durchführung einer Landesausstellung sowie auf anderes mehr erstrecken (vgl. "NZZ" vom 8.12.1994). Die teilnehmenden Kantone profitieren erheblich davon, werden durch die Nutzung der entstehenden Synergieeffekte gestärkt und erhalten auf diese Weise auch mehr Gewicht gegenüber dem Bund.</p><p>Es ist eine Tatsache, dass es angesichts der bestehenden geographischen Hindernisse insbesondere für die Kantone Wallis und Graubünden schwierig ist, sich an dieser - gewiss wünschbaren - Entwicklung zu beteiligen; für den Kanton Tessin ist die Beteiligung angesichts der noch grösseren geographischen und auch sprachlichen Hindernisse, die das Tessin von den anderen Kantonen trennen, so gut wie unmöglich.</p><p>Es ist eine Tatsache, dass die Volkswirtschaft des Kantons Tessin bereits mehr als andere unter der Benzinpreiserhöhung und unter der Einführung der Mehrwertsteuer gelitten hat; der Kanton weist eine sehr hohe Arbeitslosenrate auf, und seine Volkswirtschaft wird durch die Einführung von Strassenbenützungsgebühren für den Schwerverkehr und durch jede andere Rationalisierungs- oder Zentralisierungsmassnahme des Bundes gefährdet.</p><p>Es ist eine Tatsache, dass im Zusammenhang mit der Umstrukturierung des EMD vor allem deren mögliche Auswirkungen auf das kantonale Zeughaus sowie insbesondere auf den Militärflugplatz und den Betrieb von Lodrino Sorge bereiten, und zwar sowohl in bezug auf die betroffene Region als auch angesichts des hohen Qualifikationsgrades der gefährdeten Stellen.</p><p>Deshalb frage ich den Bundesrat, ob er bereit ist, die neue Entwicklung der Strukturen unseres Landes zu berücksichtigen und zur Aufrechterhaltung sinnvoller Gleichgewichte beizutragen, indem er - auch bei der vorgesehenen Umstrukturierung im EMD - die oben erwähnten Kantone und insbesondere das Tessin unterstützt.</p>