B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-496/2013 U r t e i l v o m 5 . F e b r u a r 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichter Thomas Wespi, mit Zustimmung von Richterin Regula Schenker Senn; Gerichtsschreiberin Christa Grünig. Parteien A._______, geboren am (…), alias B._______, geboren am (…), Marokko, Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 21. Januar 2013 / N_______. D-496/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer , ein marokkanischer Staatsangehöriger mit letztem Wohnsitz in C._______, eigenen Angaben zufolge sich ein bis zum (…) gültiges Schengen-Visum für D._______ beschaffte, seine Hei- mat im Juni (…) verliess, nach E._______ gelangte, danach ununterbro- chen in F._______ lebte und am (…) illegal in die Schweiz einreiste , wo er am selben Tag um Asyl nachsuchte, dass der Beschwerdeführer am (…) im Empfangs- und Verfahrenszent- rum (EVZ) G._______ summarisch befragt (Befragung zur Person [BzP]), und vom BFM am (…) im Rahmen von Art. 29 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) zu seinen Asylgründen angehört wurde, dass er anlässlich der BzP vom (…) sowie der Anhörung vom (…) zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen vorbrachte, die Univer- sität besucht, eine zweijährige Berufsausbildung als (…) gemacht zu ha- ben und über ein Diplom als (…) zu verfügen, jedoch in Marokko keine Arbeit gefunden zu haben, dass das BFM mit Verfügung vom 21. Januar 2013 – eröffnet am 24. Ja- nuar 2013 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 1 AsylG auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug an- ordnete, dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, ein Asylgesuch liege erst dann vor, wenn die betroffene Person in irgendeiner Weise zu erkennen gebe, sie ersuche die Schweiz um Schutz vor Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG oder Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrecht e und Grundfreiheiten ( EMRK, SR 0.101), dass der Beschwerdeführer Marokko aufgrund wirtschaftlicher Probleme verlassen habe, dass das BFM somit gemäss Art. 32 Abs. 1 AsylG auf das Asylgesuch nicht eintrete, dass sich keine Hinweise auf die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerde- führers ergeben würden und aus den Akten nicht ersichtlich sei, dass ihm D-496/2013 Seite 3 im Falle einer Rückkehr nach Marokko mit beachtlicher W ahrscheinlich- keit eine durch Art. 3 EMRK verbotene Strafe oder Behandlung drohe, dass weder die in Marokko herrschende politische Situation noch andere Gründe gegen die Zumutbarkeit einer Rückführung sprechen würden und der Vollzug der Wegweisung technisch möglich und praktisch durchfüh r- bar sei, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 30. Januar 2013 in franzö- sischer Sprache gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei beantragte, die Verfügung des BFM sei aufzuheben, die Flüchtlingseigenschaft sei anzuerkennen und es sei ihm Asyl zu gewähren, es sei weiter festzustellen, dass der Vollzug der We g- weisung unzulässig, unzumutbar und unmöglich sei, und es sei die vo r- läufige Aufnahme anzuordnen, dass in prozessua ler Hinsicht beantragt wurde, es sei die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) zu gewähren und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu ver zich- ten, es sei eventuell die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wieder herzustellen, es sei die zuständige Behörde vorsorglich anzuweisen, die Kontaktaufnahme mit den Behörden des Heimat - oder Herkunftsstaates sowie jegliche Datenweitergabe an dieselben zu unterlassen, und – falls Daten bereits weitergeleitet worden seien – sei er in einer separaten Ver- fügung darüber zu informieren, dass auf die Begründung der Rechtsbegehren und die eingereichten B e- weismittel, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird, dass die vorinstanzlichen Akten am 1. Februar 2013 beim Bundesverwal- tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei- det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG D-496/2013 Seite 4 i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde – un- ter Vorbehalt der nachfolgende n Erwägungen – einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass im Beschwerdeverfahren grundsätzlich die Sprache des angefoc h- tenen Entscheids massgebend ist (Art. 33a Abs. 2 VwVG), dass die vorinstanzlichen Verfügung in deutscher Sprache geha lten ist, weshalb das Beschwerdeurteil in dieser Sprache ergeht, dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu übe r- prüfen (Art. 32 – 35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwerd e- instanz grundsätzlich auf die Frage be schränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5 S. 116), dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintr e- tensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen mat e- riellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die S a- che zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73 m.H.a. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei- zerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), D-496/2013 Seite 5 dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mat e- riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt, dass die Verfügung als Anfechtungsgegenstand in der Bundesverwa l- tungsrechtspflege den äusseren Rahmen bildet, innerhalb welchem die Parteien der Rechtsmittelinstanz ein Rechtsverhältnis zur Beurteilung u n- terbreiten können, dass der durch die Parteibegehren definierte Streitgegenstand nicht über den Anfechtungsgegenstand hinaus reichen darf, Gegenstand des B e- schwerdeverfahrens somit grundsätzlich nur sein kann, was Gegenstand des erstinstanzlichen Verfahrens war oder nach richtiger Gesetzesausl e- gung hätte sein sollen (vgl. ANDRÉ MOSER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bu ndesgesetz über das Verwaltungsverfahren [VwVG], Zürich 2008, Rz. 3 zu Art. 52; CHRISTOPH AUER, Streitgegen - stand und Rügeprinzip im Spannungsfeld der ver waltungsrechtlichen Prozessmaximen, Bern 1997, S. 63), dass die Frage der Flüchtlingseigenschaft und der Gewährung von Asyl nicht Gegenstand des angefochtenen Nichteintretensentscheides bildet, weshalb auf den entsprechenden Beschwerdeantrag nicht einzutreten ist, dass die Beschwerde aufschiebende Wirkung hat (vgl. Art. 55 Abs. 1 VwVG) und die Vorinstanz einer allfälligen Beschwerde die aufschiebe n- de Wirkung nicht entzog (vgl. Art. 55 Abs. 2 VwVG), weshalb mangels Rechtsschutzinteresses auf den Antrag auf Wiederherstellung der au f- schiebenden Wirkung nicht einzutreten ist, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass nach Art. 32 Abs. 1 AsylG auf Gesuche, welche die Voraussetzu n- gen von Art. 18 AsylG nicht erfüllen, nicht eingetreten wird, D-496/2013 Seite 6 dass nach Art. 18 AsylG als Asylgesuch jede Äusserung gilt, mit der eine Person zu erkennen gibt, dass sie die Schweiz um Schutz vor Verfolgung nachsucht, dass dabei praxisgemäss von einem weiten Verfolgungsbegriff auszuge- hen ist, der neben den in Art. 3 AsylG genannten Gründen auch Wegwei- sungshindernisse im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 2 – 4 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Au s- länderinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) umfasst (vgl. dazu EMARK 2001 Nr. 5 E. 3b S. 31 f.), wobei allerdings der Geltungsbereich des we i- ten Verfolgungsbegriffs auf erlittene oder befürchtete Benachteiligungen, die direkt oder indirekt von Menschen ausgehen, eingeschränkt ist (vgl. EMARK 2003 Nr. 18 E. 4 und 5 S. 111 ff.) und somit vom weiten Verfo l- gungsbegriff einerseits Wegweisungshindernisse ausgeschlossen sind, die allein in der Person (namentlich ihrer Gesundheit, ihrem Alter oder i h- rem Geschlecht) oder deren persönlichen Lebenss ituation (Familiennetz, gute Integration im Aufnahmestaat) fussen, sowie andererseits Ereignisse höherer Gewalt, die nicht von Menschenhand verursacht wurden (Natu r- katastrophen, Hungersnot, Dürre), dass aus den Akten nicht erkennbar ist, der Beschwerdeführ er hätte je Probleme mit Behörden, Organisationen, Gruppierungen oder Privatpe r- sonen aus einem der in Art. 3 AsylG abschliessend aufgezählten Gründe oder aus einem Grund nach Art. 3 EMRK zu verzeichnen gehabt, dass er lediglich ökonomische Probleme für die Begründung seines Asyl- gesuches geltend machte, dass ökonomische Schwierigkeiten indessen nicht unter den weiten Ve r- folgungsbegriff im oben genannten Sinne fallen, und folglich nicht geei g- net sind, den Anforderungen von Art. 18 AsylG zu entsprechen, dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtmitteleingabe – abgesehen von den erneuten Vorbringen bezüglich de r ökonomischen Schwierigkei- ten – im Wesentlichen geltend machte, der Übersetzer habe während der Anhörung Notizen in sein Handbuch ge macht und dieses anschliessend mitgenommen, weshalb er Angst ge habt habe, kein Vertrauen habe auf- bauen können und deshalb nicht alle seine Asylgründe habe nennen können, dass vorab festzustellen ist, dass dieses Vorbringen unlogisch ist, da der Beschwerdeführer während der An hörung noch gar nicht wissen konnte, D-496/2013 Seite 7 dass – sofern dieser Sachverhalt überhaupt zutreffend ist – der Überset- zer das Handbuch mitnehmen würde, dass der Beschwerdeführer keine Anmerkungen bezüglich Unregelmä s- sigkeiten anlässlich der Befragung oder Anhörung anbrachte und die ent- sprechenden Protokolle unterschriftlich bestätigte, dass auch der Übersetzer die Richtigkeit des Protoko lls unterschriftlich bestätigte und der Hilfswerkvertreter keine Einwände vorbrachte, dass überdies der Hilfswerkvertreter den Besc hwerdeführer zu Beginn der Anhörung darauf aufmerksam machte, dass er sich Notizen für einen Bericht, welcher an sein Hilfswerk gehe , machen werde und dieser B e- richt nicht Teil der Akten sei, der Beschwerdeführer beim Hilfswerk jedoch Einsicht in diesen Bericht verlangen könne, dass der Beschwerdeführer explizit gefragt wurde, ob er mit der Teilna h- me des Hilfswerksvertreter s an der Anhörung einverstanden sei, was er bejahte, dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe weiter a n- brachte, die marokkanischen Behörden hätten Kenntnis davon, dass er in der Schweiz um Asyl nachsuche, dass ihm in Marokko bis zu zwei Jahre Gefängnis drohe, da Personen, welche in einem anderen Land um Asyl nachsuchten, ein schlechtes Bild von Marokko vermitteln würden und dies als Landesverrat gelte, dass die Häftlinge bis zu deren Tod im Gefängnis leiden würden, was ihm bei einer Rückkehr ebenfalls drohen könnte, dass der Beschwerdeführer geltend machte, dass es in Marokko au f- grund der instabilen Lage zu Menschenrechtsverletzungen komme, dass aus den Akten jedoch nicht ersichtlich ist, dass der Beschwerdefü h- rer jemals davon betroffen gewesen ist, dass insgesamt festzuhalten ist, dass diese in der Rechtsmitteleingabe angebrachten Vorbringen unglaubhaft sind, zumal er sowohl im Rahmen der BzP vom (…) sowie der Anhörung vom (…) auf die Wahrheitspflicht aufmerksam gemacht wurde und die Kenntnisnahme dieser Pflicht mit e i- genhändiger Unterschrift bestätigte, D-496/2013 Seite 8 dass er die Gelegenheit, die in der Beschwerdeschrift enthaltenen Vo r- bringen bereits beim BFM geltend zu machen, ungenutzt liess, dass die Vorbringen in der Beschwerdeschrift daher als nachgeschobene Schutzbehauptungen zu qualifizieren sind und d ie zutreffenden vor - instanzlichen Erwägungen somit nicht zu entkräften vermögen, weshalb das BFM in Anwendung von Art. 32 Abs. 1 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers zu Recht nicht eingetreten ist, dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kan- ton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 m.H.a. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Aus ländern regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen g e- mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsger ichts der gleiche B e- weisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist und andernfalls wenigs- tens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 S. 502; WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebe rsax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Auslände r- recht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwu n- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), D-496/2013 Seite 9 dass der Vollzug der Wegw eisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erheblich e Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non -Refoule- ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine A n- haltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlu ng im Sinne von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenosse n- schaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmensc h- liche oder erniedrigende Behandlung ode r Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind , die dem Beschwerdeführer in Marokko droht, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass weder die allgemeine Lage im Heimat staat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorlie- gend zumutbar ist, zumal der Beschwerdeführer soweit aktenkundig g e- sund ist – aus dem Vorbringen, er habe sich am (…) einer Untersuchung auf (Nennung der Krankheit) zu unterziehen, weil in seiner Unterkunft ein solcher Fall vorgekommen sei, ist nicht zu schliessen, er selbst sei daran erkrankt – und nebst der Muttersprache über Französisch - und Itali e- nischkenntnisse verfügt, dass er (…) und (…) studierte, eine Berufsausbildung machte und über ein Diplom als (…) verfügt, ein Praktikum in der Gemeinde C._______ absolvierte und in Marokko über ein intaktes familiäres Beziehungsnetz verfügt, dass die in der Rechtsmitteleingabe gemachten Ausführungen bezüglich der ungenügenden Trinkwasserqualität in der Westsahara nicht unter die oben ausgeführten Wegweisungshindernisse fallen, weshalb dieses Vo r- bringen als unbegründet zu qualifizieren ist, dass zudem blosse soziale und wirtschaftliche Schwierigkeiten, von d e- nen die ansässige Bevölkerung im Allgemeinen betroffen ist, wie be i-D-496/2013 Seite 10 spielsweise Wohnungsnot oder ein schwieriger Arb eitsmarkt – so auch die geltend gemachte Bevorzugung von Arbeitssuchenden aus dem No r- den Marokkos gegenüber jenen aus dem Süden –, in der Regel für sich allein noch keine konkrete Gefährdung im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG begründen (vgl. BVGE 2010/41 E. 8.3.6 S. 591), dass die eingereichte Bestätigung hinsichtlich seiner Integrationsbem ü- hungen in der Schweiz nicht entscheidwesentlich ist, da es bei der Frage nach der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges praxisgemäss nicht um die Beurteilung der Situation der Asylsuchenden in der Schweiz, son- dern der Situation im Heimatland geht (vgl. EMARK 1994 Nr . 19 E. 6.a S.148 mit weiteren Hinweisen), dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdefü hrers in den He i- matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der B e- schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 - 515), dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder una n- gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb di e Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist, dass der Antrag, im Sinne einer vorsorglichen Massnahme sei die Ko n- taktaufnahme mit dem Heimat- oder Herkunftsstaat sowie jede Weiterg a- be von Daten an denselben zu unterlassen, mit dem vorliegende n Urteil gegenstandslos geworden ist, dass den Akten keine Hinweise auf eine bereits erfolgte Datenweitergabe durch das BFM zu entnehmen ist, weshalb der Antrag auf Offenlegung einer solchen Weitergabe mittels separater Verfügung ebenfalls gegen - standslos ist, dass die Beschwerde aufgrund der Erwägungen als aussichtslos zu quali- fizieren ist und deshalb die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsverbeiständung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG abzuweisen sind, D-496/2013 Seite 11 dass der Antra g, es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten, aufgrund des direkten Entscheides in der Hauptsache g e- genstandslos geworden ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.- (Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) D-496/2013 Seite 12 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Thomas Wespi Christa Grünig Versand: