<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00286</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203866&amp;W10_KEY=13013571&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00286</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 15.12.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 13.05.2004 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Berücksichtigung des BVG-Guthabens bei der Ausrichtung von Sozialhilfe: Zuständigkeit des Einzelrichters (E. 1). Grundsätze der Sozialhilfe (E. 2.1). Unterstützte Personen sollen nur ausnahmsweise und nach sorgfältiger Abwägung aller Umstände von der Möglichkeit einer vorzeitigen Auszahlung des BVG-Guthabens Gebrauch machen müssen (E. 2.2). Der Beschwerdeführer könnte sich aufgrund seines Alters sein Freizügigkeitskonto auszahlen lassen (E. 2.3). Ein Ausnahmefall liegt vor, wenn der Sozialhilfeempfönger im Zeitpunkt des BVG-Rücktrittalters über hinreichend finanzielle Mittel verfügt oder es infolge einer unheilbaren Krankheit nicht mehr erreichen dürfte (E. 2.4). Kognition des Verwaltungsgerichts (E. 3.1). Die Zusatzleistungen für Invalide zugunsten des Beschwerdeführers wurde so bemessen, dass ihm zugemutet wurde, von seinem Vermögen jährlich Fr. 9'699.- zu verzehren. (E. 3.2). Bei der Ausrichtung der Ergänzungsleistung wird dem Bezüger ein teilweiser Vermögensverzehr zugemutet (E. 4.1). Der Beschwerdeführer kann über sein BVG-Guthaben verfügen. Ein vorzeitiger Bezug hätte keine Leistungskürzung zur Folge (E. 4.3). Deshalb ist dem Beschwerdeführer ein anteilsmässiger Verzehr seines Vermögens zuzumuten. Die Frage nach einem Ausnahmefall stellt sich gar nicht. (E. 4.4). Kostenfolge (E. 5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BVG">BVG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERGÃNZUNGSLEISTUNGEN">ERGÃNZUNGSLEISTUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREIZÃGIGKEITSKONTO">FREIZÃGIGKEITSKONTO</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SKOS-RICHTLINIEN">SKOS-RICHTLINIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUBSIDIARITÃTSPRINZIP">SUBSIDIARITÃTSPRINZIP</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORBEZUG">VORBEZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Urteilstext"><b><span>I. </span></b></p> <p class="Einzug1"><span>A, geboren 1941, bezieht seit dem 1. August 1995 aufgrund eines InvaliditÃ¤tsgrades von 56 % eine halbe Invalidenrente von aktuell Fr. 1'055.- monatlich. Das DienstverhÃ¤ltnis bei seiner Arbeitsstelle wurde am 31. August 2001 beendet und ihm ein Anspruch auf Austrittsleistung von rund Fr. 170'000.- zuerkannt. Seit dem 1. September 2001 ist A arbeitslos, seit dem 31. Dezember 2001 ausgesteuert. Bis zum 2. April 2002 erhielt er von der SUVA wegen eines nicht nÃ¤her beschriebenen Unfalls noch Taggelder, danach wurden diese Zahlungen eingestellt, weil er wieder zu 50 % und damit (angesichts des InvaliditÃ¤tsgrades von 50 %) als voll arbeits- und erwerbsfÃ¤hig galt. Eine Arbeitsstelle hat er seither nicht gefunden. Sein Vorsorgekapital belief sich per 31. Januar 2003 auf insgesamt Fr. 171'429.40. </span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 11. Februar 2002 reichte A bei der DurchfÃ¼hrungsstelle fÃ¼r Zusatzleistungen zur AHV/IV das Gesuch um UnterstÃ¼tzung ein. Mit Entscheid vom 5. September 2002 wurden ihm rÃ¼ckwirkend ab April 2002 Zusatzleistungen von insgesamt Fr. 1'135.- monatlich zugesprochen, die seither auf Fr. 1'207.- erhÃ¶ht wurden. </span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Da sich das Verfahren um Ausrichtung von Zusatzleistungen wie dargestellt von Februar bis Oktober 2002 hinzog, beschloss die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X am 26. August 2002 die subsidiÃ¤re Ãbernahme des Lebensunterhalts von A ab dem 1. Mai 2002 im Umfang von Fr. 2'342.- monatlich unter Anrechnung sÃ¤mtlichen Einkommens in der UnterstÃ¼tzungsperiode. Mit ErklÃ¤rungen vom 2. und 6. Mai 2002 verpflichtete sich A, seine Forderungen aus Zusatz- und BVG-Leistungen ab 1. Mai 2002 der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X abzutreten. Mit Beschluss vom 16. Dezember 2002 legte die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X den UnterstÃ¼tzungsbedarf von A ab 1. Dezember 2002 bis 30. April 2003 auf monatlich Fr. 2'561.- fest und beschloss, die UnterstÃ¼tzung per 30. April 2003 einzustellen; sie verwies ihn zur Deckung der Lebenshaltungskosten auf den Bezug des BVG-VermÃ¶gens. Per August 2003 wurde der Bedarf von A auf rund Fr. 2'598.- festgelegt. </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>II.</span></b></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen den Beschluss vom 16. Dezember 2002 liess A, nunmehr anwaltlich vertreten, am 14. Januar 2003 Rekurs beim Bezirksrat Y einreichen und im Wesentlichen beantragen, der Entscheid sei aufzuheben, und es seien ihm FÃ¼rsorgeleistungen zuzusprechen, die ohne BerÃ¼cksichtigung des VorsorgevermÃ¶gens berechnet wÃ¼rden. Der Bezirksrat Y wies mit Beschluss vom 16. April 2003 den Rekurs ab.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>III.</span></b></p> <p class="Urteilstext"><span>Dagegen liess A am 18. August 2003 entsprechend der Rechtsmittelbelehrung im angefochtenen Entscheid Rekurs (richtig: Beschwerde) erheben und die folgenden AntrÃ¤ge stellen:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"1. Es sei der Beschluss des Bezirksrates Y vom 16. April 2003 aufzuheben.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>2. Es seien dem Rekurrenten FÃ¼rsorgeleistungen zuzusprechen, die ohne BerÃ¼cksichtigung des Guthabens seines BVG FreizÃ¼gigkeitskontos zu berechnen sind.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Eventualiter:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Es sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Gemeinde X zurÃ¼ckzuweisen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3. Dies alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beklagten."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ausserdem beantragte er die Bestellung von RechtsanwÃ¤ltin C als unentgeltlichen Rechtsbeistand fÃ¼r das Verfahren vor dem Bezirksrat sowie die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands in der Person seines derzeitigen Vertreters fÃ¼r das Verfahren vor Verwaltungsgericht. Die Beschwerdegegnerin beantragte Abweisung der Beschwerde, die Vorinstanz enthielt sich einer Vernehmlassung. </span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><a id="Text23"></a><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span> Entgegen der Rechtsmittelbelehrung im angefochtenen Entscheid und den AusfÃ¼hrungen in der Rekursschrift handelt es sich vorliegend um eine Beschwerde, zu deren Beur­tei­lung das Verwaltungsgericht nach § 41 in Verbindung mit § 19c Abs. 2 des Verwaltungsrechts­pflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zustÃ¤ndig ist (vgl. dazu Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflege­gesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 28, § 43 N. 9). Entsprechend sind die Parteien als BeschwerdefÃ¼hrer bzw. Beschwerdegegnerin zu bezeichnen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span> Ãbersteigt der Streitwert Fr. 20'000.-, befindet das Verwaltungsgericht laut § 38 Abs. 1 und 2 VRG in einer Sache in Dreierbesetzung. Der Streitwert bemisst sich bei periodisch wiederkehrenden Leistungen namentlich im Bereich der Sozialhilfe nach der Jah­res­summe der kontroversen BetrÃ¤ge (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 38 N. 5; RB 1998 Nr. 21). Auf Basis des aktuell festgestellten monatlichen Bedarfs des BeschwerdefÃ¼hrers von rund Fr. 2'598.- und der monatlichen Einnahmen von Fr. 1'055.- (1/2 IV-Rente) und Fr. 1'207.- (Zusatzleistungen) ergibt sich eine Unterdeckung von Fr. 336.- monatlich, womit der Streit­wert unter Fr. 20'000.- bleibt. Dies wÃ¼rde selbst dann gelten, wenn der BeschwerdefÃ¼hrer die Unterdeckung von monatlich Fr. 336.- bis zum Eintritt ins Rentenalter (September 2006) aus dem VermÃ¶gen kompensieren mÃ¼sste. Da sich vorliegend auch keine Fragen von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung stellen, ist der Einzelrichter zum Entscheid berufen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b> <span>§ 14 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) verleiht Personen, die fÃ¼r ihren Lebensunterhalt und den der FamilienangehÃ¶rigen mit gleichem Wohnsitz nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kÃ¶nnen, einen Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe. § 16 Abs. 2 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV) zÃ¤hlt zu den eigenen Mitteln auch das VermÃ¶gen der Hilfesuchenden sowie ihrer nicht getrennt lebenden Ehegatt(inn)en, erlaubt aber von dessen Verwen­dung abzusehen, soweit dadurch fÃ¼r die Hilfesuchenden und ihre AngehÃ¶rigen eine HÃ¤rte entstÃ¼nde. Kraft § 2 Abs. 2 SHG berÃ¼cksichtigt die Hilfe andere gesetzliche Leistungen sowie solche Dritter und sozialer Institutionen. Nach § 17 SHV trÃ¤gt die wirt­schaftliche Hilfe den persÃ¶nlichen und Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnissen Rechnung und wird so bemessen, dass sie das soziale Existenzminimum des Hilfesuchenden gewÃ¤hrleistet. Basis der Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe bilden die Richtlinien der Schwei­zerischen Konferenz fÃ¼r Sozial­hilfe in der Fassung vom Dezember 2002 (fortan SKOS-Richtlinien), vorbehÃ¤ltlich begrÃ¼ndeter Abweichungen im Einzelfall.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Nach Kap. E.2.1 der SKOS-Richtlinien ist in Ãbereinstimmung mit dem SubsidiaritÃ¤tsprinzip die Verwertung von Bank- und Postcheckguthaben, Aktien, Obligationen, Forderungen, WertgegenstÃ¤nden, Liegenschaften und anderen VermÃ¶genswerten Voraus­setzung fÃ¼r die GewÃ¤hrung von materieller Hilfe. FÃ¼r die Beurteilung der BedÃ¼rftigkeit sind die tatsÃ¤chlich verfÃ¼gbaren oder kurzfristig realisierbaren Mittel massgebend. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Nach Kap. E.2.4 der SKOS-Richtlinien (Leistungen der primÃ¤ren sozialen Sicherung) sollten unterstÃ¼tzte Personen nur ausnahmsweise und nach sorgfÃ¤ltiger AbwÃ¤gung aller UmstÃ¤nde von der MÃ¶glichkeit einer vorzeitigen Auszahlung des BVG-Guthabens Gebrauch machen mÃ¼ssen, da vorbezogene Renten eine lebenslange LeistungskÃ¼rzung zur Folge hÃ¤tten und die Alterssicherung erheblich schmÃ¤lerten. Ausnahmen sind nur dann angebracht, wenn auch sonst noch (vÃ¶llig) ausreichende Mittel zur Altersvorsorge zur VerfÃ¼gung stehen (dazu auch Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuch in der Fassung vom Januar 2003, herausgegeben vom Sozialamt des Kantons ZÃ¼rich, Ziff. 2.5.1/§ 15 SHG/II/S. 7; ZeSo 2002, S. 28; VGr, 12. April 2001, VB.2000.00411, E. 2d, www.vgrzh.ch). Dabei geht es unter anderen um Personen, die hÃ¶chstens fÃ¼nf Jahre vor der ordentlichen Pensionierung infolge Stellenverlustes bereits aus der Vorsorgeeinrichtung ausgetreten sind und deren Alterskapital deshalb auf einem FreizÃ¼gigkeitskonto liegt (Kap. E.2.4 der SKOS-Richt­linien). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Nach Art. 16 Abs. 1 der FreizÃ¼gigkeitsverordnung vom 3. Oktober 1994 (FZV) dÃ¼rfen Altersleistungen von FreizÃ¼gigkeitspolicen und -konten frÃ¼hestens fÃ¼nf Jahre vor und spÃ¤­tes­tens fÃ¼nf Jahre nach Erreichen des Rentenalters gemÃ¤ss Art. 13 Abs. 1 lit. a des Bun­desgesetzes vom 25. Juni 1982 Ã¼ber die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) ausbezahlt werden, das bei MÃ¤nnern mit zurÃ¼ckgelegtem 65. Altersjahr erreicht ist. Angesichts des Alters des BeschwerdefÃ¼hrers steht einer vorzeitigen Aus­zahlung seines Guthabens nichts im Weg.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span> Die dargestellte Rechtslage zeigt zusammenfassend, dass es aus sozialhilferechtlicher Sicht einem SozialhilfeempfÃ¤nger nur ausnahmsweise zugemutet werden kann, sich das BVG-Guthaben vorzeitig auszahlen zu lassen. Ein solcher Ausnahmefall lÃ¤ge beispiels­weise vor, wenn zu erwarten ist, dass ein SozialhilfeempfÃ¤nger jedenfalls im Zeitpunkt des BVG-RÃ¼cktrittsalters Ã¼ber hinreichende finanzielle Mittel verfÃ¼gen wird oder dass er infolge einer unheilbaren Krankheit dieses Alter nicht mehr erreichen dÃ¼rfte. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Die </span>Beschwerdegegnerin ging<span> in der BegrÃ¼ndung ihres Entscheids vom 16. Dezember 2002 grundsÃ¤tzlich davon aus, dass BVG-Gelder auf einem FreizÃ¼gigkeitskonto ein VermÃ¶gen darstellen, das bis zum maximalen VermÃ¶gensfreibetrag gemÃ¤ss den SKOS-Richt­linien aufgebraucht werden mÃ¼sse, und legte ihrem Entscheid damit die umgekehrte Betrachtungsweise zu Grunde, </span>wonach<span> im <i>Normalfall</i> ein Bezug von BVG-Guthaben zumutbar sei. Dem kann nach dem AusgefÃ¼hrten nicht gefolgt werden, es sei denn, es liege eine Ausnahmesituation vor, wovon die Vorinstanz ausging. Ob eine Ausnahmesituation vorliegt, welche die vorzeitige AuflÃ¶sung des BVG-Guthabens fÃ¼r einen SozialhilfeempfÃ¤nger als zumutbar erscheinen lÃ¤sst, ist eine Rechtsfrage, bei deren Beurteilung den FÃ¼rsorgebehÃ¶rden ein erheblicher Ermessens­spielraum zukommt. Nach § 50 Abs. 2 lit. c VRG kÃ¶nnen vor Verwaltungsgericht nur Ermessensmissbrauch und -Ã¼berschreitung als Rechtsverletzung geltend gemacht werden, nicht jedoch gewÃ¶hnliche Fehler in der AusÃ¼bung des Ermessens. ErmessensÃ¼berschreitung liegt vor, wenn die Verwaltung dort Ermessen Ã¼bt, wo ihr nach dem Gesetz kein solches zukommt, wenn sie sich also eine Kompetenz ge­genÃ¼ber dem Gesetzgeber anmasst. Ermessensmissbrauch ist ein qualifizierter Ermessensfehler, der ebenfalls als Rechtsverletzung gilt. Die ErmessensbetÃ¤tigung muss in jedem Fall pflichtgemÃ¤ss sein, darf nicht auf sachfremden oder Ã¼berhaupt fehlenden Motiven be­ruhen und hat sich an den allgemeinen RechtsgrundsÃ¤tzen, den verwaltungsrechtlichen Grund­prinzipien und den (weiteren) verfassungsrechtlichen Schranken zu orientieren (dazu KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 50 N. 70, 78 und 80; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2002, Rz. 463, 467).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Mit VerfÃ¼gung der DurchfÃ¼hrungsstelle fÃ¼r Zusatzleistungen zur AHV/IV vom 5. September 2002 wurden dem BeschwerdefÃ¼hrer Zusatzleistungen fÃ¼r Invalide zugespro­chen. Bei deren Berechnung zÃ¤hlte die DurchfÃ¼hrungsstelle 1,5 % Zins auf dem BVG-Guthaben des BeschwerdefÃ¼hrers von damals rund Fr. 170'500.- (Fr. 2'555.-) und jÃ¤hrlich 1/15 des um den Freibetrag von Fr. 25'000.- reduzierten VermÃ¶gens (somit 1/15 von Fr. 145'500.- bzw. Fr. 9'699.-) zum Einkommen, zudem die IV-Rente (zum Freibetrag vgl. Art. 3c Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes vom 19. MÃ¤rz 1965 Ã¼ber ErgÃ¤nzungsleistungen zur Al­ters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung [ELG]). Diese VerfÃ¼gung wurde vom BeschwerdefÃ¼hrer unbestrittenermassen nicht angefochten. Inzwi­schen fanden je am 24. Ja­nuar 2003 zwei Revisionen statt, wobei die ErgÃ¤nzungsleistungen zunÃ¤chst fÃ¼r April bis Dezember 2002 auf Fr. 739.- und hernach ab Januar 2003 auf Fr. 778.- erhÃ¶ht wurden. Zu den reinen ErgÃ¤nzungsleistungen hinzuzuzÃ¤hlen sind jeweils Fr. 202.- Beihilfe, Fr. 202.- Gemeindezuschuss und Fr. 25.- Mietzinszuschuss, die den nunmehr aktuell geleisteten Betrag von total Fr. 1'207.- monatlich ergeben. Offensichtlich legte der BeschwerdefÃ¼hrer gegen keine dieser VerfÃ¼gungen ein Rechtsmittel ein (wofÃ¼r im Ãbrigen das Verwaltungsgericht auch nicht zustÃ¤ndig wÃ¤re, vgl. Art. 15 und 56 ff. des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 Ã¼ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] in Verbindung mit § 2 lit. c des Gesetzes Ã¼ber das Sozialversicherungsgericht vom 7. MÃ¤rz 1993 mit dem Hinweis auf Art. 7 aELG). Es bleibt daher festzuhalten, dass ihm in allen diesen Entscheiden ein Verzehr seines VermÃ¶gens um jÃ¤hrlich Fr. 9'699.- zugemutet wurde, um den errechneten Bedarf zu decken (vgl. Art. 3c Abs. 1 lit. c ELG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>ErgÃ¤nzungsleistungen werden ausgerichtet, um BezÃ¼gerinnen und BezÃ¼gern von Renten der Alters- und Hinterlassenen- oder der Invalidenversicherung das Existenzmi­nimum zu gewÃ¤hrleisten, ohne dass die Versicherten Sozialhilfe beziehen mÃ¼ssen (Art. 112 Abs. 6 in Verbindung mit Art. 196 Ziff. 10 der Bundesverfassung [BV]). Mit den Leistungen gemÃ¤ss ELG sollen somit der gegenwÃ¤rtige Grundbedarf und die laufenden LebensbedÃ¼rfnisse gedeckt werden. Mit diesem Existenzbedarf ist mehr gemeint als das blosse Existenzminimum (Art. 112 Abs. 2 lit. b und Abs. 6, Art. 196 Ziff. 10 BV; Bernhard Ehrenzeller/Philippe Mastronardi/Rainer J. Schweizer/Klaus A. Vallender, Die schweizerische Bundesverfassung, ZÃ¼rich 2002, Art. 112 N. 7-9). Aus diesem Grund werden denn auch sÃ¤mtliche VermÃ¶genswerte, Ã¼ber welche die Anspruch erhebende Person frei verfÃ¼gen kann, ungeachtet ihrer Bestimmung zum anrechenbaren VermÃ¶gen gezÃ¤hlt, und es wird den BezÃ¼gerinnen und BezÃ¼gern von ErgÃ¤nzungsleistungen zugemutet, einen Teil ihres VermÃ¶gens zur Bestreitung des Lebensunterhalts zu verwenden (Art. 3c Abs. 1 lit. c, Art. 5 Abs. 3 lit. b ELG; BGE 127 V 368 E. 5; BGE 122 V 19 E. 5a mit Hinweisen; BGr, 20. August 2001, P 48/00, E. 4b, www.bger.ch). </span></p> <p class="Erwgung2"><span>GrundsÃ¤tzlich sind bei der Anspruchsberechtigung nur tatsÃ¤chlich vereinnahmte EinkÃ¼nfte und vorhandene VermÃ¶genswerte zu berÃ¼cksichtigen, Ã¼ber die der Leistungs­ansprecher ungeschmÃ¤lert verfÃ¼gen kann (BGE 115 V 352 E. 5c mit Hinweisen). Die vom Gesetzgeber gewÃ¤hlte Methode des teilweisen VermÃ¶gensverzehrs entspricht sodann einerseits dem SubsidiaritÃ¤tsprinzip, wonach Leistungen der Ã¶ffentlichen Hand grundsÃ¤tzlich erst erbracht werden sollen, wenn der Leistungsansprecher seine eigenen Mittel im Wesentlichen aufgebraucht hat, und nimmt anderseits auf die BedÃ¼rfnisse des Betroffenen RÃ¼cksicht, nicht alle VermÃ¶genswerte von vornherein gÃ¤nzlich fÃ¼r die Existenzsicherung aufzubrauchen (BGr, 10. Mai 2001, P 68/00, E. 2a/bb mit Hinweisen, www.bger.ch).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span> Als Einkommen sind allerdings auch EinkÃ¼nfte und VermÃ¶genswerte anzurechnen, auf die verzichtet worden ist (Art. 3c Abs. 1 lit. g ELG). Eine Verzichtshandlung liegt vor, wenn die versicherte Person ohne rechtliche Verpflichtung und ohne adÃ¤quate Gegenleistung auf VermÃ¶gen verzichtet hat, wenn sie einen Rechtsanspruch auf be­stimmte EinkÃ¼nfte und VermÃ¶genswerte hat, davon aber faktisch nicht Gebrauch macht bzw. ihre Rechte nicht durchsetzt, oder wenn sie aus von ihr zu verantwortenden GrÃ¼nden von der Aus­Ã¼bung einer mÃ¶glichen oder zumutbaren ErwerbstÃ¤tigkeit absieht (BGr, 7. Juli 2003, P 49/01, E. 3.5, www.bger.ch). VermÃ¶genswerte, auf die in diesem Sinn verzichtet worden ist (sog. "VerzichtsvermÃ¶gen"), sind gleichwohl in die Berechnung der ErgÃ¤nzungsleistungen einzubeziehen (BGr, 11. MÃ¤rz 2003, P 85/02, E. 3.2, www.bger.ch).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span> Es ist unbestritten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼ber sein VermÃ¶gen aus ehemaligen BVG-Guthaben, das auf einem FreizÃ¼gigkeitskonto liegt, jederzeit und unbeschrÃ¤nkt verfÃ¼gen kann, ohne dass der vorzeitige Bezug (das heisst vor Eintritt des Rentenalters) eine LeistungskÃ¼rzung zur Folge hÃ¤tte. Der BeschwerdefÃ¼hrer gibt selber an, dass er sich sein FreizÃ¼gigkeitsguthaben auszahlen lassen kÃ¶nnte, wobei er daraus zunÃ¤chst verschiedene Schul­den begleichen wÃ¼rde (Steuerschulden, RÃ¼ckzah­lung eines von der Gemeinde ge­wÃ¤hrten Kredits, RÃ¼ckerstattung von FÃ¼rsorgeleistungen). Ferner beabsichtigt er, eine Lebens­rentenversicherung fÃ¼r Fr. 150'000.- zu kaufen. Auch nach Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers kann er demnach Ã¼ber sein VermÃ¶gen frei verfÃ¼gen, sobald es abgerufen wird. Dieses betrug per 31. Januar 2003 Fr. 171'429.40. VerzichtsvermÃ¶gen ist keines auszumachen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.4 </span></b><span> Der BeschwerdefÃ¼hrer ist allerdings nicht gewillt, sein VermÃ¶gen im Sinn der Berech­nung der ErgÃ¤nzungsleistungen anzuzehren. Die daraus resultierende Unterdeckung seines fÃ¼rsorgerechtlichen Existenzminimums (das etwas niedriger als dasjenige gemÃ¤ss Berech­nungen der ErgÃ¤nzungsleistungen ist) will er darum durch FÃ¼rsorgeleistungen gedeckt haben. Dazu besteht indessen kein Anlass. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Er beruft sich fÃ¼r seinen Standpunkt auf das vom Verwaltungsgericht beurteilte Verfahren VB.2000.00411, worin festgehalten wurde, dass es aus sozialhilferechtlicher Sicht einem SozialhilfeempfÃ¤nger nur ausnahmsweise zugemutet werden kÃ¶nne, sich das BVG-Gut­haben vorzeitig auszahlen zu lassen. In jenem Fall lagen die VerhÃ¤ltnisse jedoch gÃ¤nz­lich an­ders. Die damalige BeschwerdefÃ¼hrerin (Jahrgang 1941) verfÃ¼gte Ã¼ber ein Frei­zÃ¼gig­keits­guthaben von Fr. 150'000.-, bezog im Ãbrigen aber keine Leistungen (z.B. Arbeits­losengeld, IV-Rente). Sie war vielmehr ausgesteuert und wurde seit 1998 von der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde unterstÃ¼tzt. Die beabsichtigte Einstellung der FÃ¼rsorgeleistungen ab Herbst 2000 hÃ¤tte bewirkt, dass die damalige BeschwerdefÃ¼hrerin bis zum Eintritt ins Rentenalter von 64 Jahren (Art. 21 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 Ã¼ber die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVG]), demnach wÃ¤hrend etwa 4 ½ Jahren, ihren gesamten Bedarf aus dem VorsorgevermÃ¶gen allein hÃ¤tte decken mÃ¼ssen. Dieses wÃ¤re selbst bei zurÃ¼ckhaltender Bedarfsberechnung dabei weit gehend verbraucht worden. Entsprechend hielt das Verwaltungsgericht damals fest, dass es einem Sozialhilfe­empfÃ¤n­ger nur ausnahmsweise zumutbar sei, sich sein BVG-Kapital vorzeitig auszahlen zu lassen.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.4.1 </span></b><span> DemgegenÃ¼ber handelt es sich beim BeschwerdefÃ¼hrer grundsÃ¤tzlich nicht um einen SozialhilfeempfÃ¤nger. Vielmehr erhÃ¤lt er neben seiner IV-Rente ErgÃ¤nzungsleistungen und Beihilfen, die seinen Bedarf decken sollten, wozu er mit einem Anteil seines VermÃ¶gens beizutragen hÃ¤tte. Schon insofern ist bei ihm von einer gÃ¤nzlich anderen Situation auszu­ge­hen als in dem von ihm angerufenen Fall. ZusÃ¤tzlich hat der Be­schwerdefÃ¼hrer als BezÃ¼ger von ErgÃ¤nzungsleistungen die MÃ¶glichkeit, jÃ¤hrlich deren Neuberechnung unter BerÃ¼cksichtigung des VermÃ¶gensverzehrs oder sonstiger Ãnde­rungen zu verlangen (Art. 25 Abs. 1 lit. c in Verbindung mit Abs. 2 lit. c und Abs. 3 der Verordnung vom 15. Januar 1971 Ã¼ber die ErgÃ¤nzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung [ELV]), worauf die Beschwerdegegnerin zu Recht hinweist. Auch insofern ist nicht ersichtlich, welche Nachteile er durch den VermÃ¶gensverzehr erleiden kÃ¶nnte. Ein genereller Anspruch auf die Nichtantastbarkeit der BVG-Gelder vor Eintritt des AHV-Rentenalters besteht zudem nicht (Art. 3c Abs. 1 lit. c ELG).</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.4.2 </span></b><span> Mindestens vorliegend, wo der BeschwerdefÃ¼hrer ausschliesslich VermÃ¶gens­werte sein eigen nennt, Ã¼ber die er frei verfÃ¼gen kann, und ihm kein VerzichtsvermÃ¶gen angerechnet wird, ist ihm zuzumuten, diese anteilsmÃ¤ssig (entsprechend der Berechnung der ErgÃ¤nzungsleistungen) und ungeachtet ihrer Bestimmung zur Bestreitung des Lebens­unter­halts zu verwenden (BGE 127 V 368 E. 5a). Demnach stellt sich die Frage, ob ein Ausnahmefall vorliegt, der im Zusammenhang mit der Zusprechung von FÃ¼rsorgeleistungen den vorzeitigen Bezug der BVG-Gelder des BeschwerdefÃ¼hrers rechtfertigen wÃ¼rde, gar nicht. Die Beschwerde ist abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.5 </span></b><span> Selbst wenn aber ein Anspruch des BeschwerdefÃ¼hrers auf FÃ¼rsorgeleistungen zu prÃ¼fen wÃ¤re, wÃ¤re sein bestehendes VermÃ¶gen dabei jedenfalls zu berÃ¼cksichtigen. Richtig ist zwar, dass die Beschwerdegegnerin auf die Frage, ob ein Ausnahmefall vorliege, in ihrem Entscheid vom 16. Dezember 2003 nicht einging. Dies wurde hinge­gen von der Rekursinstanz nachgeholt. Sie ging davon aus, dass der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼ber ein FreizÃ¼gig­keits­guthaben von gut Fr. 170'000.- verfÃ¼ge und eine IV-Rente beziehe. Angesichts seines Alters und der schon lÃ¤nger dauernden Arbeits­losigkeit erachtete die Rekursinstanz die RÃ¼ckkehr ins Arbeitsleben und damit die VerÃ¤nderung der aktuellen VerhÃ¤ltnisse als wenig wahrscheinlich, weshalb ihm die vorzeitige Auszahlung des FreizÃ¼gigkeitsguthabens zumutbar sei.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.5.1 </span></b><span>Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer erklÃ¤rt, es sei nicht korrekt, von einem FreizÃ¼gigkeitsguthaben von rund Fr. 171'500.- auszugehen, trifft dies nicht zu (vorne E. 4.1). Geht man von dafÃ¼r zu entrichtenden Steuern von etwa Fr. 9'000.- aus (Art. 22 Abs. 1 und 2, 24 lit. b und 38 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 Ã¼ber die direkte Bundessteuer [DBG]; § 37 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997), bleiben ihm noch rund Fr. 162'500.-, Ã¼ber die er ungeschmÃ¤lert verfÃ¼gen kann. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.5.2 </span></b><span>Weiter ist zu bedenken, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer aller Voraussicht nach bis zum Eintritt in die Rentenberechtigung ErgÃ¤nzungsleistungen zukommen werden, die zur Deckung des Existenzbedarfs ausreichen sollen. Der Anspruch auf Invalidenrente erlÃ¶scht zwar mit der Entstehung des Anspruchs auf eine Altersrente der Alters- und Hinterlassenenversicherung (Art. 30 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 Ã¼ber die Invalidenversicherung [IVG]). Bis dahin wÃ¼rden aber ErgÃ¤nzungsleistungen erbracht, so­weit die Voraussetzungen dafÃ¼r erfÃ¼llt bleiben, wovon beim heutigen Aktenstand und angesichts des Alters, der eingeschrÃ¤nkten ArbeitsfÃ¤higkeit und der bestehenden Ar­beitslosigkeit des Be­schwer­defÃ¼hrers auszugehen ist. Auch BezÃ¼ger von Renten der AHV haben zudem Anspruch auf ErgÃ¤nzungsleistungen. Insofern ist nicht anzunehmen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer bis zum Eintritt des Rentenalters fÃ¼rsorgebedÃ¼rftig wird â immer vorausgesetzt, dass er sein VermÃ¶gen entsprechend den jeweiligen Berechnungen der ErgÃ¤nzungsleistungen anzehrt.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.5.3 </span></b><span>Wie sich der VermÃ¶gensverbrauch des BeschwerdefÃ¼hrers entwickelt, wenn er dieses abruft, steht heute nicht fest, braucht im Detail aber auch nicht geprÃ¼ft zu werden. Der â bei weiterhin verweigerter Anzehrung seines VermÃ¶gens im Umfang der Be­rechnung der ErgÃ¤nzungsleistungen â ihm zumutbare monatliche Verbrauch von Fr. 336.-, womit min­destens der fÃ¼rsorgerechtliche Existenzbedarf gedeckt wÃ¼rde, ist dem BeschwerdefÃ¼hrer angesichts der HÃ¶he des VermÃ¶gens jedenfalls zuzumuten, wobei zu beachten ist, dass er nach der Berechnung der ErgÃ¤nzungsleistungen sein VermÃ¶gen weit stÃ¤rker zu verbrauchen hÃ¤tte. Es verbleibt ihm selbst dann noch ein hinreichender Betrag, den er fÃ¼r seine Altersvorsorge verwenden kann, wenn er monatlich Fr. 336.- bis zum Eintritt ins Rentenalter aufwenden mÃ¼sste. Unter diesem Gesichtspunkt kann ihm zugemutet werden, sein VermÃ¶gen im erwÃ¤hnten, insgesamt geringen Umfang anzuzehren. Zu Recht bejahte die Vorinstanz daher einen Ausnahmefall, ohne ihr Ermessen in rechtsverletzender Weise auszuÃ¼ben. Die Beschwerde wÃ¤re deshalb auch unter diesem Gesichtspunkt abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.6 </span></b><span> Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer geltend macht, die Rente aus dem beabsichtigten Erwerb einer Leibrentenversicherung fÃ¼r Fr. 150'000.- wÃ¼rde ihm erlauben, ein Leben in WÃ¼rde und finanzieller UnabhÃ¤ngigkeit (von allfÃ¤lligen Zusatzleistungen) zu fÃ¼hren, ist sein Vorbringen nicht substanziiert. Zwar ergibt sich aus der Leibrente ein jÃ¤hrlicher Ertrag von Fr. 7'089.60 oder monatlich rund Fr. 591.-. Wie hoch aber die AHV-Rente sein wird, erwÃ¤hnt der BeschwerdefÃ¼hrer nicht. Es kann daher nicht beurteilt werden, ob die Leibrentenversicherung zusammen mit der AHV-Rente ihm die UnabhÃ¤ngigkeit von ErgÃ¤n­zungs­leistungen vermitteln wÃ¼rde. Weiter ist darauf nicht einzugehen. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Verfahrens dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Er verlangt allerdings die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege. Da ihm ein abrufbares VermÃ¶gen zur VerfÃ¼gung steht, woraus die Kosten des Verfahrens und der Rechtsvertretung ohne Weiteres gedeckt werden kÃ¶nnen, fehlt es bereits an seiner Mittellosigkeit, was ebenso fÃ¼r das Rekursverfahren gilt (dazu KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 24). Entsprechend kann weder die unentgeltliche Rechtspflege noch ein unentgeltlicher Rechtsbeistand gewÃ¤hrt werden, auch nicht fÃ¼r das Rekursverfahren. Eine EntschÃ¤digung ist sodann nicht zuzusprechen (§ 17 VRG).</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss verfÃ¼gt der Einzelrichter:</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Gesuche um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege fÃ¼r das Beschwerdeverfahren und um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes fÃ¼r das Rekursverfahren werden abgewiesen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 560.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>5. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>