<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht über die Gewinne und Einsparungen (Return on Investment) vorzulegen, die dank den Entlastungsangeboten für alle Personen erzielt werden, die Angehörige regelmässig unterstützen und betreuen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Betreuende Angehörige sind für eine hochwertige Versorgung von kranken und pflegebedürftigen Menschen in der Gesellschaft unverzichtbar. Sind betreuende Angehörige bereit, unterstützungsbedürftige Familienmitglieder selbst zu betreuen, sollen sie gute Rahmenbedingungen vorfinden. Am 5. Dezember 2014 hat der Bundesrat deshalb den "<a href="https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/strategie-und-politik/politische-auftraege-und-aktionsplaene/aktionsplan-pflegende-angehoerige.html">Aktionsplan zur Unterstützung und Entlastung betreuender und pflegender Angehörige</a>r" verabschiedet (www.bag.admin.ch &gt; Strategie &amp; Politik &gt; Politische Aufträge &amp; Aktionspläne &gt; Aktionsplan für betreuende und pflegende Angehörige). Ein wichtiges Element für gute Rahmenbedingungen sind passende Unterstützungs- und Entlastungsangebote. Daher hat der Bundesrat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mit der Umsetzung des Förderprogramms "Entlastungsangebote für betreuende Angehörige 2017-2020" beauftragt. Die wichtigsten Ergebnisse des Förderprogramms wurden in einem <a href="https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/strategie-und-politik/nationale-gesundheitspolitik/foerderprogramme-der-fachkraefteinitiative-plus/foerderprogramme-entlastung-angehoerige.html">Synthesebericht</a> zusammengefasst und Ende Oktober 2020 publiziert (www.bag.admin.ch &gt; Stratgie &amp; Politik &gt; Nationale Gesundheitspolitik &gt; Förderprogramme der Fachkräfteinitiative plus &gt; Förderprogramm "Entlastungsangebote für betreuende Angehörige 2017 - 2020").</p><p>Die Forschungsergebnisse aus dem Förderprogramm zeigen, wie komplex die Thematik der Angehörigenbetreuung ist. Einerseits ist die Gruppe der betreuenden Angehörigen sehr heterogen, etwa in Bezug auf das Alter oder auch auf den sozialen, kulturellen und ökonomischen Kontext. Auch die Betreuungssituationen unterscheiden sich. Andererseits ist die Vielfalt an Unterstützungs- und Entlastungsangeboten sehr gross - von Informations- und Beratungsangeboten über Schulungsangebote, Tages- und Nachtstrukturen bis hin zu Massnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenbetreuung.</p><p>Dass es insbesondere für Unternehmen rentabel sein kann, ihren Angestellten in Bezug auf die Vereinbarkeit entgegen zu kommen, ist mehrfach belegt (vgl. "<a href="https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/strategie-und-politik/politische-auftraege-und-aktionsplaene/aktionsplan-pflegende-angehoerige.html">Aktionsplan zur Unterstützung und Entlastung betreuender und pflegender Angehörige</a>r", S. 19). Aus methodischer Sicht wäre es allerdings fast unmöglich, eine Analyse des Return of Investments (ROI) durchzuführen, welche die ganze Vielfalt der Unterstützungs- und Entlastungsangebote gerecht werden würde. Ferner müsste für die Berechnung des ROI nebst dem gesellschaftlichen Mehrwert (z.B. erhöhte Verfügbarkeit und Qualifikation der Mitarbeitenden, Erhöhung Sozialversicherungsbeiträge, geringe Sozialausgaben) zwingend auch der individuelle Nutzen miteinbezogen werden. Für die betreuenden Angehörigen äussert sich der Nutzen von Unterstützungs- und Entlastungsangeboten oftmals durch eine Verbesserung ihrer Lebensqualität (z.B. Erhalt einer guten Gesundheit, Balance zwischen Ressourcen und Belastung), welche sich nur schwer quantifizieren lässt. Da es kaum möglich ist, eine Kosten-Nutzen-Analyse durchzuführen, die diesen Umständen gerecht wird, beantragt der Bundesrat die Ablehnung des Postulats.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.