12. Juni 1985 365 ETH-Übergangsregelung. Verlängerung Zweitens fehlt dem Antrag der Minderheit das wichtige Kriterium, dass diese gemeinschaftliche Mittelverwendung im Interesse der Gesamtheit der Verkehrsteilnehmer zu erfolgen' habe. Das ist nur im Antrag der Minderheit in Litera a der Fall. Aber dieser Gesichtspunkt gilt natürlich auch für b und c. Drittens fehlt ganz das Kriterium, wie es in den anderen Anträgen enthalten ist: entsprechend der Interessenlage, also nach Kausalitäten. Wir hätten damit weniger verfassungsmässige Kriterien für diese gemeinschaftliche Mittelverwendung, die immerhin in ihrer konkreten Ausgestaltung nicht unproblematisch ist. Nach Beurteilung des Bundesrates ist also die Fassung der Mehrheit, in der der Umwelt- und Landschaftsschutz noch ausdrücklich eingebaut wurde, kompletter und auch entwicklungsfähiger. Zum Lastenausgleich in Litera c, speziell für Kantone mit Alpenstrassen und ohne Nationalstrassen: Dieser ist bereits im Artikel 36ter Absatz 3bis gewährleistet. Dazu gehören auch die Alpenstrassen und Kantone ohne Nationalstrassen. Im Treibstoffzollgesetz hat man das bereits sehr grosszügig realisiert. Ich erinnere sie daran, dass die Leistungen aus den Treibstoffzöllen für Alpenstrassen und Kantone ohne Nationalstrassen gegenüber heute etwa verzehnfacht wur- den (auf etwa 18 Millionen Franken). Man hat das, was Ständerat Jelmini verdienstvollerweise in Buchstabe c noch ausdrücklich absichern wollte, bereits realisiert. Deshalb glaube ich, dass im gesamten gesehen der Antrag der Mehr- heit der bessere ist. Ich bitte Sie, diesem zuzustimmen. Abstimmung - Vote Für den Antrag der Mehrheit 23 Stimmen Für den Antrag der Minderheit 13 Stimmen Art. 37 Abs. 3, 4 Antrag der- Kommission Abs. 3 ... auf dem Wege der Gesetzgebung die Zweckbestimmung dieser Mittel ändern, wenn dies zur Verwirklichung der Ziele der Gesamtverkehrspolitik notwendig ist. a. Streichen b. Streichen Abs. 4 ... regelt die Ausnahmen. Art. 37 al. 3, 4 Proposition de la commission Al. 3 ... elle peut temporairement modifier la destination de ces ressources, si cette mesure est nécessaire pour atteindre les objectifs de la politique d'ensemble des transports. a. Biffer b. Biffer Al. 4 ... La législation fédérale règle les exceptions. Präsident: Der Bundesrat schliesst sich den Kommissions- anträgen an. Angenommen - Adopté Art. 41 ter Abs. 4 Bst. a zweiter Satz Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Art. 41"" al. 4 let. a 2' phrase Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral Angenommen - Adopté Art. 19 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates (Die Änderung betrifft nur den französischen Text) Art. 19 Proposition de la commission Al. 1 ... l'article 36'", 4e alinéa, doit... Al. 2 Adhérer au projet du Conseil fédéral Angenommen - Adopté Ziff. Il Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Ch. II Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral Angenommen - Adopté Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Beschlussentwurfes Dagegen An den Nationalrat - Au Conseil national 27 Stimmen /Stimmen #ST# 84.068 ETH-Übergangsregelung. Verlängerung EPF. Réglementation transitoire. Prorogation Siehe Seite 61 hiervor - Voir page 61 ci-devant Beschluss des Nationalrates vom S.Juni 1985 Décision du Conseil national du 5 juin 1985 Differenzen - Divergences Art. 19 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil national Letsch, Berichterstatter: Wir haben in der Märzsession der Übergangsregelung ETH um zehn Jahre gemäss Antrag des Bundesrates zugestimmt. Schon damals stand aber die Frage zur Diskussion, ob diese Frist nicht zu lang sei und ob nichteine Frist von sechs Jahren genügen würde. Herr Piller hat damals in der Kommission einen entsprechenden Antrag eingereicht. Der Bundesrat gab zehn Jahren den Vorzug, weil er vermeiden wollte, dass noch einmal eine Verlänge- rung nötig werde, wenn sich gewisse Vorarbeiten verzögern würden. Unter diesem Eindruck kam unser Entscheid zu- stande.Bail à ferme agricole. Loi 366 12 juin 1985 In der Zwischenzeit hat nun in dieser Session der Nationalrat einhellig einer Übergangsregelung von sechs Jahren den Vorzug gegeben, und der Bundesrat hat sich dieser Mei- nung angeschlossen. Herr Bundesrat Egli hat mich gebeten, ihn heute zu entschuldigen, aber ausdrücklich zu sagen, dass der Bundesrat dieser Regelung gemäss National rat, die Sie auf der Fahne finden, zustimmt. Unsere Kommission schliesst sich ebenfalls an und bittet Sie, dem Nationalrat-also Übergangsregelung sechs Jahre - zuzustimmen. Präsident: Die Kommission beantragt, dem Nationalrat zuzustimmen. Wird ein anderer Antrag gestellt? Das ist nicht der Fall. Sie haben so beschlossen. #ST# 81.073 Landwirtschaftliche Pacht. Bundesgesetz Bail à ferme agricole. Loi Siehe Jahrgang 1983, Seite 528 Voir année 1983, page 528 Beschluss des Nationalrates vom 6. März 1985 Décision du Conseil national du 6 mars 1985 Differenzen - Divergences Art. 3 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil national M. Debétaz, rapporteur: Le projet de bail à ferme agricole nous revient du Conseil national avec de nombreuses diver- gences. Je renonce à un exposé de caractère général; il faut avancer dans la mise au point du projet. L'agriculture sou- haite que cette nouvelle loi puisse entrer en vigueur le plus tôt possible. Je vous propose de passer immédiatement à l'examen de chaque divergence. A cet article, le Conseil fédéral propose que les cantons puissent déroger aux règles de la loi fédérale pour l'affer- mage d'alpages, de pâturages, de droits de jouissance et de participations à ceux-ci. En vertu de la décision prise par le Conseil des Etats, les cantons pourraient également déroger aux dispositions du droit fédéral pour les allmends et pour les immeubles en propriété publique. Le Conseil national n'a pas voulu de ce complément. Votre commission unanime vous propose d'adhérer à la décision du Conseil national, soit aux texte proposé par le Conseil fédéral. En voici très brièvement les motifs. Si les allmends ou les immeubles en propriété publique sont des alpages ou des pâturages, ils peuvent être l'objet d'une dérogation cantonale. Si, au contraire, ils sont utilisés comme champs ou comme prairies, leur affermage doit être assujetti au droit fédéral. Hefti: Ich beantrage Festhalten. Bundesrätin Kopp: Ich beantrage Ihnen, zusammen mit der Kommissionsmehrheit, dem Text des Nationalrates und des Bundesrates zuzustimmen. Es ist nicht einzusehen, weshalb für den Pächter andere Voraussetzungen gelten sollten, wenn die öffentliche Hand Land verpachtet. Hefti: Die öffentliche Hand erwirbt viel Eigentum uneigen- nützig zur Erfüllung ihrer öffentlichen Zwecke. Sie soll, wenn die öffentlichen Zwecke erfüllt werden müssen, nicht gehemmt sein durch dieses Gesetz. In der Zwischenzeit soll sie doch die Möglichkeit haben, dieses Land landwirtschaft- lich nutzen zu lassen; es wäre ja auch nicht in Ordnung, wenn sie es brach liegen liesse. Es besteht hier ein deutlicher Unterschied zwischen der öffentlichen Hand, die öffentliche Zwecke verfolgt, und den Privaten, die ihr Land nutzen lassen. Bundesrätin Kopp: Wenn die öffentliche Hand ihr Land nicht mehr landwirtschaftlich nutzen, sondern überbauen will, liegt vermutlich dieses Land in der Bauzone, also hat der Staat gemäss Pachtrecht die Möglichkeit, entsprechend kürzere Pachtdauern abzumachen. Die öffentliche Hand wird ja langfristig planen und wissen, wann sie dieses Land einer Überbauung zuführen will. Liegt das Land aber in der Landwirtschaftszone, dann müssen die gleichen Regeln gel- ten wie für einen privaten Eigentümer. Ich beantrage nochmals Zustimmung zur Kommissions- mehrheit. Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission 30 Stimmen Für den Antrag Hefti 1 Stimme Art. 4 Abs. 3 Antrag der Kommission Streichen Art. 4 al. 3 Proposition de la commission Biffer M. Debétaz, rapporteur: Le Conseil national a prévu un 3° alinéa concernant la forme du contrat de bail. Il estime que cette forme devrait être écrite pour une exploitation agricole et ajoute: «mais lorsque le fermier a commencé le bail, aucune partie ne pourra se prévaloir de nullité pour. cause de vice de forme.» Votre commission, à une forte majorité, si ce n'est à l'unanimité, vous propose de renoncer à la forme écrite pour l'affermage d'une exploitation agri- cole. La décision du Conseil national, que je viens de lire, montre que l'adoption de cette forme peut conduire à des difficultés. J'ajoute que la forme écrite n'est pas nécessaire pour l'exercice du droit de préaffermage dont nous allons discuter dans un instant. Au nom de la commission, je vous propose de renoncer à la forme écrite, autrement dit, de biffer le troisième alinéa décidé par le Conseil national. Angenommen - Adopté 2. Abschnitt, Titel, Art. 5 Antrag der Kommission Mehrheit Titel 2. Abschnitt: Vorpachtrecht Art. 5 Titel Vorpachtrecht der Nachkommen des Verpächters Abs. 1 Die Kantone können für Nachkommen des Eigentümers eines landwirtschaftlichen Gewerbes, welche dieses selber bewirtschaften wollen und dafür geeignet sind, ein Vorpachtrecht vorsehen. Abs. 2 Der Nachkomme kann ein solches Vorpachtrecht einem Dritten nur dann entgegenhalten, wenn es im GrundbuchSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali ETH-Übergangsregelung. Verlängerung EPF. Réglementation transitoire. Prorogation In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1985 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Ständerat Conseil Conseil des Etats Consiglio Consiglio degli Stati Sitzung 07 Séance Seduta Geschäftsnummer 84.068 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 12.06.1985 - 08:00 Date Data Seite 365-366 Page Pagina Ref. No 20 013 631 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.