<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat zieht erleichterte Bewilligungen beim Bau von Windrädern und den Zubau von Wasserkraft in Erwägung. Die Windenergie verspricht in der Schweiz wegen der ungünstigen Topographie nicht sehr hohe Erträge und gefährdet die Biodiversität, z.B. Vogelschlag und Bodenaustrocknung.</p><p>- Wird bei einer Bewilligung berücksichtigt, dass die Rotoren der Windräder nach etwa 20 Jahren als Sondermüll enden werden?</p><p>- Wird die Energieversorgungssicherheit oder die Biodiversität höher gewichtet?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Windenergieanlagen werden nach Ablauf ihrer Lebensdauer fast vollständig rezykliert: 80 bis 90 Prozent einer Windenergieanlage sind einfach wiederverwendbar, weil sie aus Metallen wie Stahl und Kupfer und aus Beton bestehen. Die Metalle werden direkt wiederverwendet, die Betonteile finden als Strassenschotter weiter Verwendung. Das Recycling der Rotorblätter hingegen ist schwieriger, da sie aus Faserverbundstoffen bestehen, wie sie ebenso in der Automobilindustrie und im Schiffsbau verwendet werden. Ausgediente Rotorblätter können in Zementwerken verbrannt und die entstehende Asche als Zuschlagsstoff für den Zement verwendet werden. Auf diese Weise werden die Rotorblätter energetisch und stofflich wiederverwertet. Heute wird in zahlreichen Forschungsprojekten die Rückgewinnung der Faserstoffe untersucht, so dass diese in Zukunft wiederverwendet werden können. Parallel dazu werden neue Materialien für Rotorblätter erforscht, die später einfacher rezykliert werden können. Die Planung und Bewilligung von Windenergieanlagen ist Sache der Kantone und Gemeinden. Im Rahmen der kantonalen Richtplanung sowie der Nutzungsplanung und der Umweltverträglichkeitsprüfung wird eine Interessenabwägung zwischen allen relevanten Interessen vorgenommen. Dabei findet auch die Interessenabwägung zwischen der Energieversorgung und der Biodiversität statt.</p>