<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2016.01209</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Annaheim<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Gerichtsschreiberin Schleiffer Marais</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 25. Juli 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch die Mutter Y.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der 1998 geborene X.___ wurde von seiner Mutter unter Hinweis auf ein seit der Geburt bestehendes psychoorganisches Syndrom (POS) am 13. November 2006 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">det (Urk. 7/1). Am 8. Januar 2007 erteilte die Sozialversicherungsanstalt des Kan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tons Zürich, IV-Stelle, Kostengutsprache für die Behandlung des Geburtsgebre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chens Ziffer 404</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Anhangs zur Verordnung über Geburtsgebrechen (GgV) vom 8. Mai 2006 bis 31. Mai 2011 (Urk. 7/6). Mit Mitteilung vom 26. Februar 2007 (Urk. 7/8) informierte die IV-Stelle die Mutter des Versicherten über die Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme der Kosten für ambulante Psychotherapie vom 1. März 2007 bis 31. März 2009. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Folge wurde die Kostengutsprache für medizinische Massnahmen respektive ambulante Psychotherapie mehrfach verlängert (Urk. 7/21, Urk. 7/31</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Urk. 7/32, Urk. 7/68 und Urk. 7/114</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 13. Januar 2015 stellte die Mutter des Versicherten ein Gesuch um Kosten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gutsprache für einen stationären Aufenthalt in der Jugendstätte A.___ (Urk. 7/81). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/115) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 5. Oktober 2016 (Urk. 2) die Kostengutsprache für Behandlung im A.___. Nach durchgeführtem Vorbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheidverfahren (Urk. 7/115, Urk. 7/117) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 5. Oktober 2016 (Urk. 2) die Kostengutsprache für die Behandlung im A.___.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">%1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob die Mutter des Versicherten am 31. Oktober 2016 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte sinngemäss, die Verfügung vom 5. Oktober 2016 sei auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuheben und es sei Kostengutsprache für den stationären Aufenthalt im A.___ vom 16. Januar bis 22. April 2015 zu erteilen. Mit Vernehmlassung vom 7. De</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zember 2016 (Urk. 6) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerde, was dem Beschwerdeführer am 12. Dezember 2016 zur Kenntnis ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bracht wurde (Urk. 8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete ihre leistungsabweisende Verfügung (Urk. 2) damit, dass aufgrund des Berichts des A.___s nicht nachvollzogen werden könne, welche Massnahmen im Zeitraum von 16. Januar bis 17. April 2015 mit Bezug auf das Geburtsgebrechen Ziffer 404 erfolgt seien. Der Bericht enthalte weder medizinische Befunde im Zeitpunkt des Ein- und Austritts noch Angaben betreffend diagnostische und regelmässige therapeutische Massnahmen. Die durchgeführten ambulanten Psychotherapien könnten indessen nach geltenden Tarifen zum Geburtsgebrechen Ziffer 404 abgerechnet werden (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Mutter des Beschwerdeführers stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), ein stationärer Aufenthalt sei schon lange empfohlen und der A.___ vom behandelnden Kinderarzt und vom Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst des Kantons Zürich als geeignete Institution erachtet worden. Im Weiteren habe die Beschwerdegegnerin vorab unter Hinweis auf die Notwendigkeit der sta</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tionären Massnahme und der Einweisung durch den Facharzt die Kostenüber</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme telefonisch bestätigt. Entsprechend seien die Kosten der stationären Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">handlung von der Beschwerdegegnerin zu übernehmen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ausgewiesenermassen leidet der Beschwerdeführer am Geburtsgebrechen POS, für dessen Behandlung die Beschwerdegegnerin wiederholt Kostengutsprache ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leistet hat (Urk. 7/6, Urk. 7/21, Urk. 7/32-32, Urk. 7/68 und Urk. 7/114). Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gungsweise hat diese auch anerkannt, dass sie für die Kosten für die im A.___ durchgeführten Psychotherapien aufkommt (Urk. 2). Diesbezüglich erübrigen sich daher Weiterungen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Strittig und zu prüfen ist, ob sie die Übernahme der Kosten für den stationären Aufenthalt im A.___ zu Recht abgelehnt hat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dabei ist aufgrund des Austritts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">berichts des A.___ vom 31. März 2016 und der damit praktisch übereinstim</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">menden Darstellung in der Beschwerde davon auszugehen, dass sich der Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherte vom 16. Januar 2015 (Urk. 7/100/7, Urk. 7/113, Urk. 1) bis am 17. April 2015 (Urk. 7/113) beziehungsweise am 22. April 2015 (Urk. 1) im A.___ aufge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halten hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span id="XX118"></span><span id="BV011"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Versicherte haben bis zum vollendeten 20. Altersjahr Anspruch auf die zur Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">handlung von Geburtsgebrechen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den All</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) notwendigen medizinischen Massnahmen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">13 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span id="XX045"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Versicherte haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">12 IVG bis zum vollendeten 20. Altersjahr An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruch auf medizinische Massnahmen, die nicht auf die Behandlung des Leidens an sich, sondern unmittelbar auf die Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich gerichtet und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, dauernd und wesentlich zu ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bessern oder vor wesentlicher Beeinträchtigung zu bewahren (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Art. 14 Abs. 1 IVG wird der Umfang der medizinischen Massnahmen geregelt. Diese umfassen die Behandlung, die vom Arzt selbst oder auf seine Anordnung durch medizinische Hilfspersonen in Anstalts- oder Hauspflege vorgenommen wird, mit Ausnahme von logopädischen und psychomotorischen Therapien (lit. a) und die Abgabe der vom Arzt verordneten Arzneien (lit. b). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung hat die versicherte Person überdies, wenn die ärztliche Behandlung in einer Kranken- oder Kuranstalt erfolgt, Anspruch auf Unterkunft und Verpflegung in der allgemeinen Abteilung. Begibt sie sich in eine andere Abteilung, obwohl die Massnahme in der allgemeinen Abteilung durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geführt werden könnte, so hat sie Anspruch auf Ersatz der Kosten, die der Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherung bei Behandlung in der allgemeinen Abteilung entstanden wären.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 13. Januar 2015 ersuchte die Mutter des Versicherten die Beschwerdegegne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rin um Übernahme der Kosten für einen stationären Aufenthalt im A.___ für sechs bis acht Monate. Zur Begründung des Gesuchs wurde ausgeführt, durch die Massnahme könne sich der Versicherte persönlich stärken und reifen und seine Geschichte im engmaschigen Setting aufarbeiten, um danach erfolgreich eine Lehre anfangen zu können (Urk. 7/81). Am 7. Februar 2015 hielt die Mutter des Versicherten gegenüber der Beschwerdegegnerin diesbezüglich weiter fest, Dr. B.___, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin FMH, habe im Mai 2015 die gesamte ärztliche Betreuung übernommen. Aufgrund der schwerwie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">genden Defizite sei eine stationäre ganzheitliche Abklärung im A.___ notwen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dig (Urk. 7/89).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Aussage der Mutter des Versicherten trat dieser gestützt auf die subsidiäre Kostengutsprache der Gemeinde (Urk. 1 S. 2) am 16. Januar 2015 in den A.___ ein (vgl. auch Urk. 7/100/7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Den Akten ist zu entnehmen, dass durch den Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst des Kantons Zürich (O.___) im «Anmeldeblatt Notfalldienst» am 7. Juli 2014 von einer hyperkinetischen Störung des Sozialverhaltens des Versicherten gesprochen wurde. Unklar sei, ob eine depressive Grunderkrankung vorhanden sei. Es wurde empfohlen, den A.___ oder eine andere Station abzuklären (Urk. 7/116/8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der behandelnde Dr. B.___ unterstützte am 8. Dezember 2014 einen Aufenthalt im A.___. Er erachtete eine psychologische und psychiatrische Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">treuung als gegeben, eventuell sogar eine Möglichkeit für eine Lehrstelle (Urk. 7/116/5). In einem weiteren, nicht datierten Mail ergänzte er, die bisher eingesetzten Medikamente hätten bis anhin keinen langfristigen Erfolg gezeigt, nämlich dass der Versicherte seine Impulsivität besser steuern könne. Seine Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wartung und Ziele an die stationäre Abklärung seien eine nochmalige Abklärung und Diagnostik, der Beginn von medizinisch-therapeutischen Massnahmen und eventuell eine Lehre; eine Berufsabklärung durch die Beschwerdegegnerin sei ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geleitet (Urk. 7/116/3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem stationären Aufenthalt führte Dr. B.___ im Bericht vom 26. Mai 2015 (Urk. 7/116/1-2) aus, die Verhaltensauffälligkeiten des Versicherten seien im Alltag derart einschneidend, dass ein ambulantes Setting zunehmend in Frage gestellt gewesen sei. Die verschiedensten Versuche mit einer medikamen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tösen Therapie hätten nur immer vorübergehend zu einer Verbesserung geführt. Der Versicherte sei auch vom O.___ psychotherapeutisch begleitet worden, was wenig zur Stabilisation habe beitragen können. Der Versicherte mache einen sehr vernünftigen Eindruck und wolle vor allem seine impulsiven Verhaltensausbrü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che kontrollieren. Trotz allen therapeutischen Massnahmen sei ihm dies nicht gelungen. Ausserdem sei der Versicherte durch seine Aufmerksamkeitsstörung immer wieder im Handeln und Planen beeinträchtigt, aber auch vom Abschätzen Können von den nächsten wichtigen Schritten. Daher sei die stationäre Aufnahme im A.___ empfohlen worden. Neben dem stabileren psychosozialen Umfeld seien die Ziele der stationären Abklärung gewesen, ihn unter stationären Bedin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gungen zu beobachten und eine weiterführende Diagnostik zu betreiben. Bei der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">art deutlichen Auffälligkeiten, die sich kaum durch therapeutische Massnahmen beeinflussen liessen, spielten immer zusätzliche autogene Faktoren eine wichtige Rolle. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 5. Juli 2016 fügte Dr. B.___ bei, die medizinischen-therapeutischen Massnahmen müssten überprüft werden, wenn sie nicht greifen. Er habe unter anderem an den A.___ gedacht, weil die Möglichkeit einer IV-Berufsabklärung bestehe. Die primären therapeutischen Massnahmen seien notwendig gewesen, weil die bisherigen betreuten Wohnsituationen trotz intensiven therapeutischen Bemühungen jedes Mal aus dem Ruder gelaufen seien (Urk. 7/117). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Austrittsbericht des A.___ vom 31. März 2016 (Urk. 7/113) führte pract. med. C.___, Oberarzt unter anderem des Psychiatrisch-Psychologischen Dienstes des A.___, aus, während des Aufenthaltes sei es zu lediglich fünf Gesprächen gekommen, einerseits weil der Versicherte diese nicht habe wahrneh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men wollen und wegen Arbeitseinsätzen nicht habe wahrnehmen können und andererseits weil der Referent ferienabwesend gewesen sei (S. 1). Die Gespräche hätten einen therapeutischen Charakter enthalten, da der Versicherte seine Unsi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherheiten bezüglich Berufswahl geschildert und sich mit dem Referenten darüber ausgetauscht habe. Beim Versicherten liege keine psychische Störung vor, die vor Aufnahme der Ausbildung habe behandelt werden müssen. Aus früheren Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">suchungen sei - wenn auch nicht eindeutig - hervorgegangen, dass beim Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherten eine psychische Störung aus dem Spektrum einer Aufmerksamkeits-De</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fizit-Störung bestehe (S. 2). Klinisch liege bei ihm ein ADS vor (S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wie sich dem Feststellungsblatt vom 5. Oktober 2016 entnehmen lässt, prüfte die Beschwerdegegnerin das Gesuch um Kostenübernahme allein im Lichte von Art. 13 IVG; mithin erwog sie die Übernahme von medizinischen Massnahmen im Zusammenhang mit dem Geburtsgebrechen Ziffer 404 (Urk. 7/125 je S. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3, vgl. auch Urk. 2 S. 1). Einen Anspruch auf Übernahme der Kosten des stationären Aufenhaltes verneinte sie mit der Begründung, aus dem Bericht des A.___ (vorstehend E. 3.4) gehe nicht hervor, welche Massnahmen in Bezug auf das Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">burtsgebrechen erfolgt seien. Sinngemäss stellte die Beschwerdegegnerin in Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rede, dass der stationäre Aufenthalt im A.___ die gesetzlichen Anforderungen von Art. 14 Abs. 2 IVG an eine medizinische Massnahme erfülle, weil nicht nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vollzogen werden könne, von wann bis wann, mit welchen Zielen, Methoden und Ergebnissen der Versicherte behandelt worden sei (Urk. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Damit stellte sie die Verhältnismässigkeit der medizinischen Massnahme in Frage (Art. 8 Abs. 1 lit. a IVG), welchem Grundsatz jede Eingliederungsmassnahme un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">terliegt. Dieser verlangt, dass die Massnahme das geeignete Mittel zur Erreichung des angestrebten Zieles ist, dass die Massnahme nicht über das hinausgeht, was zur Erreichung des Zweckes erforderlich ist und dass zwischen Ziel und Mitteln ein vernünftiges Verhältnis besteht (BGE 131 V 107 E. 3.4.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gestützt auf den Austrittsbericht des A.___ ist erstellt, dass während des dor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigen Aufenthaltes lediglich fünf Psychotherapiesitzungen durchgeführt wurden, die sich neben dem therapeutischen Charakter offenbar schwergewichtig auch um die berufliche Zukunft des Versicherten drehten (vorstehend E. 3.4). Dass weitere Behandlungen im Sinne von Art. 14 in Verbindung mit Art. 13 IVG stattgefunden hätten, ist nicht ersichtlich und wurde auch nicht geltend gemacht (Urk. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Lage der Akten stand zudem bei der Unterbringung im A.___ nicht die medizinische Notwendigkeit im Vordergrund. Vielmehr gaben das dortige psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chosoziale Angebot (vorstehend E. 3.3), das die aktenkundig schwierige Wohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">si</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tuation des Beschwerdeführers löste (vgl. dazu Urk. 7/95/5 und Urk. 7/95/8), na</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mentlich die dort angebotene berufliche Abklärung zur erwerblichen Integra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tion den Ausschlag zur fraglichen Unterbringung. Die Mutter des Versicherten be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gründete dementsprechend bereits das Gesuch vom 13. Januar 2015 mit der an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gestrebten persönlichen Stärkung und Reifung, um danach erfolgreich eine Lehre anzufangen, und nicht mit medizinischen Bedürfnissen (Urk. 7/81). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am vorab psychosozialen und darüber hinaus beruflichen beziehungsweise berufsabklärerischen Charakter der Massnahme ändert nichts, dass der Aufenthalt sowohl vom O.___ als auch vom behandelnden Psychiater empfohlen wurde, er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">klärte doch letzterer ausdrücklich, dass ein stabiles psychosoziales Umfeld bis zum Erlernen eines Berufes anzustreben sei. Dass sich daneben noch die Mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeit bot, den Versicherten unter stationären Bedingungen zu beobachten und eine weiterführende Diagnostik zu betreiben (vgl. dazu Urk. 7/116/1-2), genügt nicht, um die Unterbringung als stationäre medizinische Behandlung im Sinne von Art. 14 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 13 IVG zu qualifizieren. Dies gilt umso mehr, als der Aufenthalt in Anbetracht der unbedeutenden therapeutischen Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">handlung nicht als eine objektiv geeignete medizinische Massnahme zu betrach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten ist, um das POS zu behandeln. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Weiteren fällt ins Gewicht, dass sich der A.___ selbst als «Berufsbildungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heim» mit einer Lehrlingsabteilung bezeichnet. Aufgrund der Angaben der Insti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tution werden die Jugendlichen aufgrund einer realistischen Abschätzung ihres Veränderungs- und Autonomiepotentials gefördert mit dem Ziel, ihre Integrati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">onsfähigkeit zu steigern. Neben dem zentralen Training von adäquatem Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verhalten werden die Jugendlichen beruflich und auf ihren psychosozialen Status hin abgeklärt. Zusätzlich wird eine Beobachtungsstation geführt mit einer eige</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Tagesstruktur, bestehend aus Arbeitstraining (Werkschule), Schule und wo indiziert Therapie. Offensichtlich steht bei diesem Konzept die berufliche Integration im Fokus, wäh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rend die medizinische Betreuung nur bei Bedarf greift. Damit im Einklang steht, dass der A.___ nicht auf der im Jahr 2016 gültigen «Zürcher Spitalliste 2012 Psychiatrie» (abrufbar unter </span><a href="https://gd.zh.ch/internet/gesundheitsdirektion/de/themen/behoerden/spitalplanug_spitallisten/psychiatrie.html"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">https://gd.zh.ch/inter</span> </a><a href="https://gd.zh.ch/internet/gesundheitsdirektion/de/themen/behoerden/spitalplanug_spitallisten/psychiatrie.html"> </a><a href="https://gd.zh.ch/internet/gesundheitsdirektion/de/themen/behoerden/spitalplanug_spitallisten/psychiatrie.html"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">net/gesundheitsdirek</span> </a><a href="https://gd.zh.ch/internet/gesundheitsdirektion/de/themen/behoerden/spitalplanug_spitallisten/psychiatrie.html"> </a><a href="https://gd.zh.ch/internet/gesundheitsdirektion/de/themen/behoerden/spitalplanug_spitallisten/psychiatrie.html"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tion/de/</span> </a><a href="https://gd.zh.ch/internet/gesundheitsdirektion/de/themen/behoerden/spitalplanug_spitallisten/psychiatrie.html"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span> </a><a href="https://gd.zh.ch/internet/gesundheitsdirektion/de/themen/behoerden/spitalplanug_spitallisten/psychiatrie.html"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">themen/behoerden/spitalplanug_spitallisten/psychiatrie.html</span> </a><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) geführt wird (vgl. dazu Art. 14</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten ist der Beschwerdegegnerin beizupflichten, dass es sich beim fraglichen stationären Aufenthalt nicht um medizinische Massnahme im Sinne von Art. 14 IVG in Verbindung mit Art. 13 IVG handelt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mangels des Charakters als medizinische Massnahme erübrigt sich die Prüfung, ob die Beschwerdegegnerin die Unterbringung gestützt auf Art. 12 IVG zu über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nehmen hätte. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nichts gesagt ist damit jedoch, ob der Aufenthalt gegebenenfalls als eine Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahme beruflicher Art nach Art. 15 ff. IVG durch die Beschwerdegegnerin zu übernehmen ist, was diese noch nicht geprüft hat. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wie die Mutter des Versicherten zutreffend ausführte, hat die Beschwerdegegne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rin unter diesem Titel sowohl vor als auch nach dem Aufenthalt im A.___ Mas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">snahmen finanziert (vgl. etwa Urk. 7/72, Urk. 7/99). Es kann daher nicht ohne Weiteres ausgeschlossen werden, dass dies für die hier strittigen Kosten auch in Betracht fällt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin, welche das Leistungsbegehren auf Kostengutsprache für Behandlung Beobachtungsstation A.___ abwies ohne Beschränkung auf den Titel «Medizinische Massnahmen», hat sich mit dieser Frage noch nicht auseinan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dergesetzt. Zur Gewährung des vollständigen Instanzenzuges rechtfertigt sich da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">her, die Sache zur Anspruchsprüfung unter diesem Aspekt zurückzuweisen. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">An diesem Ergebnis ändert der von der Mutter des Versicherten wenigstens sinn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gemäss angerufene Vertrauenstatbestand (Urk. 1 S. 2) nichts. Sie führte aus, sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens des A.___ sei ihr rückversichert worden, dass über die Invalidenversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherung abgerechnet werde. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abgeleitet aus dem Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 der Bundesverfas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, BV), welcher den Bürger in seinem berechtigten Vertrauen auf behördliches Verhalten schützt, können falsche Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">künfte von Verwaltungsbehörden unter bestimmten Voraussetzungen eine vom materiellen Recht abweichende Behandlung der Rechtsuchenden gebieten. Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aussetzung dafür ist (1.), dass es sich um eine vorbehaltlose Auskunft der Behör</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den handelt (2.), dass die Auskunft sich auf eine konkrete, den Bürger berührende Angelegenheit bezieht (3.), dass die Amtsstelle, welche die Auskunft gegeben hat, dafür zuständig war oder der Bürger sie aus zureichenden Gründen als zuständig betrachten durfte (4.), dass der Bürger die Unrichtigkeit der Auskunft nicht ohne Weiteres hat erkennen können (5.), dass der Bürger im Vertrauen hierauf nicht ohne Nachteil rückgängig zu machende Dispositionen getroffen hat (6.), dass die Rechtslage zur Zeit der Verwirklichung noch die gleiche ist wie im Zeitpunkt der Auskunftserteilung und (7.), dass das Interesse an der richtigen Durchsetzung des objektiven Rechts dasjenige am Vertrauensschutz nicht überwiegt (BGE 143 V 95 E. 3.6.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der unrichtigen Auskunft gleichgestellt ist die Unterlassung einer behördlichen Auskunft, die gesetzlich vorgeschrieben oder nach den im Einzelfall gegebenen Umständen geboten war. Die vierte Voraussetzung lautete diesfalls: wenn die Person den Inhalt der unterbliebenen Auskunft nicht kannte oder deren Inhalt so selbstverständlich war, dass sie mit einer anderen Auskunft nicht hätte rechnen müssen (BGE 143 V 341 E. 5.2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Anwendung des Vertrauensgrundsatzes bleibt schon deswegen versagt, weil die Mutter des Versicherten anerkanntermassen nicht durch die Beschwerdegeg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nerin informiert worden ist, dass diese die Kosten des Aufenthalts übernehme. Der Gesamtleiter des A.___, welcher der Mutter nach deren Aussage zugesi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chert habe, dass über die Invalidenversicherung abgerechnet werde (Urk. 1 S. 2), war offensichtlich nicht zuständig, verbindliche Zusagen zur Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin zu machen. Dass diese die Kostenübernahme telefonisch tat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sächlich zugesichert hat, ist nicht erwiesen, sind doch die weiteren Umstände eines allfälligen Telefongesprächs ungewiss. Insbesondere hat die Mutter des Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherten nicht substantiiert dargelegt, mit wem sie wann welche Besprechung getätigt hat, so dass nicht mit hinreichender Sicherheit erstellt ist, dass eine (fal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sche) Zusicherung abgegeben worden wäre. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zudem kann auch nicht gesagt werden, im Hinblick auf die angeblich falschen Auskünfte seine nicht mehr ohne Nachteil rückgängig zu machende Dispositio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen getroffen worden. Denn nach Darstellung der Mutter des Versicherten hat die Gemeinde eine subsidiäre Kostengutsprache geleistet (Urk. 1 S. 2; vgl. auch Urk. 7/100/7, so dass der Eintritt in den A.___ mit dieser erfolgte und nicht ersichtlich ist, inwiefern der Versicherte einen Nachteil erleidet, wenn die Kosten nicht durch die Beschwerdegegnerin übernommen werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das vorliegende Verfahren ist kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG). Die Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richtskosten sind auf Fr. 800.-- festzulegen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unter Berücksichtigung des Umstands, dass der Beschwerdeführer im Januar 2016 die Volljährigkeit erlangt hat, ist ihm das Urteil separat zuzustellen. Zudem könnten sowohl die zuständige Wohngemeinde D.___ als auch der vorleis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungspflichtige Krankenversicherer, CSS Versicherung, von diesem Entscheid mitbetroffen sein, weshalb er auch ihnen zu eröffnen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dass d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ie Verfügung vom 5. Oktober 2016 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wägungen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">über die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Übernahme der Kosten de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s Aufenthaltes in der Jugend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stätte A.___ neu verfüge.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gestellt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">CSS Versicherung, Service Center, Postfach 2550, 6002 Luzern</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sowie an:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemeindeverwaltung D.___</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">82 ff. in Verbindung mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">90 ff. des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juli bis und mit 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">August sowie vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dezember bis und mit dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Januar (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">46 BGG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubSchleiffer Marais</p><p></p></div> </div></body></html>