<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2P.224/2004 /kil </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 16. September 2004 </div> <div class="para">II. Öffentlichrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Wurzburger, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Hungerbühler, Müller, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Moser. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">Spitalverbund X.________, bestehend aus: </div> <div class="para">1. Gemeindeverband Bezirksspital und Altersheim A.________, handelnd durch die Verwaltungskommission, </div> <div class="para">2. Gemeindeverband Spital B.________, handelnd durch den Verwaltungsrat, </div> <div class="para">3. Stiftung C.________, handelnd durch den Stiftungsrat, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kanton Bern, handelnd durch die Gesundheits- und Fürsorgedirektion, Rathausgasse 1, 3011 Bern, Beschwerdegegner, </div> <div class="para">Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, Speichergasse 12, </div> <div class="para">3011 Bern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para"><span class="artref">Art. 9 BV</span> (Betriebsbeitrag gemäss Leistungsvertrag), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsrechtliche Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom </div> <div class="para">3. August 2004. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht stellt fest und zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Der Kanton Bern, vertreten durch die Gesundheits- und Fürsorgedirektion, schloss am 7./12. Juli 2002 gestützt auf Art. 55a Abs. 1 des kantonalen Spitalgesetzes (Fassung vom 18. Dezember 1991) mit dem Spitalverbund X.________, bestehend aus dem Gemeindeverband Bezirksspital und Altersheim A.________, dem Gemeindeverband Spital B.________ und der Stiftung C.________, einen "Leistungsvertrag" für das Jahr 2002 ab. Der aufgrund dieser Vereinbarung vom Kanton den Vertragspartnern zu leistende Betriebsbeitrag für 2002 wurde vom kantonalen Spitalamt und auf Beschwerde hin auch von der Gesundheits- und Fürsorgedirektion auf Fr. 15'890'914.-- festgelegt. Mit Urteil vom 3. August 2004 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern die vom Spitalverbund X.________ dagegen erhobene Beschwerde, mit welcher vom Kanton ein zusätzlicher Beitrag zur Deckung des Jahresdefizites von Fr. 616'791.-- verlangt wurde, ab. </div> <div class="para">Die am Spitalverbund beteiligten drei Organisationen führen mit gemeinsamer Eingabe vom 13. September 2004 beim Bundesgericht staatsrechtliche Beschwerde wegen Verletzung des Willkürverbotes (<span class="artref">Art. 9 BV</span>) mit dem Antrag, das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 3. August 2004 aufzuheben. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die staatsrechtliche Beschwerde erweist sich aus den nachfolgenden Gründen als offensichtlich unzulässig und ist daher im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span> (Verzicht auf Einholung von Akten und Vernehmlassungen, summarische Begründung) zu behandeln. </div> <div class="para">2.1 Der angefochtene Entscheid stützt sich auf kantonales Recht, womit als Rechtsmittel auf Bundesebene nur die staatsrechtliche Beschwerde gegeben ist. </div> <div class="para">2.2 Öffentlichrechtliche Körperschaften sind nach konstanter Rechtsprechung zu <span class="artref">Art. 88 OG</span> zur Ergreifung dieses Rechtsmittels, soweit nicht eine Verletzung der Gemeindeautonomie oder der Bestandesgarantie gerügt wird, nur legitimiert, wenn sie nicht als Träger hoheitlicher Gewalt oder öffentlicher Aufgaben auftreten, sondern durch den Entscheid gleich wie eine Privatperson betroffen sind (Walter Kälin, Das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde, 2. Aufl., Bern 1994, S. 270 - 275; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=2&amp;from_date=28.08.2004&amp;to_date=16.09.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-I-218%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page218">BGE 121 I 218</a> E. 2a; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=2&amp;from_date=28.08.2004&amp;to_date=16.09.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F120-IA-95%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page95">120 Ia 95</a> E. 1a, mit Hinweisen). </div> <div class="para">2.3 Eine Verletzung der Gemeindeautonomie fällt vorliegend nicht in Betracht und wird mit Grund auch nicht geltend gemacht. Es ergibt sich aus der Natur der Materie, dass die am Leistungsvertrag beteiligten Gemeinden bzw. Gemeindeverbände für die daraus folgenden Rechte und Pflichten sich nicht auf ihr Selbstbestimmungsrecht berufen können, sondern der Entscheid über die vom Kanton aus Vertrag oder Gesetz geschuldeten Betriebsbeiträge im Streitfall allein den zuständigen kantonalen Rechtspflegeinstanzen vorbehalten sein muss (vgl. betreffend kantonale Spitalsubventionen Urteile P.349/1985 vom 30. Dezember 1985, in ZBl 88/1987 S. 120, und 2P.450/1996 vom 3. Oktober 1997, in ZBl 100/1999 S. 273). </div> <div class="para">2.4 Die am Leistungsvertrag mit dem Kanton beteiligten Gemeindeverbände sind andererseits durch den Entscheid über die Festsetzung des Betriebsbeitrages auch nicht wie ein Privater betroffen. Der Entscheid berührt sie vielmehr allein in ihrer Stellung als Träger öffentlicher Aufgaben, als welche sie den betreffenden Leistungsvertrag mit dem Kanton abgeschlossen haben. Sie sind alsdann nicht legitimiert, den Entscheid über die Festsetzung der Betriebsbeiträge gestützt auf das Willkürverbot anzufechten (Urteil 2P.450/1996 vom 3. Oktober 1997, E. 1b, in ZBl 100/1999 S. 273, mit Hinweisen). Auf die wegen Verletzung von <span class="artref">Art. 9 BV</span> erhobene staatsrechtliche Beschwerde ist daher, soweit sie von den beiden Gemeindeverbänden erhoben wird, nicht einzutreten. </div> <div class="para">2.5 Die erwähnte Einschränkung der Beschwerdebefugnis gilt im Grundsatz auch für privatrechtliche Organisationen, soweit sie - z.B. als Spitalträger - mit öffentlichen Aufgaben betraut sind und vom angefochtenen Entscheid in dieser Stellung betroffen werden (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=2&amp;from_date=28.08.2004&amp;to_date=16.09.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-I-218%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page218">BGE 121 I 218</a> E. 3). Eine Ausnahme kann gegeben sein, wenn sich eine privatrechtliche Organisation dagegen wehren will, dass ihr öffentliche Aufgaben überbunden werden, oder wenn eine Streitigkeit über ihr zustehende Abgeltungen vorliegt, soweit sie ein eigenes finanzielles Risiko trägt (Urteil 2P.167/1993 vom 10. Mai 1994, in ZBl 95/1994 S. 531). Dass in Bezug auf die neben den beiden Gemeindeverbänden am Leistungsvertrag mitbeteiligte Stiftung C.________ eine solche Situation gegeben sei, wird nicht geltend gemacht (zur Begründungspflicht betreffend Legitimation: <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=2&amp;from_date=28.08.2004&amp;to_date=16.09.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-I-173%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page173">BGE 125 I 173</a> E. 1b S. 175, mit Hinweisen). Auf die staatsrechtliche Beschwerde ist daher auch insoweit nicht einzutreten. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Bei diesem Ausgang sind die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens den Beschwerdeführern aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 156 OG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach wird im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span> erkannt: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die staatsrechtliche Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.-- wird unter solidarischer Haftung den drei Beschwerdeführern auferlegt. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien sowie dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 16. September 2004 </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>