Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 22. Juni 2012 (725 12 24 / 172) ____________________________________________________________________ Unfallversicherung Höhe der Integritätsentschädigung Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Markus Schmid, Rechtsanwalt, Lange Gasse 90, 4052 Basel gegen SUVA , Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde- gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer-Münch, Advokat, Güter- strasse 106, 4053 Basel Betreff Leistungen / Integritätsentschädigung A. Die 1948 geborene A.____ war seit November 2000 a ls Sekretärin bei der B.____ AG tätig und durch die Arbeitgeberin bei der Schweizerisch en Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 26. Mai 2009 rutschte A.____ beim Spaziergang mit dem Hund auf nassem Weg aus und zog sich dabei eine Radiusfraktur links und eine Kniedistorsion rechts zu (vgl. “Arztzeugnis UVG“ des erstbehan- delnden Arztes Dr. med. C.____ vom 21. Juli 2009). N ach Eingang der durch die Arbeitgeberin erstatteten Unfallmeldung erbrachte die SUVA für diese n Unfall die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder). Gestützt auf ihre medizin ischen und erwerblichen Abklärungen sprach die SUVA A.____ mit Verfügung vom 30. Juni 2011 für die verbliebene Beeinträchtigung aus dem Unfallereignis vom 26. Mai 2009 eine Integrit ätsentschädigung basierend auf einer Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Integritätseinbusse von 10 % zu. Gleichzeitig lehnte sie einen Anspruch der Versicherten auf eine Invalidenrente mit der Begründung ab, dass die R estfolgen des Unfalls die Erwerbsfähig- keit nicht erheblich beeinträchtigen würden. Daran hielt die SUVA auf Einsprache der Versicher- ten hin mit Einspracheentscheid vom 7. Dezember 2011 fest. B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertr eten durch Rechtsanwalt Markus Schmid, am 23. Januar 2012 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungs- recht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, es sei der Einspracheentscheid vom 7. Dezember 2011 aufzuheben und die SUVA sei zu verpflichten, ihr eine Integritätsentschädigung ausge- hend von einer Integritätseinbusse von mindestens 17,5 % auszurichten; unter o/e-Kostenfolge. C. In ihrer Vernehmlassung vom 17. April 2012 beantrag te die SUVA, vertreten durch Ad- vokat Andrea Tarnutzer-Münch, die Abweisung der Beschwerde. D. Am 30. Mai 2012 reichte die Beschwerdeführerin ei ne fachärztliche Beurteilung von Dr. med. D.____, Orthopädische Chirurgie und Handchir urgie FMH, vom 23. Mai 2012 ein. Die SUVA nahm hierzu am 11. Juni 2012 Stellung, wobei si e ihrer Eingabe eine zusätzlich einge- holte ärztliche Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. E._ ___, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, vom 4. Juni 2012 beilegte. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes üb er den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, desse n Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetze s über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent- scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen V ersicherungsgericht Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Ver sicherungsgericht desjenigen Kan- tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwer deerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor- liegend befindet sich dieser in F.____, weshalb die ör tliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1 993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein- spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 A TSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formge- recht erhobene - Beschwerde der Versicherten vom 23. Januar 2012 ist demnach einzutreten. 2. Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer i n der obligatorischen Unfallversi- cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs- unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Die Leistungspflicht des Un- fallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem versicherten Erei gnis und dem eingetretenen Schaden (Invalidität, Integritätseinbusse) ein natürliche r (vgl. dazu BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht Hinweisen) und ein adäquater (vgl. dazu BGE 129 V 18 1 E. 3.2 mit Hinweis) Kausalzusam- menhang besteht. 3. Mit Verfügung vom 30. Juni 2011 sprach die Beschwerde gegnerin der Versicherten für die verbliebene Beeinträchtigung aus dem Unfallereign is vom 26. Mai 2009 eine Integritätsent- schädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 1 0 % zu. Gleichzeitig lehnte sie einen Anspruch der Versicherten auf eine Invalidenrente mit d er Begründung ab, dass die Restfolgen des Unfalls die Erwerbsfähigkeit nicht erheblich beei nträchtigen würden. Gegen diese Verfü- gung erhob die Versicherte Einsprache, in welcher sie bea ntragte, es sei ihr eine Integritätsent- schädigung von 17,5 % auszurichten und es sei ihr eine Inva lidenrente von 10 % zu gewähren. Mit Entscheid vom 7. Dezember 2011 wies die Beschwerdeg egnerin diese Einsprache ab. In ihrer gegen diesen Einspracheentscheid erhobenen, vorl iegend zur Beurteilung stehenden Be- schwerde vom 23. Januar 2012 hat die Versicherte nunmeh r lediglich noch die Ausrichtung ei- ner Integritätsentschädigung von mindestens 17,5 % beant ragt. Demgegenüber hat sie die am 30. Juni 2011 verfügte und mit Einspracheentscheid vom 7 . Dezember 2011 bestätigte Ableh- nung des Rentenanspruchs nicht mehr angefochten. Somit kann festgehalten werden, dass der Einspracheentscheid vom 7. Dezember 2011 in Bezug auf de n Rentenanspruch in (Teil-) Rechtskraft erwachsen ist. Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet deshalb einzig noch die Höhe der Integritätsentschädigu ng, welche der Versicherten für die verbliebene Beeinträchtigung aus dem Unfallereignis vom 26. Mai 2009 zusteht. 4.1 Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemesse- ne Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Nach Art. 36 Abs. 1 der Verord- nung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 gilt ein Integritätsschaden als dauernd, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht (Satz 1); er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, un- abhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Satz 2). 4.2 Laut Art. 25 Abs. 1 UVG wird die Integritätsentsch ädigung in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie wird entsprechend der Schwere des Integ ritätsschadens abgestuft, wobei sie den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jah resverdienstes nicht übersteigen darf. Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Gemäss Abs. 2 dieser Vorschrift gel- ten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. Darin hat der Bundesrat in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 113 V 219 E. 2a; RKUV 1988 Nr. U 48 S. 236 E. 2a mi t Hinweisen) häufig vorkommende und typische Schäden prozentual gewichtet. 4.3 Für die im Anhang 3 zur UVV genannten Integrität sschäden entspricht die Entschädi- gung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höch stbetrages des versicherten Ver- dienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädigung für speziel le oder nicht aufgeführte Integritätsschä- den wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert ab geleitet (Ziff. 1 Abs. 2 Satz 1). In die- sem Zusammenhang hat die SUVA in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala zusätzliche Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form erarbeitet. Diese in den Mitteilungen der Medizi- nischen Abteilung der SUVA Nr. 57 bis 59 herausgegebene n Tabellen (teilweise geändert und ergänzt in den Mitteilungen Nr. 60, 62 und 66) sind, soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewä hrleistet werden soll, mit dem An- hang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c, 116 V 157 E. 3a mit Hinweis). 4.4 Bei der Bestimmung des Schweregrades einer gesundhei tlichen Beeinträchtigung han- delt es sich um eine Tatfrage, für deren Beantwortung Verwaltung und Gerichte auf fachärztli- che Mithilfe angewiesen sind. Dem Gericht ist es nicht mö glich, die Beurteilung aufgrund der aktenkundigen Diagnosen selber vorzunehmen, da die Ausschöpfung des in den Tabellen offen gelassenen Bemessungsspielraums entsprechende Fachkenntnisse voraussetzt und von einem medizinischen Laien eine zuverlässige Zuordnung nicht er wartet werden kann. Die Beurteilung der einzelnen Integritätseinbussen obliegt somit den ärztlichen Sachverständigen (Urteil A. des Bundesgerichts vom 23. April 2007, U 121/06, E. 4.2 mit weiteren Hinweisen). 5.1 In ihrer Verfügung vom 30. Juni 2011, welche sie mit dem angefochtenen Einsprache- entscheid vom 7. Dezember 2011 bestätigte, sprach die S UVA der Beschwerdeführerin für die verbliebene Beeinträchtigung aus dem Unfallereignis vom 26. Mai 2009 eine Integritätsent- schädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 10 % zu. Sie stützte sich dabei auf die durch Dr. E.____ am 10. Juni 2011 verfasste “Beurteilu ng des Integritätsschadens“. Darin hält dieser als Befund fest, unfallbedingt, dauernd und er heblich sei eine durch ein Trauma entstan- dene mittelschwere bis schwere Handgelenk-Arthrose links. Der Integritätsschaden betrage 10 %; diese Einschätzung stütze sich auf Tabelle 6 (recte : 5, vgl. dazu die Stellungnahme von Dr. E.____ vom 22. November 2011), wonach der höchste Wert der mässigen und der niedrigs- te Wert der schweren Handgelenk-Arthrose bei 10 % liege. 5.2 Im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens rei chte die Versicherte einen Be- richt von Dr. D.____ vom 23. Mai 2012 ein, in welchem d ieser aus seiner Sicht zur Beurteilung des Integritätsschadens Stellung nimmt. Der genannte Fa charzt weist in seinen Ausführungen darauf hin, dass im Bereich des betroffenen Handgelenks zwei Probleme vorliegen würden. Einerseits sei das distale Radioulnargelenk zerstört und hinterlasse entsprechende Rest- schmerzen sowie eine Bewegungseinschränkung, anderseits find e sich eine fehlverheilte Frak- tur mit entsprechender Störung der Beweglichkeit für die Beugung und Streckung. Dies seien grundsätzlich zwei Bewegungssysteme, die voneinander differ enziert betrachtet werden müss- ten. Laut Tabelle 5 sei in Anbetracht der Zerstörung bzw. der Bewegungseinschränkung des distalen Radioulnargelenks grundsätzlich von einem Integr itätsschaden von 5 bis 10 % auszu- gehen, wobei ihm eine Entschädigung von 7,5 % als „vern ünftiger Wert“ erscheine. Wenn man zudem die Handwurzelsituation mit der massiven Bewegungse inschränkung für die Beugung und Streckung, der entsprechenden Schmerzhaftigkeit und der Fehlstellung berücksichtige, könne für diese Beeinträchtigungen in Analogie zu den I ntegritätsentschädigungstabellen von einer Handwurzelarthrose ausgegangen werden, welche a lleine im Bereich von 10 % anzusie- deln sei. Aus seiner Sicht resultiere deshalb insgesamt ei ne adäquate Beurteilung des Integri- tätsschadens von rund 17,5 %. Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.3 Am 11. Juni 2012 unterbreitete die SUVA dem Ger icht eine ärztliche Beurteilung von Dr. E.____ vom 4. Juni 2012, in welcher dieser zum vorstehend genannten Schreiben von Dr. D.____ Stellung nimmt. Der Kreisarzt hält darin zusamme nfassend fest, dass die mittlere bis schwere Radiocarpalarthrose und nicht die radioulnare Gelenkssituation nach Ulnaresektion mit Restknochen den Hauptbefund im verletzten Handgelenk der Versicherten darstelle. Somit bleibe seine am 10. Juni 2011 erfolgte Beurteilung de s Integritätsschadens insofern nachvoll- ziehbar und begründet, als der höchste Wert der mässigen und der niedrigste Wert der schwe- ren Handgelenksarthrose herangezogen worden seien. Zudem seien sowohl eine in die Zukunft gerichtete Verschlechterung als auch eine begleitende ra dio-ulnare Problematik mitberücksich- tigt worden. Im Übrigen sei in der massgebenden Tabel le 5 für die Fälle, in denen neben der Arthrose noch eine Instabilität bestehe, klar vermerkt, dass derjenige Zustand für die Integri- tätsentschädigung massgebend sei, welcher die höhere Sc hädigung aufweise. Ebenso werde festgehalten, dass in der Regel keine Kumulation erfolge. 6.1 Wie der Kreisarzt in seiner Beurteilung vom 11. Jun i 2012 zutreffend ausführt, ist ge- mäss den Erläuterungen zur Tabelle 5 (“Integritätsschaden bei Arthrosen“) in denjenigen Fällen, in denen neben der Arthrose noch eine Instabilität d es betreffenden Gelenkes nachgewiesen wird, derjenige Zustand für die Integritätsentschädigu ng massgebend, der die höhere Schädi- gung aufweist. Ebenso hat gemäss diesen Erläuterungen ke ine Kumulation zu erfolgen. Da- durch wird zum Ausdruck gebracht, dass Beeinträchtigungen, d ie nicht voneinander unabhän- gig sind, nicht addiert werden. Eine solche Konstellati on liegt hier vor. Im beeinträchtigten Handgelenk der Versicherten lassen sich zwar eine Arthros e und eine Instabilität nachweisen, da diese Schädigungen aber dasselbe Gelenk betreffen und sich ihre Auswirkungen nicht gänz- lich voneinander trennen lassen, hat nach dem Gesagten eine Addition von (theoretischen) Teil- beeinträchtigungen zu unterbleiben und es ist stattdess en von der höheren der beiden in Be- tracht fallenden Schätzungen auszugehen. Aus diesem Grun d kann denn auch - entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin - nicht auf die Beur teilung von Dr. D.____ abgestellt wer- den, nimmt dieser in seiner Einschätzung vom 23. Mai 2012 doch gerade eine solche, laut den Erläuterungen zur Tabelle 5 unzulässige Addition von ar throse- und instabilitätsbedingten Ein- schränkungen vor. 6.2 Was die konkrete Höhe der Integritätsentschädigung betrifft, welche der Versicherten zusteht, ist wiederum von den Angaben in Tabelle 5 (“In tegritätsschaden bei Arthrosen“) auszu- gehen. Danach verleihen leichte Arthrosen keinen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung, eine mässige Handgelenk-Arthrose führt zu einer Integr itätsentschädigung von 5-10 % und bei einer schweren Handgelenk-Arthrose kann eine Entschädi gung von 10-25 % ausgerichtet wer- den. Gestützt auf die Ausführungen von Dr. E.____ vom 22. November 2011 ist davon auszu- gehen, dass bei der Versicherten im Zeitpunkt der Zuspre chung der Integritätsentschädigung eine mässige Handgelenk-Arthrose vorgelegen hat, wobei in der Zukunft aber mit einer leichten Arthrosezunahme gerechnet werden muss. Im Lichte dieser kreisärztlichen Feststellungen ist es aber - entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer in - nicht zu beanstanden, dass die SUVA die Höhe der strittigen Integritätsentschädigung auf 10 % festgesetzt hat. Dieser Wert entspricht nach dem Gesagten dem Maximalwert bei Vorli egen einer mässigen und gleichzeitig dem Minimalwert bei Vorliegen einer schweren Handgele nk-Arthrose. Mit dieser Einschätzung Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht trägt die SUVA sowohl dem aktuellen Zustand als auch de r zu erwartenden künftigen Entwick- lung angemessen Rechnung. 6.3 Zusammenfassend lässt sich somit die Höhe der Integrit ätsentschädigung, welche die SUVA der Versicherten für die verbliebene Beeinträch tigung aus dem Unfallereignis vom 26. Mai 2009 zugesprochen hat, nicht beanstanden. Die gegen den betreffenden Einsprache- entscheid vom 7. Dezember 2011 erhobene Beschwerde erw eist sich demnach als unbegrün- det, weshalb sie abzuweisen ist. 7. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor de m kantonalen Gericht für die Partei- en kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorliegend e Verfahren keine Kosten zu er- heben. Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen; die obsiegende Beschwerdegegne- rin ist zwar anwaltlich vertreten, Art. 61 lit. g ATSG schränkt den Anspruch auf eine Parteient- schädigung jedoch ausdrücklich auf die Beschwerde führende Person ein. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Gegen dieses Urteil wurde von A.____ am 10.10.2012 Beschwerde beim Bundesgericht (siehe nach Vorliegen des Urteils: Verfahren-Nr. 8C_826/2012 ) erhoben. http://www.bl.ch/kantonsgericht