<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/html4/loose.dtd"> <html lang="en"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Entscheid: IV.2009.00305</title> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/favicon.ico" rel="SHORTCUT ICON"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/dijit/themes/tundra/tundra.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/ibm/domino/widget/layout/css/domino-default.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xsp.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspLTR.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspFF.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger.scss" media="screen" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger_print.scss" media="print" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body class="xspView tundra"> <form action="/c050018/svg/findexweb.nsf/urteil.xsp?uid=UWEE-9AR4RE" class="xspForm" enctype="multipart/form-data" id="view:_id1" method="post"> <header><div class="container-main noprint"><div class="container-header"><img alt="" class="xspImage" id="view:_id1:_id2:image1" src="/c050018/svg/findexweb.nsf/logo.png"/><div class="container-header-slogan show-for-medium"><h6>Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</h6></div></div></div></header><div class="container"> <div class="inner-container1 wrap clearfix"> <section class="vacancy"><div class="grid-container container-main"> <div class="grid-x grid-margin-x grid-margin-y container-form"> <div class="cell small-9 noprint"> <span>Entscheid: IV.2009.00305<span class="xspTextComputedField"></span></span></div> <div class="cell small-3 noprint"> <a href="#" id="view:_id1:lnkPrint">Drucken</a><a href="#" id="view:_id1:lnkBack">Zurück</a></div> <div class="cell small-12"> <div id="view:_id1:inputRichText1"><div class="domino-par--indent"><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b>IV.2009.00305</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b> </b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">des Kantons Zürich</font><br/> <font face="serif" size="3">II. Kammer</font><br/> <font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender</font> <p><font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichterin Käch</font></p> <p><font face="serif" size="3">Ersatzrichterin Romero-Käser</font></p> <p><font face="serif" size="3">Gerichtssekretärin Huber</font></p> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Urteil vom 30. Oktober 2010</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">X.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Beschwerdeführerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Jürg Baur</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Bahnhofstrasse 55, 8600 Dübendorf</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Sachverhalt:</b></font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1.1 X.___, geboren 1951, getrennt lebend und Mutter zweier volljähriger Kinder, war zuletzt von Mai 1988 bis Oktober 1994 (letzter effektiver Arbeitstag war im Juni 1992) als Betriebsmitarbeiterin bei der Y.___ tätig (Urk. 8/1 S. 1 Ziff. 1.4 und Ziff. 5.3.1, Urk. 8/8 S. 1 Ziff. 1.1, Ziff. 2.1 und Ziff. 9, Urk. 8/27/2, Urk. 8/61/1-18 S. 5 f.). Seither ging sie keiner Erwerbstätigkeit mehr nach (Urk. 8/61/1-18 S. 6).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">Am 7. Juni 1993 meldete sich die Versicherte erstmals bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (Urk. 8/1).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">Nach erfolgten Abklärungen in medizinischer und erwerblicher Hinsicht sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 24. Mai 1995 basierend auf einen Invaliditätsgrad von 77 % mit Wirkung ab 1. Juni 1993 eine ganze Invalidenrente zu (Urk. 8/30).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1.2 Anlässlich revisionsweiser Überprüfungen des Invaliditätsgrades in den Jahren 1998, 2001 sowie 2004/2005 wurden keine rentenrelevanten Änderungen festgestellt (Urk. 8/34, Urk. 8/38, Urk. 8/45).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1.3 Im Jahre 2008 holte die IV-Stelle im Rahmen eines von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfahrens medizinische Berichte (Urk. 8/50, Urk. 8/53) ein und veranlasste ein polydisziplinäre Begutachtung der Versicherten (Urk. 8/61). Ferner zog sie einen Auszug aus dem individuellen Konto der Versicherten (Urk. 8/47) bei. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 8/64-72) verfügte die IV-Stelle am 24. Februar 2009 die Aufhebung der Rente auf das Ende des der Zustellung folgenden Monats (Urk. 8/73 = Urk. 2).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">2. Gegen die Verfügung vom 24. Februar 2009 (Urk. 2) erhob die Versicherte mit Eingabe vom 23. März 2009 (Urk. 1) Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und ihr weiterhin eine ganze Invalidenrente auszurichten. In prozessualer Hinsicht beantragte die Versicherte, der Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde sei aufzuheben bis zur rechtskräftigen Erledigung des vorliegenden Verfahrens (Urk. 1 S. 2).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">Mit Gerichtsverfügung vom 2. April 2009 (Urk. 5) wies das hiesige Gericht das Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde ab. Auf eine hiergegen erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil vom 6. Mai 2009 nicht ein (Urk. 11).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">Mit Beschwerdeantwort vom 8. Mai 2009 (Urk. 7) schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde. Am 19. Juni 2009 wurde die Beschwerdeantwort der Versicherten zugestellt (Urk. 12).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Das Gericht zieht in Erwägung:</b></font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist somit nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 349 f. Erw. 3.5, 117 V 199 Erw. 3b, 113 V 275 Erw. 1a mit Hinweisen).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und prozessualen Revision (BGE 133 V 108 Erw. 5.4). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar (BGE 112 V 372 Erw. 2b mit Hinweisen; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 Erw. 3a; Urteil des Bundesgerichts in Sachen C. vom 3. November 2008, 9C_562/2008, Erw. 2.1).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1.2 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 Erw. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 Erw. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 Erw. 4b/cc).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1.3 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 Erw. 1c).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">2.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">2.1 Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die Verfügung vom 24. Mai 1995 (Urk. 8/30). Strittig und zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seither in revisionsrelevanter Weise verändert hat.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">2.2 Die Beschwerdegegnerin stellte sich auf den Standpunkt, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verbessert habe, weshalb seit Januar 1996 sowohl in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Betriebsmitarbeiterin als auch in jeder anderen körperlich leichten bis intermittierend mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit ohne Zwangshaltungen des Rumpfes und mit einer Gewichtslimite von 15 kg von einer zumutbaren vollen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden könne (Urk. 2 S. 2).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">2.3 Die Beschwerdeführerin brachte vor, dass ihr Gesundheitszustand unverändert geblieben und sie nach wie vor in jeder Tätigkeit arbeitunfähig sei. Das im vorliegenden Verfahren von der Beschwerdegegnerin eingeholte medizinische Gutachten würdige lediglich die Auswirkungen ihres unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit anders (Urk. 1 S. 4 und S. 7).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">3.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">3.1 </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">3.1.1 Im Rahmen der erstmaligen Rentenzusprache vom 24. Mai 1995 (Urk. 8/30) stützte sich die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen auf folgendes polydisziplinäres Gutachten (vgl. hierzu Urk. 8/28 S. 1):</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Die Ärzte der Medizinischen Abklärungsstelle Z.___ (Z.___) der Invalidenversicherung am Kantonsspital A.___ erstatteten am 20. September 1994 ein polydisziplinäres Gutachten (Urk. 8/23/1-11).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">Die Gutachter stellten folgende Hauptdiagnosen (S. 8 Ziff. 4.1):</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">depressive Entwicklung</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">chronische Lumboischialgie links mit radikulärem Syndrom S1 bei computertomographisch nachgewiesener Diskushernie L5/S1 und degenerativen Veränderungen der unteren Lendenwirbelsäule</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">Zervikodorsalgien bei Haltungsinsuffizienz der Wirbelsäule</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">Ferner nannten die Gutachter folgende Nebendiagnosen (S. 8 Ziff. 4.2):</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">Cephalea, zum Teil migräniform, zum Teil zervikalbedingt</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">leichte Hypercholesterinämie</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">Im psychiatrischen Teilgutachten vom 1. September 1994 (Urk. 8/23/15-16) führte Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, aus, die Beschwerdeführerin habe erzählt, dass ihr Ehemann alkoholsüchtig und gewalttätig sei und sich weigere, Unterhaltsbeiträge zu bezahlen (S. 1). Dr. B.___ erachtete neben der somatischen Erkrankung die schlechte Ehebeziehung ursächlich für die diagnostizierte Depression der Beschwerdeführerin (S. 2).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">Insgesamt führten die Gutachter zur Arbeitsfähigkeit aus, dass in einer körperlich schweren Tätigkeit eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit bestehe. In einer körperlich leichteren, wechselbelastenden Tätigkeit ohne Zwangshaltungen, Überkopfarbeiten und häufiges Bücken sowie mit einer Gewichtslimite von 15 kg sei die Beschwerdeführerin im Umfang von 50 % arbeitsfähig (Urk. 8/23/1-11 S. 10 Ziff. 5.4). Bei Besserung der depressiven Stimmungslage sei es vorstellbar, dass sich die Erwerbsfähigkeit verbessern könnte (Urk. 8/23/1-11 S. 11).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">3.1.2 Gestützt auf diese ärztlichen Angaben sprach die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 24. Mai 1995 eine unbefristete ganze Invalidenrente mit Wirkung ab 1. Juni 1993 zu (Urk. 8/30).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">3.2</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">3.2.1 Im Rahmen der im Jahre 2008 eingeleiteten Rentenrevision waren die folgenden medizinischen Unterlagen massgebend:</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Dr. med. C.___, FMH für Allgemeine Medizin, führte im Bericht vom 19. Mai 2008 (Urk. 8/50) aus, dass die Beschwerdeführerin seit September 2002 bei ihm in Behandlung stehe (S. 3 Ziff. 4.1).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">Dr. C.___ nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 2 Ziff. 2.1):</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">Migräne und Tinnitus beidseits</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">LWS-Syndrom mit radikulärem Syndrom S1 und Diskushernie L5/S1</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">Zervikodorsalgien</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">depressive Verstimmung</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">Zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin machte Dr. C.___ keine klaren Angaben.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">3.2.2 D.___, Praxis für psychologische Beratung und prozessorientierte Körperarbeit, berichtete am 6. Juni 2008. Die vorgesehene wöchentliche Behandlung der Beschwerdeführerin habe bisher nicht eingehalten werden können, weshalb sie keine objektiven Befunde nennen könne, da sie die Beschwerdeführerin erst zweimal gesehen habe. Trotzdem beurteilte sie die Arbeitsunfähigkeit gegenwärtig mit 100 %, wobei, bei längerer Behandlung vorausgesetzt, eine positive Prognose in Aussicht gestellt werden könne (Urk. 8/53).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">3.2.3 Die Ärzte des Medizinischen Zentrums E.___ (E.___) stellten in ihrem polydisziplinären Gutachten vom 24. September 2008 (Urk. 8/61/1-18) keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 11 lit. E.1).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">Die Gutachter nannten folgende Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 11 lit. E.2):</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">lumbovertebrales Schmerzsyndrom bei Langzeitdekonditionierung mit aktiv zu rekonditionierender Rumpfmuskulatur, keine an die Wirbelsäule assoziierte neurologische Pathologie; Röntgenologische Befunde ohne klinische Relevanz; anhaltende Wirbelsäulenfehl- und Überbelastung durch Adipositas, BMI 30 kg/m</font><font face="RotisSerif" size="3"><sup>2</sup></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">Persönlichkeitsstörung mit histrionischen und ängstlich-depressiven, vermeidenden Anteilen</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">Eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit bestehe weder aus orthopädischer, neurologischer noch psychiatrischer Sicht (S. 12 unten lit. F). Die im Jahre 1992 computertomografisch beschriebene Diskushernie L5/S1 sei klinisch vollständig regredient (S. 11 unten lit. F). Im psychiatrischen Teilgutachten wurde eine Persönlichkeitsstörung mit histrionischen und ängstlich-depressiven, vermeidenden Anteilen beschrieben, wofür die fast theatralische Darstellung der Klagen, das teilweise unkontrollierte Verhalten in der Untersuchungssituation sowie vorwiegend nicht einfühlbare oberflächliche Emotionen, die je nach den Erfordernissen wechselten, sprächen. Die beschriebene Persönlichkeitsstörung besitze aber keinen arbeits- bzw. leistungsmindernden Einfluss auf das Berufsleben (S. 10 lit. D Ziff. 2.1 und Urk. 8/61/19-23).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">Es sei im Verlaufe der Zeit eine Besserung eingetreten. Retrospektiv bestehe zumindest ab dem 1. Januar 1996 keine medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit mehr (S. 14 lit. G Ziff. 3.7). Der Beschwerdeführerin sei die Verrichtung sämtlicher von ihr bislang ausgeübter Tätigkeiten, einschliesslich der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Betriebsmitarbeiterin, vollumfänglich zumutbar. Es bestehe keine verminderte Leistungsfähigkeit (S. 14 lit. G Ziff. 3.1 sowie S. 15 lit. G Ziff. 5). Einzig hinsichtlich der Rumpfmuskulatur bestehe eine Langzeitdekonditionierung (S. 12 unten lit. F).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">Insgesamt hielten die Gutachter fest, dass die Beschwerdeführerin sowohl in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Betriebsmitarbeiterin als auch in jeder vergleichbaren Verweistätigkeit, also einer körperlich leichten bis gelegentlich mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit mit einer Gewichtslimite von 15 kg, vollumfänglich arbeitsfähig sei (S. 13 oben lit. F).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">4.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">4.1 Die Würdigung der medizinischen Beurteilungen ergibt, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verbessert hat. Die für die in Frage stehenden Belange umfassende, auf umfangreichen, fachgebietsübergreifenden klinischen und röntgenologischen Untersuchungen beruhende, in Kenntnis und unter zusammenfassender Wiedergabe der wesentlichen Vorakten abgegebene sowie die geklagten Beschwerden und das Verhalten der Beschwerdeführerin mitberücksichtigende E.___-Expertise leuchtet in der Beurteilung der medizinischen Situation ein, und es erscheinen die von den Experten gezogenen Schlussfolgerungen nachvollziehbar und im Ergebnis begründet. So haben die Sachverständigen zum einen unter Bezugnahme auf das überzeugende psychiatrische Teilgutachten von Dr. med. F.___, FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 12. August 2008 (Urk. 8/61/19-23), worin Dr. F.___ ausführte, dass die Stimmung der Beschwerdeführerin eher heiter sei und sich keine Zeichen oder Symptome einer Depression zeigen würden (S. 21), als psychisches Leiden eine Persönlichkeitsstörung mit histrionischen und ängstlich-depressiven, vermeidenden Anteilen diagnostiziert und gleichzeitig nachvollziehbar begründet, dass dieser Persönlichkeitsstörung keine leistungsmindernde Bedeutung zukomme (Urk. 8/61/1-18 S. 10 lit. D Ziff. 2.1). Zum anderen haben die Sachverständigen nachvollziehbar dargelegt, dass bei den - im Hinblick auf die von der Beschwerdeführerin als körperliche Hauptbeschwerden angegebenen chronischen Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in die linke untere Extremität - durchgeführten klinischen Untersuchungen keine Hinweise für ein akut vorliegendes vertebragenes Nervenwurzelkompressionssyndrom auszumachen gewesen seien (Urk. 8/61/1-18 S. 8 lit. D Ziff. 1.2). Auch aus orthopädischer Sicht fänden sich bei subjektiv stark ausgeprägtem Beschwerdebild keine objektivierbaren pathomorphologischen Befunde (S. 10 lit. D Ziff. 1.3). Insbesondere sei die im Jahre 1992 computertomografisch beschriebene Diskushernie L5/S1 klinisch vollständig regredient (S. 11 unten lit. F). Im Lichte dessen haben die E.___-Gutachter überzeugend veranschaulicht, dass die geklagten Rückenschmerzen schwergewichtig als Folge einer rumpfmuskulären Langzeitdekonditionierung zu interpretieren sind und das vorhandene - als solches nicht invalidisierende - Übergewicht (BMI 30 kg/m</font><font face="RotisSerif" size="3"><sup>2</sup></font><font face="RotisSerif" size="3">) darüber hinaus zu einer anhaltenden statischen Fehl- und Überbelastung der Last tragenden Anteile der Wirbelsäule führt.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">4.2 Demgegenüber kann insbesondere auf den Bericht des Hausarztes der Beschwerdeführerin, Dr. C.___, nicht abgestellt werden. Weder ist er für die streitigen Belange umfassend, da er sich insbesondere nicht zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin äussert, noch beruht er auf allseitigen Untersuchungen. Die vorgenommene Befunderhebung ist marginal. Überdies erweckt der Bericht den Eindruck, dass sich Dr. C.___ bezüglich der diagnostizierten depressiven Verstimmung massgeblich auf die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin abgestützt hat (vgl. hierzu Urk. 8/50 S. 5). Auch das Schreiben der Therapeutin D.___ ist für die Entscheidfindung unmassgeblich, konnte sie doch keine objektiven Befunde nennen, da sie die Beschwerdeführerin erst zweimal gesehen hatte.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">4.3 Die Beschwerdeführerin reichte zwei fremdsprachige Berichte des Spitals in G.___ ins Recht (Urk. 3/11 S. 7 und 8). Diese Berichte sind sehr kurz gefasst, weshalb von vornherein klar ist, dass sie nichts zur weiteren Klärung des bereits umfassend und schlüssig untersuchten Sachverhalts beizutragen vermögen. Es kann daher darauf verzichtet werden, eine Übersetzung dieser Dokumente einzuverlangen. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">4.4 Zusammenfassend ergibt sich, dass für die Entscheidfindung auf das E.___-Gutachten abzustellen ist. Die Beschwerdegegnerin hat damit zu Recht angenommen, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin im Vergleich zum Jahre 1995 erheblich verbessert hat. Es ist mithin sowohl in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Betriebsmitarbeiterin als auch in jeder anderen körperlich leichten bis gelegentlich mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit mit einer Gewichtslimite von 15 kg von einer zumutbaren 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Die Voraussetzungen für eine revisionsweise Aufhebung der Rente sind damit gegeben.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">5. Die Beschwerdegegnerin hat in Übereinstimmung mit Art. 88</font><font face="RotisSerif" size="3"><sup>bis </sup></font><font face="RotisSerif" size="3">Abs. 2 lit. a der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) eine Rentenaufhebung auf Ende des der Zustellung der angefochtenen Verfügung vom 24. Februar 2009 folgenden Monats verfügt. Die Verfügung ist daher nicht zu beanstanden, was zur Abweisung der Beschwerde führt.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">6. Gemäss Art. 69 Abs. 1</font><font face="RotisSerif" size="3"><sup>bis</sup></font><font face="RotisSerif" size="3"> des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">Die Kosten sind ermessensweise auf Fr. 600.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Das Gericht erkennt:</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">3. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Rechtsanwalt Dr. Jürg Baur</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Bundesamt für Sozialversicherungen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">sowie an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">4. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><font face="RotisSansSerif" size="3"><b>30 Tagen</b></font><font face="RotisSansSerif" size="3"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font></div></div></div> </div> </div> </section></div> </div> <input id="view:_id1__VUID" name="$$viewid" type="hidden" value="!6wyrahqksg9ig8038lxigr7wn!"/> <input name="$$xspsubmitid" type="hidden"/> <input name="$$xspexecid" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitvalue" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitscroll" type="hidden"/> <input name="view:_id1" type="hidden" value="view:_id1"/></form> </body> </html>