Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 28. März 2018 (720 19 8 /78) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung; Verbesserung der gesundheitlichen Verhältnisse Rentenrevision Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Chr istof Enderle, Kantonsrich- terin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiber Stephan Paukner Parteien A.____ , Beschwerdeführerin , vertreten durch Monica Armesto , Adv o- katin, Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Die 1973 geborene A.____ meldete sich unter Hinw eis auf Erschöpfungszustände im Juli 2014 bei der Eidgenössischen Invalidenversiche rung (IV) zum Leistungsbezug an. Im Zeit- punkt ihres Gesuchs hat in ihrer Tätigkeit als Betr iebsmitarbeiterin noch keine Arbeitsunfähig- keit bestanden. Sie hat sich aber bereits seit dem 13. September 2013 in Behandlung bei ihrem Psychiater befunden, der eine abhängige Persönlichk eitsstörung mit Dekompensation in Form rezidivierender depressiver Störungen festgestellt hatte. Ausserdem litt die Versicherte bereits Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht zuvor unter einer ausgedehnten Varikosis mit chronischen Ul cerationen, weshalb sie schliess- lich ab 1. September 2014 vollständig krankgeschrieben wurde. B. Nach Abschluss der Eingliederungsmassnahmen im Januar 201 5 leitete die IV-Stelle eine interdisziplinäre Begutachtung bei der MEDAS Zen tralschweiz in die Wege. Das entspre- chende Gutachten erging am 8. September 2015, wobei a us psychiatrischer Sicht keine Diag- nosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erhoben werden konnten. Im rheumatologischen Teilgutachten konnte mit Einschränkung auf die Arbeit sfähigkeit eine Gonarthrose rechts erho- ben werden. In allgemein-internistischer Sicht wurde f estgehalten, dass die Arbeitsfähigkeit durch eine chronisch-venöse Insuffizienz mit beidseitigem Ulcus cruris beeinträchtigt werde. Gestützt auf diese Abklärungen sprach die IV-Stelle de r Versicherten mit Verfügung vom 29. Januar 2016 mit Wirkung ab 1. September 2015 eine ganze IV-Rente zu. C. Im September 2016 leitete die IV-Stelle eine Ren tenrevision von Amtes wegen ein. Nach Abklärung der gesundheitlichen Verhältnisse, namen tlich nach Einholung eines bidiszipli- nären Gutachtens durch die Dres. B.____ und C.____ vom 25. August 2017, erliess sie am 19. Oktober 2017 ihren Vorbescheid, mit welchem sie die Aufhebung der bis anhin ausgerichte- ten IV-Rente in Aussicht stellte. Nach Einholung weit erer ärztlicher Unterlagen und einer Nach- frage beim rheumatologischen Gutachter verfügte die IV-Stelle am 20. November 2018 die Ren- tenaufhebung per Ende Dezember 2018. D. Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Ad vokatin Monica Armesto, am 7. Januar 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kant ons Basel-Landschaft (Kantonsge- richt) und beantragte, es sei ihr in Aufhebung der angefochtenen Verfügung weiterhin eine gan- ze IV-Rente auszurichten. Eventualiter sei die Angeleg enheit in Aufhebung der angefochtenen Verfügung zur ergänzenden Abklärung an die Vorinstanz z urückzuweisen, unter o/e- Kostenfolge. Zur Begründung liess sie im Wesentlichen gel tend machen, dass bei Erlass der rentenzusprechenden Verfügung ursprünglich nicht auf das polydisziplinäre Gutachten der MEDAS Zentralschweiz abgestellt worden sei, da dieses als n icht beweiskräftig eingeschätzt worden sei. Im Revisionsgutachten vom 25. August 2017 hab e Dr. med. B.____ , FMH Rheu- matologie, ebenfalls nicht auf das Gutachten der MEDAS Zentralschweiz abgestellt. Mass- gebend für die ursprüngliche Rentenzusprache sei einzig d er Bericht des regional-ärztlichen Dienstes (RAD) vom 5. Oktober 2015 gewesen. Zumal das ang iologische Grundleiden der Ver- sicherten fachärztlich nicht beurteilt worden sei, stelle das Gutachten der MEDAS Zentral- schweiz keine genügende Grundlage für eine Rentenrevisio n dar. Weil die Beurteilung von Dr. C.____ an das nicht beweiskräftige Gutachten der M EDAS Zentralschweiz angeknüpft ha- be, stelle sein Gutachten ebenfalls keine genügende Gr undlage für eine Rentenrevision dar. Der Gesundheitszustand habe sich zwar insofern relevant verbessert, als die Ulcus-Erkrankung zwischenzeitlich vollständig abgeheilt sei und bisher keine Rezidive aufgetreten seien. Dennoch stelle sich aus angiologischer und aus internistischer S icht die Frage, welche Anforderungen eine optimal angepasste Tätigkeit zu erfüllen habe, u m das Wiederauftreten offener Beine zu vermeiden. Ausserdem habe der behandelnde Psychiater in sämtlichen Berichten die Diagnose einer abhängigen Persönlichkeitsstörung mit Dekompensat ionen in Form rezidivierender de- pressiver Störungen diagnostiziert und mit Blick auf die von ihm erhobenen intellektuellen Fä- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht higkeiten im untersten Normbereich eine neuropsychologisc he Abklärung postuliert. Insgesamt basiere die verfügte Rentenaufhebung auf einer unzur eichenden medizinischen Aktenlage und sei daher unzulässig. E. Die IV-Stelle schloss mit Vernehmlassung vom 30. Januar 2019 auf Abweisung der Beschwerde. Gleichzeitig legte sie ihren Ausführungen eine Beurteilung des RAD vom 21. Ja- nuar 2019 bei. Zusammenfassend hielt sie fest, dass die Einschätzungen im Rahmen der bidis- ziplinären Begutachtung durch die Dres. B.____ und C.____ hinsichtlich einer leidensangepass- ten Tätigkeit unverändert gültig seien. Seit der let zten medizinischen Begutachtung sei insge- samt von einer Verbesserung der gesundheitlichen Situa tion auszugehen. Weitere medizini- sche Abklärungen seien nicht angezeigt. Der Beschwerdefüh rerin sei eine leichte wechselbe- lastende Verweistätigkeit vollumfänglich zumutbar. Die Re ntenaufhebung sei deshalb zu Recht erfolgt. Auf die übrigen Vorbringen der Parteien ist soweit n otwendig in den nachfolgenden Erwägun- gen einzugehen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht form- und fristgerecht eingereich- te Beschwerde ist einzutreten. 2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder l ängere Zeit dauernde ganze oder teil- weise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetze s über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000). E rwerbsunfähigkeit ist der durch Be- einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er- werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegl ichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu be rücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 2.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmass- nahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern könn en (lit. a), die während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindeste ns 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindest ens 40 % invalid sind (lit. c). Bei ei- nem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspru ch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Ren te, bei einem Invaliditätsgrad von min- destens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerde- fall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztli che und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des A rztes oder der Ärztin ist es, den Ge- sundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehm en, in welchem Umfang und bezüg- lich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsun fähig ist. Im Weiteren sind die ärztli- chen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurtei lung der Frage, welche Arbeitsleistun- gen der versicherten Person noch zugemutet werden könn en (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinwei- sen). 2.4 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an- deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Be- weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 2.5 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsp rechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung auf zustellen (vgl. die ausführliche Zusam- menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Ra hmen des Verwaltungsverfahrens einge- holten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach- tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die A kten Bericht erstatten und bei der Er- örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex- pertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Was den Beweiswert von medizinischen Akten insbesondere in Revisionsfällen bet rifft, ist darauf hinzuweisen, dass eine medizinische Beurteilung, welche von einer früheren är ztlichen Einschätzung abweicht, sich stets hinreichend darüber auszusprechen hat, inwiefern e ine effektive Veränderung des Ge- sundheitszustands stattgefunden hat. Der Beweiswert eines zw ecks Rentenrevision erstellten Gutachtens hängt deshalb wesentlich davon ab, ob es sich a usreichend auf das diesfalls im Zentrum stehende Beweisthema einer erheblichen Änderu ng des medizinischen Sachverhalts bezieht (SVR 2012 IV Nr. 18; A NDREAS TRAUB , Neues aus den sozialrechtlichen Abteilungen Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht des Bundesgerichts, Zum Beweiswert medizinischer Gutachten im Zusammenhang mit der Rentenrevision, SZS 2012 S. 183 ff.). 2.6 Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwe rdefall das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ih rem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Ab- weichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegend en Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genüg t den Beweisanforderungen nicht (BGE 115 V 142 E. 8b mit zahlreichen weiteren Hinweise n; T HOMAS LOCHER , Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Auflage, Bern 2003, S. 451 Rz 43 ff.). 3. Streitig und zu prüfen ist, ob die IV-Stelle die d er Beschwerdeführerin seit 1. Septem- ber 2015 ausgerichtete IV-Rente zu Recht per Ende Dezember 2018 aufgehoben hat. 3.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende Invalidenre nten für die Zukunft zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditä tsgrad in einer für den Anspruch er- heblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt j ede wesentliche Änderung in den tat- sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditä tsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine wesentliche Änderung des Gesund- heitszustandes der versicherten Person, wobei die reale Veränderung eines medizinischen Sachverhalts von einer bloss nur nominellen Differenz zu unterscheiden ist (A NDREAS TRAUB , a.a.O., S. 184). Darüber hinaus ist eine Rente aber a uch dann revidierbar, wenn sich die er- werblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Ge sundheitszustandes erheblich ver- ändert haben (BGE 130 V 349 E. 3.5 mit Hinweisen). E s obliegt es dem Versicherungsträger, eine erhebliche Veränderung des Invaliditätsgrades nac hzuweisen, wenn er eine Rente redu- zieren oder aufheben will (SVR 2014 UV Nr. 7 S. 21). Hintergrund bildet der Umstand, dass der Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) die Verwalt ung verpflichtet, von Amtes wegen Gründe für und gegen das Vorliegen oder Fehlen eines Sachumstands heranzuziehen (BGE 141 V 281 E. 3.4.2.2). Ist eine anspruchserheblich e Änderung des Sachverhalts mit Blick auf eine revisionsweise Änderung einer zuvor zugesproche nen Versicherungsleistung nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erst ellt (BGE 129 V 177 E. 3.1), bleibt es nach dem Grundsatz der materiellen Beweislast beim bi sherigen Rechtszustand (Urteil des Bundesgerichts vom 7. November 2013, 8C_48/2013, E. 2.4). 3.2 Die abweichende medizinische oder rechtliche Einschätz ung von im Wesentlichen un- veränderten tatsächlichen Verhältnissen führt nicht zu ei ner materiellen Revision. Bloss auf einer anderen Wertung beruhende, revisionsrechtlich uner hebliche Differenzen sind daher von revisionsbegründenden tatsächlichen Veränderungen abzug renzen. Dabei ist zu beachten, dass eine ärztliche Schlussfolgerung, die von der frühere n abweicht, obwohl sich der beurteilte Gesundheitszustand effektiv nicht verändert hat, meist au f eine unterschiedliche Ausübung des medizinischen Ermessens zurückzuführen ist (BGE 137 V 253 E . 3.4.2.3, Urteil des Bundesge- richts vom 12. Dezember 2012, 8C_549/2012, E. 2.3). Dabei ist weiter zu berücksichtigen, dass auch eine Veränderung von versicherungsmedizinischen Beurt eilungsparametern zu einer ab- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht weichenden ärztlichen Schlussfolgerung führen kann (SVR 2012 IV Nr. 18 E. 4.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 8. November 2012, 8C_459/2012, E. 4.2.1). 3.3 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer ans pruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspru chs mit rechtskonformer Sachverhalts- abklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunk- ten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkunge n des Gesundheitszustandes) beruht (BGE 133 V 114 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 75 ff. E . 3.2.3). Vorliegend hatte die IV-Stelle der Beschwerdeführerin ursprünglich mit Verfügung vom 29. Januar 2016 eine ganze IV-Rente zu- gesprochen (IV-Dok 63 und 66). Dabei stützte sie sich expl izit auf das im Auftrag der IV-Stelle erstellte Gutachten der MEDAS Zentralschweiz vom 8. Sep tember 2015 (IV-Dok 56, ad Kom- mentar RAD a. E.). Es trifft zwar zu, dass der RAD in sei ner Stellungnahme vom 18. Oktober 2017 die Auffassung vertreten hatte, dass gestützt auf da s Gutachten der MEDAS Zentral- schweiz bereits ab September 2014 auf eine volle Arbeit sfähigkeit auch in einer allfälligen Ver- weistätigkeit hätte geschlossen werden können. Dies aber ist unzutreffend. Der von der Be- schwerdeführerin in ihrer Beschwerde vertretene Standpun kt (a.a.O., Ziffer 14), wonach das Gutachten der MEDAS Zentralschweiz bei der ursprüngliche n Rentenzusprache unberücksich- tigt geblieben sei, findet keine Stütze in den Akten ( IV-Dok 56). Die Frage, ob eine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die e ine revisionsweise Einstellung der bis an- hin ausgerichteten Rente rechtfertigt, beurteilt sich somit durch einen Vergleich des Sachver- halts, wie er im Zeitpunkt der rentenzusprechenden Verfügung am 29. September 2016 bestan- den hat, mit demjenigen im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung der IV-Stelle vom 20. November 2017. 4.1 Im Hinblick auf die ursprüngliche Rentenzusprache im Jahr 2016 war die Versicherte durch die Fachärzte der MEDAS Zentralschweiz internistisc h, rheumatologisch und psychiat- risch begutachtet worden. Die medizinischen Experten der MEDAS diagnostizierten in ihrem Gutachten vom 8. September 2015 mit Einfluss auf die A rbeitsfähigkeit eine aktivierte, medial betonte Gonarthrose rechts, eine Ulcera cruris beidseits, eine chronisch venöse Insuffizienz beidseits sowie eine Adipositas Klasse III mit einem BM I von 52,5. Ohne wesentlichen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit erhoben sie unter anderem e in mögliches primäres Sjögrensyndrom, differentialdiagnostisch eine undifferenzierte Kollage nose, ein leichtes lumbovertebrales Schmerzsyndrom bei muskulärer Dysbalance sowie eine remittie rte depressive Störung. Der rheumatologische Gutachter erhob einen praktisch unauf fälligen rheumatologischen Befund. Aufgrund der Knieproblematik seien mittelschwere bis schw ere Arbeiten nicht mehr möglich. Eine leichte wechselbelastende Tätigkeit sei aber in vo llem Umfang zumutbar. Die Beurteilung der Auswirkungen eines möglichen Sjögrensyndroms sei ausser ordentlich schwierig. Bei nicht erfüllter Diagnose sowie klinisch geringen Hinweisen wer de die Arbeitsfähigkeit dadurch nicht beeinflusst. Der psychiatrische Gutachter ging von einer leicht unterdurchschnittlichen Intelligenz aus. Diag- nosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit konnte er keine erheben, sondern erhob einen blan- den Befund. Die aktenkundig und anamnestisch dokumentierte, aktuell weitestgehend remittier- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht te depressive Störung habe keine Auswirkungen auf die Ar beitsfähigkeit. Die in den Akten er- wähnten Persönlichkeitszüge würden die Kriterien an ei ne selbständige Diagnose keinesfalls erfüllen. In ihrer Gesamtbeurteilung kamen die Gutachter der ME DAS zum Schluss, dass die Arbeitsfä- higkeit aus allgemein-internistischer Sicht durch die chr onisch venöse Insuffizienz mit beidseiti- gem Ulcus cruris beeinträchtigt werde. Es müsse davon ausgegangen werden, dass zumindest für die Dauer der laufenden Wundbehandlung in der a ngestammten Tätigkeit keine Arbeitsfä- higkeit mehr bestehe und langfristig auch eine rein st ehende Tätigkeit nicht mehr zumutbar sei. In rheumatologischer Hinsicht bestehe eine medial beton te Pangonarthrose erheblichen Aus- masses, welche durch die Adipositas akzentuiert werde und damit eine Arbeitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit begründe. In psychiatrischer H insicht finde sich keine Krankheit, welche die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen würde. Zusa mmenfassend sei die Versicherte zur- zeit aus allgemein-internistischer und rheumatologischer Sicht arbeitsunfähig. Sollte es gelin- gen, das Ulcera völlig zur Abheilung zu bringen, ein W iederauftreten zu verhindern und geeig- nete Bedingungen an einem neuen Arbeitsplatz zu schaff en, könne mit einer Wiederaufnahme einer Tätigkeit gerechnet werden. Dasselbe gelte für d ie Adipositas, bei welcher infolge eines geplanten bariatrisch-chirurgischen Eingriffs eine markan te Gewichtsreduktion erwartet werden könne. Aus rheumatologischer Sicht sei eine mittelschwere bis schwere körperliche Arbeit nicht mehr zumutbar. Dies betreffe insbesondere repetitiv knie nde Tätigkeiten, häufiges Heben von Lasten, das Begehen von Leitern, Gerüsten oder das Ge hen in unebenem Gelände sowie rein stehende Tätigkeiten. Eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit im Sitzen, Stehen oder Gehen sei aber ohne Einschränkung möglich (IV-Dok 54, S. 8 ff.). 4.2 Sodann lag im Zeitpunkt der ursprünglichen Renten zusprache noch ein Bericht des RAD vom 5. Oktober 2015 in den Akten. Daraus geht hervor , dass das Gutachten der MEDAS Zentralschweiz vom 8. September 2015 umfassend ausgefal len sei und darauf abgestellt wer- den könne. Im Zusammenhang mit der effektiven Arbeitsf ähigkeit sei zunächst nicht ganz klar, ob eine Verweistätigkeit schon jetzt zumutbar sei. Im weiteren Verlauf kläre das Gutachten aber die Situation dahingehend, dass die Verweistätigkeit erst zumutbar sei, wenn die medizinischen Therapien gegriffen hätten. Vorschlagsweise sei der Ve rsicherten daher unter dem Titel der Schadenminderung die Auflage zu unterbreiten, dass sie im Zusammenhang mit der durch die offenen Beine und ihr Übergewicht deutlich eingeschrän kten Arbeitsfähigkeit die begonnenen Therapien konsequent weiterzuführen habe. Aktuell best ehe seit dem 10. September 2014 in einer Verweistätigkeit keine Arbeitsfähigkeit. Wenn d ie Ulcera cruris abgeheilt sei und mittels bariatrischer Therapie ein wesentlicher Gewichtsverlust h abe erreicht werden können, sei eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit jedoch ohne Einschränkungen möglich (IV-Dok 56, S. 2). 4.3 Im Zentrum der medizinischen Aktenlage im Zusammenh ang mit der im vorliegenden Verfahren angefochtenen Verfügung der IV-Stelle steh t demgegenüber das bidisziplinäre Gut- achten der Dres. C.____ und D.____ vom 23. bzw. 25. A ugust 2017. In seiner rheumatologi- schen Beurteilung vom 23. August 2017 hält Dr. med. C. ____, FMH Rheumatologie und Innere Medizin, zusammenfassend fest, dass in Bezug auf die Arbe itsfähigkeit die Pangonarthrose rechts sowie die ausgeprägte chronisch-venöse Insuffizienz relevant sei. In Bezug auf die Ulce- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht ra zeige sich aktuell eine abgeheilte Situation, welche in Bezug auf die Narben sicherlich etwas heikel sei, weil die Beine im Bereich des nur dünnen Integuments wieder aufgehen könnten. Die Situation in Bezug auf die Pangonarthrose habe sich ni cht wesentlich verändert. Hinweise für das Vorliegen einer aktiven Kollagenose hätten keine be standen. Der bereits anlässlich der Begutachtung im Juli 2015 festgestellten Erhöhung von Antikörpern komme kein Krankheitswert zu. Klinisch lasse sich keine wesentliche Einschränkung der Hüfte finden. Im Bereich der Len- denwirbelsäule liessen sich auf den Bildern von Juli 201 5 altersentsprechende Veränderungen finden. Da die Versicherte in diesem Bereich aber nich t speziell über Beschwerden geklagt ha- be, seien keine weiteren Bilder gemacht worden. Die E xplorandin sei gelernte Topfpflanzen- und Schnittblumengärtnerin, habe allerdings nie auf diesem Beruf gearbeitet. Da es sich dabei um eine praktisch ausschliesslich stehende Tätigkeit handle, bestehe in einer solchen Tätigkeit eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Auch für die zule tzt ausgeübte, rein stehende Tätigkeit als Betriebsmitarbeiterin in einer Buchbinderei bestehe e ine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Be- dingt durch die Gonarthrose könne die Explorandin kein e ausschliesslich stehenden oder ge- henden Tätigkeiten mehr ausüben. Sie könne nicht dauernd kauern oder knien, könne nicht auf unebenem Boden gehen, könne sich nicht repetitiv bücken und auch nicht dauernd auf Leitern oder Gerüste steigen. Gelegentliches Kauern oder Knien oder ein gelegentliches Besteigen von Leitern oder Gerüsten sei aber zumutbar. Von Seiten d er chronisch-venösen Insuffizienz sei es ungünstig, wenn sie nur stehend oder sitzend arbeiten m üsse. Die Explorandin müsse genü- gend Zeit haben, um aufzustehen und zeitweilig herum zugehen. Eine leichte wechselbelasten- de Tätigkeit, welche diese Restriktionen berücksichtige, sei ihr im Umfang von 100% zumutbar. In seinem psychiatrischen Teilgutachten vom 25. Juli 2017 beschreibt Dr. med. D.____ einen weitgehend blanden Befund. Die Versicherte habe sich e infach ausgedrückt. Sie und habe Mü- he, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Die im Rahmen der Exploration festgestellten Beobachtungen hätten auf eine leicht unterdurchschnittli che Intelligenz hingewiesen. Während der ganzen Untersuchung hätten sich jedoch nie Zeichen von einer Konzentrationsschwäche gezeigt. Die Explorandin habe gut auf die gestellten Fragen eingehen können. Ihre Merkfähig- keit und Gedächtnisleistungen seien intakt gewesen, die A usführungen anschaulich. Aus ihren Schilderungen hätten sich keine Hinweise auf Veränderu ngen der Stimmung oder des Antriebs im Tagesverlauf ergeben. In seiner Beurteilung kam Dr. D.____ zum Schluss, dass sich die Explorandin nie von ihren Eltern habe lösen können un d in einer abhängigen Beziehung gefan- gen geblieben sei. Sie könne sich schlecht durchsetzen, tr aue sich wenig zu und sei deswegen bei ihrer Arbeit immer wieder unter Druck geraten, w eil sie sich nicht habe wehren können. Es könnten bei ihr unreife und abhängige Persönlichkeitszü ge diagnostiziert werden. Trotz ihrer Schwierigkeiten sei sie aber in der Lage gewesen, wäh rend 20 Jahren in der freien Wirtschaft zu arbeiten. Sie fühle sich im Zusammenleben mit ihrem Vater und in der Beziehung mit ihrem Partner wohl. Ihre akzentuierten Persönlichkeitszüge h ätten somit nicht zu wesentlichen Ein- schränkungen im Arbeitsalltag oder in der Pflege ihrer Beziehungen geführt. Seit 2013 stehe sie in ambulanter psychiatrischer Behandlung und werde antidepressiv behandelt. Die in den Akten erwähnten depressiven Verstimmungen könnten aktuell nich t mehr festgestellt werden. Diag- nostisch handle es sich somit um eine rezidivierende depressi ve Störung, die gegenwärtig re- mittiert sei. Die intellektuelle Leistungsfähigkeit se i leicht unterdurchschnittlich. Dies habe aber keinen Krankheitswert. Die Explorandin sei in der Lag e, einer einfachen, eher repetitiven Tätig- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht keit in der freien Wirtschaft nachzugehen. Eine Intelli genzminderung gemäss ICD-10 bestehe nicht. Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit seien keine zu erheben. Der behan- delnde Psychiater habe eine rezidivierende depressive Störu ng und eine abhängige Persön- lichkeitsstörung diagnostiziert, jedoch keine Stellung zur Arbeitsfähigkeit genommen. Anlässlich der Exploration durch die MEDAS Zentralschweiz habe je doch keine psychiatrische Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit erhoben werden können. Aus psychiatrischer Sicht bestehe in jeder beruflichen Tätigkeit eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 100%. 5. Was zunächst die für eine Revision vorausgesetzte Verbe sserung der gesundheitli- chen Verhältnisse betrifft, geht die Beschwerdeführerin selber davon aus, dass eine solche ge- geben ist (Beschwerdebegründung, S. 13). Dies zu Recht: Wie sie bereits im Revisionsfrage- bogen vom 27. September 2016 angegeben hatte (IV-Dok 70) und auch nunmehr vorbringen lässt, hat sich ihre gesundheitliche Verfassung alleine sc hon deshalb relevant verbessert, weil ihre Ulcera-Erkrankung zwischenzeitlich vollständig abgehei lt ist. Daran ändert nichts, dass die Beine im Bereich des nur dünnen Integuments gemäss der Beurteilung im rheumatologischen Teilgutachten von Dr. C.____ vom 23. Juli 2017 wiede r aufgehen könnten. Bis zum Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung der IV-Stelle vom 20. November 2017 waren keine Rezidive bekannt. Diese Auffassung vertritt auch die Besc hwerdeführerin selber (Beschwer- debegründung a.a.O.). Verbessert hat sich die gesundhe itliche Verfassung sodann klarerweise auch in Bezug auf die im Gutachten der MEDAS Zentralsch weiz ursprünglich mit Einfluss auf ihre Arbeitsfähigkeit erhobene Adipositas. Dazumal ha tte ihr Gewicht 153 Kilogramm betragen. Entgegen der von der Beschwerdeführerin in ihrer Beschwe rdebegründung vertretenen Auffas- sung (a.a.O., S. 9 a. E.) beläuft sich ihr Gewicht nach erfolgreich verlaufener Magenresektion mittlerweile noch auf 108 Kilogramm (IV-Dok 112, S. 3 ). Damit weist sie aktuell noch einen BMI von knapp 38 auf (vgl. bereits rheumatologisches Teilguta chten von Dr. C.____, IV-Dok 94, S. 19). Für eine Verbesserung der gesundheitlichen Ve rhältnisse seit Erlass der ursprünglichen Rentenverfügung vom 29. September 2016 spricht schliessl ich auch der Bericht des Hausarz- tes der Versicherten vom 7. November 2016. Daraus geht h ervor, dass bereits anfangs No- vember 2016 ein insgesamt erfreulicher Verlauf des Kra nkheitsbilds zu erkennen war, und die Versicherte schon dazumal deutlich an Gewicht abgenomme n hatte (IV-Dok 76, S. 2). Nach- dem die begutachtenden Ärzte im Gutachten der MEDAS Zentralschweiz rund 14 Monate zuvor noch davon ausgegangen waren, dass bedingt durch die U lcera-Erkrankung sowie die Adiposi- tas eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden hatt e (IV-Dok 54, S. 8), ist bei zugleich un- veränderten Verhältnissen betreffend die Gonarthrose in sbesondere im rechten Knie (IV-Dok 94, S. 25 a. E.) zweifelsohne von einer mittlerweile f ür eine Revision gemäss Art. 17 ATSG er- forderlichen wesentlichen Verbesserung des Gesundheitszustands auszugehen. 6.1 Gestützt auf dieses Zwischenergebnis sind die Anspruch sberechtigung und ein allfälli- ger Umfang des Rentenanspruchs der Beschwerdeführerin pro futuro zu prüfen. Es gilt, auf der Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sa chverhalts den Invaliditätsgrad bei Er- lass der streitigen Revisionsverfügung zu ermitteln (Urte ile des Bundesgerichts vom 3. April 2017, 9C_766/2016, E. 1.2, und vom 29. Juni 2015, 9 C_173/2015, E. 2.2, je mit Hinweisen). Massgebend hierfür sind die im Nachgang zur ursprüngliche n Rentenzusprache bis zum Erlass der vorliegend angefochtenen IV-Verfügung vom 20. N ovember 2018 ergangenen Akten. Ent- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht gegen der in der Beschwerdebegründung vertretenen Auff assung (a.a.O., Ziffer 14 und 18) kann damit offen bleiben, wie es sich mit der Abklärung der übrigen gesundheitlichen Verhält- nisse durch die MEDAS Zentralschweiz im Zeitpunkt der urspr ünglichen Rentenzusprache ver- halten hat. Die Frage, ob insbesondere die Abklärung des neuropsychologischen und psychiat- rischen Sachverhalts – wie die Beschwerdeführerin vorbrin gen lässt – im Zeitpunkt der erstma- ligen Rentenzusprache ungenügend ausgefallen war, erw eist sich mithin als obsolet. Nachdem in der Zwischenzeit unbestrittenermassen von einer Verbesse rung insbesondere der internisti- schen Verhältnisse auszugehen ist, verbleibt mit anderen Worten lediglich noch danach zu fra- gen, wie hoch die Arbeitsfähigkeit der Versicherten mit Blick auf die Verhältnisse seit Erlass der nunmehr Renten ablehnenden Revisionsverfügung vom 20. November 2018 ausfällt, und ob die hierfür durch die IV-Stelle in die Wege geleiteten A bklärungen des medizinischen Sachverhalts umfassend und überzeugend ausgefallen sind. 6.2 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Frage, ob und allenfalls in welchem in welchem Ausmass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen weiterhin arbeitsfähig ist, auf das bidisziplinäre Guta chten von Dr. C.____ und Dr. D.____ vom 23. und vom 25. August 2017. Dieses Gutachten ist für d ie streitigen Belange umfassend und erfüllt alle rechtsprechungsgemässen Voraussetzungen an ein beweiskräftiges Verwaltungs- gutachten. Wie bereits ausgeführt (oben, Erwägung 2.5) , ist den im Rahmen des Verwaltungs- verfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinne n und -ärzte, die aufgrund einge- hender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Ei nsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergeb nissen gelangen, bei der Beweiswür- digung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht kon krete Indizien gegen die Zuverlässig- keit der Expertise sprechen. Solche Indizien liegen hie r keine vor. Das bidisziplinäre Gutachten der Dres. C.____ und D.____ beruht auf allseitigen Un tersuchungen, berücksichtigt die geklag- ten Beschwerden der Versicherten und ist in Kenntnis all er relevanten Vorakten abgegeben worden. Es äussert sich zu den seit der ursprünglichen Be urteilung durch die MEDAS Zentral- schweiz erhobenen Befunden in internistischer Hinsicht (ob en, Erwägung 5) und vergleicht de- tailliert sowohl in rheumatologischer als auch in psychiat rischer Hinsicht die im August 2017 erhobenen Verhältnisse mit den Erkenntnissen anlässlich d er Exploration durch die MEDAS Zentralschweiz im Jahr 2015. Was insbesondere die rheuma tologischen Verhältnisse betrifft, kommt Dr. C.____ nachvollziehbar zum Schluss, dass weiterhi n eine Gonarthrose sowie eine Trochanterbursitis besteht, sich für die übrigen Gelenksbe schwerden an den Schultern und am Nacken, wie sie vormals ebenfalls in den medizinischen Akten beschrieben worden waren, kein organisches Korrelat finden lässt. Der rheumatologische Experte spricht sich zudem hinlänglich darüber aus, dass mittlerweile eine relevante Verbesser ung des Gesundheitszustandes der Versicherten stattgefunden hat. Die Schlussfolgerung de r Dres. C.____ und D.____, wonach bei der Versicherten aus gesamtmedizinischer Sicht von ein er vollständigen Arbeitsfähigkeit für leichte wechselbelastende Tätigkeiten auszugehen ist, leuchtet somit auch in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge sowie in der Beurteilung d er medizinischen Situation ein. Dem entsprechenden bidisziplinären Gutachten kommt deshalb grundsätzlich voller Beweiswert zu. 6.3 Die Beschwerdeführerin vertritt demgegenüber die Auffassung, dieses Gutachten wer- de den beweisrechtlichen Anforderungen an ein Revisions gutachten nicht gerecht. Es sei zu- Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht nächst nicht nachvollziehbar, dass lediglich ein bidisziplinäres Gutachten erstellt worden sei. Es würden sich angiologische und internistische Fragen stellen . Unklar sei insbesondere, welche Anforderungen eine angepasste Tätigkeit zu erfüllen ha be, um ein Wiederauftreten der Ulcus- problematik zu vermeiden. Entgegen diesem Einwand ist dem rheumatologischen Teilgutachten von Dr. C.____ eine überaus detaillierte und sorgfält ige Einschätzung des zumutbaren Ar- beitsprofils zu entnehmen. Gerade vor dem Hintergrund , dass die mittlerweile abgeheilten Wundstellen an den Beinen wieder aufgehen könnten, umschreibt der Rheumatologe im Zu- sammenhang mit der ausgeprägten chronisch-venösen Insuffizi enz ein klar definiertes Ar- beitsprofil, welches weder ausschliesslich stehend noch sitz end erfolgen darf. Hinzu tritt, dass Tätigkeiten mit Hitze- oder Wärmeexpositionen ausgesch lossen worden sind (RAD- Stellungnahme vom 21. Januar 2019, Beilage 2 zur Vern ehmlassung der IV-Stelle). Wesentlich ist aber sodann, dass auch der operierende Angiologe in seinem Bericht vom 26. April 2017 eine Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit im Um fang von 100% bescheinigt hat (IV-Dok 86, S. 3). Es kann deshalb nicht davon gesprochen werden , der angiologische Sachverhalt wä- re ungeklärt geblieben. Ergänzende Abklärungen hierzu sind bei dieser Aktenlage im Gegenteil keine notwendig. 6.4 Weiter wendet die Beschwerdeführerin ein, dass eine neuropsychologische Abklärung angezeigt gewesen wäre. Sie verweist in diesem Zusammen hang auf die Berichterstattungen ihres behandelnden Psychiaters, der nebst einer unterdurch schnittlichen Intelligenz insbeson- dere von einer Persönlichkeitsstörung ausgehe. Die gutach terlichen Ausführungen von Dr. D.____, der lediglich von abhängigen und unreife n Persönlichkeitszügen spreche, seien pauschal und beschönigend ausgefallen. Der Versicherten ist beizupflichten, dass Dr. E.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, in seinen Berichten vom 21. Januar 2015 (IV-Dok 35) und vom 6. Dezember 2016 (IV-Dok 78) abweichend zur dia gnostischen Einschätzung von Dr. D.____ eine abhängige Persönlichkeitsstörung mit Deko mpensationen in Form rezidivieren- der depressiver Störungen erhoben hat. Diese Diagnose wird von Dr. E.____ aber nicht näher begründet. Ein Vergleich seiner beiden Berichte zeigt vi elmehr eine klare Verbesserung auch der psychiatrischen Verhältnisse. Während im Januar 2015 o ffenbar noch eine rezidivierende depressive Störung mittelgradiger Episode gegeben war, hat sich die depressive Störung per Ende 2016 offenbar aufgehellt und in eine leichte Ep isode gewandelt. Zumal den Berichterstat- tungen von Dr. E.____ zu keinem Zeitpunkt eine Krankschreibung aus psychiatrischen Gründen zu entnehmen ist, kann aufgrund der von ihm Ende 2016 a usgewiesenen Stabilisierung der psychischen Verhältnisse kein Widerspruch zu den von Dr. D.____ erhobenen Befunden aus- gemacht werden, der seinerseits von einer remittierten depressiven Störung ausgeht. Insofern besteht vielmehr eine Kongruenz in der Beurteilung durch die beiden Fachexperten. Beide Psychiater haben eine unterdurchschnittliche inte llektuelle Leistungsfähigkeit festgestellt. Den Berichterstattungen von Dr. E.____ kann aber nichts e ntnommen werden, wonach die Ausübung einer angepassten Tätigkeit deshalb nicht mö glich wäre. Das Gegenteil ist der Fall: Bereits in seinem ersten Bericht vom 18. Juli 2014 hatt e Dr. E.____ festgehalten, dass wech- selbelastende Tätigkeiten mit nicht allzu hohem Zeit- u nd Leistungsdruck nicht nur möglich, sondern gar günstig wären. Eine quantitative Einschränk ung der Arbeitsfähigkeit kann seiner Einschätzung nicht entnommen werden (IV-Dok 14, S. 8). Nachdem sich die psychiatrischen Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht Verhältnisse seither verbessert haben, kann deshalb nicht gesagt werden, die Einschätzung von Dr. D.____ erweise sich als zweifelhaft. Es trifft zwar zu, dass Dr. E.____ im Januar 2015 noch davon ausgegangen war, dass je nach Ausgang einer allfälligen neuropsychologischen Abklärung allenfalls auch eine Beschäftigung im geschützt en Rahmen in Betracht gezogen werden müsse (IV-Dok 35, S. 4). Im Juli 2016 hat er von weiteren Abklärungen jedoch abgese- hen und stattdessen festgehalten, dass insbesondere durch die Behandlung der Ulcera- Erkrankung mit einer weiteren Zunahme der psychischen St abilität und Belastbarkeit zu rech- nen sei (IV-Dok 78, S. 5). Diese noch vor Konsolidier ung der internistischen Probleme abgege- bene Einschätzung bekräftigt mithin die ein Jahr später erfolgte Einschätzung von Dr. D.____. Daran ändert die diagnostische Differenz zwischen den bei den Fachpsychiatern nichts. Von Relevanz sind letztlich nur deren funktionelle Auswirkunge n. In diesem Zusammenhang aner- kennt Dr. D.____ zweifelsohne die von Dr. E.____ erhob enen, ängstlich-abhängigen Persön- lichkeitszüge. Entgegen den Vorbringen in der Beschwerde begründung beschreibt der Gutach- ter aber auch positive Aspekte, wie insbesondere das Ausüb en einer jahrelangen Tätigkeit, das Führen einer Beziehung und der – wenn auch verzögerte – Lehrabschluss in jungen Jahren. Eine Tätigkeit im zweiten Arbeitsmarkt oder dergleichen ist den Akten zufolge ausserdem nicht dargetan (IV-Dok 16 und 31, S. 2). Die Schlussfolgerung von Dr. D.____, dass sich ihre Persön- lichkeitszüge offenbar nicht wesentlich auf die Leistungsf ähigkeit der Versicherten auswirken, vermag unter diesen Umständen durchaus zu überzeugen. Erg änzende Abklärungen in neu- ropsychologischer Hinsicht erweisen sich daher ebenfalls als nicht notwendig. 6.5 Unter Hinweis auf drei neuere Berichte des Spitals F.____ vom 15. Januar, 29. Juni und 14. August 2018 bringt die Beschwerdeführerin in B ezug auf ihre rheumatologischen Prob- leme schliesslich vor, dass abweichend zur Einschätzung von Dr. C.____ kein Zweifel an der Diagnose eines Sjögrensyndroms bestehe. Die Schlussfolgerungen im rheumatologischen Teil- gutachten von Dr. C.____ seien ungenügend begründet wo rden. Der Beschwerdeführerin ist zwar beizupflichten, dass die vom Spital F.____ im Labor festgestellten, erhöhten Antikörper mit dem Vorliegen eines Sjögrensyndroms vereinbar sein könn en (IV-Dok 112, ad Beurteilung; IV- Dok 120, S. 2). Entgegen der von ihr vertretenen Auffa ssung kann daraus aber keine zusätzli- che Einschränkung ihrer Arbeitsfähigkeit abgeleitet we rden. Es gilt festzuhalten, dass es sich dabei nicht um eine neue Manifestation handelt, sonder n ein Sjögrensyndrom bereits 2015 durch die MEDAS Zentralschweiz als möglich bezeichnet, d ifferentialdiagnostisch aber auch eine undifferenzierte Kollagenose in Betracht gezogen worden war (IV-Dok 54, S. 8, ad Ziffer 2.2). Dieser Befund wurde zwar als krankheitswertig bezei chnet, jedoch nicht unter den Diag- nosen mit einer wesentlichen Einschränkung der Arbeits fähigkeit aufgeführt (IV-Dok 54, S. 11). Hintergrund bildete die Tatsache, dass die entsprechend en Klassifikationskriterien trotz erhebli- cher Laborhinweise bei sonst unauffälliger Anamnese un d Klinik nicht erfüllt waren (IV-Dok 54, S. 22). Daran hat sich bis heute nichts geändert. Auc h Dr. C.____ ging anlässlich seiner rheu- matologischen Begutachtung von einer reinen Laborkonstel lation ohne entsprechende Klinik aus (IV-Dok 120, S. 2). Ausserdem konnte wie schon zuvor die MEDAS Zentralschweiz (IV-Dok 54, S. 22, ad Diagnose 4.2.1) auch das Spital F.____ a nlässlich der Untersuchungen im Zeit- raum zwischen Ende November 2017 und Anfang Januar 2018 in klinischer Hinsicht keine we- sentliche Sicca-Problematik erheben (IV-Dok 112, S. 5, ad Beurteilung). Allfällige Einschrän- kungen in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit sind dem entsp rechenden Bericht des Spitals F.____ Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht vom 15. Januar 2018 ausserdem keine zu entnehmen. Obscho n der behandelnde Facharzt im neuesten Bericht des Spitals F.____ vom 14. August 201 8 die Meinung vertritt, dass die Be- schwerdeführerin die Klassifikationskriterien für ein Sjö grensyndrom infolge der langjährigen Klinik zweifelsohne erfülle (Beilage 3 zur Beschwerdebegründung, S. 2), erachtet er es zugleich als ebenso gut möglich, dass die beklagten Gelenks- und Rü ckenbeschwerden auch auf eine überlastungsbedingte und degenerative Schädigung zurückzu führen sei, und eine Abgrenzung gegenüber einem Sjögrensyndrom schwierig bleibe. Damit aber bleibt den Ausführungen in den Berichten des Spitals F.____ zufolge letztlich ungeklärt, wie es sich damit genau verhält. Wäh- rend die von der Versicherten geklagten Beschwerden an S chulter, Hüfte und Knie auch im neuesten Bericht des Spitals F.____ in Bezug auf die Ar beitsfähigkeit nicht konkret bewertet worden sind, hat Dr. C.____ in seiner Stellungnahme vom 22. Juli 2018 zu den Berichten des Spitals F.____ vom 15. Januar und vom 29. Juni 2018 au sführlich Stellung genommen (IV-Dok 120). Darin hält er fest, dass letztlich nicht geklärt we rden könne, ob die von der Versicherten angegebenen Arthralgien überhaupt auf eine entzündli che Komponente zurückgeführt werden können, weil die diagnostizierte Gonarthrose rechts und die Trochanter Bursitis die lokal geklag- ten Schmerzen ebenso erklären würde (IV-Dok 120, S. 3 oben). Diese Aussage deckt sich im Ergebnis mit den zitierten Aussagen des Spitals F.____, wonach die Gelenks- und Rückenbe- schwerden ebenso durch eine überlastungsbedingte und degenerative Schädigung bedingt sein können, und die Abgrenzung gegenüber einem Sjögrensyndrom schwierig bleibe (Beilage 3 zur Beschwerdebegründung, S. 2). Vor allem aber bleibt durch das Spital F.____ unwidersprochen, dass selbst das Vorliegen eines allenfalls entzündlichen Pr ozesses letztlich keinen Einfluss auf eine körperlich leichte Verweistätigkeit der Versicherte n hat (IV-Dok 120, S. 3). Unabhängig davon, ob das in der Vergangenheit auch durch das Spi tal F.____ festgestellte Fehlen von Sy- novitiden die Diagnose eines primären Sjögrensyndrom au sschliesst oder nicht (Beilage 3 zur Beschwerdebegründung, S. 3), muss es deshalb sein Bewende n damit haben, dass die funkti- onellen Auswirkungen einer solchen, allfälligen Erkrankun g durch den rheumatologischen Gut- achter umfassend mitberücksichtigt worden sind und die der Beschwerdeführerin verbleibenden Ressourcen mit Blick auf eine leichte, wechselbelastende V erweistätigkeit aktuell nicht zusätz- lich einschränken. Für dieses Ergebnis spricht schliesslich auch, dass die im Bericht des Spitals F.____ vom 14. August 2018 vermutete Entwicklung einer chronischen Fibromyalgie anlässlich der rheumatologischen Exploration durch Dr. D.____ im August 2017 infolge negativer Fibro- myalgie-Punkte gerade nicht bestätigt werden konnte (IV-Dok 94, S. 25). 6.6 Zusammenfassend rechtfertigen die Einwände der Beschw erdeführerin kein Abweichen vom rheumatologisch-psychiatrischen Gutachten der Dres. C. ____ und D.____. Dieses bidis- ziplinäre Verwaltungsgutachten erfüllt alle praxisgemäss erforderlichen Kriterien, so dass darauf abzustellen und daher künftig von einer vollständigen Ar beitsfähigkeit der Versicherten in einer wechselbelastenden, leichten Verweistätigkeit auszugehen ist. Zugleich ist damit gesagt, dass auf weitere medizinische Abklärungen und damit insbesond ere auch auf eine Rückweisung an die Vorinstanz zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung verzichtet werden kann. 7. Gestützt auf diese medizinischen Verhältnisse hat die IV-Stelle in ihrer Verfügung vom 20. November 2018 einen Einkommensvergleich vorgenommen und dabei mit Wirkung spätes- tens ab Begutachtung durch die Dres. C.____ und D.____ Ende August 2018 einen IV-Grad Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht von 0% ermittelt. Das von der Beschwerdegegnerin anhan d der Angaben des früheren Arbeit- gebers bzw. anhand lohnstatistischer Angaben berechnete V aliden- und Invalideneinkommen wurde von der Beschwerdeführerin nicht beanstandet. Nach dem sich aus den Akten keine Hin- weise ergeben, dass im Rahmen der Rechtsanwendung von A mtes wegen durch das Gericht eine andere Einschätzung vorzunehmen wäre, erübrigt sich eine detaillierte Auseinanderset- zung mit den ermittelten Vergleichseinkommen und daher auch mit der Berechnung des IV- Grads. Es kann diesbezüglich auf die entsprechenden Aus führungen der Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden. Zusam menfassend hat die Beschwerde- gegnerin die bisher an die Beschwerdeführerin ausgeri chtete IV-Rente mit Verfügung vom 20. November 2018 im Ergebnis zu Recht per Ende Dezember 2018 eingestellt (Art. 88 bis Abs. 2 lit. a der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961). Die dagegen erhobene Beschwerde ist deshalb abzuweisen. 8. Abschliessend bleibt über die Kosten des Beschwerdever fahrens zu befinden. Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV- Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenp flichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnitt- licher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksich- tigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Die Verfahrenskos- ten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Regel in angemessenem Ausmass der unterlie- genden Partei auferlegt. Dem Prozessausgang entsprechen d hat deshalb die Beschwerdefüh- rerin als unterliegende Partei die Verfahrenskosten vo n Fr. 800.-- zu tragen, welche mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 800.-- zu verrechn en sind. Laut Art. 61 lit. g ATSG hat nur die obsiegende Beschwerde führende Person Anspru ch auf Ersatz ihrer Parteikosten. Gemäss Ausgang des Verfahrens ist auf die Ausrichtung eine r Parteientschädigung daher zu verzichten. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- wer den der Be- schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kos tenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.