Kantonsgericht Schwyz Verfügung vom 15. November 2022 BEK 2022 149 Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsident lic. iur. Stefan Weber, Gerichtsschreiber lic. iur. Mathis Bösch. In Sachen A.________, Beschwerdeführer, gegen Betreibungsamt Steinen, Postfach 23, Herrengasse 23, 6431 Schwyz, Beschwerdegegner, betreffend Beschwerde gegen Steigerungsbedingungen/Lastenverzeichnis (Beschwerde gegen die Verfügung des Präsidenten des Bezirksgerichts Schwyz vom 5. Oktober 2022, APD 2022 22);- hat der Kantonsgerichtsvizepräsident als Vizepräsident der oberen kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetrei- bung und Konkurs (Beschwerdekammer),Kantonsgericht Schwyz 2 nachdem sich ergeben und in Erwägung: 1. Nachdem die obere Aufsichtsbehörde der Beschwerde von A.________ gegen die Verweigerung der Aufnahme von Ansprüchen in das Lastenver- zeichnis des in der Betreibung Nr. xx zu versteigernden Grundstückes GB Nr. yy des Grundbuches Steinen keine aufschiebende Wirkung erteilte (BEK 2022 56), informierte das Betreibungsamt Steinen den Schuldner am 6. August 2022 über den neuen Steigerungstermin (Vi-act. 4/3). Am 1. September 2022 legte das Amt das Lastenverzeichnis mit den bis zum neuen Steigerungstag aufgerechneten Zinsen sowie die aktualisierten Steigerungsbedingungen nochmals auf (Vi-act. 4/11). Die dagegen erhobene Beschwerde des Schuld- ners wies die untere Aufsichtsbehörde am 5. Oktober 2022, soweit sie darauf eintrat, im Wesentlichen mit der Begründung ab, sie betreffe weder die neuen Zinsaufrechnungen im Lastenverzeichnis noch die Aktualisierungen der Stei- gerungsbedingungen und enthalte keine mit der Verwertung der Liegenschaft zusammenhängenden Vorbringen, die nicht schon anderweitig rechtskräftig erledigt worden seien. Gegen diese Verfügung beschwerte sich der Schuldner rechtzeitig beim Kantonsgericht und beantragt, sie aufzuheben. Er repetiert im Übrigen teilweise seine Anträge vor der unteren Aufsichtsbehörde und stellt neue Rechtsbegehren und Verfahrensanträge. Das Betreibungsamt nahm zur Beschwerde Stellung und verlangte deren Abweisung, soweit darauf einzutre- ten sei (KG-act. 4). 2. Ein Entscheid der unteren Aufsichtsbehörde kann an die obere Auf- sichtsbehörde weitergezogen werden (Art. 18 SchKG), wobei sich Weiterzugs- und Novenrecht nach kantonalem Recht richten (Art. 20a SchKG; Kren- Kostkiewicz, OFK, 20. A. 2020, Art. 18 SchKG N 13 f. und Art. 20a SchKG N 26 ff.). Nach § 18 EGzSchKG i.V.m. § 100 JG ist schweizerisches Zivilpro- zessrecht anwendbar. Danach kann mit der Beschwerde entsprechend Art. 95 und 97 BGG nur die unrichtige Rechtsanwendung und/oder die offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes durch die Vorinstanz, hier also die Kantonsgericht Schwyz 3 untere Aufsichtsbehörde, geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO; zum Gan- zen BEK 2017 60 vom 16. Mai 2017 E. 2). Das Beschwerdeverfahren dient ausschliesslich der Rechtskontrolle des Beschwerdeentscheids der unteren Aufsichtsbehörde, die den Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären hat (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 2 SchKG). Entsprechend ist das Vorbringen neuer Anträ- ge, neuer Tatsachenbehauptungen und neuer Beweismittel ausgeschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO), zumal der Novenausschluss auch in Verfahren gilt, die der Untersuchungsmaxime unterliegen (BEK 2021 140 vom 22. Oktober 2021 E. 2 m.H.). Gemäss Art. 321 Abs. 1 ZPO ist die Beschwerde bei der Rechtsmittelinstanz schriftlich und begründet einzureichen. Begründen bedeutet aufzuzeigen, in- wiefern der angefochtene Entscheid als fehlerhaft erachtet wird bzw. sich die vorinstanzlichen Erwägungen respektive Überlegungen nicht aufrechterhalten lassen (BGE 147 III 176 E. 4.2.1). Dies setzt voraus, dass der Rechtsmittel- kläger im Einzelnen die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die er an- ficht, sich mit diesen argumentativ auseinandersetzt und die Aktenstücke nennt, auf denen seine Kritik beruht (BEK 2021 147 vom 19. November 2021 E. 2 m.H.). a) Die neuen, der unteren Aufsichtsbehörde nicht gestellten Anträge (ins- bes. Ziff. 5 ff.) und die ebenfalls neuen weitschweifigen Sachverhaltsaus- führungen (Beschwerde S. 6-17), denen sich keine Beschwerdegründe ent- nehmen lassen, sind novenrechtlich unzulässig. Soweit der Beschwerdeführer die Nichtigkeit früherer Betreibungshandlungen – insbesondere mit den immer wieder auftauchenden Beanstandungen des der Betreibung zugrundeliegen- den Steuerveranlagungsverfahrens (s. auch abgewiesenes Revisionsgesuch BGer 2F_7/2021 vom 5. August 2021), der gegen ihn geführten Strafuntersu- chung und der Kündigung von Hypotheken – geltend macht, setzt er sich im Weiteren mit der Begründung der angefochtenen Verfügung nicht auseinan- der. Namentlich bestreitet er nicht, dass es im vorliegenden Verfahren nur Kantonsgericht Schwyz 4 noch um die neuen Zinsaufrechnungen im Lastenverzeichnis und die Aktuali- sierungen der Steigerungsbedingungen gehe. Insoweit ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. b) Soweit der Schuldner die Aufhebung der angefochtenen Verfügung ver- langt, weil die obere Aufsichtsbehörde noch nicht über die durch ihn zur Auf- nahme ins Lastenverzeichnis angemeldeten Ansprüche entschieden habe (vgl. BEK 2022 56), geht seine Beschwerde an der Begründung des ange- fochtenen Nichteintretens wegen anderweitiger Rechtshängigkeit vorbei. In- soweit ist mithin auf die Beschwerde ebenfalls nicht einzutreten. Im Übrigen ist darauf zu verweisen, dass das Bundesgericht auf die Beschwerde gegen die Nichterteilung der aufschiebenden Wirkung nicht eintrat (BGer 5A_589/2022 vom 15. August 2022) und die obere Aufsichtsbehörde dieses Verfahren (BEK 2022 56) jetzt parallel mit einem Nichteintretensentscheid erledigt. c) Die Abweisung der unentgeltlichen Rechtspflege und die Kostenauflage durch den Vorderrichter rügt der Beschwerdeführer zwar als willkürlich, setzt sich jedoch mit der entsprechenden Begründung (angef. Verfügung E. 5) nicht auseinander. Er bestreitet namentlich nicht, mehrfach vorgewarnt worden zu sein sowie unkonkrete und unbegründete Vorwürfe ohne erkennbaren Zu- sammenhang mit dem Anfechtungsgegenstand erhoben zu haben. 3. Auf die Beschwerde ist aus diesen Gründen präsidial (§§ 40 Abs. 2 und 41 Abs. 1 JG) nicht einzutreten. Das Verfahren ist kostenlos, wobei nunmehr der Beschwerdeführer darauf hingewiesen wird, dass er bei weiteren tröleri- schen Beschwerden ohne jegliche Erfolgsaussichten wie der vorliegenden auch vor der oberen Aufsichtsbehörde mit Kostenauflage und Bussen wegen Mutwilligkeit rechnen muss (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG);-Kantonsgericht Schwyz 5 verfügt: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Es werden im Sinne der Erwägungen keine Kosten erhoben. 3. Gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen seit Zustellung nach Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsa- chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Be- schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. 4. Zufertigung an den Beschwerdeführer (1/R), den Beschwerdegegner (1/R) und die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, mit den Akten). Der Kantonsgerichtsvizepräsident Der Gerichtsschreiber Versand 15. November 2022 kau