<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SR.2003.00013</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204034&amp;W10_KEY=4467142&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SR.2003.00013</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 03.03.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 18.05.2004 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Nachsteuern 1996-1999</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Neue Tatsache / Änderung der Verwaltungspraxis / Mitarbeiteroptionen<br/><br/>Entspricht die Deklaration des Steuerpflichtigen der zu diesem Zeitpunkt massgeblichen Verwaltungspraxis, gilt sie im Sinn von § 160 Abs. 2 StG als vollständig, weshalb aufgrund einer nachträglichen Praxisänderung keine Nachsteuer erhoben werden darf. Im vorliegenden Fall sind die Mitarbeiteroptionen im Einklang mit der bisherigen Verwaltungspraxis bei Ausübung zu besteuern.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSÃBUNG">AUSÃBUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DEKLARATION">DEKLARATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MERKBLATT MITARBEITERBETEILIGUNGEN">MERKBLATT MITARBEITERBETEILIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITARBEITEROPTIONEN">MITARBEITEROPTIONEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Nach- und Strafsteuern ST: NACHSTEUERPFLICHT">NACHSTEUERPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NEUE TATSACHE">NEUE TATSACHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRAXISÃNDERUNG">PRAXISÃNDERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSKRAFT">RECHTSKRAFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TREU UND GLAUBEN">TREU UND GLAUBEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWALTUNGSPRAXIS">VERWALTUNGSPRAXIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUTEILUNG">ZUTEILUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 56 Abs. I aStG</span><br/><span class="ungerade">§ 57 Abs. II lit. b aStG</span><br/><span class="gerade">Art. 9 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 29 Abs. II BV</span><br/><span class="gerade">§ 127 Abs. II StG</span><br/><span class="ungerade">§ 147 Abs. I StG</span><br/><span class="gerade">§ 160 StG</span><br/><span class="ungerade">§ 160 Abs. II StG</span><br/><span class="gerade">§ 162 Abs. III StG</span><br/><span class="ungerade">Art. 69 StHG</span><br/><span class="gerade">§ 10 VO StG</span><br/><span class="ungerade">§ 15 VO StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>A erhielt mit Vertrag ("Stock Option Agreement") vom 1. Oktober 1997 von C Inc., USA, als deren Mitarbeiter eine Option auf 16'500 Aktien dieser nicht an der BÃ¶rse ko­tierten Gesellschaft zugeteilt, und zwar nach den im Vertrag umschriebenen ModalitÃ¤ten. Demnach konnte er im Wesentlichen die auf zehn Jahre befristete Option in vier jÃ¤hrlichen Tranchen â und zwar 43,75 % erstmals am 1. Oktober 1997, hernach je 18,75 % â zu einem AusÃ¼bungspreis von USD 6.61 je Aktie beziehen, sofern er jeweils noch in einem Ar­beits­verhÃ¤ltnis zur Gesellschaft oder einer Konzerngesellschaft stand. Auch die Aus­Ã¼bung der Option selber war an verschiedene Be­dingungen gebunden, unter anderem war sie grundsÃ¤tzlich lediglich wÃ¤hrend Bestehens des ArbeitsverhÃ¤ltnisses mÃ¶glich; besondere Voraussetzungen waren etwa fÃ¼r den Fall der Beendigung dieses VerhÃ¤ltnisses mit oder ohne Grund ("Cause") sowie bei InvaliditÃ¤t, Tod und Pensionierung vorgesehen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>A bezog am 1. Oktober 1997 eine Teiloption auf Erwerb von 4'125 Aktien sowie am 1. Oktober 1998 und 1. November 1999 weitere Teiloptionen auf Erwerb von je 3'094 Aktien.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>A, der am 1. Dezember 1996 neu in den Kanton ZÃ¼rich zugezogen war, deklarierte in den Steuerjahren 1997 und 1998 aus den von ihm am 1. Oktober 1997 und 1. Oktober 1998 bezogenen Teiloptionen keine EinkÃ¼nfte. Auf dieser Grundlage wurde er rechtskrÃ¤ftig ein­geschÃ¤tzt. Im Rahmen der EinschÃ¤tzung zur Steuerperiode 1999 (B) wies er jedoch im Einspracheverfahren am 19. Februar 2001 das kantonale Steueramt auf das Bestehen und den Bezug von Mitarbeiteroptionen hin und reichte Unterlagen hierzu ein. Das Steueramt wÃ¼rdigte die Optionen mangels Kotierung der Aktien als nicht bewertbar und unterbreitete A einen EinschÃ¤tzungsvorschlag und bemerkte darin ausdrÃ¼cklich, dass kein Einkommen aus Mitarbeiteroptionen besteuert werde. Nachdem dieser den Vorschlag anerkannt hatte, erging gestÃ¼tzt darauf am 6. Juni 2001 die EinschÃ¤tzung 1999 im Einspracheverfahren. Diese erwuchs mangels Anfechtung in Rechtskraft. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 12. November 2001 liess A dem kantonalen Steueramt Selbstanzeige erstatten mit dem Begehren, es sei gegen ihn ein Nachsteuerverfahren zu erÃ¶ffnen, weil er Einkommen aus ihm am 23. September 1997 zugeteilten Mitarbeiteroptionen nicht dekla­riert habe. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das kantonale Steueramt stellte indessen das hinsichtlich der Steuerperioden 1996 bis 1999 erÃ¶ffnete Nachsteuerverfahren gegen A mit VerfÃ¼gung vom 25. Februar 2003 ein. Die von dessen damaligem Vertreter, lic. iur. D, erhobene Einsprache wies das Steueramt am 30. Sep­tember 2003 ab. Der Einspracheentscheid wurde am 6. Oktober 2003 an die Adresse von A gesandt und von dessen Ehefrau E entgegengenommen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>A liess mit Rekurs vom 7. November 2003 dem Verwaltungsgericht beantragen, das kantonale Steueramt sei anzuweisen, das anbegehrte Nachsteuerverfahren durchzufÃ¼hren. Mit Eingabe vom 2. Dezember 2003 ersuchte sein Vertreter um Wiederher­stellung der am 6. No­vember 2003 abgelaufenen und daher versÃ¤umten Rekursfrist. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das kantonale Steueramt liess sich nicht vernehmen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen den Einspracheentscheid des kantonalen Steueramtes kann laut § 147 Abs. 1 in Verbindung mit § 162 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) innert 30 Tagen nach Zustellung Rekurs beim Verwaltungsgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Hat der Steuerpflichtige einen Vertreter bestellt, sind VerfÃ¼gungen und Entscheide ge­mÃ¤ss § 127 Abs. 2, 1. Halbsatz StG in der Regel dem Vertreter zuzustellen. Erfolgt die Zu­stellung jedoch an den Steuerpflichtigen statt an dessen Vertreter, so ist diese zwar nach § 127 Abs. 2, 2. Halbsatz StG und § 10 Satz 1, 2. Halbsatz der Verordnung zum Steuergesetz vom 1. April 1998 (VO StG) gÃ¼ltig. Kann aber deswegen â wie im vorliegenden Fall â eine Frist nicht eingehalten werden, bleibt gemÃ¤ss § 10 Satz 2 VO StG deren Wiederherstellung nach § 15 VO StG vorbehalten.</p> <p class="Urteilstext"><span>Mit dieser Regelung soll dem aus dem GehÃ¶rsanspruch von Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 fliessenden Grundsatz Rechnung getragen werden, wonach dem Steuerpflichtigen aus der fehlerhaften ErÃ¶ffnung einer VerfÃ¼gung oder eines Entscheids kein Nachteil erwachsen darf (BGr, 30. August 1988, ASA 59 [1990/91], S. 415 E. 3c = StE 1989 B 93.6 Nr. 9; BGr, 21. Mai 1997, ASA 67 [1998/99], S. 391 E. 2a; vgl. Art. 38 des Bundesgesetzes Ã¼ber das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968). </span></p> <p class="Urteilstext"><span class="Halbfett"><span>Die Folgen der unzulÃ¤ssigen direkten Zustellung an den Steuerpflichtigen</span></span><span> beurteilen sich somit aufgrund der konkreten UmstÃ¤nde des Einzelfalls danach, ob und bejahendenfalls in­wieweit der Steuerpflichtige einen Nachteil <span class="Halbfett">erlitten hat (Martin Zweifel in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/1, 2. A., Basel etc. 2002, Art. 41 StHG N. 30, auch zum Folgenden). Dabei ist allerdings der Grundsatz von Treu und Glauben zu beachten, an welchem die Berufung auf FormmÃ¤ngel in jedem Fall ihre Grenze findet (BGE 106 V 97 E. 2a; BGE 122 V 198 E. 2). Es gilt, dass die Adressaten einer mangelhaften VerfÃ¼gung oder Entscheids im Rahmen des ihnen Zumutbaren von sich aus die sich aufdrÃ¤ngenden Schritte zur Behebung des Mangels zu unternehmen haben (BGE 102 Ib 91 E. 3). </span></span></p> <p class="Urteilstext"><span class="Halbfett"><span>Infolgedessen darf sich der vertretene Steuerpflichtige in der Regel darauf verlassen, dass sein Vertreter die zur Wahrung seiner</span></span><span> Interessen erforderlichen Vorkehrungen trifft. Deshalb wird er mÃ¶glicherweise nicht selber tÃ¤tig, wenn er von der BehÃ¶rde direkt eine VerfÃ¼gung zugestellt erhÃ¤lt, und erleidet er insoweit einen Nachteil. <span class="Halbfett">Unter dem Gesichtswinkel des Grundsatzes von Treu und Glauben</span> jedoch ist dem Steuerpflichtigen im Allgemeinen zuzumuten, mit seinem Vertreter oder der BehÃ¶rde Verbindung aufzunehmen, um sich Klar­heit darÃ¼ber zu verschaffen, ob die BehÃ¶rde ihm die VerfÃ¼gung lediglich orientierungshalber direkt zugestellt oder ob sie das bestehende VertretungsverhÃ¤ltnis missachtet hat. Nimmt er diese AbklÃ¤rung binnen der ihm aufgrund der UmstÃ¤nde des Einzelfalls zumutbaren Zeitspanne seit Kenntnisnahme von der VerfÃ¼gung vor, so ist ihm die versÃ¤umte Frist ohne weiteres wieder herzustellen, d.h., ohne dass WiederherstellungsgrÃ¼nde im Sinn von § 15 Abs. 1 VO StG vorliegen mÃ¼ssen (vgl. BGr, 30. August 1988, ASA 59 [1990/91], S. 415 E. 3c = StE 1989 B 93.6 Nr. 9). </span></p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Nach dem Gesagten kommt es also nicht darauf an, ob der Rekurrent durch FristwiederherstellungsgrÃ¼nde im Sinn von § 15 Abs. 1 VO StG an der Einhaltung der unstreitig versÃ¤umten Rekursfrist gehindert worden ist, weshalb auf seine diesbezÃ¼glichen Vorbringen nicht einzugehen ist. Entscheidend ist bloss, dass der Rekurrent innerhalb der ihm zumutbaren Frist AbklÃ¤rungen getroffen hat, um sich Klarheit darÃ¼ber zu verschaffen, ob das kantonale Steueramt ihm die VerfÃ¼gung lediglich orientierungshalber direkt zugestellt oder ob es das bestehende VertretungsverhÃ¤ltnis missachtet hat. </p> <p class="Urteilstext"><span>In diesem Licht betrachtet sind wesentlich geringere Anforderungen an die Zumutbarkeit eines TÃ¤tigwerdens des Steuerpflichtigen zu stellen als an den rechtzeitigen Nachweis der schuldlosen FristversÃ¤umnis im Sinn von § 15 Abs. 1 und 2 VO StG, stellt doch die mangelhafte Zustellung eines Entscheids eine GehÃ¶rsverletzung der BehÃ¶rde gegenÃ¼ber dem Steuerpflichtigen dar und ist dieser lediglich im Rahmen von Treu und Glauben zu einer Beseitigung der Folgen dieses Mangels gehalten. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>So gesehen hat der Rekurrent, der sich nach seiner unwidersprochenen Darstellung rund 14 Tage nach Zustellung des Einspracheentscheids an seinen Vertreter gewandt hat, um zu klÃ¤ren, ob dieser ebenfalls im Besitz des Entscheids sei, das ihm nach den UmstÃ¤nden Zu­mutbare getan, um die Folgen des Mangels zu beheben. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Folglich ist ihm die versÃ¤umte Rechtsmittelfrist wieder herzustellen und erweist sich der Rekurs als rechtzeitig, weshalb darauf einzutreten ist.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Ergibt sich aufgrund von Tatsachen oder Beweismitteln, die der SteuerbehÃ¶rde nicht bekannt waren, dass eine EinschÃ¤tzung zu Unrecht unterblieben oder eine rechtskrÃ¤ftige EinschÃ¤tzung unvollstÃ¤ndig ist, oder ist eine unterbliebene oder unvollstÃ¤ndige EinschÃ¤t­zung auf ein Verbrechen oder ein Vergehen gegen die SteuerbehÃ¶rde zurÃ¼ckzufÃ¼hren, wird laut § 160 StG die nicht erhobene Steuer samt Zins als Nachsteuer eingefordert (Abs. 1). Hat der Steuerpflichtige Einkommen, VermÃ¶gen, Reingewinn oder Eigenkapital in seiner SteuererklÃ¤rung vollstÃ¤ndig und genau angegeben und haben die SteuerbehÃ¶rden die Be­wertung anerkannt, kann keine Nachsteuer erhoben werden, selbst wenn die Bewertung ungenÃ¼gend war (Abs. 2).</p> <p class="Urteilstext"><span>Die Nachsteuererhebung ist nach dieser Ordnung, sofern kein Verbrechen oder Vergehen gegen die SteuerbehÃ¶rde vorliegt, nur dann zulÃ¤ssig, wenn der Steuerausfall darauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist, dass der Steuerpflichtige â schuldhaft oder schuldlos â seine in § 133 ff. StG geregelten Pflichten zu Deklaration und Beweis rechtserheblicher Tatsa­chen verletzt hat und deswegen von der SteuerbehÃ¶rde nicht oder ungenÃ¼gend eingeschÃ¤tzt worden ist (August Reimann/Ferdinand Zuppinger/Erwin SchÃ¤rrer, Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, Bd. III, Bern 1969, § 102 N. 24). Irrtum der SteuerbehÃ¶rde Ã¼ber den rechtserheblichen Sachverhalt oder falsche Rechtsanwendung kÃ¶nnen nicht zu einer Nachsteuererhebung fÃ¼hren (RB 2000 Nr. 134; Klaus Vallender in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2a, Basel etc. 2000, Art. 151 DBG N. 16), denn dies ver­stiesse gegen das in Art. 9 BV verankerte Gebot von Treu und Glauben (vgl. VGr Genf, 20. September 1994, StE 1995 B 97.3 Nr. 2). FÃ¼r die Erhebung einer Nachsteuer mÃ¼ssen vielmehr neue Tatsachen oder Beweismittel vorliegen, die das Verhalten des Steuerpflich­tigen als objektiv gesetzwidrig erscheinen lassen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Massgebend fÃ¼r die Beurteilung der Frage, ob der gesetzwidrige Steuerausfall aufgrund neuer Tatsachen oder Beweismittel entdeckt worden sei, ist der Aktenstand im Zeitpunkt der EinschÃ¤tzung. Tatsachen, die damals aus den Akten nicht ersichtlich waren, gelten als neu, selbst wenn sie die SteuerbehÃ¶rde bei besserer Untersuchung hÃ¤tte erfahren kÃ¶nnen. Denn diese braucht sich zwar nicht auf die Richtigkeit der SteuererklÃ¤rung oder anderer Angaben des Steuerpflichtigen zu verlassen, darf es aber in der Regel ohne Verletzung sei­ner Untersuchungspflicht tun. Nur wenn die BehÃ¶rde einen als erheblich erkennbaren, aber offensichtlich noch unklaren oder unvollstÃ¤ndigen Sachverhalt nicht weiter geklÃ¤rt und da­mit ihre Untersuchungspflicht in grober Weise missachtet hat, sind die betreffenden nach­trÃ¤glich festgestellten Tatsachen nicht neu (RB 1994 Nr. 47 = StE 1994 B 97.41 Nr. 7, mit Hinweisen).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Das Verwaltungsgericht hat am 20. November 2002, verÃ¶ffentlicht in RB 2002 Nr. 96 (= StE 2003 B 21.2 Nr. 16), erkannt, dass dem Arbeitnehmer aus der Zuteilung von Mitar­beiteroptionen Einkommen dann zufliesse, wenn dieser die Optionen unwiderruflich er­worben habe. Damit bestÃ¤tigte es seinen schon in RB 1995 Nr. 34 (= StE 1996 B 22.2 Nr. 11) ausgesprochenen Grundsatz der zeitlichen Zurechnung von Einkommen (E. 3 am Anfang). In diesem Entscheid hielt das Gericht des Weiteren fest, ein konsolidiertes, nÃ¤m­lich ein notfalls gerichtlich durchsetzbares Recht des Mitarbeiters auf EinrÃ¤umung der Op­tionen entstehe mit der Annahme der Offerte des Arbeitgebers auf Zuteilung der Optionen (E. 3c). Allerdings hatte das Gericht in diesem Urteil Ã¼ber einen Sachverhalt zu befinden, in welchem die Zuteilung der Mitarbeiteroptionen nicht an eine Suspensivbedingung (bzw. "Vesting-Periode") geknÃ¼pft war, wogegen gerade eine solche Bedingung Gegenstand des im Entscheid RB 2002 Nr. 96 beurteilten Sachverhalts war, weshalb das Gericht diesbe­zÃ¼glich erkannte, der unwiderrufliche Rechtserwerb erfolge in einem solchen Fall erst mit dem Eintritt der Bedingung (E. 2b). Folglich betraf dieses Urteil einen anderen Sachverhalt als das PrÃ¤judiz RB 1995 Nr. 34, wobei hervorzuheben ist, dass das Gericht in beiden Ent­scheiden denselben Grundsatz auf die Bestimmung des Zeitpunkts des Einkommenszuflus­ses zur Anwendung brachte. </p> <p class="Urteilstext"><span>Indessen hatte das kantonale Steueramt das PrÃ¤judiz RB 1995 Nr. 34 dahingehend verstan­den, dass EinkÃ¼nfte aus Mitarbeiteroptionen grundsÃ¤tzlich im Zeitpunkt der Zuteilung (Ausgabe) der Option zu besteuern seien, und richtete seine verÃ¶ffentlichte Praxis danach aus. FÃ¼r "nicht bewertbare" Optionen, d.h. in der Regel fÃ¼r solche mit Laufzeiten von Ã¼ber zehn Jahren oder Sperrfristen von Ã¼ber fÃ¼nf Jahren, war demgegenÃ¼ber die ausnahmsweise Besteuerung im Zeitpunkt der AusÃ¼bung der Option vorgesehen (Merkblatt zur Besteue­rung von Mitarbeiterbeteiligungen vom 28. November 1997 [aZStB Nr. 18/40], Ziff. 2). In seinem neuen Merkblatt "Ã¼ber die Besteuerung von Mitarbeiteroptionen zum Zwecke der Staats- und Gemeindesteuern und der direkten Bundessteuer" vom 1. September 2003 (ZStB Nr. 13/300) prÃ¤zisiert das kantonale Steueramt zwar seine Praxis grundsÃ¤tzlich im Sinn des Verwaltungsgerichtsentscheids RB 2002 Nr. 96 (Ziff. 2.1.2 und 2.1.3), hÃ¤lt aber als Ã¼bergangsrechtliche Regelung fest, dass fÃ¼r alle Optionszuteilungen bis und mit Steuer­periode 2002 grundsÃ¤tzlich die frÃ¼here Praxis gelte und bestehende Vorbescheide (rulings) fÃ¼r solche Optionen GÃ¼ltigkeit behielten (Ziff. 5.2. Abs. 1 und 2).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.1 </b>Der Optionsvertrag zwischen dem Rekurrenten und der C Inc. wurde erst im Jahr 1997 geschlossen, sodass insoweit die Erhebung einer Nachsteuer fÃ¼r das Steuerjahr 1996 von vornherein ausser Betracht fÃ¤llt. Ebenso verbietet sich eine Nach­steuererhebung fÃ¼r die Steuerperiode 1999. Denn der Rekurrent hatte im Einspracheverfah­ren dem kantonalen Steueramt Kenntnis von Vertrag und Optionsbezug gegeben und sah dieses aus rechtlichen Ãberlegungen von einer Besteuerung ab, weshalb diesbezÃ¼glich kei­ne neuen Tatsachen vorliegen. </p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.3.2 </span></b><span>Da der Rekurrent am 1. Dezember 1996 neu in den Kanton ZÃ¼rich zugezogen war, erfolgte seine EinschÃ¤tzung in den Steuerjahren 1997 und 1998 gemÃ¤ss der anwendbaren (zweiten) Gegenwartsbemessung (§ 57 Abs. 2 lit. b des Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 [aStG]) bzw. Vorjahresbemessung (§ 56 Abs. 1 aStG) aufgrund des im Jahr 1997 erzielten Einkommens. Da die Vorteile aus dem Optionsplan zu seinem ordentlichen â wenn auch variablen â Erwerbseinkommen gehÃ¶ren und nicht als ausserordentliche EinkÃ¼nfte im Sinn von Art. 69 Abs. 2 und 3 des Steuerharmonisierungsgesetzes vom 14. Dezember 1990 (StHG) bzw. § 1 Abs. 1 und 2 sowie § 2 Abs. 1 der Verordnung des Regierungsrats Ã¼ber den Vollzug von Art. 69 StHG vom 14. Oktober 1998 zu wÃ¼rdigen sind, hat eine Nachbe­steuerung fÃ¼r das Steuerjahr 1998 schon aus diesem Grund zu unterbleiben.</span></p> <p class="Erwgung2">Der Rekurrent hatte in seiner SteuererklÃ¤rung vom 11. November 1997 fÃ¼r das Steuerjahr 1997 aus der ihm am <span>1. Oktober 1997 zugeteilten Option auf 16'500 Aktien der C Inc., von welcher er gleichentags eine Teiloption auf Erwerb von 4'125 Aktien bezogen hatte, </span>keine EinkÃ¼nfte deklariert. Dies geschah offenkundig in der Meinung, dass allfÃ¤llige Vorteile aus diesen Mitarbeiteroptionen erst bei deren AusÃ¼bung als Einkommen zu versteuern seien, weil die Optionen nicht bewertbar seien. Anders lassen sich auch die AusfÃ¼hrungen des damaligen Vertreters des Rekurrenten in seinem Schreiben vom 19. Februar 2001 an das kantonale Steueramt im Einspracheverfahren zur EinschÃ¤tzung 1999 nicht interpretieren, wonach "Optionen [...] â nach neuerer Praxis â im Moment der Zuteilung und nicht mehr bei AusÃ¼bung besteuert" wÃ¼rden, und auch im Nachsteuerver­fahren hat der Rekurrent keine andere ErklÃ¤rung dazu gegeben. Damit befand sich dessen Rechtsauffassung im Einklang mit derjenigen des kantonalen Steueramtes, das sich im Rahmen des erwÃ¤hnten Einspracheverfahrens auf einen beigezogenen Bericht des Chefs der Abteilung fÃ¼r Wertschriftenbewertung abstÃ¼tzte, der zum Schluss gekommen war, die fragliche Option sei nicht bewertbar im Sinn der damals herrschenden Verwaltungspraxis. Die­se rechtliche WÃ¼rdigung, an welcher das Steueramt auch im vorliegenden Verfahren fest­hÃ¤lt, hat der R<span>ekurrent, der diesen Rechtsstandpunkt heute infrage stellt, durch seinen damaligen Vertreter anerkannt und die auf dieser Grundlage ergangene EinschÃ¤tzung der Steuerperiode 1999 nicht angefochten. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Demnach hatte der Rekurrent aufgrund seiner damaligen â nach dem Gesagten zumindest vertretbaren, jedenfalls nicht offenkundig unrichtigen â Rechtsauffassung Einkommen und VermÃ¶gen in seiner SteuererklÃ¤rung 1997 vollstÃ¤ndig und genau angegeben und hatte er keinen Anlass, zusÃ¤tzliche Angaben zu machen, die mÃ¶gliche andere rechtliche Sichtwei­sen der Besteuerung von Mitarbeiteroptionen hÃ¤tten erfordern kÃ¶nnen. Unter diesen Um­stÃ¤nden verbietet der Grundsatz von Treu und Glauben das ZurÃ¼ckkommen auf die der rechtskrÃ¤ftigen EinschÃ¤tzung fÃ¼r das Steuerjahr 1997 zu Grunde liegenden rechtlichen WÃ¼rdigung. Die Erhebung einer Nachsteuer ist infolgedessen kraft § 160 Abs. 2 StG aus­geschlossen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Somit ist der Rekurs abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten dem Rekurrenten aufzuerlegen (§ 162 Abs. 3 in Verbindung mit § 151 Abs. 1 StG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Der Rekurs wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 80.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem Rekurrenten auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>4. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>