<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">4A_35/2012 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 9. Februar 2012 </div> <div class="para">I. zivilrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Klett, Präsidentin, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Huguenin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Radek Janis, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________, </div> <div class="para">vertreten durch Fürsprecher Prof. Dr. Eugen Marbach, </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Arzthaftung (Genugtuung), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid der 1. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Bern vom 19. Dezember 2011. </div> <div class="para">In Erwägung, </div> <div class="para">dass vor dem Regionalgericht Bern-Mittelland eine von der Beschwerdeführerin gegen den Beschwerdegegner erhobene Klage betreffend vertragliche Arzthaftung hängig ist; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass der Präsident des Regionalgerichts im Rahmen dieses Verfahrens mit Verfügung vom 1. November 2011 insbesondere anordnete: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">"Der Mindesstreitwert wird in Anwendung von Art. 85 i.V.m. <span class="artref">Art. 91 Abs. 2 ZPO</span> vom Gericht bestimmt auf CHF 200'000.00. Die Klägerin wird aufgefordert, innert 3 Wochen einen weiteren Gerichtskostenvorschuss von CHF 9'000.00 zu bezahlen." </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin beim Obergericht des Kantons Bern Beschwerde erhob, auf welche dieses mit Entscheid vom 19. Dezember 2011 nicht eintrat; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass das Obergericht seinen Entscheid damit begründete, dass die Beschwerdeführerin rechtzeitig hätte darlegen müssen, dass ihr durch die angefochtene Verfügung ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil im Sinne von <span class="artref">Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO</span> drohe, was sie aber unterlassen habe; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin den Entscheid des Obergerichts mit Rechtsschrift vom 18. Januar 2012 beim Bundesgericht anfocht, wobei sie den Antrag stellte, die Streitsache an die Vorinstanz zurück zu weisen mit der Auflage, im Sinne der bundesgerichtlichen Erwägungen einen neuen Entscheid zu fällen; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin innerhalb der Beschwerdefrist von <span class="artref">Art. 100 Abs. 1 BGG</span> am 19. Januar 2012 eine weitere Rechtsschrift einreichte, in der sie sich zur Frage äusserte, ob der angefochtene Entscheid einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von <span class="artref">Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG</span> bewirken könne; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass keine Beschwerdeantworten eingeholt wurden; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass das Bundesgericht von Amtes wegen prüft, ob ein Rechtsmittel zulässig ist (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=41&amp;from_date=08.02.2012&amp;to_date=27.02.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-II-101%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page101">BGE 136 II 101</a> E. 1 S. 103, 470 E. 1 S. 472; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=41&amp;from_date=08.02.2012&amp;to_date=27.02.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-III-212%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page212">135 III 212</a> E. 1); </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass das angefochtene Urteil einen Zwischenentscheid im Sinne von <span class="artref">Art. 93 Abs. 1 BGG</span> betrifft und deshalb nur dann mit Beschwerde in Zivilsachen angefochten werden kann, wenn er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken könnte (lit. a) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (lit. b); </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass die Voraussetzungen von <span class="artref">Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG</span> im vorliegenden Fall offensichtlich nicht gegeben sind; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass es gemäss ständiger Praxis der beschwerdeführenden Partei obliegt, in der Beschwerdeschrift die Eintretensvoraussetzungen von <span class="artref">Art. 93 Abs. 1 BGG</span> darzutun, soweit deren Vorliegen nicht offensichtlich in die Augen springt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=41&amp;from_date=08.02.2012&amp;to_date=27.02.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-III-324%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page324">BGE 137 III 324</a> E. 1.1 S. 329; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=41&amp;from_date=08.02.2012&amp;to_date=27.02.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-III-426%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page426">134 III 426</a> E. 1.2 in fine; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=41&amp;from_date=08.02.2012&amp;to_date=27.02.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-III-629%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page629">133 III 629</a> E. 2.3.1 und 2.4.2); </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass sich die Beschwerdeführerin in der Rechtsschrift vom 19. Januar 2012 zu <span class="artref">Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG</span> äusserte, während sie in jener vom Vortag noch festgehalten hatte, dass es sich beim angefochtenen Entscheid um einen Endentscheid im Sinne von <span class="artref">Art. 90 BGG</span> handle; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass der Nachteil im Sinne von <span class="artref">Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG</span> nach ständiger Praxis des Bundesgerichts ein Nachteil rechtlicher Natur sein muss, der auch durch einen der beschwerdeführenden Partei günstigen späteren Entscheid nicht behoben werden kann, und Nachteile rein tatsächlicher Natur wie die Verlängerung oder Verteuerung des Verfahrens nicht ausreichen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=41&amp;from_date=08.02.2012&amp;to_date=27.02.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-III-324%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page324">BGE 137 III 324</a> E. 1.1 S. 328 und 380 E. 1.2.1 mit Hinweisen); </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass diese Praxis in dem von der Beschwerdeführerin zitierten <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=41&amp;from_date=08.02.2012&amp;to_date=27.02.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-II-30%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page30">BGE 135 II 30</a> E. 1.3.4 S. 36 grundsätzlich bestätigt, jedoch festgehalten wurde, dass davon abgewichen werden könne, "soweit es das materielle Verwaltungsrecht gebiete"; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass das materielle Verwaltungsrecht im hängigen Verfahren vor dem Regionalgericht nicht entscheiderheblich ist, weshalb der erwähnten Einschränkung hier keine Bedeutung zukommt; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass die vom Regionalgericht vorgenommene Festsetzung des Streitwertes auf Fr. 200'000.-- und die damit zusammenhängende Aufforderung zur Einzahlung eines weiteren Kostenvorschusses das Verfahren zwar verteuern, für sich allein aber keine Handlungen darstellen, welche für die Beschwerdeführerin einen rechtlichen, nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass demnach auch die Voraussetzung von <span class="artref">Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG</span> nicht gegeben ist, weshalb auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde im Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG</span> nicht einzutreten ist; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>); </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass der Beschwerdegegner keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung hat, da ihm aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein Aufwand erwachsen ist; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">erkennt die Präsidentin: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und der 1. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Bern schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 9. Februar 2012 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: Klett </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Huguenin </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>