<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 0] </div> <div class="para">I 624/00 Ge </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Präsident Schön, Bundesrichterin Widmer und Bundesrichter </div> <div class="para">Frésard; Gerichtsschreiber Arnold </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 18. April 2002 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para">J.________, 1949, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Roland Ilg, Rämistrasse 5, 8001 Zürich, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">IV-Stelle des Kantons Zürich, Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich, Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">und </div> <div class="para">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, Winterthur </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.- Mit Verfügung vom 6. Januar 1999 sprach die IV-Stelle des Kantons Zürich dem 1949 geborenen J.________ rückwirkend ab 1. Januar 1997 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 64 % eine halbe Invalidenrente zu. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.- Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich ab (Entscheid vom 27. September 2000). </div> <div class="para">C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde lässt J.________ das vorinstanzlich gestellte Rechtsbegehren um Zusprechung einer ganzen Invalidenrente erneuern. Ferner sei ihm die unentgeltliche Verbeiständung zu gewähren. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die IV-Stelle schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. </div> <div class="para">Das Bundesamt für Sozialversicherung verzichtet auf eine Vernehmlassung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">D.- Mit Schreiben vom 11. Januar 2002 lässt der Beschwerdeführer eine Kopie der Verfügung der IV-Stelle vom 9. Januar 2002 zu den Akten reichen. Danach wurde im Wege der Revision nach <span class="artref">Art. 41 IVG</span> rückwirkend ab 1. September 2001 eine ganze Rente zugesprochen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Das kantonale Gericht hat die massgebenden gesetzlichen Bestimmungen und Grundsätze, worunter die Voraussetzungen für den Anspruch auf eine Invalidenrente (<span class="artref"><artref id="CH/831.20/28/1^bis" type="start"></artref><artref id="CH/831.20/28/1" type="start"></artref>Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG</span><artref id="CH/831.20/28/1^bis" type="end"></artref><artref id="CH/831.20/1^bis" type="end"></artref>) und die Bemessung des Invaliditätsgrades bei Erwerbstätigen anhand des Einkommensvergleichs (<span class="artref">Art. 28 Abs. 2 IVG</span>), zutreffend dargelegt. </div> <div class="para">Darauf wird verwiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Nach Lage der medizinischen Akten - insbesondere den beiden Gutachten des Universitätsspitals Zürich vom 21. August 1997 (Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin) sowie vom 4. April 1998 (Psychiatrische Poliklinik), welche alle rechtsprechungsgemässen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=2&amp;from_date=01.04.2002&amp;to_date=20.04.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-351%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page352">BGE 125 V 352</a> Erw. 3 mit Hinweisen) Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen erfüllen und denen somit voller Beweiswert zukommt - ist mit der Vorinstanz und der Verwaltung davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer hinsichtlich rückenschonender Tätigkeiten (ohne repetitives Heben von Lasten über fünf Kilogramm und längeres Verharren in gebückter Körperposition) zu 50 % arbeitsfähig ist. </div> <div class="para">Entgegen dem Beschwerdeführer ist, wie bereits vorinstanzlich einlässlich erwogen, insbesondere auch die Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit gemäss psychiatrischem Gutachten (vom 4. April 1998) als plausibel und überzeugend zu würdigen. Der begutachtende Psychiater bejahte - ausgehend von den Diagnosen einer mittelschweren Depression mit somatischem Syndrom sowie einer somatoformen Schmerzstörung - wohl eine psychisch bedingt verminderte Arbeitsfähigkeit. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Er legte indes schlüssig und einleuchtend dar, diese habe mit Blick auf die aktuellen gesundheitlichen Verhältnisse als durch die im rheumatologischen Gutachten (vom 21. August 1997) umschriebene, um 50 % eingeschränkte Arbeitsfähigkeit als mitumfasst zu gelten. Der Umstand, dass nach Auffassung des Psychiaters bei leidensadäquater körperlicher und konfrontativer Therapie in diagnostischer Hinsicht sowie bezüglich Arbeitsfähigkeit gegebenenfalls Veränderungen resultieren könnten, ist im vorliegenden Verfahren - massgebend sind die Verhältnisse bei Erlass der Verwaltungsverfügung vom 6. Januar 1999 bzw. im Zeitpunkt des Rentenbeginns am 1. Januar 1997 (vgl. zur zeitlichen Massgeblichkeit generell: <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=2&amp;from_date=01.04.2002&amp;to_date=20.04.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-V-362%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page366">BGE 121 V 366</a> Erw. 1b mit Hinweisen) - nicht erheblich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- a) Mit der Vorinstanz ist für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) vorliegend auf die Tabellenlöhne abzustellen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=2&amp;from_date=01.04.2002&amp;to_date=20.04.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-V-75%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page75">BGE 126 V 75</a> Erw. 3b/aa und bb mit Hinweisen). Das kantonale Gericht hat die einzelnen Berechnungsfaktoren zutreffend dargelegt. Bei einem maximal zulässigen Abzug von 25 %, triftige Gründe für eine nach den Grundsätzen über die richterliche Ermessenskontrolle (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=2&amp;from_date=01.04.2002&amp;to_date=20.04.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-V-150%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page152">BGE 123 V 152</a> Erw. 2) abweichende Ermessensausübung liegen keine vor, resultiert ein massgebendes Einkommen von Fr. 20'322.- jährlich. </div> <div class="para">b) Es ist sodann nicht zu beanstanden, wenn Vorinstanz und Verwaltung für das hypothetische Einkommen ohne Invalidität (Valideneinkommen) auf den mutmasslichen Lohn als Chauffeur abstellten (Fr. 57'850.- jährlich), zumal ein höherer Lohn in der bis Anfang 1988 ausgeübten Tätigkeit als Strassenbauer nicht ausgewiesen ist. Es kann offen bleiben, ob diese angestammte, körperlich stark belastende Tätigkeit ohne explizite gesundheitliche Beeinträchtigungen im Jahre 1997 (Anspruchsbeginn) noch ausgeübt worden wäre. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">c) Schliesslich lässt der durch die Vorinstanz ermittelte Invaliditätsgrad von 64,87 % keinen Raum für die Zusprechung einer ganzen Rente. Der Invaliditätsgrad ist ein mathematisch exakter Prozentwert, der grundsätzlich nicht noch auf- oder abgerundet werden darf. Das Wesen der Invaliditätsbemessung - fehlende Prozentgenauigkeit auf Grund der von Gesetzes wegen zu berücksichtigenden Wertungsgesichtspunkte bei rechnerisch genauem Ergebnis - führt mit Blick auf die gesetzlich klar und unmissverständlich umschriebenen Eckwerte nicht dazu, dass trotz Unterschreiten der wesentlichen Werte (40 %, 50 %, 66 2/3 %; vgl. <span class="artref">Art. 28 Abs. 1 IVG</span>) eine Invalidenrente für einen höheren, im zu beurteilenden Fall nicht erreichten Invaliditätsgrad zugesprochen wird (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=2&amp;from_date=01.04.2002&amp;to_date=20.04.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F127-V-129%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page129">BGE 127 V 129</a> ff. Erw. 4; AHI 2000 S. 302 Erw. 3c). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4.- Da die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offensichtlich unbegründet ist, wird sie im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span> erledigt. Dem Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung kann wegen Aussichtslosigkeit der Rechtsvorkehr nicht stattgegeben werden (Art. 135 in Verbindung mit <span class="artref">Art. 152 OG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=2&amp;from_date=01.04.2002&amp;to_date=20.04.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-II-265%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page275">BGE 125 II 275</a> Erw. 4b, 124 I 306 Erw. 2c mit Hinweis). </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para">III. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV.Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, der Ausgleichskasse des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherung </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">zugestellt. </div> <div class="para">Luzern, 18. April 2002 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der II. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>