<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2022.00596</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=222856&amp;W10_KEY=13045536&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2022.00596</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 30.11.2022</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist noch nicht rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Erteilung von Niederlassungsbewilligungen</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Umstritten ist, ob der Beschwerdeführerin 1 und ihren Kindern trotz Sozialhilfeabhängigkeit die Niederlassungsbewilligung zu erteilen ist.] Das Migrationsamt hat das rechtliche Gehör der Beschwerdeführenden in schwerer Weise verletzt, indem es eine selbst eingeräumte Frist nicht abwartete und ohne sich mit einem Wort zum Fristerstreckungsgesuch geäussert zu haben seine Verfügung erliess. Die Gehörsverletzung kann aber als geheilt gelten (E. 2). Die sozialhilfeabhängige gewordene Beschwerdeführerin 1 hat mit ihrer Sozialhilfeabhängigkeit einen Widerrufsgrund gesetzt, welcher einer Bewilligungserteilung entgegensteht. Auch kann sie deshalb nicht als integriert gelten. Entsprechend wurde ihr die Erteilung der Niederlassungsbewilligung in rechtskonformer Weise verweigert. Da sich das Aufenthaltsrecht und die Bewilligungssituation der Beschwerdeführenden 2 und 3 derzeit noch von denjenigen ihrer Mutter ableitet, steht ihnen ebenfalls keine Niederlassungsbewilligung zu (E. 4). Die Vorinstanz hat die schwere Verletzung des rechtlichen Gehörs nur bei der Kostenverteilung, nicht aber bei der Zusprechung einer Parteientschädigung berücksichtigt. Aufgrund des Fehlverhaltens des Migrationsamts rechtfertigt sich die Zusprechung einer reduzierten Parteientschädigung. Teilweise Gutheissung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=59885" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2022.00596</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">30. November 2022</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1.<b> </b>A,</span></p> <p class="MsoNormal"><span>2.<b> </b>B,</span></p> <p class="MsoNormal"><span>3.<b> </b>C,</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Nr. 2 und Nr. 3 gesetzlich vertreten durch Nr. 1,</span></p> <p class="MsoNormal"><span>diese vertreten durch RA D und/oder RA E,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrende,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Erteilung von Niederlassungsbewilligungen,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">A, geboren 1984, heiratete am 20. September 2008 in ihrer Heimat den Landsmann F. A reiste am 4. April 2011 in die Schweiz ein und ersuchte noch am gleichen Tag um Asyl. Mit Entscheid vom 24. Mai 2012 hiess das Bundesamt fÃ¼r Migration (BFM, heute: Staatssekretariat fÃ¼r Migration [SEM]) das Asylgesuch gut und gewÃ¤hrte ihr Asyl. Am 6. Juni 2012 wurde ihr als anerkannter FlÃ¼chtling eine Aufenthaltsbewilligung erteilt, welche danach regelmÃ¤ssig verlÃ¤ngert wurde, letztmals befristet bis 3. April 2023.</p> <p class="Urteilstext">Am 23. Februar 2015 kam die Tochter B von A zur Welt. Mit Schreiben des SEM vom 2. Juli 2015 wurde die Tochter in die FlÃ¼chtlingseigenschaft von A miteinbezogen und ihr ebenfalls Asyl gewÃ¤hrt. Mit Urteil des Einzelgerichts des Bezirksgerichts ZÃ¼rich vom 13. Oktober 2015 wurde festgestellt, dass F nicht der Vater von B ist. SpÃ¤ter anerkannte der eritreische StaatsangehÃ¶rige G, der als Jahresaufenthalter im Kanton ZÃ¼rich lebt, B als seine Tochter. Mit rechtskrÃ¤ftigem Urteil vom 24. November 2015 schied das Bezirksgericht ZÃ¼rich die Ehe von A und F.</p> <p class="Urteilstext">Aus der Beziehung mit G ging am 7. Mai 2021 C hervor. Mit Entscheid vom 6. August 2021 anerkannte das SEM C ebenfalls als FlÃ¼chtling und gewÃ¤hrte ihm Asyl. Beide Kinder von A halten sich mit Aufenthaltsbewilligungen bei ihr auf.</p> <p class="Urteilstext">A und ihre Kinder mussten gemÃ¤ss BestÃ¤tigung der Asyl-Organisation ZÃ¼rich (AOZ) vom 22. MÃ¤rz 2019 vom 1. Juli 2013 bis 31. August 2018 mit Sozialhilfeleistungen im Umfang von Fr. 172'703.- unterstÃ¼tzt werden. </p> <p class="Urteilstext">Mit Schreiben vom 11. Juni 2019 und 2. April 2020 wies das Migrationsamt die Gesuche von A vom 12. MÃ¤rz 2019 bzw. vom 13. MÃ¤rz 2020 um vorzeitige Erteilung von Niederlassungsbewilligungen formlos ab.</p> <p class="Urteilstext">Am 17. MÃ¤rz 2022 stellte A Gesuche um Erteilung von Niederlassungsbewilligungen. A und ihre Kinder mussten gemÃ¤ss Schreiben des Sozialzentrums H vom 28. MÃ¤rz 2022 ab dem 1. Juli 2019 mit insgesamt Fr. 78'288.55 Sozialhilfe unterstÃ¼tzt werden. Das Migrationsamt stellte A und ihren Kindern mit Schreiben vom 28. MÃ¤rz 2022 Fragen zu ihren Personalien und ersuchte sie, eine BestÃ¤tigung der SozialhilfebehÃ¶rden sowie eine aktuelle Lohnabrechnung einzureichen. FÃ¼r die Beantwortung der Fragen und Einreichung der gewÃ¼nschten Dokumente wurde ihnen eine Frist bis 18. April 2022 gesetzt. Am 6. April 2022 ging beim Migrationsamt die Lohnabrechnung von A fÃ¼r Februar 2022 ein. Das Migrationsamt teilte A und ihren Kindern am 6. April 2022 im Sinn eines Vorbscheids mit, dass die Erteilung der beantragten Niederlassungsbewilligung aufgrund der bezogenen Sozialhilfeleistungen nicht in Betracht komme. Gleichzeitig wurden sie Ã¼ber die VerlÃ¤ngerung ihrer Aufenthaltsbewilligungen informiert und ihnen mitgeteilt, dass sie innert zehn Tagen einen anfechtbaren Entscheid beantragen kÃ¶nnen, sofern sie mit diesem Vorgehen nicht einverstanden seien. Mit Eingabe vom 12. April 2022 hielten A und ihre Kinder an ihren Gesuchen um Erteilung von Niederlassungsbewilligungen fest und baten, die Frist zur Einreichung der gewÃ¼nschten Unterlagen und Beantwortung der gestellten Fragen bis am 2. Mai 2022 zu erstrecken. Mit VerfÃ¼gung vom 19. April 2022 wies das Migrationsamt die Gesuche um Erteilung von Niederlassungsbewilligungen ab. Gleichzeitig verlÃ¤ngerte es ihre Aufenthaltsbewilligungen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Den dagegen am 20. Mai 2022 erhoben </span>Rekurs wies die <span>Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 13. September 2022 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dagegen gelangten </span>A und ihre Kinder mit Beschwerde vom 6. Oktober 2022 an das Verwaltungsgericht und beantragten <span>die Aufhebung des Rekursentscheids vom 13. September 2022 und die Erteilung der beantragten Niederlassungsbewilligungen. Eventualiter sei in Aufhebung des Rekursentscheids die Angelegenheit an das Migrationsamt zur Neubeurteilung zurÃ¼ckzuweisen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen. In prozessrechtlicher Hinsicht beantragten sie die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und die Bestellung von RechtsanwÃ¤ltin D und/oder Rechtsanwalt E als unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin bzw. unentgeltlicher Rechtsbeistand.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Sicherheitsdirektion verzichtete am 14. Oktober 2022 auf eine Vernehmlassung. Das Migrationsamt reichte keine Beschwerdeantwort ein. Es folgten keine weiteren Eingaben. </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b><i> </i></p> <p class="Urteilstext">Mit der Beschwerde beim Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, ErmessensÃ¼berschreitung oder Ermessensunterschreitung und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden (§ 20 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden rÃ¼gen eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV]). Sie bringen vor, das Migrationsamt habe ihre Gesuche um Erteilung der Niederlassungsbewilligungen mit VerfÃ¼gung vom 22. April 2022 abgewiesen, ohne zunÃ¤chst die von ihm angesetzte Frist zur Einreichung von Unterlagen abzuwarten sowie danach sich nicht zum Fristerstreckungsgesuch geÃ¤ussert zu habe. Sie hÃ¤tten mithin weder ihre Unterlagen einreichen noch sich zum Vorbescheid vom 6. April 2022 Ã¤ussern kÃ¶nnen. Die Vorinstanz habe diesbezÃ¼glich festgestellt, dass diese Vorgehensweise des Migrationsamts unter rechtsstaatlichen Gesichtspunkten unhaltbar gewesen sei, weshalb darin eine schwere GehÃ¶rsverletzung zu erblicken sei. Alsdann sei die Vorinstanz zum Schluss gelangt, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden sich im Rahmen des Rekursverfahrens umfassend hÃ¤tten Ã¤ussern und Unterlagen einreichen kÃ¶nnen. Eine RÃ¼ckweisung wÃ¼rde einen prozessualen Leerlauf darstellen und wÃ¼rde dem Beschleunigungsgebot widersprechen. Daher sei die GehÃ¶rsverletzung als geheilt zu betrachten. Entgegen der Feststellung der Vorinstanz treffe dies jedoch nicht zu. Die BeschwerdefÃ¼hrenden hÃ¤tten kein Interesse an einer besonders befÃ¶rderlichen Behandlung ihres Anliegens, sondern an einer korrekten Behandlung und VerfahrensausfÃ¼hrung durch das Migrationsamt. Ihre Situation im Hinblick auf die GewÃ¤hrung der Niederlassungsbewilligungen verbessere sich zudem stetig, da sich einerseits ihre Aufenthaltsdauer in der Schweiz verlÃ¤ngere und andererseits die AbhÃ¤ngigkeit von der wirtschaftlichen Hilfe reduziert werde. Es bestehe folglich kein besonderes Interesse an verfahrensÃ¶konomischem Vorgehen, das eine schwere GehÃ¶rsverletzung rechtfertigen kÃ¶nnte. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Nach Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r. Dieses Recht ist formeller Natur. Seine Verletzung fÃ¼hrt ungeachtet der materiellen BegrÃ¼ndetheit des Rechtsmittels zur Gutheissung der Beschwerde sowie zur Aufhebung des angefochtenen Urteils (vgl. BGE 144 I 11 E. 5.3; 137 I 195 E. 2.2). Das rechtliche GehÃ¶r nach Art. 29 Abs. 2 BV dient einerseits der SachaufklÃ¤rung. Anderseits stellt es ein persÃ¶nlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. Dazu gehÃ¶rt insbesondere das Recht des Betroffenen, sich vor FÃ¤llung eines solchen Entscheids zur Sache zu Ã¤ussern, erhebliche Beweise beizubringen und Einsicht in die Akten zu nehmen. Wie weit dieses Recht geht, lÃ¤sst sich nicht generell, sondern nur unter WÃ¼rdigung der konkreten UmstÃ¤nde beurteilen. Massgebend ist, ob es der betroffenen Person ermÃ¶glicht worden ist, ihren Standpunkt wirksam zur Geltung zu bringen (vgl. BGE 144 I 11 E. 5.3; 136 I 265 E. 3.2; 135 II 286 E. 5.1; BGr, 14. Mai 2020, 2C_163/2020, E. 3.4). Das rechtliche GehÃ¶r beinhaltet auch das Recht, dass die BehÃ¶rde die Vorbringen der von einem Entscheid in ihrer Rechtsstellung betroffenen Person auch tatsÃ¤chlich hÃ¶rt, prÃ¼ft und in der Entscheidfindung berÃ¼cksichtigt. Daraus folgt die grundsÃ¤tzliche Pflicht der BehÃ¶rden, ihren Entscheid zu begrÃ¼nden; die Parteien sollen wissen, warum die BehÃ¶rde entgegen ihrem Antrag entschieden hat (vgl. BGr, 16. Dezember 2002, 1P.418/2002, E. 2.4). Eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs kann ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die MÃ¶glichkeit erhÃ¤lt, sich vor einer Rechtsmittelinstanz zu Ã¤ussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei Ã¼berprÃ¼fen kann. Unter dieser Voraussetzung ist darÃ¼ber hinaus â im Sinne einer Heilung des Mangels â selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r von einer RÃ¼ckweisung der Sache an die Vorinstanz abzusehen, wenn und soweit die RÃ¼ckweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnÃ¶tigen VerzÃ¶gerungen fÃ¼hren wÃ¼rde, die mit dem Interesse der betroffenen Partei an einer befÃ¶rderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wÃ¤ren (BGE 137 I 195 E. 2.3.2, mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Den BeschwerdefÃ¼hrenden und der Vorinstanz ist zuzustimmen, dass das Migrationsamt das rechtliche GehÃ¶r der BeschwerdefÃ¼hrenden in schwerer Weise verletzt hat, indem es eine selbst eingerÃ¤umte Frist nicht abwartete und ohne sich mit einem Wort zum Fristerstreckungsgesuch geÃ¤ussert zu haben die VerfÃ¼gung vom 19. April 2022 erliess. Die GehÃ¶rsverletzung kann aber entgegen der Meinung der BeschwerdefÃ¼hrenden als geheilt gelten, nachdem sich die anwaltlich vertretenen BeschwerdefÃ¼hrenden im vorinstanzlichen Rekursverfahren ausfÃ¼hrlich zur Sache Ã¤ussern und weitere Beweismittel einreichen konnten und die Kognition der Vorinstanz nicht eingeschrÃ¤nkt war. Sie waren in der Lage, die Nichterteilung der Niederlassungsbewilligungen sachgerecht anzufechten. Auch wenn die BeschwerdefÃ¼hrenden angeben, nicht an einer befÃ¶rderlichen Behandlung ihrer Angelegenheit interessiert zu sein, ist dennoch ausnahmsweise von einer RÃ¼ckweisung an das Migrationsamt abzusehen. Eine RÃ¼ckweisung wÃ¼rde zu einem formalistischen Leerlauf fÃ¼hren, nachdem die Vorinstanz die VerfÃ¼gung des Migrationsamts in Kenntnis der dagegen vorgebrachten EinwÃ¤nde der BeschwerdefÃ¼hrenden bestÃ¤tigt hat (vgl. BGr, 30. MÃ¤rz 2020, 1C_158/2019, E. 2.6). Die Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs durch das Migrationsamt hat daher als geheilt zu gelten. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Nach Art. 34 Abs. 2 lit. a und b des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 (AIG, vormals AuslÃ¤ndergesetz bzw. AuG) kann AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤ndern die Niederlassungsbewilligung erteilt werden, wenn sie sich insgesamt mindestens zehn Jahre mit einer Kurzaufenthalts- oder Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz aufgehalten haben, sie wÃ¤hrend der letzten fÃ¼nf Jahre ununterbrochen im Besitz einer Aufenthaltsbewilligung waren und keine WiderrufsgrÃ¼nde vorliegen. Zudem kann die Niederlassungsbewilligung bei ungenÃ¼gender Integration verweigert werden, was sich bis Ende 2018 aus Art. 61 der Verordnung Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit vom 24. Oktober 2007 (aVZAE) in Verbindung mit Art. 96 AIG erschloss und seither aus Art. 34 Abs. 2 lit. c AIG ergibt (vgl. zum Ganzen auch VGr, 17. April 2019, VB.2019.00132, E. 2.1.1).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Laut Art. 34 Abs. 2 lit. b in Verbindung mit Art. 62 Abs. 1 lit. e AIG kommt eine Bewilligungsverweigerung in Betracht, wenn der betroffene AuslÃ¤nder oder eine Person, fÃ¼r die sie oder er zu sorgen hat, auf Sozialhilfe angewiesen ist. Genannte Bestimmung setzt im Gegensatz zu der fÃ¼r hier bereits niedergelassene AuslÃ¤nder geltenden Regelung von Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG keinen dauerhaften und erheblichen Sozialhilfebezug voraus (vgl. BGr, 3. Juli 2014, 2C_877/2013, E. 3.2.1). Bei aufenthalts<i>beendenden</i> Massnahmen zieht die migrationsrechtliche Praxis ab einem Sozialhilfebezug in HÃ¶he von etwa Fr. 80'000.- wÃ¤hrend zwei bis drei Jahren eine Wegweisung in Betracht, wÃ¤hrend bei fortbestehendem Aufenthaltsrecht tiefere HÃ¼rden gelten (vgl. auch den Zustimmungsvorbehalt in Art. 4 lit. g der Verordnung des EJPD Ã¼ber das auslÃ¤nderrechtliche Zustimmungsverfahren vom 13. August 2015 [ZV-EJPD] sowie die aktuellen Weisungen und ErlÃ¤uterungen zum AIG des Staatsekretariats fÃ¼r Migration [SEM], Ziff. 8.3.1.5 und 8.3.2.4; vgl. auch BGE 123 II 529 E. 4; BGr, 20. Juni 2013, 2C_1228/2012, E. 2.2; BGr, 18. Februar 2013, 2C_958/2011, E. 2.3; in Bezug auf nicht aufenthaltsbeendende Massnahmen vgl. VGr, 17. April 2019, VB.2019.00132, E. 2.1.3). Vorausgesetzt wird zudem eine konkrete Gefahr der FÃ¼rsorgeabhÃ¤ngigkeit, wÃ¤hrend blosse finanzielle Bedenken nicht genÃ¼gen. Nach der im Zusammenhang mit dem Familiennachzug entwickelten Rechtsprechung ist fÃ¼r die Beurteilung der Gefahr der SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit von den aktuellen VerhÃ¤ltnissen auszugehen, die wahrscheinliche finanzielle Entwicklung ist aber auf lÃ¤ngere Sicht abzuwÃ¤gen. Das Einkommen ist daran zu messen, ob und in welchem Umfang es tatsÃ¤chlich realisierbar ist. In diesem Sinn mÃ¼ssen die ErwerbsmÃ¶glichkeiten und das damit verbundene Einkommen konkret belegt und mit gewisser Wahrscheinlichkeit sowie, soweit mÃ¶glich, auf mehr als nur kurze Frist erhÃ¤rtet sein, um BerÃ¼cksichtigung zu finden (BGr, 5. August 2015, 2C_1144/2014, E. 4.5.2). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Anders als beim Widerruf einer Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung setzt die Verweigerung einer Niederlassungsbewilligung hingegen keinen schuldhaften Sozialhilfebezug voraus (so zumindest implizit BGr, 5. August 2015, 2C_1144/2014, E. 4.5.4): Die Schuldhaftigkeit des Sozialhilfebezugs ist nach dem Wortlaut von Art. 62 Abs. 1 lit. e AIG und stÃ¤ndiger bundesgerichtlicher Praxis kein BegrÃ¼ndungselement des Widerrufsgrunds, sondern erst bei der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit des Widerrufs zu prÃ¼fen (anstelle vieler BGr, 24. Juli 2020, 2C_64/2020, E. 3.2). FÃ¼r die erstmalige Erteilung einer Niederlassungsbewilligung ist jedoch u.<span> </span>a. erforderlich, dass kein Widerrufsgrund vorliegt, dass ein Widerruf darÃ¼ber hinaus auch verhÃ¤ltnismÃ¤ssig wÃ¤re, wird hingegen nicht vorausgesetzt, zumal mit der Nichterteilung der Niederlassungsbewilligung nicht in einen bereits bestehenden Aufenthaltsstatus eingegriffen wird und es sich damit auch nicht um eine statusverÃ¤ndernde Massnahme handelt, welche einer umfassenden VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsabwÃ¤gung bedarf. Vielmehr ist allein zu prÃ¼fen, ob die Bewilligungsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind (allein auf das Vorhandensein eines Widerrufsgrundes abstellend auch Silvia Hunziker/Beat KÃ¶nig in: Martina Caroni/Thomas GÃ¤chter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder [AIG], Bern 2010, Art. 34 N. 29; Laura Campisi, Die rechtliche Erfassung der Integration im schweizerischen Migrationsrecht, ZÃ¼rich/Sankt Gallen 2014, S. 164; a.M. Peter Bolzli in: Marc Spescha [Hrsg.] Kommentar Migrationsrecht, 5. A., ZÃ¼rich 2019, Art. 34 AIG N. 9). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Weiter muss der betroffene AuslÃ¤nder nebst der ErfÃ¼llung von Art. 34 Abs. 2 lit. c AIG kumulativ neu auch im Sinne von <span>Art. 58a Abs. 1 AIG</span> integriert sein. <span>Hierbei handelt es sich um einen abschliessenden Katalog von vier Integrationskriterien: a) die Beachtung der Ã¶ffentlichen Sicherheit und Ordnung, b) die Respektierung der Werte der Bundesverfassung, c) die Sprachkompetenzen sowie d) die Teilnahme am Wirtschaftsleben oder am Erwerb von Bildung</span>, wobei <span>in Bezug auf die letzten beiden Kriterien den </span>Integrationshindernissen aufgrund einer Behinderung, Krankheit oder anderer gewichtiger persÃ¶nlicher UmstÃ¤nde angemessen Rechnung zu tragen ist (Art. 58<i>a</i> Abs. 2 AIG; vgl. auch Art. 77<i>f</i> der Verordnung Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit vom 24. Oktober 2007 [VZAE]). </p> <p class="MsoNormal"><span>Um die Sprachkenntnisse zu belegen, muss der betroffene AuslÃ¤nder gemÃ¤ss Art. 60 Abs. 2 in Verbindung mit Art. </span><span>77d</span><span> Abs. 1 lit. d VZAE den Nachweis mittels eines migrationsrechtlich anerkannten Zertifikats erbringen, dass er in der am Wohnort gesprochenen Landessprache Ã¼ber mÃ¼ndliche Sprachkompetenzen mindestens auf dem Referenzniveau A2 und schriftliche Sprachkompetenzen mindestens auf dem Referenzniveau A1 des Referenzrahmens verfÃ¼gt. Der Kanton ZÃ¼rich verlangt hierbei hÃ¶here als vom Bund vorgesehene Mindestanforderungen, weshalb der betroffene AuslÃ¤nder gemÃ¤ss ZÃ¼rcher Praxis sowohl mÃ¼ndliche als auch schriftliche Sprachkompetenzen mindestens auf dem Referenzniveau A2 nachzuweisen hat (vgl. Weisung des Migrationsamts des Kantons ZÃ¼rich, Niederlassungsbewilligung, Version vom 28. Mai 2021, Ziff. 4.3.3.)</span></p> <p class="Erwgung3">Am Wirtschaftsleben nimmt gemÃ¤ss Art. 77<i>e</i> VZAE teil, wer seine Lebenshaltungskosten und Unterhaltsverpflichtungen durch Einkommen, VermÃ¶gen oder Leistungen Dritter deckt, auf die ein Rechtsanspruch besteht. Demnach nimmt eine sozialhilfeabhÃ¤ngige Person grundsÃ¤tzlich nicht im erforderlichen Umfang am Wirtschaftsleben teil und kann deshalb auch nicht vorbehaltlos als integriert gelten.</p> <p class="Erwgung2">Die im Entwurf der VZAE ursprÃ¼nglich noch vorgesehene BerÃ¼cksichtigung eines unverschuldeten Sozialhilfebezugs (vgl. dazu den erlÃ¤uternden Bericht des Staatssekretariats fÃ¼r Migration [SEM] zu den Ãnderungen der VZAE vom 7. November 2017, Art. 77<i>f</i> Ziff. 4 des Entwurfs bzw. S. 23 des Berichts) ist in der Endfassung der revidierten VZAE gestrichen worden. Hieraus lÃ¤sst sich schliessen, dass grundsÃ¤tzlich auch ein unverschuldeter Sozialhilfebezug der Erteilung einer Niederlassungsbewilligung entgegensteht, sofern keine besonderen persÃ¶nlichen Integrationshindernisse bestehen. Als zu berÃ¼cksichtigende persÃ¶nliche Integrationshindernisse gelten gemÃ¤ss Art. 77<i>f</i> VZAE eine kÃ¶rperliche, geistige oder psychische Behinderung, eine schwere oder lang andauernde Krankheit oder andere gewichtige persÃ¶nliche UmstÃ¤nde wie eine ausgeprÃ¤gte Lern-, Lese oder SchreibschwÃ¤che, Erwerbsarmut oder die Wahrnehmung von Betreuungsaufgaben.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Aufgrund des in auslÃ¤nderrechtlichen Verfahren geltenden Untersuchungsgrundsatzes obliegt die BeweisfÃ¼hrung grundsÃ¤tzlich der erstinstanzlichen BehÃ¶rde (sogenannte "subjektive" BeweisfÃ¼hrungslast) wobei die rechtsuchende Partei gemÃ¤ss Art. 90 AIG bei der Sachverhaltsermittlung mitzuwirken hat. DemgegenÃ¼ber hat die rechtsuchende Partei trotz der Geltung des Untersuchungsgrundsatzes jene Tatsachen zu beweisen, aus deren Vorhandensein sie Rechte fÃ¼r sich ableitet, ansonsten sie die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat (sogenannte "objektive" Beweislast; BGr, 10. September<span> 2018, 2C_27/2018, E. 2; BGE 130 II 482 E. 3.2; BGr, 16. August 2012, 2C_1046/2011, E. 4.3). </span>Anders als beim Widerruf einer Bewilligung liegt die objektive Beweislast in Bezug auf die Voraussetzungen von Art. 34 Abs. 2 AIG demgemÃ¤ss grundsÃ¤tzlich bei dem um die Erteilung einer Niederlassungsbewilligung ersuchenden AuslÃ¤nder, welcher trotz Untersuchungsgrundsatz auch bei der Sachverhaltsermittlung mitzuwirken hat<span>. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Die Vorinstanz sah die ErfÃ¼llung der ordentlichen Aufenthaltsdauer fÃ¼r die Erteilung der Niederlassungsbewilligungen als gegeben, sah jedoch das Vorliegen des Widerrufsgrunds gemÃ¤ss Art. 34 Abs. 2 lit. b AIG in Verbindung mit Art. 62 Abs. 1 lit. e AIG als erfÃ¼llt. Die BeschwerdefÃ¼hrenden hÃ¤tten gemÃ¤ss Schreiben der AOZ vom 1. April 2020 von Mai 2012 bis Ende August 2018 von der AOZ FÃ¼rsorgeleistungen von Fr. 198'691.05 bezogen und hÃ¤tten danach erneut von der Ã¶ffentlichen Hand finanziell unterstÃ¼tzt werden mÃ¼ssen. GemÃ¤ss Schreiben des Sozialzentrums H vom 28. MÃ¤rz 2022 sollen die BeschwerdefÃ¼hrenden vom 1. Juli 2019 bis 31. MÃ¤rz 2022 mit Fr. 78'228.55 unterstÃ¼tzt worden sein. DemgegenÃ¼ber halte die nachtrÃ¤glich eingereichte BestÃ¤tigung der Sozialen Dienste der Stadt ZÃ¼rich vom 13. April 2022 fest, dass sich ihre SozialhilfebezÃ¼ge ab 1. Juli 2019 auf Fr. 43'961.60 belaufen wÃ¼rden. Es herrsche damit zwar Unklarheit Ã¼ber den Umfang der von der Stadt ZÃ¼rich erbrachten Sozialhilfeleistungen, jedoch kÃ¶nne offenbleiben, in welcher HÃ¶he sie tatsÃ¤chlich von der Stadt ZÃ¼rich FÃ¼rsorgeleistungen bezogen hÃ¤tten, da selbst wenn vom tieferen Betrag ausgegangen wÃ¼rde, die LeistungsbezÃ¼ge hoch genug seien, um grundsÃ¤tzlich den Tatbestand von Art. 62 Abs. 1 lit. e AIG zu erfÃ¼llen. Es sei auch von einem grossen Risiko zukÃ¼nftiger SozialhilfebezÃ¼ge auszugehen und den BeschwerdefÃ¼hrenden kÃ¶nne keine positive FÃ¼rsorgeprognose gestellt werden. Sie wÃ¼rden eine betrÃ¤chtliche Unterdeckung von Fr. 1'266.- pro Monat aufweisen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 arbeite als â¦ bei der Firma I mit einem Teilzeitpensum von 21 Stunden pro Woche, wobei sie von September 2021 bis Ende MÃ¤rz 2022 einen Durchschnittslohn von Fr. 1'399.- erzielt habe. Sodann sei aufgrund ihres Kontoauszugs davon auszugehen, dass sie fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 aktuell monatliche UnterhaltsbeitrÃ¤ge von Fr. 915.- erhalte. Ferner seien die Kinderzulagen von je Fr. 200.- miteinzubeziehen. Das wÃ¼rden EinkÃ¼nfte in der HÃ¶he von Fr. 2'714.- ergeben. DemgegenÃ¼ber stÃ¼nden Lebenshaltungskosten von Fr. 3'980.- (Grundbetrag SKOS: Fr. 1'871.-; Mietkosten: Fr. 1'437.-, prÃ¤mienverbilligte KrankenkassenprÃ¤mien: Fr. 173.65, Erwerbsunkosten: Fr. 85.- und Hausrat- bzw. Haftpflichtversicherung Fr. 15.90). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 erfÃ¼llt unbestrittenermassen die zeitlichen Voraussetzungen fÃ¼r die Erteilung der Niederlassungsbewilligung. Sie und ihre Kinder beziehen jedoch seit 2012 mit einem Unterbruch von September 2018 bis Juni 2019 Sozialhilfe, wobei sich die BezÃ¼ge von 2012 bis August 2018 auf Fr. 198'691.05 und von Juli 2019 bis 22. Oktober 2022 auf rund Fr. 90'162.- summiert hatten. Die BeschwerdefÃ¼hrenden bringen bezÃ¼glich der HÃ¶he der bezogenen BetrÃ¤ge vor, dass die Belege der Stadt ZÃ¼rich nicht nachvollziehbar seien. Die Position ''Krippe J'' werde auf dem Auszug aller drei BeschwerdefÃ¼hrenden aufgefÃ¼hrt. Es sei daher davon auszugehen, dass verschiedene Positionen mehrfach aufgefÃ¼hrt worden seien. Selbst wenn es zutrifft, dass die BezÃ¼ge tatsÃ¤chlich tiefer ausgefallen sein sollten als auf dem Auszug der Stadt ZÃ¼rich hervorgeht, haben die BeschwerdefÃ¼hrenden dennoch Ã¼ber Jahre hinweg in hohem Masse Sozialhilfe bezogen, sodass sie damit ohne Weiteres den Widerrufsgrund nach Art. 61 Abs. 1 lit. e AIG erfÃ¼llen. Eine LoslÃ¶sung von der FÃ¼rsorgeabhÃ¤ngigkeit ist entgegen dem Einwand der BeschwerdefÃ¼hrenden auch nicht absehbar. Die BeschwerdefÃ¼hrenden 2 und 3 werden bereits heute an fÃ¼nf Tagen der Woche fremdbetreut. Die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 arbeitet seit dem 13. Januar 2020 als â¦ in Teilzeit. Trotzdem ist es ihr bislang nicht gelungen, ihr Arbeitspensum derart zu erhÃ¶hen, dass sie sich von der Sozialhilfe hÃ¤tte loslÃ¶sen kÃ¶nnen. Die BeschwerdefÃ¼hrenden beziehen wÃ¤hrend Ã¼ber neun Jahren Sozialhilfe. Trotz der Angaben der BeschwerdefÃ¼hrerin 1, bestrebt zu sein, demnÃ¤chst deutlich mehr zu arbeiten, kann ihr zum heutigen Zeitpunkt unter BerÃ¼cksichtigung der GesamtumstÃ¤nde in Ãbereinstimmung mit der Vorinstanz keine gute Prognose fÃ¼r die FÃ¼rsorgeunabhÃ¤ngigkeit gestellt werden. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Im Ãbrigen kann die BeschwerdefÃ¼hrerin auch nicht im Sinne von Art. 34 Abs. 2 lit. c AIG i.V.m. <span>Art. 58a Abs. 1 AIG</span> als vorbehaltslos integriert gelten, da sie nicht im erforderlichen Umfang am Wirtschaftsleben teilnimmt. Es sind auch keine besonderen persÃ¶nlichen Integrationshindernisse (vgl. E. 3.4) erkennbar, die trotz SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit fÃ¼r die Erteilung einer Niederlassungsbewilligung sprechen wÃ¼rden: Durch die Fremdbetreuung der Kinder an fÃ¼nf Tagen stehen die Betreuungsaufgaben der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 einer den Lebensunterhalt sichernden ErwerbstÃ¤tigkeit nicht entgegen. Auch die geltend gemachten gesundheitlichen Probleme der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 lassen nicht auf besondere persÃ¶nliche Integrationshindernisse schliessen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 macht diesbezÃ¼glich geltend, sie habe im Sommer 2022 mit gesundheitlichen Problemen zu kÃ¤mpfen gehabt. Sie habe sich zahlreichen Untersuchungen unterziehen mÃ¼ssen, weil sie seit einer Weile verschwommen sehe. Das Resultat der Untersuchungen stehe noch offen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 hat die geltend gemachten gesundheitlichen Probleme weder substanziiert dargelegt noch mit geeigneten Beweismitteln belegt. Aus ihren Angaben lÃ¤sst sich auch nicht auf eine schwere oder lang andauernde Krankheit schliessen, welche die jahrelange SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit ausnahmsweise entschuldigen wÃ¼rde. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Die sozialhilfeabhÃ¤ngig gewordene BeschwerdefÃ¼hrerin 1 hat mit ihrer SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit einen Widerrufsgrund gesetzt, welcher einer Bewilligungserteilung entgegensteht. Auch kann sie deshalb nicht als integriert gelten. Entsprechend ist die Verweigerung der vorzeitigen Niederlassungsbewilligung gesetzmÃ¤ssig.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>4.5.1 </b>Wenn dem sorgeberechtigten und obhutsberechtigten Elternteil die Niederlassungsbewilligung erteilt wird, erhalten ihre Kinder unter 12 Jahren von Gesetzes wegen ebenfalls die Niederlassungsbewilligung. Sind diese Kinder Ã¤lter als 12 Jahre, gelten die allgemeinen Bestimmungen Ã¼ber die Erteilung der Niederlassungsbewilligung (Art. 34 AIG). Bei ErfÃ¼llung der Integrationskriterien kann die Niederlassungsbewilligung nach fÃ¼nf Jahren erteilt werden (Art. 34 Abs. 4 AIG in Verbindung mit Art. 62 VZAE). Massgebend ist das Alter im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.5.2 </b>Wie dargelegt wurde, ist die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 in der Schweiz lediglich aufenthaltsberechtigt und sie hat aufgrund ihrer SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit derzeit keine Aussichten auf eine Hochstufung ihrer Bewilligung. Da sich das Aufenthaltsrecht und die Bewilligungssituation der BeschwerdefÃ¼hrenden 2 und 3 derzeit noch von denjenigen ihrer Mutter ableitet, steht ihnen ebenfalls keine Niederlassungsbewilligung zu. Ein eigenstÃ¤ndiger Anspruch auf Erteilung ist erst zu prÃ¼fen, wenn die Kinder das 12. Altersjahr erreicht haben. Der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 bleibt es unbenommen, bei verÃ¤nderter finanzieller Situation erneut um Erteilung der Niederlassungsbewilligung zu ersuchen. </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde ist in der Hauptsache abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden beantragen die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung im vorinstanzlichen Rekursverfahren. Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hren sie aus, die Vorinstanz habe erwogen, dass durch die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (recte: RechtsverbeistÃ¤ndung) die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung gegenstandslos geworden sei. Gleichzeitig habe die Vorinstanz die Nachzahlungspflicht in der HÃ¶he von Fr. 2'086.15 beziffert (EntschÃ¤digung unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin: Fr. 1'396.15; HÃ¤lfte der Kosten des Rekursverfahrens aus StaatsgebÃ¼hr von Fr. 1'200.- und Ausfertigungskosten von Fr. 180.-). Daraus ergebe sich, dass das Begehren um Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung nicht gegenstandslos geworden sei.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b>Nach § 17 Abs. 2 VRG kann § 13 Abs. 2 VRG kann die unterliegende Partei oder Amtsstelle zu einer angemessenen EntschÃ¤digung fÃ¼r die Umtriebe ihres Gegners verpflichtet werden. Ausnahmsweise werden ParteientschÃ¤digungen nicht nach dem Unterliegerprinzip auferlegt, sondern nach dem Verursacherprinzip oder nach Gesichtspunkten der Billigkeit. Das Verursacherprinzip besagt, dass vermeidbare bzw. unnÃ¶tigerweise entstandene Parteikosten unabhÃ¤ngig vom Verfahrensausgang durch jenen Verfahrensbeteiligten zu tragen sind, der sie schuldhaft verursacht hat. In Anwendung des Verursacherprinzips kann einer Vorinstanz eine ParteientschÃ¤digung auferlegt werden <span>(Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014, § 17 N. 25 ff.).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Wie bereits festgehalten, ist die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zu Recht zum Schluss gekommen, dass das Migrationsamt das rechtliche GehÃ¶r der BeschwerdefÃ¼hrenden in schwerwiegender Weise verletzt hat. Die Vorinstanz hat diesen groben Verfahrensfehler nur bei der Kostenverteilung, nicht aber bei der Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung berÃ¼cksichtigt. Entgegen der Feststellung der Vorinstanz wird die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung indes nicht mit der GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege gegenstandslos, sondern ist diese unabhÃ¤ngig davon zu beurteilen. Aufgrund des Fehlverhaltens des Migrationsamts rechtfertigt sich die Zusprechung einer reduzierten ParteientschÃ¤digung. Diese wird fÃ¼r das Rekursverfahren auf Fr. 750.- festgesetzt. Die ParteientschÃ¤digung ist an die dem unentgeltlichen Rechtsbeistand zu leistende EntschÃ¤digung anzurechnen, weshalb Rechtsanwalt B unter Anrechnung der zugesprochenen ParteientschÃ¤digung nur noch im Mehrbetrag von Fr. 646.15 (Fr. 1'396.15 [inkl. Barauslagen von Fr. 13.- und Mehrwertsteuer]./. Fr. 750.-) zu entschÃ¤digen ist. In diesem Betrag bleibt die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 zur Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist. Der Anspruch des Kantons verjÃ¤hrt zehn Jahre nach Verfahrensabschluss (§ 16 Abs. 4 VRG).</p> <p class="Urteilstext">Demzufolge ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Da die BeschwerdefÃ¼hrenden in Bezug auf die Frage, ob ihnen die Niederlassungsbewilligung zu erteilen ist, unterliegen und der Rekursentscheid diesbezÃ¼glich zu bestÃ¤tigen ist, rechtfertigt es sich, die Kosten des Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdegegner zu 1/3 und der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 zu 2/3 aufzuerlegen und ist der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 eine reduzierte ParteientschÃ¤digung zuzusprechen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 65a sowie § 17 Abs. 2 VRG). Diese wird fÃ¼r das Beschwerdeverfahren auf Fr. 500.- festgesetzt. </p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden ersuchen wie bereits vor der Vorinstanz um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege.</p> <p class="Erwgung3">GemÃ¤ss § 16 VRG und Art. 29 Abs. 3 BV ist Privaten, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint, auf Ersuchen die Bezahlung von Verfahrenskosten und KostenvorschÃ¼ssen zu erlassen sowie ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst genÃ¼gend zu wahren.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.3 </b>Die Rechtsbegehren der BeschwerdefÃ¼hrenden kÃ¶nnen nach dem Gesagten nicht als offensichtlich aussichtslos bezeichnet werden. Die von der FÃ¼rsorge abhÃ¤ngige BeschwerdefÃ¼hrerin 1 ist zudem offenkundig mittellos und aufgrund der KomplexitÃ¤t der sich stellenden Rechts- und Sachverhaltsfragen nicht in der Lage, ihre Verfahrensrechte selbst zu wahren. Die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung ist daher zu bewilligen. Auch eine unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung erscheint deshalb sachlich notwendig, weshalb der Rechtsvertreter der BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren als unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen ist. Der in der Beschwerdeschrift fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren geltend gemachte Gesamtaufwand von Fr. 2'220.- (inkl. Barauslagen von Fr. 56.75 und Mehrwertsteuer) erscheint angemessen. Die ParteientschÃ¤digung ist an die dem unentgeltlichen Rechtsbeistand zu leistende EntschÃ¤digung anzurechnen, weshalb Rechtsanwalt E unter Anrechnung der zugesprochenen ParteientschÃ¤digung nur noch im Mehrbetrag von Fr. 1'720.- (Fr. 2'220.- [inkl. Barauslagen von Fr. 56.75 und Mehrwertsteuer]./. Fr. 500.-) zu entschÃ¤digen ist. In diesem Betrag bleibt die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 zur Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist. Der Anspruch des Kantons verjÃ¤hrt zehn Jahre nach Verfahrensabschluss (§ 16 Abs. 4 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der vorliegende Entscheid kann mit Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) angefochten werden, soweit ein Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung geltend gemacht wird. Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Den BeschwerdefÃ¼hrenden wird die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung bewilligt und in der Person von Rechtsanwalt E ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Dispositivziffer II des Urteils der Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion vom 13. September 2022 wird im Sinn der ErwÃ¤gungen aufgehoben.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 fÃ¼r das Rekursverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 750.- (inkl. Mehrwertsteuer) zu bezahlen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. </span><span>Rechtsanwalt E <span>wird fÃ¼r das Rekursverfahren im Mehrbetrag mit Fr. 646.15 (Mehrwertsteuer inklusive) aus der Staatskasse entschÃ¤digt. Die Nachzahlungspflicht der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 nach § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. <span>Die Gerichtskosten werden zu 1/3 dem Beschwerdegegner und zu 2/3 der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 auferlegt, jedoch einstweilen zufolge GewÃ¤hrung der unentgeltlichen <br/> ProzessfÃ¼hrung auf die Gerichtskasse genommen. Die Nachzahlungspflicht der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 nach § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten. </span></span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Rechtsanwalt E <span>wird fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren im Mehrbetrag mit </span>Fr. 1'720.- <span>(Mehrwertsteuer inklusive) aus der Gerichtskasse entschÃ¤digt. Die Nachzahlungspflicht der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 nach § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>9. Gegen dieses Urteil kann <span>im Sinn der ErwÃ¤gungen </span>Beschwerde erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>10. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion;<br/> c) das Staatssekretariat fÃ¼r Migration;</span></p> <p class="Einzug2"><span> d) die Kasse des Verwaltungsgerichts (zur Anweisung der EntschÃ¤digung des unentgeltlichen Rechtsbeistands).</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>