<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Eidgenössisches Versicherungsgericht </div> <div class="para">Tribunale federale delle assicurazioni </div> <div class="para">Tribunal federal d'assicuranzas </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sozialversicherungsabteilung </div> <div class="para">des Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Prozess </div> <div class="para">{T 7} </div> <div class="para">I 706/02 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 30. Januar 2003 </div> <div class="para">IV. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Präsidentin Leuzinger, Bundesrichter Rüedi und Ferrari; Gerichtsschreiberin Keel Baumann </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">A.________, 1957, Beschwerdeführerin, vertreten durch Fürsprecher Dr. Michel Béguelin, Dufourstrasse 12, 2502 Biel, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV-Stelle des Kantons Solothurn, Allmendweg 6, 4528 Zuchwil, Beschwerdegegnerin </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Vorinstanz </div> <div class="para">Versicherungsgericht des Kantons Solothurn, Solothurn </div> <div class="para"> </div> <div class="para">(Entscheid vom 6. September 2002) </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Erwägung, </div> <div class="para">dass sich die 1957 geborene A.________ im April 2000 wegen Rückenproblemen bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug anmeldete, </div> <div class="para">dass die IV-Stelle des Kantons Solothurn mit Verfügung vom 29. Januar 2001 gestützt auf die von ihr angeordneten Abklärungen in medizinischer und erwerblicher Hinsicht einen Rentenanspruch verneinte, </div> <div class="para">dass das Versicherungsgericht des Kantons Solothurn die von der Versicherten hiegegen mit dem Antrag auf Überprüfung ihres Anspruches eingereichte Beschwerde abwies (Entscheid vom 6. September 2002), </div> <div class="para">dass A.________, nunmehr anwaltlich vertreten, Verwaltungsgerichtsbeschwerde führen und das Rechtsbegehren stellen lässt, es sei der kantonale Entscheid aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie über die Durchführung beruflicher Eingliederungsmassnahmen befinde, eventuell eine Rente zuspreche, </div> <div class="para">dass sie im Weitern um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Prozessführung, Verbeiständung) für das letztinstanzliche Verfahren ersucht und beantragt, das vorliegende Verfahren sei zu sistieren, bis der diesbezügliche Entscheid vorliege, </div> <div class="para">dass die IV-Stelle auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst und das Bundesamt für Sozialversicherung auf die Einreichung einer Vernehmlassung verzichtet, </div> <div class="para">dass der Antrag der Beschwerdeführerin auf Sistierung des vorliegenden Verfahrens bis zum Entscheid über die unentgeltliche Rechtspflege abzuweisen ist, weil angesichts der Kostenlosigkeit des vorliegenden Verfahrens (<span class="artref">Art. 134 OG</span>) keine weiteren, unter diesem Titel allenfalls zu einer Entschädigung berechtigenden Aufwendungen anfallen können und demnach kein Grund für die Aussetzung des Prozesses besteht, </div> <div class="para">dass im angefochtenen Entscheid die massgebenden Bestimmungen über die Voraussetzungen und den Umfang des Rentenanspruchs (<span class="artref"><artref id="CH/831.20/28/1^bis" type="start"></artref><artref id="CH/831.20/28/1" type="start"></artref>Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG</span><artref id="CH/831.20/28/1^bis" type="end"></artref><artref id="CH/831.20/1^bis" type="end"></artref>), die verschiedenen Methoden für die Bemessung des Invaliditätsgrades bei erwerbstätigen, nichterwerbstätigen und teilerwerbstätigen Versicherten sowie die Grundsätze zur Bestimmung der anwendbaren Bemessungsmethode (vgl. <span class="artref">Art. 28 Abs. 2 IVG</span>; <span class="artref">Art. 28 Abs. 3 IVG</span> in Verbindung mit <span class="artref"><artref id="CH/831.201/27" type="start"></artref>Art. 27 und 27bis IVV</span><artref id="CH/831.201/27^bis" type="end"></artref>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=25&amp;from_date=26.01.2003&amp;to_date=14.02.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-146%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page150">BGE 125 V 150</a> Erw. 2c, 117 V 194 Erw. 3b) richtig dargelegt werden, </div> <div class="para">dass auch die Rechtsprechung über den Beizug von so genannten Tabellenlöhnen zur Ermittlung des hypothetischen Invalideneinkommens (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=25&amp;from_date=26.01.2003&amp;to_date=14.02.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-V-75%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page76">BGE 126 V 76</a> Erw. 3b/bb und 78 Erw. 5 mit Hinweisen; vgl. auch AHI 2002 S. 67 Erw. 4) zutreffend wiedergegeben wird, worauf verwiesen werden kann, </div> <div class="para">dass zu ergänzen ist, dass das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 im vorliegenden Fall nicht anwendbar ist, da nach dem massgebenden Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu: 29. Januar 2001) eingetretene Rechts- und Sachverhaltsänderungen vom Sozialversicherungsgericht nicht berücksichtigt werden (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=25&amp;from_date=26.01.2003&amp;to_date=14.02.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F127-V-466%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page467">BGE 127 V 467</a> Erw. 1, 121 V 366 Erw. 1b), </div> <div class="para">dass in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu Unrecht vorgebracht wird, auf das Gutachten des Spitals S.________ vom 8. Dezember 2000 könne nicht abgestellt werden, weil es nicht mehr aktuell sei, sind doch rechtsprechungsgemäss die Verhältnisse, wie sie sich bis zum Zeitpunkt der angefochtenen Verwaltungsverfügung (in casu: 29. Januar 2001) entwickelt haben, massgebend und sollen Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=25&amp;from_date=26.01.2003&amp;to_date=14.02.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-V-362%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page366">BGE 121 V 366</a> Erw. 1b mit Hinweisen), </div> <div class="para">dass der Beschwerdeführerin auch nicht gefolgt werden kann, soweit sie geltend machen lässt, die Vorinstanz hätte ihr berufliche Eingliederungsmassnahmen im Sinne von <span class="artref">Art. 15 ff. IVG</span> zusprechen müssen, </div> <div class="para">dass nämlich die Frage beruflicher Eingliederungsmassnahmen nicht Gegenstand der angefochtenen Verwaltungsverfügung vom 29. Januar 2001 gebildet hat und die Vorinstanz das Begehren, selbst wenn die rechtsprechungsgemäss erforderlichen Voraussetzungen für eine Ausweitung des Verfahrens auf die Eingliederungsfrage (Tatbestandsgesamtheit, Spruchreife, Prozesserklärung der Verwaltung; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=25&amp;from_date=26.01.2003&amp;to_date=14.02.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-V-34%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page36">BGE 122 V 36</a> Erw. 2a mit Hinweisen) gegeben gewesen wären, hätte abweisen müssen, weil - wie aus dem Abschlussbericht des Berufsberaters der IV-Stelle vom 13. Oktober 2000 hervorgeht - der Versicherten im massgebenden Zeitpunkt des Verfügungserlasses (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=25&amp;from_date=26.01.2003&amp;to_date=14.02.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-V-362%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page366">BGE 121 V 366</a> Erw. 1b) der Eingliederungswille fehlte (vgl. ZAK 1991 S. 179 Erw. 3 mit Hinweisen, vgl. auch AHI 1997 S. 172 Erw. 3a; Meyer-Blaser, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Zürich 1997, S. 56), </div> <div class="para">dass aufgrund der Akten feststeht und letztinstanzlich unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin als Erwerbstätige zu qualifizieren ist und demnach für die Ermittlung des Invaliditätsgrades die Einkommensvergleichsmethode zur Anwendung gelangt, </div> <div class="para">dass das Valideneinkommen von Fr. 42'638.- zu Recht unbestritten ist, </div> <div class="para">dass hinsichtlich des Invalideneinkommens, welches die Vorinstanz unter Zugrundelegung von Tabellenlöhnen auf Fr. 27'515.- festsetzte, einzig geltend gemacht wird, es sei allenfalls ein höherer leidensbedingter Abzug zuzulassen, </div> <div class="para">dass indessen, wovon im angefochtenen Entscheid zutreffend ausgegangen wird, vorliegend im Rahmen des leidensbedingten Abzuges (vgl. dazu <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=25&amp;from_date=26.01.2003&amp;to_date=14.02.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-V-75%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page80">BGE 126 V 80</a> Erw. 5b/bb) einzig die Einschränkung auf leichte Arbeiten berücksichtigt werden kann, und die unter diesem Titel gewährte Reduktion von 10 % im Rahmen der Ermessensprüfung (<span class="artref">Art. 132 lit. c OG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=25&amp;from_date=26.01.2003&amp;to_date=14.02.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-V-75%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page81">BGE 126 V 81</a> Erw. 6, 123 V 152 Erw. 2 mit Hinweisen) nicht zu beanstanden ist, </div> <div class="para">dass die Vorinstanz somit nach Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen zu Recht einen Invaliditätsgrad von 35,5 % ermittelt hat, </div> <div class="para">dass das vorliegende Verfahren - da es um Versicherungsleistungen geht - gemäss <span class="artref">Art. 134 OG</span> kostenfrei ist, weshalb sich das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im Sinne der Befreiung von den Gerichtskosten als gegenstandslos erweist, </div> <div class="para">dass das Begehren um unentgeltliche Verbeiständung abzuweisen ist, weil die Verwaltungsgerichtsbeschwerde als aussichtslos bezeichnet werden muss (Art. 152 in Verbindung mit <span class="artref">Art. 135 OG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=25&amp;from_date=26.01.2003&amp;to_date=14.02.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-201%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page202">BGE 125 V 202</a> Erw. 4a und 372 Erw. 5b, je mit Hinweisen), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Das Sistierungsgesuch wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung wird abgewiesen. </div> <div class="para">5. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Solothurn, der Ausgleichskasse des Kantons Solothurn und dem Bundesamt für Sozialversicherung zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 30. Januar 2003 </div> <div class="para">Im Namen des Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Die Präsidentin der IV. Kammer: Die Gerichtsschreiberin: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>