<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.00847</span></p><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichter Spitz<br/>Ersatzrichter Wilhelm<br/>Gerichtsschreiberin Bonetti</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 29. März 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Milosav Milovanovic</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beratungsstelle für Ausländer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Selnaustrasse 15, 8001 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1969, verfügt über keine Berufsausbildung und arbei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tete zuletzt ab Februar 2007 als Verkäuferin bei der Y.___ (Urk. 7/2/5, 7/29/2 und 7/71/10). Im Februar 2012 meldete sie sich wegen eines Band</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheibenvorfalls bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stelle (nachfolgend: IV-Stelle) zum Leistungsbezug an (Urk. 7/1). Diese for</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derte einen Auszug aus dem individuellen Konto (Urk. 7/7) sowie die Akten der Kranken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">taggeldversicherung an (Urk. 7/18). Am 11. März 2013 unterzog sich die Versicherte einer Sequestrektomie L5/S1 (Urk. 6/13/6) und absolvierte vom 26. August bis 15. September 2013 einen stationären Aufenthalt in der Z.___ (Urk. 6/21). Hernach holte die IV-Stelle diverse Arztbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richte (Urk. 7/13/6-13, 6/21, 6/26, 6/33, 6/37/5-15, 6/38, 6/42, 6/45, 6/47/5-21, 6/51 und 6/55) und Auskünfte bei der letzten Arbeitgeberin ein (Urk. 7/29). Schliesslich gab die IV-Stelle ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag. Die Auftragsvergabe erfolgte via die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Plattform SuisseMED@P </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">an die A.___ (A.___; Urk. 6/59-61). Nach anfänglichen Einwän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den erklärte sich die Versicherte hiermit einverstanden (Urk. 6/62-65). Das internistische, neurologische, psychiatrische und rheumatologische Gutachten datiert vom 9. Juli 2015 (Urk. 6/71) und wurde dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) zur Prüfung vorgelegt (Urk. 7/79/8 f.). Mit Vorbescheid vom 2. Oktober 2015 kündigte die IV-Stelle der Versicherten alsdann die Verneinung eines Rentenanspruchs an (Urk. 7/75). Dagegen erhob diese unter Beilage von Berichten behandelnder Arztpersonen Einwand (Urk. 7/76-77). Innert erstreckter Frist reichte sie zudem zwei ärztliche Zweitmeinungen ein (Urk. 7/80-86). Infol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gedessen holte die IV-Stelle eine ergänzende Stellungnahme des RAD (Urk. 7/94/2 f.) sowie der A.___-Gutachter ein. Letztere datiert vom 21. April 2016 (Urk. 7/89), die Stellungnahme der Versicherten dazu vom 3. Juni 2016 (Urk. 6/93; Beilage Urk. 6/92). Letztlich verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 15. Juni 2016 den Anspruch auf eine Invalidenrente (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen den Entscheid erhob die Versicherte am 11. August 2016 Beschwerde und verlangte die Zusprechung einer ganzen Invalidenrente (Urk. 1; Beilagen Urk. 3/1-5). Mit Beschwerdeantwort vom 7. September 2016 beantragte die IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stelle die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Mit Eingabe vom 21. Dezember 2017 (Urk. 11) reichte die Versicherte einen weiteren Arztbericht ein (Urk. 12), welcher der IV-Stelle zur Kenntnisnahme zugestellt wurde (Urk. 13).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eingliederungsmassnahmen wieder </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">te und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men), in Bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eiden hypothetischen Erwerbsein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Übrigen haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander wider</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist damit entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Allerdings ist in Bezug auf Berichte von behandelnden Arztpersonen bzw. The</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rapiekräften auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wohl kann die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Behandlung oft wertvolle Erkenntnisse zeitigen; doch lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r therapeutisch tätigen (Fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">medizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) nicht zu, ein Admi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nistrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">terer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen bzw. The</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die anders</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lautenden Einschätzungen wichtige </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und nicht rein subjektiver Interpretation entspringende </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8C_677/2014 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Oktober 2014 E. 7.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Hinweisen, u.a. auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">SVR 2008 IV Nr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. 15 S. 43 E. 2.2.1 [I 514/06]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin zog in Betracht, der Beschwerdeführerin sei die bishe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rige Tätigkeit als Verkäuferin seit August 2012 nicht mehr zumutbar. Indes bestehe aus Sicht des begutachtenden Rheumatologen sechs Monate nach der Rückenoperation in einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit mit der Möglichkeit von Positionswechseln eine Arbeitsfähigkeit von 100 %, die in jeder Hilfstätigkeit umgesetzt werden könne. Eine zusätzliche orthopädische Begutachtung sei nicht erforderlich, da die medizinische Grundausbildung in beiden Fachrichtungen dieselbe sei. Für den Rechtsanwender nicht nachvoll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziehbar sei die gutachtlich attestierte 20%ige Arbeitsunfähigkeit aus psychiatri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scher und neurologischer Sicht. So sei aufgrund des in der Begutachtung ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">standenen Eindrucks eine erhebliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit infolge der depressiven Störung auszuschliessen und eine neurologische Diagnose habe nicht mit Sicherheit gestellt werden können. Daran würden die testpsychologi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Befunde des B.___ nichts ändern, zumal diese im Widerspruch zum klinischen Befund stünden und mitunter das Ergeb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nis eines Selbstbeurteilungsverfahrens seien. Aufgrund der rheumatologisch bedingten Einschränkungen und unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 5 % für das Belastungsprofil resultiere ein Invaliditätsgrad von 2 % (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin stellte den Beweiswert des A.___-Gutachtens in Abrede. Wie die zugestellten Beispiele zeigen würden und in Fachkreisen bekannt sei, handle es sich beim A.___ um eine Scheinabklärungsmaschinerie, bei der das Resultat der 5- bis 10-minütigen Untersuchung im Voraus feststehe. Zudem sei die Begutachtung durch einen auf Wirbelsäulenleiden spezialisierten orthopädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Chirurgen nötig. Sowohl Dr. C.___ als auch Dr. D.___ hätten ihr in adaptierten Tätigkeiten eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % attestiert und im Bericht der E.___ sei weiterhin eine chronische resi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">duelle S1-Radikulopathie rechts mit zusätzlich leichter chronischer L5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Radi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kulopathie rechts festgestellt worden. Sie sei wegen der Schmerzen nach wie vor in fachärztlicher Behandlung und müsse täglich Medikamente nehmen. Der begutachtende Neurologe habe übersehen, dass Dr. F.___ nach der Ope</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ration über therapieresistente Beschwerden berichtet habe. Schliesslich habe der begut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achtende Psychiater kein neuropsychologisches Screening durchgeführt und übersehen, dass bereits ihre Eltern psychisch krank gewesen seien. Auch habe sich der Zustand ihres Bruders trotz psychiatrischer Behandlung seit dem Jahr 2011 nicht gebessert. Die behandelnde Psychiaterin attestiere ihr überzeu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gend eine volle Arbeitsunfähigkeit mit schlechter Prognose infolge einer schwe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren depressiven Episode mit psychotischen Symptomen. Ebenso sei im B.___ eine schwere Depression und volle Arbeitsunfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit – mitunter gestützt auf ein testpsychologisches Screening – festgestellt worden (Urk. 1). Dr. G.___ sei ebenfalls überzeugt, dass sie aufgrund der psychischen Beschwerden nicht arbeitsfähig sei (Urk. 11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im A.___-Gutachten vom 9. Juli 2015 wurden als die Arbeitsfähigkeit beeinflus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">send ein (1) chronisches lumboischialgiformes Schmerzsyndrom rechts (ICD-10: M51.1 resp. R52.2) mit/bei möglichem neuropathischem Schmerzsyndrom der Wurzel S1, residuellem radikulärem sensiblem Ausfallssyndrom der Wurzel S1, Status nach Diskushernienoperation L5/S1 rechts am 11. März 2013, Rezidiv</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">diskushernie L5/S1 paramedian rechts gemäss MRI vom November 2014 und funktioneller Überlagerung sowie (2) eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte depressive Episode (ICD-10: F33.0), diagnostiziert. Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden gestellt ein Diabetes mellitus Typ 2 (bei Übergewicht unbefriedigend eingestellt) und ein Status nach schwerer depressiver Episode mit psychotischen Symptomen (ICD-10: F32.3) im Jahr 2011 (Urk. 7/71/23 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dazu erläuterten die Gutachter, aus Sicht des Bewegungsapparates, rheumatolo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gisch und neurologisch evaluiert, beeinflusse das chronische lumboischialgi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">forme Schmerzsyndrom rechts die Arbeitsfähigkeit. Für körperlich schwere und mittelschwere Tätigkeiten oder solche in Zwangshaltungen bestehe eine Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unfähigkeit. Für eine körperlich leichte Tätigkeit, wechselbelastend, mit der Möglich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit von Positionswechseln, bestehe hingegen lediglich eine Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 %. Aus psychiatrischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit durch die gegenwärtig leichte depressive Episode bei rezidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vierender depressiver Störung um 20 % eingeschränkt. Der Beschwerdeführerin könne es aus psychiatrischer Sicht durchaus zugemutet werden, trotz der geklagten Beschwerden die nötige Willensanstrengung aufzubringen, um einer ihren körperlichen Einschränkungen angepassten Tätigkeit mit einer Arbeits- respektive Leistungsfähigkeit von 80 % nachzugehen. Aus allgemeininternisti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scher Sicht würden sich keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit finden. Insgesamt könne somit aus polydisziplinärer Sicht eine Arbeits- respek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tive Leistungsfähigkeit von 80 % in körperlich leichten, adaptierten Tätigkeiten festgestellt werden, vollschichtig umsetzbar bei vermehrtem Pausenbedarf. Die somatischen und die psychiatrischen Einschränkungen könnten dabei nicht addiert werden, da dieselben Zeitabschnitte zum Einlegen von Pausen und zur Erholung genutzt werden könnten. Für körperlich mittelschwer oder schwer belastende Tätigkeiten bestehe eine Arbeitsunfähigkeit (Urk. 6/71/24 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Übrigen wiesen die Gutachter darauf hin, dass eine retrospektive Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aufgrund der Akten schwierig sei. Ihre Arbeitsfähigkeitsein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schätzung gelte mit Sicherheit ab dem Zeitpunkt der Begutachtung im Juni 2015. Aus gutachterlicher Sicht könne sodann davon ausgegangen werden, dass im Anschluss an die Rückenoperation im März 2013 während sechs Monaten eine Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten bestanden habe. Eine nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">folgende, lang andauernde höhergradige Arbeitsunfähigkeit sei retrospektiv gesehen indes nicht nachvollziehbar. Zusammenfassend bestätige man eine Arbeitsunfähigkeit in nicht adaptierten Tätigkeiten seit August 2012. In adap</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tierten Tätigkeiten habe arbiträr von August 2012 bis Februar 2013 eine Arbeitsfähigkeit von 50 % bestanden. Von März bis September 2013 sei die Arbeitsfähigkeit aufgehoben gewesen und seit Oktober 2013 sei über die Zeit gemittelt die aktuelle Arbeitsfähigkeit anzunehmen (Urk. 7/71/25).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin bemängelte vorab die Auftragserteilung an das A.___ an sich. Wie das Bundesgericht wiederholt betonte, können indes nur einzelne Gutachter, nicht aber die medizinische Abklärungsstelle als Institution befangen sein (z.B. Urteil des Bundesgerichts 9C_19/2017 vom 30. März 2017 E. 5.1 unter anderem mit Hinweis auf BGE 137 V 2010 E. 1.3.3). Ebenso genügt die Schilde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung negativer Erfahrungen mit bestimmten Sachverständigen in früheren Fällen regelmässig nicht, um einen formellen Ablehnungsgrund darzutun (Urteil des Bundesgerichts 9C_475/2013 vom 6. August 2013 E. 2.2). Da die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin weder substantiiert Ausstandsgründe gegen die einzelnen Gutachter vorbrachte, noch konkrete Mängel etwa in Bezug auf die Dauer ihrer eigenen Untersuchungen aufzeigte, erübrigen sich weitere Ausführungen dazu.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Des Weiteren haben die A.___-Gutachter in der Ergänzung vom 21. April 2016 (Urk. 7/89/1) und der RAD-Arzt Dr. med. H.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, in seiner Stellungnahme vom 21. März 2016 (Urk. 7/94/2 f.) überzeu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gend dargelegt, dass eine Beurteilung durch einen spezialisierten orthopädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Chirurgen entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin nicht unabding</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bar ist. So erläuterte der RAD-Arzt, dass Fachärzte für Orthopädie, Rheumatologie und physikalische Medizin und Rehabilitation, teilweise auch Fachärzte für Chirurgie, auf Gesundheitsstörungen des Stütz-, Halte- und Bewe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gungsapparates spezialisiert seien. Die Grundausbildung (Anatomie, Physiolo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gie, Physiopathologie, Ätiologie, Symptomatologie und Allgemeine Therapie) sei daher die gleiche. Somit sei jeder Facharzt der genannten Spezialdisziplinen in der Lage, funktionelle Störungen des Stütz-, Halte- und Bewegungsapparates zu erkennen und bewerten. Ebenso erklärten die A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gutachter, dass es sich um ein Problem des Bewegungsapparates handle, das äquivalent rheumatologisch oder orthopädisch zu beurteilen sei. Dem entsprechend kam das Bundesgericht bereits im Urteil 9C_134/2011 vom 6. Juni 2011 E. 3.3 zum Schluss, dass die beiden Fachrichtungen nicht etwa für unterschiedliche Konzepte stehen würden, wie ein Gesundheitsschaden und dessen Folgen zu betrachten seien. Vielmehr scheine sich – im Sinne einer praktischen Aufgabenteilung – für die Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schätzung der funktionellen Auswirkungen von Beeinträchtigungen des Bewe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gungsapparates der Beizug der Rheumatologie durchzusetzen, während die Orthopädie eher im Zusammenhang mit Fragen der Therapie zuständig sei. Gleichermassen erachtete es im Entscheid 9C_320/2015 vom 25. August 2015 E. 3.3.3 eine orthopädische Untersuchung für verzichtbar mit der Begründung, dass (chronische) Schmerzen des Bewegungsapparates Gegenstand sowohl der Rheumatologie als auch der Orthopädie bilden würden. Nichts anderes kann somit vorliegend gelten, zumal die Beschwerdeführerin auch nicht konkret dar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">getan hat, dass die unterschiedliche Beurteilung der somatisch bedingten Arbeitsunfähigkeit auf fachspezifischen Differenzen beruht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Materiell hielt die Beschwerdeführerin den gutachtlichen Schlussfolgerungen einige Passagen aus einzelnen Berichten behandelnder oder für eine Zweitmei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nung beigezogener Fachärzte entgegen. Dabei ist zu beachten, dass sich der Beweiswert eines Gutachtens allgemein nur anhand der gesamten Aktenlage beurteilen lässt, wie auch Feststellungen in medizinischen Berichten stets in ihrem Kontext zu sehen sind (z.B. ob es sich um subjektive Angaben der versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherten Person oder einen objektiven Befund handelt, ob ein Verdacht oder eine gesicherte Diagnose vorliegt etc.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zum somatischen Geschehen ergibt sich aus dem Operationsbericht der I.___ vom 11. März 2013, bei der Beschwerdeführerin hätten seit August 2012 radikuläre Schmerzen aufgrund einer S1 Wurzelreizung bei Dis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kushernie L5/S1 rechts mit rezessaler Stenose bestanden (vgl. ferner Urk. 7/47/21). Im Verlauf habe sich die Hernie regredient bei persistierenden Beschwerden gezeigt. Angesichts der Ausschöpfung der konservativen Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahmen und deutlich eingeschränkten Lebensqualität sei eine Sequestrektomie indiziert (Urk. 7/13/2). Gemäss Austrittsbericht der Klinik konnte die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin nach der Operation ohne sensomotorische Defizite mobilisiert wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den. Zum Prozedere wurde festgehalten, sie dürfe während sechs Wochen keine schweren Gegenstände heben/tragen und solle Extrembewegungen vermeiden. Die Schmerzmedikation könne nach Massgabe der Beschwerden innert 10 bis 14 Tagen reduziert/abgesetzt werden (Urk. 7/13/8 f.). In der dokumentierten Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trolle vom 26. April 2013 zeigte sich weiterhin ein ordentlicher postope</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rativer Verlauf. Persistieren würden Schmerzen im Bereich des medialen Fusses und Unterschenkels im Sinne einer L5 Irritation. Radiologisch zeige sich hier eine Diskusdegeneration ohne wesentliche spinale Stenose, welche allerdings mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">licherweise zur Nervenreizung führe. Nichtsdestrotz wurden konservative Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahmen sowie eine Medikation mit Lyrica empfohlen unter dem Hinweis, es werde angestrebt, dass die Beschwerdeführerin in ca. 2 Wochen die Arbeit wieder zu 50 % aufnehme und anschliessend auf 100 % steigere (Urk. 7/37/12). In der Folge absolvierte die Beschwerdeführerin bei anhaltenden Beschwerden vom 26. August bis 15. September 2013 eine stationäre Rehabilitation. Gemäss Austrittsbericht der Z.___ vom 18. September 2013 liess sich dabei ihre Mobilität deutlich verbessern, Treppensteigen war ihr sicher möglich. Auch konnten die Analgetika reduziert werden (Urk. 7/26/5 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Folge wurde die Beschwerdeführerin erneut beim operierenden Wirbel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">säulenchirurgen Dr. med. J.___ vorstellig. Dieser berichtete am 19. No</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vember 2013, es bestünden drei Probleme, wobei aktuell lokale Grossze</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schmerzen rechts im Vordergrund stünden. Darüber hinaus bestünden chro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nisch lumbale Rückenschmerzen, die mechanisch auslösbar seien. Ursächlich hierfür sei am ehesten die erosive Osteochondrose L5/S1. Zudem bestehe eine Ischialgie beidseits. Die Ursache hierfür sei nicht klar (Urk. 7/26/10). Am Folge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tag notierte er, in den beigezogenen MRIs vom 14. Mai 2013 zeige sich eine ausreichende Dekompression der abgehenden S1 Nervenwurzel, die über den gesamten Verlauf abgrenzbar sei. Eine Kompression bestehe nicht. Zusätzlich bestünden eine dorsomediane Diskusprotrusion und narbige Veränderungen ohne kompressiven Effekt (Urk. 7/26/8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im MRI-Bericht vom 14. Mai 2013 selbst wurde bei breitbasiger Bandscheiben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vorwölbung L4/5 nach birezessal leicht linksbetont mit begleitender leichtgradi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ger Spondylarthropathie der Facettengelenke ein rezessaler Nervenwurzelkon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">takt als beidseits denkbar beurteilt. Zudem wurde nach kaudal herniertem Bandscheibenvorfall mediolateral rechtsbetont ein Verdacht auf Kontakt zur vorbeiziehenden S1 Wurzel geäussert. Darüber hinaus wurde eine rechtsseitige rezessale Enge mit deutlicher Reduktion der Fettlamelle um die austretende Nervenwurzel festgestellt. Auch hier sei eine Affektion der L5 Wurzel denkbar (Urk. 7/33/1). Am 24. Januar 2014 wurden neue MRIs durchgeführt und verglei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chend festgestellt, die Bandscheibenprotrusion sei leicht zunehmend mit rezessalem Kontakt und möglicher Kompression der Wurzel S1 rechts. Ebenso wurde die diskospondylogen bedingte foraminale Enge als leicht zunehmend mit möglicher Irritation der Wurzel L5 rechts beschrieben. Als stationär beurteilt wurde der Riss im Faserring mit rezessaler Enge und möglicher Irritation der Wurzel L5 links bei Belastung (Urk. 7/33/2). Mehr als eine mögliche Tangierung der Nervenwurzeln konnte zum damaligen Zeitpunkt – wie schon in der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">laufskontrolle im April 2014 – bildgebend nicht nachgewiesen werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Anfang 2014 erfolgte Abklärung der Fussbeschwerden in der I.___ führte alsdann einzig zur Feststellung einer beginnenden, aber sehr mini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men Arthrose im Grosszehengrundgelenk. Eine Infiltration lehne die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin ab, jedoch sei die Hauptquelle des Schmerzes wohl lumbal zu suchen (Urk. 7/38/8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 6. Februar 2014 äusserte sich erstmals ein Facharzt für Neurologie, Dr. med. F.___, zu den Beschwerden. Er schlussfolgerte gestützt auf die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin, seinen klinischen Befund und unter Bezug</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme auf das MRI vom Dezember 2012, es handle sich wahrscheinlich am ehesten um postoperative neuropathische Schmerzen bei einem Status nach Diskus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hernienoperation L5/S1 und therapieresistenten Beschwerden (Urk. 7/33/4). Die bei verordneter Einnahme von Lyrica geplante Verlaufskon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trolle bei ihm blieb aus (Urk. 7/43/2 f.). Mit Blick auf die Argumentation der Beschwerdeführerin ist anzumerken, dass Dr. F.___ seiner Vermutung ein präoperatives Bilddokument sowie ihre Schilderung des Krankheitsverlaufs (starke Schmerzen wie vor der Operation, stationärer Aufenthalt in Z.___ ohne Beeinflussung der Schmerzen, Situation bis heute geblieben, vgl. Urk. 7/33/3 f.) zugrunde legte. Daraus kann entgegen ihrer Auffassung nicht geschlossen werden, er habe objektiv therapieresistente Beschwerden festge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellt, zumal er auch einen Therapievorschlag unterbreitete.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Von Januar bis März 2014 liess sich die Beschwerdeführerin zudem von Dr. med. K.___, Facharzt für Rheumatologie, behandeln. Er diagnostizierte am 11. Februar 2014 gestützt auf das MRI vom 14. Mai 2013 sowie seinen klini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Befund ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom rechts mit resi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dualem lumboradikulärem sensorischem S1- und motorischem L5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ausfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">syndrom rechts bei Rezidivhernie L5/S1 mit Kontakt zur Wurzel L5 und S1 rechts. Aktuell sei eine intermittierende Reizung der Nervenwurzel L5, S1 rechts im Segment L5/S1 denkbar. Da unter den stattgefundenen Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahmen keine wesentliche Änderung der Beschwerden eingetreten sei, erachte er in diagno</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stisch-therapeutischer Hinsicht die Indikation zu einer periradikulä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren Therapie L5/S1 rechts mit Kenacort als gegeben (Urk. 7/38/15). Am 11. März 2014 berichtete er, die Rezidiv-Diskushernie L5/S1 rechts sei nun mittels MRI vom 24. Januar 2014 verifiziert. Entsprechend sei eine intermittierende Reizung der Nervenwurzel L5, S1 rechts im Segment L5/S1 anzunehmen. Allerdings habe die Beschwerdeführerin nach der Infiltration L5/S1 mit Kenacort keine Veränderung der Beschwerden geschildert (Urk. 7/47/8-10).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Obschon Dr. K.___ eine Tangierung der Nervenwurzeln nunmehr als erwiesen erachtete, attestierte er der Beschwerdeführerin aus rheumatologischer Sicht im Bericht vom 25. Juli 2014 auf längere Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 50 % als Verkäuferin im Detailhandel. In einer leidensangepassten Tätigkeit ohne repeti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tive oder anhaltende Vornüberneigung des Oberkörpers, ohne längeres Sitzen, Stehen oder Heben/Tragen von Lasten über 5 kg bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 75 %. Beide Arbeitspensa seien mit vermehrten Pausen über den ganzen Tag verteilt zu erbringen, eine stationäre Rehabilitation sollte die Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit zudem positiv beeinflussen. Nicht schlüssig sind in diesem Bericht die Angaben, ab wann diese Einschätzung gilt. Indes ging Dr. K.___ davon aus, dass seine Behandlung keinen Erfolg zeitigte und sich der MRI</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Befund zwischen Mai 2013 und Januar 2014 leicht verschlechtert hatte. Da letztmals bei Abschluss der stationären Rehabilitation über eine Besserung der Beschwerden berichtet wurde, muss die Arbeitsfähigkeitseinschätzung von Dr. K.___ damit konsequenterweise seit September 2013 gelten (Urk. 7/47/5-7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Davon abweichend attestierte Dr. D.___ der Beschwerdeführerin am 21. Oktober 2014 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % in der bisherigen bzw. eine maximale Arbeitsfähigkeit von 10 bis 20 % in einer leidensangepassten Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit unter Hinweis auf den unverändert schlechten Zustand des Bewegungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">apparates </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">„sowie psychisch”. Als angepasste Tätigkeit komme eine wechselbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lastende Tätigkeit ohne Heben von Lasten von über 4 bis 5 kg sowie ohne Arbeiten in gebückter Körperhaltung in Frage. Die Prognose sei ungünstig (Urk. 7/51). Diese Beurteilung war zweifelsohne zu wohlwollend. So wurden etwa die von der Beschwerdeführerin geklagten psychischen Beschwerden mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">berücksichtigt und die Arbeitsfähigkeit vom gleichen Arzt in seinem nächsten Verlaufsbericht – ohne eine gesundheitliche Besserung zu thematisieren – mas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">siv höher eingeschätzt (vgl. E. 4.4.8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Januar 2015 liess sich die Beschwerdeführerin alsdann erneut klinisch-neurologisch und neurophysiologisch untersuchen. Im Bericht der E.___ vom 7. Januar 2015 wurde in Zusammenschau aller Befunde eine chronische, residuelle S1-Radikulopathie rechts mit zusätzlich leichter chroni</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scher L5-Radikulopathie rechts diagnostiziert. Eletrophysiologisch zeige sich sowohl in der L5- als auch in der S1-innervierten Muskulatur rechts eine leichte chronisch neurogene Schädigung. Es gebe keinen Anhalt auf eine akute Schädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung oder ausgeprägte Reinnervationspotentiale (Urk. 7/55/2). Die Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit wurde in diesem Bericht im Übrigen nicht thematisiert.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sodann erläuterte Dr. D.___ am 30. Oktober 2015 in seiner Stellungnahme zum A.___-Gutachten, dass seitens des rheumatologischen Befundes eine Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit von 50 % für eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit ohne Heben von Lasten über 5 kg sowie längeres Arbeiten in gebückter Körperhaltung bestehe. Die Einschränkungen würden aus der verminderten Belastbarkeit der unteren Wirbelsäule, speziell der Bandscheibe L5/S1 und den residuellen neuro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">logischen Ausfällen S1 rechts, resultieren. Bezüglich der Diagnosen bestehe kein Widerspruch zum Gutachten. Allerdings sei die arbiträr festgelegte Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit von 80 % aufgrund der Rezidivhernie L5/S1 und neurologischen Rest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ausfälle nicht nachvollziehbar und auf 50 % anzusetzen (Urk. 7/76/1; bekräftigt mit Schreiben vom 25. Juni 2016, Urk. 7/92/1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4.9</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der von der Beschwerdeführerin einmalig aufgesuchte Dr. med. C.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, stützte seine Beurteilung vom 19. Dezember 2015 auf deren subjektive Angaben, den am 17. Dezember 2015 selbst erhobenen klinischen Befund, die Bilddokumente vom 14. November 2014 und den oberwähnte Bericht der E.___. Demnach zeigte sich im letzten MRI der LWS vom November 2014 im transversalen Schnitt eine grosse zentrale Diskushernie L5/S1 und ein Faserringriss L4/5. In den sagittalen Schnitten gab es auf der Höhe L5/S1 einen Sequester nach kau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dal. Dazu erläuterte Dr. C.___, erst die von Dr. K.___ veranlasste Spritze habe für ein paar Wochen die Beinschmerzen gebessert, weshalb er bei per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sistierender zentraler Hernie nochmals einen Sakralblock empfehle. Ferner wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de die Beschwerdeführerin betreffend das Auftrainieren der aufrichtenden und stabilisierenden Muskulatur instruiert und solle zweimal täglich die maximal mögliche Gehdistanz zurücklegen. Eine Arbeitsaufnahme im Service sei nur stundenweise zumutbar, in optimal angepasster Arbeit mit wahlweise Sitzen oder Stehen, ohne Zwangshaltungen und ohne Heben und Tragen von Lasten über 10 kg körpernah müsste indes nach Einarbeitung eine Arbeit halbtags möglich werden (Urk. 7/84).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4.10</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schliesslich reichte die Beschwerdeführerin im Gerichtsverfahren einen Bericht von Dr. med. G.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, datiert vom 12. Dezember 2017 ein. Dieser behandelt die Beschwerdeführerin seit Mitte 2016 und listete vorab psychiatrische Diagnosen im Sinne einer schweren depressiven Episode und Angststörung mit intermittierenden Panikattacken auf. Dazu erklärte er, vordergründig seien es die depressiven Symptome, die zum Leidensbild beitragen würden. Es herrsche subjektiv eine deutlich herabgesetzte Grundstimmung, ein geringer Antrieb, ein Erschöpfungsgefühl und eine gene</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rell eingeschränkte Belastbarkeit. Die Rückenbeschwerden seien zwar aktuell nicht besonders stark prägend, würden aber einen andauernden Einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kungsfaktor verursachen. Die Situation sei sehr komplex, weshalb die Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit mittels multidisziplinärer Begutachtung gestützt auf ein detailliertes Arbeitsassessment zu beurteilen sei. Die Situation sei seit Jahren im negativen Sinne stabil, mit einer Besserung sei nicht zu rechnen (Urk. 12).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Anbetracht der in E. 4.4.1 zitierten Berichte ist vertretbar, dass die A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gutachter der Beschwerdeführerin ab dem Zeitpunkt der Rückenoperation bis zum Abschluss der stationären Rehabilitation Mitte September 2013, in der nochmals eine deutliche Beschwerdebesserung bzw. Adaption an das Leiden erreicht wurde, eine volle Arbeitsunfähigkeit attestierten. Eine solche steht denn auch noch mehr oder weniger im Einklang mit den aktenkundigen präoperati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ven Prognosen. So hatte der behandelnde Internist und Rheumatologe, Dr. med. D.___, am 14. Januar 2012 erklärt, die Beschwerdeführerin sei derzeit für jegliche Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig, indes sei nicht mit einer dauernden Beeinträchtigung der Gesundheit zu rechnen (Urk. 7/9/14). Ebenso kam der von der Krankentaggeldversicherung zu Rate gezogene Arzt zum Schluss, dass die momentane Arbeitsunfähigkeit aufgrund der Diagnose nachvollziehbar sei. Nach der Operation müsse mit einer ca. dreimonatigen vollen Arbeitsunfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit gerechnet werden. Danach sei eine Steigerung zu erwarten, wobei die Arbeitsfähigkeit noch zwei bis drei Wochen 50 % betrage. Eine bleibende Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lidität sei nicht zu erwarten (Urk. 7/9/16). Es bleibt anzumerken, dass die von den A.___-Gutachtern im Widerspruch zu diesen Berichten festgesetzte arbiträre Arbeitsfähigkeit von 50 % zwischen August 2012 und der Operation für den Rentenanspruch belanglos ist. Im August 2013, bei Ablauf der sechsmonatigen Karenzfrist nach Eingang der Anmeldung (Art. 29 Abs. 1 IVG), war die einjähri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge Wartezeit zweifellos erfüllt (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wie nachfolgend dargelegt wird, ergeben sich aus den in E. 4.4.2 ff. zusammen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gefassten Berichten – entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin – als</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dann keine wichtigen Aspekte zu den somatischen Beschwerden, welche die A.___-Gutachtern bei der Festsetzung der integrierten Arbeitsfähigkeit von 80 % ab Oktober 2013 übersehen respektive mit denen sie sich nicht hinreichend und überzeugend auseinandergesetzt haben. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der begutachtende Neurologe des A.___, Dr. med. L.___, erläuterte, abgestützt auf die Klinik könne von einem residuellen radikulären Ausfallsyndrom der Wurzel S1 rechts ausgegangen werden. Bei negativem Nervendehnungstest sei hingegen nicht sicher eine anhaltende radiukläre Reizsymptomatik zu diagno</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stizieren, dagegen spreche auch das Fehlen von Denervationszeichen anlässlich der myographischen Untersuchung im Januar 2015, wobei dies eine leichtgradi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge Reizung letztlich nicht ausschliesse. Abgestützt auf den MRI</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Befund (konkret erwähnte er die Bilddokumente vom 14. November 2014, Urk. 7/71/21) sei eine solche denkbar. Eine radikuläre Reizung zeige aber in der Regel eine gewisse (mechanische) Stellungs- respektive Positionsabhängigkeit, eine solche sei bei der Beschwerdeführerin indes nicht zu eruieren. Auffallend sei auch die fehlen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de Beeinflussbarkeit des Schmerzsyndroms durch sämtliche therapeutischen Bemühungen, die Beschwerdeführerin könne keine die Schmerzen irgendwie lindernden Faktoren nennen. Eine gewisse Schmerzfehlverarbeitung sei somit nicht auszuschliessen. Dies müsse umso mehr gelten, als sich im Status Zeichen für eine funktionelle Überlagerung finden würden (z.B. Finger-Nasen-Versuch und erschwerte Stand- und Gangprüfung, vgl. Urk. 7/71/20 f.). Andererseits sei ein neuropathisches Schmerzsyndrom der Wurzel S1 letztlich nicht sicher aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuschliessen, die sehr diffuse Schmerzlokalisation im Bein spreche aber eher dagegen (Urk. 7/7/21). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammengefasst sei die klinische Beurteilung nicht einfach; insgesamt sei von einem organischen Kern mit funktioneller Überlagerung auszugehen. Da ein funktionell relevanter Ausfall nicht objektivierbar sei, handle es sich letztlich um die Einschätzung eines Schmerzsyndroms, bezüglich dessen Konsistenz gewisse Vorbehalte bestünden. Klar sei, dass körperlich schwere und mittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwere Tätigkeiten oder solche in Zwangshaltungen (vor allem Bücken) mit Heben und Tragen von Lasten über 10 kg prinzipiell nicht mehr zumutbar seien. Für eine körperlich leichte Tätigkeit, wechselbelastend, mit der Möglichkeit von Positionswechseln, bestehe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 % (Urk. 7/7/21 f.). Zum Bericht der E.___ konstatierte Dr. L.___ konkret, auch er gehe von einer radikulären Problematik S1 aus. Eine sichere Mitbeteiligung von L5 sei indessen nicht abgrenzbar, sowieso nicht motorisch, und die Sensibilitätsverminderung betreffend das ganze Bein sei zu diffus, um sie allenfalls L5 zuzuordnen. Dies gelte, obgleich damals myogra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">phisch leichte chronische Veränderungen auch in diesem Segment festgestellt worden seien (Urk. 7/71/22).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nachdem bereits von der E.___ eine mehr als leichte Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trächtigung des Gesundheitszustandes aus neurologischer Sicht ausgeschlossen worden war, legte Dr. L.___ anhand seines klinischen Untersuchs somit über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeugend und im Detail dar, weshalb selbst eine solche nicht mit letzter Gewiss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heit diagnostiziert werden kann. Immerhin erachtete er die Befundlage (MRI, Myographie und Klinik) jedoch für ausreichend, um eine – wenn auch nicht anhaltende, so zumindest doch residuelle - radikuläre Problematik der Nerven</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wurzel S1 zu diagnostizieren, während er eine Problematik der Nervenwurzel L5 klar verneinte. Die von ihm attestierte leichte Verminderung der Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit ist daher bei der Invaliditätsbemessung zu beachten, zumal im Bereich des Sozialversicherungsrechts der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit genügt und Dr. L.___ von der Möglichkeit absah, bloss eine Verdachts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">diagnose zu stellen (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 8C_454/2013 vom 24. September 2013 E. 6.3, BGE 139 V 547 E. 8.1). Eine radikuläre Symptomatik bzw. Nervenreizung wurde denn auch schon früher in den aktenkundigen MRI</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Berichten sowie der postoperativen Kontrolle vom April 2013 als möglich beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teilt sowie von Dr. K.___ und Dr. F.___ angenommen bzw. als am ehesten wahrscheinlich bezeichnet. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem A.___-Teilgutachten von Dr. med. M.___, Fachärztin für Rheumatologie, ist zu entnehmen, dass sich im Anschluss an die mikrochirurgische Sequest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rektomie und Fenestration L5/S1 von rechts im März 2013 ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom mit ischialgiformer Ausstrahlung beid</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seits rechtsbetont entwickelt habe. Bei der aktuellen klinischen Untersuchung sei die Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule in sämtlichen Ebenen schmerzbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dingt deutlich eingeschränkt. Es bestehe eine myostatische Insuffizienz mit den entsprechenden muskuloligamentären Überlastungsreaktionen, die für die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">symptomatik in diesem Bereich mitverantwortlich seien. Bis auf einen nicht auslösbaren Achillessehnenreflex rechts würden sich in der aktuell klinisch keine Hinweise für eine radikuläre- oder Wurzelkompressionssympto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">matik finden. Auf den im Juni 2015 in Basel durchgeführten Röntgenauf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahmen der Lendenwirbelsäule zeige sich eine deutliche Osteochondrose L5/S1, die für die Beschwerdesymptomatik in diesem Bereich mitverantwortlich sei. Nachdem die Beschwerdeführerin bei der Funktionsprüfung der Hüftgelenke beidseits ab einer Flexion von 90° deutliche Schmerzen angegeben habe, sei eine Beckenübersichtsaufnahme durchgeführt worden, die jedoch unauffällig gewesen sei. Arthrotische Veränderungen der Hüftgelenke als Ursache für die Beschwerdesymptomatik hätten sich nicht gefunden (Urk. 7/71/16 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Daraus schlussfolgerte die Gutachterin, bei einem Status nach Diskushernien-Operation und einer ausgeprägten Osteochondrose L5/S1 seien der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin schwere und mittelschwere Tätigkeiten nicht mehr zumutbar. Für leich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">te, wechselbelastende Tätigkeiten ohne Einnahme von wirbelsäulenbelastenden Zwangshalten bestehe aus rheumatologischer Sicht eine volle Arbeitsfähigkeit. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Verkäuferin bei Y.___ gehe dabei laut Arbeitsplatzbeschreibung über das zumutbare Leistungsprofil hinaus. Die von Dr. D.___ und Dr. C.___ für nach dem Zeitraum der stationären Rehabilitation abgegebenen Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit in angestamm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter bzw. adaptierten Tätigkeiten qualifizierte Dr. M.___ unter Hinweis auf die Arbeitsplatzbeschreibung bzw. rheumato</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">logischen Befunde und sinngemäss auf die Mitberücksichtigung des psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Gesundheitszustandes als zu hoch bzw. niedrig (Urk. 7/71/17 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es ist hervorzuheben, dass die diskrepanten Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit mit Bezug auf den Bewegungsapparat ihren Ursprung weder in abweichenden somatischen Befunden noch massgeblichen diagnostischen Differenzen haben, wie sowohl die Gutachter (Urk. 7/89) als auch der RAD (Urk. 7/94/3) und Dr. D.___ (E. 4.4.8) betonten. Es stellt sich das gängige Problem, dass zwi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen ärztlicher Diagnose und Arbeitsunfähigkeit letztlich sowohl bei somatisch als auch psychisch dominierten Leiden keine Korrelation besteht, weshalb die medizinische Folgenabschätzung notwendigerweise eine hohe Variabilität auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weist und unausweichlich Ermessenzüge trägt (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.1). Die Einschätzung von Dr. M.___ wurde dabei nicht nur vom fachkundigen RAD als schlüssig beurteilt (Urk. 7/79/8 f.), sondern ist letztlich gut vereinbar mit der Einschätzung einer Arbeitsfähigkeit von 75 % mit Steigerungspotenzial durch den ehemaligen Behandler Dr. K.___ im Jahr 2014 (E. 4.4.5) sowie der vom Ope</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rateur Dr. N.___ anvisierten Arbeitsfähigkeit von 100 % bereits im Sommer 2013, wobei jener die Dekompression der Nervenwurzel S1 nach Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicht in das MRI vom 14. Mai 2013 aus chirurgischer Sicht weiterhin als ausrei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chend beurteilte (E. 4.4.2) und auch heute keine weitere Operation zur Dis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kussion steht. Dazu passt im Übrigen auch, dass der im weiteren Verlauf (ab Mitte 2016) behandelnde Hausarzt, Dr. G.___, die Rückenbeschwerden aufgrund der ihm gegenüber geklagten Beschwerden explizit als nicht beson</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ders ausgeprägt beurteilte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wie bereits eingangs der Erwägungen dargelegt, vermag die erfahrungsgemäss zu Gunsten der versicherten Person erfolgte Einschätzung einer behandelnden Arztperson das Ergebnis einer Begutachtung zudem nicht ohne weiteres in Fra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge zu stellen. Dies muss besonders für die Arbeitsfähigkeitseinschätzung von Dr. D.___ gelten, der diese ohne korrelierende Befundänderung nachbesser</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">te und jeweils auch Beschwerden ausserhalb seines Fachgebietes mitwürdigte. Zur Beurteilung von Dr. C.___ ist zu bemerken, dass die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin diesen einzig in der Absicht aufsuchte, das Gutachten zu widerlegen (Urk. 7/77/2 und 7/81). Sodann fällt auf, dass sie ihm gegenüber abweichende Angaben zum Therapieverlauf machte, so dass er als einziger davon ausging, die von Dr. K.___ ausdrücklich auch in diagnostischer Hinsicht veranlasste Infiltration habe eine positive Wirkung gezeitigt (vgl. zur früheren Schilderung, Urk. 7/71/12 f.). Letztlich empfahl aber auch er, wie bereits von Dr. K.___ ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geblich initiiert, eine Kräftigung der Muskulatur durch Übungen und Gehen und attestierte der Beschwerdeführerin sogar in der vormaligen Tätigkeit im Service, die grundsätzlich im Stehen und Gehen ausgeübt wird und regelmässig das Tra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen von leichten Gewichten bedingt, eine stundenweise Arbeitsfähigkeit. Dar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">über hinaus liess er die neurologischen Diagnosen in seine Beurteilung mitein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fliessen. Die Diskrepanz von letztlich 30 % zur im A.___-Gutachten sechs Monate postoperativ festgelegten integrierten Arbeitsfähigkeit von 80 % aus somati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scher Sicht bleibt zwar erheblich, wird von den im Auftrag der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin berichtenden Ärzten jedoch nicht überzeugend begründet und vermag folglich keine Zweifel am Gutachten zu wecken, das besser mit den Berichten der ehemaligen Behandler vereinbar ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.6</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu den psychischen Beschwerden berichtete die behandelnde Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Dr. med. O.___, erstmals am 16. März 2014. Sie diagnostizierte neben somatischen Diagnosen eine schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen bei Behandlungsbeginn im Oktober 2011, aktuell ohne psychotische Symptome. Diese sei als Folge der körperlichen und psychischen Überlastung am Arbeitsplatz ausgebrochen. Anfänglich sei das psychische Zustandsbild mit schwerer depressiver Symptomatik mit psychoti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Symptomen im Vordergrund gestanden, konkret Antriebs-, Kraft- und Lustlosigkeit, bedrückte Stimmung und Wahnvorstellungen (eine Frau wolle ihr etwas antun, es geschehe etwas Schlimmes, sie werde beobachtet und verfolgt). Die Behandlung mit Neuroleptika und Antidepressiva habe eine Besserung der psychotischen Symptomatik gebracht. Im Hintergrund verblieben seien eine wahnhafte Wahrnehmung, Depression und Angst. Nach der Operation sei die Beschwerdeführerin wegen der Schmerzen erneut in eine schwere Depression gerutscht. Sie weine ständig und wolle nicht mehr leben, müsste sie noch ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mal operiert werden. Der Gedankengang sei formal in Ordnung, inhaltlich auf die jetzige Lebenssituation, die starken Schmerzen sowie die erfolglose Operation eingeengt. Aufmerksamkeit und Konzentration (wie auch Anpassungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit, Belastbarkeit und Fahrtauglichkeit, Urk. 7/38/4) seien deutlich vermin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dert. Affektiv wirke sie traurig, bedrückt und weine ununter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">brochen. Psychomo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">torisch sei sie verlangsamt und berichte immer wieder über unerträgliche Schmerzen. Es bestünden keine Anhaltspunkte für Wahn, Sinnes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">täuschungen oder Ich-Störungen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Prognose sei eher schlecht. Die Beschwerdeführerin werde nicht mehr in ihrem Beruf (schwere körperliche Arbeit) arbeiten können. Zudem sei die Rückenoperation misslungen. Seit dem 29. August 2012 bestehe eine Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit von 100 %. Nach der Operation sei eine weitere Diskushernie diagno</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stiziert worden, welche die Arbeitsunfähigkeit verursache. Zudem sei die Beschwerdeführerin psychisch angeschlagen, da sie kaum laufen könne und an starken Schmerzen leide (Urk. 7/38/2 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 5. Juli 2014 berichtete Dr. O.___, die Beschwerdeführerin sei wegen einer Verkalkung in der Schulter mit Kortikosteroiden und wegen Juckreiz am ganzen Körper mit Kortisol behandelt worden. Infolgedessen sei die Diabeteser</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">krankung schlecht verlaufen und die Beschwerdeführerin tagelang blind gewe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen. Sie habe deshalb schwere Panikattacken erlitten und wiederholt das Spital aufgesucht. Sie stehe immer noch unter Schock und weine ununterbrochen, weil sie nun zu den Rückenschmerzen fast blind geworden sei und glaubhaft immer noch nicht gut sehe. Ferner sei bei einer Magenspiegelung eine Gastritis diagnostiziert worden (Urk. 7/42).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.6.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht vom 25. Oktober 2015 vermerkte Dr. O.___ neu, dass es sich um eine rezidivierende depressive Störung handle (ICD-10: F33.3). Sowohl die Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wicklung der Depression mit psychotischer Symptomatik als auch die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlechterung des körperlichen Zustandsbildes würden die Arbeitsfähigkeit beeinflussen. Seit der Operation sei die Beschwerdeführerin körperlich recht eingeschränkt und leide unter starken Schmerzen. Zu Beginn der Behandlung sei sie depressiv gewesen und habe an einer psychotischen Symptomatik, aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geprägten Schlafstörung, Angst und Stimmungsinstabilität gelitten. Wahnhafte Wahrnehmung, Verfolgungsideen und Beobachtungswahn hätten zu Konflikten am Arbeitsplatz geführt. Sie habe oft Auseinandersetzungen mit Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kolleginnen, dem Ehemann und ihren Eltern gehabt. Sie sei nach wir vor miss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trauisch, verzweifelt, ängstlich und unsicher. Die persistierenden Schmerzen hätten die depressive Symptomatik verstärkt. Mit diesen sehe die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin keine Zukunft. Zudem leide sie an einem Diabetes mellitus Typ 2. Die Blutzuckerschwankungen hätten Folgen für die Stimmung wie Müdigkeit, Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">langsamung bis hin zu aggressivem Verhalten. Vergesslichkeit und kognitive Einschränkung seien recht ausgeprägt. Das logische Denken fehle immer mehr (z.B. Stechnadel der Insulinpumpe trotz Vorrat nie ausgewechselt). Sie werde immer unsicherer und vom Ehemann überall hinbegleitet. All dies beeinflusse die Leistungsfähigkeit, wie die Angst- und Panikzustände. Durch wiederholte Kortikosteroid-Behandlungen sei der Diabetes negativ beeinflusst worden. Die Beschwerdeführerin habe immer wieder an starker Hyperglykämie und Neben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wirkungen gelitten. Am Pfingstmontag 2014 habe sie einen schnellen Visusver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lust erlitten und sei tagelang blind gewesen. Sie habe schwere Panikattacken erlitten und sei wiederholt ins Spital gegangen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Prognose sei eher schlecht. Die Beschwerdeführerin sei aus psychischen Gründen und noch mehr wegen körperlicher Beschwerden auch für körperlich leichte Arbeit in der Leistung voll eingeschränkt. Die Ablehnung des Rentenbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehrens habe sie in eine schwere Depression geführt. Sie ziehe das rechte Bein mit sich, leide an Schmerzen beim Gehen, Stehen, Sitzen und Beugen. Zum Teil sei sie inkontinent (Urk. 7/76/2 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.6.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ferner unterzog sich die Beschwerdeführerin einer psychiatrischen Abklärung im B.___. In dessen Bericht vom 9. März 2016 (Urk. 7/86) wurde eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gradige depressive Episode (ICD-10: F33.1) diagnostiziert. Bereits einleitend wurde festgehalten, dass man über den Eindruck aufgrund der Informationen der Beschwerdeführerin in zwei Vorgesprächen im Januar 2016 berichte. Aus deren Sicht würden die Beschwerden mit Stress und Problemen auf der Arbeit zusammenhängen. Sie sei ferner bei den Grosseltern aufgewachsen, zwischen denen es zu Gewalt gekommen sei. Die Grossmutter und der Vater seien Alko</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">holiker gewesen, die Mutter habe an Depressionen gelitten und sei mit dem Messer auf den Vater losgegangen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zum Befund wurde notiert, die Beschwerdeführerin sei äusserlich gepflegt, bewusstseinsklar und allseits orientiert. In der Kontaktaufnahme sei sie abwar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tend, sachlich, aktiv im Spontanverhalten. Die Stimmung sei depressiv-resigniert, aber affektiv kontrolliert. Im Gespräch sei sie verbal mitteilungsaktiv, schildere ihr Symptomerleben und –verhalten im Zusammenhang mit der Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lastung bei der Arbeit. Kognitiv zeige sie sich in Aufmerksamkeit, Konzentra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tion, Merkfähigkeit und Gedächtnis verlangsamt bzw. deutlich eingeschränkt. Es bestehe eine deutliche Vergesslichkeit. Im formalen Denken sei sie beweglich, aber inhaltlich problemzentriert. Anhaltspunkte für psychotische Erlebnisweisen (Wahn, Wahrnehmungs- oder Ich-Störungen) bestünden keine. Anamnestisch bestünden deutlichere Suizidgedanken, aber keine Ausführungspläne. Aktuell bestehe keine akute Suizidalität.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beim neuropsychologischen Screening habe sich die Beschwerdeführerin gut motiviert mit guter Compliance und adäquater Anstrengungsbereitschaft, aber rasch und deutlich überfordert gezeigt. Es seien keine Aggravation oder Simula</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tion ersichtlich. Die neuropsychologischen Einschränkungen seien mit grosser Wahrscheinlichkeit im Rahmen der Depression zu interpretieren. Der TSD-Test weise mit RW=119 auf eine schwere Depression hin. Im Verfahren zur Ermitt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung paranoider und depressiver Erlebnisinhalte (PDS) würden sich für das Misstrauen (T=100) und die Depressivität (T=100) überdurchschnittliche Werte ergeben (vgl. auch Urk. 7/84/3). Das Verfahren zur Messung der visuellen Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">merksamkeit bei monotoner Reizsituation (VIGIL) habe mangels eingeschränk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Sehvermögens nicht durchgeführt werden können. Das Verfahren zur Messung der Daueraufmerksamkeit (DAUF) zeige eine deutlich unterdurch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schnittliche Aufmerksamkeits-/Konzentrationsleistung bei länger andauernden Belastungen. Der Test zur Erfassung des visuell-räumlichen Kurzzeitgedächtnis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ses (CORSI) weise auf eine unter der Norm liegende Kurzzeitgedächtnisleistung hin. In der fortlaufenden visuellen Wiedererkennungsaufgabe (FVW) zur Erfassung der längerfristigen Gedächtnisleistung sei ein unterdurchschnittlicher Wert erreicht worden. Beim Determinationstest (DT) zur Erfassung der reaktiven Belastbarkeit unter psychologischer Belastung (Stress) sei die Beschwerdeführe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin mit der Aufgabenstellung überfordert gewesen. Abbrechen müssen habe man zudem das Verfahren zur Messung der Reaktionszeit auf optische Reize aufgrund der eingeschränkten Aufmerksamkeit und verlangsamten Reaktions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeit.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Störung habe somit Krankheitswert. Eine Arbeitsunfähigkeit bestehe seit dem 28. Februar [recte: August, vgl. Urk. 7/86/1) 2012. Bei guter Rehabilita</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tionsfähigkeit (körperlich, psychisch und bedingt durch die Motivation) sei die Rehabilitationsprognose gut. Ziel sei die Reduzierung der Depression. Als Rein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tegrationspotenzial angegeben wurde die Wiederherstellung einer nicht weiter quantifizierten Teilarbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.6.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Vollständigkeit halber sei nochmals der Bericht von Dr. G.___ vom 12. Dezember 2017 erwähnt. Ohne Einsicht in die Berichte von Dr. O.___ oder Befunderhebung, also allein aufgrund der Angaben der Beschwerdeführe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin diagnostizierte dieser eine schwere depressive Episode und als einziger eine Angststörung mit intermittierenden Panikattacken, unter Hinweis auf eine (nicht aktenkundige) Erstdiagnose im Jahr 2010. Eine eigene Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nahm er nicht vor, sondern gab die klar als solche gekenn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeichnete Selbsteinschätzung der Beschwerdeführerin wieder (Urk. 12). Der Bericht ist somit nicht aussagekräftig. Er lässt nur darauf schliessen, dass nach Ansicht von Dr. G.___ die psychischen Beschwerden im Vordergrund stehen und er die Situation als komplex einstuft.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.7</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.7.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wie beim somatischen Gesundheitsschaden gilt es auch in Bezug auf die psychiatrische Exploration zu beachten, dass diese von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann und dem begutachtenden Psychiater deshalb praktisch immer einen gewissen Spielraum eröffnet, innerhalb dessen ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege artis vorgegangen ist. Anders verhält es sich nur, wenn die behandelnden Ärzte objektiv feststellbare Gesichtspunkte vorbringen, welche im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben und geeignet sind, zu einer abweichenden Beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung zu führen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_353/2015 vom 24. November 2015 E. 4.1 mit Hinweisen). Im Übrigen können in der vorliegenden Konstellati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">on die psychisch bedingten Einschränkungen im Rahmen der Gesamtwürdigung der Beschwerden nur einen Einfluss haben, wenn sie die Arbeitsfähigkeit um mehr als 20 % einschränken.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.7.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im entsprechenden Teilgutachten des A.___ erläuterte der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Dr. med. P.___, der Beginn der psychischen Störung sei durch Unruhe, Ängstlichkeit, leicht paranoide Überzeugungen und eine heftige Eifersucht gekennzeichnet gewesen. Aktuell festzustellen seien die Basissymp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tome einer depressiven Episode mit depressiv-ängstlicher Stimmung, gesteiger</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter Ermüdbarkeit und reduzierten Interessen. Ferner bestünden eine Schlafstö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung mit Früherwachen und Libido-Minderung. Somit würden sich fünf Merkmale für die Diagnose einer leichtgradigen depressiven Störung ergeben. Weitere psychopathologische Symptome seien nicht festzustellen. Insbesondere sei aufgrund der nachgewiesenen mittelgradigen degenerativen Veränderungen im Bereich der Wirbelsäule von einer Schmerz-Adäquanz auszugehen, weshalb keine somatoforme Schmerzstörung zu diagnostizieren sei. Die psychische Störung sei zudem nicht als reaktive Anpassungsproblematik an die Rückenbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerden zu werten, da sie vor der Beinlähmung ausgebrochen sei. Hinweise für eine Persönlichkeitsstörung fehlten. Von den zwei verordneten Psychophar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">maka liege Quetiapin unter der Nachweisgrenze, so dass zu vermuten sei, die Beschwerdeführerin nehme dieses nicht oder nur sehr unregelmässig ein. Dieses könnte indes gerade zu einer Besserung der geklagten Unruhe als depressive Restsymptomatik führen (Urk. 7/71/11 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Gutachter kam zum Schluss, die Beschwerdeführerin sei im Jahr 2011 unter einer erheblichen depressiven Symptomatik erkrankt bis hin zu wahnhaften Inhalten der Gedanken. Die Behandlung habe die Symptomatik relativ rasch gedämpft. Heute liege noch eine leichtgradige depressive Episode vor, die jedoch als krankheitswertig und behandlungsbedürftig zu bezeichnen sei. Die Beschwerdeführerin sei aufgrund der Verstimmungen, Ängstlichkeit und Unruhe in ihrer Konzentrationsfähigkeit und Fähigkeit zur Willensanspannung etwas eingeschränkt. Die Einschränkung betrage seit Oktober 2011 20 %. Ressourcen würden in der guten familiären Integration und der weiterhin bestehenden Mobilität liegen (Urk. 7/71/12). Die von Dr. O.___ geschilderten Befunde dürften bei Ausbruch der Krankheit somit tatsächlich vorgelegen haben. Zwi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schenzeitlich habe jedoch eine deutliche Besserung und Abschwächung der Symptomatik stattgefunden. Bei hereditärer Belastung und der Tendenz zu leicht paranoiden Gedanken bleibe die Beschwerdeführerin indes für eine depressive Symptomatik rezidiv-gefährdet (Urk. 7/71/12, ferner Urk. 7/89/1). Ergänzend führten die Gutachter später zum Bericht des B.___ aus, Einigkeit bestehe über die Art, nicht aber das Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mass der psychischen Störung. Der TSD sei als Selbstbeurteilungsverfahren mit Vorsicht zu bewerten. Zudem korrespondiere der Testbefund nicht mit dem dar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gestellten klinischen Befund, der eigentlich nicht von demjenigen im Gutachten divergiere. Es werde denn auch keine wesentliche gesundheitliche Verschlechte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung seit der Begutachtung behauptet. Wie bereits erläutert, könnte die beklagte Unruhe und Ängstlichkeit zudem durch eine kompliante Einnahme von Quetiapin verbessert werden (Urk. 7/89/2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.7.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin haben die Fachärzte eine psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chotische Symptomatik durchwegs nur zu Beginn der Behandlung bejaht, so dass diese bei frühstmöglichem Rentenbeginn im Herbst 2013 keine Rolle mehr spielte. Als massgebend stellten die untersuchenden Fachärzte einhellig eine depressive Symptomatik fest, deren Schweregrad sie jedoch nicht unterschiedli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cher hätten beurteilen können.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Für die Qualifikation als mittelgradige depressive Episode müssen mindestens zwei der drei typischen Symptome einer Depression gegeben sein: gedrückte Stimmung (1), Interessenverlust und Freudlosigkeit (2) und Verminderung des Antriebs sowie erhöhte Ermüdbarkeit (3). Zusätzlich müssen drei oder besser vier der weiteren Symptome vorhanden sein, so dass die Gesamtzahl der beiden Gruppen sechs oder auch sieben beträgt. Zu den weiteren Symptomen zählen: verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit, vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, Schuldgefühle und Gefühl von Wertlosigkeit, negative und pessimistische Zukunftsperspektiven, Suizid</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">danken bzw. erfolgte Selbstver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">letzung oder Suizidhandlungen, Schlafstörungen und ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derter Appetit. Einige der Symptome müssen in ihrem Schweregrad beson</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ders ausgeprägt sein oder aber es ist durchgehend ein besonders breites Spekt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rum von Symptomen vorhanden. Der Betroffene hat erhebliche Schwierig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keiten, seine normale Berufstätigkeit und sozialen Aktivitäten fortzusetzen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Abgrenzung hierzu bedarf es für die Qualifikation einer leichten depressiven Episode neben mindestens zwei typischen nur ein weiteres Symptom, so dass die Gesamtzahl der Symptome aus beiden Gruppen mindestens vier oder auch fünf beträgt. Zudem sollte kein Symptom besonders ausgeprägt sein. Der Betref</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fende leidet zwar unter den Symptomen und hat Schwierigkeiten, seine normale Berufstätigkeit und seine sozialen Aktivitäten fortzusetzen, gibt aber die alltäg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Aktivitäten nicht vollständig auf. Eine schwere depressive Episode ist zu diagnostizieren, wenn alle drei typischen und mindestens fünf der weiteren Symptome vorhanden sind, von denen einige besonders ausgeprägt sein sollten. Insgesamt braucht es also mindestens acht Symptome. Es ist unwahrscheinlich, dass der Betreffende während einer schweren depressiven Episode in der Lage ist, soziale, häusliche und berufliche Aktivitäten fortzuführen, allenfalls sehr begrenzt (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">illing/Mom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bour</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">/S</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chmidt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> [Hrsg.], Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">10. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufl. 201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 169</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">174).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.7.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. P.___ hat somit gestützt auf seine Untersuchung anhand der ICD-Kriterien nachvollziehbar dargetan, weshalb bei der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Begutachtung nicht die Diagnose einer schweren oder mittelgradigen depressi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ven Episode zu stellen war. Dabei ist den Gutachtern beizupflichten, dass der klinische Befund gemäss Gutachten und Bericht des B.___ vergleichbar ist. Das von Dr. O.___ (stets gleich) beschriebene Beschwerdebild liess sich demgegenüber nicht bestätigen. Sie schilderte zudem offenbar anhaltende Angstzustände und Panikattacken infolge einer tagelangen Erblindung. Allerdings fanden diese keinen Niederschlag in ihrer Diagnose</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellung. Es verwundert daher nicht, dass sich in den ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechenden somati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Abklärungen (Urk. 7/45) auch lediglich der Hinweis auf ein vorüberge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hendes Verschwommensehen im Zusammenhang mit Kopfschmerzen bzw. einer Medikamentenumstellung findet. Nicht zuletzt ist bei der Beschwerdeführerin zudem kein erheblicher Leidensdruck ersichtlich. Weder absolvierte sie bisher einen stationären Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik, noch nimmt sie die verordneten Medikamente zuverlässig ein. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin kann Dr. P.___ zudem nicht vorgeworfen werden, nicht lege artis vorgegangen zu sein, weil er kein test</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">psychologisches Screening durchführte. Denn gemäss Rechtsprechung kann einem testmässigen Erfassen der Psychopathologie ohnehin nur ergänzende Funktion beigemessen werden, während die klinische Untersuchung mit Anam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">neseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung ausschlaggebend bleibt (vgl. oberwähntes Urteil 9C_353/2015 E. 4.1). Die A.___-Gutachter haben diesbezüglich auch zu Recht darauf hingewiesen, dass die erhobenen Testbefun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de nicht mit dem im Bericht des B.___ notier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten klinischen Befund und offensichtlich auch nicht mit der darin gestellten Diagnose vereinbar sind. So erreichte die Beschwerdeführerin in den Tests, soweit diese überhaupt durchführbar waren, jeweils Extremwerte, was indes selbst die Fachpersonen des B.___ nicht von der Diagnose einer schweren Depression überzeugen konnte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ergänzend ist anzumerken, dass Dr. P.___ die Psycho-Heredopathien durchaus würdigte. So stellte er fest, die Beschwerdeführerin sei aufgrund der hereditären Belastung und der Tendenz zu leicht paranoiden Gedanken gefährdet für ein Rezidiv der depressiven Symptomatik, weshalb er die fortgesetzte Behandlungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bedürftigkeit betonte. Nicht angebracht sind nach dem soeben zur Massgeblich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit der Exploration Gesagten indes direkte Rückschlüsse von den psychischen Erkrankungen im familiären Umfeld auf den Schweregrad der eigenen Erkran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kung, wie sie die Beschwerdeführerin suggeriert. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.7.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fragwürdig erscheint somit einzig die retrospektive Beurteilung der psychischen Beschwerden im Gutachten. So stellte Dr. P.___ eine deutliche Besserung der Symptomatik seit Behandlungsbeginn im Oktober 2011 fest, attestierte der Beschwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht aber dennoch eine konstante Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 % ab Oktober 2011.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fest steht, dass sich in den Akten keine (schon gar keine echtzeitlichen) Doku</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mente finden, die eine tatsächliche Arbeitsunfähigkeit bei Ausbruch der psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Erkrankung bzw. vor dem Bandscheibenvorfall im August 2012 belegen würden. Insbesondere verzichtete die langjährig behandelnde Dr. O.___ in ihren Berichten nicht nur auf eine klare Unterscheidung zwischen somatischen und psychischen Beschwerden, wobei sie auch selbst somatische Abklärungen in Auftrag gab. Vielmehr nannte sie als primäre Ursachen der Arbeitsunfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit eine Diskushernie und körperliche Schmerzen. Sogar der Diabetes-Erkrankung schrieb sie als einzige einen massgeblichen Einfluss auf die Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit zu, was indes im internistischen A.___-Teilgutachten trotz erhöhter Werte ausdrücklich verneint wurde (Urk. 7/7/25). Ausserdem wäre es der Beschwerdeführerin durchaus zumutbar, die antidiabetische Therapie – wie gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achtlich empfohlen – zu intensivieren. Als Konsequenz attestierte Dr. O.___ der Beschwerdeführerin durchgängig eine volle Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit ab Ende August 2012, obschon sie mit Bezug auf den Verlauf der psychischen Beschwerden über eine schwere depressive Episode mit psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tischen Sympto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men im Oktober 2011 und eine erneute Verschlechterung nach der Operation im März 2013 berichtete. Ebenso wenig ergeben sich aus dem Arbeitgeberfrage</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bogen Anhaltspunkte für eine durch psychische Beschwerden bedingte Abwe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">senheit vom Arbeitsplatz zwischen Herbst 2011 und Herbst 2012 (vgl. Urk. 7/29: regelmässige Auszahlung von Sonntagszulagen, Bezug von Kranken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geldleistungen ab November 2012).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die letztlich in jedem Bericht der behandelnden Psychiaterin diagnostizierte, gerade bestehende schwere depressive Episode vermag somit für die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gangen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heit genauso wenig wie für die Gegenwart mit überwiegender Wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeit eine höhere als die in der Begutachtung festgestellte Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit zu begründen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Vollständigkeit halber ist anzufügen, dass das Bundesgericht m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">it zur Publi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kation in der amtlichen Sammlung vorgesehenem Urteil 8C_130/2017 vom 3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">0. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">November 2017 erkannt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Leiden einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziehen seien, wobei es je nach Krankheitsbild allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gkeit schliessen lassen (E. 7). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">indes </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dort von einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 abgesehen werden, wo es nicht nötig oder auch gar nicht geeignet ist. Ob dies zutrifft, beurteilt sich aufgrund der konkreten Fallumstände und der jeweiligen Beweisproblematik (zur Publikation vorgesehene Urteile des Bundesgerichts 8C_130/2017 vom 3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">0. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">November 2017 E. 7.1 und 8C_841/2016 vom 30. November 2017 E. 4.5.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Anbetracht der weitgehenden Remission der gesamten psychischen Sympto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">matik, der im A.___-Gutachten schlüssig als geringfügig beurteilten Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht sowie dem Umstand, dass im neurologischen Teilgutachten eine funktionelle Überlagerung festge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellt wurde und die testpsychologischen Befunde letztlich nicht plausibel sind, erscheint vorliegend ein strukturiertes Beweisverfahren weder notwendig noch sinnvoll. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.9</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ist den Vorakten und später nachgereichten Stellungnahmen, aber auch der Argumentation der Beschwerdeführerin also nichts zu ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nehmen, was ernsthafte Zweifel an der im A.___-Gutachten in Würdigung aller Beschwerden festgestellten integrierten Arbeitsfähigkeit von 80 % in einer dem somatischen Leiden angepassten Tätigkeit ab Herbst 2013 hervorrufen würde, wobei aufgrund der aktenkundigen Prognosen im Vorfeld der Operation sowie den vom operierenden Wirbelsäulenchirurgen postoperativen abgegeben Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schätzung auch zu keiner Zeit mit einer Invalidität, definiert als voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit, zu rechnen war (vgl. Art. 8 Abs. 1 ATSG). Daran vermag der Umstand, dass die Beschwerdeführerin kurz vor Ablauf des Wartejahres noch eine stationäre Rehabilitation beanspruchte, welche nochmals zu einer Verbesserung der Mobi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lität führte, nichts zu ändern. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Berechnungsgrundlagen des Einkommensvergleichs sind soweit unstrittig, belegt (Urk. 7/29/3) und nachvollziehbar (Urk. 7/74). Unter Berücksichtigung der Arbeitsfähigkeit von 80 % in angepassten Tätigkeiten sowie des von der Beschwerdegegnerin gewährten leidensbedingten Abzugs von 5 % resul-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tiert daher neu ein Invalideneinkommen von (51’801.21 x 0,8 x 0,95 =) Fr. 39'369.--. Der neue Invaliditätsgrad von 21 % erreicht den Schwellenwert für eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rente von 40 % nicht, weshalb die Beschwerdegegnerin einen Rentenan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruch zu Recht verneinte. Die Beschwerde ist folglich abzuweisen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufwand unabhängig vom Streitwert im Rahmen von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">200.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1‘000.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">festzulegen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">69 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG). Sie sind vorliegend auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fr. 8</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">00.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anzusetzen und der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Milosav Milovanovic</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigBonetti</p><p></p></div> </div></body></html>