<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">IV.2011.00152</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <font size="4">III. Kammer</font><br/> <font size="4">Sozialversicherungsrichterin Heine, Vorsitzende</font> <p><font size="4">Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer</font> </p><p><font size="4">Ersatzrichterin Condamin</font> </p><p><font size="4">Gerichtsschreiberin Frick</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Urteil vom 30. März 2011</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">X.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdeführer</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Nachdem die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Verfügung vom 4. Februar 2011 auf ein Gesuch von X.___ vom 11. November 2010 um berufliche Massnahmen nicht eingetreten ist, da der Versicherte nicht glaubhaft gemacht habe, dass seit der letzten Verfügung vom 2. April 2009, die vom hiesigen Gericht am 28. September 2010 bestätigt worden ist, eine Änderung der tatsächlichen Verhältnissen eingetreten sei (Urk. 2);</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">nach Einsicht</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> in die Beschwerde vom 9. Februar 2011 und deren Ergänzungen vom 17. Februar und 17. März 2011, mit welcher der Beschwerdeführer sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung beantragte (Urk. 1; Urk. 8 und Urk. 11); </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> sowie in die auf Abweisung der Beschwerde schliessende Beschwerdeantwort der Verwaltung vom 21. März 2011 (Urk. 12);</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">unter Hinweis auf </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die Verfügung der IV-Stelle vom 2. April 2009, mit der diese einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers verneinte (Urk. 13/31), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die Anmeldung des Versicherten vom 1. Februar 2010 mit dem Antrag auf berufliche Massnahmen (Urk. 13/39),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> das Schreiben der IV-Stelle vom 11. Februar 2010, wonach das Gesuch um berufliche Massnahmen bis zum Entscheid des Sozialversicherungsgerichts betreffend die Verfügung vom 2. April 2009 sistiert werde (Urk. 13/41),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> das rechtskräftige Urteil des hiesigen Gerichts vom 28. September 2010, mit dem die genannte Verfügung der IV-Stelle vom 2. April 2009 bestätigt und damit rechtskräftig wurde (Prozessnummer IV.2009.00348; Urk. 13/45),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die neuerliche Anmeldung des Beschwerdeführers bei der IV-Stelle betreffend berufliche Eingliederung vom 11. November 2010 (Urk. 13/46);</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> den das Nichteintreten auf diese Anmeldung vom 11. November 2010 in Aussicht stellenden Vorbescheid der IV-Stelle vom 9. Dezember 2010 (Urk. 13/48);</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">in Erwägung, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> in Art. 87 Abs. 4 der Verordnung über die Invalidenversicherung (mit Verweisung auf Abs. 3 dieses Verordnungsartikels) bestimmt wird, dass nach der Verweigerung einer Rente oder einer Hilflosenentschädigung wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades oder wegen fehlender Hilflosigkeit eine neue Anmeldung nur zu prüfen ist, wenn darin eine für den Anspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades oder der Hilflosigkeit glaubhaft gemacht wird, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> diese Bestimmung praxisgemäss in analoger Weise auch für Eingliederungsleistungen gilt (BGE 109 V 119);</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">in weiterer Erwägung, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> das Gericht bei Beschwerden gegen einen Nichteintretensentscheid ungeachtet der Vorbringen der beschwerdeführenden Partei zu prüfen und darüber zu entscheiden hat, ob die Verwaltung zu Recht nicht auf das Leistungs- oder Feststellungsbegehren eingetreten ist, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> der richterliche Entscheid in der Sache (Sachentscheid) in dieser besonderen verfahrensmässigen Situation den formellen Gesichtspunkt des Nichteintretens durch die untere Instanz zum Gegenstand hat, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> und das Gericht sich mit den materiellen Anträgen nicht zu befassen hat (BGE 121 V 159 Erw. 2b, 116 V 266 Erw. 2a, SVR 1997, UV Nr. 66 S. 225 Erw. 1a);</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">in weiterer Erwägung, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> das Eintreten auf ein neues Gesuch nur verweigert werden darf, wenn ein gleichlautendes Leistungsgesuch gestellt wird, und für den Fall der Geltendmachung eines andersartigen Leistungsanspruchs und dementsprechend eines anderen Versicherungsfalls die Rechtsbeständigkeit der früheren Leistungsverweigerung dem Versicherten nicht entgegengehalten werden kann (vgl. Meyer, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Zürich 2010, 2. Aufl., S. 401 mit Hinweis auf SVR 1999 IV 21 63);</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">in weiterer Erwägung, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Gegenstand der Verfügung vom 2. April 2009 nur der Anspruch auf eine Invalidenrente bildete, über den Anspruch auf berufliche Massnahmen hingegen keine ablehnende Verfügung erging,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die IV-Stelle nach dem Gesagten aufgrund unterschiedlicher Versicherungsfälle zu Unrecht auf das Gesuch um berufliche Massnahmen nicht eingetreten ist, weshalb die Beschwerde gutzuheissen und die Sache zur materiellen Beurteilung und entsprechender neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist; </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">in weiterer Erwägung, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die Beschwerdegegnerin die Kosten von Fr. 400.-- des aufgrund von Art. 69 Abs. 1</font><sup><font face="RotisSerif" size="4">bis</font></sup><font face="RotisSerif" size="4"> des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung kostenpflichtigen Verfahrens zu tragen hat;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">erkennt das Gericht:</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 4. Februar 2011 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Anspruch auf berufliche Massnahmen materiell befinde. </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Die Gerichtskosten von Fr. 400.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- X.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Bundesamt für Sozialversicherungen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">sowie an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p></div></body></html>