A bteilung I A -1782/2006 {T 0/2} U rteil vom 24. M ai 2007 M itw irkung: R ichter André M oser; R ichterinnen Florence Aubry G irardin und M arianne R yter Sauvant; G erichtsschreiber Sim on M ül- ler. X._______, Beschw erdeführerin, vertreten durch D r. Peter Lyssy, Advokat, Bernoulli- strasse 20 / PF 112, 4003 Basel, gegen Schw eizerische B undesbahnen SB B , Zentralbereich Personal, M it- telstrasse 43, Postfach, 3000 Bern 65 SBB, Vorinstanz betreffend m issbräuchliche N ichtw ahl und Verletzung des G leichstellungsgebots. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. X._______, geboren 1956, trat am 26. Juli 1975 in die D ienste der Schw eizerischen Bundesbahnen (SBB) ein. N achdem sie die dazu erfor- derlichen Fachprüfungen bestanden hatte, w urde sie auf den 1. Januar 1990 als Betriebsbeam tin (Zettelschreiberei) und auf den 1. M ärz 1995 als W agenkontrollbeam tin im R angierbahnhof Basel der SBB gew ählt. M it Schreiben vom 27. Juni 2005 teilte der Leiter R angierbahnhof X._______ m it, dass ihre Stelle reorganisationsbedingt auf den 31. O ktober 2005 aufgehoben w erde. Am 22. August 2005 erhielt sie den Bescheid, dass ihre Bew erbung vom 4. Juni 2005 für die intern ausgeschriebene Stelle als W agenkontrolleurin (Funktionsstufe 8) nicht habe berücksichtigt w erden können. Per 1. N ovem ber 2005 trat X._______ in die N euorientierung ein. B. Auf Begehren des Schw eizerischen Eisenbahn- und Verkehrspersonalver- bandes (SEV) erliess der Leiter R angierbahnhof Basel am 20. D ezem ber 2005 eine form elle Verfügung betreffend N ichtw ahl von X._______. Am 31. Januar 2006 gelangte der SEV für X._______ m it einem G esuch um Ü berprüfung an die paritätische Schlichtungskom m ission. D ie am 17. M ärz 2006 durchgeführte Schlichtungsverhandlung scheiterte und es w urde die 30-tägige Beschw erdefrist gem äss G esam tarbeitsvertrag angesetzt. C . Am 25. April 2006 unterzeichnete X._______ eine Vereinbarung, gem äss der das Arbeitsverhältnis zu den SBB im gegenseitigen Einvernehm en per 30. April 2006 aufgelöst w urde. D ie SBB erklärten sich bereit, den Schritt von X._______ in die Selbständigkeit (Eröffnung eines H undesalons) m it einem Betrag von insgesam t C H F 69'980.-- zu unterstützen. Schliesslich erklärten die Parteien, sich m it dem Vollzug der Vereinbarung per Saldo aller Ansprüche vollständig auseinandergesetzt zu haben. Vorbehalten blieben Forderungen gestützt auf das Verantw ortlichkeitsgesetz, die erst nach der U nterzeichnung der Vereinbarung entstehen oder entdeckt w erden. D . G egen die Verfügung vom 20. D ezem ber 2005 liess X._______ durch Advokat D r. Peter Lyssy am 2. M ai 2006 beim Zentralbereich Personal der SBB Beschw erde w egen m issbräuchlicher N ichtw ahl und Verletzung des G leichstellungsgebots erheben. N achdem die verfügende Instanz am 30. M ai 2006 ihre Stellungnahm e und die Beschw erdeführerin am 5. Sep- tem ber 2006 ihre R eplik eingereicht hatten, w ies der Zentralbereich Perso- nal der SBB die Beschw erde m it Entscheid vom 28. Septem ber 2006 ab. Einer allfälligen Beschw erde an die Eidgenössische Personalrekurskom - m ission w urde die aufschiebende W irkung entzogen. E. X._______ (Beschw erdeführerin) lässt am 1. N ovem ber 2006 durch ihren R echtsvertreter bei der Eidgenössischen Personalrekurskom m ission (PR K) Beschw erde einreichen. Sie beantragt, den Entscheid vom 28. Sep- tem ber 2006 aufzuheben. D ie SBB seien zur Bezahlung einer Entschädi- gung bzw . G enugtuung von C H F 30'000.-- an die Beschw erdeführerin zu 3 verurteilen und zu verpflichten, dafür zu sorgen, dass künftig das G leichstellungsgebot eingehalten w erde bzw . die M itarbeiterinnen nicht m ehr unter sexueller Belästigung zu leiden haben. F. D er Zentralbereich Personal der SBB schliesst in seiner Vernehm lassung vom 28. N ovem ber 2006 sinngem äss auf Abw eisung der Beschw erde. Auf Aufforderung hin reichen die SBB am 13. Februar 2007 U nterlagen ein, die sich auf die Besetzung der im Som m er 2005 bahnhofintern ausgeschriebe- nen W agenkontrolleurstellen beziehen. D ie Beschw erdeführerin lässt sich dazu in einer Eingabe vom 22. M ärz 2007 vernehm en. G . Auf die w eitergehenden Ausführungen in den Eingaben an die PR K bzw . ans Bundesverw altungsgericht w ird – sow eit entscheidw esentlich – im R ahm en der nachfolgenden Erw ägungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. D as Bundesverw altungsgericht beurteilt gem äss Art. 31 des Bundesgeset- zes über das Bundesverw altungsgericht vom 17. Juni 2005 (VG G ; SR 173.32) Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesge- setzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG ; SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G gegeben ist. Im vorliegend zur Beurteilung stehenden Bereich des Bundespersonalrechts bzw . des G leichstellungsgesetzes besteht keine derartige Ausnahm e. D ie Zuständigkeit des Bundesverw altungsgerichts zur Behandlung der Be- schw erde, die sich gegen einen Beschw erdeentscheid einer Vorinstanz im Sinne von Art. 33 Bst. e VG G richtet, liegt daher vor (vgl. auch Art. 36 Abs. 1 des Bundespersonalgesetzes vom 24. M ärz 2000 [BPG ; SR 172.220.1]). D as Bundesverw altungsgericht übernim m t bei gegebener Zuständigkeit die beim Inkrafttreten des VG G am 1. Januar 2007 bei der PR K hängigen R echtsm ittel, w obei die Beurteilung nach neuem Verfahrensrecht erfolgt (Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.1 Als vom angefochtenen Entscheid direkt Betroffene ist die Beschw erdefüh- rerin im Sinne von Art. 48 Vw VG zur Beschw erde legitim iert. 1.2 D em in der Beschw erdeschrift gestellten Begehren auf Verpflichtung der SBB zur künftigen Einhaltung des G leichstellungsgesetzes kann, sow eit eine solche Verpflichtung sich nicht ohnehin aus G esetz und G esam tar- beitsvertrag ergibt, nicht entsprochen w erden, da ein solches abstraktes Begehren ausserhalb des m it Beschw erde anfechtbaren Streitgegenstan- des liegt. Im Ü brigen w ar die PR K und ist auch das Bundesverw altungsge- richt gegenüber den SBB nicht Aufsichtsbehörde. 1.3 Auf die w eiteren Anträge ihrer frist- und form gerecht eingereichten Beschw erde ist dagegen einzutreten. 1.4 G em äss Art. 37 VG G richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverw al- tungsgericht nach dem Vw VG , sow eit das VG G nichts anderes bestim m t. An die Begründung der Begehren ist das Bundesverw altungsgericht nicht gebunden (Art. 62 Abs. 4 Vw VG ). D ies bedeutet, dass das G ericht eine 4 Beschw erde auch aus anderen als den geltend gem achten G ründen gut- heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis m it einer Begrün- dung bestätigen kann, die von jener der Vorinstanz abw eicht (sog. M otiv- substitution). Als urteilende Instanz darf und soll das Bundesverw altungs- gericht dabei ohne w eiteres auch R echtsstandpunkte beiziehen, die bis- lang von keinem der Beteiligten erw ähnt w orden sind (vgl. AN D R É M O SER , in: M oser/U ebersax, Prozessieren vor eidgenössischen R ekurskom m issionen, Basel und Frankfurt am M ain 1998, R z. 1.8 m it H inw eisen). 2. D ie Beschw erdeführerin bringt vor, sie sei von ihrem Vorgesetzten Z._______ gem obbt und sexuell belästigt w orden. Für die im Som m er 2005 intern ausgeschriebene Stelle, um die sie sich bew orben habe, sei sie einzig deshalb nicht berücksichtigt w orden, w eil sie den Avancen ihres Vorgesetzten Z._______ nicht nachgekom m en sei. Sie m acht eine Verletzung des G leichstellungsgebots geltend und verlangt in erster Linie eine Entschädigung bzw . G enugtuung. 2.1 Auf R echte, die das Bundesgesetz über die G leichstellung von Frau und M ann vom 24. M ärz 1995 (G leichstellungsgesetz, G lG ; SR 151.1) ein- räum t, kann nicht gültig verzichtet w erden. Eine Parteiabrede, die das G leichstellungsgesetz verletzt, ist entsprechend ungültig (vgl. ELIS ABETH FR EIVO G E L bzw . SABIN E STEIG ER -SAC KM A N N , in M argrith Bigler-Eggen- berger/C laudia Kaufm ann [H rsg.], Kom m entar zum G leichstellungsgesetz, Basel und Frankfurt am M ain, N 19 zu Art. 2 G lG , S. 46 bzw . N 28 zu Art. 11 G lG , S. 242). W enn in Ziff. 6 der Austrittsvereinbarung zw ischen der Beschw erdeführerin und den SBB vom 25. April 2006 festgehalten w ird, dass sich die Parteien m it dem Vollzug der Vereinbarung per Saldo aller Ansprüche vollständig auseindergesetzt haben, dürfen dem nach An- sprüche, die sich auf das G leichstellungsgesetz stützen, nicht in diese Er- klärung einbezogen w erden. D ie SBB haben sich im vorliegenden Verfah- ren denn auch nie auf Ziff. 6 der Austrittsvereinbarung berufen. 2.2 N ach Art. 6 G lG w ird bezüglich der Aufgabenzuteilung, G estaltung der Ar- beitsbedingungen, Entlöhnung, Aus- und W eiterbildung, Beförderung und Entlassung eine D iskrim inierung verm utet, w enn diese von der betroffenen Person glaubhaft gem acht w ird. M it andern W orten genügt es, w enn der R ichter hinreichende objektive Anhaltspunkte hat, dass die geltend gem achten U m stände m it einer gew issen W ahrscheinlichkeit zutreffen (vgl. FLO R EN C E AU BR Y G IR AR D IN , Egalité salariale et décisions judiciaires, AJP/PJA 2005, S. 1067). D iese Bew eislasterleichterung ist im vor- liegenden Fall entgegen der M einung der SBB insow eit zu beachten, als die N ichtberücksichtigung für eine intern ausgeschriebene Stelle in Frage steht. D enn es ging im Falle der Beschw erdeführerin nicht um die erstm ali- ge Begründung eines Arbeitsverhältnisses, sondern um die N ichtberück- sichtigung einer bereits angestellten Person für eine andere Stelle (vgl. AN D R É M O SER , D er R echtsschutz im Bund, in Peter H elbling/Tom as Poledna [H rsg.], Personalrecht des öffentlichen D ienstes, Bern 1999, S. 547, Fn. 64 m it H inw eisen). Bezüglich des Vorw urfs der D iskrim inierung durch sexuelle Belästigung käm e – für sich allein genom m en – die besondere Bew eislast- regel dagegen nicht zum Tragen; diesbezüglich gälte die allgem eine Be-5 w eislastverteilung von Art. 8 des Schw eizerischen Zivilgesetzbuches vom 10. D ezem ber 1907 (ZG B, SR 210; vgl. STEIG E R -SAC K M AN N , a.a.O ., N 39 zu Art. 6 G lG , S. 171). 2.3 Bei der vorliegend in Frage stehenden N ichtberücksichtigung einer bereits angestellten Person für eine andere Stelle ist das D iskrim inierungsverbot gem äss Art. 3 Abs. 2 G lG zu beachten. Eine direkte D iskrim inierung liegt dabei nam entlich vor, w enn eine Frau für die Stelle(n) nicht berücksichtigt w ird, obw ohl sie besser qualifiziert ist als berücksichtigte Kollegen (vgl. U rteil des Bundesgerichts 4C .276/2004 vom 12. O ktober 2004, E. 6.1). 2.4 Zur Begründung der Beschw erde w ird geltend gem acht, w enn im fragli- chen Bereich zw ei Frauen (Y._______ und die Beschw erdeführerin) be- schäftigt w erden, die sich beide über sexuelle Belästigung und M obbing durch Z._______ beklagen, und diese beide nicht w iedergew ählt w erden, sei die geschlechterbedingte D iskrim inierung offensichtlich. 2.4.1 M it dem Begriff M obbing w ird allgem ein ein Abstossungsverhalten be- zeichnet, das von einigen oder allen Arbeitskollegen ausgeht und das die Betroffene nicht verursacht hat. M an versteht darunter negative kom m uni- kative H andlungen, die gegen eine Person gerichtet sind und die sehr oft und über einen längeren Zeitraum hinaus vorkom m en und dam it die Bezie- hung zw ischen Täter und O pfer kennzeichnen (vgl. Entscheid der PR K vom 28. Juni 2000, veröffentlicht in Verw altungspraxis der Bundesbehör- den [VPB] 65.14, E. 5b; M AN FR ED R EH BIN D ER / ALEXAN D ER KR AU SZ, Psychoterror am Arbeitsplatz – M obbing und Bossing und das Arbeitsrecht, in M itteilungen des Instituts für Schw eizerisches Arbeitsrecht [ArbR ] 1996, S. 18 f. m it H inw eisen; JEAN -BER N AR D W AEB ER ; Le m obbing ou harcèlem ent psychologique au travail, quelles solutions?, Aktuelle Juristische Praxis [AJP], 1998, S. 792; D O M IN IQ U E Q U IN TO N , Le concept du m obbing – cas cliniques, in H arcèlem ent au travail, Arbeitsrecht in der Praxis, Band 22, Zürich/Basel/G enf 2002, S. 66 ff.) Allein aufgrund des U m standes, dass berufliche Beziehungen Konflikt belastet sind oder eine schlechte Stim - m ung am Arbeitsplatz herrscht oder ein Vorgesetzter nicht vollständig und im m er seinen Pflichten gegenüber seinen M itarbeitenden nachgekom m en ist, darf freilich nicht auf M obbing geschlossen w erden (vgl. U rteil des Bun- desgerichts 4C .404/2005 vom 10. M ärz 2006, E. 3.2 m it H inw eisen; U rteil der R ekurskom m ission des Bundesgerichts vom 5. O ktober 2005, veröffentlicht in VPB 70.4, E. 4.4.1). 2.4.2 Sexistische Sprüche sow ie anzügliche und peinliche Bem erkungen fallen ihrerseits unter den Begriff der sexuellen Belästigung im Sinne von Art. 4 G lG (BG E 126 III 397 E. 7/bb; U rteile des Bundesgerichts 2A.404/2006 vom 9. Februar 2007, E. 6.1, 4C .289/2006 vom 5. Februar 2007, E. 3.1 und 4C .276/2004 vom 12. O ktober 2004, E. 3). 2.4.3 Aus den Akten des vorliegenden Verfahrens ergibt sich einerseits, dass der Vorw urf der sexuellen bzw . sexistischen Belästigung durch Z._______ an sich teilw eise begründet ist. Anzügliche Bem erkungen und Andeutun- gen sow ie unerw ünschte Einladungen in den Ausgang w erden selbst sei- tens der SBB nicht bestritten. Allfällige Ansprüche der Beschw erdeführerin 6 gegenüber den SBB gestützt auf Art. 5 Abs. 3 G lG oder gegenüber Z._______ gestützt auf Art. 41 ff. O R stehen hier indes nicht zur Beurteilung. Ansprüche aus sexueller Belästigung sind nicht G egenstand des angefochtenen Entscheides, der nur die N ichtw ahl der Beschw erdeführerin betrifft; es w ird auch nicht geltend gem acht, der Ent- scheid habe sich zu U nrecht nicht m it dieser Frage auseinandergesetzt. D ie Entschädigungsansprüche gem äss Art. 5 Abs. 3 G lG w ürden dam it ausserhalb des Streitgegenstandes liegen und sind im vorliegenden Verfahren nicht zu prüfen. D ie Eingaben der Beschw erdeführerin lassen andererseits nicht erkennen, dass Verhaltensw eisen gegeben sind, die als M obbing zu bezeichnen w ären. D ie von der Beschw erdeführerin angeführ- ten Indizien sind entw eder sehr pauschal gehalten und nicht w eiter belegt (Vorw urf vieler kleiner Schikanen) oder stellen von ihrer Tragw eite her kein system atisches Vorgehen seitens des Vorgesetzten dar (Vorw urf der Auf- nahm e in die Ablöserliste), so dass der Tatbestand des M obbings als nicht erfüllt zu erachten ist. Zu prüfen ist m ithin, ob die N ichtberücksichtigung der Beschw erdeführerin für die im Som m er 2005 ausgeschriebene Stelle darauf zurückzuführen ist, dass sie von ihrem Vorgesetzen Z._______ sexuell belästigt w orden bzw . seinen Avancen nicht nachgekom m en ist. 2.4.4 W ie den von den SBB am 13. Februar 2007 nachgereichten U nterlagen zu entnehm en ist, w urden im R ahm en dieses W ahlverfahrens die Kriterien (Krankheits)Absenzen, (Personal-)Beurteilung, Einsatz, Zusam m enarbeit, Fachw issen und Allgem eines detailliert zusam m engetragen und ausgew er- tet. M it der Vorinstanz ist dabei festzustellen, dass die besondere Erw äh- nung einzelner Elem ente aus der Personalbeurteilung (Einsatz, Zusam - m enarbeit, Fachw issen und Allgem eines) als zusätzliche bzw . separate Kriterien w ohl w enig sinnvoll ist, ohne dass daraus freilich abzuleiten w äre, die W ahl sei nicht auf der Basis objektiver Kriterien erfolgt, zum al diese bei allen Personen gleich angew andt w urden. Anhand dieser Ausw ertung er- gab sich die R eihen- bzw . R angfolge der M itarbeitenden, w ovon die letzten sieben nicht berücksichtigt w erden konnten, darunter die Beschw erdefüh- rerin, die sich auf dem zw eitletzten Platz befand. 2.4.5 G rundlage für den W ahlentscheid bildeten vorliegend som it die Personal- beurteilungen bzw . deren einzelne Elem ente. N ach dem geltenden Bun- despersonalrecht w erden M itarbeiterbeurteilungen gegebenenfalls m it ei- ner D ifferenzbereinigung bzw . einem Zw eitgespräch und nicht m it einer beschw erdefähigen Verfügung abgeschlossen. Sie sind deshalb auch nicht m it Beschw erde bei der PR K bzw . beim Bundesverw altungsgericht an- fechtbar. M it Beschw erde anfechtbar sind grundsätzlich erst allfällige ge- stützt auf die Personalbeurteilung getroffene Verfügungen zum Arbeitsver- hältnis, sofern diese Verfügungen nicht ihrerseits von der Anfechtung bei der PR K bzw . beim Bundesverw altungsgericht ausgenom m en sind. Ist eine solche Verfügung – w ie vorliegend – m it Beschw erde anfechtbar und liegen ihr M itarbeiterbeurteilungen zu G runde, so können die in den Q uali- fikationen enthaltenen Feststellungen und W ertungen als Elem ente des rechtserheblichen Sachverhalts überprüft w erden. D as Bundesverw al-7 tungsgericht auferlegt sich indes auch und insbesondere bei solchen förm lichen Personalbeurteilungen eine gew isse Zurückhaltung und entfernt sich im Zw eifel nicht von der Auffassung der Vorinstanz und setzt nicht an deren Stelle sein eigenes Erm essen (vgl. Entscheid der PR K vom 10. N ovem ber 2006 [PR K 2006-021], E. 4b). 2.4.6 D ie Beschw erdeführerin hält in ihrer Stellungnahm e vom 22. M ärz 2007 zw ar fest, dass ihre Bew ertung bestritten w erde und offensichtlich auf ihr G eschlecht und ihre Schw ierigkeiten m it Z._______ zurückzuführen sei. D en Akten sind jedoch keine verlässlichen Anhaltspunkte zu entnehm en, die den Schluss zuliessen, die Beschw erdeführerin sei von Z._______ in den Personalbeurteilungen 2002 bis 2004 desw egen schlecht bew ertet w orden, w eil sie seinen Avancen nicht nachgekom m en ist. So fällt zw ar eine im Vergleich zu den beiden Vorjahren insgesam t deutlich schlechtere Q ualifikation auf, ohne dass freilich verlässliche Anzeichen auszum achen w ären, die auf sachfrem de M otive hindeuten w ürden. Festzuhalten ist ei- nerseits auch, dass die Beurteilungen in den Jahren 2000 durch U ._______ bzw . 2001 durch V.________ neben Stärken auch gew isse Schw ächen beinhalten und andererseits die Beurteilungen durch Z._______ ungeachtet aller Kritik auch positive Elem ente enthalten, w as dazu führte, dass einzelne Kriterien trotzdem als "gut" bzw . "erfüllt" eingestuft w erden konnten. W enn sich die Beschw erdeführerin bei der Personalbeurteilung 2003 offenbar zunächst auch gew eigert hat, diese zu unterschreiben, da sie w eder m it dem Ergebnis noch m it dem Vorgehen einverstanden gew esen sei, so steht doch fest, dass sie auf säm tlichen Personalbeurteilungen unten auf der ersten Seite jew eils unterschriftlich bestätigt hat, dass sie m it der Beurteilung einverstanden ist. Es konnte ihr dabei auch nicht entgangen sein, dass unm ittelbar anschliessend an die U nterschriften auf dem Beurteilungsbogen ein fett gedruckter H inw eis angebracht ist, w onach die Beurteilung gültig ist, w enn die M itarbeiterin nicht innerhalb von zehn Tagen ein w eiteres G espräch beim Vorgesetzten des Beurteilenden verlangt. H inzu kom m t, dass das entsprechende Verhalten von Z._______ gegenüber der Beschw erdeführerin im Zeitraum 1995 bis 2000 liegt, diese indes die sexuelle Belästigung erstm als im Zusam m enhang m it ihrer N ichtw ahl im Jahre 2005 zur Sprache gebracht hat. D ass und w eshalb die Beschw erdeführerin w egen des rauen Tons im Eisenbahn-Aussendienst nicht in der Lage gew esen sein soll, sich früher und auf dem dafür vorgesehenen W eg (D ifferenzbereinigung bzw . Zw eitgespräch oder Kontaktnahm e m it dem Personaldienst bzw . dem G leichstellungsbeauftragten) gegen die ihrer Ansicht nach auf das sexistische Verhalten von Z._______ zurückzuführenden ungenügenden Q ualifikationen zur W ehr zu setzen, w ird nicht dargetan und ist nicht ersichtlich. 2.4.7 Erw eisen sich die Einw ände gegen die Q ualifikationen durch Z._______ dem nach als nicht stichhaltig, so steht einer Berücksichtigung der Perso- nalbeurteilungen im R ahm en des hier zur Beurteilung stehenden W ahlver- fahrens nichts im W ege und bleibt es bei der von den SBB erstellten R ei- hen- bzw . R angfolge der M itarbeitenden. Bei diesem Stand der D inge ver-8 m ag die Beschw erdeführerin eine diskrim inierende N ichtberücksichtigung für die in Frage stehenden Stellen nicht im Sinne von Art. 6 G lG glaubhaft zu m achen. Insbesondere kann nicht gesagt w erden, sie sei nicht berück- sichtigt w orden, obw ohl sie an sich besser qualifiziert gew esen sei als be- rücksichtigte Kollegen. D ie N ichtberücksichtigung der Beschw erdeführerin als W agenkontrolleurin im R angierbahnhof Basel ist vielm ehr aufgrund ob- jektiver Anforderungskriterien erfolgt, so dass eine geschlechterbedingte D iskrim inierung zu verneinen ist. 2.4.8 An diesem Ergebnis verm ögen w eder der Fax von Y._______ an den scheidenden G eneraldirektor W eibel vom 9. O ktober 2006 noch deren Ein- vernahm e als Zeugin etw as zu ändern. D er in der Beschw erde gestellte Antrag auf Befragung von Y._______ ist daher in antizipierter Bew eisw ür- digung abzuw eisen (vgl. BG E 130 II 428 E. 2.1; 127 V 494 E. 1b). 3. D ies führt zur Abw eisung der Beschw erde vom 1. N ovem ber 2006, sow eit darauf eingetreten w erden kann, und zur Bestätigung des angefochtenen Entscheids. 4. D as Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht ist in Angelegenheiten, die das Bundespersonal betreffen bzw . die sich auf das G leichstellungsge- setz stützen, grundsätzlich kostenlos (Art. 34 Abs. 2 BPG ; Art. 13 Abs. 5 G lG ). Parteientschädigungen sind bei diesem Ausgang des Verfahrens keine geschuldet. D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde von X._______ vom 1. N ovem ber 2006 w ird, sow eit darauf einzutreten ist, abgew iesen und der Entscheid des Zentralbereichs Personal der SBB vom 28. Septem ber 2006 bestätigt. 2. Es w erden w eder Kosten erhoben noch Parteientschädigungen zugespro- chen. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin - der Vorinstanz D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: André M oser Sim on M üller R echtsm ittelbelehrung G egen das vorliegende U rteil kann eine Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegen- heiten beim Bundesgericht erhoben w erden (vgl. Art. 83 Bst. g des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 [Bundesgerichtsgesetz, BG G ], SR 173.110). D ie 9 Beschw erde ist innert 30 Tagen seit der Eröffnung des angefochtenen U rteils zu erhe- ben. D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. Sie m uss spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen H anden der Schw eizerischen Post oder einer schw eizerischen diplom atischen oder konsularischen Vertretung übergeben w erden (vgl. Art. 42, 48, 54 und 100 BG G ). Versand am :