A bteilung V E -4798/2007 scr/stk/sca {T 0/2} U rteil vom 11. Septem ber 2007 M itw irkung: R ichterinnen Schenker Senn, D e C oulon, R ichter König G erichtsschreiberin M aeder-Steiner A ._______, Eritrea, Beschw erdeführerin gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 14. Juni 2007 i.S. A syl / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass die Beschw erdeführerin eigenen Angaben zufolge am 22. Septem ber 2003 in die Schw eiz einreiste, w o sie am gleichen Tag im Em pfangszentrum (vorm als Em pfangs- stelle) in B._______ um Asyl nachsuchte, dass die Beschw erdeführerin am 20. O ktober 2003 im Transitzentrum C ._______ sum m arisch zu ihren Ausreise- und Asylgründen befragt w urde und die kantonale Anhörung am 24. N ovem ber 2003 durch die zuständige Behörde des Kantons D ._______, w elchem die Beschw erdeführerin für die D auer des Asylverfahrens zugew iesen w urde, durchgeführt w urde, dass die Beschw erdeführerin anlässlich der Befragungen im W esentlichen ausführte, sie sei aus Em ba D erho/Eritrea und M utter von acht Kindern, die heute alle in Eritrea bei ih- rem Bruder lebten, dass ihr Ehem ann, w elcher ein ehem aliger Käm pfer der EPLF (Eritrean People Liberati- on Front) gew esen sei, im M ai 2002 zu H ause von Soldaten der R egierung abgeholt w orden sei und sich seither an einem ihr unbekannten O rt in H aft befinde, dass sich die Beschw erdeführerin m ehrm als bei der lokalen Verw altung über den Auf- enthaltsort ihres Ehem annes erkundigt habe, jedoch nichts in Erfahrung habe bringen können, dass die Soldaten im Januar 2003 w ieder gekom m en seien und die W ohnung nach Be- w eisen durchsucht, jedoch nichts gefunden hätten, dass die Beschw erdeführerin anlässlich dieser H ausdurchsuchung gew arnt und bedroht sow ie über die Aktivitäten ihres M annes ausgefragt w orden sei, dass sie im Juli 2003 eine Vorladung vom Polizeirevier ihres W ohnortes bekom m en und dieser Folge geleistet habe, dass sie von den Polizisten erneut w ährend einer Stunde über ihren M ann ausgefragt und m it strengen M assnahm en bedroht w orden sei, dass sich die Beschw erdeführerin daraufhin nicht m ehr sicher gefühlt und befürchtet habe, ebenfalls inhaftiert zu w erden und sich deshalb zur Ausreise aus dem H eim atland entschieden habe, dass die Vorinstanz das Asylgesuch der Beschw erdeführerin m it Verfügung vom 9. D e- zem ber 2003 - eröffnet am 11. D ezem ber 2003 - ablehnte und die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie deren Vollzug anordnete, dass die Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) m it U rteil vom 29. Januar 2004 auf die gegen die Verfügung der Vorinstanz erhobene Beschw erde vom 3. Januar 2004 nicht eintrat, dass die Beschw erdeführerin am 16. N ovem ber 2006 beim BFM eine als W iedererw ä- gungsgesuch bezeichnete Eingabe einreichte, w elche von diesem praxisgem äss als zw eites Asylgesuch entgegen genom m en w orden ist, dass der Eingabe ein Bestätigungsschreiben der Eritrean Liberation Front (ELF) - N atio-3 nal C ongress, Sw itzerland Branch, datiert vom 16. O ktober 2006, beigelegt w ar, w el- ches bestätigt, dass die Beschw erdeführerin aktives M itglied dieser O ppositionsbew e- gung sei, dass die Beschw erdeführerin in ihrem zw eiten Asylgesuch im W esentlichen geltend m achte, im Falle einer R ückkehr nach Eritrea m üsse sie befürchten, aufgrund ihrer lan- gen Landesabw esenheit strengen Verhören unterzogen zu w erden, dass sie sich ausserdem durch ihre Ausreise im Jahr 2003 der W ehrpflicht entzogen habe und som it bei einer R ückkehr nach Eritrea befürchten m üsse, dafür bestraft, bezie- hungsw eise in den M ilitärdienst eingezogen zu w erden, dass sich die Beschw erdeführerin auch im Alter von (...) Jahren nicht darauf verlassen könne, aufgrund ihres Alters nicht m ehr in den M ilitärdienst eingezogen zu w erden, zu- m al die eritreischen Behörden oft w illkürlich handelten, dass sich die Beschw erdeführerin ausserdem seit ihrer Ausreise in der Schw eiz exilpoli- tisch betätigt habe, und som it befürchte, w egen ihrer M itgliedschaft bei der O ppostitions- partei ELF Verfolgungshandlungen seitens der eritreischen R egierung ausgesetzt zu w erden, dass die AR K in Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom - m ission / EM AR K 2006 N r. 3 ihre Praxis betreffend eritreischen Asylsuchenden grundle- gend geändert habe und sich eine U ngleichbehandlung zw ischen den Fällen, die bereits rechtskräftig entschieden w orden seien und den noch hängigen Fällen m it der R echts- gleichheit nicht vereinbaren lasse, dass das BFM m it Verfügung vom 14. Juni 2007 feststellte, die Beschw erdeführerin er- fülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, das Asylgesuch ablehnte und die W egw eisung verfügte, indessen w egen U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs die vorläufige Auf- nahm e anordnete, dass die Beschw erdeführerin gegen diese Verfügung m it Eingabe vom 13. Juli 2007 (Poststem pel) Beschw erde beim Bundesverw altungsgericht erhob und beantragte, die vorinstanzliche Verfügung vom 14. Juni 2007 sei aufzuheben, es sei ihr die Flüchtlings- eigenschaft zuzuerkennen und Asyl zu gew ähren, dass sie in prozessualer H insicht um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus- ses und um G ew ährung der unentgeltlichen Prozessführung ersuchte, dass sie m it Eingabe vom 18. Juli 2007 (Poststem pel) eine Fürsorgebestätigung zu den Akten reichte, dass m it Verfügung des Bundesverw altungsgerichts vom 20. Juli 2007 das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen Prozessführung abgew iesen und der Beschw erdeführe- rin Frist zur Bezahlung eines Kostenvorschusses gesetzt w urde, dass sie den Kostenvorschuss fristgerecht leistete,4 und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren [Vw VG , SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG , SR 142.31] i.V.m . Art. 31 - 34 des Bundesgesetzes über das Bundesver- w altungsgericht vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 Bundesge- richtsgesetz vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]), dass die Beschw erdeführerin durch die angefochtene Verfügung berührt ist, ein schutz- w ürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschw erde legitim iert ist (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 Vw VG ), dass som it auf ihre frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde einzutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 50 ff. Vw VG ), dass m it Beschw erde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständi- ge Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG ), dass über offensichtlich unbegründete Beschw erden in einem vereinfachten Verfahren entschieden w ird und die vorliegende Beschw erde, w ie nachfolgend aufgezeigt, offen- sichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid nur sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ), dass die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl gew ährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG ), w obei als Flüchtling eine ausländische Person anerkannt w ird, w enn sie in ihrem H eim atstaat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zugehö- rigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschauun- gen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achtei- len ausgesetzt zu w erden (Art. 3 Abs. 1 AsylG ), dass die Flüchtlingseigenschaft nachgew iesen oder zum indest glaubhaft gem acht w er- den m uss (Art. 7 AsylG ), dass den Vorbringen der Beschw erdeführerin im Sinne der zutreffenden vorinstanzli- chen Erw ägungen auch nach Auffassung des Bundesverw altungsgerichts keine asyl- rechtlich relevante Bedeutung zukom m t, und diese som it den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gem äss Art. 3 AsylG nicht stand halten, dass bei einer D urchsicht der Akten vorab insbesondere auffällt, dass die Beschw erde- führerin bei der Einreichung ihres ersten Asylgesuchs am 22. Septem ber 2003 sow ie anlässlich der kantonalen Befragung vom 24. N ovem ber 2003 ausschliesslich Problem e im Zusam m enhang m it der Verhaftung ihres Ehem annes geltend m achte, indessen m it keinem W ort eigene Problem e - auch nicht solche im Zusam m enhang m it dem M ilitär- dienst - erw ähnte, dass es keine nachvollziehbaren G ründe dafür gab, den U m stand, dass sich die Be- schw erdeführerin durch ihre Ausreise dem M ilitärdienst entzogen habe, nicht bereits an- lässlich der ersten Asylgesuchseinreichung geltend zu m achen, zum al sie ausdrücklich 5 nach anderen G ründen für die Ausreise sow ie nach Problem en m it der Polizei, der Ar- m ee oder den Behörden gefragt und diesbezügliche Problem e ausdrücklich verneint hat (vgl. Em pfangsstellenprotokoll A1/10, S. 5; Protokoll der kantonalen Anhörung A8/22, S. 5), dass dieses Vorbringen som it w enig glaubhaft erscheint, dass ungeachtet der G laubhaftigkeit der geltend gem achten D esertion das R isiko der Bechw erdeführerin als M utter von acht Kindern im Alter von (...) Jahren in den M ilitär- dienst eingezogen zu w erden als gering einzustufen und dem nach nicht geeignet ist, Furcht vor künftiger Verfolgung zu begründen, dass die Beschw erdeführerin überdies bereits im Zeitpunkt ihrer Ausreise im Jahr 2003 aufgrund ihres Alters in Eritrea grundsätzlich nicht m ehr zu den w ehrpflichtigen Frauen zählte und som it auch die G efahr w egen der Flucht ins Ausland und der Asylge- suchseinreichung bestraft zu w erden, vorliegend keine Furcht vor künftiger Verfolgung zu begründen verm ag, dass die Beschw erdeführerin zur U nterm auerung ihrer oppositionellen Tätigkeit in der Schw eiz lediglich ein Bestätigungsschreiben der ELF einreichte, ihre angeblichen politi- schen Aktivitäten jedoch in keiner W eise substantiiert hat, dass auch das eingereichte Bew eism ittel - ungeachtet der Frage dessen Echtheit - le- diglich die M itgliedschaft der Beschw erdeführerin bei der ELF bestätigt, jedoch keine Angaben zu w eitergehenden politischen Tätigkeiten ihrerseits enthält, dass nach Kenntnissen des Bundesverw altungsgerichts allein die M itgliedschaft in einer O ppositionspartei nicht geeignet ist, zu einer begründeten Furcht vor künftiger Verfol- gung zu führen, dass eine Praxisänderung, entgegen der im zw eiten Asylgesuch vertretenen Auffassung der Beschw erdeführerin, zw angsläufig m it einer U ngleichbehandlung der früheren und der neuen Fälle verbunden ist, jedoch w eder m it dem G rundsatz der R echtssicherheit noch der R echtsgleichheit im W iderspruch steht, zum al eine Praxisänderung nur dann vorzunehm en ist, w enn die neue Lösung besseren Erkenntnissen der ratio legis ent- springt, veränderten äusseren Verhältnissen besser R echnung trägt oder gew andelten R echtsanschauungen entspricht (vgl. zum G anzen etw a BG E 125 II 162 f., m .w .H .), dass es der Beschw erdeführerin som it nicht gelingt, die Flüchtlingseigenschaft nachzu- w eisen oder zum indest glaubhaft zu m achen, und die Beschw erdeführerin som it keiner Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG ausgesetzt w ar beziehungsw eise keine solche zu befürchten hat, w eshalb das Bundesam t ihr Asylgesuch zu R echt abgelehnt hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das N ichteintreten auf ein Asylgesuch in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG ), vorlie- gend der Kanton keine Aufenthaltsbew illigung erteilt hat und die Beschw erdeführerin zu- dem keinen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat (vgl. EM AR K 2001 N r. 21), w es- halb die verfügte W egw eisung im Einklang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht und dem nach vom Bundesam t zu R echt angeordnet w urde, dass das Bundesam t, ist der Vollzug nicht zulässig, nicht zum utbar oder nicht m öglich, das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern regelt (Art. 44 Abs. 2 AsylG ),6 dass sich vorliegend Ausführungen zur Zulässigkeit, Zum utbarkeit und M öglichkeit des W egw eisungsvollzugs erübrigen, zum al die Beschw erdeführerin m it vorinstanzlicher Verfügung vom 14. Juni 2007 in der Schw eiz vorläufig aufgenom m en w urde, dass es der Beschw erdeführerin dem nach nicht gelungen ist darzutun, inw iefern die an- gefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrich- tig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (Art. 106 AsylG ), w eshalb die Beschw erde abzuw eisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 VG KE) der Beschw erdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ), m it dem am 2. August 2007 geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen und dam it beglichen sind. (D ispositiv nächste Seite)7 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden der Beschw erdeführerin auferlegt. Sie w erden m it dem in gleicher H öhe am 2. August 2007 geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. 3. D ieses U rteil geht an: - die Beschw erdeführerin (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N _______) - E._______ D ie Instruktionsrichterin: D ie G erichtsschreiberin: R egula Schenker Senn Karin M aeder-Steiner Versand am :