<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, Untersuchungen durchzuführen und andere angemessene Massnahmen zu ergreifen, um den Wissensaustausch und die Forschung, insbesondere im akademischen und agrarwissenschaftlichen Bereich (Universitäten, Forschungsanstalten des Bundes usw.), über diese Pilze und deren dynamische Förderung bei den verschiedenen möglicherweise interessierten Kreisen zu fördern und den Bestrebungen zahlreicher Länder der EU gleichzustellen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die wirtschaftliche Bedeutung der inländischen Trüffelproduktion und des Konsums ist begrenzt. In den Jahren 2002 bis 2006 wurden im Durchschnitt 6,1 Tonnen Trüffeln mit einem Wert von 3,3 Millionen Franken pro Jahr importiert. Ab 2007 gibt es für Trüffeln keine Importstatistik mehr; sie werden mit anderen Speisepilzen zusammen unter einer Tarifnummer deklariert. Inländische Erntezahlen sind nicht bekannt.</p><p>Unter den Speisepilzen können Trüffeln wirtschaftlich interessant sein, vor allem die kulinarisch geschätzten Périgord-Trüffeln, die in der Schweiz im Gegensatz zu Burgunder- und anderen Trüffelarten kaum natürlich vorkommen dürften. Da sie im Verborgenen wachsen, stellen die einheimischen Trüffeln, die natürlich nicht selten sind, eine heute in Schweizer Wäldern wenig genutzte Ressource dar. Deren Nutzung ist jedoch weniger eine Forschungsfrage als vielmehr eine privatwirtschaftliche Angelegenheit der entsprechenden Sammler und Sammlerinnen sowie der Trüffelvereinigungen. Es liegt an diesen Kreisen, das Wissen, die Erfahrungen sowie die allfällige Kommerzialisierung zu vertiefen und weiterzugeben.</p><p>Der Trüffelanbau in Trüffelkulturen ist anspruchsvoll, wie die Arbeiten des französischen Institut de recherche agronomique über die Périgord-Trüffeln zeigen. Die Trüffelzucht braucht viel Erfahrung, da es sich um ein symbiotisches System handelt. Die Forschungsressourcen des Bundes sind knapp; sie sind dort einzusetzen, wo die erwarteten Kosten-Nutzen-Verhältnisse günstig sind. Denn es gilt Prioritäten zu setzen.</p><p>Angesichts der begrenzten wirtschaftlichen Bedeutung der Trüffeln sowie der begrenzten Forschungsressourcen ist auf ein zusätzliches Engagement des Bundes in Forschung und Entwicklung zu verzichten.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.