<h2>SubmittedText<h2><p>Ich danke dem Bundesrat für seine Antworten auf folgende Fragen:</p><p>- Beabsichtigen die betroffenen Dienste, epidemiologische Forschung zu betreiben über die Auswirkungen von Neonicotinoiden - und von anderen synthetischen Pestiziden mit analogen Wirkmechanismen (z.B. Sulfoxaflor) - auf die menschliche Gesundheit, insbesondere jene von Kindern?</p><p>- Falls nicht, gedenkt der Bundesrat, unabhängige Forschung in diesem Bereich zu finanzieren / politisch zu fördern (nebst den Geldern aus dem Fonds für die Forschung)?</p><p>- Welche Massnahmen gedenkt der Bundesrat kurz- und mittelfristig zu ergreifen, um die Belastung der Bevölkerung und insbesondere von Kindern mit diesen hochgiftigen Stoffen sowohl in der Schweiz wie auch für importierte Produkte zu stoppen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Der Bundesrat unterstützt mehrere Gesundheitsüberwachungsprogramme wie beispielsweise das Ernährungsmonitoring des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) und das Biomonitoring-Projekt des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), das sich derzeit in der Pilotphase befindet. Diese Art von regelmässiger Studie - die auf verschiedene Substanzen und Bevölkerungsgruppen ausgeweitet werden kann - ermöglicht es, allfällige Sicherheitsmängel im Bereich der Pflanzenschutzmittel zu erkennen und geeignete Korrekturmassnahmen zu ergreifen. Durch die Kombination mit Gesundheitsdaten der Bevölkerung sollen mit dem Biomonitoring-Projekt potenziell schädliche Auswirkungen bestimmter Expositionen auf die menschliche Gesundheit ermittelt werden. Neonicotinoide, die gemäss der guten landwirtschaftlichen Praxis und den gängigen Verfahren zum Einsatz kommen, haben nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft keine schädlichen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Der Bundesrat erwägt daher nicht, spezifische epidemiologische Studien zu lancieren.</p><p>2. Der Bund unterstützt die unabhängige Forschung durch nationale Forschungsförderungsinstitutionen wie den Schweizerischen Nationalfonds oder die Akademien der Wissenschaften Schweiz. Darüber hinaus unterstützt der Bund auch eine Forschungsinfrastruktur von nationaler Bedeutung, das Schweizerische Zentrum für Angewandte Humantoxikologie (SCAHT), das einen Teil seiner Aktivitäten der Problematik der Toxizität von Pflanzenschutzmitteln widmet.</p><p>3. Alle Pflanzenschutzmittel unterliegen einem Zulassungsverfahren, um den Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt zu gewährleisten. Ausserdem werden die Pflanzenschutzmittel einem regelmässigen Überprüfungsverfahren unterzogen, um den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen Rechnung zu tragen. In der Folge wurde in den letzten Jahren mehreren Neonicotinoiden aufgrund ihrer Toxizität für Bestäuber - und nicht wegen einer Gefahr für die menschliche Gesundheit - die Bewilligung entzogen.</p>  Antwort des Bundesrates.