<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Möglichkeit und die Notwendigkeit zu prüfen, die gesetzlichen Rahmenbedingungen anzupassen, damit der Bund und die bundeseigenen Unternehmen bei öffentlichen Ausschreibungen von den Teilnehmerfirmen und von den Subunternehmen, deren Hauptsitz (Stammhaus) in Italien liegt, verlangen können, das italienische Anti-Mafia-Zertifikat vorzulegen. Um unnötigen bürokratischen Aufwand zu vermeiden, ist denkbar, dass die Pflicht nur bei öffentlichen Ausschreibungen mit einem erheblichen finanziellen Volumen bestehen soll. Geprüft werden soll auch die Möglichkeit für die Kantone, diese Pflicht ebenfalls einzuführen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist sich der Gefahren, die von kriminellen Organisationen und vom organisierten Verbrechen auch im öffentlichen Beschaffungswesen ausgehen, sehr bewusst. Anbietende in Vergabeverfahren, die wegen eines Verbrechens verurteilt worden sind (z.B. wegen Geldwäscherei), die sich korrupter Praktiken bedienen (z.B. bestechen), oder die unzulässige Wettbewerbsabreden getroffen haben, sollen bei der Vergabe eines öffentlichen Auftrags nicht berücksichtigt werden.</p><p>Das Postulat bietet die Gelegenheit zu prüfen, ob das italienische Antimafia-Zertifikat als Massnahme gegen Korruption bei öffentlichen Beschaffungen in der Schweiz Verwendung finden kann.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.