<h2>SubmittedText<h2><p>Die Eidgenössische Forschungsanstalt für Nutztiere hat in einer Futtermittelprobe gentechnisch veränderten Mais gefunden. Gentechmais ist in der Schweiz nicht zugelassen (SDA-Meldung 11. Dezember 1997).</p><p>1. Welche vorsorglichen Massnahmen werden ergriffen, um die verseuchten Futtermittel unverzüglich aus dem Verkehr zu ziehen?</p><p>2. Welche Sanktionen haben die fehlbaren Importeure zu gewärtigen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Beim beanstandeten Futtermittel handelt es sich um Maiskleber, der in allen 15 Staaten der EU sowie in den USA als Futtermittel ohne irgendwelche Deklarationen in Verkehr gebracht werden kann. Mit einem im Moment nur an der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Nutztiere durchgeführten Analyseverfahren wurde festgestellt, dass ein Posten Maiskleber nicht frei von GVO-Anteilen war. Dieser Posten wurde sofort nach Bekanntwerden des Laborbefundes versiegelt, da zum Zeitpunkt der Probenahme noch keine Bewilligung für das Inverkehrbringen vorlag.</p><p>Am 6. Januar 1998 wurde der fragliche Mais (Bt 176 der Firma Novartis) als Futtermittel für die Schweiz bewilligt. Aufgrund der Unterlagen, die der Forschungsanstalt zur Verfügung stehen, ist eine Gefährdung von Mensch, Tier oder Umwelt durch eine Verfütterung des genannten Maises an landwirtschaftliche Nutztiere auszuschliessen. Der versiegelte Posten Maiskleber konnte somit unter der Auflage der Deklaration am 7. Januar 1998 freigegeben werden.</p><p>2. Die Futtermittelimportfirmen haben ihre Sorgfaltspflicht erfüllt und von allen importierten Chargen sowohl im Hafen von Rotterdam als auch bei der Ankunft in Basel Muster untersuchen lassen. Alle Laborresultate waren negativ, d. h., gemäss diesen Untersuchungen waren die importierten Posten frei von GVO-Anteilen. Somit besteht kein Anlass, gegen die betroffene Firma Sanktionen zu ergreifen, da diese ihre Sorgfaltspflicht erfüllt hat.</p>  Antwort des Bundesrates.