<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 7] </div> <div class="para">I 693/99 Vr </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Präsident Lustenberger, Bundesrichter Meyer und Ferrari; </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Fessler </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 4. Mai 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I.________, 1950, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Hans-Rudolf Stoll, Kornhausstrasse 18, 9001 St. Gallen, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV-Stelle des Kantons Thurgau, St. Gallerstrasse 13, 8500 Frauenfeld, Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">und </div> <div class="para"> </div> <div class="para">AHV/IV-Rekurskommission des Kantons Thurgau, Weinfelden </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.- I.________ ersuchte Ende November 1997 die Invalidenversicherung um eine Rente, dies unter Hinweis auf unfallbedingte Rückenschmerzen sowie Schmerzen in Unterschenkel und Knie links. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse und nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens lehnte die IV-Stelle des Kantons Thurgau mit Verfügung vom 2. Februar 1999 das Leistungsbegehren mangels anspruchsbegründender Invalidität ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.- Die von I.________ hiegegen erhobene Beschwerde wies die AHV/IV-Rekurskommission des Kantons Thurgau mit </div> <div class="para">Entscheid vom 29. Oktober 1999 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C.- I.________ lässt Verwaltungsgerichtsbeschwerde führen mit dem hauptsächlichen Rechtsbegehren, es sei der kantonale Entscheid aufzuheben und ihm eine ganze Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen. </div> <div class="para">Die IV-Stelle beantragt die Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. </div> <div class="para">Das Bundesamt für Sozialversicherung hat keine Vernehmlassung eingereicht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Im Streite liegt der Anspruch auf eine (ganze) Rente der Invalidenversicherung (<span class="artref"><artref id="CH/831.20/28/2" type="start"></artref><artref id="CH/831.20/28/1" type="start"></artref>Art. 28 Abs. 1 und 2 IVG</span><artref id="CH/831.20/28/2" type="end"></artref><artref id="CH/831.20/2" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird in erster Linie gerügt, der rechtserhebliche Sachverhalt in Bezug auf die Frage eines psychischen Leidens sei unrichtig und unvollständig festgestellt (<span class="artref">Art. 132 lit. b OG</span>). Insbesondere habe es die Vorinstanz in Verletzung ihrer gesetzlichen Abklärungspflichten unterlassen, beim Hausarzt Dr. med. A.________ und den andern behandelnden Ärzten zu diesem Punkt Berichte einzuholen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- Nach Auffassung der kantonalen Rekurskommission finden sich in den medizinischen Unterlagen keine deutlichen Anzeichen für die Arbeitsfähigkeit einschränkende psychische Störungen (im Sinne von <span class="artref">Art. 4 Abs. 1 IVG</span> [vgl. dazu <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=15&amp;from_date=26.04.2001&amp;to_date=15.05.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F102-V-165%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page165">BGE 102 V 165</a> sowie SVR 2001 IV Nr. 3 S. 7 Erw. 2b mit Hinweisen]). Namentlich fehlten in den hausärztlichen Berichten vom 26. September 1997 (zuhanden des Unfallversicherers) und 9. Januar 1998 Hinweise darauf, dass zusätzlich zu den dort festgehaltenen geklagten Rückenschmerzen psychische Beschwerden vorliegen könnten. </div> <div class="para">Diese Sachverhaltswürdigung und Schlussfolgerung lassen sich entgegen den Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde im Lichte der hier anwendbaren Beweisgrundsätze (vgl. dazu <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=15&amp;from_date=26.04.2001&amp;to_date=15.05.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-193%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page195">BGE 125 V 195</a> Erw. 2, 119 V 9 Erw. 3c/aa) für den massgebenden Prüfungszeitraum bis Verfügungserlass am 2. Februar 1999 (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=15&amp;from_date=26.04.2001&amp;to_date=15.05.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-V-362%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page366">BGE 121 V 366</a> Erw. 1b mit Hinweis) nicht beanstanden. Insbesondere genügt eine Diskrepanz zwischen objektiven Befunden und subjektiv geklagten Beschwerden, wie sie sich aus den ärztlichen Berichten ergibt, für sich allein genommen nicht, um einen Abklärungsbedarf in Bezug auf die Frage einer krankheitswertigen psychischen Überlagerung darzutun. </div> <div class="para">Wenn und soweit sich seit der Verfügung vom 2. Februar 1999 die gesundheitlichen Verhältnisse geändert haben sollten, was aufgrund des im kantonalen Entscheid erwähnten Berichts des Spitals X.________, Rheumatologie und Rehabilitation, vom 30. April 1999, sowie dem in diesem Verfahren eingereichten hausärztlichen Attest vom 16. November 1999 nicht auszuschliessen ist, hat deren Erheblichkeit für den Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung Gegenstand eines neuen Verfahrens zu sein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4.- Die weiteren Einwendungen gegen die vorinstanzliche Invaliditätsbemessung sind, soweit substanziiert und die Zeit bis Verfügungserlass betreffend, nicht stichhaltig. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der angefochtene Entscheid ist somit rechtens. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I.Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II.Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III. Dieses Urteil wird den Parteien, der AHV/IV-Rekurskommission des Kantons Thurgau, der Ausgleichskasse des Kantons Thurgau und dem Bundesamt für Sozialversicherung zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 4. Mai 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der II. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>