<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Heading1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2014.00287</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender</p><p>Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna</p><p>Ersatzrichterin Bänninger Schäppi</p><p>Gerichtsschreiber Kreyenbühl</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 9. November 2015</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Rechtsanwältin Pascale Hartmann, Sozialversicherungsrecht, Recht</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Hönggerstrasse 24, 8037 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">1.</span><span> </span><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">2.</span><span> </span><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerinnen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><span>Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1948, habilitierter Biologe, war seit dem 1. Januar 2002 am Y.___ tätig (Arbeitgeberbericht vom 21. Februar 2005, Urk. 8/26). Am 13. Oktober 2003 musste sich der Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherte wegen einer Aortendissektion Typ A einem operativen Eingriff unterzie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hen (Bericht des O.___-Spitals vom 21. Oktober 2003, Urk. 8/2). Kurz nach diesem Eingriff erlitt er einen Schlaganfall, der eine armbetonte Lähmung links zur Folge hatte (Urk. 8/2). Eine daraufhin durchgeführte neu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ropsychologische Untersuchung ergab zudem Defizite, unter anderem des Lang</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeitgedächtnisses und der Konzentration (Bericht von Dr. med. Z.___, FMH Innere Medizin, vom 19. Februar 2009, Urk. 8/73/5). Am 17. August 2004 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte bei der Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 8/13). Da sich herausstellte, dass er zwar in Zürich eine Wohnung hatte, aber im A.___, wo er ein Haus besass, angemeldet war, wurden die Akten der IV-Stelle des Kantons A.___ überwiesen, die in der Folge – über einen langen Zeitraum hin - beruflich-erwerbliche und medizinische Abklärungen vornahm (vgl. Urk. 8/26-111). Per 31. Dezember 2008 lief das letzte befristete Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verhältnis des Versicherten beim Y.___, wo er seit dem 1. Februar 2006 noch in einem 40%-Pensum angestellt war, ab (Arbeitgeberbericht vom 16. Juli 2010, Urk. 8/96). Im Frühjahr 2009 verlegte der Versicherte seinen Wohnsitz in die C.___ (vgl. Schreiben des Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zentrums P.___ vom 2. August 2010, Urk. 8/105). Mit Beschluss der Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mundschaftsbehörde der C.___ vom 8. April 2010 wurde ihm eine Bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">standschaft auf eigenes Begehren nach aArt. 394 ZGB errichtet (Urk. 8/107). Schliesslich sprach die IV-Stelle des Kantons A.___ dem Versicherten mit Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügungen vom 28. März 2011 mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2004 bis zum 31. Dezember 2008 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 60 % eine Dreivier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">telsrente und mit Wirkung ab dem 1. Januar 2009 – ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 100 % - eine ganze Rente zu (Urk. 8/131).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 18. April 2013 (Eingangsdatum) wurde der Versicherte von seiner Beistän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">din und von der Hausärztin Dr. med. B.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, bei der IV-Stelle des Kantons Zürich zum Bezug einer Hilflo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">senentschädigung angemeldet (Urk. 8/136). In der Folge holte die IV-Stelle den Bericht von Dr. B.___ vom 30. April 2013 ein (Urk. 8/141). Mit Verfügung vom 11. Juni 2013 teilte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gleichskasse, dem Versicherten mit, dass die Altersrente die bisherige Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denrente per 1. September 2013 ablöse (Urk. 8/143). Am 22. Juli 2013 klärte die IV-Stelle ab, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ob beziehungsweise in welchem Ausmass der Versicherte im Sinne des Gesetzes als hilflos zu be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trachten ist (Bericht vom 23. August 2013, Urk. 8/145</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, ehe sie ihm mit Vorbescheid vom 23. August 2013 die Abweisung sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nes Begehrens um eine Hilflosenentschädigung in Aussicht stellte (Urk. 8/147). Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch die C.___, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">am 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9. September bzw. 28. Oktober 2013 Einwand (Urk. 8/148 und Urk. 8/152), woraufhin die IV-Stelle die Stellungnahme des Abklärungsdienstes vom 27. Januar 2014 (Urk. 8/156) einholte. Mit Verfügung vom 6. Februar 2014 sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Wirkung ab dem 1. April 2012 bis zum 31. August 2013 eine Hilflosenentschädigung leichten Grades („leicht zu IV zu Hause mit Begleitung“) zu (Urk. 2/1). Sodann sprach die Ausgleichskasse dem Versicherten mit Verfügung vom 13. Februar 2014 ab dem 1. September 2013 eine Hilflosenentschädigung leichten Grades („leicht zu AHV“) zu (Urk. 2/2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen diese beiden Verfügungen erhob der Versicherte am 10. März 2014 Beschwerde und beantragte, es seien die angefochtenen Verfügungen aufzuhe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben und es sei ihm ab Oktober 2004 eine Hilflosenentschädigung leichten Gra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des und ab Oktober 2010 eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades zuzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprechen (Urk. 1). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 2. Mai 2014 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), was dem Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rer am 14. Mai 2014 angezeigt wurde (Urk. 11). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">42 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">haben Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (Art. 13 des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgesetzes über den Allgemeinen Teil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in der Schweiz, die hilflos (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9 ATSG) sind, Anspruch auf eine Hilf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">losenent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digung. Vorbehalten bleibt Artikel 42</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG. Als hilflos gilt eine Person, die wegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> einer Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Le</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bensverrich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chung bedarf (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9 ATSG). Im Bereich der Invalidenversicherung gilt auch eine Person als hilflos, welche zu Hause lebt und wegen der gesundheitlichen Beeinträchtigung dau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ernd auf lebenspraktische Begleitung angewiesen ist (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">42 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 Satz 1 IVG; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 38 der Verordnung über die Invalidenversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung, IVV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Praxisgemäss (BGE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 121 V 88 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3a mit Hinweisen) sind die folgen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den sechs alltäglichen Lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verrichtungen massgebend (BGE 127 V 94 E. 3c, 125 V 297 E. 4a):</span></p><p><span>- </span><span>Ankleiden, Auskleiden; </span></p><p><span>- </span><span>Aufstehen, Absitzen, Abliegen;</span></p><p><span>- </span><span>Essen;</span></p><p><span>- </span><span>Körperpflege;</span></p><p><span>- </span><span>Verrichtung der Notdurft;</span></p><p><span>- </span><span>Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">37 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVV gilt die Hilflosigkeit als schwer, wenn die versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherte Person vollständig hilflos ist. Dies ist der Fall, wenn sie in allen alltägli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Le</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wiesen ist und überdies der dauernden Pflege oder der persönlichen Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chung bedarf.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 37</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> gilt die Hilflosigkeit als mittelschwer, wenn die versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherte Person trotz der Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gabe von Hilfsmitteln:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">a. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">in den meisten alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">b. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erhebli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">cher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf; oder </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">c. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erhebli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">cher Weise auf die Hilfe Dritter und überdies dauernd auf lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">praktische Begleitung im Sinne von Art. 38 IVV angewiesen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung setzt Hilflosigkeit mittelschweren Grades nach Art. 37 Abs. 2 lit. a IVV eine Hilfsbedürftigkeit in mindestens vier alltäglichen Lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verrichtungen voraus (BGE </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">121 V 88 E. 3b, 107 V 145 E. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 37 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. 3 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gilt die Hilflosigkeit als leicht, wenn die versicherte Person trotz der Abgabe vo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n Hilfsmitteln:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">a. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erhebli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">cher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">b. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">c. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">einer durch das Gebrechen bedingten ständigen und besonders aufwendi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gen Pflege bedarf; </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">d. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">wegen einer schweren Sinnesschädigung oder eines schweren körperlichen Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">brechens nur dank regelmässiger und erheblicher Dienstleistungen Drit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ter gesellschaftliche Kontakte pflegen kann; oder</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">e. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 IVV angewie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei Lebensverrichtungen, welche mehrere Teilfunktionen umfassen, ist nach der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechung (BGE 117 V 148 E. 2 mit Hinweisen) nicht verlangt, dass die ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherte Person bei der Mehrzahl dieser Teilfunktionen fremder Hilfe bedarf; viel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mehr ist bloss erforderlich, dass sie bei einer dieser Teilfunktionen regel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mässig in erheblicher Weise auf direkte oder indirekte Dritthilfe angewiesen ist. In die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sem Sinne ist die Hilfe beispielsweise bereits erheblich:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">beim Essen, wenn die versicherte Person zwar selber essen, die Speisen aber nicht zerkleinern kann, oder wenn sie die Speisen nur mit den Fingern zum Mund führen kann (BGE 106 V 153 E. 2b);</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">bei der Körperpflege, wenn die versicherte Person sich nicht selber waschen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">oder kämmen oder rasieren oder nicht selber baden beziehungsweise du</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">schen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> kann;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">bei der Fortbewegung und Kontaktaufnahme, wenn die versicherte Person im oder ausser Hause sich nicht selber fortbewegen kann oder wenn sie bei der Kontaktaufnahme Dritthilfe benötigt (BGE 121 V 91 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">3c mit Hinwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sen; ZAK 1990 S. 45 E. 3 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die benötigte Hilfe kann praxisgemäss nicht nur in direkter Dritthilfe, sondern </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auch bloss in Form einer Überwachung der versicherten Person bei Vornahme de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r relevanten Lebensverrichtungen bestehen, indem etwa die Drittperson sie auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fordert, eine Lebensverrichtung vorzunehmen, die sie wegen ihres psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">standes ohne besondere Aufforderung nicht vornehmen würde (sog. indirekte Dritthilfe; BGE 121 V 88 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3c, 107 V 145 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1c und 139 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1b, 105 V 38; 106 V 153, 105 V 52 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4a; Urteil des Bundesgerichts I 431/05 vom 13. Oktober 2005 E. 1.3 mit Hinweis).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Art. 38 Abs. 1 IVV liegt ein Bedarf an lebenspraktischer Begleitung im Sinne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">42 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 IVG vor, wenn eine volljährige, versicherte Person ausser</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halb eines Heimes lebt und infolge Beeinträchtigung der Gesundheit:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ohne Begleitung einer Drittperson nicht selbständig wohnen kann;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">für Verrichtungen und Kontakte ausserhalb der Wohnung auf Begleitung ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ner Drittperson angewiesen ist; oder </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ernsthaft gefährdet ist, sich dauernd von der Aussenwelt zu isolieren.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ist lediglich die psychische Gesundheit beeinträchtigt, so muss für die Annahme einer Hilflosigkeit gleichzeitig ein Anspruch auf mindestens eine Viertelsrente bestehen (Art. 38 Abs. 2 IVV).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zu berücksichtigen ist nur diejenige lebenspraktische Begleitung, die regelmäs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und im Zusammenhang mit den in Absatz 1 erwähnten Situationen erfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich ist. Nicht darunter fallen insbesondere Vertretungs- und Verwaltungstä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigkeiten im Rahmen vormundschaftlicher Massnahmen nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">398-419 des Zivilge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">buches (Art. 38 Abs. 3 IVV in der hier anwendbaren, bis am 3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dezember 2014</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in Kraft gewesenen Fassung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Anspruch auf Berücksichtigung des Bedarfs an lebenspraktischer Beglei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung ist nicht auf Menschen mit Beeinträchtigung der psychischen oder geisti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sundheit beschränkt. Es ist durchaus möglich, dass auch andere Behin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derte eine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n Bedarf an lebenspraktischer Begleitung geltend machen können. Zu den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ken ist insbesondere an hirnverletzte Menschen (BGE 133 V 450 E. 2.2.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unerheblich ist, in welcher Umgebung sich die versicherte Person – abgesehen da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">von, dass sie ausserhalb des Heims wohnen muss – aufhält und ob sie auf die Hilfe des Ehegatten, der Kinder oder der Eltern zählen kann (BGE 133 V 450 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2.3 und 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als regelmässig im Sinne von Art. 38 Abs. 3 Satz 1 IVV gilt die lebensprakti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Begleitung, wenn sie über eine Periode von drei Monaten gerechnet im Durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schnitt mindestens 2 Stunden pro Woche benötigt wird (BGE 133 V 450 E. 6.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die lebenspraktische Begleitung beinhaltet weder die (direkte oder indirekte) Dritt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hilfe bei den sechs alltäglichen Lebensverrichtungen noch die Pflege noch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Überwachung. Sie stellt vielmehr ein zusätzliches und eigenständiges Insti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">t der Hilfe dar (BGE 133 V 450 E. 9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gesetz macht den Anspruch auf Hilflosenentschädigung nicht davon ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">g, ob die lebenspraktische Begleitung kostenlos erfolgt oder nicht (BGE 133 V 472 E. 5.3.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">42 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4 IVG richtet sich der Anspruchsbeginn einer Hilflosenent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung nach der Vollendung des ersten Lebensjahres nach Art. 28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 lit. b IVG. Gemäss Randziffer 8092 des ab 1. Januar 2012 geltenden Kreis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schreibens des Bundesamtes für Sozialversicherung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung (KSIH) entsteht der Anspruch grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sätzlich nach dem Ablauf des Wartejahres in sinngemässer Anwendung von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 lit. b IVG. Die Regeln über die Entstehung des Rentenanspruchs nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">29 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG sind hier nicht anwendbar. Diese Verwaltungsweisung ist gesetzeskonform und daher auch für das Gericht anwendbar (BGE 137 V 351 E. 5.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Macht eine versicherte Person ihren Anspruch a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">uf eine Hilflosenentschädigung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mehr als zwölf Monate nach dessen Entstehung geltend, so wird die Le</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">istung in Abweichung von Art. 24 Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nur für die zwölf Monate nachgezahlt, die der Geltendmachung vorangehen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Art. 48 Abs. 1 IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Gemäss Art. 48 Abs. 2 IVG wird die Leistung für einen längeren Zeitraum nachgezahlt, wenn die versicherte Person den anspruchsbegründenden Sachverhalt nicht kennen konnte (lit. a) und den Anspruch spätestens zwölf Monate, nachdem sie davon Kenntnis erhalten hat, geltend macht (lit. b). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Werden nach Abschluss des Verfahrens neue (gleich- oder andersartige) Ansprü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che bei der IV angemeldet, und ist aufgrund der Aktenlage anzunehmen, der Anspruch hätte schon anlässlich der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> früheren Anmeldung geprüft werden müssen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, so bleibt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">diese frühere Anmeldung wirksam (Randziffer 1032 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen über das Verfahren in der Invalidenversicherung [KSVI], gültig ab 1. Januar 2010). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.9</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">43</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lasse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung (AHVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">haben Bezüger von Altersrenten oder Ergän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leistungen mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (Art. 13 ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in der Schweiz, die in schwerem, mittlerem oder leichtem Grad hilflos (Art. 9 ATSG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sind, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Dem Bezug einer Altersrente ist der Rentenvorbezug gleichgestellt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hat eine hilflose Person bis zum Erreichen des Rentenalters oder dem Renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vorbezug eine Hilflosenentschädigung der Invalidenversicherung bezogen, so wird ihr die Entschädigung mindestens im bisherigen Betrag weitergewährt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">43</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 4 AHVG). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.10</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auf einen voll beweiskräftigen Abklärungsbericht für die Bemessung der Hilflo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sigkeit ist - ausgehend von den in BGE 128 V 93 E. 4 entwickelten Vorausset</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zungen und unter Berücksichtigung der in AHI 2000 S. 319 f. E. 2b dargelegten Grundsätze zur Zusammenarbeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zwischen dem Arzt einerseits und der Verwal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung sowie dem Gericht anderer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">- zu erkennen, wenn der Bericht folgenden Anforderungen genügt: Als Bericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erstatterin wirkt eine qualifizierte Person, wel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che Kenntnis der örtlichen und räum</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Verhältnisse sowie der aus den seitens der Mediziner gestellten Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen sich ergebenden Beeinträchtigungen und Hilfsbedürftigkeiten hat. Der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">text muss plausibel, begründet und detail</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liert bezüglich der einzel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen all</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">täglichen Lebensverrichtungen sowie der tatbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">standsmässigen Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">forder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nisse der dauernden persönlichen Überwachung und der Pflege sein. Schliess</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich hat er in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben zu stehen. Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Entschei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen der die Abklärung täti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Person nur ein, wenn klar feststell</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bare Fehleinschätzun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen vorliegen. Das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">petente Abklärungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">son näher am konkreten Sachverhalt ist als das im Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdefall zustän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dige Gericht (BGE 130 V 61).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vorweg zu nehmen ist, dass die Invalidenrente des im August 1948 geborenen Beschwerdeführers per 1. September 2013 durch die AHV-Rente abgelöst wurde (vgl. Sachverhalt Ziffer 1). Dementsprechend wurde die angefochtene Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung vom 6. Februar 2014 (Urk. 2/1), mit welcher ihm eine Hilflosenentschädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung vom 1. Oktober 2012 bis 31. August 2013 zugesprochen wurde, von der Beschwerdegegnerin und die Verfügung vom 13. Februar 2014 (Urk. 2/2), mit welcher ihm eine Hilflosenentschädigung ab 1. September 2013 zugesprochen wurde, von der Ausgleichskasse der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich erlassen. Richtigerweise muss demnach auch die Ausgleichskasse als Beschwerdegegnerin im Rubrum aufgeführt werden. Das Rubrum ist daher ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechend zu ergänzen. Da die Verfügung der Ausgleichkasse auf der Bemes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sung der Hilflosigkeit durch die IV-Stelle beruht (Urk. 2/1-2; vgl. Randziffer 8148 des ab 1. Januar 2014 gültigen KSIH; vgl. auch E. 1.9), kann vom Beizug einer Stellungnahme der Ausgleichskasse abgesehen werden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Streitig und zu prüfen sind der Anspruchsbeginn und die Höhe der dem Beschwerdeführer zustehenden Hilflosenentschädigung. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begrün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dete die angefochtenen Verfügungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> dami</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t, dass im Rahmen des vorangegangenen Verfahrens anlässlich der Abklärung bezüglich Haushalt und Erwerbstätigkeit vom 12. August 2010 festgehalten worden sei, dass der Aufwand betreffend lebenspraktische Begleitung auf einen Einsatz pro Monat begrenzt sei, weshalb damals ein entsprechender Anspruch verneint wor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den sei. In der Folge habe der mit Beschluss der Vormundschaftsbehörde der C.___ vom 8. April 2010 eingesetzte Beistand des Beschwerdeführers der Beschwerdegegnerin keine Meldung bezüglich Ausbau dieser Leistungen gemacht, und der Ausbau der Spitex-Hilfe sei erst im Zuge der Abklärung bezüg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich Hilflosenentschädigung per 22. Juli 2013 aktenkundig geworden. Aus diesem Grund sei vorliegend die Anmeldung per 18. April 2013 massgebend, und die Auszahlung könne maximal ein Jahr rückwirkend per 1. April 2012 erfolgen. Bei den relevanten alltäglichen Lebensverrichtungen „Körperpflege/Notdurft/An- und Auskleiden“ erhalte der Beschwerdeführer aktuell gemäss Angaben vor Ort täg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich weder direkte noch indirekte Hilfe einer Drittperson. Zweifelsohne benö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tige er während der Präsenz der Spitex-Hilfe jeweils Aufforderung, Kontrolle und Motivation, zum Beispiel die Körperpflege besser durchzuführen, vermehrt die Kleider zu wechseln oder vermehrt aufzustehen. Der Aufwand dafür werde de facto aber im Rahmen des zu bejahenden Anspruchs auf lebenspraktische Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gleitung im Umfang von mindestens zwei Stunden pro Woche erbracht, wes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halb kein separater Bereich der alltäglichen Lebensverrichtungen angerechnet werden könne. Der Beschwerdeführer habe daher ab dem 1. April 2012 Anspruch auf eine Entschädigung wegen leichter Hilflosigkeit im Sinne einer lebensprakti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Begleitung (Urk. 2/1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber machte der Beschwerdeführer geltend, dass er den Anspruchs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beginn per 1. April 2012 bestreite, zumal er bereits am 17. August 2004 ein Leistungsgesuch gestellt habe. Die im Anschluss daran vorgenommenen Abklärungen hätten ergeben, dass schon damals eine erhebliche Hilflosigkeit bestanden habe. Dies sei auch klar dokumentiert. Aktuell sei neben dem Bedarf an lebenspraktischer Begleitung ein Hilfebedarf in drei bis vier alltäglichen Lebensverrichtungen ausgewiesen. Der Beschwerdeführer habe daher ab Okto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber 2004 vorerst Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung leichten Grades und ab Oktober 2010 auf eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades (Urk. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. Z.___ gab im Bericht vom 19. Februar 2009 zuhanden der Beamtenver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungskasse des Kantons Zürich an, dass der Beschwerdeführer zur vertrau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ensärztlichen Untersuchung ohne Pullover, Jacke oder Mantel erschienen sei, trotz der frostigen Aussentemperaturen. Der Beschwerdeführer mache einen verwahrlosten Eindruck. Gemäss seinen eigenen Angaben führe er seinen Haushalt alleine. Nur alle paar Monate käme eine Mitarbeiterin der Spitex für Manicure und Pedicure vorbei (Urk. 8/73/2-5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beistand des Beschwerdeführers erklärte im Schreiben vom 5. Mai 2010, dass die neurologisch bedingte Wesensveränderung den Beschwerdeführer in sämtlichen Lebensbereichen beeinträchtige. Er habe sich krankheitsbedingt aus dem gesellschaftlichen Leben zurückgezogen und sei extrem verwahrlost. Dies habe auch dazu geführt, dass er im Dezember 2008 seine Stelle beim Y.___ verloren habe. Im Weiteren fehle dem Beschwerdeführer die Krankheitseinsicht und er sei unfähig, die an ihn gerich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tete Post zu öffnen bzw. adäquat darauf zu reagieren (Urk. 8/85/1-2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem Schreiben des Beistandes vom 2. August 2010 ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer gesundheitlich stark angeschlagen sei, völlig zurückgezogen in seiner kleinen 1-Zimmerwohnung in D.___ lebe und je</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Kontakt mit Drittpersonen vermeide. Seine Post öffne er seit Jahren nicht mehr (Urk. 8/105). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht vom 7. Oktober 2010 betreffend Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt, die der Abklärungsdienst der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">degegnerin im Auftrag der IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stelle des Kantons A.___ am 12. August 2010 vornahm, hielt die zuständige Abklärungsperson fest, dass für den Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführer vor ca. fünf Monaten eine Beistandschaft angeordnet worden sei, weil dieser am Verwahrlosen gewesen sei. Er habe jahrelang die Post nicht mehr regelmässig geöffnet, und die Wohnung habe desaströs ausgesehen. Eine lebenspraktische Begleitung komme nicht zum Tragen, da der Beschwerdeführer nicht zwei Stunden pro Woche Unterstützung durch Dritte erhalte. Eigentlich bräuchte er diese Unterstützung, er verweigere sich jedoch. Man akzeptiere die Entscheidung des Beschwerdeführers und mache lediglich das Nötigste. Zum Beispiel komme einmal im Monat die Spitex, welche ihm bei der Körperpflege helfe. Der Beistand erledige alle zwei Wochen alles Administrative, was nicht anrechenbar sei. Die Haushaltshilfe komme höchstens einmal im Monat vorbei, um im Haushalt das Nötigste zu machen. Kochen könne der Beschwerdeführer nicht. Er gehe täglich ins Restaurant essen (Urk. 8/109/1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Weiter gab die Abklärungsperson an, dass es in der Wohnung des Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führers schmuddelig und nicht richtig aufgeräumt sei. Die Küchenecke sei soweit sauber, aber der Beschwerdeführer koche ja nicht zu Hause. Das Bett und der Boden seien schmutzig und auch die Kleider alles andere als sauber. Der Beistand habe mitgeteilt, dass der Beschwerdeführer saubere Kleider im Schrank habe, die Kleider allerdings nicht wechseln wolle. Auch die Bettwäsche werde nicht gewechselt, sondern weggeworfen und das Bett mit Neugekauftem bezo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen. Die Bettwäsche sei so schmutzig, dass man sie nicht mehr waschen könne. Der Beschwerdeführer könne sich ausser Haus mit Hilfe eines Gehstockes fort</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bewegen. Alle Arbeiten erledige er mit seiner rechten Hand. Es sei ihm möglich, ca. 150 m zu gehen. Mit dem Bus könne er bis zum E.___ (ca. drei Stationen) fahren, um Sachen zu erledigen (Urk. 8/109/1-2). Die Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">son kam zum Schluss, dass zur Zeit noch kein Anspruch auf eine Hilf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">losen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schädigung resp. lebenspraktische Begleitung bestehe (Urk. 109/5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die zuständige Mitarbeiterin der Sozialen Dienste der C.___ hielt in der Aktennotiz vom 29. April 2013 fest, die Spitex-Mitarbeiterin habe ihr mitge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teilt, dass sie tags darauf mit dem Hausarzt sprechen werde. Sie werde ihn fra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen, ob es sinnvoll wäre, wenn der Beschwerdeführer in nekrologischer Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicht abgeklärt würde. Es sei problematisch, dass er ständig einnässe, einkote und ohne den ständigen Einsatz der Spitex wundliegen würde. Die Spitex könne diesen Service jedoch nicht leisten. Ein Übertritt in eine Einrichtung wäre sinnvoll (Urk. 3/6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In einer zweiten Aktennotiz vom 29. April 2013 hielt die Mitarbeiterin der Sozialen Dienste der C.___ fest, dass der Beschwerdeführer gemäss Angaben der Spitex-Mitarbeiterin inkontinent sei. Der Dekubitus sei gefährdet, da er fast den ganzen Tag im Bett liege. Er trage seine Inkontinenzhose nicht, obwohl diese von der Spitex organisiert worden sei. Er trinke Wein, den er offenbar nicht gut vertrage, so dass er öfters hinfalle. Im Raum rieche es unan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genehm, und der Beschwerdeführer sei schmutzig. Das Reinigungspersonal der Spitex weigere sich, weiterhin hinzugehen. Nach seinem Unfall (Hirnblutung) habe er nicht genügend Rehabilitation gehabt. Körperpflege habe er nicht gelernt. Sie sei der Auffassung, dass es so nicht mehr verantwortbar sei, den Beschwerdeführer alleine zu Hause zu lassen (Urk. 3/7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. B.___ stellte im Bericht vom 30. April 2013 folgende Diagnosen mit Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 8/141/5):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(1) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chronischer Alkoholabusus</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verwahrlosung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(2) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Status nach Aortendissektion Typ A im Oktober 2003</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ersatz der aszendierenden Aorta und des Hemibogens</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">esiduelles motorisches Hemisyndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte Dr. B.___ eine arterielle Hypertonie. Sie gab an, dass sie beim Beschwerdeführer im Rahmen der letzten Kontrolle vom 4. April 2013 eine Druckstelle am linken Oberschen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kel und ein Hämatom am linken Gesäss festgestellt habe. Der Beschwerdeführer rieche nach Urin und habe kariöse Zähne. Seine Haare seien ungekämmt und er sei unrasiert. Der Gang mit Hemizirkumduktion am Stock sei unsicher. Aktuell sei der Beschwerdeführer zu 100 % arbeitsunfähig. Eine generelle künftige Arbeitsunfähigkeit könne sie nicht prognostizieren (Urk. 8/141/5-6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Weiter erklärte Dr. B.___, dass der Beschwerdeführer im Bereich „Ankleiden, Auskleiden“ keiner regelmässigen und erheblichen Hilfe bedürfe. Er müsse aber daran erinnert und aktiviert werden. Im Bereich „Aufstehen, Absitzen, Ablie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen“ bestehe demgegenüber ein regelmässiger und erheblicher Hilfsbedarf, wobei als Hilfeleistung ein „Transfer“ erforderlich sei. Dasselbe gelte auch für den Bereich „Essen“. Im Bereich „Verrichten der Notdurft“ sei der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer ebenfalls auf regelmässige und erhebliche Hilfe angewiesen, da er in letzter Zeit inkontinent sei. Im Bereich „Fortbewegung“ bedürfe er keiner regel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mässigen und erheblichen Hilfe, er brauche aber jemanden zur Motivation. Im Weiteren seien dauernde Pflege sowie laut Spitex theoretisch - wegen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wahrlosung mit Selbstgefährdung - dauernde persönliche Überwachung erfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derlich. Schliesslich bedürfe der Beschwerdeführer auch einer lebenspraktischen Begleitung (Urk. 8/141/7-9). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.7</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.7.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht vom 23. August 2013 hielt die Abklärungsperson fest, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dass der Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ihn am 22. Juli 2013 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in seiner 1,5-Zimmerwohnung im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses (ohne Lift) freundlich begrüsst habe. Beim Gespräch dabei gewesen sei auch die Beiständin. Der Beschwerdeführer habe erklärt, dass es ihm auf dem Bett am wohlsten sei. Von dort aus könne er in Ruhe Bücher lesen und TV schauen. Momentan verfasse er keine biologi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Texte und Manuskripte, da ihn der Ellbogen-Unfall (links) vom Mai 2013 zurückgeworfen habe. Er publiziere heute wenig. Von der Beiständin erhalte er pro Monat Barmittel in der Höhe von Fr. 2‘700.--, um damit die Rechnungen für die Mittagessen, die aus dem Restaurant im Erdgeschoss geliefert würden, zu bezahlen. Nach einem Mittagsschlaf lese er wieder Bücher und am Abend esse er etwas Kaltes, zum Beispiel Aufschnitt. Am Wochenende würden sich die Tage und deren Strukturierung nicht stark unterscheiden. Betreffend seine gesundheitliche Situation habe der Beschwerdeführer angegeben, dass sein Zustand in den letzten Jahren gleich geblieben sei. Zu schaffen mache ihm der Ellbogen nach dem Sturz im Mai 2013. Damals sei er nach einem einwöchigen Spitalaufenthalt nach Hause zurückgekehrt. Die Einschränkungen am linken Ellbogen hätten sich inzwischen aber zurückgebildet, und eigentlich wäre er heute in der Lage, wieder selber nach draussen zu gehen. Er werde dies bald wieder versuchen. Er brauche nicht viel und lebe bescheiden in seiner Woh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nung. Er lebe und arbeite für seine Interessen in der Biologie. Den Haushalt und die Körperpflege habe er seit Jahren vernachlässigt und diesen Punkten keine Priorität gegeben. Heute sei er froh, dass die Spitex seit Oktober 2010 regel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mässig für zwei Stunden wöchentlich bei ihm vorbeikomme und ihm bei der Körperpflege helfe, die Wäsche reinige und Einkäufe tätige. Er schätze es auch, dass einmal im Monat eine Putzhilfe für rund drei Stunden zu ihm komme und den Haushalt putze. Weiter schätze er es, dass seine Beiständin für ihn die Administrationsaufgaben erledige. Er selbst merke sich sämtliche Termine und lege die offenen Termine (Briefe oder Karten) auf den Beistelltisch neben sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nem Bett. Der Beschwerdeführer sei zeitlich und örtlich orientiert. Wenn er persönliche Sachen wünsche, gebe er der Spitex den Auftrag, die entsprechen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Einkäufe zu tätigen (Urk. 8/145/1-2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sodann hielt die Abklärungsperson fest, dass die Beiständin im Telefongespräch vom 25. Juli 2013 angegeben habe, dass sie nach entsprechender Rückmeldung der Spitex-Leiterin eine medizinische Untersuchung bei den F.___ in Auftrag gegeben habe. Dr. med. G.___, Oberarzt der F.___, habe den Beschwerdeführer im Juni 2013 interviewt und festgestellt, dass keine unmittelbare Notsituation bestehe und er im aktuel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">len Setting bleiben könne. Gleichwohl habe die Beiständin erklärt, dass sie versuchen werde, einen Rehabilitationsaufenthalt in der Klinik H.___ zu organi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sieren, damit der Beschwerdeführer in seiner Mobilität auf den Beinen und generell in seiner Beweglichkeit gefördert werde und so in der eigenen Woh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nung verbleiben könne (Urk. 8/145/2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.7.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Alsdann erklärte die Abklärungsperson, dass der Beschwerdeführer in den all</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">täg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Lebensverrichtungen „Ankleiden, Auskleiden“, „Aufstehen, Absit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zen, Abliegen“ und „Essen (normal zubereitete Mahlzeiten)“ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">funktionell selb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ständig sei. Diesbezüglich bestünden keine Einschränkungen im Sinne des Gesetzes (Urk. 8/145/2-3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bereich „Körperpflege“ würde sich der Beschwerdeführer vernachlässigen. Konkret warte er darauf, dass jeden zweiten Tag die Spitex-Hilfe komme und ihn motiviere und auffordere, mit der Körperpflege zu beginnen. Alleine würde er die Körperpflege nicht oder nur unregelmässig durchführen. Die Pflege des Bartes und der Haare gelinge ihm nur oberflächlich, weshalb die Spitex ihm diesbezüg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich vollumfänglich helfe. Der Einstieg in die Badewanne gelinge ihm nur erschwert selber, da er einen schlechten Stand habe. Wegen der feinmotorischen Defizite stelle die Spitex-Hilfe auch die Nagelpflege periodisch sicher. Es sei daher anzumerken, dass der Beschwerdeführer wegen seiner Grunderkrankung Motivation und Aufforderung sowie direkte Hilfe Dritter bei der Körper- und Haarpflege benötige. Ohne die Hilfe Dritter würde er sich vernachlässigen. Die Regelmässigkeit und die Erheblichkeit im Sinne des Gesetzes seien erfüllt, wes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halb dieser Bereich ab dem 1. Oktober 2010 angerechnet werden könne (Urk. 8/145/3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Betreffend den Bereich „Reinigung nach Verrichtung der Notdurft“ sei der Beschwerdeführer funktionell selbständig. Er habe angegeben, dass er selber regelmässig auf die Toilette gehe, um seine Bedürfnisse zu verrichten. Nach dem Ellbogen-Unfall habe er einige Monate lang eingenässt und sei auf das Tragen von Pants angewiesen gewesen. Heute trage er aber keine Pants mehr. Ebenso benötige er die Urinflaschen, die er unter dem Bett lagere, heute nicht mehr. Es würden daher keine Einschränkungen im Sinne des Gesetzes bestehen, weshalb dieser Bereich nicht angerechnet werden könne (Urk. 8/145/3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bezüglich des Bereiches „Fortbewegung/Pflege gesellschaftlicher Kontakte“ sei der Beschwerdeführer ebenfalls funktionell selbständig. Er sei zwar unsicher auf den Beinen und müsse sich in der Wohnung daher an den Wänden oder Möbeln festhalten. Derzeit verzichte er aber noch auf einen Rollator. Das Treppensteigen nach oben gelinge ihm besser, da er sich dabei am Handlauf festhalten könne. Das Treppensteigen nach unten gehe heute noch nicht, da er seinen Arm links noch nicht vollständig belasten könne. Für weitere Strecken melde er sich bei I.___ Taxi. Bald werde er wieder versuchen, ins 200 m entfernte Restaurant zu laufen, um unter die Leute zu kommen. Er lebe aktuell zurückgezogen und sei nur noch mit zwei Freunden telefonisch und persönlich in Kontakt. Der eine lebe in J.___ und der andere in Q.___. Von diesen Freunden würde er auch besucht. Weiter pflege er oberflächliche Kontakte zu einer Nachbarin, die ihn regelmässig besuche und zum Beispiel zu Weihnachten Gebäck bringe. Aktuell habe er zu seinen Arbeitskollegen keinen E-Mail-Kontakt mehr, da er im Moment an keinen Biologie-Manuskripten mehr arbeite. Er sei ein Einzelkind und seine Eltern seien verstorben, weshalb er sich grundsätzlich mehr Kontakt wünschen würde. In diesem Bereich würden daher keine Einschränkungen im Sinne des Gesetzes bestehen, weshalb er nicht angerechnet werden könne (Urk. 8/145/3-4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ein Bedarf an Hilfe Dritter für die Pflege gesellschaftlicher Kontakte wegen einer Sinnesschädigung (zum Beispiel Sehschwäche) oder eines körperlichen Gebre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chens entfalle, da kein Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung im Sonderfall vorliege. Im Weiteren entfalle auch ein Anspruch auf eine lebenspraktische Begleitung, da der Beschwerdeführer bereits eine AHV-Rente beziehe. Was eine allfällige dauernde medizinisch-pflegerische Hilfe betreffe, sei zu erwähnen, dass dem Beschwerdeführer im Rahmen der allgemeinen Betreuung der Spitex auch die Medikamente gerichtet würden, obwohl er angegeben habe, dies selber machen zu können. Er nehme die Medikamente regelmässig selbständig ein und erhalte die betreffende Ration für die Wochenenden jeweils drei Tage im Voraus. Schliesslich entfalle auch ein Anspruch auf persönliche Überwachung, da keine Eigen- oder Fremdgefährdung im Sinne des Gesetzes bestehe (Urk. 8/145/3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.7.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Abklärungsperson kam daher zum Schluss, die Abklärung vor Ort habe erge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben, dass der Beschwerdeführer in fünf Bereichen der alltäglich relevanten Lebensverrichtungen im Sinne des Gesetzes selbständig sei. Im Bereich „Körper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflege“ benötige er seit Oktober 2010 direkte und indirekte Hilfe Dritter. Mangels Ausgewiesenheit eines zweiten Bereiches könne kein Wartejahr eröffnet werden. Zudem bestünden weder eine Pflege- noch eine Überwachungsbedürftigkeit. Ebenfalls nicht bejaht werden könnten die Notwendigkeit einer lebenspraktischen Begleitung, da die Voraussetzungen der Regelmässigkeit, Dauer und Intensität nicht erfüllt seien und der Beschwerdeführer bereits eine AHV-Rente beziehe, was den Leistungsbezug ausschliesse (Urk. 8/145/4-5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der zuständige Spitex-Mitarbeiter erklärte im Bericht vom 28. Oktober 2013, dass der Beschwerdeführer seit Juli 2007 bei ihnen Kunde sei. Anfänglich hätte die Spitex ca. jede sechste Wochen Leistungen erbracht. Im Laufe der Zeit hätten die Leistungen aber kontinuierlich gesteigert werden müssen. Heute würden folgende Leistungen erbracht (Urk. 8/151/1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einmal wöchentlich Medikamente richten und bei Bedarf neue Medikamente </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bestellen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">äglich Medikamente vorbeibringen (15 Minuten, Pflegeleistung) und bei Bedarf Bett </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">frisch be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziehen (der Beschwerdeführer habe ein Inkontinenzproblem)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">drei Mal wöchentlich Blutdruckkontrolle</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">drei Mal wöchentlich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">duschen und Kleider wechseln (3,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5 Stunden pro Woche) und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei Bedarf Fingernägel sowie Bart und Haare schneiden</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Haushaltsleistungen (alle 14 Tage</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zwei Stunden)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hauptreinigung der Wohnung (zwei Mal jährlich fünf Stunden)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sämtliche Einkäufe erledigen (1,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">75 Stunden/Monat, Hauswirtschaftsleistung) sowie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Besorgung der Wäschereinigung im Spitex-Zentrum</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer liege mehr oder weniger den ganzen Tag nur im Bett und stehe einzig auf, wenn er vonseiten der Spitex dazu motiviert werde, zum Bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spiel zwecks Wechsels der Bettwäsche oder zum Duschen. Zum Essen setze er sich an den Bettrand. Das Essen werde täglich vom Restaurant K.___ geliefert und auf einem Stuhl neben dem Bett serviert. Das benötigte Geschirr/Besteck werde durch die Spitex gereinigt. Nach dem Duschen müsse der Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rer aufgefordert werden, saubere Unterwäsche anzuziehen, da er diese von sich aus nicht wechsle. Kleidung trage er nur, wenn er ausser Haus gehe, beispiels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise zum Konsilium im Spital oder zum Hausarzt. Beim Ankleiden benötige er Hilfe. Weiter uriniere der Beschwerdeführer in eine Flasche, die neben dem Bett stehe. Diese Flasche würde von den Spitex-Mitarbeitern täglich geleert, wenn sie die Medikamente vorbeibringen würden. Zusätzlich trage der Beschwerdeführer Pants, nachdem er bis vor kurzem regelmässig zwei bis drei Mal pro Woche ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genässt habe. Es habe einiges an Motivation gebraucht, bis er eingewilligt habe, die Pants regelmässig zu tragen, wobei er diese in der Regel auch nicht selbstän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dig wechsle. Der Beschwerdeführer ziehe sie aus, wenn sie nass seien. Danach ziehe er aber keine neuen mehr an. Das passiere bei Bedarf durch die Spitex beim täglichen Einsatz oder nach dem Duschen. Die Hilfs- und Pflegeleistungen der Spitex würden daraufhin abzielen, dass der Beschwerdeführer weiterhin in sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nem gewohnten Umfeld bleiben könne. Ab und zu benötige es Gespräche mit ihm, in denen er darauf hingewiesen werden müsse, dass seine Kooperation bei den täglichen Hilfeleistungen zwingend sei, da sie ansonsten wegen Unzumut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">barkeit die Leistungen einstellen müssten. Dies würde bedeuten, dass der Beschwerdeführer in einen enger betreuten Rahmen (Pflegeheim oder betreutes Wohnen) müsste. Da es für den Beschwerdeführer sehr wichtig sei, dass er in sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ner Wohnung bleiben könne, funktioniere es dann über eine gewisse Zeit wieder gut (Urk. 8/151/1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ferner führte der Spitex-Mitarbeiter aus, es sei zukünftig geplant, dass der Beschwerdeführer eine Begleitung durch die Nachbarschaftshilfe oder eine ähnli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che Institution erhalte. Das Ziel dabei sei, dass er aus seiner sozialen Isolation geführt werden und ab und zu ausser Haus gehen könne. Da er gerne Schach spiele, könnte ihm auch dies ermöglicht werden. Nach seinem letzten Sturz habe der Beschwerdeführer Mühe gehabt, sich alleine ausser Haus zu bewegen. Bei auswärtigen Terminen bestelle die Spitex das I.___ Taxi. Der Fahrer hole den Beschwerdeführer jeweils in der Wohnung ab und führe ihn auch wieder in die Wohnung zurück. Der Beschwerdeführer benötige einen Gehstock (Urk. 8/151/2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.9</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Stellungnahme vom 27. Januar 2014 ergänzte die zuständige Abklärungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">person, dass sich die Wohnung des Beschwerdeführers anlässlich der Abklärung vom 22. Juli 2013 in einem durchschnittlich gepflegten Zustand befunden habe. Aus den Akten gehe hervor, dass früher eine Verwahrlosungstendenz habe fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gestellt worden sei, die aufgrund der Organisation einer Spitex-Hilfe habe unter Kontrolle gebracht werden können. Eine Untersuchung des F.___ sei im Juni 2013 zum gleichen Schluss gekommen. Offenbar habe der Ausbau der Spitex-Hilfe von früher einem Einsatz pro Monat auf einen Einsatz von zwei Stunden pro Woche diesbezüglich eine Stabilisierung der Situation gebracht, weshalb der Fall unter dem Gesichtspunkt der lebenspraktischen Begleitung neu aufgebaut und beurteilt werden könne. Anlässlich der Abklärung betreffend Haushalt und Erwerbstätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit per 12. August 2010 sei festgehalten worden, dass der Aufwand bezüglich lebenspraktischer Begleitung auf einen Tag pro Monat begrenzt gewesen sei. Der mit Beschluss der Vormundschaftsbehörde der C.___ vom 8. April 2010 eingesetzte Beistand habe der Beschwerdegegnerin sodann keine Mitteilung bezüglich Ausbau dieser Leistungen gemacht. Der Ausbau der Leistungen sei erst im Zuge der Abklärung bezüglich Hilflosenentschädigung per 22. Juli 2013 aktenkundig geworden. Die Anmeldung des Beschwerdeführers vom 18. April 2013 sei vorliegend daher massgebend und die Auszahlung der Hilflosenentschä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">digung könne maximal ein Jahr rückwirkend per 1. April 2012 erfolgen. Das Wartejahr könne somit frühestens am 1. April 2011 eröffnet werden und falle vor das ordentliche AHV-Alter des Beschwerdeführers, weshalb grundsätzlich eine lebenspraktische Begleitung gesprochen werden könne, wenn die inhaltlichen Voraussetzungen dafür gegeben seien (Urk. 8/156/1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Betreffend die Bereiche „Körperpflege/Notdurft/An- und Auskleiden“ sei hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen, dass der Beschwerdeführer gemäss Angabe vor Ort weder direkte noch indirekte Dritthilfe erhalte. Der Beschwerdeführer habe angegeben, dass es ihm wohl sei, lange im Bett zu bleiben und seinen selbst gewählten Prioritäten nachzugehen. Auf spezifisches Rückfragen habe er bestätigt, dass es für ihn stimme, in einfachen und bequemen Kleidern zu leben und den Tag mehrheitlich auf dem Bett liegend zu verbringen und TV zu schauen oder anderen Aktivitäten nachzugehen. Auf explizites Nachfragen habe er auch bestätigt, dass er die Urin-Flasche unter dem Bett nicht verwende, sondern aufs WC gehen würde. Zweifels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ohne benötige der Beschwerdeführer während der Präsenz der Spitex-Hilfe jeweils Aufforderung, Kontrolle und Motivation, um zum Beispiel die Körper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflege besser durchzuführen, vermehrt die Kleider zu wechseln oder vermehrt aufzustehen. Der Aufwand dafür werde aber de facto im Rahmen der zu </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bejahen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den lebenspraktischen Begleitung erbracht, weshalb kein separater Bereich der all</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">täglich relevanten Lebensverrichtungen angerechnet werden könne. Zusam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fassend sei somit ein Anspruch auf eine leichte Hilflosenentschädigung im Sinne einer lebenspraktischen Begleitung rückwirkend zu bejahen (Urk. 8/156/1-2).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Umstritten ist zunächst der Beginn des Anspruchs auf Hilflosenentschädigung. Dabei stellt sich die Frage, ob es die IV-Stelle des Kantons A.___ anlässlich der früheren Anmeldung des Beschwerdeführers vom 17. August 2004 unterlassen hat, den Anspruch auf Hilflosenentschädigung zu prüfen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer machte dazu geltend, dass in den betreffenden medizini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen und weiteren Akten bereits eine erhebliche Hilflosigkeit dokumentiert gewesen sei. Dennoch sei damals kein formeller Entscheid betreffend Hilflosig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit erlassen worden (Urk. 1 S. 3 und S. 9). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem Beschwerdeführer ist zwar darin beizupflichten, dass es aufgrund der Berichte von Dr. Z.___ vom 19. Februar 2009 (vgl. E. 3.1) und der Schreiben des Beistandes vom 5. Mai und 2. August 2010 (vgl. E. 3.2 und E. 3.3) einige Anhaltspunkte dafür gibt, dass bereits damals im Rahmen einzelner alltäglicher Lebensverrichtungen ein gewisser Hilfebedarf bestanden haben und die Vorausset</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zungen für eine lebenspraktische Begleitung erfüllt gewesen sein könnten. Die Abklärungsperson, welche im Auftrag der IV-Stelle des Kantons A.___ die damalige Haushaltabklärung vom 12. August 2010 vornahm, liess dies aller</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dings nicht unberücksichtigt und prüfte im Rahmen dieses Hausbesuches - bei dem es in erster Linie um die Prüfung der Frage ging, in welchem Umfang der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall erwerbstätig wäre – auch, ob die Voraus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzungen für eine lebenspraktische Begleitung erfüllt sind. Mit der Begrün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dung, dass es der Spitex und der Haushaltshilfe damals noch möglich gewesen sei, das Allernötigste im Rahmen je eines monatlichen Besuches beim Beschwerdeführer zu erledigen, kam die Abklärungsperson dann aber zum Schluss, dass die betreffenden Voraussetzungen nicht erfüllt seien (vgl. E. 3.4). Unter diesen Umständen kann daher nicht gesagt werden, dass die damals zuständige IV-Stelle des Kantons A.___ (vgl. Sachverhalt Ziffer 1.1 und Art. 55 Abs. 1 IVG) den Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung anlässlich der Anmeldung des Beschwerdeführers vom 17. August 2004 pflichtwidrigerweise nicht geprüft hätte. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Folge wurde die nunmehr zuständige Beschwerdegegnerin – wie sie zutreffend bemerkte (Urk. 2 S. 3) - weder vom Beschwerdeführer noch vom Beistand noch von der Hausärztin Dr. B.___ über den Ausbau der Spitex-Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungen informiert. Diese Leistungen wurden erst im Rahmen der Anmeldung des Beschwerdeführers bei der Beschwerdegegnerin zum Bezug einer Hilflo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">senentschädigung vom 18. April 2013 aktenkundig. Massgebend ist vorliegend deshalb diese Anmeldung vom 18. April 2013, und die Leistungen können nur für die zwölf Monate nachgezahlt werden, die der Geltendmachung des Anspruchs vorangehen (vgl. E. 1.8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Weiteren ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> das Ausmass des Hilfsbedarfs bzw. die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Höhe der dem Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführer zustehenden Hilflosenentschädigung zu prüfen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unumstritten und aufgrund der Aktenlage ausgewiesen ist zunächst, dass die Voraussetzungen für eine lebenspraktische Begleitung spätestens seit Eröffnung des Wartejahres im April 2011 erfüllt sind (vgl. E. 3.9 und Urk. 2/1). Dies ins</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">besondere deshalb, weil der Beschwerdeführer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ohne Begleitung einer Drittper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">son nic</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ht selbständig wohnen könnte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wie aus dem Bericht der Spitex vom 28. Oktober 2013 hervorgeht, mussten die Leistungen seit Juli 2007 kontinuierlich gesteigert werden und machten offen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar schon seit längerem weit mehr als zwei Stunden pro Woche aus. Im Oktober 2013 nahmen dann etwa die Haushaltsleistungen eine Stunde, die Erledigung der Einkäufe ca. 22 Minuten und das Vorbeibringen der Medikamente 15 Mi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nuten pro Woche in Anspruch. Hinzu kamen weitere Leistungen der Spitex wie etwa die Besorgung der Wäschereinigung im Spitex-Zentrum, die Reinigung von Besteck und Geschirr, bei Bedarf das frische Beziehen des Bettes und die Hauptreinigung der Wohnung. Auch zu berücksichtigen war schliesslich das tägliche Bringen der Mahlzeiten durch eine Mitarbeiterin des Restaurants K.___ (vgl. E. 3.8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ebenfalls als unumstritten und aktenmässig ausgewiesen gelten kann sodann, dass der Beschwerdeführer im Rahmen der alltäglichen Lebensverrichtungen im Bereich „Körperpflege“ regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist. Die Abklärungsperson ging dabei zunächst davon aus, dass diese Einschränkung seit Oktober 2010 bestehe (vgl. E. 3.7.2). In der Folge kam die Beschwerdegegnerin allerdings zum Schluss, dass der Aufwand für den Bereich „Körperpflege“ im Rahmen der zu bejahenden lebenspraktischen Begleitung im Umfang von mindestens zwei Stunden pro Woche erbracht werde, weshalb kein separater Bereich angerechnet werden könne (Urk. 2/1). Dies vermag jedoch nicht zu überzeugen, da allein das drei Mal wöchentliche Duschen (zusammen mit dem Kleider wechseln) gemäss Bericht der Spitex vom 28. Oktober 2013 3,5 Stunden pro Woche in Anspruch nimmt und auch die übrigen Leistungen – wie unter E. 5.2 dargelegt – kontinuierlich gesteigert wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den mussten und offenbar schon seit längerem einiges mehr als zwei Stunden pro Woche ausmachen. Zudem ist auch zu beachten, dass die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lebenspraktische Begleitung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> rechtsprechungsgemäss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grundsätzlich nicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die (direkte oder indirekte) Dritt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hilfe bei den sechs alltäglichen Lebensverrichtungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beinhaltet, sondern </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vielmehr ein zusätzliches und eigenständiges Insti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">t der Hilfe dar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(BGE 133 V 450 E. 9).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Unter diesen Umständen ist vorliegend daher - nach dem im Sozi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">alversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit – davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im Bereich „Körperpflege“ spätestens seit Eröffnung des Wartejahrs im April 2011 im Sinne des Gesetzes eingeschränkt ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.4</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Umstritten ist nun unter anderem, ob der Beschwerdeführer auch im Bereich „Ankleiden, Auskleiden“ im Sinne des Gesetzes eingeschränkt ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Abklärungsperson gab in der Stellungnahme vom 27. Januar 2014 an, dass es für den Beschwerdeführer stimme, in einfachen und bequemen Kleidern zu leben. Er müsse von der Spitex-Hilfe zwar jeweils aufgefordert und motiviert werden, die Kleider vermehrt zu wechseln. Der Aufwand dafür werde jedoch de facto im Rahmen der lebenspraktischen Begleitung erbracht (E. 3.9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeschrift ist demgegenüber zu entnehmen, dass in den Akten mehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fach eine Verwahrlosung dokumentiert sei. Die Abklärungsperson habe im Bericht vom 23. August 2013 festgehalten, dass der Beschwerdeführer in die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sem Bereich funktionell selbständig sei. Gemäss Schreiben der Spitex vom 28. Oktober 2013 treffe dies allerdings nicht zu. Der Beschwerdeführer benötige beim Ankleiden Hilfe, wobei letztlich dahingestellt bleiben könne, ob er funkti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">onell selbständig sei oder nicht. Entscheidend sei, dass er auf jeden Fall indi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rekte Hilfe benötige, nämlich eine regelmässige Aufforderung und Kontrolle zum Kleiderwechsel durch die Spitex. Dies bestätige auch Dr. B.___, gemäss deren Bericht vom 30. April 2013 der Beschwerdeführer in diesem Bereich erin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nert und aktiviert werden müsse (Urk. 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Darlegungen des Beschwerdeführers sind insofern überzeugend, als insbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sondere aufgrund der übereinstimmenden Aussagen von Dr. B.___ und der Spitex-Angestellten tatsächlich davon auszugehen ist, dass der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer im Bereich „Ankleiden, Auskleiden“ inzwischen regelmässig in erhebli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chem Ausmass auf indirekte Hilfe angewiesen ist. Erste Anzeichen für einen gewissen (noch nicht regelmässigen) Hilfsbedarf bestanden bereits im Februar 2009, als er offenbar trotz der kalten Witterung ohne Jacke und Pullover zum Arzttermin bei Dr. Z.___ erschienen war (vgl. E. 3.1). Im Bericht vom 7. Oktober 2010 hielt die Abklärungsperson sodann fest, dass die Kleider des Beschwerdeführers schmutzig seien und er sich weigere, diese zu wechseln, und im Bericht der Spitex vom 28. Oktober 2013 wurde nun detailliert geschildert, dass die Spitex-Angestellten drei Mal wöchentlich die Kleider des Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führers wechseln müssten. Er müsse dabei auch aufgefordert werden, saubere Unterwäsche anzuziehen, da er diese von sich aus nicht wechsle. Kleidung trage er im Übrigen nur, wenn er aus dem Haus gehe (vgl. E. 3.8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Angesichts dessen, dass die Spitex die Leistungen seit Oktober 2010 erheblich ausbauen musste (vgl. E. 3.7.1 und E. 3.8), erscheint es dabei überwiegend wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer auch im Bereich „Ankleiden, Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kleiden“ spätestens seit dem Zeitpunkt der Eröffnung des Wartejahres im April 2011 im Sinne des Gesetzes eingeschränkt war. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ob die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> umstrittenen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Einschätzung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Abklärungsperson, wonach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführer in den Bereichen „Verrichten der Notdurft“ und „Aufstehen, Absitzen, Abliegen“</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keine regelmässige und erhebliche Hilfe benötige, zutref</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fend sind, kann vorliegend offenbleiben. Denn selbst </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">we</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nn er auch bei diesen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Lebensverrichtung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> regel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mässig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und in erheblichem Ausmass auf die Hilfe Dritter angewiesen wäre, genügte dies nicht, um die Voraussetzungen von Art. 37 Abs. 1 IVV zu erfüll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en. Dazu wäre nämlich unter anderem eine Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkung im Sinne des Gesetzes in allen alltäglichen Lebensverrichtungen notwendig, was vorliegend offensichtlich weder ausgewiesen ist noch vom Beschwerdeführer geltend gemacht wurde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Bezug auf den Bereich „Verrichtung der Notdurft“ ist indes noch darauf hinzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weisen, dass die Erhebungen im Abklärungsbericht vom 23. August 2013, wonach der Beschwerdeführer in diesem Bereich nicht im Sinne des Gesetzes eingeschränkt sei (vgl. E. 3.7.2), in erheblichem Widerspruch zu den Aussagen von Dr. B.___ (vgl. E. 3.6) und der Spitex-Mitarbeiter (vgl. E. 3.8) stehen. Es liegt daher zumindest der Verdacht nahe, dass die Abklärungsperson diesbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">züglich tatsächlich zu sehr auf die Aussagen des Beschwerdeführers abgestellt hat, der seine Situation beschönigt haben dürfte. </span></p><p><span>5.6</span><span> </span><span>Aus dem Gesagten folgt, </span><span>dass die Voraussetzungen für eine</span><span> lebenspraktisch</span><span>e</span><span> Begleitung im Sinne von Art. 38 IVV</span><span> sowie Einschränkungen des Beschwerde</span><span>führers in zwei der sechs alltäglichen Lebensverrichtungen im Sinne von Art. 37 Abs. 2 lit. c IVV seit April 2011 ausgewiesen sind. Ab 1. April 2012 hat der Beschwerdeführer daher Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung mittle</span><span>ren Grades (vgl. E. 1.8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Demnach sind in teilweiser Gutheissung der Beschwerde die Verfügungen der Beschwerdegegnerinnen vom 2. Februar 2014 und 13. Februar 2014 aufzuhe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben, und es ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer ab 1. April 2012 bis 31. August 2013 Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades der IV und ab 1. September 2013 Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades der AHV hat. Im Übrigen (Hilflosenentschädigung ab Oktober 2004 bis 31. März 2012) ist die Beschwerde abzuweisen. </span></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Soweit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der Invalidenversicherung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">t fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Stelle und dem Beschwerdeführer je hälftig aufzuerlegen.</span></p><p><br/></p><p><span> </span></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In teilweiser Gutheissung der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerdewerden die Verfügungen der Sozialver</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Stelle, vom 6. Februar 2014 und der Aus</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">gleichskasse vom 13. Februar 2014 aufgehoben, und es wird festgestellt, dass der Beschwerdeführer ab 1. April 2012 bis zum 31. August 2013 Anspruch auf eine Hilf</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">losenentschädigung mittleren Grades der IV und ab dem 1. September 2013 Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades der AHV hat. Im Übrigen (Hilflo</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">sen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">entschädigung ab Oktober 2004 bis 31. März 2012) wird die Beschwerde abge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">600</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der IV</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Stelle und dem Beschwerdeführer je zur Hälfte</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">den</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Stadt Zürich Soziale Dienste</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, unter Beilage einer Kopie von Urk. 1 und Urk. 2/1-2</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstKreyenbühl</p><p></p></div> </div></body></html>