<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert einen Bericht zu verfassen, welcher die künftige Bedeutung der Hausarztmedizin für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung aufzeigt. Gleichzeitig sind geeignete Massnahmen vorzuschlagen, welche vom Bund, den Kantonen, den Vertragspartnern und den Ärzten bzw. ihren Standesorganisationen getroffen werden müssen, damit die Hausarztmedizin gefördert und gestärkt wird.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist sich der Bedeutung der Hausärztinnen und Hausärzte im Gesundheitswesen bewusst. Er anerkennt ihren Beitrag zur Sicherstellung der öffentlichen Gesundheit und zur Förderung der Gesundheit der Schweizer Bevölkerung. In seiner Antwort zur Interpellation Huguenin 06.3166, "Ärztemangel in der Grundversorgung", vom 31. Mai 2006 hat er bereits aufgezeigt, welche Massnahmen und Vorschläge er lanciert hat, um die Qualität der medizinischen Leistungen und den Zugang für alle zu einer angemessenen Gesundheitsversorgung in Form von Rahmenbedingungen sicherzustellen.</p><p>Da viele Aufgaben nur gemeinsam angegangen werden können, erarbeiten Bund und Kantone in Zusammenarbeit mit den betroffenen Berufsverbänden nachhaltige Lösungen. Die medizinische Grundversorgung bildet im Jahr 2006 einen Schwerpunkt beim gesundheitspolitischen Dialog zwischen Bundes- und Kantonsbehörden und ist das Thema der Arbeitstagung der nationalen Gesundheitspolitik vom 9. November 2006.</p><p>Der Bund und die Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) haben eine Reihe von Massnahmen in die Wege geleitet, mit denen die Rahmenbedingungen verbessert und die berufliche Tätigkeit der Hausärztinnen und Hausärzte attraktiver gemacht werden sollen. Neben den bereits im Rahmen der Bildungsreform eingeführten Änderungen geht es darum, die Hausarztmedizin insbesondere in der Weiterbildung aufzuwerten, die Frage der Bildung von Universitätsinstituten für Hausarztmedizin zu prüfen und die Finanzierung der Ausbildung bei Praxisärztinnen und -ärzten zu überdenken, um die bestehende Ungleichheit gegenüber der Weiterbildung an Spitälern, die von der Allgemeinheit getragen wird, zu verringern. Weitere Massnahmen betreffen die Organisation von Notfalldiensten durch die Ärzteschaft, die Zusammenarbeit mit den Spitälern sowie die Geschäftmodelle der Arztpraxen und der Grundversorgung.</p><p>Um die Anstrengungen von Bund und Kantonen in diesem Bereich zu unterstützen, wurden bereits mehrere Studien zur Situation, den Problemen und Perspektiven der Grundversorgung im Rahmen des schweizerischen Gesundheitssystems in Angriff genommen. So wurden von der GDK, dem Bundesamt für Gesundheit, dem Schweizerischen Gesundheitsobservatorium, dem Kollegium für Hausarztmedizin und anderen Forschungsgruppen fünfzehn Studien zu diesen Fragen publiziert oder werden noch publiziert. Darin finden sich Antworten auf die meisten der im Postulat aufgegriffenen Fragen. Zu beachten ist dabei, dass diese Studien das Ergebnis des Austausches und der Zusammenarbeit zwischen den betroffenen Partnern sind und die Schlussfolgerungen unter der Leitung von Bund und GDK diskutiert werden.</p><p>Aus all diesen Gründen erachtet es der Bundesrat nicht als sinnvoll, einen zusätzlichen Bericht zuhanden des Parlamentes zu erstellen. Er ist der Ansicht, dass Bund, Kantone und betroffene Organisationen mit den bereits realisierten oder begonnenen Arbeiten über ausreichend Informationen verfügen, welche die vorgesehenen Massnahmen rechtfertigen. Diese Informationen stehen ebenfalls dem Parlament zur Verfügung.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.