2020 Steuern und Abgaben 107 von Art. 36 Abs. 2bis DBG und § 43 Abs. 2 DBG erreicht, was der in der Botschaft klar zum Ausdruck gebrachten Intention de s Gesetz - gebers entspricht. Es ist daher davon auszugehen, dass § 43 Abs. 2 StG – in Abweichung vom strikten Wortlaut – nur dann zur Anwen - dung gelangt, wenn das mündige Kind, mit dem der bzw. die Steuerpflichtige zusammenlebt und für dessen Unterhalt er b zw. sie zur Hauptsache aufkommt, (noch) in Ausbildung steht oder unter - stützungsbedürftig ist. 2.3. (…) 3. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegrün - det und ist demzufolge abzuweisen. 15 Berichtigung Trägt ein Steuerkommissär im Prüfungsblatt als Firmensitz zutreffend eine Aargauer Gemeinde ein, überträgt diese Information aber nicht bzw. unzutreffend in das System und schaltet die Steuerkommission die Veran- lagung auf dieser falschen Grundlage frei, kann die Veranlagungs ver- fügung berichtigt werden. Aus dem Entscheid des V erwaltungsgerichts, 2. Kammer, vom 24. November 2020, in Sachen KStA gegen A., B. und Gemeinderat C. (WBE.2020.305). Aus den Erwägungen 2. 2.1. Rechnungsfehler und Schreibversehen in rechtskräftigen Verfü- gungen und Entscheiden können innert fünf Jahren nach Eröffnung auf Antrag der steuerpflichtigen Person oder von Amtes wegen von der Behö rde, der sie unterlaufen sind, berichtigt werden (§ 205 108 Obergericht, Abteilung Verwaltungsgericht 2020 Abs. 1 StG; so auch Art. 52 StHG). Gemäss § 69 Abs. 1 StGV gelten als Rechnungsfehler oder Schreib versehen im Sinne von § 205 StG auch Ausfertigungsfehler. § 69 Abs. 2 StGV gibt sodann eine exem - plarische Aufzählung der mittels Berichtigung korrigierbaren Fehler und Versehen wieder: a) die rechnerisch fehlerhafte Festsetzung oder die Ver wechslung des steuerbaren Einkommens und Vermögens bzw. Gewinnes und Kapitals, b) die falsche Tarifablesung, c) das rechnerische Versehen bei der Ausmittlung des Steuerbetrages, d) die fehlerhafte Übertragung einer zutreffenden Parteibe zeichnung aus dem Protokoll der Steuerkommission und aus der Steuererklärung in die Eröffnung der Veranlagung oder in den Einspracheentscheid, e) das Setzen falscher Codes (z.B. definitiv statt provisorisch), f) die fehlerhafte Übertragung von Beschlüssen der Steuer kommission in die entsprechenden Veranlagungsverfügungen und Einspracheentscheide. 2.2. Sinn und Zweck der Berichtigung bestehen darin, rechtskräftige Verfügungen und Entscheide, welche aufgrund eines blossen "Kanz - leifehlers" den wirklichen Willen der Veranlagungsbehörde oder des erkennenden Ge richts unzutreffend zum Ausdruck bringen, mög - lichst formlos korrigieren zu können. Ein derartiges Zurückkommen auf einen rechtskräftigen Entscheid ist in sachlicher Hinsicht insofern beschränkt, als dass nur Fehler berichtigungsfähig sind, die den Aus- druck des Verfügungsinhalts und des be hördlichen Willens, sprich die Willensäusserung, zum Gegenstand haben (Erklärungsirrtum). Betroffen sind damit Fehler, die der Behörde im Zusam menhang mit einem handwerklichen bzw. mechanischen V organg unterlaufen sind ("Handarbeit") und in der Regel verhältnismässig leicht zu erken nen sind. Neben den Berechnungsfehlern werden auch Ablese-, Übertrag- ungs- und Kommafehler sowie Eingabefehler im Zusammenhang mit der Verwendung mechanischer oder elektronischer Berechnungs - systeme erfasst. Abzugrenzen sind die Rechnungs - oder Kanzlei - fehler von den Veranlagungs - oder Verfügungsfehlern, welche die Willensbildung beschlagen. Ein solcher Mangel im Inhalt liegt dann vor, wenn eine Verfügung oder ein Entscheid so gewollt war, wie er zum Ausdruck gebracht wurde ("Kopfarbeit"), wenn also die Verfüg-2020 Steuern und Abgaben 109 ung auf einer unzutreffenden tat beständlichen oder rechtlichen Würdigung beruht. Derartige, auf einem Sachverhalts - oder Rechts- irrtum beruhende Fehler sind nicht berich tigungsweise, sondern auf dem ordentlichen Rechtsmittelweg geltend zu machen (zum Ganzen: BGE 142 II 433 S. 438, Erw. 3.2.2 ff.; Urteile des Bundesgerichts 2C_331/2019 vom 7. April 2020, Erw. 3.; 2C_596/2012 vom 19. März 2013, Erw. 2.4 f., 2C_519/2011 vom 24. Februar 2012, Erw. 3.4.1 ff.; CONRAD WALTHER, in: Kommentar zum Aargau er Steuergesetz, 4. Aufl. 2015 [Kommentar StG], § 205 N 3 ff.). 2.3. 2.3.1. Die höchstrichterliche Rechtsprechung zum Anwendungs be- reich des Berichtigungstatbestandes ist rei ch. Unter altem Recht (Art. 127 BdBSt ) befand das Bundesgericht beispielsweise e ine Veranlagungsverfügung als berichtigungsfähig, bei welcher aufgrund eines Kom mafehlers von einem Durchschnitts einkommen von Fr. 300'000.00 anstatt von Fr. 3'000'000.00 (Urteil A.316/1977 vom 5. Mai 1978, in: ASA 48, 188) ausgegangen wurde. Da Art. 127 Abs. 1 BdBSt jedoch explizit nur Rechnungsfehler, nicht aber Schreibversehen als einer Be richtigung zugänglich vorsah, begründete das Bundesgericht die Be richtigungsfähigkeit mit den konkreten Umständen (leichte Er kennbarkeit des Fehlers), a ufgrund derer die Berufung des Steuer pflichtigen auf die Be standeskraft der Verfügung als wider Treu und Glauben bzw. rechtsmissbräuchlich zu qualifizieren und die Berichti gung in Form der Revision zu Lasten des Steuerpflichtigen folglich zulässig s ei. Denselben Korrektur - mechanismus wandte das Bundes gericht im Zusammenhang mit einer durch den Veranlagungs beamten erfolgten Fehlmanipulation am Computer (falsch eingetragener bzw. nicht ge löschter Code, wodurch in der defini tiven Veranlagung kein s teuerbarer Ertrag und keine Gewinnsteuer ausge druckt wurden) an (Urteil 2P.401/1994 vom 19. Februar 1996, in: ASA 55, 512 und La Semaine Judiciare [SJ] 1996 S. 655; vgl. auch Urteil des Bun desgerichts 2A.508/2002 vom 4. April 2003, in: Steuerrevue [StR] 58/2003, S. 513 ff., 515). 2.3.2. 110 Obergericht, Abteilung Verwaltungsgericht 2020 Unter neuem Recht (Art. 52 StHG, ebenso Art. 150 DBG; und § 205 StG) figurieren nun auch explizit Schreibversehen als berich ti- gungsfähige Tatbestände, was darin begründet liegt, dass "heute dank der verbreiteten Anwend ung von EDV -Anlagen Rechnungsfehler kaum noch, Schreibversehen dagegen durchaus noch vorkommen" (Botschaft vom 25. Mai 1983 zu Bundesgesetzen über die Harmoni - sierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden sowie über die direkte Bundessteuer, BBl 1983 III 1 ff., insb. 137 und 215; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 2C_519/2011 vom 24. Februar 2012, Erw. 3.4.5). Diese Neuerung hat denn auch dazu geführt, dass das Bundesgericht die Möglichkeiten zur Korrektur rechtskräftiger Ver - anlagungen, über die im Gesetz genannten Tatbestände (Revision, Nachsteuer und Berichtigung) hinaus, sehr restriktiv auf den Fall des offenbaren Rechtsmissbrauchs eingeschränkt hat. Ein solcher sei nicht leichthin anzunehmen, sondern komme nur in Frage, wenn der Fehler der Steuerbehörde offensichtlich war und vom Steuer pflich- tigen ohne weiteres erkennbar gewesen wäre (Urteil des Bundes - gerichts 2C_331/2019 vom 7. April 2020, Erw. 4.3.2.2). Die neurechtliche Ausdehnung der Berichtigungsmöglichkeit auf Schreibversehen findet in der Lehre auch insofern grosse Zustim- mung, als ein weites Verständnis der Begriffe Rechnungsfehler bzw. Schreibversehen gefordert wird. So sollen auch Software - und Pro- grammierungsfehler darunter subsumiert werden ( PETER LOCHER, Kommentar zum D BG, III. Teil, 2015, Art. 150 N 12; MARTIN ZWEIFEL/MICHAEL BEUSCH/SILVIA HUNZIKER, Schweizerisches Steuerverfahrensrecht, 2. Aufl. 2018, § 26 S. 447 N 98) und handle es sich beispielsweise auch dann um ein berich tigungsfähiges Ver- schreiben, wenn das steuerbare Einkommen als Vermögen bezeichnet oder eine Zahl unrichtig von einem Formular auf das andere über - tragen werde ( HUGO CASANOV A, Änderungen rechtskräftiger Ver - fügungen und Entscheide, ASA 61, S. 447 ff., 452). 2.3.3. Auch die unter neuem Recht erga ngene Rechtsprechung des Bundesgerichts ist insofern grosszügig, als dass sie bei der Be - urteilung, ob ein berichtigungsfähiger Kanzleifehler vorliegt, aner - kennt, dass sich die Veranlagungsarbeiten als Massengeschäft gestal-2020 Steuern und Abgaben 111 ten und diese umso anfälliger für Flüchtigkeitsfehler sind, je stärker sich die Tätigkeit des Veranlagungs personals am Bildschirm und durch den Einsatz von EDV -Programmen automatisiert abspielt. Angesichts der Arbeit am Computer liessen sic h heute auch Willens- bildung und -äusserung nicht mehr mühelos trennen; vielmehr seien die Konturen durch die automatische Berechnung der Steuer und Verfügungsausfertigung mittels Computerprogrammen ver wischt. Die Auslegung des Zwecks der Berichtigungsnormen (Art. 150 DBG; Art. 52 StHG) habe diese n Umständen Rechnung zu tragen, weshalb eine haupt sächlich ablaufbezogene Betrachtung – Fehler schon in der Willensbildung oder erst in der Willensäusserung? – der heutigen Arbeits weise nicht mehr gerecht würde. So sei für Aussenstehende nament lich auc h nur beschränkt einseh - und nachvollziehbar, ob es sich um einen Pro grammierungs-, einen Handhabungs- oder einen Fehler im Druckzentrum handle (zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 2C_519/2011 vom 24. Februar 2012, Erw. 3.5.1). In seinem Urteil 2C_331/ 2019 vom 7. April 2020 hielt das Bundesgericht zudem Folgendes fest: "Im Steuerveranlagungsverfahren besteht mit Bezug auf das Risiko des Nichtbemerkens von Fehlern keine volle Symmetrie zwischen den Steuer - behörden und den Steuerpflichtigen: Die Steuer pflichtigen kontrollieren erfahrungsgemäss genau, ob ihre Steuerver anlagung einen Fehler zu ihren Ungunsten aufweist. Auf Seiten der Steuerbehörden stellt die Veran lagung dagegen ein Massengeschäft dar, wo sich zwangsläufig mensch liche Flüchtigkeits- und durch die fortschreitenden Digitalisierung vermehrt auch Programmier- oder Softwarefehler einschleichen. Veranlagungsfehler zulasten der Steuerpflichtigen bleiben deshalb weniger häufig un bemerkt als solche, die sich zu ihren Gunsten auswirken […]. Damit dieser un - gleichen Risi koverteilung entgegengewirkt werden kann, ist eine eher weite Auslegung des Berichtigungstatbestands angezeigt" (zit. Urteil, Erw. 4.3.2.3). Obwohl nicht davon auszugehen ist, dass alle Steuerpflichtigen ihre Steuerveranlagung aufs Genauste auf Unstimmigkeiten hin über- prüfen, erscheint die zitierte Rechtsprechung vorliegend insofern ein- schlägig, als beim Beschwerdegegner als Selbständigerwerbender, 112 Obergericht, Abteilung Verwaltungsgericht 2020 der sich zudem von einem Treuhänder beraten liess, von einem auf- merksamen Steuerpflichtigen auszugehen ist. 3. Im Veranlagungsverfahren trägt grundsätzlich die Veranlag - ungsbehörde die Beweislast für steuerbegründende und -erhöhende, die steuerpflichtige Person jene für die steueraufhebenden und -min- dernden Tatsachen (BGE 144 II 427 S. 433, Erw. 2.3.2 mit Hin - weisen). Die vorgenommene Berichtigung führte zu einer Erhöhung des steuerbaren Einkommens der Beschwerdegegner. Es ist daher grund - sätzlich Sache der Steuerkommission D. bzw. – im vorliegenden Be- schwerdeverfahren – des Beschwerdeführers (KStA), rechts - genüglich darzutun, dass Umstände vorliegen, die eine Berich tigung rechtfertigen. 4. 4.1. V orliegend ist unbestritten, dass bei der Ermittlung der Steuer- faktoren im Prüfungsblatt "Selbständigerwerb ende" korrekterweise E. als Firmen sitz des Einzelunternehmens des Beschwerde gegners eingetragen wurde. Visiert wurde das Formular am 18. Februar 2016 und damit nach weislich zu einem Zeitpunkt, in welchem sich die Veranlagung der Beschwerdegegner erst im V orbereitungsstadium befinden konnte (Eröff nung der ersten Veranlagungsver fügung am 14. Juni 2016). Auch im vorinstanzlichen Entscheid wird sodann nicht in Abrede gestellt, dass es vorliegend bei der Übertragung der Informationen zur selbständige n Er werbstätigkeit des Beschwerde - gegners in das Steuersystem zu einer Un stimmigkeit kam indem, entgegen der Feststellungen auf dem Prüfungsblatt, fälschlicherweise am (ganzjährigen) Firmensitz im Kanton G. festgehalten wurde. V or diesem Hintergrund greift die Ansicht der V orinstanz, die Freischal- tung durch die Delegationsmitglieder sei als Willensäusserung zu qualifizieren, womit die Berichtigung der freige schalteten Veranlag- ung ausser Betracht falle, zu kurz. 4.2. Denn, wie gesehen, ist das Veranlagungsverfahren als Massen- geschäft anfällig für Flüchtigkeitsfehler und führen gerade zunehm -2020 Steuern und Abgaben 113 end automatisierte Abläufe – vorliegend insbesondere die Frei schal- tung der Veranlagung durch die Delegationsmitglieder – dazu, dass Schreibversehen bzw. Übertragungsfehler schnell übersehen werden, sich über das Verfahren hinweg weiterziehen und selbst nach der Veranlagungseröffnung unbemerkt bleiben. Insofern ist mit dem Be - schwerdeführer davon auszugehen, dass dem Prozess der Frei schal- tung, insbesondere unter Berücksichtigung der grossen Anzahl an zu bewältigenden Fällen, keine über die formelle Freigabe hinaus ge- hende Bedeutung zugemessen werden kann. Dem gegenüber fand die Willensbildung bereits bzw. nur im Zeitpunkt des Aus füllens des Prüfungsblattes durch den kantonalen Steuerkommissär statt. Wurde daran anschliessend fälschlicherweise vergessen, den – im Vergleich zur vorgehenden Steuerperiode – veränderten Firmensitz ( E. anstatt F.) auch im computerbasierten Steuersystem einzu tragen, ist dies auf ein Versehen in der "Handarbeit" und damit auf einen Erklärungs - irrtum zurückzuführen. Am gebildeten und im Prüfungsblatt korrekt eingetragenen Willen (Firmensitz befindet sich seit Mitte Juni 2014 nicht mehr F. sondern in E.) vermochte die Freischaltung indes nichts mehr zu ändern. Diese Schlussfolgerung entspricht denn auch der aktuellen bun - desgerichtlichen Rechtsprechung, welche bei einer ungewollten Nichtübertragung von Einkünften aus Liegenschaftshandel durch die Veranlagungsbehörde von ei nem "klassischen Übertragungsfehler" ausging und diesen als berichtigungsfähiges Versehen bei der "Hand- arbeit" qualifizierte (Urteil des Bundesgerichts 2C_596/2012 vom 19. März 2013, Erw. 5.2; vgl. auch U rteil des Bundesgerichts 2C_331/2019 vom 7. April 2 020, Erw. 4.2, wo im Falle von unter einem Code erfassten und unter einem anderen Code irrtümlich wieder abgezogenen Baurechtszinsen von einer manuellen Fehlmani- pulation und damit einem der Berichtigung zugänglichen Übertrag - ungsfehler ausgegangen wurde). Schliesslich wird dieses Ergebnis auch dem Anliegen gerecht, der un gleichen Risikoverteilung zwischen den Veranlagungs behör- den und den Steuerpflichtigen insofern Rechnung zu tragen, als dass der Begriff der Kanzleifehler eher weit und nicht mehr bl oss von 114 Obergericht, Abteilung Verwaltungsgericht 2020 einer ablaufsbezogenen Betrachtung geleitet ausgelegt wird (vgl. Erw. II/2.3.3 hiervor). 4.3. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die V orinstanz zu Un- recht davon ausging, die Verfügung vom 14. Juni 2016 sei nicht be - richtigungsfähig. Vielmehr ist der unterbliebene Übertrag des neuen Firmensitzes vom Prüfungsblatt in das Computersystem als Kanzlei - fehler im Sinne von § 205 StG i.V .m. § 69 StGV zu qualifizieren. Daher war es auch zulässig, dass die Steuerkommission D. die ur - sprüngliche Veranlagungsverfügung berichtigte und – in teilweiser Gutheissung der Einsprache – die Verfügung vom 15. Oktober 2019 erliess, in welcher auch berücksichtigt wurde, dass der Kanton G. das Einkommen des Beschwerde gegners pro rata temporis (Wechsel Firmensitz per Juni 2014; vgl. § 58 Abs. 3 StG) ebenfalls besteuerte. 16 Vermögensverwaltungskosten Liegen konkrete Angaben über die von einer Bank für ihre Dienst leist- ungen überwälzten Kosten vor und lässt sich aufgrund dieser Infor ma- tionen im Einzelfall annäherungsweise ermitteln, welche davon als abzugsfähige Vermögensverwaltungskosten zu qualifizieren sind, bleibt für die Anwendung der pauschalen 3‰-Regel kein Raum. Aus dem Entscheid des V erwaltungsgerichts, 2. Kammer, vom 15. Dezember 2020, in Sachen KStA gegen A., B., und Gemeinderat C. (WBE.2020.359). Aus den Erwägungen 2. 2.1. Bei beweglichem Privatvermögen können die Kosten der Ver - waltung durch Dritte abgezogen werden ( § 39 Abs. 1 StG). Nicht