<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 0/2] </div> <div class="para">2A.398/2001/bie </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. OEFFENTLICHRECHTLICHE ABTEILUNG *********************************** </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">20. September 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Es wirken mit: Bundesrichter Wurzburger, Präsident der </div> <div class="para">II. öffentlichrechtlichen Abteilung, Hungerbühler, Müller </div> <div class="para">und Gerichtsschreiber Feller. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">--------- </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Sachen </div> <div class="para">R.________, geb. 1953, Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">Wirtschaftsdepartement des Kantons Luzern, </div> <div class="para">betreffend </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung, </div> <div class="para">vorläufige Aufnahme, </div> <div class="para">wird festgestellt und </div> <div class="para">in Erwägung gezogen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.-Der aus der Bundesrepublik Jugoslawien stammende R.________ hatte seit November 1991 eine Jahresaufenthaltsbewilligung für den Kanton Luzern. Die Bewilligung wurde regelmässig verlängert. Am 2. April 2001 lehnte es das Amt für Migration des Kantons Luzern sowohl ab, ihm die Niederlassungsbewilligung zu erteilen, als auch, ihm die Aufenthaltsbewilligung zu erneuern. Zudem lehnte es das Begehren von R.________, ihn sowie seine Ehefrau und Kinder (im Alter von 20, 19 und 12 Jahren), die sich in seiner Heimat aufhalten, im Rahmen der Aktion HUMAK 2000 vorläufig aufzunehmen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Am 13. August 2001 wies das Wirtschaftsdepartement des Kantons Luzern die gegen die Verfügung des Amtes für Migration erhobene Beschwerde ab und bestätigte dessen Verfügung vom 2. April 2001. Die amtlichen Kosten von Fr. 1'000.-- auferlegte das Departement R.________. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Rechtsschrift vom 16. September (Postaufgabe </div> <div class="para">17. September) 2001 beantragt R.________ dem Bundesgericht, der Entscheid des Wirtschaftsdepartements sei aufzuheben und es sei ihm eine Bewilligung C oder B zu erteilen oder die Aufnahme aus humanitären Gründen zu gewähren. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.-Der Beschwerdeführer erhebt "Beschwerde". Als Rechtsmittel an das Bundesgericht gegen einen Entscheid über eine ausländerrechtliche Bewilligung kommen die Verwaltungsgerichtsbeschwerde und - subsidiär (vgl. <span class="artref">Art. 84 Abs. 2 OG</span>) - die staatsrechtliche Beschwerde in Betracht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">a) Auf dem Gebiete der Fremdenpolizei ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde unzulässig gegen die Erteilung oder Verweigerung von Bewilligungen, auf die das Bundesrecht keinen Anspruch einräumt (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG). Ferner ist sie unzulässig gegen Verfügungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländer (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 OG). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Wie die Vorinstanz in E. 2 ihres Entscheids zutreffend ausführt, kann der Beschwerdeführer weder aus einem Staatsvertrag noch aus einer Sondernorm des Bundesrechts einen Rechtsanspruch auf Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung ableiten. Insbesondere verschafft die Tatsache, dass der Beschwerdeführer seit November 1991 ununterbrochen (vorher als Saisonnier) in der Schweiz weilte, keinen Bewilligungsanspruch. </div> <div class="para">Ein Rechtsanspruch auf Bewilligung der vorläufigen Aufnahme besteht ebenfalls nicht. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist somit gemäss Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG ausgeschlossen. In Bezug auf das Begehren um vorläufige Aufnahme ergibt sich der Ausschluss der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zudem aus Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 OG. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Wäre die Verwaltungsgerichtsbeschwerde im Übrigen nach der Materie zulässig, könnte darauf wegen fehlender Ausschöpfung des kantonalen Instanzenzugs nicht eingetreten werden, müsste doch diesfalls vorerst an eine kantonale richterliche Behörde gelangt werden (Art. 98 lit. g in Verbindung mit <span class="artref">Art. 98a OG</span>). </div> <div class="para">b) Eine Entgegennahme der Beschwerde als staatsrechtliche Beschwerde fällt ausser Betracht, da der Beschwerdeführer zu diesem Rechtsmittel in der Sache selbst (materielle Bewilligungsfrage) nicht legitimiert wäre, weil er bei Fehlen eines Rechtsanspruchs auf Bewilligung durch deren Verweigerung keine Rechtsverletzung erleidet (<span class="artref">Art. 88 OG</span>; vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=13.09.2001&amp;to_date=02.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-I-81%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page81">BGE 126 I 81</a> E. 3-6 S. 85 ff., mit Hinweisen). Verfahrensrügen, welche unabhängig von der Legitimation in der Sache selbst erhoben werden können (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=13.09.2001&amp;to_date=02.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F114-IA-307%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page307">BGE 114 Ia 307</a> E. 3c S. 312 f.; vgl. auch <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=13.09.2001&amp;to_date=02.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-I-81%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page81">BGE 126 I 81</a> E. 3b S. 86 sowie E. 7b S. 94), erhebt er nicht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">c) Die Beschwerde ist in jeder Hinsicht offensichtlich unzulässig, und es ist darauf im vereinfachten Verfahren (<span class="artref">Art. 36a OG</span>), ohne Schriftenwechsel oder andere Weiterungen (Beizug von Akten), nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit diesem Urteil wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung (Ziff. III Rechtsbegehren) gegenstandslos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">d) Entsprechend dem Verfahrensausgang sind die bundesgerichtlichen Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 156 in Verbindung mit <span class="artref"><artref id="CH/173.110/153" type="start"></artref>Art. 153 und 153a OG</span><artref id="CH/173.110/153^a" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span>: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.-Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.-Die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para">3.-Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Wirtschaftsdepartement des Kantons Luzern und dem Bundesamt für Ausländerfragen schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">______________ </div> <div class="para">Lausanne, 20. September 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS </div> <div class="para">Der Präsident: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>