<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00149</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107359&amp;W10_KEY=13013572&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00149</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.08.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung nach Art. 22 Abs. 2 und Art. 16a Abs. 1 RPG</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Baubewilligung für Plastikgewächshaus und Folientunnels in Landwirtschaftszone Die Legitimation zur Erhebung der Beschwerde ist bei den Nachbarn und bei einem Landeigentümer grundsätzlich gegeben; Frage offen gelassen hinsichtlich eines Dorfvereins (E. 1a). Die Vorinstanz hat die Legitimation insofern zu Unrecht bejaht, als sich das Rechtsmittel nur auf die Fruchtbarkeit des Bodens, den Energieverbrauch (für die Beheizung), die Gewässer (Gefährdung durch die Lagerung von Heizöl) und auf den Biotopschutz bezieht. Diesbezüglich Abweisung der Beschwerde (E. 1b). Die "Redimensionierung" des Bauprojekts durch die Bauherrin erst im Beschwerdeverfahren ist ausnahmsweise zu berücksichtigen (E. 2). Begriff der Zonenkonformität in der Landwirtschaftszone (E. 3 am Anfang). Die geplanten Bauten des Gartenbaubetriebs erweisen sich als zonenkonform (E. 3a). Namentlich sind sie betriebsnotwendig (E. 3b/bb) und könnten für den Fall einer - eher unwahrscheinlichen - Betriebsaufgabe leicht demontiert werden (E. 3b/cc). Begriff der Planungspflicht im Allgemeinen (E. 4a). Offen gelassen, ob sich die Planungspflicht auch auf zonenkonforme Bauten bezieht (E. 4b). Die Planungspflicht ist jedenfalls unter den konkreten Umständen zu verneinen: Die projektierten Bauten lösen nämlich einen bescheidenen Bedarf nach Regelungen aus, um sie mit den baurechtlichen Normen in Vereinbarung zu bringen; sie sind leicht demontierbar, und das Bauprojekt ist mit relativ geringen Investitionen verbunden (E. 4c). Eine allfällige Erweiterung der Bauten bedarf dagegen einer planungsrechtlichen Grundlage (E. 4d). Anspruch auf rechtliches Gehör im Allgemeinen. Die beanstandete ästhetische Einordnung hätte von der Rekursinstanz bei einem Augenschein beurteilt werden müssen (E. 5a). Rückweisung an den Regierungsrat (E. 5b). Die Bauten haben gestalterisch lediglich eine "befriedigende" Gesamtwirkung im Sinn von § 238 Abs. 1 PBG zu erreichen (E. 5c). Die Vorinstanzen haben ein Lärmgutachten, das die Bauherrin eingereicht hat, ungenügend überprüft (E. 6b). Rückweisung an den Regierungsrat (E. 6c). Nachteilige Entwässerungsverhältnisse sind von der Vorinstanz schlüssig widerlegt worden (E. 7). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUGENSCHEIN">AUGENSCHEIN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN">AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINORDNUNG">EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FOLIENTUNNEL">FOLIENTUNNEL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GARTENBAU">GARTENBAU</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEWÃCHSHAUS">GEWÃCHSHAUS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GUTACHTEN">GUTACHTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LANDWIRTSCHAFTSZONE">LANDWIRTSCHAFTSZONE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLANUNGSPFLICHT">PLANUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKWEISUNG">RÃCKWEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: SACHVERHALTSFESTSTELLUNG">SACHVERHALTSFESTSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STREITGEGENSTAND">STREITGEGENSTAND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSUCHUNGSPFLICHT">UNTERSUCHUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: ZONENKONFORMITÃT">ZONENKONFORMITÃT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 29 lit. II BV</span><br/><span class="gerade">§ 238 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 338a Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">RPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 16 RPG</span><br/><span class="gerade">Art. 24 RPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 34 RPV</span><br/><span class="gerade">§ 7 lit. I VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 20 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 64 lit. I VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. A. Die K AG mit Sitz in R bezweckt laut Eintrag im Handelsregister die Produktion und Veredelung sowie den Handel mit GemÃ¼se- und FrÃ¼chteproduktionen aller Art. Die seit 1945 bestehende Gesellschaft beschÃ¤ftigt rund 50 Arbeitnehmer und baut auf einer FlÃ¤che von insgesamt ca. 40 ha in S, Q, sowie in R GemÃ¼se an. UngefÃ¤hr 3,5 % dieser FlÃ¤che sind mit mobilen Folientunnel bedeckt. Nachdem ein bisheriger Produktionsstandort von rund 3 ha (davon 1,2 ha Folientunnel und 0,7 ha DoppelfoliengewÃ¤chshÃ¤user) in R im Anschluss an eine Einzonung durch die EigentÃ¼merin Ã¼berbaut worden war, suchte die K AG einen Ersatzstandort auf den ihr gehÃ¶renden GrundstÃ¼cken Kat.Nrn. 1 (im Halte von 23'368 m<sup>2</sup>; "Ortsbeichnung T") und 2123 (im Halte von 9'599 m<sup>2</sup>; "Ortsbezeichnung U") sÃ¼d­west­lich des Weilers S. Die K AG sieht vor, dort bodenabhÃ¤ngig nach den Richt­linien Ã¼ber die integrierte Produktion GemÃ¼se anzubauen. Nach einem ersten Kon­takt zwischen der GrundeigentÃ¼merin und der Baudirektion reichte jene im Januar 2002 den Entwurf zu einem Gestaltungsplan "Ortsbezeichnungen U und T" ein. In der Folge Ã¼berarbeitete die K AG das Projekt und ersuchte fÃ¼r eine verkleinerte Version um eine Baubewilligung. Das der spÃ¤ter erteilten Baubewilligung zugrunde liegende Gesuch vom 22. April/16. Mai 2002 umfasst folgende Projektteile:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">-<span> </span>ein PlastikgewÃ¤chshaus mit einer Ausdehnung von 100 m x 70.4 m und einer HÃ¶he von 5 m (ab "neuem" Terrain, das gegenÃ¼ber gewachsenem Boden um maximal 1.63 m aufgeschÃ¼ttet wird);</p> <p class="Einzug1">-<span> </span>acht unterschiedlich grosse Folientunnel mit einer LÃ¤nge zwischen 40 m und 100 m, einer Breite von je 9.30 m und einer HÃ¶he von 3.50 m;</p> <p class="Einzug1">-<span> </span>zwei bereits erstellte Materialcontainer mit einer Ausdehnung von 6.0 m x 2.45 m x 2.6 m fÃ¼r die Lagerung von Werkzeugen bzw. 12.05 m x 5.05 m x 2.7 m als Unterstand fÃ¼r die Feldarbeiter bei schlechten WitterungsverhÃ¤ltnissen;</p> <p class="Einzug1">-<span> </span>ein Sammelbecken fÃ¼r Meteorwasser mit einem Radius von 8 m und einer HÃ¶he von 3 m, ein Versickerungsbecken fÃ¼r Ã¼berschÃ¼ssiges Meteorwasser von 25 m x 10 m und einer HÃ¶he von 2 m;</p> <p class="Einzug1">-<span> </span>mehrere neue Erschliessungswege mit einer Breite von 3,5 m und einer GesamtlÃ¤nge von rund 320 m sowie eine Zufahrt;</p> <p class="Einzug1">-<span> </span>eine Zufahrt zum GewÃ¤chshaus von 15 m LÃ¤nge und 8 m Breite;</p> <p class="Einzug1">-<span> </span>Wasserleitungen, Stromleitungen, einen HeizÃ¶ltank.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Laut Baugesuch bestehen die GewÃ¤chshÃ¤user aus Kunststofffolien. Sie bedecken eine FlÃ¤che von (7'040 m<sup>2</sup> + 5'530 m<sup>2</sup> =) 12'570 m<sup>2</sup>; der umbaute Raum betrÃ¤gt (24'600 m<sup>3</sup> + 10'700 m<sup>3</sup> =) 35'300 m<sup>3</sup>. Die Beheizung erfolgt im Rahmen einer sogenannten Kalthaus-Nutzung durch Ãl. Die Baukosten werden auf Fr. 100'000.- geschÃ¤tzt. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">B. Der Gemeinderat Q erteilte der K AG am 19. August 2002 unter zahlreichen Bedingungen und Auflagen die baurechtliche Bewilligung. Diese Nebenbestimmungen ergaben sich weitestgehend aus den nachfolgend genannten VerfÃ¼gungen der kantonalen BehÃ¶rden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Zuvor hatte die Baudirektion, Amt fÃ¼r Raumordnung und Vermessung (ARV), am 4. Juni 2002 festgestellt, dass das Projekt unter Einhaltung nÃ¤her bezeichneter Nebenbestimmungen gestÃ¼tzt auf Art. 22 Abs. 2 und Art. 16a Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979/20. MÃ¤rz 1998 Ã¼ber die Raumplanung (RPG) dem Zweck der Landwirtschaftszone entspreche. Mit VerfÃ¼gungen vom 1. bzw. 4. Juli 2002 erteilte die Baudirektion unter Auflagen und Bedingungen sodann die gewÃ¤sserschutzrechtliche (Amt fÃ¼r Abfall, Wasser, Energie und Luft [AWEL]) und die strassenpolizeiliche Zustimmung. Schliesslich erteilte die Volkswirtschaftsdirektion (Amt fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit [AWA]) dem Vorhaben am 7. August 2002 die lÃ¤rmschutzrechtliche Bewilligung.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Gegen diese VerfÃ¼gungen (mit Ausnahme der strassenpolizeilichen Bewilligung) erhoben fÃ¼nf Einwohner des Weilers S, ein LandeigentÃ¼mer sowie der Dorf­ve­rein H in S am 19. September 2002 Rekurs beim Regierungsrat. Sie beantragten, die angefochtenen VerfÃ¼gungen seien aufzuheben und die Baubewilligung sei zu verweigern.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der Regierungsrat wies das Rechtsmittel am 5. MÃ¤rz 2003 ab. Ferner verwarf er das Begehren der Rekurrierenden, einer Beschwerde an das Verwaltungsgericht sei die aufschiebende Wirkung zu entziehen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Aus den ErwÃ¤gungen ist festzuhalten: Der vorgesehene Betrieb produziere Ã¼berwiegend bodenabhÃ¤ngig und sei daher kraft Art. 16a Abs. 1 RPG in der Landwirtschaftszone zulÃ¤ssig. Auch wenn die Pflanzen ganzjÃ¤hrig abgedeckt seien und im Winter leicht beheizt wÃ¼rden, lasse sich nicht sagen, dass die Bewirtschaftung unter einem kÃ¼nstlichen Klima erfolge. Beim PlastikgewÃ¤chshaus handle es sich um ein sogenanntes Kalthaus, bei dem die Temperatur wÃ¤hrend der kalten Jahreszeit auf unter 10<sup>o</sup> C angelegt sei; dies treffe auch fÃ¼r die Folientunnel zu. Im Sommer erfolge die LÃ¼ftung nicht durch Ventilatoren, son­dern nur durch Ãffnungen der Tunnel. Die Eingriffe in das gewachsene Terrain beschrÃ¤nk­ten sich auf den Bereich des GewÃ¤chshauses; fÃ¼r die maschinelle Bearbeitung mÃ¼sse der Boden dort ein GefÃ¤lle von 2% aufweisen. Am grÃ¶ssten sei die GelÃ¤ndeÃ¤nderung mit einer ErhÃ¶hung um 1.89 m an der Nordost- und mit einer Absenkung von 1.86 m an der SÃ¼dwestecke des GewÃ¤chshauses. Angesichts der verhÃ¤ltnismÃ¤ssig geringfÃ¼gigen Verschie­bung von Erdmassen lasse sich eine GefÃ¤hrdung des Bodens ausschliessen. Das streit­betroffene Projekt entspreche dem zuvor in R gefÃ¼hrten Betriebszweig und sei fÃ¼r das wirtschaftliche Fortbestehen der K AG unerlÃ¤sslich. Am vorgesehenen Standort stÃ¼n­den dem Betrieb keine Ã¼berwiegenden Interessen im Sinne von Art. 34 Abs. 4 lit. b der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 (RPV) entgegen. Insbesondere bewirke die Nachbarschaft des Weilers S keine Missachtung der von § 238 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) ver­langten befriedigenden Einordnung. Zwar beanspruchten das GewÃ¤chshaus und die Folien­tunnel insgesamt rund 12'500 m<sup>2</sup> Landwirtschaftsland, doch trÃ¤ten die minimal etwa 50 m von der Siedlung entfernten Bauten mit HÃ¶hen von 5.0 m (GewÃ¤chshaus) bzw. 3.5 m (Folien­tunnel) nicht stÃ¶rend in Erscheinung. Weil die BaugrundstÃ¼cke sÃ¼dÃ¶stlich an die Nationalstrasse AL grenzten, sei der betroffene Landschaftsabschnitt Ã¤sthetisch nicht besonders empfindlich. Die Akten enthielten keine Anhaltspunkte, dass der Betrieb voraussichtlich nicht lÃ¤ngerfristig bestehen kÃ¶nnte. Obwohl das Projekt eine ver­gleichs­weise grosse FlÃ¤che erfasse, genÃ¼ge fÃ¼r das zonenkonforme Projekt in Anbetracht der ein­fachen Entfernbarkeit der Leichtbauten ein Baubewilligungsverfahren, und es bedÃ¼rfe keiner planungsrechtlichen Grundlagen. Die RÃ¼ge der mangelhaften EntwÃ¤sserung sei angesichts des mutmasslich anfallenden Meteorwassers, der versickerungsgeeigneten FlÃ¤­chen und des projektierten Sammelbeckens und Versickerungsbeckens unbegrÃ¼ndet. Im Ãbrigen enthalte die Baubewilligung den Vorbehalt, dass das Versickerungsbecken nÃ¶­ti­gen­falls vergrÃ¶ssert werden mÃ¼sse. GemÃ¤ss LÃ¤rm­gut­ach­ten der Firma I, Akustik + Bauphysik, seien die Planungswerte gemÃ¤ss Anhang 6 Ziffer 2 der LÃ¤rmschutz-Ver­ord­nung vom 15. Dezember 1986 (LSV) eingehalten. Weil die Ex­per­tise fÃ¼r den Betrieb des PlastikgewÃ¤chshauses von sieben statt nur von fÃ¼nf Heiz­kÃ¶r­pern ausgehe und im Ãbrigen Hinweise auf die Unrichtigkeit der Messung fehlten, seien die EinwÃ¤nde bezÃ¼glich LÃ¤rmschutz unbegrÃ¼ndet. Ferner liege keine Heizung im Freien vor, die nach § 12 Abs. 2 des Energiegesetzes vom 19. Juni 1983 (EnergieG) nur mit er­neu­erbaren Energien oder nicht anders nutzbarer AbwÃ¤rme betrieben werden dÃ¼rfe. Dass Ã¼ber die Parzelle Kat.Nr. 1 ein Wildtierkorridor verlaufe, gehe aus den PlÃ¤nen nicht hervor; gemÃ¤ss kantonalem Richtplan (Siedlung und Landschaft) verlaufe dieser weiter sÃ¼d­west­lich. Die mit dem Bauvorhaben verbundenen GelÃ¤ndeverÃ¤nderungen liessen sich nur mit erheblichem Aufwand wieder rÃ¼ckgÃ¤ngig machen; ferner seien weitere Eingriffe in das Erdreich vorgesehen. Diese UmstÃ¤nde und der ungewisse Ausgang eines Be­schwer­de­ver­fahrens stÃ¼nden einem unverzÃ¼glichen Baubeginn entgegen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Mit Beschwerde vom 16. April 2003 liessen die unterlegenen Rekurrierenden dem Verwaltungsgericht beantragen, der angefochtene Rekursentscheid sei aufzuheben. In verfahrensrechtlicher Hinsicht verlangten sie, dass nach Eingang der zur Sachverhaltsermittlung erforderlichen weiteren Dokumente und Gutachten ein zweiter Schriftenwechsel anzuordnen sei. Ausserdem beantragten sie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Einzug1">Die Baudirektion beantragte am 13. Mai 2003 ohne weitere BegrÃ¼ndung Abweisung der Beschwerde. Denselben Antrag enthalten die je am 28. Mai 2003 erstatteten sum­marischen Stellungnahmen der Gemeinde Q â die eine ParteientschÃ¤digung verlangte â sowie der Staatskanzlei. Am 18. Juni 2003 liess die K AG beantragen, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Ferner sei dem Rechtsmittel die aufschiebende Wirkung zu entziehen und ihr eine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen. Mit Stellungnahme vom 7. Juli 2003 widersetzten sich die BeschwerdefÃ¼hrenden dem Begehren um Entzug der aufschiebenden Wirkung.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">IV. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 16. Juli 2003 wies das Verwaltungsgericht das Begehren der privaten Beschwerdegegnerin um Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde ab, im Wesentlichen mit der gleichen BegrÃ¼ndung wie der Regierungsrat.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. a) Die Befugnis der rund 50 m vom projektierten GewÃ¤chshaus entfernt wohnenden BeschwerdefÃ¼hrenden Nrn. 1, 2 und 5, sich gegen das umstrittene Vorhaben mit den gesetzlichen Rechtsmitteln zu wehren, ist aufgrund von § 338a Abs. 1 PBG ausgewiesen. Angesichts der erheblichen Dimensionen des Vorhabens und der damit mÃ¶glicherweise verbundenen nachteiligen Auswirkungen fÃ¼r den Weiler S, insbesondere mit Bezug auf LÃ¤rmimmissionen, kann die Legitimation auch fÃ¼r die etwas weiter entfernt woh­nenden Opponenten Nrn. 3 und 4 bejaht werden (BGE 124 II 293 E. 3a S. 303 f.). Dasselbe gilt fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 6, dem das nordÃ¶stlich des GrundstÃ¼cks Kat.Nr. 1 ("T") gelegene Wiesland Kat.Nr. 2 gehÃ¶rt. Der BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 7 ist als Verein zur sogenannten egoistischen Verbandsbeschwerde zugelassen, wenn die Erhebung des Rechtsmittels dem statutarischen Zweck entspricht und der angefochtene Entscheid Ã¼berdies die Mehrheit bzw. eine betrÃ¤chtliche Zahl der Mitglieder in schutzwÃ¼rdigen Interessen berÃ¼hrt (RB 1991 Nr. 8 = BEZ 1991 Nr. 3). Dass die Rechtsmittelvoraussetzungen hier fÃ¼r eine hinreichend grosse Zahl von Vereinsmitgliedern erfÃ¼llt sind, liegt bei den kleinrÃ¤umigen VerhÃ¤ltnissen nahe. Weil die Legitimation der BeschwerdefÃ¼hrenden Nrn. 1 â 6 wie gesagt ausgewiesen ist, kann aus prozessÃ¶konomischen GrÃ¼nden offen gelassen werden, ob dies auch fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 7 gelte.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> b) Die Rekurs- und Beschwerdelegitimation bezieht sich auf die gestellten AntrÃ¤ge. Der Anfechtende kann sich daher grundsÃ¤tzlich auf alle Argumente und RechtssÃ¤tze berufen, die im Ergebnis zur Gutheissung dieses Antrags fÃ¼hren oder zumindest auf den ersten Blick als hierzu geeignet erscheinen. Wer aufgrund seines Rechtsschutzinteresses Zugang zum Verfahren findet, hat Anspruch darauf, dass die geltend gemachten Rechtsverletzungen Ã¼berprÃ¼ft werden (RB 1995 Nr. 8 = BEZ 1995 Nr. 14, auch zum Folgenden; RB 1980 Nr. 7). Die Grenze fÃ¼r die Zulassung ist die Eignung des Verfahrens, dem Anfechtenden die gewÃ¼nschte Entlastung zu verschaffen. Das Rechtsschutzinteresse fehlt etwa dort, wo von vornherein feststeht, dass die Gutheissung der Beschwerde die behauptete BeeintrÃ¤chtigung vom RechtsmittelklÃ¤ger nicht abzuwenden vermag, dass also die Anerkennung der Rechtswidrigkeit und die entsprechende Ãnderung oder Aufhebung des Verwaltungsakts diese Einwirkungen auf den Rekurrenten unberÃ¼hrt lassen. Das Rechtsschutzinteresse man­gelt, wo der Entscheid dem Anfechtenden nicht verschaffen kann, was er anstrebt, das heisst, wo die Durchsetzung des materiellen Rechts den verfolgten Prozesszweck unzweifelhaft nicht zu erreichen vermag. Ein fehlendes Rechtsschutzinteresse des Nachbarn nimmt die Praxis insbesondere dann an, wenn ein Projektmangel durch eine fÃ¼r diesen bedeutungslose Nebenbestimmung geheilt werden kann (RB 1987 Nr. 3, 1980 Nr. 7). Unter diesem Gesichtswinkel erscheint es mit Bezug auf einzelne bereits im Rekurs vorgebrachten RÃ¼gen fraglich, ob der Regierungsrat die Rekurslegitimation zu Recht bejaht habe.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> aa) Mit den Vorbringen zur "GefÃ¤hrdung des Bodens durch geplante TerrainverÃ¤nderungen" machen die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht geltend, dass ihre Liegenschaften dadurch betroffen wÃ¼rden. Angesichts der rÃ¤umlichen Entfernung und der vergleichsweise bescheidenen Dimensionen der AufschÃ¼ttungen bzw. Abgrabungen um hÃ¶chstens 1 m (dazu nachfolgend E. 2) kann ein derartiger Nachteil denn auch ohne weiteres ausgeschlossen werden. Obschon die genauen Auswirkungen der TerrainverÃ¤nderungen heute ungewiss sind, darf davon ausgegangen werden, dass die K AG die Fruchtbarkeit des Bodens im eigenen Interesse nicht beeintrÃ¤chtigt. FÃ¼r Regelungen, die Ã¼ber die Nebenbestimmungen der Baubewilligung hinausgehen, besteht kein Anlass; es genÃ¼gt, dass die BaubehÃ¶rden anlÃ¤sslich der Ãberwachung der Bauarbeiten dafÃ¼r sorgen, dass die massgebenden Vorschriften eingehalten werden. Auf die ZulÃ¤ssigkeit der geplanten TerrainverÃ¤nderungen ist hingegen insoweit einzugehen, als damit die RÃ¼ge der Zonenwidrigkeit unterstÃ¼tzt wird (dazu hinten E. 3b/dd).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> bb) Mit Bezug auf die RÃ¼ge des Ã¼bermÃ¤ssigen Energieverbrauchs bzw. einer Verletzung von § 12 Abs. 2 EnergieG scheint sich die legitimationsbegrÃ¼ndende Betroffenheit der BeschwerdefÃ¼hrenden aus der von ihnen befÃ¼rchteten GewÃ¤sserverschmutzung und der Brandgefahr zu ergeben. Ob sich das Bauvorhaben tatsÃ¤chlich im Sinn des geltend gemach­ten Anfechtungsinteresses auswirkt, muss von der Rechtsmittelinstanz wenigstens sum­marisch auf die Stichhaltigkeit der Behauptung hin Ã¼berprÃ¼ft werden (RB 1985 Nr. 9 [Leitsatz] = BEZ 1985 Nr. 47; Christian MÃ¤der, Die Anfechtung baurechtlicher Entscheide durch Nachbarn unter besonderer BerÃ¼cksichtigung der neueren Rechtsprechung des ZÃ¼rcher Verwaltungsgerichts, PGB aktuell 3/1997, S. 18). In Anbetracht der notorisch strengen Sicherheitsvorschriften, die fÃ¼r die Lagerung von HeizÃ¶l und den Betrieb von Ãlheizungen gelten, sind die seitens der BeschwerdefÃ¼hrenden genannten Gefahren sehr gering. Dass die Bewohner des Weilers S dadurch zu Schaden kommen kÃ¶nnten, darf somit fÃ¼glich ausgeschlossen werden. Inwiefern die Nachbarn durch die Beheizung des GewÃ¤chshauses mit Ãl spÃ¼rbar beeintrÃ¤chtigt werden, ist nicht ersichtlich. Eine allfÃ¤llige Nebenbestimmung, welche die Bauherrschaft zur Verwendung erneuerbarer Energien anhalten wÃ¼rde, brÃ¤chte ihnen daher keinen praktischen Nutzen. Mithin ist ihnen die Legitimation auch bezÃ¼glich der RÃ¼ge einer Verletzung der Energiegesetzgebung abzusprechen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> cc) Dasselbe gilt mit Bezug auf den Biotopschutz bzw. den Wildwechsel, der Ã¼ber die BaugrundstÃ¼cke verlaufen soll. Auch hier ist davon auszugehen, dass der gerÃ¼gte Mangel mit einer Nebenbestimmung geheilt werden kÃ¶nnte, welche den BeschwerdefÃ¼hrenden keinen praktischen Nutzen bringen wÃ¼rde. Es kann angemerkt werden, dass die diesbezÃ¼gliche materielle Beurteilung des Regierungsrats (E. 10 des Rekursentscheids) durch die Be­schwerdevorbringen (Beschwerdeschrift Ziff. 83 f. und 114 f.) nicht entkrÃ¤ftet wird, weshalb nach § 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) auf sie verwiesen werden kann. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> dd) Demnach ist in den genannten Punkten die Beschwerde schon deswegen abzuweisen, weil der Regierungsrat die Rekurslegitimation insoweit zu Unrecht bejaht hat.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. GegenÃ¼ber dem bewilligten und im Rekursverfahren bestÃ¤tigten Baugesuch erfÃ¤hrt das Projekt laut den Vorbringen der Bauherrschaft in der Beschwerdeantwort folgende Ãnderungen:</p> <p class="Einzug1">-<span> </span>Senkung des gewachsenen Terrains an der sÃ¼dwestlichen Ecke des GewÃ¤chshauses um 1 m statt um 1.86 m sowie ErhÃ¶hung an der Nordwestecke um 1 m statt um 1.89 m;</p> <p class="Einzug1">-<span> </span>Verzicht auf die mechanische BelÃ¼ftung und Beheizung der Folientunnel (damit beschrÃ¤nken sich BelÃ¼ftung und Beheizung auf das GewÃ¤chshaus).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Eine solche ProjektÃ¤nderung ist im Rechtsmittelverfahren nur dann zulÃ¤ssig, wenn sie im Verzicht auf die AusfÃ¼hrung von klar umschriebenen Teilen des Vorhabens besteht und keine wesentlichen Ãnderungen an beibehaltenen Teilen bedingt. Andernfalls ist ein neues Baubewilligungsverfahren erforderlich (RB 1985 Nr. 115 [Leitsatz]). Dass eine Pro­jektÃ¤nderung im Rekurs- oder â wie hier â gar erst im Beschwerdeverfahren nur sehr zurÃ¼ckhaltend zugelassen werden darf, ergibt sich aus mehreren GrÃ¼nden: ZunÃ¤chst soll der Streitgegenstand beim Durchlaufen des Instanzenzugs unverÃ¤ndert bleiben (Alfred KÃ¶lz/­JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 86 ff.). Im Weiteren darf eine ProjektÃ¤nderung den anfechtenden Nachbarn in seinen Rechten nicht verkÃ¼rzen (LGVE 1989 III Nr. 19; BVR 1989, S. 400 E. 2, 1986, S. 304 E. 2d/bb). Ferner besteht bei der nachtrÃ¤glichen "Redimensionierung" eines Baugesuchs die Gefahr, dass in der Baubewilligung verankerte Nebenbestimmungen fÃ¼r das ursprÃ¼ngliche Projekt gepasst haben, aber nicht mehr auf die geÃ¤nderte Version. Soweit derartige Auflagen nicht angefochten sind, erscheint es als fraglich, ob die Rechtsmittelinstanz diese von Amtes wegen korrigieren darf.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> Vorliegend beschrÃ¤nkt sich die ProjektÃ¤nderung zum einen auf eine planlich klar um­rissene Verkleinerung der TerrainverÃ¤nderungen. Zum anderen wird die BelÃ¼ftung und Beheizung nur noch fÃ¼r das GewÃ¤chshaus und nicht mehr fÃ¼r die Folientunnel vorgesehen. Wie nachfolgend auszufÃ¼hren ist, haben diese Modifikationen keinen wesentlichen Einfluss auf die materiellrechtliche Beurteilung; eine Benachteilung der Bauherrschaft oder der BeschwerdefÃ¼hrenden ist nicht ersichtlich. Die Voraussetzungen fÃ¼r ihre BerÃ¼cksichtigung durch das Verwaltungsgericht sind daher erfÃ¼llt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> 3. Unter dem Randtitel "Zonenkonforme Bauten und Anlagen in der Landwirtschafts­zone" bestimmt der am 20. MÃ¤rz 1998 eingefÃ¼gte und auf den 1. September 2000 in Kraft getretene Art. 16a RPG:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">"<sup>1</sup> Zonenkonform sind Bauten und Anlagen, die zur landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder fÃ¼r den produzierenden Gartenbau nÃ¶tig sind. Vorbehalten bleibt eine engere Umschreibung der ZonenkonformitÃ¤t im Rahmen von Artikel 16 Absatz 3.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><sup>2</sup> Bauten und Anlagen, die der inneren Aufstockung eines landwirtschaftlichen oder eines dem produzierenden Gartenbau zugehÃ¶rigen Betriebs dienen, bleiben in jedem Fall zonenkonform.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><sup>3</sup> Bauten und Anlagen, die Ã¼ber eine innere Aufstockung hinausgehen, kÃ¶nnen als zonenkonform bewilligt werden, wenn sie in einem Gebiet der Landwirtschaftszone erstellt werden sollen, das vom Kanton in einem Planungsverfahren dafÃ¼r freigegeben wird."</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> Art. 34 RPV ("Allgemeine ZonenkonformitÃ¤t von Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone" [Art. 16a Abs. 1-3 RPG]) enthÃ¤lt folgende Verdeutlichungen:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">"<sup>1</sup> In der Landwirtschaftszone zonenkonform sind Bauten und Anlagen, wenn sie der bodenabhÃ¤ngigen Bewirtschaftung oder der inneren Aufstockung dienen oder â in den dafÃ¼r vorgesehenen Gebieten gemÃ¤ss Artikel 16a Absatz 3 RPG â fÃ¼r eine Bewirtschaftung benÃ¶tigt werden, die Ã¼ber eine innere Aufstockung hinausgeht, und wenn sie verwendet werden fÃ¼r:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a.<span> </span>die Produktion verwertbarer Erzeugnisse aus Pflanzenbau und Nutztierhaltung;</p> <p class="Einzug1">b.<span> </span>die Bewirtschaftung naturnaher FlÃ¤chen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><sup>2</sup> Zonenkonform sind zudem Bauten und Anlagen, die der Aufbereitung, der Lagerung oder dem Verkauf landwirtschaftlicher oder gartenbaulicher Produkte dienen, wenn:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a.<span> </span>die Produkte in der Region und zu mehr als der HÃ¤lfte auf dem Standortbetrieb oder auf den in einer Produktionsgemeinschaft zusammengeschlossenen Betrieben erzeugt werden;</p> <p class="Einzug1">b.<span> </span>die Aufbereitung, die Lagerung oder der Verkauf nicht industriell-gewerblicher Art ist; und</p> <p class="Einzug1">c.<span> </span>der landwirtschaftliche oder gartenbauliche Charakter des Standortbetriebs gewahrt bleibt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><sup>3</sup> (ZonenkonformitÃ¤t von Bauten fÃ¼r den Wohnbedarf)</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><sup>4</sup> Die Bewilligung darf nur erteilt werden, wenn:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a.<span> </span>die Baute oder Anlage fÃ¼r die in Frage stehende Bewirtschaftung nÃ¶tig ist;</p> <p class="Einzug1">b.<span> </span>der Baute oder Anlage am vorgesehenen Standort keine Ã¼berwiegenden Interessen entgegenstehen; und</p> <p class="Einzug1">c.<span> </span>der Betrieb voraussichtlich lÃ¤ngerfristig bestehen kann.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><sup>5</sup> Bauten und Anlagen fÃ¼r die Freizeitlandwirtschaft gelten nicht als zonenkonform."</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> a) Der produzierende Gartenbau stimmt raumplanungsrechtlich mit dem landwirtschaftlichen Pflanzenbau Ã¼berein. Er umfasst bodenabhÃ¤ngige und bodenunabhÃ¤ngige For­men und ist abzugrenzen von den gartenbaulichen Verarbeitungs-, Handels- und Dienstleistungsbetrieben, die nur im engen Rahmen von Art. 34 Abs. 2 RPV zonenkonform sind (Peter HÃ¤nni, Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 4. A., Bern 2002, S. 171). Trotz dieser weit offenen und am Produktemodell orientierten Zonenbeschreibung wird die bodenunabhÃ¤ngige Bewirtschaftung im Ergebnis mehrfach eingeschrÃ¤nkt (HÃ¤nni, S. 172). Als bodenabhÃ¤ngig gilt ein Betrieb dann, wenn er bei einer Gesamtbetrachtung seines langfristigen Bewirtschaftungskonzepts und der zu dessen Realisierung eingesetzten Mittel als Freilandbetrieb bezeichnet werden kann (BGE 125 II 278 E. 3b). Nach den unbestrittenen Feststellungen des Regierungsrats plant die K AG, das GemÃ¼se in den Folientunneln bzw. im GewÃ¤chshaus bis zur Erntereife in der Erde zu ziehen. Der Boden stellt somit einen unentbehrlichen Produktionsfaktor dar. Obschon die Pflanzen Ã¼berdacht herangezogen, zum Schutz gegen Hitze belÃ¼ftet und gegen Frost â bis hÃ¶chstens 10<sup>o </sup>C (sogenanntes Kalthaus) â beheizt werden, herrscht ein Klima, das noch als freiland­Ã¤hnlich gelten darf. Insoweit ist daher von einem zonenkonformen Vorhaben auszugehen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> b) Die BeschwerdefÃ¼hrenden verneinen die ZonenkonformitÃ¤t des Projekts indessen aus besonderen GrÃ¼nden:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> aa) ZunÃ¤chst gelte es zu beachten, dass der Teilrichtplan Landschaft an die Errichtung von planungspflichtigen Bauten und Anlagen verschiedene besondere Anforderungen stelle, die hier nicht erfÃ¼llt seien. â Wie nachfolgend (E. 4) darzulegen ist, besteht fÃ¼r das vorliegende Projekt keine Planungspflicht, weshalb dieser Einwand ins Leere stÃ¶sst.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> bb) Sodann fehle den projektierten Anlagen eine ausgewiesene betriebliche Notwendigkeit im Sinne von Art. 34 Abs. 4 RPV. â WÃ¤hrend bei Wohn- oder ÃkonomiegebÃ¤uden in der Landwirtschaftszone die Betriebsnotwendigkeit aufgrund von Erfahrungszahlen bestimmt werden kann, fÃ¤llt eine solche ÃberprÃ¼fung bei den streitbetroffenen Ã¼ber­dachten AnbauflÃ¤chen schwer. Entgegen der sinngemÃ¤ss vertretenen Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrenden kann es nicht Aufgabe des Richters sein, die RentabilitÃ¤t eines Betriebs anhand von GeschÃ¤ftsbÃ¼chern, Steuerakten oder dergleichen zu hinterfragen. Vielmehr muss es genÃ¼gen, dass der Bauherr die betriebliche Notwendigkeit eines Vorhabens plausibel macht. Dies ist hier geschehen. Dass Ã¼berdachte AnbauflÃ¤chen zum Schutz gegen die Unbill der Witterung sowie gegen SchÃ¤dlinge einen hÃ¶heren Ertrag versprechen, ist notorisch. In seiner Stellungnahme vom 20. Dezember 2001 (mit ErgÃ¤nzung vom 21. Mai 2003) hat der "Strickhof", eine Abteilung des Amts fÃ¼r Landschaft und Natur der Volkswirtschaftsdirektion, als berichterstattende Fachinstanz zuhanden des ARV als BewilligungsbehÃ¶rde die Betriebsnotwendigkeit von GewÃ¤chshÃ¤usern bejaht. Wenn der Regierungsrat dieser Feststellung gefolgt ist, liegt darin keine Rechtsverletzung.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> cc) Im Weiteren kÃ¶nne der K AG keine gesicherte lÃ¤ngerfristige Existenz zuerkannt werden. Weil der GemÃ¼sebau zu wenig Ertrag abwerfe, bestehe die Gefahr, dass die Gesuchstellerin zu einer zonenwidrigen Produktionsweise Zuflucht suche. â ZuverlÃ¤ssige Prognosen Ã¼ber den weiteren GeschÃ¤ftsgang der K AG lassen sich nicht stellen. Nachdem diese Gesellschaft seit bald sechzig Jahren GemÃ¼se anbaut und eine beachtliche GrÃ¶sse erreicht hat, darf â mangels klarer gegenteiliger Indizien â auf ihr weiteres Bestehen geschlossen werden. Im Unterschied zum Entscheid des Aargauer Regierungsrats vom 12. September 2001 (ZBl 2003, S. 157) geht es hier nicht um die Schaffung neuen Wohnraums in der Landwirtschaftszone, der nach Aufgabe der landwirtschaftlichen Nutzung zweckentfremdet werden kÃ¶nnte. Vielmehr lassen sich die projektierten GewÃ¤chshÃ¤user im Fall einer Betriebseinstellung verhÃ¤ltnismÃ¤ssig leicht demontieren. Insoweit schafft das Projekt kaum die Gefahr einer spÃ¤teren Zweckentfremdung von Landwirtschaftsboden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> dd) Schliesslich seien die vorgesehenen umfangreichen, den Boden gefÃ¤hrdenden Erdbewegungen unzulÃ¤ssig. Die Verschiebung von geschÃ¤tzten 14'180 m<sup>3</sup> Erdmasse missachte Art. 33 des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983 (USG; Massnahmen gegen Bodenbelastungen) sowie die Richtlinie der Baudirektion und der Volkswirtschaftsdirektion fÃ¼r die DurchfÃ¼hrung von Rekultivierungen vom Dezember 1991. â Bei der genannten Richtlinie handelt es sich um eine sogenannte Verwaltungsverordnung. Diese ergeht an untergeordnete BehÃ¶rden und soll einen einheitlichen und richtigen Gesetzesvollzug gewÃ¤hrleisten; sie enthÃ¤lt jedoch keine Rechtsnormen, welche Pflichten oder Rechte von Privaten statuieren wÃ¼rden (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich/Bern/Basel 2002, Rz. 123 ff.). Daher stellt sie keine Rechtsgrundlage fÃ¼r Weisungen an die Bauherrschaft dar. Im Ãbrigen leuchtet die Argumentation des "Strickhofs" ein, dass die Richt­linie bei Ã¼berdachten FlÃ¤chen, die von den natÃ¼rlichen NiederschlÃ¤gen abgeschirmt seien, nicht angewendet werde. Inwiefern in dieser Massnahme eine Verletzung von Art. 33 Abs. 2 USG liege, ist nicht ersichtlich (vgl. Pierre Tschannen in: Kommentar zum Umweltschutzgesetz, ZÃ¼rich 1999, Art. 33 Rz. 50). Schliesslich ist die K AG wirtschaftlich daran interessiert, dass die Fruchtbarkeit des Bodens im Zug der Erdarbeiten mÃ¶glichst wenig beeintrÃ¤chtigt wird, und sie verfÃ¼gt Ã¼ber das fÃ¼r eine schonende BauausfÃ¼hrung nÃ¶tige Fachwissen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> Demnach ist das Projekt grundsÃ¤tzlich als zonenkonform zu betrachten. Dies gilt nicht nur bezÃ¼glich des GewÃ¤chshauses und der acht Folientunnel, sondern auch fÃ¼r die Infrastrukturanlagen und die beiden Materialcontainer. Angesichts von deren bescheidener Dimensionierung darf ihre Notwendigkeit fÃ¼r die Bewirtschaftung einer FlÃ¤che von Ã¼ber 1,2 ha ohne weiteres bejaht werden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. WÃ¤hrend die Vorinstanzen das â nunmehr verkleinerte â Projekt im Baubewilligungsverfahren geprÃ¼ft, d.h. eine Planungspflicht verneint haben (vgl. dazu Rekursentscheid E. 6), halten die BeschwerdefÃ¼hrenden an ihrem Einwand fest, dass hierfÃ¼r ein Planungsverfahren erforderlich sei. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Die planungsrechtliche Entscheidfolge verlÃ¤uft gewÃ¶hnlich Ã¼ber den Richtplan (Art. 6 ff. RPG), den Nutzungsplan (Art. 14 ff. RPG) und die Baubewilligung (Art. 22 ff. RPG), wobei sich jede Etappe durch standardisierte EntscheidungsablÃ¤ufe auszeichnet. Die Nutzungsplanung bestimmt die zulÃ¤ssige Nutzung des Bodens. Sie ist nicht Vollzug der Richtplanung, sondern sie hat grundsÃ¤tzlich eigenstÃ¤ndige Lenkungsaufgaben. Das Baubewilligungsverfahren Ã¼bertrÃ¤gt die Ordnungsvorstellung des Nutzungsplans auf das konkrete Bau­vorhaben. Es bezweckt einzelfallweise Planverwirklichung, nicht aber die Erzeugung eigenstÃ¤ndiger Planungsentscheide; denn es ist bezÃ¼glich Verfahren, Rechtsschutz und demokratischer Legitimation nicht geeignet, den Nutzungsplan im Ergebnis zu Ã¤ndern (Pierre Tschannen in: Kommentar zum Raumplanungsgesetz, ZÃ¼rich 1999, Art. 2 Rz. 26). Im Zusammenhang mit Projekten ausserhalb der Bauzone stellte sich in der bundesgerichtlichen Praxis die Frage der Planungspflicht vorab mit Bezug auf Vorhaben, fÃ¼r welche mangels ZonenkonformitÃ¤t eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG (in der ursprÃ¼nglichen, bis 31. August 2000 geltenden Fassung) erforderlich war (vgl. hinsichtlich GÃ¤rtnereibetrieben BGE 116 Ib 131 E. 4; vgl. jedoch BGE 120 Ib 266 E. 3d, wo das Bundesgericht bezÃ¼glich der Errichtung von â nach altem Recht â als zonenkonform gewÃ¼rdigten Ge­wÃ¤chshÃ¤usern die Frage der Planungspflicht prÃ¼fte). So wenig Ausnahmebewilligungen allgemein auf eine Normkorrektur hinauslaufen dÃ¼rfen, so wenig dÃ¼rfen planungsrechtliche Ausnahmebewilligungen nach Art. 24 aRPG eine Korrektur des Nutzungsplans bewirken. Ob ein (Ausnahme-)Baubewilligungsfahren oder ein Planungsverfahren zum Zug kommt, richtet sich im Einzelfall nach der rÃ¤umlichen Bedeutung des zonenfremden Vorhabens (Tschannen, Art. 2 Rz. 32 mit Hinweisen; HÃ¤nni, S. 105; Haller/Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, 3. A., ZÃ¼rich 1999, N. 547). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Es fragt sich, ob die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Planungspflicht von Projekten ausserhalb der Bauzone auch auf Vorhaben anwendbar ist, die aufgrund der revidierten Fassung des Raumplanungsgesetzes zu beurteilen sind und sich dabei als zonenkonform im Sinn von Art. 16 und 16a RPG erweisen (vgl. vorstehend E. 3). Zu beachten sind in diesem Zusammenhang die Entstehungsgeschichte der Revisionsvorlage (RPG und RPV) sowie die Neuregelung der Landwirtschaftszone in Art. 16 und 16a RPG und Art. 34-38 RPV. Der Vernehmlassungsentwurf zum RPG sah in einem Art. 18a fÃ¼r Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen mit erheblichen Auswirkungen auf Raum und Umwelt allgemein eine Planungspflicht vor. Auf diese Bestimmung wurde in der Folge verzichtet. In der Botschaft des Bundesrats vom 22. Mai 1996 (BBl 1996 III 513, 548) wird diesbezÃ¼glich ausgefÃ¼hrt, mit dem Erlass einer solchen Bestimmung kÃ¶nnten sich Abgrenzungsschwierigkeiten gegenÃ¼ber Art. 2 RPG ergeben; die erforderlichen PrÃ¤zisierungen bezÃ¼glich der ModalitÃ¤ten der Planungspflicht fÃ¼r erheblich raum- und umweltrelevante Vorhaben sollten daher â in Konkretisierung von Art. 2 RPG â auf Verordnungsebene vorgenommen werden. Art. 32 des Entwurfs zur neuen Raumplanungsverordnung sah dementsprechend eine Planungspflicht fÃ¼r Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen mit einer FlÃ¤chenausdehnung von mindestens 5'000 m<sup>2 </sup>allgemein vor; nach durchgefÃ¼hrter Vernehmlassung wurde jedoch auch diese Verordnungsbestimmung fallen gelassen. Mit der Neuregelung der Landwirtschaftszone ist der Rahmen zonenkonformer Nutzung und gleichzeitig der Kreis zonenkonformer Anlagen und Bauten erweitert worden (HÃ¤nni, S. 167 ff.; Haller/Karlen, N. 553 ff.). Die neuen Bestimmungen nehmen dabei in verschiedener Hinsicht zumindest mittelbar Bezug auf die Frage der Planungspflicht. GemÃ¤ss Art. 16 Abs. 3 RPG tragen die Kantone in ihren Planungen den verschiedenen Funktionen der Landwirtschaftszone Rechnung (vgl. dazu Botschaft, BBl 1996 III 529; HÃ¤nni, S. 169; Haller/Karlen, N. 265). Einen besonderen Anwendungsbereich dieser Verpflichtung zu differenzierender Planung regelt Art. 16a Abs. 3 RPG. Danach kÃ¶nnen Bauten und Anlagen, die Ã¼ber eine (gemÃ¤ss Abs. 2 in jedem Fall als zonenkonform geltende) innere Aufstockung hinausgehen, als zonenkonform bewilligt werden, wenn sie in einem Gebiet der Landwirtschaftszone erstellt werden sollen, die vom Kanton in einem Planungsverfahren dafÃ¼r freigegeben wird (vgl. Botschaft, BBl 1996 III 528; HÃ¤nni, S. 177 f.; Haller/Karlen, N. 266). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Aus der dargelegten Entstehungsgeschichte der Revisionsvorlage und Neuregelung der Landwirtschaftszone ergeben sich keine Anhaltspunkte, die zwingend dagegen sprechen wÃ¼rden, dass die bisherige Rechtsprechung zur Planungspflicht von Projekten ausserhalb der Bauzone nicht auf Vorhaben angewendet werden kÃ¶nnte, die sich als zonenkonform im Sinn von Art. 16a Abs. 1 RPG erweisen und die nicht in den Anwendungsbereich von Art. 16a Abs. 3 RPG fallen. Diese Auffassung vertritt namentlich das Bundesamt fÃ¼r Raumentwicklung (ARE) in seinen ErlÃ¤uterungen zur Raumplanungsverordnung (Bern 2001, zit. ARE, Kommentar RPV). Danach ist ungeachtet dessen, dass die vorgesehene Verordnungsbestimmung Ã¼ber die Planungspflicht gestrichen wurde, "unverÃ¤ndert nach den vom Bundesgericht entwickelten GrundsÃ¤tzen" zu beurteilen, ob die Planungspflicht bestehe (S. 10), und zwar unabhÃ¤ngig davon, ob das fragliche Projekt den Rahmen einer inneren Aufstockung im Sinn von Art. 16a Abs. 2 und 3 RPG sprenge. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Die aufgeworfene Frage braucht jedoch nicht abschliessend beurteilt zu werden. Geht man nÃ¤mlich im Sinn der vorstehenden AusfÃ¼hrungen davon aus, dass die ZonenkonformitÃ¤t des (ausserhalb des Anwendungsbereichs von Art. 16a Abs. 3 RPG liegenden) Vor­habens eine Planungspflicht nicht ausschliesst, so ist nach den (in Zusammenhang mit nach altem Recht zonenwidrigen Projekten entwickelten) Kriterien der bundesgerichtlichen Rechtsprechung im vorliegenden Fall eine solche Planungspflicht zu verneinen: </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Massgebende Kriterien fÃ¼r das Bestehen einer Planungspflicht sind die rÃ¤umliche Ausdehnung eines Projekts und der Umfang des RegelungsbedÃ¼rfnisses, die Auswirkungen auf die Nutzungsordnung, der Koordinationsbedarf mit anderen raumwirksamen TÃ¤tigkeiten, die Erschliessung, die Lage der GebÃ¤ude sowie deren Anordnung, Ã¤ussere Abmessungen und innere Aufteilung (HÃ¤nni, S. 106; Tschannen, Art. 2 Rz. 32, mit Hinweisen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung). Vorliegend spricht die betrÃ¤chtliche GrÃ¶sse des Projekts mit 12'570 m<sup>2</sup> Ã¼berdeckter FlÃ¤che zuzÃ¼glich Infrastrukturanlagen fÃ¼r ein Planungsverfahren. Als solches hat das ARV im EinverstÃ¤ndnis der Bauherrschaft einen Gestaltungsplan im Sinn von §§ 83 ff. PBG in Betracht gezogen. Ins Gewicht fÃ¤llt dabei auch, dass die Dimensionen des Gesamtprojekts einschliesslich der von der Bauherrschaft ins Auge gefassten Erweiterungen eine GrÃ¶sse erreichen, die mit dem angrenzenden Weiler S vergleichbar ist. DemgegenÃ¼ber sprechen verschiedene andere Gesichtspunkte fÃ¼r das GenÃ¼gen eines Baubewilligungsverfahrens. Das Vorhaben ist in der Landwirtschaftszone grundsÃ¤tzlich zonenkonform. Sodann lÃ¶st es einen vergleichsweise bescheidenen Bedarf nach Regelungen aus, die zur GewÃ¤hrleistung der ZonenkonformitÃ¤t sowie der Vereinbarkeit mit den Ã¼brigen Normen des Planungs-, Bau- und Umweltrechts erforderlich sind. Hinzu kommt, dass das GewÃ¤chshaus, die Folientunnel und â soweit erforderlich â die Infrastrukturbauten technisch ohne besondere Schwierigkeiten abgebrochen werden kÃ¶nnen (vgl. BGE 120 Ib 266 E. 3d). Angesichts der GrÃ¶sse der Ã¼berbauten FlÃ¤che fÃ¤llt der Umfang der verschobenen Erdmassen wenig ins Gewicht; die im Zug der ProjektÃ¤nderung auf hÃ¶chstens 1 m beschrÃ¤nkte AufschÃ¼ttung bzw. Abgrabung wirkt sich weder schwerwiegend auf das Landschaftsbild noch â bei fachgerechter Vornahme â auf die Umwelt aus. Anzumerken ist schliesslich, dass die baulichen Massnahmen nach SchÃ¤tzung der Bauherrschaft lediglich rund Fr. 100'000.- kosten. Unter diesen UmstÃ¤nden lÃ¤sst es sich noch vertreten, dass die Vorinstanzen eine Planungspflicht verneint haben; zumindest liegt in dieser Sicht keine Rechtsverletzung, in die das Verwaltungsgericht nach § 50 VRG korrigierend eingreifen mÃ¼sste.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) In diesem Zusammenhang ist allerdings â wovon auch Bauherrschaft und Vorinstanzen Ã¼bereinstimmend und zutreffend ausgehen â anzumerken, dass die geplante Erweiterung der Anlage im Sinne des Gestaltungsplanentwurfs "Ortsbezeichnung U-T", u.a. mit einem ÃkonomiegebÃ¤ude von ca. 60 m x 20 m GrundflÃ¤che und 12 m HÃ¶he, einer planungsrechtlichen Grundlage bedarf. Dabei werden die Gegenstand der spÃ¤teren Erweiterung bildenden Bauten und Anlagen nicht nur fÃ¼r sich allein auf ihre RechtmÃ¤ssigkeit zu Ã¼berprÃ¼fen sein, sondern auch im Zusammenhang mit den heute zu beurteilenden, mit denen sie eine planerisch-bauliche, betriebliche und organisatorische Gesamtheit bilden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. In der Rekursschrift vom 19. September 2002 haben die BeschwerdefÃ¼hrenden unter anderem mit Bezug auf die von ihnen als ungenÃ¼gend gerÃ¼gte Einordnung einen Augenschein beantragt. Der Regierungsrat hat dieses Begehren implizit mit der BegrÃ¼ndung abgelehnt, dass die Voraussetzungen fÃ¼r einen Sachentscheid erfÃ¼llt seien. In der Beschwer­de wird dies als Verweigerung des rechtlichen GehÃ¶rs gerÃ¼gt. In der Beschwerdevernehmlassung fÃ¼hrt die Staatskanzlei namens des Regierungsrates aus, dass sich die Gesamtwirkung des Bauvorhabens aufgrund der Akten hinreichend habe beurteilen lassen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Der verfassungsrechtliche Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) rÃ¤umt den Verfahrensbeteiligten das Recht ein, Beweismassnahmen zu beantragen und verpflichtet die BehÃ¶rden, rechtzeitig und formgerecht angebotene Beweismittel zu behaupteten rechtserheblichen Tatsachen auch abzunehmen. Auf ein beantragtes Beweismittel kann nur dann verzichtet werden, wenn es eine nicht erhebliche Tatsache betrifft oder offensichtlich untauglich ist, wenn die BehÃ¶rden den Sachverhalt aufgrund eigener Sachkunde oder nach den Akten hinreichend wÃ¼rdigen oder wenn sie in vorweggenommener BeweiswÃ¼rdigung annehmen kÃ¶nnen, dass ihre Ãberzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geÃ¤ndert wÃ¼rde (BGr, 5. April 2002, 1P.736/2001, www.bger.ch; BGE 124 I 208 E. 4a S. 211 und 241 E. 2 S. 242, mit Hinweisen). Wird ein Augenschein beantragt, so steht der Entscheid, ob ein solcher angeordnet werden soll, im pflichtgemÃ¤ssen Ermessen der mit der Sache befassten BehÃ¶rde. Eine dahingehende Pflicht besteht nur, wenn die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse auf andere Weise nicht ermittelt werden kÃ¶nnen. Ob eine Besichtigung der Ãrtlichkeiten vorgenommen werden muss, hÃ¤ngt einerseits vom konkreten Projekt und anderseits von den hiergegen erhobenen RÃ¼gen ab. WÃ¤hrend die ZonenkonformitÃ¤t von Bauten und Anlagen in der Landwirtschafts­zone zumeist ohne Lokaltermin beurteilt werden kann (vgl. BGr, 3. April 2003, 1A. 161/2002, www.bger.ch), lÃ¤sst sich die WÃ¼rdigung der rechtsgenÃ¼genden Ã¤sthetischen Gestaltung eines Bauwerks gewÃ¶hnlich nur nach einer Besichtigung des betroffenen Areals vornehmen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> Im vorliegenden Fall wÃ¤re zur WÃ¼rdigung der rechtsgenÃ¼genden Ã¤sthetischen Gestaltung ein Augenschein im Rekursverfahren erforderlich gewesen. Das gilt ungeachtet des Umstandes, dass im Bewilligungsverfahren ein solcher Augenschein am 21. Mai 2002 durchgefÃ¼hrt worden war, sowie unabhÃ¤ngig davon, ob â entsprechend der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrenden â eine gute Einordnung gemÃ¤ss § 238 Abs. 2 PBG verlangt werden muss, oder ob â gemÃ¤ss Standpunkt des Regierungsrats â eine befriedigende Einordnung im Sinne von § 238 Abs. 1 PBG ausreicht; denn selbst wenn mit dem Regierungsrat davon auszugehen wÃ¤re, das Projekt habe lediglich den Anforderungen von § 238 Abs. 1 PBG zu entsprechen, lÃ¤sst sich aufgrund der vorliegenden Akten nicht beurteilen, ob diese Anforderungen erfÃ¼llt seien. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> b) Es fragt sich, ob das Verwaltungsgericht den Mangel der ungenÃ¼genden Untersuchung selbst beheben oder gestÃ¼tzt auf § 64 Abs. 1 VRG die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurÃ¼ckweisen soll (zur Heilung von GehÃ¶rsverweigerungen vgl. KÃ¶lz/Bosshart/­RÃ¶hl, § 8 N. 50 ff., § 64 N. 4). Angesichts dessen, dass sich bezÃ¼glich der hier streitigen Einordnung Fragen stellen, die zu beantworten in erster Linie Aufgabe der mit voller Kognition entscheidenden Rekursinstanz ist (§ 20 Abs. 1 VRG) und dass den Belangen der Einordnung im Rahmen der rechtlichen Beurteilung des gesamten Projekts ein erhebliches Gewicht zukommt, ist von einer Heilung der GehÃ¶rsverletzung durch Vornahme eines gerichtlichen Augenscheins abzusehen. Die Sache ist daher zur Vornahme eines Augenscheins an den Regierungsrat zurÃ¼ckzuweisen. Wenn dieser das Rekursverfahren ohne Verzug fortsetzt, tritt gegenÃ¼ber einer Weiterbehandlung durch das Verwaltungsgericht keine wesentliche VerzÃ¶gerung ein. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> c) Aus verfahrensÃ¶konomischen GrÃ¼nden rechtfertigt es sich gleichwohl, auf die unter den Parteien kontroverse Frage nach der Anwendung von § 238 Abs. 2 PBG bereits jetzt einzugehen, auch wenn darÃ¼ber nicht abschliessend zu befinden ist. Ungeachtet der baulichen QualitÃ¤ten des gemÃ¤ss kommunaler Bau- und Zonenordnung in der Kernzone Aussenwachten liegenden Weilers S spricht die klare rÃ¤umliche und funktionale Trennung zwischen dieser HÃ¤usergruppe einerseits und den GewÃ¤chsanlagen anderseits dafÃ¼r, dass lediglich die bescheideneren Anforderungen von Absatz 1 von § 238 PBG gestellt werden dÃ¼rfen (vgl. BEZ 1982 Nr. 13). Das in Art. 34 Abs. 4 lit. b RPV genannte Bewilligungserfordernis, dass dem Vorhaben am vorgesehenen Standort keine Ã¼berwiegenden Interessen entgegenstehen, begrÃ¼ndet keine hÃ¶heren Ã¤sthetischen Anforderungen, als das kantonale Recht sie statuiert (vgl. BGE 117 Ib 270 E. 4c S. 283 f. und ARE, Kommentar RPV, S. 31 f.). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> Anderseits ist zu betonen, dass auch bei AnknÃ¼pfung an § 238 Abs. 1 PBG die dort bloss verlangte "befriedigende" Gesamtwirkung, welche die streitbetroffenen Bauten fÃ¼r sich und in ihrem Zusammenhang mit der baulichen und landschaftlichen Umgebung erreichen mÃ¼ssen, im vorliegenden Fall nicht leichthin bejaht werden darf. Dass dem Bauvorhaben in vorweggenommener BeweiswÃ¼rdigung eine solche befriedigende Gesamtwirkung zugesprochen werden dÃ¼rfe, lÃ¤sst sich aufgrund der Akten nicht sagen. Dabei spielen weniger die von den Parteien unterschiedlich beurteilten und mit entsprechend ausgewÃ¤hlten Fotografien dokumentierten architektonischen QualitÃ¤ten der Aussenwacht eine Rolle, als der Umstand, dass das grossflÃ¤chige, als eintÃ¶nige Zweckbaute gestaltete GewÃ¤chshaus mit einer HÃ¶he von 5 m, teilweise noch verstÃ¤rkt durch die vorgesehene AufschÃ¼ttung um maximal 1 m, einen schroffen Kontrast zu S insgesamt und namentlich zu den nÃ¤chst­gelegenen HÃ¤usern der BeschwerdefÃ¼hrenden Nrn. 1, 2 und 5 schafft und dass es zusammen mit den geplanten Folientunnel nur schon aufgrund der Dimensionierung in der Landschaft markant in Erscheinung treten wird. Ob dies rechtens sei, lÃ¤sst sich nicht aufgrund von PlÃ¤nen und Fotografien, sondern nur an Ort und Stelle beurteilen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">6. Die lÃ¤rmschutzrechtliche Bewilligung der Volkswirtschaftsdirektion vom 7. August 2002 lautet wie folgt:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">"GemÃ¤ss § 7 der Bauverfahrensverordnung (BVV) und Ziff. 3.1 Anhang zur BVV erteilt das Amt fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit (AWA), Arbeitsinspektorat, die Bewilligung fÃ¼r Anlagen in Betrieben bezÃ¼glich ihrer Ãbereinstimmung mit den Vorschriften Ã¼ber den LÃ¤rmschutz.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Aufgrund der vorliegenden Unterlagen (LÃ¤rmgutachten Fa. MÃ¼hlebach AG, Nr. 7427-02 vom 5.8.2002) wird die Bewilligung mit dem folgenden Hinweis erteilt:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die LÃ¤rmemissionen der projektierten neuen ortsfesten Anlagen sind nach Art. 7 der LÃ¤rmschutz-Verordnung soweit zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich mÃ¶glich sowie wirtschaftlich tragbar ist und dass die Immissionen die Planungswerte nicht Ã¼berschreiten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Sollte zu einem spÃ¤teren Zeitpunkt feststehen, dass Ã¼bermÃ¤ssige LÃ¤rmeinwirkungen verursacht werden, so bleiben ergÃ¤nzende und verschÃ¤rfte LÃ¤rmbegrenzungen vorbehalten."</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) In der Rekursschrift rÃ¼gten die BeschwerdefÃ¼hrenden, das LÃ¤rmgutachten, auf das sich die Bewilligung stÃ¼tze, sei mangelhaft. Der Regierungsrat hat diese Einwendungen unter Hinweis auf die im Rekursverfahren eingegangene Stellungnahme der MÃ¼hlebach Akustik+Bauphysik vom 20. November 2002 sowie die Vernehmlassung des Amts fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit vom 29. November 2002 verworfen. Die BeschwerdefÃ¼hrenden halten an ihren diesbezÃ¼glichen Einwendungen fest (Beschwerdeschrift Ziff. 68-78).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Mit ihrem Vorgehen bei der Erteilung der lÃ¤rmschutzrechtlichen Bewilligung sowie deren ÃberprÃ¼fung haben die Vorinstanzen in verschiedener Hinsicht ihre Untersuchungspflicht verletzt und den BeschwerdefÃ¼hrenden das rechtliche GehÃ¶r verweigert.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">aa) Nachdem die Volkswirtschaftsdirektion ihre Zustimmung binnen zwei Tagen nach Vorliegen des Gutachtens erteilt hat, ist angesichts von dessen KomplexitÃ¤t zu bezweifeln, dass sie es einer nÃ¤heren amtlichen PrÃ¼fung unterzogen hat. TatsÃ¤chlich beschrÃ¤nk­te sich die Direktion darauf, die Aussagen im Gutachten als richtig zu befinden. FÃ¼r eine grÃ¼ndliche PrÃ¼fung hÃ¤tte allerdings schon deswegen Anlass bestanden, als der kraft Anhang 6 zur LSV massgebende Planungswert von 50 dB(A) in der Nacht laut den Feststellungen im Gutachten (S. 10) an den beiden Messpunkten M-Strasse 2 mit 49.5 bzw. N-Strasse 4 mit 49.6 dB(A) nur knapp eingehalten wird. Dabei gilt es zu beachten, dass das Gutachten der MÃ¼hlebach Akustik+Bauphysik zwar von einer fach­kundigen Expertin stammt. Weil die Untersuchung jedoch im Auftrag der Bauherrschaft durchgefÃ¼hrt worden ist, kÃ¶nnen ihre Schlussfolgerungen nicht ohne nÃ¤here PrÃ¼fung als richtig an­erkannt werden. Ob man soweit gehen will, solchen Parteigutachten wegen der vertraglichen Beziehung zwischen Auftraggeber und Gutachter nur die beschrÃ¤nkte Aussagekraft einer Parteibehauptung zuzuerkennen (so etwa VGr, 22. November 2000, ZÃ¼rcher Steuerpraxis 2001, S. 148 E. 4b; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 7 N. 23), ist zwar bei einer ausgesprochen technischen Fragestellung wie hier nicht zwingend. Auch wenn man eine eigenstÃ¤ndige amt­liche Untersuchung nicht fÃ¼r notwendig erachten sollte, hÃ¤tte jedoch die BewilligungsbehÃ¶rde â oder eine andere geeignete Amtsstelle wie z.B. die Fachstelle LÃ¤rmschutz der Baudirektion â das Gutachten inhaltlich daraufhin Ã¼berprÃ¼fen mÃ¼ssen, ob es vollstÃ¤ndig, klar, gehÃ¶rig begrÃ¼ndet und widerspruchslos sei (RB 1985 Nr. 47). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Sodann hat die Volkswirtschaftsdirektion auf das kraft Art. 1 Abs. 2, Art. 11 Abs. 2 USG sowie Art. 7 Abs. 1 LSV massgebende Vorsorgeprinzip hingewiesen, hingegen in keiner Weise nÃ¤her geprÃ¼ft, inwiefern dieses hier umgesetzt werden kÃ¶nnte. Denn das Vorsorgeprinzip kommt nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung auch dann zum Zug, wenn die Planungswerte eingehalten werden (BGE 121 II 378 E. 11a S. 400; AndrÃ© Schrade/Theo Loretan in: Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 1998, Art. 11 N. 19). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">bb) Damit hat die Volkswirtschaftsdirektion ihre Untersuchungspflicht nach § 7 Abs. 1 VRG verletzt. Im Rekursverfahren ist dieser Mangel nicht geheilt worden. Denn im Rekursentscheid hat sich der Regierungsrat darauf beschrÃ¤nkt, die von den BeschwerdefÃ¼hrenden gegen das Gutachten erhobenen RÃ¼gen zurÃ¼ckzuweisen. Dass er die Expertise umfassend auf ihre Richtigkeit Ã¼berprÃ¼ft hÃ¤tte, geht aus den ErwÃ¤gungen nicht hervor. Ebenso wenig hat er sich mit den fallbezogenen Konsequenzen des Vorsorgeprinzips nÃ¤her auseinandergesetzt. Eine GehÃ¶rsverweigerung ist auch darin zu erblicken, dass er sich auf die im Rekursverfahren eingegangene Stellungnahme der MÃ¼hlebach Akustik+Bauphysik vom 20. November 2002 sowie die Vernehmlassung des Amts fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit vom 29. November 2002 gestÃ¼tzt hat, ohne dass sich die Beschwer­de­fÃ¼hrenden zuvor zu diesen Eingaben Ã¤ussern konnten (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 26 N. 35).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Nachdem die private Beschwerdegegnerin vor Verwaltungsgericht auf die BelÃ¼ftung und Beheizung der Folientunnel verzichtet hat (vgl. E. 2), erscheint zwar die MÃ¶glichkeit Ã¼bermÃ¤ssiger LÃ¤rmimmissionen als gering. Weil einerseits die beiden Messpunkte mit den hÃ¶chsten LÃ¤rmimmissionen an der M-Strasse 2 und an der N-Strasse 4 gegenÃ¼ber dem GewÃ¤chshaus liegen, an dessen BelÃ¼ftung und Beheizung die K AG festhÃ¤lt, und anderseits der Regierungsrat nicht geprÃ¼ft hat, ob und inwieweit aufgrund des Vor­sorgeprinzips lÃ¤rmsenkende Massnahmen in Betracht fallen, ist der angefochtene Rekursentscheid insoweit aber dennoch mangelhaft. Auch bezÃ¼glich der lÃ¤rmschutzrechtlichen Beurteilung des Projekts (vgl. bezÃ¼glich dessen Einordnung E. 5) ist demnach die Sache zur ergÃ¤nzenden Untersuchung an den Regierungsrat zurÃ¼ckzuweisen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">7. Aus GrÃ¼nden der ProzessÃ¶konomie rechtfertigt es sich, im jetzigen Beschwerdeverfahren auch zur verbleibenden Frage der EntwÃ¤sserung Stellung zu nehmen. Die BefÃ¼rchtung der BeschwerdefÃ¼hrenden, dass die EntwÃ¤sserung der BaugrundstÃ¼cke nicht fachgerecht vorgenommen werde und ihnen â insbesondere durch VernÃ¤ssung des vom BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 3 gepachteten Landwirtschaftslandes des BeschwerdefÃ¼hrers Nr. 6, ferner durch Vereisung der M-Strasse im Winter â ein Schaden erwachse, hat der Regierungsrat in E. 7 des Rekursentscheids schlÃ¼ssig entkrÃ¤ftet. Darauf kann verwiesen werden (§ 70 VRG in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). Wie bezÃ¼glich der streitigen TerrainverÃ¤nderungen (vorstehend E. 1b/aa und E. 3b/dd) wird sich frÃ¼hestens beim baulichen Vollzug, wahrscheinlich aber erst nach Inbetriebnahme der Anlage, zeigen, was fÃ¼r EntwÃ¤sserungsmassnahmen im Detail sinnvoll sind.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">8. Demnach ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und ist die Sache zur Fortsetzung des Verfahrens im Sinne der ErwÃ¤gungen 5 und 6 an den Regierungsrat zurÃ¼ckzuweisen. Im Ãbrigen ist die Beschwerde abzuweisen. Bei diesem Prozessausgang rechtfertigt es sich, die Kosten des Rekurs- und des Beschwerdeverfahrens den BeschwerdefÃ¼hrenden je zu einem Vierzehntel, unter solidarischer Haftung eines jeden fÃ¼r die KostenhÃ¤lfte, und zur anderen HÃ¤lfte der privaten Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). ParteientschÃ¤digungen sind nicht zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Entscheid des Regierungsrats vom 5. MÃ¤rz 2003 wird aufgehoben und die Sache zur Fortsetzung des Verfahrens im Sinne der ErwÃ¤gungen an die Vorinstanz zurÃ¼ckgewiesen. Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2.<span> </span>Die Kosten des Rekursverfahrens werden den BeschwerdefÃ¼hrenden je zu einem Vierzehntel, unter solidarischer Haftung aller fÃ¼r die KostenhÃ¤lfte, und zur HÃ¤lfte der privaten Beschwerdegegnerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 4'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 350.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 4'350.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Die Gerichtskosten werden den Parteien im gleichen VerhÃ¤ltnis wie die Rekurskosten auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">5. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">...</p> <p class="Einzug2"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>