A bteilung IV D -4137/2006 spn/lec {T 0/2} U rteil vom 20. Juni 2007 M itw irkung: R ichterin Spälti G iannakitsas, R ichter G alliker, R ichter Scherrer G erichtsschreiberin Leisinger X._______, geboren _______, Irak, w ohnhaft _______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 10. O ktober 2005 i.S. A syl und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er Beschw erdeführer, kurdischer Ethnie aus S._______, verliess seinen H eim at- staat eigenen Angaben gem äss im D ezem ber 2001 und gelangte über die Türkei und w eitere ihm unbekannte Länder am 31. D ezem ber 2001 in die Schw eiz, w o er gleichentags um Asyl ersuchte. Am 2. Januar 2002 w urde der Beschw erdeführer in der Em pfangsstelle Basel (neu: Em pfangs- und Verfahrenszentrum Basel) zu sei- nen Ausreisegründen befragt. In der Folge w urde er für die D auer des Asylverfah- rens dem Kanton Schw yz zugew iesen. D ie zuständige kantonale Behörde hörte den Beschw erdeführer am 5. Februar 2002 zu seinen Asylgründen an. Zur Begründung seines Asylgesuches m achte der Beschw erdeführer im W esentli- chen geltend, sein Vater habe dem Baath-R egim e im R ang eines O ffiziers ange- hört und gedient und für seine Tätigkeit auch ihn, den Beschw erdeführer, sow ie seinen Bruder für bestim m te Botengänge eingespannt. Im Jahr 1999 sei sein Bru- der, als dieser für den Vater eine Botschaft nach Y._______ habe bringen m üssen, angegriffen und durch einen Schuss am Kopf so schw er verletzt w orden, dass er seither gelähm t sei. N ach diesem Ereignis habe er, der Beschw erdeführer, diese Botengänge alle zw ei bis drei M onate ausgeführt. Ende Septem ber / Anfang O kto- ber 2000 habe der Vater ihn gebeten, einen Brief nach Y._______ zu überbringen. Aus Furcht davor, dass ihn das gleiche Schicksal w ie seinen Bruder ereilen könn- te, habe er den Entschluss gefasst, diesen D ienst nicht auszuführen, sondern sich m it dem Brief zu einem O nkel m ütterlicherseits in die Stadt M ._______ geflüchtet, da eine offen seinem Vater gegenüber ausgesprochene W eigerung nicht m öglich gew esen sei und ihn als Verräter hätte erscheinen lassen. Bei besagtem O nkel habe er sich zw ei M onate aufgehalten. W ährend dieser Zeit sei seine M utter zw ei M al nach M ._______ gekom m en und habe nach ihm gesucht. D er O nkel habe je- doch die Anw esenheit des Beschw erdeführers verleugnet und ihm schliesslich auch zur Flucht aus dem H eim atstaat geholfen. Für die w eiteren Aussagen w ird auf die Akten verw iesen. B. M it Verfügung vom 10. O ktober 2005 - eröffnet am 13. O ktober 2005 - w ies das BFM das Asylgesuch des Beschw erdeführers ab und ordnete dessen W egw eisung aus der Schw eiz an. M it gleicher Verfügung w urde die vorläufige Aufnahm e des Beschw erdeführers in der Schw eiz infolge U nzum utbarkeit des W egw eisungsvoll- zuges angeordnet. C . G egen diese Verfügung erhob der Beschw erdeführer am 10. N ovem ber 2005 (Poststem pel) Beschw erde bei der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) und beantragte, es sei seine Flüchtlingseigenschaft festzustellen und ihm Asyl zu gew ähren. Im W eiteren w urde um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im 3 Sinne von Art. 65 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw al- tungsverfahrensgesetz (Vw VG , SR 172.021), um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sow ie um W iederherstellung der aufschiebenden W irkung be- ziehungsw eise um Feststellung der U nzulässigkeit, U nzum utbarkeit und U nm ög- lichkeit einer vorsorglichen W egw eisung ersucht. D . M it Zw ischenverfügung der dam als zuständigen Instruktionsrichterin der AR K vom 15. N ovem ber 2005 w urde das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege m angels Bedürftigkeit abgew iesen. Auf die Erhebung eines Kosten- vorschusses w urde aufgrund eines bestehenden Sicherheitskontos verzichtet. Au- sserdem w urde auf die durch die Vorinstanz festgestellte U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs hingew iesen. E. In der Vernehm lassung vom 27. Januar 2006 hielt die Vorinstanz an ihren Erw ä- gungen fest und beantragte die Abw eisung der Beschw erde. F. D ie vorinstanzliche Vernehm lassung w urde dem Beschw erdeführer am 2. Februar 2006 zur Kenntnis gebracht. G . M it Verfügung der Instruktionsrichterin des Bundesverw altungsgerichts vom 30. April 2007 w urde dem Beschw erdeführer m itgeteilt, dass das bei der AR K anhän- gig gem achte Beschw erdeverfahren per 1. Januar 2007 vom Bundesverw altungs- gericht übernom m en w orden sei. Im W eiteren w urde dem Beschw erdeführer der Inhalt eines bei den Akten befindlichen Berichts des Bundespolizeiam tes W eil am R hein / D eutschland vom _______ zur Kenntnis gebracht und ihm in W ahrung des Anspruchs auf rechtliches G ehör Frist zur Stellungnahm e gesetzt. H . M it Eingabe vom 10. M ai 2007 nahm der Beschw erdeführer Stellung und reichte in diesem Zusam m enhang einen Identitätsausw eis zu den Akten. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 Vw VG , sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorins- tanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Ver- fügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz; das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG , SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.119]).4 1.2 D as Bundesverw altungsgericht hat - sofern zuständig - per 1. Januar 2007 die bei der am 31. D ezem ber 2006 aufgelösten AR K hängigen R echtsm ittel übernom m en. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. 2.1 D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist als Adressat der angefochtenen Verfügung beschw erdelegitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist dem nach einzutre- ten. 2.2 N achdem der Beschw erdeführer m it Verfügung vom 10. O ktober 2005 w egen U n- zum utbarkeit des W egw eisungsvollzuges vorläufig in der Schw eiz aufgenom m en w urde, richtet sich die vorliegende Beschw erde lediglich gegen die Ziffern 1-3 des D ispositivs der angefochtenen Verfügung. Beschw erdegegenstand bildet m ithin die Frage, ob die Vorinstanz die Flüchtlingseigenschaft zu R echt verneint und das Asylgesuch abgew iesen sow ie die W egw eisung des Beschw erdeführers aus der Schw eiz angeordnet hat. 3. 3.1 Zur Begründung ihres Entscheides führte die Vorinstanz im W esentlichen aus, die Vorbringen des Beschw erdeführers w ürden den Anforderungen an die G laubhaftig- keit nicht genügen. N am entlich w ürden seine Aussagen, der Vater als Baath-Funk- tionär habe ihn, den Beschw erdeführer, und seinen Bruder für Kuriertätigkeiten in die kurdischen G ebiete eingesetzt, der allgem einen Erfahrung w idersprechen. Ins- besondere sei als unw ahrscheinlich zu erachten, dass der Vater den Beschw erde- führer als Kurier nach Y._______ schicke und ihn dadurch gleichsam einer gross- en G efahr aussetze, obw ohl bereits der Bruder anlässlich eines Angriffs im Jahr 1999 angeschossen und schw er verletzt w orden sein soll. Zw eifel w ürden überdies an der vom Beschw erdeführer geltend gem achten Tätigkeit seines Vaters aufkom - m en. So habe der Beschw erdeführer vorgebracht, sein Vater habe, obw ohl er Kur- de sei, für das Baath-R egim e gearbeitet und dabei den R ang eines R afiq H izbi inne gehabt, jedoch nicht substanziiert darlegen können, w elche Arbeit der Vater verrichtet habe und w ie er bezahlt w orden sei. Auch habe der Beschw erdeführer nicht substanziiert erläutern können, w elche "schlechten Sachen" der Vater began- gen habe. Ü berdies habe der Beschw erdeführer den Inhalt besagten Briefes, w el- chen sein Vater ihm vor der Flucht überreicht habe, ebenso w enig w iedergeben können w ie auch nur den ungefähren Zeitpunkt, zu w elchem sein Bruder ange- schossen w orden sein soll. Insgesam t sei das angeblich Erlebte vom Beschw erde- führer in einer undifferenzierten und stereotypen W eise geschildert w orden, die nicht den Eindruck von tatsächlich Erlebtem erw ecke. Im W eiteren erw eise sich die vom Beschw erdeführer geltend gem achte zentralirakische H erkunft als un- glaubhaft. So habe der Beschw erdeführer dargelegt, die Sprachen Badini und Ara- bisch lediglich passiv zu beherrschen. Ü berdies w iederspreche es der allgem einen 5 Erfahrung, dass der Beschw erdeführer als Sohn eines Baath-Funtionärs keine Schulbildung genossen habe, sein Bruder hingegen schon. Es sei vielm ehr davon auszugehen, dass der G esuchsteller aus dem N ordirak stam m e.D a die Vorbringen des Beschw erdeführers den Anforderungen an die G laubhaftigkeit nicht standhalten w ürden, erübrige sich eine Prüfung der Asylrelevanz. 3.2 D er Beschw erdeführer führte in der Beschw erde dem gegenüber im W esentlichen aus, dass er keine Angaben über die genaue Tätigkeit des Vaters m achen könne, liege im Berufsgeheim nis, w elches für den Vater gegolten habe, begründet. Eben- so könne seine zentralirakische H erkunft nicht m it der Begründung seiner m angel- haften arabischen Sprachkenntnisse als unglaubhaft qualifiziert w erden. Vielm ehr w ürden in den G ebieten um S._______ und M ._______ m ehrheitlich Kurden leben, w oraus die m angelnden Arabischkentnisse resultieren w ürden. Auch aus seiner m angelnden Schulbildung könne nicht auf die U nglaubhaftigkeit der Tätigkeit des Vaters geschlossen w erden, da selbst Baath-Funktionäre zum Teil keine Schulbil- dung genossen hätten und er als Sohn es vorgezogen habe, anders als sein Bru- der einer selbständige Arbeit nachzugehen, w ofür es keines D iplom es bedürfe. 3.3 G em äss dem Bericht des Bundespolizeiam tes W eil am R hein, Bundespolizeiins- pektorat Konstanz, vom _______ hat sich der Beschw erdeführer seit dem _______ unter dem N am en V._______, geboren am _______ als Asylgesuchsteller in D eutschland aufgehalten. D as in D eutschland gestellte Asylgesuch w urde am _______ abgew iesen. N ach einem längeren Aufenthalt in den N iederlanden im Jahre _______ und einer zw ischenzeitlichen R ückkehr am _______ nach D eutsch- land w ar der Beschw erdeführer seit dem _______ unbekannten Aufenthalts. Im R ahm en des dem Beschw erdeführer gew ährten rechtlichen G ehörs führte der Be- schw erdeführer aus, die im Bericht des Bundespolizeiam tes enthaltenen Angaben w ürden zutreffen. Er habe sich tatsächlich in den Jahren _______ und _______ in D eutschland aufgehalten. Im M ai _______ sei er aus D eutschland ausgereist und habe sich einige Zeit im "türkischen Kurdistan" versteckt gehalten. D a er im Irak verfolgt w erde, habe er die irakische G renze nicht überschritten. Anschliessend sei er in die Schw eiz eingereist und habe ein Asylgesuch gestellt. Aus Angst, er w ürde sofort in den Irak zurückgew iesen, habe er den Schw eizer Behörden seinen Auf- enthalt in D eutschland verschw iegen. In D eutschland habe er seine Identität leicht verfälscht angegeben, in der Schw eiz habe er zu seiner Identität hingegen w ahre Angaben gem acht. D ies w ürde auch bestätigt durch den num ehr von ihm einge- reichten Identitätsausw eis, w elchen er ebenfalls aus Furcht, in den Irak zurückge- schafft zu w erden, bisher nicht abgegeben habe. Im H inblick auf die vom Be- schw erdeführer w eiterhin geltend gem achte Furcht vor Verfolgung w urde auf die Beschw erdeschrift verw iesen. 4. Zu prüfen ist, ob die Vorinstanz zu R echt die Flüchtlingseigenschaft des Be- schw erdeführers verneint und das Asylgesuch abgew iesen hat. 4.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim at- staat oder in dem , in w elchem sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete 6 Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gel- ten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken (Art. 3 AsylG ). 4.2 N ach Prüfung der Akten gelangt das Bundesverw altungsgericht zu dem Schluss, dass die Erw ägungen der Vorinstanz, w onach die Vorbringen des Beschw erdefüh- rers als nicht glaubhaft gem acht im Sinne von Art. 7 AsylG zu beurteilen sind, als zutreffend zu bestätigen sind und insbesondere w eder die Ausführungen in der Be- schw erdeschrift noch in der Stellungnahm e vom 10. M ai 2007 geeignet sind, zu ei- ner anderen Beurteilung zu gelangen. 4.2.1 Zunächst lassen sich die Erw ägungen der Vorinstanz zur m angelnden G laubhaft- m achung der Vorbringen des Beschw erdeführers vollum fänglich bestätigen. W eder konnte der Beschw erdeführer die von ihm geltend gem achten Flucht begründen- den U m stände substanziiert und in nachvollziehbarer W eise schildern, noch kön- nen die vorgetragenen U m stände, die den Beschw erdeführer Ende des Jahres 2000 zur Flucht aus dem H eim atstaat gezw ungen haben sollen, als plausibel er- achtet w erden. So w ar es dem Beschw erdeführer beispielsw eise nicht m öglich, die Tätigkeit seines Vaters für das Baath-R egim e zu schildern (vgl. Akte A 8, S. 8). Sein Verw eis auf das für seinen Vater geltende Berufsgeheim nis hält insofern nicht stand, als der Beschw erdeführer eigenen Angaben gem äss selbst in dieses Sys- tem eingebunden gew esen und für den Vater bestim m te Tätigkeiten ausgeführt haben w ill. N icht nachvollziehbar ist zudem , w arum es dem Beschw erdeführer nicht m öglich gew esen sein soll, seine Bedenken in Bezug auf die eigene Sicher- heit seinem Vater gegenüber zu äussern und ihm ob dieser Furcht, selbst anläss- lich eines Botendienstes Schaden zu nehm en, lediglich die M öglichkeit der Flucht geblieben sein soll. D er Vortrag des Beschw erdeführers, er habe befürchtet, in Y._______ anlässlich einer Kuriertätigkeit w ie sein Bruder zu Schaden zu kom - m en, steht zudem auch im W iderspruch zu seinen Ausführungen in der Beschw er- deschrift, w o er ausführte, es sei ihm als kurdisch sprechender Person m öglich ge- w esen, auf verschiedene Arten und verschiedenen W egen in die kurdischen G e- biete zu gelangen, zudem seien er und sein Bruder nach der Ankunft in der Stadt Y._______ als Kurden unerkannt geblieben (vgl. Beschw erdeschrift vom 10. N o- vem ber 2005, S. 2). 4.2.2 D ie vorinstanzlichen Erw ägungen w erden nunm ehr im Beschw erdeverfahren durch die in D eutschland getätigten Abklärungen bestätigt. Entsprechend dem Er- gebnis dieser Abklärungen w ar der Beschw erdeführer seit dem Jahre _______ und zum Zeitpunkt der sich im H eim atstaat angeblich zugetragenen Erlebnisse, w elche auschlaggebend für den Entschluss zur Flucht gew esen sein sollen, als Asylge- suchsteller in D eutschland w ohnhaft. D as Abklärungergebnis w urde vom Be- schw erdeführer als den Tatsachen entsprechend anerkannt (vgl. Stellungnahm e vom 10. M ai 2007). D ie Vorbringen des Beschw erdeführers erw eisen sich dem ge- m äss in dieser Form als w ahrheitsw idrig. 4.2.3 M it Verw eis auf die eingereichte Beschw erdeschrift vom 10. N ovem ber 2005 m achte der Beschw erdeführer im R ahm en der Stellungnahm e geltend, die von ihm vorgebrachten Fluchtgründe an sich w ürden jedoch der W ahrheit entsprechen. Bei einer R ückkehr in den H eim atstaat sei sein Leben in hohem M asse gefährdet. W e- der aus der Beschw erdeschrift, die in keiner W eise die von der Vorinstanz ausge-7 m achten U ngereim heiten in den Vorbringen des Beschw erdeführers zu entkräften verm ag, noch aus der eingereichten Stellungnahm e ergeben sich jedoch Anhalts- punkte für eine Verfolgungsgefahr im H eim atstaat. Insbesondere reicht der allge- m eine Verw eis des Beschw erdeführers, seine vorgebrachten Fluchtum stände w ür- den der W ahrheit entsprechen, nicht aus, die Vorbringen als glaubhaft erscheinen zu lassen. Bei der Prüfung der G laubhaftigkeit handelt es sich näm lich um eine G esam tbeurteilung aller für und gegen den Asylsuchenden sprechenden Elem ente und ist eine Sachverhaltsdarstellung nur dann als glaubhaft zu erachten, w enn bei einer objektivierten Sichtw eise die positiven Elem ente überw iegen und som it das Vorhandensein der Flüchtlingseigenschaft m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben zu erachten ist. (vgl. Art. 7 Abs. 2 und 3 AsylG ; Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission, [EM AR K] 2005 N r. 7 E. 6 S. 64 ff., N r. 21 E. 6.1. S. 190 f., 1996 N r. 27 E. 3c.aa S. 263 f., N r. 28 E. 3a S. 270). D ies ist im vorliegenden Fall jedoch vor dem H intergrund des Abklärungs- ergebnisses und obiger Erw ägungen zu verneinen. Zusam m enfassend ergibt sich, dass die Vorbringen des Beschw erdeführers den Anforderungen an die G laubhaftm achung der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 7 AsylG nicht genügen. D ie Vorinstanz hat das Asylgesuch dem nach zu R echt abge- lehnt. 5. Lehnt das BFM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; es berück- sichtigt dabei den G rundsatz der Einheit der Fam ilie (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). N ach- dem die Beschw erde im Asylpunkt abzuw eisen ist und der Beschw erdeführer - ab- gesehen vom bisherigen Asylbew erberstatus - über keinen Aufenthaltstitel für die Schw eiz verfügt, erfolgte die Anordnung der W egw eisung (vgl. Ziffer 3 des D ispo- sitivs der vorinstanzlichen Verfügung) zu R echt und ist zu bestätigen. 6. D a der Beschw erdeführer m it Verfügung des BFM vom 10. O ktober 2005 in der Schw eiz vorläufig aufgenom m en w urde, erübrigen sich - w ie bereits festgestellt - Ausführungen zur Zulässigkeit, Zum utbarkeit und M öglichkeit des Vollzugs der W egw eisung. 7. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig fest- stellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist daher abzuw eisen. 8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Verfahrens in H öhe von Fr. 600.- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw al- tungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]) dem Beschw erdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). (D ispositiv nächste Seite)8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Kosten des Verfahrens in H öhe von Fr. 600.-- w erden dem Beschw erdeführer auferlegt. 3. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer (eingeschrieben; Beilage: Einzahlungsschein) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it deren Akten (R ef.-N r. N _______) - _______ D ie R ichterin: D ie G erichtsschreiberin: N ina Spälti G iannakitsas C onstance Leisinger Versand am :