A bteilung III C -822/2006 {T 0/2} U rteil vom 21. Juni 2007 M itw irkung: R ichterin Beutler (Vorsitz); R ichter Vuille; R ichter Trom m er; G erichtsschreiberin H aake. A ._______, Beschw erdeführer, vertreten durch R echtsanw alt G eorg Sim m en gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verw eigerung der Einreisebew illigung B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Am 6. Juni 2006 beantragte der in Indien lebende chinesische Staats- bürger tibetischer Ethnie A._______ (nachfolgend Beschw erdeführer) bei der schw eizerischen Vertretung in N eu D elhi (Indien) ein Visum für einen dreim onatigen Besuchsaufenthalt bei einer im Kanton U ri lebenden Freundin (G astgeberin). D ieses G esuch w urde dem Bundesam t für M igra- tion zum Entscheid überw iesen. B. N achdem das Am t für Arbeit und M igration des Kantons U ri bei der G ast- geberin w eitere Auskünfte eingeholt hatte, w ies das Bundesam t für M igra- tion (nachfolgend Vorinstanz) das G esuch m it Verfügung vom 3. August 2006 ab. Als Begründung w urde im W esentlichen vorgebracht, dass auf- grund der allgem einen Lage im U rsprungsland sow ie aufgrund fehlender fam iliärer, beruflicher oder gesellschaftlicher Verpflichtungen die fristge- rechte W iederausreise nicht gesichert erscheine. C . M it Eingabe vom 30. August 2006 erhob der R echtsvertreter nam ens sei- nes M andanten Beschw erde beim dam als zuständigen Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartem ent (EJPD ) und beantragt die Aufhebung der Verfügung vom 3. August 2006 sow ie die Erteilung der Einreisebew illigung an seinen M andanten. Als Begründung brachte er im W esentlichen vor, dass die Vorinstanz die persönlichen Verhältnisse nur oberflächlich berücksichtigt habe. D . M it Zw ischenverfügung vom 5. Septem ber 2006 w urde der Beschw er- deführer vom EJPD aufgefordert, bis zum 4. O ktober 2006 einen Kosten- vorschuss zu entrichten, w oraufhin der R echtsvertreter am 4. O ktober 2006 um unentgeltliche R echtspflege für seinen M andanten ersuchte und gleichzeitig beantragte, als unentgeltlicher R echtsbeistand benannt zu w erden. Am 9. O ktober 2006 w urde dem Beschw erdeführer vom EJPD m itgeteilt, dass über sein G esuch um unentgeltliche R echtspflege zu einem späteren Zeitpunkt entschieden w erde. E. M it Vernehm lassung vom 17. O ktober 2006 beantragt die Vorinstanz die Abw eisung der Beschw erde. F. D em Beschw erdeführer w urde G elegenheit gegeben, sich bis zum 20. N o- vem ber 2006 zur Vernehm lassung der Vorinstanz zu äussern. D iese Frist liess er ungenutzt verstreichen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D as Bundesverw altungsgericht beurteilt gem äss Art. 31 des Verw altungs- gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine 3 Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und Art. 34 VG G aufgeführten Behörden. D arunter fallen die Verfügungen des Bundesam tes für M igration betreffend Bew illigung der Einreise (Art. 20 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer vom 26. M ärz 1931 [AN AG , SR 142.20] und Art. 18 Abs. 1 der Verordnung über die Einreise und Anm eldung von Ausländerinnen und Ausländern vom 14. Januar 1998 [VEA, SR 142.211]). D as Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei den Beschw erdediensten der D eparte- m ente hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (Art. 53 Abs. 2 VG G ). G em äss Art. 37 VG G richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht nach dem Vw VG , sofern das G esetz nichts anderes bestim m t. 1.3 D er Beschw erdeführer ist als Verfügungsadressat durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhe- bung (Art. 48 Abs. 1 Vw VG ). Er ist daher zur Beschw erde legitim iert. Auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde ist som it einzutre- ten (Art. 49 ff. Vw VG ). 2. Ausländer und Ausländerinnen sind zur Anw esenheit in der Schw eiz be- rechtigt, w enn sie eine Aufenthalts- oder N iederlassungsbew illigung haben oder keiner solchen bedürfen (Art. 1a AN AG ). G ew isse G ruppen von Aus- länderinnen und Ausländern benötigen für die Einreise in die Schw eiz ein Visum (vgl. Art. 3 ff. VEA). 2.1 D as Bundesam t für M igration entscheidet im R ahm en der gesetzlichen Vorschriften und der Verträge m it dem Ausland nach freiem Erm essen über die Bew illigung von Aufenthalt und N iederlassung (Art. 4 und Art. 16 Abs. 1 AN AG , Art. 9 VEA). D ies bedeutet, dass die schw eizerische R echtsordnung w eder ein allgem eines R echt auf Einreise kennt, noch einen besonderen Anspruch auf Erteilung eines Visum s gew ährt (vgl. PETER U EBER SA X, Einreise und Anw esenheit, in: Peter U ebersax/Peter M ünch/Thom as G eiser/M artin Arnold [H rsg.], Ausländerrecht, H andbücher für die Anw altspraxis Bd. VIII, Basel 2002, R z. 5.28). Im Falle der Erteilung einer Einreisebew illigung ist daher der Spielraum für das behördliche Erm essen um fangreicher als beispielsw eise bei der Ver- längerung einer Anw esenheitserlaubnis. W ährend es im letztgenannten Fall zu bedenken gilt, dass ein bereits anw esender Ausländer auf sein Bleiberecht vertraut und insofern einen gew issen Schutz geniesst, kann im Falle einer Einreisebew illigung jedes gegen den Aufenthalt sprechende öffentliche Interesse entscheiderheblich sein. D abei sind vor allem die geistigen und w irtschaftlichen Interessen sow ie das Verhältnis zw ischen schw eizerischer und ausländischer W ohnbevölkerung des Landes zu 4 berücksichtigen (vgl. Art. 16 Abs. 1 AN AG ). Jedenfalls gebieten die O rdnungs- und Steuerungsfunktionen der Visum bestim m ungen, über jeden Einzelfall unter Einhaltung einer m öglichst vollständigen Interessenabw ä- gung zu entscheiden. 2.2 Ein Einreisevisum w ird verw eigert, w enn die in Art. 1 VEA aufgeführten Voraussetzungen nicht erfüllt sind (vgl. Art. 14 Abs. 1 VEA). Insbesondere m üssen G esuchstellerinnen und G esuchsteller, die in die Schw eiz reisen m öchten, G ew ähr bieten, dass sie fristgerecht w ieder ausreisen w erden (Art. 1 Abs. 2 Bst. c VEA). 3. D er Beschw erdeführer benötigt aufgrund seiner N ationalität zur Einreise in die Schw eiz neben einem gültigen R eisedokum ent ein Visum . D ie Vorin- stanz verw eigerte die Erteilung eines solchen Visum s m it der Begründung, die fristgerechte W iederausreise aus der Schw eiz erscheine nicht hinrei- chend gesichert. 4. W enn es zu beurteilen gilt, ob das Kriterium der gesicherten W iederaus- reise erfüllt ist, m uss ein zukünftiges Verhalten beurteilt w erden. D azu las- sen sich in der R egel keine Feststellungen, sondern lediglich Prognosen m achen. D abei rechtfertigt es sich durchaus, Einreisegesuchen von Aus- länderinnen und Ausländern aus Staaten beziehungsw eise R egionen m it politisch oder w irtschaftlich vergleichsw eise ungünstigen Verhältnissen von vornherein m it Zurückhaltung zu begegnen, da die persönliche Interessen- lage in solchen Fällen häufig nicht m it dem Ziel und Zw eck einer zeitlich befristeten Einreisebew illigung in Einklang steht. 4.1 Bezüglich der Beurteilung der allgem einen Situation im H erkunftsland geht aus der Begründung der Verfügung der Vorinstanz nicht hervor, auf w elches Land sich ihre Analyse bezieht. D ie N ationalität des Beschw erde- führers w ird in den Akten m it "Tibet (Volksrepublik C hina)" angegeben, die Bezeichnung "Tibet" findet sich in der Verfügung (Adresse, Betreff). Andererseits lebt und arbeitet der Beschw erdeführer in Indien. Aufgrund dieser Tatsache m uss bei der Prognose bezüglich der fristgerechten W ie- derausreise aus der Schw eiz die allgem eine Lage in Indien näher betrach- tet w erden: Indien gehört zu denjenigen Ländern, in denen breite Bevölkerungsschich- ten unter schw ierigen w irtschaftlichen und sozialen Bedingungen leben. Trotz des anhaltenden W irtschaftsw achstum s ist das Land geprägt von w eit verbreiteter Arm ut und einer hohen Analphabetenrate. Etw a ein Vier- tel der über eine M illiarde M enschen lebt unter der Arm utsgrenze und m uss m it w eniger als einem U S-D ollar täglich auskom m en. Knapp 80% der G esam tbevölkerung leben von bis zu zw ei U S-D ollar pro Tag (Q uelle: w w w .ausw aertiges-am t.de, besucht am 9. M ai 2007). D ie w irtschaftliche Lage der im indischen Exil lebenden Tibetergem einschaft ist schw er einzuschätzen. G em äss Angaben der tibetischen Exilregierung lebt etw a ein Fünftel der Tibeter an oder unter der Arm utsgrenze. D abei hätten die Landsleute, die in landw irtschaftlichen Kooperativen und "Settlem ents" in Südindien lebten, m it besonders grossen w irtschaftlichen Problem en zu käm pfen. Insgesam t ist jedoch davon auszugehen, dass die Lage der 5 Tibeter in Indien sich nicht w esentlich von der allgem einen Situation in Indien unterscheidet. Aufgrund dieser Situation ist ganz allgem ein der Anteil jener entsprechend hoch, die versuchen, Indien zu verlassen, um sich unter günstigeren Lebensbedingungen eine bessere Existenz aufzu- bauen. Zu den Zielen der Em igration gehören auch die Staaten W esteuro- pas. D ie Tendenz zur Ausw anderung zeigt sich erfahrungsgem äss beson- ders stark bei jüngeren und ungebundenen Personen, die bereits über ein m inim ales soziales Beziehungsnetz im Ausland (Verw andte oder Freunde) verfügen. Im Falle der Schw eiz führt dies angesichts der restriktiven frem denpolizeilichen Zulassungsregelung nicht selten zur U m gehung ausländerrechtlicher Bestim m ungen. 4.2 Angesichts der schw ierigen Situation im H erkunftsland des Beschw erde- führers ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das R isiko einer nicht fristgerechten W iederausreise allgem ein als hoch einschätzte. Bei der R isikoanalyse sind allerdings nicht nur solch allgem eine U m stände und Erfahrungen, sondern auch säm tliche G esichtspunkte des konkreten Einzelfalles zu berücksichtigen. O bliegt dem G esuchsteller oder der G e- suchstellerin beispielsw eise eine besondere berufliche, gesellschaftliche oder fam iliäre Verantw ortung, so kann dieser U m stand durchaus die Pro- gnose für eine anstandslose W iederausreise begünstigen. U m gekehrt m uss bei G esuchstellern und G esuchstellerinnen, die in ihrer H eim at keine besonderen Verpflichtungen haben, das R isiko, dass sie sich nach einer bew illigten Einreise nicht gem äss den frem denpolizeilichen R egeln verhal- ten, als hoch eingeschätzt w erden. 4.3 Beim Beschw erdeführer handelt es sich um einen 27 Jahre alten, ledigen M ann. Aus den Akten ergibt sich, dass er lange Zeit in einem buddhisti- schen Kloster in Südindien gelebt und die tibetische Sprache und buddhi- stische Philosophie studiert hat. Seit 2004 arbeitet er als R edakteur (edi- tor) beim M ._______ C enter in D elhi/Indien; sein Verdienst beträgt 7'500 R upien pro M onat. G em äss Angaben des Arbeitgebers und des Beschw erdeführers ist letzterer gegenüber dem Zentrum die Verpflichtung eingegangen, dort m indestens fünf Jahre zu arbeiten. Sein Arbeitgeber ist bereit, ihm drei M onate U rlaub zu gew ähren. Seine Fam ilie lebt ebenfalls in Indien. D em Beschw erdeführer obliegen dem nach in Indien keine besonderen fam iliären, beruflichen oder gesellschaftlichen Verpflichtungen, w elche ihn nachhaltig von einer Em igration abhalten könnten. Zu erkennen ist einzig eine m oralischen Verpflichtung gegenüber dem Arbeitgeber, nicht w eniger als fünf Jahre dort zu arbeiten. D iese Verpflichtung w ird allerdings durch die Tatsache in Frage gestellt, dass der Arbeitgeber offenbar ohne w eite- res bereit ist, einen dreim onatigen U rlaub zu gew ähren. Zw ar gehört der Beschw erdeführer aufgrund des gem äss Eingabe vom 4. O ktober 2006 "für indische Verhältnisse" ordentlichen Einkom m ens (R s 7'500/M onat, um gerechnet etw as m ehr als SFR 220.--, Stand 10. M ai 2007) nicht zu derjenigen G ruppe von Einreisew illigen, von der das höchste R isiko der Verletzung frem denrechtlicher Auflagen ausgeht. Trotz-6 dem ist angesichts des grossen W ohlstandsgefälles zw ischen Indien und der Schw eiz sow ie den von Em igrationsw illigen in W esteuropa erhofften Verdienstm öglichkeiten vorliegend das von der Vorinstanz vertretene öffentliche Interesse an der D urchsetzung einer restriktiven Ausländer- politik (Art. 4 AN AG , vgl. BG E 122 II 1 E. 3a S. 6) höher zu gew ichten, als die privaten Interessen des Beschw erdeführers, in der Schw eiz seine Ferien verbringen zu können. 5. Zusam m enfassend ergibt sich, dass die fristgerechte und anstandslose W iederausreise des G esuchstellers als nicht gesichert erscheint. D abei handelt es sich nicht um eine sichere Erkenntnis, sondern um eine Prognose betreffend das zukünftige Verhalten des G esuchstellers im Falle seiner Einreise in die Schw eiz; doch reicht praxisgem äss eine negative Prognose aus, um den Antrag auf Erteilung einer Einreisebew illigung, w or- auf w ie erw ähnt ohnehin kein R echtsanspruch besteht, abzulehnen. Aus diesen D arlegungen folgt, dass die angefochtene Verfügung im Ergebnis rechtm ässig ist (Art. 49 Vw VG ). D ie Beschw erde ist dem zufolge abzu- w eisen. 6. M it Eingabe vom 4. O ktober 2006 stellte der R echtsvertreter nam ens seines M andanten den Antrag, dem Beschw erdeführer die unentgeltliche R echtspflege zu bew illigen. Zudem sei er, der R echtsvertreter, zu dessen unentgeltlichem R echtsbeistand zu ernennen. 6.1 G em äss Art. 65 Abs. 1 Vw VG befreit die Beschw erdeinstanz, ihr Vorsitzen- der oder der Instruktionsrichter nach Einreichung einer Beschw erde eine Partei, die nicht über die erforderlichen M ittel verfügt, auf Antrag von der Bezahlung der Verfahrenskosten, sofern ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint. W enn es zur W ahrung ihrer R echte notw endig ist, w ird der Partei zudem ein Anw alt bestellt (Art. 65 Abs. 2 Vw VG ). 6.1.1 N eben der Bedürftigkeit der beschw erdeführenden Person w ird für die G ew ährung unentgeltlicher R echtspflege vorausgesetzt, dass das Verfah- ren zum Zeitpunkt der Einreichung des G esuches nicht aussichtslos er- scheint. Als aussichtslos sind nach bundesgerichtlicher R echtsprechung Prozessbegehren anzusehen, bei denen die G ew innaussichten beträcht- lich geringer sind als die Verlustgefahren. O b im Einzelfall genügende Er- folgsaussichten bestehen, beurteilt sich nach den Verhältnissen im Zeit- punkt, in w elchem das G esuch um unentgeltliche R echtspflege gestellt w urde (vgl. dazu z.B. BG E 125 II 265 E. 4b S. 275). Betrachtet m an den Einreiseantrag des Beschw erdeführers sow ie die An- gaben in der Beschw erdeschrift, so ergibt eine sum m arische Prüfung, dass der Beschw erdeführer von seinem Alter und den persönlichen U m ständen her zur Kerngruppe Em igrationsw illiger gehört. Elem ente, w elche ihn ein- deutig von dieser G ruppe abheben w ürden, sind keine ersichtlich. Aus die- sem G rund und w egen des grossen Erm essens, das der Vorinstanz im Be- reich der Visum serteilung zukom m t, m üssen die Erfolgsaussichten seines Begehrens zum Zeitpunkt des G esuches um unentgeltliche R echtspflege als im Sinne der bundesgerichtlichen R echtsprechung aussichtslos beur- teilt w erden.7 6.1.2 W as die beantragte R echtsverbeiständung anbelangt, so ist darauf hinzu- w eisen, dass, selbst w enn die Begehren nicht als aussichtslos zu beurtei- len w ären, diesem Antrag nicht stattgegeben w erden könnte. G em äss bun- desgerichtlicher R echtsprechung hat eine bedürftige Person dann An- spruch auf unentgeltliche Verbeiständung, w enn ihre Interessen in schw er- w iegender W eise betroffen sind und der Fall in tatsächlicher und recht- licher H insicht Schw ierigkeiten bietet, die den Beizug eines R echtsver- treters erforderlich m achen (vgl. BG E 130 I 180, E. 2.2. S. 182). D iese Voraussetzungen sind vorliegend nicht erfüllt. D ie Interessen des Beschw erdeführers liegen einzig darin, für einen Ferienaufenthalt in die Schw eiz zu kom m en. W eitere G ründe bringen w eder er noch die G astgeberin vor. D ie Verw eigerung der Einreise kann deshalb keinesfalls als schw erw iegender Eingriff in die R echte des Beschw erdeführers beurteilt w erden. D ies insbesondere, w eil sich die Verw eigerung der Ein- reisebew illigung nur auf das aktuelle G esuch bezieht. D em Beschw erde- führer bleibt es som it unbenom m en, erneut einen Einreiseantrag zu stellen, der bei veränderter Ausgangslage unter U m ständen zum Erfolg führen könnte. Im Ü brigen w eist dieser Fall keine Schw ierigkeiten recht- licher oder tatsächlicher N atur auf. N am entlich sind die fehlenden Sprachkenntnisse kein H indernis. D er Beschw erdeführer hat Kenntnisse der englischen Sprache und könnte sich allenfalls von der G astgeberin helfen lassen, w elche bereits früher im Verfahren m itgew irkt hat. 7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens w ären die Verfahrenskosten dem Be- schw erdeführer aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 Vw VG i.V.m Art. 1 und Art. 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE, SR 173.320.2]). Angesichts der besonderen U m stände erscheint es jedoch ge- rechtfertigt, ihm in Anw endung von Art. 63 Abs. 1 in fine Vw VG in Verbin- dung m it Art. 6 Bst. b VG KE die Verfahrenskosten ausnahm sw eise zu er- lassen. (D ispositiv s. folgende Seite)8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D as G esuch um unentgeltliche R echtspflege w ird abgew iesen. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (eingeschrieben) - der Vorinstanz (eingeschrieben), Akten R ef-N r. ______ retour D ie vorsitzende R ichterin: D ie G erichtsschreiberin: R uth Beutler Barbara H aake Versand am :