Kantonsgericht Schwyz Verfügung vom 21. November 2024 ZK1 2024 17 Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsident Jonas Rüegg, Gerichtsschreiberin Michelle Mettler. In Sachen A.________, Beklagter, Berufungsführer und Anschlussberufungsgegner, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, gegen C.________, Kläger, Berufungsgegner und Anschlussberufungsführer, vertreten durch Rechtsanwalt D.________ und/oder Rechtsanwalt E._______, betreffend Forderung (Berufung und Anschlussberufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts Höfe vom 8. April 2024, ZGO 2022 14);- hat der Kantonsgerichtsvizepräsident,Kantonsgericht Schwyz 2 nachdem sich ergeben und in Erwägung, dass - der Berufungsführer am 8. Mai 2024 Berufung gegen das Urteil des Be- zirksgerichts Höfe vom 8. April 2024, ZGO 2022 14, betreffend Forderung er- hoben hat (KG-act. 1); - der Anschlussberufungsführer am 3. Juni 2024 Anschlussberufung erhoben hat (KG-act. 10); - die Parteien mit Eingaben vom 30. Oktober 2024 das Kantonsgericht darüber informierten, dass sie aussergerichtlich einen Vergleich abgeschlossen haben, und dem Gericht folgende Anträge unterbreiteten (KG-act. 25-27): 1. Das Berufungsverfahren / Anschlussberufungsverfahren ZK1 2024 17 sowie das vorangegangene erstinstanzliche Verfahren vor Bezirksgericht Höfe Nr. ZGO 2022 14 seien zufolge vorbehaltlo- sen Klagerückzugs mit Abstandsfolge aufgrund Vergleichs als ge- genstandslos abzuschreiben. 2. Die erst- und oberinstanzlichen Gerichtskosten seien den Parteien wie folgt aufzuerlegen: a. Der Kläger trägt die erstinstanzlichen Gerichtskosten aus dem Zivilprozess Verfahrens-Nr. ZGO 2022 14, zzgl. Schlichtungskos- ten aus dem Verfahren SFR 2017 51. b. Der Beklagte trägt die Gerichtskosten für seine Berufung vom 8. Mai 2024 im Berufungsverfahren Nr. ZK1 2024 17. c. Der Kläger trägt die Gerichtskosten für seine Anschlussberufung im Verfahren Nr. ZK1 2024 17. d. Die Gerichtsgebühren für Berufung und Anschlussberufung gemäss vorangehenden Bst. b. und c. seien in Berücksichtigung der vergleichsweisen Verfahrenserledigung im frühen Verfah- rensstadium auf höchstens ¼ der üblichen Gebühr zu reduzie- ren. 3. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass der Kläger und der Beklagte gegenseitig sowohl erst- als auch oberinstanzlich auf Parteientschä- digungen verzichten; von der Zusprechung von Parteientschädigun- gen sei daher abzusehen. 4. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass die Kostenreglungen des Kantonsgerichts Schwyz in den rechtskräftig erledigten, inzidenten Berufungsverfahren Nr. ZK1 2018 20 und ZK1 2021 16 von der obigen Kostenregelung unberührt bleiben.Kantonsgericht Schwyz 3 - der Kläger vor diesem Hintergrund gegenüber dem Kantonsgericht den vorbehaltlosen, integralen Rückzug der Klage vom 30. August 2017 und sämt- licher in diesem Zusammenhang gestellten Rechtsbegehren und Anträge, soweit diese noch Gegenstand des Verfahrens sind, alles mit Abstandsfolge, erklärte (KG-act. 26 S. 4); - durch diesen Klagerückzug die Berufung des Beklagten vom 8. Mai 2024 sowie die Anschlussberufung des Klägers vom 3. Juni 2024 hinfällig werden und die Parteien der guten Ordnung halber auch diesbezüglich den vollständi- gen Rückzug der genannten Rechtsmittel erklärten (KG-act. 26 S. 4 und KG-act. 27/1 S. 4 f.); - das Berufungsverfahren somit gestützt auf Art. 241 Abs. 3 ZPO als ge- genstandslos abzuschreiben ist; - gestützt auf die Vereinbarung der Parteien keine Parteientschädigung zu- zusprechen ist und die Gerichtskosten vereinbarungsgemäss zu verlegen sind (KG-act. 26 S. 3 und KG-act. 27/1 S. 3); - die Abschreibung des Verfahrens gestützt auf § 40 Abs. 2 i.V.m. § 41 Abs. 1 JG in die Kompetenz des Vorsitzenden fällt;- verfügt: 1. Das Verfahren wird zufolge vorbehaltlosen Klagerückzugs mit Abstands- folge aufgrund aussergerichtlichen Vergleichs als gegenstandslos abge- schrieben. 2. a) Die Gerichtskosten des erstinstanzlichen Verfahrens von Fr. 5’000.00 zuzüglich der Kosten für das Schlichtungsverfahren von Fr. 400.00 wer- den dem Kläger auferlegt. b) Die reduzierten Gerichtskosten für das Berufungsverfahren werden auf Fr. 2’000.00 festgesetzt und wie folgt verlegt:Kantonsgericht Schwyz 4 Der Beklagte trägt die Gerichtskosten von Fr. 1’500.00 für seine Beru- fung. Die Gerichtskosten werden von seinem geleisteten Kostenvor- schuss in der Höhe von Fr. 8’600.00 bezogen. Der Restbetrag von Fr. 7’100.00 wird dem Beklagten aus der Kantonsgerichtskasse zurück- erstattet. Der Kläger trägt die Gerichtskosten von Fr. 500.00 für seine Anschluss- berufung. Die Gerichtskosten werden von seinem geleisteten Kostenvor- schuss in der Höhe von Fr. 1’500.00 bezogen. Der Restbetrag von Fr. 1’000.00 wird dem Kläger aus der Kantonsgerichtskasse zurückerstat- tet. 3. Für das erstinstanzliche Verfahren und das Berufungsverfahren werden keine Parteientschädigungen gesprochen. 4. Gegen den Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Mass- gabe von Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes Beschwerde in Zivilsa- chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Beschwer- deschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. Der Streitwert beträgt Fr. 100’000.00. 5. Zufertigung an Rechtsanwalt B.________ (2/R), Rechtsanwalt E.________ (2/R) und die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledi- gung an die Vorinstanz (1/R, mit den Akten) und an die Kantonsgerichts- kasse (1/ü, im Dispositiv). Der Kantonsgerichtsvizepräsident Die Gerichtsschreiberin Versand 21. November 2024 amu