Seite 1 http://www.bl.ch/kantonsgericht Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 21. Januar 2016 (470 15 264) ____________________________________________________________________ Strafprozessrecht Nichtanhandnahme des Verfahrens Besetzung Präsident Dieter Eglin, Richter Markus Mattle, Richter Peter Tobler; Gerichtsschreiber i.V. Jonatan Riegler Parteien A._____ Beschwerdeführerin gegen Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Allgemeine Hauptabtei- lung, Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz, Beschwerdegegnerin B.____ Beschuldigter C.____ Beschuldigte D.____ Beschuldigte E.____ Beschuldigter Gegenstand Nichtanhandnahme des Verfahrens Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsan- waltschaft Basel-Landschaft vom 14. Oktober 2015 Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht In Erwägung, dass - A._____ mit Eingabe vom 1. Oktober 2015 Strafanzeige gegen B.____ wegen Kindes- entführung, mit Schreiben vom 2. Oktober 2015 Strafanzeige gegen C.____ wegen Ge- hilfenschaft zur Kindesentführung , mit Eingabe vom 3. Oktober 2015 Strafanzeige g e- gen D.____ wegen Beihilfe zur Kindesentführung und mit Schreiben vom 7. Oktober 2015 Strafanzeige gegen E.____ wegen Anstiftung zur Kindesentführung eingereicht hat; - die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft mit Verfügung vom 14. Oktober 2015 das Ve r- fahren gegen B.____, C.____, D.____ und E.____ nicht anhand genommen und die Kosten des Verfahrens zu Lasten der Staatskasse genommen hat; - A._____ mit Eingabe vom 2. Novem ber 2015, dem Kantonsgericht Basel -Landschaft, Abteilung Strafrecht, überbracht am 3. November 2015, Beschwerde erhoben und bean- tragt hat, es sei die Rechtsmittelfrist wiederherzustellen und das Verfahren an die Staatsanwaltschaft zurückzuweisen; - die Staa tsanwaltschaft Basel -Landschaft mit Stellungnahme vom 21. Dezember 2015 beantragt hat, es sei auf die Beschwerde nicht einzutreten, eventualiter sei die B e- schwerde abzuweisen, unter Kostenfolge zulasten des Staates; - gemäss Art. 396 Abs. 1 StPO die Beschwerde gegen schriftlich oder mündlich eröffnete Entscheide innert zehn Tagen schriftlich und begründet der Beschwerdeinstanz einz u- reichen ist; - die zehntägige Beschwerdefrist eine gesetzliche Frist bildet, welche nicht erstreckt we r- den kann (Art. 89 Abs. 1 StPO); - gemäss Art. 91 Abs. 1 und 2 StPO die Frist für die Einreichung einer Beschwerde an e i- ne Strafbehörde gewahrt ist, wenn die Eingabe spätestens am letzten Tag der Frist z u- gunsten der Strafbehörde der Schweizerischen Post übergeben oder bei der Strafb e- hörde eingereicht worden ist; Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht - in casu die Nichtanhandnahmeverfügung A._____ am 23. Oktober 2015 eröffnet wurde, weshalb die zehntägige Rechtsmittelfrist am 2. November 2015 endete; - folglich die nicht erstreckbare, zehntägige Frist zur Einreichung der Beschwerde bis zum 2. November 2015 durch persönliche Eingabe an das Kantonsgericht Basel -Landschaft, Abteilung Strafrecht, nicht gewahrt wurde, wobei hinsichtlich der Säumnis im Sinne von Art. 93 StPO einzig von Relevanz ist, dass die Verfahrenshandlung nic ht fristgerecht vorgenommen wurde, weshalb der Grund der Säumnis nicht von Belang ist ( CHRISTOF RIEDO, Basler Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 93 N 5); - eine Wiederherstellung der Frist gemäss Art. 94 Abs. 1 StPO lediglich möglich ist, wenn die Frist v ersäumende Partei glaubhaft macht, dass sie an der Säumnis kein Verschu l- den trifft und es ihr unmöglich war, die Frist zu wahren und jedes noch so geringfügige Verschulden ausgeschlossen werden kann; - die Beschwerdeführerin in der eingereichten Beschwerde hingegen lediglich ausführt, dass sie wegen anderweitiger Aufgaben verhindert war, die Beschwerde zu verfassen, was klarerweise keine eindeutige Schuldlosigkeit darstellt und sie auch nicht daran hi n- derte, einen Dritten mit der Fristwahrung zu betrauen; - somit eine Wiederherstellung der Frist ausgeschlossen ist; - demzufolge auf die Beschwerde vom 2. November 2015 nicht einzutreten ist; - bei diesem Verfahrensausgang gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO die Kosten des vorliege n- den Beschwerdeverfahrens in der Höhe von Fr. 300.--, beinhaltend eine Gerichtsgebühr von Fr. 250.-- sowie Auslagen von Fr. 50.--, der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind; Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht wird erkannt: ://: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 300.--, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von Fr. 250.-- sowie Auslagen von Fr. 50.--, werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Präsident Dieter Eglin Gerichtsschreiber i.V. Jonatan Riegler