<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00212</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203904&amp;W10_KEY=4467143&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00212</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.09.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Einordnung eines Plakatwerbeträgers<br/>Ermessen der Gemeinde bei der Beurteilung der Einordnung (§ 238 PBG; E. 2a); Massgeblichkeit der objektiven Betrachtungsweise (E. 2b). Unbefriedigende Einordnung im zu beurteilenden Fall (E. 4a); keine rechtsungleiche Behandlung (E. 4b).<br/>Abweisung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃSTHETIKVORSCHRIFT">ÃSTHETIKVORSCHRIFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINORDNUNG">EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: GESTALTUNG UND EINORDNUNG">GESTALTUNG UND EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLAKATWERBESTELLE">PLAKATWERBESTELLE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REKLAMEANLAGE">REKLAMEANLAGE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 238 Abs. I PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Mit Beschluss vom 7. Oktober 2002 verweigerte der Gemeinderat X der Firma E die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r die Erstellung von zwei frei stehenden PlakatwerbetrÃ¤gern im Format B12 (284 cm x 130 cm), einseitig unbeleuchtet mit wechselnder Fremdwerbung, auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 an der L-Strasse in X. Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrte die Gemeinde X einerseits eine Verletzung der Einordnungsvorschriften gemÃ¤ss § 238 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) und andererseits eine erhebliche BeeintrÃ¤chtigung der Verkehrssicherheit an.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Gegen diesen Beschluss liess die Firma E am 14. November 2002 Rekurs an die Baurekurskommission II erheben und beantragen, es sei der angefochtene Beschluss aufzuheben und es sei ihr die nachgesuchte Bewilligung zu erteilen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Gemeinde X.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Baurekurskommission II fÃ¼hrte am 11. MÃ¤rz 2003 einen Augenschein durch. Am 6. Mai 2003 wies sie den Rekurs mit der BegrÃ¼ndung ab, dass die vorgesehenen Plakatwerbestellen den Anforderungen an eine rechtsgenÃ¼gende Einordnung im Sinne von § 238 Abs. 1 PBG nicht gerecht wÃ¼rden. Damit erÃ¼brige sich die KlÃ¤rung der Frage, ob sich die Plakatwerbestelle im Hinblick auf die Verkehrssicherheit als bewilligungsfÃ¤hig erweisen wÃ¼rde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Mit Beschwerde vom 10. Juni 2003 gelangte die Firma E rechtzeitig an das Verwaltungsgericht und stellte die folgenden AntrÃ¤ge:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">"1. Der Entscheid der Baurekurskommission II des Kantons ZÃ¼rich vom 6. Mai 2003 (Nr. 0078/2003) sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, die ersuchte Baubewilligung bezÃ¼glich der beiden PlakatwerbetrÃ¤ger zu erteilen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. Eventualiter sei die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen fÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren zulasten der Rekurs- und Beschwerdegegnerin."</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit Beschwerdeantwort vom 18. August 2003 beantragte der Gemeinderat X Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des BeschwerdefÃ¼hrers. Die Baurekurskommission II beantragte am 1. Juli 2003 ohne weitere Bemerkungen ebenfalls Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Auf die Vorbringen der Parteien sowie die ErwÃ¤gungen der Vorinstanz wird â soweit fÃ¼r die Entscheidungsfindung erforderlich â in den nachfolgenden ErwÃ¤gungen Bezug genommen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Im Streit steht die Frage der Einordnung der geplanten PlakatwerbetrÃ¤ger im Sinne von § 238 Abs. 1 PBG. Der Gemeinderat X ist in dieser Frage entsprechend § 21 lit. b des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Beschwerde legitimiert (RB 1979 Nr. 10; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2.A., ZÃ¼rich 1999, § 21 N. 67, mit Hinweisen).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. Nach § 238 Abs. 1 PBG sind Bauten, Anlagen und Umschwung fÃ¼r sich und in ihrem Zusammenhang mit der baulichen und landschaftlichen Umgebung im Ganzen und in ihren einzelnen Teilen so zu gestalten, dass eine befriedigende Gesamtwirkung erreicht wird.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Bei der Anwendung der Ãsthetikvorschriften von § 238 PBG steht der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde ein besonderer Ermessensspielraum zu. LÃ¤sst sich der Entscheid der kommunalen BewilligungsbehÃ¶rde auf vernÃ¼nftige GrÃ¼nde stÃ¼tzen, schreitet die Rechtsmittelinstanz auch dann nicht ein, wenn andere, ebenfalls vertretbare LÃ¶sungen, denkbar sind. Sie setzt in solchen FÃ¤llen ihr Ermessen nicht an die Stelle desjenigen der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde (RB 1991 Nr. 2, 1981 Nr. 20; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 20 N. 19). Dagegen hat die Rechtsmittelinstanz dann einzugreifen, wenn die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde ihr Ermessen missbraucht, Ã¼berschritten oder sonstwie rechtsverletzend gehandhabt hat.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Die Baurekurskommission II hat in ihrem Entscheid die zu § 238 Abs. 1 PBG entwickelten GrundsÃ¤tze hinsichtlich der konkreten Einordnung zutreffend dargelegt. Auf diese AusfÃ¼hrungen ist zu verweisen (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der AbwÃ¤gung, ob eine geplante Reklameanlage im Sinne von § 238 PBG so ge­staltet ist, dass eine befriedigende Gesamtwirkung erreicht wird, ist eine objektive Betrachtungsweise zugrunde zu legen (VGr, 18. Juni 1997, BEZ 1997 Nr. 23 E. 4b/aa, auch zum Folgenden). Dabei sind mit RÃ¼cksicht auf die Eigentumsgarantie die sich gegenÃ¼ber­stehenden Ã¶ffentlichen und privaten Interessen gegeneinander abzuwÃ¤gen. Auch wenn den kommunalen BehÃ¶rden bei der Anwendung von § 238 PBG ein besonderer Ermessensspielraum zusteht, hat der Ermessensentscheid nicht nach subjektivem Empfinden, sondern nach objektivierbaren MassstÃ¤ben und mit nachvollziehbarer BegrÃ¼ndung zu erfolgen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3.a) Die Vorinstanz machte zusammengefasst geltend, die Plakatwerbestellen wÃ¼rden in gestalterischer Hinsicht keinerlei RÃ¼cksicht auf ihr Umfeld nehmen und mangels eines Hintergrundes eine das GrundstÃ¼ck prÃ¤gende Dominanz erlangen. ZusÃ¤tzlich wÃ¼rde das prÃ¤chtige Panorama verdeckt. Dass das BaugrundstÃ¼ck dabei als Lastwagenparkplatz genutzt werde und darauf auch Schiffscontainer abgestellt wÃ¼rden, fÃ¼hre nicht zu einer besseren Einordnung der Plakatwerbestellen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Zur BegrÃ¼ndung ihres Rechtsmittels an das Verwaltungsgericht fÃ¼hrt die BeschwerdefÃ¼hrerin im Wesentlichen aus, die Behauptung, das Panorama werde durch die PlakatwerbetrÃ¤ger verdeckt, decke sich weder mit der Aktenlage noch mit den tatsÃ¤chlichen Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnissen. Dadurch, dass das GrundstÃ¼ck hinter den geplanten WerbetrÃ¤gern als Lastwagenparkplatz und als Lagerplatz fÃ¼r Schiffscontainer genutzt werde, kÃ¶nne nicht von einem unÃ¼berbauten GrundstÃ¼ck, welches freie Sicht gewÃ¤hre, ausgegangen werden, zumal dieser Platz stÃ¤ndig belegt sei. Die beantragten Plakatstellen wÃ¼rden hÃ¶henmÃ¤ssig weder einen Schiffscontainer, einen Lastwagen, die den Lastwagenparkplatz begrenzende GrÃ¼nzone noch die im Bau begriffene Lagerhalle Ã¼berragen. Damit seien sie von vornherein nicht geeignet, die freie Sicht auf das angebliche prÃ¤chtige Panorama zu beeintrÃ¤chtigen. Somit habe die Vorinstanz den Sachverhalt im Sinne von § 51 VRG unrichtig festgestellt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der Standort der geplanten Plakatstellen befinde sich in einer reinen Gewerbezone und die gesamte Umgebung weise einen ausgeprÃ¤gten Gewerbecharakter auf. Abgerundet werde dieses Bild durch die L-Strasse selber mit ihrem ausserordentlich hohen Verkehrsaufkommen von tÃ¤glich Ã¼ber 16'000 Motorfahrzeugen, wobei der Lastwagenanteil 8,2 % betrage. Die vom Gewerbecharakter geprÃ¤gte Umgebung mit Tankstelle, Occasionshandel sowie Lastwagenparkplatz mÃ¼sse gestalterisch zweifelsohne als anspruchslos bezeichnet werden. Gleiches sei vom StrassenkÃ¶rper zu behaupten, welcher das Umgebungsbild insbesondere aufgrund des ausserordentlich hohen Verkehrsaufkommens entscheidend prÃ¤ge. Je uneinheitlicher und unausgeglichener das sich dem Betrachter bietende Bild jedoch sei, desto minder seien die Anforderungen an die Einordnung. So sei namentlich in einer reinen Gewerbezone ein weniger strenger Massstab anzusetzen. Mit der Abweisung des Rekurses habe die Vorinstanz das ihr zustehende Ermessen Ã¼berschritten bzw. dieses in unvertretbarer und willkÃ¼rlicher Weise angewandt. Die willkÃ¼rliche ErmessensausÃ¼bung werde erst recht offenbar, wenn man die Bewilligungspraxis des Beschwerdegegners in anderen FÃ¤llen berÃ¼cksichtige. So habe der Gemeinderat X â wie aktenkundig â eingangs Dorf (von Y her kommend) mitten in einer unÃ¼berbauten Wiese und damit an einem weitaus heikleren Standort einen WerbetrÃ¤ger in derselben GrÃ¶sse bewilligt. Wenn die Vorinstanz unbesehen darÃ¼ber hinweggehe, missachte sie das Verbot der rechtsungleichen Behandlung.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Nachdem die Vorinstanz die Frage, ob sich die PlakatwerbetrÃ¤ger im Hinblick auf die Verkehrssicherheit als bewilligungsfÃ¤hig erweisen wÃ¼rden, offen gelassen habe, mÃ¼sse davon ausgegangen werden, dass diesbezÃ¼glich keine Bedenken vorliegen wÃ¼rden. Wie eventualiter beantragt, wÃ¤re allenfalls eine RÃ¼ckweisung zwecks AbklÃ¤rung dieser Frage vorzunehmen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) In seiner Beschwerdeantwort fÃ¼hrt der Gemeinderat X aus, der Vorwurf der BeschwerdefÃ¼hrerin betreffend unrichtige Feststellung des Sachverhaltes sei unverstÃ¤ndlich und auch nicht nachvollziehbar. Die Vorinstanz habe zu Recht von einem prÃ¤chtigen Panorama gesprochen, denn die Gesamtansicht â unÃ¼berbaute Natur, GrÃ¼nhecken, BÃ¤ume und dahinter die saftigen Wiesen, HÃ¼gel (MorÃ¤nen) und letztlich die Voralpen â wÃ¼rde durch die beiden standortfremden und massig wirkenden Plakatwerbetafeln in erheblichem Masse beeintrÃ¤chtigt, womit auch das Fehlen einer befriedigenden Gesamtwirkung zweifellos belegt und fÃ¼r jedermann nachvollziehbar sei.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Richtig sei, dass sich der unmittelbare Standort der PlakatwerbetrÃ¤ger in einer Gewerbezone befinde. Allerdings seien die angrenzenden Gebiete der Wohn- und Gewerbezone zugeteilt, wo ein Wohnanteil von mindestens 40 % vorgeschrieben sei. So gesehen schiesse die Behauptung der BeschwerdefÃ¼hrerin, die gesamte Umgebung weise einen ausgeprÃ¤gten Gewerbecharakter auf, Ã¼ber das Ziel hinaus, zumal in der unmittelbaren Umgebung nicht nur Gewerbebetriebe, sondern auch Bauten mit einem erheblichen Anteil von Wohnnutzung stehen wÃ¼rden. Unbestritten sei auch, dass die L-Strasse ein sehr hohes Verkehrsaufkommen habe, was nicht der BaubewilligungsbehÃ¶rde angelastet werden kÃ¶nne, sondern im Zusammenhang mit der BeeintrÃ¤chtigung der Verkehrssicherheit geprÃ¼ft werden mÃ¼sse. Wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin eine Dominanz der PlakattrÃ¤ger in Abrede stelle, verkenne sie die Tatsache, dass die WerbeflÃ¤che alle Ã¼brigen ersichtlichen ReklameflÃ¤chen Ã¼bertreffe und im Vergleich zu den bereits bestehenden unscheinbaren Firmen­reklamen keinen Bezug zur Umgebung herstelle. Wegen ihrer Einzigartigkeit, GrÃ¶sse und ihrer exponierten Lage wÃ¼rde sie die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und als FremdkÃ¶rper auffallen. Die empfindliche bauliche und landschaftliche Situation wÃ¼rde somit wesentlich gestÃ¶rt und ergÃ¤be keine befriedigende Gesamtwirkung. Weder die Baubewilligungs­behÃ¶rde noch die Vorinstanz habe sich rechtsverletzende Ermessensfehler vorwerfen zu lassen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Was die Verkehrssicherheit betreffe, so werde dieser Aspekt von der BeschwerdefÃ¼hrerin sehr geringschÃ¤tzig behandelt. Die Vorinstanz habe sich nur deswegen nicht dazu geÃ¤ussert, weil die mangelnde Einordnung von ihr klar bejaht worden sei, was zur Abweisung des Rekurses gefÃ¼hrt habe. Entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin sei belegt, dass die beabsichtigten PlakatwerbetrÃ¤ger â wie in der Vernehmlassungsschrift vom 31. Januar 2003 an die Vorinstanz dargelegt â aus GrÃ¼nden der Verkehrssicherheit als unzulÃ¤ssig zu beurteilen seien.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4.a) Der geplante Standort der Plakatstellen an der L-Strasse in X liegt in der Gewerbezone vor einem Parkplatz, auf dem Lastwagen und Schiffscontainer abgestellt sind. Auf der gegenÃ¼ber liegenden Strassenseite befindet sich ein Verkaufsplatz fÃ¼r Occasions­autos. Die nÃ¤chste und nÃ¤here Umgebung der vorgesehenen PlakatwerbetrÃ¤ger kann somit nicht als sehr ansprechend bezeichnet werden. Wenn die Vorinstanz in diesem Zusammenhang ausfÃ¼hrt, die Plakatwerbestellen wÃ¼rden in gestalterischer Hinsicht auf ihr Umfeld keinerlei RÃ¼cksicht nehmen, dann ist diese Feststellung insofern zu pauschal, als davon die nÃ¤chste und nÃ¤here Umgebung ausgeschlossen ist. Der Baurekurskommission II und auch dem Gemeinderat X ist zuzustimmen, wenn diese ausfÃ¼hren, mangels eines Hintergrundes wÃ¼rden die Plakatstellen eine das GrundstÃ¼ck prÃ¤gende Dominanz erlangen, und zusÃ¤tzlich werde die prÃ¤chtige Aussicht verdeckt. Aus den bei den Akten liegenden Fotografien ist ersichtlich, dass das unbestrittenermassen schÃ¶ne Panorama durch die Plakatstellen massiv gestÃ¶rt wÃ¼rde. Auch der Feststellung der Vorinstanz, dass die Plakat­stellen von je 3,7 m² GrÃ¶sse am geplanten Standort sehr dominant in Erscheinung treten wÃ¼rden, kann zugestimmt werden. Ob sie hÃ¶henmÃ¤ssig die Lastwagen und Container nicht Ã¼berragen wÃ¼rden, spielt an sich keine Rolle, da sie sich absolut nicht befriedigend in die Umgebung einordnen. Bei dieser Betrachtungsweise ist auch nicht relevant, ob sich der vorgesehene Standort in der Gewerbezone befindet. Dass die L-Strasse mit ihrem hohen Verkehrsaufkommen das nÃ¤here Umgebungsbild nicht positiv zu beeinflussen mag, ist Tatsache; Ã¤ndert aber nichts daran, dass die Einordnung der PlakatwerbetrÃ¤ger eben nicht befriedigend ist.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Das Ergebnis der von der Vorinstanz vorgenommenen EinordnungsprÃ¼fung gemÃ¤ss § 238 Abs. 1 PBG ist demnach nachvollziehbar und vertretbar. Der Beschwerdegegner hat seinen Ermessensspielraum weder Ã¼berschritten noch missbraucht.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt eine rechtsungleiche Behandlung, weil der Beschwerdegegner mitten in einer unÃ¼berbauten Wiese eine gleichartige Plakatwerbestelle bewilligt habe. Dieser Einwand ist unbehelflich. Entscheidend ist stets die konkrete Einordnungssituation. Das Plakat auf der besagten Wiese eingangs Dorf stammt vom Komitee "Pro D" und stellt eine Eigenwerbung des Beschwerdegegners dar, indem fÃ¼r einen Tunnel als Entlastung der Gemeinde X vom Durchgangsverkehr geworben wird. Aus dieser Eigenwerbung der Gemeinde X kann die BeschwerdefÃ¼hrerin keine Rechte zu ihren Gunsten ableiten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Ist die Bewilligung schon aufgrund ungenÃ¼gender Einordnung zu verweigern, muss die Frage der Verkehrssicherheit mangels Rechtsschutzinteresses nicht mehr geprÃ¼ft werden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Damit erweist sich die Beschwerde als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. AusgangsgemÃ¤ss wird die unterliegende BeschwerdefÃ¼hrerin kostenpflichtig (§ 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 70 VRG) und bleibt ihr eine ParteientschÃ¤digung versagt (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><a id="Text12"></a>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="MsoNormal">5. â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>