Kantonsgericht Schwyz Beschluss vom 22. Oktober 2018 ZK2 2018 18 Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsident Dr. Reto Heizmann, Kantonsrichterinnen Dr. Veronika Bürgler Trutmann und Bettina Krienbühl, Gerichtsschreiberin lic. iur. Gabriela Thurnherr. In Sachen A.________, Gesuchsgegner und Berufungsführer, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, gegen StWEG C.________, Gesuchstellerin und Berufungsgegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt D.________, betreffend provisorische Eintragung von Pfandrechten (Berufung gegen den Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Gersau vom 22. Januar 2018, ZES 2017 28);- hat die 2. Zivilkammer,Kantonsgericht Schwyz 2 nachdem sich ergeben und in Erwägung: 1. Die Stockwerkeigentümergemeinschaft „C.________“ (nachfolgend Ge- suchstellerin) besteht auf zwei Grundstücken (Nr. zz und Nr. yy, GB Gersau). Auf dem Grundstück Nr. zz wurde ein Gebäude erstellt. A.________ (nachfol- gend Gesuchsgegner) ist Eigentümer der Stockwerkeinheit Nr. xx (Vi-act. KB 2 und 3). a) Am 16. November 2017 reichte die Gesuchstellerin beim Bezirksgericht Gersau ein Gesuch um vorläufige Eintragung eines Pfandrechts ein, mit fol- genden Anträgen (Vi-act. 1): 1. Das Grundbuchamt Gersau sei anzuweisen, zu Lasten des Grund- stücks Nr. xx (Stammgrundstück Nr. zz, Gebäude Nr. ww), Ge- meinde Gersau, und zu Gunsten der Gesuchstellerin folgende Pfandrechte vorläufig als Vormerkung einzutragen: 1.1. Auf Grundstück Nr. xx (Stammgrundstück Nr. zz, Gebäude Nr. ww), Grundbuch Gersau, für die Pfandsumme von CHF 47‘431.97 nebst Zins zu 5 % seit 31. August 2016; 1.2. Auf Grundstück Nr. xx (Stammgrundstück Nr. zz, Gebäude Nr. ww), Gemeinde Gersau, für die Pfandsumme von CHF 3‘634.59 nebst Zins zu 5 % seit 31. Dezember 2016; 2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Ge- suchsgegners. Mit Gesuchsantwort vom 20. Dezember 2017 beantragte der Gesuchsgegner die vollumfängliche Abweisung des Gesuchs unter Kosten- und Entschädi- gungsfolgen zu Lasten der Gesuchstellerin (Vi-act. 4). Am 22. Januar 2018 verfügte der Einzelrichter am Bezirksgericht Gersau Fol- gendes (Vi-act. 6): 1. Das Grundbuchamt Gersau wird angewiesen, zu Lasten des Grundstücks Nr. xx (Stammgrundstück Nr. zz, Gebäude Nr. ww), Bezirk Gersau, und zu Gunsten der Gesuchstellerin folgendes Kantonsgericht Schwyz 3 Pfandrecht vorläufig als Vormerkung einzutragen: Auf Grundstück Nr. xx (Stammgrundstück Nr. zz, Gebäude Nr. ww), Grundbuch Gersau, für die Pfandsumme von CHF 29‘586.15 nebst 5 % Zins seit 31. Dezember 2016. 2. Die Gerichtskosten von CHF 4‘000.00 werden zu ¾ dem Ge- suchsgegner auferlegt und zu ¼ der Gesuchstellerin. Der Ge- suchsgegner hat der Gerichtskasse CHF 3‘000.00 zu bezahlen. Der Gesuchstellerin werden CHF 1‘000.00 Gerichtskosten aufer- legt. Diese werden mit dem Kostenvorschuss von CHF 1‘000.00 verrechnet. 3. Der Gesuchsgegner hat der Gesuchstellerin eine reduzierte Par- teientschädigung von CHF 2‘400.00 (inkl. Auslagen und MWST) zu bezahlen. 4. (Rechtsmittel) 5. (Zustellung) b) Dagegen erhob der Gesuchsgegner am 5. Februar 2018 Berufung mit folgenden Anträgen (KG-act. 1): 1. Der Entscheid des Bezirksgerichts Gersau vom 22. Januar 2018 (Prozess ZES 2017-28) sei aufzuheben und das Gesuch der Beru- fungsbeklagten vom 16. November 2017 sei vollumfänglich abzu- weisen. Eventualiter Die Streitsache sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück- zuweisen. Subeventualiter Der Berufungsbeklagten sei eine Frist von drei Monaten ab Rechtskraft des Berufungsurteils anzusetzen, um die Klage auf de- finitive Eintragung des Pfandrechts einzureichen, ansonsten die Vormerkung dahinfällt. 2. Die Berufungsbeklagte habe die vorinstanzlichen Gerichtskosten von CHF 4‘000.0 vollumfänglich zu bezahlen. 3. Die Berufungsbeklagte habe dem Berufungskläger für das vor- instanzliche Verfahren eine Parteientschädigung von CHF 4‘800.00 zu bezahlen. 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beru- fungsbeklagten.Kantonsgericht Schwyz 4 Mit Berufungsantwort vom 19. Februar 2018 beantragt die Gesuchstellerin die vollumfängliche Abweisung der Berufung, soweit darauf einzutreten sei, und die Bestätigung des angefochtenen Entscheids, unter Kosten- und Entschädi- gungsfolgen zu Lasten des Gesuchsgegners (KG-act. 7). Mit Eingabe vom 17. April 2018 reichte die Gesuchstellerin weitere Unterlagen ein (KG-act. 9). Am 6. September 2018 reichte die Gesuchstellerin eine Editionseingabe ein (KG-act. 15), welche sie am 10. September 2018 ergänzte (KG-act. 17). Der Gesuchsgegner nahm zur Editionseingabe am 12. September 2018 (KG- act. 19) und zur Ergänzung am 14. September 2018 (KG-act. 21) Stellung. 2. Die Stockwerkeigentümer haben an die Lasten des gemeinschaftlichen Eigentums und an die Kosten der gemeinschaftlichen Verwaltung Beiträge zu leisten (Art. 712h Abs. 1 ZGB). Die Gemeinschaft hat für die auf die letzten drei Jahre entfallenden Beitragsforderungen Anspruch gegenüber dem jewei- ligen Stockwerkeigentümer auf Errichtung eines Pfandrechtes an dessen An- teil (Art. 712i Abs. 1 ZGB). Das Pfandrecht kann demnach für unbezahlte For- derungen im Sinne von Art. 712h Abs. 1 ZGB zugunsten der Stockwerkei- gentümergemeinschaft und zu Lasten des Stockwerkanteils des säumigen Eigentümers erstellt werden. Der Anspruch auf Errichtung des Pfandrechts, und damit auch die Beitragsforderung, müssen lediglich glaubhaft gemacht werden (Art. 961 Abs. 3 i.V.m. Art. 712i Abs. 3 ZGB). Glaubhaftmachen ist weniger als beweisen, aber mehr als behaupten. Eine Tatsachenbehauptung ist glaubhaft, wenn für deren Vorhandensein eine gewisse Wahrscheinlichkeit spricht, auch wenn das Gericht noch mit der Möglichkeit rechnet, dass sie sich nicht verwirklicht haben könnte (Lardelli, in: Basler Kommentar zum ZGB, 5. A., Basel 2014, N 20 zu Art. 8 ZGB). An die Glaubhaftmachung sind keine strengen Anforderungen zu stellen. Die vorläufige Eintragung soll nur verweigert werden, wenn der Bestand des geltend gemachten dinglichen Kantonsgericht Schwyz 5 Rechts ausgeschlossen erscheint oder höchst unwahrscheinlich ist. Im Zweifelsfall, bei unklarer oder unsicherer Rechtslage, ist die vorläufige Eintragung zu bewilligen und die Entscheidung dem ordentlichen Richter zu überlassen (Jürg Schmid, in: Basler Kommentar zum ZGB, 5. A., Basel 2015, N 16 zu Art. 961 ZGB). a) Die Vorinstanz erwog, aus dem Grundbucheintrag und dem Reglement der Stockwerkeigentümer ergebe sich die Eigentümerstellung des Gesuchs- gegners im Umfang der darin eingetragenen Wertquoten. Ebenso werde in den Protokollen der Stockwerkeigentümergemeinschaft eine Wertquote des Gesuchsgegners von 90/1000 festgehalten. Aus diesem Grund sei von einer Wertquote von 90/1000 auszugehen, welche dem Gesuchsgegner anzurech- nen sei (angefochtene Verfügung, E. 6). Für die pfandgesicherten Forderun- gen sei von der saldierten Zahlungsliste per 5. Mai 2017 auszugehen. Dabei sei von einer Wertquote des Gesuchsgegners von 90/492 ausgegangen wor- den (angefochtene Verfügung, E. 7). Die dem Gesuchsgegner anzurechnende Wertquote betrage 90/1000, sofern es die allgemeine Beitragspflicht betreffe. § 12 des Reglements der Stockwerkeigentümergemeinschaft sei so auszule- gen, dass verbrauchsabhängige Nebenkosten individuell abgerechnet würden (Anrechnung des vollen Betrages), hingegen Kosten und Lasten des gemein- schaftlichen Eigentums gemäss Wertquoten. Die Wertquote des Gesuchs- gegners betrage gemäss Reglement und Eintrag im Grundbuch 90/1000. Die verbrauchsabhängigen Nebenkosten würden vollumfänglich zu Lasten des Gesuchsgegners gehen. Damit ergäben sich die folgenden Beitragsforderun- gen (Tabelle gemäss angefochtener Verfügung, E. 7): Beschluss 7 20‘000.00 (WQ) 1‘800.00 Jahresabrechnung 2014 5‘147.67 Beschluss 10a 21‘500.00 (WQ) 1‘935.00 Beschluss 10b 39‘654.15 (WQ) 3‘568.90Kantonsgericht Schwyz 6 Beschluss 12 150‘000.00 (WQ) 13‘500.00 Jahresabrechnung 2015 1‘084.59 Wirtschaftsplan 2016 13‘940.00 2‘550.00 Total Zahlungs- ausstand 29‘586.16 Die Ausgaben gemäss Beschluss 7, 10a, 10b und 12 und die Jahresrechnung 2014 seien an der ausserordentlichen Stockwerkeigentümerversammlung vom 4. Juli 2016 beschlossen worden. Die Jahresrechnung 2015 sei an der ordentlichen Stockwerkeigentümerversammlung vom 14. März 2016 verab- schiedet worden. Die Heiz- und Nebenkosten gemäss Jahresabrechnung 2015 würden für den Gesuchsgegner Fr. 1‘084.59 betragen. An derselben Stockwerkeigentümerversammlung seien der Wirtschaftsplan 2016 und das Budget 2016 mit Kosten für den Gesuchsgegner von Fr. 3‘634.59 verabschie- det worden (angefochtene Verfügung, E. 7). Die Zahlungsaufforderungen sei- en nicht ins Recht gelegt worden. Ausgehend von der saldierten Zahlungsliste sei von einem Fälligkeitsdatum der Forderung per 31. Dezember 2016 auszu- gehen (angefochtene Verfügung, E. 8). b) Der Gesuchsgegner macht zunächst geltend, glaubhaft gemacht sei ein Forderungsbetrag erst, wenn ein entsprechender Beschluss vorliege. Die sal- dierte Zahlungsliste per 5. Mai 2017 sei nie Teil eines Beschlusses gewesen und vermöge deshalb keinen Forderungsbetrag glaubhaft zu machen. Die Zahlungsliste sei vom Verwalter nachträglich für interne Zwecke der Stock- werkeigentümergemeinschaft erstellt worden. Die darin enthaltenen Beträge seien von der Gesuchstellerin nicht mittels Beschlüssen oder anderen Doku- menten glaubhaft gemacht worden. Die Vorinstanz habe sich nicht alleine auf die Zahlungsliste stützen dürfen (KG-act. 1, S. 7). Die Vorinstanz erachtete die Zahlungsliste per 5. Mai 2017 lediglich als Aus- gangspunkt für die Prüfung der Forderungen und verwies hernach für die ein-Kantonsgericht Schwyz 7 zelnen Forderungen auf die entsprechenden Beschlüsse der Stockwerkei- gentümergemeinschaft bzw. auf die Jahresabrechnungen 2014/2015 und den Wirtschaftsplan 2016 (angefochtene Verfügung, E. 7). Die Glaubhaftigkeit der Forderungen wurde demnach nicht einzig anhand der Zahlungsliste beurteilt. Dem Gesuchsgegner ist insofern zuzustimmen, als die undatierte saldierte Zahlungsliste per 5. Mai 2017 (Vi-act. KB 6) nach den im Recht liegenden Pro- tokollen der Stockwerkeigentümergemeinschaft vom 4. Juli 2016 (Vi- act. KB 5), vom 15. September 2014 (Vi-act. KB 7) und vom 14. März 2016 (Vi-act. KB 9) entstanden sein muss. Die Zahlungsliste soll aber lediglich als Zusammenfassung der ausstehenden Forderungen dienen (Vi-act. 1, S. 7). Um eine ausstehende Beitragsforderung glaubhaft zu machen, muss diese nicht zwingend durch einen Beschluss der Stockwerkeigentümergemeinschaft ausgewiesen werden. Auch andere Beweismittel sind hierfür genügend, so- lange das Gericht zum Schluss kommt, dass dadurch die Richtigkeit der Sachbehauptung glaubhaft erscheint. Die Vorinstanz verwies in diesem Zu- sammenhang auf den Beschluss des Kantonsgerichts Schwyz vom 8. Juni 2017 im Verfahren BEK 2017 97 betreffend Arrest und folgerte, dass ein Be- schluss der Stockwerkeigentümer, welcher auf dem Reglement beruhe, für die Anordnung eines provisorischen Pfandrechts im Sinne von Art. 712i Abs. 1 ZGB genüge (angefochtene Verfügung, E. 5). Das Kantonsgericht erachtete im erwähnten Entscheid die Arrestforderung als glaubhaft, weil die Stockwerk- eigentümergemeinschaft belegte, dass die von der Gemeinschaft bereitzustel- lende Gesamtforderung an einer ausserordentlichen Versammlung beschlos- sen wurde, dieser Beschluss unangefochten blieb und dem säumigen Stock- werkeigentümer ein reglementskonformer Anteil in Rechnung gestellt wurde (Beschluss des Kantonsgerichts Schwyz vom 8. Juni 2017, BEK 2017 97, S. 4). Sowohl die Vorinstanz als auch das Kantonsgericht hielten demnach eine Anteilsforderung gegenüber einem Stockwerkeigentümer als glaubhaft gemacht, wenn die Gesamtforderung durch einen Beschluss der Stockwerkei- gentümergemeinschaft nachgewiesen und der dem säumigen Stockwerkei- gentümer auferlegte Anteil reglementskonform ist. Dass die Anteilsforderung Kantonsgericht Schwyz 8 selbst in einem Beschluss der Stockwerkeigentümergemeinschaft festzuhalten wäre, wurde indessen nicht als notwendig bezeichnet. Nachfolgend ist unter Berücksichtigung der Einwendungen des Gesuchsgeg- ners zu prüfen, ob die Vorinstanz zu Recht zum Schluss kam, dass die Beila- gen des Gesuchs in Verbindung mit der Zahlungsliste zur Glaubhaftmachung der einzelnen Forderungen genügten. c) Betreffend die Position „Jahresrechnung 2014“ über Fr. 5‘147.67 macht der Gesuchsgegner geltend, seine Zahlungspflicht sei im Beschluss Ziff. 9 des Protokolls der Stockwerkeigentümerversammlung vom 4. Juli 2016 nicht kon- kret festgelegt und seine Beitragsforderung nicht beziffert worden. Zudem sei die genehmigte Jahresabrechnung 2014 im vorinstanzlichen Verfahren nicht aufgelegt worden, sodass der behauptete Gesamtbetrag nicht glaubhaft ge- macht worden sei. Der alleinige Verweis auf die Zahlungsliste genüge nicht. Ausserdem müssten die Gesamtkosten der Jahresrechnung 2014 nach den im Grundbuch eingetragenen Wertquoten oder nach einem speziellen Verteil- schlüssel verteilt werden. Es sei nicht nachvollziehbar, warum die Vorinstanz davon abgewichen sei (KG-act. 1, S. 8). Beim geltend gemachten Betrag handelt es sich um den Heiz- und Nebenkos- tenanteil des Gesuchsgegners für das Jahr 2014. Die Gesuchstellerin verwies hierfür erstinstanzlich auf das Protokoll der ausserordentlichen Stockwerkei- gentümerversammlung vom 4. Juli 2016 (Vi-act. KB 5) und die saldierte Zah- lungsliste per 5. Mai 2017 (Vi-act. KB 6; Vi-act. 1, S. 5). Dem Protokoll vom 4. Juli 2016 ist in Ziff. 9 zu entnehmen, dass die Jahresabrechnung 2014 mit den in Ziff. 7 und 8 vorstehend beschlossenen Änderungen mit Mehrheitsbe- schluss genehmigt wurde. Der genehmigte Gesamtbetrag der Heiz- und Ne- benkosten oder der Anteil des Gesuchsgegners sind nicht beziffert. Im Titel zu Ziff. 9 des Protokolls ist festgehalten, dass die Jahresabrechnung 2014, wel- che von der E.________ AG am 9. Januar 2015 erstellt worden sei, allen Kantonsgericht Schwyz 9 Stockwerkeigentümern postalisch versandt worden sei. Gemäss Ziff. 1 des Protokolls bestätigten alle Stockwerkeigentümer, sämtliche Unterlagen per E- Mail erhalten zu haben. Am Schluss des Protokolls werden schliesslich „Voll- machten + Zahlungsliste“ als Anlagen vermerkt (Vi-act. KB 5). Es ist somit glaubhaft, dass die Stockwerkeigentümer vorgängig der ausserordentlichen Stockwerkeigentümerversammlung vom 4. Juli 2016 Kenntnis von der Jahres- rechnung 2014 sowie einer Zahlungsliste mit den jeweiligen Beiträgen der einzelnen Stockwerkeigentümer hatten. Beide Dokumente wurden jedoch vor- instanzlich nicht eingereicht. Die Gesuchstellerin behauptete zwar, dass der Gesuchsgegner die Herausgabe der Jahresabrechnung 2014 grundlos ver- weigere (Vi-act. 1, S. 5). Nachdem sämtliche Stockwerkeigentümer diese vor- gängig der Versammlung vom 4. Juli 2016 erhalten haben sollen, ist aber nicht ersichtlich, weshalb keine Kopie eingereicht werden konnte. Die Gesamt- forderung für die Heiz- und Nebenkosten 2014 sowie der vom Gesuchsgegner daran zu bezahlende Beitrag sind damit lediglich der saldierten Zahlungsliste per 5. Mai 2017 (Vi-act. KB 6) zu entnehmen. Ob diese mit der von der E.________ AG am 9. Januar 2015 erstellten Zahlungsliste übereinstimmt bzw. ob die Beträge mit den Beschlüssen im Protokoll vom 4. Juli 2016 über- einstimmen, kann nicht nachvollzogen werden. Hinzu kommt, dass der Ge- suchsgegner den Beschluss betreffend Jahresrechnung 2014 (Ziff. 9) mit Kla- ge vom 9. Januar 2017 anfocht (Vi-act. 4, S. 4). Die saldierte Zahlungsliste per 5. Mai 2017 wurde erst nach Einreichung dieser Klage erstellt (Vi-act. KB 6). Ohne weitere Belege für den Heiz- und Nebenkostenanteil des Gesuchsgeg- ners für das Jahr 2014 ist die Forderung daher nicht genügend glaubhaft ge- macht, sodass die Berufung in diesem Punkt gutzuheissen und das Pfand- recht für den Betrag von Fr. 5‘147.67 abzuweisen ist. d) Betreffend die Beschlüsse 10a (Fr. 1‘935.00) und 10b (Fr. 3‘568.90) bringt der Gesuchsgegner vor, es sei unverständlich und nicht ansatzweise glaubhaft gemacht, welche Beitragsforderungen in welcher Höhe gemeint sei- en. Die Beschlüsse Nr. 10a und 10b im Protokoll vom 4. Juli 2016 würden Kantonsgericht Schwyz 10 keine konkreten Beitragsforderungen beziffern. In diesen Beschlüssen werde auf Ziff. 2.3 lit. b des Protokolls vom 15. September 2014 verwiesen, worin allgemeine Ausführungen zu baulichen Massnahmen und Themen enthalten seien. Auch dort seien keine konkreten Beitragsforderungen erwähnt oder beziffert. Die angeblich aus den Totalbeträgen resultierenden Zahlungen seien somit nie beschlossen worden, seien vom Gesuchsgegner nicht geschuldet und könnten damit auch nicht ein Gemeinschaftspfandrecht begründen (KG- act. 1, S. 9). aa) Gemäss Ziff. 2.3 des Protokolls der ausserordentlichen Stockwerkei- gentümergemeinschaft vom 15. September 2014 (Vi-act. KB 7) sanierte die Stockwerkeigentümerin F.________ das Flachdach über ihrer Wohnung für Fr. 21‘500.00 auf eigene Kosten. Die (anwesenden) Stockwerkeigentümer anerkannten grundsätzlich die von der Stockwerkeigentümerin F.________ ausgeführten Sanierungen an den gemeinschaftlichen Bauteilen einstimmig. An der nächsten Eigentümerversammlung sollte über die Rückerstattung be- funden werden (Vi-act. KB 7, Protokoll vom 15. September 2014, Ziff. 2.3 lit. b). Anlässlich der ausserordentlichen Stockwerkeigentümerversammlung vom 4. Juli 2016 (Vi-act. KB 5) beschloss die Stockwerkeigentümergemeinschaft in Ziff. 10 lit. a des Protokolls mehrheitlich die Rückerstattung der Sanierungs- kosten bzw. die Kostenauflage an die Stockwerkeigentümer nach Wertquote der baulich realisierten Einheiten. Der in der saldierten Zahlungsliste per 5. Mai 2017 (Vi-act. KB 6) dem Gesuchsgegner auferlegte Betrag von Fr. 3‘932.93 entspricht einer Wertquote von 90/492. Diesen Betrag machte die Gesuchstellerin geltend (Vi-act. 1, S. 5), die Vorinstanz kürzte ihn aber in An- wendung der Wertquote des Gesuchsgegners gemäss § 1 des Stockwerkei- gentümerreglements von 90/1000 auf Fr. 1‘935.00 (angefochtene Verfügung, E. 7). Der Gesuchsgegner focht die Korrektur der Wertquote für diese Positi- on nicht an (KG-act. 1, S. 9). Der Betrag von Fr. 1‘935.00 ist somit anhand der Gesuchsbeilagen nachvollziehbar, d.h. glaubhaft gemacht. Wie bereits er- wähnt (s.o., E. 2.c), bedarf es für die Glaubhaftmachung nicht, dass der Be-Kantonsgericht Schwyz 11 trag in einem Beschluss der Stockwerkeigentümerversammlung ziffernmässig erwähnt wird, solange der Beitrag anderweitig glaubhaft gemacht wird. bb) In Ziff. 2.3 des Protokolls der ausserordentlichen Stockwerkeigentümer- versammlung vom 15. September 2014 wurde festgehalten, dass die Stock- werkeigentümer G.________/H.________ dringende Sanierungen an gemein- schaftlichem Eigentum auf eigene Kosten hätten durchführen lassen. Die Ge- meinschaft sei über das Sanierungsvorgehen informiert gewesen und das Gutachten der I.________, Zürich, vom 2. April 2014 sei allen Eigentümern zugestellt worden. Eine Sanierung von aussen hätte über Fr. 80‘000.00 ge- kostet, die ausgeführte Sanierung von innen koste rund die Hälfte (Vi-act. KB 7, Ziff. 2.3). Die (anwesenden) Stockwerkeigentümer anerkannten grundsätz- lich die von den Stockwerkeigentümern G.________/H.________ ausgeführ- ten Sanierungen an den gemeinschaftlichen Bauteilen einstimmig. An der nächsten Eigentümerversammlung sollte über die Rückerstattung befunden werden (Vi-act. KB 7, Ziff. 2.3 lit. b). Anlässlich der ausserordentlichen Stock- werkeigentümerversammlung vom 4. Juli 2016 beschloss die Stockwerkei- gentümergemeinschaft gemäss Ziff. 10 lit. b des Protokolls mehrheitlich die Rückerstattung der Sanierungskosten bzw. die Kostenauflage an die Stock- werkeigentümer nach Wertquoten der baulich realisierten Einheiten (Vi- act. KB 5). In der saldierten Zahlungsliste per 5. Mai 2017 wurde als Gesamt- betrag der Rückerstattung Fr. 39‘654.15 festgehalten, was ungefähr dem im Protokoll vom 15. September 2014 veranschlagten Betrag von rund Fr. 40‘000.00 entspricht (Vi-act. KB 7, Ziff. 2.3) und somit glaubhaft ist. Der Anteil des Gesuchsgegners in der Zahlungsliste von Fr. 7‘253.81 entspricht einer Wertquote von 90/492 (Vi-act. KB 6). Die Vorinstanz korrigierte diese Quote wiederum auf 90/1000, woraus ein Anteil von Fr. 3‘568.90 resultierte. Der Gesuchsgegner focht auch für diese Position die Korrektur der Wertquote nicht an (KG-act. 1, S. 9). Der erwähnte Betrag ist demnach anhand der Ge- suchsbeilagen nachvollziehbar bzw. glaubhaft gemacht.Kantonsgericht Schwyz 12 e) Hinsichtlich der Position „Wirtschaftsplan 2016“ von Fr. 2‘550.00 macht der Gesuchsgegner geltend, das Gesamtbudget 2016 sei nach den im Grund- buch eingetragenen Wertquoten zu verteilen. Es sei nicht nachvollziehbar, warum die Vorinstanz bei dieser Position, im Gegensatz zu den anderen Posi- tionen, von diesem Grundsatz abweiche (KG-act. 1, S. 9). aa) Die Gesuchstellerin verwies erstinstanzlich auf das Budget 2016 (Vi- act. KB 10), welches am 14. März 2016 beschlossen wurde (Vi-act. KB 9, Ziff. 4) und einen Gesamtbetrag von Fr. 13‘940.00 bzw. einen Anteil des Ge- suchsgegners von Fr. 2‘550.00 ausweist. Im Budget 2016 wurde nicht ver- merkt, nach welchen Kriterien (Wertquote, gleiche Teile, Verbrauch) die ein- zelnen Positionen auf die Stockwerkeigentümer verteilt wurden. Den Stock- werkeigentümern J.________ und K.________, deren Bauvorhaben nicht rea- lisiert wurde, wurden keine Beiträge auferlegt (Vi-act. KB 10; Vi-act. 1, S. 7). Folglich muss dem Gesuchsgegner der Betrag von Fr. 2‘550.00, entsprechend einer Wertquote der baulich realisierten Einheiten von 90/492, auferlegt wor- den sein. Die Vorinstanz übernahm den geltend gemachten Betrag von Fr. 2‘550.00 für die Position „Budget 2016“ in der Ausstandstabelle, ohne zu vermerken, ob dieser anhand einer Wertquote (und allenfalls welcher) berechnet wurde (an- gefochtene Verfügung, E. 7). Eine Begründung für dieses Vorgehen ist nicht ersichtlich. bb) Grundsätzlich haben alle Stockwerkeigentümer die gemeinschaftlichen Lasten und Kosten nach Massgabe ihrer Wertquoten – welche im Begrün- dungsakt anzugeben sind (Art. 712e Abs. 1 ZGB) – zu tragen (Art. 712h Abs. 1 ZGB). Dieser Grundsatz ist aber dispositiver Natur (Wermelinger, SIVT-Kommentar, a.a.O., N 63 zu Art. 712h ZGB; Thurnherr, in: Kurzkommen- tar zum ZGB, 2. A., Basel 2018, N 5 zu Art. 712h ZGB), sodass davon insbe- sondere im Reglement abgewichen werden kann (Wermelinger, SVIT-Kantonsgericht Schwyz 13 Kommentar, a.a.O., N 78 und 80 zu Art. 712h ZGB). Fallweise kann auch an- lässlich der Stockwerkeigentümerversammlung mit einfachem Mehr vom ge- setzlichen Verteilgrundsatz abgewichen werden (Wermelinger, SVIT- Kommentar, a.a.O., N 63 zu Art. 712h ZGB). Bei sämtlichen Fällen ist zu berücksichtigen, ob bestimmte gemeinschaftliche Bauteile, Anlagen oder Ein- richtungen einzelnen Stockwerkeinheiten bzw. -eigentümern nicht oder nur in ganz geringem Masse dienen (Art. 712h Abs. 3 ZGB). Letztere Bestimmung ist zwingender Natur (BGE 117 II 251, E. 5.b; Wermelinger, SVIT-Kommentar, a.a.O., N 96 zu Art. 712h ZGB). Sie verpflichtet die Stockwerkeigentümer, von der wertquotenmässigen Kostenverteilung abzuweichen, sofern diese als schlechthin unbillig erscheint (Wermelinger, SVIT-Kommentar, a.a.O., N 95 zu Art. 712h ZGB). cc) Gemäss Reglement für die Stockwerkeigentümergemeinschaft „C.________“ vom 19. Dezember 1966 beträgt die Wertquote für die jeweili- gen Wohnungen entweder 74/1000 (mit Balkon) oder 90/1000 (mit Terrasse; Vi-act. KB 4). Der Gesuchsgegner bewohnt die 2 ½-Zimmerwohnung im zwei- ten Stockwerk (Grundstück xx; vgl. Eigentümerliste in Vi-act. KB 2), welche gemäss Abschnitt 1 § 1 Ziff. 2 des Stockwerkeigentümerreglements eine Wertquote von 90/1000 aufweist (Vi-act. KB 4, S. 1). Der Gesuchsgegner hat die gemeinschaftlichen Lasten und Kosten somit grundsätzlich zu 90/1000 zu tragen. In § 12 Ziff. II des Stockwerkeigentümerreglements (Vi-act. KB 4) wird zunächst die allgemeine Beitragspflicht, welche nach Massgabe der Wertquo- te zu leisten ist, festgehalten. Darauf folgend wird festgestellt, dass folgende besonderen Berechnungen gelten: a) die Heizkosten, nach Kubikmeter Wohnraum, auf alle Stockwerk- eigentümer gleichmässig verteilt. b) die Warmwasseraufbereitung nach Zähler. c) der elektrische Strom nach Zähler. d) Mehrwasserverbrauch nach Kubikmeter Wohnraum oder Zähler.Kantonsgericht Schwyz 14 Für die vorstehend zitierten Kosten gilt mithin eine von der wertquotenmässi- gen Verteilung abweichende Regelung. Von den Ausgabenpositionen im Bud- get 2016 könnten die Kosten für Heizöl und die Heiznebenkosten unter diese Bestimmung fallen (Vi-act. KB 10). Den Rechtsschriften ist aber (ebenso we- nig wie dem Budget 2016) nicht zu entnehmen, ob es sich bei diesen Positio- nen um Heizkosten für gemeinschaftliche Räume oder solche mit ausschliess- licher Nutzung eines oder mehrerer Stockwerkeigentümer handelt. Sodann wurde das Gebäude auf dem Stammgrundstück Nr. yy nie realisiert, was un- bestritten ist (Vi-act. 1, S. 4; Vi-act. 4, S. 4). Ob die Auslagen des Budgets 2016 infolgedessen zu Recht in Anwendung von Art. 712h Abs. 3 ZGB nur den Stockwerkeigentümern mit realisierten Einheiten auferlegt wurden, ist Gegenstand eines separaten Klageverfahrens (vgl. Vi-act. 4, S. 9; Verfahren ZGO 16-02 beim Bezirksgericht Gersau). dd) Wie bereits erwähnt (s.o., E. 2.e.aa), ist die Gesamtforderung des Bud- gets 2016 sowie die darin vorgenommene Aufteilung auf die Stockwerkei- gentümer der baulich realisierten Einheiten belegt (Vi-act. KB 10) und wurde durch die Stockwerkeigentümerversammlung beschlossen (Vi-act. KB 9, Ziff. 4). Angesichts der zwingenden Bestimmung von Art. 712h Abs. 3 ZGB erscheint die Kostenverteilung nicht von vorneherein als unhaltbar. Auch wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass gewisse Kosten des Budgets 2016 auch auf die Stockwerkeigentümer ohne realisierte Bauvorhaben verteilt wer- den müssten, ist die vorläufige Eintragung des Pfandrechts zu bewilligen und die definitive Entscheidung über die Richtigkeit der Kostenverteilung im Bud- get 2016 dem ordentlichen Richter zu überlassen (Schmid, in: Basler Kom- mentar zum ZGB, 5. A., Basel 2015, N 16 zu Art. 961 ZGB). Die geltend ge- machte Forderung hat damit im vorliegenden Verfahren als glaubhaft zu gel- ten, sodass die Berufung in diesem Punkt abzuweisen ist. f) Betreffend die Position „Beschluss 7“ der vorinstanzlichen Ausstandsta- belle von Fr. 1‘800.00 (angefochtene Verfügung, E. 7) macht der Gesuchs-Kantonsgericht Schwyz 15 gegner geltend, die Ergänzung der Jahresrechnung 2014 betreffe die Ver- gütung einer nicht fachgerechten Sanierung, die von L.________ und M.________ eigenmächtig in Auftrag gegeben worden sei und deshalb keine gemeinschaftlichen Kosten darstellen würden (KG-act. 1, S. 10). Dem Beschluss in Ziff. 7 des Protokolls vom 4. Juli 2016 (Vi-act. KB 5, S. 3) ist zu entnehmen, dass es sich um eine Ergänzung der Jahresrechnung 2014 mit zwei Zahlungen in der Höhe von je Fr. 10‘000.00 im August sowie Dezember 2013 zugunsten des Stockwerkeigentümers M.________ handelt, welche in der Jahresabrechnung 2013 gefehlt hätten. Es seien entsprechende Einzah- lungen nach Wertquoten der baulich realisierten Einheiten vorzunehmen. Ab- gesehen vom Gesuchsgegner stimmten sämtliche anwesenden bzw. vertrete- nen Stockwerkeigentümer diesem Antrag zu (Vi-act. KB 5, Ziff. 7). Der Ge- samtbetrag der Forderung ist demnach glaubhaft. Die von der Vorinstanz an- gewandte Wertquote von 90/1000 focht der Gesuchsgegner nicht an. Seine Einwendung, die Sanierung sei nicht fachgerecht erfolgt, machte er mit keiner- lei Beilagen glaubhaft. Die Berufung ist daher in diesem Punkt abzuweisen. g) Die Stockwerkeigentümergemeinschaft beschloss am 4. Juli 2016 für dringend notwendige Sanierungsmassnahmen die Einzahlung von insgesamt Fr. 150‘000.00, aufgeteilt auf die Stockwerkeigentümer nach Wertquoten der baulich realisierten Einheiten (Vi-act. KB 5, Ziff. 12). In der saldierten Zah- lungsliste (Vi-act. KB 6) wurde der Anteil des Gesuchsgegners mit einer Wert- quote von 90/492 berechnet. Den daraus resultierenden und vorinstanzlich geltend gemachten Betrag von Fr. 27‘439.02 (Vi-act. 1, S. 6) korrigierte die Vorinstanz anhand der reglementarischen Wertquote des Gesuchsgegners von 90/1000 auf Fr. 13‘500.00 (angefochtene Verfügung, E. 7). Die Glaubhaf- tigkeit sowie die Höhe dieser Position bemängelt der Gesuchsgegner zweitin- stanzlich nicht. Er macht hingegen geltend, die anderen Stockwerkeigentümer hätten ihre Beiträge an die Sanierungsarbeiten nicht bezahlt. Die Stockwerk- eigentümergemeinschaft bzw. der Verwalter hätten diese auch nicht eingefor-Kantonsgericht Schwyz 16 dert und somit vorläufig darauf verzichtet. Er habe daher die Überweisung der bestrittenen Forderung aufgrund von Art. 82 OR und Art. 2 ZGB verweigern dürfen (KG-act. 1, S. 10). Auf Aufforderung hin führte die Gesuchstellerin mit Editionseingabe vom 6. September 2018 aus, der Gesuchsgegner habe bereits anlässlich der Stockwerkeigentümerversammlung vom 4. Juli 2016 kundgetan, dass er nichts zahlen und dagegen klagen würde. Die Partei N.________ habe bis heute aufgrund von Liquiditätsproblemen noch keine Zahlungsfreigabe von der KESB erhalten. Die Parteien F.________ und M.________ hätten erklärt, den Betrag betreffend Sanierungskosten erst zu bezahlen, sobald der Ge- suchsgegner und die Partei N.________ eingezahlt hätten. In Anbetracht der Tatsache, dass sich der Gesuchsgegner seit dem Jahre 2014 ungerechtfertigt weigere, jegliche gemeinschaftlichen Kosten zu bezahlen, jedoch die gemein- schaftlichen Anlagen rege nutze, sei der Entscheid der Parteien F.________ und M.________ nachvollziehbar (KG-act. 15). Mit Nachtrag vom 10. Sep- tember 2018 ergänzte die Gesuchstellerin, bereits am 25. Juli 2013 habe die Stockwerkeigentümergemeinschaft eine Sanierung der Liegenschaft be- schlossen. Die Parteien F.________ und M.________ hätten ihren Anteil ge- zahlt, der Gesuchsgegner hingegen nicht, sodass die Sanierung nicht zustan- de gekommen und die einbezahlten Beträge zurückerstattet worden seien. Auch aufgrund dieser negativen Erfahrung hätten die Parteien F.________ und M.________ entschieden, den Sanierungsbeitrag gemäss Beschluss vom 4. Juli 2016 erst einzuzahlen, sobald der Gesuchsgegner dies auch getan habe (KG-act. 17). Der Gesuchsgegner wendet dagegen ein, es treffe nicht zu, dass er an der Stockwerkeigentümerversammlung vom 4. Juli 2016 mitge- teilt habe, er werde nichts zahlen und dagegen klagen. Die Gesuchstellerin verhalte sich widersprüchlich. Bei ihm wolle sie wegen der behaupteten For- derungen ein Gemeinschaftspfand eintragen lassen, während sie auf der an- deren Seite eingestehen müsse, dass alle anderen Stockwerkeigentümer die Bezahlung der (behaupteten) gemeinschaftlichen Kosten verweigern würden Kantonsgericht Schwyz 17 bzw. dass sie deren Beiträge gar nicht eingefordert habe. Dieses Verhalten verstosse gegen das Rechtsmissbrauchsverbot und das Gleichbehandlungs- gebot der Stockwerkeigentümer. Es sei falsch, dass er sich seit dem Jahre 2014 ungerechtfertigt weigere, jegliche gemeinschaftlichen Kosten zu bezah- len. Er bezahle alle gemeinschaftlichen Kosten, die er nach Gesetz, Regle- ment und gültigen Beschlüssen schulde (KG-act. 19). aa) Art. 82 OR besagt im Grundsatz, dass wer bei einem zweiseitigen Ver- trag den andern zur Erfüllung anhalten will, entweder bereits selber erfüllt ha- ben oder die Erfüllung anbieten müsse. Diese Bestimmung ist lediglich auf zweiseitige Verträge anwendbar, d.h. sofern die beiden zu erfüllenden Leis- tungen in einem Austauschverhältnis stehen (Urs Leu, in: Basler Kommentar zum OR, 6. A., Basel 2015, N 2 und 5 zu Art. 82 OR). Bei den umstrittenen Sanierungskosten handelt es sich jedoch um eine Zahlungspflicht der Stock- werkeigentümer, welche die Stockwerkeigentümergemeinschaft autoritativ beschloss (Vi-act. KB 5, Protokoll vom 4. Juli 2016, Ziff. 12). Der entspre- chende Beschluss ist kein zweiseitiger Vertrag, sodass Art. 82 OR auf die daraus fliessende Zahlungspflicht nicht anwendbar ist. bb) Beide Parteien werfen sich gegenseitig rechtsmissbräuchliches bzw. widersprüchliches Verhalten im Sinne von Art. 2 Abs. 2 ZGB vor. Unter das Rechtsmissbrauchsverbot nach Art. 2 Abs. 2 ZGB fällt insbesondere wi- dersprüchliches Verhalten (Honsell, in: Basler Kommentar zum ZGB, 5. A., Basel 2014, N 43 zu Art. 2 ZGB). Widersprüchliches Verhalten ist dann rechtsmissbräuchlich, d.h. verstösst gegen den Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 2 Abs. 1 ZGB), wenn das frühere Verhalten ein schutzwürdiges Vertrauen begründete, welches durch die neuen Handlungen enttäuscht wur- de (Hausheer/Aebi-Müller, in: Berner Kommentar zum ZGB, Bern 2012, N 269 zu Art. 2 ZGB). Die Gesuchstellerin erklärte, dass die übrigen Stockwerkei- gentümer die betroffenen Beiträge noch nicht bezahlt hätten (KG-act. 15). Sie belegte aber nicht, dass sich der Gesuchsgegner wie vorgebracht bereits an-Kantonsgericht Schwyz 18 lässlich der Stockwerkeigentümerversammlung vom 4. Juli 2016 geweigert habe, den Beitrag zu bezahlen. Ob er diese Zahlung aktuell zu Recht verwei- gert, ist indessen Gegenstand einer Klage betreffend Anfechtung des Be- schlusses Ziff. 12 der Stockwerkeigentümerversammlung vom 4. Juli 2016 (vgl. Vi-act. 4, S. 7) und kann somit nicht definitiv beantwortet werden. Damit kann auch nicht abschliessend beurteilt werden, ob sein Verhalten wider- sprüchlich im Sinne von Art. 2 Abs. 2 ZGB war. Weil im Zweifelsfall, bei unkla- rer Rechtslage, die vorläufige Eintragung des Pfandrechts zu bewilligen und die Entscheidung dem ordentlichen Richter zu übertragen ist (s.o., E. 2; Jürg Schmid, a.a.O., N 16 zu Art. 961 ZGB), ist das Pfandrecht vorliegend gutzu- heissen bzw. die Berufung in diesem Punkt abzuweisen. h) Betreffend die Jahresabrechnung 2015 (Anteil des Gesuchsgegners: Fr. 1‘084.59) macht der Gesuchsgegner geltend, die gemeinschaftlichen Kos- ten seien nicht nach Reglement aufgeteilt worden. Insbesondere seien die Heizkosten gemäss § 12 II lit. a nach „Kubikmeter Wohnraum“ oder „Zähler“ zu verteilen und nicht nach „gleichen Teilen“, wie dies in der Jahresabrech- nung 2015 vermerkt sei (KG-act. 1, S. 10). In Ziff. 3 des Protokolls der ordentlichen Stockwerkeigentümergemeinschaft vom 14. März 2016 wurde die Jahresabrechnung 2015, nachdem diese durch den Verwalter erläutert wurde, beschlossen bzw. genehmigt (Vi-act. KB 9). Gemäss Jahresabrechnung 2015 wurde der Gesamtbetrag der Heizkosten von Fr. 2‘791.25 den Stockwerkeigentümern F.________, A.________ (Ge- suchsgegner), M.________ und G.________/H.________ zu je Fr. 465.21 und dem Stockwerkeigentümer N.________, welcher gemäss Eigentümerliste des Grundstücks Nr. zz über zwei Wohnungen verfügt (Vi-act. KB 2), mit Fr. 930.42 belastet (Vi-act. 8). Den Stockwerkeigentümern J.________ und K.________ wurden keine Heizkostenanteile zugeschrieben. Bei den Stock- werkeigentumswohnungen handelt es sich durchwegs um 2 ½- Zimmerwohnungen mit einer Wohnfläche von 62 m 2 (§ 1 des Stockwerkei-Kantonsgericht Schwyz 19 gentümerreglements, Vi-act. KB 4). Dass die Raumhöhen unterschiedlich sind, wird nicht vorgebracht. Somit ist glaubhaft, dass die Verteilung der Heiz- kosten „zu gleichen Teilen“ mit jener nach „Kubikmeter Wohnraum“, wie dies § 12 Abs. 2 lit. a des Stockwerkeigentümerreglements vorschreibt, überein- stimmt. Weitere Einzelpositionen seines Anteils an der Jahresabrechnung 2015 bemängelt der Gesuchsgegner zweitinstanzlich nicht substantiiert. Die Forderung über Fr. 1‘084.59 hat somit als glaubhaft zu gelten. i) Schliesslich macht der Gesuchsgegner geltend, die von der Gesuchstel- lerin behaupteten Zahlungsaufforderungen seien unbelegt geblieben, sodass der Verzug nicht glaubhaft gemacht worden sei. Für die Eintragung des Ge- meinschaftspfandrechts sei der Verzug aber eine notwendige Voraussetzung. Die Vorinstanz hätte nicht auf das Fälligkeitsdatum in der saldierten Zahlungs- liste abstellen dürfen. Denn die Fälligkeit einer Forderung sage nichts über einen allfälligen Verzug aus. Ausserdem handle es sich bei der Zahlungsliste um ein vom Verwalter intern erstelltes Dokument. Die Fälligkeit einer Forde- rung ergebe sich jedoch aus dem entsprechenden Beschluss oder aus dem Gesetz. Sämtliche Beitragsforderungen seien am 31. Dezember 2016 nicht fällig gewesen (KG-act. 1, S. 10 f.). Damit ein Gemeinschaftspfandrecht geltend gemacht werden kann, muss die Beitragsforderung zum Zeitpunkt der Grundbuchanmeldung nicht nur unbe- zahlt, sondern bereits fällig sein (BGE 106 II 183, E. 3.c). Amédéo Wermelin- ger zitiert im Zürcher Kommentar zunächst den erwähnten Bundesgerichts- entscheid (Amédéo Wermelinger, Zürcher Kommentar, a.a.O., N 26 zu Art. 712i ZGB), hält aber im darauffolgenden Abschnitt fest, die Eintragung des Gemeinschaftspfandrechts könne erst bei Verzug des Stockwerkeigentü- mers erfolgen (Amédéo Wermelinger, Zürcher Kommentar, a.a.O., N 27 zu Art. 712i ZGB; derselbe Widerspruch findet sich in Amédéo Wermelinger, SVIT-Kommentar, a.a.O., N 31-33 zu Art. 712i ZGB). Für die letztere Meinung zitiert er den Entscheid des Kantonsgerichtspräsidiums Graubünden vom Kantonsgericht Schwyz 20 12. April 1991 in ZBGR 75/1994, S. 274. Dieser Entscheid verlangt jedoch ebenfalls nur die Fälligkeit der Forderung (E. 4). Die vorläufige Eintragung des Stockwerkeigentümerpfandrechts ist eine vorsorgliche Massnahme ohne ma- terielle Wirkung (Amédéo Wermelinger, Zürcher Kommentar, a.a.O., N 83 zu Art. 712i ZGB). Um eine schnelle Sicherstellung des Vermögens der Stock- werkeigentümergemeinschaft zu ermöglichen, rechtfertigt es sich daher, die Fälligkeit der Beitragsforderung für das provisorische Pfandrecht genügen zu lassen, auch wenn der betroffene Stockwerkeigentümer noch nicht in Verzug gesetzt wurde. Dies muss umso mehr gelten, als das Bauhandwerkerpfand- recht – dessen Bestimmungen für das Stockwerkeigentümerpfandrecht sinn- gemäss anwendbar sind (Art. 712i Abs. 3 ZGB) – bereits ab dem Zeitpunkt der Verpflichtung des Unternehmers bzw. Handwerkers zur Arbeitsleistung in das Grundbuch eingetragen werden kann (Art. 839 Abs. 1 ZGB). Für die Gel- tendmachung des Bauhandwerkerpfandrechts wird daher nicht einmal die Fälligkeit der Vergütungsforderung vorausgesetzt (Rainer Schumacher, Das Bauhandwerkerpfandrecht, 3. A., Zürich/Basel/Genf 2008, Rz. 473). Dass die behaupteten Zahlungsaufforderungen an den Gesuchsgegner nicht belegt wurden, spielt somit für die Gutheissung des Gesuchs keine Rolle, weil lediglich die Fälligkeit, nicht jedoch der Verzug mit der Forderung vorausge- setzt wird. Mit Beschluss Ziff. 14 im Protokoll der ausserordentlichen Stock- werkeigentümerversammlung vom 4. Juli 2016 wurde die Zahlungsfrist für die Beiträge betreffend den Beschluss Ziff. 7, die Jahresabrechnung 2014, die Beschlüsse Ziff. 10a und 10b sowie den Beschluss Ziff. 12 auf den 31. August 2016 festgelegt (Vi-act. KB 5, S. 6; vgl. Vi-act. 1, S. 6). Die entsprechenden Beitragsforderungen waren demnach per diesem Datum fällig. Die Fälligkeit der Beiträge betreffend Jahresrechnung 2015 per 14. März 2016 ergibt sich aus der Zahlungsliste vom 5. Mai 2017 (Vi-act. 6). Gemäss Beschluss Ziff. 4 des Protokolls der ordentlichen Stockwerkeigentümerversammlung vom 14. März 2016 (Vi-act. KB 9) waren die Hälfte der Budgetbeiträge 2016 am 1. April 2016 und je ein Viertel am 1. Juli 2016 und am 1. Oktober 2016 fällig. Kantonsgericht Schwyz 21 Sämtliche Beitragsforderungen waren demnach im Jahre 2016 fällig, blieben aber (unbestrittenermassen) weiterhin ausstehend. Nachdem ein eigentlicher Verzug des Schuldners für die vorläufige Pfandeintragung nicht notwendig ist, sondern die Fälligkeit der Beiträge genügt, ist die Berufung auch in diesem Punkt abzuweisen. 3. Der Gesuchsgegner macht geltend, dass die Vorinstanz die Gültigkeits- dauer des vorläufigen Grundbucheintrags nicht befristet und der Gesuchstel- lerin keine Frist zur Einreichung einer Klage auf definitive Eintragung ange- setzt habe (KG-act. 1, S. 6). Die Gesuchstellerin führt aus, gemäss Ge- suchsantwort seien die Beschlüsse zu den Beitragsforderungen streitig und mittels entsprechender Klagen angefochten. Die Dauer der Vormerkung habe deshalb bis zum Eintritt der Rechtskraft dieser hängigen Verfahren sowie bis zum Endurteil betreffend definitive Eintragung zu dauern. Weil diese Dauer weder bekannt noch abgeschätzt werden könne, mache es keinen Sinn, so- lange die Verfahren noch rechtshängig seien, eine Frist zur Einreichung der Klage auf definitive Eintragung aufzuerlegen (KG-act. 7, S. 5). a) Die provisorische Eintragung des Stockwerkeigentümerpfandrechts ist eine vorsorgliche Massnahme, welche im Hinblick auf die definitive Eintragung erfolgt und keine materielle Wirkung hat (Amédéo Wermelinger, in: Zürcher Kommentar, a.a.O., N 83 zu Art. 712i ZGB). Grundbuchrechtlich handelt es sich um eine Vormerkung (Amédéo Wermelinger, Zürcher Kommentar, a.a.O., N 75 zu Art. 712i ZGB). Das Gemeinschaftspfandrecht wird aber erst durch die (definitive) Eintragung begründet (Amédéo Wermelinger, SVIT-Komm., a.a.O., N 37 zu Art. 712i ZGB). Dementsprechend muss das Gericht, welches die vorläufige Eintragung bewilligt, die Wirkung der Vormerkung zeitlich und sachlich genau festsetzen und nötigenfalls zur gerichtlichen Geltendmachung der Ansprüche eine Frist ansetzen (Art. 961 Abs. 3 ZGB; vgl. Art. 263 ZPO). Die Fristansetzung ist insofern notwendig, als der Gesuchsgegner ein berech- tigtes Interesse daran hat, die erst provisorisch (aufgrund eines summarischen Kantonsgericht Schwyz 22 Verfahrens) beurteilte Rechtslage definitiv zu klären (Huber, in: Sutter- Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur ZPO, 3. A., Zürich/Basel/Genf 2016, N 1 zu Art. 263 ZPO). b) Der Gesuchsgegner focht zwar Beschlüsse der Stockwerkeigentümer- versammlungen vom 14. März 2016, 4. Juli 2016 und 12. Mai 2017 an (ange- fochtene Verfügung, E. 3; Vi-act. 4, div. Ausführungen). Den vorhandenen Akten ist aber weder zu entnehmen, welche Beschlüsse dieser Versamm- lungsprotokolle genau gerügt werden, noch ob die definitive Eintragung des Pfandrechts ebenfalls Gegenstand dieser Verfahren ist. Damit ist nicht glaub- haft gemacht, dass bereits ein Verfahren zur definitiven Beurteilung der vor- läufig einzutragenden Pfandforderung hängig gemacht wurde. Gemäss dem vorstehend Erwähnten (E. 3.a) ist der Gesuchstellerin daher eine Frist zur Einreichung einer Klage betreffend definitive Eintragung des Stockwerkeigen- tumspfandrechts anzusetzen, vorbehältlich eines bereits rechtshängigen Ver- fahrens. 4. Zusammenfassend ist die Pfandsumme, für welche die vorläufige Ein- tragung zu bestätigen ist, in teilweiser Gutheissung der Berufung auf Fr. 24‘438.49 zu reduzieren. a) Trifft die Rechtsmittelinstanz einen neuen Entscheid, so entscheidet sie auch über die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 318 Abs. 3 ZPO). Die Gesuchstellerin unterliegt mit ihrem Gesuch zu knapp 48 % (Pfandsumme gemäss erstinstanzlichem Gesuch: Fr. 51‘066.56; im Beru- fungsverfahren gutgeheissene Pfandsumme: Fr. 24‘438.49). Es rechtfertigt sich daher, die erstinstanzlichen Kosten den Parteien je zur Hälfte aufzuerle- gen und die ausserrechtlichen Entschädigungen wettzuschlagen (Art. 106 Abs. 2 ZPO).Kantonsgericht Schwyz 23 b) Im Berufungsverfahren obsiegte der Gesuchsgegner mit einem Betrag von Fr. 5‘147.66 (Pfandsumme angefochtener Entscheid: Fr. 29‘586.15; Pfandsumme Berufungsentscheid: Fr. 24‘438.49), d.h. mit ca. 17 % der erstin- stanzlich gutgeheissenen Pfandsumme. Ausgangsgemäss sind daher die Kosten des Berufungsverfahren zu 4/5 dem Gesuchsgegner und zu 1/5 der Gesuchstellerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 2 ZPO). Ausserdem ist der Ge- suchsgegner zu verpflichten, der Gesuchstellerin für das Berufungsverfahren eine (reduzierte) Parteientschädigung zu bezahlen. In summarischen Verfah- ren beträgt das Honorar (praxisgemäss auch im Berufungsverfahren) Fr. 300.00 bis Fr. 4‘800.00 (§ 10 GebTRA). Innerhalb dieses Tarifrahmens ist die Vergütung nach der Wichtigkeit der Streitsache, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang und der Art der Arbeitsleistung sowie dem notwendigen Zeitaufwand zu bemessen (§ 2 Abs. 1 GebTRA). Der Rechtsanwalt der Gesuchstellerin reichte eine Kostennote mit einem Aufwand von 10,2 Stunden à Fr. 325.00 zzgl. Auslagen von Fr. 29.50 und Mehrwertsteuer von Fr. 257.55, total Fr. 3‘602.05, ein (KG-act. 7/3). Diese Entschädigung erscheint für die rund zehnseitige Berufungsantwort (KG-act. 7), sowie die Kurzeingaben vom 17. April 2018 (KG-act. 9), 6. September 2018 (KG-act. 15) und 10. Septem- ber 2018 (KG-act. 17) zuzüglich Aktenstudium und Instruktion angemessen. Der Gesuchsgegner hat die Gesuchstellerin folglich reduziert (4/5) mit Fr. 2‘881.65 zu entschädigen;-Kantonsgericht Schwyz 24 beschlossen: 1. In teilweiser Gutheissung der Berufung wird die Verfügung des Einzel- richters am Bezirksgericht Gersau vom 22. Januar 2018 (ZES 2017 28) aufgehoben und wie folgt ersetzt: 1. Das Grundbuchamt Gersau wird angewiesen, zu Lasten des Grundstücks Nr. xx (Stammgrundstück Nr. zz, Gebäude Nr. ww), Bezirk Gersau, und zu Gunsten der Gesuchstellerin folgendes Pfandrecht vorläufig als Vormerkung einzutragen: Auf Grundstück Nr. xx (Stammgrundstück Nr. zz, Gebäude Nr. ww), Grundbuch Gersau, für die Pfandsumme von Fr. 24‘438.49 nebst 5 % Zins seit 31. Dezember 2016. 2. Der Gesuchstellerin wird eine Frist von drei Monaten seit Rechts- kraft dieses Entscheides angesetzt, um eine Klage betreffend defi- nitive Eintragung des Pfandrechts zu erheben, vorbehältlich bereits rechtshängiger Verfahren. 3. Die Gerichtskosten von Fr. 4‘000.00 werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt. Der Gesuchsgegner hat der Gerichtskasse Fr. 2‘000.00 zu bezahlen. Die der Gesuchstellerin auferlegten Ge- richtskosten von Fr. 2‘000.00 werden mit deren Kostenvorschuss von Fr. 1‘000.00 verrechnet. 4. Die ausserrechtlichen Entschädigungen werden gegenseitig wett- geschlagen. Im Übrigen wird die Berufung abgewiesen. 2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 2‘500.00 werden zu 4/5 mit Fr. 2‘000.00 dem Gesuchsgegner sowie zu 1/5 mit Fr. 500.00 der Ge- suchstellerin auferlegt und vom Kostenvorschuss des Gesuchsgegners von Fr. 2‘500.00 bezogen. Die Gesuchstellerin ist verpflichtet, dem Ge- suchsgegner unter dem Titel Gerichtskostenersatz Fr. 500.00 zu bezah- len.Kantonsgericht Schwyz 25 3. Der Gesuchsgegner hat die Gesuchstellerin für das Berufungsverfahren mit Fr. 2‘881.65 (inkl. Auslagen und MWST) zu entschädigen. 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsa- chen wegen Verletzung verfassungsmässiger Rechte (Art. 98 BGG) beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Beschwerde- schrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. Der Streitwert beträgt Fr. 29‘586.15. 5. Zufertigung an B.________ (2/R), an D.________ (2/R), an die Vor- instanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, unter Rückgabe der Akten) und an die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv). Namens der 2. Zivilkammer Der Kantonsgerichtsvizepräsident Die Gerichtsschreiberin Versand 25. Oktober 2018 kau