<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2024.00106</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223957&amp;W10_KEY=13045540&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2024.00106</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.04.2024</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 19.06.2024 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Widerruf bzw. Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Rückstufung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin macht geltend, die Beschwerde fristgerecht bei einer My-Post-24-Filiale der Post übergeben zu haben.] Die Behauptung des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin, die Beschwerde fristgerecht bei der My-Post-24-Filiale der Post übergeben zu haben, erweist sich als falsch. Die Kaufquittung des Etiketts vermag nicht zu beweisen, dass die Sendung tatsächlich fristgerecht eingereicht worden ist. Das als Beweismittel eingereichte Video enthält kein Datum und keine Uhrzeit. Bei dem auf dem Video gezeigten Briefkasten handelt es sich sodann offensichtlich nicht um einen Briefkasten der Schweizerischen Post (E. 2.2). Die Gerichtskosten sind aufgrund seines Fehlverhaltens dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (E. 3.1). Nichteintreten auf die Beschwerde zufolge Verspätung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=65529" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2024.00106</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>VerfÃ¼gung</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal">des Einzelrichters</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">11. April 2024</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter Andreas Frei, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher.<span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">A, vertreten durch MLaw B, </p> <p class="MsoNormal"><b>BeschwerdefÃ¼hrerin,</b> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </p> <p class="MsoNormal"><b>Beschwerdegegner,</b> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Widerruf bzw. VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung </b></p> <p class="MsoNormal"><b>nach RÃ¼ckstufung,</b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben:</p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt1"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 12. Juli 2023 wies das Migrationsamt das Gesuch um VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung von A, geboren 1973, StaatsangehÃ¶rige von Kamerun, unter Ansetzung einer Ausreisefrist bis zum 12. Oktober 2023 ab. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Den hiergegen erhobenen Rekurs wies die Sicherheitsdirektion am 18. Januar 2024 ab, unter Ansetzung einer neuen Ausreisefrist bis zum 17. April 2024.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt1"><span>Mit Beschwerde vom 21. Februar 2024 beantragte A dem Verwaltungsgericht, es sei auf die Beschwerde einzutreten und es sei in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids ihre Aufenthaltsbewilligung zu verlÃ¤ngern. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen. In prozessrechtlicher Hinsicht sei ihr die unentgeltliche Rechtspflege und in der Person von MLaw B ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen</span>.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 27. Februar 2024 wurde A aufgefordert, dem Verwaltungsgericht innert einer Frist von 15 Tagen detaillierte Angaben zu ihren seit der RÃ¼ckstufung neu hinzugekommenen Schulden bzw. Betreibungen und Verlustscheinen und geleisteten Zahlungen zu machen und ihre Angaben mit tauglichen Belegen zu untermauern, ansonsten aufgrund der Akten entschieden und eine mangelhafte Mitwirkung bei der BeweiswÃ¼rdigung zu ihren Ungunsten berÃ¼cksichtigt werden kÃ¶nnte. </p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 5. MÃ¤rz 2024 hielt das Verwaltungsgericht fest, dass der Rekursentscheid der Sicherheitsdirektion vom 18. Januar 2024 gemÃ¤ss RÃ¼ckschein und Sendungsverfolgung der Post dem Rechtsvertreter von A am Montag, 22. Januar 2024, zugestellt worden sei und die 30-tÃ¤gige Beschwerdefrist somit am Mittwoch, 21. Februar 2024, abgelaufen sei. Die Beschwerdeschrift sei gemÃ¤ss Sendungsverfolgung erstmals am Montag, 26. Februar 2024, bei der Schweizerischen Post erfasst worden und damit allenfalls erst nach Ablauf der Beschwerdefrist der Schweizerischen Post Ã¼bergeben worden. A wurde deshalb eine Frist von 10 Tagen zum Nachweis der Rechtzeitigkeit der Beschwerdeerhebung angesetzt, ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten werde. Mit Eingabe vom 8. MÃ¤rz 2024 teilte der Rechtsvertreter von A dem Verwaltungsgericht mit, dass er die Beschwerde fristgerecht bei My-Post-24 eingereicht habe. Als Nachweis zur Rechtzeitigkeit wurde die Kaufquittung des Etiketts ins Recht gelegt und weitere Beweismittel angeboten. </p> <p class="Urteilstext">Mit Eingabe vom 14. MÃ¤rz 2024 nahm A zu ihrer finanziellen Situation Stellung und reichte hierzu weitere Beweismittel zu den Akten.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 18. MÃ¤rz 2024 hielt das Verwaltungsgericht fest, dass aus der Kaufquittung zwar hervorgehe, dass das Etikett fÃ¼r die eingeschriebene Sendung bei My Post 24 am 21. Februar 2024 gekauft worden sei, damit jedoch nicht nachgewiesen sei, dass die Beschwerde auch tatsÃ¤chlich fristgerecht der Post Ã¼bergeben worden sei. Die Rechtzeitigkeit der Beschwerdeerhebung ergebe sich auch nicht aus der Sendungsverfolgung der Post, da die eingeschriebene Sendung erstmals am Montag, 26. Februar 2024, von der Post erfasst worden sei. Es wurde A deshalb nochmals eine Frist von 10 Tagen angesetzt, um dem Verwaltungsgericht die Rechtzeitigkeit der Beschwerdeerhebung nachzuweisen, ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten wÃ¼rde.</p> <p class="Urteilstext">Mit E-Mail vom 29. MÃ¤rz 2024 reichte der Rechtsvertreter von A Fotos eines Videos zu den Akten, aus denen hervorgehe, dass er die Sendung am 21. Februar 2024 um 22.05 Uhr gefilmt habe. Weiter gab er an, dass das Datum und die Uhrzeit des Videos deutlich zu sehen seien. Am 2. April 2024 wurde der Rechtsvertreter aufgefordert, dem Verwaltungsgericht das Video zukommen zu lassen. Mit E-Mail vom 3. April 2024 kam er der Aufforderung nach.</p> <p class="Urteilstext">Die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion verzichtete am 28. Februar 2024 auf Vernehmlassung; das Migrationsamt reichte keine Beschwerdeantwort ein.</p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r die Behandlung der vorliegenden Beschwerde gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig. Da die Beschwerde â wie den nachfolgenden ErwÃ¤gungen entnommen werden kann â verspÃ¤tet erfolgte und sich damit als offensichtlich unzulÃ¤ssig im Sinn von § 38b Abs. 1 lit. a VRG erweist, ist der Einzelrichter zum Entscheid berufen (Martin Bertschi in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 38b N. 7 in Verbindung mit Alain Griffel, Kommentar VRG, § 28a N. 8).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>GemÃ¤ss § 53 in Verbindung mit § 22 Abs. 1 VRG sind Beschwerden gegen Rekursentscheide der Sicherheitsdirektion innert 30 Tagen seit Mitteilung der angefochtenen Anordnung beim Verwaltungsgericht schriftlich einzureichen. Der Tag der ErÃ¶ffnung des angefochtenen Entscheids ist bei der Fristberechnung nicht zu berÃ¼cksichtigen (§ 11 Abs. 1 Satz 1 VRG). Die Beschwerde muss spÃ¤testens am letzten Tag der Frist bei der BehÃ¶rde eintreffen oder zu deren HÃ¤nden der Post Ã¼bergeben worden sein (§ 11 Abs. 2 VRG). Die Beschwerdefrist ist eine gesetzliche Verwirkungsfrist; wird sie nicht eingehalten, ist auf das Rechtsmittel in einzelrichterlicher Kompetenz nicht einzutreten (§ 38 b Abs. 1 lit. a VRG; VGr, 29. Februar 2012, VB.2012.00106, E. 2.2 [in Bezug auf Rekursfristen]). Die beschwerdefÃ¼hrende Partei muss sich hierbei die SÃ¤umnis ihrer Rechtsvertretung und der von dieser eingesetzten Hilfspersonen zurechnen lassen (vgl. VGr, 7. Oktober 2021, VB.2021.00695, E. 2.2 [nicht auf www.vgrzh.ch verÃ¶ffentlicht]; BGE 143 I 284 E. 2.1; BGr, 9. Dezember 2019, 5A_890/2019, E. 5; BGr, 22. Juli 2019, 2C_177/2019, E. 4.2.2; vgl. auch Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 12 N. 55 ff.). </p> <p class="Erwgung1">Die Beweislast in Bezug auf die Rechtzeitigkeit einer fristgebundenen Handlung trÃ¤gt diejenige Partei, die diese Handlung vornehmen muss. Sie hat fÃ¼r die Rechtzeitigkeit den vollen Beweis zu erbringen. Mithin muss diese mit hinreichender Gewissheit feststehen, und es genÃ¼gt nicht, bloss deren Ã¼berwiegende Wahrscheinlichkeit darzutun (<span>BGr, 27. Februar 2019, 2C_501/2018, E. 3.1</span>). Die Ãbergabe an die Schweizerische Post gemÃ¤ss § 11 Abs. 2 VRG ist vollzogen, wenn die Sendung von der Postverwaltung zur BefÃ¶rderung entgegengenommen wurde. FÃ¼r die Fristwahrung genÃ¼gt grundsÃ¤tzlich der rechtzeitige Einwurf in einen Briefkasten der Schweizerischen Post. Als Beweis hierfÃ¼r dient gewÃ¶hnlich der Poststempel. Dem Absender steht jedoch der (Gegen-)Beweis offen, dass die Annahme der Sendung durch die Post schon vor der Abstempelung stattgefunden hat oder dass ein unrichtiger Stempel angebracht worden ist<span> (BGE 142 V 389 E. 2.2; VGr, 5. Februar 2021, VB.2020.00649, E. 4.2; VGr, 4. Juli 2016, VB.2016.00166, E. 3</span>; PlÃ¼ss, § 11 N. 41, 46 f.; vgl. vorn II.A.).</p> <p class="Erwgung2"><a id="_Hlk163726575"><b>2.2 </b>Die Behauptung des Rechtsvertreters der BeschwerdefÃ¼hrerin, die Beschwerde fristgerecht am 21. Februar 2024 um 22.05 Uhr bei der My-Post-24-Filiale am â¦ in ZÃ¼rich der Post Ã¼bergeben zu haben, erweist sich als falsch</a>: Der vom Rechtsvertreter eingereichten Kaufquittung lÃ¤sst sich zwar entnehmen, dass am 21. Februar 2024 um 22.02 Uhr bei der My-Post-24-Filiale an der C-Strasse 01, ZÃ¼rich, ein Etikett mit der Sendungsnummer 02 gekauft worden ist. Der Kauf eines Etiketts beweist indes nicht, dass die Sendung auch tatsÃ¤chlich fristgerecht am 21. Februar 2024 der Schweizerischen Post Ã¼bergeben worden ist. Der Sendungsverfolgung lÃ¤sst sich entnehmen, dass die Sendung erstmals am Montag, 26. Februar 2024, von der Schweizerischen Post unter dem Ereignis "VerspÃ¤tete Ankunft" erfasst worden ist. Auf dem vom Rechtsvertreter eingereichten Video ist ersichtlich, dass der Briefumschlag mit der Sendungsnummer 02 in einen dunkelgrÃ¼nen Briefkasten mit der Aufschrift "â¦ fÃ¼r das Postamt" eingeworfen worden ist. Das Video ist mit keinem Datum und keiner Uhrzeit versehen, weshalb sich diesem nicht entnehmen lÃ¤sst, wann der eingeschriebene Brief eingeworfen wurde. Es ist deshalb nicht geeignet, die Rechtzeitigkeit der Beschwerdeerhebung nachzuweisen. <a id="_Hlk163726720">Bei dem auf dem Video gezeigten Briefkasten handelt es sich sodann offensichtlich nicht um einen Briefkasten der Schweizerischen Post, </a>und der gezeigte Vorgang entspricht nicht der Ãbergabe einer eingeschriebenen Sendung in einer My-Post-24-Filiale (https://www.post.ch/de/empfangen/empfangsorte/pickpost-my-post-24/my-post-24). Dass der Rechtsvertreter der BeschwerdefÃ¼hrerin wie behauptet die eingeschriebene Sendung sofort nach dem Kauf der Etikette um 22.02 Uhr der Schweizerischen Post Ã¼bergeben hat, erweist sich damit als nicht zutreffend. Der Beweis der Rechtzeitigkeit der Beschwerdeerhebung wurde somit nicht erbracht. Die BeschwerdefÃ¼hrerin muss sich die SÃ¤umnis ihres Rechtsvertreters zurechnen lassen. Auf die Beschwerde ist in einzelrichterlicher Kompetenz zufolge VerspÃ¤tung nicht einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>GemÃ¤ss verwaltungs- und bundesgerichtlicher Praxis kÃ¶nnen Verfahrenskosten ausnahmsweise der Rechtsvertretung der unterliegenden Partei auferlegt werden, wenn erstere eine Rechtsmittelfrist schuldhaft verpasst oder andere schwerwiegende prozessuale VersÃ¤umnisse begangen hat, da Rechtssuchende auf eine sorgfÃ¤ltige Vertretung vertrauen dÃ¼rfen (VGr, 4. Juni 2020, VB.2020.00280, E. 3.1 [nicht auf www.vgrzh.ch verÃ¶ffentlicht]; VGr, 12. MÃ¤rz 2015, VB.2015.00107, E. 3; VGr, 3. November 2010, VB.2010.00385, E. 3, mit Hinweisen; BGE 129 IV 206 E. 2; PlÃ¼ss, § 13 N. 60). Die verspÃ¤tete Beschwerdeerhebung und der Versuch, dieses Fehlverhalten zu vertuschen, ist dem Rechtsvertreter der BeschwerdefÃ¼hrerin vorzuwerfen, weshalb ihm die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. Der BeschwerdefÃ¼hrerin steht ausgangsgemÃ¤ss keine ParteientschÃ¤digung zu.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Aufgrund der formellen Verfahrenserledigung ist die GerichtsgebÃ¼hr nach § 4 Abs. 2 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 3. Juli 2018 (GebV VGr) zu reduzieren, wobei aber auch dem etwas erhÃ¶hten Aufwand in der Prozessleitung Rechnung zu tragen ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Zu prÃ¼fen bleibt das Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung der BeschwerdefÃ¼hrerin. Die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung setzt neben der Mittellosigkeit der Gesuchstellerin auch voraus, dass die Beschwerde nicht offensichtlich aussichtslos erscheint (vgl. § 16 Abs. 1 VRG). Angesichts der VerspÃ¤tung der Beschwerde sind die Begehren der BeschwerdefÃ¼hrerin offensichtlich aussichtslos. Ferner wÃ¤ren auch die Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Hauptsache gering gewesen (vgl. BGr, 24. August 2017, 2C_579/2016, E. 2.6): Die Niederlassungsbewilligung der BeschwerdefÃ¼hrerin wurde am 3. Dezember 2021 infolge ihrer fortgesetzten mutwilligen Verschuldung widerrufen und es wurde ihr eine auf ein Jahr befristete Aufenthaltsbewilligung (RÃ¼ckstufung) erteilt, welche an Bedingungen geknÃ¼pft war. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat diese Bedingungen nicht erfÃ¼llt. So hat sie keine existenzsichernde ErwerbstÃ¤tigkeit bzw. entsprechende SuchbemÃ¼hungen nachweisen kÃ¶nnen und auch ist sie ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachgekommen. Ihre Verschuldung hat sich sogar um Fr. 41'600.- erhÃ¶ht. Die erhebliche Verschuldung hat auch als mutwillig zu gelten. Eine RÃ¼ckkehr nach Kamerun erscheint der BeschwerdefÃ¼hrerin trotz der langen Anwesenheit in der Schweiz als zumutbar. Sie reiste als 29-JÃ¤hrige in die Schweiz ein und hat noch mehrere Verwandte, die in ihrem Heimatland leben, welche ihr bei der RÃ¼ckkehr behilflich sein kÃ¶nnen. Schliesslich vermag auch der Umstand, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin vom 21. November 2023 bis 30. November 2023 im Rahmen einer fÃ¼rsorgerischen Unterbringung in der psychiatrischen UniversitÃ¤tsklinik ZÃ¼rich wegen akuter SuizidalitÃ¤t (schwere depressive Episode) hospitalisiert werden musste, zu keinem anderen Ergebnis fÃ¼hren. D<span>ie wegweisungs- oder krankheitsbedingte Gefahr, dass die betroffene Person bei einer Aufenthaltsbeendigung ihrem Leben ein Ende setzen kÃ¶nnte, genÃ¼gt fÃ¼r sich allein nicht, um die Wegweisung bzw. deren Vollzug als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheinen zu lassen. Die schweizerischen BehÃ¶rden sind jedoch generell gehalten, im Rahmen der konkreten RÃ¼ckkehrmassnahmen alles ihnen Zumutbare vorzukehren, um medizinisch bzw. betreuungsmÃ¤ssig sicherzustellen, dass das Leben und die Gesundheit der betroffenen Person nicht beeintrÃ¤chtigt wird (vgl. BGE 139 II 393 E. 5.2.2; </span>BGr, 13. August 2018, 2D_14/2018, E. 7<span>). </span>Der Beschwerdegegner wird daher angehalten, den Vollzug der Wegweisung im vorliegenden Fall sorgfÃ¤ltig zu planen und den vorstehend genannten Vorgaben Rechnung zu tragen. Demzufolge ist ihr Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die vorliegende VerfÃ¼gung kann mit Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) angefochten werden, soweit ein Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung geltend gemacht wird. Andernfalls steht lediglich die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG zur VerfÃ¼gung.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss verfÃ¼gt <span>der Einzelrichter</span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Das Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.</p> <p class="Einzug2">3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 1'070.--</u> Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">4. Die Gerichtskosten werden MLaw B auferlegt.</p> <p class="Einzug2">5. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">6. <span>Gegen diese VerfÃ¼gung kann Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2">7. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) den Rechtsvertreter MLaw B;</p> <p class="Einzug2"> c) die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion;<br/> d) das Staatssekretariat fÃ¼r Migration (SEM).</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>