<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2018.00825</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens<br/>Gerichtsschreiber Schetty</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 30. November 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der im Jahre 1967 geborene X.___ ist gelernter kaufmännischer Ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellter und diplomierter Personalfachmann und war zuletzt in den Jahren 1996 und 1997 beim Arbeitsamt der Y.___ - aufgrund des Bezugs von Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitslosenentschädigung für den gleichen Zeitraum wohl in einem Teilpensum - erwerbstätig (Urk. 5/11, Urk. 5/3/14). In der Zeit ab 1998 ging der Versicherte einer selbständigen Erwerbstätigkeit im Entertainment-Bereich mit bescheidenen Erträgen nach (Z.___) und bezog Arbeitslosenentschädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung (Urk. 5/11, Urk. 5/3/13-14).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufgrund einer von den Fachärzten der A.___ diagnostizierten pa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ranoiden Schizophrenie musste der Versicherte vom 25. bis 29. Dezember 2011 sowie vom 14. bis 25. April und vom 11. bis 22. Mai 2012 stationär behandelt werden (Urk. 5/3/1-2). In diesem Zusammenhang meldete er sich am 5. Juni 2012 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bezug an (Urk. 5/4). Mit Schreiben vom 14. November 2012 informierte die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich die IV-Stelle dahingehend, dass der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte seit dem 28. Juni 2012 inhaftiert sei (Urk. 5/19). In der Folge sistierte die IV-Stelle das IV-Verfahren bis zur Entlassung aus dem Strafvollzug (Urk. 5/47); diese erfolgte per 30. September 2015 (Urk. 5/51). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 12. Januar 2016 leitete die IV-Stelle eine psychiatrische Abklärung in die Wege (Urk. 5/60), das entsprechende Gutachten von Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, datiert vom 14. März 2016 (Urk. 5/62). Mit Vorbescheid vom 11. April 2016 stellte die IV-Stelle mangels IV-relevanten Gesundheitsschadens die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 5/66) und hielt an dieser Einschätzung mit Verfügung vom 27. Mai 2016 fest (Urk. 5/70).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unter Hinweis auf das am 18. Januar 2017 ergangene forensisch-psychiatrische Gutachten der Fachärzte der C.___ (C.___, Urk. 5/95) beantragte der Versicherte am 8. April 2017 die Wiederaufnahme des IV-Verfahrens (Urk. 5/80). Mit Schreiben vom 21. März 2018 informierte die IV-Stelle über die Notwendigkeit einer weiteren medizinischen Abklärung (Urk. 5/114); der entsprechende Termin vom 17. Mai 2018 wurde dem Versicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten mit Schreiben vom 7. Mai 2018 mitgeteilt (Urk. 5/117). Nachdem dieser den Termin vom 17. Mai 2018 unentschuldigt nicht wahrgenommen hatte, wurde ihm mit Schreiben vom 18. Mai 2018 unter Hinweis auf die ihm obliegende Mitwir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kungspflicht aufgetragen, einen neuen Termin für die Begutachtung zu verein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">baren und die beiliegende Bereitschaftserklärung zu unterzeichnen; gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass bei Säumnis aufgrund der Akten entschieden werde (Urk. 5/118); die eingeschriebene Sendung wurde vom Versicherten nicht abgeholt (Urk. 5/119/3), weiter unterblieb auch die Vereinbarung eines neuen Gutachtentermins (Urk. 5/120). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Vorbescheid vom 19. Juni 2018 stellte die IV-Stelle die Abweisung des Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsbegehrens in Aussicht (Urk. 5/123) und hielt an diesem Entscheid mit Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung vom 30. August 2018 fest (Urk. 5/124). Mit Schreiben vom 14. September 2018 teilte der Versicherte der IV-Stelle insbesondere mit, dass er sich seit Mitte Mai 2018 in Untersuchungshaft befinde (Urk. 5/125).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen die Verfügung vom 30. August 2018 erhob der Versicherte am 20. Sep</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tember 2018 Beschwerde und beantragte die Zusprache einer ganzen Rente (Urk. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschwerdeantwort vom 25. Oktober 2018 beantragte die Beschwerdegegne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 4), was dem Beschwerdeführer mit Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung vom 26. Oktober 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Verordnung über die Invalidenversicherung; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weis).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">abgesetzt oder aufgehoben (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeacht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cher und tatsächli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cher Hinsicht umfassend («</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">allseitig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">»</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspru</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine ang</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">emessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass für die Beurteilung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers ein medizini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sches Gutachten nötig sei. Dieser habe weder den Termin für die Begutachtung am 17. Mai 2018 wahrgenommen noch auf das Einschreiben vom 18. Mai 2018 reagiert, sodass von einer Verletzung der Mitwirkungspflicht auszugehen und das Leistungsbegehren abzuweisen sei (Urk. 2). Gestützt auf die Ausführungen von Dr. B.___ vom 25. Januar 2018 sei dabei eine Verschlechterung seit der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung vom 27. Mai 2016 nicht ausgewiesen (Urk. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber machte der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend, dass ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stützt auf die Einschätzung der behandelnden Fachärzte der Psychiatrie A.___ sowie jener von Prof. Dr. med. D.___, Direktor der Klinik für Forensische Psychiatrie der C.___, von einer vollständigen Erwerbsunfähigkeit auszugehen sei. Infolge Verhaftung habe er den Termin im Mai nicht einhalten können. Von der Justiz sei nun bei Dr. med. E.___ ein Gutachten in Auftrag gegeben worden (Urk. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vergleichsbasis im vorliegenden Neuanmeldeverfahren bildet die in Rechtskraft erwachsene Verfügung vom 27. Mai 2016, welche sich in medizinischer Hinsicht auf das Gutachten von Dr. B.___ vom 14. März 2016 stützt (Urk. 5/62). Dieser ging dannzumal von den folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit aus (Urk. 5/62/19):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Paranoide Schizophrenie mit potentieller Substanzinduktion durch Can</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">nabinoide (ICD-10 F12.5), vollständige Remission (ICD-10 F20.05)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Störung durch Alkohol, schädlicher Gebrauch (ICD-10 F10.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Störung durch Cannabinoide, schädlicher Gebrauch (ICD-10 F12.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei eine Störung der Sexualpräferenz gegeben (Ephebophilie/Pädophilie; ICD-10 F65.9). In einer angepassten Tätigkeit sei von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (Urk. 5/62/28).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unbestritten ist vorliegend, dass der Beschwerdeführer den Begutachtungstermin vom 17. Mai 2018 nicht wahrgenommen hat, da er nach eigenen Angaben seit Mitte Mai 2018 in Haft war (Urk. 5/125, Urk. 1). Weiter ist den Akten zu entneh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men, dass sich der Beschwerdeführer nicht um einen Ersatztermin bemüht hat (Urk. 5/120). Zu prüfen bleibt, ob dabei von einer Verletzung der Mitwirkungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflicht auszugehen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auf Gesuch vom 3. März 2018 hin wurden dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 23. März 2018 die IV-Akten (Urk. 5/1-114) zugestellt (Urk. 5/115). Bereits gestützt auf Urk. 5/113 (vom 21. März 2018) ist dabei ersichtlich, dass die An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ordnung einer Begutachtung unmittelbar bevorstand; die entsprechende Mittei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung an den Beschwerdeführer datiert ebenfalls vom 21. März 2018 (Urk. 5/114). Selbst wenn man damit davon ausginge, dass der Beschwerdeführer die Termin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mitteilung vom 7. Mai 2018 (Urk. 5/117) infolge Haftantritt nicht mehr erhalten hat, wäre dennoch von einer schuldhaften Verletzung der Mitwirkungspflicht im Hinblick auf die anstehende Begutachtung auszugehen. So musste es dem Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführer schon gestützt auf die ihm zugestellten IV-Akten klar gewesen sein, dass eine Begutachtung unmittelbar bevorsteht (vgl. dazu auch sein Mail vom 9. April 2018, Urk. 5/116) und er mit einem entsprechenden Aufgebot rech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen musste. Vor diesem Hintergrund hätte er nach der Verhaftung seine postali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Belange regeln müssen. Insbesondere ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht, dass ihm jegliche Kontaktnahme mit der Beschwerdegegnerin untersagt gewesen wäre. Dazu hätte der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführer auch genügend Zeit gehabt, datiert der massgebende Vorbescheid doch erst vom 19. Juni 2018 (Urk. 5/123).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Insgesamt ist die Prüfung des Leistungsbegehrens – wie angedroht (Urk. 5/118) - gestützt auf die vorliegenden Akten nicht zu beanstanden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die für das C.___-Gutachten vom 18. Januar 2017 verantwortlichen Fachärzte di</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">agnostizierten eine hebephrene Schizophrenie (ICD-10 F20.02), eine ephebophile Sexualpräferenz (ICD-10 F65.8) sowie einen schädlichen Gebrauch von Alkohol und Cannabis (ICD-10 F10.1, F12.1; Urk. 5/95/74). Entsprechend dem Zweck des Gutachtens (Rückfallgefahr, stationäre Massnahme; Urk. 5/95/3) äussert sich die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ses nicht ausdrücklich zur Arbeitsfähigkeit aus medizinisch-theoretischer Sicht. Immerhin halten die C.___-Gutachter fest, dass der Beschwerdeführer im Alter von ca. 30 Jahren (1997) aus dem ersten Arbeitsmarkt ausgeschieden sei (Urk. 5/95/78) und eine Eingliederung in diesen unwahrscheinlich erscheine (Urk. 5/95/99); dies wohl auch aufgrund der mittlerweile als schwerwiegend be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zeichneten psychischen Störung (Urk. 5/95/86). Demgegenüber geht Dr. B.___ in seiner Stellungnahme 25. Januar 2018 zum forensischen Gutachten der C.___ in einer angepassten Tätigkeit weiterhin von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt aus (Urk. 65/98 S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei dieser Ausgangslage ist die von der Beschwerdegegnerin ins Auge gefasste erneute Begutachtung – insbesondere zur Ermittlung der Arbeitsfähigkeit aus me</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dizinisch-theoretischer Sicht – nicht zu beanstanden. Auch wenn dem C.___-Gutachten deutliche Hinweise auf eine wesentliche Einschränkung der Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit im ersten Arbeitsmarkt zu entnehmen sind, mangelt es an einer rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">genüglichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit. Demgegenüber trägt die Stel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lungnahme von Dr. B.___ der mittlerweile als schwerwiegend bezeichneten psychischen Störung nur ungenügend Rechnung und vermag – entsprechend der Einschätzung der Beschwerdegegnerin – nicht zu überzeugen. Dennoch kann auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund der bis dato vorliegenden Akten nicht mit überwiegender Wahrscheinlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit auf eine wesentliche Verschlechterung der gesundheitlichen Situation seit der erstmaligen Leistungsabweisung geschlossen werden, sodass die Abweisung des Leistungsbegehrens – entsprechend dem Vorgehen der Beschwerdegegnerin - nicht zu beanstanden ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich des weiteren Vorgehens ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer bereits mit Schreiben vom 14. September 2018 seine Bereitschaft für eine Begutachtung erklärt und auf eine geplante neue forensische Begutachtung bei Dr. E.___ hingewiesen hat (Urk. 5/125). Wird eine verweigerte Mitwirkung in einem späteren Zeitpunkt erbracht, kann sich die festgelegte Sanktion nur auf diejenige Zeitspanne beziehen, während der die Mitwirkung verweigert wurde (Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Auflage, Rz. 103 zu Art. 43). Für die Zeit ab 14. September 2018 ist der Leistungsanspruch demnach einer erneuten Prüfung zu unterziehen, je nach Andauern der Haft. Neben der Durchführung der geplanten Begutachtung fällt dabei allenfalls auch das Stellen von Zusatzfragen im Rahmen der geplanten Begutachtung bei Dr. E.___ in Betracht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend führt dies in Abweisung der Beschwerde zur Bestätigung der angefochtenen Verfügung vom 30. August 2018.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG) und auf Fr. 400.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 400</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">gestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubSchetty</p><p></p></div> </div></body></html>