Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 12. November 2015 (725 12 296 / 298) ____________________________________________________________________ Unfallversicherung Beurteilung des Rentenanspruchs und der Integritätsentschädigung: Auf die Ergebnisse des in Auftrag gegebenen Gerichtsgutachtens kann abgestellt werden Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Jgn az Jermann, Kantonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiber Markus Schäfer Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts- anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, 4143 Dornach gegen SUVA , Rechtsabteilung , Postfach 4358 , 6002 Luzern , Beschwerd e- gegnerin Betreff Leistungen A. Der 1977 geborene A.____ war vom 15. Oktober 200 1 bis zum 31. Dezember 2005 als Produktionsmitarbeiter bei der B.____ AG in C.____ tätig und durch die Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) o bligatorisch gegen die Folgen von Unfäl- len und Berufskrankheiten versichert. Am 27. Novemb er 2005 erlitt A.____ als Beifahrer einen Autounfall. Laut dem gleichentags verfassten Berich t des erstbehandelnden Arztes der Chirur- gischen Notfallklinik des Spitals D.____ zog er sic h dabei eine akromioklavikuläre Luxation Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Tossy III an der linken (recte: rechten) Schulter zu. Glei chzeitig wurde als weiterer Befund an dieser Schulter ein “Klavikulahochstand mit Druckdolenz und Klaviertasten-Phänomen“ erho- ben. Nach Eingang der durch die Arbeitgeberin erstatte ten Unfallmeldung erbrachte die SUVA die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder) für die Folgen des Unfalls. Mit Verfügung vom 3. September 2008 sprach die SUVA A. ____ für die auf den Unfall zurück- zuführende Integritätseinbusse eine Integritätsentschädigung in der Höhe von 5 % des Höchst- betrages des versicherten Jahresverdienstes zu. Gleichzeitig hielt sie fest, dass sie gestützt auf ihre medizinischen und erwerblichen Abklärungen einen In validitätsgrad von 8,39 % ermittelt habe. Da die Erheblichkeitsgrenze von 10 % für die Ausrich tung einer Invalidenrente nicht er- reicht sei, habe der Versicherte keinen Anspruch auf ein e Invalidenrente aus der obligatori- schen Unfallversicherung. Die von A.____ gegen diese Ve rfügung erhobene Einsprache hiess die SUVA mit Einspracheentscheid vom 4. Februar 2010 insofern teilweise gut, als sie die dem Versicherten zustehende Integritätsentschädigung neu auf 10 % festsetzte. Im Übrigen wies die SUVA die Einsprache ab. Die von A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt, gegen diesen Einspracheent- scheid erhobene Beschwerde hiess das Kantonsgericht Basel- Landschaft, Abteilung Sozialver- sicherungsrecht (Kantonsgericht), mit Urteil vom 1. Oktob er 2010 (Verfahren-Nr. 725 10 62 / 233) in dem Sinne gut, als es den angefochtenen Einspracheentscheid aufhob und die Streitsa- che zu weiteren medizinischen Abklärungen und zum anschliess enden Erlass einer neuen Ver- fügung an die SUVA zurückwies. Gestützt auf das in der Folge beim Spital E.____, Klin ik für Orthopädie und Traumatologie, ein- geholte orthopädische Gutachten vom 25. März 2011 sowie auf eine interne versicherungsme- dizinische Stellungnahme bestätigte die SUVA mit Verfüg ung vom 23. August 2011 die Einstel- lung der Taggeld- und Heilungskosten per 30. Septembe r 2008. Gleichzeitig wies sie einen Rentenanspruch des Versicherten gestützt auf einen Inval iditätsgrad von 5,68 % ab und legte die Integritätseinbusse des Versicherten neu (wieder) auf 5 % fest. Die dem Versicherten zu viel ausbezahlte Integritätsentschädigung im Umfang von 5 % beziehungsweise in der Höhe von Fr. 5‘340.-- habe der Versicherte innert 30 Tagen zurückzuzahlen. Die von A.____ gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies die SUVA mit Entscheid vom 27. August 2012 ab. B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, weit erhin vertreten durch Rechts- anwalt Daniel Altermatt, am 28. September 2012 Beschwerde beim Kantonsgericht, mit welcher er die Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheide s beantragte. Zudem ersuchte er um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege mit sei nem Rechtsvertreter als unentgeltli- chem Rechtsbeistand; unter o/e-Kostenfolge. C. Mit Eingabe vom 14. November 2012 machte die SUVA geltend, dass die örtliche Zu- ständigkeit des angerufenen Kantonsgerichts nicht nachgewiesen sei. Nachdem der Beschwer- deführer am 28. Dezember 2012 zu dieser Frage Stellung genommen hatte, reichte die SUVA am 14. Februar 2013 auf Ersuchen des Kantonsgerichts ei ne Vernehmlassung ein, in welcher Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht sie sowohl in formeller als auch in materieller Hinsicht zu den Beschwerdevorbringen Stellung nahm. D. Anlässlich der Parteiverhandlung vom 3. April 2014 bejahte das Kantonsgericht seine - von der SUVA bestrittene - örtliche Zuständigkeit zur Be urteilung der Beschwerde des Versi- cherten. Da es auch die übrigen Eintretensvoraussetzungen als gegeben erachtete, entschied es, auf die Beschwerde vom 28. September 2012 einzutreten. Im Rahmen der materiellen Beur- teilung der Beschwerde gelangte es sodann zur Auffassun g, dass ein abschliessender Ent- scheid in dieser Angelegenheit gestützt auf die vorhande ne medizinische Aktenlage nicht mög- lich sei. Das Kantonsgericht beschloss deshalb, den Fall ausz ustellen und zur Klärung der me- dizinischen Sachlage ein orthopädisches Gerichtsgutachten in Auftrag zu geben. E. Nachdem der den Parteien selbständig eröffnete Zwisch enentscheid vom 3. April 2014 in Bezug auf die Zuständigkeitsfrage unangefochten in Rechtskraft erwachsen war, schlug das Kantonsgericht den Parteien mit Verfügung vom 3. Juli 2014 Prof. Dr. med. F.____, Orthopädie FMH, als Gerichtsgutachter vor. Gleichzeitig, wies es sie auf das Recht hin, personenbezogene Ausstandsgründe gegen den vorgeschlagenen Experten zu e rheben. Im Weiteren unterbreitete das Kantonsgericht den Parteien den Entwurf des entspre chenden Auftrags und den vorgese- henen Fragenkatalog und es gab ihnen Gelegenheit, Zu satzfragen zu stellen. Während der Be- schwerdeführer in der Folge keine personenbezogenen Ausst andsgründe gegen den vorge- schlagenen Gerichtsgutachter erhob und auf die Möglichkeit, Zusatzfragen zu stellen, verzichte- te, lehnte die SUVA in ihrer Eingabe vom 29. Juli 2014 Prof. Dr. F.____ wegen Befangenheit als Gerichtsgutachter ab. Das Kantonsgericht wies dieses Aussta ndsbegehren jedoch mit Verfü- gung vom 26. September 2014 ab und am 1. Oktober 201 4 erteilte es dem Gerichtsgutachter Prof. Dr. F.____ den entsprechenden Auftrag. F. Mit Verfügung vom 22. Oktober 2014 kam das Kantonsg ericht auf Ersuchen von Prof. Dr. F.____ auf diese Auftragserteilung zurück. Gleichzei tig bestimmte es PD Dr. med. G.____, Orthopädie und Traumatologie FMH, als neuen Gerichtsgutachter. Innert der den Parteien hier- für eingeräumten Frist teilte die SUVA am 21. Novembe r 2014 mit, dass sie auch mit diesem neuen Gutachtervorschlag nicht einverstanden sei. Mit Verfügung vom 5. Januar 2015 wies das Kantonsgericht auch dieses Ablehnungsbegehren der SUVA ab. G. Am 17. April 2015 erstattete PD Dr. G.____ das i n Auftrag gegebene orthopädische Gerichtsgutachten. Die Parteien erhielten in der Folge Gelegenheit, sich zum Inhalt des Gutach- tens und zur Frage zu äussern, wie sich dessen Ergebnisse auf den Leistungsanspruch des Versicherten auswirken würden. In der Folge machten die SUVA am 20. Mai 2015 und der Be- schwerdeführer am 22. Juni 2015 von der Möglichkeit zur Stellungnahme Gebrauch. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss § 16 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- u nd Verwaltungsprozess- ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 hat das Gericht von Amtes wegen zu prüfen, ob auf das Rechtsmittel eingetreten werden kann. Mit Teilurtei l/Beschluss vom 3. April 2014 bejahte Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht das Kantonsgericht im vorliegenden Verfahren seine - v on der SUVA bestrittene - örtliche Zu- ständigkeit zur Beurteilung der Beschwerde des Versichert en. Da es auch die übrigen Eintre- tensvoraussetzungen als gegeben erachtete, entschied es, au f die Beschwerde vom 28. Sep- tember 2012 einzutreten. Was die Begründung dieses Eint retensentscheides betrifft, kann an dieser Stelle vollumfänglich auf dessen ausführliche Erwägungen verwiesen werden. 2. Strittig und im Folgenden zu prüfen ist, ob der B eschwerdeführer Anspruch auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung der Beschwerdegegnerin hat. 2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer i n der obligatorischen Unfallversi- cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs- unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Die Leistungspflicht des Un- fallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem versicherten Erei gnis und dem eingetretenen Schaden (Invalidität, Integritätseinbusse) ein natürliche r (vgl. dazu BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen) und ein adäquater (vgl. dazu BGE 129 V 18 1 E. 3.2 mit Hinweis) Kausalzusam- menhang gegeben ist. 2.2 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu minde stens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit da uernde ganze oder teilweise Erwerbs- unfähigkeit. Diese wiederum entspricht dem durch Beeintr ächtigung der körperlichen oder geis- tigen Gesundheit verursachten und nach zumutbarer Beha ndlung und Eingliederung verblei- benden ganzen oder teilweisen Verlust der Erwerbsmögli chkeiten auf dem in Betracht kom- menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Der R entenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustan- des der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmass- nahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädi gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung. Diese wird mit der Invalidenr ente festgesetzt oder, falls kein Renten- anspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 3.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrade s bildet jeweils die Frage, in wel- chem Ausmass die versicherte Person unfallbedingt arbeitsunfähig ist. Gemäss der Legaldefini- tion von Art. 6 ATSG ist Arbeitsunfähigkeit die durch e ine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teil weise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutba- re Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). 3.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche u nd gegebenenfalls auch andere Fach- leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 3.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an- deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 3.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspr echung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung auf zustellen (vgl. die ausführliche Zusam- menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nach der Praxis nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung des medizinischen Experten ab, dessen Au fgabe es ist, seine Fachkenntnis- se der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um ein en bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, we nn die Gerichtsexpertise wider- sprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht eingeholtes Ober gutachten in überzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt. Abweichende Beurt eilung kann ferner gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer Fach experten dem Gericht als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, sei es, dass es die Überprüfung im Rahmen einer Oberexpertise für angezeigt hält, sei es, dass es ohne Ober- expertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende S chlussfolgerungen zieht (BGE 125 V 352 f. E. 3b/aa mit Hinweisen). Im Weiteren ist laut diesen Richtlinien den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche au fgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Beri cht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Z uverlässigkeit der Expertise spre- chen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 4.1 Im ersten zwischen den Parteien in dieser Angelegen heit ergangenen Urteil vom 1. Oktober 2010 (Verfahren-Nr. 725 10 62 / 233) war das Kantonsgericht zur Auffassung ge- langt, dass die Leistungsansprüche des Versicherten gestü tzt auf die vorhandene medizinische Aktenlage nicht abschliessend beurteilt werden konnten. Der medizinische Sachverhalt bedürfe diesbezüglich zusätzlicher Abklärungen. Die SUVA habe den aktuellen Gesundheitszustand des Versicherten abklären zu lassen und zur Frage, inwiewe it dieser unfallbedingt in seiner Ar- beitsfähigkeit eingeschränkt sei, ein unabhängiges ort hopädisches Gutachten einzuholen. Aus- serdem habe die von der SUVA beauftragte Gutachtensper son eine erneute Einschätzung der Beeinträchtigung der körperlichen Integrität des Versi cherten vorzunehmen und sich dabei ins- besondere auch zu der Frage zu äussern, ob bezüglich de r verbleibenden Beeinträchtigung im Bereich der rechten Schulter mittlerweile ein Endzustand erreicht sei. Das Kantonsgericht hiess deshalb in seinem Urteil vom 1. Oktober 2010 die Besch werde des Versicherten in dem Sinne gut, als es den angefochtenen Einspracheentscheid vom 4. Februar 2010 aufhob und die Ange- legenheit zu weiteren medizinischen Abklärungen und zum anschliessenden Erlass einer neuen Verfügung an die SUVA zurückwies. 4.2 In Nachachtung dieses kantonsgerichtlichen Rückweisung sentscheids vom 1. Oktober 2010 gab die SUVA beim Spital E.____, Klinik für Ort hopädie und Traumatologie, ein orthopä- disches Gutachten in Auftrag, welches in der Folge durch Dr. med. H.____, Facharzt für Ortho- pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappar ates, erstellt und am 25. März 2011 erstattet wurde. Darin diagnostizierte der genann te Facharzt beim Versicherten eine Rockwood III-Läsion der rechten Schulter nach einem Unfall am 27. November 2005 und opera- tiver Sanierung im Sinne eines modifizierten Weaver-D unn am 30. März 2006 mit Restbe- schwerden im Bereich des AC-Gelenkes. Bei der klinischen Un tersuchung zeige sich ein nor- mal gebauter gesunder kräftiger junger Mann mit symmet rischer Muskeltrophic und symmet- risch grober Beschwielung beider Hände. Klinisch und radiologisch bestehe eine hervorragende anatomische Rekonstruktion der Rockwood III-Läsion. Der Versicherte beklage hauptsächlich ein Schmerzproblem über dem AC-Gelenk, welches in die ganze rechte Körperhälfte ausstrah- le. Die klinische Untersuchung zeige eine leichtgradige Bewegungseinschränkung von 20 Grad in der Flexion und der Abduktion sowie eine Kraftminderung sowohl bei der Messung der Hand- kraft als auch bei der Messung der Abduktionskraft. Rein d urch den Unfall und die operative Sanierung sowie durch den Befund fünf Jahre nach der Operation, lasse sich eine fehlende Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess nicht erkläre n. Es sei von einer Symptomauswei- tung auszugehen. Der im Krankheitsverlauf geäusserte Ver dacht auf einen “low grade“- Infekt an der Schulter sei theoretisch möglich. Die anamnestische und klinische Situation der Schulter sei indessen wenig suspekt auf eine “low grade“-Infektion . Prinzipiell müsse davon ausgegan- gen werden, dass diese spezielle Form einer postoperativen Komplikation schwer zu fassen und einzig durch eine Biopsie zu beweisen sei. Der Versich erte habe vor dem Unfall als Quali- tätskontrolleur gearbeitet. Diese Tätigkeit sei ihm ga nztäglich zumutbar, sofern die Maximalbe- lastung der zu bewegenden Teile 10 kg wäre. Das Heben und Tragen von Lasten über 10 kg sowie oberhalb der Horizontale seien nicht zumutbar. Unzumutbar seien auch repetitive Schlag- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht und Überkopfarbeiten. Eine zeitliche Einschränkung für die Ausübung einer angepassten Tätig- keit bestehe nicht, diese sei uneingeschränkt möglich. D er Integritätsschaden des Versicherten liege gemäss den Integritätsentschädigungstabellen der SUVA bei 5 %. 4.3 Die SUVA stützte sich in der Folge im vorliegend angefochtenen Einspracheentscheid vom 27. August 2012 bei der Beurteilung des medizinische n Sachverhalts vollumfänglich auf dieses orthopädische Gutachten von Dr. H.____ vom 25. März 2011. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.4 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfa hrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehend er Beobachtungen und Untersuchun- gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Anlässlich der Parteiverhandlung vom 3. April 2014 gelangte das K antonsgericht nun allerdings zur Auf- fassung, dass das Gutachten von Dr. H.____ vom 25. März 201 1 insbesondere in Bezug auf seine Vollständigkeit nicht zu überzeugen vermöge. So se tze sich der Gutachter mit dem Be- richt des behandelnden Arztes Dr. med. I.____, Orthopäd ische Chirurgie FMH, vom 14. De- zember 2009 im Rahmen seiner medizinischen Beurteilung in keiner Weise auseinander. Die fehlende Auseinandersetzung mit den Ausführungen von Dr. I.____ wiege bei der Beurteilung der Beweiskraft umso schwerer, als dessen fachärztliche Stel lungnahme von ausschlaggeben- der Bedeutung für den Rückweisungsentscheid des Kantonsger ichts vom 1. Oktober 2010 ge- wesen sei. Im Gutachten von Dr. H.____ würden sich ferner auch keine Ausführungen zu der von Dr. I.____ aufgeworfenen und im Rückweisungsentschei d des Kantonsgerichts explizit for- mulierten Frage finden, ob bezüglich der verbleibende n Beeinträchtigungen im Bereich der rechten Schulter mittlerweile der Endzustand erreicht sei. Damit lasse das von der SUVA in Auftrag gegebene Gutachten von Dr. H.____ Aspekte, die zur Klärung der medizinischen Situa- tion notwendig seien, gänzlich unbeantwortet und die Expertise vermöge mangels genügender Auseinandersetzung mit den vorhandenen Vorakten den A nforderungen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage nicht zu genügen. Die SUVA sei demnach - entgegen der von ihr vertre- tenen Auffassung - der ihr obliegenden Abklärungspflic ht nicht im erforderlichen Masse nach- gekommen. Da die übrigen vorliegenden medizinischen Ber ichte ebenfalls keine ausreichende Grundlage für eine abschliessende Beurteilung der Beschwe rde bildeten, beschloss das Ge- richt, den Fall auszustellen und die erforderliche zusä tzliche Abklärung des medizinischen Sachverhalts im Rahmen eines orthopädischen Gerichtsgutac htens vornehmen zu lassen, mit dessen Erstellung in der Folge PD Dr. G.____ beauftragt wurde. 5. Gestützt auf seine Untersuchungen und die medizinische Aktenlage hält PD Dr. G.____ in seinem orthopädischen Gerichtsgutachten vo m 17. April 2015 beim Versicherten als Diagnosen Residualschmerzen AC-Gelenk rechts (ICD-10: M 25.51) bei (1) Status nach Tossy III-/Rockwood III-AC-Gelenksluxation (27.11.2005), (2 ) Status nach initial konservativer, nicht operativer Therapie und (3) Status nach modifizi erter Weaver-Dunn-Operation (30.03.2006) fest. Zur Frage nach dem Endzustand führt PD Dr. G.____ aus, aufgrund der klinischen Erfahrung sei davon auszugehen, dass sich ein Jahr nach stattgehabt er Operation ein Endzustand einge- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht stellt habe. Somit sei der ein Jahr postoperativ beste hende Zustand als Endzustand auf Dauer zu betrachten. In seiner weiteren Beurteilung weist PD Dr. G.____ s odann darauf hin, dass sich die bei den Akten liegenden Gutachten und Berichte von Dr. med. J. ____, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, vom 13. Novem ber 2007, von Dr. I.____ vom 14. Dezember 2009 und von Dr. H.____ vom 25. März 2011 in den darin beschriebenen norma- len und pathologischen Befunden im Grundsatz nicht unte rscheiden würden. Übereinstimmend würden in diesen Vorakten Arbeiten in Schulterhöhe und über Kopf, repetitive Schlag- und/oder Vibrationsbelastungen, Tätigkeiten mit häufigen grösse ren Gewichtsbelastungen und Arbeiten in Zwangshaltungen als nicht mehr zumutbar angesehen. Schaue man sich die Beweglichkeit der Schulter im Detail über die Zeit an, so finde sich im Gutachten von Dr. J.____ eine Flexions- fähigkeit der Schulter von 120° und im Bericht von Dr. I.____ sowie im Gutachten von Dr. H.____ jeweils eine solche von 140° . Während der aktuellen gutachterlichen Untersuchung weise die Schulter eine Flexion von 150° auf. Daneben bestehe in den genannten Gutachten und Berichten eine gewisse Diskrepanz in der Einschätzung de r Gewichtsbelastungsfähigkeit des Schultergürtels des Exploranden. Laut Dr. J.____ be stehe eine theoretische Gewichtslimite für Werkstücke in der Grössenordnung von 15-20 kg, Dr. I .____ gebe an, dass bis zur Horizon- talen ein vereinzelter Kraftaufwand von 5-10 kg zumutbar sei, und Dr. H.____ lege sich auf eine Maximalgrenze von 10 kg fest. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit des Exploranden führ t der Gerichtsgutachter aus, dass aktuell aufgrund der Beschwerden im Bereich des ehemaligen Sch ultereckgelenkes bei Schwellung, Claviculahochstand, Druck- und Bewegungsschmerzhaftigkeit so wie endgradiger Bewegungs- einschränkung repetitive Überkopftätigkeiten, Arbeiten mit Tragbelastungen über 10 kg, Tätig- keiten mit Schlag- und Vibrationsbelastungen sowie Arbe iten in Zwangshaltungen nicht zumut- bar seien. In einer leichten bis mittelschweren Tätig keit, bei welcher nicht über Kopf gearbeitet und nicht in Zwangspositionen verharrt werden müsse, kei ne Gewichte über 10 kg zu tragen seien und keine Schlag- und Vibrationsbelastungen bestü nden, sei der Explorand vollumfäng- lich ganztägig arbeitsfähig. Ein vermehrter Pausenbedarf zur Vermeidung der Exazerbation der Beschwerden im Bereich des Schultergelenkes bestehe aus der Erfahrung nicht, in einer sol- chen Tätigkeit betrage die Arbeitsunfähigkeit somit 0 %. Die Integritätseinbusse schliesslich sei in Anbetracht d er sich seit einem Jahr postoperativ sehr stationär haltenden, sich in der Beweglichkeit leicht p ositiv, sicher aber nicht negativ entwi- ckelnden Befundsituation auf 5 % zu beziffern. 6.1 In ihrer Stellungnahme vom 20. Mai 2015 sieht sich die SUVA durch das Gerichtsgut- achten von PD Dr. G.____ vom 17. April 2015 in ihrem Standpunkt bestätigt. Insbesondere sei der Gerichtsgutachter in seiner Zumutbarkeitsbeurteilung zu denselben Schlussfolgerungen wie der der Vorgutachter Dr. H.____ gelangt, auf dessen Beurteilung man sich beim Erlass der Ver- fügung vom 23. August 2011 bzw. des Einspracheentscheides vom 27. August 2012 gestützt habe. Die Beschwerde des Versicherten sei deshalb als u nbegründet abzuweisen. Demgegen- über beanstandet der Beschwerdeführer in seiner Einga be vom 22. Juni 2015 das Gerichtsgut- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht achten in verschiedener Hinsicht. So beantworte etwa PD D r. G.____ die Frage, ob der medizi- nische Endzustand erreicht sei, nicht schlüssig. Zudem gelang e er in seiner Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu einer anderen Einschätzung als der behandelnde Arzt Dr. I.____, er unter- lasse es jedoch, diese Abweichung zu begründen. Schliesslich fehle auch in Bezug auf die Be- messung des Integritätsschadens eine Auseinandersetzung mi t der Argumentation von Dr. I.____. Er beantrage deshalb, ein neues orthopäd isches Gutachten einzuholen, welches sich zu den Fragen des medizinischen Endzustandes, der Arbe itsfähigkeit und des Integritäts- schadens äussere. 6.2 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.4 hiervor), weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nach der Praxis nicht ohne zwingende Gründe von der Ein schätzung der medizinischen Exper- ten ab, deren Aufgabe es ist, ihre Fachkenntnisse der Ger ichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Vorliegend erfüllt das Gerichtsgut- achten von PD Dr. G.____ vom 17. April 2015 die rechtsprechungsgemässen Voraussetzungen (vgl. E. 3.3 hiervor) an eine medizinische Beurteilungsg rundlage, wobei allerdings festzuhalten ist, dass die Begründungen einzelner Einschätzungen und Schlussfolgerungen kurz ausgefallen sind und das Gutachten deshalb die Anforderungen, die hinsichtlich Begründungsumfang und -dichte an eine solche Expertise zu stellen sind, zum T eil lediglich knapp erfüllt. Letztlich bildet es aber eine ausreichende Grundlage für eine abschliesse nde Beurteilung der vorliegenden Streitsache: Das Gutachten beruht auf allseitigen Unt ersuchungen, es berücksichtigt die ge- klagten Beschwerden, es ist in Kenntnis der Vorakten abge geben worden, es legt die medizini- schen Zusammenhänge nachvollziehbar dar und es weist kei ne Widersprüche auf. Sodann setzt sich der Gutachter mit den übrigen bei den Akten l iegenden fachärztlichen Einschätzun- gen auseinander und er nimmt gestützt auf die Ergebni sse seiner Untersuchungen eine schlüs- sige Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten u nd der vorhandenen Integritätsein- busse vor. 6.3 An diesem Ergebnis vermögen die Einwände, die der Beschwerdeführer in seiner Stel- lungnahme vom 22. Juni 2015 gegen die beweisrechtlich e Verwertbarkeit des Gerichtsgutach- tens von PD Dr. G.____ vorbringt, letztlich nichts zu änd ern. Nachfolgend ist in einem ersten Schritt auf die Beanstandungen einzugehen, die der Ve rsicherte im Zusammenhang mit der gutachterlichen Beurteilung seines Gesundheitszustandes und seiner Arbeitsfähigkeit erhebt. Auf die Einwände, die er hinsichtlich der gutachterli chen Festsetzung der Integritätseinbusse vorbringt, wird anschliessend weiter unter (vgl. E. 8 hiernach) zurückzukommen sein. Der Beschwerdeführer moniert, dass PD Dr. G.____ die vo m Kantonsgericht in seinem Be- schluss vom 3. April 2014 aufgeworfene Frage, ob der me dizinische Endzustand erreicht sei, nicht schlüssig beantworte. Zudem gehe der Gerichtsgutacht er fälschlicherweise davon aus, dass der von Dr. H.____ vorgeschlagene Eingriff (Infilt ration AC-Gelenk) tatsächlich stattgefun- den habe. Dieser Eingriff sei jedoch nicht vorgenomm en worden. Die gutachterliche Annahme, dass im Zeitpunkt seiner Untersuchung „ein Zustand von e inem Jahr postoperativ“ bestehe, sei daher falsch. Dieser Einwand erweist sich als unzutreffen d. Mit seiner Einschätzung, wonach sich „ein Jahr nach stattgehabter Operation“ ein Endzustan d eingestellt habe und der Zustand, wie er sich seither präsentiere, als Endzustand auf Dauer zu betrachten sei, bezieht sich der Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht Gerichtsgutachter ganz offensichtlich auf den am 30. März 2006 im Kantonsspital Luzern erfolg- ten operativen Eingriff. Die Annahme, dass somit seit E nde März 2007 von einem medizini- schen Endzustand ausgegangen werden kann, erweist sich dur chaus als nachvollzielbar. Der Gerichtsgutachter weist diesbezüglich denn auch zu Rec ht darauf hin, dass in den seither ver- fassten Gutachten und Berichten von Dr. J.____ vom 13. No vember 2007, von Dr. I.____ vom 14. Dezember 2009 und von Dr. H.____ vom 24. März 2011 weitgehend identische Befunde und somit ein praktisch übereinstimmender medizinischer (End-) Zustand beschrieben wird. Im Weiteren beanstandet der Beschwerdeführer, dass sich de r Gerichtsgutachter nur unzu- reichend mit den abweichenden Einschätzungen des behande lnden Arztes Dr. I.____ ausei- nandersetze. Diesem Einwand ist entgegen zu halten, da ss PD Dr. G.____ durchaus auf die Beurteilung des behandelnden Arztes Dr. I.____ eingeht (vgl. S. 7 f. des Gerichtsgutachtens): Da er in der Folge gestützt auf seine eigenen Untersuch ungen zu weitgehend übereinstimmen- den Befunden gelangte, hatte er aber - jedenfalls in Bezug auf die Beurteilung des Gesund- heitszustandes des Exploranden - keine Veranlassung, weit er auf den Bericht des behandeln- den Arztes einzugehen. Abweichende Auffassungen zwischen den beiden Fachärzten bestehen hingegen bezüglich der Einschätzung der Gewichtsbelastung sfähigkeit des Schultergürtels des Versicherten: Während Dr. I.____ einen vereinzelten K raftaufwand von 5-10 kg (bis zur Hori- zontalen) als zumutbar erachtet, bezeichnet der Gerichts gutachter Tragbelastungen bis 10 kg als zumutbar. In diesem Punkt trifft der Einwand zu, d ass PD Dr. G.____ die - allerdings auch nur als minim zu bezeichnende - Abweichung zur Auffassung des behandelnden Arztes nicht näher begründet. Daraus darf allerdings nicht auf eine beweisrechtliche Unverwertbarkeit sei- nes Gerichtsgutachtens geschlossen werden. Diesbezüglich gilt es zu beachten, dass dem Versicherten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt auch dann noch ein breites Feld an leichten bis mittelschweren Arbeiten offen steht, wenn im Rahmen der Zumutbarkeitsbeurteilung von einem Traglimit von 5-10 kg statt von einem solchen von 10 kg ausgegangen würde. Insofern ergeben sich aus der fehlenden Auseinandersetzung des Gu tachters mit der (minimal) abwei- chenden Zumutbarkeitsbeurteilung des behandelnden Arztes letztlich keine praktischen Auswir- kungen auf die Frage des Rentenanspruchs des Beschwerdeführers (vgl. dazu E. 7 hiernach). 6.4 Im Sinne eines Zwischenergebnisses ist demnach festzuha lten, dass bei der Beurtei- lung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten auf die Ergebnisse des Gerichtsgutachtens von PD Dr. G.____ vom 17. April 2 015 abgestellt werden kann. Somit ist mit dem Gerichtsgutachter davon auszugehen, dass der B eschwerdeführer in einer leidens- adaptierten leichten bis mittelschweren Tätigkeit uneingeschränkt ganztägig arbeitsfähig ist. 7.1 Nach Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Inva liditätsgrades das Erwerbsein- kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der In validität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Bezie- hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat i n der Regel in der Weise zu erfol- gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffe rnmässig möglichst genau ermit- Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht telt und einander gegenübergestellt werden. Aus der E inkommensdifferenz lässt sich der Invali- ditätsgrad bestimmen (BGE 128 V 30 E. 1). 7.2 Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist entschei dend, was die versicherte Person nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrsche inlichkeit als gesunde Person tat- sächlich verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel vom letzten Lohn, den die versichert e Person vor Eintritt des Gesund- heitsschadens erzielt hat, auszugehen ist (Urteil I. des damaligen Eidgenössischen Versiche- rungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtlic he Abteilungen] vom 26. November 2002, I 491/01, E. 2.3.1 mit zahlreichen Hinweisen). Vorliegend war der Versicherte seit Mitte Oktober 2001 als Produktionsmitarbeiter bei der B.____ AG tätig gewesen. Die Arbeitgeberin hatte dieses Arbeitsverhältnis jedoch bereits vor dem Un fallereignis vom 27. November 2005 per Ende Dezember 2005 gekündigt. Bei dieser Ausgang slage ist die SUVA aber bei der Be- messung des Valideneinkommens zu Recht nicht vom Lohn ausge gangen, den der Versicherte zuletzt bei der B.____ AG erzielt hatte, sondern sie h at das Valideneinkommen richtigerweise unter Beizug der Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundes- amtes für Statistik ermittelt (vgl. dazu BGE 126 V 76 E . 3b/bb mit Hinweisen und 124 V 322 E. 3b/aa). Auf diese Weise hat sie für das vorliegend ma ssgebende Jahr 2008 ein Validenein- kommen von Fr. 65‘154.-- errechnet. Dieser Betrag ist nicht zu beanstanden, er wird denn auch vom Beschwerdeführer nicht in Frage gestellt. 7.3.1 Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesun dheitsschadens keine oder jeden- falls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit a ufgenommen, so können für die Fest- setzung des (hypothetischen) Invalideneinkommens nach der Rechtsprechung entweder die LSE-Tabellenlöhne oder die Lohnangaben aus der Dokum entation von Arbeitsplätzen (DAP) der SUVA herangezogen werden (BGE 126 V 76 E. 3b mit Hinweisen, 129 V 475 E. 4.2.1). 7.3.2 Im Entscheid BGE 129 V 472 ff. befasste sich das B undesgericht ausführlich mit der Invaliditätsbemessung aufgrund von Arbeitsplatzbeschrei bungen aus der von der SUVA ge- schaffenen DAP und stellte fest, dass die für die Invalid itätsbemessung herangezogenen DAP- Profile im konkreten Einzelfall repräsentativ sein müssen. Es genügt daher nicht, wenn lediglich ein einziger oder einige wenige zumutbare Arbeitsplätze angegeben werden, weil es sich dabei sowohl hinsichtlich der Tätigkeit als auch des bezahlten Lohnes um Sonder- oder Ausnahmefäl- le handeln kann. Vielmehr muss der Unfallversicherer m indestens fünf DAP-Blätter auflegen, damit die Repräsentativität der DAP-Profile als gegebe n betrachtet werden kann. Zusätzlich sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrun d der gegebenen Behinderung der versicherten Person in Frage kommenden dokumentierten Ar beitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungs- profil entsprechenden Gruppe. Dadurch wird eine hin reichende Überprüfung des dem Unfall- versicherer bei der Auswahl der DAP-Blätter zustehenden E rmessens ermöglicht. Sind die er- wähnten verfahrensmässigen Anforderungen nicht erfüllt, kann nicht auf den DAP- Lohnvergleich abgestellt werden (vgl. zitiertes Urteil , E. 4.2.2; vgl. auch BGE 139 V 595 f. E. 6.3). Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht 7.3.3 Vorliegend stützte sich die SUVA bei der Berechn ung des Invalideneinkommens auf Lohnangaben aus ihrer DAP, wobei sie insgesamt fünf DA P-Blätter für das Jahr 2008 auflegte. Darüber hinaus machte sie Angaben über die Gesamtzahl d er aufgrund der gegebenen Beein- trächtigung des Versicherten in Frage kommenden dokument ierten Arbeitsplätze (insgesamt 30 DAP), über den dabei erzielbaren Maximallohn (Fr. 69‘821 .--), über den Minimallohn (Fr. 38‘900.--) sowie über den Durchschnittslohn der de m verwendeten Behinderungsprofil ent- sprechenden Gruppe (Fr. 53‘546.--). Die von der Rechtsp rechung geforderten, für die Invalidi- tätsbemessung herangezogenen konkreten fünf DAP-Blätter ergeben einen Durchschnittslohn von Fr. 61‘452.--. Diesen Betrag hat die SUVA in der Folge ihrem Einkommensvergleich als hypothetisches Invalideneinkommen zu Grunde gelegt. Anh and der Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 65‘154.-- und dieses Invalideneinkommens von Fr. 61‘452.-- ermit- telte sie sodann einen Invaliditätsgrad des Versicherten von 5,68 % bzw. gerundet (vgl. zur Rundungspraxis: BGE 130 V 121 ff.) von 6 %. 7.3.4 Der Beschwerdeführer bestreitet im Zusammenhang mit dieser vorinstanzlichen Invali- ditätsbemessung die Rechtmässigkeit der beigezogenen DAP -Profile. So verwende die SUVA bei den konkreten fünf DAP-Profilen, auf die sie abstelle, ein Blatt (Nr. 6039), welches dem ärzt- licherseits attestierten Zumutbarkeitsprofil nicht entspreche. Zudem habe die SUVA ohne weite- re Erörterungen auf den Durchschnittslohn der herangezo genen fünf DAP-Blätter abgestellt, was nicht korrekt sei, weil dadurch den konkreten berufl ichen und persönlichen Merkmalen des Versicherten nicht Rechnung getragen werde. Wie es sich m it diesen beiden Einwänden ver- hält, kann vorliegend letztlich offen bleiben. Aus dem Folgenden ergibt sich, dass für den Versi- cherten auch kein Invaliditätsgrad von 10 % oder mehr r esultiert, wenn dieser nicht gestützt auf die DAP-Lohnangaben, sondern stattdessen anhand der LSE-Tabellenlöhne ermittelt wird. Laut Tabelle TA1 der LSE 2008 belief sich der Zentralwert für die mit einfachen und repetitiven Auf- gaben (Anforderungsniveau 4) beschäftigten Männer im privaten Sektor im Jahre 2008 auf Fr. 4'806.-- (LSE 2008, Privater Sektor, Tabelle TA1, Männer, Total Ziff. 01-93). Dieser Tabel- lenlohn beruht auf einer einheitlichen Arbeitszeit von 40 Wochenstunden und ist auf die durch- schnittliche Wochenarbeitszeit des Jahres 2008 von 41,6 Stund en (vgl. Die Volkswirtschaft 3/2014 S. 88 Tabelle B 9.2) umzurechnen. Daraus resulti ert ein Monatslohn von Fr. 4'998.25 bzw. ein Jahresgehalt von Fr. 59'979.--. Da der Versicherte in einer leidensadaptierten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist (vgl. E. 5 hiervor), beläuft sich das ihm zumutbare Invalideneinkom- men auf den genannten Betrag von Fr. 59‘979.--.Setzt man im Einkommensvergleich dieses Invalideneinkommen dem Valideneinkommen von Fr. 65‘15 4.-- gegenüber, so resultiert daraus ein Invaliditätsgrad des Versicherten von 7,9 % bzw. gerundet von 8 %. 7.4 Nach dem Gesagten führen vorliegend sowohl die F estsetzung des (hypothetischen) Invalideneinkommens gestützt auf die DAP-Lohnblätter a ls auch die Bemessung des Invaliden- einkommens anhand der LSE-Tabellenlöhne in der anschlie ssenden Invaliditätsbemessung zu rentenausschliessenden Invaliditätsgraden von 6 % bzw. vo n 8 %. Somit hat die SUVA im an- gefochtenen Einspracheentscheid vom 27. August 2012 ei nen Rentenanspruch des Versicher- ten zu Recht verneint. Die Beschwerde ist demnach im Rentenpunkt abzuweisen. Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht 8. Zu prüfen bleibt die Höhe der dem Beschwerdeführe r zustehenden Integritätsentschä- digung. 8.1 Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemes- sene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfal l eine dauernde erhebliche Schädi- gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrit ät erleidet. Nach Art. 36 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 gilt ein Integritätsscha- den als dauernd, wenn er voraussichtlich während des ganze n Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht (Satz 1); er ist erheblich, wenn die körp erliche, geistige oder psychische Integ- rität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Satz 2). 8.2 Laut Art. 25 Abs. 1 UVG wird die Integritätsentsch ädigung in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie wird entsprechend der Schwere des Integ ritätsschadens abgestuft, wobei sie den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jah resverdienstes nicht übersteigen darf. Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Gemäss Abs. 2 dieser Vorschrift gel- ten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. Darin hat der Bundesrat in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 113 V 219 E. 2a; Kranken- und Unfallversicherung - Re chtsprechung und Verwaltungspraxis [RKUV] 1988 Nr. U 48 S. 236 E. 2a mit Hinweisen) häu fig vorkommende und typische Schäden prozentual gewichtet. 8.3 Für die im Anhang 3 zur UVV genannten Integrität sschäden entspricht die Entschädi- gung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höch stbetrages des versicherten Ver- dienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädigung für speziel le oder nicht aufgeführte Integritätsschä- den wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert ab geleitet (Ziff. 1 Abs. 2 Satz 1). In die- sem Zusammenhang hat die SUVA in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala zusätzliche Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form erarbeitet. Diese in den Mitteilungen der Medizi- nischen Abteilung der SUVA Nr. 57 bis 59 herausgegebene n Tabellen (teilweise geändert und ergänzt in den Mitteilungen Nr. 60, 62 und 66) sind, soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewä hrleistet werden soll, mit dem An- hang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c, 116 V 157 E. 3a mit Hinweis). 8.4 Bei der Bestimmung des Schweregrades einer gesund heitlichen Beeinträchtigung handelt es sich um eine Tatfrage, für deren Beantwortu ng Verwaltung und Gerichte auf fach- ärztliche Mithilfe angewiesen sind. Dem Gericht ist es n icht möglich, die Beurteilung aufgrund der aktenkundigen Diagnosen selber vorzunehmen, da die Ausschöpfung des in den Tabellen offen gelassenen Bemessungsspielraums entsprechende Fachkenn tnisse voraussetzt und von einem medizinischen Laien eine zuverlässige Zuordnung nicht erwartet werden kann. Die Beur- teilung der einzelnen Integritätseinbussen obliegt som it den ärztlichen Sachverständigen (Ur- teil A. des Bundesgerichts vom 23. April 2007, U 121/06, E. 4.2 mit weiteren Hinweisen). 8.5.1 In ihrer Verfügung vom 3. September 2008 hatt e die SUVA dem Versicherten für die auf den Unfall zurückzuführende Integritätseinbusse eine Integritätsentschädigung in der Höhe Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht von 5 % des Höchstbetrages des versicherten Jahresverdienstes zu gesprochen. Nachdem der Versicherte gegen diese Verfügung Einsprache erhoben h atte, hiess die SUVA diese mit Ein- spracheentscheid vom 4. Februar 2010 insofern teilweise gut, als sie die dem Versicherten zu- stehende Integritätsentschädigung neu auf 10 % festsetzte. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte Beschwerde beim Kantonsgericht, w elche dieses mit Urteil vom 1. Okto- ber 2010 in dem Sinne guthiess, als es den angefochtene n Einspracheentscheid aufhob und die Streitsache zu weiteren medizinischen Abklärungen u nd zum anschliessenden Erlass einer neuen Verfügung an die SUVA zurückwies. Gestützt auf das in der Folge von Dr. H.____ ver- fasste orthopädische Gutachten vom 25. März 2011 legte die SUVA mit Verfügung vom 23. August 2011 die Integritätseinbusse des Versicherten neu (wieder) auf 5 % fest. Gleichzeitig entschied sie, dass der Versicherte die ihm zu viel ausbezah lte Integritätsentschädigung im Umfang von 5 % beziehungsweise in der Höhe von Fr. 5‘340.-- innert 30 Tagen zurückzuzahlen habe. Die vom Versicherten gegen diese Verfügung erho bene Einsprache wies die SUVA mit dem vorliegend angefochtenen Einspracheentscheid vom 27. August 2012 ab. 8.5.2 Der Versicherte macht in der vorliegenden Beschwe rde geltend, die SUVA habe ihm im Einspracheentscheid vom 4. Februar 2010 die Integrit ätsentschädigung von 10 % vorbehalt- los zugesprochen. Es könne deshalb keine Rede von einem unre chtmässigen Leistungsbezug sein und es fehle somit in jedem Fall an einer Grundl age für die geltend gemachte Rückforde- rung. Dieser Betrachtungsweise kann jedoch nicht beige pflichtet werden. Der Beschwerdefüh- rer übersieht, dass der Einspracheentscheid vom 4. Febru ar 2010, mit welchem ihm die 10 %- ige Integritätsentschädigung zugesprochen worden war, nicht in Rechtskraft erwachsen ist. Das Kantonsgericht hat diesen Entscheid auf Beschwerde des Ve rsicherten hin, in welcher dieser (auch) die nochmalige Abklärung seines Integritätsentsch ädigungsanspruchs beantragt hatte, mit Urteil vom 1. Oktober 2010 vollumfänglich aufgehobe n und die Angelegenheit zu weiteren medizinischen Abklärungen - auch hinsichtlich der Integrit ätsentschädigung - und zum an- schliessenden Erlass einer neuen Verfügung an die SUVA z urückgewiesen. In Anbetracht die- ses Verfahrensablaufs bedurfte die SUVA aber entgegen d er Auffassung des Beschwerdefüh- rers keines Rückkommenstitels im Sinne des Art. 53 Abs. 1 A TSG (prozessuale Revision) oder des Art. 53 Abs. 2 ATSG (Wiedererwägung), um die von ihr im - nie rechtskräftig gewordenen - Einspracheentscheid vom 4. Februar 2010 auf 10 % bezifferte Integritätsentschädigung gestützt auf die im Nachgang zum kantonsgerichtlichen Urteil vom 1. Oktober 2010 erfolgten medizini- schen Abklärungen neu (wieder) auf 5 % festzusetzen. 8.5.3 Der Beschwerdeführer macht sodann geltend, die ve rfügte Kürzung der Integritätsent- schädigung komme einer reformatio in peius gleich, wesha lb ihm die Kürzung zunächst hätte angedroht werden müssen, damit er sein Begehren um Au srichtung einer mehr als 10 %-igen Integritätsentschädigung hätte zurückziehen können. Mit d iesem Einwand kann der Beschwer- deführer vorliegend aber ebenfalls nichts zu seinen Gunsten ableiten. Es trifft zwar zu, dass das kantonale Versicherungsgericht der Beschwerde führenden Pe rson Gelegenheit zur Stellung- nahme sowie zum Rückzug der Beschwerde zu geben hat, wenn es beabsichtigt, eine Verfü- gung oder einen Einspracheentscheid zu Ungunsten der Be schwerde führenden Person zu än- dern (Art. 61 lit. d ATSG). Nach der bis Mitte Juli 2011 geltenden bundesgerichtlichen Recht- sprechung bedeutete die blosse Möglichkeit einer Schlecht erstellung infolge Aufhebung einer Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht leistungszusprechenden Verfügung und Rückweisung der Sache zu ergänzender Sachver- haltsabklärung sowie neuer Entscheidung an den Versicheru ngsträger jedoch keine reformatio in peius im Sinne dieser Bestimmung (Urteil I. des Bun desgerichts vom 4. Juni 2010, 9C_990/2009, E. 2 mit Hinweisen). Erst mit dem am 1 8. Juli 2011 ergangenen Grundsatzent- scheid 137 V 314 ff. änderte das Bundesgericht seine bi sherige konstante Praxis dahingehend, dass der Beschwerde führenden Partei auch dann Gelegen heit zum Rückzug der Beschwerde zu geben ist, wenn eine leistungszusprechende Verfügung aufgehoben und die Sache zu weite- rer Abklärung und neuer Entscheidung an den Versicherun gsträger zurückgewiesen werden soll (BGE 137 V 314, Regeste). Vorliegend datiert der im vorangegangenen Beschwerdeverfah- ren ergangene Rückweisungsentscheid des Kantonsgerichts vo m 1. Oktober 2010 und somit vor Erlass des Grundsatzentscheides 137 V 314 ff. Im Lichte der geschilderten, damals gelten- den bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist es aber nicht zu beanstanden, dass das Kantons- gericht dem Versicherten vorgängig der mit Urteil vom 1. Oktober 2010 erfolgten Aufhebung des leistungszusprechenden Einspracheentscheides vom 4. Feb ruar 2010 und der Rückwei- sung der Angelegenheit zu ergänzender Sachverhaltsabklä rung sowie neuer Entscheidung an die SUVA keine Möglichkeit zum Beschwerderückzug eingeräumt hatte. 8.6 Wie bereits oben erwähnt (vgl. E. 5 hiervor), gel angte PD Dr. G.____ in seinem Ge- richtsgutachten vom 17. April 2015 zum Ergebnis, dass die Integritätseinbusse des Versicher- ten in Anbetracht der sich seit einem Jahr postoperativ se hr stationär haltenden, sich in der Be- weglichkeit leicht positiv, sicher aber nicht negativ ent wickelnden Befundsituation auf 5 % zu beziffern sei. Der Beschwerdeführer vertritt in seiner Stellungnahme zum Gerichtsgutachten die Auffassung, dass auf diese Einschätzung nicht abgestellt we rden könne, da sie nicht ausrei- chend begründet werde. Zudem fehle eine Auseinanderset zung mit der Einschätzung des be- handelnden Arztes Dr. I.____, der von einer 10 %-igen Integritätseinbusse ausgehe. Dem Be- schwerdeführer ist insoweit beizupflichten, als der Ge richtsgutachter das eingangs dieses Ab- schnitts wiedergegebene Ergebnis seiner Beurteilung zug egebenermassen äusserst knapp be- gründet hat. Zu beachten ist allerdings, dass er an einer anderen Stelle des Gerichtsgutachtens (vgl. S. 10 Mitte) zusätzlich darauf hinweist, dass bei ei ner Periarthrosis humerus scapularis für eine leichte Form keine und bei einer mässigen Form ei ne 10 %-ige Integritätseinbusse ange- nommen werden könne. Er sei der Auffassung, dass es sich i m Falle des Versicherten um eine dazwischen liegende Form handle, weshalb es angezeigt sei, von einem Integritätsschaden von 5 % auszugehen. Mit dieser ergänzenden Feststellung kann die gutachterliche Beurteilung des Integritätsschadens insgesamt als nachvollziehbar und auch ausreichend begründet bezeichnet werden, so dass auf diese abgestellt werden kann. Die Be schwerde ist demnach auch hinsicht- lich der beanstandeten Integritätsentschädigung abzuweisen. 8.7 Zu ergänzen bleibt, dass die SUVA den Versicherten im angefochtenen Einsprache- entscheid zu Recht auf die Möglichkeit hingewiesen hat, im Zusammenhang mit der geltend gemachten Rückforderung der zu viel ausbezahlten Integ ritätsentschädigung in der Höhe von Fr. 5‘340.-- ein Erlassgesuch zu stellen. Ein solches ist gemäss Art. 4 Abs. 4 der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (A TSV) vom 11. September 2002 spätestens 30 Tage nach Eintritt der Rechtskraft der Rückforderungsverfügung einzureichen. Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht 9. Zusammenfassend ist als Ergebnis festzuhalten, dass der angefochtene Einsprache- entscheid vom 27. August 2012 nicht zu beanstanden ist. D ie vom Versicherten hiergegen er- hobene Beschwerde muss deshalb abgewiesen werden. 10. Abschliessend bleibt über die Kosten des Verfahrens z u befinden. 10.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par- teien kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorlie gende Verfahren keine Kosten zu erheben. 10.2 Nach Art. 45 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträ ger die Kosten der Abklärung zu übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeord- net, so übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Ma ssnahmen für die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 ff. entschieden h at, sind in den Fällen, in denen zur Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnahme an sich eine Rückweisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick au f die Wahrung der Verfahrens- fairness entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gegebenen Begutachtung den Ver- sicherungsträgern zu auferlegen. Dies sei, so das Bundesg ericht weiter, mit der zitierten Be- stimmung von Art. 45 Abs. 1 ATSG durchaus vereinbar (BGE 137 V 265 f. E. 4.4.2). Vorliegend war das Kantonsgericht anlässlich der Parteiverhandlung vom 3. April 2014 zum Ergebnis ge- langt, dass das von der SUVA eingeholte Gutachten von Dr . H.____ vom 25. März 2011 für die streitigen Belange nicht umfassend war (vgl. dazu E. 4.3 hiervor) und demnach den rechtspre- chungsgemässen Anforderungen an ein beweistaugliches Gut achten (BGE 125 V 352 E. 3a) nicht genügte. Da ein Entscheid in der Angelegenheit g estützt auf die damals vorhandene Ak- tenlage nicht möglich war, beschloss das Kantonsgericht, d ie erforderliche zusätzliche Abklä- rung des medizinischen Sachverhaltes im Rahmen eines ortho pädischen Gerichtsgutachtens vornehmen zu lassen. Das in der Folge eingeholte Gerich tsgutachten von PD Dr. G.____ vom 17. April 2015 war mit anderen Worten für eine absch liessende Beurteilung des Leistungsan- spruchs des Versicherten unerlässlich. Im Lichte der geschilde rten bundesgerichtlichen Recht- sprechung sind demnach die Kosten dieses Gutachtens, welche sich gemäss der eingereichten Honorarrechnung vom 21. Mai 2015 auf Fr. 4'695.-- belaufen, der SUVA zu auferlegen. 10.3.1 Gemäss Art. 61 lit. g Satz 1 ATSG hat die obsieg ende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten. Stellt man vorli egend ausschliesslich auf den Prozess- ausgang ab, so handelt es sich beim Beschwerdeführer um die unterliegende und bei der SUVA um die obsiegende Partei mit der Folge, dass dem Beschwerdeführer nach dem Wortlaut der genannten Bestimmung keine Parteientschädigung zustehen würde und die ausserordentli- chen Prozesskosten stattdessen wettzuschlagen wären. Nun gil t es allerdings zu beachten, dass das damalige EVG in ständiger Rechtsprechung zum Par teientschädigungsrecht im Rah- men der bundesrechtlichen Vorschriften über die Partei entschädigung im kantonalen Be- schwerdeverfahren - wie etwa die damaligen Bestimmungen von Art. 85 Abs. 2 lit. f des Bun- desgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) vom 20. Dezember 1946 und Art. 108 Abs. 1 lit. g UVG - das Verursacherprinzi p anerkannt hat. Danach hat unnötige Seite 17 http://www.bl.ch/kantonsgericht Kosten zu bezahlen, wer sie verursacht hat (BGE 125 V 3 75 E. 2b). Dementsprechend kann keine Parteientschädigung beanspruchen, wer zwar im Proze ss obsiegt, sich aber den Vorwurf gefallen lassen muss, er habe es wegen Verletzung der Mit wirkungspflicht selber zu verantwor- ten, dass ein unnötiger Prozess geführt worden sei (Sozialversicherungsrecht - Rechtsprechung [SVR] 2004 ALV Nr. 8 E. 3.1 mit zahlreichen Hinweisen) . Andererseits kann das Verursacher- prinzip aber auch dazu führen, dass die Behörde einer un terliegenden Partei die Parteikosten zu ersetzen hat, wenn sie das Verfahren durch einen Fehl er veranlasst oder wenn sie der Be- schwerde führenden Partei - unter damaliger Optik - zum indest berechtigten Anlass zur Ergrei- fung des Rechtsmittels gegeben hat (vgl. zum Ganzen: M ARTIN BERNET , Die Parteientschädi- gung in der schweizerischen Verwaltungsrechtspflege, Zürich 1986, S. 136 ff.). Diese im Rah- men von altArt. 85 Abs. 2 lit. f AHVG sowie altArt. 1 08 Abs. 1 lit. g UVG entwickelten Grundsät- ze zum Anspruch auf Parteientschädigung im kantonalen B eschwerdeverfahren haben unter der Herrschaft des ATSG weiterhin Geltung und sind demn ach für die Auslegung von Art. 61 lit. g Satz 1 ATSG massgebend (SVR 2004 ALV Nr. 8 E. 3.1). 10.3.2 Wie oben geschildert (vgl. E. 5.2 hiervor), stüt zte sich die SUVA im vorliegend ange- fochtenen Einspracheenstcheid vom 27. August 2012 bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts vollumfänglich auf das orthopädische Gutacht en von Dr. H.____ vom 25. März 2011. In seiner Beschwerde vom 24. April 2013 rügte u nd begründete der Versicherte explizit, dass und weshalb das betreffende Gutachten von Dr. H.__ __ - entgegen der Sichtweise der SUVA - den rechtsprechungsgemässen Anforderungen an e in beweistaugliches Gutachten nicht genüge. Anlässlich der Parteiverhandlung vom 3. April 2014 erachtete das Kantonsgericht diese vom Beschwerdeführer erhobenen Rügen als begründet (vgl. E. 5.2 hiervor); es ent- schied, den Fall auszustellen und zur Klärung des medizini schen Sachverhalts ein Gerichtsgut- achten in Auftrag zu geben. Der damalige Beschluss des Kantonsgerichts macht deutlich, dass die Erhebung der Beschwerde durch den Versicherten jedenfalls insoweit begründet war, als er darin in zutreffender Weise die vorinstanzliche Abkläru ng und Würdigung des medizinischen Sachverhalts beanstandete. Dies wiederum zeigt, dass der Versicherte - unter damaliger Optik - ausreichende Veranlassung hatte, den Einspracheentsche id der SUVA vom 27. August 2012 beim Kantonsgericht anzufechten. Vor diesem Hintergrund rechtfertigt es sich, dem Beschwer- deführer für die von seinem Rechtsvertreter im Zeitrau m ab Zustellung des Einspracheent- scheides vom 27. August 2012 bis und mit der Parteiverhand lung vom 3. April 2014 erbrachten notwendigen Bemühungen eine angemessene Parteientschädigung zu Lasten der SUVA zuzu- sprechen. Für diese Lösung spricht auch der Umstand, dass der Versicherte in gleicher Weise Anspruch auf eine angemessene Parteientschädigung zu Lasten der SUVA gehabt hätte, wenn das Kantonsgericht anlässlich der Parteiverhandlung vom 3. April 2014 den Fall nicht ausge- stellt und ein Gerichtsgutachten in Auftrag gegeben, sondern stattdessen den angefochtenen Einspracheentscheid aufgehoben und die Angelegenheit z ur weiteren Abklärung des medizini- schen Sachverhalts an die SUVA zurückgewiesen hätte. Bei dieser Vorgehensweise des Ge- richts gilt nämlich nach ständiger bundesgerichtlicher Re chtsprechung die Beschwerde führen- de Person als (vollständig) obsiegende Partei, welche gem äss Art. 61 lit. g ATSG Anspruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten des betroffenen Sozi alversicherers hat (vgl. BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen). Seite 18 http://www.bl.ch/kantonsgericht 10.3.3 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner am 4. August 2015 beim Kantonsgericht eingegangenen Honorarnote für den Zeit raum ab Zustellung des Einsprache- entscheides vom 27. August 2012 bis und mit der Parteiv erhandlung vom 3. April 2014 einen Zeitaufwand von 13,5 Stunden geltend gemacht, was sich umfangmässig in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss für durchschni ttliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von 250 Franken zu entschädigen . Nicht zu beanstanden sind sodann die in der Honorarnote für den genannten Zeit raum ausgewiesenen Auslagen von Fr. 143.--. Dem Beschwerdeführer ist deshalb für seine im vorliegenden Beschwerdeverfahren bis zur Parteiverhandlung vom 3. April 2014 erbrachten Bemühungen eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3‘799.45 (13,5 Stunden à Fr. 250.- + Auslagen von Fr. 143.-- zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der SUVA zuzusprechen. 10.3.4 Die nach der Parteiverhandlung vom 3. April 2 014 angefallenen ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschlagen. 10.4 Es bleibt über den Antrag des Beschwerdeführers zu befinden, es sei ihm die unent- geltliche Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter zu bewilligen. 10.4.1 Gemäss Art. 61 lit. f Satz 2 ATSG wird der Besc hwerde führenden Person, wo die Ver- hältnisse es rechtfertigen, ein unentgeltlicher Rechtsbei stand bewilligt. Mit Inkraftsetzung des ATSG ist der im Wortlaut mit Art. 61 lit. f ATSG übe reinstimmende Art. 108 Abs. 1 lit. f UVG aufgehoben worden. Damit hat sich inhaltlich nichts geändert und die bisherige Rechtsprechung des damaligen EVG zu Art. 108 Abs. 1 lit. f UVG hat weiterhin Geltung (Urteil X. des EVG vom 3. Juli 2003, U 114/03, E. 2.1). Gemäss dieser Rechtsp rechung ist die unentgeltliche Verbei- ständung im kantonalen Beschwerdeverfahren zu bewilligen, wenn der Prozess nicht offensicht- lich aussichtslos erscheint, die Partei bedürftig und die a nwaltliche Verbeiständung notwendig oder doch geboten ist (Urteil U. des EVG vom 7. Juli 2003, U 356/02, E. 3.1; ALEXANDRA RUMO - JUNGO , Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsr echt, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Auflage, Zürich/Basel/ Genf 2003, S. 451 mit Hinweisen auf BGE 100 V 62 E. 3 und 98 V 117 E. 2; vgl. auch U ELI KIESER , ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 61 Rz. 104). Diese Voraussetzungen sind vorliegend gegeben: Die Bedürftigkeit des Versicherten kann gestützt auf die eing ereichten Unterlagen bejaht werden, die Beschwerde hat sich als nicht offensichtlich aussichtslos e rwiesen und die anwaltliche Ver- tretung ist geboten gewesen. 10.4.2 Der Rechtsvertreter des Versicherten hat in seine r am 4. August 2015 beim Kantons- gericht eingegangenen Honorarnote für die Periode na ch der Parteiverhandlung vom 3. April 2014 einen Zeitaufwand von 4,5 Stunden und Auslagen vo n Fr. 39.-- ausgewiesen, was um- fangmässig nicht zu beanstanden ist. Für diesen von der vor stehenden Parteientschädigung nicht erfassten Zeitaufwand und die genannten, in der Parteientschädigung nicht berücksichtig- ten Auslagen ist der Rechtsvertreter deshalb aus der Ger ichtskasse zu entschädigen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 (in der seit 1. Januar 2014 geltenden Fassung) beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung Seite 19 http://www.bl.ch/kantonsgericht Fr. 200.-- pro Stunde. Dem Rechtsvertreter ist deshalb ein Honorar in der Höhe von Fr. 1014.10 (4,5 Stunden à Fr. 200.-- und Auslagen von Fr. 39.-- zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 10.4.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Or- ganisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 auf merksam gemacht, wonach eine Par- tei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurd e, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in de r Höhe von Fr. 4‘695.-- werden der SUVA auferlegt. 4. Die SUVA hat dem Beschwerdeführer eine reduzierte Parteientschädi- gung in der Höhe von Fr. 3‘799.45 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwert- steuer) zu bezahlen. Im Übrigen werden die ausserordentlichen Kosten wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständun g wird dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers überdies ein Honora r in der Höhe von Fr. 1‘014.10 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwert steuer) aus der Gerichtskasse ausgerichtet. http://www.bl.ch/kantonsgericht