<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2023-05-23-6B_503-2023.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6B_503/2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 23. Mai 2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Denys, als präsidierendes Mitglied, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Arquint Hill. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Postfach 3439, 6002 Luzern, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Nichtanhandnahme (Amtsmissbrauch, unentgeltliche Rechtspflege); Nichteintreten, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen die Verfügung des Kantonsgerichts Luzern, 1. Abteilung, vom 15. März 2023 (2N 23 21/2U 23 13). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Das präsidierende Mitglied zieht in Erwägung:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Staatsanwaltschaft Abteilung 1 Luzern nahm mit Verfügung vom 23. Januar 2023 eine Strafanzeige des Beschwerdeführers gegen einen Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Abteilung 2 Emmen wegen Amtsmissbrauchs nicht an die Hand. Auf eine dagegen gerichtete Beschwerde trat das Kantonsgericht Luzern am 15. März 2023 nicht ein, weil es dieser an einer Begründung fehle, die den gesetzlichen Anforderungen von <span class="artref">Art. 385 Abs. 1 StPO</span> genüge. Von der Ansetzung einer Nachfrist gemäss <span class="artref">Art. 385 Abs. 2 StPO</span> sah das Kantonsgericht ab. Der Beschwerdeführer wendet sich an das Bundesgericht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">In seiner Beschwerde an das Bundesgericht hat der Beschwerdeführer um Fristerstreckung im Hinblick auf die (Einreichung der) Beschwerdebegründung ersucht. Die Beschwerdebegründung ist, von hier nicht zutreffenden Ausnahmen abgesehen (vgl. <span class="artref">Art. 43 BGG</span>), während der 30-tägigen Beschwerdefrist einzureichen, welche als gesetzlich bestimmte Frist nicht erstreckt werden kann (vgl. <span class="artref">Art. 47 BGG</span>). Das Gesuch des Beschwerdeführers wurde daher mit Mitteilung vom 25. April 2023 abgewiesen. Verneint wurde auch eine - allfällig analoge - Anwendung von <span class="artref">Art. 50 BGG</span>. Der Beschwerdeführer wurde im Übrigen ausdrücklich darauf hingewiesen, eine (ergänzende) Beschwerdebegründung noch bis zum Ablauf der Beschwerdefrist (4. Mai 2023) einreichen zu können. Die per Einschreiben an das von ihm bezeichnete Wohndomizil versandte Mitteilung wurde dem Bundesgericht mit dem Vermerk "nicht abgeholt" retourniert. Da der Beschwerdeführer angesichts seiner Beschwerdeerhebung mit gerichtlicher Post rechnen musste, gilt die Mitteilung als zugestellt (vgl. <span class="artref">Art. 44 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Gemäss <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> ist in der Beschwerdebegründung in gedrängter Form unter Bezugnahme auf den angefochtenen Entscheid darzulegen, inwiefern dieser Recht verletzt. Die Bestimmungen von <span class="artref">Art. 95 ff. BGG</span> nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten (einschliesslich Willkür bei der Sachverhaltsfeststellung) besteht eine qualifizierte Rügepflicht (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=41&amp;from_date=21.05.2023&amp;to_date=09.06.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-I-49%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page49">BGE 136 I 49</a> E. 1.4.1, 65 E. 1.3.1 mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Da eine (weitere bzw. ergänzende) Beschwerdebegründung innert der Beschwerdefrist nicht eingereicht wurde, ist die Beschwerde allein aufgrund der Eingabe vom 19. April 2023 zu beurteilen. Daraus ergibt sich indessen nicht, dass und weshalb die vorinstanzliche Nichteintretensverfügung vom 15. März 2023 gegen das Recht im Sinne von <span class="artref">Art. 95 BGG</span> verstossen könnte. Eine Auseinandersetzung mit den Erwägungen der Vorinstanz fehlt: Der Beschwerdeführer befasst sich damit sowie mit den Anforderungen von <span class="artref"><artref id="CH/312.0/385/2" type="start"></artref><artref id="CH/312.0/385/1" type="start"></artref>Art. 385 Abs. 1 und 2 StPO</span><artref id="CH/312.0/385/2" type="end"></artref><artref id="CH/312.0/2" type="end"></artref> betreffend Beschwerdebegründung und Nachfrist nicht im Geringsten. Ebenso wenig äussert er sich zur Abweisung seines Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege durch die Vorinstanz (vgl. vorinstanzliche Nichteintretensverfügung S. 6 f. und S. 8 [Dispositiv]). Von vornherein ins Leere zielt daher auch das Vorbringen, die vorinstanzliche Nichteintretensverfügung hätte richtigerweise an den ihm "in Form der unentgeltlichen Rechtspflege" zugeordneten Rechtsanwalt zugestellt werden müssen. Die Beschwerdeeingabe genügt den Begründungsanforderungen offensichtlich nicht. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Auf eine Kostenauflage kann ausnahmsweise verzichtet werden (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Luzern, 1. Abteilung, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 23. Mai 2023 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied: Denys </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill </div> </div></body></html>