<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2020.00875</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223410&amp;W10_KEY=13013454&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2020.00875</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 28.07.2023</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Nothilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Anspruch auf Behandlung eines Feststellungsbegehrens betreffend angeblich widerrechtliche Nichtauszahlung von Nothilfeleistungen infolge Nichtanwesenheit in der Notunterkunft. Grundsätze zur Ausrichtung der Nothilfe (E. 2). Das Verwaltungsgericht bejaht auch ohne explizite gesetzliche Grundlage in ständiger Praxis einen Anspruch auf Erlass einer Feststellungsverfügung, welche das Bestehen, Nichtbestehen oder den Umfang öffentlich-rechtlicher Rechte und Pflichten zum Gegenstand hat, vorausgesetzt, dass hierfür ein schutzwürdiges Feststellungsinteresse besteht. Ein solches ist grundsätzlich zu verneinen, wenn die gesuchstellende bzw. beschwerdeführende Person ihre Interessen ebenso gut mit einem Begehren um Erlass einer Leistungs- oder Gestaltungsverfügung wahren könnte (E. 4.2). Vom Begehren um Erlass einer Verfügung betreffend den Bestand öffentlich-rechtlicher Rechte und Pflichten abzugrenzen sind Begehren nach § 10c Abs. 1 lit. c VRG, mit denen um Feststellung der Widerrechtlichkeit einer behördlichen Handlung ersucht wird, woraufhin die zuständige Behörde bei schutzwürdigem Interesse nach § 10 Abs. 2 VRG eine Anordnung zu erlassen hat (E. 4.3). Offenlassen der Frage, ob ein Feststellungsbegehren nach § 10c Abs. 1 lit. c VRG gegenüber den in § 10c Abs. 1 VRG ebenfalls aufgeführten Begehren auf Unterlassung, Einstellung, Widerruf (lit. a) oder Beseitigung der Folgen einer widerrechtlichen Handlung (lit. b) als subsidiär zu betrachten ist (E. 4.4). Ein schutzwürdiges Interesse am Erlass einer Feststellungsverfügung im Sinn von § 10c Abs. 1 lit. c in Verbindung mit Abs. 2 VRG ist zu verneinen, wenn der betroffenen Person ein genügender Rechtsschutz gegen die betreffende Handlung auch auf andere Weise offensteht. Da der Beschwerdeführer, dem die Auszahlung der umstrittenen Nothilfebeiträge vordergründig gestützt auf dessen Abwesenheit bei einer in der Notunterkunft durchgeführten Anwesenheitskontrolle verweigert wurde, den Beschwerdegegner nachträglich um Beurteilung seines Anspruchs auf Ausrichtung der fraglichen Beiträge ersuchen könnte, verfügt er über kein schutzwürdiges Interesse am Erlass einer Anordnung nach § 10c Abs. 2 VRG (E. 4.7). Da der Beschwerdeführer ein solches Begehren um nachträgliche Beurteilung seines Anspruchs auf Nothilfeleistungen ohne Nachteil in Form eines Leistungsbegehrens stellen könnte (E. 4.8) und im Übrigen zweifelhaft erscheint, ob er angesichts der ihm inzwischen ausgestellten Aufenthaltsbewilligung überhaupt noch ein aktuelles praktisches Interesse an einer derartigen Feststellung verfügt (E. 4.9), wäre auch auf ein Feststellungsbegehren betreffend das Bestehen eines Anspruchs auf Nothilfeleistungen im fraglichen Zeitraum nicht einzutreten gewesen, womit sich der reformatorische Nichteintretensentscheid der Vorinstanz im Ergebnis als rechtmässig erweist (E. 4.10). Neuverlegung der Kosten für das Rekursverfahren infolge der grundsätzlichen Kostenfreiheit der Amtstätigkeit in Angelegenheiten der öffentlichen Sozialhilfe (E. 5). Da der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer es trotz des Umstands, dass er im Zeitpunkt der Rekurserhebung über eine Aufenthaltsbewilligung verfügte, unterliess, seine finanziellen Verhältnisse im Rekursverfahren darzulegen, wurde dessen Begehren um unentgeltliche Rechtsverbeiständung von der Vorinstanz zu Recht abgewiesen (E. 6). Verzicht auf die Auferlegung von Gerichtskosten aus Billigkeitsgründen und Abschreibung des Gesuchs um unentgeltliche Prozessführung (E. 7.1). Verweigerung einer Parteientschädigung (E. 7.2) und Abweisung des Gesuchs um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters infolge fehlender schwerwiegender Betroffenheit (E. 7.3). Teilweise Gutheissung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANWESENHEITSKONTROLLE">ANWESENHEITSKONTROLLE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FESTSTELLUNGSINTERESSE">FESTSTELLUNGSINTERESSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FESTSTELLUNGSVERFÃGUNG">FESTSTELLUNGSVERFÃGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEGENBEWEIS">GEGENBEWEIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NOTHILFE">NOTHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NOTUNTERKUNFT">NOTUNTERKUNFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REALAKT">REALAKT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUBSIDIARITÃT">SUBSIDIARITÃT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 82 Abs. 1 AsylG</span><br/><span class="gerade">Art. 82 Abs. I AsylG</span><br/><span class="ungerade">Art. 83a AsylG</span><br/><span class="gerade">Art. 12 BV</span><br/><span class="ungerade">§ 10 GebÃ¼hrenO</span><br/><span class="gerade">§ 1 Abs. I Nothilfe VO</span><br/><span class="ungerade">§ 2 Abs. I Nothilfe VO</span><br/><span class="gerade">§ 4 Abs. I Nothilfe VO</span><br/><span class="ungerade">§ 4 Abs. II Nothilfe VO</span><br/><span class="gerade">§ 5c Abs. I SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 5c Abs. III SHG</span><br/><span class="gerade">§ 10c Abs. 1 lit. a VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 10c Abs. 1 lit. b VRG</span><br/><span class="gerade">§ 10c Abs. I lit. c VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 10c Abs. II VRG</span><br/><span class="gerade">§ 13 VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 16 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=62901" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2020.00875</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>des Einzelrichters</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">28. Juli 2023</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter AndrÃ© Moser, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Serafin Ritscher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A<b>,</b> vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><b><span> </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Sozialamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Nothilfe,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A reiste im Juni 2003 als Asylbewerber in die Schweiz ein und wurde dem Kanton ZÃ¼rich zugewiesen. Nach Abweisung seines Asylgesuchs Ende 2004 war er in verschiedenen NotunterkÃ¼nften untergebracht. Vom 30. Juli 2015 bis 13. Juli 2017 befand er sich in der Notunterkunft D und bezog Nothilfe. Am 5. Februar 2020 wurde A in Anerkennung eines HÃ¤rtefalls eine Aufenthaltsbewilligung erteilt.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit Eingabe vom 8. MÃ¤rz 2017 liess A beim Kantonalen Sozial­amt nebst anderem beantragen, es sei ihm die finanzielle Nothilfe ab sofort dreimal wÃ¶chentlich am Montag, Mittwoch und Freitag im Umfang von je Fr. 20.- auszuzahlen. Eventualiter beantragte er die Feststellung der Widerrechtlichkeit allfÃ¤lliger weiterer EinschrÃ¤nkungen bzw. subeventualiter den Erlass einer anfechtbaren VerfÃ¼gung. Hintergrund war, dass die Leitung der Notunterkunft D dem "Merkblatt fÃ¼r die Ausrichtung von Nothilfeleistungen in den kantonalen NotunterkÃ¼nften" des Kantonalen Sozialamts entsprechend vorsah, die finanzielle Nothilfe ab 1. Februar 2017 nur noch bei â zweimal tÃ¤glich kontrollierter â Anwesenheit in der Notunterkunft auszubezahlen. Sodann wurde der Rhythmus der Auszahlungen von drei Mal pro Woche auf fÃ¼nf Mal pro Woche erhÃ¶ht. Mit VerfÃ¼gung vom 21. MÃ¤rz 2017 wies das Kantonale Sozialamt das Gesuch vom 8. MÃ¤rz 2017 ab. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Mit einer weiteren Eingabe vom 29. MÃ¤rz 2017 liess A beim Kantonalen Sozialamt die Feststellung beantragen, dass ihm vom 8. Februar 2017 bis und mit 11. MÃ¤rz 2017 "widerrechtlich mindestens Fr. 64.- zu wenig finanzielle Nothilfe" ausgerichtet worden sei. Daneben ersuchte A um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung. Das Kantonale Sozialamt nahm dieses Schreiben als WiedererwÃ¤gungsgesuch betreffend die Ablehnung des ersten Gesuchs vom 8. MÃ¤rz 2017 entgegen und trat darauf mit Schreiben vom 13. April 2017 nicht ein. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Mit Rekurs vom 21. April 2017 liess A bei der Sicherheitsdirektion im Wesentlichen die Aufhebung der VerfÃ¼gung des Kantonalen Sozialamts vom 21. MÃ¤rz 2017 betreffend die Abweisung des (ersten) Gesuchs vom 8. MÃ¤rz 2017 beantragen (Rekursverfahren Nr. 2017.0295; act. 6/15 f.). </p> <p class="Sachverhalt2"><b>E. </b>Am 22. Mai 2017 liess A auch Rekurs gegen die "VerfÃ¼gung" des Kantonalen Sozialamts vom 13. April 2017 erheben und deren Aufhebung sowie das Eintreten auf sein zweites Gesuch betreffend Feststellung der widerrechtlichen Nichtauszahlung von mindestens Fr. 64.- finanzieller Nothilfe verlangen (Rekursverfahren Nr. 2017.0374; act. 6/18 f.). Ein gleichzeitiges Gesuch um Anordnung vorsorglicher Massnahmen wurde abgewiesen (VerfÃ¼gung der Sicherheitsdirektion vom 6. Juni 2017 und Urteil VB.2017.00447 des Verwaltungsgerichts vom 27. Dezember 2017).</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Die Sicherheitsdirektion vereinigte mit Entscheid vom 3. Mai 2018 die beiden Rekursverfahren (Dispositivziffer I) und wies die Rekurse ab, soweit sie darauf eintrat und sie nicht gegenstandslos geworden waren (Dispositivziffer II). Verfahrenskosten erhob die Sicherheitsdirektion keine (Dispositivziffer III). Das Gesuch von A um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen RechtsverbeistÃ¤ndung betreffend das erstgenannte Rekursverfahren Nr. 2017.0295 hiess die Sicherheitsdirektion gut, dasjenige betreffend das zweite Rekursverfahren Nr. 2017.0374 wies sie ab (Dispositivziffer IV). </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Gegen Teile dieses Entscheids liess A am 7. Juni 2019 beim Verwaltungsgericht Beschwerde erheben. Er liess die Aufhebung von Dispositivziffer II des Rekursentscheids vom 3. Mai 2018 beantragen, soweit der Rekurs vom 22. Mai 2017 gegen die NichteintretensverfÃ¼gung des Kantonalen Sozialamts vom 13. April 2017 (zweites Rekursverfahren Nr. 2017.0374) abgewiesen worden sei, und soweit die Sicherheitsdirektion die beiden Rekurse gegen die Abweisung der Gesuche um unentgeltliche Rechtsvertretung im jeweiligen erstinstanzlichen Verfahren abgewiesen hatte. Ebenfalls liess er die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen RechtsverbeistÃ¤ndung im zweiten Rekursverfahren Nr. 2017.0347 beantragen. Im Ãbrigen, namentlich betreffend die Abweisung des ersten Rekurses im Verfahren Nr. 2017.0295 betreffend das Gesuch vom 8. MÃ¤rz 2017, erwuchs der Entscheid der Sicherheitsdirektion vom 3. Mai 2018 in Rechtskraft.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Mit Urteil VB.2018.00345 vom 13. Februar 2019 hiess das Verwaltungsgericht die genannte Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen gut und wies die Sache zur Neubeurteilung an die Sicherheitsdirektion zurÃ¼ck. Es gewÃ¤hrte dem BeschwerdefÃ¼hrer die unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung fÃ¼r das erstinstanzliche Verfahren sowie das Rekursverfahren Nr. 2017.0347. Dabei erwog es, das Kantonale Sozialamt hÃ¤tte das zweite Gesuch vom 29. MÃ¤rz 2017 nicht als WiedererwÃ¤gungsgesuch entgegennehmen dÃ¼rfen (E. 3). Die Sicherheitsdirektion nahm das Rekursverfahren mit VerfÃ¼gung vom 25. MÃ¤rz 2019 wieder auf, sprach dem unentgeltlichen Rechtsbeistand eine EntschÃ¤digung zu und wies die Sache im Ãbrigen zur AbklÃ¤rung und zum Neuentscheid an das Kantonale Sozialamt zurÃ¼ck.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Mit VerfÃ¼gung vom 16. MÃ¤rz 2020 wies das Kantonale Sozialamt das Gesuch vom 8. MÃ¤rz 2017 erneut ab (Dispositivziffer I) und gewÃ¤hrte die unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung (Dispositivziffer IV). A liess hiergegen am 23. April 2020 abermals Rekurs erheben und die Aufhebung von Dispositivziffer I der genannten VerfÃ¼gung sowie die Feststellung beantragen, dass ihm zwischen 8. Februar 2017 und 11. MÃ¤rz 2017 widerrechtlich mindestens Fr. 64.- zu wenig finanzielle Nothilfe ausgerichtet worden sei. Zudem ersuchte er um unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit Rekursentscheid vom 3. November 2020 stellte die Sicherheitsdirektion die Nichtigkeit von Dispositivziffer I der VerfÃ¼gung des Kantonalen Sozialamts vom 16. MÃ¤rz 2020 fest, da sie Ã¼ber den Gegenstand des ersten Gesuchs vom 8. MÃ¤rz 2017 mit Rekursentscheid vom 3. Mai 2018 bereits selbst rechtskrÃ¤ftig entschieden habe. Dies im Gegensatz zum zweiten Gesuch vom 29. MÃ¤rz 2017 (betreffend die Feststellung der widerrechtlichen Nichtauszahlung), welches sie in Nachachtung des Urteils des Verwaltungsgerichts am 25. MÃ¤rz 2019 zum Neuentscheid an das Sozialamt zurÃ¼ckgewiesen habe. Im Sinn eines reformatorischen Entscheids trat sie auf dieses zweite Gesuch vom 29. MÃ¤rz 2017 nicht ein und erwog als EventualbegrÃ¼ndung, dass ein entsprechendes Leistungsbegehren ohnehin abzuweisen gewesen wÃ¤re. Die Gesuche um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung wies die Sicherheitsdirektion ab (Dispositivziffer III), auferlegte A die Verfahrenskosten (Dispositivziffer IV) und sprach ihm keine ParteientschÃ¤digung zu (Dispositivziffer V).</p> <p class="Sachverhalt1"><b>IV. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Mit Beschwerde vom 9. Dezember 2020 gelangte A wiederum an das Verwaltungsgericht und liess die Aufhebung des Rekursentscheids der Sicherheitsdirektion vom 3. November 2020 sowie die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen RechtsverbeistÃ¤ndung fÃ¼r das Rekursverfahren beantragen. Im Ãbrigen sei die Sache im Sinn der ErwÃ¤gungen zur Fortsetzung des Rekursverfahrens und zur neuen Entscheidung an die Sicherheitsdirektion zurÃ¼ckzuweisen. Sodann ersuchte A um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren sowie um Ausrichtung einer ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit Eingabe vom 22. Dezember 2020 verzichtete die Sicherheitsdirektion auf Vernehmlassung. Das Kantonale Sozialamt beantragte mit Beschwerdeantwort vom 26. Januar 2021 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, unter Kostenfolge zulasten von A. Innert erstreckter Frist liess A dazu mit Eingabe vom 9. MÃ¤rz 2021 Stellung nehmen. Das Kantonale Sozialamt Ã¤usserte sich dazu mit Eingabe vom 23. MÃ¤rz 2021. A liess hierzu innert erstreckter Frist keine weitere Vernehmlassung einreichen. Am 22. Mai 2023 reichte der Rechtsvertreter von A auf Aufforderung des Gerichts hin seine Honorarnote ein.</p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung2"><b>1.</b></p> <p class="Erwgung2"><b>1.1</b> In seiner VerfÃ¼gung vom 16. MÃ¤rz 2020 fÃ¼hrte der Beschwerdegegner zusammengefasst aus, dass sich der Vorwurf des BeschwerdefÃ¼hrers, im Zeitraum vom 8. Februar bis und mit 11. MÃ¤rz 2017 widerrechtlich mindestens Fr. 64.- finanzielle Nothilfe nicht ausbezahlt erhalten zu haben, als unbegrÃ¼ndet erweise, da er sich in diesem Zeitraum nicht regelmÃ¤ssig in der ihm zugewiesenen Notunterkunft aufgehalten habe. GemÃ¤ss eigenen Angaben habe der BeschwerdefÃ¼hrer in dieser Zeit jeweils vom Angebot einer Bekannten Gebrauch gemacht, in deren Abwesenheit deren Wohnung zu benÃ¼tzen, wodurch er auch auf die Inanspruchnahme der ausschliesslich als Einheitsleistung angebotenen Nothilfe verzichtet habe. Zur EventualbegrÃ¼ndung fÃ¼hrte der Beschwerdegegner sinngemÃ¤ss aus, dass in jenem Zeitraum infolge der Abwesenheit des BeschwerdefÃ¼hrers dessen fehlende BedÃ¼rftigkeit vermutet werde, wobei er die Tatsachendarstellung des BeschwerdefÃ¼hrers, wonach er von privater Seite nur Unterkunft, nicht aber Nahrung erhalten habe, nicht als glaubhaft erachtete. Damit behandelte der Beschwerdegegner inhaltlich das streitgegenstÃ¤ndliche Feststellungsbegehren des BeschwerdefÃ¼hrers vom 29. MÃ¤rz 2017, wies in Dispositivziffer I seiner VerfÃ¼gung allerdings â gemÃ¤ss eigenen Angaben aus Versehen â erneut das Gesuch vom 8. MÃ¤rz 2017 ab, Ã¼ber dessen Abweisung bereits die Vorinstanz mit ihrem ersten Rekursentscheid vom 3. Mai 2018 rechtskrÃ¤ftig entschieden hatte. Die Vorinstanz korrigierte diesen Fehler, indem sie die Nichtigkeit der betreffenden Dispositivziffer feststellte und anstelle des Beschwerdegegners entschied, dass auf das Gesuch vom 29. MÃ¤rz 2017 nicht einzutreten sei. Hiergegen, sowie gegen die Kostenfolgen des vorinstanzlichen Verfahrens richtet sich die Beschwerde.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2</b> FÃ¼r deren Behandlung ist das Verwaltungsgericht gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG; LS 175.2) zustÃ¤ndig. <span>Der BeschwerdefÃ¼hrer ist legitimiert, sich damit gegen den Nichteintretensentscheid der Vorinstanz zu wehren (§ 49 in Verbindung mit § 21 Abs. 1 VRG; Martin Bertschi, in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], Vorbemerkungen zu §§ </span>19â28a N. 58<span>).</span> Aufgrund des Streitwerts von Fr. 64.- und da kein Fall von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung vorliegt, ist der Fall vom Einzelrichter zu behandeln (§ 38b Abs. 1 lit. c und Abs. 2 VRG). Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2.</b></p> <p class="Erwgung1"><b>2.1</b> Wer sich unberechtigt in der Schweiz aufhÃ¤lt und nicht zur Ausreise veranlasst werden kann, hat Anspruch auf UnterstÃ¼tzung im Rahmen des Rechts auf Hilfe in Notlagen nach Art. 12 der Schweizerischen Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV; SR 101); es besteht kein Anspruch auf die darÃ¼ber hinaus gehende Sozialhilfe (Art. 82 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG; SR 142.31]; § 5c Abs. 1 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 [SHG; LS 851.1]). GemÃ¤ss Art. 12 BV hat, wer in Not gerÃ¤t und nicht in der Lage ist, fÃ¼r sich zu sorgen, Anspruch auf Hilfe und Betreuung und auf die Mittel, die fÃ¼r ein menschenwÃ¼rdiges Dasein unerlÃ¤sslich sind. Dieses Grundrecht garantiert kein Mindesteinkommen; verfassungsrechtlich geboten ist nur, was fÃ¼r ein menschenwÃ¼rdiges Dasein unabdingbar ist und vor einer unwÃ¼rdigen Bettelexistenz zu bewahren vermag. Der Anspruch umfasst einzig die in einer Notlage im Sinn einer ÃberbrÃ¼ckungshilfe unerlÃ¤sslichen Mittel (in Form von Nahrung, Kleidung, Obdach und medizinischer Grundversorgung), um Ã¼berleben zu kÃ¶nnen. GrundsÃ¤tzliche Voraussetzung der Anwendbarkeit von Art. 12 BV ist das Vorliegen einer aktuellen, d.<span> h. tatsÃ¤chlich eingetretenen oder unmittelbar drohenden Notlage (BGE 138 V 310 E. 2.1; 131 I 166 E. 3.1 f.; 130 I 71 E. 4.1; je mit Hinweisen). Art. 12 BV umfasst nur eine auf die konkreten UmstÃ¤nde zugeschnittene, minimale individuelle Nothilfe, solange die Notlage anhÃ¤lt. Sie beschrÃ¤nkt sich auf das absolut Notwendige und soll die vorhandene Notlage beheben (BGE 138 V 310 E. 2.1). Die Nothilfe an abgewiesene Asylbewerber umfasst grundsÃ¤tzlich die Unterbringung, in aller Regel in einer Gruppenunterkunft, die Abgabe von Nahrungsmitteln, Hygieneartikeln und die GewÃ¤hrung dringender medizinischer Versorgung (BGE 135 I 119 = Pra 2009 Nr. 107 E. 5.3, 5.5).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2</span></b><span> Soweit der Kanton fÃ¼r die Unterbringung zustÃ¤ndig ist (Art. 24 Abs. 4â6, Art. 24d, 80 und 80a AsylG), obliegt diesem auch die Ausgestaltung der Nothilfe im Rahmen der verfassungsmÃ¤ssigen Mindestanforderungen, sofern nicht der Bund im Rahmen seiner Kompetenzen spezielle Regelungen erlÃ¤sst (vgl. namentlich Art. 80 ff. AsylG). Nach Art. 3 Abs. 3 lit. a der Asylverordnung 2 Ã¼ber Finanzierungsfragen vom 11. August 1999 (AsylV 2; SR 142.312) richten sich bei Personen mit einem rechtskrÃ¤ftigen Nichteintretensentscheid oder einem rechtskrÃ¤ftig abgewiesenen Asylgesuch, denen eine Ausreisefrist angesetzt worden ist, die Festsetzung und die Ausrichtung der Nothilfeleistungen nach kantonalem Recht (vgl. auch Art. 82 Abs. 1 AsylG). Die Kantone sind in der Art und Weise der Leistungserbringung unter dem Titel der Nothilfe frei (BGE 139 I 272 = Pra 2014 Nr. 54 E. 3.2; BGE 135 I 119 = Pra 2009 Nr. 107 E. 5.3). Auch die ModalitÃ¤ten der Leistungserbringung stehen grundsÃ¤tzlich in der Kompetenz des Kantons bzw. dessen BehÃ¶rden. Die Kantone dÃ¼rfen allerdings keine unzumutbaren oder gar schikanÃ¶sen Anforderungen an deren Bezug stellen (BGE 131 I 166 E. 8.4). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3</span></b><span> Wer der Nothilfe bedarf, kann aus Art. 12 BV kein Recht ableiten, Ã¼ber Ort, Form oder Ausgestaltung der zu gewÃ¤hrenden Nothilfe selber frei zu entscheiden (Lucien MÃ¼ller in: Bernhard Ehrenzeller et al. [Hrsg.], Die Schweizerische Bundesverfassung, St. Galler Kommentar, 4. A., ZÃ¼rich etc. 2023, Art. 12 N. 30). Nothilfe ist als ÃberbrÃ¼ckungshilfe zu leisten (BGE 139 I 272 = Pra 2014 Nr. 54 E. 3.2), solange die Notlage andauert. Der Anspruch auf Hilfe in Notlagen kann an Auflagen und Bedingungen geknÃ¼pft werden, wenn diese der Beseitigung der Notlage dienen. Insbesondere darf, soweit erforderlich und zumutbar, verlangt werden, dass der Betroffene bei der Feststellung der Notlage mitwirkt (Art. 83a AsylG). Zudem kann der Leistungsbezug an das (zumutbare) persÃ¶nliche Abholen der Leistungen oder die geeignete Individualisierung des BezÃ¼gers geknÃ¼pft werden (MÃ¼ller, Art. 12 N. 43; Claudia HÃ¤nzi, Die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe, Basel 2011, S. 150).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4</span></b><span> GestÃ¼tzt auf § 5c Abs. 3 SHG hat der Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich die Verordnung Ã¼ber die GewÃ¤hrung von Nothilfe an Personen ohne Aufenthaltsrecht vom 24. Oktober 2007 erlassen (Nothilfeverordnung; LS 851.14). GemÃ¤ss deren § 1 Abs. 1 haben Personen, welche sich unberechtigt in der Schweiz aufhalten und nicht zur Ausreise veranlasst werden kÃ¶nnen, Anspruch auf Nothilfe im Sinn von Art. 12 BV, wenn sie ausdrÃ¼cklich ein Gesuch um Nothilfe gestellt haben (lit. a) und kein anderer Kanton fÃ¼r den Vollzug einer verfÃ¼gten Wegweisung zustÃ¤ndig ist (lit. b). Die Nothilfe umfasst Unterkunft, Nahrung, Kleidung, die MÃ¶glichkeit zur KÃ¶rperpflege sowie die medizinische Versorgung (§ 2 Abs. 1 Satz 1 Nothilfeverordnung). Sie wird in der Regel in dafÃ¼r vorgesehenen UnterkÃ¼nften gewÃ¤hrt und in Form von Sachleistungen ausgerichtet (§ 2 Abs. 1 Satz 2 Nothilfeverordnung). Wer Nothilfe beansprucht, muss persÃ¶nlich beim Migrationsamt vorsprechen. Dieses Ã¼berprÃ¼ft die Person auslÃ¤nderrechtlich und Ã¼berweist sie an das Kantonale Sozialamt (§ 4 Abs. 1 Nothilfeverordnung). Das Kantonale Sozialamt prÃ¼ft die Voraussetzungen fÃ¼r die GewÃ¤hrung von Nothilfe und weist die Person einer Unterkunft zu (§ 4 Abs. 2 Nothilfeverordnung). Der Kanton legt die Struktur, das Niveau und die Art der Hilfe fest und sorgt fÃ¼r deren Finanzierung (vgl. BegrÃ¼ndung des Regierungsrats zur Verordnung Ã¼ber die GewÃ¤hrung von Nothilfe an Personen ohne Aufenthaltsbewilligung [Nothilfeverordnung] vom 24. Oktober 2007 [ABl 2007, 2010 ff., 2011 f.]).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3.</b></p> <p class="Erwgung2"><b>3.1</b> Die Vorinstanz erwog im angefochtenen Entscheid, das Verwaltungsgericht habe in seinem RÃ¼ckweisungsurteil den Anspruch des BeschwerdefÃ¼hrers auf Erlass einer materiellen VerfÃ¼gung offengelassen, was nun zu prÃ¼fen sei. Unter Berufung auf bundesgerichtliche Rechtsprechung fÃ¼hrte sie aus, dass Feststellungsbegehren gegenÃ¼ber Leistungsbegehren subsidiÃ¤r seien und zudem nur zulÃ¤ssig seien, wenn daran ein schutzwÃ¼rdiges Feststellungsinteresse bestehe. Ein Feststellungsanspruch bestehe regelmÃ¤ssig dann nicht, wenn der Gesuchsteller ein Leistungsbegehren hÃ¤tte stellen kÃ¶nnen, ohne dadurch Nachteile zu erleiden. Dass der BeschwerdefÃ¼hrer kein Leistungsbegehren hÃ¤tte stellen kÃ¶nnen, sei nicht ersichtlich und werde auch nicht geltend gemacht. Aufgrund der fachkundigen Vertretung des BeschwerdefÃ¼hrers falle auch eine Uminterpretation des Feststellungsbegehrens in ein Leistungsbegehren ausser Betracht, zumal der BeschwerdefÃ¼hrer offenbar ganz bewusst ein solches gestellt habe. Demzufolge sei auf das Feststellungsbegehren des BeschwerdefÃ¼hrers vom 29. MÃ¤rz 2023 nicht einzutreten. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2</b> Als EventualbegrÃ¼ndung legte die Vorinstanz dar, wie zu entscheiden gewesen wÃ¤re, wenn der BeschwerdefÃ¼hrer sein Feststellungsbegehren betreffend widerrechtliche Nichtauszahlung von Nothilfe als Leistungsbegehren formuliert hÃ¤tte. Hierzu fÃ¼hrte sie zusammengefasst aus, es sei unbestritten, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer im Zeitraum vom 8. Februar 2017 bis 11. MÃ¤rz 2017 finanzielle Nothilfe im Gesamtbetrag von Fr. 210.- ausbezahlt worden sei. Unbestritten sei ebenfalls, dass der BeschwerdefÃ¼hrer an den Tagen, an denen er keine finanzielle Nothilfe ausbezahlt erhielt, nicht gemÃ¤ss den Vorschriften gemeldet gewesen sei, bzw. sich nicht in der Unterkunft aufgehalten habe. GemÃ¤ss verwaltungsgerichtlicher Rechtsprechung fliesse aus der Abwesenheit die Vermutung der fehlenden BedÃ¼rftigkeit. Diese kÃ¶nne zwar umgestossen werden, doch sei zum Gegenbeweis nur zuzulassen, wem die Anwesenheit in der zugewiesenen Unterkunft zu den Kontrollzeiten und Ã¼ber Nacht nicht mÃ¶glich oder nicht zumutbar sei. Da der BeschwerdefÃ¼hrer nicht geltend mache, dass ihm die Ãbernachtung bzw. Anwesenheit in der Notunterkunft zu den Kontrollzeiten nicht mÃ¶glich oder zumutbar gewesen sei, sondern dass er teilweise auf die Sachleistung "Ãbernachtung" verzichtet habe, sei der BeschwerdefÃ¼hrer zum Gegenbeweis nicht zuzulassen. Sodann habe der BeschwerdefÃ¼hrer nicht substanziiert dargelegt, inwiefern er sich im fraglichen Zeitraum verpflegt habe und wie er dies finanziert habe. Seine in diesem Zusammenhang geÃ¤usserte Behauptung, dass seine Bekannte C ihm ihre Wohnung zur Benutzung Ã¼berlassen, ihm jedoch verboten haben soll, von ihren Lebensmitteln zu essen, genÃ¼ge dafÃ¼r nicht bzw. erscheine als lebensfremd. Somit kÃ¶nne auch auf die in diesem Zusammenhang offerierte Befragung von C verzichtet werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3</b> Der BeschwerdefÃ¼hrer lÃ¤sst hiergegen einwenden, dass gemÃ¤ss Praxis des Bundesgerichts verweigerte Nothilfeleistungen nicht nachgefordert werden kÃ¶nnten, nachdem eine Notlage Ã¼berwunden worden sei. Diese Praxis, welcher sich das Verwaltungsgericht in seinem Urteil vom 27. Oktober 2017 angeschlossen habe (vgl. VB.2017.00299, E. 1.3), habe ihn dazu veranlasst, statt eines Leistungsbegehrens ein Feststellungsbegehren zu stellen. Sodann verfÃ¼ge der BeschwerdefÃ¼hrer auch dann Ã¼ber ein schÃ¼tzenswertes Feststellungsinteresse, wenn ein Leistungsbegehren zulÃ¤ssig und erfolgsversprechend wÃ¤re. Es gehe im vorliegenden Verfahren um die KlÃ¤rung sehr grundsÃ¤tzlicher Fragen rund um die ZulÃ¤ssigkeit der PrÃ¤senzpflichten in der zugewiesenen Kollektivunterkunft als Voraussetzung fÃ¼r den Bezug finanzieller Nothilfe. Das Interesse an deren KlÃ¤rung gehe weit Ã¼ber das Interesse am Erhalt des bescheidenen im Streit liegenden Geldbetrags hinaus. Sodann sei dem BeschwerdefÃ¼hrer zum Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs vom 29. MÃ¤rz 2017 die im Vergleich zur bundesgerichtlichen Rechtsprechung differenzierte Praxis des Verwaltungsgerichts hinsichtlich der MÃ¶glichkeit einer Nachforderung von zu Unrecht verweigerten NothilfebeitrÃ¤gen nicht bekannt gewesen. Im Ãbrigen sei auch nicht voraussehbar, wie das Bundesgericht kÃ¼nftig in dieser Frage entscheiden werde. Deshalb mÃ¼sse die Frage, ob dem BeschwerdefÃ¼hrer tatsÃ¤chlich ein Anspruch auf Nachforderung zu Unrecht verweigerter Nothilfe zustehe oder nicht, zumindest als offen qualifiziert werden. Dem Beschwerdegegner wirft der BeschwerdefÃ¼hrer widersprÃ¼chliches Verhalten vor, indem dieser sich mit Beschwerdeantwort vom 26. Januar 2021 der vorinstanzlichen BegrÃ¼ndung angeschlossen habe, wonach Feststellungsbegehren gegenÃ¼ber Leistungsbegehren subsidiÃ¤r seien, wohingegen er in seiner ursprÃ¼nglichen VerfÃ¼gung vom 16. MÃ¤rz 2020 noch ausgefÃ¼hrt habe, dass einem Feststellungsbegehren nach § 10c Abs. 1 lit. c VRG gegenÃ¼ber den in lit. a und b derselben Bestimmung ausgefÃ¼hrten Gestaltungsbegehren zwar eine gewisse faktische SubsidiaritÃ¤t zukomme, dieses rechtlich aber nicht subsidiÃ¤r sei, da der Betroffene nicht gezwungen werden kÃ¶nne, die Einstellung, den Widerruf oder die Beseitigung einer Handlung zu verlangen, wenn er sich mit der Feststellung ihrer Widerrechtlichkeit begnÃ¼gen wolle.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b></p> <p class="Erwgung2"><b>4.1</b> Zur ÃberprÃ¼fung der RechtmÃ¤ssigkeit des angefochtenen Nichteintretensentscheids ist somit zu klÃ¤ren, unter welchen Voraussetzungen auf das Begehren einer um Nothilfe ersuchenden Person einzutreten ist, mit welchem diese um Feststellung ersucht, dass ihr die Ausrichtung von Nothilfeleistungen unrechtmÃ¤ssig verweigert worden sei, bzw. ob ein solches gegenÃ¼ber einem Leistungsbegehren auf Ausrichtung von zu Unrecht vorenthaltenen Nothilfeleistungen als subsidiÃ¤r zu betrachten ist.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2</span></b><span> Das Verwaltungsgericht bejaht auch ohne explizite gesetzliche Grundlage (eine solche ist nur mit Bezug auf Realakte in § 10c Abs. 1 lit. c VRG gegeben) in stÃ¤ndiger Praxis einen Anspruch analog Art. 25 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG; SR 172.021) auf Erlass einer FeststellungsverfÃ¼gung, welche das Bestehen, Nichtbestehen oder den Umfang Ã¶ffentlich-rechtlicher Rechte und Pflichten zum Gegenstand hat, vorausgesetzt, dass hierfÃ¼r ein schutzwÃ¼rdiges Feststellungsinteresse besteht (vgl. VGr, 17. Dezember 2020, VB.2020.00378, E. 6.5.1; 24. Mai 2017, VB.2016.00657, E. 5.2; </span><span>JÃ¼rg Bosshart/Martin Bertschi, Kommentar VRG, § 19 N. 23, je mit weiteren Hinweisen<span>). </span>FÃ¼r den Nachweis eines solchen sind grundsÃ¤tzlich die gleichen Kriterien wie fÃ¼r die Rekurs- bzw. Beschwerdelegitimation massgebend. Mithin muss die gesuchstellende Person einen eigenen, aktuellen und praktischen Nutzen an der beantragten Feststellung dartun kÃ¶nnen (VGr, 14. Mai 2020, VB.2019.00840, E. 3.2; vgl. JÃ¼rg Bosshart/Martin Bertschi, Kommentar VRG, § 19 N. 23 f.; Regina Kiener/Bernhard RÃ¼tsche/Mathias Kuhn, Ãffentliches Verfahrensrecht, 3. Aufl., ZÃ¼rich 2021, S. 94). FÃ¼r die SchutzwÃ¼rdigkeit des Feststellungsinteresses gelten spezifische Kriterien: Ãber Bestand, Nichtbestand und Umfang Ã¶ffentlich-rechtlicher Rechte und Pflichten muss Unklarheit bestehen. Gegenstand der verlangten FeststellungsverfÃ¼gung muss ein konkretes RechtsverhÃ¤ltnis sein, wohingegen FeststellungsverfÃ¼gungen zur KlÃ¤rung bloss theoretischer oder abstrakter Rechtsfragen ausgeschlossen sind. Zu verneinen ist ein Feststellungsinteresse grundsÃ¤tzlich auch dann, wenn die gesuchstellende bzw. beschwerdefÃ¼hrende Person ihre Interessen ebenso gut mit einem Begehren um Erlass einer Leistungs- oder GestaltungsverfÃ¼gung wahren kÃ¶nnte. In diesem Sinn ist der Feststellungsanspruch subsidiÃ¤r</span> (zum Ganzen:<span> JÃ¼rg Bosshart/Martin Bertschi, Kommentar VRG, § 19 N. 23 ff.; VGr, 25. August 2022, VB.2022.00157, E. 1.2; 14. Mai 2020, VB.2019.00840, E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 135 II 60 E. 3.3.3</span>).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3</b> Hiervon abzugrenzen sind Begehren nach § 10c Abs. 1 lit. c VRG, mit denen um Feststellung der Widerrechtlichkeit einer behÃ¶rdlichen Handlung ersucht wird. Nach dieser Bestimmung kann, wer ein schutzwÃ¼rdiges Interesse hat, von der BehÃ¶rde, die fÃ¼r Handlungen zustÃ¤ndig ist, welche sich auf Ã¶ffentliches Recht stÃ¼tzen und Rechte oder Pflichten berÃ¼hren, verlangen, dass sie die Widerrechtlichkeit von Handlungen feststellt. Nach § 10c Abs. 2 VRG erlÃ¤sst die BehÃ¶rde eine Anordnung, welche nach Massgabe von § 19 VRG mit Rekurs angefochten werden kann. Diese Regelung hat zum Ziel, Betroffenen den Rechtsweg gegen behÃ¶rdliche Akte zu erÃ¶ffnen, welche zwar kein Anfechtungsobjekt nach § 19 VRG darstellen, jedoch in schÃ¼tzenswerte Interessen eingreifen (vgl. Alain Griffel, Kommentar VRG, § 10c N. 2). Da sich der zÃ¼rcherische Gesetzgeber beim Erlass von § 10c VRG zwecks Vereinheitlichung der Rechtsordnung massgeblich auf den Wortlaut von Art. 25a VwVG abgestÃ¼tzt hat, sind Lehre und Rechtsprechung zu letzterer bundesrechtlichen Norm bei der Anwendung von § 10c VRG heranzuziehen (vgl. VGr, 15. Dezember 2022, VB.2022.00091, E. 3.1 mit Hinweisen). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.4</b> Sowohl der Beschwerdegegner wie auch die Vorinstanz interpretierten das streitgegenstÃ¤ndliche Feststellungsbegehren des BeschwerdefÃ¼hrers als Begehren auf Feststellung der Widerrechtlichkeit im Sinn von § 10c Abs. 1 lit. c VRG. Dies deckt sich mit den AusfÃ¼hrungen des BeschwerdefÃ¼hrers, welcher in seinem streitgegenstÃ¤ndlichen Feststellungsbegehren fÃ¼r den Fall, dass der Beschwerdegegner dem Feststellungsbegehren ganz oder teilweise nicht stattgeben sollte, die ErÃ¶ffnung einer anfechtbaren VerfÃ¼gung nach § 10c Abs. 2 VRG beantragte. Indessen schienen weder die Vorinstanz noch der Beschwerdegegner bei ihren AusfÃ¼hrungen zur SubsidiaritÃ¤t von Leistungsbegehren gegenÃ¼ber Feststellungsbegehren zu berÃ¼cksichtigen, dass sich das von ihnen zitierte Urteil des Bundesgerichts 2C_304/2018 vom 8. August 2018 mit einem Feststellungsbegehren betreffend die GÃ¼ltigkeit einer Aufenthaltsbewilligung befasst, bei welchem es sich klarerweise nicht um ein Feststellungsbegehren nach § 10c Abs. 1 lit. c VRG betreffend die Widerrechtlichkeit eines Realakts handelt, sondern um ein solches um Erlass einer FeststellungsverfÃ¼gung betreffend den Bestand Ã¶ffentlich-rechtlicher Rechte und Pflichten. DemgegenÃ¼ber ist die Frage, ob ein Begehren auf Feststellung der Widerrechtlichkeit im Sinn von § 10c Abs. 1 lit. c VRG gegenÃ¼ber den in § 10c Abs. 1 VRG ebenfalls aufgefÃ¼hrten Begehren auf Unterlassen, Einstellung, Widerruf (lit. a) oder Beseitigung der Folgen einer widerrechtlichen Handlung (lit. b) als subsidiÃ¤r zu betrachten ist, in der Lehre umstritten und wurde, soweit ersichtlich, bislang auch noch nicht abschliessend gerichtlich geklÃ¤rt (befÃ¼rwortend: RenÃ© Wiederkehr/Christian Meyer/Anna BÃ¶hme, OFK VwVG, ZÃ¼rich 2022, Art. 25a N. 31; Isabelle HÃ¤ner in: Bernhard Waldmann/Patrick L. Krauskopf [Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz [VwVG], 3. Aufl., ZÃ¼rich/Genf 2023, Art. 25a N. 45; Michael Beusch/AndrÃ© Moser/Lorenz KneubÃ¼hler, AusgewÃ¤hlte prozessrechtliche Fragen im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht, in: ZBl 109/2008 S. 1 ff., Fn. 32; Enrico Riva, Neue bundesrechtliche Regelung des Rechtsschutzes gegen Realakte â Ãberlegungen zu Art. 25a VwVG, in: SJZ 103/2007 S. 337 ff., S. 344; vgl. sodann ablehnend: <span>Alain Griffel, Kommentar VRG, § 10c N. 21; Beatrice Weber-DÃ¼rler/Pandora Kunz-Notter in: Christoph Auer/Markus MÃ¼ller/Benjamin Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz Ã¼ber das Verwaltungsverfahren [VwVG], 2. A., ZÃ¼rich/St. Gallen 2018, Art. 25a N. 46; Marianne Tschopp-Christen, Rechtsschutz gegenÃ¼ber Realakten des Bundes [Artikel 25a VwVG</span>], ZÃ¼rich 2009, S. 155 f.). Wie aus den nachfolgenden ErwÃ¤gungen hervorgeht, bedarf diese Frage auch vorliegend keiner vertieften Ausleuchtung.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.5</b> Die vorinstanzliche Qualifikation des streitgegenstÃ¤ndlichen Begehrens als Feststellungsbegehren nach § 10c Abs. 1 lit. c VRG ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass das Verwaltungsgericht in der Vergangenheit diverse Handlungen im Zusammenhang mit der Ausrichtung von Nothilfe als Realakte qualifiziert hat. So verneinte es im Urteil VB.2017.00299 vom 27. Oktober 2017 die Qualifikation eines von den Bewohnern der kantonalen NotunterkÃ¼nfte zu unterzeichnenden Merkblatts als Anordnung bzw. VerfÃ¼gung, gemÃ¤ss welchem Nothilfeleistungen nur an solche Personen ausgerichtet wÃ¼rden, welche ihre Anwesenheit in der ihnen zugewiesenen Notunterkunft zweimal tÃ¤glich unterschriftlich bescheinigten. Dieses diene einzig dazu, die Auszahlung der Nothilfe an die Nothilfeberechtigten in der Notunterkunft organisatorisch sicherzustellen. Damit werde den betroffenen insbesondere nicht die Pflicht auferlegt, sich in der Notunterkunft aufzuhalten (E. 3.5). Bei der im Merkblatt vorgesehenen Regelung, wonach fÃ¼r den betreffenden Tag nur Geldzahlungen erhalte, wer bei der Kontrolle anwesend sei bzw. wer in der Notunterkunft Ã¼bernachte, handle es sich nicht um neue Anspruchsvoraussetzungen fÃ¼r den Nothilfebezug. Vielmehr diene die Kontrolle der Anwesenheiten der Feststellung der BedÃ¼rftigkeit, welche gesetzliche Voraussetzung der Nothilfeberechtigung sei. Ob die antragstellende Person (noch) bedÃ¼rftig sei, kÃ¶nne schon aus praktischen GrÃ¼nden nicht in jedem Einzelfall jeden Tag geprÃ¼ft werden. Bei jenen Personen, die im [Durchgangs-]Zentrum wohnen, Ã¼bernachten und morgens sowie abends bei den Anwesenheitskontrollen anwesend seien, werde die BedÃ¼rftigkeit und die Berechtigung zum Bezug von Nothilfe vermutet. Umgekehrt dÃ¼rfe bei Inanspruchnahme einer ÃbernachtungsmÃ¶glichkeit ausserhalb der Notunterkunft vermutet werden, dass damit auch eine Waschgelegenheit und Nahrung geboten werde. Durch die Abwesenheit Ã¼ber Nacht werde somit dokumentiert, dass die betreffende Person zumindest fÃ¼r diesen Tag vermutungsweise nicht auf Nothilfe angewiesen sei. Die Anwesenheitskontrollen dienten damit auf niederschwellige Art und Weise einzig der SachverhaltsabklÃ¤rung. Damit seien die im Merkblatt geregelten ModalitÃ¤ten der Auszahlung der Nothilfe, und nicht etwa das Merkblatt als solches, als Realakt zu qualifizieren (E. 3.8 f.). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.6</b> Als Realakt qualifizierte das Verwaltungsgericht im Urteil VB.2018.00584 vom 9. Mai 2019 auch die auf Grundlage der genannten Anwesenheitskontrollen erfolgte Nichtauszahlung des Verpflegungsgelds durch ein Privatunternehmen, welches vom Kanton mit dem Betrieb der entsprechenden Notunterkunft betraut worden war. Dieses sei mangels Ãbertragung Ã¶ffentlicher Aufgaben nicht dazu befugt, anstelle des Beschwerdegegners darÃ¼ber zu entscheiden, ob die Anspruchsvoraussetzungen fÃ¼r die Nothilfe erfÃ¼llt seien (E. 4.4). Weiter erwog das Verwaltungsgericht, dass der Beschwerdegegner durch den Umstand, dass er die Feststellung der BedÃ¼rftigkeit â wie auch im vorliegenden Fall â in schematisierter Weise mittels einer an ein Privatunternehmen delegierte Anwesenheitskontrolle vornehme, nicht von einer EinzelfallprÃ¼fung befreit werde. Zwar begrÃ¼nde die Abwesenheit bei den Kontrollzeiten eine Vermutung der fehlenden BedÃ¼rftigkeit, allerdings mÃ¼sse der betroffenen Person der Gegenbeweis erhalten bleiben, um so die Vermutung umzustossen. Insbesondere mÃ¼sse der betroffenen Person der Nachweis ermÃ¶glicht werden, dass sie trotz Nichteinhaltung der Kontrollzeiten anwesend war, bzw. dass sie trotz Abwesenheit zu den Kontrollzeiten bedÃ¼rftig war (VGr, 9. Mai 2019, VB.2018.00584, E. 4.3.4 f.). Da die Nichtauszahlung des Nothilfegeldes unter diesen UmstÃ¤nden einen Realakt darstelle, habe der Beschwerdegegner auf Begehren des Hilfesuchenden darÃ¼ber eine VerfÃ¼gung zu erlassen, wozu er aufgrund des Untersuchungsgrundsatzes den Sachverhalt festzustellen habe. (vgl. VGr, 9. Mai 2019, VB.2018.00584, E. 4.4.3). Da dem Betroffenen in solchen FÃ¤llen gar keine andere MÃ¶glichkeit offenstehe, als seine BedÃ¼rftigkeit erst im Nachhinein geltend zu machen, weil die finanzielle Nothilfe zwar in der Unterkunft ausgerichtet werde, der Betreiberin Ã¼ber das Feststellen der eingehaltenen Kontrollzeiten hinaus allerdings weder die VerfÃ¼gungskompetenz zum Entscheid Ã¼ber das Bestehen der BedÃ¼rftigkeit, noch eine dem Untersuchungsgrundsatz gemÃ¤ss § 7 VRG entsprechende AbklÃ¤rungspflicht zukomme, mÃ¼sse dabei vom Grundsatz abgewichen werden, dass fÃ¼r bereits Ã¼berwundene Notlagen grundsÃ¤tzlich keine Nothilfeleistungen nachgefordert werden kÃ¶nnen (vgl. VGr, 9. Mai 2019, VB.2018.00584, E. 4.6.1).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.7</b> Das Verwaltungsgericht liess im ersten Rechtsgang ausdrÃ¼cklich offen, ob dem BeschwerdefÃ¼hrer hinsichtlich der ihm aufgrund seiner Abwesenheit in der Notunterkunft verweigerten Auszahlung der Nothilfe ein Anspruch auf Erlass einer Anordnung im Sinn von § 10c Abs. 2 VRG zukommt (vgl. Urteil vom 29. MÃ¤rz 2018, VB.2018.00345, E. 3.2). Dies ist aus den folgenden GrÃ¼nden zu verneinen: Nach § 10c Abs. 1 VRG setzt der Erlass einer Anordnung im Sinn dieser Bestimmung das Bestehen eines schutzwÃ¼rdigen Interesses an einer Beurteilung des betreffenden Realakts voraus. Ein solches ist zu verneinen, wenn der betroffenen Person ein genÃ¼gender Rechtsschutz gegen den Realakt auch auf andere Weise offensteht (vgl. BGE 140 II 315 E. 3.1, mit Hinweis auf BGE 136 V 156 E. 4.3). Aus den zitierten ErwÃ¤gungen des Verwaltungsgerichts im Urteil VB.2018.00584 ergibt sich, dass es dem BeschwerdefÃ¼hrer auch bei vordergrÃ¼ndiger Verweigerung der Nothilfe im Rahmen einer Anwesenheitskontrolle unbenommen war, den Beschwerdegegner um eine nachtrÃ¤gliche Beurteilung seines Nothilfeanspruchs in der fraglichen Periode zu ersuchen. Die ErwÃ¤gung des genannten Urteils, wonach in diesem Rahmen vom Grundsatz abgewichen werden mÃ¼sse, dass fÃ¼r bereits Ã¼berwundene Notlagen keine Nothilfeleistungen nachgefordert werden kÃ¶nnen, macht deutlich, dass es sich dabei nicht um eine Anordnung im Sinn von § 10c Abs. 1 und 2 VRG betreffend die RechtmÃ¤ssigkeit der vordergrÃ¼ndig als Realakt erfolgten Nichtauszahlung der Nothilfe handelt, sondern um eine VerfÃ¼gung, mittels welcher die BedÃ¼rftigkeit der gesuchstellenden Person und damit deren Anspruch auf die GewÃ¤hrung von Nothilfe abschliessend von der hierfÃ¼r zustÃ¤ndigen VerwaltungsbehÃ¶rde beurteilt werden soll. Angesichts dieser nachgelagerten RechtsschutzmÃ¶glichkeit besteht fÃ¼r den Erlass einer Anordnung nach § 10c betreffend die RechtmÃ¤ssigkeit der vordergrÃ¼ndigen Nichtauszahlung von vornherein kein schutzwÃ¼rdiges Interesse. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.8</b> Sofern man das streitgegenstÃ¤ndliche Feststellungsbegehren schliesslich nicht als Begehren um Beurteilung der RechtmÃ¤ssigkeit der vordergrÃ¼ndigen Nichtauszahlung im Sinn von § 10c Abs. 1 lit. c VRG, sondern als ein solches betreffend das Bestehen eines Anspruchs auf Nothilfeleistungen im fraglichen Zeitraum auslegen wollte, so wÃ¤ren fÃ¼r das Eintreten auf ein solches die bereits dargestellten Anforderungen an ein schutzwÃ¼rdiges Feststellungsinteresse, mithin das SubsidiaritÃ¤tserfordernis, zur Anwendung zu bringen (vgl. E. 4.2 oben; so im Ergebnis bereits VGr, 9. Mai 2019, VB.2018.00584, E. 4.8, wo das Verwaltungsgericht das vorinstanzliche Nichteintreten auf ein ergÃ¤nzend zu einem Leistungsbegehren auf nachtrÃ¤gliche Ausrichtung von Nothilfeleistung gestelltes Feststellungsbegehren infolge der SubsidiaritÃ¤t von Letzterem bestÃ¤tigte). In diesem Fall wÃ¤re der Vorinstanz dahingehend beizupflichten, dass nicht ersichtlich ist, inwiefern der BeschwerdefÃ¼hrer seine Interessen an einer nachtrÃ¤glichen Beurteilung seines Nothilfeanspruchs durch den Beschwerdegegner nicht ebenso gut mit einem Leistungsbegehren hÃ¤tte wahren kÃ¶nnen. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.9 </b>Im Ãbrigen erscheint auch zweifelhaft, ob der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼berhaupt noch Ã¼ber ein aktuelles Rechtsschutzinteresse an der beantragten blossen Feststellung verfÃ¼gt. Nachdem ihm eine Aufenthaltsbewilligung erteilt worden ist (oben I.A.), kommt fÃ¼r ihn der Ausschluss von der Sozialhilfe nach Art. 82 Abs. 1 Satz 2 AsylG nicht mehr zum Tragen bzw. gilt er nicht mehr als Person ohne Aufenthaltsrecht im Sinn von § 5c SHG, welche (nur) Anspruch auf Nothilfe hÃ¤tte. Das von ihm kritisierte System der GewÃ¤hrung von Nothilfe kÃ¤me â sollte er auf wirtschaftliche UnterstÃ¼tzung angewiesen sein â auf ihn so oder so nicht mehr zur Anwendung und ist fÃ¼r ihn damit von rein theoretischem Interesse. Auch liegt nicht der Fall einer Grundsatzfrage vor, welche sonst nie rechtzeitig, d.h. wÃ¤hrend der Zeit der Unterbringung in einer Notunterkunft bzw. des Nothilfebedarfs, gerichtlich geklÃ¤rt werden kÃ¶nnte.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.10</b> Nach dem Gesagten erweist sich das Nichteintreten der Vorinstanz auf das Feststellungsbegehren des BeschwerdefÃ¼hrers vom 29. MÃ¤rz 2017 im Ergebnis als rechtmÃ¤ssig, weshalb die Beschwerde in diesem Punkt abzuweisen ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>5.</b> Der BeschwerdefÃ¼hrer beanstandet weiter, dass ihm die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens zu Unrecht auferlegt worden seien. Wie er richtigerweise vorbringen lÃ¤sst, werden fÃ¼r die AmtstÃ¤tigkeit in Angelegenheiten der Ã¶ffentlichen Sozialhilfe in der Regel keine GebÃ¼hren verrechnet (§ 10 der GebÃ¼hrenverordnung fÃ¼r die VerwaltungsbehÃ¶rden vom 30. Juni 1966 [LS 682]; VGr, 27. Oktober 2017, VB.2017.00299, E. 8.1). Die Vorinstanz fÃ¼hrte zur Tragung der Kosten des Rekursverfahrens lediglich aus, dass diese ausgangsgemÃ¤ss dem Rekurrenten aufzuerlegen seien. Dass besondere UmstÃ¤nde vorliegen wÃ¼rden, welche ein Abweichen von dieser Grundsatzregelung rechtfertigen, legte sie nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. Demzufolge ist die Beschwerde in diesem Punkt gutzuheissen und die Kosten des Rekursverfahrens sind in AbÃ¤nderung von Dispositivziffer IV des angefochtenen Entscheids vom 3. November 2020 auf die Staatskasse zu nehmen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b></p> <p class="Erwgung2"><b>6.1</b> Sodann macht der BeschwerdefÃ¼hrer geltend, sein Gesuch um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands fÃ¼r das Rekursverfahren sei zu Unrecht abgewiesen worden. Die Vorinstanz wies dieses mit der BegrÃ¼ndung ab, dass der BeschwerdefÃ¼hrer nicht mehr NothilfeempfÃ¤nger sei, sondern seit dem 5. Februar 2020 Ã¼ber eine Aufenthaltsbewilligung verfÃ¼ge. Im Unterschied zum Zeitpunkt des verwaltungsgerichtlichen Urteils im ersten Rechtsgang kÃ¶nne nicht mehr ohne Darlegung der finanziellen VerhÃ¤ltnisse von dessen Mittellosigkeit ausgegangen werden. Der Beschwerdegegner habe seine finanziellen VerhÃ¤ltnisse im Rekursverfahren nicht offengelegt, weshalb er nicht als mittellos zu betrachten sei. Aus der BegrÃ¼ndung ihres Entscheids gehe sodann hervor, dass der Rekurs sowohl formell wie materiell aussichtslos gewesen sei. Auch aus diesem Grund sei das Gesuch um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands abzuweisen.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.2</b> Nach <span>§ 16 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 VRG</span> besteht ein Anspruch auf Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands, sofern die gesuchstellende Partei mittellos ist, ihre Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheinen, und sie nicht dazu in der Lage ist, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren, bzw. die Bestellung eines Rechtsbeistands als sachlich notwendig erscheint (vgl. <span>Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § </span>16 N. 77<span> ff.</span>)<span>. <span>Ein Rechtsbeistand ist grundsÃ¤tzlich dann notwendig, wenn die Interessen des Gesuchstellers in schwerwiegender Weise betroffen sind und das Verfahren in tatsÃ¤chlicher und rechtlicher Hinsicht Schwierigkeiten bietet, die den Beizug eines Rechtsvertreters erfordern (Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 16 N. 80 f.). </span></span>Zufolge der gesetzlichen Mitwirkungspflicht ist es Sache der gesuchstellenden Person, den Nachweis ihrer Mittellosigkeit zu erbringen. Es obliegt ihr selbst, ihre Einkommens- und VermÃ¶gensverhÃ¤ltnisse sowie Lebenshaltungskosten umfassend darzustellen und so weit mÃ¶glich auch zu belegen. An die Mitwirkungspflicht der Gesuchstellenden werden praxisgemÃ¤ss hohe Anforderungen gestellt. So mÃ¼ssen sie ihre finanzielle Situation detailliert aufzeigen und belegen. Aus den eingereichten Belegen muss auf jeden Fall der aktuelle Grundbedarf der gesuchstellenden Person hervorgehen; zudem mÃ¼ssen die Belege Ã¼ber sÃ¤mtliche ihrer finanziellen Verpflichtungen sowie Ã¼ber ihre Einkommens- und VermÃ¶gensverhÃ¤ltnisse Aufschluss geben. <span>Eine anwaltlich vertretene Partei muss nicht explizit auf diese Mitwirkungspflicht hingewiesen werden, wenn sie keine entsprechenden Belege einreicht, und es muss ihr auch </span>keine Nachfrist zur Verbesserung eines unvollstÃ¤ndigen oder unklaren Armenrechtsgesuchs eingerÃ¤umt werden. Vielmehr kann das Gesuch mangels BedÃ¼rftigkeitsnachweises abgewiesen werden, wenn sie ihren Mitwirkungsobliegenheiten nicht genÃ¼gend nachkommt (vgl. VGr, 24. Januar 2023, VB.2022.00764, E. 7.2 mit Hinweis auf BGr, 23. Dezember 2022, 8C_495/2022, E. 5.2; VGr, 30. Oktober 2019, VB.2019.00418, E. 4.2; 6. Dezember 2012, VB.2012.00576, E. 4.3; vgl. zum Ganzen: <span>Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 16 N. 38 ff.</span>).</p> <p class="Erwgung2"><b>6.3</b> Nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer am 5. Februar 2020 eine Aufenthaltsbewilligung erhalten hatte und ihm die Aufnahme einer ErwerbstÃ¤tigkeit demzufolge nicht lÃ¤nger untersagt war, konnte nicht mehr ohne Weiteres von dessen Mittellosigkeit ausgegangen werden. Demzufolge wÃ¤re der BeschwerdefÃ¼hrer dazu verpflichtet gewesen, zur BegrÃ¼ndung seines Gesuchs um GewÃ¤hrung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands seine finanziellen VerhÃ¤ltnisse darzulegen. Der anwaltlich vertretene BeschwerdefÃ¼hrer machte hierzu jedoch weder in seiner Rekursschrift vom 23. April 2020, noch in der ergÃ¤nzenden Stellungnahme vom 23. Juli 2020 zur Rekursantwort der Beschwerdegegnerin irgendwelche Angaben. <span>In Anwendung des Gesagten war die Vorinstanz somit dazu berechtigt, das Gesuch mangels hinreichender BegrÃ¼ndung abzuweisen. Dass der BeschwerdefÃ¼hrer im Beschwerdeverfahren nachtrÃ¤glich entsprechende Angaben machte, vermag hieran nichts zu Ã¤ndern. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt somit als unbegrÃ¼ndet.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>7.</b></p> <p class="Erwgung2"><b>7.1</b> Vorliegend obsiegt der BeschwerdefÃ¼hrer einzig mit seinem Antrag betreffend die Auferlegung der Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens. Angesichts dieses Verfahrensausgangs wÃ¤ren die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu 4/5 dem BeschwerdefÃ¼hrer und zu 1/5 der Vorinstanz aufzuerlegen. Von einer Kostenverteilung nach Massgabe des Unterliegens kann indessen aus BilligkeitsgrÃ¼nden abgewichen werden, namentlich dann, wenn das Verfahren von Ã¼berlanger Dauer war (<span>Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § </span>13 N. 64). Zwischen dem Abschluss des Schriftenwechsels (freigestellte Stellungnahme des Beschwerdegegners vom 23. MÃ¤rz 2021; act. 12) und dem vorliegenden Urteil vergingen Ã¼ber zwei Jahre. In Anbetracht des Umstands, dass die Parteien fÃ¼r die entstandene VerzÃ¶gerung in keiner Weise verantwortlich waren, und dass die Streitsache von Ã¼berschaubarer KomplexitÃ¤t war, erscheint diese Verfahrensdauer ungebÃ¼hrlich lang. In Anbetracht dessen rechtfertigt es sich, die Kosten des vorliegenden Verfahrens auf die Gerichtskasse zu nehmen. Das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung erweist sich damit als gegenstandslos.</p> <p class="Erwgung2"><b>7.2</b> Die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung ist dem mehrheitlich unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrer zu verweigern (vgl. <span>VGr, 14. MÃ¤rz</span> 2019,<span> VB.2018.00177, E. 12.3.2; Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § </span>17 N. 21). </p> <p class="Erwgung2"><b>7.3</b> Zu befinden bleibt Ã¼ber das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands im vorliegenden Verfahren (vgl. zu den Voraussetzungen oben E. 6.2). Auch wenn die HÃ¼rden hinsichtlich der hierfÃ¼r erforderlichen Betroffenheit nicht hoch anzusetzen sind und im Bereich der Sozialhilfe etwa bereits die Ausrichtung einer Integrationszulage in der HÃ¶he von Fr. 100.- pro Monat (bei auch im Ãbrigen gegebenen Voraussetzungen) zur unentgeltlichen RechtsverbeistÃ¤ndung berechtigt (vgl. dazu BGr, 11. April 2011, 8C_224/2011, E. 4.5; Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 16 N. 80), ist zumindest eine minimale Betroffenheit erforderlich. Wie bereits weiter oben ausgefÃ¼hrt wurde (oben E. 4.9 am Ende), war der BeschwerdefÃ¼hrer vom von ihm kritisierten System der GewÃ¤hrung der Nothilfe, welches er durch seine FeststellungsantrÃ¤ge hinterfragen wollte, im hier massgeblichen Zeitpunkt der Einreichung der vorliegenden Beschwerde nicht mehr â d.h. weder aktuell noch virtuell â betroffen. Zudem belÃ¤uft sich der (hintergrÃ¼ndige) Streitwert auf einen Betrag von einmalig Fr. 64.- (oben E. 1.2), welcher von ihm nicht einmal eingefordert wird. Unter diesen UmstÃ¤nden ist die Verfechtung des vorliegenden Falles fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer im Ergebnis von rein theoretischem Nutzen; jedenfalls erreicht die Streitigkeit in der Hauptsache die Schwelle der minimal erforderlichen Betroffenheit nicht. Was die Nebenfolgen der ihm zu Unrecht auferlegten Kosten des vorinstanzlichen Rekursverfahrens anbetrifft, war der BeschwerdefÃ¼hrer nicht auf den Beizug eines Rechtsvertreters angewiesen. Entsprechend ist das Gesuch um unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung abzuweisen, ohne dass die weiteren Voraussetzungen der GewÃ¤hrung zu prÃ¼fen wÃ¤ren.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>der Einzelrichter</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. In AbÃ¤nderung von Dispositivziffer IV des Rekursentscheids der Sicherheitsdirektion vom 3. November 2020 sind die Kosten des Rekursverfahrens Nr. 2020.0333 auf die Staatskasse zu nehmen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 600.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 220.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 820.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung wird als gegenstandslos abgeschrieben.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen RechtsverbeistÃ¤ndung wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Es werden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Sicherheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich.</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>