<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2025-01-27-1C_732-2024.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1C_732/2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 27. Januar 2025</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Haag, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Baur. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bau- und Justizdepartement des Kantons Solothurn, Werkhofstrasse 65, Rötihof, 4509 Solothurn, </div> <div class="para">vertreten durch die Motorfahrzeugkontrolle des Kantons Solothurn, Abteilung Administrativmassnahmen, Gurzelenstrasse 3, 4512 Bellach. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Anordnung verkehrspsychologischer Untersuchung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Solothurn vom 20. November 2024 (VWBES.2024.306). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">A.________ wird vorgeworfen, am 2. Juni 2024 durch Nichttragen des Schutzhelms, unerlaubtes Befahren des Trottoirs und Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit gegen das Strassenverkehrsgesetz (SVG) und die Verkehrsregelnverordnung vom 13. November 1962 (VRV; SR 741.11) verstossen zu haben. Des Weiteren wurde gegen ihn Strafanzeige wegen Ungehorsams gegen die Polizei, Beschimpfung, Drohung und Sachbeschädigung erstattet. Mit Schreiben vom 26. August 2024 informierte ihn die Motorfahrzeugkontrolle des Kantons Solothurn, es sei ein Administrativverfahren gemäss dem Strassenverkehrsgesetz eröffnet worden, und gewährte ihm das rechtliche Gehör. Mit Verfügung vom 13. September 2024 ordnete sie namens des Bau- und Justizdepartements des Kantons Solothurn an, er habe sich innert vier Monate ab Erhalt der Verfügung auf eigene Kosten einer verkehrspsychologischen Untersuchung am Institut für Rechtsmedizin der Universität Bern zu unterziehen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Gegen die Verfügung der Motorfahrzeugkontrolle gelangte A.________ an das Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn. Mit Urteil vom 20. November 2024 wies das Gericht das Rechtsmittel ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Mit elektronischer Eingabe vom 18. Dezember 2024 erhebt A.________ beim Bundesgericht Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 20. November 2024. Weitere elektronische Eingaben erfolgten am 24. Dezember 2024 - wobei sich die Anhänge der Eingabe nicht öffnen liessen - und, nach Ablauf der Beschwerdefrist und damit verspätet, am 28. Dezember 2024. </div> <div class="para">Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.1.</b> Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid, mit dem die Anordnung einer verkehrspsychologischen Fahreignungsprüfung bestätigt worden ist (<span class="artref">Art. 82 lit. a, <artref id="CH/173.110/86/1/d" type="start"></artref>Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/82/a" type="end"></artref>); ein Ausnahmegrund gemäss <span class="artref">Art. 83 BGG</span> liegt nicht vor. Der angefochtene Entscheid schliesst das Verfahren nicht ab. Es handelt sich um einen Zwischenentscheid gemäss <span class="artref">Art. 93 Abs. 1 BGG</span>, gegen den die Beschwerde an das Bundesgericht zulässig ist, da er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von <span class="artref">Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG</span> bewirken kann (vgl. Urteile 1C_434/2023 vom 4. Juni 2024 E. 1.2; 1C_151/2021 vom 20. August 2021 E. 1.1; 1C_319/2020 vom 18. Februar 2021 E. 1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.2.</b> Die Anordnung einer Fahreignungsuntersuchung gilt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts als vorsorgliche Massnahme im Sinne von <span class="artref">Art. 98 BGG</span> (vgl. Urteil 1C_434/2023 vom 4. Juni 2024 E. 2.2-2.5, zur Publikation vorgesehen). Mit der Beschwerde gegen den angefochtenen Entscheid kann demnach lediglich die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden (Urteil 1C_434/2023 vom 4. Juni 2024 E. 2.6, zur Publikation vorgesehen). Das Bundesgericht prüft dabei die Verletzung solcher Rechte nur insofern, als eine entsprechende Rüge in der Beschwerde vorgebracht und begründet wird, wobei die Rüge klar und detailliert zu erheben und, soweit möglich, zu belegen ist (qualifizierte Rüge- und Begründungspflicht; <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=10.01.2025&amp;to_date=29.01.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F148-I-104%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page104">BGE 148 I 104</a> E. 1.5; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=10.01.2025&amp;to_date=29.01.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-II-283%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page283">143 II 283</a> E. 1.2.2<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=10.01.2025&amp;to_date=29.01.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F138-I-171%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page171">138 I 171</a></span> E. 1.4). Genügt die Beschwerde den Begründungsanforderungen nicht, ist auf sie nicht einzutreten (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=10.01.2025&amp;to_date=29.01.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-V-136%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page136">BGE 140 V 136</a> E. 1.1<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=10.01.2025&amp;to_date=29.01.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F138-I-171%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page171">138 I 171</a></span> E. 1.4). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.3.</b> Die Vorinstanz ist im angefochtenen Entscheid mit einlässlicher Begründung und in Auseinandersetzung (u.a.) mit den Vorbringen des Beschwerdeführers zum Schluss gekommen, bei der vorliegenden Sachlage bestünden mit Blick auf die gesamten Umstände genügend konkrete und hinreichende Anhaltspunkte, die Zweifel an der Fahreignung des Beschwerdeführers im Sinne von <span class="artref">Art. 15d Abs. 1 SVG</span> begründeten. Die von der Motorfahrzeugkontrolle am 13. September 2024 angeordnete verkehrspsychologische Untersuchung erweise sich demnach als sachlich gerechtfertigt und angemessen. </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer rügt vor Bundesgericht zwar insbesondere eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung und eine Verletzung des Willkürverbots, des Gleichbehandlungsgebots, der persönlichen Freiheit, der Wirtschaftsfreiheit, des Verhältnismässigkeitsprinzips und des Anspruchs auf rechtliches Gehörs. Er setzt sich mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids jedoch nicht näher und sachgerecht auseinander und legt nicht konkret und im Einzelnen dar, inwiefern die Vorinstanz den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt hätte und ihr Entscheid die erwähnten Grundrechte oder sonst verfassungsmässige Rechte im Sinne von <span class="artref">Art. 98 BGG</span> verletzen würde. Er begnügt sich im Kern letztlich vielmehr damit, gestützt auf seine als allein richtig vorausgesetzte eigene Sicht der Dinge in appellatorischer Weise insbesondere eine derartige Sachverhaltsfeststellung und einen Verstoss gegen die betreffenden Grundrechte zu behaupten, ohne die geltend gemachten Verstösse substanziiert aufzuzeigen, wobei er sich in erster Linie gegen einen angeblichen Führerausweisentzug richtet, obschon ein solcher mit der mit dem angefochtenen Entscheid bestätigten Verfügung der Motorfahrzeugkontrolle gar nicht angeordnet wurde. Soweit seine Kritik am angefochtenen Entscheid nicht von vornherein an der Sache vorbeigeht bzw. damit nicht von vornherein unzulässige Rügen erhoben werden, genügt sie den vorliegend zu beachtenden qualifizierten Begründungsanforderungen offensichtlich nicht, weshalb - unabbhängig davon, ob die elektronische Beschwerdeerhebung in rechtsgültiger Weise erfolgte - im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 BGG</span> nicht auf die Beschwerde einzutreten ist. Der Antrag auf aufschiebende Wirkung des Beschwerdeführers ist damit gegenstandslos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Bei diesem Verfahrensausgang ist der Beschwerdeführer an sich kostenpflichtig; auf eine Kostenerhebung kann aber verzichtet werden (Art. 66 Ab. 1 BGG). Parteientschädigungen sind keine zuzusprechen (<span class="artref">Art. 68 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Bau- und Justizdepartement des Kantons Solothurn sowie dem Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 27. Januar 2025 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Haag </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Baur </div> </div></body></html>