B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-206/2013 U r t e i l v o m 2 4 . J a n u a r 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichter Markus König, mit Zustimmung von Richter Daniele Cattaneo; Gerichtsschreiberin Stella Boleki. Parteien A._______, eigenen Angaben zufolge geboren am (…), Belarus, c/o Empfangs- und Verfahrenszentrum (…) Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 8. Januar 2013 / N (…). E-206/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer am 25. November 2012 in der Schweiz um Asyl nachsuchte, dass er am 17. Dezember 2012 (zweimal) summarisch und am 28. D e- zember 2012 einlässlich zu den Gründen seiner Reise in die Schweiz re- spektive zu seinen Asylgründen angehört wurde und dabei im Wesentl i- chen geltend machte, das Haus seiner Mutter sei am (…) 2012 von Poli- zisten überfallen worden, wobei er gerade noch habe fliehen können, sei- ne Mutter daraufhin mutmasslich ermordet und das Haus niedergebrannt worden sei, dass er daraufhin aus Furcht vor den kriminellen Polizisten ausser La n- des geflohen sei, dass der Beschwerdeführer zu Protokoll gab, (…) Jahre und (…) Monate alt zu sein, dass das BFM daraufhin das Kantonsspital B._______ mit dem Erstellen einer radiologischen Analyse des Knochenalters beauftragte und dem Beschwerdeführer anlässlich der zweiten Befragung vom 17. Dezember 2012 das rechtliche Gehör zu m Gutachten vom 13. Dezember 2012 g e- währte, dass er die Richtigkeit der Feststellung des Kantonsspitals, sein Skelettal- ter betrage 19 Jahre oder mehr, bestritt, dass das BFM mit Verfügung vom 8. Januar 2013 – eröffnet am gleichen Tag – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, der Beschwe r- deführer habe seine angebliche Minderjährigkeit nicht glaubhaft machen können, weshalb v on seiner Volljährigkeit auszugehen sei, und er habe ohne entschuldbare Gründe keine Reise - oder Identitätspapiere abgege- ben, dass seine Vorbringen völlig haltlos seien und er die Flüchtlingseige n- schaft offenkundig nicht erfülle, E-206/2013 Seite 3 dass der Beschwerdeführer mit Eingabe an das Bundesverwaltungsg e- richt vom 15. Januar 2013 Beschwerde gegen die Verfügung vom 8. J a- nuar 2013 er hob, ohne jedoch Anträge zu stellen, die Beschwerdeerkl ä- rung zu begründen und die Eingabe zu unterzeichnen, dass der Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts mit Zw i- schenverfügung vom 16. Januar 2013 den Beschwerdeführer zur Verbes- serung seiner Rechtsschrift und zur Leistung des Kostenvorschusses auf- forderte, dass der Beschwerdeführer innert der gesetzten Frist mit zwei Schreiben vom 17. und 18. Januar 2013 sein Rechtsmittel verbesserte und inhaltlich im Wesentlichen beantragte, die vorinstanzliche Verfügung sei vollu m- fänglich aufzuheben und sein Asylgesuch sei durch das BFM materiell zu behandeln, eventuell sei er wegen Un zumutbarkeit des Wegweisung s- vollzugs vorläufig in der Schweiz aufzunehmen, dass in prozessualer Hinsicht die Gewährung der unentgeltlichen Pro- zessführung und der Verzicht auf die Erhebung des Kostenvorschusses beantragt wurden, dass der Instruktionsrichter den Beschwerdeführer mit Verfügung vom 18. Januar 2013 von der Pflicht zur Leistung des Kostenvorschusses b e- freite, und das Bundesverwaltungsgericht erwägt, dass es endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfa h- ren [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet, ausser bei Vorliegen e i- nes Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerd e- führende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i. V. m. Art. 31-33 des Ver- waltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinn von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein E-206/2013 Seite 4 schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass die fristgerecht eingereichte und innert Frist in der Form verbesserte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeen t- scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ve r- zichtet wurde, dass der Beschwerdeführer zu Protokoll gegeben hat, er sei minderjährig und zunächst zu prüfen ist, ob die Vorinstanz zu Recht von der Unglau b- haftigkeit der geltend gemachten Minderjährigkeit ausgegangen ist, dass gemäss Rechtsprechung eine asylsuchende Person die objektive Beweislast für die behauptete Minderjährigkeit und die Folgen der B e- weislosigkeit trägt und diese Beweislastregel sich zuungunsten einer asylsuchenden Person auswirkt, wenn die Behauptung der Minderjähri g- keit tatsächlich unbewiesen bleibt, das heisst, wenn weder der asyls u- chenden Person der Nachweis gelingt, dass sie weniger als 18 Jahre alt ist, noch der Behörde, dass sie 18 -jährig oder älter ist (vgl. zum Ganzen Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekursko m- mission [EMARK] 2004 Nr. 30), dass die radiografische Untersuchung des Handknochens zur Besti m- mung des tatsächlichen Alters einer Person, wie in der Beschwerde zu Recht festgestellt wird, nur beschränkten Aussagewert hat, da das Kn o- chenwachstum – in einem nach ethnischer Herkunft und Geschlecht u n- terschiedlichen Mass – individuell variieren kann (vgl. EMARK 2001 Nr. 23 und EMARK 2000 Nr. 19), E-206/2013 Seite 5 dass demnach eine Abweich ung von zweieinhalb bis drei Jahren zw i- schen dem Knochenalter und dem tatsächlichen Alter noch als innerhalb des Normalbereichs betrachtet werden kann, weshalb eine solche Kn o- chenaltersanalyse gemäss konstanter Praxis den Beweis für eine unric h- tige Altersangabe nur zu erbringen vermag, wenn das vom Asylsuche n- den behauptete Alter im Vergleich zum festgestellten Knochenalter au s- serhalb dieser Standard-Abweichung liegt, dass der Unterschied zwischen dem vom Beschwerdeführer angegeb e- nen Alter und dem radiologis ch festgestellten Knochenalter gemäss der Analyse vom 13. Dezember 2012 vorliegend (…) Jahre beträgt, dass das Ergebnis der Knochenaltersanalyse somit zwar mit hinreiche n- der Sicherheit die Unrichtigkeit der Altersangabe des Beschwerdeführers belegt, jedoc h – angesichts der erwähnten Standard -Abweichung und nachdem mit der Analyse ein Skelettalter von "19J oder älter" festgestellt worden war – die behauptete Minderjährigkeit juristisch noch nicht zwin- gend zu widerlegen vermag (vgl. EMARK 2004 Nr. 30 E. 6.2 S. 210 f.), dass der Beschwerdeführer sich in seinem Rechtsmittel inhaltlich kaum mit den nachvollziehbaren Argumenten des BFM auseinandersetzt, mit denen die Glaubhaftigkeit seiner Minderjährigkeit verneint worden war, dass das Bundesverwaltungsgericht sich nach Durchsicht der Akten a n- gesichts der erwiesenen Täuschung über das Alter, der Nichtabgabe i r- gendwelcher Identitätspapiere ohne überzeugende Begründung, der vö l- lig unglaubhaften Schilderung der Reiseumstände und der familiären Verhältnisse der Auffassung der Vorinstanz anschliesst, dass die Minde r- jährigkeit des Beschwerdeführers nicht glaubhaft gemacht worden ist, dass auch die vom Beschwerdeführer im Zusammenhang mit seiner A l- tersbestimmung angeregten medizinischen Untersuchungen (vgl. B e- schwerde S. 4) sich als nicht notwendig erweisen, weshalb dieser sin n- gemässe Beweisantrag abzuweisen ist, dass das BFM dem Beschwerdeführer unter diesen Umständen keine Vertrauensperson gemäss 17 Abs. 3 AsylG beizuordnen hatte (vgl. EMARK 2004 Nr. 30 S. 206 ff.), dass inhaltlich zu prüfen bleibt, ob das BFM zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, E-206/2013 Seite 6 dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu übe r- prüfen (Art. 32-35a AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwerd e- instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG), dass diese Bestimmung dann keine Anwendung findet, wenn Asyls u- chende glaubhaft machen können, sie seien aus entschuldbare n Grü n- den nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseige n- schaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder wenn sich au f- grund der Anhörung die Notwendigke it zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Vollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), dass bei der am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Modifikation des Nichteintretenstatbestands von Art. 32 Abs. 2 Bst. a (und Abs. 3) AsylG, auf den sich die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass das BFM im Rahmen einer summarischen Prüfung das o f- fenkundige Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinn von Art. 3 AsylG und das offenkund ige Fehlen von Wegweisungsvollzugshinderni s- sen zu beurteilen hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb insoweit bei dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingse i- genschaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E.5), dass vorliegend die Nichtabgabe von Reisepapieren im Sinn von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuchs unbestritten ist, dass die Vorinstanz das Vorliegen entschuldbarer Gründe, die es dem Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, den Behörden solche Dokumen- te einzureichen, mit überzeugender Begründung verneint hat (vgl. ang e- fochtene Verfügung S. 5), dass der Beschwerdeführer die Richtigkeit dieser Erwägungen inhaltlich kaum bestreitet und sich im Wesentlichen – nach dem oben Gesagten zu Unrecht – darauf beschränkt , auf seine Minderjährigkeit zu verweisen (vgl. Beschwerde S. 4), E-206/2013 Seite 7 dass der Beschwerdeführer auch den nachvollziehbaren und praxisko n- formen Erwägungen des BFM, wonach er die Flüchtlingseigenschaft o f- fensichtlich nicht erfülle, argumentativ nichts entgegenhält, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers auch nach Ansicht des G e- richts unsubstanziiert, lebensfremd, unlogisch auch sonst von einem au f- fälligen Mangel an so genannten Realitätskennzeichen geprägt und damit offenkundig unglaubhaft sind, dass überdies auch das Verhalten des Beschwerdeführers – der mehr- mals ohne Abmeldung für einige Zeit aus dem EVZ verschwunden, wi e- derholt bei Ladendiebstählen erwischt und deswegen mit Verfügung des Departements für Justiz und Sicherheit des Kantons B._______ mit Ver- fügung vom 17. Dezember 2012 aus einem Teilgebiet der Stadt C._______ ausgegrenzt worden war (vgl. Art. 74 Abs. 1 des B undesge- setzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]) – sich kaum mit demjenigen einer Person , die im Gastland Schutz vor Verfolgung sucht, in Einklang bringen lässt, dass auch keine zusätzlichen Abklärungen zur Festst ellung der Flüch t- lingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses gemäss Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG vorzunehmen waren oder sind (vgl. BVGE 2009/50 E. 5-8), dass die Vorinstanz demnach zu Recht in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf da s Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetre- ten ist, dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kan- ton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach ebenfalls zu Recht angeordnet wurde, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), dass bezüglich de s Geltendmachens von Wegweisungshindernissen g e- mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche B e-E-206/2013 Seite 8 weisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist und andernfalls wenigs- tens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwu n- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non - Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinn von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgeno s- senschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Übereinko m- mens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, u n- menschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) er- sichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunftsland drohen würde, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat - oder Herkunftsstaat auf grund von Situati o- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass in Belarus keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht, dass der Beschwerdeführer auch keine individuellen Gründe geltend macht, die auf eine ko nkrete Gefährdung bei einer Rückkehr schliessen lassen würden, weshalb der Vollzug der Wegweisung zumutbar ist, E-206/2013 Seite 9 dass der Vollzug der Wegweisung dem Beschwerdeführer in den Heimat- staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der B e- schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 ff.), dass somit auch der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinn von Art. 65 Abs. 1 VwVG bereits aufgrund der Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren abzuweisen ist und bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsg e- richt [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) E-206/2013 Seite 10 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinn von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugun s- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale Migrationsbehörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Markus König Stella Boleki Versand: