<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2021.00853</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=222417&amp;W10_KEY=13013464&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2021.00853</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 25.05.2022</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 18.08.2022 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung wegen Schuldenwirtschaft. Der Beschwerdeführer macht für seine finanzielle Situation die Scheidung von seiner Ehefrau im Jahr 2010, das saisonal schwankende Einkommen in seiner selbständigen Tätigkeit sowie die Pandemie verantwortlich.] Die Feststellung der Vorinstanz, die seit bald zwanzig Jahren anhaltende Schuldenwirtschaft des Beschwerdeführers sei grösstenteils selbstverschuldet und qualifiziert vorwerfbar, ist nicht zu beanstanden. Die bescheidenen monatlichen Abzahlungsraten für die Unterhaltsschulden vermögen die bis heute andauernde desolate finanzielle Situation des Beschwerdeführers nicht zu erklären. Der Beschwerdeführer weist eine Gesamtverschuldung von über Fr. 100'000.- und eine Neuverschuldung seit der letzten Verwarnung im Umfang von über Fr. 18'000.-. Das Verharren an seiner nicht existenzsichernden selbständigen Erwerbstätigkeit ist ihm vorzuwerfen (E. 2.5). Die schon seit vielen Jahren bestehende desolate Einkommenssituation lässt sich auch nicht mit saisonal bedingten Schwankungen oder der Pandemie entschuldigen. Der Beschwerdeführer hat einen Widerrufsgrund gesetzt (E. 2.6). Der Beschwerdeführer lebt seit 29 Jahren in der Schweiz, hat sich jedoch weder wirtschaftlich noch sprachlich in der Schweiz integriert. In seinem Heimatland leben seine Ehefrau und vier erwachsene Kinder. Der Widerruf erweist sich als verhältnismässig (E. 3). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHULDENWIRTSCHAFT">SCHULDENWIRTSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELBSTVERSCHULDET">SELBSTVERSCHULDET</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 33 Abs. III AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 62 AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 62 Abs. I lit. c AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 77a Abs. I lit. b VZAE</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=61511" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2021.00853</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">25. Mai 2022</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Viviane Sobotich, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda <br/> Rindlisbacher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Der aus Bosnien und Herzegowina stammende A, geboren 1958, reiste am 10. November 1992 in die Schweiz ein. Im Rahmen der damaligen humanitÃ¤ren Aktion Bosnien und Herzegowina erhielt er am 25. Juni 1993 eine Kurzaufenthaltsbewilligung, die mehrfach verlÃ¤ngert wurde. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Am 19. Dezember 1995 heiratete A im Heimatland die damals hier aufenthaltsberechtigte B, worauf er am 27. MÃ¤rz 1996 eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei der Ehefrau erhielt. </p> <p class="Sachverhalt2">Am 17. Juli 1998 liess A im Handelsregister die Einzelfirma "Auto Garage C" mit Sitz in D eintragen. Seit dem 1. August 1998 ist er selbstÃ¤ndig erwerbend.</p> <p class="Sachverhalt2">Die Ehefrau von A erhielt am 9. September 2001 die Niederlassungsbewilligung. Ein Gesuch von A vom 7. Dezember 2005 um Erteilung der Niederlassungsbewilligung beantwortete das Migrationsamt mit Schreiben vom 19. Dezember 2005 wegen offener bzw. eingeleiteter Betreibungen und Konkursandrohungen abschlÃ¤gig. GemÃ¤ss summarischer Auskunft des Betreibungsamts D vom 4. November 2004 waren gegen A im Jahr 2002 zwÃ¶lf Betreibungen Ã¼ber Fr. 65'143.65, im Jahr 2003 elf Ã¼ber Fr. 6'921.50 und im Jahr 2004 wiederum zwÃ¶lf Ã¼ber Fr. 72'959.40 eingeleitet worden. GemÃ¤ss ebensolcher Auskunft des Betreibungsamts D vom 14. November 2005 beliefen sich die eingeleiteten Betreibungen im Jahr 2003 auf sieben Ã¼ber insgesamt Fr. 4'205.10, zwÃ¶lf im Jahr 2004 Ã¼ber Fr. 71'959.40 und 13 im Jahr 2005 Ã¼ber Fr. 7'312.50.</p> <p class="Sachverhalt2">Ab 18. Oktober 2007 lebten die Eheleute getrennt und am 22. September 2010 wurde die Ehe vom Bezirksgericht Uster geschieden. Im Urteil wurde festgehalten, dass A wÃ¤hrend der Ehe keine Guthaben der beruflichen Vorsorge geÃ¤ufnet habe und die Ehefrau mangels LeistungsfÃ¤higkeit auf nachehelichen Unterhalt verzichte. Sodann wurde A verpflichtet, an die wÃ¤hrend dem Getrenntleben aufgelaufenen ehelichen Unterhaltsschulden von Fr. 46'950.- ab 1. Oktober 2010 monatliche Raten von Fr. 200.- zu bezahlen. Bei Verzug werde der gesamte geschuldete Restbetrag zur Zahlung fÃ¤llig.</p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss Auskunft des Betreibungsamts D vom 23. November 2012 ergingen gegen A zwischen dem 23. November 2007 bis zum 23. November 2012 diverse Betreibungen, unter anderem der Kranken- und Unfallversicherung, der Sozialversicherungsanstalt (SVA), der Alimentenhilfe und des Staats ZÃ¼rich bzw. der Stadt D.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Mit Strafbefehl vom 21. MÃ¤rz 2011 wurde A von der Staatsanwaltschaft See/Oberland wegen Widerhandlung gegen das Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder mit einer Geldstrafe von 75 TagessÃ¤tzen zu je Fr. 60.-, entsprechend Fr. 4'500.-, bestraft. Der Vollzug der Geldstrafe wurde unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren aufgeschoben. Weiter wurde ihm eine Busse von Fr. 1'000.- auferlegt.</p> <p class="Sachverhalt2">In der Folge wurde A vom Migrationsamt mit VerfÃ¼gung vom 14. April 2011 verwarnt.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Mit Schreiben vom 17. Dezember 2014 befragte das Migrationsamt A betreffend die aus dem Registerauszug des Betreibungsamts D vom 17. November 2014 hervorgehenden Betreibungen. Unter anderem waren darin ausstehende KrankenkassenprÃ¤mien, Sozialversicherungsabgaben und Steuern mit EinkommenspfÃ¤ndungen und Konkursandrohungen aufgefÃ¼hrt. Nach Beantwortung der Fragen am 29. Januar 2015 durch die damalige Rechtsvertreterin wurde A am 11. Februar 2015 die Aufenthaltsbewilligung bis am 28. Dezember 2015 verlÃ¤ngert. Am 11. Februar 2015 wies ihn das Migrationsamt darauf hin, dass der Widerruf der Aufenthaltsbewilligung geprÃ¼ft werde, falls er weiterhin seinen Ã¶ffentlich-rechtlichen oder privatrechtlichen Verpflichtungen nicht nachkommen sollte. </p> <p class="Sachverhalt2">Auch am 22. Februar 2016 wurde die Aufenthaltsbewilligung von A bis am 28. Dezember 2016 verlÃ¤ngert, wobei er vom Migrationsamt erneut auf die Folgen des NichterfÃ¼llens finanzieller Verpflichtungen hingewiesen wurde. Im Registerauszug des Betreibungsamts D vom 4. Januar 2016 waren unter anderem neun Verlustscheine aufgefÃ¼hrt. Nachdem aus dem Registerauszug desselben Betreibungsamts vom 11. November 2016 weitere Betreibungen und Verlustscheine hervorgingen, befragte das Migrationsamt A mit Schreiben vom 1. Dezember 2016 und verlÃ¤ngerte die Aufenthaltsbewilligung am 14. Dezember 2016 bis am 28. Dezember 2017. </p> <p class="Sachverhalt2">Mit VerfÃ¼gung vom 21. April 2017 wurde A vom Migrationsamt verwarnt.</p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>E. </span></b>Der Auszug aus dem Betreibungsregister des Betreibungsamts D vom 6. Dezember 2017 wies nebst Betreibungen 16 Verlustscheine Ã¼ber Fr. 33'438.45 aus. Am 18. Dezember 2017 wurde die Aufenthaltsbewilligung von A um ein Jahr verlÃ¤ngert. Gleichentags wurde er schriftlich wegen der Betreibungen und Verlustscheine ermahnt. Ebenso wurde die Aufenthaltsbewilligung am 25. Februar 2019 bis am 28. Dezember 2019 â unter entsprechender Ermahnung vom 22. Februar 2019 wegen seiner Verschuldung â verlÃ¤ngert. Zuletzt wurde die Aufenthaltsbewilligung am 12. Dezember 2019 bis am 26. Dezember 2020 verlÃ¤ngert. </p> <p class="Sachverhalt2"><span>Am 17. MÃ¤rz 2020 wurde </span>A vom Migrationsamt verwarnt, da die BetreibungsregisterauszÃ¼ge der BetreibungsÃ¤mter D vom 31. Oktober 2019 bzw. E, Stadt E vom 13. November 2019 offene Verlustscheine und eingeleitete Betreibungen im Gesamtbetrag von Fr. 83'270.45.- auswiesen und sich der Schuldenberg seit dem Hinweisschreiben vom 22. Februar 2019 erhÃ¶ht habe.</p> <p class="Urteilstext"><span>Am 28. November 2020 heiratete </span>A in seiner Heimat die am 17. August 1986 geborene F. Sie hÃ¤lt sich immer wieder besuchshalber bei ihm auf.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>F. </b>Am 30. Oktober 2020 ersuchte A wiederum um VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung. Mit Schreiben vom 4. und 23. November 2020 befragte ihn das Migrationsamt zur finanziellen Situation. Letzteres Schreiben blieb unbeantwortet, weshalb die Anfrage am 21. Dezember 2020 und am 18. Januar 2021 wiederholt wurde. Am 19. Januar 2021 ging beim Migrationsamt ein Antwortschreiben vom 14. Januar 2021 ein. Mit Schreiben vom 21. Januar 2021 forderte das Migrationsamt A auf, seine Aussagen mit geeigneten Dokumenten zu belegen und die Fragen vom 23. November 2020 vollstÃ¤ndig zu beantworten. Am 18. Februar 2021 forderte ihn das Migrationsamt erneut zur vollstÃ¤ndigen Beantwortung der Fragen vom 23. November 2020 bzw. 21. Januar 2021 auf. Am 3. MÃ¤rz 2021 erging ein Antwortschreiben. Am 4. MÃ¤rz 2021 stellte das Migrationsamt A wiederum eine Anfrage zur finanziellen Situation, unter anderem mit der Aufforderung zur Einreichung eines aktuellen, detaillierten Auszugs aus dem Verlustscheinregister. Die Antwort folgte am 24. MÃ¤rz 2021. Am 23. April 2021 wurde A im Auftrag des Migrationsamts von der Kantonspolizei ZÃ¼rich befragt. Aus den RegisterauszÃ¼gen der BetreibungsÃ¤mter E, Stadt E vom 11. November 2020 und D vom 15. Februar 2021 waren Betreibungen und Verlustscheine im Gesamtbetrag von Fr. 106'623.35 hervorgegangen.</p> <p class="Sachverhalt2">Am 28. September 2021 wies das Migrationsamt das VerlÃ¤ngerungsgesuch von A ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen erhob A am 14. Oktober 2021 Rekurs bei der Sicherheitsdirektion und beantragte die Aufhebung der angefochtenen VerfÃ¼gung und die VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung. Der Rekurs wurde am 1. Dezember 2021 abgewiesen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 28. Dezember 2021 ging die Beschwerde von A beim Verwaltungsgericht ein. Er beantragte die Aufhebung des Rekursentscheids vom 1. Dezember 2021 und es sei ihm der weitere Aufenthalt in der Schweiz zu bewilligen. Die ihm mit VerfÃ¼gung vom 4. Januar 2022 auferlegte Kaution wurde am 24. Januar 2022 auf das Konto des Verwaltungsgerichts einbezahlt. Die Sicherheitsdirektion verzichtete am 5. Januar 2022 auf eine Vernehmlassung. Es folgten keine weiteren Eingaben.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 20 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom24. Mai 1959 [VRG]).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Nach Art. 33 Abs. 3 des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 (AIG) kann die Aufenthaltsbewilligung verlÃ¤ngert werden, wenn keine WiderrufsgrÃ¼nde nach Art. 62 AIG vorliegen. Laut Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG kann die Aufenthaltsbewilligung insbesondere widerrufen werden, wenn erheblich oder wiederholt gegen die Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung verstossen oder dieselbe gefÃ¤hrdet wird. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>GemÃ¤ss Art. 77a Abs. 1 lit. b der Verordnung vom 24. Oktober 2007 Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit (VZAE) ist ein schwerwiegender Verstoss gegen die Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung im Sinn von Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG auch bei mutwilliger NichterfÃ¼llung Ã¶ffentlich-rechtlicher oder privatrechtlicher Verpflichtungen im Sinn einer mutwilligen bzw. vorwerfbaren Schuldenwirtschaft anzunehmen, wobei die migrationsrechtliche Praxis ab Betreibungen und Verlustscheinen in HÃ¶he von etwa Fr. 80'000.- eine Wegweisung in Betracht zieht (vgl. VGr, 12. November 2014, VB.2014.00531 E. 4.1.3 mit Hinweisen; vgl. auch BGr, 21. Juli 2014, 2C_997/2013, E. 2.2). Schuldenwirtschaft stellt indes nur dann einen schwerwiegenden Verstoss gegen die Ã¶ffentliche Ordnung der Schweiz dar, wenn sie selbstverschuldet und qualifiziert vorwerfbar ist; blosse Liederlichkeit genÃ¼gt dafÃ¼r nicht (BGr, 20. Februar 2020, 2C_797/2019, E. 3.1; BGr, 7. MÃ¤rz 2018, 2C_789/2017, E. 3.3.1). Wurde bereits eine auslÃ¤nderrechtliche Verwarnung (Art 96 Abs. 2 AIG) ausgesprochen, ist entscheidend, ob die auslÃ¤ndische Person danach weiterhin mutwillig Schulden gemacht hat und welche Anstrengungen sie zur Sanierung unternommen hat. Positiv ist etwa zu wÃ¼rdigen, wenn vorbestandene Schulden abgebaut worden sind. Ein Bewilligungswiderruf drÃ¤ngt sich hingegen auf, wenn in vorwerfbarer Weise weitere Schulden geÃ¤ufnet worden sind (vgl. zum Ganzen BGr, 2C_797/2019, E. 3.2; BGr, 2C_789/2017, E. 3.3.1; BGr, 2C_997/2013, E. 2.3; BGr, 6. Oktober 2010, 2C_273/2010, E. 3.4).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Zusammengefasst hielt die Vorinstanz fest, die Verschuldung des BeschwerdefÃ¼hrers habe auch nach der letzten Verwarnung des Beschwerdegegners vom 17. MÃ¤rz 2020 weiter stark zugenommen, nÃ¤mlich um weitere Fr. 18'349.20 innerhalb knapp eines Jahres. FÃ¼r zahlreiche Ã¶ffentlich-rechtliche Verpflichtungen (Steuerforderungen und ausstehende AHV-BeitrÃ¤ge) sei die PfÃ¤ndung vollzogen worden. Zudem habe ihm fÃ¼r verschiedene privatrechtliche Forderungen, vorab der Krankenkasse, regelmÃ¤ssig der Konkurs angedroht werden mÃ¼ssen. Bis zur KonkurserÃ¶ffnung sei es nur noch eine Frage der Zeit. Die seit bald zwanzig Jahren anhaltende Schuldenwirtschaft sei grÃ¶sstenteils selbstverschuldet und qualifiziert vorwerfbar. Dass der BeschwerdefÃ¼hrer am 15. September 2021 drei Forderungen der Krankenversicherung Ã¼ber insgesamt Fr. 3'698.55 bezahlt habe, um einmal mehr den drohenden Konkurs seiner im Handelsregister eingetragenen Einzelfirma abzuwenden, Ã¤ndere nichts an der weiterhin stark ansteigenden Verschuldung. Vielmehr seien gemÃ¤ss dem Auszug des Betreibungsamts D vom 1. Oktober 2021 seit Februar 2021 wieder drei neue Konkursandrohungen erfolgt, eine neue Betreibung sei eingeleitet und ein weiterer Verlustschein sei erlassen worden. Aus seiner selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit als Automechaniker vermÃ¶ge er mit seiner Einzelfirma "Auto Garage C" bei Weitem kein existenzsicherndes Erwerbseinkommen zu generieren. Seit vielen Jahren hÃ¤tte er es in der Hand gehabt, seine nicht existenzsichernde ErwerbstÃ¤tigkeit als SelbstÃ¤ndigerwerbender aufzugeben und stattdessen eine unselbstÃ¤ndige ErwerbstÃ¤tigkeit anzutreten. Dadurch wÃ¤re es ihm mÃ¶glich gewesen, zumindest ein Nettoeinkommen zwischen Fr. 4'000.- und 5'000.- zu erwirtschaften, um dem stetigen Anstieg seiner Schulden Einhalt zu gebieten und auch regelmÃ¤ssige SchuldenrÃ¼ckzahlungen vorzunehmen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, die Scheidung im Jahr 2010 habe ihn psychisch und finanziell stark getroffen. Das Gericht habe ihn damals verpflichtet, an die ehelichen Unterhaltsschulden von Fr. 46'950.- monatlich Fr. 200.- zu bezahlen. Erst spÃ¤ter habe er feststellen kÃ¶nnen, dass ihn die Ex-Frau noch wÃ¤hrend der Ehe in den finanziellen Ruin getrieben habe. Aus der von ihm gegrÃ¼ndeten Einzelfirma bezahle er sich monatlich Fr. 4'000.- bis 5'000.- Lohn aus und habe bis jetzt nie Sozialhilfe bezogen. Die TÃ¤tigkeit sei wegen der Reifenwechsel saisonal bedingt und fÃ¼hre dazu, dass er einige seiner Verpflichtungen nicht rechtzeitig zahlen kÃ¶nne, was zu Betreibungen fÃ¼hre. Im Jahr 2020 habe sich die finanzielle Situation wegen der Pandemie verkompliziert. Trotzdem habe er einen Teil seiner Schulden bezahlen kÃ¶nnen. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Die AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz sind nicht zu beanstanden. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.5.1 </b>Insbesondere vermÃ¶gen die im Scheidungsurteil vom 22. September 2010 festgehaltenen Unterhaltsschulden von Fr. 46'950.- die bis heute andauernde desolate finanzielle Situation des BeschwerdefÃ¼hrers keineswegs zu erklÃ¤ren, zumal bescheidene monatliche Abzahlungsraten Ã Fr. 200.- festgelegt worden waren. In der vorangegangenen eheschutzrichterlichen VerfÃ¼gung vom 11. August 2008 war ihm aus seiner selbstÃ¤ndigen TÃ¤tigkeit ein monatliches Nettoeinkommen von Fr. 4'200.- angerechnet und waren die UnterhaltsbeitrÃ¤ge fÃ¼r die damalige Ehefrau auf Fr. 1'565.- festgelegt worden. Anzumerken ist, dass der BeschwerdefÃ¼hrer sowohl im Eheschutz- als auch im Scheidungsverfahren anwaltlich vertreten war. Das ihm damals angerechnete Einkommen erscheint auch nicht als abwegig. Davon abgesehen wÃ¤re ihm ein AbÃ¤nderungsverfahren offen gestanden. Seine nicht weiter substanziierte Behauptung, von der damaligen Ehefrau in den finanziellen Ruin getrieben worden zu sein, greift daher nicht. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.5.2 </b>Es fÃ¤llt auf, dass der BeschwerdefÃ¼hrer anlÃ¤sslich der polizeilichen Befragung vom 23. April 2021, nachdem er auf die Betreibungen und Verlustscheine in HÃ¶he von Fr. 106'623.35 angesprochen worden war, seinerseits fragte, ob er diese zurÃ¼ckbezahlen mÃ¼sse und aussagte, dass ihn ein Anwalt nicht korrekt beraten habe (vgl. Sachverhalt I/F). Der BeschwerdefÃ¼hrer weist demnach eine finanzielle Selbstverantwortung erneut von sich bzw. geht fÃ¤lschlicherweise davon aus, den finanziellen Verpflichtungen insoweit genÃ¼gend nachzukommen, als er noch nie Sozialhilfe bezogen habe. FÃ¼r seinen 1998 gegrÃ¼ndeten Betrieb ist er jedoch selber verantwortlich. Es liegt auf der Hand, dass daraus eintrÃ¤gliche bzw. selbsttragende Einnahmen hÃ¤tten generiert werden sollen. Dies ist ihm wÃ¤hrend Jahrzehnten nicht gelungen. Zu Recht hat die Vorinstanz in diesem Zusammenhang auf die SteuererklÃ¤rungen 2015, 2016 und 2017 mit jeweiligen EinkÃ¼nften von jÃ¤hrlich unter Fr. 20'000.- hingewiesen. Trotzdem hat er an seiner SelbstÃ¤ndigkeit festgehalten und sich dadurch in eine selbstverschuldete Schuldenwirtschaft verstrickt. Diese ist ihm umso mehr qualifiziert vorzuwerfen, als ihn auch die zahlreichen Ermahnungen und Verwarnungen des Beschwerdegegners nicht an der AnhÃ¤ufung weiterer Schulden zu hindern vermochten, sei es durch den <i>rechtzeitigen</i> Wechsel in ein AngestelltenverhÃ¤ltnis mit einem fixen Einkommen, sei es wenigstens durch die Inanspruchnahme einer ausgewiesenen Schuldenberatungsstelle.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.5.3 </b>Konkret hat die Vorinstanz dem Registerauszug des Betreibungsamts D vom 15. Februar 2021 seit der letzten Verwarnung vom 17. MÃ¤rz 2020 neue Forderungen von insgesamt Fr. 20'201.55 entnommen, nÃ¤mlich: Steueramt der Stadt ZÃ¼rich Fr. 3'801.45 und Fr. 334.40; SVA Ausgleichskasse Fr. 469.30, Fr. 8'241.40, Fr. 435.60 und Fr. 1192.20; Krankenversicherung Fr. 1'034.75; zwei weitere Forderungen der SVA Ausgleichskasse: Fr. 554.40 und nochmals Fr. 1'024.75 der Krankenversicherung. Zusammen mit den Verlustscheinen von Fr. 81'418.10 ergebe sich eine <i>Gesamtverschuldung </i>von<i> Fr. 101'619.65</i>. Davon ausgehend errechnete die Rekursinstanz eine <i>Neuverschuldung</i> seit der letzten Verwarnung im Umfang von <i>Fr. 18'349.20</i> (Fr. 101'619.65 ./. Fr. 83'270.45.- [letzterer Betrag entspricht dem Stand der Verschuldung anlÃ¤sslich der Verwarnung vom 17. MÃ¤rz 2020; siehe Sachverhalt I/E]). Die Vorinstanz qualifizierte die negative finanzielle Entwicklung als unumkehrbar. Die erwÃ¤hnte Begleichung der drei Forderungen der Krankenversicherung Ã¼ber insgesamt Fr. 3'698.55 bei der Gerichtskasse Uster am 15. September 2021 sei erfolgt, um einmal mehr den drohenden Konkurs seiner im Handelsregister eingetragenen Einzelfirma abzuwenden. Mit seinen nicht existenzsichernden EinkommensverhÃ¤ltnisse habe er lediglich den seit Jahren drohenden Konkurs seiner Firma abzuwenden vermocht.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.6 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer hat sich mit diesen zutreffenden vorinstanzlichen AusfÃ¼hrungen nicht weiter auseinandergesetzt. Wie bereits erwÃ¤hnt ist ihm jedoch in WÃ¼rdigung der GesamtumstÃ¤nde das Verharren an seiner nicht existenzsichernden selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit klar vorzuwerfen. Die schon seit vielen Jahren bestehende desolate Einkommenssituation lÃ¤sst sich auch nicht mit saisonal bedingten Schwankungen oder der Pandemie entschuldigen. Anstrengungen zur nachhaltigen Schuldensanierung sind keine ersichtlich, auch nicht nach Ende der LohnpfÃ¤ndung am 19. November 2019. Im Gegenteil hat die Vorinstanz zu Recht darauf hingewiesen, dass sich aus dem Auszug des Betreibungsamts D vom 1. Oktober 2021 schon wieder neue Konkursandrohungen, die Betreibung Ã¼ber eine Forderung in HÃ¶he von Fr. 1'074.50 und ein Verlustschein der SVA Ausgleichskasse Ã¼ber Fr. 837.85 ergeben. Von nachhaltigen Anstrengungen zur Verbesserung der Schuldensituation seitens des BeschwerdefÃ¼hrers kann somit keine Rede sein, weshalb â erst recht nach den mehrmaligen Ermahnungen und Verwarnungen â ein Widerrufsgrund im Sinn von Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG in Verbindung mit Art. 77a Abs. 1 lit. b VZAE zu bejahen ist. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Das Vorliegen eines Widerrufsgrunds fÃ¼hrt nicht zwingend zur NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung, sondern muss sich in BerÃ¼cksichtigung der persÃ¶nlichen und familiÃ¤ren Situation der auslÃ¤ndischen Person als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erweisen (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [BV]; Art. 8 Abs. 2 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention [EMRK]; Art. 96 Abs. 1 AIG).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die Vorinstanz verneinte trotz 29-jÃ¤hriger Anwesenheit in der Schweiz eine genÃ¼gende wirtschaftliche bzw. berufliche sowie sprachliche Integration des BeschwerdefÃ¼hrers. Er habe kein genÃ¼gendes Einkommen generieren kÃ¶nnen, um seine angehÃ¤uften Schulden abzubauen, sondern diese nÃ¤hmen im Gegenteil weiter zu. Es sei absehbar, dass er nach der baldigen Pensionierung erhebliche ErgÃ¤nzungsleistungen beziehen mÃ¼sse, um seinen Lebensunterhalt zu decken. Sein Vater und zwei BrÃ¼der wÃ¼rden in seinem Heimatland leben, ebenso seine Ehefrau, die sich regelmÃ¤ssig fÃ¼r zwei bis drei Monate hier aufhalte. Zudem habe er in Bosnien aus einer frÃ¼heren Ehe vier erwachsene Kinder. In der Schweiz habe er nur lose Kontakte zu Landsleuten. Insgesamt sei davon auszugehen, dass er nach wie vor Kontakte zu seinem Heimatland pflege und mit den dortigen VerhÃ¤ltnissen noch gut vertraut sei, sodass eine RÃ¼ckkehr zumutbar sei. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, eine RÃ¼ckkehr nach Bosnien wÃ¤re fÃ¼r ihn katastrophal. Zu seinem Vater, dem Bruder und den vier Kindern habe er fast keinen Kontakt. Seine Frau lebe dort, habe aber kein Haus bzw. keine Wohnung, wo sie zusammenleben kÃ¶nnten. Die Ã¶konomische Situation in Bosnien habe sich seit dem Pandemieausbruch drastisch verschlechtert. Das Gesundheitssystem funktioniere kaum und die KriminalitÃ¤t steige. Ebenso habe sich die politische Situation dramatisch geÃ¤ndert und es werde oft von einem neuen Krieg gesprochen. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Der zur Diskussion stehende Widerrufsgrund erfÃ¼llt die Voraussetzungen fÃ¼r einen Eingriff in das von Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV garantierte Recht auf Achtung des Familien- und Privatlebens. Dem BeschwerdefÃ¼hrer ist die Integration in der Schweiz nicht gelungen. Weder vermochte er sich wirtschaftlich zu etablieren noch ist er der deutschen Sprache genÃ¼gend mÃ¤chtig. Einen Deutschkurs hat er nie besucht. AnlÃ¤sslich der polizeilichen Einvernahme vom 23. April 2021 bedurfte er eines Dolmetschers. Bei der Befragung gab er an, im letzten Jahr zweimal nach Bosnien gegangen zu sein. Jedenfalls ist er mit den dortigen Gepflogenheiten nach wie vor vertraut. Die RÃ¼ckkehr in die Heimat erweist sich demnach nicht als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig, zumal seine Ehefrau dort lebt. Am Gesagten Ã¤ndert auch das dortige Gesundheitssystem nichts. Der blosse Umstand, dass das Gesundheits- oder Sozialversicherungswesen in einem anderen Staat nicht mit jenem in der Schweiz vergleichbar ist und die hiesige medizinische Versorgung einem hÃ¶heren Standard entspricht, hat nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht bereits die Unzumutbarkeit einer RÃ¼ckkehr in die frÃ¼heren VerhÃ¤ltnisse zur Folge (BGE 139 II 393 E. 6). Ebenso trifft die vom BeschwerdefÃ¼hrer ins Feld gefÃ¼hrte schlechte Sicherheits- und Wirtschaftslage im Heimatland die ganze dortige BevÃ¶lkerung und stellt keinen spezifischen persÃ¶nlichen Grund dar, der die RÃ¼ckkehr als unzumutbar erscheinen liesse (vgl. BGr, 10. September 2018, 2C_447/2017, E. 4.3.4; vgl. auch BGr, 21. April 2020, 2C_287/2020, E. 3.2.4). Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, wonach die Ã¶ffentlichen Interessen an einer NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers seine privaten Interessen an einer BewilligungsverlÃ¤ngerung Ã¼berwiegen, erweist sich somit als korrekt. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Die Vorinstanz hat zu Recht ausgefÃ¼hrt, nach den wirkungslos gebliebenen Ermahnungen und Verwarnungen komme auch eine erneute Verwarnung nicht mehr infrage. Ebenso wenig komme die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung im Sinn eines schwerwiegenden HÃ¤rtefalls nach Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG in Betracht. Vollzugshindernisse nach Art. 83 AIG liegen ebenfalls nicht vor. </p> <p class="Urteilstext">Damit ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 VRG). ParteientschÃ¤digungen wurden keine verlangt.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der vorliegende Entscheid kann mit Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom17. Juni 2005 (BGG) angefochten werden, soweit ein Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung geltend gemacht wird. Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.-; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.-</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.-</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion;<br/> c) das Staatssekretariat fÃ¼r Migration (SEM).</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>