<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="word/media/image1.png"/></p></td></tr></table><div><div><p><span>IV.2020.00379</span></p></div><div><p><span> </span></p></div><div><p><span> </span></p></div><p><br/></p><div><p>II. Kammer</p></div><div><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Käch<br/>Ersatzrichterin Lienhard<br/>Gerichtsschreiberin Kübler-Zillig</p></div><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil</span><span class="Standard berschrift2"> vom </span><span class="Standard berschrift2">6. Januar 2021</span></p></div><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Massimo </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Aliotta</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Anwaltskanzlei </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Aliotta</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Obergasse 20, Postfach 1508, 8401 Winterthur</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren 1968, arbeitete seit März 2012 in einem Pensum von 45 % als ungelernte Miterzieherin (Urk. 7/9 Ziff. 5.4), als sie sich am 4. November </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2019 unter Hinweis auf anhaltende Beschwerden nach einer Operation des re</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chten Knies (Urk. 7/9 Ziff. 6.1) erstmals bei der Invalidenversicherung zum Leistungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bezug anmeldete. Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte in der Folge die medizinische (Urk. 7/6, Urk. 7/16-17) und erwerbliche (Urk. 7/1-3, Urk. 7/13, Urk. 7/15) Situation ab und teilte der Versicherten nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">durchgeführtem Standortgespräch (Urk. 7/12) mit Schreiben vom 6. Dezember 20</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">19 mit, derzeit seien keine Eingliederungsmassnahmen notwendig, bezüglich Rente erfolge später eine separate Verfügung (Urk. 7/14). Nach durchgeführtem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorbescheidverfahren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 7/20, Urk. 7/26, Urk. 7/30, Urk. 7/32-34) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 12. Mai 2020 einen Rentenanspruch der Versi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherten (Urk. 7/36 = Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte erhob am 11. Juni 2020 Beschwerde gegen die Verfügung vom 12. Mai 2020 (Urk. 2) und beantragte die Anordnung eines Gerichtsgutachtens sowie die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusprache</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> einer Rente, eventuell die Rückweisung an die IV-Stelle zur weiteren Abklärung. In formeller Hinsicht beantragte sie die Durchführung einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">öffentlichen Verhandlung (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 21. Juli 2020</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin am 28. Juli 2020 mitgeteilt wurde (Urk. 8). Am 1. September 2020 reichte die Beschwerdeführerin weitere Arztberichte ein (Urk. 9 und Urk. 10/1-2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:</span></p><p><span>a.</span><span> </span><span>ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä</span><span>tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen </span><span>wieder herstellen</span><span>, erhalten oder verbessern können;</span></p><p><span>b.</span><span> </span><span>während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span>tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p><span>c.</span><span> </span><span>nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.</span></p><p><span> </span><span>Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine </span><span>Vier</span><span>telsrente</span><span>, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine </span><span>Dreiviertelsrente</span><span> und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="XX075"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span id="UV153"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">UV170510</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beweiswert eines Arztberichts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">08.2018</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorakten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span id="VV102"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">besonders</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Gemäss stän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">scheidrele</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vante</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).</span></p><p><span> </span><span>Bei ungenügenden Abklärungen durch den Versicherungsträger holt die Be</span><span>schwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie einen (im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über</span><span>haupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativ</span><span>expertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betref</span><span>fende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der – anschliessend reformatorisch entscheidenden – Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. Eine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist. Ausserdem bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurück</span><span>zu</span><span>weisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gut</span><span>achtlichen Ausführungen erforderlich ist (B</span><span>GE 137 V 210</span><span> E. 4.4.1.4 mit Hin</span><span>weisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_815/2012 vom 21. Oktober 2013 E. 3.4, publiziert in SVR 1/2014 UV Nr. 2 S. 3)</span><span>.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In der angefochtenen Verfügung vom 12. Mai 2020 (Urk. 2) hielt die Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">degegnerin fest, die Beschwerdeführerin sei ab dem 31. Juli 2017 in ihrer Tätig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit als Miterzieherin vollständig arbeitsunfähig gewesen. Nach der Operation habe sie ihre Tätigkeit im Dezember 2017 in einem Pensum von 45 % </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wieder aufnehmen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> können. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Gesundheitsfalle wäre sie zu 100 % erwerbstätig. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss den vorliegenden Unterlagen bestehe in einer angepassten, körperlich sehr leich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten, wechselbelastenden und vorwiegend sitzenden Tätigkeit eine 80%ige Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit (S. 1). Dies führe zu einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 29 %. Eine Begutachtung sei nicht angezeigt (S. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Rahmen der Beschwerdeantwort vom 21. Juli 2020 (Urk. 6) führte die Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdegegnerin ergänzend aus, gemäss dem Arztbericht der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 1. April 2020 sollte die Beschwerdeführerin die Möglichkeit haben, nach eigenem Ermessen zu sitzen und zu stehen. Eine leichte, wechselbelastende und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vorwiegend sitzende Tätigkeit sei daher als optimal angepasst und damit zumut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bar anzusehen. Der RAD habe die vorhandenen Arztberichte ausführlich ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">würdigt. Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> beschreibe in seinem Bericht vom 2. Mai 2020 ledig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich die subjektiven Beschwerden der Beschwerdeführerin. Eine wie von ihm emp</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fohlene rein sitzende Tätigkeit sei nicht knieangepasst. Zudem gehe er von einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit in der Grössenordnung von 50 % aus, ohne dies weiter auszuführen. Der medizinische Sachverhalt sei hinreichend abgeklärt, die Voraussetzungen für ein Gerichtsgutachten seien nicht gegeben (S. 2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin geltend, es sei unzutreffend, dass Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> lediglich ihre subjektiven Beschwerden beschreibe. Vielmehr sei er nach eingehender klinischer Untersuchung und Befragung von einer Arbeitsfähigkeit von rund 50 % in einer angepassten Tätigkeit ausgegangen. Da betreffend die zumutbare leidensangepasste Tätigkeit offensichtlich Uneinigkeit bestehe, hätte die Beschwerdegegnerin eine Begutachtung veranlassen müssen (Urk. 1 S. 5 f. Ziff. 2.3). Es würden zudem neue Erkenntnisse in rein medizinischer Hinsicht vorliegen, gemäss dem Bericht von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 25. Mai 2020 sei ihr Knie bereits vor Erlass der angefochtenen Verfügung instabil und locker gewesen (S. 6 f. Ziff. 2.4). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Strittig und zu prüfen ist demnach der Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin und damit zusammenhängend die Frage, ob die Beschwerdegegnerin den medi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zinischen Sachverhalt genügend abgeklärt hat.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach einer Verlaufskontrolle zwei Jahre nach Implantation einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Knietotalendo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">prothese</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> rechts am 3. Augu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">st 2017 führte Dr. med. B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Hüft- und Kniechirurgie, in seinem Bericht vom 20. September 2019 (Urk. 7/6) aus, die Beschwerdeführerin sei unverändert durch eine rezidivierende Schwellungsneigung am rechten Kniegelenk beeinträchtigt. Diese sei vorwiegend belastungsabhängig, jedoch sei das Kniegelenk auch nach längeren Ruhepausen geschwollen. Aufgrund der ausgeprägten Schmerzen sei sie auch im Alltag beeinträchtigt. Die maximale Lauf- beziehungsweise Stehdauer liege bei 30 bis 45 Minuten. Zum Ausschluss einer Hot Patella oder Lockerung des Implantates würden weitere Untersuchungen veranlasst (S. 1). </span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Hausarzt Dr. med.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, nannte in seinem Bericht vom 12. Dezember 2019 folgende Diagnosen (Urk. 7/16 Ziff. 2.5):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Implantation einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Knietotalendoprothese</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> rechts am 3. August 2017</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">persistierendes tieflumbales Schmerzsyndrom mit/bei</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">deutlicher Haltungsinsuffizienz mit nach vorne gekipptem Becken und deutlicher </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Sway</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> Back-Haltung verstärkt durch Adipositas</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Verdacht auf Facettengelenkssyndrom (aktivierte Arthrose?) tieflumbal rechts</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">myofaszialen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Triggerpunkten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Musculus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">quadratus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">lumborum</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> und in der tieflumbalen Muskulatur rechts</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">segmentaler Dysfunktion tieflumbal rechts</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin arbeite in einem Pensum von 45 % in einer Wald-Kita. Sie könne maximal 45 Minuten gehen, je nach Tagesform maximal eine halbe Stunde stehen. Sitzen gehe maximal eine Stunde mit anschliessend auch mehr Anlaufschmerzen. Die Symptomatik bestehe vor allem im rechten, operierten Knie mit Schwellungszuständen, Schmerzen und hinkendem Gangbild. Hinzu kämen Schmerzen durch die mehrsegmentalen degenerativen Lendenwirbelsäulen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derungen. Sie sei täglich auf Schmerzmedikamente angewiesen. Eine 100%ige Arbeitstätigkeit sei aus seiner Sicht nicht möglich. Die Tätigkeit von 45 % sei zum aktuellen Zeitpunkt die körperliche </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Limite</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Ziff. 2.1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> beschrieb in seinem Bericht vom 6. Januar 2020 (Urk. 7/17) bei unveränderten Diagnosen (Ziff. 2.5) einen prolongierten postoperativen Verlauf mit anhaltenden Restbeschwerden (Ziff. 2.1) und hielt fest, die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">füh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rerin sei unverändert durch eine rezidivierende Schwellungsneigung am rechten Kniegelenk beeinträchtigt. Die maximale Lauf- beziehungsweise Stehdauer liege bei 30 bis 45 Minuten (Ziff. 2.2). Die SPECT-CT am 21. Oktober 2019 habe keine Hinweise für einen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">low</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> grade Infekt der Knieprothese ergeben. Die mässige Hot Patella rechts sei vereinbar mit einer Hyperpression auf Höhe des Firstes und lateralen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Patellafazette</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Der leicht vermehrte Knochenumbau </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">femorotibial</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> an</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grenzend an die Prothese, betont im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Tibiaplateau</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei unspezifisch, könne aber allenfalls auf eine Überlastungsreaktion hindeuten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Eine beginnende Lockerung könne nicht sicher ausgeschlossen werden. Es bestünden Zeichen einer leicht aktivierten Arthrose im proximalen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tibiofibularen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Gelenk sowie eine leicht aktivierte laterale </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Femoropatellararthrose</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> links (Ziff. 2.4). Aufgrund der noch anhaltenden Beschwerden sei nicht davon auszugehen, dass die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">füh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rerin ihre Tätigkeit als Kinderbetreuerin wieder voll aufnehmen könne (Ziff. 2.7). Die bisherige Tätigkeit könne ihr während zwei bis drei Stunden täglich zuge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mutet werden (Ziff. 4.1), eine leidensangepasste Tätigkeit während sechs bis acht Stunden (Ziff. 4.2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In seiner Stellungnahme vom 28. Januar 2020 führte RAD-Arzt Dr. med.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">apparates, aus, anhand der wenigen Arztberichte seien die genannten somati</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Gesundheitsschäden ausgewiesen, einschliesslich der sich daraus ableiten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Einschränkung der funktionellen Leistungsfähigkeit. Die Gesundheitsschäden seien im Moment offenbar stabil. Hinsichtlich der Bewertung der Arbeitsfähigkeit gebe es nur wenige Angaben. Gemäss dem letzten Bericht der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei die bisherige Tätigkeit als Kinderbetreuerin derzeit während zwei bis drei Stunden pro Tag zumutbar, eine angepasste Tätigkeit während sechs bis acht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stunden. Diese Beurteilung sei aus versicherungsmedizinisch-orthopädischer Si</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cht nachvollziehbar, weshalb darauf abgestellt werden könne. Zum Verlauf gebe es noch weniger Angaben. Medizinisch-theoretisch habe nach der Knieprothe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">implantation am 3. August 2017 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für einen Zeitraum von zumindest drei bis vier Monaten eine vollständige Arbeitsun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit bestanden, das heisse von August bis etwa November 2017. Danach wäre ab Dezember 2017 eine Arbeitsfähigkeit von zirka zwei bis drei Stunden täglich möglich gewesen und sei offenbar auch realisiert worden. Eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit sei hingegen medizinisch-theoretisch überwiegend wahr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheinlich nicht möglich. Für eine behinderungsangepasste Tätigkeit, körperlich sehr leicht, wechselbelastend und dabei vorwiegend sitzend, sei hingegen medi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zinisch-theoretisch nach dem Ende der postoperativen dreimonatigen Rekonva</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">les</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zenz von einer zumindest 80%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen, also ab etwa Dezember 2017 (Urk. 7/19 S. 4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 1. April 2020 hielt Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> fest, aus seiner Sicht wäre es optimal, wenn das Belastungsprofil der Beschwerdeführerin vorwiegend auf eine sitzende Tätigkeit angepasst würde. Heben und Tragen von Lasten könne ihr nicht zugemutet werden. Ebenfalls sei sie nicht in der Lage, längere Zeit zu stehen und zu gehen. Sie solle die Möglichkeit haben, nach eigenem Ermessen zu sitzen und zu stehen. Auch hier sei davon auszugehen, dass sie ihre Tätigkeit zu 90 % sitzend erledigen müsse (Urk. 7/29). </span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für Chirurgie sowie für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, nannte in seinem Bericht vom 2. Mai 2020 folgende Diagnosen (Urk. 7/33 S. 1):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">schmerzhafte Retropatellararthrose mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">szintigraphisch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> gesichertem Hot Spot rechts bei Status nach Implantation einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Knietotalendoprothese</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> rechts am 3. August 2017</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach proximaler Tibia-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Valgisationsosteotomie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> im Mai 2014 rechts; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Osteosynthesematerialentfernun</span><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">g</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> rechter </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Tibiakopf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> Februar 2015</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei der körperlichen Untersuchung der adipösen Beschwerdeführerin falle eine deutliche Haltungsinsuffizienz mit nach vorne gekipptem Becken und deutlicher </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sway</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> back-Haltung auf, verstärkt durch die Adipositas. Es bestehe ein deutliches rechtshinkendes Gangbild (S. 2). Hinsichtlich der schmerzhaften Bewegungsein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkung, welche bei den vorliegenden klinischen und radiologischen Befun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den sehr gut nachvollziehbar sei, bestünden auch bei der Arbeit in einer Wald-Kita deutliche Probleme. Die Beschwerdeführerin sei derzeit zirka fünf Stunden in der Wald-Kita tätig, wobei sie diese Tätigkeit in den letzten Wochen aufgrund </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Corona-Krise nicht habe wahrnehmen können. Es sei nun aber noch sch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">limmer geworden mit dem rechten Kniegelenk, so dass sie nach eigenen Angaben maxi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mal 45 Minuten sitzen könne. Danach habe sie starke Schmerzen mit Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">strah</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung in den rechten Unterschenkel, Bewegungseinschränkungen sowie Stechen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">im Kniegelenk, eine zunehmende Schwellung, Taubheitsgefühle sowie eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Druck</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dolenz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und einen Druck über dem medialen Gelenkspalt. Hinzu komme ein spür</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bares Knacken und Knirschen beim Beugen des Kniegelenkes. Das rechte Knie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gelenk müsse regelmässig in eine andere Lagerungsposition gebracht werden, da</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Schmerzen unter Einnahme von Schmerzmitteln auszuhalten seien. Diese Problematik tauche auch während der Nacht und während des Schlafens auf.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Insoweit erscheine es nicht plausibel, dass Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine sitzende Tätigkeit von sechs bis acht Stunden täglich als möglich erachte, aus seiner Sicht sei dies derzeit sicherlich nicht möglich. Bei den vorliegenden Befunden, sowohl klinisch als auch radiologisch, erscheine eine Arbeitsfähigkeit in einer dem Leiden optimal angepassten Tätigkeit von 50 % plausibel, wobei diese Tätigkeit wechselbelastend und ohne wesentliche Anstrengung der Kniegelenke auszuüben sein solle. Dabei könnten leichte und gelegentlich auch mittelschwere Arbeiten ausgeführt werden, möglichst wechselbelastend und ohne Zwangshaltung für die Wirbelsäule und die Kniegelenke. Zu meiden seien Arbeiten in Zwangshaltung, wie vornübergebeugt stehend. Langfristiges Stehen und Sitzen solle bei maximal 30 Minuten limitiert bleiben. Zu meiden seien Arbeiten mit repetitiven Bewegungsanforderungen an </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Rumpf, mit statistischer Beanspruchung der Kniegelenke wie kniend, hock</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">end</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">oder kauernd. Das Heben, Tragen und Bewegen von Lasten sei mit maximal 10 kg limitiert. In einer dem Leiden optimal angepassten Tätigkeit resultiere aus rein orthopädischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit in einer Grössenordnung von 50 % (S. 3 f.). Könne eine entsprechende angepasste Tätigkeit in dieser Form nicht gefunden werden, müsse sicherlich eine gutachterliche Untersuchung stattfinden, wobei dann auch der gesamte Bewegungsapparat einschliesslich des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lumbo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tebralen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Schmerzsyndroms sowie der Fehlhaltung mit der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ventralkippung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> des Beckens in Betracht gezogen werden müsse (S. 4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.7</span><span> </span><span id="VV007"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Beurteilung der Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügung oder des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheides</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ist für das Sozialversicherungsgericht in der Regel der Sachverhalt massgebend, der zur Zeit des Erlasses des angefochtenen Verwal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tungsaktes gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung bild</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">en (BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hinweis). Sie können indessen, unter Wahrung des rechtlichen Gehörs, berücksichtigt werden, wenn sie kurze Zeit nach dem Erlass des angefochtenen Entscheids eingetreten sind, sich ihre Beachtung aus prozess</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ökonomischen Gründen unbedingt aufdrängt und sie hinreichend klar feststehen (BGE 105 V 156 E. 2d; ZAK 1984 S. 349 E. 1b). Dies ist der Fall, wenn sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Entscheiderlasses</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zu beeinflussen (BGE 99 V 98 E. 4 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diese Voraussetzungen sind für die nachfolgend genannten Berichte erfüllt, wes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halb sie vorliegend Berücksichtigung finden. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Schreiben vom 25. M</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ai 2020 überwies Dr. med.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, die Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin an die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und wies darauf hin, dass sie nach wie vor unter Schwellungszuständen und belastungsabhängigen Schmerzen leide. Radiologisch erscheine die Prothesengrösse korrekt gewählt, allerdings sei der mediale Gelenkspalt auf der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ap</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-Aufnahme etwas grösser als der laterale, was klinisch einer massiven </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Midflexions</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-Instabilität entspreche. Bei voller Extension bei leichter Schwellung sei das Kniegelenk stabil, ebenso bei 90° Flexion. In 30° Flexion bestehe aber eine erhebliche Instabilität mit Memory </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Pain</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Zusätzlich bestehe ein leichter </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">retropatellärer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Schmerz. Aus seiner Sicht ergebe nur der Wechsel auf eine hinge Prothese Typ RHK ein befriedigendes, stabiles Resultat (Urk. 3/6).</span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.8</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Ärzte der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Kniechirurgie, diagnostizierten in ihrem Bericht vom 9. Juli 2020 eine schmerzhafte medial instabile Knieprothese rechts und führten aus, die maximale Gehstrecke sei aktuell bei 45 Minuten, danach würden extremste Schmerzen auftreten. Ein eigentliches Instabilitätsgefühl werde verneint, allerdings fühle sich die Beschwerdeführerin aufgrund der starken Schmerzen sehr unsicher auf den Beinen (Urk. 10/1 S. 1). In der klinischen Untersuchung zeige sich nach medial eine instabile Prothese. Es werde eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stabilisierende Orthese vorgeschlagen, um eine Stabilisation mittels einer Pr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">othese zu simulieren. Um die Implantation der Prothese besser beurteilen zu können, werde ein Rotations-CT durchgeführt (S. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin begründete die Abweisung des Leistungsbegehrens da</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mit, dass gemäss dem Bericht der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 1. April 2020 eine leich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">te, wechselbelastende und vorwiegend sitzende Tätigkeit als optimal ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">passt zu betrachten und eine Arbeitsfähigkeit von 80 % zumutbar sei. Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> hingegen beschreibe in seinem Bericht lediglich die subjektiven Beschwerden der Beschwerdeführerin und begründe die attestierte Arbeitsfähigkeit in der Grössen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ord</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nung von 50 % nicht weiter, weshalb darauf nicht abgestellt werden könne. Der medizinische Sachverhalt sei hinreichend abgeklärt (E. 2.1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Wie der RAD-Arzt Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> am 28. Januar 2020 zutreffend festgestellt hat, liegen relativ wenige Arztberichte bei den Akten. Dabei handelt es sich einerseits um drei Berichte von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, welcher im August 2017 die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Knietotalendo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">prothese</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> eingesetzt hatte (E. 3.1, E. 3.3, E. 3.5), und andererseits </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">um einen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bericht von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 2. Mai 2020 (E. 3.6). Auffallend ist, dass sich die Untersuchungsbefunde der beiden Fachärzte im Wesentlichen decken, sie jedoch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die Auswirkungen der bestehenden Beeinträchtigungen unterschiedlich beurtei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">le</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erachtete eine vorwiegend (im Umfang von zirka 90 % der Zeit) sitzende Tätigkeit mit der Möglichkeit, nach eigenem Ermessen zu sitzen und stehen, als optimal angepasst (E. 3.5). Eine solche Tätigkeit hielt er sodann wäh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rend sechs bis acht Stunden täglich zumutbar, ohne diese Einschätzung jedoch weiter zu begründen (E. 3.3). Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> hingegen beurteilte eine überwie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gend sitzende Tätigkeit unter Verweis auf die dabei auftretenden ungünstigen Mechanismen als nicht ideal und empfahl vielmehr eine wechselbelastende Tätig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit unter Vermeidung von langfristigem Stehen und Sitzen. Die Arbeitsfähigkeit in einer solcherart angepassten Tätigkeit legte er sodann auf «in der Grössen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ordnung von 50 %» fest. Auch Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> begründete jedoch nicht weiter, weshalb </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die Beschwerdeführerin auch in einer optimal angepassten Tätigkeit lediglich in einem Pensum von 50 % arbeitsfähig sein soll (E. 3.6).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich der Festlegung des Belastungsprofils erscheint es gestützt auf die aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führliche Begründung durch Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nachvollziehbar, dass eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">von</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> postulierte vorwiegend (im Umfang von zirka 90 % der Zeit) sitzende Tätigkeit zu ungünstigen Mechanismen führt und damit bei den beste</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den Kniebeschwerden n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">icht optimal ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zum Umfang der Restarbeitsfähigkeit setzten sowohl Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> als auch Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ihre Beurteilungen ohne weitere Begründung fest, wobei Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zudem lediglich von der Grössenordnung von 50 % sprach. Ins</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gesamt vermögen damit weder die Berichte von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> noch derjenige von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in allen Teilen zu überzeugen und es liegen vielmehr unterschiedliche Beurteilungen desselben medizinischen Sachverhaltes vor.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> entgegen den Ausfüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungen der Beschwerdegegnerin keine rein sitzende Tätigkeit empfohlen hat (vgl. E. 2.2, E. 3.6).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zu berücksichtigen ist sodann, dass die von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nach Erlass der ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fochtenen Verfügung festgestellte Lockerung und Instabilität </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der Knieprothese </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bereits im Bericht von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 6. Januar 2020 nicht sicher ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schlossen werden konnte (E. 3.3) und es sich damit um einen im Verfügungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zeitpunkt bereits bestehenden medizinischen Sachverhalt handelt. Zudem liegen offenbar auch degenerative Veränderungen an der Lendenwirbelsäule </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und Fehl</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">haltungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vor. Diese wurden erstmals im Dezember 2019 vom Hausarzt Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erwähnt (E. 3.2). Ebenso empfahl auch Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> eine Begutachtung unter Einbezug des gesamten Bewegungsapparates (E. 3.6).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nachdem die vorliegenden Arztberichte unterschiedliche Beurteilungen desselben medizinischen Sachverhaltes enthalten, die bereits im Januar 2020 nicht sicher ausschliessbare Lockerung der Prothese bei der Beurteilung des Leistungsan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">spruches nicht einbezogen worden war und es in den Akten Hinweise für dege</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nerative Veränderungen an der Wirbelsäule wie auch Fehlhaltungen gibt, welche sich auf den ganzen Bewegungsapparat auswirken, erweist sich die medizinische Situation als insgesamt nicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rechtsgenüglich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> abgeklärt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die angefochtene Verfügung vom 12. Mai 2020 ist dementsprechend aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie eine um</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fassende orthopädisch-chirurgische Begutachtung veranlasst und hernach über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu entscheidet. Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nachdem die Beschwerdeführerin als Eventualantrag die Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur Begutachtung formuliert hat, erweist sich bei diesem Ausgang des Verfahrens die Durchführung einer öffentlichen Hauptver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">handlung als entbehrlich (Urteil des Bundesgerichts vom 27. April</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2017, 8C_64/2017, E. 3.2)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung einer Sache an die Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">waltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Gerichtskosten entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Partei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">messen (§ 34 Abs. 3 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Vorliegend erscheint eine Prozessentschädigung von Fr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1’800</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) als angemessen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 12. Mai 2020 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgten Abklärungen im Sinne der Erwägungen, neu verfüge.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">600</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">gestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text4"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">schädigung von Fr. </span><span id="Text3"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1’800</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">MWSt</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">) zu bezahlen.</span></p><p></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Dr. Massimo </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Aliotta</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage je einer Kopie von Urk. 9 und Urk. 10/1-2 </span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannKübler-Zillig</p><p><br/></p><div><p> </p></div><p><br/></p><p></p></div> </div></body></html>