<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird ersucht, die Eidgenössische Forstdirektion zu beauftragen, bis Ende 1995 die nötigen Vorbereitungen zu einer guten schweizerischen, kantonalen und regionalen Koordination der Forstpolitik zu treffen.</p><p>Es sollen Impulse verliehen werden, die neue Zusammenarbeits- und Koordinationsformen zwischen Bund, Kantonen, Regionen, Öffentlichkeit und Privaten initiieren. Diese sollen aufeinander abgestimmt sein und dem Austausch von praktischen Erfahrungen betreffend Waldforschung, Waldfunktionen, Waldbewirtschaftung und Methoden, um den Waldzustand zu erheben, dienen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Grundlage für eine zukunftsgerichtete Forstpolitik der Schweiz bildet das neue Waldgesetz, das seit 1. Januar 1993 in Kraft ist. Gemäss Artikel 50 müssen die Kantone nun die notwendigen Vorschriften zum Vollzug dieses Gesetzes erlassen.</p><p>Um eine breit abgestützte, koordinierte Forstpolitik sicherzustellen, bestehen auf Bundesebene bereits verschiedene Institutionen, die alle interessierten Kreise umfassen. Neben der Konferenz der kantonalen Forstdirektoren und der Kantonsoberförsterkonferenz hat der Bundesrat im Rahmen der IDA-Rio-Folgeaktivitäten eine Arbeitsgruppe "Wald" eingesetzt. Diese setzt sich aus Vertretern aller am Wald interessierten Kreise zusammen und hat die Aufgabe, vor allem die internationale Forstpolitik des Bundes zu koordinieren. Auch unterstützt der Bund die vor zwei Jahren gegründete "Arbeitsgemeinschaft für den Wald", die alle am Wald interessierten Kreise umfasst, sowie einen institutionalisierten forstpolitischen Gedankenaustausch unter der Leitung des schweizerischen Forstvereins.</p><p>Im Zusammenhang mit den erwähnten IDA-Rio-Folgeaktivitäten sind bereits erste Ansätze für eine mittelfristige, koordinierte Forstpolitik definiert worden. Diese Ansätze gehen in die folgende Richtung:</p><p>1. Umsetzung des Waldgesetzes;</p><p>2. Stärkung der Forstdienste mittels Aus- und Fortbildung;</p><p>3. Verstärkte Berücksichtigung qualitativer Aspekte der Waldbewirtschaftung;</p><p>4. Verstärkung des Dialoges mit den am Wald interessierten Kreisen;</p><p>5. Langfristige Sicherung der Finanzierung der nachhaltigen Entwicklung des Schweizer Waldes.</p><p>Was den Zustand des Schweizer Waldes anbelangt, hat das Buwal zusammen mit der WSL am 9. August 1994 die Öffentlichkeit an einer Medienorientierung umfassend informiert.</p><p>Eine nächste Lagebeurteilung ist aufgrund der Ergebnisse der Waldschadeninventur 1995 vorgesehen. Im weiteren sind die beiden zuständigen Stellen daran, die Informationspolitik im Rahmen des Walderhebungsprogrammes 1996-1999 zu verbessern.</p>