BRKE I Nrn. 154-158/1993 vom 14. Mai 1993 in BEZ 1993 Nr. 19 Die Rekurrentin wurde von der Baubehörde mit Beschlüssen vom 13. November 1992 in Anwendung des kommunalen Teilmassnahmenplans Feuerungen vom 6. Mai 1992 aufgefordert, ihre Feuerungsanlagen entweder bis spätestens 30. Se p- tember 1993 so zu sanieren, dass die Emissionen von Stickoxyden die Grenzwerte von 12 0 mg/m 3 für Heizöl "extra leicht" und 80 mg/m 3 für Erdgas (jeweils bezogen auf 3% Sauerstoff im Abgas) nicht überschreiten, oder aber die Anlagen stillzulegen. Die Rekurrentin beantragt, es seien die Fristen zur Sanierung der Feuerung s- anlagen um 2 Jahre zu verlängern. Die von der Rekurrentin geltend gemachten Lieferschwierigkeiten von die ve r- langten Emissionsgrenzwerte einhaltenden Feuerungsanlagen sind nicht (mehr) be- gründet. Zwar trifft zu, dass nicht alle Lieferanten für den gesamten Leistungsb e- reich und sowohl für Oel als auch für Gas die für die Einhaltung der geforderten Emissionsbegrenzungen notwendigen Feuerungsanlagen anbieten können. Dies wird denn auch ausdrücklich von der Baubehörde eingeräumt. In den hier für die Neuanlagen interessierenden Lei s tungsbereichen, die allesamt unter dem bisher i- gen W ärmeleistungsbedarf (133 kW, 126 kW, 168 kW und 166 kW ) liegen dürften, da der W irkungsgrad der Heizanlagen in den letzten Jahren erheblich gesteigert werden konnte, besteht jedoch ein Angebot d iverser Firmen sowohl an Kesseln und Brennern für Heizöl "extra leicht" oder Gas als auch an festen Kombinationen (sog e- nannte Units). Dies kann ohne weiteres der vom Bundesamt für Umwelt, W ald und Landschaft (BUW AL) herausgegebenen Liste über die typengeprüften Geblä se- brenner, Hei zkessel und W assererwärmer entnommen we rden. In der Aufstellung enthalten sind diejenigen Brenner und Kessel sowie Gasgeräte, die bereits einer für die Inverkehrbringung nach dem 20. Dezember 1992 notwendigen Typenprüfung un- terzogen bzw. provisorisch zugelassen worden sind. Der neueste Stand dieser Au f- listung datiert vom 15. Januar 1993 und enthält, auch in den hier massgebl ichen Be- reichen, bereits eine weit umfangreichere Auswahl als die vorher ige, vom O k tober 1992 stammende, mehrere entsprechende Feuerungsanlagen im Angebot au swei- sende Zusammenstellung. Heute wie schon im Zeitpunkt der hier angefochtenen Sanierungsaufforderu n- gen sind bzw. waren demgemäss gesetzeskonforme Anlagen auf dem Markt. Die Rekurrentin anerkennt dies denn auch grundsät zlich bezüglich der Heizkessel, b e- harrt aber dar auf, dass nach wie vor grosse Probleme bei der Lieferung von Low - NOx-Brennern bestünden, wie sie "bei den letzten Sanierungsausführungen und O f- ferten ... habe erfahren müssen". W orin diese Schwierigkeiten bes tanden haben sol- len, wird allerdings mit ke inem W ort dargelegt. Jedenfalls macht die Rekurrentin nicht geltend, dass die von ihr bezüglich dieser anderen Objekte zu erbringenden - 2 - Sanierungen letztlich nicht machbar gewesen wären. Gewisse Einschränkungen der Präferenzen der R ekurrentin für einze lne Lieferfirmen sind ohne weiteres zumutbar. Bei einer Abwägung der sich dabei en tgegenstehenden Interessen gilt es auf der anderen Seite den einer Sanierung im vo rgesehenen Zeitpunkt zukommenden U m- weltnutzen zu veranschlagen. Auch wenn der einzelne Beitrag zur Verminderung der Gesamtbelastung relativ gering ist, so ist zu b erücksichtigen, dass die Sanierung s- massnahmen auf einem langfristigen, auf eine ei nheitliche Durchführung ang eleg- ten, erfolgversprechenden Konzept beruhen (für Einze lheiten vgl. den kommunalen Teilmassnahmenplan Feuerungen der Gemeinde X. mit den seitherigen Änderu n- gen), das möglichst lückenlos zur Durchführung zu gela ngen hat. Insofern kommt auch der einzelnen Sanierung entscheidendes Gewicht zu, da s vorliegend die nicht weiter begründeten "Probleme bei der Lieferung" jedenfalls zu überwiegen vermag. Der von der Rekurrentin gegen die mit den angefochtenen Sanierungsaufford e- rungen festgesetzten Sanierungstermine vorgebrachte Einwand erweist sich somit als unbegründet. Die Rekurse sind in diesem Punkte abzuweisen.