<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00183</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105837&amp;W10_KEY=13013580&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00183</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.12.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Submission betreffend die wöchentliche Abfuhr von Siedlungsabfällen Grundsätzlich kann mit der Submissionsbeschwerde nur die Zuschlagsverfügung, nicht aber der gestützt darauf abgeschlossene (privatrechtliche) Vertrag angefochten werden. Dies gilt jedenfalls dann, wenn durch eine allfällige Überarbeitung des Vertrags der massgebliche Leistungsinhalt nicht verändert wird (E. 3a). Bei der vorliegenden dreistufigen Organisation des Kehrichtzweckverbands fällt die Zuschlagserteilung in die Zuständigkeit der Betriebskommission, während der Vertragsschluss Sache der Delegiertenversammlung ist (E. 3b). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAGSSCHLUSS">VERTRAGSSCHLUSS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSCHLAG">ZUSCHLAG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWECKVERBAND">ZWECKVERBAND</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 7 GemeindeG</span><br/><span class="ungerade">§ 64 lit. II GemeindeG</span><br/><span class="gerade">Art. 13 lit. g IVÃ¶B</span><br/><span class="ungerade">§ 29 SubmV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BEZ 2001 Nr. 13</span><br/><span class="ungerade">RB 2000 Nr. 63</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><a id="Text2"><span>I. Der Kehrichtzweckverband W erÃ¶ffnete eine Submission im offenen Verfahren fÃ¼r die wÃ¶chentliche Abfuhr der SiedlungsabfÃ¤lle aus Haushalten und Gewerbe in den 21 Gemeinden des Zweckverbandes. </span></a><span>Er erhielt fÃ¼nf Angebote mit Offertpreisen von Fr. 105.- bis Fr. 175.-/t (mit WÃ¤gesystem) bzw. von Fr. 100.- bis Fr. 165.-/t (vor WÃ¤gung). Mit Beschluss vom 25. April 2000 vergab die Betriebskommission des Kehrichtzweckverbandes W den Auftrag der X. Dieser Entscheid wurde mittels Publikation im Amtsblatt des Kantons ZÃ¼rich bekannt gemacht und den Anbietern schriftlich erÃ¶ffnet. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. A, der ebenfalls ein Angebot eingereicht hatte, erhob dagegen mit Eingabe vom 15. Mai 2000 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte, den angefochtenen Beschluss aufzuheben und die zu vergebenden Leistungen neu auszuschreiben. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Kehrichtzweckverband W sowie die Mitbeteiligte X beantragten Abweisung der Beschwerde unter Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien in ihren Rechtsschriften werden, soweit rechtserheb­­lich, in den nachfolgenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Gegen den vorliegenden Vergabeentscheid ist die Beschwerde an das Verwaltungsgericht zulÃ¤ssig (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372). <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) In seiner Beschwerde vom 15. Mai 2000 brachte der BeschwerdefÃ¼hrer zur BegrÃ¼ndung vor, dass die Angebote nach Einreichung revidiert worden seien, dass der abzuschliessende Kehrichtvertrag unzulÃ¤ssigerweise Ã¼berarbeitet werden soll, dass die Vergabe nicht durch die Delegiertenversammlung des Zweckverbandes vorgenommen worden sei und dass die Zuteilung der Punktzahlen nicht transparent sei. In der Replik vom 27. Juni 2000 hÃ¤lt der BeschwerdefÃ¼hrer an seinen RÃ¼gen bezÃ¼glich der unzulÃ¤ssigen Revision der Angebote und der fehlenden Transparenz der Punktezuteilung nicht mehr fest. Strittig sind mithin noch die EinwÃ¤nde, dass der Kehrichtvertrag unzulÃ¤ssigerweise nach der Vergebung Ã¼berarbeitet werden soll und dass der definitive Vergabeentscheid durch die Delegiertenversammlung und nicht durch die Betriebskommission zu fÃ¤llen sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) aa) Der BeschwerdefÃ¼hrer begrÃ¼ndet seinen Antrag, den Vergabeentscheid aufzuheben und die Arbeiten neu auszuschreiben, damit, dass gemÃ¤ss Ziff. 2 des Vergabeentscheids der abzuschliessende Kehrichtvertrag zwischen den Vertragspartnern noch Ã¼berarbeitet werden soll. Dies sei unzulÃ¤ssig. Der Vertragsentwurf sei den Ausschreibungsunterlagen beigelegt worden. Er habe den Preis gestÃ¼tzt auf den Wortlaut des verbindlichen Ver­tragsentwurfs berechnet. Auch geringfÃ¼gige Ãnderungen der Spezifikationen kÃ¶nnten gros­se Auswirkungen auf den Preis haben. Er habe daher Anspruch darauf zu wissen, wie der Ã¼berarbeitete Vertrag aussehe, und es mÃ¼sse ihm die MÃ¶glichkeit gegeben werden, gestÃ¼tzt auf den Ã¼berarbeiteten Vertrag ein neues Angebot einzureichen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Hinsichtlich des Zuschlags hielt der BeschwerdefÃ¼hrer fest, in den Submissionsunterlagen sei ausdrÃ¼cklich erwÃ¤hnt worden, dass die Delegiertenversammlung des Kehricht­zweckverbandes auf Antrag der Betriebskommission Ã¼ber die Vergabe entscheide. Vorliegend habe die Betriebskommission die Zuschlagskriterien gewichtet und am 25. April 2000 den Vergabeentscheid selber gefÃ¤llt, was der Ausschreibung widerspreche. Wenn die Delegiertenversammlung den Vergabeentscheid gefÃ¤llt hÃ¤tte, wÃ¤re die Tatsache, dass er in sehr gutem EinverstÃ¤ndnis mit den Verbandsgemeinden seit rund 30 Jahren den Kehricht sammle, entsprechend gewichtet worden; nach RÃ¼cksprache mit vielen Delegierten sei er Ã¼berzeugt, dass er gute Chancen gehabt hÃ¤tte, den Zuschlag zu erhalten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) In seiner Beschwerdeantwort und Duplik hÃ¤lt der Kehrichtzweckverband der Be­schwerde entgegen, dass es sich beim Vertrag, der den Submissionsunterlagen beilag, um einen <i>Entwurf </i>handelte. Dies sei dem BeschwerdefÃ¼hrer bewusst gewesen. Wesentliche Ãn­derungen des Leistungsumfangs wÃ¼rden nicht vorgenommen. Vor dem Verfahren hÃ¤tten ge­wisse Spezifikationen von der Betriebskommission noch nicht klar definiert werden kÃ¶n­nen, da diese zwingend mit dem Anbieter der Leistung besprochen werden mÃ¼ssten. Unzu­lÃ¤ssig wÃ¤re ein Abweichen vom Vertragsentwurf nur, wenn damit der Leistungsinhalt wesentlich ver­Ã¤ndert wÃ¼rde, was hier nicht der Fall sei. â BezÃ¼glich des Vergabebeschlusses hielt der Kehrichtzweckverband dafÃ¼r, dass hierfÃ¼r die Betriebskommission zustÃ¤ndig sei. Es sei zwi­schen Zuschlag und Vertragsabschluss zu unterscheiden. Der <i>Vertrag</i> mÃ¼sse durch die Delegiertenversammlung bestÃ¤tigt werden. Diese habe zwar die MÃ¶glichkeit, einen Vertragsabschluss zu untersagen, was zum Abbruch des Verfahrens fÃ¼hren wÃ¼rde. Dies Ã¤ndere aber nichts daran, dass die Betriebskommission fÃ¼r den <i>Zuschlag</i> zustÃ¤ndig sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Das Ã¶ffentliche Vergaberecht unterscheidet klar zwischen dem Zuschlag des Auftrags einerseits und dem Abschluss des Vertrags anderseits (vgl. hierzu Peter Gauch/ Hu­bert StÃ¶ckli, Thesen zum neuen Vergaberecht des Bundes â Vergabethesen 1999, Freiburg 1999, Ziff. 27.1). Der Zuschlag ist zwingend als VerfÃ¼gung des Ã¶ffentlichen Rechts auszugestalten (Art. 9 Abs. 1 des Binnenmarktgesetzes vom 6. Oktober 1995; Art. 13 lit. g der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 25. No­vem­­­­ber 1994; vgl. auch Art. 29 lit. a des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 1994 Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen), also als "individueller, an den Einzelnen gerichteten Hoheitsakt, durch den ein konkretes verwaltungsrechtliches RechtsverhÃ¤ltnis ... geregelt wird" (zum Begriff: BGE 121 II 473 E. 2a; vgl. auch Art. 5 Abs. l des Bundesgesetzes vom 20. De­­­zember 1968 Ã¼ber das Verwaltungsverfahren). Der Zuschlag ist damit Ã¶ffentlich­recht­licher Natur und kann mit den im Ã¶ffentlichen (Submissions-)Recht vorgesehenen Rechtsmitteln angefochten werden. DemgegenÃ¼ber unterstehen Vertragsabschluss und Ver­­trag dem Privatrecht. Diese Unterscheidung wirkt sich auch im Beschwerdeverfahren aus. Anfechtbar ist nur der Zuschlag, nicht auch der Vertrag, den die Auftraggeberin mit dem erfolgreichen Anbieter eingeht (Gauch/StÃ¶ckli, Ziff. 27.2). Ob und wie sich dieser Grund­satz auswirkt, wenn der im Anschluss an eine Vergabe abgeschlossene Vertrag unzulÃ¤ssigerweise den Leistungsinhalt abÃ¤ndert (§ 29 der Submissionsverordnung vom 18. Ju­­ni 1997), kann vorliegend offen bleiben, da der Einwand des BeschwerdefÃ¼hrers betreffend Ãnderung des Vertragsentwurfs auf jeden Fall materiell unbegrÃ¼ndet ist. Wohl wurde gemÃ¤ss Vergabebeschluss vom 25. April 2000 die X "eingeladen", mit der Betriebskommission auf Grund des eingereichten Angebots den Vertrag zu Ã¼berarbeiten und unter Vorbehalt der Genehmigung durch die Delegiertenversammlung zu unterzeichnen. Nach den glaubwÃ¼rdigen Darstellungen des Zweckverbandes sollen mit der "Ãberarbeitung" des Vertragsentwurfs aber lediglich einige Spezifikationen nÃ¤her definiert werden, ohne dass dadurch der Leistungsinhalt verÃ¤ndert wÃ¼rde. Derartige geringfÃ¼gige Ãn­derungen/PrÃ¤zi­sie­rungen sind nicht zu beanstanden (vgl. VGr, 17. Februar 2000, BEZ 2000 Nr. 25 E. 5b). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die "Kehrichtorganisation W" ist ein Zweckverband im Sinn von § 7 Abs. l des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 (GemeindeG). Dem Verband sind 21 Ge­­meinden angeschlossen. Er besitzt laut Art. 2 des Zweckverbandsvertrags vom 27. MÃ¤rz 1996 RechtspersÃ¶nlichkeit. Verbandszweck ist die Organisation eines gemeinsamen Kehricht-, Altstoff- und Kadaversammeldienstes innerhalb der Verbandsgemeinden (Art. 4 Verbandsvertrag). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Organe des Verbandes sind die Betriebskommission, die Delegiertenversammlung, die RechnungsprÃ¼fungskommission, die GemeinderÃ¤te der Verbandsgemeinden und die Stimm­­berechtigten der Verbandsgemeinden (Art. 5 Verbandsvertrag). Laut Art. 14 Ziff. 1 Verbandsvertrag steht der Delegiertenversammlung u.a. der "Abschluss von VertrÃ¤gen mit Kehrichtverwertungsbetrieben sowie mit Unternehmern fÃ¼r die Kehrichtabfuhr und die wei­­teren Dienstleistungen gemÃ¤ss Art. 4" zu. Die Betriebskommission besorgt gemÃ¤ss Art. 22 Verbandsvertrag "alle Verbandsangelegenheiten, soweit sie nicht nach den Bestim­mungen dieses Vertrags in die ZustÃ¤ndigkeit anderer Organe fallen"; hierzu gehÃ¶ren insbesondere Vorbereitung und Antragstellung zu den GeschÃ¤ften der Delegiertenversammlung sowie der Vollzug von BeschlÃ¼ssen dieses Organs (Art. 23 Ziff. 1 und 5 Verbandsvertrag). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Kehrichtzweckverband W ist mithin dreistufig organisiert. Die Stellung der Betriebskommission entspricht derjenigen der Gemeindevorsteherschaft (Hans Rudolf Thalmann, Kommentar zum ZÃ¼rcher Gemeindegesetz, 3. A., ZÃ¼rich 2000, § 7 Rz. 4.9.6.1). Analog der gesetzlichen Vermutung von § 64 Ziff. 2 GemeindeG zugunsten der ZustÃ¤ndig­keit der Gemeindevorsteherschaft besteht auch nach Art. 22 Verbandsvertrag die Regelung, dass alles, was nicht einem anderen Organ Ã¼bertragen wurde, in die ZustÃ¤ndigkeit der Betriebskommission fÃ¤llt. Der Abschluss des (Transport-)<i>Vertrags </i>mit dem berÃ¼cksichtigten Anbieter fÃ¤llt nach der Bestimmung von Art. 14 Ziff. l Verbandsvertrag in die Kompetenz der Delegiertenversammlung. Die <i>VerfÃ¼gung</i> Ã¼ber den Zuschlag im Rahmen einer Submission fÃ¤llt hingegen mangels ausdrÃ¼cklicher Zuweisung an die Delegiertenversammlung oder an ein anderes Verbandsorgan in die ZustÃ¤ndigkeit der Betriebskommission . Diese Kompetenzverteilung zwischen "Legislative" (Delegiertenversammlung) und "Exekutive" (Betriebskommission) entspricht auch der Ã¼blichen Regelung in der Gemeindeorganisation zwischen Gemeindeversammlung/Grosser Gemeinderat einerseits und Gemeindevorsteherschaft anderseits. Sie gewÃ¤hrleistet eine rasche und effiziente DurchfÃ¼hrung eines Submissionsverfahrens. Der Hinweis auf S. 1 der Submissionsunterlagen, wonach im Anschluss an die DetailprÃ¼fung der Angebote "die Delegiertenversammlung auf Antrag der Betriebskom­mission" Ã¼ber die Vergabe entscheide, ist dann korrekt, wenn unter "Vergabe" die Beendigung des Vergabeverfahrens durch Abschluss des Transportvertrags mit dem berÃ¼cksichtigten Anbieter gemeint ist. Der Hinweis kann missverstanden werden, weil im Ã¼blichen Sprachgebrauch der Begriff "Vergabe" oft im Sinn des Zuschlags verwendet wird und die Delegiertenversammlung â wie gesehen â nicht Ã¼ber die Vergabe im Sinn des Zuschlags, sondern Ã¼ber den Vertrag entscheidet. Dies vermag aber an der (verbands-)ver­trag­lichen ZustÃ¤ndigkeitsordnung von vornherein nichts zu Ã¤ndern. Der BeschwerdefÃ¼hrer kann daraus auch nichts zu seinen Gunsten ableiten; es ist nicht zu erkennen, inwiefern der missverstÃ¤ndliche Hinweis den BeschwerdefÃ¼hrer zu einer â unter dem Gesichtspunkt des Grundsatzes von Treu und Glauben allenfalls relevanten â Disposition bewogen und an der Ausarbeitung und Abgabe des Angebots etwas geÃ¤ndert hÃ¤tte. Die Beschwerde ist daher auch in diesem Punkt unbegrÃ¼ndet. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ... <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>