<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, den mit Bundesbeschluss vom 4. Juni 1992 beschlossenen Bürgschaftsrahmenkredit von 350 Millionen Franken mit einer Laufzeit von 10 Jahren zur Sicherung eines ausreichenden Bestandes an schweizerischen Hochseeschiffen um weitere 200 bis 400 Millionen Franken zu erhöhen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Was den Stand des Bürgschaftsrahmenkredits, die aktuellen Entwicklungen auf den internationalen Schiffsmärkten sowie die Erneuerungsbedürftigkeit der Schweizer Flotte betrifft, ist die in der Motion geschilderte Ausgangssituation grundsätzlich zutreffend. Der Bürgschaftsrahmenkredit, welcher für eine Laufzeit von zehn Jahren bewilligt worden ist (1992 bis 2002), ist bereits nach vier Jahren ausgeschöpft.</p><p>2. Eine Erhöhung der Bürgschaftsverpflichtungen des Bundes bei den Hochseeschiffen muss in einen vorsorgepolitischen Gesamtzusammenhang gestellt werden. Der Bund erleichtert auch die Finanzierung der Pflichtlagerhaltung durch Garantie von Bankdarlehen. Durch einen erheblichen Abbau der Pflichtlager der Wirtschaft in den achtziger Jahren, welcher bis 1999 fortgeführt wird, wurde der Umfang der Garantieverpflichtungen für die Pflichtlagerhaltung massiv reduziert. Die Sicherstellung ausreichender Transportsysteme gewinnt in dem Masse an Bedeutung, wie die Vorräte der Wirtschaft abnehmen. Diesem Aspekt muss deshalb Rechnung getragen werden. Für das Binnenland Schweiz stellen insbesondere die Seetransporte das kritische Glied in der internationalen Transportkette dar.</p><p>3. Der Bundesrat ist der Auffassung, dass für die Sicherstellung einer angemessenen Handelsflotte im Interesse der Landesversorgung eine Erhöhung des Bürgschaftsrahmenkredites zu prüfen ist. Andererseits kann er keine Verpflichtungen eingehen, bevor nicht Bedarf, Priorität, Dringlichkeit und mögliche Folgen sorgfältig abgeklärt sind.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.