<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00202</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105566&amp;W10_KEY=13013580&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00202</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 12.07.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Ausweisung aus der Schweiz</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bestätigung der Ausweisung einer wegen Betäubungsmitteldelikten gemeinsam mit ihrem Ehemann zu 6 1/2 Jahren Zuchthaus verurteilten italiensichen Staatsangehörigen. Die Bf'in ist zwar seit 1982 in der Schweiz, der Bezug zu ihrem Herkunftsland war jedoch weiterhin intensiv. Die Ausweisung ist verhältnismässig, da das öffentliche Interesse wegen des erheblichen Verschuldens der Bf'in schwerer wiegt als ihre privaten Interessen und ihr eine Rückkehr nach Italien, wo sich ihre Kinder seit der Verhaftung der Eltern aufhalten, zumutbar erscheint (E. 2). Durch die Trennung der Bf'in von ihrer Schwester, wird der Schutzbereich von Art. 8 Abs. 1 EMRK nicht betroffen (E. 3). Abweisung. Vgl. auch VB.2000.203</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUSWEISUNG">AUSWEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTEGRATION">INTEGRATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFFÃLLIGKEIT">STRAFFÃLLIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERSCHULDEN">VERSCHULDEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 10 lit. I ANAG</span><br/><span class="gerade">Art. 11 lit. I a ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 16 lit. III 1 ANAV</span><br/><span class="gerade">Art. 8 lit. I EMRK</span><br/><span class="ungerade">§ 55 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. <b>A</b>, geboren am 10. Februar 1968 in <b>D</b>, Italien, reiste am 12. Juni 1982 zu ihren Eltern in die Schweiz und erhielt am 9. Juli 1982 die Niederlassungsbewilligung fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich zwecks âVerbleib beim Vaterâ. Hier besuchte sie nach zwei Jahren Real­schule sechs Monate das Werkjahr. Anschliessend ar­beitete sie als Kassiererin und Ver­kÃ¤uferin bei verschiedenen Grossverteilern, bevor sie eine Stelle als BÃ¼roangestellte be­kleidete. Danach und bis zu ihrer Verhaftung am 28. MÃ¤rz 1996 war sie als Hauswartin tÃ¤tig. Aus ihrer 1986 mit <b>E</b> geschlossenen Ehe gingen zwei Kinder hervor, <b>F</b> (geboren 12. Juli 1989) und <b>G</b> (geboren 11. Juli 1993). Die Kinder wurden nach der Verhaftung der BeschwerdefÃ¼hrerin zu ihren Grosseltern nach Italien abgemeldet. Mit Urteil vom 8. Juli 1997 wurde die Beschwerde­fÃ¼hrerin vom Bezirksgericht ZÃ¼rich wegen Widerhandlung gegen das Bundesgesetz Ã¼ber die BetÃ¤ubungsmittel, GeldwÃ¤scherei sowie Widerhandlung gegen das Bundesgesetz Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder zu 6 ½ Jahren Zuchthaus verurteilt und ver­pflichtet, vom unrechtmÃ¤ssig erlangten VermÃ¶gensvorteil Fr. 30'000.-- (in solidarischer Haftung mit ihrem mitangeklagten Ehemann) an die Staats­kasse abzuliefern (act. --). Die Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts wurde mit Beschluss des Obergerichts des Kantons ZÃ¼rich vom 7. Januar 1998 als durch RÃ¼ckzug erledigt abgeschrieben (act. --).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Beschluss vom 26. April 2000 wies der Regierungsrat <b>A</b> aus der Schweiz aus und befristete die Ausweisung auf zehn Jahre, gerechnet ab dem Tag der Aus­reise; zudem wurde ihr der weitere Aufenthalt in der Schweiz und deren Wiederbetreten unter Strafan­drohung verboten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen diesen Beschluss liess <b>A</b> am 30. Mai 2000 Beschwerde an das Verwal­tungsgericht erheben mit den AntrÃ¤gen, es sei der angefochtene Beschluss auf­zuheben und der Beschwerde sei, soweit nicht schon von Gesetzes wegen gegeben, auf­schiebende Wir­kung zu erteilen unter ausgangsgemÃ¤sser Kostenauferlegung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Direktion fÃ¼r Soziales uns Sicherheit beantragte namens des Regierungsrats am 26. Juni 2000 Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die ErwÃ¤gungen des angefochtenen Beschlusses und die Parteivorbringen werden, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist auf dem Gebiet der Fremden­polizei zulÃ¤ssig, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen­steht (§ 43 Abs. 1 lit. h und Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG] in der Fassung vom 8. Juni 1997). Dies ist der Fall bei einer Ausweisung, die von einer kantonalen BehÃ¶rde aufgrund von Art. 10 f. des Bundesgesetzes vom 26. MÃ¤rz 1931 Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder (ANAG) angeordnet wird (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 e contrario).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die gegen die BeschwerdefÃ¼hrerin ausgesprochene Ausweisung stÃ¼tzt sich primÃ¤r auf ihre strafrechtliche Verurteilung und damit auf den Ausweisungsgrund von Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG. Danach kann eine auslÃ¤ndische Person aus der Schweiz ausgewiesen werden, wenn sie wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich bestraft wurde. Bei einer solchermassen begrÃ¼ndeten Ausweisung ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht gegeben, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen gemÃ¤ss § 50 VRG die dort nÃ¤her umschriebenen Rechtsverletzungen sowie gemÃ¤ss § 51 VRG unrichtige oder unge­nÃ¼gende Feststellung des entscheidungswesentlichen Sachverhalts gerÃ¼gt werden. Ent­scheidet das Gericht wie hier als erste gerichtliche Instanz, so kann sich die Beschwerde nicht nur auf neue Beweismittel berufen, sondern kÃ¶nnen auch neue Tatsachenbehauptun­gen vorgebracht werden (§ 52 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kompetenz, Ã¼ber die OpportunitÃ¤t einer Ausweisung zu entscheiden und von ihr abzusehen, wiewohl die Voraussetzungen erfÃ¼llt wÃ¤ren, steht der kantonalen Fremden­polizei und der kantonalen Regierung als vorgesetzter politischer BehÃ¶rde zu (vgl. Art. 15 Abs. 1 und 2 sowie Art. 19 Abs. 1 ANAG). Die kantonale richterliche BehÃ¶rde hat demge­genÃ¼ber die Aufgabe zu Ã¼berprÃ¼fen, ob der Entscheid der VerwaltungsbehÃ¶rde Recht ver­letzt, insbesondere ob die VerwaltungsbehÃ¶rde im Rahmen der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitskon­trolle alle nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung erheblichen UmstÃ¤nde berÃ¼ck­sichtigt und in vertretbarer Weise gewichtet hat. Im Hinblick auf diese institutionell-funk­tionellen Schranken, an die sich das Gericht zu halten hat, ist insbesondere zu beachten, dass die Entscheidungsbefugnis primÃ¤r der politischen BehÃ¶rde zusteht und dass die An­wendung des VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsgrundsatzes notwendigerweise Elemente enthÃ¤lt, wel­che sich einer strikten NachprÃ¼fung entziehen (vgl. BGE 125 II 521 E. 2a). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) GemÃ¤ss § 55 VRG kommt der Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zu.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Die grundsÃ¤tzliche Anwendbarkeit von Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG ist im vor­liegenden Fall unstreitig. Allerdings soll eine Ausweisung nur verfÃ¼gt werden, wenn sie nach den gesamten UmstÃ¤nden angemessen erscheint (Art. 11 Abs. 3 Satz 1 ANAG). Da­bei ist namentlich auf die Schwere des Verschuldens, auf die Dauer des Aufenthalts der auslÃ¤ndischen Person in der Schweiz sowie auf die ihr und ihrer Familie drohenden Nach­teile abzustellen (Art. 16 Abs. 3 ANAV). Vorzunehmen ist mithin eine sich auf die ge­sam­ten UmstÃ¤nde des Einzelfalls stÃ¼tzende VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung (BGE 125 II 521 E. 2b; BGE 122 II 433 E. 2c).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat von ca. Juli 1995 bis zum 25. MÃ¤rz 1996 insgesamt mindestens 75 Kilogramm BetÃ¤ubungsmittel (Heroin und Kokain) zusammen mit ihrem Ehemann bei sich zu Hause eingelagert. Das Bezirksgericht ZÃ¼rich hat sie deswegen in erster Instanz mit sechseinhalb Jahren Zuchthaus bestraft, wobei es das Verschulden der BeschwerdefÃ¼hrerin als schwer gewÃ¼rdigt hat. Dabei hat das Gericht festgehalten, dass unter BerÃ¼cksichtigung aller wesentlichen Faktoren, mit Ausnahme des GestÃ¤ndnisses und der damit verbundenen Strafempfindlichkeit, eine Zuchthausstrafe von zehn Jahren ange­messen wÃ¤re. Trotz erheblicher Strafreduktion wurde die BeschwerdefÃ¼hrerin dennoch zu einer sehr hohen Freiheitsstrafe verurteilt. Zudem hat sie sich eines BetÃ¤ubungsmittel­de­likts schuldig gemacht; bei solchen Straftaten besteht nach der bundesgerichtlichen Recht­sprechung ein so wesentliches Ã¶ffentliches Interesse an der Ausweisung, dass selbst Aus­lÃ¤nder, welche in der Schweiz geboren und aufgewachsen sind und ihr gan­zes bisheriges Leben hier verbracht haben, ausgewiesen werden kÃ¶nnen (vgl. BGE 125 II 521 E. 2b; BGE 122 II 433 E. 2c). DemgemÃ¤ss durfte der Regierungsrat zulÃ¤ssigerweise von einem erheblichen Ã¶ffentlichen Interesse an der Ausweisung der BeschwerdefÃ¼hrerin ausgehen. Er berÃ¼cksichtigte bei dieser EinschÃ¤tzung zudem, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin die Taten zusammen mit ihrem ebenfalls verurteilten Ehemann beging und somit angesichts dieser gegenseitigen Beeinflussung und StÃ¼tze die Gefahr der erneuten StraffÃ¤lligkeit besteht. Auch bietet die BewÃ¤hrung im Strafvollzug und eine allfÃ¤llige bedingte Entlassung nur bedingt GewÃ¤hr fÃ¼r ein kÃ¼nftiges Wohlverhalten der BeschwerdefÃ¼hrerin in Freiheit.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Was die BeschwerdefÃ¼hrerin gegen diese grundsÃ¤tzliche Gewichtung des Ã¶ffentli­chen Interesses vorbringen lÃ¤sst, ist unbehelflich. Nicht zu hÃ¶ren sind insbesondere dieje­nigen EinwÃ¤nde, welche auf eine Relativierung der strafgerichtlichen VerschuldenswÃ¼rdi­gung abzielen. HierfÃ¼r ist im Verfahren vor Verwaltungsgericht kein Raum, da ihre Le­bensgeschichte, ihre Motivation fÃ¼r die Straftaten sowie ihre Stellung innerhalb der Dro­genhÃ¤ndlerhierarchie bereits im Strafverfahren gewÃ¼rdigt wurden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Diesen Ã¶ffentlichen Interessen sind die privaten der BeschwerdefÃ¼hrerin gegen­Ã¼ber zu stellen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin, deren Mutter kurz nach der Geburt der Be­schwerdefÃ¼hrerin in die Schweiz umgezogen war, reiste am 12. Juni 1982 im Alter von </span>14 Jahren<span> in die Schweiz ein, nachdem sie bis dahin bei ihren Grosseltern in <b>D</b> (Italien) gelebt hatte. Sie lebt mithin seit 18 Jahren in der Schweiz, wo neben ihren Eltern auch die Schwester lebt. GemÃ¤ss eigenen Angaben hat die BeschwerdefÃ¼hrerin intensiven Kontakt zu ihrer Schwester und ihrem Ehemann. Zudem hat sie Kontakt zu ihren Eltern, wobei sie denjenigen zu ihrem Vater als nicht sehr gut bezeichnet. Ãber den Familienkreis hinaus­gehende Kontakte werden nach eigenen Angaben keine gepflegt (act. --). Die Be­schwerde­fÃ¼hrerin war bis zu ihrer Verhaftung stets arbeitstÃ¤tig, jedoch hat sie hÃ¤ufig die Arbeits­stelle gewechselt und war teilweise nur kurze Zeit an einer Stelle tÃ¤tig. Wie die Vor­instanz richtig anfÃ¼hrt, lassen diese UmstÃ¤nde nicht auf eine besondere Integration in unserer Ge­sellschaft schliessen. Da die Dauer des Aufenthalts in der Schweiz nur eine der gemÃ¤ss Art. 16 Abs. 3 ANAV zu berÃ¼cksichtigenden Voraussetzungen ist, lÃ¤sst sich daraus alleine nichts ableiten. Es ist allerdings zutreffend, dass die Anforderungen an die Anord­nung einer Ausweisung grundsÃ¤tzlich strenger zu bewerten sind je lÃ¤nger ein AuslÃ¤nder in der Schweiz anwesend war. Jedoch ist nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung selbst bei einem AuslÃ¤nder, der hier geboren ist, die Ausweisung mÃ¶glich (BGE 125 II 521 E. 2b). Dies gilt umso mehr, wenn der AuslÃ¤nder â wie die BeschwerdefÃ¼hrerin â erst als Jugend­licher in die Schweiz kam.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Die Ausweisung der BeschwerdefÃ¼hrerin berÃ¼hrt auch ihre Familie. Ihr Ehemann weilt aufgrund derselben Tat ebenfalls im Strafvollzug. Das Verwaltungsgericht hat gleich­zeitig im Parallelfall die Beschwerde des Ehepartners abgewiesen. Die gemeinsamen Kin­der wohnen seit der Verhaftung in Italien, weshalb die Ausweisung der Be­schwer­de­fÃ¼h­rerin fÃ¼r sie keine negativen Folgen haben wird. GemÃ¤ss den Schilderungen der Beschwer­defÃ¼hrerin ist ihre Beziehung zu ihrem Vater nicht sehr gut. Wie die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicher­heit in ihrer Stellungnahme vom 26. Juni 2000 anfÃ¼hrte, liegt zudem keine absolute Tren­nung von der Schwester vor, denn die BeschwerdefÃ¼hrerin kann im begrÃ¼n­deten Fall um eine Bewilligung fÃ¼r eine beschrÃ¤nkte Zeit nachsuchen. Weiter ist anzufÃ¼h­ren, dass auch der Schwester durchaus zuzumuten ist, die BeschwerdefÃ¼hrerin in Italien zu besuchen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Wie der Regierungsrat zu Recht ausfÃ¼hrt, wÃ¤re eine RÃ¼ckkehr ins Heimatland fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin mit einer gewissen HÃ¤rte verbunden, aber nicht grundsÃ¤tzlich un­zumutbar. Sie hat den grÃ¶sseren Teil ihrer Jugendzeit dort verbracht und hat trotz GefÃ¤ng­nisaufenthalt noch regen Kontakt zu den Schwiegereltern und zur Schwester des Ehegatten, welche ebenfalls in Italien leben. Vor der Inhaftierung bestand zudem nicht nur ein regel­mÃ¤ssiger, sondern ein intensiver Kontakt zum Herkunftsland. Die BeschwerdefÃ¼hrerin gibt an, dass sie und ihr Ehemann mindestens einmal jÃ¤hrlich bei der Familie des Ehegatten in den Ferien gewesen seien. Auch die Tatsache, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin und ihr Mann mit dem Drogengeld eine Wohnung in Italien kaufen wollten, spricht fÃ¼r eine enge Bezie­hung zum Herkunftsland. Seit dem 30. April 1996 leben zudem ihre beiden Kinder <b>F</b> und <b>G</b> bei den Schwiegereltern im Herkunftsland und besuchen dort die Schule. All diese Um­stÃ¤nde lassen darauf schliessen, dass die Integration der Beschwerde­fÃ¼hrerin, welche mit der MentalitÃ¤t des Herkunftslandes vertraut ist, nicht allzu schwer fallen sollte. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Wird die Gesamtheit dieser UmstÃ¤nde berÃ¼cksichtigt, so erweist sich die vom Regierungsrat verfÃ¼gte Ausweisung angesichts der nach wie vor erheblichen Ã¶ffentlichen Interessen und der grundsÃ¤tzlichen Zumutbarkeit fÃ¼r eine RÃ¼ckkehr in die Heimat als ver­hÃ¤ltnismÃ¤ssig. Demzufolge ist die Beschwerde insoweit abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Auf den in Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) garantierten Schutz des Familienlebens kann sich der AuslÃ¤nder berufen, der nahe Verwandte mit gefestigtem Anwesenheitsrecht in der Schweiz hat (BGE 120 Ib 257 E. 1c). Unter die familiÃ¤ren Beziehungen, die einen Bewilligungsanspruch verschaffen kÃ¶nnen, fallen in erster Linie jene zwischen Ehegatten, zwischen Geschwistern sowie zwischen Eltern und minderjÃ¤hrigen Kindern, die im gemeinsamen Haushalt leben. Bei Personen, die nicht dieser eigentlichen Kernfamilie zuzurechnen sind, gelten besondere Anforderungen. Eine durch Art. 8 Abs. 1 EMRK geschÃ¼tzte familiÃ¤re Beziehung liegt in diesen FÃ¤llen regelmÃ¤ssig nur dann vor, wenn der um die fremdenpolizeiliche Bewilligung nachsuchende AuslÃ¤nder in einer so engen Beziehung zu den hier Anwesenheitsberechtigten steht, dass von einem eigentlichen AbhÃ¤ngigkeitsver­hÃ¤ltnis gesprochen werden muss (BGE 120 Ib 257 E. 1d, mit Hinweisen). So kann der von Art. 8 Abs. 1 EMRK gewÃ¤hrte Schutz namentlich auch erwachsenen AuslÃ¤ndern zugute kommen, die im Aufenthaltsstaat aufge­wachsen sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, dass ihre Ausweisung die Trennung von ihrer Schwester zu Folge habe und eine solche deshalb den Anspruch auf Achtung des Fa­milienlebens gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 1 EMRK verletzt wÃ¼rde. Die Ausweisung der Beschwer­defÃ¼hrerin fÃ¼hrt nicht zur Trennung von ihrer Kernfamilie, da sich einerseits die Kinder bereits in Italien befinden und andererseits gegen ihren Ehemann vom Regierungsrat gleichzeitig die Ausweisung beschlossen wurde. Die Ausweisung bewirkt somit vielmehr die Wiedervereinigung der Familie im Herkunftsland. Ein besonderes Ab­hÃ¤ngigkeitsver­hÃ¤ltnis der BeschwerdefÃ¼hrerin zu ihrer Schwester wird zudem nicht geltend gemacht, weshalb der Schutzbereich von Art. 8 Abs. 1 EMRK nicht betroffen und auf die Be­schwerde soweit nicht einzutreten ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2.<span> </span></span><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>