<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>BV.2015.00089</span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Philipp<br/>Sozialversicherungsrichter Vogel<br/>Gerichtsschreiber Wyler</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 29. August 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Kläger</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch lic. iur. Y.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Meier Fingerhuth Fleisch Häberli, Rechtsanwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Lutherstrasse 36, 8004 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">BVG-Sammelstiftung Swiss Life</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">c/o Swiss Life AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">General-Guisan-Quai 40, Postfach, 8022 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beklagte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der 1954 geborene X.___ war seit Februar 1981 bei der Z.___ angestellt und dadurch bei der BVG-Sammelstiftung der Rentenanstalt (heute: BVG-Sammelstiftung der Swiss Life, nachfolgend: Sammelstiftung) berufsvor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sorge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versichert (vgl. Arbeitgeberbericht vom 17. März 2000, Urk. 13/5), als er sich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> am 11. Februar 2000 (Eingangsdatum gemäss Aktenverzeichnis) bei der Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug anmel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dete (Urk. 13/1). Die IV-Stelle nahm in der Folge medizinische und erwerbliche Abklärungen vor und sprach X.___ mit Verfügung vom 29. Januar 2001 rückwirkend ab 1. Februar 2000 eine ganze Rente zu (Urk. 13/18 und Urk. 13/19, vgl. auch Mitteilung des Beschlusses, Urk. 13/16).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Sammelstiftung richtete </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ab Februar 2001 eine Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">li</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rente der beruflichen Vorsorge gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 100 % aus (vgl. Schreiben der Sammelstiftung vom 23. März 2001, Urk. 7/10).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ein von der IV-Stelle im Jahr 2004 durchgeführtes Revisionsverfahren (vgl. Frage</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bogen vom 26. März/1. April 2004, Urk. 13/20) wurde mit Mitteilung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">31. August 2004 unter Feststellung eines unveränderten Invaliditätsgrades abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlossen (Urk. 13/31).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im September 2008 leitete die IV-Stelle erneut ein Revisionsverfahren ein (Frage</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bogen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 11./17. September 2008, Urk. 13/36). Nach durchgeführtem Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheidverfahren (Vorbescheid vom 12. Februar 2009, Urk. 13/41, und Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wand vom 23. März 2009, Urk. 13/48) hob die IV-Stelle mit Verfügung vom 27. Mai 2009 die Rente von X.___ wiedererwägungsweise auf das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats hin auf, wobei sie einer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> all</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung entzog (Urk. 13/52). Die von X.___ am 26. Juni 2009 erhobene Beschwerde (Urk. 13/56/3-12) hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom 30. März 2011 in dem Sinne gut, dass die angefochtene Verfügung aufgehoben und die Sache an die IV-Stelle zurück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gewiesen wurde, damit diese eine polydisziplinäre Begutachtung durchführen lasse und hernach über den Leistungsanspruch neu entscheide (Urk. 13/67). Die IV-Stelle gab in der Folge beim A.___ ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag, welches am 29. November 2011 er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tet wurde (Urk. 13/76). Nach durchgeführtem Vorbescheidvefahren (Vorbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheid vom 19. April 2012, Urk. 13/89, und Einwand vom 22. Mai</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2012, U</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rk. 13/90) bestätigte die IV-Stelle mit Verfügung vom 16. August 2012 die per </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ende Juni 2009 verfügte wiedererwägungsweise Aufhebung der Rente von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit der Begründung, der Invaliditätsgrad betrage 30 % (Urk. 13/94). Dagegen erhob X.___ am 17. September 2012 Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de (Urk. 13/97/3-10).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Schreiben vom 10. Oktober 2012 teilte die Sammelstiftung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit, dass sie ihre Invalidenleistungen ab Oktober 2012 auf der Basis </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des von der IV-Stelle festgestellten Invaliditätsgrades von 30 % ausrichte (Urk.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 2/8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das hiesige Gericht wies mit Urteil vom 28. März 2014 die von X.___ gegen die Verfügung der IV-Stelle vom 16. August 2012 erhobene Beschwerde ab, wobei es in den Erwägungen einen Invaliditätsgrad von 37 % </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">festhielt (Urk. 13/104). Die von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> dagegen erhobene Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Beschwerde vom 19. Mai 2014, Urk. 13/105/2-10) wies das Bundesgericht mit Urteil vom 3. Juli 2014 ab (Urk. 13/106). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nachdem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Sammelstiftung mit Schreiben vom 4. Septe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber 2014 darum ersucht hatte, ihm Invalidenleistungen gestützt auf den vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hiesigen Gericht festgehaltenen Invaliditätsgrad von 37 % auszurichten (Urk. 2/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9), teilte ihm diese am 18. September 2014 mit, dass sie ihm vom 1. Juli </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2009 bis 30. September 2012 fälschlicherweise eine zu hohe Invalidenrente au</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bezahlt habe, weshalb sie ihre Rentenleistungen per 30. September 2014 ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stelle (Urk. 2/10). Mit Schreiben vom 20. November 2014 (Urk. 2/12) setzte die Sammelstiftung X.___ darüber in Kenntnis, dass aus einer Gegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">überstellung der zu viel ausbezahlten Leistungen und den bis zur ordentlichen Pensionierung im Februar 2019 auf Basis eines Invaliditätsgrades von 37 % ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schuldeten Leistungen ein Guthaben zu ihren Gunsten in Höhe von Fr. 13‘443.4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">0 resultiere. Sie werde daher keine weiteren Rentenleistungen mehr ausbezahlen (Schreiben der Sammelstiftung vom 20. November 2014, Urk. 2/12). X.___ verlangte in der Folge die Weiterausrichtung der Rentenleistungen (Schreiben vom 23. Februar 2015, Urk. 2/13), was die Sammelstiftung ablehnte (Schreiben vom 27. Februar 2015, Urk. 2/14).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf eine Neuanmeldung von X.___ vom 5. März 2014 (Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gangs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">datum gemäss Aktenverzeichnis, Urk. 13/101) trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 18. November 2014 (Urk. 13/115) nicht ein. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Eingabe vom 23. Dezember 2015 (Urk. 1) liess X.___ Klage gegen die Sammelstiftung erheben und beantragen:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">„1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger mit Wirkung ab 1. Oktober 2012 eine volle Invalidenrente aus beruflicher Vorsorge wie bisher auszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">richten, nebst Zins zu 5 % auf den verfallenen Betreffnissen je seit Verfall, spätestens ab Zeitpunkt der Klageeinreichung.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Eventualiter sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger mit Wirkung ab 1. Oktober 2014 eine Invalidenrente aus beruflicher Vorsorge in der Höhe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">von 37 % auszurichten, nebst Zins zu 5 % auf den verfallenen Betref</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">fnis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">se</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">n je seit Verfall, spätestens ab Zeitpunkt der Klageeinreichung.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Beklagte sei zudem zu verpflichten, ab obgenanntem Zeitpunkt den Kläger im obigen Umfange von der Beitragspflicht zu befreien sowie das Alterskonto entsprechend weiterzuführen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Eventualiter sei ein Rückforderungsanspruch der Beklagten vom 1. Juli bis 20. November 2009 aus Verjährungsgründen zu verneinen und von einer Rück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">forderung gestützt auf Art. 35a Abs. 1 i.V.m. mit Art. 49 Abs. 2 BVG wegen Gutgläubigkeit des Klägers und Vorliegen einer grossen Härte abzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sehen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Gegenpartei.“</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beklagte beantragte mit Klageantwort vom 8. Februar 2016 (Urk. 6):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Klage sei abzuweisen.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Eventualiter sei der Kläger zu verurteilen, die zu Unrecht bezogenen Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tungen zurückzuerstatten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nachdem die Akten der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) in Sachen des Klägers beigezogen worden waren (vgl. Verfügung vom 9. Februar 2016, Urk. 10, IV-Akten, Urk. 13/1-123), hielt der Kläger mit Replik vom 4. April 2016 (Urk. 17) ebenso an seinen Anträgen fest wie die Beklagte mit Duplik vom 15. April 2016 (Urk. 20). Die Duplik samt der damit eingereichten Beilage wurde dem Kläger mit Verfügung vom 19. April 2016 zur Kenntnis gebracht (Urk. 22).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Urteil vom 22. März 2016 (Prozess Nr. IV.2015.00003) bestätigte das hiesige Gericht die Nichteintretensverfügung der IV-Stelle vom 18. November 2014 (Urk. 13/115). Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Bundesgericht mit Urteil vom 20. Juni 2016 ab (Urteil 8C_315/2016).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die örtliche und sachliche Zuständigkeit des hiesigen Gerichts zum Entscheid über die strittigen Leistungen ist gegeben (Art. 73 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge, BVG, in Verbindung mit § 2 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> GSVGer).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus der engen Verbindung zwischen dem Recht auf eine Rente der Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung und demjenigen auf eine Invalidenleistung nach BVG ergibt sich, dass der Invaliditätsbegriff im obligatorischen Bereich der beruflichen Vorsorge und in der Invalidenversicherung grundsätzlich der gleiche ist (BGE 123 V 269 E. 2a, 120 V 106 E. 3c, je mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Praxisgemäss sind daher die Vorsorgeeinrichtungen im Bereich der gesetzlichen Mindestvorsorge (Art. 6 BVG) an die Feststellungen der IV-Organe (Eintritt der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit, Eröffnung der Wartezeit, Festsetzung des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Invaliditätsgrades) gebunden, soweit die IV-rechtliche Betrachtung aufgrund einer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> gesamthaften Prüfung der Akten nicht als offensichtlich unhaltbar er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">scheint (BGE 126 V 309 E. 1 in fine). Diese Konzeption fusst auf der Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">legung, die Organe der (obligatorischen) beruflichen Vorsorge von eigenen auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">wändigen Abklärungen freizustellen, und gilt nur bezüglich Feststellungen und Beurteilungen der IV-Organe, welche im invalidenversicherungsrechtlichen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">fah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ren für die Festlegung des Anspruchs auf eine Invalidenrente entscheidend waren (BGE 132 V 1 E. 3.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Diese Bindungswirkung setzt voraus, dass die Vorsorgeeinrichtung (spätestens) ins Vorbescheidverfahren (Art. 73</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> der Verordnung über die Invalidenver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">siche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">rung, IVV) einbezogen und ihr die Rentenverfügung formgültig eröffnet wurde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">(Urteil des Bundesgerichts 9C_81/2010 vom 16. Juni 2010 E. 3.1, mit Hinwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sen).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Stellt die Vorsorgeeinrichtung auf die invalidenversicherungsrechtliche Betrach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tungsweise ab, muss sich die versicherte Person diese entgegenhalten lassen, soweit diese für die Festlegung des Anspruchs auf eine Invalidenrente ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">schei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">dend war, und zwar ungeachtet dessen, ob der Vorsorgeversicherer im Verfah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> der Invalidenversicherung beteiligt war oder nicht. Vorbehalten sind jene Fälle, in denen eine gesamthafte Prüfung der Aktenlage ergibt, dass die Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">di</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">täts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">bemessung der Invalidenversicherung offensichtlich unhaltbar war (BGE 130 V 270 E. 3.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine auf dem Entscheid der Invalidenversicherung beruhende Invalidenrente aus (obligatorischer) beruflicher Vorsorge ist unter den Voraussetzungen von Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsrecht, ATSG, revisionsweise anzupassen (BGE 133 V 67). Diese Regelung schliesst indessen weitere Möglichkeiten der Aufhebung einer Rente aus beruf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">li</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cher Vorsorge nicht aus. Insbesondere im Bereich der überobligatorischen Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sorge und dort, wo die Vorsorgeeinrichtung den Rentenentscheid ohne Bindung an jenen der Invalidenversicherung getroffen hat, kann aus der bisherigen Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtung einer Rente - welche weder mittels Verfügung zugesprochen noch gerichtlich überprüft (vgl. Art. 73 Abs. 1 BVG) wurde - nicht auf einen An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruch für die Zukunft geschlossen werden in dem Sinn, dass die Einstellung der Zahlungen lediglich nach einer wesentlichen Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen zulässig wäre.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine versicherte Person hat nur so lange Anspruch auf Invalidenleistungen der beruflichen Vorsorge, als die Voraussetzungen für ihre Ausrichtung erfüllt sind. Sowohl bei der obligatorischen Vorsorge, bei der die Änderung oder Aufhebung einer Rente den gleichen materiellen Voraussetzungen unterstellt ist, wie die Revision oder Wiedererwägung einer Rente der Invalidenversicherung (BGE 133 V 67), als auch in der weitergehenden Vorsorge muss der Leistungsanspruch grundsätzlich angepasst werden, wenn er den gegenwärtigen tatsächlichen oder rechtlichen Verhältnissen objektiv nicht oder nicht mehr entspricht (BGE 141 V 405 E. 3.6 mit weiteren Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 35a Abs. 1 BVG sind u</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nrechtmässig bezogene Leistungen zurück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuerstatten. Von der Rückforderung kann abgesehen werden, wenn der Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">empfänger gutgläubig war und die Rückforderung zu einer grossen Härte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führt. Der Rückforderungsanspruch verjährt mit Ablauf eines Jahres, nachdem die Vorsorgeeinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lauf von</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fünf Jahren seit der Auszahlung der Leistung. Wird der Rückforde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aus einer strafbaren Handlung hergeleitet, für welche das Strafrecht eine län</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gere Verjährungsfrist festsetzt, so ist diese Frist massgebend (Art. 35a Abs. 2 BV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">G). Basiert die Rückforderung auf einer Revision des Invalidenrenten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruchs, so </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beginnt die relative Verjährungsfrist von einem Jahr erst mit Kennt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nis der rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kräftigen IV-Verfügung zu laufen (Urteil des Bundesgerichts 9C_399/2013 vom 30. November 2013 E. 3.1.2; Cardinaux, Die Verjährung der Berufsvorsorgeleis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungen in: </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kieser/Stauff</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er [Hrsg.], BVG-Tagung 2013, S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">57-125</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, S. 94).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Kläger erklärte zur Begründung seiner Klage im Wesentlichen (Urk. 1 und Urk. 17), aufgrund seiner fortgeschrittenen somatischen Erkrankung sei davon </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zugehen, dass sich sein Gesundheitszustand trotz medikamentöser und ther</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">peutischer Behandlung seit Juni 2009 nicht verbessert habe. Gestützt auf die IV-Akten sei ausgewiesen, dass er zu 100 % arbeitsunfähig sei. Die IV-Stelle habe zwar eine 70%ige Arbeitsfähigkeit für eine angepasste Tätigkeit festgestellt, diese medizinisch-theoretische Rest-Arbeitsfähigkeit lasse sich wirtschaftlich jedoch gar nicht verwerten. Er habe daher auch über den 1. Juli 2009 hinaus Anspruch auf Leistungen auf Basis einer 100%igen Invalidität. Die Beklagte wende nicht den gleichen Invaliditätsbegriff wie die Invalidenversicherung an. Dies zeige auch die Weiterausrichtung der Rente im gleichen Umfang über den Zeitpunkt der Einstellung der Rente der Invalidenversicherung per 30. Juni 2009 hinaus.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine rückwirkende Aufhebung der Rentenleistungen und eine Rückforderung bzw. Verrechnung von Leistungen sei nur bei einer Meldepflichtverletzung zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lässig. Eine Meldepflichtverletzung liege jedoch unbestrittenermassen nicht vor. Sodann sei eine Rückforderung der bis am 20. November 2009 erbrachten Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungen aufgrund der Verjährung ohnehin nicht möglich. Für den Rest der gelt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">end gemachten Forderung stelle er ein Erlassgesuch. Er habe die von der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten ausgerichteten Leistungen gutgläubig entgegengenommen. Die Beklagte habe ihm durch ihr Verhalten und ihre Zusicherungen über Jahre hinweg das Vertrauen auf einen unveränderten Rentenanspruch gegeben. Die Rückforde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung würde zudem zu einer grossen Härte führen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beklagte wendete dagegen ein (Urk. 6 und Urk. 17), entgegen der Auffas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sung des Klägers sei der reglementarische Invaliditätsbegriff derselbe, wie bei der Invalidenversicherung. Das Vorbringen des Klägers, wonach er auch nach Juli 2009 zu 100 % arbeitsunfähig sei, widerspräche den von der IV-Stelle und dem angerufenen Gericht festgehaltenen Resultaten der ärztlichen Untersuch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ungen und des Einkommensvergleichs.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie habe keine eigenständige Revision vorgenommen. Die Revision sei von der IV-Stelle durchgeführt worden. Entgegen seiner Behauptungen habe der Kläger mit einer Anpassung der Leistungen der zweiten Säule an den Invaliditätsgrad, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der aus einer Revision der Ersten Säule resultiere, rechnen müssen. Der Um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">d, dass sie mit der Anpassung ihrer Leistungen vorerst auf das Vorliegen eines rechtskräftigen IV-Entscheides gewartet habe, sei nicht geeignet, ein angeb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">li</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ches Vertrauen des Klägers auf unveränderte Leistungen zu erwecken oder gar </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ein Wille von ihr zu belegen, ihre Leistungen unverändert zu 100 % zu erbrin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die vom 1. Juli 2009 bis 30. September 2012 von ihr erbrachten Leistungen seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> freiwillig erfolgt, jedoch mit dem Vorbehalt der Rückforderung, falls sie sich im Verhältnis zum endgültig relevanten Invaliditätsgrad als überhöht erweisen sollten. Da dies der Fall sei, seien die Leistungen zurückzuerstatten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Rückforderungsanspruch sei nicht verjährt, da sie erst hinreichend Kenntnis vom Rückforderungsanspruch erhalten habe, als die relevante Verfügung der IV-Stelle rechtskräftig geworden sei.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss dem anwendbaren Reglement der Beklagten (Urk. 9/22) liegt Invalidität vor, wenn die versicherte Person</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">im Sinne der IV invalid ist oder durch ärzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Befund objektiv nachweisbar ganz oder teilweise ihren Beruf oder eine andere ihrer sozialen Stellung, ihren Kenntnissen und Fähigkeiten angemessene Erwerbstätigkeit nicht mehr ausüben kann (Art. 5 Abs. 1; betreffend Anwend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit vgl. Urk. 6 S. 8 und Urk. 8; Urk. 17 S. 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Entgegen der anderslautenden Vorbringen des Klägers (beispielsweise Urk. 17 S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> wird in den Reglementen der Beklagten der gleiche Invaliditätsbegriff ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wendet wie in der Invalidenversicherung, aber - abweichend von Art. 28 IVG und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Art. 24 BVG - ein Rentenanspruch bereits ab einem Invaliditätsgrad von 25 % gewährt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Art. 5 Abs. 3, Urk. 9/22)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Sowohl in den Reglementen der Beklagten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">als auch in der Invalidenversicherung (vgl. Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes üb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) ist die Einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kung der Erwerbsfähigkeit massgebend und auch in der Invalidenversicherung muss die Einschränkung - analog „durch ärztlichen Befund objektiv nachweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar“ - aus objektiver Sicht nicht überwindbar sein (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Weiter stellt der in der Invalidenversicherung verwendete Zumutbarkeitsbegriff (vgl. Art. 6 ATSG) sicher, dass bei der Festlegung der für die Ermittlung des Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deneinkommens massgeblichen Verweistätigkeiten einer versicherten Person deren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">soziale Stellung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sowie Kenntnisse und Fähigkeiten berücksichtigt werden. Die sprachliche Konjunktion „oder“ zwischen der Invalidität im Sinne der Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lidenversicherung und dem Rest der Invaliditätsdefinition in den Reglementen der Beklagten ist deshalb als: „mit anderen Worten“ oder „das heisst“ zu ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stehen (vgl. Urteil des hiesigen Gerichts BV.2013.00099 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dezember 2015 E. 3.3.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da die Beklagte auf die invalidenversicherungsrechtliche Betrachtungsweise abstellt und die Beklagte nach dem Gesagten vom gleichen Invaliditätsbegriff ausgeht wie in der Invalidenversicherung, erstreckt sich die Bindungswirkung grundsätzlich sowohl auf den obligatorischen als auch den überobligatorischen Bereich (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_315/2016 vom 25. Januar 2017 E. 3.1 und 9C_712/2014 vom 31. März 2015 E. 4.1) und die Klägerin muss sich die invalidenversicherungsrechtlichen Feststellungen grundsätzlich entgegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten lassen (vgl. E. 1.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Vorbringen des Klägers hinsichtlich Rentenherabsetzung sowie Rückfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung sind ebenso unbehelflich. So zeigen die IV-Akten nicht nur zweifelsfrei auf, dass dem Kläger ab dem Zeitpunkt der Verfügung der IV-Stelle vom 27. Mai 2009 eine angepasste, leichte bis mittelschwere Tätigkeit vollum</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fänglich zumutbar ist (Urteil des hiesigen Gerichts vom 28. März 2014, Urk. 13/104/13), sondern es ergibt sich ebenso, dass ihm die Verwertung seiner Restarbeitsfähigkeit ohne Weiteres zumutbar ist (Urteil des Bundesgerichts vom 3. Juli 2014, Urk. 13/106). Weshalb im vorliegenden berufsvorsorgerechtlichen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Verfahren etwas anderes gelten sollte, ist nicht einsichtig, umso weniger als de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">selbe Invaliditätsbegriff wie in der Invalidenversicherung verwendet wird (E. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Im Weiteren übersieht der Kläger, dass nicht eine Rentenaufhebung in Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">letzung von Art. 88</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> IVV in Frage steht. Vielmehr hat die Beklagte auf die invalidenversicherungsrechtliche Betrachtungsweise abgestellt und erst nach Vorliegen des rechtskräftigen Entscheids über die Renteneinstellung (Urteil des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">hiesigen Gerichts vom 28. März 2014) ihre Leistungen definitiv angepasst (Urk.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> 10) und die Verrechnung mit zu Unrecht erbrachten Leistungen geltend gemacht (Urk. 2/12). Dass die Vorsorgeeinrichtung von der früheren Aner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">kennung eines Rentenanspruchs in gerichtlich überprüfter besserer Erkenntnis der Sachlage Abstand genommen hat, ist nicht zu beanstanden (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_889/2009 vom 2. Februar 2010 E. 2.2 und 9C_118/2012 vom 13. Februar 2013. E. 2.1). Ebenso wenig führt zur Beanstandung, dass die Beklagte für die definitive Rentenherabsetzung beziehungsweise Rückforderung das Urteil des hiesigen Gerichts hinsichtlich invalidenversicherungsrechtlichen Verfahrens abgewartet hat, hatte sie doch erst in jenem Zeitpunkt hinreichende - wenn auch nicht sichere - Kenntnis über den Rechtsgrund einer Rücker</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">stattung (vgl. hierzu Urteil des Bundesgerichts 9C_399/2013 vom 30. November 2013 E. 3.1.2). So war denn - wie sich aus dem Urteil des hiesigen Gerichts vom 30. März 2011 (Urk. 13/67) ergibt - das Zurückkommen auf die ursprüngliche </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Rentenzusprache (Verfügung der IV-Stelle vom 27. Mai 2009, Urk. 13/52) rech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">, indes blieb unklar, ob zwischenzeitlich eine Verschlechterung des Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">heitszustandes des Klägers und infolgedessen (neu) ein allfälliger Rentenan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">spruch entstanden war. Nachdem der Kläger die rentenaufhebende Verfügung der IV-Stelle vom 27. Mai 2009 angefochten und der Beklagten am 11. Juni 2009 mitgeteilt hatte, er sei aktuell zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 2/3), ist nicht zu bemängeln, dass die Beklagte ihre Rentenleistungen - vorerst - weiterhin erbrachte, nach zusätzlichen Abklärungen durch die IV-Stelle und erneuter Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">fügung vom 16. August 2012 ihre Leistungen bloss noch auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 30 % ausrichtete und schliesslich auf den vom hiesigen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Gericht genannten Invaliditätsgrad von 37 % abstellte. Entgegen der Ansicht des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> Klägers nahm die Beklagte mithin keine eigenständige Revision vor, sondern es ist vielmehr augenfällig, dass sie die - gerichtlich überprüften - Feststellungen der IV-Stelle nachvollzog. Der Verfügung der IV-Stelle vom 27. Mai 2009 kam insoweit rechtliche Bedeutung zu, als der damals angeordnete Entzug der auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">schiebenden Wirkung der Beschwerde während der Dauer der später vorzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">neh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">menden Abklärungen weiter andauerte (vgl. BGE 129 V 370). Der neuerliche Entscheid der IV-Stelle vom 16. August 2012 über die Renteneinstellung per </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Ende Juni 2009 (vgl. deren gerichtliche Bestätigungen: Urteil des hiesigen Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">richts vom 28. März 2014, Urk. 13/104, sowie Urteil des Bundesgerichts vom 3. Juli 2014, Urk. 13/106) stellte denn auch keine rückwirkende Einstellung von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Rentenleistungen dar, sondern war Bestätigung dessen, dass nach korrekter Wied</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ererwägung per Ende Juni 2009 ein ab diesem Zeitpunkt allfälliger Ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tenanspruch auszuschliessen war. Da die Beklagte nicht gestützt auf eigene Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">rungen entschied, steht eine analoge Anwendung von Art. 88</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> Abs. 2 IVV ausser Frage (vgl. BGE 133 V 67 E. 4.3.5, Urteil des Bundesgerichts 9C_771/2014 vom 19. Mai 2015 E. 4.2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Nachdem Art. 35a BVG die Rückerstattung zu Unrecht erbrachter Leistungen nicht nur bei Bösgläubigkeit des Bezügers sondern bei jedem objektiv unrecht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">mässigen Leistungsbezug vorsieht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_894/2010 vom 21. März 2011 E. 3.1), mithin eine Meldepflichtverletzung nicht voraus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gesetzt ist, ist die Beklagte berechtigt, die von ihr zu viel erbrachten Leistungen zurückzufordern.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund der Tatsache, dass Vorsorgeeinrichtungen berechtigt sind, ihre Ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leistungen in Nachvollziehung des invalidenversicherungsrechtlichen Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheid</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">es anzupassen (vgl. vorstehend E. 4.1), durfte der anwaltlich vertretene Kläger nicht darauf vertrauen, dass die Beklagte bei einer invalidenver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">siche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rechtlichen Bestätigung der Einstellung der Invalidenrente per 1. Juli 2009 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Rentenleistungen nicht (teilweise) zurückfordern würde. Gegenteiliges konnte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> auch aus dem Verhalten der Beklagten nicht geschlossen werden. Insbesondere kann der Kläger aus einer – wie er geltend macht - unmittelbar nach Erlass der Verfügung vom 16. August 2012 (Urk. 13/94) gemachten Bestätigung der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">klagten, die Rentenleistungen im gleichen Umfang wie bisher auszurichten (vgl. Urk. 1 S. 12), nichts zu seinen Gunsten ableiten, teilte die Beklagte dem Kläger doch mit Schreiben vom 10. Oktober 2012 (Urk. 2/8), das heisst knapp zwei Monate nach Erlass der besagten Verfügung, mit, dass sie ihre Leistungen ab Oktober 2012 reduziere und es ist nicht ersichtlich, dass der Kläger zwischen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zeitlich irgendwelche nicht ohne Nachteil wieder rückgängig zu machende Dispositionen getätigt hätte (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 137 II 182 E. 3.6.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Eine Rückforderung ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stösst somit auch nicht gegen Treu und Glauben (vgl. Urk. 1 S. 11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten ist die Beklagte berechtigt, in Nachvollzug des invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherungsrechtlichen Entscheides ab 1. Juli 2009 Rentenleistungen auf der Basis eines Invaliditätsgrades von – nur - 37 % auszurichten beziehungsweise anzurechnen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beklagte machte ihre Rückforderung durch Verrechnung mit den dem Kläger</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ab Oktober 2014 zustehenden Rentenleistungen geltend (vgl. Schreiben vom 18. September 2014, Urk. 2/10, wonach sie eine Verrechnung und allfällige Rück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">forderung prüfen werde und vom 20. November 2014, Urk. 2/12). Nachdem das hiesige Gericht mit Urteil vom 28. März 2014 (Urk. 13/104) und das Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gericht mit Urteil vom 3. Juli 2014 (Urk. 13/106) die vom Kläger gegen die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vom Verfügung vom 16. August 2012 (Urk. 13/94) erhobenen Beschwerden abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wiesen hat, erfolgte die Rückforderung innerhalb der Frist von einem Jahr nach Rechtskraft des Entscheides der Invalidenversicherung (vgl. E. 1.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Demgegenüber wurde - wie der Kläger richtig vorbringt (Urk. 1 S. 13) - für die Rentenbetreffnisse, die am 1. Juli 2009 und 1. Oktober 2009 ausbezahlt worden waren (vgl. Urk. 2/8, Art. 8 des Reglements, Urk. 2/16), die fünfjährige Verjäh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">rungsfrist (E. 1.4, zur Verjährung vgl. BGE 142 V 20) mit der Mitteilung vom 20. November 2014 (Urk. 2/12) nicht gewahrt, weshalb der entsprechende Rück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">forderungsanspruch verjährt ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Nach Art. 120 Abs. 3 des Obligationenrechts kann eine verjährte Forderung zur Verrechnung gebracht werden, wenn sie zurzeit, wo sie mit der andern Forde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">rung verrechnet werden konnte, noch nicht verjährt war. Das ist vorliegend nich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">t gegeben, hat doch die Beklagte ihren Angaben zufolge letztmals am 1. Juli 2014 Rentenleistungen ausgerichtet (vgl. Urk. 2/12). Mithin ist eine Verrech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">nung erstmals mit Rentenzahlungen ab Oktober 2014 möglich; im Oktober 2014 sind jedoch die Rückforderungen für die am 1. Juli und am 1. Oktober 2009 getä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tigten Quartalszahlungen bereits verjährt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Damit kann die Beklagte ihren Rückforderungsanspruch im Umfang von Fr. 10‘408.85 (Fr. 27‘536.80 : 2 – Fr. 10‘188.60 : 2 + Fr. 5‘508.40 : 2 – Fr. 2‘038.95 : 2; vgl. Urk. 2/12, wonach im Jahr 2009 die Jahresrente bei einem Invaliditätsgrad von 100 % Fr. 27‘536.80 und die Kinderrente Fr. 5‘508.40 betrug und der Kläger bei einem Invaliditätsgrad von 37 % Anspruch auf eine jähr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">liche Invalidenrente von Fr. 10‘188.60 und eine Kinderrente von Fr. 2‘038.95 hat; vgl. auch Urk. 2/8, woraus hervorgeht, dass die Renten viertel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">jährlich vorschüssig bezahlt wurden) weder mittels Verrechnung noch durch direkte Rückforderung durchsetzen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Kläger ersucht im Eventualantrag darum, es sei wegen Gutgläubigkeit und Vorliegens grosser Härte von einer Rückforderung abzusehen (Urk. 1 S. 13, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 17 S. 12 f.). Für den Erlass einer Rückforderung müssen Gutgläubigkeit und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> grosse Härte kumulativ gegeben sein (E. 1.4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">In Anbetracht dessen, dass der Kläger die grosse Härte in keiner Weise substan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tiiert hat, aktenkundig ist, dass er zumindest im Jahr 2011 ein Einfamilienhaus besass (vgl. Urk. 13/76/15), in welchem er weiterhin wohnt und der Kläger im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">vorliegenden Verfahren kein Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung gestellt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> hat, ist das Vorliegen einer grossen Härte zu verneinen. Es besteht daher bereits aus diesem Grund kein Anspruch auf Erlass der Rückforderung.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Übrigen ist ergänzend darauf hinzuweisen, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beim anwaltlich vertretenen Kläger </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mit Blick</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> auf die mit Verfügung vom 27. Mai 2009 erfolgte und von ihm angefochtene Rentenaufhebung auch ein gutgläubiger Bezug zu verneinen ist. So hatte er bei objektiver Betrachtungsweise damit zu rechnen, dass aufgrund der prinzipiellen Verbindlichkeit der Invaliditätsschätzung der Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">si</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung der Rechtsgrund für die ihm vorläufig weiterhin ausgerichteten Ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zahlungen - zumindest teilweise - entfallen könnte. Auch aus dieser Sicht ist dem Erlassgesuch des Klägers kein Erfolg beschieden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Verrechenbarkeit von sich gegenüberstehenden (auch öffentlichrechtlichen) Forderungen entspricht einem allgemeinen Rechtsgrundsatz, der auch im Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dessozialversicherungsrecht gilt. Sinngemäss anwendbar ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">125 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ziff. 2 OR</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, wonach Verpflichtungen, deren besondere Natur die tatsächliche Erfüllung an den Gläubiger verlangt - wie Unterhaltsansprüche und Lohnguthaben, die zum Unterhalt des Gläubigers und seiner Familie unbedingt erforderlich sind -, wider den Willen des Gläubigers nicht durch Verrechnung getilgt werden können. Im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bereich der Sozialversicherungen, so auch der beruflichen Vorsorge, ist eine Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rechnung demnach nur zulässig, sofern das betreibungsrechtliche Existenz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mum nicht beeinträchtigt wird (Urteil des Bundesgerichts 9C_372/2010 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">September 2010 E. 3.1 mit Hinweisen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Weil der Kläger nicht geltend macht, durch eine Verrechnung der ihm ab Oktober 2014 zustehenden Rentenleistungen mit der Rückforderung der Beklag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten werde das betreibungsrechtliche Existenzminimum beeinträchtigt und er - wie dargelegt (E. 6) - weiterhin in seinem Einfamilienhaus wohnt, ist die von der Beklagten vorgenommenen Verrechnung insofern nicht zu beanstanden, soweit sie nicht die Rückforderung der verjährten Rentenzahlungen (vgl. oben E. 5) betrifft.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nachdem die Beklagte einen Rückforderungsanspruch hinsichtlich der Renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">treffnisse vom 1. Juni und 1. Oktober 2009 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">im Umfang von Fr. 10‘408.85 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nicht durchsetzen kann, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gemäss ihrer - unwidersprochen gebliebener – Dar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis zur ordentlichen Pensionierung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des Klägers </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ein Rückforderungsan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruch von Fr. 13‘443.4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">0 (Urk. 2/12)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ungetilgt bleibt, ist die Klage abzuweisen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Klage</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">lic. iur. Y.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">BVG-Sammelstiftung Swiss Life</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">zustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstWyler</p></div> </div></body></html>