Übereinkommen vom 19. Juni 1995 zwischen den Vertragsstaaten des Nordatlantikvertrags und den anderen an der Partnerschaft für den Frieden teilnehmenden Staaten über die Rechtsstellung ihrer Truppen (PfP-Truppenstatut) (mit Anhang) <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/428/20190703/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/428/20190703"/><FRBRdate date="2019-07-03" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1995-06-19" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2003-05-09" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.510.1"/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 19 giugno 1995 tra gli Stati parti del Trattato dell'Atlantico del Nord e gli altri Stati partecipanti al Partenariato per la pace relativa allo statuto delle loro forze (Statuto delle truppe del PPP) (con allegato)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 19 juin 1995 entre les Etats parties au Traité de l'Atlantique Nord et les autres Etats participant au Partenariat pour la paix sur le statut de leurs Forces (SOFA du PPP) (avec annexe)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 19. Juni 1995 zwischen den Vertragsstaaten des Nordatlantikvertrags und den anderen an der Partnerschaft für den Frieden teilnehmenden Staaten über die Rechtsstellung ihrer Truppen (PfP-Truppenstatut) (mit Anhang)" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/428/20190703/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/428/20190703/de"/><FRBRdate date="2019-07-03" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1995-06-19" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2003-05-09" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/428/20190703/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/428/20190703/de/xml"/><FRBRdate date="2019-07-03" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1995-06-19" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2003-05-09" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.510.1 </docNumber></p><p> AS <b>2003 </b>3105</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Übersetzung</p><p><docTitle>Übereinkommen</docTitle></p><p>zwischen den Vertragsstaaten des Nordatlantikvertrags und <br/>den anderen an der Partnerschaft für den Frieden teilnehmenden <br/>Staaten über die Rechtsstellung ihrer Truppen</p><p>(PfP-Truppenstatut)</p><p>Abgeschlossen in Brüssel am 19. Juni 1995</p><p>Ratifikationsurkunde von der Schweiz hinterlegt am 9. April 2003</p><p>In Kraft getreten für die Schweiz am 9. Mai 2003</p><p> (Stand am 3. Juli 2019)</p></preface><preamble><p>Die Vertragsstaaten <br/>des am 4. April 1949 in Washington beschlossenen Nordatlantikvertrags</p><p>und die Staaten, welche die von den Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten der Nordatlantikvertrags-Organisation am 10. Januar 1994 in Brüssel ausgefertigte und unterschriebene Einladung zur Partnerschaft für den Frieden annehmen und die das Rahmendokument der Partnerschaft für den Frieden unterzeichnen,</p><p>zusammen die Staaten darstellend, die an der Partnerschaft für den Frieden teilnehmen;</p><p>in der Erwägung, dass die Truppen eines Vertragsstaates dieses Übereinkommens durch Vereinbarung in das Hoheitsgebiet eines andern Vertragsstaates entsandt und dort aufgenommen werden können;</p><p>eingedenk dessen, dass die Beschlüsse zur Entsendung und Aufnahme von Truppen auch weiterhin Gegenstand von Sondervereinbarungen zwischen den betroffenen Vertragsstaaten sein werden;</p><p>in dem Wunsch jedoch, die Rechtsstellung dieser Truppen während ihres Aufenthaltes im Hoheitsgebiet eines andern Vertragsstaates festzulegen;</p><p>eingedenk des am 19. Juni 1951<authorialNote><p> Der Text ist publiziert als Anhang nach den schweizerischen Vorbehalten und  Erklärungen zum NATO-Truppenstatut.</p></authorialNote> in London beschlossenen Abkommens zwischen den Parteien des Nordatlantikvertrags über die Rechtsstellung ihrer Truppen,</p><p>sind wie folgt übereingekommen:</p></preamble><body><article eId="art_I"><num><b>Art. I</b></num><paragraph eId="art_I/para"><content><p>Soweit in diesem Übereinkommen und in einem etwaigen Zusatzprotokoll in Bezug auf dessen Vertragsparteien nichts anderes bestimmt ist, wenden alle Vertragsstaaten dieses Übereinkommens die Bestimmungen des am 19. Juni 1951 in London beschlossenen Abkommens zwischen den Parteien des Nordatlantikvertrags über die Rechtsstellung ihrer Truppen, im folgenden als NATO-Truppenstatut bezeichnet, so an, als seien alle Vertragsstaaten dieses Übereinkommens Vertragsparteien des NATO-Truppenstatuts.</p></content></paragraph></article><article eId="art_II"><num><b>Art. II</b></num><paragraph eId="art_II/para_1"><num>1.</num><content><p>Ausser auf das Gebiet, auf welches das NATO-Truppenstatut angewendet wird, findet dieses Übereinkommen auf das Hoheitsgebiet aller Vertragsstaaten dieses Übereinkommens Anwendung, die nicht Vertragsstaaten des NATO-Truppenstatuts sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_II/para_2"><num>2.</num><content><p>Im Sinne dieses Übereinkommens gelten Bezugnahmen im NATO-Truppenstatut auf das Gebiet des Nordatlantikvertrags auch als Bezugnahmen auf die in Absatz 1 bezeichneten Hoheitsgebiete und Bezugnahmen auf den Nordatlantikvertrag auch als Bezugnahmen auf die Partnerschaft für den Frieden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_III"><num><b>Art. III</b></num><paragraph eId="art_III/para"><content><p>Zur Durchführung dieses Übereinkommens im Hinblick auf Angelegenheiten, die Vertragsparteien betreffen, welche nicht Vertragsparteien des NATO-Truppenstatuts sind, werden die Bestimmungen des NATO-Truppenstatuts, die vorsehen, dass Anträge oder Meinungsverschiedenheiten dem Nordatlantikrat, dem Vorsitzenden der Nordatlantikratsstellvertreter oder einem Schiedsrichter zu unterbreiten sind, so ausgelegt, dass die betroffenen Vertragsparteien diese Angelegenheiten untereinander durch Verhandlungen ohne Inanspruchnahme aussenstehender Gerichte regeln.</p></content></paragraph></article><article eId="art_IV"><num><b>Art. IV</b></num><paragraph eId="art_IV/para"><content><p>Dieses Übereinkommen kann in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht ergänzt oder anderweitig abgeändert werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_V"><num><b>Art. V</b></num><paragraph eId="art_V/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Übereinkommen liegt für jeden Staat zur Unterzeichnung auf, der entweder Vertragsstaat des NATO-Truppenstatuts ist oder die Einladung zur Partnerschaft für den Frieden annimmt und das Rahmendokument der Partnerschaft für den Frieden unterzeichnet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_V/para_2"><num>2.</num><content><p>Dieses Übereinkommen bedarf der Ratifikation, Annahme oder Genehmigung. Die Ratifikations-, Annahme- oder Genehmigungsurkunden werden bei der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika hinterlegt, die allen Unterzeichnerstaaten jede Hinterlegung notifiziert.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_V/para_3"><num>3.</num><content><p>Dreissig Tage nach dem Tag, an dem drei Unterzeichnerstaaten, darunter mindestens eine Vertragspartei des NATO-Truppenstatuts und ein Staat, der die Einladung zur Partnerschaft für den Frieden angenommen und das Rahmendokument der Partnerschaft für den Frieden unterzeichnet hat, ihre Ratifikations-, Annahme- oder Genehmigungsurkunden hinterlegt haben, tritt dieses Übereinkommen für diese Staaten in Kraft. Es tritt für jeden andern Unterzeichnerstaat dreissig Tage nach Hinterlegung seiner Urkunde in Kraft.</p></content></paragraph></article><article eId="art_VI"><num><b>Art. VI</b></num><paragraph eId="art_VI/para"><content><p>Dieses Übereinkommen kann von jeder Vertragspartei desselben durch schriftliche Kündigungsanzeige an die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika gekündigt werden; diese wird allen Unterzeichnerstaaten jede Kündigung notifizieren. Die Kündigung wird ein Jahr nach Eingang der Anzeige bei der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika wirksam. Nach Ablauf dieses Jahres tritt das Übereinkommen für die kündigende Vertragspartei ausser in Bezug auf die Regelung offener Ansprüche, die vor dem Wirksamwerden der Kündigung entstanden sind, ausser Kraft, bleibt jedoch für die übrigen Vertragsparteien weiterhin in Kraft.</p></content></paragraph></article><signature><p><i>Zu Urkund dessen</i> haben die von ihren Regierungen gehörig bevollmächtigten Unterzeichneten dieses Übereinkommen unterschrieben.</p><p>Geschehen in Brüssel am 19. Juni 1995 in englischer und französischer Sprache, wobei jeder Wortlaut gleichermassen verbindlich ist, in einer Urschrift, die im Archiv der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika hinterlegt wird. Die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika übermittelt allen Unterzeichnerstaaten beglaubigte Abschriften.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">(Es folgen die Unterschriften)</p></signature></body><components><component eId="scope_u1"><doc name="scope"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/428/20190703/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/428/20190703"/><FRBRdate date="2019-07-03" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1995-06-19" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2003-05-09" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.510.1"/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 19 giugno 1995 tra gli Stati parti del Trattato dell'Atlantico del Nord e gli altri Stati partecipanti al Partenariato per la pace relativa allo statuto delle loro forze (Statuto delle truppe del PPP) (con allegato)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 19 juin 1995 entre les Etats parties au Traité de l'Atlantique Nord et les autres Etats participant au Partenariat pour la paix sur le statut de leurs Forces (SOFA du PPP) (avec annexe)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 19. Juni 1995 zwischen den Vertragsstaaten des Nordatlantikvertrags und den anderen an der Partnerschaft für den Frieden teilnehmenden Staaten über die Rechtsstellung ihrer Truppen (PfP-Truppenstatut) (mit Anhang)" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/428/20190703/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/428/20190703/de"/><FRBRdate date="2019-07-03" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1995-06-19" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2003-05-09" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/428/20190703/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/428/20190703/de/xml"/><FRBRdate date="2019-07-03" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1995-06-19" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2003-05-09" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Geltungsbereich am 3. Juli 2019<b><authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2003/428" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2003</b> 3105</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2009/10" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2009</b> 63</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2013/137" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2013</b> 709</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2019/419" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2019</b> 2243</ref>. Eine aktualisierte Fassung des Geltungsbereiches findet sich auf der Internetseite des EDA (www.eda.admin.ch/vertraege).</p></authorialNote></b></block></container></preface><mainBody><table border="1"><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Vertragsstaaten</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Ratifikation</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Inkrafttreten</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><td><p>Albanien</p></td><td><p>  9. Mai</p></td><td><p>1996</p></td><td><p>  8. Juni</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Armenien</p></td><td><p>16. April</p></td><td><p>2004</p></td><td><p>16. Mai</p></td><td><p>2004</p></td></tr><tr><td><p>Aserbaidschan</p></td><td><p>  3. März</p></td><td><p>2000</p></td><td><p>  2. April</p></td><td><p>2000</p></td></tr><tr><td><p>Belgien*</p></td><td><p>10. Oktober</p></td><td><p>1997</p></td><td><p>  9. November</p></td><td><p>1997</p></td></tr><tr><td><p>Bosnien und Herzegowina</p></td><td><p>  1. Februar</p></td><td><p>2008</p></td><td><p>  2. März</p></td><td><p>2008</p></td></tr><tr><td><p>Bulgarien*</p></td><td><p>29. Mai</p></td><td><p>1996</p></td><td><p>28. Juni</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Dänemark*</p></td><td><p>  8. Juli</p></td><td><p>1999</p></td><td><p>  7. August</p></td><td><p>1999</p></td></tr><tr><td><p>Deutschland*</p></td><td><p>24. September</p></td><td><p>1998</p></td><td><p>24. Oktober</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>Estland*</p></td><td><p>  7. August</p></td><td><p>1996</p></td><td><p>  6. September</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Finnland*</p></td><td><p>  2. Juli</p></td><td><p>1997</p></td><td><p>  1. August</p></td><td><p>1997</p></td></tr><tr><td><p>Frankreich*</p></td><td><p>  1. Februar</p></td><td><p>2000</p></td><td><p>  2. März</p></td><td><p>2000</p></td></tr><tr><td><p>Georgien</p></td><td><p>19. Mai</p></td><td><p>1997</p></td><td><p>18. Juni</p></td><td><p>1997</p></td></tr><tr><td><p>Griechenland*</p></td><td><p>30. Juni</p></td><td><p>2000</p></td><td><p>30. Juli</p></td><td><p>2000</p></td></tr><tr><td><p>Irland*</p></td><td><p>  9. April</p></td><td><p>2019</p></td><td><p>  9. Mai</p></td><td><p>2019</p></td></tr><tr><td><p>Island</p></td><td><p>15. Mai</p></td><td><p>2007</p></td><td><p>14. Juni</p></td><td><p>2007</p></td></tr><tr><td><p>Italien*</p></td><td><p>23. September</p></td><td><p>1998</p></td><td><p>23. Oktober</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>Kanada*</p></td><td><p>  2. Mai</p></td><td><p>1996</p></td><td><p>  1. Juni</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Kasachstan</p></td><td><p>  6. November</p></td><td><p>1997</p></td><td><p>  6. Dezember</p></td><td><p>1997</p></td></tr><tr><td><p>Kirgisistan</p></td><td><p>25. August</p></td><td><p>2006</p></td><td><p>24. September</p></td><td><p>2006</p></td></tr><tr><td><p>Kroatien*</p></td><td><p>11. Januar</p></td><td><p>2002</p></td><td><p>10. Februar</p></td><td><p>2002</p></td></tr><tr><td><p>Lettland*</p></td><td><p>19. April</p></td><td><p>1996</p></td><td><p>19. Mai</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Litauen*</p></td><td><p>15. August</p></td><td><p>1996</p></td><td><p>14. September</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Luxemburg</p></td><td><p>14. September</p></td><td><p>2001</p></td><td><p>14. Oktober</p></td><td><p>2001</p></td></tr><tr><td><p>Moldau</p></td><td><p>  1. Oktober</p></td><td><p>1997</p></td><td><p>31. Oktober</p></td><td><p>1997</p></td></tr><tr><td><p>Montenegro</p></td><td><p>27. Januar</p></td><td><p>2012</p></td><td><p>26. Februar</p></td><td><p>2012</p></td></tr><tr><td><p>Niederlande*</p></td><td><p>26. Juni</p></td><td><p>1997</p></td><td><p>26. Juli</p></td><td><p>1997</p></td></tr><tr><td><p>Nordmazedonien</p></td><td><p>19. Juni</p></td><td><p>1996</p></td><td><p>19. Juli</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Norwegen*</p></td><td><p>  4. Oktober</p></td><td><p>1996</p></td><td><p>  3. November</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Österreich*</p></td><td><p>  3. August</p></td><td><p>1998</p></td><td><p>  2. September</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>Polen*</p></td><td><p>  4. April</p></td><td><p>1997</p></td><td><p>  4. Mai</p></td><td><p>1997</p></td></tr><tr><td><p>Portugal*</p></td><td><p>  4. Februar</p></td><td><p>2000</p></td><td><p>  5. März</p></td><td><p>2000</p></td></tr><tr><td><p>Rumänien*</p></td><td><p>  5. Juni</p></td><td><p>1996</p></td><td><p>  5. Juli</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Russland*</p></td><td><p>28. August</p></td><td><p>2007</p></td><td><p>27. September</p></td><td><p>2007</p></td></tr><tr><td><p>Schweden*</p></td><td><p>13. November</p></td><td><p>1996</p></td><td><p>13. Dezember</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Schweiz*</p></td><td><p>  9. April</p></td><td><p>2003</p></td><td><p>  9. Mai</p></td><td><p>2003</p></td></tr><tr><td><p>Serbien*</p></td><td><p>  3. September</p></td><td><p>2015</p></td><td><p>  3. Oktober</p></td><td><p>2015</p></td></tr><tr><td><p>Slowakei*</p></td><td><p>13. Dezember</p></td><td><p>1995</p></td><td><p>13. Januar</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Slowenien*</p></td><td><p>18. Januar</p></td><td><p>1996</p></td><td><p>17. Februar</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Spanien*</p></td><td><p>  4. Februar</p></td><td><p>1998</p></td><td><p>  6. März</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>Tschechische Republik*</p></td><td><p>27. März</p></td><td><p>1996</p></td><td><p>26. April</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Türkei*</p></td><td><p>20. April</p></td><td><p>2000</p></td><td><p>20. Mai</p></td><td><p>2000</p></td></tr><tr><td><p>Ukraine</p></td><td><p>26. April</p></td><td><p>2000</p></td><td><p>26. Mai</p></td><td><p>2000</p></td></tr><tr><td><p>Ungarn</p></td><td><p>14. Dezember</p></td><td><p>1995</p></td><td><p>13. Januar</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Usbekistan</p></td><td><p>30. Januar</p></td><td><p>1997</p></td><td><p>  1. März</p></td><td><p>1997</p></td></tr><tr><td><p>Vereinigte Staaten*</p></td><td><p>  9. August</p></td><td><p>1995</p></td><td><p>13. Januar</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Vereinigtes Königreich*</p></td><td><p>22. Juni</p></td><td><p>1999</p></td><td><p>22. Juli</p></td><td><p>1999</p></td></tr><tr><td/><td/><td/><td/><td/></tr><tr><td colspan="5"><blockList><item><num>* </num><p>Vorbehalte und Erklärungen.</p></item><item><num/><p>Die Vorbehalte und Erklärungen werden in der AS nicht veröffentlicht, mit Ausnahme derjenigen der Schweiz. Die englischen Texte können bei der Direktion für Völkerrecht, Sektion Staatsverträge, 3003 Bern, bezogen werden.</p></item></blockList></td></tr></table></mainBody></doc></component><component eId="decl_u2"><doc name="declaration"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/428/20190703/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/428/20190703"/><FRBRdate date="2019-07-03" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1995-06-19" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2003-05-09" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.510.1"/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 19 giugno 1995 tra gli Stati parti del Trattato dell'Atlantico del Nord e gli altri Stati partecipanti al Partenariato per la pace relativa allo statuto delle loro forze (Statuto delle truppe del PPP) (con allegato)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 19 juin 1995 entre les Etats parties au Traité de l'Atlantique Nord et les autres Etats participant au Partenariat pour la paix sur le statut de leurs Forces (SOFA du PPP) (avec annexe)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 19. Juni 1995 zwischen den Vertragsstaaten des Nordatlantikvertrags und den anderen an der Partnerschaft für den Frieden teilnehmenden Staaten über die Rechtsstellung ihrer Truppen (PfP-Truppenstatut) (mit Anhang)" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/428/20190703/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/428/20190703/de"/><FRBRdate date="2019-07-03" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1995-06-19" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2003-05-09" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/428/20190703/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/428/20190703/de/xml"/><FRBRdate date="2019-07-03" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1995-06-19" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2003-05-09" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Vorbehalte und Erklärung der Schweiz zum NATO-Truppenstatut</block></container></preface><mainBody><level eId="decl_u2/lvl_u1"><heading>Vorbehalt zu Artikel VII Absätze 5 und 6</heading><content><p>I.  Die Schweiz wird Mitglieder einer Truppe, eines zivilen Gefolges oder deren Angehörige nur dann an die nach Artikel VII Absatz 5 des NATO-Truppenstatuts zuständigen Behörden des Entsende- oder des Aufnahmestaates übergeben oder in solchen Fällen nach Absatz 6 Rechtshilfe leisten, wenn der ersuchende Staat die Garantie abgibt, dass die Todesstrafe gegenüber diesen Personen weder ausgesprochen noch vollzogen wird.</p><p>II.  Die Schweiz wird Mitglieder einer Truppe eines zivilen Gefolges oder deren Angehörige nicht an die nach Artikel VII Absatz 5 des NATO-Truppenstatuts zuständigen Behörden des Entsende- oder des Aufnahmestaates übergeben und in solchen Fällen nach Absatz 6 Rechtshilfe leisten,</p><blockList><item eId="decl_u2/lvl_u1/lbl_i"><num>i. </num><p>wenn ernstliche Gründe für die Annahme bestehen, dass diese Personen der Folter oder unmenschlichen oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen sein würden, </p></item><item eId="decl_u2/lvl_u1/lbl_ii"><num>ii. </num><p>wenn ernstliche Gründe für die Annahme bestehen, dass diese Personen aus rassischen, religiösen, nationalen oder auf politischen Anschauungen beruhenden Erwägungen verfolgt würden oder dass die Lage dieser Personen aus einem dieser Gründe erschwert werden könnte.</p></item></blockList></content></level><level eId="decl_u2/lvl_u2"><heading>Vorbehalt zu Artikel XIII</heading><content><p>Die Schweiz gewährt Amts- oder Rechtshilfe in Fiskalsachen. Gegenstand der Amtshilfe bildet die richtige Anwendung der Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung und die Vermeidung einer missbräuchlichen Anwendung derselben. Rechtshilfe gewährt die Schweiz nur bei Abgabebetrug und unter der Voraussetzung der Reziprozität.</p></content></level><level eId="decl_u2/lvl_u3"><heading>Erklärung zu Artikel VII</heading><content><p>Die Akzeptierung der Straf- und Disziplinargerichtsbarkeit ausländischer Militärbehörden eines Entsendestaates nach Artikel VII des NATO-Truppenstatus durch die Schweiz bezieht sich nicht auf die Verhandlung, die Urteilsberatung und die Verkündung des Urteils durch ein Strafgericht des Entsendestaates auf dem Gebiet der Schweiz.</p></content></level></mainBody></doc></component><component eId="decl_u3"><doc name="declaration"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/428/20190703/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/428/20190703"/><FRBRdate date="2019-07-03" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1995-06-19" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2003-05-09" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.510.1"/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 19 giugno 1995 tra gli Stati parti del Trattato dell'Atlantico del Nord e gli altri Stati partecipanti al Partenariato per la pace relativa allo statuto delle loro forze (Statuto delle truppe del PPP) (con allegato)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 19 juin 1995 entre les Etats parties au Traité de l'Atlantique Nord et les autres Etats participant au Partenariat pour la paix sur le statut de leurs Forces (SOFA du PPP) (avec annexe)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 19. 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Juni 1951</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Die Parteien des am 4. April 1949 in Washington unterzeichneten Nordatlantikvertrags,</p><p>In Anbetracht der Tatsache, dass die Truppen einer Vertragspartei nach Vereinbarung zur Ausübung des Dienstes in das Hoheitsgebiet einer anderen Vertragspartei entsandt werden können;</p><p>Im Bewusstsein, dass der Beschluss, sie zu entsenden, und die Bedingungen, unter denen sie entsandt werden, auch weiterhin Sondervereinbarungen zwischen den beteiligten Vertragsparteien unterliegen, soweit die Bedingungen nicht in diesem Abkommen festgelegt sind;</p><p>In dem Wunsche jedoch, die Rechtsstellung dieser Truppen während ihres Aufenthaltes im Hoheitsgebiet einer anderen Vertragspartei festzulegen,</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">sind wie folgt übereingekommen:</p><article eId="decl_u3/art_I"><num><b>Art. I</b></num><paragraph eId="decl_u3/art_I/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="decl_u3/art_I/para_1/listintro">In diesem Abkommen bedeutet der Ausdruck:</listIntroduction><item eId="decl_u3/art_I/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>«Truppe» das zu den Land-, See- und Luftstreitkräften gehörende Personal einer Vertragspartei, wenn es sich im Zusammenhang mit seinen Dienstobliegenheiten in dem Hoheitsgebiet einer anderen Vertragspartei innerhalb des Gebietes des Nordatlantikvertrags befindet, mit der Massgabe jedoch, dass die beiden beteiligten Vertragsparteien vereinbaren können, dass gewisse Personen, Einheiten oder Verbände nicht als eine «Truppe» im Sinne dieses Abkommens oder als deren Bestandteil anzusehen sind;</p></item><item eId="decl_u3/art_I/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>«Ziviles Gefolge» das die Truppe einer Vertragspartei begleitende Zivilpersonal, das bei den Streitkräften dieser Vertragspartei beschäftigt ist, soweit es sich nicht um Staatenlose handelt oder um Staatsangehörige eines Staates, der nicht Partei des Nordatlantikvertrags ist, oder um Staatsangehörige des Staates, in welchem die Truppe stationiert ist, oder um Personen, die dort ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben;</p></item><item eId="decl_u3/art_I/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>«Angehöriger» den Ehegatten eines Mitglieds einer Truppe oder eines zivilen Gefolges, sowie ein dem Mitglied gegenüber unterhaltsberechtigtes Kind;</p></item><item eId="decl_u3/art_I/para_1/lbl_d"><num>d. </num><p>«Entsendestaat» die Vertragspartei, der die Truppe angehört;</p></item><item eId="decl_u3/art_I/para_1/lbl_e"><num>e. </num><p>«Aufnahmestaat» die Vertragspartei, in deren Hoheitsgebiet sich die Truppe oder das zivile Gefolge befinden, sei es, dass sie dort stationiert oder auf der Durchreise sind;</p></item><item eId="decl_u3/art_I/para_1/lbl_f"><num>f. </num><p>«Militärbehörden des Entsendestaates» diejenigen Behörden eines Entsendestaates, die nach dessen Recht befugt sind, das Militärrecht dieses Staates auf die Mitglieder seiner Truppe oder zivilen Gefolge anzuwenden;</p></item><item eId="decl_u3/art_I/para_1/lbl_g"><num>g. </num><p>«Nordatlantikrat» den gemäss Artikel 9 des Nordatlantikvertrags errichteten Rat oder die zum Handeln in seinem Namen befugten nachgeordneten Stellen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_I/para_2"><num>2.</num><content><p>Dieses Abkommen gilt für die Behörden politischer Untergliederungen der Vertragsparteien innerhalb der Hoheitsgebiete, auf die das Abkommen gemäss Artikel XX angewendet oder erstreckt wird, ebenso wie für die Zentralbehörden dieser Vertragsparteien, jedoch mit der Massgabe, dass Vermögenswerte, die politischen Untergliederungen gehören, nicht als Vermögenswerte einer Vertragspartei im Sinne des Artikels VIII anzusehen sind.</p></content></paragraph></article><article eId="decl_u3/art_II"><num><b>Art. II</b></num><paragraph eId="decl_u3/art_II/para"><content><p>Eine Truppe und ihr ziviles Gefolge, ihre Mitglieder sowie deren Angehörige haben die Pflicht, das Recht des Aufnahmestaates zu achten und sich jeder mit dem Geiste dieses Abkommens nicht zu vereinbarenden Tätigkeit, insbesondere jeder politischen Tätigkeit im Aufnahmestaat, zu enthalten. Es ist ausserdem die Pflicht des Entsendestaates, die hierfür erforderlichen Massnahmen zu treffen.</p></content></paragraph></article><article eId="decl_u3/art_III"><num><b>Art. III</b></num><paragraph eId="decl_u3/art_III/para_1"><num>1.</num><content><p>Unter den in Absatz 2 festgelegten Bedingungen und vorbehältlich der Erfüllung der von dem Aufnahmestaat für die Ein- und Ausreise einer Truppe oder ihrer Mitglieder vorgeschriebenen Förmlichkeiten sind diese Mitglieder von Pass- und Sichtvermerksbestimmungen sowie von der Einreisekontrolle beim Betreten oder Verlassen des Hoheitsgebietes eines Aufnahmestaates befreit. Sie sind ferner von den Bestimmungen des Aufnahmestaates über die Registrierung und Kontrolle von Ausländern befreit, erwerben jedoch keinerlei Recht auf ständigen Aufenthalt oder Wohnsitz in den Hoheitsgebieten des Aufnahmestaates.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_III/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="decl_u3/art_III/para_2/listintro">Für Mitglieder einer Truppe sind nur die folgenden Urkunden erforderlich. Sie sind auf Verlangen vorzuweisen:</listIntroduction><item eId="decl_u3/art_III/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>ein von dem Entsendestaat ausgestellter Personalausweis mit Namen, Geburtsdatum, Dienstgrad und Nummer (falls vorhanden), Waffengattung und Lichtbild;</p></item><item eId="decl_u3/art_III/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>ein Einzel- oder Sammelmarschbefehl in der Sprache des Entsendestaates sowie in englischer und französischer Sprache, ausgestellt von einer zuständigen Dienststelle des Entsendestaates oder der Nordatlantikvertrags-Organisation; er muss die Stellung der Einzelperson oder Gruppe als Mitglied einer Truppe bescheinigen und die befohlene Marschbewegung bezeichnen. Der Aufnahmestaat kann verlangen, dass Marschbefehle von seinem zuständigen Vertreter gegengezeichnet werden.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_III/para_3"><num>3.</num><content><p>Mitglieder eines zivilen Gefolges und Angehörige sind in ihren Pässen als solche zu bezeichnen.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_III/para_4"><num>4.</num><content><p>Scheidet ein Mitglied einer Truppe oder eines zivilen Gefolges aus dem Dienst des Entsendestaates aus, ohne heimgeschafft zu werden, so benachrichtigen die Behörden des Entsendestaates unverzüglich die Behörden des Aufnahmestaates unter Angabe aller etwa geforderten Einzelheiten. In entsprechender Weise benachrichtigen die Behörden des Entsendestaates die Behörden des Aufnahmestaates, wenn ein Mitglied sich länger als 21 Tage unerlaubt entfernt hat.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_III/para_5"><num>5.</num><content><p>Hat der Aufnahmestaat verlangt, dass ein Mitglied einer Truppe oder eines zivilen Gefolges aus seinem Hoheitsgebiet entfernt wird, oder hat er einen Ausweisungsbefehl gegen ein früheres Mitglied einer Truppe oder eines zivilen Gefolges oder gegen einen Angehörigen eines Mitglieds oder früheren Mitglieds erlassen, so sind die Behörden des Entsendestaates für die Aufnahme der betreffenden Person im eigenen Hoheitsgebiet oder für eine anderweitige Verbringung ausserhalb des Aufnahmestaates verantwortlich. Dieser Absatz findet nur auf Personen Anwendung, die nicht Staatsangehörige des Aufnahmestaates sind und die in den Aufnahmestaat als Mitglieder einer Truppe oder eines zivilen Gefolges oder um Mitglieder zu werden eingereist sind, sowie auf Angehörige solcher Personen.</p></content></paragraph></article><article eId="decl_u3/art_IV"><num><b>Art. IV</b></num><paragraph eId="decl_u3/art_IV/para"><content><p>Der Aufnahmestaat ist verpflichtet,</p><blockList><item eId="decl_u3/art_IV/para/lbl_a"><num>a. </num><p>entweder ohne Fahrprüfung oder Gebühr die Fahrerlaubnis oder den Führerschein oder den Militärführerschein des Entsendestaates oder einer Untergliederung dieses Staates für ein Mitglied einer Truppe oder eines zivilen Gefolges als gültig anzuerkennen.</p></item><item eId="decl_u3/art_IV/para/lbl_b"><num>b. </num><p>oder ohne eine Fahrprüfung zu verlangen, seine eigenen Fahrerlaubnisse oder Führerscheine für Mitglieder einer Truppe oder eines zivilen Gefolges auszustellen, die eine Fahrerlaubnis, einen Führerschein oder einen Militärführerschein des Entsendestaates oder einer Untergliederung dieses Staates besitzen.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="decl_u3/art_V"><num><b>Art. V</b></num><paragraph eId="decl_u3/art_V/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Mitglieder einer Truppe tragen in der Regel Uniform. Vorbehältlich gegenteiliger Vereinbarungen zwischen den Behörden des Entsende- und des Aufnahmestaates gelten für das Tragen von Zivilkleidung die gleichen Bedingungen wie für Mitglieder der Truppen des Aufnahmestaates. Ordnungsmässig zusammengesetzte Einheiten oder Verbände einer Truppe tragen beim Überschreiten der Grenze Uniform.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_V/para_2"><num>2.</num><content><p>Dienstfahrzeuge einer Truppe oder eines zivilen Gefolges führen ausser ihrer Kennummer ein deutliches Staatszugehörigkeitszeichen.</p></content></paragraph></article><article eId="decl_u3/art_VI"><num><b>Art. VI</b></num><paragraph eId="decl_u3/art_VI/para"><content><p>Mitglieder einer Truppe können Waffen besitzen und tragen, vorausgesetzt, dass sie durch ihre Dienstanweisung hierzu befugt sind. Die Behörden des Entsendestaates werden Ersuchen des Aufnahmestaates in diesem Sachbereich wohlwollend erwägen.</p></content></paragraph></article><article eId="decl_u3/art_VII"><num><b>Art. VII</b></num><paragraph eId="decl_u3/art_VII/para_1"><num>1.</num><content><p>Vorbehältlich der Bestimmungen dieses Artikels</p><blockList><item eId="decl_u3/art_VII/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>haben die Militärbehörden des Entsendestaates das Recht, innerhalb des Aufnahmestaates die gesamte Straf- und Disziplinargerichtsbarkeit auszuüben, die ihnen durch das Recht des Entsendestaates über alle dem Militärrecht dieses Staates unterworfenen Personen übertragen ist;</p></item><item eId="decl_u3/art_VII/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>üben die Behörden des Aufnahmestaates über die Mitglieder einer Truppe oder eines zivilen Gefolges und über deren Angehörige in bezug auf die innerhalb des Hoheitsgebietes des Aufnahmestaates begangenen und nach dessen Recht strafbaren Handlungen die Gerichtsbarkeit aus.</p></item><item eId="decl_u3/art_VII/para_1/lbl_2"><num>2. </num><p>a. </p><p>Die Militärbehörden des Entsendestaates haben das Recht, über die dem Militärrecht dieses Staates unterworfenen Personen die ausschliessliche Gerichtsbarkeit in bezug auf diejenigen Handlungen, einschliesslich Handlungen gegen die Sicherheit dieses Staates, auszuüben, welche nach dem Recht des Entsendestaates, jedoch nicht nach dem Recht des Aufnahmestaates strafbar sind.</p></item><item eId="decl_u3/art_VII/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>Die Behörden des Aufnahmestaates haben das Recht, über Mitglieder einer Truppe oder eines zivilen Gefolges und deren Angehörige die ausschliessliche Gerichtsbarkeit in bezug auf diejenigen Handlungen, einschliesslich Handlungen gegen die Sicherheit dieses Staates, auszuüben, welche nach dessen Recht, jedoch nicht nach dem Recht des Entsendestaates strafbar sind.</p></item><item eId="decl_u3/art_VII/para_1/lbl_c"><num>c. </num><blockList><listIntroduction eId="decl_u3/art_VII/para_1/lbl_c/listintro">Im Sinne dieses Absatzes und des Absatzes 3 sind strafbare Handlungen gegen die Sicherheit eines Staates:</listIntroduction><item eId="decl_u3/art_VII/para_1/lbl_c/lbl_i"><num>i. </num><p>Hochverrat,</p></item><item eId="decl_u3/art_VII/para_1/lbl_c/lbl_ii"><num>ii. </num><p>Sabotage, Spionage oder Verletzung eines Gesetzes, das sich auf Amtsgeheimnisse dieses Staates oder auf Geheimnisse im Zusammenhang mit der Landesverteidigung dieses Staates bezieht.</p></item></blockList></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_VII/para_3"><num>3.</num><content><blockList><listIntroduction eId="decl_u3/art_VII/para_3/listintro">In Fällen konkurrierender Gerichtsbarkeit gelten die folgenden Regeln:</listIntroduction><item eId="decl_u3/art_VII/para_3/lbl_a"><num>a. </num><blockList><listIntroduction eId="decl_u3/art_VII/para_3/lbl_a/listintro">Die Militärbehörden des Entsendestaates haben das Vorrecht auf Ausübung der Gerichtsbarkeit über ein Mitglied einer Truppe oder eines zivilen Gefolges in bezug auf:</listIntroduction><item eId="decl_u3/art_VII/para_3/lbl_a/lbl_i"><num>i. </num><p>strafbare Handlungen, die nur gegen das Vermögen oder die Sicherheit dieses Staates oder nur gegen die Person oder das Vermögen eines anderen Mitglieds der Truppe oder des zivilen Gefolges dieses Staates oder eine Angehörigen gerichtet sind;</p></item><item eId="decl_u3/art_VII/para_3/lbl_a/lbl_ii"><num>ii. </num><p>strafbare Handlungen, die sich aus einer Handlung oder Unterlassung in Ausübung des Dienstes ergeben.</p></item></blockList></item><item eId="decl_u3/art_VII/para_3/lbl_b"><num>b. </num><p>Bei allen sonstigen strafbaren Handlungen haben die Behörden des Aufnahmestaates das Vorrecht auf Ausübung der Gerichtsbarkeit.</p></item><item eId="decl_u3/art_VII/para_3/lbl_c"><num>c. </num><p>Beschliesst der bevorrechtigte Staat, die Gerichtsbarkeit nicht auszuüben, so teilt er dies den Behörden des anderen Staates sobald wie möglich mit. Die Behörden des bevorrechtigten Staates ziehen die von den Behörden des anderen Staates an sie geachteten Ersuchen um Verzicht auf das Vorrecht in wohlwollende Erwägung, wenn der andere Staat einem derartigen Verzicht besondere Wichtigkeit beimisst.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_VII/para_4"><num>4.</num><content><p>Aus den Bestimmungen der Absätze 1–3 ergibt sich für die Militärbehörden des Entsendestaates nicht das Recht, die Gerichtsbarkeit über Personen auszuüben, die Staatsangehörige des Aufnahmestaates sind oder dort ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben, es sei denn, dass diese Personen Mitglieder der Truppe des Entsendestaates sind.</p><blockList><item eId="decl_u3/art_VII/para_4/lbl_5"><num>5. </num><p>a. </p><p>Die Behörden des Aufnahme- und des Entsendestaates unterstützen sich gegenseitig bei der Festnahme von Mitgliedern einer Truppe oder eines zivilen Gefolges oder von deren Angehörigen im Hoheitsgebiet des Aufnahmestaates und bei der Übergabe dieser Personen an die Behörde, die gemäss den obigen Bestimmungen die Gerichtsbarkeit auszuüben hat.</p></item><item eId="decl_u3/art_VII/para_4/lbl_b"><num>b. </num><p>Die Behörden des Aufnahmestaates unterrichten die Militärbehörden des Entsendestaates unverzüglich von der Festnahme eines Mitglieds einer Truppe oder eines zivilen Gefolges oder eines Angehörigen.</p></item><item eId="decl_u3/art_VII/para_4/lbl_c"><num>c. </num><p>Ein einer strafbaren Handlung beschuldigtes Mitglied einer Truppe oder eines zivilen Gefolges, über das der Aufnahmestaat die Gerichtsbarkeit auszuüben hat, verbleibt, falls es sich in den Händen des Entsendestaates befindet, in dessen Gewahrsam, bis es von dem Aufnahmestaat unter Anklage gestellt wird.</p></item><item eId="decl_u3/art_VII/para_4/lbl_6"><num>6. </num><p>a. </p><p>Die Behörden des Aufnahme- und des Entsendestaates unterstützen sich gegenseitig bei der Durchführung aller erforderlichen Ermittlungen in Strafsachen sowie bei der Beschaffung von Beweismitteln, einschliesslich der Beschlagnahme und geeignetenfalls der Aushändigung von Gegenständen, die mit einer strafbaren Handlung im Zusammenhang stehen. Die Aushändigung derartiger Gegenstände kann jedoch von deren Rückgabe innerhalb einer von der aushändigenden Behörde bestimmten Frist abhängig gemacht werden.</p></item><item eId="decl_u3/art_VII/para_4/lbl_b"><num>b. </num><p>Die Behörden der Vertragsparteien unterrichten sich in allen Fällen, in denen ihre Gerichtsbarkeit konkurriert, darüber, was veranlasst worden ist.</p></item><item eId="decl_u3/art_VII/para_4/lbl_7"><num>7. </num><p>a. </p><p>Todesurteile werden durch die Behörden des Entsendestaates nicht im Aufnahmestaat vollstreckt, wenn das Recht des Aufnahmestaates in entsprechenden Fällen diese Strafe nicht vorsieht.</p></item><item eId="decl_u3/art_VII/para_4/lbl_b"><num>b. </num><p>Die Behörden des Aufnahmestaates werden Ersuchen der Behörden des Entsendestaates um Unterstützung bei der Vollstreckung von Freiheitsstrafen, die von den Behörden des Entsendestaates auf Grund dieses Artikels innerhalb des Hoheitsgebietes des Aufnahmestaates ausgesprochen worden sind, wohlwollend prüfen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_VII/para_8"><num>8.</num><content><p>Wenn ein Angeklagter in einem Strafverfahren, das nach diesem Artikel von den Behörden einer Vertragspartei gegen ihn durchgeführt wurde, freigesprochen worden ist oder wenn er in einem solchen Verfahren verurteilt worden ist und seine Strafe verbüsst oder verbüsst hat oder begnadigt worden ist, kann er nicht wegen derselben Handlung innerhalb desselben Hoheitsgebietes von den Behörden einer anderen Vertragspartei erneut vor Gericht gestellt werden. Dieser Absatz schliesst nicht aus, dass die Militärbehörden des Entsendestaats ein Mitglied der Truppe dieses Staates wegen eines Dienstvergehens belangen, das in einer Handlung oder Unterlassung liegt, deretwegen von den Behörden einer anderen Vertragspartei ein Strafverfahren gegen dieses Mitglied durchgeführt wurde.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_VII/para_9"><num>9.</num><content><blockList><listIntroduction eId="decl_u3/art_VII/para_9/listintro">Wird ein Mitglied einer Truppe oder eines zivilen Gefolges oder ein Angehöriger unter der Gerichtsbarkeit eines Aufnahmestaates strafrechtlich verfolgt, so hat er das Recht:</listIntroduction><item eId="decl_u3/art_VII/para_9/lbl_a"><num>a. </num><p>auf alsbaldige und schnelle Verhandlung;</p></item><item eId="decl_u3/art_VII/para_9/lbl_b"><num>b. </num><p>vor der Verhandlung über die gegen ihn erhobenen Beschuldigungen unterrichtet zu werden;</p></item><item eId="decl_u3/art_VII/para_9/lbl_c"><num>c. </num><p>den Belastungszeugen gegenübergestellt zu werden;</p></item><item eId="decl_u3/art_VII/para_9/lbl_d"><num>d. </num><p>Entlastungszeugen laden und vorführen zu lassen, wenn diese der Gerichtsbarkeit des Aufnahmestaates unterstehen;</p></item><item eId="decl_u3/art_VII/para_9/lbl_e"><num>e. </num><p>auf Vertretung durch einen Verteidiger eigener Wahl oder durch einen nach Massgabe der jeweils in dem Aufnahmestaat geltenden Bedingungen gebührenfrei oder zu ermässigten Gebühren bestellten Verteidiger;</p></item><item eId="decl_u3/art_VII/para_9/lbl_f"><num>f. </num><p>falls er es für notwendig hält, auf die Dienste eines befähigten Dolmetschers;</p></item><item eId="decl_u3/art_VII/para_9/lbl_g"><num>g. </num><p>sich mit einem Vertreter der Regierung des Entsendestaates in Verbindung zu setzen sowie, wenn es die Verfahrensvorschriften gestatten, auf Anwesenheit eines solchen Vertreters bei der Verhandlung.</p></item><item eId="decl_u3/art_VII/para_9/lbl_10_a"><num>10. a. </num><p>Ordnungsmässig aufgestellte militärische Einheiten oder Verbände einer Truppe haben die Polizeigewalt in allen Lagern, Anwesen oder anderen Liegenschaften, die sie auf Grund einer Vereinbarung mit dem Aufnahmestaat innehaben. Die Militärpolizei der Truppe kann alle geeigneten Massnahmen treffen, um die Ordnung und Sicherheit innerhalb dieser Liegenschaften aufrechtzuerhalten.</p></item><item eId="decl_u3/art_VII/para_9/lbl_b"><num>b. </num><p>Ausserhalb dieser Liegenschaften darf die Militärpolizei nur nach Massgabe von Abmachungen mit den Behörden des Aufnahmestaates und in Verbindung mit diesen und nur so weit eingesetzt werden, wie dies zur Aufrechterhaltung der Disziplin und Ordnung unter den Mitgliedern der Truppe erforderlich ist.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_VII/para_11"><num>11.</num><content><p>Jede Vertragspartei strebt diejenigen gesetzgeberischen Massnahmen an, die sie für erforderlich hält, um sicherzustellen, dass innerhalb ihres Hoheitsgebietes die Sicherheit und der Schutz von Anlagen, Ausrüstungs- und sonstigen Vermögensgegenständen, amtlichen Schriftstücken und amtlichen Kenntnissen anderer Vertragsparteien sowie die Bestrafung von Zuwiderhandlungen gegen die zu diesem Zwecke erlassenen Gesetze hinreichend gewährleistet sind.</p></content></paragraph></article><article eId="decl_u3/art_VIII"><num><b>Art. VIII</b></num><paragraph eId="decl_u3/art_VIII/para_1"><num>1.</num><content><blockList eId="decl_u3/art_VIII/para_1/list_u1"><listIntroduction eId="decl_u3/art_VIII/para_1/list_u1/listintro">Jede Vertragspartei verzichtet auf alle Ansprüche gegen eine andere Vertragspartei wegen Beschädigung von Vermögenswerten, die ihr gehören und von ihren Land-, See- oder Luftstreitkräften benutzt werden, wenn der Schaden:</listIntroduction><item eId="decl_u3/art_VIII/para_1/list_u1/lbl_i"><num>i. </num><p>von einem Mitglied oder einem Bediensteten der Streitkräfte der anderen Vertragspartei in Ausübung seiner Dienstobliegenheiten im Zusammenhang mit der Durchführung des Nordatlantikvertrags verursacht wurde; oder</p></item><item eId="decl_u3/art_VIII/para_1/list_u1/lbl_ii"><num>ii. </num><p>durch die Benutzung von Land‑, Wasser- oder Luftfahrzeugen entstanden ist, die der anderen Vertragspartei gehören und von deren Streitkräften benutzt werden; vorausgesetzt, dass entweder das den Schaden verursachende Fahrzeug oder der beschädigte Vermögensgegenstand im Zusammenhang mit der Durchführung des Nordatlantikvertrags verwendet wurden.</p></item></blockList><p>Auf Ansprüche einer Vertragspartei gegen eine andere Vertragspartei aus Bergung und Hilfeleistung zur See wird verzichtet, vorausgesetzt, dass das geborgene Schiff oder die geborgene Ladung einer Vertragspartei gehörte und von ihren Streitkräften im Zusammenhang mit der Durchführung des Nordatlantikvertrags verwendet wurde.</p><blockList eId="decl_u3/art_VIII/para_1/list_u2"><item eId="decl_u3/art_VIII/para_1/list_u2/lbl_2"><num>2. </num><p>a. </p><p>Im Falle von Schäden, die an anderen einer Vertragspartei gehörenden und in ihrem Hoheitsgebiet befindlichen Vermögenswerten in der in Absatz 1 bezeichneten Weise verursacht worden oder entstanden sind, wird über die Haftung einer anderen Vertragspartei und über die Höhe des Schadens durch einen nach Buchstabe b ausgewählten Einzelschiedsrichter entschieden, es sei denn, dass die beteiligten Vertragsparteien etwas anderes vereinbaren. Der Schiedsrichter entscheidet auch über alle aus dem gleichen Ereignis entstehenden Gegenansprüche.</p></item><item eId="decl_u3/art_VIII/para_1/list_u2/lbl_b"><num>b. </num><p>Der unter Buchstabe a vorgesehene Schiedsrichter wird im Einvernehmen zwischen den beteiligten Vertragsparteien aus den Staatsangehörigen des Aufnahmestaates ausgewählt, die hohe richterliche Ämter innehaben oder innegehabt haben. Können die betreffenden Vertragsparteien sich nicht innerhalb von zwei Monaten über den Schiedsrichter einigen, so kann jede von ihnen den Vorsitzenden der Stellvertreter im Nordatlantikrat ersuchen, eine Person auszuwählen, die die obengenannten Voraussetzungen erfüllt,</p></item><item eId="decl_u3/art_VIII/para_1/list_u2/lbl_c"><num>c. </num><p>Die Entscheidung des Schiedsrichters ist für die Vertragsparteien bindend und endgültig,</p></item><item eId="decl_u3/art_VIII/para_1/list_u2/lbl_d"><num>d. </num><p>Der Betrag der von dem Schiedsrichter zuerkannten Entschädigung wird nach Absatz 5 Buchstabe e Ziffern i, ii und iii aufgeteilt,</p></item><item eId="decl_u3/art_VIII/para_1/list_u2/lbl_e"><num>e. </num><p>Die Vergütung für den Schiedsrichter wird im Einvernehmen zwischen den beteiligten Vertragsparteien festgesetzt und, ebenso wie die bei der Durchführung seiner Aufgaben entstehenden Kosten, von ihnen zu gleichen Teilen getragen,</p></item><item eId="decl_u3/art_VIII/para_1/list_u2/lbl_f"><num>f. </num><blockList><listIntroduction eId="decl_u3/art_VIII/para_1/list_u2/lbl_f/listintro">Jede Vertragspartei verzichtet gleichwohl auf ihre Ansprüche in allen Fällen, in denen der Schaden weniger beträgt als:</listIntroduction><item eId="decl_u3/art_VIII/para_1/list_u2/lbl_f/lbl_tab"><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>Belgien: bfrs. 70 000</p></item><item eId="decl_u3/art_VIII/para_1/list_u2/lbl_f/lbl_tab"><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>Kanada: $ 1460</p></item><item eId="decl_u3/art_VIII/para_1/list_u2/lbl_f/lbl_tab"><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>Dänemark: Kr. 9670</p></item><item eId="decl_u3/art_VIII/para_1/list_u2/lbl_f/lbl_tab"><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>Frankreich: ffrs. 4900</p></item><item eId="decl_u3/art_VIII/para_1/list_u2/lbl_f/lbl_tab"><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>Island: Kr. 22 800</p></item><item eId="decl_u3/art_VIII/para_1/list_u2/lbl_f/lbl_tab"><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>Italien: Li. 850 000</p></item><item eId="decl_u3/art_VIII/para_1/list_u2/lbl_f/lbl_tab"><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>Luxemburg: lfrs. 70 000</p></item><item eId="decl_u3/art_VIII/para_1/list_u2/lbl_f/lbl_tab"><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>Niederlande: Fl. 5320</p></item><item eId="decl_u3/art_VIII/para_1/list_u2/lbl_f/lbl_tab"><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>Norwegen: Kr. 10 000</p></item><item eId="decl_u3/art_VIII/para_1/list_u2/lbl_f/lbl_tab"><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>Portugal: Escu. 40 250</p></item><item eId="decl_u3/art_VIII/para_1/list_u2/lbl_f/lbl_tab"><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>Vereinigtes Königreich: £ 500</p></item><item eId="decl_u3/art_VIII/para_1/list_u2/lbl_f/lbl_tab"><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>Vereinigte Staaten: $ 1400.</p></item></blockList></item><item eId="decl_u3/art_VIII/para_1/list_u2/lbl_g"><num>g. </num><p>Jede andere Vertragspartei, deren Vermögenswerte bei dem gleichen Ereignis beschädigt worden sind, verzichtet ebenfalls bis zur Höhe des obengenannten Betrages auf ihren Anspruch. Im Falle beträchtlicher Veränderung in den Wechselkursen zwischen diesen Währungen einigen sich die Vertragsparteien über die entsprechende Berichtigung der oben genannten Beträge.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_VIII/para_3"><num>3.</num><content><p>Im Sinne der Absätze 1 und 2 umfasst der Ausdruck «einer Vertragspartei gehörend» auch Schiffe, die von der Vertragspartei als unbemannte Schiffe gechartert oder in Anspruch genommen oder von ihr als Prise beschlagnahmt worden sind (jedoch nur, soweit die Gefahr des Verlustes oder der Haftung nicht von einer anderen Person als dieser Vertragspartei getragen wird).</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_VIII/para_4"><num>4.</num><content><p>Jede Vertragspartei verzichtet auf alle Ansprüche gegen eine andere Vertragspartei, die darauf beruhen, dass ein Mitglied ihrer Streitkräfte in Ausübung des Dienstes eine Körperverletzung oder den Tod erlitten hat.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_VIII/para_5"><num>5.</num><content><blockList><listIntroduction eId="decl_u3/art_VIII/para_5/listintro">Ansprüche (ausgenommen vertragliche Ansprüche und Ansprüche, auf welche die Absätze 6 und 7 Anwendung finden), die sich daraus ergeben, dass durch Handlungen oder Unterlassungen von Mitgliedern einer Truppe oder eines zivilen Gefolges in Ausübung des Dienstes oder durch eine andere Handlung, Unterlassung oder Begebenheit, für die eine Truppe oder ein ziviles Gefolge rechtlich verantwortlich ist, in dem Hoheitsgebiet des Aufnahmestaates einem Dritten, mit Ausnahme der Vertragsparteien, ein Schaden zugefügt worden ist, werden von dem Aufnahmestaat nach folgenden Bestimmungen behandelt:</listIntroduction><item eId="decl_u3/art_VIII/para_5/lbl_a"><num>a. </num><p>Die Geltendmachung, Prüfung und aussergerichtliche Regelung der Entschädigungsansprüche oder die gerichtliche Entscheidung über sie erfolgt gemäss den Gesetzen und Bestimmungen des Aufnahmestaates, die insoweit für seine eigenen Streitkräfte gelten.</p></item><item eId="decl_u3/art_VIII/para_5/lbl_b"><num>b. </num><p>Der Aufnahmestaat kann alle derartigen Ansprüche regeln, er zahlt die Entschädigungsbeträge in seiner Währung.</p></item><item eId="decl_u3/art_VIII/para_5/lbl_c"><num>c. </num><p>Eine derartige Zahlung, gleichviel ob sie auf Grund einer aussergerichtlichen Regelung der Sache oder einer Entscheidung eines zuständigen Gerichtes des Aufnahmestaates erfolgt, oder ein rechtskräftiges, klageabweisendes Urteil eines solchen Gerichtes ist für die Vertragsparteien bindend und endgültig.</p></item><item eId="decl_u3/art_VIII/para_5/lbl_d"><num>d. </num><p>Jeder von dem Aufnahmestaat beglichene Anspruch wird den beteiligten Entsendestaaten mit einem alle Einzelheiten umfassenden Bericht und mit einem Aufteilungsvorschlag gemäss Buchstabe e, Ziffern i, ii und iii mitgeteilt. Äussert sich der Entsendestaat nicht binnen zwei Monaten, so gilt der Vorschlag als angenommen.</p></item><item eId="decl_u3/art_VIII/para_5/lbl_e"><num>e. </num><blockList><listIntroduction eId="decl_u3/art_VIII/para_5/lbl_e/listintro">Die zur Befriedigung von Ansprüchen auf Grund der Buchstaben a bis d und des Absatzes 2 zu zahlenden Beträge sind von den Vertragsparteien in folgendem Verhältnis zu tragen:</listIntroduction><item eId="decl_u3/art_VIII/para_5/lbl_e/lbl_i"><num>i. </num><p>Ist ein Entsendestaat allein verantwortlich, so wird der Entschädigungsbetrag im Verhältnis von 25 vom Hundert zu Lasten des Aufnahmestaates und 75 vom Hundert zu Lasten des Entsendestaates aufgeteilt.</p></item><item eId="decl_u3/art_VIII/para_5/lbl_e/lbl_ii"><num>ii. </num><p>Ist mehr als ein Staat für den Schaden verantwortlich, so wird der Entschädigungsbetrag gleichmässig auf sie aufgeteilt: ist der Aufnahmestaat jedoch nicht unter den verantwortlichen Staaten, so beträgt sein Anteil die Hälfte des Anteils, der auf jeden Entsendestaat entfällt.</p></item><item eId="decl_u3/art_VIII/para_5/lbl_e/lbl_iii"><num>iii. </num><p>Wurde der Schaden von den Streitkräften der Vertragsparteien verursacht und ist es nicht möglich, ihn mit Bestimmtheit einer oder mehreren dieser Streitkräfte zuzurechnen, so wird der Entschädigungsbetrag gleichmässig auf die beteiligten Vertragsparteien aufgeteilt; ist jedoch der Aufnahme-Staat nicht unter den Staaten, durch deren Streitkräfte der Schaden verursacht wurde, so beträgt sein Anteil die Hälfte des Anteils, der auf jeden der beteiligten Entsendestaaten entfällt.</p></item><item eId="decl_u3/art_VIII/para_5/lbl_e/lbl_iv"><num>iv. </num><p>Jedes halbe Jahr übermittelt der Aufnahmestaat den beteiligten Entsendestaaten mit dem Ersuchen um Erstattung eine Aufstellung der Beträge, die er im Laufe des Halbjahres in den Fällen gezahlt hat, in denen die vorgeschlagene prozentuale Aufteilung angenommen wurde. Die Erstattung erfolgt innerhalb der kürzestmöglichen Zeit in der Währung des Aufnahmestaates.</p></item></blockList></item><item eId="decl_u3/art_VIII/para_5/lbl_f"><num>f. </num><p>In Fällen, in denen die Anwendung der Bestimmungen der Buchstaben b und e für eine Vertragspartei ernstliche Härten mit sich bringen würde, kann diese den Nordatlantikrat ersuchen, eine abweichende Regelung zu treffen.</p></item><item eId="decl_u3/art_VIII/para_5/lbl_g"><num>g. </num><p>Ein Mitglied einer Truppe oder eines zivilen Gefolges darf einem Verfahren zur Vollstreckung eines Urteils nicht unterworfen werden, das in dem Aufnahmestaat in einer aus der Ausübung des Dienstes herrührenden Angelegenheit gegen ihn ergangen ist.</p></item><item eId="decl_u3/art_VIII/para_5/lbl_h"><num>h. </num><p>Mit Ausnahme der Anwendung von Buchstabe e auf Ansprüche, die unter Absatz 2 fallen, gilt Absatz 5 nicht für Ansprüche aus oder im Zusammenhang mit der Navigation oder dem Betrieb eines Schiffes oder dem Verladen, der Beförderung oder dem Entladen einer Schiffsladung, es sei denn, dass es sich um Ansprüche wegen Todes oder Körperverletzung handelt, auf welche Absatz 4 keine Anwendung findet.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_VIII/para_6"><num>6.</num><content><blockList><listIntroduction eId="decl_u3/art_VIII/para_6/listintro">Ansprüche gegen Mitglieder einer Truppe oder eines zivilen Gefolges aus zu Schadensersatz verpflichtenden Handlungen oder Unterlassungen im Aufnahmestaat, die nicht in Ausübung des Dienstes begangen worden sind, werden wie folgt behandelt:</listIntroduction><item eId="decl_u3/art_VIII/para_6/lbl_a"><num>a. </num><p>Die Behörden des Aufnahmestaates prüfen den Anspruch, ermitteln in billiger und gerechter Weise unter Berücksichtigung aller Umstände des Falles einschliesslich des Verhaltens der verletzten Person den dem Antragsteller zukommenden Betrag und fertigen einen Bericht über die Angelegenheit an.</p></item><item eId="decl_u3/art_VIII/para_6/lbl_b"><num>b. </num><p>Der Bericht wird den Behörden des Entsendestaates übergeben, die dann unverzüglich entscheiden, ob, und bejahendenfalls in welcher Höhe sie eine Abfindung ohne Anerkennung einer Rechtspflicht (ex grada payment) anbieten wollen.</p></item><item eId="decl_u3/art_VIII/para_6/lbl_c"><num>c. </num><p>Wird eine Abfindung ohne Anerkennung einer Rechtspflicht angeboten und wird dieses Angebot von dem Antragsteller als volle Befriedigung seines Anspruchs angenommen, so nehmen die Behörden des Entsendestaates die Zahlung selbst vor und unterrichten die Behörden des Aufnahmestaates über ihre Entscheidung und die Höhe des gezahlten Betrages.</p></item><item eId="decl_u3/art_VIII/para_6/lbl_d"><num>d. </num><p>Die Bestimmungen dieses Absatzes lassen die Zuständigkeit der Gerichte des Aufnahmestaates für die Durchführung eines Verfahrens gegen ein Mitglied einer Truppe oder eines zivilen Gefolges unberührt, sofern und solange nicht eine Zahlung als volle Befriedigung des Anspruchs geleistet worden ist.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_VIII/para_7"><num>7.</num><content><p>Ansprüche, die sich aus der unbefugten Benutzung von Fahrzeugen der Streitkräfte eines Entsendestaates ergeben, werden gemäss Absatz 6 behandelt, es sei denn, dass die Truppe oder das zivile Gefolge rechtlich verantwortlich ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_VIII/para_8"><num>8.</num><content><p>Entsteht Streit darüber, ob eine zu Schadensersatz verpflichtende Handlung oder Unterlassung eines Mitgliedes einer Truppe oder eines zivilen Gefolges in Ausübung des Dienstes begangen worden ist, oder ob die Benutzung eines Fahrzeuges der Streitkräfte eines Entsendestaates unbefugt war, so ist die Frage einem gemäss Absatz 2 Buchstabe b ernannten Schiedsrichter vorzulegen, dessen Entscheidung über diesen Punkt endgültig und unanfechtbar ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_VIII/para_9"><num>9.</num><content><p>Hinsichtlich der Zivilgerichtsbarkeit des Aufnahmestaates darf der Entsendestaat für Mitglieder einer Truppe oder eines zivilen Gefolges keine Befreiung von der Gerichtsbarkeit des Aufnahmestaates über Absatz 5 Buchstabe g hinaus beanspruchen.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_VIII/para_10"><num>10.</num><content><p>Die Behörden des Entsendestaates und des Aufnahmestaates arbeiten bei der Beschaffung von Beweismitteln für eine gerechte Untersuchung und Erledigung von Ansprüchen, welche die Vertragsparteien betreffen, zusammen.</p></content></paragraph></article><article eId="decl_u3/art_IX"><num><b>Art. IX</b></num><paragraph eId="decl_u3/art_IX/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Mitglieder einer Truppe oder eines zivilen Gefolges und ihre Angehörigen können unter den gleichen Bedingungen wie die Staatsangehörigen des Aufnahmestaates an Ort und Stelle die für ihren eigenen Verbrauch erforderlichen Waren erwerben und sich die von ihnen benötigten Leistungen erbringen lassen.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_IX/para_2"><num>2.</num><content><p>Die aus örtlichen Quellen für den Unterhalt einer Truppe oder eines zivilen Gefolges benötigten Waren werden in der Regel durch die Behörden beschafft, die solche Waren für die Streitkräfte des Aufnahmestaates beschaffen. Um Beschaffungen zu vermeiden, die sich auf die Wirtschaft des Aufnahmestaates schädlich auswirken würden, benennen die zuständigen Behörden dieses Staates erforderlichenfalls diejenigen Waren, deren Beschaffung eingeschränkt oder untersagt werden sollte.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_IX/para_3"><num>3.</num><content><p>Vorbehältlich von Vereinbarungen, die bereits in Kraft sind oder zwischen bevollmächtigten Vertretern der Entsende- und der Aufnahmestaaten hernach etwa geschlossen werden, übernehmen allein die Behörden des Aufnahmestaates die Verantwortung dafür, dass geeignete Massnahmen getroffen werden, um einer Truppe oder einem zivilen Gefolge die von ihnen benötigten Liegenschaften sowie die zugehörigen Einrichtungen und Leistungen zur Verfügung zu stellen. Diese Vereinbarungen und Massnahmen haben soweit wie möglich den Vorschriften über die Unterbringung des vergleichbaren Personals des Aufnahmestaates zu entsprechen. Soweit keine besondere entgegenstehende Vereinbarung getroffen ist, sind für die Rechte und Pflichten aus der Belegung oder der Benutzung der Liegenschaften, Einrichtungen oder Leistungen die Gesetze des Aufnahmestaates massgebend.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_IX/para_4"><num>4.</num><content><p>Der örtliche Bedarf einer Truppe oder eines zivilen Gefolges an zivilen Arbeitskräften wird in gleicher Weise wie der vergleichbare Bedarf des Aufnahmestaates und mit Unterstützung seiner Behörde über die Arbeitsvermittlungsstellen befriedigt. Die Anstellungs- und Arbeitsbedingungen, insbesondere die Löhne und Gehälter, die Zuschläge und die Arbeitsschutzbedingungen, bestimmen sich nach dem Recht des Aufnahmestaates. Solche bei einer Truppe oder einem zivilen Gefolge beschäftigten zivilen Arbeitnehmer gelten in keiner Beziehung als Mitglieder dieser Truppe oder dieses zivilen Gefolges.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_IX/para_5"><num>5.</num><content><p>Stehen einer Truppe oder einem zivilen Gefolge an deren Stationierungsort keine ausreichenden eigenen ärztlichen oder zahnärztlichen Dienste zur Verfügung, so kann ihren Mitgliedern und deren Angehörigen ärztliche und zahnärztliche Behandlung einschliesslich Krankenhausaufenthalt zu den gleichen Bedingungen gewährt werden wie dem vergleichbaren Personal des Aufnahmestaates.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_IX/para_6"><num>6.</num><content><p>Der Aufnahmestaat wird Anträge auf Gewährung von Reiseerleichterungen und tariflichen Vergünstigungen an Mitglieder einer Truppe oder eines zivilen Gefolges wohlwollend prüfen. Diese Erleichterungen und Vergünstigungen werden Gegenstand besonderer Vereinbarungen zwischen den beteiligten Regierungen sein.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_IX/para_7"><num>7.</num><content><p>Vorbehältlich allgemeiner oder besonderer finanzieller Vereinbarungen zwischen den Vertragsparteien werden für Warenlieferungen, Unterbringung und sonstige Leistungen, die auf Grund der Absätze 2, 3, 4 und erforderlichenfalls 5 und 6 erfolgt sind, die in Ortswährung zu entrichtenden Zahlungen von den Behörden der Truppe unverzüglich geleistet.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_IX/para_8"><num>8.</num><content><p>Weder eine Truppe noch ein ziviles Gefolge noch ihre Mitglieder oder deren Angehörige geniessen auf Grund dieses Artikels Befreiung von Steuern oder sonstigen Abgaben, die nach dem Abgabenrecht des Aufnahmestaates in bezug auf den Erwerb von Gütern und Leistungen zu entrichten sind.</p></content></paragraph></article><article eId="decl_u3/art_X"><num><b>Art. X</b></num><paragraph eId="decl_u3/art_X/para_1"><num>1.</num><content><p>Hängt in dem Aufnahmestaat die Verpflichtung zur Leistung einer Steuer vom Aufenthalt oder Wohnsitz ab, so gelten die Zeitabschnitte, in denen sich ein Mitglied einer Truppe oder eines zivilen Gefolges nur in dieser Eigenschaft im Hoheitsgebiet dieses Staates aufhält, im Sinne dieser Steuerpflicht nicht als Zeiten des Aufenthalts in diesem Gebiet oder als Änderung des Aufenthaltsortes oder Wohnsitzes. Die Mitglieder einer Truppe oder eines zivilen Gefolges sind in dem Aufnahmestaat von jeder Steuer auf Bezüge und Einkünfte befreit, die ihnen in ihrer Eigenschaft als derartige Mitglieder von dem Entsendestaat gezahlt werden, sowie von jeder Steuer auf die ihnen gehörenden beweglichen Sachen, die sich nur deshalb in dem Aufnahmestaat befinden, weil sich das Mitglied vorübergehend dort aufhält.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_X/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Besteuerung von Mitgliedern einer Truppe oder eines zivilen Gefolges hinsichtlich gewinnbringender Tätigkeiten, die sie etwa im Aufnahmestaat ausüben, mit Ausnahme der Tätigkeit in ihrer Eigenschaft als Mitglieder der Truppe oder des zivilen Gefolges, wird durch diesen Artikel nicht ausgeschlossen; soweit es sich nicht um die in Absatz 1 genannten Bezüge, Einkünfte und beweglichen Sachen handelt, steht dieser Artikel der Erhebung von solchen Steuern nicht entgegen, denen die Mitglieder nach dem Recht des Aufnahmestaates auch dann unterliegen, wenn sie so behandelt werden, als hätten sie ihren Aufenthalt oder Wohnsitz ausserhalb des Hoheitsgebietes dieses Staates.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_X/para_3"><num>3.</num><content><p>Dieser Artikel findet keine Anwendung auf die im Artikel XI Absatz 12 begrifflich bestimmten «Zölle».</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_X/para_4"><num>4.</num><content><p>Im Sinne dieses Artikels umfasst der Ausdruck «Mitglied einer Truppe» nicht Personen, die Staatsangehörige des Aufnahmestaates sind.</p></content></paragraph></article><article eId="decl_u3/art_XI"><num><b>Art. XI</b></num><paragraph eId="decl_u3/art_XI/para_1"><num>1.</num><content><p>Vorbehältlich der durch dieses Abkommen ausdrücklich festgelegten Abweichungen unterstehen die Mitglieder einer Truppe oder eines zivilen Gefolges sowie deren Angehörige den Gesetzen und Bestimmungen, für deren Durchführung die Zollverwaltung des Aufnahmestaates zuständig ist. Die Zollbediensteten des Aufnahmestaates haben insbesondere das Recht, unter den allgemeinen, durch die Gesetze und Bestimmungen des Aufnahmestaates festgelegten Bedingungen die Mitglieder einer Truppe oder eines zivilen Gefolges und deren Angehörige, ihr Gepäck und ihre Fahrzeuge zu durchsuchen und gemäss diesen Gesetzen und Bestimmungen Gegenstände zu beschlagnahmen.</p><blockList><item eId="decl_u3/art_XI/para_1/lbl_2"><num>2. </num><p>a. </p><p>Die vorübergehende Einfuhr und die Wiederausfuhr mit eigener Kraft fahrender Dienstfahrzeuge einer Truppe oder eines zivilen Gefolges sind gegen Vorweisung eines Triptiks nach dem als Anlage zu diesem Abkommen beigefügten Muster ohne Erhebung von Zöllen statthaft.</p></item><item eId="decl_u3/art_XI/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>Die vorübergehende Einfuhr nicht mit eigener Kraft fahrender Dienstfahrzeuge erfolgt gemäss Absatz 4, ihre Wiederausfuhr gemäss Absatz 8.</p></item><item eId="decl_u3/art_XI/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>Dienstfahrzeuge einer Truppe oder eines zivilen Gefolges sind von allen Abgaben befreit, die wegen der Verwendung der Fahrzeuge im Strassenverkehr erhoben werden.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_XI/para_3"><num>3.</num><content><p>Amtliche Urkunden, die amtlich versiegelt sind, unterliegen nicht der Zollkontrolle. Die Kuriere, die diese Urkunden befördern, müssen ohne Rücksicht auf ihre Stellung im Besitz eines gemäss Artikel III Absatz 2 Buchstabe b ausgestellten Einzelmarschbefehls sein. Aus diesem Marschbefehl muss die Zahl der beförderten Sendungen zu ersehen und es muss dann bestätigt sein, dass diese Sendungen nur amtliche Schriftstücke enthalten.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_XI/para_4"><num>4.</num><content><p>Eine Truppe kann ihre Ausrüstung und angemessene Mengen von Verpflegung, Versorgungsgütern und sonstigen Waren zollfrei einführen, die zur ausschliesslichen Verwendung durch die Truppe und, falls der Aufnahmestaat dies genehmigt, auch zur Verwendung durch das zivile Gefolge und die Angehörigen bestimmt sind. Diese zollfreie Einfuhr ist davon abhängig, dass bei der Zollstelle des Einfuhrortes zusammen mit den vereinbarten Zollurkunden eine Bescheinigung hinterlegt wird, deren Form zwischen dem Aufnahmestaat und dem Entsendestaat vereinbart wird und die von einer durch den Entsendestaat hierzu ermächtigten Person unterzeichnet ist. Die Benennung der zur Unterzeichnung der Bescheinigungen ermächtigten Person sowie Proben ihrer Unterschrift und der zu verwendenden Stempel werden der Zollverwaltung des Aufnahmestaates übermittelt.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_XI/para_5"><num>5.</num><content><p>Ein Mitglied einer Truppe oder eines zivilen Gefolges kann, wenn es erstmalig zum Antritt seines Dienstes in dem Aufnahmestaat eintrifft oder wenn ein Angehöriger erstmalig eintrifft, um sich ihm anzuschliessen, seine persönliche Habe und seinen Hausrat für die Dauer seines dienstlichen Aufenthalts zollfrei einführen.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_XI/para_6"><num>6.</num><content><p>Die Mitglieder einer Truppe oder eines zivilen Gefolges können ihre privaten Kraftfahrzeuge für ihren persönlichen Gebrauch oder für den ihrer Angehörigen vorübergehend zollfrei einführen. Diese Bestimmung begründet keine Verpflichtung zur Befreiung von Abgaben, die wegen der Verwendung privater Kraftfahrzeuge im Strassenverkehr erhoben werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_XI/para_7"><num>7.</num><content><p>Einfuhren durch die Behörden einer Truppe, die für andere Zwecke als zur ausschliesslichen Verwendung durch diese Truppe und ihr ziviles Gefolge bestimmt sind, sowie Einfuhren durch Mitglieder einer Truppe oder eines zivilen Gefolges, mit Ausnahme der in den Absätzen 5 und 6 behandelten Einfuhren, geniessen auf Grund dieses Artikels keine Befreiung von Zöllen oder Einfuhrvorschriften.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_XI/para_8"><num>8.</num><content><blockList><listIntroduction eId="decl_u3/art_XI/para_8/listintro">Waren, die auf Grund der Absätze 2 Buchstabe b, 4, 5 oder 6 zollfrei eingeführt worden sind, dürfen:</listIntroduction><item eId="decl_u3/art_XI/para_8/lbl_a"><num>a. </num><p>frei wiederausgeführt werden, wobei für die auf Grund von Absatz 4 eingeführten Waren der Zollstelle eine nach jenem Absatz ausgestellte Bescheinigung vorzulegen ist; die Zollbehörden können jedoch nachprüfen, ob die wiederausgeführten Waren mit den in der gegebenenfalls erforderlichen Bescheinigung aufgeführten Waren übereinstimmen, sowie ob sie wirklich gemäss den je nach Lage des Falles in Betracht kommenden Absätzen 2 Buchstabe b, 4, 5 oder 6 eingeführt wurden;</p></item><item eId="decl_u3/art_XI/para_8/lbl_b"><num>b. </num><p>im Aufnahmestaat in der Regel weder entgeltlich noch unentgeltlich veräussert werden; in besonderen Fällen kann jedoch eine Veräusserung unter Bedingungen gestattet werden, die von den zuständigen Behörden des Aufnahmestaates festgelegt werden (z. B. gegen Zahlung der Zölle und Abgaben, sowie Erfüllung der Erfordernisse der Aussenhandels- und Devisenkontrolle).</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_XI/para_9"><num>9.</num><content><p>Die Ausfuhr von Waren, die im Aufnahmestaat gekauft wurden, ist nur nach den in diesem Staat geltenden Vorschriften statthaft.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_XI/para_10"><num>10.</num><content><p>Die Zollbehörden gewähren ordnungsmässig aufgestellten Einheiten oder Verbänden besondere Erleichterungen für den Grenzübertritt, vorausgesetzt, dass die beteiligten Zollbehörden vorher ordnungsgemäss unterrichtet worden sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_XI/para_11"><num>11.</num><content><p>Der Aufnahmestaat trifft besondere Anordnungen, damit die Heiz‑, Treib- und Schmierstoffe für die im dienstlichen Gebrauch stehenden Land‑, Luft- und Wasserfahrzeuge einer Truppe oder eines zivilen Gefolges frei von allen Zöllen und Abgaben geliefert werden können.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_XI/para_12"><num>12.</num><content><p>Im Sinne der Absätze 1–10 sind unter «Zöllen» Zollabgaben und alle anderen Abgaben und Steuern zu verstehen, mit denen die Einfuhr oder die Ausfuhr belegt wird, mit Ausnahme von Gebühren und Abgaben, die nur eine Abgeltung für geleistete Dienste darstellen: schliesst der Ausdruck «Einfuhr» die Entnahme von Waren aus einem Zolllager oder aus ständiger Zollaufsicht ein, sofern die betreffenden Waren in dem Aufnahmestaat nicht geerntet, gewonnen, erzeugt oder hergestellt worden sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_XI/para_13"><num>13.</num><content><p>Dieser Artikel findet auf die betreffenden Waren nicht nur Anwendung, wenn sie in den Aufnahmestaat eingeführt oder aus ihm ausgeführt werden, sondern auch dann, wenn sie durch das Hoheitsgebiet einer Vertragspartei hindurch befördert werden; insoweit ist in diesem Artikel unter dem Ausdruck «Aufnahmestaat» auch jede Vertragspartei zu verstehen, durch deren Hoheitsgebiet die Waren befördert werden.</p></content></paragraph></article><article eId="decl_u3/art_XII"><num><b>Art. XII</b></num><paragraph eId="decl_u3/art_XII/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Zoll- oder Steuerbehörden des Aufnahmestaates können die Bewilligung aller in diesem Abkommen vorgesehenen Befreiungen oder Erleichterungen auf dem Gebiete des Zoll- oder Steuerwesens davon abhängig machen, dass die Bedingungen eingehalten werden, die sie zur Verhinderung von Missbräuchen gegebenenfalls für erforderlich halten.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_XII/para_2"><num>2.</num><content><p>Die in Absatz 1 genannten Behörden können jede in diesem Abkommen vorgesehene Befreiung ablehnen, wenn es sich um die Einfuhr von Waren in den Aufnahmestaat handelt, die dort geerntet, gewonnen, erzeugt oder hergestellt und bei deren Ausfuhr aus dem Aufnahmestaat Steuern oder sonstige Abgaben nicht erhoben oder aber zurückerstattet worden sind, die ohne diese Ausfuhr hätten entrichtet werden müssen. Die Entnahme von Waren aus einem Zolllager gilt als Einfuhr, wenn die Einlagerung in das Zolllager als Ausfuhr behandelt wurde.</p></content></paragraph></article><article eId="decl_u3/art_XIII"><num><b>Art. XIII</b></num><paragraph eId="decl_u3/art_XIII/para_1"><num>1.</num><content><p>Um Zuwiderhandlungen gegen zollrechtliche und steuerrechtliche Gesetze und Vorschriften zu bekämpfen, leisten die Behörden des Aufnahme- und des Entsendestaates bei der Vornahme von Ermittlungen und der Beschaffung von Beweismitteln einander Beistand.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_XIII/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Behörden einer Truppe gewähren alle in ihrer Macht liegende Unterstützung, damit Waren, die der Beschlagnahme durch oder für die Zoll- oder Steuerbehörden des Aufnahmestaates unterliegen, diesen Behörden übergeben werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_XIII/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Behörden einer Truppe gewähren alle in ihrer Macht liegende Unterstützung, um die Zahlung der von Mitgliedern dieser Truppe oder des zivilen Gefolges oder von deren Angehörigen geschuldeten Zölle, sonstigen Abgaben und Geldstrafen sicherzustellen.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_XIII/para_4"><num>4.</num><content><p>Die Dienstfahrzeuge und die Waren, die einer Truppe oder ihrem zivilen Gefolge, nicht jedoch deren Mitgliedern gehören und von den Behörden des Aufnahmestaates im Zusammenhang mit einer Zoll- oder Steuerzuwiderhandlung beschlagnahmt worden sind, werden den zuständigen Behörden der betreffenden Truppe übergeben.</p></content></paragraph></article><article eId="decl_u3/art_XIV"><num><b>Art. XIV</b></num><paragraph eId="decl_u3/art_XIV/para_1"><num>1.</num><content><p>Eine Truppe, ein ziviles Gefolge und ihre Mitglieder sowie deren Angehörige unterstehen weiterhin den Devisenvorschriften des Entsendestaates und ausserdem den Vorschriften des Aufnahmestaates.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_XIV/para_2"><num>2.</num><content><p>Die für den Devisenverkehr zuständigen Behörden des Entsende- und des Aufnahmestaates können Sonderbestimmungen erlassen, die auf eine Truppe, ein ziviles Gefolge, ihre Mitglieder oder deren Angehörige Anwendung finden.</p></content></paragraph></article><article eId="decl_u3/art_XV"><num><b>Art. XV</b></num><paragraph eId="decl_u3/art_XV/para_1"><num>1.</num><content><p>Vorbehältlich der Bestimmungen des Absatzes 2 bleibt dieses Abkommen im Falle von Feindseligkeiten, auf die der Nordatlantikvertrag Anwendung findet, in Kraft; die Bestimmungen der Absätze 2 und 5 des Artikels VIII über die Regelung von Entschädigungsansprüchen finden jedoch auf Kriegsschäden keine Anwendung, und die beteiligten Vertragsparteien überprüfen unverzüglich die Bestimmungen dieses Abkommens, insbesondere der Artikel III und VII, wobei sie Änderungen vereinbaren können, die ihnen in bezug auf die Anwendung des Abkommens zwischen ihnen etwa wünschenswert erscheinen.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_XV/para_2"><num>2.</num><content><p>Unter Einhaltung einer Frist von 50 Tagen nach Benachrichtigung der anderen Vertragsparteien hat jede Vertragspartei im Falle derartiger Feindseligkeiten das Recht, die Anwendung jeder beliebigen Bestimmung dieses Abkommens soweit erforderlich auszusetzen. Wird dieses Recht ausgeübt, so treten die Vertragsparteien unverzüglich in Beratungen untereinander ein, um sich über geeignete Bestimmungen als Ersatz für die ausser Anwendung gesetzten Bestimmungen zu einigen.</p></content></paragraph></article><article eId="decl_u3/art_XVI"><num><b>Art. XVI</b></num><paragraph eId="decl_u3/art_XVI/para"><content><p>Alle Streitigkeiten zwischen den Vertragsparteien in bezug auf die Auslegung oder Anwendung dieses Abkommens werden durch Verhandlungen zwischen ihnen ohne Inanspruchnahme aussenstehender Gerichte geregelt. Soweit dieses Abkommen nicht etwas anderes bestimmt, werden alle Streitigkeiten, die durch unmittelbare Verhandlungen nicht geregelt werden können, dem Nordatlantikrat unterbreitet.</p></content></paragraph></article><article eId="decl_u3/art_XVII"><num><b>Art. XVII</b></num><paragraph eId="decl_u3/art_XVII/para"><content><p>Jede Vertragspartei kann jederzeit die Revision eines jeden Artikels dieses Abkommens beantragen. Der Antrag ist an den Nordatlantikrat zu achten.</p></content></paragraph></article><article eId="decl_u3/art_XVIII"><num><b>Art. XVIII</b></num><paragraph eId="decl_u3/art_XVIII/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Abkommen bedarf der Ratifizierung; die Ratifikationsurkunden werden so bald wie möglich bei der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika hinterlegt; diese notifiziert jedem Unterzeichnerstaat den Zeitpunkt jeder Hinterlegung.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_XVIII/para_2"><num>2.</num><content><p>Dieses Abkommen tritt dreissig Tage nach Hinterlegung der Ratifikationsurkunden durch die vier Unterzeichnerstaaten zwischen diesen in Kraft. Für jeden anderen Unterzeichnerstaat tritt es dreissig Tage nach Hinterlegung seiner Ratifikationsurkunden in Kraft.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_XVIII/para_3"><num>3.</num><content><p>Nach dem Inkrafttreten dieses Abkommens kann ihm vorbehältlich der Zustimmung des Nordatlantikrates und unter den von diesem etwa festzusetzenden Bedingungen jeder Staat beitreten, der dem Nordatlantikvertrag beitritt. Der Beitritt wird durch die Hinterlegung einer Beitrittsurkunde bei der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika vollzogen; diese notifiziert jedem Unterzeichnerstaat und beitretenden Staat den Zeitpunkt der Hinterlegung. Dieses Abkommen tritt in bezug auf jeden Staat, in dessen Namen eine Beitrittsurkunde hinterlegt wird, dreissig Tage nach dem Zeitpunkt der Hinterlegung dieser Urkunde in Kraft.</p></content></paragraph></article><article eId="decl_u3/art_XIX"><num><b>Art. XIX</b></num><paragraph eId="decl_u3/art_XIX/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Abkommen kann von jeder Vertragspartei nach Ablauf einer Frist von vier Jahren, von seinem Inkrafttreten an gerechnet, gekündigt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_XIX/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Kündigung des Abkommens durch eine Vertragspartei erfolgt durch eine schriftliche Notifizierung, die von dieser Vertragspartei an die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika zu achten ist; diese setzt alle anderen Vertragsparteien von jeder derartigen Notifizierung und dem Zeitpunkt ihres Eingangs in Kenntnis.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_XIX/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Kündigung wird ein Jahr nach Eingang der Notifizierung bei der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika wirksam. Nach Ablauf dieser Frist von einem Jahr tritt das Abkommen für die Vertragspartei, die es gekündigt hat, ausser Kraft, bleibt aber zwischen den anderen Vertragsparteien in Kraft.</p></content></paragraph></article><article eId="decl_u3/art_XX"><num><b>Art. XX</b></num><paragraph eId="decl_u3/art_XX/para_1"><num>1.</num><content><p>Vorbehältlich der Absätze 2 und 3 findet dieses Abkommen nur auf das Mutterland einer Vertragspartei Anwendung.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_XX/para_2"><num>2.</num><content><p>Ein Staat kann jedoch bei der Hinterlegung seiner Ratifikations- oder Beitrittsurkunde oder später durch eine an die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika gerichtete Notifizierung erklären, dass sich dieses Abkommen auf alle oder einzelne Hoheitsgebiete erstrecken soll, für deren internationale Beziehungen er im Raum des Nordatlantikvertrags verantwortlich ist; wenn jedoch der Staat, der die Erklärung abgibt, dies für erforderlich hält, wird ein besonderes Abkommen zwischen diesem Staat und jedem beteiligten Entsendestaat geschlossen. Das vorliegende Abkommen findet sodann auf das Hoheitsgebiet oder die Hoheitsgebiete, die so benannt werden, dreissig Tage nach Eingang bei der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika beziehungsweise dreissig Tage nach Abschluss der etwaigen Abkommen oder aber mit seinem Inkrafttreten gemäss Artikel XVIII Anwendung, je nachdem, welcher Zeitpunkt später liegt.</p></content></paragraph><paragraph eId="decl_u3/art_XX/para_3"><num>3.</num><content><p>Ein Staat, der eine Erklärung nach Absatz 2 abgegeben und dadurch dieses Abkommen auf ein Hoheitsgebiet erstreckt hat, für dessen internationale Beziehungen er verantwortlich ist, kann das Abkommen gemäss Artikel XIX gesondert für dieses Gebiet kündigen.</p><p><i>Zu Urkund dessen</i> haben die unterzeichneten Bevollmächtigten dieses Abkommen unterschrieben.</p><p>Geschehen zu London am neunzehnten Juni 1951 in englischer und französischer Sprache, wobei jeder Wortlaut gleichermassen verbindlich ist, in einer einzigen Urschrift, die im Archiv der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika hinterlegt wird. Die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika übermittelt allen Unterzeichnerstaaten und beitretenden Staaten beglaubigte Abschriften.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">(Es folgen die Unterschriften)</p></content></paragraph></article></content></level></mainBody></doc></component></components></act></akomaNtoso>