<h2>SubmittedText<h2><p>Postauto und die SBB haben angekündigt, in den nächsten Jahren die Möglichkeit, Billette mit Bargeld oder an Automaten zu kaufen, zugunsten einer Umstellung auf digitale Zahlungsoptionen abzubauen. So verständlich die Digitalisierung der Dienstleistungen auch sein mag, besteht doch die Gefahr, dass ein wichtiges Kundensegment, in der Regel ältere Menschen, diskriminiert wird.</p><p>- Wie steht der Bundesrat zu dieser Entscheidung?</p><p>- Sind Massnahmen zugunsten dieser Kundengruppe geplant?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Viele Bürgerinnen und Bürger haben sich aufgrund der Corona-Pandemie vermehrt mit digitalen Lösungen und bargeldlosem Zahlen auseinandergesetzt. Diese Entwicklung ist auch beim Erwerb von Fahrausweisen im öffentlichen Verkehr ersichtlich. Hier steigen die Verkäufe auf den digitalen Kanälen stark an. Das Bundesamt für Verkehr hat der öV-Branche jedoch vorgegeben, dass für die "Nicht-Digitalen-Kunden" in einem beschränkten Umfang weiterhin Verkaufskanäle und passende Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden. Die öV-Branche ist daran, Lösungen für diese Vorgabe zu suchen. Auch Pro Senectute Schweiz hat sich Ende 2022 zur Abschaffung der Billettautomaten geäussert. Mit dem Zeithorizont, welcher sich die öV-Branche setzt, sehe Pro Senectute, dass Rücksicht auf die älteren Leute genommen wird. Bereits heute fänden sich die meisten älteren Leute gut in der digitalen Welt zurecht. Der grösste Teil der Rentnerinnen und Rentner in der Schweiz seien heute mit Handy oder Smartphone unterwegs. Bis in zwölf Jahren würde sich der Anteil weiter erhöhen. </p>