Postulat Maeder 1162 N 23 juin 1989 #ST# 89.433 Postulat Ammann Neat. Landesweiter Konsens NLFA. Consensus national Wortlaut des Postulates vom 17. März 1989 Der Bundesrat wird eingeladen, im Rahmen der Ausarbeitung der Botschaft auch folgende mehrheitsfähige Varianten- Kombination zu prüfen, auf einen vergleichbaren Stand zu bringen und den Räten entsprechend Antrag zu stellen: 1. Kurzfristige Uebergangslösung für 4-m-Huckepack via Lötschberg-Simplon; 2. Bau eines europatauglichen Basistunnels am Lötschberg, aus dem Räume Frutigen nach dem Oberwallis, unter Ein- bezug der notwendigen Verbesserungen im Bereiche der Simplon-Südrampe; 3. Verwirklichung eines Konzeptes «Alpenbahn 2000» auf Grundlage der Variante «Gotthard-Ost» mit den Basistunnels Linthal-Trun und Trun-Val Blenio/Biasca sowie einer ergän- zenden Zufahrtslinie aus dem Räume Schwyz. Dieses Kon- zeptdient vorab der Entlastung von N 2 und N 13 und soll u. a. eine optimale Einbindung der Ostschweiz sicherstellen. Texte du postulat du 17 mars 1989 Le Conseil fédéral est invité à étudier, dans le cadre de la préparation du message, les combinaisons suivantes capa- bles de rallier une majorité, de les amener à un stade d'avan- cement comparable et à faire aux conseils des propositions à ce sujet: 1. Solution transitoire à court terme pour profils de ferroutage de 4 mètres via Lötschberg-Simplon. 2. Construction d'un tunnel de base au Lötschberg conforme aux exigences européennes, de la région de Frutigen vers le Haut-Valais, y compris les améliorations nécessaires sur la rampe sud du Simplon. 3. Réalisation d'une conception «Chemin de fer alpin 2000», fondée sur la variante «Gothard-Est» avec les tunnels de base Linthal-Trun et Trun-Val Blenio/Biasca, ainsi qu'une ligne d'accès supplémentaire partant de la région de Schwyz. Cette conception servira avant tout à alléger le trafic sur la N 2 et la N 13 et assurera notamment une liaison optimale avec la Suisse orientale. Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Béguelin, Boden- mann, Bonny, Braunschweig, Brügger, Bühler, Bundi, Bütti- ker, Caccia, Carobbio, Cevey, Columberg, Danuser, Darbel- lay, Dietrich, Dünki, Eggenberg-Thun, Engler, Eppenberger Susi, Früh, Grassi, Hafner Ursula, Mari, Jaeger, Jeanprêtre, Kühne, Ledergerber, Leuenberger-Solothurn, Loeb, Longet, Luder, Maeder, Meizoz, Morf, Mühlemann, Neukomm, Pitte- loud, Rechsteiner, Ruffy, Rutishauser, Seiler Rolf, Scheideg- ger, Ulrich, Wanner, Ziegler, Züger, Zwygart (48) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Vernehmlassung zu den verschiedenen Neat-Varianten zeigt nicht unerwartet das Bild eines in drei Lager gespaltenen Landes. Wir sind über dieses Resultat zutiefst besorgt. Ober- ziel des Bundesrates und der eidgenössischen Räte muss es deshalb sein, angesichts des anhaltenden Druckes der EG raschmöglichst einen landesweiten mehrheitsfähigen Kon- sens in bezug auf die Variantenwahl zu finden. Das zentralistisch-technokratische Bestreben, die Transit- ströme in der Schweiz auf nur eine einzige Transitachse zu konzentrieren, ist vorab dazu angetan, die Nein-Stimmen aus verschiedensten Landesteilen zu kumulieren. Nebst den kate- gorischen Gegnern jeder Neat werden sowohl die Direktbe- troffenen an den Zufahrtslinien einer solchen Haupttransit- achse als auch die Bewohner jener Regionen, die wider Willen leer ausgehen, ein Nein in die Urne legen. Es gilt deshalb, den regional-wirtschaftlichen Nutzen und die immissionsbeding- ten Lasten ausgewogen zu verteilen, den Kulturlandverlust bei den Zufahrtslinien auf ein Minimum zu beschränken und zu- gleich einen maximalen Umlagerungseffekt auf die Schiene si- cherzustellen. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 3. Mai 1989 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 3 mai 1989 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 89.437 Postulat Maeder Solar-Wasserstofftechnologie Technologie solaire-hydrogène Wortlaut des Postulates vom 17. März 1989 Der Bundesrat wird gebeten, die Unterstützung der Solar- Wasserstofftechnologie mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu intensivieren. Da die technischen Voraussetzungen heute gegeben sind, ein Wasserstoff-Versorgungssystem von reich besonnten Wüstengebieten zu den dicht besiedelten in- dustriellen Agglomerationen zu bauen, soll ein Pilotprojekt vom Bund initiiert, koordiniert und mitfinanziert werden. Texte du postulat du 17 mars 1989 Le Conseil fédéral est prié de renforcer, par tous les moyens possibles, le développement de la technologie solaire- hydrogène. Etant donné que la technique permet désormais de créer des systèmes de distribution d'hydrogène entre les régions désertes très ensoleillées et les agglomérations indus- trielles fortement peuplées, la Confédération devra lancer un projet-pilote, assurer la coordination requise et participer à son financement. Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann, Bremi, Danuser, David, Dünki, Engler, Grendelmeier, Hafner Rudolf, Jaeger, Leutenegger Oberholzer, Meier-Glattfelden, Oester, Schmid, Stocker, Weder-Basel, Widmer, Wiederkehr, Zwygart (18) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Solar-Wasserstofftechnologie ist ein Energiekonzept, das die durch fossile Brennstoffe verursachten Umweltprobleme aus der Welt schafft, unsere Abhängigkeit von fossilen und nu- klearen Ressourcen drastisch vermindert und der Industrie neue technologische Auftriebe und Beschäftigungsmöglich- keiten gibt. Wasserstoff, der durch solare Elektrolyse- bzw. Photolyse- Einheiten in den Wüstengebieten Nordafrikas erzeugt wird, soll in einem Pipeline-System, das parallel zur existierenden Erdgasleitung über Italien in die Schweiz führt, eingespeist werden. Am Bestimmungsort wird der Wasserstoff über ein Verteilsystem in gasförmiger oder verflüssigter Form den Ver- brauchertanks zugeführt. Das lebenerhaltende Klima unseres Planeten ist nach der An- sicht namhafter Naturwissenschafter durch das anwachsende Kohlendioxid-Ungleichgewicht gefährdet. Dieses wachsende Ungleichgewicht entsteht einerseits durch das Verbrennen von Oel, Gas und Kohle in thermischen oder motorischen Pro- zessen und Antriebssystemen, anderseits durch das gross- flächige Abholzen und Abbrennen von Wäldern, vor allem in den Tropengürteln der Erde. Die mutwillige Störung des natürlichen Kohlenstoffhaushalts stellt nach der Meinung führender Forscher eine Lebensbe- drohung von apokalyptischem Ausmass dar. Durch die ra-Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Ammann Neat. Landesweiter Konsens Postulat Ammann NLFA. Consensus national In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1989 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 89.433 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 23.06.1989 - 08:00 Date Data Seite 1162-1162 Page Pagina Ref. No 20 017 521 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. 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