<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.01018</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Käch<br/>Ersatzrichterin Romero-Käser<br/>Gerichtsschreiberin Tiefenbacher</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 26. September 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Ursula Reger-Wyttenbach</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">advokatur rechtsanker</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Ankerstrasse 24, Postfach 9822, 8036 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren 1971, Mutter dreier Söhn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e (geboren 1989, 1992 und 2005) meldete sich am 22. November 2004 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/16). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, verneinte mit Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung vom 14. März 2006 (Urk. 7/42) und Einspracheentscheid vom 7. Juni 200</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6 (Urk. 7/66) einen Rentenanspruch, was vom hiesigen Gericht mit Urteil vom 27. November 2007 im Verfahren Nr. IV.2006.00607 bestätigt wurde (Urk. 7/73).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach erneuter Anmeldung vom 30. September 2014 (Urk. 7/102) holte die IV-Stelle unter anderem ein polydisziplinäres Gutachten ein, das von den Ärzten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> am 29. Februar 2016 erstattet wur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de (Urk. 7/132). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/140-141) ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">neinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 26. Juli 2016 einen Rentenanspruch (Urk. 7/145 = Urk. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte erhob am 13. September 2016 Beschwerde gegen die Verfügung vom 26. Juli 2016 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und die Sache </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei an die Beschwerdegegnerin zur Vornahme ergänzender Abklärungen zurüc</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">k</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuweisen (S. 2 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 21. Oktober 2016 (Urk. 6) die Abweisung der Beschwerde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 5. Dezember 2016 erstatteten die Y.___-Gutachter eine vom Gericht erbetene ergänzende Stellungnahme (Urk. 11), die am 22. Dezember 2016 den Parteien zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 13). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Erwerbsunfähigkeit ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">blei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wind</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ans</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) davon aus, auf das eingeholte Gutachten könne abgestellt werden (S. 2 Mitte) und ab Mai 2014 habe wieder eine volle Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Reinigungskraft sowie in einer leidensangepassten Tätigkeit bestanden (S. 2 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), das Y.___-Gutachten sei aus näher dargelegten Gründen mangelhaft (S. 6 f. Ziff. 4), weshalb zusätzliche Abklärungen notwendig seien (S. 7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist, ob die gegen das Y.___-Gutachten geltend gemachten Einwände stichhaltig sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 29. Februar 2016 erstatteten Dr. med. Z.___, Facharzt für Allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meine Innere Medizin, Dr. med. A.___, Fachärztin für Rheumatologie, Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. C.___, Facharzt für Neurologie, Y.___, ein Gutachten im Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trag der Beschwerdegegnerin (Urk. 7/132/2-30).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie stützten sich auf die ihnen überlassenen und zusätzlich eingeholte Akten (S. 7 ff.), die Angaben der Beschwerdeführerin (S. 9 f.) und die von ihnen am 19./20. Januar 2016 (S. 1 Mitte) erhobenen Befunde (S. 10 ff.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gutachter führten unter anderem aus, die Explorandin klage als erstes über - näher umschriebene - Nackenschmerzen. Weiter klage sie über Kopf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schmer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zen, die kommen und gehen würden, beispielsweise in Stresssituationen, aber auch spontan ohne bestimmten Auslöser. Ferner klage sie über - näher um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schriebene - lumbale Rückenschmerzen (S. 9 Ziff. 3.1.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im neurologischen Teil des Gutachtens wurde unter anderem ausgeführt, die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Kopfschmerzen könnten aus näher dargelegten Gründen aktuell nicht im Rahmen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> einer Migräne mit Aura klassifiziert werden, auch nicht als Spannungstyp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kopfweh, und für eine zervikogene Komponente sei das nur intermittierende Auftreten in dieser Intensität und in dieser Symmetrie ungewöhnlich, auch habe zumindest im Untersuchungszeitpunkt klinisch kein relevantes Zervikalsyndrom objektiviert werden können. Es ergäben sich auch sonst weder anamnestisch noch klinisch noch bildgebend Hinweise für eine andere sekundäre Kopfweh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">form. Die Schmerzen seien zum aktuellen Zeitpunkt nicht sicher klassifizierbar (S. 25 Mitte). Aus dem Vorliegen intermittierender Kopfschmerzen könne keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit abgeleitet werden und von Seiten der statt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gehabten Insulte persistierten klinisch keine Residuen (S. 26 Ziff. 4.3.5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-Gutachter nannten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit (S. 26 Ziff. 5.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom beidseits</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">myostatische Insuffizienz mit den entsprechenden muskuloliga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">men</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">tären Überlastungsreaktionen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">ISG Funktionsstörung links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">klinisch keine Hinweise für radikuläre Symptomatik</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Diskusprotrusion L4/5 und L5/S1 ohne Neurokompression (MRI November 2015)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Hypermobilität</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie (S. 26 f. Ziff. 5.2):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10 F54, richtig wohl F45</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisches zervikospondylogenes Schmerzsyndrom </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">intermittierende Kopfschmerzen, nicht sicher klassifizierbar</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach wahrscheinlich embolischen zerebrovaskulären Insulten im PICA-Stromgebiet rechts April 2013 und im Media-Stromgebiet links April 2014</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Status nach Verschluss eines offenen Foramen ovale mit Vorhof</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">sep</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">tumaneurysma am 25. August 2014</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">klinisch keine Residuen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Adipositas mit BMI 30.5 kg/m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Otosklerose beidseits</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Status nach Operation links November 2013</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Nephrolithiasis anamnestisch</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Ulcus ventriculi</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In ihrer Beurteilung (S. 27 f. Ziff. 6.2) führten sie unter anderem aus, bei der rheumatologischen Untersuchung habe die Explorandin eine in sämtlichen Ebe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen deutlich eingeschränkte, unter Ablenkung (jedoch) nicht feststellbare Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weglichkeit der Halswirbelsäule (HWS) demonstriert. Klinische Hinweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zeichen für eine radikuläre oder Wurzelkompressionssymptomatik an den oberen Extre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mitäten hätten gefehlt. Eine Kernspintomographie der HWS vom April 2014 sei bis auf eine leichte Diskusprotrusion C4/5 unauffällig gewesen. Im Lumbal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">reich habe die Explorandin ebenfalls eine in sämtlichen Ebenen einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkte, bei unbewussten Bewegungen wie dem An- und Ausziehen (jedoch) nicht mehr feststellbare eingeschränkte LWS-Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule (LWS) demonstriert. Auch hier hätten Hinweise für eine radikuläre oder Wurzelkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pressionssymptomatik gefehlt. Eine Kernspintomographie der LWS vom Novem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2015 habe lediglich beginnende degenerative Veränderungen und Diskus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trusionen L4/5 und L5/S1 ohne Neurokompression gezeigt (S. 27). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus rheumatologischer Sicht bestehe keine zumutbare Arbeitsfähigkeit für über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wiegend mittelschwere und schwere berufliche Tätigkeiten. Für leichte bis gelegentlich mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten, wie für die ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stammte Arbeit im Reinigungsdienst, bestehe aus rheumatologischer Sicht hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegen eine volle Arbeitsfähigkeit (S. 27 unten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der neurologischen Untersuchung sei der klinisch-neurologische Status unauf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fällig gewesen. Es hätten sich keine Residuen der stattgehabten zere</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">brovaskulären Insulte feststellen lassen. Die Explorandin habe diesbezüglich auch keine Beschwerden geltend gemacht. Die von ihr beklagten intervall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">artigen Kopfschmerzen seien nicht sicher klassifizierbar. Es könne daraus keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit abgeleitet werden. Aus neurologischer Sicht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bestehe zusammengefasst keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 28 ob</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der psychiatrischen Untersuchung habe der Verdacht auf eine Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verbreitungsstörung gestellt werden können. Eine eigenständige psychische Erkran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kung habe nicht festgestellt werden können und aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Auch aus allgemein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">inter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tischer Sicht habe keine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden können (S. 28).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schliesslich führten die Gutachter aus, insgesamt kämen sie aus polydiszi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rer Sicht zum Schluss, dass bei der Explorandin für körperlich leichte bis inter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mittierend mittelschwer belastende berufliche Tätigkeiten, wie für die ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stammte Tätigkeit im Reinigungsdienst, eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 100 % bestehe. Für körperlich andauernd mittelschwer bis schwer belasten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de berufliche Tätigkeiten bestehe hingegen keine zumutbare Arbeitsfähigkeit (S. 28 Mitte).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Temporär mit den stattgehabten zerebrovaskulären Insulten und den damit ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bundenen Hospitalisationen dürfte von April 2013 bis April 2014 eine voll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dige Arbeitsunfähigkeit bestanden haben. Es bestünden keine Hinweise, dass die Arbeitsfähigkeit für die bisherige Tätigkeit und andere angepasste körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten seit Mai 2014 oder vor April 2013 länger</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fristig relevant eingeschränkt gewesen wäre (S. 28 Ziff. 6.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In der Beschwerde (Urk. 1) wurde unter anderem ausgeführt, in einem Arzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richt vom 25. August 2014 sei der Ursprung der erlittenen Insulte auf ein persi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rendes Foramen ovale (PFO) Grad 2 zurückgeführt worden. Am 25./26. Augu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">st 2014 sei das PFO verschlossen worden (S. 4). </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In einer für die Krankentaggeldversicherung abgegebenen rheumatologischen Beurteilung vom 9. März 2015 sei ausgeführt worden, dass die Beschwerden der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführerin im Sinne von Schwindel und verstärkten Kopfschmerzen be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">i repetitiv vornüber gebückten Arbeiten durchaus möglich seien. Solche Arbeiten sollten vermieden werden (S. 4 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Y.___-Gutachten werde auf die möglichen Zusammenhänge des persistie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">renden Foramen ovale mit den Risiken von Schlaganfällen und der häufigen Assoziation mit Migränen überhaupt nicht eingegangen. Die Insulte würden sogar, wie die Formulierung der Diagnose zeige, in Frage gestellt. Dass sie diese erlitten habe, sei für die Gutachter aus den Akten ersichtlich gewesen, trotzdem seien sie nicht darauf eingegangen (S. 6 Ziff. 4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der am Y.___-Gutachten beteiligte Neurologe Dr. C.___ sowie Dr. med. O.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Ärztliche Leitung Y.___, nahmen am 5. Dezember 2016 zu ihnen vom Gericht unterbreiteten Fragen Stellung (Urk. 11). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie wiesen darauf hin, dass im Gutachten ein „Status nach wahrscheinlich embolischen zerebrovaskulären Insulten“ als Diagnose genannt wurde und nicht, wie von der Beschwerdeführerin angenommen, ein „Status nach wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheinlichen embolischen zerebrovaskulären Insulten“, dass sich die Qualifi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ka</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tion ‚wahrscheinlich‘ also auf das Adjektiv ‚embolisch‘ bezog und nicht auf das Substantiv ‚Insulte‘. Ebenso wiesen sie darauf hin, dass im Gutachten ausdrück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich von ‚stattgehabten‘ Insulten die Rede war (S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zum beschwerdeweise geltend gemachten, teilweise als sehr häufig bezeich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">neten allfälligen Zusammenhang eines PFO mit Migräne und erhöhtem Risiko von Schlaganfällen (S. 1) führten sie aus, was folgt (S. 2):</span></p><p class="Normal Dispotext"><br/></p><p class="Normal Dispotext"><span class="Normal Dispotext">Das PFO wurde am 25.08.2014 verschlossen, womit diese Problematik - wenn man an ihre pathogenetische Bedeutung glaubt (…) - behoben sein sollte. Es ist also sehr unwahrscheinlich, dass die noch beklagten Kopfschmerzen mit diesem PFO irgendeinen Zusammenhang haben, umso mehr, als sie nicht als Migräne klassifiziert werden können (…). </span></p><p class="Normal Dispotext"><span class="Normal Dispotext">Die Assoziation zwischen offenem PFO und Migräne ist ein altes Thema. Der neurologische Referent verweist an dieser Stelle auf das entsprechende Kapitel in den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, wo es betreffend interventioneller Verfahren zur Migränetherapie hierzu Folgendes heisst (Zitat): „Epidemiologische Daten lassen vermuten, dass bei Patienten mit Migräne insbesondere mit Aura häufiger ein offenes Foramen ovale zu finden ist als in der Normalbevölkerung. Inwieweit zwischen der Migräne und dem PFO ein pathophysiologischer Zusammenhang besteht oder ob es sich hierbei nur um ein ontogenetisches Phänomen handelt, ist bisher ungeklärt. Zahlreiche offene Studien zeigten zum grössten Teil therapeutische Effekte eines PFO-Verschlusses. Die prospektive randomisierte MIST-Studie konnte die Effektivität dieses Verfahrens für den Endpunkt Freiheit von Migräneattacke nicht bestätigen". Bei der Explorandin liegt zweifellos keine Migräne mit Aura vor und wie oben schon erwähnt kann derzeit abgestützt auf die IHS-Kriterien auch nicht eine „normale" Migräne (d.h. ohne Aura) diagnostiziert werden. Dass der Verschluss des PFO bei andersartigen Kopfschmerzen sowieso keinen Einfluss hat, erstaunt daher nicht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In der medizinischen Fachliteratur wurde gemäss der ergänzenden Stellung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahme der Y.___-Gutachter berichtet, dass vermutungsweise bei Patienten mit Migräne insbesondere mit Aura ein offenes Foramen ovale häufiger als in der Normalbevölkerung zu finden ist (vorstehend E. 4.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diese auch seitens der Beschwerdeführerin unbestritten gebliebene fachmedi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zinische Stellungnahme entkräftet die am Y.___-Gutachten geübte Kritik vollum</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fänglich. Erstens bezieht sich der vermutete allfällige ursächliche Zusammen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hang zwischen der Migräne insbesondere mit Aura und einem Foramen ovale ausdrücklich auf ein offenes Foramen ovale. Bei der Beschwerdeführerin wurde jedoch das Foramen ovale im August 2014 verschlossen, womit der allfälligen Ursachenvermutung das Substrat entzogen ist. Zweitens konnte bei der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführerin keine Migräne, und insbesondere keine solche mit Aura, diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nostiziert werden, sondern ihre Kopfschmerzen wurden - mit einlässlicher Begrün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dung - als nicht klassifizierbar eingestuft. Damit fehlt auch auf der zweiten Seite der Ursache-Wirkungs-Vermutung die Substanz.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ob das Foramen ovale das Auftreten der stattgehabten Insulte begünstigt haben könnte, ist sodann eine Frage der Ätiologie der betreffenden Insulte, die mit dem Fehlen von Residuen dieser Insulte hinfällig geworden ist und deren Beant</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wortung zur hier allein massgebenden Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ohnehin nichts hätte beitragen können. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schliesslich bleibt festzuhalten, dass im Gutachten die 2013 und 2014 erlittenen Insulte sehr wohl thematisiert und schon gar nicht etwa ‚negiert‘ worden sind. Der gegenteilige Vorwurf der Beschwerdeführerin entbehrt jeglicher Grundlage. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auch dass gemäss einer im März 2015 abgegebenen rheumatologischen Beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung die Beschwerden der Beschwerdeführerin im Sinne von Schwindel und verstärkten Kopfschmerzen bei repetitiv vornüber gebückten Arbeiten ‚durchaus möglich‘ seien (vorstehend E. 4.1), beeinträchtigt die Schlüssigkeit des Gutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens nicht. Schwindelbeschwerden hat die Beschwerdeführerin anlässlich der Begutachtung gar nicht (mehr) angegeben (vorstehend E. 3.2), und bezüglich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Kopfschmerzen ist nicht deren - unklar gebliebene - Auslösung massge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, sondern die sich allenfalls daraus ergebende Einschränkung der Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit, die im Gutachten begründet verneint wurde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3 </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Damit erweist sich die am Y.___-Gutachten geübte Kritik als grundlos, und es ist auf das Gutachten, das alle praxisgemässen Anforderungen (vorstehend E. 1.3) voll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">umfänglich erfüllt, abzustellen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Damit ist der Sachverhalt dahingehend erstellt, dass von einer vollen Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit auszugehen ist. Die entsprechende Feststellung der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nerin erweist sich damit als begründet und ihre darauf abgestützte Verfügung als rechtens. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des Bundesgesetzes über die Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lidenversicherung (IVG) sind ermessensweise auf Fr. 1‘000.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Y.___-Gutachter haben für ihre ergänzende Stellungnahme Fr. 966.-- in Rech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nung gestellt (Urk. 12). Diese musste nicht infolge ungenügender Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen durch die Beschwerdegegnerin eingeholt werden, weshalb ihr diese Kosten nicht zu überbinden sind. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1'000</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt. Rechnung</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Ursula Reger-Wyttenbach</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">zustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannTiefenbacher</p><p></p></div> </div></body></html>