<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2001.00006</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106166&amp;W10_KEY=13013577&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2001.00006</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 04.07.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Arbeitszeugnis</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Das Arbeitszeugnis, dessen Änderung mit Beschwerde beantragt wird, muss inhaltlich richtig sein; es soll grundsätzlich wohlwollend formuliert sein, darf aber im Hinblick auf die Wahrheitspflicht auch ungünstige Beurteilungen enthalten. Zuständigkeit der Kammer des Verwaltungsgerichts (E. 1). Zu den einzelnen Änderungsbegehren (E. 2). Gerichtskosten und Parteientschädigung (E. 3 und 4). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSZEUGNIS">ARBEITSZEUGNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERICHTIGUNGSANSPRUCH">BERICHTIGUNGSANSPRUCH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Personalrechtliche Streitigkeiten ST: PERSONALRECHTLICHE BESCHWERDE">PERSONALRECHTLICHE BESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHADENABSCHÃTZUNG">SCHADENABSCHÃTZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STREITWERT">STREITWERT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: ÃBRIGES ÃFFENTLICHES DIENSTRECHT">ÃBRIGES ÃFFENTLICHES DIENSTRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERMÃGENSSCHADEN">VERMÃGENSSCHADEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VOLLSTÃNDIGKEIT">VOLLSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WAHRHEITSPFLICHT">WAHRHEITSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIDERRECHTLICHKEIT">WIDERRECHTLICHKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOHLWOLLEN">WOHLWOLLEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 330a OR</span><br/><span class="ungerade">§ 17 Abs. II VRG</span><br/><span class="gerade">§ 38 lit. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 74 lit. I VRG</span><br/><span class="gerade">§ 80b VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A, geboren 1961, war vom 1. Mai 1987 bis zum 29. Februar 2000 als Betriebs­an­gestellter in der GÃ¤rtnerei des UniversitÃ¤tsspitals ZÃ¼rich (USZ) tÃ¤tig gewesen. Mit Schrei­ben vom 27. Januar 2000, welches er am 3. Februar 2000 persÃ¶nlich Ã¼berbrachte, kÃ¼ndigte er im Einvernehmen die Anstellung vor Ablauf der or­dentlichen KÃ¼ndigungsfrist per 29. Feb­­ruar 2000, da er per 1. MÃ¤rz 2000 eine neue Stelle gefunden hatte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Schreiben vom 18. MÃ¤rz 2000 verlangte A verschiedene Ãn­derungen des ihm am letzten Arbeitstag ausgestellten Arbeitszeugnisses, worauf ihm am 19. April 2000 ein neues, leicht abgeÃ¤ndertes Arbeitszeugnis zugestellt wurde. Auf erneu­tes Schreiben von A hin, dieser war nunmehr durch Rechtsanwalt B vertreten, stellte die Personal­ab­teilung des USZ ein neues Arbeitszeugnis mit fol­gendem Inhalt aus:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>"Herr A, geboren 1961, war vom 1. Mai 1987 bis 29. Feb­ruar 2000 als Betriebs­an­gestellter in der GÃ¤rtnerei des UniversitÃ¤tsSpitals ZÃ¼rich tÃ¤tig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Sein Aufgabengebiet umfasste folgende Arbeiten: Reinigen von Wegen, PlÃ¤tzen und Strassen mit der Kehrsaugmaschine; Pflegen und erneuern der Parkanlagen; Rasenpflege; Schneiden von StrÃ¤uchern und KleingehÃ¶lzen; Mithilfe bei der Wech­selflorbepflanzung; Pflege des Maschinenparks der GÃ¤rtnerei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Herr A verfÃ¼gt Ã¼ber umfassende Kenntnisse seines Aufgabengebietes. Wir lernten ihn als einsatzfreudigen, initiativen und verantwortungsvollen Mitarbeiter kennen, der alle ihm Ã¼bertragenen Aufgaben effizient und ordentlich erledigte. In der Zu­sam­menarbeit erwies er sich als korrekt und hilfsbereit.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Herr A verlÃ¤sst uns auf eigenen Wunsch. Wir danken ihm fÃ¼r die Mitarbeit und wÃ¼nschen ihm fÃ¼r die Zukunft alles Gute."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen das letztgenannte Zeugnis erhob A am 1. September 2000 bei der Ge­sund­heitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich Rekurs, welcher mit VerfÃ¼gung vom 13. Februar 2001 teilweise gutgeheissen wurde. Das USZ wurde verpflichtet, das Ar­beitszeugnis fÃ¼r A wie folgt zu Ã¤ndern:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>"Herr A, geboren 1961, war vom 1. Mai 1987 bis 29. Februar 2000 als Betriebs­an­gestellter in der GÃ¤rtnerei des USZ tÃ¤tig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Sein Aufgabengebiet umfasste folgende Arbeiten: Reinigen von Wegen, PlÃ¤tzen und Strassen mit der Kehrsaugmaschine; Pflegen und Erneuern von Parkanlagen; Rasenpflege; Wechselflorbepflanzungen; Schneiden von StrÃ¤uchern und Kleinge­hÃ¶lzen; Pflege und Wartung des Maschinenparks der GÃ¤rtnerei sowie die Erledi­gung aller mit diesen TÃ¤tigkeiten im Zusammenhang stehenden Arbeiten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Herr A verfÃ¼gt Ã¼ber umfassende Kenntnisse seines Aufgabengebiets. Wir lernten ihn als einsatzfreudigen, initiativen und verantwortungsvollen Mitarbeiter kennen, der alle ihm Ã¼bertragenen Aufgaben effizient und zu unserer Zufriedenheit erle­digte. In der Zusammenarbeit erwies er sich als korrekt und hilfsbereit.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Herr A verlÃ¤sst uns auf eigenen Wunsch. Wir danken ihm fÃ¼r die Mitarbeit und wÃ¼nschen ihm fÃ¼r die Zukunft alles Gute."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Eingabe vom 19. MÃ¤rz 2001 erhob A fristgerecht Be­schwer­de beim Ver­wal­tungsgericht mit dem Antrag, es sei das Arbeitszeugnis wie folgt zu formulieren (Ab­weichungen vom verfÃ¼gten Zeugnis fett gedruckt):</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>"Herr A, geboren 1961, war vom 1. Mai 1987 bis 29. Februar 2000 als Betriebs­an­gestellter in der GÃ¤rtnerei des UniversitÃ¤tsSpitals ZÃ¼rich tÃ¤tig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Sein Aufgabengebiet umfasste folgende Arbeiten: Reinigen von Wegen, PlÃ¤tzen und Strassen mit der Kehrsaugmaschine; Pflegen und Erneuern der Parkanlagen; Rasenpflege; <b>Gestaltung</b> der Wechselflorbepflanzung; Schneiden von <b>BÃ¤umen</b>, StrÃ¤uchern und KleingehÃ¶lzen, Pflege und Wartung des Maschinenparks der GÃ¤rt­nerei sowie die Erledigung <b>aller einschlÃ¤giger </b>Arbeiten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Herr A verfÃ¼gt Ã¼ber umfassende Kenntnisse seines Aufgabengebietes. Wir lernten ihn als einsatzfreudigen, initiativen und verantwortungsvollen Mitarbeiter kennen, der alle ihm Ã¼bertragenen Aufgaben <b>selbstÃ¤ndig</b>, effizient und zu unserer <b>vollen</b> Zufriedenheit erledigte. In der Zusammenarbeit erwies er sich als korrekt und hilfs­bereit.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Herr A verlÃ¤sst uns auf eigenen Wunsch. Wir danken ihm fÃ¼r die Mitarbeit und wÃ¼nschen ihm fÃ¼r die Zukunft alles Gute."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1"><span>Mit Eingabe vom 10. April 2001 (beim Gericht am 17. April 2001 eingegangen) be­antragte das USZ nunmehr, das Arbeitszeugnis sei wie folgt zu formulieren:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>"Herr A, geb. 1961, war vom 1. Mai 1987 bis 29. Feb­ruar 2000 als Betriebs­ange­stellter in der GÃ¤rtnerei des UniversitÃ¤tsSpitals ZÃ¼rich tÃ¤tig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Sein Aufgabengebiet umfasste folgende Arbeiten: Reinigen von Wegen, PlÃ¤tzen und Strassen mit der Kehrsaugmaschine; Pflegen und Erneuern der Parkanlagen; Rasenpflege; <b>zum Teil </b>Gestaltung der Wechselflorbepflanzung; Schneiden von StrÃ¤uchern und KleingehÃ¶lz <b>(selten auch BÃ¤ume)</b>, Pflege und Wartung des Ma­schinenparks der GÃ¤rtnerei sowie die Erledigung aller einschlÃ¤giger Arbeiten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Herr A verfÃ¼gt Ã¼ber umfassende Kenntnisse seines Aufgabengebietes. Wir lernten ihn als einsatzfreudigen, initiativen und verantwortungsvollen Mitarbeiter kennen, der alle ihm Ã¼bertragenen Aufgaben <b>zum Teil</b> selbstÃ¤ndig, <b>zum Teil nach Wei­sung seiner Vorgesetzten,</b> effizient und zu unserer vollen Zufriedenheit erle­digte. In der Zusammenarbeit erwies er sich als korrekt und hilfsbereit.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Herr A verlÃ¤sst uns auf eigenen Wunsch. Wir danken ihm fÃ¼r die Mitarbeit und wÃ¼nschen ihm fÃ¼r die Zukunft alles Gute."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Eingabe vom 25. April 2001 beantragte die Vorinstanz, es sei den AntrÃ¤gen des USZ zu folgen und in dem Sinn die Beschwerde teilweise abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) GemÃ¤ss § 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG; in der am 1. Januar 1998 in Kraft getretenen Fassung vom 8. Juni 1997) sind erstin­stanzliche Rekursentscheide Ã¼ber personalrechtliche Anordnungen mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht anfechtbar.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine personalrechtliche Anordnung im Sinn von § 74 Abs. 1 VRG liegt vor, wenn ein objektives Anfechtungsinteresse des Betroffenen besteht. Im Hinblick auf die Bedeu­tung, die das Arbeitszeugnis fÃ¼r das Fortkommen des Arbeitnehmers hat, ist nach der heu­tigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts das Anfechtungsinteresse betreffend Strei­tigkeiten Ã¼ber den Inhalt eines Arbeitszeugnisses zu bejahen (VGr, 12. Juli 2000, PB.2000.­00010 E. 1a mit Hinweisen [http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung]).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts handelt es sich bei den Ver­fahren betreffend die korrekte Qualifikation der erbrachten Arbeit nicht um eine wirtschaft­liche Streitigkeit (zumindest nicht aus Sicht des Arbeitgebers oder der Arbeitgeberin), wes­halb das Vorliegen eines Streitwerts fÃ¼r die Frage der ZustÃ¤ndigkeit gemÃ¤ss § 38 Abs. 2 VRG zu verneinen und die Sache in Dreierbesetzung zu behandeln ist (VGr, 12. Juli 2000, PB.2000.00010 E. 1b, a.a.O.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Mit Recht weist die Vorinstanz darauf hin, dass vorliegend das auf den 1. Juli 1999 in Kraft getretene neue Personalgesetz vom 27. September 1998 (PG) zur Anwen­dung gelange (§ 57 Abs. 1 PG). GemÃ¤ss § 46 Abs. 2 PG kÃ¶nnen die Angestellten jederzeit ein Zeugnis verlangen, das Ã¼ber die Art und die Dauer des ArbeitsverhÃ¤ltnisses sowie Ã¼ber ihre Leistungen und ihr Verhalten Auskunft gibt. DiesbezÃ¼glich fÃ¼hrt die Vorinstanz zu­tref­fend aus, dass diese Formulierung im neuen Ã¶ffentlichen Personalrecht derjenigen in Art. 330a des Obligationenrechts (OR) entspreche, welche schon bisher in Ã¶ffentlich-<br/> recht­lichen AnstellungsverhÃ¤ltnissen sinngemÃ¤ss zur Anwendung gekommen sei. Auch wenn das Ã¶ffentliche Personalrecht fÃ¼r die zu entscheidende Einzelfrage nun eine eigen­stÃ¤ndige Norm bereitstelle, sei aus dem gleichbleibenden Wortlaut dieser neuen Ã¶ffentlich-rechtli­chen Bestimmung zu schliessen, dass sich am Umfang des Rechts auf Ausstellung eines Arbeitszeugnisses unter dem neuen Recht grundsÃ¤tzlich nichts geÃ¤ndert habe, so dass auch fÃ¼r die Rechtsprechung im vorliegenden Bereich auf die herrschende Lehre und Praxis zu Art. 330a OR zurÃ¼ckgegriffen werden kÃ¶nne.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) In erster Linie muss das Zeugnis inhaltlich richtig sein. Die der Beurteilung zu­grunde gelegten Tatsachen mÃ¼ssen objektiv richtig sein (Manfred Rehbinder, Berner Kom­mentar, 1985, Art. 330a N. 7, N. 14 OR; Adrian Staehelin/Frank Vischer, ZÃ¼rcher Kom­mentar, 1996, Art. 330a N. 10 OR). Wenn auch das Zeugnis grundsÃ¤tzlich wohlwollend for­muliert werden soll, so darf es im Hinblick auf die Wahrheitspflicht auch ungÃ¼nstige Beurteilungen enthalten (Rehbinder, N. 14; Staehelin/Vischer, N. 11). Es muss in guten Treuen, im Rahmen des pflichtgemÃ¤ssen Ermessens und der Verkehrssitte abgefasst wer­den (Rehbinder, N. 7; Staehelin/Vischer, N. 10).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In diesem Licht sind die Ãnderungs- und ErgÃ¤nzungsvorschlÃ¤ge des Beschwerde­fÃ¼hrers im Einzelnen zu prÃ¼fen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) aa) <b>Gestaltung </b>der Wechselflorbepflanzung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer lÃ¤sst geltend machen, dass er zweimal jÃ¤hrlich die Wech­sel­florbepflanzung im Park und in allen Rabatten selbstÃ¤ndig vorgenommen habe. Es habe sich dabei um das Pflanzen von 20'000 bis 30'000 Pflanzen gehandelt, die Mitte Juni fÃ¼r den Sommer und Mitte Oktober fÃ¼r den Winter gepflanzt worden seien. Er habe diese Pflanzen nach eigenem GutdÃ¼nken und ohne Anweisungen des Vorgesetzten eingesetzt. Der Vorgesetzte habe weder Vorgaben Ã¼ber die Aufteilung der Pflanzen auf die einzelnen Beete noch Ã¼ber die farbliche Anordnung derselben gemacht. Vielmehr habe der Be­schwerdefÃ¼hrer selber die an einem Ort deponierten Pflanzen ab Lieferung genommen und sie nach eigenen Vorstellungen in die einzelnen Beete eingesetzt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Beschwerdegegner ist nunmehr damit einverstanden, dass der Passus "zum Teil Gestaltung der Wechselflorbepflanzung" in das Arbeitszeugnis Ã¼bernommen werde. Er macht geltend, dass der BeschwerdefÃ¼hrer lediglich aus dem vorgelegten Material, welches von anderen Personen aufgrund einer Ã¼bergeordneten Planung bestellt bzw. geliefert wor­den sei, die Wechselflorbepflanzung gestaltet habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Beschwerdegegner anerkennt somit grundsÃ¤tzlich, dass der BeschwerdefÃ¼hrer bei der Wechselflorbepflanzung gestalterisch tÃ¤tig war, wenn auch in einem eingeschrÃ¤nk­ten Ausmass, weil die Bestellungen von anderen Personen aufgrund einer Ã¼bergeordneten Planung erfolgt seien. Fraglich ist nun, ob der Umstand, dass der BeschwerdefÃ¼hrer die Be­pflanzung aufgrund des vorgelegten Materials vorgenommen hat, bezÃ¼glich der Formulie­rung "Gestaltung der Wechselflorbepflanzung" einer EinschrÃ¤nkung bedarf oder nicht. Dies ist zu verneinen, denn der Begriff "Gestaltung" bedeutet "Formung, Ausformung, Dar­stellung; Verarbeitung" (Duden, Die sinn- und sachverwandten WÃ¶rter, SynonymwÃ¶r­terbuch der deutschen Sprache, Band 8, 2. A., Mannheim/Leipzig/Wien/ZÃ¼rich 1997) und beinhaltet nicht auch das Organisieren des fÃ¼r die Gestaltung des Werks erforderlichen Ma­terials. Das Konzipieren des fÃ¼r die Bepflanzung erforderlichen Materials und die Bestel­lung desselben umfasst daher ein anderes Aufgabengebiet und bedÃ¼rfte wohl einer eigenen ErwÃ¤hnung im Arbeitszeugnis. Es ergibt sich somit, dass das Arbeitszeugnis dahingehend zu ergÃ¤nzen ist, dass der BeschwerdefÃ¼hrer die Wechselflorbepflanzung gestaltet hat. Hin­gegen kann dem Vorschlag des Beschwerdegegners, wonach der BeschwerdefÃ¼hrer die Wech­selflorbepflanzung "zum Teil" gestaltet habe, nicht gefolgt werden, weil dies bedeu­ten wÃ¼rde, dass der BeschwerdefÃ¼hrer zum Teil selbstÃ¤ndig und zum Teil nach <i>exakten </i>Vorgaben die Bepflanzungen in der Anlage vorgenommen habe. Letzteres macht aber der Beschwerdegegner gar nicht geltend, sondern er hÃ¤lt nur fest, dass die Bepflanzung aus dem vorgelegten Material erfolgt sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Schneiden von <b>BÃ¤umen</b>:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer lÃ¤sst ausfÃ¼hren, einmal jÃ¤hrlich ca. acht BÃ¤ume im Parkareal geschnitten zu haben. Diese TÃ¤tigkeit habe er Ã¼ber Jahre hinweg ausgefÃ¼hrt, obwohl er kei­ne GÃ¤rtnerlehre absolviert habe. Gerade deswegen sei es fÃ¼r ihn wichtig, dass das Arbeits­zeugnis korrekte Auskunft Ã¼ber die getÃ¤tigten Arbeiten gebe. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Beschwerdegegner anerkennt nunmehr, dass der BeschwerdefÃ¼hrer auch BÃ¤u­me geschnitten habe, mÃ¶chte diese TÃ¤tigkeiten aber im eingeschrÃ¤nkten Sinn im Ar­beits­zeugnis festgehalten haben, nÃ¤mlich "Schneiden von StrÃ¤uchern und KleingehÃ¶lz (selten auch BÃ¤ume)". Der Beschwerdegegner fÃ¼hrt in diesem Zusammenhang aus, beim Schnei­den der BÃ¤ume habe es sich um eine sehr untergeordnete Arbeit gehandelt, weshalb sie sachlich nicht gleich gewichtet werden kÃ¶nne wie das hÃ¤ufige Schneiden von StrÃ¤u­chern und KleingehÃ¶lzen, da andernfalls der Eindruck entstehen wÃ¼rde, dass der Be­schwerde­fÃ¼hrer umfangreiche Kenntnisse und Routine im Schneiden von BÃ¤umen habe. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Formulierung "selten" kommt gemÃ¤ss Duden (SynonymwÃ¶rterbuch) unter an­derem die Bedeutung "rar, verstreut, vereinzelt, sporadisch, Gelegenheits-, nicht oft, karg, manchmal" zu. Nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer ausfÃ¼hrt, jÃ¤hrlich einmal ca. acht BÃ¤ume geschnitten zu haben und dies von der Beschwerdegegnerin nicht mehr bestritten wird, ist das einschrÃ¤nkende Wort "selten" bezÃ¼glich des Schneidens von BÃ¤umen nicht angezeigt, weil dadurch der Eindruck entstÃ¼nde, der BeschwerdefÃ¼hrer habe im Rahmen seiner lang­jÃ¤hrigen TÃ¤tigkeit nur hie und da einen Baum geschnitten. Andererseits ist aber auch die vom BeschwerdefÃ¼hrer beantragte Formulierung "Schneiden von BÃ¤umen, StrÃ¤uchern und KleingehÃ¶lzen" nicht angezeigt, liesse doch diese AufzÃ¤hlung (das uneingeschrÃ¤nkte Vor­anstellen des Schneidens von BÃ¤umen) darauf schliessen, dass der Schnitt der BÃ¤ume <br/> â wenn nicht sogar im Vordergrund â zumindest mit der Ã¼brigen SchnitttÃ¤tigkeit gleichge­standen ist. Eine solche Schlussfolgerung wÃ¤re jedoch fehl am Platz, hÃ¤lt doch der Be­schwerdefÃ¼hrer selber fest, jÃ¤hrlich (nur oder immerhin) ca. acht BÃ¤ume geschnitten zu haben. Aufgrund dieser AusfÃ¼hrungen rechtfertigt sich somit die bei BÃ¤umen vorgenom­mene SchnitttÃ¤tigkeit wie folgt festzuhalten: "Schneiden von StrÃ¤uchern, KleingehÃ¶lzen <b>und auch BÃ¤umen</b>". </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Erledigung <b>aller einschlÃ¤giger </b>Arbeiten:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nachdem der Beschwerdegegner diese vom BeschwerdefÃ¼hrer vorgeschlagene For­mulierung kommentarlos in seine AntrÃ¤ge bezÃ¼glich der Neuformulierung des Arbeits­zeug­­nisses Ã¼bernommen hat, erÃ¼brigen sich weitere AusfÃ¼hrungen. Das Arbeitszeugnis ist entsprechend zu ergÃ¤nzen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>dd) <b>SelbstÃ¤ndige </b>Erledigung der ihm Ã¼bertragenen Aufgaben:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer mÃ¶chte im Arbeitszeugnis erwÃ¤hnt haben, dass er die ihm Ã¼bertragenen Arbeiten selbstÃ¤ndig ausgefÃ¼hrt habe. In diesem Zusammenhang lÃ¤sst er aus­fÃ¼hren, die aus den Qualifikationen und dem Arbeitszeugnis ersichtliche unwohlwollende Gesinnung der Vorgesetzten scheine unter anderem darin begrÃ¼ndet zu sein, dass der Be­schwerdefÃ¼hrer als langjÃ¤hriger Mitarbeiter eben gerade zu selbstÃ¤ndiger ArbeitsausfÃ¼h­rung befÃ¤higt gewesen sei und er Ã¼ber einen hÃ¶heren Wissensstand als der direkte Vorge­setzte verfÃ¼gt habe. Als Beispiele fÃ¼r Arbeiten, die er regelmÃ¤ssig ohne Auftrag des Vorge­setzten erkannt und in eigener Initiative ausgefÃ¼hrt habe, nennt er unter anderem das Schnei­den von Kanten und Pflanzen, JÃ¤ten, Putzarbeiten und das Reparieren von defekten Maschinen. Auch sei darauf hinzuweisen, dass er wÃ¤hrend der Zeit vom Weg­gang des ur­sprÃ¼nglichen Vorgesetzten bis zum Arbeitsbeginn des neuen Vorgesetzten den ganzen Park selbstÃ¤ndig betreut und vorbildlich gepflegt habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Beschwerdegegner ist damit einverstanden, wenn im Arbeitszeugnis festgehal­ten wird, dass der BeschwerdefÃ¼hrer die Arbeiten "zum Teil selbstÃ¤ndig und zum Teil nach Weisung seiner Vorgesetzten" erledigt habe. Der Beschwerdegegner hÃ¤lt weiter fest, dass es sich dabei letztlich um eine Beurteilungsfrage handle, sich die SelbstÃ¤ndigkeit nicht auf alle Arbeiten bezogen habe und nur temporÃ¤r zum Tragen gekommen sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Vorinstanz stellt in ihrem Entscheid nicht in Abrede, dass der BeschwerdefÃ¼h­rer in den ersten Jahren seiner Anstellung eine gewisse SelbstÃ¤ndigkeit erreicht habe. Auf­grund der letzten beiden Qualifikationen wÃ¼rden sich jedoch Zweifel ergeben, wie weit er diese Entwicklung zur selbstÃ¤ndigen Arbeitsweise fortgesetzt habe oder ob diese spÃ¤ter eher zu Ungunsten des Betriebs zum Tragen gekommen sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>An dieser Stelle ist nochmals darauf hinzuweisen, dass das Zeugnis zwar wohlwol­lend formuliert werden soll, die der Beurteilung zugrunde gelegten Tatsachen aber objektiv richtig sein mÃ¼ssen. Das Arbeitszeugnis muss in guten Treuen, im Rahmen des pflichtge­mÃ¤ssen Ermessens und der Verkehrssitte abgefasst sein (ErwÃ¤gung 2b). Vorliegend ist schon die Formulierung, wonach der BeschwerdefÃ¼hrer die Ã¼bertragenen Arbeiten "effizi­ent" ausgefÃ¼hrt habe, wohlwollend im erwÃ¤hnten Sinn. Der Wendung "effizient" kommt die Bedeutung "nachhaltig" und "zugkrÃ¤ftig" zu, was als positiv zu werten ist (Duden, Syno­nymwÃ¶rterbuch). Auch die Umschreibung des BeschwerdefÃ¼hrers als "initiativen" Mitarbeiter heisst, dass er "etwas unternahm", "an die Hand nahm", "zur Tat Schritt" oder "aktiv wurde" (Duden, SynonymwÃ¶rterbuch). Der vom BeschwerdefÃ¼hrer zusÃ¤tzlich bean­tragten Wendung "selbstÃ¤ndig" kommt hingegen wohl die Bedeutung von "eigenstÃ¤ndig" und "unabhÃ¤ngig" im positiven Sinn zu, das Wort kann aber auch den Sinn von "unange­passt", "unbequem", "nonkonformistisch" und "eigenmÃ¤chtig" beinhalten (Duden, Syno­nymwÃ¶rterbuch). Welcher Sinn dem Wort "selbstÃ¤ndig" im Einzelfall zukommt, hÃ¤ngt somit vom Ã¼brigen Text ab. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der nun vom Beschwerdegegner beantragten Formulierung, wonach der Beschwer­defÃ¼hrer die Arbeiten "zum Teil selbstÃ¤ndig, zum Teil nach Weisung seiner Vorgesetzten" erledigt habe, kommt zwar dem Wortlaut nach eine neutrale Bedeutung zu, und sie ent­spricht grundsÃ¤tzlich den Tatsachen (auch der BeschwerdefÃ¼hrer macht nicht geltend, stets alle Arbeiten selbstÃ¤ndig ausgefÃ¼hrt zu haben). Im Kontext erschiene eine solche Formulie­rung aber als ungewÃ¶hnlich und kÃ¶nnte die Ã¼brigen Begriffe wie "initiativ" und "effizient" relativieren. Es erÃ¼brigt sich somit, den Begriff "selbstÃ¤ndig" oder die Umschreibung "zum Teil selbstÃ¤ndig, zum Teil nach Weisung seiner Vorgesetzten" in das Zeugnis zu Ã¼bertra­gen, da dies nichts zum besseren VerstÃ¤ndnis beitragen wÃ¼rde. Entsprechend erÃ¼brigt es sich auch, die umstrittenen Qualifikationen aus dem Jahr 1998 nÃ¤her heran­zuziehen oder weitere AuskÃ¼nfte einzuholen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>ee) Erledigung zur <b>vollen </b>Zufriedenheit:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt, die von ihm erledigten Arbeiten seien mit dem Kommentar "zu unserer vollen Zufriedenheit" zu werten. Zwar hat der Beschwerdegegner diese Wendung in seinem neu beantragten Arbeitszeugnis Ã¼bernommen, mÃ¶chte es aber anscheinend doch dem Gericht Ã¼berlassen zu beurteilen, ob sich diese Wertung vorliegend als korrekt erweise. Der Beschwerdegegner bestreitet jedoch nicht, dass die Gesamtquali­fikation des BeschwerdefÃ¼hrers vom 3. MÃ¤rz 2000 mit "B" bewertet worden ist, was be­deute, dass "die Leistungen und das Verhalten vollumfÃ¤nglich den An­forderungen ent­spre­chen (gut)". Unter diesen UmstÃ¤nden drÃ¤ngt sich jedoch die Wertung "zu unserer vollen Zufriedenheit" auf, da die alleinige Wendung "zu unserer Zufriedenheit" missverstÃ¤ndlich sein kÃ¶nnte und daher unzulÃ¤ssig ist (vgl. Rehbinder, Art. 330a N. 7 und 13 OR; Heinz Haus­heer, Berner Kommentar, 2001, Update, Art. 330a N. 13 OR; JÃ¼rg BrÃ¼hwiler, Kom­mentar zum Einzelarbeitsvertrag, OR Art. 319-343, 2. A., Bern/Stuttgart/ Wien 1996, Art. 330a N. 3 S. 230 f.; Susanne Janssen, Die Zeugnispflicht des Arbeitge­bers, Bern 1996, S. 238).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die Beschwerde teilweise gutzuheissen und das Arbeitszeugnis im dargelegten Sinn zu ergÃ¤nzen ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. FÃ¼r personalrechtliche Streitigkeiten mit einem Streitwert von unter Fr. 20'000.- werden keine Gerichtskosten erhoben; vorbehalten bleibt die Kostenauflage an die unter­liegende Partei, die durch ihre ProzessfÃ¼hrung einen unangemessenen Aufwand verursacht hat (§ 80b VRG). Wo â wie hier â ein unmittelbar bezifferbarer Streitwert fehlt, sind in sinngemÃ¤sser Anwendung von § 80b VRG nur Gerichtskosten zu erheben, wenn es um Entscheidungen grosser Tragweite geht (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kom­mentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 80b N. 3). Da der Beschwerdegegner (als mehrheitlich unterliegende Partei) keinen un­angemessenen Aufwand verursacht hat und die Streitsache noch nicht von grosser Trag­weite im Sinn der erwÃ¤hnten Rechtsprechung ist, sind die Kosten auf die Gerichtskasse zu nehmen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Die Vorinstanz hat keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen, da sie trotz teilwei­ser Gutheissung des Rekurses davon ausging, der BeschwerdefÃ¼hrer sei in wesentlichen Teilen des Begehrens unterlegen. Der BeschwerdefÃ¼hrer verlangt nun die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung unter BerÃ¼cksichtigung der im vorinstanzlichen Verfahren ent­standenen Aufwendungen. Der Beschwerdegegner stellt sich auf den Standpunkt, der Be­schwerdefÃ¼hrer unterliege nach wie vor in wesentlichen Teilen des Begehrens, weshalb die Voraussetzungen fÃ¼r die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung nicht gegeben seien. Die Vorinstanz vertritt ebenfalls die Meinung, es sei dem BeschwerdefÃ¼hrer keine Parteient­schÃ¤digung zuzusprechen, da die rechtsgenÃ¼gende Darlegung des Sachverhalts nicht kom­pliziert erscheine und keine schwierigen Rechtsfragen vorlÃ¤gen, die einen besonderen Auf­wand oder den Beizug eines Rechtsbeistands rechtfertigen wÃ¼rden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach § 17 Abs. 2 lit. a VRG kann im Rekursverfahren und im Verfahren vor Ver­waltungsgericht die unterliegende Partei oder Amtsstelle zu einer angemessenen EntschÃ¤­digung fÃ¼r die Umtriebe ihres Gegners verpflichtet werden, namentlich wenn die rechtsge­nÃ¼gende Darlegung komplizierter Sachverhalte und schwieriger Rechtsfragen besonderen Aufwand erforderte oder den Beizug eines Rechtsbeistands rechtfertigte. § 17 Abs. 2 VRG sieht lediglich eine "angemessene" EntschÃ¤digung der Umtriebe vor. Das bedeutet, dass dem Berechtigten nicht jeder erdenkliche, sondern grundsÃ¤tzlich nur ein Teil des aufgrund der UmstÃ¤nde des Falls notwendigen Rechtsverfolgungsaufwands nach freiem (aber pflicht­­gemÃ¤ssen) Ermessen der Rechtsmittelinstanz zu entschÃ¤digen ist (VGr, 31. MÃ¤rz 1998, VB.98.00048, ZBl 99/1998, S. 524 ff. mit Hinweisen, insbesondere auf Martin Ber­net, Die ParteientschÃ¤digung in der schweizerischen Verwaltungsrechtspflege, ZÃ¼rich 1986, S. 147, 158, 161, auch zum Folgenden).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BehÃ¶rde, welche Ã¼ber die Verpflichtung zur Zusprechung einer ParteientschÃ¤­digung zu urteilen hat, hat diesen Entscheid nach WÃ¼rdigung aller VerhÃ¤ltnisse zu treffen. Zu berÃ¼cksichtigen sind dabei namentlich der Streitwert, allenfalls die Wichtigkeit der Sa­che fÃ¼r die Parteien, die Schwierigkeit des Falls sowie Zeit- und Arbeitsaufwand. Der Streitwert bildet kein unmittelbares Kriterium fÃ¼r die Bemessung der ParteientschÃ¤digung in dem Sinn, als aus ihm die HÃ¶he dieser EntschÃ¤digungen tarifmÃ¤ssig abzuleiten wÃ¤re. Insbesondere beurteilt sich weder nach der Verordnung des Obergerichts Ã¼ber die Anwalts­gebÃ¼hren vom 10. Juni 1987 noch nach § 68 Abs. 1 der Zivilprozessordnung vom 13. Juni 1976 (ZPO), ob eine zugesprochene ParteientschÃ¤digung im Einzelfall angemessen ist. WÃ¤hrend sich die AnwaltsgebÃ¼hrenverordnung gemÃ¤ss deren § 1 Abs. 1 auf die FÃ¼hrung von Zivil- und Strafprozessen bezieht, ist laut § 68 Abs. 1 ZPO â anders als im Verwal­tungsrekurs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren â grundsÃ¤tzlich eine volle Par­teientschÃ¤digung geschuldet, indem jede Partei die Gegenpartei im gleichen VerhÃ¤ltnis fÃ¼r aussergerichtliche Kosten und Umtriebe zu entschÃ¤digen hat, wie ihr selbst Kosten aufer­legt werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es trifft zu, dass vorliegend die Umschreibung des Sachverhalts nicht allzu kompli­ziert war und auch keine schwierigen Rechtsfragen darzulegen waren. Zu berÃ¼cksichtigen ist aber, dass der BeschwerdefÃ¼hrer den Beschwerdegegner mehrfach zur Korrektur des Arbeitszeugnisses aufforderte, was zur Erstellung mehrerer Arbeitszeugnisse fÃ¼hrte. Schliesslich musste der BeschwerdefÃ¼hrer den Rekurs- und Beschwerdeweg einschlagen. Es ist nachvollziehbar, dass der BeschwerdefÃ¼hrer angesichts der Weigerung seitens des Arbeitgebers, das Zeugnis entsprechend zu Ã¤ndern, einen Rechtsbeistand beigezogen hat. AnlÃ¤sslich des Beschwerdeverfahrens hat der Beschwerdegegner sodann einen grossen Teil der Korrekturforderungen des BeschwerdefÃ¼hrers anerkannt. In WÃ¼rdigung dieser konkre­ten VerhÃ¤ltnisse erscheint es als angemessen, dem BeschwerdefÃ¼hrer sowohl fÃ¼r das Re­kurs- als auch fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine angemessene ParteientschÃ¤digung zuzu­sprechen, wobei zu berÃ¼cksichtigen ist, dass fÃ¼r die BeschwerdebegrÃ¼ndung weitgehend auf die vor der Vorinstanz gemachten AusfÃ¼hrungen abgestellt werden konnte. Es ist daher der Beschwerdegegner zu verpflichten, dem mehrheitlich obsiegenden BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das vorinstanzliche Verfahren eine ParteientschÃ¤digung in der HÃ¶he von Fr. 800.- und fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine solche von Fr. 400.- zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird Dispositiv Ziffer II Abs. 2 der VerfÃ¼­gung der Gesundheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich vom 13. Februar 2001 wie folgt ge­Ã¤ndert (Ãnderungen fett gedruckt):</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><i><span>"Herr A, geboren 1961, war vom 1. Mai 1987 bis 29. Februar 2000 als Betrieb­s­an­gestellter in der GÃ¤rtnerei des UniversitÃ¤tsspitals ZÃ¼rich tÃ¤tig.</span></i></p> <p class="Einzug2"><i><span> </span></i></p> <p class="Einzug2"><i><span>Sein Aufgabengebiet umfasste folgende Arbeiten: Reinigen von Wegen, PlÃ¤tzen und Strassen mit der Kehrsaugmaschine; Pflegen und Erneuern der Parkanlagen; Ra­senpflege; <b>Gestaltung der </b>Wechselflorbepflanzung, Schneiden von StrÃ¤uchern, KleingehÃ¶lzen<b> und auch BÃ¤umen</b>; Pflege und Wartung des Maschinenparks der GÃ¤rtnerei sowie die Erledigung <b>aller einschlÃ¤giger </b>Arbeiten.</span></i></p> <p class="Einzug2"><i><span> </span></i></p> <p class="Einzug2"><i><span>HerrA verfÃ¼gt Ã¼ber umfassende Kenntnisse seines Aufgabengebiets. Wir lernten ihn als einsatzfreudigen, initiativen und verantwortungsvollen Mitarbeiter kennen, der alle ihm Ã¼bertragenen Aufgaben effizient und zu unserer <b>vollen </b>Zufrie­denheit erle­digte. In der Zusammenarbeit erwies er sich als korrekt und hilfsbereit.</span></i></p> <p class="Einzug2"><i><span> </span></i></p> <p class="Einzug2"><i><span>Herr A verlÃ¤sst uns auf eigenen Wunsch. Wir danken ihm fÃ¼r die Mitarbeit und wÃ¼nschen ihm fÃ¼r die Zukunft alles Gute."</span></i></p> <p class="Einzug2"><i><span> </span></i></p> <p class="Einzug2"><span>Im Weiteren wird Dispositiv Ziffer IV aufgehoben.<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>