Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 29. August 2018 (810 18 125) ____________________________________________________________________ Kindes- und Erwachsenenschutzrecht Besuchsrecht / Mandatsträgerwechsel / unentgeltliche Verbeiständung Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsricht er Claude Jeanneret, Markus Clausen, Niklaus Ruckstuhl , Kantonsrichterin Helena Hess, Gerichtsschreiber i.V. Gian Riz à Porta Beteiligte A.____ , Beschwerdeführerin , vertreten durch Patricia Jenny -Elmer , Advokatin gegen Kindes - und Erwachsenenschutzbehörde B.____ , Vorinstanz C.____ , Beschwerdegegner Betreff Regelung Besuchsrecht / Abweisung Antrag au f Wechsel Mandatsträger / Abweisung Antrag auf unentgeltliche Rechtsverbeiständung (Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 5. April 2018) Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. A.____ (Kindsmutter) und C.____ (Kindsvater) sind d ie unverheirateten und getrennt lebenden Eltern von D.____ (geb. 2017). Die Kindsmut ter ist alleinige Inhaberin der elterlichen Sorge. B. Am 24. August 2017 errichtete die Kindes- und Erwac hsenenschutzbehörde B.____ (KESB) für D.____ eine Beistandschaft und ernannte E .____, F.____ GmbH, als Beistand. Die KESB beauftragte den Beistand unter anderem damit, d en Eltern in ihrer Sorge um den Sohn D.____ mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, bei Komm unikationsproblemen zu vermitteln, die künftige Wohnsituation der Kindsmutter und des Kindes zu klären sowie deren Finanzierung sicherzustellen und zusammen mit den Eltern eine einver nehmliche Regelung des Besuchs- rechts zu erarbeiten bzw. sofern dies nicht möglich sein sol lte, der KESB einen Antrag auf Re- gelung des Besuchsrechts des Kindsvaters zu stellen. C. Mit Eingaben vom 23. Januar 2018 und 12. Februar 2 018 beantragte die Kindsmutter, vertreten durch Patricia Jenny-Elmer, Advokatin in Basel, bei der KESB einen Wechsel des Mandatsträgers. Des Weiteren beantragte sie die unentg eltliche Prozessführung und Verbei- ständung. D. Mit Entscheid vom 5. April 2018 räumte die KESB dem Kindsvater ein begleitetes Be- suchsrecht von zunächst einer Stunde jedes zweite Wochenende ein. Es wurde angeordnet, dass das Besuchsrecht nach drei Monaten auf zwei Stunden u nd nach sechs Monaten auf drei Stunden ausgeweitet werden solle und der Beistand nach acht Monaten einen Bericht über den Verlauf der Besuche einzureichen und – sofern eine be hördliche Regelung des Besuchsrechts notwendig sein sollte – eine Empfehlung über die künft ige Regelung abzugeben habe. Der Kindsmutter wurde zudem untersagt, ab dem dritten Be suchstag während der Besuche anwe- send zu sein (Dispositiv Ziff. 1 bis 3). Weiter entschied di e KESB, E.____ als Beistand beizu- behalten (Dispositiv Ziff. 5). Den Antrag auf unentgel tliche Verbeiständung lehnte die KESB ab, weil eine anwaltliche Vertretung im Verfahren vor de r KESB nicht notwendig sei (Dispositiv Ziff. 6). E. Gegen diesen Entscheid reichte die Kindsmutter, wei terhin vertreten durch Advokatin Patricia Jenny-Elmer, am 4. Mai 2018 Beschwerde beim Kan tonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), ein. Sie stellt die Rechtsbegeh- ren, Ziffern 1, 2, 3, 5 und 6 des Dispositivs des angefoch tenen Entscheids seien aufzuheben. Zudem sei dem Kindsvater ein begleitetes Besuchsrecht von einer Stunde einzuräumen, wobei die Kindsmutter jeweils während der ersten Viertelstund e anwesend sein will. Das Besuchs- recht sei auf 12 Monate zu beschränken. Der Kindsvater sei anzuweisen, seinen Sohn mit dem Namen D.____ anzusprechen. Der Mandatsträger sei abzub erufen und durch eine erfahrenere Mandatsperson zu ersetzen. Eventualiter sei die Sache de r KESB zur neuerlichen Entschei- dung zurückzuweisen. Die Beschwerdeführerin ersucht zudem um Gewährung der unentgeltli- chen Prozessführung und Verbeiständung für das gesamte Verfahren (inklusive vorinstanzli- ches Verfahren). Alles unter o-/e-Kostenfolge. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht E. Mit Vernehmlassung vom 30. Mai 2018 beantragte di e KESB, die Beschwerde sei voll- umfänglich und unter o-/e-Kostenfolge abzuweisen. Der Kindsvater reichte keine Vernehmlas- sung ein. F. Mit Verfügung vom 24. Juli 2018 wurde der Fall d er Kammer zur Beurteilung überwie- sen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Gemäss Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuch s (ZGB) vom 10. De- zember 1907 i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gegen En tscheide einer Kindesschutzbehörde Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. § 66 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 erklärt für die Beurteilung von Beschwerden nach Art. 450 Abs. 1 ZGB d as Kantonsgericht, Abteilung Verfas- sungs- und Verwaltungsrecht, für zuständig. Das Verfahre n richtet sich nach den Art. 450 bis Art. 450e ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des k antonalen Verwaltungsprozessrechts anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB). Nach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde befugt, die am Verfahren beteiligt sind (Ziff. 1), d ie der betroffenen Person nahestehen (Ziff. 2) oder die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufheb ung oder Änderung des angefochte- nen Entscheids haben (Ziff. 3). Die Beschwerdeführerin i st als direkte Verfahrensbeteiligte zur Beschwerdeerhebung legitimiert. Da auch die übrigen f ormellen Voraussetzungen nach Art. 450 ff. ZGB i.V.m. § 66 Abs. 2 EG ZGB und § 43 ff. des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsordnung (Verwaltungsprozessordnung, VPO ) vom 16. Dezember 1993 gege- ben sind, kann – unter Vorbehalt von E. 1.3 – auf die Beschwerde eingetreten werden. 1.2 Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerd e Rechtsverletzungen (Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststell ung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kanton sgericht kommt bei der Beurteilung der vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu. 1.3 Bezüglich des Rechtsbegehrens Nr. 3 auf Anweisung de s Kindsvaters, seinen Sohn mit dem Namen D.____ anzusprechen, ist festzuhalten, d ass die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid diesbezüglich keinen Entscheid gefällt hat. Folglich liegt das Rechtsbegehren ausser- halb des möglichen Streitgegenstands des vorliegenden Be schwerdeverfahrens und darauf kann nicht eingetreten werden. 2. In Anbetracht des zu beurteilenden Streitgegenstand s, des aufgrund der vorhandenen Akten klaren Sachverhalts sowie der sich stellenden Rechtsf ragen kann in antizipierter Beweis- würdigung auf die Abnahme von weiteren, von der Beschwerdeführerin beantragten Beweismit- teln (Parteibefragung, Beizug von Verfahrensakten aus dem Strafverfahren gegen den Beschwerdegegner sowie von Akten des Psychiaters des Beschwerdegegners, Einholung eines Berichts des Beistands) verzichtet werden, da weitere Bewe iserhebungen an der Überzeugung des Gerichts nichts zu ändern vermöchten. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.1 In materieller Hinsicht stellt sich zunächst die Frage, ob die KESB zu Recht ein ausge- dehnteres Besuchsrecht für den Kindsvater von zunächst ei ner Stunde jedes zweite Wochen- ende, nach drei Monaten von zwei Stunden jedes zweite Wochenende und nach weiteren drei Monaten von drei Stunden jedes zweite Wochenende angeordnet hat. 3.2 Die KESB führt dazu im angefochtenen Entscheid au s, die Einräumung eines beglei- teten Besuchsrechts von einer Stunde jedes zweite Wochenen de und der schrittweise Ausbau desselben seien angemessen, um das Recht des Kindsvaters a uf persönlichen Verkehr zu wahren. Allfälligen Gefahren könne mit der Anwesenhe it von Fachpersonen in der BBT begeg- net werden. Vorliegend hätten Abklärungen bei der BB T zudem ergeben, dass sich der Kinds- vater durchaus gut um seinen Sohn kümmere. Mit Vernehml assung vom 30. Mai 2018 ergänzt die KESB, der Kindsvater habe glaubhaft dargelegt, e r wolle die Zeit mit seinem Sohn nicht dazu nutzen, mit der Beschwerdeführerin in Kontakt zu kommen. Im Gegenteil habe er ge- wünscht, die Kindsmutter solle bei den Besuchen nicht m ehr anwesend sein. Die Beschwer- deführerin verhalte sich widersprüchlich, wenn sie eine rseits behaupte, die Besuche mit dem Kindsvater seien für sie traumatisch, andererseits jedoc h verlange, bei den Besuchen des Kindsvaters anwesend zu sein. 3.3 Die Beschwerdeführerin macht geltend, der Kindsvater bedränge und belästige sie konstant, was eine Fortführung der Vorgeschichte häusliche r Gewalt ihr gegenüber darstelle. Die Besuche nutze er nicht zum Kontaktaufbau mit seinem Sohn, sondern um sie zu drangsa- lieren und zu beschimpfen. Der Kindsvater habe ein Alko hol- und Suchtproblem und neige zu paranoiden Anfällen. Sie sehe aber ein, dass der Kont akt zwischen D.____ und seinem Vater auch im Interesse von D.____ liege, weshalb sie einversta nden sei, die Besuchszeit auf eine Stunde auszuweiten. Nach zehn Monaten sei ein Bericht über die Ausübung des Besuchsrechts einzuholen, um dieses dannzumal neu beurteilen zu können. 4.1 Gemäss Art. 273 Abs. 1 ZGB haben Eltern, denen di e elterliche Sorge oder Obhut nicht zusteht, und das unmündige Kind gegenseitig Anspruch auf angemessenen persönlichen Ver- kehr. Dabei handelt es sich um ein gegenseitiges Pflicht recht, wobei es in erster Linie dem Interesse des Kindes dient und oberste Richtschnur für seine Ausgestaltung das Kindeswohl ist, welches anhand der Umstände des konkreten Einzelfalles zu be urteilen ist (BGE 131 III 209 E. 5 S. 212 mit Hinweisen; PETER BREITSCHMID , in: Breitschmid/Rumo-Jungo [Hrsg.], Handkom- mentar zum Schweizer Privatrecht, Personen- und Familienrecht, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2016, N 3 zu Art. 273 ZGB; I NGEBORG SCHWENZER /M ICHELLE COTTIER , in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, Art. 1 - 45 6 ZGB, Basel 2014, N 5 zu Art. 273 ZGB). Bei der Festsetzung des Besuchsrechts geht es nicht da rum, einen gerechten Interes- senausgleich zwischen den Eltern zu finden, sondern den e lterlichen Kontakt mit dem Kind in dessen Interesse zu regeln, wobei die Bedürfnisse des Kl einkindes nicht denjenigen eines Jugendlichen entsprechen. Allfällige Interessen der Elter n haben zurückzustehen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 5A_719/2013 vom 17. Oktober 2014 E.4 .2 und 5A_50/2013 vom 19. März 2013 E. 6.1; BGE 127 III 295 E. 4a). Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.2 Der aus Art. 273 Abs. 1 ZGB fliessende Anspruch kann gestützt auf Art. 274 Abs. 2 ZGB verweigert oder entzogen werden, wenn das Wohl des Kin des durch den persönlichen Verkehr gefährdet wird, wenn ihn der betreffende Elternteil pflichtwidrig ausgeübt hat, wenn sich dieser nicht ernsthaft um das Kind gekümmert hat oder wenn an dere wichtige Gründe vorliegen. Eine Gefährdung des Wohls des Kindes im genannten Sinn liegt dann vor, wenn dessen ungestörte körperliche, seelische oder sittliche Entfaltung durch e in auch nur begrenztes Zusammensein mit dem nicht obhutsberechtigten Elternteil bedroht i st (Urteil des Bundesgerichts 5A_719/2013 vom 17. Oktober 2014 E. 4.3). Bei der Beschränkung des p ersönlichen Verkehrs ist stets das Gebot der Verhältnismässigkeit zu beachten (vgl. Urteil d es Bundesgerichts 5A_404/2015 vom 27. Juni 2016 E. 5.2.4). So darf der persönliche Verke hr in der Regel nicht allein wegen elterli- chen Konflikten dauerhaft eingeschränkt werden, jedenfal ls soweit das Verhältnis zwischen dem besuchsberechtigten Elternteil und dem Kind gut ist (BGE 130 III 585 E. 2.2.1; Urteil des Bundesgerichts 5C.221/2006 vom 16. Januar 2007 E. 2.2) . Der gänzliche Ausschluss eines Elternteils vom persönlichen Verkehr kommt schliesslich nur a ls ultima ratio in Frage; er ist ein- zig dann statthaft, wenn sich die nachteiligen Auswirkun gen eines Besuchsrechts nicht ander- weitig in für das Kind vertretbaren Grenzen halten l assen (Urteile des Bundesgerichts 5A_719/2013 vom 17. Oktober 2014 E. 4.3; 5A_341/200 8 vom 23. Dezember 2008 E. 4.3). Wird etwa das Besuchsrecht über längere Zeit grundlos nicht ausgeübt, kann dies eine Aufhe- bung des Besuchsrechts rechtfertigen. Blosse Unregelmässigkeit en oder das Ausbleiben der Leistung des Unterhaltsbeitrags reichen dagegen nicht aus (SCHWENZER /COTTIER , a.a.O., N 7 zu Art. 274 ZGB). 5.1 Zunächst ist festzuhalten, dass die Besuchszeiten des K indsvaters mit seinem Sohn immer im Rahmen des BBT stattfanden und – vorderhand – weiterhin dort stattfinden werden. Es handelt sich dabei um eine Einrichtung, welche zum Zweck der Ermöglichung der Ausübung des Besuchsrechts nicht obhutsberechtigter Elternteile ge schaffen wurde, wenn diese Besuche insbesondere aus Gründen des Kindswohls nicht ohne Begl eitung durch Fachpersonen in einem geschützten Rahmen stattfinden können. Besuche k önnen insbesondere bei der BBT durchgeführt werden, wenn ungelöste Paarkonflikte in Tr ennungssituationen bestehen, bei mangelhaftem Vertrauen in den anderen Elternteil, bei Suchtproblematik, Angst vor Entführung, Gewalt oder sexueller Ausbeutung, Hilflosigkeit in der Gestaltung des Besuchstages oder feh- lenden oder ungünstigen Räumlichkeiten der Eltern. Di e BBT ist demnach gerade für Fälle wie den vorliegenden geschaffen worden. Insbesondere ist auch bei den Besuchen des Kindsvaters eine angemessene Überwachung durch die Mitarbeiter der BBT gewährleistet. 5.2 Die Beschwerdeführerin richtet sich insbesondere g egen die Ausweitung des Besuchs- rechts des Beschwerdeführers auf zwei Stunden, bzw. drei Stunden nach Verstreichen von drei, respektive sechs Monaten. Wie die Vorinstanz zutreffend a usführt, soll D.____ die Gelegenheit erhalten, zu seinem Vater eine Bindung aufzubauen. Di e Beschwerdeführerin vermag keine Gründe dafür vorzubringen, dass eine (nach wie vor knapp bemessene) Besuchszeit von zwei, respektive drei Stunden jedes zweite Wochenende nicht mit dem Kindswohl im Einklang stehen würde. Ihrem Argument, D.____ sei nicht an die Abwes enheit seiner Mutter gewöhnt und habe nie längere Zeit mit dem Kindsvater verbracht, wird du rch den schrittweisen Ausbau wirksam begegnet. Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.3 Die Behauptung der Beschwerdeführerin, der Kindsva ter gebe sich nur äusserst kurz mit D.____ ab, könne mit diesem nicht umgehen, sei rasch gel angweilt und missbrauche die Besuche zur Kontaktaufnahme mit ihr, steht im Gegensatz zu den aktenkundigen Beobach- tungen der Mitarbeiter der BBT und des Beistands. Der Kindsvater konnte im vorinstanzlichen Verfahren glaubhaft geltend machen, er wolle eine Be ziehung zu seinem Sohn aufbauen und die Besuchszeiten dafür nutzen. Er äussert zudem ausdrückli ch den Wunsch, die Besuche mit seinem Sohn ohne Anwesenheit der Kindsmutter durchführe n zu dürfen, was gegen die Befürchtung spricht, er wolle sich über die Besuchsregel ung nur der Beschwerdeführerin annähern. Die Vorgeschichte der Kindseltern und ihr je tziges Verhältnis stehen zuletzt für die Festlegung des Besuchsrechts nicht im Vordergrund, massgebl ich ist alleine das Kindswohl. Dass beide Elternteile mit gewissen persönlichen Herausf orderungen zu kämpfen haben und dass ihre Vorgeschichte keine einfache ist, erscheint unbe stritten, darf jedoch nicht dazu führen, dass das Recht auf persönlichen Verkehr zwischen D.__ __ und dem Kindsvater vereitelt wird. 5.4 Mit der Vorinstanz ist des Weiteren festzustellen, dass die fortgesetzte Anwesenheit der Beschwerdeführerin während der Besuche mit dem Kindsvate r kontraproduktiv ist und die Vor- instanz demnach zu Recht angeordnet hat, dass die Besu che inskünftig, bzw. nach zwei wei- teren Besuchskontakten, ohne sie stattzufinden haben. Die Beschwerdeführerin verstrickt sich in Widersprüche, wenn sie einerseits fordert, sie müsse wäh rend der ersten Viertelstunde noch anwesend sein, andererseits jedoch geltend macht, das Zusammentreffen mit dem Beschwer- deführer sei traumatisch für sie und dieser missbrauche die Besuchskontakte, um mit ihr in Kontakt zu treten. Insgesamt steht ausser Zweifel, dass der Konflikt zwischen den Eltern die Beziehung des Kindsvaters zu D.____ belastet und dass es i m Interesse des Kindswohls ist, diesen Konflikt so weit als möglich von den Kontakten D.____s zu seinem Vater zu trennen. Der Kindsvater hat zuletzt wie erwähnt ausdrücklich die Durch führung der Besuche ohne die Kindsmutter gewünscht und versichert, er wolle sich auf D. ____ konzentrieren. Auch der Bei- stand führt in seiner Stellungnahme vom 23. Februar 2 018 aus, die ungeklärte Beziehung der Eltern berge hohes Konfliktpotential und es sei deshalb besser, die Beschwerdeführerin gebe ihr Kind begleitet durch eine Fachperson an den Vater ab. 5.5 Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz eine schrittweise Ausweitung des Besuchsrechts angeordnet und der Beschwerd eführerin untersagt hat, ab dem dritten Besuchstermin während der Besuche anwesend zu sein. 6.1 Die Beschwerdeführerin beantragt des Weiteren die Abberufung von E.____ als Beistand für D.____ und die Einsetzung eines neuen Mandatsträgers. Sie lässt dazu ausführen, sie fühle sich vom jetzigen Beistand nicht ernst genomme n und nicht unterstützt. Er habe mehrfach rechtlich falsche Auskünfte abgegeben, weshalb das Vertrauen in ihn nachhaltig gestört sei. Zudem nehme er auch die ihm übertragenen Aufgaben nur ungenügend wahr, namentlich unterstütze er sie in Erziehungsfragen und b ei der Wohnungssuche nicht und stelle sich auf den Standpunkt, er sei nur für das Besuchsrecht zuständig. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.2 Bezüglich Beistandswechsel wird im angefochtenen E ntscheid davon ausgegangen, dass der Beistand fachlich und persönlich geeignet und e in wichtiger Grund für einen Wechsel der Mandatsperson nicht ersichtlich sei. Insbesondere gen ügten die angeführten Fälle falscher Auskünfte des Beistands nicht, um dessen fachliche Eignung anzuzweifeln. 6.3.1 Die KESB muss einen Beistand entlassen, wenn diese r zur Erfüllung seiner Aufgaben nicht mehr geeignet ist oder wenn ein anderer wichtige r Grund für die Entlassung vorliegt (Art. 423 Abs. 1 lit. a und b ZGB). Die Entlassung kan n von Amtes wegen oder auf Antrag er- folgen. Ein wichtiger Grund würde ein vom Beistand ver schuldetes Handeln oder Unterlassen voraussetzen, das in schwerwiegender Weise eine Pflichtverletzung im Zusammenhang mit der Tätigkeit als Beistand darstellt (Urteil des Bundesgerichts 5A_706/2013 vom 5. Dezember 2013 E. 4.5 mit weiteren Hinweisen). Vorliegend stellt die Beschwerdeführerin die fachliche Eignung des Beistandes in Frage. 6.3.2 Bei der fachlichen Eignung geht es um Fachkompet enzen, welche für die Ausübung des konkreten Mandates nötig sind. Das Gesetz geht davon aus, dass es einfache oder ein- fachere Beistandschaften gibt, bei denen eine Privatper son ohne spezielles Fachwissen, aber mit Lebenserfahrung, gesundem Menschenverstand, Sozialkom petenz und gutem Willen als Beistand in Frage kommt, insbesondere wenn sie die erfor derliche Unterstützung bekommt (Art. 400 Abs. 3 ZGB). Besonderes Fachwissen braucht es f ür komplexe Beistandschaften in psychologischer, sozialer oder medizinischer Hinsicht, sodass in der Regel ein Berufsbeistand mit dem Mandat zu betrauen ist. Jedoch können auch d ie ausserhalb ihres Berufes eingesetz- ten sogenannten Privatpersonen über ein spezielles Fachw issen verfügen, zum Beispiel wenn es sich um Ärzte, Psychologen, Vermögensverwalter, Juristen oder Sozialarbeiter handelt. Anhand der im Rahmen einer konkreten Beistandschaft zu er ledigenden Aufgaben erstellt die Erwachsenenschutzbehörde ein fachliches Anforderungsprofi l für den Beistand (R UTH E. REUSSER , in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, Z ivilgesetzbuch I, 5. Auflage, Basel 2014, N 25 f. zu Art. 400). Die Vorinstanz hat den Berufsbeistand E.____ vorliegend mit Entscheid vom 24. August 2017 als Beistand eingesetzt und seine fachliche Eignung dabei geprüft. Dieser Entscheid ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen. 6.4 Nach Auffassung der Beschwerdeführerin hat der Beist and vorliegend mehrfach falsche Rechtsauskünfte erteilt und die ihm aufgetragenen Auf gaben nicht erfüllt. Hierzu ist festzustel- len, dass die KESB diese Falschauskünfte nicht bestreitet, jedoch der Meinung ist, sie reichten nicht aus, um E.____ die Eignung als Beistand abzuspre chen. Dem ist zuzustimmen. Der Beschwerdeführerin ist, wie die Vorinstanz korrekt ausfü hrt, aus den Auskünften des Beistands kein Nachteil erwachsen. Zuzustimmen ist der Vorinstanz auc h darin, dass die sozialarbeite- rischen Fähigkeiten und nicht juristische Kenntnisse im Vo rdergrund der Arbeit als Beistand stehen. Zudem ist es nicht Aufgabe des Beistands, rechtsber atend für die Beschwerdeführerin tätig zu werden, vielmehr hat er primär im Interesse D. ____s zu handeln. Dazu gehört insbe- sondere auch, dass der Beistand die Wahrung des Rechts au f persönlichen Verkehr zwischen D.____ und dem Kindsvater sicherstellt, weshalb es nicht zu beanstanden ist, dass der Bei- stand auf eine Ausweitung des Besuchsrechts hingewirkt hat. Nicht gefolgt werden kann der Beschwerdeführerin in Bezug auf die erhobenen Rügen der fehlenden Unterstützung betreffend Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht Erziehung und Wohnsituation. Der Beistand hat vielmehr für die Beschwerdeführerin einen Platz im Mutter-Kind-Heim organisiert und damit auch e ine Unterstützung, Betreuung und Begleitung der Beschwerdeführerin sichergestellt. Für die Zeit nach dem Mutter-Kind-Heim hat die Beschwerdeführerin gemäss den Akten sodann ausgefüh rt, sie wolle sich selbst eine Wohnung suchen bzw. an einen anderen Ort ziehen, wesha lb der Beistand seine Pflichten diesbezüglich nicht verletzt hat. Insgesamt besteht demnach keine Veranlassung für einen Beistandswechsel, insbesondere ist E.____ nach wie vor fach lich und persönlich geeignet, das Amt als Beistand auszuüben. 7.1 Zu prüfen bleibt, ob die Vorinstanz der Beschwerdef ührerin zu Recht die unentgeltliche Verbeiständung für das vorinstanzliche Verfahren verweigert hat. 7.2 Gemäss § 69 Abs. 4 EG ZGB i.V.m. § 23 Abs. 1 und 2 des Verwaltungsverfahrensge- setzes des Kantons Basel-Landschaft (VwVG BL) vom 13. Juni 1988 ist einer Partei im Kindes- schutzverfahren der kostenlose Beizug eines Anwaltes zu gew ähren, wenn sie ihre Bedürftig- keit glaubhaft macht, ihr Begehren nicht offensichtlich als aussichtslos und der Beizug eines Anwalts zur Wahrung ihrer Rechte als notwendig erscheint. Das kantonale Verwaltungsverfah- rensrecht gewährt keinen weitergehenden Anspruch auf u nentgeltliche Verbeiständung als Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen E idgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999. Die Voraussetzungen, die gemäss bundesge richtlicher Rechtsprechung für die Bejahung eines verfassungsmässigen Anspruches auf unentge ltliche Verbeiständung erfüllt sein müssen, stimmen somit inhaltlich mit denjenigen überein, die der kantonale Gesetzgeber in § 23 Abs. 2 VwVG BL normiert hat (Entscheid des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 29. Juni 2016 [810 15 1 22] E. 10.1; KGE VV vom 2. März 2016 [810 15 270] E. 1.4). 7.3.1 Die Vorinstanz sieht die Bedürftigkeit der Besch werdeführerin in ihrem Entscheid vom 5. April 2018 als gegeben an, sie verneint hingegen d as Vorliegen einer sachlichen Notwendig- keit zum Beizug einer Anwältin. Sie stellt sich hierzu au f den Standpunkt, eine anwaltliche Ver- tretung sei im vom Untersuchungsgrundsatz beherrschten Ve rfahren bezüglich Besuchsrechts- regelung und Beistandswechsel nicht notwendig gewesen. In die Rechtsposition der Beschwer- deführerin werde mit der Besuchsrechtsregelung ohnehin nicht eingegriffen, darüber hinaus waren vorliegend keinerlei rechtliche Argumentationen oder gar die Beantwortung heikler Rechtsfragen notwendig. Die Beschwerdeführerin begründ et die Notwendigkeit der Vertretung insbesondere damit, dass sie nach der traumatischen Vorgeschichte und den hinzukommenden Falschauskünften des Beistands nicht dazu in der Lage gewe sen sei, das Verfahren selbstän- dig und ohne juristischen Beistand zu führen. Ohne jur istischen Beistand wäre sie beispiels- weise nicht in der Lage gewesen, die Unrichtigkeit der Aussagen des Beistands überhaupt zu erkennen, und hätte diese demnach einfach so hingenommen. 7.3.2 Die sachliche Notwendigkeit der unentgeltlichen V erbeiständung beurteilt sich nach den konkreten Umständen des Einzelfalles. Die Rechtsnatur des V erfahrens ist dabei ohne Belang. Grundsätzlich fällt die unentgeltliche Verbeiständung f ür jedes staatliche Verfahren in Betracht, in das der Gesuchsteller einbezogen wird oder das zur Wah rung seiner Rechte notwendig ist. Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht Dies ist der Fall, wenn der Betroffene seine Sache, a uf sich allein gestellt, nicht sachgerecht und hinreichend wirksam vertreten kann; andernfalls wird ihm zugemutet, das Verfahren selb- ständig zu führen (G EROLD STEINMANN , in: Ehrenzeller et al. [Hrsg.], St. Galler Komment ar zur Schweizerischen Bundesverfassung, 3. Aufl., Zürich 2014, Art. 29 Rz. 70; STEFAN MEICHSSNER , Das Grundrecht auf unentgeltliche Rechtspflege [Art. 29 Abs. 3 BV], Basel 2008, S. 117 ff.). Insbesondere wird die sachliche Notwendigkeit nicht bereits dadurch ausgeschlossen, dass das in Frage stehende Verfahren vom Untersuchungsgrundsatz be herrscht wird, die Behörde also gehalten ist, den rechtserheblichen Sachverhalt von Amte s wegen zu ermitteln (BGE 130 I 180 E. 3.2; BGE 125 V 32 E. 4b). Dies schliesst jedoch nicht aus, dass der aus der Verfassung abgeleitete Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege je nach den Besonderheiten eines Ver- fahrens differenziert gehandhabt werden kann. Die bedü rftige Partei hat Anspruch auf unent- geltliche Verbeiständung, wenn ihre Interessen in schwer wiegender Weise betroffen sind und der Fall wegen der Komplexität der Rechtsfragen oder der Unübersichtlichkeit des Sachverhalts Schwierigkeiten bietet, die den Beizug eines Rechtsvertreters erforderlich machen. Droht das in Frage stehende Verfahren besonders stark in die Rechtspo sition der betroffenen Person einzu- greifen, ist die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsve rtreters grundsätzlich geboten, im Übrigen nur dann, wenn zur relativen Schwere des Fall es besondere tatsächliche oder rechtli- che Schwierigkeiten hinzukommen, denen der Gesuchsteller auf sich alleine gestellt nicht ge- wachsen wäre (BGE 130 I 180 E. 2.2; BGE 128 I 225 E. 2.5; Urteil des Bundesgerichts 2C_880/2016 vom 10. Oktober 2016 E. 2.2; Urteil des Bu ndesgerichts 5A_49/2015 vom 4. Mai 2015 E. 3.3). Nach der Rechtsprechung rechtfertigt es sich, im nach Art. 446 Abs. 1 ZGB vom Untersuchungsgrundsatz beherrschten Verfahren vor der KESB einen strengen Massstab für die sachliche Notwendigkeit einer anwaltlichen Verbeist ändung anzulegen (KGE VV vom 2. März 2016 [810 15 270] E. 4.2; KGE VV vom 13. Augu st 2015 [810 15 140] E. 6.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_855/2016 vom 13. Februar 2017 E. 4.2; vgl. auch BGE 125 V 32 E. 4b). 7.3.3 Die Auskünfte des Beistands mögen vorliegend zu ein er Verunsicherung der Beschwer- deführerin geführt haben. Allein daraus kann die Besc hwerdeführerin für sich noch keinen Anspruch auf unentgeltliche Verbeiständung vor der Vori nstanz ableiten, zumal im vorinstanzli- chen Verfahren keinerlei juristischen Kenntnisse vonnöten waren. So wäre die Beschwerde- führerin durchaus in der Lage gewesen, ihren Standpunkt ohne anwaltliche Vertretung im Rah- men eines einfachen Schreibens an die Vorinstanz sowie anl ässlich der Gewährung des recht- lichen Gehörs deutlich zu machen. Für die Bejahung der Notwendigkeit der Vertretung hätten besondere rechtliche oder tatsächliche Schwierigkeiten vorliegen müssen. Solche sind jedoch nicht ersichtlich, weshalb unter Berücksichtigung der konkret en Verhältnisse keine sachliche Notwendigkeit zum Beizug einer Anwältin im vorinstanzlich en Verfahren vorgelegen hat. Die Vorinstanz hat den Antrag auf unentgeltliche Verbeiständung demnach zu Recht abgewiesen. 8.1 Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahr ens zu befinden. Die Beschwerde- führerin ersucht in ihrer Beschwerdeeingabe um Bewilli gung der unentgeltlichen Rechtspflege für das kantonsgerichtliche Verfahren. Gemäss § 22 Abs. 1 VPO wird eine Partei auf ihr Begeh- ren von der Bezahlung der Verfahrenskosten und der Kos ten von Beweismassnahmen befreit, wenn ihr die nötigen Mittel fehlen und ihr Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzungen wird einer Partei der kostenlose Beizug eines Anwaltes Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht bzw. einer Anwältin gewährt, sofern dies zur Wahrung i hrer Rechte notwendig erscheint (§ 22 Abs. 2 VPO). Die Voraussetzungen der unentgeltlichen R echtspflege gemäss § 22 Abs. 1 VPO stimmen mit denjenigen der Minimalgarantie von Art. 29 Abs. 3 BV überein (KGE VV vom 8. Juni 2016 [810 15 334] E. 5.2). Für die Gewährun g der unentgeltlichen Rechtspflege ist nicht erforderlich, dass die Begehren als aussichtsreich erscheine n; sie ist indes ausgeschlossen, wenn die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als d ie Verlustgefahren und sie deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gil t ein Begehren nicht als aussichts- los, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu eine m Prozess entschliessen würde. Eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung u nd Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, weil er sie nichts kostet (BGE 139 III 475 E. 2.2; BGE 138 III 217 E. 2.2.4; BGE 133 III 614 E. 5; S TEINMANN , a.a.O., Art. 29 Rz. 69; M EICHSSNER , a.a.O., S. 106 f.). Vorliegend ist die Bedürftigkeit der Beschw erdeführerin aufgrund der Akten erstellt. Jedoch konnte auf ein Begehren aufgrund einer unzulässig en Ausweitung des Streitgegen- standes nicht eingetreten werden. Kann auf ein Begehre n schon aus formellen Gründen nicht eingetreten werden, so ist regelmässig Aussichtslosigkeit an zunehmen (MEICHSSNER , a.a.O., S. 101). Bezüglich der Begehren betreffend Beistandswe chsel und Besuchsrechtsregelung ist hingegen festzustellen, dass die Gewinnaussichten zwar ge ringer als die Verlustgefahren waren, jedoch nicht in beträchtlichem Ausmass. Insgesamt wa r die Beschwerde deshalb nicht offensichtlich aussichtslos. Im vorliegenden verwaltungsge richtlichen Beschwerdeverfahren kann sodann die unentgeltliche Verbeiständung bewilligt werden. Demgemäss ist das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Prozessführun g und Verbeiständung für das Be- schwerdeverfahren zu bewilligen. 8.2 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kan tonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Be weiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausma ss auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). An- gesichts des Ausgangs des Verfahrens sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Zufolge Gewähru ng der unentgeltlichen Rechtspflege gehen die Verfahrenskosten zulasten der Gerichtskasse. 8.3 Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise ob siegenden Partei für den Bei- zug eines Anwalts bzw. einer Anwältin eine angemessene P arteientschädigung zulasten der Gegenpartei zugesprochen werden. Dem Kanton wird keine Parteientschädigung zugesprochen (§ 21 Abs. 2 VPO). Die Parteikosten sind dem Ausgang d es Verfahrens entsprechend wettzu- schlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verb eiständung ist der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin ein Honorar aus der Gerichtskasse auszurichten. In ihrer Honorarnote vom 4. Mai 2018 macht die Rechtsvertreterin der Beschwerde führerin einen Aufwand von gesamt- haft 14.95 Stunden à Fr. 200.-- pro Stunde sowie Ausl agen in der Höhe von Fr. 80.-- geltend. Von diesen Aufwendungen betreffen 8.45 Stunden das Verfahren vor der Vorinstanz, welche im Beschwerdeverfahren nicht zu entschädigen sind. Demnach sind nur die Bemühungen ab dem 23. April 2018 (6.5 Stunden) zu berücksichtigen. In Bezug auf die Fotokopien von Fr. 66.-- wird weder ein Stückpreis angegeben noch lässt sich der Honorar note entnehmen, in welchem Ver-Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht fahren diese angefallen sind. Die Auslagen werden fol glich nach Ermessen auf Fr. 35.-- (inkl. Porto) festgelegt. Demnach ergeben sich für das kantonsg erichtliche Verfahren ein Aufwand von 6.5 Stunden à Fr. 200.-- sowie Auslagen in der Höh e von Fr. 35.--. Der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin ist somit ein Honorar in der Höh e von Fr. 1‘437.80 (inkl. Auslagen und 7,7% MWSt) aus der Gerichtskasse auszurichten. 8.4 Die Beschwerdeführerin wird ausdrücklich darauf hin gewiesen, dass sie zur Nachzah- lung der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichts- kasse belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Organisation der Gerichte [Gerichtsor ganisationsgesetz, GOG] vom 22. Februar 2001). Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. 2. Der Beschwerdeführerin wird die unentgeltliche Re chtspflege bewilligt. 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1‘400.-- werden der Be- schwerdeführerin auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführun g gehen die Ver- fahrenskosten zu Lasten der Gerichtskasse. 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständun g wird der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin ein Honorar i n der Höhe von Fr. 1‘437.80 (inkl. Auslagen und 7,7% MWSt) aus der Ge richtskasse ausgerichtet.