"15. März 1990 177 Petitionen Ziffer II Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Ch.ll Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil national Angenommen -Adopté Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Beschlussentwurfes 31 Stimmen (Einstimmigkeit) #ST# 10.121 Standesinitiative des Kantons Waadt Revision des KUVG Initiative du canton de Vaud Révision de la LAMA Wortlaut der Initiative vom 4. Oktober 1968 Der waadtländische Grosse Rat regt an, es seien so rasch wie möglich Studien über die Einführung einer allgemeinen Kran- kenversicherung auf Bundesebene einzuleiten. Eine solche Versicherung sollte vor allem die Krankheitskosten decken, welche die Risiken übersteigen, die ein Einzelnertragen kann. Texte de l'initiative du 4 octobre 1968 Le Grand Conseil vaudois demande que les études en vue de l'introduction d'une assurance-maladie généralisée sur le plan fédéral, couvrant essentiellement les frais de maladie dépassant les risques supportables pour un individu, soient entreprises au plus vite. Herr Huber unterbreitet im Namen der Kommission den fol- genden schriftlichen Bericht: Mit Beschluss vom 9. Dezember 1968 bzw. 10. Dezember 1968 haben National- und Ständerat die Initiative dem Bun- desrat zum Bericht überwiesen. Der Bundesrat erstattete den verlangten Bericht im Rahmen der Botschaft zum Geschäft 81.044 (Revision des KUVG) und beantragte, die Standesinitiative abzuschreiben. Der Nationalrat schrieb die Initiative bei der Verabschiedung des sogenannten Sofortprogramms am 13. Dezember 1984 ab. Im Ständerat wurde sie versehentlich nicht abgeschrie- ben. M. Huber présente au nom de la commission le rapport écrit suivant: Par décision des 9 et 10 décembre 1968, le Conseil national et le Conseil des Etats ont transmis l'initiative au Conseil fédéral pour rapport. Dans le cadre du message concernant l'objet 81.044 (révision de la LAMA), le Conseil fédéral a fait le rapport demandé tout en proposant le classement de l'initiative. Lors de l'adoption du programme de mesures urgentes du 13 décembre 1984, le Conseil national a classé l'initiative alors. que, par erreur, au Conseil des Etats, elle n'a pas été classée. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt einstimmig, die Standesinitiative des Kantons Waadt abzuschreiben. Proposition de la commission La commission propose à l'unanimité le classement de l'initia- tive. Angenommen -Adopté #ST# Petitionen - Pétitions 89.272 Spitex-Kongress. Förderung der spitalexternen Kranken- pflege Congrès de soins en santé communautaire. Développe- ment des soins extrahospitaliers Herr Huber unterbreitet im Namen der Kommission den fol- genden schriftlichen Bericht: 1. Mit Eingabe vom 15. Februar 1988 reicht die Schweizeri- sche Vereinigung der Gemeindekranken- und Gesundheits- pflegeorganisationen mit fünf weiteren Organisationen eine Petition ein. Die Petition wurde anlässlich des ersten schweize- rischen Spitex-Kongresses im August 1987 von 600 Kongress- teilnehmern unterzeichnet. Die Petenten bitten das Parlament und den Bundesrat, die spitalexterne Krankenpflege zu för- dern und dabei die Spitex-Thesen zu berücksichtigen. 2. Die Petenten machen darauf aufmerksam, dass nach jahr- zehntelangen Investitionen im Spitalbereich die über hundert- jährige Arbeit der Spitex neu zu entdecken und neu zu würdi- gen sei. Ihre Forderungen fassen sie in neun Thesen zusam- men: 1. Spitalinterne und spitalexterne Krankenpflege sind gleich- wertige, sich ergänzende Partner. 2. Die Grenze spitalintern/spitalextern ist durch medizinische, pflegerische und soziale Kriterien gegeben. Sie ist immer exi- stent und in weiten Bereichen verschiebbar. 3. Präventive Massnahmen unterstützen die heutige Kranken- und Gesundheitspflege. 4. Patientengerechte Pflege bedarf des sinnvollen Miteinan- ders von menschlicher Zuwendung im gewünschten Umfeld und kostenbewusster Medizintechnologie. 5. In der Krankenpflege zu Hause sind die Angehörigen des Patienten eine zentrale Stütze. Ihr Bemühen muss selbst wie- der durch geeignete Massnahmen unterstützt werden. 6. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller Spitexpartner ist notwendig, um die patientengerechte Betreuung zu realisie- ren. 7. Der Patient in der spitalexternen Krankenpflege ist auch ver- sicherungsmässig und finanziell dem Spitalpatienten gleich- zustellen. 8. Bei der zukünftigen Entwicklung sollen die organisch ge- wachsenen Strukturen der spitalexternen Krankenpflege, wo sie sinnvoll sind, erhalten bleiben; Vereinheitlichung und Ko- ordination sind unumgänglich. 9. Die massive Zunahme der älteren Bevölkerung bewirkt ei- nen enormen Bettenbedarf für Langzeitpflege-Plätze. Durch bauliche Massnahmen wird diese Aufgabe nicht zu bewälti- gen sein. Folge ist der notwendige Ausbau der spitalexternen Kranken- und Gesundheitspflege. 3. Die Kommission behandelte am 22. Januar 1990 diese Ein- gabe. Sie unterstützt die Anliegen der Petenten und ist der Meinung, dass die Forderungen in die kommenden Revisions- arbeiten der entsprechenden Gesetze einzubeziehen sind. M. Huber présente au nom de la commission le rapport écrit suivant: 1. Par lettre du 15 février 1988, la Fédération suisse des servi- ces de soins infirmiers de santé publique (FSSP) a déposéSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Standesinitiative des Kantons Waadt Revision des KUVG Initiative du canton de Vaud Révision de la LAMA In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1990 Année Anno Band II Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Ständerat Conseil Conseil des Etats Consiglio Consiglio degli Stati Sitzung 08 Séance Seduta Geschäftsnummer 10.121 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 15.03.1990 - 08:00 Date Data Seite 177-177 Page Pagina Ref. No 20 018 593 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.