A. Verwaltungsentscheide 1457 2 1457 Baubewilligungsverfahren . Zuständigkeit: Ausserhalb der Bauzone obliegt die Anwendung des Eingliederungsgebots im S inne von Art. 112 BauG ausschliesslich dem kantonalen Planungsamt . Aus den Erwägungen: 3. a) Die Nichtigkeit eines Verwaltungsakts ist von sämtl ichen rechtsanwendenden Behörden von Amtes wegen zu beach ten (BGE 127 II 32; 122 I 97). Als Nichtigkeitsgründe fallen hauptsächlich schwerwiegende Verfahrensfehler sowie die Unzuständ igkeit der ver - fügenden Behörde in Betracht. Nichtigkeit bedeutet absolute Unwirk - samkeit einer Verfügung, und die Verfügung ist vom Erlass an ohne amtliche Aufhebung rechtlich unverbindlich. Wenn di e Fehlerhaftigkeit einer Verfügung nur eine von mehreren Anordnungen d er Verfügung betrifft, ist von Teilnichtigkeit zu sprechen ( Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann , Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. A., Zürich 2006, N 959 ff.). Gemäss Art. 97 Abs. 3 BauG überprüft das Pla - nungsamt bei Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone die grundsätz - liche raumplanerische Zulässigkeit und die Einhaltu ng der kantonalen Schutzvorschriften. Nach Art. 112 Abs. 4 BauG obliegt die Anwen - dung der Schutzvorschriften ausserhalb der Bauzone ausschliesslich dem kantonalen Planungsamt. Die Gemeinden können in diesem Zusammenhang Anträge stellen. b) Soweit das Büro der Baubewilligungskommission H. in Ziffer 3.5 des Entscheids vom 20. Dezember 2007 verfügt ha t, dass die neu zu erstellenden Fenster in Holz und mit aussenliege nden Sprossen zu erstellen sind, hat es aufgrund Art. 112 Abs. 4 BauG seine Kompetenz klar überschritten. Da die Anwendung des Einglieder ungsgebots von Art.112 BauG ausserhalb der Bauzone unbestritten au sschliesslich dem kantonalen Planungsamt obliegt, war das Büro de r Baube - willigungskommission nicht befugt, eine diesbezüglich e Auflage zu verfügen, zumal dieses – soweit ersichtlich – in diesem Zusammen - hang beim Planungsamt auch keinen entsprechenden An trag gestellt hat. Infolgedessen war das Büro der Baubewilligungs kommission in sachlicher Hinsicht zur Anordnung der Auflage in Zi ffer 3.5 unzustän - 2A. Verwaltungsentscheide 1458 3 dig, womit der Entscheid als teilnichtig zu qualifi zieren ist, was zur Folge hat, dass die Auflage in Ziffer 3.5 mangels r echtlicher Verbind - lichkeit keinerlei Rechtswirkung entfaltet. Departement Bau und Umwelt, 28.02.2008 1458 Baubewilligungsverfahren . Quartierplan: Nichtigkeit und akzesso - rische Überprüfung eines Quartierplans. Voraussetzu ngen im vorlie - genden Fall nicht erfüllt. Aus den Erwägungen: 4. d) Nach ständiger Rechtssprechung ist die Nichtigkeit eines Nutzungsplans nur anzunehmen, wenn der Mangel beson ders schwer ist, wenn er offensichtlich oder zumindest leicht e rkennbar ist und wenn zudem die Rechtssicherheit durch die Annahme d er Nichtig - keit nicht ernsthaft gefährdet ist (Urteil BGer 1C_ 284/2007 vom 15.04.2008, E. 5). Im Quartierplan R. wird bei dem strittigen geplanten zweiteiligen Bau in Bezug auf die Dachgeschosse im Baubereich A1 und A2 um ein Geschoss von der reglementarischen Ge schosszahl abgewichen, welche gemäs s Art. 16 BauR in der Kernzone K3 auf drei Geschosse beschränkt ist. Eine Abweichung um h öchstens ein Vollgeschoss ist gemäss Art. 41 Abs. 1 lit. a BauG in Sonder - nutzungsplänen ausdrücklich erlaubt. Im Quartierpla n R. ist dagegen keine Abweichung von der Baumassenziffer vorgesehen , womit keine Mehrausnützung gewährt wird. Da auch die zulässigen Grenzab - stände und die maximale Firsthöhe nicht angetastet werden, kann kein Bauvorhaben errichtet werden, welches mit dem Zonenzweck nicht vereinbar wäre. Im Übrigen macht der Quartier plan Angaben über die Erschliessung, die Baubereiche und die Fre iräume sowie die Bauweise, wie in Art. 35 Abs. 2 BauG gefordert wird. Ein Mangel des Quartierplans, welcher zur Nichtigkeit führen würde , ist insofern keinesfalls ersichtlich. Zudem sind innerhalb des Q uartierplangebiets bereits Baugesuche bewilligt worden, womit auch die Rechtssicherheit der Annahme einer Nichtigkeit klarerweise entgegens tehen würde. e) Die akzessorische Überprüfung eines Nutzungsplans i m Zu - sammenhang mit einem späteren Anwendungsakt ist nur möglich, 3