<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00282</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106564&amp;W10_KEY=4467147&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00282</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 15.03.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bei einer baurechtswidrigen Baute ist eine weitergehende Abweichung von der bereits verletzten Norm - hier der zulässigen Baumasse - nur zulässig, wenn eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann. <br/>I.c. liegt keine Ausnahmesituation vor.<br/>Gutheisssung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN">AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUMASSENZIFFER">BAUMASSENZIFFER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAURECHTSWIDRIGKEIT">BAURECHTSWIDRIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEHÃRDLICHE AUSKUNFT">BEHÃRDLICHE AUSKUNFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LUKARNE">LUKARNE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSSCHUTZ">VERTRAUENSSCHUTZ</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 220 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 255 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 304 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 357 Abs. I PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BEZ 2002 Nr. 21</span><br/><span class="ungerade">RB 2002 Nr. 82</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. Die Baukommission X erteilte C am 4. Dezember 2000 die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r den Ausbau des Dachgeschosses und den Aufbau von zwei Lukarnen am GebÃ¤ude L-strasse.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Den hiergegen von der Nachbarin A erhobenen Rekurs wies die Baurekurskommission II am 10. Juli 2001 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 19. September 2001 liess A dem Verwaltungsgericht bean­tragen, diesen Rekursentscheid sowie die Baubewilligung aufzuheben, unter Kosten und EntschÃ¤digungsfolgen fÃ¼r das Verfahren vor beiden Instanzen zu Lasten der Beschwerdege­gner. Zur BegrÃ¼ndung wurde geltend gemacht, die geplan­ten Schlepplukarnen fÃ¼hrten zu einer weiteren ErhÃ¶hung der Baumasse, welche bereits beim bestehenden GebÃ¤ude Ã¼ber dem zulÃ¤ssigen Mass liege. Eine solche weitergehende Ab­weichung von Bauvorschriften sei nach § 357 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975/1. September 1991(PBG) nicht zulÃ¤ssig, soweit nicht die Voraussetzungen fÃ¼r eine Ausnahmebewilligung erfÃ¼llt seien, was hier jedoch nicht zutreffe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baukommission X am 5. Oktober und der private Beschwerdegegner am 10. No­vember 2001 liessen Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hrerin beantragen. Die Vorinstanz schloss am 23. Oktober 2001 ebenfalls auf Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Parteivorbringen werden, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden EntscheidungsgrÃ¼nde wiedergegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Wie die Baurekurskommission II unwidersprochen und in Ãbereinstimmung mit den Akten festgestellt hat, umfasst das BaugrundstÃ¼ck 952 m<sup>2</sup> und erlaubt die Bau- und Zo­nenordnung der Gemeinde X vom 4. April 1995 in der dortigen Wohnzone W2A eine Bau­masse von 1,6 m<sup>3</sup>/m<sup>2</sup>, was eine zulÃ¤ssige Baumasse von 1'523 m<sup>3</sup> ergibt. Diese wird durch das bestehende GebÃ¤ude mit einer Baumasse von gut 2'000 m<sup>3</sup> deutlich Ã¼berschritten. Die </span></p> <p class="Einzug1"><span>geplanten Dachlukarnen wÃ¼rden unbestrittenermassen diese Kubatur um ca. 35m<sup>3</sup>, das heisst um knapp 2 % vergrÃ¶ssern. Daran Ã¤ndert nichts, dass die Lukarnen, wie der private Beschwerdegegner geltend macht, nicht in erster Linie der Erweiterung des Wohn­volu­mens, sondern der besseren Belichtung des Dachgeschosses dienen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Eine bestehende Baute, die wie das GebÃ¤ude des privaten Beschwerdegegners ge­gen eine Bauvorschrift verstÃ¶sst, darf gemÃ¤ss § 357 Abs. 1 PBG umgebaut und erweitert werden, wenn keine Ã¼berwiegenden Ã¶ffentlichen oder nachbarlichen Interessen entgegenstehen; fÃ¼r neue oder weitergehende Abweichungen von Vorschriften bleiben die erforderlichen Ausnahmebewilligungen vorbehalten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die VergrÃ¶sserung der anrechenbaren Baumasse eines GebÃ¤udes, das die zulÃ¤ssige Baumasse bereits Ã¼berschreitet, stellt eine "weitergehende Abweichung" von der bereits verletzten Norm dar und ist deshalb nach dem unmissverstÃ¤ndlichen Wortlaut von § 357 Abs. 1 Satz 2 PBG nur zulÃ¤ssig, wenn dafÃ¼r eine Ausnahmebewilligung nach Massgabe von § 220 PBG erteilt werden kann. Dass die Verschlechterung bloss 2 % der gesamten Baumasse ausmacht, vermag daran nichts zu Ã¤ndern. FÃ¼r die abweichende Auffassung der Vorinstanz bietet das Gesetz keine Grundlage. Ebenso kann es nicht darauf ankommen, ob, wie der private Beschwerdegegner geltend macht, die BehÃ¶rden der Gemeinde X im Zusammenhang mit dem Erlass der neuen Bau- und Zonenordnung damit geworben haben, der Wechsel von der AusnÃ¼tzungs- zur Baumassenziffer werde bezÃ¼glich Altbauten nicht zu Nachteilen fÃ¼hren. Abgesehen davon, dass dieser Hinweis jedenfalls insofern zutrifft, als im Rahmen von § 357 Abs. 1 PBG die Bestandesgarantie gewÃ¤hrleistet ist, kÃ¶nnten selbst darÃ¼ber hinausgehende Zusicherungen der lokalen BehÃ¶rden nicht dazu fÃ¼hren, dass abweichend vom klaren Gesetzeswortlaut weitergehende Abweichungen von Bauvorschrif­ten zugestanden werden mÃ¼ssten. Eine Bindung an unrichtige behÃ¶rdliche AuskÃ¼nfte kann von vornherein nur in Bezug auf eine konkrete, den betreffenden Privaten berÃ¼hrende eigene Angelegenheit eintreten, und nicht aufgrund allgemeiner Aussagen im Rahmen einer Bau­ordnungsrevision (vgl. Max Imboden/RenÃ© A, Rhinow, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Basel und Stuttgart 1976, Band I, Nr. 75 B III).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auch der Umstand, dass die Baukommission X nach eigener Darstellung in anderen FÃ¤llen Dachausbauten bewilligt hat, auch wenn damit eine Ãberschreitung der Bau­massen­ziffer einher ging, rechtfertigt keine andere Betrachtungsweise. Der Grundsatz der GesetzmÃ¤ssigkeit geht in der Regel der RÃ¼cksichtnahme auf gleichmÃ¤ssige Rechtsanwendung vor. Da die Baukommission ihre aufgrund einer unrichtigen Rechtsauffassung ge­Ã¼bte Praxis wird aufgeben mÃ¼ssen, besteht kein Grund, hier von dieser Regel abzuweichen (vgl. Im­boden/Rhinow, Nr. 71 B II). Eine andere Betrachtungsweise wÃ¼rde es den oberen Instanzen verunmÃ¶glichen, die als gesetzeswidrig erkannte Praxis einer unteren Be­hÃ¶rde zu korrigieren. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>FÃ¤llt damit das Vorhaben von vornherein nicht unter die Bestandesgarantie von § 357 Abs. 1 PBG, so bleibt in diesem Zusammenhang unerheblich, ob dem Bauvorhaben keine Ã¼berwiegenden Ã¶ffentlichen oder nachbarlichen Interessen entgegenstehen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) GemÃ¤ss § 220 Abs. 1 PBG darf von Bauvorschriften im Einzelfall befreit werden, wenn besondere VerhÃ¤ltnisse vorliegen, bei denen die Durch­setzung der Vorschriften unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheint. Eine Ausnahmebewilligung bezweckt, im Einzelfall HÃ¤rten und Un­billigkeiten zu beseitigen, die mit dem Erlass der Re­gel nicht beabsichtigt waren. Es geht mithin um offensicht­lich ungewollte Wirkungen einer Vorschrift. Die Ausnahmebewill­li­gung darf daher nicht dazu eingesetzt werden, generel­le GrÃ¼nde zu berÃ¼cksichtigen, die sich praktisch immer an­fÃ¼hren liessen; auf diesem Weg wÃ¼rde das Gesetz abgeÃ¤ndert (BGE 117 Ib 125 E. 6 d). Eine Ausnahmebewilligung darf nur unter der Voraus­setzung "besonderer VerhÃ¤ltnisse" erteilt werden (RB 1981 Nr. 125 = BEZ 1981 Nr. 34; RB 1981 Nr. 126; RB 1985 Nr. 103 = BEZ 1986 Nr. 4; Erich Zimmerlin, Baugesetz des Kantons Aargau, Aarau 1985, § 155 N. 1; Aldo Zaugg, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern vom 9. Juni 1985, 2. A., Bern 1995, Art. 26/27 N. 4; Charlotte Good‑Weinber­ger, Die Ausnahmebewilligung im Baurecht, insbesondere nach § 220 des zÃ¼rcherischen Planungs‑ und Baugeset­zes, ZÃ¼rich 1990, S. 102 ff.). Weil es um die Befreiung von einer baurechtli­chen Norm geht, mÃ¼ssen die besonderen VerhÃ¤ltnisse baurecht­licher Natur sein, was zur Hauptsache im Fall einer ungÃ¼n­stigen Form oder Beschaffenheit des BaugrundstÃ¼cks oder auf­grund von Eigen­heiten des Projekts zutrifft (Zimmerlin, § 155 N. 6 mit Hinweisen). Die Ausnah­mebewilligung hat sich darauf zu beschrÃ¤nken, HÃ¤rten, Unbil­ligkeiten und UnzulÃ¤ng­­lichkeiten der Allgemeinordnung zu verhÃ¼ten. Ob eine Ausnah­mesituation im erwÃ¤hn­ten Sinn vor­liegt, ist eine Rechtsfra­ge, die das Verwaltungsgericht frei Ã¼berprÃ¼ft (RB 1964 Nr. 28 = ZBl 66/1965 S. 176 = ZR 64 Nr. 185).</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) In ihrer Vernehmlassung an die Baurekurskommission vom 30. MÃ¤rz 2001 hat die Baukommission X geltend gemacht, es lÃ¤gen bezÃ¼glich der Ãberschreitung der Baumas­senziffer besondere GrÃ¼nde vor, welche eine ausnahmsweise Bewilligung rechtfertigen wÃ¼rden. Mit der Revision des Planungs- und Baugesetzes vom 1. September 1991 sei der Ausbau bestehender Dachgeschosse privilegiert worden, indem fÃ¼r die Berechnung der Aus­nÃ¼tzungsziffer DachgeschossflÃ¤chen in der Regel nicht mehr berÃ¼cksichtigt werden mÃ¼ss­ten (§ 255 PBG). Als in der Folge die Gemeinde X von der AusnÃ¼tzungs- zur Baumas­senziffer gewechselt habe, sei im Rahmen der Bauordnungsrevision seitens der Ge­mein­de X Ã¶ffentlich die Auffassung vertreten worden, durch diesen Wechsel entstÃ¼nden in Bezug auf Dachausbauten keine Nachteile entstehen. Aus diesem Grund habe die Baukom­mission bei vor dem 1. September 1991 erstellten GebÃ¤uden Dachausbauten auch dann be­willigt, wenn sie zu einer aufgrund der Baumassenziffer unzulÃ¤ssigen Ver­grÃ¶s­serung des Baukubus gefÃ¼hrt hÃ¤tten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine unrichtige behÃ¶rdliche Auskunft stellt keinen Ausnahmegrund dar, sondern es ist ihr gegebenenfalls im Rahmen des Vertrauensschutzes Rechnung zu tragen. Wie bereits dargelegt wurde, sind jedoch die Voraussetzungen, welche es erlaubten, aus VertrauensgrÃ¼n­­den eine vom Gesetz abweichende Bewilligung zu erteilen, hier nicht erfÃ¼llt. Abgesehen davon stellt das Umbauvorhaben keinen blossen Ausbau eines bestehenden Dachgeschos­ses dar, sondern erhÃ¤lt dieses erst durch den Aufbau der beiden Schlepplukarnen die gebotene RaumhÃ¶he (vgl. § 304 PBG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ebenso wenig vermag das vom privaten Beschwerdegegner geltend gemachte Anliegen, seinem Sohn eine grÃ¶ssere Wohnung zur VerfÃ¼gung zu stellen, besondere VerhÃ¤ltnisse im Sinn von § 220 PBG zu begrÃ¼nden. Besondere GrÃ¼nde, welche eine Ausnahmesi­tuation begrÃ¼nden, mÃ¼ssen objektiver Art sein und dÃ¼rfen nicht in den persÃ¶nlichen VerhÃ¤lt­nissen der Bauwilligen begrÃ¼ndet sein. Fehlt es bereits an solchen besonderen VerhÃ¤ltnissen fÃ¼r die Erteilung einer Ausnahmebewilligung, braucht nicht geprÃ¼ft zu werden, ob ihr Ã¶ffentliche oder nachbarliche Interessen entgegen stÃ¼nden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Weiteren ist der BeschwerdefÃ¼hrerin beizupflichten, dass die Interpretation der BaubehÃ¶rde bei Erweiterungsbauten zu einer Bevorzugung der EigentÃ¼mer baurechtswidriger GebÃ¤ude gegenÃ¼ber jenen fÃ¼hren wÃ¼rde, deren GebÃ¤ude baurechtskonform sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Damit erweist sich die Beschwerde als begrÃ¼ndet und ist sie gutzuheissen. DemgemÃ¤ss sind der angefochtene Rekursentscheid und die Baubewilligung vom 4. Dezember 2000 aufzuheben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss <a id="Text4"></a></span><span>entscheidet</span><span> die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. DemgemÃ¤ss werden der Entscheid der Baurekurs­kommission II vom 10. Juli 2001 und der Beschluss der Baukommission X vom 4. De­zember 2000 aufgehoben.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>