B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-4539/2012 law/bah U r t e i l v o m 5 . S e p t e m b e r 2 0 1 2 Besetzung Einzelrichter Walter Lang, mit Zustimmung von Richter Kurt Gysi; Gerichtsschreiber Christoph Basler. Parteien A._______, geboren am (…), Afghanistan, (…) Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren); Verfügung des BFM vom 17. August 2012 / N (…). D-4539/2012 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass das BFM mit Verfügung vom 17. August 2012 – eröffnet am 23. August 2012 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgeset- zes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch des B e- schwerdeführers vom 6. Juli 2012 nicht eintrat, die Wegweisung nach It a- lien verfügte, den Beschwerdeführer – unter Androhung von Zwangsmi t- teln im Unterlassungsfall – aufforderte, die Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, feststellte, der Kanto n B._______ sei verpflichtet, die Wegweisungsverfügung zu vollziehen, dem Beschwerdeführer die editionspflichtigen Akten gemäss Aktenve r- zeichnis aushändigte und feststellte, eine allfällige Beschwerde gegen die vorliegende Verfügung habe keine aufschiebende Wirkung, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 29. August 2012 (Pos t- stempel: 30. August 2012) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwa l- tungsgericht Beschwerde erhob und beantragte, die Verfügung des BFM sei aufzuheben und die Sache sei an das BFM zwec ks materieller En t- scheidung zurückzuweisen, eventuell sei die vorläufige Aufnahme anz u- ordnen, dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte, es sei die unentgel t- liche Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesg e- setzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) zu gewähren und der Beschwerde die aufschiebende Wi r- kung zu erteilen, dass die vorinstanzlichen Akten am 4. September 2012 beim Bundesver- waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls in der Re - gel – so auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun- gen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes v om 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), D-4539/2012 Seite 3 dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, e in schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände - rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eine s zweiten Richter s entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ve r- zichtet wurde, dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich Missbrauch und Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder u n- vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Un- angemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu übe r- prüfen (Art. 32-35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwerdei n- stanz grundsätzlich auf die Frage beschrä nkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5 S. 116), dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyls u- chende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durchfü h- rung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), dass diesbezüglich das Dublin-Assoziierungsabkommen vom 26. Oktober 2004 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europ ä- ischen Gemeinschaft über di e Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder in der Schweiz gestellten Asylantrags (Dublin -Assoziierungsabkommen [DAA, SR 0.142.392.68]) zur Anwendung gelangt, D-4539/2012 Seite 4 dass gestützt auf die einleitenden Bestimmungen sowie Art. 1 Abs. 1 DAA i.V.m. Art. 29a Abs. 1 der Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) die Prüfung der staatsvertragl i- chen Zuständigkeit zur (materiellen) Behandlung eines Asylgesuches nach den Kriterien der Verordnung Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur Festlegung von Kriterien und Verfahren zur B e- stimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drit t- staatsangehörigen in einem Mitgliedstaat gestellten Asylantrag s zustä n- dig ist (Dublin-II-Verordnung), zu erfolgen hat, dass Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG im Weiteren voraussetzt, dass der staatsvertraglich zuständige Staat einer Übernahme der asylsuchenden Person zugestimmt hat (vgl. Art. 29a Abs. 2 AsylV 1), dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-II-Verordnung die Mitgliedstaaten jeden Asylantrag prüfen, den ein Drittstaatsangehöriger an der Grenze oder im Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaates stellt, wobei der Antrag von einem einzigen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III Dublin-II-Verordnung als zuständiger Staat bestimmt wird, dass das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates eingeleitet wird, sobald ein Asylantrag erstmals in einem Mitgliedstaat ge- stellt wurde (Art. 4 Abs. 1 Dublin-II-Verordnung), dass dabei – im Falle eines sogenannten Aufnahmeverfahrens (engl.: take charge) – die Kriterien der in Kapitel III der Dublin -II-Verordnung ge- nannten Rangfolge anzuwenden sind (vgl. Art. 5-14 Dublin-II-Verordnung) und von de r Situation zum Zeitpunkt, in dem der Asylbewerber erstmals einen Antrag in einem Mitgliedstaat stellt, auszugehen ist (Art. 5 Abs. 1 und 2 Dublin-II-Verordnung), dass im Rahmen eines Wiederaufnahmeverfahrens (engl.: take back) demgegenüber keine – neuerliche – Zuständigkeitsprüfung nach Kap i- tel III Dublin-II-Verordnung stattfindet, sondern ein solches insbesondere auf den materiellen Zuständigkeitsbestimmungen von Art. 16 Bst. c, d und e Dublin -II-Verordnung gründet (vgl. CHRISTIAN FILZWIESER, ANDREA SPRUNG, Dublin -II-Verordnung: Das Europäische Asylzuständigkeitssy s- tem, 3. Auflage, Wien-Graz 2012, Art. 16 K5 S. 129), dass in Abweichung der erwähnten Zuständigkeitskriterien respektive Z u- ständigkeitsbestimmungen nach Art. 3 Abs. 2 Dublin -II-Verordnung die Schweiz ein Asylgesuch materiell prüfen kann, auch wenn nach den in D-4539/2012 Seite 5 der Verordnung vorgesehenen Kriterien ein anderer Staat zuständig ist (sog. Selbsteintrittsrecht), wobei diese Bestimmung nicht direkt anwen d- bar ist, sondern nur in Verbindung mit einer anderen Norm des nationalen oder internationalen Rechts angerufen werden kann (vgl. BVGE 2010/45 E. 5 S. 635 f.), dass Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 sodann vorsieht, dass das BFM auch aus humanitären Gründen ein Gesuch behandeln kann, auch wenn nach den Kriterien der Dublin-II-Verordnung ein anderer Staat zuständig ist, wobei diese Bestimmung den Behörden einen gewissen Ermessensspielraum lässt und restriktiv auszulegen ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 4.1 S. 114 f., BVGE 2010/45 E. 8.2.2 S. 643 f.), dass hingegen bei drohendem Verstoss gegen Normen des Völkerrechts, wie insbesondere das flüchtlingsrechtliche Refoulement -Verbot nach Art. 33 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30), die Konvention vom 4. November 1950 zum Sch utze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101), den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte (UNO -Pakt II, SR 0.103.2) oder das Übereinkommen vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105), ein einklag- barer Anspruch auf Ausübung des Selbsteintrittsrechts besteht (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.2 S. 636 f., FILZWIESER/SPRUNG, a.a.O., Art. 3 K8 K11 S. 74), dass den Akten entnommen werden kann, dass der B eschwerdeführer am 28. Juni 2012 in Italien als Asylsuchender in der EURODAC - Datenbank erfasst worden ist (vgl. BFM-act. A4/1), dass somit die erste Asylantragstellung gemäss Art. 4 Abs. 1 Dublin -II- Verordnung in Italien erfolgte, dass das BFM demnach ge stützt auf diesen Sachverhalt zu Recht in A n- wendung von Art. 16 Abs. 1 Bst. c Dublin-II-Verordnung die italienischen Behörden am 26. Juli 2012 um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers (vgl. Art. 20 Dublin-II-Verordnung) ersuchte (vgl. act. A15/5), dass die italienischen Behörden das Übernahmeersuchen innert der in Art. 20 Abs. 1 Bst. b Dublin -II-Verordnung vorgesehenen zweiwöchigen Frist unbeantwortet liessen (vgl. act. A1 7/1), womit sie die Zuständigkeit Italiens implizit anerkannten (Art. 20 Abs. 1 Bst. c Dublin-II-Verordnung), D-4539/2012 Seite 6 dass demzufolge das BFM in der angefochtenen Verfügung zu Recht It a- lien als für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig erachtet hat, dass es im Weiteren zutreffend aufgezeigt hat, weshalb die diesbezügli- chen Einwände des Beschwerdeführers (vgl. act. A10/10 S. 4 f. und S. 7) an der Zuständigkeit Italiens nichts zu ändern vermögen, dass auch seine Einwände in der Beschwerde, wonach in Italien zwar seine Personalien registriert worden seien, er jedoch nie um Asyl ersucht habe, er dort nie angehört worden sei und Italien das Übernahmeers u- chen des BFM nicht beantwortet habe (vgl. Beschwerde S. 4), an der Zu- ständigkeit Italiens nichts ändern, dass die Behauptung des Beschwerdeführers, er habe in Italien nicht um Asyl ersucht, ni chts daran ändert, dass er dort als Asylsuchender in der EURODAC-Datenbank erfasst worden ist, und im Übrigen aufgrund des unbestrittenen Umstandes, dass er in Italien illegal eingereist ist, die Z u- ständigkeit Italiens auch gemäss Art. 10 Abs. 1 Dublin-II-Verordnung ge- geben wäre, dass der Beschwerdeführer geltend macht, er habe sich nur drei Tage in Italien aufgehalten, die Bedingungen im Zentrum, in dem er unterg e- bracht worden sei, seien erbärmlich gewesen, es habe nichts zu essen gegeben, es habe keine Au fsicht gegeben und als sich die Leute g e- schlagen hätten, habe niemand eingegriffen, weshalb er sich dort nicht sicher gefühlt habe (vgl. Beschwerde S. 5), dass er weiter unter Verweis auf einen Auszug aus dem Bericht der l'O b- servatoire suisse du droit d'a sile et des étrangers, Renvoi en Italie "pays tiers sûr", novembre 2009, d as communiqué de presse de l'OSAR, Re n- vois vers l'Italie : faire preuve de retenue, du 18 juillet 2011, und den Be- richt der Plateforme d'information humanrights.ch, L'asile selon Dublin II: les renvois vers l'Italie et la Grèce sont problématiques, 23.01.2012, all- gemein die Lebensbedingungen von asylsuchenden Personen in Italien kritisiert und geltend macht, er finde sich auf der Strasse wieder, wenn er nach Italien weggewiesen werde, dass diese Einwände – wie schon das BFM im Ergebnis zutreffend fest - gehalten hat – jedoch einen Selbsteintritt der Schweiz gemäss Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-Verordnung nicht zu rechtfertigen vermögen, D-4539/2012 Seite 7 dass Italien unter anderem Signatarstaat der FK und der EMRK ist und die FoK ratifiziert hat und keine konkreten Hinweise dafür bestehen, It a- lien würde sich allgemein oder in Bezug auf die Person des Beschwerd e- führers nicht an die sich daraus resultierenden Verpflichtungen halten, dass Italien als nach Art. 3 Abs. 1 Dublin-II-Verordnung zuständiger Staat zudem gehalten ist, unter anderem die Richtlinie 2005/85/EG des Rates vom 1. Dezember 2005 über Mindestnormen für Verfahren in den Mi t- gliedstaaten zur Zuerkennung und Aberkennung der Flüchtlingseige n- schaft (sog. Verfahrensrichtlinie) und die Richtlinie 2003/9/EG des Rates vom 27. Januar 2003 zur Festlegung von Mindestnormen für die Aufna h- me von Asylbewerbern in Mitgliedstaaten (sog. Aufnahmerichtlinie) anz u- wenden respektive umzusetzen (vgl. zum Ganzen Urteil D -4866/2011 vom 13. April 2012 E. 7), dass Dublin -Rückkehrende betreffend Unterbringung von den italieni - schen Behörden in der Regel bevorzugt behandelt werden und sich z u- dem – neben den staatlichen Strukturen – auch zahlreiche private Hilf s- organisationen der Betreuung von Asylsuchenden annehmen, dass ferner die Behauptung des Beschwerdeführers, er sei entgegen der Annahme des BFM noch minderjährig, nicht glaubhaft ist, dass er mit der Beschwerde eine Kopie seiner Identitätskarte, welche ihm seine Familie geschickt habe, einreicht und geltend macht, unter dem Fo- to könne man lesen, dass er im Jahr 1389 15 Jahre alt gewesen sei, wor- aus sich ergebe, dass er heute – im Jahr 1391 – 17 Jahre alt sei, dass diesbezüglich jedoch auf die zutreffenden Erwägungen des B FM zu verweisen ist, wonach der Beschwerdeführer anlässlich der Befragung zur Person vom 18. Juli 2012 auf sein Alter angesprochen, bestätigte, dass er über 18 Jahre alt sei (vgl. act. A10/10 S. 3), worauf sich der B e- schwerdeführer behaften lassen muss, dass vor diesem Hintergrund hinsichtlich der Authentizität der – vorder- hand nur in Kopie eingereichten – Identitätskarte, welche er in den nächs- ten Tagen (im Original) erhalten soll, von vornherein erhebliche Zweifel bestehen, dass es sich deshalb erübrigt, dem Beschwerdeführer zwecks Einre i- chung der Identitätskarte im Original Frist anzusetzen und das diesbezüg- lich in der Beschwerde gestellte Gesuch abzuweisen ist, D-4539/2012 Seite 8 dass vorliegend keine konkreten Anhaltspunkte ersichtlich sind, die da r- auf hindeuten, dass de r Beschwerdeführer im Falle einer Rückkehr nach Italien in eine existenzielle Notlage geraten würde, zumal er es sehr wohl verstand, selbständig und zielstrebig von Italien in die Schweiz zu gela n- gen und auch im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens do- kumentiert, dass er in der Lage ist, seine Interessen mit Nachdruck wah r- zunehmen, dass mithin keine Gründe vorliegen, die einen Selbsteintritt der Schweiz gemäss Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-Verordnung nahelegen würden, dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und, da der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts - oder Niederlassungsbewilligung ist, ebenfalls zu Recht in Anwendung von Art. 44 Abs. 1 AsylG die Überstellung nach Italien angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1), dass es sich beim Dublin-Verfahren um ein Überstellungsverfahren in den für die Prüfung des Asylgesuches zuständigen Staat handelt, wesh alb das Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernissen regelmässig bereits Voraussetzung (und nicht erst Regelfolge) des gestützt auf Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG erfolgenden Nichteintretensentscheides ist (vgl. BVGE 2010/45 E. 10.2 S. 645), dass mithin allfällige völkerrechtliche und humanitäre Vollzugshindernisse im Rahmen der eventuellen Anwendung der sogenannten Souveränität s- klausel (Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-Verordnung i.V.m. Art. 29a Abs. 3 AsylV 1) zu prüfen sind und folglich kein Raum für Ersatzmassnahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1-4 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) besteht, dass das BFM in diesem Sinne den Vollzug der Wegweisung nach Italien zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet hat, dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder una n- gemessen ist (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass die Beschwerde daher abzuweisen ist, D-4539/2012 Seite 9 dass der Antrag, es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen, aufgrund des direkten Entscheids in der Hauptsache gege n- standslos geworden ist, dass die Gesuche um Gewähr ung der unentgeltlichen Prozessführung gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG – ungeachtet der Bedürftigkeit des Beschwerdeführers – abzuweisen sind, da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtslos zu bezeichnen sind und dami t die kumulativen Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege nicht erfüllt sind, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent- schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) D-4539/2012 Seite 10 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab- gewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Guns- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiber: Walter Lang Christoph Basler Versand: