<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00118</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107208&amp;W10_KEY=4467144&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00118</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 13.05.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Kostentragung für die Fremdplatzierung eines Jugendlichen<br/><br/>Auf die Beschwerde ist einzutreten; das VGr ist auf Rechtskontrolle beschränkt; zuständig ist der Einzelrichter (E. 1).<br/>Die reformatio in peius ist im Rekursverfahren zulässig; der Bezirksrat hat die Rekurrierenden auf diese Gefahr hingewiesen (E. 2a).<br/>Der Bezirksrat ging davon aus, es liege keine dauernde Fremdplatzierung vor; er hat das rechtliche Gehör insoweit nicht verletzt (E. 2b).<br/>Auch bei der Würdigung der finanziellen Verhältnisse verletzte er das Gehör nicht (E. 2c).<br/>Die Vereinbarung über einen Elternbeitrag an die späteren Massnahmekosten hat keine Bedeutung für den vorliegenden Fall (E. 2d).<br/>Der Beschwerdegegnerin ist für die Unterstützung des Jugendlichen zuständig (E. 3a).<br/>Während der strittigen Zeit lag keine dauernde Fremdplatzierung vor. Eltern und Sohn bildeten daher eine Unterstützungseinheit (E. 3b).<br/>Verschiedene Fragen können offen bleiben (E. 3c).<br/>Die Beschwerdeführenden zeigen nicht auf, in welchen Punkten die grosszügige Bedarfsrechnung des Bezirksrats ihren Verhältnissen nicht genügend Rechnung trage. Ohnehin stellen sich hier in weitem Mass Ermessensfragen (E. 3d).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSEN">ERMESSEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREMDPLATZIERUNGSKOSTEN">FREMDPLATZIERUNGSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSKONTROLLE">RECHTSKONTROLLE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REFORMATIO IN PEIUS">REFORMATIO IN PEIUS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSTÃTZUNGSEINHEIT">UNTERSTÃTZUNGSEINHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSTÃTZUNGSWOHNSITZ">UNTERSTÃTZUNGSWOHNSITZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 14 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 37 lit. I + III SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 27 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 50 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die Jugend- und Familienberatung Y beantragte der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X am 3. Mai 2002, die Kosten fÃ¼r die Fremdplatzierung von B, geb. am 23. Januar 1987, Adoptivkind von A1 und A2, in der Wohngruppe Q des Schulheims W sowie bei einer heilpÃ¤dagogischen Pflegefamilie zu Ã¼ber­nehmen. Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde wies dieses Gesuch am 16. Mai 2002 ab, da die Familie A in der Lage sei, diese Kosten selber zu tragen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Dagegen erhob das Ehepaar A am 11. Juni 2002 Rekurs an den Bezirksrat Y mit dem Antrag, die Gemeinde X zur Ãbernahme der Kosten ab dem 21. April 2002 zu verpflichten. Am 21. August fand im Sitzungszimmer des Bezirks­rats eine Aussprache zwischen den Parteien statt. Darauf hin zog die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde ihren Entscheid in WiedererwÃ¤gung und beschloss am 18. September eine Beteiligung von 40 % an den Fremdplatzierungkosten fÃ¼r B von Fr. 13'610.-, die zwischen dem 22. April und Ende Juli 2002 angefallen waren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>A1 und A2 wandten sich dagegen am 18. Oktober 2002 erneut mit Rekurs an den Bezirksrat und verlangten eine Neufestlegung des Gemeindebeitrags. Nachdem der Bezirks­rat die Rekurrierenden am 31. Januar 2003 darauf aufmerksam gemacht hatte, dass im vorliegenden Fall eine AbÃ¤nderung des angefochtenen Entscheids zu ihren Ungunsten in Frage komme, diese aber am Rekurs festhielten, schrieb der Bezirksrat am 28. Februar 2003 den Rekurs vom 11. Juni 2002 als erledigt ab, hob den Entscheid der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X vom 18. September 2002 auf und stellte fest, die Rekurrierenden hÃ¤t­­ten keinen Anspruch auf Sozialhilfe fÃ¼r die Fremdplatzierungskosten ihres Sohnes.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen den Bezirksratsbeschluss erhob das Ehepaar A am 28. MÃ¤rz 2003 Beschwerde an das Verwaltungsgericht mit den AntrÃ¤gen, es seien der Bezirksratsbeschluss vom 28. Februar und der Beschluss der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X vom 18. Oktober 2002 aufzuheben, es sei fÃ¼r die dauernde Fremdplatzierung von B "der massgebende Zeitpunkt, der 21. April 2002, voll anzuerkennen" und es sei der Elternbeitrag daran nach den Empfehlungen der Schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe an die FÃ¼rsorgebehÃ¶rden zur "Bemessung der ElternbeitrÃ¤ge an die Kosten der Platzierung von Kindern und Jugendlichen ausserhalb der eigenen Familie vom 15. Mai 1998" festzulegen. FÃ¼r einen allfÃ¤lligen VermÃ¶gensverzehr sei Kap. H.4 der der Richtlinien fÃ¼r die Aus­gestaltung und Bemessung der Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien) anzuwenden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X reichte dem Gericht am 15. April 2003 eine Kopie ihrer Stellungnahme vom 14. November 2002 an den Bezirksrat als Beschwerdeantwort ein. Dieser beantragte am 16. April Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><a id="Text23"></a><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Gegen Rekursentscheide der BezirksrÃ¤te in Sozialhilfeangelegenheiten ist nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) die Beschwerde an das Verwaltungsgericht zulÃ¤ssig. Da auch die weiteren Vor­aussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf das Rechtsmittel einzutreten. Das Verwaltungsgericht ist bei seiner Beurteilung nach § 50 VRG auf Rechtskontrolle beschrÃ¤nkt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Strittig ist die Tragung der Kosten von insgesamt Fr. 16'235.-, welche die Fremd­platzierung von B zwischen dem 22. April und Ende Juli 2002 verursach­te. Der Streitwert liegt damit jedenfalls unter Fr. 20'000.-, weshalb mangels grundsÃ¤tzlicher Fragen nach § 38 Abs. 2 VRG der Einzelrichter Ã¼ber vorliegende Beschwerde zu be­finden hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Die BeschwerdefÃ¼hrenden bringen gegen den Rekursentscheid in verfahrensrecht­licher Hinsicht erstens vor, die Anwendung der reformatio in peius sei im Sozialbereich "nicht Ã¼blich".</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ob dies zutrifft, kann offen bleiben. Im Rahmen der hier einzig vorzunehmenden Rechtskontrolle ausschlaggebend ist, dass § 27 VRG die reformatio in peius im Rekursverfahren ausdrÃ¼cklich gestattet und die BeschwerdefÃ¼hrenden durch den Bezirksrat vor seinem Entscheid ordnungsgemÃ¤ss (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 27 N. 15) ausdrÃ¼ck­­lich auf diese Gefahr aufmerksam gemacht wurden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Im Weiteren bemÃ¤ngeln die BeschwerdefÃ¼hrenden, der Bezirksrat habe die fÃ¼r sie wesentliche Tatsache, dass die Fremdplatzierung voraussichtlich bis zum Jahr 2006 oder 2007 dauern werde, nicht gewÃ¼rdigt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach Erlass der angefochtenen VerfÃ¼gung neu eingetretene Tatsachen musste der Bezirksrat berÃ¼cksichtigen, soweit sie Einfluss auf die Beurteilung der strittigen Frage der Tragung der bis Ende Juli 2002 aufgelaufenen Fr. 16'235.- Fremdplatzierungskosten hatten (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 20 N. 47). Die BeschwerdefÃ¼hrenden leiten offenbar aus dem Umstand, dass ihr Sohn sich ab dem 2. Oktober 2002 im jugendstrafrechtlichen Massnahmevoll­­zug befand (vgl. die Vereinbarung der Jugendanwaltschaft Z/Y mit den BeschwerdefÃ¼h­renden vom 8. Oktober 2002), ab, dass schon vorher eine dau­ernde Umplatzierung vorlag. Sie wiesen allerdings in ihrem zweiten Rekurs vom 18. Oktober 2002 nicht auf diese Tatsache hin. In einem Schreiben vom 9. Januar 2003 an den Bezirksrat wurde auf die Kos­tenregelung fÃ¼r den Massnahmevoll­zug, die einen monatlichen Elternbeitrag von Fr. 1'260.- vorsah, hingewiesen, allerdings nicht mit Bezug auf Frage einer dauernden Fremd­platzierung von B. Aus dem angefochtenen Entscheid ergibt sich mit hinreichender Deutlichkeit, dass die Vorinstanz schon allein wegen dessen wechselnden Aufenthaltsorts davon ausging, dass wÃ¤hrend des streitbetroffenen Zeitraums (noch) keine solche vorlag und dass sie der spÃ¤teren Entwick­lung keine ausschlaggebende Bedeutung zumass. Ob diese Auffassung zutrifft, ist Sache der materiellen Beurteilung der Beschwerde (E. 3b).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die BeschwerdefÃ¼hrenden rÃ¼gen als weitere Verletzung ihres rechtlichen GehÃ¶rs, ihre materiellen/finanziellen Vorbringen seien nicht beurteilt worden; anrechenbare Auslagen seien nicht in ErwÃ¤gung gezogen worden. Sie beziehen sich dabei offenbar auf ihre dem zweiten Rekurs vom 18. Oktober 2002 beigelegten BerechnungsblÃ¤tter, ohne ihren Vor­wurf aber nÃ¤her zu substanziieren.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat hat auf S. 7 seines Entscheids eine eigene Berechnung fÃ¼r jeden einzelnen Monat vorgenommen. Er ist dabei offenkundig davon ausgegangen (vgl. E. 3b 1. Ab­schnitt), die ganze Familie inklusive des fremdplatzierten B bilde eine Unter­stÃ¼t­zungs­­einheit. Dabei kam er zum Schluss, dass der Bedarf der Familie â zu dem er auch ei­nige Ausgaben rechnete, die nicht zum sozialhilferechtlichen Existenzminimum ge­hÃ¶ren â durch ihr Einkommen gedeckt sei und sogar ein betrÃ¤chtlicher Ãberschuss von je­weils ca. Fr. 3'500.- bis 4'000.- in den Monaten Mai bis Juli 2002 bestehe (fÃ¼r den April ergibt sich trotz tieferen Gesamteinkommens sogar ein Ãberschuss von ca. Fr. 6'500.-, da noch keine Fremdplatzierungskosten anfielen). Unter diesen UmstÃ¤nden war es folgerichtig, dass der Bezirksrat auf eine eingehende Auseinandersetzung mit allen Details der Rech­nung der Be­schwerdefÃ¼hrenden verzichtete, da sich auch unter BerÃ¼cksichtigung wei­terer Ausgaben kein Manko ergab. Auch diesbezÃ¼glich liegt keine GehÃ¶rsverletzung vor.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ob die Betrachtungsweise des Bezirksrats rechtlich zutrifft, ist wiederum Sache der materiellen Beurteilung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Schliesslich bringen die BeschwerdefÃ¼hrenden â wiederum unter dem Titel "recht­­liches GehÃ¶r" â vor, der Bezirksrat habe den Umstand nicht in ErwÃ¤gung gezogen, dass seitens der Jugendanwaltschaft Z/Y eine VerfÃ¼gung (gemeint offenbar die entsprechen­de Vereinbarung mit den BeschwerdefÃ¼hrenden vom 8. Oktober 2002) bezÃ¼glich der ElternbeitrÃ¤ge an die Fremdplatzierung von B bestehe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden erlÃ¤utern allerdings nicht, welche Bedeutung sie dieser Vereinbarung fÃ¼r die hier zu entscheidende Frage beimessen. Der Vollzug einer jugendstraf­rechtlichen Massnahme (Ã¼ber die weiter nichts aktenkundig ist) untersteht ganz anderen rechtlichen Bestimmungen als die fÃ¼rsorgerechtliche Ãbernahme bzw. Verlegung von Fremdplatzierungskosten. Es verhÃ¤lt sich nicht notwendigerweise so, dass jeweils ein gleicher oder Ã¤hnlicher Kostenanteil durch die Eltern zu tragen ist. Vielmehr bestimmt der in der Vereinbarung zitierte § 45 des Kantonalen Straf- und Vollzugsgesetzes vom 30. Juni 1974 (LS 331), die Kosten des Massnahmevollzuges trage der Staat, der vom Verurteilten und seinen Eltern angemessene Ersatzleistungen erhebe.</span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Im interkantonalen VerhÃ¤ltnis â das vorliegend soweit ersichtlich aktuell keine Rolle spielt â befindet sich der UnterstÃ¼tzungswohnsitz eines unmÃ¼ndigen Kindes gemÃ¤ss Art. 7 Abs. 1 des ZustÃ¤ndigkeitsgesetzes vom 24. Juni 1977 (ZUG) unabhÃ¤ngig von seinem Aufenthaltsort am UnterstÃ¼tzungswohnsitz der Eltern oder jenes Elternteils, unter dessen Gewalt es steht, somit in der Gemeinde X. FÃ¼r das innerkantonale VerhÃ¤ltnis wiederholt § 37 Abs. 1 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) die Regelung des ZUG. Das Kind erhÃ¤lt nach Art. 7 Abs. 3 lit. c ZUG bzw. § 37 Abs. 3 lit. c SHG einen eigenen FÃ¼r­sorgewohnsitz am Wohnsitz der Eltern bzw. des Elternteils, bei dem es wohnte, wenn es dauernd nicht bei den Eltern oder einem Elternteil lebt. FÃ¼r eine allfÃ¤llige UnterstÃ¼tzung zustÃ¤ndig ist daher die Beschwerdegegnerin.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) GemÃ¤ss § 14 SHG hat Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe, wer fÃ¼r seinen Lebens­­unterhalt und den seiner FamilienangehÃ¶rigen mit gleichem Wohnsitz nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aufkommen kann. FÃ¼r die Frage, ob die Familie C. mit B wÃ¤hrend der streitbetroffenen Periode (noch) eine UnterstÃ¼tzungseinheit bildete oder B fÃ¼rsorgerechtlich zu verselbstÃ¤ndigen ist, kommt es wie vorangehend (E. 3a) erwÃ¤hnt darauf an, ob eine dauernde â wie die BeschwerdefÃ¼hrenden postulieren â oder nur eine vorÃ¼bergehende â wovon der Bezirksrat ausging â Fremdplatzierung vorlag.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B hielt sich vom 22. April bis 11. Mai 2002 bei der Familie C, betreutes Wohnen, in Z, vom 11. Mai bis 15. Juli im Schulheim W und vom 16. bis 31. Juli in der Station "R" in V auf. Im August â und vermutlich bis Beginn des Massnahmevollzugs â wohnte er wie­der bei seinen Eltern.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bereits aufgrund der gesamthaften Dauer dieser Aufenthalte ist es hÃ¶chst fraglich, ob von einer dauernden Umplatzierung ausgegangen werden kÃ¶nnte. Erst recht kann bei drei bzw. noch mehr Aufenthaltsorten innert gut drei Monaten nicht davon die Rede sein. Es ist offensichtlich, dass die streitbetroffenen Aufenthalte entweder nur auf kurze Dauer angelegt waren oder jedenfalls bei Platzierung noch nicht mit einem lÃ¤ngeren Verbleiben gerechnet werden konnte, sondern die Erfahrungen mit der konkreten Institution und dem Umfeld abgewartet werden mussten; zwei Aufenthalte, die lÃ¤nger hÃ¤tten dauern kÃ¶nnen, wurden nach mehr oder weniger kurzer Zeit abgebrochen. Die BeschwerdefÃ¼hrenden muss­ten zudem in dieser Zeit mehrmals den weiteren Verbleib ihres Sohnes regeln. Der Um­stand, dass er Ende Juli/Anfang August wieder nach X zurÃ¼ckkehrte, unterstreicht den vorlÃ¤ufigen Charakter der Platzierungen. Die RÃ¼ckkehr von B in sein Elternhaus war nicht zuletzt deswegen mÃ¶glich, weil die elterliche Sorge der BeschwerdefÃ¼hrenden nicht eingeschrÃ¤nkt war, was seinerseits nicht fÃ¼r eine dauerhafte Fremdplatzierung spricht (vgl. VGr, 11. April 2002, VB.2002.00046, E. 4, www.vgrzh.ch/rechtsprechung). Ausserdem fehlte es damals gerade an einem langfristigen Konzept fÃ¼r eine Fremdplatzierung, wie die beschriebenen Ereignisse zeigen. Daran vermag auch der Anfang Oktober 2002 begonnene Massnahmevollzug nichts zu Ã¤ndern. WÃ¤hrend die hier strittigen Aufenthalte letztlich auf Entscheidungen der BeschwerdefÃ¼hrenden beruhten und namentlich durch ihr immer schwierigeres persÃ¶nliches VerhÃ¤ltnis zu ihrem Sohn motiviert waren, stellte letzteres einen behÃ¶rdlichen Eingriff dar, der durch sein â nicht im Einzelnen bekanntes â deliktisches Verhalten notwendig wurde. Zwar wurden bei­de aus ganz Ã¤hnlichen, in PersÃ¶nlichkeit und Verhalten von B liegenden GrÃ¼nden beschlossen, doch stellen die einzelnen Platzierungen voneinander klar unterschie­dene Massnahmen unterschiedlicher Urheber ohne unmittelbaren Zusammenhang dar. Die strittigen Platzierungen zwischen April und Juli 2002 begrÃ¼ndeten daher keine dauernde Fremdplatzierung, weshalb bezÃ¼glich dieses Zeitraums von einer UnterstÃ¼tzungseinheit zwischen B und dem Rest der Familie C. auszugehen ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Demnach spielen vorliegend weder Kap. H.4 (richtig: H.3) und F.3.3 der SKOS-Richtlinien noch die Empfehlungen der FÃ¼rsorgekonferenz des Kantons ZÃ¼rich zur Bemessung der ElternbeitrÃ¤ge an die Kosten der Plazierungen von Kindern und Jugendlichen aus­serhalb der eigenen Familie vom 15. Mai 1998 eine Rolle.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ebenfalls kann offen bleiben, ob die streitbetroffenen Fremdplatzierung notwendig waren, geeignete Institutionen ausgewÃ¤hlt wurden und ob das Kostengutsprachegesuch recht­zeitig gestellt wurde. Der Bezirksrat setzte sich zwar mit diesen Fragen auseinander, sie waren aber letztlich fÃ¼r den Entscheid nicht ausschlaggebend.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Der vom Bezirksrat gewÃ¤hlte Ansatz war daher richtig. Seine Bedarfsrechnung entspricht grundsÃ¤tzlich den SKOS-Richtlinien, wobei die BeschwerdefÃ¼hrenden mit ihren beiden TÃ¶chtern als ein Haushalt angesehen wurden und die Fremdplatzierungkosten fÃ¼r B gesondert ausgewiesen und dazugerechnet wurden; auch dies ist methodisch in keiner Weise zu kritisieren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden bemÃ¤ngeln pauschal, ihre "materiellen/finanziellen Vor­­bringen seien nicht beurteilt worden". Da die Vorinstanz von einer ganzen anderen Grund­­lage als die Beschwerdegegnerin ausging und dabei erhebliche Auslagen in die Bedarfsrech­nung aufnahm (Fr. 1'300.- monatliche Erwerbsunkosten, Fr. 440.- verschiedene Auslagen fÃ¼r die Kinder), wÃ¤re es Sache der BeschwerdefÃ¼hrenden gewesen aufzuzeigen, weshalb auch diese grosszÃ¼gige Berechnung des Bezirksrats ihren VerhÃ¤ltnissen immer noch nicht genÃ¼gend Rechnung trage. Im Beschwerdeverfahren kann nicht einfach auf Aus­fÃ¼h­rungen vor der Vorinstanz verwiesen werden, wenn diese ihren Entscheid anders begrÃ¼ndet hat als die erstinstanzlich verfÃ¼gende BehÃ¶rde (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 54 N. 7 m.H.). Das Verwaltungsgericht hat daher nicht zu prÃ¼fen, ob der Bezirksrat gewisse Einkommensposi­tionen anders hÃ¤tte berÃ¼cksichtigen sollen (insbes. die EinkÃ¼nfte der Beschwer­defÃ¼hrerin aus ihrem Amt als Schulpflegerin) oder zusÃ¤tzliche Ausgaben hÃ¤tte in die Rechnung aufneh­men kÃ¶nnen. Ohnehin ist letzteres in hohem Mass Ermessenssache und daher nach § 50 VRG der ÃberprÃ¼fung durch das Gericht entzogen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. AusgangsgemÃ¤ss haben die BeschwerdefÃ¼hrenden die Gerichtskosten zu Ã¼berneh­­men (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG). EntschÃ¤digungen sind nicht zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a></span><span>entscheidet</span><span> der Einzelrichter:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>.....</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>