<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2C_116/2009 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 19. Februar 2009 </div> <div class="para">II. öffentlich-rechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Müller, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Feller. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Y.________, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kantonales Amt für Ausländerfragen Zug. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug, Verwaltungsrechtliche Kammer, vom 18. Dezember 2008. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">X.________, geb. 1957, aus dem Kosovo stammend, hielt sich von 1989 bis 1992 als Saisonnier in der Schweiz auf. Im November 1992 wurde ihm eine Aufenthaltsbewilligung zwecks Erwerbstätigkeit erteilt. Im März 1994 erlitt er einen Arbeitsunfall. In der Folge bezog er SUVA-Taggelder, anschliessend Arbeitslosenentschädigung. Seit 1997 ist er Sozialhilfeempfänger; bis heute ist er mit rund 200'000 Franken unterstützt worden. Jahrelang versuchte er, eine IV-Rente zu erwirken. Schliesslich stellte das Eidgenössische Versicherungsgericht am 20. Oktober 2005 fest, er könne im Umfang von 70 % einer Arbeit nachgehen; entsprechend wies es das Begehren um Zusprechung einer Invalidenrente definitiv ab. </div> <div class="para">Seit dem 1994 erlittenen Unfall ging X.________ nie mehr einer Erwerbstätigkeit nach. Die Aufenthaltsbewilligung wurde mehrmals nur noch im Hinblick auf sozialversicherungsrechtliche Abklärungen verlängert, letztmals bis zum 31. Oktober 2003. Das Kantonale Amt für Ausländerfragen Zug lehnte vorerst am 23. Oktober 2003 und sodann am 17. Januar 2007 eine weitere Bewilligungsverlängerung ab. Die gegen die Verfügung vom 17. Januar 2007 erhobene Beschwerde wies der Regierungsrat des Kantons Zug am 19. August 2008 ab, unter gleichzeitiger Ansetzung einer Ausreisefrist (Bestätigung der Wegweisung). Mit Urteil vom 18. Dezember 2008 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Zug die gegen den regierungsrätlichen Entscheid erhobene Beschwerde ab. </div> <div class="para">Mit vom 23. Januar 2009 datierter, von einem Rechtsanwalt verfasster, am 16. Februar 2009 zur Post gegebener Beschwerde stellt X.________ dem Bundesgericht den Antrag, das Urteil des Verwaltungsgerichts aufzuheben und ihm die Aufenthaltsbewilligung zu verlängern. </div> <div class="para">Es ist weder ein Schriftenwechsel noch sind andere Instruktionsmassnahmen angeordnet worden. Mit dem vorliegenden Urteil wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">2.1 Gemäss <span class="artref">Art. 83 lit. c BGG</span> ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten auf dem Gebiet des Ausländerrechts unzulässig betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das Völkerrecht einen Anspruch einräumt (Ziff. 2). Ebenso ist sie unzulässig gegen die Wegweisung (Ziff. 4). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.2 Der Beschwerdeführer behauptet, <span class="artref">Art. 8 EMRK</span> räume ihm einen Rechtsanspruch ein. Soweit <span class="artref">Art. 8 EMRK</span> das Recht auf Achtung des Familienlebens garantiert, entfällt vorliegend die Möglichkeit, sich darauf zu berufen, weil Ehefrau und Kinder des Beschwerdeführers im Kosovo leben. Was das ebenfalls von <span class="artref">Art. 8 EMRK</span> garantierte Recht auf Achtung des Privatlebens betrifft, genügt der Hinweis auf <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=4&amp;from_date=03.02.2009&amp;to_date=22.02.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-II-281%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page281">BGE 130 II 281</a> E. 3.2.1 S. 286 f., um aufzuzeigen, dass dem Beschwerdeführer angesichts seines vom Verwaltungsgericht beschriebenen, nicht substantiiert bestrittenen bisherigen Verhaltens auch diesbezüglich offensichtlich kein Bewilligungsanspruch zusteht. Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist unzulässig. </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer will seine Beschwerde, unter Hinweis auf das allgemeine Verhältnismässigkeitsprinzip, ergänzend als subsidiäre Verfassungsbeschwerde verstanden wissen. Abgesehen davon, dass mit diesem Rechtsmittel bloss die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden kann (<span class="artref">Art. 116 BGG</span>) und das Verhältnismässigkeitsgebot ein verfassungsmässiges Prinzip, nicht aber ein im Rahmen der Verfassungsbeschwerde selbständig anrufbares Grundrecht darstellt (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=4&amp;from_date=03.02.2009&amp;to_date=22.02.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-I-153%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page153">BGE 134 I 153</a> E. 4.1), ist er mangels Bewilligungsanspruchs zur subsidiären Verfassungsbeschwerde nicht legitimiert (<span class="artref">Art. 115 lit. b BGG</span>; vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=4&amp;from_date=03.02.2009&amp;to_date=22.02.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-I-185%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page185">BGE 133 I 185</a>). Soweit er geltend macht, die Handlungsweise der kantonalen Behörden sei "wahrlich als eine Form von Rechtsverweigerung zu betiteln", kritisiert er - mangels Legitimation unzulässigerweise - allein den materiellen Bewilligungsentscheid; inwiefern allenfalls eine (formelle) Rechtsverweigerung vorliegen solle, wird in keiner Weise dargetan (Art. 42 Abs. 2 in Verbindung mit <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.3 Die vorliegende Beschwerde erweist sich als in jeder Hinsicht offensichtlich unzulässig (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/108/b" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/108/1/b" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/108/1/a" type="start"></artref>Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG</span><artref id="CH/173.110/108/1/b" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/108/b" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/b" type="end"></artref>). Ohnehin grenzt die Beschwerdeführung an Rechtsmissbrauch (vgl. <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. c BGG</span>). Auf die Beschwerde ist im vereinfachten Verfahren gemäss <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.4 Die Gerichtskosten (<span class="artref">Art. 65 BGG</span>) werden in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG</span>). Unnötig verursachte Kosten hat zu bezahlen, wer sie verursacht (<span class="artref">Art. 66 Abs. 3 BGG</span>). Für den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, der schon verschiedentlich in ausländerrechtlichen Verfahren vor Bundesgericht aufgetreten ist, konnte es keine Zweifel daran geben, dass das Bundesgericht auf die vorliegende Beschwerde nicht eintreten würde. Die mithin unnötig verursachten Gerichtskosten sind gestützt auf <span class="artref">Art. 66 Abs. 3 BGG</span> ihm aufzuerlegen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt der Präsident: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Kantonalen Amt für Ausländerfragen Zug, dem Verwaltungsgericht des Kantons Zug, Verwaltungsrechtliche Kammer, und dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 19. Februar 2009 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Müller Feller </div> </div></body></html>