<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2017.00663</span></p><p><span id="AHV_NR"></span><br/></p><p><span id="G_NR_VI"></span><span> </span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Käch<br/>Ersatzrichterin Romero-Käser<br/>Gerichtsschreiberin Tiefenbacher</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 28. September 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p><span>Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1987, meldete sich am 24. Oktober 2016 bei der Invalidenversicherung zum Bezug von Hilflosenentschädigung an (Urk. 6/997). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, verneinte mit Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bescheid vom 20. März 2017 eine Anspruch auf Hilflosenentschädigung (Urk. 6/1075</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Dagegen erhob die Versicherte am 4. und 27. April 2017 (Urk. 6/1081, Urk. 6/1087 = Urk. 6/1096 = Urk. 3/2) Einwände.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 9. Mai 2017 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch auf Hilf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">losenentschädigung (Urk. 6/1091 = 6/1124 = Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte erhob am 7. Juni 2107 Beschwerde gegen die Verfügung vom 9. Mai 2017 (Urk. 2) und beantragte, es sei ihr eine Hilflosenentschädigung zuzusprechen und die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen (Urk. 1 S. 1 unten Ziff. 1-2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 13. Juli 2017 (Urk. 5) die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 15. August 2017 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Schreiben vom 23. Mai 2017 (Urk. 6/1110) stellte die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin den Beschluss gleichen Datums (Urk. 6/1121) in Kopie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu, mit welchem ihr eine Rente entsprechend einem Invaliditätsgrad von 50 % ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> März 2010 und von 100 % ab Juni 2011 zugesprochen wurde (vgl. Begründung; Urk. 6/1123). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX183"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">42 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> haben Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz, die hilflos sind, Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung. Als hilflos gilt eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Person, die wegen einer Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verrichtungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwachung bedarf (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherungsrechts, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Im Bereich der Invalidenversicherung gilt auch eine Person als hilflos, welche zu Hause lebt und wegen der gesundheitlichen Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung dauernd auf lebenspraktische Begleitung angewiesen ist (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">42 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 Satz 1 IVG; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">38 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Praxisgemäss (BGE 121 V 88 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3a mit Hinweisen) sind die folgenden sechs alltäglichen Lebensverrichtungen massgebend (BGE 127 V 94 E. 3c, 125 V 297 E. 4a):</span></p><p><span>- </span><span>Ankleiden, Auskleiden; </span></p><p><span>- </span><span>Aufstehen, Absitzen, Abliegen;</span></p><p><span>- </span><span>Essen;</span></p><p><span>- </span><span>Körperpflege;</span></p><p><span>- </span><span>Verrichtung der Notdurft;</span></p><p><span>- </span><span>Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX184"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 37 IVV sieht drei Hilflosigkeitsgrade vor. Gemäss Abs. 3 dieser Bestimmung gilt die Hilflosigkeit als leicht, wenn die versicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">a. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">licher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">b. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">c. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">einer durch das Gebrechen bedingten ständigen und besonders aufwendigen Pflege bedarf; </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">d. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">wegen einer schweren Sinnesschädigung oder eines schweren körperlichen Gebrechens nur dank regelmässiger und erheblicher Dienstleistungen Dritter gesellschaftliche Kontakte pflegen kann; oder</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">e. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 IVV ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">wiesen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="XX198"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">38 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> liegt ein Bedarf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">an lebenspraktischer Begleitung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vor, wenn eine volljährige versicherte Person ausserhalb eines Heimes lebt und infolge Beeinträchtigung der Gesundheit:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ohne Begleitung einer Drittperson nicht selbständig wohnen kann;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">für Verrichtungen und Kontakte ausserhalb der Wohnung auf Begleitung einer Drittperson angewiesen ist; oder </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ernsthaft gefährdet ist, sich dauernd von der Aussenwelt zu isolieren.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ist lediglich die psychische Gesundheit beeinträchtigt, so muss für die Annahme einer Hilflosigkeit gleichzeitig ein Anspruch auf mindestens eine Viertelsrente bestehen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">38 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVV).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zu berücksichtigen ist nur diejenige lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">prak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tische Begleitung, die regelmässig und im Zusammenhang mit den in Absatz 1 erwähnten Situationen erforderlich ist. Nicht darunter fallen insbesondere Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tretungs- und Verwaltungstätigkeiten im Rahmen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">von Massnahmen des Erwachsenenschutzes nach den Artikeln 390-398 des Zivilgesetzbuches </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">38 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 IVV).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als regelmässig im Sinne von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">38 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 Satz 1 IVV gilt die lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">prak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tische Begleitung, wenn sie über eine Periode von drei Monaten gerechnet im Durchschnitt mindestens 2 Stunden pro Woche benötigt wird (BGE 133 V 450 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die lebenspraktische Begleitung beinhaltet weder die (direkte oder indirekte) Dritthilfe bei den sechs alltäglichen Lebensverrichtungen noch die Pflege noch die Überwachung. Sie stellt vielmehr ein zusätzliches und eigen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ständiges Institut der Hilfe dar (BGE 133 V 450 E. 9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span id="XX196"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 69 Abs. 2 IVV kann die IV-Stelle zur Prüfung eines Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">anspruchs unter anderem Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen. Nach der Rechtsprechung hat ein Abklärungsbericht unt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er dem Aspekt der Hilflosigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">folgenden Anforderungen zu genügen: Als Berichterstatterin oder Berichter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">statter wirkt eine qualifizierte Person, welche Kenntnis der örtlichen und räum</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Verhältnisse sowie der aus den seitens der Mediziner gestellten Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und Hilfsbedürftigkeiten hat. Bei Unklarheiten über physische oder psychische Störungen und/oder deren Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kungen auf alltägliche Lebensverrichtungen sind Rückfragen an die medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zinischen Fachpersonen nicht nur zulässig, sondern notwendig (vgl. BGE 133 V 450 E. 11.1.1). Weiter sind die Angaben der Hilfe leistenden Personen zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und detailliert bezüglich der einzelnen alltäglichen Lebensverrichtungen sowie der tatbestandsmässigen Erfordernisse der dauernden Pflege und der persönlichen Überwachung und der lebenspraktischen Begleitung sein. Schliesslich hat er in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben zu stehen. Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen der die Abklärung täti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">genden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 140 V 543</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 3.2.1 mit Hinweisen; SVR 2012 IV Nr. 54 S. 195, Urteil des Bundesgerichts 8C_756/2011 vom 12. Juli 2012 E. 3.2). Diese Grundsätze gelten entsprechend auch für die Abklärung der Hilflosigkeit unter dem Gesichtspunkt der lebenspraktischen Begleitung (BGE 133 V 450 E. 11.1.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_464/2015 vom 14. September 2015 E. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung davon aus, ein allfälliger Anspruch auf lebenspraktische Begleitung erfordere eine Begleitung von mindestens zwei Wochen pro Stunde. Es gebe keine Hinweise, dass die Beschwerdegegnerin zu Arzt- oder Therapieterminen begleitet werde. Auch der Weg zur Begutachtung in der Rehaklinik Y.___ sei ohne Begleitung erfolgt. Sie könne sich mit Hilfe ihres Autos selbständig fortbewegen. Ihre Ressourcen/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fähigkeiten könnten in die alltäglichen Lebensverrichtungen eingebracht wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den (Urk. 2 S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), die Beschwerdegegnerin habe zu Unrecht eine Abklärung vor Ort unterlassen (S. 4 Ziff. 2). Die von der Beschwerdegegnerin getroffenen Annahmen seien aus näher dargelegten Gründen unzutreffend (S. 5). Sie benötige Hilfe beim An- und Auskleiden, beim Essen, bei der Körperpflege sowie bei der Fortbewegung und Kontaktaufnahme. Ferner seien alle Voraussetzungen des Anspruchs auf lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">praktische Begleitung erfüllt (S. 6 Ziff. 4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist, ob die Voraussetzungen für einen Anspruch auf Hilflosenentschädigung erfüllt sind. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 22. Februar 2017 erstatteten die Ärzte der Rehaklinik Y.___ ein Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten im Auftrag der Beschwerdegegnerin (Urk. 6/1059). In der nach am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10. August 2016 erfolgten Besprechung erstatteten interdisziplinären Zusammen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fassung und Fragenbeantwortung (Urk. 6/1059/1-12) nannten die Gutachter folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 5 unten):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">persistierende ventrokaudale Instabilität rechtes Schultergelenk bei</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Status nach Schulterarthroskopie rechts mit posteriorem Capsular Shift am 5. August 2008</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Status nach offener, ventraler Stabilisierung ventrokaudal durch Triple-Verrouillage-Rekonstruktion (Rekonstruktion nach Bristow-Latarjet), Kapsel- und Subskapularis-Doppelung sowie Korakoid</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">transfer rechts am 8. Februar 2011</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">artifizielle Störung (ICD-10 F68.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Persönlichkeitsstörung aus dem Cluster-B-Bereich, am ehesten im Sinne einer emotional-instabilen und/oder einer histrionischen Persönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">keits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">störung (ICD-10 F60.3 und/oder F60.4)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus orthopädischer Sicht sei das Hauptproblem, neben der psychischen Proble</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">matik, das rechte Schultergelenk (S. 3 unten). Die entsprechenden Beschwerden seien nachvollziehbar, jedoch nicht im geklagten Ausmass (S. 4 oben). Zum </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">phy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">siotherapeutischen Assessment sei die Explorandin nicht erschienen, son</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> unter hochgezogener Bettdecke im abgedunkelten Zimmer anzutreffen gewesen. Dabei sei die Bettmobilität uneingeschränkt und selbständig gewesen. Sie habe beide Hände geschickt und nicht verlangsamt zur Kommunikation via Smart</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">phone eingesetzt (S. 5 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufgrund der Schulterbeschwerden seien Arbeiten über der Horizontalen nicht möglich. Leichte, vorwiegend sitzende Tätigkeiten ohne häufige Über-Kopf-Arbei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten wären ganztags zumutbar. Die Orthesen an Hand- und Sprungge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lenken erfüllten keine Funktion und wirkten sich nicht auf die Arbeitsfähigkeit aus. Dies gelte auch in Bezug auf Haushalt, Freizeit und andere soziale Aktivitäten. Die Auswirkungen der psychischen Störung seien jedoch auf alle Tätigkeitsbereiche bis auf weiteres so gravierend, dass in absehbarer Zeit eine Arbeitsfähigkeit nicht wahrscheinlich sei (S. 10 Ziff. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus psychiatrischen Gründen bestehe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auf nicht absehbare Zeit hin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keine Arbeitsfähigkeit. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Isoliert wäre der Explorandin auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">somatische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m Fachgebiet </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die bisherige Tätigkeit als Bankangestellte weiterhin ganztags zumutbar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 11 Ziff. VI.1)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die zuständige Person der Beschwerdegegnerin führte am 14. März 2017 in einer Stellungnahme zur Hilflosigkeit (Urk. 6/1072) aus, auf eine Abklärung vor Ort könne, gestützt insbesondere auf das Gutachten der Rehaklinik Y.___, verzichtet werden. Zudem habe die Kundin offenbar grosse Mühe in Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">situationen, ihr Zustand werde gemäss den Angaben des behandelnden Psychiaters dadurch sogar verschlechtert. Auch sei der verbale Austausch mit ihr teilweise erschwert. Zur Klärung, wer, wie oft und wie lange Hilfe leiste, wären vermutlich Auskünfte von Drittpersonen nötig, jedoch sei die Kontakt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aufnahme mit Drittpersonen von der Kundin untersagt worden (S. 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur lebenspraktischen Begleitung wurde ausgeführt, in der Anmeldung sei die Frage, ob Hilfeleistungen erforderlich seien, um das selbständige Wohnen zu ermöglichen, bejaht worden. Den Unterlagen zufolge finde jedoch keine Anlei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung, Motivation und Kontrolle statt. Die Kundin könne keine Haushaltarbeiten erledigen, weshalb diese von ihrer Mutter erledigt würden; eine Nachfrage bei der Mutter habe die Kundin jedoch untersagt. Sie sei fähig, ihre Anliegen vehe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ment zu vertreten, woraus gefolgert werden könne, dass sie fähig sei, Arbei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten zu organisieren und delegieren (S. 3 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Rahmen der vorliegenden Verfahrens reichte die Beschwerdeführerin meh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rere Unterlagen ein, so eine Bestätigung von Z.___, sie zur Begut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achtung in die Rehaklinik Y.___ begleitet zu haben (Urk. 3/5), die Bestätigung ihrer im Kanton Aargau wohnhaften Tante und diplomierten Pflegefachfrau HF, sie über Jahre hinweg zu - näher dargelegten - auswärtigen Terminen begleitet zu haben (Urk. 3/6), die Bestätigung von Z.___, wohnhaft in der rund 43 km (Fahrstrecke) entfernten Ortschaft A.___, dass er und seine Ehefrau die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin seit Jahren in vielen - näher dargelegten - Belangen mindestens 2 Stunden pro Woche unterstützten (Urk. 3/7), eine Bestätigung der im gleichen Dorf wohnenden B.___, sie in - näher dargelegten - alltäglichen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richtungen zu begleiten und zu unterstützen (Urk. 3/9), sowie die Bestätigung, dass auf sie im Wohnkanton Wallis keine Fahrzeuge eingelöst seien (Urk. 3/8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gestützt auf die im Gutachten der Rehaklinik Y.___ gestellten somatischen Diagnosen und die, abgesehen von einer etwas eingeschränkten Schulterfunk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tion, volle Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht ist es nicht zu beanstanden, dass es die Beschwerdegegnerin als überwiegend wahrscheinlich erachtet hat, dass die Beschwerdeführerin nicht in einem Masse an körperlichen Beeinträch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigungen leidet, das eine dauernde Dritthilfe bei den alltäglichen Lebensver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richtungen (vorstehend E. 1.1) zu begründen vermöchte. Diesbezüglich ist die medizinische Beurteilung ausschlaggebend und nicht die allfällig abweichende Selbsteinschätzung der Beschwerdeführerin.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund der nunmehr von der Beschwerdeführerin doch zur Verfügung ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellten schriftlichen Auskünfte der von ihr angeführten Personen ist jedoch denkbar, dass ein Anspruch auf lebenspraktische Begleitung bestehen könnte. Dies bedarf einer näheren Prüfung und die Beschwerdegegnerin wird eine entsprechende Abklärung (vgl. vorstehend E. 1.4) zu veranlassen haben. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen, die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine rechtskonforme Prüfung des von der Beschwerdeführerin angemeldeten An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruchs ist nur möglich, wenn diese ihre Mitwirkungspflicht befolgt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dazu gehört insbesondere, dass sie es der Beschwerdegegnerin ermöglicht (statt untersagt), die in der Anmeldung genannten und in der Beschwerde ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führ</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Drittpersonen so zu befragen, dass die massgebenden Leistungsvor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzungen beurteilt werden können. Im Interesse einer unbeeinflussten Sachver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">haltsermittlung finden die entsprechenden Gespräche nicht im Beisein der Beschwerdeführerin statt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wohl ist es Sache der Beschwerdegegnerin, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">für die Zusammentragung des Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">materials besorgt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu sein (BGE 115 V 111 E. 3d/bb). Die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin trägt jedoch insofern eine Beweislast, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 115 V 133 E. 8a).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG sind ermessensweise auf Fr. 600.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">legen. Damit wird das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflege gegenstandslos.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung der Sozialver</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">sich</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">erungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 9. Mai 2017 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zu ergänzenden Abklärungen im Sinne der Erwä</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">gungen zurückgewiesen wird.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">600</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt. Rechnung</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> und Einzahlungsschein werden </span><span id="Text2"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">zustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannTiefenbacher</p><p></p></div> </div></body></html>