BRKE III Nr. 111/2000 vom 9. August 2000 in BEZ 2000 Nr. 46 4. Schliesslich verlangt die Rekurrentin, die «Nachnahmegebühren» seien der Vorinstanz aufzuerlegen. Sie nimmt damit Bezug auf die von der Gemeinde per Nachnahme erhobene Gebühr für die Zustellung des angefoc htenen Beschlusses. Baubehörden dürfen für die Zustellung von B eschlüssen, welche Nachbarn g e- stützt auf § 315 PBG anbegehrt haben, ein Entgelt verlangen. Die Gemeinden sind berechtigt, für ihre Amtshandlungen Gebühren zu erheben. Sogenannte Kanzleig e- bühren, die eine Gegenleistung für einfache, keinen besonderen Prüfun gs- und Kon- trollaufwand erfordernde Tätigkeiten der Verwaltung darstellen, dürfen auch ohne besondere gesetzliche Grundlage in Rechnung gestellt we rden. Unzulässig war es jedoch im vorliegenden Fa lle, diese Gebühr per Nachnahme zu erheben, darf doch die Zustellung ordnungsgemäss verlangter Entscheide nicht von einer Bedingung – wie beispielsweise der Bezahlung der Gebühr – abhängig gemacht werden. Die Re- kurrentin hat indessen die Nachnahmese ndung in Empfang genommen und damit diese Art der Zustellung akzept iert. Überdies ändert die Unzulässigkeit dieser Z u- stellungsmodalität nichts daran, dass die Gebühr zu Recht bei der Rekurrentin erh o- ben worden ist. Der Rekurs ist in diesem Punkt abzuweisen.