<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2023.00474</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=224037&amp;W10_KEY=13045528&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2023.00474</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 16.05.2024</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 03.02.2025 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Erlöschen/Wiedererteilung der Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Der Beschwerdeführer 1 hielt sich aufgrund einer gleichgeschlechtlichen Beziehung zum Beschwerdeführer 2 während insgesamt über 16 Jahren rechtmässig in der Schweiz auf. Zuletzt lebte er jedoch über längere Zeit in seinem Heimatland Brasilien, was zum Erlöschen seiner Aufenthaltsbewilligung führte. Strittig ist die Wiedererteilung der Aufenthaltsbewilligung.] Dem Beschwerdeführer 1 wäre es trotz Covid-19-Pandemie möglich gewesen, rechtzeitig vor Erlöschen seiner Aufenthaltsbewilligung in die Schweiz zurückzukehren. Da er dies nicht tat, ist die Aufenthaltsbewilligung erloschen (E. 2.3). Der Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gestützt auf das Recht auf Familienleben nach Art. 8 Abs. 1 EMRK setzt eine lang dauernde und gefestigte Partnerschaft voraus, die bezüglich Art und Stabilität einer Ehe gleichkommt (E. 3.4.1). Eine solche liegt zwischen den Beschwerdeführern nicht mehr vor, da der Beschwerdeführer 1 ohne rechtfertigende Gründe während längerer Zeit getrennt vom Beschwerdeführer 2 in Brasilien gelebt hat, woraus zu schliessen ist, dass die Beziehung der Beschwerdeführer nicht (mehr) so eng ist, dass sie nicht auch besuchsweise gelebt werden kann (E. 3.4.2â3.4.8). Kein Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gestützt auf das Recht auf Privatleben (Art. 8 Abs. 1 EMRK), wenn der Lebensmittelpunkt für eine längere Zeitdauer ins Ausland verlagert worden ist (E. 3.5). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EHEÃHNLICHE BEZIEHUNG">EHEÃHNLICHE BEZIEHUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEFESTIGTE BEZIEHUNG">GEFESTIGTE BEZIEHUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEFESTIGTES KONKUBINAT">GEFESTIGTES KONKUBINAT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLEICHGESCHLECHTLICHE PARTNERSCHAFT">GLEICHGESCHLECHTLICHE PARTNERSCHAFT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 8 Abs. 1 EMRK</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=66224" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2023.00474</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">16. Mai 2024</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sidentin Tamara NÃ¼ssle<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Reto HÃ¤ggi Furrer, Verwaltungsrichter Martin Bertschi, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Dumenig Stiffler. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. B, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>beide vertreten durch RA C, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend ErlÃ¶schen/Wiedererteilung der Aufenthaltsbewilligung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A ist ein 1970 geborener brasilianischer StaatsangehÃ¶riger. Nach mehreren vorherigen Kurzaufenthalten ab 1998 reiste er am 23. November 2001 in die Schweiz ein und erhielt aufgrund seiner Beziehung mit dem Schweizer StaatsbÃ¼rger B eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim FamilienpangehÃ¶rigen respektive Lebenspartner. Diese war auf ein Jahr befristet und wurde mehrmals verlÃ¤ngert. Nach einem lÃ¤ngeren Aufenthalt in Brasilien von 2009 bis Ende 2011 wurde A am 20. August 2012 erneut eine Aufenthaltsbewilligung erteilt. Auch diese wurde mehrfach verlÃ¤ngert â letztmals am 20. August 2019 mit GÃ¼ltigkeit bis zum 19. August 2020. A reiste in der Folge am 10. Februar 2020 erneut nach Brasilien. Er gelangte am 9. September 2020 an die Schweizer Vertretung in SÃ£o Paolo und ersuchte um ein Einreisevisum in die Schweiz, damit er seine Aufenthaltsbewilligung verlÃ¤ngern kÃ¶nne. Aufgrund des Fristenstillstands wegen der Corona-Pandemie erteilte das Migrationsamt das nachgesuchte Visum, woraufhin A Anfang November 2020 in die Schweiz einreiste, und verlÃ¤ngerte dessen Aufenthaltsbewilligung am 2. Dezember 2020 mit GÃ¼ltigkeit bis zum 19. August 2021.</p> <p class="Urteilstext">Am 13. Januar 2021 reiste A erneut nach Brasilien aus. Er kehrte am 8. August 2022 in die Schweiz zurÃ¼ck und stellte am 3. November 2022 beim Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich ein Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. Das Migrationsamt stellte mit VerfÃ¼gung vom 1. MÃ¤rz 2023 fest, dass die bis zum 19. August 2021 befristet gewesene Aufenthaltsbewilligung von A erloschen sei, und wies das Gesuch um Erteilung einer neuen Aufenthaltsbewilligung mangels Vorliegens eines gefestigten Konkubinats mit B ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Hiergegen erhoben A und B am 11. April 2023 Rekurs an die Sicherheitsdirektion. Diese wies das Rechtsmittel mit Rekursentscheid vom 15. Juni 2023 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 21. August 2023 erhoben A und B Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragten, unter EntschÃ¤digungsfolge sei der Rekursentscheid der Sicherheitsdirektion aufzuheben und A sei eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei B zu erteilen. Eventualiter sei das Verfahren zur Befragung von A und B an die Sicherheitsdirektion zurÃ¼ckzuweisen. Subeventualiter sei das Verfahren an das Migrationsamt zurÃ¼ckzuweisen. Zudem stellten sie den Verfahrensantrag, dass sie vom Verwaltungsgericht anzuhÃ¶ren und zu befragen seien.</p> <p class="Urteilstext">Die Sicherheitsdirektion verzichtete mit Schreiben vom 28. August 2023 auf Vernehmlassung; das Migrationsamt reichte keine Stellungnahme ein. A und B gelangten mit Schreiben vom 3. Oktober 2023 erneut an das Verwaltungsgericht, wiederholten ihren Verfahrensantrag und beantragten ausserdem, dass ihnen Frist zur Beibringung weiterer Unterlagen zum Beleg ihrer langjÃ¤hrigen engen Beziehung anzusetzen sei. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 5. Oktober 2023 wies die AbteilungsprÃ¤sidentin das Gesuch um persÃ¶nliche AnhÃ¶rung von A und B einstweilen ab. Mit Eingabe vom 9. November 2023 reichten A und B diverse Bilder und Belege sowie einen USB-Stick mit Videos ein.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r Beschwerden gegen Rekursentscheide der Sicherheitsdirektion Ã¼ber Anordnungen des Migrationsamts betreffend das Aufenthaltsrecht nach §§ 41 ff. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) zustÃ¤ndig. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Nach Art. 61 Abs. 2 des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 (AIG, SR 142.20) erlischt eine Aufenthaltsbewilligung unter anderem dann, wenn sich die auslÃ¤ndische Person, ohne sich abzumelden, wÃ¤hrend sechs Monaten tatsÃ¤chlich im Ausland aufhÃ¤lt. Auf die GrÃ¼nde bzw. Motive fÃ¼r die Auslandsabwesenheit kommt es nicht an (vgl. BGE 149 I 66 E. 4.7 mit Hinweisen; VGr, 30. August 2023, VB.2023.00204, E. 3.1 mit Hinweisen). GemÃ¤ss Art. 10a Abs. 1 der Verordnung 3 Ã¼ber Massnahmen zur BekÃ¤mpfung des Coronavirus vom 19. Juni 2020 (Covid-19-Verordnung 3, SR 818.101.24) kÃ¶nnen AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder, die wegen Massnahmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus abgehalten worden sind, fristgerecht nach Art. 61 AIG zu handeln, bis zum Ende der Geltungsdauer dieser Verordnung die versÃ¤umte Handlung nachholen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrer bringen im Wesentlichen vor, es sei dem BeschwerdefÃ¼hrer 1 aufgrund der Corona-Pandemie nicht mÃ¶glich gewesen, rechtzeitig vor dem ErlÃ¶schen seiner Aufenthaltsbewilligung in die Schweiz zurÃ¼ckzureisen, da es sich bei Brasilien noch bis Anfang 2023 um ein "Risikoland" mit den grÃ¶ssten Schwierigkeiten, von dort in die Schweiz einzureisen, gehandelt habe.</p> <p class="Erwgung2"><a id="_Ref165552291"><b>2.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer 1 verliess die Schweiz gemÃ¤ss unbestritten gebliebener Feststellung der Vorinstanzen am 13. Januar 2021 und reiste nach Brasilien. Die Frist von sechs Monaten gemÃ¤ss Art. 61 Abs. 2 AIG endete damit am 13. Juli 2021. Zu diesem Zeitpunkt galt nach Art. 4 Abs. 1 Covid-19-Verordnung 3 in der Fassung vom 1. Juli 2021 (AS 2021 378) ein Einreiseverbot in die Schweiz fÃ¼r bewilligungsfreien Aufenthalt ohne ErwerbstÃ¤tigkeit bis zu drei Monaten im Sinne von Art. 10 AIG. Da der BeschwerdefÃ¼hrer 1 zu diesem Zeitpunkt (noch) eine Aufenthaltsbewilligung hatte, war er nicht von diesem Einreiseverbot betroffen und hÃ¤tte ohne Weiteres in die Schweiz zurÃ¼ckreisen kÃ¶nnen. Dass hiermit zu diesem Zeitpunkt mÃ¶glicherweise ein gewisser Aufwand einhergegangen wÃ¤re (AusfÃ¼llen von Formularen, allfÃ¤llige QuarantÃ¤ne etc.), lÃ¤sst eine RÃ¼ckkehr nicht als unzumutbar erscheinen. Soweit die BeschwerdefÃ¼hrer darauf verweisen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer 2 eine besonders vulnerable Person sei und in Brasilien damals eine besonders aggressive Variante des Coronavirus zirkuliert habe, weshalb eine frÃ¼here RÃ¼ckkehr des BeschwerdefÃ¼hrers 1 zum Schutz des BeschwerdefÃ¼hrers 2 nicht mÃ¶glich gewesen sei, kÃ¶nnen sie nichts fÃ¼r sich daraus ableiten. Der BeschwerdefÃ¼hrer 1 hÃ¤tte sich nach seiner RÃ¼ckkehr in die Schweiz zunÃ¤chst in QuarantÃ¤ne begeben oder die Ansteckungsgefahr durch andere Massnahmen minimieren kÃ¶nnen. Weitere faktische Hindernisse, die eine rechtzeitige RÃ¼ckkehr des BeschwerdefÃ¼hrers 1 verunmÃ¶glicht hÃ¤tten, wurden trotz Mitwirkungspflicht der BeschwerdefÃ¼hrer (vgl. Art. 90 AIG) nicht geltend gemacht.</a> Damit ist die Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers 1 am 13. Juli 2021 erloschen.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Es bleibt zu klÃ¤ren, ob dem BeschwerdefÃ¼hrer 1 eine neue Aufenthaltsbewilligung erteilt werden kann.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Zwischen der Schweiz und Brasilien besteht kein Staatsvertrag, welcher dem BeschwerdefÃ¼hrer 1 einen Anspruch auf Erteilung der nachgesuchten Bewilligung einrÃ¤umt. Auch aus dem AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetz ist kein solcher Anspruch ersichtlich. Zu prÃ¼fen bleibt, ob dem BeschwerdefÃ¼hrer 1 aufgrund seiner geltend gemachten Beziehung mit dem BeschwerdefÃ¼hrer 2 gestÃ¼tzt auf Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK, SR 0.101) ein Aufenthaltsanspruch zukommt.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>DiesbezÃ¼glich ist zunÃ¤chst festzuhalten, dass sich entgegen den ErwÃ¤gungen des Beschwerdegegners gleichgeschlechtliche Paare genauso wie heterosexuelle Paare auf das Recht auf Familienleben aus Art. 8 Abs. 1 EMRK berufen kÃ¶nnen und nicht bloss auf das Recht auf Privatleben (EGMR, 24. Juni 2010, Schalk und Kopf c. Ãsterreich, 30141/04, § 94).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>GrundsÃ¤tzlich ergibt sich ein Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz fÃ¼r eine auslÃ¤ndische Person aufgrund einer Paarbeziehung zu einer Person mit Schweizer StaatsbÃ¼rgerschaft nur bei einer Ehe mit dieser (Art. 42 AIG). Bei einer kinderlosen Konkubinatsbeziehung ergibt sich nach der Rechtsprechung ein vÃ¶lkerrechtlicher Anspruch auf Familiennachzug aus Art. 8 Abs. 1 EMRK nur, wenn eine lang dauernde und gefestigte Partnerschaft vorliegt <i>und</i> die Heirat unmittelbar bevorsteht (BGE 144 I 266 E. 2.5; BGr, 25. MÃ¤rz 2019, 2C_282/2019, E. 2.2). Soll der auslÃ¤ndische Konkubinatspartner weggewiesen werden, wird mit Blick auf den Schutzbereich von Art. 8 Abs. 1 EMRK verlangt, dass eine gefestigte eheÃ¤hnliche Gemeinschaft vorliegt <i>oder</i> eine Heirat unmittelbar bevorsteht (BGE 144 I 266 E. 2.5; BGr, 14. MÃ¤rz 2024, 2C_145/2024, E. 3.3). In all diesen<span> </span>FÃ¤llen geht es darum, ein geplantes oder bestehendes eheÃ¤hnliches Zusammenleben zu schÃ¼tzen (vgl. zum Ganzen BGE 144 I 266 E. 2.5 mit zahlreichen Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Da zum Zeitpunkt der erstmaligen Bewilligungserteilung an den BeschwerdefÃ¼hrer 1 im Jahr 2001 weder die eingetragene Partnerschaft noch die gleichgeschlechtliche Ehe als Rechtsinstitute in der Schweiz existierten, wurde ihm der damaligen Praxis entsprechend gestÃ¼tzt auf Art. 8 Abs. 1 EMRK eine Aufenthaltsbewilligung erteilt. Es kann offenbleiben, ob bei der beantragten Wiedererteilung einer Aufenthaltsbewilligung, welche ursprÃ¼nglich als "Konkubinatsbewilligung" fÃ¼r ein gleichgeschlechtliches Paar ohne MÃ¶glichkeit der rechtlichen Anerkennung ihrer Beziehung erteilt wurde, im heutigen Zeitpunkt, wo die gleichgeschlechtliche Eheschliessung mÃ¶glich ist, eine Eheschliessungsabsicht zu verlangen ist. Denn vorliegend fehlt es ohnehin an der fÃ¼r die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung nach Art. 8 Abs. 1 EMRK erforderlichen BeziehungsintensitÃ¤t der BeschwerdefÃ¼hrer.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.1 </b>Eine lang dauernde und gefestigte Partnerschaft, deretwegen eine Aufenthaltsbewilligung erteilt werden kann, liegt vor, wenn diese bezÃ¼glich Art und StabilitÃ¤t in ihrer Substanz einer Ehe gleichkommt. Dabei ist wesentlich, ob die Partner in einem gemeinsamen Haushalt leben; zudem sind der Natur und LÃ¤nge ihrer Beziehung sowie ihrem Interesse und ihrer Bindung aneinander, etwa durch Kinder oder andere UmstÃ¤nde wie die Ãbernahme von wechselseitiger Verantwortung, Rechnung zu tragen (BGr, 23. August 2022, 2C_260/2022, E. 1.4.1, und 13. Oktober 2021, 2C_570/2021, E. 1.31; ferner EGMR, 2. November 2010, Yigit c. TÃ¼rkei, 3976/05, §§ 93 und 96). Auch die Ãbernahme finanzieller Verpflichtungen fÃ¼r den anderen ist zu berÃ¼cksichtigen (vgl. BGr, 29. Juni 2020, 2C_9/2020, E. 5.3.3; VGr, 30. Juni 2022, VB.2021.00819, E. 4.1).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.2 </b>Die Vorinstanz begrÃ¼ndete ihre Abweisung des Rekurses der BeschwerdefÃ¼hrer im Wesentlichen damit, dass der BeschwerdefÃ¼hrer 1 sich zwischen Februar 2020 und August 2022 wÃ¤hrend nur gerade zwei Monaten in der Schweiz und ansonsten in Brasilien aufgehalten habe. Daraus sei abzuleiten, dass er im Februar 2020 seinen Lebensmittelpunkt verlegt habe und nur noch zu Zwecken der VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung in die Schweiz gereist sei. Es fehle fast vollstÃ¤ndig an der Haushaltsgemeinschaft mit dem BeschwerdefÃ¼hrer 2 und der Nachweis gemeinsamer AktivitÃ¤ten in den letzten Jahren sei den BeschwerdefÃ¼hrern ebenfalls nicht gelungen. Folglich sei eine aktuell bestehende eheÃ¤hnliche Lebensgemeinschaft der BeschwerdefÃ¼hrer nicht belegt.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrer lernten sich 1998 kennen und der BeschwerdefÃ¼hrer 1 erhielt erstmals im Jahr 2001 aufgrund seiner Beziehung mit dem BeschwerdefÃ¼hrer 2 eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei diesem. In der Folge hielt er sich von November 2001 bis September 2009, von November 2011 bis Februar 2020 sowie von November 2020 bis Januar 2021 und somit insgesamt Ã¼ber 16 Jahre rechtmÃ¤ssig in der Schweiz auf und hatte in diesen ZeitrÃ¤umen stets Wohnsitz beim BeschwerdefÃ¼hrer 2. Ausserdem unterstÃ¼tzt der BeschwerdefÃ¼hrer 2 den BeschwerdefÃ¼hrer 1 in substanziellem Ausmass finanziell. Die Aufenthaltsbewilligungen, die der Beschwerdegegner dem BeschwerdefÃ¼hrer 1 erteilte, waren stets mit dessen Beziehung zum BeschwerdefÃ¼hrer 2 begrÃ¼ndet, woraus folgt, dass der Beschwerdegegner diese fÃ¼r lange Zeit als eheÃ¤hnlich betrachtete. All dies spricht grundsÃ¤tzlich fÃ¼r die Bejahung einer lang dauernden und gefestigten Beziehung der BeschwerdefÃ¼hrer.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.4 </b>Hingegen ist auch unbestritten, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer 1 ab Februar 2020 fÃ¼r eine lÃ¤ngere Zeit ohne seinen Partner in Brasilien aufhielt, nur fÃ¼r etwas mehr als zwei Monate (vom 7. November 2020 bis zum 13. Januar 2021) in die Schweiz zurÃ¼ckkehrte und in diesem Zeitraum seine Aufenthaltsbewilligung verlÃ¤ngern liess, bevor er das Land kurz darauf wieder verliess. Im Gegensatz zu seiner ersten lÃ¤ngeren Ausreise nach Brasilien in den Jahren 2009 bis 2011, welche mit der Absolvierung einer Schauspielschule begrÃ¼ndet wurde, haben die BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r den langen Aufenthalt des BeschwerdefÃ¼hrers 1 in Brasilien seit dem Februar 2020 keine nachvollziehbaren GrÃ¼nde geltend gemacht, weshalb diese rÃ¤umliche Trennung notwendig war. So haben die BeschwerdefÃ¼hrer nur vorgebracht, dass der BeschwerdefÃ¼hrer 1 des Ãfteren seine Mutter besucht habe und dass die Corona-Pandemie seine RÃ¼ckreise in die Schweiz verzÃ¶gert habe. Besuche bei der Mutter in Brasilien wÃ¤ren fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer 1 jedoch ohne Weiteres auch bei deutlich kÃ¼rzerer Landesabwesenheit mÃ¶glich gewesen und die durch die Corona-Pandemie ausgelÃ¶sten ReisebeschrÃ¤nkungen mussten dem BeschwerdefÃ¼hrer 1 spÃ¤testens nach seiner RÃ¼ckreise in die Schweiz im November 2020 mit den damit verbundenen Schwierigkeiten bekannt sein. Ohnehin wÃ¤re ihm wÃ¤hrend der Geltungsdauer seiner Aufenthaltsbewilligung eine RÃ¼ckreise trotz der geltenden Massnahmen mÃ¶glich gewesen (vgl. oben E. 2.3). Entsprechend ist nicht von einem â etwaigen Ã¤usseren UmstÃ¤nden geschuldeten â vorÃ¼bergehenden Getrenntleben auszugehen, sondern von einem bewussten Entscheid der BeschwerdefÃ¼hrer zur FÃ¼hrung einer Distanzbeziehung. Der gemeinsame Haushalt der BeschwerdefÃ¼hrer wurde im Jahr 2020 aufgehoben und der BeschwerdefÃ¼hrer 1 verlagerte seinen Lebensmittelpunkt nach Brasilien. Dies ist ein gewichtiges Indiz dafÃ¼r, dass die Beziehung der BeschwerdefÃ¼hrer auch Ã¼ber eine grosse Distanz hinweg und besuchsweise gelebt werden kann und der BeschwerdefÃ¼hrer 1 zur FortfÃ¼hrung der Beziehung nicht auf eine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz angewiesen ist.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.5 </b>Hinzu kommt, dass dies bereits das zweite Mal ist, dass eine Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers 1 aufgrund von Auslandsabwesenheit erloschen ist, wobei es ein drittes Mal nur aufgrund des Fristenstillstands wegen der Corona-Pandemie nicht dazu kam. Der BeschwerdefÃ¼hrer 1 musste folglich von seiner auslÃ¤nderrechtlichen Situation und den entsprechenden Pflichten Kenntnis haben. Umso weniger ist nachvollziehbar, weshalb er mit seinem lÃ¤ngerfristigen Aufenthalt in Brasilien seinen Aufenthaltstitel erneut gefÃ¤hrdete, wenn er, wie dies die BeschwerdefÃ¼hrer vorbringen, stets weiterhin die Absicht hatte, langfristig eine in der Schweiz gelebte Beziehung mit dem BeschwerdefÃ¼hrer 2 zu fÃ¼hren. Vielmehr hat der BeschwerdefÃ¼hrer 1 durch seine ausgedehnten Aufenthalte in Brasilien zum Ausdruck gebracht, seine Beziehung zum BeschwerdefÃ¼hrer 2 auf Distanz und bloss situativ leben zu wollen. Dies weist darauf hin, dass die Beziehung der BeschwerdefÃ¼hrer nicht (mehr) so eng ist, als dass daraus ein Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung abgeleitet werden kann, zumal der BeschwerdefÃ¼hrer 2 den BeschwerdefÃ¼hrer 1 wÃ¤hrend dessen letztmaligen lÃ¤ngeren Abwesenheiten auch nie in Brasilien besuchte.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.6 </b>Nicht von Belang fÃ¼r die Beurteilung der EheÃ¤hnlichkeit sind ferner die Kinder, um welche sich der BeschwerdefÃ¼hrer 1 in Brasilien gekÃ¼mmert hat und die offenbar ebenfalls durch den BeschwerdefÃ¼hrer 2 finanziell unterstÃ¼tzt werden. Zum einen sind diese inzwischen erwachsen und zum anderen lebten sie soweit ersichtlich nie mit den beiden BeschwerdefÃ¼hrern zusammen, womit nicht von einem zu berÃ¼cksichtigenden Familienleben die Rede sein kann.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.7 </b>Was das behauptete Beziehungsleben nach der RÃ¼ckkehr des BeschwerdefÃ¼hrers 1 in die Schweiz im August 2022 betrifft, haben die BeschwerdefÃ¼hrer nun im verwaltungsrechtlichen Verfahren zahlreiche Fotografien und Videos eingereicht, um die vor Vorinstanz behaupteten gemeinsamen AktivitÃ¤ten zu belegen. WÃ¤hrend das jeweilige Aufnahmedatum der Fotos und Videos nicht ersichtlich ist, kann durch Abgleich mit den ebenfalls eingereichten Quittungen dennoch plausibilisiert werden, dass zumindest einige der Bilder im Herbst und Winter 2022 erstellt worden sein mÃ¼ssen. Sie zeigen, dass die BeschwerdefÃ¼hrer wieder gemeinsam Zeit verbringen, was als Indiz fÃ¼r eine fortgesetzte Beziehung gewertet werden kann. Wie bereits ausgefÃ¼hrt, wurde diese Beziehung jedoch in den letzten Jahren nicht eheÃ¤hnlich und bloss punktuell gelebt, womit sich aus dem Fortbestehen der Beziehung allein kein Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer 1 ergibt.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.8 </b>In einer Gesamtbetrachtung Ã¼berwiegen die Anhaltspunkte, wonach zwischen den BeschwerdefÃ¼hrern keine eheÃ¤hnliche Beziehung vorliegt, die fÃ¼r ihren Bestand eine Aufenthaltsbewilligung erforderlich macht. Durch die Ausreise des BeschwerdefÃ¼hrers 1 im Februar 2020 wurde faktisch der gemeinsame Haushalt aufgehoben und der BeschwerdefÃ¼hrer 1 kehrte nur kurz in die Schweiz zurÃ¼ck, als die VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung geregelt werden musste. Da keine gewichtigen GrÃ¼nde fÃ¼r die Landesabwesenheit geltend gemacht wurden, muss aus dem Getrenntleben geschlossen werden, dass die Beziehung nicht so eng ist, als dass sie nicht weiterhin â wie in den letzten Jahren â besuchsweise gelebt werden kann. Eine gefestigte eheÃ¤hnliche Beziehung, aus der der BeschwerdefÃ¼hrer 1 gestÃ¼tzt auf das Recht auf Familienleben aus Art. 8 Abs. 1 EMRK einen Aufenthaltsanspruch ableiten kann, liegt nicht (mehr) vor.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.9 </b>Dass eine persÃ¶nliche Befragung an diesem Beweisergebnis etwas zu Ã¤ndern vermÃ¶ge, ist nicht ersichtlich. Die BeschwerdefÃ¼hrer hatten im Verfahren mehrere MÃ¶glichkeiten, sich in ihren Eingaben zur EheÃ¤hnlichkeit ihrer Beziehung zu Ã¤ussern und Belege beizubringen. Folglich ist der Verzicht der Vorinstanz auf eine mÃ¼ndliche AnhÃ¶rung der BeschwerdefÃ¼hrer nicht rechtverletzend. Auch im verwaltungsgerichtlichen Verfahren ist deshalb, wie dies bereits in der PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 5. Oktober 2023 begrÃ¼ndet wurde, keine AnhÃ¶rung durchzufÃ¼hren.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer 1 hielt sich nach BerÃ¼cksichtigung von mehrjÃ¤hrigen UnterbrÃ¼chen netto wÃ¤hrend mehr als 16 Jahren rechtmÃ¤ssig in der Schweiz auf, womit er grundsÃ¤tzlich in seinem Recht auf Privatleben gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 1 EMRK betroffen ist, soweit der gewÃ¼nschte Aufenthalt fÃ¼r die Pflege der hier entstandenen sozialen Beziehungen notwendig ist (BGE 144 I 266 E. 3.9). Weil er jedoch inzwischen seinen Lebensmittelpunkt fÃ¼r eine lÃ¤ngere Zeitdauer und wiederholt nach Brasilien verlegt hat, ergibt sich auch aus dem Recht auf Privatleben kein Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.6 </b>Zusammengefasst kann der BeschwerdefÃ¼hrer 1 aus Art. 8 Abs. 1 EMRK keinen Aufenthaltsanspruch in der Schweiz ableiten.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2">Schliesslich ist die Verweigerung der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung aufgrund eines schwerwiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefalls (Art. 30 lit. b AIG in Verbindung mit Art. 31 der Verordnung Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit [VZAE, SR 142.201]) respektive des Wiederzulassungstatbestands (Art. 30 lit. k AIG in Verbindung mit Art. 49 VZAE) durch die Vorinstanz nicht rechtsverletzend. Der BeschwerdefÃ¼hrer 1 hat in Brasilien ein intaktes Beziehungsnetz und ist EigentÃ¼mer von (Anteilen an) Immobilien. Er ist in Brasilien aufgewachsen und spricht Portugiesisch. Ausserdem hat der BeschwerdefÃ¼hrer 1 auch schon die letzten Jahre wieder in seiner Heimat gelebt und es sind keine GrÃ¼nde ersichtlich, die ihm dies in Zukunft erschweren wÃ¼rden. In der Schweiz hat er sich nicht in einem Ã¼ber das bei einer solchen Aufenthaltsdauer zu erwartende Mass hinaus integriert. Es sind weder Kenntnisse der deutschen Sprache nachgewiesen noch hat er sich beruflich integriert. Ausserdem wurde er insbesondere auch gegen das Ende seines rechtmÃ¤ssigen Aufenthalts im Jahr 2019 hin vereinzelt straffÃ¤llig (vgl. Strafbefehle der Staatsanwaltschaft Baden vom 1. Mai 2019 und vom 24. Juni 2019).</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Die Beschwerde ist abzuweisen.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>AusgangsgemÃ¤ss sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens den BeschwerdefÃ¼hrern aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihnen nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: Soweit ein Anwesenheitsanspruch geltend gemacht wird, ist die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) zu ergreifen. Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss <a id="Text31">erkennt</a> <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrern unter solidarischer Haftung auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde erhoben werden. Sie ist binnen 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Sicherheitsdirektion;<br/> c) das Staatssekretariat fÃ¼r Migration.</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>