<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2015-04-09-6B_234-2015.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6B_234/2015 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 9. April 2015</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Denys, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Rüedi, Bundesrichterin Jametti, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Arquint Hill. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstrasse 10, 3011 Bern, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Einfache Körperverletzung, versuchte Nötigung usw., </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern, Strafabteilung, 2. Strafkammer, vom 13. Januar 2015. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Das Regionalgericht Bern-Mittelland sprach den Beschwerdeführer am 3. März 2014 von der Anschuldigung der einfachen Körperverletzung frei. Es verurteilte ihn hingegen wegen versuchter Nötigung und Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu Fr. 20.--. </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer meldete am 13. März 2014 Berufung an und reichte am 30. Mai 2014 die Berufungserklärung ein. </div> <div class="para">Am 13. Januar 2015 anlässlich der mündlichen Verhandlung vor Obergericht zog der Beschwerdeführer die Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland zurück. Das Obergericht schrieb das Verfahren gleichentags als durch Rückzug der Berufung erledigt ab. </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer wandte sich am 18. Januar und am 2. Februar 2015 an das Obergericht. Er macht geltend, er sei durch unrichtige behördliche Auskunft zum Rückzug veranlasst worden. Er habe gemeint, wenn er die Berufung zurückziehe, werde er freigesprochen. Das Obergericht leitete die entsprechenden Eingaben des Beschwerdeführers zur Behandlung als Rechtsmittel gegen den Abschreibungsbeschluss an das Bundesgericht weiter. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Wer ein Rechtsmittel ergriffen hat, kann dieses zurückziehen (<span class="artref">Art. 386 Abs. 2 StPO</span>). Der Rückzug ist endgültig, es sei denn, die Partei sei durch Täuschung, eine Straftat oder eine unrichtige behördliche Auskunft zu ihrer Erklärung veranlasst worden (vgl. <span class="artref">Art. 386 Abs. 3 StPO</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer will mit seinen Vorbringen vom Rückzug der Berufung Abstand nehmen. Dass und inwiefern die zu beurteilende Rückzugserklärung an einem qualifizierten Willensmangel im Sinne von <span class="artref">Art. 386 Abs. 3 StPO</span> leiden könnte, ist indessen nicht ersichtlich. Aus den Akten ergibt sich, dass das Obergericht dem Beschwerdeführer anlässlich der mündlichen Verhandlung die möglichen Optionen zum Verfahrensfortgang aufzeigte, nachdem jener zum Ausdruck gebracht hatte, nicht zu wissen, was er machen solle. Das Obergericht wies ihn darauf hin, dass ein Urteil in der Sache, also eine Verurteilung oder ein Freispruch, nur ergehe, wenn er an seiner Berufung festhalte. Ziehe er das Rechtsmittel zurück, würde das Verfahren ohne inhaltliche Beurteilung der Vorwürfe erledigt und der Entscheid des Regionalgerichts rechtskräftig (vgl. kantonale Akten, Verhandlungsprotokoll, act. 412 f.). Gestützt darauf zog der Beschwerdeführer seine Berufung zurück. Dass er eine unrichtige behördliche Auskunft erhalten hätte, lässt sich dem Verhandlungsprotokoll nicht entnehmen. Es bestehen auch keine Hinweise, dass er die klaren und verständlichen Erläuterungen des Obergerichts u.a. zur Tragweite des Berufungsrückzugs nicht verstanden haben könnte (vgl. auch <span class="artref"><artref id="CH/312.0/68/2" type="start"></artref><artref id="CH/312.0/68/1" type="start"></artref>Art. 68 Abs. 1 und 2 StPO</span><artref id="CH/312.0/68/2" type="end"></artref><artref id="CH/312.0/2" type="end"></artref>). Es liegen mithin keine Gründe vor, welche die Zulässigkeit der Rückzugserklärung in Frage stellen könnte. Die Beschwerde ist unbegründet und im Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 BGG</span> abzuweisen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Strafabteilung, 2. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 9. April 2015 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Denys </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill </div> </div></body></html></html>