B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-2892/2019 A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d v o m 2 6 . N o v e m b e r 2 0 1 9 Besetzung Einzelrichter Christoph Rohrer, Gerichtsschreiber Michael Rutz. Parteien A._______ AG, vertreten durch lic. iur. Michael Waldner, Rechtsanwalt, und lic. iur. Adrian Gautschi, Rechtsanwalt, Beschwerdeführerin, gegen Regierungsrat des Kantons Bern, handelnd durch Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern, Vorinstanz. Gegenstand Krankenversicherung, Änderungen der Spitalliste Akutsomatik des Kantons Bern per 1. Juli 2019 (RRB Nr. 420 vom 8. Mai 2019, teilweise ersetzt durch RRB Nr. 1108 vom 30. Oktober 2019). C-2892/2019 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass der Regierungsrat des Kantons Bern (nachfolgend: Regierungsrat oder Vorinstanz) an seiner Sitzung vom 8. Mai 2019 die neue Spitalliste für die akutsomatische Versorgung erlassen und diese auf den 1. Juli 2019 in Kraft gesetzt hat (Spitalliste Akutsomatik 2019), dass der Regierungsrat der A._______ AG (nachfolgend: Spital A._______ oder Beschwerdeführerin) mit Bes chluss vom 8. Mai 2019 (RRB Nr. 420/2019) einen Leistungsauftrag für verschiedene Leistungsbereiche erteilt, ihr aber den neu beantragten Leistungsauftrag für den Leistungsbe- reich «BEW8.1 Spezialisierte Wirbelsäulenchirurgie» verweigert hat, dass das Spital A._______ gegen den RRB Nr. 420/2019 vom 8. Mai 2019 durch ihre Rechtsvertreter mit Eingabe vom 11. Juni 2019 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben hat und folgende Rechtsbegeh- ren stellt: 1. Die Verfügung der Vorinstanz vom 8. Mai 2019 (RRB Nr. 420/2019) sei aufzuheben, soweit der Beschwerdeführerin darin kein am 1. Juli 2019 in Kraft tretender unbefristeter Leistungsauftrag «BEW8.1 Spezialisierte Wir- belsäulenchirurgie» erteilt wird; 1.1 es sei der Beschwerdeführerin stattdessen ein am 1. Juli 2019 in Kraft tretender unbefr isteter Leistungsauftrag «BEW8.1 Spezialisierte Wirbel- säulenchirurgie» zu erteilen; 1.2 eventualiter (zu 1.1) sei der Beschwerdeführerin stattdessen ein am 1. Juli 2019 in Kraft tretender unbefristeter Leistungsauftrag «BEW8.1 Speziali- sierte Wirbelsäulenc hirurgie» mit der Auflage zu erteilen, unter diesem Leistungsauftrag nur solche Eingriffe durchzuführen, die gemäss SPLG - Grouper ZH 2017 in die Leistungsgruppe «BEW8 Wirbelsäulenchirurgie», gemäss SPLG-Grouper ZH 2019 aber in die Leistungsgruppe «BEW8.1 Spezialisierte Wirbelsäulenchirurgie» fallen; 2. eventualiter (zu 1.-1.2) sei die Verfügung der Vorinstanz vom 8. Mai 2019 (RRB Nr. 420/2019) insofern aufzuheben, als der Beschwerdeführerin da- rin Eingriffe, die gemäss SPLG -Grouper ZH 2017 in die Leistungsg ruppe «BEW8 Wirbelsäulenchirurgie», gemäss SPLG -Grouper ZH 2019 aber in die Leistungsgruppe «BEW8.1 Spezialisierte Wirbelsäulenchirurgie» fal- len, der Leistungsauftrag verweigert wurde; C-2892/2019 Seite 3 2.1 es sei der der Beschwerdeführerin erteilte Leistungsauftrag für di e Leis- tungsgruppe «BEW8 Wirbelsäulenchirurgie» so zu ergänzen, dass er zu- sätzlich alle Eingriffe, die gemäss SPLG -Grouper ZH 2017 in die Leis- tungsgruppe «BEW8 Wirbelsäulenchirurgie», gemäss SPLG -Grouper ZH 2019 aber in die Leistungsgruppe «BEW8.1 Spezialis ierte Wirbelsäulen- chirurgie» fallen, miterfasst; 3. subeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägun- gen an die Vorinstanz zurückzuweisen. dass der mit Zwischenverfügung vom 13. Juni 2019 eingeforderte Kosten- vorschuss von CHF 5‘000.– fristgerecht geleistet wurde, dass die Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern innert der Frist zur Einreichung einer Vernehmlassung mit Eingabe vom 15. August 2019 beantragt hat, das Beschwerdeverfahren sei zu sistieren, weil sie zum Schluss gekommen sei, dass der Beschwerdeführerin der Leistungs- auftrag für den Leistungsbereich «BEW8.1 Spezialisierte Wirbelsäulenchi- rurgie» befristet bis zum 30. Juni 2022 zu erteilen sei, womit die Beschwer- deführerin einverstanden sei, dass das Beschwerdeverfahren nach Einholen einer Stellungnahme der Beschwerdeführerin mit Zwischenverfügung vom 3. September 2019 an- tragsgemäss sistiert wurde, dass die Vorinstanz mit RRB Nr. 1108 vom 30. Oktober 2019 eine teilweise Wiedererwägung des angefochtenen RRB Nr. 420 vom 8. Mai 2019 vorge- nommen und der Beschwerdeführerin für den Leistungsbereich «BEW8.1 Spezialisierte Wirbelsäulenchirurgie» rückwirkend ab dem 1. Juli 2019 und befristet bis 30. Juni 2022 einen Leistungsauftrag erteilt hat, dass die Sistierung mit Instruktionsverfügung vom 12. November 2019 auf- gehoben und das Verfahren C-2892/2019 wieder aufgenommen wurde, dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 22. November 2019 ihre Beschwerde zurückgezogen hat, soweit diese durch die Neuverfügung der Vorinstanz nicht gegenstandslos geworden sei, dass die Beschwerdeführerin beantragt, dass die Verfahrenskosten der Vo- rinstanz aufzuerlegen seien und ihr eine angemessene Prozessentschädi- gung zuzusprechen sei, C-2892/2019 Seite 4 dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 53 Abs. 1 KVG B e- schwerden gegen Beschlüsse im Sinne von Art. 39 KVG beurteilt, dass die Vorinstanz in Anwendung von Art. 58 VwVG ihren ursprünglichen Entscheid in Wiedererwägung ziehen kann, dass die Beschwerdeinstanz die Behandlung der Beschwerde fortzusetzen hat, soweit diese durch die neue Verfügung der Vorinstanz nicht gegen- standslos geworden ist (Art. 58 Abs. 3 VwVG), dass den Rechtsbegehren der Beschwerdeführerin mit dem Beschluss vom RRB Nr. 1108 vom 30. Oktober 2019 nicht vollumfänglich entsprochen wurde, weil der neue Leistungsauftrag für den Leistungsbereich «BEW8.1 Spezialisierte Wirbelsäulenchirurgie» bis 31. Dezember 2022 befristet wurde, womit das Beschwerdeverfahren nur teilweise gegenstandslos ge- worden ist, dass allerdings die Beschwerdeführerin ihre B eschwerde vom 11. Juni 2019 mit Eingabe vom 22. November 2019 zurückgezogen hat, soweit sie nicht gegenstandslos geworden ist, dass das Beschwerdeverfahren daher im einzelrichterlichen Verfahren als durch teilweise Wiedererwägung und Rückzug vollumfänglich gegen- standslos geworden abzuschreiben ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. a VGG), dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden, de- ren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun- desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), dass davon auszugehen ist, dass die Beschwerdeerhebung im Wesentli- chen aufgrund der nun in Wiedererwägung gezogenen Teile des angefoch- tenen Beschlusses erfolgt sein dürfte, so dass die eingetretene Gegen- standslosigkeit der Vorinstanz anzulasten ist und die Beschwerdeführerin als obsiegende Partei zu gelten hat, dass Vorinstanzen keine Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 63 Abs. 2 VwVG), weshalb im vorliegenden Fall keine Verfah renskosten zu erheben sind und der Beschwerdeführerin der geleistete Kostenvorschuss zurückzuerstatten ist, C-2892/2019 Seite 5 dass der obsiegenden Beschwerdeführerin gemäss Art. 15 in Verbindung mit Art. 5 und Art. 7 ff. VGKE eine angemessene Parteientschädigung zu Lasten der Vorinstanz (vgl. Art. 64 Abs. 2 VwVG) zuzusprechen ist, dass die Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin keine Kostennote ein- gereicht hat, weshalb die Parteientschädigung auf Grund der Akten festzu- legen ist (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE), dass die Parteientschädigung aufgrund des Ausgangs des Verfahrens so- wie unter Berücksichtigung des gebotenen und aktenkundigen Aufwandes der Beschwerdeführerin auf pauschal Fr. 3'000.– (Art. 9 Abs. 1 i.V.m. Art. 10 Abs. 2 VGKE) festzusetzen ist, dass die Beschwerde an das Bundesgericht gegen Entscheide auf dem Gebiet der Krankenversicherung, die das Bundesverwaltungsgericht ge- stützt auf Art. 33 Bst. i VGG in Verbindung mit Art. 53 Abs. 1 KVG getroffen hat, unzulässig und der vorliegende Entscheid daher endgültig ist (Art. 83 Bst. r BGG), dass für das Dispositiv auf die nächste Seite zu verweisen ist. C-2892/2019 Seite 6 Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrie- ben. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss von CHF 5‘000.– zurückerstattet. 3. Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä- digung von CHF 3‘000.– zugesprochen. 4. Dieser Entscheid geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular Zahladresse) – die Vorinstanz (Ref-Nr. RRB Nr. 420/2019; Gerichtsurkunde; Beilage: Beschwerderückzug vom 22. November 2019) – das Bundesamt für Gesundheit (Einschreiben) Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Christoph Rohrer Michael Rutz Versand: