<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00086</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105499&amp;W10_KEY=4467151&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00086</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 10.05.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Mangelhafte Baugesuchsunterlagen und ungenaue Aussteckung. <br/><br/>Fehler des Baubewilligungsverfahrens können vom Nachbarn dann gerügt werden, wenn sie sich auf dessen Rechts- bzw. Interessenwahrung nachteilig auswirken. Hat die Fehlerhaftigkeit die materielle Rechtswidrigkeit des Bauvorhabens zur Folge oder können dadurch Verstösse gegen öffentlichrechtliche Bauvorschriften entstehen, ist ein Rechtsschutzinteresse des Nachbarn gegeben (E. 2c). Dachaufbauten: Stellt ein Mehrfamilienhaus eine baulich-architektonische Einheit dar, ist als massgebliche Fassadenlänge im Sinn von § 292 PBG die Gesamtfassadenlänge zu betrachten (E. 3b). Die Spruchgebühr des Baurekursverfahrens richtet sich nach dem Zeitaufwand sowie der finanziellen und rechtlichen Tragweite des Falls. Bei deren Festsetzung verfügt die Baurekurskommission über einen weiten Ermessensspielraum (E. 4a). Voraussetzungen und Bemessung von Parteientschädigungen (E. 5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSNÃTZUNGSBERECHNUNG">AUSNÃTZUNGSBERECHNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSTECKUNG">AUSSTECKUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FEHLERHAFT">FEHLERHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN">KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENAUFLAGE">KOSTENAUFLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LUKARNE">LUKARNE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIENTSCHÃDIGUNG">PARTEIENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SPRUCHGEBÃHR">SPRUCHGEBÃHR</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 34 OV BRK</span><br/><span class="ungerade">§ 35 OV BRK</span><br/><span class="gerade">§ 292 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 321 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">§ 13 VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 17 Abs. II VRG</span><br/><span class="gerade">§ 20 lit. I VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 50 lit. II d VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BEZ 2000 Nr. 39</span><br/><span class="ungerade">RB 2000 Nr. 7</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A. Die Baukommission C. erteilte Herrn und Frau F. am 6. April 1999 die bau­rechtliche Bewilligung fÃ¼r den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit einer Unterniveau­garage fÃ¼r zwÃ¶lf Fahrzeuge sowie vier offenen BesucherabstellplÃ¤tzen auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. ... an der L.-Strasse in C. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Hiergegen erhob A. B. mit Eingabe vom 12. Mai 1999 Rekurs an die Bau­rekurs­kom­mission II und beantragte zur Hauptsache die Aufhebung der Baubewilli­gung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. Mit Beschluss vom 1. Juni 1999 hob die Baukommission C. ihren Be­schluss vom 6. April 1999 auf und erteilte erneut die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r das geplante Mehrfamilienhaus auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. ... an der L.-Strasse. Die Baukommis­sion hielt hierzu fest, ihr Beschluss vom 6. April 1999 sei in unrichtiger Besetzung ergan­gen, weshalb er aufgehoben und die Baubewilligung neu erteilt werde. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auch gegen diesen Beschluss liess A. B. am 14. Juli 1999 Rekurs an die Baurekurs­kommission II erheben und die Aufhebung des angefochtenen Beschlusses "im angefoch­te­nen Umfang" beantragen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Die Baurekurskommission II fÃ¤llte ihren Entscheid am 25. Januar 2000. Sie ver­einigte die beiden Rekursverfahren (Dispositiv Ziff. I), schrieb den Rekurs vom 12. Mai 1999 als durch Aufhebung des angefochtenen Beschlusses gegenstandslos geworden ab (Dispositiv Ziff. II Abs. 1), wies den Rekurs vom 14. Juli 1999 ab, soweit sie darauf ein­trat, und bestÃ¤tigte den Beschluss der Baukommission C. vom 1. Juni 1999 (Dispo­sitiv Ziff. II Abs. 2 und 3). Die Kosten des Verfahrens von total Fr. 4'668.‑ auferlegte sie zu 11/12 dem Rekurrenten und zu 1/12 der Gemeinde C. (Dispositiv Ziff. III). Im wei­te­ren verpflichtete die Rekurskommission die Gemeinde C., A. B. eine Um­triebsentschÃ¤digung von Fr. 300.‑ zu bezahlen (Dispositiv Ziff. IV Abs. 1) und sprach Herrn und Frau F. eine UmtriebsentschÃ¤digung von je Fr. 750.‑, zahl­bar durch den Rekurrenten, zu (Dispositiv Ziff. IV Abs. 2). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 29. Februar 2000 beantragte A. B. dem Ver­waltungsge­richt: </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"1. In Gutheissung der Beschwerde sei der angefochtene Entscheid vom 25. Januar 2000 im angefochtenen Umfang aufzuheben. </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 2. Dispositiv-Ziffer III des angefochtenen Entscheides sei dahingehend abzuÃ¤ndern, dass die Verfahrenskosten des Rekursverfahrens erheb­lich herabgesetzt und dem BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¶chstens zu einem Drittel auferlegt werden. </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 3. Dispositiv-Ziffer IV des angefochtenen Entscheides sei dahingehend abzuÃ¤ndern, dass den privaten Rekursgegnern fÃ¼r das Rekursverfahren keine ProzessentschÃ¤digung zu Lasten des BeschwerdefÃ¼hrers zuge­sprochen werde, </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><i><span>eventuell aber dahingehend, </span></i><span>dass dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Re­kursverfahren zu Lasten der Gemeinde C. eine mindestens gleich hohe ProzessentschÃ¤digung zugesprochen werde wie den pri­vaten Rekurs­geg­nern zu Lasten des BeschwerdefÃ¼hrers. </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 4.<i> Subeventuell</i> sei die Sache zur Neuentscheidung Ã¼ber die Nebenfolgen an die Baurekurskommission II zurÃ¼ckzuweisen. </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 5. Unter Kosten‑ und EntschÃ¤digungsfolgen fÃ¼r die privaten Beschwer­degegner."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt zur Hauptsache vor, es wÃ¤re den Gegenparteien ein Leichtes gewesen, ein zweites Rekursverfahren zu vermeiden. Zudem habe die Baure­kurs­kommission II etwa die HÃ¤lfte der BegrÃ¼ndung des angefochtenen Entscheids fÃ¼r die Be­handlung der Rechtzeitigkeit der Rekurserhebung verwendet. Alle mit diesen beiden Teilen des Verfahrens zusammenhÃ¤ngenden Kosten, im Quantitativ rund ¾, kÃ¶nnten nicht dem Be­schwerdefÃ¼hrer auferlegt werden, weil er sie nicht verursacht oder zu vertreten habe. Die SpruchgebÃ¼hr von Fr. 4'000.‑ sei weit Ã¼bersetzt, ja prohibitiv, handle es sich doch um einen simplen und routinemÃ¤ssigen Fall. Auch die EntschÃ¤digungsfolgen im Re­kursverfahren seien neu zu regeln und insbesondere das offensichtliche MissverhÃ¤ltnis zwischen der Par­teientschÃ¤digung der Gemeinde C. an den Rekurrenten fÃ¼r das ge­genstandslos ge­wor­dene Rekursverfahren und der den privaten Rekursgegnern zugespro­chenen EntschÃ¤di­gung sei zu beseitigen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Sodann ficht der BeschwerdefÃ¼hrer den Rekursentscheid hinsichtlich des in ErwÃ¤­gung 8 begrÃ¼ndeten Nichteintretens an. Er macht geltend, die von ihm gerÃ¼gten Fehler in den PlÃ¤nen seien unbestritten und die Baumassenberechnung sei von der Ã¶rtlichen Baube­hÃ¶rde korrigiert worden. Die BegrÃ¼ndung, nicht auf die berechtigten RÃ¼gen einzutreten, weil der Rekurrent nicht in seiner Interessenwahrung beeintrÃ¤chtigt gewesen sei, sei unter diesen Voraussetzungen rechtsverletzend. Ohne die autoritative Korrektur dieser MÃ¤ngel kÃ¶nnte die Bauherrschaft spÃ¤ter Vorteile zu ihren Gunsten ableiten. Der BeschwerdefÃ¼hrer verlange die gerichtliche Feststellung, dass die Schnitte in den Baugesuchsunterlagen in dem von ihm gerÃ¼gten Sinn falsch seien und berichtigt werden mÃ¼ssten und dass die von der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde korrigierte Baumassenberechnung einzuhalten sei. Eine NachprÃ¼­fung der Aussteckung mÃ¶ge im heutigen Zeitpunkt wegen GeringfÃ¼gigkeit unterbleiben, aber es dÃ¼rfe ohne diese ÃberprÃ¼fung nicht bei der Feststellung bleiben, auf die RÃ¼ge wer­de nicht eingetreten. Rechtsverletzend sei weiter die Behandlung der RÃ¼ge, § 292 des Pla­nungs‑ und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) betreffend Dachaufbauten sei ver­letzt. Schliesslich werde auf einen beiliegenden Ausschnitt aus der "ZÃ¼richsee-Zeitung" vom 21. Februar 2000 hingewiesen, wonach nun deutlich werde, in welcher Hinsicht und in welchen Zonen der Gemeinderat C. die Baudichte der geltenden Bauordnung Ã¼ber­prÃ¼­fen, d.h. herabsetzen wolle. Dazu gehÃ¶re namentlich die hier betroffene Wohnzone W2/1,4. Nach dieser Anpassung der Bau‑ und Zonenordnung kÃ¶nne das Vorhaben der pri­vaten Be­schwerdegegner nicht mehr so bewilligt werden, weil es schon die jetzt zulÃ¤s­sige bauliche AusnÃ¼tzung des GrundstÃ¼cks voll ausschÃ¶pfe. Die von Anfang an erhobene Be­hauptung des BeschwerdefÃ¼hrers, das Bauvorhaben widerspreche der Richtplanung der Ge­meinde C., treffe zu. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission II schloss auf Abweisung der Beschwerde. Die privaten Beschwerdegegner und die Baukommission C. beantragten ebenfalls Abweisung der Be­schwerde, sofern Ã¼berhaupt darauf einzutreten sei, unter Zusprechung einer Partei­entschÃ¤­digung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien in den Rechtsschriften werden, soweit rechtserheb­lich, in den nachfolgenden EntscheidgrÃ¼nden wiedergegeben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt vorab das Nichteintreten der Baurekurskommission II auf seine EinwÃ¤nde betreffend Fehler und Ungenauigkeiten in den BauplÃ¤nen, bei der Bau­massenberechnung sowie bei der Aussteckung (nachfolgend E. 2). Weiter wendet er sich gegen die materielle Beurteilung seiner RÃ¼ge, das angefochtene Bauvorhaben verletze § 292 PBG betreffend Dachaufbauten (nachfolgend E. 3). Schliesslich verlangt er die Ab­Ã¤nderung des Rekursentscheids hinsichtlich der Regelung der Verfahrenskosten und Partei­entschÃ¤digungen (nachfolgend E. 4 und 5). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Zu den Planfehlern fÃ¼hrte die Baurekurskommission II in ihrem Entscheid vom 25. Januar 2000 aus, der Rekurrent beanstande, dass die in zwei verschiedenen PlÃ¤nen eingezeichneten Schnitte A‑A und B‑B nicht Ã¼bereinstimmten, was von den Rekursgeg­nern als offensichtlicher Zeichenfehler anerkannt werde, und dass die HÃ¶he von zwei Vi­sierstangen zu niedrig sowie die visierte Dachneigung zu wenig steil ausgefallen sei. So­dann wende er ein, die dem Baugesuch beigelegte AusnÃ¼tzungsberechnung sei falsch. Die Baurekurskommission II erwog, ein Nachbar kÃ¶nne nur dann rÃ¼gen, die Baugesuchsunter­lagen und das Baugespann seien fehlerhaft, wenn er dadurch in seiner Interessenwahrung behindert worden sei (RB 1982 Nr. 154). Dass sich der Rekurrent vom Projekt kein hinrei­chendes Bild machen konnte, behaupte er selber nicht und treffe angesichts der von ihm ge­machten Feststellungen kleiner und kleinster Abweichungen denn offensichtlich auch nicht zu. Wie der Rekurrent sodann selber einrÃ¤ume, sei die Baumassenberechnung von der BaubehÃ¶rde korrigiert worden und sei das entsprechende, den zulÃ¤ssigen Rahmen einhal­tende Mass der Baubewilligung zugrunde gelegt worden. Eine BeeintrÃ¤chtigung der rekur­rentischen Interessen sei daher von vornherein nicht auszumachen. Die zur BegrÃ¼ndung der InteressensbeeintrÃ¤chtigung angefÃ¼hrten BefÃ¼rchtungen, die Bauherrschaft wÃ¼rde aus den bis anhin nicht korrigierten MÃ¤ngeln spÃ¤ter Vorteile zu ihren Gunsten ableiten, stellten rei­ne Unterstellungen dar. Auf den Rekurs sei bezÃ¼glich dieser RÃ¼gen nicht einzutreten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤lt in seiner Beschwerdeschrift vom 29. Februar 2000 da­fÃ¼r, er habe sich gerade nicht darÃ¼ber beklagt, in seiner Interessenwahrung behindert wor­den zu sein. Vielmehr habe er durch seine Interessenwahrung MÃ¤ngel in der Baubewil­ligung und im Verfahren festgestellt und gerÃ¼gt. In der Zugabe, dass diese MÃ¤ngel tatsÃ¤ch­lich vorhanden waren, liege auch die Feststellung, dass die RÃ¼gen berechtigt waren. Der Nichteintretensentscheid sei unter diesen Voraussetzungen rechtsverletzend. Zu Unrecht seien auch die BefÃ¼rchtungen des BeschwerdefÃ¼hrers zurÃ¼ckgewiesen worden, ohne Kor­rektur dieser MÃ¤ngel kÃ¶nnte die Bauherrschaft spÃ¤ter Vorteile zu ihren Gunsten ableiten. Er verlange die gerichtliche Feststellung, dass die Schnitte in den Baugesuchsunterlagen in dem von ihm gerÃ¼gten Sinn falsch seien und berichtigt werden mÃ¼ssten und dass die von der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde korrigierte Baumassenberechnung einzuhalten sei. Eine NachprÃ¼­fung der Aussteckung kÃ¶nne im heutigen Zeitpunkt wegen GeringfÃ¼gigkeit unterbleiben, aber es dÃ¼rfe ohne diese ÃberprÃ¼fung nicht bei der Feststellung bleiben, auf die RÃ¼ge wer­de nicht eingetreten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) aa) GemÃ¤ss § 20 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) kÃ¶nnen mit dem Rekurs alle MÃ¤ngel des Verfahrens und der angefochtenen Anord­nung geltend gemacht werden. Im Beschwerdeverfahren kann laut § 50 Abs. 2 lit. d VRG die Verletzung einer Form‑ und Verfahrensvorschrift gerÃ¼gt werden, wenn sie "wesentlich" ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GemÃ¤ss stÃ¤ndiger Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts kÃ¶nnen Fehler des Bau­bewilligungsverfahrens ‑ Ã¶ffentliche Bekanntmachung des Bauvorhabens, Ã¶ffentliche Auf­lage der Baugesuchsunterlagen, Aussteckung des Bauvorhabens, VollstÃ¤ndigkeit der Bau­plÃ¤ne ‑ vom Nachbarn dann gerÃ¼gt werden, wenn sie sich auf dessen Rechts‑ bzw. Interes­senwahrung nachteilig auswirken, so dass der Nachbar beispielsweise die Ausge­staltung des GebÃ¤udes als solchem (unvollstÃ¤ndige Planunterlagen) oder dessen Auswir­kungen an Ort und Stelle (fehlerhafte Aussteckung) gar nicht beurteilen kann. Gereicht der Verfah­rens­mangel einem Nachbarn aber nicht zum Nachteil, weil er trotzdem die Auswir­kungen des Bauvorhabens genau beurteilen kann, so liegt kein <i>wesentlicher</i> Mangel des Bauver­fah­rens vor, welcher im Rechtsmittelverfahren gerÃ¼gt werden kÃ¶nnte (FranÃ§ois Ruckstuhl, Der Rechtsschutz im zÃ¼rcherischen Planungs‑ und Baurecht, ZBl 86/1985, S. 302 f., mit Hinweisen, auch zum Folgenden). Nach dem von der Vorinstanz zitierten Entscheid des Verwaltungsgerichtes RB 1982 Nr. 154 kann der Nachbar nur dann rÃ¼gen, die Baugesuchs­unterlagen und das Baugespann seien fehlerhaft, wenn er dadurch in seiner Interessen­wah­rung behindert worden ist. Dieser Entscheid ist insofern zu prÃ¤zisieren, als sich die Fehler­haftigkeit der Baugesuchsunterlagen entweder auf dessen VollstÃ¤ndigkeit oder aber sich auf nicht relevante materielle Fehler beziehen muss. Wenn sich die Fehler­haftigkeit der Bau­gesuchsunterlagen indessen dahingehend auswirkt, dass dies direkt die materielle Rechts­widrigkeit des Bauvorhabens zur Folge hat, z.B. die Ãberschreitung der GebÃ¤ude­hÃ¶he bei Korrektur des falsch eingetragenen gewachsenen Terrains, oder durch Wider­sprÃ¼­che in den Unterlagen bei der BauausfÃ¼hrung VerstÃ¶sse gegen Ã¶ffentlichrechtli­che Bauvor­schriften entstehen kÃ¶nnten, kann dem Nachbar ein Rechtsschutzinteresse an der Beanstan­dung derartiger Fehler nicht abgesprochen werden. Die Rechtsfolge derartiger MÃ¤ngel ist entweder die Anordnung einer Nebenbestimmung (§ 321 PBG), z.B. die Einrei­chung korri­gierter BauplÃ¤ne, oder aber bei nicht "ohne besondere Schwierigkeiten" beheb­baren MÃ¤n­geln im Sinn von § 321 Abs. 1 PBG die Verweigerung der Baubewilligung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) In der Rekursschrift vom 14. Juli 1999 machte der heutige BeschwerdefÃ¼hrer geltend, die Aussteckung sei ungenau und stimme mit den PlÃ¤nen nicht Ã¼berein. Die Profil­stange Nr. 18 sei 13 cm und die Stange Nr. 13 4 cm zu wenig hoch; die an den Profilstan­gen Nrn. 12 und 4 angebrachten Latten hÃ¤tten einen Winkel von 45° statt 90°. Ob diese Un­genauigkeiten der Aussteckung tatsÃ¤chlich zutreffen, hat die Baurekurskommission zu Recht offengelassen. Denn massgeblich fÃ¼r die Bestimmung des Bauvorhabens sind die PlÃ¤ne und nicht das Profil (RB 1980 Nr. 126; Christian MÃ¤der, Das Baubewilligungsver­fahren, ZÃ¼rich 1991, N. 259). Der heutige BeschwerdefÃ¼hrer macht nicht geltend, er sei durch diese ‑ behaupteten ‑ Abweichungen der Profile gegenÃ¼ber den massgebenden PlÃ¤­nen in seiner Interessenwahrung behindert worden und eine solche wÃ¤re auch nicht aus­zu­machen. Zu Recht ist daher die Baurekurskommission auf diese RÃ¼ge nicht eingetreten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer hat im Rekursverfahren weiter vorgebracht, im Baugesuchs­plan Nr. 991.100.05, Grundriss Dachgeschoss, sei der Schnitt A‑A durch das Dachgeschoss Hausteil Nord gefÃ¼hrt und der Schnitt B‑B durch das zentrale Treppenhaus. Im Bauge­suchs­plan Nr. 991.100.08, Schnitte A‑A/B‑B/C‑C, werde der Schnitt A‑A im Dachge­schoss aber durch ein Studio gefÃ¼hrt und der Schnitt B‑B durch ein an das Studio angren­zendes Zimmer im Dachgeschoss. Dieser Einwand ist an sich richtig, doch ist es offen­sicht­lich, dass die Bezeichnung der Schnitte A‑A und B‑B im Plan "Grundriss Dachge­schoss" und im Plan "Schnitte A‑A/B‑B/C‑C" vertauscht wurden, was in den Rekursant­worten auch unbestritten blieb. Es handelt sich um einen vÃ¶llig untergeordneten Planfehler, welcher sich in keiner Art und Weise auf die materielle RechtmÃ¤ssigkeit der bewilligten Baute auswirkt. Da auch ausgeschlossen ist, dass sich diese Ungenauigkeit bei der Bauaus­fÃ¼hrung irgendwie auswirken kÃ¶nnte, ist auch keine spezielle Berichtigung erforderlich. Zu Recht ist die Baurekurskommission auch in diesem Punkt auf den Rekurs nicht eingetreten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>VÃ¶llig unbegrÃ¼ndet war schliesslich die mit dem Rekurs vorgebrachte RÃ¼ge betref­fend AusnÃ¼tzungsberechnung. Die Baukommission C. hat die Baumassenberech­nung der Baugesuchsteller Ã¼berprÃ¼ft, korrigiert und im Entscheid vom 1. Juni 1999 festge­halten, die geplante Baumasse betrage 2'427 m</span><sup><span>3</span></sup><span>, womit die zulÃ¤ssige Baumassenziffer von 1.4 ein­ge­halten werde. Nachdem die BaubewilligungsbehÃ¶rde die korrigierte Baumasse in der an­ge­fochtenen Baubewilligung festhielt, stiess der Einwand des heutigen Beschwerde­fÃ¼hrers, die Baumassenberechnung in den Baugesuchsunterlagen sei falsch, ins Leere. Zu Recht ist die Rekurskommission auch auf diesen Einwand nicht eingetreten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zusammengefasst ergibt sich, dass die Baurekurskommission bezÃ¼glich der geltend gemachten MÃ¤ngel des Baubewilligungsverfahrens ‑ falsche Aussteckung, falsche Dar­stel­lung der Schnitte A‑A und B‑B in den BauplÃ¤nen, falsche Baumassenberechnung ‑ auf das Rechtsmittel zu Recht nicht eingetreten ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Der heutige BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gte im Rekursverfahren weiter, im Dachge­schoss seien fÃ¼r den Hausteil nÃ¶rdlich des Treppenhauses zu Unrecht zwei Lukarnen be­willigt worden, die das nach § 292 PBG zulÃ¤ssige Mass von hÃ¶chstens einem Drittel der betreffenden FassadenlÃ¤nge Ã¼berschreiten wÃ¼rden. Entgegen dem Vermerk im Bauge­suchs­plan Nr. 991.100.05, Grundriss Dachgeschoss, betrage die dortige FassadenlÃ¤nge nicht 8,2 sondern 6,9 m. Die geplanten zwei Lukarnen dÃ¼rften mithin nur eine Breite von 2,3 m und nicht 2,6 m aufweisen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Rekurskommission fÃ¼hrte zu diesem Einwand aus, die massgebliche Fassa­den­lÃ¤nge fÃ¼r das eine baulich-architektonische Einheit darstellende GebÃ¤ude messe 20,8 m. FÃ¼r eine abschnittsweise Betrachtung bestehe kein Anlass. DemgemÃ¤ss dÃ¼rften Dachauf­bauten dort insgesamt 6,93 m breit sein, welches Mass von den vier je 1,3 m und somit ge­samthaft 5,2 m beschlagenden Lukarnen unterschritten werde. Diesen AusfÃ¼hrungen hÃ¤lt der BeschwerdefÃ¼hrer in der Rechtsmittelschrift an das Verwaltungsgericht entgegen, im Baugesuchsplan sei die Angabe "max. 1/3 von 8.20 = 2.73" falsch. Es sei fÃ¼r jedermann er­sichtlich, dass die massgebende BezugsgrÃ¶sse 6,9 m und nicht 8,2 m betrage. Dieser Fehler sei von der BewilligungsbehÃ¶rde nicht korrigiert worden. Die Baurekurskommis­sion Ã¼ber­sehe, dass nicht nur die vier Lukarnen von je 1,3 m Breite, sondern auch das Treppenhaus mit Lichtschacht die nach § 292 PBG massgebende Ebene auf einer Breite von 5,7 m durch­stosse. Insgesamt werde die FassadenlÃ¤nge auf einer Breite von 10,9 m durchstossen, was eindeutig mehr als ein Drittel von 20,8 m sei. Entweder seien die von der Bauherr­schaft angegebenen 6,9 m massgebend; in diesem Fall sei der zulÃ¤ssige Drittel mit 2,6 m fÃ¼r die beiden Lukarnen Ã¼berschritten. Oder aber es sei auf die Gesamtfassaden­lÃ¤nge von 20,8 m abzustellen, wobei der Treppenhausteil von 5,7 m mitzuberÃ¼cksichtigen sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) GemÃ¤ss § 292 lit. a PBG dÃ¼rfen, wo nichts anderes bestimmt ist, Dachaufbauten, ausgenommen Kamine, Anlagen zur Nutzung von Sonnenenergie und kleinere technisch bedingte Aufbauten, insgesamt nicht breiter als ein Drittel der betreffenden FassadenlÃ¤nge sein, sofern sie bei SchrÃ¤gdÃ¤chern Ã¼ber die tatsÃ¤chliche Ebene hinausragen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das betreffende Mehrfamilienhaus stellt ‑ wie die Baurekurskommission II zu Recht festgehalten hat ‑ eine baulich-architektonische Einheit dar; demzufolge ist als mass­gebliche FassadenlÃ¤nge im Sinn von § 292 PBG die GesamtfassadenlÃ¤nge zu be­trachten und ist diese nicht in einzelne Abschnitte aufzuteilen. Die gesamte FassadenlÃ¤nge misst un­streitig 20,80 m. Mit total 5,2 m (4 x 1,3 m) Ã¼berschreiten die vier Lukarnen das zulÃ¤ssige Mass von einem Drittel der FassadenlÃ¤nge nicht. Der vorspringende Treppen­hausteil stellt offenkundig einen eigenstÃ¤ndigen BaukÃ¶rper dar und nicht eine Dachauf­baute im Sinn von § 292 PBG; er ist daher nicht mitzuzÃ¤hlen. Zu Recht hat die Baure­kurskommission II eine Verletzung von § 292 PBG verneint.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Unklar ist, worauf der Einwand des BeschwerdefÃ¼hrers hinzielt, mit dem einge­reichten Ausschnitt aus der ZÃ¼richsee-Zeitung vom 21. Februar 2000 werde nun endlich deutlich, in welcher Hinsicht und in welchen Zonen der Gemeinderat C. die Bau­dichte der geltenden Zonenordnung herabsetzen wolle. Sofern damit sinngemÃ¤ss der Ein­wand der fehlenden planungsrechtlichen Baureife gemÃ¤ss § 234 PBG geltend gemacht wer­den soll, hat der BeschwerdefÃ¼hrer im Rekursverfahren diese RÃ¼ge ausdrÃ¼cklich zu­rÃ¼ckge­zogen. Da keine durch den Gemeinderat beantragte Ãnderung einer pla­nungs­rechtlichen Festlegung im Sinn von § 234 PBG vorliegt, ist dieser Einwand auch materiell unbegrÃ¼ndet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Zusammengefasst ergibt sich, dass die Baurekurskommission den Rekurs vom 14. Juli 1999 zu Recht abwies, soweit sie darauf eintrat. BezÃ¼glich jenes Rechtsmittelver­fahrens durfte die Baurekurskommission entsprechend § 13 Abs. 1 und 2 VRG dem unter­liegenden Rekurrenten und heutigen BeschwerdefÃ¼hrer die Verfahrenskosten auferlegen. Dabei durfte die Vorinstanz unberÃ¼cksichtigt lassen, dass sie dem Einwand der privaten Re­kursgegner, der Rekurs sei verspÃ¤tet, nicht stattgab. Unbestrittenermassen waren die Ver­fahrenskosten fÃ¼r das durch Aufhebung der angefochtenen (ersten) Baubewilligung vom 6. April 1999 gegenstandslos gewordene und abgeschriebene Rekursverfahren der Gemeinde C. aufzuerlegen, welche die Gegenstandslosigkeit zu vertreten hatte. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Die GebÃ¼hren der Baurekurskommissionen werden in §§ 34 ff. der Verordnung (des Regierungsrats) Ã¼ber die Organisation und den GeschÃ¤ftsgang der Baurekurskommis­sionen vom 20. Juli 1977 (mit seitherigen Ãnderungen; OV BRK) geregelt. GemÃ¤ss § 34 dieser Verordnung gehÃ¶ren zu den Verfahrenskosten die SpruchgebÃ¼hr einerseits und die SchreibgebÃ¼hren, Barauslagen und Zustellungskosten anderseits. Die SpruchgebÃ¼hr betrÃ¤gt je nach dem Zeitaufwand sowie der finanziellen und rechtlichen Tragweite, die dem Ent­scheid im Einzelfall zukommt, Fr. 100.‑ bis Fr. 12'000.‑ (§ 35 Abs. 1 OV BRK); in beson­ders aufwÃ¤ndigen Verfahren kann die GebÃ¼hr unter Angabe der GrÃ¼nde bis auf das Dop­pelte erhÃ¶ht werden (Abs. 2). Die GebÃ¼hrenhÃ¶he ist aufgrund der genannten Kriterien von der Baurekurskommission nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen zu bestimmen. Weiter zu be­rÃ¼cksichtigen sind der Aufwand durch Verhandlungen, der Umfang der Akten und eines Beweisverfahrens, die Klarheit der Rechtslage sowie die finanzielle Leistungskraft des Pflichtigen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechts­pflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 13 N. 8). Insgesamt verfÃ¼gen die BehÃ¶rden bei der GebÃ¼hrenbemessung Ã¼ber einen weiten Ermessensspielraum. Das Ver­waltungsgericht kann die Kostenauflage und Kostenverlegung nach § 50 Abs. 2 lit. c VRG nur auf rechtsverletzende Fehler hin Ã¼berprÃ¼fen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 37). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Im Streit steht ein Mehrfamilienhaus mit zwei 5 ½ - 6‑Zimmerwohnungen im Untergeschoss/Erdgeschoss, einer 6‑Zimmerwohnung im Obergeschoss sowie einer 4 ½-Zimmerwohnung im Dachgeschoss samt Unterniveaugarage. Neben den bereits behandel­ten RÃ¼gen waren vor Vorinstanz auch die Einordnung gemÃ¤ss § 238 Abs. 1 PBG, die An­wendung von § 292 PBG auf den Liftaufbau bzw. auf die Kamine sowie die Anwendung des Koordinationsgebots gemÃ¤ss Art. 25a des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979/6. Oktober 1995 streitig. Weiter hatte der heutige BeschwerdefÃ¼hrer gegen verschie­dene Mitglieder der Baurekurskommission II einen Ablehnungsantrag gestellt, diesen spÃ¤­ter indessen wieder zurÃ¼ckgezogen. Von einem "simplen und routinemÃ¤ssigen Fall" kann damit keine Rede sein. Wenn die Rekurskommission die SpruchgebÃ¼hr auf Fr. 4'000.‑ fest­setzte, hat sie der Bedeutung des im Streit stehenden Bauvorhabens sowie den streiti­gen Sachverhalts‑ und Rechtsfragen korrekt Rechnung getragen und das ihr zustehende Ermes­sen bei der Festsetzung der GebÃ¼hr nicht Ã¼berschritten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Kostenspruch der Baurekurskommission ist aber auch insofern rechtmÃ¤ssig, als er die Verfahrenskosten zu 1/12 der Gemeinde C. fÃ¼r die Abschreibung des gegen­standslos gewordenen ‑ ersten ‑ Rekursverfahrens und im Ãbrigen, d.h. zu 11/12 dem heu­ti­gen un­ter­liegenden BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r die Rechtsmittelabweisung im zweiten Re­kurs­verfahren auferlegt. Auf das erste Rekursverfahren entfallen so Fr. 333.‑ SpruchgebÃ¼h­ren, was bei der formellen Erledigung dieses Verfahrens ohne DurchfÃ¼hrung eines Schrif­ten­wechsels und ohne weitere Sachverhaltsermittlungen als angemessen erscheint. Die Spruch­gebÃ¼hr von Fr. 3'666.‑ fÃ¼r die materielle Behandlung des zweiten, abgewiesenen Rekurses ist ‑ wie be­reits erwÃ¤hnt ‑ auf jeden Fall nicht rechtsverletzend. Die vom Be­schwerdefÃ¼hrer beantragte Verteilung zu 2/3 auf das abgeschriebene Verfahren und zu 1/3 auf das materiell behan­del­te Rekursverfahren wÃ¼rde den genannten Kriterien (Zeitaufwand sowie finanzielle und rechtliche Tragweite) in keiner Art und Weise entsprechen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. a) Die Baurekurskommission hat den BeschwerdefÃ¼hrer in Anwendung von § 17 Abs. 2 lit. a VRG zu einer ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.‑ an die Bauherrschaft ver­pflichtet. Nach dieser Bestimmung kann im Rekursverfahren die unterliegende Partei oder Amtsstelle zu einer angemessenen EntschÃ¤digung fÃ¼r die Umtriebe ihres Gegners ver­pflich­tet werden, namentlich dann, wenn die rechtsgenÃ¼gende Darlegung komplizierter Sachverhalte und schwieriger Rechtsfragen besonderen Aufwand erforderte oder den Bei­zug eines Rechtsbeistands rechtfertigte. Angesichts der im Rekursverfahren in formeller und materieller Hinsicht erhobenen RÃ¼gen war der Beizug eines Rechtsbeistands durch die Bauherrschaft offensichtlich gerechtfertigt. Der BeschwerdefÃ¼hrer begrÃ¼ndet denn auch nicht nÃ¤her, weshalb die Rekurskommission § 17 Abs. 2 lit. a VRG falsch angewendet ha­ben sollte. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>§ 17 Abs. 2 VRG sieht lediglich eine "angemessene" EntschÃ¤digung der Umtriebe vor. Das bedeutet, dass dem Berechtigten nicht jeder erdenkliche, sondern grundsÃ¤tzlich nur ein Teil des aufgrund der UmstÃ¤nde des Falls notwendigen Rechtsverfolgungsauf­wands nach freiem (aber pflichtgemÃ¤ssem) Ermessen der Rechtsmittelinstanz zu entschÃ¤­digen ist (RB 1998 Nr. 8 = ZBl 99/1998, S. 524). Dabei sind namentlich der Streitwert, allenfalls die Wichtigkeit der Sache fÃ¼r die Parteien, die Schwierigkeit des Falls sowie der Zeit‑ und Arbeitsaufwand zu berÃ¼cksichtigen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Bei der Festsetzung der HÃ¶he der ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.‑ an die Bau­herrschaft hat die Vorinstanz ihr pflichtgemÃ¤s­ses Ermessen korrekt gehandhabt. Hin­sichtlich der an den BeschwerdefÃ¼hrer durch die Gemeinde C. zu entrichtenden Ent­schÃ¤­digung hat die Rekurskommission festgehalten, "in Anbetracht des Umstands, dass der diesbezÃ¼glich erwachsene Aufwand im Ã¼berwiegenden Ausmass wiederum der Erhebung des Rekurses im Verfahren G.‑Nr. R2.99.00136 diente", erscheine ein Betrag von Fr. 300.‑ als angemessen. TatsÃ¤chlich sind die Rekursschriften vom 12. Mai und 14. Juli 1999 im for­mellen Teil fast vollkommen und im materiellen Teil vollstÃ¤ndig identisch. Der zusÃ¤tz­liche Aufwand, welcher dem BeschwerdefÃ¼hrer ‑ gesamthaft gesehen ‑ dadurch entstanden ist, dass er zwei Rekursschriften einreichen musste, ist daher minim. Der fÃ¼r die Einrei­chung des Rekurses vom 12. Mai 1999 erbrachte Aufwand konnte praktisch vollumfÃ¤ng­lich fÃ¼r die Einreichung des Rekurses vom 14. Juli 1999 verwendet werden. Unter diesen UmstÃ¤nden erweist sich die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung von Fr. 300.‑ fÃ¼r das gegenstandslos gewordene Rekursverfahren nicht als rechtsverletzend. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>