<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00419</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204012&amp;W10_KEY=13013569&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00419</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 25.02.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Ausweisung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Der 1961 geborene Beschwerdeführer, Staatsangehöriger von P, weilt seit 1991 ununterbrochen in der Schweiz. Er erhielt die Niederlassungsbewilligung im Juni 1996. Die Ehefrau und drei Kinder (geboren 1979, 1982, 1991) leben auch in der Schweiz. 2002 wurde er mit fünf Jahren Zuchthaus und acht Jahren (bedingter) Landesverweisung wegen Betäubungsmitteldelikten bestraft. Das Verschulden (Drogendelinquenz) wiegt schwer (E. 4.1). Die Gewährung eines probeweisen Aufschubs der Landesverweisung bedeutet nicht, dass eine Ausweisung unzulässig ist (E. 4.2). Trotz des bereits längeren Aufenthalts des Beschwerdeführers in der Schweiz erscheint eine Rückreise in seine Heimat für ihn zumutbar (E. 4.3). Die Nachteile einer Ausreise bzw. einer Trennung wiegen für die Familie des Beschwerdeführers, insbesondere für die schulisch integrierte Tochter schwer, doch erscheint eine Ausweisung im Hinblick auf das schwere Verschulden des Beschwerdeführers nicht als unverhältnismässig (E. 4.4). Die auf zehn Jahre festgesetzte Dauer der Ausweisung erscheint ebenfalls verhältnismässig (E. 4.5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSWEISUNG">AUSWEISUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DROGENDELINQUENZ">DROGENDELINQUENZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HÃRTE">HÃRTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTEGRATION">INTEGRATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LANDESVERWEISUNG">LANDESVERWEISUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 10 Abs. I lit. a ANAG</span><br/><span class="gerade">Art. 11 Abs. III ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 16 Abs. III ANAV</span><br/><span class="gerade">Art. 13 Abs. I BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 Abs. I EMRK</span><br/><span class="gerade">Art. 41 Ziff. 1 StGB</span><br/><span class="ungerade">Art. 55 Abs. II StGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Der auslÃ¤ndische StaatsangehÃ¶rige A wurde 1961 im Land P geboren. Dort besuchte er die Grundschule und absolvierte eine dreijÃ¤hrige Lehre als Auto­mechaniker. Am 20. De­zem­ber 1979 heiratete er die Landsfrau C. Aus der Ehe sind die Kinder D, geboren 1979, E, geboren 1982, und F, geboren 1991, hervorgegangen. 1981 reiste A in die Schweiz ein und hielt sich in der Folge immer wieder als Saisonnier hier auf. Seit 1991 hÃ¤lt er sich un­unter­brochen in der Schweiz auf und besitzt seit dem 13. Juni 1996 die Nieder­las­sungs­be­wil­ligung fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich. Am 9. Juni 1995 reisten die Ehefrau und die Kinder eben­falls in die Schweiz ein. Die Ehefrau besass eine letzt­mals auf den 8. Oktober 2003 be­fristete Aufenthaltsbewilligung, wÃ¤hrend alle Kinder die Niederlassungsbewilligung er­hal­ten haben.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>A war mit Strafbefehl des Bezirksamtes U vom 27. Mai 1992 wegen Erleichterns der ille­ga­len Einreise einer visumpflichtigen AuslÃ¤nderin mit 14 Tagen GefÃ¤ngnis bedingt unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren verurteilt worden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Urteil des Bezirksgerichts Y vom 25. MÃ¤rz 2002 wurde A der mehr­fachen Wider­handlung gegen das BetÃ¤ubungsmittelgesetz vom 3. Oktober 1951 schul­dig gesprochen und mit acht Jahren Zuchthaus sowie zehn Jahren Landesverweisung unbedingt bestraft. Das Obergericht reduzierte als zweite Instanz mit Urteil vom 11. De­zember 2002 die Strafe auf fÃ¼nf Jahre Zuchthaus. Der Vollzug der auf acht Jahre herabgesetzten Landesver­wei­sung wurde aufgeschoben und die Probezeit auf vier Jahre angesetzt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>A hatte bis 1995 als BaukranfÃ¼hrer bei der Firma H in Z gearbeitet. Anschliessend war er bis zu seiner Verhaftung am 13. MÃ¤rz 2000 als Lastwagenchauffeur bei der Firma G in W tÃ¤tig gewesen. Die vorzeitig bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug erfolgte am 12. Juli 2003. Seit 15. MÃ¤rz 2003 arbeitet er bei der Firma I in V als Lastwagenchauffeur. Aller­dings befindet er sich zur Zeit zufolge eines RÃ¼ckenleidens in stationÃ¤rer Behandlung in der RehaClinic in X. Noch steht nicht fest, inwieweit er nach der Behandlung wieder auf seinem Beruf und in welchem Grad arbeitsfÃ¤hig sein wird.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 5. Mai 2003 veranlasste das Migrationsamt der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit die Befragung von A und seiner Ehefrau im Hinblick auf die Ausweisung. Das rechtliche GehÃ¶r wurde den Eheleuten durch die Kantonspolizei ZÃ¼rich am 15. Mai bzw. 8. Juli 2003 gewÃ¤hrt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Darauf beschloss der Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich am 1. Oktober 2003 die Aus­wei­sung von A fÃ¼r die Dauer von zehn Jahren.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>II.</span></b></p> <p class="Urteilstext"><span>A liess am 6. </span><span>November 2003 Beschwerde beim Verwaltungsgericht einreichen und bean­tragen, in Aufhebung des Entscheides des Regierungsrates vom 1. Oktober 2003 sei von einer Ausweisung abzusehen. Eine solche sei lediglich anzudrohen. Eventuell sei die Ausweisung auf vier Jahre zu beschrÃ¤nken, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungs­folge zu­lasten des Regierungsrates.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit beantragte dem Gericht namens des Regie­rungs­rates die Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span> zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>1.1 </span></b><span>Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist auf dem Gebiet der Fremdenpolizei zulÃ¤ssig, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht (§ 43 Abs. 1 lit. h und Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Dies ist der Fall bei einer Ausweisung, die von einer kantonalen BehÃ¶rde auf­grund von Art. 10 f. des Bundesgesetzes vom 26. MÃ¤rz 1931 Ã¼ber Aufenthalt und Nieder­las­sung der AuslÃ¤nder (ANAG) angeordnet wird (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 des Bundes­rechts­pflegegesetzes [OG] vom 16. </span><span>Dezember 1943 e contrario).</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>1.2 </span></b><span>Die gegen den BeschwerdefÃ¼hrer ausgesprochene Ausweisung stÃ¼tzt sich auf seine straf­rechtliche Verurteilung zu fÃ¼nf Jahren Zuchthaus und damit auf den Auswei­sungs­grund von Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG. Danach kann eine auslÃ¤ndische Person aus der Schweiz ausgewiesen werden, wenn sie wegen eines Verbrechens oder Vergehens gericht­lich bestraft wurde. Bei einer solchermassen begrÃ¼ndeten Ausweisung ist die Verwaltungs­ge­richtsbeschwerde an das Bundesgericht gegeben, weshalb auf die rechtzeitig erhobene Be­schwerde einzutreten ist.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>1.3 </span></b><span>Zudem kÃ¶nnen Art. 8 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) und der nicht weiter gehende Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999, die den Schutz des Familienlebens garantieren, Grundlage fÃ¼r eine Aufenthaltsbewilligung bilden. Darauf kann sich der AuslÃ¤nder berufen, der nahe Verwandte mit gefestigtem Anwe­sen­heits­recht â Schweizer BÃ¼rgerrecht oder Niederlassungsbewilligung â in der Schweiz hat. Unter die familiÃ¤ren Beziehungen, die einen Bewilligungsanspruch verschaffen kÃ¶nnen, fal­len in erster Linie jene zwischen Ehegatten sowie zwischen Eltern und minderjÃ¤hrigen Kin­dern, die im gemeinsamen Haushalt leben (vgl. BGE 120 Ib 257 E. 1d, 129 II 215 E. 4). Vorliegend verfÃ¼gen die Kinder des BeschwerdefÃ¼hrers Ã¼ber die Niederlassungs­be­wil­ligung fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich. Die beiden SÃ¶hne des BeschwerdefÃ¼hrers sind allerdings volljÃ¤hrig. Der Regierungsrat ist somit zu Recht davon ausgegangen, dass in der vorlie­genden Konstellation die Beziehung zu den erwachsenen SÃ¶hnen nicht mehr in den Schutz­bereich von Art. 8 Abs. 1 EMRK fÃ¤llt.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.</span></b></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Ausweisungsgrund von Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG ist im vorliegenden Fall unstreitig erfÃ¼llt. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Indessen soll die Ausweisung nur verfÃ¼gt werden, wenn sie nach den gesamten UmstÃ¤nden als angemessen erscheint (Art. 11 Abs. 3 Satz 1 ANAG). Dabei ist namentlich auf die Schwe­re des Verschuldens, auf die Dauer des Aufenthaltes der auslÃ¤ndischen Person in der Schweiz sowie auf die ihr und ihrer Familie drohenden Nachteile abzustellen (Art. 16 Abs. 3 Satz 1 der Vollziehungsverordnung vom 1. MÃ¤rz 1949 zum Bundesgesetz Ã¼ber Auf­enthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder [ANAV]). Vorzunehmen ist mithin eine sich auf die gesamten UmstÃ¤nde des Einzelfalls stÃ¼tzende VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung (BGE 122 II 433 E. 2c, 125 II 521 E. 2b). An eine Ausweisung sind sodann umso strengere Anfor­de­run­gen zu stellen, je lÃ¤nger ein AuslÃ¤nder in der Schweiz anwesend war (BGE 125 II 521 E. 2b, mit Hinweisen). Eine solche InteressenabwÃ¤gung gebietet auch das in Art. 8 EMRK verbÃ¼rgte Grundrecht auf Schutz des Familienlebens. Ein Eingriff in diese Rechtsgarantie ist nur insoweit statthaft, als er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft fÃ¼r die nationale Sicherheit, die Ã¶ffentliche Ruhe und Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung und zur Ver­hinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesundheit und Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist (Art. 8 Abs. 2 EMRK). </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>3.</span></b></p> <p class="Urteilstext"><b><span>3.1 </span></b><span>GemÃ¤ss §§ 50 und 51 VRG kann mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde jede Rechts­verletzung und jede fÃ¼r den Entscheid erhebliche unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhaltes angefochten werden. Laut § 50 Abs. 2 lit. c VRG kommt dem Verwal­tungs­gericht keine freie NachprÃ¼fung des Ermessens der VerwaltungsbehÃ¶rde zu, soweit kein Ermessensmissbrauch bzw. keine ErmessensÃ¼berschreitung vorliegt.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>3.2 </span></b><span>Die Ausweisung soll wie erwÃ¤hnt nur verfÃ¼gt werden, wenn sie nach den gesamten Um­stÃ¤nden angemessen erscheint. Das Bundesgericht hat ausgefÃ¼hrt, dass die verschie­de­nen Gesichtspunkte, auf die bei der PrÃ¼fung der Angemessenheit der Ausweisung abzu­stel­len ist, die richtige Anwendung von Bundesrecht betreffen und insofern frei zu prÃ¼fen seien. Jedoch sei es dem Bundesgericht verwehrt, sein eigenes Ermessen an die Stelle des­jenigen der zustÃ¤ndigen kantonalen BehÃ¶rde zu setzen (vgl. BGE 114 Ib 1 E. 1b, 122 II 433 E. 2a, 125 II 521 E. 2a). GemÃ¤ss Art. 98a Abs. 3 OG haben die von den Kantonen zu be­stel­lenden richterlichen BehÃ¶rden eine ÃberprÃ¼fung mindestens im gleichen Umfang wie bei der Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht zu gewÃ¤hrleisten. Somit er­gibt sich, dass die Frage der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit der Ausweisung im Sinn von Art. 11 Abs. 3 ANAG und Art. 16 Abs. 3 ANAV vom Verwaltungsgericht frei Ã¼berprÃ¼ft werden muss, es ihm als kantonalem Gericht jedoch verwehrt ist, sein eigenes Ermessen, im Sinn einer ÃberprÃ¼fung der ZweckmÃ¤ssigkeit bzw. OpportunitÃ¤t, an die Stelle desjenigen der zu­stÃ¤ndigen kantonalen VerwaltungsbehÃ¶rde zu setzen (vgl. BGE 116 Ib 353 E. 2b, 122 II 433 E. 2a, 125 II 521 E. 2a).</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>4.</span></b></p> <p class="Urteilstext"><b><span>4.1</span></b><span> Ausgangspunkt und Massstab fÃ¼r die fremdenpolizeiliche InteressenabwÃ¤gung ist das Urteil des Obergerichtes des Kantons ZÃ¼rich vom 11. Dezember 2002. Danach spielte der Be­schwerdefÃ¼hrer bezÃ¼glich der Vermittlung eines halben Kilogramms Heroin mit unbe­kann­tem Reinheitsgrad am 3./4. Juli 1999 eine wichtige Rolle. In diesem Zusammenhang habe er fÃ¼r die Zahlung des noch nicht zahlungsbereiten KÃ¤ufers garantiert und sei nach U zur Ãbergabe mitgereist. Als sich die Drogen als qualitativ minderwertig erwiesen hÃ¤tten, habe er sich persÃ¶nlich durch Telefonate fÃ¼r die RÃ¼ckgabe bzw. das Zustandekommen eines diesbezÃ¼glichen Treffens zwischen Lieferant, Zwischenvermittler und Abnehmer eingesetzt. Ein halbes Jahr spÃ¤ter habe er einem MittÃ¤ter Tipps fÃ¼r einen GrenzÃ¼bertritt mit reduziertem Kontrollrisiko gegeben und ihm zugesichert, fÃ¼r ein sofortiges Treffen am Flugplatz ZÃ¼rich-Kloten nach seiner Ankunft (zwecks Weiterungen im Zusammenhang mit dem Drogentransport) telefonisch erreichbar zu bleiben. Nach dem Eintreffen des Kuriers habe er verschiedene Utensilien fÃ¼r den Ausbau der zehn Kilogramm Heroingemisch mit einem Reinheitsgehalt von immerhin einem Drittel besorgt, an der Entnahme der Drogen aus den HohlrÃ¤umen des Autos massgeblich mitgewirkt und die Garage auch fÃ¼r die vor­Ã¼ber­gehende Aufbewahrung der Drogen zur VerfÃ¼gung gestellt. Dass das Rauschgift (zu­fol­ge der Verhaftung) nicht in den Handel gelangt sei, reduziere zwar in objektiver Hin­sicht das Verschulden. Dazu habe der BeschwerdefÃ¼hrer aber keinen Beitrag geleistet, was eben­falls zu berÃ¼cksichtigen sei. Mit Bezug auf die Vermittlung der DrogenÃ¼bergabe in U habe der BeschwerdefÃ¼hrer vorsÃ¤tzlich gehandelt. Was den spÃ¤teren Import der Dro­gen angehe, so kÃ¶nne dem BeschwerdefÃ¼hrer nicht nachgewiesen werden, dass er gewusst habe, welche Drogenmenge in die Schweiz transportiert wÃ¼rde. Es sei ihm aber fraglos klar gewesen, dass keine geringe Menge Ã¼berfÃ¼hrt wÃ¼rde. Als er dann vom MittÃ¤ter, wohl Ã¼ber­raschend, um Mitwirkung beim Ausbau der Drogen gebeten worden sei, habe er (als ge­lernter Automechaniker) spontan und bereitwillig zugesagt, mit dem Transporteur so­gleich einige notwendige Hilfsmittel gekauft und sich mit diesem ans Werk gemacht. Nach der Ent­nahme der Drogen habe er nichts dagegen gehabt, diese vorerst in seiner Garage zu belassen. Die Rolle und das Engagement des BeschwerdefÃ¼hrers seien im Rahmen dieser Drogeneinfuhr mithin durchaus erheblich und die manifestierte kriminelle Energie gross gewesen. Motiv fÃ¼r die erste Tat sei wohl einzig ein â mehr als fragwÃ¼rdiger â Freund­schafts­dienst fÃ¼r einen anderen MittÃ¤ter gewesen. Dass er dabei irgendeinen Verdienst er­zielt hÃ¤tte, sei nicht erstellt. Bei der Mithilfe des Ausbaus der Drogen aber habe er gemÃ¤ss eigenen Aussagen eine erkleckliche "EntschÃ¤digung" fÃ¼r seine Dienste erwartet. Darin sei denn auch der Beweggrund seiner Tat gelegen. Er sei im Ãbrigen weder selbst Drogen­kon­su­ment gewesen noch aus anderen GrÃ¼nden in einer finanziellen oder anderweitig begrÃ¼n­deten Notlage.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>4.1.1 </span></b><span>Der Regierungsrat ging unter anderem davon aus, dass der BeschwerdefÃ¼hrer durch sein Verhalten die Ã¶ffentliche Ordnung, Sicherheit und Gesundheit in schwer wiegender Wei­se verletzt habe. Seine Vorgehensweise habe von einer erheblichen, menschen­ver­ach­ten­den GleichgÃ¼ltigkeit gegenÃ¼ber dem Leben anderer Personen gezeugt. Er habe die Ã¶f­fent­liche Sicherheit und Ordnung stark gefÃ¤hrdet. DarÃ¼ber hinaus genÃ¼ge nach der bundes­ge­richtlichen Rechtsprechung fÃ¼r fremdenpolizeiliche Massnahmen angesichts der Schwe­re der potenziellen (RÃ¼ckfall-)Gefahr bei schwer wiegenden Drogendelikten bereits ein ge­rin­ges Restrisiko. Ein solches Restrisiko sei beim BeschwerdefÃ¼hrer angesichts seines bis­he­rigen Verhaltens nicht hinreichend auszuschliessen. So habe er sich aus freiem Ent­schluss am Handel mit illegalen Drogen beteiligt, ohne dazu aus finanziellen GrÃ¼nden oder in­folge einer eigenen DrogenabhÃ¤ngigkeit gezwungen gewesen zu sein. Die sicher­heits­po­li­tischen Interessen wÃ¼rden ein energisches Durchgreifen gegenÃ¼ber Personen gebieten, die nicht gewillt oder nicht fÃ¤hig seien, sich an die hiesige Rechtsordnung zu halten. Die RÃ¼ck­kehr des BeschwerdefÃ¼hrers ins Heimatland wÃ¤re mit einer gewissen, jedoch nicht un­zu­mut­baren HÃ¤rte verbunden. Die Ausweisung berÃ¼hre die Beziehung zur Ehefrau und den Kindern, wobei nur die Beziehung zur minderjÃ¤hrigen Tochter unter die Schutz­be­stim­mung gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 1 EMRK falle. Die Ehefrau wÃ¼rde gemÃ¤ss ihren eigenen An­ga­ben ihrem Ehemann in das gemeinsame Heimatland folgen. Der Regierungsrat hielt fest, die zwÃ¶lfjÃ¤hrige Tochter befinde sich grundsÃ¤tzlich noch in einem anpassungsfÃ¤higen Al­ter, sei sie doch als VierjÃ¤hrige zusammen mit der Mutter in die Schweiz eingereist. Auf­grund der regelmÃ¤ssigen Ferienaufenthalte im Heimatland seien ihr die dortigen Ver­hÃ¤lt­nis­se nicht unvertraut. Letztlich kÃ¶nne dies jedoch offen bleiben; angesichts der schwer wie­genden Delinquenz des BeschwerdefÃ¼hrers gehe das sicherheitspolizeilich begrÃ¼ndete Ã¶ffentliche Interesse an seiner Fernhaltung seinem privaten Interesse bzw. dem Interesse seiner FamilienangehÃ¶rigen vor. Sollte sich die Ehefrau entschliessen, mit der jÃ¼ngsten Toch­ter in der Schweiz zu bleiben, hÃ¤tten sich die Ehegatten, vorab der BeschwerdefÃ¼hrer, die Trennung selbst zuzuschreiben. Immerhin kÃ¶nnten die Betroffenen den Kontakt im Rah­men von Besuchen (durch vorÃ¼bergehende Einstellung der Ausweisung), Telefonaten und Briefen aufrechterhalten. </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>4.1.2 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer liess insbesondere festhalten, der vorinstanzliche Entscheid trage bei der GÃ¼terabwÃ¤gung dem privaten Interesse am Verbleib in der Schweiz zu wenig Rechnung. So werde vÃ¶llig unberÃ¼cksichtigt gelassen, dass ihm das Obergericht in seinem Urteil vom 11. Dezember 2002 eine gÃ¼nstige Prognose ausgestellt habe, weshalb die Lan­des­verweisung aufgeschoben worden sei. Auch habe die Vorinstanz lediglich auf die Dau­er seines Aufenthaltes ab 1991 und nicht schon ab 1981, als er als Saisonnier eingereist sei, abgestellt. Er weise einen guten beruflichen und allgemeinen Leumund auf, sei verheiratet und lebe in stabilen VerhÃ¤ltnissen. Strafrechtlich sei er als ErsttÃ¤ter zu betrachten. Aus dem Straf­vollzug sei er probeweise entlassen worden. Aus diesen GrÃ¼nden kÃ¶nne keine schlech­te Prognose gestellt werden. Der Strafvollzug habe bei ihm einen entsprechenden Eindruck hinterlassen. Es bestehe keine RÃ¼ckfallgefahr. Auch mÃ¼sse darauf hingewiesen wer­den, dass die persÃ¶nliche HÃ¤rte einer Ausweisung fÃ¼r ihn gross wÃ¤re. Er sei in der Zwischenzeit sowohl physisch als auch psychisch erkrankt. Offenbar als Folge seines Berufes als Lastwagenchauffeur sei dadurch, dass er schwere Lasten habe tragen mÃ¼ssen, ein "lum­bo radiales Syndrom" ausgelÃ¶st worden. Zudem habe der Druck der drohenden Ausweisung psychische Probleme ergeben, sodass er sich zu einem Facharzt in Behandlung habe begeben mÃ¼ssen. GemÃ¤ss Angaben des Arztes sei er suizidgefÃ¤hrdet. Diese gesundheitlichen Schwierigkeiten wÃ¼rden eine RÃ¼ckkehr erschweren. In seinem Heimatland hÃ¤tte er nicht die entsprechenden BehandlungsmÃ¶glichkeiten und mit den RÃ¼ckenproblemen praktisch keine Aussichten, einen Erwerb zu finden. Weiter befinde sich die zwÃ¶lfjÃ¤hrige Tochter in der sechsten Klasse. Eine RÃ¼ckkehr ins Heimatland wÃ¼rde fÃ¼r sie eine grosse HÃ¤rte bedeuten, da damit ihre ganze schulische Ausbildung gefÃ¤hrdet wÃ¼rde. Zudem mÃ¶chte sie nach Abschluss der Schule eine Informatiklehre machen, was sie im Land P nicht kÃ¶nnte. WÃ¼rde sie mit der Mutter in der Schweiz bleiben, so wÃ¼rde die Familie auseinander gerissen, was auch nicht im Interesse des MÃ¤dchens wÃ¤re.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>4.2 </span></b><span>Vorab ist darauf hinzuweisen, dass bereits der Strafrichter grundsÃ¤tzlich die MÃ¶glichkeit hat, die strafrechtliche Landesverweisung anzuordnen, wenn ein AuslÃ¤nder ein Ver­brechen oder Vergehen verÃ¼bt. Sieht er hievon ab oder wird im Falle einer bedingten Entlassung aus dem Strafvollzug die Landesverweisung probeweise aufgeschoben, steht dies der fremdenpolizeilichen Ausweisung nach Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG nicht entgegen (BGE 122 II 433 E. 2b, 114 Ib 1 E. 3a), sind doch die Voraussetzungen fÃ¼r die beiden Entfer­nungsmassnahmen nicht identisch. So ist fÃ¼r den Entscheid Ã¼ber die GewÃ¤hrung des be­ding­ten Vollzuges einer strafrechtlichen Landesverweisung auf die Prognose hinsichtlich eines kÃ¼nftigen Wohlverhaltens des AuslÃ¤nders in der Schweiz (vgl. Art. 41 Ziff. 1 Abs. 1 des Strafgesetzbuches [StGB]; BGE 123 IV 107 E. 4a) und fÃ¼r denjenigen Ã¼ber den probe­weisen Aufschub nach Art. 55 Abs. 2 StGB auf die Resozialisierungschancen abzustellen, wobei regelmÃ¤ssig die Aussichten auf Wiedereingliederung in der Schweiz denjenigen im Heimatland gegenÃ¼berzustellen sind (vgl. BGE 122 IV 56 E. 3a). DemgegenÃ¼ber steht fÃ¼r den Entscheid Ã¼ber die fremdenpolizeiliche Ausweisung das allgemeine Interesse der Ã¶ffentlichen Ordnung und Sicherheit im Vordergrund (BGE 125 II 105 E. 2c). Der konkreten Prognose Ã¼ber das Wohlverhalten sowie dem Resozialisierungsgedanken des Strafrechts ist zwar im Rahmen der umfassenden fremdenpolizeilichen InteressenabwÃ¤gung ebenfalls Rechnung zu tragen, die beiden UmstÃ¤nde geben aber nicht den Ausschlag (BGE 125 II 105 E. 2c; Andreas ZÃ¼nd, Beendigung der auslÃ¤nderrechtlichen Anwesenheitsberechtigung, in: Aktuelle Fragen des schweizerischen AuslÃ¤nderrechts, St. Gallen 2001, S. 165 f.). Wenn das Obergericht davon ausging, die Taten des BeschwerdefÃ¼hrers wÃ¼rden zwar schwer wiegen, kÃ¶nnten aber allein nicht dazu fÃ¼hren, dass ihm eine gÃ¼nstige Prognose mit Be­zug auf den Aufschub der Landesverweisung versagt bleibe, so kann daraus noch nicht auf die UnzulÃ¤ssigkeit einer fremdenpolizeilichen Ausweisung geschlossen werden (BGr, 10. April 2002, 2A.531/2001, E. 2.2, www.bger.ch).</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>4.3 </span></b><span>Wie ausgefÃ¼hrt, gelten desto strengere Anforderungen an die Anordnung einer Ausweisung, je lÃ¤nger ein AuslÃ¤nder in der Schweiz war. Zu berÃ¼cksichtigen ist auch, in welchem Alter der AuslÃ¤nder in die Schweiz eingereist ist. Selbst bei einem AuslÃ¤nder, der bereits hier geboren ist und sein ganzes bisheriges Leben in der Schweiz verbracht hat, ist eine Ausweisung nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung aber nicht ausgeschlossen (BGE 122 II 433 E. 2 f.). Erst recht gilt dies fÃ¼r AuslÃ¤nder, die â wie der BeschwerdefÃ¼hrer â ihre Kindheit und Jugend im Heimatland verbracht haben. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat sogar die Ausbildung als Automechaniker und Lastwagenchauffeur im Land P absolviert. Zwar reiste er zwischen 1981 und 1991 immer wieder als Saisonnier in die Schweiz; wÃ¤hrend dieser Zeit blieb aber seine Verbindung zur Heimat schon aufgrund der befristeten Aufenthalte in der Schweiz aufrecht. Dies erst recht, weil seine Ehefrau und die Kinder, aber auch seine Eltern und andere Verwandte im Land P lebten. Seit 1991 hÃ¤lt sich der BeschwerdefÃ¼hrer ununterbrochen in der Schweiz auf. Die Beziehung zur Heimat wurde aber weiterhin gepflegt. Die Ehefrau und die Kinder reisten denn auch erst Mitte 1995 in die Schweiz ein. Bis zur Verhaftung des BeschwerdefÃ¼hrers im MÃ¤rz 2000 lebte die Familie zusammen. Wenn auch nicht in Abrede zu stellen ist, dass eine gewisse Integration des BeschwerdefÃ¼hrers namentlich ab 1991 stattgefunden hat, kann dennoch nicht von einer ausgeprÃ¤gten Verwurzelung mit der Schweiz ausgegangen werden. Schon gar nicht kann eine Verwurzelung angenommen werden, welche mit jener einer hier aufgewachsenen Person vergleichbar wÃ¤re. So hat er prÃ¤gende Lebensphasen, insbesondere seine Kindheit und Jugend sowie seine berufliche Ausbildung, im Land P verbracht bzw. abgeschlossen, sich dort mit einer Landsfrau verheiratet und mit ihr eine Familie gegrÃ¼ndet, wobei die Familie erst 1995 in die Schweiz gezogen ist. Seine aufgrund dieser UmstÃ¤nde ohnehin nicht mit einem AuslÃ¤nder zweiter Generation vergleichbare Verwurzelung wird ausserdem durch den Umstand, dass er im MÃ¤rz 2000 verhaftet werden musste und bis zu seiner bedingten Entlassung im Juli 2003 in Haft und im Strafvollzug weilte, weiter relativiert. Insbesondere zeigt aber das strafrechtlich relevante Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers in der Zeitspanne zwischen dem 3./4. Juli 1999 bis zu seiner Verhaftung im MÃ¤rz 2000, dass er sich trotz genÃ¼genden Einkommens und intakter FamilienverhÃ¤ltnisse nicht an die hiesige Rechtsordnung gehalten hat. Ohne Not hat er sich fÃ¼r Drogendelikte erheblicher Schwere hergegeben, was schliesslich zur fÃ¼nfjÃ¤hrigen Zuchthausstrafe gefÃ¼hrt hat. Von einer einmaligen Entgleisung kann angesichts der mehrfachen Tathandlungen, welche sich in einem Zeitraum von mehreren Monaten abgespielt haben, nicht ausgegangen werden. Der Einwand des BeschwerdefÃ¼hrers, er sei strafrechtlich gesehen ein ErsttÃ¤ter, kann daher im vorliegenden Verfahren nicht gleichermassen berÃ¼cksichtigt werden. Der Beschwer­defÃ¼hrer war zudem bereits im Jahr 1992 mit vierzehn Tagen GefÃ¤ngnis bedingt bestraft worden. Wenn der Regierungsrat angesichts der Schwere des Verschuldens des Be­schwerdefÃ¼hrers im Zusammenhang mit den BetÃ¤ubungsmitteldelikten zum Ergebnis gelangte, die Ausweisung des BeschwerdefÃ¼hrers liege im allgemeinen Interesse der Ã¶ffentlichen Ordnung und Sicherheit, so hat er damit weder Ermessen missbraucht noch Ã¼berschritten. Zu Recht hat die Vorinstanz auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung verwiesen, wonach im Zusammenhang mit Taten, wie sie der BeschwerdefÃ¼hrer begangen hat, im Hinblick auf den Kampf gegen den Drogenhandel sowie auf die mit diesen Delikten zusammenhÃ¤ngende GefÃ¤hrdung der Gesundheit einer Vielzahl von Mensch eine strenge Praxis zu verfolgen sei. Insbesondere rechtfertige bei schwer wiegenden Drogendelikten angesichts der Schwere der potentiellen Gefahr schon ein nur geringes Restrisiko bezÃ¼glich erneuter Straftaten eine Ausweisung (vgl. BGE 125 II 521 E. 4a, BGr, 10. April 2002, 2A.531/2001, E. 3.1.1 und 3.1.3 mit weiteren Hinweisen). Die vom BeschwerdefÃ¼hrer begangenen Delikte fallen zwei­fellos unter diese Kategorie.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Eine Ausweisung des BeschwerdefÃ¼hrers in seine Heimat erscheint als zumutbar. Dies umso mehr, als er dort nach wie vor Ã¼ber viele verwandtschaftliche Beziehungen verfÃ¼gt, im Land P seine Kindheit und Jugend verbracht und dort die Schulen sowie die berufliche Ausbildung absolviert hat. Auch wenn ihm die RÃ¼ckkehr in seine Heimat schwer fÃ¤llt und er deswegen psychische Probleme hat, so Ã¼berwiegen die Ã¶ffentlichen In­teressen an der Ausweisung des BeschwerdefÃ¼hrers gegenÃ¼ber seinem privaten Interesse am Verbleib in der Schweiz. Es kann dem BeschwerdefÃ¼hrer denn auch zugemutet werden, sich in seiner Heimat beruflich neu zu orientieren bzw. bezÃ¼glich seiner RÃ¼ckenleiden und psychischen Probleme medizinisch behandeln zu lassen. Eine allfÃ¤llige berufliche Neuorientierung zufolge des Gesundheitszustandes des BeschwerdefÃ¼hrers wÃ¤re auch in der Schweiz mit entsprechenden Schwierigkeiten verbunden.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>4.4</span></b><span> Zu beachten sind allerdings â wie dargelegt â auch die mit einer allfÃ¤lligen Ausweisung verbundenen Nachteile, insbesondere auch fÃ¼r die Ehefrau und die minderjÃ¤hrige Tochter des BeschwerdefÃ¼hrers (Art. 16 Abs. 3 ANAV; Art. 8 Abs. 1 EMRK). Es muss von einer gelebten Beziehung des BeschwerdefÃ¼hrers zu seiner Ehefrau und der Tochter aus­gegangen werden. Die Ausweisung kÃ¶nnte somit zu einer Trennung von seiner Frau und dem minderjÃ¤hrigen Kind fÃ¼hren, sofern sich diese fÃ¼r den weiteren Verbleib in der Schweiz entscheiden sollten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Rahmen der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsfrage ist zu prÃ¼fen, ob den hier wohnenden Familien­mitgliedern zugemutet werden kann, der auszuweisenden Person in den Heimatstaat zu fol­gen. Dem Ehepartner kann die Nachfolge vorab zugemutet werden, wenn er dieselbe Staats­angehÃ¶rigkeit besitzt wie der Auszuweisende und Kenntnisse von Sprache und Gesell­schaft des Heimatstaates hat. Einem Kind kann namentlich dann zugemutet werden, dem ausgewiesenen Elternteil zu folgen, wenn es noch in einem anpassungsfÃ¤higen Alter ist. Hat sich das Kind in der Gesellschaft des Gaststaates aber integriert und seit mehreren Jah­ren dort bereits die Schule besucht, kann von ihm nicht mehr in jedem Fall erwartet werden, dem ausgewiesenen Elternteil zu folgen; die Familientrennung wÃ¤re dann EMRK-widrig (Mark E. Villiger, Handbuch der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 24 N. 580 f.). Es bleibt aber hinzuzufÃ¼gen, dass auch bei gegebener Unzumutbarkeit fÃ¼r die Ehefrau bzw. das Kind eine Ausweisung nicht generell als unverhÃ¤ltnis­mÃ¤ssig zu betrachten ist. Die Unzumutbarkeit bedingt jedoch eine umfassende Interessenab­wÃ¤gung zwischen den Interessen der Familie und den RechtfertigungsgrÃ¼nden fÃ¼r eine Ausweisung gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 2 EMRK (BGE 122 II 289 E. 3b, 125 II 633 E. 2e; VGr, 28. MÃ¤rz 2001, VB. 2001.00058 E. 4b/cc, www.vgrzh.ch).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers ist mit den Gepflogenheiten ihrer Heimat nach wie vor gut vertraut und eine RÃ¼ckkehr dÃ¼rfte ihr gestÃ¼tzt auf ihre eigenen Aussagen nicht allzu schwer fallen. Die 1991 geborene Tochter F hingegen befindet sich in einem Alter, in welchem erfahrungsgemÃ¤ss auch bereits ein Sozialnetz aufgebaut, die allgemeine und die schulische Integration im Gastland weit fortgeschritten ist und die RÃ¼ckkehr in die Heimat eine erhebliche HÃ¤rte bedeuten wÃ¼rde. Allerdings ist F erst als VierjÃ¤hrige in die Schweiz gekommen, sodass auch angesichts der Ferienaufenthalte nicht davon ausgegangen werden kann, sie habe keinerlei Beziehungen mehr zur Heimat. Mit Bezug auf Ehefrau und Tochter fÃ¼hrt die Ausweisung des BeschwerdefÃ¼hrers somit entweder zur Trennung vom Ehemann bzw. Vater (wobei solche Trennungen schon vor der Einreise der Ehefrau und der Kinder Mitte 1995 gelebt worden sind und auch wÃ¤hrend des mehrjÃ¤hrigen Strafvollzugs des BeschwerdefÃ¼hrers) oder zu einem Verlust der bisherigen sozialen Umgebung, was eine erhebliche HÃ¤rte bedeuten wÃ¼rde.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Diesen den FamilienangehÃ¶rigen und dem BeschwerdefÃ¼hrer selbst drohenden Nachteilen ist das Ã¶ffentliche Interesse an der Ausweisung gegenÃ¼berzustellen. Wie ausgefÃ¼hrt, besteht angesichts der schweren Delinquenz des BeschwerdefÃ¼hrers ein erhebliches Ã¶ffentliches Interesse an einer Ausweisung. Wenn zwar auch die familiÃ¤ren Interessen am Ver­bleib des BeschwerdefÃ¼hrers in der Schweiz ernst zu nehmen sind, kann in der vor­instanz­li­chen AbwÃ¤gung, welche von Ã¼berwiegenden Ã¶ffentlichen Interessen ausgeht, keine Rechts­verletzung erblickt werden. Zu Recht hat der Regierungsrat darauf hingewiesen, dass die Betroffenen â sollten sie sich gegen die gemeinsame RÃ¼ckkehr in die Heimat entschei­den â weiterhin Kontakt durch Telefonate, Briefe und Besuche (durch vorÃ¼bergehende Einstellung der Ausweisung) aufrecht erhalten kÃ¶nnen. Die Ausweisung erweist sich un­ter BerÃ¼cksichtigung sÃ¤mtlicher UmstÃ¤nde als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig und deckt sich auch mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. BGr, 13. Juli 2001, 2A.226/2001, www.bger.ch; vgl. auch VGr, 28. MÃ¤rz 2001, VB.2001.00058 E. 4c, www.vgrzh.ch). Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde. </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>4.5 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt eventualiter die Herabsetzung der Ausweisung von zehn auf vier Jahre. Es sei nicht einzusehen, weshalb die Dauer der Ausweisung Ã¼ber jener der bedingten Landesverweisung liegen soll. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Angesichts der schweren Straftaten des BeschwerdefÃ¼hrers, welche er als 38-jÃ¤hriger Familienvater ohne Not begangen hat, erscheint die Ausweisung fÃ¼r die Dauer von zehn Jah­ren als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig und verletzt Bundesrecht nicht (vgl. auch BGr, 29. Juni 2000, 2A.291/2000, E. 2b, und 15. Januar 2003, 2A.522/2002, E. 1.3 in Verbindung mit E. 2.4, je unter www.bger.ch). Unter diesen UmstÃ¤nden ist auch der Eventualantrag abzuweisen.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>5. </span></b></p> <p class="Urteilstext"><span>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Ver­bindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG), dem nach § 17 Abs. 2 VRG von vornherein keine ParteientschÃ¤digung zusteht.</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet <span>die Kammer</span>:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.-; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwal­tungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">6. â¦</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>