<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2A.57/2007 /leb </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 29. Januar 2007 </div> <div class="para">II. öffentlich-rechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Merkli, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Müller, Karlen, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Merz. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X.________, alias Y.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Amt für öffentliche Sicherheit, Ausländerfragen, </div> <div class="para">des Kantons Solothurn, Ambassadorenhof, </div> <div class="para">4509 Solothurn, </div> <div class="para">Haftgericht des Kantons Solothurn, </div> <div class="para">Franziskanerhof, Barfüssergasse 28, 4502 Solothurn. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Ausschaffungshaft gemäss <span class="artref">Art. 13b ANAG</span>, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen das </div> <div class="para">Urteil des Haftgerichts des Kantons Solothurn </div> <div class="para">vom 22. Dezember 2006. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Der libanesische Staatsangehörige X.________ (geb. 1977) reiste im November 2005 in die Schweiz ein. Unter dem Namen Y.________, Staatsangehöriger von Palästina, stellte er ein Asylgesuch, das am 29. März 2006 von der Schweizerischen Asylrekurskommission als letzter Instanz abgewiesen wurde. Nachdem er am 19. Dezember 2006 polizeilich angehalten worden war, verfügte das Amt für öffentliche Sicherheit, Ausländerfragen, des Kantons Solothurn gegen ihn die Ausschaffungshaft. Diese genehmigte der Haftrichter am Haftgericht des Kantons Solothurn mit Urteil vom 22. Dezember 2006 bis zum 20. März 2007. Mit undatiertem, am 25. Januar 2007 der Post übergebenem und ans Bundesgericht adressiertem Schreiben in englischer Sprache bittet X.________um Hilfe ("help"); er werde bei Freilassung innert 48 Stunden das Land verlassen, wolle aber nicht in seine Heimat ausgeschafft werden und wolle ein neues Asylgesuch stellen ("give chance Azil new"). Das Bundesgericht hat per Telefax den Entscheid des Haftrichters, das Protokoll der mündlichen Verhandlung vom 22. Dezember 2006 sowie die Haftverfügung vom Vortag eingeholt. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">2.1 Der angefochtene Entscheid datiert vom 22. Dezember 2006; die vorliegende Eingabe ist somit noch als Verwaltungsgerichtsbeschwerde entgegenzunehmen und nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 1943 über die Organisation der Bundesrechtspflege (OG) zu erledigen (vgl. Art. 132 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht, SR 173.110, AS 2006 1205). </div> <div class="para">2.2 Es ist fraglich, ob die Beschwerdeschrift den formellen Anforderungen von <span class="artref">Art. 108 Abs. 2 OG</span> genügt. Die Beschwerde erweist sich aber ohnehin als unbegründet, nachdem der vom Haftrichter angenommene Haftgrund der Untertauchensgefahr gemäss <span class="artref">Art. 13b Abs. 1 lit. c ANAG</span> (SR 142.20) offensichtlich gegeben ist. Auch die übrigen Haftvoraussetzungen sind erfüllt. Insoweit kann auf die zutreffenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (<span class="artref">Art. 36a Abs. 3 OG</span>). Keine Rolle spielt in diesem Zusammenhang, inwieweit die auf den 1. Januar 2007 in Kraft getretenen verschärften Zwangsmassnahmen gemäss der Änderung des Asylgesetzes vom 16. Dezember 2005 (AS 2006 4745 ff., insbes. 4768 ff.) bereits gelten. So oder anders ist die verfügte Ausschaffungshaft zulässig. </div> <div class="para">Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, nicht in seine Heimat zurückkehren zu können, weil er dort "Probleme" habe, verkennt er, dass die Asyl- und Wegweisungsfrage nicht Gegenstand des Haftgenehmigungsverfahrens bilden (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=39&amp;from_date=25.01.2007&amp;to_date=13.02.2007&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-II-56%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page56">BGE 130 II 56</a> E. 2 S. 58; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=39&amp;from_date=25.01.2007&amp;to_date=13.02.2007&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F128-II-193%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page193">128 II 193</a> E. 2.2.1 S. 197). Anhaltspunkte, dass die im Asylverfahren angeordnete Wegweisung offensichtlich unzulässig wäre und deshalb nicht mit einer Ausschaffungshaft sichergestellt werden könnte, bestehen nicht. Der Beschwerdeführer wird darauf hingewiesen, dass er seine Haft allenfalls verkürzen könnte, indem er mit den Behörden zusammenarbeitet und etwa den Reisepass, den er versteckt hält, vorlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die nach dem Gesagten offensichtlich unbegründete Beschwerde kann somit ohne Weiterungen im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span> erledigt werden. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">3.1 Bei diesem Verfahrensausgang würde der Beschwerdeführer grundsätzlich kostenpflichtig (<span class="artref">Art. 156 Abs. 1 OG</span>). Mit Blick auf seine Vermögensverhältnisse wird jedoch praxisgemäss von der Erhebung einer Gerichtsgebühr abgesehen (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/153^a" type="start"></artref>Art. 153a und 154 OG</span><artref id="CH/173.110/154" type="end"></artref>). </div> <div class="para">3.2 Das Amt für öffentliche Sicherheit, Ausländerfragen, des Kantons Solothurn wird ersucht, dafür besorgt zu sein, dass das vorliegende Urteil dem Beschwerdeführer korrekt eröffnet und verständlich gemacht wird. Da die Eingabe vom 25. Januar 2007 möglicherweise einen erneuten Antrag auf Gewährung des Asyls enthält, ist sie dem Bundesamt für Migration zur Kenntnis zu bringen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span>: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Amt für öffentliche Sicherheit, Ausländerfragen, sowie dem Haftgericht des Kantons Solothurn und dem Bundesamt für Migration - zusammen mit einem Doppel der Beschwerdeschrift vom 25. Januar 2007 - schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 29. Januar 2007 </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>