A bteilung V E -4724/2006 gyk/bec/sca {T 0/2} U rteil vom 13. Juni 2007 M itw irkung: R ichter G ysi, R ichter Zoller, R ichterin Schenker Senn G erichtsschreiber Berger A ._______, geboren _______, D em okratische R epublik Kongo, _______, Beschw erdeführerin gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 6. Septem ber 2005 i.S. A syl und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest: A. D ie Beschw erdeführerin verliess die D em okratische R epublik Kongo eigenen An- gaben zufolge am 7. August 2005, reiste auf dem Luftw eg von Kinshasa über Bel- gien nach Italien und erreichte am 15. August 2005 die Schw eiz, w o sie tags dar- auf im Em pfangs- und Verfahrenszentrum des BFM in Vallorbe ein Asylgesuch stellte. Am 22. August 2005 w urde sie im Em pfangszentrum Kreuzlingen zu den G ründen für ihr Asylgesuch und zum R eisew eg befragt, w orauf das BFM am 2. Septem ber 2005 eine direkte Bundesanhörung durchführte. Zur Begründung ihres Asylgesuchs m achte die Beschw erdeführerin im W esentlichen Folgendes geltend: Ihre Freundin, m it der sie zusam m en (Bezeichnung Arbeitstelle) gearbeitet habe, sei eine Konkubine dse B._______ gew esen und von diesem geschw ängert w orden. D er Beschw erdeführerin eigener Freund sei Vertrauter und Beauftragter für private Angelegenheiten B._______ gew esen. Zusam m en m it ihrem Freund und der schw angeren Freundin sei sie in eine Klinik gefahren, w o die Schw angerschaft unterbrochen w erden sollte. Ihre Freundin sei an diesem m edizinischen Eingriff gestorben. D er Freund der Beschw erdeführerin habe sie in der Folge einen M onat lang versteckt gehalten und ihr zu verstehen gegeben, dass die Sache nicht zur Kenntnis der B._______ und so an die Ö ffentlichkeit gelangen dürfe. Als M itw isserin stelle sie eine G efahr dar und sei ihrerseits ihres Lebens nicht m ehr sicher. Aus diesen G ründen habe ihr Freund ihre Ausreise organisiert. In der direkten Bundesanhörung brachte die Beschw erdeführerin vor, dass sie al- lenfalls schw anger sei. Für die Aussagen der Beschw erdeführerin anlässlich der Anhörungen im Einzel- nen w ird auf die Akten verw iesen. B. M it Verfügung vom 6. Septem ber 2005 - gleichentags eröffnet - lehnte das BFM das Asylgesuch der Beschw erdeführerin ab und ordnete gleichzeitig ihre W egw ei- sung aus der Schw eiz sow ie deren Vollzug an. Zur Begründung führte es im W e- sentlichen aus, die Asylvorbringen der Beschw erdeführerin hielten den Anforde- rungen an die G laubhaftigkeit im Sinne von Art. 7 AsylG nicht stand; ausserdem sei der Vollzug der W egw eisung m öglich, zulässig und zum utbar. Auf Einzelheiten in der Entscheidbegründung w ird - sow eit erforderlich - in den Erw ägungen näher eingegangen. C . D iese Verfügung focht die Beschw erdeführerin m it Eingabe vom 4. O ktober 2005 bei der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) an. Sie beantragte sinnge- m äss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die G ew ährung von Asyl in der Schw eiz, eventualiter die Anordnung der vorläufigen Aufnahm e w egen U nzu- m utbarkeit der R ückkehr in ihr H eim atland. In verfahrensrechtlicher H insicht er- suchte sie um w eitergehende Abklärungen und um die G ew ährung der unentgeltli- chen R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG . D . M it Zw ischenverfügung der AR K vom 7. O ktober 2005 w urde unter Vorbehalt der 3 N achreichung einer Fürsorgebestätigung das G esuch um unentgeltliche R echts- pflege gutgeheissen. Zudem w urde die Beschw erdeführerin aufgefordert, innert angesetzter Frist ein ärztliches Zeugnis betreffend die in der R echtsm itteleingabe geltend gem achten gesundheitlichen Problem e und eine Entbindungserklärung von der ärztlichen Schw eigepflicht einzureichen. E. M it Eingabe vom 19. O ktober 2005 (Poststem pel) reichte die Beschw erdeführerin die angeforderten U nterlagen ein. F. M it Vernehm lassung vom 18. N ovem ber 2005 hielt das BFM an seinen Erw ägun- gen in der angefochtenen Verfügung fest und beantragte die Abw eisung der Be- schw erde. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D as Bundesverw altungsgericht beurteilt gem äss Art. 31 des Verw altungsgerichts- gesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungs- verfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vor- liegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. Zu den anfechtbaren Entscheiden gehören auch Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31); das Bundesverw altungsge- richt entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 Abs. 1 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei der AR K hängigen R echtsm ittel. Es w endet dabei neu- es Verfahrensrecht an (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). Auf die am 1. Januar 2007 be- reits hängigen Asylverfahren sind zudem die in diesem Zeitpunkt in Kraft getrete- nen Bestim m ungen der Asylgesetzänderung vom 16. D ezem ber 2005 (vgl. im Ein- zelnen AS 2006 4767) anw endbar (Abs. 1 der Ü bergangsbestim m ungen zur Ände- rung vom 16. D ezem ber 2005). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw erdeführerin ist legitim iert (Art. 48 und 50 ff. Vw VG i.V.m . Art. 6 AsylG ). Auf die Beschw erde ist da- her einzutreten. 3.4 3.1 D ie Schw eiz gew ährt Flüchtlingen auf G esuch hin Asyl (Art. 2 Abs. 1 AsylG ). Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem H eim atstaat oder im Land, in dem sie zu- letzt w ohnten, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschauungen ernsthaf- ten N achteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gelten nam entlich die G efährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträgli- chen psychischen D ruck bew irken. D en frauenspezifischen Fluchtgründen ist R echnung zu tragen (Art. 3 AsylG ). 3.2 D ie D arstellungen, m it w elchen eine asylsuchende Person ihr G esuch begründet, m üssen zum indest glaubhaft sein. G laubhaft sind sie dann, w enn sie von der urtei- lenden Behörde als m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für zutreffend erachtet w erden. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht ent- sprechen oder m assgeblich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abge- stützt w erden (Art. 7 AsylG ). 4. 4.1 D ie Vorinstanz hat zu R echt und m it zutreffender Begründung festgestellt, die Vor- bringen der Beschw erdeführerin w ürden den Anforderungen an die G laubhaftigkeit gem äss Art. 7 AsylG nicht genügen. Sie hat in der angefochtenen Verfügung die G ründe, die zu diesem Schluss geführt haben, überzeugend dargelegt. Insbeson- dere hat die Vorinstanz die Angaben der Beschw erdeführerin zu ihren Kernvorbrin- gen zu R echt als substanzlos und realitätsfrem d erkannt. So w urde in der ange- fochtenen Verfügung unter anderem zutreffend festgestellt, die Ausführungen der Beschw erdeführerin reduzierten sich auf Allgem einplätze, w enn sie nach der G e- staltung des Verhältnisses ihrer Freundin zu B._______ befragt lediglich an- zugeben verm öge, sie seien jew eils m iteinander ausgegangen. Auch ist schw er nachvollziehbar, dass die Beschw erdeführerin den N achnam en ihrer Freundin und Arbeitskollegin nicht kennt. Im W eiteren hat die Vorinstanz richtigerw eise Zw eifel daran angebracht, dass sich die Beschw erdeführerin an keine G espräche m it ihrer Freundin w ährend der gem einsam en Fahrt in die Klinik erinnern soll. Folgerichtig hat die Vorinstanz in Berücksichtigung des gesam ten Aussageverhaltens die von der Beschw erdeführerin geltend gem achte G efährdungssituation im Anschluss an den angeblichen Tod ihrer Freundin als unglaubhaft erachtet und als Fazit zu R echt erw ogen, dass es sich bei der Schilderung ihres zentralen Sachverhaltsvor- trages um ein Konstrukt handeln m üsse. Zur Verm eidung von W iederholungen ist im Ü brigen vollum fänglich auf die w eiteren zutreffenden Erw ägungen der Vorins- tanz zu verw eisen. 4.2 D ie Ausführungen in der Beschw erdeschrift sind nicht geeignet, die zutreffende Einschätzung der Vorinstanz zu entkräften. D er Antrag auf eine zusätzliche Anhö- rung der Beschw erdeführerin ist abzuw eisen, da die Aktenlage eine hinreichende G rundlage zur abschliessenden Beurteilung darstellt und die Beschw erdeführerin sich um fassend hat zur Sache äussern können. In der R echtsm itteleingabe w er- den den überzeugenden Ausführungen der Vorinstanz jedoch keine substanzielle G egenargum ente entgegengehalten, die zu einem anderen Ergebnis führen könn-5 ten. Bezüglich der Sachverhaltsfeststellung w ird vorgebracht, es kom m e in der an- gefochtenen Verfügung nicht klar zum Ausdruck, dass B._______ die Freundin der Beschw erdeführerin geschw ängert habe. D iese Sichtw eise findet keine Stütze. H ingegen ist dem Vorhalt zuzustim m en, w onach die Vorinstanz in der Sachverhaltszusam m enfassung ungenau feststellt, die Beschw erdeführerin habe vorgebracht, sie stelle eine G efahr dar, w eil sie allenfalls B._______ über die U m stände des Todes ihrer Freundin inform ieren könnte. Vielm ehr hat die Beschw erdeführerin geltend gem acht, ihr Freund habe befürchtet, sie könnte B._______ inform ieren. D iese U ngenauigkeit ist jedoch klarerw eise nicht entscheidrelevant. W eitere Argum ente der Beschw erdeführerin in der R echtsm itteleingabe verm ögen nicht zu überzeugen. So kann der U m stand, dass die Beschw erdeführerin unter ei- ner Sprachstörung in Form des Stotterns leidet, die inhaltlichen G laubhaftigkeits- m ängel der Sachverhaltsschilderung nicht erklären. Auch der Einw and, es sei bei den Anhörungen zu verschiedenen M issverständnissen gekom m en, ist nach Prü- fung der Anhörungsprotokolle nicht stichhaltig. Im W eiteren bringt die Beschw erde- führerin vor, gerade gew isse U nkenntnisse zu spezifischen U m ständen w iesen auf R ealkennzeichen hin und zeugten som it von der G laubhaftigkeit ihrer Sachver- haltsdarstellung, so etw a auch der U m stand, dass sie nur den Vornam en ihrer Freundin kenne und sie anderenfalls irgendeinen Fam iliennam en hätte angeben können. D iese Argum entation verm ag nicht zu verfangen, ist doch vielm ehr davon auszugehen, dass die Beschw erdeführerin den N achnam en einer Arbeitskollegin im Bereich des (Bezeichnung Arbeitsstelle) kennt und die Einschätzung naheliegt, die Beschw erdeführerin w olle ihre Freundin nicht näher identifizieren, da ansonsten die M öglichkeit verlässlicher N achforschungen eröffnet w ürde. Im W ei- teren ist festzustellen, dass sich die Beschw erdeführerin anlässlich der direkten Bundesanhörung trotz m ehrfacher N achfragen nach präzisen Schilderungen der Vorkom m nisse am Todestag ihrer Freundin in grösstenteils allgem einen Aussagen verliert und die Erklärungsversuche in der R echtsm itteleingabe auch in dieser H in- sicht nicht überzeugen. 4.3 In Berücksichtigung der gesam ten Aktenlage kann in Ü bereinstim m ung m it der Vorinstanz festgestellt w erden, dass die Beschw erdeführerin keinen Sachverhalt glaubhaft zu m achen verm ag, der zur Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG führen könnte. D ie Vorinstanz hat daher das Asylgesuch zu R echt abgelehnt. 5. Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; da- bei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zu- m utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzli- chen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20]). 6. D ie Beschw erdeführerin besitzt keine Aufenthalts- oder N iederlassungsbew illi- gung, w eshalb die Vorinstanz gestützt auf Art. 44 Abs. 1 AsylG zu R echt ihre W eg-6 w eisung verfügt hat (vgl. Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311] sow ie für die in dieser H insicht w eiterhin G eltung beanspru- chende Praxis der AR K in Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2001 N r. 21 E. 9a S. 176). 7. 7.1 D er Vollzug der W egw eisung durch R ückführung der Beschw erdeführerin in die D em okratische R epublik Kongo ist unter dem Aspekt des flüchtlingsrechtlichen N on-R efoulem entprinzips (Art. 33 Ziff. 1 des Abkom m ens vom 28. Juli 1951 über die R echtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30] bzw . Art. 5 Abs. 1 AsylG ; vgl. auch Art. 25 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossen- schaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]) zulässig, w eil sie dort - w ie vorstehend dargelegt - keinen N achteilen im Sinne von Art. 3 AsylG (bzw . Art. 1 A Ziff. 2 FK) ausgesetzt w äre. Ferner hält der Vollzug der W egw eisung auch vor Art. 3 der Kon- vention vom 4. N ovem ber 1950 zum Schutze der M enschenrechte und G rundfrei- heiten (EM R K, SR 0.101) stand, bestehen doch angesichts der U nglaubhaftigkeit der Asylvorbringen der Beschw erdeführerin keine stichhaltigen G ründe für die An- nahm e, dass ihr bei einer R ückführung in ihre H eim at eine gem äss dieser N orm verbotene Strafe oder Behandlung konkret drohen w ürde (vgl. U rteile des Europäi- schen G erichtshofs für M enschenrechte [EG M R ] i.S. Bensaid gegen Vereinigtes Königreich R ep. 2001-I S. 303 und i.S. H .L.R . gegen Frankreich R ep. 1997-III S. 758 m it w eiteren H inw eisen). Andere völkerrechtliche W egw eisungsvollzugs- schranken (Art. 7 des Internationalen Pakts vom 16. D ezem ber 1966 über bürgerli- che und politische R echte [IPBPR , SR 0.103.2]; Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D ezem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder er- niedrigende Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105]) gehen im vorliegenden Zu- sam m enhang in ihrer Tragw eite nicht über die G arantien von Art. 3 EM R K hinaus (vgl. BG E 124 I E. 2a S. 235 f.). D er Vollzug der W egw eisung ist daher im Sinne der zu beachtenden völkerrechtlichen Bestim m ungen zulässig. 7.2 W eiter erscheint der W egw eisungsvollzug m it Blick auf die allgem eine politische und w irtschaftliche Lage in der D em okratischen R epublik Kongo sow ie unter Be- rücksichtigung der persönlichen Situation der Beschw erdeführerin gestützt auf Art. 14a Abs. 4 AN AG als zum utbar. Aufgrund einer eingehenden Beurteilung der all- gem einen Verhältnisse in der D em okratischen R epublik Kongo kam die AR K Ende 2004 zum Schluss, dass nicht landesw eit von einer Situation von Bürgerkrieg oder allgem einer G ew alt gesprochen w erden könne; vielm ehr erachtete die AR K den Vollzug der W egw eisung als grundsätzlich zum utbar, w enn abgew iesene Asylsu- chende, die keiner besonders verletzlichen Bevölkerungsgruppe angehörten, ihren letzten W ohnsitz vor der Ausreise in Kinshasa beziehungsw eise in einer Flugha- fenstadt im W esten des Landes hatten, oder aber dort zum indest über intakte soziale Beziehungen verfügten (vgl. im Einzelnen EM AR K 2004 N r. 33). D as Bun- desverw altungsgericht stellt ebenfalls auf diese Lageanalyse ab, die nach seiner Einschätzung auch für die Zeit nach dem Jahre 2004 im W esentlichen ihre G ültig- keit behält. D ie Parlam ents- und Präsidentschaftsw ahlen von Juli beziehungsw eise O ktober 2006 (vgl. dazu im Einzelnen H um an R ights W atch, W orld R eport 2007) haben zu keiner grundlegenden Änderung der innenpolitischen Situation geführt, 7 die eine neue Lageanalyse erforderlich m achen w ürde. W as die persönliche Situation der Beschw erdeführerin betrifft, kann den Akten ent- nom m en w erden, dass sie aus Kinshasa stam m t, w o sie seit ihrer G eburt gelebt hat und nach w ie vor m ehrere Fam ilienangehörige w ohnen; im W eiteren verfügt sie über Berufserfahrung in ihrem H eim atland. Auch die geltend gem achten ge- sundheitlichen Problem e stellen gem äss Aktenlage offenkundig kein Vollzugshin- dernis dar. M it am 19. O ktober 2005 eingereichtem Arztzeugnis w ird attestiert, dass die Beschw erdeführerin w egen Bauchbeschw erden bei einer Allgem einm edi- zinerin in Behandlung steht und eine gynäkologische Kontrolle vorgesehen sei. Im Zeugnis w ird die R eisefähigkeit bejaht und angenom m en, dass eine Behandlung im H eim atland m öglich ist. W eitere m edizinische U nterlagen w urden seitdem nicht zu den Akten gereicht. 7.3 Ü berdies ist der Vollzug der W egw eisung gestützt auf Art. 14a Abs. 2 AN AG m ög- lich. 7.4 D am it ist festzuhalten, dass die Vorinstanz den Vollzug der W egw eisung zu R echt als zulässig, zum utbar und m öglich erachtet hat. N ach dem G esagten fällt eine An- ordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht. 8. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig fest- stellt und angem essen ist (vgl. Art. 106 Abs. 1 AsylG ). D ie Beschw erde ist nach dem G esagten abzuw eisen. 9. D as G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG w urde unter Vorbehalt der N achreichung einer Fürsorgebestätigung m it Verfügung vom 7. O ktober 2005 gutgeheissen, w eil sich die Begehren der Be- schw erdeführerin im Zeitpunkt der Einreichung der R echtsm itteleingabe als nicht geradezu aussichtslos erw iesen. Es ist zudem w eiterhin von der prozessualen Be- dürftigkeit der Beschw erdeführerin auszugehen, sodass die Voraussetzungen für die Befreiung von der Bezahlung von Verfahrenskosten erfüllt sind. D ispositiv nächste Seite8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 3. D ieses U rteil geht an: - die Beschw erdeführerin (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N _______) - (...) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: Kurt G ysi C hristoph Berger Versand am :