A bteilung III C -2906/2007 {T 0/2} U rte il v o m 2 1 . S e p te m b e r 2 0 0 7 R ichter Antonio Im oberdorf (Kam m erpräsident), R ichter Bernard Vaudan, R ichter Blaise Vuille, G erichtsschreiber D aniel Brand. H ._______, vertreten durch R echtsanw ältin R uth W ipfli Steinegger, D ätw ylerstrasse 4, 6460 Altdorf U R , Beschw erdeführerin, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Verw eigerung der Einreisebew illigung in Bezug auf G ._______. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandC -2906/2007 Sachverhalt: A . Am 13. Februar 2007 beantragte G ._______ (geb. [...], Kuba) bei der Schw eizerbotschaft in H avanna die E rteilung eines Einreisevisum s für die D auer von zw ei M onaten. Als Zw eck der beabsichtigten R eise gab er an, die im Kanton U ri w ohnhafte Schw eizerbürgerin H ._______ (Beschw erdeführerin) und deren Fam ilie besuchen zu w ollen. N ach form loser Verw eigerung überm ittelte die Schw eizerische Vertretung das G esuch zur Prüfung und zum Entscheid an die Vorinstanz. B . N achdem das Am t für Arbeit und M igration des Kantons U ri bei der G astgeberin ergänzende Auskünfte eingeholt hatte, w ies die Vorin- stanz m it Verfügung vom 23. M ärz 2007 das Einreisegesuch m it der Begründung ab, der G esuchsteller stam m e aus einer R egion, aus w el- cher der Zuw anderungsdruck als Folge der dort herrschenden w irt- schaftlichen und soziokulturellen Verhältnisse bekannterw eise nach w ie vor stark anhalte. Viele seiner Landsleute versuchten, ihren Auf- enthalt in der Schw eiz durch Ausschöpfung säm tlicher rechtlicher M it- tel zu verlängern, um sich so in U m gehung der bundesrätlichen Be- grenzungsm assnahm en eine verm eintlich bessere Zukunft aufzubau- en. D em Eingeladenen oblägen im H eim atland w eder zw ingende ge- sellschaftliche Verpflichtungen noch fam iliäre Verantw ortlichkeiten, die gegebenenfalls G ew ähr für eine fristgerechte R ückkehr bieten könn- ten. C . M it Eingabe vom 25. April 2007 beantragt die Beschw erdeführerin die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und die Erteilung des ge- w ünschten Besuchervisum s. Im W esentlichen lässt sie zur Begrün- dung vorbringen, sie habe den G esuchsteller im August 2005 anläss- lich eines Sprachkurses in Kuba kennen gelernt und sei m it ihm seit 11. Septem ber 2005 liiert. N achdem sie ihren Freund bereits dreim al w ährend zw ei M onaten in H avanna besucht habe, sei es ihr ein grosses Anliegen, ihm auch einm al ihr persönliches U m feld in der Schw eiz zu zeigen. D er zw eim onatige Besuchsaufenthalt sei w ährend der Sem esterferien (Juli/August 2007) vorgesehen, da der Eingelade- ne Anfang Septem ber sein letztes Studienjahr in Angriff nehm en und zudem w ieder seiner Arbeit als M usiker nachgehen m üsse. Sow eit die Vorinstanz ihren negativen Entscheid m it der angeblichen Erw erbslo- S eite 2C -2906/2007 sigkeit ihres Freundes begründet habe, sei der rechtserhebliche Sach- verhalt unrichtig festgestellt w orden. Entgegen der Ansicht des Bun- desam tes für M igration habe der Eingeladene durchaus fam iliäre Ver- pflichtungen, lebe er doch m it seiner M utter, w elche kürzlich an Krebs erkrankt sei, und seiner achtjährigen H albschw ester im gleichen H aus- halt und sorge für beide. Es bestünden som it keine G ründe für eine Em igration. D er Eingabe beigelegt w aren zahlreiche Aktenkopien, die das G e- suchsverfahren betreffen (E-M ail- und B riefverkehr zw ischen G astge- berin und Schw eizervertretung, Arbeits- und Studienbestätigungen be- treffend den G esuchsteller, Schreiben bezüglich der finanziellen Absi- cherung des Besuchsaufenthaltes, Fragebogen der Schw eizerbot- schaft in H avanna bzw . der kantonalen M igrationsbehörde, usw .). D . In ihrer Vernehm lassung vom 14. Juni 2007 spricht sich die Vorinstanz für die Abw eisung der Beschw erde aus und hält ergänzend fest, dass der Eingeladene – angesichts des in Kuba herrschenden niedrigen Le- bensstandards und der oft fehlenden sozialen Absicherungen – trotz seines Engagem ents bei verschiedenen M usikgruppen keine hinrei- chende G ew ähr für eine anstandslose und fristgerechte R ückkehr ins H eim atland biete. E. In ihrer R eplik vom 16. August 2007 hält die Beschw erdeführerin an ih- ren Anträgen und deren Begründung vollum fänglich fest und bem än- gelt, die Vorinstanz habe der geltend gem achten besonderen fam iliä- ren Situation des G esuchstellers nicht hinreichend R echnung getra- gen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 Verfügungen des Bundesam tes für M igration (BFM ) betreffend Verw eigerung der Einreisebew illigung unterliegen der Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht (A rt. 20 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer S eite 3C -2906/2007 [AN AG , SR 142.20] i.V.m . A rt. 31 und A rt. 33 Bst. d des Verw altungs- gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]). 1.2 G em äss A rt. 37 VG G richtet sich das Verfahren vor dem Bundes- verw altungsgericht nach dem Bundesgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021). D as U rteil ist endgültig (A rt. 1 Abs. 2 VG G i.V.m . A rt. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bundesge- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.3 D ie Beschw erdeführerin ist als "M itbeteiligte" (G astgeberin und G arantin) gem äss A rt. 20 Abs. 2 AN AG zur Beschw erdeführung legiti- m iert; auf die frist- und form gerechte Beschw erde ist daher einzutreten (A rt. 48 ff. Vw VG ). 2. Ausländer/-innen sind zur Anw esenheit in der Schw eiz berechtigt, w enn sie eine Aufenthalts- oder N iederlassungsbew illigung besitzen oder w enn sie keiner solchen bedürfen (vgl. A rt. 1a AN AG ). D ie Behör- de entscheidet, im R ahm en der gesetzlichen Vorschriften und der Ver- träge m it dem Ausland, nach freiem E rm essen über die Bew illigung von Aufenthalt oder N iederlassung (A rt. 4 AN AG ). D aher räum t das schw eizerische R echt w eder einen Anspruch auf Einreise noch auf Er- teilung eines Visum s ein (vgl. PETER U EBE R SA X, Einreise und Anw esen- heit, in: Peter U ebersax/Peter M ünch/Thom as G eiser/M artin A rnold (H rsg.), Ausländerrecht, Ausländerinnen und Ausländer im öffentlichen R echt, Privatrecht, Steuerrecht und Sozialrecht der Schw eiz, Basel/G enf/M ünchen 2002, S. 143). D em behördlichen Erm essen steht som it im Falle der E rteilung einer Einreisebew illigung ein w eiterer Spielraum offen als beispielsw eise bei der Verlängerung einer allm äh- lich den Vertrauensschutz verfestigenden Anw esenheitserlaubnis. D ies gilt auch für die Beurteilung von Einreiseersuchen zur Anw esenheit von bis zu drei M onaten, die bew illigungsfrei, m itunter aber visum s- pflichtig sind (vgl. A rt. 2 Abs. 1 AN AG i.V.m . den nachstehend erw ähn- ten Visum sbestim m ungen). 3. Ausländerinnen und Ausländer benötigen zur Einreise in die Schw eiz neben einem Pass ein Visum , sofern sie nicht aufgrund besonderer R egelung von diesem Erfordernis ausgenom m en sind (vgl. A rt. 1, A rt. 3 und A rt. 4 der Verordnung vom 14. Januar 1998 über Einreise und Anm eldung von Ausländerinnen und Ausländern [VEA, SR S eite 4C -2906/2007 142.211]). D er G esuchsteller kann sich auf keine Ausnahm eregelung berufen; er ist aufgrund seiner Staatsangehörigkeit visum spflichtig. D as Visum w ird verw eigert, w enn die Ausländerin oder der Ausländer die Einreisevoraussetzungen nach A rt. 1 VEA nicht erfüllt (vgl. A rt. 14 Abs. 1 VEA). So m üssen Personen, die in die Schw eiz reisen m öchten, unter anderem G ew ähr bieten, dass sie fristgerecht w ieder ausreisen w erden (A rt. 1 Abs. 2 Bst. c. VEA). D azu lassen sich jedoch, da ein künftiges Verhalten zu beurteilen ist, in der R egel keine gesicherten Feststellungen, sondern lediglich Voraussagen m achen. D abei sind säm tliche U m stände des konkreten Einzelfalles zu w ürdigen. 4. 4.1 Anhaltspunkte zur Beurteilung der fristgerechten W iederausreise können sich aus der allgem einen Lage im H erkunftsland der Besuche- rin oder des Besuchers ergeben. Einreisegesuche von Bürgerinnen und Bürgern aus Staaten bzw . R egionen m it politisch oder w irtschaft- lich vergleichsw eise ungünstigen Verhältnissen können darauf hindeu- ten, dass die persönliche Interessenlage in solchen Fällen nicht m it dem Ziel und Zw eck einer zeitlich befristeten Einreisebew illigung in Einklang steht. 4.2 D ie aktuelle Lage in Kuba ist – neben den noch im m er bestehen- den Einschränkungen politischer Freiheitsrechte durch das kom m unis- tische R egim e – insbesondere durch eine seit dem Ende des kalten Krieges anhaltende, schw ierige w irtschaftliche Situation gekennzeich- net. Eines der H auptproblem e der kubanischen Volksw irtschaft sind die ungenügenden Leistungsanreize für die arbeitende Bevölkerung. Sie w ird überw iegend in der sog. "m oneda nacional", der nicht konver- tiblen Landesw ährung, bezahlt (D urchschnittseinkom m en um gerech- net ca. 14 Euro im M onat), m it der der Lebensunterhalt nur zum kleineren Teil bestritten w erden kann. Viele, auch elem entare Produkte und D ienstleistungen sind nur für den "peso convertible" (C U C ) erhältlich – zu Preisen, die oft den europäischen entsprechen oder sogar noch höher liegen. D er Lebensstandard einer kubanischen Fa- m ilie w ird heute w eitgehend durch den Zugang zu konvertibler W ährung (rund 40% der Bevölkerung erhalten Ü berw eisungen ihrer im Ausland lebenden Verw andten) und andere Einkom m ensquellen bestim m t (Q uelle: http://w w w .auswaertiges-am t.de , Länder- und R eiseinform ationen > Kuba > W irtschaft [Stand April 2007, besucht am 7. Septem ber 2007]). S eite 5C -2906/2007 D ie w irtschaftlichen und politischen Verhältnisse w iderspiegeln sich in einer anhaltend hohen Em igrationsrate. Jährlich versuchen Tausende von kubanischen Staatsangehörigen, das Land zu verlassen (vgl. etw a N eue Zürcher Zeitung vom 18. Januar 2006: "Im m er m ehr Kubaner su- chen die Freiheit"). D ie Bereitschaft, das Land auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen zu verlassen, w ird erfahrungsgem äss dort noch begünstigt, w o bereits Verw andte oder Bekannte im Ausland leben und entsprechend ein m inim ales Beziehungsnetz besteht. Eine R olle bei der R isikoanalyse spielt aber auch der Aspekt, dass ku- banische Staatsangehörige, die sich länger als elf M onate im Ausland aufgehalten haben, gem äss dortigem R echt nicht m ehr in ihr H eim at- land zurückkehren können. D iese R egelung lädt M igrationsw illige gera- dezu ein, die Verpflichtung zur W iederausreise zu m issachten oder so w eit hinauszuzögern, bis eine zw angsw eise W egw eisung durch den Aufenthaltsstaat nicht m ehr durchgesetzt w erden kann. Solche U m - stände sind beim Visum sentscheid zu berücksichtigen. D ies um so m ehr, als es um die Beurteilung eines künftigen Verhaltens geht, be- züglich dessen in der R egel keine gesicherten E rkenntnisse vorliegen. 4.3 Bei der R isikoanalyse sind aber nicht nur solch allgem eine U m - stände und Erfahrungen, sondern auch, w ie unter Ziffer 3 ausgeführt, säm tliche G esichtspunkte des konkreten Einzelfalles zu berücksichti- gen. O bliegt einem G esuchsteller oder einer G esuchstellerin im H ei- m atstaat beispielsw eise eine besondere berufliche, gesellschaftliche oder fam iliäre Verantw ortung, kann dieser U m stand durchaus die Pro- gnose für eine anstandslose W iederausreise begünstigen. Anderer- seits m uss bei G esuchstellern, die in der H eim at keine der erw ähnten Verpflichtungen haben, die sie von einer m öglichen Em igration abhal- ten könnten, aufgrund entsprechender Erfahrungen das R isiko eines frem denpolizeilich nicht vorschriftsgem ässen Verhaltens (nach bew il- ligter Einreise zu einem Besuchsaufenthalt) hoch eingeschätzt w er- den. 4.4 Beim G esuchsteller handelt es sich um einen unverheirateten 22- jährigen M ann, w elcher sich w eiterhin in Ausbildung befindet, soll er doch gem äss den eingereichten U nterlagen kurz vor dem Abschluss seines M usik- und Perkussionsstudium s an einer M usikhochschule in H avanna stehen. N eben seinem H ochschulstudium ist er als Sänger bei verschiedenen M usikgruppen engagiert. D ass sich der Eingelade- ne m it dieser (teilzeitlichen) Erw erbstätigkeit bereits eine gefestigte S eite 6C -2906/2007 Existenz hat aufbauen können, erscheint angesichts seines Alters so- w ie in Anbetracht der w irtschaftlichen Verhältnisse in Kuba als w enig w ahrscheinlich. Von einer starken beruflichen Verw urzelung im H eim at- land kann jedenfalls zum heutigen Zeitpunkt (noch) nicht ausgegangen w erden, w obei es an dieser Stelle festzuhalten gilt, dass die Vorinstanz den G esuchsteller – entgegen der Ansicht der R echtsvertreterin – nie als erw erbslos bezeichnet oder betrachtet hat (vgl. Verfügung vom 23. M ärz 2007 sow ie Vernehm lassung vom 14. Juni 2007). D em gegen- über m uss der Einw and der R ekurrentin, w onach der Eingeladene ab Septem ber 2007 unabköm m lich sei und w ieder seinen Verpflichtungen im H eim atland (Studium , berufliche Tätigkeit) nachzukom m en habe, angesichts des Festhaltens am Beschw erdeverfahren – w ozu sie selbstverständlich berechtigt ist – relativiert w erden. D ie Beschw erdeführerin verw eist allerdings auf das intakte fam iliäre U m feld des eingeladenen Freundes und bringt in diesem Zusam m en- hang vor, der Eingeladene habe seiner Fam ilie nicht nur finanziell bei- zustehen, sondern m üsse sich auch um seine an Krebs erkranke M ut- ter und seine achtjährige H albschw ester küm m ern, m it denen er in H ausgem einschaft lebe. D ieses Argum ent verm ag nach Ansicht des Bundesverw altungsgerichts schon deshalb nicht zu überzeugen, w eil der U m stand, dass gleich eine zw eim onatige Landesabw esenheit ge- plant ist, nicht ohne w eiteres darauf schliessen lässt, die Präsenz des G esuchstellers sei für die Belange seiner Fam ilie unverzichtbar; auf- grund der Aktenlage ist eher davon auszugehen, die von ihm geleiste- te U nterstützung könne durchaus für längere Zeit auch auf andere W eise sichergestellt w erden. Insofern darf bezw eifelt w erden, dass dem Eingeladenen im H eim atland besondere Verpflichtungen oblie- gen, die ihn ernsthaft von einer Em igration abzuhalten verm öchten, zum al er m it der R ekurrentin, die im Einreisegesuch als "novia" (Ver- lobte) bezeichnet w urde, bereits über eine w ichtige Bezugsperson in der Schw eiz verfügt. Berücksichtigt m an zudem die oben erw ähnte allgem eine w irtschaftli- che Lage in Kuba, dürften die m ittelfristigen Zukunftsaussichten des G esuchstellers zum indest als schw ierig einzustufen sein. In Anbe- tracht feststellbarer D ifferenzen betreffend Lebensqualität, sozialer Ab- sicherung und des Lohnniveaus kann näm lich selbst eine Arbeitsstelle im H eim atland nicht verlässlich vom Entschluss abhalten, aus dem Land zu em igrieren, ebenso w enig zurückbleibende Fam ilienangehöri- ge. Vielm ehr könnte die Absicht auszuw andern gar von der H offnung S eite 7C -2906/2007 getragen sein, die in Kuba lebenden Angehörigen aus dem Ausland w irtschaftlich besser unterstützen zu können. Vor diesem H intergrund m üssen die Vorbringen auf Beschw erdeebene, w onach genügend G a- rantien für eine fristgerechte W iederausreise vorhanden seien, als nicht ausschlaggebend bezeichnet w erden. Im Ü brigen hegte auch die Schw eizerische Vertretung in H avanna, w elche m it den sozialen, w irt- schaftlichen und politischen Verhältnissen im H erkunftsstaat des Aus- länders gut vertraut ist und sich som it durchaus ein Bild des Einreise- w illigen m achen kann, grosse Bedenken bezüglich der anstandslosen W iederausreise und verw eigerte form los die Einreisebew illigung. 4.5 N ach dem G esagten durfte die Vorinstanz daher zu R echt davon ausgehen, die W iederausreise des Eingeladenen sei im Sinne der m assgeblichen Bestim m ungen nicht gesichert. Zw ar lässt sich diese Einschätzung nicht zu einer gesicherten Feststellung verdichten; sie reicht aber aus, um die E rteilung eines Einreisevisum s – auf das, w ie erw ähnt, kein R echtsanspruch besteht – abzulehnen. D aran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Beschw erdeführerin für die recht- zeitige R ückreise des G esuchstellers garantieren w ürde; denn eine solche G arantie ist trotz bester und ehrlicher Absichten nicht m öglich bzw . rechtlich nicht durchsetzbar (vgl. Verw altungspraxis der Bundes- behörden [VPB] 57.24). Als in diesem Zusam m enhang nicht entscheidend erw eist sich der H inw eis der R ekurrentin, sie sei als G astgeberin durchaus in der Lage, den sich aus dem vorgesehenen Besuchsaufenthalt ergebenden finan- ziellen Verpflichtungen vollum fänglich nachzukom m en, könne sie doch auf die U nterstützung ihrer Eltern zählen. D er (durchaus verständliche) W unsch der Beschw erdeführerin, ihrem Verlobten ihr Lebensum feld in der Schw eiz zeigen zu können, hat dem nach in den H intergrund zu treten. Als Schw eizerbürgerin steht ihr w eiterhin die M öglichkeit offen, den G esuchsteller in dessen H eim atland zu besuchen; dies um so m ehr, als ihr eigenen Angaben zufolge die M öglichkeit offen steht, in verschiedenen Forschungsprojekten in Lateinam erika m itzuw irken und ihre D issertation in Kuba zu schreiben. 5. Aus diesen G ründen ist som it nicht zu beanstanden, dass die Vorins- tanz das öffentliche Interesse sow ie die Beachtung der geltenden Be- stim m ungen entsprechend gew ichtete und dem Eingeladenen die Ein- reise verw eigerte. D ie angefochtene Verfügung verletzt daher Bundes- recht nicht. D er rechtserhebliche Sachverhalt w urde richtig und voll- S eite 8C -2906/2007 ständig festgestellt, und die Vorinstanz hat das ihr zustehende E rm es- sen pflichtgem äss und zutreffend gehandhabt (A rt. 49 Vw VG ). D ie Be- schw erde ist dem zufolge abzuw eisen. 6. D em Ausgang des Verfahrens entsprechend sind der Beschw erdefüh- rerin die Kosten aufzuerlegen (A rt. 63 Abs. 1 Vw VG ). D iese sind auf Fr. 600.-- festzusetzen (A rt. 1, A rt. 2 und A rt. 3 Bst. b des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). (D ispositiv S. 10) S eite 9C -2906/2007 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 600.-- w erden der Beschw erdeführerin auferlegt. Sie w erden m it dem am 14. M ai 2007 geleisteten Kostenvor- schuss von Fr. 600.-- verrechnet. 3. D ieses U rteil geht an: - die Beschw erdeführerin (Einschreiben) - die Vorinstanz (Akten R ef-N r. [...] zurück) D er Kam m erpräsident: D er G erichtsschreiber: Antonio Im oberdorf D aniel Brand Versand: S eite 10