<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00191</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106345&amp;W10_KEY=13013577&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00191</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 26.09.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung und Befehl</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Rechtmässiger Abbruchbefehl bei einer vor ca. 20 Jahren eigenmächtig erstellten Baute am Seeufer. Kompetenzmässiger Erlass einer kantonalen Verfügung (E. 1). Augenschein (E. 2). Bei der nachträglichen materiellrechtlichen Überprüfung einer formell rechtswidrigen Baute ist das Recht im Zeitpunkt der Erstellung massgebend (E. 3a). Verletzung des Gewässerabstandes und der konzessionsrechtlichen Bestimmungen des Wasserwirtschaftsgesetzes (E. 3b). Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands und Vertrauensschutz (E. 4). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUGENSCHEIN">AUGENSCHEIN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEFEHL">BEFEHL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEWÃSSERABSTAND">GEWÃSSERABSTAND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOMPETENZ">KOMPETENZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KONZESSIONSRECHT">KONZESSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTMÃSSIGER ZUSTAND">RECHTMÃSSIGER ZUSTAND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSWIDRIGE BAUTE">RECHTSWIDRIGE BAUTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: VERWALTUNGSZWANG, VOLLSTRECKUNG">VERWALTUNGSZWANG, VOLLSTRECKUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERHERSTELLUNG">WIEDERHERSTELLUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 51 lit. II OG RR</span><br/><span class="ungerade">§ 263 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 341 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 357 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">§ 2 lit. h WasserwirtschaftsG</span><br/><span class="ungerade">§ 21 WasserwirtschaftsG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Mit Beschluss vom 21. August 2000 verweigerte die Baukommission W A die nachtrÃ¤gliche baurechtliche Bewilligung fÃ¼r ein Aussendepot und einen Container beim Restaurant "D" auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 1 an der T-strasse in W und ordnete die Entfernung bis 1. November 2001 an. Gleichzeitig wurde dem Bauherrn die VerfÃ¼gung der Baudirektion Kanton ZÃ¼rich vom 23. Juni 2000 erÃ¶ffnet, mit welcher die Erteilung der wasserbaupolizeilichen Ausnahmebewilligung und die aufgrund der Landanlagekonzession erforderliche Bewilligung fÃ¼r diese Anbauten verweigert wurde. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Die hiergegen erhobenen Rekurse wies die Baurekurskommission II am 8. Mai 2001 ab und setzte die Beseitigungsfrist neu auf sechs Monate ab Rechtskraft ihres Urteils an, unter Androhung der Ersatzvornahme auf Kosten des Pflichtigen im Unterlassungsfalle. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen den Entscheid der Baurekurskommission II liess A am 13. Juni 2001 Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben mit dem Antrag, der Rekurs­entscheid sowie der Beschluss der Baukommission W vom 21. August 2000 und die VerfÃ¼gung der Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich vom 23. Juni 2000 seien aufzuheben, unter Zusprechung einer UmtriebsentschÃ¤digung. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission, die Baudirektion Kanton ZÃ¼rich und die Baukommis­sion W beantragten Abweisung der Beschwerde, letztere verlangte zudem die Zuspre­chung einer ParteientschÃ¤digung. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit rechtserheblich, in den nachfolgenden EntscheidgrÃ¼nden wiedergegeben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Im Streit steht neben der Bauverweigerung der Baukommission W vom 21. Au­gust 2000 die VerfÃ¼gung der Baudirektion Kanton ZÃ¼rich vom 23. Juni 2000, womit A die wasserbaupolizeiliche Ausnahmebewilligung und die Bewilligung aufgrund der Landanlage­konzession fÃ¼r die Anbauten verweigert wurde. Zur Frage der ZustÃ¤n­digkeit hat die Baurekurskommission II in ihrem Entscheid vom 8. Mai 2001 (E. 8) ausgefÃ¼hrt, gemÃ¤ss Anhang zur Bauverfahrensverordnung vom 3. Dezember 1997 (BauVV) benÃ¶tigten Bauvorhaben im GewÃ¤sserabstandsbereich einer Bewilligung durch das Amt fÃ¼r Abfall, Wasser, Energie und Luft, AWEL. Zudem bedÃ¼rften die umstrittenen Bauten, da sie Konzessionsland betrÃ¤fen, einer Beurteilung durch die Baudirektion. In der angefochtenen VerfÃ¼gung vom 23. Juni 2000 sei einerseits die Baudirektion im Rubrum aufgefÃ¼hrt, anderseits sei die VerfÃ¼gung (nur) durch das AWEL unterzeichnet, was den Zu­stÃ¤ndigkeiten nicht vollstÃ¤ndig entspreche. GestÃ¼tzt auf diese AusfÃ¼hrungen der Baurekurs­kommission macht der BeschwerdefÃ¼hrer vorab geltend, die VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 23. Juni 2000 sei nicht durch diese selbst ergangen, sondern durch das unzustÃ¤ndige AWEL getroffen worden und daher aufzuheben. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Bemerkung der Vorinstanz und der Einwand des BeschwerdefÃ¼hrers, die VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 23. Juni 2000 sei nicht kompetenzgemÃ¤ss erlassen worden, gehen fehl. Die VerfÃ¼gung wurde vom AWEL vorbereitet und von RegierungsrÃ¤tin D. Fierz am 23. Juni 2000 unterzeichnet und erlassen. Die VerfÃ¼gung wurde korrekt in An­wen­dung von § 51 Abs. 2 des Organisationsgesetzes des Regierungsrates vom 26. Fe­­b­ruar 1899 (LS 172.1) durch vom SekretÃ¤r (des AWEL) unterzeichneten Protokollauszug erÃ¶ffnet. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Soweit die Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse entscheidrelevant sind, sind sie aus den Akten hinreichend ersichtlich. Entgegen den AusfÃ¼hrungen des BeschwerdefÃ¼hrers sind in den Ak­ten der Vorinstanzen fotografische Dokumentationen vorhanden. Aus diesen GrÃ¼nden erÃ¼brigt sich ein eigener Augenschein des Verwaltungsgerichtes (RB 1995 Nr. 12 mit Hinweisen). <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die verschiedenen in der Beschwerdeschrift erhobenen RÃ¼gen der Verletzung </span></p> <p class="Einzug1"><span>des rechtlichen GehÃ¶rs sind unbegrÃ¼ndet. Die Baukommission hat die Bewilligungen samt PlÃ¤nen frÃ¼herer Baugesuche mit der Rekursantwort eingereicht. Der Vorwurf des Beschwer­­­defÃ¼hrers, diese Akten seien nicht vollstÃ¤ndig, ist allgemein gehalten und nicht nÃ¤her subs­tan­ziiert; insbesondere fÃ¼hrt er nicht aus, welche frÃ¼here Baubewilligung â obschon entscheid­­wesentlich â fehle. Was die PlÃ¤ne der baulichen Massnahmen auf dem NachbargrundstÃ¼ck E betrifft, so sind diese fÃ¼r die Beurteilung der vorliegenden Streitsache von vornherein nicht massgebend. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Im Streit stehen zwei ohne Baubewilligung erstellte Anbauten an die SÃ¼dfassade des RestaurantgebÃ¤udes "D", Vers.Nr. 2, auf Kat.Nr. 1 an der T-strasse in W. Das GrundstÃ¼ck befindet sich auf See-AuffÃ¼llungsgebiet und stellt somit Landanlagegebiet bzw. Kon­zessionsland dar. Der grÃ¶ssere, als Aussendepot bezei­ch­nete 8.09 x 3.88 m grosse Anbau dient nach den Angaben des BeschwerdefÃ¼hrers der Lagerung von Leergutmaterialien, AbfallentsorgungsgefÃ¤ssen, GebrauchtwÃ¤schebehÃ¤lter, Reinigungsartikeln usw. An diesen An­bau schliesst sÃ¼dseits ein Container an mit Ausmas­sen von 4.05 x 2.32 m, der als Verpflegungs- und Aufenthaltsort des Personals, als Arbeits­platz des KÃ¼chenchefs und als Vor­bereitungsraum fÃ¼r die KÃ¼che genutzt wird. Das Aus­sen­­depot reicht bis an die Grenze des benachbarten GrundstÃ¼ckes; seine Ã¶stliche Ecke hÃ¤lt zum Ufer/See einen Abstand von ca. 1 m ein. Zwischen dem Container und dem See betrÃ¤gt der Abstand rund 3 m. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die beiden Anbauten wurden eigenmÃ¤chtig ohne Baubewilligung errichtet und sind mithin formell rechtswidrig. Verwaltungsrechtliche Folge der formellen Rechtswidrigkeit einer erstellten Baute ist die DurchfÃ¼hrung eines nachtrÃ¤glichen Baubewilligungsverfahrens zur AbklÃ¤rung der materiellen RechtmÃ¤ssigkeit und damit der BewilligungsfÃ¤higkeit (vgl. hierzu FranÃ§ois Ruckstuhl, Ãffentlichrechtliche BaumÃ¤ngel, in: Beraten und Prozessieren in Bausachen, hrsg. von Peter MÃ¼nch/Peter Karlen/Thomas Geiser, Basel/ Genf/ MÃ¼n­chen 1998, S. 563, Rz. 14.44, mit Hinweisen). <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) GemÃ¤ss stÃ¤ndiger Rechtsprechung ist beim nachtrÃ¤glichen Bauentscheid auf die Rechtslage im Zeitpunkt der Errichtung der Baute abzustellen, es sei denn, das Recht sei im Zeitpunkt der Beurteilung fÃ¼r den Bauherrn gÃ¼nstiger (RB 1980 Nr. 133; Ruckstuhl, Rz. 14.50, je mit Hinweisen). Da der korrekte Baugesuchsteller gegenÃ¼ber dem eigenmÃ¤ch­tig vorgehenden Bauherrn nicht schlechter gestellt werden soll, sind auch Regelungen zur Sicherung des kÃ¼nftigen Rechtes wie das Verbot der nachteiligen PrÃ¤judizierung kÃ¼nftiger Planungsmassnahmen (§ 234 und § 346 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 [PBG]) zu beachten. DemgegenÃ¼ber hat sich die Baurekurskommission im angefoch­tenen Entscheid auf den Standpunkt gestellt, bei der â nachtrÃ¤glichen â PrÃ¼fung der BewilligungsfÃ¤higkeit sei auch dann auf das zum Zeitpunkt des Bewilligungsverfahrens geltende Recht abzustellen, wenn das Recht zur Zeit der Erstellung der Baute fÃ¼r den Bauherrn <br/> gÃ¼ns­­­tiger war. Es besteht indessen kein Grund, von der bisherigen feststehenden Praxis ab­zu­weichen. Entgegen den AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz entspricht diese ausdrÃ¼ck­lich auch der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wie sie in den Entscheiden 102 Ib 64 E. 4 S. 69 und 104 Ib E. 5c unmissverstÃ¤ndlich festgehalten ist. Vorliegend ist diese Rechtsfrage zudem nicht entscheidrelevant. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Die Baurekurskommission II ist in ihrem Entscheid vom 8. Mai 2001 davon ausgegangen (Rekursentscheid S. 14), dass der Container wie auch das Aussendepot entsprechend den Angaben des Rekurrenten im nachtrÃ¤glichen Baugesuch ca. 1980 errichtet worden seien. DemgegenÃ¼ber hÃ¤lt A â wie schon in der Rekursschrift â in seiner Beschwer­deschrift fest, 1963 sei an der SÃ¼dfassade zwischen dem RestaurantgebÃ¤ude und der Grenze eine Ãberdachung als Wetterschutz fÃ¼r das Leergutdepot errichtet und der Raum auf allen Seiten abgeschlossen worden. Im Winter 1977/78 sei unter Beizug eines Architekten eine Betriebsrenovation durchgefÃ¼hrt worden und die 35-jÃ¤hrige Leerguteinfassung anstelle eines alten Wellbleches mit einem leichten, lichtdurchlÃ¤ssigen Wellkunststoff-Dach Ã¼berdeckt worden. Gleichzeitig sei der Mannschaftscontainer davor gestellt worden. Auch durch Flugaufnahmen der Luftbild Schweiz vom 15. September 1964, 19. August 1965, 15. September 1966 und 4. Juni 1973 werde nachgewiesen, dass das Leergut­depot bereits nach dem Bau des RestaurantgebÃ¤udes erstellt worden sei. Dieses bestehe somit schon seit mehr als 30 Jahren. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Die Beweislast dafÃ¼r, dass das streitige Aussendepot bereits 1963 errichtet worden sei, trÃ¤gt der BeschwerdefÃ¼hrer (Ruckstuhl, Rz. 14.50 mit Hinweisen). Im Baugesuch vom 21. Januar 1999 hat der BeschwerdefÃ¼hrer ausgefÃ¼hrt, die Anbauten seien ca. 1980 aus­gefÃ¼hrt worden. Dies deckt sich mit den verschiedenen, von der Baukommission W im Rekursverfahren eingereichten Unterlagen frÃ¼herer Baubewilligungsgesuche. Am 15. Au­gust 1967 verweigerte der Gemeinderat W infolge AusnÃ¼tzungs­­Ã¼berschreitung die Verglasung des damals offenen Restaurantteils. Am 7. November 1977 verweigerte die Baukommission W wiederum aus GrÃ¼nden der AusnÃ¼tzungsÃ¼berschreitung eine geringfÃ¼gige Erweiterung von KÃ¼che und Economat. Mit Beschluss des Gemeinderates vom 19. Dezember 1977 und Genehmigung der Baudirektion vom 27. Februar 1978 schliesslich wurden A ver­schiedene in­nere Umbauten bewilligt, so die VergrÃ¶sserung der KÃ¼che zulasten des Lagerraumes, wel­­cher â gemÃ¤ss den ErwÃ¤gungen in der Baubewilligung â neu im Wohnhaus T-strasse eingerichtet werden sollte. Ein AbÃ¤nderungsprojekt des letzteren Bauvorhabens wurde am 28. April/12. Juni 1978 genehmigt. Aus keinem der diesen Bewilligungsgesuchen zugrunde liegenden PlÃ¤nen geht der Bestand des Aussendepots hervor. Auch die An­zeige der GebÃ¤udeversicherung des Kantons ZÃ¼rich Ã¼ber die am 9. Februar 1979 erfolgte SchÃ¤tzung enthÃ¤lt keinen Hinweis auf einen Anbau. Aus der RevisionsschÃ¤tzung vom 14. Juli 1993 geht vielmehr eine VergrÃ¶sserung des GebÃ¤udeinhaltes von 14 m</span><sup><span>3</span></sup><span> gegen­Ã¼ber dem Zustand 1979 hervor. All diese UmstÃ¤nde weisen darauf hin, dass das im Bau­gesuch angegebene Erstellungsjahr 1980 korrekt ist und die streitigen Anbauten nach Realisierung des 1977/1978 bewilligten Umbauprojektes erstellt wurden, als die KÃ¼che erweitert und die Personalgarderobe sowie der Lager- und Nebenraum aufgehoben wurden. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer hat seine Behauptung, das Aussendepot sei bereits 1963 Ã¼berdacht und eingewandet worden, auch nicht in AnsÃ¤tzen nachgewiesen. Wie bereits aus­gefÃ¼hrt, enthalten die frÃ¼heren Baugesuchsakten keinerlei Hinweise, welche diese Behauptung belegen wÃ¼rden. Auch den eingereichten Flugaufnahmen der Ortschaft W kann hierzu nichts entnommen werden. Selbst wenn diese eine vor 1980 vorgenommene Ãberdachung aufzeigen wÃ¼rden, wÃ¤re dies nicht entscheidrelevant, da nach Darstellung in der Beschwerdeschrift das alte Wellblechdach 1977/78 durch ein "leichtes, lichtdurchlÃ¤ssiges Wellkunststoff-Dach" ersetzt worden sei, womit die Bestandesgarantie einer frÃ¼her er­rich­teten Baute ohnehin untergegangen wÃ¤re. Zu Recht sind die Vorinstanzen davon ausgegangen, dass die beiden streitigen Anbauten entsprechend den Angaben im Baugesuch 1980 erstellt wurden. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) aa) Im mutmasslichen Zeitpunkt der Erstellung der beiden Nebenbauten (1980) richtete sich die Beurteilung des GewÃ¤sserabstandes nach § 263 PBG (in der Fassung vom 7. September 1975). Danach hatten GebÃ¤ude gegenÃ¼ber Ã¶ffentlichen GewÃ¤ssern den gleichen Abstand wie gegenÃ¼ber NachbargrundstÃ¼cken, mindestens jedoch 5 m einzuhalten. Diese Bestimmung wurde durch das Wasserwirtschaftsgesetz vom 2. Juni 1991, in Kraft seit 1. Februar 1993 (WWG), aufgehoben. GemÃ¤ss dem heute geltenden § 21 WWG haben ober- und unterirdische Bauten und Anlagen gegenÃ¼ber Ã¶ffentlichen OberflÃ¤chengewÃ¤ssern einen Abstand von 5 m einzuhalten. Die Baudirektion kann im Einzelfall eine Ausnahme zur Unterschreitung des Mindestabstandes gewÃ¤hren, wenn besondere VerhÃ¤ltnisse dies rechtfertigen (§ 21 Abs. 2 WWG), wobei Ausnahmebewilligungen nicht gegen Sinn und Zweck von Abs. 1 verstossen und auch sonst keine Ã¶ffentlichen Interessen verletzen dÃ¼rfen (§ 21 Abs. 3 WWG). Der Container liegt vollstÃ¤ndig und das Aussendepot zu einem gros­sen Teil im GewÃ¤sserabstandsbereich. Besondere VerhÃ¤ltnisse fÃ¼r die Unterschreitung des Mindestabstandes sind offenkundig nicht gegeben; diesbezÃ¼glich kann auf die AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz verwiesen werden (§ 28 Abs. 1 i.V. mit § 70 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Die streitigen Anbauten sind mithin wegen der Verletzung des GewÃ¤sserabstandes im Sinn von § 21 WWG nicht bewilligungsfÃ¤hig. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Zu Recht hat die Baurekurskommission II in ihrem Entscheid vom 8. Mai 2001 weiter festgehalten (E. 10), dass die beiden Anbauten auch unter dem Gesichtspunkt der er­forderlichen Landkonzession nicht bewilligungsfÃ¤hig sind. GemÃ¤ss § 27 der Konzessions­verordnung zum Wasserwirtschaftsgesetz vom 21. Oktober 1992 (LS 724.211) werden Ge­suche fÃ¼r Bauten auf Landanlagen, fÃ¼r die in der Landanlagekonzession ein Bewilligungs­vorbehalt besteht, nach § 25 beurteilt. Diese Bestimmung hÃ¤lt als KonzessionsgrundsÃ¤tze fest, dass Gesuche fÃ¼r die Erstellung von Landanlagen u.a. abgewiesen werden, wenn die Ã¶ffentlichen Interessen in erheblichem Mass beeintrÃ¤chtigt werden oder eine rationelle und Ã¤sthetische Gestaltung der Ufer verunmÃ¶glichen wÃ¼rden. Als Ã¶ffentliches Interesse wird in § 2 lit. h WWG ausdrÃ¼cklich die Schonung von Landschaften und Ortsbildern und die gute Gestaltung baulicher VerÃ¤nderungen aufgefÃ¼hrt. Diesem Ã¶ffentlichen Interesse an einer guten Einordnung in die Seeuferlandschaft wird der Baucontainer und das Aussendepot offen­kundig nicht gerecht. Es kommt hinzu, dass ein Rechtsanspruch auf Erteilung der Kon­zession auch dann nicht bestehen wÃ¼rde, wenn die Mindestanforderungen erfÃ¼llt wÃ¤ren (RB 1971 Nr. 10). Die streitigen Bauten sind auch unter diesem Gesichtspunkt nicht bewil­li­gungsfÃ¤hig. Unter diesen UmstÃ¤nden kann offen bleiben, ob die streitigen Anbauten auch den Grenzabstand gegenÃ¼ber dem NachbargrundstÃ¼ck verletzen. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zu Unrecht beruft sich der BeschwerdefÃ¼hrer auf § 357 Abs. 1 PBG, wonach bestehende Bauten und Anlagen, die Bauvorschriften widersprechen, u.a. umgebaut und erweitert werden dÃ¼rfen, wenn keine Ã¼berwiegenden Ã¶ffentlichen oder nachbarlichen Interessen entgegenstehen. Zum einen handelt es sich um selbstÃ¤ndige Anbauten, welche als solche die baupolizeilichen Vorschriften, hier speziell GewÃ¤sserabstandsvorschriften einzuhalten haben. Zudem wÃ¼rde die Verletzung der in § 2 lit. h WWG festgehaltenen Ã¶ffentlichen Interessen einer "Erweiterung" auch dann von vornherein entgegenstehen, wenn diese in Anwendung von § 357 Abs. 1 PBG beurteilt wÃ¼rde. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Zusammengefasst ist festzuhalten, dass die streitigen Anbauten wegen Verletzung des GewÃ¤sserabstandes (§ 263 aPBG bzw. § 21 Abs. 1 WWG) wie auch aufgrund der aufgezeigten konzessionsrechtlichen Bestimmungen nicht bewilligungsfÃ¤hig sind. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Nach § 341 PBG hat die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde ohne RÃ¼cksicht auf Strafverfahren und Bestrafung den rechtmÃ¤ssigen Zustand herbeizufÃ¼hren. Die Baurekurskommission II hat die zu dieser Bestimmung entwickelten GrundsÃ¤tze im Wesentlichen zutreffend wie-</span></p> <p class="Einzug1"><span>dergegeben. Auf diese AusfÃ¼hrungen kann daher verwiesen werden (§ 28 Abs. 1 i.V. mit § 70 VRG). <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) § 341 PBG verlangt seinem Wortlaut entsprechend ohne Vorbehalt, also in allen FÃ¤llen die Anordnung der Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands. Ein Ermessen, ob die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde tÃ¤tig werden oder ob sie die Sache auf sich beruhen lassen soll, besteht damit grundsÃ¤tzlich nicht (VGr, 13. April 2000, VB.2000.00033; Christian MÃ¤der, Das Baubewilligungsverfahren, ZÃ¼rich 1991, Rz. 665; Ruckstuhl, Rz. 14.63 ff. je auch zum Folgenden). Gleichwohl ist ein Abbruchbefehl nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung einmal dann unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig, wenn die Abweichung vom gesetzmÃ¤ssigen Zustand gering ist und die berÃ¼hrten allgemeinen Interessen den Schaden, der dem EigentÃ¼mer durch den Abbruch ent­­stÃ¼nde, nicht zu rechtfertigen vermÃ¶gen (BGE 111 Ib 213 E. 6b S. 224; VGr, 12. Juni 1987, ZBl 89/1988, S. 262; Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umwelt­­recht, Bd. I, 3. A., ZÃ¼rich 1999, Rz. 859 ff., 874). Insofern besteht gleichwohl ein gewisser Ermessensspielraum bei der PrÃ¼fung der Frage, ob Ã¼berhaupt eine Zwangsmassnah­me der Situation adÃ¤quat ist. Hat der Bauherr ein wirtschaftliches Interesse an der Rechtsverletzung, ist die GeringfÃ¼gigkeit eher zu verneinen, als wenn er keinen Vorteil daraus zieht. GeringfÃ¼gig ist eine Abweichung vom Erlaubten somit dann, wenn nur um Weniges von materiellen Vorschriften abgewichen wird und die Abweichung dem Bauherrn keinen oder nur einen geringfÃ¼gigen Nutzen bringt. â Liegt eine bedeutendere, also eine erhebliche Abweichung von den materiellen Bauvorschriften vor, kÃ¶nnen nur GrÃ¼nde des Vertrau­ensschutzes zu einem Verzicht auf die Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands fÃ¼hren (RB 1985 Nr. 118 = BEZ 1986 Nr. 22 mit Hinweisen, auch zum Folgenden; Haller/ Karlen, Rz. 873 ff.). Damit werden hinsichtlich der Abweichung vom Erlaubten zwei TatbestÃ¤nde unterschieden: Einerseits die geringfÃ¼gige, von ihrem Ausmass her unbedeutende Abweichung vom Erlaubten, die einen Verzicht auf die Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands dann zulÃ¤sst, wenn dem Bauherrn dadurch ein nicht zu rechtfertigender Scha­den entstÃ¼nde; anderseits die bedeutendere (erhebliche) Abweichung vom gesetzlichen Zu­stand, die unter dem Titel von § 341 PBG einzig aus GrÃ¼nden des Vertrauensschutzes Bestand haben kann. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die hier streitigen Anbauten verletzen den GewÃ¤sserabstand massiv. Der Container liegt vollstÃ¤ndig und das Aussendepot zu einem grossen Teil im GewÃ¤sserabstandsbereich von 5 m. Auch die Einordnung der Anbauten in die Seeuferlandschaft ist vÃ¶llig unge­nÃ¼gend. Die Abweichung vom gesetzmÃ¤ssigen Zustand ist damit erheblich und verlangt grundsÃ¤tzlich den Abbruch der beiden baupolizeiwidrigen Anbauten. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Zeitpunkt des angefochtenen Beseitigungsbeschlusses der Baukommission W vom 21. August 2000 waren die beiden streitigen Anbauten seit rund 20 Jahren erstellt worden. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes kann aus GrÃ¼nden der Rechts­­si­cherheit die Beseitigung baurechtswidriger, nicht bewilligungsfÃ¤higer Bauteile nach Ablauf einer Frist von 30 Jahren seit der Erstellung grundsÃ¤tzlich nicht mehr verlangt werden (BGE 107 Ia 121); diese Verwirkungsfrist fÃ¼r die Anordnung von Wiederherstellungsmass­nahmen greift vorliegend damit nicht ein. Auch GrÃ¼nde des Vertrauensschutzes stehen dem Beseitigungsanspruch nicht entgegen. Ob der baurechtswidrige Zustand der Baukommission W von den Nachbarn des BeschwerdefÃ¼hrers zugetragen wurde und aus welchen Motiven, ist irrelevant. Den zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden kann auch nicht vorgeworfen werden, sie hÃ¤tten die Bauten im Wissen um deren Widerrechtlichkeit geduldet und damit eine Vertrau­ensposition geschaffen. Das â behauptete â Wissen des Lebensmittelinspektorates und der Abteilung Wirtschaftswesen der Finanzdirektion kann den Baube­willigungsbehÃ¶rden von vornherein nicht zugerechnet werden. Die Anbauten sind auch kaum einsehbar. Es bestehen keine Hinweise dafÃ¼r, dass die Rechtswidrigkeit der streitigen Anbauten anlÃ¤sslich von Inspektionsreisen per Schiff vom See her erkannt wurde. Die Aus­sage des AWEL, angesichts der LÃ¤nge des Seeufers kÃ¶nnten lÃ¤ngst nicht alle MissstÃ¤nde erkannt werden und es gehe bei diesen Inspektionen besonders darum, illegale Bauten und Anlagen im <i>See­gebiet</i> festzustellen, ist glaubhaft. Es liegt beim BeschwerdefÃ¼hrer von vorn­herein keine Ver­trauensposition vor, welche dem Wiederherstellungsbefehl entgegenstehen kÃ¶nnte. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die streitigen Anbauten nicht bewilligungsfÃ¤hig sind. Die Abweichungen vom gesetzmÃ¤ssigen Zustand sind erheblich und der angeordneten Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustandes durch Entfernung der Bauten steht auch unter dem Aspekt des Vertrauensschutzes nichts entgegen. Die Beschwerde ist vollumfÃ¤nglich abzuweisen. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>