Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 11. Oktober 2018 (720 18 57 / 277) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Da sich eine namhafte Verringerung des Bedarfs an Dritthilfe in den alltäglichen Lebens- verrichtungen eingestellt hat, ist ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 2 ATSG zu bejahen. Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsri chter Daniel Noll, Kantons- richter Yves Thommen, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann Parteien A.____ , Beschwerdeführer , vertreten durch Nikolaus Tamm , Advokat , Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff Hilflosenentschädigung A.1 Der 1983 geborene A.____ leidet seit Geburt an einer geistigen Behinderung. Aus die- sem Grund bewilligte ihm die Invalidenversicherung (IV) verschiedene Leistungen, unter ande- rem für Sonderschulung und Massnahmen pädagogisch-t herapeutischer Art sowie Pflegebei- träge. Mit Verfügung vom 16. Mai 2002 sprach die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) A.____ mit der Begründung, dass er in vier alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig und in erheb- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht licher Weise auf Dritthilfe angewiesen sei und einer persönlichen Überwachung bedürfe, ab 1. September 2001 eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades zu. Am 25. Mai 2007 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass er weiterhin Ansp ruch auf die bisherige Entschädigung habe. A.2 Im Mai 2017 leitete die IV-Stelle erneut eine R evision der Hilflosenentschädigung ein. Nach einer Abklärung vor Ort hielt sie fest, dass A.____ noch in zwei alltäglichen Lebensver- richtungen auf Dritthilfe angewiesen sei. In der Folg e sprach sie ihm mit Verfügung vom 11. Januar 2018 ab 1. März 2018 nunmehr noch eine Hil flosenentschädigung leichten Grades zu. B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch seine Beist ändinnen B.____ und C.____, am 8. Februar 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-L andschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte sinngemäss, in Aufhebung der Verfügung vom 11. Januar 2018 sei ihm weiterhin eine Hilflosenentsch ädigung mittleren Grades auszurichten. Zur Begründung brachte er im Wesentlichen vor, dass die t atsächlichen Verhältnisse nicht kor- rekt erfasst worden seien. Er könne nur rudimentär lesen und schreiben, habe keinen Zahlen- begriff und keinen Umgang mit Geld. Ausserdem benötig e er eine umfassende Begleitung, da er sich nicht selbstständig ernähren könne und unvorherse hbare Situationen zu vorwiegend verbalen Gewaltausbrüchen führen würden. Wegen des feh lenden Schmerzempfindens be- stünde eine erhöhte Verletzungsgefahr. Da er zudem i n vielen alltäglichen Tätigkeiten regel- mässig auf Dritthilfe angewiesen sei und überwacht werd en müsse, bestünde weiterhin An- spruch auf eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades. C. Die Beschwerdegegnerin, schloss in ihrer Vernehmlassun g vom 25. April 2018 auf Ab- weisung der Beschwerde. D. Mit Replik vom 2. Juli 2018 macht der Beschwerdeführe r, nunmehr vertreten durch Ad- vokat Nikolaus Tamm, geltend, die aktuellen Abklärungsberichte würden nicht aufzeigen, inwie- fern sich die tatsächlichen Verhältnisse seit der Zusprech ung der Hilflosenentschädigung geän- dert hätten. Da kein Revisionsgrund ausgewiesen sei, bestehe weiterhin Anspruch auf eine Hilf- losenentschädigung mittleren Grades. Eventualiter seien weitere Abklärungen durchzuführen. E. Am 26. Juli 2018 verzichtete die IV-Stelle auf die Einreichung einer Duplik. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über d ie Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV- Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf d ie im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Beschwerde vom 8. Februar 2018 ist einzutreten. 2. Streitig ist, ob die IV-Stelle die bisher ausgeri chtete Hilflosenentschädigung mittleren Grades zu Recht per 1. März 2018 auf eine solche leichten Grades herabgesetzt hat. 3.1 Gemäss Art. 42 Abs. 1 des IVG haben Versicherte mit W ohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz, die hilflos sind, Anspruch au f eine Hilflosenentschädigung. Nach Art. 9 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist eine Person hilflos, die wegen der Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dri tter oder der persönlichen Überwachung bedarf. Als hilflos gilt ebenfalls eine Person, welche zu Hause lebt und wegen der Beeinträchti- gung der Gesundheit dauernd auf lebenspraktische Begl eitung angewiesen ist. Ist nur die psy- chische Gesundheit beeinträchtigt, so muss für die Annah me einer Hilflosigkeit mindestens ein Anspruch auf eine Viertelsrente gegeben sein. Ist eine Person lediglich dauernd auf lebensprak- tische Begleitung angewiesen, so liegt immer eine leichte Hilflosigkeit vor (Art. 42 Abs. 3 IVG). 3.2 Das Gesetz unterscheidet zwischen schwerer, mittelschwerer und leichter Hilflosigkeit (Art. 42 Abs. 2 IVG). Die Hilflosigkeit gilt als leicht , wenn die versicherte Person trotz der Abga- be von Hilfsmitteln in mindestens zwei alltäglichen Leben sverrichtungen regelmässig in erhebli- cher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist; einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf; einer durch das Gebrechen bedingten ständigen und besonders aufwendigen Pflege bedarf; wegen einer schweren Sinnesschädigung oder ein es schweren körperlichen Gebre- chens nur dank regelmässiger und erheblicher Dienstleistun gen Dritter gesellschaftliche Kon- takte pflegen kann oder dauernd auf lebenspraktische Beg leitung im Sinne von Art. 38 der Ver- ordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961 angewiesen ist (Art. 37 Abs. 3 lit. a - e IVV). Die Hilflosigkeit gilt gemäss A rt. 37 Abs. 2 IVV als mittelschwer, wenn die versicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln in d en meisten alltäglichen Lebensverrich- tungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist (lit. a); sie in min- destens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies einer dauernden Überwachung bedarf (lit. b) oder in min- destens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig i n erheblicher Weise die Hilfe Drit- ter und überdies dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 IVV angewiesen ist (lit. c). Gemäss Art. 37 Abs. 1 IVV gilt die Hilflosi gkeit als schwer, wenn die versicherte Per- son vollständig hilflos ist. Dies ist der Fall, wenn sie in allen täglichen Lebensverrichtungen re- gelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter a ngewiesen ist und überdies der dauernden Pflege oder der persönlichen Überwachung bedarf. 3.3 Nach ständiger Gerichtspraxis sind die folgenden sech s alltäglichen Lebensverrichtun- gen massgebend: Ankleiden, Auskleiden; Aufstehen, Absitzen , Abliegen; Essen; Körperpflege; Verrichtung der Notdurft; Fortbewegung (im oder ausse r Haus), Kontaktaufnahme (BGE 133 V 463 E. 7.2, 127 V 97 E. 3c, 121 V 90 E. 3; Urteil des Eidgenössischen Versiche- Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht rungsgerichts [EVG] vom 1. April 2004, I 815/03, E. 1). Weiter muss die Hilfe Dritter regelmässig und erheblich sein. Der Begriff der Erheblichkeit ist i n Relation zu setzen zum zeitlichen Auf- wand, den die Hilfsperson hat. Die Hilfe ist mithin insbesondere erheblich, wenn die versicherte Person mindestens die Teilfunktion einer einzelnen Leb ensverrichtung überhaupt nicht mehr, nur mit unzumutbarem Aufwand oder nur auf unübliche Art und Weise selbst ausüben kann oder wegen ihres psychischen Zustandes nicht vornehmen würd e (AHI-Praxis 1996 S. 171 f. E. 3; ZAK 1981 S. 388 f. E. 2a). Bei Lebensverrichtun gen, welche mehrere Teilfunktionen um- fassen, wird nach der Rechtsprechung nicht verlangt, da ss die versicherte Person bei der Mehrzahl dieser Teilfunktionen fremder Hilfe bedarf; vielmehr ist bloss erforderlich, dass sie bei einer dieser Teilfunktionen regelmässig in erheblicher Weise auf direkte oder indirekte Dritthilfe angewiesen ist (BGE 121 V 90 E. 3c). In diesem Sinne i st die Hilfe beispielsweise bereits er- heblich bei Fortbewegung und Kontaktaufnahme, wenn sic h die versicherte Person im oder ausser Haus nicht selbst fortbewegen kann oder wenn sie bei der Kontaktaufnahme Dritthilfe benötigt. Solange durch geeignete Massnahmen bei einze lnen Lebensverrichtungen die Selb- ständigkeit erhalten werden kann, liegt diesbezüglich kei ne Hilflosigkeit vor (R OBERT ETTLIN , Sozialversicherungsrechtliche Aspekte bei Verlust der Selb stversorgungsfähigkeit [Selbstver- sorgungsfähigkeit], in: HAVE 2003, S. 117). 3.4 Die ebenfalls eine Hilflosigkeit begründende Pfle ge bezieht sich nicht auf alltägliche Le- bensverrichtungen, sondern beinhaltet medizinische oder pflegerische Hilfeleistungen, die infol- ge des physischen oder psychischen Zustandes der versicherten Person notwendig sind und ärztlich verordnet wurden. Die dauernde Pflege beinhal tet z.B. das tägliche Verabreichen von Medikamenten oder das Anlegen einer Bandage (BGE 107 V 139 E. 1b). Die ständige und be- sonders aufwändige Pflege im Sinne von Art. 37 Abs. 3 lit. c IVV ist einerseits nach quantitati- ven Kriterien zu qualifizieren, beispielsweise wenn sie einen grossen Zeitaufwand erfordert oder besonders hohe Kosten verursacht. Andererseits ist in qual itativer Hinsicht zu berücksichtigen, ob die pflegerischen Verrichtungen unter erschwerten Umst änden erfolgen, etwa, weil sie sich besonders mühsam gestalten oder zu aussergewöhnlichen Zeiten zu erbringen sind (Kreis- schreiben über Invalidität und Hilflosigkeit in der Inval idenversicherung [KSIH] vom 1. Januar 2015, Stand: 1. Januar 2018, Rz. 8057). Ein tägliche r Pflegeaufwand von mehr als zwei Stun- den ist sicher dann als besonders aufwändige Pflege zu qu alifizieren, wenn erschwerende qua- litative Momente mitzuberücksichtigen sind. Bei einem Pf legeaufwand von mehr als drei Stun- den kann eine Pflege als besonders aufwändig qualifizie rt werden, wenn mindestens ein quali- tatives Element hinzukommt. Ab einem Pflegeaufwand von vier Stunden täglich bedarf es kei- ner weiteren qualitativen Momente (KSIH, Rz. 8058 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung). 3.5 Gemäss Art. 38 Abs. 1 IVV liegt ein Bedarf an lebe nspraktischer Begleitung im Sinne von Art. 42 Abs. 3 IVG vor, wenn eine volljährige versiche rte Person ausserhalb eines Heimes lebt und infolge Beeinträchtigung der Gesundheit ohne Begleitung einer Drittperson nicht selb- ständig wohnen kann (lit. a), für Verrichtungen und K ontakte ausserhalb der Wohnung auf Be- gleitung einer Drittperson angewiesen ist (lit. b) oder ernsthaft gefährdet ist, sich dauernd von der Aussenwelt zu isolieren (lit. c). Zu berücksichtigen ist nur diejenige lebenspraktische Beglei- tung, die regelmässig und im Zusammenhang mit den in Abs. 1 erwähnten Situationen erforder- lich ist. Nicht darunter fallen insbesondere Vertretung s- und Verwaltungstätigkeiten im Rahmen Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht vormundschaftlicher Massnahmen nach Art. 398 bis 419 des Sch weizerischen Zivilgesetzbu- ches (ZGB) vom 10. Dezember 1907 (Art. 38 Abs. 3 IVV). Nach der Rechtsprechung beinhaltet die lebenspraktische Begleitung weder die (direkte oder indirekte) "Dritthilfe bei den sechs all- täglichen Lebensverrichtungen" noch die Pflege oder Üb erwachung. Vielmehr stellt sie ein zu- sätzliches und eigenständiges Institut der Hilfe dar (BGE 133 V 466 E. 9). Ziel der lebensprakti- schen Begleitung ist es zu verhindern, dass Personen schwer v erwahrlosen und/oder in ein Heim oder eine Klinik eingewiesen werden müssen (KSIH , Rz. 8040), bzw. den Eintritt in eine stationäre Einrichtung nach Möglichkeit hinauszuschieben (BGE 133 V 461 E. 5). Sie ist not- wendig, damit der Alltag selbständig bewältigt werde n kann, und liegt vor, wenn die versicherte Person auf Hilfe bei der Tagesstrukturierung, Unterstüt zung bei der Bewältigung von Alltagssi- tuationen oder Anleitung zur Erledigung des Haushalts a ngewiesen ist. Bei ausserhäuslichen Verrichtungen ist die lebenspraktische Begleitung notwen dig, damit die versicherte Person in der Lage ist, das Haus für bestimmte notwendige Verricht ungen und Kontakte (Einkaufen, Frei- zeitaktivitäten, Kontakte mit Amtsstellen oder Medizinal personen, Coiffeurbesuch, etc.) zu ver- lassen (KSIH, Rz. 8050 f.; vgl. BGE 133 V 465 f. E. 8.2 .3). Für einen Anspruch auf lebensprak- tische Begleitung ist nicht vorausgesetzt, dass die versicherte Person alleine wohnt. Abgesehen davon, dass sie ausserhalb eines Heims wohnen muss (Art. 3 8 Abs. 1 IVV), ist unerheblich, in welcher Umgebung sich die versicherte Person aufhält und ob sie auf die Hilfe des Ehegatten, der Kinder oder Eltern zählen kann. Die Frage, ob ei ne entsprechende Hilfsbedürftigkeit be- steht, ist objektiv, nach dem Zustand der versicherten Pe rson, zu beurteilen (BGE 133 V 461 E. 5 mit Hinweisen). Nicht erforderlich ist sodann, dass die lebenspraktische Begleitung durch fachlich qualifiziertes oder speziell geschultes Betreuu ngspersonal erbracht wird (KSIH, Rz. 8047). 3.6 Bei der Erarbeitung der Grundlagen für die Beme ssung der Hilflosigkeit ist eine enge, sich ergänzende Zusammenarbeit zwischen Ärzteschaft und Ver waltung erforderlich. Erstere hat anzugeben, inwiefern die versicherte Person in ihr en körperlichen bzw. geistigen Funktio- nen durch das Leiden eingeschränkt ist. Der Versicherungs träger kann an Ort und Stelle weite- re Abklärungen vornehmen, wobei bei Unklarheiten über physische und psychische Störungen und/oder deren Auswirkungen in der Alltagspraxis Rückfra gen an die medizinischen Fachper- sonen nicht nur zulässig, sondern notwendig sind (BGE 130 V 61 f. E. 6.1.1). Damit dem Abklä- rungsbericht voller Beweiswert zukommt, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein: Als Berichterstatterin wirkt eine qualifizierte Person, die Kenntnis der örtlichen und räumlichen Ver- hältnisse hat sowie mit den seitens der Medizin gestellt en Diagnosen und den sich daraus er- gebenden Beeinträchtigungen vertraut ist. Der Bericht stext muss plausibel, begründet und de- tailliert bezüglich der einzelnen alltäglichen Lebensve rrichtungen sowie den tatbestandsmässi- gen Erfordernissen der lebenspraktischen Begleitung sein . Schliesslich hat er in Übereinstim- mung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben zu stehen. Die Angaben der Hilfe leisten- den Personen sind zu berücksichtigen, wobei divergieren de Meinungen im Bericht aufzuzeigen sind. Genügt der Bericht über die Abklärung vor Ort de n einzelnen rechtsprechungsgemässen Beweisanforderungen, greift das Gericht in das Ermessen der die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen vorl iegen (BGE 133 V 468 E. 11.1.1, 130 V 63 E. 6.2). Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.1 Nach Art. 17 Abs. 2 ATSG wird eine formell rechtskr äftig zugesprochene Dauerleistung von Amtes wegen oder auf Gesuch hin erhöht, herabgeset zt oder aufgehoben, wenn sich der ihr zu Grunde liegende Sachverhalt erheblich verändert h at. Anlass zur Revision einer Rente oder einer anderen Dauerleistung gibt jede wesentlich e Änderung in den tatsächlichen Verhält- nissen, die geeignet ist, den Leistungsanspruch zu beei nflussen. Insbesondere ist die Leistung nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheit szustandes, sondern auch dann re- vidierbar, wenn sich die Auswirkungen des an sich gleich ge bliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit beziehungsweise die Hilfsbedü rftigkeit erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderu ng der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn aus der Veränderung der Intensität und der Auswirkungen eines Leidens eine Verminderung oder E rhöhung des Arbeitsfähigkeitsgra- des beziehungsweise der Hilflosigkeit resultiert (Urteile des Bundesgerichts vom 11. Mai 2009, 9C_261/2009, E. 1.2 und vom 28. August 2003, I 212/03 , E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit respektive di e Hilflosigkeit für sich allein ge- nommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 2 ATSG dar. 4.2 Zeitlicher Referenzpunkt für die Beantwortung der Frage, ob eine erhebliche Änderung des Sachverhalts eingetreten ist, bildet die letzte der versicherten Person eröffnete rechtskräfti- ge Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung d es Anspruchs auf Hilflosenentschädigung mit einer rechtskonformen Sachverhaltsabklärung und ein er entsprechenden Beweiswürdigung beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und prozessualen Revision (BGE 133 V 114 E. 5.4 mit Hinweis). Vorliegend wurde dem Versicherten mit Verfügung vom 16. Mai 2002 mitgeteilt, dass ihm ab 1. September 200 1 eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades zustehe. Am 11. Januar 2018 erging die vorliege nd angefochtene Verfügung, mit wel- cher dem Versicherten nunmehr noch eine Hilflosenentschäd igung leichten Grades zugespro- chen wurde. Demgemäss beurteilt sich die Frage, ob eine erhebliche Änderung des Sachver- halts eingetreten ist, die eine revisionsweise Herabsetzu ng der bis anhin ausgerichteten Hilflo- senentschädigung rechtfertigt, durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der Verfü- gung vom 16. Mai 2002 bestanden hat, mit demjenigen i m Zeitpunkt der strittigen Verfügung vom 11. Januar 2018. 4.3 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungs- prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständ ige Feststellung des rechtserhebli- chen Sachverhaltes zu sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiese n annehmen, wenn sie von ihrem Be- stehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat die rechtsanwendende Behörde ihren Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes v orsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sach- verhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Verwalt ung und Gericht haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen mög lichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen (BGE 138 V 221 f. E. 6 mit H inweisen). Der Untersuchungsgrund- satz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht Sache des Sozialversicherungsgerichts (oder der verfügende n Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sach- verhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel grei ft allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsat zes aufgrund einer Beweiswürdi- gung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest di e Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 222 E. 6 mit Hinweisen). 5.1 Für die Prüfung der strittigen Frage sind im Wese ntlichen nachfolgende Unterlagen zu berücksichtigen. 5.2 Im Abklärungsbericht Hilflosigkeit vom 15. April 2 002 wurde festgehalten, dass der Ver- sicherte beim An- und Auskleiden, bei der Körperpflege, bei der Verrichtung der Notdurft, bei der Fortbewegung im Freien und bei der Pflege der g esellschaftlichen Kontakte regelmässige und erhebliche Hilfe benötige und zudem einer persönli chen Überwachung bedürfe. Der Bedarf einer dauernden medizinisch-pflegerischen Hilfe wurde verneint. 5.3 Am 30. August 2017 hielt der behandelnde Arzt D r. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, fest, dass der Versicherte eine intensive schu lische Förderung erhalten und dadurch eine gewisse Autonomie und Mobilität erlangt habe. Es bestünden jedoch weiterhin deutliche Beeinträchtigungen beim Lesen, Schreiben un d Rechnen, sodass ein selbstständiges Leben nicht möglich sei. In der Jugend und den frühen E rwachsenenjahren sei der Versicherte immer wieder durch eine mangelnde Impulskontrolle, ein agitiert-aggressives Verhalten, lautes Schreien und Wutausbrüche aufgefallen. Dieses Verhalt en habe sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Er benötige aber weiterhin Betreuung und Unterstützung in der Tagesstruk- turierung, Anleitung beim Ankleiden, bei der Körperh ygiene und bei der Gestaltung sozialer Kontakte. 5.4 Im Abklärungsbericht Hilflosigkeit vom 16. November 2017 wurde ausgeführt, dass der Versicherte Hilfe beim An- und Auskleiden benötige. Er ziehe sich zwar grösstenteils selber an und aus, eine regelmässige Kontrolle sei aber erforder lich. Eine Dritthilfe beim Aufstehen, Ab- sitzen, Abliegen und Essen sei nicht erforderlich. Nach w ie vor benötige der Versicherte Hilfe bei der Körperpflege. Er putze sich zwar die Zähne, mü sse aber täglich daran erinnert werden, sich die Hände zu waschen. Auch beim Rasieren benötige er regelmässige Kontrollen und Auf- forderung zur Nachbesserung. Das tägliche Duschen erfolg e selbstständig. Gelegentlich trock- ne er sich nicht gründlich ab. Was die Verrichtung der Notdurft angehe, reinige sich der Versi- cherte selber und benötige im Gegensatz zum Jahr 2002 keine Dritthilfe mehr. Allerdings sei die Situation aktuell nicht zufriedenstellend, da er oft d en Harn nicht richtig halten könne. Einlagen trage er keine mehr. Im Gegensatz zum Jahr 2002 benötig e der Versicherte bei der Fortbewe- gung im Freien und für die Pflege gesellschaftlicher K ontakte keine Dritthilfe mehr. So sei er in der Lage, die Gefahren im Strassenverkehr einzuschätzen und sich entsprechend zu verhalten. Er sei in Aesch und in Basel selbstständig unterwegs, fah re allein mit öffentlichen Verkehrsmit- teln und befinde sich als „Zug-Fan“ regelmässig im Bahnh of X.____. Eine Begleitung sei dabei Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht nicht erforderlich. Der Versicherte kommuniziere gerne u nd könne sich gut ausdrücken. Gele- gentlich habe er Mühe mit Nähe/Distanz, sei aber desweg en nicht ständig auf Dritthilfe ange- wiesen. Im Weiteren müssten ihm die Medikamente gerichtet werden. Eine Überwachung im IV- rechtlichen Sinn müsse nicht geleistet werden. Insgesamt h abe sich die notwendige Dritthilfe gegenüber früher deutlich reduziert. 5.5 Im Bericht des Wohnheims E.____ vom 5. Februar 2018 wurde im Wesentlichen ausge- führt, dass die Kleidung des Versicherten täglich kontrol liert werden müsse. Ausserdem benöti- ge er Unterstützung beim Packen, beim Einkauf der Klei der und bei der Ordnung im Kleider- schrank. Der Versicherte dusche selbstständig, trockne sich da nn aber nicht ordentlich ab, so- dass seine Kleider oft nass würden. Zudem vergesse er häu fig, beim Toilettengang die Tür zu schliessen. Die Toilette sei alsdann oft verschmutzt. Eine regelmässige Kontrolle beim Umgang mit den Einlagen sei notwendig. Die Nagelpflege könne der Versicherte nicht selbstständig durchführen und er habe Schwierigkeiten, sich zu kämmen . Weiter sei seine Körperwahrneh- mung eingeschränkt. Die Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr müsse überwacht werden. Der Ver- sicherte habe kein Zahlenverständnis und könne nur mit Müh e Lesen und Schreiben. Er falle durch seine Distanzlosigkeit auf und vergesse immer wiede r die Regeln für ein gutes Miteinan- der. Massive Wutausbrüche und Gewalt seien möglich. Dies falls sei eine enge und geduldige Begleitung erforderlich 6.1 Die Beschwerdegegnerin stütze sich bei der Beurteil ung der Hilflosigkeit des Beschwer- deführers vollumfänglich auf die Ergebnisse des Abkläru ngsberichts vom 16. November 2017. Sie ging demzufolge davon aus, dass der Versicherte nunm ehr noch in den Lebensverrichtun- gen An- und Auskleiden und der Körperpflege regelmässig in erheblicher Weise die Hilfe Dritter angewiesen sei und zudem medizinisch pflegerische Hilfe be nötige. Die Notwendigkeit einer lebenspraktischen Begleitung wurde indes verneint. 6.2 Wie in Erwägung 3.6 hiervor ausgeführt, ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Abklärungsberichten, die von einer qualifizi erten Person abgefasst wurden, welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der medizinisch gestellten Diagnosen und der sich daraus ergebenden Beeinträchtigungen hat, und sich plausibel, begründet und detailliert zu den Tatbestandselementen äussern sowie in Übereinstimmung mit den vor Ort erhobenen Angaben stehen, volle Beweiskraft zuzuerkennen , solange keine klar feststellbaren Fehleinschätzungen vorliegen. Solche sind nicht ersichtlich . Der Bericht vom 16. November 2017 beruht auf einer von einer Fachperson vor Ort vorg enommenen Abklärung und führt die festgestellten Beeinträchtigungen detailliert aus. Er gibt einen umfassenden Eindruck über die im Alltag des Versicherten bestehenden, gesundheitlichen Probleme und dessen Bewältigung. Zu beachten ist, dass der Abklärungsbericht nicht nur auf d en Beobachtungen der Abklärungs- person, sondern auch auf dem Gespräch mit der Betreuer in des Versicherten beruht. Mangels offensichtlicher Fehleinschätzungen stellt der Abklärungsbericht damit eine insgesamt zuverläs- sige Entscheidungsgrundlage dar, weshalb ihm grundsätzlich volle Beweiskraft zukommt. 6.3.1 Im Vergleich zum Abklärungsbericht vom 15. April 20 02 ergibt sich daraus eine namhaf- te Verringerung des Bedarfs an Dritthilfe in den all täglichen Lebensverrichtungen. So benötigt Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht der Beschwerdeführer aktuell noch in den Lebensverrichtun gen An- und Auskleiden und in der Körperpflege regelmässige Dritthilfe, während diese im Jahr 2002 noch bei vier Lebensverrich- tungen erforderlich war. Der Wegfall der Hilfsbedürft igkeit bei der Fortbewegung im Freien so- wie der Pflege der gesellschaftlichen Kontakte ist nachv ollziehbar und im Übrigen unbestritten. So wird auch im Revisionsfrageborgen, der von der Mutt er des Versicherten am 18. Mai 2017 ausgefüllt und unterzeichnet wurde, bestätigt, dass er bei diesen Lebensverrichtungen nicht mehr auf Dritthilfe angewiesen sei. Dementsprechend lässt sich auch aus dem Bericht von Dr. D.____ vom 30. August 2017 entnehmen, dass sich nam entlich das verbal aggressive Ver- halten des Versicherten in den letzten Jahren deutlich verbessert habe. Auch bei der Verrich- tung der Notdurft hat sich eine Verbesserung eingestell t. So kann sich der Versicherte selbst reinigen und seine Kleider selbstständig ordnen. Bei d er unüblichen Art der Verrichtung der Notdurft besteht ebenfalls kein Bedarf mehr an Hilfele istung. Dem im Abklärungsbericht er- wähnten Umstand, wonach der Versicherte seinen Urin nich t immer zurückhalten könne, kann mit Hilfe von Hilfsmitteln, gegebenenfalls mit medizin ischen Massnahmen, entgegengetreten werden. Soweit im Abklärungsbericht vom 16. November 20 17 eine dauernde medizinische Pflege erwähnt wird, ist darauf hinzuweisen, dass das B ereitstellen der Medikamente, wie in Erwägung 3.4 hiervor ausgeführt, nicht mit einem beso nders grossen Zeitaufwand verbunden und deshalb nicht als besonders aufwändig im Sinne von Art. 37 Abs. 3 lit. c IVV zu qualifizieren ist. Schliesslich ist der Beschwerdegegnerin darin beizupf lichten, dass eine lebenspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 Abs. 1 IVV nur bei V ersicherten in Betracht kommt, die aus- serhalb eines Heims leben. Der Beschwerdeführer lebt in der Aussenwohngruppe des Wohn- heims E.____. Diese Wohnform ist mit dem Begriff des He ims im Sinne von Art. 38 Abs. 1 IVV gleichzusetzen, was den Anspruch auf lebenspraktische Begleitung ausschliesst. 6.3.2 Daran vermögen die Vorbringen des Beschwerdeführ ers nichts zu ändern. Soweit er geltend macht, nur rudimentär lesen und schreiben zu können und weder ein Verständnis für Zahlen noch für den Umgang mit Geld zu haben, ist ihm entgegenzuhalten, dass diese Um- stände bei der Beurteilung der Hilflosigkeit nicht ent scheidend sind. Dasselbe gilt für die Tatsa- che, dass der Beschwerdeführer eine Sehbehinderung und ein beeinträchtigtes Schmerzemp- finden aufweist und auf die Mahlzeiten im Heim angewi esen ist. Auch wenn er aufgrund seiner Behinderung wohl immer einer engmaschigen Betreuung bedarf, bei der eine gewisse Kontrolle und bestimmte Vorkehren nötig sind, begründet dies noch keine dauernde persönliche Überwa- chungsbedürftigkeit im Sinne des Gesetzes. Denn aus einer Überwachungsbedürftigkeit im Sinne einer bloss allgemeinen Aufsicht kann keine rechtl ich relevante Hilflosigkeit abgeleitet werden (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 23. Juni 2015, 9C_825/2014, E. 4.1.1 mit Hinweisen). Insgesamt bringt der Beschwerdeführer dahe r nichts vor, was Anlass geben könn- te, in das Ermessen der fachkompetenten Abklärungsperson einzugreifen. 7. Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich beim Beschwerdef ührer – im Vergleich zum Abklärungsbericht vom 15. April 2002 – eine namhafte Verringerung des Bedarfs an Dritt- hilfe in den alltäglichen Lebensverrichtungen eingestell t hat, weshalb ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 2 ATSG zu bejahen ist. Da er a ktuell noch in zwei alltäglichen Lebens- verrichtung auf die regelmässige und erhebliche Dritth ilfe angewiesen ist, zudem keine beson- ders aufwändige Pflege nötig hat und der Bedarf eine r lebenspraktischen Begleitung nicht be- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht rücksichtigt werden kann, hat die Beschwerdegegnerin die bisher ausgerichtete Hilflosenent- schädigung mittleren Grades zu Recht per 1. März 2018 a uf eine solche leichten Grades her- abgesetzt. Die Beschwere ist demzufolge abzuweisen. 8. Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be- willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festge legt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstan den ist, setzt das Gericht die Verfah- renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 des Gesetzes über die Verfassungs - und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegen- de Partei, weshalb ihm die Verfahrenskosten zu überbin den sind. Diese werden mit dem von ihm bezahlten Vorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- verrechn et. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschlagen. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- w erden dem Be- schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Koste nvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. http://www.bl.ch/kantonsgericht