<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2004.00075</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204862&amp;W10_KEY=13013566&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2004.00075</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.03.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Abfindung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Abfindungsanspruch nach kantonalem Personalgesetz (PG) bei Ablehnung eines zumutbaren Stellenangebots, wenn die bisherige Stelle aufgelöst wird: Eine angebotene Stelle ist im Allgemeinen zumutbar, wenn sie der Ausbildung, den Fähigkeiten, der bisherigen Tätigkeit und beruflichen Stellung sowie den persönlichen Verhältnissen der/des Angestellten entspricht bzw. angemessen Rechnung trägt. Nicht erforderlich ist indessen die Gleichwertigkeit der angebotenen mit der bisherigen Stelle, wie bereits der Begriff der "Zumutbarkeit" impliziert (E. 4.1). Die Zumutbarkeit der angebotenen Stelle wird vorliegend aufgrund einer Würdigung der gesamten Umstände bejaht (E. 4.2-4.4). Wer bei Aufhebung seiner bisherigen Stelle das Angebot einer anderen zumutbaren Stelle ablehnt, verliert nach der gesetzlichen Ordnung des kantonalzürcherischen Personalrechts (§ 26 PG) nicht grundsätzlich seinen Anspruch auf Abfindung (E. 5). Festlegung der Höhe des Abfindungsanspruchs (E. 6). Teilweise Gutheissung </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABFINDUNG">ABFINDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABFINDUNGSANSPRUCH">ABFINDUNGSANSPRUCH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFLÃSUNG">AUFLÃSUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSLEGUNG">AUSLEGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES">BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESETZESAUSLEGUNG">GESETZESAUSLEGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STELLENANGEBOT">STELLENANGEBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STELLENAUFHEBUNG">STELLENAUFHEBUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNBESTIMMTER RECHTSBEGRIFF">UNBESTIMMTER RECHTSBEGRIFF</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERSCHULDEN, ANRECHENBARES">VERSCHULDEN, ANRECHENBARES</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEITERBESCHÃFTIGUNG">WEITERBESCHÃFTIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUMUTBARE BESCHÃFTIGUNG">ZUMUTBARE BESCHÃFTIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUMUTBARKEIT">ZUMUTBARKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUMUTBARKEITSKRITERIEN">ZUMUTBARKEITSKRITERIEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 18 Abs. III PG</span><br/><span class="gerade">§ 26 PG</span><br/><span class="ungerade">§ 26 Abs. I PG</span><br/><span class="gerade">§ 26 Abs. II PG</span><br/><span class="ungerade">§ 26 Abs. III PG</span><br/><span class="gerade">§ 26 Abs. V PG</span><br/><span class="ungerade">§ 27 PG</span><br/><span class="gerade">§ 28 PG</span><br/><span class="ungerade">§ 7 PV</span><br/><span class="gerade">§ 7 Abs. I lit. lit. b PV</span><br/><span class="ungerade">§ 16 Abs. I lit. lit. b VVPG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2005 Nr. 110 S. 222</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>A, geboren 1955, trat am 1. Februar 1981 als diplomierte Krankenschwester in den Dienst des Spitals X. 1985 erfolgte die BefÃ¶rderung zur Stationsschwester und 1988 zur Oberschwester. Im Oktober 1992 schliesslich Ã¼bernahm sie als Mitglied der Pflegedienstleitung die Leitung eines Sektors (der Pflegedienst des Spitals X mit rund 2'200 Angestellten war in vier Sektoren gegliedert). Als Sektorleiterin war A direkte Vorgesetzte von sieben Oberschwestern und trug Mitverantwortung fÃ¼r die Arbeit in der Pflegedienstleitung.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Ende 2001 definierte das Spital X die Strukturen des Pflegedienstes neu: Der Kernpunkt des Strukturwechsels bestand darin, die vier Sektorenleiter(innen)stellen aufzuheben und als deren Ersatz zwei neue (Stab-)Stellen auf Stufe Pflegedirektion zu schaffen. Eine dieser Stellen, die "Leitung Projekte Pflege", wurde A am 18. Dezember 2001 angeboten; sie lehnte dieses Angebot jedoch am 14. bzw. 24. Januar 2002 ab. Nachdem ein Vorschlag des PersonalbÃ¼ros betreffend die AustrittsmodalitÃ¤ten ausgeblieben war, teilte A am 8. MÃ¤rz 2002 dem Spital X mit, dieses solle ihr auf Ende September 2002 kÃ¼ndigen und eine Abfindung von zwÃ¶lf MonatslÃ¶hnen entrichten. Am 22. MÃ¤rz 2002 kÃ¼ndigte das Spital X das ArbeitsverhÃ¤ltnis und leitete das am 5. April 2002 erneut eingereichte Gesuch um Abfindung als "Rekurs" an die Gesundheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich. Diese lehnte das Begehren mit VerfÃ¼gung vom 23. September 2002 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>In der Folge gelangte A mit Beschwerde vom 24. Oktober 2002 an das Verwaltungsgericht. Dieses trat mit Beschluss vom 25. Juni 2003 auf die Beschwerde nicht ein, da der VerfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion der Charakter eines erstinstanzlichen Entscheides zukomme, und Ã¼berwies die Sache zur Behandlung an den Regierungsrat (PB.2002.00037).</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Regierungsrat lehnte den Rekurs betreffend Zusprache einer Abfindung mit Beschluss vom 25. August 2004 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>IV. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dagegen liess A am 29. September 2004 Beschwerde beim Verwaltungsgericht erheben und beantragen, den Beschluss des Regierungsrates aufzuheben und ihr eine Abfindung in der HÃ¶he von Fr. 117'917.- (10 MonatslÃ¶hne inkl. 13.) auszurichten, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Staates.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Staatskanzlei namens des Regierungsrates sowie die Gesundheitsdirektion beantragten, die Beschwerde abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde richtet sich gegen einen Rekursentscheid des Regierungsrates Ã¼ber eine personalrechtliche Anordnung gemÃ¤ss <span>§ 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG). Da der Regierungsrat als Vorinstanz gewaltet hat, ist die Sache â bereits ungeachtet des Streitwertes â in Dreierbesetzung zu erledigen (vgl. § 38 Abs. 3 VRG).</span></span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist durch den Entscheid der Vorinstanz offenkundig beschwert (vgl. § 80c in Verbindung mit §§ 70 und 21 lit. a VRG), sodass auf die rechtzeitig eingereichte Beschwerde einzutreten ist.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat die KÃ¼ndigung als solche nicht angefochten; Streitgegenstand bildet einzig der Anspruch auf eine Abfindung und, gegebenenfalls, deren HÃ¶he:</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nach Auffassung der Vorinstanz wÃ¤re der angebotene Stellenwechsel der BeschwerdefÃ¼hrerin zumutbar gewesen; das habe zur Folge, dass sie den Austritt aus dem Staatsdienst â das heisst die KÃ¼ndigung durch den Beschwerdegegner â selbst verschuldet habe, womit der Anspruch auf Abfindung grundsÃ¤tzlich entfalle. Die BeschwerdefÃ¼hrerin ihrerseits bestreitet zum einen die Zumutbarkeit des ihr angebotenen Stellenwechsels; zum anderen fÃ¼hre die Ablehnung einer neuen Stelle, und zwar selbst wenn dies zu Unrecht erfolgt wÃ¤re, nicht zum Wegfall des Anspruchs auf Abfindung, sondern bloss zu einer angemessenen Herabsetzung derselben.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>GemÃ¤ss § 26 Abs. 1 des Personalgesetzes vom 27. September 1998 (PG) haben Angestellte mit wenigstens fÃ¼nf Dienstjahren, deren ArbeitsverhÃ¤ltnis auf Veranlassung des Staates und ohne ihr Verschulden aufgelÃ¶st wird, Anspruch auf eine Abfindung, sofern sie mindestens 35-jÃ¤hrig sind. Erfolgt die AuflÃ¶sung, weil die Stelle aufgehoben wird, ist den Angestellten nach MÃ¶glichkeit eine andere zumutbare Stelle anzubieten (§ 26 Abs. 2 PG). Lehnt der oder die Angestellte, wenn seine Stelle aus organisatorischen GrÃ¼nden aufgehoben wird, eine andere, zumutbare Stelle ab, besteht ein sachlich zureichender Grund bei der KÃ¼ndigung durch den Staat (vgl. § 16 Abs. 1 lit. b der Vollzugsverordnung zum Personalgesetz vom 19. Mai 1999 [VVPG]). Kein Anspruch auf Abfindung besteht nach § 26 Abs. 3 PG bei Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses wegen KÃ¼ndigung des oder der Angestellten, wegen Ablauf der Amtsdauer mit Verzicht auf Wiederwahl, bei Entlassung gewÃ¤hlter Angestellter auf eigenes Gesuch, bei AltersrÃ¼cktritt sowie bei Beendigung gemÃ¤ss § 16 lit. b PG (Ablauf einer befristeten Anstellung), lit. d (AuflÃ¶sung aus wichtigen GrÃ¼nden), lit. e (Entlassung invaliditÃ¤tshalber) und lit. g (Tod).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Regierungsrat regelt die Festsetzung der Abfindung und bestimmt einen nach dem Alter abgestuften Rahmen als Richtlinie; die Abfindung betrÃ¤gt hÃ¶chstens fÃ¼nfzehn MonatslÃ¶hne (§ 26 Abs. 4 PG). Die Abfindung wird nach den UmstÃ¤nden des Einzelfalls festgelegt (§ 26 Abs. 5 PG). GemÃ¤ss § 7 Abs. 1 lit. b der Personalverordnung vom 16. Dezember 1998 (PV) betrÃ¤gt die Abfindung je nach den im Einzelfall massgeblichen UmstÃ¤nden vom 41. bis zum 50. Altersjahr zwei bis zwÃ¶lf MonatslÃ¶hne. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Unverschuldet ist die AuflÃ¶sung eines DienstverhÃ¤ltnisses dann, wenn sie vornehm­lich auf GrÃ¼nde zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist, welche nicht von dem oder der Angestellten zu vertreten sind (Fritz Lang, das ZÃ¼rcher Personalgesetz vom 27. September 1998, in: Peter Helb­ling/Tomas Poledna [Hrsg.], Personalrecht des Ã¶ffentlichen Dienstes, Bern 1999, S. 49 ff., 70). Die Rechtsprechung hat das Kriterium des Verschuldens dahingehend prÃ¤zisiert, dass es mehr bedeute als blosse Verursachung. Es setzt voraus, dass die betroffene Person die KÃ¼ndigung hÃ¤tte vermeiden kÃ¶nnen, beispielsweise durch das Erbringen der erwarteten Leistung oder die geforderte VerhaltensÃ¤nderung, wenn ihr solches zumutbar und aufgrund ihrer persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse objektiv mÃ¶glich war. Dem oder der Angestellten wird auch dann kein Verschulden im Sinn von § 26 Abs. 1 PG vorzuwerfen sein, wenn ein Konflikt, der nur durch eine KÃ¼ndigung bereinigt werden konnte, nicht vornehmlich durch ihn oder sie verursacht worden ist, sondern zu seiner Entstehung oder VerschÃ¤rfung die vorgesetzte BehÃ¶rde oder andere Mitarbeitende massgeblich beigetragen haben. Die Abfindung hÃ¤ngt also grundsÃ¤tzlich nicht von der UnzulÃ¤ssigkeit der KÃ¼ndigung ab (vgl. VGr, 5. November 2003, PB.2003.00013, E. 5b; VGr, 5. Juli 2002, PB.2002.00008, E. 4a; VGr, 6. Dezember 2001, PB.2001.00021, E. 5b; VGr, 29. August 2001, PB.2001.00011, E. 7d = ZBl <a id="_Hlt12945776">102/2001, S. 581 ff., 600 f. â alles unter www.vgrzh.ch)</a>.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>ZunÃ¤chst ist daher zu prÃ¼fen, ob die der BeschwerdefÃ¼hrerin angebotene Stelle zumutbar gewesen wÃ¤re. Ist dies nicht der Fall, so bestÃ¼nde ohne weiteres ein Abfindungsanspruch. Wird hingegen die Zumutbarkeit der angebotenen Stelle bejaht, so stellt sich gegebenenfalls in einem zweiten Schritt die Frage, ob die Ablehnung des Angebots durch die BeschwerdefÃ¼hrerin einen Abfindungsanspruch ausschliesst.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Das Personalgesetz enthÃ¤lt keine Umschreibung der Zumutbarkeitskriterien. Der Beschwerdegegner und die Vorinstanz haben sich zur Konkretisierung des unbestimmten Rechtsbegriffs der "Zumutbarkeit" auf die Lehre und Rechtsprechung zur Schadensminderungspflicht des Arbeitnehmers bei Annahmeverzug des Arbeitgebers abgestÃ¼tzt (Art. 324 des Obligationenrechts; vgl. Manfred Rehbinder, Berner Kommentar, 1985, Art. 324 OR N. 19, mit Hinweisen). In der Literatur zum Ã¶ffentlichen Dienstrecht wurde jÃ¼ngst vorgeschlagen, die Zumutbarkeitskriterien von Art. 16 Abs. 2 des Arbeitslosenversicherungsgesetzes vom 25. Juni 1982 (SR 837) heranzuziehen, diese aber der Situation angepasst, das heisst eher zugunsten der Mitarbeitenden anzuwenden (Urs Steimen, KÃ¼ndigungen aus wirtschaftlichen oder betrieblichen GrÃ¼nden bzw. wegen Stellenaufhebung durch Ã¶ffentliche Arbeitgeber, ZBl 105/2004, S. 644 ff., 656).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Eine angebotene Stelle ist daher im Allgemeinen zumutbar, wenn sie der Ausbildung, den FÃ¤higkeiten, der bisherigen TÃ¤tigkeit und beruflichen Stellung sowie den persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnissen des Angestellten entspricht bzw. angemessen Rechnung trÃ¤gt. DarÃ¼ber hinaus darf die neue Anstellung nicht zu einer allzu grossen Lohneinbusse fÃ¼hren und muss in erreichbarer Distanz zum Wohnort auszuÃ¼ben sein. Nicht erforderlich ist indessen die Gleichwertigkeit der angebotenen mit der bisherigen Stelle (Steimen, S. 656). So hat das Verwaltungsgericht â allerdings mit Bezug auf eine Versetzung â ausgefÃ¼hrt, dass im Hinblick auf die Treuepflicht gegenÃ¼ber dem Arbeitgeber nicht jede noch so geringfÃ¼gige Ãnderung des Einsatzgebietes oder jede unwesentliche Herabstufung der Funktion unzumutbar sei (VGr, 6. November 2002, PB.2002.00020, E. 2d/aa, www.vgrzh.ch). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Die Vorinstanz ist der Auffassung, dass die der BeschwerdefÃ¼hrerin angebotene Alternativstelle und die bisherige Stelle als gleichwertig anzusehen seien und ihr der Stellenwechsel zumutbar gewesen wÃ¤re. Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrt die Vorinstanz aus, die BeschwerdefÃ¼hrerin kÃ¶nne aus dem Umstand, dass die Stellenbeschreibung der ihr in der Planungsphase angebotenen neuen Stelle noch nicht festgelegt gewesen sei, nichts zu ihren Gunsten ableiten. So habe das Spital X die Stellenbeschreibung im Sinne eines Entgegenkommens unter Mitwirkung der BeschwerdefÃ¼hrerin personenbezogen â unter BerÃ¼cksichtigung ihrer Vorstellungen, Kenntnisse und FÃ¤higkeiten â erarbeiten und festlegen wollen. Diese habe allerdings von Anfang an kein Interesse am Stellenangebot und keine Bereitschaft gezeigt, am Beschrieb dieser Stelle mitzuwirken; sie habe vielmehr bereits am 14. Januar 2002, nachdem ihr am 18. Dezember 2001 die neue Stelle angeboten worden war, definitiv entschieden, nicht mehr fÃ¼r das Spital X tÃ¤tig zu sein. Die BeschwerdefÃ¼hrerin habe daher den Umstand, dass die Stellenbeschreibung der ihr angebotenen neuen Funktion erst skizziert gewesen sei, selber zu vertreten. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Weiter wÃ¤re die BeschwerdefÃ¼hrerin auch nach dem Stellenwechsel mit strategischen, anspruchs- und verantwortungsvollen Aufgaben im Pflegebereich beschÃ¤ftigt gewesen; die neue Funktion hÃ¤tte in persÃ¶nlicher und fachlicher Hinsicht in etwa die gleichen Anforderungen wie bisher an sie gestellt, womit sie ihre beruflichen Kenntnisse und FÃ¤higkeiten voll hÃ¤tte einbringen kÃ¶nnen. Zudem habe es bereits zu ihrem Pflichtenheft als Sektorleiterin gehÃ¶rt, das Pflegeleitbild in die Praxis zu integrieren, Pflegerichtlinien zu entwickeln und die Pflege auf ProfessionalitÃ¤t und KontinuitÃ¤t auszurichten. Mit der Ausbildung der Pflegenden habe sie als Stellvertreterin der Pflegeleitung im Sektor (Aus-)Bildung, Entwicklung und Spezialdienste zu tun gehabt. Die angebotene Stelle "Leitung Projekte Pflege", die darauf ausgelegt gewesen sei, praxisbezogene Grundlagen auszuarbeiten, welche die PflegeverhÃ¤ltnisse, das Pflegesystem sowie die Ausbildungskonzepte und die Lernbetriebe des Gesamtbetriebes verbessert hÃ¤tten, hÃ¤tte sich insoweit mit den TÃ¤tigkeitsfeldern der bisherigen Stelle gedeckt. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Schliesslich handle es sich bei der angebotenen Stelle nicht um eine (reine) Stabstelle, der nur beratende und entscheidungsvorbereitende Aufgaben zukomme, und Ã¼berhaupt sei im vorliegenden Fall die Trennung zwischen Stab-Linien-Organisation und funktionaler Organisation fliessend. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wÃ¤re auch an der neuen Stelle Mitglied der Pflegedirektion geblieben und hÃ¤tte gemÃ¤ss Angaben des Beschwerdegegners auch lohnmÃ¤ssig keine Einbussen hinnehmen mÃ¼ssen. Und dass sie kÃ¼nftig unter der Leitung einer ihr jahrelang unterstellten Person hÃ¤tte arbeiten mÃ¼ssen, spreche nicht gegen die Zumutbarkeit der angebotenen Stelle.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin wendet dagegen im Wesentlichen ein, dass bereits am 18. Dezember 2001 festgestanden habe, dass die ihr angebotene Stelle eine Stabstelle ohne FÃ¼hrungsfunktionen sei, deren Schwerpunkt im Bereich der Bildung liege und hierarchisch der Pflegedirektorin und deren Stellvertreter unterstehe. Die Inhalte der Stelle seien erst skizziert gewesen, und die Verantwortlichen des Spitals X hÃ¤tten im Rahmen des Umstrukturierungsprozesses kein Interesse an der Mitarbeit der BeschwerdefÃ¼hrerin gezeigt, seien doch ihre Anregungen unberÃ¼cksichtigt geblieben, sodass sie auch nicht hÃ¤tte damit rechnen kÃ¶nnen, auf die Inhalte der neuen Stelle einzuwirken.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Das "hierarchische Niveau" der angebotenen Stelle hÃ¤tte aufgrund der fehlenden FÃ¼hrungsaufgaben nicht beibehalten werden kÃ¶nnen, seien ihr doch an der bisherigen Stelle sieben LeiterInnen Pflege und damit auch indirekt ca. 450 Mitarbeitende unterstellt gewesen. Angesichts ihrer bisherigen Funktion erscheine das Stellenangebot eher als AlibiÃ¼bung denn als ernst gemeinte Offerte; so zeuge der Umstand, dass sie bei der Besetzung der Pflegedienstdirektion und deren Stellvertretung Ã¼bergangen und diese Stelle durch bis anhin ihr unterstellte Personen besetzt worden sei, von mangelnder WertschÃ¤tzung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Schliesslich komme dazu, dass Ã¼ber den Lohn fÃ¼r ihre neue TÃ¤tigkeit Ã¼berhaupt nicht gesprochen und die angebotene Stelle bis heute nicht geschaffen und besetzt bzw. auf den 1. Februar 2003 eine "Leiterin Projekt Bezugspflege" eingestellt worden sei, die als langjÃ¤hrige Leiterin einer Fortbildungsinstitution Ã¼ber Erfahrungen und Kenntnisse im Bereich Bildung verfÃ¼ge.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.4 </span></b><span>Beim Erfordernis der "Zumutbarkeit" der angebotenen Stelle handelt es sich um einen unbestimmten Rechtsbegriff. Bei der Anwendung eines unbestimmten Rechtsbegriffs kommt den VerwaltungsbehÃ¶rden ein Beurteilungsspielraum zu. Wenn die von der Verwaltung ermittelte Wertung als vertretbar erscheint, darf das Gericht nicht eingreifen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 73, mit Hinweisen). Die EinwÃ¤nde der BeschwerdefÃ¼hrerin gegen die Argumentation der Vorinstanz vermÃ¶gen die Kammer nicht von der Unzumutbarkeit der angebotenen Stelle zu Ã¼berzeugen bzw. belegen nicht, dass diese den ihr vom Gericht zu gewÃ¤hrenden Beurteilungsspielraum in nicht nachvollziehbarer Weise ausgeschÃ¶pft hÃ¤tte:</span></p> <p class="Urteilstext"><span>ZunÃ¤chst lÃ¤sst sich vorliegend keine scharfe Trennung zwischen Stab- und Linienfunktion ziehen: Dies gilt nicht bloss fÃ¼r die der BeschwerdefÃ¼hrerin angebotene Alternativstelle, sondern auch fÃ¼r ihre bisherige Funktion als Leiterin eines Pflegedienstes. Richtig ist zwar, dass der BeschwerdefÃ¼hrerin sieben Leiterinnen/Leiter Pflege direkt unterstellt waren. GemÃ¤ss der Stellenbeschreibung gehÃ¶rten aber zu ihren Kernaufgaben nicht einfach die FÃ¼hrung von (wohl weitgehend selbstÃ¤ndig arbeitenden) Mitarbeitern, sondern darÃ¼ber hinaus die Forderung und FÃ¶rderung von deren beruflicher und persÃ¶nlicher Entwicklung sowie Ã¼berhaupt eine professionelle Durchsetzung des Leistungsauftrags gemÃ¤ss dem Leitbild des Pflegedienstes. Entsprechend erforderte die Funktion als Leiterin eines Pflegedienstes neben FÃ¼hrungsfÃ¤higkeiten auch konzeptionelle und strategische Kompetenz. So hebt ein Zwischenzeugnis vom 28. September 2001 gerade die organisatorischen und analytischen FÃ¤higkeiten der BeschwerdefÃ¼hrerin, insbesondere bei der Bearbeitung oder Leitung von Projekten, hervor. Zudem leitete sie das Projekt TÃ¤tigkeitsanalysen in den Stationen und Abteilungen, wobei sie fÃ¼r die Information, die Schulung der Mitarbeitenden, die korrekte DurchfÃ¼hrung, Auswertung und Besprechung zustÃ¤ndig war.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die der BeschwerdefÃ¼hrerin angebotene Stelle als "Leiterin Projekte Pflege" ist auf Stufe der Pflegedirektion angesiedelt, sodass ihre hierarchische Stellung im PersonalgefÃ¼ge des Spitals X unangetastet geblieben wÃ¤re. Freilich fÃ¼hrte die Straffung der FÃ¼hrungsstruktur unweigerlich zu einem Verlust ihrer bisherigen FÃ¼hrungsfunktionen, was fÃ¼r sich genommen nicht die Unzumutbarkeit der angebotenen Stelle begrÃ¼ndet. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤tte ihr umfassendes Wissen und ihre langjÃ¤hrige Erfahrung im gesamten Pflegebereich auch als "Leiterin Projekte Pflege" voll einbringen kÃ¶nnen; selbst ihre FÃ¼hrungsqualitÃ¤ten wÃ¤ren bei Projektarbeiten â zum Beispiel bei der Leitung von Arbeitsgruppen â weiterhin zum Tragen gekommen. Wenn auch das fachliche Schwergewicht im Bereich (Weiter-)Bildung gelegen hÃ¤tte, handelte es sich dabei um ein praxis- und inhaltsbezogenes und nicht um ein didaktisches Arbeitsfeld. Des Weiteren sei schliesslich, namentlich auch hinsichtlich der noch wenig aussagekrÃ¤ftigen Stellenbeschreibung, beipflichtend auf die vorstehend zusammengefassten ErwÃ¤gungen der Vorinstanz verwiesen (vgl. § 80c in Verbindung mit §§ 70 und 28 Abs. 1 Satz 2 VRG).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zusammengefasst ergibt sich somit, dass der BeschwerdefÃ¼hrerin die angebotene Stelle zumutbar gewesen wÃ¤re. Es handelt sich dabei um einen gerade noch innerhalb des Beurteilungsspielraums der VerwaltungsbehÃ¶rden liegenden Grenzfall, da die persÃ¶nlichen Motive der BeschwerdefÃ¼hrerin durchaus nachvollziehbar erscheinen. Allerdings impliziert bereits der Begriff der "Zumutbarkeit", dass die Alternativstelle nicht in jeder Hinsicht der bisherigen Stelle entsprechen muss. So sind die persÃ¶nlichen PrÃ¤ferenzen der BeschwerdefÃ¼hrerin im Rahmen einer objektiven GesamtwÃ¼rdigung zwar zu berÃ¼cksichtigen; sie kÃ¶nnen indessen nicht allein ausschlaggebend sein. Ein gewisses Mass an FlexibilitÃ¤t ist gerade von Angestellten in Kaderfunktionen zu erwarten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>GestÃ¼tzt auf die zitierte Rechtsprechung (vorn 3.2) kÃ¶nnte die Ablehnung einer zumutbaren Stelle durchaus als schuldhaftes und damit dem Angestellten zurechenbares Verhalten qualifiziert werden, sodass § 26 Abs. 1 PG an sich eine Abfindung ausschliessen wÃ¼rde. Es fragt sich indessen, ob diese isolierte Betrachtung von § 26 Abs. 1 PG, die sich einzig an dem von der Rechtsprechung prÃ¤zisierten Kriterium des Verschuldens orientiert, dem Willen des Gesetzgebers entspricht. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b><span>Nichts zu gewinnen ist hierbei aus der AufzÃ¤hlung der eine Abfindung ausschliessenden GrÃ¼nde in § 26 Abs. 3 PG: Diese kann schon darum nicht abschliessend sein, da sie den wichtigsten Grund, der die Abfindung ausschliesst, nÃ¤mlich die vom Angestellten verschuldete und vom Staat ausgesprochene KÃ¼ndigung (§ 26 Abs. 1 PG), nicht erwÃ¤hnt. Von entscheidender Bedeutung ist demgegenÃ¼ber § 26 Abs. 5 PG: Danach wird die Abfindung nach den UmstÃ¤nden des Einzelfalls festgelegt; angemessen berÃ¼cksichtigt werden insbesondere die persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse, die Dienstzeit, der KÃ¼ndigungsgrund sowie der neue Lohn, falls der oder die Angestellte weiterbeschÃ¤ftigt wird. Neben diesen vom Gesetz nicht abschliessend genannten UmstÃ¤nden ist gemÃ¤ss der regierungsrÃ¤tlichen Weisung zuhanden des Kantonsrates auch der Lohn an einer anderen Stelle ausserhalb der Verwaltung, oder zum Beispiel "die Weigerung der betroffenen Person, eine andere zumutbare Stelle zu akzeptieren", zu berÃ¼cksichtigen (ABl 1996, 1155). </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Dieselbe Auffassung vertritt der Regierungsrat zudem in seinem Beschluss Nr. 599 vom 25. April 2001 betreffend die Festsetzung von SozialplÃ¤nen gemÃ¤ss § 27 PG: Danach ist eine angemessene Herabsetzung der Abfindung nicht nur bei WeiterbeschÃ¤ftigung beim Kanton vorgesehen ist, sondern auch dann, wenn die Ãbernahme einer zumutbaren Stelle beim Kanton abgelehnt wird. Die Abfindung wird entsprechend dem Lohn, der bei Ãbernahme erzielt worden wÃ¤re, herabgesetzt (Ziff. I.4.1.7; abgedruckt in: Handbuch Personalrecht, herausgegeben von der Finanzdirektion des Kantons ZÃ¼rich, 2005, I.3.2). In der Literatur wird zwar die Auffassung vertreten, dass hinsichtlich des Sozialplanes die Abfindungsregelung fÃ¼r die Leistungen nur die Richtschnur bilde, von der abgewichen werden kÃ¶nne (Lang, S. 70; ferner § 27 PG). Indessen ist kein Grund ersichtlich, der mit Bezug auf die Frage, ob die Ablehnung einer zumutbaren, anderen Stelle bei einer KÃ¼ndigung im Einzelfall oder beim Tatbestand, dass eine ganze Abteilung geschlossen wird und daher mehrere Personen, eine ganze Gruppe von Personen entlassen wird, eine unterschiedliche Behandlung rechtfertigte. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Das Personalgesetz bejaht somit bei dem Angestellten, dessen Stelle zwar aufgehoben, der indessen beim Staat weiterbeschÃ¤ftigt wird, einen Abfindungsanspruch (§ 26 Abs. 5 PG). Dies soll, wie aufgezeigt, selbst bei Ablehnung einer zumutbaren Stelle der Fall sein. Stellt man folglich bei der Auslegung von § 26 PG auf die Gesetzesmaterialien ab, so besteht bei Aufhebung der bisherigen Stelle eines Angestellten ein grundsÃ¤tzlicher Anspruch auf Abfindung. Ob der Angestellte weiterbeschÃ¤ftigt wird oder ob er eine ihm angebotene zumutbare Stelle ablehnt, ist nur â aber immerhin â im Rahmen der Festsetzung der AbfindungshÃ¶he zu berÃ¼cksichtigen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b><span>Dieses Ergebnis wird auch durch eine grammatikalische, systematische und teleologische Auslegung des Personalgesetzes bekrÃ¤ftigt: Der Grundtatbestand von § 26 Abs. 1 PG spricht von der AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses auf Veranlassung des Staates (und ohne Verschulden des Angestellten). Absatz 2 derselben Bestimmung fÃ¼hrt sodann weiter aus, dass dem Angestellten nach MÃ¶glichkeit eine andere zumutbare Stelle anzubieten ist, wenn die AuflÃ¶sung infolge Aufhebung der bisherigen Stelle erfolgt. Der Gesetzgeber geht also davon aus, dass die Aufhebung einer Stelle die AuflÃ¶sung des bisherigen ArbeitsverhÃ¤ltnisses zur Folge hat, an dessen Stelle gegebenenfalls ein "neues" ArbeitsverhÃ¤ltnis mit geÃ¤ndertem Inhalt tritt. Dieses VerstÃ¤ndnis deckt sich auch mit der Tragweite von § 28 PG: Danach kÃ¶nnen Angestellte, wenn es der Dienst oder der wirtschaftliche Personaleinsatz erfordern, unter Beibehaltung des bisherigen Lohnes fÃ¼r die Dauer der KÃ¼ndigungsfrist sowie im Rahmen der Zumutbarkeit versetzt werden. Die Bestimmung Ã¼ber die Versetzung ist Ausdruck der altrechtlichen, traditionellen Pflichten der auf feste Amtsdauer gewÃ¤hlten Beamtinnen und Beamten (vgl. ABl 1996, 1176) und macht heute nur noch Sinn wÃ¤hrend einer lÃ¤ngeren KÃ¼ndigungsfrist, da nach deren Ablauf richtigerweise das bisherige durch ein neues ArbeitsverhÃ¤ltnis ersetzt wird, sei es durch (Ãnderungs-)KÃ¼ndigung oder Vereinbarung (Lang, S. 71).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Weiter besteht nach § 16 Abs. 1 lit. b VVPG ein sachlich zureichender Grund bei der KÃ¼ndigung durch den Staat, wenn die Stelle aus organisatorischen oder wirtschaftlichen GrÃ¼nden aufgehoben wird und eine andere, zumutbare Stelle nicht angeboten werden kann oder abgelehnt wird. Ist eine KÃ¼ndigung im Sinne von § 16 Abs. 1 lit. b VVPG sachlich gerechtfertigt, so entfÃ¤llt zwar ein Anspruch auf EntschÃ¤digung nach § 18 Abs. 3 PG; vorbehalten bleibt aber die Ausrichtung einer Abfindung nach § 26 PG (vgl. VGr, 23. Januar 2004, PB.2003.00035, E. 3.5 und 4.2), und zwar gerade unabhÃ¤ngig vom Umstand, ob eine andere, zumutbare Stelle nicht angeboten werden kann oder abgelehnt wird. Fehl geht die ErwÃ¤gung der Vorinstanz hinsichtlich des Vergleichs mit einem Verzicht auf Wiederwahl eines auf Zeit gewÃ¤hlten Beamten (§ 26 Abs. 3 PG): Die Wiederwahl erfolgt fÃ¼r dieselbe Stelle bzw. Funktion, wÃ¤hrend vorliegend die Stelle der BeschwerdefÃ¼hrerin aufgehoben und dieser eine neue, andere Stelle und Funktion angeboten wurde. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Schliesslich steht dieses Auslegungsergebnis auch im Einklang mit dem Sinn und Zweck der Abfindung: Sie will den Staatsangestellten, die zwar aus objekti­ven GrÃ¼nden, aber ohne persÃ¶nliches Verschulden entlassen werden, ab einer bestimmten Zahl von Dienstjahren eine gewisse ÃberbrÃ¼ckungshilfe und Anerkennung fÃ¼r ihre Dienst­treue gewÃ¤hren und zugleich die sozialen HÃ¤rten einer KÃ¼ndigung mildern helfen; die Ab­findung soll auch prÃ¤ventiv gegen leichtfertige KÃ¼ndigungen wirken (Lang, S. 69; vgl. VGr, 14. MÃ¤rz 2001, PB.2000.00029, E. 9b, www.vgrzh.ch). Nicht vorausgesetzt ist â wie auch die exemplarische AufzÃ¤hlung der bei der Festsetzung der AbfindungshÃ¶he zu berÃ¼cksichtigenden UmstÃ¤nde in § 26 Abs. 5 PG verdeutlicht â, dass dem GekÃ¼ndigten ein tatsÃ¤chlicher materieller Schaden erwÃ¤chst.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.3 </span></b><span>Zusammenfassend lÃ¤sst sich somit Folgendes festhalten: Wer bei Aufhebung seiner bisherigen Stelle das Angebot einer anderen zumutbaren Stelle ablehnt, verliert nach der gesetzlichen Ordnung des kantonalzÃ¼rcherischen Personalrechts (§ 26 PG) nicht grundsÃ¤tzlich seinen Anspruch auf Abfindung. Die Ablehnung ist mithin nicht als Verschulden des Angestellten fÃ¼r die AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses zu werten. Wird eine Stelle aufgehoben, so ist dies nicht vom Angestellten zu vertreten. Daran Ã¤ndert auch nichts, wenn das Angebot einer anderen zumutbaren Stelle ausgeschlagen wird: Der den Abfindungsanspruch auslÃ¶sende Grundtatbestand, nÃ¤mlich die AuflÃ¶sung des bisherigen ArbeitsverhÃ¤ltnisses ohne Verschulden des Angestellten, bleibt dadurch unberÃ¼hrt.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.1 </span></b><span>Zu befinden ist schliesslich noch Ã¼ber die HÃ¶he des Abfindungsanspruches der BeschwerdefÃ¼hrerin: Obschon die Vorinstanz einen solchen verneint, fÃ¼hrt sie dazu unter Bezugnahme auf RRB Nr. 599/2001 betreffend die Festsetzung von SozialplÃ¤nen aus, dass eine Abfindung nur geschuldet sei, falls eine negative Differenz zwischen dem bisherigen Lohn und jenem der angebotenen Stelle bestehe. Dies treffe im vorliegenden Fall nicht zu, da die BeschwerdefÃ¼hrerin auch kÃ¼nftig denselben Lohn erhalten hÃ¤tte. Der Beschwerdegegner erachtet eine Abfindung von hÃ¶chstens zwei MonatslÃ¶hnen als angemessen, sollte das Gericht wider Erwarten einen Anspruch auf Abfindung bejahen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nach § 7 Abs. 1 lit. b PV betrÃ¤gt die Abfindung vom 41. bis zum 50. Altersjahr zwei bis zwÃ¶lf MonatslÃ¶hne. Der Abfindungsanspruch der BeschwerdefÃ¼hrerin kÃ¶nnte somit gemÃ¤ss dem Wortlaut dieser Verordnungsbestimmung nicht auf weniger als zwei MonatslÃ¶hne festgesetzt werden. Auch in RRB Nr. 599/2001 betreffend die Festsetzung von SozialplÃ¤nen fÃ¼hrt der Regierungsrat aus, dass die Abfindung bei Ablehnung einer zumutbaren Stelle beim Kanton "angemessen" herabzusetzen sei (vgl. ErlÃ¤uterungen zu Ziff. 4). Wenn folglich laut § 26 Abs. 5 PG der Lohn bei der WeiterbeschÃ¤ftigung des bzw. der Angestellten als einer der im Einzelfall zu berÃ¼cksichtigenden UmstÃ¤nde bereits den minimalen Abfindungsanspruch rechtfertigen sollte, so blieben weitere gewichtige Faktoren wie etwa das Alter und die Dienstzeit der BeschwerdefÃ¼hrerin unberÃ¼cksichtigt. Auf der anderen Seite hÃ¤tte ein striktes Festhalten am Wortlaut von § 7 Abs. 1 PV zur Folge, dass einer Person, die fÃ¼r ihre bisherige aufgehobene Stelle ein neues zumutbares Stellenangebot beim Staat unter Beibehaltung des Lohnes annimmt, ebenfalls eine Abfindung in der dort statuierten MinimalhÃ¶he zustÃ¤nde, was wohl kaum dem gesetzgeberischen Willen entsprÃ¤che.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.2 </span></b><span>FÃ¼r die im Zeitpunkt der KÃ¼ndigung 47-jÃ¤hrige BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¤llt ins Gewicht, dass sie wÃ¤hrend 21 Jahren im Dienst des Spitals X stand. Ob sie fÃ¼r die neue Stelle tatsÃ¤chlich denselben Lohn erhalten hÃ¤tte, ist zwischen den Parteien umstritten. Wie es sich damit verhÃ¤lt, ist indessen nicht so entscheidend, zumal davon ausgegangen werden darf, dass selbst im Fall einer Lohnreduktion diese nur geringfÃ¼gig ausgefallen wÃ¤re. Den Akten ist hingegen zu entnehmen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin zwei Monate nach Beendigung des DienstverhÃ¤ltnisses eine neue Stelle fand, ihr Einkommen aber deutlich (mehr als 20 %) unter dem frÃ¼heren liegt. Bei BerÃ¼cksichtigung der gesamten UmstÃ¤nde erscheint eine Abfindung in der HÃ¶he von vier MonatslÃ¶hnen als angemessen. Damit wird dem gesetzgeberischen Willen und dem Sinn und Zweck der Abfindung Rechnung getragen (vorn 5): WÃ¤re die der BeschwerdefÃ¼hrerin angebotene Stelle als unzumutbar zu qualifizieren, so bewegte sich die ihr zustehende Abfindung ohne weiteres im oberen von § 7 Abs. 1 lit. b PV vorgesehenen Rahmen. Da sie aber aus ihr freistehenden, persÃ¶nlichen Motiven â wenngleich diese nicht die (objektive) Unzumutbarkeit der angebotenen Stelle zu begrÃ¼nden vermÃ¶gen â das Alternativangebot ablehnte, ist die Abfindung angemessen zu reduzieren. Dabei ist zu berÃ¼cksichtigen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin wie gesehen kein eigentliches Verschulden an der AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses trifft. Angesichts ihres Alters und der langjÃ¤hrigen Diensttreue ist eine Reduktion auf das in § 7 Abs. 1 lit. b PV vorgesehene Minimum demnach nicht gerechtfertigt.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin erzielte zuletzt einen Grundlohn von monatlich Fr. 10'884.70, was einem Jahreslohn von Fr. 141'501.10 (inkl. 13. Monatslohn) entspricht. Die Abfindung in der HÃ¶he von vier MonatslÃ¶hnen betrÃ¤gt folglich Fr. 47'167.- (auf Basis 12tel). Da die Voraussetzungen gemÃ¤ss Art. 339b Abs. 1 OR vorliegend nicht erfÃ¼llt sind, mÃ¼ssen die SozialversicherungsbeitrÃ¤ge fÃ¼r die Abfindung entrichtet werden (Art. 7 lit. q in Verbindung mit Art. 8<sup>ter</sup> Abs. 1 lit. a der Verordnung vom 31. Oktober 1947 Ã¼ber die Alters- und Hinterlassenenversicherung [SR 831.101]; vgl. VGr, 5. November 2003, PB.2003.00013, E. 5e/ee, www.vgrzh.ch).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>7. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Da der Streitwert Ã¼ber Fr. 20'000.- liegt, ist das Verfahren nicht kostenlos (§ 80b VRG). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mehrere am Verfahren Beteiligte tragen die Kosten in der Regel <a id="juris1">entsprechend ihrem Unterliegen</a> (§ 80c in Verbindung mit §§ 70 und 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Beim Ausgang des vorliegenden Verfahrens rechtfertigt sich eine Kostenverlegung im Umfang von 3/5 zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hrerin und zu 2/5 zu Lasten des Beschwerdegegners. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die beantragte ParteientschÃ¤digung bleibt der BeschwerdefÃ¼hrerin als mehrheitlich unterliegender Partei ver­sagt (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Beschwerdegegner verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin im Sinn der ErwÃ¤gungen eine Abfindung in der HÃ¶he von vier MonatslÃ¶hnen zu entrichten. Insofern werden Dispositiv-Ziffer I der VerfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion vom 23. September 2002 und Dispositiv-Ziffer I des Regierungsratsbeschlusses vom 25. August 2004 aufgehoben.</p> <p class="Einzug2"> Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 6'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 6'560.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. <span>Die Gerichtskosten werden zu 3/5 der BeschwerdefÃ¼hrerin und zu 2/5 dem Beschwerdegegner auferlegt.</span> </p> <p class="Einzug2">4. <span>Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>5. Mitteilung anâ¦</span></p> <p class="Einzug1">Abweichende Meinung einer Minderheit der Kammer:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Urteilstext"><span>Eine Minderheit des Gerichts stellt sich bezÃ¼glich ErwÃ¤gung 5 auf folgenden Standpunkt: </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Voraussetzungen fÃ¼r eine Abfindung sind bei Ablehnung einer zumutbaren und mindestens gleich entlÃ¶hnten Stelle durch den Arbeitnehmer bei Aufhebung der bisherigen Stelle nicht gegeben. Dies ergibt sich aus § 26 Abs. 5 PG, wonach bei WeiterbeschÃ¤ftigung der neue Lohn bei der Festlegung der Abfindung zu berÃ¼cksichtigen ist. Dies kann nur dahingehend verstanden werden, dass eine Abfindung lediglich bei einer schlechter bezahlten WeiterbeschÃ¤ftigung geschuldet ist bzw. wenn eine WeiterbeschÃ¤ftigung nicht mÃ¶glich oder das neue Angebot unzumutbar ist. Diese gesetzliche Vorgabe lÃ¤sst sich auch nicht Ã¼ber die Verordnungen uminterpretieren. Ebenso wenig konnten auf Verordnungsstufe weitergehende Voraussetzungen fÃ¼r eine Abfindung kreiert werden. Auf Verordnungsstufe wurde nur der Rahmen abgesteckt fÃ¼r jene FÃ¤lle, welche Ã¼berhaupt die Voraussetzungen fÃ¼r eine Abfindung erfÃ¼llen (§ 7 PV). Ausserdem Ã¤ussert sich § 16 Abs. 1 lit. b VVPG lediglich dahingehend, bei Ablehnung einer zumutbaren Stelle durch den Arbeitnehmer sei ein sachlicher KÃ¼ndigungsgrund gegeben, was aber nicht heisst, dann sei auch eine Abfindung zwingend geschuldet. GemÃ¤ss § 18 Abs. 3 bleibt eine Abfindung vorbehalten, was beispielsweise beim Angebot einer WeiterbeschÃ¤ftigung zu einer tieferen EntlÃ¶hnung Sinn machen kann, unabhÃ¤ngig davon, ob der Arbeitnehmer die Stelle annimmt oder ablehnt.</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>