<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2018.00589</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=219411&amp;W10_KEY=4480702&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2018.00589</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 17.07.2019</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 27.11.2019 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Dienstverhältnis</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Der Beschwerdeführer arbeitete seit 2011 für die Beschwerdegegnerin. Nachdem ihm eine Bewährungsfrist angesetzt worden war und er diese nicht bestand, versuchte die Beschwerdegegnerin dreimal, das Arbeitsverhältnis ordentlich zu kündigen. Der Beschwerdeführer legte für die entsprechenden Kündigungstermine jeweils nachträglich Arbeitsunfähigkeitszeugnisse vor. Nach dem dritten Versuch schlossen die Parteien eine Aufhebungsvereinbarung. Der Beschwerdeführer macht nachträglich geltend, zur Zeit der Verhandlungen sowie bei Unterzeichnung der Vereinbarung arbeitsunfähig gewesen zu sein; die Aufhebungsvereinbarung sei als nichtig und das Arbeitsverhältnis als weiterhin bestehend zu betrachten, weil die Vereinbarung angeblich keine angemessene Ersatzleistung für den Wegfall des zeitlichen Kündigungsschutzes enthalte.]<br/><br/>Die vom Beschwerdeführer vorgelegten Arztzeugnisse wurden stets ereignisbezogen (als Reaktion auf die Kündigungen) ausgestellt und gelten als für einen ganz bestimmten Zweck erstellte Parteigutachten. Sie haben einen beschränkten Beweiswert. Die Ergebnisse der vertrauensärztlichen Untersuchung, die für den Zeitpunkt der strittigen Aufhebungsvereinbarung die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ergaben, vermögen sie nicht zu erschüttern, zumal der Beschwerdeführer nie substanziierte Zweifel an diesen Ergebnissen äusserte (E. 3.4.2).<br/>Für den Beschwerdeführer resultierte mit der Auflösungsvereinbarung effektiv keine Verkürzung der Kündigungsfrist, weil die Beschwerdegegnerin zum Abschlusszeitpunkt auch noch ordentlich auf das vereinbarte Auflösungsdatum hin hätte kündigen können. Ob der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt des Abschlusses noch arbeitsunfähig bzw. krank war, ist überdies irrelevant, weil er auch angesichts seiner geltend gemachten Krankheit eine Aufhebungsvereinbarung gültig abschliessen konnte (E. 3.4.3). <br/>Insgesamt hatte die strittige Aufhebungsvereinbarung für den Beschwerdeführer nur den Nachteil, dass er bei erneuter Krankheit während derDauer bis zur Auflösung keine Verlängerung der Kündigungsfrist zugute gehabt hätte. Dies wurde mit der gleichzeitigen Freistellung kompensiert. Ein echter Vergleich ist gegeben (E. 3.5). Abweisung UP/URB wegen Aussichtslosigkeit. Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃRZTLICHES ZEUGNIS">ÃRZTLICHES ZEUGNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFHEBUNGSVERTRAG">AUFHEBUNGSVERTRAG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWEISWERT">BEWEISWERT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NICHTIGKEIT">NICHTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SPERRFRIST">SPERRFRIST</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSÃRZTLICHE UNTERSUCHUNG">VERTRAUENSÃRZTLICHE UNTERSUCHUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 336c Abs. II OR</span><br/><span class="gerade">Art. 341 Abs. I OR</span><br/><span class="ungerade">Art./§ 18 Abs. I lit. c PST Winterthur</span><br/><span class="gerade">Art./§ 24 Abs. I PST Winterthur</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=42944" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2018.00589</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">17. Juli 2019</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sidentin Tamara NÃ¼ssle<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Marco Donatsch, Verwaltungsrichter Reto HÃ¤ggi Furrer, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Markus Huber. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Stadt Winterthur, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin, </span></b></p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend DienstverhÃ¤ltnis</span></b><b>,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A trat am 28. MÃ¤rz 2011 eine Arbeitsstelle als Belader im Amt X der Stadt Winterthur an. Anfang 2016 schlossen er und das Amt X aufgrund ungenÃ¼gender Leistung eine Zielvereinbarung, worin A eine BewÃ¤hrungsfrist angesetzt wurde. AnlÃ¤sslich eines MitarbeitergesprÃ¤chs vom 13. Juni 2016 stellte der Vorgesetzte von A, C, die NichtbewÃ¤hrung wÃ¤hrend dieser Frist fest und stellte ihn frei. Das Amt X versuchte daraufhin am 27. Juni sowie erneut am 26. Juli und am 25. August 2016, das ArbeitsverhÃ¤ltnis ordentlich zu kÃ¼ndigen. A legte fÃ¼r sÃ¤mtliche diese Daten ArbeitsunfÃ¤higkeitszeugnisse vor. Am 17./19. September 2016 schlossen A und das Amt X sodann eine Vereinbarung betreffend AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses, worin sie im Wesentlichen vereinbarten, das ArbeitsverhÃ¤ltnis im gegenseitigen EinverstÃ¤ndnis per 31. Dezember 2016 aufzulÃ¶sen.</p> <p class="Urteilstext">A, inzwischen anwaltlich vertreten, liess gegen die AuflÃ¶sungsvereinbarung am 30. MÃ¤rz 2017 Rekurs beim Bezirksrat Winterthur erheben. Letzterer Ã¼berwies den Rekurs dem Stadtrat der Stadt Winterthur zur Behandlung als Einsprache. Die Rechtsbegehren von A lauteten auf Feststellung der Nichtigkeit der Vereinbarung betreffend AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses und Bezahlung von (brutto) Fr. 15'639.00 unter EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Stadt Winterthur; gleichzeitig ersuchte er um unentgeltliche Rechtspflege. Der Stadtrat wies die Einsprache am 5. Juli 2017 ab, soweit er darauf eintrat. Er verweigerte A zudem die unentgeltliche Rechtspflege. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 10. August 2017 liess A beim Bezirksrat Winterthur rekurrieren und beantragen, es sei unter EntschÃ¤digungsfolge festzustellen, dass die Vereinbarung betreffend AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses nichtig sei, und es sei das Amt X der Stadt Winterthur zu verpflichten, ihm (brutto) Fr. 36'491.00 zu bezahlen. Ausserdem stellte er den Antrag auf Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters. Der Bezirksrat wies den Rekurs mit Entscheid vom 13. Juli 2018 in der Hauptsache ab, setzte den Rechtsvertreter von A als unentgeltlichen Rechtsbeistand fÃ¼r das Einspracheverfahren ein (Dispositiv-Ziff. I) und hiess das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gut (Dispositiv-Ziff. IV ff.). Verfahrenskosten wurden keine erhoben (Dispositiv-Ziff. III).</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">A liess dagegen am 14. September 2018 Beschwerde beim Verwaltungsgericht fÃ¼hren und Folgendes unter EntschÃ¤digungsfolge beantragen:</p> <p class="Urteilstext"><span> </span>" 1. Es sei der Rekursentscheid des Bezirksrats Winterthur vom 13. Juli 2018 aufhe- ben und es sei die Nichtigkeit der Vereinbarung betreffend AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses vom 17. September 2016 bzw. vom 19. September 2016 festzustellen.</p> <p class="Urteilstext"> 2. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem BeschwerdefÃ¼hrer Fr. 135'538.00 brutto zu bezahlen.</p> <p class="Urteilstext"> [â¦]"</p> <p class="Urteilstext">Ausserdem ersuchte A um GewÃ¤hrung unentgeltlicher Rechtspflege und -vertretung. </p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat verzichtete am 2. Oktober 2018 unter Verweis auf die ErwÃ¤gungen des angefochtenen Entscheids auf Vernehmlassung und beantragte, die Beschwerde abzuweisen. Mit Beschwerdeantwort vom 11./12. Oktober 2018 beantragte die Stadt Winterthur, die Beschwerde unter EntschÃ¤digungsfolgen vollumfÃ¤nglich abzuweisen. Am 26. Oktober 2018 liess A eine Stellungnahme zur Beschwerdeantwort einreichen; die Stadt Winterthur reichte am 6./7. November 2018 eine weitere Stellungnahme ein. Am 11. MÃ¤rz 2019 reichte der Rechtsvertreter von A die Honorarnote ein. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r Beschwerden gegen erstinstanzliche Rekursentscheide eines Bezirksrats Ã¼ber kommunale Anordnungen â etwa auf dem Gebiet des Personalrechts â nach § 41 in Verbindung mit §§ 19 Abs. 1 lit. a und Abs. 3 Satz 1, 19a, 19b Abs. 2 lit. c Ziff. 1 sowie §§ 42â44 e contrario des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) zustÃ¤ndig.</p> <p class="Urteilstext">Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer verlangt mit seinem Hauptantrag die Feststellung der Nichtigkeit der Aufhebungsvereinbarung bzw. seine WeiterbeschÃ¤ftigung. In solchen FÃ¤llen gelten als Streitwert grundsÃ¤tzlich die BruttobesoldungsansprÃ¼che bis zum Zeitpunkt der HÃ¤ngigkeit der Angelegenheit beim Verwaltungsgericht zuzÃ¼glich der AnsprÃ¼che bis zur nÃ¤chstmÃ¶glichen AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses (VGr, 2. Dezember 2015, VB.2015.00105, E. 1.2 mit Hinweis). Die KÃ¼ndigungsfrist fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer betrÃ¤gt drei Monate (§ 18 Abs. 1 lit. c des Personalstatuts der Stadt Winterthur vom 12. April 1999 [PST, in der bis Ende 2018 gÃ¼ltigen Fassung], weshalb das AnstellungsverhÃ¤ltnis im Zeitpunkt der Einreichung der Beschwerde frÃ¼hestens auf 31. Dezember 2018 hÃ¤tte aufgelÃ¶st werden kÃ¶nnen. FÃ¼r die Streitwertberechnung ist damit der Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2018 massgebend. Der BeschwerdefÃ¼hrer erzielte gemÃ¤ss unbestritten gebliebener Darstellung zuletzt einen Bruttomonatslohn von Fr. 5'647.40 (einschliesslich des Anteils am 13. Monatslohn), womit der Streitwert insgesamt (fÃ¼r 24 Monate) rund Fr. 135'000.- betrÃ¤gt. Die Angelegenheit fÃ¤llt daher gemÃ¤ss § 38 Abs. 1 in Verbindung mit § 38a Abs. 1 sowie § 38b Abs. 1 e contrario VRG in die ZustÃ¤ndigkeit der Kammer.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt eine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs durch die Vorinstanz, und zwar in zweifacher Hinsicht: Die Vorinstanz habe sich mit den (detaillierten) AusfÃ¼hrungen des BeschwerdefÃ¼hrers in der Rekursschrift und in der Replik nicht auseinandergesetzt und habe zudem ausgefÃ¼hrt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer die streitige AuflÃ¶sungsvereinbarung ohne erkennbaren Willensmangel unterzeichnet habe. Gleichzeitig habe die Vorinstanz den BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r die Frage einer ungenÃ¼genden Rechtsvertretung (durch seine vormalige Vertretung) auf den Zivilweg verwiesen. </p> <p class="Urteilstext">Aus dem Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r gemÃ¤ss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV, SR 101) fliesst unter anderem ein Recht der Betroffenen, sich vor Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu Ã¤ussern und ihren Standpunkt zu allen relevanten Fragen wirksam zur Geltung zu bringen. Ebenso mÃ¼ssen die (Rechtsmittel-)BehÃ¶rden die Vorbringen der Parteien entgegennehmen, prÃ¼fen und in ihrer Entscheidung berÃ¼cksichtigen (BGE 127 I 54 E. 2b, 124 I 241 E. 2; Bernhard Waldmann, Basler Kommentar, 2015, Art. 29 BV N. 45 mit Hinweisen; Gerold Steinmann, St. Galler Kommentar zur Bundesverfassung, 2014, Art. 29 N. 49). Daraus folgt die Verpflichtung der BehÃ¶rde, ihren Entscheid zu begrÃ¼nden. Dabei ist es nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlÃ¤sslich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrÃ¼cklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die fÃ¼r den Entscheid wesentlichen Punkte beschrÃ¤nken. Die BegrÃ¼ndung muss so abgefasst sein, dass sich die Betroffenen Ã¼ber die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die hÃ¶here Instanz weiterziehen kÃ¶nnen. In diesem Sinn mÃ¼ssen wenigstens kurz die Ãberlegungen genannt werden, von denen sich die BehÃ¶rde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stÃ¼tzt (BGE 136 I 229 E. 5.2 mit Hinweisen). </p> <p class="Urteilstext">Die Vorinstanz legt dar, warum sie von der ZulÃ¤ssigkeit einer fristlosen KÃ¼ndigung zum Zeitpunkt der Aufhebungsvereinbarung ausging und wie es sich mit der RechtmÃ¤ssigkeit der Vereinbarung verhielt. Dass die Vorinstanz dabei nicht jedes Argument des BeschwerdefÃ¼hrers ausdrÃ¼cklich widerlegt, stellt keine GehÃ¶rsverletzung dar: Aus der BegrÃ¼ndung ergibt sich ohne Weiteres, weshalb die Vorinstanz den Rekurs in der Sache abwies. Demnach ist die Vorinstanz ihrer BegrÃ¼ndungspflicht nachgekommen. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.</b></p> <p class="Erwgung2"><b>3.1</b> Streitgegenstand bildet die Aufhebungsvereinbarung vom 17./19. September 2016 zwischen dem beschwerdegegnerischen Departement "Amt X" und dem BeschwerdefÃ¼hrer, mit welcher das ArbeitsverhÃ¤ltnis per 31. Dezember 2016 aufgelÃ¶st und der BeschwerdefÃ¼hrer bis dahin freigestellt wurde. Dabei handelt es sich um einen verwaltungsrechtlichen Vertrag, der als zulÃ¤ssig gilt, wenn das Gesetz dafÃ¼r Raum lÃ¤sst bzw. ihn nicht ausdrÃ¼cklich ausschliesst und die Vertragsform zum Erreichen des Gesetzeszwecks geeigneter als eine VerfÃ¼gung erscheint (VGr, 25. Februar 2004, PB.2003.00040, E. 4.2.2 Abs. 2, auch zum Folgenden). Nach § 24 Abs. 1 PST (in der bis Ende 2018 geltenden Fassung) kann das ArbeitsverhÃ¤ltnis in gegenseitigem Einvernehmen abweichend von den Bestimmungen des Personalstatuts beendet werden. Das Gesetz lÃ¤sst damit grundsÃ¤tzlich Raum fÃ¼r den Aufhebungsvertrag und sieht zudem einen erheblichen Ermessensspielraum vor, der einen Grund fÃ¼r die Wahl der Vertragsform bietet. Die Praxis geht in diesem Sinn denn auch davon aus, die vertragliche AuflÃ¶sung eines mit VerfÃ¼gung begrÃ¼ndeten ArbeitsverhÃ¤ltnisses sei zulÃ¤ssig (vgl. VGr, 20. Februar 2013, VB.2012.00747, E. 3 â 16. Februar 2016, VB.2015.00533, E. 3.2).</p> <p class="Urteilstext">Die AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses in gegenseitigem Einvernehmen entspricht dem Aufhebungsvertrag des privaten Arbeitsrechts. GemÃ¤ss privatrechtlicher Lehre und Rechtsprechung dÃ¼rfen durch einen Aufhebungsvertrag nicht ohne Grund, das heisst ohne gleichwertige oder substanzielle ZugestÃ¤ndnisse, zwingende Vorschriften zum Schutz der Arbeitnehmenden vor einer KÃ¼ndigung umgangen werden. Falls der Aufhebungsvertrag eine Gesetzesumgehung darstellt, werden die umgangenen Schutzbestimmungen trotzdem angewandt und bleiben den betroffenen Arbeitnehmenden die umgangenen AnsprÃ¼che erhalten. Nach einem Teil der Lehre und der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zieht ein solcherart unzulÃ¤ssiger Aufhebungsvertrag gar die Nichtigkeit nach sich, womit die Parteien so gestellt werden, wie wenn die VertragsauflÃ¶sung nie erfolgt wÃ¤re (BGE 110 II 168 E. 3b; BGr, 12. Januar 2009, 4A_495/2007, E. 4.3 â 30. September 2010, 4A_37672010, E. 2 f. â 2. Juni 2017, 4A_699/2016, E. 2.2 [mit Hinweisen]; ferner zum Ganzen auch Ullin Streiff/Adrian von Kaenel/Roger Rudolph, Arbeitsvertrag, 7. A., ZÃ¼rich etc. 2012, Art. 335 N. 10; Wolfgang Portmann, Der Aufhebungsvertrag im Individualarbeitsrecht, in: Jusletter, 20. Januar 2003; Roger Rudolph, Der arbeitsrechtliche Aufhebungsvertrag: KÃ¶nigsweg mit Absturzgefahr, in: plÃ¤doyer 01/2017, S. 32 ff.). </p> <p class="Urteilstext">Ein Aufhebungsvertrag lÃ¤sst den KÃ¼ndigungsschutz entfallen (vgl. Art. 336 ff. OR) und verkÃ¼rzt den Anspruch auf Arbeitslosengeld (siehe Art. 30 Abs. 1 lit. a des Arbeitslosenversicherungsgesetzes vom 25. Juni 1982). Liegt der einvernehmlich festgelegte Endtermin vor dem Ende der KÃ¼ndigungsfrist, so geht die arbeitnehmende Person mit dem Abschluss eines Aufhebungsvertrags zudem eines Teils ihres Lohnanspruchs verlustig. Der Aufhebungsvertrag bedarf daher einer Rechtfertigung durch die Interessen der arbeitnehmenden Person. Es ist folglich stets zu prÃ¼fen, was der mutmassliche Verzicht fÃ¼r die arbeitnehmende Person tatsÃ¤chlich bedeutet. Im Einzelfall hat eine InteressenabwÃ¤gung zu erfolgen, wobei zu beurteilen ist, ob die beidseitigen AnsprÃ¼che, auf die verzichtet wird, von ungefÃ¤hr gleichem Wert sind. Ist ein Ã¼bereinstimmender Wille, das ArbeitsverhÃ¤ltnis zu beenden, erstellt, ist fÃ¼r die GÃ¼ltigkeit einer solchen Vereinbarung, soweit sie einen Verzicht auf AnsprÃ¼che aus zwingendem Recht bedeutet, zusÃ¤tzlich vorausgesetzt, dass es sich beim Aufhebungsvertrag um einen echten Vergleich handelt, bei welchem beide Parteien Konzessionen machen (BGr, 19. Januar 2012, 4A_563/2011, E. 4.1).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2</b> Nachdem die Beschwerdegegnerin zweifach â nÃ¤mlich mit Schreiben vom 27. Juni und 26. Juli 2016 â versucht hatte, das DienstverhÃ¤ltnis mit dem BeschwerdefÃ¼hrer zu kÃ¼ndigen, kÃ¼ndigte sie erneut ordentlich am 25. August 2016. </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer legt fÃ¼r verschiedene Perioden ArbeitsunfÃ¤higkeitszeugnisse vor, unter anderen die Folgenden:</p> <p class="Urteilstext">- 100 % von 27. Juni 2016 bis 10. Juli 2016, ausgestellt am 27. Juni 2016 durch Dr. D, Rheumatologe;</p> <p class="Urteilstext">- 100 % von 25. Juli 2016 bis 15. August 2016, ausgestellt am 29. Juli 2016 durch Dr. E;</p> <p class="Urteilstext">- 100 % von 25. Juli 2016 bis 18. September 2016, ausgestellt am 30. August 2016 durch Dr. E.</p> <p class="Urteilstext">Nach einer vertrauensÃ¤rztlichen AbklÃ¤rung fÃ¼hrte Dr. F am 25. August 2016 aus, dass der BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund einer 2012 erlittenen Schulterverletzung noch immer unter Schulterschmerzen leide. Der zustÃ¤ndige Rheumatologe (Dr. D) habe festgestellt, dass einerseits ein (degeneratives) Schulterproblem bestehe und andererseits zwischen dem Unfall 2012 und den heutigen Beschwerden kein Zusammenhang bestehe. Dr. F hielt fest, dass der Zustand des BeschwerdefÃ¼hrers sich dank der Behandlung so weit gebessert habe, dass er spÃ¤testens ab dem 1. September 2016 wieder voll arbeitsfÃ¤hig sei. </p> <p class="Urteilstext">In einem Nachtrag zum Ã¤rztlichen Zeugnis vom 30. August 2016 hielt der Hausarzt Dr. E am 16. Juni <i>2017</i> fest, dass zwar wie damals angegeben eine Wiederaufnahme der Arbeit ab dem 19. September 2016 mÃ¶glich sei, jedoch unter mÃ¶glichster Vermeidung von Ãberkopfarbeiten bis (sicherlich) Ende 2016. Mit Begleitmassnahmen kÃ¶nne jedoch von einer zunehmenden Besserung ausgegangen werden. </p> <p class="Erwgung2">Nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r die Zeitpunkte der ordentlichen KÃ¼ndigungsversuche jeweils Arztzeugnisse beigebracht hatte, unterzeichneten der BeschwerdefÃ¼hrer am 17. September und drei Mitarbeiter fÃ¼r die Beschwerdegegnerin am 19. September 2016 schliesslich die streitgegenstÃ¤ndliche Vereinbarung betreffend AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3</b> Der BeschwerdefÃ¼hrer stand zum Zeitpunkt des Abschlusses der streitgegenstÃ¤ndlichen AuflÃ¶sungsvereinbarung im sechsten Dienstjahr. Die Frist fÃ¼r die ordentliche KÃ¼ndigung eines ArbeitsverhÃ¤ltnisses im 4. bis 9. Dienstjahr betrÃ¤gt nach § 18 Abs. 1 lit. c PST (in der bis Ende 2018 geltenden Fassung) drei Monate. Nach Ziff. 1 der Aufhebungsvereinbarung wurde das ArbeitsverhÃ¤ltnis in gegenseitigem EinverstÃ¤ndnis per 31. Dezember 2016 aufgelÃ¶st. HÃ¤tte die Beschwerdegegnerin auf das vereinbarte AuflÃ¶sungsdatum hin eine ordentliche KÃ¼ndigung aussprechen wollen, hÃ¤tte sie dazu bis Ende September 2016 Zeit gehabt. Ein sachlicher KÃ¼ndigungsgrund dafÃ¼r lag vor, nachdem das Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers auch nach angesetzter BewÃ¤hrungsfrist dazu Anlass bot, was der BeschwerdefÃ¼hrer selbst einrÃ¤umt. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.4</b> Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, dass er zur Zeit der Verhandlungen sowie bei Unterzeichnung der Vereinbarung arbeitsunfÃ¤hig gewesen sei. Er fÃ¼hrt zur Nichtigkeit der AuflÃ¶sungsvereinbarung im Wesentlichen an, dass die Vereinbarung â soll sie wie im vorliegenden Fall den zeitlichen KÃ¼ndigungsschutz entfallen lassen, wie er behauptet â fÃ¼r den Arbeitnehmenden angemessene Ersatzleistungen bereithalten mÃ¼ssen, was die infrage stehende jedoch nicht mache. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.4.1</b> GrundsÃ¤tzlich liegt die Beweislast fÃ¼r das Vorliegen einer ArbeitsunfÃ¤higkeit bei der arbeitnehmenden Person. Die direkte BeweisfÃ¼hrung Ã¼ber den Rechtsbegriff der ArbeitsunfÃ¤higkeit ist ausgeschlossen. Das Arztzeugnis stellt kein absolutes Beweismittel, sondern lediglich eine Parteibehauptung dar. Obwohl der Beweis der ArbeitsunfÃ¤higkeit wegen Krankheit in der Regel durch Ã¤rztliches Zeugnis erbracht wird, bewirkt der Anscheinsbeweis keine Beweislastumkehr. Es bleibt somit eine Frage der BeweiswÃ¼rdigung, ob ein Gericht auf ein Ã¤rztliches Zeugnis abstellt (vgl. zum Ganzen BGr, 13. April 2015, 8C_619/2014, E. 3.2.1 mit zahlreichen Hinweisen). Nicht beweisbildend sind in der Regel Arztzeugnisse, die sich allein auf die Patientenschilderungen abstÃ¼tzen und ohne eigene objektive Feststellungen des Arztes bzw. der Ãrztin oder erst Monate spÃ¤ter ausgestellt werden (Streiff/ von Kaenel/Rudolph, Art. 324a/b N. 12). Bestehen begrÃ¼ndete Zweifel an der ArbeitsunfÃ¤higkeit, darf der Arbeitgeber vom Arbeitnehmer eine Untersuchung durch seinen Vertrauensarzt verlangen (VGr, 21. April 2010, PB.2009.00044, E. 2.5.3.2, nicht unter www.vgrzh.ch verÃ¶ffentlicht).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.2</b> Nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer als Reaktion auf die KÃ¼ndigungsverfÃ¼gung vom 27. Juni 2016 ein gleichentags ausgestelltes Arztzeugnis eingereicht hatte, das ihm eine ArbeitsunfÃ¤higkeit ab dem Tag der KÃ¼ndigung bescheinigte, ordnete die Beschwerdegegnerin im Juli 2016 eine vertrauensÃ¤rztliche Untersuchung an. Mit Schreiben vom 25. August 2016 hielt der Vertrauensarzt fest, dass der BeschwerdefÃ¼hrer spÃ¤testens ab dem 1. September 2016 wieder voll arbeitsfÃ¤hig sei. Der BeschwerdefÃ¼hrer zog diese Feststellung in der Folge nicht in Zweifel, reichte aber â als Reaktion auf eine erneute KÃ¼ndigungsverfÃ¼gung vom 25. August 2016 â ein am 30. August 2016 vom Hausarzt erstelltes Arztzeugnis ein, welches eine vollstÃ¤ndige ArbeitsunfÃ¤higkeit von 25. Juli bis 18. September 2016 bescheinigte.</p> <p class="Urteilstext">Es fÃ¤llt auf, dass die hier relevanten Arztzeugnisse (zusÃ¤tzlich auch dasjenige fÃ¼r den Zeitraum ab 25. Juli 2016) stets ereignisbezogen (als Reaktion auf eine KÃ¼ndigung) ausgestellt wurden und mit ihnen ein klares Ziel â nÃ¤mlich die Nichtigkeit der jeweiligen KÃ¼ndigungsverfÃ¼gung â verfolgt wurde. Es handelt sich damit um fÃ¼r einen ganz bestimmten Zweck erstellte Parteigutachten. Zudem blieb unklar, ob der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼berhaupt in regelmÃ¤ssiger Ã¤rztlicher Behandlung war oder den Hausarzt jeweils nur aufsuchte, um sich eine ArbeitsunfÃ¤higkeit bescheinigen zu lassen. Insgesamt haben die vom BeschwerdefÃ¼hrer eingereichten Arztzeugnisse damit nur einen beschrÃ¤nkten Beweiswert. DemgegenÃ¼ber wurde die vertrauensÃ¤rztliche AbklÃ¤rung von einem durch die Pensionskasse beauftragten Arzt vorgenommen, dessen Unparteilichkeit der BeschwerdefÃ¼hrer nie infrage gestellt hat. Die an den Vertrauensarzt gerichteten Fragen waren zudem neutral formuliert. Der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¤usserte denn auch nie substanziierte Zweifel an den Feststellungen des Vertrauensarztes. Insgesamt vermag das Arztzeugnis vom 30. August 2016 damit die vertrauensÃ¤rztlichen Feststellungen nicht zu erschÃ¼ttern, weshalb der BeschwerdefÃ¼hrer ab dem 1. September 2016 und damit auch im Zeitpunkt der Unterzeichnung der Aufhebungsvereinbarung voll arbeitsfÃ¤hig war. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.3</b> Selbst wenn der BeschwerdefÃ¼hrer wie gemÃ¤ss hausÃ¤rztlichem Zeugnis vom 30. August erst ab dem 19. September 2016 als voll arbeitsfÃ¤hig zu gelten hÃ¤tte, wÃ¼rde dies nichts an der Tatsache Ã¤ndern, dass es der Beschwerdegegnerin ab jenem Zeitpunkt (und bis Ende September 2016) mÃ¶glich gewesen wÃ¤re, eine ordentliche KÃ¼ndigung per 31. Dezember 2016 auszusprechen, wie es auch die AuflÃ¶sungsvereinbarung vorsah. Die Beschwerdegegnerin nahm mit der AuflÃ¶sungsvereinbarung somit keine VerkÃ¼rzung der KÃ¼ndigungsfrist vor, sondern vereinbarte mit dem BeschwerdefÃ¼hrer lediglich direkt die AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses auf jenes Datum, auf welches sie auch noch ordentlich hÃ¤tte kÃ¼ndigen kÃ¶nnen. Der Nachtrag im hausÃ¤rztlichen Zeugnis vom 16. Juni 2017, mit welchem der BeschwerdefÃ¼hrer eine weiterhin andauernde krankheitsbedingte ArbeitsunfÃ¤higkeit geltend machen mÃ¶chte, vermag daran nichts zu Ã¤ndern. Einerseits erfolgte es wÃ¤hrend bzw. offensichtlich im Zusammenhang mit dem vorliegenden Verfahren und Ã¼ber neun Monate nach dem Datum der bescheinigten WiederaufnahmemÃ¶glichkeit, was bereits angesichts der verstrichenen Zeit fÃ¼r ein (weiteres) GefÃ¤lligkeitszeugnis spricht. Andererseits muss die Beschwerdegegnerin sich eine angebliche EinschrÃ¤nkung der ArbeitsfÃ¤higkeit nicht entgegenhalten lassen, wenn ihr diese nicht rechtzeitig zur Kenntnis gebracht wurde: Bei einer Erkrankung trifft die Arbeitnehmerin oder den Arbeitnehmer diesbezÃ¼glich eine Mitteilungspflicht, andernfalls sie oder er sich bei Ã¼bermÃ¤ssig langem Zuwarten treuwidrig verhÃ¤lt (BGr, 15. Februar 2005, 4C.346/2004, E. 5.3 f.). Ob der BeschwerdefÃ¼hrer zum Zeitpunkt der Aufhebungsvereinbarung noch arbeitsunfÃ¤hig bzw. krank war, ist Ã¼berdies irrelevant, weil er auch angesichts seiner geltend gemachten Krankheit eine Aufhebungsvereinbarung gÃ¼ltig abschliessen konnte.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5</b> Weil die Beschwerdegegnerin dem BeschwerdefÃ¼hrer zum Zeitpunkt der Aufhebungsvereinbarung auch ordentlich hÃ¤tte kÃ¼ndigen kÃ¶nne, hatte die streitige Aufhebungsvereinbarung fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer nur einen Nachteil: Er hÃ¤tte bei erneuter Krankheit wÃ¤hrend der Dauer bis zur AuflÃ¶sung keine VerlÃ¤ngerung der KÃ¼ndigungsfrist zugute gehabt (vgl. Art. 336c Abs. 2 OR). Dieser Nachteil wurde mit der gleichzeitig vereinbarten Freistellung bis zum Ende des ArbeitsverhÃ¤ltnisses jedoch ausgeglichen. Ein echter Vergleich ist damit gegeben.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.6</b> Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer geltend macht, er sei bei der Unterzeichnung der Aufhebungsvereinbarung von seiner damaligen Rechtsvertreterin unzulÃ¤ssig unter Druck gesetzt worden, zielen diese Vorbringen nur schon deshalb ins Leere, weil die behaupteten Handlungen nicht der Beschwerdegegnerin zuzurechnen sind, die â soweit ersichtlich â von diesen auch nichts wusste. Die Beschwerdegegnerin rÃ¤umte dem BeschwerdefÃ¼hrer zudem eine hinreichend lange Bedenkfrist ein. FÃ¼r allfÃ¤llige HaftungsansprÃ¼che gegen seine frÃ¼here Rechtsvertreterin hat die Vorinstanz den BeschwerdefÃ¼hrer zu Recht auf den Zivilweg verwiesen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.7</b> Nach dem Gesagten erweist sich die Aufhebungsvereinbarung vom September 2016 zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und der Beschwerdegegnerin als rechtmÃ¤ssig. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4.</b></p> <p class="Erwgung2"><b>4.1</b> Weil der Streitwert mehr als Fr. 30'000.- betrÃ¤gt, ist das Verfahren kostenpflichtig (§ 65a Abs. 3 Satz 1 e contrario VRG). AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG) und ist diesem keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2</b> Die Beschwerdegegnerin verlangt ebenfalls eine ParteientschÃ¤digung. Dem Gemeinwesen steht in der Regel keine ParteientschÃ¤digung zu, weil das Erheben und Beantworten von Rechtsmitteln zu den angestammten amtlichen Aufgaben gehÃ¶rt und die BehÃ¶rden gegenÃ¼ber den Privaten meist einen Wissensvorsprung aufweisen (RB 2008 Nr. 18 E. 2.3.1 Abs. 2; Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [VRG-Kommentar], § 17 N. 51). In diesem Sinn ist auch der Beschwerdegegnerin keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3</b> Der BeschwerdefÃ¼hrer ersucht um GewÃ¤hrung unentgeltlicher Rechtspflege und -vertretung. GemÃ¤ss § 16 Abs. 1 VRG haben Private, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offenkundig aussichtslos erscheinen, auf Ersuchen Anspruch auf unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung. Ein Anspruch auf Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung besteht, wenn die Gesuchstellenden zusÃ¤tzlich nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren (§ 16 Abs. 2 VRG). Offenkundig aussichtlos sind Begehren, deren Chancen auf Gutheissung um derart viel kleiner als jene auf Abweisung erscheinen, dass sie kaum als ernsthaft bezeichnet werden kÃ¶nnen (PlÃ¼ss, VRG-Kommentar, § 16 N. 46). Mittellos ist, wer nicht in der Lage ist, die Gerichtskosten aus seinem Einkommen â nach Abzug der Lebenshaltungskosten â innert angemessener Frist zu bezahlen (PlÃ¼ss, § 16 N. 20). </p> <p class="Urteilstext">Von der Mittellosigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers ist angesichts seiner SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit zwar auszugehen. Nach dem vorgÃ¤ngig AusgefÃ¼hrten konnte der BeschwerdefÃ¼hrer jedoch nicht ernsthaft mit einer Gutheissung seiner Beschwerde rechnen. Diese erweist sich damit als offenkundig aussichtslos, weshalb das Armenrechtsgesuch abzuweisen ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>5.</b></p> <p class="Urteilstext">Weil der Streitwert mehr als Fr. 15'000.- betrÃ¤gt, ist als Rechtsmittel auf die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) zu verweisen (Art. 85 Abs. 1 lit. b BGG). </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text31"></a>erkennt</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 7'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 180.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 7'180.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen </span><span>dieses Urteil</span><span> kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Sie ist binnen 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>