<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE 2002 37 S.115</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2002</span> <span class="title">Prämienverbilligung</span> <span class="page_no">115</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> <span class="ft1"><b>II. Prämienverbilligung</b></span><br/> <br/> <span class="ft2"><b>37</b></span> <span class="ft2"><b>§§ 17 Abs. 4 und 5 EG KVG</b></span><br/> <span class="ft2"><b>Möglichkeit der Nachvergütung von Prämienverbilligungsbeiträgen bei</b></span><br/> <span class="ft2"><b>wesentlicher Reduktion des Erwerbseinkommens über einen Zeitraum</b></span><br/> <span class="ft2"><b>von mindestens sechs Monaten; zu beachtende Fristen.</b></span><br/> <br/> <span class="ft3">Aus dem Entscheid des Versicherungsgerichts, 4. Kammer, vom 26. No-</span><br/> <span class="ft3">vember 2002 in Sachen M. gegen Sozialversicherungsanstalt.</span><br/> <br/> <span class="ft4"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft5">1. b) Massgebend für die Beurteilung des Anspruches auf Prä-</span><br/> <span class="ft5">mienverbilligungsbeiträge sind die persönlichen und familiären Ver-</span><br/> <span class="ft5">hältnisse am 1. Januar des Jahres, in welchem das Begehren gestellt</span><br/> <span class="ft5">wird (§ 14 Abs. 1 EG KVG). Basis für die Berechnung des massge-</span><br/> <span class="ft5">benden Einkommens und Vermögens bildet die letzte definitive Steu-</span><br/> <span class="ft5">erveranlagung (§ 16 Abs. 2 EG KVG). (...)</span><br/> <span class="ft5">c) Tritt nach dem Stichtag gemäss § 14 Abs. 1 EG KVG oder</span><br/> <span class="ft5">nach Ablauf der Einreichungsfrist gemäss § 17 Abs. 1 EG KVG eine</span><br/> <span class="ft5">nachweisbare Reduktion des Erwerbseinkommens um mindestens</span><br/> <span class="ft5">20 % auf eine Dauer von mindestens 6 Monaten ein, kann innerhalb</span><br/> <span class="ft5">von 12 Monaten nach dem Eintritt der Veränderung ein Antrag auf</span><br/> <span class="ft5">Prämienverbilligung bzw. auf Nachvergütung gestellt werden (§ 17</span><br/> <span class="ft5">Abs. 4 und 5 EG KVG).</span><br/> <span class="ft5">2. a) Die Beschwerdeführerin beantragt die Ausrichtung der</span><br/> <span class="ft5">Prämienverbilligungsbeiträge des Jahres 2002. Gemäss den vorste-</span><br/> <span class="ft5">henden Erwägungen ist der Stichtag für die Prämienverbilligung des</span><br/> <span class="ft5">Jahres 2002 der 1. Januar 2001. Die letzte ordentliche Steuerveranla-</span><br/> <span class="ft5">gung ist demzufolge diejenige der Steuerperiode 1999/2000. Gemäss</span><br/> <span class="ft5">definitiver Steuerveranlagung liegt das massgebende Einkommen</span><br/> <span class="ft5">über der Richtprämie für eine erwachsene Person, weshalb grund-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2002</span> <span class="title">Versicherungsgericht</span> <span class="page_no">116</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">sätzlich kein Anspruch auf Prämienverbilligungsbeiträge des Jahres</span><br/> <span class="ft5">2002 besteht.</span><br/> <span class="ft5">b) Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass ihr Einkommen</span><br/> <span class="ft5">infolge Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit ab dem</span><br/> <span class="ft5">1. April 2000 um mindestens 20 % abgenommen habe. Im Zeitpunkt</span><br/> <span class="ft5">des Verfügungserlasses bzw. des angefochtenen Einspracheentschei-</span><br/> <span class="ft5">des lag der Buchhaltungsabschluss des ersten (überjährigen) Ge-</span><br/> <span class="ft5">schäftsjahres noch nicht vor. Die veränderte Einkommenssituation</span><br/> <span class="ft5">kann daher nicht beurteilt werden. (...)</span><br/> <span class="ft5">c) Die Beschwerdeführerin kann nachträglich die Auszahlung</span><br/> <span class="ft5">der Prämienverbilligungsbeiträge des Jahres 2002 basierend auf § 17</span><br/> <span class="ft5">Abs. 4 EG KVG nochmals beantragen, soweit sie eine wesentliche</span><br/> <span class="ft5">Veränderung ihres Erwerbseinkommens nachweisen kann. Der An-</span><br/> <span class="ft5">trag auf Nachvergütung muss dabei bis spätestens 12 Monate nach</span><br/> <span class="ft5">dem Eintritt der Veränderung geltend gemacht werden (§ 17 Abs. 5</span><br/> <span class="ft5">EG KVG). Ist also die Einkommensreduktion der Beschwerdeführe-</span><br/> <span class="ft5">rin mit ihrer Aufnahme der selbständigen Erwerbstätigkeit am</span><br/> <span class="ft5">1. April 2000 eingetreten, wäre diese zwölfmonatige Frist - auch bei</span><br/> <span class="ft5">Abstellen auf die Einreichung des Antragsformulars am 21. Juni</span><br/> <span class="ft5">2001 - bereits abgelaufen. Geschah die Minderung des Erwerbs aber</span><br/> <span class="ft5">erst im Laufe des ersten Geschäftsjahres (1. April 2000 bis 31. De-</span><br/> <span class="ft5">zember 2001), so wäre ein Gesuch um Nachvergütung im Sinne von</span><br/> <span class="ft5">§ 17 Abs. 4 allenfalls noch möglich. Die Prämienverbilligungsbeiträ-</span><br/> <span class="ft5">ge würden dann bei Gutheissung des Antrages nachvergütet. (...)</span><br/></div> </div> </body> </html>