<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2017.00329</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Sager<br/>Ersatzrichterin Lienhard<br/>Gerichtsschreiberin Keller</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 29. März 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. André Largier</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Weinbergstrasse 43, 8006 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der 1974 geborene X.___ war zuletzt als selbständiger Coiffeur tätig (Urk. 7/2 Ziff. 5.4). Am 27. Oktober 2014 meldete er sich unter Hinweis auf eine seit zirka 1996 bestehende generalisierte Angst und eine Depression bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/2). Die Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen und zog die Akten der Krankentaggeldversicherung bei (Urk. 7/3, Urk. 7/15). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/23, Urk. 7/32) wies sie das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 15. Februar 2017 (Urk. 7/34 = Urk. 2) ab.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Versicherte erhob am 17. März 2017 Beschwerde gegen die Verfügung vom 15. Februar 2017 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm mit Wirkung ab 1. Juni 2015 zumindest eine Dreiviertelsrente sowie spätestens ab Januar 2016 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen (Urk. 1 S. 2). Am 25. April 2017 (Urk. 6) bean</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 11. Juli 2017 (Urk. 13) zog das hiesige Gericht ein von der Krankentaggeldversicherung eingeholtes Gutachten (Urk. 16/1-38) bei. Mit Replik vom 12. September 2017 (Urk. 19) und Duplik vom 11. Oktober 2017 (Urk. 21) hielten die Parteien an ihren Standpunkten fest. Mit Verfügung vom 12. Oktober 2017 wurde dem Beschwerdeführer die Duplik vom 11. Oktober 2017 zur Kenntnis gebracht (Urk. 22).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beant</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärztliche Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene leistungsabweisende Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung vom 15. Februar 2017 (Urk. 2) damit, dass kein invalidisierender Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitszustand vorliege (S. 1). Invalidenversicherungsfremde Faktoren (psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">soziale Belastungsfaktoren) seien vordergründig (S. 2). Zudem sei der Beschwerdeführer laut medizinischen Beurteilungen seit dem 23. September 2015 in der bisherigen Tätigkeit zu 85 % arbeitsfähig (S. 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gestützt auf die Berichte des Sanatoriums A.___ müsse von einer grundsätz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Überwindbarkeit der beim Beschwerdeführer aktuell vorliegenden Erwerbsunfähigkeit ausgegangen werden. Zudem müsse davon ausgegangen werden, dass die psychischen Einschränkungen massgebend von psychosozialen Faktoren aufrechterhalten würden und mit deren Wegfall auch eine deutliche Besserung des Zustandsbildes des Beschwerdeführers zu erwarten sei (Urk. 6 S. 3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das beigezogene Gutachten von Dr. Y.___ vom 23. September 2015 sei im Wesentlichen zu den gleichen Schlussfolgerungen gelangt (Urk. 21). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), seit 2003 unter einer rezidivierenden depressiven Störung sowie seit 2011 zusätzlich unter einer generalisierten Angststörung zu leiden. Seit dem 3. Juni 2014 sei er deswegen trotz adäquater ambulanter sowie teilstationärer Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung vom 16. März bis 9. Juni 2016 aufgrund einer schweren, teils mittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schweren Episode, durchgehend arbeitsunfähig (S. 5 Ziff. 7). Die neue Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechtsprechung gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung gelange weiterhin nur für psychosomatische Gesundheitsleiden zur Anwendung (S. 5 Ziff. 8). Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liegend sei sie deshalb nicht anzuwenden. Die Ressourcenprüfung der Beschwerdegegnerin sei deshalb unbeachtlich (S. 6 Ziff. 8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es gebe aus näher dargelegten Gründen (Urk. 19 S. 2 Ziff. 1.3) keine psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sozialen Belastungsfaktoren mehr, welche das Beschwerdebild beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">flussten. Die von der Beschwerdegegnerin behauptete Überwindbarkeit sei durch nichts belegt (S. 2 Ziff. 1.4). Das beigezogene Gutachten von Dr. Y.___ vom 23. Sep</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tember 2015 stelle ein vom Krankentaggeldversicherer angeordnetes Parteigut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten dar, welches als blosse Parteibehauptung gelte (S. 3 Ziff. 2.1). Dabei handle es sich um eine Fehlbeurteilung, der nicht einmal die private Kranken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">taggeldversicherung gefolgt sei (S. 4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist ein Rentenanspruch des Beschwerdeführers.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. Z.___, Fachärztin für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Psychiatrie und Psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">therapie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, nannte mit Bericht vom 25. Juli 2014 (Urk. 7/3/4-6) zuhanden der Taggeld</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">als Diagnosen eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode (ICD-10 F33.2) und eine generalisierte Angst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung (ICD-10 F41.1; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ziff. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Seit dem 3. Juni 2014 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. Z.___ nannte mit Bericht vom 14. November 2014 (Urk. 7/15/2-4) zuhanden der Taggeldversicherung dieselben Diagnosen wie mit dem letzten Bericht (Ziff. 2; vorstehend E. 3.1). Zu Beginn der Arbeitsunfähigkeit habe ein schweres depressives Zustandsbild vorgelegen (siehe Bericht vom 25. Juli 2014). Der Beschwerdeführer habe teilweise die Unterstützung seiner Mutter benötigt, um den Alltag bewältigen zu können. Mittlerweile sei es dem Beschwerdeführer gelungen, eine Tagesstruktur aufzubauen und aufrechtzuerhalten. Er habe wieder bestimmten Aktivitäten wie dem Besuch eines Fitnessstudios nachgehen können. Soziale Kontakte hätten wieder aufgebaut werden können. Zu Hause könne er sich wieder selber versorgen. Die Ängste zu Hause seien deutlich redu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziert. Auch die Ängste in Bezug auf die Kunden hätten so weit reduziert werden können, dass sich der Beschwerdeführer überhaupt wieder zutraue, selbst Kunden zu betreuen. Entscheidungen könnten besser getroffen werden. Die Stimmung sei deutlich reduziert und schwankend. Schlafstörungen seien nicht mehr vorhanden (Ziff. 3). Am 26. November 2014 sei ein Arbeitswiedereinstieg mit einem Pensum von 20 % geplant, im Durchschnitt eines Monats nicht mehr als acht Stunden pro Woche. Danach sei eine schrittweise Steigerung der Arbeitstätigkeit geplant (Ziff. 11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. Z.___ nannte mit Bericht vom 17. April 2015 (Urk. 7/11) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> schwere Episode (ICD-10 F33.2), Diagnose bestehend seit 2003, und eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">generalisie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rte Angststörung (ICD-10 F41.1), bestehend seit 2011 (Ziff. 1.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie behandle den Beschwerdeführer seit 2006 (Ziff. 1.2). Die gegenwärtige Behandlung bestehe in einer integrierten psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung auf kognitiv-behavioraler Grundlage, eine Stunde alle zwei Wochen (Ziff. 1.5). Die Stimmung sei gebessert, aber noch deutlich reduziert und schwankend. Nach Aufbau der Tagesstruktur, Wiedererlangen des selbstän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digen Versorgens des Haushaltes und der teilweisen Arbeitswieder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aufnahme stünden jetzt in der Therapie einerseits die berufliche Planung und Steigerung der Arbeitsfähigkeit und andererseits der Umgang mit den gene</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ralisierten Ängsten, Unsicherheit und vermindertem Selbstwertgefühl im Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund (Ziff. 1.4). Vom 3. Juni bis 21. November 2014 habe eine 100%ige, vom 22. November 2014 bis 2. März 2015 eine 80%ige und seit 3. März 2015 bis auf weiteres eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden (Ziff. 1.6). Die bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">herige Tätigkeit sei ihm zu 40 % zumutbar (Ziff. 1.7). Ab zirka Juni/Juli 2015 sei eine Erhöhung des Pensums auf 50 % geplant (Ziff. 1.9). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. Y.___, Facharzt für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Psychiatrie und Psychotherapie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, erstatte am 23. September 2015 zuhanden der Krankentaggeldversicherung des Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführers ein Gutachten (Urk. 16/1-38) und nannte als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine (akten-)anamnestisch generalisierte Angststörung (ICD-10 F41.1; S. 26 Ziff. 6). Zudem nannte er als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (S. 26 Ziff. 6):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">(akten-)anamnestisch depressive Episode im Rahmen einer rezidivieren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">den depressiven Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4), diffe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rentialdiagnostisch Dysthymie (ICD-10 F34.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">(akten-)anamnestisch Panikstörung [episodisch paroxysmale Angst] (ICD-10 F41.0), gegenwärtig „klinisch stumm"</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">(anamnestisch) Abhängigkeitssyndrom von Tabakwaren, gegenwärtiger Substanzgebrauch (ICD-10 F17.24)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">(akten-)anamnestisch Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion gemischt (ICD-10 F43.22), differentialdiagnostisch Angst und depressiven Störung gemischt (ICD-10 F41.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gegenwärtig </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> klinisch-phänomenologisch keine depressive Symptomatik </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellbar gewesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, worauf die erhobenen (objektiven) psychopathologischen Befunde wie auch die Angaben des Versicherten zum Tagesablauf hinweisen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> würden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Allenfalls wäre eine geringe Restsymptomatik zu erwähnen,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> wobei indessen ebenfalls eine Ü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">berschneidung mit der Symptomatik einer generali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sieren Angst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung (ICD-10 F41.1) bestehe;</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in der Gesamtschau überwieg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> indessen die Symptomatik einer generalisierten Angststörung, zumal kein depressiver Affekt, resp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ektive</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> eine erkennbare Niedergestimmtheit, exp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">loriert werden könne. Seine Sc</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hilderungen zum Tages- und Wochenab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lauf, respektive seine Aktivitäten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, die in Anlehnung an das Mini-ICF-APP erhoben worden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> wiesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> auf eine gering- bis maximal leichtgradige Einschränkung hin, zumal er über ein vergleichsweise aktives Freizeitverhalten berichtet</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Im Erscheinungsbild </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> er gepflegt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> gewesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, angemessen gekleidet und im Kontakt freundlich, offen und zugewandt. Es </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> also, wie erwähnt, eine weitgehende Remission der depressiven Episode im Rahmen einer rezidivierende</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n depressi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ven Störung (ICD-10</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">F</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">33.4) festzustellen. Ergänzend sei erwähnt, dass die Prog</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nose einer depressiven Episode bei Inanspruchnahme angemessener medizini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scher Massnahmen grundsätzlich „gut"</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sei (S. 28 f. Ziff. 7.2)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine Fortführung der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zweckmässig, um die bestehende ängstlich-depressive Symptomatik zur Remission zu bringen, resp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ektive</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zu stabilisieren. Grundsätzlich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sei eine leit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">linien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">orientierte Behandlung sinnvoll und empfehlenswert. Diese Art der Thera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pieoptimierung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">würde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> aus fachärztlich psychiatrisch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">psychotherapeutischer Sicht zumutbar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Zudem sollten die Ressourcen und Kompetenzen des Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherten erkannt, benannt und gefördert werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (S. 31 Ziff. 7.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gegenwärtig bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 85 % (von 100 %) für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit. Eine allfällige Reduktion der Leistungsfähigkeit sei bereits im Rahmen der Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit bedacht und berücksichtigt worden (S. 35 Ziff. 7b). Gegenwärtig bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 90 % (von 100 %) für eine leidensangepasste Tätigkeit (S. 36 Ziff. 8b). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. Z.___ nannte mit Bericht vom 16. April 2016 zuhanden der Kranken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">taggeldversicherung (Urk. 7/31) dieselben Diagnosen wie mit den letzten Berichten (S. 1). Leider sei der positive Therapieverlauf durch den Wegfall der existentiellen Grundlage in Form der Taggeldversicherung massiv unterbrochen worden. Der dadurch entstandene Druck habe zu einer Exazerbation sowohl der depressiven als auch der Angstsymptomatik geführt. Es habe sich wieder ein schweres depressives Zustandsbild mit Hoffnungslosigkeit, passiven Suizidge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">danken sowie Angst- und Panikzuständen gezeigt. Seit dem 19. Oktober 2015 habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden (S. 3 Ziff. 4). Die Prognose für eine 50%ige Arbeitsfähigkeit sei günstig, wenn der Beschwerdeführer genügend Zeit und Unterstützung erhalte mit dem Wiederaufbau der Arbeitsfähigkeit (S. 3 Ziff. 4.1). Vom 25. August bis 18. Oktober 2015 habe eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % bestanden. Vom 19. Oktober 2015 bis 4. März 2016 habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Danach sei die Arbeitsfähigkeit durch die Tagesklinik zu beurteilen (Ziff. 6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Fachpersonen des Sanatoriums A.___ berichteten am 17. Mai 2016 (Urk. 7/21) über einen Aufenthalt des Beschwerdeführers ab 16. März 2016 in der Tagesklinik (Ziff. 1.3) und nannten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, bei Eintritt schwere Episode ohne psychotische Symptome, aktuell noch mittelgradig (ICD-10 F33.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">generalisierte Angststörung (ICD-10 F41.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa oder Hypnotika; Abhängigkeitssyndrom; aktuell abstinent (ICD-10 F13.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Patient berichte, dass er seit über 13 Jahren an chronischen depressiven Symptomen leide. Dazwischen habe es immer nur wieder kurze bessere Momen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">te gegeben. Die letzte schlimme Episode habe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zirka</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vor </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">drei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Jahren begonnen. Damals sei es im Geschäft schon schwierig gewesen. Zusätzlich sei er für ihn überraschend vom damaligen Lebenspartner verlassen worden nach einer 6-jährigen Beziehung. Er habe mit dem Partner auch den Kontakt zu dessen Familie verloren, wo er sich aufgehoben gefühlt habe. Seither fühle er sich sehr einsam. Vor </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zirka</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> einem Jahr </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> er aufgrund der starken Angs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ustände und der depressiven Symptomatik aufhören </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">müssen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu arbeiten. Er sei selbständig, führe ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Coiffeursalon. Mit der Begleitung der ambulanten Therapie sei es ihm dann gelungen, in kleinen Schritten die Arbeit wieder bis zu einem Pensum </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">50</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">% aufzunehmen. Dann sei ein Aufgebot der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Taggeldversicherung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gekommen zur vertrauensärztlichen Begutachtung, bei der der Vertrauensarzt ihn zu 85</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">% gesundgeschrieben habe. Der Patient habe die Welt nicht mehr ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">standen, habe sich ungerecht behandelt und ausgeliefert gefühlt und einen Zusammenbruch erlitten. Er habe einen Anwalt eingeschaltet und Frau </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">h</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">abe einen Gegenbericht verfasst.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Dass seine jahrelange Behandlerin dazu fast </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sechs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Monate gebraucht habe, sei für ihn unverständlich und habe ihn verletzt. Dieser Bericht sei nun immer noch bei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Taggeldversicherung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hängig, und obwohl er aktuell von der ambulanten Behandlerin zu 100</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">% krankge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schrieben sei, habe er seit Monaten keine Gelder mehr ausbezahlt bekommen. Mittlerweile habe er sich entschieden, das Geschäft zu verkaufen und einen Fachmann damit beauftragt. Er fühle sich aber schlecht dabei, da er es</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vor sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Angestellten noch geheim halten müsse und sich wie ein Verräter vorkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">me. Von der Tagesklinik erhoffe er sich Unterstützung in dieser schwierigen Zeit, eine Stabilisierung und eventuell Hilfe bei der Findung einer neuen beruf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Perspektive (S. 2 f. Ziff. 1.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es sei grundsätzlich mit einer Verbesserung der depressiven Symptomatik und der Angstsymptomatik zu rechnen. Eine zeitliche Prognose sei jedoch nur schwer möglich, da die aktuell schwere depressive Episode ihren Ursprung in unterschiedlichen psychosozialen Belastungsfaktoren habe,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die bislang unver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ändert fortbestehen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> würden (S. 3 Ziff. 1.4)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ab 16.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> März 20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">16 bis mindestens Ende Juni 2016 bestehe in der angestammten Tätigkeit als Coiffeur mit eigenem Salon (Führungsfunktion) eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 1.6). Eine Rückkehr in seine angestammte Tätigkeit sei dem Patienten aktuell nicht möglich. Bei der Aufnahme einer behinderungsan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gepassten Tätigkeit ausserhalb des eigenen Betriebes müsste ein schrittweiser und sehr langsamer Wiedereinstieg erfolgen (Ziff. 1.7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund der Symptomatik des Patienten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht damit zu rechnen, dass er in seine Führungsposition im eigenen Betrieb zurückkehren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">werde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Ob und in wieweit dem Patienten ein Wiedereinstieg in Angestelltenposition möglich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sein würde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zum aktuellen Zeitpunkt nicht absehbar. Grundsätzlich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">würde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> dann ein schrittweiser und sehr langsamer Wiederaufbau eines Arbeitspensums not</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wendig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, was im Rah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men einer Neueinstellung voraus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichtlich schw</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">i</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> umzusetzen sein </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">werde (Ziff. 1.9)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Fachpersonen des Sanatoriums </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nannten mit Austrittsbericht vom 11. Juli 2016 (Urk. 7/30) über eine teilstationär-psychiatrische Behandlung des Beschwerdeführers vom 16. März bis 9. Juni 2016 als Hauptdiagnose eine aktuell noch mittelgradige depressive Episode sowie als Nebendiagnosen eine generalisierte Angststörung (ICD-10 F41.1) sowie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">psychische und Verhaltensstö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">runge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n durch Sedativa oder Hypnotika:</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Abhängigkeitssyndrom; aktuell absti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nent (ICD-10 F13.2)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Patient habe zuverlässig und motiviert an vier Tagen die Woche am teilsta</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tionären Programm teilgenommen und habe wöchentlich zwei einzelpsychothe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rapeutische Termine erhalten. Kognitiv-verhaltenstherapeutisch sei unter ande</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rem an einem konstruktiven Umgang mit den aktuellen psychosozialen Belastungsfaktoren und umfassender Ressourcenaktivierung gearbeitet worden. Zudem seien Themen wie der eigene Leistungsanspruch und Versagensängste bearbeitet worden. Hierunter habe sich das psychische Zustandsbild des Patien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten wesentlich verbessert. Die depressive Symptomatik wie auch die diffusen Ängste im Rahmen der generalisierten Angststörung hätten sich im Verlauf regredient gezeigt, hätten jedoch während des gesamten Aufenthaltes fortbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">standen. Der Patient habe sich zunehmend eigeninitiativ gezeigt und konstruk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tiv realistische Zukunftspläne entwickelt. Es sei ihm zunehmend gut gelungen, eine stabile Tagesstruktur zu etablieren, und er habe vorbestehende soziale Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">takte reaktiviert. Während des teilstationären Aufenthaltes habe der Patient noch eine Nachzahlung seiner Taggeldversicherung erhalten, was weiter zu seiner Stimmungsstabilisierung beigetragen habe. Er habe sich einmalig für einen spontanen 4-tägigen Besuch bei seinen Eltern in Spanien entschieden. Im Anschluss habe der Patient die Entscheidung getroffen, selber nach Spanien umzuziehen. Da dort gemäss seinen Angaben bereits ein soziales Netz (Eltern und Bekannte) bestehe, der Umzug eine finanzielle Entlastung für den Patienten darstellen würde und aufgrund seines beruflichen Hintergrundes (Coiffeur mit umfassender Erfahrung in der Ausbildungstätigkeit) der berufliche Wiederein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stieg dort realistisch erscheine und mit weniger Kränkungen verbunden sein würde als in der alten Umgebung, unterstützten sie den Entscheid des Patienten (S. 3 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer sei am 9. Juni 2016 in deutlich gebessertem psychischem Zustandsbild und bei fehlenden Hinweisen auf Selbst- oder Fremdgefährdung aus der teilstationären Behandlung entlassen worden (S. 4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In psychischer Hinsicht diagnostizierte die behandelnde Psychiaterin Dr. Z.___ im November 2014, April 2015 und April 2016 eine rezidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode, sowie eine generali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sierte Angststörung (vorstehend E. 3.1, E. 3.2, E. 3.3, E. 3.5). Auch die Fachper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sonen des Sanatoriums A.___ diagnostizierten im Mai und Juli 2016 eine rezidivierende depressive Störung und eine generalisierte Angststörung, stuften erstere als mittelgradig ein und erwähnten letztere nur als Nebendiagnose (vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stehend E. 3.6, E. 3.7). Zudem nannten sie ein Abhängigkeitssyndrom. Dr. Y.___ diagnostizierte im September 2015 eine depressive Episode, gegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wärtig remittiert, eine Panikstörung, gegenwärtig «klinisch stumm», ein Abhän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gigkeitssyndrom sowie eine Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion gemischt (vorstehend E. 3.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. Z.___ kam zum Schluss, dass die Arbeitsfähigkeit des Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führers von Juni 2014 bis Oktober 2015 stufenweise von 0 % auf 50 % zuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nommen habe, bevor er schliesslich vom 19. Oktober 2015 bis 4. März 2016 wieder zu 100 % arbeitsunfähig geworden sei (vgl. vorstehend E. 3.3, E. 3.5). Dr. Y.___ kam im September 2015 zum Schluss, dass der Beschwerdeführer zu 85 % in seiner bisherigen Tätigkeit und zu 90 % in einer angepassten Tätigkeit arbeitsfähig sei (E. 3.4). Die Fachpersonen des Sanatoriums A.___ attestier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten ihm ab Klinikeintritt vom 16. März 2016 bis mindestens Ende Juni 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (E. 3.5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span id="XX006"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1). </span></p><p><span> </span><span>Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fach</span><span>ärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleich</span><span>bedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objekti</span><span>vierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. </span><span>BGE 143 V 409 E. 4.2.1 unter Hin</span><span>weis auf 127 V 294 E. 4b/cc und 139 V 547 E. 5.2</span><span>).</span></p><p><span> </span><span>Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosoma</span><span>tische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tatsächli</span><span>che Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grundsätzlich in einem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE</span><span> </span><span>141 V 281). Mit </span><span>BGE 143 V 418 </span><span>hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätz</span><span>lich sämtliche psychischen </span><span>Erkrankungen</span><span> einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krankheitsbild allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (E. 7). </span></p><p><span> </span><span>Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens sind als Standardindikatoren die folgenden Aspekte massgebend (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):</span></p><p><span>Funktioneller Schweregrad</span></p><p><span>- </span><span>Gesundheitsschädigung</span></p><p><span>-</span><span>Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde</span></p><p><span>-</span><span>Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz</span></p><p><span>-</span><span>Komorbiditäten</span></p><p><span>- </span><span>Persönlichkeit: Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen</span></p><p><span>- </span><span>sozialer Kontext</span></p><p><span>Konsistenz (Gesichtspunkte des Verhaltens)</span></p><p><span>- </span><span>gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichba</span><span>ren Lebensbereichen</span></p><p><span>- </span><span>behandlungs- und eingliederungs</span><span>anamnestisch</span><span> ausgewiesener Leidens</span><span>druck</span></p><p><span> </span><span>Diese</span><span> Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshin</span><span>dernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Ressourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu</span><span>schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_2</span><span>60/2017 vom 1. Dezember 2017 E. </span><span>4.2.3). </span><span>Die Anerkennung eines renten</span><span>begründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus</span><span>wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweisbe</span><span>lastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2).</span></p><p><span> </span><span>Zum Komplex Gesundheitsschädigung ist zunächst hinsichtlich des Gesichts</span><span>punkts der Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde festzuhalten, dass die diagnoserelevanten Befunde im September 2015 auf eine</span><span> zwischenzeitlich</span><span> remittierte rezidivierende depressive Störung (vorstehend E. 3.4) und im Mai sowie Juli 2016 auf eine mittelgradig ausgeprägte Depressivität schliessen liessen (vorstehend E. 3.6, E. 3.7). Die diffusen Ängste im Rahmen der generali</span><span>sierten Angststörung zeigten sich im Verlauf regredient (vorstehend E.</span><span> </span><span>3.6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Soweit die behandelnde Psychiaterin Dr. Z.___ stets eine schwere depressi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ve Störung diagnostizierte (vorstehend E. 3.1-E. 3.3, E. 3.5), vermag dies nicht zu überzeugen. So erfordert die Diagnose der schweren depressiven Episode das Vorhandensein aller drei für die leichte und mittelgradige depressive Episode typischen Symptome, mithin depressive Stimmung (1), Verlust von Interesse oder Freude (2) und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Antriebsmangel sowie erhöhte Ermüdbarkeit (3). Des Weite</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren müssen mindestens fünf von sieben anderen Symptomen besonders ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">prägt sein, mithin verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit (1), vermin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen (2), Schuldgefühle und Gefühle von Wertlosigkeit (3), negative und pessimistische Zukunftsperspektiven (4), Suizidgedanken, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erfolgte Selbstverletzung oder Suizidhandlungen (5), Schlafstö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen (6), verminderter Appetit (7; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vgl. Weltgesundheitsorganisation, Interna</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tionale Klassifikation psychischer Stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen, ICD-10 Kapitel V, Klinisch-diagnostische Leitlinien, Dilling/Mom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bour/Schmidt [Hrsg.], 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">0. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufl., Bern 2015, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ziff. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">F</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">32 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">169 ff.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Aus den Berichten von Dr. Z.___ von November 2014 und April 2015 (vgl. vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stehend E. 3.2 und E. 3.3) geht eine klare Verbes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">serung des Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zustandes im Vergleich zum Juli 2014 hervor. Die Befundnahme lässt höchstens auf eine mittelgradige depressive Störung schliessen (vgl. Urk. 7/11/4 Ziff. 1.4, Urk. 7/15/6 Ziff. 5). Dr. Z.___ erach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tete den Beschwerdeführer denn auch seit März 2015 als zu 40 % (vorstehend E. 3.3) und von August bis Oktober 2015 als zu 50 % arbeitsfähig (vorstehend E. 3.5). Die behandelnde Psychiaterin berichtete im April 2016 von einer Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers und diagnosti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zierte unter anderem wiederum eine schwere depressive Störung (vorstehend E. 3.5). Von den erwähnten hierfür notwendigen Symptomen gehen indes aus dem Bericht nur vereinzelte hervor (Antriebsmangel sowie erhöhte Ermüdbar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit, verminderte Konzentration, vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trauen, Suizidgedanken; vgl. Urk. 7/31 Ziff. 2.2 und Ziff. 4 Ende). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Damit fällt eine schwere Ausprägung des psychischen Leidens ausser Betracht.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die das Beschwerdebild mitprägenden psychosozialen und soziokulturellen Belastungsfaktoren, soweit sie unmittelbar (direkt) die Symptomatik beeinflus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen, sind als nicht invalidisierende und damit nicht versicherte Umstände aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zuscheiden (Urteil des Bundesgerichts 9C_549/2015 E. 4.3 mit Verweis auf BGE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">141 V 281 E. 4.3.1.1 S. 298).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Gestützt auf die medizinische Aktenlage liegen wesentliche </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">psychosoziale Belastungsfaktoren vor. So</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist dokumentiert, dass der Beschwerdeführer bis im Herbst 2015 seine Arbeitstätigkeit auf 50 % steigerte, jedoch einen Zusammenbruch erlitten habe, nachdem Dr. Y.___ ihn als zu 85 % arbeitsfähig beurteilt hat. Er habe sich ungerecht behandelt und ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liefert gefühlt (vorstehend E. 3.6). Durch den Wegfall der Taggeld</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung habe er existenzielle Ängste und Ängste um den Erhalt des eigenen Geschäfts entwickelt, mit in Folge deutlicher Verschlechterung der depressiven Sympto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">matik und der Angstsymptome (Urk. 7/31/3 Ziff. 4.1). Er habe sich entschieden, das Coiffeurgeschäft zu verkaufen und einen Fachmann damit beauftragt. Er fühle sich aber schlecht dabei, da er es vor seinen Angestellten noch geheim halten müsse und sich wie ein Verräter vorkomme (vorstehend E. 3.6). Schliess</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich führten die behandelnden Fachpersonen des Sanatoriums A.___ unter anderem aus, der Beschwerdeführer fühle sich einsam (Urk. 7/30/1 unten). Er lebe allein, habe keine Partnerschaft und keine Kinder. Wenige, aber gute Freundschaften seien vorhanden. Finanziell lebe er momentan von der Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stützung durch die Eltern und eine Freundin. Aktuell habe er zirka Fr. 18'000.-- Schulden (S. 2 unten). Sie kamen zum Schluss, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die aktuell schwere depressive Episode</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ihren Ursprung in unterschiedlichen psychosozialen Belastungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">faktoren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (vorstehend E. 3.6). Dies wird insbesondere durch den Umstand belegt, dass eine Nachzahlung der Taggeldversicherung zu seiner Stimmungsstabi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lisierung beigetragen hat (vorstehend E. 3.7). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Insgesamt können die funktio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nellen Einschränkungen damit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">im Wesentlichen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auf aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geprägte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und zweifels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ohne belastende</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> psychosoziale </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und damit nicht ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Faktoren wie schwieriges berufliches Umfeld, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fragliche neue (berufliche) Perspektive, finan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zielle Ängste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zurückgeführt werden.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Weitere wichtige Indikatoren für die Ermittlung der Schwere eines Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schadens sind Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lungs- und Eingliederungserfolg, also </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Verlauf und Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gang von durchgeführten Therapien. Scheitern lege artis und mit optimaler Kooperation durchgeführte Therapien, deutet dies auf eine negative Prognose hin. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die behandelnde Psychiaterin gab 2015 an, den Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer alle zwei Wochen für eine Stunde psychiatrisch-psychotherapeutisch zu behandeln (vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stehend E. 3.3). Zudem nimmt der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdeführer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Lyrica, Paroxetin sowie gelegentlich Temesta ein (vgl. Urk. 16/14). Vom 16. März bis 9. Juni 2016 befand sich der Beschwerdeführer in teilstationär-psychiatrischer Behandlung (vorstehend E. 3.7). Dabei hat sich das psychische Zustandsbild des Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führers wesentlich verbessert (vorstehend E. 3.7). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Von einer thera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">peutisch nicht mehr angehbaren Störung kann daher nicht ausgegangen wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Im Übrigen handelte es sich bei diesem teilstationären Aufenthalt des Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführers um eine erste Behandlung dieser Art seit 2003 (vgl. Urk. 7/11/1 Ziff. 1.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zu den Komplexen Persönlichkeit und sozialer Kontext ist festzuhalten, dass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der Beschwerdeführer über eine geregelte Tagesstruktur sowie ein soziales Netzwerk verfügt, wie sich aus den Berichten von Dr. Y.___ und den Fachleuten des Sanatoriums A.___ ergibt (vgl. vorstehend E. 3.4 und 3.7). Gemäss seinen Angaben bei Dr. Y.___ stehe er zwischen 5.30 und 6 Uhr auf, gehe mit seinem Hund spazieren, trinke Kaffee, lese Nachrichten, und arbeite von zirka 8 bis 13 Uhr. Nach der Arbeit gehe er gelegentlich mit seinem Hund spazieren. Nachher lege er sich bis zu zwei Stunden hin. Am Montag sei sein Geschäft geschlossen, an diesem Tag mache er in der Regel den Haushalt. Zudem gehe er am Montag ins Fitnessstudio. Am Abend schaue er Fernsehen. Zudem lese er sehr gerne. Gelegentlich gehe er mit Kollegen etwas essen oder trinken. Zwischen 21 und 22.30 Uhr gehe er ins Bett. Im Sanatorium sei an einer umfassenden Ressourcenaktivierung gearbeitet worden, wodurch sich das Zustandsbild deutlich verbessert habe. Der Beschwerdeführer sei fähig gewesen, eigeninitiativ zu sein, konstruktive realistische Zukunftspläne zu entwerfen, eine stabile Tagesstruktur zu etablieren und vorbestehende soziale Kontakte zu reaktivieren. Ebenfalls verfügt er mit den Eltern und Bekannten in Spanien, wohin er umziehen wolle, über ein soziales Netz (vgl. vorstehend E. 3.7). Diese Angaben sprechen für substantielle Ressourcen und eine grundsätzlich doch belastbare Persönlichkeit.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zu prüfen ist sodann die Konsistenz. Hinsichtlich des Gesichtspunkts der gleichmässigen Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen ist zu bemerken, dass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der Beschwerdeführer den Haushalt sel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber besorgen kann, täglich mit seinem Hund spazieren ging, sich im Fitnessstu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dio sportlich betätigte und Kollegen trifft. Zudem unternahm er einen 4-tägigen Besuch bei seinen Eltern in Spanien und plant, dorthin umzuziehen. Auch während des teilstationären Aufenthalts war er fähig, Pläne für seine per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sönliche und berufliche Zukunft zu treffen und den Verkauf seines Coiffeur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geschäfts in die Wege zu leiten (vorstehend E. 3.4, 3.6-3.7). Diese Aktivitäten stehen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">im Widerspruch zur geltend gemachten Erwerbsunfähigkeit.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich Leidensdruck ist festzustellen, dass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der Beschwerdeführer bisher eine regelmässige </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chiatrisch-psychotherapeutische Behandlung wahrgenommen hat, sich auch in teilstationäre Behandlung begeben hat und Medikamente ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nimmt, womit ein Leidensdruck zu bejahen ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ergibt sich, dass die diagnoserelevanten Befunde nicht besonders ausgeprägt sind und die funktionellen Einschränkungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">überzeugend </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auf die ausgeprägten psychosozialen Faktoren zurückgeführt werden können. Zudem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sind die psychischen Störungen behandelbar. Der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fügt über eine Tagesstruk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tur sowie ein soziales Netzwerk. Ein Leidensdruck ist zwar vorhanden, aber das Aktivitätsniveau scheint nicht in allen Lebensberei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen gleichmässig und erheblich eingeschränkt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Arbeitsfähigkeitseinschätzungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">von den behandelnden Ärzten (vgl. vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stehend E. 4.1) sind somit aufgrund der Prüfung der Standardindikatoren nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit schlüssig und widerspruchsfrei nachge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wiesen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ie Folgen der Beweislosigkeit hat der Beschwerdeführer zu tragen (vgl. vorstehend E. 4.2). Im Übrigen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> gilt der Grundsatz, wonach Berichte der behandelnden Ärzte (auch Spezialärzte) aufgrund deren auftragsrechtlicher Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen sind (BGE 135 V 465 E. 4.5), welcher hier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> für die behandelnde Psychiaterin Dr. Z.___ als auch die Fachpersonen des Sanatoriums A.___ Anwendung findet.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten bleibt somit kein Raum für die Annahme eines invalidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sierenden Gesundheitsschadens. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einen Rentenanspruch verneinende </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung vom 15. Februar 2017 (Urk. 2) erweist sich als rechtens, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">was zur Abwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sung der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dagegen erhobenen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerde führt.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig v</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">om Streitwert festzulegen (Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">69 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. 8</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gang des Verfahrens sind sie de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span id="Text2"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Dr. iur. André Largier</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannKeller</p><p></p></div> </div></body></html>