Entscheid des Kantonsgerichts Basel - Landschaft, Abteilung Verfassungs - und Verwaltungsrecht vom 23. Juli 2018 (810 18 206) ____________________________________________________________________ Kindes - und Erwachsenenschutzrecht Genehmigung von Berichten des Beistands / Anfechtbarkeit Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk - Vögtli , Gerichtsschreiber Stefan Suter Beteiligte A.____ , Beschwerdeführer g egen Kindes - und Erwachsenenschutzbehörde B.____ , Vorinstanz C.____ , Beschwerdegegnerin Betreff Aufhebung der Erziehungsbeistandschaft / Genehmigung der Zw i- schen - und Schlussberichte / Entlassung des Mandatsträgers (Entscheid der Kindes - und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 11. April 2018) Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Das Kantonsgericht hat i n E r w ä g u n g , dass die Vorinstanz die Beistandschaft für den Sohn des Beschwerdeführers mit Entscheid vom 11 . April 2018 (Versand: 20. Juni 2018) aufhob, den Beistand aus seinem Amt entliess und dessen Zwischen - sowie Schlussbericht genehmigte, dass die Vorinstanz weit er keine Mandatsentschädigung zusprach und keine Kosten erhob, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 7. Juli 2018 (Postaufgabe: 17. Juli 2018) an das Kantonsgericht Basel - Landschaft, Abteilung Verfassungs - und Verwaltungsrecht, gelangte und verlangte, dass der Sachverhalt im angefochtenen Entscheid abzuerkennen und der Zwische n- bericht sowie der Schlussbericht nicht zu genehmigen seien, alles unter o/e - Kostenfolge, dass d as Kantonsgericht gemäss § 16 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs - und Verwa l- tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 vor der inhaltlichen Beurteilung einer Streitsache von Amtes wegen zu prüfen hat , ob die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, dass der Beschwerdeführer die Vorinstanz allgemein kritisiert und die fachlic he Kompetenz des Beistands in Frage stellt, wobei ihm dessen Berichte nicht zugestellt worden seien, dass mit der Beschwerde nach Art. 450 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. Dezember 1907 nur der konkret angefochtene Entscheid - und nicht die gesamte bisherige Verfahrensführung der Kindesschutzbehörde - einer Überprüfung unterzogen werden kann, dass das Gericht nur auf ein Rechtsmittel ein tritt, wenn die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, wozu auch ein aktuelles, tatsächliches und p raktisches Rechtsschutzinteresse gehört (vgl. L UCA M ARANTA , in: Büchler/ Jakob [Hrsg.], Kurzkommentar ZGB, 2. Aufl., Basel 2018, Art. 4 50 Rz. 13a), dass die Beschwerde mit anderen Worten dazu dienen muss, der beschwerdeführenden Partei einen praktischen Vorteil zu verschaffen resp. einen Nachteil wirtschaftlicher, ideeller, materie l- ler oder anderweitiger Natur zu vermeiden, welchen der angefochtene Ent scheid mit sich bri n- gen würde ( Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassung s - und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 16. Januar 2018 [810 17 303] E. 2.2), dass dem Beschwerdeführer offenbar die im Sachverhalt des angefochtenen Entscheids kurz wiedergegebenen Ausführungen des Beistands missfallen, wonach sich die Konfliktsituation au f Elternebene nicht entspannt habe und der Beschwerdeführer nicht mit ihm zusammengearbe i- tet habe, dass die Kindesschutzbehörde gemäss Art. 415 Abs. 2 ZGB den Bericht des Beistands prüft und, wenn nötig , dessen Ergän zung ver langt, Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht dass die Berichtsprüfun g unter anderem als Standortbestimmung über die Zwecktauglichkeit und Notwendigkeit der Massnahme dient (vgl. Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7001, S. 7055; Entscheid des Obergerichts AG vom 14. November 2014, AGVE 2014, S. 320), dass das E rgebnis der Berichts - und Rechnungsprüfung in einem formelle n Entscheid fest ge - halten wird (vgl. U RS V OGEL , in: Honsell/ Vogt/ Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Zivil - gesetzbuch, 5. Aufl. , Basel 2014, Art. 415 Rz. 15 ) , dessen Funktion es primär ist, das Verhältnis zwischen dem Mandatsträger und der Behörde zu regeln (vgl. Entscheid des Obergerichts LU vom 27. Mai 2013, LGVE 2013 II Nr. 5), dass der Genehmigu ng des Berichts grundsätzlich keine Rechtswirkung gegenüber der ver - beiständeten Person oder Dritten zukommt (vgl. C LAUDIA M. M ORDASINI - R OHNER / C LAUDIA S TEHLI / E RNST L ANGENEGGER , in: Kurzkommentar ZGB, a.a.O., Art. 415 Rz. 4 ; P ATRICK F ASSBIND , in: Kren Kos tkiewicz/ Wolf / Am stutz/ Fankhauser [Hrsg.], ZGB Kommentar, 3 . Aufl. , Zürich 201 6 , Art. 415 Rz. 3), dass die Berichtsgenehmigung auch nicht bedeutet, dass sich die Aussagen des Mandatstr ä- gers im Bericht zu behördlich festgestellten Tatsachen verdich ten und damit Beweiskraft entfa l- ten (vgl. KGE VV vom 8. Mai 2018 [810 18 121]; KGE VV vom 11. Mai 2016 [810 16 91]; F ASSBIND , a.a.O., Art. 415 Rz. 3 ), dass deswegen objektiv gesehen aus der Genehmigung der beanstandeten Rechenschaftsb e- richte für den Beschwerdeführer kein rechtlicher oder tatsächlicher Nachteil resultiert, dass ihm deswegen vor der Genehmigung auch nicht das rechtliche Gehör zu gewähren war, dass dem Beschwerdeführer im angefochtenen Entscheid keine Mandatsträgerentschädigung oder an dere Kosten auferlegt werden, so dass er auch in dieser Hinsicht keinen Nachteil e r- fährt, dass folglich a uf die Beschwerde mangels schutzwürdigen Interesses nicht ein ge treten werden kann, dass es dem Beschwerdeführer freisteht, bei der Vorinstanz Einsich t in die Berichte des Be i- stands zu verlangen und ihr schriftlich seine Sicht der Dinge darzulegen, womit sein Wide r- spruch immerhin Eingang in die Akten des Kindesschutzverfahrens finden würde, dass bei offensichtlichem Fehlen einer Eintretensvoraussetzung die präsidierende Person durch Präsidialentscheid entscheidet (§ 1 Abs. 3 lit. e VPO), Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht dass es sich im vorliegenden Fall rechtfertigt, aufgrund des geringen Aufwands gestützt auf § 4 Abs. 2 der Verordnung über die Gebühren der Gerichte (GebT) vom 15. November 2010 auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten, dass die Parteikosten ausgangsgemäss wettzuschlagen sind (§ 21 VPO), e r k a n n t : ://: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Präsidentin Gerichtsschreiber