B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-6494/2013 U r t e i l v o m 2 7 . A u g u s t 2 0 1 4 Besetzung Richter Maurizio Greppi (Vorsitz), Richter Jérôme Candrian, Richter Christoph Bandli, Gerichtsschreiberin Flurina Peerdeman. Parteien Suissephone Communications GmbH, Steigstrasse 26, 8406 Winterthur, Zustelladresse: c/o Herr Arben Ademi, Steigstrasse 26, 8406 Winterthur, Beschwerdeführerin, gegen ombudscom, Bundesgasse 26, 3011 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Gebühren Schlichtungsverfahren. A-6494/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a Am 2. September 2013 reichte A._______ bei der Stiftung ombuds- com Schlichtungsstelle Telekommunikation (nachfolgend: ombudscom) ein Begehren um Durchführung eines Schlichtungs verfahrens gegen die Suissephone Communications GmbH (nachfolgend: Suissephone) ein. Mit Verfügung vom 18. Oktober 2013 sowie dazugehöriger Rechnung gleichen Datums auferlegte die ombudscom Suissephone Verfahrensge- bühren in der Höhe von Fr. 680.– zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer, insge- samt ausmachend Fr. 734.40 (Schlichtungsverfahren Nr. C31284). In ih- rer Begründung führt sie aus, bei der Festsetzung der Gebühr, welche sich zwischen Fr. 200.– und Fr. 3'000.– zu bewegen habe, habe sie der unterdurchschnittlichen Komplexit ät, dem mittleren Aufwand und dem mittleren Streitwert Rechnung getragen sowie eine Erhöhung von 20 % für Fallzahler vorgenommen (Art. 14 Abs. 1 und Abs. 3 Verfahrens- und Gebührenreglement der Stiftung ombudscom vom 1. Juli 2013 , gene h- migt durch das Bundesamt für Kommunikation [ BAKOM] mit Verfügung vom 18. Juni 2013, [nachfolgend: Verfahrens- und Gebührenreglement]). A.b In dem von B._______ am 16. Juli 2013 eingeleiteten Schlich tungs- verfahren (Nr. C30286) auferlegte die ombudscom Suissephone mit Ve r- fügung vom 18. Oktober 2013 sowie Rechnung gleichen Datums eben- falls eine Verfahrensgebühr von Fr. 680.– zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer, insgesamt ausmachend Fr. 734.40. Die Höhe der Gebühr rechtfertige sich aufgrund der u nterdurchschnittlichen Komplexität, dem mittleren Streitwert sowie dem mittleren Aufwand; namentlich habe infolge des Entgegenkommens der Anbieterin lediglich ein kurzer Schlichtungsvo r- schlag ausgearbeitet werden müssen. Zudem sei auch hier eine Erh ö- hung von 20 % für Fallzahler angezeigt gewesen. A.c C._______ leitete am 7. September 2013 ein Schlichtungsverfahren bei der ombudscom ein (Nr. C31415), welches mit Verfügung vom 14. November 2013 und unter Beilage der dazugehörigen Gebühre n- rechnung seinen Abschluss fand. Darin wurde Suissephone eine Verfah- rensgebühr im Umfang von Fr. 688.– zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer, ins- gesamt ausmachend Fr. 743.05, auferlegt. Die Höhe der Gebühr begrü n- det die ombudscom mit der unterdurchschnittlichen Komplexität, dem ho- hen Streitwert sowie den mittleren Aufwand. Zudem sei die Gebühr au f- grund des Fallzahlerzuschlags um 20 % erhöht worden. A-6494/2013 Seite 3 A.d Am 20. September 2013 leitete D._______ ein Schlichtungsverfahren gegen Suissephone ein (Nr. C31730). Mit Verfügung vom 14. November 2013 (samt dazugehöriger Rechnung) stellte ihr die ombudscom Verfah- rensgebühren von Fr. 786.– zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer, insgesamt ausmachend Fr. 848.90, in Rechnung. Bei der Festsetzung der Gebühr sei die unterdurchschnittliche Komplexität, der mittlere Aufwand sowie der mittlere Streitwert berücks ichtigt worden sowie eine Erhöhung um 20 % für Fallzahler erfolgt. A.e In dem von E._______ am 20. August 2013 eingeleiteten Schlich- tungsverfahren (Nr. C31051) auferlegte die ombudscom Suissephone mit Verfügung vom 18. Oktober 2013 (inkl. Rechnung) eine Gebühr in der Höhe von Fr. 605.– zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer, insgesamt ausm a- chend Fr. 653.40. Sie bezeichnete dieses Verfahren , welches infolge Rückzugs des Schlichtungsbegehrens durch die Kundin abgeschlossen wurde, als unterdurchschnittlich komplex, mittel aufwändig und mit mittle- rem Streitwert. Auch hier sei eine Erhöhung von 20 % für Fallzahler a n- gezeigt gewesen. A.f Mit Eingabe vom 16. Mai 2013 ersuchte F._______ als Vertreterin von G._______ die ombudscom um Eröffnung eines Schlichtungsverfahrens gegen Suissephone. Mit Verfügung vom 18. Oktober 2013 sowie dazuge- höriger Rechnung wurde Suissephone für dieses Verfahren (Nr. C29074) eine Gebühr von Fr. 1'097.– zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer, insgesamt ausmachend Fr. 1'184.75 auferlegt. Die Höhe der Gebühr begründete die ombudscom mit der unterdurchschnittlichen Komplexität, dem mittleren Aufwand sowie dem mittleren Streitwert; zudem habe sie eine Erhöhung um 20 % für Fallzahler vorgenommen. A.g Am 9. Oktober 2013 leitete H._______ bei der ombudscom ein Schlichtungsverfahren (Nr. C32162) ein, welches mit Verfügung vom 28. Oktober 2013 sowie dazugehöriger Rechnung seinen Abschluss fand. Suissephone wurden Verfahrensgebühren in der Höhe von Fr. 851.– zu- züglich 8 % Mehrwertsteuer, insgesamt ausmachend Fr. 919.10, aufe r- legt. Die ombudscom begründet dies mit der unterdurchschnittlichen Komplexität, dem mittleren Aufwand, dem mittleren Streitwert sowie dem Fallzahlerzuschlag von 20 %. Sie habe einen kurzen Schlichtungsvo r- schlag ausgearbeitet, da der Rückzug des Schlichtungsbegehrens durch die Kundin zu spät erfolgt sei. A-6494/2013 Seite 4 B. Gegen diese Verfügungen der ombudscom sowie die darauf basierenden Rechnungen erhebt Suissephone (nachfolgend: Beschwerdeführerin) mit Eingaben vom 20. November 2013 sowie vom 5. Dezember 20 13 Be- schwerden beim Bundesverwaltungsgericht (Verfahren A -6494/2013, A-6504/2013, A-6505/2013, A-6506/2013, A-6507/2013, A-6867/2013 und A-6871/2013). Sie beantragt die Aufhebung der angefochtenen Verfügun- gen, eventualiter eine angemessene Herabsetzung der erhobenen G e- bühren. In verfahrensrechtlicher Hinsicht stellt sie den Antrag, die ang e- hobenen Beschwerdeverfahren zu vereinigen. In den Beschwerden vom 5. Dezember 2013 stellt sie zudem den Eventualantrag, die Verfahren seien bis zum Entscheid im Beschwerd everfahren A-6494/2013 zu sistie- ren. Zur Begründung macht sie im Wesentlichen geltend, sie habe sich jeweils nach der Einleitung des Schlichtungsverfahrens mit der Kundin/dem Kun- den geeinigt und auf die Forderungen verzichtet; eine Kopie der entspr e- chenden Schreiben habe sie der ombudscom zukommen lassen. Da so- mit keine zivilrechtliche Streitigkeit mehr bestanden habe, die Vorausse t- zung für ein Schlichtungsverfahren sei, hätte die ombudscom die Verfah- ren abschreiben müssen. Sämtliche Aufwendungen, welche sie nach Er- halt dieser Schreiben getätigt habe, seien nicht mehr notwendig gewesen und hätten daher nicht verrechnet werden dürfen. Zudem entspreche die Höhe der Gebühr nicht den tatsächlichen Aufwendungen und verletze das Äquivalenzprinzip. Vor diesem Hintergrund sei es auch fraglich, wie sich der Zuschlag von 20 % für Fallzahler rechtfertigen lasse. C. Mit Verfügungen vom 22. November 2013 und 10. Dezember 2013 hat das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerdeverfahren A -6494/2013, A-6504/2013, A-6505/2013, A-6506/2013 und A-6507/2013 sowie die Be- schwerdeverfahren A-6867/2013 und A-6871/2013 vereinigt und unter der Verfahrensnummer A-6494/2013 weitergeführt. D. In ihrer Vernehmlassung vom 14. Januar 2014 beantragt die ombudscom (nachfolgend: Vorinstanz) die Abwe isung der Beschwerde n. Sie macht insbesondere geltend, ein Schlichtungsverfahren könne nur wegen Säumnis, der Einleitung eines Gerichts - oder Schiedsgerichtsverfahrens in der gleichen Sache oder bei Wegfall einer Eintretensvoraussetzung nach Art. 8 Verfahrens- und Gebührenreglement abgeschrieben werden. A-6494/2013 Seite 5 Da in den vorliegenden Fällen die Eintretensvoraussetzungen erfüllt g e- wesen seien, hätten die Verfahren nur durch einen Schlichtungsvorschlag beendet werden können, sofern die Kundin/der Kunde das Schlichtungs- begehren nicht bereits zurückgezogen habe. Die Verfahrenskosten, welche nur für eigentliche Schlichtungsverfahren erhoben werden dürften, würden aufgrund der Komplexität des Falls, des Streitwerts und des Arbeitsaufwands festgesetzt. Da sie sich ausschliess- lich über die Verfahrenskosten finanziere, müssten damit sowohl der ge- samte Betriebsaufwand als auch sämtliche Anfragen gedeckt werden. An- fragen würden dann vorliegen, wenn sich ein e Kundin/ein Kunde an die Schlichtungsstelle wende, die Voraussetzungen zur Einleitung eines Ve r- fahrens jedoch noch nicht erfüllt seien, wobei das Verhältnis zwischen An- fragen und eingeleiteten Schlichtungsverfahren bei 80 % zu 20 % liege. Damit sie kostendeckend arbeiten könne, müssten die Verfahrenskosten pro Fall durchschnittlich Fr. 974.20 betragen. Der Vergleich mit den in den vorstehend genannten Verfahren erhobenen Gebühren zwischen Fr. 653.– und Fr. 1'184.– zeige, dass unter Berücksichtigung des jeweil i- gen Arbe itsaufwands, der Komplexität und des Streitwerts das Äquiv a- lenzprinzip gewahrt sei. E. Am 4. Februar 2014 reicht die Vorinstanz weitere Akten ein. F. In der Replik vom 17. Februar 2014 hält die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen fest. Ergänzend führt sie au s, Gebühren seien so anzusetzen, dass die für den einzelnen Verwaltungsakt entstandenen Aufwendungen in Rechnung gestellt würden. Weder seien mit den eigentlichen Fällen auch die Anfragen mitzufinanzieren noch könne sie für den übermässigen Personal- und Werbeaufwand der Vorinstanz kostenpflichtig werden. G. Die Vorinstanz hält in ihrer Duplik vom 14. März 2014 an ihrem Stan d- punkt und ihren Rechtsbegehren vollumfänglich fest. H. Auf weitere Vorbringen der Parteien sowie die sich bei den Akten befindli- chen Schriftstücke wird, sofern entscheidrelevant, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. A-6494/2013 Seite 6 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 des Verwa l- tungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwer- den gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Vorinstanzen sind die in Art. 33 VGG genann- ten Behörden. Angefochten sind Gebührenverfügungen, welche die Gebühr exklusive Mehrwertsteuer ausweis en und damit die konkrete Zahlungspflicht der Verfügungsadressatin festleg en. Ihnen beigefügt ist jeweils eine Rec h- nung, aus welcher die Höhe des zu entrichtenden Betrags inkl. Meh r- wertsteuer ersichtlich wird. Die Gebührenverfügungen sind, jedenfalls zu- sammen mit de n Rechnungen, ein taugliches Anfechtungsobjekt und können grundsätzlich beim Bundesverwaltungsgericht angefochten we r- den (vgl. BVGE 2010/34 E. 1.2; Urteil des Bundesverwaltung sgerichts A-5556/2013 vom 18. Juni 2014 E. 1.2). Die ombudscom ist als Schlichtungsstelle der Telekombranche gemäss Art. 12c Abs. 1 des Fernmeldegesetzes vom 30. April 1997 (FMG, SR 784.10) und Art. 42 Abs. 1 der Verordnung vom 9. März 2007 über Fernmeldedienste (FDV, SR 784.101.1) eine Organisation ausserhalb der Bundesverwaltung, die in Erfüllung ihr übertragener öffentlich -rechtlicher Aufgaben des Bundes verfügt. Sie ist damit nach Art. 33 Bst. h VGG eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. BV GE 2010/34 E. 1.3; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -5556/2013 vom 18. Juni 2014 E. 1.2.3). Da auch keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt, ist das Bundes - verwaltungsgericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zustä n- dig. 1.2 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Tei l- nahme erhalten hat, durch die angefochtene Verfügung besonders b e- rührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ä n- derung hat. Die Beschwerdeführerin hat als formelle Verfügungsadressa- tin ohne Weiteres ein aktuelles, schutzwürdiges Interesse an der Aufh e-A-6494/2013 Seite 7 bung bzw. Anpassung der angefochtenen Verfügungen der Vorinstanz. Sie ist folglich beschwerdelegitimiert. 1.3 Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichten Beschwerden (vgl. Art. 50 und Art. 52 VwVG) ist somit einzutreten. 2. Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die angefochtenen Verfügungen auf Verletzungen von Bundesrecht – einschliesslich der unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des Sachverhalts und Überschreitung und Missbrauch des Ermessens – sowie auf Angemessenheit (Art. 49 VwVG). 3. 3.1 In der Replik vom 17. Februar 2014 stellt die Beschwerdeführerin er- gänzend den Antrag, die Vorinstanz habe Fälle mit Gebühren von Fr. 200.- zu edieren. 3.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). Das Bundesverwaltungsgericht stellt den Sachverhalt von Amtes wegen fest (Art. 12 VwVG) und bedient sich nötigenfalls verschiedener Beweismittel. Es nimmt die ihm angebotenen Beweise ab, wenn diese zur Abklärung des Sachverhaltes ta uglich erscheinen (Art. 33 Abs. 1 VwVG). Das Bu n- desverwaltungsgericht kann von einem beantragten Beweismittel dann absehen, wenn bereits Feststehendes bewiesen werden soll, wenn von vornherein gewiss ist, dass der angebotene Beweis keine wesentlichen Erkenntnisse zu vermitteln vermag oder wenn es den Sachverhalt auf Grund eigener Sachkunde ausreichend würdigen kann (ant izipierte B e- weiswürdigung; vgl. BGE 131 I 153 E. 3; BVGE 2009/46 E. 4.1; MO- SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwalt ungsge- richt, 2. Aufl. 2013, Rz. 3.144, JÉRÔME CANDRIAN, Introduction à la proc é- dure administrative fédérale, 2013, N. 61 S. 43 f.). 3.3 Vorliegend erschliesst sich der Sachverhalt in genügender Weise aus den Akten und erscheint von vornherein gewiss, dass das beantragte Beweismittel keine wesentlichen Erkenntnisse vermitteln würde . Folglich ist der diesbezügliche Antrag der Beschwerdeführerin in antizipierter B e- weiswürdigung abzuweisen. A-6494/2013 Seite 8 4. 4.1 In der Hauptsache macht die Beschwerdeführerin geltend, die Vori n- stanz habe zu Unrecht einen Schlichtungsvorschlag ausgearbeitet. Nachdem die Vorinstanz eine Kopie der jeweiligen Schreiben an die Kun- din/den Kunden erhalten habe, wonach der Vertrag aufgelöst und auf sämtliche Forderungen verzichtet werde, hätte sie vielmehr die Verfahren abschreiben müssen, da keine zivilrechtliche Streitigkeit mehr bestanden habe. Entgegen der Ansicht der Vor instanz handle es sich bei diesen Schreiben nicht um ein Angebot, sondern um einen einseitigen Ford e- rungsverzicht, der nicht der Zustimmung durch die Kundin/ den Kunden bedürfe. Sämtliche Aufwendungen, welche die Vorinstanz jeweils nach Erhalt dieser Schreiben getätigt habe, seien nicht zulässig gewesen und hätten daher nicht in Rechnung gestellt werden dürfen. 4.2 Die Vorinstanz bringt ihrerseits vor, nach Art. 11 Abs. 1 Bst. d Verfah- rens- und Gebührenreglement könne ein Verfahren nur dann abgeschrie- ben werden, wenn Säumnis vorliege, in der gleichen Sache ein Gerichts - oder Schiedsgerichtsverfahren eingeleitet worden oder eine Eintreten s- voraussetzung weggefallen sei. Da sich letztere Möglichkeit ausschliess- lich auf die in Art. 8 Verfahrens- und Gebührenreglement abschliessend genannten Gründe beziehe, habe sie keinen Spielraum, ein Verfahren aus anderen Gründen abzuschreiben. Das Angebot der Beschwerdefüh- rerin an die Kundin/den Kunden, den Vertrag kostenlos aufzulösen, sei jeweils nach Einleitung des Schlichtungs verfahrens ergangen. Somit hät- ten d ie jeweiligen Verfahren – da die Eintretensvoraussetzungen erfüllt gewesen seien – nur durch einen Schlichtungsvorschlag beendet werden können, sofern die Kundin oder der Kunde das Schlichtungsbegehren nicht bereits zurückgezogen habe . Allerdings erübrigten sich i nhaltliche Ausführungen in einem Schlichtungsvorschlag, wenn die Anbieterin von Fernmelde- oder Mehrwertdiensten in ihrer Stellungnahme den Anliegen der Kundin oder des Kunden vollumfänglich nachgekommen sei. 4.3 4.3.1 Nach Art. 12c Abs. 1 FMG i.V.m. Art. 43 Abs. 1 FDV ist die Schlic h- tungsstelle für zivilrechtliche Streitigkeiten zwischen Kundinnen oder Kunden und Anbieterinnen von Fernmelde- und Mehrwertdiensten (nach- folgend: Anbieterin/nen) zuständig. Ihre Aufgabe ist es, in den ihr vorg e- tragenen Streitigkeiten unabhängig und unparteiisch eine Schlichtung zu erreichen. Art. 44 FDV bestimmt, dass die Schlichtungsstelle ein Verfa h-A-6494/2013 Seite 9 rensreglement erlässt und dieses sowie ihr Gebührenreglement dem BAKOM zur Genehmigung vorleg t. Bei dieser Norm handelt es sich um eine Delegationsnorm, welche die Vorinstanz dazu ermächtigt, ein eig e- nes Reglement betreffend Verfahren und Gebühren zu erlassen, alle r- dings unter der Verpflichtung, dieses dem BAKOM zur Genehmigung vor- zulegen. Im Weiteren regelt Art. 45 FDV die Grundsätze für das Verfahren und sieht in Abs. 4 vor, dass die Schlichtungsstelle einen sachgerechten Schlichtungsvorschlag macht, wenn sich die Parteien nicht auf eine Ve r- handlungslösung einigen können. 4.3.2 Art. 10 Abs. 1 Verfahrens- und Gebührenreglement sieht vor, dass die Schlichtungsstelle den Parteien nach Prüfung der Angelegenheit e i- nen schriftlichen Schlichtungsvorschlag unterbreitet. Beendet wird das Verfahren gemäss Art. 11 Abs. 1 Verfahrens- und Gebührenreglement mit der beidseitigen Annahme des Schlichtungsvorschlags (Bst. a), der Fest- stellung, dass die Schlichtung gescheitert ist (Bst. b), dem Rückzug des Schlichtungsbegehrens (Bst. c) oder der Abschreibung infolge Säumnis, Wegfalls einer Eintretensvoraussetzung na ch Art. 8 Verfahrens- und Ge- bührenreglement oder Einleitung eines Gerichts - oder Schiedsgericht s- verfahrens in gleicher Sache (Bst. d). Bis Ende 2011 stellte die Vorinstanz einen in der schriftlichen Stellun g- nahme der Anbieterin enthaltenen Vergleichsvorsc hlag der Kundin oder dem Kunden direkt zur Überprüfung zu. Diese konnte n dem Angebot entweder zustimmen oder aber der Anbieterin einen Gegenvorschlag u n- terbreiten ( MEIER/SIEGWART, Ombudsstellen für Konsumentenstreitigke i- ten, AJP 2012, S. 1532; ombudscom, Jahresberichte 2009, 2010 und 2011, jeweils S. 6). Seit dem Jahr 2012 verfolgt die Vorinstanz eine ande- re Vorgehensweise. So nimmt sie neu in jedem Fall, selbst wenn die A n- bieterin in ihrer schriftlichen Stellungnahme ein Vergleichsangebot macht, eine zumindest kurze Begutachtung vor und arbeitet gestützt darauf e i- nen Schlichtungsvorschlag aus, den sie den Parteien vorlegt ( MEI- ER/SIEGWART, a.a.O., S. 1532 f.). Sie begründet dies mit dem erheblichen Mehraufwand sowie der Verunsicherung auf Kundenseite, die aus der di- rekten Zustellung eines Vergleichsangebots der Anbieterin an die Ku n- din/den Kunden resultierte (ombudscom, Jahresbericht 2012, S. 7). Nach MEIER/SIEGWART entspricht dieses Vorgehen den Bedürfnissen der Kun- dinnen und Kunden, da es die Möglichkeit eröffnet, ein Vergleichsangebot vor einer eventuellen Annahme mit dem Beurteilung sresultat der Vorin- stanz zu vergleichen (MEIER/SIEGWART, a.a.O., S. 1533). A-6494/2013 Seite 10 4.3.3 Ob es tatsächlich notwendig ist, in jedem Fall einen Schlichtung s- vorschlag auszuarbeiten, kann offen bleiben, muss doch die Vorinstanz in ihrer Eigenschaft als unabhängige Instanz über formelle Aspekte ihres Verfahrens, wie das Beenden eines Schlichtungsverfahrens, selbständig entscheiden und diesbezüglich eine eigene Praxis bilden können. Na- mentlich hält Art. 43 Abs. 2 FDV diesbezüglich fest, dass die Vorinstanz keiner allgemeinen oder besonderen Weisung zur Streitbeilegung unte r- liegen darf. Soweit die Beschwerdeführerin also geltend macht, die Vorin- stanz hätte das Schlichtungsverfahren nicht weiterführen dürfen, so ver- kennt sie, dass die Verfahrensführung – durch die entsprechenden g e- setzlichen Grundlagen ermächtigt – ein Teil eines jeden Schlichtungsver- fahren ist, über den die Vorinstanz in eigener Kompetenz zu entscheiden hat. Die Bildung einer entsprechenden Praxis ist ebenfalls nicht zu bean- standen, macht sie doch gerade die Arbeitsweise der Vorinstanz transp a- rent und trägt damit zu deren Konstanz und zur Fortführung einer ber e- chenbaren Behandlung von Streitigkeiten sowie der sich in Zusamme n- hang mit ihr stellenden Fragen bei. Im Übrigen findet diese Vorgehensweise auch darin ihre Berechti gung, als der Schlichtungsvorschlag in den vorliegenden Verfahren teilweise weitergehend ist als die Vertragsauflösung bzw. der Forderungsverzicht der Beschwerdeführerin. So enthalten die Schlichtungsvorschläge jeweils eine Saldoklausel , mit welcher sichergestellt wird , dass nach Annahme des Schlichtungsvorschlags keine Ansprüche aus dieser Streitigkeit mehr geltend gemacht werden können. Soweit notwendig, wird die Beschwer- deführerin auch angewiesen, ein (allenfalls) bereits eingeleitetes Inkasso- verfahren zu ihren Lasten zurückzuziehen und das Inkassobüro damit zu beauftragen, sämtliche mit dem Inkassoverfahren zusammenhängende Bonitätsdatenbankeneinträge löschen zu lassen. Zudem ist es plausibel, dass durch die Ausarbeitung eines Schlichtungsvorschlag ein gewisser Mehraufwand – bspw. verursacht durch Rückfragen zum Angebot, zur Ausgestaltung eines möglichen Gegenvorschlags oder zur Beurteilung eines Angebots durch die Vorinstanz – vermieden werden kann. Vor diesem Hintergrund zeigt sich, dass die Vorgehensweise der Vori n- stanz, trotz des Vorliegens eines Angebots seitens der Anbieterin einen Schlichtungsvorschlag auszuarbeiten, durchaus berechtigt ist. Die Rüge der Beschwerdeführerin erweist sich somit als unbegründet. A-6494/2013 Seite 11 5. 5.1 Die Beschwerdeführerin ist sodann der Ansicht, zumindest das Prüfen der Eintretensvoraussetzungen müsse durch die Minimalgebühr von Fr. 200.– gedeckt sein, ansonsten dieser Mindestans atz nie zum Tragen komme. Die Vorinstanz entgegnet, es gebe weder eine gesetzliche noch eine reglementarische Bestimmung, wonach die für die Zuständigkeit s- prüfung zu überbindenden Gebühren Fr. 200.– nicht übersteigen dürften. Die Berechnung beginne bei Fr. 0.– und nicht bei Fr. 200.–; oft würden die Gebühren den Mindestbetrag aufgrund des Aufwands jedoch übe r- steigen. 5.2 Hinsichtlich der Höhe der Gebühren äussert sich einzig Art. 14 Abs. 1 Verfahrens- und Gebührenreglement , welcher bestimmt, dass sich die Gebühren (exkl. Mehrwertsteuer) zwischen Fr. 200.– und Fr. 3'000.– zu bewegen haben. Dieser Gebührenrahmen ermöglicht es der Vorinstanz, bei der Festsetzung der Gebühren die Komplexität des Falls, den Strei t- wert sowie den Arbeitsaufwand zu berücksichtigen (vgl. Art. 14 Abs. 2 Verfahrens- und Gebührenreglement). Soweit die Beschwerdeführerin der Ansicht ist, das Prüfen der Eintretensvoraussetzungen müsse durch die Minimalgebühr von Fr. 200.– gedeckt sein, so verkennt sie, dass diese Prüfung je nach den Gegebenhei ten des Einzelfalls unterschiedlich viel Zeit in Anspruch nimmt und es daher nicht möglich ist, dafür einen pa u- schalen Betrag festzusetzen. Dies ist im Übrigen auch gar nicht ang e- zeigt, soll doch die Vorinstanz die Gebühren im Einzelfall nach den oben genannten Kriterien festlegen können. 6. 6.1 Im Weiteren bringt die Beschwerdeführerin vor, der Fallzahlerz u- schlag von 20 % sei unbegründet und unzulässig . Sie macht somit sinn- gemäss eine Ungleichbehandlung zwischen Fall- und Vorauszahlern gel- tend. 6.2 Nach Art. 16 Abs. 1 Verfahrens- und Gebührenreglement hat jede An- bieterin die Möglichkeit, die Verfahrensgebühren im Voraus zu bezahlen. Dazu schliesst sie mit der Schlichtungsstelle einen entsprechenden Ve r- trag ab. Die Höhe der jeweils halbjährlich im Voraus zu bezahl enden Ge- bühren wird von der Schlichtungsstelle aufgrund der in Rechnung gestel l- ten Gebühren des vorangehenden Semesters festgesetzt; verzinst we r- den die einbezahlten Vorauszahlungen nicht (Art. 16 Abs. 2 und Abs. 3 A-6494/2013 Seite 12 Verfahrens- und Gebührenreglement). Anbie terinnen, die sich nicht als Vorauszahler konstituieren, bezahlen die Verfahrensgebühren pro Fall, an dem sie beteiligt sind bzw. beteiligt sein sollten, wobei sich die Gebühren um 20 % erhöhen (Art. 14 Abs. 3 und Art. 16 Verfahrens- und Gebühren- reglement). Ein Erlass verletzt das Gebot der Rechtsgleichheit (Art. 8 Abs. 1 der Bun- desverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]), wenn er rechtliche Unterscheidungen trifft, für die ein vernünftiger Grund in den zu regelnden Verhältnissen nicht ersichtlich ist, oder Unter scheidungen unterlässt, die sich aufgrund der Verhältnisse aufdrängen. Das Rechtsgleichheitsgebot ist insbesondere verletzt, wenn Gleiches nicht nach Massgabe seiner Gleichheit gleich oder Ungleiches nicht na ch Massgabe seiner Ungleichheit un gleich behandelt wird (vgl. BGE 136 II 120 E. 3.3.2; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwal- tungsrecht, 6. Aufl. 2010, Rz. 497 mit Hinweisen). 6.3 Während sich die Vorauszahler vertraglich verpflichten, für die Dele- gationsdauer von fünf Jahren einen bestimmten Betrag halbjährlich im Voraus zu bezahlen, werden den Fallzahlern die Verfahrenskosten nach Abschluss des Schlichtungsverfahrens mittels Verfügung in Rechnung gestellt. Mit der Kostenerhebung bei Fallzahlern geht somit nicht nur ein grösserer Aufwand einher, sondern die Vorinstanz trägt auch das Inkas- sorisiko. Da die Vorauszahler, sofern die Jahresrechnung der Vorinstanz einen Verlust aufweist, diesen anteilsmässig zu begleichen haben (vgl. ombudscom, Jahresbericht 2013, S. 36 ff.), und ihre geleisteten B e- träge auch nicht verzinst werden, ist nicht ersichtlich, inwiefern sie bevo r- zugt behandelt werden sollten. Schliesslich steht es jeder Anbieterin frei, sich für die eine oder andere Variante zu entscheiden. Insgesamt betrach- tet bestehen vernünftige Gründe dafür, die Kostenerhebung unterschie d- lich zu gestalten, mithin bei Fallzahlern die Gebühren um 20 % zu erh ö- hen. Eine Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots liegt demnach nicht vor. 7. 7.1 Schliesslich macht d ie Beschwerdeführerin sinngemäss geltend, die von der Vorinstanz in Rechnung gestellten Gebühren würden in einem of- fensichtlichen Missverhältnis zum jeweiligen Streitwert stehen und rügt somit eine Verletzung des Äquivalenzprinzips. Die kurze Zeit, innert der ein Schlichtungsvorschlag ausgearbeitet worden sei, zeige, dass keinerlei A-6494/2013 Seite 13 Fachkenntnis oder spezielle Aufwendungen dafür erforderlich gewesen seien. Daher seien die Verfahrenskosten auf nicht wesentlich mehr als Fr. 200.– zu reduzieren, falls die Verfügungen nicht aufgehoben würden. 7.2 Die Vorinstanz bringt diesbezüglich vor, die Gebühren würden au f- grund des Arbeitsaufwands, des Streitwertes sowie der Komplexität des Falles festgesetzt, wobei vor allem der Zeitfaktor massgebend sei. Unter Berücksichtigung dieser Kriter ien würden die der Beschwerdeführerin auferlegten Gebühren zwischen Fr. 653.– und Fr. 1'184.– das Äquiv a- lenzprinzip nicht verletzen. Sodann führt die Vorinstanz aus, sie habe den gesamten Betriebsau f- wand der Stiftung und der Schlichtungsstelle ausschliesslich über die Ver- fahrensgebühren der Anbieterinnen, welche nur für eigentliche Schlic h- tungsverfahren erhoben werden dürften, abzüglich die den Kunden aufer- legten Behandlungsgebühren von Fr. 20.– zu finanzieren. Dies sei bei der Festsetzung der G ebühr zu berücksichtigen, tragen doch gemäss den gesetzlichen Vorgaben die Anbieterinnen auch die Kosten für den Au f- wand, der aus der Erteilung von Auskünften entstehe. Um kostendeckend arbeiten zu können, hätten die Verfahrensgebühren im Jahr 2013 pro Fall durchschnittlich Fr. 974.20 betragen müssen. 7.3 7.3.1 Das Kostendeckungsprinzip besagt, dass der Gesamtertrag der Gebühren die gesamten Kosten des betroffenen Verwaltungszweigs nicht oder nur geringfügig übersteigen darf ( BGE 139 III 334 E. 3.2.3, 132 II 371 E. 2.1.; BVGE 2010/34 E. 9; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 2637 mit Hinweisen). Bei der Prüfung der Frage, ob eine Verfahren s- gebühr der Vorinstanz nicht in einem offensichtlichen Missverhältnis zur erbrachten Leistung steht (vgl. nachfolgend die Ausführungen zum Äqu i- valenzprinzip, E. 7.4), ist somit auch dem Umstand Rechnung zu tragen, dass die Gebühren von Gesetzes wegen die Kosten der Vorinstanz in s- gesamt decken sollen (vgl. Art. 40 FMG). 7.3.2 Aus den Akten sowie der Darlegung der Vorinstanz geht hervor, dass die Vorinstanz im Jahr 2012 einen geringfügigen Ertragsüberschuss von ca. Fr. 67'000.– erzielte, welchen sie – wie auch in früheren Jahren mit positivem Jahresabschluss – anteilsmässig an die Fernmeld e- dienstanbieterinnen zurückbezahlte. In der Jahresrech nung 2013 ist hi n- gegen ein Verlust von über Fr. 190'000.– ausgewiesen. Vor diesem Hin-A-6494/2013 Seite 14 tergrund kann nicht gesagt werden, die Vorinstanz arbeite gewinnorie n- tiert. Da die Vorinstanz mit den Gebühren, die sie für die Schlichtungsver- fahren erhebt, ihren gesamten Betriebsaufwand – unter anderem die Ge- hälter der Mitarbeiter, die Miete der Räumlichkeiten und die Kosten für das Informatiksystem – sowie die Beantwortung von Kundenanfragen zu finanzieren hat, kommt sie nicht umhin, zur Deckung ihrer laufenden Kos- ten Verfahrensgebühren zu erheben, welche möglicherweise die Kosten des im konkreten Einzelfall entstandenen Aufwands übersteigen. Ein so l- ches Vorgehen ist zumindest so lange nicht zu beanstanden, als zw i- schen dem Streitwert und der erhobenen Gebühr kein offens ichtliches Missverhältnis besteht (vgl. Ausführungen zum Äquivalenzprinzip E. 7.4), besteht doch der Wert des Schlichtungsverfahrens letztlich darin, eine Streitigkeit rasch zu beenden und deutlich höhere Folgekosten eines Z i- vilprozesses, eines Betreibungs- oder Strafverfahrens zu vermeiden (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -5556/2013 vom 18. Juni 2014 E. 5.3.1). 7.3.3 An diesem Ergebnis vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass die Vorinstanz darauf verzichtet, die im Gesetz vorgesehene B e- handlungsgebühr von Fr. 20.– einzufordern (vgl. Art. 12c Abs. 2 FMG und Art. 12 Abs. 1 Verfahrens- und Gebührenreglement). Ob es zulässig ist, dass die Vorinstanz diese Behandlungsgebühr von Fr. 20.– nicht einfor- dert, kann offen bleiben, erfüllen doch die eingeforderten Gebühren das Kostendeckungsprinzip auch so. Die Behandlungsgebühr wird gemäss Art. 12 A bs. 1 Verfahrens- und Gebührenreglement erst dann erhoben, wenn eine Kundin oder ein Kunde die Schlichtungsstelle mittels Gesuch anruft, also nicht bereits bei einer telefonischen Kontaktaufnahme, welche der Auskunft dient. Bei den rund 1'000 Schlichtungsverfahren pro Jahr ergeben sich somit lediglich Fr. 20'000.–, um das Defizit der Vorinstanz zu reduzieren. Weiter ist zu berücksichtigen, dass die Rechnung sstellung und allfällige Inkassoverfahren zur Eintreibung der Behandlungsgebühr auch Kosten verursachen würden. 7.3.4 Wie bereits aufgeführt, weist die Jahresrechnung 2013 einen Ve r- lust von über Fr. 190'000.– aus, weshalb bei weitem nicht davon gespr o- chen werden kann, dass der Gesamtertrag der Gebühren die gesamten Kosten stark übersteigen würde (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-5556/2013 vom 18. Juni 2014 E. 5.3.2). Die der Beschwerdeführerin auferlegten Verfahrensgebühren verletzen demnach das Kostend e- ckungsprinzip nicht. Zu prüfen bleibt, ob diese dem Äquivalenzprinzip entsprechen. A-6494/2013 Seite 15 7.4 7.4.1 Das Äquivalenzprinzip verlangt in Konkretisierung des Verhältni s- mässigkeitsgrundsatzes insbesondere, dass eine Gebühr nicht in einem offensichtlichen Missverhältnis zum objek tiven Wert der bezogenen Lei s- tung stehen darf , sondern sich in vernünftigen Grenzen bewegen muss (BGE 131 II 735 E. 3.2 mit Hinweisen). Der Wert der Leistung bestimmt sich entweder nach dem Nutzen, den sie dem Pflichtigen bringt, oder nach dem Kostenaufwand der konkreten Inanspruchnahme im Verhältnis zum gesamten Aufwand des betreffenden Verwaltungszweiges bzw. der betreffenden Behörde; allerdings bleibt auch hier eine gewisse Pausch a- lisierung zulässig. Die Gebühren müssen zudem nicht in jedem F all ge- nau dem Verwaltungsaufwand entsprechen, sollen aber nach sachlich vertretbaren Kriterien bemessen sein und nicht Unterscheidungen treffen, für die keine vernünftigen Gründe ersichtlich sind. Werden vergleichbare Leistungen auch von Privaten angeboten , kann auf den Marktwert abg e- stellt werden. Lässt sich der Wert der Leistung nur schwer beziffern, ve r- fügt der Gesetzgeber über einen weiten Entscheidungsspielraum ( HÄFE- LIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 2642). Im Unterschied zum Kostend e- ckungsprinzip bezieht sich das Äquivalenzprinzip nicht auf die Gesam t- heit der Erträge und Kosten in einem bestimmten Verwaltungszweig, sondern immer nur auf das Verhältnis von Abgabe und Leistung im ko n- kreten Fall ( TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, Allgemeines Verwaltung s- recht, 4. Aufl. 2014, § 58 , Rz. 19 ff.; vgl. zum Ganzen auch Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-5556/2013 vom 18. Juni 2014 E. 5.4, A-5998/2010 vom 29. März 2012 E. 5 und A-6384/2011 vom 11. Oktober 2012 E. 7.3). 7.4.2 Wie bereits ausgeführt legt Art. 14 Abs. 1 Verfahrens- und Gebüh- renreglement einen Rahmen für die den Fernmelde - und Mehrwer t- dienstanbieterinnen aufzuerlegenden Verfahrensgebühren von Fr. 200.– bis Fr. 3'000.– (exkl. Mehrwertsteuer) fest. Abs. 2 dieser Bestimmung hält die Vorinstanz dazu an, die Verfahrensgebühren namentlich aufgrund der Komplexität des Falles, des Streitwerts und des Arbeitsaufwands festz u- setzen. Nach Abs. 3 i.V.m. Art. 16 Verfahrens- und Gebührenreglement werden die Verfahrensgebühren um 20 % erhöht, wenn es sich beim pflichtigen Anbieter nicht um einen Vorauszahler handelt, der die Verfa h- renskosten per vertraglicher Verpflichtung mit der Vorinstanz vorab en t- richtet. Das Bundesverwaltungsgericht hatte bereits mehrfach Gebühren der Vorinstanz auf ihre Rechtmässigkeit hin zu überprü fen. Nicht bea n- standet wurde unter anderem: A-6494/2013 Seite 16 – Eine Gebühr in der Höhe von Fr. 1'510.– (zzgl. Mehrwertsteuer, mit Fallzahlerzuschlag von 20 %) bei einem Streitwert von Fr. 456.– für ein Verfahren, in dem ein fundierter Schlichtungsvorschlag ausgea r- beitet wurde und dafür ein erheblicher Aufwand be trieben wurde (Ur- teil des Bundesverwaltungsgerichts A -5556/2013 vom 18. Juni 2014 E. 5.4.4). – Eine Gebühr in der Höhe von Fr. 1'620.– (zzgl. Mehrwertsteuer, ohne Fallzahlerzuschlag von 20 %) für ein Verfahren mit e inem Streitwert von Fr. 422.25, in dem ein Schlichtungsvorschlag ausgearbeitet wu r- de und ein gewisser Aufwand für eine vertiefte Würdigung des Sac h- verhalts sowie der Rechtslage betrieben wurde (Urteil des Bunde s- verwaltungsgerichts A-4903/2010 vom 17. März 2011 E. 5.3.3). Als unangemessen bzw. mit dem Äquivalenzprinzip nicht vereinbar ei n- gestuft wurde bzw. wurden insbesondere: – Eine Gebühr von Fr. 780.– (zzgl. Mehrwertsteuer, mit Fallzahlerz u- schlag von 20 %) für ein Verfahren mit einem Streitwert von Fr. 75.35, in dem sich die Parteien während des einfachen Schrifte n- wechsels einigten und in dem die Vorinstanz keine eigenen rechtl i- chen Abklärungen vornehmen musste. Die Sache wurde zur Neub e- urteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen (Urteil des Bundesve r- waltungsgerichts A-4903/2010 vom 17. März 2011 E. 5.3.1). – Eine Gebühr von Fr. 900.– (zzgl. Mehrwertsteuer, mit Fallzahlerz u- schlag von 20 %) für ein Verfahren mit einem Streitwert von Fr. 115.85, in dem sich die Parteien während des Schriftenwechsels einigten, die Vorinstanz e inen Schlichtungsvorschlag aus arbeitete, der sich auf die Wiederholung der Parteistandpunkte sowie die Ein i- gung beschränkte, und dafür einen Aufwand von zwei Stunden ge l- tend mach te. Die Gebühr wurde auf Fr. 700.– reduziert (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-5998/2010 vom 29. März 2012 Bst. A.a und E. 5.3.1). – Gebühren zwischen Fr. 816.– und Fr. 1'143.– in Verfahren, in denen eine Einigung erst nach mehrmaligem Austausch von Angeboten bzw. Gegenangeboten zustande kam, eine eigene rechtliche Beurtei- lung und Sachverhaltsana lyse jedoch unterbleiben konnte. Die G e- bühren, welche Fr. 816.– überstiegen, wurden jeweils auf Fr. 820.– festgesetzt (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -5998/2010 vom 29. März 2012 Bst. A.b und E. 5.3.2). Die vorliegenden Gebührenverfügungen sind im Lichte dieser Rechtspr e- chung zu prüfen. 7.4.3 Im Schlichtungsverfahren C31284 bestritt die Kundin, einen Vertrag mit der Beschwerdeführerin abgeschlossen zu haben bzw. sie berief sich auf die rechtzeitige Kündigung, weshalb sie sich weigerte, die Pauschale A-6494/2013 Seite 17 infolge vorzeitiger Vertragsbeendigung in der Höhe von Fr. 289.– zu be- zahlen. Die Beschwerdeführerin liess sich nicht vernehmen, stellte der Vorinstanz jedoch eine Kopie ihres Schreibens an die Kundin zu, wonach sie den Vertrag aus Kulanz auflöse und auf die Auflösungspauschale s o- wie die Mahnkosten verzichte. Die Vorinstanz stellte den Parteien in der Folge einen Schlichtungsvorschlag zu. Da die Kundin das Schlichtung s- begehren daraufhin zurückzog, schloss die Vorinstanz das Verfahren ab und stellte der Beschwerdeführerin eine Verfahrensgebühr in der Höhe von Fr. 680.– (zzgl. Mehrwertsteuer, mit Fallzahlerzuschlag von 20 %) in Rechnung. Sie stützte sich dabei auf die unterdurchschnittliche Komplexi- tät, den mittleren Streit wert (Fr. 289.–), den mittleren Aufwand sowie den Zuschlag für Fallzahler. Den von der Vorinstanz eingereichten Unterlagen lässt sich entnehmen, dass ihre Tätigkeit hauptsächlich darin bestand, die notwendigen Unterla- gen sowie die Stellungnahme der Beschwerdeführerin einzufordern, in einem separaten Schreiben nochmals einen Mahnstopp zu verlangen und einen Schlichtungsvorschlag auszuarbeiten. Die jeweiligen Begleitschrei- ben bestehen aus Standardtexten bzw. Textbausteinen und finden sich in jedem der vorliegenden Verfahren. Der fünfseitige Schlichtungsvorschlag, dessen zwei letzte Seiten für die Unterschriften reserviert sind, be- schränkt sich darauf, das Begehren der Kundin beinahe wörtlich wieder- zugeben, einen Teil der Stellungnahme der Beschwerdeführ erin aus d e- ren Mitteilung zu übernehmen und gestützt darauf das Schlichtungse r- gebnis festzuhalten. Wie aus den Akten hervorgeht und von der Vori n- stanz auch nicht bestritten wird, hat sie keine rechtlichen Abklärungen ge- tätigt, da die Beschwerdeführerin dem Begehren der Kundin vollumfän g- lich entsprochen hat. Zu Recht bezeichnet die Vorinstanz daher die Kom- plexität als unterdurchschnittlich und auch der zeitliche Aufwand von 1 Stunde und 50 Minuten ist nicht zu beanstanden . Unter Berücksicht i- gung des Gebührenrahmens, der Fr. 200.– bis Fr. 3'000.– beträgt, der bisherigen Rechtsprechung, namentlich des in E. 7.4.2 vierten Lemmas genannten Urteils, sowie des strittigen Betrags von Fr. 289.– liegt insge- samt betrachtet kein offensichtliches Missverhältnis zwischen den Verfah- rensgebühren von Fr. 680.– und dem Leistungswert vor. Die von der Vor- instanz in Rechnung gestellte Gebühr ist demnach nicht zu beanstanden. 7.4.4 Nach Eröffnung des Schlichtungsverfahrens C30286 löste die B e- schwerdeführerin zunächst nur den Vertrag auf und hielt an der Ford e- rung der Gesprächskosten fest. Nachdem die Vorinstanz die Ausarbe i- tung eines Schlichtungsvorschlags ankündigte, verzichtete die B e-A-6494/2013 Seite 18 schwerdeführerin auch auf die se Kosten sowie die Mahngebühren und zog das bereits eingeleitete Inkassoverfahren zurück. Da sie den Schlich- tungsvorschlag nicht unterzeichnete, schloss die Vorinstanz das Verfah- ren als gescheitert ab und stellte eine Verfahrensgebühr von Fr. 680.– (zzgl. Mehrwertsteuer, mit Fallzahlerzuschlag von 20 %) in Rechnung. Aus den Unterlagen geht hervor, dass sich der Aufwand der Vorinstanz , den sie mit 1 Stunde und 50 Minuten beziffert, nicht wesentlich vom oben genannten Verfahren unterscheidet. Namentlich hat sie auch in diesem Fall lediglich einen kurzen Schlichtungsvorschlag ausarbeiten müssen, da die Beschwerdeführerin den Begehren des Kunden entsprochen hat. An- haltspunkte für rechtliche oder v ertiefte tatsächliche Abklärungen sind auch im vorliegenden Fall nicht vorhanden. Da der Streitwert mit Fr. 289.– (recte: Fr. 377.10, zusammengesetzt aus den Gesprächskosten von Fr. 88.10 sowie der dem Kunden vor Eröffnung des Schlichtungsverfa h- rens angedrohten Auflösungspauschale von Fr. 289.–) im Unterschied zum vorherigen Verfahren sogar höher ist , steht die erhobene Gebühr von Fr. 680.– erst Recht nicht in einem offensichtlichen Missverhältnis zur Leistung der Vorinstanz. 7.4.5 Im Schlichtungsverfahren C31415 machte der Kunde geltend, er habe aufgrund der telefonischen Auskunft davon ausgehen dürfen, dass er nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit den Vertrag jederzeit hätte auf- lösen können. E r sei daher nicht gewillt, die Auflösungspauschale von Fr. 289.– infolge vorzeitiger Kündigung sowie der Mahnkosten, insgesamt ausmachend Fr. 625.65 (recte: Fr. 628.15), zu bezahlen; ohnehin basiere der Vertragsabschluss auf einer absichtlichen Täuschung. Auf die Auffo r- derung der Vorinstanz eine Stellungnahme einzureichen, teilte die B e- schwerdeführerin mit, sie werde den Vertrag auflösen, auf sämtliche Fo r- derungen verzichten un d das bereits eingeleitete Inkasso - und Betre i- bungsverfahren zurück ziehen. Den daraufhin ausgearbeiteten Schlic h- tungsvorschlag unterzeichnete sie dagegen nicht und das Verfahren wur- de als gescheitert abgeschlossen. Die Vorinstanz stellte ihr eine Verfah- rensgebühr von Fr. 688.– (zzgl. Mehrwertsteuer, mit Fallzahlerzuschlag von 20 %) in Rechnung. Sie bezeichnete dieses Verfahren als unte r- durchschnittlich komplex, da keine juristischen Abklärungen erforderlich gewesen seien, mittel aufwändig und mit hohem Streitwert. Das vorliegende Verfahren ist hinsichtlich des Arbeitsaufwands (1 Stunde und 45 Minuten) und der Komplexität vergleichbar mit den vorherigen Verfahren. Bezüglich der Beurteilung kann daher auf die vorstehenden A-6494/2013 Seite 19 Ausführungen verwiesen werden. Folg lich ist auch in diesem Fall festz u- stellen, dass die Verfahrensgebühr in der Höhe von Fr. 688.– mit dem Äquivalenzprinzip vereinbar ist. 7.4.6 Im von der Ausgangslage her sehr ähnlichen Schlichtungsverfahren C31730 – Auflösung des Vertrags und Stornierung der Auflösungspau- schale sowie der Gesprächs - und Mahnkosten in der Höhe von insg e- samt Fr. 348.10 durch die Beschwerdeführerin nach Einleitung des Schlichtungsverfahrens – unterzeichnete die Beschwerdeführerin den Schlichtungsvorschlag ebenfalls nicht. Die Vorinstanz schloss das Verfah- ren als gescheitert ab und stellte der Beschwerdeführerin eine Verfa h- rensgebühr von Fr. 786.– (zzgl. Mehrwertsteuer, mit Fallzahlerzuschlag von 20 %) in Rechnung. Bei der Festsetzung der Gebühr sei die unte r- durchschnittliche Komplexi tät, der mittlere Aufwand sowie der mittlere Streitwert berücksichtigt worden. Auch dieses Verfahren ist insofern mit den oben genannten vergleichbar, als die Vorinstanz keine rechtlichen Abklärungen vornehmen musste und daher lediglich einen kurzen Schlichtu ngsvorschlag auszuarbeiten hatte; der Aufwand ist mit 2 Stunden und 5 Minuten hinge gen höher ausgefal- len. Mit Blick auf den strittigen Betrag von Fr. 348.10 sowie die Ausfüh- rungen zur Verhältnismässigkeit in den Verfahren C30286 und C31415 steht die erhobene Gebühr von Fr. 786.– nicht in einem offensichtlichen Missverhältnis mit dem Leistungswert. 7.4.7 Auch im Schlichtungsverfahren C31051 teilte die Beschwerdeführ e- rin der Vorinstanz nach Erö ffnung des Schlichtungsverfahrens mit, sie werde den Vertrag auflösen und auf die Auflösungspauschale sowie die Gesprächs- und Mahnkosten verzichten. Die Kundin zog daraufhin das Schlichtungsbegehren zurück und die Vorinstanz schloss das Ve rfahren ab. Die Verfahrensgebühr belief sich auf Fr. 605.– (zzgl. Mehrwertsteuer, mit Fallzahlerzuschlag von 20 %). Aus den Akten geht hervor, dass sich der Aufwand der Vorinstanz darauf beschränkte, nach der Einforderung der relevanten Unterlagen die B e- schwerdeführerin z ur Stellungnahme aufzufordern und schliesslich das Verfahren infolge Rückzugs des Schlichtungsbegehrens durch die Kundin abzuschliessen. Ihr Arbeitsaufwand ist abgesehen davon, dass sich vo r- liegend die Ausarbeitung eines Schlichtungsvorschlags erübrigte, mit dem der bisher geprüften Verfahren vergleichbar und in der geltend gemac h- ten Höhe von 1 Stunde und 35 Minuten auch nicht zu beanstanden . Da A-6494/2013 Seite 20 keine rechtlichen Abklärungen erforderlich waren, geht die Vorinstanz z u- dem zu Recht von einer unterdurchschnittl ichen Komplexität aus. Unter Berücksichtigung des strittigen Betrags von Fr. 306.85 kann deshalb nicht von einem offensichtlichen Missverhältnis zwischen Kosten und Lei s- tungswert ausgegangen werden. 7.4.8 Im Schlichtungsverfahren C29074 bestritt der Kunde, eine n Vertrag mit der Beschwerdeführerin abgeschlossen zu haben, weshalb er die Auf- lösungspauschale von Fr. 289.– sowie die Mahngebühren nicht bezahlen wollte. Nachdem die Beschwerdeführerin von der Vorinstanz zur Ste l- lungnahme aufgefordert wurde, löste sie de n Vertrag auf und stornierte sämtliche Forderungen. Die Vorinstanz erstellte daraufhin einen Schlic h- tungsvorschlag, den die Beschwerdeführerin jedoch nicht unterzeichnete. Für dieses als gescheitert abgeschlossene Verfahren, das sie als unte r- durchschnittlich komplex, mittel aufwändig und mit mittlerem Streitwert bezeichnete, stellte sie der Beschwerdeführerin eine Verfahrensgebühr von Fr. 1'097.– (zzgl. Mehrwertsteuer, mit Fallzahlerzuschlag von 20 %) in Rechnung. In diesem Verfahren macht die Vorinstanz mit 2 Stunden und 55 Minuten einen höheren Aufwand geltend als in den bisherigen Verfahren, da ihr unter anderem erst nach der vierten Aufforderung sämtliche relevante n Unterlagen für die Prüfung der Eintretensvoraussetzungen vorlagen. Im Weiteren hat sie auch hier lediglich einen kurzen Schlichtungsvorschlag ausarbeiten müssen, da die Beschwerdeführerin den Begehren des Ku n- den vollumfänglich entsprach. Rechtliche Abklärungen waren somit nicht erforderlich. In Anbetracht des strittigen Betrags von Fr. 289.– ist die Ge- bühr im Umfang von Fr. 1'097.– zwar eher hoch ausgefallen, sie ist aber aufgrund des deutlich höheren Zeitaufwands mit dem Äquivalenzprinzip noch vereinbar. 7.4.9 Schliesslich löste die Beschwerdeführerin auch im Schlichtungsver- fahren C32162 den Vert rag nach der Verfahrenseröffnung auf und ve r- zichtete auf die Auflösungspauschale in der Höhe von Fr. 289.–, hielt aber an ihrer Forderung für Fernmeldekosten fest. Die Kundin zog daraufhin das Schlichtungsbegehren zurück und die Vorinstanz schloss das Verfah- ren ab. Aufgrund der unterdurchschnittlichen Komplexität, dem mittleren Aufwand sowie dem mittleren Streitwert auferlegte sie der Beschwerde- führerin eine Gebühr in der Höhe von Fr. 851.– (zzgl. Mehrwertsteuer, mit Fallzahlerzuschlag von 20 %). A-6494/2013 Seite 21 Unter Berücksichtigung der Schlichtungsverfahren C31284 und C30286, bei der der strittige Betrag von gleicher Höhe war und zudem noch ein Schlichtungsvorschlag ausge arbeitet wurde, erscheint eine Verfahren s- gebühr von Fr. 851.– zunächst als eher hoch angesetzt. Bei einer genau- eren Prüfung wird jedoch ersichtlich, dass bis zum Eingang der Rüc k- zugserklärung – im Vergleich zu anderen Verfahren – ein deutlich höherer Zeitaufwand ausgewiesen ist. Der Gesamtaufwand beläuft sich auf 2 Stunden und 15 Minuten und setzt sich im Wesentlichen zusammen aus der Einforderung und Prüfung der relevanten Dokumente, dem Pr ü- fen der Eintretensvoraussetzungen, der Aufforderung der Beschwerdefüh- rerin zur Stellungnahme sowie der Anzeige des Verfahrensabschlusses an die Parteien nach Eingang der Rückzugserklärung ; eine rechtliche Beurteilung konnte auch in diesem Fall unter bleiben. Die Höhe der G e- bühr begründet die Vorinstanz ergänzend mit der Ausarbeitung eines Schlichtungsvorschlags, da der Rückzug des Schlichtungsbegehrens später erfolgt sei. Den Akten lässt sich entnehmen, dass der Rückzug am 24. Oktober 2013, also drei Tage nachdem die Vorinstanz das Schreiben der Beschwerdeführerin über die Vertragsauflösung erhalten hatte, erfolg- te und die Vorinstanz in der Zwischenzeit einen Schlichtu ngsvorschlag ausgearbeitet hatte. Sie macht dafür einen Aufwand von 5 Mi nuten gel- tend; weitere 30 Minuten, die sie für den Schlichtungsvorschlag aufg e- wendet hat, stellt sie h ingegen nicht in Rechnung. Obwohl das Schlich- tungsbegehren als durch Rückzug erled igt abgeschrieben wurde, kann aufgrund der genannten Umstände des Einzelfalls noch nicht davon g e- sprochen werden, dass mit der Gebührenerhebung von Fr. 851.– das Äquivalenzprinzip verletzt wird. 7.5 Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen sind sämtliche Be- schwerden abzuweisen. 8. Bei diesem Verfahrensausgang gilt die Beschwerdeführerin als unterli e- gend und hat daher die Verfahrenskosten zu tragen. Diese werden auf Fr. 2'000.- festgesetzt (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 des Regl e- ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Sie sind mit dem bereits geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen. Die obsiegende Vorinstanz hat als Behörde keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 7 Abs. 3 VGKE). Der unterliegenden B e-A-6494/2013 Seite 22 schwerdeführerin steht ebenfalls keine Parteientschädigung zu (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 1 VGKE). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerden in den Verfahren A-6494/2013, A -6504/2013, A-6505/2013, A-6506/2013 A-6507/2013, A-6867/2013 und A -6871/2013 gegen die Gebührenverfügungen C31284, C29074, C30286, C32162, C31051, C31415 sowie C31730 werden abgewiesen. 2. Der Beschwerdeführerin werden Verfahrenskosten in der Hö he von Fr. 2'000.– auferlegt. Dieser Betrag wird mit de m geleisteten Kostenvor- schuss in gleicher Höhe verrechnet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Gerichtsurkunde) – das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Maurizio Greppi Flurina Peerdeman A-6494/2013 Seite 23 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abz ufassen und hat die Begehren, deren B e- gründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: