<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/html4/loose.dtd"> <html lang="en"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Entscheid: UV.2006.00298</title> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/favicon.ico" rel="SHORTCUT ICON"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/dijit/themes/tundra/tundra.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/ibm/domino/widget/layout/css/domino-default.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xsp.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspLTR.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspFF.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger.scss" media="screen" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger_print.scss" media="print" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body class="xspView tundra"> <form action="/c050018/svg/findexweb.nsf/urteil.xsp?uid=UWEE-9AQQX4" class="xspForm" enctype="multipart/form-data" id="view:_id1" method="post"> <header><div class="container-main noprint"><div class="container-header"><img alt="" class="xspImage" id="view:_id1:_id2:image1" src="/c050018/svg/findexweb.nsf/logo.png"/><div class="container-header-slogan show-for-medium"><h6>Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</h6></div></div></div></header><div class="container"> <div class="inner-container1 wrap clearfix"> <section class="vacancy"><div class="grid-container container-main"> <div class="grid-x grid-margin-x grid-margin-y container-form"> <div class="cell small-9 noprint"> <span>Entscheid: UV.2006.00298<span class="xspTextComputedField"></span></span></div> <div class="cell small-3 noprint"> <a href="#" id="view:_id1:lnkPrint">Drucken</a><a href="#" id="view:_id1:lnkBack">Zurück</a></div> <div class="cell small-12"> <div id="view:_id1:inputRichText1"><div class="domino-par--indent"><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b>UV.2006.00298</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b> </b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">des Kantons Zürich</font><br/> <font face="serif" size="3">II. Kammer</font> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichter Walser als Referent</font></p> <p><font face="serif" size="3">Gerichtssekretär Meier</font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Verfügung vom 14. Dezember 2006</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"><b>A.___</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Oberwiesenstrasse 30, 8050 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Beschwerdeführer</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">vertreten durch Rechtsanwalt Eduard M. Barcikowski</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Zollikerstrasse 4, Postfach 1969, 8032 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"><b>Schweizerische Unfallversicherungsanstalt</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Sachverhalt:</b></font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1. Mit Beschwerdeerhebung vom 19. September 2006 ersuchte A.___ um unentgeltliche Prozessführung und um Bestellung von Rechtsanwalt Eduard M. Barcikowski als unentgeltlichen Prozessvertreter (Urk. 1 S. 2 oben).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">2. Mit Eingabe vom 28. Oktober 2006 reichte er den ausgefüllten Fragebogen "Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung" einschliesslich diverser Beilagen und einer Bestätigung der Steuerbehörde ein (Urk. 5-7).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">3. Am 31. Oktober 2006 reichte die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt die Beschwerdeantwort ein (Urk. 8).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Der Referent zieht in Erwägung:</b></font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1.1 Gemäss Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) ist das Verfahren vor kantonalen Versicherungsgerichten in Unfallversicherungssachen kostenlos, Mutwilligkeit oder Leichtsinnigkeit vorbehalten. Auf das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung kann daher zufolge Gegenstandslosigkeit nicht eingetreten werden.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1.2 Gemäss Art. 61 lit. f ATSG wird einer gesuchstellenden Person ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt, wenn es die Verhältnisse rechtfertigen. Im Einzelnen ist vorausgesetzt, dass ihre Vertretung notwendig oder zumindest sachlich geboten ist. Ferner darf das Verfahren nicht aussichtslos sein. Schliesslich ist erforderlich, dass die gesuchstellende Person bedürftig ist, das heisst, es müssen ihr die finanziellen Mittel fehlen, um neben dem Lebensunterhalt für sich und gegebenenfalls für die Familie auch noch für die Kosten ihrer Vertretung aufzukommen. Es dürfen wohl gewisse Opfer verlangt werden, jedoch soll sich die gesuchstellende Person nicht in eine Notlage begeben müssen, um für den Prozess die erforderlichen Mittel zu beschaffen. Ausschlaggebend für die Beurteilung der Bedürftigkeit sind die gesamten finanziellen Mittel, die zur Verfügung stehen. Darunter fallen die laufenden, tatsächlichen Erwerbs- und Vermögenseinkünfte sowie sonstige Einkünfte, beispielsweise Sozialversicherungsleistungen, und des Weiteren Werte des eigenen Vermögens. Ausgenommen von der Hinzurechnung zu den für die Bestreitung der Vertretungskosten zur Verfügung stehenden Mittel sind die Alimente des nicht obhutsberechtigten Elternteils an den Unterhalt der Kinder. Bei diesen Beträgen handelt es sich von Gesetzes wegen um gebundene Mittel, die dem obhutsberechtigten Elternteil nicht dazu dienen dürfen, eigene Schulden zu decken oder den eigenen Lebensstandard zu verbessern. Für die Berechnung der Bedürftigkeit stellt das Sozialversicherungsgericht praxisgemäss auf das Kreisschreiben der Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich, Richtlinien für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums vom 23. Mai 2001, ab (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, Art. 61 Rz. 89; Christian Zünd, Kommentar zum Gesetz über das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, Zürich 1999, N 6 ff. zu § 16).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1.3 Gemäss ausgefülltem Formular "Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung" und den dazu eingereichten Unterlagen (Urk. 6-7) ist ausgewiesen, dass der Beschwerdeführer mit seinen Einnahmen von Fr. 1'815.-- seine notwendigen Auslagen gemäss Kreisschreiben der Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich, Richtlinien für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums vom 23. Mai 2001, im Betrag von Fr. 2'725.-- pro Monat nicht zu decken vermag.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1.4 Aus Urk. 7/3 ergibt sich, dass der Beschwerdeführer per 10. Oktober 2006 auf einem auf ihn persönlich lautenden Konto über den Betrag von Fr. 93'337.05 verfügte. Nach unbelegten Angaben des Rechtsvertreters handelt es sich dabei um den Restbetrag einer Zahlung unter dem Titel „Integritätsentschädigung“.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Gemäss Urk. 9/180 verfügte die Beschwerdegegnerin am 20. Oktober 2005 die Zahlung einer Integritätsentschädigung im Betrag von Fr. 85'440.--, allerdings auf ein anderes als das angegebene Konto. Es ist demnach davon auszugehen, dass es sich beim Betrag von Fr. 93'337.05 nicht ausschliesslich um die Summe aus der Zahlung unter dem Titel „Integritätsentschädigung“ handelt.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Das Argument des Rechtsvertreters, wonach es sich bei einer Integritätsentschädigungszahlung um einen einer Genugtuungszahlung gleichzusetzenden Vermögenswert handelt (vgl. Urk. 5 S. 1 unten), welcher demzufolge bei der Beurteilung ausser acht zu lassen sei, vermag nicht zu überzeugen. Eine Genugtuung wird unabhängig von den wirtschaftlichen Folgen eines Unfalls zugesprochen und wiegt nicht den wirtschaftlichen Schaden, sondern einen Eingriff in das seelische Wohlbefinden auf (Schnyder in Honsell/Vogt/Wiegand, Basler Kommentar zum Schweizerischen Privatrecht, Obligationenrecht I, 3. Auflage, Basel 2003, N 4 zu Art. 47 des Obligationenrechts (OR), S. 366, mit weiteren Verweisen). Demgegenüber ist eine Integritätsentschädigung aus Unfallversicherungsrecht geschuldet, wenn eine dauernde Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität durch einen Unfall eingetreten ist (vgl. Art. 24 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung, UVG). Bei der Integritätsentschädigung steht der immaterielle Ausgleich des Schadens im Vordergrund (Rumo-Jungo in Murer/Stauffer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Auflage, Zürich 2003, S. 159 Mitte). In konstanter Praxis erachtet das Eidgenössische Versicherungsgericht ausbezahlte Versicherungsleistungen, auch solche zufolge Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität, als dem Vermögen zurechenbar (vgl. Urteil vom 29. August 2006 in Sachen A., U 445/05, Erw. 6.3.2 f., Urteil vom 2. April 1998 in Sachen D., B 10/98, Alfred Bühler in Schöbi, Gerichtskosten, Parteikosten, Prozesskaution, unentgeltliche Prozessführung, Bern 2001, S. 150 ff.).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Somit verfügt der Beschwerdeführer nach Abzug des gerichtsüblichen Vermögensfreibetrags von Fr. 10'000.-- nach wie vor über ein zu berücksichtigendes Reinvermögen von mehr als Fr. 80'000.--.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1.5 Aufgrund der vorhandenen Vermögenswerte, mit welchen der Beschwerdeführer die Vertretungskosten begleichen kann, braucht das Vorhandensein der weiteren Voraussetzungen zur Bejahung des Anspruchs auf unentgeltliche Rechtsvertretung nicht näher geprüft zu werden. Zusammenfassend ergibt sich, dass es vorliegend an der Bedürftigkeit mangelt, weshalb das Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltlichen Rechtsvertretung abzuweisen ist.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">2. Nach Eingang der Beschwerdeantwort vom 31. Oktober 2006 (Urk. 8) erweist sich der Prozess als spruchreif, weshalb der Schriftenwechsel zu schliessen ist.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Der Referent verfügt:</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">1. Auf das Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung wird nicht eingetreten.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">2. Das Gesuch um Bewilligung eines unentgeltlichen Prozessvertreters wird abgewiesen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">3. Eine Kopie der Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 31. Oktober 2006 (Beschwerdeantwort, Urk. 8) wird dem Beschwerdeführer zugestellt. Damit wird der Schriftenwechsel als geschlossen erklärt.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Allfällige weitere Verfahrensschritte sowie der Endentscheid werden den Parteien zu gegebener Zeit schriftlich mitgeteilt.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">4. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Rechtsanwalt Eduard M. Barcikowski</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Schweizerische Unfallversicherungsanstalt</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">5. Gegen Ziff. 2 dieses Entscheides kann innert </font><font face="RotisSansSerif" size="3"><b>10 Tagen</b></font><font face="RotisSansSerif" size="3"> seit der Zustellung beim Eidgenössischen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die beschwerdeführende Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).</font> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> </div></div></div> </div> </div> </section></div> </div> <input id="view:_id1__VUID" name="$$viewid" type="hidden" value="!2huv3j9ofkxgy6nzk34dvhnyo!"/> <input name="$$xspsubmitid" type="hidden"/> <input name="$$xspexecid" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitvalue" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitscroll" type="hidden"/> <input name="view:_id1" type="hidden" value="view:_id1"/></form> </body> </html>