B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-6356/2012/mel U r t e i l v o m 2 1 . D e z e m b e r 2 0 1 2 Besetzung Einzelrichter Bendicht Tellenbach, mit Zustimmung von Richter Daniel Willisegger, Gerichtsschreiber Linus Sonderegger. Parteien A._______, geboren (…), Sri Lanka, vertreten durch Gabriel Püntener, Rechtsanwalt, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 23. November 2012 / N (…). D-6356/2012 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer am 31. Juli 2008 im Empfangs- und Verfah- renszentrum (EVZ) Basel um Asyl nachsuchte, dass das B FM dieses Asylgesuch mit Entscheid vom 20. Oktober 2011 abwies, unter Anordnung der Wegweisung aus der Schweiz sowie des Vollzugs, dass eine gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde mit Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D -6457/2011 vom 28. Februar 201 2 abg e- wiesen wurde, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 2. November 2012 ein zweites Asylgesuch stellte und mit seinem Gesuch diverse Beweismittel einreichte, dass das BFM auf dieses Asylgesuch mit Verfügung vom 23. November 2012 – eröffnet frühestens am 30. November 2012 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht eintrat, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 7. Dezember 2012 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben , und die Sache sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, dass eventualiter die Vorinstanz anzuweisen sei, auf das Asylgesuch ein- zutreten, dass subeventualiter die Dispositivziffern 3 , 4 und 6 der angefochtenen Verfügung aufzuheben seien und die Unzulässigkeit respektive Unzumut- barkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen sei, dass im Falle der Gutheissung eine angemessene Frist zu r Einreichung einer Kostennote anzusetzen sei, dass um Mitteilung des Spruchgremiums ersucht wurde, dass über die vorliegende Beschwerde in 5er- eventuell in 3er-Besetzung zu entscheiden sei, D-6356/2012 Seite 3 dass als Beweismittel ein Bericht von TamilNet beilag, dass die vorinstanzlichen Akten am 21. Dezember 2012 beim Bundesver- waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), und erwägt, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls über B e- schwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgese t- zes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM in der Regel – so auch vorliegend – endgültig entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG ric h- tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehung sweise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend auf ge- zeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Ar t. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften - wechsel verzichtet wurde, D-6356/2012 Seite 4 dass das Ersuchen u m Bekanntgabe der Besetzung des Spruchgrem i- ums mit Zustellung des vorliegenden Entscheids hinfällig wird, dass auf den prozessualen Antrag, über die vorliegende Beschwerde in 5er- respektive 3er-Besetzung zu entscheiden, mangels Antragsberechti- gung nicht einzutreten ist, dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu übe r- prüfen (Art. 32 – 35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwer - deinstanz im Asylpunkt auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Zweitgesuch nicht eingetrete n ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5 S. 116), dass sich das Bundesverwaltungsgericht – sofern es den Nichteintr e- tensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen materiel- len Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zur neuen Entscheidung an das BFM zurückweist, dass der Beschwerdeführer unbestrittenermassen bereits ein Asylverfah - ren durchlaufen hat und nach dessen Abschluss nicht ins Heimatland z u- rückgekehrt ist, dass demnach die formellen Voraussetzungen von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG grundsätzlich erfüllt sind, die Anwendung dieser Gesetzesbestim - mung aber ausserdem eine summari sche mate rielle Prüfung der Sach - lage voraussetzt, die sich auf die Frage beschränkt, ob Hinweise auf zwi - schenzeitlich eingetretene Ereignisse vorliegen, die geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder die für die Gewährung des vo- rübergehenden Schutzes relevant sind, dass allfällige diesbezügliche Hinweise nur einem tiefen Beweismass g e- nügen müssen und lediglich verlangt wird, dass sich Hinweise auf eine relevante Verfolgung ergeben, welche nicht von vornherein haltlos sind (vgl. BVGE 2009/53 E. 4.2, mit weiteren Hinweisen; BVGE 2008/57 E. 3.2; EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.3), dass der Beschwerdeführer sein zweites Asylgesuch damit be gründete, er gehöre der sozialen Gruppe der jungen, tamilischen, abgewiesenen und von der Rückschaffung bedrohten Asylsuchenden aus einem europä- ischen Zentrum der Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) an, D-6356/2012 Seite 5 dass Grossbritannien im Februar und März 2012 abg ewiesene Asylsu- chende nach Sri Lanka zurückgeschafft habe, dass diese Personen zum Teil verhaftet und gefoltert worden sei en und einige davon in Polizeigewahrsam verschwunden seien, dass im September 2012 erneut Rückschaffungen stattgefunden hätten, das Schicksal dieser Rückkehrer jedoch noch nicht bekannt sei, dass aber befürchtet werden müsse, diesen sei das Gleiche widerfahren, dass somit feststehe, dass Angehörige dieser sozialen Gruppe generell in asylrelevanter Weise verfolgt würden, dass diesbezüglich weitere Abklärungen angezeigt seien und insbeso n- dere die britischen Akten hinzugezogen werden müssten, dass zusätzlich geltend gemacht wurde, der Beschwerdeführer s ei von 2008 bis 2009 für das WTCC in Zürich aktiv gewesen und habe dort unter anderem für den Finanzchef der LTTE, Chelliah Jeyapalan, gearbeitet, dass der Beschwerdeführer in dieser Zeit Kontakte mit weiteren LTTE - Kadern unterhalten habe, dass er ab 2009 geholfen habe, LTTE -Versammlungen und Demonstrati- onen zu organisieren sowie Gelder zu sammeln, dass als Beweismittel diverse Berichte und Zeitungsartikel sowie ein Bes- tätigungsschreiben der WTCC und ein Foto eingereicht wurden, dass das BFM seine Verfügung damit begründete, dass sich der B e- schwerdeführer zum Teil auf Berichte stütze, die sich auf Ereignisse b e- zögen, die vor dem 28. Februar 2012 eingetreten und daher für den vo r- liegenden Fall unbeachtlich seien, dass aus den Berichten, die sich auf Ereignisse nach dem 28. Februar 2012 bezögen und auch aus dem von den britischen Behörden verfüg ten Vollzugsstopp nicht hervorgehe, dass eine Kollektivverfolgung sgefahr für Rückkehrer bestehe, dass vielmehr nach wie vor im Rahmen einer Einzelfallprüfung eine allfä l- lige Gefährdung zu evaluieren sei, D-6356/2012 Seite 6 dass eine solche Gefährdung zu verneinen sei, da si ch die eingereichten Berichte auf Fälle bezögen, bei welchen den Rückkehrern jeweils eine Unterstützung der LTTE nachgesagt worden sei, wohingegen das Bu n- desverwaltungsgericht im Urteil vom 28. Februar 2012 festgehalten habe, der Beschwerdeführer verfüge über keine Verbindungen zur LTTE, die ei- ne asylrelevante Verfolgung befürchten lassen würden, dass sich die beantragten weiteren Abklärungen wie der Beizug der brit i- schen Fallakten nach dem Gesagten erübrigen würden, dass der Beschwerdeführer die exilpolitische Tätigkeit bis anhin mit ke i- nem Wort erwähnt habe, so dass dieses Vorbringen nicht glaubhaft e r- scheine, zumal nicht ersichtlich sei, wieso er dies nicht bereits früher ha- be vorbringen können, dass das diesbezügliche Bestätigungsschreiben als Gefälligkeitsschrei- ben zu qualifizieren sei und auch dem Foto kein Beweiswert zukomme, dass dieses Vorbringen ohnehin im Rahmen eines Rev isionsverfahrens zu prüfen wäre , da es sich grösstenteils auf einen Zeitraum vor Ausfä l- lung des bundesverwaltungsgerichtlichen Urteils beziehe, dass diesen Erwägungen in der Beschwerdeschrift entgegengehalten wurde, dass aus den dokumentierten Fällen klar hervorgehe, dass tamil i- schen Rückkehrern allein wegen des längeren Auslandaufenthalts und unabhängig von tatsächlichen Sympathien oder Handlungen für die LTTE Verbindungen zu dieser Gruppe unterstellt würden, was schliesslich zu Verhaftungen und Folterungen führe, dass die Auffassung des BFM, der Vollzugsstopp der britischen Behörden und die dokumentierten Folterfälle seien nicht geeignet, eine asylreleva n- te Verfolgung von sämtlichen jungen tamilischen Rückkehrern zu begrün- den, da es sich bei den misshandelten Personen ausschlies slich um sol- che gehandelt habe, welchen eine Verbindung zu den LTTE vorgeworfen werde, fehl gehe, da die Asylgesuche der betreffenden Personen von den britischen Behörden abgewiesen worden seien, da jene – gemäss Ansicht der britischen Behörden – gerade keine Verbindung zu den LTTE aufg e- wiesen hätten, da ihnen ansonsten Asyl gewährt worden wäre und keine Rückführung stattgefunden hätte, D-6356/2012 Seite 7 dass sich im vorliegenden Fall eine asylrelevante Gefährdung ohnehin bereits aus dem Profil des Beschwerdeführers ergebe, da dieser in die Finanzbeschaffung der LTTE involviert gewesen sei, dass d er Nicht-Beizug der britischen Akten eine Verletzung des rechtl i- chen Gehörs darstelle, dass die Anträge auf Beibringung weiterer Beweis mittel sowie auf eine Anhörung des Beschwerdeführers betreffend seine exilpolitische Tätigkeit vom BFM zu Unrecht abgewiesen worden seien, dass das BFM die se Lücke in der Beweislage zwingend hätte schliessen müssen, dass dies wiederum eine Verletzung des rechtlichen Gehörs darstelle, dass die Beschwerdeinstanz eine Zeugenaussage von Chelliah Jeyap a- lan einzuholen habe, und überdies eine Frist zur Beibringung weiterer Beweismittel anzusetzen sei, dass das Vorbringen der gefolterten Rückkehrer nicht losgelöst von de m- jenigen der exilpolitischen Tätigkeit be trachtet werden dürfe und beides zusammen ein "neues Ereignis" im Sinne des Asylgesetzes darstelle, dass die Ländereinschätzung des Bundesverwaltungsgerichts veraltet und diesbezüglich der Erlass eines aktuellen Grundsatzurteils angezeigt sei, dass mit dem Abschluss des vorliegenden Verfahrens bis zum Erlass die- ses Grundsatzentscheides zuzuwarten sei, dass sich vorliegend eine Gefährdung aus der generellen Gefährdung tamilischer Rückkehrer verbunden mit der exilpolitischen Tätigkeit des Beschwerdeführers ergebe, dass sich das Bundesverwaltungsgericht der Auffassung des BFM a n- schliesst, dass die Vorinstanz das Vorliegen neuer Ereignisse, die auf eine Gefäh r- dungslage schliessen lassen, in ausführlichen und korrekten Erwägungen verneinte, D-6356/2012 Seite 8 dass das BFM zu Rech t darauf hinwies, dass die Risikoevaluierung in e i- ner einzelfallspezifischen Prüfung zu erfolgen ha be, weshalb vorab auf vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden kann, dass der Beschwerdeführer zwar zu Recht feststellt, dass sich der letzte Grundsatzentscheid des Bundesverwaltungsgerichts und die erwähnte Praxis des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ( EGMR) auf Quellenmaterial vor dem Jahr 2012 abstützen würden, dass ungeachtet dessen die Prüfung der Zugehörigkeit zu den vom Bu n- desverwaltungsgericht definierten Risikogruppen aber naheliegenderwe i- se sowohl in Anwendung der im Grundsatzentscheid definierten Kriterien als auch mittels Evaluation des vorhandenen neuen Quellenmaterials e r- folgt, dass vor diesem Hintergrund die im Grundsatzentscheid d efinierten Risi- kogruppen nach wie vor Bestand haben, und eine allfällige Zugehörigkeit des Beschwerdeführers zu einer solchen in der erforderlichen Einzelfal l- abklärung zu klären ist, dass es dem Beschwerdeführer im ersten Asylverfahren nicht gelungen ist, die Zugehörigkeit zu einer solchen Risikogruppe glaubhaft zu m a- chen, dass sich die Gründe des zweiten Asylgesuchs im Wesentlichen – unter Hinweis auf zahlreiche Beweismittel – darauf beschränken, eine generelle Gefahr bei der Wiedereinreise in Colombo festzuhalten, dass dafür aber keine fundierten Argumente genannt werden, welche auf eine dem Beschwerdeführer drohende, individuell -konkrete Gefährdung aufgrund von Ereignissen, die sich nach abgeschlossenem Asylverfahren in der Schweiz zugetragen haben, schliessen lassen, dass sich vor diesem Hintergrund weitere Abklärungen, na mentlich auch der Beizug britischer Akten, erübrigen, dass im Übrigen die britischen Behörden nicht von einer generellen Unzu- lässigkeit des Vollzugs ausgehen, sondern – in Übereinstimmung mit der Praxis des Bundesverwaltungsgerichts sowie des EGMR – jeweils eine einzelfallbezogene individuelle Prüfung vornehmen (vgl. Entscheid des High Court of Justice vom 19. September 2012, abrufbar unter: www.tamilnet.com/img/publish/2012/09/TaGvSSHD09192012.pdf), D-6356/2012 Seite 9 dass somit die britischen Akten für die Evaluierung des persönlichen Ge- fährdungspotentials des Beschwerdeführers nicht tauglich erscheinen (vgl. Art. 33 Abs. 1 VwVG), so dass eine Rückweisung der Sache an das BFM wegen mangelnder Sachverhaltsabklärung nicht angezeigt ist, dass die neu behauptete, angeblich bereits im Jahre 2008 begonnene exilpolitische Tätigkeit, grösstenteils ohnehin kein Ereignis darstellen würde, welches sich nach dem 28. Februar 2012 zugetragen ha be, und somit formell ein revisionsrechtliches Vorbringen darstellt, dass die separate Entgegennahme dieses Vorbringens im Rahmen einer Revision jedoch unterbleiben kann, da ohnehin nicht ersichtlich ist – und vom Beschwerdeführer übrigens auch in keiner Weise dargelegt wurde – wieso dieses Vorbringen nicht bereits im ersten Asylverfahren geltend gemacht werden konnte, dass das exilpolitische Engagement des Beschwerdeführers somit – wie bereits vom BFM zu Recht feststellte – nicht glaubhaft ist und diese Fest- stellung sow ohl das angebliche Engagement vor als auch nach dem 28. Februar 2012 betrifft, dass eine diesbezügliche Verletzung des rechtlichen Gehörs durch das BFM zu verneinen ist und sich die Ansetzung einer Beweismittelfrist erüb- rigt, wobei auch hier am Rande zu erwähnen ist, dass wiederum nicht er- sichtlich ist, wieso etwaige Beweismittel nicht bereits früher beigebracht werden konnten, dass somit zusammenfassend festzuhalten ist, dass keine massgeblichen Ereignisse im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG vorlieg en und das BFM zu Recht auf das zweite Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Weg weisung aus der Schweiz zur Folge hat, dass der Beschwer deführer weder eine Aufenthaltsbewilli gung besitzt noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat, dass die verfügte Weg weisung entsprechend im Ein klang mit den ge - setzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist (Art. 44 Abs. 1 AsylG), D-6356/2012 Seite 10 dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, d ie dem Vollzug der Weg wei- sung entgegenstehen, da im Fall eines unzulässigen, unzumutbaren oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis nach den Be stimmun- gen über die vorläu fige Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen vö l- ker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, weil keine Hin - weise auf Verfol gung vorliegen und keine An haltspunkte für eine me n- schenrechtswidrige Be handlung ersichtlich sind, die dem Be schwerde- führer in seinem Herkunftsstaat drohen könnte (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass hinsichtlich Zumutbarkeit des Vollzugs auf die ausführlichen E rwä- gungen im Entscheid D-6457/2011 vom 28. Februar 2012 verwiesen wer- den kann (vgl. S. 8 f.), zumal weder für die generelle Situation im He r- kunftsgebiet des Beschwerdeführers noch seine individuelle Lage neue Erkenntnisse vorliegen, dass schliesslich der Vollzug der Wegweisung auch als grundsätzlich möglich (Art. 83 Abs. 2 AuG) erscheint, da es Pflicht des Beschwerde füh- rers ist, sich um die Be schaffung der für die Rückkehr not wendigen Rei- sepapiere zu bemühen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Weg- weisung zu bestätigen ist, dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist dar zutun, in- wiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtse r- heblichen Sachverhalt unrichtig oder u nvollständig feststellt oder un - angemessen ist (Art. 106 AsylG), dass nach vorstehenden Erwägungen die Beschwerde als offensicht lich unbegründet abzuweisen ist, womit die übrigen prozessualen Anträge gegenstandslos werden, dass bei diesem Ausgang des Ve rfahrens die Kosten von Fr. 600. – (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent- schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). D-6356/2012 Seite 11 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Guns- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Bendicht Tellenbach Linus Sonderegger Versand: