<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00297</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204001&amp;W10_KEY=4467142&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00297</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.02.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nichtberücksichtigung des wirtschaftlich günstigsten Angebots; Zuschlagserteilung unter Berücksichtigung nicht aktenkundiger Referenzauskünfte<br/><br/>Anwendbares Recht (E. 1). Legitimation der Beschwerdeführerin (E. 2). Entscheidend für die schlechtere Rangierung der Beschwerdeführerin war die tiefere Bewertung beim Kriterium "Referenzobjekte" (E. 3.2). Die über die Beschwerdeführerin eingeholten Referenzauskünfte wurden nicht protokolliert. Indem die Beschwerdegegnerin bei ihrem Vergabeentscheid auf nicht aktenkundige Auskünfte abgestellt hat, liegt eine Rechtsverletzung im Sinn von Art. 16 Abs. 1 lit. a IVöB vor. Da der Vertrag mit der Mitbeteiligten bereits abgeschlossen worden ist, kann nur noch die Rechtswidrigkeit im Sinn von Art. 18 Abs. 2 IVöB festgestellt werden. Hinweis auf die nicht sachgerechte Gewichtung des Kriteriums "Preis" (E. 3.3). Gutheissung der Beschwerde.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AKTENKUNDIG">AKTENKUNDIG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BANDBREITE">BANDBREITE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEGRÃNDUNG">BEGRÃNDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWERTUNGSSKALA">BEWERTUNGSSKALA</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRÃFUNG">PRÃFUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REFERENZ">REFERENZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 16 Abs. I lit. a IVÃ¶B</span><br/><span class="ungerade">Art. 18II IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">Art. 22 Abs. I IVÃ¶B</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextBlock"><span>Mit Ã¶ffentlicher Ausschreibung vom 11. April 2003 erÃ¶ffnete die Gemeinde X eine Submis­sion im selektiven Verfahren fÃ¼r verschiedene Unternehmerleistungen, unter anderem fÃ¼r die Umgebungsarbeiten (BKP 421) bei Sanierung des Freibades "L" in X. Nach DurchfÃ¼hrung einer PrÃ¤qualifikation lud die Gemeinde X sechs Bewerber ein, fÃ¼r die Umgebungsarbeiten Angebote einzureichen.</span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch"><span>FÃ¼nf eingeladene Bewerber reichten hierauf Offerten ein. Mit Beschluss vom 19. August 2003 vergab der Gemeinderat von X die Umgebungsarbeiten/Gartenarbeiten fÃ¼r die erwÃ¤hnte Freibadsanierung zum Betrag von Fr. 363'631.20 (netto inkl. MWSt) der B AG. Dieses Ergebnis wurde den nicht berÃ¼cksichtigten Anbietern mit Schreiben vom 20. Au­gust 2003 mitgeteilt.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch"><span>Gegen den Vergabeentscheid erhob die A AG am 29. August 2003 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte sinngemÃ¤ss, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben.</span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch"><span>Die Gemeinde X beantragte am 19. September 2003 Abweisung der Beschwerde. Die mitbeteiligte B AG reichte keine Vernehmlassung ein. In ihrer Replik hielt die A AG an ihrem Standpunkt fest. Die Gemeinde X verzichtete auf die Er­stattung einer Duplik.</span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch"><span>Am 10. Oktober 2003 schloss die Gemeinde X mit der B AG den Vertrag ab.</span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien in ihren Rechtsschriften werden â soweit rechtserheblich â in den nachfolgenden EntscheidgrÃ¼nden wiedergegeben. </span></p> <p class="Zwischentitel"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch"><span>Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Mit Gesetz vom 15. September 2003 (in Kraft seit 1. Januar 2004) ist der Kanton ZÃ¼rich der revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 beigetreten. Da gemÃ¤ss deren Ãbergangsrecht (Art. 22) die revidierte Verein­barung fÃ¼r die Vergabe von AuftrÃ¤gen gilt, welche nach Inkrafttreten der Vereinbarung ausgeschrieben oder vergeben wurden, gelangen auf das vorliegende Beschwerdeverfahren noch die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen in der Fassung vom 25. November 1994 (aIVÃ¶B) sowie die §§ 3 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Interkantonalen Vereinbarung vom 22. September 1996 (aIVÃ¶B-BeitrittsG) zur Anwendung. In gleicher Weise beurteilt sich die Streitsache in Bezug auf das anwendbare materielle Recht nach der im Zeitpunkt der SubmissionserÃ¶ffnung und des Vergabeentscheides geltenden Submissionsverordnung vom 18. Juni 1997 (aSubmV) und nicht nach der am 1. Januar 2004 in Kraft gesetzten Submissionsverordnung vom 23. Juli 2003 (vgl. VGr, 7. Juli 1999, BEZ 1999 Nr. 26 E. 2 = ZBl 101/2000, S. 271 E. 2).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch"><span>Ein nicht berÃ¼cksichtigter Anbieter ist zur Beschwerde gegen den Vergabeentscheid unter anderem dann legitimiert, wenn er im Fall der Gutheissung der Beschwerde eine realistische Chance hat, mit dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen, oder wenn die Gutheissung zu einer Wiederholung des Submissionsverfahrens fÃ¼hrt, in welchem er ein neues An­ge­bot einreichen kann (RB 1999 Nr. 18 = BEZ 1999 Nr. 11). Andernfalls fehlt ihm das schutz­wÃ¼rdige Interesse an der BeschwerdefÃ¼hrung (§ 21 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch"><span>Vorliegend ist die Legitimation der BeschwerdefÃ¼hrerin gegeben. Sie hat die Umgebungsarbeiten zu einem tieferen Preis offeriert als die Mitbeteiligte und macht geltend, bei richtiger Bewertung vor der Mitbeteiligten zu rangieren. WÃ¤re der Vertrag mit der Mitbeteiligten noch nicht abgeschlossen, so wÃ¤re bei Gutheissung der Beschwerde eine Zuschlagsertei­lung an die BeschwerdefÃ¼hrerin in Betracht zu ziehen. Dass dies infolge des Vertragsschlus­ses vom 10. Oktober 2003 mit der Mitbeteiligten nicht mehr mÃ¶glich ist, Ã¤ndert an der Legitimation nichts, zumal die Submissionsbeschwerde auch dafÃ¼r zur VerfÃ¼gung steht, nach Vertragsschluss die Rechtswidrigkeit einer ZuschlagsverfÃ¼gung feststellen zu las­sen (Art. 18 Abs. 2 aIVÃ¶B).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurchChar"><b><span>3.1 </span></b></span><span class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurchChar"><span>Nach § 31 Abs. 1 aSubmV erfolgt der Zuschlag â sofern nicht ausnahmsweise das allei­nige Kriterium des niedrigsten Preises (§ 31 Abs. 2 aSubmV) zur Anwendung kommt â auf das wirtschaftlich gÃ¼nstigste Angebot. Bei der Bewertung ist das Preis-Leistungs-Ver­hÃ¤lt­nis zu beachten, wobei neben dem Preis insbesondere die folgenden Kriterien berÃ¼cksichtigt werden kÃ¶nnen: QualitÃ¤t, Termine, Wirtschaftlichkeit, Betriebskosten, Kundendienst, Ãkologie, ZweckmÃ¤ssigkeit, technischer Wert, Ãsthetik, KreativitÃ¤t, Lehrlingsausbildung, Infrastruktur.</span></span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch"><span>Die fÃ¼r eine bestimmte Beschaffung massgeblichen Zuschlagskriterien und deren Gewichtung werden von der VergabebehÃ¶rde im Hinblick auf die Besonderheiten des Auftrags festgelegt, wobei ihr ein erheblicher Beurteilungsspielraum zusteht (RB 1999 Nr. 67). Um die notwendige Transparenz des Vergabeverfahrens (Art. 1 Abs. 2 lit. c aIVÃ¶B) zu gewÃ¤hrleisten, hat die Festlegung der Zuschlagskriterien zu Beginn des Verfahrens zu erfolgen und die Kriterien sind in den Ausschreibungsunterlagen bekannt zu geben (§ 17 Abs. 1 lit. i aSubmV).</span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch"><span>Der VergabebehÃ¶rde steht sodann auch beim Urteil darÃ¼ber, welches Angebot anhand der Zuschlagskriterien das wirtschaftlich gÃ¼nstigste sei, ein erheblicher Ermessensspielraum zu (VGr, 7. Juli 1999, BEZ 1999 Nr. 26 E. 6a, mit Hinweisen). In dieses Ermessen greift das Verwaltungsgericht, dem keine ÃberprÃ¼fung der Angemessenheit des Entscheids zusteht (Art. 16 Abs. 2 aIVÃ¶B; vgl. auch § 50 Abs. 3 VRG), nicht ein. Zu prÃ¼fen ist dagegen eine allfÃ¤llige Ãberschreitung oder ein Missbrauch des Ermessens (Art. 16 Abs. 1 lit. a aIVÃ¶B, vgl. § 50 Abs. 2 lit. c VRG). Insbesondere entbindet der einer VergabebehÃ¶rde bei der Ge­wichtung der Zuschlagskriterien zustehende erhebliche Beurteilungsspielraum diese nicht davon, ihren Entscheid auf eine objektive und sachlich nachvollziehbare Grundlage zu stellen (vgl. VGr, 7. Juli 1999, BEZ 1999 Nr. 26 E. 6b).</span></p> <p class="Erwgung2"><span class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurchChar"><b><span>3.2 </span></b></span><span class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurchChar"><span>In den Ausschreibungsunterlagen hat die Beschwerdegegnerin als Zuschlagskriterien die HÃ¶he des Preisangebotes (50 %) und die fachliche und organisatorische Eignung (50 %) mit den Unterkriterien "Erfahrung in der AusfÃ¼hrung von vergleichbaren Objekten", "personelle KapazitÃ¤t und Einhaltung der Termine des Bauprogramms", "Ausbildung von Lehrlingen, Anbieten von AusbildungsplÃ¤tzen" sowie "Fachkompetenz der vorgesehenen SchlÃ¼sselpersonen" festgelegt</span></span><span>.</span></p> <p class="Urteilstext"><span class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurchChar"><span>Die </span></span><span>Beschwerdegegnerin<span class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurchChar"><span> hat diese Zuschlagskriterien auch bei der Bewertung der eingegangenen Offerten angewandt. GemÃ¤ss Bewertungstabelle erzielte die Mitbeteiligte mit 97 Punkten den ersten, die BeschwerdefÃ¼hrerin mit 95 Punkten den zweiten Rang. Beim Preis wurden der BeschwerdefÃ¼hrerin, welche den niedrigsten Preis, nÃ¤mlich Fr. 342'334.80 (netto inkl. MWSt) offeriert hatte, das Maximum von 50 Punkten, der Mitbe­teiligten mit einer um 6.22 % hÃ¶heren Angebotssumme (Fr. 363'631.20) 47 Punkte zugeteilt. Entscheidend fÃ¼r die schlechtere Rangierung der BeschwerdefÃ¼hrerin war die Bewertung der Referenzobjekte; hier wurde das Angebot der Mitbeteiligten mit 10 Punkten, jenes der BeschwerdefÃ¼hrerin mit 7 Punkten bewertet. Unterschiede bestehen weiter bei den Un­ter­kriterien "Personaleinsatz" und "VerfÃ¼gbarkeit/Auslastung", wo das Angebot der Mitbeteiligten je 2 Punkte, jenes der BeschwerdefÃ¼hrerin je 1 Punkt erhielt.</span></span></span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><span class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurchChar"><b><span>3.3.1 </span></b></span><span class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurchChar"><span>Die schlechtere Rangierung der BeschwerdefÃ¼hrerin beim Kriterium "Referenz­objekte" begrÃ¼ndet die Beschwerdegegnerin damit, sie erachte die gemÃ¤ss Referenzen bekannte GeschÃ¤ftspraxis der BeschwerdefÃ¼hrerin, welche die zwangslÃ¤ufige UnschÃ¤rfe zwischen vereinbarten Leistungen und Zusatzleistungen konsequent zu ihren Gunsten auszuschÃ¶p­fen versuche, in zweifacher Hinsicht als gravierend. Zum einen erschwere es eine konstruktive Zusammenarbeit und effiziente Auftragsabwicklung, zum anderen kÃ¶nne auf diesem Weg der ursprÃ¼nglich offerierte Preis in Frage gestellt werden. Was die Bewertung der Kriterien "Personaleinsatz" und "VerfÃ¼gbarkeit/Auslastung" betreffe, so seien die von der BeschwerdefÃ¼hrerin unterbreiteten Angaben namentlich gegenÃ¼ber den Angaben der be­rÃ¼ck­sichtigten Mitbeteiligten vage und unverbindlich.</span></span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch"><span>Diesen AusfÃ¼hrungen hÃ¤lt die BeschwerdefÃ¼hrerin zur Hauptsache entgegen, die Beschwer­de­gegnerin lege bezÃ¼glich der negativen ReferenzauskÃ¼nfte keinerlei Beweise vor. Die mit der Ausschreibung beauftragte </span><span class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurchChar"><span>Generalplanerin</span></span><span> C</span><span class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurchChar"><span> </span></span><span>sei nicht bereit gewesen, die Auskunftspersonen offen zu legen sowie objektbezogene Angaben zu machen. Dadurch werde ihr eine klÃ¤rende Stellungnahme verunmÃ¶glicht. Diese Art der Vorverurteilung auf Grund einseitiger Befragungen verletze die Regeln der Fairness.</span></p> <p class="Erwgung3"><span class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurchChar"><b><span>3.3.2 </span></b></span><span class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurchChar"><span>Die Ã¼ber die BeschwerdefÃ¼hrerin mÃ¼ndlich eingeholten Referenzen wurden nicht protokolliert. Im Vergabeantrag der Generalplanerin C an die Arbeitsgruppe Sport ist in der Beurteilungsmatrix beim Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin vermerkt "Referenzen teilweise negativ"</span></span><span>.<i> </i></span><span class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurchChar"><span>GemÃ¤ss Besprechungsnotiz vom 29. August 2003, also am Tag der Beschwerdeerhebung, erlÃ¤uterte D von der Generalplanerin C einem Vertreter der BeschwerdefÃ¼hrerin telefonisch die GrÃ¼nde der NichtberÃ¼cksich­tigung. Hinsichtlich der Referenzen wurde hierbei festgehalten, dass die eingeholten Refe­renzen "eindeutig zu Ungunsten" der BeschwerdefÃ¼hrerin ausfallen wÃ¼rden, was in der Bewertung zu insgesamt 17 Punkten statt 20 Punkten gefÃ¼hrt habe. Alle erhaltenen Aus­kÃ¼nfte wÃ¼rden darauf hinweisen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin mit einem anfÃ¤nglich tiefen Angebot die AuftrÃ¤ge "einhole", anschliessend aber "mit Akribie alle denkbaren Zu­satz­leistungen in Regie separat verrechne".</span></span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch"><span>Die von der Beschwerdegegnerin bzw. der Generalplanerin eingeholten Referenzen sind nicht aktenkundig. Sowohl der genaue Inhalt der Referenzen als auch die Referenzpersonen sind nicht bekannt. Wie das Verwaltungsgericht indessen schon mehrmals festgehalten hat, sind nach den fÃ¼r das Submissionsverfahren geltenden RechtsgrundsÃ¤tzen SachverhaltsabklÃ¤rungen, wozu auch ReferenzeinkÃ¼nfte gehÃ¶ren, aktenkundig zu machen. Ansonsten lÃ¤sst sich die Stichhaltigkeit einer BegrÃ¼ndung nicht Ã¼berprÃ¼fen. Werden SachverhaltsabklÃ¤rungen der VergabebehÃ¶rde nicht aktenkundig gemacht, fehlt es an der MÃ¶glichkeit einer wirksamen PrÃ¼fung sowohl durch die Parteien als auch durch die Rechtsmittel­instanz. Es ist somit unzulÃ¤ssig, den Vergabeentscheid mit nicht aktenkundigen SachverhaltsabklÃ¤rungen zu begrÃ¼nden (VGr, 13. August 2003, VB.2003.00016, E. 2, www.vgrzh.ch). Da die Beschwerdegegnerin zur BegrÃ¼ndung des Zuschlags entscheidend auf nicht aktenkundige AuskÃ¼nfte abgestellt hat, liegt eine Rechtsverletzung im Sinn von Art. 16 Abs. 1 lit. a aIVÃ¶B vor (vgl. auch § 50 Abs. 2 lit. d VRG).</span></p> <p class="Erwgung3"><span class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurchChar"><b><span>3.3.3 </span></b></span><span class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurchChar"><span>Bei der Bewertung der Referenzobjekte liegt die BeschwerdefÃ¼hrerin 3 Punkte hinter der Mitbeteiligten, wÃ¤hrend sie in der Gesamtbewertung 2 Punkte schlechter abschnitt. Die un­zulÃ¤ssige Verwendung nicht aktenkundiger AbklÃ¤rungen hat sich demgemÃ¤ss massgeblich auf den Zuschlagsentscheid ausgewirkt. Da der VergabebehÃ¶rde beim Urteil darÃ¼ber, welches Angebot anhand der Zuschlagskriterien das wirtschaftlich gÃ¼nstigste sei, ein erhebli­cher Ermessensspielraum zusteht, wÃ¤re an sich die Sache zu neuem Entscheid im Sinne der ErwÃ¤gungen an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckzuweisen. Nachdem die Beschwerdegegnerin jedoch den Vertrag mit der Mitbeteiligten am 10. Oktober 2003 abgeschlossen hat, kann die Beschwerdeinstanz lediglich noch feststellen, dass der angefochtene Entscheid rechtswidrig ist (Art. 18 Abs. 2 aIVÃ¶B; RB 1999 Nr. 58 = BEZ 1999 Nr. 26 = ZBl 101/2000, S. 271, auch zum Folgenden). Der damit verbleibenden Ungewissheit Ã¼ber die RechtmÃ¤ssigkeit der angefochtenen Vergabe trÃ¤gt das Gesetz Rechnung, indem es die Haftung fÃ¼r den einem Anbieter entstandenen Schaden auf den Ersatz der Aufwendungen beschrÃ¤nkt, die diesem im Zusammenhang mit dem Vergabe- und Rechtsmittelverfahren erwachsen sind (§ 6 Abs. 2 aIVÃ¶B-BeitrittsG).</span></span></p> <p class="Erwgung3"><span class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurchChar"><b><span>3.3.4 </span></b></span><span class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurchChar"><span>Bei diesem Ausgang des Verfahrens braucht an sich nicht weiter geprÃ¼ft zu werden, ob die Ã¼brigen EinwÃ¤nde der BeschwerdefÃ¼hrerin gegen die Bewertung ihres Angebotes be­grÃ¼ndet sind. Immerhin kann angemerkt werden, dass die Beschwerdegegnerin dem Preis offenkundig nicht jenes Gewicht beigemessen hat, welches sie selber mit 50 % festlegte. WÃ¤hrend der BeschwerdefÃ¼hrerin mit dem preislich tiefsten Angebot 50 Punkte zugeordnet wurden, erhielt die Anbieterin mit dem hÃ¶chsten â die Offerte der BeschwerdefÃ¼hrerin um 39,68 % Ã¼bersteigenden â Preisangebot noch 30 Punkte. Bei dieser Bewertungsskala wÃ¼rde die Punktzahl 0 einer Offerte mit einem doppelt so hohen Preis wie das gÃ¼nstigste Angebot zugeteilt, also einem Preis von Fr. 676'050.- gegenÃ¼ber dem Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin von Fr. 338'025.- (je brutto ohne MWst). Bei der hier vor­lie­gen­den Auftragsart wÃ¤re eine derartige Bandbreite mÃ¶glicher Preisangebote indessen nicht mehr sachgerecht und vertretbar (vgl. VGr, 28. Oktober 2002, BEZ 2003 Nr. 14 E. 4c).</span></span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>AusgangsgemÃ¤ss sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 VRG). Hingegen sind trotz ihres Obsiegens die Voraussetzungen fÃ¼r das Zusprechen einer ParteientschÃ¤digung an die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht erfÃ¼llt (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. In Gutheissung der Beschwerde wird festgestellt, dass der Entscheid des Gemeinderats X vom 19. August 2003 betreffend Vergabe der GÃ¤rtnerarbeiten (BKP 421) rechtswidrig ist.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 210.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'210.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch"><span> </span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch"><span>5. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>