<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2023.00251</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223722&amp;W10_KEY=13045535&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2023.00251</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.12.2023</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Baubewilligung. [Nachdem die Gemeindeversammlung eine Initiative angenommen hatte, welche die Einstellung des streitbetroffenen Bauvorhabens und eine Neuprojektierung verlangt hatte, brachte die Gemeinde im Rahmen des Schriftenwechsels vor Verwaltungsgericht vor, am umstrittenen Bauprojekt nicht mehr festzuhalten, und ersuchte sinngemäss um Abschreibung des Beschwerdeverfahrens.] Da es sich bei der Beschwerdegegnerin 3, die Baugesuchstellerin ist, um eine Gemeinde handelt, genügt es, sie auf die Erklärung, am Bauprojekt nicht mehr festzuhalten, zu behaften, und kann vom Nachweis für den Rückzug des Baugesuchs bei der Baubehörde verzichtet werden. Aufgrund des Wegfalls des Streitgegenstands ist das Beschwerdeverfahren als gegenstandslos geworden abzuschreiben. Der Rekursentscheid kann aufgrund der Gegenstandslosigkeit keine Bindungswirkung im Hinblick auf die Beurteilung der Bewilligungsfähigkeit des Bauvorhabens entfalten (E. 2.1). Da das nachträgliche Absehen vom Bauprojekt im vorliegenden Fall rechtlich nicht einer Anerkennung der beschwerdeführerischen Standpunkte gleichkommt, ist die vorinstanzliche Nebenfolgenregelung nicht grundsätzlich an jene für das Beschwerdeverfahren anzupassen (E. 3.1). Der vorinstanzliche Entscheid stellt sich nach einer summarischen Prüfung nicht ohne Weiteres als unzutreffend heraus. Von einer Neuregelung der Nebenfolgen des vorinstanzlichen Verfahrens ist daher abzusehen (E. 3.2 ff.). Die Beschwerdegegnerin 3 hat die Gegenstandslosigkeit des Beschwerdeverfahrens verursacht, weshalb ihr die Kosten des Beschwerdeverfahrens aufzuerlegen sind und sie zu verpflichten ist, den Beschwerdeführenden eine angemessene Entschädigung für ihre Umtriebe für das Verfahren vor Verwaltungsgericht zu bezahlen (E. 4.2 f.). Abweisung, soweit nicht Abschreibung als gegenstandslos geworden.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANERKENNUNG">ANERKENNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN">AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEGENSTANDSLOSIGKEIT">GEGENSTANDSLOSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUMMARISCHE PRÃFUNG">SUMMARISCHE PRÃFUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 236 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 238 Abs. II PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 13 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 13 Abs. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 38b Abs. I lit. b VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=64333" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2023.00251</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>des Einzelrichters</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">20. Dezember 2023</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter Franz Kessler Coendet, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Cyrill Bienz.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">1. A, </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">2. B, </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">3. C, </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoBodyText">alle vertreten durch RA E, </p> <p class="MsoNormal"><b>BeschwerdefÃ¼hrende,</b> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">1. Baukommission Herrliberg, vertreten durch RA Dr. F, </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">2. Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich, </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">3. Gemeinde Herrliberg, vertreten durch den Gemeinderat, </p> <p class="MsoNormal"><b>Beschwerdegegnerinnen,</b> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Baubewilligung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Die Baukommission der Gemeinde Herrliberg bewilligte der politischen Gemeinde Herrliberg am 20. Juni 2022 den Neubau eines GarderobengebÃ¤udes mit Kiosk sowie die Erweiterung und Sanierung der Badeanstalt Steinrad auf den GrundstÃ¼cken Kat.-Nrn. 01, 02, 03 und 04 in Herrliberg. Gleichzeitig wurde die GesamtverfÃ¼gung der Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich vom 13. Juni 2022 erÃ¶ffnet, mit der unter Nebenbestimmungen die Bewilligungen im kantonalen ZustÃ¤ndigkeitsbereich erteilt wurden (BVV 22-1113). </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="MsoNormal">Dagegen gelangten A, B und C gemeinsam mit Rekurs vom 2. August 2022 an das Baurekursgericht. Sie beantragten die Aufhebung der angefochtenen Entscheide, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen. Das Baurekursgericht wies das Rechtsmittel mit Entscheid vom 14. MÃ¤rz 2023 ab. ParteientschÃ¤digungen sprach es keine zu.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="MsoNormal">Am 8. Mai 2023 erhoben A, B und C gemeinsam Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Sie stellten Antrag auf Aufhebung des Rekursentscheids und der erstinstanzlichen Entscheide, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen. Das Baurekursgericht beantragte am 25. Mai 2023 ohne weitere Bemerkungen die Abweisung der Beschwerde und reichte die Akten ein. Die Baudirektion ersuchte am 7. Juni 2023, unter Beilage eines Mitberichts des kantonalen Amts fÃ¼r Raumentwicklung vom 1. Juni 2023, um Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Die Baukommission Herrliberg beantragte am 10. Juni 2023 ebenfalls die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, unter Kostenfolge zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerschaft. In der Replik vom 12. Juli 2023 legten die BeschwerdefÃ¼hrenden dar, dass die Gemeindeversammlung vom 28. Juni 2023 eine Initiative angenommen hatte, welche die Einstellung des streitbetroffenen Bauvorhabens und eine Neuprojektierung verlangt hatte. Sie brachten die Erwartung zum Ausdruck, dass das umstrittene Bauprojekt zurÃ¼ckgezogen werde. Der Gemeinderat Herrliberg bestÃ¤tigte in der Eingabe vom 27. Juli 2023, dass der Bau nicht mehr ausgefÃ¼hrt werden solle, und bat um Einstellung des Verfahrens. Daraufhin bekrÃ¤ftigten die BeschwerdefÃ¼hrenden am 11.<span> </span>August 2023 das Begehren um angemessene ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren im Rahmen der Verfahrensabschreibung. Der Gemeinderat entgegnete am 12. September 2023, die Kosten- und EntschÃ¤digungsregelung des Baurekursgerichts sei nicht anzutasten und fÃ¼r das Beschwerdeverfahren sei ein Entscheid nach Billigkeit zu treffen. In der Eingabe vom 13. Oktober 2023 hielten die BeschwerdefÃ¼hrenden an den AntrÃ¤gen zu den Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen fest. </p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG; LS 175.2) fÃ¼r die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Da das Beschwerdeverfahren als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist (vgl. sogleich E. 2), ist der Einzelrichter zum Entscheid berufen (§ 38b Abs. 1 lit. b VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die Beschwerdegegnerin 3 hat in der Eingabe vom 27. Juli 2023 vorgebracht, am umstrittenen Bauprojekt nicht mehr festzuhalten, und sinngemÃ¤ss um Abschreibung des Beschwerdeverfahrens ersucht. Da es sich bei der Beschwerdegegnerin 3, die Baugesuchstellerin ist, um eine Gemeinde handelt, genÃ¼gt es, sie auf diese ErklÃ¤rungen zu behaften, und kann vom Nachweis fÃ¼r den RÃ¼ckzug des Baugesuchs bei der BaubehÃ¶rde verzichtet werden. Aufgrund des Wegfalls des Streitgegenstands ist das Beschwerdeverfahren als gegenstandslos geworden abzuschreiben (Marco Donatsch in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 63 N. 6). Dabei ist in den ErwÃ¤gungen festzuhalten, dass der Rekursentscheid vom 14. MÃ¤rz 2023 aufgrund der in der Folge eingetretenen Gegenstandslosigkeit keine Bindungswirkung im Hinblick auf die Beurteilung der BewilligungsfÃ¤higkeit des Bauvorhabens entfalten kann (vgl. Alain Griffel, Kommentar VRG, § 28 N. 24 f.). BezÃ¼glich der Kosten- und EntschÃ¤digungsregelung hat der vorinstanzliche Entscheid hingegen den Gegenstand nicht verloren (vgl. dazu unten E. 3). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die Beurteilung der Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen des angefochtenen Entscheids vom 14. MÃ¤rz 2023 erfordert, wenn auch im Rahmen einer bloss summarischen PrÃ¼fung (unten E. 3.1), einen materiellen Entscheid. Insofern liegt demnach ein Erkenntnis und nicht eine alleinige formelle Erledigung â aufgrund der Gegenstandslosigkeit in der eigentlichen Streitsache â der Beschwerde vor (VGr, 24. August 2023, VB.2023.00247, E. 1.3; 3. MÃ¤rz 2020, VB.2019.00727, E. 4.4).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die Nebenfolgenregelung des vorinstanzlichen Entscheids wird bei Gegenstandslosigkeit vor Verwaltungsgericht nach Ermessen und im Sinn der Billigkeit Ã¼berprÃ¼ft. Diesfalls ist eine Ãnderung der vorinstanzlichen Kostenregelung aus prozessÃ¶konomischen GrÃ¼nden nur dann gerechtfertigt, wenn sich der vorinstanzliche Entscheid unschwer als falsch bzw. ohne Weiteres als unzutreffend herausstellt. Auf die eingehende Behandlung hypothetisch gewordener Fragen ist zu verzichten. Wenn die Vorinstanz â wie vorliegend â die Kosten nach dem Unterliegerprinzip (§ 13 Abs. 2 VRG) verteilt hat, ist ihre Regelung der Nebenfolgen dann fehlerhaft, wenn der betreffende Entscheid im Ergebnis nicht haltbar ist, was aufgrund einer summarischen PrÃ¼fung des angefochtenen Entscheids in der Hauptsache zu beurteilen ist (vgl. VGr, 2. Mai 2018, VB.2017.00868, E. 3.1 mit Hinweisen; Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 13 N. 77). Da das nachtrÃ¤gliche Absehen vom Bauprojekt im vorliegenden Fall rechtlich nicht einer Anerkennung der beschwerdefÃ¼hrerischen Standpunkte gleichkommt, ist die vorinstanzliche Nebenfolgenregelung nicht grundsÃ¤tzlich an jene fÃ¼r das Beschwerdeverfahren (dazu unten E. 4) anzupassen (vgl. VGr, 30. Mai 2012, VB.2011.00628, E. 2.2). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die vor dem Verwaltungsgericht vorgebrachten Streitpunkte betreffen hauptsÃ¤chlich die Auswirkungen des Bauprojekts auf die Erschliessung der beschwerdefÃ¼hrerischen Parzelle Kat.-Nr. 05 â die zwar nicht Bestandteil des Baugesuchs, aber im Perimeter des Bauvorhabens integriert war â sowie die Einordnung des Bauprojekts. Die BeschwerdefÃ¼hrenden wehrten sich gegen die geplante Mauer entlang der Seestrasse zur Abgrenzung der Parzellen Kat.-Nrn. 02, 05 und 04 gegen den Strassenraum. Auch beanstandeten sie die Nebenbestimmung in der kantonalen GesamtverfÃ¼gung, wonach Kat.-Nrn. 02, 05 und 04 durch bauliche Massnahmen unbefahrbar und dauerhaft auf der ganzen AnstosslÃ¤nge gegen das Strassengebiet abzugrenzen seien, ausgenommen die bestehende Zu- und Ausfahrt der Parkplatzanlage. Sie behaupteten, im Rahmen dieses Bauvorhabens mÃ¼sse in verbindlicher Weise genÃ¼gend Raum fÃ¼r eine spÃ¤tere Zufahrt auf Kat.-Nr. 05 belassen werden. Der mittels Mauerdurchbruch vorgesehene FussgÃ¤ngerzugang im Schnittbereich von Kat.-Nrn. 02 und 05 sei ungenÃ¼gend. BezÃ¼glich der Einordnung des Bauvorhabens rÃ¼gten die BeschwerdefÃ¼hrenden eine ungenÃ¼gende Schonung des Objekts D (in Herrliberg) des Bundesinventars der schÃ¼tzenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung (ISOS) sowie einen Verstoss gegen das Gebot der besonderen RÃ¼cksichtnahme auf Objekte des Natur- und Heimatschutzes gemÃ¤ss § 238 Abs. 2 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG; LS 700.1). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die Vorinstanz erwog zusammengefasst, bei dem ausserhalb der Bauzonen gelegenen und nicht Ã¼berbauten GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 05 sei wegen der fehlenden Zufahrt kein Erschliessungsmangel gegeben. § 236 PBG verlange lediglich eine genÃ¼gende ZugÃ¤nglichkeit, was nicht in jedem Fall eine Zufahrt fÃ¼r Fahrzeuge bedinge. Die geplante Mauer rechtfertigte die Vorinstanz mit GrÃ¼nden der Verkehrssicherheit und der WeiterfÃ¼hrung der bisherigen VerhÃ¤ltnisse. Bei einem kÃ¼nftigen ErschliessungsbedÃ¼rfnis fÃ¼r Kat.-Nr. 05 wÃ¤re es mÃ¶glich und verhÃ¤ltnismÃ¤ssig, die Mauer anzupassen. Weiter schloss sich die Vorinstanz der in die kantonale GesamtverfÃ¼gung aufgenommenen Stellungnahme der kantonalen Fachstelle vom 18. Mai 2022 an, wonach keine erhebliche BeeintrÃ¤chtigung des ISOS-Schutzobjekts anzunehmen und deshalb keine Begutachtung nach Art. 7 Abs. 2 des Bundesgesetzes Ã¼ber den Natur- und Heimatschutz vom 1. Juli 1966 (NHG; SR 451) erforderlich sei. Zudem wÃ¼rdigte die Vorinstanz die Dimensionierung und Lage des geplanten GebÃ¤udes dahingehend, dass es â mit den Bepflanzungen in der Umgebung â nur unauffÃ¤llig in Erscheinung treten werde. Bei der Fotovoltaikanlage sei ebenfalls kein Mangel in Bezug auf die Gestaltung des GebÃ¤udes erkennbar. Die im ISOS erwÃ¤hnte "schmale Badewiese" bleibe erhalten. Die Vorinstanz kam zum Schluss, das Bauprojekt wahre die Schutzziele des ISOS und erfÃ¼lle die Anforderungen von § 238 Abs. 2 PBG. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Die Beurteilung der Vorinstanz, dass die umstrittene Baubewilligung und die angesprochene Nebenbestimmung in der kantonalen GesamtverfÃ¼gung â als Teil der strassenpolizeilichen Bewilligung â eine rechtsgenÃ¼gliche Erschliessung von Kat.-Nr. 05 nicht nachteilig prÃ¤judizieren und auch im Ãbrigen keine zusÃ¤tzliche RÃ¼cksichtnahme auf ErschliessungsbedÃ¼rfnisse fÃ¼r diese Parzelle geboten ist, lÃ¤sst sich nicht ohne Weiteres von der Hand weisen. Ebenso wenig kann im Rahmen einer lediglich summarischen PrÃ¼fung gesagt werden, der Rekursentscheid sei im Hinblick auf die Handhabung der Natur- und Heimatschutzgesetzgebung sowie die ÃberprÃ¼fung der Einordnung des Bauprojekts klar unhaltbar. Vor diesem Hintergrund ist von einer Neuregelung der Nebenfolgen des vorinstanzlichen Verfahrens abzusehen. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Zu entscheiden bleibt Ã¼ber die Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen des Beschwerdeverfahrens. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Das Verwaltungsrechtspflegegesetz enthÃ¤lt keine Vorschrift Ã¼ber die Kostenauflage bei Gegenstandslosigkeit des Verfahrens. Das Verwaltungsgericht entscheidet praxisgemÃ¤ss nach Ermessen Ã¼ber die Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen, wobei es berÃ¼cksichtigt, wer die Gegenstandslosigkeit bzw. das gegenstandslos gewordene Verfahren verursacht hat oder welche Partei vermutlich obsiegt hÃ¤tte; insbesondere bei Versagen dieser Kriterien kann auch anderswie Billigkeit geÃ¼bt werden (vgl. VGr, 31. Mai 2016, VB.2016.00029, E. 4.2; PlÃ¼ss, § 13 N. 74 f.). Die Beschwerdegegnerin 3 hat nach ihren Angaben aufgrund eines kommunalpolitischen Gesinnungswandels wÃ¤hrend des Beschwerdeverfahrens Abstand vom Bauprojekt genommen und die Abschreibung des Verfahrens bewirkt (vgl. oben E. 2). Bei dieser Ausgangslage erscheint es sachgerecht, ihr die Kosten des Beschwerdeverfahrens als Verursacherin der Gegenstandslosigkeit zu Ã¼berbinden. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Nach § 17 Abs. 2 VRG kann die unterliegende Partei oder Amtsstelle zu einer angemessenen EntschÃ¤digung fÃ¼r die Umtriebe ihres Gegners verpflichtet werden. Trotz des einschrÃ¤nkenden Wortlauts von § 17 Abs. 2 VRG kann das Verursacherprinzip gemÃ¤ss Rechtsprechung auch bei der Regelung der EntschÃ¤digungsfolgen berÃ¼cksichtigt werden (VGr, 30. Mai 2012, VB.2011.00628, E. 4.2). Die Zusprechung von ParteientschÃ¤digungen erfolgt bei Gegenstandslosigkeit grundsÃ¤tzlich nach denselben Prinzipien wie die Verlegung der Gerichtskosten (vgl. PlÃ¼ss, § 17 N. 31). Die Beschwerdegegnerin 3, welche die Gegenstandslosigkeit des Beschwerdeverfahrens verursacht hat, ist daher zu verpflichten, den BeschwerdefÃ¼hrenden eine angemessene EntschÃ¤digung fÃ¼r ihre Umtriebe fÃ¼r das Verfahren vor Verwaltungsgericht zu bezahlen. FÃ¼r das Beschwerdeverfahren erscheint im Lichte der sich stellenden tatsÃ¤chlichen und rechtlichen Fragen â und unter Einbezug der Eingaben nach Eintritt der Gegenstandslosigkeit â eine ParteientschÃ¤digung von gesamthaft Fr. 3'000.- (inkl. MWST) als angemessen. Die Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 haben keine ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren beantragt.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>der Einzelrichter</span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit sie nicht als gegenstandslos geworden abgeschrieben wird. </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 615.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 1'115.--</u> Total der Kosten. </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin 3 auferlegt. </p> <p class="Einzug2">4. Die Beschwerdegegnerin 3 wird verpflichtet, den BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 3'000.- (inkl. Mehrwertsteuer) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft des vorliegenden Entscheids. </p> <p class="Einzug2">5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</p> <p class="Einzug2">6. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) das Baurekursgericht. </p> <p class="Einzug2"> c) das Bundesamt fÃ¼r Raumentwicklung (ARE).</p> <p class="Urteilstext"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>