<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt:</p><p>a. die Konsequenzen der Trennung der SAP-Systeme durch die Ausnahmeregelung in Artikel 2 Absatz 3 der Bundesinformatikverordnung (BinfV) zu analysieren;</p><p>b. die nach der Trennung verbleibenden Redundanzen bei der Informatiklösung SAP hinsichtlich eines effektiven und effizienten Ressourceneinsatzes zu überprüfen;</p><p>c. die Bedürfnisse einer übergeordneten Führung der Informatiklösung SAP zu beurteilen;</p><p>d. die Möglichkeiten der Ausgestaltung einer einzigen zentralen Führung der administrativen Informatiklösung SAP zu prüfen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Antwort auf die vorliegende Motion 10.3641 ist in engem Zusammenhang mit der Antwort auf die ebenfalls von der Finanzkommission des Nationalrates am 7. September 2010 eingereichten Motion 10.3640, "Zuständigkeiten im Bereich der Informatik und Telekommunikation der Bundesverwaltung", zu sehen. Letztere Motion befasst sich ebenfalls, explizit mit Bezug auf Artikel 2 Absatz 3 der Bundesinformatikverordnung (BinfV), mit dem IKT-Synergiepotenzial bzw. mit Fragen der normativen und operativen IKT-Zuständigkeiten zwischen VBS und übriger Bundesverwaltung. In der Antwort auf diese Motion 10.3640 wird festgehalten, dass der Bundesrat offene Fragen betreffend das IKT-Portfolio-Synergiepotenzial und die IKT-Hoheiten zwischen VBS und übriger Bundesverwaltung angehen wird, und zwar in Bezug setzend zur Bereinigung der dort erwähnten Motion 05.3470, "Festlegung und Durchsetzung von Normen und Standards im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie", der Umsetzungsplanung zur Motion Noser 07.3452, "IT-Leistungserbringer zentralisieren", sowie der vom Bundesrat am 2. Mai 2007 angeordneten Überprüfung der Rolle, Aufgabe und Zusammensetzung der IKT-Führungsgremien und IKT-Stabsorganisationen der Bundesverwaltung und der in diesem Zusammenhang geplanten Revision der Bundesinformatikverordnung.</p><p>Im Kontext dieser Arbeiten wird dem Anwendungsgebiet "Planung von Unternehmensressourcen" (Enterprise Resource Planning) und damit verbunden der Analyse der hierfür eingesetzten SAP-Systeme der beiden CC SAP von VBS und EFD besonderes Augenmerk geschenkt werden. Dies gilt auch für Abklärungen im Sinne der Motionspunkte a (Konsequenzen der Trennung), b (Analyse der Redundanzen bzw. Synergiepotenziale) sowie c und d (alternative Führungsmodelle).</p><p>Was die Punkte c und d angeht: Für die interdepartementale Steuerung und Führung der SAP-Systeme ist seit dem Jahr 2006 ein "Steuerausschuss SAP" (SASP) eingesetzt, welcher auch Auftraggeber eines Programms ist, welches u. a. zum Ziel hat, SAP-Architekturen bundesverwaltungsweit zu konsolidieren und darauf aufbauend Synergien zwischen den beiden CC SAP von VBS und EFD zu finden. Im Rahmen der erwähnten Überarbeitung der BinfV sollen Rollen und Kompetenzen des SASP noch expliziter festgelegt werden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.