Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 15. Mai 2014 (725 13 324) ____________________________________________________________________ Unfallversicherung Unfallereignis und unfallähnliche Körperschädigung; der Unfallversicherer kann trotz anfänglicher Ausrichtung von Versicherungsleistungen nicht auf einer Anerkennung ei- nes versicherten Ereignisses behaftet werden. Die einhergehende integrale Neuprüfung des Unfallversicherers im kantonalen Beschwerdeverfahren stellt daher keine reformatio in peius dar. Verneinung des Unfallbegriffs, Anerkennung einer kräftigen Zugbewegung beim Heranziehen eines Eisenrollis als unfallähnliche Körperschädigung. Leistungs- pflicht des Unfallversicherers letztlich mangels natürlichen und adäquaten Kausalzu- sammenhangs aber verneint. Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan- tonsrichter Yves Thommen, Gerichtsschreiber Stephan Paukner Parteien A.____ , Beschwerdeführerin , vertreten durch Nicolai Fullin , Advokat , indemnis Rechtsanwälte, Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel gegen SUVA , Rechtsabteilung , Postfach 4358 , 6002 Luzern , Beschwerd e- gegnerin Betreff Leistungen Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. Die 1980 geborene A.____ war bei der B.____ ange stellt und aufgrund dieses Arbeits- verhältnisses bei der Schweizerischen Unfallversicherungsan stalt (SUVA) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 5. Janu ar 2012 zog sie sich ein Verhebe- trauma an der linken Schulter zu, als sie zusammen mit e iner Kollegin einen mit angezogener Fussbremse parkierten Eisenrollbehälter heranziehen wol lte. Die SUVA erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen in Form von Heilungskosten und Taggeldern. Nach Abklärung der gesundheitlichen Verhältnisse stellte die SUVA mit Verf ügung vom 14. Februar 2013 die Aus- richtung weiterer Versicherungsleistungen per Ende Febru ar 2013 mit der Begründung ein, dass die weiterhin bestehenden Beschwerden nicht mehr u nfallbedingt seien. Eine hiergegen gerichtete Einsprache wies sie mit Entscheid vom 7. Oktob er 2013 ab, soweit darauf einzutre- ten war. B. Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Ni colai Fullin, Advokat, am 7. Novem- ber 2013 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel -Landschaft, Abteilung Sozial- versicherungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte, die SUVA sei zu verpflichten, ihr auch nach Ende Februar 2013 die Versicherungsleistungen für den Unfall vom 5. Januar 2012 zu erbringen. Eventualiter sei die SUVA zu verpflichten, we itere Abklärungen, insbesondere zur Unfallkausalität, zu tätigen und im Anschluss daran erneut über ihre Leistungspflicht ab 1. März 2013 zu entscheiden, unter o/e-Kostenfolge. Zur Begrü ndung liess die Beschwerdeführerin im Wesentlichen vorbringen, dass die kreisärztliche Beurteilung vom 13. Februar 2013, wonach die bildgebend nachgewiesene Schädigung plötzlich kein Grun d mehr für die Beschwerden sein sollten, nicht nachvollziehbar sei. Es fehle eine Begr ündung, weshalb jegliche kausale Bedeu- tung des Unfallereignisses weggefallen sei. Fraglich sei ausserdem, ob ein medizinischer End- zustand eingetreten sei. Die SUVA schulde ihr deshalb weiterhin die Leistungen für anstehende Heilbehandlungen. Im Falle des Fallabschlusses sei neben der Frage eines Rentenanspruchs auch der Anspruch auf eine Integritätsentschädigung zu prüfen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang berge dabei keine weiteren Probleme , da ein objektivierbarer Gesund- heitsschaden vorliege. C. Die SUVA beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 5. Dezember 2013, es sei in An- wendung einer reformatio in peius sowohl das Vorlieg en einer unfallähnlichen Körperschädi- gung als auch das Vorliegen einer Leistungspflicht für d as Ereignis vom 5. Januar 2012 zu ver- neinen, eventualiter sei die Beschwerde abzuweisen. Zur Begründung brachte sie vor, dass es in Bezug auf das Geschehnis vom 5. Januar 2012 sowohl am E rfordernis des sinnfälligen, äusseren Faktors mit Schädigungspotential als auch am Begriffsmerkmal der Plötzlichkeit fehle. Die SUVA hätte ihre Leistungspflicht deshalb von Anfa ng weg verneinen müssen, auch wenn der Kreisarzt aus medizinischer Sicht das Vorliegen eine r unfallähnlichen Körperschädigung zunächst anerkannt habe. Aus dem kreisärztlichen Bericht vo m 13. Februar 2013 ergebe sich, dass die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden in keinem überwiegend wahr- scheinlichen Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 5. Januar 2012 stehen würden. D. Mit Replik vom 10. Februar 2014 hielt die Beschwerd eführerin an ihren Rechtsbegehren fest. Sie habe sich die vorliegend erlittene Verletzun g im Rahmen einer gesteigerten Gefahren- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht lage zugezogen. Diese könne dem fraglichen Ereignis vom 5. Januar 2012 zweifellos zugeord- net werden. Dem Kriterium der Plötzlichkeit komme dabei keine massgebende Bedeutung zu. E. Die SUVA hielt mit Duplik vom 10. März 2014 an ihr en vernehmlassungsweise beantrag- ten Rechtsbegehren fest. Von einem plötzlichen Beschwerde eintritt, wie er rechtssprechungs- gemäss auch bei unfallähnlichen Körperschädigungen vorau sgesetzt wäre, könne keine Rede sein. Ebenfalls existiere keine Diagnose einer unfallähn lichen Körperschädigung, weshalb allei- ne schon deshalb keine Leistungspflicht der SUVA bestehe. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 60 Ab s. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 und Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) v om 20. März 1981 kann gegen Ein- spracheentscheide der Unfallversicherer beim zuständigen ka ntonalen Versicherungsgericht innert 30 Tagen Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist gemäss Art. 58 ATSG das Versi- cherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versichert e Person zur Zeit der Beschwerde- erhebung ihren Wohnsitz hat. Gemäss § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1 993 beurteilt das Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft als einzige gerichtliche Instan z des Kantons Beschwerden ge- gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit sachlich und örtlich für die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 2. Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallv ersicherung (UVG) vom 20. März 1981 hat der Unfallversicherer in der obligato rischen Unfallversicherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufs- unfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Die Leistu ngspflicht des Unfallversicherers setzt nebst einem versicherten Unfall voraus, dass zwischen diesem ve rsicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Invalidität, Integritätseinbusse ) ein natürlicher (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen) und ein adäquater (BGE 129 V 181 E. 3 .2 mit Hinweis) Kausalzusammenhang besteht. Die Natur der Gesundheitsschädigung ist kein Kr iterium, um einen Schadensfall eher als Unfall oder Krankheit einzustufen. Entscheidend sin d die unmittelbare Ursache der Schädi- gung und die Art ihrer Entstehung (vgl. A LEXANDRA RUMO -JUNGO , Rechtsprechung des Bun- desgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über d ie Unfallversicherung, Zürich 1995, S. 18 ff.). 3. Vorliegend streitig und zu prüfen ist der Anspruch d er Beschwerdeführerin auf Leistun- gen der SUVA ab 1. März 2013 für die gemäss ihren Anga ben am 5. Januar 2012 erlittenen Beschwerden an der linken Schulter. Dazu gehört auch die Frage, ob es an diesem Tag tat- sächlich mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwieg enden Wahrscheinlichkeit zu einem Vorfall der geschilderten Art gekommen ist und, bejahe ndenfalls, ob es sich dabei um einen Unfall oder um eine unfallähnlichen Körperschädigung gehandelt hat. Es ist daran zu erinnern, dass die Teilaspekte eines verfügungsweise festgelegten Rech tsverhältnisses in der Regel le- Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht diglich der Begründung der Verfügung dienen und dahe r grundsätzlich nicht selbständig an- fechtbar sind. Sie können folgerichtig erst als rechtskräf tig beurteilt und damit der richterlichen Überprüfung entzogen gelten, wenn über den Streitgeg enstand insgesamt rechtskräftig ent- schieden worden ist, was in casu jedoch noch nicht der Fal l ist (BGE 125 V 413 E. 2b, S. 416). Vor diesem Hintergrund kann die SUVA, indem sie auf d er Ebene von Verfügung und Ein- spracheentscheid eine über Februar 2013 hinaus andauern de Leistungspflicht mit der fehlen- den Kausalität noch vorhandener Beschwerden verneint und erst im vorliegenden Beschwerde- verfahren die Existenz eines leistungsbegründenden Ereig nisses an sich bestritten hat, nicht auf einer Anerkennung des versicherten Ereignisses behafte t werden (Urteil des Bundesge- richts vom 26. Mai 2010, 8C_1019/2009, E. 4.2). Zumal im vorliegenden Fall keine Rückforde- rung bereits ausgerichteter Leistungen der SUVA zur Di skussion steht (vgl. Duplik vom 10. März 2014, ad Ziffer 6), ist damit zugleich gesagt, dass deren Antrag auf Prüfung des gel- tend gemachten Ereignisses im vorstehenden Beschwerdeverfahren auch keine Schlechterstel- lung im prozessualen Sinne (reformatio in peius) zu bewirken vermag. Dieser Umstand resultiert daraus, dass im Falle der Verneinung eines Unfalls bzw. e iner unfallähnlichen Körperschädi- gung die bisher mit der Begründung des fehlenden Kausa lzusammenhangs verfügte Leistungs- einstellung pro futuro ebenfalls keine Rückforderung b isheriger Leistungen nach sich ziehen würde. Hat die SUVA vorliegend auf die Rückforderung bereits erbrachter Leistungen verzich- tet, ist mithin nur die künftige Leistungseinstellung a ls solche Streitgegenstand, welche ohne Bindung an früher ausgerichtete Leistungen vorgenomme n werden kann (BGE 130 V 384 E. 2.3.1). 4. Zu prüfen ist demnach, ob die Beschwerden der Versic herten auf ein versichertes Er- eignis und die Ursachen dieser Beschwerden auf jenes Ereignis zurückzuführen sind. Nur unter diesen Voraussetzungen kann eine Leistungspflicht des Unfallversicherers bestehen. 4.1 Gemäss Art. 4 ATSG gilt als Unfall die plötzliche, n icht beabsichtigte und schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesund heit oder den Tod zu Folge hat. Der ungewöhnliche Faktor kann dabei in einer unkoordinierten, programmwidrigen Körperbewegung bestehen (THOMAS LOCHER , Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Auflage, Bern 2003, S. 111 ff.). Nach der Definition des Unfalls bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlich- keit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nu r auf diesen selbst. Er ist unge- wöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Leben sbereich Alltäglichen überschreitet, was im Einzelfall nach den objektiven Umständen zu beurteilen ist (BGE 118 V 283 f. E. 2a, 116 V 138 f. E. 3 b und 147 E. 2a). So bejaht die Recht sprechung das Vorliegen eines ungewöhnli- chen äusseren Faktors dann, wenn beispielsweise beim Heben oder Verschieben einer Last ein ausserordentlicher Kraftaufwand erfolgt und zu einer a ls Verhebetrauma bezeichneten Schädi- gung führt. Es ist jedoch von Fall zu Fall zu prüfen, ob die Anstrengung im Hinblick auf die Kon- stitution und berufliche oder ausserberufliche Gewöhnu ng der betreffenden Person ausseror- dentlicher Art war (BGE 116 V 139 E. 3b). Die erforderliche Aussergewöhnlichkeit ist indes nicht schon dann gegeben, wenn die Gesundheitsschädigung bei e iner etwas ungewohnten, der zu verrichtenden Arbeit aber angepassten Körperstellung er folgt (BGE 99 V 139 f.). Bei Körperbe- wegungen gilt daher der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründe ter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoordinier- ten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu bej ahen, da der äussere Faktor als Veränderung zwischen Körper und Aussenwelt infolge der P rogrammwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor ist (RKUV 1996 U 253 S. 204 E. 4 c; Urteil Z. des Eidgenössischen Ver- sicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Bundesgeri cht, Sozialrechtliche Abteilung] vom 7. Oktober 2003, U 322/02, E. 2.2). Ohne besonderes Vorkommnis ist deshalb beispielsweise bei einer Sportverletzung das Merkmal der Ungewöhnlichke it und damit das Vorliegen eines Unfalls zu verneinen (Urteil Z. des vom 7. Oktober 200 3, U 322/02, E. 4.3; BGE 130 V 118, E. 2.2). 4.2 Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG kann der Bundesrat Körpersch ädigungen, die den Folgen eines Unfalls ähnlich sind, in die Versicherung einbezie hen. Von dieser Kompetenz hat der Bundesrat in Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die Un fallversicherung (UVV) vom 20. Dezem- ber 1982 Gebrauch gemacht und verschiedene Körperschädigungen auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung den Unfällen gleichgestellt. Die Li ste der den Unfällen gleichgestellten Kör- perschäden ist abschliessend, weshalb Erweiterungen durch A nalogieschlüsse unzulässig sind (BGE 116 V 139 f. E. 4a und 147 E. 2b, 114 V 302 E. 3; ALFRED BÜHLER , Die unfallähnliche Körperschädigung, in: Schweizerische Zeitschrift für Sozia lversicherung und berufliche Vorsor- ge [SZS] 1996 S. 81 ff.). Es handelt sich gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV um: a) Knochenbrüche, b) Verrenkungen von Gelenken, c) Meniskusrisse, d) Muskelrisse, e) Muskelzerrungen, f) Sehnenrisse, g) Bandläsionen und h) Trommelfellverl etzungen. Die unfallähnlichen Körper- schädigungen müssen mit Ausnahme der Ungewöhnlichkeit sä mtliche Unfallbegriffsmerkmale (äusserer Faktor, Plötzlichkeit, Schädigung und Unfreiw illigkeit) aufweisen. Besondere Bedeu- tung kommt hierbei der Voraussetzung eines äusseren Ere ignisses zu, d.h. eines ausserhalb des Körpers liegenden, objektiv feststellbaren, sinnfälli gen, eben unfallähnlichen Vorfalles. Wo ein solches Ereignis mit Einwirkung auf den Körper nicht stattgefunden hat, und sei es auch nur als Auslöser eines in Art. 9 Abs. 2 lit. a bis h UVV aufg ezählten Gesundheitsschadens, liegt eine eindeutig krankheits- oder degenerativ bedingte Gesundheitsschädigung vor (BGE 129 V 466 E. 2.1 und 467 E. 2.2). 4.3 In Bezug auf den Beweis eines Unfalls oder einer un fallähnlichen Körperschädigung sind die einzelnen Umstände des fraglichen Geschehens vom L eistungsansprecher glaubhaft zu machen. Kommt er dieser Forderung nicht nach, indem e r unvollständige, ungenaue oder wi- dersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen eines unfa llmässigen Ereignisses, einer un- fallähnlichen Körperschädigung oder Schadens als unglaub würdig erscheinen lassen, besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers (SVR 2001 KV Nr. 50, S. 146 E. 4c; BGE 116 V 140, 114 V 305). Im Streitfall darf und soll zudem be rücksichtigt werden, dass die ersten Aus- sagen der Versicherten erfahrungsgemäss unbefangener un d zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträgli chen Überlegungen versicherungs- rechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (U rteil M. des EVG vom 14. Februar 2005 [U 265/03] E. 5.2.2; BGE 121 V 47 E. 2a, 115 V 142 E. 8b; SVR 2001 KV Nr. 50, S. 146 E. 4c). Zur Glaubhaftmachung eines Unfallereignisses bzw. einer unfallähnlichen Körperschädigung müssen über das konkrete Geschehen wahre, genaue und wenn möglich ins einzelne gehende Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Daten namhaft gemacht werden, aufgrund derer der Ve rsicherer in die Lage versetzt wird, sich möglichst umfassend über die Tatumstände ein detailliertes Bild zu machen und diese in objek- tiver Weise abzuschätzen (Urteil S. vom 25. November 2004 [U 209/04], Urteil L. vom 15. Sep- tember 2004 [U 234/04] sowie Urteil S. vom 19. Mai 2004 [U236/03]). 4.4 Der mangelnde Nachweis eines Unfalls oder einer un fallähnlichen Körperschädigung lässt sich nur selten durch medizinische Feststellungen e rsetzen. Solchen kommt im Rahmen der Beweiswürdigung für oder gegen das Vorliegen eine s unfallmässigen Geschehens in der Regel nur die Bedeutung von Indizien zu (RKUV 1990 N r. U 86 S. 51 E.2). Dabei ist zu beach- ten, dass sich der medizinische Begriff des Traumas nicht mi t dem Unfallbegriff deckt. Ein trau- matisches Ereignis schliesst zwar eine pathologische Ursache aus, umfasst jedoch neben dem eigentlichen Unfall auch Ereignisse, denen der Charak ter der Ungewöhnlichkeit oder der Plötz- lichkeit abgeht (A LFRED BÜHLER , Der Unfallbegriff, in: Koller [Hrsg.], Haftpflicht- u nd Versiche- rungsrechtstagung 1995, St. Gallen 1995, S. 267). 5.1 Von den Parteien zu Recht nicht aufgeworfen wurde die Frage, ob die von der Be- schwerdeführerin geklagten Beschwerden auf einen Unfall im rechtlichen Sinne zurückzuführen sind. So fehlt es vorliegend offensichtlich an der für e inen Unfall vorausgesetzten Ungewöhn- lichkeit. In Abweichung zu der dem Urteil des Kantonsg erichts vom 28. Mai 2008 zu Grunde gelegenen Konstellation eines Mitarbeiters, der beim Ziehen von Rollgittern irrtümlich deren angezogene Bremsen übersehen und beim ruckartigen Zie hen einen stechenden Schmerz in der rechten Schulter verspürt hatte (KG SV 725 07 318 / 173, E. 5.2), erfolgte die fragliche Zug- bewegung der Versicherten im vorliegenden Fall gewollt und im vollen Bewusstsein um den Umstand, dass die Fussbremsen des fraglichen Eisenrollis an gezogen waren. Dies ergibt sich zweifellos daraus, dass die Versicherte stets angegeben ha t, dass sich die Bremsen des fragli- chen Eisenrollis nicht hätten lösen lassen (vgl. Frageboge n der SUVA vom 17. Januar 2012, SUVA-Akt 7; ebenso Replik vom 10. Februar 2014, Ziffer 4). War mithin gewollt, das gebremste Gewicht des Rollbehälters zu bewegen, genügt dies aber n icht, um das Merkmal der Unge- wöhnlichkeit zu bejahen, auch wenn die entsprechende Zerr- und Zugbewegung unter den kon- kreten Umständen allenfalls als brüsk und anstrengend zu bezeichnen war. 5.2 Anders ist hinsichtlich des Vorliegens einer unfalläh nlichen Körperschädigung zu ent- scheiden. 5.2.1 Seitens der Vorinstanz wird zunächst in Frage ge stellt, ob die Verletzung der Versi- cherten überhaupt unter die in Art. 9 Abs. 2 lit. a b is h UVV aufgelisteten unfallähnlichen Kör- perschädigungen falle (vgl. Ziffer 5 der Duplik der SUVA vom 10. März 2014). Entgegen der von der SUVA vertretenen Auffassung ist diese Frage indes zu bejahen. Es liegt eine Diagnose vor, wonach gestützt auf die bildgebenden Befunde eine Tend inose der Supraspinatussehne, eine kleine Teilläsion am Subscapularissehnenoberrand sowie e ine minimale Teilläsion der langen Bizepssehne und damit eine Listenverletzung gemäss Art. 9 Abs. 2 lit. f UVV erhoben werden konnte (vgl. radiologischer Befund des Kantonsspitals C._ ___ vom 8. Februar 2012, SUVA Akt 26; ebenso Sprechstundenbericht des Kantonsspitals C.____ vom 16. Februar 2012, SUVA Akt 16, S. 2; Bericht der D.____ vom 22. Oktober 2012 , SUVA Akt 100 sowie Bericht des Kan- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht tonsspitals E.____ vom 8. Januar 2013, SUVA Akt 126, S. 2). Wie die Beschwerdegegnerin vernehmlassungsweise zutreffend wiedergegeben hat, aner kannte der Kreisarzt der SUVA be- reits anlässlich seiner Beurteilung vom 25. Januar 2012 da s Vorliegen einer solchen Listenver- letzung gemäss Art. 9 Abs. 2 lit. f UVV (vgl. SUVA Akt 10 ). Die Nachfrage der SUVA, ob diese Beurteilung korrekt gewesen sei, bejahte er explizit mi t Beurteilung vom 6. November 2012 (vgl. SUVA Akt 105). An dieser in Kenntnis der gesamten Aktenlage bildgebend eindeutig be- stätigten Einschätzung des Kreisarztes ist vorliegend festzuhalten (BGE 114 V 306 E. 5c). 5.2.2 Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers ist – au ch wenn einer der in Art. 9 Abs. 2 lit. f UVV aufgeführter Befund als unfallähnliche Kör perschädigung erhoben worden ist – nur gegeben, wenn die Verletzung wie in Art. 4 ATSG vorg esehen auf eine plötzliche, nicht beab- sichtigte schädigende Einwirkung eines äusseren Faktors zurüc kzuführen ist (BGE 139 V 327 E. 3.1). Mit Ausnahme des Tatbestandselements der Ungewö hnlichkeit des auf den Körper einwirkenden äusseren Faktors muss somit namentlich auch das Erfordernis des einwirkenden äusseren Faktors erfüllt sein, worunter ein ausserhalb des Körpers liegender, objektiv feststell- barer, sinnfälliger – eben unfallähnlicher – Einfluss auf den Körper zu verstehen ist. Die schädi- gende Einwirkung kann dabei auch in einer körpereigenen Bewegung bestehen (BGE 129 V 466 E. 2.2 und 4.1). 5.2.3 Das Auftreten von Schmerzen allein gilt dabei no ch nicht als äusserer Faktor im Sinne der Rechtsprechung zu Art. 9 Abs. 2 UVV. Ein solcher ist also nicht gegeben, wenn die versi- cherte Person einzig das (erstmalige) Auftreten von Schm erzen angibt, aber keine gleichzeitig mitwirkende äussere Komponente zu benennen vermag (BGE 129 V 466 E. 4.2.1 S. 469). Auch ist das Erfordernis eines äusseren schädigenden Faktors nicht erfüllt, wenn das Auftreten von Schmerzen bloss mit einem von der versicherten Person be schriebenen gewöhnlichen Bewe- gungsablauf einhergeht. Verlangt wird vielmehr ein G eschehen, welchem ein gesteigertes Ge- fährdungspotenzial innewohnt, was zutrifft, wenn die als Schmerzauslöser angegebene Betäti- gung im Rahmen einer allgemein gesteigerten Gefahren lage vorgenommen wird, wie dies bei- spielsweise bei diversen sportlichen Aktivitäten der Fall sein kann. Ein solch äusserer Faktor mit erheblichem Schädigungspotenzial liegt nach der Rechtsprechung vor, wenn die zur Diskussion stehende Betätigung mit einer mehr als physiologisch norm alen und psychologisch beherrsch- ten Beanspruchung des Körpers, insbesondere seiner Gliedmassen, verbunden ist (BGE 139 V 327 E. 3.3.1 S. 329). Schmerzen als Symptome einer Schädigung nach Art. 9 Abs. 2 UVV fallen deshalb als massgebender äusserer Faktor nicht in Betr acht, wenn sie bei einer alltäglichen Lebensverrichtung auftreten, ohne dass ein davon unterscheidbares äusseres Moment mitspie- len würde. Wer also etwa beim blossen Aufstehen, Absitze n, Abliegen, bei Bewegungen im Raum, Handreichungen usw. einen einschiessenden Schmerz verspürt, kann allein deswegen noch keine unfallähnliche Körperschädigung geltend mach en. Erfüllt ist das Erfordernis des äusseren schädigenden Faktors demgegenüber bei Änderung en der Körperlage, die nach un- fallmedizinischer Erfahrung häufig zu körpereigenen Tra umen führen können, so etwa beim plötzlichen Aufstehen aus der Hocke, bei heftigen belast enden Bewegungen oder bei einer we- gen äusserer Einflüsse unkontrollierbar gewordenen Po sitionsänderung (BGE 129 V 470 E. 4.2.3). Für die Bejahung eines äusseren Faktors ist demnach ein gesteigertes Schädigungs- potenzial vonnöten, sei es zufolge einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage, sei es durch Hin- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht zutreten eines zur Unkontrollierbarkeit einer an sich alltäglichen Verrichtung führenden Elemen- tes (BGE 139 V 329 E. 3.3.; ebenso Urteil des Bundesge richts, Sozialrechtliche Abteilungen, 8C_705/2012 vom 17. Januar 2013 E. 3.2). 5.2.4 Aufgrund der Akten steht fest, dass die Versicherte am 5. Januar 2012 mit aller Kraft einen mit angezogener Fussbremse parkierten Eisenrolli h erausziehen wollte, wobei sie rund eine Viertelstunde nach diesem Vorgang ein Ziehen in der linken Schulter verspürt habe. Die Bremsen des Eisenrollis hätten sich nicht lösen lassen. Tag s darauf habe sie den Arm nicht mehr bewegen können (vgl. Fragebogen vom 17. Januar 2 012, SUVA Akt 7). Von dieser auch im weiteren Verlauf kohärenten Sachverhaltsschilderung der Versicherten, an welcher zu zwei- feln kein Anlass besteht, ist auszugehen (vgl. Bericht des Kantonsspitals C.____ vom 26. Januar 2012, SUVA Akt 15, ebenso Bericht von Dr. F. ____, FMH Neurologie, vom 18. September 2012, SUVA Akt 93; letztlich ebenso Replik vom 10. Februar 2014, Ziffer 4). Die SUVA schliesst aus dieser Hergangsschilderung, dass bei der fraglichen Zugbewegung nichts Besonderes geschehen sei. Das Vorliegen einer unfallähn lichen Körperschädigung scheitere somit an der fehlenden Sinnfälligkeit. Dieser Auffassung kann im Lichte der vorstehend geschil- derten Rechtsprechung nicht gefolgt werden. So führt d er Umstand, dass die fragliche Zugbe- wegung der Versicherten trotz angezogener Bremsen gewoll t war, lediglich zum Ausschluss eines Unfalls im Rechtssinne (vgl. Erwägung 5.1 hievor). D agegen ist die von der Versicherten erlittene Schulterverletzung auf eine trotz angezogener Bremsen plötzliche sowie brüske Bewe- gung und damit auf ein objektiv feststellbares, sinnfälli ges Ereignis anlässlich einer dergestalt – im Alltag unüblich – ausgeführten Verrichtung zurückzuf ühren. Erfüllt ist bei dieser Sachlage demnach die Voraussetzung einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage durch die physiolo- gisch aussergewöhnlich starke Beanspruchung des Körpers. D ie Tatsache, dass die Zugbewe- gung der Versicherten durch den Widerstand der angezogenen Bremsen gestoppt wurde, führte zwar nicht völlig unerwartet, nichts desto trotz in sinn fälliger Art und Weise zu einer ungleich stärkeren Belastung an der Grenze der Leistungsfähigkeit , weshalb sich die entsprechende Bewegung nicht mehr im Rahmen dessen hielt, was unter den konkreten Umständen als alltäg- lich oder üblich zu bezeichnen gewesen wäre. Dies aber genügt für die Realisierung eines ge- steigerten Gefährdungspotentials, wie es für die Erfül lung eines äusseren, schädigenden Fak- tors erforderlich ist, weshalb auf ein unfallähnliches E reignis im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV geschlossen werden muss. 6. Strittig und zu prüfen bleibt jedoch, ob zwischen dem unfallähnlichen Ereignis vom 5. Januar 2012 und den dabei erlittenen Verletzunge n sowie daraus resultierenden Beschwer- den ein natürlicher und auch adäquater Kausalzusammenhang gegeben ist. 6.1 Für Leistungen nach UVG hat der Unfallversicherer n ur unter der Voraussetzung auf- zukommen, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem ein getretenen Schaden (Krank- heit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhanges sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedac ht werden kann (BGE 119 V 337 E. 1, 118 V 289 E. 1b, je mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer ge- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht sundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenha ng besteht, ist eine Tatfrage, über welche die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht - im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung zu befind en hat. Dabei hat sie ihren Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegen- den Wahrscheinlichkeit zu fällen (BGE 129 V 181 E. 3.1 , 115 V 142 E. 8b mit zahlreichen Hin- weisen). Die blosse Möglichkeit einer bestimmten Sachv erhaltsdarstellung genügt den Beweis- anforderungen nicht. Es ist vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die von allen mög- lichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste gewürdi gt wird (BGE 129 V 181 E. 3.1, 119 V 338 E. 1, 118 V 289 E. 1b, je mit Hinweisen). 6.2 Hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht ein mal anerkannt, entfällt sie erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ur sache des Gesundheitsschadens darstellt, der Gesundheitsschaden mit anderen Worten nur noch un d ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der krankhafte Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vo rzustandes auch ohne Un- fall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b). Ebenso wie der leistungsbegründende n atürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedi ngten Ursachen eines Gesundheits- schadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblic hen Beweisgrad der überwie- genden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich fehlender ur- sächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Weil es d abei um eine anspruchsaufhe- bende Tatsache handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbe- gründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2). Der Beweis des Wegfalls des natürlichen Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursa- chen erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Be- weis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorli egt oder die versicherte Person nunmehr bei voller Gesundheit ist. Entscheidend ist alle in, ob unfallbedingte Ursachen des Ge- sundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben u nd weggefallen sind (Urteil L. des EVG vom 25. Oktober 2002, U 143/02, E. 3.2.). 6.3 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsgerichtsbesc hwerdeverfahren wird vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Versicherungsträger und G erichte haben von sich aus und ohne Bindung an die Parteibegehren für die richt ige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grunds atz wird ergänzt durch die Mitwir- kungspflicht der Parteien (Art. 61 lit. c ATSG; BGE 12 2 V 158 E. 1 a). Den meisten anspruchs- begründenden Risiken liegen dabei medizinische Sachverha lte zugrunde. Zur Beurteilung der Rechtsfragen sind Versicherungsträger und Gericht daher a uf Unterlagen angewiesen, die ihnen vorab von Ärzten zur Verfügung gestellt werden. Nach dem Grundsatz der freien Be- weiswürdigung hat das Sozialversicherungsgericht alle Be weismittel unabhängig von ihrer Her- kunft objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob di e verfügbaren Unterlagen eine zuver- lässige Beurteilung des streitigen Anspruches gestatten. Beim Vorliegen einander widerspre- chender medizinischer Berichte darf es den Prozess nicht er ledigen, ohne das gesamte Be- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht weismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986, S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für d ie streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagte n Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begr ündet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei nes Beweismittels noch die Bezeich- nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen St ellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI-Praxis 2001 S. 113 E. 3a). 6.4 Hinsichtlich der strittigen Kausalitätsbeurteilung stellt sich die SUVA im angefochtenen Einspracheentscheid vom 18. März 2013 mit Blick zunächst auf die somatischen Beschwerden der Versicherten auf den Standpunkt, dass sich trotz aller ärztlicher Untersuchungen und bild- gebender Abklärungen keine unfallbedingten Verletzung en hätten objektivieren lassen. Die nach einem simplen Verhebetrauma über ein Jahr anhal tenden Beschwerden der Versicherten seien sicherlich nicht mehr kausal zum Ereignis vom 5. Januar 2012. Die Beschwerdeführerin vertritt demgegenüber die Auffassung, dass nicht mit über wiegender Wahrscheinlichkeit darge- tan sei, dass die Folgen des fraglichen Ereignisses jegliche kausale Bedeutung verloren hätten. Es seien nach wie vor dieselben Befunde vorhanden, die noch immer weiterführende Be- schwerden verursachen würden. Weshalb plötzlich nur noch u nfallfremde Faktoren für den ge- klagten Gesundheitszustand verantwortlich sein sollen, se i unklar und medizinisch nicht be- gründet. 6.5 Dem kreisärztlichen Untersuchungsbericht von Dr. G._ ___, FMH Orthopädische Chi- rurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 1 3. Februar 2013 ist zu entnehmen, dass sich bei der Versicherten eine mehr oder weniger unveränderte Situation im Vergleich zum Status per August 2012 erheben lasse. Dieser Eindruck entsp reche auch den subjektiven An- gaben der Versicherten. Nach neurologischer Abklärung und rehabilitativer Evaluation könne gesagt werden, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine somatoforme Schmerzstörung vorliege. Es würden sich weder Zeichen eines Complex Regio nal Pain-Syndromes, einer Ner- venwurzelkompression oder einer anderweitigen neurologisc hen Problematik noch Zeichen einer relevanten orthopädischen Problematik an der linke n Schulter, am linken Arm und an der linken oberen Körperhälfte zeigen. Die im MRT festges tellten Diagnosen bzw. der Befund einer Tendinose und leichten Ruptur erkläre mitnichten den vorliegenden Befund, welcher zwar stets begleitet von Schmerzen und relativ langsamen Bewegung en eine relativ gute Beweglichkeit des linken Armes präsentiere. Die linksseitigen Armbeschw erden stünden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in keinem kausalen Zusammenhang zum Erei gnis vom 5. Januar 2012. Die Beschwerden könnten aus orthopädisch-traumatologischer Si cht und nach Abklärung aus neu- rologischer sowie rehabilitativer Sicht somatisch daher n icht erklärt werden. Bezüglich der Zu- mutbarkeit könne in unfallkausaler Hinsicht gesagt werden , dass keine Einschränkungen mehr bestünden. Aus rein medizinischer Sicht bestehe eine gew isse Chance, dass unter Psychothe- rapie bzw. unter Therapien, welche die somatoforme Schm erzstörung miteinbeziehen würden, Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht eine Verbesserung erreicht werden könne. Mit überwieg ender Wahrscheinlichkeit sei eine Bes- serung dieses Zustands durch eine Therapie jedoch nicht prognostizierbar (vgl. SUVA Akt 141). 6.6 Was den medizinischen Sachverhalt und dabei insbesond ere die strittige Kausalitäts- beurteilung betrifft, kommt diesem kreisärztlichen Bericht massgebende Bedeutung zu. Der Be- richt des Kreisarztes erfüllt die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweiskräfti- ge ärztliche Stellungnahme (BGE 134 V 232 E. 5.1, 12 5 V 352 E. 3a), weshalb ihm voller Be- weiswert zuzuerkennen ist. Er ist für die streitigen Bel ange umfassend, da er auf den gemäss Vorakten dokumentierten, allseitigen Untersuchungen sowohl in neurologischer als auch rehabi- litativer Hinsicht beruht. Er wurde in Kenntnis aller relevanten Vorakten samt anamnestischer Angaben der Beschwerdeführerin abgegeben, enthält ver wertbare Schlussfolgerungen und leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medi- zinischen Situation ein. Auch wenn den erneuten bildge benden Untersuchungen Ende Dezem- ber 2012 zufolge eine im Vergleich zu den Voraufnah men vom Februar 2012 unveränderte Si- tuation beschrieben worden war, lagen rund ein Jahr n ach dem fraglichen Ereignis vom 5. Ja- nuar 2012 keine Anhaltspunkte mehr vor, welche die gekla gten Beschwerden der Versicherten in somatischer Hinsicht hätten erklären können. Es ergab si ch im Gegenteil ein unauffälliges Arthro-MRI-Bild der linken Schulter ohne relevante Ro tatorenmanschettenläsion (vgl. Sprech- stundenbericht des Kantonsspitals E.____ vom 8. Januar 20 13, SUVA Akt 126, S. 2). Diese Beurteilung deckt sich nicht nur mit der kreisärztlichen E inschätzung, sondern ebenso mit den kurze Zeit später erhobenen Befunden anfangs März 2013 , wonach die Testung der Rotato- renmanschette in allen Ebenen eine gute Kraft aufgewi esen und die linke Schulter entgegen den geklagten Beschwerden passiv eine vollständige Beweglichkeit ergeben hatte (vgl. Sprech- stundenbericht des Kantonsspitals E.____ vom 7. März 2013, SUVA Akt 151, S. 2). Dies aber bestätigt just die mangelnde Konkordanz zwischen den objektiv strukturellen Befunden und den subjektiven Schmerzangaben, wie sie bereits im August 20 12 festgestellt worden war (vgl. kreisärztlicher Bericht von Dr. G.____ vom 17. August 2012, S. 6, SUVA Akt 75). Obschon die Versicherte dazumal angegeben hatte, gelegentlich kaum Kraft für das Öffnen einer Flasche zu haben, liess sich bei praktisch seitengleicher Muskelkraft auch in neurologischer Hinsicht keine somatische Erklärung für die geklagten Beschwerden fi nden (vgl. Bericht von Dr. F.____ vom 18. September 2012, SUVA Akt 93). Diese schon rund ein halbes Jahr nach dem fragliche Ereignis dokumentierte Diskrepanz in Form einer somatofo rmen Schmerzüberlagerung (vgl. ärztliches Triagekonsilium für arbeitsorientierte Rehabilitation vom 5. Juni 2012, SUVA Akt 47) bestätigt letztlich auch der Bericht der D.____ vom 2 2. Oktober 2012 (vgl. SUVA Akt 100), demzufolge die Versicherte entgegen ihrer eigenen Sel bsteinschätzung in der Lage gewesen war, mit Gewichten von 15 Kilogramm zu hantieren, oh ne dabei ihr Limit zu überschreiten. Die in dieser Hinsicht kongruenten Einschätzungen, wonach k eine medizinische Erklärung für die körperlichen Beschwerden der Versicherten mehr vorliegt, bestätigen damit die Massgeblichkeit der kreisärztlichen Beurteilung vom 13. Februar 2013, an welcher zu zweifeln folglich kein An- lass besteht (vgl. BGE 135 V 471, E. 4.7). 6.7 Obschon die Beschwerden der Versicherten anfänglich n och auf das bildgebend erho- bene Korrelat zurückgeführt worden war (vgl. oben, Erw ägung 5.2.1 hievor), konnte hinsichtlich der somatischen Beschwerden der Versicherten rund 14 Mona te nach dem fraglichen Ereignis Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht gerade keine Erklärung mehr für die somatischen Beschwer den der Versicherten gefunden werden, weshalb der Status quo vel ante trotz identische r Bildgebung bereits dazumal offen- sichtlich wieder erreicht worden war. Daran ändert auch nichts, dass gemäss Beurteilung des Kantonsspitals E.____ vom 7. März 2013 (vgl. SUVA Akt 151 , S. 2) davon auszugehen sei, dass die noch immer geklagten Beschwerden auf die unfall ähnliche Körperschädigung vom 5. Januar 2012 zurückzuführen seien. Der diesbezüglichen B egründung zu folgen, die Versi- cherte sei zuvor wegen linksseitigen Schulterschmerzen nie in ärztlicher Behandlung gestan- den, liefe auf die rechtsprechungsgemäss unzulässige Beweis formel „post propter ergo hoc“ hinaus. Der Umstand, dass vor dem Unfall keine Symptome a ufgetreten sind, lässt mit anderen Worten nicht den Schluss zu, dass das Ereignis vom 5. Janua r 2012 für die noch geklagten körperlichen Symptome verantwortlich ist, zumal ihm – wi e sogleich zu aufzuzeigen sein wird – ohnehin jegliche Eindrücklichkeit abgesprochen werden muss (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 28. Mai 2013, 8C_920/2012, E. 4.2.2). Entgegen der von der Beschwerdeführerin vertrete- nen Auffassung sind die – mit den übrigen medizinischen Akten kongruenten – Aussagen des Kreisarztes mithin eindeutig. Fehlt es trotz der im erneuten MRI bildgebend erhobenen Befunde insgesamt an einer somatischen Erklärbarkeit der geltend gemachten Beschwerden und stehen die linksseitigen Armbeschwerden bezogen auf die unfal lähnliche Körperschädigung vom 5. Januar 2012 in keinem kausalen Zusammenhang mehr, so verbleibt bei dieser Aktenlage insbesondere auch für die Annahme einer allfälligen T eilkausalität kein Raum. Mit Blick auf die somatischen Beschwerden der Versicherten ist das Dahinfalle n vielmehr jeglicher kausaler Be- deutung zu bejahen. Daran ändert letztlich auch die Fra ge nichts, ob ein medizinischer Endzu- stand eingetreten sei (vgl. Beschwerdebegründung, ad Z iffer 12). Den kreisärztlichen Ausfüh- rungen zufolge bestehe zwar eine gewisse Chance, dass mit Therapien unter Einbezug der psychiatrischen Diagnosen eine Verbesserung erzielt werden k ann. Unabhängig davon, dass eine solche Therapie ohnehin nicht auf die somatischen Beschwerden ausgerichtet wäre, kann jedoch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gerade kein e Verbesserung der gesundheitlichen Verhältnisse prognostiziert werden (vgl. kreisärztlicher Un tersuchungsbericht von Dr. G.____ vom 13. Februar 2013, SUVA Akt 141, in fine). 6.8 Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst das Recht, Beweisanträge zu stellen, und - als Korrelat - die Pflicht der Behörde zur Beweisabn ahme. Beweise sind im Rahmen dieses verfassungsmässigen Anspruchs indessen nur über jene Tatsach en abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsache erheblich sind. Gelangt da s Gericht bei pflichtgemässer Beweis- würdigung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des rele- vanten Sachverhaltes ergeben und dieser demnach hinreich end abgeklärt ist, kann auf ein be- antragtes Beweismittel verzichtet werden. Eine solche anti zipierte Beweiswürdigung ist nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (vgl. BGE 124 V 94 E. 4b, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen; BGE 126 V 130 E. 2a mit zahlreichen Hinweisen). Entgegen des von der Beschwerdeführerin vertretenen St andpunkts lassen die vorliegenden medizinischen Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung d er gesundheitlichen Verhältnisse der Versicherten zu. Auf zusätzliche medizinische Abklärungen ka nn unter diesen Umständen ver- zichtet werden. Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht 7. Damit verbleibt zu prüfen, wie es sich mit den Beschw erden der Versicherten verhält, die keinem organischen Substrat zuzuordnen sind. Auch diesbezügl ich wäre in der Prüfungsabfol- ge zunächst die natürliche Kausalität dieser Beeinträc htigungen im Zusammenhang zum fragli- chen Ereignis vom 5. Januar 2012 zu untersuchen. Nach der Rechtsprechung kann die Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang bei psychischen B eschwerden allerdings in jenen Fällen offen gelassen werden, in welchen der für die Bejahung einer Leistungspflicht erforderli- che adäquate Kausalzusammenhang ohnehin verneint werde n muss, was vorliegend – wie so- gleich aufzuzeigen ist – der Fall ist (SVR 1995 U 23 S. 68 E. 3c; ebenso: Urteil des Bundesge- richts 8C_182/2010 vom 2. Juli 2010, E. 3.2). 7.1 Um eine Leistungspflicht des Unfallversicherers begrü nden zu können, muss zwischen dem versicherten Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden nicht nur ein natürlicher, son- dern auch ein adäquater Kausalzusammenhang bestehen. N ach der wiederkehrenden Formu- lierung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung hat ein Er eignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allge- meinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfo lg von der Art des eingetretenen her- beizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das E reignis allgemein als begünstigt er- scheint (BGE 125 V 461 E. 5a, 123 III 112 E. 3a, 123 V 103 E. 3d und 139 E. 3c, 122 V 416 E. 2a, je mit Hinweisen). Der Voraussetzung des adäqua ten Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 12 5 V 462 E. 5c, 123 V 102 E. 3b mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzu sammenhanges zwischen dem versi- cherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitliche n Schädigung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang best eht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln vom Gericht zu beurteilen ist (BGE 112 V 33 E. 1b). 7.2 Bei der Beurteilung der Adäquanz von organisch ni cht (hinreichend) nachweisbaren Unfallfolgeschäden, ohne dass die versicherte Person ein Sc hleudertrauma der HWS oder ei- nen äquivalenten Verletzungsmechanismus erlitten hat, er folgt die Adäquanzbeurteilung psy- chischer Unfallfolgen nach den in BGE 115 V 133 ff. en twickelten Kriterien. Nach dieser Recht- sprechung setzt die Bejahung des adäquaten Kausalzusamme nhangs zwischen einem Unfall- ereignis bzw. einer unfallähnlichen Körperschädigung und einer anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung im Einzelfall voraus, dass dem f raglichen Ereignis für die Entste- hung der psychisch bedingten Arbeits- bzw. Erwerbsunfähig keit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn es objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (BGE 115 V 141 E. 7 mit Hinweisen). Für die Beurteilung die- ser Frage ist an das fragliche Ereignis anzuknüpfen, wobe i - ausgehend vom augenfälligen Ge- schehensablauf - folgende Einteilung in drei Gruppen zw eckmässig erscheint: banale bzw. leichte Unfälle oder unfallähnliche Körperschädigungen einerseits, schwere Unfälle bzw. unfall- ähnliche Körperschädigungen anderseits und schliesslich der dazwischen liegende mittlere Be- reich (BGE 115 V 138 E. 6). Während bei leichten bzw. banalen Ereignissen der adäquate Kau- salzusammenhang in der Regel ohne weiteres verneint wer den kann, weil auf Grund der allge- meinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug unfa llmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht g eeignet ist, einen erheblichen Ge- Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht sundheitsschaden zu verursachen, ist der adäquate Kausalzusam menhang zwischen Unfall und Folgen bei schweren Unfällen in der Regel zu bejahen. 7.3 Vorliegend ergibt sich aus den Akten, dass das fragli che Ereignis vom 5. Januar 2012 unzweifelhaft den leichten Unfällen zuzuordnen ist. Es kann dabei auf die Sachverhaltsschilde- rung der Versicherten verwiesen werden (vgl. oben, Erwä gung 5.2.4 hievor). Auch wenn die konkrete Zugbewegung am gebremsten Eisenrolli in sinnfäl liger Art und Weise eine starke Be- lastung bis an die Grenze der Leistungsfähigkeit der V ersicherten aufgewiesen haben mag, ist dieser Vorgang – zumal er den gesetzlichen Unfallbegri ff nicht erfüllt – als Bagatellereignis zu qualifizieren. So vermag eine unbequeme, allenfalls a uch zwangsweise ausgeübte, simple Zugbewegung erfahrungsgemäss keine psychischen Beschwerden im Sinne der vorliegend diagnostizierten somatoformen Schmerzstörung zu entwickeln, auch wenn es sich dabei um ein Schmerz auslösendes Ereignis handelt. Bei den zwischen den Parteien zu Recht unbestrittenen Sachverhaltsumständen darf auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung und unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden , dass das fragliche Ereignis je- denfalls nicht geeignet war, einen erheblichen Gesundh eitsschaden psychischer Natur zu ver- ursachen. Der adäquate Kausalzusammenhang kann daher o hne Weiterungen verneint wer- den. 8. Zusammenfassend ist der Kausalzusammenhang zwischen den noch immer beklagten Beschwerden der Versicherten und der unfallähnlichen Kö rperschädigung vom 5. Januar 2012 mittlerweile mit überwiegender Wahrscheinlichkeit dahingefallen. Die Einstellung weiterer Versi- cherungsleistungen der SUVA per Ende Februar 2013 ist demnach zu Recht erfolgt, weshalb die dagegen gerichtete Beschwerde abzuweisen ist. 9. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par- teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorlie gende Verfahren keine Kosten zu er- heben. Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.