<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2A.747/2005 /vje </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 3. Januar 2006 </div> <div class="para">II. Öffentlichrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Merkli, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Müller, Bundesrichterin Yersin, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Klopfenstein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X.________, z.Zt. Flughafengefängnis Kloten, Postfach, 8058 Zürich, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Migrationsamt des Kantons Zürich, Postfach, </div> <div class="para">8090 Zürich, </div> <div class="para">Bezirksgericht Zürich, Haftrichter, Wengistrasse 28, Postfach, 8026 Zürich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Ausschaffungshaft gemäss <span class="artref">Art. 13b ANAG</span>, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen die Verfügung des Bezirksgerichts Zürich, Haftrichter, </div> <div class="para">vom 3. Dezember 2005. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht stellt fest und zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">X.________ (geb. 1976), Staatsangehöriger von Kamerun, landete am 12. November 2005 von Moskau herkommend im Flughafen Zürich-Kloten. Sein Asylgesuch lehnte das Bundesamt für Migration am 25. November 2005 ab und wies ihn aus der Schweiz weg. Die Wegweisung wurde für "sofort vollstreckbar" erklärt und einer allfälligen Beschwerde gegen die Wegweisungsverfügung die aufschiebende Wirkung entzogen. Mit Zwischenentscheid vom 28. November 2005 lehnte die Schweizerische Asylrekurskommission ein Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Nachdem X.________ sich zwei Mal geweigert hatte, den Rückflug in sein Heimatland anzutreten, nahm ihn das Migrationsamt des Kantons Zürich am 1. Dezember 2005 in Ausschaffungshaft. Zuvor wurde ihm von der Kantonspolizei Zürich das rechtliche Gehör gewährt. Nach einer mündlichen Verhandlung am 3. Dezember 2005 prüfte und genehmigte das Bezirksgericht Zürich (Haftrichterin) die Ausschaffungshaft bis zum 1. März 2006. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Eingabe (in französischer Sprache) vom 12. Dezember 2005 gelangte X.________ an das Bezirksgericht Zürich und verlangte, aus der Haft entlassen zu werden ("Je veux être libre"). Das Bezirksgericht Zürich überwies die Eingabe am 20. Dezember 2005 dem Bundesgericht, welches in der Folge ein Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eröffnete. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beim Bezirksgericht Zürich sind per Fax verschiedene Unterlagen eingeholt worden (nebst dem angefochtenen Haftentscheid auch das Protokoll der diesbezüglichen Verhandlung, die Haftverfügung des Migrationsamtes vom 2. Dezember 2005, das Protokoll der Befragung durch die Kantonspolizei Zürich vom 1. Dezember 2005 sowie der Entscheid des Bundesamtes für Migration vom 25. November 2005). Weitere Instruktionsmassnahmen (Schriftenwechsel, Einholen der gesamten kantonalen Akten) sind nicht angeordnet worden. Das Urteil ergeht im vereinfachten Verfahren (<span class="artref">Art. 36a OG</span>). </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">2.1 Die zuständige Behörde kann einen Ausländer in Ausschaffungshaft nehmen bzw. in dieser belassen, wenn die Voraussetzungen von <span class="artref">Art. 13b ANAG</span> (SR 142.20) erfüllt sind. Danach ist erforderlich, dass ein erstinstanzlicher, nicht notwendigerweise auch rechtskräftiger Weg- oder Ausweisungsentscheid vorliegt, dessen Vollzug (z.B. wegen fehlender Papiere) noch nicht möglich, jedoch absehbar ist (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=21.12.2005&amp;to_date=09.01.2006&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-II-56%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page56">BGE 130 II 56</a> E. 1 S. 58). Zudem muss einer der in <span class="artref">Art. 13b Abs. 1 ANAG</span> genannten Haftgründe bestehen, der Vollzug der Wegweisung mit dem nötigen Nachdruck verfolgt werden (<span class="artref">Art. 13b Abs. 3 ANAG</span>; Beschleunigungsgebot; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=21.12.2005&amp;to_date=09.01.2006&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-II-49%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page49">BGE 124 II 49</a> ff.) und die Haft als Ganzes verhältnismässig erscheinen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=21.12.2005&amp;to_date=09.01.2006&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-II-56%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page56">BGE 130 II 56</a> E. 1 S. 58; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=21.12.2005&amp;to_date=09.01.2006&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-II-439%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page439">126 II 439</a> E. 4; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=21.12.2005&amp;to_date=09.01.2006&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-II-377%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page377">125 II 377</a> E. 4 S. 383). Gegenstand des Haftprüfungsverfahrens bildet regelmässig nur die Rechtmässigkeit und Angemessenheit der Ausschaffungshaft, nicht auch die Bewilligungs- oder Wegweisungsfrage (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=21.12.2005&amp;to_date=09.01.2006&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-II-377%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page377">BGE 130 II 377</a> E. 1 S. 378); mit seinen diesbezüglichen Einwänden ist der Beschwerdeführer zum Vornherein nicht zu hören. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer ist aus der Schweiz weggewiesen worden; die gegen ihn angeordnete Ausschaffungshaft dient der Sicherstellung des Wegweisungsvollzugs und damit einem vom Gesetz vorgesehenen Zweck. Wie sich aus den Erwägungen des angefochtenen Entscheides sowie der Haftverfügung vom 2. Dezember 2005 ergibt (worauf verwiesen werden kann, vgl. <span class="artref">Art. 36a Abs. 3 OG</span>), genügt sie sämtlichen gesetzlichen Anforderungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bezirksgericht beruft sich zu Recht auf den Haftgrund von <span class="artref">Art. 13b Abs. 1 lit. c ANAG</span> (Haftgrund der Untertauchensgefahr, s. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=21.12.2005&amp;to_date=09.01.2006&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-II-56%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page56">BGE 130 II 56</a> E. 3.1 S. 58 f., 377 E. 3.2.2 S. 382 f.; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=21.12.2005&amp;to_date=09.01.2006&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F128-II-241%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page241">128 II 241</a> E. 2.1 S. 243). Der Beschwerdeführer ist seinen Mitwirkungspflichten in keiner Weise nachgekommen; einen ersten - unbegleiteten - Rückflug am 29. November 2005 hatte er verweigert und den Antritt des auf den 1. Dezember 2005 angesetzten begleiteten Flugs nach Douala hat er durch renitentes Verhalten verunmöglicht. Seine erst an der Haftrichterverhandlung gemachte Aussage, er sei bereit, "ohne Probleme zu machen nach Hause zurückzukehren" erhält vor diesem Hintergrund bloss geringes Gewicht. Es liegt klarerweise Untertauchensgefahr vor. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Auch die weiteren Haftvoraussetzungen sind erfüllt. Insbesondere sind, zumal die Identität des Beschwerdeführers bekannt ist, keine Gründe erkennbar, die im Sinne von <span class="artref">Art. 13c Abs. 5 lit. a ANAG</span> gegen die Durchführbarkeit des Wegweisungsvollzugs innert noch absehbarer Zeit sprechen würden. Inwiefern die Haft in anderer Hinsicht unverhältnismässig oder sonstwie rechtswidrig sein könnte, ist nicht ersichtlich. Was die geltend gemachten gesundheitlichen Beschwerden betrifft, hätte sich der Beschwerdeführer damit an den zuständigen ärztlichen Dienst zu wenden. </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist in jeder Hinsicht offensichtlich unbegründet und somit abzuweisen. </div> <div class="para">Bei diesem Verfahrensausgang würde der Beschwerdeführer grundsätzlich kostenpflichtig (<span class="artref">Art. 156 Abs. 1 OG</span>). In Fällen der vorliegenden Art rechtfertigt es sich jedoch, von der Erhebung einer Gerichtsgebühr abzusehen (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/154" type="start"></artref>Art. 154 und 153a OG</span><artref id="CH/173.110/153^a" type="end"></artref>). </div> <div class="para">5. </div> <div class="para">Das Migrationsamt des Kantons Zürich wird ersucht, dafür besorgt zu sein, dass das vorliegende Urteil dem Beschwerdeführer korrekt eröffnet und nötigenfalls verständlich gemacht wird. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span>: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Migrationsamt des Kantons Zürich und dem Bezirksgericht Zürich, Haftrichter, sowie dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 3. Januar 2006 </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>