Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht vom 29. Juni 2020 (400 20 122 und 400 20 123) ____________________________________________________________________ Zivilrecht Kindesunterhalt Die vom Einkommen des unterhaltspflichtigen Elternt eils direkt abgezogene Quellen- steuer ist im tatsächlich erhobenen Umfang in der G rundbedarfsberechnung zu berück- sichtigen. Bei einem allenfalls zu hohen Quellensteuerabzug ist dieser Umstand insoweit zu beachten, als der unterhaltspflichtige Elternteil den festgesetzten Unterhaltsbeitrag vor- erst reduziert um den zu hohen Quellensteuerabzug zu bezahlen und bei Erhalt der Rück- vergütung die Differenz zum geschuldeten Unterhaltsbeitrag an die unterhaltsberechtigte Partei weiterzuleiten hat (E. 4.2). Bei der Bestimmung der Fahrzeugkosten müssen die Amortisationskosten berücksichtigt werden. Soll in einem spezifischen Fall von der Anwe ndung eines Kilometerpauschalan- satzes abgewichen werden, so müssen – zur Wahrung der Transparenz – die relevanten effektiven Kostenfaktoren ermittelt und die konkret vorgenommenen Abweichungen ent- sprechend begründet werden (E. 4.3). Besetzung Präsidentin Christine Baltzer-Bader; Gerichtsschreiberin Nicole Schneider Parteien A.____ vertreten durch Advokatin Claudia Weible Imhof, Steinentorstrasse 35, Postfach 403, 4010 Basel, Klägerin und Berufungsklägerin gegen B.____ vertreten durch Advokatin Franziska Abt Lindner, Aeschengraben 13, Postfach, 4010 Basel, Beklagter und Berufungskläger Gegenstand Eheschutz Berufung gegen den Entscheid des Zivilkreisgerichtspräsidenten Basel-Landschaft West vom 3. März 2020 Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. Mit Entscheid vom 3. März 2020 bewilligte der Zivilkrei sgerichtspräsident Basel-Landschaft West im Rahmen des Eheschutzverfahrens, das von der Ehefrau mit Eingabe vom 13. Dezember 2019 eingeleitet worden war, die Aufhebung des gemei nsamen Haushaltes und stellte fest, dass die Ehegatten seit 27. November 2019 getrennt leben (Ziff. 1). Der Gerichtspräsident wies die Fa- milienwohnung der Ehefrau und dem Kind für die Dauer des Getrenntlebens zur alleinigen Benut- zung zu (Ziff. 2) und übertrug die Obhut über das Ki nd der Ehegatten, C.____, geb. am X.____, vorläufig der Mutter (Ziff. 3). Zur Regelung des künft igen Besuchs- bzw. Betreuungsrechts der Kindseltern ordnete der Gerichtspräsident eine Erziehungsbeistandschaft an (Ziff. 4), wobei er dem Vater ein regelmässiges Besuchsrecht einräumte (Ziff. 5). Der Gerichtspräsident verpflichtete den Ehemann sodann, der Ehefrau für das Kind C.____ mit W irkung ab 1. Dezember 2019 bis auf Weiteres monatliche Unterhaltsbeiträge von CHF 2'110.0 0 zuzüglich allfälliger Kinderzulagen zu bezahlen, wobei CHF 1'500.00 für die Gewährleistung der Betreuung durch die Mutter bestimmt seien. Er stellte zudem fest, dass mit diesem Unterhaltsbeitrag der gebührende Unterhalt des Kin- des C.____ derzeit nicht gedeckt sei. Zur Deckung des g ebührenden Unterhalts würden CHF 585.00 an Betreuungsunterhalt fehlen. Der Ehemann sei berechtigt, die für Dezember 2019 direkt an Dritte bezahlten Grundbedarfspositionen der Ehefra u und des Kindes mit den geschuldeten Unterhaltsbeiträgen zur Verrechnung zu bringen (Zif f. 6). Gleichzeitig verpflichtete der Gerichts- präsident die Ehefrau, sich zeitnah um eine Anstellung mit höherem Pensum und Verdienst zu bemühen (Ziff. 7) und schliesslich wies er darauf hin, d ass die verfügten Unterhaltsbeiträge auf einem jährlichen Nettoeinkommen des Ehemannes von CHF 71'000.00 vor Steuern und ohne Kin- derzulage sowie einem jährlichen Nettoeinkommen der Eh efrau von CHF 10'000.00 vor Steuern basieren würden (Ziff. 9). Mit Bezug auf die weiteren Anordnungen des Gerichtspräsidenten wird auf seinen Entscheid vom 3. März 2020 (Ziff. 8 sowie Ziff. 10 – 15) verwiesen. B. Gegen diesen Entscheid reichten sowohl die Klägerin (nachfolgend nur noch als «Ehefrau» bezeichnet), vertreten durch Advokatin Claudi a Weible Imhof, als auch der Beklagte (nachfolgend nur noch «Ehemann» genannt), vertreten d urch Advokatin Franziska Abt Lindner, Berufung ein. Die Ehefrau stellte mit ihrer Berufung vom 11. Mai 2020 folgende Anträge: «1. Es sei Ziffer 6 des Entscheids des Gerichtspräsid enten des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft West vom 3.3.2020 aufzuheben und es (sei) der Berufungsbeklagte zu verpflichten, der Berufungsklägerin für das Kind C.____ mit Wirkung ab 1. Dezember 2019 b is auf weiteres monatlich und künftig vo- rauszahlbare Unterhaltsbeiträge von CHF 2'357.00 zzgl. allfällig ausbezahlte Kinderzulagen zu be- zahlen, wobei davon CHF 1'747.00 der Gewährleistung der Betreuung durch die Mutter dienen. 2. Es sei festzustellen, dass mit dem Unterhaltsbei trag gemäss Ziffer 1 hiervor von CHF 2'357.00 der gebührende Unterhalt des Kindes C.____ derzeit nicht gedeckt ist und zur Deckung des gebühren- den Unterhalts monatlich CHF 337.00 an Betreuungsunterhalt fehlen. 3. Es sei der Berufungsklägerin für das Berufungsv erfahren die unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung mit der Unterzeichneten zu bewilligen. 4. Unter o/e Kostenfolge zu Lasten des Berufungsbe klagten. » Der Ehemann unterbreitete, ebenfalls mit Eingabe vom 11. Mai 2020, folgende Anträge: Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht «1. Es sei Ziffer 6. der Verfügung des Zivilkreisger ichts Basel-Landschaft West vom 3. März 2020 auf- zuheben und es sei der Ehemann und Berufungskläger bei seiner Bereitschaft zu behaften, der Be- rufungsklägerin für die Tochter C.____, mit Wirkung ab Dezember 2019 einen monatlich vor-aus- zahlbaren Unterhaltsbeitrag von CHF 611.- zuzüglich all fälliger Kinderzulagen zu bezahlen. Dabei sei der Ehemann berechtigt, die ab Dezember 2019 bere its an die Ehefrau geleisteten Unterhalts- beiträge und Kinderzulagen mit den vorgenannten Unterhaltsbeiträgen zur Verrechnung zu bringen. 2. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 3. Es dem Berufungskläger die unentgeltliche Rechtsp flege mit der Unterzeichneten als unentgelt- licher Rechtsbeiständin zu bewilligen. 4. Unter o/e-Kostenfolge. Es sei dem Berufungskläg er eine Parteientschädigung gemäss noch einzu- reichender Honorarnote zuzüglich Spesen und Mehrwertste uer zuzusprechen, wobei im Falle der Uneinbringlichkeit der Parteientschädigung diese vom Staat zu bezahlen sei. » C. In ihrer Berufungsantwort vom 25. Mai 2020 beantragt e die Ehefrau: «1. Es sei die Berufung des Beklagten und Berufungsklä gers vom 11. Mai 2020 vollumfänglich abzuwei- sen. 2. Es sei der Klägerin und Berufungsbeklagten die unentgeltliche Rechtspflege mit der Unterzeichneten als unentgeltliche Rechtsbeiständin für das Berufungsverfahren zu bewilligen. 3. Unter o/e Kostenfolge zu Lasten des Beklagten/Be rufungsklägers. Es sei der Berufungsbeklagten eine Parteientschädigung gemäss noch einzureichender Honorarnote zzgl. Spesen und Mehrwert- steuer zuzusprechen, wobei im Falle der Uneinbringlichkeit der Parteientschädigung diese vom Staat zu bezahlen sei. » Der Ehemann reichte seinerseits mit Berufungsantwort vom 25. Mai 2020 die nachfolgenden An- träge ein: «1. Es sei die Berufung der Ehefrau vollumfänglich a bzuweisen. 2. Es (sei) dem Berufungsbeklagten die unentgeltli che Rechtspflege mit der Unterzeichneten als un- entgeltlicher Rechtsbeiständin zu bewilligen. 3. Unter o/e Kostenfolge. Es sei dem Berufungsbekl agten eine Parteientschädigung gemäss noch ein- zureichender Honorarnote zuzüglich Spesen und Mehrwertsteuer zuzusprechen, wobei im Falle der Uneinbringlichkeit der Parteientschädigung diese vom Staat zu bezahlen sei. » D. Mit Verfügung vom 27. Mai 2020 wurde der Schriften wechsel geschlossen, verbunden mit dem Hinweis an die Parteien, dass aufgrund der Akten entschieden werde. Gleichzeitig bewilligte die Präsidentin des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, den Parteien die un- entgeltliche Rechtspflege für das Rechtsmittelverfahren. Erwägungen 1.1 Gegen erstinstanzliche Endentscheide in Eheschutzverfahre n kann Berufung erhoben wer- den (Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO). In vermögensrechtlich en Angelegenheiten wird zudem voraus- gesetzt, dass der Streitwert der zuletzt aufrechterhalte nen Rechtsbegehren mindestens CHF 10'000.00 beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Bei wiederkehrenden Leistungen von ungewisser oder Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht unbeschränkter Dauer gilt der zwanzigfache Betrag der ei njährigen Leistung als Streitwert (Art. 92 Abs. 2 ZPO). Gemäss § 5 Abs. 1 lit. a EG ZPO ist das Präsidium der Abteilung Zivilrecht des Kantonsgerichts für die Beurteilung von Berufungen gege n Entscheide der Präsidien der Zivil- kreisgerichte, die im summarischen Verfahren ergangen sind, sachlich zuständig. Dies ist vorlie- gend der Fall, zumal Massnahmen zum Schutz der ehelichen Gemeinschaft im summarischen Verfahren zu erlassen sind (Art. 271 lit. a ZPO). Demzufolge beträgt die Frist zur Einreichung der Berufung bei der Rechtsmittelinstanz 10 Tage seit Zustellung des begründeten Entscheids bzw. seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung (Art. 314 Abs. 1 i.V.m. Art. 311 Abs. 1 ZPO). 1.2 In casu geht es um den Beitrag an den Unterhalt der g emeinsamen Tochter der Ehegatten. Gegen den erstinstanzlichen Entscheid vom 3. März 2020 haben sowohl der Ehemann (Verf. Nr. 400 20 122) als auch die Ehefrau (Verf. Nr. 400 20 12 3) Berufung erklärt. Beide beanstanden diesen Entscheid ausschliesslich hinsichtlich der Höhe des vom Vorderrichter auf CHF 2'110.00 pro Monat festgelegten Unterhaltsbeitrags. Während die Ehefrau verlangt, dass der Ehemann ab 1. Dezember 2019 bis auf weiteres CHF 2’357.00 pro Mo nat zuzüglich allfälliger Kinderzulagen an den Unterhalt der Tochter C.____ bezahlt, beantr agt der Ehemann, dass er lediglich dazu verpflichtet wird, ab 1. Dezember 2019 einen Unterhalt sbeitrag von CHF 611.00 zuzüglich Kinderzulagen zu bezahlen. Angesich ts dieser Anträge der Parteien ist der erforderliche Streitwert offensichtlich gegeben. Di e weiteren gerichtlichen Anordnungen der Vorinstanz sind nicht bestritten. Es erscheint daher ange bracht, die beiden selbständigen Beru- fungen der Ehegatten in Anwendung von Art. 125 lit. c ZPO zu vereinigen und damit zusammen in einem einzigen Entscheid zu behandeln. Mit Bezug auf die weiteren Prozessvoraussetzungen, die von Amtes wegen zu prüfen sind (Art. 60 ZPO), ist sodann festzustellen, dass die 10-täg ige Berufungsfrist von den Parteien ge- wahrt wurde. Die schriftliche Begründung des angefochtenen Entscheids wurde beiden Ehegat- ten separat am 29. April 2020 zugestellt. Ihre Eingaben, die beide vom 11. Mai 2020 datieren und an diesem Tag in elektronischer Form nach Art. 130 Abs. 2 ZPO (von der Ehefrau) resp. per Post (vom Ehemann) aufgegeben wurden, erfolgten rechtzeitig innert der in Anwendung von Art. 142 Abs. 3 ZPO bis Montag, 11. Mai 2020 verlängerten Rechtsmittelfrist. 1.3 Die Ehefrau rügt mit ihrer Berufung, dass die Vorinst anz beim Ehemann von einem falschen anrechenbaren Nettoeinkommen ausgegangen sei und dami t den Sachverhalt unrichtig festge- stellt habe. Der Ehemann moniert ebenfalls die unrichtige Feststellung des Sachverhalts. Zudem macht er unrichtige Rechtsanwendung geltend. Die Vorinstanz habe die Quellensteuer nicht voll- umfänglich berücksichtigt und dadurch sein Einkommen falsch berechnet. Die Ehegatten bringen damit beide zulässige Berufungsgründe im Sinne von Art . 310 ZPO vor. Es kann daher auf die beiden Berufungen eingetreten werden. 2.1 Im vorliegenden Fall ist der erstinstanzlich auf CHF 2'1 10.00 festgelegte Unterhaltsbeitrag für das Kind der Ehegatten strittig. Es geht also um Kinderbelange in familienrechtlichen Angele- genheiten, für die gemäss Art. 296 ZPO der Untersuchungs- und Offizialgrundsatz gilt. Dies be- deutet, dass das Gericht den Sachverhalt von Amtes wegen erforscht (uneingeschränkter Unter- suchungsgrundsatz) und ohne Bindung an die Parteianträge entscheidet (Art. 296 Abs. 1 sowie Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3 ZPO). Die Untersuchungsmaxime verpflichtet das Gericht, von sich aus alle entscheidrelevan- ten Elemente in Betracht zu ziehen und unabhängig von den Parteianträgen Beweise zu erheben. Die Untersuchungsmaxime entbindet die Parteien jedoch n icht von einer aktiven Mitwirkung im Verfahren. Die Untersuchungs- und Offizialmaxime gelan gt als allgemeiner Grundsatz in allen Verfahrensstadien zur Anwendung, mithin auch im kantonalen Rechtsmittelverfahren (Botschaft ZPO 7375; BGE 137 III 617 E. 4.5.2). Gemäss Art. 276 Abs. 2 ZGB sorgen die Eltern gemeinsam, ein jeder Elternteil nach seinen Kräf- ten, für den gebührenden Unterhalt des Kindes. Der Unterhalt kann in natura, also durch Pflege und Erziehung, oder durch Geldzahlungen geleistet werde n (Art. 276 Abs. 1 ZGB). Seit der am 1. Januar 2017 in Kraft getretenen Gesetzesrevision soll der Unterhaltsbeitrag in Form von Geld neben der Abdeckung der direkten Kosten für das Kind ( Barunterhalt) auch der Gewährleistung der Betreuung des Kindes durch die Eltern dienen (Be treuungsunterhalt). Der Unterhaltsbeitrag hat den Bedürfnissen des Kindes sowie der Lebensstellung und Leistungsfähigkeit der Eltern zu entsprechen (Art. 285 Abs. 1 ZGB). Die Bemessung des Unterhaltsbeitrags durch das Gericht ist ein Ermessensentscheid, der unter Berücksichtigung aller massgebenden Umstände vorgenom- men werden muss. Dabei ist primär von den Bedürfnissen des Kindes auszugehen. Gleichzeitig hat das Gericht auf die Situation der Ehegatten, insbesondere auf die Leistungsfähigkeit des un- terhaltspflichtigen Elternteils, Rücksicht zu nehmen. Der Unterhaltsbeitrag wird also durch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des beitragspflichti gen Elternteils beschränkt. In Mangelfällen darf nämlich nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht in das betreibungsrechtli- che Existenzminimum (Art. 93 Abs. 1 SchKG) des unterhalts pflichtigen Elternteils eingegriffen werden (vgl. dazu MARGOT MICHEL /C LAUDIO LUDWIG , in: Kurzkommentar ZGB, 2. Aufl. 2018, Art. 285 N 1, 3 und 5). Bei angespannten finanziellen Verhältnissen ist daher zuerst das Existenzmi- nimum des unterhaltsschuldigen Elternteils zu ermitteln und zu decken. Ein allfälliger Überschuss wird sodann unter die unterhaltsberechtigten Kinder nach Massgabe ihrer jeweiligen Bedürfnisse und der Leistungsfähigkeit des anderen Elternteils verte ilt (vgl. BGer 5A_630/2015 vom 9. Feb- ruar 2016, E. 3.3.2.). 2.2 Die Berufung der Ehefrau richtet sich in casu ausschliesslich gegen die Feststellung des anrechenbaren Nettoeinkommens des Ehemannes und damit gegen die Höhe des verfügten Un- terhaltsbeitrags. Die Bedarfsberechnungen der Vorinstanz betreffend ihren eigenen Bedarf sowie betreffend den Bedarf des Ehemannes und des gemeinsame n Kindes werden von ihr nicht be- anstandet. Der Ehemann rügt mit seiner Berufung zum ei nen ebenfalls die Berechnung seines Lohns durch die Vorinstanz resp. die nicht erfolgte B erücksichtigung des Quellensteuerabzugs. Zum anderen ist er mit der erstinstanzlichen Grundbedar fsrechnung, insbesondere mit dem für Fahrtkosten eingesetzten Betrag nicht einverstanden. Nac hfolgend ist somit zu prüfen, ob die Beanstandungen der Parteien zutreffend sind. 3.1 Der Vorderrichter ging gemäss der Unterhaltsberechnungst abelle in seinem Entscheid auf der Ausgabenseite von einem Grundbedarf des Ehemannes von total CHF 3'880.00, der Ehefrau von CHF 3'000.00 und der Tochter von CHF 920.00 aus. Beim hier umstrittenen Grundbedarf des Ehemannes berücksichtigte er den Grundbetrag von CHF 1' 200.00, die Wohnkosten von CHF 1'390.00, die Krankenkassenprämien von CHF 310.00, ein en Betrag von CHF 220.00 für aus- wärtige Verpflegung sowie CHF 400.00 als Fahrtauslage n, einen weiteren Betrag Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht von CHF 40.00 für Arzt, Pflege etc. und schliesslich CHF 32 0.00 für Steuern. Der Vorderrichter stellte sodann beim Ehemann auf ein monatliches Gesamteinkommen von CHF 5'990.00, bei der Ehefrau von CHF 915.00, bei beiden jeweils inkl. des P rämienverbilligungsbeitrags von CHF 90.00 sowie beim Kind von CHF 310.00, d.h. der Kinderzulagen von CHF 220.00 und wiederum des Prämienverbilligungsbeitrags von CHF 90.00, ab. 3.2 Der erstinstanzlich berechnete Grundbedarf des Ehemanne s wird von der Ehefrau – wie schon erwähnt – nicht bestritten. Sie beziffert jedoch d as gegnerische Nettoeinkommen in ihrer Berufung auf insgesamt CHF 6'237.55 pro Monat. Dabei geht sie zunächst gemäss Lohnabrech- nung vom Januar 2020 von einem monatlichen Einkommen vo n CHF 5'738.30 (ohne Kinderzu- lagen und ohne Abzug der Quellensteuer) aus und zählt sodann den Anteil am 13. Monatslohn von CHF 409.25 pro Monat hinzu. Zur Berechnung dieses Zuschlags berücksich- tigt die Ehefrau den Bruttobasislohn von CHF 5'300.50 reduziert um die Sozialversicherungsab- züge von insgesamt 7.348% resp. CHF 389.50 und geteilt durch 12 Monate (CHF 5'300.50 – CHF 389.50 = CHF 4'911.00 : 12 = CHF 409.25). Gemäss ihrer Rechnung ergibt dies einen monatlichen Nettoverdienst von CHF 6'147.55 (inkl. Anteil am 13. Monatslohn), resp. bei Einbezug des unbestrittenen Prämienverbilligungsbe itrags von CHF 90.00, total CHF 6'237.55 netto. Der Unterhaltsbeitrag für die gemeinsame Tochter sei aufgrund dieses mo- natlichen Gesamteinkommens festzusetzen. 3.3 Der Ehemann geht in seiner Berufung demgegenüber – ebenfalls der Lohnabrechnung vom Januar 2020 entsprechend – von einem tatsächlich ausbez ahlten monatlichen Nettoeinkommen von CHF 4'938.05 resp. CHF 5'380.00 inkl. 13. Monatslo hn, ohne Kinderzulagen, aus. Der im erstinstanzlichen Entscheid erwähnte Verdienst von CHF 5'990.00 erachtet er als falsch, weil der Quellensteuerabzug von CHF 800.25 pro Monat darin nich t berücksichtigt worden sei. Die Vo- rinstanz habe in der Bedarfsberechnung unter dem Titel «Steuern» lediglich einen Betrag von CHF 320.00 eingesetzt, dies obwohl er anlässlich der erstinstanzlichen Verhandlung darauf hin- gewiesen habe, dass er aufgrund der Trennung ab Janua r 2020 dem Quellensteuertarif A0N unterliege und der Abzug damit viel höher sei. Ausgehe nd von seinem monatlichen Bruttoein- kommen von CHF 6'787.90 betrage der massgebliche Tarif 11.79% resp. CHF 800.25. Die Quel- lensteuer werde ihm direkt vom Lohn abgezogen. Dies mü sse gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung bei der Feststellung des Einkommens vollumfänglich berücksichtigt werden. 3.4 Mit Bezug auf den erstinstanzlich festgelegten Grundbeda rf macht der Ehemann sodann geltend, dass der unter dem Titel «Arbeitsweg» gewährte Betrag von CHF 400.00 pro Monat zu tief sei. Als Schichtarbeiter brauche er ein privates Auto. Er müsse an durchschnittlich 17 Tagen im Monat zur Arbeit fahren und dafür einen Weg à 68 km zurücklegen. Seine monatlichen Fahrt- kosten würden sich damit auf CHF 809.00 (17 Tage à 68 km x CHF 0.70) belaufen. Dieser Betrag sei auf der Ausgabenseite zu berücksichtigen. Insgesamt b etrage sein Grundbedarf also CHF 4'769.00. Bei einem monatlichen Einkommen von CHF 5' 380.00 netto könne er deshalb für die gemeinsame Tochter bis auf Weiteres nur einen Unterha ltsbetrag von CHF 611.00 pro Monat, zuzüglich allfälliger Kinderzulagen, bezahlen. 4.1 Der Ehemann arbeitet zu 100% für die in Y.____ ans ässige D.____-AG. Gemäss Lohnab- rechnung für Januar 2020 wird ihm dafür ein Monatslohn von CHF 5'300.50 – diesen Betrag erhält Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht er 13 Mal – ein Umgebungsanteil von CHF 125.00, Kind erzulagen à CHF 220.00 sowie Famili- enzulagen à CHF 130.00 und schliesslich eine Schichtpausch ale von CHF 1'012.40, total also CHF 6'787.90 brutto, ausbezahlt. Für die Sozialabzüge ist auf die aktuellsten Zahlen abzustellen. Diese ergeben sich aus der vom Ehemann zusammen mit seiner Berufungsantwort (Verf. Nr. 400 20 123) eingereichten Lohnabrechnung für den Monat März 2020. Es ist gerichtsnotorisch, dass im ersten Jahresquartal namentlich die Abzüge für die Pensionskasse Anpassungen unterzogen werden müssen. Laut Lohnabrechnung für März 2020 werden für AHV, ALV etc. jeweils 7.348% resp. total CHF 473.05 (7.348% von CHF 6'437.90) und für die 2. Säule nochmals CHF 338.30 resp. 5.255% von CHF 6'437.90 abgezogen. Der Nettoverdienst beträgt damit CHF 5'756.55 pro Monat ohne die Kinderzulagen von CHF 220.00. Zu diesem Einkommen muss der Anteil am 13. Monatslohn im Betrag von CHF 5'300.50 hinzugerechnet w erden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass nebst den üblichen Sozialabzügen von 7.348% auch die Abzüge für die 2. Säule im Umfang 5.255% abgezogen werden müssen. Aufgrund des Lohnausweises für das Jahr 2019 ist nämlich davon auszugehen, dass die Beiträge an die Pensionskasse 13 Mal erhoben werden. Entgegen der Berechnung der Ehefrau beträgt der massgebliche A nteil am 13. Monatslohn somit CHF 386.05 (CHF 5'300.50 – 12.603% von CHF 5'300.50 resp. CHF 668.00 = 4'632.50 : 12). Der monatliche Nettoverdienst des Ehemannes beläuft sich demna ch auf rund CHF 6'142.00 bzw. wiederum unter Einbezug der Prämienverbilligung von CHF 90.00 auf total CHF 6'232.00, ohne die Kinderzulagen von CHF 220.00. Von diesem monatlichen Einkommen des Ehemannes ist für die nachfolgende Berechnung des Unterhaltsbeitrags für die Tochter der Ehegatten auszugehen. 4.2 Der Ehemann verlangt, dass ihm – wie unter Ziff. 3.3 bereits dargelegt – bei seinem Grund- bedarf für den Arbeitsweg ein Betrag von CHF 809.00, nämlich für 17 Tage à 68 km x CHF 0.70 zugestanden wird. Es ist in casu unbestritten, dass der Ehemann als Schichtarbeiter auf ein Fahrzeug angewiesen ist, um an den verschiedenen Einsatzzeiten zur Arbeit fah ren zu können. Damit kommt seinem Auto Kompetenzqualität zu. Gemäss den nach wie vor aktu ellen Richtlinien der Konferenz der Betreibungs- und Konkursbeamten der Schweiz vom 1. Juli 2009 (BlSchK 2009 S. 193 ff.) sind auch bei einem Automobil mit Kompetenzqualität nur die festen und veränderlichen Kosten ohne Amortisation zu berücksichtigen (vgl. dazu BGE 140 III 33 7 E. 5.2). Das Bundesgericht vertritt demgegenüber in einem neueren Entscheid die Auffassung , dass die Amortisation eines Fahr- zeugs mit Kompetenzcharakter grundsätzlich zum massgebenden Be darf der unterhaltspflichti- gen Partei gehört (vgl. BGer 5A_779/2015 vom 12. Juli 2016, E. 5.3.3.2). Diese Rechtsprechung hat nun zur Folge, dass bei der Bestimmung der Fahrzeu gkosten über eine Pauschale, insbe- sondere anhand einer Kilometerpauschale, die Amortisati onskosten darin zu berücksichtigen sind. Soll in einem spezifischen Fall von der Anwendung der bewährten und praktikablen Kilome- terpauschalansätze abgewichen werden, so müssen – zur Wahrung der Transparenz – die rele- vanten effektiven Kostenfaktoren ermittelt und die konkre t vorgenommenen Abweichungen ent- sprechend begründet werden (vgl. dazu wiederum BGer 5A_779/2015 vom 12. Juli 2016, E. 5.3.2 f.). Mit Bezug auf den vorliegenden Fall ist nun Folgendes festzustellen: Der vom Ehemann geltend gemachte Kilometeransatz von CHF 0.70 beinhaltet gemäss der Zusammenstellung des Touring Clubs Schweiz (TCS) unter anderem Amortisationskosten von 29.8% sowie Garagierungskosten Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht von 14.2%. Der Amortisationskostenprozentsatz basiert dab ei auf einem Neupreis von CHF 35'000.00 (vgl. TCS-Grafik «Kilometerkosten»; www.tcs.ch/de/testberichte-ratgeber/ratgeber/kon- trollen-unterhalt/kilometerkosten.php ). Das hier zur Diskussion stehende Fahrzeug des Eheman- nes, ein Ford Fusion 1.6 16V Trend, 1. Inverkehrsetzung 2007 (vgl. dazu Police der «smile.car» vom 13. September 2019; bei den Beilagen 2 zur Berufu ngsantwort des Ehemannes, Verf. Nr. 400 20 123) hat demgegenüber einen Wert von maximal C HF 3'500.00 (vgl. dazu www.compa- ris.ch/carfinder/marktplatz/ford/fusion/occasion ), mithin einem Zehntel der üblicherweise berück- sichtigten Autokosten. Es erscheint daher angezeigt, den erwähnten Ansatz von 29.8% um ca. zwei Drittel resp. um 20.8% auf 9% zu reduzieren. Was sodann die Garagierungskosten anbe- langt, so ist diesbezüglich darauf hinzuweisen, dass in den Mietkosten von CHF 1'390.00 bereits die effektiven Auslagen von CHF 40.00 berücksichtigt sind ( vgl. dazu Mietvertrag vom 11./12. Dezember 2019; bei den Beilagen des Ehemannes im erstin stanzlichen Verfahren). Der Gara- gierungskostenansatz von 14.2% ist daher ebenfalls zu stre ichen. Die Kilometerpauschale von CHF 0.70 ist somit um insgesamt 35% (20.8% + 14.2%) resp . um CHF 0.25 auf CHF 0.45 zu reduzieren. Die Fahrtkosten sind nun wie folgt zu berechnen: Der Ehemann macht einen Arbeits- weg von 68 km geltend. Dies entspricht der doppelten Strecke vom Wohnort des Ehemannes in Z.____ zu seinem Arbeitsort in Y.____. Diesen Weg muss er laut seinen Aussagen anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung 16 Mal pro Monat zurücklegen (vgl. Protokoll der Hauptver- handlung vom 3. März 2020, S. 6). Bei einem Kilomete ransatz von CHF 0.45 ergeben sich also Fahrtkosten von CHF 489.60 pro Monat. Dieser Betrag fällt nun aber nicht jeden Monat in genau diesem Umfang an. Vielmehr ist zu berücksichtigen, dass de m Ehemann Ferien und Feiertage zustehen und er für diese Zeit, die etwa 6 Wochen ausm acht, keine Autospesen beanspruchen kann. Die Fahrzeugauslagen sind daher auf insgesamt 10.5 Monate umzurechnen und betragen effektiv CHF 428.40 pro Monat (CHF 489.60 x 10.5 : 12) . Die Vorinstanz hat die Autokosten demzufolge etwas zu tief angesetzt. Der pauschal für den Arbeitsweg auf CHF 400.00 festgelegte Betrag ist im vorliegenden Fall indessen trotzdem nicht zu beanstanden. Der Ehemann hat näm- lich vor erster Instanz ausgesagt, dass er im gleichen Haus wie einer seiner Arbeitskollegen, der ebenfalls «in der Schicht» tätig sei, wohne (vgl. Proto koll der Hauptverhandlung vom 3. März 2020, S. 4 f.). Es kann daher vom Ehemann erwartet w erden, dass er zusammen mit diesem Kollegen zur Arbeit fährt, wenn beide für die gleic he Schicht eingeteilt sind. Damit bleibt es bei dem Betrag von CHF 400.00, der erstinstanzlich als Fahrtkosten in der Grundbedarfsberechnung des Ehemannes berücksichtigt wurde. 4.3 Der Ehemann stellt sich des Weiteren auf den Standpu nkt, dass die jeden Monat von seinem Lohn abgezogene Quellensteuer im Betrag von CHF 800.25 bei der Festsetzung des massgebenden Einkommens berücksichtigt werden müsse. Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass der Ehemann der Quellensteuer unterliegt und dass diese, wie sich aus den Lohnabrechnungen für die Monat e Januar – März 2020 ergibt, auch je- dem Monat abgezogen wird. Gemäss Ziff. 3.1 der Wegle itung des Kantons Basel-Landschaft betreffend Quellensteuer für ausländische Arbeitnehmer/innen (Ausgabe 2017) ist der monatliche Bruttolohn ohne jeden Abzug für die Berechnung des Quellensteuerabzugs massgebend. Die Quellenbesteuerung erfolgt dabei in dem Monat, in welchem die Auszahlung, Überweisung oder Verrechnung stattfindet (vgl. dazu auch Ziff. 9.4, wona ch die an der Quelle erhobene Steuer im Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht Zeitpunkt der Auszahlung, Überweisung, Gutschrift oder Verrechnung der steuerbaren Leistung fällig ist). Laut Ziff. 5 der besagten Wegleitung ist für alleinstehende Steuerpflichtige, die nicht mit Kindern im gleichen Haushalt zusammenleben und keine Kirchensteuer bezahlen, der Tarif A0N anwendbar, der je nach Bruttolohn den massgeblichen Prozentsatz regelt (vgl. Beilage 1 zur Be- rufungsantwort des Ehemannes; Verf. Nr. 400 20 123). Zur Bestimmung der tatsächlich in Rech- nung gestellten Quellensteuer ist sodann Ziff. 6.2 der Wegleitung zu beachten. Dort wird auf § 29 Abs. 1 lit. i des kantonalen Steuergesetzes (SGS 331) verwiesen, wonach die Unterhaltsbeiträge für geschiedene oder getrenntlebende Ehepartner/inne n vom steuerbaren Einkommen abgezo- gen werden können. In diesen Fällen erfolgt eine ant eilmässige Rückerstattung (vgl. dazu auch Ziff. 9.10 der Wegleitung, wo sämtliche Merkblätter und Formulare aufgelistet sind und unter an- derem auch der «Antrag für eine anteilmässige Rückerstattung der Quellensteuer» erwähnt wird). Auf dem Antragsformular für Tarifkorrektur und Rückerst attung der Quellensteuer wird darauf hingewiesen, dass der Antrag bis spätestens 31. März des Folgejahres an die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Quellensteuer, zu senden ist (vgl. Beilage 14 zur Berufungsant- wort der Ehefrau; Verf. Nr. 400 20 122). Damit steht also fest, dass die vom Bruttolohn berechnete Quellensteuer zwar jeden Monat direkt vom Nettoeinkommen des Ehemannes abgezogen wird, dass jedoch der angesichts seiner Un- terhaltspflicht zu viel bezahlte Betrag nachträglich zur ückverlangt werden kann. Die Quellen- steuer kann daher nur im tatsächlich erhobenen Umfang geltend gemacht werden. Im Nachfol- genden ist deshalb zunächst der effektiv vom Ehemann an den Unterhalt seiner Tochter zu be- zahlende Beitrag und damit einhergehend sein eigener konkreter und belegter Grundbedarf zu ermitteln. 4.4 Der Ehemann moniert sodann, dass der Vorderrichter be i der Position «Steuern» nur ge- rade CHF 320.00 berücksichtigt hat. Er will stattdessen, dass die gesamte Quellensteuer von CHF 800.00 bei seinem Grundbedarf eingesetzt wird. Mit Bezug auf dieses Anliegen ist zunächst darauf hinzuwe isen, dass der Ehemann bereits bei der Bestimmung seines massgeblichen Einkommens den gesamten Quellensteuerabzug einbe- rechnet und diese Abgabe damit gleich zweimal in Rechnung stellt. Dies geht nicht an. Die Quel- lensteuer darf nur einmal berücksichtigt werden, entwed er als Ausgabe beim Grundbedarf oder als Abzug beim Einkommen. Die Quellensteuer kann sodan n – wie zuvor unter Ziff. 4.3 ausge- führt – nur im Umfang des effektiv zu bezahlenden Betrags geltend gemacht werden, der seiner- seits wiederum vom tatsächlich zu leistenden Unterhalt sbeitrag abhängt. Der konkrete Quellen- steuerabzug ist – wie bereits im erstinstanzlichen Entsche id erwähnt – unter Zuhilfenahme des kantonalen Quellensteuer-Tarifs für ausländische Arbeitne hmer/innen, in casu des Tarifs A0N, approximativ und vom Bruttolohn ausgehend zu ermitteln. 4.5 Der Vorderrichter hat das monatliche Quellensteuerbetr effnis in seinem Entscheid auf rund CHF 350.00 beziffert. In der erstinstanzlichen Berechnungstabelle ist dann aber ein Steuerbetrag von CHF 320.00 eingesetzt worden. Nach Berechnung der Berufungsinstanz ist von einem mut- masslichen Quellensteuerabzug von CHF 341.00 auszugehen. Wie sich aus der dem vorliegen- den Entscheid beigehefteten Unterhaltsberechnungstabelle ergibt, beläuft sich der Grundbedarf Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht des Ehemannes demnach auf CHF 3'901.00 pro Monat. Angesichts des zuvor unter Ziff. 4.1 er- mittelten Nettoeinkommens von CHF 6'232.00 resultiert daraus ein Überschuss von CHF 2'331.00 resp. ein Unterhaltsbeitrag in diesem Umfang. Zur Überprüfung dieser Kalkulation ist vom Bruttolohn des Ehemannes auszugehen, der gemäss Lohnabrechnung für März 2020 CHF 6'787.90 bzw. unter Einbezug des Anteils am 13. Monatslohn von CHF 441.70 (CHF 5'300.50 : 12) CHF 7'229.60 pro Monat beträgt. Von die- sem Bruttoeinkommen ist der eben errechnete Unterhaltsbeitrag sowie die Kinderzulage, die oh- nehin für das Kind bestimmt und diesem separat auszurichten ist, abzuziehen, um so den Betrag zu ermitteln, der für die Festsetzung der Quellensteue r massgebend ist. Die Kontrollrechnung ergibt einen tatsächlich relevanten Bruttoverdienst von CHF 4'678.60 (CHF 7'229.60 – CHF 2'331.00 – CHF 220.00) resp. – gemäss dem anwendbaren Tarif A0N – ein Quellensteuersatz von 7.29 % und damit einen Quellensteuerabzug von CHF 341.00 pro Monat. Der vom Ehemann an den Unterhalt seiner Tochter C.____ zu leistende Beitrag ist daher definitiv auf CHF 2'331.00 pro Monat festzusetzen. Gleichwohl erscheint es angebracht, der für die Zeit ab Januar 2020 vom Ehemann geltend gemachten höheren Quellensteuer von rund CHF 800.00 Rechnung zu tragen. Diesem Anliegen ist insoweit zu entsprechen, als einersei ts die nach Abzug des monatlichen Unterhaltsbeitrags effektiv zu bezahlende Quellensteue r im Betrag von CHF 341.00 beim Exis- tenzbedarf des Ehemannes berücksichtigt wird. Andererse its ist der vom Ehemann zu bezah- lende monatliche Unterhaltsbeitrag von CHF 2'331.00 um den verbleibenden Quellensteuerab- zug von CHF 459.00 (CHF 800.00 – CHF 341.00) zu reduzi eren und vorerst auf CHF 1'872.00 festzusetzen. Der Ehemann ist jedoch in einem zweiten Schritt zu verpflichten, die Rückerstattung der zu viel bezahlten Quellensteuer zu verlangen und die se nach Erhalt derselben rückwirkend an die Ehefrau weiterzugeben. Diese hat dem Ehemann – wie im bereits unter Ziff. 4.2 erwähnten Antragsformular für Tarifkorrektur und Rückerstattung der Quellensteuer (vgl. Beilage 14 zur Be- rufungsantwort der Ehefrau; Verf. Nr. 400 20 122) vo rgesehen – im Hinblick auf seinen Rücker- stattungsantrag eine Kopie ihres Lohnausweises für das vergangene Jahr unmittelbar nach Erhalt desselben zu übergeben. 4.6 Zusammenfassend kann somit Folgendes festgehalten werden : Der Ehemann ist – dies in teilweiser Gutheissung der Berufung der Ehefrau, die einen höheren Unterhaltsbeitrag beantragt hat – zu verpflichten, für das Kind C.____ mit Wirkung ab 1. Dezember 2019 bis auf weiteres monatliche Unterhaltsbeiträge von CHF 2’331.00 zuzüglich allfälliger Kinderzulagen zu bezahlen. Dieser Unterhaltsbeitrag dient zu CHF 610.00 dem Barunterhalt des Kindes und im Umfang von CHF 1'721.00 der Gewährleistung seiner Betreuung durch die Mutter. Es wird zudem festgestellt, dass mit diesem Unterhaltsbeitrag der gebührende Unt erhalt von C.____ derzeit nicht gedeckt ist. Zur Deckung des gebührenden Unterhalts fehlen CHF 364.00 an Betreuungsunterhalt. Für den Monat Dezember 2019 hat der Ehemann den Unterhaltsbeitrag in der vollen Höhe von CHF 2'331.00 zuzüglich Kinderzulagen von CHF 220.00 per 1. Dezember 2019 zu bezahlen. Die Quel- lensteuer betrug gemäss Lohnabrechnung für Dezember 2019 für diesen Monat lediglich CHF 212.45 und ist damit durch den Betrag von CHF 341.00, der für die Steuern eingesetzt wird, gedeckt. Der Ehemann darf die für Dezember 2019 direkt an Dritte bezahlten Grundbedarfsposi- tionen der Ehefrau und des Kindes mit den geschuldeten Unterhaltsbeiträgen verrechnen. Für die Zeit ab Januar 2020 ist sodann – dies in teilweiser Gutheissung der Berufung des Ehemannes Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht – der höheren Quellensteuer Rechnung zu tragen. Der Ehemann hat daher seiner Unterhalts- pflicht wie folgt nachzukommen: Zum einen ist er zu verpflichten, ab Januar 2020 jeden Monat im Voraus CHF 1'872.00, zuzüglich allfälliger Kinderzulage n, zu bezahlen. Zum anderen hat der Ehemann mit dem Antragsformular für Tarifkorrektur und Rückerstattung der Quellensteuer bei der Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft bis spätestens Ende März des jeweiligen Folgejahres die anteilmässige Rückerstattung der zu viel b ezahlten Quellensteuer zu verlangen und bei Erhalt der Rückvergütung der Ehefrau für das K ind C.____ rückwirkend die Differenz zum geschuldeten Unterhaltsbeitrag von CHF 459.00 pro Mo- nat, zu bezahlen. Die Ehefrau ist ihrerseits zu verpflichten, dem Ehemann im Hinblick auf seinen Rückerstattungsantrag eine Kopie ihres Lohnausweises für das vergangene Jahr unmittelbar nach Erhalt desselben zu übergeben. Ziff. 6 des erstinstanzlichen Entscheids ist demnach aufzu- heben und in diesem Sinne neu zu fassen. Als Folge dieser Abänderungen ist sodann Ziff. 9 des angefochtenen Entscheids mit Bezug auf das darin erwähnte Nettoeinkommen des Ehemannes aufzuheben und dieses neu auf CHF 73'700.00 gerundet (12 x CHF 6'142.00) anzupassen. 5.1 Abschliessend ist über die Verlegung der Prozesskosten des Berufungsverfahrens zu be- finden. Massgebend für die Regelung der Kosten- und En tschädigungsfolgen sind die Bestim- mungen der Art. 95 ff. ZPO. Gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten der unter- liegenden Partei auferlegt. Im vorliegenden Fall ist die Ehefrau in dem von ihr eingeleiteten Be- rufungsverfahren weitgehend mit ihren Anträgen durchgedrungen, während der Ehemann in dem von ihm eingeleiteten Berufungsverfahren nur insoweit obsiegt, als er mit der Forderung, dass sein Existenzminimum zu wahren sei, Recht bekommen hat. An gesichts dieses Prozessaus- gangs erscheint es angebracht, die Entscheidgebühr, die für beide Berufungsverfahren (Verf. Nr. 400 20 122 und Verf. Nr. 400 20 123) auf insgesamt C HF 2’000.00 (§ 9 Abs. 2 lit. b GebT; SGS 170.31) festgesetzt wird, im Umfang von 1/8 resp. CHF 250.00 der Ehefrau und im Umfang von 7/8 resp. CHF 1'750.00 dem Ehemann aufzuerlegen. Aufgrund der mit Verfügung vom 27. Mai 2020 erfolgten Bewilligung der unentgeltlichen R echtspflege an beide Ehegatten geht der ihnen auferlegte Anteil an der Entscheidgebühr zu Last en des Staates. Die Ehegatten werden indessen darauf hingewiesen, dass sie zur Nachzahlung der Entscheidgebühr an den Kanton Basel-Landschaft verpflichtet sind, die Ehefrau im Umf ang von CHF 250.00, der Ehemann im Umfang von CHF 1'750.00, sobald sie dazu in der Lage si nd (Art. 123 Abs. 1 ZPO). Der Nach- zahlungsanspruch des Kantons verjährt zehn Jahre nach Abschl uss des Verfahrens (Art. 123 Abs. 2 ZPO). 5.2 Hinsichtlich der ausserordentlichen Kosten ist sodann wie derum zu berücksichtigen, dass die Ehefrau mit ihrer Berufung zu einem Grossteil durchgedrungen ist, der Ehemann demgegen- über mit seiner Berufung nur geringfügig obsiegt hat. Die Parteikosten sind daher im Sinne einer gesamthaften Regelung wie folgt zu verteilen: Für das von der Ehefrau eingeleitete Berufungsverfahren (Verf. Nr. 400 20 123) hat der Ehemann der Ehefrau die gesamte mit Honorarnote vom 5. Juni 2 020 geltend gemachte Parteientschädi- gung im Betrag von CHF 1'133.30 zuzüglich Auslagen von CHF 64.00 und MWSt von CHF 92.19, total CHF 1'289.45, zu bezahlen. Da aufgrund der mo mentanen finanziellen Verhältnisse des Ehemannes diese Parteientschädigung zurzeit voraussichtlich nicht einbring lich ist, wird der Rechtsvertreterin der Ehefrau, Advokatin Claudia Weible Imhof, gestützt auf Art. Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht 122 Abs. 2 ZPO zufolge Uneinbringlichkeit eine Entschädigung von CHF 1'289.45 aus der Staats- kasse entrichtet. Mit der Zahlung dieser Entschädigung geh t der Anspruch der Ehefrau gegen- über dem Ehemann auf den Kanton über. Zufolge Bewil ligung der unentgeltlichen Rechtspflege an den Ehemann wird sodann seiner Rechtsvertreterin, Advokatin Franziska Abt Lindner, für das von der Ehefrau eingeleitete Berufungsverfahren (Verf. Nr. 400 20 123) der mit Honorarnote vom 2. Juni 2020 geltend gemachte Aufwand von 2.75 Stunde n à CHF 200.00, mithin CHF 550.00, zuzüglich Auslagen von CHF 17.80 und MWSt von 43.70 , total CHF 611.50, aus der Gerichtskasse bezahlt. Der Ehemann wird erneut auf seine Pflicht zur Nachzahlung der Entschädigung von CHF 611.50 an den Kanton Basel-Landschaft hingewiesen, sobal d er dazu in der Lage ist (Art. 123 Abs. 1 ZPO). Der Nachzahlungsanspruch des Kantons verjährt zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens (Art. 123 Abs. 2 ZPO). Mit Bezug auf das vom Ehemann eingeleitete Berufungsverfahren (Verf. Nr. 400 20 122) haben die Parteien ihre ausserordentlichen Kosten derweilen selbst zu tragen. Den Rechtsvertretungen der Parteien sind jedoch aufgrund der erfolgten Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege fol- gende Anwaltshonorare aus der Gerichtskasse zu bezahlen: - an Advokatin Franziska Abt Lindner CHF 800.00 zuzüglich Auslagen von CHF 25.55 und MWSt von CHF 63.55, total CHF 889.10 - an Advokatin Claudia Weible Imhof CHF 883.35 zuzüglich Auslagen von CHF 38.30 und MWSt von CHF 70.95, total CHF 992.60 Die Ehegatten werden auf ihre Pflicht zur Nachzahlun g der Entschädigungen, die Ehefrau ge- mäss der Honorarnote ihrer Vertreterin vom 5. Juni 202 0 im Umfang von CHF 992.60, der Ehe- mann gemäss der Honorarrechnung seiner Vertreterin vom 2. Juni 2020 im Umfang von CHF 889.10, an den Kanton Basel-Landschaft hingewiesen, sobald sie dazu in der Lage sind (Art. 123 Abs. 1 ZPO). Der Nachzahlungsanspruch des Kantons verjährt zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens (Art. 123 Abs. 2 ZPO). Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demnach wird erkannt: ://: 1. In teilweiser Gutheissung der Berufung der Ehefrau sowie in teilweiser Gut- heissung der Berufung des Ehemannes werden Ziff. 6 und Ziff. 9 des Ent- scheids des Zivilkreisgerichtspräsidenten Basel-Landschaft We st vom 3. März 2020 aufgehoben und wie folgt neu gefasst: «6. Der Ehemann wird verpflichtet, der Ehefrau für da s Kind C.____ mit Wirkung ab 1. Dezember 2019 bis auf weiteres monatliche Unterhalts- beiträge von CHF 2’331.00 zuzüglich allfällig ausbezahlte Kinderzula- gen zu bezahlen. Von diesem Unterhaltsbeitrag dienen CHF 610.00 dem Barunterhalt des Kindes C.____ und CHF 1'721.00 der Gewährleistung seiner Be- treuung durch die Mutter. Es wird festgestellt, dass mit diesem Unterhaltsbeitrag der gebüh- rende Unterhalt des Kindes C.____ derzeit nicht gedeckt ist. Zur De- ckung des gebührenden Unterhalts fehlen CHF 364.00 an Betreu- ungsunterhalt. Der Ehemann hat den Unterhaltsbeitrag für Dezember 2019 in Höhe von CHF 2'331.00 zuzüglich Kinderzulagen von CHF 220.00 per 1. Dezember 2019 zu bezahlen (Quellensteuer Dezember 201 9 von CHF 212.45). Er ist berechtigt, die für Dezember 2019 direkt an Dritte bezahlten Grundbedarfspositionen der Ehefrau und des K indes mit den geschuldeten Unterhaltsbeiträgen zur Verrechnung zu bringen. In Berücksichtigung der Quellenbesteuerung des Ehemann es hat er die Unterhaltsbeiträge ab Januar 2020 wie folgt zu begleichen: a) Der Ehemann bezahlt jeden Monat im Voraus CHF 1'8 72.00 zu- züglich allfällig ausbezahlte Kinderzulagen. b) Der Ehemann hat zudem mit dem Antragsformular fü r Tarifkorrek- tur und Rückerstattung der Quellensteuer bei der Steuer verwal- tung des Kantons Basel-Landschaft bis spätestens Ende M ärz des Folgejahres die anteilmässige Rückerstattung der zu viel be- zahlten Quellensteuer zu verlangen und bei Erhalt der Rückver- gütung der Ehefrau für das Kind C.____ rückwirkend die Differenz zum geschuldeten Unterhaltsbeitrag, also monatlich CHF 459.00, zu bezahlen. Die Ehefrau wird verpflichtet, dem Ehemann im Hin- blick auf seinen Rückerstattungsantrag eine Kopie ihres Lohnaus- weises für das vergangene Jahr unmittelbar nach Erhalt dessel- ben zu übergeben. «9. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziff. 6 basieren auf - einem Nettoeinkommen des Ehemannes von CHF 73'700.0 0 pro Jahr und vor Abzug der Quellensteuern, ohne Kind erzulage, Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht - einem Nettoeinkommen der Ehefrau von CHF 10'000.0 0 pro Jahr und vor Steuern.» Im Übrigen wird der Entscheid des Zivilkreisgerichtspräside nten Basel- Landschaft West vom 3. März 2020 bestätigt. 2. Die Entscheidgebühr, die für beide Berufungsverfahren (400 20 122 und 400 20 123) auf insgesamt CHF 2’000.00 festgesetzt wird, geht im Umfang von 1/8 resp. CHF 250.00 zu Lasten der Ehefrau und im Um fang von 7/8 resp. CHF 1'750.00 zu Lasten des Ehemannes. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege an beide Ehegatten geht der ihnen auferlegte Anteil an der Entscheidgebühr zu Lasten des Staa- tes. Die Ehegatten sind zur Nachzahlung der Entscheidgebü hr, die Ehefrau im Umfang von CHF 250.00, der Ehemann im Umfang von CHF 1'750.00, an den Kanton Basel-Landschaft verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage sind (Art. 123 Abs. 1 ZPO). Der Nachzahlungsanspruch des Kantons verjährt zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens (Art. 123 Abs. 2 ZPO). 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wie folgt auferlegt: a) Der Ehemann hat der Ehefrau für das von ihr einge leitete Berufungs- verfahren (400 20 123) eine Parteientschädigung von CHF 1'133.30 zu- züglich Auslagen von CHF 64.00 und MWSt von CHF 92.19, total CHF 1'289.45, zu bezahlen. Zufolge Uneinbringlichkeit wi rd der Rechtsver- treterin der Ehefrau, Advokatin Claudia Weible Imhof , gestützt auf Art. 122 Abs. 2 ZPO eine Entschädigung von CHF 1'289.45 aus der Staats- kasse entrichtet. Mit der Zahlung der Entschädigung von CHF 1'289.45 geht der Anspruch der Ehefrau gegenüber dem Ehemann auf den Kan- ton über. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspfleg e an den Ehemann wird dessen Rechtsvertreterin, Advokatin Franziska Abt Lindner, für das von der Ehefrau eingeleitete Berufungsverfahren (40 0 20 123) ein An- waltshonorar von CHF 550.00 zuzüglich Auslagen von CHF 17.80 und MWSt von 43.70, total CHF 611.50, aus der Gerichtsk asse bezahlt. Der Ehemann ist zur Nachzahlung der Entschädigung von CHF 611.50 an den Kanton Basel-Landschaft verpflichtet, sobald er dazu in der Lage ist (Art. 123 Abs. 1 ZPO). Der Nach zahlungsan- spruch des Kantons verjährt zehn Jahre nach Abschluss des Ver- fahrens (Art. 123 Abs. 2 ZPO). Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht b) Mit Bezug auf das vom Ehemann eingeleitete Berufungsverfahren (400 20 122) trägt jede Partei ihre Parteikosten selbst. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege werden den Rechtsvertretern der Parteien folgende Anwaltshonorare aus der Ge- richtskasse bezahlt: - an Advokatin Franziska Abt Lindner CHF 800.00 zuzüglich Auslagen von CHF 25.55 und MWSt von CHF 63.55, total CHF 889.10 - an Advokatin Claudia Weible Imhof CHF 883.35 zuzüg lich Auslagen von CHF 38.30 und MWSt von CHF 70.95, total CHF 992.60 Die Ehegatten sind zur Nachzahlung der Entschädigung en, die Ehefrau im Umfang von CHF 992.60, der Ehemann im Umfang von CHF 889.10, an den Kanton Basel-Landschaft verpflic htet, sobald sie dazu in der Lage sind (Art. 123 Abs. 1 ZPO). Der Nachzahlungs- anspruch des Kantons verjährt zehn Jahre nach Abschl uss des Verfahrens (Art. 123 Abs. 2 ZPO). Mitteilung an Parteien Vorinstanz Gerichtsverwaltung (Dispositiv) Präsidentin Christine Baltzer-Bader Gerichtsschreiberin Nicole Schneider