<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00019</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204051&amp;W10_KEY=13013569&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00019</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.03.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe: Übernahme von Zahnbehandlungskosten in der Höhe von Fr. 842.50: Zuständigkeit des Einzelrichters (E. 1). Grundsätze der Sozialhilfe (E. 2). Zur medizinischen Grundversorgung gehören auch die notwendigen zahnärztlichen Behandlungen (E. 3.1). Für die Übernahme von zahnärztlichen Behandlungskosten ist - ausser bei Notfällen - vorgängig bei der Sozialbehörde ein Kostenvoranschlag einzureichen. Das Verwaltungsgericht hat indessen schon wiederholt festgestellt, dass ein Gesuchsteller seinen Anspruch nicht von vornherein verwirke, wenn er ein solches Gesuch verspätet oder erst nachträglich einreiche (E. 3.2). Die Sozialbehörde kann die Kosten der zahnärztlichen Behandlung nicht einzig deswegen nicht übernehmen, weil der Beschwerdeführer keinen Kostenvoranschlag eingereicht hat. Vielmehr muss untersucht werden, ob die Sozialbehörde die Kosten übernommen hätte, wenn der Beschwerdeführer sein Gesuch rechtzeitig eingereicht hätte (E. 3.3). Im vorliegenden Fall hat die Sozialbehörde für die Zahnbehandlungskosten aufzukommen, da es sich um eine notwendige und zweckmässige Behandlung sowie um die Folgen eines Notfalls gehandelt hat und die Sozialbehörde bis anhin Zahnarztrechnungen auch ohne vorangehenden Kostenvoranschlag bezahlt hat. In Zukunft hat der Beschwerdeführer aber einen Kostenvoranschlag einzureichen (E. 3.4). Gutheissung der Beschwerde (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENGUTSPRACHE">KOSTENGUTSPRACHE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENVORANSCHLAG">KOSTENVORANSCHLAG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NOTFALL">NOTFALL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SKOS-RICHTLINIEN">SKOS-RICHTLINIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZAHNARZTKOSTEN">ZAHNARZTKOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZAHNÃRZTLICHE BEHANDLUNG">ZAHNÃRZTLICHE BEHANDLUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 19 Abs. 1 SHV</span><br/><span class="gerade">§ 19 Abs. 3 SHV</span><br/><span class="ungerade">§ 21 SHV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2004 Nr. 55 S. 112</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>A erhÃ¤lt seit dem 6. August 1999 von der SozialbehÃ¶rde der Gemeinde X wirtschaft­liche Hilfe. Mit Beschluss vom 18. August 2003 nahm die SozialbehÃ¶rde davon Kenn­tnis, dass A eine Arbeitsstelle verweigert hatte, und drohte ihm an, dass sie bei einer weiteren Verweigerung einer zumutbaren Weisung die Sozialhilfe um den Grundbedarf II kÃ¼rzen werde (Disp.-Ziff. 1). Ausserdem lehnte sie es ab, die Kosten fÃ¼r eine Zahnbehandlung (mit insgesamt 10 Konsultationen vom 23. De­zember 2002 bis 24. Februar 2003) in der HÃ¶he von Fr. 842.50 zu Ã¼bernehmen (Disp.-Ziff. 2), mit der BegrÃ¼ndung, A habe es versÃ¤umt, vor der Zahnbehandlung einen Kostenvoranschlag einzureichen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Einen dagegen erhobenen Rekurs hiess der Bezirksrat Y am 12. Dezember 2003 teilweise gut. Er erwog, dass es sich bei der ersten Konsultation vom 23. Dezember 2003 um eine Notfallbehandlung gehandelt habe. Da Notfallkosten auch ohne Kostenvoranschlag zu Ã¼bernehmen seien, seien dem Rekurrenten die Fr. 55.40 fÃ¼r die Notfallbehandlung zu vergÃ¼ten. Im Ãbrigen wies er den Rekurs ab, soweit er darauf eintrat.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>A reichte am 17. Januar 2004 beim Verwaltungsgericht gegen die verweigerte Ãbernahme der Zahnbehandlungskosten Beschwerde ein. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 20. Januar 2004 wurde er aufgefordert, bis spÃ¤testens zum Ende der laufenden Beschwerdeschrift eine verbesserte Beschwerdeschrift einzureichen. Dieser Aufforderung kam A mit Eingaben vom 22. Januar und 6. Februar 2004 nach und beantragte die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids, soweit der Rekurs nicht gutgeheissen worden war.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Bezirksrat Y verzichtete auf Vernehmlassung und die SozialbehÃ¶rde X auf eine Beschwerdeantwort.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span> zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde in einer sozialhilferechtlichen Angelegenheit ge­mÃ¤ss § 19c Abs. 2 in Verbindung mit § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) funktionell und sachlich zustÃ¤ndig. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt in seiner Eingabe vom 6. Februar 2004 die Aufhebung des bezirksrÃ¤tlichen Beschlusses, soweit der Rekurs nicht gutgeheissen worden sei. Soweit sich der Rekurs gegen die angedrohte KÃ¼rzung des Grundbedarfs II gerichtet hatte, war der Bezirksrat darauf nicht eingetreten. Der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¤ussert sich in seinen Eingaben vom 22. Januar und 6. Februar 2004 nicht zu der angedrohten KÃ¼rzung des Grund­bedarfs II, sondern begrÃ¼ndet nur, weshalb die SozialbehÃ¶rde X die ver­bleibenden Kosten der Zahnbehandlung in der HÃ¶he von Fr. 787.10 (Gesamtkosten von Fr. 842.50 abzÃ¼glich Kosten Notfallbehandlung von Fr. 55.40) zu Ã¼bernehmen hat. Demnach bezieht sich der Antrag auf Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids nur auf die verweigerte Ãbernahme der Zahnbehandlungskosten. Aufgrund des Streitwerts von weit unter Fr. 20'000.- fÃ¤llt die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zu­stÃ¤n­dig­keit (§ 38 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wer fÃ¼r seinen Lebensunterhalt und den seiner FamilienangehÃ¶rigen nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann, hat nach § 14 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe. Diese soll das soziale Existenzminimum gewÃ¤hrleisten, das neben den Ã¼blichen Aufwendungen fÃ¼r den Lebensunterhalt auch individuelle BedÃ¼rfnisse angemessen berÃ¼cksichtigt (§ 15 Abs. 1 SHG). Grundlage der Bemessung bilden gemÃ¤ss § 17 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV) die Richtlinien der schweizerischen Konferenz fÃ¼r So­zial­hilfe in der Fassung vom Dezember 2002 (SKOS-Richtlinien), wobei Abweichungen im Einzelfall vorbehalten bleiben.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nach den genannten Richtlinien setzt sich das individuelle UnterstÃ¼tzungsbudget aus der mate­riellen Grundsicherung, bestehend aus dem Grundbedarf I und II fÃ¼r den Le­bens­unterhalt, den Wohnungskosten und der medizinischen Grundversorgung einerseits und aus situationsbedingten Leistungen anderseits zusammen (SKOS-Richtlinien, Kap. A.6).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Zur medizinischen Grundversorgung gehÃ¶ren auch die notwendigen zahnÃ¤rztlichen Behandlungen. Solche Behandlungen sollen allerdings so einfach wie mÃ¶g­lich, wirtschaftlich und zweckmÃ¤ssig sein. Nach den Kap. B.4.2 und H.2 der SKOS-Richtlinien gehÃ¶ren dazu neben der jÃ¤hrlichen Zahnkontrolle und Dentalhygiene (Zahnsteinentfernung) Notfallbehandlungen und einfache Sanierungen. Letztere umfassen die Entfernung nicht erhaltenswÃ¼rdiger ZÃ¤hne und Wurzelreste, das Legen von FÃ¼llungen sowie die zur Erhaltung der lÃ¤ngerfristigen KaufÃ¤higkeit nÃ¶tige LÃ¼ckenversorgung mit teilprothetischen Methoden.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>In formeller Hinsicht ist fÃ¼r die Ãbernahme von zahnÃ¤rztlichen Behandlungskosten â ausser bei NotfÃ¤llen â vorgÃ¤ngig ein Kostenvoranschlag zu verlangen, der auch Ã¼ber das Be­handlungsziel Auskunft geben soll, worauf der BeschwerdefÃ¼hrer mit Beschluss der SozialbehÃ¶rde vom 24. August 1999 ausdrÃ¼cklich aufmerksam gemacht wurde. GestÃ¼tzt darauf erteilt die SozialbehÃ¶rde Kostengutsprache (§ 19 Abs. 1 SHV). Ohne Gutsprache oder bei verspÃ¤teter Eingabe des Gesuchs besteht kein Anspruch auf KostenÃ¼bernahme (§ 19 Abs. 3 SHV). Insbesondere bei gesundheitlichen NotfÃ¤llen kÃ¶nnen Gesuche um Kos­ten­gutsprache bei ambulanten Ã¤rztlichen Behandlungen noch binnen drei Monaten seit deren Beginn gestellt werden (§ 21 SHV). Dazu hat das Verwaltungsgericht wiederholt festgestellt, dass ein Gesuchsteller seinen Anspruch auf FÃ¼rsorgeleistungen nicht von vorn­herein verwirke, wenn er ein solches Gesuch verspÃ¤tet oder erst nachtrÃ¤glich einreiche. Vielmehr habe die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde aufgrund der tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse darÃ¼ber zu be­finden, ob eine situationsbedingte Leistung infrage stehe, auf deren Ãbernahme der Gesuch­steller einen Anspruch habe. § 19 Abs. 3 SHV wolle lediglich gewÃ¤hrleisten, dass die FÃ¼r­sorgebehÃ¶rde nicht einfach vor vollendete Tatsachen gestellt werde, sondern bei der Aus­wahl der von Dritten zu erbringenden Leistungen, welche durch Kostengutsprache sicherzustellen seien, ihre Argumente einbringen und mitentscheiden kÃ¶nne (VGr, 20. Dezember 2001, VB.2001.00343, E. 4c, www.vgrzh.ch, mit Hinweisen). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>GemÃ¤ss Darstellung des BeschwerdefÃ¼hrers handelte es sich bei der Behandlung vom 23. Dezember 2002 und den nachfolgenden Konsultationen um die Folgen eines Notfalls. Dies wird von der Beschwerdegegnerin im Gegensatz zum Rekursverfahren nicht mehr infrage gestellt. Unbestritten ist ebenfalls, dass der BeschwerdefÃ¼hrer innert 3 Monaten seit der Behandlung vom 23. Dezember 2002 kein Gesuch auf Kostengutsprache eingereicht hat (aus den Akten ergibt sich, dass er erst die Zahnarztrechnung vom 29. April 2003 bei der SozialbehÃ¶rde eingereicht hatte). Nach der aufgezeigten Rechtsprechung kann die Sozial­behÃ¶rde die Kosten der zahnÃ¤rztlichen Behandlung vom 23. Dezember 2002 bis 24. Februar 2003 jedoch nicht einzig deswegen nicht Ã¼bernehmen, weil der BeschwerdefÃ¼hrer keinen Kostenvoranschlag eingereicht hat. Vielmehr muss untersucht werden, ob die SozialbehÃ¶rde die Kosten der zahnÃ¤rztlichen Behandlung Ã¼bernommen hÃ¤tte, wenn der BeschwerdefÃ¼hrer sein Gesuch rechtzeitig eingereicht hÃ¤tte. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.4 </span></b><span>Die streitbetroffene Zahnbehandlung vom 23. Dezember 2002 bis 24. Februar 2003 hÃ¤lt sich ihrer Art und ihrem Inhalt nach im Rahmen dessen, was noch als notwendige, einfache und zweckmÃ¤ssige Behandlung im Sinn der SKOS-Richtlinien gelten kann und daher von der Sozialhilfe zu Ã¼bernehmen ist. Diese Ansicht findet ihre BestÃ¤tigung darin, dass die SozialbehÃ¶rde in der Vergangenheit fÃ¼r Ã¤hnliche Behandlungen mit gleichwertigen Kosten â und zwar auch nach dem 24. August 1999 ohne vorangehenden Kostenvoranschlag â aufgekommen ist. Ebenfalls ist zu berÃ¼cksichtigen, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer â wie bis anhin â bei der Klinik fÃ¼r Alters- und Behindertenzahnmedizin (KAB) behandeln liess. Bei der KAB handelt es sich um eine vom Staat getragene gemeinnÃ¼tzige Einrichtung, welche stets nur nÃ¶tige und mÃ¶glichst kostengÃ¼nstige Massnahmen durchfÃ¼hrt und ihre Leistungen den Garantinnen und Garanten zum UVG- bzw. Sozial-Tarif in Rechnung stellt. Auch dies spricht dafÃ¼r, dass die am BeschwerdefÃ¼hrer vorgenommene Behandlung als notwendige einfache Sanierung (vorne E. 3.1) von der Beschwerdegegnerin zu tragen ist. Dies umso mehr, als es sich bei der in Frage stehenden Zahnbehandlung offensichtlich um die Folgen eines Notfalls gehandelt hat. Ob die Beschwerdegegnerin der KAB eine Kostengutsprache fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer bis Fr. 2'000.- erteilt und die KAB einen Kostenvoranschlag nur bei Behandlungskosten zu erstellen hat, die diesen Betrag Ã¼berschreiten, wie das empfohlen wird (Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuch in der Fassung vom Januar 2004, herausgegeben vom Sozialamt des Kantons ZÃ¼rich, Ziff. 2.5.1/§ 15/2 SHG/I, S. 1), steht nicht fest und kann offen bleiben. Die Beschwerdegegnerin hat nicht bestritten, nach dem 24. August 1999 Zahnarztrechnungen ohne vorangehenden Kostenvoranschlag bezahlt zu haben. Nunmehr allerdings hat sie klar signalisiert, dass sie in Zukunft einen Kostenvoranschlag fÃ¼r Zahnbehandlungen erwartet, woran sich der BeschwerdefÃ¼hrer zu halten hat. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten des Verfahrens der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet der Einzelrichter:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Dispositiv-Ziffer 2 des Beschlusses des Bezirksrats Y vom 12. Dezember 2003 und Dispositiv-Ziffer 2 des Beschlusses der SozialbehÃ¶rde X vom 18. August 2003 werden aufgehoben und die Beschwerde­gegnerin verpflichtet, die Zahnarztkosten von Fr. 842.50 zur Bezahlung zu Ã¼bernehmen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 560.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Urteilstext"><span>4. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>