<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE 2007 115 S.437</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Bau-, Raumplanungs- und Umweltschutzrecht</span> <span class="page_no">437</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> [...]<br/> <br/> <span class="ft2"><b>115 Erweiterung einer Tankstelle, Einrichtung eines Tankstellenshops.</b></span><br/> <span class="ft2"><b>- Beschwer der Beschwerdeführenden (Erw. 2).</b></span><br/> <span class="ft2"><b>- Abfallentsorgung (Erw. 5).</b></span><br/> <br/> <span class="ft3">Aus dem Entscheid des Regierungsrates vom 27. Juni 2007 i.S. W.B.-A.</span><br/> <span class="ft3">und Mitbeteiligte gegen den Entscheid des Departements Bau, Verkehr und</span><br/> <span class="ft3">Umwelt/Gemeinderates M.</span><br/> <br/> <span class="ft4"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft1">2. Beschwer der Beschwerdeführenden</span><br/> <span class="ft1">2.1. Der Beschwerdegegner beantragt, es sei mangels Beschwer</span><br/> <span class="ft1">nicht einzutreten auf die Beschwerdeanträge</span><br/> <span class="ft1">- der Beschwerdeführenden 2-6 und 12 betreffend abendliche Öff-</span><br/> <span class="ft1">nungszeit später als 21.00 Uhr sowie betreffend Verkehrsmassnah-</span><br/> <span class="ft1">men bei der Einmündung in die Hauptstrasse;</span><br/> <span class="ft1">- der Beschwerdeführenden 7-11 betreffend Verkehrsmassnahmen</span><br/> <span class="ft1">bei der Einmündung in die Hauptstrasse.</span><br/> <span class="ft1">Die Beschwerdeführenden 2-6 und 12 hätten in ihrer Ein-</span><br/> <span class="ft1">sprache vom 16. Februar 2006 beantragt, das Baugesuch sei nur mit</span><br/> <span class="ft1">Auflagen zu bewilligen; bezüglich Öffnungszeiten hätten sie insge-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Verwaltungsbehörden</span> <span class="page_no">438</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">samt eine Beschränkung auf 21.00 Uhr verlangt und keine Ver-</span><br/> <span class="ft1">kehrsmassnahmen bei der Einmündung in die Hauptstrasse gefordert.</span><br/> <span class="ft1">Die Beschwerdeführenden 7-11 hätten in ihrer Einsprache keine</span><br/> <span class="ft1">Auflage bezüglich der genannten Verkehrsmassnahmen beantragt.</span><br/> <span class="ft1">Das Nichteintreten auf einen Teil der Beschwerdeanträge müsse Ver-</span><br/> <span class="ft1">fahrenskostenfolgen nach sich ziehen, nämlich wenn die Beschwerde</span><br/> <span class="ft1">teilweise gutgeheissen würde.</span><br/> <span class="ft1">2.2 Die Beschwerdelegitimation (§ 38 Abs. 1 des Gesetzes über</span><br/> <span class="ft1">die Verwaltungsrechtspflege [Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRPG]</span><br/> <span class="ft1">vom 9. Juli 1968) setzt neben der materiellen Beschwer auch eine</span><br/> <span class="ft1">solche im formellen, prozessualen Sinne voraus. Formell beschwert</span><br/> <span class="ft1">ist eine Person, die formell richtig am vorinstanzlichen Verfahren</span><br/> <span class="ft1">beteiligt war (passive Seite) und dort ihre Antrag- und Beschwerde-</span><br/> <span class="ft1">möglichkeiten formell richtig ausgeschöpft hat (aktive Seite), aber</span><br/> <span class="ft1">mit ihren Anträgen nicht oder zumindest nicht vollständig durchge-</span><br/> <span class="ft1">drungen ist, d.h. wenn der angefochtene Entscheid ihr etwas versagt,</span><br/> <span class="ft1">was sie beantragt hat. Das Erfordernis der formellen oder prozessua-</span><br/> <span class="ft1">len Beschwer schliesst aus, dass eine beschwerdeführende Person</span><br/> <span class="ft1">erstmals vor der Beschwerdeinstanz Anträge stellt, welche den</span><br/> <span class="ft1">Streitgegenstand unzulässig ändern und eine weitgehende Neubeur-</span><br/> <span class="ft1">teilung des Falles notwendig machen, es sei denn, sie sei zu Unrecht</span><br/> <span class="ft1">von der Beteiligung ausgeschlossen worden oder erst durch den vor-</span><br/> <span class="ft1">instanzlichen Entscheid betroffen worden (AGVE 2003 S. 309 ff.,</span><br/> <span class="ft1">1999 S. 264 f., 1987 S. 232). Die Beteiligten sollen aufgrund der</span><br/> <span class="ft1">Rechtssicherheit und der Prozessökonomie möglichst früh die Posi-</span><br/> <span class="ft1">tionen der jeweiligen Gegnerschaft kennen, damit die Bauherrschaft</span><br/> <span class="ft1">damit auch die Möglichkeit hat, ihr Projekt anzupassen, um ein Be-</span><br/> <span class="ft1">schwerdeverfahren zu vermeiden (vgl. § 4 Abs. 2 des Gesetzes über</span><br/> <span class="ft1">Raumplanung, Umweltschutz und Bauwesen [Baugesetz, BauG]</span><br/> <span class="ft1">vom 19. Januar 1993; Fritz Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege,</span><br/> <span class="ft1">2. Auflage, Bern 1983, S. 155; Michael Merker, Rechtsmittel, Klage</span><br/> <span class="ft1">und Normenkontrollverfahren nach dem aargauischen Gesetz über</span><br/> <span class="ft1">die Verwaltungsrechtspflege, Kommentar zu den §§ 38-72 VRPG,</span><br/> <span class="ft1">Zürich 1998, § 38 N 146 ff.). Indessen ist es zulässig, den Beschwer-</span><br/> <span class="ft1">degegenstand mit der Verwaltungsbeschwerde zu erweitern, d.h. in-</span><br/> <span class="ft1">nerhalb oder ohne Änderung des Beschwerdegegenstands ein quali-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Bau-, Raumplanungs- und Umweltschutzrecht</span> <span class="page_no">439</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">tatives Mehr zu verlangen (Urs Baumgartner, Die Legitimation in der</span><br/> <span class="ft1">Verwaltungsrechtspflege des Kantons Aargau, Diss., Zürich 1978,</span><br/> <span class="ft1">S. 121; vgl. zur Frage der Beschwerdeerweiterung: Merker,</span> <span class="ft1">a.a.O.</span><br/> <span class="ft1">§ 39 N 13 ff.).</span><br/> <span class="ft1">2.3. Richtig ist die Feststellung des Beschwerdegegners, dass</span><br/> <span class="ft1">die Beschwerdeführenden 2-6 und der Beschwerdeführer 12 mit ihrer</span><br/> <span class="ft1">Sammeleinsprache vom 16. Februar 2006 betreffend Öffnungszeiten</span><br/> <span class="ft1">nur eine Beschränkung auf 21.00 Uhr und keine Verkehrsmassnah-</span><br/> <span class="ft1">men bei der Einmündung in die Hauptstrasse verlangt haben. Auch</span><br/> <span class="ft1">die Beschwerdeführenden 7-11 haben in ihrer Einsprache keine</span><br/> <span class="ft1">Auflage bezüglich der Verkehrsmassnahmen beantragt. Dies kann</span><br/> <span class="ft1">ihnen aber für das vorliegende Beschwerdeverfahren, in dem Noven</span><br/> <span class="ft1">im Rahmen des Streitgegenstands zugelassen werden, nicht zum</span><br/> <span class="ft1">Nachteil gereichen, da die von den genannten Beschwerdeführenden</span><br/> <span class="ft1">in diesem Verfahren neu gestellten Anträge in einem sachlichen Zu-</span><br/> <span class="ft1">sammenhang zu dem im Einspracheverfahren fixierten Streitgegen-</span><br/> <span class="ft1">stand stehen. Eine Erweiterung des Streitgegenstands innerhalb bzw.</span><br/> <span class="ft1">ohne dessen Veränderung durch die neu gestellten Anträge ist daher</span><br/> <span class="ft1">zulässig (Merker, a.a.O., § 39 N 13). Somit ist auf sämtliche Be-</span><br/> <span class="ft1">schwerdeanträge der Beschwerdeführenden 2-12 einzutreten und der</span><br/> <span class="ft1">diesbezügliche Antrag des Beschwerdegegners erweist sich als un-</span><br/> <span class="ft1">begründet.</span><br/> <span class="ft1">3. (...)</span><br/> <span class="ft1">4. (...)</span><br/> <span class="ft1">5. Abfallentsorgung</span><br/> <span class="ft1">5.1. Die Beschwerdeführenden verlangen vom Beschwerdegeg-</span><br/> <span class="ft1">ner, dass er einen genügenden Abfalleimer aufstellt und auf eigene</span><br/> <span class="ft1">Kosten einen Reinigungsdienst zum Einsammeln der Abfälle auf-</span><br/> <span class="ft1">stellt. Sie berufen sich auf Art. 30 bis 32b des Bundesgesetzes über</span><br/> <span class="ft1">den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG) vom 7. Oktober</span><br/> <span class="ft1">1983, insbesondere auf Art. 31b und 31c USG.</span><br/> <span class="ft1">5.2. Siedlungsabfälle, Abfälle aus dem öffentlichen Strassen-</span><br/> <span class="ft1">unterhalt und der öffentlichen Abwasserreinigung sowie Abfälle, de-</span><br/> <span class="ft1">ren Inhaber nicht ermittelt werden kann oder zahlungsunfähig ist,</span><br/> <span class="ft1">werden von den Kantonen entsorgt. Für Abfälle, die nach besonderen</span><br/> <span class="ft1">Vorschriften des Bundes vom Inhaber verwertet oder von Dritten zu-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Verwaltungsbehörden</span> <span class="page_no">440</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">rückgenommen werden müssen, richtet sich die Entsorgungspflicht</span><br/> <span class="ft1">nach Artikel 31c USG (Art. 31b Abs. 1 USG). Die übrigen Abfälle</span><br/> <span class="ft1">muss der Inhaber entsorgen. Er kann Dritte mit der Entsorgung be-</span><br/> <span class="ft1">auftragen (Art. 31c Abs. 1 USG). Der Inhaber der Abfälle trägt die</span><br/> <span class="ft1">Kosten der Entsorgung; ausgenommen sind Abfälle, für die der Bun-</span><br/> <span class="ft1">desrat die Kostentragung anders regelt (Art. 32 Abs. 1 USG).</span><br/> <span class="ft1">Siedlungsabfälle (Abfälle aus Haushalten und andere Abfälle</span><br/> <span class="ft1">vergleichbarer Zusammensetzung) sind vom Gemeinwesen</span><br/> <span class="ft1">(Art. 31b), alle übrigen Abfälle (spezifische Betriebsabfälle aus In-</span><br/> <span class="ft1">dustrie, Gewerbe, Dienstleistung und Verwaltung) dagegen gesamt-</span><br/> <span class="ft1">haft von der Privatwirtschaft zu entsorgen (Art. 31c). Abfälle aus</span><br/> <span class="ft1">dem Tätigkeitsbereich eines Wirtschaftszweigs ist dem "übrigen Ab-</span><br/> <span class="ft1">fall" zuzurechnen. Das einzelne Unternehmen ist dafür verantwort-</span><br/> <span class="ft1">lich, diese Abfälle zu entsorgen und die dafür geeigneten und not-</span><br/> <span class="ft1">wendigen Entsorgungsmittel und -wege aufzubauen. Die Entsor-</span><br/> <span class="ft1">gungspflicht trifft im Rahmen von Art. 31c USG die Inhaberin oder</span><br/> <span class="ft1">den Inhaber (Pierre Tschannen, Kommentar zum Umweltschutzge-</span><br/> <span class="ft1">setz, 2. Auflage, Zürich, 2004, Art. 31b N 9 ff., Art. 31c N 8 ff.). Als</span><br/> <span class="ft1">solche gelten grundsätzlich Personen, welche die tatsächliche Herr-</span><br/> <span class="ft1">schaft über eine Sache haben, die nach Art. 7 Abs. 6 USG als Abfall</span><br/> <span class="ft1">gilt, d.h. über eine Sache ohne Rücksicht auf das Recht oder Unrecht</span><br/> <span class="ft1">faktisch verfügen können (behalten, verändern, weitergeben oder</span><br/> <span class="ft1">zerstören) (BGE 119 Ib 492 E. 4b, cc, 118 Ib 407 E. 3c; Ursula</span><br/> <span class="ft1">Brunner/Pierre Tschannen, Kommentar zum Umweltschutzgesetz,</span><br/> <span class="ft1">2. Auflage, Zürich, 2004, Vorbemerkungen zu Art. 30-32e, N 50).</span><br/> <span class="ft1">Ausnahmsweise ist indessen die faktische Verfügungsmacht nicht</span><br/> <span class="ft1">ausschlaggebend, nämlich dann, wenn Abfälle entgegen den Vor-</span><br/> <span class="ft1">schriften entsorgt wurden, bleibt diejenige Person, welche die ord-</span><br/> <span class="ft1">nungswidrige Ablagerung von Abfällen zu verantworten hat, ihre In-</span><br/> <span class="ft1">haberin. Dieser Zuordnung kann sie sich durch eine widerrechtliche</span><br/> <span class="ft1">Handlung nicht entziehen. Wenn diese Person aber nicht mehr er-</span><br/> <span class="ft1">mittelt werden kann, liegt es dann am Gemeinwesen, an die Stelle</span><br/> <span class="ft1">der nicht mehr greifbaren pflichtigen Person zu treten und den poli-</span><br/> <span class="ft1">zeiwidrigen Zustand auf dem Wege des unmittelbaren Vollzugs zu</span><br/> <span class="ft1">beheben (Art. 31b Abs. 1 erster Satz USG; Tschannen, a.a.O.,</span><br/> <span class="ft1">Art. 31b N 14; Ursula Brunner, Kommentar zum Umweltschutzge-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Bau-, Raumplanungs- und Umweltschutzrecht</span> <span class="page_no">441</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">setz, 2. Auflage, Zürich, 2004, Art. 32 N 12 f.). Die Entsorgungs-</span><br/> <span class="ft1">pflicht beinhaltet primär die Pflicht, die Abfälle der Verwertung oder</span><br/> <span class="ft1">Ablagerung zuzuführen oder zuführen zu lassen, aber auch die nöti-</span><br/> <span class="ft1">gen Sammlungen und Transporte vorzunehmen oder vornehmen zu</span><br/> <span class="ft1">lassen (Tschannen, a.a.O., Art. 31c N 15).</span><br/> <span class="ft1">5.3. In der Beschwerde werden diejenigen Abfälle angespro-</span><br/> <span class="ft1">chen, die von den Kundinnen und Kunden des Tankstellenshops so-</span><br/> <span class="ft1">wie von dessen Angestellten in die Vorgärten der Beschwerdefüh-</span><br/> <span class="ft1">renden geworfen werden (wie Verpackungsmaterial, Essensreste,</span><br/> <span class="ft1">Servietten, Zigaretten usw.). Wenig wahrscheinlich ist indessen, dass</span><br/> <span class="ft1">Angestellte des Shops solche Abfälle in den Vorgärten der Be-</span><br/> <span class="ft1">schwerdeführenden verursachen. So etwas wurde jedenfalls von die-</span><br/> <span class="ft1">sen nicht nachgewiesen. Es handelt sich demnach bei allfälligen in</span><br/> <span class="ft1">den Vorgärten der Beschwerdeführenden abgelagerten Abfällen -</span><br/> <span class="ft1">soweit sie von den Kundinnen und Kunden des Shops stammen -</span><br/> <span class="ft1">nicht um Siedlungsabfälle, sondern um spezifische Betriebsabfälle</span><br/> <span class="ft1">von einem Dienstleistungsbetrieb, die grundsätzlich nicht vom Kan-</span><br/> <span class="ft1">ton, sondern von der Privatwirtschaft zu entsorgen sind (Art. 31c</span><br/> <span class="ft1">Abs. 1 USG). Der Inhaber solcher von Kundinnen und Kunden auf</span><br/> <span class="ft1">die Grundstücke der Beschwerdeführenden weggeworfenen Abfälle</span><br/> <span class="ft1">ist aber nicht der Beschwerdegegner, da vor dem Wegwurf nicht er,</span><br/> <span class="ft1">sondern Kundinnen oder Kunden die faktische Verfügungsmacht</span><br/> <span class="ft1">über die Abfälle hatten. Da diese Personen, welche den Abfall ord-</span><br/> <span class="ft1">nungswidrig auf fremden Grundstücken deponieren, in der Regel</span><br/> <span class="ft1">nicht mehr auffindbar sind, handelt es sich um Abfälle, deren Inhabe-</span><br/> <span class="ft1">rin oder Inhaber nicht ermittelt werden kann (Art. 31b Abs. 1 erster</span><br/> <span class="ft1">Satz USG). Mit Bezug auf diese Abfälle trifft den Beschwerdegegner</span><br/> <span class="ft1">aber - wie oben dargelegt - entgegen der Auffassung der Beschwer-</span><br/> <span class="ft1">deführenden keine Entsorgungspflicht. Ihrem Antrag, der Beschwer-</span><br/> <span class="ft1">degegner habe einen Reinigungsdienst zum Einsammeln dieser Ab-</span><br/> <span class="ft1">fälle einzurichten, ist somit nicht stattzugeben. Indessen trifft ihn</span><br/> <span class="ft1">durchaus eine Pflicht, auf seinem eigenen Grundstück und an den</span><br/> <span class="ft1">Parzellengrenzen der Beschwerdeführenden genügend Abfalleimer</span><br/> <span class="ft1">aufzustellen und diese periodisch zu leeren. Mit solchen verhältnis-</span><br/> <span class="ft1">mässigen und zumutbaren Mitteln kann er als sog. Zweckveranlasser</span><br/> <span class="ft1">wirksam dazu beitragen, dass die öffentliche Ordnung nicht gestört</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Verwaltungsbehörden</span> <span class="page_no">442</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">wird (Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann, Allgemeines</span><br/> <span class="ft1">Verwaltungsrecht, 5. Auflage, Zürich 2006, N 2497 ff. mit Verwei-</span><br/> <span class="ft1">sungen). Sowohl im Einspracheverfahren als auch im vorliegenden</span><br/> <span class="ft1">Beschwerdeverfahren hat der Beschwerdegegner zugesichert, die er-</span><br/> <span class="ft1">forderlichen Abfalleimer aufzustellen und Abfallverschmutzungen in</span><br/> <span class="ft1">der näheren Umgebung wie bis anhin regelmässig zu beseitigen. Auf</span><br/> <span class="ft1">diese Zusagen wird er behaftet, weshalb sich diesbezüglich weitere</span><br/> <span class="ft1">Anordnungen erübrigen.</span><br/> <br/></div> </div> </body> </html>