<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2002.00012</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106861&amp;W10_KEY=4467146&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2002.00012</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 25.09.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 1998</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Holdingprivileg<br/><br/>Beteiligungen gemäss § 50 Abs. 2 aStG, die zu Buchwerten in eine dem Holdingprivileg unterstehende Gesellschaft gelangt sind, unterstehen für die Dauer von zehn Jahren der Sonderregelung von § 50ter aStG. Dies gilt auch, wenn wenn bei der Pflichtigen erst nach dem Beteiligungserwerb ein Statuswechsel (zur Holding und der entsprechenden Besteuerung) stattgefunden hat und die Beteiligung auf diese Weise zum Buchwert in den Anwendungsbereich von § 50 Abs. 1 aStG gelangt ist. Genau dies letztere ist im vorliegenden Fall geschehen, weshalb zu Recht eine (Nach-)Besteuerung erfolgte.<br/>Was die Pflichtige dagegen vorbringt, sticht nicht. Insbesondere kann der Steuerbehörde keine Verletzung der Untersuchungspflicht vorgeworfen werden, da das Holdingprivileg nur auf entsprechenden Antrag gewährt wird.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN">ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: BESTEUERUNG DER JURISTISCHEN PERSONEN">BESTEUERUNG DER JURISTISCHEN PERSONEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BETEILIGUNGSERWERB">BETEILIGUNGSERWERB</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BUCHWERT">BUCHWERT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HOLDINGPRIVILEG">HOLDINGPRIVILEG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STATUSWECHSEL">STATUSWECHSEL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSUCHUNGSGRUNDSATZ">UNTERSUCHUNGSGRUNDSATZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSUCHUNGSPFLICHT">UNTERSUCHUNGSPFLICHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 48 aStG</span><br/><span class="gerade">§ 50 lit. I aStG</span><br/><span class="ungerade">§ 50ter aStG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2002 Nr. 107</span><br/><span class="ungerade">RB 2002 Nr. 108</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die A Holding AG mit Sitz in ZÃ¼rich wurde mit Statuten vom 15. Juli 1991 gegrÃ¼ndet und am 25. Juli 1991 ins Handelsregister des Kantons ZÃ¼rich eingetragen. Sie bezweckt gemÃ¤ss Statuten den Erwerb und die dauernde Verwaltung von Beteiligungen, ins­beson­de­re an mit der HÃ¶rgerÃ¤te-Industrie verbundenen Gesellschaften, und alle damit zusammenhÃ¤ngenden FinanzgeschÃ¤fte, einschliesslich Kauf, Verkauf, Tausch und die Belehnung von mobilen und immobilen Werten aller Art fÃ¼r eigene und fremde Rechnung, sowie die GewÃ¤hrung von Hy­potheken auf eigenen Liegenschaften und die Ãbernahme von BÃ¼rgschaften oder ir­gend­welchen anderen Sicherheiten, auch zu Gunsten Dritter. Mit Vertrag vom 24. Juli 1991 er­warb sie sÃ¤mtliche Aktien der C AG gegen Bezahlung des sog. Grundkaufpreises von Fr. 3'180'000. Infolge Eintritts bestimmter kaufvertraglicher Bedingungen erhÃ¶hte sich der Kaufpreis um eine spÃ¤ter fÃ¤llige Nachzahlung. Die Beteiligung C AG war als Bestandteil des An­lagevermÃ¶gens bis und mit Schlussbilanz per 31.12.1995 mit Fr. 3'180'000.- und â nach Leistung der Nachzahlung â ab Schlussbilanz per 31.12.1996 mit Fr. 4'180'000.- bilanziert. Mit Vertrag vom 30. Oktober 1998 verÃ¤usserte die A AG sÃ¤mtliche Aktien der C AG. Im mit der SteuererklÃ¤rung 1999A eingereichten Abschluss 1998 wies sie aus diesem Verkauf einen Beteiligungserfolg von Fr. 5'920'000.- aus. Dieser resultierte aus dem im GeschÃ¤ftsjahr 1998 erfolgswirksam verbuchten Basis-Kaufpreis ("basis pur­chase price") von Fr. 10'100'000.- abzÃ¼glich Beteiligungsbuchwert von Fr. 4'180'000.-.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die A Holding AG wurde gestÃ¼tzt auf § 48 des Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 (aStG) fÃ¼r die Steuerjahre 1991 (ab 25.7), 1992 und 1993 rechtskrÃ¤ftig mit einem steuerbaren Ertrag von je Fr. 0.- und einem steuerbaren Kapital von je Fr. 1'200'000.- (Steuersatz 1,5 â°) veranlagt. FÃ¼r das Steuerjahr 1994 wurde die Pflichtige gestÃ¼tzt auf § 50 Abs. 1 aStG mit einem steuerbaren Kapital von Fr. 1'279'000.- (Steuersatz 0,3 â°) eingeschÃ¤tzt. Die Veranlagungen fÃ¼r die ordentlichen HaupteinschÃ¤tzungen 1995 bis 1998 wurden jeweils ebenfalls gestÃ¼tzt auf § 50 Abs. 1 aStG vorgenommen. Die EinschÃ¤tzungen fÃ¼r die Steuerjahre bis und mit 1997 sind in Rechtskraft erwachsen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 31. Mai 2001 schÃ¤tzte der SteuerkommissÃ¤r die A Holding AG fÃ¼r das Steuerjahr 1998 gestÃ¼tzt auf § 50<sup>ter</sup> aStG mit einem der separaten Jahressteuer unterliegenden Ge­winn von Fr. 5'920'000.- (Steuersatz 6%) ein. Mit Einspracheentscheid vom 26. Sep­tember 2001 wies das kantonale Steueramt die dagegen erhobene Einsprache ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Die Steuerrekurskommission wies den gegen den Einspracheentscheid erhobenen Rekurs mit Entscheid vom 21. Dezember 2001 ab. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 12. Februar 2002 liess die A Holding AG dem Verwaltungsgericht beantragen, den Rekursentscheid sowie den vorangegangenen Einsprache- bzw. EinschÃ¤tzungsentscheid aufzuheben. Ferner beantragte sie, es sei anzuerkennen, dass die Beschwer­defÃ¼hrerin seit ihrer GrÃ¼ndung eine Holdinggesellschaft im Sinne des Steuergesetzes des Kantons ZÃ¼rich sei und es sei festzustellen, dass zufolge Holdingstatus der Be­­schwerde­fÃ¼h­rerin seit ihrer GrÃ¼ndung kein Statuswechsel stattfinden konnte und somit § 50<sup>ter</sup> aStG nicht anwendbar sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das kantonale Steueramt sowie die Steuerrekurskommission I beantragten Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die Beschwerde betrifft ein Steuerjahr vor 1999. Aus diesem Grund gelangen gemÃ¤ss § 269 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) in der vorliegenden Streitsache noch die materiellrechtlichen Bestimmungen des auf 1. Januar 1999 aufgehobenen Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 (aStG) zur Anwendung. Da die Beschwerde am 1. Januar 1999 noch nicht hÃ¤ngig war, richtet sich das Beschwerdeverfahren nach dem neuen Recht (§ 280 Abs. 3 StG e contrario).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 StG alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststel­lung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sachverhalt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das von der Re­kurskommission in Ãbereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf An­gemes­sen­­heit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekursinstanz zu setzen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts erstreckt sich lediglich auf rechtsverletzende Ermessensfehler, d.h. auf Er­messensÃ¼berschreitung und auf Ermessens­miss­brauch.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Die Beschwerde betrifft das Steuerjahr 1998. Die EinschÃ¤tzungen 1991 (ab 25.7.) bis 1997 sind nach den unbestrittenen Feststellungen der Vorinstanz in Rechtskraft erwachsen. Sollte mit den BeschwerdeantrÃ¤gen (insbesondere Ziffern 2 und 3) eine AbÃ¤nderung dieser rechtskrÃ¤ftigen EinschÃ¤tzungen beabsichtigt worden sein, so kÃ¶nnte das Ver­waltungsgericht mangels ZustÃ¤ndigkeit nicht darauf eintreten. Solche Begehren mÃ¼ssten statt­dessen in der Form eines Revisionsgesuchs beim kantonalen Steueramt vorgebracht werden (§ 155 ff. StG, § 108 ff. aStG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Hievon zu unterscheiden ist indessen die Frage, ob die Rechtskraft der EinschÃ¤tzungen 1991 (ab 25.7.) bis 1997 einer WÃ¼rdigung der damaligen Sachverhalte mit Bezug auf die Anwendung von § 50<sup>ter</sup> aStG fÃ¼r das Steuerjahr 1998 entgegensteht. Da bei den er­wÃ¤hnten EinschÃ¤tzungen nur die veranlagten Steuerfaktoren in Rechtskraft erwachsen sind, kann das Verwaltungsgericht fÃ¼r das Steuerjahr 1998 im Rahmen seiner Kognition frei Ã¼ber­­­prÃ¼fen, ob und wann "Beteiligungen gemÃ¤ss § 50 Abs. 2 [...] zu Buchwerten in eine nach den §§ 50 Abs. 1 oder 50<sup>bis</sup> besteuerte Kapitalgesellschaft oder Genossenschaft gelangt sind [...]" (§ 50<sup>ter</sup> aStG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Die Pflichtige hat im GeschÃ¤ftsjahr 1998 unstreitig einen Kapitalgewinn von Fr. 5'920'000.- aus dem Verkauf der Beteiligung an der C AG erzielt. Sie wurde seit dem Steuerjahr 1994 ununterbrochen gestÃ¼tzt auf § 50 Abs. 1 aStG besteuert. Die Pflichtige hat­te somit nach den unbestrittenen Feststellungen der Vorinstanz im Steuerjahr 1998 den steuerlichen Status einer Holdinggesellschaft.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Beteiligungen gemÃ¤ss § 50 Abs. 2 aStG, die zu Buchwerten in eine nach den §§ 50 Abs. 1 oder 50<sup>bis</sup> aStG besteuerte Kapitalgesellschaft oder Genossenschaft gelangt sind, un­terstehen fÃ¼r die Dauer von zehn Jahren der Sonderregelung von § 50<sup>ter</sup> aStG. Auf innert dieser Frist realisierten Kapital- und Aufwertungsgewinnen wird eine separate Jahressteuer zum Satz von 6% erhoben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Im vorliegenden Fall ist umstritten, ob es sich bei der Beteiligung an der C AG um eine solche handelt, die zu Buchwerten in eine nach § 50 Abs. 1 aStG besteuerte Kapitalgesellschaft gelangt ist und deshalb der Sonderregelung von § 50<sup>ter</sup> aStG untersteht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Anwendungsbereich von § 50<sup>ter</sup> aStG ist dem Wortlaut nach nicht auf Beteiligungen beschrÃ¤nkt, die von einem RechtstrÃ¤ger zu Buchwerten auf einen anderen Ã¼bertragen werden. Sinn und Zweck der Norm ist, die Besteuerung der stillen Reserven auf Beteiligungen â d.h. der Differenz zwischen Verkehrswert und gewinnsteuerlich massgebendem Buchwert â beim Ãbergang derselben in den Bereich eines als Holding- oder Verwaltungsgesellschaft besteuerten RechtstrÃ¤gers auf den Zeitpunkt der Realisation infolge VerÃ¤usserung oder Aufwertung aufzuschieben, jedenfalls sofern dies innert zehn Jahren nach dem Ãbergang der Beteiligung in den Holdingbereich erfolgt. WÃ¤hrend der Ãbergangsfrist bleiben die stillen Reserven trotz StatusÃ¤nderung bzw. BuchwertÃ¼bertragung noch der Gewinn­steuer verhaftet (Konferenz Staatlicher Steuerbeamter, Kommission Steuerharmonisierung, Harmonisierung des Unternehmenssteuerrechts, Muri/Bern 1995, S. 111). Wie die Rekurs­kommission zu Recht festgestellt hat, setzt die Bestimmung nicht voraus, dass ein mit der Ãbertragung von Beteiligungsrechten verbundener Umstrukturierungsvorgang vorliegt. FÃ¼r den Eintritt der in § 50<sup>ter</sup> aStG vorgesehenen Rechtsfolge wird lediglich vorausgesetzt, dass die Beteiligung zum (gewinnsteuerlich massgebenden) Buchwert in eine nach § 50 Abs. 1 bzw. 50<sup>bis</sup> aStG besteuerte Kapitalgesellschaft oder Genossenschaft gelangt ist. Dies kann auch infolge Ãnderung des Steuerstatus einer zuvor nach § 48 aStG der ordentlichen Gewinnsteuer unterliegenden juristischen Person geschehen. Die Unterstellung unter § 50<sup>ter</sup> aStG entfÃ¤llt nur dann, wenn die Beteiligung zum Verkehrswert in den Bereich einer nach den §§ 50 Abs. 1 oder 50<sup>bis</sup> aStG besteuerten Kapitalgesellschaft oder Genossenschaft gelangt ist und allfÃ¤llige stille Reserven mit der Gewinnsteuer zu erfassen waren (§ 45 Abs. 1 aStG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Es ist unbestritten, dass die Pflichtige die Beteiligung an der C AG im Jahre 1991 nicht auf der Basis eines frÃ¼heren Buchwerts Ã¼bernahm, sondern von privaten AktionÃ¤ren kÃ¤uflich erwarb. Die Beteiligung untersteht daher nur dann der Regelung von § 50<sup>ter</sup> aStG, wenn bei der Pflichtigen nach dem Beteiligungserwerb ein Statuswechsel zur Holdingbesteuerung stattgefunden hat und die Beteiligung auf diese Weise zum Buchwert in den An­wendungsbereich von § 50 Abs. 1 aStG gelangt ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach den zutreffenden, unbestrittenen Feststellungen der Rekurskommission wurde die Pflichtige fÃ¼r die Steuerjahre 1991 (ab 25.7.), 1992 und 1993 gestÃ¼tzt auf § 48 aStG rechtskrÃ¤ftig eingeschÃ¤tzt. Ab Steuerperiode 1994 wurde sie nach § 50 Abs. 1 aStG besteuert. Somit fand auf den Beginn der Steuerperiode 1994 ein Statuswechsel von einer nach § 48 aStG besteuerten Gesellschaft zur Holdinggesellschaft gemÃ¤ss § 50 Abs. 1 aStG statt. Da der steuerlich massgebliche Buchwert der Beteiligung C AG bei diesem Status­wechsel nach den unbestrittenen Feststellungen der Rekurskommission unverÃ¤ndert fortgefÃ¼hrt wur­de, gelangte die Beteiligung folglich zum Buchwert in die nach § 50 Abs. 1 aStG besteuerte Gesellschaft. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Die Pflichtige lÃ¤sst dagegen vorbringen, sie habe im Laufe ihrer Steuerpflicht kei­nen steuerlich relevanten Statuswechsel von einer ordentlich besteuerten Gesellschaft zu </span></p> <p class="Einzug1"><span>einer privilegiert besteuerten Holdinggesellschaft vorgenommen. Die diesbezÃ¼glichen Tatsachenfeststellungen der Rekurskommission zur EinschÃ¤tzungsgrundlage gemÃ¤ss § 48 aStG bis und mit Steuerjahr 1993 lÃ¤sst die Pflichtige indessen nicht bestreiten. Der Einwand er­weist sich daher als unbegrÃ¼ndet. Sollte die BeschwerdefÃ¼hrerin damit bestreiten wollen, dass der Wechsel von der Besteuerung nach § 48 aStG zu § 50 Abs. 1 aStG einen im vor­lie­genden Zusammenhang relevanten Statuswechsel darstellt, wÃ¤re ihr entgegen zu halten, dass es hier einzig auf die Ãnderung des Besteuerungsmodus ankommt, was nach den zutreffenden vorinstanzlichen Feststellungen der Fall war.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Pflichtige lÃ¤sst ferner geltend machen, sie habe keinen Anlass gehabt, die fÃ¼r die Steuerjahre 1991 bis 1993 ergangenen VerfÃ¼gungen bzw. deren rechtliche Grundlage in Zweifel zu ziehen, weil in den zugrundeliegenden Bemessungsjahren keine steuerbaren Er­trÃ¤ge erzielt und dementsprechend keine Ertragssteuern erhoben wurden. Die Annahme ei­nes Wechsels des Steuerstatus mit der EinschÃ¤tzung widerspreche daher Treu und Glauben. Auf die Frage, ob in den vor dem Statuswechsel liegenden Steuerjahren eine Ertragssteuer anfiel oder wegen angefallener Verluste bzw. verrechenbarer Vorjahresverluste kein steuer­barer Ertrag resultierte, kann es indessen nicht ankommen. Der Steuerstatus ist zudem auch fÃ¼r die steuerliche Behandlung von unrealisierten, erst in kÃ¼nftigen Steuerperioden erfolgs­wirksamen WertverÃ¤nderungen von Bedeutung. Wie die Rekurskommission im Ãbrigen zu Recht feststellte, ist das Motiv der Pflichtigen fÃ¼r ihr UntÃ¤tigsein in diesem Zusammenhang ohnehin nicht relevant. Auch wenn sich der Unterschied zwischen der Besteuerung ge­mÃ¤ss § 48 aStG und der Besteuerung gemÃ¤ss § 50 Abs. 1 aStG aufgrund der konkreten Um­stÃ¤nde nicht auf die HÃ¶he der Ertragssteuer, sondern lediglich (aber immerhin) bei der Kapitalsteuer auswirkte, wÃ¤re der Pflichtigen die ÃberprÃ¼fung mÃ¶glich gewesen, ob die Ver­­anlagung auf der gewÃ¼nschten Rechtsgrundlage erfolgte. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Der VeranlagungsbehÃ¶rde kann im Zusammenhang mit dem Holdingprivileg auch keine Verletzung der Untersuchungspflicht vorgeworfen werden. Die Rekurskommission hat die Voraussetzungen fÃ¼r die EinrÃ¤umung des Holdingprivilegs gemÃ¤ss § 50 Abs. 1 aStG ausfÃ¼hrlich und zutreffend dargelegt. Es kann darauf verwiesen werden (vgl. § 161 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976 [GVG]). Was die Pflichtige dagegen vor­bringen lÃ¤sst, ist unbehelflich. Dass der Holdingzweck aus den Statuten hervorgeht und </span></p> <p class="Einzug1"><span>insoweit eine der kumulativ zu erfÃ¼llenden steuerlichen Voraussetzungen erfÃ¼llt ist, wurde von keiner Seite in Frage gestellt. Die Tatsache, dass die Pflichtige den Ausdruck "Holding" in der Firma fÃ¼hrt und der Umstand, dass sich die beabsichtigte SachÃ¼bernahme aus dem GrÃ¼ndungsakt ergeben soll, vermÃ¶gen aus steuerrechtlicher Sicht zwar Indizien fÃ¼r die AusÃ¼bung von Holdingfunktionen abzugeben. Diese sind indessen noch nicht hinreichend fÃ¼r die EinrÃ¤umung des steuerlichen Holdingstatus. Die BeschwerdefÃ¼hrerin verkennt insbesondere, dass die ErfÃ¼llung der handelsrechtlichen Anforderungen an die Firmenbildung fÃ¼r die Frage der ErfÃ¼llung der Voraussetzungen von § 50 Abs. 1 aStG unerheblich ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Die Rekurskommission hat zutreffend festgehalten, dass die Besteuerung gemÃ¤ss § 50 Abs. 1 aStG nicht von Amtes wegen erfolgt, sondern nach geltender Praxis einen Antrag der Gesellschaft voraussetzt (Markus Reich, Die Besteuerung der Holding-, Beteiligungs- und Verwaltungs-Gesellschaften im Kanton ZÃ¼rich, StR 1982 S. 546; Felix Richner/Walter Frei/Barbara Weber/Hans BrÃ¼tsch, ZÃ¼rcher Steuergesetz, Kurzkommentar, 2. A. ZÃ¼rich 1997, § 50 N. 14). Dass die EinrÃ¤umung des Holdingprivilegs grundsÃ¤tzlich einen entsprechenden Antrag voraussetzt, ergibt sich im Ãbrigen bereits aus dem Charakter der SteuererklÃ¤rung, die einerseits eine WissenserklÃ¤rung ist, darÃ¼ber hinaus aber auch einen Ein­schÃ¤tzungsantrag im Sinn einer WillenserklÃ¤rung enthÃ¤lt (Martin Zweifel, Verfahrens­pfli­chten des Steuerpflichtigen im SteuereinschÃ¤tzungsverfahren, ASA 49 [1980/81] S. 531; derselbe in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2b, Art. 124 DBG N. 26). Da die Steuerdeklaration von Holdinggesellschaften mit dem allgemeinen Steuerer­klÃ¤rungsformular erfolgt, das auch von den der ordentlichen Besteuerung unterliegenden Ka­pitalgesellschaften und Genossenschaften einzureichen ist, bedarf es fÃ¼r die EinrÃ¤umung des Holdingprivilegs notwendigerweise einer hierauf gerichteten WillenserklÃ¤rung der Steu­­erpflichtigen. Ob alle Voraussetzungen fÃ¼r die EinrÃ¤umung des Holdingprivilegs erfÃ¼llt sind, lÃ¤sst sich nÃ¤mlich nicht direkt der SteuererklÃ¤rung und den vom Gesetz geforder­ten Beilagen entnehmen. Insbesondere die Voraussetzung, dass der tatsÃ¤chliche Zweck der Gesellschaft hauptsÃ¤chlich in der dauernden Verwaltung von Beteiligungen zu bestehen hat (RB 1982 Nr. 74), ergibt sich aus den konkreten, gesellschaftsinternen VerhÃ¤ltnissen und hÃ¤ngt letztlich vom Willen der Gesellschaft ab, der als solcher ohne besondere WillensÃ¤us­serung fÃ¼r die SteuerbehÃ¶rde nicht ersichtlich ist. Ob die dauernde Verfolgung dieses Zwecks beabsichtigt ist, weiss einzig die Gesellschaft.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die RÃ¼ge der Pflichtigen, wonach der SteuerkommissÃ¤r auch ohne entsprechenden Antrag eine Untersuchung mit Bezug auf das Vorliegen der Voraussetzungen fÃ¼r das Holdingprivileg hÃ¤tte durchfÃ¼hren und dieses Privileg gestÃ¼tzt darauf gewÃ¤hren sollen, geht da­­her fehl. Der Untersuchungsgrundsatz ist nicht schrankenlos. Er verpflichtet die SteuerbehÃ¶rde insbesondere nicht, bei neu gegrÃ¼ndeten Kapitalgesellschaften oder Genossenschaf­ten, die keine auf die Geltendmachung des Holdingprivilegs gerichtete WillenserklÃ¤rung abgeben, weitere Untersuchungshandlungen vorzunehmen darf sie doch davon ausgehen, dass die Steuerpflichtigen alle UmstÃ¤nde, die zu ihren Gunsten sprechen, von sich aus vorbringen (Martin Zweifel, Die Sachverhaltsermittlung im Steuerveranlagungsverfahren, ZÃ¼rich 1989, S. 25); unterlassen sie dies, so ist die SteuerbehÃ¶rde nicht verpflichtet, diesbe­zÃ¼gliche Untersuchungen vorzunehmen, fehlt es doch diesfalls schon an einem Untersuchungsgegenstand. Gleich muss es sich bezÃ¼glich nicht gestellter AntrÃ¤ge verhalten: eine Untersuchung darf unterbleiben, ohne dass dadurch die behÃ¶rdliche Untersuchungspflicht verletzt wÃ¤re.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In welcher Form der Antrag auf GewÃ¤hrung des Holdingprivilegs zu stellen und die ihm zu Grunde liegende Sachverhaltsdarstellung zu leisten ist, kann im vorliegenden Fall offen bleiben, weil die Pflichtige nach den zutreffenden Feststellungen der Rekurskommission, auf die verwiesen werden kann (vgl. § 161 GVG), fÃ¼r das Steuerjahr 1991 trotz Mahnung des Steueramts der Stadt ZÃ¼rich keine SteuererklÃ¤rung eingereicht und somit an der betreffenden SteuereinschÃ¤tzung nicht mitgewirkt hatte. In den SteuerklÃ¤rungen 1992 und 1993 hatte sie nach den nicht widerlegten Feststellungen der Rekurskommission weder den konkreten Willen geÃ¤ussert, das Holdingprivileg zu beanspruchen, noch geltend gemacht, die Voraussetzungen von § 50 Abs. 1 aStG zu erfÃ¼llen. Die Pflichtige hÃ¤tte schliesslich Ge­legenheit gehabt, die Besteuerung nach § 50 Abs. 1 aStG auf dem Rechtsmittelweg geltend zu machen, was sie aber ebenfalls unterliess. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Die BeschwerdefÃ¼hrerin wirft der Rekurskommission vor, zu Unrecht einen Verstoss gegen Treu und Glauben angenommen zu haben. Dies lÃ¤sst sich jedoch dem angefoch­­tenen Entscheid nicht entnehmen. Eine solche Behauptung wÃ¤re ohnehin nicht von Be­deutung, weil die Besteuerung des Kapitalgewinns nicht mit der BegrÃ¼ndung erfolgt, es lie­ge ein Verstoss gegen Treu und Glauben vor. Dass im Steuerjahr 1994 ein steuerlicher Sta­tuswechsel erfolgte, ergibt sich aus den zutreffenden Feststellungen der Rekurskommission. Den Umstand, dass die Pflichtige damals mÃ¶glicherweise Ã¼bersah, dass der Steuerstatus Ã¤nderte, oder sich der steuerrechtlichen Folgen eines Statuswechsels nicht bewusst war, hat sie selber zu vertreten; zu ihren Gunsten kann sie hieraus jedenfalls nichts ableiten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Damit erweist sich die Besteuerung des streitigen Gewinns im Steuerjahr 1998 als gesetzmÃ¤ssig. Da schliesslich die Ermittlung des steuerbaren Gewinns in quantitativer Hinsicht nicht angefochten wurde, ist die Beschwerde folglich insoweit abzuweisen, als auf sie Ã¼berhaupt eingetreten werden kann. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>