A bteilung IV D -4668/2007 {T 0/2} U rteil vom 29. A ugust 2007 M itw irkung: R ichter R obert G alliker, W alter Stöckli, W alter Lang G erichtsschreiberin G abriela Freihofer A._______, Serbien, Beschw erdeführer gegen Bundesam t für M igration (BFM ), Q uellenw eg 5, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 12. Juni 2007 i.S. A syl und W egw eisung / N B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Eigenen Angaben zufolge verliess der Beschw erdeführer seinen H eim atstaat im April 2007 und gelangte Ende April 2007 in die Schw eiz, w o er am 8. M ai 2007 um Asyl nachsuchte. Am 11. M ai 2007 fand in Kreuzlingen die Em pfangszentrum be- fragung statt, und am 6. Juni 2007 erfolgte die direkte Anhörung zu den Asylgrün- den durch das BFM . Im W esentlichen m achte der Beschw erdeführer dabei gel- tend, er sei ethnischer Serbe, habe bei seinen Eltern in B._______, Serbien, ge- w ohnt und dort in einem Spielsalon gearbeitet. Ende Februar 2005 sei er m it sei- nem O nkel C ._______ in einem Kaffee in B._______ abends etw as trinken gegangen. Ein dort anw esender U nteroffizier der serbischen Arm ee habe Alkohol getrunken gehabt und habe - ohne nachzufragen - sein Feuerzeug benützen w ollen. Er habe den Arm des U nteroffiziers ergriffen, ihn zu anständigem Verhalten erm ahnt und kritisiert, dass er als Soldat w ährend seiner D ienstzeit Alkohol konsum iere. D er U nteroffizier habe sich deshalb beleidigt gefühlt und desgleichen zw ei Polizisten, w elche im Lokal Alkohol getrunken hätten. Sie hätten ihn deshalb auf ihren Posten in B._______ geführt. D ort sei er sechs oder sieben Stunden lang festgehalten und gezw ungen w orden, das von den Polizisten aufgesetzte Protokoll zu unterschreiben. In der Folge sei durch das G em eindegericht B._______ ein gerichtliches Verfahren eröffnet w orden. M it U rteil vom 27. D ezem ber 2006 sei er w egen Behinderung von Beam ten bei Ausübung ihrer D ienstpflicht, w obei im U rteil tatsachenw idrig festgehalten w orden sei, dass er im Februar 2005 einen der Polizisten im Kaffee zw eim al m it den Füssen getreten habe, zu einem Jahr G efängnishaft, bedingt ausgesprochen m it einer Probezeit von sechs M onaten, verurteilt w orden. G egen dieses U rteil habe er nicht Beschw erde eingereicht, da er bedroht w orden sei und ihm der zuständige R ichter gesagt habe, dass er sich über das m ilde U rteil freuen solle. D er fehlbare U nteroffizier sei von seinem Kom m andanten m it einem Soldabzug bestraft w orden. Seit D ezem ber 2006 sei er zudem insgesam t fünfm al von Kosovo-Albanern telefonisch kontaktiert w orden. D abei hätten sie ihn beschim pft und ihm R ache geschw oren. Er habe näm lich vom 25. M ärz bis 17. Juni 1999 als M echaniker in G racanica, Kosovo, M ilitärdienst geleistet. D a auch serbische M ilitärkam eraden in gleicher W eise bedroht w orden seien, gehe er davon aus, dass die Kosovo- Albaner im Kosovo eine verloren gegangene M annschaftsliste der serbischen Truppen gefunden hätten, und dass sie sich an den darauf verm erkten serbischen Soldaten rächen w ollten. Letztm als hätten ihm die Kosovo-Albaner im April 2007 telefoniert, w oraufhin er sich zur Ausreise entschlossen habe. Als er am 5. April 2007 gegen 22.00 U hr sein Elternhaus verlassen habe, sei er von einer G ruppe krim ineller Serben, die ihm nam entlich bekannt seien, vor dem H aus verprügelt w orden. D a jene Krim inellen teilw eise m it Personen der staatlichen Sicherheitsdienste beziehungsw eise der Polizei kooperierten, habe er nicht gew agt, Anzeige zu erstatten. B. M it Verfügung vom 12. Juni 2007 stellte das BFM fest, der Beschw erdeführer erfül- le die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. G leichzeitig ver- fügte es die W egw eisung aus der Schw eiz und den Vollzug.3 C . M it Beschw erde vom 10. Juli 2007 beantragte der Beschw erdeführer sinngem äss die Aufhebung der Verfügung der Vorinstanz, die Zuerkennung der Flüchtlingsei- genschaft und die G ew ährung von Asyl sow ie eventualiter die Feststellung der U n- durchführbarkeit des W egw eisungsvollzugs. D . M it Zw ischenverfügung vom 17. Juli 2007 setzte der zuständige Instruktionsrichter des Bundesverw altungsgerichts dem Beschw erdeführer Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses in der H öhe von Fr. 600.--. D as m it Eingabe vom 25. Juli 2007 gestellte G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege w urde m it Zw i- schenverfügung vom 27. Juli 2007 abgew iesen. In der Folge leistete der Be- schw erdeführer den Kostenvorschuss am 2. August 2007. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungs- verfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vor- liegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 1.3 Ü ber offensichtlich unbegründete Beschw erden w ird in einem vereinfachten Ver- fahren entschieden. W ie nachstehend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid nur sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist le- gitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten. 3. 3.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim at- staat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politi-4 schen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gelten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist R echnung zu tragen (Art. 3 AsylG ). 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum in- dest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vor- handensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeb- lich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). 4. 4.1 D as BFM lehnte das Asylgesuch des Beschw erdeführers ab, da seine Vorbringen w eder den Anforderungen an die G laubhaftigkeit gem äss Art. 7 AsylG noch denje- nigen an die Flüchtlingseigenschaft gem äss Art. 3 AsylG zu genügen verm öchten. D ie geltend gem achte Verfolgung durch serbische Krim inelle m üsse aufgrund von w idersprüchlichen und unsubstanziierten Angaben als Konstrukt gew ertet w erden. D ie Beule respektive kleine N arbe m üsse sich der Beschw erdeführer unter ande- ren als den angegebenen U m ständen zugezogen haben. D ie zu U nrecht erfolgte Verurteilung vom G em eindegericht B._______ sei sodann nicht geeignet, eine Zw angssituation im Sinne des AsylG zu begründen. Aufgrund der Aktenlage seien auch keine H inw eise vorhanden, dass der Beschw erdeführer durch das korrupte Verhalten serbischer Beam ter in einer durch das AsylG geschützten Eigenschaft hätte getroffen w erden sollen. Letzteres gelte auch bezüglich der behaupteten Ver- folgung seitens einer krim inellen Bande in seiner engsten H eim at. D iesbezüglich sei es dem Beschw erdeführer zuzum uten, bei den Behörden in seinem H eim at- staat um Schutz zu ersuchen. 4.2 Aus der R echtsm itteleingabe ergeben sich als R ügen die Verletzung von Bundes- recht, indem zu U nrecht auf U nglaubhaftigkeit und fehlende Asylrelevanz der Vor- bringen geschlossen w orden sei. Bereits in der Zw ischenverfügung vom 27. Juli 2007 w urde nach einer sum m arischen Prüfung der Akten festgehalten, dass die Ausführungen in der Beschw erde, w elche sich im W esentlichen darauf beschrän- ken, die W ahrheit der geltend gem achten Vorbringen zu unterstreichen, ohne auf die von der Vorinstanz dargelegten U nglaubhaftigkeitselem ente in Bezug auf die angebliche Verfolgungssituation durch serbische Krim inelle im Einzelnen einzuge- hen, sow ie auf die vor dem H intergrund des künftigen Status des Kosovo vorlie- gende G efährdungslage des Beschw erdeführers hinzuw eisen, an den Schlussfol- gerungen des BFM nichts zu ändern verm ögen. N ach einer eingehenden Prüfung der vorliegenden Akten kom m t das Bundesverw altungsgericht zum selben Schluss, dass näm lich in casu von keiner asylrechtlich relevanten Verfolgung des Beschw erdeführers auszugehen ist und auch keine konkreten H inw eise vorliegen, dass dieser m it grosser W ahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft m it einer solchen zu rechnen hat. Insbesondere ist festzuhalten, dass auch in Berücksichti- gung des W echsels von der Zurechenbarkeits- zur Schutztheorie (vgl. G rundsatz- urteil der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) vom 8. Juni 2006 i.S. 5 A.I.I., Som alia; Entscheidungen und M itteilungen der AR K [EM AR K ] 2006 N r. 18), w onach bei völkerrechtskonform er Anw endung von Art. 3 AsylG im Lichte der G enfer Flüchtlingskonvention die grundsätzliche flüchtlingsrechtliche R elevanz nicht staatlicher Verfolgung anzuerkennen ist, der Beschw erdeführer auf den vorliegenden Fall bezogen nichts zu seinen G unsten abzuleiten verm ag. So ist davon auszugehen, dass die serbischen Behörden grundsätzlich sow ohl w illens als auch fähig sind, den Beschw erdeführer vor allfälligen Behelligungen durch Albaner aus dem Kosovo zu schützen. O hne noch näher auf die knappen und unsubstanziierten Ausführungen in der Beschw erde einzugehen, sind die erhobenen R ügen m it Verw eis auf die zutreffenden Erw ägungen der Vorinstanz (vgl. Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 109 Abs. 3 BG G ) als unbegründet zu bezeichnen. 4.3 Zusam m enfassend folgt, dass der Beschw erdeführer keine G ründe nach Art. 3 AsylG nachw eisen oder glaubhaft m achen konnte. D as BFM hat sein Asylgesuch zu R echt abgelehnt. 5. 5.1 Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; da- bei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zu- m utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzli- chen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20]). 5.2 D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zuläs- sig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Aus- länders in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). 5.3 N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (Art. 5 Abs. 1 AsylG ). 5.4 G em äss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossen- schaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D e- zem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedri- gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Kon- vention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K, SR 0.101) darf niem and der Folter oder unm enschlicher oder ernied- rigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden. 5.5 D er Beschw erdeführer verfügt w eder über eine frem denpolizeiliche Aufenthaltsbe- w illigung noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. D ie W egw eisung w urde dem nach zu R echt angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG ; EM AR K 2001 N r. 21). 6 5.6 D ie Vorinstanz w ies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der G rundsatz der N ichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingsei- genschaft erfüllen (vgl. M AR IO G ATTIKER , D as Asyl- und W egw eisungsverfahren, Bern 1999, S. 89). D a es dem Beschw erdeführer nicht gelungen ist, eine asyl- rechtlich erhebliche G efährdung nachzuw eisen oder glaubhaft zu m achen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen N on-refoulem ents im vorliegenden Verfahren keine Anw endung finden. Eine R ückkehr des Be- schw erdeführers in seinem H eim atstaat ist dem nach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtm ässig. 5.7 Sodann ergeben sich w eder aus den Aussagen des Beschw erdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung in seinen H eim atstaat dort m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EM R K oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w äre. G em äss Praxis des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N -Anti-Fol- terausschusses m üsste der Beschw erdeführer eine konkrete G efahr ("real risk") nachw eisen oder glaubhaft m achen, dass ihm im Fall einer R ückschiebung Folter oder unm enschliche Behandlung drohen w ürde (vgl. EM AR K 2001 N r. 16 S. 122 m .w .H .). D ie allgem eine M enschenrechtssituation in seinem H eim atstaat lässt den W egw eisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt klarerw eise nicht als unzulässig er- scheinen. N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung sow ohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestim m ungen zulässig. 5.8 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung auch verzichtet, w enn die R ück- kehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine solche G efährdung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allge- m einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situati- on allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm om ente, w ie beispielsw eise einer notw endigen, aber nicht durchführbaren m edizinischen Behandlung, angenom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). 5.9 Es liegen w eder die in Serbien herrschende politische Situation noch andere G rün- de vor, die gegen die Zum utbarkeit des Vollzugs der W egw eisung nach Serbien sprechen. 5.10 Aus den Akten ergeben sich zudem auch keine konkreten Anhaltspunkte, aufgrund derer allenfalls geschlossen w erden könnte, der Beschw erdeführer gerate im Falle der R ückkehr in seinen H eim atstaat aus individuellen G ründen w irtschaftlicher, so- zialer oder gesundheitlicher N atur in eine existenzbedrohende Situation. So ver- fügt der Beschw erdeführer über eine Berufsausbildung als M aschinen-M echaniker und arbeitete vor seiner Ausreise in einem G eschäft für Sportw etten. Zudem befin- den sich Vater, M utter und Bruder in B._______, w eshalb er bei einer R ückkehr in sein H eim atland nicht auf sich allein gestellt ist. 5.11 N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung som it auch als zum utbar zu bezeichnen. 5.12 Schliesslich obliegt es dem Beschw erdeführer, sich bei der zuständigen Vertretung seines H eim atstaates die für eine R ückkehr notw endigen R eisedokum ente zu be-7 schaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), w eshalb der Vollzug der W egw eisung auch als m öglich zu bezeichnen ist. 5.13 Insgesam t ist die durch die Vorinstanz verfügte W egw eisung zu bestätigen. D ie Vorinstanz hat deren Vollzug zu R echt als zulässig, zum utbar und m öglich erach- tet. N ach dem G esagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht (Art. 14a Abs. 1 - 4 AN AG ). 6. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig fest- stellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist nach dem G esag- ten abzuw eisen. 7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschw erdeführer auf- zuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 Vw VG ) und auf insgesam t Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 1, 2 und 3 des R eglem ents vom 11. D ezem - ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsge- richt [VG KE, SR 173.320.2]) und m it dem am 2. August 2007 geleisteten Kosten- vorschuss in derselben H öhe zu verrechnen. (D ispositiv nächste Seite)8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden dem Beschw erdeführer auf- erlegt und m it dem geleisteten Kostenvorschuss in derselben H öhe verrechnet. 3. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer (eingeschrieben; Beilage: Verfügung des BFM im O rigi- nal) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N ) - das (Beilage: Identitätskarte ) D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: R obert G alliker G abriela Freihofer Versand am :