<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00153</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205059&amp;W10_KEY=4467138&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00153</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 18.05.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Submission von Generalplanerleistung für eine Wohnüberbauung im selektiven Verfahren. Nichtzulassung zur Angebotsabgabe wegen eines Verstosses gegen die Teilnahmebedingungen.<br/><br/>In den Ausschreibungsunterlagen war die Mehrfachbewerbung von Fachplanern zulässigerweise ausgeschlossen worden. Der Landschaftsarchitekt der Arbeitsgemeinschaft der Beschwerdeführenden wurde auch von einem anderen Bewerber aufgeführt, weshalb die Beschwerdegegnerin konsequenterweise beide Bewerbungen vom Verfahren ausschloss (E. 2.1). Aufgrund des übereinstimmend geschilderten Sachverhalts ergibt sich jedoch, dass der Landschaftsarchitekt - trotz eines vorausgehenden Gesprächs mit dem anderen Bewerber - nicht mit einer Nennung durch Letzteren rechnen musste (E. 2.2). Dieser Umstand darf auch im Verfahren vor Verwaltungsgericht berücksichtigt werden; die spezialrechtlichen Regeln des Beschaffungsrechts (§§ 29 und 30 SubmV) sprechen nicht dagegen. Der Ausschluss der Beschwerdeführenden erweist sich als ungerechtfertigt (E. 2.3). Die unbeabsichtigte Mehrfachbeteiligung des Landschaftsarchitekten kann der Beschwerdegegnerin nicht angelastet werden (E. 2.4).<br/><br/>Teilweise Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSCHLUSS EINES ANBIETERS">AUSSCHLUSS EINES ANBIETERS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRÃQUALIFIKATION">PRÃQUALIFIKATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELEKTIVES VERFAHREN">SELEKTIVES VERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TEILNAHMEBEDINGUNGEN">TEILNAHMEBEDINGUNGEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 29 SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 30 SubmV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Mit einer Publikation vom 7. Januar 2005 erÃ¶ffnete die Stadt Adliswil die Submission im selektiven Verfahren fÃ¼r Generalplanerleistungen beim Neubau einer WohnÃ¼berbauung an der M-Strasse in Adliswil. Innert Frist gingen 25 Bewerbungen ein, darunter diejenige einer </span><span>Arbeitsgemeinschaft der A AG mit vier weiteren Beteiligten (im Folgenden ARGE A).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 18. MÃ¤rz 2005 bezeichnete die Pensionskassenkommission der Stadt Adliswil fÃ¼nf Bewerber, die zur Abgabe eines Angebots in der zweiten Stufe des selektiven Verfahrens zugelassen wurden. Der ARGE A, die nicht zu den ausgewÃ¤hlten Bewerbern zÃ¤hlte, wurde mitgeteilt, dass ihre Bewerbung wegen NichterfÃ¼llung der Teilnahmebedingungen nicht habe berÃ¼cksichtigt werden kÃ¶nnen. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen den PrÃ¤qualifikationsentscheid vom 18. MÃ¤rz 2005 erhoben die Mitglieder der ARGE A am 1. April 2005 Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Sie beantragten, der Entscheid sei aufzuheben und sie, die BeschwerdefÃ¼hrenden, seien zur Abgabe eines Angebots zuzulassen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Stadt Adliswil. Gleichzeitig ersuchten sie um GewÃ¤hrung der aufschiebenden Wirkung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Stadt Adliswil stellte in ihrer Beschwerdeantwort vom 29. April 2005 Antrag auf Abweisung der Beschwerde und Verweigerung der aufschiebenden Wirkung, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrenden. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 11. Mai 2005 wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung erteilt und den BeschwerdefÃ¼hrenden teilweise Akteneinsicht gewÃ¤hrt. </span></p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = <span class="UrteilstextChar">BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 (IVÃ¶B) sowie § 2 des Gesetzes vom 15. September 2003 Ã¼ber den Beitritt zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 zur Anwendung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span class="UrteilstextChar">Der Entscheid Ã¼ber die Auswahl der Teilnehmenden im selektiven Verfahren sowie der Ausschluss vom Verfahren gelten als selbststÃ¤ndig anfechtbare VerfÃ¼gungen (Art. 15 Abs. 1</span><span class="UrteilstextChar"><sup><span>bis</span></sup> lit. c und d IVÃ¶B). Vorliegend ist allerdings nicht deutlich, ob Ã¼ber den Ausschluss der BeschwerdefÃ¼hrenden ein separater Entscheid getroffen wurde, und aus der entsprechenden Mitteilung der Beschwerdegegnerin vom 18. MÃ¤rz 2005 ist auch nicht ersichtlich, im Namen welcher BehÃ¶rde sie erfolgte. Die Frage braucht jedoch nicht weiter geprÃ¼ft zu werden, da im PrÃ¤qualifikationsentscheid aufgrund der BegrÃ¼ndung der Beschwerdegegnerin jedenfalls auch ein Ausschluss der BeschwerdefÃ¼hrenden enthalten ist. Mit der Beschwerde wird der Ausschluss denn auch zumindest sinngemÃ¤ss mit angefochten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Der ausgeschriebene Auftrag umfasst gemÃ¤ss den Ausschreibungsunterlagen zur PrÃ¤qualifikation neben der Gesamtleitung und Planung auch Fachleistungen in den Bereichen Baustatik, Haustechnik und Landschaftsarchitektur, fÃ¼r welche mit der Bewerbung Subplaner zu benennen waren. In den Ausschreibungsunterlagen wurde festgehalten, dass Mehrfachbewerbungen von Fachplanern nicht zulÃ¤ssig sind. Dabei handelte es sich um eine zulÃ¤ssige Vorgabe, was die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht bestreiten. Ein Hinweis auf diese BeschrÃ¤nkung war auch in der Ausschreibung im kantonalen Amtsblatt und auf der elektronischen Plattform SIMAP enthalten; in der Publikation der ZÃ¼richsee-Zeitung vom 8. Januar 2005 wurde fÃ¼r die Teilnahmebedingungen nur auf die Ausschreibungsunterlage verwiesen. Aufgrund dieser Vorgabe war die Beschwerdegegnerin berechtigt und verpflichtet, Bewerbungen, bei denen ein Fachplaner mitwirkte, der auch an einer andern Bewerbung beteiligt war, vom Verfahren auszuschliessen (§ 28 lit. a und h der Submissionsverordnung vom 23. Juli 2003 [SubmV]).</p> <p class="Urteilstext">Der an der Arbeitsgemeinschaft der BeschwerdefÃ¼hrenden beteiligte Landschaftsarchitekt B wurde von einem andern Bewerber, nÃ¤mlich H, ebenfalls als Fachplaner fÃ¼r Landschaftsarchitektur aufgefÃ¼hrt. Diese Mehrfachbeteiligung stellt nach dem Gesagten grundsÃ¤tzlich einen Ausschlussgrund dar, und zwar unabhÃ¤ngig davon, ob die Ã¼brigen Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft davon Kenntnis hatten. Selbst wenn der Fachplaner von den BeschwerdefÃ¼hrenden allenfalls nur als Unterakkordant beigezogen wurde (was aus der Bewerbung nicht deutlich wird), mussten sie sich sein Verhalten anrechnen lassen. Die Beschwerdegegnerin hat konsequenterweise beide Bewerbungen (BeschwerdefÃ¼hrende und H) vom Verfahren ausgeschlossen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden und ihr Landschaftsarchitekt B machen geltend, B habe nicht gewusst, dass er in der Bewerbung von H als Fachplaner vorgesehen wurde. Er habe H keine Zustimmung zu diesem Vorgehen gegeben.</p> <p class="Urteilstext">Aufgrund der insoweit Ã¼bereinstimmenden Angaben der Parteien sowie der als E-Mail vorliegenden Stellungnahme von H stellt sich der Sachverhalt wie folgt dar: B hatte H, mit dem er kurz zuvor bei einem andern Projekt in Adliswil zusammengearbeitet hatte, aufgrund der Publikation im Sihltaler Anzeiger/ZÃ¼richsee-Zeitung in einem GesprÃ¤ch auf die Ausschreibung der Stadt Adliswil hingewiesen mit der Bemerkung "das wÃ¤re doch was". H habe diese Bemerkung als Zustimmung zu einer gemeinsamen Bewerbung aufgefasst und seine Bewerbung darauf ohne RÃ¼cksprache mit B eingereicht. Wegen des Zeitdrucks habe er vergessen, B eine Kopie der Unterlagen zuzusenden, und er habe auch Ã¼bersehen, dass Mehrfachbewerbungen nicht zugelassen waren.</p> <p class="Urteilstext"><span>Beim fraglichen GesprÃ¤ch zwischen B und H wurde somit offenbar noch keinerlei Abmachung mit Bezug auf eine gemeinsame Bewerbung getroffen. Den Beteiligten war auch noch nicht bekannt, dass bei dieser Vergabe keine Mehrfachbewerbungen von Fachplanern zulÃ¤ssig waren, denn diese Angabe war in der Publikation der </span>ZÃ¼richsee-Zeitung nicht enthalten<span>. H durfte daher nicht davon ausgehen, dass B sich bereits fÃ¼r eine Zusammenarbeit mit ihm entschieden habe. Anderseits hatte B aufgrund des unverbindlichen GesprÃ¤chs keinen Anlass, H darÃ¼ber zu orientieren, dass er sich mit einer andern Arbeitsgemeinschaft am Verfahren beteilige. Der Beschwerdegegnerin ist zwar darin beizupflichten, dass es zur Aufgabe des Fachplaners gehÃ¶rte, eine Doppelbewerbung auszuschliessen, soweit er mit einer solchen rechnen musste. Aufgrund des Ã¼bereinstimmend geschilderten Sachverhalts kann B jedoch der Umstand, dass er nicht mit einer Nennung durch H gerechnet hat, nicht vorgeworfen werden. Nach den Regeln Ã¼ber die Stellvertretung bzw. die GeschÃ¤ftsfÃ¼hrung ohne Auftrag liegt daher keine Teilnahme von B an der Bewerbung H vor.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Es stellt sich damit die Frage, wieweit dieser Umstand im Verfahren vor Verwaltungsgericht noch berÃ¼cksichtigt werden darf. Nach § 52 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) kÃ¶nnen im Beschwerdeverfahren, wenn das Verwaltungsgericht wie hier als erste gerichtliche Instanz entscheidet, grundsÃ¤tzlich unbeschrÃ¤nkt neue Tatsachen geltend gemacht werden, und zwar unabhÃ¤ngig davon, ob die Vorinstanz die fraglichen Tatsachen gekannt hat oder hÃ¤tte kennen mÃ¼ssen. Bei der Beschwerde gegen Vergabeentscheide wird jedoch die Befugnis, sich vor Verwaltungsgericht auf neue Tatsachen und Beweismittel zu berufen, durch die spezialrechtlichen Regeln des Beschaffungsrechts eingeschrÃ¤nkt. Insbesondere eine nachtrÃ¤gliche ErgÃ¤nzung oder Berichtigung des Angebots ist nur im Rahmen der entsprechenden Vorschriften (§§ 29 und 30 SubmV) und nur im Verfahren vor der VergabebehÃ¶rde zulÃ¤ssig, denn ein geordnetes Vergabeverfahren ist auf das rechtzeitige Vorliegen aller Angebote in vergleichbarer Form angewiesen (VGr, 13. April 2000, VB.1999.00348, E. 5c/bb, www.vgrzh.ch). </p> <p class="Urteilstext"><span>Die vorliegend beurteilte Situation ist allerdings von anderer Art. Der Mangel, welcher der Bewerbung der BeschwerdefÃ¼hrenden anhaftet, wurde nicht durch sie, sondern durch einen ihrer Konkurrenten verursacht. WÃ¼rde eine derartige Konstellation zum Ausschluss beider Bewerber fÃ¼hren, so kÃ¶nnte dies, wie die BeschwerdefÃ¼hrenden zu Recht geltend machen, von einem bÃ¶swilligen Konkurrenten bewusst ausgenÃ¼tzt werden (was hier zweifellos nicht zutraf). Zudem bestehen die Bedenken praktischer Art, welche gegen das nachtrÃ¤gliche Vorbringen neuer Tatsachen sprechen, hier in geringerem Mass, denn die Geltung der </span>Vorschriften Ã¼ber die rechtzeitige und vollstÃ¤ndige Eingabe der Angebote wird durch die Zulassung des Einwandes nicht in Frage gestellt. <span>Der Umstand, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden die </span>Mehrfachbeteiligung ihres Fachplaners B nicht zu vertreten haben, darf daher hier berÃ¼cksichtigt werden. Der Ausschluss der BeschwerdefÃ¼hrenden erweist sich damit als nicht gerechtfertigt.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden sind im Ãbrigen der Auffassung, dass die Beschwerdegegnerin die unbeabsichtigte Doppelbeteiligung durch entsprechende Nachfragen bei den Bewerbern hÃ¤tte verhindern mÃ¼ssen. </p> <p class="Urteilstext"><span>Die Vergabestelle hat nach § 29 Abs. 2 SubmV die Aufgabe, offensichtliche Rechnungs- und Schreibfehler zu berichtigen, und nach § 30 SubmV kann sie von den Anbietenden verlangen, dass sie ihre Eignung und ihr Angebot nÃ¤her erlÃ¤utern. Diese Bestimmungen gelten fÃ¼r die Beurteilung von Bewerbungen in der ersten Stufe eines selektiven Verfahrens sinngemÃ¤ss. Unter UmstÃ¤nden ist die VergabebehÃ¶rde auch dazu verpflichtet, auf geringfÃ¼gige Formfehler hinzuweisen und zu deren Beseitigung beizutragen, da sich ein Ausschluss vom Verfahren nur bei wesentlichen MÃ¤ngeln des Angebots bzw. der Bewerbung rechtfertigt </span>(vgl. RB 1999 Nr. 61 = BEZ 1999 Nr. 25 = ZBl 101/2000, S. 265).</p> <p class="Urteilstext"><span>Vorliegend war die Beschwerdegegnerin jedoch zu derartigen Nachfragen mit Bezug auf die festgestellten Mehrfachbewerbungen nicht verpflichtet. Das Verbot der Mehrfachbeteiligung war in den Vergabeunterlagen klar festgehalten, und die mehrfache Bewerbung von B war aus den Bewerbungen ebenfalls klar ersichtlich. Dass eine Bewerbung ohne Zustimmung des betreffenden Bewerbers eingereicht wurde, war nicht zu erwarten. Nahe liegender war die MÃ¶glichkeit, dass einzelne Bewerber das Verbot der Mehrfachbeteiligung Ã¼bersehen hatten; darauf weist auch der Umstand hin, dass noch weitere Bewerbungen mit demselben Mangel behaftet waren. In diesen FÃ¤llen wÃ¤re der Fehler jedoch auch mit einer Nachfrage der Beschwerdegegnerin nicht ohne weiteres zu beheben gewesen; nur wenn ein Teil der Bewerber ihre AntrÃ¤ge zurÃ¼ckgezogen hÃ¤tten, wÃ¤ren die Mehrfachbeteiligungen entfallen und hÃ¤tten die verbleibenden Bewerbungen berÃ¼cksichtigt werden kÃ¶nnen. Der Beschwerdegegnerin hÃ¤tte es zwar freigestanden, die Bewerber auf diese MÃ¶glichkeit hinzuweisen. Angesichts der klaren Ausgangslage war sie dazu aber nicht verpflichtet. Die unbeabsichtigte Mehrfachbeteiligung von B kann ihr daher nicht angelastet werden. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde ist somit teilweise gutzuheissen und der Ausschluss der BeschwerdefÃ¼hrenden vom Verfahren aufzuheben. Die BeschwerdefÃ¼hrenden kÃ¶nnen jedoch vom Verwaltungsgericht entgegen ihrem Antrag nicht zur Abgabe eines Angebots in der zweiten Stufe des selektiven Verfahrens zugelassen werden. Ihre Bewerbung wurde von der Beschwerdegegnerin noch gar nicht ausgewertet, und es steht daher nicht fest, ob sie zur Gruppe der bestqualifizierten Bewerber gehÃ¶ren, die zur Abgabe eines Angebots einzuladen sind. Die Sache ist daher an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckzuweisen, die nun die Bewertung nachzuholen und gestÃ¼tzt darauf zu entscheiden hat, ob die BeschwerdefÃ¼hrenden zum weiteren Verfahren zugelassen werden.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die nur teilweise Gutheissung der Beschwerde sowie der Umstand, dass die Beschwerdegegnerin die GrÃ¼nde, welche zur Aufhebung ihres Entscheids fÃ¼hren, nicht zu vertreten hat, rechtfertigen eine hÃ¤lftige Verteilung der Verfahrenskosten auf die Parteien (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Dementsprechend sind auch keine ParteientschÃ¤digungen zuzusprechen.</span></p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug2"><span>1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die VerfÃ¼gung der Beschwerdegegnerin vom 18. MÃ¤rz 2005, mit welcher die BeschwerdefÃ¼hrenden vom Verfahren ausgeschlossen wurden, aufgehoben.</span></p> <p class="Einzug2"><span> Die VerfÃ¼gung der Beschwerdegegnerin vom 18. MÃ¤rz 2005 Ã¼ber die Auswahl der Bewerber wird aufgehoben, soweit die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht zur Angebotsabgabe zugelassen wurden. Die Sache wird zu neuem Entscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'560.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden je zur HÃ¤lfte den BeschwerdefÃ¼hrenden (je ein Zehntel unter solidarischer Haftung fÃ¼r die HÃ¤lfte) und der Beschwerdegegnerin auferlegt. </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Mitteilung an â¦<br/> <br/> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>