<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00290</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203768&amp;W10_KEY=13013571&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00290</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 13.11.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Naturschutzverordnung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung von Beschwerden gegen kantonale Schutzmassnahmen für Objekte des Natur- und Heimatschutzes zuständig ungeachtet dessen, ob sie durch Verordnung erlassen oder durch Verfügung getroffen worden sind. Vorliegend geht es um eine Beschwerde gegen eine Schutzverordnung (E. 1). Die Schutzverordnung weist die Schutzobjekte 6 und 7 der Naturschutzzone I zu (E. 2a). Die beschwerdeführenden Vereinigungen beantragen eine Ausdehnung der festgesetzten Naturschutzzonen, da diese Flächen ebenfalls Biotop-Qualität zukomme (E. 2b). Die Vorinstanz macht geltend, dass sich die Schutzobjekte und die angrenzenden Gebiete unterscheiden würden (E. 2c). Aus der gesetzlichen Regelung (E. 3a) ergibt sich, dass Gebiete und Flächen, welchen Biotop-Qualität zukommt, zwingend zu schützen sind. Das Gesetz räumt den zuständigen Behörden keinen Ermessensspielraum ein (E. 3b). Strittig ist die Biotop-Qualität der streitbetroffenen Flächen (E. 3c). Aus dem Umstand, dass die Biotop-Qualität aufweisende Flächen (Schutzobjekte 6 und 7) Gegenstand von gezielten Förderungsmassnahmen waren, während die streitbetroffenen Flächen nicht gezielt gefördert wurden, kann nicht geschlossen werden, dass diesen Flächen keine Biotop-Qualität zukomme. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die sich aufgrund von Förderungsmassnahmen auf einzelnen Grundstücken gebildeten schutzwürdigen Verhältnisse auch auf benachbarte Parzellen ausgedehnt haben (E. 4a). Die Sache ist deshalb zur ergänzenden Untersuchung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen (E. 4b). Kostenfolge (E. 5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BIOTOP">BIOTOP</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FÃRDERUNGSMASSNAHME">FÃRDERUNGSMASSNAHME</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NATUR- UND HEIMATSCHUTZ">NATUR- UND HEIMATSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Natur- und Heimatschutz ST: NATUR- UND LANDSCHAFTSSCHUTZ">NATUR- UND LANDSCHAFTSSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NATURSCHUTZZONE">NATURSCHUTZZONE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHUTZMASSNAHME">SCHUTZMASSNAHME</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHUTZVERORDNUNG">SCHUTZVERORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STÃFA">STÃFA</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSUCHUNGSMAXIME">UNTERSUCHUNGSMAXIME</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WALDSCHUTZZONE">WALDSCHUTZZONE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 18 Abs. 1 NHG</span><br/><span class="gerade">Art. 18 Abs. 1bis NHG</span><br/><span class="ungerade">Art. 18a Abs. 1 NHG</span><br/><span class="gerade">Art. 18b Abs. 1 NHG</span><br/><span class="ungerade">Art. 18b Abs. 2 NHG</span><br/><span class="gerade">§ 338a Abs. II PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2003 Nr. 72 S. 171</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Die Baudirektion erliess mit VerfÃ¼gung vom 27. MÃ¤rz 1998 eine Verordnung <br/> Ã¼ber den Schutz von Natur- und Landschaftsschutzgebieten mit Ã¼berkommunaler Bedeutung in der Gemeinde StÃ¤fa (im Folgenden: Verordnung oder SchutzV). Sie stellte damit in der Gemeinde StÃ¤fa acht Feuchtgebiete und Trockenstandorte sowie die zugehÃ¶rigen Waldbereiche und GewÃ¤sser unter Naturschutz und bezeichnete Naturschutzzonen I, Landschaftsschutzzonen IIIA und Waldschutzzonen IVA und IVL, in denen besondere EigentumsbeschrÃ¤nkungen gelten. Die Verordnung wurde am 17. April 1998 amtlich publiziert und sofort in Kraft gesetzt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Gegen diese Verordnung erhoben die Pro Natura ZÃ¼rich und der ZÃ¼rcher Vogelschutz ZÃ¼rich mit gemeinsamer Eingabe vom 16. Mai 1998 beim Regierungsrat Rekurs mit verschiedenen, die Schutzobjekte Nrn. 1, 2, 3, 4, 6 und 7 betreffenden AntrÃ¤gen. Mit Beschluss vom 23. Juli 2003 hiess der Regierungsrat den Rekurs teilweise gut, soweit damit die Ausscheidung einer genÃ¼gend breiten Pufferzone bei der nÃ¶rdlichen Abgrenzung des Schutzobjektes Nr. 3 verlangt wurde, und beauftragte die Volkswirtschaftsdirektion, die SchutzV diesbezÃ¼glich zu Ã¤ndern; im Ãbrigen wies er den Rekurs ab.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Die Pro Natura und der ZÃ¼rcher Vogelschutz haben gegen den Rekursentscheid mit gemeinsamer Eingabe vom 26. August 2003 innert Frist Beschwerde an das Verwaltungsgericht erhoben und stellen den Antrag, es sei der angefochtene Beschluss insoweit aufzuheben, als dass davon die ursprÃ¼nglichen RekursantrÃ¤ge Nrn. 1.b) und 4.a) betroffen seien, nÃ¤mlich:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">"(1.b) Das Schutzobjekt 'Trockenstandort Stigelen' ist im selben Hang gegen Osten auf GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 bis ans WÃ¤ldchen heran mit einer Zone I auszudehnen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">(4.a) Das Schutzobjekt 'Trockenstandort Hinter Risirain-Wannenbrunnen' ist mit einer Zone I in westlicher Richtung auf einer LÃ¤nge von rund 50 m auszudehnen."</p> <p class="Einzug1">In ihrer Vernehmlassung vom 11. September 2003 beantragt die Staatskanzlei namens des Regierungsrates die Abweisung der Beschwerde. Die Baudirektion stellt mit Eingabe vom 16. September 2003 ebenfalls den Antrag, es sei die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zur Beurteilung von Beschwerden gegen kantonale Schutzmassnahmen fÃ¼r Objekte des Natur- und Heimatschutzes zustÃ¤ndig, und zwar ungeachtet dessen, ob sie durch Verordnung erlassen oder durch VerfÃ¼gung getroffen worden sind (RB 1985 Nr. 15; RB 1985 Nr. 96 = ZBl 87/1986, S. 39 = BEZ 1985 Nr. 44; RB 1986 Nr. 14). Die Legitimation der BeschwerdefÃ¼hrenden ergibt sich aus § 338a Abs. 2 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG). Die Ã¼brigen Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die Beschwerde ist einzutreten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2.a) Die angefochtene SchutzV stellt insgesamt acht Objekte in der Gemeinde StÃ¤fa unter Naturschutz, wobei es sich um Feuchtgebiete und Trockenstandorte mit den dazugehÃ¶rigen Waldbereichen bzw. GewÃ¤ssern handelt. Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens sind die Schutzobjekte Nr. 6 "Trockenstandort Stigelen" und Nr. 7 "Trockenstandort Hinterer Risirain-Wannenbrunnen". Beim ersteren handelt es sich um einen steil nach SÃ¼den abfallenden trockenen Hang. In der sich in diesem Bereich entwickelnden trockenen Magerwiese finden sich zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten. Das Schutzobjekt Nr. 7 befindet sich ebenfalls an Hanglage zwischen dem Hinteren Risirain und dem Wannenbrunnen. Unterhalb des Waldes befindet sich hier ein unterschiedlich breites Band von Magerwiesen, deren Pflanzen- und Tierpopulation auf eine extensive Bewirtschaftung angewiesen sind. Der Waldrand beim Wannenrain trÃ¤gt zur biologischen Bereicherung des Gebiets bei (vgl. Ziff. 1 SchutzV, Objektbeschreibungen). Die SchutzV weist beide Gebiete einer Naturschutzzone I zu. Der Waldrand im Gebiet Wannenrain wird von einer Waldschutzzone IVA erfasst.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Die BeschwerdefÃ¼hrenden beantragen die Ausdehnung der festgesetzten Naturschutzzonen im Bereich der beiden genannten Schutzobjekte. Beim Trockenstandort Stigelen beantragen sie den Einbezug des GrundstÃ¼cks Kat.-Nr. 01 in den Perimeter der Naturschutzzone. Zur BegrÃ¼ndung machen die BeschwerdefÃ¼hrenden wie bereits im Rekursverfahren geltend, dass die VerhÃ¤ltnisse auf diesem GrundstÃ¼ck in naturrÃ¤umlicher Hinsicht mit denjenigen innerhalb des von der Naturschutzzone I erfassten Gebiets identisch seien. Ebenso verhalte es sich beim Trockenstandort Hinterer Risirain-Wannen­brunnen. Das im Westen benachbarte GrundstÃ¼ck weise auf einer Breite von ca. 50 m dieselbe Vegetation auf wie die in die Schutzzone einbezogenen Parzellen. Den streitbetroffenen FlÃ¤chen komme ebenso wie dem in die Naturschutzzone einbezogenen Gebiet Biotop-QualitÃ¤t zu. Dies bedeute, dass diese zwingend auch unter Schutz zu stellen seien. Der Regierungsrat stelle in den ErwÃ¤gungen des angefochtenen Beschlusses die Behauptung auf, die umstrittenen FlÃ¤chen seien nicht als Biotope zu qualifizieren. Es sei jedoch nicht ersichtlich, wie die Vorinstanz zu dieser Ansicht gelange. Insbesondere sei nicht ersichtlich, ob der Regierungsrat auf eine unabhÃ¤ngige Drittmeinung abgestellt oder sich einfach die Sicht der Beschwerdegegnerin zu eigen gemacht habe.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Die Vorinstanz verweist in ihrer Vernehmlassung im Wesentlichen auf den angefochtenen Entscheid. ErgÃ¤nzend fÃ¼hrt sie aus, dass im Rahmen der Melioration StÃ¤fa innerhalb des Schutzperimeters des Schutzobjektes Nr. 6 "Trockenstandort Stigelen" im Jahre 1991/1992 der Oberboden abgetragen worden sei, um die Entwicklung einer Magerwiese zu erreichen. Die Vegetation unterscheide sich daher massgeblich von derjenigen auf dem benachbarten GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01. Die Abgrenzung der Schutzzone im Gebiet Hinterer Risirain-Wannenbrunnen sei entlang der Grenze der Parzelle, welche im Rahmen der Melioration dem Kanton zugeteilt worden sei, vorgenommen worden. Auf der kantonseigenen FlÃ¤che sei ein Entwicklungsziel gesetzt und mit entsprechenden Bewirtschaftungsauflagen sichergestellt worden. DemgegenÃ¼ber betreffe das von den BeschwerdefÃ¼hrenden bezeichnete Gebiet privates Kulturland.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3.a) Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 1. Juli 1966 Ã¼ber den Natur- und Heimatschutz (NHG) statuiert die Verpflichtung, dem Aussterben einheimischer Tier- und Pflanzenarten durch die Erhaltung genÃ¼gend grosser LebensrÃ¤ume (Biotope) und andere geeignete Massnahmen entgegenzuwirken. Besonders zu schÃ¼tzen sind dabei Uferbereiche, Riedgebiete und Moore, seltene Waldgesellschaften, Hecken, FeldgehÃ¶lze, Trockenrasen und weitere Standorte, die eine ausgleichende Funktion im Naturhaushalt erfÃ¼llen oder besonders gÃ¼nstige Voraussetzungen fÃ¼r Lebensgemeinschaften aufweisen (Art. 18 Abs. 1<sup>bis</sup> NHG). WÃ¤hrend der Bundesrat Biotope von nationaler Bedeutung bezeichnet, deren Lage bestimmt und die Schutzziele festlegt (Art. 18a Abs. 1 NHG), sorgen die Kantone fÃ¼r Schutz und Unterhalt der Biotope von regionaler und lokaler Bedeutung (Art. 18b Abs. 1 NHG). In intensiv genutzten Gebieten inner- und ausserhalb von Siedlungen sorgen sie fÃ¼r Ã¶kologischen Ausgleich mit FeldgehÃ¶lzen, Hecken, Uferbestockungen oder mit anderer naturnaher und standortgemÃ¤sser Vegetation (Art. 18b Abs. 2 NHG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Aus dieser gesetzlichen Regelung ergibt sich, dass Gebiete oder FlÃ¤chen, welchen Biotop-QualitÃ¤t im Sinne des Natur- und Heimatschutzgesetzes zukommt, zwingend zu schÃ¼tzen sind (RB 1999 Nr. 131). Den BeschwerdefÃ¼hrenden ist darin beizupflichten, dass die gesetzliche Regelung der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde hinsichtlich der Frage, ob ein Biotop-QualitÃ¤t aufweisendes Gebiet unter Schutz zu stellen sei oder nicht, keinen Ermessensspielraum einrÃ¤umt. Die ErwÃ¤gung im vorinstanzlichen Entscheid, wonach das Schutzziel, nÃ¤mlich die Ausscheidung extensiv genutzter WiesenbÃ¤nder, bestehend aus wertvollen Magerwiesenbereichen und den dazwischenliegenden auszumagernden FlÃ¤chen, durch die vorgenommene Abgrenzung der Schutzzone erreicht werde, sodass kein Anlass bestehe, in den Ermessensspielraum der Rekursgegnerin einzugreifen und die Schutzzonen auszudehnen (vgl. vorinstanzliche ErwÃ¤gung 6b), geht daher zum vornherein an der Sache vorbei. Wenn den streitbetroffenen FlÃ¤chen Biotop-QualitÃ¤t zu attestieren ist, wie dies die BeschwerdefÃ¼hrenden geltend machen, so mÃ¼ssen auch diese FlÃ¤chen zwingend in den Perimeter der betreffenden Naturschutzzone einbezogen werden unabhÃ¤ngig davon, ob das bisher von der Schutzzone erfasste Gebiet, welches unbestrittenermassen Biotop-QualitÃ¤t aufweist, auch fÃ¼r sich alleine betrachtet einen angemessenen Lebensraum zur Erhaltung der seltenen oder geschÃ¼tzten Tier- und Pflanzenarten bilden wÃ¼rde. Zutreffend ist umgekehrt die vorinstanzliche Feststellung, dass FlÃ¤chen, welche sich zwar fÃ¼r FÃ¶rderungsmassnahmen eignen wÃ¼rden, nicht zwingend zu schÃ¼tzen sind, wenn es an der Biotop-Eigenschaft fehlt. Kommt einer FlÃ¤che zwar Regenerationspotenzial zu, fehlt es aber an der Biotop-QualitÃ¤t, so verlangt das Gesetz nicht zwingend die Unterschutzstellung (vgl. RB 1999 Nr. 131).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Zusammenfassend ergibt sich damit, dass sich die Frage, ob die Perimeter der betreffenden Schutzzonen zu beanstanden seien oder nicht, danach entscheidet, ob den streitbetroffenen FlÃ¤chen Biotop-QualitÃ¤t im Sinne des Natur- und Heimatschutzgesetzes zukommt. Diese Kernfrage war Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens und ist umstritten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4.a) Der Regierungsrat fÃ¼hrt im angefochtenen Entscheid aus, dass den Rekurrenten insofern beizupflichten sei, als sich die umstrittenen FlÃ¤chen ebenfalls fÃ¼r FÃ¶rderungsmassnahmen eignen wÃ¼rden. Indessen komme ihnen nicht Biotop-QualitÃ¤t zu, weshalb das Gesetz die Unterschutzstellung nicht zwingend verlange (vorinstanzliche ErwÃ¤gung 6b). Den BeschwerdefÃ¼hrenden ist darin beizupflichten, dass nicht ersichtlich ist, woraus die Vorinstanz diese massgebende Erkenntnis gewonnen hat. Der Regierungsrat stÃ¼tzt sich weder auf die Meinung eines unabhÃ¤ngigen SachverstÃ¤ndigen noch auf seine eigenen Wahrnehmungen. Vielmehr stellt er sich auf den Standpunkt, der beantragte Augenschein sei nicht erforderlich, weil die fÃ¼r den Entscheid erheblichen Tatsachen aus den Akten ersichtlich seien (vorinstanzliche ErwÃ¤gung 7). Diese Argumentation ist unzutreffend und aktenwidrig. Aus den Akten ergibt sich lediglich der Standpunkt der Vorinstanz, welche dartut, die FlÃ¤chen innerhalb des Perimeters der SchutzV seien durch gezielte FÃ¶rderungsmassnahmen zum Biotop aufgewertet worden, wÃ¤hrend dies bei den umstrittenen FlÃ¤chen nicht der Fall sei. Dass die unbestrittenermassen Biotop-QualitÃ¤t aufweisenden FlÃ¤chen Gegenstand von gezielten FÃ¶rderungsmassnahmen waren, ist unbestritten und bedarf keiner weiteren AbklÃ¤rungen. Ebenfalls unbestritten ist, dass die umstrittenen FlÃ¤chen nicht gezielt gefÃ¶rdert wurden. Dieser Umstand lÃ¤sst jedoch nicht den Schluss zu, diesen FlÃ¤chen komme aus diesem Grunde keine Biotop-QualitÃ¤t zu. Vielmehr kann nicht ausgeschlossen werden, dass die sich aufgrund von FÃ¶rderungsmassnahmen auf einzelnen GrundstÃ¼cken gebildeten schutzwÃ¼rdigen VerhÃ¤ltnisse auch auf benachbarte Parzellen ausgedehnt haben kÃ¶nnten bzw. dass sich auch auf anderen FlÃ¤chen ohne gezielte FÃ¶rderungsmassnahmen im Laufe der Zeit schutzwÃ¼rdige VerhÃ¤ltnisse gebildet haben kÃ¶nnten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Indem die Vorinstanz diese Frage nicht geklÃ¤rt hat, hat sie die sich aus der Untersuchungsmaxime ergebende Verpflichtung, den Sachverhalt umfassend zu klÃ¤ren, verletzt. Die Untersuchungsmaxime verpflichtet die BehÃ¶rden grundsÃ¤tzlich, den entscheidrelevanten Sachverhalt umfassend zu ermitteln und die Beweismittel zu erheben und zu beschaffen, welche die Richtigkeit der zu beurteilenden Tatsachen zu bezeugen vermÃ¶gen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2.A., ZÃ¼rich 1999, § 7 N. 7 und 16).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Nach dem Gesagten beruht der angefochtene Beschluss hinsichtlich der RekursantrÃ¤ge Nrn. 1.b) und 4.a) auf nicht ausreichend geklÃ¤rten tatsÃ¤chlichen Grundlagen. Die Beschwerde ist deshalb teilweise gutzuheissen und die Sache zur ergÃ¤nzenden Untersuchung und neuem Entscheid an den Regierungsrat zurÃ¼ckzuweisen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Schliesslich ist die Vorinstanz darauf hinzuweisen, dass die EigentÃ¼mer der GrundstÃ¼cke, deren Biotop-QualitÃ¤t Gegenstand des Verfahrens ist (vgl. Parzelle Kat.-Nr. 01 beim Schutzobjekt Nr. 6 sowie Kat.-Nr. 02 beim Schutzobjekt Nr. 7), zur Wahrung ihres Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r von Amtes wegen ins Rekursverfahren beigeladen werden mÃ¼ssen. Personen, die zwar nicht Verfahrensparteien sind, jedoch im genannten Sinne von einem negativen Verfahrensausgang betroffen sein kÃ¶nnten, besitzen einen Anspruch auf Beiladung zu einem Verfahren (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 8 N. 8).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten den Parteien je zur HÃ¤lfte aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). ParteientschÃ¤digungen wurden keine geltend gemacht.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Beschluss Nr. 1068 des Regierungsrates vom 23. Juli 2003 wird aufgehoben, soweit die RekursantrÃ¤ge Nrn. 1.b) und 4.a) der Pro Natura, ZÃ¼rich, sowie des ZÃ¼rcher Vogelschutzes, ZÃ¼rich, abgewiesen werden. Die Sache wird zur ergÃ¤nzenden Untersuchung und neuem Entscheid im Sinne der ErwÃ¤gungen an den Regierungsrat zurÃ¼ckgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Ãber die Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen des vorinstanzlichen Verfahrens hat der Regierungsrat im neuen Entscheid zu befinden.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'090.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden je zu einem Viertel, unter solidarischer Haftung fÃ¼r die HÃ¤lfte der Kosten, sowie der Beschwerdegegnerin zur HÃ¤lfte auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="MsoNormal">5. â¦.</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>