<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>UV.2016.00222</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna<br/>Sozialversicherungsrichter Vogel<br/>Gerichtsschreiberin Muraro</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 31. Mai 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Rechtsdienst, Generaldirektion Schweiz</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Postfach, 8085 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der 1981 geborene X.___ war ab dem 20. November 2006 bei der Y.___ AG als Kurierfahrer teilzeitlich (25.2 Stunden pro Arbeitswoche) angestellt und dadurch bei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zürich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Versicherungs-Gesellschaft AG (Zürich Versicherung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) obligatorisch gegen die Folgen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> von Unfällen versichert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Am 24. März 2016 meldete die Arbeitgeberin der Zürich Versicherung, der Versicherte sei am 2. März 2016 in Z.___, von einem Insekt gestochen worden, woraufhin sich der Insektenstich entzündet habe. Betroffen seien mehrere Bereiche der unteren linken Extremität gewesen, am Schienbein habe sich eine Phlegmonie entwi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ckelt (Urk. 7/Z1). Mit Schreiben vom 19. Mai 2016 teilte die Zürich Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherung dem Versicherten mit, dass sie keine Versicherungsleistungen für das gemeldete Schadenereignis erbringe, da es sich dabei nicht um einen Unfall oder eine unfallähnliche Körperschädigung handle (Urk. 7/Z8). Daraufhin verlangte der Versicherte eine einsprachefähige Verfügung (Urk. 7/Z13). Diese erliess die Zürich Versicherung am 3. Juni 2016 mit abschlägigem Entscheid (Urk. 7/Z14.2), wogegen der Versicherte am 13. Juni 2016 Einsprache erhob (Urk. 7/Z15 mit nachträglicher Begründung vom 7. Juli 2016 [Urk. 7/Z18]). Diese wies die Zürich Versicherung mit Entscheid vom 30. August 2016 ab (Urk. 2 [= Urk. 7/Z20]).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob der Versicherte am 26. September 2016 (Poststempel) Beschwerde und beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen zu erbringen (Urk. 1 S. 1). Die Beschwerdegegnerin beantragte in der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deantwort vom 17. Oktober 2016 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Mit Replik vom 8. November 2016 (Poststempel, Urk. 11) beziehungsweise Duplik vom 29. November 2016 (Urk. 15) äusserten sich die Parteien erneut zur Sache und hielten jeweils an ihren Anträgen fest. Mit Verfügung vom 30. November 2016 (Urk. 16) wurde dem Beschwerdeführer die Duplik der Beschwerdegegnerin zugestellt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verhalt verwirklicht hat </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bishe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">as</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> hier zu be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">urteilende Ereignis hat sich am 2. März 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Der Bundesrat kann Körperschädigun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziehen (Abs. 2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ein Unfall ist gemäss Art. 4 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (BGE 129 V 402 E. 2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gende Ereignis zusammen mit anderen Bedin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gungen die körperliche oder geis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">rung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">den hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Infektionen entstehen, wenn Krankheitserreger in den Körper eindringen, sich hier ansiedeln und vermehren (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Alfred Maurer, Schweizerisches Unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungsrecht, 2. Auflage, Bern 1989, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">S. 189). Für die Erfüllung des Unfallbegriffs reicht es indessen nicht aus, wenn Keime lediglich durch kleine Hautaufschürfungen oder Kratzer, wie sie täglich vorkommen, in den Körper eindringen, sondern es sind eigentliche Verletzungen erforderlich. Selbst der Nachweis eines durch Kratzen entstandenen Hautdefekts genügt für die Annahme einer Wundinfektion nicht, da derartigen alltäglichen Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kommnissen das Merkmal des Unfallmässigen nicht zukommt (Rumo-Jungo/Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">recht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung [UVG], 4. Aufl., Zürich 2012, S. 35 f.). Es gilt also grundsätzlich, dass der Erreger der Infektion in untypi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scher Weise in den Körper gelangen muss, damit der Faktor der Ungewöhn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichkeit als erfüllt betrachtet werden kann. Dies wird regelmässig angenom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men bei Stichen oder Bissen von Tieren (etwa Bienen, Wespen, Hornissen oder Zecken), soweit es sich dabei nicht um einen alltäglichen Vorgang han</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">delt; letzteres ist etwa bei Mückenstichen anzunehmen (Kieser/Landolt, Unfall-Haftung-Versicherung, Zürich/St. Gallen 2012, N 79).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht folgt vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b mit Hinweisen; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind von der versicherten Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">son glaubhaft zu machen. Kommt sie dieser For</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derung nicht nach, indem sie unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen eines unfallmässigen Schadens als unglaubhaft erscheinen las</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen, besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">griffs erfüllt sind. Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen Beweise zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Ist aufgrund dieser Massnahmen das Vorlie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt – die blosse Möglichkeit genügt nicht –, so hat dieses als unbewiesen zu gel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten, was sich zu Lasten der versicherten Person aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirkt (BGE 116 V 136 E. 4b, 114 V 298 E. 5b, 111 V 201 E. 6b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen Einspracheentscheid im Wesentlichen, es sei nicht bekannt, welches Insekt den Beschwerdeführer gestochen habe. Es könne somit nicht ermittelt und nachgewiesen werden, ob die Erreger der Infektion auf untypische Art und Weise in seinen Körper gelangt seien und der Insektenstich deshalb ungewöhnlich sei. Die Erreger hätten auch durch das anschliessende Kratzen der Haut in seinen Körper gelangen können. Ein derartiger Vorgang sei nicht ungewöhnlich. Dasselbe gelte für einen Mückenstich. Der Beschwerdeführer habe letztlich die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (Urk. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber brachte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 26. September 2016 unter Hinweis auf BGE 122 V 230 vor, gemäss konstan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter Praxis des Bundesgerichts sei von einem Unfallereignis auszugehen, wenn ein Insektenstich zu einer Wundinfektion führe. Es spiele dabei keine Rolle, ob die Infektion durch den Insektenstich selbst in die Haut übertragen oder dadurch (beispielsweise durch Manipulation an der Stichstelle wie Kratzen) ausgelöst werde (Urk. 1 S. 2). Seine Vermutung, ein Moskito habe ihn gesto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen, gründe darin, dass es sich dabei wohl um den häufigsten Fall eines Insektenstiches handle, und in Z.___ zur besagten Zeit Moskitos, wenn auch in bescheidenem Mass, vorhanden gewesen seien (Urk. 1 S. 3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Replik vom 8. November 2016 führte der Beschwerdeführer sodann aus, es sei nicht entscheidend, ob das Insekt seiner Gattung nach benennt werden könne. Massgebend sei, ob aufgrund der fachärztlichen Stellung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme darauf geschlossen werden könne, dass zum Zeitpunkt der vorhande</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen Versicherungsdeckung überwiegend wahrscheinlich von einem Insek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tenstich ausgegangen werden könne, welcher die Gesundheitsschädigung zur Folge gehabt habe. Von einem Insektenstich sei bereits aufgrund der vom Beschwerdeführer beschriebenen Quaddel auszugehen. Eine Infektion mit Streptokokken möge zwar ebenfalls unspezifische Symptome wie Juckreiz, Rötung oder eine diffuse Schwellung der betroffenen Körperpartie hervorru</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fen; eine einzige, wie vom Beschwerdeführer erlittene, klar umrissene, punktuelle und kreisrunde Quaddelbildung sei diesfalls jedoch sehr unty</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pisch. Sollten Zweifel an der ursächlichen Beteiligung eines Insektes beste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hen, wäre vom Gericht ein medizinisches Gutachten in Auftrag zu geben (Urk. 11). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht vom 22. Juni 2016 von Dr. A.___ über die Erstbehand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung vom 15. März 2016 wurde (Original in französischer Spra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che) festgehalten, der Beschwerdeführer sei mit einer grossen Wundinfektion am Bein vorstellig geworden, welche durch das Kratzen nach einem mehrere Tage zuvor erlittenen Insektenstich verursacht worden sei. Die Wunde habe Bereiche mit Ulzerationen und Nekrosen aufgewiesen mit einer beträchtli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen eitrigen Ansammlung, sodass eine lokale Wundversorgung mit sterilen Verbänden dringend notwendig gewesen sei. Die Wundversorgung sei vom 15. bis 18. März 2016 täglich erfolgt. Zusätzlich habe der Beschwerdeführer eine Tetanusprophylaxe erhalten und es seien Antibiotika und Schmerzmittel verabreicht worden (Urk. 7/ZM6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Austrittsbericht des B.___ vom 6. April 2016 (Urk. 7/ZM4) über den stationären Aufenthalt des Beschwerdeführers vom 19. März bis 5. April 2016 wurde die Diagnose tief ulzerierende Wunde prä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tibial links mit Umgebungsphlegmonen nach Z.___-Aufenthalt und einer Antibiotikatherapie seit dem 16. März 2016 gestellt. Im Bericht wurde sodann festgehalten, der Beschwerdeführer habe sich während eines Aufent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">haltes in Z.___ vor zweieinhalb Wochen am linken Unterschenkel gekratzt, anschliessend habe sich an jener Stelle innerhalb weniger Tage eine Entzün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dung gebildet, welche sich rasch am ganzen Unterschenkel ausgebreitet habe. Der Beschwerdeführer sei in C.___ behandelt worden und nach Vorstellung im B.___ zur operativen Erstversorgung und antibiotischen Therapie stationär aufgenommen worden. Am 22. März 2016 seien in den mikrobiologischen Proben B-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A nachgewiesen wor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den. Am 5. April 2016 sei der Beschwerdeführer in gutem Allgemeinzustand und bei reizlosen und trockenen Wundverhältnissen nach Hause entlassen worden (vgl. auch die Operationsberichte vom 24. März 2016 und 1. April 2016 über die am 20., 23. und 30. März 2016 durchgeführten Wundbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">handlungen [Urk. 7/ZM1-3]).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 26. April 2016 schilderte der Beschwerdeführer gegenüber der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin in schriftlicher Form, der Schaden sei am 2. März 2016 eingetreten. Ein Insektenstich, wahrscheinlich durch einen Moskito verur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sacht, habe ungefähr zwei Tage lang einen Juckreiz verursacht, und die Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stichstelle sei geschwollen gewesen. Er habe die stark gerötete Schwellung gekratzt, welche daraufhin geblutet habe. Er habe die Stelle deshalb mit Jod</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tinktur und Cortisonsalbe behandelt. Nach circa 14 Tagen sei es zu einer grösseren Infektion gekommen (Urk. 7/Z7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer den hier in Frage stehenden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mückenstich nicht bemerkt hatte (vgl. Urk. 1 S. 3 Ziff. 8)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Aufgrund einer Quaddelbildung auf der Haut mit Rötung und Juckreiz sowie des Umstands, dass in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zur Zeit seines Aufenthalts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Moskitos vorhanden gewesen seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und Moskitostiche </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Erfahrung nach wohl die häufigsten Insektensti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">he darstellten, schloss er aber darauf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, die Quaddel sei auf einen Moskitostich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zurückzuführen (vgl. Urk. 1 S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Ziff. 9</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Von ärztlicher Seite her konnte a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">uf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund der Wunde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> kein Insektenstich mehr nachgewiesen werden (vgl. den Bericht des erstbehandelnden Arztes, welcher lediglich die Schilderungen des Beschwerdeführers zur Entstehung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Wunde wiedergab [E. 3.1]), weshalb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht belegt ist, dass der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Infektion</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ein </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mückenstich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vorausgegangen war. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Viel wahrscheinlicher ist, dass die Bakterien, bei welchen es sich um alltägli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che Streptokokken der Gruppe A handelt, durch eine kleine Hautverletzung in den Körper des Beschwerdeführers gelangten. Eine solche Hautverletzung fiel dem Beschwerdeführer offensichtlich nicht auf; er berichtete jedenfalls nicht von einer Hautverletzung. Damit sind die Voraussetzungen für eine Wundinfektion (im Sinne des im Unfallversicherungsrecht verwendeten Begriffs) nicht gegeben, und der Unfallbegriff ist nicht erfüllt (vgl. Maurer, a.a.O., S. 191)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Selbst wenn der Beschwerdeführer aber von einer Mücke gestochen worden wäre, wäre der Unfallbegriff nicht zu bejahen. Beim Mückenstich mangelt es ebenfalls an einem ungewöhnlichen äusseren Faktor (vgl. auch E. 1.4.2), zumal der Beschwerdeführer, welcher sich in Z.___ aufhielt (Urk. 7/Z7), selbst ausführte, dass Moskitos zur besagten Zeit vorhanden gewesen seien (Urk. 1 S. 3). Im Übrigen besteht in Z.___ ganzjährig ein Malariarisiko (vgl. www.safetravel.ch), was auf das Vorhandensein von Stechmücken schliessen lässt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In der Gewöhnlichkeit des Mückenstichs liegt auch der wesentliche Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schied zum vom Beschwerdeführer angeführten BGE </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">122 V 230</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Darin erachtete das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">damalige Eidg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">enössische Versicherungsgericht (EVG) den Unfallbegriff beim Biss einer Zecke der Gattung Ixodes als erfüllt, da der Zeckenbiss einen ungewöhnlichen äusseren Faktor darstelle. Das EVG unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schied in seinem Entscheid zwar nicht klar zwischen der Ungewöhnlichkeit des Zeckenbisses und der dadurch übertragenen Krankheit (vgl. die zutref</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fende Kritik von Matefi in AJP 3/97 S. 327 ff.). Dies ändert für die Beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung des vorliegenden Falles jedoch nichts. Kommt es für die Erfüllung des Unfallbegriffs nicht nur auf die Frage der Ungewöhnlichkeit des Mücken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stichs, sondern auch auf die Frage der Ungewöhnlichkeit der dadurch über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tragenen Infektion an, scheitert das Leistungsbegehren letztlich an Beweislo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sigkeit. Wie gesagt konnte ein Mückenstich nicht nachgewiesen werden (E. 4.1). Bei gewissen Infektionen kann aber selbst ohne Nachweis einer Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stichstelle mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf einen stattgehabten Insektenstich geschlossen werden, insbesondere dann, wenn ein Erreger praktisch ausschliesslich durch ein Insekt übertragen wird, wie dies bei der durch den Stich der Anopheles-Mücke übertragenen Malaria der Fall ist. Der Beschwerdeführer erlitt aber eine Streptokokkeninfektion. Da es sich bei den festgestellten Streptokokken der Gruppe A um alltägliche Bakterien handelt, die weit verbreitet sind, ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Übertragung des Bakteriums durch einen Mückenstich (das heisst durch den Rüssel der Mücke) oder einen sonstigen Insektenstich erfolgte. Mit anderen Worten lässt auch die Streptokokkenin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fektion keine Rückschlüsse auf einen Insektenstich zu. Bloss der Vollständig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit halber ist darauf hinzuweisen, dass eine Malariainfektion durch eine Anopheles-Mücke deshalb nicht als Unfall gilt, weil ihr zumindest bei Anste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ckungen in tropischen Gegenden das Merkmal des Ungewöhnlichen abgeht (vgl. dazu ebenfalls Alfred Maurer, welcher sich mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur Malariainfektion auseinandersetzte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">[Maurer, a.a.O., S. 192 f., insbesondere Fussnote 412]).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die pauschale Feststellung des EVG, Insektenstiche </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hätten grundsätzlich als Unfall zu gelten, mit Ausnahme des Stiches der (weiblichen) Malariamücke (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 122 V 230</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 4 „Il ressort donc de l'opinion des auteurs précités qu'une piqûre d'insecte, à l'instar d'une morsure d'animal, est en principe un acci</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dent, à l'exception p. ex. de la piqûre de l'anophèle femelle </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en ce qui con</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cerne la malaria“), kann nach dem Gesagten nicht i</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n der vom Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> verstandenen Absolutheit interpretiert werden. Das EVG hatte sich letztlich nur mit der Frage, ob ein Zeckenbiss den Unfallbegriff erfüllt, ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tieft auseinanderzusetzen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auch für den Fall, dass die Infektion durch das Kratzen eines Mückenstiches verursacht worden wäre, müsste der Unfallbegriff mangels Ungewöhnlichkeit verneint werden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Dem steht das Urteil des Bundesgerichts U 435/00 vom 30. April 2001 nicht entgegen. Im besagten Entscheid bejahte das Bundesgericht einen Kausalzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sammenhang zwischen einem Zeckenbiss und einer Pyoderma gangraeno</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sum, da es für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs den Zeckenbiss als Teilursache der Gesundheitsschädigung gelten liess. Es erach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tete die Zecke nicht oder nicht notwendigerweise als Überträgerin, sondern als Auslöserin der Krankheit, indem die durch den Zeckenbiss verursachte Hautläsion zur Entstehung des Pyodermas gangraenosum führen könne. Dies ändere aber nichts daran, dass der Zeckenbiss auch in diesen Fällen den Unfallbegriff erfülle (E. 3.b und 4.b). Im hier zu beurteilenden Fall geht es aber nicht um einen Zeckenbiss, welcher den Unfallbegriff erfüllt, sondern eben um einen Mückenstich. Ein Vergleich kann daher nicht gezogen wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">den. Darüber hinaus überzeugt das Urteil des Bundesgerichts nicht, denn ein Zeckenbiss konnte im zu beurteilenden Fall nicht nachgewiesen werden. Weshalb die Pyoderma gangraenosum, welche verschiedene Ursachen haben kann (E. 3.a), dann trotzdem mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf einen Zeckenbiss zurückgeführt wurde, erscheint somit nicht nachvollziehbar. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">In diesem Zusammenhang ist wiederum auf Maurer hinzuweisen, welcher sich mit der Rechtsprechung des früheren EVG zum Aufkratzen von Wunden auseinandergesetzt und festgehalten hatte, das EVG habe – in Änderung sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ner früheren Rechtsprechung – i</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">n seiner späteren Praxis ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">langt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">, dass eine Wunde im Zeitpunkt der vermuteten Infizierung unter allen Umständen kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">kret be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">wiesen sein müsse. Daran sei um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">so entschie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">dener festzuhalten, als die Subsumtion</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> der Wundinfektion unter den Un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">fallbegriff schon an sich eine eher weitgehende Ausdehnung diese</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">s Begriffes bedeute</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">. Das EVG </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">habe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">prä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">zisiert, es genüge nicht, dass die Keime lediglich durch minime Kontinuitäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">unterbrechungen der Haut oder durch kleine Schürf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ungen, wie sie täglich vorkämen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">, ja selbst durch kleine durch Kratzen bewirkte Epitheldefekte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> in den Körper eindrängen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sondern es sei eine „eigentliche Verletzung“</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> erfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">derlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">. Dieser Auffassung sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> zuzustimmen. Denn das M</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">erkmal der Unge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">wöhnlichkeit werde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> nur dadurch erfüllt, dass bei Infektionen die Keime auf ungewöhnliche Art ins Körperinn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ere gelangten; dies treffe nur bei „eigentli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">chen Verletzungen“ zu. Andernfalls sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> keine brauchbare Eingre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">nzung des Unfalls mehr möglich (Maurer, a.a.O., S. 191 f.). Dieser Argumentation ist zu folgen. Es kann deshalb auch nicht darauf ankommen, ob der Drang zum Kratzen durch einen juckenden Mückenstich verursacht wird oder nicht. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer reichte im Beschwerdeverfahren eine Stellungnahme des B.___ vom 29. Juni 2016 zuhanden seiner Rechtsschutzversicherung zu den Akten (Urk. 3/11). Darin wurde festgehalten, es sei schwierig auszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">machen, inwieweit die Behandlung des Beschwerdeführers zu Lasten der Unfallversicherung fallen müsse. Falls eine Moskitostichverletzung als Ursa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che vorgelegen habe, sei es angebracht, dass die Unfallversicherung die Behandlung übernehme. In den Unterlagen des B.___ sei jedoch nicht eindeu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tig schriftlich festgehalten, dass anamnestisch ein Moskitostich als Ursache für die Hautverletzung angegeben worden sei. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Damit spielte das B.___ ebenfalls auf die bereits genannte Beweislosigkeit an. Im Übrigen wurde die Einschätzung, dass beim Vorliegen eines Moskitosti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ches von einem Unfall auszugehen sei, nicht begründet. Von zusätzlichen medizinischen Abklärungen ist daher kein weiterer Aufschluss über die kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">krete Infektionsursache zu erwarten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten ist der Unfallbegriff nicht erfüllt, weshalb keine Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflicht der Beschwerdegegnerin besteht. Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Gesundheit</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">richt Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstMuraro</p><p></p></div> </div></body></html>