<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2020.00459</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=220635&amp;W10_KEY=13013480&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2020.00459</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 30.09.2020</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Familiennachzug (Wiedererwägungsgesuch)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Wiedererwägung einer rechtskräftigen Wegweisung] Der Beschwerdeführer ersuchte um Wiedererwägung der gegen ihn rechtskräftig angeordneten Wegweisung. Parallel zum Wiedererwägungsverfahren war beim Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement ein Gesuch der Botschaft der türkischen Republik um Auslieferung des Beschwerdeführers hängig. Das Wiedererwägungsgesuch und der in der Folge erhobene Rekurs des Beschwerdeführers wurden abgewiesen. Nach Eröffnung des Rekursentscheides wies das EJPD das Auslieferungsgesuch der türkischen Botschaft ab. Damit liegt ein neuer Sachumstand vor, der eine Neubeurteilung der Situation des Beschwerdeführers bzw. von dessen Wiedererwägungsgesuch erfordert. Die Sache ist zur weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen (E. 2). Teilweise Gutheissung der Beschwerde.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NEUE TATSACHEN">NEUE TATSACHEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERERWÃGUNG">WIEDERERWÃGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERERWÃGUNGSGESUCH">WIEDERERWÃGUNGSGESUCH</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=50318" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2020.00459</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">30. September 2020</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, Verwaltungsrichterin Viviane Sobotich, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Nicole Aellen. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch lic.</span><span> </span><span>iur. B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Familiennachzug (WiedererwÃ¤gungsgesuch),</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A (alias: C), geboren 1971, tÃ¼rkischer StaatsangehÃ¶riger, reiste erstmals im Jahr 1996 zu seiner hier niedergelassenen Ehefrau D in die Schweiz ein, wo ihm der Kanton E zunÃ¤chst eine Aufenthaltsbewilligung und 2001 eine Niederlassungsbewilligung erteilte. 2001 wurde dem Ehepaar die Tochter F geboren, welche heute Schweizer BÃ¼rgerin ist. Nach der Scheidung der Ehe A/D liess sich A im Kanton ZÃ¼rich nieder. <span>Vom 16. September 2001 bis 27. Mai 2002 befand er sich in Untersuchungshaft wegen Verdachts auf betrÃ¼gerischen Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b><span>A ist in der Schweiz straffÃ¤llig geworden:</span></p> <p class="Sachverhalt2">-<span> </span>Mit Strafbefehl des Bezirksamts Zurzach vom 3. Dezember 2009 wurde er wegen VernachlÃ¤ssigung der Unterhaltspflichten schuldig gesprochen und zu einer bedingten Geldstrafe von 20 TagessÃ¤tzen zu Fr. 40.- verurteilt (Probezeit zwei Jahre).</p> <p class="Sachverhalt2">-<span> </span>Mit Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 22. November 2011 wurde er wegen mehrfachen betrÃ¼gerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage zulasten einer tÃ¼rkischen Bank verurteilt und â als Zusatzstrafe zum Strafbefehl des Bezirksamts Zurzach vom 3. Dezember 2009 â mit einer teilbedingten Freiheitsstrafe von zwei Jahren und einem Monat bestraft, davon ein Jahr unbedingt (Probezeit zwei Jahre). </p> <p class="Sachverhalt2">-<span> </span>Mit Strafbefehl vom 12. Mai 2015 des Statthalteramts Bezirk Hinwil wurde er wegen Nichteinreichens des heimatlichen Reisepasses verurteilt und mit einer Busse von Fr. 200.- bestraft.</p> <p class="Sachverhalt2">-<span> </span>Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 18. Dezember 2015 wurde er wegen Widerhandlung gegen das Waffengesetz (WG) verurteilt und mit einer Geldstrafe von 25 TagessÃ¤tzen zu Fr. 110.- bestraft.<span> </span></p> <p class="Sachverhalt2">Am 8. Februar 2010 wurde A auslÃ¤nderrechtlich verwarnt. Hierbei wurden ihm schwerwiegendere auslÃ¤nderrechtliche Massnahmen in Aussicht gestellt, falls er weiterhin straffÃ¤llig wÃ¼rde oder in schwerwiegender Weise gegen die Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung verstossen sollte.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Auf Ersuchen des tÃ¼rkischen Staats hin wurde A am 11. Februar 2011 an sein Heimatland ausgeliefert. Die Auslieferung stand im Zusammenhang mit einem laufenden Strafverfahren in der TÃ¼rkei. Nach seiner Haftentlassung in der TÃ¼rkei im Februar 2012 heiratete A im Juni 2012 die in der Schweiz niedergelassene Landsfrau G und kehrte anfangs 2013 in die Schweiz zurÃ¼ck. In der Schweiz befand sich A vom 13. Februar 2013 bis 3. Juni 2013 im Strafvollzug<span>.</span> Aus der Beziehung mit G ging 2014 die Tochter I hervor, welche ebenfalls Ã¼ber eine Niederlassungsbewilligung verfÃ¼gt. Das von A am 12. Juli 2013 gestellte Gesuch um Wiedererteilung oder VerlÃ¤ngerung der Kontrollfrist seiner Niederlassungsbewilligung bzw. um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung wies das Migrationsamt am 31. Juli 2015 ab. Zugleich wies es ihn aus der Schweiz weg und setzte ihm eine Frist bis am 30. Oktober 2015, um das schweizerische Staatsgebiet zu verlassen. Die hiergegen erhobenen Rechtsmittel wiesen die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion (Rekursentscheid Nr. 2015.0704 vom 8. Juli 2016), das Verwaltungsgericht (VGr, 5. Oktober 2016, VB.2016.00469) wie auch das Bundesgericht (BGr, 8. Juni 2017, 2C_1061/2016) ab, worauf das Migrationsamt A eine neue Frist zum Verlassen der Schweiz bis 18. September 2017 ansetzte.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Am 23. November 2015 reichte die TÃ¼rkische Republik zwecks VerbÃ¼ssung einer Haftstrafe von elf Jahren und acht Monaten ein Auslieferungsgesuch beim EidgenÃ¶ssischen Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) ein. Am 6. (und 12.) September 2017 ersuchte A um WiedererwÃ¤gung des Wegweisungsentscheids sowie Stellung eines Antrags auf vorlÃ¤ufige Aufnahme. Das Migrationsamt trat auf das Gesuch mit VerfÃ¼gung vom 15. September 2017 nicht ein. Den hiergegen erhobenen Rekurs hiess die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 19. Januar 2018 teilweise gut und wies die Sache zwecks Abwartens des Entscheids des EJPD Ã¼ber das Auslieferungsgesuch und zum Neuentscheid an das Migrationsamt zurÃ¼ck. Das Migrationsamt beschied dem Rekurrenten am 3. April 2018, dass weder Ã¼ber die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung befunden noch ein Antrag auf vorlÃ¤ufige Aufnahme gestellt werden kÃ¶nne, solange das Auslieferungsverfahren hÃ¤ngig sei. Er sei jedoch in der Schweiz aufenthalts- und erwerbsberechtigt. Die hiergegen am 10. April 2018 erhobene RechtsverzÃ¶gerungsbeschwerde von A wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 18. Mai 2018 ab. Dieser Entscheid erwuchs in Rechtskraft.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>E. </b>Mit Eingaben vom 23. Mai 2018, 23. April 2019 und 21. Februar 2020 ersuchte A das Migrationsamt jeweils um Auskunft darÃ¼ber, ob nicht doch ein regulÃ¤rer Aufenthalt bewilligt bzw. wann der Zeitpunkt gekommen sei, um ein neues Gesuch um Familiennachzug einzureichen. Zwischenzeitlich, das heisst am 29. November 2019, hatte die TÃ¼rkische Republik beim EJPD unter Bezugnahme auf ihr erstes Gesuch vom 23. November 2015 erneut um Auslieferung von A ersucht. Das Migrationsamt verneinte die Anfragen von A am 5. Juni 2018, 14. Mai 2019 und 24. Februar 2020, worauf A mit Eingabe vom 3. Februar 2020 (recte: 3. MÃ¤rz 2020) um Erlass einer beschwerdefÃ¤higen VerfÃ¼gung ersuchte. Dem kam das Migrationsamt mit VerfÃ¼gung vom 6. MÃ¤rz 2020 nach; es wies das Begehren von A um Bewilligung des Familiennachzugs ab. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den von A am 9. April 2020 erhobenen Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 28. Mai 2020 ab.</p> <p class="Urteilstext">Mittels ErÃ¶ffnung einer Kopie des am 11. Juni 2020 an die Botschaft der TÃ¼rkischen Republik gerichteten Schreibens teilte das EJPD A mit, dass seine Auslieferung an die TÃ¼rkei abgelehnt werde.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">A (nachfolgend BeschwerdefÃ¼hrer) beantragte dem Verwaltungsgericht mit Beschwerde vom 6. Juli 2020 (Poststempel), der Entscheid der Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion vom 28. Mai 2020 sei kosten- und entschÃ¤digungsfÃ¤llig aufzuheben und das Gesuch um Familiennachzug sei gutzuheissen; eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen. Weiter ersuchte der BeschwerdefÃ¼hrer um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege. Mit Eingabe vom 31. Juli 2020 reichte der BeschwerdefÃ¼hrer zur BegrÃ¼ndung seines Gesuchs um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege weitere Unterlagen ein.</p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion auf eine Vernehmlassung verzichtete, reichte das Migrationsamt keine Beschwerdeantwort ein.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, ErmessensÃ¼berschreitung und Ermessensunterschreitung und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 20 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Nach § 52 in Verbindung mit § 20a Abs. 2 VRG sind neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel im Beschwerdeverfahren grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssig. Abzustellen ist entsprechend auf die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse im Zeitpunkt des gegenwÃ¤rtig zu fÃ¤llenden Entscheids (vgl. BGE 135 II 369 E. 3.3; BGr, 20. April 2009, 2C_651/2008, E. 4.2).</p> <p class="Erwgung2">Das im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren neu vorgelegte Schreiben des EJPD vom 11. Juni 2020 an die Botschaft der Republik TÃ¼rkei (mit Beilagen) ist in die Entscheidfindung miteinzubeziehen.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Am 1. Januar 2019 sind zahlreiche Ãnderungen des AuslÃ¤ndergesetzes vom 16. Dezember 2005 (AuG), das nunmehr AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetz (AIG) heisst, in Kraft getreten. In sinngemÃ¤sser Anwendung von Art. 126 Abs. 1 AIG bleibt auf Gesuche, die vor Inkrafttreten der GesetzesÃ¤nderung eingereicht wurden, grundsÃ¤tzlich das bisherige Recht anwendbar (VGr, 6. Februar 2019, VB.2018.00790, E. 2; vgl. auch VGr, 13. Februar 2019, VB.2018.00761, E. 2.2.7). Das vorliegend zu beurteilende Gesuch datiert vom 21. Februar 2020. DemgemÃ¤ss kommt im vorliegenden Fall grundsÃ¤tzlich uneingeschrÃ¤nkt das neue Recht zur Anwendung.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer, der im Besitz einer bis Oktober 2014 kontrollbefristeten Niederlassungsbewilligung war, hielt sich vom 11. Februar 2011 bis anfangs 2013 in der TÃ¼rkei auf; seine Abmeldung in der Schweiz erfolgte per 28. Februar 2011. Ein Gesuch um Aufrechterhaltung seiner Niederlassungsbewilligung stellte er nicht vor Ablauf der sechsmonatigen Frist von Art. 61 Abs. 2 AIG (in der Fassung vom 16. Dezember 2005; vgl. Art. 79 Abs. 2 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit [VZAE; in der Fassung vom 24. Oktober 2007]). Die vor dem TÃ¼rkeiaufenthalt erteilte Niederlassungsbewilligung war infolgedessen erloschen. Sein Gesuch um Wiedererteilung oder VerlÃ¤ngerung der Kontrollfrist seiner Niederlassungsbewilligung wurde zuletzt mit Urteil des Bundesgerichts vom 8. Juni 2017 (2C_1061/2016) verweigert. Dieses Urteil ist aufgrund der reformatorischen Natur der Beschwerde an das Bundesgericht (Art. 107 des Bundesgesetzes Ã¼ber das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 [BGG]) und der damit verbundenen Devolutivwirkung (BGE 138 II 169 E. 3.3) an die Stelle der VerfÃ¼gung des Migrationsamts vom 31. Juli 2013 getreten und wurde am Tag seiner AusfÃ¤llung rechtskrÃ¤ftig (Art. 61 BGG). Dieser Entscheid kÃ¶nnte einzig durch Revision des bundesgerichtlichen Urteils aufgehoben werden (Art. 121 ff. BGG).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Auch nach rechtskrÃ¤ftiger Nichterteilung eines Aufenthaltstitels kann grundsÃ¤tzlich jederzeit ein neues Bewilligungsgesuch eingereicht werden. Dessen Bewilligung setzt voraus, dass im Zeitpunkt der Bewilligungserteilung die dannzumal geltenden Bewilligungsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind. Das Stellen eines neuen Gesuchs darf jedoch nicht dazu dienen, rechtskrÃ¤ftige Entscheide immer wieder infrage zu stellen. Die VerwaltungsbehÃ¶rde ist von Verfassungs wegen nur verpflichtet, auf ein neues Gesuch einzutreten, wenn die UmstÃ¤nde sich seit dem ersten Entscheid wesentlich geÃ¤ndert haben oder wenn der Gesuchsteller erhebliche Tatsachen und Beweismittel namhaft macht, die ihm im frÃ¼heren Verfahren nicht bekannt waren oder die schon damals geltend zu machen fÃ¼r ihn rechtlich oder tatsÃ¤chlich unmÃ¶glich war oder keine Veranlassung bestand (vgl. BGE 136 II 177 E. 2.1; VGr, 4. Juni 2014, VB.2014.00230, E. 4.1 [diesbezÃ¼glich bestÃ¤tigt in BGr, 9. Februar 2015, 2C_644/2014, E. 1.3]; VGr, 25. Mai 2011, VB.2011.00140, E. 1.2).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die Vorinstanzen wiesen das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers vom 21. Februar 2020 im Wesentlichen mit der BegrÃ¼ndung ab, dass seit der letzten, rechtskrÃ¤ftig verfÃ¼gten Wegweisung des BeschwerdefÃ¼hrers aus der Schweiz keine neuen UmstÃ¤nde in tatsÃ¤chlicher oder rechtlicher Hinsicht eingetreten seien, die eine WiedererwÃ¤gung der rechtskrÃ¤ftigen Wegweisung rechtfertigen wÃ¼rden.</p> <p class="Erwgung2">Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, mit dem Schreiben des EJPD vom 11. Juni 2020 habe sich die Sach- und Rechtslage dahingehend verÃ¤ndert, dass seine Wegweisung in die TÃ¼rkei rechtswidrig wÃ¤re. Diese Tatsache mÃ¼sse bei der Beurteilung des Gesuchs vom 21. Februar 2020 berÃ¼cksichtigt werden. Das Migrationsamt habe den Sachverhalt nicht rechtsgenÃ¼gend abgeklÃ¤rt und insbesondere keine rechtskonformen Rechtsnormen angewendet. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Dem Schreiben des EJPD vom 11. Juni 2020 an die Botschaft der Republik TÃ¼rkei lÃ¤sst sich entnehmen, dass die Auslieferung des BeschwerdefÃ¼hrers an die TÃ¼rkei abgelehnt werde. Dies wurde damit begrÃ¼ndet, dass auf der Grundlage der vorhandenen Unterlagen nicht beurteilt werden kÃ¶nne, fÃ¼r welche konkreten, in der TÃ¼rkei begangenen Taten der BeschwerdefÃ¼hrer in der TÃ¼rkei verurteilt worden sei. Aus dem Schreiben geht weiter hervor, dass zwei frÃ¼here Anfragen des EJPD an die Botschaft der Republik TÃ¼rkei vom 5. Dezember 2019 und vom 14. April 2020 um weitergehende Informationen unbeantwortet geblieben waren. GemÃ¤ss der ersten Anfrage des EJPD vom 5. Dezember 2019 an die Botschaft der Republik TÃ¼rkei sei der BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r die Straftaten, die dem Auslieferungsgesuch der tÃ¼rkischen BehÃ¶rden zugrunde lagen, zum grÃ¶ssten Teil bereits in der Schweiz verurteilt worden. Eine Auslieferung komme daher nur fÃ¼r Straftaten infrage, welche der BeschwerdefÃ¼hrer in der TÃ¼rkei begangen habe. Dem Auslieferungsersuchen vom 23. November 2015 liege das Urteil der 4. Grossen Strafkammer von H, TÃ¼rkei, vom 16. Januar 2013 zugrunde. Daraus gehe hervor, dass in Bezug auf bestimmte StrafvorwÃ¼rfe das Strafverfahren wegen VerjÃ¤hrung eingestellt worden sei. Aus den Gesuchsunterlagen gehe darÃ¼ber hinaus nicht hervor, welche konkreten Handlungen diesen verjÃ¤hrten StrafvorwÃ¼rfen entsprechen wÃ¼rden. Daher sei nicht klar, fÃ¼r welche verbleibenden konkreten Handlungen um Auslieferung ersucht werde. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Mit dem Entscheid des EJPD, die Auslieferung des BeschwerdefÃ¼hrers an die TÃ¼rkei einstweilen abzulehnen, liegt ein neuer Sachumstand vor, der eine Neubeurteilung der Situation des BeschwerdefÃ¼hrers bzw. von dessen Gesuch vom 21. Februar 2020 erfordert. </p> <p class="Urteilstext">Die Sache wird zwecks Wahrung des Instanzenzugs zur weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid an die Vorinstanz zurÃ¼ckgewiesen. Diese wird insbesondere die Vorbringen des BeschwerdefÃ¼hrers zu prÃ¼fen haben, wonach er Ã¼ber keine "Heimat" mehr verfÃ¼ge, in welche er zusammen mit seiner Familie ziehen und ein Familienleben gemÃ¤ss Art. 13 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) und Art. 8 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) fÃ¼hren kÃ¶nnte, und es seiner Schweizer Ehefrau und seinen Schweizer Kindern nicht zuzumuten sei, in der TÃ¼rkei ein neues Leben aufzubauen, das ohne den BeschwerdefÃ¼hrer stattfinden wÃ¼rde, da er fÃ¼r 11 Jahre ins GefÃ¤ngnis mÃ¼sste, sobald er die Schweiz verlasse. FÃ¼r den Fall, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer gestÃ¼tzt auf Art. 42 Abs. 1 AIG keine Aufenthaltsbewilligung erteilt werden kann, wird zu prÃ¼fen sein, ob das Migrationsamt anzuweisen ist, beim Staatssekretariat fÃ¼r Migration (SEM) einen Antrag auf vorlÃ¤ufige Aufnahme zu stellen.</p> <p class="Urteilstext">Dies fÃ¼hrt zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b>Eine <span>RÃ¼ckweisung zu neuem Entscheid bei offenem Ausgang ist in Bezug auf die Nebenfolgen als Obsiegen der beschwerdefÃ¼hrenden Partei zu behandeln (BGr, 28. April 2014, 2C_846/2013, E. 3.2 f. mit Hinweisen; Marco Donatsch, Kommentar VRG, § 64 N. 5). Demzufolge sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdegegner aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG) und ist der Beschwerdegegner zu verpflichten, dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- (inklusive Auslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ãber die Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen des Rekursverfahrens hat die Vorinstanz im Neuentscheid zu befinden.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b><span>FÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren hat der BeschwerdefÃ¼hrer die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung sowie Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands beantragt.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.1 </b><span>Da dem BeschwerdefÃ¼hrer aus dem Beschwerdeverfahren keine Gerichtskosten erwachsen, wird das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung gegenstandslos.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.2.2 </span></b><span>GemÃ¤ss § 16 Abs. 1 und 2 VRG haben Private, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offenkundig aussichtslos erscheinen, auf Ersuchen Anspruch auf die Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung, sofern sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren. Mittellos ist, wer nicht in der Lage ist, die Gerichtskosten aus seinem Einkommen â nach Abzug der Lebenshaltungskosten â innert angemessener Frist zu bezahlen (Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014, § 16 N. 20). Offenkundig aussichtslos sind Begehren, deren Chancen auf Gutheissung um derart viel kleiner als jene auf Abweisung erscheinen, dass sie kaum als ernsthaft bezeichnet werden kÃ¶nnen (PlÃ¼ss, § 16 N. 46).</span></p> <p class="Erwgung3">GemÃ¤ss den eingereichten Belegen erzielt der BeschwerdefÃ¼hrer ein monatliches Nettoeinkommen von Fr. 3'904.80 (ohne Anteil 13. Monatslohn). Diesem stehen Ausgaben von Fr. 763.- fÃ¼r den Grundbedarf (gemÃ¤ss <span>den aktuellen Richtlinien der Schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe [</span>SKOS<span>], Ziff. B.2.2, bei einer HaushaltsgrÃ¶sse von zwei Personen), </span>Fr. 1'000.- fÃ¼r die Mietkosten <span>und </span>Fr. 318.95 fÃ¼r die obligatorische Grundversicherung gemÃ¤ss KVG gegenÃ¼ber. Nicht belegt sind die geltend gemachten Auslagen fÃ¼r den Arbeitsweg (Fr. 117.-) und die auswÃ¤rtige Verpflegung (Fr. 250.-). DiesbezÃ¼glich ist zu beachten, dass die Kostenanteile fÃ¼r Ã¶ffentliche Verkehrsmittel im Ortsnetz oder Nahrungsmittel und GetrÃ¤nke bereits im Grundbedarf berÃ¼cksichtigt sind (vgl. SKOS-Richtlinien, Ziff. C.1.1), weshalb nur die Differenz zu gewÃ¤hren ist. FÃ¼r die Mehrkosten auswÃ¤rts eingenommener Hauptmahlzeiten gilt hierbei ein Ansatz von Fr. 8â10.- pro Mahlzeit, was bei einem Vollzeitpensum Verpflegungskosten von rund Fr. 185.- pro Monat ergibt (220 Tage x 10.- / 12). Der geltend gemachte Unterhalt von Fr. 300.- fÃ¼r die zweite Tochter erscheint angemessen, weshalb hierfÃ¼r der beantragte Abzug zu gewÃ¤hren ist. DemgegenÃ¼ber sind die geltend gemachten Alimentenzahlungen fÃ¼r die erste Tochter des BeschwerdefÃ¼hrers (Fr. 500.- gemÃ¤ss Budget bzw. Fr. 750.- gemÃ¤ss Quittungen) nicht zu berÃ¼cksichtigen, da aus der GesuchsbegrÃ¼ndung nicht hervorgeht und auch sonst nicht ersichtlich ist, weshalb letztere Ã¼ber die VolljÃ¤hrigkeit hinaus auf Unterhalt angewiesen sein soll. Ebenfalls nicht zu berÃ¼cksichtigen sind die geltend gemachten Ausgaben fÃ¼r "Diverses" (Fr. 100.-), da solche bereits im Grundbetrag enthalten sind. Angesichts des sich daraus ergebenden Ãberschusses von Fr. 1'337.85 fehlt es bereits am Erfordernis der Mittellosigkeit. </p> <p class="Erwgung3">Das Gesuch um unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung ist somit abzuweisen, soweit es aufgrund der ParteientschÃ¤digung nicht ohnehin gegenstandslos geworden ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: Soweit ein Anwesenheitsanspruch geltend gemacht wird, ist die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) zulÃ¤ssig (BGr, 2. November 2017, 2C_260/2017, E. 1.1). Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen (siehe Art. 83 lit. c Ziff. 2 e contrario und Ziff. 4 BGG). Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. <span>Das Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>2. <span>Das Gesuch um unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren wird abgewiesen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die VerfÃ¼gung des Migrationsamtes vom 6. MÃ¤rz 2020 und der Rekursentscheid der Sicherheitsdirektion vom 28. Mai 2020 werden aufgehoben. Die Sache wird zur weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Vorinstanz zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. <span>Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>6. <span>Der Beschwerdegegner wird angewiesen, dem BeschwerdefÃ¼hrer eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- (inklusive Mehrwertsteuer) zu bezahlen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>