Abteilung III C-2396/2006 {T 0/2} Urteil vom 5. Dezember 2007 Besetzung: Richter Alberto Meuli (Abteilungspräsident), Richterin Elena Avenati-Carpani, Richter Johannes Frölicher, Gerichtsschreiber Jean-Marc Wichser. X._______ AG , Beschwerdeführerin, gegen Amt für Sozialversicherung und Stiftungsaufsicht, Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion, des Kantons Bern, Forelstrasse 1, 3072 Ostermundigen, Vorinstanz, betreffend Genehmigung der Jahresrechnung 2003 mit Auflagen. B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l2 Sachverhalt: A. Mit Verfügung vom 6. September 2005 genehmigte das Amt für Sozialver- sicherung und Stiftungsaufsicht des Kantons Bern (ASVS, nachfolgend auch die Aufsichtsbehörde oder die Vorinstanz) die Jahresrechnung für das Geschäftsjahr 2003 der X._______ AG (nachfolgend die Stiftung oder die Beschwerdeführerin), welche seit Mai 1987 unter der Ordnungsnummer BE._______ im kantonalbernischen Register für berufliche Vorsorge eingetragen ist, mit folgender Auflage (vgl. Dispositivziffer 1): Die Vorsorgeeinrichtung wird angewiesen, den Betrag von Fr. 348'525.-- (Bilanzfehlbetrag der Vorsorgeeinrichtung per 31. Dezember 2003) umgehend beim Arbeitgeber einzufordern. Dem ASVS ist bis zum 31. Oktober 2005 einen schriftlichen Nachweis der erfolgten Zahlung des Arbeitgebers zu erbringen. Zur Begründung führte die Aufsichtsbehörde im Wesentlichen aus, dass sie der Jahresrechnung 2003 der Stiftung entnommen habe, dass Verwaltungskosten in der Höhe von Fr. 258'450.-- für die Geschäftsjahre 1999 bis 2003 mit den Anlagen bei der Arbeitgeberin verrechnet worden seien. Sodann seien Versicherungsprämien von Fr. 150'274.-- nicht gemäss Art. 21 des Vorsorgereglements der Vorsorgeeinrichtung finanziert worden. Die Vorsorgeeinrichtung weise per 31. Dezember 2003 einen Deckungsgrad von 95.9% bzw. einen Bilanzfehlbetrag von Fr. 348'525.-- aus. Dieser sei durch die Arbeitgeberin zu leisten, da diese gemäss Vorsorgereglement sicherzustellen habe, dass die Gesamtkosten  dazu würden sowohl die Verwaltungskosten als auch die Versicherungsprämien gehören  in jedem Fall gedeckt seien. Auch ohne diese reglementarische Verpflichtung sei die Verrechnung der Verwaltungskosten zumindest für die Geschäftsjahre 1999 bis 2002 nicht zulässig, da die Arbeitgeberin Jahr für Jahr entschieden habe, der Stiftung keine Verwaltungskosten zu verrechnen (act. B 2/20). B. Mit Eingabe vom 30. September 2005 erhob die Stiftung Einsprache gegen die Verfügung der Aufsichtsbehörde vom 6. September 2005 und bean- tragte die Genehmigung der Jahresrechnung 2003 ohne Auflage. Zur Be- gründung machte sie im Wesentlichen geltend, dass die Differenzen zwi- schen der Aufsichtsbehörde und der Stiftung aus einer unterschiedlichen Auslegung von Art. 21 der alten Fassung des Reglements der Stiftung ent- standen seien, der in der Folge per 1. Januar 2004 angepasst worden sei. Es könnten drei Streitpunkte herauskristallisiert werden. Zum Einen stelle sich die Frage der Verrechnung von Verwaltungskosten. Die Arbeitgeberin habe für die Stiftung die Vermögensanlage übernommen und die Verwal- tungsarbeit erledigt. Diese Leistungen seien auch rückwirkend zu entschä- digen resp. könnten auch rückwirkend verrechnet werden. Die zu verrech- nende Forderung sei noch nicht verjährt. Zum Andern könnten mit dem in Art. 21 des Reglements verwendeten Begriff der Gesamtkosten nicht auch die Verwaltungskosten gemeint sein. Darunter würden nur Versicherungs- prämien, Sondermassnahmen und Beiträge an den Sicherheitsfonds fal- len. Die Arbeitgeberin könne nicht auch für Anlageverluste aufkommen, um 3 eine Unterdeckung abzuwenden. Drittens seien im Jahre 2003 zwar zu tie- fe Versicherungsprämien eingezogen worden, da der sehr starke Prämien- anstieg nicht berücksichtigt worden sei. Demgegenüber hätten Arbeitgebe- rin und Arbeitnehmer erhebliche Sanierungsbeiträge geleistet, welche die zu wenig eingezogenen Prämien bei weitem überstiegen und der Stiftung erlaubt hätten, aus der Unterdeckung herauszukommen (act. B2/21). C. Mit Neuer Verfügung vom 26. Januar 2006 bestätigte die Aufsichtsbehörde die am 6. September 2005 verfügte Auflage zur Jahresrechnung 2003 (un- ter Auferlegung einer neuen Frist zur Einforderung des Bilanzfehlbetrages bis zum 31. März 2006) und führte dabei im Wesentlichen aus, dass - so- weit das Vorsorgereglement vorsehe, dass der Arbeitgeber dafür zu sor- gen habe, dass unter Berücksichtigung der Beiträge der versicherten Per- sonen und der Stiftung die Gesamtkosten in jedem Fall gedeckt seien - darunter sämtliche Auslagen der Stiftung zu verstehen seien, inklusive die Verwaltungskosten. Nur wenn freie Mittel vorhanden seien, könnten letzte- re durch die Stiftung übernommen werden. Ansonsten hätte sie der Arbeit- geber sicherzustellen. Demgegenüber gehörten Anlageverluste nicht unter den Begriff der Gesamtkosten, sodass eine Unterdeckung trotzdem nicht ausgeschlossen werden könne. Sollten die Verwaltungskosten von den Gesamtkosten ausgenommen werden, müsse dies im Vorsorgereglement festgehalten werden. Die Jahresrechnungen 2000 und 2001 hätten ohne Weiteres nur marginale Verwaltungskosten aufgeführt und hätten durch die ausgewiesenen freien Mitteln gedeckt werden können. Die nachträgliche Schaffung von Forderungen mit der Absicht der Verrechnung sei unzuläs- sig (act. B2/22). D. Mit Eingabe vom 21. Februar 2006 (Datum der Postaufgabe) erhob die Stiftung bei der Eidgenössischen Beschwerdekommission der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (nachfolgend die Eidg. Be- schwerdekommission BVG) Beschwerde gegen die Neue Verfügung der Aufsichtsbehörde vom 26. Januar 2006 und beantragte sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die Genehmigung der Jah- resrechnung 2003 ohne Auflage, dies im Wesentlichen unter Wiederholung der Begründung ihrer Einsprache vom 30. September 2005. Zudem wies sie darauf hin, dass es nie die Meinung war, dass die Arbeitgeberin für mehr als die Hälfte der Spar- und Risikobeiträge aufkommen solle. Die Ar- beitgeberin wäre der Stiftung ansonsten ausgeliefert, wenn deren Beiträge durch einfache Reglementsänderungen erhöht werden könnten. Von ei- nem Verzicht der Arbeitgeberin auf die Forderungen könne nicht die Rede sein. Diese könnten nicht davon abhängig sein, ob sie bei der Schuldnerin verbucht worden seien oder nicht. Des Weiteren sei die Auslegung des Be- griffs der Gesamtkosten durch die Aufsichtsbehörde unklar. Ferner seien in den Jahren 2003 und 2004 erhebliche Sanierungsbeiträge geleistet wor- den, welche entscheidend zur Gesundung der Stiftung beigetragen hätten, welche per Ende 2005 einen Deckungsgrad von 109.8% aufweise. Im Übri- gen sei die Personalfürsorgestiftung derselben Arbeitgeberin anders be- handelt worden. Dort sei auf die Einforderung von Beiträgen bei der Arbeit- geberin trotz Unterdeckung per 31. Dezember 2002 verzichtet worden (act. 4 B 3). E. Mit Vernehmlassung vom 23. März 2006 beantragte die Vorinstanz die Ab- weisung der Beschwerde und wies im Wesentlichen auf die Begründung der angefochtenen Verfügung hin. Des Weiteren führte sie aus, dass das revidierte Vorsorgereglement nicht als Auslegungshilfe für die alte Fas- sung herangezogen werden könne. Die neue Fassung weiche von der al- ten dahingehend ab, als dass der Beitrag der Stiftung den auf Grund der Beiträge der versicherten Personen und des Arbeitgebers allenfalls noch nicht gedeckten Gesamtkosten entspreche, wobei darunter wohl auch die Verwaltungskosten mit zu verstehen seien. Was die Personalfürsorgestif- tung derselben Arbeitgeberin anbelangt, so hätte diese die ausgewiesene Unterdeckung im Gegensatz zur Beschwerdeführerin nach einem Jahr be- hoben. Auf Massnahmen sei dort nur ausnahmsweise verzichtet worden. Die Beschwerdeführerin könne daraus keinen Anspruch auf Gleichbehand- lung ableiten (act. B 7). F. Die Beschwerdeführerin liess sich hierauf nicht mehr vernehmen, obgleich ihr der Präsident der Eidg. Beschwerdekommission BVG die Gelegenheit bot, eine Replik einzureichen (act. B 8). G. Der mit Zwischenverfügung vom 3. Mai 2006 vom Präsidenten der Eidg. Beschwerdekommission BVG verlangte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr 2'500.-- wurde von der Beschwerdeführerin innert Frist überwiesen (act. B 10, B 12). H. Mit Verfügung vom 25. Mai 2007 teilte der zuständige Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts dem Beschwerdeführer die Zusammenset- zung des Spruchkörpers mit. Es ist bis heute kein Ausstandsbegehren ein- gegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. Zu den anfechtbaren Verfügungen gehören jene der Aufsichtsbehörden im Bereiche der beruflichen Vorsorge nach Art. 74 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die be- ruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG, SR 831.40), dies in Verbindung mit Art. 33 lit. I VGG). Eine Ausnahme im Sin- ne von Art. 32 VGG liegt in casu nicht vor. 1.2 Das Bundesverwaltungsgericht übernimmt, sofern es zuständig ist, die Be- urteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen Rekurs- oder Schiedskommissionen oder bei den Beschwerdediensten der Departemen- te hängigen Rechtsmittel. Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG). 2. Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist die Neue Verfü- gung des Amtes für Sozialversicherung und Stiftungsaufsicht des Kantons 5 Bern vom 26. Januar 2006, welche eine Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 VwVG darstellt, auch wenn sie nach dem besonderen, verwaltungs- internen Einspracheverfahren gemäss Art. 29 der kantonalbernischen Ver- ordnung vom 10. November 1993 betreffend die Aufsicht über die Stiftun- gen und die Vorsorgeeinrichtungen (StiV, BSG 212.223.1) ergangen ist. Die Beschwerdeführerin hat frist- und formgerecht (Art. 50 und 52 VwVG) Beschwerde erhoben. Sie hat vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenom- men, ist durch die Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdi- ges Interesse an deren Änderung oder Aufhebung (Art. 48 Abs. 1 lit. a, b und c VwVG). Nachdem auch der von der Eidg. Beschwerdekommission BVG geforderte Kostenvorschuss fristgerecht geleistet wurde, ist auf das ergriffene Rechtsmittel einzutreten. 3. Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht ein- schliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sach- verhalts und die Unangemessenheit, wenn nicht eine kantonale Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat (Art. 49 VwVG). 4. Die Beschwerdeführerin wendet sich gegen die Auflage der Vorinstanz zur Jahresrechnung 2003, den Bilanzfehlbetrag von Fr. 348'525.-- bei der Ar- beitgeberin einzufordern, hauptsächlich unter Hinweis auf eine unterschiedliche Auslegung zwischen ihr und der Vorinstanz von Art. 21 Ziffer 1 ihres Vorsorgereglements in der bis zum 31. Dezember 2003 geltenden Fassung (vgl. act. B2/1), die wie folgt lautete: Die Kosten der Personalvorsorge werden durch jährliche Beiträge des Arbeitgebers oder der Arbeitgeberin, der versicherten Personen und der Stiftung finanziert. Der Beitrag der einzelnen versicherten Person an die Altersgutschriften gemäss Art. 12 entspricht: ... Der Beitrag der einzelnen versicherten Person an die übrigen Kosten der Personalvorsorge entspricht: ... Der Beitrag des Arbeitgebers oder der Arbeitgeberin entspricht mindestens der Summe der Beiträge der versicherten Personen. Der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin stellt mit der Festsetzung seines/ihres Beitrages sicher, dass unter Berücksichtigung der Beiträge der versicherten Personen und der Stiftung die Gesamtkosten in jedem Fall gedeckt sind. ... Der Beitrag der Stiftung aus dem gegebenenfalls vorhandenen freien Stiftungsvermögen entspricht den aufgrund der Beiträge der versicherten Personen und des Arbeitgebers oder der Arbeitgeberin allenfalls noch nicht gedeckten restlichen Gesamtkosten. ... Einen wesentlichen Teil der Forderung gegenüber der Arbeitgeberin möch- te die Beschwerdeführerin mit Verwaltungskosten (für die Jahre 1999 bis 2003) in der Höhe von Fr. 258'450.-- verrechnen, welche die Arbeitgeberin ausgelegt habe, indem diese für die Beschwerdeführerin die Vermögens- anlage übernommen und die Verwaltungsarbeit erledigt habe. Diese Kos- ten seien nicht unter den Begriff der Gesamtkosten gemäss Vorsorgeregle- ment zu subsumieren und deren Forderung sei nicht verjährt noch habe 6 die Arbeitgeberin auf deren Geltendmachung verzichtet. Demgegenüber leitet die Vorinstanz aus den obigen Reglementsbestimmungen ab, dass sich die Beschwerdeführerin nur dann an nicht gedeckten Gesamtkosten beteiligen könne, wenn sie über freie Mittel verfüge, was vorliegend nicht der Fall sei. 4.1 4.1.1Die gerügte Auflage ordnete die Vorinstanz im Rahmen ihrer Aufsichtsauf- gabe gemäss Art. 62 Abs. 1 BVG an, wonach sie darüber zu wachen hat, dass die Vorsorgeeinrichtung die gesetzlichen Vorschriften einhält, indem sie insbesondere die Übereinstimmung der reglementarischen Bestimmun- gen mit den gesetzlichen Vorschriften prüft (lit. a), von den Vorsorgeein- richtungen periodisch Berichterstattung fordert, namentlich über die Ge- schäftstätigkeit (lit. b), Einsicht in die Berichte der Kontrollstelle und des Experten für berufliche Vorsorge nimmt (lit. c) sowie die Massnahmen zur Behebung von Mängeln trifft (lit. d) und Streitigkeiten betreffend das Recht der versicherten Person auf Information beurteilt (lit. e). 4.1.2Gemäss Art. 62 Abs. 1 lit. d BVG trifft die Aufsichtsbehörde die Massnah- men zur Behebung von Mängeln. Hierzu stehen ihr repressive und präven- tive Aufsichtsmittel zur Verfügung. Mittels des repressiven Handelns soll der rechtmässige Zustand wieder hergestellt werden und die präventiven Mittel sind darauf ausgelegt, gesetzes- und statutenwidriges Verhalten der Pensionskasse durch eine laufende Kontrolle ihrer Geschäftstätigkeit zu verhindern. Bei den präventiven Aufsichtsmitteln ist eine Teilnahme an der Willensbildung der Verwaltungsorgane begrifflich nicht vorausgesetzt. Eine allgemeine und voraussetzungslose Einflussnahme bereits auf das Zustan- dekommen von Entscheiden und Handlungen der Vorsorgeeinrichtungen sowie die voraussetzungslose und allgemeine Beschränkung der Verfü- gung über deren Vermögen sind verboten. Die Willensbildung der Vorsor- geeinrichtung ist vielmehr Sache der Vorsorgeeinrichtung bzw. deren Or- gane. Aufsichtsmittel, die bereits das Zustandekommen von Handlungen der Vorsorgeeinrichtung unmittelbar beeinflussen oder sich gar an diesen beteiligen, verletzen den verwaltungsrechtlichen Grundsatz der Verhältnis- mässigkeit und bei Vorsorgeeinrichtungen, insbesondere bei jenen in der Rechtsform der Stiftung das von der Privatautonomie abgeleitete Prinzip der Stifterfreiheit (ISABELLE VETTER -SCHREIBER , Staatliche Haftung bei man- gelhafter BVG-Aufsichtstätigkeit, Zürich 1996, S. 61 f.; C HRISTINA RUGGLI , Die behördliche Aufsicht über Vorsorgeeinrichtungen, Basel 1992, S. 62 f.). 4.1.3Als repressive Aufsichtsmittel kommen unter anderem in Frage, die Mah- nung pflichtvergessener Organe, das Erteilen von Weisungen oder Aufla- gen, soweit die Vorsorgeeinrichtung keinen Ermessensspielraum hat, die Aufhebung und Änderung von Entscheiden oder Erlassen der Stiftungsor- gane, wenn und soweit diese gesetzes- oder urkundenwidrig sind, die Ab- berufung und Neueinsetzung von Stiftungsorganen und Liquidatoren, die Ersatzvornahme durch Dritte auf Kosten der Stiftung oder die Einsetzung eines Beistandes oder eines interimistischen Stiftungsrates unter gleich- zeitiger Enthebung des ordentlichen Stiftungsrates (ISABELLE VETTER -SCHREI - BER , a.a.O., S. 63 ff.; C HRISTINA RUGGLI , a.a.O., S. 111 ff.). Die Aufzählung ist 7 nicht abschliessend. Auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen steht fest, dass die Aufsichtsbehörde bloss dann mittels Massnahmen repressiv eingreifen kann, falls sie im Handeln der Vorsorgeeinrichtung einen Verstoss gegen gesetzliche oder statutarische Vorschriften erkennt. Die Aufsichtstätigkeit ist mithin als eine Rechtskontrolle ausgestaltet (ISABELLE VETTER -SCHREIBER , a.a.O., S. 33f.; C ARL H ELBLING , Personalvorsorge und BVG, 8. Auflage, Bern 2006, S. 667). Damit liegt nicht schon dann ein Mangel vor, wenn die Aufsichtsbehörde in einer Sache anders entschieden hätte als die Vorsorgeeinrichtung. Demgemäss hat die Aufsichtsbehörde zu beachten, dass der Vorsorgeeinrichtung ein Ermessen zusteht. Dabei ist Letztere an den vorgegebenen rechtlichen Rahmen gebunden und sie muss die allgemeinen Rechtsprinzipien beachten. Im Weiteren muss sie ihr Ermessen gestützt auf die sachlich nahe liegenden Kriterien und den Verhältnissen des Einzelfalls angemessen und damit zweckmässig ausüben (M ERKLI /AESCHLIMANN /HERZOG , Kommentar zum bernischen VRPG, Bern 1997, N 24, 26 zu Art. 66 Abs. 1 VRPG). 4.1.4Aus diesen Erwägungen erhellt, dass die Vorinstanz vorliegend formell befugt war, die Genehmigung der Jahresrechnung 2003 mit der Auflage zu verbinden, eine Forderung gegen die Arbeitgeberin zur Deckung der Gesamtkosten gemäss Art. 21 Ziffer 1 des Vorsorgereglements (in der Fassung bis zum 31. Dezember 2003) geltend zu machen. Zu prüfen bleibt, ob diese Auflage auch materiell berechtigt war. 4.2 4.2.1Die Kosten für die Verwaltung einer Pensionskasse werden je nach Regle- ment von dieser selbst getragen (zu Lasten der Betriebsrechnung), vom Arbeitgeber übernommen oder in die paritätischen Beiträge eingerechnet (C ARL HELBLING , a.a.O., S. 394). Art. 65 Abs. 3 BVG enthält sodann die Ver- pflichtung, dass Vorsorgeeinrichtungen ihre Verwaltungskosten in der Be- triebsrechnung ausweisen. Im Rahmen der 1. BVG-Revision wurde dies durch den per 1. April 2004 in Kraft getretenen, also vorliegend noch nicht anzuwendenden - Art. 48a BVV 2 dahingehend präzisiert, dass als Verwal- tungskosten, welche auszuweisen sind, die Kosten für die allgemeine Ver- waltung, für die Vermögensverwaltung sowie für Marketing und Werbung gemeint sind. Daraus ist zu schliessen, dass Vorsorgeeinrichtungen stets Verwaltungskosten generieren, die es auszuweisen gilt. 4.2.2Im vorliegend massgeblichen Vorsorgereglement werden in dessen Art. 21 Ziffer 1 für die Bezeichnung der abzugeltenden Kosten generelle Begriffe wie übrige Kosten und Gesamtkosten verwendet. Es ist nicht nachzu- vollziehen, wie die Beschwerdeführerin die ausgewiesenen, jedes Jahr entstehenden und von ihr nicht bestrittenen Verwaltungskosten vom um- fassenden Begriff der Gesamtkosten ausnehmen will, zumal die erstge- nannten Kosten nicht separat in einem anderen Abschnitt der erwähnten Reglementsbestimmung aufgeführt werden. Das Bundesverwaltungsge- richt kommt nicht umhin, die diesbezügliche Auffassung der Vorinstanz zu teilen, wonach die Verwaltungskosten in den Gesamtkosten mitenthalten sein müssen. Tragen die erstgenannten Kosten dazu bei, dass die Ge- samtkosten nicht gedeckt werden können, so hat die Arbeitgeberin ge-8 mäss Art. 21 Ziffer 1 des Vorsorgereglements jedenfalls deren Deckung si- cherzustellen, unbesehen davon, ob sie selbst von der Beschwerdeführe- rin Verwaltungskosten einfordern könnte oder nicht. Zwar trifft es zu, dass die Arbeitgeberin eine solche Forderung geltend machen könnte, wenn sie für die Beschwerdeführerin gewisse Verwaltungsarbeiten übernommen hat, doch steht eine Verrechnung nur dann zur Diskussion, wenn die Be- schwerdeführerin in der Lage wäre, sich mittels vorhandenem freiem Stif- tungsvermögen an der Deckung der restlichen Gesamtkosten zu beteili- gen; diese Kaskadenordnung ist ohne Weiteres aus dem für die Jahres- rechnung 2003 geltenden Vorsorgereglement abzuleiten. Auch in diesem Punkt ist somit der Auffassung der Vorinstanz beizupflichten. Dabei hat die Frage der Deckung der Gesamtkosten weder mit Anlageverlusten noch mit der Unterdeckung der Beschwerdeführerin zu tun, welche unabhängig da- von entstehen können. 5. Die Beschwerdeführerin wendet gegen die Auflage der Vorinstanz noch ein, zwar seien von der Arbeitgeberin zu tiefe Beitragsprämien einverlangt worden, doch seien von dieser im Jahre 2003 Sanierungsbeiträge von Fr. 34'600.-- sowie weitere à-fonds-perdu Zahlungen von ca. Fr. 280'000.-- (Fr. 456'000.-- - Fr. 176'000.--) einbezahlt worden, welche die fehlenden ordentlichen Beitragsprämien überstiegen. Zu dieser Rüge nahm die Vorinstanz nicht Stellung. Sanierungsbeiträge sind insbesondere dann zu erbringen, wenn eine Un- terdeckung besteht. Die Sanierungsmassnahmen bei Unterdeckung sind seit dem 1. Januar 2005 in Art. 65d BVG geregelt. Ordentliche Beitrags- prämien und Sanierungsbeiträge haben somit einen grundsätzlich unter- schiedlichen Zweck und können nicht miteinander vermischt werden. Die von der Beschwerdeführerin nicht bestrittenen, von der Arbeitgeberin aber nicht bezahlten Beitragsprämien waren auch dafür mitverantwortlich, dass ein Bilanzfehlbetrag von Fr. 348'525.-- entstand. Die Auflage der Vorins- tanz an die Beschwerdeführerin, diesen Betrag von der Arbeitgeberin ein- zufordern, ist mithin grundsätzlich nicht zu beanstanden. 6. Die Beschwerdeführerin macht schliesslich noch geltend, sie sei gegen- über der Personalfürsorgestiftung derselben Arbeitgeberin ungleich behan- delt worden, zumal die Vorinstanz bei jener Stiftung auf aufsichtsrechtliche Massnahmen verzichtet habe, obwohl sie ebenfalls eine Unterdeckung aufgewiesen habe. Demgegenüber weist die Vorinstanz darauf hin, dass sie in jenem Fall nur ausnahmsweise auf aufsichtsrechtliche Massnahmen verzichtet habe, da die Unterdeckung im Folgejahr behoben gewesen sei, was bei der Beschwerdeführerin nicht der Fall gewesen sei. Im Übrigen könne eine allenfalls unrichtige Behandlung in einem Fall keinen Anspruch auf Gleichbehandlung in einem anderen Fall begründen. 6.1 Nach dem Gebot der Gleichbehandlung ist Gleiches nach Massgabe sei- ner Gleichheit gleich und Ungleiches nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich zu behandeln. Nach ständiger Rechtsprechung verstösst ein Ent- scheid dann gegen Art. 8 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV, SR 101), wenn er sich nicht auf ernsthafte Gründe stützen lässt, sinn- oder zwecklos ist oder wenn rechtliche Unterscheidungen getroffen wer-9 den, für die sich ein vernünftiger Grund nicht finden lässt (BGE 132 I 157 E. 4 mit Hinweisen). Im Übrigen geht der Grundsatz der Gesetzmässigkeit der Verwaltung in der Regel der Rücksicht auf die gleichmässige Rechts- anwendung vor. Der Umstand, dass das Gesetz in anderen Fällen nicht oder nicht richtig angewendet worden ist, gibt dem Bürger und der Bürge- rin grundsätzlich keinen Anspruch darauf, ebenfalls abweichend vom Ge- setz behandelt zu werden. Das gilt jedoch nur, wenn lediglich in einem ein- zigen oder in einigen wenigen Fällen eine abweichende Behandlung dar- getan ist. Die Anwendung der Gleichbehandlung im Unrecht setzt als Vor- bedingung voraus, dass die zu beurteilenden Sachverhalte identisch oder zumindest ähnlich sind (BGE 126 V 292 E. 6 mit Hinweisen). 6.2 Im vorliegenden Fall räumt die Vorinstanz ein, dass sie von der Personal- fürsorgestiftung derselben Arbeitgeberin wie die Beschwerdeführerin, wel- che im Jahre 2002 wie Letztgenannte ebenfalls eine Unterdeckung aufge- wiesen hatte, ausnahmsweise keine aufsichtsrechtliche Massnahmen ge- troffen hatte. Dies begründete sie damit, dass die Personalfürsorgestiftung im Folgejahr 2003 keine Unterdeckung mehr aufwies, was bei der Be- schwerdeführerin nicht der Fall gewesen war. Dies vermag nur halbwegs zu überzeugen, geht es doch bei der vorliegend bestrittenen Auflage dar- um, von der Arbeitgeberin eine Nachforderung geltend zu machen, um Gesamtkosten abzudecken, die deshalb ungedeckt geblieben sind, weil Beitragsprämien nicht vollständig eingezahlt und Verwaltungskosten nicht mit den eingezahlten Beiträgen gedeckt werden konnten. Dies hat nicht di- rekt mit dem Tatbestand der Unterdeckung zu tun, welche - wie die Vorins- tanz an anderer Stelle anmerkt  vielmehr auf Anlageverlusten zurückzu- führen ist. Immerhin ist eine Unterscheidung zur Situation der Beschwer- deführerin erkennbar, so dass der Verzicht der Vorinstanz auf aufsichts- rechtliche Massnahmen nicht offensichtlich willkürlich erscheint. Soweit eine unrichtige Anwendung des Gesetzes auszumachen wäre, würde es sich jedenfalls nur um eine abweichende Behandlung in einem Einzelfall handeln, welche kein Recht auf Gleichbehandlung im Unrecht begründen könnte. 6.3 Diese Erwägungen führen dazu, dass die Beschwerde vollumfänglich ab- zuweisen ist. 7. Gemäss art. 63 Abs. 1 VwVG werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt. Die Verfahrenskosten sind gemäss dem Reglement vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und Entschädi- gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) zu be- stimmen. Sie werden auf Fr. 2'500.-- festgelegt. Es erfolgt eine Verrech- nung mit dem bereits einbezahlten Kostenvorschuss. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde gegen die Verfügung des Amtes für Sozialversicherung und Stiftungsaufsicht des Kantons Bern vom 26. Januar 2006 wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 2'500.-- werden der Beschwerdeführerin 10 auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet. 3. Dieses Urteil wird eröffnet: - der Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) - der Vorinstanz - dem Bundesamt für Sozialversicherungen Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: Alberto Meuli Jean-Marc Wichser Rechtsmittelbelehrung Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Be- schwerdeführer in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG). Versand am: