<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Heading1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>AK.2016.00024</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender</p><p>Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna</p><p>Sozialversicherungsrichter Vogel</p><p>Gerichtsschreiber Hübscher</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 29. September 2016</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Kaspar Gehring</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Anwaltskanzlei Kieser Senn Partner</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungen Glarus</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Ausgleichskasse</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Burgstrasse 6, 8750 Glarus</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">weitere Verfahrensbeteiligte:</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Y.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beigeladener</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">X.___ und Y.___ waren seit der Eintragung der Z.___ GmbH (vormals: A.___ GmbH) im Handelsregister des Kantons B.___ am 7. Juli 2000 Gesellschafter und Geschäftsführer dieser Gesellschaft (Urk. 2/6/48). Die Gesellschaft war den Sozialversicherungen Glarus, Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gleichskasse, als bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tragspflichtige Arbeitgeberin angeschlossen. Der Regis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tereintrag von Y.___ wurde am 31. Januar 2013 gelöscht (Urk. 2/6/48). Als</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dann ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">legte die Gesellschaft mit Statutenänderung vom 5. Dezember 2013 ihren Sitz von B.___ nach D.___ (Urk. 2/6/49). In der Folge ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kaufte X.___ seine Stammanteile an der Gesellschaft (Urk. 2/6/49, vgl. auch Urk. 2/6/55). Die Gesellschaft wurde ferner mit Statutenänderung vom 13. Feb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ruar 2014 in E.___ GmbH umbenannt und der Registereintrag von X.___ wurde am 27. Februar 2014 gelöscht (Urk. 2/6/49). Am 27. Au</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gust 2014 eröff</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nete der Konkursrichter des Bezirksgerichts G.___ den Konkurs über die Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sellschaft. Das Konkursver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahren wurde mit Urteil desselben Richters vom 24. Oktober 2014 mangels Aktiven eingestellt (Urk. 2/6/45, Urk. 2/6/49).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 1. Juli 2015 verpflichtete die Ausgleichskasse C.___ X.___ und Y.___ zum Schadenersatz für ihr entgangene Lohnbeiträge (inkl. Neben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kosten) im Betrag von Fr. 54‘657.95 (X.___) und Fr. 42‘188.80 (Y.___). Sie wurden - bezüglich des Schadens im Betrag von Fr. 42‘188.80 (un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bezahlt gebliebene Akontobeiträge Juli bis Dezember 2012 und Nebenkosten, abzüglich zweier Teilzahlungen) - als Solidarhafter ins Recht gefasst (Urk. 2/6/50-51). Gegen die sie betreffenden Verfügungen erhoben X.___ und Y.___ am 6. bzw. 13. Juli 2015 jeweils Einsprache (Urk. 2/6/55-56), welche die Ausgleichskasse C.___ mit Einspracheentscheiden vom 19. August 2015 (Urk. 2/2, Urk. 2/6/57) abwies. Der Einspracheentscheid in Sachen Y.___ ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen (vgl. Urk. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___ führte am 16. September 2015 beim Verwaltungsgericht des </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tons B.___ Beschwerde gegen den ihn betreffenden Einspracheentscheid vom 19. August 2015 (Urk. 2/2) und beantragte dessen Aufhebung (Urk. 2/1). Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 14. Oktober 2015 Abweisung der Beschwerde (Urk. 2/5/5, unter Beilage ihrer Akten [Urk. 2/6/1-59]).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen die vom Verwaltungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gericht des Kantons B.___ vorgesehene Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sung der Sache an das hiesige Gericht erhoben weder X.___ noch die Ausgleichskasse C.___ Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wände (Urk. 2/5/20, 24). Mit Verfügung vom 9. Juni 2016 trat der Präsident des Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">waltungsgerichts des Kantons B.___ auf die Beschwerde, soweit sie entgangene bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechtliche Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsbei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">träge samt Nebenkosten zum Inhalt hat, mangels örtlicher Zuständigkeit nicht ein und überwies die Sache zuständigkeitshalber an das hiesige Sozialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">siche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsgericht. Das Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deverfahren betreffend die kan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">to</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nalrecht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Scha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dener</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">satzforderung (FAK-Beiträge) samt Nebenkosten wurde bis zur rechtskräf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigen Erledigung der bundesrechtlichen Schadener</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">satzfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derung sistiert (Urk. 1/1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 17. Juni 2016 hat das hiesige Gericht Y.___ zum Prozess beigeladen (Urk. 4). Der Beigeladene liess sich innert angesetzter Frist nicht vernehmen, was den übrigen Verfahrensbeteiligten mit Verfügung vom 31. August 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorab ist auf das Vorbringen des Beschwerdeführers einzugehen, wonach die Beschwerdegegnerin für den Erlass der Schadenersatzverfügung vom 1. Juli 2015 (Urk. 2/6/50) nicht zuständig gewesen sei.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer macht geltend, dass diese Schadenersatzverfügung von der Beschwerdegegnerin zu einem Zeitpunkt erhoben worden sei, in welchem die Z.___ GmbH respektive die E.___ GmbH nicht mehr bei der Beschwerdegegnerin angeschlossen gewesen sei. Gemäss Handelsregister sei der Sitz der Gesellschaft im Dezember 2013 in den Kanton Zürich verlegt worden. Ab diesem Zeitpunkt sei die Gesellschaft der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, angeschlossen gewesen. Für den Erlass sei daher die Ausgleichskasse Zürich, und nicht die Beschwerdegegnerin, zuständig gewesen (Urk. 2/5/24).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem Beschwerdeführer kann hierbei nicht gefolgt werden, denn der Schadener</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">satz ist durch diejenige Ausgleichskasse durch Verfügung geltend zu machen, bei welcher der Arbeitgeber während der Zeitspanne, für welche die verwirkten respektive nicht mehr einforderbaren Beiträge geschuldet sind, ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlossen war (Urteil des Bundesgerichts H 184/06 vom 25. April 2007 E. 2.2; Marco Reichmuth, Die Haftung des Arbeitgebers und seiner Organe nach Art. 52 AHVG, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diss. Freiburg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2008, S. 230 Rz. 968 mit weiteren Hinweisen). Mit Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung vom 1. Juli 2015 (Urk. 2/6/50) verpflichtete die Beschwerdegegnerin den Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführer zum Schadenersatz für die unbezahlt gebliebenen Akonto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beiträge Juli bis Dezember 2012 sowie die unbezahlt gebliebene Jahresabrech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nung 2012 zuzüglich Nebenkosten (Urk. 2/6/50). Im genannten Zeitraum hatte die Z.___ GmbH ihren Sitz im Kanton B.___ und war der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin angeschlossen (Sachverhalt E. 1.1). Die Zuständigkeit der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nerin für den Erlass der Schadenersatzverfügung vom 1. Juli 2015 (Urk. 2/6/50) war somit gegeben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Art. 52 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherung (AHVG) hat ein Arbeitgeber, der durch absichtliche oder grob</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahrlässige Missachtung von Vorschriften der Versicherung einen Schaden zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fügt, diesen zu ersetzen. Handelt es sich beim Arbeitgeber um eine juristische Person, so haften subsidiär die Mitglieder der Verwaltung und alle mit der Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schäftsführung oder Liquidation befassten Personen. Sind mehrere Personen für den gleichen Schaden verantwortlich, so haften sie für den ganzen Schaden solida</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">risch (Art. 52 Abs. 2 AHVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Vorschriften über die Arbeitgeberhaftung nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">52 AHVG sowie die dazu entwickelte Rechtsprechung des Bundesgerichts finden mangels eigener Bestimmungen sinngemäss Anwendung auf die Invalidenver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungs- (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">66 des Bundesgesetzes über die Invalidenvers</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">icherung), Erwerbsersatz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">21 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 des Bundesgesetzes über </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft) und Arbeitslosenversicherungsbeiträge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6 des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">desgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolven</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">z</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entschädigung) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sowie auf jene</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> an die Familienausgleichskassen (FAK) gemäss dem Bundesgesetz über die Familienzulagen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">25 lit. c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Voraussetzung für eine Haftung nach Art. 52 AHVG ist zunächst das Vorliegen eines Schadens. Dieser besteht darin, dass der AHV ein ihr gesetzlich geschul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deter Beitrag entgeht. Die Höhe des Schadens entspricht dabei dem Betrag, dessen die Kasse verlustig geht (Thomas Nussbaumer, Die Ausgleichskasse als Partei im Schadenersatzprozess nach Artikel 52 AHVG, ZAK 1991 S. 383 ff. und 433 ff.). Verwaltungs- und Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">treibungskosten, Veranlagungs- und Mahnge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bühren sowie die Verzugszinsen bilden Bestandteil des Schadens, welcher der Ausgleichskasse zu ersetzen ist (BGE 121 III 382 E. 3bb; vgl. auch BGE 109 V 95 oben, 108 V 189 E. 5). Im Hinblick auf die in Art. 14 Abs. 1 AHVG normierte Beitrags- und Abrech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflicht des Arbeitgebers gehören auch die Arbeitge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">berbeiträge zum mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">blichen Schaden (BGE 98 V 26 E. 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der von der Ausgleichskasse verfügungsweise geltend gemachte Schaden (Urk. 2/6/50) für die unbezahlt gebliebenen Beiträge und Nebenkosten wird vom Beschwerdeführer in masslicher Hinsicht nicht bestritten und ist gestützt auf die Kassenakten ausgewiesen (vgl. dazu insbesondere den Konto-Auszug vom 30. Juni 2015, Urk. 2/6/47).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 14 Abs. 1 AHVG und die Art. 34 ff. der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV) schreiben vor, dass der Arbeitgeber bei jeder Lohnzahlung die Arbeitnehmerbeiträge in Abzug zu bringen und zusam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men mit den Arbeitgeberbeiträgen der Ausgleichskasse zu entrichten hat. Die Arbeitgeber haben den Ausgleichskassen periodisch Abrechnungsunterlagen über die von ihnen an ihre Arbeitnehmer ausbezahlten Löhne zuzustellen, damit die entsprechenden paritätischen Beiträge ermittelt und verfügt werden können. Die Beitragszahlungs- und Abrechnungspflicht des Arbeitgebers ist eine gesetz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich vorgeschriebene öffentlichrechtliche Aufgabe. Die Nichterfüllung dieser öffentlichrechtlichen Aufgabe bedeutet eine Missachtung von Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schrif</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten im Sinne von Art. 52 Abs. 1 AHVG und zieht die volle Schaden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deckung nach sich (BGE 118 V 193 E. 2a; vgl. BGE 132 III 523 E. 4.6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wie den Kassenakten zu entnehmen ist, musste die Konkursitin insbesondere zur Bezahlung der Lohnbeiträge Juli bis Dezember 2012 jeweils gemahnt und betrieben werden (vgl. den Konto-Auszug vom 30. Juni 2015 [Urk. 2/6/47] sowie Urk. 2/6/30). Diese Lohnbeiträge blieben wie auch die Jahresabrechnung 2012 unbezahlt (E. 3.2.1). Hinzu kommen unbezahlt gebliebene Mahngebühren, Betreibungskosten sowie Verzugszinsen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Damit ist die Konkursitin ihre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n Pflich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten als Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geberin nicht nachgekom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men und hat öffentlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rechtliche Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schrif</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten missachtet.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu prüfen bleibt, ob und inwieweit der dadurch entstandene Schaden auf quali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fiziert schuldhaftes Verhalten des Beschwerdeführers zurückzuführen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die wesentliche Voraussetzung für die Schadenersatzpflicht besteht nach dem Wortlaut des Art. 52 AHVG darin, dass der Arbeitgeber absichtlich oder grob</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahrlässig Vorschriften verletzt hat und dass durch diese Missachtung ein Scha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den verursacht worden ist (BGE 108 V 183 E. 1a). Absicht beziehungsweise Vorsatz und Fahrlässigkeit sind verschie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dene Formen des Verschuldens. Art. 52 AHVG statuiert demnach eine Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schuldenshaftung, und zwar handelt es sich um eine Verschuldenshaftung aus öffentlichem Recht. Die Schadenersatzpflicht ist im konkreten Fall nur dann be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gründet, wenn nicht Umstände gegeben sind, welche das fehlerhafte Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halten des Arbeitgebers als gerechtfertigt erscheinen lassen oder sein Verschulden im Sinne von Absicht oder grober Fahrlässigkeit ausschliessen. In diesem Sinne ist es denkbar, dass ein Arbeitgeber zwar in vorsätzlicher Missachtung der AHV-Vorschriften der Ausgleichskasse einen Schaden zufügt, aber trotzdem nicht schadenersatzpflichtig wird, wenn beson</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dere Umstände die Nichtbefolgung der einschlägigen Vorschriften als erlaubt oder nicht schuldhaft erscheinen lassen (BGE 108 V 183 E. 1b; ZAK 1985 S. 576 E. 2 und S. 619 E. 3a).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu den unübertragbaren und unentziehbaren Aufgaben des Geschäftsführers einer GmbH gehören insbesondere die Oberleitung der Gesellschaft und die Erteilung der nötigen Weisungen, die Festlegung der Organisation im Rahmen von Gesetz und Statuten, die Ausgestaltung des Rechnungswesens und der Finanzkontrolle sowie die Finanzplanung, sofern diese für die Führung der Gesellschaft not</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wendig ist, sowie die Aufsicht über die Personen, denen Teile der Geschäfts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führung übertragen sind, namentlich im Hinblick auf die Befol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung der Gesetze, Statuten, Reglemente und Weisungen (Art. 810 Abs. 2 Ziff. 1 bis 4 des Obligationenrechts [OR]).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Formell eingesetzte Geschäftsführer einer GmbH wie auch Personen, die faktisch die Funktion eines Geschäftsführers ausüben, haften für den der Ausgleichs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kasse zufolge nicht bezahlter Bundessozialversicherungsbeiträge entstandenen Scha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den nach den Grundsätzen wie Organe einer Aktiengesellschaft.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Grobe Fahrlässigkeit liegt praxisgemäss vor, wenn ein Arbeitgeber das ausser Acht lässt, was jedem verständigen Menschen in gleicher Lage und unter glei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Umständen als beachtlich hätte einleuchten müssen. Das Mass der zu ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">langenden Sorgfalt ist abzustufen entsprechend der Sorgfaltspflicht, die in den kaufmännischen Belangen jener Arbeitgeberkategorie, welcher die betreffende Person angehört, üblicherweise erwartet werden kann und muss. Dabei sind an die Sorgfaltspflicht einer Aktiengesellschaft hinsichtlich der Einhaltung gesetz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">licher Vorschriften grundsätzlich strenge Anforderungen zu stellen. Ähnlich ist zu differenzieren, wenn es darum geht, die subsidiäre Haftung der Organe eines Arbeitgebers zu ermitteln (BGE 108 V 199 E. 3a; ZAK 1985 S. 51 E. 2a, S. 620 E. 3b; vgl. BGE 132 III 523 E. 4.6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nicht jedes einer Firma als solcher anzulastende Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schulden muss auch ein solches ihrer sämtlichen Organe sein. Vielmehr hat man abzuwägen, ob und inwieweit eine Handlung der Firma einem bestimmten Organ im Hinblick auf dessen rechtliche und faktische Stellung innerhalb der Firma zuzurechnen ist. Ob ein Organ schuldhaft gehandelt hat, hängt demnach entscheidend von der Verantwortung und den Kompetenzen ab, die ihm von der juristischen Person übertragen wurden (BGE 108 V 199 E. 3a; ZAK 1985 S. 620 E. 3b). Bei einfa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Verhältnissen muss vom einzigen Verwaltungsrat einer Aktien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sellschaft, der als solcher die Verwaltung der Gesellschaft als einzige Person in Organstel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung zu besorgen hat, in der Regel der Überblick über alle wesent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Belange der Firma verlangt werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer war seit der Eintragung der Konkursitin im Handels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">regis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ter am 7. Juli 2000 Gesellschafter und Geschäftsführer dieser Gesellschaft, bis sein Eintrag am 27. Februar 2014 gelöscht wurde (Urk. 2/6/48-49). Damit war er in der fraglichen Zeit, in welcher die Sozialversicherungsbeiträge abzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liefern ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wesen wären, Gesellschafter und Geschäftsführer der Konkursitin. Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2012 nebst dem Beschwerdeführer ca. 24 weitere Mitarbeiter (vgl. Urk. 2/6/13). Bei derart einfachen und über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">baren Verhältnissen sind praxisgemäss erhöhte Anforderungen an die Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wachung zu stellen. Der Beschwerdeführer hätte insbesondere auch dafür besorgt sein müssen, dass von der Gesellschaft die ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzlichen Vorschriften, wozu auch das Beitragswesen gehört, eingehalten werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer bringt im Wesentlichen vor, er habe nach dem Verkauf der Gesellschaft keinen Einfluss auf deren Geschäftsführung mehr ausüben können. Der Käufer habe die Gesellschaft mit Kreditoren und Debitoren über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nommen (Urk. 2/1). Der Beschwerdeführer unterlässt es allerdings darzutun und zu belegen, dass das illiquide Unternehmen mit einer ernsthaften Sanierungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">absicht veräussert worden wäre. Er übersieht bei seiner Argumentation insbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sondere, dass es sich bei den ausstehenden Beitragszahlungen um überfällige Beiträge und Nebenkosten handelte, welche lange zuvor hätten beglichen wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den müssen. Der Verkauf eines illiquiden Unternehmens vermag denn auch nur dann von einer Haftung zu befreien, wenn der Käufer als Investor bereit und in der Lage ist, die benötigte Liquidität zur Verfügung zu stellen. Solches ist vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liegend nicht dargetan. Für die Beurteilung der Verschuldensfrage ist entschei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dend, ob die verantwortlichen Organe (nach aussen erkennbar) der Pflicht, für eine ordnungsgemässe Bezahlung der Sozialversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherungsbeiträge zu sorgen, nachgekommen sind (Urteile des Bundesgerichts 9C_117/2011 vom 29. März 2011 E. 5, 9C_463/2011 vom 14. Juli 2011 E. 6.2, je mit Hinweisen). Weitere Massnahmen des Beschwerdeführers zur Begleichung der Beitrags</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schuld sind nicht do</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kumentiert. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schliesslich setzt die Schadenersatzpflicht des Arbeitgebers nach Art. 52 Abs. 1 AHVG voraus, dass zwischen der absichtlichen oder grobfahrlässigen Missach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung von Vorschriften und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zusammenhang gegeben ist (BGE 119 V 401 E. 4a mit Hinweisen auf die Lehre, 103 V 120 E. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">getretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mein als begünstigt erscheint (BGE 119 V 401 E. 4a mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen; vgl. auch BGE 122 V 189 sowie 119 Ib 334 E. 3c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das vorwerfbare Verhalten führte zum Schaden der Beschwerdegegnerin. Wäre die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Konkursitin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> unter der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">V</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erantwortung de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdeführe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ihren Zah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflichten rechtzeitig und vollständig nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gekommen und wären nur so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weit Löhne ausbezahlt worden, als die darauf geschuldeten Abgaben bei Fällig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit hätten beglichen werden kön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen, wäre der Schaden nicht ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">getreten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Beschwerde, soweit sie Ersatz für die bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rechtlichen Sozialversicherungsbeiträge samt Nebenkosten betrifft.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">D</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">ie Beschwerde wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Kaspar Gehring</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungen Glarus</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Y.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Da der Streitwert Fr. 30'000.-- übersteigt, kann gegen diesen Entscheid innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff., insbesondere Art. 85, in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><br/><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstHübscher</p><p></p></div> </div></body></html>