{"Signatur": "AG_OG_006", "Spider": "AG_Gerichte", "Datum": "2002-08-30", "PDF": {"Datei": "AG_Gerichte/AG_OG_006_BE-2000-00002_2002-08-30.pdf", "URL": "https://decwork.ag.ch/api/main/v1/de/decrees_pdf/4114", "Checksum": "b53ea99a7152ce38d0f608df83f649d1"}, "Scrapedate": "2025-08-25", "Num": ["BE.2000.00002"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 30.08.2002 BE.2000.00002"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Aargau Obergericht Verwaltungsgericht"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Argovie Verwaltungsgericht"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Argovia Verwaltungsgericht"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht / Verwaltungsgericht / 2. Kammer Obergericht / Verwaltungsgericht / 2. Kammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Erwerbslose Wohnsitznahme. Rentner.\n- Voraussetzungen f\u00fcr die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung an Rentner (Erw. II/4).\n- Begriff der engen Beziehungen zur Schweiz. Beziehungen des Ausl\u00e4nders zu Kindern, die in der Schweiz leben, stellen eine enge Beziehung zu Schweiz im Sinne von Art. 34 lit. b BVO dar (Erw. II/5).\n- Notwendige finanzielle Mittel; Pr\u00e4zisierung der Rechtsprechung (Erw. II/6).\n- Sinn und Zweck von Art. 34 lit. e BVO ist es, eine Aufenthaltsbewilligung nur denjenigen Personen zu erteilen, bei denen die Gefahr einer k\u00fcnftigen F\u00fcrsorgeabh\u00e4ngigkeit m\u00f6glichst ausgeschlossen werden kann. Zur Ermittlung eines allf\u00e4lligen k\u00fcnftigen F\u00fcrsorgerisikos bedarf es einer m\u00f6glichst zuverl\u00e4ssigen Prognose. Kriterien f\u00fcr eine Zukunftsprognose (Erw. II/7a).\n- Hinsichtlich der H\u00f6he der finanziellen Mittel ist - analog zum Familiennachzug gem\u00e4ss Art. 38 f. BVO - auf den berechneten Bedarf gem\u00e4ss SKOS-Richtlinien abzustellen (Erw. II/7b).\n- Beurteilung der Leistungsf\u00e4higkeit. Der monatliche Bedarf der \u00fcbersiedelnden Person kann anstatt durch eigene Mittel auch durch Drittmittel gedeckt werden. Die Leistungsf\u00e4higkeit des Dritten ist durch Gegen\u00fcberstellung des monatlichen Bedarfes gem\u00e4ss SKOS-Richtlinien und der monatlichen Einnahmen zu bemessen und ist gegeben, wenn der Restbetrag 20% des Nettoeinkommens entspricht (Erw. II/7c).\n- Zus\u00e4tzlich muss gew\u00e4hrleistet sein, dass die Leistungsf\u00e4higkeit des Dritten auch in Zukunft erhalten bleibt. Sollte dies nicht zweifelsfrei feststehen, ist der Bedarf des Rentners bis zu einer gewissen Mindesth\u00f6he anderweitig sicherzustellen (Erw. II/7d).\n- Die Voraussetzung der gen\u00fcgenden finanziellen Mittel ist im vorliegenden Fall nicht erf\u00fcllt, weshalb die Aufenthaltsbewilligung nach Art. 34 BVO durch die Vorinstanz zu Recht verweigert wurde (Erw. II/8).\n- Pr\u00fcfung, ob allenfalls die Voraussetzungen von Art. 36 BVO (wichtiger Grund) erf\u00fcllt sind. Es ist ein analoger Massstab wie bei der Pr\u00fcfung eines H\u00e4rtefalls nach Art. 13 lit. f BVO anzuwenden. In casu liegt kein wichtiger Grund vor (Erw. II/9).\n- Die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung h\u00e4lt vor Art. 8 EMRK (Schutz des Familienlebens) stand (Erw. II/10). "}], "ScrapyJob": "446973/34/2362", "Zeit UTC": "25.08.2025 03:17:53", "Checksum": "28b63c46eedae6d05bd8d3b02bd94e77"}