<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00483</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205715&amp;W10_KEY=4467136&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00483</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 08.03.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Lärmschutzmassnahmen betreffend Autowaschanlage (Beschränkung der Betriebszeit)<br/><br/>Wirtschaftliche Tragbarkeit: Die strittige Beschränkung der Betriebszeiten ist technisch und betrieblich ohne weiteres möglich; in Frage steht einzig die wirtschaftliche Tragbarkeit. - In der Agglomeration Zürich finden sich durchaus Autowaschanlagen, die nur tagsüber und an Werktagen geöffnet sind und offenbar dennoch wirtschaftlich betrieben werden können. Diesen Umstand muss sich auch die BFin entgegenhalten lassen. Falls ihr Betriebskonzept so ausgelegt ist, dass sie eine akzeptable Rendite nur mit Öffnungszeiten an Abenden und Wochenenden erzielen kann, ist das nicht ausschlaggebend. Es geht insbesondere nicht an, dass sie gegenüber ihren Mitbewerbern Konkurrenzvorteile erzielt, indem sie grössere Freiheiten bei der Belastung der Nachbarschaft mit Lärm beansprucht (E. 6.2). - Es ist ohne weiteres anzunehmen, dass die Einschränkung der Betriebszeiten eine gewisse wirtschaftliche Einbusse mit sich bringt; diese ist bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit der Massnahme in Rechnung zu stellen (E. 6.3).<br/>Verhältnismässigkeit: Sind die Planungswerte eingehalten, gelten zusätzliche Massnahmen gemäss Art. 11 Abs. 2 USG nur dann als verhältnismässig, wenn sich mit relativ geringem Aufwand - bzw. im vorliegenden Fall mit einer relativ geringen wirtschaftlichen Einbusse - eine wesentliche zusätzliche Reduktion der Emissionen erreichen lässt (E. 8).<br/>Abendliche Betriebszeit: Vorliegend bringt ein Verzicht auf die Betriebszeit von 19-21 Uhr für die Anwohner voraussichtlich keine deutlich wahrnehmbare Minderung der Lärmbelastung. Diese zeitliche Begrenzung wäre deshalb als Massnahme der vorsorglichen Emissionsbegrenzung - angesichts der nicht zu vernachlässigenden wirtschaftlichen Einbusse sowie des Umstands, dass die Planungswerte bereits eingehalten sind - unverhältnismässig (E. 9.4).<br/>Verbot des Betriebs an Sonntagen und allgemeinen Feiertagen: Aufgrund der eingereichten Messprotokollebestehen Anhaltspunkte, dass der Verkehr auf der L-Strasse am Sonntag weniger intensiv ist, sodass die von der Waschanlage herrührenden Geräusche besser hörbar wären als an Werktagen. Die Messungen sind diesbezüglich zwar nicht eindeutig; erfahrungsgemäss ist aber der Verkehr auf Durchgangsstrassen zumindest am Sonntagvormittag deutlich geringer als an Werktagen. Der Verzicht auf den Sonntagsbetrieb bringt somit für die Anwohner eine deutlich wahrnehmbare Minderung der Lärmbelastung. Mit Bezug auf die wirtschaftliche Tragbarkeit macht die BFin geltend, das ein solcher zu einer Einbusse von 20% des Wochenumsatzes führen würde und damit einer rentablen Führung des Betriebs im Weg stehe. Diese Argumentation ist wenig überzeugend. Am Augenschein der Vergleichsanlage hat sich überdies gezeigt, dass auch jene Anlage an Sonn- und Feiertagen geschlossen ist, und es wurde nicht geltend gemacht, sie könne deswegen nicht wirtschaftlich betrieben werden. Im Übrigen ist die wirtschaftliche Tragbarkeit mit Blick auf alle zur Begrenzung der Lärmimmissionen angeordneten Massnahmen gesamthaft zu prüfen. Ein Verbot des Sonntagsbetriebs und des Betriebs am Abend von 19-21 Uhr wäre insgesamt unverhältnismässig. Der Verzicht auf den Sonntagsbetrieb allein erscheint dagegen als angemessener Ausgleich der Interessen der Anwohner und der Gesuchstellerin (E. 10). Teilweise Gutheissung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUTOWASCHANLAGE">AUTOWASCHANLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BETRIEBSZEITEN">BETRIEBSZEITEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EMISSIONSBEGRENZUNG">EMISSIONSBEGRENZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INDUSTRIE- UND GEWERBELÃRM">INDUSTRIE- UND GEWERBELÃRM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃRMBELASTUNG">LÃRMBELASTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃRMEMISSIONEN">LÃRMEMISSIONEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃRMGUTACHTEN">LÃRMGUTACHTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MASSNAHME">MASSNAHME</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PEGELKORREKTUR">PEGELKORREKTUR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLANUNGSWERT">PLANUNGSWERT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STAUBSAUGERANLAGE">STAUBSAUGERANLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRASSENLÃRM">STRASSENLÃRM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORSORGLICHE">VORSORGLICHE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIRTSCHAFTLICHKEIT">WIRTSCHAFTLICHKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. Anh. 6 Ziff. 31 LSV</span><br/><span class="gerade">Art. Anh. 6 Ziff. 33 LSV</span><br/><span class="ungerade">Art. 7 Abs. I LSV</span><br/><span class="gerade">Art. 13 LSV</span><br/><span class="ungerade">Art. 40 Abs. II LSV</span><br/><span class="gerade">Art. 43 Abs. II LSV</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 USG</span><br/><span class="gerade">Art. 11 Abs. II USG</span><br/><span class="ungerade">Art. 12 Abs. I lit. c USG</span><br/><span class="gerade">Art. 16 USG</span><br/><span class="ungerade">Art. 25 Abs. I USG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BEZ 2006 Nr. 60 S. 28</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschluss </span>vom 17. September 2003 erteilte die Baukommission Z der A AG die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r die Erstellung einer Autowaschanlage auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 an der L-Strasse 02 in Z. Gleichzeitig erÃ¶ffnete sie die lÃ¤rmschutzrechtliche Bewilligung der kantonalen Volkswirtschaftsdirektion vom 8. August 2003, welche die maximalen Betriebszeiten der Anlage auf tÃ¤glich 8 - 22 Uhr festlegte, sowie eine Bewilligung der Baudirektion, welche weitere Aspekte des Bauvorhabens regelte.</p> <p class="Urteilstext"><span>C und D sowie eine grÃ¶ssere Zahl weiterer Rekurrenten fochten diese Bewilligungen mit gemeinsamen Rekursen bei der Baurekurskommission an. Mit Entscheid vom 28. September 2004 wies diese die gegen die kommunale Baubewilligung und die Bewilligung der Baudirektion gerichteten Rekurse ab, soweit sie darauf eintrat. Den gegen die lÃ¤rmschutzrechtliche Bewilligung der Volkswirtschaftsdirektion gerichteten Rekurs hiess sie teilweise gut und legte neue maximale Betriebszeiten der Anlage wie folgt fest:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> "Montag â Samstag: 07.00 - 19.00 Uhr.<br/> An Sonntagen und allgemeinen Feiertagen dÃ¼rfen die Anlagen nicht betrieben werden."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Eingabe vom 5. November 2004 erhob die A AG gegen den Entscheid der Baurekurskommission Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Sie beantragte, der angefochtene Entscheid sei teilweise aufzuheben und die VerfÃ¼gung der Volkswirtschaftsdirektion mit Bezug auf die zulÃ¤ssige Betriebsdauer wie folgt zu fassen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerschaft:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> "Die maximalen Betriebszeiten werden wie folgt festgelegt:<br/> Montag â Samstag: 07.00 Uhr - 21.00 Uhr<br/> Sonntage und allg. Feiertage: 09.00 Uhr - 17.00 Uhr."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Vorinstanz stellte am 25. November 2004 ohne weitere Bemerkungen Antrag auf Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdegegnerschaft liess in ihrer Beschwerdeantwort vom 9. Februar 2005 beantragen, die Beschwerde sei abzuweisen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. Die Volkswirtschaftsdirektion reichte keine Stellungnahme ein.</span></p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 2. August 2005 erhielten die Verfahrensbeteiligten Gelegenheit, zur Bedeutung von Art. 34 der Polizeiverordnung der Stadt Z vom 20. November 2000 fÃ¼r das vorliegende Verfahren Stellung zu nehmen. Entsprechende Stellungnahmen reichten die BeschwerdefÃ¼hrerin am 8. September und die Beschwerdegegnerschaft am 12. September 2005 ein.</p> <p class="Urteilstext">Am 28. Februar 2006 nahm das Verwaltungsgericht in Anwesenheit der Parteien einen Augenschein bei einer Autowaschanlage in X vor und schloss das Beweisverfahren mit der Schlussverhandlung ab.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin liess die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins des Verwaltungsgerichts am Standort der projektierten Anlage beantragen. Die Beurteilung der vorliegend allein noch strittigen Fragen des LÃ¤rmschutzes erfolgt jedoch in erster Linie aufgrund der in den Akten liegenden Schallmessungen und -berechnungen. Die Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse gehen aus den vorhandenen PlÃ¤nen sowie aus den Feststellungen bzw. Fotos der Vorinstanz anlÃ¤sslich des von ihr durchgefÃ¼hrten Augenscheins mit ausreichender Deutlichkeit hervor. Ein eigener Augenschein des Verwaltungsgerichtes ist daher an diesem Ort nicht erforderlich (RB 1995 Nr. 12 E. 1 mit weiteren Hinweisen).</p> <p class="Urteilstext">Am 28. Februar 2006 fÃ¼hrte das Verwaltungsgericht einen Augenschein bei der bestehenden Waschanlage "G" an der M-Strasse 03 in X durch, um einen Eindruck von der in Frage stehenden GerÃ¤uschbelastung zu gewinnen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hatte zuvor Gelegenheit erhalten, geeignete Standorte im Raum ZÃ¼rich zu nennen; sie bezeichnete die Anlage in X als einzige durch sie betriebene Anlage im Grossraum ZÃ¼rich, die mit dem Bauvorhaben einigermassen vergleichbar sei.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist nur noch die Dauer der zulÃ¤ssigen Betriebszeiten der projektierten Autowaschanlage. Die Volkswirtschaftsdirektion hatte in ihrer VerfÃ¼gung vom 8. August 2003 die maximalen Betriebszeiten auf "tÃ¤glich von 08:00 bis 22:00" festgelegt. DemgegenÃ¼ber regelte die Vorinstanz die Betriebszeiten im angefochtenen Entscheid wie folgt:</p> <p class="EinzugZitat"><span> "Montag â Samstag: 07.00 - 19.00 Uhr.<br/> An Sonntagen und allgemeinen Feiertagen dÃ¼rfen die Anlagen <br/> nicht betrieben werden."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit der Zulassung des Betriebs bereits ab 07.00 Uhr ging sie Ã¼ber die von der </span>Volkswirtschaftsdirektion festgelegten Betriebszeiten <span>am Morgen </span>hinaus, obschon dieser Punkt von Seiten der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht angefochten worden war (vgl. vorinstanzlicher Entscheid, E. 4 a.E.). Nachdem die Beschwerdegegnerschaft den vorinstanzlichen Entscheid jedoch nicht weitergezogen hat, ist diese Frage nicht Gegenstand des Beschwerdeverfahrens.</p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin liess vor Verwaltungsgericht eine neue Festlegung der Betriebszeiten beantragen:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> Montag â Samstag: 07.00 - 21.00 Uhr<br/> Sonntage und allgemeine Feiertage: 09.00 - 17.00 Uhr.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Damit anerkennt sie die von der Vorinstanz verfÃ¼gte BeschrÃ¤nkung teilweise. Strittig sind demnach noch die Abendstunden an Werktagen von</span> 19 bis 21 Uhr sowie der Betrieb der Anlage an Sonn- und allgemeinen Feiertagen. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Ortsfeste Anlagen dÃ¼rfen nur errichtet werden, wenn die durch sie allein erzeugten LÃ¤rmimmissionen die Planungswerte in der Umgebung nicht Ã¼berschreiten (Art. 25 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 7. Oktober 1983 Ã¼ber den Umweltschutz [USG]). Ferner sind die Emissionen im Rahmen der Vorsorge unabhÃ¤ngig von der bestehenden Umweltbelastung so weit zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich mÃ¶glich und wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG; Art. 7 Abs. 1 der LÃ¤rmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 [LSV]).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Vorinstanz geht zutreffend davon aus, dass es sich beim projektierten Waschcenter um eine neue Anlage handelt, deren Emissionen zu keiner Ãberschreitung der Planungswerte fÃ¼hren dÃ¼rfen. Massgeblich sind die Planungswerte fÃ¼r Industrie- und GewerbelÃ¤rm gemÃ¤ss Anhang 6 zur LSV.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Nach dem LÃ¤rmgutachten der von der BeschwerdefÃ¼hrerin beauftragten Expertin H GmbH vom 11. MÃ¤rz 2003 liegt der kritische Empfangspunkt beim in der Wohnzone gelegenen, der Empfindlichkeitsstufe II zugeordneten GebÃ¤ude N-Strasse 04 (Beurteilungspunkt 1 des LÃ¤rmgutachtens). An dieser Stelle gelten Planungswerte am Tag von 55 dB(A) und in der Nacht von 45 dB(A). Der Planungswert fÃ¼r den Tag ist mit dem im Gutachten ermittelten Beurteilungspegel von 49 dB(A) deutlich eingehalten, der Planungswert fÃ¼r die Nacht dagegen mit einem Beurteilungspegel von 45 dB(A) nur knapp. Mit der fugenlosen AusfÃ¼hrung der Seiten- und RÃ¼ckwÃ¤nde der Waschanlage, wie sie vom Gutachter empfohlen und in der VerfÃ¼gung der Volkswirtschaftsdirektion angeordnet wurde, soll jedoch eine zusÃ¤tzliche Verbesserung um mindestens 2 dB(A) erreicht werden. Zu berÃ¼cksichtigen ist ferner die von der BeschwerdefÃ¼hrerin in der Beschwerde an das Verwaltungsgericht anerkannte Reduktion der abendlichen Betriebszeiten um eine Stunde auf die Zeit von 19 bis 21 Uhr. Insgesamt wird damit der Beurteilungspegel fÃ¼r die Nacht nach den Berechnungen der Gutachterin in ihrer Stellungnahme vom 3. November 2004 auf 41 dB(A) reduziert. Mit diesem Wert ist auch der in der Nacht geltende Planungswert deutlich unterschritten.</p> <p class="Urteilstext">Die Vorinstanz hat die Feststellungen des Gutachtens als sachgerecht anerkannt und ihrem Entscheid zugrunde gelegt. Sie hat dabei insbesondere auch die im Gutachten angewandten Pegelkorrekturen (K-Werte; vgl. Anh. 6 Ziff. 33 LSV) Ã¼berprÃ¼ft und nicht beanstandet. Dazu ist anzumerken, dass diese Pegelkorrekturen beim Industrie- und GewerbelÃ¤rm einen grossen Einfluss auf das Endresultat besitzen. Im Unterschied zu andern LÃ¤rmarten besteht bei den Pegelkorrekturen K2 (Tongehalt) und K3 (Impulsgehalt), die das Ergebnis mit insgesamt bis zu 12 dB beeinflussen, ein erheblicher Spielraum fÃ¼r das Ermessen des Beurteilenden (vgl. Robert Wolf, Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 2. A., ZÃ¼rich 2004, Vorbem. zu Art. 19-25 USG N. 18 [Kommentar USG]). Werden LÃ¤rmgutachten wie im vorliegenden Fall (zulÃ¤ssigerweise; vgl. Robert Wolf, Kommentar USG, Art. 25 USG N. 97) von der Bauherrschaft in Auftrag gegeben, so hat die BehÃ¶rde daher die Anwendung der Pegelkorrekturen besonders sorgfÃ¤ltig zu prÃ¼fen. Vorliegend wurden im Gutachten die Korrekturfaktoren K1 - K3 nicht separat ausgewiesen, sondern nur der addierte Gesamtbetrag aller K-Werte genannt, was grundsÃ¤tzlich nicht zulÃ¤ssig ist. Die Vorinstanz war jedoch in der Lage, die Faktoren anhand der Stellungnahme des Gutachters vom 25. November 2003 aufzuschlÃ¼sseln. Zu beachten ist ferner, dass der errechnete Beurteilungspegel fÃ¼r die Nacht nach der von der BeschwerdefÃ¼hrerin zugestandenen VerkÃ¼rzung der abendlichen Betriebszeit rund 4 dB(A) unter dem massgeblichen Planungswert liegt und damit eine erhebliche Reserve besteht. Der Entscheid der Vorinstanz ist daher insoweit nicht zu beanstanden.</p> <p class="Urteilstext">Die Berechnungen der Gutachterin zum neuen Beurteilungspegel, welcher aus den um eine Stunde verkÃ¼rzten abendlichen Betriebszeiten resultiert, erscheinen ebenfalls nachvollziehbar.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Der tiefe nÃ¤chtliche Beurteilungspegel kommt hier, wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, nur dadurch zustande, dass der wÃ¤hrend der abendlichen Betriebsdauer erzeugte LÃ¤rm auf die gesamte 12-stÃ¼ndige Nachtperiode umgerechnet wird, wie es der Berechnungsmethode gemÃ¤ss Anh. 6 Ziff. 31 LSV entspricht. Auch die zusÃ¤tzliche Reduktion, die mit der KÃ¼rzung der abendlichen Betriebszeiten um eine Stunde erzielt wird, ist in erster Linie auf diese Berechnungsweise zurÃ¼ckzufÃ¼hren, denn das Schwergewicht der Auslastung am Abend liegt nach den Angaben der BeschwerdefÃ¼hrerin in der verbleibenden Betriebszeit von 19 bis 21 Uhr, wogegen die Stunde von 21 bis 22 Uhr ohnehin wenig benÃ¼tzt wÃ¼rde. Liesse sich ein Beurteilungspegel fÃ¼r die Betriebsstunden von 19 bis 21 Uhr isoliert ermitteln, lÃ¤ge er Ã¤hnlich hoch oder sogar hÃ¶her als jener am Tag, da die Abendstunden nach den Unterlagen der BeschwerdefÃ¼hrerin zu den am meisten benÃ¼tzten Betriebszeiten zÃ¤hlen (vgl. hinten, E. 9.1).</p> <p class="Urteilstext">Die Vorinstanz hÃ¤lt die Berechnungsweise der LSV in FÃ¤llen dieser Art fÃ¼r fragwÃ¼rdig. Sie gibt zu bedenken, dass diese nicht auf Betriebe zugeschnitten sei, welche neben einem Tagesbetrieb noch einen ebenso lauten Abendbetrieb aufweisen und in der Nacht still stehen. Die Beschwerdegegnerschaft teilt diese Auffassung und hÃ¤lt die angewandte Berechnungsmethode fÃ¼r bundesrechtswidrig. Dem ist entgegen zu halten, dass eine Konzentration der LÃ¤rmphase in den frÃ¼hen Abendstunden fÃ¼r die betroffenen Personen in der Regel eher gÃ¼nstiger ist als eine Verteilung des LÃ¤rms Ã¼ber die ganze Nacht. Anders wÃ¼rde es sich verhalten, wenn die LÃ¤rmphase mitten in der Nacht konzentriert wÃ¼rde, was jedoch hier nicht zu beurteilen ist. Die Berechnung des nÃ¤chtlichen Beurteilungspegels gemÃ¤ss Anh. 6 Ziff. 31 LSV ist daher, wie bereits in einem frÃ¼heren vergleichbaren Fall (VGr, 12. September 2001, VB.2001.00111, E. 3c, www.vgrzh.ch), auch vorliegend als massgeblich zu betrachten. Dem Umstand, dass der LÃ¤rm der ganzen Nachtperiode auf nur zwei Abendstunden konzentriert wird, ist aber bei der PrÃ¼fung der vorsorglichen Emissionsbegrenzung nach Art. 11 Abs. 2 USG Rechnung zu tragen (hinten, E. 9.1).</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerschaft ist der Auffassung, die LÃ¤rmimmissionen der projektierten Anlage mÃ¼ssten mit jenen der L-Strasse und der Eisenbahnlinie zusammen beurteilt werden (Art. 8 USG). Da zumindest die Belastung durch den StrassenlÃ¤rm bereits Ã¼ber die Immissionsgrenzwerte hinausgehe, seien zusÃ¤tzliche LÃ¤rmbelastungen seitens der Waschanlage zu verhindern. Auf die wirtschaftliche Tragbarkeit sei dabei keine RÃ¼cksicht zu nehmen, da diese bei der Begrenzung Ã¼bermÃ¤ssiger Immissionen gemÃ¤ss Art. 11 Abs. 3 USG keine Rolle spiele. </p> <p class="Urteilstext">Bei der Ermittlung der massgeblichen LÃ¤rmbelastung werden gemÃ¤ss Art. 40 Abs. 2 LSV nur gleichartige LÃ¤rmimmissionen, d.h. solche, die im selben Anhang zur LSV geregelt sind, zusammengerechnet. FÃ¼r die Beurteilung einer Gesamtbelastung, die von verschiedenen LÃ¤rmarten herrÃ¼hrt, bestehen keine Grenzwerte; das Zusammenwirken verschiedener LÃ¤rmarten muss daher gestÃ¼tzt auf Art. 8 USG im Einzelfall beurteilt werden. Dabei sind Immissionen anderer LÃ¤rmarten nicht einfach zu jenen der beurteilten Anlage hinzuzurechnen, aber immerhin zu berÃ¼cksichtigen (URP 1997 S. 495, E. 4b). In welcher Weise dies zu geschehen hat, wird aus der Rechtsprechung nicht deutlich. Neben der LÃ¤rmart mit dem hÃ¶chsten Beurteilungspegel werden andere LÃ¤rmarten im Hinblick auf die Einhaltung der Immissionsgrenzwerte jedenfalls nur berÃ¼cksichtigt werden kÃ¶nnen, wenn deren zusÃ¤tzliche StÃ¶rwirkung deutlich zutage tritt (vgl. Christoph ZÃ¤ch/Robert Wolf, Kommentar USG, Art. 15 USG N. 29). Dieser Forderung wird vorliegend bereits im Rahmen der vorsorglichen Emissionsbegrenzung Rechnung getragen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Nebst der Einhaltung der Planungswerte sind die Emissionen der Anlage im Rahmen der Vorsorge so weit zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich mÃ¶glich und wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG; Art. 7 Abs. 1 LSV). Als Massnahmen zur vorsorglichen Emissionsbegrenzung kÃ¶nnen u.a. Verkehrs- oder Betriebsvorschriften erlassen werden (Art. 12 Abs. 1 lit. c USG), wozu unbestrittenermassen auch BeschrÃ¤nkungen der Betriebszeit gehÃ¶ren. Die Begrenzungen werden durch Verordnungen oder, soweit diese nichts vorsehen, durch unmittelbar auf das USG abgestÃ¼tzte VerfÃ¼gungen angeordnet (Art. 12 Abs. 2 USG). </p> <p class="Urteilstext"><span>Die im vorliegenden Fall strittige BeschrÃ¤nkung der Betriebszeiten ist technisch und betrieblich ohne weiteres mÃ¶glich; in Frage steht einzig ihre wirtschaftliche Tragbarkeit.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Ob eine Massnahme der vorsorglichen Emissionsbegrenzung wirtschaftlich tragbar ist, wird nicht anhand einer individuellen betriebswirtschaftlichen Untersuchung der betroffenen Anlage ermittelt. Abzustellen ist vielmehr auf einen mittleren und wirtschaftlich gesunden Betrieb derselben Branche (BGE 123 II 325 E. 4e S. 336; AndrÃ© Schrade/Theo Loretan, Kommentar USG, Art. 11 USG N. 33 ff.). Diesen Massstab hat das Bundesgericht zur Beurteilung der wirtschaftlichen Tragbarkeit nach Art. 11 Abs. 2 USG auch dann herangezogen, wenn die Einhaltung der Planungswerte (in jenem Fall fÃ¼r einen Gastwirtschaftsbetrieb nur sinngemÃ¤ss) bereits gewÃ¤hrleistet war (vgl. den zitierten Entscheid).</p> <p class="Urteilstext">In der Agglomeration ZÃ¼rich finden sich durchaus Autowaschanlagen, die nur tagsÃ¼ber und nur an Werktagen geÃ¶ffnet sind und offenbar dennoch wirtschaftlich betrieben werden kÃ¶nnen. Diesen Umstand muss sich auch die BeschwerdefÃ¼hrerin entgegenhalten lassen. Falls ihr Betriebskonzept so ausgerichtet ist, dass sie eine akzeptable Rendite nur mit Ãffnungszeiten an Abenden und Wochenenden erzielen kann, ist das nicht ausschlaggebend. Es geht insbesondere nicht an, dass sie gegenÃ¼ber ihren Mitbewerbern Konkurrenzvorteile erzielt, indem sie fÃ¼r sich grÃ¶ssere Freiheiten bei der Belastung der Nachbarschaft mit LÃ¤rm beansprucht. Auf die von der BeschwerdefÃ¼hrerin eingereichten Unterlagen zur Bedeutung der abendlichen Ãffnungszeiten fÃ¼r die Wirtschaftlichkeit ihres Betriebs ist daher nicht abzustellen. Die von der Beschwerdegegnerschaft erhobenen Einwendungen gegenÃ¼ber der RentabilitÃ¤tsberechnung der BeschwerdefÃ¼hrerin brauchen daher nicht weiter geprÃ¼ft zu werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.3 </b>Die Vorinstanz hat ferner zu Recht darauf hingewiesen, dass die von der BeschwerdefÃ¼hrerin vorgelegten Zahlen nicht schlÃ¼ssig sind (vorinstanzlicher Entscheid, E. 4 S. 10). Wie sie zutreffend ausfÃ¼hrte, handelt es sich bei der Erhebungsperiode um einen kurzen Zeitabschnitt (Mitte Juni 2003), dessen Ergebnisse sich nicht ohne weiteres auf andere Jahreszeiten Ã¼bertragen lassen. Zu ergÃ¤nzen ist, dass es sich dabei offenbar um eine ausgesprochene SchÃ¶nwetterperiode gehandelt hat, denn alle Messungen tragen in der Ãberschrift den Vermerk "tous les jours chaud et beau tendance orage le soir". Berechtigt ist auch der Einwand der Vorinstanz, dass sich aus der Untersuchung von Anlagen, die am Abend und an Sonntagen geÃ¶ffnet sind, nicht ableiten lÃ¤sst, wie sich die Kunden verhalten wÃ¼rden, wenn sie sich an andern Ãffnungszeiten orientieren mÃ¼ssten.</p> <p class="Urteilstext">Vor Verwaltungsgericht macht die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend, dass sie fÃ¼r die Ermittlung der eingereichten Umsatzzahlen bereits einen erheblichen Aufwand betrieben habe; zusÃ¤tzliche AbklÃ¤rungen seien ihr nicht zumutbar. <a id="OLE_LINK1">Auch sei die Annahme der Vorinstanz, dass die Kunden eine Waschanlage vermehrt tagsÃ¼ber benÃ¼tzen wÃ¼rden, wenn die Abendstunden und die Sonntage nicht zur VerfÃ¼gung stÃ¼nden,</a> nicht bewiesen und lasse sich auch nicht beweisen, weil die BeschwerdefÃ¼hrerin keine nur tagsÃ¼ber geÃ¶ffneten Anlagen besitze.</p> <p class="Urteilstext">Der durch die BeschwerdefÃ¼hrerin getÃ¤tigte Aufwand lÃ¤sst sich vorliegend nicht Ã¼berprÃ¼fen. An der Tatsache, dass die von ihr gewÃ¤hlte Stichprobe nicht auf die VerhÃ¤ltnisse wÃ¤hrend des ganzen Jahres schliessen lÃ¤sst, Ã¤ndert dies aber nichts. Die Annahme, dass eine Waschanlage vermehrt tagsÃ¼ber benÃ¼tzt wird, wenn sie in den Abendstunden und an Sonntagen nicht geÃ¶ffnet ist, leuchtet ohne weiteres ein; unklar ist lediglich das Mass, in welchem dieser Effekt eintrÃ¤te. Dieses wird u.a. davon abhÃ¤ngen, ob in einer fÃ¼r die Kunden annehmbaren Distanz andere Anbieter mit lÃ¤ngeren Ãffnungszeiten zur VerfÃ¼gung stehen. DarÃ¼ber ist nichts bekannt; auch die BeschwerdefÃ¼hrerin macht dazu keine Angaben. Der Betreiberin einer andern Waschanlage in derselben Gemeinde hat das Verwaltungsgericht jedenfalls keine lÃ¤ngeren Ãffnungszeiten zugestanden (VGr, 12. September 2001, VB.2001.00111, www.vgrzh.ch). </p> <p class="Urteilstext">Im Ãbrigen stellt sich die Frage, zu wessen Lasten zu entscheiden wÃ¤re, wenn sich der Sachverhalt mit Bezug auf die wirtschaftliche Tragbarkeit tatsÃ¤chlich nicht klÃ¤ren liesse. Ob die objektive Beweislast (Fritz Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. A., Bern 1983, S. 280 ff.; Alfred KÃ¶lz/Isabelle HÃ¤ner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. A., ZÃ¼rich 1998, N. 269; RenÃ© Rhinow/Heinrich Koller/Christina Kiss, Ãffentliches Prozessrecht und Justizverfassungsrecht des Bundes, Basel und Frankfurt a.M. 1996, N. 910 ff.; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/ Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 7 N. 5 und 61) hier wegen der grundsÃ¤tzlichen Vermutung der Baufreiheit den BehÃ¶rden bzw. den Nachbarn zuzuweisen wÃ¤re, wie die BeschwerdefÃ¼hrerin annimmt, steht nicht fest. Die gegenteilige LÃ¶sung wÃ¤re ebenso denkbar, zumal der Ersteller der Anlage zweifellos besser als die Bewilligungsinstanz in der Lage ist, die notwendigen Unterlagen beizubringen. In beiden FÃ¤llen wÃ¤re Ã¼berdies, sofern mit zumutbarem Aufwand keine abschliessende KlÃ¤rung mÃ¶glich ist, eine Herabsetzung des Beweismasses denkbar, sodass der Nachweis einer erheblichen Wahrscheinlichkeit genÃ¼gen wÃ¼rde (vgl. Gygi, S. 283; Rhinow/Koller/Kiss, N. 913). Diese Fragen brauchen hier jedoch nicht entschieden zu werden, da die betriebswirtschaftliche Situation der BeschwerdefÃ¼hrerin, wie erwÃ¤hnt, nicht ausschlaggebend ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.4 </b>Die vorgelegten Unterlagen erbringen somit keinen schlÃ¼ssigen Nachweis mit Bezug auf die wirtschaftliche Tragbarkeit der strittigen zeitlichen BeschrÃ¤nkungen. Aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung ist aber ohne weiteres anzunehmen, dass die EinschrÃ¤nkung der Betriebszeiten eine gewisse wirtschaftliche Einbusse mit sich bringt. Diese ist bei der PrÃ¼fung der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit der Massnahme in Rechnung zu stellen.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b><i><span> </span></i></p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, bei der Festlegung der Betriebszeiten stehe der VollzugsbehÃ¶rde ein "prospektiv-technisches" Ermessen zu, das in erster Linie von der erstinstanzlich entscheidenden Amtsstelle, vorliegend mit Bezug auf LÃ¤rmfragen von der Volkswirtschaftsdirektion bzw. deren Amt fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit (AWA), auszuÃ¼ben sei. Bei der ÃberprÃ¼fung dieses Ermessens hÃ¤tten sich die Baurekurskommissionen ZurÃ¼ckhaltung aufzuerlegen und dÃ¼rften nicht ihr eigenes Ermessen an die Stelle desjenigen der FachbehÃ¶rde setzen. Diese Aufgabenverteilung habe die Vorinstanz im vorliegenden Fall missachtet und in unzulÃ¤ssiger Weise in den Beurteilungsspielraum des AWA eingegriffen.</p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b>Bei der Anwendung von Art. 11 Abs. 2 USG stellen sich mit Bezug auf die wirtschaftliche Tragbarkeit Sachverhalts- und Rechtsfragen. Ein eigentliches Rechtsfolgeermessen besteht nur bei der Wahl der Begrenzungsmassnahmen (Art. 12 Abs. 1 USG), die jedoch hier nicht umstritten ist. Wirtschaftliche Tragbarkeit ist allerdings ein unbestimmter Rechtsbegriff, bei dessen Anwendung der VollzugsbehÃ¶rde ebenfalls ein Beurteilungsspielraum zusteht, und einen solchen anerkennt die Praxis in vielen FÃ¤llen auch bei der PrÃ¼fung von Sachverhaltsfragen, insbesondere wo eine kÃ¼nftige Entwicklung zu beurteilen ist (vgl. RB 1994 Nr. 18 = BEZ 1994 Nr. 13; zum Ganzen KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, zu § 50 N. 81 ff.). Wie weit der Beurteilungsspielraum der VollzugsbehÃ¶rde im vorliegenden Fall reichte, braucht nicht im Einzelnen geprÃ¼ft zu werden. </p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b>Wird der Ermessensentscheid einer kommunalen BaubehÃ¶rde angefochten, auferlegen sich die Baurekurskommissionen bei dessen ÃberprÃ¼fung trotz ihrer grundsÃ¤tzlich umfassenden Kognition (§ 20 VRG) ZurÃ¼ckhaltung. Beruht der angefochtene Entscheid auf einer vertretbaren WÃ¼rdigung der massgebenden SachumstÃ¤nde, so wird er von der Rekursinstanz respektiert und sie setzt nicht ihr eigenes Ermessen an die Stelle desjenigen der BaubehÃ¶rde; sie greift erst dann ein, wenn sich die vorinstanzliche ErmessensausÃ¼bung als offensichtlich unvertretbar erweist. Diese mit Bezug auf kommunale BehÃ¶rden entwickelten GrundsÃ¤tze beruhen allerdings wesentlich auf dem Respekt vor der Gemeindeautonomie (RB 1981 Nr. 20; BGr, 21. Juni 2005, 1P.678/2004, www.bger.ch; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 20 N. 19). Wieweit sie auch in einem Fall wie dem vorliegenden zur Anwendung gelangen, in welchem eine kantonale FachbehÃ¶rde erstinstanzlich entschieden hat, ist nicht deutlich. Auf jeden Fall muss auch hier gelten, dass die Rekursinstanz den Entscheidungsspielraum der erstinstanzlichen BehÃ¶rde nur beachten muss, wenn diese erkennbar davon Gebrauch gemacht hat; andernfalls prÃ¼ft sie die sich stellenden Ermessensfragen selbstÃ¤ndig (vgl. RB 1991 Nr. 2; VGr, 19. April 2002, BEZ 2002 Nr. 18, E. 5a).</p> <p class="Urteilstext">Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen (§ 50 Abs. 1 und 2 VRG) sowie eine unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts (§ 51 VRG) gerÃ¼gt werden; die RÃ¼ge der Unangemessenheit ist â abgesehen von hier nicht zutreffenden Ausnahmen â nicht zulÃ¤ssig (§ 50 Abs. 3 VRG). Das Verwaltungsgericht Ã¼berprÃ¼ft daher bei Ermessensfragen einerseits, ob die Rekursinstanz den der erstinstanzlichen BehÃ¶rde zustehenden Ermessens- bzw. Beurteilungsspielraum respektiert hat, und anderseits, soweit die Rekursinstanz zur selbstÃ¤ndigen AusÃ¼bung von Ermessen berufen war, ob sie dieses missbraucht oder Ã¼berschritten hat. Eine eigene umfassende Beurteilung von Ermessensfragen steht dem Gericht dagegen nicht zu. </p> <p class="Erwgung2"><b>7.3 </b>Das Amt fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit (AWA) hat in der angefochtenen VerfÃ¼gung vom 8. August 2003 keine ErwÃ¤gungen zu den Voraussetzungen der zeitlichen BetriebsbeschrÃ¤nkungen angestellt. In der Rekursvernehmlassung zuhanden der Vorinstanz Ã¤usserte sich das Amt zu den Betriebszeiten wie folgt:</p> <p class="EinzugZitat"><span> "In der Stellungnahme zum rechtlichen GehÃ¶r begrÃ¼ndet der Bauherr die wirtschaftlichen Ãberlegungen fÃ¼r die geplanten Betriebszeiten. Diese AusfÃ¼hrungen sind ebenfalls nachvollziehbar und plausibel, so dass keine weitergehenden BeschrÃ¤nkungen der geplanten Betriebszeiten zu verlangen sind."</span></p> <p class="Urteilstext">Diese AusfÃ¼hrungen enthalten keinerlei selbstÃ¤ndige Auseinandersetzung mit den GrundsÃ¤tzen, nach denen die Begrenzung der Betriebszeiten beurteilt wird. Selbst wenn man die in der Vernehmlassung erwÃ¤hnte Stellungnahme der BeschwerdefÃ¼hrerin sinngemÃ¤ss zu den ErwÃ¤gungen des Amtes zÃ¤hlen wollte, ergÃ¤be sich keine ausreichende BegrÃ¼ndung des getroffenen Entscheids. Es handelt sich dabei um eine Eingabe der heutigen BeschwerdefÃ¼hrerin vom 5. August 2003, in welcher diese im Wesentlichen auf die zeitliche Entwicklung der Tageseinnahmen von Vergleichsanlagen hingewiesen, RentabilitÃ¤tsberechnungen angestellt und geltend gemacht hat, dass sich mit einer weiteren Begrenzung der Betriebszeiten keine ausreichende Rendite mehr erzielen lasse. Diese Argumente, die auch im Beschwerdeverfahren wieder vorgebracht wurden, sind jedoch, wie bereits erwÃ¤hnt, fÃ¼r sich allein nicht massgeblich (vorn, E. 6.3).</p> <p class="Urteilstext">Die Baurekurskommission war unter diesen UmstÃ¤nden berechtigt und verpflichtet, eine eigene WÃ¼rdigung der wirtschaftlichen Tragbarkeit reduzierter Betriebszeiten vorzunehmen. Soweit ihr dabei Ã¼berhaupt ein Ermessen zustand, hat das Verwaltungsgericht nicht in dieses einzugreifen. Zur Beurteilung der vorliegend sich stellenden Sach- und Rechtsfragen ist das Gericht dagegen ohne weiteres befugt.</p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Pflicht zur Einhaltung der Planungswerte besitzt bereits den Charakter einer Vorsorgemassnahme. Sind die Planungswerte eingehalten, gelten daher nach der Rechtsprechung zusÃ¤tzliche Massnahmen gemÃ¤ss Art. 11 Abs. 2 USG nur dann als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig, wenn sich mit relativ geringem Aufwand â bzw. im vorliegenden Fall mit einer relativ geringen wirtschaftlichen Einbusse â eine wesentliche zusÃ¤tzliche Reduktion der Emissionen erreichen lÃ¤sst (BGE 124 II 517 E. 5a; Schrade/Loretan, Kommentar USG, Art. 11 USG N. 34b a.E.).</p> <p class="Urteilstext">In diesem Zusammenhang ist freilich zu berÃ¼cksichtigen, dass vorliegend der niedrige Beurteilungspegel in der Nacht, wie erwÃ¤hnt, auf die Berechnungsweise gemÃ¤ss Anh. 6 Ziff. 31 LSV zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist, nach welcher der LÃ¤rm der abendlichen Betriebsstunden auf die gesamte 12-stÃ¼ndige Nachtperiode umgerechnet wird. Betrachtet man die hier strittigen Abendstunden von 19 - 21 Uhr fÃ¼r sich allein, so ist in dieser Periode ein relativ hoher BetriebslÃ¤rm zu erwarten. Bei der PrÃ¼fung, ob mit den vorgesehenen BeschrÃ¤nkungen eine wesentliche zusÃ¤tzliche Reduktion der Emissionen erreicht werden kann, ist daher vor allem diese LÃ¤rmbelastung in den ersten Abendstunden von Interesse. Diese Situation ist nicht ohne weiteres mit den von der Rechtsprechung beurteilten FÃ¤llen vergleichbar, in denen auch die tatsÃ¤chlich wahrgenommene LÃ¤rmbelastung unterhalb der Planungswerte lag.</p> <p class="Urteilstext">Die Notwendigkeit einer BeschrÃ¤nkung der Betriebszeiten ist denn auch grundsÃ¤tzlich unbestritten. Schon in der angefochtenen VerfÃ¼gung der Volkswirtschaftsdirektion vom 8. August 2003 wurde die Betriebsdauer auf die Zeit bis 22 Uhr beschrÃ¤nkt, und die BeschwerdefÃ¼hrerin bietet mit der Beschwerde ihrerseits eine Schliessung an Werktagen um 21 Uhr an. Zu prÃ¼fen bleibt, ob nach den genannten GrundsÃ¤tzen auch die von der Vorinstanz angeordnete BeschrÃ¤nkung der Betriebsdauer auf die Zeit bis 19 Uhr und das Verbot des Betriebs an Sonntagen und allgemeinen Feiertagen gerechtfertigt sind.</p> <p class="Erwgung1"><b>9. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>9.1 </b>Die in den Abendstunden von 19 - 21 Uhr zu erwartenden LÃ¤rmimmissionen wÃ¤ren Ã¤hnlich hoch wie diejenigen am Tag. Der Beurteilungspegel des tagsÃ¼ber verursachten LÃ¤rms betrÃ¤gt nach den neusten Berechnungen der BeschwerdefÃ¼hrerin 48 dB(A). Dieser bringt jedoch lediglich die durchschnittliche LÃ¤rmbelastung in der Zeit von 07 - 19 Uhr zum Ausdruck. Da die BenÃ¼tzung der Anlage nach den eigenen Angaben der BeschwerdefÃ¼hrerin in den ersten Abendstunden von 19 - 21 Uhr voraussichtlich eine zweite Tagesspitze erreichen wÃ¼rde, lÃ¤ge die LÃ¤rmbelastung in dieser Zeit eher noch hÃ¶her. Die Vorinstanz errechnete dafÃ¼r einen approximativen Wert von ca. 50 dB(A) (vorinstanzlicher Entscheid, E. 4, S. 11).</p> <p class="Urteilstext">Zu einem Ã¤hnlichen Ergebnis fÃ¼hrt der Vergleich mit den von der BeschwerdefÃ¼hrerin bzw. ihrem Gutachter berechneten Schallpegeln der Abendstunden. Sie gelangt fÃ¼r die Zeit von 19 - 21 Uhr unter BerÃ¼cksichtigung der erwarteten abendlichen Auslastung der Waschanlage zu einem Gesamtpegel (Leq bei den WohnhÃ¤usern der Beschwerdegegnerschaft) von 44 dB(A). Dieser Pegel ist aufgrund der angenommenen Betriebsauslastung als praktisch durchgehende Dauerbelastung von 19 - 21 Uhr zu betrachten (im Durchschnitt gleichzeitig drei Waschboxen und eine Staubsaugeranlage in Betrieb). Der Schallpegel von 44 dB(A) entspricht daher einem Beurteilungspegel fÃ¼r die fraglichen zwei Stunden mit dem Unterschied, dass die Korrekturwerte K1 - K3 gemÃ¤ss Anh. 6 Ziff. 33 LSV, die der Charakteristik und dem Tongehalt des LÃ¤rms Rechnung tragen, noch nicht darin enthalten sind. Diese K-Werte sind fÃ¼r die hier vereinten GerÃ¤uschquellen unterschiedlich: FÃ¼r die Waschboxen wurden sie im LÃ¤rmgutachten mit 7 dB(A) angenommen, fÃ¼r die Staubsaugeranlage und die VerkehrsgerÃ¤usche nachts mit je 5 dB(A) und fÃ¼r die ManÃ¶ver- und ParkgerÃ¤usche mit 2 dB(A). Da die letzteren mit Abstand am wenigsten zur Gesamtbelastung beitragen, wirken sich die K-Werte der vier LÃ¤rmquellen kombiniert mit mindestens 5 dB(A) aus, was zusammen mit dem von der BeschwerdefÃ¼hrerin ermittelten Schallpegel von 44 dB(A) einen Wert von ca. 49 dB(A) ergibt.</p> <p class="Urteilstext">WÃ¼rde somit fÃ¼r die Zeit von 19 - 21 Uhr ein eigener Beurteilungspegel errechnet, dem nur diese zwei Stunden, nicht die ganze Nacht von 19 - 07 Uhr, zugrunde lÃ¤gen, so entsprÃ¤che dieser beim kritischen Empfangspunkt (GebÃ¤ude N-Strasse 04) einem Wert von ca. 49 dB(A). Die LÃ¤rmbelastung lÃ¤ge damit um rund 4 dB(A) Ã¼ber dem an diesem Ort geltenden Planungswert fÃ¼r die Nacht von 45 dB(A) und knapp unter dem Immissionsgrenzwert von 50 dB(A). Dies ist ein Indiz dafÃ¼r, dass es sich um eine erhebliche StÃ¶rung handeln kann.</p> <p class="Erwgung2"><b>9.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin wendet ein, die Belastung durch Strassen- und EisenbahnlÃ¤rm sei am kritischen Empfangspunkt so hoch, dass der zusÃ¤tzliche LÃ¤rm der Waschanlage nicht ins Gewicht falle. Die von ihr in Auftrag gegebenen Messungen des Strassen- und EisenbahnlÃ¤rms zeigen fÃ¼r die Zeit von 19 - 21 Uhr drei halbstÃ¼ndige Messperioden mit 63.0 bis 64.2 dB(A); eine Messperiode, die deutlich hÃ¶her ausfiel, war durch vier GÃ¼terzÃ¼ge beeinflusst. Anderseits berechnet ihr Experte den Schallpegel der Waschanlage fÃ¼r dieselbe Zeit von 19 - 21 Uhr mit 44 dB(A). GestÃ¼tzt darauf macht er geltend, eine energetische Addition des bestehenden Schallpegels des Strassen- und EisenbahnlÃ¤rms von 63 dB(A) mit dem Schallpegel der Waschanlage von 44 dB(A) bewirke lediglich eine theoretische, nicht wahrnehmbare PegelerhÃ¶hung von 0.054 dB(A).</p> <p class="Urteilstext">Diese Betrachtung berÃ¼cksichtigt jedoch zu wenig, dass die verglichenen LÃ¤rmarten unterschiedliche Charakteristiken aufweisen (vgl. Robert Wolf, Kommentar USG, Art. 15 USG N. 20). Der LÃ¤rm des Strassenverkehrs besteht aus Einzelereignissen. GemÃ¤ss einer Mitteilung der Fachstelle LÃ¤rmschutz der Baudirektion vom 12. Januar 2004 bewegen sich auf der L-Strasse im fraglichen Bereich tagsÃ¼ber stÃ¼ndlich 530 Fahrzeuge; das entspricht einer Durchfahrt ca. alle 7 Sekunden. Die Durchfahrten der Eisenbahn erfolgen in grÃ¶sseren AbstÃ¤nden. Zwischen diesen Einzelereignissen bleibt der von der Waschanlage herrÃ¼hrende LÃ¤rm hÃ¶rbar.</p> <p class="Urteilstext"><span>Vergleicht man die LautstÃ¤rke der von den verschiedenen Quellen herrÃ¼hrenden Schallereignisse, so ergibt sich Folgendes:</span></p> <p class="Urteilstext">â Ein vorbeifahrendes Auto verursacht auf der HÃ¶he der Wohnungen der Beschwerdegegner gemÃ¤ss den Messungen, welche die BeschwerdefÃ¼hrerin eingereicht hat, ein GerÃ¤usch von 60 - 65 dB(A).</p> <p class="Urteilstext">â Vorbeifahrende EisenbahnzÃ¼ge sind je nach Art des Zuges noch bedeutend lauter. Wegen der grÃ¶sseren zeitlichen AbstÃ¤nde ist dieser LÃ¤rm jedoch nicht geeignet, denjenigen der Waschanlage zu Ã¼berdecken.</p> <p class="Urteilstext">â Das GerÃ¤usch der Waschboxen weist auf deren RÃ¼ckseite, die der Strasse zugewandt ist, im Abstand von 10 m einen Pegel von ca. 49 dB(A) auf (Messungen in Y; dieser Wert liegt auch dem Gutachten der BeschwerdefÃ¼hrerin zugrunde). Die vorgesehene AusfÃ¼hrung der Waschboxen ohne LÃ¼ftungsschlitze lÃ¤sst eine weitere Reduktion um ca. 2 dB(A) erwarten. Die durchschnittliche Distanz zum kritischen Empfangspunkt (Wohnungen N-Strasse 04) betrÃ¤gt ca. 40 m, womit sich die LautstÃ¤rke um weitere 12 dB(A) reduziert (vgl. die Berechnungen im Gutachten, Ziff. 4.4.1 lit. a; Robert Wolf, Kommentar USG, Vorbem. zu Art. 19 - 25 USG, N. 14). Der Waschvorgang wird somit als Einzelereignis mit ca. 35 dB(A) zu hÃ¶ren sein.</p> <p class="Urteilstext">Nach den Annahmen der BeschwerdefÃ¼hrerin werden in den fraglichen zwei Abendstunden durchschnittlich drei Waschboxen gleichzeitig im Betrieb sein (6 Boxen mit je 3 WaschvorgÃ¤ngen Ã 10 Min. pro Stunde). Die Zusammenrechnung von drei gleich starken Quellen fÃ¼hrt zu einer ErhÃ¶hung des Schallpegels um knapp 5 dB(A), im Ergebnis hier zu einem mehr oder weniger durchgehenden GerÃ¤uschpegel von ca. 40 dB(A).</p> <p class="Einzug2"><span>â<span> </span></span><span>FÃ¼r die Staubsaugeranlage geht das Gutachten von einer Belastung von 60 dB(A) in einem Abstand von 5 m aus. Bei einer durchschnittlichen Distanz von ca. 60 m zum kritischen Empfangspunkt betrÃ¤gt die AbstandsdÃ¤mpfung ca. 21.5 dB(A), sodass dort eine Immission von ca. 38.5 dB(A) resultiert. Die im Gutachten zugrunde gelegte Betriebsdauer von 46 Min. pro Stunde entspricht dem Durchschnitt der damals angenommenen Gesamtbetriebszeit von 06 - 22 Uhr. FÃ¼r die Zeit von 19 -21 Uhr mit ihrer eher hohen Betriebsauslastung muss mit dem praktisch durchgehenden Betrieb mindestens eines Staubsaugerplatzes gerechnet werden.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wasch- und Staubsaugeranlage ergeben damit zusammengerechnet einen Pegel von knapp 43 dB(A). Das entspricht in etwa dem von der BeschwerdefÃ¼hrerin ermittelten Schallpegel von 44 dB(A), der zusÃ¤tzlich zur Wasch- und Staubsaugeranlage </span>auch die Verkehrs- und ParkiergerÃ¤usche auf dem Betriebsareal erfasst. In diesen Pegeln sind jedoch die Korrekturwerte K1 - K3 gemÃ¤ss Anh. 6 Ziff. 33 LSV, welche der Charakteristik und dem Tongehalt des LÃ¤rms Rechnung tragen, nicht berÃ¼cksichtigt. Beim Vergleich mit den GerÃ¤uschen des Strassenverkehrs sind diese ebenfalls in Rechnung zu stellen, denn die Korrekturwerte dienen dazu, der unterschiedlichen StÃ¶rwirkung der verschiedenen GerÃ¤uscharten Rechnung zu tragen. Die K-Werte bringen hier eine ErhÃ¶hung des Pegels der Waschanlage um mindestens 5 dB(A) (vgl. vorn, E. 9.1). Der LÃ¤rm der Waschanlage wird daher im Vergleich zum VerkehrslÃ¤rm nicht nur mit dem von der BeschwerdefÃ¼hrerin genannten Pegel von 44 dB(A), sondern mit ca. 49 dB(A) wahrgenommen werden.</p> <p class="Urteilstext"><span>Den EinzelgerÃ¤uschen der </span>vorbeifahrenden Autos von ca. 60 - 65 dB(A) stehen damit die mit ca. 49 dB(A) wahrnehmbaren GerÃ¤usche der Waschanlage gegenÃ¼ber. Die ErhÃ¶hung bzw. Senkung eines Schallpegels um 10 dB(A) wird vom menschlichen GehÃ¶r etwa als Verdoppelung bzw. Halbierung der LautstÃ¤rke wahrgenommen; die Waschanlage ist somit knapp halb so laut wahrnehmbar wie die Autos. FÃ¼r die Bewohner der exponierten Wohnungen wÃ¤ren diese GerÃ¤usche zwischen den Schallereignissen der vorbeifahrenden Autos und ZÃ¼ge immerhin hÃ¶rbar. Entgegen der Annahme der BeschwerdefÃ¼hrerin wÃ¼rde damit der LÃ¤rm der Waschanlage nicht vÃ¶llig durch jenen des Strassen- und Eisenbahnverkehrs verdeckt.</p> <p class="Erwgung2"><b>9.3 </b>Der Augenschein bei der Vergleichsanlage in X hat bestÃ¤tigt, dass die GerÃ¤usche der Waschboxen auf deren RÃ¼ckseite in einer Entfernung von ca. 38 m (beim Standort 2) nur wahrnehmbar sind, wenn keine Autos vorbeifahren. Auch in den Pausen des Autoverkehrs waren die GerÃ¤usche nur schwach hÃ¶rbar. Allerdings befand sich jener Standort nÃ¤her beim Strassenverkehr als die HÃ¤user der BeschwerdefÃ¼hrerschaft. Anderseits bieten jedoch die RÃ¼ck- und SeitenwÃ¤nde der dortigen Waschanlage weder zum Boden noch zum Dach hin einen durchgehenden Schutz. WÃ¤hrend am Boden nur ein Spalt offen bleibt, besteht zum Dach hin ein Zwischenraum von mindestens zwei Metern, durch welchen der LÃ¤rm, der vom Dach Ã¼berdies reflektiert wird, ungehindert nach aussen dringt. DemgegenÃ¼ber ist beim hier beurteilten Projekt auf der gegen die Strasse gerichteten Seite eine vollstÃ¤ndig geschlossene Konstruktion vorgesehen, welche weder zum Boden noch zum Dach hin LÃ¼cken aufweist. Angesichts dessen kann davon ausgegangen werden, dass die GerÃ¤usche der Waschanlage noch schwÃ¤cher hÃ¶rbar sein werden. Im Vergleich zum Strassenverkehr, der in der fraglichen Zeit von 19 - 21 Uhr ziemlich intensiv ist, werden diese kaum als wesentliche zusÃ¤tzliche StÃ¶rung empfunden werden.</p> <p class="Urteilstext">Das GerÃ¤usch der Staubsaugeranlage konnte beim Augenschein weniger schlÃ¼ssig beurteilt werden, da die Situation insofern nicht mit jener der projektierten Anlage vergleichbar war. Aufgrund des LÃ¤rmgutachtens wird die Staubsaugeranlage jedoch an den massgeblichen Empfangspunkten ohnehin weniger laut hÃ¶rbar sein als die Waschboxen. Es ist daher anzunehmen, dass auch daraus keine wesentliche, zusÃ¤tzlich zum Strassenverkehr wahrnehmbare StÃ¶rung resultieren wird. Nicht berÃ¼cksichtigt wird allerdings in der LÃ¤rmbeurteilung des Gutachtens, dass erfahrungsgemÃ¤ss manche BenÃ¼tzer einer Waschanlage beim Staubsaugen ihre Autoradios in Betrieb setzen, was zu einer zusÃ¤tzlichen BelÃ¤stigung fÃ¼hren kann. Es wird Sache der BeschwerdefÃ¼hrerin sein, derartige StÃ¶rungen zu unterbinden.</p> <p class="Erwgung2"><b>9.4 </b>Unter diesen UmstÃ¤nden bringt ein Verzicht auf die Betriebszeit von 19 - 21 Uhr fÃ¼r die Anwohner voraussichtlich keine deutlich wahrnehmbare Minderung der LÃ¤rmbelastung. Diese zeitliche Begrenzung wÃ¤re deshalb als Massnahme der vorsorglichen Emissionsbegrenzung â angesichts der nicht zu vernachlÃ¤ssigenden wirtschaftlichen Einbusse sowie des Umstands, dass die Planungswerte bereits eingehalten sind â unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig. </p> <p class="Erwgung1"><b>10. </b> </p> <p class="Urteilstext">Umstritten ist ferner das von der Vorinstanz angeordnete Verbot des Betriebs an Sonntagen und allgemeinen Feiertagen. </p> <p class="Urteilstext">Die LSV sieht keine spezielle Regelung fÃ¼r den LÃ¤rm von Gewerbebetrieben am Sonntag vor. Das RuhebedÃ¼rfnis der BevÃ¶lkerung ist aber am Sonntag anerkanntermassen hÃ¶her. Das kommt in der LSV zum Ausdruck, indem diese beim SchiesslÃ¤rm die LÃ¤rmbelastung an Sonntagen stÃ¤rker gewichtet als an Werktagen (vgl. Anh. 7 Ziff. 32 Abs. 1 LSV). Auch die Polizeiverordnung der Stadt Z vom 20. November 2000 bestimmt in Art. 34 Abs. 1, dass lÃ¤rmige Arbeiten, insbesondere auch in Industrie und Gewerbe, an Sonn- und allgemeinen Feiertagen generell verboten sind. Wenn die LSV fÃ¼r den LÃ¤rm von Gewerbebetrieben keine solche Unterscheidung vorsieht, liegt dies, wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, am ehesten daran, dass dieser LÃ¤rm in der Regel ohnehin zur Hauptsache an Werktagen anfÃ¤llt.</p> <p class="Urteilstext"><span>Aufgrund der eingereichten Messprotokolle bestehen Ã¼berdies Anhaltspunkte, dass der Verkehr auf der L-Strasse am Sonntag etwas weniger intensiv ist, so dass die von der Waschanlage herrÃ¼hrenden GerÃ¤usche besser hÃ¶rbar wÃ¤ren als an Werktagen. Die Messungen sind diesbezÃ¼glich zwar nicht eindeutig, da nicht dieselben Tageszeiten gemessen wurden und nur Messergebnisse von je einem Tag vorliegen. ErfahrungsgemÃ¤ss ist aber der Verkehr auf Durchgangsstrassen zumindest am Sonntagvormittag deutlich geringer als an Werktagen. Der Verzicht auf den Sonntagsbetrieb bringt somit fÃ¼r die Anwohner voraussichtlich eine deutlich wahrnehmbare Minderung der LÃ¤rmbelastung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Bezug auf die wirtschaftliche Tragbarkeit eines sonntÃ¤glichen Betriebsverbots macht die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend, dass ein solches zu einer Einbusse von 20 % des Wochenumsatzes fÃ¼hren wÃ¼rde und damit einer rentablen FÃ¼hrung des Betriebs im Weg stehe. Diese Argumentation ist aus denselben GrÃ¼nden, welche im Zusammenhang mit der Betriebsdauer am Abend erÃ¶rtert wurden, wenig Ã¼berzeugend. Am Augenschein bei der Anlage in X hat sich Ã¼berdies gezeigt, dass auch jene Anlage an Sonn- und Feiertagen geschlossen ist, und es wurde nicht geltend gemacht, sie kÃ¶nne deswegen nicht wirtschaftlich betrieben werden. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Ãbrigen ist die wirtschaftliche Tragbarkeit mit Blick auf alle zur Begrenzung der LÃ¤rmimmissionen angeordneten Massnahmen gesamthaft zu prÃ¼fen. Ein Verbot des Sonntagsbetriebs und des Betriebs am Abend von 19 - 21 Uhr wÃ¤re insgesamt unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig. Der Verzicht auf den Sonntagsbetrieb allein erscheint dagegen als angemessener Ausgleich der Interessen der Anwohner und der Gesuchstellerin. </span>Die Massnahme <span>ist daher im Interesse der vorsorglichen Immissionsbegrenzung (Art. 11 Abs. 2 USG) gerechtfertigt.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>11. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Polizeiverordnung der Stadt Z vom 20. November 2000 bestimmt in Art. 34:</p> <p class="EinzugZitat"><span> "LÃ¤rmige Arbeiten (inkl. Industrie, Gewerbe, Baustellen, Haus- und Gartenarbeiten) sind an Werktagen von 12.00 - 13.00 Uhr und von 20.00 - 07.00 Uhr, an Samstagen von 12.00 - 13.00 Uhr und ab 17.00 Uhr sowie an Sonn- und allgemeinen Feiertagen generell verboten.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> Die Polizeiabteilung kann in besonderen EinzelfÃ¤llen Ausnahmen bewilligen."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Nach Art. 12 Abs. 2 USG werden Emissionsbegrenzungen in erster Linie durch Verordnungen festgelegt. Es stellt sich damit die Frage, welche Bedeutung dieser Bestimmung des kommunalen Verordnungsrechts zukommt. </p> <p class="Urteilstext">Die Kantone â und im Rahmen der kantonalen Kompetenzordnung die Gemeinden â sind grundsÃ¤tzlich befugt, AusfÃ¼hrungsrecht zum USG zu erlassen (Art. 65 USG), insbesondere auch Vorschriften Ã¼ber die vorsorgliche Emissionsbegrenzung bei lÃ¤rmigen Anlagen nach Art. 11 Abs. 2 und Art. 12 USG. Ãberdies kÃ¶nnen die Kantone auch selbstÃ¤ndiges kantonales LÃ¤rmschutzrecht schaffen; da das USG nur die LÃ¤rmverursachung durch Anlagen im Sinn von Art. 7 Abs. 7 USG regelt, verbleibt der Erlass von Normen, die sich nicht an den Inhaber einer Anlage richten, sondern individuelles Verhalten betreffen, in der Rechtsetzungskompetenz der Kantone bzw. Gemeinden (vgl. zum Ganzen Robert Wolf, Kommentar USG, Art. 25 USG N. 13, 22 - 24). Die LÃ¤rmschutzvorschriften der kommunalen Polizeiverordnungen gehÃ¶ren in der Regel zur zweiten Kategorie und werden zumeist nicht nach den GrundsÃ¤tzen von Art. 65 Abs. 1 USG erlassen. Das trifft auch im vorliegenden Fall zu. Art. 34 der Polizeiverordnung richtet sich aufgrund seines Wortlauts an die Allgemeinheit, nicht an die Inhaber von Anlagen. Die Vorschrift findet daher im vorliegenden Fall keine Anwendung.</p> <p class="Erwgung1"><b>12. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>12.1 </b>Die vorliegende Beurteilung des Baugesuchs beruht auf Berechnungen und Prognosen. Nach der Erstellung des Waschcenters wird dessen LÃ¤rmentfaltung jedoch real Ã¼berprÃ¼fbar sein. Falls der Betrieb zwischen 19 und 21 Uhr dann entgegen den vorliegend getroffenen Annahmen eine erhebliche zusÃ¤tzliche LÃ¤rmbelastung mit sich bringt, kÃ¶nnen zusÃ¤tzliche LÃ¤rmschutzmassnahmen geprÃ¼ft werden (vgl. Robert Wolf, Kommentar USG, Art. 25 USG N. 44 a.E.).</p> <p class="Urteilstext">Anderseits wird sich aufgrund des Werktagbetriebs auch die LÃ¤rmbelastung bei einem Betrieb an Sonn- und Feiertagen besser abschÃ¤tzen lassen. Zeigt sich, dass die GerÃ¤usche des Waschcenters auf dem Hintergrund der bereits bestehenden Immissionen aus Strassen- und EisenbahnlÃ¤rm zu keiner nennenswerten Zusatzbelastung fÃ¼hren, steht es der Bauherrschaft frei, eine Erweiterung der Betriebszeit auf Sonn- und Feiertage zu beantragen. DarÃ¼ber ist in einem neuen Baubewilligungsverfahren zu entscheiden, bei welchem den Nachbarn wiederum die entsprechenden Rechtsmittel zur VerfÃ¼gung stehen. </p> <p class="Erwgung2"><b>12.2 </b>In diesem Zusammenhang ist ferner zu beachten, dass der LÃ¤rm des Strassenverkehrs am kritischen Empfangspunkt gemÃ¤ss einer Mitteilung der Fachstelle LÃ¤rmschutz der Baudirektion vom 12. Januar 2004 am Tag 64.7 dB(A) betrÃ¤gt und damit den dort geltenden Immissionsgrenzwert fÃ¼r den Tag um knapp 5 dB(A) Ã¼bersteigt (beim Strassenverkehr gilt die Zeit bis 22 Uhr als Tag; vgl. Anh. 3 Ziff. 32 Abs. 1 LSV). Die Strasse ist daher mit Bezug auf den LÃ¤rm sanierungsbedÃ¼rftig (Art. 16 f. USG; Art. 13 f. LSV). Auf die Sanierung kann zwar ganz oder teilweise verzichtet werden, wenn GrÃ¼nde fÃ¼r eine Erleichterung vorliegen (Art. 17 USG; Art. 14 LSV). Nachdem jedoch bei der betroffenen Wohnzone anlÃ¤sslich der Zuordnung der Empfindlichkeitsstufen keine Aufstufung im Sinn von Art. 43 Abs. 2 LSV vorgenommen wurde, ist nicht von vornherein mit einem Verzicht auf die Sanierung zu rechnen (vgl. BGr, URP 1995, S. 303 E. 4b und 5 = ZBl 1996, S. 407).</p> <p class="Urteilstext">Die zur Sanierung erforderlichen Massnahmen (z.B. die Errichtung einer Schallschutzwand) werden mit einiger Wahrscheinlichkeit auch den LÃ¤rm der Waschanlage dÃ¤mmen und die Nachbarschaft auch in dieser Hinsicht entlasten. Sollte dies nicht zutreffen, kÃ¶nnte die Sanierung aber auch bewirken, dass der LÃ¤rm der Waschanlage danach im Vergleich zum reduzierten VerkehrslÃ¤rm wieder deutlicher hÃ¶rbar wÃ¤re. Auch dieser Umstand kÃ¶nnte eine Neubeurteilung der LÃ¤rmsituation erfordern.</p> <p class="Erwgung1"><b>13. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde ist somit teilweise gutzuheissen. Die von der Vorinstanz festgelegten Betriebszeiten sind dahin gehend anzupassen, dass von Montag bis Samstag der Betrieb bis 21 Uhr zulÃ¤ssig ist. Im Ãbrigen ist die Beschwerde abzuweisen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Diesem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Kosten je zur HÃ¤lfte der BeschwerdefÃ¼hrerin und der Beschwerdegegnerschaft zu auferlegen, und es sind keine ParteientschÃ¤digungen zuzusprechen. Die </span>Kosten- und EntschÃ¤digungsregelung der Vorinstanz, welche bereits von einem mehrheitlichen Unterliegen der rekurrierenden Nachbarn ausging, bedarf keiner Ãnderung.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird Dispositiv Ziffer 3 der VerfÃ¼gung der Volkswirtschaftsdirektion vom 8. August 2003 wie folgt gefasst:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"3. Betriebliche LÃ¤rmschutzmassnahmen<br/> Die maximalen Betriebszeiten werden wie folgt festgelegt:<br/> Montag â Samstag: 07.00 - 21.00 Uhr.<br/> An Sonntagen und allgemeinen Feiertagen dÃ¼rfen die Anlagen <br/> nicht betrieben werden."</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 5'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 17.40 Barauslagen,<br/> Fr. 150.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 5'167.40 Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3.<span> </span></span><span>Die Gerichtskosten werden zur HÃ¤lfte der BeschwerdefÃ¼hrerin und zu je 1/44 der Beschwerdegegnerschaft 1 - 22 unter solidarischer Haftung fÃ¼r die HÃ¤lfte auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4.<span> </span></span><span>Es werden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>