{"Signatur": "SH_OG_001", "Spider": "SH_OG", "Datum": "2017-12-13", "PDF": {"Datei": "SH_OG/SH_OG_001_63-2015-45_2017-12-13.pdf", "URL": "http://obergerichtsentscheide.sh.ch/fileadmin/Redaktoren/Dokumente/gesetzestexte/Band_18/2017_63-2015-45.docx", "Checksum": "82985ca5f7960a7a5f7db17d642d1a68"}, "Num": ["63/2015/45"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schaffhausen Obergericht 13.12.2017 63/2015/45"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schaffhouse Obergericht 13.12.2017 63/2015/45"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Sciaffusa Obergericht 13.12.2017 63/2015/45"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schaffhausen Obergericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schaffhouse Obergericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Sciaffusa Obergericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Invalidenversicherung; Neuanmeldung nach vorangegangener Leistungsverweigerung; Anwendungsfall eines nicht beweiskr\u00e4ftigen Administrativgutachtens und einer verselbst\u00e4ndigten, therapieresistenten depressiven Erkrankung \u2013 Art. 4 Abs. 1 IVG; Art. 8 Abs. 1, Art. 17 Abs. 1 und Art. 43 Abs. 1 ATSG; Art. 87 Abs. 3 IVV. | Einem Administrativgutachten fehlt es an der erforderlichen Nachvollziehbarkeit, wenn ohne konkrete befundm\u00e4ssige Verbesserung eine deutlich h\u00f6here somatische Arbeitsf\u00e4higkeit bescheinigt wird als sie der urspr\u00fcnglichen Verf\u00fcgung zu Grunde lag. Es muss aus dem Gutachten ersichtlich sein, von welchen tats\u00e4chlichen Vor-gaben die Experten bei der zumutbaren adaptierten T\u00e4tigkeit ausgehen; eine lediglich als Tagesstruktur etablierte Besch\u00e4ftigung in einer gesch\u00fctzten Werkst\u00e4tte f\u00e4llt als angestammte T\u00e4tigkeit ausser Betracht (E. 4.4).\r\nBeim konkreten schweren, langandauernden Verlauf einer depressiven Erkrankung mit achtmaliger station\u00e4rer psychiatrischer Behandlung innert rund drei Jahren, zus\u00e4tzlichen monatlichen therapeutischen Gespr\u00e4chen sowie einer umfangreichen medikament\u00f6sen Behandlung ist auch unter Ber\u00fccksichtigung bestehender psychosozialer Belastungen von einem verselbst\u00e4ndigten Krankheitsbild auszugehen. Angesichts der langj\u00e4hrigen, intensiven station\u00e4ren und ambulanten Therapiebem\u00fchungen, die letztlich nur kurzzeitige Verbesserungen zu bewirken vermochten, so-wie der wiederkehrenden Suizidabsichten und zweimaligen Suizidversuchs muss die depressive St\u00f6rung als therapieresistent angesehen werden. Eine (lediglich) psychosozial begr\u00fcndete Symptomatik bzw. eine reaktive Komponente in Zusammenhang mit dem IV-Verfahren, wie sie im Administrativgutachten festgehalten wird, ist nicht plausibel. \r\nDa das Administrativgutachten zahlreiche Ungereimtheiten enth\u00e4lt, bestehen triftige Gr\u00fcnde, davon abzuweichen und gest\u00fctzt auf die Beurteilung der behandelnden \u00c4rzte von einer dauerhaften Arbeitsunf\u00e4higkeit auszugehen (E. 5.5)."}], "ScrapyJob": "446973/57/15", "Zeit UTC": "16.01.2021 08:24:05", "Checksum": "d72279e87ab0efaaf8664280ca0bba3a"}