<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, zum Schutz von Kindern und Jugendlichen das geltende Recht mit den folgenden zwei Verboten zu ergänzen: </p><p>1. Verbot des Inverkehrbringens von Rauchtabakerzeugnissen mit einem charakteristischen Aroma;</p><p>2. allgemeines Verbot von Zusatzstoffen für Tabakerzeugnisse und E-Zigaretten, die das Suchtpotenzial oder die Toxizität steigern oder die CRM-Eigenschaften (CRM=carcinogenic, mutagenic, reprotoxic = krebserzeugend, erbgutverändernd, fortpflanzungsgefährdend) aufweisen. </p><p>Diese zwei Anpassungen entsprechen der geltenden Europäischen Richtlinie über Tabakerzeugnisse.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Schutz der Bevölkerung und insbesondere der Jugendlichen vor den Auswirkungen des Rauchens ist für den Bundesrat ein wichtiges Anliegen. Er hat daher dem Parlament vorgeschlagen, die gesetzlichen Grundlagen anzupassen, um den Jugendschutz bei Tabakprodukten und elektronischen Zigaretten zu verbessern. Das Tabakproduktegesetz ist derzeit in der parlamentarischen Beratung.</p><p>Die in einem Produkt verwendeten charakteristischen Aromen haben Einfluss auf die Attraktivität und das Suchtpotenzial von Tabakprodukten. Auch bei elektronischen Zigaretten verbessern charakteristische Aromen das Geschmackserlebnis. Die Verwendung dieser Zusätze erleichtert gerade jungen Menschen den Einstieg in den Nikotinkonsum und kann zu einer Abhängigkeit führen.</p><p>Ein Verbot von charakteristischen Aromen, wie es die EU in ihrer Tabakprodukterichtlinie aus dem Jahr 2014 kennt, wurde auch in der Vernehmlassung 2017-2018 zum zweiten Entwurf für ein Tabakproduktegesetz von mehreren Gesundheitsorganisationen gefordert. Der Bundesrat hat dies jedoch nicht aufgenommen, da die Regelung charakteristischer Aromen im Widerspruch zu der vom Parlament gewünschten inhaltlichen Ausrichtung des zweiten Entwurfs gestanden hätte.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.