<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2013-12-18-6B_1020-2013.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6B_1020/2013 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 18. Dezember 2013</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Schneider, Einzelrichter, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber C. Monn. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Thurgau</i>, Zürcherstrasse 323, 8510 Frauenfeld, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Wiederherstellung der Einsprachefrist, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 11. September 2013. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Der Einzelrichter zieht in Erwägung:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Staatsanwaltschaft Frauenfeld bestrafte den Beschwerdeführer mit Strafbefehl vom 12. April 2011 unter anderem wegen einfacher Körperverletzung mit einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu Fr. 40.-- und einer Busse von Fr. 200.-- bzw. einer Ersatzfreiheitsstrafe von zwei Tagen. Zudem widerrief sie den bedingten Vollzug einer früheren Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 70.--. Als der Beschwerdeführer wegen des ausstehenden Rechnungsbetrages gemahnt wurde, machte er geltend, er habe den Strafbefehl nie erhalten. Da kein Fristwiederherstellungsgrund ersichtlich war, wies die Staatsanwaltschaft am 13. August 2013 ein entsprechendes Gesuch ab. Eine dagegen gerichtete Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Thurgau am 11. September 2013 ab. Der Beschwerdeführer wendet sich ans Bundesgericht und behauptet erneut, er habe den Strafbefehl nie erhalten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Dies trifft nach den Feststellungen der Vorinstanz nicht zu. Nach ihrer Darstellung war der Beschwerdeführer spätestens anfangs Juli 2011 im Besitz des Strafbefehls, so dass dieser nach Ablauf der Einsprachefrist in Rechtskraft erwuchs. Einen nachvollziehbaren Grund dafür, dass er nicht spätestens im Juli 2011 Einsprache erhoben hatte, vermochte die Vorinstanz nicht zu erkennen (Entscheid S. 5/6). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Was daran gegen das Schweizerische Recht verstossen und z.B. willkürlich sein könnte, ergibt sich aus der Beschwerde nicht. Diese beschränkt sich auf den Hinweis, dass die kantonalen Behörden seinen Fragen ausgewichen und ihre Annahmen unzulässig seien, "weil wir in einem Rechtsjustizsystem leben und daher alles 100% wahrheitsgetreu sein muss, um rechtsgültig zu werden" (Beschwerde S. 1). Diese Bemerkung genügt den Anforderungen von Art. 42 Abs. 2 bzw. <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span> nicht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die übrigen Vorbringen betreffen die materielle Seite des Falles. Sie sind unzulässig, weil sich die Vorinstanz dazu nicht geäussert hat. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Das nachträglich gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von <span class="artref">Art. 64 BGG</span> abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der finanziellen Lage des Beschwerdeführers (vgl. act. 15) ist bei der Bemessung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (<span class="artref">Art. 65 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Einzelrichter:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 18. Dezember 2013 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Einzelrichter: Schneider </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Monn </div> </div></body></html>