P1 24 151 URTEIL VOM 20. MAI 2025 Kantonsgericht Wallis I. Strafrechtliche Abteilung Michael Steiner, Einzelrichter; Bernhard Julen, Gerichtsschreiber in Sachen Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis, Amt der Region Oberwallis, vertreten durch Staatsanwältin Dr. Magdalena Fill, Anklägerin und Berufungsbeklagte und X _________, Privatklägerin 1 und Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwältin Graziella Walker Salzmann, Naters sowie Y _________, Privatklägerin 2 und Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwältin Alexandra Lengen, Brig-Glis gegen Z _________, Beschuldigter und Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt Florian Welschen, Mörel (Sexuelle Nötigung etc.) Berufung gegen das Urteil des Bezirksgericht Leuk und Westlich-Raron vom 18. Oktober 2024 (LWR S1 24 19) - 2 - Das Kantonsgericht stellt fest: Das Urteil des Bezirksgerichts Leuk und Wes tlich-Raron vom 18. Oktober 2024 ( LWR S1 24 19) ist hinsichtlich der Dispositivziffern 1 lit. b (Schuldspruch versuchte Nötigung), 5 lit. b (Schadenersatz Privatklägerin 2), 6 (Beschlagnahme) und 10 (Entschädigung amtliche Verteidigung) in Rechtskraft erwachsen. Sie werden nachfolgend lediglich pro memoria wiederholt. und erkennt: – in Abweisung der Berufung – 1. Z _________ wird schuldig gesprochen: a. der sexuellen Nötigung nach Art. 189 Abs. 1 aStGB, begangen am 21. Oktober 2023; b. der mehrfachen, versuchten Nöt igung nach Art. 181 i.V.m. Art. 22 StGB, begangen am 21. Oktober und am 21. November 2023. 2. Z _________ wird verurteilt: a. zu einer bedingten Freiheitsstrafe von sieben Monaten, unter Einräumung einer Probezeit von zwei Jahren. Die ausgestandene Untersuchungshaft von drei Ta- gen (22.-24. November 2023) wird an die Freiheitsstrafe angerechnet; b. zu einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 75.00, entsprechend Fr. 6'750.00, unter Einräumung einer Probezeit von zwei Jahren. 3. Z _________ wird für fünf Jahre aus der Schweiz verwiesen (Art. 66a Abs. 1 lit. h aStGB). 4. Z _________ bezahlt X _________ eine Genugtuung von Fr. 3‘000.00 zzgl. Zins von 5 % seit dem 21. Oktober 2023. 5. Z _________ bezahlt Y _________: a. eine Genugtuung von Fr. 1‘500.00 zzgl. Zins von 5 % seit dem 21. November 2023; b. Schadenersatz von Fr. 236.20 zzgl. Zins von 5 % ab dem 10. August 2024 auf dem Betrag von Fr. 123.05, ab dem 31. August 2024 auf de m Betrag von Fr. 53.75 und ab dem 6. September 2024 auf dem Betrag von Fr. 59.40. - 3 - 6. Die Beschlagnahme betreffend die Gegenstände (1 Paar Arbeiter-/Sicherheitshand- schuhe „A _________“ grau; 1 Arbeiterhose Jeans „B _________“, Gr. 46, blau „In- novationen mit Holz C _________“; 1 Arbeiterjacke „ D _________“, Gr. L, grau - schwarz mit Reflektoren, „Innovatione n mit Holz C _________“; 1 Sweatshirt mit Kapuze „E _________“, Gr. M. mit Emblem „F _________“ hinten gross und vorne klein, dunkelbau [Fall Nr. xxxx1; Objekt -Nr. xxxx2]) wird aufgehoben; diese sind Z _________ nach Rechtskraft dieses Urteils auszuhändig en. Verlangt Z _________ diese Gegenstände nicht innert 6 Monaten nach Eintritt der Rechts- kraft dieses Urteils heraus, so werden sie vernichtet. 7. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens von Fr. 6‘200.00, bestehend aus den Verfahrenskosten der Staatsanw altschaft von Fr. 5‘000.00 (Gebühr Fr. 1‘900.00 [inkl. Polizeirechnung von Fr. 860.00]; Auslagen Fr. 3’100.00) sowie den Kosten des Bezirksgerichts von Fr. 1‘200.00 (Gebühr Fr. 850.40; Auslagen Fr. 349.60) werden Z _________ auferlegt. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 1‘000.00 werden Z _________ aufer- legt. Die Übersetzungskosten gehen zu Lasten des Kantons Wallis. 8. Z _________ bezahlt X _________: a. für das erstinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 3‘214.00; b. für das Berufungsverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 1‘200.00. 9. Z _________ bezahlt Y _________: a. für das erstinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 3‘000.00; b. für das Berufungsverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 1‘200.00. 10. Der Kanton Wallis entschädigt Rechtsanwalt Florian Welschen für die amtliche Ver- teidigung von Z _________: a. für das erstinstanzliche Verfahren mit Fr. 8‘000.00; b. für das Berufungsverfahren mit Fr. 3‘700.00. Z _________ hat dem Kanton Wallis die Entschädigung zurückzuzahlen, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben. Sitten, 20. Mai 2025