<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00421</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204090&amp;W10_KEY=13013569&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00421</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 18.03.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 30.05.2005 gutgeheissen und den Entscheid des Verwaltungsgerichts aufgehoben. </td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bewilligung für den Neubau einer Gemeinschaftsschiessanlage dreier Gemeinden: Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E. 1). Die in einer Distanz von 500 bis 1200 m zur geplanten Schiessanlage wohnenden Anwohner sind aufgrund der zu erwartenden Lärmimmissionen zur Beschwerde legitimiert (E. 2). Die Rüge der Gehörsverletzung (keine Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels) ist unbegründet (E. 3.1). Dem beantragten Augenschein wird nicht stattgegeben (E. 3.2). Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG: Für Schiessanlagen besteht grundsätzlich eine negative Standortgebundenheit, da sie kaum innerhalb der Bauzone realisiert werden können. Da sie keinen bestimmten Standort brauchen, verlangt die Rechtsprechung in solchen Fällen eine Standortevaluation (E. 4). Standpunkte der Vorinstanz und der Beschwerdeführenden (E. 5). Das Projekt ist am vorgesehenen Standort mit den lärmschutzrechtlichen Vorschriften vereinbar (E. 6). Die Verkehrssicherheit im Zusammenhang mit der Zu- und Wegfahrt zur geplanten Anlage ist gewährleistet (E. 7). Die Beschwerdeführer rügen eine Verletzung des Natur- und Heimatschutzgesetzes (E. 8.1). Der Standort des umstrittenen Projekts befindet sich in einem Gebiet, das im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler aufgeführt ist. Das Projekt wurde von der kantonalen Natur- und Heimatschutzkommission begutachtet (E. 8.2). Auf die Einholung eines Gutachtens der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission kann verzichtet werden (8.3). Dem streitigen Projekt stehen keine Anliegen des Natur- und Heimatschutzes entgegen (E. 8.4). Die Beschwerdeführer begründen den Vorwurf der ungenügenden Standortevaluation damit, dass die Vorinstanzen zu Unrecht die Möglichkeit verworfen hatten, die bestehende Schiessanlage zu sanieren (E. 9.1). Der Bau von Schiessanlagen steht im öffentlichen Intersse (E. 9.2). Die Interessensabwägung ergibt, dass der Bau der neuen Schiessanlage der Sanierung der bestehenden vorzuziehen ist (E. 9.3). Abweisung der Beschwerde (E. 9.5). Kostenfolge (E. 10). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUGENSCHEIN">AUGENSCHEIN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN">AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEHÃRSVERWEIGERUNG">GEHÃRSVERWEIGERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃRM">LÃRM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃRMIMMISSION">LÃRMIMMISSION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NATUR- UND HEIMATSCHUTZ">NATUR- UND HEIMATSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHIESSANLAGE">SCHIESSANLAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STANDORT">STANDORT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STANDORTGEBUNDENHEIT">STANDORTGEBUNDENHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHRSSICHERHEIT">VERKEHRSSICHERHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWEITER SCHRIFTENWECHSEL">ZWEITER SCHRIFTENWECHSEL</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 6 NHG</span><br/><span class="gerade">Art. 7 NHG</span><br/><span class="ungerade">Art. 24 RPG</span><br/><span class="gerade">§ 21 lit. a VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">BEZ 2004 Nr. 22 S. 5</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der aus den Gemeinden Bauma, Wila und Wildberg bestehende Zweckverband Schiessanlage Kohltobel (im Folgenden Zweckverband) plant die Erstellung einer neuen Schiessanlage im Kohltobel (Gemeinde Bauma) ca. 800 m nordÃ¶stlich des Weilers Blitterswil in unmittelbarer NÃ¤he der nach Sternenberg fÃ¼hrenden Staatsstrasse. Der Standort befindet sich ausserhalb der Bauzone im Landschaftsgebiet </span><span>"</span><span>HÃ¶rnli-Bergland</span><span>"</span><span> (Quellgebiete der TÃ¶ss und der Murg), welches seit 1996 als Objekt Nr. 1420 Bestandteil des gestÃ¼tzt auf Art. 5 des Bundesgesetzes vom 1. Juli 1966 Ã¼ber den Natur- und Heimatschutz (NHG, SR 451) erlassenen Bundesinventars der Landschaften und NaturdenkmÃ¤ler vom 10. August 1977 (VBLN, SR 451.11) bildet. Die neue Schiessanlage soll die drei bestehenden sanierungsbedÃ¼rftigen Anlagen in den drei Gemeinden ersetzen. Die Baudirektion erteilte hierfÃ¼r am 18. Dezember 2001 die erforderlichen wasserbaupolizeilichen Bewilligungen, am 8. Februar 2002 die raumplanungsrechtliche Ausnahmebewilligung nach Art. 24 des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 (RPG in der Fassung vom 20. MÃ¤rz 1998, in Kraft seit 1. September 2000, SR 700) und am 14. Februar 2002 die strassenpolizeiliche Bewilligung. Die Volkswirtschaftsdirektion bewilligte am 28. Januar 2002 gestÃ¼tzt auf Art. 5 des Waldgesetzes vom 4. Oktober 1991 (WaG, SR 921.0) die Rodung von 1'290 m</span><sup><span>2</span></sup><span> Wald unter Anrechnung eines flÃ¤chengleichen Ersatzes an bereits ausgefÃ¼hrten Auf­forstungen. Der Gemeinderat Bauma erteilte fÃ¼r das Vorhaben am 27. Februar 2002 die baurechtliche Bewilligung nach § 318 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG, LS 700.1).</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen die baurechtlichen Bewilligungen der Baudirektion vom 8. Februar 2002 und des Gemeinderats Bauma vom 27. Februar 2002 erhoben zwÃ¶lf Personen bzw. Ehepaare, deren GrundstÃ¼cke rund 500 bis 1'200 m von der geplanten Anlage entfernt liegen, am 15. April 2002 Rekurs. Der Regierungsrat wies das Rechtsmittel am 24. September 2003 ab; die Rekurskosten von Fr. 4'535.- auferlegte er den Rekurrierenden zu je einem ZwÃ¶lftel.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dagegen erhoben acht der zwÃ¶lf unterlegenen Rekurrenten am 3. November 2003 Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Sie beantragten Aufhebung des Rekursentscheids, eventuell RÃ¼ckweisung der Sache an den Regierungsrat zur Neubeurteilung. Ferner verlangten sie die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins unter Anordnung eines Probeschiessens, die DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels, die Einholung eines Gutachtens der EidgenÃ¶ssischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) betreffend die BeeintrÃ¤chtigung des BLN-Objekts Nr. 1420, eines Gutachtens der Baudirektion betreffend Zumutbarkeit einer Sanierung der Schiessanlage </span><span>"</span><span>Dillhaus</span><span>"</span><span> in der Gemeinde Bauma sowie eines Gutachtens der SUVA betreffend die gesundheitlichen Auswirkungen des Schiessbetriebs auf die BenÃ¼tzer der Sternenbergstrasse S-4 sowie der umliegenden Wanderwege; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerschaft.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>FÃ¼r den Regierungsrat ersuchte die Staatskanzlei am 2. Dezember 2003 um Abweisung der Beschwerde. Der Gemeinderat Bauma stellte am 30. Januar 2004 den nÃ¤mlichen Antrag; zudem ersuchte er um Zusprechung einer ProzessentschÃ¤digung. Der Zweckverband schloss sich diesem Antrag an. </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span> zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Der Regierungsrat hat die Rekurslegitimation der Rekurrierenden bejaht. Deren GrundstÃ¼cke lÃ¤gen grÃ¶sstenteils rund 500 bis 1'200 m von der geplanten Schiessanlage entfernt in den Weilern Ãrschen, SÃ¼lch, Blitterswil, Manzenhueb und Matt. Die dort von der EidgenÃ¶ssischen MaterialprÃ¼fungsanstalt (EMPA) unter Verwendung eines Schiesstunnels durchgefÃ¼hrten LÃ¤rmmessungen hÃ¤tten Werte von 39 bis 46 dB ergeben. Geplant seien jÃ¤hrlich rund 50 Schiesshalbtage mit insgesamt rund 60'000 SchÃ¼ssen. Damit stehe fest, dass die Rekurrenten an ihren Wohnorten verhÃ¤ltnismÃ¤ssig oft wÃ¤hrend einiger Stunden von SchiesslÃ¤rm betroffen wÃ¼rden und dass dieser LÃ¤rm fÃ¼r sie deutlich wahrnehmbar wÃ¤re. Der SchiesslÃ¤rm hebe sich klar vom geringen GerÃ¤uschpegel der lÃ¤ndlichen Gegend ab. Die Immissionen auf den GrundstÃ¼cken der Rekurrenten wirkten sich unter diesen Gegebenheiten stÃ¶rend aus. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>GemÃ¤ss § 21 lit. a VRG ist zum Rekurs berechtigt, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ãnderung hat. In gleicher Weise umschreibt § 338a Abs. 1 Satz 1 PBG die Rekurslegitimation. Anwohner in der Umgebung einer Anlage sind wegen LÃ¤rmbelastung rekursberechtigt, wenn sie in der NÃ¤he wohnen, den LÃ¤rm deutlich, das heisst von den Immissionen abhebbar wahrnehmen und dadurch in ihrer Ruhe gestÃ¶rt werden. Nicht erforderlich ist, dass auf der betroffenen Liegenschaft der Immissionsgrenzwert oder gar der Alarmwert Ã¼berschritten wird. Massgebend ist, ob nach den UmstÃ¤nden des Einzelfalles die LÃ¤rm verursachende TÃ¤tigkeit zu Immissionen auf den GrundstÃ¼cken der Rekurrenten fÃ¼hrt, die von ihrer Art und IntensitÃ¤t so beschaffen sind, dass sie auch bei objektivierter Betrachtungsweise als Nachteil empfunden werden mÃ¼ssen (betreffend Schiessanlagen: BGE 110 Ib 99; BGr, 9. Juni 1992, URP 1992, S. 624, E. 2; VGr, 18. November 1998, URP 1999, S. 275, E. 1; betreffend andere LÃ¤rmimmissionen: BGr, 3. April 2001, ZBl 103/2002, S. 370). Von diesen GrundsÃ¤tzen ist zutreffend auch die Vorinstanz ausgegangen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Der Beschwerdegegner 2 anerkennt die vorinstanzlichen AusfÃ¼hrungen zur Rekurslegitimation nicht vorbehaltlos; mit seinen diesbezÃ¼glichen Vorbringen (Beschwerdeantwort Ziff. 8-11) wird indessen die Bejahung der Rekurslegitimation bezÃ¼glich der heutigen BeschwerdefÃ¼hrenden nicht ausdrÃ¼cklich als rechtswidrig gerÃ¼gt; einzig hinsichtlich der BeschwerdefÃ¼hrenden 8 (Rekurrenten 12) wird geltend gemacht, diese dÃ¼rften angesichts der Distanz von 1'600 m zwischen ihrem GrundstÃ¼ck und dem geplanten Anlagestandort "kaum" legitimiert sein. Wie es sich damit verhÃ¤lt, kann offen bleiben, da jedenfalls die Legitimation der BeschwerdefÃ¼hrenden 1-7 (Rekurrenten 1-6 und 8) zu Recht bejaht worden ist. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Eine GehÃ¶rsverweigerung erblicken die BeschwerdefÃ¼hrenden darin, dass im Rekursverfahren entgegen ihrem diesbezÃ¼glichen Antrag vom 26. Mai 2003 kein zweiter Schriftenwechsel durchgefÃ¼hrt worden sei. In jener Eingabe hatten sie einen zweiten Schriftenwechsel mit der BegrÃ¼ndung verlangt, aufgrund der in der Volksabstimmung vom 18. Mai 2003 angenommenen Ãnderung vom 4. Oktober 2002 (AS 2003 3957) des MilitÃ¤rgesetzes vom 3. Februar 1995 (MG, SR 510.10), welche die gesetzliche Grundlage fÃ¼r die Realisierung der Armee XXI bilde, werde sich die Zahl der SchÃ¼tzen zur ErfÃ¼llung der obligatorischen Schiesspflicht ab dem Jahr 2003 voraussichtlich um 60 bis 70 % reduzieren, weshalb sich das streitige Projekt nicht mehr mit der ErfÃ¼llung der obligatorischen Schiesspflicht rechtfertigen lasse. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die gesetzliche Regelung des ausserdienstlichen Schiesswesens und insbesondere der ausserdienstlichen Schiesspflicht (vgl. Art. 62 Abs. 2, Art. 63 und Art. 133 MG, alle drei von der GesetzesÃ¤nderung vom 4. Oktober 2002 nicht betroffen; ferner Schiessanlagen-Ver­ordnung vom 27. MÃ¤rz 1991 [SchAV], SR 510.512; Schiessordnung vom 27. Februar 1991 [SO] bzw. ab 1. Januar 2004 Schiessverordnung vom 5. Dezember 2003 [SV], AS 2003 5119, SR 512.31) ist ein Gesichtspunkt, dem bei der materiellen Beurteilung im Rahmen der erforderlichen InteressensabwÃ¤gung Bedeutung zukommt (vgl. dazu hinten E. 9.2; ferner Rekursentscheid E. 13). Auf den Umstand, dass sich im Zuge der Realisierung der Armee XXI die Zahl der SchÃ¼tzen mit ausserdienstlicher Schiesspflicht mutmasslich verringern werde, hatten die Rekurrenten bereits in der Rekursschrift vom 15. April 2002 hingewiesen. Die darauf Bezug nehmenden AusfÃ¼hrungen der Baudirektion in der Rekursantwort vom 19. Juli 2002 boten jedenfalls keinen Anlass zur Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels. Die RÃ¼ge der GehÃ¶rsverweigerung ist unbegrÃ¼ndet. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse, die fÃ¼r die Beurteilung der streitbetroffenen Anlage bzw. der dagegen erhobenen RÃ¼gen massgebend sind, ergeben sich aus den vorliegenden Akten. Der Regierungsrat durfte daher ohne GehÃ¶rsverweigerung die DurchfÃ¼hrung des beantragten Augenscheines ablehnen. Das gilt unabhÃ¤ngig davon, ob seine allgemeinen AusfÃ¼hrungen darÃ¼ber, unter welchen Voraussetzungen ein Augenschein zur Sachverhaltsermittlung erforderlich ist, die diesbezÃ¼gliche Rechtsprechung bis in die letzten Einzelheiten zutreffend wiedergeben. Aus dem gleichen Grund (hinreichend klare Aktenlage) erÃ¼brigt sich ein Augenschein des Verwaltungsgerichts.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG kann nur erteilt werden, wenn der Zweck der Baute einen Standort ausserhalb der Bauzone erfordert (lit. a) und dem Vorhaben keine Ã¼berwiegenden Interessen entgegenstehen (lit. b). FÃ¼r Schiessanlagen besteht grundsÃ¤tzlich eine negative Standortgebundenheit, da sie kaum innerhalb einer Bauzone realisiert werden kÃ¶nnen (BGr, 18. September 2002, 1A.183/2001, E. 6.7.1 mit Hinweisen, www.bger.ch). Sie erfordern jedoch zumeist nicht einen ganz bestimmten Standort; in solchen FÃ¤llen verlangt die Rechtsprechung eine Standortevaluation, die zum Schluss fÃ¼hrt, dass keine besser geeigneten Standorte fÃ¼r die projektierte Anlage zumutbar sind; nicht erforderlich ist hingegen eine absolute Standortgebundenheit in dem Sinn, dass eine Anlage nur zulÃ¤ssig wÃ¤re, wenn Ã¼berhaupt kein anderer Standort in Betracht fÃ¤llt (BGE 112 Ib 39 E. 5a). Die PrÃ¼fung, ob ernsthaft in Betracht fallende Alternativstandorte fÃ¼r eine Schiessanlage besser geeignet wÃ¤ren, fÃ¤llt teilweise mit der umfassenden InteressenabwÃ¤gung nach Art. 24 lit. b RPG zusammen (BGr, 10. November 1993, URP 1994, S. 12, E. 5b; BGE 119 Ib 463 E. 6c; BGr, 12. April 1996, URP 1996, S. 650, E. 4c).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Soweit einzelne Aspekte der nach Art. 24 lit. b RPG erforderlichen allgemeinen InteressenabwÃ¤gung durch positives Verfassungs- und Gesetzesrecht geregelt werden, ist vorab zu klÃ¤ren, ob das Bauvorhaben mit diesen Sondernormen vereinbar ist; erst, wenn diese das Projekt nicht verhindern, ist eine koordinierte InteressenabwÃ¤gung nach Art. 24 lit. b RPG vorzunehmen (Peter HÃ¤nni, Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 4. A., Bern 2002, S. 211 f.). So ist grundsÃ¤tzlich auch bei der ÃberprÃ¼fung im Rechtsmittelverfahren vorzugehen, wobei hier allerdings das PrÃ¼fungsprogramm auch durch die vorgebrachten RÃ¼gen bestimmt wird (bezÃ¼glich der Errichtung einer Schiessanlage vgl. etwa BGE 112 Ib 39 E. 2).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b><span>Der Regierungsrat hat vorab geprÃ¼ft, ob das Vorhaben mit den Bestimmungen des LÃ¤rmschutzes â gemÃ¤ss dem Umweltschutzgesetz vom 7. Oktober 1983 (USG, SR 814.01) und der LÃ¤rmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV, SR 814.41) â vereinbar sei. Er berÃ¼cksichtigte in diesem Zusammenhang nicht nur die LÃ¤rmimmissionen der geplanten Anlage in Bauma (Kohltobel), sondern auch jene der bestehenden, jedoch sanierungsbedÃ¼rftigen Anlagen in Bauma (Dillhaus), Wila und Wildberg; er gelangte zum Schluss, dass die geplante Anlage die Planungswerte bei allen relevanten Punkten und damit auch an den Wohnorten der Rekurrenten deutlich einhalte, wÃ¤hrend die bestehenden Schiessanlagen Wildberg, Wila und Bauma, welche allesamt unmittelbar an Wohnquartiere angrenzten, die lÃ¤rmschutzrechtlichen Voraussetzungen klarerweise nicht erfÃ¼llten (Rekursentscheid E. 5). Der auf der angrenzenden Sternenbergstrasse sowie auf der projektierten Parkplatzausfahrt zu erwartende SchiesslÃ¤rm sei ebenfalls nicht zu beanstanden, weshalb das Projekt auch den Anforderungen der Verkehrssicherheit genÃ¼ge (Rekursentscheid E. 7). Im Zusammenhang mit der Frage, ob die geplante Anlage standortgebunden sei, prÃ¼fte der Regierungsrat auch den Einwand der Rekurrenten, die bestehende Schiessanlage Dillhaus in der Gemeinde Bauma sei zu sanieren; er verwarf diesen Einwand und bejahte die Standortgebundenheit der geplanten neuen Anlage (Rekursentscheid E. 9). Im Rahmen der InteressenabwÃ¤gung nach Art. 24 lit. b RPG befasste sich der Regierungsrat in erster Linie mit den Einwendungen der Rekurrenten, das Projekt sei nicht mit den Interessen des Natur- und Landschaftsschutzes â insbesondere einer ungeschmÃ¤lerten Erhaltung des BLN-Objektes Nr. 1420 â vereinbar und es lasse sich angesichts der Ãnderung des MilitÃ¤rgesetzes vom 4. Oktober 2002 bzw. der darauf beruhenden Umsetzung der Armeereform XXI nicht mit Interessen der Landesverteidigung rechtfertigen. Er verwarf diese Einwendungen und gelangte zum Schluss, dass das Interesse an der ungeschmÃ¤lerten Erhaltung des BLN-Objektes Nr. 1420 nicht Ã¼berwiege (Rekursentscheid E. 11-14).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden werfen der Baudirektion bzw. dem Regierungsrat als Rekursinstanz in erster Linie vor, keine hinreichende Standortevaluation vorgenommen, das heisst, keine Alternativstandorte geprÃ¼ft zu haben; eine gehÃ¶rige Standortevaluation hÃ¤tte ihrer Meinung im vorliegenden Fall auch die PrÃ¼fung der Frage umfasst, ob nicht anstelle der geplanten Anlage im Kohltobel die bestehende Anlage in Dillhaus saniert werden solle; in diesem Zusammenhang rÃ¼gen sie eine ungenÃ¼gende Ermittlung des Sachverhalts (Beschwerdeschrift Ziff. III/4-7, S. 9-18). Sodann erneuern sie ihren Einwand, dass das Projekt unvereinbar mit der gebotenen ungeschmÃ¤lerten Erhaltung des BLN-Objektes Nr. 1420 sei und dass jedenfalls zu dieser Frage gestÃ¼tzt auf Art. 7 Abs. 2 NHG ein Gutachten der EidgenÃ¶ssischen Natur- und Heimatschutzkommission hÃ¤tte eingeholt werden mÃ¼ssen bzw. eingeholt werden mÃ¼sse (Beschwerdeschrift Ziff. III/8-9, S. 18-23). Demnach scheitere das Projekt schon an den massgebenden Bestimmungen des Natur- und Landschaftsschutzes und des LÃ¤rmschutzes, jedenfalls aber wegen einer ungenÃ¼genden InteressenabwÃ¤gung nach Art. 24 lit. b RPG (so abschliessend Beschwerdeschrift Ziff. III/11, S. 23).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die lÃ¤rmrechtliche Beurteilung der projektierten Schiessanlage durch die Vorinstanzen stÃ¼tzt sich auf einen Untersuchungsbericht der EMPA vom 15. Juni 2001. Diese Fachstelle fÃ¼hrte am 28. Februar, 5. Mai und 13. Juni 2001 bei verschiedenen WitterungsverhÃ¤ltnissen am Standort des Bauvorhabens Schiessversuche mit und ohne Schallschutztunnels durch, deren Immissionen an fÃ¼nf nahe gelegenen Orten gemessen wurden. Die LÃ¤rmprognose basiert auf einer Pegelkorrektur K = - 11.2 dB, welche sich aus den be­rÃ¼cksichtigten Betriebsdaten (Dwerktags = 40 Schiesshalbtage [SHT], Dsonntags = 10 SHT, M = 60'000 Schuss, Auslastung ca. 50 %, verwendete Munition mit Stgw57 38 % bzw. Stgw90 62 %) ergibt. Unter Verwendung von Schallschutztunnels ergaben sich Werte von 46 dB in Ãrschen, 33 dB in SÃ¼lch, 42 dB in Blitterswil, 44 dB in Manzenhueb und 39 dB in Matt. Damit werden die massgeblichen Planungswerte, die gemÃ¤ss Anhang 7 LSV fÃ¼r die ES II (Blitterswil, Kernzone) 55 dB und fÃ¼r die ES III (Ã¼brige Messorte, alle in der Landwirtschaftszone) 60 dB betragen, eingehalten (vgl. Rekursentscheid E. 5b). Das Projekt ist demnach am vorgesehenen Standort mit den lÃ¤rmschutzrechtlichen Vorschriften insoweit vereinbar. Der pauschale Einwand, das Vorsorgeprinzip nach Art. 11 Abs. 2 USG werde mit der Einhaltung der Planungswerte </span><span>"</span><span>hÃ¤ufig nicht â¦ respektiert</span><span>"</span><span> (Beschwerdeschrift Ziff. III/7e/ee, S. 16), rechtfertigt keine andere Beurteilung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Weil die Schussbahn teilweise in sehr kleinem Abstand zur parallel verlaufenden Kantonsstrasse angelegt ist, wurde an verschiedenen Punkten entlang der Strasse zusÃ¤tzlich Pegelmessungen durchgefÃ¼hrt, wobei pro Punkt jeweils drei bis vier Schuss mit dem Sturmgewehr (Stgw) 90 und 57 durch Schiesstunnels abgegeben wurden. Es ergaben sich C-bewertete Sp</span><span>i</span><span>tzenpegel </span><span>L<sub>peak(C)</sub></span><span> zwischen 132.4 und 137.8 (Stgw57) bzw. zwischen 130.2 und 135.4 (Stgw90), womit der Grenzbereich der bei 140 dB(C) angenommenen GehÃ¶rgefÃ¤hrdung nur knapp nicht erreicht wird. Eine GehÃ¶rgefÃ¤hrdung nach dem Kriterium des Ã¼ber eine Stunde aufsummierten Schallenergiepegels SEL kann jedoch weit gehend ausgeschlossen werden; bei Pegeln, welche im Mittel nicht Ã¼ber 100 Dezibel liegen, mÃ¼ssen rund 300 Schuss aufsummiert werden, damit der Grenzwert von 125 dB(A) erreicht wird. Eine GehÃ¶rgefÃ¤hrdung kann damit insbesondere auch fÃ¼r SpaziergÃ¤nger auf den umliegenden Wanderwegen ausgeschlossen werden, weil nicht damit zu rechnen ist, dass sie sich so lange im Bereich der Anlage aufhalten werden. Sodann ergaben sich A-bewertete Maximalpegel Lmax (A, fast) zwischen 106.0 und 108.9 (Stgw 57) bzw. zwischen 102.4 und 105.9. Diese GrÃ¶sse dient dazu, bei Situationen mit militÃ¤rischen Schiessen in StrassennÃ¤he das Auftreten von Schreckreaktionen bei den StrassenbenÃ¼tzern abzuschÃ¤tzen, wobei ein Maximalpegel von 100 dB(A) nach MÃ¶glichkeit vermieden werden soll. Im Hin­blick auf diese Messresultate hÃ¤lt der Untersuchungsbericht abschliessend fest, die auf der angrenzenden Kantonsstrasse auftretenden sehr hohen Pegel seien zwar fÃ¼r die BenÃ¼tzer der Strasse aller Voraussicht nach nicht gehÃ¶rgefÃ¤hrdend; um Schreckreaktionen zu vermeiden, seien jedoch flankierende Massnahmen, wie etwa Warntafeln ratsam. In der strassenpolizeilichen Bewilligung vom 14. Februar 2002 wurde denn auch die nachtrÃ¤gliche Anbringung solcher Warntafeln vorbehalten. Was in der Beschwerdeschrift (Ziff. III/7e/ee, S. 17) dagegen vorgebracht wird, vermag diese Beurteilung nicht zu entkrÃ¤ften. Insbesondere erÃ¼brigt sich angesichts dieser Untersuchungsergebnisse die Einholung eines Gutachtens der SUVA Ã¼ber die gesundheitlichen Auswirkungen des Schiessbetriebs auf die BenÃ¼tzer der Sternenbergstrasse und der umliegenden Wanderwege. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Was die BeschwerdefÃ¼hrenden im Weiteren mit Bezug auf den LÃ¤rmschutz vorbringen, bezieht sich auf die stillzulegende Anlage Dillhaus, die nach ihrer Meinung saniert werden sollte (vgl. dazu E. 9.3).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>7. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Bezug auf die Anforderungen der Verkehrssicherheit im Zusammenhang mit der Zu- und Wegfahrt zur geplanten Anlage wiederholen die BeschwerdefÃ¼hrenden lediglich ihre diesbezÃ¼glichen Rekursvorbringen gegen die strassenpolizeiliche Bewilligung vom 14. Fe­bruar 2002. Nach zutreffender Beurteilung des Regierungsrats (Rekursentscheid E. 7) sind diese Einwendungen nicht stichhaltig. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>8. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden rÃ¼gen erneut, dass mit der Bewilligung des Vorhabens Art. 6 und 7 NHG verletzt worden seien.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>8.1 </span></b><span>GemÃ¤ss Art. 6 NHG wird durch die Aufnahme eines Objektes von nationaler Bedeutung in ein Inventar des Bundes dargetan, dass es in besonderem Masse die ungeschmÃ¤lerte Erhaltung, jedenfalls aber unter Einbezug von Wiederherstellungs- oder angemessenen Ersatzmassnahmen die grÃ¶sstmÃ¶gliche Schonung verdient (Abs. 1 in der Fassung vom 18. Juni 1999, in Kraft seit 1. Januar 2000). Ein Abweichen von der ungeschmÃ¤lerten Erhal­tung im Sinne der Inventare darf bei der ErfÃ¼llung einer Bundesaufgabe (als welche die Bewilligung einer Schiessanlage gilt) nur in ErwÃ¤gung gezogen werden, wenn ihr bestimmte gleich- oder hÃ¶herwertige Interessen von ebenfalls nationaler Bedeutung entgegen­stehen (Abs. 2). Ist fÃ¼r die ErfÃ¼llung einer Bundesaufgabe der Bund zustÃ¤ndig, so beurteilt das zustÃ¤ndige Bundesamt, ob ein Gutachten durch die eidgenÃ¶ssische Fachkommission einzuholen ist; ist der Kanton zustÃ¤ndig, so obliegt diese Beurteilung der kantonalen Fachstelle (Art. 7 Abs. 1 NHG in der Fassung vom 18. Juni 1999). Kann bei der ErfÃ¼llung der Bundesaufgabe ein in einem Bundesinventar enthaltenes Objekt erheblich beeintrÃ¤chtigt werden oder stellen sich in diesem Zusammenhang grundsÃ¤tzliche Fragen, so verfasst die Kommission zuhanden der EntscheidbehÃ¶rde ein Gutachten. Aus diesem muss hervorgehen, ob das Objekt ungeschmÃ¤lert zu erhalten oder wie es zu schonen sei (Art. 7 Abs. 2 NHG in der Fassung vom 18. Juni 1999). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>8.2 </span></b><span> Der Standort des Vorhabens befindet sich innerhalb des Perimeters des BLN-Objektes Nr. 1420 "HÃ¶rnli-Bergland" (Quellgebiete der TÃ¶ss und der Murg). Das Objekt umfasst eine FlÃ¤che von 16046 ha und erstreckt sich Ã¼ber Teile der Kantone St. Gallen (sieben Gemeinden), Thurgau (drei Gemeinden) und ZÃ¼rich (zehn Gemeinden, unter anderem Bauma, Wila und Sternenberg). Bedeutung kommt ihm zu als siedlungsfeindliche, waldreiche, fluviatil geformte Molasselandschaft der "HÃ¶rnlischÃ¼ttung" mit mannigfaltigen OberflÃ¤chenformen infolge unterschiedlicher Verwitterung von Nagelfluh- und Mergelschichten, als reich gegliedertes Bergland mit ausserordentlich vielfÃ¤ltigen LebensrÃ¤umen. Es finden sich naturnahe WaldbestÃ¤nde auf feuchten und trockenen Standorten in schlecht zugÃ¤nglichen Gebieten, Wildheu-Bergmatten, Berg-Magerweiden, Adlerfarn-Streufluren, kleinflÃ¤chig verbreitete Flachmoore und Quellfluren, bemerkenswerte Kolonien vieler Alpenpflanzen und viele Vogelarten, insbesondere Rauhfuss- und GreifvÃ¶gel. Es gilt als wichtiges Wandergebiet mit schÃ¶nen Aussichtspunkten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die von den Vorinstanzen unter dem Gesichtswinkel des Natur- und Landschaftsschutzes vorgenommene Beurteilung stÃ¼tzt sich auf ein Gutachten der kantonalen Natur- und Heimatschutzkommission (NHK) vom 10. Juli 1992. Dieses Gutachten war im Rahmen eines frÃ¼heren Projektes, welches an der Urnenabstimmung 1994 â wie auch ein zweites Projekt an der Urnenabstimmung 1996 â scheiterte, eingeholt worden. Im Gutachten wird ausgefÃ¼hrt, beim Kohltobel handle es sich um ein kaum besiedeltes, jedoch mit der Kantonsstrasse nach Sternenberg gut erschlossenes Seitental. Das Bestreben, einen gut erschlossenen Standort in ausreichender Entfernung vom Siedlungsgebiet zu wÃ¤hlen, gerate hier in Konflikt mit der Erhaltung dieser stark bewaldeten, reizvollen Kultur- und Naturlandschaft. Dem gewÃ¤hlten Standort wird unter Hinweis auf die von der Gemeinde Bauma geltend gemachten Schwierigkeiten bei der Suche nach einem geeigneten Standort stillschweigend zugestimmt, allerdings mit der Bemerkung, "grundsÃ¤tzlich" sollte es mÃ¶glich sein, derartige Neuanlagen fÃ¼r grÃ¶ssere GemeindeverbÃ¤nde gemeinsam zu erstellen und geeignete Standorte zum Beispiel am Rande von Industriezonen oder entlang von Bahnlinien oder Strassen zu finden. GegenÃ¼ber dem konkreten Bauprojekt werden verschiedene Einwendungen erhoben, weshalb bei der Detailplanung folgende Punkte zu beachten seien: Minimalisierung des Raumprogrammes, Vermeidung von Kunstbauten (StÃ¼tzmauern) bzw. deren Ersatz durch SteilbÃ¶schungen, Wahl unauffÃ¤lliger Materialien bei den Schiessblenden, die Ã¼berdies wenn mÃ¶glich abzudecken seien, Verzicht auf Kunstbauten beim Parkplatz. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dieser Kritik wurde in der Folge Rechnung getragen. Das heute streitige Projekt weist gegenÃ¼ber dem damals beurteilten folgende Ãnderungen auf: Reduktion des Bauvolumens von 1811 m</span><sup><span>3</span></sup><span> auf 1646 m</span><sup><span>3</span></sup><span>, Reduktion der Erdbewegungen von 7000 m</span><sup><span>3</span></sup><span> auf 200 m</span><sup><span>3</span></sup><span> durch verÃ¤nderte HÃ¶henlage des Schussfeldes und durch Konstruktion eines Kugelfanges ohne AufschÃ¼ttung eines Erddammes, Reduktion der Rodungen von 2600 m</span><sup><span>2</span></sup><span> </span><span>auf 1200 m</span><sup><span>2</span></sup><span>, Einsatz von einfahrbaren LÃ¤rmschutztunnels statt festmontierter LÃ¤rmschutz-Blenden, Bau der gesamten Anlage samt Parkplatz auf der linken Seite der Sternenbergstrasse, damit der Lauf des Lochbaches geschont werden kann.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>8.3 </span></b><span>Nach Auffassung der Baudirektion und des Regierungsrats durfte auf die Einholung eines Gutachtens der ENHK verzichtet werden, weil das streitige Projekt das BLN-Objekt Nr. 1420, gemessen an dessen Schutzzielen, weder erheblich beeintrÃ¤chtige noch in diesem Zusammenhang grundsÃ¤tzliche Fragen aufwerfe (Rekursentscheid E. 12b). Dieser Beurteilung ist zuzustimmen. Sie stÃ¼tzt sich auf das Gutachten der NHK vom 10. Juli 1992, welche in diesem Zusammenhang als kantonale Fachstelle gelten kann (zur Beurteilung der Erforderlichkeit eines Gutachtens der eidgenÃ¶ssischen Fachkommission durch die zustÃ¤ndige kantonale Stelle vgl. JÃ¶rg Leimbacher in: Kommentar NHG, ZÃ¼rich 1997, Art. 7 N. 6). Daran vermag auch der Umstand nichts zu Ã¤ndern, dass bei Erstattung des Gutachtens im Jahre 1992 das fragliche Gebiet noch nicht als BLN-Objekt inventarisiert war. Das gleiche Gebiet war nÃ¤mlich damals Bestandteil des "Inventars der zu erhaltenden Landschaften und NaturdenkmÃ¤ler von nationaler Bedeutung" (KLN-Objekt Nr. 2.29), dessen Perimeter mit jenem des 1998 inventarisierten BLN-Objekts Nr. 1420 identisch war und namentlich auch das Kohltobel umfasste (zur Bedeutung des KLN-Inventars als VorlÃ¤ufer des BLN-Inventars vgl. Leimbacher, Art. 5 N. 24). Das war denn auch offenkundig mit ein Grund, weshalb 1992 im Zusammenhang mit dem damaligen Projekt am gleichen Standort das Gutachten der NHK eingeholt wurde.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wie der Regierungsrat sodann zutreffend erwogen hat, ist bei der Beurteilung der Auswirkungen des Projekts auf das Schutzobjekt zu berÃ¼cksichtigen, dass Letzteres schon wegen seiner grossen rÃ¤umlichen Ausdehnung von 16046 ha zahlreiche Einzelobjekte umfasst, die als solche nicht geschÃ¼tzt sind. Von Bedeutung sind daher vor allem allfÃ¤llige Auswirkungen in der nÃ¤heren Umgebung des Projekts, im vorliegenden Fall also Auswirkungen im Kohltobel. Das Projekt ist nicht derart einschneidend, dass mit dessen Realisierung die Charakteristik dieses Seitentals verloren ginge. Dieses ist denn auch nicht Bestandteil von kantonalen bzw. Ã¼berkommunalen Schutzmassnahmen. Wenn Ã¼berhaupt, bewirkt demnach das Projekt nur eine geringfÃ¼gige BeeintrÃ¤chtigung an den im BLN-Objekt Nr. 1420 genannten Schutzzielen. Es darf auch berÃ¼cksichtigt werden, dass sich im geschÃ¼tzten Gebiet noch weitere Schiessanlagen befinden, so in Turbenthal/Neubrunn, in Turbenthal/Schmid­rÃ¼ti, in Sternenberg sowie in Fischenthal/Strahlegg; insofern stellen sich mit der Bewilligung einer neuen Anlage keine grundsÃ¤tzlichen Fragen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>8.4 </span></b><span>Aus dem Gesagten ergibt sich zugleich, dass dem streitigen Projekt nicht Anliegen des Natur- und Landschaftsschutzes entgegenstehen, welche von vornherein und zwingend â das heisst ohne BerÃ¼cksichtigung und AbwÃ¤gung der weiteren fÃ¼r und wider das Projekt sprechenden Interessen â eine Verweigerung der Bewilligung nach Art. 24 RPG gebieten wÃ¼rden. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>8.5 </span></b><span>Der Regierungsrat hat sodann das Projekt auch als vereinbar mit § 238 Abs. 1 und 2 PBG gewÃ¼rdigt, wonach bei der Gestaltung von Bauten und Anlagen sowie ihres Umschwungs eine befriedigende Gesamtwirkung erreicht werden muss und auf Objekte des Natur- und Heimatschutzes besonders RÃ¼cksicht zu nehmen ist (Rekursentscheid E. 12d). Auf diese ErwÃ¤gungen kann verwiesen werden. Sie werden durch die pauschale Behauptung, die gegenÃ¼ber dem frÃ¼heren von der NHK begutachteten Projekt vorgenommenen Ãnderungen erfÃ¼llten die damaligen Auflagen der NHK nicht (Beschwerdeschrift Ziff. III/10, S. 23), nicht entkrÃ¤ftet.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>9. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>9.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden werfen der Baudirektion in erster Linie vor, keine genÃ¼gende Standortevaluation vorgenommen zu haben. Dem ist vorab entgegenzuhalten, dass die nÃ¤here PrÃ¼fung von Alternativstandorten voraussetzt, dass solche ernsthaft in Betracht fallen. Aus dem Umstand allein, dass der Bewilligungsentscheid der Baudirektion keine ErwÃ¤gungen zu mÃ¶glichen Alternativstandorten enthÃ¤lt, lÃ¤sst sich jedenfalls nicht auf eine mangelhafte Standortevaluation schliessen. Im Gutachten der NHK vom 10. Juli 1992 wird auf die Schwierigkeiten bei der Suche nach einem geeigneten Standort fÃ¼r eine Schiessanlage hingewiesen. Es darf daher angenommen werden, dass die Gemeinde Bauma bei der Standortevaluation anfÃ¤nglich auch andere MÃ¶glichkeiten in Betracht gezogen, diese jedoch wegen mangelnder Eignung nicht weiter verfolgt hat. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang auch, dass Schiessanlagen negativ standortgebunden sind, das heisst auf einen Standort ausserhalb der Bauzone angewiesen sind. Insofern besteht eine andere Ausgangslage als bei Bauvorhaben, die nur relativ standortgebunden, das heisst nicht absolut zwingend auf einen Standort ausserhalb der Bauzone angewiesen sind; bei Vorhaben mit relativer Standortgebundenheit genÃ¼gen besonders gewichtige GrÃ¼nde, die den beanspruchten Standort gegenÃ¼ber Standorten innerhalb der Bauzone als erheblich vorteilhafter erscheinen lassen (HÃ¤nni, S. 209); in solchen FÃ¤llen muss bereits bei der PrÃ¼fung der Stand­ortgebundenheit eine Evaluation erfolgen, welche ernsthaft in Betracht fallende Standorte innerhalb der Bauzone umfasst. Ein solcher Fall liegt hier nicht vor. Soweit sich die bisherige Rechtsprechung mit dem Erfordernis einer Standortevaluation in Zusammenhang mit Schiessanlagen befasst hat, ging es in erster Linie um die Frage, ob nicht die BenÃ¼tzung einer fremden Schiessanlage oder die Beteiligung an einer Gemeinschaftsanlage ausserhalb des Gebiets der das betreffende Projekt auflegenden Gemeinde vorzuziehen sei (BGE 112 Ib 39 E. 5a; BGr, 1A.183/2001, E. 6.7.5). Das vorliegend streitige Projekt betrifft gerade die Errichtung einer Gemeinschaftsanlage, welche die bisherigen sanierungsbedÃ¼rftigen Schiessanlagen in drei Gemeinden ersetzen soll. Ihren Vorwurf ungenÃ¼gender Standortevaluation begrÃ¼nden die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht damit, dass ein ernsthaft in Betracht fallender Alternativstandort fÃ¼r eine <i>neue</i> Anlage in einer dieser drei Gemeinden zu Unrecht verworfen worden sei. Sie machen einzig geltend, die Vorinstanzen hÃ¤tten ohne hinreichende SachverhaltsabklÃ¤rung und daher zu Unrecht die MÃ¶glichkeit verworfen, die <i>bestehende</i> Schiessanlage Dillhaus in Bauma zu sanieren. Auf diesen Vorwurf ist im Rahmen der nachfolgenden InteressenabwÃ¤gung, das heisst, im Zusammenhang mit den fÃ¼r und wider das Vorhaben sprechenden Interessen einzugehen. Zu berÃ¼cksichtigen sind namentlich die Anliegen der Erhaltung oder zumindest Schonung der naturnahen Landschaft, die Anliegen des Umweltschutzes, insbesondere des LÃ¤rmschutzes sowie die Interessen der betroffenen Nachbarn. Diesen Interessen stehen jene der Landesverteidigung gegenÃ¼ber (BGE 128 II 1 E. 3d). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>9.2 </span></b><span>Der Bau von Schiessanlagen liegt grundsÃ¤tzlich im Ã¶ffentlichen Interesse (BGr, 1A.183/2001, E. 6.7.4 mit Hinweis auf BGE 114 Ia 114 E. 4b, auch zum Folgenden). GemÃ¤ss Art. 63 MG mÃ¼ssen AngehÃ¶rige der Armee ausserdienstliche obligatorische Schie­ss­Ã¼bungen bestehen. Ferner unterstÃ¼tzt der Bund gemÃ¤ss Art. 62 Abs. 2 MG die anerkannten Schiessvereine fÃ¼r die mit Ordonnanzwaffen und mit Ordonnanzmunition durchgefÃ¼hrten SchiessÃ¼bungen. GemÃ¤ss Art. 3 Abs. 1 SO (in Kraft bis 31. Dezember 2003) sowie gemÃ¤ss Art. 4 SV (in Kraft ab 1. Januar 2004) gelten als SchiessÃ¼bungen und Ausbildungskurse im Interesse der Landesverteidigung nicht nur die obligatorischen Programme (mit Einschluss der Nachschiess- und Verbliebenenkurse), sondern auch weitere SchiessÃ¼bungen (Feldschiessen, Vereinstrainings, SchiesswettkÃ¤mpfe und VorÃ¼bungen zu den BundesÃ¼bungen, SchiesswettkÃ¤mpfe der militÃ¤rischen VerbÃ¤nde und Vereine, Schiesskurse wie etwa SchÃ¼tzenmeisterkurse, JungschÃ¼tzenleiterkurse, sowie JungschÃ¼tzenkurse und -wettkÃ¤mpfe). Auch diese SchiessanlÃ¤sse liegen im Ã¶ffentlichen Interesse. Nicht im Ã¶ffentlichen Interesse liegen demgegenÃ¼ber die rein zivilen, sportlichen Schiessen (vgl. BGE 120 Ib 89 nicht publ. E. 5b, 119 Ib 463 E. 5d und 6a, 117 Ib 20 E. 5, ferner BGr, 4. Juli 1991, 1A.105/1990, E. 3b; HansjÃ¶rg Seiler in: Kommentar USG, ZÃ¼rich 2001, Art. 5 N. 28). Ent­gegen der Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrenden besteht somit ein Ã¶ffentliches Interesse an der 300-m-Anlage, und zwar fÃ¼r weit mehr als nur fÃ¼r die obligatorischen Ãbungen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nach Art. 133 Abs. 1 MG sorgen die Gemeinden dafÃ¼r, dass die Schiessanlagen, die fÃ¼r die ausserdienstlichen militÃ¤rischen SchiessÃ¼bungen sowie die entsprechende TÃ¤tigkeit der Schiessvereine benÃ¶tigt werden, unentgeltlich zur VerfÃ¼gung stehen. Dies setzt nicht voraus, dass jede Gemeinde eine eigene Schiessanlage besitzt. Nach Art. 125 Abs. 2 MG weisen die Kantone Schiessvereine den Anlagen zu und fÃ¶rdern Gemeinschafts- oder Regional­anlagen. Nach Art. 3 SchAV ist der Zusammenschluss mehrerer Gemeinden zur Errichtung einer Gemeinschaftsschiessanlage anzustreben, damit rationeller gebaut und das vorhandene GelÃ¤nde besser ausgenÃ¼tzt werden kann. Kann in einer Gemeinde keine Schiessanlage gebaut werden und ist ein Zusammenschluss mit einer anderen Gemeinde nicht mÃ¶glich, so verordnet gemÃ¤ss Art. 24 Abs. 1 SO bzw. Art. 29 SV die kantonale MilitÃ¤rbehÃ¶rde â nach AnhÃ¶ren des eidgenÃ¶ssischen Schiessanlagenexperten und des zustÃ¤ndigen eidgenÃ¶ssischen Schiessoffiziers â die Zuweisung einer fremden Gemeindeschiessanlage oder den Zusammenschluss mehrerer Gemeinden zu einem Zweckverband fÃ¼r die Errichtung einer Gemeinschaftsschiessanlage oder die Errichtung einer Gemeindeschiessanlage auf dem Gebiet einer anderen Gemeinde. Das Bundesrecht verlangt somit, dass die MÃ¶glichkeit von Gemeinschaftsanlagen grÃ¼ndlich geprÃ¼ft wird, bevor eine einzelgemeindliche Schiessanlage bewilligt wird. Eine absolute Pflicht, sich einer Gemeinschaftsanlage anzuschliessen, besteht aber nicht (BGr, 1A.183/2001, E. 6.7.5 mit Hinweisen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Aufgrund dieser auch nach der Revision des MilitÃ¤rgesetzes vom 4. Oktober 2002 unverÃ¤nderten Regelung kann mit den Vorinstanzen angenommen werden, dass ungeachtet der Armeereform XXI (deren rechtliche Grundlage die genannte Gesetzesrevision bildet) bzw. der damit verbundenen Bestandesreduktion ein hinreichender Bedarf fÃ¼r die vier SchÃ¼tzenvereine aus den drei Gemeinden Bauma, Wila und Wildberg besteht, ihre im Ã¶ffentlichen Interesse liegenden SchiessÃ¼bungen in der geplanten, lediglich zehn Zugscheiben umfassenden Anlage Kohlhof durchzufÃ¼hren. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>9.3 </span></b><span>Es steht fest, dass die drei bestehenden Schiessanlagen in den Gemeinden Bauma, Wila und Wildberg unmittelbar an Wohnquartiere angrenzen und dass sie in erheblichem Umfang saniert werden mÃ¼ssten (Rekursentscheid E. 6c mit Hinweis auf Untersuchungsbericht der Firma P vom 29. Januar 1990 betreffend Anlage Wildberg, Untersuchungsbericht der Firma P vom 14. Oktober 1993 betreffend Anlage Dillhaus, Sanierungsliste mit Stand am 17. April 2001 betreffend Anlage Wila). FÃ¼r die Anlage Dillhaus hÃ¤tten sich die Sanierungskosten bereits 1993 auf mindestens Fr. 500'000.- belaufen. Die Kosten der projektierten Anlage Kohltobel belaufen sich auf insgesamt ca. Fr. 1'340'000.-, wovon die Gemeinde Bauma Fr. 500'000.- zu tragen hat. Entscheidend sind jedoch nicht diese finanziellen Aspekte. Die geplante Errichtung einer Gemeinschaftsanlage ist einer Sanierung der drei bestehenden Anlagen auch unter LÃ¤rmschutzaspekten klar vorzuziehen. Es fragt sich hÃ¶chstens, ob eine solche Gemeinschaftsanlage auch in der bestehenden Anlage Dillhaus realisiert werden kÃ¶nnte, die alsdann zu diesem Zwecke zu sanieren wÃ¤re. Unter LÃ¤rmschutzaspekten ist jedoch die geplante Neuanlage dem Standort der bestehenden Anlage Dillhaus vorzuziehen, weil Letztere von mehreren Wohnquartieren umgeben ist. Dass einzelne Anwohner in der Umgebung des neuen Anlagestandorts im Kohltobel â darunter die BeschwerdefÃ¼hrenden â den dort zu erwartenden SchiesslÃ¤rm deutlich wahrnehmen werden, vermag hieran nichts zu Ã¤ndern. Unter diesen UmstÃ¤nden erÃ¼brigen sich nÃ¤here AbklÃ¤rungen Ã¼ber die "Zumutbarkeit einer Sanierung der Schiessanlage Dillhaus", wie dies die BeschwerdefÃ¼hrenden mit dem Begehren um Einholung eines diesbezÃ¼glichen Berichts der Baudirektion verlangen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>9.4 </span></b><span>Wie erwÃ¤hnt (vorne E. 8), stehen die sich aus der Lage innerhalb des BLN-Objekts Nr. 1420 ergebenden Anliegen des Natur- und Landschaftsschutzes dem streitigen Projekt nicht zwingend entgegen. Angesichts der aufgezeigten geringen BeeintrÃ¤chtigungen kÃ¶nnen sie auch im Rahmen der InteressenabwÃ¤gung nach Art. 24 lit. b RPG nicht den Ausschlag fÃ¼r eine Bewilligungsverweigerung geben. Dies gilt auch bei Einbezug der geltend gemachten AlternativlÃ¶sung einer Sanierung der Anlage Dillhaus, welche ausserhalb des Perimeters des Schutzobjekts Nr. 1420 liegt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>9.5 </span></b><span>Im Rahmen der dem Verwaltungsgericht nach § 50 VRG einzig zustehenden Rechtskontrolle ist es bei alledem nicht zu beanstanden, dass der Regierungsrat zum Schluss gelangt ist, dem Projekt stÃ¼nden keine Ã¼berwiegenden Interessen entgegen. Demnach ist die Beschwerde vollumfÃ¤nglich abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>10. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Gerichtskosten sind den BeschwerdefÃ¼hrenden zu je einem Achtel, unter solidarischer Haftung fÃ¼r den ganzen Betrag, aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht den unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrenden nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG). Eine solche EntschÃ¤digung ist jedoch auch dem Gemeinderat Bauma nicht zuzusprechen. BezÃ¼glich des Rekursverfahrens gilt dies schon deswegen, weil der Gemeinderat dagegen keine Beschwerde erhoben hat. BezÃ¼glich des Beschwerdeverfahrens kann auf die zutreffende ErwÃ¤gung des Regierungsrats (Rekursentscheid E. 15) verwiesen werden. </span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet <span>die Kammer</span>:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 5'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 120.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 5'120.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden zu je einem Achtel, unter solidarischer Haftung fÃ¼r den ganzen Betrag, auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Urteilstext"><span>6. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>