<h2>SubmittedText<h2><p>Felsstürze gab es seit je in der Schweiz, Flims in historischer, Goldau oder Linthal in neuerer Zeit. Den Felssturz von Bondo deklarierte die Bundespräsidentin aber umgehend als Folge des Klimawandels, "auch wenn das einige noch nicht glauben", und es werde weitergehen mit solchen Extremereignissen. Seitens renommierter Naturwissenschafter wurde diese Aussage stark angezweifelt.</p><p>- Hält der Bundesrat an der Aussage der Bundespräsidentin fest?</p><p>- Was kehrt er gegen leichtfertige Angstmacherei vor?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Klima verändert sich und beeinflusst die Ausdehnung von Gletschern und Permafrost. In den alpinen Gebieten oberhalb von 2500 Metern über Meer sind diese Veränderungen relevant für Instabilitäten. In heissen Sommern wie zum Beispiel im Jahr 2003 wurden vermehrt Sturzprozesse in solchen hochalpinen Gebieten registriert. Die grossen, kürzlich erfolgten Felsstürze und Bergstürze ereigneten sich mehrheitlich in den Sommermonaten oder im Herbst. Sie können sich aber auch im Winterhalbjahr ereignen, weil die auslösenden Prozesse und Gesteinsdeformationen über eine sehr lange Zeit andauern, bevor sich lokale Auswirkungen wie Felsstürze ereignen. Von einem Einzelfall, wie er in Bondo eingetreten ist, kann zwar kein allgemeiner Trend abgeleitet werden. Allerdings sind beim Piz Cengalo die Bedingungen wie auftauender Permafrost und heisser Sommer, die auf einen Einfluss des Klimawandels hindeuten, erfüllt. Diese Veränderungen sind zusammen mit der geologischen Disposition des Gesteins und weiteren Faktoren bei der Auslösung von Sturzprozessen relevant.</p>