Kantonsgericht Schwyz Verfügung vom 11. Mai 2017 BEK 2017 64 Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsidentin lic. iur. Daniela Pérez-Steiner, Gerichtsschreiber lic. iur. Mathis Bösch. In Sachen A.________, Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt B.________ und dieser substituiert durch E.________AG gegen C.________, Gesuchsteller und Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt D.________, betreffend Konkurseröffnung (Beschwerde gegen die Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht Ma- rch vom 15. März 2017, ZES 2017 88);- hat die Kantonsgerichtsvizepräsidentin,Kantonsgericht Schwyz 2 nachdem sich ergeben und in Erwägung: - dass der Einzelrichter am Bezirksgericht March in der Betreibung Nr. xxx des Betreibungskreises Altendorf-Lachen über eine Forderung von C.________ von Fr. 51‘996.10 (nebst Zins und Betreibungskosten, vgl. Kon- kursandrohung vom 19. Januar 2017 in KB 1) mit Verfügung vom 15. März 2017 über die A.________ per 16.00 Uhr den Konkurs eröffnete; - dass die Konkursitin, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, mit Eingabe vom 27. März 2017 dagegen eine Beschwerde einreichte mit Anträ- gen, das Konkursbegehren bzw. -verfahren einstweilen um zwei Monate zu sistieren, eventualiter einen Konkursaufschub von zwei Monaten oder eine Nachlassstundung zu bewilligen; - dass die Beschwerdeführerin den Vorschuss innert Nachfrist leistete, dennoch aber auf ihre Beschwerde präsidial nicht einzutreten ist (§ 40 Abs. 2 JG), weil erstens die Beschwerdeführerin innert der Rechtsmittelfrist die Verwirkli- chung eines Konkursaufhebungsgrunds (bzw. Novums) im Sinne von Art. 174 Abs. 2 Ziff. 1 bis 3 SchKG (Zahlung oder Hinterlegung der Schuld und Kosten oder Konkursverzicht der Gläubigerin) weder geltend macht noch durch Urkunden beweist (vgl. BGer 5A_912/2013 vom 18. Februar 2014 E. 4.1 mit Hinweis), woran angesichts der anwaltlichen Vertretung der Beschwerdeführerin die unvollständige Rechtsmittelbe- lehrung in der angefochtenen Verfügung, womit nicht auf die Anforde- rungen von Art. 174 Abs. 2 SchKG hingewiesen wurde, nichts ändert, zweitens abgesehen davon die Rechtsmittelinstanz mangels Konkurs- aufhebungsantrags sowie fehlender Zuständigkeit auf die Begehren nach einer Sistierung des Konkursverfahrens, eines Konkursaufschubs Kantonsgericht Schwyz 3 oder einer Nachlassstundung nicht eintreten kann, sind doch solche Ge- suche im Rechtsmittelverfahren nicht nachholbar (vgl. auch Staehelin, BSK Ergänzungsband, 2017, Art. 192 ad N 16 mit Hinweis auf CAN 2015 Nr. 83), und drittens die Beschwerdeführerin weder behauptet, dem Vorderrichter seien in der ihr anlässlich der Konkursverhandlung noch kurzfristig of- fengehaltenen Frist zur Einigung mit der betreibenden Gläubigerin förm- lich hinreichende Gesuche zur Sanierung nach Art. 725a OR bzw. um Nachlassstundung im Sinne von Art. 293 SchKG gestellt worden (vgl. Vi-act. 3, worin unsubstantiiert und unbelegt nur entsprechende Wahr- scheinlichkeiten behauptet werden), noch sich konkret mit der Begrün- dung der angefochtenen Verfügung auseinandersetzt, wonach mangels Vorlage anlässlich der Konkursverhandlung von nicht bloss Kreditoren- und Debitorenliste, sondern auch aktuellen Betreibungsregisterauszü- gen und Zwischenbilanzen keine Anhaltspunkte für das Zustandekom- men eines Nachlassvertrages bzw. einer Nachlassstundung oder den Erfolg einer Sanierung bestehen, mithin der Sanierungsbedarf weder abschätzbar war noch mit den erst zweitinstanzlich dokumentiert geltend gemachten Vermittlungskommissionen vergleichbar ist; - dass die Kosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 106 Abs. 1 ZPO) und diese den Beschwerdegegner angemessen zu entschädigen hat (§ 12 GebTRA);-Kantonsgericht Schwyz 4 verfügt: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die Kosten des Verfahrens von Fr. 750.00 werden der Beschwerdefüh- rerin auferlegt und aus dem geleisteten Vorschuss gedeckt. 3. Die Beschwerdeführerin wird verpflichtet, den Beschwerdegegner mit Fr. 800.00 zu entschädigen. 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes Beschwerde in Zivilsachen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Beschwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. 5. Zufertigung an E.________AG (2/R), Rechtsanwalt D.________ (2/R), das Konkurs- und Grundbuchamt March (1/R), den Betreibungskreis Al- tendorf Lachen (1/R), das Handelsregister des Kantons Schwyz (1/R) und an die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vor- instanz (1/R, unter Rückgabe der Akten) und die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv). Die Kantonsgerichtsvizepräsidentin Der Gerichtsschreiber Versand 11. Mai 2017 rfl