B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-6240/2012 U r t e i l v o m 11 . D e z e m b e r 2 0 1 4 Besetzung Richter Maurizio Greppi (Vorsitz), Richter Daniel Stufetti, Richter Beat Weber, Gerichtsschreiber Yves Rubeli. Parteien A._______, vertreten durch Francisco José Vazquez Bürger, Rechtsanwalt, Avenida La Habana 9-1°, ES-32003 Ourense, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Anspruch auf eine Invalidenrente, Verfügung IVSTA vom 9. November 2012. C-6240/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. Der 1951 geborene und in seiner Heimat wohnhafte spanische Staatsan- gehörige A._______ (im Folgenden: Beschwerdeführer) arbeitete vom 1. Mai 1977 bis 30. September 1979 als Küchenbursche bei der B._______ in der Schweiz und leistete obligatorische Beiträge an die schweizerische Alters -, Hinterlassenen - und Invalidenversicherung (AHV/IV; vgl. Exposé d'une demande de prestations [IV -act. 11] und For- mular E 204 [IV-act. 1 S. 12]). Am 21. Juli 2010 meldete er sich über den spanischen Versicherungsträger bei der schweizerische n Invalidenversi- cherung an (IV -act. 1 S. 7). Die IV -Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA; im Folgenden auch: Vorinstanz) klärte die erwerblichen und m e- dizinischen Verhältnisse ab und wies mit Verfü gung vom 15. November 2011 den Rentenanspruch des Beschwerdeführers ab (gestützt auf einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 21 .40 % unter Annahme e i- ner vollen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit [IV-act. 34]). Dagegen liess der Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Francisco José Vazquez Bürger, Ourense (Spanien), beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben. B. Mit Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-6865/2011 vom 21. März 2012 (IV-act. 39) wurde die Beschwerde des Beschwerdefüh rers insofern gutgeheissen, als dass die angefochtene Verfügung vom 15. November 2011 aufgehoben und die Sache an die IVSTA zurückgewiesen wurde, damit diese nach Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts, in s- besondere nach Einholung bzw. Veranlassung aktueller Röntgenaufnah- men, über die in Betracht fallenden Leistungsansprüche neu verfüge. C. Nach Beizug ergänzender Röntgenaufnahmen (IV-act. 51, 57) und nach Einholung eine r Stellungnahme von Dr. med. C._______, Spezialarzt FMH für Innere Medizin, M edizinischer Dienst der Vor instanz, vom 14. Juli 2012 (IV-act. 60 = BVGer-act. 1 BM 7), wurde dem Beschwe rde- führer mit Vorbescheid vom 27. Juli 2012 (IV-act. 61) die Abweisung sei- nes Rentenbegehrens in Aussicht gestellt. Nach Prüfung der dagegen am 13. August 2012 und 5. Oktober 2012 erhobenen Einwände (IV-act. 62, 64) verfügte die Vorinstanz am 9. November 2012 im angekündigten Sin- ne (IV-act. 69). C-6240/2012 Seite 3 D. Gegen diese Verfügung der Vorinstanz liess der Beschwerdeführer, wie- derum vertreten durch Rechtsanwalt Francisco José Vazquez Bürger, am 23. November 2012 Beschwerde erheben und die Rückweisung zwecks ergänzender Abklärungen und Neuverfügung beantragen (vgl. BVGer - act. 1 S. 2). Am 3. Januar 2013 ist ein Kostenvorschuss in der Hö he von Fr. 420.– beim Bundesverwaltungsgericht eingegangen (BVGer -act. 4). Die Vorinstanz beantragte mit Beschwerdeantwort vom 12. März 2013 die Abweisung der Beschwerde (BVG er-act. 6). Replicando und duplicando hielten die Parteien an ihren Anträgen fest (BVGer-act. 9 und 11). E. Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, s o- weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Zu den a n- fechtbaren Verfügungen gehören jene der schweizerischen IV -Stelle für Versicherte im Ausland, die zu den Vorinstanzen des Bundesverwa l- tungsgerichts gehört (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherun g vom 19. Juni 1959 [IVG, SR 831.20]). Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 1.2 Im Streit liegt die Verfügung der IV -Stelle für Versicherte im Ausland vom 9. November 2012. Das Bundesverwaltungsgericht ist somit zur B e- urteilung der Beschwerde zuständig. 1.3 Das VwVG findet keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist (Art. 3 Bst. dbis VwVG). C-6240/2012 Seite 4 1.4 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgeno m- men; er ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Anfechtung (Art. 59 ATSG). Er ist d a- her zur Beschwerde legitimiert. 1.5 Auf die frist- und formgerecht (Art. 60 ATSG und Art. 52 VwVG) einge- reichte Beschwerde ist , nachdem auc h der Verfahrenskostenvorschuss fristgerecht geleistet wurde, einzutreten. 1.6 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens können die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Missbrauchs oder der Überschreitun g des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unangemessenheit des En t- scheids gerügt werden (Art. 49 VwVG). 2. 2.1 Der Beschwerdeführer ist spanischer Staatsangehöriger, weshalb das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zw i- schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Eur o- päischen Gemeinschaft und ihrer Mitgliedsstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) zu beachten ist. 2.2 Nach Art. 1 Abs. 1 des auf der Grundlage des Art. 8 FZA ausgearbe i- teten und Bestandteil des Abkommens bildenden (Art. 15 FZA) Anhangs II ("Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit") des FZA in Ve r- bindung mit Abschnitt A dieses Anhangs wenden die Vertragsparteien un- tereinander insbesondere die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu - und abwandern (nachfolgend: Ver- ordnung Nr. 1408/71), und die Verordnung Nr. 574/72 oder gleichwertige Vorschriften an. Diese sind am 1. April 2012 durch die Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung de r Systeme der sozialen Sicherheit s o- wie (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit abgelöst worden. 2.3 Nach Art. 4 der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 haben Personen, für die diese Verordnung gilt, die gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der C-6240/2012 Seite 5 Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats wie die Staatsangehörigen dieses Staates. Dabei ist im Rahmen des FZA auch die Schweiz als "Mitglie d- staat" im Sinne dieser Koordinierungsverordnungen zu betrachten (Art. 1 Abs. 2 Anhang II des FZA). 2.4 Soweit das FZA bzw. die auf dieser Grundlage anwendbaren gemein- schaftsrechtlichen Rechtsakte keine abwei chenden Bestimmungen vo r- sehen, ist mangels einer einschlägigen gemeinschaftsrechtlichen bzw. abkommensrechtlichen Regelung die Ausgestaltung des Verfahrens s o- wie die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen einer schweizerischen Invalidenrente grundsätzlich Sache der innerstaatlichen Rechtsordnung. 2.5 Nach Art. 46 Abs. 3 der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 ist die vom Träger eines Staates getroffene Entscheidung über die Invalidität eines Antragstellers für den Träger eines anderen betroffenen Staates nur dann verbindlich, wenn die in den Rechtsvorschriften dieser Staaten festgele g- ten Tatbestandsmerkmale der Invalidität in Anhang VII dieser Verordnung als übereinstimmend anerkannt sind - was für die schweizerisch en bzw. spanischen Rechtsvorschriften nicht zutrifft. 2.6 Demnach beurteilt sich die Frage, ob und gegebenenfalls ab wann Anspruch auf Leistungen der schweizerischen Invalidenversicherung b e- steht, allein aufgrund der schweizerischen Rechtsvorschriften. 2.7 Art. 6 der Verordnung 883/2004 bestimmt, dass falls die dreijährige Mindestbeitragsdauer (Art. 36 Abs. 1 IVG) mittels schweizerischen Vers i- cherungszeiten nicht erfüllt ist, für die Erfüllung der dreijährigen Mindes t- beitragsdauer Beitragszeiten mitberücksic htigt werden, die in einem a n- deren Mitgliedstaat zurückgelegt worden sind (vgl. auch Kreisschreiben über das Verfahren zur Leistungs festsetzung in der AHV/IV [ KSBIL] Rz. 3001.3 4/12). Der Beschwerdeführer hat unbestrittenermassen während mehr als drei Jahren Beiträge geleistet (vgl. Exposé d'une demande de prestations [IV- act. 11]), so dass die Voraussetzung der Mindestbeitragsdauer für den Anspruch auf eine ordentliche Invalidenrente gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG erfüllt ist. 3. 3.1 In zeitlicher Hinsicht sind - vorbehältlich besonderer übergangsrechtli- cher Regelungen - grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, C-6240/2012 Seite 6 die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 220 E. 3.1.1 und 131 V 11 E. 1). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; vgl. BGE 130 V 445 E. 1.2.1). Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicheru ngsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung (hier: 9. November 2012) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). 3.2 Bei den materiellen Bestimmungen des IVG und der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) ist für die Zeit ab 1. Januar 2008 auf die dannzumal in Kraft getretenen Änderungen (5. IV -Revision; AS 2007 5129 und AS 2007 5155) abzustellen. Soweit ein Rentenanspruch ab dem 1. Januar 20 12 zu prüfen ist, sind weiter die mit dem ersten Mas s- nahmenpaket der 6. IV -Revision zu diesem Zeitpunkt in Kraft getretenen Gesetzesänderungen zu beachten (IVG in der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659], IVV in der Fassung vom 16. November 2011 [AS 2011 5679]). Vorliegend ist der Anspruch auf eine Invalidenrente ab dem 1. Dezember 2010 zu b eurteilen (vgl. nachstehende E. 3.3.4 und 5.3) . Für die Zei t- spanne bis zum 31. Dezember 2011 ist somit das alte Recht massg e- bend, für die Prüfung eines allfälligen Rentenanspruchs ab dem 1. Januar 2012 ist auf die Bestimmungen der 6. IV-Revision abzustellen. 3.3 3.3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit da u- ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, gei s- tigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglich e- nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundhei t- lichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt C-6240/2012 Seite 7 zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Un- fähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem a n- deren Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 3.3.2 Anspruch auf eine R ente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Vers i- cherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Ja hres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von minde s- tens 60 Prozent auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.3.3 Viertelsrenten werden allerdings gemäss Art. 29 Abs. 4 IVG nur an Versicherte ausbezahlt, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Sinn von Art. 13 ATSG in der Schweiz haben. Nach der Rechtsprechung des Ei d- genössischen Versicherungsgerichts (EVG, heute: Bundesgericht) stell t Art. 29 Abs. 4 IVG eine besondere Anspruchsvoraussetzung dar (vgl. BGE 121 V 264 E. 6c). Gestützt auf das FZA können indessen Angehör i- ge von EU -Staaten – wie vorliegend -, wenn sie in einem EU - Mitgliedstaat Wohnsitz haben, sowie dort lebende Schweizer Bürgerinnen und Bürger ebenfalls eine Viertelsrente beanspruchen (BGE 130 V 253 E. 2.3). 3.3.4 Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsa n- spruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf C-6240/2012 Seite 8 die Vollendung des 18. Altersjahres folgt (Abs. 1). Die Rente wird vom Beginn des Monats an ausbezahlt, in dem der Rentenanspruch entsteht (Abs. 3). 4. Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist di e Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen h a- ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und b e- züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4; 125 V 256 E. 4). 5. 5.1 Die Vorinstanz begründete die angefochtene, den Rentenanspruch des Beschwerdeführers verneinende Verfügung damit, aus den ergänzten Akten gehe hervor, dass beim Beschwerdeführer in der zul etzt ausgeüb- ten Tätigkeit eine gesundheitlich bedingte Arbeitsunfähigkeit von 70 % bestehe. Dagegen sei ihm eine besser angepasste Tätigkeit weiterhin zu 100 % zumutbar. Beim entsprechenden Einkommensvergleic h (vom 22. Juli 2011; dazu nachstehende E. 7) resultiere eine Erwerbseinbusse von 21 .40 %, bei welcher kein Rentenanspruch bestehe. Im laufenden Verfahren seien bei der spanischen Verbindungsstelle neue Röntgenbi l- der angefordert worden und der Beschwerdeführer sei aufgefordert wo r- den, sämtliche bereits vorhandenen Röntgenbilder einzusenden. Der Arzt Dr. C._______ des internen medizinischen Dienstes habe am 14. Juli 2011 (recte: 14. Juli 2012) bestätigt, dass die neu eingereichten Unterl a- gen und Röntgenbilder an der bisherigen medizinischen Beurteilung nichts zu ändern vermöchten (IV-act. 69). In ihrer Vernehmlassung betonte die Vorinstanz, im früheren Gerichtsve r- fahren (eingangs erwähnter Rückweisungsentscheid B -6865/2011 vom 21. März 2012, IV-act. 39) habe ihr ärztlicher Dienst lediglich eine Ergä n- zung d er medizinischen Akten durch bestehende und aktuelle Röntge n- bilder als notwendig erachtet. Dementsprechend sei auch die Rückwe i- sung primär zur Einholung dieser Röntgenbilder erfolgt. Im Anschluss an das Urteil seien die vom ärztlichen Dienst verlangten Rön tgenbilder ein- geholt worden. Nach Einsichtnahme in diese habe sich der ärztliche C-6240/2012 Seite 9 Dienst in der Lage gesehen, den medizinischen Sachverhalt abschlie s- send zu beurteilen. Falls vorliegend einzelne Diagnosen in den entspr e- chenden Stellungnahmen keine ausdrückl iche Erwähnung gefunden hä t- ten, so bedeute dies, dass die entsprechenden Leiden für die Arbeitsf ä- higkeitsbeurteilung nicht von Bedeutung seien (BVGer-act. 6). 5.2 Demgegenüber stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt (BVGer-act. 1 und 9), auf die St ellungnahmen der Ärzte des medizin i- schen Dienstes der Vorinstanz könne nicht abgestellt werden, da diese nicht objektiv seien und nicht alle Unterlagen und Beschwerden berüc k- sichtigen würden. Zuverlässig sei die Einschätzung von Dr. D._______ vom 4. Oktober 2011 (IV -act. 30 = BVGer -act. 1 BM 10). Folgende B e- schwerden bzw. Diagnosen seien bei der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung zu berücksichtigen (BVGer-act. 1 S. 6 f.): - schwere Coxarthrose links - starkes Hinken - Anzeichen eines "Duchenne" (gebückte Haltung beim Gehen) - starke Bewegungseinschränkung, vor allem bei Drehbewegungen und Beugung, extreme Schwierigkeiten beim Ankleiden oder Schuhe anzie- hen - starke Knorpelschädigung und Osteophyten - Coxarthrose rechts mittleren Grades - andauernde Schmerzen und starke Bewegungseinschränkung - ausgeprägte Lumbalarthrose - degenerative Veränderungen an den Bandscheiben und an den poste- rioren Facetten - grosse Osteophytenbildung, einige bis zum Nervenkanal mit foramina- len Stenosen L4/L5 und L5/S1 - Anomalie L5 - Hyperlordose - posteriores lumbales Facettensyndrom - zahlreiche Radikulopathien, besonders ausgeprägt L5 und S1 - starke Schmerzen und Parästhesien - einschliessende und quetschende Merkmale - Lasègue, Bragard und Quekenstedt positiv - fortgeschrittene Gonarthrose beidseits - starke Schmerzen und Ausfälle - Sinovitis und sinovitale Blutergüsse - grösste Schwierigkeiten beim Treppen steigen - Arthropathie linke Schulter C-6240/2012 Seite 10 - Akromioklavikulararthrose mit subakromaler Stenose - generalisierte multiple Osteoarthrose - starke Fettleibigkeit mit Abdomen 5.3 Vorweg ist festzuhalten, dass sich der Beschwerdeführer am 21. Juli 2010 über den spanischen Versicherungsträger bei der schweizerischen Invalidenversicherung anmeldete ( IV-act. 1 S. 7 Ziff. 14; Art. 81 der Ve r- ordnung [EG] Nr. 883/2004), weshalb ein etwaiger Rent enanspruch frü- hestens ab 1. Dezember 2010 besteht (E. 3.3.4 hievor). Zu prüfen ist demnach die Arbeitsfähigkeit ab diesem Zeitpunkt. 5.4 Gestützt auf die Aktenlage ist von folgendem medizinischem Sach- verhalt auszugehen: 5.4.1 Im Formularbericht E 213 wurden vom am 1 3. August 2010 (IV- act. 3 = BVGer -act. 1 BM 8) untersuchenden Arzt folgende Diagnosen genannt: generalisierte Osteoarthrose , Hüftschmerzen links und Kni e- schmerzen beidseits bei Cox - und Gonarthrose (Hüft- und Kniegelenks- arthrose) bilateral (vgl. S. 8 Ziff. 7). Im Bericht wurden Funktionsei n- schränkungen im Bereich der Knie und Hüfte festgehalten (S. 8 Ziff. 8) und für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Holzfäller nach den spanischen Rechtsvorschriften eine vollständige Invalidität angegeben (S. 10 Ziff. 11.7). Zur Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit enthielt der Bericht keine Angaben (vgl. S. 9 Ziff. 10 ff.). 5.4.2 Dr. med. E._______, interner medizinischer Dienst der Vorinstanz, hielt darauf in seiner Stellungnahme vom 16. März 2011 fest, die aktuelle medizinische Aktenlag e sei für eine medizinische Beurteilung ungenü- gend (IV-act. 12 = BVGer-act. 1 BM 3). Der Beschwerdeführer habe ab November 2007 eine leichtere Tätigkeit aus geübt und am 28. Juni 2009 seine Arbeitstätigkeit aufgegeben. In der Folge verlangte die Vorinstanz weitere medizinische Unterlagen beim spanischen Sozialversicherungsträger ein (vgl. IV-act. 13). 5.4.3 Der Orthopäde Dr. F._______ diagnostizierte in seinem Bericht vom 28. April 2011 eine leichte trikompartimentale Gonarthrose links, eine fort- geschrittene beidseitige Coxarthrose (ausgeprägter links) sowie eine Lumbalarthrose. Dr. F._______ hielt Einschränkungen für schwere kö r- perliche Tätigkeiten und für längere Gehstrecken fest (vgl. IV-act. 15). C-6240/2012 Seite 11 5.4.4 Dr. E._______ hielt in seiner Stel lungahme vom 9. Juli 2011 (IV- act. 24 = BVGer-act. 1 BM 4) als Diagnosen mit Auswirkung auf die A r- beitsfähigkeit eine moderate Gonarthrose und eine moderate lumbale Spondylarthrose fest. Als Diagnose ohne Aus wirkung auf die Arbeitsf ä- higkeit nannte er ein erhebliches Übergewicht (117 kg bei 168 cm, BMI 41.6). In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit erklärte Dr. E._______, dass ab 28. Juni 2009 in der bisherigen Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 70 % (davor seit November 2007: 20 %) und in einer (vollständig) angepassten Tätigkeit seit November 2007 eine volle Arbeitsfähigkeit anzunehmen sei. Dabei gab Dr. E._______ folgendes Zumutbarkeitsprofil an: L eichte, wechselbelastende Tätigke it ohne Heben von Lasten von 10 kg, ohne Gehen auf unebenem Gelände und ohne Be steigen von Gerüsten oder Leitern. Als mögliche Verweistätigkeiten wurden etwa die Arbeit en als Hilfsarbeiter, Magaziner, Verkäufer im Allgemeinen, Reparaturen von klei- nen Haushaltapparaten, Kassier oder Telefonist genannt (S. 4). 5.4.5 Dr. D._______ diagnostizierte in seinem Bericht vom 4. Oktober 2011 unter anderem eine schwere Coxarthrose links, eine mittelgradige Coxarthrose rechts, eine ausgeprägte lumbale Arthrose, Radikulopathien, fortgeschrittene Gonarthrosen, eine Arthropathie linke Schulter und Über- gewicht. Dr. D._______ gab eine Arbeitsunfähigkeit in jeder Tätigkeit bzw. eine Behinderung von 85 % an (vgl. IV -act. 30, vgl. auch Übersetzung in IV-act. 31 S. 2 f.). 5.4.6 Dr. E._______ hielt in seiner Stellungnahme vom 9. November 2011 fest, der orthopädische Bericht von Dr. D._______ vom 4. Oktober 2011 erwähne keine neuen Gesundheitsbeeinträchtigungen. Die Schwere der degenerativen Veränderungen würde in der orthopädischen Beurteilung von Dr. F._______ vom 28. April 2011 und der späteren Einschätzung von Dr. D._______ vom 4. Oktober 2011 unterschiedlich beurteilt . Eine so starke Verschlechterung innerhalb von sechs Monaten sei kaum nac h- vollziehbar. Die von Dr. D._______ erwähnte Verschlechterung sei weder durch neue radiologische Befunde noch durch andere objektive Unters u- chungsunterlagen belegt. Es sei offensichtlich, dass degenerative Kran k- heiten im Laufe der Zeit eine Verschlechterung bewirken würden und eine endoprothetische Versorgung zu gegebener Zeit wieder abzuwägen sei. Gemäss der vorliegenden medizinischen Dokumentation sei im heutigen Zeitpunkt keine endoprothetische Versorgung vorgesehen. Eine entspr e- chende Intervention würde eine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit im Rahmen von drei bis sechs Monaten verursachen, dies auch in einer dem Gesundheitszustand angepassten Tätigkeit. Auch wenn eine Verschli m-C-6240/2012 Seite 12 merung der Auswirkungen der degenerativen Krankheit ange nommen werden kö nne, bleibe eine Verweisungstätigkeit kompatibel. D er Bericht von Dr. D._______ vom 4. Oktober 2011 beschreibe keine funktionellen Einschränkungen, welche mit einer leichten, dem Gesundheitszustand angepassten Tätigkeit nicht zu vereinbaren wären (IV-act. 33 = BVGer- act. 1 BM 5; vgl. zur entsprechenden Übersetzung die Verfügungsbe- gründung in IV-act. 34 S. 2). 5.4.7 Dr. C._______ vom Medizinischen Dienst der Vorinstanz führte in seiner Ste llungnahme vom 16. Februar 2012 aus (IV-act. 38 = BVGer- act. 1 BM 6), der 59 -jährige Versicherte leide an degenerativen Skelet t- veränderungen, v. a. an einer Hüftgelenksarthrose links. In seinen Ste l- lungnahmen vom 9. Juli 2011 u nd vom 9. November 2011 habe Dr. E._______ den Versicherten in seiner bisherigen Tätigkeit als nicht mehr relevant arbeitsfähig, in einer angepassten Tätigkeit dagegen als voll arbeitsfähig beurteilt. Nach Durchsicht des gesamten Dossiers sei davon auszugehen, dass der Orthopäde Dr. D._______ in seinem Bericht vom 4. Oktober 2011 die Probleme des Versicherten zwar wortreich da r- gelegt habe, jedoch die eigentlichen funktionellen Defizite nicht wesent- lich genauer beschre ibe als dies im Formular bericht E 213 vom 13. August 2010 bzw. im Bericht von Dr. F._______ vom 28. April 2011 der Fall sei. Insbesondere quantifiziere er - ausser bei der Schulterabduk- tion links - die erwähnten Bewegungseinschränkungen nicht, beschreibe keine Zeichen einer sicheren Nervenkompression im Bereich der Wirbe l- säule (wie einem klar definierten Hautareal bzw. einer klar definierten Muskelgruppe zugeordnete Sensibilitätsstörungen bzw. Schwächen) und erwähne nicht mit Datum, auf welche Röntgenaufnah men er sich bezi e- he. Damit gebe es keinen Grund, den Bericht von Dr. D._______ als qua- litativ besser zu bewerten . Für eine definitive Stellungnahme würden ihm jedoch die Röntgenaufnahmen fehlen, weshalb er empfehle, sämtliche vorhandenen Röntgenbilder des Beschwerdeführers zu bestellen und zugleich aktuelle Röntgenaufnahmen zu veranlassen. 5.4.8 Dr. G._______ nannte in seinem Bericht vom 14. Juni 2012 unter anderem folgende Befunde (vgl. IV-act. 52 = BVGer-act. 1 BM 9): – beginnende degenerative Veränderungen in der rechten Schulter – deutliche degenerative Veränderungen im Bereich der Lendenwirbelsäule und unter Beibehaltung der Zwischenwirbelräume – Deutliche degenerative Veränderungen in der linken Hüfte und beginnende degen e- rative Veränderungen in der rechten Hüfte C-6240/2012 Seite 13 5.4.9 In seiner - von der Vorinstanz nach dem eingangs erwähnten Urteil B-6865/2011 vom 21. März 2012 (IV-act. 39) - eingeholten Stellungnahme vom 14. Juli 2012 hielt Dr. C._______, interner medizinischer Dienst der Vorinstanz, schliesslich folgende Diagnosen m it Auswirkung auf die A r- beitsfähigkeit fest (IV-act. 60): – Coxarthrose beidseits (links > rechts) – Röntgen 14. Juni 2012: entrundeter Femurkopf und Pfannendachsklerose im Bereich des linken mehr als des rechten Hüftgelenkes, links mit deutlicher Gelenkspaltverschmälerung – Hinken und Bewegungseinschränkung links – Mässige trikompartimentale Gonarthrose links – Röntgen Knie beidseits 16. Juni 2009: mässige Gelenkspaltverschmälerung – Degenerative Lendenwirbelsäulenveränderungen – LWS-Hyperlordose – Lumbosakrale Übergangsanomalie – Röntgen 14. Juni 2012: deutliche degenerative Veränderungen mit Spondy- lose und Osteochrondrose L5/S1 – Degenerative Veränderungen linke Schulter – Gleno-humerale Arthrose, Supraspinatus-Sehnen-Läsion, Impingement Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte Dr. C._______: - Adipositas (BMI 41,6 [01/10]) - Status nach Unfall 05/09 mit Kontusion Oberschenkelmuskulatur links, seither At- rophie Dr. C._______ stellte fest , dass nach Durchsicht der eingegangenen Röntgenbilder an den (vorerwähnten) Stellungnahmen von Dr. E._______ festgehalten werden könne (Stellungnahmen vom 9. Juli 2011 [IV-act. 24] und vom 9. November 2011 [IV-act. 33]). 6. 6.1 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachten s ist en t- scheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die gekla g- ten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die C-6240/2012 Seite 14 Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a) Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterne r Ärzte und Är z- tinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nac h- vollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Ind i- zien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer U m- stände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung o b- jektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche B e- deutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht z u- kommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gutachterin al- lerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c). 6.2 Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass die Arbeitsfähigkeit des B e- schwerdeführers in seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit wesentlich eing e- schränkt ist. Umstritten ist seine Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tä- tigkeit. Die Stellungnahme von Dr. C._______ vom 14. Juli 2012 , welcher am 16. Februar 2012 auf eine Differenz im mediz inischen Dossier hin gewie- sen und um den Beizug zusätzlicher Röntgenbilder gebeten hatte, ist als zuverlässig zu beurteilen. Sie ist in Kenntnis der Vorakten - darunter des Berichts von Dr. D._______ vom 4. Oktober 2011, des Formularberichts E 213 vom 13. August 2010 und des Berichts von Dr. F._______ vom 28. April 2011 - abgegeben worden und berücksichtigt die zusätzlich ein- geholten Röntgenaufnahmen. Anhand der zusätzlich nachgereichten und der neu erstellten Röntgenaufnahmen (vom 14. Juni 2012), welche keine Hinweise auf die von Dr. D._______ angegebenen schweren Arthrosen - etwa eine schwere C oxarthrose links - ergaben (vgl. auch den Röntge n- befund von Dr. G._______ vom 14. Juni 2012 [IV -act. 52]), versicherte sich Dr. C._______, das s an den Stellungnahmen von Dr. E._______, welcher in einer angepassten , leichten wechselbelastenden Tätigkeit oh- ne Heben von Lasten von über 10 kg, ohne Gehen auf unebenem Gelän- de und ohne Besteigen von Gerüsten oder Leitern auf eine seit Novem- ber 2007 bestehende volle Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführe rs schloss (Stellungnahme vom 9. Juli 2011, IV -act. 24), festgehalten we r-C-6240/2012 Seite 15 den könne. Die Dres. C._______ und E._______, Fachärzte für Allgemei- ne Innere Medi zin (vgl. www.medregom.admin.ch und www.doctorfmh.ch), verfügen über die vorliegend gefragte fachliche Qua- lifikation zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit auf- grund von Arthrosen. Sodann bestehen keine Hinweise dafür, dass die Dres. C._______ und E._______ die in spanischer Sprache verfassten medizinischen Berichte nicht zutreffend gewürdigt hätten (vgl. dazu noch Einwandbegründung des Beschwerdeführers vom 5. Oktober 2012, IV - act. 64 S. 6 Ziff. 7). Damit ist gestützt auf die vorliegenden Stellungnahmen der Ärzte des i n- ternen medizinischen Dienstes der Vorin stanz eine volle Arbeitsfähigkeit in einer vollständig angepassten Tätigkeit zuverlässig ausgewiesen. Die im Vergleich zur bisherigen - ab November 2007 teilweise angepassten (vgl. IV-act. 24 S. 2 und IV -act. 12 S. 1 am Ende) - Tätigkeit als Forstar- beiter höhere Arbeitsfähigkeit in einer vollständig angepassten anderen Tätigkeit ist nachvollziehbar. Dass die Ärzte des medizinischen Dienstes nicht selber eine klinische Untersuchung durchgeführt haben , schmälert ihre Stellungnahmen nicht . Ihre Arbeitsfähigkeitseinschätzung stimmt mit derjenigen von Dr. F._______ (vom 28. April 2011, IV -act. 15) überein, welcher aufgrund ähnlicher Diagnosen - leichte Gonarthrose links, fortge- schrittene beidseitige Coxarthrose sowie eine Lumbalarthrose - Ein- schränkungen der Arbeitsfähigkeit einzig für schwere körperliche Tätigkei- ten und für längere Gehstrecken festgehalten hatte. Nichts Abweichendes ergibt sich dabei aus dem Formularbericht E 213 vom 13. August 2010 (IV-act. 3), welcher zur Arbeitsfähigkeit in eine r angepassten Tätig keit keine Angaben enthält (vgl. S. 9 Ziff. 8 ff). Eine der Beurteilung der Ärzte des medizinischen Dienstes entsprechen- de Information enthält zudem auch die Publikation "Zumutbare Arbeitstä- tigkeit, Wegleitung zur Einschätzung der zumutbaren Arbeitstätigkeit nach Unfall und bei Krankheit" der Swiss Insurance Medicine ( Interessenge- meinschaft Versicherungs medizin Schweiz , SIM). Danach wirken sich Einschränkungen der Hüftgelenksfunktion ausschliesslich auf gehend oder stehend zu verrichtende Tätigkeiten aus und es bestehen in der Re- gel keine Einschränkungen für im Sitzen zu verrichtende oder wechselbe- lastende Tätigkeiten. Auch ergeben sich aus Gonarthrosen mit Gelenkin- stabilität meist keine Einschränkungen für wechselbelastende Tätigkeiten und für im Sitzen zu verrichtende Tätigkeiten ohne Zwangshaltung für das betroffene Bein respektive bei genügender Beinfreiheit für Spontanbewe- gungen (Ausgabe April 2013, S. 15). C-6240/2012 Seite 16 Hinsichtlich d er vom Beschwerdeführer geklagten Schulterbeschwerden bzw. der von Dr. D._______ diagnostizierten Arthropathie an der linken Schulter (Bericht von Dr. D._______ vom 4. Oktober 2011 [vgl. dazu E. 5.4.5 hievor]) ist festzustellen, dass Dr. C._______ degenerative Ver- änderungen an der linken Schulter berücksichtigte (als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit [Stellungnahme vom 14. Juli 2012, IV- act. 60]), und dass Schulterbeschwerden eine volle Arbeitsfähigkeit in ein- fachen und repetitiven Tätigkeite n des allgemeinen Arbeitsmarktes (en t- sprechend der Kategorie 4 der LSE, vgl. dazu nachstehende E. 7) nicht ausschliessen. Gemäss der vorerwähnten SIM -Publikation können sich aus der Funktionseinschränkung eines Schultergelenks (einzig) Limiti e- rungen in der Positionierung der Hand im Raum oder beim Einsatz der Hand über Brust- / Schulter-Kopfniveau ergeben und ist oft die Fähigkeit, Leitern und Gerüste zu besteigen und auf solchen zu arbeiten, eing e- schränkt. Ebenfalls können Behinderungen beim Manipulieren b estehen, das Heben und Tragen von Lasten ist oft nur noch körpernah möglich. Al- lenfalls können schwere Gewichte nur bis Gürtelhöhe angehoben werden (a.a.O. S. 14). Vorliegend sind auch die von der Vorinstanz ausgewählten Branchen mit Schulterbeschwerden zu vereinbaren (vgl. dazu nachst e- hende E. 7). Der medizinische Sachverhalt ist nach dem Gesagten für die vorliegend zu beurteilenden Fragen aufgrund der zusätzlich eingeholten Röntge n- aufnahmen als erstellt zu betrachten . Von den beantragten weiteren Ab- klärungen sind keine entscheidwesentlichen neuen Erkenntnisse zu e r- warten, weshalb darauf zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung, BGE 124 V 94 E. 4b; 122 V 162 E. 1d). Soweit der Beschwerdeführer die Durchführung spezieller Abklärungen verlangt (etwa Magnetresonanz- Abklärung, vgl. BVGer -act. 9 S. 2) , ist zudem darauf hinzuweisen , dass die Ärzte d ie geeigneten Prüfmethoden im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz frei wählen können. Demnach ist vorliegend von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer den Be- schwerden des Beschwerdeführers angepassten Tätigkeit auszugehen. 7. Zu prüfen bleibt die erwerbliche Seite. 7.1 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der C-6240/2012 Seite 17 Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und al l- fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes Invali- deneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Vali- deneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypotheti schen Erwerbseinkommen ziffer n- mässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüber gestellt we r- den, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2). Für die Ermittlung des Valideneinkommens, also des Einkommens, we l- ches die versicherte Person nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte, wird in der Regel am zuletzt erzielten Verdienst angeknüpft. Hält sich die gesundheitlich beeinträchtigte Person im Ausland auf bzw. hat sie dort Wohnsitz, sind die zur Bestimmung des Invaliditätsgrades massgebenden Vergleichseinkommen - Validen- sowie Invalideneinkom- men - grundsätzlich unter Berücksichtigung desjenigen Ortes zu besti m- men, an dem sich die betreffende Person ohne gesundheitliche Ei n- schränkungen aufhalten würde, jedenfalls verbietet es sich, die beiden Einkommen unter Berücksichtigung unterschiedlicher örtlicher Vorausset- zungen festzulegen (vgl. etwa Urtei l des Bundesgerichts I 822/06 vom 6. November 2007). Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beru f- lich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbse inkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des G e- sundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtspr e- chung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 f. E. 3b/aa und bb, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) ausz u- gehen ist. C-6240/2012 Seite 18 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei V a- liden- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4). 7.2 Die Vorinstanz stellte bei der Ermittlung des hy pothetischen Valide- neinkommens auf die Tabellenlöhne der schweizerischen LSE ab, wobei sie vom Einkommen eines Arbeiters im Wirtschaftszweig "Forstwirtschaft" in der Höhe von monatlich Fr. 4'403.– beziehungsweise von Fr. 4'755.24 (angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit) ausgegangen war (vgl. LSE 2008 TA1 S. 26 Ziff. 2 [Forstwirtschaft], Anforderungsniveau 4 [einfache und repetitive Tätigkeiten]). Das Abstellen auf einen entspr e- chenden (schweizerischen) Tabellenlohn ist - mangels verlässli cher An- gaben (beziehungsweise mangels spanischer Tabellenlöhne [vgl. IV - act. 25]) - grundsätzlich nicht zu beanstanden . Mit Blick auf den mu t- masslichen Beginn des Rentenanspruchs ab 1. Dezember 2010 (sechs Monate nach Geltendmachung des Leistungsanspru ches vom 21. Juli 2010 [vgl. E. 5.3 hievor]) ist allerdings richtigerweise die LSE 2010 beizu- ziehen. Die LSE 2010 weist für die Wirtschafts abteilung "Forstwirtschaft" des Anforderungsniveaus 4 für Männer einen Median wert von Fr. 4'411.– auf (TA1 S. 26 Ziff. 2), womit sich bei Umrechnung des auf 40 Woche n- stunden basierenden Werts auf die im Referenzjahr betriebsübliche w ö- chentliche Arbeitszeit von 42.3 Stunden (Die Volkswirtschaft 9-2014 S. 84 Tabelle B 9.2 Noga-Abschnitt A [Sektor 1]) für das für den Einkom mens- vergleich massgebende Jahr 2010 demnach ein Valideneinkommen von Fr. 4'664.65 ergibt. In Bezug auf das von der Vorinstanz ermitte lte Invalideneinkommen von Fr. 4'671.94 (Durchschnittslohn per 2008 [im zumutbaren vollen Pensum und unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 20 % [IV- act. 25]) sind die von der Vorinstanz ausgewählten Branchenlöhne (der LSE 2008) des Anforderungsniveaus 4 der Wirtschaftszweige "Herstel- lung von Lederwa ren und Schuhen (TA1 S. 26 Ziff. 19: Fr. 4'091.–), "Grosshandel, Han delsvermittlung" (Ziff. 51: Fr. 4'851.–), "Detailhandel und Reparatur" (Ziff. 52: Fr. 4'436.–) und "Informatik; Forschung und Ent- wicklung; Dienstleistungen für Unternehmen" ( TA1 S. 26 Ziff . 70 - 74: Fr. 4'591.–) mit den vorgenannten ärztlichen Zumu tbarkeitsprofilen ve r- einbar. C-6240/2012 Seite 19 Die vorliegend anzuwendende LSE 2010 weist für die Wirtschaftsabte i- lungen "Herstellung von Leder, Lederwaren und Schuhen" (TA1 S. 26 Ziff. 15), "Grosshandel" (TA1 S. 27 Ziff. 46), "Detailhandel" (Ziff. 47) und "Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen" (Ziff. 77 - 82) des Anford e- rungsniveaus 4 für Männer Medianwerte von Fr. 4'176.–, Fr. 4'869.–, Fr. 4'508.– und Fr. 4'501.– auf, wobei der entsprechende Lohndurc h- schnitt Fr. 4'513.50 beträgt. Dies ergibt angepasst an die im Referenzjahr betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41. 6 Stunden Fr. 4'694.05 pro Monat (a.a.O. Noga-Abschnitte A - S [Total]). Unter Berücksichtigung des von der Vorinstanz zugestandenen behind e- rungsbedingten Abzugs (zum Ganzen vgl. BGE 126 V 75) von 20 %, wel- cher angemessen ist, resultiert im zumutbaren vollen Pensum ein Invali- deneinkommen von Fr. 3'755.25. Bei Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen von Fr. 4'664.65 und Fr. 3'755.25 resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 909.40 respektive ein Invaliditätsgrad von 19 %, bei welchem kein Rentenanspruch besteht. Nichts anderes ergibt sich, wenn bei Festsetzung des Invalidenein kom- mens auf die Lohnverhältnisse im gesamten privaten Sektor abgestellt würde (LSE Total Anforderungsniveau 4), welcher Wert von Fr. 4'901.– bzw. (angepasst an die im Referenzjahr betriebsübliche wöchentliche A r- beitszeit von 41.6 Stunden per 2010) von Fr. 5'097.05 über dem vorlie- gend gewählten - und für den Beschwerdeführer günstigeren - Wert von Fr. 4'694.05 liegt. Demzufolge erweist sich die angefochtene Verfügung im Ergebnis als rechtens, was zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt. C-6240/2012 Seite 20 8. 8.1 Die Verfahrenskosten werden unter Berücksichtigung des Umfanges und der Schwierigkeit der Streitsac he im vorl iegenden Verfahren auf Fr. 420.– festgesetzt (Art. 63 Abs. 4 bis VwVG sowie Art. 1, 2 und 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Sie sind vom unterliegenden Beschwerdeführer zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 420.– zu verrechnen. 8.2 Weder der unterliegende Beschwerdeführer noch die obsiegende Vor- instanz haben Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 3 VGKE). C-6240/2012 Seite 21 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 420 .– werden dem Beschwerdeführer au f- erlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 420.– verrechnet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein) – die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Einschreiben) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Maurizio Greppi Yves Rubeli C-6240/2012 Seite 22 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden ( Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: