<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2015.00669</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=216053&amp;W10_KEY=4467080&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2015.00669</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 17.02.2016</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 15.04.2016 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Aufgrund der Trennung von seiner Gattin hat der Beschwerdeführer gestützt auf Art. 43 AuG keinen Anspruch (mehr) auf Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung (E. 2). <br/><br/>Die Frist von drei Jahren Ehegemeinschaft gilt nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung absolut. Auch wenn das eheliche Zusammenleben in der Schweiz bei seiner ersten Ehe nur wegen weniger Tage nicht mehr als drei Jahre angedauert hat, kann er keinen Anspruch aus Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG ableiten (E. 3).<br/><br/>Die geltend gemachten "wichtigen Gründe" (Verwurzelung in der Schweiz) weisen keinen Zusammenhang zu den gelebten Ehen auf, weshalb kein Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG besteht (E. 4). <br/><br/>Der Antrag auf ermessensweise Zulassung zu einem Aufenthalt mit Erwerbstätigkeit ist abzulehnen, da es an einem entsprechenden Gesuch des Arbeitsgebers fehlt und angesichts seiner wenig qualifizierten Erwerbstätigkeit als Mitarbeiter im Lebensmittelbereich aus arbeitsmarktlicher Sicht kein massgebliches Interesse an seiner Weiterbeschäftigung in der Schweiz vorhanden ist (E. 5).<br/><br/>Auch das Vorliegen eines Härtefalls ist zu verneinen. Der Beschwerdeführer ist im Alter von 23 Jahren in die Schweiz eingereist und lebt seit sechs Jahren hier. Er ist in seinem Heimatland aufgewachsen und hat den Grossteil seines Lebens dort verbracht. Demgegenüber hat er die geltend gemachte Verwurzelung in der Schweiz weder substanziiert dargelegt noch belegt (E. 6). <br/><br/>Abweisung der Beschwerde. <br/></b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DREIJAHRESFRIST">DREIJAHRESFRIST</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HÃRTEFALL">HÃRTEFALL</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 43 AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 50 Abs. I lit. a AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 50 Abs. I lit. b AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 51 Abs. II AuG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=29449" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2015.00669</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">17. Februar 2016</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Leana Isler, Verwaltungsrichterin Tamara NÃ¼ssle, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Aufenthaltsbewilligung,</b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <span><br/> </span> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A, geboren 1986, StaatsangehÃ¶riger der TÃ¼rkei, heiratete im Juli 2009 die in der Schweiz niedergelassene tÃ¼rkische StaatsangehÃ¶rige C. Am 3. Dezember 2009 reiste er in die Schweiz ein und erhielt im Rahmen des Familiennachzugs am 27. Januar 2010 eine Aufenthaltsbewilligung, welche letztmals am 2. November 2012 mit GÃ¼ltigkeit bis am 2. Dezember 2013 verlÃ¤ngert wurde.</p> <p class="Sachverhalt2">Ende November 2012 trennten sich die Ehegatten und mit Urteil vom 28. Mai 2013 wurde die kinderlos gebliebene Ehe rechtskrÃ¤ftig geschieden. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit Schreiben vom 29. Juli 2013 stellte das Migrationsamt A den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung in Aussicht und gewÃ¤hrte ihm hierzu das rechtliche GehÃ¶r. A liess sich nicht vernehmen. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Am 31. Oktober 2013 reichte A ein Gesuch um VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung ein. Mit VerfÃ¼gung vom 12. Dezember 2013 wies das Migrationsamt das Gesuch um VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung ab und setzte ihm Frist zum Verlassen der Schweiz. Den dagegen erhobenen Rekurs wies die Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 19. Juni 2014 ab und setzte ihm eine neue Ausreisefrist bis 30. September 2014.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Am 2. Juli 2014 heiratete A die in der Schweiz niedergelassene tÃ¼rkische StaatsangehÃ¶rige D. Im Rahmen des Familiennachzugs wurde ihm am 2. Sep­tember 2014 eine Aufenthaltsbewilligung mit GÃ¼ltigkeit bis 1. Juli 2015 erteilt. Mit Urteil der Einzelrichterin des Bezirksgerichts E betreffend Eheschutzmassnahmen vom 9. Dezember 2014 wurde festgestellt, dass die Ehegatten zum Getrenntleben berechtigt sind und davon Vermerk genommen, dass die Ehefrau die eheliche Wohnung am 10. No­vember 2014 verlassen habe.<span> </span>Mit VerfÃ¼gung vom 7. Mai 2015 widerrief das Migrations­amt die bis am 1. Juli 2015 gÃ¼ltige Aufenthaltsbewilligung von A und setzte ihm Frist zum Verlassen der Schweiz bis 5. Juli 2015.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Den dagegen erhobenen Rekurs wies die Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 28. Sep</span>­<span>tember 2015 ab, soweit er nicht gegenstandslos </span>geworden war, und s<span>etzte </span><span>A zum Verlassen der Schweiz eine neue Frist bis 30. November 2015.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 28. Oktober 2015 beantragt A die Aufhebung des angefochtenen Entsch</span>eids<span> und die VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das am 17. November 2015 eingereichte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wies das Verwaltungsgericht mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 18. November 2015 aufgrund offensicht</span>­<span>licher Aussichtslosigkeit der Beschwerde</span> ab. </p> <p class="Urteilstext"><span>Die <span>Sicherheitsdirektion verzichtete auf eine Vernehmlassung, das Migrationsamt liess sich nicht vernehmen. </span></span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen, einschliesslich Ermessensmissbrauch, ErmessensÃ¼ber- oder -unterschreitung, und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 20 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><span>AuslÃ¤ndische Ehegatten von Personen mit Niederlassungsbewilligung haben unter Vorbehalt von Art. <span class="artref">51 Abs. 2 AuG</span> Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung ihrer Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit ihrem Partner <a id="page347"></a>zusammenwohnen (Art. </span>43 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder [AuG] und Art. 8 Ziff. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention [EMRK] sowie Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG i.<span> </span>V.<span> </span>m. Art. 77 Abs. 4 Verordnung vom 24. Oktober 2007 Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit [VZAE])<span>. Der BeschwerdefÃ¼hrer lebt seit dem </span>10. November 2014 <span>von seiner Gattin getrennt, ohne dass es zu einer Wiedervereinigung gekommen wÃ¤re. Er hat somit gestÃ¼tzt auf die Ehe keinen Anspruch (mehr) darauf, dass seine Bewilligung verlÃ¤ngert wird.</span> </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>GemÃ¤ss Art. 50 Abs. 1</span><span> </span><span>lit. a AuG besteht nach AuflÃ¶sung der Ehe oder der Familiengemeinschaft der Anspruch des Ehegatten und der Kinder auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche Integration besteht.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer beruft sich darauf, dass er zwischen dem 2. Dezember 2009 bis Ende November 2012 mit seiner ersten Ehefrau in der Schweiz zusammengelebt habe. Das eheliche Zusammenleben in der Schweiz habe somit nur wegen wenigen Tagen nicht mehr als drei Jahre gedauert. Es sei Ã¼berspitzt formalistisch, an der Grenze zur WillkÃ¼r, wenn sich das Migrationsamt auf die Dreijahresfrist berufe. Insbesondere erfÃ¼lle er auch die Voraussetzung der erfolgreichen Integration. </span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b><span>Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden: Die Frist von drei Jahren Ehegemeinschaft gilt nach stÃ¤ndiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung absolut. Selbst wenn sie nur um wenige Wochen oder Tage verpasst wird, besteht kein Anspruch mehr darauf, dass die Bewilligung gestÃ¼tzt auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG verlÃ¤ngert wird (BGr, 5. November 2014, 2C_995/2014, E. 2.2; BGr, 11. Oktober 2011, 2C_430/2011, E. 4.1; BGr, 16. Febru­ar 2011, 2C_781/2010, E. 2.1.3). Mehrere kÃ¼rzere Ehegemeinschaften kÃ¶nnen nicht zusammengerechnet werden (BGE 140 II 289). Die Vorinstanz hat daher zu Recht festgestellt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer aus seinen in der Schweiz gelebten Ehen keinen nachehelichen Aufenthaltsanspruch aus Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG ableiten kann. Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt, es sei ihm nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen der Aufenthalt zu gewÃ¤hren, verkennt er, dass Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG den BehÃ¶rden keinen Ermessensspielraum einrÃ¤umt. </span>Der BeschwerdefÃ¼hrer kann sich somit nicht auf Art. 50 Abs. 1 lit. a <span>AuG</span> stÃ¼tzen; eine PrÃ¼fung der weiteren <span>Bewilligungsvoraussetzungen</span>, namentlich des Kriteriums der erfolgreichen Integration, erÃ¼brigt sich.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Auch wenn die Ehegemeinschaft in der Schweiz keine drei Jahre gedauert hat, kann sich ein Aufenthaltsanspruch ergeben, wenn wichtige persÃ¶nliche GrÃ¼nde einen weiteren Landesaufenthalt erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AuG). Ein persÃ¶nlicher, nachehelicher HÃ¤rtefall setzt aufgrund der konkreten UmstÃ¤nde des Einzelfalls eine erhebliche IntensitÃ¤t der Konsequenzen fÃ¼r das Privat- und Familienleben der auslÃ¤ndischen Person voraus, die mit ihrer Lebenssituation nach dem Dahinfallen der abgeleiteten Anwesenheitsberechtigung verbunden sind. Da Art. 50 Abs. 1 AuG von einem Weiterbestehen des Anspruchs nach dem Scheitern der Ehe spricht, muss der HÃ¤rtefall sich auf die Ehe und den damit verbundenen Aufenthalt beziehen. <span>Ausschlaggebend ist, ob eine GefÃ¤hrdung der persÃ¶nlichen, beruflichen und familiÃ¤ren Wiedereingliederung vorliegt (BGE 137 II 345; BGr, 23. August 2012, 2C_775/2012, E. 2.2). Da der wichtige Grund im Sinn von Art. 50 Abs. 2 AuG spezifisch mit der betreffenden Person zusammenhÃ¤ngen muss, kann allein der Umstand, dass die VerhÃ¤ltnisse in einem Land generell schlechter sind als in der Schweiz, nicht zur Annahme eines nachehelichen persÃ¶nlichen HÃ¤rtefalls genÃ¼gen (BGr, 25. Januar 2013, 2C_467/2012, E. 2.3).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht hierzu geltend, er sei erstmals 2009 in die Schweiz gekommen und lebe seit sechs Jahren hier. Er habe sich tadellos verhalten, habe keine Vorstrafen, keine Betreibungen, einen ungetrÃ¼bten Leumund, er leiste Vollzeitarbeit und werde vom Arbeitgeber als sehr guter Mitarbeiter beurteilt. Er sei massgeblich in die hiesigen VerhÃ¤ltnisse verwurzelt und habe eine fortgeschrittene tiefe Beziehung zum Land, da er nicht nur in Kreisen seiner Landsleute verkehre. Die geltend gemachten "wichtigen GrÃ¼nde" weisen jedoch keinen Zusammenhang zu den gelebten Ehen auf. Sie sind daher von vornherein nicht geeignet, einen Anspruch auf VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG zu vermitteln. Sie sind jedoch nachfolgend im Rahmen der PrÃ¼fung der Erteilung einer Ermessensbewilligung zu berÃ¼cksichtigen. </p> <p class="Erwgung2">Die Vorinstanz hat damit zu Recht festgestellt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer keinen Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung (mehr) hat. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Nach Art. 18 i.V.m. Art. 96 AuG kÃ¶nnen AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder zur AusÃ¼bung einer unselbststÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit zugelassen werden, wenn dies dem gesamtwirtschaftlichen Interesse entspricht (lit. a), das Gesuch eines Arbeitgebers vorliegt (lit. b) und die Voraussetzungen nach den Artikeln 20 bis 25 AuG erfÃ¼llt sind. Zugelassen werden kÃ¶nnen nur FÃ¼hrungskrÃ¤fte, Spezialistinnen und Spezialisten und andere qualifizierte ArbeitskrÃ¤fte (Art. 23 Abs. 1 AuG). Vorausgesetzt wird unter anderem, dass dafÃ¼r keine inlÃ¤ndische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer oder AngehÃ¶rige von Staaten, mit denen ein FreizÃ¼gigkeitsabkommen abgeschlossen wurde, gefunden werden konnten. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt vor, fÃ¼r seine Arbeitsstelle bei der F GmbH im Bereich G lasse sich keine einheimische Person finden, welche vielseitig interessiert, voll motiviert sei, eine rasche Auffassungsgabe besitze und auch im tÃ¤glichen Kontakt mit Kunden zuvorkommend freundlich auftrete. Er beantragt damit sinngemÃ¤ss die ermessensweise Zulassung zu einem Aufenthalt mit ErwerbstÃ¤tigkeit. Die Erteilung einer solchen Anwesenheitsbewilligung fÃ¤llt indes schon deshalb ausser Betracht, weil kein entsprechendes Gesuch seines Arbeitgebers vorliegt. Die Erteilung einer solchen Anwesenheitsbewilligung wÃ¤re jedoch auch aus anderen GrÃ¼nden abzulehnen: Wie die Vorinstanz zu Recht ausfÃ¼hrt, ist angesichts der wenig qualifizierten ErwerbstÃ¤tigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers als Mitarbeiter im Lebensmittelbereich aus arbeitsmarktlicher Sicht kein massgebliches Interesse an seiner WeiterbeschÃ¤ftigung in der Schweiz vorhanden. </p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Nach Art. 30 Abs. 1 lit. b <span>AuG kann von den Zulassungsvoraussetzungen abgewichen werden, u</span>m schwerwiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefÃ¤llen Rechnung zu tragen. WÃ¤hrend es sich beim Institut des schwerwiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefalls um einen Rechtsbegriff handelt, dessen Auslegung vom Gericht grundsÃ¤tzlich mit voller Kognition Ã¼berprÃ¼ft werden kann (vgl. BGE 119 Ib 33 E. 3b), liegt der Entscheid darÃ¼ber, ob eine Bewilligung erteilt wird, im Entschliessungsermessen der verfÃ¼genden BehÃ¶rde (Art. 96 AuG). GemÃ¤ss der Rechtsprechung des Bundesgerichts setzt der massgebliche HÃ¤rtefall voraus, dass sich der betreffende AuslÃ¤nder in einer persÃ¶nlichen Notlage befindet. Das bedeutet, dass seine Lebens- und Daseinsbedingungen gemessen am durchschnittlichen Schicksal von AuslÃ¤ndern in gesteigertem Mass infrage gestellt sein mÃ¼ssen bzw. dass die Verweigerung der HÃ¤rtefallbewilligung fÃ¼r den Betroffenen schwere Nachteile zur Folge hÃ¤tte (BGE 119 Ib 33 E. 4c). Der Begriff des HÃ¤rtefalls wird in Art. 31 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit (VZAE) konkretisiert. Zu berÃ¼cksichtigen sind insbesondere der Integrationsgrad, die Respektierung der Rechtsordnung, die FamilienverhÃ¤ltnisse, die finanziellen VerhÃ¤ltnisse, die Anwesenheitsdauer in der Schweiz, der Gesundheitszustand sowie die MÃ¶glichkeit der Wiedereingliederung im Herkunftsstaat. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist bei AuslÃ¤ndern, die sich seit zehn und mehr Jahren in der Schweiz aufhalten, in der Regel vom Vorliegen eines schwer­wiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefalls auszugehen, sofern diese finanziell unabhÃ¤ngig, sozial und beruflich gut integriert sind und sich bis dahin klaglos verhalten haben (vgl. BGE 124 II 110 E. 3).</p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer ist im Alter von 23 Jahren in die Schweiz eingereist und lebt seit sechs Jahren hier. Er ist in seinem Heimatland aufgewachsen und hat den Grossteil seines Lebens dort verbracht. Hinweise, dass eine Wiedereingliederung im Heimatland gefÃ¤hrdet wÃ¤re oder die RÃ¼ckkehr schwere Nachteile zur Folge hÃ¤tte, liegen keine vor. DemgegenÃ¼ber hat er die geltend gemachte Verwurzelung in der Schweiz weder substanziiert dargelegt noch belegt. Auch wenn der BeschwerdefÃ¼hrer gemÃ¤ss den Akten in wirtschaftlicher Hinsicht als gut integriert erscheint, oblag es ihm, die notwendigen Beweise fÃ¼r seine bloss behauptete sprachliche und gute soziale Integration beizubringen. Als Partei, welche im Rechtsmittelverfahren Begehren gestellt hat, trifft den BeschwerdefÃ¼hrer in Bezug auf die Geltendmachung eines HÃ¤rtefalls eine Mitwirkungspflicht mit Bezug auf die Erhebung des Sachverhalts (§ 7 Abs. 2 lit. a in Verbindung mit § 70 VRG); da den BehÃ¶rden die Sachverhaltsermittlung fÃ¼r UmstÃ¤nde, die sich im sozialen und beruflichen Umfeld abgespielt haben, nicht oder nur erschwert mÃ¶glich ist. Nach dem Gesagten sind keine GrÃ¼nde ersichtlich, die darauf schliessen lassen wÃ¼rden, dass sich sein Schicksal von denjenigen anderer AuslÃ¤nder in vergleichbaren Situationen abhebt. Die Vorinstanz hat dem BeschwerdefÃ¼hrer zu Recht keine Aufenthaltsbewilligung gestÃ¼tzt auf Art. 30 Abs. 1 lit. b <span>AuG </span>erteilt. </p> <p class="Erwgung2">Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde. </p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung1">AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 65a Abs. 1 VRG) und es steht ihm keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: Soweit ein Anwesenheitsanspruch geltend gemacht wird, ist Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) zu erheben (vgl. BGr, 18. Juni 2007, 2D_3/2007 bzw. <a id="OLE_LINK2">2C_126/2007</a>, E. 2.2). Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>