Beschluss vom 6. Dezember 2013 Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, Emanuel Hochstrasser und Tito Ponti, Gerichtsschreiber Stefan Graf Parteien A., vertreten durch Fürsprecher Thomas Wenger, Beschwerdeführer gegen BUNDESANWALTSCHAFT, Beschwerdegegnerin Gegenstand Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO) B u n d e s s t r a f g e r i c h t T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l Geschäftsnummer: BB.2013.172 - 2 - Die Beschwerdekammer hält fest, dass: - die Bundesanwaltschaft gegen A. eine Strafuntersuchung führte wegen des Verdachts der Beteiligung an einer kriminellen Organisation ge mäss Art. 260ter StGB und weiterer Delikte; - A. im Rahmen dieser Untersuchung am 18. Oktober 2013 im Sinne einer Selbstanzeige beantragte, das von der Bundesanwaltschaft gegen ihn g e- führte Strafverfahren sei auf einen von deutsch en Strafverfolgungsbehör- den untersuchten und ihm zur Last gelegten Sachverhalt auszudehnen; - die Bundesanwaltschaft gegen A. am 31. Oktober 2013 bei der Strafka m- mer des Bundesstrafgerichts Anklage erhob und gleichentags verfügte, die mit Eingabe vom 18. Ok tober 2013 angezeigte Strafsache nicht anhand zu nehmen (act. 1.1); - A. hiergegen mit Beschwerde vom 14. November 2013 an die Beschwe r- dekammer des Bundesstrafgerichts gelangte und beantragt, die angefoc h- tene Verfügung sei aufzuheben und die Bundesanwaltsch aft sei anzuwe i- sen, das Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer auf den von den deutschen Behörden im Rechtshilfeverfahren RH.12.0167 erwähnten Sachverhalt auszudehnen und die zwischenzeitlich bei der Strafkammer hängige Anklage gegebenenfalls zu ergänze n, unter Kosten- und Entschä- digungsfolge (act. 1); - die Beschwerdekammer diesbezüglich die Bundesanwaltschaft um Einrei- chung der Akten ersuchte, im Übrigen aber auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet. Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: - gegen eine Nichtanhandnahmeverfügung der Bundesanwaltschaft die B e- schwerde nach den Vorschriften der Art. 393 ff. StPO an die Beschwerd e- kammer des Bundesstrafgerichts zulässig ist (Art. 310 Abs. 2 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO und Art. 37 Abs. 1 StBOG); - die Parteien zur Beschwerde legitimiert sind , sofern sie ein rechtlich g e- schütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen - 3 - Entscheides haben, mithin durch die Nichtanhandnahmeverfügung b e- schwert sind (Art. 382 Abs. 1 StPO); - der Beschwerdeführer vorliegend als beschuldigte Person durch die ang e- fochtene Verfügung nicht beschwert ist ( GUIDON, Die Beschwerde gemäss Schweizerischer Strafprozessordnung, Berner Diss., Zürich/St. Ga l- len 2011, N. 256 m.w.H. ; SCHMID, Handbuch des sch weizerischen Stra f- prozessrechts, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2013, N. 1506), weshalb auf seine Beschwerde nicht eingetreten werden kann; - der Beschwerdeführer mit seinen Eingaben im Ergebnis die Übernahme e i- ner in Deutschland geführten Strafuntersuchung du rch die Beschwerd e- gegnerin verlangt; - die Schweiz eine Strafverfolgung nur stellvertretend vom Ausland übe r- nehmen kann, wenn die ausländische Behörde ausdrücklich darum ersucht (Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2012.118 vom 11. Septe m- ber 2012, E. 6.2; RR.2009.76 vom 9. Juli 2009, E. 11.2 m.w.H.), was vo r- liegend nicht der Fall ist; - sich die Beschwerde nach dem Gesagten als offensichtlich unzulässig e r- weist, weshalb auf diese gestützt auf Art. 390 Abs. 2 StPO e contrario ohne Durchführung eines Schriftenwechsels nicht einzutreten ist; - bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtsgebühr dem Beschwerd e- führer aufzuerlegen ist (Art. 428 Abs. 1 StPO); - diese vorliegend auf Fr. 500. -- festzusetzen ist (Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 5 und 8 Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. A u- gust 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bunde s- strafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]); - 4 - und erkennt: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. Bellinzona, 9. Dezember 2013 Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: Zustellung an - Fürsprecher Thomas Wenger - Bundesanwaltschaft Rechtsmittelbelehrung Gegen diesen Beschluss ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.