<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2024-09-11-5A_512-2024.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_512/2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 11. September 2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter von Werdt, präsidierendes Mitglied, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Orly Ben-Attia, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde des Kantons Schaffhausen, </div> <div class="para">Mühlentalstrasse 65A, 8200 Schaffhausen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Einsetzung einer Kindesvertretung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen die Verfügungen des Obergerichts des Kantons Schaffhausen vom 9. Juli 2024 (30/2024/19 und 30/2024/17). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer ist der Vater von B.________ (geb. 2017) und C.________ (geb. 2018), welche unter seiner alleinigen elterlichen Sorge stehen und fremdplatziert sind. </div> <div class="para">Mit Entscheid vom 6. Juni 2024 schloss die KESB des Kantons Schaffhausen ein umfangreiches Verfahren ab; in Dispositiv-Ziffer 14 entliess es die Kindesvertreterin aus ihrem Amt und setzte deren Entschädigung auf Fr. 15'529.75 fest und in Dispositiv-Ziffer 23 entzog es einer allfälligen Beschwerde integral die aufschiebende Wirkung. </div> <div class="para">Sowohl der Beschwerdeführer als auch die Kindsmutter fochten diesen Entscheid an. Mit gleichlautenden Verfügungen vom 9. Juli 2024 setzte das Obergericht des Kantons Schaffhausen in beiden Beschwerdeverfahren die Kindesvertreterin wieder ein mit der Erwägung, eine weitere Vertretung der Kinder sei unter dem Aspekt des Kindeswohls nach wie vor dringend angezeigt und das Mandat der Kindesvertreterin sei deshalb für das Rechtsmittelverfahren zu bestätigen, wobei offenbleiben könne, ob der Entzug der aufschiebenden Wirkung in Bezug auf die Kindesvertretung ein Versehen gewesen sei. </div> <div class="para">Gegen diese Verfügungen hat der Beschwerdeführer eine Beschwerde in Zivilsachen erhoben mit den Begehren um deren Aufhebung, um Entlassung der Kindesvertreterin aus dem Amt, um Einsetzung einer neuen geeigneten Person und um vorgängige Gehörsgewährung, eventualiter um Rückweisung der Sache an das Obergericht zur vorgängigen Gehörsgewährung und Einsetzung einer neuen geeigneten Person als Kindesvertreterin, subeventualiter um Rückweisung und Anweisung des Obergerichts, vorgängig das rechtliche Gehör zur Person der Kindesvertreterin zu gewähren. Ferner verlangt der Beschwerdeführer für das bundesgerichtliche Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Rechtspflege. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid betreffend die Wiedereinsetzung der Kindesvertreterin. Dieser stellt, weil er das Zivilverfahren nicht abschliesst, keinen End-, sondern bloss einen Zwischenentscheid dar, der nur unter den besonderen Voraussetzungen von <span class="artref">Art. 93 Abs. 1 BGG</span> mit Beschwerde beim Bundesgericht angefochten werden kann (ausführlich zum nicht wieder gutzumachenden Nachteil insb. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=28.08.2024&amp;to_date=16.09.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-798%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page798">BGE 142 III 798</a> E. 2.2), wobei diese in der Beschwerde darzutun sind (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=28.08.2024&amp;to_date=16.09.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-III-324%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page324">BGE 137 III 324</a> E. 1.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=28.08.2024&amp;to_date=16.09.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-III-80%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page80">141 III 80</a> E. 1.2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=28.08.2024&amp;to_date=16.09.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-IV-289%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page289">141 IV 289</a> E. 1.3). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer macht diesbezüglich geltend, die Kindesvertreterin vertrete nicht die Interessen der Kinder und sie werde vermutlich Anträge stellen, welche in Widerspruch zum Kindeswohl stünden. </div> <div class="para">Abgesehen davon, dass diese Behauptung vor dem Hintergrund der aktenkundigen Tatsachen verquer ist, macht der Beschwerdeführer damit keine eigenen nicht wieder gutzumachenden Nachteile geltend (zu dieser Erfordernis Urteile 4A_151/2022 vom 1. April 2022 E. 2.2; 1B_390/2022 vom 28. September 2022 E. 1.6; 1B_127/2022 vom 28. Oktober 2022 E. 3.1; 7B_353/2023 vom 14. September 2023 E. 1.3), sondern er setzt (ebenso offensichtlich wie falsch) seine eigenen Interessen mit dem Kindeswohl gleich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Mithin werden die Eintretensvoraussetzungen offensichtlich nicht hinreichend begründet und als Folge ist ohne Prüfung der materiellen Vorbringen im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span> auf die Beschwerde nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Wie die vorstehenden Erwägungen zeigen, konnte der Beschwerde von Anfang an kein Erfolg beschieden sein, weshalb es an den materiellen Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege fehlt (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>) und das entsprechende Gesuch abzuweisen ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der KESB des Kantons Schaffhausen, dem Obergericht des Kantons Schaffhausen, der Mutter, der Kindesvertreterin und der Beiständin mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 11. September 2024 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied: von Werdt </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>