<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2008.00291</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=207822&amp;W10_KEY=13013553&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2008.00291</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.08.2008</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 25.02.2009 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe (Kostenersatz nach Art. 14 ff. ZUG)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe: Aufenthaltsort nach ZUG eines Ausländers ohne Wohnsitz in der Schweiz (A, Staatsangehöriger des Landes W, der 1964 in der Schweiz geboren wurde und bis in das Jahr 2000 im Kanton X lebte, zog zu seinen Eltern nach W und kehrte im Herbst 2007 in die Schweiz zurück. Vom 1. Dezember 2007 bis 31. Januar 2008 lebte er in einer Unterkunft der Heilsarmee im Kanton X. Seine Ex-Ehefrau mit den gemeinsamen Kindern sowie seine Schwester wohnen im Kanton X. Am 5. Februar 2008 wurde er von der Kantonspolizei Zürich am Hauptbahnhof Zürich aufgegriffen und in der Folge mittels fürsorgerischer Freiheitsentziehung (FFE) in die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich (PUK) eingewiesen, wo er wegen akuter paranoider Schizophrenie behandelt wurde. Der Kanton X lehnte eine Kostengutsprache ab, worauf ihm der Kanton Zürich eine Notfall-Unterstützungsanzeige zukommen liess. Die dagegen erhobene Einsprache wies die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich ab.) Rechtsgrundlagen der Unterstützungspflicht für Ausländer (E. 2.1). Definition des Aufenthalts nach dem Zuständigkeitsgesetz (ZUG; E. 2.2). Wann ein die kantonale Unterstützungszuständigkeit ändernder Aufenthaltswechsel vorliegt, regelt das ZUG nicht; ein solcher ist bei Ausländern ohne Wohnsitz in der Schweiz zurückhaltend anzunehmen (E. 2.3). A wollte im Kanton X Wohnsitz nehmen, doch konnte er sich in der Unterkunft der Heilsarmee nicht polizeilich anmelden. Er hätte sich somit auf einen Unterstützungswohnsitz berufen können und war als EU-Bürger berechtigt, sich in der Schweiz niederzulassen oder mindestens aufzuhalten (E. 4.1.1+2). Es ist fraglich, ob er die Heilsarmeeunterkunft freiwillig verliess (E. 4.2). Er verfügt über eine engere Beziehung zum Kanton X und hielt sich dort über zwei Monate tatsächlich auf, so dass er dort seinen Aufenthalt begründete (E. 4.2.2). Als er im Hauptbahnhof Zürich aufgegriffen wurde, war er auf dem Weg zum Konsulat; dies und die blosse Leistung der Nothilfe durch den Kanton Zürich führte nicht zu einem Wechsel des Aufenthaltskantons. Deshalb bleibt der Beschwerdeführer als sein Aufenthaltskanton unterstützungspflichtig (E. 4.3.2+3). Abweisung der Beschwerde</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFENTHALT">AUFENTHALT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENGE BEZIEHUNG">ENGE BEZIEHUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENERSATZ">KOSTENERSATZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT">ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSTÃTZUNGSZUSTÃNDIGKEIT">UNTERSTÃTZUNGSZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 1 Abs. I FZA</span><br/><span class="ungerade">Art. 11 Abs. I ZUG</span><br/><span class="gerade">Art. 21 Abs. I ZUG</span><br/><span class="ungerade">Art. 34 ZUG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=9093" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2008.00291</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Entscheid</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 3. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">21. August 2008</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident JÃ¼rg Bosshart<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichter Rudolf Bodmer, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>GerichtssekretÃ¤r Andreas Conne.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><a id="Anonym_Ruolo_BESF_1_1_1"><span>Kanton X,</span></a><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer</span></b><span>, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><a id="Anonym_Ruolo_BESG_1_3_7"><span>Kanton ZÃ¼rich,</span></a><span> <a id="BT_Z_PLZ_N"></a></span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner</span></b><span>, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Sozialhilfe<br/> (Kostenersatz nach Art. 14 ff. ZUG),</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A wurde 1964 in der Schweiz geboren. Er ist StaatsangehÃ¶riger des Landes W und lebte von seiner Geburt an im Kanton X, wo er Ã¼ber eine Aufenthaltsregelung verfÃ¼gte. Er war verheiratet und hat zwei Kinder, welche zusammen mit ihrer Mutter in Q im Kanton X wohnen. Seine Schwester lebt ebenfalls im Kanton X, in R. Im Jahr 2000 zog A zu seinen Eltern nach W. Er leidet an einer psychischen Erkrankung und bezieht eine volle IV-Rente aus der Schweiz. Im Herbst 2007 kehrte er in die Schweiz zurÃ¼ck; vom 1. Dezember 2007 bis zum 31. Januar 2008 lebte er in einer Unterkunft der Heilsarmee in S im Kanton X. Am 5. Februar 2008 wurde er von der Kantonspolizei ZÃ¼rich am Hauptbahnhof ZÃ¼rich aufgegriffen und in der Folge mittels fÃ¼rsorgerischer Freiheitsentziehung (FFE) in die Klinik Y eingewiesen, wo er wegen akuter paranoider Schizophrenie behandelt wurde. </p> <p class="Sachverhalt2">Die Klinik Y ersuchte am 6. Februar 2008 das Sozialamt des Kantons ZÃ¼rich um Erteilung einer Kostengutsprache fÃ¼r die Behandlung von A ab dem 5. Februar 2008. Dieses Ã¼berwies das Kostengutsprachegesuch am 25. MÃ¤rz 2008 dem Sozialdienst des Kantons X, da sich A vor der Einweisung in die Klinik Y im Kanton X aufgehalten habe. Der Kanton X lehnte am 2. April 2008 eine Kostengutsprache ab und erachtete den Kanton ZÃ¼rich als zustÃ¤ndig, da sich A zum Zeitpunkt der Einweisung in die Klinik Y in der Stadt ZÃ¼rich aufgehalten habe und in der Schweiz Ã¼ber keinen Wohnsitz verfÃ¼ge. Das Sozialamt des Kantons ZÃ¼rich bat den Kanton X am 7. April 2008 erneut, sich des Falls anzunehmen, da die UnterstÃ¼tzung an dem Ort zu leisten sei, zu welchem die engste Beziehung bestehe, mithin im Kanton X. Am 16. April 2008 bekrÃ¤ftigte der Sozialdienst des Kantons X, der letzte Aufenthaltskanton vor der Klinikeinweisung â mithin der Kanton ZÃ¼rich â sei fÃ¼r AuslÃ¤nder zustÃ¤ndig, die in der Schweiz keinen Wohnsitz hÃ¤tten.</p> <p class="Sachverhalt2">Nach einer Befragung von A durch eine Sozialarbeiterin der Klinik Y beschloss das Sozialamt des Kantons ZÃ¼rich am 9. Mai 2008 die Kostengutsprache fÃ¼r den Klinikaufenthalt und eine allfÃ¤llige FolgelÃ¶sung nach dem Austritt im Sinn einer NotfallunterstÃ¼tzung und liess dem Sozialdienst des Kantons X gleichentags eine Notfall-UnterstÃ¼tzungsanzeige zukommen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Die dagegen erhobene Einsprache des Sozialdienstes des Kantons X vom 21. Mai 2008 wies die Sicherheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich am 4. Juni 2008 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen erhob der Kanton X am 30. Juni 2008 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich und beantragte, der Abweisungsentscheid des Sozialamts des Kantons ZÃ¼rich sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass der Kanton ZÃ¼rich fÃ¼r A als letzter Aufenthaltskanton vor der Klinikeinweisung zustÃ¤ndiger UnterstÃ¼tzungswohnsitz sei. Die Sicherheitsdirektion beantragte am 28. Juli 2008 Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolgen zulasten des BeschwerdefÃ¼hrers.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Einspracheentscheid stÃ¼tzt sich auf Art. 34 Abs. 1 des ZustÃ¤ndigkeitsgesetzes vom 24. Juni 1977 (ZUG; SR 851.1). Nach Art. 34 Abs. 2 ZUG wird der die Einsprache abweisende Beschluss des fordernden Kantons rechtskrÃ¤ftig, wenn der einsprechende Kanton nicht binnen 30 Tagen nach Empfang bei der zustÃ¤ndigen richterlichen BehÃ¶rde des Kantons Beschwerde erhebt. Der vorliegend angefochtene Einspracheentscheid der Sicherheitsdirektion bildet damit eine letztinstanzliche Verwaltungsanordnung, gegen die gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) Beschwerde beim Verwaltungsgericht gefÃ¼hrt werden kann. Demnach ist das Verwaltungsgericht zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Das ZustÃ¤ndigkeitsgesetz bestimmt, welcher Kanton fÃ¼r die UnterstÃ¼tzung eines BedÃ¼rftigen, der sich in der Schweiz aufhÃ¤lt, zustÃ¤ndig ist, und regelt den Ersatz von UnterstÃ¼tzungskosten unter den Kantonen (Art. 1 Abs. 1 und 2 ZUG). GemÃ¤ss Art. 20 Abs. 1 ZUG werden AuslÃ¤nder mit Wohnsitz in der Schweiz vom Wohnkanton unterstÃ¼tzt, soweit es dessen Gesetzgebung, das Bundesrecht oder vÃ¶lkerrechtliche VertrÃ¤ge vorsehen. Bedarf ein AuslÃ¤nder, der sich in der Schweiz aufhÃ¤lt, hier aber keinen Wohnsitz hat, sofortiger Hilfe, so ist der Aufenthaltskanton unterstÃ¼tzungspflichtig (Art. 21 Abs. 1 ZUG). Der Wohnkanton vergÃ¼tet dem Aufenthaltskanton die Kosten der notwendigen und der in seinem Auftrag ausgerichteten weiteren UnterstÃ¼tzung sowie die Kosten fÃ¼r die RÃ¼ckkehr des UnterstÃ¼tzten an den Wohnort (Art. 23 Abs. 1 ZUG). Der BedÃ¼rftige hat seinen UnterstÃ¼tzungswohnsitz in dem Kanton, in dem er sich mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhÃ¤lt; dieser Kanton wird als Wohnkanton bezeichnet (Art. 4 Abs. 1 ZUG). Die polizeiliche Anmeldung, fÃ¼r AuslÃ¤nder die Ausstellung einer Anwesenheitsbewilligung, gilt als WohnsitzbegrÃ¼ndung, wenn nicht nachgewiesen ist, dass der Aufenthalt schon frÃ¼her oder erst spÃ¤ter begonnen hat oder nur vorÃ¼bergehender Natur ist (Art. 4 Abs. 2 ZUG). Als Aufenthalt nach diesem Gesetz gilt die tatsÃ¤chliche Anwesenheit in einem Kanton; dieser wird als Aufenthaltskanton bezeichnet (Art. 11 Abs. 1 ZUG). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Aufenthalt ist die tatsÃ¤chliche Anwesenheit einer Person in einem Kanton, in welchem sie nicht gemÃ¤ss Art. 4, 6 oder 7 ZUG ihren Wohnsitz hat. Die Funktion des Aufenthalts, den unterstÃ¼tzungspflichtigen Kanton zu bestimmen, schliesst die Annahme mehrerer konkurrierender unterstÃ¼tzungsbegrÃ¼ndender Aufenthalte aus. Ein Aufenthalt gilt deshalb nicht als unterbrochen, wenn eine Person sich vorÃ¼bergehend anderswo aufhÃ¤lt (vgl. BGE 56 I 454). Bestehen in einem gleichen Zeitabschnitt mehrere Aufenthaltsorte nebeneinander, so ist â den sich aus Art. 4 und 9 ZUG ergebenden GrundsÃ¤tzen folgend â an demjenigen Aufenthaltsort die UnterstÃ¼tzung zu leisten, zu dem die engste Beziehung besteht, "an den der Wohnsitzlose immer wieder zurÃ¼ckkehrt" (vgl. BGE 87 II 11; Werner Thomet, Kommentar zum Bundesgesetz Ã¼ber die ZustÃ¤ndigkeit fÃ¼r die UnterstÃ¼tzung BedÃ¼rftiger [ZUG], 2. A., ZÃ¼rich 1994, Rz. 167 f., mit weiteren Hinweisen und Beispielen). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>FÃ¼r auslÃ¤ndische BedÃ¼rftige <i>mit Wohnsitz</i> in der Schweiz trÃ¤gt der Wohnkanton (Art. 4 Abs. 1 ZUG in Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 ZUG) die finanzielle Last der FÃ¼rsorgeunterstÃ¼tzung, unabhÃ¤ngig davon, dass die konkrete Hilfestellung vom jeweils zustÃ¤ndigen Aufenthaltsort erbracht wird (Art. 20 Abs. 2 ZUG). Ãndert diesfalls ein BedÃ¼rftiger seinen Aufenthaltsort, wechselt zwar die ZustÃ¤ndigkeit des Gemeinwesens, das die Hilfe leistet, indessen in der Regel nicht desjenigen, das die Kosten dafÃ¼r ersetzt. Nur wenn ein hilfebedÃ¼rftiger AuslÃ¤nder, der in der Schweiz <i>keinen Wohnsitz</i> hat, seinen bisherigen Aufenthaltsort aufgibt, sind â vorbehÃ¤ltlich allfÃ¤lliger RÃ¼ckgriffsrechte nach Art. 23 Abs. 2 ZUG â die FÃ¼rsorgekosten vom neuen Aufenthaltsort zu tragen. Wann und ob in einem solchen Fall ein die kantonale UnterstÃ¼tzungszustÃ¤ndigkeit Ã¤ndernder Aufenthaltswechsel vorliegt, regelt das ZUG (abgesehen vom hier nicht massgebenden Art. 11 Abs. 2 ZUG) nicht. Insofern liegt eine GesetzeslÃ¼cke vor. Jedenfalls kann ein BedÃ¼rftiger nicht unter allen UmstÃ¤nden an jedem beliebigen Ort der Schweiz, wo er sich gerade aufhÃ¤lt â und sei es auch nur vorÃ¼bergehend oder gar auf der Durchreise â UnterstÃ¼tzung verlangen. Weder die Verfassung noch Art. 12 Abs. 2 ZUG wollen dem Bettel von Ort zu Ort Vorschub leisten. Eine Ãnderung der kantonalen FÃ¼rsorgezustÃ¤ndigkeit bei einem in der Schweiz nicht ansÃ¤ssigen AuslÃ¤nder, der vom Aufenthaltskanton unterstÃ¼tzt werden muss, ist deshalb zurÃ¼ckhaltend anzunehmen (BGr, 27. Oktober 2000, 2A.55/2000, E. 5a, www.bger.ch). </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die Sicherheitsdirektion erwog im angefochtenen Entscheid, der Ort der engsten Beziehung von A befinde sich im Kanton X, weshalb dieser unterstÃ¼tzungspflichtiger Aufenthaltskanton im Sinn von Art. 21 Abs. 1 ZUG sei. Dort habe A von seiner Geburt bis in das Jahr 2000 stets gewohnt, seine Ex-Ehefrau mit seinen Kindern und seine Schwester lebten heute noch im Kanton X, und er sei im Herbst 2007 dorthin zurÃ¼ckgekehrt und habe vom 1. Dezember 2007 bis 31. Januar 2008 in der Unterkunft der Heilsarmee in S im Kanton X gelebt. Einzig weil eine Anmeldung auf der Einwohnerkontrolle wegen einer fragwÃ¼rdigen Vereinbarung zwischen der Gemeinde und der Institution nicht mÃ¶glich gewesen sei, habe A die Unterkunft in S verlassen mÃ¼ssen. In den folgenden vier Tagen habe er sich weiterhin im Kanton X aufgehalten; vor seiner Einweisung in die Klinik Y habe er sich auf dem Weg zum Konsul des Landes W lediglich wenige Stunden im Kanton ZÃ¼rich aufgehalten, wodurch sein Aufenthalt im Kanton X nicht unterbrochen worden sei. Im Sinn einer LÃ¼ckenfÃ¼llung durch Art. 23 Abs. 1 ZUG sei der BeschwerdefÃ¼hrer zur RÃ¼ckerstattung der Kosten verpflichtet.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer lehnt demgegenÃ¼ber einen RÃ¼ckgriff des vermeintlichen Aufenthaltskantons auf sich mittels LÃ¼ckenfÃ¼llung ab, da dies vom ZustÃ¤ndigkeitsgesetz nicht vorgesehen sei. Der Kanton ZÃ¼rich als letzter Aufenthaltskanton vor der Einweisung in die Klinik Y sei gemÃ¤ss Art. 21 Abs. 1 ZUG fÃ¼r die UnterstÃ¼tzung von A zustÃ¤ndig und leiste nicht anstelle eines anderen Kantons UnterstÃ¼tzung. Der UnterstÃ¼tzte habe sich gemÃ¤ss Auskunft der Heilsarmee in der Gemeinde T gemeldet, wo er frÃ¼her einmal Wohnsitz gehabt und um Vermittlung einer Wohnung gebeten habe, worauf ihn die Gemeinde T im Kanton X auf die Unterkunft der Heilsarmee aufmerksam gemacht habe. Angesichts der BeschrÃ¤nkung der Aufenthaltsdauer in dieser Unterkunft auf maximal drei Monate komme die BegrÃ¼ndung eines unterstÃ¼tzungsrechtlichen Wohnsitzes nicht in Frage. A habe sich weder bei der Gemeinde S um eine Anmeldung noch beim Kanton X um eine Aufenthaltsbewilligung bemÃ¼ht. Die Unterkunft der Heilsarmee habe er verlassen, weil der Aufenthaltsvertrag ausgelaufen sei. Mit dem Verlassen der Unterkunft der Heilsarmee am 31. Januar 2008 habe er seinen Aufenthaltsort in S aufgegeben; zu dieser Gemeinde habe er nie eine engere Beziehung begrÃ¼ndet, und eine RÃ¼ckkehr dorthin sei nicht vorgesehen gewesen. A habe sich zum Konsul des Landes W begeben; es sei davon auszugehen, dass er seine RÃ¼ckreise nach W habe organisieren wollen. Eine aktive Wohnungssuche, ein aktiver Anmeldungsversuch in einer Gemeinde oder die BemÃ¼hung um eine Aufenthaltsregelung sei weder im Kanton X noch sonst wo belegt. A habe somit nicht die Absicht gehabt, seinen Wohnsitz in den Kanton X zu verlegen. Es sei unbekannt, wo er sich zwischen dem 31. Januar 2008 bis 5. Februar 2008 aufgehalten habe. Sodann habe er sich nicht in Q oder R im Kanton X aufgehalten und keinen Kontakt zu seinen Verwandten gepflegt. Es sei daher keine engere Beziehung zum Kanton X ersichtlich. Einziger AnknÃ¼pfungspunkt sei der Aufenthaltsort, der sich am 5. Februar 2008 in ZÃ¼rich befunden habe.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>DemgegenÃ¼ber beanstandet der Beschwerdegegner, dass A die Heilsarmeeunterkunft in S nach zwei Monaten habe verlassen mÃ¼ssen, obwohl die Aufenthaltsdauer gemÃ¤ss Konzept der Heilsarmee S auf maximal drei Monate beschrÃ¤nkt sei. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe zudem nicht substantiiert bestritten, dass sich A auch nach dem 31. Januar 2008 noch im Kanton X aufgehalten habe und erst am 5. Februar 2008 nach ZÃ¼rich gekommen sei, um zum Konsulat des Landes W zu gehen. Einzig der Umstand, dass sich A nach ZÃ¼rich begeben habe, um das Konsulat des Landes W aufzusuchen, vermÃ¶chte keinen neuen, fÃ¼r die Beurteilung der UnterstÃ¼tzungszustÃ¤ndigkeit nach Art. 21 ZUG relevanten Aufenthalt zu begrÃ¼nden.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer gesteht zu, dass eine polizeiliche Anmeldung von in der Unterkunft der Heilsarmee in S untergebrachten Personen nicht vorgenommen werde, was er in gleicher Weise dem Beschwerdegegner bezÃ¼glich der Heilsarmee-Unterkunft in der Stadt ZÃ¼rich vorhÃ¤lt. Dessen ungeachtet wirft er A vor, sich weder um eine Anmeldung bemÃ¼ht noch Ã¼berhaupt einen Versuch unternommen zu haben, sich anzumelden. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.1.1 </b>Wie dargelegt, hielt sich A vom 1. Dezember 2007 bis 31. Januar 2008 in der Heilsarmeeunterkunft in S im Kanton X auf. Allerdings wollte er in der Gemeinde T Wohnsitz nehmen, da im Kanton X sein Lebensmittelpunkt sei, seine Ex-Ehefrau mit den Kindern und seine Schwester dort wohnten. Damit offenbarte er die Absicht dauernden Verbleibens im Kanton X, womit er sich unabhÃ¤ngig von der NationalitÃ¤t auf einen UnterstÃ¼tzungswohnsitz hÃ¤tte berufen kÃ¶nnen (Art. 4 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 ZUG). Allerdings wurde er von der Gemeinde T direkt in die Unterkunft der Heilsarmee in S gewiesen, wo ein Zimmer frei war und von wo aus keine Anmeldung vorgenommen wird. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.1.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer lÃ¤sst ausser Acht, dass A als EU-BÃ¼rger grundsÃ¤tzlich berechtigt war, in die Schweiz einzureisen und sich hier niederzulassen oder mindestens aufzuhalten (Art. 1 Abs. 1 des FreizÃ¼gigkeitsabkommens vom 21. Juni 1999 [FZA]). Ein Lebensmittelpunkt in der Schweiz liegt zwar nur dann vor, wenn die Absicht dauernden Verbleibens realisierbar ist und kein seinem Zwecke nach nur vorÃ¼bergehender Aufenthalt vorgesehen ist, sondern eine Person sich auf unbestimmte Zeit an einem Ort aufhalten will und dieser Absicht insbesondere keine rechtlichen Hindernisse entgegenstehen (ZESO 2001, S. 76; Thomet, N. 96 f.). Ob die Bedingungen fÃ¼r eine lÃ¤nger dauernde Aufenthaltserlaubnis als NichterwerbstÃ¤tiger â A bezieht eine volle IV-Rente â erfÃ¼llt gewesen wÃ¤ren oder nicht (dazu Art. 24 Abs. 1 Anhang I FZA), Ã¤ndert nichts daran, dass er mindestens ein Gesuch um Aufenthaltsbewilligung hÃ¤tte stellen und wÃ¤hrend dieser Zeit in der Schweiz hÃ¤tte verbleiben dÃ¼rfen. Aus dem Umstand, dass er eine volle IV-Rente der Schweiz bezieht, kann zudem nicht zwingend darauf geschlossen werden, er werde wÃ¤hrend seines auf lÃ¤ngere Zeit ausgerichteten Aufenthalts Sozialleistungen in Anspruch nehmen mÃ¼ssen (Art. 24 Abs. 1 lit. b Anhang I FZA). Zwar verfÃ¼gte er anscheinend nicht Ã¼ber eine Krankenversicherung, doch wÃ¤re diesbezÃ¼glich allenfalls eine LÃ¶sung Ã¼ber seine Rente oder seitens des BeschwerdefÃ¼hrers mÃ¶glich gewesen. Die belegte Absicht dauernden Verbleibens wÃ¤re daher durchaus realisierbar gewesen, und ihr hÃ¤tten keine rechtlichen Hindernisse entgegengestanden. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.1.3 </b>Die BehÃ¶rde in T hÃ¤tte deshalb, nachdem A dort aufgetaucht und um Vermittlung einer Wohnung ersucht hatte, um sich in T niederzulassen, zunÃ¤chst dessen auslÃ¤nderrechtliche VerhÃ¤ltnisse abklÃ¤ren und ihn gegebenenfalls bei der polizeilichen Anmeldung unterstÃ¼tzen mÃ¼ssen, bevor sie ihn der Heilsarmee-Unterkunft zuwies, von wo aus ihm eine polizeiliche Anmeldung nicht mÃ¶glich war. Aufgrund des Anspruchs von A auf Aufenthalt (vorn E. 4.1.2) ist gar davon auszugehen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer mit grosser Wahrscheinlichkeit sein Wohnkanton geworden wÃ¤re. Dass er sich in T statt in U oder in V, wo er frÃ¼her einmal Wohnsitz begrÃ¼ndet hatte, meldete, Ã¤ndert daran nichts, liegen diese drei Orte doch nicht weit auseinander. Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer darauf hinweist, dass A nicht von sich aus fÃ¼r seine Anmeldung tÃ¤tig geworden sei, wurde dieser einerseits offensichtlich Ã¼ber die MÃ¶glichkeit einer Anmeldung nicht informiert, und anderseits steht nicht fest, ob er sich bezÃ¼glich seines Anwesenheitsrechts auf seine frÃ¼here Anwesenheitsregelung bezog und eine Anmeldung deswegen als unnÃ¶tig empfand. Aus den fehlenden AktivitÃ¤ten darf daher nicht geschlossen werden, es wÃ¤re ihm nicht mÃ¶glich gewesen, im Kanton X einen UnterstÃ¼tzungswohnsitz zu begrÃ¼nden.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Nun hat A allerdings â aus welchen GrÃ¼nden auch immer â kein Gesuch um Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung gestellt. Er begrÃ¼ndete damit formell keinen Wohnsitz in der Schweiz. Indessen hielt er sich unbestrittenermassen wÃ¤hrend zwei Monaten in der Unterkunft der Heilsarmee in S im Kanton X auf. Die GrÃ¼nde, weshalb er diese verlassen musste, werden vom Beschwerdegegner nicht substantiiert dargelegt. Es wird lediglich erwÃ¤hnt, dass der Aufenthaltsvertrag Ende Januar 2008 â nach zwei Monaten â ausgelaufen sei. Allerdings ist die Aufenthaltsdauer in der Unterkunft der Heilsarmee auf drei Monate beschrÃ¤nkt. Es wird weder dargetan, dass der Aufenthaltsvertrag von A nicht um einen Monat hÃ¤tte verlÃ¤ngert werden kÃ¶nnen, noch, dass fÃ¼r ihn kein Platz mehr im Heim gewesen wÃ¤re. Wie freiwillig der Austritt aus der Heilsarmeeunterkunft erfolgte, ist daher fraglich. Dies umso mehr, als sich A seinen Angaben zufolge auch nach dem Verlassen der Heilsarmeeunterkunft im Kanton X aufhielt, wenn auch an unbekannter Ãrtlichkeit. Es trifft demnach nicht zu, dass diese Frage unbeantwortet geblieben wÃ¤re. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.1 </b>Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer bestreitet, dass A aufgrund seiner Krankheit konzise Aussagen machen kÃ¶nne, ist nicht einzusehen, weshalb diesbezÃ¼glich an seinen Angaben gezweifelt werden mÃ¼sste. Die Aussage nÃ¤mlich, dass A wÃ¤hrend seines Aufenthalts in der Unterkunft der Heilsarmee keine Kontakte zu seinen Verwandten hatte, lÃ¤sst der BeschwerdefÃ¼hrer sehr wohl gelten, weil er daraus â zu Unrecht â ableitet, dass jener Ã¼berhaupt keine engeren Kontakte zum Kanton X pflege und keine engere Beziehung dazu aufweise. Es geht aber nicht an, die FÃ¤higkeit, konzise Aussagen zu machen, nur dort zu bestreiten, wo es dem eigenen Standpunkt schaden kÃ¶nnte. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.2 </b>Wenn sich A in der Gemeinde S auch nicht angemeldet hatte, so ist doch davon auszugehen, dass eine engere Beziehung zum Kanton X bestand, lebte A doch seit seiner Geburt (1964) bis zum Jahr 2000 dort, halten sich seine Ex-Ehefrau und seine Kinder sowie seine Schwester dort auf und hatte er die Absicht, in T im Kanton X dauernd zu verbleiben. Zu diesen UmstÃ¤nden kommt hinzu, dass sich A von Anfang Dezember 2007 bis zum 5. Februar 2008 tatsÃ¤chlich im Kanton X aufhielt, ist doch seit seiner Einreise kein Ort bekannt, an dem er lÃ¤nger mit fester Adresse verweilte. Entsprechend begrÃ¼ndete er dort seinen Aufenthalt (Art. 11 Abs. 1 ZUG) und ist der BeschwerdefÃ¼hrer als Aufenthaltskanton zu betrachten. Da die Frage der BegrÃ¼ndung des Aufenthalts an die tatsÃ¤chliche Anwesenheit anknÃ¼pft, kann dahingestellt bleiben, ob A in jener Zeitspanne seine Verwandten aufsuchte oder nicht.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Am 5. Februar 2008 wurde A im Hauptbahnhof ZÃ¼rich wegen einer akuten paranoiden Schizophrenie aufgegriffen und in die Klinik Y eingeliefert. Es fragt sich, ob dies zu einem Wechsel des Aufenthaltskantons fÃ¼hrte.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.1 </b>Vorauszuschicken ist, dass der Aufenthalt in einem Heim, einem Spital oder einer anderen Anstalt und die behÃ¶rdliche oder vormundschaftliche Versorgung einer mÃ¼ndigen oder entmÃ¼ndigten Person in Familienpflege keinen UnterstÃ¼tzungswohnsitz begrÃ¼nden (Art. 5 ZUG). Eine Ausnahme besteht auch nicht bei Ã¤rztlicher oder behÃ¶rdlicher Zuweisung in einen anderen Kanton (Art. 11 Abs. 2 ZUG).</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.2 </b>A war am 5. Februar 2008 im Hauptbahnhof ZÃ¼rich offenkundig auf dem Weg zum Konsulat des Landes W. Ob er zur Planung seiner Heimreise oder aus anderen GrÃ¼nden dahin gehen wollte, kann dahingestellt bleiben. Aufgrund eines akuten Anfalls von Schizophrenie wurde er auf dem Bahnhof aufgegriffen und in die Klinik Y eingeliefert. Allein der Umstand, dass von einem "akuten" gesundheitlichen Vorfall die Rede ist, zeigt, dass ein Fall von Nothilfe vorlag, nÃ¤mlich die Notwendigkeit zu sofortiger Hilfe. Damit ist die sofort zu leistende (zeitlich dringende), jedoch nicht auch die bloss unvermeidliche (sachlich, aber nicht unbedingt zeitlich dringende) Hilfe gemeint (Thomet, N. 186). </p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.3 </b>Durch die blosse Leistung der Nothilfe durch den Beschwerdegegner konnte der Aufenthaltsort von A nicht zu diesem wechseln, ist doch ein solcher Wechsel nicht leichtfertig anzunehmen (vorn E. 2.3). A gab mit dem blossen Aufsuchen der Botschaft des Landes W in einem anderen als dem Aufenthaltskanton seinen bisherigen Aufenthaltskanton jedenfalls nicht auf. Es fehlt jeder Hinweis darauf, dass der Besuch im Kanton ZÃ¼rich in anderer Absicht als dem Aufsuchen der Botschaft des Landes W erfolgte und dass er nicht mehr in den Kanton X zurÃ¼ckgekehrt wÃ¤re, wenn ihm das mÃ¶glich gewesen wÃ¤re. Damit kann der Kanton ZÃ¼rich nicht zum Aufenthaltskanton werden; vielmehr blieb der Kanton X der Aufenthaltskanton, zu welchem die engste Beziehung weiterhin bestand (vorn E. 2.2). Dass den Aufenthaltskanton eine UnterstÃ¼tzungspflicht trifft, geht aus Art. 12 Abs. 2 ZUG hervor. Konnte A mit der Reise nach ZÃ¼rich im Kanton ZÃ¼rich keinen Aufenthalt begrÃ¼nden, bleibt deshalb der BeschwerdefÃ¼hrer als sein Aufenthaltskanton unterstÃ¼tzungspflichtig, auch wenn der Kanton ZÃ¼rich die sofortige Hilfe leistete (vorn E. 2.3; Art. 21 Abs. 1 ZUG). Demnach hat der BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r die in Rechnung gestellten und unbestritten gebliebenen Kosten fÃ¼r die Behandlung durch den Beschwerdegegner aufzukommen.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.4 </b>Der vorliegende Fall lÃ¤sst sich durchaus mit im Kommentar zum ZustÃ¤ndigkeitsgesetz erwÃ¤hnten Beispielen sowie mit zwei dort erwÃ¤hnten Bundesgerichtsentscheiden zum Aufenthaltsbegriff nach Art. 24 Abs. 2 ZGB vergleichen, in denen sich der auslÃ¤ndische StaatsangehÃ¶rige bzw. die betreffende Person wÃ¤hrend einer gewissen Zeit bis zum massgeblichen Ereignis hauptsÃ¤chlich an einem bestimmten Ort aufhielt und immer wieder zu diesem Ausgangspunkt zurÃ¼ckkehrte, zu dem die engste Beziehung bestand (vgl. Thomet, Rz. 168 und 232 erstes Beispiel; BGE 56 I 450 E. 3; BGE 87 II 7 E. 2). Einerseits ist davon auszugehen, dass A wÃ¤hrend der zwei Monate im Heilsarmeeheim in S im Kanton X auch immer wieder dahin zurÃ¼ckkehrte. Anderseits fehlen Anzeichen dafÃ¼r, dass er nach dem Besuch des Konsulats des Landes W in ZÃ¼rich nicht wieder in den Kanton X zurÃ¼ckkehren wollte, wo er sich bis dahin aufgehalten hatte; daran wurde er nur durch den akuten Krankheitsvorfall gehindert. Aus dem Umstand, dass A sich noch nicht entschieden hatte, wohin er nach Entlassung aus der Klinik Y gehen wollte, kann jedenfalls nicht geschlossen werden, dass er nach dem Besuch des Konsulats des Landes W nicht in den Kanton X zurÃ¼ckzukehren gedachte. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2">Die Beschwerde ist somit abzuweisen; damit erÃ¼brigt sich das Feststellungsbegehren. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind dessen Kosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung wurde von keiner der Parteien verlangt.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>