<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine Analyse darüber zu erstellen, wie sich das Potenzial des Homeoffice in der Arbeitswelt während der Gesundheitskrise durch Covid-19 entwickelt hat und welche Auswirkungen auf den Verkehr festgestellt werden konnten. Infolge der Aufforderung, Abstand zu halten, und der damit verbundenen Einschränkungen wurde vermehrt im Homeoffice gearbeitet. Der Bundesrat soll Szenarien für das Homeoffice der Zukunft entwickeln, wobei neben den technischen Aspekten (Telematik-Infrastruktur, Cybersicherheit) auch Fragen in Bezug auf die Umwelt (Verkehr) und das Arbeitsrecht mit einfliessen sollen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Schon vor dem Ausbruch der Pandemie erfreute sich die Telearbeit in der Schweiz einer zunehmenden Beliebtheit. Gemäss Daten des Bundesamtes für Statistik leisteten im Jahr 2019 mehr als eine Million Erwerbstätige zumindest gelegentlich Teleheimarbeit. Durch die Coronakrise und die damit verbundenen Empfehlungen betreffend Hygiene und soziale Distanz hat die Bedeutung von Telearbeit schlagartig stark zugenommen. So wurden etwa die Arbeitgebenden angehalten, den Mitarbeitenden wo immer möglich zu erlauben, im Homeoffice zu arbeiten. Die Empfehlungen wurden sehr gut umgesetzt. Die Telearbeit hat in der Krise einen wertvollen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Wirtschaft geleistet und zu einem wichtigen Teil zur Eindämmung der Pandemie beigetragen.</p><p>Die positive Bilanz bestätigt den Bundesrat darin, dass in der Schweiz gute Rahmenbedingungen für den Einsatz flexibler Arbeitsformen vorhanden sind. Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist dabei die gute Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft mit digitalen Infrastrukturen.</p><p>Der Bundesrat hat sich in den vergangenen Jahren verschiedentlich mit Fragen zur Telearbeit auseinandergesetzt, so etwa im Bericht über die Auswirkungen der Digitalisierung auf Beschäftigung und Arbeitsbedingungen vom 8. November 2017 sowie im Bericht über die rechtlichen Folgen der Telearbeit vom 16. November 2016. Letzterer hat aufgezeigt, dass die allgemeinen arbeitsrechtlichen Bestimmungen die rechtlichen Bedürfnisse von Telearbeit bereits ausreichend berücksichtigen.</p><p>In seiner Stellungnahme zur Interpellation Egger Thomas 19.3628, "Work Smart und Village Office", vom 21.08.2019 hat der Bundesrat dargelegt, dass er neue Arbeitsformen, wie sie etwa durch Telearbeit ermöglicht werden, aus ökologischen, sozialpolitischen und wirtschaftlichen Gründen unterstützt. Da diese Arbeitsformen nicht für alle Tätigkeiten und Berufe gleichermassen geeignet sind, ist die Entscheidung über deren Einsatz aber grundsätzlich weiterhin den Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden zu überlassen.</p><p>Während der ausserordentlichen Situation haben zahlreiche Arbeitgebende und Arbeitnehmende neue Erkenntnisse über die Möglichkeiten und Herausforderungen der Telearbeit gewonnen. Es ist davon auszugehen, dass diese Erkenntnisse in künftige Entscheidungen für den Einsatz flexibler Arbeitsformen einfliessen werden. Der Bundesrat wird bis Ende 2022 einen Monitoringbericht über die relevanten Entwicklungen im Kontext der Digitalisierung des Arbeitsmarktes verabschieden. In diesem Bericht wird er auch auf die Entwicklung der Telearbeit eingehen. Der Bundesrat sieht derzeit keinen Bedarf für einen zusätzlichen Bericht.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.