B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-1885/2014/was U r t e i l v o m 4 . J u l i 2 0 1 4 Besetzung Richter Hans Schürch (Vorsitz), Richterin Christa Luterbacher, Richter Gérard Scherrer, Gerichtsschreiberin Eva Zürcher. Parteien A._______, geboren (…), sowie deren Kind B._______, geboren (…), beide Eritrea, c/o Schweizerische Botschaft in C._______ Beschwerdeführende, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; Verfügung des BFM vom 19. Juli 2013 / N (…). D-1885/2014 Seite 2 Sachverhalt: A. Die Beschwerdeführerin teilte mit Schreiben vom 20. Februar 2011 an die schweizerische Botschaft in C._______ (Eingangsstempel: 20. Feb- ruar 2011) mit, dass ihr Ehemann das Heimatland verlassen habe, weil er das dort herrschende System nicht akzeptiere, während sie selber zw i- schen 2000 und 2010 im D._______ tätig gewesen sei. Aufgrund des für sie bestehenden Risikos habe auch sie sich zur Flucht entschlossen. B. Mit Schreiben vom 8. August 2011 stellte das BFM fest, die Beschwerd e- führerin habe mit ihrer Eingabe vom 20. Februar 2011 ein Asyl - und Ein- reisegesuch für die Schweiz eingereicht. Anlässlich dieses Gesuchs sei eine Person anzuhören, wobei e ine Anhörung unterbleiben könne, wenn die Voraussetzungen für die Einreise in die Schweiz aufgrund des schrif t- lich eingereichten Asylgesuchs erfüllt seien, wenn aufgrund der Akten der Sachverhalt genügend erstellt sei oder wenn aus organisatorischen Gründen – mangels vorhandener Kapazitäten – keine Anhörung durchge- führt werden könne. In diesem Fall müsse die betroffene Person einige konkrete Fragen schriftlich beantworten und den Behörden zu erkennen geben, dass sie kollaboriere, indem sie ihre Asylgründe s chriftlich darle- ge. Mit Schreiben vom 23. März 2009, das beigelegt werde, habe die schweizerische Vertretung in C._______ mitgeteilt, dass die Arbeitslast seit dem Sommer 2009 als Folge der vielen Asylgesuche stark zug e- nommen habe, während das Personal bes chränkt geblieben sei und w e- der die nötigen Sicherheitsmassnahmen noch die für eine Anhörung b e- nötigten Lokalitäten sichergestellt würden. Dies habe z ur Folge, dass zur Zeit keine Anhörungen durchgeführt würden , auch nicht im Fall der B e- schwerdeführerin. Indessen könne der Sachverhalt mittels Beantwortung verschiedener Fragen betreffend Aufenthalt in Eritrea, Familie und Ang e- hörige in Drittstaaten sowie der Situation im Sudan ergänzt werden. Der Beschwerdeführerin wurde Gelegenheit gewährt, innert Frist die gestell- ten Fragen zu beantworten und eine Stellungnahme zu einem allfällig n e- gativen Entscheid des BFM abzugeben. Im Unterlassungsfall werde das Asylgesuch abgeschrieben. C. Mit Eingabe vom 25. September 2011 beantwortete die Beschwerdefü h- rerin die ihr ges tellten Fragen und reichte Kopien einer ärztlichen B e- scheinigung und von Identitätsausweisen zu den Akten . Aus ihren Ang a-D-1885/2014 Seite 3 ben ergibt sich folgender Sachverhalt: Sie sei verheiratet, habe ein Kind und gehöre dem christlich -orthodoxen Glauben an. Sie habe zwischen 2000 und 2010 im D._______ Nationaldienst geleistet und Jugendliche unterrichtet, um deren Bewusstsein über HIV und soziale Arbeit zu fö r- dern. Ihr Ehemann sei als politisch Gefangener inhaftiert gewesen. Nach- dem ihm die Flucht aus dem Gefängnis gelun gen sei, hätten die Behö r- den angefangen, sie wegen der Flucht des Ehemannes zu terrorisieren. Sie habe realisiert, dass die Behörden von ihr zur Strafe Geld verlangen würden, welches sie nicht besitze, weshalb sie die eigene Inhaftierung , Folter und den To d befürchtet habe. Unter diesen Umständen habe sie sich ebenfalls zur Flucht aus ihrem geliebten Heimatland entschlossen. Dabei habe sie sich von ihrer Einheit, welche sich nahe bei der sudanesi- schen Grenze befunden habe, entfernt und sei über kleine Dörfe r innert zwei Tagen in den Sudan gelangt. Im Flüchtlingscamp des UNHCR nahe der Grenze habe sie sich aus Angst vor eritreischen Spionen, welche dort die Leute terrorisierten und deportierten, nicht aufhalten können, weshalb sie nach C._______ gereist sei, wo sich auch ihr Ehemann aufhalte. In dieser Stadt müsse sie unter miserablen Umständen um ihr Überleben kämpfen, da sie als Flüchtling keiner geregelten Arbeit nachgehen und nicht frei herumreisen dürfe. Zudem werde sie als Christin von den Sud a- nesen aufgefordert, zum muslimischen Glauben überzutreten und einen muslimischen Namen anzunehmen. Die Polizei jage nach den Flüchtli n- gen, stecke sie in Gefängnisse, verlange Geld und begehe sexuelle B e- lästigungen. Auch ihr Ehemann könne sich nicht frei bewegen, wei l er in Eritrea gesucht werde und Angst vor dem eritreischen Geheimdienst h a- be. Er lebe deshalb getrennt von ihr, weshalb sie auf sich allein gestellt sei. Da ihr Kind ferner an gesundheitlichen Problemen leide, habe es eine Behandlung im Spital benötigt, die dank der Unterstützung von Freunden möglich geworden sei. Indessen sei sie nicht in der Lage, die vom Arzt verordnete medizinische Behandlung weiterzuführen. In der Beilage b e- finde sich die Kopie einer ärztlichen Bescheinigung vom 28. Juli 2011 hin- sichtlich des Sohnes . Auch wegen des Kindes könne sie keiner Arbeit nachgehen. Sie ersuche deshalb die schweizerischen Behörden um For t- setzung ihres Asylgesuches. Der Eingabe lagen ferner zwei Kopien von Ausweisen bei. D. Mit undatierter Eingabe, welche am 20. J uni 2012 bei der schweizer i- schen Vertretung in C._______ und am 2. Jul i 2012 beim BFM einging, teilte die Beschwerdeführerin ihre neue Telefonnummer mit und ersuchte sinngemäss um Mitteilung über den Verfahrensstand. D-1885/2014 Seite 4 E. Mit undatierter Eingabe, welche am 15. August 2012 bei der schweizer i- schen Vertretung im C._______ einging, erkundigte sich die Beschwerde- führerin erneut nach dem Verfahrensstand. Sie habe sehr lange nichts mehr gehört, was vielleicht auf den Verlust ihres Telefons zurückzuführen sei. Sie bitte um Wiederherstellung des Kontakts. F. Mit Verfügung vom 19. Juli 2013 – eröffnet am 23. Oktober 2013 – ver- weigerte das BFM der Beschwerdeführerin und ihrem Kind die Einreise in die Schweiz und lehnte die Asylgesuche ab. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, die Abklärung des rechtserhe blichen Sachver- halts erfordere die Anwesenheit de r Beschwerdeführerin in der Schweiz nicht. Gestützt auf den vollständig erstellten Sachverhalt sei davon au s- zugehen, dass trotz ernstzunehmender Schwierigkeiten m it den heimatli- chen Behörden und der nicht einfachen Situation für Personen wie die Beschwerdeführerin im Sudan keine konkreten Anhaltspunkte zur A n- nahme bestünden, ein weiterer Verbleib der Beschwerdeführerin und ih- res Kindes im Sudan sei nicht zumutbar oder möglich. Laut Berichten des UNHCR würden sich zahlreiche eritreische Flüchtling e und Asylbewerber im Sudan aufhalten. Vom UNHCR registrierte Flüchtlinge würden einem Flüchtlingslager zugeteilt, wo sie sich aufzuhalten hätten und wo sie die nötige Verso rgung erhielten. Ein freies Aufenthaltsrecht für das ganze Land bestehe für sie nicht. Es sei der Beschwerdeführerin daher zuzumu- ten, beim UNHCR um Schutz zu ersuchen, sollte ihre Situation tatsäc h- lich kritisch sein. Gestützt auf eine Auskunft des UNHCR un d der Com- mission for Refugees (COR) vom August 2010 an die schweizerische Vertretung in C._______ würden die beiden erwähnten Organisationen in den Flüchtlingslagern die medizinische Versorgung sicherstellen. Sämtl i- che Flüchtlinge hätten Zugang zu unentgel tlichen medizinischen Leistun- gen, während Flüchtlinge, welche ein Einkommen hätten und sich nicht im Lager befänden, für die medizinischen Leistungen selber aufkommen müssten. Erwerbslose Flüchtlinge ausserhalb des Lagers würden vom UNHCR auf Anfrage ein Ü berweisungsschreiben für eine unentgeltliche Behandlung erhalten. Der Beschwerdeführerin sei es folglich zuzumuten, sich mit dem UNHCR in Verbindung zu setzen, damit ihr Kind die nötige medizinische Betreuung erhalte. Ihre Furcht, nach Eritrea ausgeschafft zu werden, sei unbegründet, w eil das Risiko einer Deportation oder Ve r- schleppung von UNHCR -Flüchtlingen aus Eritrea gering sei. In jüngster Zeit seien keine Rückführungen von Flüchtlingen nach Eritrea mehr b e- kannt geworden. Vorliegend seien zudem keine Anhaltspunkte erkennbar, D-1885/2014 Seite 5 gestützt auf welche eine Rückführung der Beschwerdeführerin und ihres Kindes nach Eritrea zu befürchten sei. Insbesondere verfüge sie nicht über ein Risikoprofil, das eine Verschleppung nach Eritrea objektiv b e- gründen könne. Ausserde m habe sie nicht glaubhaft darlegen können, persönlich faktisch und unmittelbar bedroht zu sein und unter Verletzung des Non-Refoulement-Prinzipes nach Eritrea zurückgeschafft zu werden. Der Beschwerdeführerin sei es zuzumuten, sich bei einer Vertretung de s UNHCR zu melden, um den Flüchtlingsstatus zu erlangen. Gewisse im Zusammenhang mit der Ausübung der Religion bestehende Schwierigkei- ten seien zwar nicht auszuschliessen. So würden bekanntermassen Christen im Nordsudan Opfer von Diskriminierungen, da sich die Mehrheit der im Sudan lebenden Menschen zum Islam sunnitischer Richtung b e- kenne. Dennoch herrsche im Sudan keine allgemeine und staatliche U n- terdrückung der Christen, zumal die Übergangsverfassung die Religion s- freiheit garantiere, die christlichen Gem einschaften grundsätzlich ane r- kannt seien, Weihnachten und Ostern staatlich anerkannte Feiertage dar- stellten und sich christliche Kirchen bei Seelsorge, Ausbildung, Schulen, Kindergärten und sozialen Einrichtungen frei betätigen könnten. Seit der Schaffung der Regierung der Nationalen Einheit im Juli 2005 gehöre der Vizepräsident des Sudans dem Christentum an, und unter den Mitgli e- dern der Regierung würden sich mehrere Christen befinden. Schliesslich gehe aus den Angaben der Beschwerdeführerin hervor, dass sie keine nahen Verwandten oder Bezugspersonen in der Schweiz habe. Aus den Akten würden sich auch keine anderen Anknüpfungspunkte zur Schweiz ergeben. Folglich sei keine besondere Beziehungsnähe zur Schweiz e r- sichtlich, welche die vorangehenden Feststellu ngen umzustossen ve r- möchten. Insgesamt benötigten die Beschwerdeführerin und ihr Kind den subsidiären Schutz der Schweiz nach Art. 52 Abs. 2 AsylG (SR 142.31) nicht, weshalb es ihnen zuzumuten sei, im Sudan zu verbleiben. G. Am 3. September 2013 ging bei der schweizerischen Vertretung in C._______ ein weiteres undatiertes Schreiben der Beschwerdeführerin ein, welches am 18. September 2013 dem Bundesverwaltungsgericht weitergeleitet wurde. Die Beschwerdeführerin machte geltend, ihrem Kind gehe es gesundheitlic h schlecht, weil es nicht die erforderliche medizin i- sche Betreuung erhalte. Es benötige dringend medizinische Hilfe. Ihr Ehemann sei im Jahr 2012 in die Schweiz gereist. In C._______ würden eritreische Flüchtlinge aufgespürt , um von ihnen Geld zu verlangen und sie möglicherweise nach Eritrea zu deportieren. Dies sei auch ihrem Ehemann passiert. Leute der eritreischen Botschaft in C._______ hätten D-1885/2014 Seite 6 sie an ihrem Wohnort aufgesucht und sie nach ihrem Ehemann gefragt. Sie habe vor zwei Jahren und acht Monaten um Schutz nachgesucht. Sinngemäss ersuchte sie erneut um Beschleunigung ihres Asylverfa h- rens. Der Eingabe lag erneut das Arztzeugnis des Sohnes vom 28. Juli 2011 bei. H. Mit Zwischenverfügung vom 27. September 2013 wurde das BFM aufg e- fordert, den Nachweis der Eröffnung seiner Verfügung vom 19. Juli 2013 zu erbringen. Für den Fall, dass dies nicht möglich wäre, wurde das BFM aufgefordert, einen neuen Zustellversuch zu unternehmen. I. Aus der in den Akten liegenden Empfangsbestätigung (vgl. Akte A12/3) ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin die Verfügung des BFM vom 19. Juli 2013 am 23. Oktober 2013 in Empfang nahm. J. Mit Schreiben vom 24. Oktober 2013 teilte das BFM dem Bundesverwa l- tungsgericht mit, die Verfügung vom 19. Juli 2013 sei der Beschwerdefüh- rerin noch nicht eröffnet worden. K. Mit Schreiben vom 8. November 2013 teilte der zuständige Instruktion s- richter dem BFM mit, das am 17. September 2013 beim Bundesverwa l- tungsgericht eingegangene und undatierte Schreiben der Beschwerd e- führerin sei unter diesen Umstände n nicht als Beschwerde zu qualifizi e- ren, weshalb es dem BFM zur weiteren Behandlung retourniert werde. L. Mit Eingabe vom 11 . November 2013 – am 13. November 2013 bei der schweizerischen Vertretung in C._______ eingegangen – reichte die B e- schwerdeführerin Be schwerde gegen die Verfügung des BFM vom 19. Juli 2003 (rechte: 2013) ein. Sie machte sinngemäss geltend, sie lebe allein mit ihrem Kind in C._______, wo ihr Leben, ihre Freiheit und ihre körperliche Unversehrtheit in Gefahr seien. Als Flüchtling hätte sie sich ins Flüchtlingslager E._______ begeben müssen, wo die Situation hart und das Leben gefährlich sei. Nebst dem Fehlen von Wasser und Essen würden verschiedene kriminelle Gruppen Leute kidnappen und Me n- schenhandel betreiben. Die sudanesischen Behörden k önnten die Opfer nicht beschützen. Aus diesem Grund würden die meisten Flüchtlinge D-1885/2014 Seite 7 nach C._______ weiterziehen oder sich direkt nach ihrer Einreise dort niederlassen. Sie selber habe sich noch nicht beim UNHCR registrieren lassen. Die Ausstellung einer Ide ntitätskarte durch das UNHCR sei j e- doch im Gang. Auch wenn die Sicherheitssituation in C._______ für Flüchtlinge besser sei, mangle es auch dort an allem. Da sie keine Au f- enthaltsbewilligung für C._______ habe, könne sie dort nicht arbeiten. Hingegen verri chte sie Gelegenheitsarbeiten. Die Argumentation in der angefochtenen Verfügung, wonach im Flüchtlingslager medizinische Ve r- sorgung erhältlich sei, müsse überprüft werden, weil sie nicht der Realität entspreche. Viele Flüchtlinge, welche an chronischen Beschwerden litten, seien aus dem Flüchtlingslager geflohen und nach C._______ gekom- men, um dort nach medizinischer Hilfe zu suchen. Da sie die dazu nöt i- gen finanziellen Mittel nicht hätten, würden sie sterben. Wegen der her r- schenden Korruption sei vielen Kra nken der Zugang zu medizinischen Leistungen verwehrt. Sie widerspreche deshalb der Darstellung des BFM, wonach das UNHCR und das COR unentgeltliche medizinische Betre u- ung gewährten. Sie bitte darum, ihrem Kind in der Schweiz die nötige medizinische Hilfe z ukommen zu lassen. Auch wenn es im Sudan keine staatliche Verfolgung von Christen gebe, würden diese von extremistisch eingestellten Individuen verfolgt. Diese würden sie als Christin hassen, nur weil sie nicht zu deren Glaubensgemeinschaft gehöre. Aus die sen Gründen ersuche sie um Gutheissung ihres Asylgesuchs und um Einreise in die Schweiz. M. Mit Zwischenverfügung vom 15. April 2014 wurde das BFM aufgefordert, den Nachweis der Eröffnung seiner Verfügung vom 19. Juli 2013 oder ei- ne diese Verfügung ersetzenden Verfügung zu erbringen oder einen neu- en Zustellversuch zu unternehmen. N. Mit Eingabe vom 22. April 2014 verwies das BFM hinsichtlich der Eröffung seiner Verfügung auf seine Akte A12. O. Mit Zwischenverfügung vom 24. April 2014 wurde das BFM aufgefordert, Stellung zu nehmen zur Tatsache, dass gemäss seinem Schreiben vom 24. Oktober 2013 die Verfügung vom 19. Juli 2013 nicht eröffnet worden sei, während sich aus der Akte A12 ergebe, die Beschwerdeführerin habe die Verfügung vom 19. Juli 2013 am 23. Oktober 2013 in Empfang g e-D-1885/2014 Seite 8 nommen. Diese beiden Informationen würden sich nicht miteinander in Einklang bringen lassen. P. Mit Schreiben vom 28. April 2014 erklärte das BFM, die Verfügung vom 19. Juli 2013 sei der Beschwerdeführerin am 23. Oktober 2013 eröffnet worden, was aus Akte A12 ersichtlich sei. Parallel, nämlich am 24. Okt o- ber 2013, habe das BFM dem Bundesverwaltungsgericht mitgeteilt, diese Verfügung sei noch nicht zugestellt worden. Folglich sei die undatierte Eingabe der Beschwerdeführerin, welche am 3. Se ptember 2013 bei der schweizerischen Vertretung in C._______ eingegangen sei, richtigerwe i- se nicht als Beschwerde klassiert worden, weil die Beschwerdeführerin zu diesem Zeitpunkt noch keine Kenntnis über die Verfügung vom 19. Juli 2013 gehabt habe. Aus de r Eingabe der Beschwerdeführerin vom 17. November 2013 ergebe sich zudem, dass die Verfügung vom 19. Juli 2013 eröffnet worden sei, weil sie – wenn auch aufgrund eines Tippfe h- lers mit falschem Jahr – auf diese Verfügung Bezug nehme. Die B e- schwerde sei folglich fristgerecht erfolgt und die Zustellung der Verfügung vom 19. Juli 2013 nachgewiesen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht B e- schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bu n- desverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig , ausser bei Vorliegen e i- nes Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerd e- führende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). D-1885/2014 Seite 9 1.3 Die Beschwerde ist nicht in einer Amtssprache des Bundes abgefasst. Auf die Ansetzung einer Frist zur Beschwerdeverbesserung kann inde s- sen praxisgemäss verzichtet werden, da der in Englisch verfassten B e- schwerdeeingabe genügend klare, sinngemäss e Rechtsbegehren und deren Begründung zu entnehmen sind und ohne Weiteres darüber b e- funden werden kann. 1.4 Aus den Akten ergibt sich trotz Mitteilung des BFM vom 24. Oktober 2013, wonach die Verfügung vom 19. Juli 2013 der Beschwerdeführerin noch nicht zugestellt wor den sei, dass diese am 23. Oktober 2013 eröf f- net worden ist. 1.5 Die Beschwerde ist – mit Ausnahme der verwendeten Sprache (vgl. Ziff. 1.3) – frist- und formgerecht eingereicht. Die Beschwerdeführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, sind durch die an- gefochtene Verfügung besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Sie sind da- her zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ( Art. 105 und 108 Abs. 1 AsylG Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 1.6 Gestützt auf Art. 33a Abs. 2 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG ergeht der vo r- liegende Entscheid in deutscher Sprache. 2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. In der Regel entscheidet das Bundesverwaltungsgericht in der Besetzung mit drei Richtern oder drei Richterinnen. Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG kann auch in diesen Fällen auf die Durchführung eines Schrifte n- wechsels verzichtet werden. 4. Mit der dringlichen Änderung des Asylgesetzes vom 28. September 2012 (AS 2012 5359), welche am 29. September 2012 in Kraft trat, wurden u n- ter anderem die Bestimmungen betreffend die Stellung von Asylgesuchen aus dem Ausland aufgehoben. Die Übergangsregelungen halten jedoch fest, dass für die im Ausland vor dem Inkrafttreten der Änderung vom D-1885/2014 Seite 10 28. September 2012 gestellten Gesuche die massgeblichen Artikel (Art. 12, 19, 20, 41 Abs. 2, 52 und 68 AsylG) in der bisherigen Fassung anwendbar sind. Demnach sind auf den vorliegenden Fall die bisherigen Bestimmungen betreffend das Auslandverfahren anzuwenden. 5. 5.1 Das BFM kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen, wenn die asylsuchende Person keine Verfolgung glaubhaft machen kann oder ihr die Aufnahme in einem Drittstaat zugemutet werden kann (Art. 3 und Art. 7 AsylG sowie alt Art. 52 Abs. 2 AsylG). Gemäss alt Art. 20 Abs. 2 AsylG bewilligt das BFM einer asylsuchenden Person die Einreise zur Abklärung des Sachverhaltes, wenn ihr nicht zugemutet werden kann, im Wohnsitz- oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder in ein anderes Land aus- zureisen. Gestützt auf alt Art. 20 Abs. 3 AsylG kann das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) schweizerische Vertretungen e r- mächtigen, Asylsuchenden die Einreise zu bewilligen, die glaubhaft m a- chen, dass eine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben oder für d ie Frei- heit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG bestehe. 5.2 Ein Asylgesuch kann gemäss alt Art. 19 AsylG im Ausland bei einer schweizerischen Vertretung gestellt werden, die es mit einem Bericht an das BFM überweist (alt Art. 20 Abs. 1 AsylG). Hinsichtlich des Verfahrens bei der schweizerischen Vertretung im Ausland sieht alt Art. 10 der Asyl- verordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) vor, dass diese mit der asylsuchenden Person in der Regel eine Befragung durchführt (alt Art. 10 Abs. 1 AsylV 1). Ist dies nicht möglich, so wird die asylsuchende Person aufgefordert, ihre Asylgründe schriftlich festzuhalten (alt Art. 10 Abs. 2 AsylV 1). Eine Befragung beziehungsweise eine schriftliche Sachverhaltsabklärung kann sich erübri gen, wenn der Sachverhalt bereits aufgrund des eingereichten Asylgesuchs als en t- scheidreif erstellt erscheint; der asylsuchenden Person ist aber diesfalls im Sinne des rechtlichen Gehörs die Gelegenheit zu geben, sich zu ei - nem abzusehenden negativen Entscheid zumindest schriftlich zu äussern (vgl. BVGE 2007/30 E. 5.7). 5.2.1 Die Beschwerdeführerin wurde nicht zu ihre m Asylgesuch befragt. Sie legte ihre Vorbringen jedoch einerseits im Asylgesuch vom 20. Febru- ar 2011 und andererseits in ihrer Eingabe vom 25. Septe mber 2011 schriftlich dar, nachdem sie m it Schreiben des BFM vom 8. August 2011 unter Beilage eines explizit aufgelisteten Fragekatalogs gebeten wurde, für die vollständige Erstellung des rechtserheblichen Sachverhalts die D-1885/2014 Seite 11 entsprechenden Fragen vollständig und präzise zu beantworten. Der ent- scheidwesentliche Sachverhalt erscheint angesichts der schriftlichen Dar- legung der Asylgründe soweit erstellt, dass die entscheidrelevanten El e- mente vorliegen. 5.2.2 Bei dieser Sachlage bestand keine Veranlassung, die Beschw er- deführerin vorgängig eines Entscheides durch eine schweizerische Ver- tretung zusätzlich persönlich befragen zu lassen. Das BFM hat den ve r- fahrensrechtlichen Anforderungen damit Genüge getan. 5.2.3 Weil das am 3. September 2013 bei der schweizerischen Vertretung in C._______ und am 18. September 2013 beim Bundesverwaltungsg e- richt eingegangene undatierte Schreiben der Beschwerdeführerin vor E r- öffnung der angefochtenen Verfügung vom 19. Juli 2013 zuhanden der schweizerischen Behörden eingereicht wurde , kann es nicht Bestandteil der vorliegenden Beschwerde sein. Vielmehr ist es als Aktenstück zu be- trachten, das vor der Eröffnung der angefochtenen Verfügung entstanden ist und somit zu den vorinstanzlichen Akten gehört . Aus der angefocht e- nen Verfügung ergibt sich nicht, dass die Vorinstanz dieses Aktenstück in ihre Begründung mit einbezogen hat. Da die erwähnte Eingabe keine entscheidwesentlichen neuen Informationen enthält, und das Arztzeugnis vom 28. Juli 2011 schon früher eingereicht wu rde, das vorliegende Urteil folglich nicht zu beeinflussen vermag und der Beschwerdeführerin und ih- rem Kind damit aus der fehlenden Beachtung dieser Eingabe im erstin- stanzlichen Verfahren kein Rechtsnachteil entsteht, erscheint es vorli e- gend nicht angebracht, das Verfahren allein aus diesem formellen Grund an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese eine neue anfechtbare Verfügung er lässt. Unter diesen Umständen liegt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor, wenn die Eingabe erst im Beschwerdeverfahre n berücksichtigt wird. 5.3 Für die Erteilung einer Einreisebewilligung gelten restriktive Vorau s- setzungen, wobei den Behörden ein weiter Ermessensspielraum z u- kommt. Neben der erforderlichen Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG sind namentlich die Beziehungsnäh e zur Schweiz, die Möglichkeit der Schutzgewährung durch einen anderen Staat, die Beziehungsnähe zu anderen Staaten, die praktische Möglichkeit und objektive Zumutbarkeit zur anderweitigen Schutzsuche sowie die voraussichtlichen Einglied e- rungs- und Assimilationsmöglichkeiten in Betracht zu ziehen. Ausschla g- gebend für die Er teilung der Einreisebewilligung ist dabei die Schutzb e- dürftigkeit der betreffenden Person, mithin die Prüfung der Fragen, ob e i-D-1885/2014 Seite 12 ne Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft gemacht wird und ob der Verbleib am Aufenthaltsort für die Dauer der Sachverhaltsabklärung zugemutet werden kann. Die Einreise ist aber selbst im Falle einer allfäll i- gen Schutzbedürftigkeit zu verweigern, wenn Asylausschlussgründe vo r- liegen (vgl. BVGE 2011/10). 6. 6.1 Hält sich die asylsuchende Person – wie im vorliegenden Fall – in ei- nem Drittstaat auf, bedeutet dies noch nicht zwingend, dass es ih r auch zuzumuten ist, sich dort um Aufnahme zu bemühen. In einem solchen Fall ist aber im Sinne einer Vermutung davon ausz ugehen, die betreffen- de Person habe in diesem Drittstaat bereits den erforderlichen Schutz ge- funden, was in der Regel zur Ablehnung de s Asylgesuches und der Ver- weigerung der Einreisebewilligung führt. In jedem Falle sind die Kriterien zu prüfen, welche di e Zufluchtnahme in diesem Drittstaat als zumutbar erscheinen lassen, und diese sind mit einer allfälligen Beziehungsnähe zur Schweiz abzuwägen (vgl. BVGE 2011/10). 6.2 Es ist festzuhalten, dass sich die Beschwerde mehrheitlich auf eine Wiederholung der bisher igen Vorbringen beschränkt und mithin keine neuen wesentlichen Sachverhaltselemente geltend gemacht werden. Die Überprüfung der Akten ergibt sodann, dass sich die diesbezüglichen E r- wägungen in der angefochtenen Verfügu ng als zutreffend erweisen. Das Bundesverwaltungsgericht gelangt in Übereinstimmung mit dem BFM zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin mit den heimatlichen Behö r- den ernstzunehmende Schwierigkeiten hatte. Ob sie im Fall einer Rüc k- kehr nach Eritrea einer flüchtlingsrechtlich relevanten Gefährdung ausge- setzt sein könnte, kann vorliegend dennoch offengelassen werden, da sie den Schutz der Schweiz gemäss alt Art. 52 Abs. 2 AsylG nicht benötigt, weil es ihr – wie im Nachfolgenden aufzuzeigen sein wird – trotz der zu- gestandenermassen nicht einfachen Bedingungen für eritreische Flücht- linge im Sudan zuzumuten ist, im Zufluchtsland unter dem Schutz des UNHCR zu verbleiben. 6.3 Die Beschwerdeführerin befindet sich gestützt auf ihre Aussagen seit dem 24. Januar 2010 – mithin seit mehr als vier Jahren – mit ihrem Kind im Sudan. Gemäss ihren Angaben soll die Registrierung beim UNHCR in Kürze erfolgen (vgl. Beschwerde S. 2). 6.3.1 Die vom UNHCR registrierten Flüchtlinge sind grundsätzlich geha l- ten, sich in einem UNHCR -Flüchtlingslager aufzuhalten und verfügen im D-1885/2014 Seite 13 Sudan nicht über ein freies Aufenthaltsrecht. Auch die Ausübung einer Arbeit ist in aller Regel nur mittels entsprechender Bewilligung zugänglich (vgl. US Department of State, Country Reports on Human Rights Pract i- ces for 2013: Sudan, Section 2. Respect for Civ il Liberties, Including: d. Freedom of Movement, Internally Displaced Persons, Protection of Ref u- gees, and Stateless Persons, aufgesucht am 29. April 2014). Viele Flücht- linge, so auch die Beschwerdeführerin, halten sich nicht in Flüchtlingsl a- gern, sondern illegal in C._______ auf, wo sie versuchen, einer Arbeit nachzugehen. In der Vergangenheit kam es dort in vereinzelten Fällen zu Entführungen von Flüchtlingen beziehungsweise zu deren Deportation ins Heimatland. Gemäss gesicherten Erkenntnissen ist indesse n das Risiko einer Deportation oder Verschleppung für Flüchtlinge, die im Sudan vom UNHCR anerkannt sind, gering (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsg e- richts D -6478/2013 vom 24. Dezember 2013 E. 5.3; E -1452/2012 vom 15. Juni 2012 m.w.H. ; vgl. United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs, Sudan: Combating human trafficking in th e east, 19. Dezember 2013, gefunden auf http://www.unocha.org/top-stories/all- stories/sudan-combating-human-trafficking-east, aufgesucht am 8. Mai 2014). Im vorliegenden Fall bestehen keine konkreten Hinweise auf eine drohende Deportation der Beschwerdeführerin und ihres Kindes in ihr Heimatland, da sich aus ihren Angaben nicht ergibt, sie habe regimekrit i- sche Tätigkeiten ausgeübt oder weise ein erhöhtes Risikoprofil auf. Die Beschwerdeführerin bringt denn auch keine konkreten Vorfälle zur Spr a- che, gestützt auf welche von einer konkreten und drohenden G efährdung ihrer Person auszugehen wäre. Sie macht geltend, sie lebe mit ihrem Kind allein in C._______. Auch wenn sich die Situation für sie als allei n- stehende Frau christlichen Glaubens in C._______ als schwierig erwe i- sen mag, lässt sich aus ihren Angaben schliessen, dass sie dort bisher keinen konkreten Verfolgungsmassnahmen ausgesetzt war, obwohl sie solche befürchte, weil man sie aufgrund der Zugehörigkeit zum christl i- chen Glauben hasse. Indessen genügt allein eine nicht näher konkret i- sierte potentiell mögliche Verfolgungshandlung – insbesondere ang e- sichts der bisher bereits mehr als vier Jahre dauernden verfolgungsfreien Zeit im Sudan – nicht, um von gezielten und unmittelbar bevorstehenden Nachteilen im Sinne des Gesetzes ausgehen zu können. 6.3.2 Wie dem Sa chverhalt auch entnommen werden kann, wurde die Beschwerdeführerin von Freunden unterstützt, womit davon ausgega n- gen werden darf, dass sie im Sudan offensichtlich über ein Beziehung s- netz verfügt und auch weiterhin mit Unterstützungsleistungen seitens i h- rer Freunde rechnen darf, so dass ihre Existenzsicherung als gegeben D-1885/2014 Seite 14 gelten kann. Ihre diesbezüglichen Angaben lassen sich denn auch ve r- einbaren mit der allgemeinen Erkenntnis, dass im Sudan – insbesondere in C._______ – eine grosse eritreische Diaspora lebt, die sich gegenseitig hilft. Zudem steht es ihr offen, wie das BFM zutreffend feststellte, sich beim UNHCR um einen Platz in einem Flüchtlingslager zu bemühen, wo ihr der existenzielle Grundbedarf zuteil kommt. Einer allfälligen Verso r- gungsnotlage in C._______ könnte sie mit diesem Schritt entgehen. Folg- lich kann im Fall der Beschwerdeführerin nicht von einer existenziellen und lebensbedrohlichen Notlage ausgegangen werden. 6.3.3 An dieser Einschätzung vermag auch ihr christlicher Glaube nichts zu ändern. Gemäss den Kenntnissen des Bundesverwaltungsgerichts ist im Sudan die Religionsfreiheit in der Verfassung verankert, und es wird keine Gruppenverfolgung der Christen betrieben. Wie das BFM ebenfalls zutreffend feststellte, sind die christlichen Gemeinschaften im Sudan grundsätzlich anerkannt und dürfen sich in verschiedenen Bereichen wie Seelsorge, Ausbildung, Schule und anderen sozialen Einrichtungen frei betätigen. Auch wenn vereinzelte Diskriminierungen von Christen im S u- dan nicht auszuschliessen sind, kann vor liegend nicht von einer unmitte l- bar drohenden Gefahr für die Beschwerdeführerin und ihr Kind ausg e- gangen werden. Mit ihrem Argument, es sei für sie als Frau und Christin im Sudan schwierig, macht sie denn auch keine solche geltend. Aus den Akten ergibt sic h zudem nicht, dass sie konkrete und ihre Person betre f- fende Verfolgungsmassnahmen darlegt. Im Übrigen kann sie sich auch allfälligen Diskriminierungen aufgrund ihres Glaubens durch den Aufen t- halt in einem Lager entziehen oder sich an die christlich-orthodoxe Kirche (welcher sie gemäss eigenen Angaben angehört) in C._______ wenden, um in den Genuss von Unterstützungsleistungen zu gelangen und ihren Glauben ausüben zu können (vgl. dazu Swedish Migration Board, Marr i- age for the Eritrean and Ethiopian Diaspora in Khartoum, 08.07.2010, http://lifos.migrationsverket.se/dokument?documentAttachmentId=35113, abgerufen am 8. Mai. 2014). 6.3.4 Hinsichtlich der geltend gemachten gesundheitlichen Schwierigke i- ten ihres Kindes ist, um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, auf die zutreffenden Erwägungen in der vorinstanzlichen Verfügung zu verwe i- sen. Die Beschwerdeführerin wandte zwar ein, entgegen der in der ang e- fochtenen Verfügung vertretenen Argumentation sei die Lage für Leute mit gesundheitlichen Schwierigkeiten im Lage r nicht zufriedenstel lend, sondern lebensgefährlich. Indessen sind ihre diesbezüglichen Einwände wenig konkret und detailliert ge blieben, weshalb sie nicht tauglich sind, D-1885/2014 Seite 15 die Erwägungen der Vorinstanz umzustossen. Da sie sich gemäss ihren Aussagen zudem bisher nicht in einem Lager aufgehalten haben will , dürften ihre Ausführungen auf unbestätigten Ang aben von Drittpersonen beruhen und nicht auf eigenen Erfahrungen. Sie vermögen auch aus di e- sem Grund nicht zu überzeugen. Der Beschwerdeführerin ist es folglich zuzumuten, sich im Sudan um eine Registrierung beim UNHCR zu b e- mühen, was ihr ermöglichen wird, in den Genuss einer unentgeltlichen medizinischen Behandlung ihres Kindes zu ge langen, wie das BFM z u- treffend feststellte. 6.4 Gestützt auf die Aktenlage weist di e Beschwerdeführerin ferner keine (enge) Bindung zur Schweiz auf. Sie macht geltend, dass in der Schweiz keine Verwandten leben. Ihrem Vorbringen, in der Schweiz lebe ihr Eh e- mann, kann angesichts der fehlenden konkreten diesbezüglichen Ang a- ben kein Glaube geschenkt werden. Insbesondere ergibt sich aus den Ak- ten nicht, unter welchem Status dieser in der Schweiz leben soll. Die Be- schwerdeführerin gab auch keine Heiratsurkunde zu den Akten, so dass diese Angabe unbelegt geblieben ist und keine Klarheit herrscht über die Personalien ihres angeblichen Ehemannes. Damit bestehen in ihrem Fall keine Anknüpfungspunkte zur Schweiz, weshalb eine Beziehungsnähe zur Schweiz zu verneinen ist. 6.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die Beschwerdeführerin seit mehreren Jahren im Sudan aufhält und die Möglichkeit hat, sich vom UNHCR registrieren zu lassen und so weitgehend Schutz vor einer A b- schiebung in ihr Heimatland sowie vor Verfolgung geniesst. Mit der off i- ziellen Registrierung durch das UNHCR kann sie sich somit i m Sudan rechtmässig aufhalten. Sie hat die Möglichkeit, sich beim UNHCR um e i- nen Platz in einem Flüchtlingslager zu bemühen, um unentgeltlich in den Genuss der existenzsichernden Unterstützung und der medizinischen Behandlung ihres Kindes zu gelangen, sofern sie den weiteren Aufenthalt in C._______ nicht mehr in Betracht zieht. Der Verbleib im Sudan ist als zumutbar zu betrachten. An dieser Einschätzung vermögen die Einwände der Beschwerdeführerin nichts zu ändern, zumal sie nicht stichhaltig sind. Demgegenüber bestehen keine Anknüpfungspunkte zur Schweiz, we s- halb die Beziehungsnähe zu diesem Land zu verneinen ist. Die B e- schwerdeführerin und ihr Kind benötigen folglich insgesamt den subsidiä- ren Schutz der Schweiz ge mäss Art. 52 Abs. 2 alt AsylG nicht. Das BF M hat ihnen zu Recht die Einreise in die Schweiz verweigert und ihr e Asyl- gesuche abgelehnt. D-1885/2014 Seite 16 7. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt sowie den rechtserheblichen Sachverhalt ric h- tig und vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen. 8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten grundsätzlich de r Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Aus verwal - tungsökonomischen Gründen sowie in Anwendung von Art. 63 Abs. 1 in fine VwVG und Art. 2 und 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes verwaltungsge- richt (VGKE, SR 173.320.2) ist vorliegend jedoch auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten. (Dispositiv nächste Seite) D-1885/2014 Seite 17 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 3. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das BFM und die zu- ständige schweizerische Vertretung. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Hans Schürch Eva Zürcher Versand: