<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2023-08-11-2F_17-2023.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2F_17/2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 11. August 2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Aubry Girardin, Präsidentin, </div> <div class="para">Bundesrichter Donzallaz, </div> <div class="para">Bundesrichterin Ryter, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Ivanov. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Gesuchstellerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IWB Industrielle Werke Basel, </div> <div class="para">Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt als Verwaltungsgericht, Dreiergericht, </div> <div class="para">St. Alban-Vorstadt 25, 4052 Basel. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Unterbrechung der Energielieferung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts vom 5. Juli 2023 (2C_328/2023). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> Mit Rechnungen vom 13. Oktober 2021, 26. Januar 2022 und 18. Mai 2022 stellten die Industriellen Werke Basel (IWB) A.________ für den Bezug von Energie und Wasser die Beträge von Fr. 2'143.75 sowie von je Fr. 1'207.-- in Rechnung. </div> <div class="para">Nachdem A.________ mit Schreiben vom 27. Juli 2022 und vom 10. August 2022 erfolglos gemahnt worden war, ordneten die IWB mit drei, auf die drei ausstehenden Rechnungsbeträge bezogenen Verfügungen vom 12. September 2022 unter anderem die Unterbrechung der Energielieferung an. </div> <div class="para">Einen dagegen erhobenen Rekurs von A.________ wies das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt als Verwaltungsgericht, Dreiergericht, mit Urteil vom 16. Mai 2023 ab, soweit es darauf eintrat. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> Mit Urteil 2C_328/2023 vom 5. Juli 2023 trat das Bundesgericht auf eine gegen den Entscheid des Appellationsgerichts gerichtete Beschwerde von A.________ mangels hinreichender Begründung (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 und <artref id="CH/173.110/106/2" type="start"></artref>Art. 106 Abs. 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/42/2" type="end"></artref>) nicht ein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.3.</b> A.________ gelangt mit Eingabe vom 12. Juli 2023 (Postaufgabe) an das Bundesgericht und ersucht um Revision des Urteils 2C_328/2023 vom 5. Juli 2023. </div> <div class="para">Es wurden keine Instruktionsmassnahmen angeordnet. </div> <div class="para">Mit Eingaben vom 14. Juli 2023, 18. Juli 2023 und 30. Juli 2023 (jeweils Postaufgabe) reichte A.________ drei "Nachträge" zu ihrem Revisionsgesuch ein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Urteile des Bundesgerichts erwachsen am Tag ihrer Ausfällung in Rechtskraft (<span class="artref">Art. 61 BGG</span>). Eine nochmalige Überprüfung der einem Urteil des Bundesgerichts zu Grunde liegenden Streitsache ist grundsätzlich ausgeschlossen. Das Gericht kann auf seine Urteile nur zurückkommen, wenn einer der in den <span class="artref">Art. 121 ff. BGG</span> abschliessend aufgeführten Revisionsgründe vorliegt. Die um Revision eines bundesgerichtlichen Urteils ersuchende Person hat gemäss <span class="artref"><artref id="CH/173.110/42/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/42/1" type="start"></artref>Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/42/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref> namentlich einen vom Gesetz vorgesehenen Revisionsgrund zu nennen und aufzuzeigen, weshalb das revisionsbetroffene Urteil an einem revisionserheblichen Mangel leidet; fehlt eine entsprechende Begründung, wird auf das Gesuch nicht eingetreten (vgl. Urteile 2F_37/2021 vom 11. Januar 2022 E. 3; 2F_35/2021 vom 9. Dezember 2021 E. 2.1; 2F_30/2021 vom 12. November 2021 E. 2). </div> <div class="para">Der Revisionsgrund hat sich zudem auf den Gegenstand des zu revidierenden Urteils zu beziehen. Handelt es sich dabei - wie hier - um einen Nichteintretensentscheid, muss der Revisionsgrund die Nichteintretensmotive beschlagen. Die Revision eröffnet dem Gesuchsteller nicht die Möglichkeit, die Rechtslage erneut zu diskutieren und eine Wiedererwägung des bundesgerichtlichen Urteils zu verlangen, das er für unrichtig hält (vgl. Urteil 6F_7/2022 vom 29. März 2022 E. 3 mit Hinweis). Das Revisionsgesuch ist unter Beachtung der gesetzlichen Fristen gemäss <span class="artref">Art. 124 BGG</span> einzureichen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Das Bundesgericht ist mit dem zu revidierenden Urteil auf die Beschwerde der heutigen Gesuchstellerin nicht eingetreten, weil diese keine den Anforderungen von Art. 42 Abs. 2 bzw. <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span> genügende Begründung enthielt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.3.</b> Die Gesuchstellerin nennt keinen konkreten Revisionsgrund gemäss <span class="artref">Art. 121 ff. BGG</span>. Sie erwähnt indessen neue Tatsachen und Beweismittel, womit sie sich sinngemäss auf den Revisionsgrund von <span class="artref">Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG</span> beruft. Danach kann die Revision eines Bundesgerichtsurteils verlangt werden, wenn die ersuchende Partei nachträglich Tatsachen erfährt oder entscheidende Beweismittel auffindet, die sie im früheren Verfahren nicht beibringen konnte, unter Ausschluss der Tatsachen und Beweismittel, die erst nach dem Entscheid entstanden sind. Dieser Revisionsgrund setzt unter anderem voraus, dass die neuen Tatsachen oder Beweismittel geeignet sind, eine Änderung des Urteils zugunsten des Gesuchstellers zu bewirken (vgl. im Einzelnen <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=31&amp;from_date=09.08.2023&amp;to_date=28.08.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-III-238%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page238">BGE 147 III 238</a> E. 4; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=31&amp;from_date=09.08.2023&amp;to_date=28.08.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-III-272%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page272">143 III 272</a> E. 2.2; Urteil 2F_17/2022 vom 6. April 2022 E. 2.2). </div> <div class="para">Grundsätzlich unzulässig ist die Revision nach <span class="artref">Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG</span>, wenn das Bundesgericht auf eine Beschwerde in Zivilsachen oder in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht eingetreten ist. In diesem Fall ist das Revisionsgesuch an die zuständige kantonale Instanz (oder das Bundesverwaltungsgericht) zu richten, es sei denn der Revisionsgrund betreffe die Prozessvoraussetzungen vor Bundesgericht (Urteil 2F_19/2022 vom 9. Mai 2022 E. 2.3). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.4.</b> Die Gesuchstellerin bezieht sich insbesondere auf ein Schreiben und eine E-Mail eines Herrn B.________, die dem Revisionsgesuch nicht beigelegt wurden und die gemäss ihren eigenen Angaben vom 5. Juni 2023 bzw. vom 7. Juni 2023 datiert sein sollen. Aus den über weite Strecken nur schwer verständlichen Ausführungen der Gesuchstellerin ergibt sich, dass diese Unterlagen im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten betreffend Erbteilungen in ihrer Familie und angeblichen Schadenersatzforderungen der Gesuchstellerin gegen das Zivilstandsamt bzw. den Kanton Basel-Stadt stehen, die aber keinen erkennbaren Bezug zum Gegenstand des Urteils, um dessen Revision ersucht wird, aufweisen (vgl. dort E. 2.4). Weiter erwähnt sie ein Schreiben der Staatskanzlei Basel-Stadt vom 28. Juni 2023, welches im Zusammenhang mit einer Aufsichtsanzeige steht. </div> <div class="para">Mit ihren Schilderungen gelingt es der Gesuchstellerin nicht ansatzweise darzutun, inwiefern die Berücksichtigung dieser Beweismittel zu einer anderen Beurteilung in Bezug auf das Eintreten auf ihre Beschwerde führen könnte (vgl. E. 2.1 und 2.3 hiervor). Sollten diese Dokumente im Übrigen, wie die Gesuchstellerin behauptet, vom 5., bzw. 7. Juni 2023 datiert sein, so würde es sich - wie auch beim Schreiben vom 28. Juni 2023 - um Tatsachen und Beweismittel handeln, die nach dem im früheren Verfahren angefochtenen Urteil des Appellationsgerichts vom 16. Mai 2023 entstanden sind und die aufgrund des im bundesgerichtlichen Verfahren geltenden Novenverbots (<span class="artref">Art. 99 Abs. 1 BGG</span>) im Rahmen des zu revidierenden Urteils nicht hätten berücksichtigt werden können. Folglich ist die Berufung darauf im vorliegenden Revisionsverfahren ebenfalls ausgeschlossen (vgl. Urteil 2F_15/2023 vom 31. Juli 2023 E. 3.7). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.5.</b> Weitere Revisionsgründe werden nicht substanziiert geltend gemacht (vgl. E. 2.1 hiervor) und sind auch nicht ersichtlich. In ihren verschiedenen Eingaben beschränkt sich die Gesuchstellerin darauf, dem Zivilstandsamt angeblich widerrechtliches Verhalten vorzuwerfen und Ansprüche aus Staatshaftung gegen den Kanton Basel-Stadt zu erheben. Wie bereits erwähnt, stehen diese Ausführungen in keinem erkennbaren Zusammenhang zum Gegenstand des zu revidierenden Urteils, sodass nicht ersichtlich ist, inwiefern ein Revisionsgrund vorliegen soll. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.1.</b> Bei dieser Sachlage ist auf das Revisionsgesuch mangels rechtsgenügender Begründung (Art. 42 Abs. 1 und 2 i.V.m. <span class="artref">Art. 121 ff. BGG</span>) ohne Schriftenwechsel oder sonstige Instruktionsmassnahmen (<span class="artref">Art. 127 BGG</span>) nicht einzutreten. </div> <div class="para">Die Gesuchstellerin wird darauf hingewiesen, dass das Bundesgericht sich vorbehält, weitere Eingaben ähnlicher Art in dieser Angelegenheit, nach Prüfung, unbeantwortet abzulegen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.2.</b> Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die umständehalber reduzierten Gerichtskosten der Gesuchstellerin aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Da kein Schriftenwechsel durchgeführt wurde, ist den IWB kein Aufwand entstanden, sodass ihnen bereits aus diesem Grund keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (<span class="artref">Art. 68 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Gesuchstellerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt als Verwaltungsgericht, Dreiergericht, mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 11. August 2023 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: F. Aubry Girardin </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: D. Ivanov </div> </div></body></html>