A bteilung I A -1737/2006 {T 0/2} U rteil vom 22. A ugust 2007 M itw irkung: R ichter M arkus M etz (Vorsitz), M ichael Beusch, R ichterin Florence Aubry G irardin. G erichtsschreiberin Sonja Bossart. X._______ A G , ..., Beschw erdeführerin, vertreten durch ..., gegen O berzolldirektion (O ZD ), H auptabteilung R echt und Abgaben, M onbijoustrasse 40, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Einfuhrzoll; Verbot der Ü bertragung von Zollkontingentsanteilen nach A rt. 30 A bs. 4 A LV; Vereinbarung zur A usnützung frem der K ontingentsanteile nach A rt. 14 A EV; K onform ität m it G A TT/W TO -Ü bereinkom m en. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie X. AG ist Inhaberin der G eneraleinfuhrbew illigung (G EB) N r. ... und dam it berechtigt, aufgrund von Kontingentszuteilungen des Bundesam ts für Landw irtschaft (BLW ) frisches O bst und G em üse zum reduzierten Kontingentzollansatz in die Schw eiz einzuführen. X. ist Firm eninhaber und Leiter der X. AG . Er ist zudem Verantw ortlicher der K. AG , die ebenfalls m it frischem O bst und G em üse handelt. B. N ach M eldungen des BLW w urde gegen die X. AG ein zolldienstliches U ntersuchungsverfahren w egen Ü berschreitungen der Kontingente, w egen unrechtm ässiger Kontingentsabtretungen sow ie w egen unrechtm ässiger Abfertigung von O st und G em üse über G eneraleinfuhrbew illigungen von D rittfirm en eingeleitet. Am 29. O ktober 2003 w urde X. als Firm eninhaber und Verantw ortlicher der X. AG für den Einkauf und den Verkauf im R ahm en des Verw altungsstrafverfahrens durch den U ntersuchungsdienst der Zollkreisdirektion Schaffhausen als Beschuldigter einvernom m en. Er sagte unter anderem aus, es sei ihm bekannt, dass es für den Im port eine G EB-N um m er brauche, die kontingentierte M enge nicht überschritten w erden dürfe, dass es eine freie und eine kontingentierte Phase gebe, die im Zusam m enhang m it dem KZA und dem AKZA (Kontingentszollansatz bzw . Ausserkontingentszollansatz) stehe. Sie hätten einen Fehler gem acht und der Kontingentsbew irtschaftung zu w enig Aufm erksam keit geschenkt. X. bestätigte auch, davon gew usst zu haben, dass die X. AG auf G EB- N um m ern von D rittfirm en im portierte und dass dies nicht statthaft, aber branchenüblich sei. D as Vorgehen sei auch m it diesen D rittfirm en abgesprochen w orden. C . Am 30. O ktober 2003 w urde ein Schlussprotokoll betreffend verw altungsstrafrechtlichen Zollw iderhandlungen gegen X. erlassen (das er nicht unterzeichnete). In diesem w urde ihm vorgew orfen, in den Jahren 1998 – 2001 G em üse und O bst über den der X. AG bew illigten Kontingenten eingeführt und diese W aren trotzdem nicht nach dem AKZA verzollt zu haben. Auch die von der K. AG an die X. AG abgetretenen Kontingente hätten zum AKZA verzollt w erden m üssen. Er habe auch der X. AG die G EB-N r. ... der K. AG zur Verfügung gestellt, obw ohl dies ohne Abtretungserklärung nicht statthaft sei. D adurch seien die eingeführten Produkte zum KZA statt zum AKZA verzollt w orden. D er hinterzogene Zollbetrag belaufe sich auf Fr. ... (M ehrw ertsteuer Fr. ...). D . Am 21. O ktober 2002 und am 23. Septem ber 2003 w urde Y. als M itarbeiter der X. AG durch den U ntersuchungsdienst der Zollkreisdirektion Schaffhausen befragt. Er gab an, es sei ihm bekannt gew esen, dass Kontingentsabtretungen nicht zulässig seien, aber sie seien branchenüblich und täglich vorgekom m en; Kontingente seien jew eils telefonisch übertragen w orden, er habe das Ausm ass der Kontingentsüberschreitungen total unterschätzt und die M itteilungen des BLW darüber habe er nicht im m er gesehen. G egen Y. w urde ebenfalls am 3 30. O ktober 2003 ein Schlussprotokoll erstellt, in w elchem ihm vorgew orfen w urde, einen Zollbetrag von Fr. ... hinterzogen zu haben (M ehrw ertsteuer Fr. ...-). E. D ie Zollkreisdirektion Schaffhausen erliess am 30. O ktober 2003 gegenüber der X. AG eine Verfügung über die Leistungspflicht in Bezug auf Zollabgaben im Betrag von Fr. ... sow ie Fr. ... M ehrw ertsteuer. In der Verfügung w urde erläutert, die D ifferenz zw ischen dem Abgabebetrag der Verfügung über die Leistungspflicht und dem jenigen im Schlussprotokoll gegen X. ergebe sich, w eil X. nur für einen Teil der hinterzogenen Abgaben angeschuldigt w orden sei. F. Am 1. D ezem ber 2003 reichte die X. AG gegen die Verfügung über die Leistungspflicht vom 30. O ktober 2003 Beschw erde bei der Eidgenössischen O berzolldirektion (O ZD ) ein m it dem Begehren, der verfügte Betrag von Fr. ... sei auf Fr. ..., eventuell auf Fr. ... herabzusetzen. Zum H auptantrag führte sie aus, die angefochtene Verfügung stütze sich einzig auf das Schlussprotokoll vom 30. O ktober 2003, das X. das N ichtbezahlen von Eingangsabgaben von Fr. ... vorw erfe. D avon habe X. Fr. ... anerkannt. D eshalb sei die Leistungspflicht auf diesen Betrag herabzusetzen. Zum Eventualantrag m achte sie als Erstes geltend, nicht zollpflichtigen grünen Lauch, sondern Foodtainer Lauch eingeführt zu haben, der dam als nicht der Zollpflicht unterstand (betrifft Fr. ... der verfügten Abgaben). Sie bestritt als Zw eites den w egen Kontingentsüberschreitungen nachgeforderten Betrag im U m fang von Fr. ... und als D rittes den unrechtm ässigen Kontingentshandel, gestützt auf w elchen Fr. ... nachgefordert w orden seien. In einem Ergänzungsschreiben vom 31. M ärz 2005 anerkannte die X. AG zusätzliche Kontingentsüberschreitungen und entsprechend Einfuhr- abgaben im U m fang von Fr. ... (Zoll und M ehrw ertsteuer). G . In teilw eiser G utheissung der Beschw erde reduzierte die O ZD m it Entscheid vom 20. Januar 2006 (recte 20. Februar 2006) die Forderung auf einen Betrag von Fr. ... Zoll und Fr. ... M ehrw ertsteuer. W eiter auferlegte sie der Beschw erdeführerin die Verfahrenskosten. Auf den H auptantrag um H erabsetzung des Betrags trat die O ZD nicht ein. D ieser Antrag betreffe die im Schlussprotokoll vom 30. O ktober 2003 X. vorgehaltenen W iderhandlungen. D ie R egeln des Verw altungsverfahrensgesetzes fänden keine Anw endung auf das erstinstanzliche Verw altungsstrafverfahren und das gerichtspolizeiliche Erm ittlungsverfahren. D ie G utheissung durch die O ZD bezog sich sodann einerseits auf N achforderungen im Zusam m enhang m it Kontingentsüber- schreitungen (im U m fang von Fr. ...) und andererseits auf die N achforderung im Zusam m enhang m it der D eklaration der Tarifnum m er bei Einfuhren von Lauch bzw . Foodtainer Lauch (G utheissung im U m fang von Fr. ...). D ie Beschw erde w urde hingegen betreffend gew isser Kontingentsüberschreitungen abgew iesen, in w elchem Zusam m enhang die O ZD darauf hinw ies, dass die relevanten, vom Zoll angenom m enen Einfuhrdeklarationen nicht angefochten w orden und in R echtskraft erw achsen seien. Zudem hielt die O ZD an der Forderung w egen des 4 unrechtm ässigen H andels m it Kontingenten fest. H . G egen den Entscheid der O ZD vom 20. Januar 2006 (recte 20. Februar 2006) reicht die X. AG (Beschw erdeführerin) am 29. M ärz 2006 Beschw erde bei der Eidgenössischen Zollrekurskom m ission (ZR K) ein m it den Begehren, es sei auf die Ziffern 5 - 7 ihrer Beschw erde vom 1. D ezem ber 2003, (betreffend Antrag 1) einzutreten, die festgesetzte Leistungspflicht sei auf Fr. ....-- herabzusetzen, Ziff. 2 des D ispositivs betreffend von der O ZD auferlegte Verfahrenskosten sei aufzuheben und schliesslich sei ihr eine Parteientschädigung auszurichten. Sie m acht zunächst geltend, die Vorinstanz sei zu U nrecht nicht auf ihre Ausführungen zum Schlussprotokoll eingetreten, obw ohl dieses einen w esentlichen Teil der Begründung für die Leistungspflicht enthalte. Als H auptbegründung führt sie an, X. anerkenne lediglich die N achforderung im U m fang von Fr. ....--, w eshalb die verfügte Leistungspflicht auf diesen Betrag herabzusetzen sei. In der Eventualbegründung beanstandet die Beschw erdeführerin im W esentlichen, dass einerseits das bis 31. D ezem ber 1998 geltende Verbot von Art. 30 Abs. 4 der Verordnung vom 21. D ezem ber 1953 über w irtschaftliche Bestim m ungen des Landw irtschaftsgesetzes (Allgem eine Landw irtschafts-Verordnung, ALV, AS 1953 1126, in der Fassung vom 17. M ai 1995, AS 1995 1843), Zollkontingentsanteile zu übertragen, und anderseits das seit dem 1. Januar 1999 in Kraft stehende Verfahren für Kontingentsabtretungen nach Art. 14 der Allgem einen Verordnung vom 7. D ezem ber 1998 über die Einfuhr von landw irtschaftlichen Erzeugnissen [Agrareinfuhrverordnung, AEV, SR 916.01]) gegen die G ATT/W TO -Ü bereinkom m en verstiessen. I. M it Vernehm lassung vom 22. M ai 2005 (recte: 22. M ai 2006) beantragt die O ZD die kostenfällige Abw eisung der Beschw erde. N am entlich bestätigt sie, dass auf den Antrag 1 der Beschw erde vom 1. D ezem ber 2005 (recte: 1. D ezem ber 2003) nicht einzutreten gew esen sei und nahm hierzu w eiter Stellung. Im Ü brigen verw eist sie auf den Beschw erdeentscheid. J. M it Schreiben vom 19. Februar 2007 teilt das Bundesverw altungsgericht (BVG er) den Parteien m it, dass es das hängige Beschw erdeverfahren übernom m en habe. K. Auf die w eiteren Begründungen der Eingaben w ird, sow eit entscheid- w esentlich, im R ahm en der nachfolgenden Erw ägungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D ie angefochtene Verfügung unterliegt ab 1. Januar 2007 der Beschw erde an und der Beurteilung durch das Bundesverw altungsgericht (Art. 31 bzw . 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw altungsgericht [Verw altungsgerichtsgesetz, VG G , SR 173.32]; 5 Art. 109 Abs. 1 Bst. c des Zollgesetzes vom 1. O ktober 1925 [aZG , BS 6 465; AS 1973 644, 1995 1816, 1996 3371 Anhang 2 Ziff. 2]). D ie Beurteilung erfolgt gem äss Art. 53 Abs. 2 VG G nach dem neuen Verfahrensrecht bzw . dem Bundesgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten. 1.2 Am 1. M ai 2007 ist das Zollgesetz vom 18. M ärz 2005 (ZG , SR 631.0) in Kraft getreten. D er zu beurteilende Sachverhalt bezieht sich auf die Jahre 1998 bis 2001, so dass vorliegend noch das alte Zollgesetz (aZG ) Anw endung findet (vgl. Art. 132 Abs. 1 ZG ). 2. D ie Beschw erdeführerin beanstandet, dass die O ZD auf ihr Begehren, die Leistungspflicht auf den von X. anerkannten Betrag von Fr. ....-- zu begrenzen bzw . auf ihre Ausführungen hierzu in der Beschw erde an die O ZD (Ziff. 5 – 7), nicht eingetreten sei. In diesen Ausführungen hatte die Beschw erdeführerin vorgebracht, dass H errn X. im Schlussprotokoll nur die H interziehung von Abgaben im Betrag von Fr. ... Zoll (und Fr. ... M ehrw ertsteuer) vorgehalten w orden sei. D ie angefochtene Verfügung berufe sich einzig auf dieses Schlussprotokoll und nenne keine w eitere G rundlage für den N achbezug von insgesam t Fr. .... Entsprechend dürfe der N achbezug höchstens Fr. ... betragen. D a X. von diesem Betrag nur Fr. ....-- anerkenne, sei die verfügte Leistungspflicht auf Fr. ....-- herabzusetzen. 2.1 G em äss Art. 12 des Bundesgesetzes vom 22. M ärz 1974 über das Verw altungsstrafrecht (VStrR , SR 313.0) ist die infolge einer W iderhandlung zu U nrecht nicht erhobene Abgabe ohne R ücksicht auf die Strafbarkeit einer Person nachzuentrichten (Abs. 1). Art. 12 Abs. 2 VStrR definiert, w er zur N achleistung verpflichtet ist. Für die – im Adm inistrativ- verfahren zu beurteilende – Leistungs- bzw . R ückleistungspflicht ist bloss vorausgesetzt, dass eine W iderhandlung gegen die Verw altungsgesetz- gebung des Bundes objektiv vorliegt; ein Verschulden und erst recht eine strafrechtliche Verurteilung ist hierfür nicht erforderlich. Ebenso ist die Einleitung eines Strafverfahrens nicht verlangt (BG E 129 II 166 ff. E. 3 m it H inw eisen; U rteil des Bundesgerichts 2A.603/2003 vom 10. M ai 2004 E. 3.2; BG E 114 Ib 94 E. 5c, BG E 106 Ib 218 E. 2c; U rteil des BVG er A- 1724/2006 vom 2. April 2007, E. 4). D as Verw altungsstrafrecht und das Zollrecht unterscheiden klar zw ischen dem Adm inistrativverfahren zur Festsetzung des gem äss Art. 12 Abs. 1 und 2 VStrR nachzuentrichtenden Abgabebetrages einerseits und dem Strafverfahren anderseits. D as im R ahm en des zollrechtlichen Strafverfahrens zu erlassende Schlussprotokoll enthält die Personalien des Beschuldigten und um schreibt den Tatbestand der W iderhandlung (Art. 61 Abs. 1 VStrR ). Im Schlussprotokoll sind nach Art. 122 der Verordnung vom 10. Juli 1926 zum Zollgesetz (aZV, BS 6 514) die von der W iderhandlung betroffenen Zölle und anderen Abgaben anzugeben. Sind die von der W iderhandlung betroffenen Zölle und anderen Abgaben nicht bereits anlässlich einer Zollabfertigung veranlagt w orden, so trifft der untersuchende Beam te gem äss Art. 123 aZV den Entscheid über die Leistungspflicht nach Art. 12 6 und Art. 63 VStrR . 2.2 D ie vorliegende Verfügung über die Leistungspflicht vom 30. O ktober 2003 stützt sich auf Art. 12 Abs. 1 und 2 VStrR und beinhaltet die Pflicht der Beschw erdeführerin zur Zahlung der geschuldeten Abgaben. D as Schluss- protokoll bildet dem gegenüber Basis für eine allfällige verw altungs- strafrechtliche Sanktion gegenüber X. W ie gesehen, setzt die Leistungspflicht nicht voraus, dass in subjektiver H insicht eine Straftat begangen oder ein Strafverfahren durchgeführt w orden ist (E. 2.1). D ie Verfügung über die N achleistungspflicht ist som it unabhängig vom Ausgang eines zollrechtlichen Strafverfahrens und unabhängig von den fraglichen Schlussprotokollen. D ie Beschw erdeführerin kann sich dam it grundsätzlich nicht auf den im Schlussprotokoll gegen X. festgehalten Betrag berufen – schon gar nicht relevant ist der von jenem im R ahm en des Strafverfahrens "zugestandene" Betrag (von Fr. ....--). D ie Beschw erdeführerin führt aus, dass die Verfügung vom 30. O ktober 2003 sich auf das Schlussprotokoll gegen X. stütze und dieses som it einen w esentlichen Teil der Begründung der Verfügung über die Leistungspflicht gebildet habe. In der Verfügung über die Leistungspflicht vom 30. O ktober 2003 w urde folgendes festgehalten: "Laut dem gegen H errn X. aufgenom m enen Schlussprotokoll vom 30. O ktober 2003 w urden infolge der darin aufgeführten W iderhandlungen nachstehende Einfuhrabgaben zu U nrecht nicht entrichtet: Zoll Fr. ... und M ehrw ertsteuer Fr. ...." D iese Feststellung erw eist sich als unzutreffend, da im Schlussprotokoll X. nur die H interziehung von Fr. ... Zoll (und Fr. ... M ehrw ertsteuer) vorgehalten w orden ist. Trotzdem hat die Verw altung dam it ihre Begründungspflicht nicht verletzt, denn in der Verfügung vom 30. O ktober 2003 w urde w eiter angefügt, dass die D ifferenz zu dem Abgabenbetrag der Verfügung über die Leistungspflicht und dem jenigen im Schlussprotokoll sich deshalb ergebe, w eil H err X. nur für einen Teil der hinterzogenen Abgaben angeschuldigt w orden sei (für den anderen Teil w urde Y. angeschuldigt) und sie enthält zudem einen Anhang m it der Auflistung der einzelnen nachgeforderten Beträge. D am it w urde die Verfügung an sich genug begründet (zur Begründungspflicht vgl. BG E 129 I 232 E. 3.2), nam entlich auch betragsm ässig (zur w eiteren grundsätzlichen Begründetheit der N achforderung – sow eit strittig – vgl. nachfolgend E. 3). D ieser Einw and der Beschw erdeführerin erw eist sich dam it als unbegründet. H ingegen hätte die O ZD auf die entsprechenden Ausführungen in der Beschw erde (w elche sich sehr w ohl gegen die Verfügung über die Leistungspflicht richteten und nicht nur gegen das Strafverfahren, w ie die O ZD offenbar annim m t) eintreten m üssen, denn es handelte sich zw ar, w ie festgestellt, um eine unzutreffende, aber trotzdem zulässige R üge. D ie Verletzung des rechtlichen G ehörs führt ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschw erde in der Sache selbst grundsätzlich zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung. N ach der R echtsprechung kann eine Verletzung des G ehörsanspruchs aber als geheilt gelten, w enn die unterbliebene G ew ährung des rechtlichen G ehörs in einem R echtsm ittel- verfahren nachgeholt w ird, in dem die Beschw erdeinstanz m it der gleichen 7 Prüfungsbefugnis entscheidet w ie die untere Instanz. D ie H eilung ist aber ausgeschlossen, w enn es sich um eine besonders schw erw iegende Verletzung der Parteirechte handelt, zudem darf dem Beschw erdeführer kein N achteil erw achsen und die H eilung soll die Ausnahm e bleiben (BG E 129 I 129 E. 2.2.3; 126 V 130 E. 2b; 126 I 68 E. 2; M IC H ELE ALBER TIN I, D er verfassungsm ässige Anspruch auf rechtliches G ehör im Verw altungs- verfahren des m odernen Staates, Bern 2000, S. 458 ff.). Bei Verstössen gegen die Begründungspflicht erachtet das Bundesgericht den M angel als behoben, w enn die R echtsm ittelbehörde eine hinreichende Begründung liefert oder w enn die unterinstanzliche Behörde anlässlich der Anfechtung ihres Entscheides eine hinreichende Begründung nachschiebt, etw a in der Vernehm lassung (LO R EN Z KN EU BÜ H LER , D ie Begründungspflicht, Bern 1998, S. 214 m it H inw eisen). N achdem das Bundesverw altungsgericht, w elches keine engere Kognition hat als die O ZD , auf die entsprechenden Vorbringen vorstehend eingetreten ist und festgestellt hat, dass Antrag 1 der Beschw erde an die O ZD und die zugehörigen Ausführungen offensichtlich unbegründet w aren, w urde der M angel durch die vorliegende Beurteilung duch das Bundesverw altungsgericht geheilt und diese H eilung hat zudem keine nachteiligen Konsequenzen für die Beschw erdeführerin. 3. D ie Beschw erdeführerin hat in den Jahren 1998 bis 2000 zu Lasten von Kontingenten und G EB-N um m ern D ritter G em üse und O bst in die Schw eiz eingeführt und diese jew eils zum KZA verzollt. M it dem angefochtenen Entscheid fordert die O ZD aufgrund unrechtm ässiger Kontingents- abtretungen bzw . unrechtm ässiger Abfertigung über frem de G EB die D ifferenz zum AKZA (Zollabgaben und M ehrw ertsteuer) im U m fang von Fr. ... nach. D ie Beschw erdeführerin vertritt den Standpunkt, Art. 30 Abs. 4 ALV über das Verbot der Ü bertragung von Zollkontingentsanteilen bzw . Art. 14 AEV über die Vereinbarung über die Ausnützung von Zollkontingentsanteilen verstiessen gegen die G ATT/W TO -Ü bereinkom - m en und nam entlich gegen das Ü bereinkom m en über die Landw irtschaft. Insbesondere verunm ögliche die Schw eiz dadurch, dass die m it der W TO vereinbarte Kontingentsm enge tatsächlich ausgeschöpft w erden könne. 3.1 Infolge des Beitritts der Schw eizerischen Eidgenossenschaft zur W elthandelsorganisation (W TO ) per 1. Juli 1995 und der R atifizierung der entsprechenden G ATT/W TO -Ü bereinkom m en (Abkom m en vom 15. April 1994 zur Errichtung der W elthandelsorganisation; SR 0.632.20) bedurfte das nationale R echt in verschiedenen Bereichen der Anpassung (vgl. die Botschaft des Bundesrats vom 19. Septem ber 1994 zu den für die R atifizierung der G ATT/W TO -Ü bereinkom m en [U ruguay-R unde] notw endigen R echtsanpassungen [G ATT-Botschaft 2], BBl 1994 IV 950 ff.). So verpflichtete das Ü bereinkom m en über die Landw irtschaft (Anhang 1A.3 zum Abkom m en; AS 1995 2150) die Vertragspartner im Bereich des M arktzutritts nam entlich zur Tarifizierung aller nicht tarifären M assnahm en (vgl. Art. 4) und verlangte dam it, dass die bisherigen M ethoden der Einfuhrbeschränkung durch Zölle ersetzt w erden (Botschaft des Bundesrats vom 19. Septem ber 1994 zur G enehm igung der G ATT/W TO - Ü bereinkom m en [U ruguay-R unde; G ATT-Botschaft 1], BBl 1994 IV 149). 8 D ie M enge der eingeführten Agrarprodukte kann deshalb nicht m ehr direkt, sondern nur noch indirekt über die Festsetzung von Zollansätzen gelenkt w erden (vgl. R EN É R H IN O W /G ER H AR D SC H M ID /G IO VAN N I BIAG G IN I, Ö ffentliches W irtschaftsrecht, Basel 1998, S. 590 f.). D abei m üssen die gegenw ärtigen M arktzutrittsm öglichkeiten zu den Bedingungen und für die durchschnitt- lichen Im portm engen der Jahre 1986/88 gew ahrt bleiben (G ATT-Botschaft 1, BBl 1994 IV 150; vgl. zum G anzen: BG E 128 II 34 E. 2a; R IC H AR D SEN TI, W TO System und Funktionsw eise der W elthandelsordnung, Zürich/W ien 2000, R z. 1016 ff.). 3.2 Bei der Bestim m ung der Zollkontingente ist der Bund nicht frei, dienen diese doch den ausländischen Produzenten zum staatsvertraglich vereinbarten M arktzutritt (G ATT-Botschaft 1, BBl 1994 IV 150): sow ohl die m inim ale M enge, w elche zum privilegierten Satz im portiert w erden kann, als auch das M axim alniveau der erlaubten G renzbelastung für Einfuhren innerhalb und ausserhalb der Zollkontingente sind im R ahm en der G ATT- Verhandlungen bestim m t w orden (G ATT-Botschaft 2, BBl 1994 IV 1005 f., 1074); im Anhang des Protokolls von M arrakesch zum Allgem einen Zoll- und H andelsabkom m en vom 15. April 1994 (AS 1995 2148) sind die m assgebenden Konzessions- und Verpflichtungslisten für Agrar- und Industrieprodukte enthalten (für die Schw eiz sog. "Liste-LIX Schw eiz- Liechtenstein"; vgl. G ATT-Botschaft 2, BBl 1994 IV 1011 f.; Botschaft des Bundesrats vom 26. Juni 1996 zur R eform der Agrarpolitik: Zw eite Etappe [Agrarpolitik 2002], BBl 1996 IV 116; Anhang 2 zum Zolltarifgesetz vom 9. O ktober 1986 [ZTG ; SR 632.10] und Anhang 4 zur AEV; vgl. zum G anzen: BG E 128 II 34 E. 2b). D as Bundesgesetz vom 29. April 1998 über die Landw irtschaft (Landw irtschaftsgesetz, Lw G , SR 910.1) bestim m t in Art. 17, dass bei der Festsetzung der Einfuhrzölle die Versorgungslage im Inland und die Absatzm öglichkeiten für gleichartige inländische Erzeugnisse zu berück- sichtigen sind. D abei sind die w elthandelsrechtlichen R ahm enbedingungen zu respektieren (insbesondere die Verpflichtung zu Konsolidierung und schrittw eiser Senkung der Agrarzölle; G ATT-Botschaft 1, BBl 1994 IV 149). Als Instrum ente zur Lenkung der Im porte stehen dem Bund insbesondere der Schw ellenpreis (Art. 20 Lw G ; vgl. G ATT-Botschaft 1, BBl 1994 IV 149) und die Zollkontingente (Art. 21 Lw G ) zur Verfügung. Bei Letzteren w ird die W arenm enge bestim m t, w elche zu einem vorteilhaften Zollansatz (KZA) in die Schw eiz eingeführt w erden kann; für den Im port einer zusätzlichen M enge m uss regelm ässig ein bedeutend höherer Zoll (AKZA) bezahlt w erden, der gew öhnlich prohibitive W irkung hat (zum G anzen: U rteil des Bundesgerichts 2C .82/2007 vom 3. Juli 2007, E. 2.1- 2.3; BG E 128 II 34 E. 2b; Entscheid der ZR K vom 17. April 2003, veröffentlicht in Verw altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 67.119 E. 2a; U rteil des BVG er A-1678/2006 vom 5. M ärz 2007 E. 2b). 3.3 D ie Verteilung der Zollkontingente hingegen ist im internationalen R echt nicht geregelt; dies ist Sache der innerstaatlichen G esetzgebung (BG E 128 II 34 E. 2c; 122 II 411 E. 2a). Im R ahm en der Verpflichtungen des G ATT steht es der Schw eiz frei, die Art und die Kriterien der Verteilung der 9 Zollkontingente zu bestim m en, w obei der M arktzutritt gegenüber der Basisperiode nicht erschw ert w erden darf (G ATT-Botschaft 2, BBl IV 950, 1077 f.; BG E 122 II 411 E. 2a; Entscheid der R ekurskom m ission EVD vom 25. Septem ber 1997, veröffentlicht in VPB 62.69 E. 5). D as System der Verteilung der Zollkontingente soll m arktgerecht und adm inistrativ einfach ausgestaltet w erden (BBl 1994 IV 950, 1079). N ach Art. 23b Abs. 4 des Landw irtschaftsgesetzes vom 3. O ktober 1951, in der Fassung vom 16. D ezem ber 1994 (Landw irtschaftsgesetz, Lw G , AS 1995 1837), legte der Bundesrat die G rundsätze der Verteilung der Zollkontingentsm engen fest. D as Landw irtschaftsgesetz räum te dem Bundesrat für den Erlass der erforderlichen Ausführungsbestim m ungen – w ie überhaupt in diesem Bereich und insbesondere auch bei der R egelung der Verteilung der Zollkontingentsm enge – bew usst einen grossen G estaltungsspielraum ein (U rteil des Bundesgerichts 2A.53/2004 vom 2. August 2004 E. 3.4.1; BG E 122 II 411 E. 2a). G leiches gilt für die Zeit ab 1. Januar 1999 gem äss Art. 21 und 22 des Lw G in der Fassung vom 29. April 1998. Im Vollzug dazu hat der Bundesrat die folgendenden Verordnungs- bestim m ungen erlassen: In Art. 10 ff. AEV (gültig ab 1999) erliess der Bundesrat Bestim m ungen zu den Zollkontingenten und deren Zuteilung, nam entlich zur Vereinbarung über die Ausnützung von Zollkontingentsanteilen in Art. 14 AEV. Für die Zeit vor Ende 1998 galten diesbezüglich Art. 28 ff. ALV und insbesondere Art. 30 Abs. 4 ALV, w elcher die Ü bertragung von Zollkontingentsanteilen ausschloss. Bis zum 31. D ezem ber 1998 galt betreffend G em üse und frisches O bst im Besonderen zudem die Verordnung über die Einfuhr von G em üse, frischem O bst und Schnittblum en vom 17. M ai 1995 (VEG O S, AS 1995 2017). Art. 7 - 9 VEG O S regelten die Freigabe und die Zuteilung der Zollkontingentsanteile. Ab 1. Januar 1999 gelten für frisches O bst und G em üse Art. 4 - 9 der Verordnung vom 7. D ezem ber 1998 über die Ein- und Ausfuhr von G em üse, O bst und G artenbauerzeugnissen (VEAG O G , SR 916.121.10). D as BLW teilt den Anteilsberechtigten die aggregierte Zollkontingentsm enge nach M assgabe ihrer Einfuhren zum KZA und zum AKZA w ährend der entsprechenden Periode des Vorjahres zu (Art. 6 Abs. 1 VEAG O G ). D ie VEG O S und die VEAG O G enthalten jedoch keine Bestim m ungen über die Ü bertragung bzw . die Ausnützung von Zollkon- tingentsanteilen, diesbezüglich gelten die entsprechenden R egelungen in der AEV bzw . der ALV. 3.4 D ie Beschw erdeführerin ist der Ansicht, Art. 30 Abs. 4 ALV und Art. 14 Abs. 2 AEV w idersprächen übergeordnetem R echt, nam entlich inter- nationalen Ü bereinkom m en. 3.4.1 Einleitend ist zu bem erken, dass die Ü bertragbarkeit von R echten und Pflichten im öffentlichen R echt durch dessen zw ingenden C harakter grundsätzlich ausgeschlosssen ist (U LR IC H H ÄFELIN /G EO R G M Ü LLER /FELIX 10 U H LM AN N , Allgem eines Verw altungsrecht, 5. Aufl., Zürich/Basel/G enf 2006, R z. 826 ff.). D ies gilt insbesondere, w enn eine Bew illigung an eine bestim m te Person geknüpft ist, w as im Verw altungsrecht regelm ässig der Fall ist. W enn deshalb die Ü bertragbarkeit eines Zollkontingents durch G esetz oder Verordnung ausgeschlossen oder beschränkt w ird, ist dagegen grundsätzlich nichts einzuw enden. 3.4.2 D ie R echtslage vor dem 1. Januar 1999 in Bezug auf die Ü bertragung von Zollkontingenten ist w ie folgt zu beurteilen: D ie Zuteilung der Zollkontingente hatte unter der W ahrung des W ettbew erbs zu erfolgen (Art. 23b Abs. 5 Lw G ). So w aren bei der Festsetzung der Zollkontingente in jedem Fall die aufgrund der internationalen Verpflichtungen zu gew ährenden M arktzutrittsm öglich- keiten zu beachten (Art. 28 Abs. 7 ALV). D ies konnte auch bei einem Verbot der Ü bertragung durch geeignete M assnahm en w ie die periodische N eufestsetzung der Zollkontingente (Art. 28 Abs. 5 ALV), durch Erteilung zusätzlicher Zollkontingente (Art. 29 ALV) oder durch geeignete Verteilung der Zollkontingente (Art. 30 Abs. 1 ALV) geschehen. Solange die Verpflichtungen des G ATT über die Verbesserung des gegenseitigen M arktzugangs durch die Tarifizierung (E. 3.1) und die Bestim m ung der Zollkontingente (E. 3.2) bei gleichzeitiger Zulassung von Zusatzim porten nicht verletzt w urden und der M arktzutritt dam it nicht erschw ert oder gar verunm öglicht w urde (SEN TI, a.a.O ., R z. 1016), w ar es m it den internationalen Verpflichtungen der Schw eiz zu vereinbaren, w enn Art. 30 Abs. 4 ALV die Ü bertragung von Kontingenten ausschloss, denn die Verteilung der Zollkontingente ist im internationalen R echt nicht geregelt (E. 3.3). W eder beeinträchtigte das Ü bertragungsverbot die m inim ale M enge, w elche zum privilegierten Satz im portiert w erden kann, noch w urde dadurch das M axim alniveau der erlaubten G renzbelastung für Einfuhren innerhalb und ausserhalb der Zollkontingente verletzt (E. 3.2). D er M arktzutritt w urde m ithin w eiterhin gew ährleistet. D as Verbot der Ü bertragung von zugeteilten Kontingenten verletzte w eder den völkerrechtlichen G rundsatz der Tarifizierung noch die Vorgaben des G ATT betreffend Bestim m ung der Zollkontingente. D ie Beschw erdeführerin m acht denn auch zu R echt nicht geltend, es seien in der fraglichen Periode keine Zusatzkontingente gesprochen w orden, w as freilich allenfalls einen Verstoss gegen die G ATT-Verpflichtungen hätte bedeuten können (SEN TI, a.a.O ., R z. 549). Auch das Bundesgericht hat – ohne sich allerdings m it der G ATT-/W TO -Konform ität zu befassen – am Verbot der Ü bertragbarkeit der Zollkontingentsanteile grundsätzlich keinen Anstoss genom m en (U rteile 2A.213/2003 vom 8. August 2003, E. 4.3, 2A.1/2004 vom 31. M ärz 2004 E. 2.2; vgl. auch Entscheid der ZR K vom 9. Septem ber 2003 [ZR K 2002-171] E. 3a). D ie entsprechenden Ausführungsverordnungen des Bundesrats erw eisen sich dam it sow ohl im Einklang m it der Verfassung, dem Landw irtschaftsgesetz als auch m it den staatsvertraglichen Verpflichtungen der Schw eiz. W eder hat der Bundesrat in der Verordnung den R ahm en der im G esetz delegierten Kom petenzen offensichtlich gesprengt, noch erw eist sich die Verordnung aus anderen 11 G ründen als gesetz- oder verfassungsw idrig. 3.4.3 Bezüglich der R echtslage ab 1. Januar 1999 kann das Folgende festgestellt w erden: N ach Art. 22 Abs. 1 Lw G soll bei der Verteilung der Zollkontingente der W ettbew erb gew ahrt bleiben. D ie zuständige Behörde verteilt die Zollkontingente nam entlich durch Versteigerung, nach M assgabe der Inlandleistung, aufgrund der beantragten M enge, entsprechend der R eihenfolge des Eingangs der Bew illigungsgesuche, entsprechend der R eihenfolge der Verzollung und nach M assgabe der bisherigen Einfuhren der G esuchsteller (Art. 22 Abs. 2 Lw G ). D ie Zuteilung der Zollkontingente w ird veröffentlicht (Art. 22 Abs. 6 Lw G und Art. 15 AEV). N ach Art. 14 Abs. 1 AEV (in der Fassung vom 1. Januar 1999, AS 1998 3125) kann ein Zollkontingentanteilsinhaber m it einem anderen Zollkontingentanteilsberechtigten vereinbaren, dass die Einfuhren von landw irtschaftlichen Erzeugnissen des Zollkontingentanteilsberechtigten dem Zollkontingentanteil des Anteilsinhabers angerechnet w erden. D ie Vereinbarung der Ausnützung hat vor der Annahm e der Zolldeklaration zu erfolgen und ist dem BLW vor der Einfuhrabfertigung schriftlich zu m elden (Art. 14 Abs. 2 AEV), da sonst diese anzurechnende M enge ausserhalb des zugeteilten Kontingents durch den Anteilsinhaber nicht zum privilegierten KZA, sondern zum N orm alansatz des AKZA zu verzollen ist (vgl. zu diesen Bestim m ungen: U rteile des Bundesgerichts 2C .82/2007 vom 3. Juli 2007, E. 3.2 f.; 2A.82/2005 vom 23. August 2005 E. 2.2; U rteile des BVG er A-1678/2006 vom 5. M ärz 2007 E. 2.3; A-1688/2006 vom 22. M ärz 2007 E. 2.2, 3.1, 3.2; Entscheide der ZR K vom 14. Juli 2005 [ZR K 2004-033] E. 2a/dd; vom 13. Februar 2002, veröffentlicht in VPB 66.56 E. 4a). W ar schon das Verbot der Ü bertragung von Zollkontingenten nach Art. 30 Abs. 4 ALV zulässig, gilt dies noch vielm ehr für die viel w eniger w eit gehende Vorschrift des Art. 14 Abs. 2 AEV. Auch diese Vorschrift basiert auf einer klaren gesetzlichen D elegation und bew egt sich im w eiten Erm essensspielraum des Bundesrats. Sie gestattet unter Beachtung der Form vorschriften (vgl. dazu H ÄFELIN /M Ü LLE R /U H LM AN N , a.a.O . R z. 835) unbeschränkt die Vereinbarung über die Ausnützung von Zollkontingent- anteilen durch andere Zollkontingentanteilsberechtigte und ist dam it ohnehin nicht geeignet den M arktzutritt zu beschränken oder zu verunm öglichen, dass Kontingente tatsächlich ausgeschöpft w erden können. D ie Bestim m ung verstösst dam it auch nicht gegen das G ATT/W TO -Ü bereinkom m en (siehe auch U rteil des Bundesgerichts 2C .82/2007 vom 3. Juli 2007, E. 4.3). Im Ü brigen gilt in Bezug auf die Vorgaben des G ATT das unter E. 3.4.2 Ausgeführte. 3.4.4 D as Bundesgericht hat die direkte Anw endung des G ATT 1947 (vor U ruguay-R unde) verneint (BG E 112 Ib 183 E. 3c; kritisiert u.a. durch TH O M A S C O TTIER , D ie Bedeutung des G ATT im Prozess der europäischen Integration, Eine U ntersuchung aus schw eizerischer Sicht, Beihefte zur Zeitschrift für schw eizerisches R echt [ZSR ], H eft 10, Basel 1990, S. 139 12 ff., insbesondere S. 172). In Bezug auf das G ATT 1994 hat das Bundesgericht die R echtsprechung nicht bestätigt, sondern bezüglich Art. 4 des Ü bereinkom m ens Landw irtschaft die direkte Anw endbarkeit offen gelassen (U rteil 2A.496/1996 vom 14. Juli 1996; ebenfalls offen gelassen durch die ZR K im Entscheid vom 29. August 2001, veröffentlicht in VPB 66.44 E. 7a und durch die Eidgenössische Alkoholrekurs- kom m ission im Entscheid vom 20. M ärz 1997, veröffentlicht in VPB 63.54 E. 3 c). D ie Frage der direkten Anw endbarkeit kann auch im vorliegenden Verfahren offen bleiben, da die G ATT-Konform ität des Ü bertragungs- verbots, w ie auch der Beschränkung nach Art. 14 Abs. 2 AEV, w ie erläutert, zu bejahen ist. 4. Im vorliegenden Fall ist erstellt, dass die Verantw ortlichen der Beschw erdeführerin in zahlreichen Fällen G EB-N um m ern von D ritten für die Einfuhr von G em üse, O bst und Früchten verw endeten, obw ohl die G EB nicht übertragbar ist (Art. 1 Abs. 3 AEV), oder deren Zollkontingentanteile ausnützten. Ü ber diese Verw endung frem der G EB-N um m ern oder die Ü bertragungen der Zollkontingentanteile w urde das BLW w eder vor der Einfuhrabfertigung noch später schriftlich oder telefonisch inform iert (vgl. Aussagen ...). D ie Beschw erdeführerin hat dam it gegen Art. 30 Abs. 4 ALV und Art. 14 Abs. 2 und 3 AEV verstossen, w onach Zollkontingente nicht übertragbar w aren, bzw . in der Zolldeklaration die G EB-N um m er derjenigen zollkontingentanteilsberechtigten Person anzugeben ist, w elche das landw irtschaftliche Erzeugnis einführt und Vereinbarungen über die Ausnützung von Zollkontingentsanteilen vor der Annahm e der Zolldeklaration erfolgen m üssen und dem BLW vor der Einfuhrabfertigung schriftlich zu m elden sind. Ihre Einfuhren unter Ausnützung frem der G EB- N um m ern und von Zollkontingenten zu Lasten von D rittfirm en sind deshalb zum AKZA zu verzollen. Zum regulären Zollansatz des AKZA sind ausserdem ohnehin ihre Einfuhren zu verzollen, die sie in Ü berschreitung ihrer eigenen Zollkontingentanteile vorgenom m en hat. 4.1 D ie Beschw erdeführerin hat nach den einlässlichen Abklärungen ihrer Einfuhrdeklarationen durch die Zollkreisdirektion Schaffhausen, nach den eigenen Aussagen von X. sow ie dessen M itarbeiter Y. in der Zeit vom 25. N ovem ber 1998 bis zum 8. N ovem ber 2001 unter Verw endung der G EB- N um m ern und/oder Zollkontingente von D rittfirm en G em üse, O bst und Früchte in die Schw eiz zum KZA eingeführt, obw ohl diese W aren hätten zum AKZA verzollt w erden m üssen. (...). In diesem U m fang hat die Beschw erdeführerin Einfuhren zum KZA deklariert, obw ohl sie w usste, dass diese Einfuhren ausserhalb ihres Kontingents zum AKZA zu verzollen w aren. 4.2 D ie Zollbehörden haben w eitere Zollkontingentsüberschreitungen der Beschw erdeführerin festgestellt; diese habe ihre zugeteilten Zollkontingente in den Jahren 1998 bis 2001 überschritten bzw . Einfuhren ausserhalb eines Kontingents getätigt und dennoch ihre Einfuhren zum KZA deklariert. D ie Beschw erdeführerin nim m t in ihrer Beschw erde vom 29. M ärz 2006 zu diesen Kontingentsüberschreitungen keine detaillierte Stellung m ehr und begründet ihr Begehren nur noch dam it, X. habe in 13 Bezug auf das Schlussprotokoll vom 30. O ktober 2003 lediglich die Leistungspflicht von Fr. ....-- anerkannt; auf diese H öhe sei die verfügte Leistungspflicht herabzusetzen. In der Beschw erde an die O ZD vom 1. D ezem ber 2003, die die Beschw erdeführerin zum integrierenden Bestandteil der Beschw erde vom 29. M ärz 2006 m acht, anerkennt sie eventualiter eine Leistungspflicht von Fr. ... für Kontingentsüberschreitungen. In der Stellungnahm e vom 31. M ärz 2005, ebenfalls integrierender Bestanteil der Beschw erde vom 29. M ärz 2006, w ird eine Leistungspflicht von Fr. ... anerkannt. D ass die Anerkennung von X. im vorliegenden Verfahren ohne w eitere Bedeutung ist, w urde unter E. 2.2 dargelegt. Betreffend die noch strittigen N achforderungen aufgrund von Kontingentsüberschreitungen der Beschw erdeführerin (...) hat die O ZD zu R echt festgestellt, dass angenom m ene Zolldeklarationen aufgrund von Art. 35 Abs. 2 aZG für den Aussteller verbindlich sind und die G rundlage für die Festsetzung des Zolls und der w eiteren Abgaben bilden. D ie Beschw erdeführerin hat gegen die Zollabfertigungen innerhalb der Frist gem äss Art. 109 Abs. 2 aZG keine Beschw erden eingereicht, w om it diese rechtskräftig gew orden sind (statt vieler: Entscheid der ZR K vom 15. N ovem ber 2005, veröffentlicht in VPB 70.55 E. 2a/bb, 3b; U rteile des BVG er A-1757/2006 vom 2. Juni 2007, E. 2.5, 2.6; A-1724/2006 vom 2. April 2007, E. 5). A n diesen Feststellungen der O ZD ist nichts auszusetzen und w ie gesehen hat sich auch die Beschw erdeführerin zu diesem Punkt nicht vernehm en lassen (diesen Teil des strittigen N achforderungsbetrags hat sie einzig in die H auptbegrün- dung, w elche vorne unter E. 2 abgehandelt w urde, einbezogen). D ie D ifferenz zw ischen dem KZA und dem AKZA für die Einfuhren der Be- schw erdeführerin in der Zeit vom 12. Januar 1998 bis zum 23. N ovem ber 2001 ergibt, nach diversen Korrekturen durch die Zollverw altung zugunsten der Beschw erdeführerin, eine N achbezugsforderung von Fr. ....-- einschliesslich Zoll und M ehrw ertsteuern. D aran ist nichts auszusetzen. 5. Insgesam t schuldet die Beschw erdeführerin dam it Zoll- und M ehrw ertsteuerabgaben in der H öhe von Fr. .... D ie Beschw erde ist deshalb abzuw eisen. 6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschw erdeführerin nach Art. 63 Abs. 1 Vw VG die Verfahrenskosten zu tragen, die in Anw endung der Art. 1 Abs. 2 und Art. 4 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht (VG KE, SR 173.320.2) auf Fr. 5'000.-- festgesetzt und m it dem Kostenvorschuss der Beschw erdeführerin in gleicher H öhe verrechnet w erden. Eine Parteientschädigung w ird unter diesen U m ständen nicht ausgerichtet (Art. 64 As. 1 Vw VG e contrario). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht:14 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D er Beschw erdeführerin w erden die Verfahrenskosten von Fr. 5'000.-- auferlegt, die m it dem Kostenvorschuss in gleicher H öhe verrechnet w erden. 3. Eine Parteientschädigung w ird nicht ausgerichtet. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin (G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (R ef-N r. O ZD ...) (G erichtsurkunde) D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: M arkus M etz Sonja Bossart R echtsm ittelbelehrung U rteile des Bundesverw altungsgerichts in Abgabesachen können innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Schw eizerischen Bundesgericht in Lausanne angefochten w erden. D ie Beschw erde ist unzulässig gegen Entscheide über die Zollveranlagung, w enn diese aufgrund der Tarifierung oder des G ew ichts der W are erfolgt, sow ie gegen Entscheide über die Stundung oder den Erlass von Abgaben. D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. Sie m uss spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen H anden der Schw eizerischen Post oder einer schw eizerischen diplom atischen oder konsularischen Vertretung übergeben w erden (vgl. Art. 42, 48, 54, 83 Bst. l und m sow ie 100 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BG G , SR 173.110]). Versand am :