B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-6689/2012 U r t e i l v o m 1 8 . F e b r u a r 2 0 1 4 Besetzung Richter Jürg Steiger (Vorsitz), Richterin Kathrin Dietrich, Richter Christoph Bandli, Gerichtsschreiber Lars Birgelen. Parteien 1. Liegenschaften-Betrieb AG, Limmatstrasse 152, 8031 Zürich, 2. Genossenschaft Migros Aare, Industriestrasse 20, 3321 Schönbühl Einkaufszentrum, 3. TALLY WEiJL Trading AG, Viaduktstrasse 42, 4051 Basel, 4. Chicorée Mode AG, Kanalstrasse 8, 8953 Dietikon, 5. Foody's AG, Moosstrasse 2, 8835 Feusisberg, 6. Dosenbach-Ochsner AG, Allmendstrasse 25, 8953 Dietikon, 7. H&M Hennes & Mauritz SA, Rue du Marché 40, 1211 Genève 3, alle vertreten durch Dr. iur. Michael Merker, Baur Hürlimann AG, Oberstadtstrasse 7, 5400 Baden, Beschwerdeführende, gegen Energie Thun AG, Industriestr. 6, 3607 Thun, vertreten durch Dr. iur. Allen Fuchs und Dr. iur. Mischa Mor- genbesser, Badertscher Rechtsanwälte AG, Mühlebach- strasse 32, Postfach 769, 8024 Zürich, Beschwerdegegnerin, Eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Elektrizitätsleitungen zur Feinverteilung. A-6689/2012 Seite 3 Sachverhalt: A. Die Liegenschaften-Betrieb AG (LiB-AG) ist ein Unternehmen des Migros- Genossenschafts-Bundes (MGB) . Sie ist Eigentümerin und Betreiberin des Einkaufs zentrums Panorama Center Thun Süd und als solche Ve r- mieterin der Ladenfläche . Das Einkaufszentrum wird durch eine 16 kV - Mittelspannungsleitung erschlossen, welche von der Energie Thun AG er- stellt wurde. Die elektrischen Erschliessungsanlagen im Innern des G e- bäudes (Unterverteiler, Messeinrichtungen und Niederspannungsleitu n- gen bis und mit Mieterübergabekästen) gehören der LiB-AG. Die Genos- senschaft Migros Aare, die TALLY WEiJL Trading AG, die Chicorée Mode AG, die Foody's AG, die Dosenbach -Ochsner AG, die Interio AG sowie die H&M Hennes & Mauritz SA sind Mieterinnen im Einkaufszentrum und beziehen als solche Elektrizität . Die LiB-AG ist ebenfalls Strombezügerin im Umfang des allgemeinen Verbrauchs (Beleuchtung, Wärmepumpen, Lifte, Rolltreppen, Klimakälte, Lüftung etc.). B. Mit Eingabe vom 29. März 2011 stellten die LiB-AG, die Genossenschaft Migros Aare, der MGB, die TALLY WEiJL Trading AG, die Chicorée Mode AG, die Foody's AG, die Dosenbach -Ochsner AG, die Interio AG sowie die H&M Hennes & Mauritz SA (nachfolgend : Gesuchstellerinnen 1 -9 bzw. Gesuchstellerinnen) bei der Eidgenössischen Elektrizitätskommiss i- on (ElCom) folgende Feststellungsbegehren: "1. Es sei festzustellen, dass die LiB -AG im Einkaufszentrum Panorama Center Thun Süd in Thun ein Arealnetz im Sinn von Art. 4 Abs. 1 lit. a StromVG errichtet oder im Entscheidzeitpunkt e r- richtet hat (Qualifikation der Anlage als "Elektrizitätsleitungen kleiner räumlicher Ausdehnung"). 2. Es sei festzustellen, dass die LiB-AG berechtigt ist, die LiB-AG, die Migros Aare, den MGB, die Tally Weijl Trading AG, die Chicorée Mode AG, die Foody's AG, die Dosenbach -Ochsner AG, die Interio AG, die H&M SA und andere Endverbraucher im Einkaufszentrum Panorama Center Thun Süd in Thun an das Arealnetz anzuschliessen und mit elektrischer Energie zu versorgen, sofern diese Dritten nicht selbst Anschluss an das Verteilnetz der Energie Thun AG oder Netz- zugang verlangen. 3. Es sei festzustellen, dass der Betrieb des Arealnetzes im Einkaufszentrum Panorama Center Thun Süd in Thun dem StromVG nicht untersteht und die LiB -AG deshalb berechtigt ist, den Endverbrauchern im Arealnetz für die Inansp ruchnahme des Arealnetzes andere Netznu t- zungsentgelte zu verrechnen als sie die Energie Thun AG auf der Netzebene 7 in ihrem Net z- gebiet erhebt. 4. Es sei festzustellen, dass die LiB-AG (für ihren Eigenverbrauch), die Migros Aare, der MGB, die Tally Weijl Trading AG, die Chicorée Mode AG, die Foody's AG, die Dosenbach -Ochsner AG, die Interio AG, die H&M SA oder andere von der LiB -AG im Arealnetz angeschlossene Dritte jeweils für sich berechtigt sind, von der Energie Thun AG für die selbst verbrauchte elektr ische Energie Grundversorgung zu beanspruchen (sofern sie nicht bereits in den freien Markt eing e- treten sind) und Lieferung der Grundversorgungsenergie an die Eingangsklemme des Tran s- formators im Einkaufszentrum Panorama Center Thun Süd in Thun zu verlangen. 5. Es sei festzustellen, dass die LiB -AG als Betreiberin des Arealnetzes im Grundsatz berechtigt ist, den Energieverbrauch im Areal zu bündeln und auf dem freien Markt zu beschaffen, soweit A-6689/2012 Seite 4 sie damit nicht ihren unter 100 MWh liegenden Eigenverbrauch a ls Endverbraucherin oder i h- ren über 100 MWh liegenden Eigenverbrauch ohne Markteintrittserklärung abdecken will. 6. Die Kosten des vorliegenden Verfahrens seien der Energie Thun AG aufzuerlegen, soweit sie sich gegen die vorliegenden Anträge zur Wehr setzt; andernfalls seien die Kosten den Gesuch- stellerinnen anteilsmässig zu belasten." C. Die ElCom eröffnete am 11. April 2011 ein Verfahren und räumte der Energie Thun AG (nachfolgend: Gesuchsbetroffene) die Gelegenheit ein , sich zu den Anträgen der Gesuchste llerinnen zu äussern. Mit Eingabe vom 8. Juni 2011 stellte diese folgende (Gegen-) Anträge: "1. Das Rechtsbegehren 1 der Gesuchstellerinnen sei gutzuheissen bzw. wird anerkannt; 2. Das Begehren Nr. 2 sei teilweise gutzuheissen, im Übrigen aber abzuweisen. Es sei der G e- suchstellerin 1 zu gestatten bzw. diese sei zu verpflichten, die sich im Gebiet des Arealnetzes befindlichen Endverbraucher an das Arealnetz anzuschliessen; hingegen sei festzustellen, dass die an das Arealnetz angeschlossenen Endverbraucher keinen Anspruch auf einen eig e- nen, zusätzlichen und direkten Anschluss an das Verteilnetz der Gesuch sbetroffenen haben. Ferner sei der Gesuchstellerin 1 zu untersagen, die übrigen Gesuchstellerinnen im Bereich der Grundversorgung mit elektrischer Energie zu versorgen; 3. Das Begehren Nr. 3 sei teilweise gutzuheissen, im Übrigen aber abzuweisen. Es sei festzustel- len, dass der Betrieb des Arealnetzes im Einkaufszentrum Panorama Center Thun Süd dem StromVG prinzipiell nicht untersteht und die Gesuchstellerin 1 berechtigt ist, für die Inanspruch- nahme des Arealnetzes andere Netznutzungsentgelte zu verrechnen als die Gesuchsbetroff e- ne auf der Netzebene 7 in ihrem Netzgebiet erhebt. Die für die Inanspruchnahme des Arealnet- zes zu bezahlenden Entgelte müssen angemes sen sein. Bei grundversorgten Endverbra u- chern, die am Arealnetz angeschlossen sind, erfolgt die Grundversorgung (Netznutzung und Energielieferung) bis zum Ausspeisepunkt des Endverbrauchers durch die Gesuchsbetroffene, weshalb das Entgelt für die Nutzung d es Arealnetzes durch die Gesuchsbetroffene und nicht durch die Endverbraucher zu bezahlen ist. Die Gesuchsbetroffene ist berechtigt, den am Area l- netz angeschlossenen Endverbrauchern in der Grundversorgung das Netznutzungsentgelt der Netzebene 7 in Rechnung zu stellen; 4. Das Begehren Nr. 4 sei teilweise gutzuheissen, im Übrigen aber abzuweisen. Es sei festzustel- len, dass die Gesuchstellerinnen oder andere am Arealnetz der Gesuchstellerin 1 an geschlos- sene Dritte jeweils für sich berechtigt und verpflichtet sind, von der Gesuchsbetroffenen für die selbst verbrauchte elektrische Energie Grundversorgung zu beanspruchen (sofern sie nicht be- reits in den freien Markt eingetreten sind). Es sei ferner festzustellen, dass die Lieferung der Grundversorgungsenergie ausschliesslich an den Ausspeisepunkt der grundversorgten En d- verbraucher zu erfolgen hat und der Arealnetzbetreiber verpflichtet ist, der Gesuchsbetroffenen hierfür Durchleitung zu gewähren; 5. Das Begehren Nr. 5 sei vollumfänglich abzuweisen. alles unter Kostenfolgen zu Lasten der Gesuchstellerinnen." D. Mit Verfügung vom 15. November 2012 stellte die ElCom (nachfolgend: Vorinstanz) Folgendes fest: "1. Die Elektrizitätsleitungen des Panorama Centers Thun Süd stellen Elektrizitätsleitungen kleiner räumlicher A usdehnung zur Feinverteilung im Sinne von Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe a StromVG dar. 2. Die Stromversorgungsgesetzgebung kommt auch auf die an Elektrizitätsleitungen des Panor a- ma Centers Thun Süd angeschlossenen Endverbraucher zur Anwendung. 3. Die an d en Elektrizitätsleitungen des Panorama Centers Thun Süd angeschlossenen En d- verbraucher gelten als am Anschlusspunkt des Panorama Centers Thun Süd an das Verteilnetz der Energie Thun AG angeschlossen und haben daher keinen Anspruch auf einen zusätzlichen Anschluss an das Verteilnetz der Energie Thun AG. A-6689/2012 Seite 5 4. Die Liegenschaften-Betrieb AG ist nicht berechtigt, von der Genossenschaft Migros Aare, der TALLY WEiJL Trading AG, der Chicorée Mode AG, d er Foody's AG, der Dosenbach-Ochsner AG, der Interio AG, der H&M Hennes & Mauritz SA oder von der Energie Thun AG gestützt auf die Stromversorgungsgesetzgebung zusätzlich zum Mietzins ein Entgelt für die Nutzung der Elektrizitätsleitungen im Panorama Center Thun Süd zu verlangen. 5. Sowohl die Liegenschaften -Betrieb AG als auch die Genossenschaft Migros Aare, die TALLY WEiJL Trading AG, die Chicorée Mode AG, die Foody's AG, die Dosenbach -Ochsner AG, die Interio AG, die H&M Hennes & Mauritz SA haben der Energie Thun AG ein Netznutzungsen t- gelt für diejenige Netzebene zu b ezahlen, an welche das Panorama Center Thun Süd ang e- schlossen ist. 6. Sowohl die Liegenschaften -Betrieb AG als auch die Genossenschaft Migros Aare, die TALLY WEiJL Trading AG, die Chicorée Mode AG, die Foody's AG, die Dosenbach -Ochsner AG, die Interio AG, die H&M Hennes & Mauritz SA haben gegenüber der Energie Thun AG Anspruch auf Grundversorgung, sofern sie von einem allfälligen Anspruch auf Netzzugang nicht Gebrauch gemacht haben. 7. Die Liegenschaften-Betrieb AG ist nicht berechtigt, den Energieverbrauch im Panorama Center Thun Süd zu bündeln. Sofer n es sich bei der Migros Aare, der TALLY WEiJL Trading AG, der Chicorée Mode AG, der Foody's AG, der Dosenbach -Ochsner AG, der Interio AG, der H&M Hennes und Mauritz SA und weiteren Mieterinnen um feste Endv erbraucherinnen handelt, dür- fen sich diese nicht durch die Liegenschaften-Betrieb AG mit Elektrizität beliefern lassen. 8. Die Energie Thun AG ist berechtigt, die Grundversorgungsenergie bis zum Ausspeisepunkt der festen Endverbraucherinnen im Panorama Ce nter Thun Süd zu liefern. Die Liegenschaften - Betrieb AG hat die Durchleitung der Grundversorgungsenergie durch die Elektrizitätsleitungen des Panorama Centers Thun Süd zu dulden. 9. Die Gebühren betragen 37'620 Franken. Davon werden der Liegenschaften -Betrieb AG 2'508 Franken, der Genossenschaft Migros Aare 2'508 Franken, dem Migros -Genossenschafts-Bund 2'508 Franken, der TALLY WEiJL Trading AG 2'508 Franken, der Chicorée Mode AG 2'508 Franken, der Foody's AG 2'508 Franken, der Dosenbach -Ochsner AG 2'508 Franken, der Inte- rio AG 2'508 Franken, der H&M Hennes & Mauritz SA 2'508 Franken sowie der Energie Thun AG 15'048 Franken auferlegt. 10. Diese Verfügung wird den Parteien mit eingeschriebenem Brief eröffnet." E. Gegen diese Verfügung lassen die LiB -AG, die Genossenschaft Migros Aare, die TALLY WEiJL Trading AG, die Chicorée Mode AG, die Foody's AG, die Dosenbach -Ochsner AG und die H& M Hennes & Mauritz SA (nachfolgend: Beschwerdeführerinnen 1-7 bzw. Beschwerdeführende) mit Eingabe vom 24. Dezember 2012 beim B undesverwaltungsgericht B e- schwerde mit folgenden Anträgen führen: "1. Ziff. 2 und 4 des vorinstanzlichen Entscheiddispositvs seien aufzuheben. 2. Ziff. 3 des vorinstanzlichen Entscheiddispositivs sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass die Liegensch aften-Betrieb AG (LiB-AG) berechtigt ist, Mieterinnen und Mieter im Panorama Center Thun Süd an ihr Arealnetz anzuschliessen. 3. Ziff. 5 des vorinstanzlichen Entscheiddispositivs sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass, soweit die Endverbraucher im Arealnetz nicht selbst Netzzugang oder Netzanschluss an das Elektritzitätsnetz des Verteilnetzbetreibers verlangt haben, die LiB -AG (und nicht die übrigen Beschwerdeführerinnen) das Netznutzungsentgelt für die dem Arealnetz vorgelagerten Net z- ebenen zu bezahlen hat (haben). 4. Ziff. 7 des vorinstanzlichen Entscheiddispositivs sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass die LiB-AG als Betreiberin des Arealnetzes im Grundsatz berechtigt ist, den Energieverbrauch im Areal zu bündeln und auf dem freien Markt zu beschaffen, soweit sie damit nicht ihren unter 100 MWh liegenden Eigenverbrauch als Endverbraucherin oder ihren über 100 MWh liegenden Eigenverbrauch ohne Markteintrittserklärung abdecken will. 5. Ziff. 8 des vorinstanzlichen Entscheiddispositivs sei a ufzuheben und es sei festzustellen, dass die Beschwerdeführerinnen berechtigt sind, die Lieferung der Grundversorgungsenergie an die A-6689/2012 Seite 6 Eingangsklemme des Transformators im Einkaufszentrum Panorama Center Thun Süd zu ve r- langen. 6. Unter Kosten - und Entschädi gungsfolgen zu Lasten des Staates, eventualiter zu Lasten der Energie Thun AG." F. In ihrer Beschwerdeantwort vom 10. April 2013 beantragt die Energie Thun AG (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der B e- schwerde, soweit darauf einzutreten sei. G. Mit Vernehmlassung vom 15. April 2013 schliesst die Vorinstanz ebenfalls auf Abweisung der Beschwerde. H. Mit Replik vom 3. Juni 2013 halten die Beschwerdeführenden an ihren Anträgen unverändert fest. I. In ihrer Du plik vom 2. Juli 2013 hält die Beschwerdegegneri n ebenfalls unverändert an ihrem Antrag fest. J. Mit Eingabe vom 4. Juli 2013 reicht die Vorinstanz ihre abschliessenden Bemerkungen ein. K. Auf die Ausführungen der Beteiligten wird – soweit entscheidrelevant – im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Nach Art. 5 Abs. 1 VwVG gel- ten als Verfügungen Anordnungen der Behörden im Einzelfall, die sich auf öffentliches Recht des Bundes stützen und die Begründung, Änderung oder Aufhebung von Rechten oder Pflichten (Bst. a), die Feststellung des Bestehens, Nichtbestehens oder Umfanges von Rechten oder Pflichten (Bst. b) oder die Abweisung von Begehren auf Begründung, Änderung, Aufhebung oder Feststellung von Rechten oder Pflichten oder das Nich t-A-6689/2012 Seite 7 eintreten auf solche Begehren zum Gegens tand haben (Bst. c). Die Vor- instanz hat mit dem angefochtenen Entscheid mehrere eigene Feststel- lungen getroffen und mit diesen die Feststellungsbegehren der B e- schwerdeführenden und der Beschwerdegegnerin teilweise implizit a b- gewiesen. Es liegt somit grundsätzlich eine Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 Bst. b und Bst. c VwVG vor. Der Erlass einer Verfügung setzt die Verfügungsbefugnis der anordne n- den Behörde voraus (vgl. FELIX UHLMANN, in: Bernhard Wal d- mann/Philippe Weissenberger [Hrsg .], Praxiskommentar VwVG , Z ü- rich/Basel/Genf 2009 [nachfolgend: Praxiskommentar VwVG], N. 21 zu Art. 5; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER/MARTIN BERTSCHI, Verwaltungsver- fahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Z ü- rich/Basel/Genf 2013, Rz. 870). Fehlt die sachliche Zuständigkeit, leidet die Verfügung an einem schwerwiegenden Mangel, der nach der Praxis einen Nichtigkeitsgrund darstellt, es sei denn, der verfügenden Behörde komme auf dem betreffenden Gebiet allgemeine Entscheidungsgewalt zu oder der Sc hluss auf die Nichtigkeit vertrüge sich nicht mit der Rechtss i- cherheit (vgl. BGE 137 III 217 E. 2.4.3, BGE 129 V 485 E. 2.3, BGE 127 II 32 E. 3g; BVGE 2008/59 E. 4.3; Urteile des Bundesverwaltungsgerichtes A-2546/2013 vom 26. September 2013 E. 5.4.4 sowie A-5837/2010 vom 4. April 2011 E. 4.1; THOMAS FLÜCKIGER, Praxiskommentar VwVG, a.a.O., N. 43 zu Art. 7). Im vorliegenden Fall liegt ein Anfechtungsobjekt im Sinne von Art. 31 VGG i.V.m. Art. 5 Abs. 1 Bst. b und Bst. c VwVG demnach grundsätzlich nur vor bzw. kann – sofern auch die weiteren Sachurteil s- voraussetzungen erfüllt sind – grundsätzlich auf die Beschwerde nur ei n- getreten werden, wenn die Vorinstanz zum Erlass der angefochtenen Ver- fügung sachlich zuständig war (vgl. BGE 136 II 415 E. 1.2, BGE 132 II 342 E. 2.3; BVGE 2008/59 E. 4.3; Urteile des Bundesverwaltungsgeric h- tes A -5837/2010 vom 4. April 2011 E. 4.1 sowie A-6829/2010 vom 4. Februar 2011 E. 2.2.3; MARKUS MÜLLER, in: Christoph Auer/Markus Müller/Benjamin Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgeset z über das Verwaltungsverfahren [VwVG], Zürich/St. Gallen 2008 [nachfolgend: Kommentar VwVG] , N. 1 zu Art. 44; vgl. zum Ganzen auch: Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes A -3343/2013 vom 10. Dezember 2013 E. 1.1.2). 1.1.1 Die ElCom überwacht die Einhaltung des S tromversorgungsgeset- zes, trifft die Entscheide und erlässt die Verfügungen, die für den Vollzug des Stromversorgungsgesetzes und der Ausführungsbestimmungen no t- wendig sind (Art. 22 Abs. 1 des Stromversorgungsgesetzes vom 23. März A-6689/2012 Seite 8 2007 [StromVG, SR 734.7]). Sie ist insbesondere zuständig für den En t- scheid im Streitfall über den Netzzugang, die Netznutzungsbedingungen, die Netznutzungstarife und -entgelte sowie die Elektrizitätstarife (Art. 22 Abs. 2 Bst. a StromVG) und für die Überprüfung der Netznutzungstar ife und -entgelte sowie der Elektrizitätstarife von Amtes wegen (Art. 22 Abs. 2 Bst. b StromVG). Gemäss der Botschaft zur Änderung des Elektri- zitätsgesetzes und zum Stromversorgungsgesetz vom 3. Dezember 2004 (Botschaft StromVG, BBl 2005 1661) enthält Art. 21 Abs. 1 des Entwurfs StromVG (vgl. BBl 2005 1698) – der von einer bloss redaktionellen Ände- rung abgesehen mit Art. 22 Abs. 1 StromVG übereinstimmt – die umfas- sende Kompetenz der Vorinstanz, die Einhaltung der Bestimmungen des StromVG zu überwachen und d ie für dessen Vollzug notwendigen En t- scheide zu treffen bzw. Verfügungen zu erlassen. Die Vorinstanz sei überall dort zuständig, wo die Entscheid- und Verfügungskompetenz nicht ausdrücklich einer anderen Behörde vorbehalten sei. Die nicht abschlies- sende Aufzählung der einzelnen Kompetenzen in Art. 21 Abs. 2 des En t- wurfs StromVG – der mit Art. 22 Abs. 2 StromVG übereinstimmt (vgl. BBl 2005 1698) – fasse die wichtigsten Zuständigkeiten der Vorinstanz übe r- sichtlich zusammen. Die Vorinstanz ist demnach als Aufsichtsbehörde für die Beurteilung von Rechtsfragen, welche sich im Zusammenhang mit der Stromversorgungsgesetzgebung stellen, ohne weiteres sachlich zustä n- dig. Dies gilt namentlich für die vorliegend umstrittene n Fragen der An- wendbarkeit der Stromversorgungsgesetzgebung an sich (vgl. Dispositiv- ziffer 2), des Anschlusses an das Verteilnetz (vgl. Dispositivziffer 3) , des Entgeltes für die Nutzung des Verteilnetzes (vgl. Dispositivziffer 5), der Bündelung des Energieverbrauches und des Netzzuganges (vgl. Disposi- tivziffer 7) sowie der Grundversorgung (vgl. Dispositivziffer 8). 1.1.2 Eingehender zu untersuchen ist , ob die Vorinstanz auch berechtigt ist, der Beschw erdeführerin 1 die Befugnis abzusprechen, von den B e- schwerdeführerinnen 2-7 oder von der Beschwerdegegnerin gestützt auf die Stromversorgungsgesetzgebung zusätzlich zum Mietzins ein Entgelt für die Nutzung der Elektrizitätsleitungen im Panorama Center Thun Süd zu verlangen ( vgl. Dispositivziffer 4): Zwar sind d ie Elektrizitätsleitungen des Panorama Centers Thun Süd dem Anwendungsbereich der Stro m- versorgungsgesetzgebung entzogen (vgl. E. 7). Dennoch muss es der Vorinstanz im Rahmen ihr er Aufsichtstätigkeit im Bereich der Stromve r- sorgung möglich sein, der Beschwerdeführerin 1 die Einforderung eines Netznutzungsentgeltes gestützt auf die Stromversorgungsge setzgebung zu verbieten. Darüber hinaus führt ein solches Entgelt zu einer (zusätzl i- chen) Belastung der Beschwerdegegnerin sowie der Beschwer deführe-A-6689/2012 Seite 9 rinnen 2 -7, welche als Verteilnetzbetreiberin bzw. als Endverbrauch erin- nen der Stromversorgungsgesetzgebung unterste hen (vgl . E. 7 ff.). Schliesslich darf die Vorinstanz – wie in den Erwägungen der angefoc h- tenen Verfügung (Rz. 56 ff. und Rz. 72 f.) geschehen – über zivilrechtliche Fragestellungen vorfrageweise befinden, ohne dass sie in die sachliche Zuständigkeit der Zivilge richte eingreifen würde (vgl. auch E. 8.5). Das Vorliegen eines Anfechtungsobjektes im Sinne von Art. 31 VGG i.V.m. Art. 5 Abs. 1 Bst. b und Bst. c VwVG ist somit auch in dieser Hinsicht zu bejahen. 1.1.3 Die angefochtene Verfügung wurde von einer Behörde nach Art. 33 Bst. f VGG erlassen. Eine Ausnahme nach Art. 32 VGG, was das Sac h- gebiet angeht, ist nicht gegeben. Demnach ist das Bundesverwaltungsge- richt für die Beurteilung der erhobenen Beschwerde zuständi g (vgl. auch Art. 23 StromVG). 1.2 Anfechtungsobjekt im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht ist der vorinstanzliche Entscheid; er bildet den Rahmen, welcher den möglichen Umfang des Streitgegenstandes begrenzt. Gegenstand des Beschwerdeverfahrens kann mithin nur sein, was Gegenstand des erstin- stanzlichen Verfahrens war oder nach richtiger Gesetzesauslegung hätte sein sollen. Fragen, über welche die erstinstanzlich verfügende Behörde nicht entschieden hat, darf die zweite Instanz nicht beurteilen, da ansons- ten in die funktionelle Zuständigkeit der ersten Instanz eingegriffen würde (ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl., Basel 2013, Rz. 2.7 f.; Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes A-3766/2012 vom 5. August 2013 E. 4). An- fechtbar ist dabei grundsätzlich nur das Dispositiv einer Verfügung , wäh- rend die Begründung und allfällig darin enthaltene Meinungsäusserungen oder Empfehlungen einer Anfechtung im Regelfall nicht zugänglich sind. Nur wenn das Dispositiv eines (Rückweisungs-) Entscheides ausdrücklich auf die Erwägungen verweist, werden diese zu dessen Bestandteil und sind anfechtbar, soweit sie zum Streitgegenstand gehören (MO- SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.9 f.; BGE 131 II 587 E. 4.2.1; BVGE 2009/46 E. 2.1). 1.2.1 Soweit die Beschwerdeführenden die Aufhebung der Dispositivzif- fern 2-5 sowie 7 -8 der angefochtenen Verfügung beantragen, schränken sie den Streit gegenstand im Rahmen des Anfechtungsobjektes ein. Auf die diesbezüglichen Rechtsbegehren ist demnach – vorbehältlich der je- weiligen Beschwerdebefugnis (vgl. E. 1.4 ff.) – grundsätzlich einzutreten. A-6689/2012 Seite 10 1.2.2 Die Beschwerdeanträge 2, 4 und 5 enthalten zusätzlich Feststel- lungsbegehren, welche die Beschwerdeführenden bereits im erst instanz- lichen Verfahren gestellt haben. Sie sind somit – ungeachtet dessen, ob die Vorinstanz sie in der angefochtenen Verfügung tatsächlich behandelt hat oder nicht – ebenfalls Streitgegenstand des vorliegenden Beschwe r- deverfahrens. Dasselbe gilt auch für ihr Begehren um Festst ellung, dass – soweit die Endverbraucher im Arealnetz nicht selbst Netzzugang oder Netzanschluss an das Elektrizitätsnetz des Verteilnetzbetreibers verlangt haben – die Beschwerdeführerin 1 (und nicht die übrigen Beschwerdefüh- renden) das Netznutzungsentgel t für die dem Arealnetz vorgelagerten Netzebenen zu bezahlen hat (vgl. Beschwerdeantrag 3): Zwar haben die Beschwerdeführenden im erstinst anzlichen Verfahren kein entspreche n- des Rechtsbegehren gestellt; da jedoch die Vorinstanz auf Ersuchen der Beschwerdegegnerin hin (vgl. Antrag 3 von deren Stellungnahme vom 8. Juni 2011) in Dispositivziffer 5 der angefochtenen Verfügung angeord- net hat, dass sämtliche Beschwerdeführenden der Beschwerdegegnerin ein Netznutzungsentgelt für diejenige Netzebene zu bezahlen haben, an welche das Panorama Center Thun Süd angeschlossen ist, geht auch dieses Begehren nicht über den Streitgegenstand hinaus. 1.2.3 Anders verhält es sich mit der Frage, wer für die Bereitstellung von Messinformationen im Panorama Center Thun S üd zuständig ist, wer die Messeinrichtungen installieren und betreiben darf und welchen Anford e- rungen das Messsystem zu genügen hat : Zwar hat sich die Vorinstanz in den Erwägungen ihrer Verfügung vom 15. November 2012 zu dieser Thematik ebenfalls (kurz) geäussert (vgl. Rz. 97). Da aber weder die Be- schwerdeführenden noch die Beschwerdegegnerin im erstinstanzlichen Verfahren ein entsprechendes (Feststellungs-) Begehren gestellt haben, hat sie darüber im Verfügungsdispositiv keine Anordnungen getroffen und namentlich auch nicht über die weitere Verwendung des von der B e- schwerdeführerin 1 im Panorama Center Thun Süd bereits installierten Messsystems befunden. Die Beschwerdeführenden verzichten denn auch im Beschwerdeverfahren auf einen ausdrücklichen Antrag in dieser Hin- sicht. Soweit sich die Parteien daher im Rahmen des Schriftenwechsels (teilweise ausführlich) zu dieser Themenstellung äussern, ist darauf nicht weiter einzugehen. 1.2.4 Schliesslich hat die Vorinstanz mit Dispositivziffer 5 ihrer Verfügung – wenngleich unter den Parteien umstritten – offen gelassen, ob das P a- norama Center Thun Süd als an die Netzebene 5 oder die Netzebene 7 der Beschwerdegegnerin angeschlossen zu gelten ha t. Nachdem aber A-6689/2012 Seite 11 die Netzebenenzuordnung für die Beurteilung der noch off enen Streitfra- gen ohnehin unbeachtlich ist und die Beschwerdeführenden die fehlende Festlegung durch die Vorinstanz vor dem Bundesverwaltungsgericht nicht beanstanden, erübrigen sich Ausführungen dazu. 1.3 Anspruch auf Erlass einer Feststellungsverfügung beste ht gemä ss Art. 25 Abs. 2 VwVG, wenn der Gesuchsteller ein schutzwürdiges Int e- resse nachweist. Ein solches liegt vor, wenn glaubhaft ein rechtliches oder tatsächliches und aktuelles Interesse an der sofortigen Feststellung des Bestehens oder Nichtbestehens eines Rechtsverhältnisses besteht. Der in Art. 25 Abs. 2 VwVG verwendete Begriff des schutzwürdigen Int e- resses ist im Ergebnis gleich zu verstehen wie in Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG ( MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.30). Sodann besteht ein Anspruch au f eine Feststellungsverfügung grundsätzlich nur dann, wenn das schutzwürdige Interesse nicht ebenso gut mit einer rechtsge - staltenden Verfügung gewahrt werden kann . Dieses Erfordernis der Su b- sidiarität gilt jedoch nicht absolut. Kann das schutzwürdige Inte resse mit einer Feststellungsverfügung besser gewahrt werden als mit einer Leistungs- oder Gestaltungsverfügung, ist das Interesse ausreichend dargetan. Namentlich wenn mit dem vorgängigen Erlass einer Festste l- lungsverfügung grundlegende Fra gen vorweg gekl ärt und ein aufwe ndi- ges Verfahren vermieden werden können bzw. kann, hat das Erfordernis der Subsidiarität zu weichen ( ISABELLE HÄNER, in: Praxiskommentar VwVG, a.a.O., N. 20 zu Art. 25; BEATRICE WEBER-DÜRLER, in: Kommentar VwVG, a.a.O ., N. 15 f. zu Art. 25; Urteil des Bundesgerichtes 2C_739/2010 vom 6. Juli 2011 E. 3.2; Urteile des Bundesverwaltungsg e- richtes A -1067/2011 vom 30. Mai 2012 E. 3.1 sowie A -1875/2011 vom 15. Dezember 2011 E. 2.1 je mit weiteren Hinweisen). Die Beschwerdeführenden ersuchen zwar u m Klärung von rechtlichen Grundsatzfragen zur Stromversorgung innerhalb eines Einkaufszentrums, die sich auch in anderen Anwendungsfällen stellen können. Ob sie aber selber ein schutzwürdiges Interesse an der Feststellung ihrer Rechte als Betreiberin (Beschwerdeführerin 1) bzw. als Mieterinnen (Beschwerdefüh- rerinnen 2-7) des Einkaufszentrums Panorama Center Thun Süd im Si n- ne ihrer Anträge 2-5 haben, ist nachfolgend im Rahmen der Beschwerde- legitimation zu prüfen (vgl. sogleich E. 1.4 ff.). 1.4 Zur Beschwerde ist berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Au fhebung oder Änderung A-6689/2012 Seite 12 hat (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Das Anfechtungsinteresse kann dabei recht li- cher oder auch bloss tatsächlicher Natur sein; gefordert wird, dass die beschwerdeführende Partei durch den angefochtenen Entscheid (klar) stärker als jedermann betroffen ist und in einer besonderen, beachten s- werten, nahen Beziehung zur Streitsache steht . Ein schutzwürdiges Int e- resse liegt nur dann vor, wenn die tatsächliche oder rechtliche Situation der beschwerdeführenden Partei durch den Ausgang des Verfahrens b e- einflusst werden kann; es besteht im praktischen Nutzen, den die erfol g- reiche Beschwerde ihr eintragen würde, das heisst in der Abwendung e i- nes materiellen oder ideellen Nachteils, den der angefochtene Entscheid für sie zur Folge hätte (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.65 ff.). 1.4.1 Die Beschwerdegegnerin beantragt, auf die Rechtsbegehren 1 u nd 2 sei nicht einzutreten. Es sei nicht ersichtlich, welchen unmittelbaren Nachteil die Beschwerdeführenden durch Dispositivziffer 2 der angefoch- tenen Verfügung erleiden würden , zumal die Endverbraucher aus dem StromVG nur Rechte ableiten könnten, ohne da ss ihnen Pflichten aufer- legt würden. Die Beschwerdeführerin 1 sei von Dispositivziffer 3 der a n- gefochtenen Verfügung von vornherein nicht berührt, verfüge sie doch be- reits über einen di rekten Anschluss an das Verteilnetz der Beschwerde- gegnerin; die Beschwerdeführerinnen 2-7 erzielten ebenfalls keinen Vor- teil daraus, wenn sie für ihre Versorgung mit elektrischer Energie neben dem bereits bestehenden mittelbaren Anschluss über die Hausinstallation über einen zusätzlichen Direktanschluss ans Verteilnetz verfügten. Nach- dem die Beschwerdeführerin 1 in d er Zwischenzeit alle beschwerdefü h- renden Endverbraucher an den Elektrizitätsleitungen des Panorama Cen- ters Thun Süd angeschlossen habe, fehle es diesen an einem aktuellen Rechtsschutzinteresse an der Klärung der Fr age, ob die Beschwerdefüh- rerin 1 nur das Recht oder auch die Pflicht habe, die Mieterinnen und Mieter an ihr Arealnetz anzuschliessen. Mit Dispositivziffer 4 der ang e- fochtenen Verfügung habe die Vorinstanz die Beschwerdeführerinnen 2-7 vor Mehrkosten gesch ützt, so dass diese kein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung hätten. 1.4.2 Die Vorinstanz führt aus, es sei für sie nicht erkennbar, was die B e- schwerdeführerin 1 mit ihrem Antrag auf Aufhebung von Dispositivziffer 4 ihrer Verfügung bezwecke, habe sie doch – wie von den Beschwerdefüh- renden im vorinstanzlichen Verfahren beantragt – implizit festgehalten, dass sie (die Beschwerdeführerin 1) für die Benützung der Elektrizitätslei- tungen des Panorama Centers Thun Süd von den Endverbrauchern über den Mietzins ein Entgelt verlangen könne, welches nicht identisch mit A-6689/2012 Seite 13 dem Netznutzungsentgelt der Beschwerdegegnerin für die Netzebene 7 sein müsse. Darüber hinaus sei fraglich , ob die Beschwerdeführerinnen 2-7 überhaupt zur Anfechtung der Dispositiv ziffer 5 ihrer Verfügung b e- rechtigt sei en, nachdem der Anschluss von Kleinverbrauchern an die Netzebene 5 dazu führe, dass diese dem Verteilnetzbetreiber ein tieferes Netznutzungsentgelt schuldeten. 1.4.3 Die Beschwerdeführenden vertreten die Auffassung, Dispositivziffer 2 der angefochtenen Verfügung sei für sie in mehrfacher Hinsicht nachtei- lig. So lege diese fest, dass auch die Endverbraucher im Arealnetz dem StromVG unterstehen, mit der Folge, dass ihnen allein gestützt auf das StromVG Pflichten und Verbote – so etwa die Pflicht, Messeinrichtungen der Beschwerdegegne rin zu dulden, und das Verbot, den Energi e- verbrauch zu bündeln – auferlegt würden. Die Vorinstanz ziehe daraus den falschen Schluss, dass die Endverbraucher im Arealnetz die Pflic ht hätten, Grundver sorgungsenergie von der Beschwerdegegnerin zu b e- ziehen. Da sie dies jedoch gar nie verlangt hätten und auch nicht wollten, sei ihre Beschwerdelegitimation offensichtlich. Mit Dispositivziffer 3 der angefochtenen Verfügung würden Endverbraucher im Arealnetz wieder zu Endverbrauchern mit direktem Anschluss an das Verteilnetz gemacht, was negative Auswirkungen im Falle der Einstellung des Arealnetzbetri e- bes, auf die Bündelungsfrage und auf das Recht auf Betrieb einer eig e- nen Messinfra struktur nach sich ziehe. Selbst wenn der Anschluss der Mieterinnen und Mieter an die Elektrizitätsleitungen des Panorama Ce n- ters Thun Süd bereits erfolgt sei, belaste auch die blosse Aufrechterha l- tung dieses Netzanschlusses die Beschwerdeführerin 1 und begründe i h- re Beschwerdebefu gnis. Ähnliches gelte für die Legitimation der B e- schwerdeführerinnen 2-7 zur Anfechtung von Dispositivziffer 4 der ang e- fochtenen Verfügung: Gehe es nach der Beschwerdegegnerin, sollen die- se auf Netzebene 7 (welche sie gar nicht in Anspruch nähmen) abge- rechnet werden. Da die Beschwerdegegnerin jedoch offenbar nicht ve r- pflichtet sei, der Beschwerdeführerin 1 für die Benutzung des Arealnetzes ein Entgelt zu entrichten, sei Letztere gezwungen, gleichzeitig die Kosten des Arealnetzes über den Mietzins auf die Be schwerdeführerinnen 2 -7 abzuwälzen. 1.4.4 Gelangt die Stromversorgungsgesetzgebung auch auf die an Elek t- rizitätsleitungen des Panorama Centers Thun Süd angeschlossenen End- verbraucher zu r Anwendung (vgl. Dispositivziffer 2 der angefochtenen Verfügung), werden den Beschwerdeführenden – entgegen der Auffa s- sung der Beschwerdegegnerin – im Ergebnis nicht nur Rechte eing e-A-6689/2012 Seite 14 räumt, sondern auch Pflichten und Verbote auferlegt (so etwa die Pflicht zur Entrichtung eines Netz nutzungsentgeltes gemäss Art. 14 Abs. 2 StromVG [vgl. E. 7.2.4 sowie E. 9.4] oder das Bündelungsverbot [vgl. E. 10.4]). Die Beschwerdeführenden sind so mit durch diese Feststellung der Vorinstanz nicht nur formell, sondern auch materiell beschwert und auf ihr Rechtsbegehren 1 ist – soweit die Aufhebung von Dispositivziffer 2 betreffend – einzutreten. 1.4.5 Die Vorinstanz hat in Dispositivziffer 3 der angefochtenen Verfügung festgehalten, dass die an den Elektrizitätsleitungen des Panorama Ce n- ters Thun Süd angeschlossenen Endverbraucher als am Anschlus spunkt des Panorama Centers Thun Süd an das Verteilnetz der Beschwerd e- gegnerin angeschlossen gelten und daher keinen Anspruch auf einen z u- sätzlichen Anschluss an deren Verteilnetz haben. Die Beschwerdeführen- den beantragen die Aufhebung dieser Dispositivzif fer und die Festste l- lung, dass die Beschwerdeführerin 1 berechtigt (und nicht verpflichtet) sei, Mieterinnen und Mieter im Panorama Center Thun Süd an ihr Area l- netz anzuschliessen. Die Beschwerdeführerin 1 hat die Beschwerdefü h- rerinnen 2 -7 jedoch – ob nun freiwillig oder nicht (vgl. hierzu auch E. 8.5.1) – bereits an ihren Elektrizitätsleitungen angeschlossen. Über- dies räumen die B eschwerdeführenden selber ein (vgl. Beschwerd e- schrift, Rz. 72 ff., sowie Replik, Rz. 96), dass gar niemand durch die Ver- teilnetzbetreiberin erschlossen und versorgt werden will ; vielmehr stre b- ten sowohl die Mieterinnen und Mieter des Panorama Centers Thun Süd als auch die Beschwerdeführerin 1 einen Anschluss der Mieterinnen und Mieter an die Elektrizitätsleitungen der Beschwerdeführerin 1 und eine Stromversorgung durch die Beschwerdefüh rerin 1 an. Schliesslich ist für die Stromversorgung der Endverbraucher durch die Verteilnetzbetreiberin oder einen Drittlieferanten ein Anschluss an das Verteilnetz – erfolge er nun dire kt oder indirekt – zwingend erforderlich und hat nicht der A n- schluss ans Verteilnetz an sich , sondern haben die Anwendbarkeit der Stromversorgungsgesetzgebung auf die an die Elektrizitätsleitungen des Panorama Centers Thun Süd angeschlossenen Endverbrauche r (vgl. E. 1.4.4) sowie die gesetzlichen Pflichten der Verteilnetzbetreiberin (vgl. etwa Art. 6 Abs. 1 StromVG) allenfalls negative Auswirkungen auf die Be- schwerdeführenden. Mangels eines aktuellen und praktischen Recht s- schutzinteresses ist somit auf das Rechtsbegehren 2 der Beschwerdefüh- renden nicht einzutreten. Ob die Beschwerdeführerin 1 berechtigt ist, die Beschwerdeführerinnen 2-7 mit elektrischer Energie zu versorgen, ist im Rahmen der Anfechtung von Dispositivziffer 7 zu beurteilen (vgl. E. 1.4.8 i.V.m. E. 10.4). A-6689/2012 Seite 15 1.4.6 Gemäss Dispositivziffer 4 der angefochtenen Verfügung ist die B e- schwerdeführerin 1 nicht berechtigt, von den Beschwerdeführerinnen 2 -7 oder von der Beschwerdegegnerin gestützt auf die Stromversorgungsg e- setzgebung zusätzlich zum Mietzins ein Entgelt für die Nutzung der Elek - trizitätsleitungen im Panorama Center Thun Süd zu verlangen. Diese Feststellung der Vorinstanz schützt die Beschwerdeführerinnen 2 -7 vor einer allfälligen Doppelbelastung durch die Beschwerdeführerin 1. Im- merhin wird aber die Beschwerdeführerin 1 durch die Anordnung in Dispositivziffer 4 belastet, indem sie daran gehindert wird, den Kreis der Zahlungspflichtigen selber zu bestimmen und d as bzw. die Entgelt(e) für die Nutzung ihrer Elektrizitätsleitungen nach eigenen betrieb swirtschaftli- chen Überlegungen festzulegen. Weil es für die Bejahung der Zulässi g- keit einer Beschwerde ausreicht, wenn zumindest ein Beteiligter (hier: die Beschwerdeführerin 1) legitimiert ist (vgl. Urteile des Bundesverwaltungs- gerichtes A-8666/2010 vom 2. Mai 2013 E. 1.2.2 sowie A-1936/2006 vom 10. Dezember 2009 E. 3.5.1), ist die Beschwerdebefugnis sämtlicher Be- schwerdeführenden zu bejahen und auf ihr Rechtsbegehren 1 – im Um- fang der beantragten Aufhebung von Dispositivziffer 4 der angefochtenen Verfügung – einzutreten. In Bezug auf ihr (ohnehin nur) im Rahmen ihrer Beschwerdebegründung (vgl. Rz. 91) gestelltes Ersuchen, Dispositivziffer 4 durch den bereits im vorinstanzlichen Verfahren gestellten Festste l- lungsantrag zu ersetzen, wonach die Beschwerdeführerin 1 berechtigt sei, den Endverbrauchern im Arealnetz für die Inanspruchnah me dessel- ben andere Netznutzungsentgelte zu verrechnen, als die Beschwerd e- gegnerin auf der Netzebene 7 in ihrem Netzgebiet erhebt, hat die Vorin- stanz im Rahmen ihrer ersten Vernehmlassung (vgl. Rz. 36) näher ausge- führt, dass sie mit Dispositivziffer 4 diesem Ansinnen implizit entsprochen habe (vgl. auch Replik, Rz. 149, in welcher die Beschwerdeführenden dieser Auffassung zustimmen). Sie ist daher darauf zu be haften und auf den diesbezüglichen Antrag der Beschwerdeführenden – mangels mate- rieller Beschwer – nicht einzutreten. 1.4.7 Die Vorinstanz hat mit Dispositivziffer 5 der angefochtenen Verf ü- gung sowohl der Beschwerdeführerin 1 als auch den Beschwerdeführ e- rinnen 2 -7 die Pflicht auferl egt, der Beschwerdegegnerin ein Netznu t- zungsentgelt für diejenige Netzebe ne zu bezahlen, an welche das Pan o- rama Center Thun Süd angeschlossen ist. Die Beschwerdeführenden be- antragen neben der Aufhebung dieser Dispositivziffer die gerichtliche Feststellung, dass die Beschwerdeführerin 1 (und nicht die übrigen B e- schwerdeführenden) – soweit die Endverbraucher im Arealnetz nicht selbst Netzzugang oder Netzanschluss an das Elektrizitätsnetz des Ve r-A-6689/2012 Seite 16 teilnetzbetreibers verlangt haben – das Netznutzungsentgelt für d ie dem Arealnetz vorgelagerten Netzebenen zu bezahlen hat. Die Beschwerd e- führerinnen 2-7 sind durch die Anordnung der Vorinstanz ohne weiteres materiell beschwert, werden sie doch damit neben der Beschwerdeführ e- rin 1 ebenfalls zu unmittelbaren Schuldnerinnen der Beschwerdegegn e- rin. Auf das Rechtsbegehren 3 der Beschwerdeführenden ist demnach – selbst wenn die Beschwerdeführerin 1 nicht beschwerdelegitimiert ist (vgl. bereits E. 1.4.6) – einzutreten. 1.4.8 Bei Rechtsbegehren 4 ist die Beschwerdelegiti mation der B e- schwerdeführerinnen 2 -7 und bei Rechtsbegehren 5 diejenige der B e- schwerdeführerin 1 offensichtlich, so dass sich weitere Bemerkungen da- zu erübrigen. 1.5 Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 VwVG) ist demnach – vorbehältlich der Ausfüh- rungen in E. 1.4.5 und E. 1.4.6 in fine – einzutreten. 2. Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die bei ihm angefochtenen Ve r- fügungen und Entscheide grundsätzlich mit uneingeschränkter Kognition, das heisst auch a uf eine allfällig unrichtige oder unvollständige Festste l- lung des Sachverhaltes hin, ebenso auf Angemessenheit (Art. 49 VwVG). Die Vorinstanz ist keine gewöhnliche Vollzugsbehörde, sondern eine ve r- waltungsunabhängige Kollegialbehörde mit besonderen Kompete nzen. Als Fachorgan ist sie Regulierungsinstanz mit besonderer Verantwortung. Dies rechtfertigt eine gewisse Zurückhaltung des Bundesverwaltungsg e- richtes bei der Überprüfung des vorinstanzlichen Entscheides. Es befreit das Bundesverwaltungsgericht aber nic ht davon, die Rechtsanwendung auf ihre Vereinbarkeit mit Bundesrecht zu überprüfen. Sodann amtet die Vorinstanz in einem höchst technischen Bereich, in dem Fachfragen s o- wohl im Bereich der Stromversorgung als auch ökonomischer Ausric h- tung zu beantworten si nd. Ihr steht dabei – wie anderen Behördenko m- missionen auch – ein eigentliches "technisches Ermessen" zu. In diesem Rahmen darf der verfügenden Behörde bei der Beurteilung von ausg e- sprochenen Fachfragen ein gewisser Ermessens - und Beurteilungsspiel- raum bel assen werden, soweit sie die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte geprüft und die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und umfassend durchgeführt hat (vgl. BGE 133 II 35 E. 3, BGE 132 II 257 A-6689/2012 Seite 17 E. 3.2, BGE 131 II 13 E. 3.4, BGE 131 II 680 E. 2.3.2 m it Hinweisen; BVGE 2009/35 E. 4; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.154 ff.). 3. Die Beschwerdeführenden machen im Rahmen ihrer Replik in formeller Hinsicht geltend, die Vorinstanz habe ihren Anspruch auf rechtliches G e- hör verletzt. Sie habe von ihnen Mietverträge eingefordert und ihrem Ent- scheid mit zugrunde gelegt, ohne sie darüber in Kenntnis zu setzen, was sie mit die ser Beweisanordnung genau bezwecke. Dazu wäre sie jedoch verpflichtet gewesen, da die mietrechtliche Entschädigung von keiner Partei jem als thematisiert worden und die zivilrechtliche Teilbeurteilung völlig unerwartet gewesen sei. 3.1 Den Parteien erwächst nach konstanter bundesgerichtlicher Rech t- sprechung weder aus Art. 29 ff. VwVG noch aus den verfassungsrechtl i- chen Minimalgarantien ( vgl. Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]) ein allgemeiner Anspruch auf vorgängige Anhörung zu Fragen der Recht s- anwendung. Ein vorgängiges Anhörungsrecht zu Rechtsfragen besteht nur ausnahmsweise, wenn der Betroffene vor "überraschender Recht s- anwendung" zu schützen ist, d.h. namentlich dann, wen n die Verwa l- tungs- oder Gerichtsbehörde ihren Entscheid mit einer Rechtsnorm oder einem Rechtsgrund zu begründen beabsichtigt, die oder der im bisher i- gen Verfahren nicht herangezogen wurde, auf die sich die beteiligten Personen nicht berufen haben und mit deren Erheblichkeit sie im konkr e- ten Fall nicht rechnen konnten (vgl. BERNHARD WALDMANN/JÜRG BICKEL, Praxiskommentar VwVG, a.a.O., N. 19 ff. zu Art. 30, mit weiteren Hinwei- sen). 3.2 Die Vorinstanz hat von den Beschwerdeführenden mit Schreiben vom 17. September 2012 einen Mietvertrag zwischen der Beschwerdeführerin 1 und einer Mieterin mit einem Jahresverbrauch von unter 100 MWh s o- wie zwischen der Beschwerdeführ erin 1 und einer Mieterin mit einem Jahresverbrauch von über 100 MWh einverlangt . Mit Schreiben vom 12. Oktober 2012 bat sie um nähere Informationen zur Leistungsabgre n- zung Grundausbau/Mieterausbau mit Bezug auf den Netzanschluss, da sie die Frage interess iere, ob im Grundausbau ein Elektrizitätsanschluss für die Mieter enthalten sei. Zudem wies sie darin ausdrücklich darauf hin, dass sie ihren Entscheid unter anderem auf Ziff. 8.2 des Mietve rtrages abzustützen gedenke (welche sich zum vereinbarten Mindestm ietzins äussert). Spätestens ab diesem Zeitpunkt mussten die Beschwerdefü h-A-6689/2012 Seite 18 renden daher damit rechnen, dass der zwischen ihnen abgeschlossene Mietvertrag sowie der darin vereinbarte Mietzins und die mietrechtlichen Bestimmungen eine nicht unerhebliche Rolle bei der Beurteilung des An- spruchs der Beschwerdeführerin 1 auf ein Netznutzungsentgelt für die In- anspruchnahme ihrer Elektrizitätsleitungen spielen könnten (vgl. hierzu E. 8.5 nachfolgend) , und sie hätten im Rahmen ihrer Eingabe vom 26. Oktober 2012 Gelegenheit gehabt, sich dazu zu äussern. Eine Verlet- zung des Anspruchs auf rechtliches Gehör liegt demnach nicht vor. 4. Gemäss Art. 4 Abs. 1 Bst. a StromVG ist ein Elektrizitätsnetz eine Anlage aus einer Vielzahl von Leitungen und den erforderlichen Nebenanlagen zur Übertragung und Verteilung von Elektrizität. Elektrizitätsleitungen mit kleiner räumlicher Ausdehnung zur Feinverteilung, wie auf Industrieare a- len oder innerhalb von Gebäuden, gelten nicht als Elektrizitätsnetze. Die Parteien gehen zu Recht davon aus, dass die von der Beschwerdeführe- rin 1 im Panorama Center Thun Süd betriebenen Elektrizitätsleitungen solche Elektrizitätsleitungen mit kleiner räumlicher Ausdehnung zur Fei n- verteilung im Sinne dieser Bestimmung dar stellen (vgl. die von den B e- schwerdeführenden nicht beanstandete Dispositivziffer 1 der angefochte- nen Verfügung). Unter ihnen umstritten ist jedoch, welche Auswirkungen diese Qualifikation auf die Rechtsbeziehungen zwischen den Beschwer- deführenden und der Beschwerdegegnerin bzw. zwischen der Beschwer- deführerin 1 und den Beschwerdeführerinnen 2-7 hat. Für die Bezeic h- nung der Elektrizitätsleitungen im Panorama Center Thun Süd wird nach- stehend der in der Strombranche weit verbreitete Ausdruck "Arealnetz" (mit-) verwendet, auch wenn die St romversorgungsgesetzgebung diesen Begriff so nicht kennt. 5. Weil für die Beurteilung mehrerer, von den Beschwerdeführenden aufg e- worfenen Fragen die Lokalisierung der sogenannten Ausspeisepunkte im Panorama Center Thun Süd von Bedeutung ist (vgl. etwa E. 7.2.4 [A n- wendbarkeit der Str omversorgungsgesetzgebung], E. 9.4 [Entgelt für die Nutzung des Verteilnetzes] sowie E. 11.4 [Durchleitung von Grundversor- gungsenergie]), ist der Begriff "Ausspeisepunkt" vorab näher zu u m- schreiben. 5.1 Die Beschwerdeführenden erachten bei Arealnetzen den Anschluss - mit dem Ausspeisepunkt identisch. Im konkreten Fall lägen der Netza n- schlusspunkt, d.h. der Anschluss des Arealnetzes an das (vorgelagerte) A-6689/2012 Seite 19 Verteilnetz, und der Ausspeisepunkt bei der mittelspannungsseitigen Ver- rechnungsmessung, mithin vor dem Transformator. Der Ausspeisepunkt sei ohnehin in erster Linie eine (entbehrliche) Erfindung der Netzbetre i- ber. 5.2 Nach Auffassung der Vorinstanz sind die beiden Begriffe nicht d e- ckungsgleich. Unter "Anschlusspunkt" werde die Grenze zwischen dem Verteilnetz und einem Netzanschlussnehmer verstanden, während als "Ausspeisepunkt" der Netzpunkt gelte, an welchem ein eingehender bzw. ausgehender Energiefluss erfasst und gezählt oder registriert werde. Da das Netznutzung sentgelt gemäss dem Ausspeiseprinzip (Art. 14 Abs. 2 StromVG) von den Endverbrauchern je Ausspeisepunkt zu entrichten sei, sei dieser relevant für die Festlegung, wer ein Netznutzungsentgelt im Sinne des Strom VG schulde und wie hoch dieses a usfalle. Zu einem Auseinanderfallen dieser beiden Begriffe komme es dann, wenn der Netzanschlussnehmer (hier: die Beschwerdeführerin 1) nicht identisch sei mit den Endverbrauchern (hier: die Mieter innen des Panorama Centers Thun Süd), welche über den Netzanschluss des Netzanschlussnehmers mit Elektrizität versorgt würden. 5.3 Auch die Beschwerdegegnerin nimmt eine Unterscheidung zwischen Anschlusspunkt und Ausspeisepunkt vor. Beim Begriff des Ausspeis e- punktes handle es sich nicht um eine freie Erfindung der Netzbetreiber, finde sich dieser doch in Art. 14 Abs. 2 StromVG. Der Anschlusspunkt sei der physische Anschluss an das Verteilnetz. Der Ausspeisepunkt hinge- gen sei derjenige Ort, an welchem der Endverbraucher die ihm gelieferte Energie für seinen Eigenverbrauch physikalisch entnehme . Gerade bei Mietverhältnissen erfolge diese Entnahme regelmässig aus der Hausi n- stallation des Vermieters, d.h. nicht beim Anschlusspunkt. Die Messung vor der Transformation sei weder für die grundversorgten noch für die marktzugangsberechtigten Kunden der massgebliche Aussp eisepunkt. Die Ausspeisung müsse grundsätzlich pro unabhängiger Verbraucher gemessen werden, d.h. nicht am gemeinsamen Anschlusspunkt, an we l- chem noch alle Stromflüsse zusammengefasst seien, sonder n an der Messstelle bei der Ausspeisung durch den jeweiligen Kunden. 5.4 5.4.1 Gemäss Art. 14 Abs. 2 StromVG ist das Netznutzungsentgelt von den Endverbrauchern je Ausspeisepunkt zu entrichten . Das Stromversor- gungsgesetz selber enthält keine nähere Umschreibung des Begriffes A-6689/2012 Seite 20 "Ausspeisepunkt". Der Bundesrat hat jedoch gestützt auf die ihm in Art. 4 Abs. 2 StromVG eingeräumte Befugnis in Art. 2 Abs. 1 Bst. c der Stro m- versorgungsverordnung vom 14. März 2008 (StromVV, SR 734.71) den "Ein- bzw. Ausspeisepunkt" als Netzpunkt definiert, an welchem ein ei n- gehender bzw. ausgehender Energiefluss erfasst und gezählt oder regist- riert wird (Mess punkt). Auch das "Glossar für die Regeln des Schweizer Strommarktes" (Hrsg.: Swissgrid AG, 1. Auflage 2010, Version 1.0 [ nach- folgend: Glossar Strommarkt, abrufbar unter www.strom.ch]), S. 10, be- schreibt den Ein - bzw. Ausspeisepunkt als Netzpunkt, an welchem ein Energiefluss mit einem geeichten Messgerät erfasst wird. Ein Abstellen auf den Messpunkt zur Bestimmung des Ausspeisepunkte s ist vorliegend jedoch nicht zielführend, ist doch un ter den Parteien gerade umstritten, wo genau im Panorama Center Thun Süd die Messung des Stro m- verbrauchs stattzufinden hat. Ausserdem ist es auch nicht erforderlich (vgl. sogleich E. 5.4.2). 5.4.2 Das Glossa r Strommarkt (S. 7) umschreibt den "Anschlusspunkt" als Ort, an welchem die Netzanbindung des Netznutzers erfolgt und sich die Grenze der betrieblichen Verantwortung zwischen Netzbetreibern e i- nerseits und Netz nutzern andererseits sowie die Übergabestelle für den Energieaustausch befindet. Gemäss der Branchenem pfehlung des Ve r- bandes Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) "Marktmodell für die elektrische Energie – Schweiz" (MMEE-CH, Ausgabe 2011 [nachfol- gend: MMEE-CH 2011, abrufbar unter www.strom.ch]), Ziff. 4.1.1, basiert das Netznutzungsmodell auf dem Grundsatz des Anschlusspunktmodells. Für die Beurteilung der Netznutzung sei – so der VSE – grundsätzlich die Aus- bzw. die Einspeisung von Elektrizität durch Endverbraucher bzw. Er- zeuger an ihren Anschlusspunkten an das Netz massgeben d; d as A n- schlusspunktmodell werde mithin als ein ausspeiseseitiges Modell real i- siert, d.h. das Netznutzungsentgelt werde in der Regel beim Endverbra u- cher erhoben (vgl. auch Urteil d es Bundesverwaltungsgerichtes A-1067/2011 vom 30. Mai 2012 E. 7.1). Diese Aussage ist jedoch zu prä- zisieren: Das Glossar Strommarkt (S. 8) bezeichnet nämlich als "Au s- speisung" allgemein die physikalische Entnahme elektrischer Energie und Leistung an definierten Punk ten im Netz . Ist der Netzanschlussnehmer , d.h. der Eigentümer von Liegenschaften bzw. Anlagen mit elektrischen Installationen, welcher an das Netz angeschlossen ist (Glossar, S. 17), gleichzeitig auch der anschlussberechtigte Endverbraucher, fallen Netz- anschluss- und Ausspeisepunkt in der Tat örtlich zusammen. Bei einem Arealnetz ist die Ar ealnetzbetreiberin als eigentliche Netzanschlussneh- merin hingegen – soweit sie nicht gerade aus dem Verteilnetz Elektrizität A-6689/2012 Seite 21 für ihren Eigenverbrauch bezieht – nicht identisch mit dem Endverbrau- cher (zu dess en Definition vgl. E. 7.2). Diese r entnimmt die elektrische Energie physikalisch nicht bereits an der Grenze des Arealn etzes zum Verteilnetz, d.h. am Netzanschlusspunkt, sondern erst bei der Steckdose in seinem am Arealnetz angeschlossenen Mietobjekt (vgl. hierzu auch MARIELLA ORELLI/NADINE MAYHALL, "Die Anlastung von Kosten des Übe r- tragungsnetzes – Rückblick und Vorschau ", in: Jusletter vom 23. April 2012, S. 4, mit Verweis auf das Votum von Nationalrat Rudolf Rechsteiner [Amtliches Bulletin der Bundesversammlung (AB) 2005 N 1068], welcher den Ausspeisepunkt mit der Steckdose des Endverbrauchers gleichsetzt). Der Ausspeisepunkt liegt demnach – wie auch die Vorinstanz als ausge- wiesene Fachbehörde (vgl. E. 2) festgestellt hat – beim Mietobjekt des jeweiligen Endverbrauchers im Panorama Center Thun Süd . Wo sich der Netzanschlusspunkt des Panorama Centers Thun Süd genau befindet, d.h. ob oberspannungs- oder unterspannungsseitig des Transformators , kann – da für den vorliegenden Streitfall unerheblich – offen gelassen werden. 6. In einem ersten Schritt ist zu prüfen, ob – wie die Vorinstanz in Dispositiv- ziffer 2 ihrer Verfügung festgestellt hat – die Stromversorgungsgesetzge- bung auch auf die an die Elektrizitätsleitungen des Panorama Centers Thun Süd angeschlossenen Endverbraucher zur Anwendung gelangt. 6.1 Die Beschwerdeführenden machen geltend, die Vorinstanz dehne zu Unrecht den Geltungsbereich des StromVG auf die an Elektrizitätsleitu n- gen des Panorama Centers Thun Süd angeschlossenen Endverbraucher aus. Sie bringe das StromVG über den Umweg der Endverbrauche r im Arealnetz wieder auf Elektrizitätsleitungen kleiner räumlicher Ausdehnung zur Feinverteilung zur Anwendung, obwohl sich eine solche Gesetzesaus- legung mit Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 4 Abs. 1 Bst. a StromVG nicht verei n- baren lasse. Die Endverbraucher könnten zwar im Sinne einer Reflexwi r- kung aus den den Betreibern von Elektrizitätsnetzen durch das StromVG auferlegten Pflichten Rechte für sich ableiten , so etwa aus der Verpflich- tung des Verteilnetzbetreibers zur Grundversorgung, zur Gewährung des Netzzuganges und zum Netzanschluss. Für den Arealnetzbetreiber gälten diese Pflichten jedoch gerade nicht. Der Endverbraucher in einem Area l- netz habe Anspruch darauf, an das Verteilnetz, nicht aber, an das Area l- netz angeschlossen zu werden, weil diese Pflicht dem A realnetzbetreiber durch das Strom VG nicht auferlegt worden sei. Für die Auferlegung von direkten Pflichten auf den Endverbraucher – insbesondere den En d-A-6689/2012 Seite 22 verbraucher im Arealnetz – benötige der Staat eine gesetzliche und der private Netzbetreiber eine vertra gliche Grundlage; an beidem fehle es vorliegend. Endverbraucher im Arealnetz würden nicht zu (dem StromVG unterstehenden) Netzbetreibern oder Endverbrauchern mit direktem A n- schluss an das vorgelagerte Verteilnetz, nur weil Strom durch die vorg e- lagerten Netze in das Arealnetz hin zum Endverbraucher fliesse. Art. 11 Abs. 4 StromVV mache keinen Sinn, wenn man wie die Vorinstanz der Auffassung sei, das StromVG gelte auch für die End verbraucher in Areal- netzen – dann nämlich hätte man auf diese (möglicherweise ge setzes- widrige) Verordnungsbestimmung gänzlich verzichten können. 6.2 Die Vorinstanz hält dem entgegen, sowohl der Betreiber von Elektrizi- tätsleitungen mit kleiner räumlicher Ausdehnung zur Feinverteilung als auch die daran angeschlossenen Endverbraucher sei en Endverbraucher in demjenigen Netzgebiet, welchem die entsprechenden Parzellen zug e- teilt worden seien. Würden die an Elektrizitätsleitungen kleiner räumlicher Ausdehnung angeschlossenen Endverbraucher nicht in den Anwe n- dungsbereich der Stromversorgungsgese tzgebung fallen, wäre die S i- cherstellung der Grundversorgung für sie nicht gewährleistet. Dies würde jedoch der Zielsetzung des Stromversorgungsgesetzes widersprechen, die Voraussetzungen für eine sichere Elektrizitätsversorgung zu schaffen und eine zuverlässige und nachhaltige Versorgung mit Elektrizität in allen Landesteilen zu erreichen. Die Ausnahme vom Geltungsbereich des Stromversorgungsgesetzes gelte daher nur für die Elektrizitätsleitungen kleiner räumlicher Ausdehnung an sich, nicht jedoch für die über solche Leitungen an das Verteilnetz angeschlossenen Endverbraucher und nicht für den Betreiber dieser Leitungen in seiner Funktion als Endverbraucher. Ziel der Ausnahme der Elektrizitätsleitungen kleiner räumlicher Ausde h- nung vom Anwendungsbereich der Stromversorgungsgesetzgebung sei die Befreiung der Betreiber solcher Leitungen von den vers chiedenen Pflichten eines Verteilnetzbetreibers gewesen. In den Gesetzesmateri a- lien gebe es keinerlei Hinweise darauf, dass der Gesetzgeber zwei Kla s- sen von Endverb rauchern – solche, die dem StromVG unterstehen und solche, auf die das StromVG nicht anwendbar ist – schaffen wollte. Für die an Elektrizitätsleitungen kleiner räumlicher Ausdehnung angeschlo s- senen Endverbraucher sei der Netzzugang in Art. 11 Abs. 4 StromVV se- parat erwähnt worden, weil dem Verordnungsgeber bewusst gewesen sei, dass der Netzzugang solcher Endverbraucher nicht alleine über die Stromversorgungsgesetzgebung, sondern im Zusammenspiel mit vertrag- lichen Vereinbarungen zu regeln sei. Gerade weil da s StromVG auch die an Elektrizitätsleitungen kleiner räumlicher Ausdehnung angeschlossenen A-6689/2012 Seite 23 Endverbraucher erfasse, habe der Bundesrat Art. 11 Abs. 4 StromVV e r- lassen. Wenn das StromVG für die an Elektrizitätsleitungen kleiner räu m- licher Ausdehnung angeschlossenen Endverbraucher nicht gelten würde, wäre Art. 11 Abs. 4 StromVV gesetzeswidrig. Es treffe nicht zu, dass die Ausnahme der an Elektrizitätsleitungen kleiner räumlicher Ausdehnung angeschlossenen Endverbraucher vom Anwendungsbereich der Stro m- versorgungsgesetzgebung sich nur auf die Pflichten, ni cht aber auf die daraus fliessenden Rechte beziehe. Würde dieser Auffassung gefolgt, könnten sich Endverbraucher durch den Anschluss an Leitungen kleiner räumlicher Ausdehnung den Verpflichtungen aus der Stromversorgungs- gesetzgebung entziehen. Würden die an Arealnetze angeschlossenen Endverbraucher dem StromVG nicht unters tehen, könnten zwecks des- sen Umgehung Elektrizitätsleitungen kleiner räumlicher Ausdehnung zur Feinverteilung geschaffen werden und die Betreiber den an ihren Elektr i- zitätsleitungen angeschlossenen Endverbrauchern anschliessend – man- gels Regulierung – überhöhte Entgelte für Netznutzung und Energie in Rechnung stellen. Dies sei nicht im Sinne des Gesetzgebers. 6.3 Die Beschwerdegegnerin führt aus, das Ziel des StromVG, in jedem Winkel der Schweiz Grundversorgung mit Elektrizität anzubieten , könne nur erreicht werden, wenn es geographisch keine Lücken gebe und jede Fläche einem bestimmten Netzbetreiber zugeordnet werde. Daher müs s- ten auch Flächen, auf w elchen ein Arealnetz betrieben werde, einem Netzgebiet zugewiesen werden. Die Endverbraucher im Panorama Ce n- ter Thun Süd s eien ihrem Netzgebiet zugeteilt und hätten Anspruch auf die in Art. 6 Abs. 1 StromVG geregelte Grundversorgung. A ufgrund der bestehenden Anschlusssituation – sie könnten Strom aus ihrem Vertei l- netz beziehen – gelange das StromVG auf sie ebenfalls zur Anwendung; daran ändere auch der Umstand nichts, dass die Elektrizitätsleitungen des Einkaufszentrums selbst vom Anwendungsbereich des Stro mVG ausgenommen seien. Ergebe sich die Anwendbarkeit der Stromverso r- gungsgesetzgebung auf die am Arealnetz angeschlossenen Endverbra u- cher aber bereits aus dem StromVG, müs se Art. 11 Abs. 4 StromVV gar nicht mehr beigezogen werden. 7. Das Stromversorgungsgesetz gilt für Elektrizitätsnetze, die mit 50 Hz Wechselstrom betrieben werden (Art. 2 Abs. 1 StromVG). Elektrizitätsle i- tungen mit kleiner räumlicher Ausdehnung zur Feinverteilung gelten je- doch gerade nicht als Elektrizitätsnetze (Art. 4 A bs. 1 Bst. a Satz 2 StromVG; vgl. auch Botschaft StromVG, BBl 2005 1642, welche bloss A-6689/2012 Seite 24 das Übertragungsnetz [vgl. Art. 4 Abs. 1 Bst. h StromVG] und die Verteil- netze [vgl. Art. 4 Abs. 1 Bst. i StromVG] als dem Netz der allgemeinen Landesversorgung gemäss Art. 2 Abs. 1 StromVG zugehörig bezeichnet , sowie Art. 2 Abs. 2 StromVG, welcher den Bundesrat nur zur Ausdehnung des Geltungsbe reiches des Stromversorgungsg esetzes oder einzelner seiner Bestimmungen auf andere Elektrizitätsnetze ermächtigt). Es steht somit fest, dass das Stromversorgungsgesetz auf das Arealnetz des Pa- norama Centers Thun Süd keine Anwendung findet . Zu untersuchen ist jedoch, ob es auf die dem Arealnetz angeschlossenen Beschwerdeführe- rinnen 2-7 bzw. auf die Beschwerdeführerin 1 als Arealnetzbetreiberin an- zuwenden ist. Hierzu bedarf es einer Auslegung von Art. 4 Abs. 1 Bst. a Satz 2 StromVG i.V.m. Art. 2 Abs. 1 StromVG. 7.1 Ausgangspunkt jeder Gesetzesauslegung ist der Wortlaut einer B e- stimmung (vgl. zu diesem auch im Verwaltungsrecht geltenden Grundsatz Art. 1 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 10. Dezember 1907 [ZGB, SR 210]; HEINZ HAUSHEER/MANUEL JAUN, Die Einleitungstitel des ZGB, Bern 2003, N. 6 zu Art. 1). Ist der Text nicht ohne Weiteres klar und sind verschiedene Interpretationen möglich, so muss unter Berüc k- sichtigung aller Auslegungsmethoden (grammatikalische, systematische, historische und teleologische) nach seiner wahren Tragweite gesucht werden; dabei kommt es namentlich auf den Zweck der Regelung, die dem Text zu Grunde lie genden Wertungen sowie auf den Sinnzusa m- menhang an, in dem die Norm steht. Im Sinne eines pragmatischen M e- thodenpluralismus ist es abzulehnen, einzelne Auslegungsmethoden e i- ner hierarchischen Prioritätenordnung zu unterstellen (vgl. BGE 131 III 33 E. 2 und BGE 130 II 202 E. 5.1). Die grammatikalische Auslegung stellt auf Wortlaut, Wortsinn und Sprachgebrauch ab. Bei der systematischen Auslegung wird der Sinn e i- ner Rechtsnorm bestimmt durch ihr Verhältnis zu anderen Rechtsnormen und durch den systematischen Zusammenhang, in dem sie sich in einem Gesetz präsentiert. Die historische Auslegung stellt auf den Sinn und Zweck ab, den man einer Norm zur Zeit ihrer Entstehung gab. Insbeso n- dere bei jungen Erlassen – wie dem vorliegenden – muss dem Willen des Gesetzgebers ein grosses Gewicht beigemessen werden. Dabei ist eine Abgrenzung zur teleologischen Auslegung, die auf den Regelungszweck abstellt, wegen der erst vor kurzer Zeit in Kraft getretenen Stromverso r- gungsgesetzgebung kaum möglich. Es gilt somit insgesamt, die mit den Normen verbundenen Zweckvorstellungen (ratio legis) zu ermitteln (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichtes A-8666/2010 vom 2. Mai 2013 A-6689/2012 Seite 25 E. 8, A-2812/2010 vom 11. Februar 201 3 E. 5.3 und A -2607/2009 vom 8. Juli 2010 E. 9.3.1 [publiziert in: BVGE 2010/49]). 7.2 Art. 4 Abs. 1 Bst. b StromVG definiert "Endverbraucher" (neben zwei hier nicht interessierenden Ausnahmen) als Kunden, welche Elektrizität für den eigenen Verbrauch kaufen (vgl. auch Glossar Strommarkt, S. 11, welches "Endverbraucher" unter a nderem als Marktakteur definiert, der Leistung und Energie aus dem Netz für den Endverbrauch bezieht [Au s- speisung]). Dieses Kriterium trifft auf die Beschwerdeführerinnen 2-7 als Mieterinnen des Panorama Centers Thun Süd und auf die Beschwerd e- führerin 1, s oweit sie Strom für den eigenen Verbrauch bezieht, zwe i- felsohne zu. Sie haben somit als Endverbraucher innen im Sinne des Stromversorgungsgesetzes zu gelten. Gleichzeitig nimmt jedoch Art. 4 Abs. 1 Bst. a Satz 2 StromVG i.V.m. Art. 2 Abs. 1 StromVG das Arealnetz, welchem sie angeschlossen sind , vom Anwendungsbereich des Stro m- versorgungsgesetzes aus (vgl. bereits E. 7). Es stellt sich mithin die Fr a- ge, ob sie auch dann als Endverbraucherinnen weiterhin der Stromve r- sorgungsgesetzgebung unterstehen, wenn sie ei nem Arealnetz ang e- schlossen sind. Nachdem sich dem Wortlaut von Art. 4 Abs. 1 Bst. a Satz 2 StromVG i.V.m. Art. 2 Abs. 1 StromVG in dieser Hinsicht nichts entneh- men lässt und auch die Materialien hier zu keinen Aufschluss geben, sind teleologische und systematische Zusammenhänge entscheidend. 7.2.1 Das Stromversorgungsgesetz bezweckt, die Voraussetzungen für eine sichere Elektrizitätsversorgung sowie für einen wettbewerbsorientier- ten Elektrizitätsmarkt zu schaffen; es soll ausserdem die Rahmenbedi n- gungen festlegen für eine zuverlässige und nachhaltige Versorgung mit Elektrizität in allen Landesteilen (Art. 1 Abs. 1 und Abs. 2 Bst. a StromVG). Sein Ziel besteht unter anderem darin, die Grundversorgung und die Versorgungssicherheit auch in einem liberalisierten Umfeld, mit Rechtssicherheit für Investitionen, zu gewährleisten ( vgl. Bot schaft StromVG, BBl 2005 1617). Indem die Kantone die Netzgebiete der auf ih- rem Gebiet tätigen Netzbetreiber zu bezeichnen und eine Zuteilung der- selben vorzunehmen haben (vgl. Art. 5 Abs. 1 StromVG), soll die Entste- hung von "verwaisten" Netzgebie ten vermieden werden (vgl. Botschaft StromVG, BBl 2005 1644) . Als Ausfluss dieser Zielsetzung verankert Art. 5 Abs. 2 StromVG die Anschlusspflicht des Netzbetreibers und – als dessen Korrelat – den rechtlichen Anspruch der Endverbraucher auf An- schluss an die Elektrizitätsnetze, während Art. 6 Abs. 1 StromVG die Ver- sorgungspflicht der Verteilnetzbetreiber und entsprechend den rechtlichen Anspruch der festen ( zur Definition vgl. Art. 6 Abs. 2 Str omVG sowie A-6689/2012 Seite 26 E. 7.2.3) und der auf den Netzzuga ng verzichtenden Endverbraucher darauf, dass ihnen jederzeit die gewünschte Menge an Elektrizität mit der erforderlichen Qualität und zu angemessenen Tarifen geliefert wird, stipu- liert (vgl. Botschaft StromVG, BBl 2005 1644 f.) . Würden nun die an ei- nem Arealnetz angeschlossenen Stromkunden dem Geltungsbereich der Stromversorgungsgesetzgebung entzogen, wäre ihre (Grund-) Versor- gung nicht länger sichergestellt, da sie ihr Netzanschluss- und Strombe- zugsrecht nicht mehr wahrnehmen könnten. Es könnten demnach "Ver- sorgungslücken" entstehen, die der Gesetzgeber gerade verhindern wol l- te. Es ist daher unabding bar, dass die Beschwerdeführerinnen 2 -7 als Endverbraucherinnen im Sinne des Stromversorgungsgesetzes auch bei einem Anschluss an ein Arealnetz diesem (weiterhin) unterstehen (siehe auch Branchenempfehlung des VSE "Arealnetze – Handhabung von Elektrizitätsleitungen mit kleiner räumlicher Ausdehnung zur Feinver tei- lung von elektrischer Energie", AN-CH, Ausgabe 2011 [nachfolgend: AN- CH 2011, abrufbar unter www.strom.ch]), Ziff. 3.4.2, welche den an Areal- netzen angeschlossenen Endverbraucher n ausdrücklich ein Recht auf Grundversorgung zuer kennt und damit – zumindest im Ergebnis – die Anwendbarkeit der Stromversorgungsgesetzgebung ebenfalls bejaht). Gleiches hat auch für die Beschwerdeführerin 1 im Rahmen ihres eige- nen Stromverbrauchs zu gelten. 7.2.2 Die Stromversorgungsgesetzgebung verwendet wiederholt den Begriff des "Netzbetreibers", ohne ihn näher zu umschrei ben. Das Glos- sar Strommarkt, S. 17, definiert "Netzbetreiber" als "privat- oder öffentlich- rechtlich organisiertes Unternehmen, das die Netzdienstleistungen zum Betrieb des Elektrizitätsnetzes erbringt". Gemeint sind somit jeweils der Übertragungs- oder der Verteilnetzbetreiber. Während ein Stromkunde auch beim Anschluss an ein Arealnetz weiterhin Endverbraucher im Sinne des Stromversorgungsgesetzes bleibt, ist der Betreiber eines Arealnetzes gerade kein (Elektrizitäts -) Netzbetreiber im Sinne des Stromverso r- gungsgesetzes, d.h. er unter liegt nicht dessen zahlreichen gesetzlichen Verpflichtungen (vgl. etwa Art. 5 Abs. 2, Art. 6 Abs. 1, Art. 8 Abs. 1-3 [Auf- gaben der Netzbetreiber] , Art. 11 Abs. 1 [Jahres - und Kostenrechnung] , Art. 12 Abs. 1 und Abs. 2 [Information und Rechnungsstellung] , Art. 13 Abs. 1 StromVG [Netzzugang]). Genau und nur dieses Ziel verfolgte der Gesetzgeber mit dem Ausschluss des Arealnetzes vom Anwendungsb e- reich der Stromversorgungsgesetzgebung. 7.2.3 Gemäss Art. 13 Abs. 1 StromVG sind die Netzbetreiber verpflichtet, Dritten diskriminierungsfrei den Netzzugang zu gewähren . Keinen so l-A-6689/2012 Seite 27 chen Anspruch auf Netznutzung haben feste Endverbraucher, d.h. die Haushalte und die anderen Endverbraucher mit einem Jahresverbrauch von weniger als 100 MWh pro Verbrauchsstätte (Art. 6 Abs. 6 i.V.m. Art. 6 Abs. 2 StromVG; vgl. eingehender: E. 10.4). Art. 11 Abs. 4 StromVV sieht seinerseits vor, dass auch Endverbraucher, die an Elektrizitätsleitungen mit kleiner räumlicher Ausdehnung zur Feinv erteilung nach Art. 4 Abs. 1 Bst. a StromVG angeschlossen sind, Anspruch auf Netzzugang haben, sofern sie einen Jahresverbrauch v on mindestens 100 MWh aufweisen . Der Verordnungsgeber verdeutlicht somit, was sich bereits aus dem G e- setz ergibt: Nämlich, dass die Endverbraucher, welche an einem Area l- netz angeschlossen sind, gleich zu behandeln sind wie die übrigen En d- verbraucher und demnach ebenfalls der Stromversorgungsgesetzgebung unterstehen. 7.2.4 Für eine solche Auslegung spr icht schliesslich auch die Grundkon- zeption der Stromversorgungsgesetzgebung: Art. 14 Abs. 2 StromVG hält als Grundsatz fest , dass das Netznutzungsentgelt von den Endverbra u- chern je Ausspeisepunkt zu entrichten ist (sog. Ausspeiseprinzip, vgl. be- reits E. 5.4). Zahlungspflichtige des Netznutzungsentgeltes sind demnach – vorbehältlich der individuell angerechneten Kosten gemäss Art. 14 Abs. 3 Bst. d StromVG – grundsätzlich die stromverbrauchenden En d- verbraucher. Wäre nun auf die an einem Arealnetz anges chlossenen Endverbraucher die Stromversorgungsgesetzgebung nicht anwendbar , fehlte es den (unteren) Verteilnetzbetreibern (so etwa der Beschwerd e- gegnerin) an einer g esetzlichen Grundlage, um die über die verschied e- nen Spannungsebenen an sie weitergegebenen Netzkosten auf die an ihr Netz (zumindest mittelbar) angeschlossenen Endverbraucher als letztlich Zahlungspflichtige zu überwälzen. Dies kann jedoch nicht im Sinne des Gesetzgebers sein (vgl. auch Urteile des Bundesverwaltungsgerichtes A-8666/2010 vom 2. Mai 2013 E. 9.4 und E. 10.3 sowie A-2607/2009 vom 8. Juli 2010 E. 9.3.5 in fine). Das Rechtsbegehren 1 der Beschwerdefü h- renden ist demnach – soweit sie die Aufhebung von Dispositivziffer 2 der angefochtenen Verfügung beantragen – abzuweisen. 8. Dispositivziffer 4 der angefochtenen Verfügung s ieht weiter vor, dass die Beschwerdeführerin 1 nicht berechtigt ist, von den Beschwerdeführeri n- nen 2-7 oder von der Beschwerdegegnerin gestützt auf die Stromverso r- gungsgesetzgebung zusätzlich zum Mietzins ein Entgelt für die Nutzung der Elektrizitätsleitungen im Panorama Center Thun Süd zu verlangen. A-6689/2012 Seite 28 8.1 Die Beschwerdeführenden halten dafür , dass die Vorinstanz der Be- schwerdeführerin 1 keine Vorschriften betreffend das Netznutzungsen t- gelt im Arealnetz machen dürfe. Sie sei vor allem nicht berechtigt, festzu- stellen, dass zusätzlich zum Mietzins kein Netznutzungsentgelt geschu l- det sei. Nachdem die Stromversorgungsgesetzgebung auf Arealnetze nicht zur Anwendung komme, bleibe zur Begründung des Standpunktes der Vorinstanz lediglich das Miet recht. Die Vorinstanz habe festgestellt, was im privatrechtlich vereinbarten Mietzins enthalten sei, obwohl ihr d a- für sowohl die genauen Kenntnisse des Sachverhaltes als auch die sach- liche Zuständigkeit fehlten. Darüber hinaus habe sie gleich noch fes t- gehalten, dass die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin 1 für die Inanspruchnahme des Arealnetzes kein Entgelt schulde . Bei der Verei n- barung zwischen der Beschwerdeführerin 1 und den Endverbrau chern im Arealnetz handle es sich wohl um einen Vertrag zugunsten Dritter (der Beschwerdegegnerin), den die Beschwerdeführerin 1 so gar nicht a b- schliessen wollte. Mit der Beschwerdegegnerin selber sei nichts verei n- bart worden, wenngleich diese ebenfalls "betroffene Partei" im Sinne von Art. 11 Abs. 4 StromVV sei. 8.2 Die Vorinstanz wendet dagegen ein, Arealnetze gälten nicht als Elek - trizitätsnetze, so dass es sich beim für deren Benützung bezahlten En t- gelt nicht um ein Ne tznutzungsentgelt im Sinne des StromVG handle. Nach Art. 11 Abs. 4 StromVV sei die Benützung eines Arealn etzes eben- falls zu entschädigen, ohne dass ein Zahlungspflichtiger genannt werde. Die Beschwerdeführerin 1 stehe mit den Endverbrauchern im Panorama Center Thun Süd in einem Mietverhältnis und die Ab geltung für die B e- nützung ihrer Elektrizitätsleitungen zwischen dem Anschlusspunkt ans Verteilnetz und dem Ausspeisepunkt des jeweiligen Endverbrauchers sei Gegenstand d es Mietvertrages bzw. Bestandteil des darin vereinbarten Mietzinses. Die Beschwerdeführerinnen 2 -7 und nicht die Beschwerd e- gegnerin seien die Benutzerinnen des Arealnetzes, so dass es – wie ge- schehen – sinnvoll sei, die Modalitäten der Nutzung mit ihnen zu regeln. Es handle sich dabei aber nicht um ein en Vertrag zugunsten Dritter. Aus Art. 11 Abs. 4 StromVV lasse sich nicht ableiten, dass die Parteien bei der vertraglichen Festlegung des Entgeltes an die Vorgaben der Stromve r- sorgungsgesetzgebung gebunden seien. Ein Mietgericht sei zwar nicht an ihre mietrechtlichen Überlegungen gebunden. Sie (die Vorinstanz) dürfe jedoch überprüfen, ob ein e vertragliche Vereinbarung betreffend die Be- zahlung eines Entgeltes für die Benützung des Arealnetzes im Sinne von Art. 11 Abs. 4 StromVV vorliege oder nicht. Sie habe im Übrigen nur fes t- gestellt, dass die Beschwerdeführerin 1 neben dem Mietzins kein Net z-A-6689/2012 Seite 29 nutzungsentgelt gestützt auf die Stromversorgungsgesetzgebung verla n- gen könne. Sofern diese jedoch einen Vertragspartner finde, der bereit sei, für die Benützung der Elektrizitätsleitungen ein weiteres Entgelt zu bezahlen, so stehe dem ihre Verfügung nicht entgegen. 8.3 Die Beschwerdegegnerin macht geltend, der Erlass der angefocht e- nen Verfügung stütze sich auf die Stro mversorgungsgesetzgebung und liege somit im Zuständigkei tsbereich der Vorinstanz . D iese habe einzig vorfrageweise festgestellt, dass die Elektrizitätsl eitungen des Panorama Centers Thun Süd zur Mietsache gehörten und bereits mit dem Mietzins bezahlt würden. Die Vorinstanz habe zu Recht angeordnet, dass die B e- schwerdeführerin 1 für die Nutzung ihres Arealnetzes von ihr (der B e- schwerdegegnerin) kein Netznu tzungsentgelt verlangen dürfe, weil a n- sonsten die Beschwerdeführerinnen 2-7 als Folge des Einpreisens dieses Netznutzungsentgeltes in ihr eigenes Netznutzungsentgelt doppelt b e- lastet würden. Weil das Arealnetz kein Elektrizitätsnetz darstelle, erhebe die Beschwerdeführerin 1 von ihren Mieterinnen kein "Netznutzungsent- gelt" im Sinne des StromVG, sondern ein "Mietentgelt" für den zur Verf ü- gung gestell ten Elektrizitäts anschluss. Nach welchen Kriterien sie die Kosten dieses Elektrizitätsanschlusses ihren Mieter innen in Rechnung stelle, sei ihr überlassen, soweit und solange diese Verteilung mit den zwingenden Bestimmungen des Mietrechtes in Einklang stehe. Die B e- schwerdeführenden hätten im Sinne von Art. 11 Abs. 4 StromVV mitei n- ander vereinbart, dass die Nutzung der Elektrizitätsleitungen des Pan o- rama Centers Thun Süd mit dem Mietzins abgegolten werde. Dabei hand- le es sich nicht um einen Vertrag zugunsten Dritter, habe doch der Mieter ein Recht auf Nutzung des Arealnetzes, währenddessen sie ein solches nicht benö tige. Sollte das Bundesverwaltungsgericht wider Erwarten Dispositivziffer 4 aufheben, halte sie an ihrem bereits im vorinstanzlichen Verfahren gestellten Antrag fest, wonach das für die Inanspruchnahme des Arealnetzes zu bezahlende Entgelt angemessen sein müsse. Die An- gelegenheit wäre diesfalls zur Prüfung der zulässigen Höhe und der M o- dalitäten dieses Entgeltes an die Vorinstanz zurückzuweisen. 8.4 Das Stromversorgungsgesetz findet auf ein Arealnetz keine Anwe n- dung (vgl. E. 7) und der Arealnetzbetreiber gilt nicht als (Elektrizitäts-) Netzbetreiber im Sinne des Stromversorgungsgesetzes (vgl. E. 7.2.2). Da die Beschwerdeführerin 1 als Betreiberin des Arealnetzes des Panorama Centers Thun Süd demnach nicht den zahlreichen gesetzlichen Verpflich- tungen eines (Elektrizitäts-) Netzbetreibers unterliegt, kann sie im Gegen- zug aus der Stromversorgungsgesetzgebung auch keine mit dieser Au f-A-6689/2012 Seite 30 gabe verbundenen Rechte – namentlich kein Recht auf ei n Netznu t- zungsentgelt nach Art. 14 Abs. 2 Stro mVG – für sich ableiten. Es stellt sich höchstens die Frage , ob sie allenfalls gestützt auf eine vertragliche Vereinbarung von der Beschwerdegegnerin oder von den Beschwerd e- führerinnen 2-7 eine Entschädigung für die Nutzung ihrer Elektrizitätsle i- tungen verlangen kann. 8.5 Nach Art. 11 Abs. 4 StromVV haben auch Endverbraucher, die an Elektrizitätsleitungen mit kleiner räumlicher Ausdehnung zur Feinverte i- lung nach Art. 4 Abs. 1 Bst. a StromVG angeschlossen sind, Anspruch auf Netzzugang, sofern sie einen Jahresverbrauch von mindestens 100 MWh aufweisen, wobei die betroffenen Parteien die Modalitäten zur Nutzung dieser Elektrizitätsleitungen vereinbaren. Der Verordnungsgeber schweigt sich zwar darüber aus, wer genau unter "betroffene Parteien" zu subs u- mieren ist. Es ist jedoch naheliegend, dass es sich hierbei um den Area l- netzbetreiber und die am Arealnetz angeschlossenen Endverbraucher handeln muss. Im Grunde genommen lässt sich dieser Verordnungsbe- stimmung demnach nichts entnehmen, was nicht ohnehin allgemeine Gültigkeit hat: Nämlich, dass die Bedingungen der Ar ealnetzbenutzung (so etwa die Festlegung eines allfälligen Nutzungsentgeltes) auf vertragli- cher Basis zwischen dem Arealnetzbetreiber und den am Arealnetz ange- schlossenen Endverbrauchern bzw. – falls diese ihre Elektrizität nicht im Sinne von Art. 11 Abs. 4 StromVV auf dem freien Markt beschaffen , son- dern die Grundv ersorgung in Anspruch nehmen – wahlweise zwischen dem Arealnetzbetreiber und dem Verteilnetzbetreiber oder zwischen dem Arealnetzbetreiber und den am Arealnetz angeschlossenen Endverbra u- chern zu regeln sind (vgl. hierzu auch AN -CH 2011 Ziff. 3.3.3). Ob eine solche vertragliche Vereinbarung besteht, ist zwar eine Frage des Zivi l- rechtes. Da diese jedoch Auswirkungen auf di e als Verteilnetzbetreiberin bzw. als Endverbraucherinnen der Stromversorgungsgesetzgebung u n- terstehenden Beschwerdegegnerin bzw. Beschwerdeführerinnen 2-7 hat (vgl. E. 7 ff. sowie E. 8.5.2 nachfolgend), kann darüber im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens bzw. Verwaltungsjustizverfahrens ohne weiteres vorfrageweise befunden werden. 8.5.1 Gemäss Art. 257 des Bundesgesetzes vom 30. März 1911 betre f- fend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht) (OR, SR 220) ist der Mietzins das Entgelt, das der Mieter dem Vermieter für die Überlassung der Sache schuldet. Diese g e- setzliche Begriffsumschreibung macht deutlich, dass mit dem Mietzins grundsätzlich sämtliche Leistungen des Vermieters für die Gebrauch s-A-6689/2012 Seite 31 überlassung und für die Erhaltung der Sache im gebrauchstauglichen Zu- stand, aber auch für die Erfüllung aller Nebenpflichten abgegolten werden (RAYMOND BISANG ET AL ., Das schweizerische Mietrecht, SVIT - Kommentar, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2008, N. 4 zu Art. 257-257b). Der Vermieter ist verpflichtet, die Sache zum vereinbarten Zeitpunkt in einem zum vorausgesetzten Gebrauch tauglichen Zustand zu übergeben und in demselben zu erhalten (Art. 256 Abs. 1 OR). Der "vorausgesetzte Ge - brauch", für den die Mietsache taugen muss, ist vorab und in erster Linie derjenige, den die Parteien durch ausdrückliche oder stillschweigende Vereinbarung bestimmt haben. Fehlt eine solche, so ist massgeblich der gewöhnliche, für das Mietobjekt typische Gebrauch gemessen an einem objektiven Massstab (BISANG ET AL., a.a.O., N. 12 zu Art. 256; MAJA BLU- MER, Schweizerisches Privatrecht, Band VII/3, Gebrauchsüberlassung s- verträge [Miete/Pacht], Basel 2012, Rz. 624 sowie Rz. 632). Bei der s o- genannten Rohbaumiete besteht der zum vorausgesetzten Gebrauch taugliche Zustand d er Mietsache darin, dass sich das Mietobjekt zum Endausbau durch den Mieter eignet, was in der Regel voraussetzt, dass die Medien Wasser, Strom und Heizung an das Mietobjekt "herangeführt" werden (BISANG ET AL ., a.a.O., N. 32b zu Art. 256). Der Vermieter i st bei dieser Mietart somit nur (aber immerhin) für die Gebäudehülle sowie Wasser-, Abwasser- und Elektrizitätsanschluss und allenfalls auch He i- zung zuständig (BLUMER, a.a.O., Rz. 628). Zwischen der Beschwerdeführerin 1 und den an ihrem Arealnetz ang e- schlossenen Endverbrauchern besteht ein Mietverhältnis (vgl. [Standard-] Mietvertrag für gewerbliche Zwecke betreffend die Liegenschaft Panor a- ma Center Thun Süd, Stand 16. September 2010). Der Mietvertrag sieht vor, dass die Übergabe der Mietsache im Rohbau – von den beiden Ver- tragsparteien als "Grundausbau" bezeichnet – erfolgt. Dieser "Grundaus- bau" stellt nach dem übereinstimmenden Willen der Vertragspartner den zum vorausgesetzten Gebrauch der Mietsache taugliche Zustand und der vereinbarte Mindestmietzins di e adäquate Gegenleistung dafür dar (vgl. Ziff. 8.2). Die Beschwerdeführenden haben gegenüber der Vorinstanz e r- gänzend ausgeführt, dass zum Grundausbau (für welchen die Beschwe r- deführerin 1 als Vermieterin verantwortlich sei) im Bereich der Elektriz i- tätsverteilung hauptsächlich die Transformatorstationen, die Grob - und Hauptverteilung für das Gesamtobjekt, die Messeinrichtungen sowie die Zuleitungen ab Hauptverteilung auf die Mieterübergabekästen auf der j e- weiligen Mietfläche gehören (vgl. Schreiben vom 26. Oktober 2012). Die Zurverfügungstellung eines Elektrizitätsanschlusses ist demnach B e- standteil des Mietvertrages zwischen der Beschwerdeführerin 1 und den A-6689/2012 Seite 32 das Arealnetz beanspruchenden Beschwerdeführerinnen 2 -7 und wird durch den vereinbarten Mietzins abgegolten. 8.5.2 Solange die Beschwerdeführerin 1 bereits über den Mietzins der Beschwerdeführerinnen 2-7 für die Benützung ihrer Elektriz itätsleitungen entschädigt wird, kann sie ihnen und der Beschw erdegegnerin – selbst wenn diese den Beschwerdeführerinnen 2 -7 die Grundversorgungsener- gie bis zu deren Ausspeisepunkt liefert (vgl. E. 11.4) – nicht noch ein z u- sätzliches Arealnetznutzungsentgelt in Rechn ung stellen. Zwar steht es den Parteien im Rahmen ihrer Privatautonomie grundsätzlich frei, darüber hinaus einen Arealnetznutzungsvertrag abzuschliessen und ein (zusätzli- ches) Nutzungsentgelt zu vereinbaren. Eine solche Abmac hung wäre j e- doch weder im Interesse der Beschwerdeführerinnen 2 -7 noch im Int e- resse der Beschwerdegegnerin: Die Beschwerdeführerinnen 2-7 müssten diesfalls nämlich die Arealnetzkosten zweifach – einmal über den Mie t- zins und einmal über das zusätzlich mit der Beschwerdeführerin 1 verein- barte Arealnetznutzungsentgelt – bezahlen. Die Beschwerdegegnerin i h- rerseits liefe bei einer entsprechenden Vereinbarung mit der Beschwerde- führerin 1 in Gefahr, diese Kosten nicht auf die Beschwerdeführerinnen 2- 7 überwälzen zu können , dürfen doch bereits den Endverbrauchern indi- viduell in Rechnung gestellte Kosten nicht auch noch Teil des Netznu t- zungstarifs sein (vgl. Art. 14 Abs. 3 Bst. d StromVG; Botschaft StromVG, BBl 2005 1652 ; Urteile des Bundesverwaltungsgerichtes A -8666/2010 vom 2. Mai 2013 E. 10.2 und E. 10.4, A-2812/2010 vom 11. Februar 2013 E. 5.4.2.1 sowie A -2607/2009 vom 8. Juli 2010 E. 9.2). Dispositivziffer 4 der angefochtenen Verfügung ist daher insofern zu präzisieren, als dass die Beschwerdeführerin 1 nicht berechtigt ist, von den Beschwerdeführ e- rinnen 2-7 oder von der Beschwerdegegnerin gestützt auf die Stromve r- sorgungsgesetzgebung "sowie mangels ande rslautender vertraglicher Vereinbarung" zusätzlich zum Mietzins ein Entgelt für die Nutzung der Elektrizitätsleitungen im Panorama Center Thun Süd zu verlangen. Mit dieser Formulierung werden die Beschwerdeführenden und die B e- schwerdegegnerin zivilrechtlich nicht eingeschränkt. In diesem Umfang ist das Rechtsbegehren 1 der Beschwerdeführenden demnach – soweit die Anfechtung von Dispositivziffer 4 betreffend – gutzuheissen, im Übrigen aber abzuweisen. 9. In Dispositivziffer 5 der angefochtenen Verfügung hält die Vorinstanz fest, dass sowohl die Beschwerdeführerin 1 als auch die Beschwerdeführeri n- nen 2 -7 der Beschwerdegegnerin ein Netznutzungsentgelt für diejenige A-6689/2012 Seite 33 Netzebene zu bezahlen haben, an welche das Panorama Center Thun Süd angeschlossen ist. 9.1 Die Beschwerdeführenden beantragen die Aufhebung von Dispositiv- ziffer 5 und die Feststellung, dass – soweit die Endverbraucher im Area l- netz nicht selbst Netzzugang oder Netzanschluss an das Elektrizitätsnetz des Verteilnetzbetreibers verlangt haben – die Beschwerdeführerin 1 (und nicht die übrigen Beschwerdeführenden) das Netznutzungsentgelt für die dem Arealnetz vorgelager ten Netzebenen zu bezahlen ha be. Mit dieser Anordnung der Vorinstanz würden die Beschwerdeführerinnen 2 -7 ohne gesetzliche Grundlage im StromVG gezwungen, mit dem Verteilnetz- betreiber, welcher dem Arealnetzbetreiber vorgelagert sei, eine Vertrag s- beziehung einzugehen. Gleichzeitig beinhal te sie die (unzutreffende) Feststellung, dass sich die Endverbraucher im Arealnetz nicht durch den Arealnetzbetreiber versorgen lassen können, sondern selbst Vertrag s- partner des Verteilnetzbetreibers mit Netzgebietszuwei sung seien. Wenn die Strombezüger im Arealnetz vom Arealnetzbetreiber mit elektrisch er Energie beliefert werden möchten, könnten sie mit ihm – da das Arealnetz nicht dem StromVG unterstehe – eine entsprechende Vereinbarung a b- schliessen. Die vom Arealnetzbetreiber beschaffte elektri sche Energie werde ihm anschliessend am Netzanschlusspunkt des Arealnetzes gegen Bezahlung eines Netznutzungsentgeltes übergeben. Die Strombezüger im Arealnetz spielten mithin bei diesem Vorgang gar keine Rolle. Die Vor- instanz greife mit ihrer Feststellung in die verfassungsrechtlich geschützte Wirtschaftsfreiheit, welche die Vertragsfreiheit mit enthalte, ein , ohne dass eine klare gesetzliche Grundlage vorliege oder ein öffentliches Int e- resse nachgewiesen sei. 9.2 Die Vorinstanz macht geltend, gemäss Art. 14 Abs. 2 StromVG sei das Netznutzungsentgelt von den Endverbrauchern je Ausspeisepunkt zu entrichten. Auch an Arealnetze angeschlossene Endverbraucher seien Endverbraucher, welche der Stromversorgungsgesetzgebung unterstün- den. Da sie vom Verteilnetz Gebrauch machten, schuldeten sie dem Ver- teilnetzbetreiber entsprechend ein Netznutzungsentgelt. Der Arealnet z- betreiber sei hing egen kein Netzbetreiber und stelle demnach auch kein Netznutzungsentgelt in Rechnung, in welchem das Netznutzungsentgelt des Verteilnetzbetreibers enthalten wäre. Art. 11 Abs. 4 StromVV sehe nur vor, dass die Parteien die Modalitäten für die Nutzung des Ar ealnetzes vereinbarten; für die Benützung des Verteil netzes kämen somit die B e- stimmungen der Stromversorgungsgesetzgebung zur Anwendung. Es handle sich dabei um ein Entgelt für die Benützung des Elektrizitätsne t-A-6689/2012 Seite 34 zes bis zum Anschlusspun kt des Arealnetzes un d bemesse sich nach dem Elektrizitätsverbrauch, der seinerseits für jeden Endverbraucher im Arealnetz an dessen Ausspeisepunkt gemessen werde. 9.3 Nach Auffassung der Beschwerdegegnerin ergeben sich die von den Beschwerdeführenden beanstandeten Kontrahierungsp flichten bereits aus dem Gesetz. Art. 14 Abs. 2 StromVG schreibe nämlich vor, dass das Netznutzungsentgelt von den Endverbrauchern je Ausspeisepunkt zu ent- richten sei. Auch die Mieterinnen im Panorama Center Thun Süd hätten je für sich einen Ausspeisepunkt. 9.4 Art. 14 Abs. 2 StromVG sieht als Grundsatz vor, dass die En d- verbraucher das Netznutzungsentgelt je Ausspeisepunkt zu entrichten haben. Bei Stromkunden, welche an einem A realnetz angeschlossen sind, handelt es sich um End verbraucher im Sinne dieser Gesetzesb e- stimmung (vgl. E. 7.2). Der Ausspeisepunkt seinerseits befindet sich beim Mietobjekt des jeweiligen Endverbrauchers im Arealnetz ( vgl. E. 5.4.2). Es besteht somit eine klare (formell-) gesetzliche Grundlage, um den Be- schwerdeführerinnen 2 -7 als Mieterinnen des Panorama Centers Thun Süd über ein Netznutzungsentgelt die Netzkosten der Beschwerdegegne- rin (direkt) in Rechnung zu stellen. Diese Zahlungspflicht ist zwingender Natur, gilt von Gesetzes wegen und bedarf keiner (vertraglich en) Über- nahme durch die betroffenen Parteien. Es ist mit anderen Worten nicht er- forderlich, dass sich die Beschwerdeführerinnen 2-7 als Endverbrauche- rinnen und die Beschwerdegegnerin als Verteilnetzbetreiberin in dieser Hinsicht einigen bzw. diesbezüglich einen Konsens erzielen (vgl. auch Ur- teil des Bundesverwaltungsgerichtes A -3343/2013 vom 10. Dezember 2013 E. 4.6.2 in Bezug auf das Stromlieferungsv erhältnis zwischen Ve r- teilnetzbetreiber und fes ten Endverbrauchern). Dennoch empfiehlt es sich, einen schrif tlichen Netznutzungsvert rag abzuschliessen (vgl. auch AN-CH 2011 Ziff. 2.8.1 sowie Ziff. 3.3.3 [insbesondere "2. Möglichkeit"]). 9.5 Nach Art. 16 Abs. 1 StromVV werden die nicht individuell in Rechnung gestellten anrechenbaren Kosten, Abgaben und Leistungen an Gemei n- wesen (vgl. hierzu Art. 14 Abs. 1 StromVG) sowie der Anteil für ein Netz der höheren Netzebene den am betreffenden Netz direkt angeschloss e- nen Endverbrauche rn und Netzbetreibern angelastet. Zwischen den d i- rekt miteinander verbundenen Verteilnetz betreibern besteht im Zusa m- menhang mit der Netznutzung überdies eine vertragliche Beziehung. Die- se erlaubt es, die Netzkosten über die Verteilnetzbetreiber der verschi e- denen Spannungsebenen auf den Endverbraucher als letztlich Zahlung s-A-6689/2012 Seite 35 pflichtigen zu überwälzen (vgl. E. 7.2.4 sowie Urteil d es Bundesverwal- tungsgerichtes A-2607/2009 vom 8. Juli 2010 E. 9.3.5). Wie bereits au s- geführt (vgl. E. 7.2.2), ist die Betreiberin eines Arealnetzes keine (Elektri- zitäts-) Netzbetreiberin im Sinne der Stromversorgungsgesetzgebung. Die Beschwerdeführerin 1 ist somit gegenüber der Beschwerdegegnerin grundsätzlich nur für ih ren eigenen Energiev erbrauch zahlungspflichtig (vgl. auch Art. 5 des Elektrizitätstarifs [ET] der Beschwerdege gnerin vom 10. September 2012, welche r den Endverbraucher als Zahlstelle be- zeichnet). Es ist den beiden Parteien jedoch unbenommen, eine vertragli- che Regelung betreffend die Nutzung der vorgelagerten Netzebenen durch das Arealnetz als Ganzes zu treffen (vgl. auch AN-CH 2011 Ziff. 2.8.1). Kommt ein e solche Vereinbarung zustande, hat die Be- schwerdeführerin 1 die ihr vertraglich auferlegte n Netzkosten zwingend auf die am Arealnetz angeschlossenen Mieterinnen (darunter die B e- schwerdeführerinnen 2-7) zu überwälzen, ansonsten das Ausspeiseprin- zip gemäss Art. 14 Abs. 2 StromVG umgangen würde. Dabei drängt es sich auf, die Kostenüberwälzung zwischen der Beschwerdeführerin 1 und ihren Mieterinnen ebenfalls vertraglich zu regeln. 9.6 Die Vorinstanz hat demnach den Beschwerdeführerinnen 2 -7 mit Dispositivziffer 5 der angefochtenen Verfügung eine Zahlungspflicht au f- erlegt, welche sich bereits aus Art. 14 Abs. 2 StromVG ergibt. An d iese Gesetzesbestimmung ist das Bun desverwaltungsgericht gebunden (vgl. Art. 190 BV). Aber auch im konkre ten Anwendungsfall wird nicht etwa in die durch Art. 27 BV geschützte Vertragsfreiheit der Beschwerdeführerin- nen 2-7 eingegriffen, sind sie doch nicht gezwungen, mit der Beschwe r- degegnerin ein Vertragsverhältnis einzugehen. Dispositivziffer 5 der ange- fochtenen Verfügung ist einzig insofern zu präzisieren, als dass sowohl die Beschwerdeführerin 1 als auch die Be schwerdeführerinnen 2 -7 der Beschwerdegegnerin "direkt oder zumindest indi rekt über die Beschwe r- deführerin 1" ein Netznutzungsentgelt für die jenige Netzebene zu bezah- len haben, an welche das Panorama Center Thun Süd angeschlossen ist. In diesem Umfang ist das Rechtsbegehren 3 gutzuhe issen, darüber hi n- aus aber abzuweisen. Es bleibt darauf hinzuweisen , dass d ie Endver - braucherinnen im Arealnetz der Verteilnetzbetreiberin dieses Netznut- zungsentgelt selbst dann schulden, wenn sie nicht von ihr, sondern von der Arealnetzbetreiberin mit Ele ktrizität beliefert w erden (zur Frage der Zulässigkeit einer solchen Str omversorgung siehe sogleich E. 10). D as eine steht – entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden – in kei- nem unmittelbaren Zusammenhang mit dem anderen (bezüglich der U n- terscheidung zwischen Netznutzungsverträgen und Stromlieferverträgen A-6689/2012 Seite 36 vgl. MICHAEL WALDNER, Funktion und Rechtsnatur des Stromliefervertr a- ges im liberalisierten Strommarkt, AJP 2010, S. 1316). 10. Gemäss Dispositivziffer 7 der angefochtenen Verfügung ist die B e- schwerdeführerin 1 nicht berechtigt, den Energieverbrauch im Panorama Center Thun Süd zu bündeln, und dürfen sich die Beschwerdeführerinnen 2-7 und weitere Mieterinnen – sofern es sich bei ihnen um feste Endver - braucherinnen handelt – nicht durch die Besc hwerdeführerin 1 mit Elek t- rizität beliefern lassen. 10.1 Die Beschwerdeführenden vertreten die Auffassung, dass die B e- schwerdeführerin 1 als Arealnetzbetreiberin im Grundsatz berechtigt sei, den Energieverbrauch im Areal zu bündeln und auf dem freien Markt zu beschaffen, soweit sie nicht ihren unter 100 MWh liegenden Eige n- verbrauch als Endverbraucherin oder ihren über 100 MWh liegenden E i- genverbrauch ohne Markteintrittserklärung abdecken wolle. Das Area l- netz unterstehe als solches nicht dem StromVG und die Areal netzbetrei- berin sei daher nicht an Art. 6 Abs. 6 StromVG gebunden; sie könne letzt- lich so viel Strom einkaufen, wie für die Versorgung ihres Areals erforde r- lich sei. Ebenso wenig könne ihnen (den Beschwerdeführenden) das Bündelungsverbot entgegengehalten w erden, zumal dessen Anwendung auf die Arealnetze im Parlament zu Recht gar nicht diskutiert worden sei. Sowohl aus kartellrechtlicher als auch aus Sicht des StromVG müsse der Transport von elektrischer Energie durch die vorgelagerten Verteil - und Transportnetze zum Netzanschluss der Arealnetzbetreiberin gewährleistet sein. Selbst wenn das StromVG auf die am Arealnetz angeschlossenen Endverbraucher anwendbar wäre, könnte die Beschwerdegegnerin da r- aus keinen Anspruch ableiten, diese mit Grundversorgungsenergie zu be- liefern. Ein Bündelungsverbot im Arealnetz greife in die Wirtschaftsfreiheit ein und müsse sich daher auf eine klare gesetzliche Grundlage abstü t- zen; daran fehle es vorliegend. 10.2 Die Vorinstanz wendet dagegen ein, dass die Stromversorgungsg e- setzgebung auch auf die an Arealnetze angeschlossenen Endverbra u- cher Anwendung finde. Art. 6 Abs. 6 StromVG sei genügend bestimmt abgefasst, um den festen Endverbrauchern den Netzzugang zu unters a- gen. Das aus Art. 6 Abs. 6 StromVG i.V.m. Art. 11 StromVV hervorgehen- de Bündelungsverbot gelte auch für die an Arealnetzen angeschlossenen Endverbraucher, ansonsten sie indirekt von einem Netzzugang Gebrauch machen könnten, welchen ihnen die Stromversorgungsgesetzgebung so A-6689/2012 Seite 37 nicht zugestehe. Dürften die an Arealnetzen angeschl ossenen En d- verbraucher die Arealnetzbetreiberin als Lieferanti n wählen, läge eine vom StromVG nicht vorgesehene Ungleichbehandlung fester En d- verbraucher vor. 10.3 Die Beschwerdegegnerin führt aus, die Vorinstanz habe richtige r- weise die Stromversorgungsgesetzgeb ung auch auf die an die Elektrizi- tätsleitungen des Panorama Centers Thun Süd angeschlossenen En d- verbraucher für anwendbar erklärt. Es spiele für die Qualifikation der B e- schwerdeführenden als feste Endverbraucher keine Rolle, ob sie über e i- nen direkten, einen indirekten oder über gar keinen Anschluss an ihr Ve r- teilnetz verfügten. Selbst feste Endverbraucher ohne Netzanschluss se i- en nicht netzzugangsberechtigt. Gemäss Art. 6 Abs. 2 StromVG und Art. 11 StromVV richte sich das Marktzutrittsrecht nach dem Volumen des eigenen Stromverbrauchs. Mit einer Zusammenfassung aller En d- verbraucher innerhalb des Arealnetzes kämen Endkunden ohne Zutritt s- recht zum freien Markt zu eben diesem Vorteil, ohne ihren Status als fe s- te Endverbraucher zu verlieren. Der Grundsatz, wona ch feste En d- verbraucher gerade keinen Anspruch auf Netzzugang haben sollen, wü r- de mithin vollständig sinnentleert. Feste Endverbraucher auf einem Areal bildeten regelmässig keine wirtschaftliche Einheit im Sinne von Art. 11 Abs. 1 StromVV, bei welcher die Gesamtsumme aller Energiebezüger für die Frage der Berechtigung für den Marktzutritt relevant wäre. In der Schlussabstimmung der vereinigten Bundesversammlung sei die Bünd e- lung der Endverbraucher endgültig verworfen worden. Es treffe somit nicht zu, dass d er Gesetzgeber die Möglichkeit der Bündelung in Kauf genommen habe. 10.4 Wie bereits dargelegt (vgl. E. 7.2), ist die Stromversorgungsgeset z- gebung auch auf an Arealnetze angeschlossene Endverbraucher a n- wendbar. Wer einen Jahresverbrauch von weniger als 100 MWh pro Verbrauchsstätte hat, gilt als fester Endverbraucher und hat keinen A n- spruch auf Netzzugang nach Art. 13 Abs. 1 StromVG (Art. 6 Abs. 6 i.V.m. Art. 6 Abs. 2 StromVG ). Art. 4 Abs. 1 Bst. d StromVG definiert Netzz u- gang als Recht auf Netznutzung, um von ei nem Lieferanten freier Wahl Elektrizität zu beziehen oder Elektrizität in ein Netz einzuspeisen. An ei- nem Arealnetz angeschlossene feste Endverbraucher haben demnach keinen Anspruch auf Netzzugang und Netznutzung (vgl. auch Art. 11 Abs. 4 StromVV e contrario) und können ihren Lieferanten nicht frei wä h- len, sondern müssen ihre Elektrizität im Rahmen der Grundversorgung (vgl. Art. 6 Abs. 1 StromVG) von der Verteilnetzbetreiberin beziehen. Die A-6689/2012 Seite 38 Mieterinnen und Mieter des Panorama Centers Thun Süd könn en sich mithin nur dann von der Beschwerdeführerin 1 als Areal netzbetreiberin mit elektrischer Energie versorgen lassen, wenn sie ihren Jahres- verbrauch – soweit sie nicht ohnehin bereits je ein zeln mindestens 100 MWh erzielen und eine Markteintrittserklärung abgegeben haben (vgl. Art. 11 Abs. 2 StromVV) – durch die Beschwerdeführerin 1 bündeln las- sen können, um gemeinsam den Schwellenwert zu erreichen . Nachste- hend ist zu prüfen, ob ihnen gegenüber ein Bündelungsverbot besteht. 10.4.1 Den Gesetzesmaterialien lässt sich entnehmen, dass im Nationa l- rat im Zusammenhang mit der (Neu -) Formulierung von Art. 6 Abs. 5 des Entwurfs StromVG (den heutigen Art. 6 Abs. 2 und Art. 6 Abs. 6 StromVG) höchst kontrovers diskutiert wurde, ob kommerzielle Endverbraucher mit einem gemeinsamen Jahresverbrauch von mindestens 100 MWh das Recht erhalten sollen, sich zum Zwecke der Elektrizitätsbeschaffung zu- sammenzuschliessen und damit ebenfalls vom freie n Marktzugang zu profitieren, wobei sich die Befürworter knapp durchsetzten (vgl. AB 2006 N 1754 ff., AB 2007 N 166 ff. ). Der Ständerat seinerseits folgte diskus - sionslos dem Standpunkt von Kommissionspräsident Carlo Schmid - Sutter, wonach eine Bündelung von Endkunden technisch schwierig u m- setzbar und der effektive Vorteil des freien Marktzuganges für die kleinen Gewerbebetriebe gering wäre sowie bei dessen Zulassung ein Referen- dum drohte (vgl. AB 2007 S 43 f., AB 2007 S 210 f.). Auf Antrag der Eini- gungskonferenz hin setzte sich schliesslich in beiden Räten die Auffas- sung des Ständerates durch, dass eine solche Bündelung nicht zulässig sei (vgl. AB 2007 N 461 ff., AB 2007 S 286 f.) . Der (historische) Gesetz- geber hat demnach bewusst darauf verzichtet , eine Regelung ins StromVG aufzunehmen , gemäss welcher den kommerziellen End- verbrauchern mittels Zusammenschluss der Netzzugang gewährt werden soll, und sich damit stillschweigend für ein Bündelungsverbot ausgespr o- chen (vgl. zum Ganzen auch: AN -CH 2011 Ziff. 2.3.3). Da er diese Rechtsfrage nicht üb ersehen hat, besteht auch für eine richterliche L ü- ckenfüllung kein Raum ( PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI/MARKUS MÜLLER, Allgemeines Verwaltungsrecht, 3. Aufl., Bern 2009, § 25 Rz. 7). 10.4.2 Der in Art. 6 Abs. 2 StromVG verwendete Begriff der "Verbrauchs- stätte" wird in Art. 11 Abs. 1 StromVV näher umschrieben. Gemäss dieser Bestimmung ist eine Verbrauchsstätte eine Betriebsstätte eines En d- verbrauchers, die eine wirtschaftliche und örtliche Einheit bildet und einen tatsächlichen eigenen Jahresverbrauch aufweist, u nabhängig davon, ob sie über einen oder mehrere Ein - bzw. Ausspeisepunkte verfügt. Eine A-6689/2012 Seite 39 wirtschaftliche Einheit liegt bei einem Unternehmen mit rechtlich eige n- ständigen Strukturen (eigene Rechtspersönlichkeit) vor, während ein l o- ser Zusammenschluss verschi edener Unternehmen zum Zwecke des Einkaufs von Elektrizität (Bündelkunden) nicht genügt (vgl. Stromversor- gungsverordnung: Erläuternder Bericht des Bundesamtes für Energie [BFE] zum Vernehmlassungsentwurf vom 27. Juni 2007, S. 7). Der Ver- ordnungsgeber bestätigt somit das bereits auf Gesetzesebene verankerte Bündelungsverbot und lässt eine Bündelung namentlich auch nicht über den Begriff der "Verbrauchsstätte" zu. 10.4.3 Dieses Bündelungsverbot hat auch gegenüber festen Endverbrau- chern zu gelten, welche an einem Are alnetz angeschlossen sind . Denn einerseits dürfte der (historische) Gesetzgeber mit de m Verbot gleiche r- massen auf die A realnetze abgezielt haben, zumal in den beiden Räten deren Sonderbehandlung nie thematisiert wurde und nicht nur die Bünde- lung über verschiedene Netzgebiete hinweg, sondern auch in kleineren räumlichen Dimensionen in Frage stand (vgl. etwa Votum von Ständerat Carlo Schmid-Sutter, AB 2007 S 44). Andererseits deckt sich ein solches Ergebnis mit der Grundk onzeption der Stromversorgungsges etzgebung: Der Gesetzgeber hat sich nämlich gewollt für eine Etappierung der Marktöffnung in zwei Schritten ausgesprochen (vgl. Art. 34 Abs. 3 StromVG; im Detail: Urteil des Bundesgerichtes 2C_739/2010 vom 6. Juli 2011 E. 2.4 mit Hinweisen). Dürften sich in einer ersten Phase die an ei- nem Arealnetz angeschlossenen festen Endverbraucher für den Netzz u- gang zusammenschliessen, würde die mit Art. 6 Abs. 2 StromVG vorerst eingeführte (absolute) Grenze von 100 MWh Jahr esverbrauch faktisch umgangen. Eine ausgewählte Gruppe von festen Endverbrauchern würde also bereits jetzt in den Genuss des freien Marktzutrittes kom men und gegenüber den direkt am Verteilnetz angeschlossenen festen En d- verbrauchern (denen diese Möglichkeit nicht offensteht) bevorteilt, ohne dass für diese Ungleichbehandlung ein vernünftiger Grund in den zu r e- gelnden tatsächlichen Verhältnissen ersichtlich wäre (TSCHAN- NEN/ZIMMERLI/MÜLLER, a.a.O., § 23 Rz. 5). 10.4.4 Umgesetzt auf den vorliegenden Fall bedeutet dies Folgendes: Da die Beschwerdeführerinnen 2-7 als eigenständige juristische Personen je für sich eine wirtschaftliche (und örtliche) Einheit im Sinne von Art. 11 Abs. 1 StromVV bilden, gelten ihre Einkaufsläden im Panorama Center Thun Süd je einzeln als Verbrauchsstätte und die Beschwerdeführerinnen 2-7 haben nur dann Anspruch auf Netzzugang, wenn sie je einzeln einen Jahresverbrauch von mindestens 100 MWh erzielen. Erreichen sie diesen A-6689/2012 Seite 40 Schwellenwert nicht, dürfen sich die Beschwerdeführerinnen 2-7 von Ge- setzes wegen nicht mit anderen Mieter und Miete rinnen des Panorama Centers Thun Süd zusammenschliessen (im Ergebnis gleich: AN -CH 2011 Ziff.1.3.3). Die Beschwerdeführerin 1 ist als Arealnetzbetreiberin da- her nicht berechtigt, den Energieverbrauch der Beschwerdeführerinnen 2- 7 und von weiteren Mieter und Mieterinnen des Panorama Centers Thun Süd zu bündeln und diese anschliessend mit Elektrizi tät zu versorgen . Nur wenn die Beschwerdeführerinnen 2 -7 je für sich einen Jahre s- verbrauch von mindestens 100 MWh erzielen, können sie gegenüber der Beschwerdegegnerin je einzeln von ihrem Netzzugang srecht Gebrauch machen und sich anschliessend – nach Abschluss eines entsprechenden Stromliefervertrages – von der Beschwerdeführerin 1 beliefern lassen. Das Rechtsbegehren 4 de r Beschwerdeführenden ist demnach abzuwei- sen. 11. In Dispositivziffer 8 der angefochtenen Verfügung räumt die Vorinstanz der Beschwerdegegnerin schliesslich die Berechtigung ein, die Grundver- sorgungsenergie bis zum Ausspeisepunkt der festen Endverbraucheri n- nen im Panorama Center Thun Süd zu liefern, und folgert daraus, dass die Beschwerdeführerin 1 die Durchleitung der Grundversorgungsenergie durch die Elektrizitätsleitungen des Panorama Centers Thun Süd zu du l- den hat. 11.1 Die Beschwerdeführenden beantragen, Dispositivziffer 8 sei aufz u- heben und es sei f estzustellen, dass sie berechtigt seien, die Lieferung der Grundversorgungsenergie an die Eingangsklemme des Transform a- tors im Einkaufszentrum Panorama Center Thun Süd zu verlangen. Die Beschwerdegegnerin nehme Eigentum der Beschwerdeführerin 1 für wirtschaftliche Zwecke (Durchleitung von elektrischer Energie durch das Arealnetz bis zum "Ausspeisepunkt") in Anspruch und greife in deren E i- gentumsgarantie ein, ohne dass es dafür eine (klare) gesetzliche Grun d- lage gäbe. 11.2 Die Vorinstanz hält dem entgegen, die Be schwerdeführerin 1 habe sich vertraglich verpflichtet, die Elektrizitätsleitungen ihren Mietern zur Verfügung zu stellen. Es sei daher nicht ersichtlich, inwiefern es für die Duldung der Durchleitung von Grundversorgungsenergie zu den En d- verbrauchern im Panorama Center Thun Süd zusätzlich eine gesetzliche Grundlage benötige. A-6689/2012 Seite 41 11.3 Die Beschwerdegegnerin macht geltend, die Beschwerdeführerin 1 sei als Eigentümerin und Betreiberin der Elektrizitätsleitungen des Pan o- rama Centers Thun Süd gestützt auf das Kartellrecht verpflichtet, sowohl der Beschwerdegegnerin als auch den Beschwerdeführerinnen 2 -7 die Nutzung ihrer Leitungen zwecks Durchleitung von elektrischer Energie und insbesondere von Grundversorgungsenergie zu gestatten. Ferner hätten die am Arealnetz angeschl ossenen Beschwerdeführerinnen 2 -7 gegenüber der Beschwerdeführerin 1 aufgrund des Mietverhältnisses ein Recht auf Nutzung ihrer Elektrizitätsleitungen bis zur Grenzstelle zw i- schen Verteil- und Arealnetz. 11.4 An einem Arealnetz angeschlossene feste Endverbrauch er können ihren Stromlieferanten nicht frei wählen, sondern müssen ihre Elektrizität im Rahmen der Grundversorgung von der Verteilnetzbetreiberin beziehen (vgl. E. 10.4). Die Beschwerdegegnerin hat daher gestützt auf ihren Grundversorgungsauftrag gemäss Ar t. 6 Abs. 1 StromVG die Grundve r- sorgungsenergie bis zum Ausspeisepunkt der am Arealnetz der B e- schwerdeführerin 1 angeschlos senen Beschwerdeführerinnen 2 -7, d.h. bis zum Ort ihrer physikalischen Entnahme beim jeweiligen Mietobjekt (vgl. E. 5.4.2), zu liefer n und zu diesem Zweck die Elektrizitätsleitungen des Panorama Centers Thun Süd in Anspruch zu nehmen. Dürften die Beschwerdeführenden die Lieferung der Grundversorgungsenergie (nur) bis zum Netzanschlusspunkt des Arealnetzes verlangen (wobei offen bleiben kann, ob sich dieser nun oberspannungsseitig [d.h. bei der Ei n- gangsklemme] oder unterspannungsseitig des Transformators befindet [vgl. Situationsschema gemäss Anhang zur angefochtenen Verfügung]), würde die Beschwerdeführerin 1 zwischen dem Netzanschlusspu nkt und dem Ausspeisepunkt – obwohl nach der gesetzlichen Konzeption der freie Marktzutritt für die festen Endverbraucher erst zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen ist (vgl. Art. 34 Abs. 3 i.V.m. Art. 7 Abs. 1 StromVG sowie E. 10.4.3) – zur Stromlieferantin auch dieser Endverbraucher. Die Durchleitung der Grundversorgungsenergie durch ihre Elektrizitätsleitu n- gen hat die Beschwerdeführerin 1 bereits gestützt auf ihre mietrechtliche Verpflichtung, den Elektrizitätsanschluss für ihre Mieter und Mieterinnen sicherzustellen (vgl. E. 8.5.1), zu dulden, ohne dass das Kartellrecht be i- gezogen werden müsste. Da sie diese Verpflichtung aus freien Stücken eingegangen ist, liegt zudem kein Verstoss gegen die Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) vor und bedarf es auch keiner gesetzlichen Grundlage, wel- che eine öffentlich -rechtliche Anschlusspflicht der Arealnetzbetreiberin gegenüber ihren Mietern und Mieterinnen begründen würde. Nur die Grundversorgungsenergie für die Beschwerdeführerin 1 ist bis zum Net z-A-6689/2012 Seite 42 anschlusspunkt zu lief ern, fallen doch im Rahmen des Eigenverbrauchs der Arealnetzbetreiberin Anschluss - und Ausspeisepunkt örtlich zusa m- men (vgl. E. 5.4.2). Rechtsbegehren 5 ist insgesamt ebenfalls abzuwe i- sen. 12. Da der zur Klärung der Streitfragen entscheidwesentliche Sachverhalt be- reits genügend aus den Akten hervorgeht und die rechtliche Überzeugung des Bundesverwaltungsgerichtes durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde, erübrigt sich die Durchführung einer von den Beschwer- deführenden wiederholt beantragten Parteibefragung und Befragung von Auskunftspersonen sowie eines Augenscheins und die Abnahme von im Bedarfs- und Bestreitungsfall anerbotenen diversen Beweisofferten (anti- zipierte Beweiswürdigung; BGE 136 I 229 E. 5.3, BGE 134 I 140 E. 5.3; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.144). 13. Insgesamt ergibt sich, dass die Dispositivziffern 4 und 5 der angefocht e- nen Verfügung eine Präzisierung erfahren und die Beschwerde in diesem Umfang gutzuheissen ist (vgl. E. 8.5.2 sowie E. 9.6). Darüber hinaus ist die Beschwerde abz uweisen, soweit darauf überhaupt eingetreten we r- den kann (vgl. E. 1.4.5 und E. 1.4.6 in fine). 14. Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Partei au f- erlegt; unterliegt diese nur teilweise, so werden die Verfahrenskosten e r- mässigt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 14.1 Die Spruchgebühr richtet sich nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, Art der Prozessführung und finanzieller La ge der Parteien. Sie beträgt in Streitigkeiten ohne Vermögensinteresse Fr. 100.- bis Fr. 5'000.-, in Streitigkeiten mit Ver mögensinteresse Fr. 100.- bis Fr. 50'000.- (Art. 63 Abs. 4bis VwVG, Art. 2 Abs. 1, Art. 3 Bst. b sowie Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschäd i- gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [V GKE, SR 173.320.2]). Mit den (gerichtlich weitgehend bestätigten) Anordnungen der Vorinstanz sind künftig sicherlich auch Vermögensinteressen der Beschwerdefü hrenden berührt; vorliegend ging es jedoch um die Klärung vo n rechtlichen Grundsatzfragen zur Stromversorgung im Panorama Center Thun Süd , ohne dass die Beschwerdeführenden bereits konkret und ziffernmässig mit Mehrkosten belast et würden. Es handelt sich somit nicht um eine t y-A-6689/2012 Seite 43 pische Streitigkeit mit Vermögensinteresse bzw. mit exaktem Streitwert . Dennoch rechtfertigt der ausserordentliche Aufwand aufgrund der ko m- plexen Rechts- und Sachlage eine Gerichtsgebühr über dem Höchstb e- trag für Streitigkeiten ohne Vermögensinteresse (vgl. Art. 2 Abs. 2 VGKE). Die Verfahrenskosten sind demnach auf Fr. 8'000.- festzusetzen. 14.2 Die Beschwerdeführenden sind mit ihren Anträgen nahezu vollstä n- dig unterlegen, wurde doch einzig ihrem Rechtsbegehren 1 im Sinne e i- ner geringfügigen Präzisierung von Dispositivziffer 4 der angefochtenen Verfügung sowie ihrem Rechtsbegehren 3 im Sinne ei ner geringfügigen Präzisierung von Dispositivziffer 5 der angefochtenen Verfügung teilweise entsprochen. Es ist daher angezeigt , ihne n die Verfahrenskosten von Fr. 8'000.- vollumfänglich aufzuerlegen. Diese werden mit dem geleist e- ten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 4'000.- verrechnet. Die Differenz von Fr. 4'000.- ist ihnen nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils in Rechnung zu stellen. 15. Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei ist von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Bei nur teilweisem Obsi egen ist die Entschädigung ent sprechend zu kürzen (Art. 7 Abs. 2 VGKE). Wird keine Kostennote eingereicht, so setzt das Gericht die Entschädigung aufgrund der Akten fest (Art. 14 Abs. 2 VGKE). 15.1 Unter Berücksichtigung der beiden umfangreichen Rechtsschriften, die im Beschwerdev erfahren einzureichen waren , sowie ihres beinahe vollständigen Obsiegens wird die Parteientschä digung für die Beschwe r- degegnerin von Amtes wegen auf Fr. 12'000.- (inkl. Auslagen und Meh r- wertsteuer) festgesetzt. Dieser Betrag ist ihr nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils durch die Beschwerdeführenden als weitgehend unterlie- gende Gegenpartei auszurichten (Art. 64 Abs. 2 VwVG). 15.2 Angesichts ihres fast voll ständigen Unterliegens ist den Beschwe r- deführenden keine Parteientschädigung zuzusprechen. A-6689/2012 Seite 44 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Das Rechtsbegehren 1 der Beschwerdeführenden wird teilweise gutg e- heissen und Dispositivziffer 4 der angefochtenen Verfügung in Bezug auf die Beschwerdeführenden wie folgt präzisiert: "Die Liegenschaften-Betrieb AG ist nicht berechtigt, von der Genossenschaft Migros Aare, der TALLY WEiJL Trading AG, der Chicorée Mode AG, der Foody's AG, der Dosenbach -Ochsner AG und der H&M Hennes & Mauritz SA oder von der Energie Thun AG gestützt auf die Stromversorgungsgesetz- gebung sowie mangels anderslautender vertraglicher Vereinbarung zusätzlich zum Mietzins ein Entgelt für die Nutzung der Elektrizitätsleitungen im Panorama Center Thun Süd zu verlangen." 2. Das Rechtsbegehren 3 der Beschwerdeführenden wird teilweise gutge- heissen und Dispositivziffer 5 der angefochtenen Verfügung in Bezug auf die Beschwerdeführenden wie folgt präzisiert: "Sowohl die Liegenschaften-Betrieb AG als auch die Genossenschaft Migros Aare, die TALLY WEiJL Trading AG, die Chicorée Mode AG, die Foody's AG, die Dosenbach-Ochsner AG und die H&M Hen- nes & Mauritz SA haben der Energie Thun AG direkt oder zumindest indire kt über die Liege n- schaften-Betrieb AG ein Netznutzungsentgelt für diejenige Netzebene zu bezahlen, an welche das Panorama Center Thun Süd angeschlossen ist." 3. Darüber hinaus wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutre- ten ist. 4. Den Beschwerdeführ enden werden Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 8'000.- zur Bezahlung auferlegt. Sie werden mit dem von ihnen geleis- teten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 4'000.- verrechnet, womit sie noch einen Restbetrag von Fr. 4'000.- zu leisten haben. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. Die Zustellung des Einza h- lungsscheins erfolgt mit separater Post. 5. Die Beschwerdeführenden haben der Beschwerdegegnerin eine Parte i- entschädigung in der Höhe von Fr. 12'000.- (inkl. Auslagen und Meh r- wertsteuer) nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu b e- zahlen. 6. Den Beschwerdeführenden wird keine Parteientschädigung zugespr o- chen. A-6689/2012 Seite 45 7. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführenden (Gerichtsurkunde) – die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. 922-10-006; Einschreiben) – Das GS UVEK (Gerichtsurkunde) Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Jürg Steiger Lars Birgelen Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14 , Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren B e- gründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sin d, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: