<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00017</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204093&amp;W10_KEY=4467141&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00017</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.03.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 24.05.2004 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung wegen rechtsmissbräuchlicher Berufung auf die Ehe mit einer schweizerisch-niederländischen Doppelbürgerin.<br/>Das Freizügigkeitsabkommen (FZA) ist bereits deshalb nicht anwendbar, weil es keine andere Regelung enthält als das schweizerische Ausländerrecht: Die rechtsmissbräuchliche Berufung auf die Ehe findet auch nach dem FZA keinen Schutz (E. 2.1). Es bleibt offen, ob die vor Inkrafttreten des FZA in die Schweiz eingereiste Ehegattin überhaupt dessen Adressatin ist (E. 2.2).<br/>Auseinandersetzung mit der Kritik an der Praxis zur rechtsmissbräuchlichen Berufung auf die Ehe (E. 3.4). Der Ehewille der Ehefrau ist erloschen; mit der Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft ist nicht zu rechnen (kurzes Zusammenleben, fehlende Tiefe der Beziehung, mittlerweile anderthalbjähriges Getrenntleben). Die Abstützung des geltend gemachten Aufenthaltsanspruchs auf die Ehe ist daher rechtsmissbräuchlich (E. 3.5). Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege und -verbeiständung wegen Aussichtslosigkeit (E. 6).<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DOPPELBÃRGER/-IN">DOPPELBÃRGER/-IN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DRITTSTAATSBÃRGER">DRITTSTAATSBÃRGER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EHELICH">EHELICH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EHETRENNUNG">EHETRENNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EHEWILLE">EHEWILLE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRISTWAHRUNG">FRISTWAHRUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GETRENNT LEBEND">GETRENNT LEBEND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRENZÃBERSCHREITUNG">GRENZÃBERSCHREITUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INHALTSLEERE EHE">INHALTSLEERE EHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTERNATIONALER SACHVERHALT">INTERNATIONALER SACHVERHALT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: POSTSTEMPEL">POSTSTEMPEL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMISSBRAUCH">RECHTSMISSBRAUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RESIDENZBEVÃLKERUNG">RESIDENZBEVÃLKERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TRENNUNGSFRIST">TRENNUNGSFRIST</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHE PROZESSFÃHRUNG (UP)">UNENTGELTLICHE PROZESSFÃHRUNG (UP)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHER RECHTSBEISTAND (URB)">UNENTGELTLICHER RECHTSBEISTAND (URB)</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 1 lit. a ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 7 Abs. I ANAG</span><br/><span class="gerade">Art. 7 Abs. II ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 29 Abs. III BV</span><br/><span class="gerade">Art. 3 Anhang I FZA</span><br/><span class="ungerade">Art. 100 Abs. I lit. b OG</span><br/><span class="gerade">§ 11 Abs. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 16 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 43 Abs. I lit. h VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 43 Abs. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">A, geboren 1975, nigerianischer StaatsangehÃ¶riger, reiste im August 2000 in die Schweiz ein, wo er unter Angabe falscher Personalien ein Asylgesuch stellte. Nachdem er am 29. Mai 2001 die Unterkunft fÃ¼r Asylbewerbende in X verlassen hatte, heiratete er am 13. Juni 2001 in Lagos die schweizerisch-niederlÃ¤ndische DoppelbÃ¼rgerin D, geboren 1957. Am 11. Oktober 2001 reiste A erneut in die Schweiz ein. Da er international zur Fest­nahme wegen Betrugs ausgeschrieben war, wurde er verhaftet; er verblieb bis zum 14. De­zember 2001 in Untersuchungshaft. Ein Strafverfahren wegen Diebstahls, Veruntreuung und UrkundenfÃ¤lschung ist anscheinend beim VerhÃ¶ramt des Kantons Schwyz noch hÃ¤ngig. Mit VerfÃ¼gung vom 28. November 2001 erledigte das Bundesamt fÃ¼r FlÃ¼chtlinge das Asylgesuch durch Nichteintreten und wies A aus der Schweiz weg.</p> <p class="Urteilstext">Am 15. Februar 2002 wurde A die Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei der Ehefrau erteilt. In der Folge erhielt er Anstellungen als HilfsgÃ¤rtner und Casserolier; nach eigenen Angaben arbeitet er derzeit auf temporÃ¤rer Basis. Seit Juli 2002 bezog er zumindest teilweise auch FÃ¼rsorgeleistungen. Weil die eheliche Gemeinschaft im Juni 2002 aufgegeben worden sei und mit einer Wiederaufnahme der ehelichen Beziehungen nicht gerechnet werden kÃ¶nne, wies die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit des Kantons ZÃ¼rich (Migrations­amt) mit VerfÃ¼gung vom 28. Februar 2003 das Gesuch von A um VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung ab. Zum Verlassen des zÃ¼rcherischen Kantonsgebiets setzte sie eine Frist bis zum 30. April 2003 an.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 4. April 2003 liess A hiergegen Rekurs an den Regierungsrat erheben. Dieser wies das Rechtsmittel mit Beschluss vom 19. November 2003 ab. Er ging dabei davon aus, dass sich A rechtsmissbrÃ¤uchlich auf seine faktisch erloschene Ehe berufe, und fÃ¤llte den Entscheid nach freiem Ermessen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Hiergegen liess A Beschwerde an das Verwal­tungs­gericht erheben mit den AntrÃ¤gen, der Beschluss des Regierungsrats sei aufzuheben und Letzterer sei anzuweisen, die Aufenthalts­bewilligung zu verlÃ¤ngern, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der "Staats­kasse". Ferner seien ihm die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und ein unentgeltlicher Rechts­beistand zu gewÃ¤hren. Sodann liess er den Beweisantrag stellen, er sei persÃ¶nlich anzuhÃ¶ren. Zur Sache machte A im Wesentlichen gel­tend, gestÃ¼tzt auf seine Ehe mit einer Schweizer BÃ¼rgerin und mangels Rechtsmissbrauchs stehe ihm die Aufenthaltsbewilligung zu.</p> <p class="Urteilstext">Namens des Regierungsrats beantragte die Staatskanzlei in der Vernehmlassung vom 3. Fe­bruar 2003, die Beschwerde sei abzuweisen, sofern sie nicht â wegen FristversÃ¤umnis â durch Nichteintreten zu erledigen sei. Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit verzichtete stillschweigend auf eine Beschwerdeantwort.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>§ 43 Abs. 1 lit. h in Verbindung mit Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflege­geset­zes vom 24. Mai 1959 (VRG) gestattet die Beschwerde beim Verwaltungsge­richt auf dem Gebiet der Fremdenpolizei, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht. Das trifft zu fÃ¼r Entscheide Ã¼ber Aufenthalts- und Nieder­lassungsbewil­li­gun­gen, auf deren Erteilung der oder die auslÃ¤ndische StaatsangehÃ¶rige einen bundes- oder vÃ¶l­kerrechtlichen Anspruch hat (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943; BGE 128 II 145 E. 1.1.1). </p> <p class="Urteilstext">Da die Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers schweizerisch-niederlÃ¤ndische DoppelbÃ¼rgerin ist, wird zunÃ¤chst das Vorliegen eines Aufenthaltsanspruchs aufgrund von Art. 7 Abs. 1 lit. d in Verbindung mit Art. 3 Abs. 1 und 2 Anhang I des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits Ã¼ber die FreizÃ¼gigkeit (FreizÃ¼gigkeitsabkommen; FZA) zu prÃ¼fen sein. SubsidiÃ¤r ergibt sich der Anspruch jedenfalls aus dem innerstaatlichen Recht, das in Art. 7 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes vom 26. MÃ¤rz 1931 Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder (ANAG) vorsieht, dass der auslÃ¤ndische Ehegatte eines Schweizer BÃ¼rgers einen Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung besitzt. Selbst wenn das FreizÃ¼gigkeitsabkommen grundsÃ¤tzlich anwendbar sein sollte, ist der Anspruch auf das Landesrecht abzustÃ¼tzen, wenn dieses eine Regelung enthÃ¤lt, die im Vergleich zu jener des Abkommens gleich oder vor­teil­hafter ist (Art. 1 lit. a ANAG).</p> <p class="Urteilstext">Die ZulÃ¤ssigkeits­voraussetzung des Bewilligungsanspruchs ist somit vorliegend gegeben. Die PrÃ¼fung, ob der mÃ¶gliche Rechtsanspruch aufgrund der konkreten UmstÃ¤nde wirklich besteht, betrifft nicht die Eintretensfrage, sondern ist Gegenstand der nachfolgenden materiellen ErwÃ¤gungen (BGE 128 II 145 E. 1.1.5; hinten 3). Unbestrittenermassen lÃ¤sst sich dagegen aus Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechts­konvention (EMRK) bzw. Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfas­sung vom 18. April 1999 (BV) kein Anspruch ableiten, da die Ehe des BeschwerdefÃ¼hrers nicht mehr gelebt wird (vgl. Mark Villiger, Handbuch der Eu­ro­pÃ¤­ischen Menschenrechtskonvention, 2. A., ZÃ¼rich 1999, N. 571; BGE 128 II 145 E. 1.1.2).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Was die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen betrifft, so ist die Frage der Fristwahrung gesondert zu betrachten. Die Vorinstanz stellt sinngemÃ¤ss den Eventualantrag, auf die Beschwerde sei wegen FristversÃ¤umnis nicht einzutreten. Der angefochtene Rekursentscheid wurde dem Vertreter des BeschwerdefÃ¼hrers am 27. November 2003 zugestellt; die Beschwer­defrist endete demnach unter BerÃ¼cksichtigung der Gerichtsferien am Freitag, dem 16. Januar 2004 (§ 11 sowie § 53 VRG in Verbindung mit § 71 VRG und § 140 Abs. 1 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976). Die Sendung mit der Beschwerdeschrift trÃ¤gt den Poststempel vom 18. Januar 2004; auf der RÃ¼ckseite des Couverts findet sich jedoch eine handschriftliche BestÃ¤tigung einer gewissen E, dass es am 16. Januar 2004 um 23 Uhr 30 der Post Ã¼bergeben â das heisst: in den Briefkas­ten geworfen â worden sei.</p> <p class="Urteilstext">Schriftliche Eingaben aus dem Inland mÃ¼ssen nach § 11 Abs. 2 VRG spÃ¤testens am letzten Tag der Frist bei der BehÃ¶rde eintreffen oder zu deren Handen der schweizerischen Post Ã¼bergeben werden. Der Einwurf der Sendung in einen Briefkasten stellt eine gÃ¼ltige Ãbergabe an die Post dar. Als Beweis fÃ¼r die Ãbergabe an die Post dient grundsÃ¤tzlich der Poststempel, doch steht dem Absender bzw. der Absenderin der Beweis offen, dass zum Beispiel die Annahme der Sendung durch die Post schon vor der Abstempelung stattgefunden hat. Ein derartiger Beweis kann etwa durch Zeugenaussagen erbracht werden (vgl. VGr, 17. Januar 2001, VB.2000.00357, E. 2a, www.vgrzh.ch; BGE 109 Ia 183; Robert Hauser/Erhard Schweri, Kommentar zum zÃ¼rcherischen Gerichtsverfassungsgesetz, ZÃ¼rich 2002, § 193 N. 10 f.; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 11 N. 8).</p> <p class="Urteilstext">Der Beweis, dass die Sendung am 16. Januar 2004 der Post Ã¼bergeben wurde, kann trotz der schriftlichen BestÃ¤tigung von E bereits deshalb noch nicht als erbracht gelten, weil das Couvert erst am 18. Januar 2004 um 20 Uhr abgestempelt wurde (vgl. dagegen VGr, 17. Januar 2001, VB.2000.00357, E. 5b+c, www.vgrzh.ch, wo in einem vergleichbaren Fall das Couvert am folgenden Tag abgestempelt worden war und zudem weitere Anhaltspunkte fÃ¼r die Fristwahrung sprachen). Im Sinn der ProzessÃ¶konomie kann allerdings auf weitere Beweismassnahmen verzichtet und die Frage offen gelassen werden, da die Beschwerde im Fall ihrer materiellen Behandlung ohnehin abgewiesen werden mÃ¼sste, wie sich aus dem Folgenden ergibt.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>ZunÃ¤chst ist zu prÃ¼fen, ob der BeschwerdefÃ¼hrer aus dem FreizÃ¼gigkeitsabkommen Rechte ableiten kann. Das Bundesgericht hat sich der Ã¼berwiegenden Ansicht angeschlossen, wonach der Anwesenheitsanspruch der auslÃ¤ndischen Ehepartner und ‑partnerinnen nach Art. 3 Abs. 1 Anhang I FZA â wie jener nach Art. 7 Abs. 1 ANAG â nicht davon abhÃ¤ngt, dass die Ehegatten zusammenleben (BGr, 19. Dezember 2003, 2A.246/2003, E. 8.3, www.bger.ch; so auch EuGH, 13. Februar 1985, Diatta, C-267/83, Ziff. 15 ff., http://cu­ria.eu.int [zum Recht der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft; zu beachten gemÃ¤ss Art. 16 Abs. 2 FZA]; Bundesamt fÃ¼r AuslÃ¤nderfragen [BFA, heute: Bundesamt fÃ¼r Zuwanderung, Integration und Auswanderung], Weisungen und ErlÃ¤uterungen Ã¼ber die schrittweise EinfÃ¼hrung des freien Personenverkehrs â¦ [Weisungen VEP], Februar 2002, Ziff. 8.6, www.auslaen­der.ch/per­sonen­verkehr/weisung/weisung_vep_d.pdf; Martin Nyffenegger, Das FreizÃ¼gigkeitsabkommen â Rechtliche Herausforderungen bei der Umsetzung und erste Erfahrungen aus der Sicht der BundesbehÃ¶rden, in: Bernhard Ehrenzeller [Hrsg.], Das schweizerische AuslÃ¤nderrecht, St. Gallen 2003, S. 31 ff., 40; Andreas ZÃ¼nd, Familiennach­zug, in: Ehrenzeller, S. 109 ff., 125 f.; offen lassend Petra Klaus, Familiennachzug im Aus­lÃ¤nderrecht, in: Patricia Schiess RÃ¼timann, Schweizerisches AuslÃ¤nderrecht in Bewegung?, ZÃ¼rich etc. 2003, S. 67 ff., 75 f.; in Bezug auf die entsprechenden Vorschriften im Recht der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft das Zusammenleben als Voraussetzung fordernd Marcel Dietrich, Die FreizÃ¼gigkeit der Arbeitnehmer in der EuropÃ¤ischen Union, ZÃ¼rich 1995, S. 324 mit weitern Hinweisen). Jedenfalls schliesst Art. 3 Abs. 1 und 2 Anhang I FZA nicht aus, die zur FÃ¼hrung des Familienlebens vorgesehene Aufenthaltsbewilligung zu verweigern, wenn eine Scheinehe oder ein rechtsmissbrÃ¤uchliches Festhalten an einer inhaltsleer gewordenen Ehe vorliegt (BGr, 19. Dezember 2003, 2A.246/2003, E. 9, besonders 9.5, www.bger.ch; so auch BFA, Weisungen VEP, Ziff. 8.6; Dieter Grossen/Claire de PalÃ©­zieux, Abkommen Ã¼ber die FreizÃ¼gigkeit, in: Daniel ThÃ¼rer/Rolf Weber/Roger ZÃ¤ch [Hrsg.], Bilaterale VertrÃ¤ge Schweiz â EG, ZÃ¼rich 2002, S. 87 ff., 131; Klaus, S. 76; Nyffen­egger, S. 40; vgl. auch EuGH, 23. September 2003, Akrich, C-109/01, Ziff. 57 und Dispositiv-Ziffer 2, http://curia.eu.int = EuGRZ 2003 S. 607; Dietrich, S. 324; anderer Ansicht ZÃ¼nd, S. 126). Da das FreizÃ¼gigkeitsabkommen demnach weder weiter gehende noch andere AnsprÃ¼che gewÃ¤hrt als das nationale Recht, ist bereits deshalb das Letztere anzuwenden (Art. 1 lit. a ANAG).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Im Ãbrigen ist fraglich, ob das FreizÃ¼gigkeitsabkommen in personeller Hinsicht Ã¼berhaupt anwendbar wÃ¤re, das heisst, ob das Abkommen auf die Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers und damit auf ihre FamilienangehÃ¶rigen nach Art. 3 Anhang I FZA Anwendung fÃ¤nde. Die Berufung auf das FreizÃ¼gigkeitsrecht gegenÃ¼ber einem andern als dem Herkunftsstaat setzt einen ausreichenden Auslandsbezug voraus, der bereits im Fall einer tatsÃ¤chlichen oder konkret beabsichtigten Aufnahme einer ErwerbstÃ¤tigkeit in einem andern Vertragsstaat als dem Herkunftsstaat vorliegt (VGr, 22. Oktober 2003, VB.2003.00175, E. 2+3, www.vgrzh.ch; BGr, 9. Dezember 2002, 2A.585/2002, E. 2.2, www.bger.ch; Dietrich, S. 233 ff., besonders 236 ff.). Die Ehegattin des BeschwerdefÃ¼hrers verfÃ¼gt neben dem schwei­zerischen BÃ¼rgerrecht, das sie durch ihre erste Ehe erworben hat, auch Ã¼ber die nieder­lÃ¤ndische StaatsangehÃ¶rigkeit, und es ist davon auszugehen, dass sie in der Schweiz eine ErwerbstÃ¤tigkeit ausÃ¼bt oder zumindest nach Inkrafttreten des FreizÃ¼gigkeitsabkommens noch ausgeÃ¼bt hat. GemÃ¤ss einem â im Sinn von Art. 16 Abs. 2 FZA zu beachtenden â Entscheid des EuropÃ¤ischen Gerichtshofs gelten die aus der FreizÃ¼gigkeit abgeleiteten Rechte fÃ¼r sÃ¤mtliche StaatsangehÃ¶rigen eines Mitgliedstaats, die von dieser Gebrauch gemacht haben, unabhÃ¤ngig von einem spÃ¤teren Erwerb des BÃ¼rgerrechts des Aufenthaltsstaats (EuGH, 23. Februar 1994, Scholz, C-419/92, Ziff. 8 f., http://curia.eu.int; vgl. Dietrich, S. 236 f.). Daraus kann gefolgert werden, dass die AnsprÃ¼che aus dem FreizÃ¼gigkeitsabkommen bestehen bleiben, wenn StaatsangehÃ¶rige eines Vertragsstaats das schweizerische BÃ¼rgerrecht erwerben (Walter KÃ¤lin, Die Bedeutung des FreizÃ¼gigkeitsabkommens fÃ¼r das AuslÃ¤nderrecht, in: Thomas Cottier/Matthias Oesch [Hrsg.], Die sektoriel­len Abkommen SchweizâEG, BTJP 2002, Bern 2002, S. 11 ff., 14). Allerdings hat vorliegend die Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers bereits vor dem Inkrafttreten des FreizÃ¼gigkeitsabkommens das Schweizer BÃ¼rgerrecht er­wor­ben und in der Schweiz Wohnsitz genommen. Also wohnte und arbeitete sie im Zeitpunkt des Inkrafttretens des Abkommens nicht gestÃ¼tzt auf ein sich daraus ergebendes Aufenthaltsrecht in der Schweiz (vgl. BGr, 4. November 2003, 2A.91/2003, E. 3.4, www.bger.ch), sondern aufgrund ihres Schweizer BÃ¼rgerrechts. Aus dem vorn 2.1 ausgefÃ¼hrten Grund kann jedoch â wie erwÃ¤hnt â offen gelassen werden, ob sie deshalb als Adressatin der Rechte des FreizÃ¼gigkeitsabkommens ausser Betracht fÃ¤llt (vgl. auch VGr, 22. Oktober 2003, VB.2003.00175, besonders E. 3a, 4b+f+g, www.vgrzh.ch, wo allerdings bereits die AusÃ¼bung einer ErwerbstÃ¤tigkeit durch die betreffende Person verneint worden war).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Weil das FreizÃ¼gigkeitsabkommen hier keine weiter gehenden oder anderen AnsprÃ¼che gewÃ¤hrt als das nationale Recht und somit bereits deshalb nicht anwendbar ist, erÃ¼brigt sich auch eine vertiefte Auseinandersetzung mit einem neuen Leitentscheid des Bun­des­gerichts betreffend den Familiennachzug gemÃ¤ss dem Abkommen. Laut diesem Entscheid sollen sich die vom FreizÃ¼gigkeitsabkommen gewÃ¤hrten AnsprÃ¼che beim Nachzug von An­gehÃ¶rigen aus Drittstaaten nur dann verwirklichen, wenn die DrittstaatsangehÃ¶rigen sich zuvor rechtmÃ¤ssig aufgrund des jeweiligen nationalen Rechts in einem Vertragsstaat des FreizÃ¼gig­keits­abkommens aufgehalten haben (BGr, 4. November 2003, 2A.91/2003, E. 3.6.3 f., www.bger.ch, unter Hinweis auf EuGH, 23. September 2003, Akrich, C-109/01, http://curia.eu.int = EuGRZ 2003 S. 607). Da­raus folgte, dass der Nachzug von DrittstaatsangehÃ¶rigen, die sich bislang nicht rechtmÃ¤ssig im Vertragsgebiet aufhielten, eine Grundlage im nationalen Recht des zustÃ¤ndigen Aufenthaltsstaats haben mÃ¼sste, obwohl sich dies dem Wortlaut von Art. 3 Anhang I FZA nicht entnehmen lÃ¤sst (kritisch Marc Spescha, Bemerkungen [zu BGr, 4. November 2003, 2A.91/2003, www.bger.ch], AJP 2004, S. 93 ff.). </p> <p class="Erwgung1"><a id="_Ref66768975"><b>3. </b> </a></p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Der Anspruch auslÃ¤ndischer Ehegattinnen und ‑gatten von Schweizer BÃ¼rgern bzw. BÃ¼rgerinnen auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung einer Aufenthaltsbewilligung gemÃ¤ss Art. 7 Abs. 1 ANAG hÃ¤ngt â an­ders als der aus Art. 8 Abs. 1 EMRK folgende Anspruch â im Allgemeinen nicht davon ab, ob die Ehe intakt ist und tatsÃ¤chlich ge­lebt wird. Nach Art. 7 Abs. 2 ANAG besteht allerdings dann kein Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbe­willigung, wenn die Ehe eingegangen worden ist, um die Vorschrif­ten Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung von AuslÃ¤ndern zu umgehen. Erfasst wird davon ins­be­son­dere die so ge­nann­te Scheinehe. Auch wenn die Ehe nicht bloss zum Schein einge­gangen worden ist, braucht auslÃ¤ndischen StaatsangehÃ¶rigen, die nicht mehr mit ihrem schweizerischen Gatten bzw. ihrer schweizerischen Gattin zusammenleben, der Aufenthalt nicht auf jeden Fall weiterhin gestattet zu werden. Zu prÃ¼fen bleibt bei Vor­lie­gen entsprechender Anhalts­punkte, ob sich die Berufung auf die Ehe nicht als rechtsmiss­brÃ¤uchlich er­weist (BGE 128 II 145 E. 2.1, 127 II 49 E. 4a+5a mit weitern Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die Vorinstanz zÃ¤hlt verschiedene Indizien dafÃ¼r auf, dass der Wille des BeschwerdefÃ¼hrers im Zeitpunkt der Heirat nicht auf die FÃ¼hrung einer Ehegemeinschaft ausgerichtet war. So musste er damals mit der Wegweisung rechnen, nachdem ihm im Asyl­verfahren anlÃ¤sslich der Befragung vom 12. August 2000 Falschaussagen und die Verwendung gefÃ¤lschter Ausweispapiere vorgeworfen worden waren; gegen einen Ehewillen beim BeschwerdefÃ¼hrer sprechen sodann der beachtliche Altersunterschied zwischen ihm und seiner Ehefrau, die kurze Dauer des Zusammenlebens und die Aussagen der Ehefrau. Umgekehrt hatten die Eheleute vor der Heirat bereits einige Monate lang eine Beziehung gepflegt. Mit der Vorinstanz kann die Frage nach dem Ehewillen des BeschwerdefÃ¼hrers jedoch offen gelassen werden, da dessen Berufung auf seine Ehe jedenfalls rechtsmissbrÃ¤uchlich ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Rechtsmissbrauch liegt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts dann vor, wenn die Person auslÃ¤ndischer StaatsangehÃ¶rigkeit sich im fremdenpolizeilichen Verfahren auf eine Ehe beruft, die nur noch formell und ohne Aussicht auf Aufnahme bzw. Wiederaufnahme einer ehelichen Gemeinschaft besteht. Rechtsmissbrauch darf allerdings nicht leichthin angenommen werden, namentlich nicht schon deshalb, weil die Ehegatten nicht mehr zusammenleben oder ein Eheschutz- oder Scheidungsverfahren eingeleitet worden ist. Der Gesetzgeber hat bewusst darauf verzichtet, die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung vom ehelichen Zusammenleben abhÃ¤ngig zu machen, weil die auslÃ¤ndischen StaatsangehÃ¶rigen nicht von der WillkÃ¼r ihrer schweizerischen Ehegatten abhÃ¤ngen sollen. Erforderlich sind konkrete Hinweise darauf, dass die Ehegatten keine eigentliche Lebensgemeinschaft (mehr) fÃ¼hren wollen, sondern die Berufung auf die Ehe nur aus fremdenpolizeilichen Ãberlegungen erfolgt (BGE 128 II 145 E. 2.2 mit weitern Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Die Kritik des BeschwerdefÃ¼hrers an dieser Praxis Ã¼berzeugt nicht.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer beruft sich auf BGE 118 Ib 145 E. 3, wo darauf hingewiesen wurde, dass die eidgenÃ¶ssischen RÃ¤te bei der Schaffung von Art. 7 ANAG in der heute geltenden Fassung vom 23. MÃ¤rz 1990 der Ansicht gewesen waren, dass die Anwesenheitsberechtigung der auslÃ¤ndischen Ehegatten nicht vom guten Willen der schweizerischen abhÃ¤ngen solle, weshalb auch eine faktische oder rechtliche Ehetrennung nicht zur Entfernung der auslÃ¤ndischen StaatsangehÃ¶rigen fÃ¼hren solle. Die spÃ¤tere Praxis widerspreche, so der BeschwerdefÃ¼hrer, diesem Willen des Gesetzgebers. Im Ergebnis werde nach einer Ehetrennung der Rechtsmissbrauch vermutet; derartige gesetzliche Vermutungen dÃ¼rften jedoch nicht durch die Rechtsprechung eingefÃ¼hrt werden (vgl. auch die vom BeschwerdefÃ¼hrer angerufene Literatur: Peter NiderÃ¶st, Bemerkungen [zu BGr, 4. Februar 2000, 2A.546/1999, www.bger.ch], AJP 2000, S. 1006 ff.; Marc Spescha, LÃ¼ckenfÃ¼llung und Rechtsmissbrauch im AuslÃ¤nderrecht, AJP 2002, S. 1419 ff., 1424 ff.).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.2 </b>ZunÃ¤chst ist festzuhalten, dass die Praxis BGE 118 Ib 145 nicht widerspricht. In jenem Entscheid bejahte das Bundesgericht bei der EintretensprÃ¼fung unter Hinweis auf die Materialien, dass bei der Schaffung von Art. 7 ANAG bewusst darauf verzichtet worden sei, das eheliche Zusammenleben zur Voraussetzung eines Anwesenheitsanspruchs zu machen. Art. 7 ANAG enthalte daher grundsÃ¤tzlich fÃ¼r die rechtliche Dauer der Ehe einen An­spruch des auslÃ¤ndischen Ehepartners bzw. der auslÃ¤ndischen Ehepartnerin auf eine Aufenthaltsbewilligung, selbst wenn die Eheleute nicht mehr zusammenleben sollten. Ausser den in Art. 7 ANAG selbst ausdrÃ¼cklich vorgesehenen Ausnahmen wurde aber der Rechts­missbrauch bereits als Schranke des Aufenthaltsanspruchs genannt (BGE 118 Ib 145 E. 3d).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.3 </b>Sodann rennt die Kritik des BeschwerdefÃ¼hrers an der Praxis insofern offene TÃ¼ren ein, als ein Rechtsmissbrauch keineswegs bereits dann vermutet wird, wenn keine Lebensgemeinschaft mehr vorliegt (vgl. auch NiderÃ¶st, S. 1008; Spescha, S. 1427; An­dreas ZÃ¼nd, Beendigung der auslÃ¤nderrechtlichen Anwesen­heitsberech­tigung, in: Bernhard Ehrenzeller [Hrsg.], Aktuelle Fragen des schweizerischen AuslÃ¤nderrechts, St. Gallen 2001, S. 127 ff., 173 f.). Die Praxis geht erst dann von einem Rechtsmissbrauch aus, wenn sich der oder die auslÃ¤ndische StaatsangehÃ¶rige im fremdenpolizeilichen Verfahren auf eine Ehe beruft, die nicht mehr gelebt wird, und wenn realistischerweise nicht mehr mit einer Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft gerechnet werden kann. Diese Voraussetzungen werden nicht bereits im Fall einer Ehetrennung oder Einreichung einer Scheidungsklage bejaht; vielmehr ist ihr Vorliegen stets im Einzelnen zu prÃ¼fen (vgl. etwa VGr, 30. Juli 2003, VB.2003.00198, E. 4c, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.4 </b>Wenn der BeschwerdefÃ¼hrer schliesslich geltend macht, die Annahme eines Rechts­missbrauchs wÃ¤hrend der vierjÃ¤hrigen Trennungsfrist nach Art. 114 des Zivilgesetzbuchs (ZGB) verstosse gegen das Prinzip der Einheit der Rechtsordnung, so Ã¼bersieht er, dass zwischen dem Bestand der Ehe und der Anwesenheitsberechtigung des auslÃ¤ndischen Ehegatten zu unterscheiden ist. Diese bei­den Fragen sind aufgrund unterschiedlicher Gesetzeszwecke und Interessen zu beurteilen. Art. 114 ZGB entsprang der Absicht des Gesetzgebers, die ScheidungsgrÃ¼nde weitgehend zu formalisieren, um Streitigkeiten hierÃ¼ber mÃ¶glichst zu vermeiden (Thomas Sutter/Dieter Freiburghaus, Kommentar zum neuen Scheidungsrecht, ZÃ¼rich 1999, Art. 114 N. 4; Botschaft des Bundesrats vom 15. November 1995 Ã¼ber die Ãnderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, BBl 1996 I 1 ff., 90); die Trennungszeit dient dem formalisierten Nach­weis der ZerrÃ¼ttung (Regula Rhiner, Die Scheidungsvoraussetzungen nach revidiertem Schweizerischem Recht [Art. 111-116 ZGB], ZÃ¼rich 2001, S. 249). Art. 7 ANAG will dem­gegenÃ¼ber das Familienleben in der Schweiz ermÃ¶glichen (vgl. BGE 127 II 49 E. 5d). Aus dem Zweck von Art. 114 ZGB ergibt sich, dass diese Bestimmung die Schutzwirkung von Art. 7 ANAG nicht verstÃ¤rkt. Auch innerhalb der vierjÃ¤hrigen Trennungszeit nach Art. 114 ZGB kann eine Berufung auf Art. 7 Abs. 1 ANAG grundsÃ¤tzlich rechtsmissbrÃ¤uchlich sein (vgl. BGr, 29. Januar 2003, 2A.33/2003, E. 2.1.2, www.bger.ch; BGE 128 II 145 E. 2.2). Binationale Ehen werden auch nicht anders behandelt als solche zwischen schweizerischen StaatsangehÃ¶rigen: Die Ehe als solche wird durch das vorliegende Verfahren nicht berÃ¼hrt; ihre Wirkungen bleiben fÃ¼r schweizerische und fÃ¼r auslÃ¤ndische StaatsangehÃ¶rige die gleichen. Vorliegend ist jedoch nicht Ã¼ber die Ehe, sondern Ã¼ber das Anwesenheitsrecht des BeschwerdefÃ¼hrers zu entscheiden, und im Bereich von Einreise, Aufenthalt und Ausreise sind aus­lÃ¤ndische StaatsangehÃ¶rige den Schweizerinnen und Schweizern unter Vorbehalt staatsvertraglicher Regelungen von vornherein nicht gleichgestellt (vgl. Art. 24 und 121 BV).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.5.1 </b>Folglich ist zu prÃ¼fen, ob die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen ist, dass der BeschwerdefÃ¼hrer rechtsmissbrÃ¤uchlich handelte, indem er den geltend gemachten Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung gemÃ¤ss Art. 7 Abs. 1 ANAG auf seine Ehe abstÃ¼tzte. Es liegt im Wesen der Sache begrÃ¼ndet, dass die Elemente einer Ehe, die Ã¼ber die Ã¤ussere Rechtsform hinausgehen, als innere und private VorgÃ¤nge einer strengen Be­weis­fÃ¼hrung entzogen sind. Es ist zulÃ¤ssig, auf Ã¤ussere Indizien abzustellen, die nach allgemeiner Erfahrung auf innere VorgÃ¤nge schliessen lassen (vgl. BGE 128 II 145 E. 2.3, 127 II 49 E. 5a). Solche Indizien kÃ¶nnen etwa sein: Zeitpunkt und UmstÃ¤nde der Eheschliessung, Verhalten der Eheleute nach der Heirat, Reaktion auf die Scheidungsklage des schweizerischen Ehegatten, Erkenntnisse eines Scheidungs- oder Trennungsurteils zur ZerrÃ¼ttung der Ehe, Aufgabe des Scheidungswiderstands nach Erreichen der fÃ¼nfjÃ¤hrigen Ehedauer (vgl. Marc Spescha/Peter StrÃ¤uli, AuslÃ¤nderrecht, ZÃ¼rich 2001, S. 35 f.).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.5.2 </b>Die Ehe wurde am 13. Juni 2001 in Lagos geschlossen, nachdem sich der BeschwerdefÃ¼hrer und seine spÃ¤tere Ehefrau im Dezember 2000 kennengelernt und in der Folge eine Liebesbeziehung begonnen hatten. Das eheliche Zusammenleben wurde wohl am 14. De­zem­ber 2001 aufgenommen, nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer, der bei seiner neuerlichen Einreise in die Schweiz festgenommen worden war, aus der Untersuchungshaft entlassen worden war.</p> <p class="Urteilstext">Die Ehefrau gab gegenÃ¼ber der Beschwerdegegnerin an, dass ihr "ziemlich schnell" danach deutlich geworden sei, dass der BeschwerdefÃ¼hrerin sie nicht um ihrer selbst willen geheiratet habe. Ende Juni oder Anfang Juli 2002 wurde die Ehegemeinschaft aufgegeben. In ihren drei Stellungnahmen zuhanden der Beschwerdegegnerin vom Dezember 2002, vom Februar 2003 und vom 20. Juni 2003 gab die Ehefrau unmissverstÃ¤ndlich an, dass keine Beziehung mehr bestehe und sie eine solche unter keinen UmstÃ¤nden wieder eingehen wÃ¼rde. Eine Scheidungsklage habe sie nur deshalb noch nicht eingereicht, weil eine solche vor Ablauf der vierjÃ¤hrigen Trennungszeit nach Art. 114 ZGB keine Aussicht auf Erfolg habe. </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer wendet hiergegen ein, seine Ehefrau habe ihn regelmÃ¤ssig angerufen und sich nach seinem Wohlbefinden erkundigt. Im November 2002 habe sie ihm sogar eine teure Winterjacke und selber genÃ¤hte BettwÃ¤sche geschenkt. Die Ehefrau gab in ihren Schreiben vom Dezember 2002 und vom 20. Juni 2003 an, sie habe den BeschwerdefÃ¼hrer vielleicht zweimal angerufen, um ihm mitzuteilen, dass er seine Sachen vor ihrer TÃ¼re abholen kÃ¶nne. Nachdem sie von der Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 2. Juni 2003 nach den angeblichen Geschenken gefragt worden war, fÃ¼hrte sie in ihrem Antwortschreiben vom 20. Juni 2003 aus, dass Mantel und BettwÃ¤sche alt gewesen seien und sie diese Sachen fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer vor ihre TÃ¼r gestellt habe, weil sie nichts mehr im Haus haben wollte, das "mit seiner Energie aufgeladen" gewesen sei. Seine Telefonanrufe habe sie einige Zeit entgegengenommen, weil er ihr noch 17'000.- Franken geschuldet habe.</p> <p class="Urteilstext">Die Angaben der Ehefrau sind klar und widerspruchsfrei. Jedenfalls hat sie in allen drei Stellungnahmen kategorisch abgelehnt, die Beziehung mit dem BeschwerdefÃ¼hrer wieder aufzunehmen. Aus ihren deutlichen Worten kann nur der Schluss gezogen werden, dass ihr Ehewille definitiv erloschen ist. Somit ist auch unerheblich, ob sie tatsÃ¤chlich â wie der BeschwerdefÃ¼hrer vorbringt â seit der Trennung keine andere Beziehung mehr eingegangen ist.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.5.3 </b>Massgebend ist allerdings nicht allein das ErlÃ¶schen des Ehewillens bei der schwei­zerischen Ehegattin. Die VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung ist nur dann zu verweigern, wenn zwischen den Eheleuten keinerlei Gemeinschaft mehr besteht, wenn Hoff­nungen auf eine solche realis­­tischerweise nicht mehr gehegt werden kÃ¶nnen und wenn der auslÃ¤ndische Ehegatte sich darÃ¼ber im Klaren sein muss. Der Ehewille des auslÃ¤n­di­schen Ehegatten kann hingegen gemÃ¤ss der Rechtsprechung nicht als ausschlaggebend angesehen werden, wenn die ehe­liche Gemeinschaft unwiderruflich beendet ist (vgl. BGE 128 II 145 E. 3.4, 127 II 49 E. 5d).</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer versichert, er versuche ehrlich und unaufhÃ¶rlich, seine Ehefrau wiederzugewinnen. In diesem Sinn hat er sich bereits im Verfahren vor der Beschwerdegegnerin und vor dem Regierungsrat geÃ¤ussert. Er rufe seine Ehefrau regelmÃ¤ssig an, lade sie zum Essen ein und besuche sie zu ihrem Geburtstag. Seine Ehefrau bestÃ¤tigte, dass er â zumindest im ersten halben Jahr nach der Trennung â regelmÃ¤ssig angerufen habe und sie (wenigstens einmal und im Ãbrigen erfolglos) zum Essen eingeladen habe. An ihrem Geburtstag sei es zu einer kurzen Begegnung gekommen, als er ihr eine GlÃ¼ckwunschkarte Ã¼berbracht habe. GemÃ¤ss der Stellungnahme der Ehefrau vom 20. Juni 2003 hatte der BeschwerdefÃ¼hrer sie Anfang Februar 2003 gebeten, "pro forma" zu erklÃ¤ren, "dass unsere Beziehung doch eine Chance hÃ¤tte", was sie klar verweigert habe. Danach habe sie bis Mitte Juni 2003 nichts mehr von ihm gehÃ¶rt.</p> <p class="Urteilstext">Die Aussagen des BeschwerdefÃ¼hrers und seiner Ehefrau sind in Bezug auf die Ã¤usseren AblÃ¤ufe komplementÃ¤r. WidersprÃ¼che ergeben sich allerdings bezÃ¼glich der Motivation des BeschwerdefÃ¼hrers: Seiner Behauptung, er wolle seine Ehefrau zurÃ¼ckgewinnen, steht ihre Aussage gegenÃ¼ber, er habe sie gebeten, "pro forma" eine Chance auf Wiedervereinigung einzurÃ¤umen, was der BeschwerdefÃ¼hrer wiederum als "frei erfunden" bezeichnet. Aufgrund der Interessenlage der Beteiligten sind allerdings die Aussagen der Ehefrau generell glaubwÃ¼rdiger als jene des BeschwerdefÃ¼hrers, der im Ãbrigen bereits im Asylverfahren nachweislich und eingestandenermassen falsche Angaben gemacht und einen ge­fÃ¤lsch­ten IdentitÃ¤tsausweis verwendet hat.</p> <p class="Urteilstext">Die Frage nach der Motivation des BeschwerdefÃ¼hrers bei den telefonischen Kontakten mit seiner Ehefrau kann jedoch offen bleiben: GemÃ¤ss den Aussagen der Ehefrau bestehen jedenfalls seit Anfang 2003 keine nennenswerten Kontakte. In der Beschwerdeschrift vom Januar 2004 wird dies implizit eingerÃ¤umt, indem die Schilderung der Kontakte zwischen den Eheleuten praktisch wÃ¶rtlich aus der Rekursschrift vom 4. April 2003 Ã¼bernommen wurde; es finden sich keine Hinweise, dass auf weniger lang zurÃ¼ckliegende BemÃ¼hungen des BeschwerdefÃ¼hrers um Wiedervereinigung Bezug genommen wÃ¼rde.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.5.4 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht schliesslich geltend, nach einer Trennungsdauer von nur anderthalb Jahren kÃ¶nne nicht davon ausgegangen werden, dass eine Wiedervereinigung offensichtlich ausgeschlossen sei. Bereits die Vorinstanz hat allerdings darauf hingewiesen, dass die Trennungsdauer vor dem Hintergrund der gesamten Beziehungsdauer von ebenfalls etwa anderthalb Jahren und der Dauer der ehelichen Gemeinschaft von rund einem halben Jahr zu betrachten ist. Eine besondere Tiefe hat die Beziehung nach den Aussagen der Ehefrau nie erreicht. Unter diesen UmstÃ¤nden darf die Trennungsdauer von anderthalb Jahren als weiteres Indiz fÃ¼r das Fehlen realistischer Wiedervereinigungschancen angesehen werden.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.5.5 </b>Zusammenfassend: Der BeschwerdefÃ¼hrer kann angesichts des kurzen ehelichen Zusammenlebens von rund einem halben Jahr, der verhÃ¤ltnismÃ¤ssig langen Trennungszeit von mittlerweile Ã¼ber anderthalb Jahren, des Fehlens jeder seelisch-geistigen NÃ¤he zwischen den Ehegatten sowie des klarerweise erloschenen Ehewillens seiner Gattin realistischerweise nicht mehr mit einer Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft rechnen. Dies muss dem BeschwerdefÃ¼hrer bewusst sein; daraus, dass innerhalb des letzten Jahres keine nennenswerten Kontakte zwischen den Eheleuten mehr stattgefunden haben, kann im Ãbrigen auch der Schluss gezogen werden, dass er sich damit abgefunden hat. Die vom BeschwerdefÃ¼hrer infolge seiner Ehe geltend gemachte Aufenthaltsberechtigung vermÃ¶chte ihm nicht mehr zur WeiterfÃ¼hrung dieser Ehe zu verhelfen. Die Berufung auf die Ehe zur BegrÃ¼ndung einer Anwesenheitsberechtigung nach Art. 7 Abs. 1 ANAG ist deshalb im vorliegenden Fall als rechtsmissbrÃ¤uchlich zu werten, was zur Abweisung der Beschwerde fÃ¼hrt (vgl. auch BGr, 16. Mai 2003, 2A.86/2003, E. 3, www.bger.ch).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Da die BehÃ¶rden von Bundesrechts wegen nicht zur Bewilligungserteilung verpflichtet waren, ist eine ÃberprÃ¼fung des vorinstanzlichen Ermessensentscheids durch das Verwaltungsgericht ausgeschlossen (§ 43 Abs. 1 lit. h in Verbindung mit Abs. 2 VRG; BGE 128 II 145 E. 3.5; vgl. zur BegrÃ¼ndung auch Martin Bertschi/Thomas GÃ¤chter, Der Anwesenheitsanspruch aufgrund der Garantie des Privat- und Familienlebens, ZBl 104/2003, S. 225 ff., 264 f.). Der BeschwerdefÃ¼hrer setzt sich denn auch mit der umfassenden InteressenabwÃ¤gung der Vorinstanz nicht auseinander. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt eine persÃ¶nliche AnhÃ¶rung. Da der massgebende Sachverhalt genÃ¼gend erstellt ist, ist eine AnhÃ¶rung Ã¼berflÃ¼ssig und damit verzichtbar (vgl. Michele Albertini, Der verfassungs­mÃ¤s­sige Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r im Verwaltungsverfahren des modernen Staates, Bern 2000, S. 372 f.; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 60 N. 5+11). Der Beweisantrag ist daher abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer stellt einen Antrag auf unentgeltliche Rechtspflege und unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung. Die entsprechenden AnsprÃ¼che richten sich nach der Mindestgarantie von Art. 29 Abs. 3 BV bzw. nach § 70 in Verbindung mit § 16 VRG.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Nach § 16 Abs. 1 VRG â der insoweit mit Art. 29 Abs. 3 BV Ã¼bereinstimmt â ist Privaten auf entsprechendes Gesuch hin die Bezahlung von Verfahrenskosten zu er­las­sen, wenn ihnen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und ihr Begehren nicht offensichtlich aus­sichts­los er­scheint. Unter denselben Voraussetzungen gewÃ¤hrt § 16 Abs. 2 VRG darÃ¼ber hinaus eine unentgeltliche Prozess­vertre­tung, sofern die darum nachsuchende Partei zur Wahrung ihrer Rechte einer Rechts­vertretung bedarf, weil ihre Interessen in schwerwiegender Weise betroffen sind und die sich stellenden Rechtsfragen fÃ¼r die nicht rechtskundige Partei nicht leicht zu beantworten sind (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 16 N. 39+41).</p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer gibt an, zwar seit MÃ¤rz 2003 keine FÃ¼rsorgeleistungen mehr zu beziehen â wobei er immerhin im Herbst 2003 wieder ein entsprechendes Gesuch stellte â, jedoch immer noch in knappen finanziellen VerhÃ¤ltnissen zu leben. Abgesehen von der BestÃ¤tigung der zustÃ¤ndigen Sozialberatung vom 26. Februar 2003, wonach der BeschwerdefÃ¼hrer seit Juli 2002 unterstÃ¼tzt werde, und der jedenfalls im Grundsatz nicht bestrittenen Aussage der Ehefrau, er schulde ihr noch 17'000.- Franken, sind den Akten keine konkreten Angaben zu den finanziellen VerhÃ¤ltnissen des BeschwerdefÃ¼hrers zu entnehmen. Die Frage, ob dieser mittellos ist, braucht hier jedoch nicht beantwortet zu werden: Angesichts der gefestigten Praxis zur rechtsmissbrÃ¤uchlichen Berufung auf eine inhaltsleer gewordene Ehe einerseits und der UmstÃ¤nde des konkreten Falls anderseits war seine Beschwerde von vornherein aussichtslos. Das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung ist demnach abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Verfahrensausgang sind dem BeschwerdefÃ¼hrer die Kosten aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG) und bleibt ihm eine ParteientschÃ¤digung versagt (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>Das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und RechtsverbeistÃ¤ndung wird abgewiesen;</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, sofern auf sie einzutreten ist.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf<br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Urteilstext">6. â¦</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>