<h2>SubmittedText<h2><p>Ich ersuche den Bundesrat, Artikel 78 Absatz 4 der Verordnung über die Krankenversicherung dahingehend zu ändern, dass die Reserven der sozialen Krankenversicherung nicht mehr aufgrund der geschuldeten Prämien, sondern auf den Ausgaben des letzten Rechnungsjahres berechnet werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Wie bereits in den Antworten zur Interpellation Friderici 96.3150 und zur Empfehlung Rochat 96.3084 ausgeführt, wird die Höhe der Reservenquote nach dem geltenden Recht (Art. 78 Abs. 4 KVV) aufgrund der geschuldeten Prämien (Prämiensoll) bemessen, während im alten Recht - wie die Motionärin festhält - dafür die Gesamtausgaben zugrunde gelegt wurden. </p><p>Die geltende Regelung beruht auf den Vorschlägen einer Expertengruppe, welche das Finanzierungsverfahren in der Krankenversicherung im Rahmen der Revision des Krankenversicherungsgesetzes überprüft und auch das optimale Verfahren für die Reservenberechnung untersucht hat. Ausschlaggebend für die heutige Berechnungsart waren rein versicherungstechnische und von den Sachverständigen anerkannte Überlegungen. </p><p>Der Bundesrat ist bereit, erneut zu prüfen, ob die finanzielle Sicherheit der Krankenversicherer auch mit einer anderen Berechnungsart der Reservenquote gewährleistet werden kann.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.