Abteilung II B-6501/2007 {T 0/2} U r t e i l v o m 3 . S e p t e m b e r 2 0 0 8 Richter Frank Seethaler (Vorsitz), Richter Jean- Luc Baechler, Richterin Eva Schneeberger, Gerichtsschreiber Kaspar Plüss. 1. C._______, 2. Z._______ AG in Liquidation, beide vertreten durch Frau Rechtsanwältin Beate Christine Müller, D-88662 Überlingen, per Adresse ..., Beschwerdeführende, gegen Eidgenössische Bankenkommission (EBK) , Schwanengasse 12, Postfach, 3001 Bern, Vorinstanz. unerlaubter Effektenhandel / Konkurseröffnung bzw. Liquidation / Werbeverbote. B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l Besetzung Parteien GegenstandB-6501/2007 Sachverhalt: A.a Die Vorinstanz wurde im Jahr 2006 durch das Untersuchungsrich- teramt des Kantons Zug sowie durch mehrere Hinweise von Privatper- sonen darauf aufmerksam gemacht, dass die Elvestus Marketing & Vertrieb AG (Elvestus; Risch) sowie die Y._______ AG seit längerer Zeit mit Aktien der NicStic AG (Nicstic; Zürich) handelten. Aufgrund der Aktenlage bestand der dringende Verdacht, dass die Elvestus und die Y._______ AG ohne Bewilligung als Emissionshäuser tätig waren, in- dem sie von verschiedenen Unternehmen neu geschaffene Effekten übernahmen und diese Aktien sodann aufgrund eines öffentlichen An- gebots Dritten verkauften. Am 8. März 2007 setzte die Vorinstanz mit superprovisorischer Verfügung Rechtsanwältin U1_______ als Unter- suchungsbeauftragte ein, um die Geschäftstätigkeit und die finanzielle Lage der Elvestus und der Y._______ AG (sowie der damit verbunde- nen Personen und Gesellschaften) abzuklären. Im Verlauf der Ermitt- lungen wurden im Mai und Juni 2007 zwei weitere Untersuchungsbe- auftragte eingesetzt (Rechtsanwalt U2_______ sowie Rechtsanwalt U3_______), und der Verdacht betreffend illegaler Effektenhändlertä- tigkeit wurde ausgeweitet. In die Untersuchung einbezogen wurden die Nicstic sowie (u.a.) folgende weitere natürlichen und juristischen Per- sonen: A.X._______, B.X._______, C._______ (der Beschwerdeführer 1), D._______, E._______, F._______, G._______, H._______, I._______, Herma AG (Herma; Sarnen), Hematec Holding AG (Hema- tec; Hünenberg), Bel Air Management AG (Bel Air; Knonau), Quiver United AG (Quiver; Risch), Ü._______ AG sowie Z._______ AG (die Beschwerdeführerin 2). Als superprovisorische Massnahme wurde den Organen der betroffenen Aktiengesellschaften untersagt, ohne Zustim- mung des jeweiligen Untersuchungsbeauftragten weitere Rechtshand- lungen für die Gesellschaft zu tätigen. Ferner wurden die Untersu- chungsbeauftragten ermächtigt, für die betroffenen natürlichen Perso- nen zu handeln. Am 30. August 2007 erliess die Vorinstanz eine Verfügung, die den so- eben erwähnten 18 (natürlichen und juristischen) Personen eröffnet wurde. Darin stellte die Vorinstanz fest, dass 14 der 18 Verfügungsad- ressaten ohne Bewilligung gewerbsmässig Effektenhändlertätigkeiten ausgeübt und damit gegen das Börsengesetz verstossen hätten. Per 31. August 2007 (8 Uhr) ordnete die Vorinstanz die Konkurseröffnung über die 6 überschuldeten Gesellschaften sowie die Liquidation der 3 Seite 2B-6501/2007 nicht überschuldeten Gesellschaften an (Publikation am 7. September 2007 auf der Homepage der Vorinstanz und im Schweizerischen Han- delsamtsblatt), setzte Konkursliquidatoren ein, verfügte die Einstellung der Geschäftstätigkeiten, verbot die Annahme von Kundengeldern und untersagte den 9 natürlichen Personen (unter Androhung strafrechtli- cher Sanktionen) die Ausübung einer bewilligungspflichtigen Effekten- händlertätigkeit sowie die Werbung für solche Tätigkeiten. Betreffend Liquidations- und Konkursmassnahmen ordnete die Vorinstanz die so- fortige Vollstreckung der Verfügung an, wobei sie die Konkursliquidato- ren anwies, die Verwertungshandlungen auf sichernde und werterhal- tende Massnahmen im In- und Ausland zu beschränken. Die Vorinstanz begründete ihre Verfügung damit, 14 der 18 Verfü- gungsadressaten hätten ein Emissionshaus betrieben, ohne über eine Bewilligung für gewerbsmässige Effektenhändlertätigkeiten zu verfü- gen. Die betroffenen Gesellschaften und Personen seien gemäss stän- diger Praxis als Gruppe zu betrachten, da zwischen ihnen enge Ver- bindungen bestünden aufgrund von gegenseitigen Beteiligungen, Übereinstimmungen bei den Domizilen und koordinierten Handelstätig- keiten. Es sei immer nach dem gleichen Grundmuster gehandelt wor- den: Die involvierten Personen hätten jeweils nicht-börsenkotierte Akti- en von einer nahestehenden Gesellschaft übernommen. Die Bezah- lung sei durch Verrechnung mit bestehenden Forderungen, deren Werthaltigkeit zweifelhaft sei, erfolgt. Anschliessend seien die Aktien - wiederum durch Verrechnung - an eine nahestehende Gesellschaft verkauft worden, letztlich mit dem Ziel, dass eine Gesellschaft der Gruppe die Aktien aufgrund eines öffentlichen Angebots an Dritte ver- kaufe. Der Verkaufserlös habe in der Regel ein Vielfaches des Nenn- wertes der Aktien betragen; gemäss Untersuchungsbericht (C 01 365) betrug etwa der Preis einer Nicstic-Aktie bei der Ausgabe Fr. 0.10, im Primärhandel Fr. 4.- bis Fr. 15.- und beim Verkauf an Dritte bis zu Fr. 25.-. Insgesamt seien 185 Mio. Aktien zum Verkauf bereitgestellt wor- den und mindestens 540 Anleger hätten Aktien gekauft; nicht restlos geklärt worden sei die Frage, wie viele Aktien letztlich verkauft worden seien, wie viel Geld damit umgesetzt wurde und wie die Gelder an- schliessend verwendet worden seien. Insgesamt rechtfertige sich die Liquidation der betroffenen Gesellschaften, wobei in Überschuldungs- fällen der Konkurs zu eröffnen sei. Ferner sei die Auferlegung eines Effektenhandels- und Werbeverbots betreffend die involvierten natürli- chen Personen angebracht; diese Massnahme diene dem Anleger- Seite 3B-6501/2007 schutz und sei gerechtfertigt aufgrund der Gefahr, dass die Betroffe- nen ihre Tätigkeiten in anderer Form und im Namen anderer Gesell- schaften weiterführen würden. A.b Die beiden Beschwerdeführenden gehören zu den 18 Verfügungs- adressaten. Der Beschwerdeführer 1 ist Alleinaktionär und einziger Verwaltungsrat der Beschwerdeführerin 2. Gemäss Angaben der Vorin- stanz hält der Beschwerdeführer 1 Aktien der Hematec und Nicstic, ist an der Bel Air beteiligt und eng mit der Gruppe Elvestus (um B.X._______) verbunden. Die Beschwerdeführerin 2 ist eine seit dem 1. April 2005 im Handelsregister des Kantons Zug eingetragene Akti- engesellschaft. Ihr statutarischer Zweck lautet (seit dem 6. Oktober 2006) folgendermassen: (...). Gemäss der Vorinstanz ist die Beschwer- deführerin 2 an der Nicstic und an der Bel Air beteiligt. Sie soll über- dies als Zahlstelle fungiert haben im Rahmen des Verkaufes von Akti- en der V._______ Corp. (USA; früher: ...), die mit der Bel Air verbun- den sein soll. Die Beschwerdeführerin 2 ist nach Angaben der Vorins- tanz illiquid. Im Rahmen des im März 2007 eingeleiteten Untersuchungsverfahrens wurde die Vorinstanz auf die Beschwerdeführenden aufmerksam (vgl. oben, A.a). Aufgrund der Aktenlage bestand der dringende Verdacht, dass die Beschwerdeführenden aktiv beteiligt waren an der Emissions- haustätigkeit, die von der Gruppe ohne Bewilligung ausgeübt wurde. Mit superprovisorischer Verfügung vom 21. Juni 2007 setzte die Vorin- stanz Rechtsanwältin U1_______ als Untersuchungsbeauftragte ein, um die Geschäftstätigkeit und die finanzielle Lage der Beschwerdefüh- renden sowie der Bel Air abzuklären, und verfügte vorsorgliche Mass- nahmen (vgl. oben, A.a). Zu diesen Anordnungen nahmen die Be- schwerdeführenden, vertreten durch Rechtsanwältin Beate Christine Müller (Überlingen), mit Schreiben vom 3. August 2007 Stellung. Am 19. August 2007 äusserten sie sich überdies zu den Berichten der Un- tersuchungsbeauftragten. Die Beschwerdeführenden erklärten, keinen Effektenhandel zu betreiben. Der Beschwerdeführer 1 bestritt insbe- sondere seine Beteiligung am Verkauf von Nicstic-Aktien an die Elves- tus. Die Beschwerdeführerin 2 machte geltend, sie habe lediglich ein- mal der Elvestus eine Rechnung über Fr. 60'000.- für von Dritten ver- kaufte Aktien gestellt; dabei habe es sich um eine reine Inkasso-Tätig- keit gehandelt. Seite 4B-6501/2007 A.c In der Verfügung vom 30. August 2007 (vgl. oben, A.a) stellte die Vorinstanz fest, die Beschwerdeführenden hätten im Rahmen der Gruppe ohne Bewilligung gewerbsmässig eine Effektenhändlertätigkeit ausgeübt. Sie seien als Gruppenzugehörige einzustufen, denn die en- gen Verbindungen zwischen ihnen und diversen Verfügungsadressaten seien offensichtlich. Die personelle, wirtschaftliche und räumliche Ver- flechtung mit der Gruppe ergebe sich insbesondere aus gegenseitigen (direkten und indirekten) Beteiligungen, koordinierten Aktiengeschäf- ten sowie übereinstimmenden Domizilen. Das Vorgehen der Beschwer- deführenden entspreche dem typischen Muster der „Gruppe“: Über- nahme von nicht börsenkotierten Aktien, die von nahestehenden Ge- sellschaften ausgegeben werden (etwa im Rahmen eines Aktientau- sches), gekoppelt mit einer Barzuzahlung beim Verkauf an Dritte. Die ohne Bewilligung ausgeübte Effektenhandelstätigkeit der Gruppe sei erst durch die Beschwerdeführenden ermöglicht worden. Das koordi- nierte Vorgehen der beteiligten Gesellschaften und Personen zeuge von der Verfolgung eines gemeinsamen Zweckes, nämlich des Aktien- verkaufs an Dritte zur Erlangung eines Erlöses bzw. zur Finanzierung der Gruppenzugehörigen. Aufgrund des Verstosses gegen das Börsen- gesetz rechtfertige sich die Anordnung von Massnahmen. Im Fall des Beschwerdeführers 1 sei aus Gründen des Anlegerschutzes ein Verbot der Ausübung einer Effektenhändlertätigkeit sowie entsprechender Werbung auszusprechen, und über die Beschwerdeführerin 2 sei man- gels Liquidität der Konkurs zu eröffnen. B. Am 27. September 2007 erhoben die Beschwerdeführenden, weiterhin vertreten durch Rechtsanwältin Beate Christine Müller (Überlingen), beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen die Verfügung der Vorinstanz vom 30. August 2007. Sie beantragten, die angefochtene Verfügung – soweit sie die Beschwerdeführenden betreffe – sei aufzu- heben, und die Konkurseröffnung betreffend die Beschwerdeführerin 2 sei – durch handelsregisterliche Wiedereinsetzung des Beschwerde- führers 1 als einzelzeichnungsberechtigtes Organ der Beschwerdefüh- rerin 2 – rückgängig zu machen. Zur Begründung machten die Be- schwerdeführenden geltend, sie hätten keinen bewilligungspflichtigen Effektenhandel betrieben und deshalb nicht gegen das Börsengesetz verstossen. Es liege keine enge Verflechtung zwischen den Beschwer- deführenden und den übrigen Verfügungsadressaten vor, so dass die Vorinstanz zu Unrecht von einer Gruppenzugehörigkeit ausgegangen Seite 5B-6501/2007 sei. Mit der Qualifikation börsengesetzlicher Tatbestände und mit der Anordnung der verfügten Massnahmen habe die Vorinstanz ihr Ermes- sen überschritten. Ausserdem habe die Vorinstanz den rechtserhebli- chen Sachverhalt – gestützt auf die teilweise fehlerhaften Untersu- chungsberichte – in mehrfacher Hinsicht unrichtig festgestellt und Be- weise einseitig gewürdigt. Schliesslich seien den Behörden im Verlauf der Untersuchung zahlreiche Verfahrensfehler unterlaufen. C. In der Vernehmlassung vom 30. Januar 2008 hielt die Vorinstanz an ih- ren Ausführungen fest. Sie bestritt die von den Beschwerdeführenden erhobenen Vorwürfe unter Verweis auf diverse Aktenstücke. In der Re- plik vom 4. März 2008 hielten auch die Beschwerdeführenden an ihren Ausführungen und Anträgen fest, wobei sie zahlreiche Ergänzungen in sachverhaltlicher und rechtlicher Hinsicht anbrachten. In der Duplik vom 4. April 2008 bestritt die Vorinstanz erneut die Vorwürfe der Be- schwerdeführenden (unrichtige Sachverhaltsfeststellung, Verfahrens- fehler und Ermessensüberschreitung). Am 26. August 2008 reichten die Beschwerdeführenden beim Bundesverwaltungsgericht unaufgefor- dert eine „ergänzende Stellungnahme“ ein, in der sie sich zum Verhal- ten eines Nicstic-Aktionärs (J._______) äusserten und auf die Korres- pondenz zwischen der Vorinstanz und einer deutschen Finanzdienst- leistungsgesellschaft (W._______ GmbH) hinwiesen; die Eingabe wur- de der Vorinstanz zur Kenntnis gebracht. Auf die erwähnten und weiteren Vorbringen der Parteien wird - soweit sie sich für den Entscheid als rechtserheblich erweisen - in den nach- folgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen der Eidgenössischen Bankenkom- mission (vgl. Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni Seite 6B-6501/2007 2005 [VGG, SR 173.32] i.V.m. Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. De - zember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021] so- wie Art. 33 Bst. f VGG). Ein Ausschlussgrund gemäss Art. 32 VGG liegt nicht vor. Die Beschwerdeführenden sind als Adressaten der ange- fochtenen Verfügung besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung, soweit sie durch die vorinstanzlich angeordneten Massnahmen betroffen sind (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG). Der Beschwerdeführer 1 ist als Verwal- tungsrat der Beschwerdeführerin 2 auch nach Konkurseröffnung dazu befugt, in deren Namen Beschwerde zu führen (vgl. BGE 132 II 382, 385; BGE 131 II 306, 311). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 2. Die Beschwerdeführenden wenden sich gegen die Feststellung der Vorinstanz, sie hätten in bewilligungspflichtigem Umfang mit Effekten gehandelt, sowie gegen die angeordneten Massnahmen (Verbot, ge- werbsmässigen Effektenhandel zu betreiben oder für eine solche Tä- tigkeit zu werben; Konkurseröffnung). Sie beanstanden den Ablauf des Untersuchungsverfahrens, machen Mängel bezüglich der Sachver- haltsfeststellung geltend und rügen eine fehlerhafte rechtliche Würdi- gung durch die Vorinstanz. Im Folgenden ist zunächst die Rüge der Beschwerdeführenden zu prü- fen, im Laufe der Untersuchung seien diverse Verfahrensregeln ver- letzt worden (E. 3). Sodann ist zu eruieren, ob die Beschwerdeführen- den von der Vorinstanz zu Recht als Zugehörige einer als Emissions- haus tätigen Gruppe qualifiziert wurden. In diesem Zusammenhang werden zuerst die börsengesetzliche Regelung der Tätigkeit von Effek- tenhändlern sowie der in der Rechtsprechung entwickelte Begriff der „Gruppe“ beleuchtet (E. 4). Im Anschluss daran ist zu prüfen, ob der Vorinstanz Fehler unterlaufen sind bei der sachverhaltlichen Feststel- lung und rechtlichen Würdigung des Verhaltens der Beschwerdefüh- renden im Rahmen der von der Vorinstanz angenommenen Gruppe (E. 5 und 6). Schliesslich ist der Frage nachzugehen, ob das von der Vor- instanz auferlegte Effektenhandels- und Werbeverbot sowie die ange- ordnete Konkurseröffnung verhältnismässige Massnahmen darstellen (E. 7). Seite 7B-6501/2007 3. In formeller Hinsicht rügen die Beschwerdeführenden, im Laufe der Untersuchung seien diverse Verfahrensregeln verletzt worden. 3.1 Die Beschwerdeführenden machen als erstes geltend, es sei zu beanstanden, dass Rechtsanwältin U1_______ als Untersuchungsbe- auftragte für zwei konkurrierende Unternehmen (Nicstic und V._______ Corp.) eingesetzt worden sei. Aufgrund der Untersuchung sei die Nicstic (über die Bel Air) in den Besitz von Kenntnissen über die Geschäftstätigkeit der V._______ Corp. gelangt. Der Beschwerde- führer 1 sei davon insofern betroffen, als er als Secretary und Treasu- rer der V._______ Corp. tätig gewesen sei. Die Vorinstanz wendet ein, die geltend gemachte Problematik sei auf- grund der engen wirtschaftlichen Verflechtungen nicht ersichtlich. Von einem Konkurrenzverhältnis zwischen der Nicstic und der V._______ Corp. sei schon deshalb nicht auszugehen, weil das von den Be- schwerdeführenden beherrschte US-amerikanische Unternehmen T._______ Inc. die Lizenzrechte für die rauchfreie Zigarette Nicstic hal- te. Aus den Akten ergibt sich, dass Rechtsanwältin U1_______ als Unter- suchungsbeauftragte für folgende Personen und Gesellschaften einge- setzt wurde: Elvestus und Y._______ AG (Verfügung der Vorinstanz vom 8. März 2007), Nicstic (Verfügung vom 16. Mai) sowie Bel Air und die Beschwerdeführenden (Verfügung vom 21. Juni 2007). Die Einset- zung der Untersuchungsbeauftragten erfolgte unter dem dringenden Verdacht, dass zwischen den genannten Personen und Gesellschaften enge wirtschaftliche Verflechtungen bestehen. Im Sinne einer effizien- ten Untersuchung war es geradezu geboten, diese von einer oder mehreren eng kooperierenden Untersuchungsbeauftragten zu führen. Selbst wenn – entgegen dem durch die rege geschäftliche Zusammen- arbeit bewirkten äusseren Anschein – eine gewisse Konkurrenzsituati- on bestanden haben sollte, erweist sich der erhobene Einwand daher als bereits im Ansatz unbehelflich. Anzumerken bleibt, dass – wie zu zeigen sein wird (vgl. unten, E. 5.2.4.2) - die V._______ Corp. nicht als Konkurrentin der Nicstic bezeichnet werden kann, da sie über eine Verfügungsadressatin (die Bel Air) eng mit der Gruppe verbunden ist. Im Übrigen haben die Beschwerdeführenden ohnehin nicht weiter sub- stantiiert, welche Geschäftsdaten in den Besitz der angeblichen Kon- kurrenzgesellschaft gelangt sind und inwiefern sie dadurch Nachteile Seite 8B-6501/2007 erlitten haben. Die Beschwerdeführenden vermögen mit ihrer Rüge nicht durchzudringen. 3.2 Im Rahmen der Replik machen die Beschwerdeführenden ferner geltend, Art. 26 Abs. 1 VwVG sei verletzt worden, weil die Vorinstanz dem Beschwerdeführer 1 keine Einsicht in die verfahrensrelevanten Akten gewährt habe, obwohl dieser darum ersucht habe. Die Vorin- stanz habe den Beschwerdeführenden zwar einen elektronischen Da- tenträger (CD-ROM) geschickt, der Verfahrensakten enthalten habe. Doch gemäss Art. 26 Abs. 1bis VwVG sei die Akteneinsicht auf elektro- nischem Weg nur zulässig, wenn die Partei oder ihr Vertreter einver- standen seien, was vorliegend nicht der Fall gewesen sei. Die Be- schwerdeführenden hätten insbesondere nie Einsicht in die J._______ betreffenden Akten erhalten. Verletzt worden seien ferner die Rechts- gleichheit (Art. 8 BV) sowie das Willkürverbot (Art. 9 BV), da die Akten anderen Verfügungsadressaten im September 2007 per Post zuge- sandt worden seien. Die Vorinstanz macht geltend, der Vorwurf der verweigerten Aktenein- sicht sei unzutreffend. Die Vorinstanz habe den Beschwerdeführenden Kopien der Untersuchungsberichte geschickt, doch die Sendung sei zunächst nicht zustellbar gewesen. Im Rahmen eines zweiten (erfolg- reichen) Zustellversuchs seien die Untersuchungsberichte auf CD- ROM beigelegt worden. Die Vorinstanz sei vom Einverständnis der Be- schwerdeführenden mit dieser Aktenübermittlung ausgegangen, da sich diese nicht dagegen gewehrt hätten. Ein späteres Gesuch um Einsicht in die Untersuchungsberichte sei deshalb abgewiesen wor- den. Ferner hätten die Beschwerdeführenden Einsicht in die Unterla- gen der Untersuchungsbeauftragten verlangt; diese gehörten jedoch gar nicht zu den Verfahrensakten. Die Beschwerdeführenden seien insgesamt nicht schlechter als die anderen Verfahrensbeteiligten be- handelt worden. Die Beschwerdeführenden bemängeln in erster Linie, dass sie von der Vorinstanz nicht gefragt wurden, ob sie mit einer Akteneinsicht auf elektronischem Weg einverstanden seien (Replik S. 5). Diese Art der Akteneinsicht bedarf gemäss Art. 26 Abs. 1bis VwVG in der Tat des Ein- verständnisses der Partei. Im vorliegenden Fall ist allerdings zu be- rücksichtigen, dass ein erster Zustellungsversuch fehlgeschlagen war, und dass die Zustellung angesichts des beträchtlichen Aktenumfangs mit einem relativ grossem Aufwand verbunden war. Ferner ist zu be- Seite 9B-6501/2007 achten, dass die Beschwerdeführenden die Akteneinsicht erst im Rah- men der Replik rügten; in der Beschwerdeschrift hatten sie die Zustel- lungsweise zwar thematisiert, jedoch nicht bemängelt (Beschwerde- schrift S. 3). Unter diesen Umständen muss nach Treu und Glauben davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführenden mit der elektronischen Zustellung der Akten einverstanden waren und ihre Ein- wände dagegen erst zu einem viel späteren Zeitpunkt vorbrachten. Was den Vorwurf betrifft, die Beschwerdeführenden hätten keine Ein- sicht in diverse Eingaben von J._______ erhalten, ist zu beachten, dass die Vorinstanz in ihrem Entscheid nicht auf die betreffenden Ak- ten abstellte. Die von den Beschwerdeführenden namentlich genann- ten Aktenstücke (A 01 081; A 02 375; A 02 888; A 05 588; A 05 559; A 05 569; A 05 595) betreffen diverse im Jahr 2007 verfasste Schreiben von J._______ und enthalten immer wieder ähnlich lautende Vorwürfe betreffend illegaler Geschäftstätigkeiten und Betrug. Im Wesentlichen geht es dabei um Ausführungen, die bereits in der Strafanzeige enthal- ten sind, die J._______ am 26. Januar 2007 beim Untersuchungsrich- teramt Zug eingereicht hatte (A 01 141); die Beschwerdeführenden räumen selber ein, Einsicht in die Strafanzeige von J._______ erhalten zu haben (Replik S. 4). Der Umfang und die Modalitäten der gewährten Akteneinsicht stellen somit keinen Verstoss gegen den Anspruch auf rechtliches Gehör dar. 3.3 Schliesslich machen die Beschwerdeführenden im Rahmen der Replik geltend, sie hätten zu Unrecht keine Gelegenheit erhalten, an der Zeugeneinvernahme von J._______ anwesend zu sein. Dies stehe im Widerspruch zu Art. 18 und 28 VwVG. Demnach hätten sie die Mög- lichkeit erhalten müssen, J._______ Ergänzungsfragen zu stellen und sich anschliessend zur Einvernahme zu äussern. Aufgrund von Art. 14 VwVG sei im Übrigen generell zweifelhaft, ob die Vorinstanz zu Zeu- genbefragungen ermächtigt sei. Die Vorinstanz macht geltend, die Untersuchungsbeauftragte habe den Beschwerdeführer 1 zu Recht nicht zur Einvernahme von J._______ eingeladen. Bei J._______ handle es sich um den Erstatter einer An- zeige; ein solcher sei aber nicht als Zeuge, sondern als Drittperson (ohne Ermahnung zur Wahrheitspflicht) zu befragen (vgl. Art. 12 Bst. c VwVG). Im Übrigen finde das VwVG auf Untersuchungsbeauftragte oh- nehin keine Anwendung. Seite 10B-6501/2007 Für das Bundesverwaltungsgericht sind keine Hinweise ersichtlich, dass J._______ im Rahmen des Untersuchungsverfahrens als Zeuge (statt als Auskunftsperson) befragt worden ist. Die Kompetenz der Vor- instanz und des Untersuchungsbeauftagten, Auskünfte von Dritten ein- zuholen, wird auch von den Beschwerdeführenden nicht in Frage ge- stellt. Einzuräumen ist, dass Einvernahmen – unabhängig davon, ob jemand als Auskunftsperson oder als Zeuge befragt wird – nur dann verwertet werden dürfen, wenn der Anspruch auf rechtliches Gehör gewährt wird; ansonsten darf nicht zum Nachteil der Partei darauf ab- gestellt werden (BGE 130 II 169 E. 2.3.5; vgl. Art. 28 VwVG). Da sich die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung indessen nicht auf die im Rahmen der Einvernahmen getätigten Aussagen von J._______ stützte (vgl. oben, E. 3.2), vermögen die Beschwerdeführenden auch mit dieser Rüge nicht durchzudringen. 4. In materieller Hinsicht machen die Beschwerdeführenden geltend, sie seien von der Vorinstanz zu Unrecht als Zugehörige einer Gruppe von Aktiengesellschaften und Privatpersonen eingestuft worden, die ein Emissionshaus betrieben habe. Es ist daher zunächst kurz auf den Zweck und das Schutzdispositiv des Gesetzes sowie auf die rechtli- chen Kriterien einzugehen, die für die Annahme eines Emissionshau- ses bzw. einer Gruppentätigkeit vorausgesetzt werden. 4.1 Das Börsengesetz vom 24. März 1995 (BEHG, SR 954.1) unter- stellt den gewerbsmässigen Effektenhandel einer Aufsicht, um die An- leger zu schützen und die Vertrauensbasis zu schaffen, die für das rei- bungslose Funktionieren der Finanzmärkte unerlässlich ist (Botschaft BEHG, BBl 1993 S. 1372; PHILIPPE A. HUBER , Basler Kommentar zum Börsen- und Effektenhandelsgesetz, Art. 2 lit. d N 1). Gemäss Art. 10 Abs. 1 BEHG bedarf die Effektenhändlertätigkeit einer Bewilligung der Aufsichtsbehörde. Als Effektenhändler gelten nach dem Gesetz natürli- che und juristische Personen und Personengesellschaften, die ge- werbsmässig für eigene Rechnung zum kurzfristigen Wiederverkauf oder für Rechnung Dritter Effekten auf dem Sekundärmarkt kaufen und verkaufen, auf dem Primärmarkt öffentlich anbieten oder selbst Derivate schaffen und öffentlich anbieten (Art. 2 Bst. d BEHG; vgl. dazu BGE 126 II 71 E. 5a). Die Verordnung unterteilt die Effektenhänd- ler in verschiedene Kategorien, u.a. in Eigenhändler und in Emissions- häuser. Als Eigenhändler gelten Effektenhändler, die gewerbsmässig für eigene Rechnung kurzfristig mit Effekten handeln (Art. 3 Abs. 1 Seite 11B-6501/2007 Börsenverordnung vom 2. Dezember 1996 [BEHV, SR 954.11]). Emis- sionshäuser sind Effektenhändler, die gewerbsmässig Effekten, die von Drittpersonen ausgegeben worden sind, fest oder in Kommission übernehmen und öffentlich auf dem Primärmarkt anbieten (Art. 3 Abs. 2 BEHV). Eigenhändler und Emissionshäuser gelten nur als Effekten- händler, wenn sie hauptsächlich im Finanzbereich tätig sind (Art. 2 Abs. 1 BEHV). 4.2 Im vorliegenden Fall ging die Vorinstanz davon aus, dass 14 der 18 Adressaten der angefochtenen Verfügung als Gruppe der Tätigkeit eines Emissionshauses nachgegangen sind. 4.2.1Das Bundesgericht hat bisher wiederholt im Zusammenhang mit der unerlaubten Entgegennahme von Publikumseinlagen nach dem Bankengesetz vom 8. November 1934 (BankG, SR 952.0) das Vorge- hen mehrerer Akteure als Zusammenwirken in einer Gruppe bejaht und den gegen alle Gruppenmitglieder aufgrund einer einheitlichen Beurteilung erhobenen Vorwurf geschützt (vgl. unten, E. 4.2.2). Was den unerlaubten Effektenhandel nach dem Börsengesetz betrifft, war diese Frage soweit ersichtlich vom Bundesgericht bis anhin noch nie zu beurteilen, und sie wurde bisher auch von der Lehre nicht behan- delt. Sowohl die Vorinstanz als auch die Beschwerdeführenden stützen sich bei ihrer Argumentation auf die im Zusammenhang mit dem Ban- kengesetz ergangene Rechtsprechung. Auch das Bundesverwaltungs- gericht erachtet diese Analogie als sachgerecht: Es ist kein Grund er- sichtlich, eine Gruppe, die gewerbsmässig Publikumsgelder entgegen- nimmt, aufsichtsrechtlich anders zu behandeln als eine Gruppe, die gewerbsmässig Effektenhandel betreibt. Die Rechtsprechung, die zur Thematik des Gruppenbegriffes im Rahmen des Bankengesetzes er- gangen ist, muss demnach auch im vorliegenden Fall beachtet wer- den. 4.2.2Das Bundesgericht kam in einem Entscheid vom 21. Februar 2000 zum Schluss, dass mehrere Gesellschaften, die Publikumsgelder entgegennahmen und gegen aussen einheitlich auftraten, als Einheit zu betrachten seien (unerlaubtes Anlagesystem). Deshalb sei nicht zu beanstanden, dass bei sämtlichen Gruppenzugehörigen - auch bei je- nen Gesellschaften, bei denen weniger als 20 Geldgeber engagiert ge- wesen seien – von einer gewerbsmässigen Tätigkeit ausgegangen und die Liquidation angeordnet worden sei (BGer. 2A.442/1999 vom 21.2.2000, 2e und E. 3b/dd). - In einem Urteil vom 6. März 2007 ging Seite 12B-6501/2007 das Bundesgericht von einer Gruppe von zwei Gesellschaften aus, die aufsichtsrechtlich einheitlich zu behandeln seien. Es erwog, die beiden Gesellschaften, hinter denen die gleichen Personen stünden, seien im Zusammenhang mit Werbung und Akquisition als Einheit aufgetreten. Demnach seien beide Gesellschaften wegen unerlaubter gewerbsmäs- siger Entgegennahme von Publikumsgeldern zu liquidieren, selbst wenn eine der Gesellschaften selber nicht geschäftlich aktiv geworden sein sollte (BGer. 2A.332/2006 vom 6.3.2007, E. 5.2.4). Das Bundesverwaltungsgericht hat sich – in Anlehnung an die Recht- sprechung des Bundesgerichts – folgendermassen zum Gruppenbe- griff geäussert: Von einer Gruppe, die aufsichtsrechtlich als Einheit zu betrachten ist, sei dann auszugehen, wenn zwischen den betreffenden Personen und / oder Gesellschaften enge wirtschaftliche (bzw. finanzi- elle / geschäftliche), organisatorische und personelle Verflechtungen bestünden. Die Verflechtungen müssten derart intensiv sein, dass nur eine gesamthafte Betrachtungsweise den faktischen Gegebenheiten gerecht werde und Gesetzesumgehungen verhindern könne. Als Grup- pe seien insbesondere jene Personen und Gesellschaften aufzufas- sen, die gemeinsam vorgingen und gegen aussen hin als Einheit auf- träten. Werde die Gruppenzugehörigkeit einer Gesellschaft bejaht, so sei das Gesetz auf sie auch dann anzuwenden, wenn sie weniger als 20 (im Extremfall auch gar keine) Publikumseinlagen entgegengenom- men habe und damit – für sich allein – das Kriterium der Gewerbsmäs- sigkeit nicht erfülle (BVGer. B-2474/2007 vom 4.12.2007, E. 3.2; B-1645/2007 vom 17.1.2008, E. 5.2, beide mit Verweis auf die Verfü- gung der EBK vom 24.11.2005, in: EBK-Bulletin 48/2006, Ziff. 20). Die EBK kam in einer Verfügung vom 24. November 2005 zum Schluss, dass die zu einer Gruppe gehörenden Gesellschaften perso- nell und wirtschaftlich eng verflochten seien und deshalb aus auf- sichtsrechtlicher Sicht eine Einheit darstellten (EBK-Bulletin 48/2006 S. 312 ff., Ziff. 22). Zur Begründung führte sie an, dass die einzelnen Gesellschaften der Gruppe mit ihren koordinierten Aktionen aus- schliesslich auf die Beschaffung von Anlegergeldern für die gesamte Gruppe abgezielt hätten. Die Entgegennahme von Publikumsgeldern sei durch ein gemeinsames Vorgehen von zwei Gesellschaften der Gruppe erfolgt. Sämtliche Aktivitäten der Gesellschaften seien vom selben Ort aus und durch die gleichen Personen und Kontaktpersonen ausgeübt worden (a.a.O., Ziff. 21). Seite 13B-6501/2007 5. Im vorliegenden Fall wenden sich die Beschwerdeführenden nicht da- gegen, dass die Vorinstanz vom Vorliegen einer als Emissionshaus tä- tigen Gruppe ausging. Hingegen machen sie geltend, selber nicht zu dieser Gruppe gehört und in diesem Zusammenhang den Tatbestand des unerlaubten Effektenhandels nicht erfüllt zu haben. Was die be- strittene Gruppenzugehörigkeit betrifft, führen sie aus, es bestünden keine engen örtlichen, personellen und wirtschaftlichen Verbindungen zwischen ihnen und den übrigen Verfügungsadressaten. Die Vorin- stanz, die zu einem gegenteiligen Ergebnis gelangt sei, habe den Sachverhalt in mehrfacher Hinsicht unrichtig und unvollständig festge- stellt und damit Art. 12 VwVG sowie Art. 49 Bst. b VwVG verletzt. Dem- entsprechend sei auch die rechtliche Würdigung der Vorinstanz nicht korrekt ausgefallen. 5.1 Die Vorinstanz begründete die Zugehörigkeit der Beschwerdefüh- renden zur Emissionshausgruppe wie folgt: Zwischen ihnen und diver- sen Verfügungsadressaten bestünden enge Verbindungen. Der Be- schwerdeführer 1 sei einziger Verwaltungsrat und Alleinaktionär der Beschwerdeführerin 2. Er halte zudem bedeutende Anteile der Hema- tec und der Nicstic. Die Beschwerdeführenden hätten Aktien der He- matec und der T._______ Inc. an die Elvestus bzw. an B.X._______ verkauft. Der Beschwerdeführer 1 habe Nicstic-Aktien übernommen und als Unterhändler an die Elvestus verkauft, die diese Aktien – ge- gen Entschädigung an den Beschwerdeführer 1 – an Dritte weiterver- äussert habe. Die Beschwerdeführenden kontrollierten ferner die T._______ Inc. und damit auch die V._______ Corp., die von der T._______ Inc. aufgrund eines Produktions- und Vertriebslizenzver- trags mit der Nicstic gegründet worden sei. Die T._______ Inc. halte Nicstic-Aktien sowie die Lizenzrechte für die rauchfreie Zigarette Nic- stic. In seiner Funktion als CEO der T._______ Inc. habe der Be- schwerdeführer 1 für die S._______ Corp. einen „Letter of Intent“ mit der Elvestus abgeschlossen. Darin sei die Absicht bekundet worden, die früher zwischen der T._______ Inc. und der Nicstic bestehenden engen Beziehungen zu reaktivieren; angestrebt worden seien eine Fu- sion von S._______ Corp. und T._______ Inc. sowie eine Übernahme der Nicstic durch die S._______ Corp. Der Beschwerdeführer 1 habe der Bel Air (über die T._______ Inc.) Aktien der V._______ Corp. über- tragen, die diese aufgrund eines öffentlichen Angebots an Anleger ver- äussert habe. Die Beschwerdeführerin 2 habe als Zahlstelle fungiert Seite 14B-6501/2007 und ihre Kontonummer gegen aussen angegeben. Dabei seien auch Nicstic-Aktien (mit Zuzahlung von 20%) als Zahlung angenommen worden. Auf diese Weise hätten die Beschwerdeführenden bis zu 3 Mio. Aktien der V._______ Corp. zum Kaufpreis von 1.5 $ pro Aktie an- geboten. Das Vorgehen der Beschwerdeführenden entspreche dem ty- pischen Muster der „Gruppe“: Übernahme von nicht börsenkotierten Aktien, die von nahestehenden Gesellschaften ausgegeben werden (hier im Rahmen eines Aktientausches), gekoppelt mit einer Barzuzah- lung beim Verkauf an Dritte. Die Effektenhandelstätigkeit der Gruppe sei unter anderem durch die Beschwerdeführenden ermöglicht worden. Das koordinierte Vorgehen der beteiligten Gesellschaften und Perso- nen zeuge von der Verfolgung eines gemeinsamen Zweckes, nämlich des Aktienverkaufs an Dritte zur Erlangung eines Erlöses. Neben den engen wirtschaftlichen Verflechtungen sei auch von engen räumlichen und personellen Verbindungen mit Gruppengesellschaften auszuge- hen, insbesondere wegen diversen Übereinstimmungen von Domizi- len. - Aufgrund dieser Umstände seien die Verfügungsadressaten ge- mäss ständiger Praxis als Gruppe zu betrachten. Sie hätten gewerbs- mässig gehandelt mit dem Ziel, die Gesellschaften und nahestehende Personen dadurch regelmässig zu finanzieren. 5.2 Die Beschwerdeführenden machen geltend, sie seien mit den Gruppengesellschaften weder über Aktienbeteiligungen noch über ver- tragliche Pflichten eng verbunden. 5.2.1Die Vorinstanz macht geltend, die Beschwerdeführenden seien an diversen Gruppengesellschaften direkt oder indirekt beteiligt gewe- sen. Der Beschwerdeführer 1 sei einziger Verwaltungsrat und Alleinak- tionär der Beschwerdeführerin 2. Weiter halte der Beschwerdeführer 1 bedeutende Beteiligungen an der Hematec und an der Nicstic. Die Be- schwerdeführerin 2 habe einst 2.5 Mio. Nicstic-Aktien besessen; heute seien es noch 400'000 Aktien. Ferner sei erstellt, dass der Beschwer- deführer 1 die Beschwerdeführerin 2 sowie die T._______ Inc. kontrol- liere. Der Beschwerdeführer 1 halte rund 15 Prozent der T._______ Inc. und sei deren CEO, und die Beschwerdeführerin 2 sei vermutlich Grossaktionärin dieser Gesellschaft. Die T._______ Inc. kontrolliere die V._______ Corp. sowie die Bel Air. Letztere sei das „Swiss Office“ der V._______ Corp., was sich aus Aussagen des Beschwerdeführers 1, aus Zeichnungsverträgen der V._______ Corp. sowie aufgrund der Website der Bel Air ergebe. Die V._______ Corp. sei von der T._______ Inc. aufgrund eines Produktions- und Vertriebslizenzver- Seite 15B-6501/2007 trags mit der Nicstic gegründet worden. Die T._______ Inc. halte Nic- stic-Aktien sowie die Lizenzrechte für die rauchfreie Zigarette Nicstic. Ferner bestünden enge vertragliche Verbindung zwischen den Be- schwerdeführenden und Elvestus: Der Beschwerdeführer 1 (bzw. die T._______ Inc.) sei mit der Elvestus (bzw. mit B.X._______) früher eng verflochten gewesen. Im September 2006 seien die geschäftlichen Kontakte vorübergehend unterbrochen worden, doch bereits im Febru- ar 2007 habe man die engen Beziehungen reaktivieren wollen. Dies gehe aus einer gemeinsamen Absichtserklärung („Binding Letter of In- tent“) hervor, die am 6. Februar 2007 zwischen der Elvestus und der S._______ Corp. vereinbart worden sei. In dieser Erklärung komme zum Ausdruck, dass die S._______ Corp., für die der Beschwerdefüh- rer 1 mit-unterschrieben habe, die Beherrschung über die Nicstic an- gestrebt habe, und dass eine Fusion der T._______ Inc. mit der S._______ Corp. beabsichtigt gewesen sei. Die Pläne betreffend Zu- sammenarbeit zwischen Elvestus und T._______ Inc. seien zwar letzt- lich nicht umgesetzt worden; allein die Existenz dieser Pläne stelle aber ein Indiz für die engen Verflechtungen dar. 5.2.2Die Beschwerdeführenden machen geltend, keine bedeutenden Beteiligungen an Gesellschaften der Gruppe zu halten. Der Beschwer- deführer 1 habe den von den Gesellschaften betriebenen Aktienhandel nicht mitbeherrscht, was drei Zeugen (darunter B.X._______) belegen könnten. Er habe lediglich Hematec- und Nicstic-Aktien im Umfang von maximal 3.5 bzw. 5.5 Prozent gehalten (im Fall der Hematec-Aktien sogar nur bis zum Januar 2005; Replik S. 12). Die Vorinstanz habe sich bei ihren Feststellungen auf blosse Verdachtsäusserungen von J._______ gestützt; dieser habe die Untersuchungsbeauftragte sowie die Vorinstanz offenbar massiv beeinflusst. So handle es sich etwa bei der vorinstanzlichen Feststellung, 9 Mio. Hematec-Aktien stünden mehrheitlich im Besitz der Familie A.X._______ / B.X._______ und je- ner des Beschwerdeführers 1, um eine blosse Mutmassung von J._______. Die Beschwerdeführerin 2 sei entgegen den Behauptungen von J._______ nicht an der Nicstic beteiligt; sie habe bloss einmal 400'000 Nicstic-Aktien treuhänderisch für den Beschwerdeführer 1 ge- halten. Ferner bestünden keine Beziehungen zwischen den Beschwer- deführenden und der Bel Air; sie seien einzig mit der V._______ Corp. verbunden. Zwischen der Bel Air und der V._______ Corp. existierten - trotz der Namensähnlichkeit und früheren Fusionsplänen - weder wirt- schaftliche noch personelle Verflechtungen (Replik S. 9). Entgegen der Seite 16B-6501/2007 Ansicht der Vorinstanz bestünden schliesslich keine geschäftlichen Kontakte zwischen der Elvestus (bzw. B.X._______) und der S._______ Corp. (bzw. dem Beschwerdeführer 1). Zwar sei zwischen der Elvestus und der S._______ Corp. am 6. Februar 2007 – auf mas- siven Druck von B.X._______ hin – effektiv eine Absichtserklärung ab- geschlossen worden, wobei der Beschwerdeführer 1 für die zweitge- nannte Partei mitunterschrieben habe. Doch am 2. Mai 2007 sei dieser „Letter of Intent“ durch L._______ gekündigt und die geplante Zusam- menarbeit abgesagt worden. Demnach könne der Letter of Intent nicht als Beleg für eine geschäftliche Nähe des Beschwerdeführers 1 zur El- vestus bzw. zu B.X._______ herangezogen werden. 5.2.3In der Vernehmlassung hält die Vorinstanz an ihren Ausführun- gen fest und macht geltend, der Sachverhalt sei vollständig und ohne Widersprüche festgestellt worden. Der Vorwurf der Beschwerdeführen- den, der Untersuchungsbericht sei durch J._______ massiv beein- flusst worden, stimme nicht. Die Vermutungen von J._______ seien zwar im Untersuchungsbericht erwähnt worden, doch die Vorinstanz sei diesen Angaben nicht durchwegs und unhinterfragt gefolgt. Entge- gen den Aussagen von J._______ habe die Vorinstanz nicht etwa an- genommen, der Beschwerdeführer 1 sei Mehrheitsaktionär der Hema- tec gewesen; sie sei lediglich von einer bedeutenden Beteiligung aus- gegangen. Dass die Bel Air mit der V._______ Corp. in keiner Verbin- dung stehe, sei eine blosse Schutzbehauptung der Beschwerdeführen- den: M._______, Verwaltungsrat der V._______ Corp., habe für die Bel Air Stellung genommen, und die V._______ Corp. habe in einem Sch- reiben vom 18. Juli 2007 erklärt, dass sie alle Verbindlichkeiten ihrer Tochter Bel Air übernehmen werde. 5.2.4Das Bundesverwaltungsgericht erachtet die Rügen der Be- schwerdeführenden als unbegründet, wie sich aus folgenden Ausfüh- rungen ergibt. 5.2.4.1Der Beschwerdeführer 1 bestreitet zunächst, dass enge Ver- bindungen bestehen zwischen ihm und der Elvestus oder der – mit Letzterer eng verbundenen - Nicstic. Er stellt allerdings nicht in Abre- de, dass er als CEO und Aktionär der T._______ Inc. bis zum Septem- ber 2006 geschäftliche Kontakte mit der Elvestus bzw. Nicstic pflegte; er räumt selber ein, dass die T._______ Inc. früher eng mit der Nicstic verflochten gewesen sei (C 01 033) und bis zum September 2006 3 Mio. Nicstic-Aktien gehalten habe (A 04 695). Dass die wirtschaftlichen Seite 17B-6501/2007 Verbindungen später wieder aktiviert werden sollten, geht – entgegen der Ansicht der Beschwerdeführenden – aus dem „Letter of Intent“ vom 6. Februar 2007 hervor: In dieser Absichtserklärung kommt zum Ausdruck, dass die S._______ Corp. und die Elvestus, die damals zu- sammen fast 30 Prozent der Nicstic-Aktien hielten, beabsichtigten, die Mehrheit der Nicstic-Aktien zu übernehmen, und dass eine Fusion der T._______ Inc. mit der S._______ Corp. angestrebt wurde (C 01 279 ff.; vgl. auch C 01 383). Die Übernahme der Aktienmehrheit sollte ge- mäss der Untersuchungsbeauftragten im Rahmen von Kauf- und Tauschgeschäften mit Nicstic-Aktien erfolgen (C 01 361 f.). Ange- sichts dieser Umstände ist die Vorinstanz zu Recht davon ausgegan- gen, dass der Beschwerdeführer 1, der den Letter of Intent für die S._______ Corp. unterschrieben hatte, mit der Elvestus enge ge- schäftliche Verbindungen unterhielt. Dass die am 6. Februar 2007 ver- einbarte Absichtserklärung knapp 3 Monate später wieder gekündigt wurde, kann nicht als Nachweis fehlender enger Verflechtungen ge- deutet werden, zumal in der Zwischenzeit (am 8. März 2007) das vor- instanzliche Untersuchungsverfahren eröffnet worden war. Unbehel- flich ist ferner das – im Übrigen nicht näher begründete – Argument der Beschwerdeführenden, der Vertrag sei auf massiven Druck von B.X._______ hin unterzeichnet worden; es ist aufgrund der gesamten Umstände nicht anzunehmen und wird von den Beschwerdeführenden auch nicht geltend gemacht, dass die Absichtserklärung nicht dem Wil- len der Parteien entsprach. Somit vermögen die Beschwerdeführenden mit ihrer Rüge nicht durchzudringen. 5.2.4.2Die Beschwerdeführenden bestreiten ferner die vorinstanzliche Feststellung, dass sie - über die T._______ Inc. und V._______ Corp. - eng mit der Bel Air verbunden gewesen seien. Was die Beteiligungen an der T._______ Inc. betrifft, hatten die Beschwerdeführenden im Rahmen von Stellungnahmen angegeben, sie hielten 15% (Beschwer- deführer 1) bzw. 12% (Beschwerdeführerin 2) der T._______ Inc.-Akti- en (A 04 695; A 05 352). Anlässlich der Befragung vom 25. Juni 2007 durch die Untersuchungsbeauftragte hatte der Beschwerdeführer 1 zu Protokoll gegeben, die Beschwerdeführerin 2 sei die grösste Aktionä- rin der V._______ Corp. und damit auch Grossaktionärin der T._______ Inc. (D 01 024 f.). Im Rahmen einer „Richtigstellung“ vom 7. Juli 2007 (A 04 696 ff.) machten die Beschwerdeführenden dagegen geltend, die Beschwerdeführerin 2 halte lediglich rund 4 Mio. T._______ Inc.-Aktien, wovon ihr effektiv nur 1.5 Mio. Aktien gehörten. Seite 18B-6501/2007 Dass die Vorinstanz dennoch von einer bedeutenden Beteiligung der Beschwerdeführerin 2 an der T._______ Inc. ausging, ist nach Auffas- sung des Bundesverwaltungsgerichts nicht zu beanstanden: Es recht- fertigt sich, auf die anlässlich der ersten Befragung erfolgten Aussagen ein besonderes Gewicht zu legen, zumal keine Hinweise ersichtlich sind, wonach der im Protokoll verwendete Begriff „Grossaktionärin“ auf einem Versehen beruht. Ein Indiz für bedeutende Beteiligungen stellt ferner die Eingabe der W._______ GmbH vom 29. Feburar 2008 dar, wonach die Beschwerdeführerin 2 (deren Aktien teilweise durch die W._______ GmbH veräussert wurden) früher eine Tochtergesellschaft der T._______ Inc. war (vgl. Beilage zur Replik). Abgesehen davon lässt sich nicht sagen, der Besitz von 4 Mio. bzw. 1.5 Mio. Aktien sei unbedeutend. Die Vorinstanz ging damit zu Recht davon aus, dass die Beschwerdeführenden bedeutende Anteile an der T._______ Inc. hiel- ten. Aus diversen Aktenstücken ergibt sich sodann, dass die T._______ Inc. die Muttergesellschaft der V._______ Corp. ist und die- se kontrolliert (vgl. C 01 403); dies wird auch von den Beschwerdefüh- renden nicht in Abrede gestellt (vgl. z.B. D 01 246). Hingegen bean- standen sie die Einschätzungen der Vorinstanz bezüglich dem Verhält- nis zwischen der V._______ Corp. und der Bel Air. Aus den Akten er- gibt sich, dass die Bel Air in den Zeichnungsverträgen und auf der Website der V._______ Corp. als deren „Swiss Office“ bezeichnet wur- de (C 01 270 ff.; C 01 157), dass die beiden Gesellschaften in der Schweiz die gleiche Adresse haben (...), und dass M._______ am 18. Juli 2007 als „Chairman“ der V._______ Corp. für die Bel Air Stellung nahm, wobei er die Bel Air mehrfach als Tochtergesellschaft der V._______ Corp. bezeichnete (z.B. A 04 703) und erklärte, die V._______ Corp. werde alle Verbindlichkeiten der Bel Air übernehmen (A 04 706). Ausserdem hat der Beschwerdeführer 1 anlässlich der ers- ten Befragung durch die Untersuchungsbeauftragte mehrmals zu Pro- tokoll gegeben, die Bel Air sei eine Tochtergesellschaft der V._______ Corp. (C 01 039, 036, 035 und 015). Zwar erfolgte im Rahmen eines „Berichtigungsschreibens“ der Beschwerdeführenden vom 7. Juli 2007 eine Relativierung dieser Aussage (A 04 683 f.), und später betonten die Beschwerdeführenden wiederholt, die V._______ Corp. sei nicht die Muttergesellschaft der Bel Air (vgl. z.B. die Stellungnahme vom 19. August 2007 zum Untersuchungsbericht, S. 37). Das Bundesverwal- tungsgericht würdigt das Beweisergebnis so, dass die mehrfach proto- kollierte Aussage des Beschwerdeführers 1 nicht auf einem blossen Versehen der Vorinstanz bzw. auf Missverständnissen des Befragten Seite 19B-6501/2007 beruhte. Demnach hat die Vorinstanz zu Recht angenommen, dass zwischen der Bel Air und der V._______ Corp. enge Verbindungen be- standen. Insgesamt ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz davon ausge- gangen ist, dass zwischen den Beschwerdeführenden und der Bel Air – über die T._______ Inc. bzw. die V._______ Corp. - enge wirtschaftli- che Verflechtungen bestanden. 5.2.4.3Umstritten sind ferner die Beteiligungen der Beschwerdefüh- renden an der Nicstic und an deren Muttergesellschaft, der Hematec. Vorab ist festzuhalten, dass entgegen den Behauptungen der Be- schwerdeführenden weder die Untersuchungsbeauftragte noch die Vorinstanz jemals konstatiert hat, die Beschwerdeführenden seien Mehrheitsaktionäre der Hematec oder der Nicstic. Die Rüge der Be- schwerdeführenden, die Vorinstanz habe sich bei der Beurteilung der Beteiligungsverhältnisse auf entsprechende Vermutungen von J._______ gestützt, die im Untersuchungsbericht erwähnt wurden (vgl. C 01 393), erweist sich demnach als unbegründet. Die Beschwerde- führenden machen sodann geltend, sie seien - entgegen den Ausfüh- rungen der Vorinstanz - keine bedeutenden Aktionäre der Nicstic und der Hematec. Der Beschwerdeführer 1 halte heute nur rund 1 Mio. Nic- stic-Aktien und keine Hematec-Aktien; die Beschwerdeführerin 2 sei gegenwärtig an keiner der beiden Gesellschaften beteiligt. Anlässlich der Befragung durch die Untersuchungsbeauftragte vom 25. Juni 2007 hatte der Beschwerdeführer 1 angegeben, er halte ca. 1.5 Mio. (oder 4.4%) Nicstic-Aktien (D 01 026), was übereinstimmt mit der Aussage von N._______ (einem Verwaltungsratsmitglied der Nicstic) (A 02 584) sowie den Angaben im „Letter of Intent“ (C 01 274). Was die früheren Beteiligungsverhältnisse betrifft, machen die Beschwerdeführenden in der Replik (S. 12) geltend, sie hätten maximal 5.5% der Nicstic- und 3.5% der Hematec-Aktien gehalten (Replik S. 12). Nach eigenen Anga- ben hat der Beschwerdeführer 1 einmal 2.7 Mio. Hematec-Aktien ge- gen 2 Mio. Nicstic-Aktien eingetauscht (A 04 688 f.; vgl. C 01 012 und C 01 019). Die Beschwerdeführerin 2 war vormals im Besitz von 2.5 Mio. Nicstic-Aktien, wie aus ihrem Fax vom 17. Januar 2007 hervor- geht, den u.a. der Beschwerdeführer 1 unterschrieben hat. Gemäss dem gleichen Fax hält die Beschwerdeführerin 2 heute – treuhände- risch – noch 400'000 Nicstic-Aktien (C 01 248 f.). Die T._______ Inc., an der die Beschwerdeführenden massgeblich beteiligt waren (vgl. oben, E. 5.2.4.2), hielt nach Angaben des Beschwerdeführers 1 einst 3 Seite 20B-6501/2007 Mio. Nicstic-Aktien, veräusserte diese aber zwischen Juni und Oktober 2006 (A 04 695). Ferner hielt die T._______ Inc. gemäss ihrer Website die Lizenzrechte für die rauchfreie Zigarette Nicstic (C 01 123). Aufgrund der dargelegten Aktenlage können die früheren und heutigen Beteiligungsverhältnisse der Beschwerdeführenden an der Nicstic und der Hematec zwar nicht mehr bis in alle Einzelheiten eruiert werden. Fest steht jedoch, dass zeitweise überaus bedeutende Anteile gehal- ten wurden, die auch nach diversen Veräusserungsgeschäften immer noch namhaft waren. Der Umstand, dass die Beschwerdeführenden Teile ihrer Aktienbestände veräusserten, ist allenfalls im Zusammen- hang mit dem Vorwurf betreffend Handelstätigkeiten gesondert zu wür- digen (vgl. unten, E. 5.3), spricht aber vor dem Hintergrund der regel- mässigen Aktienverkaufsgeschäfte zwischen den Gruppenzugehöri- gen nicht gegen die Annahme rechtlich relevanter Beteiligungen bzw. wirtschaftlicher Beziehungen. Nach Auffassung des Bundesverwal- tungsgerichts kann nicht beanstandet werden, dass die Vorinstanz von bedeutenden Beteiligungen ausgegangen ist. Neben den von den Be- schwerdeführenden eingeräumten Anteilen von maximal 5.5% (Nicstic) bzw. 3.5% (Hematec) kommen indirekte Beteiligungen über die T._______ Inc. hinzu. Unter diesen Umständen ist jedenfalls nicht von bloss „vernachlässigbar geringen“ Beteiligungen an Gruppengesell- schaften auszugehen. Nach aller Erfahrung ist anzunehmen, dass die Beschwerdeführenden Belege zu ihrer Entlastung vorgebracht hätten, wenn sie ihre Aktienanteile später auf eine nicht unter die Bewilli- gungspflicht fallende Weise zumindest teilweise wieder reduziert hät- ten. Es wäre ihnen ein Leichtes oder zumindest zumutbar gewesen, entsprechende Beweismittel (etwa Aktienverkaufsbelege) einzubrin- gen. Umgekehrt konnte die Vorinstanz den genauen Aktienanteil ohne Mitwirkung der Beschwerdeführenden nicht oder nicht mit vernünfti- gem Aufwand erheben. Insofern wären die Beschwerdeführenden nach Art. 13 VwVG und Art. 36a BEHG i.V.m. Art. 23quater Abs. 3 BankG zur Mitwirkung verpflichtet gewesen (zur bundesgerichtlichen Recht- sprechung betreffend Art. 13 VwVG vgl. Urteil BGer. 1C_43/2007 vom 9.4.2008, E. 4.1 sowie BGE 130 II 482 E. 3.2; ferner BVGer., Urteil B-2474/2007 vom 4.12.2007, E. 3.5). Nachdem die Beschwerdeführen- den keine entlastenden Belege betreffend ihren Beteiligungen beizu- bringen vermochten, ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz aufgrund der gesamten Umstände von bedeutenden Beteiligungen der Beschwerdeführenden an der Nicstic und Hematec ausgegangen ist. Seite 21B-6501/2007 5.2.5Zusammenfassend ging die Vorinstanz zu Recht davon aus, dass die Beschwerdeführenden aufgrund von Beteiligungen und ver- traglichen Bindungen eng mit der Bel Air, der Nicstic und der Hematec verflochten waren. 5.3 Die Beschwerdeführenden machen geltend, sie hätten keinen Handel mit Aktien von Gesellschaften der Gruppe betrieben. Sie hät- ten einzig Aktien der T._______ Inc. und der V._______ Corp. veräus- sert, wobei der Verkauf über einen dazu berechtigten Dritten (W._______ GmbH ) erfolgt sei. 5.3.1Die Vorinstanz macht geltend, der vorliegende Streitgegenstand betreffe nicht den von den Beschwerdeführenden über die W._______ GmbH getätigten Aktienhandel. Vielmehr gehe es um Aktiengeschäfte der Beschwerdeführenden mit Gesellschaften der Gruppe. Der Be- schwerdeführer 1 habe der Bel Air (über die T._______ Inc.) Aktien der V._______ Corp. übergeben, die diese aufgrund eines öffentlichen An- gebots an Anleger veräussert habe. Die Beschwerdeführerin 2 habe als Zahlstelle fungiert und ihre Kontonummer gegen aussen angege- ben. Die Beschwerdeführerin 2 habe auch Nicstic-Aktien (mit Zuzah- lung von 20%) als Zahlung angenommen. Auf diese Weise hätten die Beschwerdeführenden bis zu 3 Mio. Aktien der V._______ Corp. zum Preis von 1.5 $ pro Aktie zum Verkauf angeboten. Frühere Angestellte der Bel Air und der Beschwerdeführerin 2 hätten in diesem Zusam- menhang ausgesagt, der Beschwerdeführer 1 habe sie damals beauf- tragt, die Zeichnungsverträge herauszugeben. Ferner habe der Be- schwerdeführer 1 im Jahr 2005 von der Elvestus zusammen mit B.X._______ und K._______ 15.1 Mio. Nicstic-Aktien übernommen („MBO-Vertrag“). 8.1 Mio. dieser Aktien habe der Beschwerdeführer 1 anschliessend als Unterhändler wieder an die Elvestus zurückübertra- gen, die die Aktien sodann an Dritte weiterveräussert habe. Vom Erlös der durch die Elvestus verkauften Nicstic-Aktien seien rund Fr. 130'000.- an den Beschwerdeführer 1 gegangen. Ausserdem hätten die Beschwerdeführenden auch mit weiteren Aktien gehandelt; insbe- sondere habe der Beschwerdeführer 1 rund 2.5 Mio. Hematec-Aktien an B.X._______ verkauft, und d ie Beschwerdeführerin 2 habe T._______ Inc.-Aktien an die Elvestus bzw. an B.X._______ veräus- sert. 5.3.2Die Beschwerdeführenden machen geltend, sie hätten nur für sich (Beschwerdeführer 1) bzw. nur für die T._______ Inc. und für die Seite 22B-6501/2007 V._______ Corp. (Beschwerdeführerin 2) gehandelt. Die Vorinstanz gehe zu Unrecht davon aus, dass die Beschwerdeführenden Aktien der V._______ Corp. über die Bel Air aufgrund eines öffentlichen An- gebots an Anleger verkauft hätten. Vielmehr seien diese Aktien über die W._______ GmbH - ein deutsches, von der deutschen Finanzauf- sicht lizenziertes Finanzdienstleistungsinstitut – via Kapitalemissions- vertrag angeboten worden, und ausserdem sei das Angebot nicht öf- fentlich erfolgt, sondern habe sich ausschliesslich an bereits bestehen- de Kunden gerichtet. Zwar habe effektiv ein Zeichnungsvertrag bestan- den, wonach Aktien der V._______ Corp. mit Nicstic-Aktien hätten be- zahlt werden können (unter Angabe einer Bankverbindung der Be- schwerdeführerin 2). Doch bei der Angabe des Bankkontos habe es sich um ein Versehen gehandelt, und das Angebot sei unverzüglich wieder zurückgenommen worden, noch bevor ein einziger Kunde von diesem Angebot Gebrauch gemacht habe. Was ferner den bei den Ak- ten liegenden „MBO-Vertrag“ betreffe, sei dieser Treuhandvertrag zwar von B.X._______ und von K._______ unterschrieben worden, nicht aber vom Beschwerdeführer 1. Im Übrigen sei die Vorinstanz zu Un- recht der Behauptung von J._______ gefolgt, er habe dem Beschwer- deführer 1 Nicstic-Aktien abgekauft (vgl. den Untersuchungsbericht, C 01 419). Es verhalte sich vielmehr so, dass J._______ der W._______ GmbH einen Zeichnungsschein ausgestellt habe, mit dem er 550'000 Nicstic-Aktien (für 3.3 Mio. Fr.) über den Sekundärmarkt erworben habe. Die W._______ GmbH habe die Nicstic-Aktien treuhänderisch in Empfang genommen und sich - gegen eine prozentuale Beteiligung - um die reibungslose Abwicklung des Verkaufsgeschäfts gekümmert. Wegen der mangelnden Liquidität von J._______ sei es jedoch zu Pro- blemen gekommen. J._______ habe dem Beschwerdeführer 1 deshalb vorgeschlagen, mit Aktien einer anderen Aktiengesellschaft (Hotel Ö._______ AG) zu bezahlen. Im Rahmen der Replik machen die Be- schwerdeführenden ausserdem geltend, sie hätten nie einen Erlös aus dem Verkauf von Nicstic-Aktien erhalten. Die Feststellung der Vorins- tanz, dass der Beschwerdeführer 1 für den Verkauf von Nicstic-Aktien Fr. 130'000.- bekommen habe, sei unrichtig. Es habe sich vielmehr um den Erlös aus dem Verkauf von T._______ Inc.-Aktien gehandelt. 5.3.3In der Vernehmlassung bzw. Duplik macht die Vorinstanz gel- tend, die Behauptung, dass die Beschwerdeführerin 2 fälschlicherwei- se als Zahlstelle angegeben worden sei, stehe im Widerspruch zum Vertriebsvertrag, den die Beschwerdeführerin 2 im Jahr 2006 mit der Seite 23B-6501/2007 W._______ GmbH geschlossen hatte. Eine unbelegte Schutzbehaup- tung stelle ferner der Vorwurf dar, der Beschwerdeführer 1 habe eine Zahlung über Fr. 130'000.- für den Verkauf von T._______ Inc.-Aktien (und nicht für den Verkauf von Nicstic-Aktien) erhalten. Die Beschwer- deführenden hätten diese Rüge erstmals in der Replik vorgetragen. In einer früheren Stellungnahme habe der Beschwerdeführer 1 einzig auf seine - im Verhältnis zu den anderen Verfügungsadressaten - geringe Entschädigung hingewiesen. Der Beschwerdeführer 1 habe zwar den „MBO-Vertrag“ nicht unterzeichnet; doch in einem Mail an B.X._______ (D 01 006) habe er sich im April 2005 selber als Teil des „MBO-Teams“ bezeichnet. 5.3.4Das Bundesverwaltungsgericht erachtet die Rügen der Be- schwerdeführenden als unbegründet, wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt. 5.3.4.1Umstritten ist zunächst die Feststellung der Vorinstanz, der Beschwerdeführer 1 habe über die Bel Air Aktien der V._______ Corp. verkauft, wobei zur Bezahlung – die teilweise an die Beschwerdeführe- rin 2 erfolgt sei – auch Nicstic-Aktien (mit Aufpreis) angenommen wor- den seien. Die Beschwerdeführenden machen geltend, der Verkauf von Aktien der V._______ Corp. sei ausschliesslich über die W._______ GmbH erfolgt. Sie verweisen in diesem Zusammenhang auf einen „Vertriebsvertrag für Kapitalmarktemissionen und Sekundär- marktaktien“, der am 15. August 2006 zwischen der W._______ GmbH und der Beschwerdeführerin 2 abgeschlossen wurde (A 06 134). Als Beilage zur Replik haben die Beschwerdeführenden ferner zwei Sch- reiben der W._______ GmbH (vom 18. Juli 2007 und vom 29. Februar 2008) eingereicht, in denen diese versichert, dass sämtliche Aktien über sie (die W._______ GmbH) vertrieben worden seien. Diesen Aus- führungen steht allerdings entgegen, dass sich bei den Akten ein „Zeichnungsvertrag für Sekundärmarktaktien der V._______ Corp.“ (C 01 270 ff.; A 03 664 ff.) befindet, der durch die Bel Air vermittelt wurde. Weder der Zeichnungsvertrag noch der Brief vom 8. Juni 2007, der an den Zeichnungsinteressenten O._______ gerichtet ist (C 01 271; A 03 656), enthalten einen Hinweis auf die W._______ GmbH. Vielmehr er- gibt sich aus sämtlichen Adressangaben, dass der Verkauf der Aktien von der V._______ Corp. bzw. von deren „Swiss Office“ (Bel Air) aus- ging (C 01 271 f.). Die W._______ GmbH versichert zwar im erwähn- ten Schreiben vom 29. Februar 2008, O._______ sei wie alle Zeich- nungsinteressenten ausschliesslich durch sie (die W._______ GmbH) Seite 24B-6501/2007 umworben worden. Doch nach aller Wahrscheinlichkeit wäre die W._______ GmbH zumindest im Beilagebrief zum Zeichnungsvertrag erwähnt worden, wenn der Vertrieb effektiv über sie erfolgt wäre. Im Übrigen ist nicht anzunehmen, dass es sich beim in den Akten liegen- den Zeichnungsvertrag um einen Einzelfall handelt. Die Frage, ob die Aktien öffentlich angeboten wurden oder ob das Angebot lediglich ge- genüber bisherigen Kunden galt, kann offen bleiben: Massgebend ist, dass die Aktien jeweils früher oder später von einem oder einer Grup- penzugehörigen auf dem Primärmarkt öffentlich angeboten wurden (vgl. unten, E. 6.1.3). Demnach ist nicht zu beanstanden, dass die Vor- instanz davon ausging, dass die Aktien der V._______ Corp. nicht nur durch die W._______ GmbH, sondern auch durch die Bel Air vertrie- ben wurden. Was die Rüge der Beschwerdeführenden betreffend Zahlungsmodali- täten betrifft, geht aus dem erwähnten Zeichnungsvertrag Folgendes hervor: Auf S. 2 des Vertrages wird die Beschwerdeführerin 2 als Zahl- stelle angegeben, und es wird erwähnt, dass zur Zahlung der V._______ Corp.-Aktien Nicstic-Aktien angenommen werden – unter Zuzahlung von 20% auf den ursprünglich für die Nicstic-Aktien inves- tierten Betrag. So hatte etwa O._______ für den Kauf von 3'750 Aktien der V._______ Corp. 3'000 Nicstic-Aktien einzubringen und USD 5'625.- zu bezahlen (C 01 268). Im Beilagebrief an O._______ führte die Bel Air aus: „Als Anlage übersenden wir Ihnen, wie besprochen, ei- nen Zeichnungsschein über 3'750 Stück Aktien der V._______ Corp., mit Inzahlungnahme Ihrer NicStic-Aktien“ (C 01 271). Aufgrund dieser Aktenstücke wäre es wenig lebensnah, mit den Beschwerdeführenden davon auszugehen, dass die Kontoangabe auf einem Versehen beruh- te und dass keine Zahlungen auf das Konto der Beschwerdeführerin 2 erfolgt sind. Zwar hat die W._______ GmbH den Beschwerdeführen- den mit einem Schreiben vom 26. Juni 2007 mitgeteilt, in den Zeich- nungsverträgen sei versehentlich das Konto der Beschwerdeführerin 2 angegeben worden, und inzwischen sei sämtlichen Zeichnungsinteres- senten eine korrigierte Fassung des Vertrages zugesendet worden (vgl. Beilagen zur Replik). Dieses Schreiben kann jedoch nicht als Be- leg dafür gelten, dass nicht weiterhin Verträge in der ursprünglichen Fassung abgeschlossen wurden, zumal die Beschwerdeführenden kei- ne korrigierte Vertragsversion eingereicht haben. Ausserdem wurden die Verträge wie gesagt nicht nur über die W._______ GmbH, sondern auch über die Bel Air abgeschlossen. Demnach ging die Vorinstanz zu Seite 25B-6501/2007 Recht davon aus, dass Nicstic-Aktien (unter Zuzahlung von 20%) zur Zahlung von Aktien der V._______ Corp. angenommen wurden, und dass die Beschwerdeführerin 2 als Zahlungsstelle fungierte. 5.3.4.2Die Beschwerdeführenden bestreiten sodann, dass der Be- schwerdeführer 1 am sogenannten „MBO-Vertrag“ teilgenommen und in diesem Zusammenhang einen Erlös aus dem Verkauf von Nicstic- Aktien erhalten hat. Entgegen den Ausführungen der Beschwerdefüh- renden kann in diesem Zusammenhang nicht massgebend sein, dass der Beschwerdeführer 1 den Treuhandvertrag vom 9. Januar 2005 nicht unterschrieben hat: Die Beschwerdeführenden haben selber ein- geräumt, dass der im MBO-Vertrag vereinbarte Aktientausch vollzogen worden ist bzw. dass der Beschwerdeführer 1 Hematec-Aktien gegen Nicstic-Aktien eingetauscht hat (A 04 688 f.; vgl. oben, E. 5.2.4.3). Was die umstrittenen Zahlungen aus dem Erlös von verkauften Nicstic-Ak- tien betrifft, geht aus der im Untersuchungsbericht enthaltenen Zusam- menstellung von Kontozahlungen hervor, dass der Beschwerdeführer 1 von der Elvestus in den Jahren 2004-2006 Fr. 129'781.20 bekommen hat (A 02 325). Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass dieser Betrag für den Verkauf von Nicstic-Aktien bezahlt wurde, zumal offen- bar auch die Beschwerdeführenden im Rahmen ihrer Stellungnahme zum Untersuchungsbericht von diesem Zahlungszweck ausgegangen waren (A 05 353). Dass die Beschwerdeführenden anlässlich der Re- plik von ihrer ursprünglichen Meinung abgewichen sind und nun gel- tend machen, die Elvestus-Zahlungen seien für den Verkauf von T._______ Inc.-Aktien erfolgt, ist demnach als blosse Schutzbehaup- tung zu erachten. 5.3.4.3Zu würdigen ist schliesslich der Vorwurf der Beschwerdefüh- renden, die Vorinstanz sei in diversen weiteren Fällen zu Unrecht da- von ausgegangen, dass die Beschwerdeführenden mit Aktien von Gruppengesellschaften gehandelt hätten. Die Beschwerdeführenden bestreiten insbesondere den Verkauf von Nicstic-Aktien an J._______. Im Rahmen der Erstbefragung durch die Vorinstanz hatte der Be- schwerdeführer 1 zu Protokoll gegeben, er habe drei oder vier Mal Nicstic-Aktien veräussert (C 01 026); J._______ habe er im Januar 2006 400'000 Nicstic-Aktien à 6 Fr. verkauft und dafür Aktien des Ho- tels Ö._______ erhalten (C 01 014). Anlässlich der „Berichtigungsein- gabe“ vom 7. Juli 2007 machte der Beschwerdeführer 1 hingegen gel- tend, er habe zu keiner Zeit mit nicht börsenkotierten Aktien gehandelt (A 04 688 f.). Im Rahmen der Beschwerde (S. 11) machen die Be- Seite 26B-6501/2007 schwerdeführenden geltend, der Aktienhandel sei über die W._______ GmbH abgewickelt worden; in diesem Zusammenhang habe der Be- schwerdeführer 1 J._______ angeboten, 400'000 Nicstic-Aktien mit Aktien einer anderen Gesellschaft zu bezahlen. Aufgrund der widersprüchlichen Aussagen ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz davon ausgegangen ist, dass der Beschwerdefüh- rer 1 J._______ Aktien verkauft hat. Wäre der Aktienverkauf effektiv über die W._______ GmbH abgewickelt worden, so wäre es den Be- schwerdeführenden ein Leichtes gewesen, dies - etwa mittels Zah- lungsbelegen - nachzuweisen. 5.3.5Zusammenfassend ging die Vorinstanz zu Recht davon aus, dass die Beschwerdeführenden in nicht unbedeutendem Umfang mit Aktien der V._______ Corp., der Nicstic und der Hematec gehandelt haben. 5.4 Die Beschwerdeführenden machen geltend, aus der zufälligen Übereinstimmung der Domizile einzelner Verfügungsadressaten könne nicht abgeleitet werden, dass sie zur Gruppe gehörten, die ein Emis- sionshaus betreibe. Die Vorinstanz macht geltend, es bestünden mehrere Übereinstimmun- gen von Domizilen. Die Privatadresse des Beschwerdeführers 1 sei identisch mit einer der Adressen der Beschwerdeführerin 2. Der Sitz der V._______ Corp. und der T._______ Inc. liege an der gleichen Ad- resse in den USA (C 01 420). Eine Adresse der Beschwerdeführerin 2 liege am Domizil der Bel Air, die früher die Privatadresse des Be- schwerdeführers 1 gewesen sei (C 01 405). Die Beschwerdeführerin 2 sei früher an der heutigen Adresse der Hematec domiziliert gewesen (A 03 790). Die Beschwerdeführenden machen geltend, einzelne Geschäfte seien zwar an übereinstimmenden Orten ausgeführt worden; davon seien je- doch keineswegs sämtliche Verfügungsadressaten betroffen. Am Do- mizil der Beschwerdeführerin 2 seien in der Tat weitere Gesellschaften domiziliert, die von der Verfügung betroffen seien. Doch diese seien den Beschwerdeführenden bisher nicht einmal namentlich bekannt ge- wesen. Der Beschwerdeführer 1 habe seine Aktivitäten effektiv teilwei- se an Orten ausgeübt, die mit der Adresse einzelner Gruppengesell- Seite 27B-6501/2007 schaften übereinstimmten; daraus dürfe aber nicht auf seine Gruppen- zugehörigkeit geschlossen werden. Nach den Feststellungen der Vorinstanz bestanden oder bestehen enge örtliche Verbindungen zwischen den Beschwerdeführenden und der Bel Air sowie der Hematec. Wie vorstehend ausgeführt, existierten zwischen den Beschwerdeführenden und diesen beiden Gesellschaf- ten enge geschäftliche Verbindungen (vgl. oben, E. 5.2 und 5.3). Dass die Vorinstanz den Umstand würdigte, dass diese Geschäftsbeziehun- gen auch in erheblicher räumlicher Nähe ihren Ausdruck fanden, ist nicht zu beanstanden. 6. Im Sinne eines Zwischenergebnisses ist festzuhalten, dass die Vorins- tanz den Sachverhalt insofern zutreffend festgestellt hat, als sie von bedeutenden Beteiligungen der Beschwerdeführenden an diversen Unternehmen der Gruppe sowie von namhaften Aktientransaktionen zwischen den Beschwerdeführenden und mehreren Verfügungsadres- saten ausging und auch eine örtliche Nähe zwischen den Beschwer- deführenden und einzelnen Akteuren der Gruppe als erwiesen erach- tete. Vor diesem tatbeständlichen Hintergrund ist die materiellrechtli- che Rüge der Beschwerdeführenden zu würdigen, die Vorinstanz sei wegen einer fehlenden hinreichenden Verbundenheit zwischen ihnen (den Beschwerdeführenden) und den anderen Verfügungsadressaten zu Unrecht von einer Gruppenzugehörigkeit ausgegangen. 6.1 Die Beschwerdeführenden machen geltend, sie hätten aufgrund ihrer Aktivitäten und ihren Beziehungen zu anderen Verfügungsadres- saten nicht als Gruppenzugehörige qualifiziert werden dürfen. 6.1.1Die Vorinstanz macht geltend, das Vorgehen der Beschwerde- führenden entspreche dem typischen Muster der „Gruppe“: Übernah- me von nicht börsenkotierten Aktien, die von nahestehenden Gesell- schaften ausgegeben werden (hier im Rahmen eines Aktientausches), gekoppelt mit einer Barzuzahlung beim Verkauf an Dritte. Die ohne Be- willigung ausgeübte Effektenhandelstätigkeit der Gruppe sei erst durch die Beschwerdeführenden ermöglicht worden. Sie hätten Nicstic-Ak- tien an die Elvestus verkauft und für den Weiterverkauf Erlöse erhal- ten, und sie hätten über die T._______ Inc. bzw. über die Bel Air den Verkauf von Aktien der V._______ Corp. an Dritte veranlasst. Das koor- dinierte Vorgehen der beteiligten Gesellschaften und Personen zeuge Seite 28B-6501/2007 von der Verfolgung eines gemeinsamen Zweckes, nämlich dem Erlan- gen von Erlösen aufgrund von gewerbsmässigen Aktienverkäufen an Dritte im Rahmen von öffentlichen Angeboten auf dem Primärmarkt. Neben den engen wirtschaftlichen Verflechtungen sei auch von engen räumlichen und personellen Verbindungen auszugehen. Deshalb seien die Verfügungsadressaten gemäss ständiger Praxis als Gruppe zu be- trachten. Sie hätten gewerbsmässig gehandelt mit dem Ziel, die Ge- sellschaften und nahestehende Personen dadurch regelmässig zu fi- nanzieren. Indem die Beschwerdeführenden im Rahmen der Gruppe ohne Bewilligung der Tätigkeit eines Emissionshauses nachgegangen seien, hätten sie gegen das Börsengesetz verstossen. 6.1.2Die Beschwerdeführenden machen geltend, sie hätten nie bör- senkotierte Aktien von Gesellschaften der Gruppe übernommen und mit Forderungen von zweifelhaftem Wert verrechnet. Zwischen den Be- schwerdeführenden und anderen Verfügungsadressaten hätten keine koordinierten Aktionen zur Beschaffung von Anlagegeldern stattgefun- den. Die Beschwerdeführenden hätten gegen aussen hin nicht den Eindruck einer wirtschaftlichen Einheit bzw. einer personellen Verflech- tung mit den anderen Verfügungsadressaten erweckt. Der Beschwer- deführer 1 habe nie öffentlich für den Erwerb von Aktien geworben, habe keine entsprechende Werbung publiziert und keine eigenen Ak- tien an Dritte veräussert. Die Beschwerdeführenden seien mit den Gruppenzugehörigen nicht gemeinsam öffentlich in Erscheinung getre- ten. Zu berücksichtigen sei ferner, dass die Beschwerdeführerin 2 in ganz anderen Geschäftsbereichen tätig gewesen sei (...) als die übri- gen Gruppengesellschaften. Schliesslich sei zu beachten, dass sich die Beschwerdeführenden von mehreren anderen Verfügungsadressa- ten abgegrenzt hätten. Der Beschwerdeführer 1 habe am 14. April 2006 gegen diverse Verfügungsadressaten (u.a. Elvestus und Nicstic) Strafanzeige wegen ungetreuer Geschäftsführung bzw. Kapitalanlage- betrug eingereicht, weil die Nicstic trotz Abweisung des Patentes für ihr Refill-System weiterhin Kunden abgeworben hatte. Später habe der Beschwerdeführer 1 die Strafanzeige zwar durch eine Desinteresseer- klärung zurückgezogen; diese Erklärung sei jedoch rein wirtschaftlich motiviert gewesen: Sie sei Voraussetzung gewesen für die Rückab- wicklung vorgängig geschlossener Lizenzverträge. 6.1.3Wie vorne dargelegt, gelten mehrere Effektenhändler dann als Gruppe, wenn zwischen ihnen enge wirtschaftliche Beziehungen be- stehen und sie nach aussen hin nach einem gemeinsamen Plan als Seite 29B-6501/2007 Einheit wirksam werden; dabei ist nicht erforderlich, dass alle Mitglie- der in gleicher Weise nach aussen hin erkennbar aktiv sind (vgl. vorne, E. 4.2.2). Im vorliegenden Fall ergibt sich aus den überzeugenden Ausführungen der Vorinstanz und den umfangreichen Akten, dass die in das Verfahren involvierten Personen als Emissionshaus i.S.v. Art. 3 Abs. 2 BEHV tätig waren: Sie übernahmen jeweils nicht börsenkotierte Aktien von einer nahestehenden Gesellschaft, wobei die Bezahlung durch Verrechnung mit bestehenden Forderungen von fraglicher Wert- haltigkeit erfolgte. Anschliessend wurden diese Aktien wiederum durch Verrechnung an nahestehende Gesellschaften veräussert mit dem Ziel, dass eine Gesellschaft der Gruppe die Aktien über ein öffentli- ches Angebot an Dritte verkaufe. So bot insbesondere die Elvestus auf dem Primärmarkt gewerbsmässig und öffentlich (im Internet) Nicstic- Aktien an, die sie zuvor von Gruppenzugehörigen übernommen hatte. M it den beteiligten Akteuren (insbesondere mit Bel Air, Nicstic, Elves- tus, Hematec und B.X._______) waren die Beschwerdeführenden wie erwähnt durch bedeutende Beteiligungen, namhafte Transaktionen und teilweise auch räumliche Nähe eng verflochten, so dass sie als zur als Emissionshaus tätigen Gruppe zugehörig bezeichnet werden müssen. Die von den Beschwerdeführenden hiergegen vorgebrachten Argu- mente vermögen nicht zu überzeugen: Nach dem Gesagten ist auf- grund der Erhebungen der Vorinstanz davon auszugehen, dass die Ak- tivitäten der Beschwerdeführenden Teil eines koordinierten Gruppen- verhaltens bildeten. Es mag zwar andere Verfügungsadressaten gege- ben haben, deren Beitrag zum Erfolg der Gruppentätigkeit grösser war als jener der Beschwerdeführenden. Ausschlaggebend ist jedoch, dass die Beschwerdeführenden über teilweise bedeutende Beteiligungen an Gesellschaften der Gruppe verfügten und dass die Aktivitäten der Be- schwerdeführenden ebenfalls erforderlich waren, um den Aktienver- kauf an aussenstehende Anleger über die Elvestus abzuwickeln. Der Verkauf eigener Aktienanteile stellt zwar – für sich alleine genommen - keine bewilligungspflichtige Effektenhändlertätigkeit dar. Im vorliegen- den Fall erfolgten die zahlreichen Verkaufsgeschäfte der Gruppenzu- gehörigen untereinander jedoch offensichtlich in der Absicht, Drittanle- gern im Rahmen von öffentlichen Angeboten auf dem Primärmarkt Ef- fekten von zweifelhafter Werthaltigkeit und zu möglicherweise über- höhten Preisen zu veräussern. Auch die Beschwerdeführenden muss- ten den Hintergrund der von ihnen getätigten Transaktionen kennen; nur so lassen sich die diversen Verschiebungen von Aktienanteilen auf Seite 30B-6501/2007 wirtschaftlich sinnvolle Art erklären. Die Beschwerdeführenden nah- men demnach im System der Gruppe eine Rolle ein, die das Erreichen der angestrebten Ziele in nicht unbedeutendem Ausmass begünstigte. Unter diesen Umständen kann nicht relevant sein, dass die Gruppe gegen aussen hin nicht als einheitliche Organisation auftrat. Ebenso- wenig kann massgebend sein, dass der Beschwerdeführer 1 eine (später zurückgezogene) Strafanzeige gegen einzelne Gruppenzuge- hörige einreichte; es ist jedenfalls nicht ungewöhnlich, wenn es zu Streitigkeiten kommt zwischen mehreren Personen und Gesellschaf- ten, die gemeinsam einer nicht bewilligten Tätigkeit nachgehen. Auch im vorliegenden Fall sind im Laufe des Untersuchungsverfahrens of- fenbar zahlreiche Anzeigen eingegangen, in denen sich die involvier- ten Personen gegenseitig beschuldigt haben (vgl. Vernehmlassung der Vorinstanz, S. 4). Schliesslich kann es für die Zugehörigkeit zur Grup- pe auch nicht auf den Zweck der betroffenen Gesellschaften ankom- men; die Beschwerdeführerin 2 kann deshalb nichts zu ihren Gunsten daraus ableiten, dass sie in anderen Geschäftsbereichen tätig war als andere Gruppenzugehörige. Zusammenfassend ist nicht zu beanstan- den, dass die Vorinstanz die Gruppenzugehörigkeit der Beschwerde- führenden bejaht hat. 6.2 Die Beschwerdeführenden rügen sodann, sie hätten den Effekten- handel nicht gewerbsmässig betrieben, weshalb das Börsengesetz nicht auf sie anwendbar sei. 6.2.1Die Beschwerdeführenden machen geltend, sie hätten im Rah- men des über die W._______ GmbH abgewickelten Effektenhandels- geschäfts weniger als 20 Kunden gehabt, so dass nicht von einer ge- werbsmässigen Tätigkeit ausgegangen werden könne. Der Geschäfts- führer der W._______ GmbH habe am 27. Juni 2007 bestätigt, dass seine Gesellschaft für die Beschwerdeführerin 2 nur gegenüber 19 Kunden (davon 5 Schweizer Kunden) Aktien verkauft habe, und zwar solche der T._______ Inc. (14 Kunden) und der V._______ Corp. (5 Kunden). Mangels gewerbsmässiger Aktivitäten unterstünden die Be- schwerdeführenden keiner Bewilligungspflicht; sie seien nicht als Ef- fektenhändler i.S.v. Art. 2 Bst. d BEHG (bzw. als Emissionshaus i.S.v. Art. 3 Abs. 2 BEHV) zu qualifizieren. 6.2.2Die Vorinstanz wendet ein, es sei nicht massgebend, an wie vie- le Kunden die Beschwerdeführenden Aktien verkauft hätten bzw. wie Seite 31B-6501/2007 hoch der Aktivitätsgrad der Beschwerdeführenden gewesen sei. Als Gruppenzugehörige unterstünden sie ohnehin dem Börsengesetz. 6.2.3Nach Art. 52 Abs. 3 der Handelsregisterverordnung vom 7. Juni 1937 (HRegV, SR 221.411) gilt als Gewerbe eine selbständige, auf dauernden Erwerb gerichtete wirtschaftliche Tätigkeit. Gemäss dem am 1. Juli 1998 in Kraft getretenen Rundschreiben der EBK zur Erläu- terung zum Begriff „Effektenhändler“ (EBK-RS 98/2) bedeutet Ge- werbsmässigkeit, dass das Effektengeschäft eine selbständige und un- abhängige wirtschaftliche Tätigkeit darstellt, die darauf ausgerichtet ist, regelmässige Erträge zu erzielen (Rz. 12). Die Anzahl Kunden ist zur Beurteilung von Emissionshäusern grundsätzlich nicht relevant: Werden Effekten auf dem Primärmarkt öffentlich angeboten (was bei Emissionshäusern definitionsgemäss der Fall ist, vgl. Art. 3 Abs. 2 BEHV), so kann ein Emissionshaus auch dann vorliegen, wenn die Ef- fekten bei weniger als 20 Kunden platziert werden (vgl. Art. 4 BEHV sowie EBK-RS 98/2, Rz. 27 f.; siehe auch M ATTHIAS KUSTER , Zum Begriff der Öffentlichkeit und Gewerbsmässigkeit im Kapitalmarktrecht, SZW 1997 S. 10 ff., S. 12 und 14). Nicht gewerbsmässig handeln dagegen natürliche und juristische Personen, die lediglich ihr eigenes Vermögen verwalten (Rz. 19). Aus Gründen des Funktionsschutzes kann sich in- dessen die Unterstellung von Eigenhändlern rechtfertigen, wenn sie Effektengeschäfte in grossem Umfang (mehr als 5 Mio. Fr. Bruttoum- satz pro Jahr) abwickeln (Rz. 23; vgl. PHILIPPE A. HUBER , a.a.O., Rz. 39). 6.2.4Im vorliegenden Fall muss als erwiesen gelten, dass die Be- schwerdeführenden einer gewerbsmässigen Effektenhandelstätigkeit nachgingen und deshalb dem Börsengesetz unterstanden. Die Be- schwerdeführenden handelten wie erwähnt nicht nur über die W._______ GmbH, sondern auch direkt bzw. selber mit Aktien von Ge- sellschaften der Gruppe (vgl. oben, E. 5.3.4.1). Angesichts der nam- haften Beteiligungen und der Mitwirkung innerhalb der Gruppe ist bei gesamtheitlicher Betrachtung eine Gewerbsmässigkeit zu bejahen. Selbst wenn man zugunsten der Beschwerdeführenden annehmen wollte, dass ihre Effektenhandelstätigkeit nicht als gewerbsmässig ein- zustufen wäre oder dass die Aktien bloss bei 19 Kunden platziert wur- den, vermöchte ihnen dies vorliegend nicht zu helfen. Gemäss der vor- stehend wiedergegebenen Rechtsprechung (vgl. oben, E. 4.2.2) unter- stehen Gruppenzugehörige auch dann der aufsichtsrechtlichen Bewilli- gungspflicht, wenn sie nicht gewerbsmässig tätig sind oder wenn sie Seite 32B-6501/2007 im Einzelfall weniger als 20 Kunden haben. Dies muss - analog zum Bankenrecht – auch im Zusammenhang mit Art. 10 Abs. 1 i.V.m. Art. 2 Bst. d BEHG gelten. Da die Beschwerdeführenden somit ohnehin der börsengesetzlichen Bewilligungspflicht unterstehen, erübrigen sich Weiterungen zur Thematik der Gewerbsmässigkeit bzw. zur Zahl der Kunden. Somit ist die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen, dass die Effek- tenhandelstätigkeit der Beschwerdeführenden dem Börsengesetz un- tersteht. 6.3 Im Rahmen der Replik sowie der Stellungnahme vom 26. August 2008 machen die Beschwerdeführenden geltend, aufgrund von Zusi- cherungen der Vorinstanz sowie aus Gründen der Rechtsgleichheit hätten sie davon ausgehen dürfen, dass der über die W._______ GmbH und über die Beschwerdeführerin 2 getätigte Effektenhandel ohne Bewilligung zulässig gewesen sei. 6.3.1Die Beschwerdeführenden machen geltend, die Beschwerdefüh- rerin 2 habe im August 2006 einen Vertriebsvertrag mit der W._______ GmbH abgeschlossen, die in Deutschland über eine Zulassung zum Effektenhandel verfüge und die für die Beschwerdeführerin 2 Aktien der T._______ Inc. sowie der V._______ Corp. auf dem Sekundärmarkt veräussert habe (vgl. oben, E. 5.3.2). Die Vorinstanz habe der W._______ GmbH am 13. Dezember 2006, am 9. Januar 2008 und am 13. Februar 2008 bestätigt, dass für die Tätigkeiten der W._______ GmbH in der Schweiz keine Effektenhandelsbewilligung erforderlich sei. Die Geschäfte seien von Deutschland aus und durch ein zugelas- senes deutsches Finanzdienstleistungsinstitut abgeschlossen worden, und die Kunden seien mehrheitlich Deutsche gewesen. Ferner habe die Vorinstanz im Jahr 2006 auf Anfrage bestätigt, dass die Hematec keine Bewilligung zur Effektenhandelstätigkeit benötige, da sie keine Kundeneinlagen angenommen habe. Da sich die Beschwerdeführerin 2 in der gleichen Lage befunden habe wie die Hematec, habe sie da- von ausgehen dürfen, ihre Tätigkeiten ebenfalls ohne Bewilligung aus- üben zu dürfen. Auch gegenüber dem Beschwerdeführer 1 sei die Rechtsgleichheit verletzt worden: Die Vorinstanz habe K._______ nicht als Gruppenzugehörigen eingestuft, obwohl dieser Grossaktionär der Hematec gewesen sei. Seite 33B-6501/2007 6.3.2Die Vorinstanz wendet anlässlich der Duplik ein, der Vorwurf, dass die Vorinstanz die Unterstellungspflicht der Hematec und der W._______ GmbH explizit verneint habe, gehe fehl. Der Sachverhalt, der in der anonymen (offenbar die Hematec betreffenden) Unterstel- lungsanfrage geschildert worden sei, entspreche nicht jenem, der der angefochtenen Verfügung zugrunde liege. Eine weitere Anfrage habe einzig die Aktienvermittlung der W._______ GmbH betroffen; es sei da- rin nicht um die Tätigkeiten der Beschwerdeführerin 2 gegangen. 6.3.3Das Bundesverwaltungsgericht erachtet die Rügen der Be- schwerdeführenden als unbegründet. Zum einen wickelten die Be- schwerdeführenden den Effektenhandel nicht nur über die W._______ GmbH ab, sondern waren auch selber tätig (vgl. oben, E. 5.3.4.1). Zum anderen durften die Beschwerdeführenden nicht aufgrund einer ano- nymen Unterstellungsanfrage darauf vertrauen, dass die über die W._______ GmbH abgewickelten Aktiengeschäfte zulässig seien. Schliesslich können die Beschwerdeführenden auch aus einer allfälli- gen günstigeren Behandlung der Hematec oder von K._______ nichts zu ihren Gunsten ableiten. 6.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz zu Recht davon ausging, dass die Beschwerdeführenden zu einer als Emis- sionshaus tätigen Gruppe gehörten. Die Beschwerdeführenden ver- letzten Art. 10 Abs. 1 BEHG, indem sie ihre Effektenhandelstätigkeit ohne die erforderliche Bewilligung ausübten. 7. Nachdem feststeht, dass die Beschwerdeführenden ohne die erforder- liche Bewilligung einer Effektenhandelstätigkeit nachgingen, ist im Fol- genden zu prüfen, ob die von der Vorinstanz angeordneten Massnah- men angemessen waren. 7.1 Die Vorinstanz hatte im Fall des Beschwerdeführers 1 ein Effek- tenhandels- und Werbeverbot angeordnet. Sie begründete dies mit der Gefahr, dass der Beschwerdeführer 1 seine Tätigkeit in anderer Form und möglicherweise im Namen anderer Gesellschaften weiterführen werde. Aus Gründen des Anlegerschutzes sei es verhältnismässig, ein Verbot der Ausübung einer Effektenhändlertätigkeit und der entspre- chenden Werbung auszusprechen (unter Androhung von Sanktionen im Zuwiderhandlungsfall). Ferner hatte die Vorinstanz verfügt, über die Beschwerdeführerin 2 sei mangels Liquidität der Konkurs zu eröffnen. Seite 34B-6501/2007 Die nachträgliche Erteilung einer Effektenhändlerbewilligung komme nicht in Frage: Ein Sanierungsverfahren sei ausgeschlossen, da die Beschwerdeführerin 2 weder über das vorgeschriebene Mindestkapital (Art. 22 BEHV) noch über eine adäquate Organisation (Art. 19 BEHV) verfüge und keine Gewähr für eine einwandfreie Geschäftstätigkeit biete. Die Konkurseröffnung bezwecke die Gleichbehandlung der Gläu- biger sowie die Verhinderung einer Reduktion des Schuldnervermö- gens. 7.2 Die Beschwerdeführenden beantragen, die angeordneten Mass- nahmen seien aufzuheben. Die Konkurseröffnung betreffend die Be- schwerdeführerin 2 sei – durch handelsregisterliche Wiedereinsetzung des Beschwerdeführers 1 als einzelzeichnungsberechtigtes Organ der Beschwerdeführerin 2 – wieder rückgängig zu machen. Zur Begrün- dung führen sie an, die von der Vorinstanz angeordneten Massnahmen seien unangemessen; sie verstiessen gegen das Gebot von Treu und Glauben, gegen das Willkürverbot sowie gegen die Rechtsgleichheit. Die Beschwerdeführenden hätten nicht gegen das Gesetz verstossen, und sie hätten den Gläubiger- und Anlegerschutz nicht gefährdet. Das Bundesverwaltungsgericht habe ferner zu überprüfen, ob die von der Vorinstanz angedrohte Internet-Publikation des Werbeverbotes nach internationalem Recht zulässig sei. Dabei müsse berücksichtigt wer- den, dass der Beschwerdeführer 1 bereits an einem deutschen Lan- desgericht um einstweiligen Rechtsschutz nachgesucht habe, und dass die Homepage der Vorinstanz nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit abrufbar sei. Im Übrigen sei dem Beschwerdeführer 1 bereits ein massiver materieller und immaterieller Schaden entstanden, weil der (...) CEO der Nicstic (P._______) auf der Homepage der Nicstic Auszüge aus der angefochtenen Verfügung veröffentlicht habe, wobei einzig der Namen des Beschwerdeführers 1 nicht anonymisiert worden sei. Diese Publikation (insbesondere betreffend Werbeverbot) sei un- zulässig gewesen, denn die angefochtene Verfügung sei noch nicht in Rechtskraft erwachsen, und der Beschwerdeführer 1 habe nicht gegen die vorinstanzlich angeordneten Massnahmen verstossen. 7.3 In der Vernehmlassung ergänzte die Vorinstanz, das Werbeverbot diene lediglich als Warnung, die beanstandeten Tätigkeiten künftig zu unterlassen. Im Sinne des Anlegerschutzes sei nicht zu beanstanden, dass das Werbeverbot nach Rechtskraft des Urteils im Zuwiderhand- lungsfall auf der Website der Vorinstanz publiziert würde und dadurch Seite 35B-6501/2007 auch im Ausland bekannt werde, dass schweizerisches Aufsichtsrecht verletzt worden sei. 7.4 Nach Art. 35 Abs. 1 BEHG trifft die Aufsichtsbehörde die zum Voll- zug des Börsengesetzes notwendigen Verfügungen. Im Fall von Miss- ständen stehen der Aufsichtsbehörde diverse Massnahmen zur Verfü- gung, um den ordnungsgemässen Zustand wieder herzustellen (Art. 35 Abs. 3 und Art. 36 BEHG). Bei der Wahl des geeigneten Mittels hat die Vorinstanz im Rahmen der allgemeinen Verfassungs- und Verwal- tungsgrundsätze in erster Linie den Hauptzwecken der finanzmarkt- rechtlichen Gesetzgebung – dem Schutz der Gläubiger und Anleger ei- nerseits sowie der Lauterkeit und Stabilität des Finanzsystems ande- rerseits – Rechnung zu tragen (vgl. BGE 132 II 382 E. 4; BGE 131 II 306 E. 3.1). Nach Art. 36a BEHG kommen die Bestimmungen über die Bankinsolvenz (Art. 23quater sowie Art. 25-39 des Bankengesetzes vom 8. November 1934 [BankG, SR 952.0]) auch auf Effektenhändler zur Anwendung. Demnach müssen bei begründeter Besorgnis einer Über- schuldung oder ernsthafter Liquiditätsprobleme eines Unternehmens die nötigen Insolvenzmassnahmen und -verfahren angeordnet werden (Art. 36a BEHG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 BankG). Sind die Bewilligungsvor- aussetzungen nicht (mehr) gegeben und besteht keine Aussicht auf eine Sanierung, so ist eine Konkurseröffnung zu verfügen (Art. 36a BEHG i.V.m. Art. 33 Abs. 1 BankG). Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist auch ein Unternehmen, das unbewilligt einer Ban- kentätigkeit nachgeht und sich als überschuldet oder dauernd zah- lungsunfähig erweist, in analoger Anwendung der Art. 33 ff. BankG bankenkonkursrechtlich zu liquidieren (vgl. BGE 132 II 382 E. 7.2; BGE 131 II 306 E. 4.1.3). Das Gleiche muss aufgrund von Art. 36a BEHG auch für (nicht sanierungsfähige) Unternehmen gelten, die unerlaub- terweise einer Effektenhandelstätigkeit nachgehen. 7.5 Im vorliegenden Fall sind die angeordneten Massnahmen entge- gen der Auffassung der Beschwerdeführenden geeignet und zweck- proportional, die unerlaubten Tätigkeiten als Effektenhändler, die sie bis zum Einschreiten der Vorinstanz ausübten, inskünftig zu verhin- dern. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die Drohung der Vorinstanz, das angeordnete Werbeverbot im Fall der Zuwiderhandlung im Internet zu publizieren, gegen internationales Recht verstossen sollte. Was die Rüge betrifft, der Beschwerdeführer 1 sei aufgrund der Internet-Publi- kation der angefochtenen Verfügung durch die Nicstic geschädigt wor- den, kann es nicht die Aufgabe des Bundesverwaltungsgerichts sein, Seite 36B-6501/2007 eine allfällige Ersatzpflicht der Nicstic zu prüfen; es kann nicht davon ausgegangen werden und wird von den Beschwerdeführenden auch gar nicht geltend gemacht, dass die Vorinstanz eine Verantwortung für die durch die Nicstic vorgenommene Publikation trägt. Als angemes- sen erscheint schliesslich auch die angeordnete Konkurseröffnung über die Beschwerdeführerin 2. Die Beschwerdeführer haben die Fest- stellung des Untersuchungsbeauftragten nicht bestritten, dass die Be- schwerdeführerin 2 überschuldet bzw. dauerhaft zahlungsunfähig sei. Bei der Beschwerdeführerin 2 handelt es sich somit um eine über- schuldete, im Rahmen der Gruppe unerlaubterweise als Effektenhänd- lerin tätige Gesellschaft. Unter diesen Umständen ist im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. oben, E. 7.4) nicht zu bean- standen, dass die Vorinstanz über die Beschwerdeführerin 2 die Kon- kurseröffnung verfügt hat. Insgesamt ist nicht ersichtlich, inwiefern das Vorgehen der Vorinstanz unverhältnismässig sein sollte. Was die Be- schwerdeführenden in dieser Hinsicht vorbringen, vermag nicht zu überzeugen, und ihre Beschwerde ist auch insofern als unbegründet abzuweisen. 8. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens haben die Beschwerdeführenden die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG), und es steht ihnen keine Parteientschädigung zu (Art. 64 Abs. 1 VwVG sowie Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge- richt [VGKE, SR 173.320.2]). Die Verfahrenskosten sind angesichts der Schwierigkeit der Streitsache und der in Frage stehenden Vermögens- interessen auf je Fr. 4'000.- festzusetzen. Sie werden mit den am 7. Dezember 2007 geleisteten Kostenvorschüssen verrechnet. Seite 37B-6501/2007 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von je Fr. 4'000.- werden den Beschwerdefüh- renden auferlegt. Sie werden mit den geleisteten Kostenvorschüssen von je Fr. 4'000.- verrechnet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: - die Beschwerdeführenden (Gerichtsurkunde) - die Vorinstanz (Gerichtsurkunde) - die Konkursliquidatorin (Einschreiben) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Frank Seethaler Kaspar Plüss Seite 38B-6501/2007 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtli- chen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh- ren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter- schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die Beschwerdeführenden in Händen haben, beizule- gen (vgl. Art. 42 BGG). Versand: 9. September 2008 Seite 39