<h2>SubmittedText<h2><p>Der tragische Tod des Rekruten Pierre-Alain Monnet, der am 16. März 1993 während eines Eilmarsches starb, bewegt die Gemüter im Wallis stark. Ich begrüsse die mutigen Erklärungen des Bundespräsidenten Kaspar Villiger und des Korpskommandanten Christen, die in Situationen, in denen die Menschenrechte verletzt werden, die Befehlsverweigerung als mögliche Reaktion anführten. In diesem Sinne fordere ich Sie auf, dieses tragische Ereignis aufzuklären, ohne die Frage nach der Verantwortlichkeit auszuklammern.</p><p>Das Urteil des Militärgerichtes fiel so mild aus, dass es unsere Armee in ein schlechtes Licht stellt. Da immer noch zahlreiche Antworten ausstehen, bitte ich den Bundesrat dringend, diesen Fall weiterzuverfolgen.</p><p>Das Eidgenössische Militärdepartement hat zwar aufgrund dieses schmerzlichen Ereignisses gewisse Massnahmen ergriffen. Ich möchte dem Bundesrat aber dennoch folgende vier Fragen unterbreiten:</p><p>1. Welche Massnahmen wurden konkret getroffen, um ein solch tragisches Ereignis in Zukunft zu verhindern?</p><p>2. Sind Sie bereit, das laufende militärgerichtliche Verfahren genau zu verfolgen, damit die Verantwortlichkeiten für dieses tragische Ereignis, das nie hätte geschehen dürfen, offengelegt werden können?</p><p>3. Ist es nicht an der Zeit, die Militärjustiz zu modernisieren? Wie steht der Bundesrat dem Vorschlag gegenüber, so schwere Fälle seien von ordentlichen Gerichten zu beurteilen?</p><p>4. Angesichts eines solch tragischen Falles sind die materiellen Aspekte gewiss unerheblich. Aber wären Sie bereit, die Eidgenössische Militärversicherung aufzufordern, die materielle Seite dieses Falles noch einmal zu untersuchen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2>Antwort des Bundesrates.