<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2016-07-27-6B_739-2016.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6B_739/2016 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 27. Juli 2016</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Denys, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber C. Monn. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Postfach 3439, 6002 Luzern, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Rechtsverzögerung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen die Verfügung </div> <div class="para">des Kantonsgerichts Luzern, </div> <div class="para">1. Abteilung, vom 23. Mai 2016. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Der Präsident zieht in Erwägung:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Im Rahmen eines Strafverfahrens (vgl. dazu 6B_717/2016) erhob die Beschwerdeführerin am 12. Februar 2016 beim Kantonsgericht Luzern Rechtsverzögerungsbeschwerde, weil sie seit dem Einreichen ihrer Beweisanträge von der Staatsanwaltschaft nichts mehr gehört habe. Nachdem die Staatsanwaltschaft am 18. März 2016 die Strafuntersuchung gegen den von der Beschwerdeführerin Beschuldigten eingestellt hatte, schrieb das Kantonsgericht das Beschwerdeverfahren am 23. Mai 2016 als gegenstandslos von der Kontrolle ab. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wurde abgewiesen, und die Kosten wurden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin wendet sich ans Bundesgericht und beantragt, die Verfügung vom 23. Mai 2016 sei im Kostenpunkt aufzuheben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Vorinstanz stellte in einer Eventualerwägung fest, bei einer materiellen Behandlung der Beschwerde läge keine Verletzung des Beschleunigungsgebotes vor. Weder die Gesamtdauer des Untersuchungsverfahrens von neuneinhalb Monaten noch die Untersuchungsführung als solche liessen darauf schliessen, dass die Untersuchung unnötig lange hinausgezögert worden wäre (Verfügung S. 2 E. 1.6). Die Kostenregelung erging, weil die Vorinstanz die Beschwerde als von vornherein aussichtslos bezeichnete (Verfügung S. 3 E. 2.1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin behauptet zwar, dass es zu einer "unbegründeten Verzögerung" von über drei Monaten gekommen sei. Mit der Angabe, dass ihr die Staatsanwaltschaft am 11. Februar 2016 telefonisch mitgeteilt habe, "dass sie noch am Überlegen seien, ob sie noch etwas untersuchen sollen", vermag die Beschwerdeführerin indessen nicht darzutun, dass eine unbegründete und zudem übermässige lange Verzögerung vorgelegen hätte. Auf die Beschwerde ist mangels einer tauglichen Begründung im Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von <span class="artref">Art. 64 BGG</span> abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der finanziellen Lage der Beschwerdeführerin ist bei der Bemessung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (<span class="artref">Art. 65 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Luzern, 1. Abteilung, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 27. Juli 2016 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Denys </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: C. Monn </div> </div></body></html>