A bteilung III C -2732/2006 {T 0/2} U rteil vom 19. Juli 2007 M itw irkung: R ichter Stefan M esm er; R ichter Johannes Frölicher; R ichterin Elena Avenati-C arpani; G erichtsschreiberin Ingrid Künzli. K ._______, Beschw erdeführer, vertreten durch H errn M ._______, gegen Eidgenössische Invalidenversicherung, IV-Stelle für Versicherte im A usland, avenue Edm ond-Vaucher 18, case postale 3100, 1211 G enf 2, Vorinstanz, betreffend Invalidenversicherung, Einspracheentscheid vom 6. A pril 2006. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. M it Verfügung vom 5. O ktober 2005 w urde das G esuch des in M azedonien w ohnhaften Beschw erdeführers um G ew ährung von Leistungen der schw eizerischen Invalidenversicherung durch die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (im Folgenden: IV-Stelle) abgew iesen. B. M it Schreiben vom 29. N ovem ber 2005 erhob der nunm ehr durch seinen Sohn vertretene Beschw erdeführer Einsprache und beantragte sinngem äss die W iederherstellung der Frist und die nochm alige Prüfung des G esuchs. D ie Verfügung vom 5. O ktober 2005 sei erst m it m ehreren W ochen Verzögerung zugestellt w orden. Zudem habe es nochm als gedauert, bis die U nterlagen in der Schw eiz eingetroffen seien, w eshalb die Eingabe verspätet erfolge. D ie w eitere Korrespondenz sei bitte an die Adresse des Vertreters in der Schw eiz zu schicken. C . D ie IV-Stelle stellte daraufhin ein N achforschungsbegehren bei der Schw eizer Post, w elches gem äss Auskunft vom 31. Januar 2006 ergab, dass der Entscheid dem Beschw erdeführer am 18. O ktober 2005 in M azedonien zugestellt w orden w ar. M it Verfügung vom 6. April 2006 trat die IV-Stelle w egen verspäteter Eingabe auf die Einsprache nicht ein. D . G egen diese N ichteintretensverfügung w urde am 21. April 2006 bei der Eidgenössischen R ekurskom m ission der Alters-, H interlassenen und Invalidenversicherung für die im Ausland w ohnenden Personen (im Folgenden: R ekurskom m ission) Beschw erde erhoben und sinngem äss beantragt, auf die Einsprache vom 29. N ovem ber 2005 sei einzutreten. Es w urde geltend gem acht, die Eingabe sei infolge von Krankheit und Auslandpostverkehr verspätet erfolgt. Zudem sei die Annahm e der Einsprache von der m azedonischen Am tsstelle in S._______ verw ehrt w orden, w eshalb sie nachträglich in der Schw eiz habe eingereicht w erden m üssen. E. In ihrer Vernehm lassung vom 22. April 2006 beantragte die IV-Stelle die Abw eisung der Beschw erde und verw ies im W esentlichen auf die Begründung des N ichteintretensentscheides. Ergänzend führte sie aus, gem äss der vorliegend anw endbaren Verw altungsvereinbarung betreffend der D urchführung des Sozialversicherungsabkom m ens zw ischen der Schw eiz und der ehem aligen föderativen Volksrepublik Jugoslaw ien könne eine R echtsschrift sow ohl beim schw eizerischen R echtspflegeorgan als auch bei der nach jugoslaw ischen Vorschriften zuständigen Stelle eingereicht w erden. D as Vorbringen des Beschw erdeführers, die Am tsstelle in S._______ habe die Einsprache nicht an die H and nehm en w ollen, stelle eine Tatsachenbehauptung dar, die zu bew eisen w äre. Es obliege dem Beschw erdeführer nachzuw eisen, das er unverschuldeter W eise abgehalten w orden sei, innert Frist zu handeln. Ausserdem hätte auch die Aufgabe der Einsprache bei der m azedonischen Post innert 30 Tagen die Einsprachefrist gew ahrt.3 F. In seiner R eplik vom 13. Juli 2006 hielt der Beschw erdeführer am er- griffenen R echtsm ittel fest und beantragte sinngem äss die Aufhebung des N ichteintretensentscheides und die R ückw eisung an die Vorinstanz zur w eiteren Behandlung. D ie Eingabe sei nicht nur w egen Schw ierigkeiten bei der Ü berm ittlung, sondern auch aufgrund seiner schw eren Krankheit verspätet erfolgt. Als Bew eism ittel reichte er ein Arztzeugnis vom 6. Juli 2007 ein. G . D ie IV-Stelle beantragte m it D uplik vom 22. August 2006 erneut die Abw eisung der Beschw erde. D a sich der Beschw erdeführer im Ein- spracheverfahren durch seinen Sohn habe vertreten lassen, m üsse er sich dessen Verhalten als sein eigenes anrechnen lassen. G esetzliche Fristen könnten nicht erstreckt w erden, jedoch hätte eine vorsorgliche Einsprache m it nachträglicher Akteneinreichung zur Fristw ahrung genügt. H . M it Schreiben vom 28. August 2006 schloss die R ekurskom m ission den Schriftenw echsel. I. Am 1. Januar 2007 ging das vorliegende Beschw erdeverfahren auf das Bundesverw altungsgericht über, w elches den Parteien am 30. April 2007 die Zusam m ensetzung des Spruchkörpers m itteilte. Es ging kein Aus- standsbegehren ein. J. Auf die w eiteren Ausführungen der Parteien ist in den folgenden Er- w ägungen – sow eit erforderlich – näher einzugehen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei den Beschw erdediensten der D eparte- m ente hängigen R echtsm ittel. 1.1 G em äss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes- verw altungsgericht (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungs- gericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vor- instanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D ie IV- Stelle für Versicherte im Ausland ist eine derartige Behörde (Art. 33 Bst. d VG G ; vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG , SR 831.20]). D a die angefochtene Anordnung ohne Zw eifel als Verfügung im Sinne von Art. 5 Vw VG zu qualifizieren ist und zudem keine Ausnahm e gem äss Art. 32 VG G vorliegt, ist das Bundesverw altungsgericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschw erde zuständig. 1.2 M it Entscheid vom 6. April 2006 ist die IV-Stelle auf die Einsprache vom 4 29. N ovem ber 2005 – in w elcher eine Ü berprüfung der Verfügung vom 5. O ktober 2005 betreffend Abw eisung des G esuchs um G ew ährung von Leistungen der Invalidenversicherung beantragt w urde – nicht eingetreten. Sie begründete ihren Entscheid dam it, dass die Einsprache durch den Beschw erdeführer verspätet eingereicht w orden sei. D ie Verfügung als Anfechtungsgegenstand bildet nicht nur den Ausgangs- punkt, sondern zugleich den R ahm en und die Begrenzung des Streitge- genstandes im Beschw erdeverfahren (vgl. FR ITZ G YG I, Bundesverw altungs- rechtspflege, 2. Aufl. Bern 1983, S. 46). Streitgegenstand kann m ithin – im R ahm en der Parteianträge – nur das in der Verfügung geregelte R echts- verhältnis sein, vorliegend die Frage, ob die IV-Stelle zu R echt nicht auf die Einsprache eingetreten ist. N icht G egenstand des Beschw erdever- fahrens und vorliegend nicht zu beurteilen ist daher, ob der Beschw erde- führer Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung hätte. R echts- begehren, die ausserhalb der in der angefochtenen Verfügung geregelten R echtsverhältnisse liegen, sind grundsätzlich unzulässig (vgl. u.a. F. G YG I, a.a.O , S. 45, m it H inw eisen, A. KÖ LZ/I. H ÄN ER , Verw altungsverfahren und Verw altungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., R z. 404 und 611ff.). Folg- lich kann das sinngem ässe Begehren des Beschw erdeführers um m ate- rielle Ü berprüfung der ablehnenden Verfügung vom 5. O ktober 2005 nicht Streit- und U rteilsgegenstand des vorliegenden Verfahrens sein. Insow eit ist auf die Beschw erde nicht einzutreten. Vorliegend ist durch das Bundesverw altungsgericht einzig zu prüfen, ob die Vorinstanz zu R echt w egen Verspätung auf die Einsprache nicht eingetreten ist. 1.3 G em äss Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. O ktober 2000 über den Allge- m einen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG , SR 830.1) ist zur Beschw erdeführung vor dem Bundesverw altungsgericht legitim iert, w er durch die angefochtene Verfügung berührt ist und ein schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (vgl. auch Art. 48 Abs. 1 Vw VG ). Als G esuchsteller hat der Beschw erdeführer am vorinstanzlichen Verfah- ren teilgenom m en. Er ist als Adressat durch die angefochtene Verfügung ohne Zw eifel rechtsgenüglich berührt und hat an deren Aufhebung bzw . Änderung ein schutzw ürdiges Interesse. Auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde ist daher einzutreten, sow eit die Aufhebung des angefochtenen N ichteintretensentscheides verlangt w ird. 2. D as Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht richtet sich im W esentli- chen nach den Vorschriften des VG G , des ATSG sow ie des Vw VG (vgl. Art. 37 VG G ), w obei in Bezug auf das vorliegende Beschw erdeverfahren, das neue, am 1. Januar 2007 in Kraft getretene Verfahrensrecht anw end- bar ist (Art. 53 Abs. 2, letzter Satz VG G ). Für die Beurteilung der Frage, ob die Vorinstanz zu R echt auf die Ein- sprache nicht eingetreten ist, ist das zum Zeitpunkt der Verfügung vom 5 5. O ktober 2005 geltende (Verfahrens-)R echt anzuw enden. D as Bundes- verw altungsgericht stützt sich daher auf die Vorschriften des ATSG und des Vw VG in der bis zum 31. D ezem ber 2006 geltenden Fassung. 2.1 M it der Beschw erde an das Verw altungsgericht kann gerügt w erden, die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht (einschliesslich der Ü ber- schreitung oder des M issbrauchs von Erm essen), beruhe auf einer unrich- tigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachver- halts oder sei unangem essen (Art. 49 Vw VG ). 2.2 D as Bundesverw altungsgericht ist gem äss dem G rundsatz der R echtsan- w endung von Am tes w egen nicht an die Begründung der Begehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 Vw VG ). Es kann die Beschw erde auch aus anderen als den geltend gem achten G ründen gutheissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis m it einer Begründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abw eicht (vgl. FR ITZ G YG I, a.a.O . S. 212). 3. Zu prüfen ist vorab, ob die Einsprache vom 29. N ovem ber 2005 rechtzeitig eingereicht w orden ist. 3.1 G em äss Art. 52 Abs. 1 ATSG kann gegen Verfügungen der IV-Stellen innerhalb von 30 Tagen bei der verfügenden Behörde Einsprache erhoben w erden. D iese Frist kann nicht erstreckt w erden (Art. 40 Abs. 1 ATSG ). D a sie sich nach Tagen berechnet, beginnt sie erst am Tage nach der Zustellung der anzufechtenden Verfügung zu laufen (Art. 38 Abs. 1 ATSG ). Als zugestellt und dam it eröffnet gilt eine Verfügung dann, w enn sie in den G ew ahrsam des Adressaten gelangt ist, das heisst, w enn er selber oder ein bevollm ächtigter Vertreter im stande ist, von ihr Kenntnis zu nehm en (BG E 122 I 142 f., 97 V 122 f.; ZAK 1971 S. 581 f.). D iese R egelung entspricht im W esentlichen derjenigen von Art. 20 Abs. 1 Vw VG , so dass die diesbezügliche R echtsprechung des Bundesgerichts und des Eid- genössischen Versicherungsgerichts (EVG ) herangezogen w erden kann. 3.2 N ach Art. 39 Abs. 1 ATSG m üssen schriftliche Eingaben spätestens am letzten Tag der Frist dem Versicherungsträger eingereicht oder zu dessen H anden der Schw eizerischen Post oder einer schw eizerischen diplom a- tischen oder konsularischen Vertretung übergeben w erden. Als fristgerecht eingereicht gelten Eingaben im vorliegenden Verfahren auch dann, w enn sie innert der 30-tägigen Frist einer in sozialversicherungsrechtlichen Sachen zuständigen Stelle bzw . einem entsprechenden G ericht in M azedonien übergeben w erden (vgl. Art. 32 des Abkom m ens vom 9. D ezem ber 1999 zw ischen der Schw eizerischen Eidgenossenschaft und der R epublik M azedonien über Soziale Sicherheit [im Folgenden: Abkom m en m it M azedonien, SR 0.831.109.520.1]). D ie Bew eislast für die Einhaltung der Frist trägt diejenige Partei, die daraus Folgen ableiten w ill (vgl. U ELI KIESER , ATSG -Kom m entar, Zürich 2003, Art. 39 R z. 3). D er Behörde, w elche die Verfügung erlässt, obliegt grundsätzlich der Zustellnachw eis, dem R echtssuchenden obliegt dagegen der N achw eis für die rechtzeitige Einreichung der R echtsschrift (BG E 124 6 V 400 E. 2a, 117 V 261 E. 3b; M AX IM BO D EN /R EN É A. R H IN O W , Verw altungs- rechtsprechung, 5. Auflage, Basel 1976, S. 560). D abei m üssen die zum Bew eis der R echtzeitigkeit m assgebenden Tatsachen m it G ew issheit fest- stehen (vgl. BG E 119 V 10, SVR 1998 IV N r. 23). W ird w ährend der gesetzlichen Frist keine Einsprache eingereicht, so er- w ächst die Verfügung in form elle R echtskraft – m it der W irkung, dass die Verw altung auf nach Fristablauf und dam it verspätet eingereichte Ein- sprachen nicht eintreten kann. 3.3 D er Beschw erdeführer führte in seiner Einsprache aus, es habe m ehrere W ochen gedauert, bis er die Verfügung vom 5. O ktober 2005 an seinem W ohnort in M azedonien erhalten habe. D ie von der IV-Stelle in Auftrag gegebenen Postnachforschungen ergaben allerdings, dass die Verfügung dem Beschw erdeführer am 18. O ktober 2005 ausgehändigt w orden ist. Som it begann die 30-tägige Einsprachefrist am 19. O ktober 2005 zu laufen und endete am 17. N ovem ber 2005. D ie Einsprache w urde der schw eizerischen Post gem äss Poststem pel am 29. N ovem ber 2005 – also nach Ablauf der R echtsm ittelfrist – zuhanden der IV-Stelle übergeben. Sie ist daher verspätet eingereicht w orden. 3.4 D er Beschw erdeführer bringt allerdings vor, er habe seine Einsprache frist- gerecht einer Sozialversicherungsstelle in M azedonien übergeben w ollen. D iese habe aber die Entgegennahm e der R echtsschrift verw eigert. D ie Einreichung der Einsprache bei einer zuständigen Sozialversiche- rungsbehörde in M azedonien w äre an sich rechtsgenüglich, w as sich aus Art. 32 des Abkom m ens m it M azedonien ergibt (die Verw altungsver- einbarung vom 5. Juli 1963 betreffend die D urchführung des Abkom m ens zw ischen der Schw eizerischen Eidgenossenschaft und der Föderativen Volksrepublik Jugoslaw ien über Sozialversicherung [SR 0.831.109.818. 12], auf w elche sich die IV-Stelle beruft, ist als Ausführungsregelung zum Abkom m en vom 8. Juni 1962 zw ischen der Schw eizerischen Eidgenos- senschaft und der Föderativen Volksrepublik Jugoslaw ien über Sozial- versicherung [SR 0.831.109.818.1] in Bezug auf M azedonien ausser Kraft getreten, vgl. Art. 41 des Abkom m ens m it M azedonien). D ie zuständigen m azedonischen Stellen sind staatsvertraglich zur Entgegennahm e von Einsprachen gegen Verfügungen von Schw eizer IV-Stellen verpflichtet, haben das D atum des Eingangs zu verm erken und die R echtsschrift an die zuständige Stelle in der Schw eiz w eiterzuleiten (Art. 32, letzter Satz, des Abkom m ens m it M azedonien). D er Versuch der Einreichung bei einer m azedonischen Behörde könnte dam it allenfalls fristw ahrend sein. Es ist daher zu prüfen, ob der geltend gem achte Vorgang ausreichend nach- gew iesen ist. Zum Beleg für seine Behauptung legt der Beschw erdeführer keinerlei Bew eism ittel vor, obw ohl er hiezu aufgrund der Ausführungen der IV-Stelle in der Vernehm lassung durchaus Veranlassung gehabt hätte. An der R ichtigkeit der beschw erdeführerischen D arstellung bestehen grösste Zw eifel, w ar der Beschw erdeführer im Einspracheverfahren doch durch 7 seinen Sohn vertreten und w urde die Einsprache durch diesen Vertreter, w elcher in der Schw eiz lebt, in der Schw eiz der Post übergeben. D ie An- gaben des Beschw erdeführers sind daher nach Auffassung des Bundes- verw altungsgerichts in keiner W eise bew iesen und dürften blosse Schutz- behauptungen darstellen. Sie verm ögen nichts daran zu ändern, dass die Einsprache verspätet eingereicht w urde. 4. D am it bleibt noch zu prüfen, ob die IV-Stelle das sinngem ässe G esuch um W iederherstellung der Einsprachefrist hätte gutheissen m üssen. 4.1 D ie W iederherstellung einer Frist kann bew illigt w erden, w enn der R echtssuchende unverschuldet davon abgehalten w orden ist, binnen Frist zu handeln, und er unter Angabe des G rundes binnen 10 Tage nach W eg- fall des H indernisses darum ersucht (Art. 41 ATSG ). D as G esetz lässt som it die W iederherstellung nur zu, w enn der Partei kein Vorw urf gem acht w erden kann, w enn sie m it andern W orten aus hinreichenden objektiven oder subjektiven G ründen davon abgehalten w orden ist, fristgerecht zu handeln oder eine Vertretung zu bestellen. D abei m uss es sich um G ründe von einigem G ew icht handeln. U nverschuldet ist die Säum nis nur, w enn sie durch einen U m stand eingetreten ist, der nach den R egeln vernünftiger Interessenw ahrung auch von einer sorgsam en Person nicht befürchtet w erden m uss oder dessen Abw endung überm ässige Anforderungen ge- stellt hätte. W iederherstellung kann nur in Fällen klarer Schuldlosigkeit gew ährt w erden. Jedw elches Verschulden einer Partei oder ihres Ver- treters oder beigezogener H ilfspersonen, so geringfügig es sein m ag, schliesst sie aus (vgl. BG E 112 V 255 E. 2a; 110 Ib 95 E. 2; Entscheide des Bundesgerichts vom 26. Februar 2004 [6P.154/2003] E. 2.1 und vom 24. Juni 1998 [6S.282/1998] E. 2). Ernsthafte Erkrankungen, insbesondere w enn sie plötzlich, gegen das Ende einer Frist auftreten, können grundsätzlich die W iederherstellung einer Frist rechtfertigen (vgl. etw a den Entscheid des Bundesgerichts vom 19. Januar 2004 [6S.461/ 2003]). Erforderlich ist allerdings, dass die Erkrankung derart schw er w iegend ist, dass sie es der betroffenen Person verunm öglicht, die fragliche R echtshandlung vorzunehm en – oder auch nur eine andere Person zu beauftragen, an ihrer Stelle zu handeln (vgl. BG E 112 V 255 E. 2a, m it zahlreichen H inw eisen; 119 II 86f.). Zieht eine Partei bei der Vornahm e von R echtshandlungen H ilfspersonen bzw . Vertreter bei, so hat sie sich deren Verhalten anrechnen zu lassen (Art. 101 des Bundesgesetzes vom 30. M ärz 1911 betreffend die Er- gänzung des Schw eizerischen Zivilgesetzbuches [O R , SR 220]; vgl. BG E 114 Ib 67 E. 2). D ie Verhinderung einer H ilfsperson – etw a infolge verspä- teter Instruktion – kann daher nur dann die W iederherstellung einer Frist rechtfertigen, w enn säm tliche zum utbaren Vorkehren zur Fristw ahrung getroffen w orden sind. D ie U nterlassung derartiger M assnahm en ist der Partei als Verschulden anzulasten (vgl. Entscheid des Bundesgerichts vom 26. Februar 2004 [6P.154/2003] E. 2.2).8 4.2 Sein im R ahm en der Einsprache vom 29. N ovem ber 2005 gestelltes, sinngem ässes G esuch um W iederherstellung der Einsprachefrist begrün- dete der Beschw erdeführer im W esentlichen dam it, dass es bei der Ü berm ittlung der U nterlagen an seinen Vertreter in die Schw eiz zu Ver- zögerungen gekom m en sei. D ieser Begründung ist vorab zu entnehm en, dass der Beschw erdeführer noch vor Fristablauf seinen Sohn als Vertreter eingesetzt haben m uss, konnte dieser doch offenbar nur w egen Verzögerungen bei der Ü ber- m ittlung von U nterlagen nicht fristgerecht handeln. D ie verspätete Ein- reichung der Einsprache durch den Vertreter ist dem Beschw erdeführer w ie eigenes H andeln anzurechnen. Es w äre an ihm oder am Vertreter gelegen dafür zu sorgen, dass die erforderlichen Inform ationen rechtzeitig, allenfalls telefonisch w eitergeleitet w erden. Allein der U m stand, dass offenbar postalische Problem e bei der Ü berm itttlung von U nterlagen bestanden, verm ag die Schuldlosigkeit der Verspätung in keiner W eise zu begründen – um som ehr, als eine vorsorgliche, knapp begründete Ein- sprache m öglich gew esen w äre. Es ist nicht einzusehen, w eshalb die Einsprache vom 29. N ovem ber 2005, die in der Sache äusserst pauschal begründet ist und keine Beilagen enthält, nicht bereits innert der Einsprachefrist eingereicht w orden ist. Zudem ist darauf hinzuw eisen, dass Verzögerungen im Auslandspostverkehr keinesw egs ungew öhnlich sind. Eine W iederherstellung der gesetzlichen Einsprachefrist ist aufgrund der geltend gem achten Schw ierigkeiten nicht m öglich. 4.3 In seiner Beschw erdeschrift vom 21. April 2006 m achte der Beschw erde- führer erstm als geltend, die Verspätung sei (auch) durch eine Krankheit verursacht w orden. M it seiner R eplik vom 13. Juli 2006 reichte er ein Arztzeugnis vom 6. Juli 2006 ein, w elches die D iagnose "D g. Aethylism us chr., Paranoia aethylica Flo. 50" stellt und eine M edikation verschreibt. D as Arztzeugnis, das m ehr als ein halbes Jahr nach der fraglichen Einsprachfrist erstellt w orden ist und allein schon aus diesem G runde w enig Bew eisw ert hat, äussert sich in keiner W eise zur Art und zum Ausm ass der Beeinträchtigung der Fähigkeit, fristgerecht zu handeln. Im Beschw erdeverfahren m acht auch der Beschw erdeführer selbst hiezu keine Angaben. Es ist in keiner W eise erstellt, dass die diagnostizierten Krankheiten sich in der fraglichen Zeit in einer Intensität m anifestierten, w elche es dem Beschw erdeführer verunm öglicht hätte, die Einsprachfrist einzuhalten oder durch einen Vertreter einhalten zu lassen. Erfahrungs- gem äss beeinträchtigen auch chronische Alkoholerkrankungen die H and- lungsfähigkeit in der R egel nicht andauernd, sondern – abhängig vom Konsum – nur phasenw eise (zur Alkoholkrankheit vgl. Pschyrem bel, Kli- nisches W örterbuch, 260. Aufl., Berlin und N ew York, 2004, S. 45). D er U m stand, dass der Beschw erdeführer seinen Sohn als Vertreter einsetzen konnte, zeigt, dass er in der fraglichen Zeit durchaus in der Lage w ar, situationsgerecht zu handeln. Im Ü brigen sei darauf hingew iesen, dass das Arztzeugnis vom 6. Juli 2006 w enig glaubhaft ist, w urden die geltend gem achten D iagnosen doch im R ahm en der relativ um fassenden m edizinischen U ntersuchungen im vorinstanzlichen Verfahren nie gestellt 9 oder auch nur in Betracht gezogen. Auch die behaupteten gesundheit- lichen Problem e lassen keine W iederherstellung der Frist zu. 4.4 Zusam m enfassend ist festzuhalten, dass der Beschw erdeführer w eder in seiner Einsprache vom 29. N ovem ber 2005 noch im vorliegenden Be- schw erdeverfahren ausreichend belegte G ründe vorgebracht hat, w elche die verspätete Einreichung der Einsprache entschuldigen könnten. U nter diesen U m ständen kann offen gelassen w erden, ob das G esuch um W iederherstellung der Frist rechtzeitig gestellt w urde. D ie Voraussetzungen für eine W iederherstellung der Frist gem äss Art. 41 ATSG sind nicht erfüllt. 5. D ie Vorinstanz ist dam it zu R echt auf die Einsprache des Beschw erde- führers vom 29. N ovem ber 2005 nicht eingetreten. D ie Beschw erde vom 21. April 2006 ist daher vollum fänglich abzuw eisen, sow eit darauf ein- getreten w erden kann. 6. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteientschädigung. 6.1 Verfahrenskosten w erden nicht erhoben, da gem äss den bis zum 30. Juni 2006 in Kraft gestandenen und nach der Praxis des Bundesverw altungs- gerichts auf die zu diesem Zeitpunkt noch hängigen Beschw erdeverfahren w eiterhin anw endbaren Bestim m ungen von der Erhebung von Verfahrens- kosten abzusehen ist (Art. 69 Abs. 2 IVG in Verbindung m it Art. 85bis Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1946 über die Alters- und H interlassenenversicherung [AH VG , SR 831.10]). 6.2 Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens ist keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 Vw VG i.V. Art. 7 Abs. 3 R eglem ent über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen, sow eit darauf eingetreten w erden kann. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Es w ird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (als G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (R ef-N r. _______, als G erichtsurkunde) - dem Bundesam t für Sozialversicherungen (eingeschrieben)10 D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: Stefan M esm er Ingrid Künzli R echtsm ittelbelehrung: G egen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schw eizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschw erde in öffentlich- rechtlichen Angelegenheiten geführt w erden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie R echts- schrift hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. D er angefochtene Entscheid und die Bew eism ittel sind, sow eit sie der Beschw erdeführer in H änden hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BG G ). Versand am :