<h2>SubmittedText<h2><p>Ist der Bundesrat nicht auch der Überzeugung, dass das Massaker im Zuger Kantonsratssaal vom 27. September 2001 verdeutlichte, dass das geltende Gesetz über Waffen, Waffenzubehör und Munition zu liberal ausgestaltet ist?</p><p>Ist er bereit, unverzüglich eine Gesetzesänderung vorzulegen, eventuell im Dringlichkeitsverfahren, welche den Erwerb von Waffen durch Private ganz massiv einschränkt?</p><p>Ist er nicht auch der Auffassung, dass Waffenscheine nur von Polizeibehörden ausgestellt werden dürfen und dass der Waffenhandel zwischen Privatpersonen nicht mehr zulässig sein darf?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement mit Beschluss vom 16. März 2001 beauftragt, eine Botschaft zur Revision des Bundesgesetzes über Waffen, Waffenzubehör und Munition (Waffengesetz; SR 514.54) auszuarbeiten. Ausschlaggebend waren verschiedene parlamentarische Vorstösse, die vom Bundesrat die Einleitung einer Revision des Waffengesetzes forderten. Ziel dieser Vorstösse war es, insbesondere die Bestimmungen über den privaten Waffenhandel überprüfen zu lassen und allenfalls restriktiver zu gestalten.</p><p>Zu diesem Zweck wurde unter der Leitung des Bundesamtes für Polizei unverzüglich eine Expertenkommission zusammengestellt, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern der betroffenen Departemente, der Kantone und verschiedener interessierter Verbände zusammensetzt. Es ist vorgesehen, die Ergebnisse bereits zu Beginn des nächsten Jahres in einer Vernehmlassung den interessierten Kreisen zu unterbreiten und anschliessend dem Parlament    vorzulegen.</p><p>Die Expertenkommission arbeitet so rasch wie möglich. Die Frage der Dringlichkeit wird sich anlässlich der parlamentarischen Beratung stellen. Wie weit die Bestimmungen über den privaten Waffenhandel abgeändert werden müssen, werden die Ergebnisse der Expertenkommission zeigen. Diese wird dabei u. a. zu prüfen haben, wie der Waffenhandel unter Privaten inskünftig zu handhaben sein wird. Dabei sind verschiedene Varianten denkbar. Diese werden im Vernehmlassungsverfahren dargelegt werden.</p>  Antwort des Bundesrates.