Abteilung III C-2763/2008 {T 0/2} U r t e i l v o m 1 2 . N o v e m b e r 2 0 0 8 Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), Richterin Elena Avenati-Carpani, Richter Johannes Frölicher, Gerichtsschreiberin Susanne Genner. Y._______, Beschwerdeführerin, gegen Stiftung Auffangeinrichtung BVG, Vorinstanz. Verfügung vom 31. März 2008 gemäss Art. 60 Abs. 2bis BVG, Zahlungsbefehl Nr. 207404. B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l Besetzung Parteien GegenstandC-2763/2008 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass das Hotel Y._______ als Arbeitgeberin (nachfolgend: Beschwer- deführerin) der Stiftung Auffangeinrichtung BVG (nachfolgend: Vorin- stanz) mit Schreiben der AHV-Ausgleichskasse des Kantons Graubün- den vom 31. Mai 2006 wegen Verletzung der Anschlusspflicht zum Anschluss an eine Vorsorgeeinrichtung gemeldet worden ist, dass die Vorinstanz die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 6. De- zember 2006 aufgefordert hat, bis zum 8. Januar 2007 zum vorgese- henen Zwangsanschluss Stellung zu nehmen bzw. innerhalb der glei- chen Frist den schriftlichen Nachweis zu erbringen, dass deren Arbeit- nehmende obligatorisch gemäss Bundesgesetz vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG, SR 831.40) versichert seien, dass die Vorinstanz die Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 19. März 2007 rückwirkend per 1. August 1999 angeschlossen hat, dass die Verfügung vom 19. März 2007 unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist, dass die Vorinstanz die Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 31. März 2008 zur Bezahlung von Prämien im Betrag von Fr. 3'482.00 zu- züglich 5% Sollzinsen seit dem 20. November 2007, Mahn- und Inkas- sokosten von Fr. 150.00, Betreibungskosten von Fr. 102.00 sowie Ver- fügungs- und Verwaltungskosten von Fr. 525.00 verpflichtet hat, dass die Beschwerdeführerin die Verfügung vom 31. März 2008 mit Beschwerde vom 26. April 2008, der Post übergeben am 28. April 2008, beim Bundesverwaltungsgericht angefochten und geltend ge- macht hat, sie sei bei der GastroSocial Pensionskasse angeschlossen, dass die Beschwerdeführerin zum Beweis eine Bestätigung der Gast- roSocial Pensionskasse vom 14. April 2008 eingereicht hat, wonach sie seit dem 1. Januar 2006 bei der genannten Pensionskasse ange- schlossen sei, dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 27. Mai 2008 die teilwei- se Gutheissung der Beschwerde beantragt hat in dem Sinn, dass sie Seite 2C-2763/2008 den Vertrag mit der Beschwerdeführerin per 1. Juni 2006 unter Kosten- und Entschädigungsfolgen auflösen werde, dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Antrags anführt, die Be- schwerdeführerin habe sich per 1. Januar 2006 der GastroSocial Pen- sionskasse angeschlossen, den Vertrag mit der Vorinstanz jedoch nicht frist- und formgerecht gekündigt, dass die Beschwerdeführerin der Einladung, bis zum 2. Juli 2008 eine Replik einzureichen, nicht gefolgt ist, dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs- gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. h VGG und Art. 60 Abs. 2bis BVG für die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig ist, dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teilge- nommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und an deren Aufhebung oder Änderung ein schutzwürdiges Interesse hat, dass die Beschwerdeführerin daher im Sinn von Art. 48 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah- ren (VwVG, SR 172.021) zur Beschwerdeführung legitimiert ist, dass die am 28. April 2008 der Post übergebene Beschwerde rechtzei- tig und im Übrigen auch formgerecht eingereicht worden ist, so dass darauf einzutreten ist, dass die Arbeitgebenden, welche obligatorisch zu versichernde Arbeit- nehmende beschäftigen, gemäss Art. 11 Abs. 1 BVG eine in das Re- gister für die berufliche Vorsorge eingetragene Vorsorgeeinrichtung er- richten oder sich einer solchen anschliessen müssen, dass die Auffangeinrichtung gemäss Art. 60 Abs. 2 Bst. a BVG ver- pflichtet ist, Arbeitgebende, die ihrer Pflicht zum Anschluss an eine Vorsorgeeinrichtung nicht nachkommen, anzuschliessen, dass die Anschlussverfügung vom 19. März 2007 in Rechtskraft er- wachsen und vorliegend nur die Beitragsverfügung vom 31. März 2008 angefochten worden ist, Seite 3C-2763/2008 dass die Beschwerdeführerin gemäss der im Rahmen des Beschwer- deverfahrens eingereichten Bestätigung der GastroSocial Pensions- kasse vom 14. April 2008 seit dem 1. Januar 2006 angeschlossen ist, so dass seit diesem Datum eine doppelte Versicherung besteht, dass die Beitragsverfügung vom 31. März 2008 daher aufzuheben ist und die geschuldeten Prämien durch die Vorinstanz neu festzusetzen sind, dass demnach die Beschwerde gutzuheissen und die Angelegenheit zur Neuberechnung der Prämien und zum Erlass einer neuen Verfü- gung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist, dass einer obsiegenden Partei nur Verfahrenskosten auferlegt werden dürfen, die sie durch Verletzung von Verfahrenspflichten verursacht hat (Art. 63 Abs. 3 VwVG), dass im vorliegenden Fall die Beschwerdeführerin den Grund sowohl für das vorinstanzliche Verfahren als auch für das Beschwerdeverfah- ren gesetzt hat, indem sie erst im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eine Anschlussbestätigung der GastroSocial vom 14. April 2008 vorge- legt hat, dass daher die Kosten von Fr. 300.00 für das vorliegende Verfahren der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind, dass kein Kostenvorschuss verlangt worden ist und die Verfahrenskos- ten daher mit dem Urteil einzufordern sind, dass bei dieser Sachlage und aufgrund des Umstands, dass die Be- schwerdeführerin nicht vertreten ist, keine Parteientschädigung zuzu- sprechen ist. Seite 4C-2763/2008 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, und die Verfügung vom 31. März 2008 wird aufgehoben. 2. Die Sache wird zur Neufestsetzung der geschuldeten Prämien und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 300.00 werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen nach Eintritt der Rechts- kraft des vorliegenden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu über- weisen. 4. Dieses Urteil geht an: - die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Einzahlungs- schein) - die Vorinstanz (Gerichtsurkunde) - das Bundesamt für Sozialversicherungen Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Franziska Schneider Susanne Genner Seite 5C-2763/2008 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf- fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Vor- aussetzungen der Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgeset- zes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) erfüllt sind. Die Rechts- schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG). 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