<h2>SubmittedText<h2><text><p>Der Bundesrat wird beauftragt, den eidgenössischen Räten bis zur Wintersession 1996 einen Bericht vorzulegen, der die Auswirkungen neuer Arbeitszeitmodelle (Arbeitszeitverkürzung, Teilzeitarbeit, gleitende und vorzeitige Pensionierung) auf Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit (insbesondere bezüglich Kosten) sowohl im öffentlichen Sektor als auch in der Privatwirtschaft aufzeigt.</p></text><h2>FederalCouncilResponseText<h2><text><p>Der Bundesrat verweist darauf, dass die Arbeitsbedingungen in der Schweiz in erster Linie durch die Sozialpartner geregelt werden. Die Rolle des Staates ist in dieser Hinsicht zweitrangig, dies auch im Vergleich zu den Verhältnissen in unseren Nachbarländern. Zudem finden bei uns die Verhandlungen über die Arbeitsbedingungen auf einem sehr dezentralisierten Niveau statt.</p><p>In seiner Antwort auf die Motion Aguet vom 2. März 1994 (94.3079, "6-Stunden-Arbeitstag") hat der Bundesrat bereits hervorgehoben, dass er der Meinung ist, dass allgemeingültige Antworten bezüglich der Beschäftigungswirkung von Arbeitszeitverkürzungen nicht gegeben werden können. Die tatsächlichen Auswirkungen hängen wesentlich von der jeweiligen konkreten Ausgestaltung ab. Eine Literaturrecherche, welche im vergangenen Jahr bei einem externen Experten in Auftrag gegeben wurde, bestätigt diese Ansicht.</p><p>Deshalb hat bereits die Aufsichtskommission der Arbeitslosenversicherung, in welcher auch die Sozialpartner vertreten sind, die Finanzierung einer neuen Studie abgelehnt. Diese Kommission wird sich in allernächster Zukunft zu einer Alternative äussern können, d. h. zur Ausschreibung eines Forschungsprojektes, welches aufgrund von Fallstudien die Bedingungen aufzeigen soll, die erfüllt sein müssen, damit sich neue Arbeitszeitformen positiv auf die Wettbewerbsfähigkeit und die Beschäftigung auswirken.</p><p>Der Bundesrat prüft weiterhin aufmerksam neue Modelle der Arbeitszeitregelung und fördert die Einführung verschiedener neuer Formen der Arbeitszeit in der Bundesverwaltung. Bei den PTT und den SBB wurden ähnliche Schritte unternommen, und zurzeit besteht beispielsweise bei der Post eine Arbeitsgruppe, welche sich mit weiter gehenden Massnahmen beschäftigt.</p><p>Der Bundesrat ist bereit, zum Zeitpunkt, in dem empirische Ergebnisse vorhanden sind, und in Abhängigkeit der Resultate, welche im Rahmen der Forschung des Fonds der Arbeitslosenversicherung erzielt werden, einen Bericht über die beobachteten Effekte und die daraus zu ziehenden Schlussfolgerungen zu erstellen.</p></text>