Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht vom 26. Juni 2018 (400 18 36) ____________________________________________________________________ Zivilgesetzbuch Arbeitsstreitigkeit: Lohnfortzahlung bei Krankheit des Arbeitnehmers mit Taggeldversi- cherung im Sinne von Art. 324a Abs. 4 OR; fehlende Passivlegitimation der Arbeitgeberin bei direktem Forderungsrecht des Arbeitnehmers gemäss Art. 87 VVG Besetzung Präsident Roland Hofmann, Richterin Barbara Jermann Richterich (Ref.), Richter Dieter Freiburghaus; Gerichtsschreiber Basil Frey Parteien A. ____, vertreten durch Advokat Dr. Dieter M. Troxler, Wasserturmplatz 2, 4410 Liestal, Kläger und Berufungskläger gegen B. ____ AG , vertreten durch Advokat Dr. Damian Schai, Elisabethenstrasse 15, Post- fach 430, 4010 Basel, Beklagte und Berufungsbeklagte Gegenstand Arbeitsstreitigkeit Berufung gegen das Urteil des Zivilkreisgerichtspräsidenten Basel- Landschaft Ost vom 14. Dezember 2017 A. A. ____ absolvierte bei der B. ____ AG vom 15. Augus t 2005 bis zum 14. August 2008 erfolgreich eine Lehre als Säger. Danach arbeitete er in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis weiter bei der B. ____ AG. Ab dem 1. Oktober 2012 kon nte der Arbeitnehmer seiner Arbeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr nachkommen. Da der Arbeitgeber zuvor eine kollektive Krankentaggeldversicherung abgeschlossen hatte, wurden ab diesem Zeitpunkt Krankentag- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht gelder ausbezahlt. Die private Versicherungsgesellschaf t zahlte die Krankentaggelder jedoch nicht unmittelbar an den Arbeitnehmer, sondern an di e Arbeitgeberin aus. Die Arbeitgeberin erstellte Monat für Monat eine eigene Lohnabrechnung , die auf 80 % des bisherigen Lohns ba- sierte. Ab dem 1. Juni 2013 verfügte die SVA-Basellan dschaft einen positiven Entscheid betref- fend die Durchführung einer Eingliederungsmassnahme i m Betrieb der Arbeitgeberin. Während der Durchführung dieses Arbeitstrainings arbeitete der Arbeitnehmer weiterhin im Betrieb der Arbeitgeberin. Überdies verfügte die SVA-Basellandschaf t für die Dauer des Arbeitstrainings zugunsten des Arbeitnehmers IV-Taggelder. Die Massnahme w urde wiederholt verlängert, bis sie am 31. Mai 2014 eingestellt wurde. Nach Abschluss der beruflichen Eingliederung ging der Arbeitnehmer zwischen Juni 2014 und Dezember 2014 seiner geregelten Arbeit zu einem 100 %-Pensum nach. In dieser Periode absolvierte er diverse Zivilschutzeinsätze und war an einigen Tagen krankgeschrieben. Nach dem 26. Januar 2015 konnte der Arbeitnehmer aus ge- sundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten. Ab diesem Zeitpunkt leistete die private Kranken- taggeldversicherung Taggeldleistungen, welche sie bis En de Mai 2015 an die Arbeitgeberin ausrichtete. Ab dem 1. Juni 2015 wurden die Krankentagg elder direkt dem Arbeitnehmer über- wiesen, bis die Versicherungsleistungen per 18. August 2015 definitiv eingestellt wurden. Mit Schreiben vom 17. Februar 2015 kündigte die Arbe itgeberin das Arbeitsverhältnis auf den 31. März 2015. Als Kündigungsgrund wurde im Wesentlichen angeführt, dass der Arbeitnehmer immer wieder krank sei und Weisungen nicht einhalte. D er Arbeitnehmer bestritt mit Schreiben vom 19. Februar 2015 die Zulässigkeit der Kündigung. D ie Kündigung sei nichtig, da er zum Kündigungszeitpunkt krankgeschrieben gewesen sei. Er werde die Arbeit wieder aufnehmen, sobald sich sein Gesundheitszustand verbessert habe. Diesbe züglich werde er die Arbeitgebe- rin über den Termin der Wiederaufnahme der Arbeit r echtzeitig informieren. Mit Schreiben vom 6. Mai 2015 machte der Arbeitnehmer unter anderem g eltend, dass im Rahmen seiner Lohnab- rechnungen unzulässige Lohnabzüge vorgenommen worden seien. Zudem forderte er 5/12 des 13. Monatslohns ein. B. Nachdem am 23. Februar 2016 die Schlichtungsverhandlun g unter Abwesenheit der Ar- beitgeberin stattgefunden hatte und dem Arbeitnehmer in der Folge die Klagebewilligung erteilt worden war, reichte der Arbeitnehmer, vertreten durch Advokat Dr. Dieter M. Troxler, mit Einga- be vom 14. Juni 2016 Klage beim Zivilkreisgericht Basel -Landschaft Ost gegen die Arbeitgebe- rin ein. In der Klage wurde beantragt, die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger insgesamt CHF 26‘681.90 zuzüglich Zins zu 5 % zu bezahlen. Zur Beg ründung der Klage wurde im We- sentlichen angeführt, die Beklagte habe sowohl bezüglich der IV-Leistungen wie auch der Kran- kentaggelder unzulässige Abzüge vorgenommen. Überdies st ünde dem Kläger eine Lohnerhö- hung zu, die ihm nie ausbezahlt worden sei. Auch der 13. Monatslohn sei nicht immer korrekt überwiesen worden. Schliesslich hätte der Kläger auch An spruch auf Lohn bzw. Lohnfortzah- lung, da die von der Arbeitgeberin ausgesprochene Kündigung nichtig sei. Die Beklagte, vertreten durch Advokat Dr. Damian Schai, beantragte mit Klageantwort vom 29. August 2016 die Abweisung der Klage. Zusammenfass end wurde vorgebracht, es träfe zwar teilweise zu, dass dem Arbeitnehmer zu wenig ausbez ahlt worden sei. Jedoch sei ihm zeitweise auch zu viel ausgezahlt worden. Die Beklagte er klärte diesbezüglich die Verrechnung und beantragte deshalb, dass die Klage vollumfänglich a bzuweisen sei. Betreffend die Zuläs- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht sigkeit der Kündigung führte die Beklagte aus, die Künd igung sei nach Ablauf der gesetzlichen Sperrfrist erfolgt und deshalb als wirksam zu betrachten. C. Nachdem ein zweiter Schriftenwechsel und eine Hauptverhan dlung durchgeführt wurden, gelangte der Zivilkreisgerichtspräsident Basel-Landschaft O st mit Urteil vom 14. Dezember 2017 zum Schluss, dass die Klage lediglich über einen Be trag von insgesamt CHF 3‘472.35 gutgeheissen werden könne. Der Beklagte wurde verpfli chtet, dem Kläger CHF 508.70 nebst Zins zu 5 % seit 1. Juli 2014, CHF 246.10 nebst Zins zu 5 % seit 1. Januar 2015, CHF 30.80 nebst 5 % Zins seit 1. Februar 2015 und CHF 2‘686.75 nebst Zins zu 5 % seit 31. Mai 2015 zu bezahlen. Gerichtskosten wurden keine erhoben. Der Kläge r wurde indessen verpflichtet, der Beklagten eine Parteientschädigung in der Höhe von CHF 11‘715.45 zu bezahlen. D. Gegen das genannte Urteil erhob der Arbeitnehmer, wi ederum vertreten durch Advokat Dr. Dieter M. Troxler, mit Eingabe vom 31. Januar 20 18 Berufung beim Kantonsgericht Basel- Landschaft, Abteilung Zivilrecht, und stellte die folgenden Rechtsbegehren: „1. Das Urteil sei aufzuheben, 1.1 und festzustellen, dass der Beklagten – ungeachtet der eigenen klägerischen Forde- rungen – keinerlei Verrechnungsforderungen gegenüber dem Kläg er zustehen, nämlich 1.1.1 Pro Lohnmonat September 2014 Fr. 55.05 1.1.2 Pro Lohnmonat November 2014 Fr. 217.15 1.2 sowie die Beklagte zu verpflichten , dem Kläger zusätzlich des erstinstanzlichen Urteils netto zu bezahlen, 1.2.1 Pro Kalenderjahr 2013 Dezember 13 Fr. 1989.00 zuzüglich 5 % seit dem 1.1.2014 (Restanz 13. Gehalt) 1.2.2 Pro Kalenderjahr 2014 a) Dezember 14: Fr. 572.75 zuzüglich 5 % seit dem 1.1.2014 1.2.3 Pro Kalenderjahr 2015 folgende Lohnrestanzen ( netto): a) Januar 15: Fr. 73.50 zuzüglich 5 % seit dem 1.2.2015 2. Das Urteil sei aufzuheben 2.1 und zur vollständiger Beurteilung an die erste Instanz zurückzuweisen, soweit es die Klage für den Fr. 2686.75 hinausgehenden Teil zu fo lgenden Forderungen abge- wiesen hat: a) Februar 15: Fr. 1606.35 zuzüglich 5 % seit dem 1.3.2015 b) März 15: Fr. 1522.05 zuzüglich 5 % seit dem 1.4.2015 Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht c) April 15 Fr. 1280.15 zuzüglich 5 % seit dem 1.5.2015 d) Mai 15: Fr. 2591.90 zuzüglich 5 % seit dem 1.6.2015 e) August 15: Fr. 2170.15 zuzüglich 5 % seit dem 1.9.2015 f) September 15: Fr. 3863.85 zuzüglich 5 % seit dem 1.10.2015 g) Oktober 15: Fr. 1945.25 zuzüglich 5 % seit dem 1.11.2015 h) November 15: Fr. 570.80 zuzüglich 5 % seit dem 1.12.2015 i) Dezember 15: Fr. 4173.10 zuzüglich 5 % seit dem 1.1.2016 (pro rata 13. Gehalt) j) pro Kalenderjahr 2015: Lohnerhöhung von Fr. 65.00 pm, somit Fr. 626.06 (netto) nebst 5 % mittlerer Ver- fall 1.6.2015 2.2 Eventuell sei das Urteil aufzuheben und die unter Beru fungsantrag Ziffer 2.1 bezif- ferten Forderungen, soweit sie zusammen Fr. 2‘686.75 übersteigen, durch das Kan- tonsgericht zu beurteilen und gutzuheissen. 3. Das erstinstanzliche Kostendispositiv sei entsprechend dem Au sgang des Beru- fungsverfahrens aufzuheben und die erstinstanzlichen Par teikosten neu zu verle- gen. 4. In jedem Fall, sei das erstinstanzliche Kostendispositiv a ufzuheben und eine Partei- kostenentschädigung entsprechend den erstinstanzlichen Erg ebnissen und nach gegenseitiger Verrechnung zugunsten der Beklagten von Fr. 8‘706.00 zu verfügen. 5. Alles unter o -/eo-Kostenfolge“ E. Mit Berufungsantwort vom 12. März 2018 beantragte die Berufungsbeklagte, wiederum vertreten durch Advokat Dr. Damian Schai, die vollumfängliche Abweisung der Berufung, soweit auf diese einzutreten sei; unter Kosten- und Entschädigu ngsfolge zulasten des Berufungsklä- gers. F. Mit Spontanreplik vom 8. April 2018 begehrte der Ber ufungskläger die Gutheissung der Berufung und Verwerfung der Anträge des Berufungsbeklagten. In ihrer Duplik vom 2. Mai 2018 hielt die Berufungsbeklagte an ihren Rechtsbegehren der Berufungsantwort vom 12. März 2018 vollumfänglich fest. Mit Eingabe vom 17. Mai 2018 reich te der Berufungskläger eine Spontan- triplik ohne neue Rechtsbegehren ein, zu welcher die Be rufungsbeklagte mit Schreiben vom 8. Juni 2018 Stellung bezog und beantragte, die Triplik aus dem Recht zu weisen. Auf die Begründung des angefochtenen Urteils sowie d er Parteianträge wird, soweit erforder- lich, im Rahmen der Erwägungen des vorliegenden Entscheids eingegangen. Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht Erwägungen 1.1 Gegen einen erstinstanzlichen Endentscheid in einer ver mögensrechtlichen Angelegen- heit ist die Berufung zulässig, sofern der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegeh- ren mindestens CHF 10'000.00 beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Mit „zuletzt aufrechterhalten“ sind jene Rechtsbegehren gemeint, welche der Kläger durch Entscheid der Vorinstanz zugespro- chen zu erhalten hoffte und daher unmittelbar vor der Eröffnung des erstinstanzlichen Entschei- des noch strittig waren. Die Rechtsmittelanträge sind grundsätzlich nicht von Bedeutung. Aus den einzelnen Rechtsbegehren der Klage vom 14. Juni 2016 ergeht, dass der Arbeitnehmer vor der Vorinstanz insgesamt einen Betrag von CHF 28‘681. 25 von der Arbeitgeberin einforderte. Die Arbeitgeberin verlangte die vollumfängliche Abweisung der Klage. Die Streitwertgrenze von CHF 10‘000.00 ist vorliegend somit erreicht. Die Beruf ung ist schriftlich und begründet innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheides bzw. seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung bei der Rechtsmittelinstanz ei nzureichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Die schriftliche Begründung des angefochtenen Urteils des Zivi lkreisgerichtspräsidenten Basel- Landschaft Ost vom 14. Dezember 2017 wurde dem Rechtsve rtreter des Berufungsklägers am 19. Dezember 2018 zugestellt. Da für das vorliegende Verfahren die gesetzlichen Fristen ge- mäss Art. 145 Abs. 1 lit. c ZPO vom 18. Dezember 2017 bis und mit dem 2. Januar 2018 still standen, ist die Rechtsmittelfrist durch die elektronisch e Aufgabe der Berufung am 1. Februar 2018 eingehalten. Mit Berufung können die unrichtige Rechtsanwendung und die unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Der Berufungskläger rügt Rechtsverletzungen und eine unrichtige sowie unvol lständige Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz. Er macht somit zulässige Berufungsg ründe geltend. In Anbetracht der Kostenlosigkeit des Entscheidverfahrens in Streitigkeiten aus dem Arbeitsverhältnis bis zu ei- nem Streitwert von CHF 30‘000.00, war kein Kostenvorschuss für das Rechtsmittelverfahren zu leisten (Art. 114 lit. c ZPO). Da auch die übrigen Sac hurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Berufung grundsätzlich einzutreten. Sachlich zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Berufung ist laut § 6 Abs. 1 lit. c EG ZPO (SGS 221) die Dreierkammer der Abteilung Zivilrecht des Kantonsgerichts Basel-Landschaft und es gilt das verei nfachte Verfahren (Art. 243 Abs. 1 ZPO). Gemäss Art. 316 Abs. 1 ZPO kann die Rechtsmitteli nstanz eine Verhandlung durchfüh- ren oder aufgrund der Akten entscheiden. Die vorliege nde Sache erscheint ohne weiteres spruchreif, so dass aufgrund der Akten zu entscheiden ist. 1.2 Der Berufungskläger begehrt mit dem Rechtsbegehren 1. 1 der Berufung, es sei festzu- stellen, dass der Berufungsbeklagten keinerlei Verrechnungsforderungen gegenüber dem Beru- fungskläger zustehen. Insbesondere rügt der Berufungsklä ger, die Vorinstanz habe die Gegen- forderungen, welche zur Verrechnung gebracht worden s eien, nicht unter bereicherungsrechtli- chen Gesichtspunkten geprüft. Die Berufungsbeklagte wende t ein, dieses Feststellungsbegeh- ren sei unzulässig. Der Berufungskläger mache verschiedene d urch die Berufungsbeklagte be- strittene Forderungen geltend. Dabei handle es sich um eine Leistungsklage. In deren Rahmen würden die einredeweise vorgebrachten Verrechnungsfor derungen der Berufungsbeklagten beurteilt werden. Für eine weitergehende Feststellun g des Nichtbestehens der Verrechnungs- forderungen bestehe mangels Rechtsschutzinteresse und aufg rund der Subsidiarität der Fest- stellungsklage kein Raum. Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Gemäss Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO hat die klagende Part ei ein schutzwürdiges Interesse rechtli- cher oder tatsächlicher Art an der Feststellungsklage na chzuweisen. Ein derartiges Feststel- lungsinteresse wird nach herrschender Lehre und Rechtsp rechung nur dann bejaht, wenn die Rechtsunsicherheit nicht auf andere Weise, insbesondere nicht durch eine Leistungs- oder Ge- staltungsklage behoben werden kann (B ALTHASAR BESSENICH / LUKAS BOPP , in: Sutter- Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar ZPO, 3. Aufl., Art. 88 N 7). Dem vorlie- gend zu beurteilenden Feststellungsbegehren des Berufu ngsklägers ist mit dem Rechtsbegeh- ren 1.2 ein Leistungsbegehren nachgestellt, mit welch em der Berufungskläger beantragt, die Berufungsbeklagte zur Zahlung verschiedener Geldbeträge zusätzlich zum erstinstanzlichen Urteil zu verpflichten. Für das Kantonsgericht Basel-Lan dschaft, Abteilung Zivilrecht, ist nicht ersichtlich, weshalb über das Bestehen (bzw. Nichtbestehen) von verschiedenen Verrech- nungsforderungen separat mit einem Feststellungsurteil entschieden werden sollte. Im Zusam- menhang mit der Beurteilung des Leistungsbegehrens wird ohnehin über die einredeweise vor- gebrachten Verrechnungsforderungen zu befinden sein. Es entsteht dem Berufungskläger somit kein Nachteil, wenn über das Feststellungsbegehren nicht separat entschieden wird. Für das Feststellungsbegehren fehlt es dem Berufungskläger mith in an einem schutzwürdigen Interes- se, weshalb auf das Rechtsbegehren 1.1 der Berufung ni cht einzutreten ist. Im Übrigen ist an- zumerken, dass es sich bei den zur Verrechnung gebrachten F orderungen um Ansprüche aus einem Arbeitsverhältnis handelt. Entgegen der Ansicht de s Berufungsklägers mussten somit keine bereicherungsrechtlichen Aspekte durch die Vorinst anz geprüft werden, da ausschliess- lich über vertragliche Ansprüche zu befinden war. Im Er gebnis liess die Vorinstanz die Gegen- forderungen der Berufungsbeklagten zu Recht zur Verrechnung zu. 1.3 Mit dem Rechtsbegehren 2.1 der Berufung beantragt d er Berufungskläger, die Aufhe- bung des angefochtenen Urteils sowie die Rückweisung a n die Vorinstanz zur vollständigen Beurteilung. Die Berufungsbeklagte erachtet auch diese s Begehren im vorliegenden Fall für unzulässig und beantragt, auf das Begehren nicht einz utreten. Die Vorinstanz habe alle vom Berufungskläger geltend gemachten Forderungen akribisch, Monat für Monat geprüft sowie sämtliche angebotenen Beweismittel abgenommen und gewü rdigt. Es könne daher weder ge- sagt werden, die Vorinstanz habe einen wesentlichen Te il nicht beurteilt noch sei der Sachver- halt unvollständig geblieben. Der Berufungskläger entg egnet, das Kantonsgericht Basel- Landschaft, Abteilung Zivilrecht, könne sich bloss mit d er Frage befassen, ob die Erwägungen der Vorinstanz, welche dazu geführt hätten, dass die klä gerischen Begehren nicht geprüft wor- den seien, haltbar seien oder nicht. Sofern die vorin stanzlichen Erwägungen unhaltbar seien, müsste es zur Rückweisung kommen mit der Anweisung, die For derungen gemäss den Rechtsbegehren 2.1 lit. a bis j der Berufung neu zu beurteilen. Kommt die Rechtsmittelinstanz zum Ergebnis, dass eine Beruf ung gutzuheissen ist, so hebt sie den angefochtenen Entscheid auf und kann gemäss Art. 31 8 Abs. 1 lit. b und c ZPO entweder neu entscheiden oder die Sache an die erste Instanz zurückw eisen, wenn ein wesentlicher Teil der Klage nicht beurteilt wurde oder der Sachverhalt in wesentlichen Teilen zu vervollständigen ist. Ob die Berufungsinstanz einen neuen Entscheid fäll t oder ob sie die Sache an die erste In- stanz zurückweist, liegt in ihrem pflichtgemässen Ermessen. Die Berufungsinstanz entscheidet darüber von Amtes wegen und ist nicht an entsprechende A nträge der Parteien gebunden Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht (PETER REETZ / SARAH HILBER , in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Ko mmentar ZPO, 3. Aufl., Art. 318 N 25). Vorliegend hat die V orinstanz die Forderungen gemäss dem Rechtsbegehren 2.1 der Berufung, für welche der Beru fungskläger eine Neubeurteilung bean- tragt, im Wesentlichen aufgrund der fehlenden Passivleg itimation der heutigen Berufungsbe- klagten abgewiesen. Die Vorinstanz hatte aufgrund desse n keine Veranlassung, eine darüber- hinausgehende materielle Prüfung der geltend gemachte n Ansprüche vorzunehmen. Sollte das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, zu r Erkenntnis gelangen, die Vorinstanz habe die Passivlegitimation zu Unrecht verneint, so wäre die Sache tatsächlich an die Vor- instanz zurückzuweisen, da ein wesentlicher Teil der Klage von dieser noch nicht beurteilt wor- den wäre (vgl. zum Ganzen P ETER REETZ / SARAH HILBER , a.a.O., Art. 318 N 34). Auf das Rechtsbegehren 2.1 der Berufung ist somit einzutreten. 2. Der Berufungskläger reicht mit der Berufung neue Urkund en als Beweismittel ein. Es handelt sich dabei um die Allgemeinen Versicherungsbe dingungen der C. ____ Kollektivtag- geldversicherung in der Ausgabe von 2006 (nachfolgend: A VB) sowie um eine E-Mail der C. ____ vom 23. Januar 2018 (weitere mit Berufung vom 31. Januar 2018 neu eingereichte Beweismittel zog der Berufungskläger mit Replik vom 8. A pril 2018 zurück). Die Berufungsbe- klagte macht geltend, der Berufungskläger hätte die AV B bereits vor dem Aktenschluss des erstinstanzlichen Verfahrens als Beweismittel in den Proz ess einbringen müssen. Die Beru- fungsbeklagte verlangt daher, dass die neu eingereichten Beweismittel aus dem Recht zu wei- sen seien. Der Berufungskläger erwidert, es sei an der B erufungsbeklagten gewesen, rechts- aufhebende oder -vernichtende Tatsachen zu behaupten . Diese habe aber zu keiner Zeit ir- gendwelche Themen des VVG angesprochen und auch nie ihre Passivlegitimation bestritten. Es müsse daher dem Berufungskläger gestattet sein, diesbezü glich neue Beweismittel in das Berufungsverfahren einzubringen. Im Berufungsverfahren werden gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO neue Tatsachen und Beweismittel nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten. Die ses eingeschränkte Novenrecht gilt auch dann, wenn der Sachverhalt – wie vorliegend gest ützt auf Art. 247 Abs. 2 lit. b Ziff. 2 ZPO – von Amtes wegen festzustellen ist (BGE 138 III 625 E. 2.1 = Pra 2013 Nr. 26). Die Auffassung des Berufungsklägers, es seien zu keiner Zeit Themen des V VG angesprochen worden, über- zeugt nicht. Die vorliegende Streitigkeit umfasst zu ei nem grossen Teil die Abrechnung von Krankentaggeldern, welche von einer privaten Versicher ungsgesellschaft ausgerichtet wurden. Somit sind Themen des VVG augenfällig. Der Berufungsklä ger hat bereits im erstinstanzlichen Verfahren die individuelle Police der Krankenversicheru ng (Klagebeilage 9a) eingereicht, in welcher auf die AVB (wenn auch auf die Ausgabe von 19 99) verweisen wird. Dem Berufungs- kläger wäre es also grundsätzlich zumutbar gewesen, die AVB bereits vor der Erstinstanz in das Verfahren einzubringen. Gleichwohl werden im vorli egenden Berufungsverfahren die AVB zur Kenntnis genommen. Die AVB sind öffentlich zugänglich und können auf der Homepage der Versicherung von jedermann eingesehen werden. Die Vori nstanz hätte die AVB demzufolge auch von sich aus beiziehen und in ihrer Entscheidfindung berücksichtigen können. Gleiches gilt für die Berufungsinstanz. Bei der E-Mail der C. ____ vom 23. Januar 2018 handelt es sich um ein echtes Novum, da sie erst nach Abschluss des erstins tanzlichen Verfahrens verfasst Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht wurde. Sie wurde durch den Berufungskläger ohne Verzug eingereicht und ist daher im vorlie- genden Berufungsverfahren zu beachten. 3. Die Berufungsbeklagte beantragt im Weiteren, die Trip lik des Berufungsklägers vom 17. Mai 2018 sei aus dem Recht zu weisen. Die Eingabe sei laut Ansicht der Berufungs- beklagten unnötig, da sämtliche darin angesprochenen Punkte bereits im vorinstanzlichen Urteil und in einem doppelten Schriftenwechsel ausführlich erörtert worden seien. Die Rechtsprechung gewährt den Parteien gestützt auf Art. 6 Abs. 1 EMRK und Art. 29 BV grundsätzlich ein unbedingtes Replikrecht (BGE 138 I 484 E. 2.1). Dieses umfasst das Recht, zu jeder Eingabe der Gegenpartei unaufgefordert Stel lung zu nehmen, unabhängig davon, ob diese neue Tatsachen oder Behauptungen enthält. Aufgr und dessen ist die vorliegende Triplik des Berufungsklägers vom 17. Mai 2018 entgegen dem Ant rag der Berufungsbeklagten nicht aus dem Recht zu weisen. Ob die zusätzliche Eingabe erfo rderlich war oder nicht, ist einzig im Kostenentscheid allenfalls zu berücksichtigen. 4. Der Berufungskläger hält in seiner Berufung nicht meh r an sämtlichen Begehren der Kla- ge vom 14. Juni 2016 fest. Die vom Berufungskläger nun mehr zurückgezogenen Forderungs- positionen betreffen die Lohnperioden Juni 2013 bis De zember 2013 und Januar 2014 bis Mai 2014 sowie die Lohnmonate September 2014 und November 2014. Insgesamt machen die fal- lengelassenen Forderungen einen Betrag von CHF 4‘920.00 aus. Festgehalten in der Berufung wird indessen an Forderungen betreffend den 13. Monatslohn des Jahres 2013 (Rechtsbegehren 1.2.1), betreffend die Lo hnmonate Dezember 2014 (Rechtsbe- gehren 1.2.2) und Januar 2015 (Rechtsbegehren 1.2.3. ), betreffend die Lohnperioden Februar 2015 bis Mai 2015 (Rechtsbegehren 2.1 lit. a bis d) u nd August 2015 bis November 2015 (Rechtsbegehren 2.1 lit. e bis h) sowie betreffend de n 13. Monatslohn für das Jahr 2015 (Rechtsbegehren 2.1 lit. i). Ferner wird weiterhin e in Anspruch aufgrund einer geforderten Lohnerhöhung für das Jahr 2015 geltend gemacht (Rechtsbegehren 2.1 lit. j). 5.1 Bevor die Vorinstanz die einzelnen Forderungen des h eutigen Berufungsklägers einer konkreten Beurteilung unterzog, beantwortete sie in Erw ägung 2 des angefochtenen Urteils in allgemeiner Art und Weise Fragen zur Lohnfortzahlungspflicht der Arbeitgeberin bei Erkrankung des Arbeitnehmers. Die Vorinstanz hielt unter Verweis auf die entsprechende Literatur im We- sentlichen fest, die Arbeitgeberin könne von ihrer Lo hnfortzahlungspflicht befreit werden, indem eine gleichwertige Versicherungslösung gefunden werde. Bei dieser Konstellation sichere die Arbeitgeberin dem Arbeitnehmer vertraglich zu, eine ko llektive Krankentaggeldversicherung zu seinen Gunsten abzuschliessen. Der begünstigte Arbeitnehm er sei nicht Vertragspartei dieses Versicherungsverhältnisses. Ihm stehe jedoch gemäss Art. 87 VVG ein direktes Forderungs- recht gegenüber der Versicherungsgesellschaft zu, was zur F olge habe, dass die Versiche- rungsgesellschaft ihre Schuld nur gegenüber dem Arbei tnehmer tilgen könne. Die oftmals herr- schende Praxis, wonach die Versicherungsgesellschaft die Krank entaggelder dennoch der Ar- beitgeberin überweise, dürfe nicht darüber hinwegtäu schen, dass die Arbeitgeberin in dieser Konstellation lediglich als Zahlungsstelle fungiere. D as Risiko, dass die Krankentaggelder aus jedweden Gründen nicht beim Arbeitnehmer ankommen, l iege demzufolge bei der Versiche- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht rungsgesellschaft. Gestützt auf diese Erkenntnis verneinte die Vorinstanz bei sämtlichen klage- weise erhobenen Forderungen, welche im Zusammenhang m it den Krankentaggeldleistungen stehen, die Passivlegitimation der beklagten Arbeitgeber in und erklärte, der Arbeitnehmer müs- se allfällige Ansprüche gegenüber der Versicherungsgesellschaft geltend machen. 5.2 Der Berufungskläger sieht darin ein Überraschungsurteil . Er bringt vor, der erstinstanzli- che Rechtsstandpunkt sei zu keiner Zeit Prozessstoff gewese n und der Vorderrichter habe den Parteien auch keinerlei Gelegenheit gegeben, sich zu d em von den Parteien abweichenden Rechtsstandpunkt vorab zu äussern. Der Berufungskläger habe nicht mit der Erheblichkeit der angewendeten Rechtssätze nach VVG rechnen können und müsse n. Weiter macht der Beru- fungskläger geltend, die Vorinstanz habe Art. 87 VVG f alsch interpretiert und den Sachverhalt unvollständig und teilweise unrichtig festgestellt. Es se i unzutreffend aus dem direkten Forde- rungsrecht des Berufungsklägers abzuleiten, dass die Versic herungsgesellschaft ihre Schuld nur gegenüber ihm tilgen könne. Unter Berufung auf Ziffer 25.2 der AVB gelangt der Berufungs- kläger zum Schluss, dass die Leistungen der Versicherungsge sellschaft mit befreiender Wir- kung an den Versicherungsnehmer (Berufungsbeklagte) gehe n, solange ein Begehren um di- rekte Auszahlung fehle. Der Berufungskläger rügt schliessli ch, dass als Folge des kritisierten Standpunkts der Vorinstanz wesentliche Gesichtspunkte der Klage – namentlich dass die Beru- fungsbeklagte eine unzulässige Lohnkappung begangen habe, indem sie zu viel Sozialversi- cherungsabgaben abgezogen habe – nicht beurteilt word en seien. Dies stelle eine formelle und materielle Rechtsverweigerung dar und verstosse in krasser Weise gegen den Anspruch auf rechtliches Gehör. 5.3 Gemäss Art. 57 ZPO wendet das Gericht das Recht von Amt es wegen an. Das Gericht wendet das Recht selbst dann unabhängig – und gegeben enfalls abweichend – von Amtes we- gen an, wenn die Parteien in Bezug auf das anzuwenden de Recht übereinstimmen. Ob das rechtliche Gehör verletzt ist, wenn das Gericht einen En tscheid mit einer völlig neuen Begrün- dung stützen will, sofern dies von den Parteien nicht e rwartet werden musste und die Gefahr besteht, dass sie sich nicht mehr äussern können, ist umstritt en (KGE BL 400 12 243 vom 30. April 2013 E. 2). Im vorliegenden Fall kann von einem Überraschungsurteil keine Rede sein, weil dem Berufungskläger bewusst sein musste, dass bei der Beurteilung über die Behandlung von Krankentaggeldern, welche eine private Versicherungsgesellschaft ausrichtete, das Gericht die massgebenden Bestimmungen des VVG anzuwenden hat. Zudem erklärt die vom Beru- fungskläger im vorinstanzlichen Verfahren eingereichte V ersicherungspolice (Klagebeilage 9a) das VVG für massgebend, soweit in der Police nicht etwas anderes vereinbart ist. Die Anwen- dung von Art. 87 VVG durch die Vorinstanz war demzufolge nicht überraschend. Ebenfalls zu verneinen ist eine falsche Auslegung von Art. 87 VVG durch die Vorinstanz. Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, dass aufgrund des direkte n Forderungsrechts des Arbeitneh- mers nach Art. 87 VVG die Versicherungsgesellschaft ihre Schuld nur gegenüber dem Arbeit- nehmer mit befreiender Wirkung tilgen kann, deckt sich m it der herrschenden Lehre (CHRISTOPH HÄBERLI / DAVID HUSMANN , Krankentaggeld, versicherungs- und arbeitsrechtliche Aspekte, Rz. 604; P ETER STEIN , in: Basler Kommentar VVG, Art. 87 N 23; C HRISTOPH FREY / NATHALIE LANG , in: Basler Kommentar VVG Nachführungsband, Art. 87 ad N 23). Zutreffend ist auch der Befund der Vorinstanz, dass in der Praxis die Kr ankentaggelder von der Versiche- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht rungsgesellschaft oftmals an die Arbeitgeberin ausbezahlt werden. Das direkte Forderungsrecht ist indes zugunsten des Arbeitnehmers und darf daher dur ch Vertragsabrede nicht abgeändert werden (Art. 98 Abs. 1 VVG). Dies bedeutet, dass der Arbeitnehmer seinen Anspruch gegen- über der Versicherungsgesellschaft behält, selbst wenn di ese die Krankentaggelder der Arbeit- geberin bereits ausbezahlt hat. Eine Abrede, dass die K rankentaggelder der Arbeitgeberin aus- bezahlt werden ist per se nicht unzulässig. Doch aufg rund der zwingenden Bestimmung von Art. 87 VVG, geht die Versicherungsgesellschaft damit ein Doppelzahlungsrisiko ein (CHRISTOPH HÄBERLI / DAVID HUSMANN , a.a.O., Rz. 605; C HRISTOPH FREY / NATHALIE LANG , a.a.O., Art. 87 ad N 23). Die Arbeitgeberin fungier t, wie die Vorinstanz zutreffend festhält, in dieser Konstellation lediglich als Zahlungsstelle. Nichts anderes kann auch der vom Berufungskläger zitierten Ziffer 25.2 der AVB abgeleitet werden, weshalb der Vorinstanz auch keine falsche bzw. unvo llständige Sachverhaltsfeststel- lung vorgeworfen werden kann. Ziffer 25.2 der AVB be sagt, dass die Leistungsauszahlungen, wo nichts anderes bestimmt ist, an den Versicherungsnehm er (Arbeitgeberin) gehen. Dies ist – wie ausgeführt – gängige Praxis und grundsätzlich zulässig. Im Wissen darum, dass Art. 87 VVG zugunsten der Arbeitnehmer jedoch zwingend ist, und die Versicherungsgesellschaft weiss, dass sie zwar an die Arbeitgeberin zahlen kann, da durch aber der Arbeitnehmer seinen Anspruch gegenüber ihr nicht verliert, ist in der besagten Ziffer 25.2 der AVB das direkte Forde- rungsrecht der versicherten Person (Arbeitnehmer) im Sinn e von Art. 87 VVG explizit vorbehal- ten. Damit ist darauf verwiesen, dass der Arbeitnehmer – falls er der Auffassung sein sollte, die Arbeitgeberin habe die Krankentaggelder nicht vollumf änglich weitergeleitet – allfällige Ansprü- che direkt gegenüber der Versicherungsgesellschaft gelte nd machen kann und letztlich auch muss. Gleiches sagen die vom Berufungskläger zitierten C HRISTOPH FREY und NATHALIE LANG , indem sie ausführen, dass die Versicherung von ihrer Ver pflichtung gegenüber dem Arbeitneh- mer durch Zahlung an den Arbeitgeber nur soweit befr eit werde, als effektiv ein Versicherungs- fall vorliege und der Arbeitgeber seinerseits dem Ar beitnehmer Lohn bezahle (CHRISTOPH FREY / NATHALIE LANG , a.a.O., Art. 87 ad N 23). Sollte der Berufungskläge r der Auffassung sein, die Arbeitgeberin habe ihm zu wenig Lohn bezahlt, indem si e Sozialversicherungsabgaben auf den erhaltenen Krankentaggeldern abgezogen hat, so hat der Berufungskläger einen allfälligen An- spruch bei der Versicherungsgesellschaft einzuklagen. Die Berufungsbeklagte ist in ihrer Funk- tion als Zahlstelle, wie die Vorinstanz zu Recht erkannt hat, nicht passivlegitimiert. Dementsprechend hatte die Vorinstanz in der Folge auc h keinen Anlass, eine materielle Über- prüfung des klageweise vorgebrachten Anspruchs vorzunehm en. Sie konnte aufgrund der feh- lenden Passivlegitimation der Berufungsbeklagten die Frage, ob zu viele Abzüge vorgenommen wurden, zu Recht offen lassen. Diese Frage wäre alle nfalls in einem Prozess gegen die Versi- cherungsgesellschaft zu stellen. Der Vorwurf der Rechtsver weigerung und der Gehörsverlet- zung ist somit ebenfalls nicht berechtigt. 6.1 Bezüglich der konkreten Forderungen des Berufungskläge rs ist zunächst umstritten, ob der Berufungskläger hinsichtlich seines Anspruchs auf den 13 . Monatslohn für das Jahr 2013 vollumfänglich befriedigt wurde. Der Berufungskläger macht geltend, die Berufungsbeklagte habe den 13. Monatslohn für das Jahr 2013 zu Unrecht um 5/12 gekürzt. Der Berufungskläger Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht habe daher noch einen Betrag von CHF 1‘989.00 zuzügli ch Zins zu 5 % seit dem 1. Januar 2014 zugute. 6.2 Die Vorinstanz erwog, sowohl aus den Lohnunterlagen w ie auch aus der Übersicht der Krankentaggeldversicherungsleistungen sei ersichtlich, dass d er Berufungskläger von Januar 2013 bis Mai 2013 Krankentaggeldleistungen erhalten habe. Da Krankentaggeldleistungen auf der Basis des Jahreslohns (inklusive 13. Monatslohn) bere chnet würden, sei der Anspruch des Arbeitnehmers für diesen Zeitraum vollumfänglich erfü llt worden. Ab Juni 2013 bis Dezember 2013 habe dem Berufungskläger ein Anspruch auf IV-Tag gelder zugestanden. Auch IV- Taggelder würden auf der Basis des Jahreslohns, d.h. inkl usive 13. Monatslohn berechnet. Al- lerdings hätten die Parteien vereinbart, dass dem Beruf ungskläger für die Dauer der Integrati- onsphase der volle Lohn ausbezahlt werden solle. Somit s tehe dem Berufungskläger für das Jahr 2013 ein 13. Monatslohn im Umfang von 7/12 zu. A us der Lohnabrechnung vom 20. De- zember 2013 sei ersichtlich, dass ihm dieser Betrag auch t atsächlich zugekommen sei. Der Berufungskläger sei aus diesem Grund hinsichtlich seines an teilsmässigen Anspruchs auf den 13. Monatslohn für das Jahr 2013 vollumfänglich befriedigt. 6.3 Der Berufungskläger bringt vor, es sei erstaunlich, da ss sich der Vorderrichter auf den Zeitraum von Januar 2013 bis Mai 2013 beziehe, obwohl dieser Zeitraum im vorinstanzlichen Verfahren nicht Prozessthema der Parteien war. Dies hab e zu einem Überraschungsurteil ge- führt. Der Berufungskläger habe sich zur Sichtweise des Vo rderrichters nicht äussern können, weshalb sein Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt wo rden sei. Zudem sei die Feststellung der Vorinstanz, der Berufungskläger habe von Januar 201 3 bis Mai 2013 Krankentag- geldleistungen erhalten, aktenwidrig. Alle Zahlungen der Krankentaggeldversicherung seien in diesem Zeitraum an die Beklagte gegangen. Es könne da her keine Rede davon sein, 5/12 des 13. Monatslohns für das Jahr 2013 seien bereits abgegolten. 6.4 Die Ansicht des Berufungsklägers, es handle sich in vorli egendem Punkt um ein Überra- schungsurteil, überzeugt nicht. Der Berufungskläger forde rte im vorinstanzlichen Verfahren den 13. Monatslohn für das ganze Jahr 2013 und wehrte sic h gegen die von der Gegenseite vorge- nommene Kürzung um 5/12. Ihm musste folglich bewusst sein , dass die Vorinstanz das ganze Jahr 2013 und insbesondere die fünf Monate von Januar 20 13 bis Mai 2013, in welchen Kran- kentaggelder ausbezahlt wurden, in ihre Beurteilung miteinbeziehen wird. Demzufolge liegt kein Überraschungsurteil vor und die geltend gemachte Ver letzung des rechtlichen Gehörs ist zu verneinen. Ebenfalls zu verneinen ist die vom Berufungskläger bean standende Aktenwidrigkeit der vorinstanzlichen Feststellung, der Berufungskläger habe von Januar 2013 bis Mai 2013 Kran- kentaggeldleistungen erhalten. Die Vorinstanz sagt nicht, die Krankentaggelder seien im besag- ten Zeitraum dem Berufungskläger direkt ausbezahlt wo rden. Vielmehr ergeht aus den Sach- verhaltsdarstellungen und den Erwägungen des angefochten en Urteils, dass im besagten Zeit- raum von Januar 2013 bis Mai 2013 die private Versiche rungsgesellschaft die Krankentaggelder an die Berufungsbeklagte ausbezahlte, welche wiederum in der Funktion als Zahlstelle die Krankentaggelder in Form von ausbezahlt em Lohn dem Berufungskläger weiter- leitete. Insofern erweist sich die Feststellung der Vo rinstanz, der Berufungskläger habe von Ja- Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht nuar 2013 bis Mai 2013 Krankentaggeldleistungen erhal ten, als korrekt. Ebenfalls richtig ist, dass die Krankentaggeldleistungen auf Basis des Jahreslohns ( inklusive 13. Monatslohns) be- rechnet werden. Folglich durfte bei der Auszahlung End e Jahr der 13. Monatslohn um 5/12 (entsprechend den fünf Monaten von Januar 2013 bis Mai 2013) gekürzt werden bzw. ist der Berufungskläger mit der erhaltenen Auszahlung im Umfan g von 7/12 hinsichtlich seines An- spruchs auf den 13. Monatslohn für das Jahr 2013 vollumfä nglich befriedigt worden. Die Beru- fung erweist sich in diesem Punkt somit als unbegründet. 7.1 Umstritten sind weiter Ansprüche bezüglich des Monats Deze mber 2014. Der Berufungskläger bringt vor, der ausbezahlte Nettolohn i m Dezember 2014 sei zu tief ausgefal- len und die Berufungsbeklagte schulde ihm den Fehlbetrag in der Höhe von CHF 572.75 zuzüg- lich Zins zu 5 % seit dem 1. Januar 2014 (gemeint wohl : 1. Januar 2015). Unbestritten ist, dass der Berufungskläger im Dezember 2014 an 12 von 22 Tag en (inklusive Feiertage) gearbeitet hat und in der restlichen Zeit während 5 Tagen krank war und während 5 Tagen Zivilschutz leis- tete. 7.2 Die Vorinstanz kam zum Schluss, der Berufungskläger habe für die effektiven Arbeitsta- ge einen Lohnanspruch von CHF 2‘836.35 (brutto) bzw. CHF 2‘566.75 (netto). Aus der Abrech- nung über die Erwerbsausfallentschädigung vom 14. Janu ar 2014 werde ersichtlich, dass für die Zivilschutztage dem Berufungskläger CHF 705.00 (netto) zustehen würden. Insgesamt hätte der Arbeitnehmer gegenüber der Arbeitgeberin somit einen Anspruch auf CHF 3‘271.75 (netto). Dem Arbeitnehmer seien im Dezember 2014 vonseiten der A rbeitgeberin effektiv CHF 4‘225.35 ausbezahlt worden, sodass er ihr gegenüber keinerlei Ansprüche mehr habe. Wenn der Arbeit- nehmer beabsichtige, Krankentaggeldansprüche zu realisie ren, müsste er gegen die Versiche- rungsgesellschaft klagen. Aufgrund der Dispositionsmaxime und des Zugeständnisses der Ar- beitgeberin stehe dem Arbeitnehmer jedoch für den Mo nat Dezember 2014 ein Betrag in der Höhe von CHF 4.50 zu. 7.3 Der Berufungskläger wendet ein, der Vorderrichter hab e die Fragestellung im konkreten Zusammenhang nicht verstanden. Es wäre um die Frage ge gangen, welcher Anteil des Brutto- lohns von Sozialversicherungsabgaben freizustellen gewesen wäre und welche Lohnbasis hätte massgeblich sein sollen. Die eingeklagte Differenz von CHF 572.75 resultiere daher, dass die Berufungsbeklagte von einer falschen Bruttolohnbasis (C HF 4‘642.10 statt von CHF 5‘200.00) ausgegangen sei und zu hohe Sozialversicherungsabzüge vor genommen habe, da sie die er- haltenen Krankentaggelder von CHF 740.60 nicht aus de m Bruttolohn ausgeschieden habe. Zudem habe sich der Vorderrichter im Zusammenhang mit der Erwerbsausfallentschädigung auf ein falsches Dokument gestützt und habe offenbar üb ersehen, dass die Zahlung der Er- werbsausfallentschädigung in der Höhe von CHF 799.00 an die Berufungsbeklagte erfolgt sei. 7.4 Der Vorwurf des Berufungsklägers, die Vorinstanz verkenn e die vorliegende Fragestel- lung, ist nicht haltbar. Die Vorinstanz setzte sich im an gefochtenen Urteil explizit mit der Brutto- lohnbasis auseinander. Entgegen der Auffassung des Beru fungsklägers, welcher eine Brutto- lohnbasis von CHF 5‘200.00 proklamiert, berechnet die V orinstanz die Bruttolohnbasis korrek- terweise anhand der 11 effektiv geleisteten Arbeitstage im Verhältnis zu den 22 maximalen Ar- beitstagen im Dezember 2014 und kommt daher auf einen Bruttolohn von CHF 2‘836.35 Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht (CHF 5‘200 x 11/22). Unzutreffend ist auch die Schlu ssfolgerung des Berufungsklägers, die Vorinstanz habe übersehen, dass die Erwerbsausfallentschäd igung an die Berufungsbeklagte ausbezahlt worden sei. Die Vorinstanz führt einzig au s, dass die Erwerbsausfallentschädigung dem Berufungskläger zustehe. Sie rechnete deshalb die Er werbsausfallentschädigung dem Anspruch des Berufungsklägers gegenüber der Berufungsbekla gten hinzu. Die Vorinstanz rea- lisierte folglich, dass die Erwerbsausfallentschädigung ursprünglich der Berufungsbeklagten ausbezahlt wurde. Auch die Frage der Sozialabgabepfli cht auf Krankentaggelder erkannte die Vorinstanz. Allerdings sah sie konsequenterweise vorliegend keinen Anlass dazu, diesbezüglich Stellung zu beziehen, da sie den Berufungskläger für die Geltendmachung von Krankentag- geldansprüchen wegen der fehlenden Passivlegitimation der Berufungsbeklagten, zu Recht auf den Klageweg gegen die Versicherungsgesellschaft verwies. Zutreffend ist einzig der Einwand des Berufungsklägers, dass sich die Vorinstanz fälschlicherweise auf die Abrechnung über die Erwerbsausfallentschädigung vom 14. Januar 2014 stützte und folglich von einem zu tiefen Be- trag ausging. Wie der Berufungskläger richtigerweise a usführt, beträgt die Höhe der Erwerbs- ausfallentschädigung im Dezember 2014 CHF 799.00, was sich aus der Abrechnung vom 14. Januar 2015 ergibt. Allerdings vermag dieser Umstand am Ergebnis der vorinstanzlichen Erkenntnis nichts zu ändern. Der Anspruch des Berufungsklä gers erhöht sich lediglich auf CHF 3‘365.75 (CHF 2‘566.75 + CHF 799.00) und ist somi t immer noch tiefer als der an ihn un- bestritten ausbezahlte Betrag von CHF 4‘225.35. Insgesa mt erweist sich die Berufung hinsicht- lich der Ansprüche für den Dezember 2014 als unbegründet. 8.1 Im Streit liegen weiter Ansprüche aus dem Monat Jan uar 2015. Der Berufungskläger fordert einen Betrag von CHF 73.50 zuzüglich Zins zu 5 % seit dem 1. Februar 2015. Auch hier macht der Berufungskläger geltend, die Berufungsbeklagte habe zu viele Sozial- versicherungsabzüge getätigt. 8.2 Die Vorinstanz erwog, dem Berufungskläger würden im Ja nuar 2015 insgesamt 13 bezahlte Arbeits- und Ferien- bzw. Feiertage zusteh en. Demgegenüber sei der Berufungskläger an 4 Tagen unentschuldigt nicht zur Arb eit erschienen. An den restlichen der 22 im Januar 2018 maximal bezahlten Arbeitstage sei der Berufungskläger krankgeschrieben gewesen. Dementsprechend hätte der Arbeitnehmer gegenüber der Arbeitgeberin Anspruch auf einen Nettolohn von CHF 2‘779.30 (CHF 5‘200 / 22 ma ximal bezahlte Arbeitstage x 13 effektiv gearbeitete Arbeitstage [bzw. bezogene Ferien] - 8.27 % - CHF 39.30 Pensionskassenbeitrag). Einen weitergehenden Anspruch könne der Arbeitnehmer gegenüber der Arbeitgeberin nicht geltend machen, da ihm für die restlichen Tage des Janu ars 2015 Krankentaggelder zugestan- den seien. In finanzieller Hinsicht habe der Berufungskl äger im Januar 2015 einen Nettolohn von CHF 4‘730.65 erhalten, sodass sein Anspruch gegenübe r der Arbeitgeberin vollumfänglich befriedigt worden sei. 8.3 Der Berufungskläger rügt, die vorinstanzliche Feststellu ng, der Berufungskläger habe im Januar 2015 an 4 Tagen unentschuldigt gefehlt, sei pro zess- und aktenwidrig. Der Berufungskläger habe in seiner vorinstanzlichen Replik vo m 9. Januar 2017 ausdrücklich be- stritten, dass unentschuldigte Absenzen vorliegen würden. Zudem seien in der Lohnabrechnung vom Januar 2015 keine Absenzen verzeichnet. Im Weiteren sei die Berechnung der Vorinstanz bundesrechtswidrig. Sie verkenne, dass die Berufungsbekl agte sämtliche Taggeldleistungen Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht erhalten habe, aber gegenüber dem Berufungskläger gesa mthaft netto abgerechnet habe, was dazu geführt habe, dass zu viele Sozialversicherungsabzüge getätigt worden seien. 8.4 Die Vorinstanz stützte ihren Befund, dass der Berufungskl äger im Januar 2015 an 4 Tagen der Arbeit unentschuldigt ferngeblieben sei, auf eine vom Berufungskläger im vorinstanzlichen Verfahren eingereichte Absenzenliste sowi e auf ein Arztzeugnis vom 30. Januar 2015. In der Absenzenliste ist vermerkt, dass de r Berufungskläger am 19., 21., 22. und 23. Januar 2015 aufgrund einer Arbeitsunfähigkeit nicht zur Arbeit erschienen ist. Dem Arztzeugnis kann jedoch entnommen werden, dass der Beru fungskläger erst ab dem 26. Januar 2016 krankgeschrieben wurde. Demzufolge schloss die Vorinstanz zu Recht darauf, dass der Berufungskläger am 19., 21., 22. und 23. Janua r 2015 unentschuldigt fehlte. Der Be- fund entspricht mithin den vorgelegten Akten. Daran mag auch nichts ändern, dass in der Lohnabrechnung vom Januar 2015 keine Absenzen verzeic hnet sind und der Berufungskläger im vorinstanzlichen Verfahren die fehlende Entschuldigun g der Absenzen bestritten hat. Die Rüge der Akten- und Prozesswidrigkeit erweist sich folglich als haltlos. Auch in Bezug auf die aufgestellte Berechnung kann der Vorinstanz gefolgt we rden. Es ist korrekt, dass die Tage, an denen der Berufungskläger unentschuldigt der Arbeit fe rn geblieben ist, nicht berücksichtigt werden können. Bezüglich der Krankentaggelder und d er geltend gemachten zu hohen Sozial- versicherungsabzüge, ist auch an dieser Stelle der Beruf ungskläger darauf hinzuweisen, dass jegliche Ansprüche im Zusammenhang mit den Krankentagg eldern einzig bei der Versiche- rungsgesellschaft einzuklagen sind. Deshalb und weil dem Berufungskläger für die restlichen Tage im Januar 2015 Krankentaggelder zugestanden worden sind, erweist sich die Erkenntnis der Vorinstanz, dass der Arbeitnehmer gegenüber Arbeitg eberin keinen weitergehenden An- spruch geltend machen kann, als folgerichtig. Die Berufu ng ist demgemäss auch hinsichtlich der Ansprüche für den Januar 2015 abzuweisen. 9.1 Im Weiteren sind allfällige Ansprüche des Berufungskläg ers zwischen Februar 2015 bis und mit Mai 2015 zu prüfen. In dieser Zeit war der Berufungskläger unbestrittenermassen krankgeschrieben und die Versicherungsgesellschaft zahlte Krankentaggelder an die Arbeitge- berin aus. 9.2 Die Vorinstanz verwies auf ihre allgemeinen Ausführun gen und erwog, die Arbeitgeberin fungiere als Zahlstelle, weshalb das Risiko eines Zahlung sausfalles zulasten der Versiche- rungsgesellschaft gehe. Die Arbeitgeberin sei in eine r solchen Konstellation nicht passivlegiti- miert. Sollte der Arbeitnehmer der Ansicht sein, dass i hm die Krankentaggelder nicht bzw. nicht vollständig ausbezahlt worden seien, so müsse er diesen A nspruch gegenüber der Versiche- rungsgesellschaft geltend machen. Der Arbeitnehmer könne allfällige Krankentaggelder, die ihm aufgrund seiner Erkrankung zwischen dem 1. Februar 2015 u nd dem 31. Mai 2015 zustehen könnten, nur gegenüber der Versicherungsgesellschaft ein fordern. Gegenüber der Arbeitgebe- rin könne er für diesen Zeitraum keine Ansprüche gelt end machen, da diese durch den Ab- schluss der kollektiven Krankentaggeldversicherung vollumfänglich betreffend ihre Lohnfortzah- lungspflicht befreit sei. Aufgrund der Dispositionsma xime und der Tatsache, dass die Arbeitge- berin eine Forderung in der Höhe von CHF 2‘686.75 anerkannte, hiess die Vorinstanz die Klage in diesem Umfange gleichwohl gut. Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht 9.3 Der Berufungskläger wiederholt an dieser Stelle sein e Rügen der formellen und materiellen Rechtsverweigerung sowie der falschen Sachv erhaltsfeststellung. Er macht insbesondere geltend, die Vorinstanz habe – indem sie si ch einzig auf die Frage der Passivlegi- timation beschränkt habe – die Klage und ihre Anlieg en nicht beurteilt. 9.4 Den vom Berufungskläger erhobenen Vorwürfen kann entg egnet werden, dass die Vor- instanz in Anwendung des geltenden Rechts richtigerweise zum Schluss gelangt ist, dass vor- liegend die Passivlegitimation der Berufungsbeklagten nicht gegeben ist. Deshalb stellt es auch keine Rechtsverweigerung und keine falsche Sachverhaltsfe ststellung dar, wenn sie in der Fol- ge die klägerischen Vorbringen und Argumente nicht weit er prüfte. Aufgrund der fehlenden Passivlegitimation der Arbeitgeberin war die Vorinstanz namentlich nicht gehalten zu prüfen, ob die Arbeitgeberin zu viele Sozialversicherungsbeiträge abgezogen hat. Es kann an dieser Stelle auf die obigen Ausführungen verwiesen werden (E. 5.3 ). Die Rügen des Berufungsklägers sind somit abzuweisen. 10.1 Zu beurteilen sind im Weiteren Ansprüche der Monate August 2015 bis und mit November 2015. In diesem Zeitraum war der Berufungsklä ger nicht mehr bei der Berufungsbe- klagten tätig, nachdem die Berufungsbeklagte mit Schreib en vom 17. Februar 2015 die Kündi- gung des Arbeitsverhältnisses auf den 31. Mai 2015 ausgesprochen hatte. Der Berufungskläger erhielt ab dem 1. Juni 2015 noch bis zum 18. August 20 18 Krankentaggelder von der Versiche- rungsgesellschaft direkt ausbezahlt. Danach erhielt er keine Krankentaggelder mehr. Der Beru- fungskläger macht geltend, die Kündigung vom 17. Febru ar 2015 sei nichtig, da er zu diesem Zeitpunkt krank gewesen sei. Das Arbeitsverhältnis sei erst am 15. November 2015 aufgelöst worden, da ihm gestützt auf die Basler Skala bis zu diese m Zeitpunkt ein Lohnanspruch zu- stünde. 10.2 Aufgrund der Berufung auf die Basler Skala schloss die Vorinstanz, dass der Arbeit- nehmer seine Ansprüche auf Art. 324a Abs. 1 und 2 OR stü tze. Da die Arbeitgeberin eine kol- lektive Krankentaggeldversicherung zugunsten des Arbeitneh mers abgeschlossen habe, sei diese von ihrer Lohnfortzahlungspflicht gemäss Art. 32 4a Abs. 1 und 2 OR befreit. Unabhängig davon, ob das Arbeitsverhältnis aufgelöst worden sei, kö nne der Arbeitnehmer seine geltend gemachten Ansprüche nur gegen die Krankentaggeldver sicherung richten. Im Sinne einer Eventualbegründung führte die Vorinstanz aus, dass selbst wenn der Arbeitnehmer arbeitsfähig gewesen wäre, ein Lohnanspruch auch bei einem Bestand des Arbeitsverhältnisses vorausset- zen würde, dass der Arbeitnehmer seine Arbeitskraft eff ektiv angeboten und die Arbeitgeberin diese grundlos abgelehnt hätte. Da der Arbeitnehmer nicht darlegen könne, ob und inwiefern er seine Arbeitskraft effektiv angeboten habe, stünde ihm ohnehin kein Lohnanspruch zu. 10.3 Der Berufungskläger rügt unter Verweis auf seine bisher igen Ausführungen die nach seiner Ansicht unzutreffende Verneinung der Passivlegitimation der Berufungsbeklagten. Weiter macht der Berufungskläger unter Hinweis auf seine Schreib en an die Arbeitgeberin vom 19. Februar 2015 und 25. September 2015 geltend, er habe sehr wohl seine Arbeitsbereitschaft vorbehalten und angezeigt, weshalb die gegenteilige Auffassung der Vorinstanz aktenwidrig sei. Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht 10.4 Bezüglich der von der Vorinstanz zu Recht festgestellt en mangelnden Passivlegitimation der Berufungsbeklagten kann auf das bereits Ausgeführte verwiesen werden (E. 5.3). Auch der Eventualbegründung der Vorinstanz kann gefolgt werden. Mit Schreiben vom 19. Februar 2015 erklärte der Berufungskläger der Berufungsbeklagten ein zig, er werde über den Termin der Wiederaufnahme der Arbeit informieren, sobald sich sein Gesundheitszustand verbessert habe. Im Schreiben vom 25. September 2015 erläuterte der B erufungskläger, er sei nach wie vor ge- sundheitlich sehr angeschlagen und werde voraussichtlich die Arbeit nicht wieder aufnehmen können. Die Vorinstanz hat somit zu Recht festgestellt, dass der Berufungskläger seine Arbeits- kraft nie effektiv angeboten hat. Der Vorwurf der Akte nwidrigkeit verfängt somit nicht. Die Beru- fung ist folglich auch hinsichtlich der geforderten Ansprüche für die Monate August 2015 bis und mit November 2015 abzuweisen. 11.1 Der Berufungskläger verlangt weiter für das Jahr 2015 einen 13. Monatslohn in der Hö- he von CHF 4‘173.10 netto. 11.2 Die Vorinstanz gelangte zur Auffassung, dass dem Berufu ngskläger gegenüber der Ar- beitgeberin betreffend den 13 im Januar 2015 effekti v zu bezahlenden Arbeitstagen (bzw. Feri- en- und Feiertag) ein anteilsmässiger 13. Monatslohn i n der Höhe von CHF 205.50 (Nettolohn CHF 4‘173 / 12 Monate / 22 Arbeitstage x 13 effektiv zu bezahlende Arbeitstage) zustehe. Für den Zeitraum ab dem 26. Januar 2015 wies die Vorinst anz weitergehende Ansprüche unter Verweis auf die ab diesem Zeitpunkt festgestellte Arbei tsunfähigkeit des Arbeitnehmers ab. Aufgrund des Zugeständnisses der Arbeitgeberin und der geltenden Dispositionsmaxime er- kannte die Vorinstanz letztlich, dass dem Arbeitnehmer für das Jahr 2015 hinsichtlich des 13. Monatslohns ein anteilsmässiger Anspruch in der Höhe von CHF 246.10 zustehe. 11.3 Der Berufungskläger beanstandet, der Vorderrichter fo lge der unzutreffenden Ansicht der Berufungsbeklagten, wonach der 13. Monatslohn nur für die effektiv gearbeiteten Tage im Januar 2015 zu zahlen sei, im Übrigen aber der 13. Mon atslohn in den Taggeldansätzen der Krankentaggeldversicherung bereits enthalten sei. Diese Auffassung widerspreche der Lehre und entspreche nicht dem Sachverhalt, da der Berufungskl äger keine Taggelder erhalten habe, sondern die Berufungsbeklagte die Taggelder kassiert habe. 11.4 Der Berufungskläger erhielt im Jahr 2015 Krankentagge ldleistungen teilweise direkt von der Versicherungsgesellschaft und teilweise indirekt in Form von ausbezahltem Lohn über die Berufungsbeklagte, welche als Zahlstelle fungierte. Da die Krankentaggeldleistungen auf Basis des Jahreslohns (inklusive 13. Monatslohns) berechnet werd en, erkannte die Vorinstanz zu Recht, dass gegenüber der Berufungsbeklagten für das Jahr 2015 einzig ein Anspruch auf den 13. Monatslohn im Verhältnis zu den 13 im Januar effekt iv zu bezahlenden Arbeitstagen be- steht. Die Berufung erweist sich folglich auch in diesem Punkt als unbegründet. 12.1 Der Berufungskläger macht schliesslich geltend, dass ihm fü r das Jahr 2015 eine Lohn- erhöhung von CHF 65.00 (brutto) pro Monat zustünde. D ie Berufungsbeklagte schulde ihm für das Jahr 2015 (1. Januar 2015 bis 15. November 2015) einen Betrag von CHF 625.06 (netto) nebst 5 % Zins ab 1. Juni 2015 (mittlerer Verfall). Seite 17 http://www.bl.ch/kantonsgericht 12.2 Die Vorinstanz erkannte, dass dem Berufungskläger für das Jahr 2015 aufgrund der Lohnerhöhung lediglich CHF 30.80 (netto) nebst 5 % Zi ns seit dem 1. Februar 2015 zustehen würden, gestützt auf die 13 bezahlten Arbeitstage im J anuar 2015. Für die Zeit ab Februar 2015, in welcher der Berufungskläger krankheitsbedingt arbeitsunfähig gewesen sei, stünden ihm lediglich Krankentaggelder zu, die er gegenüber d er Versicherungsgesellschaft geltend zu machen habe. 12.3 Der Berufungskläger moniert, die Auffassung des Vorder richters, die Lohnerhöhung be- messe sich einzig anhand der gearbeiteten Tage, sei rechtl ich unhaltbar. Weiter kritisiert der Berufungskläger unter Verweis auf seine bisherigen Ausf ührungen erneut die Anwendung von Art. 87 VVG. 12.4 Die Berufung ist auch in diesem Punkt abzuweisen. Di e Argumentation der Vorinstanz, dass dem Berufungskläger die Lohnerhöhung einzig für die gearbeiteten Tage zusteht, über- zeugt. Ab Februar 2015 wurden aufgrund der krankheitsbe dingten Arbeitsunfähigkeit des Beru- fungsklägers Krankentaggelder ausbezahlt. Wie bereits mehrfach ausgeführt, ist ein allfälliger Anspruch direkt gegenüber der Versicherungsgesellschaft ge ltend zu machen, falls der Beru- fungskläger der Auffassung sein sollte, er habe zu wenig erhalten. 13.1 Aus den obigen Erwägungen folgt, dass die Berufung – soweit auf sie einzutreten ist – in vollumfänglicher Bestätigung des angefochtenen Urteils in sämtlichen Punkten abzuweisen ist. Es verbleibt im Folgenden über die Prozesskosten des vori nstanzlichen sowie des kantonsge- richtlichen Verfahrens zu befinden. 13.2 Die Vorinstanz sprach dem Berufungskläger im vorinstanzl ichen Verfahren in teilweiser Gutheissung der Klage insgesamt einen Betrag von CHF 3‘472.35 zu. Gemessen am eingefor- derten Gesamtbetrag von CHF 28‘681.25 gelangte die V orinstanz folglich zum Ergebnis, dass der Berufungskläger zu 12 % obsiegt habe. Sie verpflich tete daher den Berufungskläger, der Berufungsbeklagten 88 % der als tarifkonform erachte ten Parteientschädigung von CHF 14‘550.20 (CHF 12‘804.20) zu bezahlen. Demgegenü ber verpflichtete sie die Berufungsbeklagte, dem Berufungskläger 12 % der ebenfa lls als tarifkonform erachteten Par- teientschädigung von CHF 9‘072.80 (CHF 1‘088.75) zu b ezahlen. Insgesamt hat der Berufungskläger der Berufungsbeklagten für das vorinstanzl iche Verfahren somit eine Parteientschädigung in der Höhe von CHF 11‘715.45 zu entrichten. Der Berufungskläger stellt im Sinne eines Eventualbegehrens für den Fall, dass seine Berufung ganz oder teilweise abgewiesen werden sollte, den Antr ag, es sei das erstinstanzliche Kosten- dispositiv aufzuheben und eine Parteikostenentschädigung entsprechend den erstinstanzlichen Ergebnissen und nach gegenseitiger Verrechnung zugunste n der Berufungsbeklagten von CHF 8‘706.00 zu verfügen. Der Berufungskläger moniert, die Vorinstanz habe zu Unrecht den Streitwert nach oben korrigiert. Weiter habe die Vor instanz bei der Kostenverlegung nicht be- rücksichtigt, dass die Berufungsbeklagte nicht zur Schlichtu ngsverhandlung erschienen sei. Schliesslich sei nicht berücksichtigt worden, dass die Beruf ungsbeklagte mit ihren zur Verrech- nung gestellten Gegenforderungen von CHF 5‘259.40 le diglich zu 5 % im Umfang von CHF 272.20 durchgedrungen sei. Seite 18 http://www.bl.ch/kantonsgericht Die Rechtsbegehren der Klage vom 14. Juni 2016 sind in ein Hauptbegehren, in welchem die gesamthaft eingeklagte Summe von CHF 26‘681.90 aufge führt ist, und in konkretisierende Rechtsbegehren, in welchen diese Summe auf die einzeln en Monate aufgeschlüsselt sind, un- terteilt. Wie die Vorinstanz richtigerweise festgestellt hat, ergibt die Addition der konkretisierenden Rechtsbegehren eine Klagesumme von insg esamt CHF 28‘681.25, welche von dem Hauptbegehren, in welchem das Total aufgeführt ist, abweicht. Zu Recht hat die Vor- instanz in der Folge den Streitwert entsprechend korrigi ert, da davon auszugehen ist, dass der Berufungskläger mit dem allgemeinen Rechtsbegehren le diglich die Summe aller konkretisie- renden Rechtsbegehren darstellen wollte. Die Schlichtu ngsverhandlung in der vorliegenden Streitsache fand am 23. Februar 2016 statt. Die Beruf ungsbeklagte erschien nach vorgängiger Ankündigung nicht zur Verhandlung. Dem Berufungskläger wurde daher in Anwendung von Art. 206 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 209 Abs. 1 ZPO die K lagebewilligung erteilt. Inwiefern dem Be- rufungskläger durch das Nichterscheinen der Berufungsbekla gten zusätzliche Kosten entstan- den sein sollen, wird in der Berufung nicht dargelegt. Der Berufungskläger musste in jedem Fall zur Schlichtungsverhandlung erscheinen, damit das Verfahr en nicht als gegenstandslos abge- schrieben wird – ungeachtet dessen, ob die Berufungsbe klagte anwesend ist oder nicht (Art. 206 Abs. 1 und 3 ZPO). Die Vorinstanz liess daher in ihrem Kostenentscheid den Um- stand, dass die Berufungsbeklagte nicht zur Schlichtungsverhandlung erschienen war, zu Recht unberücksichtigt. Ebenfalls nicht zu berücksichtigen ist, das s die Berufungsbeklagte mit ihren verrechnungsweise (und nicht widerklageweise) geltend gema chten Forderungen nicht voll- ständig durchgedrungen ist. Entscheidend für die Verte ilung der Kosten ist einzig, in welcher Höhe der Berufungskläger mit seiner Klage gemessen am ge samten eingeforderten Betrag durchgedrungen ist. Dementsprechend verteilte die Vori nstanz die Prozesskosten, bestehend aus den jeweiligen Parteientschädigungen, korrekterwei se zu 88 % dem Berufungskläger und zu 12 % der Berufungsbeklagten. Der vorinstanzliche Koste nentscheid ist daher zu bestätigen. Die Berufung erweist sich auch gegenüber dem Kostenpunkt des angefochtenen Urteils in sämtlichen Punkten als unbegründet. 13.3 Massgebend für die Regelung der Kostenfolgen des Beru fungsverfahrens sind wie im Verfahren vor erster Instanz die Bestimmungen der Art. 1 04 ff. ZPO (BENEDIKT SEILER , Die Be- rufung nach ZPO, Rz. 1560). Gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten der un- terliegenden Partei auferlegt. Entsprechend dem vorl iegenden Verfahrensausgang hat der Be- rufungskläger somit für die Prozesskosten des Berufungsverf ahrens aufzukommen. Weil dem Verfahren eine Streitigkeit aus einem Arbeitsverhältni s mit einem Streitwert von weniger als CHF 30‘000.00 zu Grunde liegt, werden keine Gerichtskosten erhoben (Art. 114 lit. c ZPO). Der Berufungskläger hat der Berufungsbeklagten allerdings e ine Parteientschädigung auszurichten, zumal ein diesbezüglicher Antrag gestellt wurde. In de r Honorarnote der Berufungsbeklagten vom 8. Juni 2018 wird eine Entschädigung für das kantonsgerichtliche Verfahren von insgesamt CHF 11‘448.10 beantragt, bestehend aus einem Grundhon orar von CHF 6‘450.00, Zuschlägen von insgesamt CHF 3‘870.00 sowie Kleinspesen von CHF 3 09.60 und Mehrwertsteuer von CHF 818.50. Da mit dem Grundhonorar von CHF 6‘450.00 bereits der maximale Ansatz geltend gemacht wird (§ 10 i.V.m. § 7 Abs. 1 lit. e der kanto nalen Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte, SGS 178.112), sind gemäss Ansicht des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, keine Zuschläge zuzulassen. Die sich im Rahmen d es Üblichen befindenden Ausla- Seite 19 http://www.bl.ch/kantonsgericht gen von CHF 309.60 sind hingegen zu ersetzen. Nicht zu be rücksichtigen ist die Mehrwertsteu- er, weil die mehrwertsteuerpflichtige Berufungsbeklagte die an ihren für geschäftlich begründete Zwecke beauftragten Anwalt geleisteten Mehrwertsteuern als Vorsteuern von ihrer eigenen Mehrwertsteuerrechnung abziehen kann. Eine solche Partei erleidet mithin durch die Mehrwert- steuer keinen zu entschädigenden Schaden, da sie mit der en Bezahlung gleichzeitig einen gleich hohen geldwerten, liquiden und sicheren Anspru ch gegenüber der Mehrwertsteuerver- waltung erwirbt. Die Abrechnungsmethode der Partei, der eine Prozessentschädigung zuzu- sprechen ist, ist dabei ohne Einfluss und nicht zu berücksicht igen (KGE BL 410 11 38 vom 9. Mai 2011 E. 4.5). Der Berufungskläger hat der Beru fungsbeklagten somit für das Berufungs- verfahren eine Parteientschädigung von CHF 6‘450.00 zuzü glich Auslagen von CHF 309.60 zu bezahlen. Demnach wird erkannt: ://: 1. Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Für das Berufungsverfahren werden keine Gerichtskosten erhoben. 3. Der Berufungsbeklagten wird für das kantonsgerichtliche Verfahren eine Parteientschädigung von CHF 6‘759.60 (inkl. Auslagen) zu Lasten des Berufungsklägers zugesprochen. Präsident Gerichtsschreiber Roland Hofmann Basil Frey Gegen diesen Entscheid wurde beim Schweizerischen Bundesgericht eine zivilrechtliche Be- schwerde eingereicht (Verfahren Nr. 5A_514/2018).