<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2023-07-05-6B_717-2023.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6B_717/2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 5. Juli 2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari, Präsidentin, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Arquint Hill. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Güterstrasse 33, Postfach, 8010 Zürich, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Einsprache gegen Strafbefehl </div> <div class="para">(Verstoss gegen Covid-19-Verordnung); Nichteintreten, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 28. April 2023 (UH220433-O/U/AEP). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Die Präsidentin zieht in Erwägung:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Das Statthalteramt Bezirk Winterthur büsste die Beschwerdeführerin mit Strafbefehl vom 21. März 2022 wegen Verstosses gegen Art. 28 lit. h der Covid-19-Verordnung besondere Lage vom 23. Juni 2021 mit Fr. 100.--. Das Schreiben vom 29. März 2022, mit welchem die Beschwerdeführerin sinngemäss die Ungültigkeit des Strafbefehls geltend machte, nahm das Statthalteramt als Begehren um gerichtliche Beurteilung und damit als Einsprache entgegen. In der Folge wurde der Beschwerdeführerin am 28. April 2022 eine bevorstehende Zeugeneinvernahme angezeigt und ihr der weitere Verfahrensverlauf erläutert; </div> <div class="para">sie wurde insbesondere darauf hingewiesen, dass sie noch zur Sache befragt werde, worauf sie am 12. Mai 2022 antwortete. Nach Durchführung der angekündigten Zeugeneinvernahme am 17. Mai 2022 wurde die Beschwerdeführerin zur Befragung als beschuldigte Person vorgeladen; sie verweigerte am 5. Juli 2022 die Annahme der Vorladung. Das Statthalteramt verfügte am 22. November 2022, auf die Einsprache werde nicht eingetreten und der Strafbefehl sei rechtskräftig. Die dagegen gerichtete Eingabe der Beschwerdeführerin vom 5. Dezember 2022 nahm das Obergericht des Kantons Zürich als Beschwerde entgegen und trat darauf am 28. April 2023 nicht ein, weil diese den Begründungsanforderungen von <span class="artref">Art. 396 Abs. 1 und <artref id="CH/312.0/385/1" type="start"></artref>Art. 385 Abs. 1 StPO</span><artref id="CH/312.0/396/1" type="end"></artref> nicht genügte und auch die innert angesetzter Nachfrist eingereichte Eingabe vom 25. Januar 2023 die gesetzlichen Anforderungen an eine Beschwerdeschrift nicht erfüllte (<span class="artref">Art. 385 Abs. 2 StPO</span>). Die Beschwerdeführerin wendet sich an das Bundesgericht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Gemäss <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> ist in der Beschwerdebegründung in gedrängter Form unter Bezugnahme auf den angefochtenen Entscheid darzulegen, inwiefern dieser Recht verletzt. Die Bestimmungen von <span class="artref">Art. 95 ff. BGG</span> nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten (einschliesslich der Anfechtung des Sachverhalts wegen Willkür; vgl. <span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span>) besteht eine qualifizierte Rügepflicht (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>). Auf ungenügend begründete Rügen tritt das Bundesgericht nicht ein (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=34&amp;from_date=30.06.2023&amp;to_date=19.07.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-IV-73%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page73">BGE 147 IV 73</a> E. 4.1.2). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Anfechtungs- und Beschwerdeobjekt im bundesgerichtlichen Verfahren bildet einzig die vorinstanzliche Nichteintretensverfügung vom 28. April 2023 (<span class="artref">Art. 80 BGG</span>). Vor Bundesgericht kann es folglich nur darum gehen, ob die kantonale Beschwerde den gesetzlichen Begründungsanforderungen genügte und die Vorinstanz darauf zu Recht nicht eingetreten ist. Die Beschwerdeführerin setzt sich damit sowie mit den Anforderungen von <span class="artref">Art. 396 Abs. 1 StPO</span> und <span class="artref">Art. 385 Abs. 1 sowie Abs. 2 StPO</span> in ihrer Strafrechtsbeschwerde nicht im Geringsten auseinander. Stattdessen äussert sie sich in seitenlangen Ausführungen zur materiellen Seite der Angelegenheit, die nicht Verfahrensgegenstand ist und mit der sich das Bundesgericht folglich nicht befassen kann. Eine sachbezogene Auseinandersetzung mit den Erwägungen in der angefochtenen Verfügung im Sinne von <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> fehlt trotz des beträchtlichen Umfangs der Beschwerde vollständig. Daraus ergibt sich mithin nicht im Ansatz, dass und weshalb die Vorinstanz mit ihrer Nichteintretensverfügung geltendes Recht im Sinne von <span class="artref">Art. 95 BGG</span> verletzt haben könnte. Entsprechendes gilt für den vorinstanzlichen Kostenspruch, der in Anwendung von <span class="artref">Art. 428 Abs. 1 StPO</span> und der Gebührenverordnung des Obergerichts erging; inwiefern dieser bundesrechtswidrig sein könnte, zeigt die Beschwerdeführerin nicht auf. Auf die Beschwerde kann mangels einer tauglichen Begründung im Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht eingetreten werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Die Ausrichtung einer Entschädigung fällt offensichtlich von vornherein ausser Betracht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt die Präsidentin:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 5. Juli 2023 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: Jacquemoud-Rossari </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill </div> </div></body></html>