JAAC68.161 Entscheid der Eidgenössischen Steuerrekurskommission vom 8. Juni 2004 in Sachen X [SRK 2002-158] Taxe sur la valeur ajoutée. Impôt préalable en cas de double affectation. Réduction par la méthode forfaitaire. Unité de la prestation. Jeux de hasard dans le cadre d’une exposition industrielle. Art. 14 ch. 19 et art. 32 al. 1 OTVA. - Confirmation de la pratique administrative selon laquelle l’impôt préalable déductible en cas de double affectation peut, par souci de simplification, être déterminé en principe à l’aide de méthodes forfaitaires (consid. 2c). - Lorsque, comme en l’espèce, il existe une dépendance étroite et directe entre des activités donnant lieu à des chiffres d’affaires qui peuvent être tant imposés qu’exonérés, si bien que l’activité litigieuse ne doit pas être considérée de manière isolée sous l’angle de la taxe sur la valeur ajoutée, mais au contraire comme une composante d’une prestation globale, l’assujetti doit appliquer, en lieu et place de la méthode effective ressortant de la loi, la méthode «unité de la prestation» (consid. 2e). - La tombola en soi exonérée d’impôt se trouve, tant en raison des bases légales cantonales que du point de vue économique, en relation étroite, réelle, temporelle et concrète avec les autres activités imposables d’une exposition industrielle. Par conséquent, il n’existe pas de double affectation et les prestations préalables ne peuvent être prises en considération de manière effective comme revendiqué (consid. 3b). - Frais de procédure et dépens selon le nouveau droit (consid. 5). Mehrwertsteuer. Vorsteuerabzug bei gemischter Verwendung. Kürzung nach Pauschalmethoden. Einheitlichkeit der Leistung. Glücksspiele an einer Gewerbeausstellung. 1Art. 14 Ziff. 19 und Art. 32 Abs. 1 MWSTV . - Bestätigung der Verwaltungspraxis, gemäss derer bei gemischter Verwendung die Vorsteuerabzugskürzung im Sinne einer Vereinfachung grundsätzlich anhand von Pauschalmethoden vorgenommen werden kann (E. 2c). - Wenn wie vorliegend zwischen den Tätigkeiten, die sowohl steuerbare als auch von der Steuer ausgenommene Umsätze bewirken, eine enge unmittelbare Abhängigkeit besteht und damit die fragliche Tätigkeit mehrwertsteuerlich nicht isoliert, sondern als Komponente einer Gesamtleistung zu betrachten ist, muss der Steuerpflichtige anstelle der gesetzlichen Methode der effektiven Zurechnung die Methode «Einheit der Leistung» anwenden (E. 2e). - Die an sich steuerbefreite Tombola steht sowohl auf Grund der kantonalen gesetzlichen Grundlagen wie auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten vorliegend in einer engen tatsächlichen, zeitlichen und sachlichen Verbundenheit mit den übrigen steuerbaren Tätigkeiten einer Gewerbeausstellung, weshalb keine gemischte Verwendung mehr vorliegt und eine effektive Zuordnung der dafür in Anspruch genommenen Eingangsleistungen dahinfällt (E. 3b). - Kostenregelung und Parteientschädigung nach neuem Recht (E. 5). Imposta sul valore aggiunto. Deduzione dell’imposta precedente in caso di utilizzo misto. Riduzione secondo il metodo saldo. Unità della prestazione. Giochi d’azzardo nel quadro di un’esposizione commerciale. Art. 14 n. 19 e art. 32 cpv. 1 OIVA. - Conferma della giurisprudenza amministrativa, secondo cui in caso di utilizzo misto la riduzione della deduzione dell’imposta precedente può essere effettuata in linea di principio usando il metodo saldo, per motivi di semplicità (consid. 2c). - Se, come nella fattispecie, fra le attività che generano cifre d’affari imponibili ed esenti dall’imposta sussiste una stretta ed immediata dipendenza e quindi l’attività in questione non può essere isolata dal punto di vista dell’imposta sul valore aggiunto ma deve essere considerata un elemento di una prestazione globale, il contribuente deve applicare il metodo «unità della prestazione» invece del metodo legale dell’attribuzione effettiva (consid. 2e). - Nel caso concreto, la tombola, di per sé non imponibile, in virtù delle basi legali cantonali e di considerazioni economiche è strettamente legata dal punto di vista effettivo, temporale ed oggettivo alle altre attività imponibili di un’esposizione commerciale, per cui non si tratta di un utilizzo misto e viene a cadere un’attribuzione effettiva delle prestazioni in entrata come rivendicato dal ricorrente (consid. 3b). - Spese ed indennità per spese ripetibili secondo il nuovo diritto (consid. 5). 2ZusammenfassungdesSachverhalts: A. UnterdemNamen«X»(nachfolgend: VereinoderBeschwerdeführer) bestehteineVereinigungvongewerbetreibendenundfreierwerbenden PersonenausHandwerk,HandelundIndustrie. DerVereinbezwecktu.a. dieWahrungundFörderungderInteressendererwähntenBerufsgruppen aufprivatwirtschaftlicherGrundlage. Eristseit1.Januar1995im vonderEidgenössischenSteuerverwaltung(ESTV)geführtenRegister fürSteuerpflichtigeeingetragen. ImFragebogenzurEintragungals MehrwertsteuerpflichtigergabderVereinalsArtderGeschäftstätigkeit nachfolgendesan: «[…]Gewerbeausstellung[…]jährlichim[…]». B. Vom3. bis5.Mai2000führtedieESTVbeimVereineineSteuerkontrolle durchundrevidiertediePerioden1/95-4/99. Gestütztdarauffordertesiemit Ergänzungsabrechnung(EA)Nr.(…)vom5.Mai2000vomSteuerpflichtigen Fr.22’098.-MehrwertsteuerzuzüglichVerzugszinsnach. DieVerwaltunghielt derStiftung(derVerein)Umsatzdifferenzen,zuUnrechtinAbzuggebrachte VorsteuernundunterlasseneVorsteuerkürzungenvor. MitSchreibenvom12.Mai2000bestrittderVereindieseEAundmachteim Wesentlichengeltend,einTeilseinerEinkünftebildeEntgeltfürLeistungen kulturellenCharaktersundseideshalbvonderMehrwertsteuerzubefreien. MitEANr.(…)vom14.September2000stelltedieESTVzusätzlichFr.12’055.- MehrwertsteuernzuzüglichVerzugszinsinRechnung,indemsiedemVerein weitereVorsteuernkürzte. DerVereinbestrittam12.Oktober2000auch jeneEAimWesentlichenmitderBegründung,dievorsteuerbelasteten Aufwendungenwürdennicht,auchnichtteilweise,durchihngenutzt,sondern durchdieGewerbeausstellung. DeshalbliegekeinegemischteVerwendungvor undderVorsteuerabzugseivollumfänglichzuzulassen. C. Am15.März2001liessderVereinderESTVmitteilen,seineeigentlichen VereinsaufgabenfinanziereerüberdieMitgliederbeiträge. Ausserhalbdes eigentlichenVereinszweckesorganisiereeralljährlichdieGewerbeausstellung. DieRechnungdieserVeranstaltung,GegenstanddesvorliegendenVerfahrens, werdeineinergesondertenBuchhaltungerfasst. Diedortverbuchten Einnahmenseienweitgehendsteuerbar;dementsprechenddürfederVerein aufdenzurErzielungdieserEinnahmenerforderlichenAufwendungen denVorsteuerabzugvornehmen. DieGewerbeausstellungfinanzieresich selbst,voneiner«Querfinanzierung»durchMitgliederbeiträgekönne nichtdieRedesein. DerVereinanerkenneseitjeher,dassdiemitdem eigentlichenVereinszweckinZusammenhangstehendenAufwendungen nichtzumVorsteuerabzugberechtigen,weshalberdiesbezüglichnie Vorsteuerabzügegeltendgemachthabe. AufgrundderTatsache,dassbeide AktivitäteningetrenntenRechnungengeführtwürden,seieinedirekte ZuordnungderVorsteuernohneweiteresmöglich. Dennochwerdein derEANr.(…)derBereichderMitgliederbeiträgeindieBerechnungder Vorsteuerabzugskürzungeinbezogen,wasderVereinbeanstande. Mit BezugaufdieTombola-EinnahmenhabederVereinaufallendamitin ZusammenhangstehendenAufwendungenkeinenVorsteuerabzuggemacht. DieVorsteuerkürzungderESTVaufdenTombola-Einnahmenseinichtnur deshalbunzulässig,weilderVereindiesbezüglichkeineVorsteuerabzüge 3machte,sonderndarüberhinausauch,weildiedarauflastendenVorsteuern nichtinderBemessungsbasisfürdieVornahmederKürzungdurchdieESTV enthaltensind. Am4.April2001storniertedieESTVdieEANr.(…)undschriebdemVerein denBetragvonFr.12’055.-wiedergut. Demgegenüberfordertesievom VereinmitEANr.(…)desselbenDatumsFr.8’708.-nebstVerzugszins. Zur BegründungdiesesVorgehensteiltedieESTVdemVereinmit,fürdiesen einerseitsundfürdieGewerbeausstellungandererseitslägenzwarseparate Buchhaltungenvor,eineVermischungbeimallgemeinenAufwandseijedoch nichtzuverhüten. BeispielsweiseverfügedieGewerbeausstellungüber keineigenesPersonal,Telefonusw. DieseAufwendungenwürdeneben durchMitgliederbeiträgemitfinanziert. AuchdieTombolaerlösewürden wesentlichdazubeitragen,dassdieStandmietenniedriggehaltenwerden können. VomGrundsatzherseifolglichderSachverhaltnichtanderszu beurteilenalsbisanhin. HingegenseidieESTVzurÜberzeugunggelangt, dassdieAlternativmethode«EinheitderLeistung»(Bruttogewinn)fürdie AusstellungsständezueinemsachgerechtenResultatführe. DieEANr.(…) basiereaufdieserNeubeurteilung. D. MitEntscheidvom5.Juni2001bestätigtedieESTVdieSteuerforderung fürdiePerioden1/95-4/99inGesamthöhevonFr.30’806.-(EANr.[…]und […])nebstVerzugszins. DagegenliessderVereinam9.Juli2001Einsprache erheben. MitEinspracheentscheidvom12.November2002hiessdieESTVdie Einspracheteilweisegut,storniertedabeidieEANr.(…)undschriebdem VereindenentsprechendenBetragvonFr.8’708.-wiedergut,ersetztediesemit derEANr.(…)imBetragvonFr.7’278.-undbestätigtedieNachforderung gemässEANr.(…)imBetragvonFr.22’098.-jenebstVerzugszins(total alsoFr.29’376.-). DieseneuerlicheGutschriftistFolgedavon,dassdie ESTVnunmehrdieMitgliederbeiträgeantragsgemässnichtmehrals BerechnungsfaktorfürdieVorsteuerabzugskürzungverwertete. E. Am13.Dezember2002lässtderVereinbeiderEidgenössischen Steuerrekurskommission(SRK)BeschwerdeführenunddieAnträge stellen,esseiderEinspracheentscheidaufzuheben;dieSteuerschulddes BeschwerdeführersfürdiePerioden1/95-4/95( recte: 4/99)sei-ohneVorbehalt einerKontrolle-gerichtlichfestzusetzen; eventualiter seidieSachezuneuem EntscheidandieVorinstanzzurückzuweisen;demBeschwerdeführerseifür dasVerfahrenvoruntererInstanzeineParteientschädigungzuzusprechen; aufdieErhebungeinesGerichtskostenvorschussesseizuverzichten. MitVernehmlassungvom17.Februar2003beantragtdieESTV,die Beschwerdeteilweise,d.h. imBetragevonFr.4’023.20,gutzuheissen,denn dieSteuerforderunggemässEANr.(…)imBetragvonFr.7’278.-seiauf Fr.3’254.80herabzusetzen. DieESTVbegründetdiesenHerabsetzungsantrag mitdemArgument,derBeschwerdeführermachemitRechtgeltend,dass zurBerechnungdesJahresschlüsselsdieTombolaerlöseumdieihnendirekt zuweisbarenAufwendungenzureduzierenseien. ImÜbrigenbeanstandeder BeschwerdeführermitRechtdenKontrollvorbehaltgemässDispositivZiff.3 desangefochtenenEinspracheentscheides. Dieserseiirrtümlichangebracht worden. 4AufdieBegründungderEingabenandieSRKwirddarüberhinaus- soweitentscheidwesentlich-imRahmendernachfolgendenErwägungen eingegangen. AusdenErwägungen: 1.a., b. (Formelles) c. FernerliegtnachderausdrücklichenBestätigungdurchden BeschwerdeführerdieSteuerforderunggemässEANr.(…)im BetragvonFr.22’098.-nichtmehrimStreit. Umstrittenbleibtdie MehrwertsteuerforderunggemässEANr.(…)imBetragvonFr.7’278.-(bzw. imUmfangvonFr.3’254.80,wennsichderHerabsetzungsantragderESTV umFr.4’023.20alsrechtenserweist)nebstVerzugszinsbzw. dieFrage,obdie ESTVmitBezugaufdieTombolaumsätzemitRechtdieVorsteuerabzügedes Beschwerdeführerskürzte. 2.a. DerMehrwertsteuerunterliegenimInlandgegenEntgelterbrachte LieferungenvonGegenständenundDienstleistungen(Art.4Bst.aundb,Art.5 und6derVerordnungvom22.Juni1994überdieMehrwertsteuer[MWSTV], AS1994 1464). OhneAnspruchaufVorsteuerabzugsindvonderSteuer ausgenommendieUmsätzebeiWetten,LotterienundsonstigenGlücksspielen mitGeldeinsatz(Art.14Ziff.19inVerbindungmitArt.13MWSTV). b. VerwendetderSteuerpflichtigeGegenständeoderDienstleistungenfür steuerbareAusgangsleistungen,sokannerinseinerSteuerabrechnungdie ihmvonanderenSteuerpflichtigenmitdenAngabennachArt.28MWSTVin RechnunggestellteSteuerfürLieferungenundDienstleistungenabziehen (Art.29Abs.1und2MWSTV).VerwendeterGegenstände(auchTeiledavon) oderDienstleistungensowohlfürZwecke,dieihnzumVorsteuerabzug berechtigen,alsauchfürandereZwecke,soistderVorsteuerabzugnach demVerhältnisderVerwendungzukürzen(Art.32Abs.1MWSTV). c. NachVerwaltungspraxisbringtdieVornahmederVorsteuerabzugskürzung beigemischterVerwendungnachdemeffektivenVerwendungszweckfürden SteuerpflichtigeneinensehrgrossenArbeitsaufwandmitsichundistaufgrund derVielzahlundVerschiedenartigkeitderdenkbarenSituationen,diebeim SteuerpflichtigenzueinerKürzungdesVorsteuerabzugsführen,sehrkomplex. DeshalbgewährtdieESTVgestütztaufArt.47Abs.3MWSTV-zusätzlich zurKürzungentsprechenddemVerhältnisdereffektivenVerwendung (gesetzlicheMethode)-dieMöglichkeit,dieVorsteuerabzugskürzungim SinneeinerVereinfachunganhandvonPauschalmethodenvorzunehmen. EsstehenihmdiePauschalvariante1(TeilzuordnungderVorsteuer),die Pauschalvariante2(KürzungderVorsteueranhanddesGesamtumsatzes) sowiedieAlternativmethode(EinheitderLeistung)zurVerfügung(Wegleitung 1997fürMehrwertsteuerpflichtige,Rz.861ff.;BroschüreNr.19derESTV zurKürzungdesVorsteuerabzugsbeigemischterVerwendungvom Dezember1995[B19],Ziff.1.4;MerkblattNr.21derESTVzurKürzungdes VorsteuerabzugsbeigemischterVerwendungvomDezember1995[MB21], Ziff.3)[11]. SofernzwischendenTätigkeiten,diesowohlsteuerbarealsauchvon derSteuerausgenommeneUmsätzebewirken,eineengeunmittelbare Abhängigkeitbesteht,mussderSteuerpflichtigeanstelledergesetzlichen MethodeoderderPauschalvariante1dieMethode«EinheitderLeistung» 5anwenden. EinesolcheunmittelbareAbhängigkeitistdanngegeben,wenn ohnedieeinedieandereTätigkeitkaumausgeübtwerdenkönnte(B19, Ziff.1.4.4;MB21,Ziff.3.4). d. NachkonstanterRechtsprechungwerdengemässdemGrundsatzder EinheitlichkeitderLeistungeinheitlichewirtschaftlicheVorgängenicht inmehrereselbständigeLeistungenzerlegt,wennsiewirtschaftlich zusammengehörenundeinunteilbaresGanzesbilden. Übtder SteuerpflichtigeeineReihevoneinzelnenTätigkeitenaus,dieaufein einheitlicheswirtschaftlichesZielgerichtetsind,liegteineeinheitliche Leistungindesnurdannvor,wenndieeinzelnenTeilesachlich,zeitlich undvomwirtschaftlichenGehaltherineinerderartengenVerbundenheit stehen,dasssieuntrennbareKomponenteneinesVorgangsverkörpern,der dasgesamteHandelnumfasst(EntscheidederSRKvom22.April2002[SRK 2001-044],in VPB66.95 S.1125f.;vom10.März1999[SRK1998-079],in VPB 63.92S.862;vom3.Februar1999[SRK1997-127],inMWST-Journal1/99,S.24, E.4b;undvom25.September1998[SRK1997-020],in VPB63.75 S.705undin MWST-Journal4/98,S.166,E.5a,jemitHinweisen). Esverhältsichkeineswegsetwaso,dasseinesteuerpflichtigeLeistung alsGanzesnichtauchLeistungskomponentenumfassenkann,dieisoliert betrachtetsteuerbefreitwären. Dennauchumgekehrtistohneweiteres möglich,dassalsGanzessteuerbefreitzubeurteilendeLeistungenauch ElementevonansichsteuerpflichtigenTätigkeitenbeinhalten(vgl. Entscheid derSRKvom25.September1998, VPB63.75 S.700unda.a.O.,S.161ff., E.4b;EntscheidderSRKvom3.Februar1999,a.a.O.,S.25ff.,E.4). Esist jeweilsimkonkretenEinzelfallaufgrunddergesamtentatsächlichen undwirtschaftlichenVerhältnissezubeurteilen,obeineLeistungseinheit (Gesamtleistung)vorliegtoderabersteuerlichunabhängigzubeurteilende Vorgängegegebensind(EntscheidderSRKvom10.März1999,a.a.O.,S.864). SokönnennachRechtsprechungundLehremehrwertsteuerlichan sichunterschiedlichzubeurteilendeLeistungenauchdanneinheitlich zubesteuernsein,wennsiezueinanderimVerhältnisvonHaupt-und Nebenleistungstehen. Nebenleistungenteilenmehrwertsteuerrechtlichdas SchicksalderHauptleistung,wennsieimVerhältniszudiesernebensächlich sind,mitdieserineinemengenZusammenhangstehen,diesewirtschaftlich ergänzen,verbessernoderabrundenundmitdieserüblicherweise vorkommen(EntscheidderSRKvom22.April2002,a.a.O.,S.1126;ausführlich: EntscheidderSRKvom25.September1998,a.a.O.,S.166,E.5a;Urteildes Bundesgerichtesvom7.Dezember2001[2A.135/2001],E.2;BGEvom26.Juli 2001,E.3aundb,übersetztinRevuededroitadministratifetdedroitfiscal [RDAF]2002II36ff.;vgl. Alois Camenzind/Niklaus Honauer ,Handbuchzur neuenMehrwertsteuer,Bern1995,Rz.105). e. DasanwendbareRechtsiehtvor,dassdieESTVunterdenvonihr festzusetzendenBedingungenErleichterungengewährenodereine annäherungsweiseErmittlungderSteuerzulassenkann,wenndem SteuerpflichtigenausdergenauenFeststellungeinzelnerfürdieBemessung derSteuerwesentlicherTatsachenübermässigeUmtriebeerwachsenund sofernsichdadurchkeinnamhafterSteuerausfalloder-mehrertrag,keine beachtenswerteVerzerrungderWettbewerbsverhältnissesowiekeine übermässigeErschwerungderSteuerberechnungfürandereSteuerpflichtige 6undderSteuerkontrolleergeben(Art.47Abs.3MWSTV).Mehrfachhatdie Rechtsprechungalsrechtmässigerklärt,dassderBundesratderESTVdie Aufgabeüberträgt,festzulegen,inwelchenBereichenundunterwelchen BedingungenErleichterungenvorzusehensind. AusArt.47Abs.3MWSTV kannderSteuerpflichtigekeinenindividuellenRechtsanspruchaufsolche Erleichterungen(z.B.Saldo-oderPauschalmethoden)ableiten,dennes handeltsichdabeilediglichumeineRahmenbestimmung,welchederESTV dieentsprechendeRegelungskompetenzverleiht(ausführlich: Entscheide derSRKvom24.Juni1999[SRK1998-177],in VPB64.11 S.115;vom20.Juli 2000[SRK1999-111],in VPB65.22 S.220;vom13.Juli2001[SRK2000-141],in VPB66.12 S.138ff.). DerVerordnungsgeberhatderESTVeinesehrweite Ermessenskompetenzübertragen,«kann»siedoch(undmusssienicht) ErleichterungengewährenodereineannäherungsweiseErmittlungder Steuer«unterdenvonihrfestzusetzendenBedingungen»zulassen(Entscheide derSRKvom20.Juli2000,a.a.O.,S.221;vom13.Juli2001,a.a.O.,S.138;vom 10.Juni1998[SRK1997-046],in VPB63.25 S.230f.). Umgekehrtistdaraufhinzuweisen,dassdieSteuerpflichtigenaufgrundder gesetzlichenRegelunggrundsätzlicheffektivabzurechnenhaben. Einzigim SinneeinerAusnahmeregelbestehtdieMöglichkeit,diefürdieBemessung derSteuerwesentlichenTatsachenerleichtertbzw. annäherungsweiseim SinnevonArt.47Abs.3MWSTVzuermitteln. EineAusnahmeregelungsollte sinn-undbegriffsnotwendigerweisegegenüberderGrundregellediglich ausnahmsweiseAnwendungfinden(EntscheidderSRKvom13.Juli2001, a.a.O.,S.139f.). Diesbedeutet,dassdemSteuerpflichtigengrundsätzlichein RechtsanspruchgegenüberderESTVzusteht,diefürdieSteuerbemessung wesentlichenTatsacheneffektivzuermitteln. Darausfolgt,dassdieESTV -auchwennsiefürdieSteuerbemessungbeispielsweisebeigemischter VerwendungErleichterungengewährtodereineannäherungsweise ErmittlungderSteuerzulässt-grundsätzlichdemSteuerpflichtigennicht verwehrendarf,dasserdieKürzungderVorsteuerentsprechenddem VerhältnisdereffektivenVerwendungderEingangsleistungenfürdie Ausgangsleistungenvornimmt. AllerdingsistvondiesemGrundsatz(AnspruchaufVorsteuerabzugskürzung nacheffektiverVerwendung)dannabzuweichen,wenndieTätigkeitdes Steuerpflichtigenbeispielsweiseaussowohlsteuerausgenommenenals auchaussteuerpflichtigenUmsätzenbestehtunddiesebeidenArtenvon UmsätzengleichzeitiginAnwendungdesGrundsatzesderEinheitlichkeit derLeistungeinheitlichzubesteuernsind(s. E.2dhievor). Darfnämlich dieeinheitlicheLeistung(Ausgangsseite)ausmehrwertsteuerlicher SichtnichtinmehrereselbständigeLeistungenzerlegtwerden,dann giltdiesauchfürdieZuordnungderentsprechendensteuerbelasteten Aufwendungen(Eingangsseite),d.h. derEingangsleistungen. Diefür dieeinheitlicheLeistung(sowohlaussteuerausgenommenenalsauch aussteuerbarenKomponentenbestehend)inAnspruchgenommenen EingangsleistungensinddieseralsGanzeszuzuordnen. Fürdie Leistungseingangsseitekannsystemnotwendigerweisenichtsanderes geltenalsfürdieLeistungsausgangsseite,fürwelchebeiLeistungseinheit ansichsteuerausgenommeneLeistungskomponentensteuerlichgleich behandeltwerdenwieansichsteuerpflichtigeoderumgekehrt(s. E.2d hievor). Auchdort(Leistungsausgangsseite)istbeiLeistungseinheiteine 7SteuerbemessungnacheffektivenKriterienausgeschlossen. Infolgedessenhat derSteuerpflichtigeaufEingangsleistungen,diefüreinegemischteTätigkeit verwendetwerden,denVorsteuerabzuggrundsätzlichvollumfänglichzu kürzen,soferndieTätigkeitmehrwertsteuerlicheinheitlichzubeurteilen istundalsGanzealssteuerausgenommenzugeltenhat. Umgekehrtister zumvollenVorsteuerabzugberechtigt,soferndieTätigkeiteinheitlichals steuerpflichtigbeurteiltwird. 3.a. ImvorliegendenFallistunbestritten,dassessichbeimBeschwerdeführer umeinenVereinmitwirtschaftlicherAusrichtunghandelt. Dieeigentliche VereinstätigkeitfinanziertsichdurchMitgliederbeiträge. DieVereinstätigkeit erfasstderBeschwerdeführerinseinerBuchhaltunggesondert. Danebenführt derBeschwerdeführeralljährlichdieGewerbeausstellungdurch. Zudiesem ZweckvermieteterdenGewerbetreibenden,diesichvoreinheimischem Publikumpräsentieren,Standflächen. Überdiesesteuerpflichtigen VermietungsleistungenrechneteermitderESTVab(insgesamtFr.1’021’157.-). EbensofielendieEintrittsgelderderAusstellungsbesucherindie Steuerbemessungsgrundlage(totalFr.336’401.-). Danebenführtder BeschwerdeführeranlässlichderGewerbeausstellungjeweilseinetägliche Tomboladurch. DerTombolaerlös(insgesamtFr.189’021.-)wurdeohne Mehrwertsteuerabgerechnet(Art.14Ziff.19MWSTV).Entsprechend machtederBeschwerdeführerfürdenEinkaufderTombolapreisekeinen Vorsteuerabzuggeltend. SeineTätigkeitenimZusammenhangmitder GewerbeausstellungerfasstderBeschwerdeführerinseinerBuchhaltung ebenfallsgesondert. DerBeschwerdeführermachtnunimWesentlichengeltend,derTatbestand dergemischtenVerwendungsetzevoraus,dassderSteuerpflichtige dieEingangsleistungensowohlfürZwecke,diezumVorsteuerabzug berechtigen,alsauchfürandereZweckeverwende. Erhabefürdiejenigen Eingangsleistungen,diefürdieTombolaverwendetwerden,keinen Vorsteuerabzugvorgenommen. DeshalbgäbeeskeineEingangsleistungen, diegemischtverwendetwerden. Nehmeerfürdengesamtennichtzum VorsteuerabzugberechtigendenTeilderEingangsleistungenkeinen Vorsteuerabzugvor,werdedasZielvonArt.32MWSTV,nämlichden unversteuertenKonsumdurchdenSteuerpflichtigenzuverhindern,bereits erreicht. SomitbestehekeinweitererAnwendungsbereichdieserBestimmung mehr. SelbstwenneinegemischteVerwendungvorliegenwürde,seidie VorsteuernachMassgabederVerwendungderEingangsleistungzukürzen. DabeistehedemSteuerpflichtigendieWahlfrei,nachwelcherMethodeer abrechnenwolle. ZuUnrechtverweigereihmdieESTVdiesesWahlrecht, indemsieihmdieMethode«EinheitderLeistung»vorschreibe. Erhabe fürsichentschieden,durcheinedirekteZuordnungsämtlicherVorsteuern aufdieeinzelnenTätigkeitendenZielsetzungenvonArt.32Abs.1MWSTV zuentsprechen. Esseiunzulässig,dassdieESTVseine-dersogenannten gesetzlichenMethodeentsprechendeundsachgerechte-Vorgehensweiseohne Begründungablehne. DemgegenüberhältdieESTVdafür,derBeschwerdeführererzieleimBereich seinerTätigkeitenimZusammenhangmitderGewerbeausstellungsowohl steuerpflichtige(Standmiete,Eintritte,Energie)alsauchsteuerausgenommene Umsätze(Tombola). BeimAufwandderGewerbeausstellungseideshalbder Vorsteuerabzugverhältnismässigzukürzen. AusserbeidenAufwendungen 8«Bau,Demontage,Malerarbeiten»seiendieEingangsleistungendeneinzelnen Umsätzennichtzuordenbar. EinesachgerechteZuordnungseiauchaufgrund einesVerteilschlüsselsbasierendaufbetrieblich-objektiverKriteriennicht möglich,dazwischendeneinzelnenUmsätzeneineengeunmittelbare Abhängigkeitbestehe. SomitseivorliegenddieMethode«EinheitderLeistung» anzuwenden. b.aa. MitRechtweistderBeschwerdeführerdaraufhin,dassihm grundsätzlichderAnspruchnichtverwehrtwerdendarf,dieKürzung derVorsteuerentsprechenddemVerhältnisdereffektivenVerwendung derEingangsleistungenfürdieAusgangsleistungenvorzunehmen. DaraufkämeesimvorliegendenFallabernichtan,wennderTatbestand derEinheitlichkeitderLeistungerfülltistunddamitdiefraglichen Tombolaverkäufemehrwertsteuerlichnichtisoliert,sondernalsKomponente derGewerbeausstellungalsGesamtleistung(EinheitderLeistung)zu betrachtensindmitderFolge,dassdiefürdieLeistungseinheitinAnspruch genommenenEingangsleistungendieseralsGanzeszuzuordnensind(E.2e hievor). Wieessichdamitverhält,istnachfolgendzuprüfen. bb. ImRahmenderGewerbeausstellungfindetnebenanderen UnterhaltungsprogrammentäglichdiefraglicheTombolastatt. Diese wirdnachdermassgeblichenkantonalenGesetzgebunglediglichdann bewilligt,wennsiebeieinemUnterhaltungsanlassdurchgeführtwirdund dieAusrichtungderGewinneinunmittelbaremZusammenhangmitdem Unterhaltungsanlasserfolgt(Art.17inVerbindungmitArt.3Abs.2des LotteriegesetzesdesKantonsBern[BSG935.52]). DieErträgederTombola dürfennurimRahmendesstatutarischenZweckesdesVeranstaltersund fürdieDeckungderKostendesUnterhaltungsanlassesverwendetwerden (ZweckgebundenheitderErträge;Art.22desLotteriegesetzesdesKantons Bern). AngesichtsdiesergesetzlichenVoraussetzungenbedarfeskeinerweiteren Erläuterungendafür,dassdie-ansichsteuerbefreite-Tombolaineinerengen tatsächlichen,zeitlichenundsachlichenVerbundenheitmitdersteuerbaren TätigkeitderGewerbeausstellungsteht. Eskannsogargesagtwerden,dass dieTombola,umdieeshiergeht,ohnedieGewerbeausstellunggarnicht veranstaltetwerdendürfte(unzulässigwärebeispielsweise,dieseTombolalose vonTürzuTürzuverkaufenoderähnliches). AberauchunterwirtschaftlichenGesichtspunktenbestehteinesehrenge VerknüpfungmitderGewerbeausstellungalsGanzes: MitRechthältdie ESTVdafür,alsAttraktionderGewerbeausstellungbeanspruchedieTombola diegesamteInfrastruktur(Halle,Standfläche,sanitäreAnlagen,Energie, Parkplätze,Personalusw.) derAusstellung. ÜberdiesstehtdieHöhedes TombolaverkaufszweifelsfreiindirekterAbhängigkeitzumPublikumserfolg derGewerbeausstellung. DieengewirtschaftlicheVerknüpfungderTombola mitdersteuerbarenTätigkeitderGewerbeausstellungunterstreichtder Beschwerdeführerüberdiesgeradeselbst,indemerdaraufhinweist,dass «dieHöhederStandmieteundderEintrittsgelderfürdienächsteAusstellung unterBerücksichtigungdesResultatsdervergangenenAusstellungfestgesetzt» werde. Darauserhellt,dassmitunterdieErträgederTombola,dienur 9zweckgebunden(zurDeckungderKostenderGewerbeausstellung)verwendet werdendürfen,dergesamtenTätigkeitderGewerbeausstellungzufliessen, undnichtnurdersteuerbefreiten. ÜberdiesweistdieESTVrichtigerweisedaraufhin,dassespraktisch unmöglichist,diesowohlfürdieGewerbeausstellungalsGanzeeinerseits unddiefürdieTätigkeitdesBeschwerdeführersimZusammenhangmitder TombolaandererseitsverwendetenEingangsleistungen(wiebeispielsweise Insertion,Werbung,Verwaltung,Miete,LeistungenHilfspersonal,Sicherheit, Brandschutzusw. [s. Erfolgsrechnung])denAusgangsumsätzenjeseparat effektivzuzuordnen. UnteralldiesenAspektenerweistsichdieTombolasachlich,zeitlichundvom wirtschaftlichenGehaltherineinerderartengenVerbundenheitmitden andernTätigkeitendesBeschwerdeführersanlässlichderGewerbeausstellung, dassmehrwertsteuerlicheLeistungseinheitbesteht. Entsprechenderscheint derLeistungsbestandteilTombolanichtalsunabhängig,sondernals KomponentederbeschwerdeführerischenGesamtleistunganlässlich derGewerbeausstellung,diemehrwertsteuerlichnichtineinzelne Komponentenaufgeteiltwerdendarf. IstdieTätigkeitdesBeschwerdeführers imZusammenhangmitderGewerbeausstellungalsAusgangsumsatz mehrwertsteuerlicheinheitlichzubeurteilen,giltdiesfolglichauchfür diehiezuinAnspruchgenommenenEingangsleistungen,welcheder Ausgangsleistungeinheitlichzuzuordnensind. EineeffektiveZuordnung, wiesiederBeschwerdeführerverlangt,fälltdahin(E.2ehievor). Soweitistdie Beschwerdeabzuweisen. cc. VordiesemHintergrund(Leistungseinheit)isterhellt,dassdasVorbringen desBeschwerdeführers,wonacheraufdenfürdieTombolaverwendeten EingangsleistungenkeinenVorsteuerabzuggeltendmachte,keineRolle spielt. EbensounmassgeblichistbeieinerLeistungseinheit,wiesiehier zurBeurteilungvorliegt,dieBehauptung,dieTombolawerdeimSinne eines«Profit-Centers»organisatorischvondensteuerbarenAktivitätender Gewerbeausstellunggetrenntgeführtbzw. dieDurchführungderTombola liegeinderHandeinereinzelnenPersonundwerdemiteigenerInfrastruktur durchgeführtsowiederZahlungsverkehrderTombolaübereinbesonderes Bankkontoabgewickelt. DennmitRechtmachtderBeschwerdeführer nichtgeltend,dieTombolaumsätzeseiensteuerlichdieserDrittperson anzurechnen,weilsieetwaineigenemNamenauftreteundentsprechend alsmehrwertsteuerlicheLeistungserbringerinzugeltenhätteanstattdes Beschwerdeführers. c. DerHerabsetzungsantragderESTVihrerForderunggemäss Vernehmlassung(vonFr.7’278.-aufFr.3’254.80)istrechnerischundinder KonsequenzdervorinstanzlichenBetrachtungsweisefolgerichtigundinsoweit nichtzubeanstanden. DieBeschwerdeistindiesemUmfanggutzuheissen. WennallerdingsdieESTVmitRechtvoneinerLeistungseinheitausgeht,dann hatsiediesenichtnurbeiderLeistungseingangs-,sondernauchbeider Leistungsausgangsseitezuberücksichtigen. DieTombolaumsätze(Fr.189’021.-) alsvorliegendenfallseinzige-ansich-steuerausgenommeneLeistungen sindzusammenmitdenweitüberwiegendensteuerpflichtigenUmsätzen (knappFr.1,4Mio.) einheitlichzubeurteilten(E.2dhievor). Entsprechend fallendiefürdieTombolaerzieltenEntgelteindieBemessungsgrundlage 10dersteuerpflichtigenLeistungendesBeschwerdeführers. Somitstehtihm dasRechtaufAbzugderaufdenentsprechendenEingangsleistungenbzw. Aufwendungen(z.B.EinkaufderPreisgegenstände)lastendenVorsteuer vollumfänglichzu(E.2e in fine hievor). UnterBerücksichtigungdieserAspekte schuldetederBeschwerdeführer-berechnetanhandderzurVerfügung stehendenAkten-indenfraglichenSteuerperiodenfürseineTätigkeiten imZusammenhangmitderTombolaMehrwertsteuerninHöhevonFr.5’148.- (UmsatzausTombola1995-1999: Fr.189’021.-;davon1995-1998: Fr.152’364.- [Ertrag]./. Fr.86’144.-[direkterAufwand]=Fr.66’220.-à6.5%=Fr.4’304.- [Steuerzahllast1995-1998];sowie1999: Fr.36’657.-[Ertrag:] ./. Fr.25’399.- [direkterAufwand]=Fr.11’258.-à7.5%=Fr.844.-[Steuerzahllast1999];ergibt Steuerzahllast1995-1999: Fr.5’148.-). Angesichtsderinsgesamtbereitslangen DauerdesvorliegendenVerfahrens,derGeringfügigkeitderDifferenzzu LastendesBeschwerdeführers(Fr.1’893.-[Fr.5’148.-./. Fr.3’255.-])undder besonderenUmständeimvorliegendenVerfahrengemeinhin,istjedoch aufeine reformatio in peius desvorinstanzlichenEntscheidesbzw. des HerabsetzungsantragesderESTVzuverzichten. 4. EsbleibtaufdieübrigenArgumentedesBeschwerdeführerseinzugehen, soweitsienichtbereitsdurchdievorangehendenErwägungenausdrücklich oderimplizitewiderlegtsind. a. DerBeschwerdeführerberuftsichaufdenGrundsatzvonTreuundGlauben bzw. aufdenVertrauensschutz. ErhabesichandieB19gehaltenundsein Verhaltendanachausgerichtet. SeinVertrauenaufdieseGrundlageseizu schützen. ZunächstistdemBeschwerdeführerentgegenzuhalten,dassdieWiedergabe derVerwaltungspraxisineinerBranchenbroschüregrundsätzlichkein HandelnderBehörde«ineinerkonkretenSituationmitBezugaufbestimmte Personen»darstellt(sieheaberEntscheidderSRKvom3.Dezember 1998[SRK1998-054],in VPB63.76 S.709ff.,dessenVoraussetzungenhier nichtgegebensind). ObdieweiterenkumulativenVoraussetzungendes Vertrauensschutzesgegebensind,kanndeshalbdahingestelltbleiben(zu denVoraussetzungendesVertrauensschutzesvgl. BGE125I274 ,BGE121 II479,BGE118Ia254 ,BGE117Ia285 ;Arthur Haefliger,AlleSchweizer sindvordemGesetzegleich,Bern1985,S.220f.; Ulrich Häfelin/Georg Müller,GrundrissdesAllgemeinenVerwaltungsrechts,4Aufl.,Zürich2002, Rz.622ff.; Max Imboden/René Rhinow/Beat Krähenmann ,Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung,Basel/FrankfurtamMain1990,Nr.74und Nr.75BIII/b/2; Beatrice Weber-Dürler,VertrauensschutzimÖffentlichen Recht,Basel/FrankfurtamMain1983,S.79ff.,128ff.). DerBeschwerdeführer verkenntohnehin,dassersichjageradenichtandieB19gehaltenhat, ansonsteneranstelledergesetzlichenMethodedieMethode«Einheitder Leistung»hätteanwendenmüssen,weilzwischendenTätigkeiten,diesowohl steuerbarealsauchvonderSteuerausgenommeneUmsätzebewirken,eine engeunmittelbareAbhängigkeitbzw. Leistungseinheitbesteht(B19,Ziff.1.4.4; E.3bhievor). 11EntgegenderAuffassungdesBeschwerdeführerslässtüberdiesdieESTV,die Methode«EinheitderLeistung»nichtnurfürSteuerpflichtigeausdemBereich desSportszu. DieseMethodeistnachVerwaltungspraxis«insbesondere» indiesemBereichanwendbar(B19,Ziff.1.4.4;MB21,Ziff.3.4),wasderen AnwendbarkeitinanderenBereichenkeineswegsausschliesst. b. DerBeschwerdeführerhältfernerdafür,selbstwennvoneiner Leistungseinheitauszugehenwäre,lassedieESTVdieimZusammenhangmit derTombolaangefallenenVorsteuernzuUnrechtausserAcht,obwohldiese nichtgeltendgemachtwordenseien. InihremHerabsetzungsantragträgtdie ESTVdiesemVorbringendesBeschwerdeführersvollumfänglichRechnung, indemsiedendirektenAufwandderTombolaimUmfangvongesamthaft Fr.111’542.-mitberücksichtigtundvomentsprechendenErlösinAbzugbringt. DasVorbringendesBeschwerdeführerswirddadurchgegenstandslos. Ermachtfernergeltend,Gleicheshabefürdieweiterverrechneten EnergieleistungenalssteuerbareEinnahmenzugelten. Diedamitin ZusammenhangstehendendirektzuweisbarenEnergie-Aufwendungenseien ebenfallsineinemerstenSchrittinAbzugzubringen. MitRechtweistdie Vorinstanzhierdaraufhin,dassessichumkeineblossweiterfakturierten Energieleistungenhandelnkann,daindenfraglichenPeriodender durchschnittlicheEnergieaufwandbeinahedoppeltsohochistwieder durchschnittlicheEnergieertrag. InsofernistentgegenderAuffassungdes BeschwerdeführerseinedirekteZuordnungdieserAufwendungenobjektiv unmöglich. c. DerBeschwerdeführerberuftsichsodannaufden Gleichbehandlungsanspruchundführtaus,imSinneeinerNeunerprobe könnemansichüberlegen,welchesErgebnisentstehenwürde,wenndie Tombolanichtdurchihn,sonderndurcheinenanderenRechtsträger(z.B. eineeinfacheGesellschaft,anwelcherderBeschwerdeführermassgeblich beteiligtsei)durchgeführtwürde. Dieserseinichtsteuerpflichtigunddürfe aufseinenAufwendungenkeinenVorsteuerabzugvornehmen. Inder BuchhaltungdesBeschwerdeführerswürdendieimZusammenhangmit derTombolastehendenErträgeundAufwendungennichterscheinen. Das ErgebnisdesRechtsträgers«Tombola»erscheineinderBuchhaltungdes BeschwerdeführersallenfallsalsErtragausBeteiligung,wasnichtzueiner Vorsteuerkürzungführe. DieserVergleichbelegedieUngleichbehandlung durchdieESTV. ObdiesteuerlicheBeurteilungdieseshypothetischenSachverhaltsdurch denBeschwerdeführerzutreffendist,kannoffenbleiben. Dennunterdem GesichtspunktdesRechtsgleichheitsgebotesistfürdenvorliegendenFall massgebend,dassderBeschwerdeführerdieTombolaselbstdurchführt,sich diebeidenSachverhaltesomitunterdenrechtswesentlichenGesichtspunkten unterscheidenunddeshalbauchkeinAnspruchaufGleichbehandlung abzuleitenist. d. SchliesslichbeantragtderBeschwerdeführer eventualiter,dieSachesei zuneuemEntscheidandieVorinstanzzurückzuweisen. DieEntscheide derVorinstanzseienungenügendbegründet. Überdieshabeerkeinen vollständigenEinblickindieAktenderunterenInstanzerhalten. Damitsei ihmdasrechtlicheGehör,namentlichderEinblickindieAktendesInspektors, diesogenannteninternenAkten,verweigertworden. 12DerEntscheidvom5.Juni2001enthältselbstzwarkeineAuseinandersetzung mitdenArgumentendesBeschwerdeführersanlässlichdervorangehenden Korrespondenz,verweistzurBegründungaberaufdiebegründeten WeisungendeskontrollierendenBeamtenundaufbegründeteEA’s,indenen dieESTVihremStandpunktgegenüberdemBeschwerdeführerdeutlichen Ausdruckverlieh. Überdiesistnichtersichtlich,inwiefernderwohlbegründete Einspracheentscheidvom12.November2002derBegründungspflicht vonArt.35Abs.1desBundesgesetzesvom20.Dezember1968überdas Verwaltungsverfahren(VwVG,SR172.021)nichtstandhaltensollte. AnsonstenmachtderBeschwerdeführervorderSRKnichtgeltend,ihmseiin dasals«interneAktenderESTV»undvonderVerwaltungals«vertraulich» bezeichneteDossierEinsichtzugewähren. Vielmehrbegründetermitder angeblichenGehörsverletzung(indemihmdieESTVdieEinsichtindieses Dossierverweigerte)denRückweisungsantrag. VoneinemZwischenentscheid derSRKgemässArt.45Abs.2Bst.eVwVGistfolglichabzusehen. Dies umsomehralsdieseninternenAktenfürdieEntscheidfindungderSRK keinerleiRelevanzzukam. DenneshandeltsichdabeiumKopiender beschwerdeführerischenBilanzenundErfolgsrechnungenderimStreit liegendenSteuerperioden;einigewenigeDatendieserBuchhaltungsind (wohldurchdenSteuerinspektor)mitBleistiftunterstrichenund/odermit demZeichen«ü»versehenworden,nochwenigerDatensindmitLeuchtstift hervorgehobenundanganzwenigenStellensindhandschriftlicheZahlen beigefügtworden. DieSRKhatdasinterneDossierbeiihrerEntscheidfällung völligausserAchtgelassen. EsstelltsichjedochdieFrage,welchenAusgangdasvorliegendeVerfahren zunehmenhat,wenndieESTVmitderVerweigerungderEinsichtindiese AktentatsächlichdasrechtlicheGehördesBeschwerdeführersverletzt habensollte. AngesichtsdesgeschildertenInhaltsistfürdieSRKnur schwernachvollziehbar,weshalbdieESTVdasDossierals«vertraulich» bezeichnet. SievermagdennauchkeineBegründungfürihreVerweigerung derEinsichtvorzutragen. GeheimhaltungsinteressenimSinnevon Art.27VwVGmachtsiemitRechtjedenfallskeinegeltend. MitBezugauf dasEinsichtsrechtinsogenannteverwaltungsinterneAkten(interne Stellungnahmen,Entwürfe,Anträge,Notizen,Gutachten,Mitberichte usw.) istdieRechtsprechungdesBundesgerichtsnichtganzeinheitlich. Gehtes-wasinderLehreteilsumstrittenist-vorwiegenddavonaus, esbestehekeinEinsichtsrechtinsolcheAkten( BGE125II474 f.),hates ineinemunveröffentlichtenUrteilausgeführt,dieEinsichtseiauchzu gewähren,wenndieAusübungdesAkteneinsichtsrechtsdenEntscheid inderSachenichtzubeeinflussenvermag(unveröffentlichtesUrteildes Bundesgerichtsvom13.August1996[2A.444/1995],E.2b/bb;vgl. zumGanzen auchAndré Moser,in: Moser/Uebersax,Prozessierenvoreidgenössischen Rekurskommissionen,Basel1998,§3Rz.3.57f.). Angesichtsdesinhaltlichen GehaltsdesfraglichenDossiersundderbundesgerichtlichenRechtsprechung isthöchstfraglich,obvorliegendüberhauptvoneinerGehörsverletzung infolgederEinsichtsverweigerungauszugehenist. Fallsdoch,könnte jedenfallsaufgrundderäusserstgeringenBedeutungdieserAktenlediglich einesehrgeringfügigeVerletzungdesGehörsanspruchsangenommenwerden, weshalbnichtaufNichtigkeitdesvorinstanzlichenEinspracheentscheideszu schliessenwäre(vgl. René Rhinow/Heinrich Koller/Christina Kiss ,Öffentliches 13ProzessrechtundJustizverfassungsrechtdesBundes,Basel/Frankfurtam Main1996;§5Rz.329),sondernhöchstensaufAnfechtbarkeit,wovonder BeschwerdeführermitdemvorliegendenBeschwerdeverfahrenbereits Gebrauchmachte. AusalldiesenGründenwirdauchderRückweisungsantraggegenstandslos, soweiternichtabzuweisenist. 5. NachdenvoranstehendenErwägungenistdieBeschwerdeimSinne derErwägungenteilweisegutzuheissen,soweitdieSachenochimStreite liegt. BeidiesemVerfahrensausganghatderBeschwerdeführeralsteilweise unterliegendeParteidieVerfahrenskosten(Fr.800.-),bestehendausSpruch- undSchreibgebühren,imUmfangevonFr.400.-zutragen. DerESTVsind keineVerfahrenskostenaufzuerlegen. DieBeschwerdeinstanzhatim DispositivdenKostenvorschuss(Fr.1’500.-)mitdenVerfahrenskostenzu verrechnenundeinenallfälligenÜberschuss(Fr.1’100.-)zurückzuerstatten (Art.63Abs.1und2VwVGundArt.1ff.,insbesondereArt.5Abs.3der Verordnungvom10.September1969überKostenundEntschädigungenim Verwaltungsverfahren[VwKV],SR172.041.0). DieVorinstanzhatdemteilweiseobsiegendenBeschwerdeführerfürdas VerfahrenvorderSRKeinereduzierteParteientschädigungvonpraxisgemäss Fr.600.-auszurichten(Art.64Abs.1und2VwVG;Art.8VwKV). GestütztaufArt.68Abs.1desBundesgesetzesvom2.September1999über dieMehrwertsteuer(MWSTG,SR641.20)beantragtderBeschwerdeführer überdieseineParteikostenentschädigungfürdasvorinstanzlicheVerfahren. IstimvorliegendenVerfahrentrotzgrundsätzlicherAnwendbarkeit nochderaltenMehrwertsteuerverordnungbereitsdieKostenregelung desneuenRechtsanwendbar(EntscheidderSRKvom17.Januar2003 [SRK2002-013],E.5),dannhatdieskonsequenterweiseauchfürdie Parteientschädigungzugelten. Art.68Abs.1MWSTGsiehtvor,dassim VeranlagungsverfahrenundimEinspracheverfahreninderRegelkeine KostenerhobenundkeineParteientschädigungausgerichtetwird. Wirdvom GrundsatzderKostenlosigkeitdannabgewichen,wennderSteuerpflichtige dasVerfahrenschuldhaftverursachthat(vgl. Peter A. Müller-Stoll ,in mwst.com,Basel/Genf/München2000,adArt.68Rz.3),dannhatumgekehrt dieESTVeineParteikostenentschädigungnurdannauszurichten,wennihr ebenfallseinsolchesschuldhaftesVerhaltenvorgeworfenwerdenkann. MitdenangeführtenArgumenten(imWesentlichenderunbegründete VorwurfeinerVerletzungderBegründungspflicht;E.4dhievor)vermagder Beschwerdeführerjedochnichtdarzutun,dassdieESTVdasVeranlagungs- oderdasEinspracheverfahrenschuldhaftverursachteundihmdamitunnötige Kostenverursachte. [11]DieDrucksachenzuraltenMWSTVvon1994sinderhältlichbeider EidgenössischenSteuerverwaltung,HauptabteilungMehrwertsteuer, Schwarztorstrasse50,3003Bern,oderperFax0313257280. 14Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali JAAC 68.161 - Entscheid der Eidgenössischen Steuerrekurskommission vom 8. Juni 2004 in Sachen X [SRK 2002-158] In Verwaltungspraxis der Bundesbehörden Dans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération In Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione Jahr 2004 Année Anno Band 68 Volume Volume Seite --- Page Pagina Ref. No 150 006 392 Das Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert. Le document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale. Il documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.