<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00429</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204713&amp;W10_KEY=4467139&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00429</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.12.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Ausnahmebewilligung nach Art. 24c RPG</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nachträgliche Ausnahmebewilligung für Anbau von 2 Pferdeboxen und für Aufschüttungen für zonenwidrige Pferdepension ausserhalb der Bauzonen; Verhältnismässigkeit der entsprechenden Wiederherstellung.<br/><br/>Gemäss Art. 42 Abs. 1 RPV sind Änderungen an Bauten und Anlagen, auf die Art. 24c RPG anwendbar ist, zulässig, wenn die Identität der Baute oder Anlage einschliesslich ihrer Umgebung in den wesentlichen Zügen gewahrt bleibt. Dies ist gemäss Art. 42 Abs. 3 lit. b RPV insbesondere dann nicht mehr der Fall, wenn die zonenwidrig genutzte Fläche innerhalb oder ausserhalb des Gebäudevolumens um insgesamt mehr als 100 m2 erweitert wird (E 3.1). Diese als absolute Grenze zu verstehende Grösse ist vorliegend nicht eingehalten, weshalb die nachträgliche Bewilligung zu Recht verweigert wurde (E. 3.1). Im übrigen wäre die Identität auch aus anderen Gründen (Verkehrsaufkommen, mangelnde Einordnung) nicht gewährleistet (E. 3.2 &amp; 3.3).<br/>Sowohl die Anordnung der Wiederherstellung an sich als auch die Frist von 6 Monaten zur Vornahme der betreffenden Modalitäten erweisen sich als verhältnismässig und rechtmässig (E. 4). <br/>Die Höhe der Rekurskosten liegt im Rahmen des Ermessens des Regierungsrates und sind rechtmässig, wenn auch am obersten Rand des Zulässigen (E. 5). <br/>Der Gemeinderat wird eingeladen, die Eröffnung eines Strafverfahren wegen Verletzung von § 340 PBG zu prüfen (E. 7).<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFSCHÃTTUNG">AUFSCHÃTTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN">AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PFERDEBOXEN">PFERDEBOXEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERHERSTELLUNG">WIEDERHERSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERHERSTELLUNGSFRIST">WIEDERHERSTELLUNGSFRIST</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 5 GebÃ¼hrenO</span><br/><span class="ungerade">§ 9 Abs. I GebÃ¼hrenO</span><br/><span class="gerade">Art. 24c RPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 42 RPV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>A und B sind seit 1998 EigentÃ¼mer des in der Landwirtschaftszone gelegenen, 2351 m<sup>2</sup> umfassenden GrundstÃ¼cks Kat.-Nr. 1, L, X. Das GrundstÃ¼ck ist mit einem Bauernhaus (Wohnhaus und Scheune unter einem First) und nÃ¶rdlich davon mit einer Remise Ã¼berbaut. GemÃ¤ss dem Katasterplan trÃ¤gt das Bauernhaus die Vers.-Nr. 2 und die Remise die Vers.-Nr. 3; von diesen Nummern wird im Folgenden ausgegangen, selbst wenn in den Akten teilweise auch die umgekehrte Nummerierung zu finden ist (siehe den angefochtenen Entscheid). Das GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 1 wurde anlÃ¤sslich des Verkaufs 1998 vom knapp 25'000 m<sup>2</sup> messenden landwirtschaftlichen GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 4 abparzelliert. Die landwirtschaftliche Nutzung der darauf befindlichen Bauten war bereits Ende der sechziger Jahre aufgegeben worden. 1987 hatte der Gemeinderat X das Bauernhaus in das einstweilige Inventar der Schutzobjekte von kommunaler Bedeutung mit dem Schutzziel "Erhalten; VerÃ¤nderungen fach- und stilgerecht vornehmen" aufgenommen; eine definitive Unterschutzstellung ist nie erfolgt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ende 1998 erhielten B und A von der Baudirektion die auf Art. 24 Abs. 2 des Bundesgesetzes Ã¼ber die Raumplanung vom 22. Juni 1979 (RPG, in der damals noch geltenden Fassung) gestÃ¼tzte Bewilligung fÃ¼r den Umbau von Bauernhaus und Remise. Insbesondere wurde ihnen die Umnutzung der Remise in einen Pferdestall mit vier Boxen bewilligt. Auch der Gemeinderat X erteilte die erforderliche Baubewilligung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>In der Folge stellte der Gemeinderat X verschiedene Abweichungen von den genehmigten PlÃ¤nen fest. Namentlich waren an der SÃ¼dseite der Remise ein Anbau mit zwei zusÃ¤tzlichen Pferdeboxen (Grundriss 6 x 3.10 m) und auf der Ostseite eine AufschÃ¼ttung mit einem Auslaufplatz (Grundriss 16.35 x 6.15 m) errichtet worden. Auf entsprechende Aufforderung hin reichten B und A im August 1999 RevisionsplÃ¤ne ein, datiert vom 10. Juni 1999 (Bauernhaus) und 23. August 1999 (Remise).</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Am 24. November 1999 erteilte die Baudirektion B und A die nachtrÃ¤gliche Bewilligung fÃ¼r die eigenmÃ¤chtig vorgenommenen Umbauten im Bauernhaus nur teilweise; bei der Remise bewilligte sie den Einbau eines WC, einer Sattelkammer, einer Treppe und von Fenstern, fÃ¼r die zusÃ¤tzlichen Pferdeboxen samt den AufschÃ¼ttungen vor diesen Boxen verweigerte sie hingegen die Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG. Am 10. Januar 2000 traf der Gemeinderat X eine gleich lautende VerfÃ¼gung, ergÃ¤nzt durch die Anordnung, die nicht bewilligte Wohnraumerweiterung im Bauernhaus und die zusÃ¤tzlichen Pferdeboxen mit AufschÃ¼ttungen bei der Remise seien bis Ende April 2000 abzubrechen und der ursprÃ¼ngliche Zustand sei wieder herzustellen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>B und A rekurrierten gegen die teilweise Bewilligungsverweigerung und die WiederherstellungsverfÃ¼gung an den Regierungsrat. Dieser hiess das Rechtsmittel am 25. August 2004 teilweise gut und hob den Wiederherstellungsbeschluss des Gemeinderats X aus GrÃ¼nden der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit auf, soweit er das Bauernhaus betraf. Die WiederherstellungsverfÃ¼gung betreffend die beiden Pferdeboxen und die davor befindliche AufschÃ¼ttung bestÃ¤tigte er, unter Ansetzung einer neuen Frist von sechs Monaten ab Rechtskraft seines Beschlusses.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 30. September 2004 beantragen B und A dem Verwaltungsgericht, der Rekursentscheid sei aufzuheben, soweit sie durch ihn belastet werden; die Kostenfolgen seien auf jeden Fall neu festzusetzen; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Staatskanzlei beantragt fÃ¼r den Regierungsrat die Abweisung der Beschwerde. Baudirektion und Gemeinderat X verzichteten stillschweigend auf Vernehmlassung.</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der Beschwerde zustÃ¤ndig. Die Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Seit den erstinstanzlichen Entscheiden ist die Revision der Art. 16 und 24 RPG in Kraft getreten. Wie der Regierungsrat zutreffend und unwidersprochen erwogen hat, gelangt vorliegend das neue als das mildere Recht zur Anwendung (Art. 52 Abs. 2 der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000, RPV; siehe auch RB 1980 Nr. 133).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zu beurteilen ist, ob die noch umstrittenen VerÃ¤nderungen bei der Remise (zusÃ¤tzliche Pferdeboxen und davor liegende TerrainaufschÃ¼ttung) nach Art. 24c RPG und Art. 42 RPV hÃ¤tten bewilligt werden mÃ¼ssen und ob die entsprechende WiederherstellungsverfÃ¼gung verhÃ¤ltnismÃ¤ssig ist.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Der Regierungsrat hat erwogen, mit den Bewilligungen vom 10./16. November 1998 sei den BeschwerdefÃ¼hrenden in der Remise die Einrichtung von vier Pferdeboxen mit einer FlÃ¤che von insgesamt rund 75 m<sup>2</sup> bewilligt worden. Mit der nachtrÃ¤glichen, hier angefochtenen Baubewilligung sei ihnen Ã¼berdies der Einbau eines WC und einer Sattelkammer mit einer FlÃ¤che von zusammen 27.6 m<sup>2</sup> erlaubt worden. Damit Ã¼bersteige die be­willigte, zonenwidrig genutzte FlÃ¤che das bewilligungsfÃ¤hige Mass von 100 m<sup>2</sup>; eine weitere FlÃ¤chenerweiterung sei nicht mÃ¶glich.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Diese Beurteilung trifft entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrenden zu. GemÃ¤ss Art. 42 Abs. 1 RPV sind Ãnderungen an Bauten und Anlagen, auf die Art. 24c RPG anwendbar ist, zulÃ¤ssig, wenn die IdentitÃ¤t der Baute oder Anlage einschliesslich ihrer Umgebung in den wesentlichen ZÃ¼gen gewahrt bleibt. Dies ist gemÃ¤ss Art. 42 Abs. 3 lit. b RPV insbesondere dann nicht mehr der Fall, wenn die zonenwidrig genutzte FlÃ¤che innerhalb oder ausserhalb des bestehenden GebÃ¤udevolumens um insgesamt mehr als 100 m<sup>2</sup> erweitert wird. Die in Art. 42 Abs. 3 lit. a RPV vorgenommene AbschwÃ¤chung, dass Erweiterungen innerhalb des GebÃ¤udevolumens nur zur HÃ¤lfte angerechnet werden, greift bei lit. b nicht; vielmehr ist die Grenze der 100 m<sup>2</sup> auf jeden Fall einzuhalten (Bundesamt fÃ¼r Raumentwicklung [ARE], Neues Raumplanungsrecht, ErlÃ¤uterungen zur Raumplanungsverordnung, Bern 2000/2001, S. 46).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Es erÃ¼brigte sich daher, auf die weiteren EinwÃ¤nde der BeschwerdefÃ¼hrenden Ã¼berhaupt einzugehen. Immerhin sei angemerkt, dass der Regierungsrat auch aus einer gesamthaften Betrachtungsweise heraus zu Recht verneint hat, dass die umstrittenen zusÃ¤tzlichen Pferdeboxen die IdentitÃ¤t der bestehenden Remise wahren. Es macht einen raumplanerisch erheblichen Unterschied, ob in der Remise ein Pferdestall eingerichtet ist, der dem Eigengebrauch der Bewohner des HauptgebÃ¤udes dient, oder ob eine â wenn auch eher kleine â Pferdepension vorhanden ist, die von Dritten aufgesucht wird. Wie der Regierungsrat zutreffend erwogen hat, zeigt sich dieser Unterschied namentlich beim Verkehr bzw. der Belastung der Zufahrtsstrasse. Bezeichnenderweise hat es denn auch bereits Auseinandersetzungen zwischen den BeschwerdefÃ¼hrenden und der fÃ¼r den Unterhalt der Strasse zustÃ¤ndigen Unterhaltgenossenschaft X gegeben, die auf SchÃ¤den zurÃ¼ckzufÃ¼hren sind, die (unter anderem) mit der intensivierten Strassennutzung zusammenhÃ¤ngen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wie ebenfalls angemerkt werden kann, ist auch die Feststellung des Regierungsrates, dass sich die aussen an die Remise angebauten Pferdeboxen und die davor erstellte AufschÃ¼ttung nicht befriedigend einordnen, nicht zu beanstanden. Bei der Einordnungsfrage kommt der Rekursinstanz ein Beurteilungsspielraum zu, den die Gerichte zu respektieren haben und innerhalb dessen es liegt, den Anbau als containerartig und provisorisch wirkend zu qualifizieren. Die im Recht liegenden Aufnahmen belegen diese Beurteilung hinreichend, so dass das Verwaltungsgericht auf einen Augenschein auch dann verzichten kÃ¶nnte, wenn der Frage noch entscheidwesentliche Bedeutung zukÃ¤me. Dass die BeschwerdefÃ¼hrenden geltend machen, sie hÃ¤tten keine Gelegenheit gehabt, sich anlÃ¤sslich des als informell bezeichneten Augenscheins durch den zustÃ¤ndigen Sachbearbeiter der Staatskanzlei am 28. Juni 2004 in rechtsgenÃ¼gender Weise zu Ã¤ussern, ist nicht nachvollziehbar. Der Rechtsvertreter der BeschwerdefÃ¼hrenden hat aus eigenen StÃ¼cken darauf verzichtet, an der Besichtigung teilzunehmen und seine Argumente einzubringen. Dass die BeschwerdefÃ¼hrenden die Absicht haben, das vorhandene Remisendach zu vergrÃ¶ssern und Ã¼ber die beiden Boxen hin auszudehnen, bestÃ¤tigt im Ãbrigen den Schluss, dass die vorhandene Gestaltung nicht befriedigt, und nur durch eine weitere, die IdentitÃ¤t zusÃ¤tzlich in Frage stellende Umgestaltung des bestehenden GebÃ¤udekÃ¶rpers verbessert werden kÃ¶nnte.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden sind der Ansicht, die AufschÃ¼ttungen vor den Boxen stellten keine Erweiterung, Ãnderung oder Erweiterung im Sinne von Art. 24c RPG dar, weshalb sie nicht wegen Verstosses gegen diese Vorschrift verweigert werden kÃ¶nnten. Indessen ist die Umgebungsgestaltung gemeinsam mit der Remise zu beurteilen; die AufschÃ¼ttungen fallen schon deshalb ebenfalls in den Anwendungsbereich von Art. 24c RPG (vgl. VGr, VB.2003.00157, 22. August 2003, E. 5c, bestÃ¤tigt vom Bundesgericht in 1A.238/2003 vom 17. Juni 2004, E. 2.2.3 und 4). Der Regierungsrat hat zu Recht erwogen, dass auch damit das zulÃ¤ssige, die IdentitÃ¤t wahrende Mass der Erweiterung Ã¼berschritten wird.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Regierungsrat hat die Anordnung, die zusÃ¤tzlichen Boxen zu beseitigen und den ursprÃ¼nglichen Zustand wiederherzustellen, als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig bezeichnet. Dieser Beurteilung, der die BeschwerdefÃ¼hrenden kaum Argumente entgegenhalten, kann unter Verweis auf die AusfÃ¼hrungen im angefochtenen Urteil zugestimmt werden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Immerhin ersuchen die BeschwerdefÃ¼hrenden um eine angemessene Erstreckung der Wiederherstellungsfrist. Diese wurde im Rekursentscheid entsprechend dem damaligen Antrag der BeschwerdefÃ¼hrenden auf ein halbes Jahr festgesetzt, was auch heute noch als angemessen erscheint. Der Umstand, dass das Rekursverfahren rund viereinhalb Jahre â und damit Ã¼bermÃ¤ssig lange (§ 27a VRG) â gedauert hat, konnte bei den BeschwerdefÃ¼hrenden keinerlei Vertrauen auf die RechtmÃ¤ssigkeit ihrer Bauten schaffen, und es befremdet, dass sie sich Ã¼berhaupt auf diesen Umstand berufen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Sodann machen die BeschwerdefÃ¼hrenden geltend, es sei auf die Beseitigung des Auslaufplatzes zu verzichten. Das Ã¶ffentliche Interesse an der tiergerechten Haltung der Pferde Ã¼berwiege das Interesse an der Beibehaltung des natÃ¼rlichen GelÃ¤ndeverlaufs in der unmittelbaren Umgebung eines Stalles. Das Anliegen der tiergerechten Haltung erscheint als nachgeschobenes Argument und Ã¼berzeugt nicht. Die BeschwerdefÃ¼hrenden hatten zunÃ¤chst die Absicht, zwei Pferdeboxen im Wirtschaftsteil des Bauernhauses einzurichten, wo ein Vorplatz von der angestrebten GrÃ¶sse und Art ebenfalls nicht zur VerfÃ¼gung gestanden hÃ¤tte. Die BeschwerdefÃ¼hrenden haben sÃ¼dlich des Wohnhauses einen 40 x 20 m messenden Platz hergerichtet; der BeschwerdefÃ¼hrer hat erklÃ¤rt, dieser Platz sei bewilligt und diene als Pferdeauslauf im Winter. Es ist den BeschwerdefÃ¼hrenden zuzumuten, ihre Pferde auf diesen Platz zu fÃ¼hren. Im Ã¼brigen kann die Wiese vor den Boxen je nach Boden- bzw. WitterungsverhÃ¤ltnissen auch als Auslauf verwendet werden, ohne dass Terrain in grÃ¶sserem Ausmass aufgeschÃ¼ttet wird, als es der ursprÃ¼nglichen Baubewilligung entspricht. Die Anordnung, die AufschÃ¼ttung fÃ¼r den Auslaufplatz vor den Boxen rÃ¼ckgÃ¤ngig zu machen, ist daher zu bestÃ¤tigen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden beanstanden die HÃ¶he der ihnen auferlegten Rekurskosten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dem Verwaltungsgericht kommt in der Regel nur eine Rechtskontrolle und keine Ermes­senskontrolle zu (§ 50 VRG). Weil die Festsetzung und Verlegung von Verfahrenskos­ten weitgehend nach Ermessen erfolgt, kann sie vom Verwaltungsgericht nur in beschrÃ¤nktem Umfang Ã¼berprÃ¼ft werden (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2.A., ZÃ¼rich 1999, § 50 N. 91, § 13 N. 37). Rechtsgrundlage der GebÃ¼hrenerhebung ist § 13 VRG, der fÃ¼r das Verwaltungsrekursverfahren durch § 5 der GebÃ¼hrenordnung fÃ¼r die VerwaltungsbehÃ¶rden vom 30. Juni 1966 (GebÃ¼hrenO) konkretisiert wird. Danach betragen die StaatsgebÃ¼hren fÃ¼r Entscheide im Rechtsmittelverfahren Fr. 50.- bis Fr. 4'000.-. GemÃ¤ss § 9 Abs. 1 GebÃ¼h­renO werden GebÃ¼hren nach dem Zeitaufwand und der Bedeutung des GeschÃ¤fts berechnet, wo Mindest- und HÃ¶chstbetrÃ¤ge festgesetzt sind und nichts anderes vorgeschrieben ist. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BehÃ¶rden bewegen sich im Rahmen des ihnen zustehenden Ermessens, wenn die HÃ¶he der StaatsgebÃ¼hr in einem ausgewogenen VerhÃ¤ltnis zum Ausmass der staatlichen Verrichtungen steht. Als generelle Schranke bei der Kostenfestsetzung wirkt dabei die Verpflichtung zu "wohlfeiler Rechtspflege" in Art. 59 der Kantonsverfassung vom 18. April 1869 (KV), die zur Folge hat, dass im Rechtsmittelverfahren der Grundsatz der vollen Kostendeckung nicht zum Tragen gelangt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 9).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Regierungsrat hatte sich mit zahlreichen RÃ¼gen betreffend die eigenmÃ¤chtig vorgenommenen baulichen Massnahmen im Bauernhaus und in der Remise auseinanderzusetzen, einerseits unter dem Gesichtspunkt von deren RechtmÃ¤ssigkeit, andererseits unter dem Gesichtspunkt der Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands. Ferner stellte sich die Frage des intertemporal massgeblichen Rechts. Entsprechend umfangreich sind die ErwÃ¤gungen des angefochtenen Entscheids, dem indessen nicht vorgeworfen werden kann, unnÃ¶tig ausfÃ¼hrlich zu sein. Schliesslich wurde auf ausdrÃ¼cklichen Antrag der Rekurrierenden ein Augenschein vorgenommen. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn der Regierungsrat mit Blick auf den mit dem GeschÃ¤ft verbundenen Zeitaufwand eine relativ hohe StaatsgebÃ¼hr festgesetzt hat. Diese liegt zwar am obersten Rand des ZulÃ¤ssigen; es kann jedoch knapp noch nicht von einer ErmessensÃ¼berschreitung gesprochen werden.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wie der Regierungsrat zutreffend erwogen hat, kann aus formellen GrÃ¼nden im vorliegenden Verfahren Ã¼ber die auf der Nordseite der Remise widerrechtlich errichtete dritte Pferdeboxe nicht entschieden werden, weshalb die BaubehÃ¶rde nÃ¶tigenfalls ein weiteres Verfahren einleiten muss. Die vorstehenden ErwÃ¤gungen lassen indessen keinen Raum fÃ¼r Zweifel darÃ¼ber, wie mit dieser Box zu verfahren ist.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>7. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>GemÃ¤ss § 340 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) wird, wer vorsÃ¤tzlich gegen dieses Gesetz oder ausfÃ¼hrende VerfÃ¼gungen verstÃ¶sst, unter Vorbehalt des gemeinen Strafrechts mit Busse bis zu Fr. 50'000, bei Gewinnsucht mit Busse in unbeschrÃ¤nkter HÃ¶he bestraft; in schweren FÃ¤llen kann Ã¼berdies auf Haft erkannt werden. Handelt der TÃ¤ter fahrlÃ¤ssig, ist die Strafe Busse bis zu Fr. 5'000 (Abs. 2). Der Gemeinderat ist einzuladen, die ErÃ¶ffnung eines entsprechenden Strafverfahrens bzw. die Ãbermittlung der Akten an das Statthalteramt zu prÃ¼fen (zum Vorgehen siehe Christian MÃ¤der, Das Baubewilligungsverfahren, ZÃ¼rich 1991, Rz. 691).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>8. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde erweist sich als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen. Die Gerichtskosten sind den BeschwerdefÃ¼hrenden aufzuerlegen, denen eine ParteientschÃ¤digung nicht zusteht (§ 13 Abs. 2 und § 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Der Gemeinderat wird eingeladen, die ErÃ¶ffnung eines Strafverfahrens gegen die BeschwerdefÃ¼hrenden wegen Verletzung von § 340 PBG zu prÃ¼fen.</p> <p class="Einzug2">3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'090.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">4. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden je zur HÃ¤lfte auferlegt, unter solidarischer Haftung eines jeden fÃ¼r den ganzen Betrag.</p> <p class="Einzug2">5. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">6. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Einzug2">7. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>