<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat soll sich dafür stark machen, dass die Notenbank ihre Devisenreserven vom Dollar in den Euro umschichtet und so massive Kursverluste infolge der Dollarschwäche verhindert.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Bestimmung der notwendigen Höhe an Währungsreserven sowie die Festlegung ihrer Zusammensetzung gehören zu den geld- und währungspolitischen Entscheiden, welche die Schweizerische Nationalbank (SNB) - unabhängig von Bundesrat oder Parlament - treffen soll.</p><p>Die Höhe und die Zusammensetzung der Währungsreserven der SNB richten sich in erster Linie nach den Bedürfnissen der Geld- und Währungspolitik. So weit unter dieser Voraussetzung möglich, werden die Währungsreserven ertragsorientiert bewirtschaftet. Allerdings wäre es für die Schweizer Wirtschaft kontraproduktiv und würde dem Stabilitätsauftrag der SNB widersprechen, wenn die SNB versuchen würde, mit kurzfristigen spekulativen Umschichtungen möglichst hohe Wechselkursgewinne auf ihren Devisenanlagen zu erzielen.</p><p>Die SNB hat in den letzten Jahren eine erhöhte Währungsdiversifikation angestrebt. Dabei hat sie den Anteil von US-Dollars an den Devisenreserven, der bis 1997 rund 80 Prozent ausmachte, auf inzwischen unter 40 Prozent gesenkt und den Anteil von Euros wesentlich erhöht. Weil der Franken zum Euro erfahrungsgemäss weniger stark schwankt, konnte damit das Währungsrisiko erheblich gesenkt werden. Die in der Begründung des Postulates erwähnten Umschichtungen von Währungsreserven anderer Zentralbanken hat die SNB somit bereits vorgenommen, und sie verfügt über ein im internationalen Vergleich ausgesprochen gut diversifiziertes Portefeuille an Devisenreserven. </p><p>Allerdings ist zu beachten, dass der US-Dollar weiterhin die wichtigste Reserve- und Interventionswährung bleibt und daher ein substanzieller Anteil der Devisenreserven in US-Dollars gehalten werden muss. Dabei führen Kursschwankungen mitunter zu Währungsverlusten. Die Nationalbank hat indes einen langfristigen Anlagehorizont, sodass sich über die Zeit Kursverluste in der Regel wieder durch Kursgewinne ausgleichen.</p><p>Bei der gegenwärtigen Abschwächung des Dollars handelt es sich um eine - angesichts des Leistungsbilanzdefizites der USA notwendige und zu erwartende - Korrektur der vorhergegangenen Überbewertung. Die mittelfristigen Aussichten für die US-Wirtschaft sind aber gut, und die Perspektiven für den US-Dollar sind trotz Handels- und Budgetdefizit in den USA nicht grundsätzlich schlecht. Es gibt daher für die SNB keinen Grund, die verfolgte Währungsdiversifikation einseitig zulasten des US-Dollars aufzugeben.</p><p>Die Vorstösse mit Tabellen und Grafiken können heruntergeladen werden unter: Ratsbetrieb / Curia Vista / Vorstösse mit Tabellen und Grafiken, die in der Geschäftsdatenbank nicht abgebildet werden können.</p>  Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.