<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">[AZA 7] </div> <div class="para">U 116/98 Ge </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Präsident Lustenberger, Bundesrichter Schön, Borella, Meyer </div> <div class="para">und Bundesrichterin Leuzinger; Gerichtsschreiberin Berger </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 2. März 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Luzern, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">J.________, 1956, Beschwerdegegner, vertreten durch </div> <div class="para">Rechtsanwalt Marco Unternährer, Sempacherstrasse 6, Luzern, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">und </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Luzern </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.- Der 1956 geborene J.________ war als Monteur in </div> <div class="para">der Firma K.________ AG erwerbstätig und bei der </div> <div class="para">Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch </div> <div class="para">gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten </div> <div class="para">versichert. Beim Demontieren eines grossen Eisenrahmens </div> <div class="para">erhielt er am 17. April 1989 einen Schlag auf den Rücken, </div> <div class="para">als sich der Rahmen löste und er ihn halten wollte. Am </div> <div class="para">19. April 1991 versuchte er, einen herunterfallenden, </div> <div class="para">200 kg schweren Torrahmen allein aufzuhalten. Als er am </div> <div class="para">20. April 1991 eine Nähmaschine oder einen Hochdruckreiniger </div> <div class="para">mit einem Gewicht von ungefähr 15 kg vom Rücksitz eines </div> <div class="para">Autos ausladen wollte, verspürte er eine plötzliche Lumboischialgie </div> <div class="para">links. Anlässlich dieser Ereignisse zog er sich </div> <div class="para">Rückenbeschwerden zu, in deren Folge er vom 17. April bis </div> <div class="para">8. Mai 1989 sowie vom 22. April bis 3. Juni 1991 zu 100 % </div> <div class="para">und anschliessend zu 50 % arbeitsunfähig war. Nach einer </div> <div class="para">Verschlechterung des Gesundheitszustandes hielt er sich vom </div> <div class="para">10. Juli bis 9. August 1991 in der Rehabilitationsklinik </div> <div class="para">der SUVA auf und war anschliessend weiterhin zu 100 % </div> <div class="para">arbeitsunfähig. Am 18. Oktober 1991 unterzog er sich einer </div> <div class="para">perkutanen Nukleotomie. Vom 27. April bis 8. Juni 1992 </div> <div class="para">weilte er zu einer Badekur im ehemaligen Jugoslawien. Vom </div> <div class="para">24. November bis 1. Dezember 1992 wurde er erneut in </div> <div class="para">der SUVA-Rehabilitationsklinik behandelt. Eine zweite in </div> <div class="para">Aussicht genommene Operation wurde schliesslich nicht </div> <div class="para">durchgeführt. Die Ärztin der Beruflichen Abklärungsstelle </div> <div class="para">der Invalidenversicherung (BEFAS) erwähnte am 28. Juni 1993 </div> <div class="para">erstmals eine psychosomatische Störung; dieser Beurteilung </div> <div class="para">schlossen sich der SUVA-Kreisarzt Dr. med. S.________ am </div> <div class="para">6. September 1993 und der Hausarzt Dr. med. H.________ am </div> <div class="para">12. November 1993 an. Vom 14. September 1993 an nahm der </div> <div class="para">Kreisarzt eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit an. Am 15. März </div> <div class="para">1994 erlitt J.________ eine Fersenbein-Fraktur. Zur </div> <div class="para">Behandlung dieser Verletzung und zur Abklärung der </div> <div class="para">Rückenbeschwerden weilte er vom 21. September bis 19. Oktober </div> <div class="para">1994 in der Klinik Y.________. Eine Erwerbstätigkeit </div> <div class="para">nahm er nicht mehr auf. </div> <div class="para">Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen in Form </div> <div class="para">von Heilbehandlung und Taggeld bis 31. Januar 1995. Mit </div> <div class="para">Verfügung vom 14. Februar 1995 sprach sie dem Versicherten </div> <div class="para">ab 1. Februar 1995 eine Invalidenrente entsprechend einer </div> <div class="para">Erwerbsunfähigkeit von 40 % und eine Integritätsentschädigung </div> <div class="para">von Fr. 8'160.-, entsprechend einer </div> <div class="para">Integritätseinbusse von 10 % für die Folgen des Unfalles </div> <div class="para">vom 17. April 1989 (Schmerzen im lumbosakralen Übergang </div> <div class="para">ohne neurologische Ausfälle), und von Fr. 14'580.-, </div> <div class="para">basierend auf einer Integritätseinbusse von 15 % für die </div> <div class="para">Folgen des Unfalles vom 15. März 1994 (eingeschränkte </div> <div class="para">Beweglichkeit im oberen Sprunggelenk, aufgehobene </div> <div class="para">In-/Eversion, beginnende Subtalararthrose), zu. Auf </div> <div class="para">Einsprache des Versicherten hin lehnte die SUVA weiter </div> <div class="para">gehende Leistungen ab (Entscheid vom 16. Juni 1995). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.- Beschwerdeweise liess J.________ beantragen, es </div> <div class="para">sei ihm eine volle Invalidenrente sowie eine angemessene </div> <div class="para">Integritätsentschädigung zuzusprechen und die unentgeltliche </div> <div class="para">Rechtspflege für das Einsprache- und Beschwerdeverfahren </div> <div class="para">zu gewähren. Das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern </div> <div class="para">holte ein Gutachten der Rheumaklinik und des Instituts für </div> <div class="para">Physikalische Medizin (vom 21. Mai 1997; nachfolgend: </div> <div class="para">Rheumaklinik) sowie der Psychiatrischen Poliklinik des </div> <div class="para">Spitals Z.________ (vom 20. August 1997; nachfolgend: </div> <div class="para">Poliklinik) ein. Am 24. Oktober 1997 reichte die Rheumaklinik </div> <div class="para">einen Ergänzungsbericht nach. Während aus rheumatologischer </div> <div class="para">Sicht ein chronifiziertes lumbovertebrales </div> <div class="para">Schmerzsyndrom mit pseudoradikulärer Ausstrahlung beidseits, </div> <div class="para">links mehr als rechts, und ein Status nach Calcaneus-Trümmerfraktur </div> <div class="para">links diagnostiziert wurde, stellte die </div> <div class="para">Poliklinik eine mittelgradige, anhaltende depressive Störung </div> <div class="para">mit somatischem Syndrom (ICD-10, F 33.11) fest. Der </div> <div class="para">psychiatrische Gutachter ging davon aus, dass der gesundheitliche </div> <div class="para">Zustand und die Arbeitsfähigkeit von J.________ </div> <div class="para">durch eine kombinierte stützende, kognitiv orientierte </div> <div class="para">Psychotherapie mit Psychopharmakatherapie verbessert werden </div> <div class="para">könnten. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde hob das </div> <div class="para">kantonale Gericht den Einspracheentscheid, soweit die </div> <div class="para">Invalidenrente betreffend, auf und wies die Sache an die </div> <div class="para">SUVA zurück, damit sie die im psychiatrischen Gerichtsgutachten </div> <div class="para">als indiziert erachtete psychotherapeutische Behandlung </div> <div class="para">(und allenfalls Taggelder) so lange gewähre, bis </div> <div class="para">von einer Fortsetzung keine namhafte Besserung des psychischen </div> <div class="para">Gesundheitszustandes mehr erwartet werden könne und - </div> <div class="para">wie somatisch - auch diesbezüglich der medizinische Endzustand </div> <div class="para">erreicht sei; erst hernach sei der Rentenanspruch </div> <div class="para">spruchreif, über den die SUVA alsdann zu verfügen habe. </div> <div class="para">Hinsichtlich der unentgeltlichen Verbeiständung für das </div> <div class="para">Einspracheverfahren wurde die Beschwerde gutgeheissen, </div> <div class="para">während sie bezüglich der Integritätsentschädigung abgewiesen </div> <div class="para">wurde (Entscheid vom 5. März 1998). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C.- Die SUVA führt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit </div> <div class="para">dem Rechtsbegehren, der Rückweisungsentscheid des kantonalen </div> <div class="para">Gerichts vom 5. März 1998 sei aufzuheben und es sei der </div> <div class="para">Einspracheentscheid vom 16. Juni 1995 zu bestätigen, mit </div> <div class="para">welchem eine Invalidenrente, gestützt auf eine Erwerbsunfähigkeit </div> <div class="para">von 40 %, zugesprochen worden war. </div> <div class="para">J.________ lässt auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde </div> <div class="para">schliessen und um unentgeltliche Verbeiständung </div> <div class="para">nachsuchen. Das Bundesamt für Sozialversicherung </div> <div class="para">lässt sich nicht vernehmen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">D.- Am 17. November 2000 hat das Eidgenössische Versicherungsgericht </div> <div class="para">eine parteiöffentliche Beratung durchgeführt, </div> <div class="para">ohne ein Urteil zu fällen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Auf Beschwerde des Versicherten gegen den Rentenentscheid </div> <div class="para">der SUVA hin hat die Vorinstanz den Anfechtungsgegenstand </div> <div class="para">zulässigerweise auf den Anspruch auf Heilbehandlung </div> <div class="para">ausgedehnt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=25.02.2001&amp;to_date=16.03.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-V-34%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page36">BGE 122 V 36</a> Erw. 2a mit Hinweisen). </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin ficht den vorinstanzlichen Entscheid </div> <div class="para">hinsichtlich Heilbehandlung und Invalidenrente an. </div> <div class="para">Sie verneint ihre Leistungspflicht für die psychotherapeutische </div> <div class="para">Behandlung des Beschwerdegegners, da es am erforderlichen </div> <div class="para">Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem Gesundheitsschaden, </div> <div class="para">der damit behandelt werden soll, fehle. </div> <div class="para">Im vorliegenden Verfahren ist damit streitig und zu prüfen, </div> <div class="para">ob der Unfallversicherer die psychotherapeutische Behandlung </div> <div class="para">zu übernehmen hat und ob erst in einem späteren Zeitpunkt </div> <div class="para">über den Rentenanspruch verfügt werden darf. Umstritten </div> <div class="para">ist insbesondere, unter welchen Bedingungen der adäquate </div> <div class="para">Kausalzusammenhang als Voraussetzung des Anspruchs auf </div> <div class="para">Behandlung psychosomatischer Unfallfolgen durch die obligatorische </div> <div class="para">Unfallversicherung als erfüllt betrachtet werden </div> <div class="para">kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Das kantonale Gericht hat die massgebenden Gesetzesbestimmungen </div> <div class="para">über den Anspruch auf eine Invalidenrente </div> <div class="para">(<span class="artref">Art. 18 Abs. 1 UVG</span>) und die Invaliditätsbemessung mittels </div> <div class="para">Einkommensvergleich (<span class="artref">Art. 18 Abs. 2 UVG</span>), über das </div> <div class="para">Ende des Anspruchs auf Heilbehandlung und Taggeld und den </div> <div class="para">Beginn des Anspruchs auf Invalidenrente (<span class="artref">Art. 19 Abs. 1 </span></div> <div class="para">UVG) sowie die vom Eidgenössischen Versicherungsgericht </div> <div class="para">entwickelten Grundsätze zu dem für die Leistungspflicht des </div> <div class="para">Unfallversicherers zunächst vorausgesetzten natürlichen </div> <div class="para">Kausalzusammenhang (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=25.02.2001&amp;to_date=16.03.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-V-335%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page337">BGE 119 V 337</a> Erw. 1, 118 V 289 </div> <div class="para">Erw. 1b, je mit Hinweisen) zwischen dem Unfallereignis und </div> <div class="para">dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) </div> <div class="para">zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- a) Der Versicherte hat Anspruch auf die zweckmässige </div> <div class="para">Behandlung der Unfallfolgen, insbesondere auf die ambulante </div> <div class="para">ärztliche Behandlung und die ärztlich verordneten </div> <div class="para">Arzneimittel (<span class="artref"><artref id="CH/832.20/10/b" type="start"></artref><artref id="CH/832.20/10/1/b" type="start"></artref><artref id="CH/832.20/10/1/a" type="start"></artref>Art. 10 Abs. 1 lit. a und b UVG</span><artref id="CH/832.20/10/1/b" type="end"></artref><artref id="CH/832.20/10/b" type="end"></artref><artref id="CH/832.20/b" type="end"></artref>). Der Anspruch </div> <div class="para">besteht so lange als von der Fortsetzung der Behandlung </div> <div class="para">eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet </div> <div class="para">werden kann. Alsdann entsteht, soweit die entsprechenden </div> <div class="para">weiteren Voraussetzungen erfüllt sind (<span class="artref">Art. 18 </span></div> <div class="para">UVG), ein Anspruch auf eine Invalidenrente (<span class="artref">Art. 19 Abs. 1 </span></div> <div class="para">UVG). Nach der Rentenfestsetzung hat die Versicherung Heilbehandlung </div> <div class="para">noch im Rahmen von <span class="artref">Art. 21 UVG</span> zu gewähren. </div> <div class="para">Die Pflegeleistungen sind grundsätzlich in natura, auf </div> <div class="para">Kosten des Unfallversicherers, zur Verfügung zu stellen </div> <div class="para">(Naturalleistungsprinzip; Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, </div> <div class="para">S. 274). Indem <span class="artref">Art. 48 Abs. 1 UVG</span> den </div> <div class="para">Versicherer ermächtigt, im Einzelfall die diagnostischen </div> <div class="para">und therapeutischen Massnahmen festzulegen, überbindet das </div> <div class="para">Gesetz diesem die Verantwortung für die Heilbehandlung </div> <div class="para">(RKUV 1995 Nr. U 227 S. 190 Erw. 2a mit Literaturhinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Wie in der Expertise der Poliklinik vom 20. August </div> <div class="para">1997 überzeugend dargelegt wird, erlitt der Beschwerdegegner </div> <div class="para">durch den Unfall vom 19. April 1991 und dessen unmittelbare </div> <div class="para">und mittelbare Folgen eine psychische Störung, die </div> <div class="para">sich auch in einem somatischen Syndrom ausdrückt, das die </div> <div class="para">im Rahmen der organisch bedingten Behinderung mögliche Genesung </div> <div class="para">verzögert, allenfalls gar verhindert. Es steht auf </div> <div class="para">Grund der medizinischen Akten fest und ist zu Recht unbestritten, </div> <div class="para">dass die gesundheitliche Störung psychotherapeutisch </div> <div class="para">behandlungsbedürftig ist und von dieser Behandlung </div> <div class="para">eine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes und der </div> <div class="para">Arbeitsfähigkeit erwartet werden kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4.- Die Vorinstanz hat auf Grund des von ihr eingeholten </div> <div class="para">Gutachtens der Poliklinik vom 20. August 1997 zutreffend </div> <div class="para">festgestellt, dass der natürliche Kausalzusammenhang </div> <div class="para">zwischen dem Unfall vom 19. April 1991 und der psychiatrisch </div> <div class="para">behandelbaren mittelgradigen, anhaltenden, depressiven </div> <div class="para">Störung mit somatischem Syndrom (ICD-10, F 33.11) gegeben </div> <div class="para">ist. Zweifelhaft erschien ihr der natürliche Kausalzusammenhang </div> <div class="para">zwischen dem Unfall vom 17. April 1989 und der </div> <div class="para">psychischen Fehlentwicklung, da sich ein Hinweis auf die </div> <div class="para">subdepressive Stimmungslage erstmals im Bericht des IV-Berufsberaters </div> <div class="para">vom 22. Januar 1993 finde. Diese Frage konnte </div> <div class="para">sie zu Recht offen lassen, wie sich im Folgenden zeigen </div> <div class="para">wird. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">5.- a) Die Leistungspflicht des Unfallversicherers </div> <div class="para">setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis </div> <div class="para">und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang </div> <div class="para">besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann </div> <div class="para">als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach </div> <div class="para">dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen </div> <div class="para">Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der </div> <div class="para">Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses </div> <div class="para">Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt </div> <div class="para">erscheint (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=25.02.2001&amp;to_date=16.03.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-456%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page461">BGE 125 V 461</a> Erw. 5a mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) aa) Der Begriff der adäquaten Kausalität ist in </div> <div class="para">allen Rechtsgebieten identisch (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=25.02.2001&amp;to_date=16.03.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-V-98%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page103">BGE 123 V 103</a> Erw. 3d; vgl. </div> <div class="para">auch <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=25.02.2001&amp;to_date=16.03.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-IB-334%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page342">BGE 119 Ib 342</a> Erw. 3c und 345 Erw. 5b). Hingegen unterscheiden </div> <div class="para">sich die gesetzlichen Haftungsvoraussetzungen. </div> <div class="para">Dies führt mit Rücksicht auf die Besonderheiten des jeweiligen </div> <div class="para">Rechtsgebietes, z.B. des Zivil- und des Strafrechts, </div> <div class="para">notwendigerweise dazu, dass der Grundsatz der adäquaten </div> <div class="para">Kausalität unterschiedlich angewendet wird, und hat namentlich </div> <div class="para">auch zur Folge, dass im Recht der sozialen Unfallversicherung </div> <div class="para">der Adäquanz als Wertungselement im Hinblick auf </div> <div class="para">eine versicherungsmässig vernünftige und gerechte Abgrenzung </div> <div class="para">haftungsbegründender und haftungsausschliessender Unfälle </div> <div class="para">(<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=25.02.2001&amp;to_date=16.03.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-V-415%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page417">BGE 122 V 417</a> Erw. 2c mit Hinweisen) andere Beurteilungskriterien </div> <div class="para">und Massstäbe zu Grunde gelegt werden als </div> <div class="para">im Haftpflichtrecht (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=25.02.2001&amp;to_date=16.03.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-III-110%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page111">BGE 123 III 111</a> Erw. 3, 123 V 104 Erw. </div> <div class="para">3d, EVGE 1960 S. 264 Erw. 2). Zu beachten gilt es in diesem </div> <div class="para">Zusammenhang, dass die zivilrechtliche Praxis selbst bei </div> <div class="para">weitgehender Preisgabe der steuernden oder begrenzenden </div> <div class="para">Funktion des Adäquanzbegriffs im Gegensatz zum </div> <div class="para">Sozialversicherungsrecht nach Art. 43 f. OR die Möglichkeit </div> <div class="para">zu einem differenzierten Schadensausgleich hat, wenn die </div> <div class="para">Haftungsvoraussetzungen im Grundsatz bejaht werden. </div> <div class="para">Demgegenüber ist mit dem Inkrafttreten des UVG am 1. Januar </div> <div class="para">1984 das bisherige Kürzungskorrektiv des <span class="artref">Art. 91 KUVG</span> durch </div> <div class="para">den neuen <span class="artref">Art. 36 UVG</span> stark eingeschränkt worden </div> <div class="para">(Meyer-Blaser, Kausalitätsfragen auf dem Gebiet des </div> <div class="para">Sozialversicherungsrechts, in: SZS 1994 S. 97). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">bb) Innerhalb des Sozialversicherungsrechts spielt die </div> <div class="para">Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen </div> <div class="para">Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers </div> <div class="para">im Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen </div> <div class="para">praktisch keine Rolle (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=25.02.2001&amp;to_date=16.03.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-V-98%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page102">BGE 123 V 102</a> Erw. 3b, 118 V </div> <div class="para">291 f. Erw. 3a, 117 V 365 Erw. 5d/bb mit Hinweisen). Bei </div> <div class="para">der Beurteilung der Adäquanz von organisch nicht (hinreichend) </div> <div class="para">nachweisbaren Unfallfolgeschäden ist wie folgt zu </div> <div class="para">differenzieren: Es ist zunächst abzuklären, ob die versicherte </div> <div class="para">Person beim Unfall ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule, </div> <div class="para">eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung </div> <div class="para">(SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2) oder ein Schädel-Hirntrauma </div> <div class="para">erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die </div> <div class="para">Rechtsprechung gemäss <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=25.02.2001&amp;to_date=16.03.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F115-V-133%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page140">BGE 115 V 140</a> Erw. 6c/aa zur Anwendung. </div> <div class="para">Ergeben die Abklärungen indessen, dass die versicherte </div> <div class="para">Person eine der soeben erwähnten Verletzungen erlitten </div> <div class="para">hat, muss beurteilt werden, ob die zum typischen Beschwerdebild </div> <div class="para">einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen </div> <div class="para">(vgl. dazu: <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=25.02.2001&amp;to_date=16.03.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-V-335%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page337">BGE 119 V 337</a> Erw. 1, 117 V 360 Erw. 4b) </div> <div class="para">zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen </div> <div class="para">Problematik aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft </div> <div class="para">dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in </div> <div class="para">BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa für Unfälle mit psychischen Folgeschäden </div> <div class="para">aufgestellten Grundsätze massgebend; andernfalls </div> <div class="para">erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 117 </div> <div class="para">V 366 Erw. 6a und 382 Erw. 4b festgelegten Kriterien (BGE </div> <div class="para">123 V 99 Erw. 2a). Bei psychischen Fehlentwicklungen im </div> <div class="para">Anschluss an Berufskrankheiten hat die Adäquanzprüfung nach </div> <div class="para">haftpflichtrechtlichen Grundsätzen zu erfolgen (BGE 125 V </div> <div class="para">456). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">cc) Nach <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=25.02.2001&amp;to_date=16.03.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F115-V-133%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page138">BGE 115 V 138</a> ff. Erw. 6 (bestätigt u.a. in </div> <div class="para">BGE 124 V 44 Erw. 5c/bb und 213 f. Erw. 4b) ist für die Beurteilung </div> <div class="para">des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem </div> <div class="para">Unfall und der anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung </div> <div class="para">mit Einschränkung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit </div> <div class="para">an das Unfallereignis anzuknüpfen. Bei banalen und </div> <div class="para">leichten Unfällen kann der adäquate Kausalzusammenhang </div> <div class="para">zwischen Unfall und nachfolgenden Gesundheitsstörungen in </div> <div class="para">der Regel ohne weiteres verneint werden, weil auf Grund der </div> <div class="para">allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer </div> <div class="para">Erkenntnisse davon ausgegangen werden </div> <div class="para">darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen </div> <div class="para">Gesundheitsschaden zu verursachen. Bei schweren </div> <div class="para">Unfällen dagegen ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen </div> <div class="para">Unfall und Folgen in der Regel zu bejahen. Denn nach </div> <div class="para">dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen </div> <div class="para">Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, entsprechende </div> <div class="para">Gesundheitsschäden zu bewirken. Bei Unfällen aus dem mittleren </div> <div class="para">Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und </div> <div class="para">Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht auf </div> <div class="para">Grund des Unfalls allein schlüssig beantworten. Weitere, </div> <div class="para">objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem </div> <div class="para">Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte oder indirekte </div> <div class="para">Folgen davon erscheinen, sind in eine Gesamtwürdigung </div> <div class="para">einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen: </div> <div class="para">- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit </div> <div class="para">des Unfalls; </div> <div class="para">- die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, </div> <div class="para">insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische </div> <div class="para">Fehlentwicklungen auszulösen; </div> <div class="para">- ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; </div> <div class="para">- körperliche Dauerbeschwerden; </div> <div class="para">- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich </div> <div class="para">verschlimmert; </div> <div class="para">- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">- Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit. </div> <div class="para">Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die </div> <div class="para">Gesamtwürdigung ist nicht in jedem Fall erforderlich. Je </div> <div class="para">nach den konkreten Umständen kann für die Beurteilung des </div> <div class="para">adäquaten Kausalzusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. </div> <div class="para">Dies trifft einerseits zu, wenn es sich um einen Unfall </div> <div class="para">handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittleren </div> <div class="para">Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall zu einem schweren </div> <div class="para">Unfall zu qualifizieren ist. Anderseits kann im gesamten </div> <div class="para">mittleren Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn </div> <div class="para">es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist. Kommt keinem </div> <div class="para">Einzelkriterium besonderes bzw. ausschlaggebendes Gewicht </div> <div class="para">zu, so müssen mehrere unfallbezogene Kriterien herangezogen </div> <div class="para">werden. Dies gilt umso mehr, je leichter der Unfall </div> <div class="para">ist. Handelt es sich beispielsweise um einen Unfall im </div> <div class="para">mittleren Bereich, der aber dem Grenzbereich zu den leichten </div> <div class="para">Unfällen zuzuordnen ist, müssen die weiteren zu berücksichtigenden </div> <div class="para">Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise </div> <div class="para">erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht wird (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=25.02.2001&amp;to_date=16.03.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F115-V-133%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page139">BGE 115 V 139</a> </div> <div class="para">Erw. 6a bis c). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">c) Während sich die SUVA auf den Standpunkt stellt, </div> <div class="para">die Adäquanz als Voraussetzung des Heilbehandlungsanspruchs </div> <div class="para">beurteile sich nach den gleichen Kriterien wie im Zusammenhang </div> <div class="para">mit dem Invalidenrentenanspruch, rechtfertigt es sich </div> <div class="para">nach Auffassung der Vorinstanz, den adäquaten Kausalzusammenhang </div> <div class="para">zwischen Unfall und psychischer Fehlentwicklung im </div> <div class="para">Hinblick auf die Leistungspflicht für vorübergehende, zeitlich </div> <div class="para">beschränkte Leistungen nach einem milderen Massstab zu </div> <div class="para">beurteilen als für Dauerleistungen, auf welche sich die </div> <div class="para">Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">zur Adäquanz psychogener Unfallfolgen gemäss <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=25.02.2001&amp;to_date=16.03.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F115-V-133%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page133">BGE 115 V 133</a> </div> <div class="para">in erster Linie beziehe. Ob bestimmte Leiden dem Unfall zuzuordnen </div> <div class="para">und entsprechende Leistungen dem Unfallversicherer </div> <div class="para">zu überbinden seien, brauche für die beiden Leistungsarten </div> <div class="para">keineswegs gleich beantwortet zu werden. Die Möglichkeit </div> <div class="para">einer Differenzierung zwischen den Leistungsarten im Hinblick </div> <div class="para">auf die Beurteilung der Adäquanz leitet die Vorinstanz </div> <div class="para">unter Hinweis auf <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=25.02.2001&amp;to_date=16.03.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-V-98%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page105">BGE 123 V 105</a> Erw. 3 aus der Funktion </div> <div class="para">des Adäquanzbegriffs als Haftungsbegrenzung ab. </div> <div class="para">Zu erwähnen bleibt <span class="artref">Art. 36 UVG</span>, welcher für den Fall, </div> <div class="para">dass die Gesundheitsschädigung nur teilweise Folge eines </div> <div class="para">Unfalles ist, ebenfalls eine Unterscheidung nach </div> <div class="para">Leistungsart trifft: Die Pflegeleistungen und </div> <div class="para">Kostenvergütungen sowie die Taggelder und </div> <div class="para">Hilflosenentschädigungen werden nicht (Abs. 1), die </div> <div class="para">Invalidenrenten, Integritätsentschädigungen und die </div> <div class="para">Hinterlassenenrenten werden angemessen gekürzt (Abs. 2 </div> <div class="para">Satz 1). Für das Anlegen eines milderen Massstabes </div> <div class="para">könnte auch angeführt werden, dass die Durchführung aller </div> <div class="para">Erfolg versprechenden Heilbehandlungen und die damit allenfalls </div> <div class="para">bewirkte Verhinderung einer Invalidität am ehesten </div> <div class="para">gewährleistet ist, wenn die Tragung der Verantwortung des </div> <div class="para">Unfallversicherers für die Heilbehandlung (Erw. 3a hievor) </div> <div class="para">nicht durch strenge Adäquanzgesichtspunkte eingeschränkt </div> <div class="para">wird. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">d) Lehre und Rechtsprechung lassen den sozialen Unfallversicherer </div> <div class="para">für Schäden nur dann einstehen, wenn diese </div> <div class="para">sowohl in einem natürlichen wie auch in einem adäquaten </div> <div class="para">Kausalzusammenhang mit dem schädigenden Ereignis stehen. </div> <div class="para">Die zur Adäquanz entwickelte Praxis (Erw. 5b/bb hievor) </div> <div class="para">differenziert einerseits nach der Art des eingetretenen </div> <div class="para">Schadens (so unter anderem danach, ob eine psychische </div> <div class="para">Fehlentwicklung mit oder ohne zum typischen Beschwerdebild </div> <div class="para">eines Schleudertraumas der Halswirbelsäule, einer dem </div> <div class="para">Schleudertrauma äquivalenten Verletzung oder eines Schädel-Hirntraumas </div> <div class="para">gehörende Beeinträchtigungen vorliegt) und </div> <div class="para">anderseits nach der Art des schädigenden Ereignisses (Unfall </div> <div class="para">oder Berufskrankheit). Der im Einzelfall in Betracht </div> <div class="para">zu ziehenden Leistung kommt im Rahmen der Prüfung der Adäquanz </div> <div class="para">keine Massgeblichkeit zu. Denn die Frage nach der </div> <div class="para">Leistungsart stellt sich erst, wenn ein leistungsbegründender </div> <div class="para">adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall oder </div> <div class="para">der Berufskrankheit einerseits und der Gesundheitsschädigung </div> <div class="para">anderseits zu bejahen ist. Entsprechend verhält es </div> <div class="para">sich im Übrigen auch mit der in <span class="artref">Art. 36 UVG</span> getroffenen </div> <div class="para">Regelung. Diese setzt die Prüfung - und in der Folge die </div> <div class="para">Bejahung - der Kausalität bereits voraus (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=25.02.2001&amp;to_date=16.03.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-V-98%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page103">BGE 123 V 103</a> </div> <div class="para">Erw. 3c). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">e) Nach dem Gesagten kann somit bei der Beurteilung </div> <div class="para">des adäquaten Kausalzusammenhangs - entgegen der Ansicht </div> <div class="para">der Vorinstanz - kein "milderer Massstab" zur Anwendung </div> <div class="para">kommen, wenn die Frage im Raum steht, ob vorübergehende </div> <div class="para">Leistungen zu gewähren seien. Unabhängig davon ist einzuräumen, </div> <div class="para">dass die differenzierende Praxis zur Adäquanz auf </div> <div class="para">Fälle ausgerichtet ist, in denen die Prüfung des adäquaten </div> <div class="para">Kausalzusammenhangs einige Zeit nach dem Unfallereignis </div> <div class="para">stattfindet. Dies zeigt sich darin, dass verschiedene Adäquanzkriterien </div> <div class="para">einen Zeitfaktor beinhalten (ungewöhnlich </div> <div class="para">lange Dauer der ärztlichen Behandlung, Dauerbeschwerden, </div> <div class="para">Dauer der Arbeitsunfähigkeit etc.; vgl. Erw. 5b/cc hievor). </div> <div class="para">Ob sich deshalb eine Weiterentwicklung der Rechtsprechung </div> <div class="para">rechtfertigt, welche es erlaubt, dem Zeitpunkt Rechnung zu </div> <div class="para">tragen, in welchem die Adäquanzprüfung stattfindet, muss </div> <div class="para">allerdings hier nicht beantwortet werden, wie sich aus dem </div> <div class="para">Folgenden ergibt. In der Regel stellt sich die Frage nach </div> <div class="para">dem adäquaten Kausalzusammenhang zwischen schädigendem Ereignis </div> <div class="para">und psychischen Fehlentwicklungen erst nach einer </div> <div class="para">längeren ärztlichen Behandlung und/oder nach einer länger </div> <div class="para">dauernden, vollen oder teilweisen Arbeitsunfähigkeit. </div> <div class="para">Während es sich bei solchen Gesundheitsbeschwerden um evolutive </div> <div class="para">Geschehnisse handelt, welche meist nicht bereits </div> <div class="para">kurz nach dem Unfall auftreten, stehen unmittelbar nach dem </div> <div class="para">schädigenden Ereignis regelmässig somatische Beschwerden im </div> <div class="para">Vordergrund. So verhält es sich auch im vorliegenden Fall. </div> <div class="para">Die psychische Störung, welche zufolge der medizinischen </div> <div class="para">Akten auf das Ereignis vom 19. April 1991 zurückzuführen </div> <div class="para">ist, wurde erstmals am 28. Juni 1993 von der Ärztin der </div> <div class="para">BEFAS wahrgenommen. Für die Prüfung des Anspruchs auf Übernahme </div> <div class="para">der Kosten für die Behandlung der psychischen Fehlentwicklung </div> <div class="para">ist der Sachverhalt massgebend, wie er sich bis </div> <div class="para">zum Zeitpunkt des Einspracheentscheides (16. Juni 1995) </div> <div class="para">darstellt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=25.02.2001&amp;to_date=16.03.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-V-362%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page366">BGE 121 V 366</a> Erw. 1b mit Hinweisen). Das Vorliegen </div> <div class="para">der Adäquanzkriterien lässt sich somit anhand einer </div> <div class="para">über vierjährigen Entwicklung beurteilen. Einer Anwendung </div> <div class="para">der bisherigen Rechtsprechung zur Abklärung des adäquaten </div> <div class="para">Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall vom 19. April 1991 </div> <div class="para">und der psychischen Fehlentwicklung steht deshalb nichts </div> <div class="para">entgegen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">6.- Auf Grund des augenfälligen Geschehensablaufs und </div> <div class="para">der dabei erlittenen Gesundheitsschädigung ist der Unfall </div> <div class="para">vom 19. April 1991, bei dem der Versicherte versuchte, </div> <div class="para">einen umfallenden, 200 kg schweren Torrahmen allein aufzufangen </div> <div class="para">und sich Rückenbeschwerden zuzog, im Rahmen der nach </div> <div class="para">der Rechtsprechung vorzunehmenden Einteilung (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=25.02.2001&amp;to_date=16.03.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F115-V-133%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page138">BGE 115 V 138</a> </div> <div class="para">Erw. 6), anders als die von der Beschwerdeführerin genannten </div> <div class="para">Schadensereignisse (nicht veröffentlichte Urteile H. </div> <div class="para">vom 17. September 1996, U 154/95, M. vom 16. Oktober 1995, </div> <div class="para">U 60/95, B. vom 8. April 1991, U 47/90, und N. vom 6. Mai </div> <div class="para">1991, U 52/90), welche vom Eidgenössischen Versicherungsgericht </div> <div class="para">als leicht qualifiziert wurden, dem mittleren Bereich, </div> <div class="para">allerdings im Grenzbereich zu den leichten Unfällen, </div> <div class="para">zuzuordnen. Die Adäquanz wäre deshalb nur zu bejahen, wenn </div> <div class="para">eines der massgebenden Kriterien in besonders ausgeprägter </div> <div class="para">Weise oder die zu berücksichtigenden Kriterien in gehäufter </div> <div class="para">oder auffallender Weise erfüllt wären (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=25.02.2001&amp;to_date=16.03.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F115-V-133%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page140">BGE 115 V 140</a> </div> <div class="para">Erw. 6c/bb). So verhält es sich jedoch nicht. Der Unfall </div> <div class="para">war weder besonders eindrücklich noch hat er sich unter </div> <div class="para">besonders dramatischen Begleitumständen ereignet. Von einer </div> <div class="para">schweren oder besonderen Art der Verletzungen, die erfahrungsgemäss </div> <div class="para">geeignet ist, psychische Fehlentwicklungen auszulösen, </div> <div class="para">kann nicht gesprochen werden. Der Unfallversicherer </div> <div class="para">hat die Kosten einer Psychotherapie nur dann zu übernehmen, </div> <div class="para">wenn das psychische Leiden adäquat unfallkausal </div> <div class="para">ist. Aus deren Unterlassung darf aber, entgegen der Meinung </div> <div class="para">der Vorinstanz, weder auf eine ärztliche Fehlbehandlung geschlossen </div> <div class="para">werden, noch geht es an, gestützt auf dieses Kriterium </div> <div class="para">die Adäquanzfrage zu beurteilen. Es verhält sich </div> <div class="para">diesbezüglich nicht anders als mit der psychisch bedingten </div> <div class="para">Arbeitsunfähigkeit, die weder in Bezug auf Dauer noch Ausmass </div> <div class="para">in die Adäquanzprüfung einbezogen werden darf (RKUV </div> <div class="para">1993 Nr. U 166 S. 94 Erw. 2c mit Hinweisen). Wie dem Bericht </div> <div class="para">der SUVA-Rehabilitationsklinik X.________ vom </div> <div class="para">3. Dezember 1992 entnommen werden kann, liessen sich </div> <div class="para">klinisch keine radikulären Symptome eruieren und es </div> <div class="para">bestanden auch keine Hinweise für Diskopathien und </div> <div class="para">Affektionen der Intervertebralgelenke. Ein radiologisches </div> <div class="para">Korrelat zu den vom Versicherten geschilderten Beschwerden </div> <div class="para">fehlte somit. In ihrem Bericht vom 19. Oktober 1994 gab die </div> <div class="para">Klinik an, dass sich in Bezug auf den Rücken radiologisch </div> <div class="para">erstaunlich wenig Instabilitätszeichen feststellen liessen. </div> <div class="para">Auch die Rheumaklinik kam in ihrem Gerichtsgutachten vom </div> <div class="para">21. Mai 1997 zum Schluss, dass die geklagten massiven </div> <div class="para">Beschwerden in ihrer Ausgestaltung mit den erhobenen, nur </div> <div class="para">mässig ausgeprägten objektiven radiologischen Befunden </div> <div class="para">kontrastierten. Zufolge psychischer Überlagerung der </div> <div class="para">somatischen Leiden ist das Kriterium der körperlichen </div> <div class="para">Dauerschmerzen daher ebenfalls nicht erfüllt. Schliesslich </div> <div class="para">liegt auch keine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen </div> <div class="para">Behandlung somatischer Unfallfolgen vor. Der Versicherte </div> <div class="para">kann zwar der vor dem Unfall vom 19. April 1991 ausgeübten </div> <div class="para">Tätigkeit als Monteur nicht mehr nachgehen. Auf Grund </div> <div class="para">seiner körperlichen Verfassung wäre ihm aber gemäss Bericht </div> <div class="para">der SUVA-Rehabilitationsklinik X.________ vom 3. Dezember </div> <div class="para">1992 eine leichte Tätigkeit ohne Heben von Lasten über 10 </div> <div class="para">bis 15 kg wieder zumutbar. Demgegenüber gab Dr. med. </div> <div class="para">H.________ in seinem ärztlichen Zwischenbericht vom </div> <div class="para">30. Juni 1993 eine seit 27. Juni 1991 unverändert </div> <div class="para">bestehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit an. Dr. med. </div> <div class="para">S.________ ging von einer 50 %igen Arbeitsfähigkeit ab </div> <div class="para">14. September 1993 aus (Angaben des Kreisarztes vom </div> <div class="para">15. September 1993). Inwieweit diese im Jahr 1993 schon auf </div> <div class="para">die psychischen Beschwerden zurückzuführen war und deshalb </div> <div class="para">im Rahmen der Adäquanzbeurteilung unberücksichtigt zu </div> <div class="para">bleiben hätte, kann offen gelassen werden, denn selbst wenn </div> <div class="para">die lange Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit </div> <div class="para">gegeben wäre, könnte die Adäquanz der psychischen </div> <div class="para">Fehlentwicklung nicht bejaht werden, wie sich zeigen wird. </div> <div class="para">Der Versicherte hielt sich vom 10. Juli bis 9. August 1991 </div> <div class="para">sowie vom 24. November bis 1. Dezember 1992 in der </div> <div class="para">SUVA-Rehabilitationsklinik X.________, vom 27. April bis </div> <div class="para">8. Juni 1992 zu einer Badekur im ehemaligen Jugoslawien und </div> <div class="para">vom 21. September bis 19. Oktober 1994 zur Abklärung der </div> <div class="para">Rückenbeschwerden und Behandlung einer Fersenbeinverletzung </div> <div class="para">in der Klinik Y.________ auf. Nach der perkutanen Nukleotomie </div> <div class="para">vom 18. Oktober 1991 war eine zweite in Aussicht genommene </div> <div class="para">Operation schliesslich nicht durchgeführt worden. </div> <div class="para">Das Vorliegen eines schwierigen Heilungsverlaufs ist auf </div> <div class="para">Grund dieser Umstände zu bejahen. Insgesamt ist jedoch </div> <div class="para">weder ein einziges Kriterium in besonders ausgeprägter </div> <div class="para">Weise gegeben, noch sind die massgebenden Kriterien in gehäufter </div> <div class="para">oder auffallender Weise erfüllt, weshalb die Adäquanz </div> <div class="para">der psychischen Beeinträchtigungen zu verneinen ist. </div> <div class="para">Die SUVA hat folglich die Kosten für die Behandlung der </div> <div class="para">psychischen Fehlentwicklung nicht zu tragen, was zur Gutheissung </div> <div class="para">der Verwaltungsgerichtsbeschwerde führt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">7.- Da es im vorliegenden Verfahren um Versicherungsleistungen </div> <div class="para">geht, sind gemäss <span class="artref">Art. 134 OG</span> keine Gerichtskosten </div> <div class="para">zu erheben. Die seitens des Versicherten beantragte unentgeltliche </div> <div class="para">Verbeiständung kann gewährt werden (Art. 152 </div> <div class="para">in Verbindung mit <span class="artref">Art. 135 OG</span>), da die Bedürftigkeit aktenkundig </div> <div class="para">ist und die Vertretung geboten war (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=25.02.2001&amp;to_date=16.03.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-V-301%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page309">BGE 124 V 309</a> </div> <div class="para">Erw. 6; AHI 1999 S. 85 Erw. 3). Es wird indessen ausdrücklich </div> <div class="para">auf <span class="artref">Art. 152 Abs. 3 OG</span> aufmerksam gemacht, wonach die </div> <div class="para">begünstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten </div> <div class="para">haben wird, wenn sie später dazu im Stande ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I. In Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde werden </div> <div class="para">die Dispositiv-Ziffern 1, 4 und 5 des Entscheides </div> <div class="para">des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 5. März </div> <div class="para">1998 aufgehoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III. Zufolge Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung </div> <div class="para">wird Rechtsanwalt Marco Unternährer, Luzern, für das </div> <div class="para">Verfahren vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht </div> <div class="para">aus der Gerichtskasse eine Entschädigung (einschliesslich </div> <div class="para">Mehrwertsteuer) von Fr. 2500.- ausgerichtet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV. Das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern wird über </div> <div class="para">eine Neuverlegung der Parteikosten für das kantonale </div> <div class="para">Verfahren entsprechend dem Ausgang des letztinstanzlichen </div> <div class="para">Prozesses zu befinden haben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">V. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht </div> <div class="para">des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche </div> <div class="para">Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherung </div> <div class="para">zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 2. März 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der I. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: </div> </div></body></html>