<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2022.00167</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=222450&amp;W10_KEY=13045548&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2022.00167</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 16.06.2022</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einreise zur erwerbslosen Wohnsitznahme bei der Tochter bzw. beim Sohn</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Die 1954 geborene russische Staatsangehörige ersucht um Bewilligung der Einreise zur Wohnsitznahme in der Schweiz, wo ihre Tochter und ihr Sohn leben, die deutsche Staatsbürgerin bzw. Staatsbürger sind.] Die Beschwerdeführerin 1 vermag ihren nach den Verhältnissen in Russland berechneten Bedarf nicht durch eigenes Einkommen zu decken (E. 3.2). Die Beschwerdeführenden vermögen zu belegen, dass die Beschwerdeführerin 1 von ihren Kindern insgesamt mindestens Fr. 2'400.- erhielt und diese ihr auch den Kauf einer Wohnung finanzierten sowie sie regelmässig monatelang bei sich wohnen liessen. Aufgrund dessen ist erwiesen, dass die Beschwerdeführerin von ihren Kindern in erheblichem Masse finanziell unterstützt wird (E.3.3 ff.). Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAMILIENNACHZUG">FAMILIENNACHZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREIZÃGIGKEITSABKOMMEN (FZA)">FREIZÃGIGKEITSABKOMMEN (FZA)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KINDER">KINDER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHZUG ZUM KIND">NACHZUG ZUM KIND</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 3 Abs. 1 lit. b FZA</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=57222" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2022.00167</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">16. Juni 2022</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sidentin Tamara NÃ¼ssle<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Marco Donatsch, Verwaltungsrichter Martin Bertschi, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Elias Ritzi.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. A, <br/> <br/> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. B, <br/> <br/> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>3. C,<b> </b><br/> <br/> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>alle vertreten durch RA D, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrende</span></b><span>, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner</span></b><span>, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Einreise zur erwerbslosen Wohnsitznahme </b></p> <p class="MsoNormal"><b>bei der Tochter bzw. beim Sohn,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A ist eine 1954 geborene russische StaatsangehÃ¶rige, wohnhaft in E (Teilrepublik Dagestan, Russland). Ihre Tochter B (geboren 1981) und ihr Sohn C (geboren 1982), beide deutsche StaatsangehÃ¶rige, leben in der Schweiz. Am 4. Mai 2021 ersuchten A, B und C um Bewilligung der Einreise zur erwerbslosen Wohnsitznahme von A bei ihrer Tochter und ihrem Sohn. Das Migrationsamt wies das Gesuch mit VerfÃ¼gung vom 1. November 2021 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Sicherheitsdirektion wies einen hiergegen erhobenen Rekurs mit Entscheid vom 15. Februar 2022 ab, soweit er nicht gegenstandslos geworden war, und setzte A zum Verlassen der Schweiz eine Frist bis 15. Mai 2022 (Dispositiv-Ziff. I und II). Die Rekurskosten wurden A, B und C je zu gleichen Teilen unter solidarischer Haftung auferlegt, und es wurde keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 22. MÃ¤rz 2022 liessen A, B und C dem Verwaltungsgericht beantragen, unter EntschÃ¤digungsfolge sei der Rekursentscheid aufzuheben und das Gesuch um Familiennachzug vom 4. Mai 2021 gutzuheissen. Eventualiter sei die Sache zur erneuten AbklÃ¤rung und Entscheidfindung an die Vorinstanz bzw. ans Migrationsamt zurÃ¼ckzuweisen. Weiter beantragten A, B und C, sie seien durch das Verwaltungsgericht zum rechtserheblichen Sachverhalt formell zu befragen, es sei A im Sinne einer vorsorglichen Massnahme der Aufenthalt zu gestatten und das Migrationsamt sei anzuweisen, von jeglichen Vollzugshandlungen abzusehen.</p> <p class="Urteilstext"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 24. MÃ¤rz 2022 wurde angeordnet, dass eine Wegweisungsvollstreckung gegenÃ¼ber A bis auf Weiteres zu unterbleiben habe. </span></p> <p class="Urteilstext">Die Sicherheitsdirektion verzichtete am 30. MÃ¤rz 2022 auf eine Vernehmlassung. Das Migrationsamt erstattete keine Beschwerdeantwort.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r Beschwerden gegen Rekursentscheide der Vorinstanz Ã¼ber Anordnungen des Beschwerdegegners betreffend das Aufenthaltsrecht nach §§ 41 ff. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Nach Art. 3 Abs. 1 und Abs. 2 lit. b Anhang I FZA haben FamilienangehÃ¶rige einer Person, die StaatsangehÃ¶rige einer Vertragspartei ist und ein Aufenthaltsrecht hat, das Recht, bei ihr Wohnung zu nehmen. Als FamilienangehÃ¶rige gelten auch die eigenen Verwandten und die Verwandten des Ehegatten in aufsteigender Linie (Eltern, Grosseltern), denen Unterhalt gewÃ¤hrt wird. Die entsprechende Eigenschaft ergibt sich aus einer tatsÃ¤chlichen Situation, die dadurch gekennzeichnet ist, dass der erforderliche Unterhalt des FamilienangehÃ¶rigen von der bzw. vom Aufenthaltsberechtigten zumindest teilweise und regelmÃ¤ssig in einer ge­wissen Erheblichkeit materiell sichergestellt wird (vgl. zum Ganzen BGr, 21. April 2020, 2C_757/2019, E. 4.1 mit Hinweisen; Marcel Dietrich, Die FreizÃ¼gigkeit der Arbeitnehmer in der EuropÃ¤ischen Union, ZÃ¼rich 1995, S. 327).</p> <p class="Erwgung2">Dabei kommt es darauf an, ob die nachzuziehende (verwandte) Person in Anbetracht ihrer wirtschaftlichen und sozialen Situation in der Lage ist, ihre GrundbedÃ¼rfnisse selber zu decken, oder ob sie zusÃ¤tzliche Mittel benÃ¶tigt, die ihr von der hier aufenthaltsberechtigten Person erbracht werden. Nicht massgeblich sind die spezifischen GrÃ¼nde fÃ¼r die Inanspruchnahme der UnterstÃ¼tzung, wohl aber das Bestehen des Unterhaltsbedarfs, andernfalls das Erfordernis der GewÃ¤hrung des Unterhalts im Rahmen von Art. 3 Abs. 2 lit. b Anhang I FZA jegliche Konturen verlÃ¶re (BGr, 21. April 2020, 2C_757/2019, E. 4.1 und E. 4.3 â 6. Februar 2019, 2C_629/2018, E. 4.1 â 19. Juli 2017, 2C_301/2016, E. 3.4.4 [jeweils mit Hinweisen]; siehe auch Marc Spescha in: ders<span>. et al., Migrationsrecht, 5. A., ZÃ¼rich 2019, </span>Art. 3 Anhang I FZA N. 14; Christina Schnell, ArbeitnehmerfreizÃ¼gigkeit in der Schweiz. AusgewÃ¤hlte rechtliche Aspekte zum PersonenfreizÃ¼gigkeitsabkommen, ZÃ¼rich etc. 2010, S. 167).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die Vertragsparteien dÃ¼rfen nach Art. 3 Abs. 3 lit. c Anhang I FZA in diesem Zusammenhang von den gesuchstellenden Personen eine von der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde des Heimat- oder Herkunftsstaats ausgestellte Bescheinigung verlangen, in der bestÃ¤tigt wird, dass die nachziehende (aufenthaltsberechtigte) Person der bzw. dem nachzuziehenden FamilienangehÃ¶rigen tatsÃ¤chlich Unterhalt gewÃ¤hrt oder beide in diesem Staat in einer hÃ¤uslichen Gemeinschaft leben. </p> <p class="Erwgung2">Diese Bestimmung legt das Bundesgericht praxisgemÃ¤ss dahingehend aus, dass die tatsÃ¤chliche UnterhaltsgewÃ¤hrung mit geeigneten Mitteln nachgewiesen werden mÃ¼sse, wobei die "blosse VerpflichtungserklÃ¤rung" der aufenthaltsberechtigten Person oder ihres Ehegatten, zum Unterhalt der bzw. des betroffenen FamilienangehÃ¶rigen beizutragen, nicht als geeigneter Nachweis in diesem Sinn angesehen wird (BGr, 26. August 2021, 2C_184/2021, E. 3.2 â 21. April 2020, 2C_757/2019, E. 4.5 â 14. November 2018, 2C_929/2018, E. 5.1 â 19. Juli 2017, 2C_301/2016, E. 3.1 und E. 3.4.4; vgl. auch EuGH, 16. Januar 2014, Rs. C-423/12, Reyes, N. 20; ferner EuGH, 5. September 2012, Rs. C-83/11, Rahman, N. 38, wonach die Mitgliedstaaten sich davon zu Ã¼berzeugen hÃ¤tten, dass die genannte AbhÃ¤ngigkeit tatsÃ¤chlich bestehe, von Dauer sei und nicht allein mit dem Ziel herbeigefÃ¼hrt worden sei, in den Aufnahmemitgliedstaat einreisen und sich dort aufhalten zu dÃ¼rfen, und 9. Januar 2007, Rs. C-1/05, Jia, N. 43; ferner die SchlussantrÃ¤ge des Generalanwalts Geelhoed hierzu vom 27. April 2006, N. 98; Spescha<span>, </span>Art. 3 Anhang I FZA N. 14 und N. 19).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Der Unterhaltsbedarf bzw. die UnterhaltsgewÃ¤hrung muss fÃ¼r die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 lit. b Anhang I FZA im Zeitpunkt bestehen, in dem der Familiennachzug beantragt wird. Auf die VerhÃ¤ltnisse in der Schweiz ist abzustellen, wenn sich der nachzuziehende FamilienangehÃ¶rige bereits seit mehreren Jahren rechtmÃ¤ssig im Land aufhÃ¤lt; hingegen sind die VerhÃ¤ltnisse im Herkunftsland entscheidend, wenn ein unmittelbarer Nachzug aus dem Ausland in die Schweiz erfolgt oder die Person, um deren Nachzug ersucht wird, sich im Zeitpunkt des Nachzugsgesuchs bloss mit einem Touristenvisum oder anderweitig ohne dauerhafte Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz aufhÃ¤lt (zum Ganzen BGE 135 II 369 E. 3.1 f.; BGr, 21. April 2020, 2C_757/2019, E. 4.1, und 19. Juli 2017, 2C_301/2016, E. 3.4.3 f. [jeweils mit Hinweisen]; siehe auch EuGH, 5. September 2012, Rs. C-83/11, Rahman, N. 33; VGr, 5. September 2018, VB.2018.00382, E. 3.3).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Aus einer von den BeschwerdefÃ¼hrenden beim Beschwerdegegner eingereichten BestÃ¤tigung des Rentenfonds der Russischen FÃ¶deration geht hervor, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 zwischen September 2020 und Juni 2021 eine monatliche Rente von zwischen RUB 8'058.68 und RUB 9'527.72 (zwischen ca. Fr. 95.- und ca. Fr. 120.-) erhielt.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Diesem Einkommen der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 stehen Ausgaben fÃ¼r den Lebensunterhalt gegenÃ¼ber. Die BeschwerdefÃ¼hrenden reichten beim Beschwerdegegner Dokumente ein, welche die Ausgaben der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 fÃ¼r Gas, Strom, Wasser, Lebensmittel und Medikamente belegen. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 belegt Kosten fÃ¼r Gas im Januar 2021 in HÃ¶he von RUB 2'454.-, im April 2021 in HÃ¶he von RUB 814.-, im Mai 2021 in HÃ¶he von RUB 146.- und im Februar 2022 in HÃ¶he von RUB 1'610.-. Weiter belegt die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 Stromkosten fÃ¼r Januar 2020 in HÃ¶he von RUB 1'807.-, fÃ¼r Juni und Juli 2021 in HÃ¶he von RUB 770.-, fÃ¼r August 2021 in HÃ¶he von RUB 575.- und fÃ¼r Februar 2022 in HÃ¶he von RUB 456.- sowie Kosten fÃ¼r die Wasserversorgung in HÃ¶he von RUB 422.71 fÃ¼r MÃ¤rz 2021 und RUB 133.49 fÃ¼r Juli 2021. Die BeschwerdefÃ¼hrenden schliessen daraus auf monatliche Kosten fÃ¼r Gas, ElektrizitÃ¤t und Wasser von RUB 2436.- im Jahresdurchschnitt. Auch wenn die von den BeschwerdefÃ¼hrenden eingereichten Belege nur einzelne Monate betreffen und damit unklar bleibt, wie reprÃ¤sentativ sie sind, ist doch davon auszugehen, dass durchschnittliche Kosten von Ã¼ber RUB 2'000.- pro Monat ausgewiesen sind (vgl. fÃ¼r eine Beispielrechnung der Gas-, Strom- und Wasserkosten einer Wohnung in E (Teilrepublik Dagestan, Russland) mit 33 m<sup>2</sup> WohnflÃ¤che im Jahr 2019: â¦; die Wohnung der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 hat eine WohnflÃ¤che von 50 m<sup>2</sup>).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen weiter geltend, die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 gebe monatlich RUB 9'042.- fÃ¼r Lebensmittel aus. Sie belegen diese Kosten mit einem Ausdruck der Website des Online-Supermarkts Sber Megamarket mit einer Auswahl von Lebensmitteln bei Lieferdiensten in Moskau. Es ist davon auszugehen, dass Lebensmittellieferungen in Moskau teurer sind als dieselben Produkte in einem Supermarkt in E (Teilrepublik Dagestan, Russland). Das russische Statistikamt ging im Jahr 2020 fÃ¼r die Berechnung des Existenzminimums pensionierter Personen von monatlichen Ausgaben fÃ¼r Lebensmittel in HÃ¶he von etwa RUB 4'694.- aus. Dieser Berechnung liegt jedoch eine nach den Normen des russischen Gesundheitsministeriums ungenÃ¼gende ErnÃ¤hrung zugrunde. Es ist aufgrund dessen davon auszugehen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 monatlich einen Bedarf von etwa RUB 7'000.- bis 8'000.- fÃ¼r Lebensmittel hat.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen geltend, die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 gebe monatlich RUB 7'552.- fÃ¼r Medikamente aus und reichen zum Beleg dieser Ausgaben Ã¤rztliche Rezepte sowie Fotos der Medikamentenverpackungen mit den jeweiligen Preisetiketten ein. Aus den Rezepten ergibt sich jedoch, dass ein Teil der Medikamente nur vorÃ¼bergehend verschrieben wurde. Einzig das PrÃ¤parat Ksarelto 10 mg wurde auf unbestimmte Zeit verschrieben, womit die HÃ¶he der durchschnittlichen Ausgaben fÃ¼r andere Medikamente unklar bleibt. Aufgrund der aktenkundigen Belege ist jedenfalls davon auszugehen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 monatlich durchschnittlich mindestens RUB 1'000.- bis RUB 2'000.- fÃ¼r Medikamente ausgibt. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.4 </b>Angesichts dieser durch die BeschwerdefÃ¼hrenden belegten und weiterer notwendiger Ausgaben beispielsweise fÃ¼r den Ã¶ffentlichen Verkehr hat die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 einen ihr Einkommen erheblich Ã¼bersteigenden Bedarf, womit sie unterstÃ¼tzungsbedÃ¼rftig ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Damit bleibt zu prÃ¼fen, ob die BeschwerdefÃ¼hrenden 2 und 3 der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 die entsprechende UnterstÃ¼tzung gewÃ¤hren. Die UnterstÃ¼tzungsgewÃ¤hrung ist durch die BeschwerdefÃ¼hrenden zu beweisen, wobei das Beweismass herabzusetzen ist, wenn aufgrund der Natur der Sache ein strikter Beweis nicht mÃ¶glich oder nicht zumutbar ist, etwa, weil der Sachverhalt nur indirekt Ã¼ber Indizien bewiesen werden kann. In diesen FÃ¤llen gilt das Beweismass der Ã¼berwiegenden Wahrscheinlichkeit (Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014, § 7 N. 26-28; VGr, 3. MÃ¤rz 2022, VB.2021.00691, E. 3.3).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden 2 und 3 belegen eine Ãberweisung von EUR 2'000.- im Jahr 2011 und Ãberweisungen in HÃ¶he von EUR 800.- und EUR 500.- im Jahr 2021 an die BeschwerdefÃ¼hrerin 1. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen weiter geltend, die BeschwerdefÃ¼hrenden 2 und 3 hÃ¤tten der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 den Kauf ihrer Wohnung in E (Teilrepublik Dagestan, Russland) finanziert. Die von den BeschwerdefÃ¼hrenden eingereichten Dokumente belegen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer 3 am 16. und 17. Oktober 2014 BankÃ¼berweisungen in der HÃ¶he von insgesamt EUR 20'000.- mit dem Zahlungszweck "Appartment" an die Schwester der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 tÃ¤tigte. Weiter belegen die BeschwerdefÃ¼hrenden, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 am 22. Oktober 2014 fÃ¼r umgerechnet EUR 17'248.22 eine Wohnung kaufte. Dass weniger als eine Woche nach einer Ãberweisung mit dem Zahlungszweck "Appartment" der Kauf einer Wohnung durch die kein nennenswertes Einkommen erzielende BeschwerdefÃ¼hrerin 1 erfolgt, lÃ¤sst eine Verwendung dieser Summe fÃ¼r den Wohnungskauf Ã¼berwiegend wahrscheinlich erscheinen. Da es in der Natur der Sache liegt, dass der strikte Beweis der Verwendung der Ã¼berwiesenen Summe nicht mÃ¶glich ist, ist damit die Finanzierung der Wohnung durch die BeschwerdefÃ¼hrenden 2 und 3 ausreichend dargetan.</p> <p class="Erwgung3">Daran Ã¤ndert nichts, dass die BankÃ¼berweisung nicht an die BeschwerdefÃ¼hrerin 1, sondern an deren Schwester erfolgte. Die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 hatte ihren Wohnsitz damals noch in Usbekistan und hielt sich nur vorÃ¼bergehend in Russland auf, was die von ihr geltend gemachten Schwierigkeiten, ein russisches Bankkonto zu erÃ¶ffnen, glaubhaft erscheinen lÃ¤sst (vgl. den Hinweis im Wohnungskaufvertrag, wonach die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 sich nur vorÃ¼bergehend in E (Teilrepublik Dagestan, Russland) aufhÃ¤lt). Dem gegenteiligen Schluss der Vorinstanz ist nicht zu folgen.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 hielt sich zwischen Oktober 2018 und Ende 2019 insgesamt knapp 20 Wochen in der Schweiz auf. Angesichts der deutlich hÃ¶heren Lebenskosten in der Schweiz und des niedrigen Einkommens der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 ist nicht davon auszugehen, dass sie sich die Aufenthalte in der Schweiz selbst finanzieren konnte. Ãberwiegend wahrscheinlich ist dagegen, dass der Lebensunterhalt wÃ¤hrend dieser Zeit komplett von den BeschwerdefÃ¼hrenden 2 und 3 finanziert wurde (vgl. E. 3.3). Dies ist bei der Beurteilung, ob die BeschwerdefÃ¼hrenden 2 und 3 der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 UnterstÃ¼tzung gewÃ¤hrten, zu berÃ¼cksichtigen. WÃ¤hrend fÃ¼r die Frage, ob die um Einreisebewilligung ersuchende Person unterstÃ¼tzungsbedÃ¼rftig ist, die VerhÃ¤ltnisse im Heimatland massgeblich sind, ist unter Art. 3 Abs. 2 lit. b Anhang I FZA nicht entscheidend, ob die UnterstÃ¼tzung im Heimatland oder in der Schweiz erfolgt.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.4 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen geltend, die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 habe im Dezember 2020 in Moskau der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 durch eine Freundin Fr. 1'000.- Ã¼bergeben lassen. Soweit die Vorinstanz schloss, diese GeldÃ¼bergabe sei nicht ausreichend belegt, ist ihr nicht zu folgen. Die BeschwerdefÃ¼hrenden legen neben einer schriftlichen BestÃ¤tigung der Freundin der BeschwerdefÃ¼hrerin 2 auch einen Beleg vor, dass diese kurz vor der GeldÃ¼bergabe nach Moskau flog und dass der BeschwerdefÃ¼hrer 3 in diesem Zeitraum einen Bargeldbezug in HÃ¶he von Fr. 1'000.- tÃ¤tigte. Damit ist Ã¼berwiegend wahrscheinlich, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden 2 und 3 der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 auf diesem Weg Fr. 1'000.- zukommen liessen (vgl. E. 3.3).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.5 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen zudem geltend, die BeschwerdefÃ¼hrenden 2 und 3 hÃ¤tten der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 wÃ¤hrend deren Aufenthalten in der Schweiz in den Jahren 2018 und 2019 BargeldbetrÃ¤ge zur Finanzierung ihres Lebensunterhalts in Russland Ã¼bergeben. Zum Beleg dieser GeldÃ¼bergaben verweisen die BeschwerdefÃ¼hrenden auf BargeldbezÃ¼ge wÃ¤hrend den Aufenthalten der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 in der Schweiz.</p> <p class="Urteilstext">Auch wenn diese BankauszÃ¼ge keine konkreten BargeldÃ¼bergaben an die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 zu belegen vermÃ¶gen, ist doch eine solche finanzielle UnterstÃ¼tzung nach dem Gesagten Ã¼berwiegend wahrscheinlich. Die BeschwerdefÃ¼hrenden 2 und 3 haben die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 seit Dezember 2020 mit insgesamt Ã¼ber Fr. 2'400.- unterstÃ¼tzt, ihr den Kauf einer Wohnung in E (Teilrepublik Dagestan, Russland) finanziert und ihr wÃ¤hrend regelmÃ¤ssigen und teils monatelangen Aufenthalten in der Schweiz Unterhalt gewÃ¤hrt. Angesichts dessen ist davon auszugehen, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden 2 und 3 die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 auch darÃ¼ber hinaus regelmÃ¤ssig finanziell unterstÃ¼tzen, zumal sie nur einige Hundert Franken zur Finanzierung ihres Lebensunterhalts benÃ¶tigt und die BeschwerdefÃ¼hrenden 2 und 3 Ã¼ber ein hierfÃ¼r ohne Weiteres ausreichendes Einkommen verfÃ¼gen. </p> <p class="Urteilstext">Unwahrscheinlich ist dagegen, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden 2 und 3 der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 zwar in den Jahren 2011 und 2021 GeldbetrÃ¤ge Ã¼berwiesen, diese monatelang bei sich wohnen liessen, ihr aus der Schweiz per Post Kleidung zusandten und entfernteren Verwandten hohe GeldbetrÃ¤ge nach Russland Ã¼berwiesen, ohne gleichzeitig die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 zumindest mit einigen Hundert Franken monatlich zu unterstÃ¼tzen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2">Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden 2 und 3 der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 in erheblichem Masse Unterhalt gewÃ¤hren.</p> <p class="Urteilstext">Damit erÃ¼brigt sich die von den BeschwerdefÃ¼hrenden beantragte formelle Befragung der BeschwerdefÃ¼hrenden zur Frage der UnterhaltsgewÃ¤hrung und der UnterhaltsbedÃ¼rftigkeit.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen geltend, ihr rechtliches GehÃ¶r sei von der Vorinstanz verletzt worden, indem diese sich nicht mit den von den BeschwerdefÃ¼hrenden vorgelegten Belegen fÃ¼r die UnterstÃ¼tzungsbedÃ¼rftigkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 auseinandersetzte. Dem ist nicht zu folgen. UnterstÃ¼tzungsbedÃ¼rftigkeit und UnterstÃ¼tzungsgewÃ¤hrung sind kumulative Voraussetzungen des Aufenthaltsanspruchs nach Art. 3 Abs. 2 lit. b Anhang I FZA. Nachdem die Vorinstanz zum Schluss kam, dass die UnterstÃ¼tzungsgewÃ¤hrung durch die BeschwerdefÃ¼hrenden 2 und 3 nicht bewiesen sei, durfte sie damit auf eine Auseinandersetzung mit der Frage der UnterstÃ¼tzungsbedÃ¼rftigkeit verzichten.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung1">Damit ist die Beschwerde gutzuheissen. Dispositiv-Ziff. I und II des Entscheids der Sicherheitsdirektion vom 15. Februar 2022 sowie die VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners vom 1. November 2021 sind aufzuheben, und der Beschwerdegegner ist einzuladen, der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA zu erteilen. In AbÃ¤nderung von Dispositiv-Ziff. III des Entscheids der Sicherheitsdirektion vom 15. Februar 2022 sind die Rekurskosten dem Beschwerdegegner aufzuerlegen. Dieser ist zudem in AbÃ¤nderung von Dispositiv-Ziff. IV des Entscheids der Sicherheitsdirektion vom 15. Februar 2022 zu verpflichten, den BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼r das Rekursverfahren eine angemessene ParteientschÃ¤digung zu bezahlen.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung1">AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem Beschwerdegegner aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Den BeschwerdefÃ¼hrenden ist zulasten des Beschwerdegegners eine angemessene ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Dispositiv-Ziff. I und II des Rekursentscheids vom 15. Februar 2022 und die VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners vom 1. November 2021 werden aufgehoben und der Beschwerdegegner wird angewiesen, der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA zu erteilen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>In AbÃ¤nderung von Dispositiv-Ziff. III und IV des Rekursentscheids vom 15. Februar 2022 werden die Rekurskosten dem Beschwerdegegner auferlegt und wird dieser verpflichtet, den BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼r das Rekursverfahren eine ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 2'000.- zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, den BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren eine ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 1'500.- zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist binnen 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>