B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-7212/2013 U r t e i l v o m 1 6 . J u l i 2 0 1 4 Besetzung Richterin Regula Schenker Senn (Vorsitz), Richter Walter Stöckli, Richterin Gabriela Freihofer, Gerichtsschreiber Urs David. Parteien A._______, Staat unbekannt (angeblich Eritrea), Beschwerdeführerin, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 25. November 2013 / N (…). E-7212/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. Gemäss eigenen Angaben verliess die Beschwerdeführerin ihren Heimat- staat Eritrea im Juli 2005 und reiste am 14. November 2011 in die Schweiz. Gleichentags stellte sie im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) Basel ein Asylgesuch. Zwei am 17. und 23. November 2011 im Hinblick auf eine allfällige Eurodac -Erfassung unternommene Versuche zur Daktyloskopierung blieben wegen "(…)" erfolglos. Anlässlich der Befragung zur Person (BzP) vom 29. November 2011 im EVZ und der Anhörung vom 19. Dezember 201 3 zu den Asylgründen machte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen Folgendes geltend: Sie sei eine in B._______ geborene eritreische Staatsangehörige tigrinischer Ethnie. Als Kleinkind sei sie mit der Familie nach Äthiopien gezogen und Anfang der 90er-Jahre zusammen mit ihrer Mutter nach Eritrea zurückge- kehrt, während ihr Vater – ein ehemaliger äthiopischer (…) – in Äthiopien in Haft gewesen sei. Als dieser im Jahre 1994 aus der Haft entlassen worden sei, sei sie zusammen mit ihrer Mutter erneut nach Äthiop ien ge- zogen, wo sie zunächst in C.________ und später in D._______ in der Nähe von Addis Abeba gewohnt hätten . Ihre Mutter habe erfahren, dass ihr Mann seit Jahren mit einer anderen Frau verheiratet sei. Dies habe die Mutter nicht ertragen und sich mit die ser Frau auch nicht verstanden. Deshalb und weil schliesslich Unterstützungsleistungen ihres Vaters für sie und ihre Mutter unterblieben seien, seien sie im Frühling 2005 mit der Absicht einer dauerhaften Niederlassung in den Sudan gereist. Auf der Reise sei sie (Beschwerdeführerin) aber aus dem Auto gefallen, wobei sie sich verletzt habe und bewusstlos geworden sei. Weil eine Behandlung im Sudan nicht möglich gewesen sei, seien sie abermals – legal bezie- hungsweise illegal – nach Eritrea zurückgekehrt, wo sie fortan bei ihrer Grossmutter mütterlicherseits in B._______ gelebt hätten. Der von ihr be- absichtigte Schulbesuch dort sei ihr mit Hinweis auf ihre bevorstehende Militärdienstpflicht verweigert worden. Nachdem sie rund zwei Wochen später eine schriftliche Militärvorladung erhalten habe, den Dienst aber nicht zuletzt aus sprachlichen Gründen nicht zu leisten gewillt gewesen sei und auch die Schule nicht habe besuchen können , habe sie ihren Heimatstaat im Juli 2005 auf Initiative ihrer Mutter , mit organisatorischer Hilfe ihres Onkels und in Begleitung eines Schleppers illegal in Richtung Sudan verlassen. In Khartum habe sie papierlos bis im November 2011 gelebt und als (…) gearbeitet. Das Leben dort sei nicht einfach gewesen, und die ursprüngliche Absicht ihrer Mutter, ebenfalls in den Sudan nac h-E-7212/2013 Seite 3 zureisen, habe sich zerschlagen, weil sonst deren Mutter auf sich allein gestellt gewesen wäre. Ihr Onkel und ein Schlepper hätten daher nach sechs Jahren ihre Reise auf dem Luftweg via ein unb ekanntes Land in ein weiteres unbekanntes Land bewerkstelligt, von wo sie mit dem Zug in die Schweiz gelangt sei . Im Falle einer Rückkehr nach Eritrea befürchte sie ihre Verhaftung wegen Dienstverweigerung und ihren Einzug ins Mil i- tär. Sie habe im Übrigen noch sechs Halbgeschwister, kenne diese aber nicht. Ihren Vater habe sie seit 2005 nicht mehr gesehen . Ergänzend machte die Beschwerdeführerin nebst kleineren gesundheitlichen Beei n- trächtigungen auf ein langjähriges (…)leiden aufmerksam, welches zwar zwischenzeitlich verschwunden, nach 2005 im Sudan aber wieder aufg e- treten sei; auch in der Schweiz habe sie deswegen Probleme bekommen und müsse Medikamente nehmen . Angesprochen auf die erfolglosen Daktyloskopierungsversuche erklärte die Beschwerdeführerin, die (…) sei vermutlich durch die Haushaltsarbeiten im Sudan beschädigt worden. Trotz einer am 14. November 2011 ergangenen schriftlichen Aufforderung zur Papierbeschaffung – mit Nachdruck erneuert anlässlich der BzP und der Anhörung zu den Asylgründen – reichte die Beschwerdeführerin keine Identitätsdokumente ein. Hierzu erklärte sie, sie habe nie einen Reis e- pass oder eine Identitätskarte beantragt oder besessen und könne auch keine anderen Ausweispapiere beschaffen; möglicherweise könne sie via ihre Mutter i hren Geburtsschein erhältlich machen beziehungsweise di e- ser sei zusammen mit ihren Schulzertifikaten im Jahre 2005 im Sudan abhanden gekommen. Als einziges Beweismittel gab die Beschwerdefüh- rerin die originale Identitätskarte ihrer Mutter – sie habe den Ausweis von derselben via eine Drittperson erhalten – dem kantonalen Migrationsamt ab; das Migrationsamt retournierte das Dokument an die Beschwerdefü h- rerin, woraufhin diese eine Kopie an das BFM schickte. B. Mit Verfügung vom 25. November 2013 – eröffnet am 27. November 2013 – verneinte das BFM das Bestehen der Flüchtlingseigenschaft der B e- schwerdeführerin, lehnte deren Asylgesuch ab und ordnete ihre Wegwei- sung aus der Schweiz und den Vollzug an , unter Ausschluss eines We g- weisungsvollzuges nach Eritrea. Zur Begründung des ablehnenden Asyl- entscheides qualifizierte es die behauptete eritreische Herkunft und Staatsangehörigkeit der Beschwerdeführerin sowie die geltend gemac h- ten Verfolgungsvorbringen als den Anforderungen von Art. 7 AsylG (SR 142.31) an die Glaub haftmachung eines Asyl begründenden Sac h- verhalts nicht genügend, weshalb sie die Flüchtlingseigenschaft nach E-7212/2013 Seite 4 Art. 3 AsylG nicht erfülle . Die Wegweisung stelle die Regelfolge der A b- lehnung eines Asylgesuchs dar und der Wegweisungsvollzug sei insb e- sondere angesichts der groben Mitwirkungsverweigerung der Beschwe r- deführerin weder unzulässig noch unzumutbar oder unmöglich. Auf die detaillierte Begründung der Verfügung wird, soweit wesentlich, in den E r- wägungen eingegangen. C. Mit Eingabe vom 23. Dezember 2013 erhob die Beschwerdeführerin beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen diese Verfügung. Darin beantragt sie deren Aufhebung, die Anerkennung ihrer Flüchtlingseigen- schaft, eventualiter die Gewährung der vorläufigen Aufnahme als Flüch t- ling unter Feststellung des Vorliegens subjektiver Nachfluchtgründe, sub - eventualiter die Gewährung der vorläufigen Aufnahme unter Feststellung der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges sowie in verfahrensrecht- licher Hinsicht die Gewährung der unentge ltlichen Prozessführung nach Art. 65 Abs. 1 VwVG , unter gleichzeitigem Verzicht auf die Erhebung e i- nes Kostenvorschusses. Auf die Begründung der Anträge und die eing e- reichten Beweismittel wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eing e- gangen. D. Das Bundesverwaltungsgericht stellte mit Zwischenverfügung vom 9. Ja- nuar 2014 – gemäss Rückschein zugestellt am 11. Januar 2014 – den le- galen Aufenthalt de r Beschwerdeführerin während des Beschwerdeve r- fahrens fest. Ferner hiess es de ren Gesuch um Gewährung der unen t- geltlichen Rechtspflege nach Art. 65 Abs. 1 VwVG unter gleichzeitigem Verzicht auf die Erhebu ng eines Kostenvorschusses gut. Im Weiteren wurde die Beschwerdeführerin unter Ansetzung einer siebentägigen Frist zur Verbesserung ihrer Beschwerde im Sinne der Herstellung einer genü- genden Klarheit und zur Einreichung eines ärztlichen Berichts betreffend ihr (…)leiden mitsamt einer Erklärung über die Entbindung des beha n- delnden Arztes von der ärztlichen Schweigepflicht aufgefordert, mit der Androhung, bei unbenutztem Fristablauf könne aufgrund der bestehe n- den Aktenlage entschieden werden. E. Mit Eingabe vom 16. Januar 2014 reichte die Beschwerdeführerin dem Bundesverwaltungsgericht aufforderungsgemäss sowohl eine Beschwer- deverbesserung als auch einen ärztlichen Bericht vom (…) Januar 2014 E-7212/2013 Seite 5 mitsamt einer Entbindungserklärung ein . Auf den Inhalt wird, soweit w e- sentlich, in den Erwägungen eingegangen. F. Mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 21. Januar 2014 wurde die Vorinstanz zur Einreichung einer Vernehmlassung bis zum 10. Februar 2014 eingeladen. In seiner Vernehmlassung vom 6. Februar 2014 beantragt das BFM die Abweisung der Beschwerde. Auf den Inhalt wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen. Die Vernehmlassung wurde de r Beschwerdeführerin vom Bundesverwal- tungsgericht am 11. Februar 2014 zur Kenntnis gebracht, verbunden mit der Gelegenheit, bis zum 3. März 2014 eine Replik einzureichen. Innert angesetzter Frist reichte die Beschwerdeführerin keine Replik ein. Ein von einer Asylberatungsstelle am 27. Februar 2014 gestelltes Gesuch um Erstreckung der Replikfrist beantwortete das Bundesverwaltungsg e- richt am 4. März 2014 telefonisch dergestalt, dass die Beratungsstelle kein aktenkundig ausgewiesenes Vertretungsmandat innehabe und somit betreffend das Erstreckungsgesuc h einstweilen kein Handlungsbedarf bestehe. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht B e- schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bu n- desverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig , ausser bei Vorliegen e i- nes Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerd e- führende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. E-7212/2013 Seite 6 1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 1.3 Die Beschwerde ist frist - und formgerecht ei ngereicht. Die Beschwerdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung. Sie ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ( Art. 105 und 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. Mit der am 16. Januar 2014 nachgereichten Verbesserung weist die B e- schwerde nunmehr die nach Art. 52 Abs. 2 VwVG geforderte Klarheit auf. Es ist ausschliesslich auf die verbesserte Version a bzustellen; auf diese beziehen sich auch allfällige Verweise im nachfolgenden Erwägungstext. 1.4 Es ist festzustellen, dass im ganzen Beschwerdeverfahren und insbe- sondere auch nach dem 27. Februar 2014 (vgl. oben Bst. F. am Ende) keine rechtsgültig mandatierte Rechtsvertretung vor dem Bundesverwa l- tungsgericht aufgetreten ist. 1.5 Die auf S. 1 der Beschwerde formulierten Beschwerdeanträge (vgl. Bst. C oben) beinhalten kein materielles Begehren um Gewährung von Asyl, sondern bloss um Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft (und Gewährung der vorläufigen Aufnahme). Aus der Begründung geht inde s- sen ein Antrag auf Asylgewährung ausdrücklich hervor (Beschwerde S. 6 oben), weshalb ein solcher zugunsten der Beschwerdeführerin anzuneh- men und offensichtlich auch beabsichtigt ist, zumal der Beschwerdea n- trag Ziff. 2 (Feststellung der Flüchtlingseigenschaft) neben jenem in Ziff. 3 (vorläufige Aufnahme als Flüchtling) sonst keine eigenständige Bede u- tung haben könnte. 2. Mit Beschwer de kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. 3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grun d- sätzlich Asyl. E-7212/2013 Seite 7 Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörig- keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen uner- träglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifischen Fluch t- gründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 Abs. 2 AsylG). Keine Flüchtlinge sind Personen, die wegen Wehrdienstverweigerung oder Desertion ernsthaften Nachteile n ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden, wobei die Ei n- haltung des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) vorbehalten bleibt (Art. 3 Abs. 3 AsylG). Keine Flüchtlinge sind ferner Personen, die Gründe geltend machen, die wegen ihres Verhaltens nach der Ausreise entstanden sind und weder Ausdruck noch Fortsetzung einer bereits im Heimat - oder Herkunftsstaat bestehenden Überzeugung oder Ausrichtung sind, wobei die Ein haltung der FK vorbehalten bleibt (Art. 3 Abs. 4 AsylG). Gemäss Art. 54 AsylG wird Flüchtlingen kein Asyl gewährt, wenn sie erst durch die Ausreise aus dem Heimat - oder Herkunftsstaat oder wegen i h- res Verhaltens nach der Ausreise Flüchtlinge im Sinne von Art. 3 wurden. 3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für g e- geben hält. Unglaubhaft sind insbes ondere Vorbringen, die in wesentl i- chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ve r- fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 4. 4.1 Zur Begründung des ablehne nden Asylentscheides qualifizierte das BFM die behauptete eritreische Herkunft und Staatsangehörigkeit der Beschwerdeführerin sowie die geltend gemachten Verfolgungsvorbringen als den Anforderungen von Art. 7 AsylG an die Glaubhaftmachung eines Asyl begründenden Sachverhalts nicht genügend, weshalb sie die Flücht- lingseigenschaft nach Art. 3 AsylG nicht erfülle. Zweifel an der eritre i-E-7212/2013 Seite 8 schen Abstammung und Staatsbürgerschaft ergäben sich insbesondere aus dem Umstand, dass bis zur eritreischen Unabhängigkeit im Jahre 1993 und mithin während der frühkindlichen Umzüge der Beschwerdefüh- rerin nach Äthiopien alle Eritreer beziehungsweise ethnischen Tigriner fortan als äthiopische Staatsangehörige gegolten hätten , wogegen einzig den am eritreischen Unabhängigkeitsrefe rendum von 1993 teilnehme n- den Stimmberechtigten – die damals (…)jährige Beschwerdeführerin g e- höre nicht zu diesen – ab Ausbruch des eritreisch -äthiopischen Gren z- konflikts 1998 die äthiopische Staatsbürgerschaft entzogen worden sei. Nichtteilnehmer seien da gegen aus äthiopischer Optik nach wie vor als Äthiopier angesehen worden und hätten in der Regel äthiopi sche Doku- mente erhalten. Auch der jahrelang unbehelligte Aufenthalt der B e- schwerdeführerin in Äthiopien, der dortige Schulbesuch und d er U m- stand, dass i hr Vater als (…) gegen die (…) gekämpft habe und mithin Äthiopier sein müsse, sprächen für ihre eigene äthiopische Staatsbürger- schaft. Nach äthiopischem Recht von 2003 hätten zudem alle Personen mit mindestens einem äthiopischen Elternteil Anspruch auf die Staatsbür- gerschaft Äthiopiens. Gestützt würden die Zweifel an der eritreischen Staatsbürgerschaft der Beschwerdeführerin zudem durch widersprüchl i- che Angaben zu ihrem Geburtsschein und zum Herkunftsort ihrer Mutter . Der geltend gemachten Furcht vor einem Einzug in den eritreischen Mil i- tärdienst werde dadurch jegliche Grundlage entzogen, zumal auch die diesbezüglichen Vorbringen unsubstanziiert (Rückreise nach Eritrea 2005, dortige Schulanmeldung, Militäraufgebot; Reisepapiere und -weg; Grund der Wohnsitzna hme bei der Grossmutter angesichts des Zerwürf- nisses; Angaben zur Schule) und widersprüchlich (Umstände der ve r- suchten Schulanmeldung) ausgefallen seien. Hinzu kämen unglaubhafte, insbesondere unsubstanziierte und wenig überzeugende Angaben zu den Lebensumständen und zum Aufenthaltsstatus in Äthiopien (fehlende Ausweispapiere trotz Sch ulbesuchs, Zivilstand des Vaters, fehlende Adress- und Kebeleangaben trotz jahrelange n Aufenthalts in Äthiopien, Namen von Halbgeschwistern und von der Frau ihres Vaters) . Aufgrund der sich ergebenden Unglaubhaftigkeit der Asylvorbringen beziehungs- weise des Glaubwürdigkeitsmangels der Beschwerdeführerin erübrige sich die Prüfung der Asylrelevanz. 4.2 In ihrer Rechtsmitteleingabe bekräftigt die Beschwerdeführerin die eritreische Sta atsangehörigkeit ihrer Mutter und mithin ihre eigene, w o- gegen der Vater Äthiopier sei. Zum Beweis habe sie, wie aus den Akten hervorgehe, schon im erstinstanzlichen Verfahren die am 8. Januar 1993 in B._______ ausgestellte eritreische Identitätskarte ihrer Mutter abgeben E-7212/2013 Seite 9 wollen. Das Dokument sei aber irrtümlicherweise vom kantonalen Migr a- tionsamt nicht an das BFM weitergeleitet worden und das BFM habe es im Entscheid auch mit keinem Wort erwähnt; hiermit lege sie es erneut im Original vor. Sie selber habe die eritreische Staatsbürgerschaft wie ihre Mutter, da letztere nicht mit dem äthiopischen Vater verheiratet gewesen sei. Ihre eritreische Herkunft werde überdies durch den Umstand gestützt, dass sie T igrinisch spreche und dies als ihre Muttersprache bezeichne; das BFM habe auf einen Lingua -Test verzichtet. Hinzu komme, dass sie im Jahre 2005 zum eritreischen Militärdienst aufgeboten worden sei. Das jahrelange unbehelligte Leben in Äthiopien und der dortige Schu lbesuch setze nicht die äthiopische Staatsangehörigkeit voraus, zumal es im A u- gust 1999 für Personen eritreischer Herkunft die Möglichkeit gegeben ha- be, sich in Äthiopien als Ausländer registrieren zu lassen und eine Au f- enthaltsbewilligung zu bekommen. Das BFM habe es unterlassen, ihr zur Feststellung der unbekannten Staatsangehörigkeit vorgängig das rechtl i- che Gehör zu gewähren. Die Detailarmut bezüglich der Reiseumstände von Äthiopien nach Eritrea sei auf ihre damalige gesundheitliche Ang e- schlagenheit und jene bezüglich der Schulanmeldung auf die organisato- rische Erledigung durch ihren Onkel zurückzuführen. Der Grund des Ei n- zuges bei der Grossmutter liege im Umstand, dass das Zerwürfnis zw i- schen dieser und ihrer Mutter – hervorgerufen durch die ehelose Schwangerschaft der Mutter und die äthiopische Staatsangehörigkeit des Kindsvaters – durch eine Entschuldigung der Mutter vorgängig habe be i- gelegt werden können. Das von ihr falsch ange gebene Volljährigkeitsjahr (…) stelle einen Irrtum ihrerseits dar. Ihre er itreische Herkunft sei mithin erstellt. Refraktion in Eritrea stelle im Weiteren gemäss Praxis einen Asylgrund dar, weshalb sie als Eritreerin Anspruch auf Asylgewährung habe. Jedenfalls aber lägen die Flüchtlingseigenschaft begründende sub- jektive Nachfluchtgründe vor, da sie im Jahre 2005 aufgrund des Militä r- dienstaufgebotes illegal aus Eritrea ausgereist sei, was ihr trotz Au s- schluss des Asyls gemäss Art. 54 AsylG den Anspruch auf Gewährung der vorläufigen Aufnahme als Flüchtling verleihe. Schliesslich wä re, unter Annahme ihrer äthiopischen Staats angehörigkeit, eine Rückkehr nach Äthiopien für sie unzumutbar. Zwar erkenne die aktuelle Praxis keine grundsätzliche Unzumutbarkeit. Eine individuelle Prüfung unter praxi s- gemässer Berücksichtigung ihrer Eigenscha ft als alleinstehende Frau müsse aber dennoch zum Ergebnis der Unzumutbarkeit führen, da sie in Äthiopien über kein gesichertes soziales und finanzielles Bezugsnetz ver- füge – Kontakt zum Vater habe sie keinen und die Halbgeschwister oder weitere Verwandte kenne sie nicht – und keinen Schul - und Berufs ab- schluss habe, sondern bloss gewisse berufliche Fähigkeiten im Rahmen E-7212/2013 Seite 10 von Arbeitsprogrammen in der Schweiz erworben habe, die keine Au s- sicht auf Existenzsicherung böten. Erschwerend hinzu käme ihr (…)leiden, das sie vor allem in der Kindheit und während des Aufentha l- tes im Sudan beeinrächtigt habe, aber auch aktuell noch behandlungsb e- dürftig sei. Als Beweismittel gab die Beschwerdeführerin insbesondere das Original und eine Kopie der erwähnten Identitätskarte ihrer Mutter, eine Kopie i h- res (bereits aktenkundigen) Schreibens an das BFM vom 20. November 2013 betreffend diese Identitätskarte, einen Bericht der SFH vom 25. D e- zember 2013 betreffend "Äthiopien/Eritrea: Umstrittene Herkunft" sowie drei Arbeitsbestätigungen beziehungsweise -zeugnisse aus der Schweiz zu den Akten. Zusammen mit ihrer Beschwerdeverbesserung vom 16. Januar 2014 reichte sie ferner aufforderungsgemäss einen ärztlichen Bericht vom (…) Januar 2014 mitsamt einer Entbindungserklärung ein; gemäss dem Bericht bestanden bei den beiden Konsultationen vom Juni und Dezember 2013 keine (…)symptome und eine Dauertherapie sei nicht indiziert, hingegen brauche sie bei Bedarf ein Notfallmedikament. 4.3 In seiner die Abweisung der Beschwerde beantragenden Vernehm- lassung nimmt das BFM zunächst die Unbestrittenheit der äthiopischen Staatsangehörigkeit des Vaters der Beschwerdeführerin zur Kenntnis, woraus sich die Wahrscheinlichkeit einer ebensolchen Staat sangehörig- keit der Beschwerdeführerin selber beziehungsweise deren leichte E r- langbarkeit ergebe. Unter Bezugnahme auf die Kritik am Unterlassen e i- ner Lingua-Herkunftsanalyse hält das BFM fest, dass daraus keine en t- scheidrelevanten Resultate zu erwarten gewesen seien, da die B e- schwerdeführerin gemäss ihren Angaben nur in der frühen Kindheit und wenige Monate vor der Ausreise dort gelebt habe und darüber in der A n- hörung kaum Angaben zu machen imstande gewesen sei. Die von der Beschwerdeführerin gezogene Schlussfolgerung einer von der unverhei- rateten Mutter ableitbaren eritreischen Herkunft ergebe sich sodann nicht in der behaupteten Klarheit, zumal die Beschwerdeführerin widersprüchli- che Angaben zu ihrem Geburtsschein gemacht habe. Aus diesem Dok u- ment müsste n ämlich der äthiopische Vater ersichtlich sein und die B e- schwerdeführerin könnte damit wahrscheinlich die äthiopische Staatsbü r- gerschaft erlangen, sofern sie diese nicht bereits besitze. Schliesslich nimmt die Vorinstanz die auf Äthiopien bezogenen, umfangr eich ausge- führten Wegweisungs vollzugshindernisse, welche ebenfalls auf eine äthiopische Staatsbürgerschaft hinweisen würden, zur Kenntnis. Materiell sei darauf aber nicht näher einzugehen, da die Herkunft der Beschwerde-E-7212/2013 Seite 11 führerin bislang verborgen bleibe, wie bereits in der angefochtenen Ve r- fügung erörtert worden sei. Auch hinsichtlich der weiteren Beschwerdei n- halte verweist das BFM auf seine bisherigen Erwägungen. Das vom Bundesverwaltungsgericht der Beschwerdeführerin eingeräumte Replikrecht blieb ungenutzt. 5. 5.1 5.1.1 Die Beschwerdeführerin legte unbestrittenermassen dem kanton a- len Migrationsamt eine am (…) Januar 1993 in B._______ ausgestellte originale Identitätskarte ihrer angeblichen Mutter vor. Das Migrationsamt retournierte in der Folge das Dokument an die B eschwerdeführerin, wor- aufhin diese eine Kopie an das BFM schickte. Die genauen Hintergründe sind aus den Akten (vgl. A10, A12 und A13) nicht ersichtlich. Immerhin wäre objektiv betrachtet die Retournierung eines Identitätsdokumentes, das auf eine Drittperson ausgestellt ist und mithin von dieser grundsätz- lich auch benötigt wird, nicht zu beanstanden und mithin nicht irrtümlich , zumal auch kein Grund für ein e Sicherstellung oder Einziehung dieses Dokumentes nach Art. 10 AsylG bestand. Entscheidende Tatsache ist je- doch, dass sich das Dokument seit dem 22. November 2013 (vgl. A13) in Kopie bei den vorinstanzlichen Akten befindet und es ferner im Original zuhanden des Bundesverwaltungsgerichts der Beschwerde beigelegt wurde. Tatsache ist ebenso, dass das BFM die Existen z des Originals und die Aktenkundigkeit der Kopie in der angefochtenen Verfügung (dort Ziff. I/3) sachverhaltlich ausdrücklich erfasst hat. Die Behauptung der Be- schwerdeführerin, die Identitätskarte sei im Entscheid mit keinem Wort erwähnt und mithin ignoriert worden, ist daher klar unzutreffend und die Vorinstanz ist ihrer Pflicht zur Abnahme dieses zur Abklärung des Sac h- verhalts nicht von vornherein untauglichen erscheinenden Beweismittels (vgl. Art. 33 Abs. 1 VwVG) nachgekommen . Eine Verletzung des rechtl i- chen Gehörs könnte immerhin darin erblickt werden, dass das Dokument im angefochtenen Entscheid nicht explizit gewürdigt worden ist. Dieser Mangel ist indessen bloss ein scheinbarer: Der Grundsatz des rechtlichen Gehörs verlangt, dass die verfügende Behörde die Vorbringen (und Be- weismittel) des Betroffenen tatsächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt, was sich entsprechend in der Entscheidbegründung niederschlagen muss (vgl. Art. 35 Abs. 1 VwVG). Das BFM hat erwogen, dass die von der Beschwerdeführerin gezogene Schlussfolgerung einer von der Mutter ableitbaren eritreischen Herkunft sich nicht in der behaupteten Klarheit ergebe und die Beschwerdeführerin E-7212/2013 Seite 12 widersprüchliche Angaben zu ihrem Geburts schein, aus welchem der äthiopische Vater ersichtlich sein müsste, gemacht habe. Daraus wird er- sichtlich, dass das BFM die Identitätskarte deshalb als nicht erheb lich er- achtet hat, weil sie zum einen nicht dem Identitätsbeweis der Beschwe r- deführerin selber (sondern der Mutter) dient, und zum andern, weil nicht dieses Dokument, sondern der Geburtsschein verlässliche Rückschlüsse auf die Herkunft beziehungsweise Staatsangehörigkeit der Beschwerde- führerin zulassen würde. In diesen Erwägungen ist somit durchaus eine – zumindest implizite – Würdigung des vorgelegten Beweismittels zu erbl i- cken und das BFM hat insofern seiner Pflicht zur Prüfung von Pa rteivor- bringen (Art. 32 Abs. 1 VwVG) und der Begründungspflicht Genüge ge- tan. 5.1.2 Im Weiteren rügt die Beschwerdeführerin sinngemäss eine Verle t- zung der dem BFM obliegenden Pflicht zur Feststellung des rechtserheb- lichen Sachverhalts (vgl. Art. 12 VwVG) und der damit einhergehenden Untersuchungs- und Abklärungspflicht dergestalt, dass dieses auf die Durchführung eines Lingua-Tests verzichtet habe. Sie verkennt dabei aber nicht nur, dass diese Verfahrenspflichten der Behörde mit den u m- fassenden Mitwirkungspflichten der Gesuch stellenden Partei korrelieren (vgl. Art. 13 VwVG als verwaltungsverfahrensrechtlicher Grundsatz und Art. 8 AsylG in asylspezifischer Hinsicht). Vielmehr hat das BFM in seiner Vernehmlassung unter Bezugnahme auf die Kritik am Unterlassen einer Lingua-Herkunftsanalyse auch zutreffend und nachvollziehbar festgeha l- ten, dass aus einer solchen länderspezifischen Herkunftsanalyse keine entscheidrelevanten Resultate zu erwarten gewesen seien, da die B e- schwerdeführerin gemäss ihren Angaben nur in der f rühen Kindheit und wenige Monate vor der Ausreise dort gelebt habe und darüber in der A n- hörung kaum Angaben zu machen imstande gewesen sei. Das Ergebnis dieses Tests hätte somit in keinem Fall eine Sozialisation der Beschwe r- deführerin in Eritrea und damit einen Rückschluss auf ihre eritreische Staatsangehörigkeit ergeben können. Der Verzicht auf einen Lingua -Test war somit richtig und konnte sich verfahrensrechtlich für die Beschwerde- führerin letztlich nur günstig auswirken. Bezeichnenderweise hat sie denn auch auf die Vernehmlassung nicht mehr repliziert. 5.1.3 Auch die weitere formelle Rüge der Beschwerdeführerin, d as BFM habe es unterlassen, ihr zur Feststellung der unbekannten (statt eritrei- schen) Staatsangehörigkeit vorgängig das rechtliche Gehör zu gewähren, ist unbegründet . Die Feststellung einer nichteritreischen Staatsangeh ö- rigkeit hat das BFM aus der sich bereits im erstinstanzlichen Verfahren E-7212/2013 Seite 13 abzeichnenden und in der angefochtenen Verfügung umfassend begrü n- deten Erkenntnis gewonnen, dass die Angaben zur Herkunft und Staat s- angehörigkeit nicht glaubhaft seien und damit den Verfolgungsvorbringen gleichsam die Grundlage entzogen werde. Dies stellt nicht eine Feststel- lung, sondern eine nach Massgabe von Art. 7 AsylG vorgenommene Würdigung des von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Sachverhalts dar; die unbekannte statt behauptungsgemässe eritreische Staats ange- hörigkeit ist mithin die Schlussfolgerung aus dieser rechtlichen Würd i- gung. Zur Rechtsanwendung besteht indessen, jedenfalls solange sie wie vorliegend nicht jenseits vernünftigerweise in Betracht fallender Erwa r- tungen steht, kein Anspruch auf vorgängige Stellungnahme. 5.2 Im Folgenden ist zu prüfen, ob die Vorinstanz zu Recht zur Erkenntnis gelangt ist, die Angaben der Beschwerdeführerin zu ihrer eritreische n Staatszugehörigkeit seien nicht glaubhaft und den Verfolgungsvorbringen würde demzufolge die Grundlage entzogen. 5.2.1 Die Beschwerdeführerin hat zum Beweis ihrer eritreischen Staat s- angehörigkeit eine Identitätskarte ihrer Mutter abgegeben. Das BFM hat diesbezüglich sinngemäss zutreffend erkannt, dass dem Dokument de s- halb die Beweiserheblichkeit und -tauglichkeit abgeht, weil es nicht dem Identitätsbeweis der Beschwerdeführerin selber (sondern der Mutter) dient und weil nicht dieses Dokument, sondern der in Mis sachtung der Mitwirkungspflicht nicht vorgelegte Geburtsschein verlässliche Rüc k- schlüsse auf die Herkunft beziehungsweise Staats angehörigkeit der B e- schwerdeführerin zulassen würde. Diese Erkenntnisse sind offensichtlich nicht zu beanstanden und auf die bet reffenden Erwägungen kann im D e- tail verwiesen werden. Unbesehen dessen sowie des Umstandes, dass die Identitätskarte vor dem Unabhängigkeitsreferendum über Eritrea aus- gestellt wurde, fallen die Insistierungen der Beschwerdeführerin zur A k- tennahme des Origi naldokuments auf, wo doch ihre angeblich in Eritrea lebende Mutter auf dieses angewiesen sein müsste . Undurchsichtig blei- ben gleichsam die Umstände der angeblichen Erhältlichmachung der Identitätskarte aus Eritrea (vgl. A9 F231 ff.). Es ergibt sich, dass die Iden- titätskarte der Mutter weder einen Beweis noch ein Indiz für die eritre i- sche Staatsangehörigkeit der Beschwerdeführerin liefert. Bezeichnen- derweise hat die Beschwerdeführerin auch den Herkunftsort der Mutter widersprüchlich angegeben (vgl. A4 Ziff. 7.02 und A9 F96 ff.). 5.2.2 Glaubhaft sind die Vorbringen einer asylsuchenden Person grun d- sätzlich dann, wenn sie genügend substanziiert, in sich schlüssig und E-7212/2013 Seite 14 plausibel sind; sie dürfen sich nicht in vagen Schilderungen erschöpfen, in wesentlichen Punkten nicht widersprüchlich sein oder der inneren L o- gik entbehren und auch nicht den Tatsachen oder der allgemeinen Erfa h- rung widersprechen. Darüber hinaus muss die gesuchstellende Person persönlich glaubwürdig erscheinen, was insbesondere dann nicht der Fall ist, wenn sie ihre Vorbringen auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abstützt, aber auch dann, wenn sie wichtige Tatsachen unterdrückt oder bewusst falsch darstellt, im Laufe des Verfahrens Vorbringen auswec h- selt, steigert oder unbegründet nachschiebt, mang elndes Interesse am Verfahren zeigt oder die nötige Mitwirkung verweigert. Glaubhaftmachung bedeutet ferner – im Gegensatz zum strikten Beweis – ein reduziertes Beweismass und lässt durchaus Raum für gewisse Einwände und Zweifel an den Vorbringen des Gesuc hstellers. Entscheidend ist, ob im Rahmen einer Gesamtwürdigung die Gründe, die für die Richtigkeit der Sachve r- haltsdarstellung des Asylsuchenden sprechen, überwiegen oder nicht. Dabei ist auf eine objektivierte Sichtweise abzustellen (vgl. BVGE 2013/11 E. 5.1 S. 142, BVGE 2010/57 E. 2.3 S. 826 f). Das BFM hat gesetzes- und praxiskonform erkannt, dass die von der B e- schwerdeführerin geltend gemachte eritreische Staatszugehörigkeit und die darauf basierenden Benachteiligungen und Befürchtungen den Anfor- derungen von Art. 7 AsylG an die Glaubhaftmachung eines Asyl begrü n- denden Sachverhalts nicht genügen. Leicht verwirrend erscheinen dabei zwar die Begriffsverwendungen des BFM (und ebenso der Beschwerd e- führerin) betreffend Staatsangehörigkeit, Herkunft und Abstam mung. Ge- mäss angefochtener Verfügung und Vernehmlassung werden scheinbar alle diese identitätsrelevanten Elemente in Zweifel gezogen. Die genau e- re Betrachtung der Erwägungen (insb. Ziff. II der Verfügung) lässt aber unschwer erkennen, dass das BFM nur die Staatsangehörigkeit der B e- schwerdeführerin als nicht glaubhaft erkennt, wogegen es weder ihre Ge- burt auf (heute) eritreischem Staatsgebiet noch ihre Abstammung von ei- ner auf (heute) eritreischem Staatsgebiet wohnhaften Mutter und einem äthiopischen Vater ernsthaft in überwiegende Zweifel zieht. Hierzu gäbe es denn auch keine über blosse Indizien hinausgehende zureichenden Gründe. Die fehlende Begriffsschärfe ist indessen ohne Bedeutung, weil die als unglaubhaft erkannte eritreische Staats angehörigkeit vorli egend bereits genügt, um der behaupteten Verfolgung durch den eritreischen Staat wegen Dienstverweigerung die Grundlage zu entziehen. Das BFM hat denn auch gesetzes - und praxiskonform erwogen, dass zahlreiche Glaubhaftigkeitszweifel bestehen, die in ihrer Gesamtheit ein klares und gegen die behauptete eritreische Staats angehörigkeit sprechendes Bild E-7212/2013 Seite 15 ergeben. Auf die betreffenden, unter E. 4.1 und 4.3 (oben) zusammenfas- send wiedergegebenen Erwägungen kann zur Vermeidung von Wiede r- holungen verwiesen werden. D ie diesbezüglich auf Beschwerdestufe u n- ternommenen Entkräftungs - und Erklärungsversuche und weiteren G e- genargumentationen (Eltern nicht miteinander verheiratet; tigrinische Mut- tersprache; Möglichkeit einer Lebensführung und des Schulbesuchs in Äthiopien oh ne äthiopische Staatsangehörigkeit; gesundheitliche Ang e- schlagenheit; organisatorische Erledigung durch den Onkel; ausgeräu m- tes Zerwürfnis zwischen Mutter und Grossmutter; Irrtum betreffend Vol l- jährigkeitsjahr) haben wie die bereits zuvor gewürdigte Identitätskarte der Mutter keine Durchschlagskraft. Sie stelle n offensichtlich blosse Schut z- behauptungen, sachverhaltliche Anpassungen und unbehelfliche Aus- flüchte dar. Speziell hervorzuheben ist, dass die Möglichkeit einer L e- bensführung und eines Schulbesuchs i n Äthiopien ohne äthiopische Staatsangehörigkeit zwar – wie die Beschwerdeführerin richtig moniert – durchaus besteht, dies aber für Ausländer zumindest eines Aufenthaltst i- tels und mithin einer vorgängigen Registrierung bedürfte. Nun ist es kaum vorstellbar, dass eine eritreische Staatsbürgerin einen solchen Aufen t- haltsstatus ohne Registrierung erlangen könnte ; falls dies bei der B e- schwerdeführerin hypothetisch dennoch der Fall gewesen wäre, ist nicht nachvollziehbar, dass sie keinerlei Beweis über ihren langjährigen legalen Aufenthalt in Äthiopien vorzulegen imstande wäre. Es ist denn auch vo r- liegend bezeichnend, dass sie im ganzen bisherigen Verfahren trotz en t- sprechender Mitwirkungsaufforderungen und Kontaktmöglichkeiten ke i- nerlei sie selber betreffende Beweise für ihre identitäts - und aufenthalts- bezogenen Behauptungen vorgelegt hat, obwohl deren Erhältlichm a- chung objektiv betrachtet durchaus möglich sein müsste. Die diesbezügli- chen Erklärungsversuche (betreffend Existenz, Verbleib und Beschaffbar- keit von Geburtsschein, Schulzertifikaten, Aufenthalts- und Identitätsbele- gen) sind, wie bereits von der Vorinstanz ansatzweise erkannt, entspre- chend von zahlreichen Widersprüchen, Ausflüchten und weiteren Plaus i- bilitätsdefiziten geprägt . Die Beschwerdeführerin hat die Nachteile des nicht zureichend erklärten Fehlens von zumutbarerweise beschaffbaren Beweismitteln zu tragen. Die Verletzung dieser Mitwirkungspflicht liefert vorliegend nicht nur eine überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine nich t- eritreische Staats angehörigkeit der Beschwerdeführerin, sondern auch ein Indiz für eine stets bestandene äthiopische Staatsangehörigkeit. Im Übrigen bestehen nebst den vom BFM erkannten Unglaubhaftigkeitsel e- menten zahlreiche weitere solche ( z.B. mutmassliche Daktyloskopi e- rungsvereitelung, nicht vorgelegte Militärvorladung, erhebliche Substan z- defizite bei der Beschreibung von Aufenthaltsorten und Reiseumständen), E-7212/2013 Seite 16 deren vertieftere Erörterung sich angesichts des sich präsentierenden Er- gebnisses erübrigen. 5.2.3 Für das Bundesverwaltun gsgericht drängt sich aufgrund des G e- sagten der Schluss auf, dass die Beschwerdeführerin zu keinem Zei t- punkt eritreische Staatsangehörige war und ist, dort somit nie der Militä r- dienstpflicht unterstand und damit auch keine auf Refraktion und illegaler Ausreise basierende Verfolgungssituation auslösen konnte. Die gesamten Akten und Umstände lassen das Bundesverwaltungsgericht zur Erkenn t- nis gelangen, die Beschwerdeführerin missachte nicht nur die ihr obli e- gende, umfassende Mitwirkungspflicht nach Art. 8 Asyl G, sondern sie versuche die Asylbehörden durch Verschleierung und Unterdrückung von Tatsachen und Beweismitteln absichtlich zu täuschen. 5.3 Aufgrund des Gesagten ist festzuhalten, dass d ie von der Beschwer- deführerin behauptete eritreische Staatszugehörigkeit und der von ihr präsentierte und vom BFM richtig, vollständig und unter Wahrung des rechtlichen Gehörs festgestellte Verfolgungssachverhalt überwiegend unwahrscheinlich und damit unglaubhaft sind und sich mithin die Prüfung einer flüchtlingsrechtlichen Be achtlichkeit der Vorbringen erübrigt. Das BFM hat daher das Bestehen einer Verfolgungssituation der Beschwerde- führerin und mithin deren Anspr üche auf Feststellung der Flüchtlingse i- genschaft (aus Vor - oder Nachfluchtgründen) und auf Gewährung des Asyls zu Recht verneint. Es erübrigt sich, diesbezüglich auf den Inhalt der Beschwerde und die vorgelegten Beweismittel vertiefter einzugehen. 6. 6.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegw eisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 AsylG). 6.2 Die Beschwerdeführerin verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer so l- chen. Die Wegw eisung wurde demnach zu Recht angeordnet ( Art. 44 AsylG; vgl. BVGE 2013/37 E 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 7. 7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach E-7212/2013 Seite 17 den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]). Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG); solche können insbesondere in Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 FK, Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedr i- gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und Art. 3 EMRK liegen. Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Aus- länder ferner unzumutbar sein, wenn sie im Heimat - oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Der Vollzug ist schliesslich nicht möglich, wenn die Ausländerin oder der Ausländer weder in den Heimat- oder in den Herkunftsstaat noch in einen Drittstaat ausreisen oder dorthin gebracht werden kann (Art. 83 Abs. 2 AuG). Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu bewe i- sen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 7.2 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend da r- auf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non -Refoulement nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche G e- fährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Sodann ergeben sich – unter Mitbe- rücksichtigung der nachfolgenden Erwägungen – weder aus den Auss a- gen der Beschwerdeführerin noch aus den Akten augenfällige Anhalts- punkte für eine mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit zu gewärtigende und nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung der Beschwerdeführerin für den Fall eines Wegweisungsvollzuges. 7.3 Für die weitere Prüfung der Vollzugsvoraussetzungen sind folgende Überlegungen massgeblich: Wie oben erwogen, hat das BFM zutreffend erkannt, dass die von der Beschwerdeführerin behauptete eritreische Staatsangehörigkeit nicht glaubhaft ist und sie dabei ihre Mitwirkung s-E-7212/2013 Seite 18 pflicht verletzt sowie Tatsachen und Beweismittel verschleiert bezi e- hungsweise unterdrückt. Im Rahmen der Prüfung der Voraussetzungen für einen Wegweisungsvollzug stellt sich das BFM laut Verfügung und un- ter Hinweis auf Lehre und Praxis auf den Standpunkt, dass die behördl i- che Untersuchungspflicht im Zusammenhang mit der Prüfung des We g- weisungsvollzuges nach Treu und Glauben ihre vernünftigen Grenzen an der Mitwirkungspflicht der Gesuch stellenden Person finde und es nicht Aufgabe der Asylbehörden sein könne, nach allfälligen Wegweisungshi n- dernissen in hypothetischen Heimat - oder Herkunftsländern zu forschen . Der Standpunkt ist für sich betrachtet zutreffend und entspricht langjähr i- ger Praxis der ARK und des Bundesverwaltungsgerichts. Vorliegend wu r- de denn auch bereits oben erkannt, dass die Be schwerdeführerin der ihr obliegenden und zumutbaren Mitwirkungspflicht (Art. 8 AsylG) hinsichtlich ihrer Staatsangehörigkeit nicht nachzukommen gewillt war und ist. Das BFM hat jedoch in seiner Verfügung und in der Vernehmlassung die U n- glaubhaftigkeit der eritreische Staats angehörigkeit nicht nur damit b e- gründet, dass überwiegende Gründe gegen diese eritreische Staats an- gehörigkeit sprechen, sondern auch damit, dass verschiedene Indizien auf eine äthiopische Staats angehörigkeit hindeuten. Diesen Erwägungen schliesst sich das Bundesverwaltungsgericht an (vgl. oben E. 5.2.2), in- dessen mit einer Klarstellung: Die vorinstanzliche Erkenntnis, wonach die Beschwerdeführerin, sollte sie die äthiopische Staatsangehörigkeit trotz Indizien allenfalls doch nicht besitzen , sie diese aufgrund verschiedener Anspruchsgrundlagen problemlos würde erwerben können, wäre insoweit nicht haltbar, als sich die Behörde mit diesem Argument der Prüfung einer allfälligen flüchtlings- oder wegweisungsrechtlichen Gefährdungslage ent- ledigen wollte, denn die Beanspruchung einer Staatsbürgerschaft ist vö l- kerrechtlich nicht aufzwingbar. Dies en Fehler begeht das BFM zwar in- soweit nicht, als es eine flüchtlingsrechtliche Verfolgungslage der B e- schwerdeführerin umfassend geprüft hat und die wegweis ungsrechtliche Gefährdung mit dem Argument einer Mitwirkungsverletzung bezüglich des (hypothetischen) tatsächlichen Heimatstaates abschlägig beurteilt hat. Dennoch zieht das BFM als einzige Alternative zur behaupteten, aber unglaubhaft erkannten eritreisch en Staatszugehörigkeit die äthiopische Staatszugehörigkeit in Betracht und stützt diese auch zutreffend auf b e- stehende Indizien. Somit steht nicht eine Auswahl an hypothetisch mögl i- chen Heimatstaaten zur Verfügung, sondern nur genau ein solcher. Damit aber besteht für das BFM die aus dem Untersuchungsgrundsatz hervo r- gehende Pflicht zur grundsätzlichen Prüfung der Voraussetzungen des Wegweisungsvollzuges in dieses sich einzig aufdrängende Heimatland, wogegen sie sich nur hinsichtlich allfälliger individuelle r Vollzugshinder-E-7212/2013 Seite 19 nisse mit der Begründung einer Mitwirkungsverletzung ihrer Unters u- chungspflicht entledigen könnte. Der Mangel hat aber im vorliegenden Fall deshalb keine Kassation des angefochtenen Entscheides im Vol l- zugspunkt zur Folge, weil die Beschwerd eführerin selber in der Recht s- mitteleingabe eine umfassende (und für sich letztlich einem Vollzug en t- gegenstehende) Prüfung der Wegweisungsvollzugsvoraussetzungen betreffend Äthiopien vornimmt (vgl. Beschwerde Ziff. 5.17 ff. [S. 6 ff.]). In diesem Rahmen a nerkennt sie eine generelle Vollziehbarkeit der We g- weisung nach Äthiopien und verweist dabei selber auf verschiedene En t- scheidungen des Bundesverwaltungsgerichts. Diese Praxis wird in Form einer allgemeinen Lagebeurteilung in BVGE 2011/25 (dort insb. E. 8. 3 f.) dargelegt und findet seither Anwendung. Diese Lagebeurteilung gilt somit seitens der Beschwerdeführerin als unbestritten. Ein Vollzugshindernis leitet sie demgegenüber aus individuellen Gründen (alleinstehende und (…)kranke Frau, die weder über ein s oziales Netzwerk, noch über einen Schulabschluss, noch über existenzsichernde berufliche und ökonom i- sche Basis verfügt) ab. Genau für diesen Bereich der personenbezog e- nen, individuellen Vollzugshindernisse hat die Beschwerdeführerin aber die aus der Missachtung der Mitwirkungspflicht sich ergebenden proze s- sualen Nachteile zu tragen. Es ist nicht Sache der Asylbehörde, Nachfo r- schungen hinsichtlich soziales Beziehungsnetz, Möglichkeiten der Exi s- tenzsicherung und medizinische Versorgung zu betreiben, wen n die B e- schwerdeführerin diesbezüglich die tatsächlichen Verhältnisse nicht o f- fenzulegen gewillt ist. Anzufügen bleibt in letzterem Zusammenhang i m- merhin, dass die (…)krankheit der Beschwerdeführerin gemäss den A k- ten und insbesondere gemäss dem Arztbericht vom (…) Januar 2014 of- fensichtlich nicht gravierend ist und sie einzig auf ein bei akuter (…) an- wendbares Medikament ([…]) angewiesen ist, das weltweit verbreitet und kostengünstig ist und bei Bedarf auch im Rahmen von medizinischer Rückkehrhilfe abgegeben werden könnte. Ein Vollzugshindernis ist darin jedenfalls nicht zu erblicken. 7.4 Schliesslich obliegt es der Beschwerdeführerin, sich bei der zuständ i- gen Vertretung des Heimatstaates di e für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG). Auf die betreffenden E r- wägungen gemäss ang efochtener Verfügung (dort E. III/3) kann verwi e- sen werden. E-7212/2013 Seite 20 7.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AuG). 8. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). Die Beschwerde i st abzuweisen. 9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) . Auf deren E r- hebung ist jedoch angesichts der mit Zwischenverfügung vom 9. Janu ar 2014 gewährten unentgeltlichen Prozessführung nach Art. 65 Abs. 1 VwVG zu verzichten. (Dispositiv nächste Seite) E-7212/2013 Seite 21 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 3. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das BFM und die kantona- le Migrationsbehörde. Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: Regula Schenker Senn Urs David Versand: