7. Oktober 1983 N 1521 Interpellation Günter Quelle est la proportion de déchets provenant des hôpitaux et d'autres institutions médicales, quelle est celle provenant de la recherche et de l'industrie, des centrales atomiques et d'ailleurs? Quel est le degré de radioactivité des déchets de chaque groupe, quelle est leur période? (Les valeurs en kilos données par M. Kiener à la presse ne sont guère significatives.) 4. Le Conseil fédéral est-il prêt a examiner, avec d'autres pays qui ont voté contre la recommandation mais qui, comme les Pays-Bas, ont décidé de l'appliquer, les moyens de se débarasser des déchets faiblement radioactifs prove- nant par exemple d'institutions médicales, sans les im- merger? Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Interpellantin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Antwort des Bundesrates siehe unten Réponse du Conseil fédéral voir ci-après #ST# 83.435 Interpellation der Fraktion der PdA/PSA/POCH Atommüll Interpellation du groupe du PdT/PSA/POCH Immersion des déchets nucléaires Wortlaut der Interpellation vom 7. Juni 1983 Die Fraktion der PdA/PSA/POCH fordert den Bundesrat dringlich auf, auf jede weitere Versenkung von schweizeri- schem Atommüll im Meer zu verzichten und sich somit an die Empfehlung vom 17.Februar 1983 der Londoner Konfe- renz zur Verhinderung der Meerverschmutzung zu halten. Wir bitten deshalb den Bundesrat um die Beantwortung der Frage: Ist er bereit, auf seinen Beschluss vom 25. Mai 1983 zurück- zukommen und ab sofort keinen schweizerischen Atommüll mehr im Meer versenken zu lassen? Texte de l'interpellation du 7 juin 1983 Le groupe PdT/PSA/POCH invite instamment le Gouverne- ment a ne plus faire immerger de déchets nucléaires origi- naires de Suisse dans la mer et à se conformer ainsi à la recommandation émise le 17 février 1983, lors de la Confé- rence de Londres sur la prévention de la pollution marine. Nous demandons donc au Conseil fédéral de répondre à la question suivante: Est-il prêt à réviser sa décision du 25 mai 1983 et à renoncer des maintenant à toute immersion de déchets nucléaires suisses dans la mer? Sprecherin - Porte-parole: Mascarin Schriftliche Begründung - Développement par écrit Bereits in der Interpellation Mascarin vom 28. Februar 1983 wurde darauf hingewiesen, dass die Londoner Konferenz zur Verhinderrung der Meerverschmutzung an ihrer Sitzung vom 17. Februar 1983 die Empfehlung beschlossen hat, keine weiteren Atomabfälle mehr im Meer zu versenken. Die Schweiz, Mitglied der LDC, hat gegen dieses Verbot gestimmt. Der Bundesrat hat die Fragen der Interpellation zu dieser Haltung der Schweiz bis jetzt nicht beantwortet. Hin- gegen hat er, alle ökologischen Überlegungen in den Wind schlagend, beschlossen, auch 1983 wieder radioaktiven schweizerischen Müll im Meer versenken zu lassen. WWF und Schweizerische Energiestiftung haben protestiert. Spa- nien, vor dessen Küste der Dreck ins Meer geschüttet wer- den soll, hat offiziell bei den schweizerischen Behörden interveniert. Ausser der Schweiz wird nur noch Grossbritan- nien seinen Atommüll 1983 ins Meer schütten. Es geht nicht an, dass hochindustrialisierte Länder ihre giftigen oder radioaktiven Abfälle in internationale Gewäs- ser leeren und damit einen Lebensraum zerstören, der zum Erbe aller Menschen gehört. Besonders verantwortungslos ist es, den Bau von Atomkraftwerken in der Schweiz voran- zutreiben, deren Abfallproblem überhaupt nicht gelöst ist, und noch nicht einmal dafür gesorgt zu haben, dass schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus der Medizin in der Schweiz selbst beseitigt werden können. Antwort des Bundesrates siehe unten Réponse du Conseil fédéral voir ci-après #ST# 83.437 Interpellation Günter Radioaktive Abfälle. Tiefseeversenkung Immersion des déchets radioactifs Wortlaut der Interpellation vom 7. Juni 1983 Die Wissenschaft zweifelt immer mehr daran, dass diese Art der Versenkung harmlos ist und befürchtet, dass entgegen früheren Beteuerungen gefährliche Anreicherungen radio- aktiver Isotope in Nahrungsketten im Meer geschehen. Daher verurteilte das Europäische Parlament am 16.Sep- tember 1982 derartige Aktionen und verlangte einen soforti- gen Stopp. An der letzten Konsultativversammlung der Lon- doner Konvention im Februar 1983 wurde dann mit starkem Mehr eine Resolution angenommen, welche auf ein Morato- rium dieser Versenkungen hinzielt. Nur die Gegenstimme der Schweiz verhinderte, dass aus der Resolution eine völ- kerrechtliche Verpflichtung wurde. Nun hat der Bundesrat am 25. Mai beschlossen, auch dieses Jahr gegen alle Bedenken und Beschlüsse an den Tiefsee- versenkungen festzuhalten. Dieser Beschluss trägt nicht nur dem weitverbreiteten Widerstand gegen die blinde Art d.er Abfallbeseitigung in unserem Lande keine Rechnung. Mit dieser Haltung wird auch das internationale Ansehen der Schweiz gefährdet. Wir stehen als Land da, das immer wieder versucht, unangenehme Abfälle möglichst einfach irgendwo im Ausland loszuwerden. Die Vorfälle rund um das Dioxin aus Seveso haben schon vorher bestehende Vorur- teile gegenüber der Schweiz massiv bekräftigt. Sie wurden etwas gemildert durch die Art, wie die Schweiz jetzt diese Abfälle zurücknimmt und selbst entsorgt. Mit der Fortset- zung der Tiefseeversenkung radioaktiver Abfälle wird aber die kaum verheilte Narbe wieder aufgerissen. Ist der Bundesrat bereit zu erklären, dass er ab 1984 auf diese Art der nuklearen Entsorgung verzichten wird? Texte de l'interpellation du 7 juin 1983 De plus en plus de scientifiques estiment que l'immersion de déchets nucléaires n'est pas sans danger et craignent, con- trairement aux convictions antérieures, qu'il ne se produise un dangereux enrichissement des isotopes radioactifs dans les chaînes alimentaires de la mer. C'est pourquoi, le 16 septembre 1982, le Parlement européen a condamné de tels actes et en a exigé la cessation immédiate. Lors de la dernière assemblée consultative de la Convention de Lon- dres, en février 1983, une large majorité adopta une résolu- tion visant à suspendre les immersions de déchets radioac- tifs. Seule l'opposition de la Suisse a empêché cette résolu- tion d'entrer dans la législation internationale. En outre, le Conseil fédéral a décidé le 25 mai de continuer cette année encore les immersions en haute mer, en dépit des réservesSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation der Fraktion der PdA/PSA/POCH Atommüll Interpellation du groupe du PdT/PSA/POCH Immersion des déchets nucléaires In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1983 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 83.435 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 07.10.1983 - 08:00 Date Data Seite 1521-1521 Page Pagina Ref. No 20 011 859 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.