<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">«AZA» </div> <div class="para">U 85/99 Ca </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV. Kammer </div> <div class="para">Bundesrichter Borella, Rüedi und Bundesrichterin Leuzinger; Gerichtsschreiberin Hostettler </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 17. Februar 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para">H.________, 1946, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Q.________ </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Luzern, Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para">und </div> <div class="para">Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Luzern </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.- Die 1946 geborene H.________ war seit 1992 als Verwaltungsangestellte bei der F.________ tätig und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 25. Juni 1993 erlitt sie bei einem Verkehrsunfall eine Kontusion am rechten Unterschenkel; überdies bestand der Verdacht auf ein geringgradiges Schleudertrauma der Halswirbelsäule (HWS). Nachdem die SUVA die gesetzlichen Leistungen erbracht hatte, wurde der Fall am 21. Dezember 1993 abgeschlossen. </div> <div class="para">Am 12. Dezember 1994 meldete die Arbeitgeberin einen Rückfall. Mit Verfügung vom 2. Februar 1995 lehnte die SUVA mangels eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und den als Rückfall gemeldeten neurovegetativen Beschwerden jegliche Leistungspflicht ab. Mit Einspracheentscheid vom 13. Juli 1995 hielt sie daran fest. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.- Beschwerdeweise liess H.________ sinngemäss beantragen, die SUVA sei zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen für den gemeldeten Rückfall zu erbringen. Nach Einholung diverser Gutachten und nach Edition der Krankengeschichte wies das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern mit Entscheid vom 2. Februar 1998 (recte: 1999) die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C.- H.________ lässt Verwaltungsgerichtsbeschwerde führen und zur Hauptsache beantragen, in Aufhebung des angefochtenen Entscheids sei festzustellen, dass der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem versicherten Unfallereignis vom 25. Juni 1993 und den am 12. Dezember 1994 als Rückfall gemeldeten Beschwerden gegeben ist; die SUVA sei zu verhalten, nach materieller Festlegung für die Rückfallfolgen die gesetzlichen Leistungen nach UVG zu erbringen. </div> <div class="para">Die SUVA und die Vorinstanz schliessen auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt für Sozialversicherung hat sich nicht vernehmen lassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Streitgegenstand bildet - wie schon im kantonalen Verfahren - einzig die Frage, ob der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 25. Juni 1993 und den am 12. Dezember 1994 als Rückfall gemeldeten neurovegetativen Beschwerden erfüllt ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- a) Das kantonale Gericht hat die vorliegend massgeblichen gesetzlichen Bestimmungen über den Leistungsanspruch bei Rückfällen und Spätfolgen (<span class="artref">Art. 11 UVV</span>), die Rechtsprechung über die Begriffe des Rückfalls und der Spätfolgen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=16&amp;from_date=11.02.2000&amp;to_date=01.03.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F118-V-293%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page296">BGE 118 V 296</a> Erw. 2c; RKUV 1994 Nr. U 198 S. 138 f.), die Voraussetzung des natürlichen Kausalzusammenhangs mit dem ursprünglichen Unfall für die Leistungspflicht der Unfallversicherung bei Rückfällen und Spätfolgen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=16&amp;from_date=11.02.2000&amp;to_date=01.03.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F118-V-293%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page296">BGE 118 V 296</a> Erw. 2c mit Hinweisen) zutreffend dargelegt. Entsprechendes gilt für die Ausführungen zu dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=16&amp;from_date=11.02.2000&amp;to_date=01.03.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-V-45%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page47">BGE 121 V 47</a> Erw. 2a, 208 Erw. 6b, je mit Hinweis). Darauf kann verwiesen werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 Erw. 4b). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- a) In eingehender und überzeugender Würdigung der medizinischen Unterlagen, insbesondere des von der Vorinstanz in Auftrag gegebenen umfassenden Gutachtens des Prof. Dr. med. D.________, Klinik X.________, vom 7. August 1997 und dessen Ergänzungsgutachtens vom 26. Oktober 1998, sowie des Gutachtens des Prof. Dr. med. W.________, Leiter der Abteilung für EEG und Epileptologie in der Neurologischen Klinik des Universitätsspitals Y.________, vom 8. Oktober 1998, ist die Vorinstanz zu Recht zum Schluss gelangt, dass ein natürlicher Kausalzusammenhang nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt ist. Es kann auf die diesbezüglichen Ausführungen in Erwägung 9e bis g des kantonalen Entscheids verwiesen werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Die Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde bieten keine Veranlassung für eine abweichende Betrachtungsweise. Insbesondere ist die Behauptung, Prof. Dr. med. D.________ habe eine commotio cerebri diagnostiziert, aktenwidrig. Tatsächlich hat der Gutachter ausdrücklich das Gegenteil festgestellt (vgl. Gutachten vom 7. August 1997 S. 6 unten). Ferner sind die Einwendungen gegen das Gutachten von Prof. Dr. med. W.________ unbegründet, wie die SUVA in ihrer Stellungnahme vom 18. Juni 1999 zutreffend darlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">c) Eine psychiatrische Begutachtung - wie sie von der Beschwerdeführerin gefordert wird - erübrigt sich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para">III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsge- </div> <div class="para">richt des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtli- </div> <div class="para">che Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversiche- </div> <div class="para">rung zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 17. Februar 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der IV. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>