<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine Situationsanalyse zum Fachkräftemangel zu erstellen, die aufzeigt, in welchen Branchen und in welcher Grössenordnung innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre Fachkräfte fehlen werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Für den Wirtschaftsstandort Schweiz ist die Verfügbarkeit der benötigten Fachkräfte von zentraler Bedeutung. Es ist eine ständige Herausforderung für Bund, Kantone und Sozialpartner, mit geeigneten Massnahmen dafür zu sorgen, dass der entsprechende Bedarf gedeckt werden kann.</p><p>Das WBF hat im Jahr 2011 mit dem Grundlagenbericht "Fachkräfte für die Schweiz" eine Situationsanalyse betreffend die Fachkräftesituation vorgenommen und darauf basierend die von der Postulantin erwähnte Fachkräfte-Initiative (FKI) lanciert. Die Massnahmen der FKI zielen darauf ab, die im Inland vorhandenen Potenziale besser zu nutzen, unter anderem bei Frauen mit Familienbetreuungspflichten und älteren Arbeitnehmenden. In den letzten fünf Jahren konnte bei diesen beiden Gruppen die Erwerbsbeteiligung um insgesamt 100 000 Arbeitskräfte erhöht werden.</p><p>Ferner hat der Bundesrat am 18. Dezember 2015 entschieden, dass im Rahmen der FKI geprüft werden soll, auf welche Weise vermehrt inländische Arbeitskräfte in den Berufen des Gesundheitswesens, Baugewerbes, Gastgewerbes, Maschinenbaus und der Informatik aus- und weitergebildet oder umgeschult werden können. Die Resultate der Abklärungen werden dem Bundesrat Ende Juni 2016 in einem Bericht vorgelegt.</p><p>Im Kontext der FKI hat das Seco 2014 auch das von der Postulantin erwähnte Indikatorensystem entwickelt. Das Indikatorensystem wird derzeit aktualisiert und erweitert, indem zusätzlich die verfügbaren Potenziale nach allen Berufsfeldern erhoben werden. Der aktualisierte Bericht liegt im Herbst 2016 vor und wird unter anderem eine wichtige Grundlage für Analysen und Massnahmen vonseiten der verantwortlichen Branchenverbände bieten. Die Ergebnisse der Aktualisierung werden auch anlässlich des im September 2016 vom WBF durchgeführten nationalen Gipfels "Fachkräfte Schweiz" aufgenommen.</p><p>Hingegen ist es aus methodischen Gründen nicht möglich, den Fachkräftebedarf in den verschiedenen Berufsfeldern und Branchen für die nächsten Jahre zuverlässig und zielgenau zu erheben. Die Entwicklung des künftigen Fachkräftebedarfs hängt abgesehen von der Entwicklung des Arbeitskräfteangebots (Ersatzbedarf aufgrund demografischer Entwicklung), insbesondere von der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Strukturwandel ab. Zusätzlich zu den schwer prognostizierbaren Auswirkungen des Strukturwandels auf die Nachfrage und das Angebot an Fachkräften in den einzelnen Branchen würden Schätzversuche über alle Branchen und Berufe hinweg beträchtliche Ressourcen binden, ohne aber verlässliche und sachdienliche Resultate zu liefern.</p><p>Die bisherigen Instrumente der FKI wie beispielsweise das Indikatorensystem haben sich nach Ansicht des Bundesrates im Grundsatz bewährt und werden laufend aktualisiert.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.