<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2C_677/2009 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 2. März 2010 </div> <div class="para">II. öffentlich-rechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Müller, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Merkli, Bundesrichter Karlen, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Zähndler. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para">vertreten durch Fürsprecher Dr. Willi Egloff, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern, </div> <div class="para">Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern, Beschwerdedienst. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Erteilung der Aufenthaltsbewilligung; </div> <div class="para">Verweigerung der unentgeltlichen Prozessführung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. September 2009. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Nach Einsicht </div> <div class="para">in die Verfügung des Amtes für Migration und Personenstand des Kantons Bern (MIP) vom 4. Mai 2009, mit welcher dieses das Gesuch von X.________ um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung abgelehnt hat; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in die vom Betroffenen hiergegen am 11. Mai 2009 bei der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM) eingereichte Beschwerde, mit der gleichzeitig die unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung eines Anwalts verlangt wurde; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in den Zwischenentscheid der POM vom 20. Mai 2009, mit dem diese das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung abgewiesen hat; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in die von X.________ gegen diese Zwischenverfügung beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern erhobene Beschwerde vom 15. Juni 2009; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in das Urteil des Einzelrichters des Verwaltungsgerichts vom 11. September 2009, welcher die Beschwerde abgewiesen hat; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in die von X.________ hiergegen am 14. Oktober 2009 beim Bundesgericht eingereichte Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in die beigezogenen Akten und in die eingeholten Vernehmlassungen, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Erwägung, </div> <div class="para">dass der Beschwerdeführer einen in der Hauptsache ergehenden Entscheid mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht weiterziehen könnte, zumal ihm gestützt auf <span class="artref">Art. 8 EMRK</span> ein grundsätzlicher Anspruch auf Anwesenheit bei seinem in der Schweiz lebenden, hier fest anwesenheitsberechtigten minderjährigen Kind, zu dem er eine intakte Beziehung pflegt, zukommt (<span class="artref">Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG</span> e contrario; Urteil 2C_353/2008 vom 27. März 2009 E. 1.1.3, nicht publ. in: <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=16&amp;from_date=18.02.2010&amp;to_date=09.03.2010&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-I-153%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page153">BGE 135 I 153</a>); </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass der Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens ein Zwischenentscheid betreffend die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege ist und solche Zwischenentscheide einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können, weshalb sie gemäss <span class="artref">Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG</span> gesondert anfechtbar sind (Urteil 2C_143/2008 vom 10. März 2008 E. 2, mit Hinweisen); </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass auf die vorliegende Beschwerde somit einzutreten ist; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass der Beschwerdeführer unbestrittenermassen als bedürftig erscheint und mithin dann Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege hat, wenn sein Rechtsbegehren nicht von vornherein aussichtslos erscheint (<span class="artref">Art. 29 Abs. 3 BV</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=16&amp;from_date=18.02.2010&amp;to_date=09.03.2010&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-I-129%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page129">BGE 129 I 129</a> E. 2.5.3); </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass das Besuchsrecht des nicht sorgeberechtigten Ausländers gegenüber seinem in der Schweiz fest anwesenheitsberechtigten Kind im Allgemeinen noch keinen Anspruch auf dauernde Anwesenheit verschafft, sondern ein solcher Anspruch nur dann bestehen kann, wenn in wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht eine besonders enge Beziehung zum Kind besteht, diese Beziehung wegen der Distanz zum Heimatland des Ausländers praktisch nicht aufrecht erhalten werden könnte und das bisherige Verhalten des Ausländers in der Schweiz zu keinerlei Klagen Anlass gegeben hat (sog. "tadelloses Verhalten", BGE 120 lb 1 E. 3c S. 5); </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass der Beschwerdeführer mit Strafbefehl des Untersuchungsrichteramtes III Bern-Mittelland vom 5. September 2006 und mit Urteil der Gerichtspräsidentin 14 des Gerichtskreises VIII Bern-Laupen vom 14. Februar 2007 u.a. wegen Fälschung von Ausweisen und Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von fünf Monaten verurteilt wurde und sein Verhalten in der Schweiz mithin zu Klagen Anlass gegeben hat; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass der Beschwerdeführer weder Einkommen noch Vermögen hat und keine Unterhaltszahlungen leistet, weswegen zumindest in wirtschaftlicher Hinsicht nicht von einer besonders engen Beziehung auszugehen ist; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass die Vorinstanzen bei dieser Sachlage zur vorläufigen Schlussfolgerung gelangen durften, die vom Beschwerdeführer am 11. Mai 2009 bei der POM eingereichte Beschwerde sei aussichtslos; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeiständung im Beschwerdeverfahren vor der POM somit keine Verletzung der verfassungsmässigen Rechte des Beschwerdeführers darstellt und die vorliegende Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten als offensichtlich unbegründet im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 BGG</span> (summarische Begründung) abzuweisen ist; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass dem gestellten Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege auch im Verfahren vor Bundesgericht mangels hinreichender Erfolgsaussicht der Beschwerde (<span class="artref">Art. 64 BGG</span>) nicht entsprochen werden kann; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass es sich aufgrund der Umstände jedoch rechtfertigt, vorliegend auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im bundesgerichtlichen Verfahren wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern, der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern sowie dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 2. März 2010 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Müller Zähndler </div> </div></body></html>