<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2002.00065</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107020&amp;W10_KEY=4467145&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2002.00065</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 18.12.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 23.12.2003 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Grundstückgewinnsteuer</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Steuerbefreiung der SBB<br/><br/>Die SBB als spezialgesetzliche Aktiengesellschaft des Bundes sind nicht gestützt auf Art. 10 des Garantiegesetzes von jeder Besteuerung durch die Kantone und Gemeinden befreit (E. 1), sondern gestützt auf Art. 21 SBBG, wobei sich die subjektive Steuerbefreiung auch auf Hilfs- und Nebenbetriebe wie Kraftwerke, Werkstätten und Lagerhäuser, jedoch nicht auf Liegenschaften erstreckt, die keine notwendige Beziehung zum Betrieb des Unternehmens haben. Dieser Steuerbefreiungsartikel ist einschränkend auszulegen, so dass Kantone und Gemeinden befugt sind, die SBB mit Bezug auf Liegenschaften, die keine notwendige Beziehung zum Betrieb des Unternehmens haben, zu besteuern, d.h. insbesondere bei Veräusserung derartiger Liegenschaften die als Objektsteuer ausgestaltete Grundstückgewinnsteuer zu erheben (E. 2). <br/>Die Tatsache, dass eine Liegenschaft eine notwendige Beziehung zum Bahnbetrieb aufweist, ist, weil sie zur Steuerbefreiung führt, nicht steuerbegründender, sondern steueraufhebender Natur und daher von der Beschwerdeführerin nachzuweisen. Ein derartiger Nachweis wurde vorliegend nicht erbracht, so dass die Besteuerung zu Recht erfolgte und die Beschwerde abzuweisen ist (E. 3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAHNNEBENBETRIEB">BAHNNEBENBETRIEB</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DOPPELSPURAUSBAU">DOPPELSPURAUSBAU</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EISENBAHNINFRASTRUKTUR">EISENBAHNINFRASTRUKTUR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: GrundstÃ¼ckgewinn- und HandÃ¤nderungssteuern ST: GRUNDSTÃCKGEWINNSTEUER">GRUNDSTÃCKGEWINNSTEUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LIEGENSCHAFT">LIEGENSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NOVENVERBOT">NOVENVERBOT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SBB">SBB</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SBB">SBB</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STEUERBEFREIUNG">STEUERBEFREIUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERNEHMENSBEZUG">UNTERNEHMENSBEZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VIADUKT">VIADUKT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 10 GarG</span><br/><span class="ungerade">Art. 7 SBBG</span><br/><span class="gerade">Art. 21 SBBG</span><br/><span class="ungerade">§ 216 lit. I StG</span><br/><span class="gerade">§ 218 Abs. I lit. a StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2002 Nr. 121</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 1 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Die Schweizerischen Bundesbahnen SBB (SBB), seit 1. Januar 1999 eine spezial­gesetzliche Aktiengesellschaft, verÃ¤usserten am 7. Mai 1999 das in der Gemeinde X gelegene GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 01, ein Wohnhaus mit 365 m<sup>2</sup> GebÃ¤udegrundflÃ¤che, Gar­ten und Hausumschwung, zum Preis von Fr. 480'000.- an C, D, E und F zu Miteigentum.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Aus Anlass dieser HandÃ¤nderung auferlegte die Grundsteuerkommission X den SBB mit Veranlagungs- und Einspracheentscheid vom 28. September 2000 bzw. 30. Ok­tober 2001 eine GrundstÃ¼ckgewinnsteuer von Fr. 14'158.-.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Den hiergegen gerichteten Rekurs der SBB, womit diese geltend machten, sie seien von Bundesrechts wegen von der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer befreit, wies die Steuerrekurskommission III am 4. Juli 2002 ab, soweit sie darauf eintrat.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Mit Beschwerde vom 13. August 2002 liessen die SBB dem Verwaltungsgericht beantragen, es sei von der Auferlegung einer GrundstÃ¼ckgewinnsteuer abzusehen und es sei festzustellen, dass sie von der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer im Kanton ZÃ¼rich subjektiv be­freit seien. Ausserdem verlangten sie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">WÃ¤hrend die Steuerrekurskommission III auf Vernehmlassung verzichtete, schloss die Grundsteuerkommission X auf Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">1. Von der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer befreit sind laut § 218 Abs. 1 lit. a des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) Gewinne bei HandÃ¤nderungen an GrundstÃ¼cken des Bundes und seiner Anstalten nach Bundesrecht.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Nach Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. MÃ¤rz 1934 Ã¼ber die politischen und polizeilichen Garantien zugunsten der Eidgenossenschaft (Garantiegesetz; GarG) sind die Eidgenossenschaft sowie ihre Anstalten, Betriebe und unselbstÃ¤ndigen Stiftungen von jeder Besteuerung durch die Kantone und Gemeinden befreit; ausgenommen sind Liegenschaften, die nicht unmittelbar Ã¶ffentlichen Zwecken dienen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die SBB waren bis 31. Dezember 1998 eine Anstalt des Bundes. Sie wurden auf den 1. Januar 1999 durch Art. 2 des Bundesgesetzes vom 20. MÃ¤rz 1998 <span>Ã¼ber die Schweizerischen Bundesbahnen </span>(SBBG) in eine â spezialgesetzliche â Aktiengesellschaft umgewandelt. Sie bilden infolgedessen weder eine (selbstÃ¤ndige oder unselbstÃ¤ndige) Anstalt noch einen Betrieb oder eine unselbstÃ¤ndige Stiftung des Bundes (vgl. dazu ausfÃ¼hrlich Marco Greter, in Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2a, Basel/Genf/MÃ¼nchen 2000, Art. 56 DBG N. 4 ff., insbesondere N. 7; Peter Agner/Beat Jung/Gotthard Steinmann, Kommentar zum Bundesgesetz Ã¼ber die direkte Bundessteuer, ZÃ¼rich 1995, Art. 56 N. 2). Dem Umstand, dass der Bund AlleinaktionÃ¤r der SBB ist, kommt keine Bedeutung zu, denn die Steuerbefreiung gestÃ¼tzt auf Art. 10 Abs. 1 GarG setzt die Inkorporation in eine der in dieser Bestimmung abschliessend aufgezÃ¤hlten Rechtsformen des Ã¶ffentlichen Rechts voraus (vgl. RB 2001 Nr. 107).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Befreiung der SBB von der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer nach kantonalem Recht fÃ¤llt daher ausser Betracht.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. Kraft Art. 21 Abs. 1 SBBG sind die SBB im Rahmen ihrer Aufgabe als Anbieterin der Eisenbahninfrastruktur und als Transportunternehmung von jeder Besteuerung durch die Kantone und Gemeinden befreit. Die Steuerbefreiung erstreckt sich auch auf Hilfs- und Nebenbetriebe wie Kraftwerke, WerkstÃ¤tten und LagerhÃ¤user, jedoch nicht auf Liegenschaften, die keine notwendige Beziehung zum Betrieb des Unternehmens haben.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Das Bundesgericht hat die inhaltlich gleich lautende Vorschrift von Art. 6 Abs. 1 des frÃ¼heren Bundesgesetzes vom 23. Juni 1944 Ã¼ber die Schweizerischen Bundesbahnen (aSBBG) im selben Sinn wie Art. 10 Abs. 1 GarG ausgelegt. Dementsprechend hat es erkannt, dass die SBB von allen Steuern, einschliesslich der GrundstÃ¼ckgewinnsteuern, befreit waren und sich die Ausnahme von der Steuerbefreiung einzig auf besondere Objektsteuern bezog, namentlich auf Grund- oder Liegenschaftensteuern (BGr, 13.6.2000, StR 2000, 561 E. 4 S. 562 f. mit Hinweisen; BGE 111 Ib 6 E. 4c S. 9; 103 Ib E. 257 E. 3 S. 259 f.). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Das Gericht hat anlÃ¤sslich der Auslegung von Art. 10 GarG in der revidierten Fassung von 1997 dafÃ¼r gehalten, diese restriktive Interpretation der Ausnahme von der Steuer­­befreiung rechtfertige sich um so mehr, als die gegenseitige Besteuerung der verschiedenen HoheitstrÃ¤ger ein wenig taugliches Mittel zur Deckung des Ã¶ffentlichen Finanzbedarfs sei. Eine ausnahmsweise Besteuerung lasse sich immerhin aus der Ãberlegung rechtfertigen, dass Liegenschaften des Bundes, die nicht unmittelbar Ã¶ffentlichen Zwecken dienten, wie alle andern Liegenschaften zur Deckung der darauf bezogenen Ã¶ffentlichen Lasten bei­tragen sollten; gerade diesen Zweck aber verfolgten die als Objektsteuern bezeichneten Lie­­genschafts- und Grundsteuern (BGE 111 Ib 6 E. 4b S. 8f.). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Es fragt sich, ob die Umwandlung der SBB von einer Anstalt des Bundes in eine spezialgesetzliche Aktiengesellschaft dazu zwingt, die Vorschrift von Art. 21 Abs. 1 SBBG anders als den inhaltlich gleich lautenden Art. 6 Abs. 1 aSBBG auszulegen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die bisherige, vom Wortlaut von Art. 6 Abs. 1 aSBBG (bzw. Art. 10 GarG) abweichende, einengende Auslegung des Begriffs der Steuer, soweit dieser in der Umschreibung der Ausnahme von der Steuerbefreiung verwendet wird, erschÃ¶pfte im Wesentlichen in der </p> <p class="Einzug1">(einleuchtenden) Ãberlegung, dass die gegenseitige Besteuerung der verschiedenen Hoheits­trÃ¤ger ein wenig taugliches Mittel zur Deckung des Ã¶ffentlichen Finanzbedarfs sei (s. auch BGr, 13.6.2000, StR 2000, 561 E. 5b/aa S. 565). Diese Argumentation entfÃ¤llt, seit die SBB als (spezialgesetzliche) Aktiengesellschaft nicht mehr eine Anstalt und damit nicht mehr Teil des Bundes sind. Denn es kann nun nicht mehr gesagt werden, der Bund wÃ¼rde durch eine Be­­steuerung der SBB seitens der Kantone (mittelbar) selber der Besteuerung durch diese Hoheits­trÃ¤ger unterworfen. Dass der Bund gegenwÃ¤rtig AlleinaktionÃ¤r ist, Ã¤ndert daran ent­gegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin nichts. Dieser Umstand fÃ¤llt im Ãbrigen an­ge­sichts dessen, dass der Bund laut Art 7 Abs. 1 und 2 SBBG Aktien verÃ¤ussern darf, sofern er die kapital- und stimmenmÃ¤ssi­ge Mehrheit beibehÃ¤lt, nicht ins Gewicht. Wohl wÃ¼rde der Bund durch eine weitergehende Steuerbefreiung im Umfang seiner Beteiligung mittelbar ent­­lastet, doch rechtfertigte es sich nicht, andere â z.B. private â AktionÃ¤re wegen der Mehrheitsbeteiligung des Bundes Ã¼ber die den SBB gewÃ¤hrte Steuerbefreiung indirekt zu begÃ¼ns­tigen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Infolgedessen besteht kein sachlicher Grund mehr, die Ausnahmebestimmung von Art. 21 Abs. 1 Satz 2 SBBG einschrÃ¤nkend auszulegen. Diese ist mit der Vorinstanz dahin­gehend zu verstehen, dass die Kantone und Gemeinden befugt sind, die SBB mit Bezug auf Liegenschaften, die keine notwendige Beziehung zum Betrieb des Unternehmens haben, zu besteuern. Insbesondere unterliegen die SBB bei VerÃ¤usserung derartiger Liegenschaften der Besteuerung durch die als Objektsteuer ausgestalteten GrundstÃ¼ckgewinnsteuer. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">3. Die Steuerbefreiung der SBB erstreckt sich nach der Ordnung von Art. 21 Abs. 1 SBBG auf Liegenschaften, die eine notwendige Beziehung zum Betrieb des Unternehmens haben (vgl. dazu Reto Kuster, Steuerbefreiung von Institutionen mit Ã¶ffentlichen Zwecken, ZÃ¼rich 1998, S. 145 f.).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Die Tatsache, dass eine Liegenschaft eine notwendige Beziehung zum Bahnbetrieb aufweist, ist, weil sie zur Steuerbefreiung fÃ¼hrt, entgegen der Ansicht der Beschwerde­fÃ¼hrerin nicht steuerbegrÃ¼ndender, sondern steueraufhebender Natur. Sie ist daher von den SBB nachzuweisen (vgl. BGr, 22.2.1993, ASA 62 [1993/94] 720 E. 5b). Denn nach der Besteuerungsordnung von § 216 Abs. 1 StG fÃ¼hrt die gewinnbringende VerÃ¤usserung einer Liegen­schaft zur Erhebung der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer und kann von dieser Steuer nur bei Vorliegen von SteuerbefreiungsgrÃ¼nden (oder SteueraufschubstatbestÃ¤nden) abgesehen wer­den. Ein solcher Grund liegt bei der VerÃ¤usserung einer Liegenschaft vor, die eine notwendige Beziehung zum Bahnbetrieb aufweist.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>Den Nachweis der notwendigen bahnbetrieblichen Beziehung haben die SBB durch eine substanzierte Sachdarstellung sowie</span> durch Beschaffung oder Bezeichnung von Beweis­­mitteln anzutreten (RB 1987 Nr. 35). <span>Ist d</span>as Beweismittelangebot ungenÃ¼gend, so hat die Rekurskommission weder von Amtes we­gen eine Untersuchung zu fÃ¼hren, um sich die fehlenden tatsÃ¤chlichen Grundlagen zu beschaf­fen, noch hat sie Beweise abzunehmen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>Im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht gilt das Novenverbot. FÃ¼r das Gericht ist somit die gleiche Aktenlage mass­gebend wie fÃ¼r die Rekurskommission. Tatsachen oder Beweismittel, die nicht spÃ¤testens im Rekursverfahren behauptet bzw. vorgelegt oder angerufen worden sind, dÃ¼rfen infolge­dessen im Beschwerdeverfahren grundsÃ¤tzlich nicht nachgebracht werden (RB 1999 Nrn. 149 und 150; Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼rcher Steuergesetz, ZÃ¼rich 1999, § 153 N. 43).</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Das streitbetroffene GrundstÃ¼ck liegt im Bereich des Viadukts "K" an der SBB-Bahnlinie W/X/Y in der Gemeinde X. G schenkte die Liegenschaft im Jahr 1960 Q, wobei sie sich eine lebenslange und unentgeltliche Nutzniessung einrÃ¤umen liess. Im Hinblick auf den Dop­pelspurausbau der Bahnlinie versuchten die SBB in den Jahren 1965 bis 1967, die Liegenschaft â wie andere umliegende GrundstÃ¼cke â zu erwerben, da das zweite Gleis teilweise auf einer weit auskragenden BrÃ¼ckenplatte Ã¼ber die Liegenschaft fÃ¼hrt, wobei die nÃ¶rdliche Hausecke zum Teil Ã¼berdeckt wird. Mit RÃ¼cksicht auf die Schen­kung und die Nutz­nies­sung war Q indessen nicht bereit, das GrundstÃ¼ck den SBB zu Lebzei­ten von G zu verkaufen. Aus diesem Grund vereinbarten Q und SBB am 3. August 1965 einen Kaufrechtsvertrag. Die SBB erwarben am 14. No­vember 1967 von Q 53 m<sup>2</sup> der fraglichen Liegenschaft. Am 18. August 1969 wurde der Kaufrechtsvertrag abgeÃ¤ndert, indem die FlÃ¤chenverminderung von 53 m<sup>2</sup> und die dafÃ¼r geleistete Zahlung berÃ¼cksichtigt wurden. Das entsprechende Kauf­recht Ã¼bten die SBB gleichentags aus. In der Folge vermieteten die SBB die Liegenschaft an Bahnpersonal. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Dass das von den SBB im Jahr 1967 mit Blick auf den Doppelspurausbau der Bahn­­linie gekaufte â 53 m<sup>2</sup> umfassende â TeilstÃ¼ck der in Frage stehenden Liegenschaft eine notwendige Beziehung zum Bahnbetrieb aufgewiesen hatte, ist offenkundig und unbestritten. Indessen kann nicht nachvollzogen werden, aus welchen bahnbetrieblichen GrÃ¼nden die restliche Parzelle im Jahr 1969, also nach dem Ausbau der Bahnlinie, von den SBB durch AusÃ¼bung des Kaufrechts erworben wurde. Der Umstand, dass die Liegenschaft hernach stets an Bahnpersonal vermietet wurde, vermag fÃ¼r sich allein die notwendige Beziehung zum Bahnbetrieb nicht darzutun. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat nicht behauptet, es habe sich dabei um Dienstwohnungen gehandelt, die <span>im Interesse der Sicherheit und RegelmÃ¤ssigkeit des Bahnbetriebs </span>sichergestellt hÃ¤tten, dass das betreffende<span> Bahnpersonal in un­mittelbarer NÃ¤he des Bahnareals oder sonstiger dem Bahnbetrieb dienender Anlagen habe wohnen kÃ¶nnen (vgl. BGE 82 I 128 E. 3 S. 135 mit Hinweisen). Der Umstand, dass die Ge­­meinde X die auch frÃ¼her zulÃ¤ssigen Liegenschaftensteuern nicht erhoben hat, Ã¤ndert da­ran nichts. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht denn auch zu Recht nicht geltend, die Gemeinde beanspruche ihr Besteuerungsrecht gegen Treu und Glauben.</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Nach alldem ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. ...</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. ...</p> <p class="Einzug1"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>