<h2>SubmittedText<h2><p>Zwar hängt es von unzähligen Faktoren ab, was in diversen Rechnern passiert, wenn die Umstellung von 1999 auf 2000 erfolgt. Anfällig sind auf jeden Fall:</p><p>- alte Software;</p><p>- Software mit zeitkritischen Abläufen;</p><p>- Systeme, welche mehrere komplexe und voneinander abhängige Programme umfassen;</p><p>- Systeme, die bei einer Fehlfunktion direkten Schaden anrichten können.</p><p>Ein System, auf das alle diese Kriterien zutreffen, ist die Steuerungssoftware von KKW.</p><p>Der Bundesrat wird gebeten zu erklären:</p><p>- wie sich für die Schweizer KKW die Situation darstellt;</p><p>- was er in bezug auf die Sicherheit dieser KKW während der Jahrtausendwende bisher konkret unternommen hat;</p><p>- was allenfalls bis zu diesem Datum konkret noch unternommen wird.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die allermeisten Steuerungs- und Überwachungssysteme, welche für die Sicherheit der Kernkraftwerke erforderlich sind, sind mit fest verdrahteten Systemen ohne Software realisiert und deswegen vom Datumswechsel zum Jahr 2000 nicht beeinflusst. Die wenigen Ausnahmen betreffen neuere Ausrüstungen von kleinem Umfang. Bei den Sicherheitssystemen in den Schweizer KKW stellt sich daher das Problem des Datumswechsels nur bei einzelnen Ausrüstungen.</p><p>Im Gegensatz dazu sind zahlreiche Systeme der schweizerischen KKW von untergeordneter Sicherheitsrelevanz oder von rein betrieblicher Bedeutung mit Rechnern ausgerüstet. Dazu gehören z. B. Anlageinformations- und Regelsysteme. Sicherheitstechnisch sind die KKW so ausgelegt, dass sie auch ohne diese Systeme sicher abgeschaltet und in einem sicheren Zustand gehalten werden können.</p><p>Die Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) hat Anfang Juni 1998 von den Kernkraftwerken eine schriftliche Dokumentation über die Behandlung der Jahr-2000-Problematik bei den rechnerbasierten Systemen verlangt. Aus den eingereichten Unterlagen geht hervor, dass die notwendigen Tätigkeiten bei allen Schweizer KKW im Gange sind, um die betroffenen Systeme systematisch zu erfassen, zu analysieren und, falls notwendig, Massnahmen zu treffen.</p><p>Die Betreiber der KKW befassen sich seit 1996 bzw. 1997 mit der Problematik. Bereits im Jahr 1998 sind in allen KKW verschiedene Systeme einem Test für den Datumswechsel unterzogen worden, um sicherzugehen, dass sie auch am 1. Januar 2000 korrekt funktionieren. Die meisten der die Sicherheit und den zuverlässigen Betrieb betreffenden Systeme wurden bis Ende 1998 beurteilt. Das Inventar der Systeme wurde teilweise noch ergänzt und von der HSK kommentiert. Die KKW werden dazu bis Februar 1999 Stellung nehmen. Die Massnahmen betreffend den Ersatz oder die Korrekturen von Softwareprogrammen bzw. sogar die Erneuerung von gewissen Systemen werden nach den vorliegenden Angaben der KKW bis etwa Mitte 1999 dauern.</p><p>Die HSK hat von den KKW-Betreibern zudem verlangt, dass Massnahmen zur Beherrschung von eventuellen durch den Datumswechsel ausgelösten externen oder internen Störungen im voraus vorbereitet werden. Im weiteren wird für die Nacht des Jahrtausendwechsels auch ein erhöhter Bereitschaftsdienst gefordert.</p><p>Die HSK überprüft laufend die Ergebnisse der Untersuchungen der KKW und wird bestrebt sein, dass die notwendigen Vorsorgemassnahmen getroffen werden und die Schutzziele der nuklearen Sicherheit eingehalten werden können.</p><p>Die HSK informiert die Öffentlichkeit über die Jahr-2000-Problematik auf ihrer Internetseite (www.hsk.psi.ch).</p>  Antwort des Bundesrates.