<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament ein der Nachhaltigkeit verpflichtetes Güterverkehrskonzept Nord-Süd für den Zeitraum bis etwa 2030 vorzulegen, das die nationalen und internationalen rechtlichen und finanziellen bzw. baulichen und betrieblichen Voraussetzungen aufzeigt, um die verkehrspolitischen Ziele der Schweiz, mit eingeschlossen die gesetzlich vorgeschriebene Verkehrsverlagerung, umzusetzen und den verbleibenden Handlungsbedarf in den grossen Belangen abzuleiten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Bundesgesetz über die Verlagerung des alpenquerenden Güterschwerverkehrs von der Strasse auf die Schiene (GVVG; SR 740.1), in Kraft seit dem 1. Januar 2010, legt die Zielsetzungen und Massnahmen der schweizerischen Verlagerungspolitik als Ausführungsgesetz zu Artikel 84 der Bundesverfassung fest.</p><p>Gemäss Artikel 4 GVVG überprüft der Bundesrat regelmässig die Wirksamkeit dieses Gesetzes und hat rechtzeitig alle Massnahmen in seiner Zuständigkeit zu treffen, die für die Erfüllung des Zwecks und die Erreichung des Verlagerungsziels erforderlich sind. Ebenso erstattet der Bundesrat der Bundesversammlung alle zwei Jahre Bericht und unterbreitet Vorschläge und Anträge zu Zwischenzielen und Massnahmen. Dieser gesetzlich festgelegte Evaluationsprozess hat den Charakter einer rollenden Planung. Er stellt sicher, dass bei der Weiterentwicklung der Verlagerungspolitik der jeweilige aktuelle und zukünftig erwartete Zielerreichungsgrad sowie verkehrliche, politische und wirtschaftliche Entwicklungen im In- und Ausland angemessen berücksichtigt werden können. Ebenso ermöglicht er den eidgenössischen Räten, an der Weiterentwicklung mitwirken zu können.</p><p>Im Anschluss an den Verlagerungsbericht 2011 hat das Parlament mit den Motionen 12.3330 und 12.3401 dem Bundesrat weitreichende Aufträge zur Weiterentwicklung der Verlagerungspolitik gegeben. Über die Umsetzung dieser Aufträge wird der Bundesrat im Verlagerungsbericht 2013 berichten und gegebenenfalls weitere Massnahmen vorschlagen. Diese umfassen einen Grossteil der in der Begründung des Postulates genannten Themenbereiche, u. a. die Fragen der Kapazitätssicherung für den Schienengüterverkehr, der Fortführung der finanziellen Förderung des alpenquerenden kombinierten Verkehrs, der Schaffung zusätzlicher Terminalkapazitäten im kombinierten Verkehr sowie den aktuellen Stand der internationalen Diskussion zur Einführung von Schwerverkehrsmanagement-Instrumenten. Somit wird bereits mit dem Verlagerungsbericht 2013 eine Gesamtschau über die verschiedenen verlagerungspolitischen Massnahmen, die Einflussfaktoren im Verlagerungsprozess und den erwarteten Grad der Zielerreichung bis ins Jahr 2030 gegeben.</p><p>Vor diesem Hintergrund erachtet es der Bundesrat als nicht zielführend, ein zusätzliches Konzept für den Güterverkehr auf den Nord-Süd-Achsen durch die Schweiz in Erwägung zu ziehen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.