<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00304</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203829&amp;W10_KEY=4467142&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00304</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 04.12.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verkehrsanordnung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Funktionelle Verkehrsanordnung im Sinn von Art. 3 Abs. 4 SVG (Limmatquai):<br/><br/>Der Umstand, dass der Regierungsrat aus intertemporalrechtlichen Gründen den Rekurs als zweite Rekursinstanz noch behandelt hat, schiesst den Weiterzug dieses Entscheids an das Verwaltungsgericht nicht aus. Denn dessen Zuständigkeit ergibt sich hier unmittelbar aus dem Bundesrecht, dass heisst daraus, dass ab 1. Januar 2003 gegen letztinstanzliche kantonale Entscheide betreffend funktionelle Verkehrsanordnungen nicht mehr die Beschwerde an den Bundesrat, sondern die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht zulässig ist (Art. 98a OG) (E. 1). Vorinstanzen haben die Rechsmittelbefugnis des Beschwerdeführers bejaht (E. 2.1). Zur Beschwerde berechtigt ist, wer durch die angefochtene Anordnung berührt ist. Voraussetzung der hinreichenden Betroffenheit durch Mehrverkehr ist, dass der Betroffene mit seinem Grundstück direkt an die belastete Strasse anstösst (E. 2.2). Dies ist vorliegend nicht der Fall. Auch die blosse Strassenbenützung vermag keine besonders nahe Beziehung zum Streitgegenstand zu schaffen (E. 2.3). Die Vorinstanzen hätten auf das Rechtsmittel nicht eintreten dürfen. Aus diesem Grund ist auch die Beschwerde abzuweisen (E. 2.4). Die Beschwerde ist auch materiell unbegründet (E. 3.1). Verkehrsberuhigungsmassnahmen auf kommunalen Strassenzügen, die keine Hochleistungs- oder Hauptverkehrsstrassen seien, erfordern keine Umweltverträglichkeitsprüfung (E. 3.2). Das Limmatquai ist keine Strasse von überkommunaler Bedeutung (E. 3.3). Der strittigen Massnahme steht nicht entgegen, dass Verkehrsentlastungen am Limmatquai zu zusätzlichen Belastungen auf anderen Strassenzügen führt (E. 3.4). Auch der Eventualantrag, die Sperrung in der Nacht aufzuheben, wurde von den Vorinstanzen zu Recht verworfen (E. 3.5). Kostenfolge (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BETROFFENHEIT">BETROFFENHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINDESTRASSE">GEMEINDESTRASSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTERTEMPORALES RECHT">INTERTEMPORALES RECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRASSENANLIEGER/-ANSTÃSSER">STRASSENANLIEGER/-ANSTÃSSER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMWELTVERTRÃGLICHKEITSPRÃFUNG (UVP)">UMWELTVERTRÃGLICHKEITSPRÃFUNG (UVP)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: VERKEHR (INKL. STRASSENRECHT, WANDERWEGE)">VERKEHR (INKL. STRASSENRECHT, WANDERWEGE)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHRSANORDNUNG">VERKEHRSANORDNUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 98a OG</span><br/><span class="gerade">Art. 98a Abs. 3 OG</span><br/><span class="ungerade">Art. 103 lit. a OG</span><br/><span class="gerade">Art. 3 Abs. 4 SVG</span><br/><span class="ungerade">§ 21 lit. a VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2003 Nr. 13 S. 57</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Vorsteherin des Polizeidepartementes der Stadt ZÃ¼rich verfÃ¼gte am 28. Juni 2000 ein Fahrverbot fÃ¼r Motorwagen, MotorrÃ¤der und MotorfahrrÃ¤der auf dem mittleren Limmatquai zwischen MÃ¼nsterbrÃ¼cke und Rudolf-Brun-BrÃ¼cke mit diversen, im Einzelnen aufgefÃ¼hrten Ausnahmen (lit. a - h) fÃ¼r den Zubringer­verkehr von der MÃ¼nsterbrÃ¼cke Richtung Central. Den Verkehr mit Fahrzeugen, ausgenommen FahrrÃ¤der, von der Rudolf-Brun-BrÃ¼cke nach der RathausbrÃ¼cke verbot sie sodann ganz (Einbahnverkehr) und setzte die zulÃ¤ssige HÃ¶chstge­schwindigkeit zwischen der MÃ¼nsterbrÃ¼cke und der Rudolf-Brun-BrÃ¼cke auf 30 km/h herab. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen diese VerfÃ¼gung erhob A als Einwohner eines benachbarten Wohnquartiers Einsprache beim Stadtrat ZÃ¼rich und bean­tragte, Fahrverbot und Einbahnregelung seien aufzuheben. Der Stadtrat wies die Einsprache am 31. Januar 2001 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>A rekurrierte gegen den Einspracheentscheid an den Statthalter. Dieser sistierte das Rechts­mittel bis feststehe, ob und in welcher HÃ¶he der Objektkredit fÃ¼r flankierende Massnahmen bewilligt werde. Nachdem die Stimmberechtigten der Stadt ZÃ¼rich mit Volksabstimmung vom 2. Juni 2002 einen Objektkredit von 1,75 Mio. Franken fÃ¼r die VerflÃ¼ssigung des Verkehrs auf den Umfahrungsstrassen des Limmatquais zugestimmt hatten, wies der Statthalter den Rekurs am 20. August 2002 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen den Rekursentscheid erhob A am 26. September 2002 Rekurs an den Regierungsrat, der das Rechtsmittel am 25. Juni 2003 abwies.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>IV. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 2. September 2003 beantragte A dem Verwaltungsgericht, die angefochtene VerfÃ¼gung sei aufzuheben, und vor einer allfÃ¤lligen Neuausschreibung sei eine umfassende UmweltvertrÃ¤glichkeits­prÃ¼fung durchzufÃ¼hren und deren Resultat der Ãffentlichkeit vollstÃ¤ndig zugÃ¤ng­lich zu machen. Im Sinne eines Eventualantrages verlangte er, es sei bei einer Neuausschreibung auf die Sperrung des Limmatquais wÃ¤hrend der Nacht, z.B. von 22 Uhr bis 9 Uhr, zu verzichten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Regierungsrat beantragte in seiner Vernehmlassung vom 3. Oktober 2003 die Abweisung der Beschwerde. Den gleichen Antrag stellte der Stadtrat von ZÃ¼rich in seiner Beschwerdeantwort vom 1. Oktober 2003.</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die 3. Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>GemÃ¤ss § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) beurteilt das Verwaltungsgericht Beschwerden gegen letztinstanzliche Anordnungen von VerwaltungsbehÃ¶rden, soweit nicht dieses oder ein anderes Gesetz eine abweichende ZustÃ¤ndigkeit vorsieht oder eine Anordnung als endgÃ¼ltig bezeichnet. Eine von § 41 VRG abweichende ZustÃ¤ndigkeit sieht unter anderem § 42 VRG vor, der die Beschwerde gegen letztinstanzliche Anordnungen, die unmittelbar bei einer VerwaltungsbehÃ¶rde oder Rekurskommission des Bundes angefochten werden kÃ¶nnen, als unzulÃ¤ssig bezeichnet. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei der angefochtenen VerfÃ¼gung handelt es sich nach der zutreffenden Beurteilung des Regierungsrats um eine funktionelle Verkehrsan­ordnung im Sinn von Art. 3 Abs. 4 des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 1958 (SVG). WÃ¤hrend nach der frÃ¼heren Fassung von Art. 3 Abs. 4 Satz 3 SVG gegen letztinstanzliche kantonale Entscheide Ã¼ber solche Massnahmen Beschwer­de an den Bundesrat gefÃ¼hrt werden konnte und sie daher nach § 42 VRG der verwaltungsgerichtlichen Beurteilung entzogen blieben, ist gemÃ¤ss der neuen Fassung vom 14. Dezember 2001 (AS 2002 2767, in Kraft seit dem 1. Januar 2003) die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht mÃ¶glich. Damit kann gemÃ¤ss § 41 VRG auch gegen solche Massnahmen zuvor Beschwerde an das Verwaltungsgericht erhoben werden. In diesem Sinn hat das Verwaltungsgericht die Beschwerde bereits in zwei FÃ¤llen als zulÃ¤ssig erklÃ¤rt, in denen der Regierungsrat gestÃ¼tzt auf § 19a Abs. 1 VRG als erste RekursbehÃ¶rde Verkehrsanordnungen der zustÃ¤ndigen kantonalen Direktion beurteilt hatte (VGr, 27. Mai 2003, VB.2003.00039, E. 1; 19. Juni 2003, VB.2003.00095, E. 1a; beide Entscheide einsehbar auf www.vgrzh.ch). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im vorliegenden Fall hat der Regierungsrat als zweite Rekursinstanz entschieden. Als erste Rekursinstanz wirkte gestÃ¼tzt auf § 19 Abs. 1 VRG der Statthalter, weil die VerfÃ¼gungsbefugnis nicht bei einer kantonalen Amtsstelle, sondern bei einer kommunalen BehÃ¶rde lag. Gegen Rekursentscheide des Statthalters ist der Weiterzug an den Regierungsrat nur zulÃ¤ssig, wenn die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ausgeschlossen ist (§ 19c Abs. 2 VRG). Bei In-Kraft-Treten der Neufassung von Art. 3 Abs. 4 Satz 3 SVG am 1. Januar 2003 war das Rekursverfahren vor dem Regierungsrat bereits pendent. Dieser erachtete sich daher intertemporalrechtlich noch zur Behandlung des Rekurses als zustÃ¤ndig, obwohl er davon ausging, dass sein Rekursentscheid an das Verwaltungsgericht weiter gezogen werden kÃ¶nne (vgl. Rekursentscheid E. 1a). Dieses Vorgehen war recht­mÃ¤ssig. Die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts ergibt sich hier unmittelbar aus dem Bundesrecht, das heisst daraus, dass ab 1. Januar 2003 gegen letztinstanzliche kantonale Entscheide betreffend funktionelle Verkehrsanordnungen nicht mehr die Beschwerde an den Bundesrat, sondern die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht zulÃ¤ssig ist. Damit ist ab 1. Januar 2003 fÃ¼r solche Streitigkeiten nicht nur der Ausschlussgrund gemÃ¤ss § 42 VRG weggefallen, sondern zugleich Art. 98a des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 in der Fassung vom 4. Oktober 1991 (OG) massgebend geworden. Nach dieser Bestimmung hat als letzte kantonale Instanz eine richterliche BehÃ¶rde zu entscheiden, wenn gegen deren Entscheid die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht zulÃ¤ssig ist (vgl. zum Ganzen bereits VGr, 13. November 2003, VB.2003.00333, E. 1, www.vgrzh.ch). </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die drei Vorinstanzen bejahten die Rechtsmittelbefugnis des BeschwerdefÃ¼hrers, der sinngemÃ¤ss vorgebracht hatte, die strittige Sperrung des Limmatquais wÃ¼rde in den benachbarten Wohnquartieren immense Stausituationen und dementsprechende Umweltbelastungen auslÃ¶sen. Sie erwogen, dass die Legitimation zur Anfechtung einer Verkehrsanordnung den Anwohnern der betroffenen Strasse sowie allen Verkehrsteilnehmern zukomme, die diese Strasse hÃ¤ufig (Stadtrat), bzw. mehr oder weniger regelmÃ¤ssig (Regierungsrat) benÃ¼tzen wÃ¼rden. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die Rechtsmittelbefugnis zur Anfechtung von funktionellen Verkehrsanordnungen nach Art. 3 Abs. 4 SVG richtet sich nach dem kantonalen Verfahrensrecht, welches allerdings â da die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht â die Legitimation mindestens in dem Umfang zu gewÃ¤hrleisten hat, als sie das Bundesrecht fÃ¼r die Legitimation zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde anerkennt (vgl. Art. 98a Abs. 3 OG; fÃ¼r viele BGE 118 Ib 442). </p> <p class="Erwgung2">Nach § 21 lit. a VRG wie auch nach Art. 103 lit. a OG ist zum Rekurs bzw. zur Beschwerde berechtigt, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Ãnderung oder Aufhebung hat. Bezogen auf die Betroffenheit von Strassenanwohnern, die sich von Luftverunreinigungen und LÃ¤rm infolge vermehrten Strassenverkehrs betroffen fÃ¼hlen, liegt eine umfangreiche Rechtsprechung aus dem Bereich des Planungs- und Baurechtes vor, die auch im Strassenverkehrsrecht herangezogen werden kann. Wird die spezifische Betroffenheit Dritter in einem Rechtsmittelverfahren aus befÃ¼rchteten Immissionen abgeleitet, so ist auf Art und IntensitÃ¤t dieser Immissionen abzustellen. Die Legitimation ist zu bejahen, wenn die mutmasslichen Auswirkungen eines Bauvorhabens deutlich wahrnehmbar sind und ohne technisch aufwÃ¤ndige und kostspielige AbklÃ¤rungen festgestellt und von den allgemeinen Immissionen, wie sie der Strassenverkehr mit sich bringt, unterschieden werden kÃ¶nnen. Dieses Erfordernis ist etwa beim LÃ¤rm eines Schiess- (BGE 110 Ib 99 E. 1c) oder eines Flugplatzes (BGE 104 Ib 307 E. 3b S. 318) erfÃ¼llt, ebenso bei zusÃ¤tzlichem Lastwagenverkehr aus durchschnittlich 120 Fahrten pro Tag auf einer bis anhin nicht stark befahrenen Durchgangsstrasse (BGE 113 Ib 225 E. 1c) oder bei einer allgemeinen Verkehrszunahme von 23 % (VGr, 3. November 1995, URP 1996, S. 342 E. 2c). Im Anwendungsbereich von Art. 9 lit. b der LÃ¤rmschutzverordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV) gelten denn auch als wahrnehmbar stÃ¤rkere VerkehrslÃ¤rmimmissionen solche von 1 dB (A), was einer Zunahme des Strassenverkehrs um rund 25 % entspricht (Robert Wolf, Kommentar zum Umweltschutzgesetz, Mai 2000, Vorbemerkungen zu Art. 19-25 N. 9). Als nicht vom allgemeinen Strassenverkehr unterscheidbar und daher nicht deutlich wahrnehmbar erachtete die Praxis hingegen den zusÃ¤tzlichen Verkehr auf einer Kantonsstrasse infolge Baus einer Autobahn und eines Halbanschlusses in 1 km Entfernung (BGE 111 Ib 290 E. 1b) oder den aus einer ca. 900 m entfernten Deponie resultierenden Lastwagenverkehr auf einer bereits stark befahrenen Strasse (BGE 112 Ib 154 E. 3 S. 160 mit zusÃ¤tzlichem Unterscheidungskriterium in BGE 113 Ib 225 E. 1c am Ende) bzw. eine allgemeine Verkehrszunahme von 5 â 10 % (RB 1985 Nr. 9 = BEZ 1985 Nr. 47). Voraussetzung der hinreichenden Betroffenheit durch Mehrverkehr bildet jedoch stets, dass der Betroffene mit seinem GrundstÃ¼ck direkt an die belastete Strasse anstÃ¶sst.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer wohnt an der als Stichstrasse ausgebildeten HohenbÃ¼hlstrasse, welche Ã¼ber zwei Auffahrtsrampen in nordwestlicher Richtung von der Merkurstrasse abgeht und im Abstand von rund 100 m parallel zum Zeltweg verlÃ¤uft. Seine Liegenschaft liegt gegenÃ¼ber der Merkurstrasse erhÃ¶ht und um ca. 40 m davon zurÃ¼ckversetzt. </p> <p class="Erwgung2">Die BefÃ¼rchtungen des BeschwerdefÃ¼hrers betreffend Mehrverkehr bzw. Stausituationen beziehen sich allgemein auf die umliegenden Wohnquartiere des Limmatquais, wobei er unter anderem Umweltbelastungen im Raum Zeltweg erwÃ¤hnt, dem er offenbar auch seine eigene Wohnadresse zuordnet. Aufgrund der oben dargelegten Praxis zur Legitimation begrÃ¼ndet jedoch ein Mehrverkehr auf einer Strassenachse, an der ein RechtsmittelklÃ¤ger nicht selber wohnt, keine hinreichende Betroffenheit. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat auch zu Recht nicht geltend gemacht, dass der Verkehr an der HohenbÃ¼hlstrasse selber infolge Sperrung des Limmatquais zunehmen werde. Soweit sich ein massgebender Mehrverkehr Ã¼ber die Merkurstrasse abwickeln sollte â diese bildet immerhin stadtauswÃ¤rts die Verbindung zwischen Zeltweg und KreuzbÃ¼hlstrasse â, so wÃ¤re dieser Mehrverkehr von der Liegenschaft des BeschwerdefÃ¼hrers dank der gegebenen Lage kaum wahrnehmbar. Aufgrund des Verkehrskonzepts Limmatquai-Aufwertung vom 30. Januar 2001 sind auf dem Zeltweg stadtauswÃ¤rts zusÃ¤tzlich rund 60 Fahrzeugbewegungen in der Spitzenstunde zu erwarten. Ob damit das massgebende Mass von 10 % Mehrverkehr erreicht wÃ¼rde, wÃ¤re ohnehin fraglich, nachdem etwa bei der Limmatquaisperrung im Jahr 1998 auf dem Zeltweg nur eine Zunahme von 6.5 % in Richtung Kreuzplatz zu verzeichnen war. </p> <p class="Erwgung2">Auch der â nicht einmal behauptete â Umstand der tÃ¤glichen BenÃ¼tzung des Zeltweges wÃ¼rde fÃ¼r eine hinreichende Betroffenheit des BeschwerdefÃ¼hrers bei Weitem nicht genÃ¼gen. Zu Unrecht beruft sich der Stadtrat in diesem Zusammenhang auf einen Entscheid des Bundesrates vom 15. Mai 1975 (VPB 1975 Nr. 4), wo es um die Legitimation einer Gemeinde zur Anfechtung einer kantonal angeordneten Geschwindigkeits­beschrÃ¤nkung ging. Wenn der Bundesrat damals erwog, die strittige Massnahme mÃ¼sste sich etwa erschwerend auf die Zufahrt zu einer Liegenschaft der Gemeinde oder nachteilig auf den Verkehr mit gemeindeeigenen Motorfahrzeugen auswirken, so bezieht sich dies in erster Linie auf verkehrstechnische Aspekte wie etwa Einfahrtsradien, Durchfahrtsbreite etc. und nicht auf Verkehrsverlangsamungen durch Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Staubildungen. Jedenfalls lassen sich diese ErwÃ¤gungen nicht in dem Sinne auf die Rechtsmittelbefugnis eines einzelnen Einwohners der Gemeinde Ã¼bertragen, dass ihm bereits ein mÃ¶glicher zusÃ¤tzlicher Stau auf seiner tÃ¤glichen Autofahrt als Einstieg ins Rekursverfahren dient. Mit der generellen Rekurszulassung aller Verkehrsteilnehmer, die eine bestimmte Strasse hÃ¤ufig benÃ¼tzen, stÃ¼nde das Rechtsmittel gerade bei wichtigeren Strassenachsen einer nicht eingrenzbaren Menge von Bewohnern bzw. Pendlern aus der Agglomeration zur VerfÃ¼gung und kÃ¤me damit einer unzulÃ¤ssigen Popularbeschwerde gleich. Die blosse StrassenbenÃ¼tzung vermag daher noch keine besonders nahe Beziehung zum Streitgegenstand zu schaffen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Bei dieser Sachlage hÃ¤tten daher die Vorinstanzen auf das Rechtsmittel des BeschwerdefÃ¼hrers nicht eintreten dÃ¼rfen. Die Beschwerde ist schon aus diesem Grund abzuweisen. </p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2">Im Ãbrigen erweist sich die Beschwerde aber aus folgenden ErwÃ¤gungen auch materiell als unbegrÃ¼ndet.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.1</b> Der Regierungsrat hat die Rechtsgrundlagen fÃ¼r den Erlass funktioneller Verkehrsanordnungen nach Art. 3 Abs. 4 SVG richtig dargelegt und dabei darauf hingewiesen, dass dem zustÃ¤ndigen Gemeinwesen bei der Beurteilung solcher Anordnungen ein wesentliches Gewicht zuzumessen ist (Rekursentscheid E. 3 und 4). Darauf kann verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG). Bei der ÃberprÃ¼fung solcher Massnahmen im Rechtsmittelverfahren kommt dem Regierungsrat aber immerhin nach § 20 Abs. 1 VRG auch eine Ermessens- und ZweckmÃ¤ssigkeitskontrolle zu, wÃ¤hrend das Verwaltungsgericht nach § 50 VRG auf die Rechtskontrolle beschrÃ¤nkt ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2</b> Der BeschwerdefÃ¼hrer macht zur Hauptsache geltend, die Limmatquaisperrung bedinge eine vorgÃ¤ngige UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung. Hierzu hatten die Vorinstanzen Ã¼bereinstimmend erwogen, dass weder der Anhang zur Verordnung vom 19. Oktober 1988 Ã¼ber die UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung (UVPV) noch die kantonale EinfÃ¼hrungsverordnung Ã¼ber die UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung vom 16. April 1997 und deren Anhang<br/> (EVUVP) eine solche PrÃ¼fung fÃ¼r Verkehrsberuhigungsmassnahmen auf kommunalen StrassenzÃ¼gen, die keine Hochleistungs- oder Hauptverkehrsstrassen seien, verlange. Darauf kann ebenfalls verwiesen werden (Rekursentscheid E. 5a, Entscheid des Statthalteramts E. 7, Einspracheentscheid E. 3 S. 6).</p> <p class="Erwgung2">Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt dagegen vor, der Ã¼berregionale Verkehr wÃ¼rde in der Schweiz immer durch Kommunen und durch deren Strassen bewÃ¤ltigt werden. Die BehÃ¶rden dÃ¼rften nicht einfach darauf verzichten, eine wichtige Verkehrsader wie das Limmatquai nicht als Haupt- oder Hochleistungsstrasse zu klassieren bzw. abzuklassieren und damit das Umweltschutzgesetz vom 7. Oktober 1983 (USG) zu umgehen. Der Einwand Ã¼berzeugt nicht. Hochleistungs- und Hauptverkehrsstrassen im Sinne von Ziff. 11.3 des Anhangs zur UVPV und EVUVP sind Strassen von Ã¼berkommunaler Bedeutung (vgl. § 9 Abs. 2 EVUVP). Welche Bedeutung einer bestimmten Strasse zukommt, ergibt sich aus den VerkehrsplÃ¤nen des Kantons, der Region und der Gemeinde. Das Limmatquai ist gemÃ¤ss diesen PlÃ¤nen keine Strasse von Ã¼berkommunaler Bedeutung fÃ¼r den Individualverkehr, dies im Gegensatz etwa zu den Achsen RÃ¤mistrasse/Hirschengraben/Seilergraben, welche als engere Umfahrungsroute rechts der Limmat Richtung Norden, und Seilergraben/Zeltweg, welche teilweise als engere Umfahrung fÃ¼r den von der rechten Limmatseite stammenden Verkehr Richtung SÃ¼den vorgesehen sind. Diese richtplanerischen Festlegungen liegen im Ermessen der PlanungsbehÃ¶rden und sind angesichts der wichtigen stÃ¤dtebaulichen Bedeutung des Limmatquais als innerstÃ¤dtisches Wahrzeichen nicht in Zweifel zu ziehen. Von einer Umgehung des USG kann unter diesen UmstÃ¤nden keine Rede sein.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3</b> Der BeschwerdefÃ¼hrer verweist im Weiteren auf negative Erfahrungen im Zusammenhang mit frÃ¼heren vorÃ¼bergehenden Sperrungen des Limmatquais und bestreitet insbesondere die Feststellung der Stadt, dass die Sperrung zu keiner Zunahme der Verkehrsmenge auf der Achse Zeltweg/Riesbach/Seefeld/NeumÃ¼nster/Hirs­landen wÃ¤hrend der Nacht gefÃ¼hrt habe. </p> <p class="Urteilstext"><span>Die vorliegend strittige Sperrung des Limmatquais unterscheidet sich in mehrfacher Hinsicht von den beiden frÃ¼heren baubedingten Sperrungen. Das Fahrverbot ist anders als frÃ¼her nicht mehr ein absolutes, indem verschiedene Fahrten des Ziel- und Quellverkehrs mÃ¶glich bleiben und die MÃ¼nsterbrÃ¼cke nunmehr unbeschrÃ¤nkt befahrbar ist. Sodann wird gestÃ¼tzt auf das Verkehrskonzept Limmatquai-Aufwertung der bisher Ã¼ber das Limmatquai abgewickelte Verkehr auf mehrere Hauptverkehrsstrassen der Stadt verteilt, und es werden verschiedene Massnahmen zur VerflÃ¼ssigung des Verkehrs eingefÃ¼hrt. Aus allen diesen GrÃ¼nden kann davon ausgegangen werden, dass sich die strittige Sperrung des Limmatquais eher weniger stark auf einzelne Wohnquartiere auswirken wird, als dies frÃ¼here Sperrungen taten. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bezogen auf die LuftqualitÃ¤t lagen sodann NO²-Messungen fÃ¼r die Zeit vor und wÃ¤hrend der Sperrung des Limmatquais im Jahr 1998 vor, welche auf den untersuchten Umfahrungs- und Entlastungsrouten (darunter auch Zeltweg) keine signifikanten Ãnderungen ergaben. In beschrÃ¤nktem Mass liessen diese auch RÃ¼ckschlÃ¼sse Ã¼ber Mehrverkehr und Stauanteil zu, welche bereits gemÃ¤ss den VerkehrszÃ¤hlungen der Stadtpolizei insgesamt nicht stark ins Gewicht fielen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Schliesslich steht der strittigen Massnahme auch keineswegs entgegen, dass Verkehrsentlastungen am Limmatquai zu zusÃ¤tzlichen Belastungen auf anderen StrassenzÃ¼gen fÃ¼hren. Durch das Verkehrskonzept Limmatquai-Aufwertung wurde jedenfalls Ã¼berzeugend aufgezeigt, dass die vorgesehenen Umfahrungsrouten hinreichende KapazitÃ¤ten fÃ¼r die Zusatzbelastungen aufweisen und die KapazitÃ¤t der allenfalls problematischen Knoten mittels verschiedenen Massnahmen optimiert werden. </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>3.4</span></b><span> Zu Recht haben die Vorinstanzen auch den Eventualantrag des BeschwerdefÃ¼hrers auf Aufhebung der Sperrung zwischen 22 Uhr und 9 Uhr verworfen. Die Bedeutung des<br/> Limmatquais fÃ¼r die FussgÃ¤nger besteht grundsÃ¤tzlich auch nach 22 Uhr weiter. Zudem wÃ¼rde ein zeitweiser Verzicht auf die Sperrung nach baulichen Massnahmen rufen, die dem Zweck der Verkehrsanordnung zuwiderlaufen wÃ¼rden, ohne dass dies den betroffenen Umfahrungsachsen eine entscheidende Entlastung brÃ¤chte.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1">DemgemÃ¤ss unterliegt der BeschwerdefÃ¼hrer im Beschwerdeverfahren vollumfÃ¤nglich. Die vom Regierungsrat vorgenommene Kostenauflage zu seinen Lasten ficht der BeschwerdefÃ¼hrer nur fÃ¼r den Fall an, dass seine Beschwerde ganz oder teilweise gutgeheissen wÃ¼rde. </p> <p class="Erwgung1">Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens sind die Kosten des Beschwerdeverfah­rens dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet <span>die 3. Kammer</span>:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Urteilstext">5. â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>