B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-3108/2012 U r t e i l v o m 1 3 . J u n i 2 0 1 2 Besetzung Einzelrichter Kurt Gysi, mit Zustimmung von Richterin Contessina Theis; Gerichtsschreiber Nicholas Swain. Parteien A._______, Guinea-Bissau, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 31. Mai 2012 / N (…). E-3108/2012 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest dass der Beschwerdeführer − ein aus B._______ stammender guinea - bissauischer Staatsangehöriger − eigenen Angaben zufolge seinen He i- matstaat Mitte Dezember 2010 verliess und am 28. oder 29. Januar 2011 in die Schweiz einreiste, wo er am 31. Januar 2011 um Asyl nachsuchte, dass der Beschwerdeführer anlässlich der Befragung zur Person im Emp- fangs- und Verfahrenszentrum vom 9. Februar 2011 sowie der Anhörung nach Art. 29 f. des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) vom 8. Mai 2012 zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen vorbrachte, nach dem Tod seines Vaters im Jahre 2009 sei seine Mutter von einem seiner Onkel zur Frau genommen worden, dass seine Mutter zusammen mit dem Onkel und dessen beiden anderen Frauen im Dorf C._______ gelebt habe und er sich an den Wochenenden ebenfalls dort aufgehalten habe, dass es eines Tages im D ezember 2010 zum Streit zwischen seiner Mutter und einer der anderen Frauen seines Onkels gekommen sei, dass er, um seine Mutter zu verteidigen, die andere Frau mit einem Stock geschlagen habe, worauf diese das Bewusstsein verloren habe, dass er daraufhin habe flüchten müssen, weil sein Onkel ihn mit einer Schusswaffe bedroht habe und er sich bei einem Freund in B._______ aufgehalten habe, dass dieser Freund ihm erzählt habe, dass sein Onkel ihn bei der Polizei angezeigt habe und er von dieser gesucht werde, dass er seine Identitätskarte zerrissen habe , um von den Sicherheits - kräften nicht identifiziert werden zu können, dass er mithilfe des Vaters eines Freundes von D._______ auf einem Schiff in ein ihm unbekanntes Land in Europa gereist und v on dort in einem Lieferwagen in die Schweiz gebracht worden sei, dass er ohne Reisepapiere gereist und auf seiner Reise nirgends kontro l- liert worden sei, E-3108/2012 Seite 3 dass er nachträglich erfahren habe, dass die Frau, welche er geschlagen habe, am 11. April 2011 verstorben sei, dass eine am 3. Februar 2011 durgeführte radiologische Knochenalters- analyse ein Kochenalter des Beschwerdeführers von mindestens 19 Jah - ren ergab, dass das BFM aufgrund dieses Befundes sowie der ungenauen und un - plausiblen Ausführungen des Besc hwerdeführers zu seinen Identitäts pa- pieren und Familienverhältnissen zum Schluss kam, dessen angebliches Alter sei nicht glaubhaft gemacht, weshalb er als voll jährig zu erachten sei und auf die Ernennung einer Vertrauensperson verzichtet werde, dass d em Beschwerdeführer am 9. Februar 2011 hierzu das rechtliche Gehör gewährt wurde, dass das BFM mit Verfügung vom 31. Mai 2012 – eröffnet am 1. Juni 2012 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat und die Wegw eisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Begrü n- dung des Beschwerdeführers, weshalb er keine Identitätspapiere besitze und nicht in der Lage sei , solche aus dem Heimats taat zu beschaffen, sowie seine Angaben zum Reiseweg seien haltlos, dass deshalb davon auszugehen sei, er habe für die Reise ein gültiges Reisedokument verwendet, dass demnach keine entschuldbaren Gründe für die unterlassene Einre i- chung von Identitätspapieren vorliegen würden, dass es dem Beschwerdeführer im Weiteren nicht gelinge, die geltend gemachte Verfolgung glaubhaft zu machen, dass seine diesbezüglichen Ausführungen unsubstanziiert und unplaus i- bel erscheinen würden, dass es im Übrigen den von ihm geschilderten Problemen auch an der asylrechtlichen Relevanz fehle, da es sich um eine rein private Auseina n- dersetzung ohne asylrechtliches Verfolgungsmotiv handle, E-3108/2012 Seite 4 dass er somit die Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäs s Art. 3 und 7 AsylG nicht erfülle und zusätzliche Abklärungen zur Festste l- lung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshinde r- nisses nicht erforderlich seien, dass keine Anhaltspunkte für eine dem Beschwerdeführer drohende, g e- gen Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Me n- schenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) verstossende Strafe oder Behandlung vorliegen und weder die allgemeine Lage im Heima t- staat noch individuelle Gründe gegen eine Rückkehr des Beschwerdefüh- rers nach Guinea-Bissau sprechen würden, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 8. Juni 2012 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei beantragte, die Verfügung des BFM sei aufzuheben und dieses anzuwe i- sen auf sein Asylgesuch einzutreten , eventualiter ihm die vorläufige Au f- nahme zu gewähren, dass er in formeller Hinsicht beantragte, es sei der Vollzug der Wegwe i- sung auszusetzen und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten, dass die vorinstanzlichen Akten am 12. Juni 2012 beim Bundesverwal- tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), und erwägt, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfah- rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Zi ff. 1 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, E-3108/2012 Seite 5 dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründe theit hin zu übe r- prüfen (Art. 32 – 35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwerd e- instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5 S. 116), dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintr e- tensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen mat e- riellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die S a- che zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73 m.H.a. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei- zerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass indessen im Falle des Nichteintretens auf ein Asylgesuch gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen der Flücht- lingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.), dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfahren ungeachtet der vorzunehmenden Überprüfung eines formellen Nichtei n- tretensentscheides auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73), dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mat e- riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt, E-3108/2012 Seite 6 dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Sch riften- wechsel verzichtet wurde, dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG), dass diese Besti mmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asyls u- chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüch t- lingseigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Vollzugshinderni s- ses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), dass es sich gemäss dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts BVGE 2007/7 beim Begriff "Reise - und Identitätspapiere" um Dokumente ha n- delt, die "sowohl die einwandfreie Feststellung der Identität als auch die sichere Durchführung der Rückschaffung ermöglichen" sollen (vgl. E. 6), dass vorliegend keine Reise - oder Identitätspapiere eingereicht wurden und das BFM in der angefochtenen Verfügung in rechtsgenüglicher Weise dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Reise - oder Ident i- tätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen, dass aufgrund der unplausiblen und undetaillierten Schilderung des Re i- seweges und der Reiseumstände davon auszugehen ist, der Beschwe r- deführer habe Reise- und Identitätspapiere verwendet und enthalte diese den schweizerischen Asylbehörden in Verletzung seiner gesetzlichen Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) vor, dass die Vorbringen in der Beschwerdeeingabe keine andere Einschä t- zung zu rechtfertigen vermögen, E-3108/2012 Seite 7 dass das Vorbringen des Beschwerdeführers, er habe sich bisher vergeb- lich darum bemüht, mit seinen Angehörigen in Kontakt zu treten und D o- kumente zum Beleg seiner Identität zu beschaffen, in Anbetracht der vor- stehenden Erwägungen als haltlos zu bewerten sind, dass somit die Identität des Beschwerdeführers bis heute nicht feststeht und dadurch auch seine persönliche Glaubwürdigkeit in Frage gestellt ist, dass im Weiteren aufgrund der überzeugenden Ausführungen in der a n- gefochtenen Verfügung und der Akten in Beachtung der im Urteil BVGE 2007/8 festgelegten Richtlinien (vgl. E. 5.6) der Schluss zu ziehen ist, es bestehe weder Anlass zur Vornahme zusätzlicher Abklärungen zur Fes t- stellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungshindernisses noch zur direkten Feststellung der Flüchtlingseigenschaft (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), dass die Erwägungen der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung zur Unglaubhaftigkeit und fehlenden asylrechtlichen Relevanz der Vorbringen vollumfänglich zu schützen sind, dass die Ausführungen in der Beschwerdeeingabe , in welcher der B e- schwerdeführer namentlich auf sein jugendliches Alter im Zeitpunkt der von ihm geschilderten Ereignisse hinweist, nicht geeignet sind, die von der Vorinstanz festgestellten Ungereimtheiten auszuräumen, und er ins- besondere der Feststellung der fehlenden Asylrelevanz seiner Vorbringen nichts entgegenzusetzen hat, dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewill i- gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen b e- steht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 m.H.a. EMARK 2001 Nr. 21), wes- halb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Besti m- mungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wu r- de, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder E-3108/2012 Seite 8 nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen g e- mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts und seiner Vo r- gängerorganisation ARK der gleiche Beweisstandard wie bei der Flüch t- lingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Aus- länderrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entge- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwu n- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegw eisung vorliegend in Beachtung dieser mass- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaub haft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non -Refoule- ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine kon- kreten Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs . 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Über- einkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere graus a- me, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) u nd der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind , die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunftsland droht, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio-E-3108/2012 Seite 9 nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass weder die allgemeine Lage in Guinea -Bissau noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung des inzwischen unbestrittenermas- sen volljährigen, gemäss Aktenlage gesunden und über ein soziales Netz verfügenden Beschwerdeführers im Falle einer Rückkehr schliessen la s- sen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, dass der Vollzug der Wegweisung dem Beschwerdeführer in den Heimat- staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der B e- schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 - 515), dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Weg- weisung zu bestätigen ist, dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügun g Bundesrecht verletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder una n- gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, dass mit dem Entscheid in der Hauptsache ohne vorgängige Instruktion der Antrag auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde sowie das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschu s- ses gegenstandslos geworden sind, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.- (Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) E-3108/2012 Seite 10 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Kurt Gysi Nicholas Swain Versand: