<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2022-10-03-6B_1146-2022.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6B_1146/2022</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 3. Oktober 2022</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari, Präsidentin, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Arquint Hill. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Stadtrichteramt Zürich, </div> <div class="para">Verwaltungszentrum Eggbühl, </div> <div class="para">Eggbühlstrasse 23, 8050 Zürich, </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Einsprache gegen Strafbefehl (Übertretung von Verkehrsvorschriften); Nichteintreten, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 17. August 2022 (UH210305-O/U/HON). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Die Präsidentin zieht in Erwägung:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer wurde mit Strafbefehl des Stadtrichteramts Zürich vom 7. Mai 2021 wegen Übertretung von Verkehrsvorschriften zu einer Busse von Fr. 140.-- verurteilt. Zudem wurde ihm eine Kosten- und Gebührenpauschale von Fr. 150.-- auferlegt. Dagegen erhob der Beschwerdeführer Einsprache. Das Stadtrichteramt wies ihn am 1. Juni 2021 darauf hin, dass seine Einsprache nach Ablauf der zehntägigen Frist und damit verspätet eingereicht worden sei. Wenn bis zum 21. Juni 2021 kein Rückzug erfolge, werde die Einsprache zur Prüfung ihrer Gültigkeit dem Bezirksgericht Zürich vorgelegt. Nachdem der Beschwerdeführer sinngemäss erklärte, an der Einsprache festzuhalten, überwies das Stadtrichteramt dem Bezirksgericht Zürich die Akten, welches am 23. Juli 2021 wegen Verspätung auf die Einsprache nicht eintrat und festhielt, der Strafbefehl sei rechtskräftig geworden. Eine dagegen gerichtete Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Zürich am 17. August 2022 ab, soweit es darauf eintrat. Der Beschwerdeführer gelangt an das Bundesgericht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Rechtsschriften haben ein Begehren, d.h. einen Antrag, und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten (<span class="artref">Art. 42 Abs. 1 BGG</span>). In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>). Die Begründung muss sachbezogen sein und erkennen lassen, dass und weshalb nach Auffassung des Beschwerdeführers Recht verletzt ist (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=19&amp;from_date=23.09.2022&amp;to_date=12.10.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-I-99%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page99">BGE 142 I 99</a> E. 1.7.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=19&amp;from_date=23.09.2022&amp;to_date=12.10.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-86%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page86">140 III 86</a> E. 2<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=19&amp;from_date=23.09.2022&amp;to_date=12.10.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F139-I-306%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page306">139 I 306</a></span> E. 1.2). Die Bestimmungen von <span class="artref">Art. 95 ff. BGG</span> nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten besteht eine qualifizierte Rügepflicht (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>). Auf ungenügend begründete Rügen tritt das Bundesgericht nicht ein (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=19&amp;from_date=23.09.2022&amp;to_date=12.10.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-IV-73%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page73">BGE 147 IV 73</a> E. 4.1.2). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Vorliegend kann es nur um die Frage gehen, ob der Beschwerdeführer rechtzeitig gegen den Strafbefehl vom 7. Mai 2021 Einsprache eingereicht hat oder nicht. Mit den Erwägungen in der angefochtenen Verfügung setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. Stattdessen macht er vor Bundesgericht geltend, es sei ein Trick der Schweizer Gerichte, eine viel zu kurze Einsprachefrist von 10 Tagen zu erlassen, sodass der Laie die Frist verpasse und die Beschwerden abgeschrieben werden könnten. Die Kritik geht an der Sache vorbei. Der Beschwerdeführer verkennt, dass es sich bei der Frist zur Einspracheerhebung nach <span class="artref">Art. 354 Abs. 1 StPO</span> um eine gesetzliche Frist handelt, die nicht erstreckbar ist (<span class="artref">Art. 89 Abs. 1 StPO</span>). Dass und inwiefern die Vorinstanz unter diesen Umständen das Fairnessgebot und/oder das Diskriminierungsverbot im Sinne der EMRK verletzt haben könnte (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>), vermag der Beschwerdeführer denn auch nicht im Ansatz zu sagen. Soweit er zudem das im rechtskräftigen Strafbefehl festgesetzte Bussgeld als zu hoch und die auferlegte Gebührenpauschale als unverhältnismässig kritisiert, ist er mit diesen nicht zum Verfahrensgegenstand gehörenden Vorbringen nicht zu hören. Dasselbe gilt, soweit er geltend macht, es gebe keine Beweise, dass er etwas falsch gemacht habe. Inwiefern der vorinstanzliche Kostenspruch, welcher in Anwendung von <span class="artref">Art. 428 Abs. 1 StPO</span> und der Gebührenverordnung des Obergerichts erging, bundesrechtswidrig sein könnte, zeigt der Beschwerdeführer ebenso wenig in einer den Formerfordernissen genügenden Weise auf. </div> <div class="para">Insgesamt ergibt sich aus der Beschwerde nicht, inwiefern die Vorinstanz mit ihrer Verfügung vom 17. August 2022 gegen geltendes Recht im Sinne von <span class="artref">Art. 95 BGG</span> verstossen haben soll. Ohne dass sich das Bundesgericht zu sämtlichen nicht sachbezogenen Anträgen, Vorbringen und Ausführungen des Beschwerdeführers ausdrücklich äussern müsste, ist auf die Beschwerde mangels tauglicher Begründung im Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dem Beschwerdeführer sind reduzierte Gerichtskosten aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 i.V.m. <span class="artref">Art. 65 Abs. 2 BGG</span>; vgl. Urteil 6B_685/2022 vom 29. Juni 2022 den Beschwerdeführer betreffend). Das Gesuch um aufschiebenden Wirkung wird mit dem vorliegenden Entscheid gegenstandslos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt die Präsidentin:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 3. Oktober 2022 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: Jacquemoud-Rossari </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill </div> </div></body></html>