<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2023-01-17-5A_40-2023.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_40/2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 17. Januar 2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Herrmann, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Zingg. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">1. A.________, </div> <div class="para">2. B.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Frauenfeld, Schönenhofstrasse 19, Postfach 180, 8501 Frauenfeld. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Unterbringung eines Kindes in einer geschlossenen Einrichtung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 20. Dezember 2022 (KES.2022.76). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">C.________ (geb. 2006) ist die Tochter der Beschwerdeführer. Mit Entscheid vom 9. Dezember 2022 bestätigte die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Frauenfeld den bereits zuvor angeordneten Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts der Beschwerdeführer über C.________ nach <span class="artref">Art. 310 Abs. 1 ZGB</span>. Sie verfügte, C.________ vorsorglich gestützt auf <span class="artref">Art. 314b ZGB</span> per 9. Dezember 2022 zur Abklärung für höchstens zwölf Wochen in einer geschlossenen Wohngruppe des Jugendheims D.________ unterzubringen. Sie bestätigte die Beiständin in ihrem Amt und passte ihre Aufgaben an. Die KESB erhob keine Kosten. </div> <div class="para">Dagegen erhoben die Beschwerdeführer am 11. Dezember 2022 Beschwerde beim Obergericht des Kantons Thurgau. Eine Delegation des Obergerichts hörte C.________ am 19. Dezember 2022 im Jugendheim an. Mit Entscheid vom 20. Dezember 2022 wies das Obergericht die Beschwerde ab. Es erhob keine Kosten. </div> <div class="para">Gegen diesen Entscheid haben die Beschwerdeführer am 13. Januar 2023 (Postaufgabe) Beschwerde an das Bundesgericht erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde hat Begehren und deren Begründung zu enthalten (<span class="artref">Art. 42 Abs. 1 BGG</span>). Nach <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> ist in der Beschwerdebegründung in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Die beschwerdeführende Partei hat in gezielter Auseinandersetzung mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheides massgeblichen Erwägungen aufzuzeigen, welche Rechte bzw. Rechtsnormen die Vorinstanz verletzt haben soll (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=01.01.2023&amp;to_date=20.01.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-86%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page86">BGE 140 III 86</a> E. 2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=01.01.2023&amp;to_date=20.01.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">140 III 115</a> E. 2). Der vorinstanzlich festgestellte Sachverhalt ist für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich (<span class="artref">Art. 105 Abs. 1 BGG</span>). Die unrichtige Feststellung des Sachverhalts kann nur unter den Voraussetzungen von <span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span> gerügt werden (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=01.01.2023&amp;to_date=20.01.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-16%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page16">BGE 140 III 16</a> E. 1.3.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=01.01.2023&amp;to_date=20.01.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-264%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page264">140 III 264</a> E. 2.3). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführer stellen keine ausdrücklichen Begehren. Mit der Unterbringung scheinen sie einverstanden zu sein, denn sie danken dafür, diesen Platz für C.________ ausgesucht zu haben, um sie wieder aufzubauen. Allerdings bezeichnen sie den Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts als unfair. Sie gehen jedoch nicht auf die obergerichtliche Erwägung ein, dass der Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrecht bereits rechtskräftig sei (Entscheid der KESB vom 22. Juni 2022). Zudem machen die Beschwerdeführer geltend, sie hätten vor Obergericht Unterbringungskosten beantragt, die sie sich nicht leisten könnten. Sie kritisieren in diesem Zusammenhang die Wiedergabe ihrer Begehren an das Obergericht im angefochtenen Entscheid, legen jedoch nicht unter präzisen Hinweisen auf ihre kantonale Beschwerde dar, inwiefern das Obergericht ihre Anträge falsch verstanden oder falsch zitiert haben soll. Sie gehen auch nicht auf die Erwägung des Obergerichts ein, wonach die Kosten des Aufenthalts nicht Verfahrensgegenstand seien und sie sich gegebenenfalls an ihre Wohnsitzgemeinde wenden müssten, wenn sie die Kosten nicht bezahlen könnten. Im Übrigen kritisieren und ergänzen sie einzelne Erwägungen des Obergerichts, indem sie den Sachverhalt (etwa die Beziehung zu ihrer Tochter) aus eigener Sicht schildern. Eine genügende Rüge, inwiefern das Obergericht den Sachverhalt willkürlich festgestellt haben soll (<span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span>) fehlt. Die Beschwerdeführer legen auch nicht dar, inwieweit das Obergericht gegen Recht verstossen haben soll. </div> <div class="para">Die Beschwerde enthält damit offensichtlich keine hinreichende Begründung. Auf sie ist im vereinfachten Verfahren durch den Abteilungspräsidenten nicht einzutreten (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Aufgrund der Umstände ist auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Jugendheim D.________ und dem Obergericht des Kantons Thurgau mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 17. Januar 2023 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Herrmann </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Zingg </div> </div></body></html>