<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2004.00042</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204726&amp;W10_KEY=4467139&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2004.00042</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.12.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Kapitalleistung 2000</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Berufliche Vorsorge/Freizügigkeitsleistung<br/><br/>Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung tritt in Fällen, in denen das Vorsorgereglement die Ausrichtung einer Altersrente an zur vorzeitigen Pensionierung berechtigte Versicherte von einer entsprechenden Willenserklärung der Versicherten abhängig macht, der eine Austrittsleistung ausschliessende Vorsorgefall Alter nicht in jedem Fall ein, wenn das Arbeitsverhältnis aufgelöst wird. Vielmehr tritt der Vorsorgefall nur dann ein, wenn der Versicherte von der statutarischen bzw. reglementarischen Möglichkeit, die Ausrichtung einer vorzeitigen Altersrente zu verlangen, Gebrauch macht; dies muss er gegenüber der Vorsorgeeinrichtung erklären. Unterlässt er dies, hat er Anspruch auf eine Austrittsleistung. Mit der Einführung des FZG hat sich daran nichts geändert. Verlangt der Pflichtige von der Vorsorgeeinrichtung - wie vorliegend - ausdrücklich die Überweisung auf ein Freizügigkeitskonto, ist der Vorsorgefall im Zeitpunkt der Auflösung des Arbeitsverhältnisses noch nicht eingetreten, weshalb die Ausrichtung einer Freizügigkeitsleistung zulässig ist. Abweisung der Beschwerde des Steueramts und Zusprechung einer Parteientschädigung zugunsten der Beschwerdegegner.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ALTERSLEISTUNG">ALTERSLEISTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANWARTSCHAFT">ANWARTSCHAFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSTRITTSLEISTUNG">AUSTRITTSLEISTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERUFLICHE VORSORGE">BERUFLICHE VORSORGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINKOMMENSSTEUER">EINKOMMENSSTEUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREIZÃGIGKEITSGESETZ">FREIZÃGIGKEITSGESETZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREIZÃGIGKEITSLEISTUNG">FREIZÃGIGKEITSLEISTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KAPITALLEISTUNG">KAPITALLEISTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIENTSCHÃDIGUNG">PARTEIENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REGLEMENT">REGLEMENT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORSORGEFALL">VORSORGEFALL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORZEITIGE PENSIONIERUNG">VORZEITIGE PENSIONIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WILLENSERKLÃRUNG">WILLENSERKLÃRUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUFLUSS">ZUFLUSS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 2 Abs. I FZG</span><br/><span class="gerade">§ 22 Abs. I StG</span><br/><span class="ungerade">§ 22 Abs. II StG</span><br/><span class="gerade">§ 37 StG</span><br/><span class="ungerade">§ 270 StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2004 Nr. 95 S. 188</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Der mit B verheiratete Pflichtige A, Jahrgang 1937, war seit 1983 GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer der D AG in X. Im Herbst 1998 Ã¼bernahm der Pflichtige zusÃ¤tzlich die GeschÃ¤ftsfÃ¼hrung der E GmbH, Y in Deutschland, die zum gleichen Konzern gehÃ¶rte. Im Jahre 2000 wurde die Beendigung der ArbeitsverhÃ¤ltnisse beschlossen. In diesem Zusammenhang wurden ihm im Kalenderjahr 2000 von zwei Personalvorsorgeeinrichtungen der D AG Kapitalleistungen zugesprochen, welche im selben Jahr auf zwei FreizÃ¼gigkeitskonten bei der FreizÃ¼gigkeitsstiftung der F AG Ã¼berwiesen wurden. Von dort wurden sie ihm am 12. Dezember 2000 (Fr. â¦) und am 17. Januar 2001 (Fr. â¦) ausbezahlt. Im MÃ¤rz 2001 nahm der Pflichtige eine selbstÃ¤ndige ErwerbstÃ¤tigkeit als Unternehmensberater auf.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Die SteuerkommissÃ¤rin unterwarf mit Entscheid vom 3. April 2003 beide Kapitalleistungen in der Steuerperiode 2000 (Anspruch per 16. November 2000) gesondert vom Ã¼brigen Einkommen der Besteuerung zum Satz von einem Zehntel der Gesamtleistung, wobei sie die Besteuerung auf 80 %, entsprechend Fr. â¦, beschrÃ¤nkte. In der gegen diese EinschÃ¤tzung erhobenen Einsprache wurde geltend gemacht, der Pflichtige sei von der E GmbH mit Wirkung per 15. November 2000, von der D AG aber erst mit Wirkung per 31. Januar 2001 freigestellt worden. Die mit der Vorsorge verbundenen Fragen seien erst im Rahmen der Schlussverhandlungen rÃ¼ckwirkend geregelt worden. Es sei entschieden worden, einerseits die bis zur ordentlichen Pensionierung im 65. Altersjahr zu bezahlenden VorsorgebeitrÃ¤ge und andererseits eine weitere Zahlung fÃ¼r die fehlende Vorsorge bei der E GmbH sowie eine Nachzahlung fÃ¼r die Jahre 1983 bis 1992 bei der D AG in Form einer Einlage in die Vorsorgeeinrichtung der D AG zu leisten. Weil es sich bei den Zahlungen vom 12. Dezember 2000 bzw. 17. Januar 2001 um die Auszahlung von FreizÃ¼gigkeitsleistungen gehandelt habe, sei die zweite Kapitalzahlung erst am 17. Januar 2001 zugeflossen, weshalb dieser Teilbetrag erst in der Steuerperiode 2001 zu versteuern sei. Das kantonale Steueramt wies die Einsprache am 15. Januar 2004 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Steuerrekurskommission I hiess den von den Pflichtigen gegen den Einspracheentscheid erhobenen Rekurs am 27. April 2004 gut und veranlagte die in der Steuerperiode 2000 steuerbare Kapitalleistung gemÃ¤ss § 37 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) mit Fr. â¦, entsprechend 80 % von Fr. â¦ (Tarif gemÃ¤ss § 35 Abs. 2 StG; Verheiratetentarif).</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 28. Mai 2004 erhob das kantonale Steueramt ZÃ¼rich, Abteilung Rechtsdienst, fÃ¼r den Staat ZÃ¼rich Beschwerde und beantragte, in BestÃ¤tigung des Einspracheentscheids unter Kostenfolgen das ausgerichtete Kapital von insgesamt Fr. â¦ im Jahr 2000 zu besteuern (wobei die Steuerbarkeit mit 80 % nicht in Frage gestellt wurde).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Steuerrekurskommission I beantragte Abweisung der Beschwerde. Die Pflichtigen liessen durch einen neuen Vertreter mit ausfÃ¼hrlicher Stellungnahme Abweisung unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen beantragen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 StG alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das <span class="UrteilstextCharCharChar">Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sachverhalt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das von der Rekurskommission in Ãbereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf Angemessenheit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekurskommission zu setzen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts erstreckt sich</span> lediglich auf rechtsverletzende Ermessensfehler, d.h. auf ErmessensÃ¼berschreitung und auf Ermessensmissbrauch (RB 1999 Nr. 147).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b><span>GemÃ¤ss der Ãbergangsregelung von § 270 StG sind die hier interessierenden Kapitalleistungen lediglich zu 80 % steuerbar. Die Anwendung dieser Bestimmung wird im vorliegenden Fall von keiner Seite in Frage gestellt. Der Streit dreht sich vielmehr um die Frage, ob der am </span>17. Januar 2001 ausbezahlte Teil der gesamten Vorsorgeleistung (Fr. â¦) im Auszahlungsjahr oder bereits im Jahr 2000 einkommenssteuerlich zugeflossen ist.</p> <p class="Erwgung2"><span>Die Steuerrekurskommission hat die tatsÃ¤chlichen und rechtlichen Grundlagen zutreffend dargelegt, worauf gemÃ¤ss § 161 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976 (GVG) verwiesen werden kann. Sie hat insbesondere zu Recht ausgefÃ¼hrt, dass innerhalb der von Art. 16 Abs. 1 der FreizÃ¼gigkeitsverordnung vom 3. Oktober 1994 (FZV) festgelegten zehnjÃ¤hrigen Bezugsfrist die FÃ¤lligkeit von Altersleistungen aus FreizÃ¼gigkeitspolicen und FreizÃ¼gigkeitskonten frÃ¼hestens mit dem Begehren des Vorsorgenehmers auf deren Auszahlung bzw. dem Empfang des Begehrens durch die FreizÃ¼gigkeitseinrichtung angenommen werden kann, weil die Gelder bis zu diesem Zeitpunkt im Vorsorgekreislauf verhaftet sind und der Berechtigte auf sie nur eine Anwartschaft hat. Zwar ging auch die Rekurskommission wie das kantonale Steueramt davon aus, es liege eine vorzeitige Pensionierung vor. Gleichwohl ist nach den Feststellungen der Rekurskommission dem Pflichtigen das Altersguthaben zu Recht in Form von FreizÃ¼gigkeitsleistungen ausgerichtet worden.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Das kantonale Steueramt hÃ¤lt dem entgegen, der Pflichtige habe infolge vorzeitiger Pensionierung keine FreizÃ¼gigkeitsleistungen mehr erhalten kÃ¶nnen, sondern habe bereits im Jahr 2000 einen Anspruch auf Altersleistungen erworben. Der Pflichtige selber lÃ¤sst unter Berufung auf eine der Rekursschrift beigelegte BestÃ¤tigung der Muttergesellschaft der D AG und der E GmbH bestreiten, dass es sich um eine vorzeitige Pensionierung gehandelt habe. GemÃ¤ss dieser ErklÃ¤rung sollen beide ArbeitsverhÃ¤ltnisse auf einseitigen Wunsch der Muttergesellschaft aufgelÃ¶st worden sein. Es fragt sich somit zunÃ¤chst, ob die Art und Weise der AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses, insbesondere der Umstand, ob es einseitig oder im beiderseitigen EinverstÃ¤ndnis aufgelÃ¶st wurde, einen Einfluss auf die von der Rekurskommission getroffene rechtliche WÃ¼rdigung der empfangenen Leistungen hat.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Es steht unbestritten fest, dass der Pflichtige grundsÃ¤tzlich die reglementarische MÃ¶glichkeit einer vorzeitigen Pensionierung hatte. Die Rekurskommission stÃ¼tzt sich fÃ¼r die Annahme, beim Austritt habe es sich um eine solche gehandelt, mangels eines direkten Beweises auf gewisse Indizien. Daraus leitet sie ab, dass sich der Pflichtige der vorzeitigen Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses letztlich nicht widersetzt habe und diese daher einvernehmlich erfolgt sei. Ob die auf dieser Grundlage getroffene Sachverhaltsfeststellung, es habe sich um eine im gegenseitigen EinverstÃ¤ndnis vereinbarte vorzeitige Pensionierung gehandelt, wirklich zutrifft, erscheint im Lichte der bereits mit der Rekursschrift eingereichten BestÃ¤tigung der Muttergesellschaft als fraglich. Der Pflichtige lÃ¤sst in diesem Zusammenhang geltend machen, in der von der Rekurskommission erwÃ¤hnten Vereinbarung vom 29. Juli 2002, wonach die ArbeitsverhÃ¤ltnisse einvernehmlich aufgelÃ¶st worden seien, beziehe sich die Einvernehmlichkeit nicht auf das Ausscheiden des Pflichtigen aus der Unternehmung an sich, sondern lediglich auf den nach schwierigen Verhandlungen Ã¼ber die AbschlussmodalitÃ¤ten gefundenen Vergleich. Ob es sich aber um ein einvernehmliches Ausscheiden altershalber handelte oder nicht, kann letztlich offen bleiben, weil es â wie nachfolgend dargelegt wird â aufgrund der konkreten UmstÃ¤nde des Falls darauf nicht ankommt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>GemÃ¤ss Art. 2 Abs. 1 des FreizÃ¼gigkeitsgesetzes vom 17. Dezember 1993 (FZG) haben Versicherte, welche die Vorsorgeeinrichtung verlassen, bevor ein Vorsorgefall eintritt, Anspruch auf eine Austrittsleistung (FreizÃ¼gigkeitsleistung). Wie die Rekurskommission festgestellt hat (worauf gemÃ¤ss § 161 GVG verwiesen werden kann), hatte der Pflichtige keine auf den Bezug von Altersleistungen gerichtete WillensÃ¤usserung abgegeben. Indem er sich von den Vorsorgeeinrichtungen seine Anwartschaften auf die FreizÃ¼gigkeitskonten Ã¼berweisen liess, hat er im Gegenteil ausdrÃ¼cklich seinen Anspruch auf eine Austrittsleistung nach Art. 2 Abs. 1 FZG geltend gemacht.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>GemÃ¤ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung tritt in FÃ¤llen, wo das Vorsorgereglement die Ausrichtung einer Altersrente an zur vorzeitigen Pensionierung berechtigte Versicherte von einer entsprechenden WillenserklÃ¤rung der Versicherten abhÃ¤ngig macht, der â eine Austrittsleistung ausschliessende â Vorsorgefall Alter nicht in jedem Fall ein, wenn das ArbeitsverhÃ¤ltnis aufgelÃ¶st wird. Vielmehr tritt der Vorsorgefall nur dann ein, wenn der Versicherte von der statutarischen bzw. reglementarischen MÃ¶glichkeit, die Ausrichtung einer vorzeitigen Altersrente zu verlangen, Gebrauch macht. UnterlÃ¤sst er dies, hat er Anspruch auf eine Austrittsleistung (BGr, 24. Juni 2002, B 38/00, www.bger.ch). Mit der EinfÃ¼hrung des FZG hat sich daran nichts geÃ¤ndert (BGE 129 V 381 E. 4.6, Verweisung auf den Entscheid vom 24. Juni 2002). Der Schluss der Rekurskommission, mangels Begehren auf Bezug der Altersleistung bzw. infolge vom Pflichtigen veranlasster, zulÃ¤ssiger Ãberweisung der Austrittsleistungen auf die FreizÃ¼gigkeitskonten sei der Vorsorgefall Alter noch nicht mit dem Austritt bei D AG und E GmbH eingetreten, erweist sich daher als gesetzmÃ¤ssig.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Das kantonale Steueramt bezieht sich in der Beschwerde ebenfalls auf diese Rechtsprechung des Bundesgerichts, Ã¼bersieht jedoch die Bedeutung der vom Bundesgericht vorausgesetzten WillenserklÃ¤rung. Die Art und Weise der Beendigung des Arbeitsvertrags zwischen dem Versicherten und seinem Arbeitgeber ist in diesem Zusammenhang ohne unmittelbare Bedeutung, denn das Bundesgericht setzt fÃ¼r die Annahme des Vorsorgefalls voraus, dass der Versicherte von der ihm in den Statuten bzw. im Reglement der Vorsorgeeinrichtung eingerÃ¤umten MÃ¶glichkeit, die Ausrichtung einer vorzeitigen Altersrente zu verlangen, Gebrauch macht. Dies muss er gegenÃ¼ber der Vorsorgeeinrichtung erklÃ¤ren. Verlangt er von dieser â wie hier â ausdrÃ¼cklich die Ãberweisung auf ein FreizÃ¼gigkeitskonto, so ist der Vorsorgefall im Zeitpunkt der AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses noch nicht eingetreten, weshalb die Ausrichtung einer FreizÃ¼gigkeitsleistung zulÃ¤ssig ist. Mit der Ãberweisung auf ein FreizÃ¼gigkeitskonto blieben die Gelder im Vorsorgekreislauf verhaftet und hatte der Pflichtige auf sie nur eine Anwartschaft.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die Beschwerde ist somit vollumfÃ¤nglich abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 StG in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG). Dieser hat den Beschwerdegegnern zudem eine angemessene ParteientschÃ¤digung auszurichten (§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 und § 152 StG in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG). GemÃ¤ss der langjÃ¤hrigen Praxis der 2. Kammer des Verwaltungsgerichts ist bei einer vertretenen Partei die Verordnung des Obergerichts Ã¼ber die AnwaltsgebÃ¼hren vom 10. Juni 1987 heranzuziehen. Die nach dem dort in § 2 Abs. 1 festgelegten Tarif berechnete GrundgebÃ¼hr ist fÃ¼r das Beschwerdeverfahren in der Regel auf einen Drittel herabzusetzen, wobei dieser Ansatz bei besonderen UmstÃ¤nden zusÃ¤tzlich um die HÃ¤lfte reduziert werden kann, was sich vorliegend insbesondere angesichts der Tatsache rechtfertigt, dass der aktuelle Vertreter der Beschwerdegegner erst fÃ¼r die Beschwerdeantwort beigezogen worden ist. Dies ergibt beim zu berÃ¼cksichtigenden Streitwert eine ParteientschÃ¤digung zugunsten der Beschwerdegegner von je Fr. â¦</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 16'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 16'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Der BeschwerdefÃ¼hrer wird verpflichtet, den Beschwerdegegnern eine ParteientschÃ¤digung von je Fr. â¦ (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen.</p> <p class="Einzug2">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>