Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 4. Mai 2017 (715 16 354 / 108) ____________________________________________________________________ Arbeitslosenversicherung Die Rückforderung ursprünglich ausgerichteter Taggelder gestützt auf den IK-Auszug des Versicherten erweist sich mangels offensichtlicher Unrichtigkeit zuvor erzielter Zwi- schenverdienste aufgrund divergierender Angaben als unzulässig. Rückweisung an die Vorinstanz zur ergänzenden Abklärung. Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsri chter Yves Thommen, Kan- tonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiber Stephan Pau- kner Parteien A.____ , Beschwerdeführer , vertreten durch Mustafa Ates , Advokat , Advokatur ATES & SIGIRCI, Grellingerstrasse 77, 4052 Basel gegen Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland , Bahnhofstrasse 32, Postfach, 4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin Betreff Rückforderung A. Der 1976 geborene A.____ hat ursprünglich seit M ai 2011 bei der B.____ als Lastwa- genchauffeur gearbeitet. Diese Stelle wurde ihm aus wirtschaftlichen Gründen per Ende Januar 2013 gekündigt. Am 23. Januar 2013 meldete er sich zur Arbeitsvermittlung und zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung ab 1. Februar 2013 an . Während der Leistungsrahmenfrist vom Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 1. Februar 2013 bis 31. Januar 2015 bezog er in der F olge auf der Basis eines versicherten Dienstes von Fr. 5‘200.— Taggelder der Arbeitslosenversich erung. B. Bereits Ende Juli 2013 hatte der Versicherte mit sei ner früheren Arbeitgeberin B.____ ab 1. August 2013 einen neuen Arbeitsvertrag auf Abruf a bgeschlossen, der am 1. April 2014 er- neuert wurde. Nebst dem Bezug der Arbeitslosenentschädi gung zwischen Februar 2013 und November 2014 im Umfang von Fr. 76‘104.— realisierte er in der Zeit zwischen August 2013 und Dezember 2014 ein zusätzliches Einkommen als Aushilfschauffeur, welches von der öffent- lichen Arbeitslosenkasse Baselland (Kasse) gemäss den von de r B.____ eingereichten Bestäti- gungen jeweils als Zwischenverdienst an die ausgerichtete Arbeitslosenentschädigung ange- rechnet wurde. C. Nachdem am 21. September 2015 über die B.____ der Konkurs eröffnet worden war, holte die Kasse im Rahmen ihrer Abklärung von Amtes wegen am 4. Juli 2016 die Auszüge aus dem individuellen Konto (IK) des Versicherten ein. Aus diesen IK-Auszügen ging hervor, dass der zuständigen Ausgleichskasse Zug durch die B.____ fü r die Jahre 2013 und 2014 ein Lohn des Versicherten in der Höhe von je Fr. 62‘400.— gemeld et worden war. Weil das soweit aus- gewiesene, monatlich erzielte Einkommen des Versicherten höher als die mögliche monatliche Arbeitslosenentschädigung ausfiel, kam die Kasse zum Schl uss, dass es mangels Arbeitsaus- falls nicht als Zwischenverdienst berücksichtigt werden könne. Gestützt auf diese Erkenntnis korrigierte sie ihre Taggeldabrechnungen für die Monate Februar 2013 bis November 2014 und forderte mit Verfügung Nr. 247/2016 vom 5. August 201 6 vom Versicherten wegen zu Unrecht bezogener Versicherungsleistungen den Betrag von Fr. 70 ‘327.75 zurück. Mit Rektifikat vom 24. August 2016 korrigierte die Kasse ihre Verfügung vo m 5. August 2016 und machte eine Rückforderung im Umfang von Fr. 73‘338.90 geltend. Die gegen beide Verfügungen erhobenen Einsprachen des Versicherten wies sie mit Einspracheentscheid vom 26. September 2016 ab. D. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Adv okat Mustafa Ates, am 26. Oktober 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-L andschaft, Abteilung Sozialversi- cherungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte die Aufh ebung des angefochtenen Ein- spracheentscheids. Zur Begründung liess er im Wesentlichen vorbringen, dass die Einträge in seinem IK-Auszug offensichtlich unzutreffend seien. Dem Schreiben des ehemaligen Ge- schäftsführers der B.____ vom 30. August 2016 sei zu en tnehmen, dass er in den Jahren 2013 und 2014 lediglich etwa Fr. 18‘000.— verdient habe. Di e für die Lohnbuchhaltung zuständige Sachbearbeiterin habe die Löhne des Versicherten falsch deklariert. Aus einem weiteren Schreiben des ehemaligen Geschäftsführers an die zuständig e Ausgleichskasse ergebe sich zudem, dass die Lohnmeldungen betreffend den Versicherte n nicht der Wahrheit entsprächen und der entsprechende Fehler zu berichtigen sei. Ausserdem habe er in seiner Steuererklärung 2013 angegeben, bei der B.____ ein Einkommen von ledi glich Fr. 4‘234.— erzielt zu haben. Diese Steuererklärung sei durch die Steuerveranlagung für korrekt befunden worden. Entspre- chend sei er durch die Steuerverwaltung auch veranlagt wo rden. Das Gleiche gelte für das Steuerjahr 2014, für welches bei ihm letztlich ein Einko mmen in der Höhe von Fr. 14‘049.— veranlagt worden sei. Zusammenfassend sei nicht nachgewi esen, dass er 2013 und 2014 bei der B.____ ein Einkommen von jeweils Fr. 62‘400.— erziel t habe. Das monatlich erzielte Ein- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht kommen könne in den Kontrollperioden Februar 2013 bi s November 2014 nicht höher gewesen sei als die mögliche Arbeitslosenentschädigung. Er besitze daher Anspruch auf die ausbezahlte Arbeitslosenentschädigung. E. Die Kasse schloss mit Vernehmlassung vom 20. Dezember 2016 auf Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, dass die Behauptung des Be- schwerdeführers, die zuständige Sachbearbeiterin habe die AHV-Jahreslohndeklaration falsch ausgefüllt, nicht zutreffen könne. Gemäss den Angaben der zuständigen Ausgleichskasse Zug sei bisher keine Korrektur des IK-Eintrags des Beschwerde führers erfolgt. Damit stehe fest, dass die Eintragungen im individuellen Konto des Versich erten nicht offensichtlich unrichtig sei- en. Dessen Steuererklärungen 2013 und 2014 würden reine Parteibehauptungen darstellen und keine Beweiskraft entfalten. Die Akten würden ausserdem k eine einheitlichen Aussagen betref- fend die Lohnhöhe in den Jahren 2013 und 2014 enthal ten. Insbesondere seien die Aussagen des ehemaligen Geschäftsführers der B.____ absolut un einheitlich. Gestützt darauf sei jeden- falls nicht erstellt, welcher Lohn effektiv an den Versich erten ausbezahlt worden sei. Entspre- chend sei auf die Angaben im IK-Auszug des Versicherten abzustellen. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien ist soweit notwendig in den nachfolgenden Erwägun- gen einzugehen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorisch e Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 i. V. m. Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (A TSG) vom 6. Oktober 2000 ist ein Gericht als letzte kantonale Instanz für die Beurteilung von Beschwerden aus dem Bereich der Sozialversicherung sachlich zuständig. Örtlich zuständig ist nach Art. 100 Abs. 3 AVIG (Fas- sung gemäss Bundesgesetz über die Änderung des Anhangs zum ATSG [Revision 3 des An- hangs zum ATSG] vom 21. Juni 2002) i. V. m. Art. 128 Abs. 1 der Verordnung über die obligato- rische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigun g (AVIV) vom 31. August 1983 und Art. 119 Abs. 1 AVIV die Rekursinstanz am Ort, wo d ie versicherte Person die Kontroll- pflicht erfüllt. Der Beschwerdeführer erfüllte seine K ontrollpflicht im Kanton Basel-Landschaft. Nach § 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungspro- zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsge- richt sodann als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Besch werden gegen Einspracheent- scheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Auf d ie im Übrigen form- und fristge- recht eingereichte Beschwerde ist damit einzutreten. 2.1 Nach Art. 8 Abs. 1 AVIG setzt der Anspruch auf Arb eitslosenentschädigung unter an- derem voraus, dass die versicherte Person einen anrechenbare n Arbeitsausfall erlitten hat (lit. b). Ein Arbeitsausfall ist gemäss Art. 11 Abs. 1 AVIG dann anrechenbar, wenn er einen Ver- dienstausfall zur Folge hat und mindestens zwei aufeina nder folgende volle Arbeitstage dauert. Da das Taggeld 70 bzw. 80 % des versicherten Verdienstes b eträgt (Art. 22 Abs. 1 und 2 Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht AVIG), liegt ein Verdienstausfall nur vor, wenn der Einkommensverlust mehr als 20 % bzw. 30 % des versicherten Verdienstes beträgt (Kreisschreiben d er Direktion für Arbeit [seco] über die Arbeitslosenentschädigung, KS ALE, gültig ab 1. Jan uar 2017, Rz. B 92). Ein entschädi- gungsberechtigter Verdienstausfall ist mit anderen Wor ten dann gegeben, wenn der erzielte Zwischenverdienst geringer ist, als die der versicherten Pe rson zustehende Arbeitslosenent- schädigung. Dieser Zusammenhang von Arbeitsausfall und Verdienstausfall kommt in der Ge- setzesbestimmung betreffend den Mindestarbeitsausfall ( Art. 11 Abs. 1 AVIG) zum Ausdruck. Der anrechenbare Arbeitsausfall stellt mithin auch ei ne Entschädigungsbemessungsregel dar, indem sich Dauer und Ausmass des Arbeitsausfalls auf den U mfang des Taggeldanspruchs auswirken (BGE 125 V 58 f. E. 6b mit Hinweisen). Er be stimmt sich im Verhältnis zur letzten Anstellung vor Eintritt der Arbeitslosigkeit (ARV 1997 Nr. 38 S. 213 E. 3). 2.2 Nach Art. 24 Abs. 1 AVIG gilt als Zwischenverdienst j edes Einkommen aus unselbst- ständiger oder selbstständiger Erwerbstätigkeit, das die arbeitslose Person innerhalb einer Kon- trollperiode erzielt. Die versicherte Person hat innerha lb der Rahmenfrist für den Leistungsbe- zug Anspruch auf Ersatz des Verdienstausfalles für Tage , an denen sie einen Zwischenver- dienst erzielt (Art. 24 Abs. 2 AVIG). Als Verdienstausf all gilt die Differenz zwischen dem in der Kontrollperiode erzielten Zwischenverdienst, mindestens aber dem berufs- und ortsüblichen Ansatz für die betreffende Arbeit, und dem versicherte n Verdienst. Ein Nebenverdienst bleibt unberücksichtigt (Art. 24 Abs. 3 AVIG). Nimmt eine zuvor nicht erwerbstätig gewesene versi- cherte Person nach Eintritt der Arbeitslosigkeit eine Ar beit auf, ist das dabei realisierte Einkom- men, sofern es den versicherten Verdienst nicht erreicht und damit die Arbeitslosigkeit beendet, im Rahmen der Berechnung des Entschädigungsanspruchs somi t als Zwischenverdienst anzu- rechnen, indem lediglich noch die Differenz zwischen dem erzielten Einkommen und dem versi- cherten Verdienst als Kompensationsleistung zur Ausrichtung gelangt. Beim Vorliegen eines Zwischenverdienstes ist die Arbeitslosenentschädigung deshalb aufgrund des Verdienstausfalls und unabhängig vom Umfang des Arbeitsausfalls zu berech nen (BGE 121 V 360 E. 5c). Über- steigt der erzielte Zwischenverdienst den versicherten Verdienst, wird die Arbeitslosigkeit been- det (Art. 24 Abs. 1 und 3 AVIG). 3.1 Steht die Zusprechung von sozialversicherungsrechtlichen Leistungen mit den massge- benden rechtlichen oder tatsächlichen Grundlagen nicht mehr in Übereinstimmung, stellt sich die Frage ihrer Korrektur. Eine Leistung ist nach ständ iger bundesgerichtlicher Rechtsprechung allerdings nur zurückzuerstatten, wenn in verfahrensrecht licher Hinsicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 129 V 110 E. 1.1, 126 V 23 f. E. 4b). Diese sind in Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG um- schrieben, wobei es sich im Wesentlichen um eine Kodifizi erung der bisherigen höchstrichterli- chen Rechtsprechung zu den Anforderungen an ein Zurückko mmen auf eine rechtsbeständig gewordene Verfügung handelt. Was insbesondere die W iedererwägung betrifft, so kann der Versicherungsträger gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG auf formel l rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide dann zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur vorge- nommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zug esprochenen Leistungen. Diese werden – im Nachhinein – zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 138; U ELI KIESER , ATSG- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht Kommentar, 2. Auflage, Zürich 2009, Art. 25 Rz 2 ff.) . Die Festlegung einer allfälligen Rücker- stattung von Leistungen erfolgt dabei in einem mehrstuf igen Verfahren: In einem ersten Ent- scheid ist über die Frage der Unrechtmässigkeit des Bezugs der Leistung zu befinden. Dabei ist auf Art. 53 ATSG abzustellen. Daran schliesst sich der E ntscheid über die Rückerstattung an, mit dem insbesondere zu beantworten ist, ob – bei de r festgestellten Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs – eine rückwirkende Korrektur erfolgt oder nicht. Rechtliche Grundlage dafür bildet Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG. 3.2 Nach Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG sind unrechtmässig bezo gene Leistungen zurückzuer- statten. Der Rückforderungsanspruch erlischt mit Ablauf e ines Jahres, nachdem die Versiche- rungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, späteste ns aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung (Art. 25 Abs. 2 Satz 1 ATSG). Eine Leistung ist nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung jedoch nur zurückzuerstatten, wenn in ver- fahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die (pro zessuale) Revision oder die für die Wieder- erwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind ( BGE 129 V 110 E. 1.1, 126 V 23 f. E. 4b). 3.3 Was die Wiedererwägung betrifft, so kann der Versi cherungsträger gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG auf formell rechtskräftige Verfügungen ode r Einspracheentscheide nur dann zu- rückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn i hre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die für die Wiedererwägung rechtskräftiger Verfügungen vorausgesetzte zweifel- lose Unrichtigkeit liegt praxisgemäss dann vor, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es darf diesfalls nur ein einziger Schluss, derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung, möglich sein (Urteil d es Eidgenössischen Versicherungsge- richts [EVG, seit 1. Januar 2008: Bundesgericht, Sozialrech tliche Abteilungen] vom 23. April 2004, C 214/03, E. 3.1.3; auch T HOMAS LOCHER , Grundriss des Sozialversicherungsrechts, Bern 2003, S. 470, N 16). Wird dergestalt eine rückwir kende Korrektur einer Verfügung vorge- nommen, entfällt auch die rechtliche Grundlage für di e ursprünglich zugesprochenen Leistun- gen. Sie werden – im Nachhinein – zu unrechtmässigen L eistungen (BGE 122 V 138; U ELI KIESER , a.a.O., Art. 25 Rz 2 ff.). Diese für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügun- gen massgebenden Voraussetzungen gelten unabhängig davon , ob die zur Rückforderung An- lass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen). 4.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren un d der Sozialversicherungs- prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen, aus eigener Ini tiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien, für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsat z gilt indessen nicht uneinge- schränkt; er wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen). 4.2 Dem Kantonsgericht kommt in Sozialversicherungssachen eine vollständige Überprü- fungsbefugnis zu. Es ist in der Beweiswürdigung frei (§ 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht ATSG; Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfüge nde Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen an nehmen, wenn sie von ihrem Be- stehen überzeugt sind (MAX KUMMER , Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. Auflage, Bern 1984, S. 135 f.). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht se inen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich- keit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sa chverhalts genügt den Beweisanfor- derungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverh altsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlic hste würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b mit Hinweisen). 5. Strittig ist die Rechtmässigkeit der am 24. August 20 16 erfolgten Rückforderung der seit Februar 2013 ausgerichteten Taggelder und in die sem Zusammenhang insbesondere, ob die Kasse die Anspruchsberechtigung des Versicherten nacht räglich zu Recht mangels eines anrechenbaren Arbeitsausfalls abgelehnt hat. Zu prüf en ist deshalb in erster Linie (vgl. oben, Erwägung 3.2 f.), ob sich die Auszahlung der ausgerichteten Taggelder nachträglich als zweifel- los unrichtig erweist. Die Rückforderung wird von der K asse damit begründet, es habe sich an- hand des von ihr eingeholten IK-Auszugs herausgestellt, d ass der Versicherte in den Jahren 2013 und 2014 einen Brutto-Lohn von jeweils Fr. 62‘40 0.— erzielt habe. Diesem IK-Auszug sei als amtliches Dokument volle Beweiskraft zuzugestehen. Die in den beiden fraglichen Jahren darin ausgewiesenen Lohnsummen würden sich mit den von der B.____ der zuständigen Aus- gleichskasse gemeldeten Einkommen decken, demgegenüber w eder auf die abweichenden Aussagen des ehemaligen Geschäftsführers der B.____ noch auf jene des Versicherten oder auf dessen Lohnausweise der Jahre 2013 und 2014 abgestell t werden könne. Demgegenüber stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, dass die Lohnmeldungen der B.____ of- fensichtlich nicht der Wahrheit entsprechen würden. Die für die Lohnbuchhaltung zuständige Sachbearbeiterin der B.____ habe die entsprechenden L öhne falsch deklariert, indem sie den Lohn, den der Versicherte zuvor noch als Vollzeitbeschäftig ter erhalten habe, fälschlicherweise einfach in die entsprechenden Lohnmeldungen der beid en Folgejahre 2013 und 2014 hineinko- piert habe. 5.1 Mit Verweis auf das Urteil C 158/03 des EVG vom 30 . April 2004 ist der Kasse grund- sätzlich zuzustimmen, dass als erwiesen gilt, dass die versicher te Person tatsächlich als un- selbständig erwerbend erfasst worden ist, wenn und soweit ihrem IK zu entnehmen ist, dass ihr Arbeitgeber das ausgerichtete Entgelt als massgebenden Lohn mit der Ausgleichskasse abge- rechnet hat. Insoweit hat sich die Eigenschaft der Arbe itnehmenden in der Arbeitslosenversi- cherung grundsätzlich nach dem AHV-Beitragsstatut zu ri chten, sofern sich dieses nicht als offensichtlich unrichtig erweist (KS ALE, Rz. A 4). Entgegen der von der Kasse vertretenen Auf- fassung ist damit aber nicht gesagt, der IK-Eintrag der versicherten Person sei ohne weiteres auch in Bezug auf die dokumentierte Lohnsumme verbindl ich. Die erwähnte Rechtsprechung des Bundesgerichts analog auf die Höhe des erzielten Lo hnes zu übertragen, erweist sich je- denfalls in jenen Fällen als unzulässig, in welchen die Frage einer offensichtlichen Unrichtigkeit der Höhe ursprünglich erzielter Zwischenverdienste im R aum steht. Hintergrund bildet der Um- stand, dass sich die versicherte Person gegen die Qualifi kation ihres AHV-Statuts als selbstän- dig oder unselbständig erwerbstätige Person gegebenenfa lls zur Wehr setzen kann. Als Arbeit- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht nehmerin erhält sie jedoch keine Kenntnis von den tatsäc hlichen Lohnmeldungen ihres Arbeit- gebers, sondern besitzt lediglich Kenntnis von dem ausbe zahlten und auf den Lohnabrechnun- gen und Lohnausweisen ausgewiesenen Salär. Es ist daran zu erinnern, dass die für eine Wie- dererwägung auch im vorliegenden Zusammenhang vorausges etzte zweifellose Unrichtigkeit nur dann vorliegt, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die ursprüngliche Tag- geldausrichtung auf der Basis der dazumal gemeldeten Zw ischenverdienste unrichtig war. Bei der Beantwortung der Frage, ob die im IK-Auszug des B eschwerdeführers für die Jahre 2013 und 2014 aufgeführten Lohnsummen zutreffend sind, da rf mit anderen Worten nur ein einziger Schluss, nämlich derjenige auf die Richtigkeit der IK-E inträge, möglich sein. Diese für die stritti- ge Wiedererwägung erforderliche Voraussetzung ist bei der hier vorliegenden Aktenlage jedoch zu verneinen. 5.2 Gemäss den vorliegenden Akten beruhen nicht nur die Bestätigungen bezüglich des erzielten Zwischenverdienstes des Beschwerdeführers, sonder n ebenso dessen IK-Auszug auf unzuverlässigen und fragwürdigen Angaben der B.____. G leiches gilt für seine Lohnausweise der Jahre 2013 und 2014. Alle diese Unterlagen weiche n voneinander ab und widersprechen sowohl den divergierenden Angaben des ehemaligen Geschä ftsführers der B.____ als auch jenen des Versicherten selbst. So soll der Beschwerdefü hrer gemäss den in den Jahren 2013 und 2014 eingereichten Bescheinigungen über den Zwisc henverdienst per 2013 einen Brutto- Lohn von Fr. 4‘074.— und per 2014 einen solchen von Fr . 7‘896.— verdient haben (vgl. Akten der Kasse, Dok 144 f.; 151 f., 150 f., 168 f., 176 f., 182 f., 186 f., 238 f., 263 f., 272 f., 274 f., 278 f., 290 f., 299 f., 307 f., 328 f., 335 f.). Dem Ma ilschreiben des ehemaligen Geschäftsführers der B.____ vom 19. Januar 2016 ist für das Jahr 2014 hing egen eine AHV-pflichtige Lohnsumme von Fr. 13‘776.— zu entnehmen (vgl. Akten der Kasse, Dok 3 49), die wiederum den vom Versi- cherten in dessen Einsprache (vgl. Akten der Kasse, Dok 4 01) genannten Netto-Löhnen weder per 2013 (Fr. 4‘234.—) noch per 2014 (Fr. 14‘049.—) en tspricht. Es tritt hinzu, dass der im nachträglich eingereichten Lohnausweis für das Jahr 2014 vom 28. Januar 2016 ausgewiesene Netto-Lohn nicht mit dem entsprechenden Brutto-Lohn korrespondiert, weil sich die dort ausge- wiesenen AHV-, IV- und EO-Beiträge als offensichtlich zu tief erweisen (vgl. Akten der Kasse, Dok 400). Nebst diesen divergierenden Auskünften insbeso ndere des ehemaligen Geschäfts- führers der B.____ gegenüber der Ausgleichskasse ist bez üglich der Unzuverlässigkeit all die- ser Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin des Beschwerd eführers festzustellen, dass auch der Lohnausweis der B.____ für das Jahr 2013 nicht korrek t sein kann. Weil das vor Eintritt der Arbeitslosigkeit bestehende Arbeitsverhältnis des Beschwerd eführers erst per Ende Januar 2013 aufgelöst worden ist, muss der Versicherte im Janua r 2013 noch einen Monatslohn von brutto Fr. 5‘200.— erzielt haben, was zusammen mit den in den Zwischenverdienstformularen für das Jahr 2013 ausgewiesenen Salären aber einen Bru tto-Jahreslohn per 2013 von Fr. 9‘820.— ergeben würde (vgl. Akten der Kasse, Dok 02 3). 5.3 Dass sich bei dieser absolut uneinheitlichen Aktenlage just die gegenüber der Aus- gleichskasse gemeldeten Lohnbescheinigungen der B.____ als zweifellos zutreffend erweisen, ist nicht mit der im Sozialversicherungsprozess geltenden Ma xime der überwiegenden Wahr- scheinlichkeit anzunehmen (vgl. oben, Erwägungen 4.2 sowi e 5.1 a.E.). Der Kasse ist zwar zu- zustimmen, dass die seitens des ehemaligen Geschäftsführer s der B.____ abgegebene Erklä- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht rung, wonach in die beiden fraglichen Lohnbescheinig ungen 2013 und 2014 fälschlicherweise die Lohnsumme von 2012 hineinkopiert worden sei, ebe nfalls nicht überzeugen kann: So hat der Versicherte im Jahr 2012 nämlich noch Fr. 63‘600.— u nd nicht etwa Fr. 62‘400.— verdient (vgl. Akten der Kasse, Dok 365). Nichts desto trotz blei ben Zweifel an der Korrektheit auch des IK-Auszug des Versicherten bestehen (vgl. oben, Erwägung 5.1 a. E.). Auch wenn der strittige IK-Eintrag von der zuständigen Ausgleichskasse bisher ni cht korrigiert worden ist, kann noch nicht gesagt werden, dass die darin deklarierte Lohnsumm e verbindlich wäre und sich alleine deshalb der vom Versicherten erzielte Zwischenverdienst au s arbeitslosenversicherungsrechtli- cher Sicht als offensichtlich falsch erweisen würde. Dies g ilt umso mehr, weil der Lohnnachtrag der B.____, der letztlich zum fraglichen IK-Eintrag ge führt hat, nicht nur handschriftlich korri- giert, sondern offenbar bereits zuvor deutlich verspätet erst im Juni 2015 eingereicht worden ist (vgl. Akten der Kasse, Dok 417). Zu berücksichtigen ist in diesem Zusammenhang aber auch, dass die Ausgleichskasse offenbar lediglich deshalb auf die Angaben in den Lohnmeldungen abgestellt hat, weil aufgrund fehlender Buchhaltungsu nterlagen der B.____ bisher keine Arbeit- geber-Schlusskontrolle durchgeführt werden konnte (vgl. Akten der Kasse, Dok 488). Alleine deshalb nunmehr von einer offensichtlichen Unrichtigkei t der gemeldeten Zwischenverdienste des Versicherten auszugehen, verbietet sich. 5.4 Ohne ergänzende Abklärungen ist bei der vorhandene n Aktenlage nicht auszuschlies- sen, dass der IK-Auszug des Beschwerdeführers letztlich nicht doch auf zu hohen Lohnmel- dungen seiner ehemaligen Arbeitgeberin beruht. Die Beweislast für das Vorliegen des Wieder- erwägungsgrundes der offensichtlichen Unrichtigkeit liegt bei der Kasse. Es mag ihr beizupflich- ten sein, dass ein solcher Beweis angesichts der divergiere nden, teils völlig unübersichtlichen Angaben schwierig zu führen ist. Auch wenn ihre Bewei sführungslast durch die Mitwirkungs- pflicht des Versicherten ergänzt wird, wäre sie angesichts der aufgezeigten Zweifel jedoch ver- pflichtet gewesen, vertiefte Abklärungen zum Lohnfluss d es Versicherten einzuholen, wie sie dies im Rahmen ihrer Abklärungen ursprünglich offenbar noch beabsichtigt hatte (vgl. Akten der Kasse, Dok 359 a. E.). Gerade weil das Konkursamt für die Zeit zwischen Januar bis November 2014 keine Zahlungen der B.____ an den Versicherten eruieren konnte, wäre die Kasse umso mehr gehalten gewesen, insbesondere Auszüge des auf den Lohnabrechnungen der B.____ erwähnten Bank- oder Postkontos für die Zeit sowohl no ch vor Januar 2013 als auch nach Au- gust 2013 zu verlangen (vgl. Aktennotiz vom 7. Juni 2016, Beilage zur Überweisung zur Verfü- gung vom 20. April und 25. Mai 2016, Akten der Kasse, Dok 359). Ebenfalls wäre sie verpflich- tet gewesen, allenfalls weitere Unterlagen und Auskünf te hinsichtlich der tatsächlich absolvier- ten Arbeitseinsätze (Einsatzpläne der Chauffeure der B.____ oder weitere Unterlagen betref- fend die effektiv geleistete Arbeit) des Versicherten entweder beim ehemaligen Geschäftsführer der B.____ oder dessen Sachbearbeiterin direkt einzuholen. 6. Zusammenfassend erweist sich der IK-Eintrag des Versicher ten hinsichtlich der Lohn- höhe per 2013 und 2014 als unklar. Es kann deshalb nicht gesagt werden, dass die von der B.____ ab August 2013 deklarierten Zwischenverdienste zweifellos unrichtig sind. Ist aber zwei- felhaft, ob der erzielte Zwischenverdienst des Versichert en dessen versicherten Verdienst tat- sächlich überstiegen hat, erweist sich eine Rückforderung d er an den Beschwerdeführer für die Folgezeit ausgerichteten Taggelder bei der jetzigen Akt enlage mangels Vorliegens der für eine Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzung der offensichtlichen Unrichtigkeit als unzulässig. Die Kasse wird dem Gesagten zufolge zunächst vielmehr er gänzende Abklärungen vorzuneh- men und danach allenfalls erneut über die Angelegenhe it zu befinden haben. Dies führt im Er- gebnis zur Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids. 7.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vo r dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vo rliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 7.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschw erde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens ent sprechend ist dem Beschwerdefüh- rer deshalb eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschw erdegegnerin zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner Honor arnote vom 24. Februar 2017 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 8 St unden und 35 Minuten geltend gemacht, was sich umfangmässig in Anbetracht der sich stellenden Sa chverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozia lversicherungsprozessen praxis- gemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelang enden Stundenansatz von Fr. 250.— zu entschädigen. Nicht zu beanstanden sind sodann die i n der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von Fr. 92.10. Dem Beschwerdeführer ist desha lb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. Fr. 2‘416.95 (8,5833 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 92.10 zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 8. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgerich t (BGG) vom 17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtliche n Angelegenheiten an das Bundesge- richt zulässig gegen Entscheide, die das Verfahren abschli essen. Selbständig eröffnete Zwi- schenentscheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit B eschwerde in öffentlich-rechtlichen An- gelegenheiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gut heissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 A bs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesge- richtlichen Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versiche- rungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuver fügung nicht um einen Endent- scheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Ar t. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit dem eine materiell e Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 E. 4.2). Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich som it um einen Zwischenentscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerd e in öffentlich-rechtlichen Angele- genheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 9 3 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzun- gen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bunde sgericht. Die nachstehende Rechts- mittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefoch- tene Einspracheentscheid der öffentlichen Arbeitslosenkasse Basel- land vom 26. September 2016 aufgehoben und die Ange legenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum allfälligen Erlass einer neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückge- wiesen wird. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer e ine Parteient- schädigung in der Höhe von Fr. 2‘416.95 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen.