<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">8C_911/2008 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 16. April 2009 </div> <div class="para">I. sozialrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Ursprung, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichterin Leuzinger, Bundesrichter Maillard, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Flückiger. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">Bundesamt für Sozialversicherungen, </div> <div class="para">3003 Bern, Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">D.________, Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para">vertreten durch Fürsprecher Michel Julius Moser, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV-Stelle für Versicherte im Ausland, 1211 Genf 2. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Invalidenversicherung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgericht </div> <div class="para">vom 12. September 2008. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Erwägung, </div> <div class="para">dass die IV-Stelle Bern mit Verfügung vom 4. November 1998 der 1968 geborenen D.________ mit Wirkung ab 1. Juli 1997 eine ganze Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 100 % zusprach, </div> <div class="para">dass diese Rente mit Verfügung vom 13. Dezember 2000 ab Anspruchsbeginn betragsmässig neu festgesetzt wurde, wobei der ihr zugrundegelegte Invaliditätsgrad von 100 % unverändert blieb, </div> <div class="para">dass die laufende Rente mit Verfügung der IV-Stelle Bern vom 28. Juni 2001 bestätigt wurde, </div> <div class="para">dass die infolge Wohnsitzverlegung zuständig gewordene IV-Stelle für Versicherte im Ausland eine amtliche Rentenrevision durchführte und gestützt darauf die laufende ganze Rente mit Verfügung vom 12. Mai 2005 per 1. Juli 2005 auf eine halbe Rente herabsetzte, was sie mit Einspracheentscheid vom 24. November 2005 bestätigte, </div> <div class="para">dass das Bundesverwaltungsgericht die dagegen erhobene Beschwerde guthiess und den Einspracheentscheid aufhob (Entscheid vom 12. September 2008), </div> <div class="para">dass das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führt mit dem Rechtsbegehren, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben, </div> <div class="para">dass die IV-Stelle auf Gutheissung der Beschwerde schliesst, während sich die Versicherte nicht vernehmen lässt, </div> <div class="para">dass der Beschwerde mit Verfügung vom 9. Dezember 2008 die aufschiebende Wirkung erteilt wurde, </div> <div class="para">dass gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen der Rentenzusprechung durch die Verfügung vom 4. November 1998 ein Gutachten des Spitals X.________ vom 22. Dezember 1997 zugrunde lag, welches im Wesentlichen eine chronische Schmerzkrankheit bzw. eine Schmerz- und Unfallverarbeitungsstörung von Krankheitswert diagnostizierte und die Versicherte für nicht arbeitsfähig erklärte, </div> <div class="para">dass diese zutreffenden Erwägungen insofern zu ergänzen sind, als die Ärzte des Spitals X.________ ihr Gutachten auf Nachfrage der IV-Stelle vom 29. April 1998 hin durch zusätzliche Angaben (Eingang: 13. Mai 1998) erläuterten, wobei sie unter anderem festhielten, der Zustand der Patientin habe nun vollen Krankheitswert, </div> <div class="para">dass das Bundesverwaltungsgericht gestützt auf das Gutachten des Zentrums Y.________ vom 16. September 2004 weiter festgestellt hat, der Sachverhalt habe sich während des hier zu beurteilenden Zeitraums bis zum Einspracheentscheid vom 24. November 2005 (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=04.04.2009&amp;to_date=23.04.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-V-167%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page167">BGE 129 V 167</a> E. 1 S. 169 mit Hinweis) nicht erheblich verändert, </div> <div class="para">dass diese Feststellung weder offensichtlich unrichtig ist noch auf einer Rechtsverletzung im Sinne von <span class="artref">Art. 95 BGG</span> beruht, </div> <div class="para">dass das Bundesgericht somit von diesem Sachverhalt auszugehen hat (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/105/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/105/1" type="start"></artref>Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/105/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref>; vgl. <span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span>), </div> <div class="para">dass unter diesen Umständen eine Rentenrevision im Sinne von <span class="artref">Art. 17 Abs. 1 ATSG</span> ausscheidet, </div> <div class="para">dass, wie das Bundesverwaltungsgericht zutreffend dargelegt hat, unter den gegebenen Umständen die Möglichkeit entfällt, den Einspracheentscheid vom 24. November 2005 mit der substitiuerten Begründung zu bestätigen, die ursprüngliche Rentenzusprechung sei im Sinne der Wiedererwägungsvoraussetzungen nach <span class="artref">Art. 53 Abs. 2 ATSG</span> zweifellos unrichtig gewesen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=04.04.2009&amp;to_date=23.04.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-368%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page368">BGE 125 V 368</a>), zumal die mit <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=04.04.2009&amp;to_date=23.04.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-V-352%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page352">BGE 130 V 352</a> formulierte Rechtsprechung zur somatoformen Schmerzstörung keinen Wiedererwägungsgrund darstellt (SVR 2008 IV Nr. 5 [I 138/07]), </div> <div class="para">dass das BSV in seiner Beschwerdeschrift einzig geltend macht, die Rechtsprechung gemäss <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=04.04.2009&amp;to_date=23.04.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-V-352%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page352">BGE 130 V 352</a> bilde Anlass für eine Herabsetzung der laufenden Rente unter dem Titel der Anpassung an veränderte Rechtsgrundlagen (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=04.04.2009&amp;to_date=23.04.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-V-157%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page157">BGE 121 V 157</a> E. 4a S. 161 f.), </div> <div class="para">dass das Bundesgericht diesen Standpunkt im zur Publikation bestimmten Urteil 8C_502/2007 vom 26. März 2009 verworfen hat, </div> <div class="para">dass demnach die ausschliesslich mit dieser Begründung erhobene Beschwerde abzuweisen ist, </div> <div class="para">dass dem BSV keine Kosten aufzuerlegen sind (<span class="artref">Art. 66 Abs. 4 BGG</span>), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass die Beschwerdegegnerin keine Vernehmlassung einreichen liess und sich auch sonst nicht am letztinstanzlichen Verfahren beteiligte, weshalb ihr keine Parteientschädigung zuzusprechen ist, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bundesverwaltungsgericht und der Schweizerische Ausgleichskasse schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 16. April 2009 </div> <div class="para">Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Ursprung Flückiger </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>