A bteilung V E -4501/2007 {T 0/2} U rteil vom 12. Septem ber 2007 M itw irkung: R ichter Beat W eber, M aurice Brodard, R ichterin Therese Kojic G erichtsschreiberin Karpathakis A._______, Aserbeidschan, G esuchsteller vertreten durch Susanne Sadri, gegen B undesverw altungsgericht Schw arztorstrasse 53, Postfach, 3000 Bern 14, G esuchsgegner betreffend A bschreibungsverfügung vom 15. Juni 2007 i.S. N ichteintreten auf A sylgesuch und W egw eisung (G esuch um W iederaufnahm e des B eschw erdeverfahrens) N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er G esuchsteller gelangte am 13. M ai 2007 in die Schw eiz und suchte am Tag darauf im Em pfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) Basel um Asyl nach. D ort fand am 29. M ai 2007 die sum m arische Befragung zum R eisew eg und zu den Ausreise- gründen statt. Am 31. M ai 2007 w urde der Beschw erdeführer vom Bundesam t zu den Asylgründen angehört. M it Verfügung vom 6. Juni 2007 trat das Bundesam t in Anw endung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des G esuchstellers nicht ein, verfügte sei- ne W egw eisung aus der Schw eiz und ordnete den Vollzug der W egw eisung an. M it Eingabe vom 13. Juni 2007 liess der G esuchsteller gegen diese Verfügung beim Bundesverw altungsgericht Beschw erde erheben. Am 14. Juni 2007 überm ittelte das EVZ dem Bundesverw altungsgericht per Fax eine Erklärung des Beschw erdeführers vom selben Tag, m it w elcher er auf die Er- hebung einer Beschw erde gegen die Verfügung des Bundesam tes vom 6. Juni 2007 verzichtete beziehungsw eise diese zurückzog, falls eine solche bereits ein- gereicht w orden sei. M it Verfügung vom 15. Juni 2007 schrieb das Bundesverw altungsgericht die Be- schw erde des G esuchstellers vom 13. Juni 2007 als durch R ückzug gegenstands- los gew orden von der G eschäftskontrolle ab. B. M it Eingabe vom 29. Juni 2007 (D atum des Poststem pels) gelangte der G esuch- steller durch seine R echtsvertreterin an das Bundesverw altungsgericht und be- gehrte die "W iedererw ägung" der Abschreibungsverfügung vom 15. Juni 2007. D es W eiteren beantragte er, der negative Entscheid des Bundesam tes vom 6. Juni 2007 sei aufzuheben und die vorinstanzliche Behörde sei anzuw eisen, auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers einzutreten. In form eller H insicht beantragte er die G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege. Zur Begründung liess der G e- suchsteller im W esentlichen geltend m achen, er habe am 13. Juni 2007 an hohem Fieber gelitten und schm erzende Fieberblasen bekom m en. D as zuständige Perso- nal im EVZ habe ihm die ärztliche Behandlung verw eigert und ihm insbesondere keine M edikam ente abgegeben. Am M orgen darauf habe sich sein Zustand ver- schlim m ert, trotzdem habe m an ihn um sieben U hr aufgefordert, das Zim m er zu verlassen. D ie vom G esuchsteller verlangten Beruhigungsm ittel habe m an ihm ver- w eigert und ihn gezw ungen, in den W arteraum zu gehen. Er sei daraufhin ins Büro gegangen und habe dort sein Anliegen vorgebracht. Statt ihn m it M edikam enten zu versorgen, habe m an ihn darauf hingew iesen, dass er die Schw eiz sofort verlas- sen m üsse und seine Beschw erde sow ieso keine Erfolgschancen habe. D as Ver- halten und die Äusserungen der zuständigen Personen im EVZ hätten den G e- suchsteller derart verletzt, dass er seine Beschw erde zurückgezogen habe. D ies bedaure er nun, und w eil seine Angaben und die eingereichten D okum ente reich- lich H inw eise auf eine Verfolgung enthielten, sei das Verfahren erneut in G ang zu setzen. Zusam m en m it der Eingabe reichte der G esuchsteller ein handgeschriebenes, 3 frem dsprachiges Schreiben vom 21. Juni 2007 zu den Akten. Inhaltlich solle es sich dabei um eine Erklärung zum W iderruf des Beschw erderückzugs handeln. Ferner legte er diverse Ausdrucke von per E-M ail überm ittelten, frem dsprachigen Zeitungsartikeln und ein Parteischreiben ins R echt. C . M it Zw ischenverfügung vom 4. Juli 2007 forderte der zuständige Instruktionsrichter des Bundesverw altungsgerichtes den G esuchsteller unter H inw eis auf seine M it- w irkungspflicht auf, seine frem dsprachige Erklärung zu den U m ständen des Be- schw erderückzugs in eine der schw eizerischen Am tssprachen zu übersetzen. D es W eiteren setzte er den Vollzug der W egw eisung in Anw endung von Art. 56 Vw VG vorsorglich aus. D . Innert der dazu angesetzten Frist reichte der G esuchsteller am 11. Juli 2007 (D a- tum des Poststem pels) das Schreiben vom 21. Juni 2007, inklusive dessen Ü ber- setzung in die deutsche Sprache, ein. Er führte darin im W esentlichen aus, er sei am 13. Juni 2007 erkrankt und m an habe ihn im EVZ nicht m edizinisch betreut, sondern ihm vielm ehr m it dem G efängnis gedroht für den Fall, dass er nicht in sein H eim atland zurückkehre. W eil ihm am 13. Juni 2007 schlecht gew esen sei, habe er unbew usst die D okum ente betreffend seine R ückkehr ins H eim atland unter- zeichnet, ohne die Konsequenzen zu bedenken. Ihm drohten aber dort N achteile seitens der R egierung. Auf w eitere D etails in der Erklärung w ird, sofern für den Entscheid w esentlich, in den Erw ägungen näher eingegangen. E. a) M it Schreiben vom 17. Juli 2007 gelangte der Instruktionsrichter ans EVZ und suchte um Stellungnahm e zu den Ereignissen im Zusam m enhang m it der U nter- zeichnung der vorgedruckten R ückzugserklärung durch den G esuchsteller nach. G leichzeitig hielt er das EVZ an, m itzuteilen, ob und in w elcher Form der G esuch- steller zur U nterzeichnung der R ückzugserklärung vorgeladen, und ob seine R echtsvertreterin diesbezüglich orientiert w orden sei. b) In seiner Stellungnahm e vom 20. Juli 2007 hielt das EVZ fest, seines Erachtens treffe es nicht zu, dass der G esuchsteller die Verzichtserklärung irrtüm licherw eise unterzeichnet habe. So habe etw a der zuständige M itarbeiter bereits am 8. Juni 2007 den Auftrag erhalten, einen Beschw erdeverzicht vorzubereiten und unter- zeichnen zu lassen, w as belege, dass die Absicht des G esuchstellers, auf die Be- schw erde zu verzichten, bereits längere Zeit vor dem M orgen des 14. Juni 2007 bestanden habe. Im Ü brigen könne den Akten zur R ückkehrorganisation und -hilfe entnom m en w erden, dass der G esuchsteller am 14. Juni 2007 nebst der R ück- zugserklärung auch das Antragsform ular zur Ausstellung eines Laissez-Passer und eine Voluntary R eturn D eclaration Form unterzeichnet habe, w eshalb nicht da- von ausgegangen w erden könne, der G esuchsteller sei sich seines H andelns nicht bew usst gew esen. Schliesslich sei an der geltend gem achten schw eren Erkran- kung des G esuchstellers zu zw eifeln, da seine Äusserungen betreffend den Ta- gesablauf im EVZ nicht den Tatsachen entsprächen und die Betreuung des EVZ- Basel zudem die von den Asylsuchenden vorgebrachten Beschw erden dokum en- tierten; dies sei auch in Bezug auf den G esuchsteller gem acht w orden. H inzu kom - m e, dass das Betreuungspersonal einer vom Bund unabhängigen O rganisation an- gehöre und über keine Inform ationen über das Verfahrensstadium , in w elchem sich ein Asylsuchender befinde, verfüge. Im Zeitpunkt der U nterzeichnung der Ver-4 zichtserklärung habe das BFM schliesslich keine Kenntnis davon gehabt, dass der Beschw erdeführer vertreten sei und auch nicht, ob er überhaupt Beschw erde erho- ben habe, w as aus der gew ählten Form ulierung der Erklärung hervorgehe. Insge- sam t könne nicht geglaubt w erden, dass sich der G esuchsteller im Zeitpunkt der Erklärung des Beschw erdeverzichts am 14. Juni 2007 in einem G rundlagenirrtum befunden habe, w eshalb das Bundesam t die Ablehnung des G esuches um W ie- deraufnahm e des Beschw erdeverfahrens beantrage. c) M it Zw ischenverfügung vom 25. Juli 2007 gew ährte das G ericht dem G esuchstel- ler das rechtliche G ehör zur Stellungnahm e des Bundesam tes vom 20. Juli 2007. d) In seiner Eingabe vom 2. August 2007 beharrte der G esuchsteller auf seinen bis- herigen Angaben. Im Ü brigen liess er eine H ausordnung der Em pfangs- und Ver- fahrenszentren einreichen und übte allgem eine Kritik an ihr sow ie am schlechten Verhalten und der Vorgehensw eise der im EVZ Basel angestellten Personen ge- genüber den Asylbew erbern, w elches nicht zum ersten M al bem ängelt w erde. F. M it Schreiben vom 10. August 2007 teilte das EVZ dem G ericht m it, dass sich der G esuchsteller seit dem 1. August 2007 nicht m ehr im Zentrum aufhalte. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungs- verfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vor- liegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. Als allgem eine Beschw erdeinstanz auf dem G ebiet des Bundesverw altungsrechts ist das Bundesverw altungsgericht auch für die Beurteilung von G esuchen um W ieder- aufnahm e eines von ihm abgeschlossenen Beschw erdeverfahrens zuständig. D as Bundesverw altungsgericht entscheidet im Bereich des Asylrechts endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 2. In der Eingabe vom 29. Juni 2007 w ird das Bundesverw altungsgericht darum er- sucht, seinen verfahrensabschliessenden Entscheid vom 15. Juni 2007 in W ieder- erw ägung zu ziehen. D azu gilt es festzuhalten, dass gem äss der diesbezüglich nach w ie vor zutreffenden R echtsprechung der Schw eizerischen Asylrekurskom - m ission (AR K) Abschreibungsentscheide der Beschw erdeinstanz w eder in W ieder- erw ägung gezogen w erden können, noch revisionsfähig sind (Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 1993 N r. 33 E. 1a m it H inw eisen). D em gegenüber geht inhaltlich aus dem G esuch hervor, dass es dem Betreffenden vielm ehr um eine W iederaufnahm e des Beschw erdeverfahrens geht, w eil die R ückzugserklärung vom 14. Juni 2007 m it einem W illensm angel behaftet sei. D ie W iederaufnahm e beziehungsw eise Fortsetzung eines Asylverfahrens unter Beru- fung darauf, dass die Erklärung, m it der eine asylsuchende Person ihr Asylgesuch 5 zurückgezogen hat, m it einem W illensm angel behaftet sei, ist grundsätzlich nicht ausgeschlossen. Vorausgesetzt ist allerdings, dass einerseits für die sich auf W il- lensm ängel berufende Partei schw erw iegende N achteile auf dem Spiel stehen und andererseits die R echtssicherheit nicht in unannehm barer W eise beeinträchtigt w ird (so gem äss der sich diesbezüglich als nach w ie vor zutreffend erw eisenden R echtsprechung in EM AR K 1993 N r. 5 E. 3a, N r. 33 E. 1b). Bei der Prüfung der m ateriellen Begründetheit des G esuches um W iederaufnahm e des Asylverfahrens w egen W illensm ängeln sind die einschlägigen vertragsrechtlichen G rundsätze des O bligationenrechts (O R , SR 220) sinngem äss anzuw enden (so die auch heute noch zutreffende R echtsprechung der AR K in EM AR K 2002 N r. 5; 1996 N r. 33; 1993 N rn. 5, 33, 34). 3. D er G esuchsteller m acht sinngem äss geltend, er habe aus Angst, m an nehm e ihn andernfalls in H aft und er w erde zw angsw eise in sein H eim atland zurückgeschafft, die R ückzugserklärung unterzeichnet. Zudem sei er im M om ent der U nterzeich- nung krank gew esen und sich deshalb der Tragw eite seines H andelns nicht be- w usst gew esen. D er G esuchsteller hat den von ihm behaupteten W illensm angel nach allgem einen G rundsätzen (vgl. Art. 8 ZG B und Art. 7 AsylG ) zum indest glaubhaft zu m achen. D ies gelingt ihm vorliegend nicht. So w iderspricht er sich zunächst selbst, w enn er zu den U m ständen seiner R ückzugserklärung in der Erklärung vom 21. Juni 2007 zunächst ausführt, die M itarbeiter des EVZ hätten ihm Angst gem acht und ihm ge- droht, w enn er nicht in sein H eim atland zurückkehre, w erde m an ihn ins G efängnis stecken, und in seiner Eingabe vom 28. Juni 2007 lediglich noch geltend m acht, das Verhalten und die Äusserungen der Behörden hätten ihn so tief verletzt, dass er seine Beschw erde zurückgezogen habe. D am it ist eine gegründete Furcht im Sinne von Art. 29 und 30 O R offensichtlich nicht dargetan (vgl. dazu die diesbe- züglich nach w ie vor zutreffende R echtsprechung der AR K in EM AR K 1996 N r. 33 E. 4) und es erübrigt sich, näher auf die Vorbringen des G esuchstellers einzuge- hen. W as die Tragw eite seines Entschlusses zum Beschw erdeverzicht betrifft, kann dem Beschw erdeführer nicht geglaubt w erden, dass er sich in einem (w e- sentlichen) G rundlagenirrtum im Sinne von Art. 24 Abs. 1 Ziff. 4 O R befunden habe. D iesbezüglich ist vorab auf die zutreffende Erw ägung des EVZ zu verw ei- sen, w onach der G esuchsteller kaum säm tliche Schritte zur O rganisation der R ückkehr - insbesondere die U nterzeichnung des Antragsform ulares zur Ausstel- lung eines Laissez-Passer und eine Voluntary R eturn D eclaration Form - im Irrtum über deren Bedeutung getan haben kann. H inzu kom m t, dass dem G esuchsteller nicht geglaubt w erden kann, dass er derart schw er erkrankt sei, dass er sich über die Konsequenzen der U nterzeichnung der R ückzugserklärung nicht im Klaren ge- w esen sei. Aus den Akten ergibt sich zw ar, dass der Beschw erdeführer Ende M ai 2007 an G rippe erkrankt w ar, einen Arztbesuch anfangs Juni 2007 jedoch abge- lehnt hatte. Es ist nicht nachvollziehbar, dass ihm eine Behandlung ein paar Tage später plötzlich verw eigert w orden sein soll, und seine diesbezüglichen Äusserun- gen stossen ins Leere. D em gegenüber ist ebenfalls aktenkundig, dass der Be- schw erdeführer anfangs Juni 2007 im EVZ um Ausgang vom 8. bis am 14. Juni 2007 nachgesucht hatte, w elcher ihm offensichtlich auch gew ährt w orden w ar. Laut einer Aktennotiz w urde der G esuchsteller aber offenbar noch am 8. Juni 2007 im Kanton C ._______ bei einem D iebstahl gefasst und ins EVZ zurückgeführt. 6 D ass der G esuchsteller im Zeitpunkt der R ückzugserklärung, am 14. Juni 2007, an über m öglicherw eise grippebedingten Beeinträchtigungen seiner G esundheit hinausgehenden Beschw erden litt, ist nach dem G esagten nicht anzunehm en. D ie ausführlichen Erläuterungen des EVZ in seiner Stellungnahm e vom 20. Juli 2007 zu den Abläufen im EVZ erscheinen plausibel und es bestehen angesichts der U m stände im vorliegenden Falle keine G ründe anzunehm en, diese seien in Bezug auf den G esuchsteller anders verlaufen. D ie Stellungnahm e des G esuchstellers vom 2. August 2007, w orin er sich im W esentlichen dam it begnügt, auf seinen Behauptungen zu beharren, verm ag nichts zu G unsten seiner G laubw ürdigkeit zu bew irken. Vielm ehr scheint sich das m angelnde Interesse des G esuchstellers am w eiteren Asylverfahren in der jüngst eingegangenen M eldung des EVZ, w onach der Beschw erdeführer aus dem Zentrum verschw unden sei, zu bestätigen. Zusam m enfassend ist es dem Beschw erdeführer nicht gelungen, glaubhaft darzu- tun, dass seine Erklärung zum R ückzug der Beschw erde an W illensm ängeln im Sinne von Art. 23 ff. O R leide. 4. Auf die vom G esuchsteller geltend gem achten Vorbringen zu seinen Asylgründen und die eingereichten U nterlagen braucht an dieser Stelle nicht näher eingegan- gen zu w erden. Sie w ären erst bei einer W iederaufnahm e des Beschw erdeverfah- rens - und nicht bereits für die Frage, ob das Beschw erdeverfahren überhaupt w ie- der aufzunehm en ist - allenfalls von Bedeutung. 5. N ach dem G esagten ist das G esuch um W iederaufnahm e des Beschw erdeverfah- rens w egen W illensm ängeln abzuw eisen. 6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens w ären die Kosten grundsätzlich dem G esuch- steller aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art. 37 VG G ). Vorab gilt es je- doch sein G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG zu behandeln. G em äss dieser Bestim m ung befreit die Be- schw erdeinstanz eine Partei, die nicht über die erforderlichen M ittel verfügt, auf Antrag von der Bezahlung von Verfahrenskosten, sofern ihr Begehren nicht aus- sichtslos erscheint. Vorliegend hat es der Beschw erdeführer unterlassen, seine Bedürftigkeit zu belegen, w eshalb es an einer der kum ulativ zu erfüllenden Vor- aussetzungen zur G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege fehlt; das entspre- chende G esuch ist dem zufolge abzuw eisen und die Verfahrenskosten sind dem G esuchsteller aufzuerlegen. Sie sind auf insgesam t Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Ent- schädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE]). (D ispositiv nächste Seite)7 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D as G esuch um W iederaufnahm e des Beschw erdeverfahrens w ird abgew iesen. 2. D as G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG w ird abgew iesen. 3. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.-- w erden dem G esuchsteller aufer- legt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichtskasse zu überw ei- sen. 4. D ieses U rteil geht an: - die R echtsvertreterin des G esuchstellers (eingeschrieben; Beilage: Einzah- lungsschein) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N _______) - Frem denpolizeibehörde des Kantons D ._______ D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: Beat W eber Esther Karpathakis Versand am :