A bteilung III C -2892/2006 {T 0/2} U rteil vom 29. M ai 2007 M itw irkung: R ichterin Franziska Schneider (Vorsitz) R ichter Francesco Parrino, Eduard Acherm ann G erichtsschreiberin Sabine U hlm ann X.______ Beschw erdeführerin, vertreten durch Fürsprecher D aniel Jaccard, C hristoffelgasse 7, Postfach 6826, 3001 Bern, gegen IV-Stelle B ern, C hutzenstrasse 10, Postfach, 3001 Bern, Beschw erdegegnerin, betreffend Invalidenversicherung, R entenanspruch. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie seit August 2002 von ihrem Ehem ann gerichtlich getrennt lebende und seit anfangs Februar 2006 in Y.______ w ohnende Schw eizerbürgerin X._______ m eldete sich am 9. Juni 2005 bei der IV-Stelle Bern zum Bezug einer schw eizerischen Invalidenrente an (act. 1). Im entsprechenden Form ular hielt die Versicherte fest, dass sie an D epressionen leide. B. D ie m it der Prüfung des Leistungsgesuchs befasste IV-Stelle Bern zog folgende U nterlagen versicherungstechnischen, w irtschaftlichen und m edizinischen Inhalts bei: - einen Bericht der Privatklinik M .______ vom 8. M ärz 2005 (act. 5a); - zw ei Arztberichte für Erw achsene betreffend berufliche M assnahm en und R enten vom 21. Juni 2005 (act. 5) respektive vom 14. Juli 2005 (act.7), w oraus hervorgeht, dass bei der Versicherten eine rezidivierende depressive Störung m it Ausw irkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostiziert w orden sei, w obei sie im Büro nach Besuch von PC -Kursen ein H albtagespensum erledigen könne, obgleich sie dazu w enig m otiviert sei; - einen Abklärungsbericht H aushalt der IV-Stelle Bern vom 15. N ovem ber 2005 (act. 8), w oraus hervorgeht, dass die Versicherte, w elche vor ihrer beabsichtigten Ausreise nach Y.______ in der Schw eiz nicht m ehr arbeiten w olle, die H aushaltsarbeit zu 100% selbst erledigen könne, so dass die Voraussetzungen zur Ausrichtung einer IV-R ente nicht erfüllt seien. C . M it Verfügung vom 7. D ezem ber 2005 (vgl. act. 9) w ies die IV-Stelle Bern das Leistungsbegehren der G esuchstellerin ab. D abei stützte sich die IV- Stelle im W esentlichen auf den Abklärungsbericht H aushalt vom 15. N ovem ber 2005 (act 8), w elcher einen integrierenden Bestandteil der Verfügung bildete. D . M it Eingabe vom 19. Januar 2006 (act. 14) erhob die Versicherte gegen die Verfügung der IV-Stelle Bern Einsprache. Sie beantragte unter Kosten- und Entschädigungsfolge die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Zusprechung einer ganzen oder eventualiter reduzierten R ente. D abei m achte sie im W esentlichen geltend, die Abklärung sei einengend nur unter dem Aspekt der H aushaltsführung durchgeführt w orden, ohne dass geprüft w orden sei, ob bei ihr eine Behinderung bestehe, w elche sie an der Verw ertung ihrer Arbeitsfähigkeit hindere, etw a ihre dissoziale U nverbundenheit zur U m gebung respektive pathologische Vereinsam ung. O hne ein gründliches, psychiatrisches G utachten lasse sich über ihr G esuch nicht entscheiden. D ie IV-Stelle zog die Stellungnahm e ihres Abklärungsdienstes bei, w elcher m it Bericht vom 1. Februar 2006 (act. 18) daran festhielt, dass die Versicherte zu 100% den H aushalt führen könne. Sie sei als H ausfrau bem essen w orden, w eil für sie auch eine H ilfsarbeit ausser H aus nicht in Frage käm e. Es sei nicht m it dem notw endigen Bew eisgrad der überw iegenden W ahrscheinlichkeit erstellt, dass die Versicherte ausser H aus arbeiten w ürde. 3 E. M it Einspracheentscheid vom 21. Februar 2006 (act. 19) w ies die IV-Stelle Bern die Einsprache ab und führte im W esentlichen aus, dass bei N ichterw erbstätigen (z.B. H ausfrau) die tatsächliche Behinderung, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen, für die Bem essung des Invaliditätsgrades m assgebend sei. D iese Bem essung erfolge im H aushaltsbereich nach w eitgehend vereinheitlichten Kriterien. N ach gründlicher Anhörung der Versicherten und unter Berücksichtigung der persönlichen, w irtschaftlichen und fam iliären U m stände bem esse die IV- Stelle Bern die Versicherte als H ausfrau. Auch m it einer depressiven Episode sei die Versicherte in der H aushaltführung nicht anspruchs- relevant behindert. D ie von ihr geforderte m edizinische Begutachtung erscheine nicht notw endig, da sich die IV-Stelle Bern vor O rt ein Bild habe m achen können, ob die Versicherte bei ihren gew ohnten Tätigkeiten Einschränkungen erleide. Im Ü brigen sei im Abklärungsbericht vom 15. N ovem ber 2005 bereits berücksichtigt w orden, dass sie im m er alleine sei, sehr w enig soziale Kontakt habe und in der Schw eiz nicht m ehr leben w olle. F. G egen den abw eisenden Einspracheentscheid liess die Versicherte (im Folgenden: Beschw erdeführerin) am 24. M ärz 2006 Beschw erde beim Verw altungsgericht des Kantons Bern erheben. Sie beantragte unter Kosten- unter Entschädigungsfolge, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die IV-Stelle Bern sei anzuw eisen, die berufliche Erw erbstätigkeit der Beschw erdeführerin gutachterlich zu erheben und anschliessend sei über IV-Leistungen neu zu befinden. Sie m achte dabei im W esentlichen geltend, dass aus ihrer deklarierten Arbeitsverw eigerung in der Schw eiz nicht unm ittelbar darauf geschlossen w erden könne, dass eine Erw erbstätigkeit ausser H aus nicht denkbar sei, sondern dass diese Blockade pathologischen U rsprungs sei. D eren Ausw irkungen auf die Erw erbstätigkeit bedürften der profunden fachärztlichen U ntersuchung. D iese könne nicht m it Betrachtungen zur H aushaltführung übergangen w erden. G . M it Vernehm lassung vom 27. April 2006 beantragte die IV-Stelle Bern die Abw eisung der Beschw erde und verw ies vollum fänglich auf ihren angefochtenen Einspracheentscheid. H . M it Zw ischenverfügung vom 29. August 2006 entschied der Einzelrichter des Verw altungsgerichts des Kantons Bern, dass das angerufene G ericht zur Behandlung der Beschw erde nicht zuständig sei, da sich die Beschw erdeführerin bereits vor der Beschw erdeerhebung nach Y.______ abgem eldet habe und seither dort w ohne. Ü ber Beschw erden von Personen im Ausland entscheide vielm ehr die Eidgenössische R ekurskom m ission der Alters-, H interlassenen- und Invalidenversicherung für die im Ausland w ohnenden Personen, der die Akten deshalb von Am tes w egen überw iesen w urden. I. Am 1. Januar 2007 ging das Beschw erdeverfahren auf das Bundes- verw altungsgericht über, das den Parteien am 19. M ärz 2007 die Zusam m ensetzung des Spruchkörpers bekannt gab. Es gingen keine 4 Ausstandsbegehren ein. J. Auf die Vorbringen der Parteien ist – sow eit erforderlich – in den folgenden Erw ägungen einzugehen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei den Beschw erdediensten der D eparte- m ente hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (Art. 53 des Bundesgesetzes über das Bundesverw altungsgericht vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]). 1.2 G em äss Art. 31 VG G beurteilt das Bundesverw altungsgericht Be- schw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verw altungsverfahren vom 20. D ezem ber 1968 (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. D ie angefochtene Anordnung ist zw eifellos als Verfügung im Sinne von Art. 5 Vw VG zu qualifizieren, und eine Ausnahm e nach Art. 32 VG G liegt nicht vor. 1.3 Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. Vorliegend ist eine Verfügung der IV-Stelle Bern angefochten. Es ist daher zu prüfen, ob das Bundesverw altungsgericht zur Beurteilung der Beschw erde befugt ist. 1.3.1 N ach den allgem einen intertem poralrechtlichen R egeln sind in verfahrensrechtlicher H insicht diejenigen R echtssätze m assgebend, w elche im Zeitpunkt der Beschw erdebeurteilung G eltung haben, sofern keine spezialgesetzlichen Ü bergangsbestim m ungen zur Anw endung kom m en (BG E 130 V 1 E. 3.2). 1.3.2 Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG , SR 831.20) in der Fassung gem äss Ziff. IV 2 der Änderung vom 16. D ezem ber 2005, in Kraft seit dem 1. Januar 2007, knüpft die Zuständigkeit des Bundesverw altungsgerichts an die Voraussetzung, dass das Anfechtungsobjekt eine Verfügung der IV-Stelle für Versicherte im Ausland ist. D am it ist das Bundesverw altungsgericht grundsätzlich nicht zuständig zur Beurteilung von Beschw erden, deren Anfechtungsobjekt eine Verfügung einer kantonalen IV-Stelle ist. 1.3.3 D ie Beschw erdeführerin hat ihren W ohnsitz am 31. Januar 2006, und dam it kurz vor Erlass des Einspracheentscheids vom 21. Februar 2006, vom Kanton Bern ins Ausland verlegt hat. G em äss Art. 40 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.201) bleibt die einm al begründete Zuständigkeit der IV-Stelle im Verlauf des Verfahrens erhalten. D am it w ar die IV-Stelle des Kantons Bern zuständig zum Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids. 1.3.4 N ach der bis am 31. D ezem ber 2006 geltenden Fassung von Art. 69 Abs. 2 IVG w ar die Eidgenössische R ekurskom m ission der Alters-, H interlassenen- und Invalidenversicherung für die im Ausland w ohnenden 5 Personen die zuständige Beschw erdeinstanz bei Beschw erden gegen Verfügungen und Einspracheentscheide "von Personen im Ausland". Anknüpfungspunkt für die Zuständigkeit der Eidgenössischen R ekurskom m ission w ar der W ohnsitz der Beschw erdeführerin oder des Beschw erdeführers im Zeitpunkt der Beschw erdeerhebung. D as Verw altungsgericht des Kantons Bern hat daher m it Zw ischenverfügung vom 29. August 2006 zu R echt festgestellt, es sei zur Beurteilung der Beschw erde nicht zuständig, und es hat die Beschw erde m it in R echtskraft erw achsener Verfügung an die Eidgenössische R ekurskom m ission überw iesen. 1.3.5 In den Ü bergangsbestim m ungen des VG G nicht geregelt ist der Fall, dass ein Verfahren am 31. D ezem ber 2006 zuständigkeitshalber bei der Eidgenössischen R ekurskom m ission hängig w ar, das Bundesverw altungs- gericht aber aufgrund einer Änderung der spezialgesetzlichen G rundlage per 1. Januar 2007 nicht zuständig ist. D a jedoch die R ückw eisung des Beschw erdeverfahrens an das Verw altungsgericht des Kantons Bern zu einem form alistischen Leerlauf führen und dem G rundsatz der Prozessökonom ie w idersprechen w ürde (dazu auch U rteile des Bundesgerichts I 8/02 vom 16. Juni 2002, E. 1.1 und 2.4 sow ie I 817/05 vom 5. Februar 2007; BG E 121 V 116) sow ie m it Blick auf den rechtskräftigen N ichteintretensentscheid des kantonalen Verw altungs- gerichts, w ird das Beschw erdeverfahren vorliegend vom Bundes- verw altungsgericht an die H and genom m en. 1.4 G em äss Art. 48 Abs. 1 Vw VG ist zur Beschw erdeführung vor dem Bundes- verw altungsgericht legitim iert, w er vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenom m en hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. Als G esuchstellerin hat die Beschw erdeführerin am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom m en, sie ist als Adressatin durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat an ihrer Aufhebung bzw . Änderung ein schutzw ürdiges Interesse. 1.5 Auf die Beschw erde w ird daher eingetreten. 2. 2.1 D as Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht richtet sich im W esentlichen nach den Vorschriften des Vw VG , des VG G sow ie des Bundesgesetzes über den Allgem einen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. O ktober 2000 (ATSG , SR 830.1). 2.2 M it der Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht kann gerügt w erden, die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht (einschliesslich der Ü berschreitung oder des M issbrauchs von Erm essen), beruhe auf einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder sei unangem essen (Art. 49 Vw VG ). 2.3 In m ateriellrechtlicher H insicht sind grundsätzlich diejenigen R echtssätze m assgebend, die bei der Erfüllung des zu R echtsfolgen führenden Sachverhalts G eltung haben (BG E 130 V 329 E. 2.3).6 3. 3.1 Aufgrund der Beschw erdebegehren streitig (BG E 125 V 414 E. 1b) und daher zu prüfen ist, ob und gegebenenfalls in w elchem U m fang die Beschw erdeführerin Anspruch auf eine Invalidenrente hat. 3.2 Anspruch auf eine R ente der schw eizerischen Invalidenversicherung hat, w er invalid im Sinne der Vorschriften des ATSG und IVG ist und bei Eintritt der Invalidität w ährend m indestens eines vollen Jahres Beiträge an die Alters-, H interlassenen- und Invalidenversicherung (AH V/IV) geleistet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG ). D iese Bedingungen m üssen kum ulativ erfüllt sein. D ie Beschw erdeführerin hat w ährend m ehr als einem Jahr Beiträge an die schw eizerische AH V/IV geleistet, so dass die Voraussetzung der M indestbeitragsdauer für den Anspruch auf eine ordentliche Invalidenrente gem äss Art. 36 Abs. 1 IVG erfüllt ist (act. 4). Zu prüfen bleibt, ob sie in rentenberechtigendem Ausm ass invalid gew orden ist. 3.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilw eise Erw erbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG ). N ach Art. 4 IVG kann die Invalidität Folge von G eburtsgebrechen, Krankheit oder U nfall sein (Abs. 1); sie gilt als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des Anspruchs auf die jew eilige Leistung erforderliche Art und Schw ere erreicht hat (Abs. 2). 3.4 Erw erbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen G esundheit verursachte und nach zum utbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilw eise Verlust der Erw erbsm öglichkeiten auf den in Betracht kom m enden ausgeglichenen Arbeitsm arkt (Art. 7 ATSG ). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen und geistigen G esundheit bedingte, volle oder teilw eise U nfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zum utbare Arbeit zu leisten. Bei langer D auer w ird auch die zum utbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG ). 3.5 N ach Art. 28 Abs. 1 IVG in der seit dem 1. Januar 2004 geltenden Fassung hat ein Versicherter Anspruch auf eine R ente, w enn er zu m indestens 40% invalid ist. D iese w ird nach dem G rad der Invalidität abgestuft in eine Viertelsrente bei einem Invaliditätsgrad von m indestens 40 % , eine halbe R ente bei einem solchen von m indestens 50% , eine D reiviertelsrente bei m indestens 60% und eine ganze R ente bei m indestens 70% . G em äss Art. 28 Abs. 1ter IVG w erden R enten, die einem Invaliditätsgrad von w eniger als 50% entsprechen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren W ohnsitz und gew öhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG ) in der Schw eiz haben. 3.6 Für die Bestim m ung des Invaliditätsgrades w ird das Erw erbseinkom m en, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach D urchführung der m edizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsm assnahm en durch eine ihr zum utbare Tätigkeit bei 7 ausgeglichener Arbeitsm arktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erw erbseinkom m en, das sie erzielen könnte, w enn sie nicht invalid gew orden w äre (Art. 16 ATSG ). D er Begriff der Invalidität ist dem nach nach dem ATSG /IVG nicht nach m edizinischen Kriterien definiert, sondern nach der U nfähigkeit, Erw erbseinkom m en zu erzielen (BG E 110 V 275 E. 4a) oder sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. D abei sind die Erw erbs- bzw . Arbeitsm öglichkeiten nicht nur im angestam m ten Beruf bzw . der bisherigen Tätigkeit, sondern auch in zum utbaren Verw eistätigkeiten zu prüfen. D er Invaliditätsgrad ist also grundsätzlich nach w irtschaftlichen und nicht nach m edizinischen G rundsätzen zu erm itteln. D as heisst, dass es bei der Bem essung der Invalidität einzig und allein auf die objektiven w irtschaftlichen Folgen der funktionellen Behinderung ankom m t, w elche nicht unbedingt m it dem vom Arzt festgelegten G rad der funktionellen Einschränkung übereinstim m en m üssen. Trotzdem ist die Verw altung (und im Beschw erdefall auch das G ericht) auf U nterlagen angew iesen, die der Arzt und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung gestellt haben. Aufgabe des Arztes ist es, den G esundheitszustand zu beurteilen und zur Frage Stellung zu nehm en, in w elchem U m fang und bezüglich w elcher Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im W eiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine w ichtige G rundlage für die Beurteilung der Frage, w elche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugem utet w erden können (BG E 125 V 256 E. 4). D ie rein w irtschaftlichen und rechtlichen Beurteilungen, insbesondere im Zusam m enhang m it der Bestim m ung der Erw erbsfähigkeit, obliegt dagegen der Verw altung und im Beschw erdefall dem G ericht. W ährend der Invaliditätsgrad einer erw erbstätigen Person nach dem in Art. 16 ATSG vorgesehenen Einkom m ensvergleich bestim m t w ird, ist für die Bem essung der Invalidität N ichterw erbstätiger, insbesondere der im H aushalt tätigen Personen darauf abzustellen, in w elchem M asse sie behindert sind, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28 Abs. 2bis IVG und Art. 27 IVV). D abei ist nach dem W ortlaut von Art. 8 Abs. 3 ATSG die Invalidität nach der U nm öglichkeit der Betätigung im Aufgabenbereich zu bestim m en, w enn die betreffende versicherte Person bereits vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung nicht erw erbstätig w ar und ihr zugleich die Aufnahm e einer Erw erbstätigkeit nicht zugem utet w erden kann (U ELI KIESER , ATSG -Kom m entar, Zürich 2003, Art. 8 R z. 16). Als Aufgabenbereich der im H aushalt tätigen Versicherten gilt nach Art. 27 IVV die übliche Tätigkeit im H aushalt sow ie die Erziehung der Kinder. D er Vollständigkeit halber sei erw ähnt, dass der in der Invalidenversicherung allgem eingültige G rundsatz der Schaden- m inderungspflicht auch die invalide H ausfrau betrifft (vgl. BG E 130 V 101 E. 3.3.3). Sie hat im R ahm en des M öglichen und Zum utbaren Verfahrens- w eisen zu entw ickeln, w elche die Ausw irkungen ihrer Behinderung im 8 hausw irtschaftlichen Aufgabenbereich reduzieren und die ihr eine m öglichst vollständige und unabhängige Erledigung der H aushaltarbeiten erm öglichen. Kann die H ausfrau w egen ihrer Behinderung gew isse H aushaltarbeiten nur noch m ühsam und m it viel höherem Zeitaufw and erledigen, so m uss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem U m fang die M ithilfe von Fam ilienangehörigen in Anspruch nehm en. 3.7 D as G ericht darf eine Tatsache nur dann als bew iesen annehm en, w enn es von ihrem Bestehen überzeugt ist (M AX KU M M E R , G rundriss des Zivilprozessrechts, 4. Aufl., Bern 1984 S. 136). Im Sozialversicherungs- recht hat das G ericht seinen Entscheid, sofern das G esetz nicht etw as Abw eichendes vorsieht, nach dem Bew eisgrad der überw iegenden W ahrscheinlichkeit zu fällen. D ie blosse M öglichkeit eines bestim m ten Sachverhalts genügt den Bew eisanforderungen nicht. D as G ericht hat vielm ehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen m öglichen G eschehensabläufen als die w ahrscheinlichste w ürdigt (BG E 126 V 360 E. 5b, 125 V 195 E. 2, je m it H inw eisen). Führen die von Am tes w egen vorzunehm ende Abklärungen das G ericht bei pflichtgem ässer Bew eisw ürdigung zur Ü berzeugung, ein bestim m ter Sachverhalt sei als überw iegend w ahrscheinlich zu betrachten und es könnten w eitere Bew eism assnahm en an diesem feststehenden Ergebnis nichts m ehr ändern, so ist auf die Abnahm e w eiterer Bew eise zu verzichten (antizipierte Bew eisw ürdigung; U ELI KIES ER , D as Verw altungsverfahren in der Sozialversicherung, Zürich 1999, S. 212, R z. 450; ALFR ED KÖ LZ/ISABELLE H ÄN E R , Verw altungsverfahren und Verw altungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., S. 39 R z. 111 und S. 117 R z. 320; U LR IC H G YG I, Bundesverw altungsrechtspflege, 2. Aufl., S. 274; vgl. auch BG E 122 II 469 E. 4a, 122 III 223 E. 3c, 120 Ib 229 E. 2b, 119 V 344 E. 3c m it H inw eis). 4. 4.1 Aus den Akten geht hervor, dass die heute 50-jährige, aus Y._____ stam m ende Beschw erdeführerin seit m ehreren Jahren, jedenfalls seit ihrer Trennung von ihrem Ehem ann im Jahre 2001, an depressiven Episoden leidet. U nbestritten ist ferner, dass die Beschw erdeführerin seit spätestens 1990 bis zu ihrer Ausreise aus der Schw eiz Ende Januar 2006 im W esentlichen als M utter zw eier Töchter im H aushalt tätig w ar. N ur in den Jahren 1992 und 1994 w ar sie für kurze Zeit ausser H aus im Bürobereich erw erbstätig (vgl. act. 4). D a für die Beschw erdeführerin nach eigenen Angaben ausschliesslich die Tätigkeit im H aushalt, nicht aber eine Erw erbstätigkeit ausser H aus in Frage kam , untersuchte der Abklärungsdienst der IV-Stelle Bern in der Folge die m öglichen Ein- schränkungen ihrer H aushaltarbeit durch die diagnostizierte D epression. 4.2 D em Abklärungsbericht der IV-Stelle Bern vom 15. N ovem ber 2005 ist zu entnehm en, dass sich die Beschw erdeführerin anlässlich des Abklärungsgesprächs zur Statusfrage in dem Sinne äusserte, dass sie w egen der Kinder die ausserhäusliche Tätigkeit niederlegte. Auch erklärte sie hinsichtlich einer Erw erbstätigkeit ohne Behinderung, dass eine 9 ausserhäusliche Tätigkeit in der Schw eiz für sie nicht in Frage käm e, und sie beabsichtige, nach Y._____ zurückzukehren. In der Folge w urde sie vom Abklärungsdienst zu 100% als H ausfrau bem essen. Aus dem Abklärungsbericht geht w eiter hervor, dass der Abklärungsdienst vor O rt untersucht hat, ob die Beschw erdeführerin aufgrund ihrer gesundheitlichen Beschw erden in der H aushaltführung eingeschränkt sei. D abei kam er zum Schluss, dass die Versicherte auch in einer depressiven Episode in der H aushaltführung nicht anspruchsrelevant behindert sei. Im G egenteil präsentierte sich die W ohnung anlässlich des Abklärungsgesprächs sauber und aufgeräum t. D es W eiteren liessen sich auch keine Einschränkungen bezüglich der Kinderbetreuung feststellen. D ie Sachverständigen kam en nach gründlicher Abklärung zum Schluss, dass die Beschw erdeführerin die H aushaltarbeit erledigen könne und dem zufolge nicht invalid im Sinne des IVG sei. 4.3 D ie Befunde der IV-Stelle Bern sind um fassend und unm issverständlich, und es sind keine G ründe ersichtlich, entscheidend davon abzuw eichen oder eine w eitere Begutachtung der Beschw erdeführerin in der Schw eiz über die pathologische N atur ihrer U nw illigkeit, ausser H aus erw erbstätig zu sein, anzuordnen. D ie depressive Verstim m ung und die dam it zusam m enhängenden gesundheitlichen Beschw erden sind nicht von einer derartigen Schw ere, dass die Beschw erdeführerin in ihrer Arbeitsfähigkeit im H aushalt in m assgebender W eise beeinträchtigt w äre. O ffen bleiben kann vorliegend, ob die Beschw erdeführerin, die seit ihrer Ausreise nach Y._____ ihre beiden Töchter nicht m ehr betreut, aufgrund der Veränderung der fam iliären Verhältnisse teilw eise oder voll erw erbsfähig w äre, w enn sie gesundheitlich nicht beeinträchtigt w äre. D enn zum indest für die Zeit bis zum Einspracheentscheid, bis zu dem die Beschw erdeführerin ihre beiden Töchter betreut hat, kann aufgrund der Vorbringen und des Verhaltens der Beschw erdeführerin nicht von der Aufnahm e einer Erw erbstätigkeit im G esundheitsfall ausgegangen w erden (vgl. BG E 125 V 146 E. 2c; 117 V 194 E. 3b). 4.4 D er vorinstanzliche Entscheid ist dam it rechtens und zu bestätigen. D ie Beschw erde vom 24. M ärz 2006 ist daher abzuw eisen. 5. 5.1 Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteientschädigung. 5.2 Verfahrenskosten w erden keine erhoben, da im vorliegenden Verfahren über eine Streitigkeit betreffend die Bew illigung bzw . Verw eigerung von Versicherungsleistungen zu entscheiden ist (vgl. die Ü bergangsbestim m ung vom 16. D ezem ber 2005 [AS 2006 2004] zur Änderung des IVG , Bst. c sow ie Art. 4b der Verordnung über Kosten und Entschädigungen im Verw altungsverfahren, SR 172.041.0, in der bis am 30. April 2007 geltenden Fassung). 5.3 Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens ist keine Parteientschädigung 10 zuzusprechen (Art. 64 Abs. Vw VG e contrario). 11 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde gegen den Einspracheentscheid der IV-Stelle Bern vom 21. Februar 2006 w ird abgew iesen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben und keine Parteientschädigung zugesprochen. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Vertreter der Beschw erdeführerin (G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (R ef-N r._____, G erichtsurkunde) - Bundesam t für Sozialversicherung (G erichtsurkunde) D ie Instruktionsrichterin: D ie G erichtsschreiberin: Franziska Schneider Sabine U hlm ann R echtsm ittelbelehrung G egen diesen Entscheid kann innert dreissig Tagen nach Eröffnung beim Schw eizerischen Bundesgericht, Schw eizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt w erden (Art. 82 ff., Art. 90 ff. und Art. 100 BG G ). D ie R echtsschrift hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. D er angefochtene Entscheid und die Bew eism ittel sind, sow eit sie der Beschw erdeführer in H änden hat, beizulegen (Art. 42 BG G ). Versand am :