<h2>SubmittedText<h2><p>Die ausserordentliche Lage wird unter anderem mit der hohen Belastung der Spitäler begründet. Gemäss vorliegenden Zahlen waren vor einem Jahr am Höchstwert 4087 Personen hospitalisiert, heute (7.12.2021) sind es lediglich 1641. Davon auf der Intensivstation befinden sich aktuell 265 Personen, im Vorjahr waren es 557 Personen.</p><p>Aus welchen Gründen soll sich das Gesundheitssystem heute am Anschlag befinden?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Gemäss der Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin waren zu Beginn der Pandemie (6. Dezember 2019) 863 IS-Betten zertifiziert. Heute sind 873 IS-Betten zertifiziert. Alle darüber hinaus gehenden Kapazitäten werden ad hoc geschaffen, benötigen zusätzliches Personal aus anderen spezialisierten Spitalbereichen und können nicht langfristig aufrechterhalten werden. Im Frühjahr 2020 waren durchschnittlich rund 810 zertifizierte Betten und rund 620 Ad-hoc-Betten in Betrieb. Es ist jedoch anzumerken, dass in dieser Phase aufgrund der kurzfristigen Einführung des Meldesystems noch grössere Meldefehler bestanden. Die Meldequalität konnte zwischenzeitlich verbessert werden. Im November 2020 waren im Schnitt 842 zertifizierte sowie 260 Ad-hoc-Betten in Betrieb. Im November 2021 waren es 795 zertifizierte und 48 Ad-hoc-Betten. Die Anzahl der Ad-hoc-Betten hat seit Beginn der Pandemie kontinuierlich abgenommen. Diese Ad-hoc-Betten wurden als zusätzliche Reserve betrieben um im Notfall Patientinnen und Patienten behandeln zu können. Dies ist aufgrund von Personalmangel gegenwärtig nicht mehr möglich, bzw. nur mit entsprechender sinkender Behandlungsqualität möglich. Zudem können über 70 zertifizierte Betten wegen fehlendem Fachpersonal nicht mehr betrieben werden. Daher ist die Kapazität zur Behandlung von Covid-Patientinnen und Covid-Patienten im Schweizer Gesundheitswesen gesunken. </p>