<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00280</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206230&amp;W10_KEY=4467134&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00280</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 25.10.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 04.12.2007 gutgeheissen und den Entscheid des Verwaltungsgerichts aufgehoben.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bau eines Unterflur-Abfallcontainers in der Zürcher Altstadt<br/><br/>Am vorgesehenen Standort ist der geplante Unterflur-Container zwar ohne weiteres als neuzeitliches Element erkennbar, doch vermag er aufgrund seiner guten Gestaltung auch in einer baulich anspruchsvollen Umgebung, wie dem fraglichen Standort, zu bestehen. Dank der sorgfältigen Gestaltung und der geringen Dimensionen der oberiridischen Teile ist die Würdigung der örtlichen Baubehörde, durch das Bauvorhaben werde weder der typische Gebietscharakter der Kernzone noch die Schutzobjekte in seinem Umkreis beeinträchtigt, vertretbar. Es ist nicht rechtsverletzend, wenn die Baubehörde und die Baurekurskommission dem Bauvorhaben eine gute Einordnung bescheinigt haben (E. 4.2).<br/>Gemäss § 204 Abs. 1 PBG haben Staat und Gemeinden in ihrer Tätigkeit dafür zu sorgen, dass Schutzobjekte geschont und, wo das öffentliche Interesse an diesen überwiegt, ungeschmälert erhalten bleibt. Die Anwendung von § 204 PBG verlangt eine Interessenabwägung, welche die entscheidenden Behörden nach pflichtgemässem Ermessen vorzunehmen haben. Gegen die Erhaltung eines Schutzobjekts kann eine dem betreffenden Gemeinwesen obliegende öffentliche Aufgabe oder das Gebot des haushälterischen Umgangs mit öffentlichen Mitteln sprechen (E. 5.1). - Das Bauvorhaben erfüllt die erhöhten Gestaltungsanforderungen von § 238 Abs. 2 PBG. Es ist unbestritten, dass der von den Beschwerdeführenden bevorzugte Alternativstandort um Fr. 22'000.- höhere Baukosten und um 40 Meter längere Entsorgungswege zur Folge hätte. Der Entscheid der städtischen Behörden für den vorgesehenen Standort bewegt sich unter diesen Umständen ohne weiteres im Rahmen des ihnen zustehenden Ermessens (E. 5.2).<br/>Abweisung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEURTEILUNGSSPIELRAUM">BEURTEILUNGSSPIELRAUM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINORDNUNG">EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESAMTWIRKUNG">GESAMTWIRKUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KERNZONE">KERNZONE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NATUR- UND HEIMATSCHUTZ">NATUR- UND HEIMATSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERFLUR-CONTAINER">UNTERFLUR-CONTAINER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWEITER SCHRIFTENWECHSEL">ZWEITER SCHRIFTENWECHSEL</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 29 Abs. II BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 6 Abs. I EMRK</span><br/><span class="gerade">§ 204 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 238 Abs. II PBG</span><br/><span class="gerade">§ 239 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 52 Abs. II VRG</span><br/><span class="gerade">§ 58 VRG</span><br/><span class="ungerade">Art. 43 BZO ZÃ¼rich</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><span class="UrteilstextChar">Am 28. September 2005 erteilte die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich der Abteilung Entsorgung und Recycling der Stadt ZÃ¼rich (ERZ) die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r die Errichtung eines Unterflur-</span>Abfallcontainers im Strassengebiet vor der Liegenschaft L-Strasse 01.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den von mehreren EigentÃ¼mern von Stockwerkeinheiten im GebÃ¤ude M-Strasse erhobenen Rekurs wies die Baurekurskommission I am 26. Mai 2006 ab, soweit sie darauf eintrat.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 30. Juni 2006 liessen die mit ihrem Rekurs erfolglos gebliebenen A und B sowie C dem Verwaltungsgericht beantragen:</p> <p class="EinzugZitat"><span>"1. Der angefochtene Beschluss sei aufzuheben.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>2.<span> </span></span><span>Eventualiter seien Betriebsvorschriften im Sinne der AusfÃ¼hrungen gemÃ¤ss <i>(sic!) </i>zu erlassen, insbesondere seien Massnahmen zu erlassen, wonach</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Ã<span> </span></span><span>der Unterflur-Container nur werktags von 09.00 bis 12.00 und 14.00 bis 19.00 Uhr benÃ¼tzt werden darf und kann</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Ã<span> </span></span><span>mittels technischer Vorkehren die Geruchs- und LÃ¤rmimmissionen soweit wie mÃ¶glich zu begrenzen sind</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Ã<span> </span></span><span>mittels technischer Vorkehren die BenÃ¼tzung nur den bei der Planung berÃ¼cksichtigten Haushaltungen mÃ¶glich ist</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Ã<span> </span></span><span>die Leerung des Unterflur-Containers in einem Rhythmus zu erfolgen hat, der die jederzeitige AufnahmemÃ¶glichkeit des Containers wÃ¤hrend der Betriebszeiten gewÃ¤hrleistet</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Ã<span> </span></span><span>die Reinigung des Unterflur-Containers sowie seiner Umgebung derart erfolgt, dass keinerlei Geruchsemissionen bestehen</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3.<span> </span></span><span>Es sei ein Augenschein vorzunehmen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>4.<span> </span></span><span>Es seien den BeschwerdefÃ¼hrern die allfÃ¤lligen Vernehmlassungen der Beschwerdegegnerinnen zur Kenntnisnahme, eventuell zur Stellungnahme zuzustellen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>5.<span> </span></span><span>Den BeschwerdefÃ¼hrern sei eine angemessene ParteientschÃ¤digung zuzusprechen."</span></p> <p class="Urteilstext">Die Vorinstanz am 14. Juli 2006 und die BaubewilligungsbehÃ¶rde am 5. September 2006 schlossen auf Abweisung der Beschwerde. Die ERZ beantragte am 4. August 2006 Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) fÃ¼r die Behandlung von Beschwerden gegen Entscheide der Baurekurskommissionen zustÃ¤ndig. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die form- und fristgerecht erhobene Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b><span>GemÃ¤ss § 58 Satz 2 VRG ist die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels, wie ihn die BeschwerdefÃ¼hrenden beantragen, fakultativ. Aufgrund des GehÃ¶rsanspruchs in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) muss er dagegen dann durchgefÃ¼hrt werden, wenn das Gericht auf neue tatsÃ¤chliche Behauptungen und rechtliche Vorbringen abstellen will, die erst in der Beschwerdeantwort vorgebracht wurden (</span>Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999<span>, § 58 N. 10). Auch aus Art. 6 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) ergibt sich ein Anspruch, sich zu den Eingaben einer Gegenpartei zu Ã¤ussern, nur dann, wenn eine Eingabe neue und mÃ¶glicherweise umstrittene rechtserhebliche Vorbringen enthÃ¤lt (vgl. BGr, 19. August 2004, 1A.43/2004, E. 2.4, www.bger.ch). Ob dies zutrifft und deshalb eine Stellungnahme erforderlich ist, haben in erster Linie die Parteien zu beurteilen (EGMR, 18. Februar 1997, NiderÃ¶st-Huber, 18990/91, Absatz 29, http://hudoc.echr.coe.int). Wird indessen â wie hier â eine ReplikmÃ¶glichkeit schon in der Beschwerdeschrift beantragt, kann der BeschwerdefÃ¼hrer noch gar nicht beurteilen, ob aus seiner Sicht eine Stellungnahme zu den Eingaben der Beschwerdegegnerinnen oder der Vorinstanz erforderlich sein wird. Ein derartiger Antrag ist verfrÃ¼ht, weshalb die Vernehmlassungen dem BeschwerdefÃ¼hrer nur zur Kenntnisnahme zuzustellen sind, sofern diese nicht neue rechtserhebliche Vorbringen enthalten. HÃ¤lt der BeschwerdefÃ¼hrer eine Stellungnahme von seiner Seite fÃ¼r erforderlich, muss er eine solche unverzÃ¼glich nach Erhalt der Vernehmlassungen beantragen bzw. einreichen (BGE 132 I 42, E. 3.3.4).</span></p> <p class="Erwgung2">Vorliegend wurden die Vernehmlassungen dem BeschwerdefÃ¼hrer zur Kenntnisnahme zugestellt. Auf diese Zustellung hin hat der BeschwerdefÃ¼hrer nicht reagiert. FÃ¼r die EinrÃ¤umung einer ReplikmÃ¶glichkeit besteht deshalb keine Veranlassung. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die auf einem Augenschein beruhenden und durch Fotografien dokumentierten Feststellungen der Baurekurskommission Ã¼ber die Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse kÃ¶nnen auch im Beschwerdeverfahren berÃ¼cksichtigt werden (RB 1981 Nr. 2). Da der massgebliche Sachverhalt durch den Augenschein der Vorinstanz ausreichend geklÃ¤rt und in den Akten hinreichend dokumentiert ist, erÃ¼brigt sich ein eigener Augenschein des Verwaltungsgerichts (RB 1995 Nr. 12 = BEZ 1995 Nr. 32, mit weiteren Hinweisen).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der geplante Unterflur-Container soll auf Ã¶ffentlichem Grund neben dem Brunnen vor der Liegenschaft L-Strasse 01 erstellt werden. GemÃ¤ss Bau- und Zonenordnung 1992/1999 der Stadt ZÃ¼rich (BZO) ist dieses Gebiet der "Kernzone Altstadt" mit einem Wohnanteil von 90 % und der Empfindlichkeitsstufe (ES) II gemÃ¤ss Art. 43 Abs. 1 lit. b der LÃ¤rmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV) zugewiesen.</p> <p class="Urteilstext">Die Unterflur-Container, welche der Sammlung der AbfallsÃ¤cke dienen und zweimal wÃ¶chentlich mittels eines Spezialfahrzeugs geleert werden, bestehen aus einem oberirdischen und einem unterirdischen Teil. Der Ã¼ber dem Boden wahrnehmbare Teil besteht aus zwei zusammengefÃ¼gten, nach oben abgeschrÃ¤gten Zylindern aus Edelstahl. Der kleinere, der rund 1 m hoch ist und einen Durchmesser von 56 cm aufweist, dient als EinwurfsbehÃ¤lter fÃ¼r die KehrrichtsÃ¤cke. Der grÃ¶ssere, um 20 cm hÃ¶here Zylinder ist im Durchmesser wesentlich schmaler und enthÃ¤lt die AufhÃ¤ngevorrichtung fÃ¼r die Entleerung des Containers. Die beiden Zylinder sind auf einer ebenerdigen, runden gusseisernen Deckplatte fixiert, die einen Durchmesser von ca. 1.90 m aufweist. Unter dieser Bodenplatte befindet sich der eigentliche Container. Dieser rund 3 m lange AuffangbehÃ¤lter fÃ¼r die entsorgten KehrrichtsÃ¤cke (17 l - 110 l ZÃ¼ri-SÃ¤cke) hat ein FassungsvermÃ¶gen von rund 5 m<sup><span>3</span></sup><span> und einen Durchmesser von ca. 1.80 m. Was die BenÃ¼tzung der Unterflur-Container-Anlage und den Entsorgungsvorgang anbelangt, so kann auf die vorinstanzlichen AusfÃ¼hrungen (vgl. Rekursentscheid, E. 3.3 und 3.4) verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrenden bringen zunÃ¤chst vor, die angefochtene Bewilligung verstosse gegen § 238 Abs. 2 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG). Beim vorgesehenen Standort handle es sich um einen kleinen, mit einem Brunnen versehenen Platz, der durch die GebÃ¤ude L-Strasse 01 und M-Strasse flankiert werde. Letzteres sei mit Beschluss vom 4. Juli 1984 unter Schutz gestellt worden, wobei der Schutzumfang nicht nur den Abschluss der Villenanlage gegen den Gassenraum mit dem durchlaufenden GebÃ¤udesockel sondern alle Fassaden, DachflÃ¤chen und Aufbauten des Hauses ebenso wie die Hof- und GartenflÃ¤chen mit ihren Gestaltungselementen umfasse. Die nahe gelegene Villa "N", die zusammen mit dem Haus "M" und dem Haus "O" ein klassizistisches Ensemble bilde, sei sogar ein Schutzobjekt von kantonaler Bedeutung. Auf dieses Ensemble von besonderer QualitÃ¤t und Einmaligkeit nehme der streitbetroffene Container keinerlei RÃ¼cksicht, sondern beeintrÃ¤chtige es in schwer wiegender Weise.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>GemÃ¤ss Art. 43 BZO sind in den Kernzonen Bauten, Anlagen und Umschwung im ganzen und in ihren einzelnen Teilen so zu gestalten, dass der typische Gebietscharakter bewahrt bleibt und eine gute Gesamtwirkung erzielt wird. Diese Anforderungen decken sich mit jenen der kantonalrechtlichen Vorschrift von § 238 Abs. 2 PBG, welche eine besondere RÃ¼cksicht auf Objekte des Natur- und Heimatschutzes verlangt. Auch nach dieser Vorschrift mÃ¼ssen sich Bauten und Anlagen in Kernzonen nicht nur befriedigend (vgl. § 238 Abs. 1 PBG), sondern gut einordnen, das heisst, sie mÃ¼ssen erhÃ¶hten gestalterischen AnsprÃ¼chen genÃ¼gen (BGr, 19. Juli 2005, <span>1P.208/2005, www.bgr.ch; </span>VGr, 17. Dezember 2003, VB.2003.00301, E. 2).</p> <p class="Erwgung2">Bei der Anwendung von § 238 Abs. 2 PBG steht der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde eine von den Rechtsmittelinstanzen zu beachtende besondere Entscheidungs- und Ermessensfreiheit zu. Sodann handelt es sich bei den Kernzonenvorschriften um kompetenzgemÃ¤ss erlassenes kommunales Recht, dessen Auslegung durch die kommunalen BehÃ¶rden nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung zu schÃ¼tzen ist, wenn sie vertretbar und nicht rechtsverletzend ist. Auch insofern haben sich die kantonalen Rechtsmittelinstanzen bei der ÃberprÃ¼fung zurÃ¼ckzuhalten (RB 1981 Nr. 20; VGr, 19. Mai 1988, BEZ 1988 Nr. 14 E. 1h). Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen im Sinn von § 50 Abs. 2 VRG sowie gemÃ¤ss § 51 VRG eine fÃ¼r den Entscheid erhebliche unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden. Hat die Baurekurskommission einen Einordnungsentscheid der kommunalen BehÃ¶rde bestÃ¤tigt, so kann bezÃ¼glich der Ã¤sthetischen WÃ¼rdigung vor Verwaltungsgericht nur geltend gemacht werden, die Rekursinstanz sei zu Unrecht zum Ergebnis gelangt, der erstinstanzliche Entscheid bewege sich im Rahmen des der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde zustehenden Beurteilungsspielraums. Das Verwaltungsgericht Ã¼berprÃ¼ft dann lediglich, ob die Rekursinstanz die Ã¤sthetische WÃ¼rdigung der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde als vertretbar hat beurteilen dÃ¼rfen; nimmt es statt dessen eine eigene umfassende Beurteilung der Gestaltung und der Einordnung des Bauvorhabens vor, so Ã¼berschreitet es in willkÃ¼rlicher Weise seine eigene Kognition und verletzt damit gleichzeitig die Gemeindeautonomie (BGr, 21. Juni 2005, ZBl 107/2006, 430 E. 4).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Wie die Baugesuchsunterlagen zeigen, wird der Container, der den Abfall von 70 - 80 Wohnungen aufnehmen muss, oberirdisch nur mit den beiden nach oben abgeschrÃ¤gten Zylindern aus Edelstahl sowie der gusseisernen Bodenplatte von 1.9 m Durchmesser in Erscheinung treten. Diese aus hochwertig wirkenden Materialien gefertigten Bauteile kÃ¶nnen mit guten GrÃ¼nden als gestalterisch gute LÃ¶sung gewÃ¼rdigt werden; am vorgesehenen Standort sind sie zwar ohne weiteres als neuzeitliches Element erkennbar, doch vermÃ¶gen sie aufgrund ihrer guten Gestaltung auch in einer baulich anspruchsvollen Umgebung, wie dem fraglichen Bereich der L-Strasse, zu bestehen. Dank der sorgfÃ¤ltigen Gestaltung und wegen der geringen Dimensionen der oberirdischen Bauteile ist die WÃ¼rdigung der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde vertretbar, dass durch das Bauvorhaben weder der typische Gebietscharakter der Kernzone noch die Schutzobjekte in seinem Umkreis beeintrÃ¤chtigt werden. Es ist somit nicht rechtsverletzend, wenn die BaubehÃ¶rde und die Baurekurskommission dem Bauvorhaben eine gute Einordnung bescheinigt haben.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrer machen sodann geltend, die Stadt ZÃ¼rich als Bauherrin verletze § 204 Abs. 1 PBG. GemÃ¤ss dieser Bestimmung haben Staat und Gemeinden in ihrer TÃ¤tigkeit dafÃ¼r zu sorgen, dass Schutzobjekte geschont und, wo das Ã¶ffentliche Interesse an diesen Ã¼berwiegt, ungeschmÃ¤lert erhalten bleiben. Wie beim Entscheid Ã¼ber eine formelle Unterschutzstellung nach § 205 lit. c PBG verlangt die Anwendung von § 204 PBG eine InteressenabwÃ¤gung, welche die entscheidenden BehÃ¶rden nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen vorzunehmen haben. Gegen die Erhaltung des Schutzobjekts kann eine dem betreffenden Gemeinwesen obliegende Ã¶ffentliche Aufgabe oder das Gebot des haushÃ¤lterischen Umgangs mit Ã¶ffentlichen Mitteln sprechen (VGr, 27. September 1996, BEZ 1996 Nr. 23). Dabei ist es Sache des Gemeinwesens als EigentÃ¼mer des Schutzobjekts, konkret darzulegen, inwiefern andere Ã¶ffentliche Interessen der Erhaltung im Weg stehen (RB 1985 Nr. 94).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Wie bereits dargelegt wurde, erfÃ¼llt das Bauvorhaben die erhÃ¶hten Gestaltungsanforderungen von § 238 Abs. 2 PBG. Sodann ist unbestritten, dass der von den BeschwerdefÃ¼hrenden bevorzugte Alternativstandort beim Hydranten an der M-Strasse um Fr. 22'000.- hÃ¶here Baukosten und um 40 m lÃ¤ngere Entsorgungswege fÃ¼r die Anwohner an der L- und P-Strasse zur Folge hÃ¤tte. Der Entscheid der stÃ¤dtischen BehÃ¶rden fÃ¼r den Standort an der L-Strasse 01 bewegt sich unter diesen UmstÃ¤nden ohne weiteres im Rahmen des ihnen zustehenden Ermessens. Dass die engen PlatzverhÃ¤ltnisse in der Altstadt den GÃ¼terumschlag erschweren, gilt allgemein und lÃ¤sst den ins Auge gefassten Standort nicht als ungeeignet erscheinen. </p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrer halten sodann § 239 Abs. 1 PBG und § 20 der Besonderen Bauverordnung I vom 6. Mai 1981 (BBV I) fÃ¼r verletzt, weil Kinder beim Versteckspiel in den Einwurfszylinder kriechen und in den Abfallraum stÃ¼rzen kÃ¶nnten. Dieser Einwand ist neu und hÃ¤tte bereits im Rekursverfahren vorgebracht werden kÃ¶nnen; dass er, wie die BeschwerdefÃ¼hrenden gelten machen, erst erhoben werden konnte, nachdem im Rekursentscheid der Wirkungsmechanismus des Abfalleinwurfs erklÃ¤rt worden war, ist nicht nachvollziehbar. Sodann hÃ¤tten sich die BeschwerdefÃ¼hrenden ohne weiteres rechtzeitig Ã¼ber die Funktionsweise des Einwurfs informieren kÃ¶nnen. Es handelt sich somit um eine gemÃ¤ss § 52 Abs. 2 VRG unzulÃ¤ssige neue Tatsachenbehauptung.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrenden rÃ¼gen wie bereits im Rekursverfahren die Verletzung von Umweltrecht wegen der von der Anlage ausgehenden LÃ¤rm- und Geruchsemissionen. Die Baurekurskommission hat diese EinwÃ¤nde nach eingehender AbklÃ¤rung des massgeblichen Sachverhalts (vgl. E. 6.6 des angefochtenen Entscheids) auf zutreffender Rechtsgrundlage geprÃ¼ft und verworfen. Auf diese ErwÃ¤gungen ist gemÃ¤ss <span>§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG in zustimmendem Sinn zu verweisen. Die Vorstellungen der BeschwerdefÃ¼hrenden, dass sich insbesondere aus den Kreisen 6 und 7 sowie nachts ein "GÃ¼seltourismus" zum bei der Liegenschaft L-Strasse 01 geplanten Container entwickeln kÃ¶nnte, erscheinen als abwegig und vermÃ¶gen die eventualiter beantragten BetriebsbeschrÃ¤nkungen nicht zu rechtfertigen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde erweist sich damit in jeder Hinsicht als unbegrÃ¼ndet und ist vollumfÃ¤nglich abzuweisen. AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten unter solidarischer Haftung den BeschwerdefÃ¼hrenden Nrn. 1.1 und 1.2 zu je einem Viertel und dem BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 2 zur HÃ¤lfte aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Nach dem nÃ¤mlichen Verteiler sind sie zudem zu einer UmtriebsentschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) an die Beschwerdegegnerin Nr. 2 zu verpflichten, deren Aufwand fÃ¼r das Rechtsmittelverfahren den Rahmen des bei einem solchen Bauvorhaben Ã¼blicherweise anfallenden Verwaltungsaufwands sprengt (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'090.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden unter solidarischer Haftung den BeschwerdefÃ¼hrenden Nrn. 1.1 und 1.2 zu je einem Viertel und dem BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 2 zur HÃ¤lfte auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrenden werden nach dem nÃ¤mlichen Verteiler zu einer ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) an die Beschwerdegegnerin Nr. 2 verpflichtet.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann, soweit die Verletzung von Bundesverwaltungsrecht geltend gemacht wird, innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>