<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00268</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105721&amp;W10_KEY=13013580&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00268</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.10.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands; bei Prüfung der Bedürftigkeit zu gewährender Vermögensfreibetrag Der angefochtene Entscheid kann für die Bf'in einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil zur Folge haben (E. 1a). In der Sache selbst wäre die Beschwerde zulässig (E. 1b). Wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Sache hat die Kammer zu entscheiden (E. 1c). Mittellos ist, wer die Verfahrens- und Vertretungskosten nur aufbringen kann unter Heranziehung jener Mittel, die zur Deckung des Grundbedarf nötig sind. Das Einkommen hat den Notbedarf in ausreichendem Mass zu übersteigen oder es muss genügend veräusserbares Vermögen vorhanden sein (E. 3a). Vorliegend ergibt sich ein Einkommensüberschuss von ca. Fr. 3'600.- pro Jahr sowie ein Nettovermögen von knapp Fr. 6'000.-. Dem gegenüber stehen Kosten von etwa Fr. 3'000.- bis 4'000.-. Reserven für voraussehbare Bedürfnisse sind nicht notwendig. Für eine Notreserve besteht kein Anlass (E. 3b). Der entscheidenden Verwaltungsbehörde steht ein gewisser Beurteilungsspielraum zu. In Anbetracht aller Umstände ist die Beschwerde abzuweisen (E. 3c, d). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEDÃRFTIGKEIT">BEDÃRFTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN">KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NOTRESERVE">NOTRESERVE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHE RECHTSPFLEGE (UP/URB)">UNENTGELTLICHE RECHTSPFLEGE (UP/URB)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHER RECHTSBEISTAND (URB)">UNENTGELTLICHER RECHTSBEISTAND (URB)</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 16 lit. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 19 lit. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X verpflichtete mit Beschluss vom 11. Januar 1999, ver­sandt am 4. April 2000, A zur RÃ¼ckerstattung von Sozialhilfeleistungen in der HÃ¶he von Fr. 23'050.20.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. A rekurrierte gegen diese VerfÃ¼gung am 3. Mai 2000 an den Bezirksrat Y und beantragte die Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Ferner ersuchte sie darum, es sei ihr die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren sowie in der Person ihres Anwalts ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat wies das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege am 10. Juli 2000 ab und setzte der Rekurrentin Frist fÃ¼r die Einreichung einer Replik an.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 7. August 2000 lÃ¤sst A dem Verwaltungsgericht beantra­gen, der Beschluss des Bezirksrates Y vom 10. Juli 2000 sei vollumfÃ¤nglich aufzuheben, der BeschwerdefÃ¼hrerin sei die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren und es sei ihr ein unentgeltlicher Rechtsvertreter in der Person ihres Anwalts zu bestellen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X erklÃ¤rte am 18. August 2000, sie verzichte auf eine Be­schwerdeantwort und Ã¼berlasse den Entscheid dem Gericht. Der Bezirksrat beantragte am 28. August 2000 die Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Streitig ist, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin im Rekursverfahren Anspruch auf un­entgeltliche ProzessfÃ¼hrung und auf die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands hat. Der Bezirksrat hat Ã¼ber diese Frage einen Zwischenentscheid gefÃ¤llt. Zwischenent­scheide sind nach § 19 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/ 8. Juni 1997 (VRG) selbstÃ¤ndig weiterziehbar, wenn sie fÃ¼r den Betroffenen einen Nachteil zur Folge haben, der sich spÃ¤ter voraussichtlich nicht mehr beheben lÃ¤sst. Der Nachteil kann rechtlicher oder tatsÃ¤chlicher Natur sein. Vorliegend riskiert die BeschwerdefÃ¼hrerin, dass sie die Replik vor Bezirksrat ohne Rechtsbeistand verfassen mÃ¼sste, was einen nicht behebbaren Nachteil im Verfahren darstellen wÃ¼rde. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) In der Sache selbst liegt vor Bezirksrat eine sozialhilferechtliche Angelegenheit im Streit, deren Erledigung nach § 19c Abs. 2 und § 41 VRG mit Beschwerde an das Ver­waltungsgericht weitergezogen werden kann. Damit ist das Verwaltungsgericht auch zu­stÃ¤ndig, um auf Beschwerde hin Ã¼ber die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege zu entscheiden (§ 43 Abs. 3 VRG e contrario; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 16 N. 19).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Da auch die Ã¼brigen Sachurteilsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Be-schwerde einzutreten. Da sie eine Frage von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung aufwirft, ist sie trotz des unter Fr. 20'000.‑ liegenden Streitwerts durch die Kammer zu behandeln (§ 38 Abs. 2 und 3 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. GemÃ¤ss § 16 VRG ist Privaten, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Be­gehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint, auf entsprechendes Ersuchen die Be­zahlung von Verfahrenskosten und KostenvorschÃ¼ssen zu erlassen (Abs. 1); sie haben Ã¼berdies Anspruch auf die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren (Abs. 2). Vorliegend ist das Verfahren vor Bezirksrat in Anwendung von § 10 der GebÃ¼hrenordnung fÃ¼r die Ver­waltungsbehÃ¶rden vom 30. Juni 1966 (LS 682) kostenlos. NÃ¤her zu prÃ¼fen ist, ob die Be­schwerdefÃ¼hrerin Anspruch auf einen unentgeltlichen Rechtsbeistand hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Mittellos im Sinn von § 16 VRG ist, wer die erforderlichen Verfahrens- bzw. Vertretungskosten lediglich bezahlen kann, wenn er jene Mittel heranzieht, die er fÃ¼r die Deckung des Grundbedarfs fÃ¼r sich und seine Familie benÃ¶tigt. Die BedÃ¼rftigkeit ist auf­grund der gesamten VerhÃ¤ltnisse, namentlich der Einkommenssituation, der VermÃ¶gens­verhÃ¤ltnisse und allenfalls der KreditwÃ¼rdigkeit zu beurteilen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 24, mit Hinweisen).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bei der Beurteilung der Einkommenssituation ist dem anrechenbaren Einkommen der erforderliche Notbedarf gegenÃ¼ber zu stellen. Massgeblich ist, ob das Einkommen den Notbedarf in ausreichendem Mass Ã¼bersteigt, so dass es mÃ¶glich ist, die Verfahrenskosten innert angemessener Frist zu bezahlen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 26, mit Hinweisen). Je nach den UmstÃ¤nden des Einzelfalles ist die prozessrechtliche BedÃ¼rftigkeit auch zu beja­hen, wenn das Einkommen geringfÃ¼gig Ã¼ber dem Betrag liegt, der fÃ¼r den Lebensunterhalt absolut notwendig ist (BGE 124 I 1 E. 2a, mit Hinweisen). Anderseits ist es einer Partei zuzumuten, vorÃ¼bergehend den gewohnten Lebensstandard einzuschrÃ¤nken, um die fÃ¼r ein Verfahren erforderlichen Mittel aufzubringen (vgl. ZR 96/1997 Nr. 11). In FÃ¤llen wie dem vorliegenden, in denen der Notbedarf bzw. das Existenzminimum bereits im Rahmen sozi­alhilferechtlicher AbklÃ¤rungen festgestellt wurde, kann darauf verzichtet werden, eine Be­rechnung anhand des Kreisschreibens der Verwaltungskommission des Obergerichtes an die Bezirksgerichte und die BetreibungsÃ¤mter Ã¼ber Richtlinien fÃ¼r die Berechnung des be­treibungsrechtlichen Notbedarfs (abgedruckt in ZR 93/1994 Nr. 24) vorzunehmen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bei der Beurteilung der VermÃ¶genssituation ist die HÃ¶he des VermÃ¶gens und des­sen VerfÃ¼gbarkeit in Rechnung zu stellen. Zu berÃ¼cksichtigen ist, ob eine allfÃ¤llige VerÃ¤us­serung von VermÃ¶gen ohne nennenswerte Verluste mÃ¶glich ist. Dieser Aspekt kann na­mentlich bei schlecht verkÃ¤uflichem Grundbesitz eine Rolle spielen. Soweit beweglichem VermÃ¶gen aufgrund der VerhÃ¤ltnisse des Einzelfalls der Charakter einer Notreserve fÃ¼r kÃ¼nftige, vorhersehbare BedÃ¼rfnisse zukommt, ist es angebracht, solche VermÃ¶genswerte bei der Ermittlung der finanziellen VerhÃ¤ltnisse nicht anzurechnen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 27). In diesem Sinn hat das Bundesgericht z.B. die Anrechenbarkeit eines VermÃ¶­gens von rund Fr. 40'000.- bei einem Gesuchsteller verneint, der an einer schweren Krank­heit litt und keine Krankenversicherung besass (Urteil vom 6. Mai 1994, plÃ¤doyer 1/1995 S. 53 f.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) GemÃ¤ss den Feststellungen des Bezirksrats verfÃ¼gt die BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼ber ein Einkommen von monatlich Fr. 3'270.-, was ihren sozialhilferechtlichen Notbedarf von Fr. 2'937.- um Fr. 333.- Ã¼bersteigt. Die BeschwerdefÃ¼hrerin geht grundsÃ¤tzlich von den selben Zahlen aus, macht jedoch geltend, dass sich ihr Sohn in stÃ¤ndiger zahnÃ¤rztlicher Behandlung befinde, wofÃ¼r ein Selbstbehalt von monatlich Fr. 28.- in Rechnung zu stellen sei. Damit Ã¼bersteigt das Einkommen der BeschwerdefÃ¼hrerin den Notbedarf jedenfalls um gut Fr. 300.- pro Monat oder ca. Fr. 3'600.- pro Jahr. Zu einem sehr Ã¤hnlichen Ergebnis fÃ¼hrt es, entsprechend der Praxis in verschiedenen Kantonen (vgl. Charlotte Gysin, Der Schutz des Existenzminimums in der Schweiz, Basel 1999, S. 148) den betreibungsrechtli­chen Notbedarf um 10-20 % zu erhÃ¶hen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ausserdem verfÃ¼gt die BeschwerdefÃ¼hrerin aus einer Erbschaft Ã¼ber ein VermÃ¶gen von Fr. 9'895.-. Diesem VermÃ¶gen (in Form von Anteilen an einem Investmentfonds) steht eine Schuldanerkennung Ã¼ber Fr. 4'000.- gegenÃ¼ber, welche die BeschwerdefÃ¼hrerin am 16. MÃ¤rz 1999 auf ihre Schwiegermutter ausgestellt hat. Die Schuld ist gemÃ¤ss den Darle­gungen in der Beschwerde darauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren, dass die Schwiegermutter der Be-schwerdefÃ¼hrerin durch dieses Darlehen dazu verhalf, einen finanziellen Engpass zu Ã¼ber­brÃ¼cken und Ferien zu nehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Aufwand fÃ¼r die Rechtsvertretungskosten dÃ¼rfte sich vorliegend im Verfahren vor Bezirksrat auf Fr. 3'000.- bis 4'000.- belaufen. Diese Kosten entsprechen ungefÃ¤hr dem, was die BeschwerdefÃ¼hrerin wÃ¤hrend eines Jahres ansparen kÃ¶nnte. Ihr VermÃ¶gen muss sie daher wenig oder gar nicht in Anspruch nehmen, ausser zur Vorfinanzierung fÃ¤lliger Hono-rarzahlungen. Der Verkauf von Fondsanteilen ist dabei ohne Weiteres mÃ¶glich.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es fragt sich indessen, ob der erwÃ¤hnte EinkommensÃ¼berschuss und das vorhande­ne VermÃ¶gen als Notreserve fÃ¼r vorhersehbare Ausgaben anzusehen sind. Der Bezirksrat hat unwidersprochen festgestellt, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin bei einer Krankenkasse halbprivat versichert sei und fÃ¼r den Sohn eine Zahnpflegeversicherung bestehe, weshalb fÃ¼r Krankheitskosten die Krankenkasse â mit Ausnahme des Selbstbehalts â aufkomme. Eine Reserve ist unter diesem Titel nicht erforderlich, nachdem der entsprechende Selbst­behalt bereits bei den laufenden Ausgaben berÃ¼cksichtigt wurde. Weiter hat der Bezirksrat mit Recht erwogen, dass allfÃ¤lligen finanziellen EngpÃ¤ssen wegen verspÃ¤teter Alimenten­zahlungen mit der Inkassohilfe wirksam begegnet werden kÃ¶nne. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wendet ein, zwischen der FÃ¤lligkeit der Alimentenforderung und der geleisteten Inkasso­hilfe kÃ¶nnten mehrere Wochen verstreichen. Indessen sollte die BeschwerdefÃ¼hrerin ange­sichts ihrer finanziellen VerhÃ¤ltnisse in der Lage sein, einen solchen Ausstand mit eigenen Mitteln zu Ã¼berbrÃ¼cken. Keine vorhersehbare Ausgabe im Sinn der vorstehenden ErwÃ¤­gungen ist â jedenfalls vorliegend â die Altersvorsorge. Die heute knapp 40-jÃ¤hrige Be­schwerdefÃ¼hrerin widerspricht sich selbst, wenn sie einerseits geltend macht, ihr VermÃ¶gen habe sich wegen laufender BedÃ¼rfnisse weiter vermindert, und anderseits dieses VermÃ¶gen als Notvorrat fÃ¼r das Alter darstellt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine Gutheissung der Beschwerde wÃ¼rde unter diesen UmstÃ¤nden voraussetzen, dass der BeschwerdefÃ¼hrerin ein Freibetrag bei Einkommen und VermÃ¶gen im Hinblick auf <i>unvorhergesehene</i> Ausgaben bzw. als <i>situationsunabhÃ¤ngiger</i> Notvorrat zugestanden wÃ¼rde. Dazu besteht indessen kein Anlass. Zu berÃ¼cksichtigen ist dabei, dass die unent­geltliche Rechtspflege nicht nur ein Problem des Rechtsstaates, sondern ebenso ein solches der Finanzen ist. Nur die wirklich bedÃ¼rftige Partei soll die unentgeltliche Rechtspflege beanspruchen kÃ¶nnen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 5).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Zwar ist es denkbar, dass andere BehÃ¶rden unter vergleichbaren UmstÃ¤nden die unentgeltliche Rechtspflege gewÃ¤hren wÃ¼rden. Die Auslegung von offenen Rechtsbegrif­fen fÃ¼hrt aber hÃ¤ufig nicht zu einem eindeutigen Ergebnis, weshalb der rechtsanwendenden BehÃ¶rde ein gewisser Beurteilungsspielraum bleibt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 20), in den das Verwaltungsgericht trotz der ihm zustehenden umfassenden Rechtskontrolle (§ 50 VRG) ohne gewichtigen Grund nicht eingreift.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Die Verneinung der Mittellosigkeit durch den Bezirksrat ist in WÃ¼rdigung der konkreten UmstÃ¤nde entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht zu beanstan­den. Die Beschwerde ist daher abzuweisen, ohne dass zu prÃ¼fen ist, ob die Ã¼brigen Voraus­setzungen fÃ¼r die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands erfÃ¼llt sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. </span>...</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">DemgemÃ¤ss beschliesst das Verwaltungsgericht:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">Das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgelehnt;</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">und entscheidet:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>