B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-1196/2013 U r t e i l v o m 1 3 . M ä r z 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichter Martin Zoller, mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi; Gerichtsschreiberin Kathrin Mangold Horni. Parteien A._______, geboren (…), Eritrea, alias B._______, geboren (…), Eritrea, alias C._______, geboren (…), Eritrea, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren); Verfügung des BFM vom 20. Februar 2013 / N (…). D-1196/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass der Beschwe rdeführer am 12. November 2012 in der Schweiz um Asyl nachsuchte, dass er anlässlich der Befragung im Empfangs - und Verfahrenszentrum (EVZ) D._______ vom 22. November 2012 im Wesentlichen geltend machte, er sei eritreischer Staatsangehöriger aus E._______ (F._______) und sei am (…) geboren, dass er nach dem Tod seines Vaters im Schuljahr 2009/2010 die Schule habe abbrechen müssen, dass er im März 2011 von einer Schlange gebissen worden sei und sich zur medizinischen Versorgung nach G._______ (H._______) begeben habe, dass er unterwegs von Soldaten festgenommen worden sei, dass er im Mai 2011 aus der Haft habe fliehen können und dann später il- legal in den Sudan gereist sei, dass er nach mehrwöchigem Aufenthalt im Flüchtlingscamp I._______ bei J._______ am 9. November 2012 von Khartum aus auf dem Luftweg auf ihm nicht bekannten Weg nach Deutschland gelangt sei, dass er zwei Tage später unter Umgehung der Grenzkontrollen im Zug in die Schweiz eingereist sei, dass das BFM am 29. November 2012 eine radiologische Knochenalters- analyse zur Überprüfung seiner Altersangaben durchführen liess, dass gemäss Befund des untersuchenden Arztes vom 3 0. November 2012 die Untersuchung des Handskeletts des Beschwerdeführers ein A l- ter von "19 Jahren oder mehr" ergab, dass das BFM dem Beschwerdeführer zum Ergebnis der Handknoche n- analyse am 5. Dezember 2012 das rechtliche Gehör gewährte, wobei dieser mit der Begründung, seine Mutter habe ihm das so gesagt, an se i- ner Aussage, er sei am (…) geboren, festhielt, D-1196/2013 Seite 3 dass das BFM dem Beschwerdeführer am 5. Dezember 2012 auch das rechtliche Gehör zu einem allfälligen Wegweisungsvollzug nach Italien oder Deutschland gewährte, dass der Beschwerdeführer dabei erklärte, die Schweiz sei von Anfang an sein Ziel gewesen, weil er hier die Schule fortsetzen möchte, dass bezüglich der weiteren Aussagen beziehungsweise der Einzelheiten des rechtserheblichen Sachverhalts auf das Protokoll bei den Akten ve r- wiesen wird, dass der Beschwerdeführer im späteren Verlauf des vorinstanzlichen Ver- fahrens eine am 24. Dezember 1996 von der " K._______" ausgestellte Taufurkunde zu den Akten reichte, dass das BFM mit Verfügung vom 20. Februar 20 13 – eröffnet am 27. Februar 2013 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylg e- setzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz nach Italien anordnete und den Beschwerdeführer aufforderte, die Schweiz spätestens am Tag nach A b- lauf der Beschwerdefrist zu verlassen, dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Entscheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushänd i- gung der editionspflichtigen Akten gemäss Ak tenverzeichnis an den Be- schwerdeführer verfügte, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 5. März 2013 (Datum Post- stempel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht B e- schwerde erhob und dabei sinngemäss um Aufhebung der vorinstanzl i- chen Verfügung und um Anweisung an das BFM, sich für sein Asylgesuch zuständig zu erachten und dieses zu prüfen, ersuchte, dass er im Weiteren in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ersuchte, dass er vorab auf d ie im vorinstanzlichen Verfahren eingereichte Tauf ur- kunde verwies und die Nachreichung des zugehörigen Briefumschlages in Aussicht stellte, D-1196/2013 Seite 4 dass er im Weiteren vorbrachte, er habe in Italien kein Asylgesuch g e- stellt, sondern sei dort wegen des illegalen Grenzübertritts registriert wo r- den, dass in der Schweiz eine Cousine von ihm leb e, während er in Italien niemanden habe, dass der Beschwerdeführer überdies eine am 5. März 2013 vom L._______ ausgestellte Fürsorgeabhängigkeitsbestätigung einreichte, dass der in Aussicht gestellte Briefumschlag am 7. März 2013 (Poststem- pel: 6. März 2013) beim Bundesverwaltungsgericht einging, dass die vorinstanzlichen Akten am 8. März 2013 beim Bundesverwa l- tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Besc hwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfa h- rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), D-1196/2013 Seite 5 dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit m it Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen is t (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass hinsichtlich der behaupteten Minderjährigkeit auf die zutreffenden Ausführungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann, dass das Bundesverwaltungsgericht die Auffassung des BFM teilt, w o- nach der Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren teilweise u n- substanziierte Angaben im Zusammenhang mit seinem Alter sowie seinen Familienangehörigen zu Protokoll gab, dass es sich bei der im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Taufu r- kunde, in welcher als Geburtsdatum der vom Beschwerdeführer genannte (…) aufgeführt wird, nicht um ein beweistaugliches Identitätsdokument im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG handelt (vgl. BVGE 2007/7), dass auch das äussere Bild des Beschwerdeführers den Schluss zulässt, dass er volljährig ist, dass der Beschwerdeführer daher als volljährig gilt, womit er nicht zur verletzlichen Personengruppe der Minderjährigen gehört und die Besti m- mungen über minderjährige Asylsuchende nicht zur Anwendung gela n- gen, dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu übe r- prüfen (Art. 32 – 35 AsylG), die Beurteilungskompetenz d er Beschwerde- instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5.), dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyls u- chende in einen Drittstaat a usreisen können, der für die Durchführung D-1196/2013 Seite 6 des Asyl - und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), dass diesbezüglich das Dublin-Assoziierungsabkommen vom 26. Oktober 2004 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäi- schen Gemeinschaft über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder in der Schweiz gestellten Asylantrags (Dublin -Assoziierungsabkommen [DAA, SR 0.142.392.68]) zur Anwendung gelangt, dass gestützt auf die einleitenden Bestimmungen sowie Art. 1 Abs. 1 DAA i.V.m. Art. 29a Abs. 1 der Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) die Prüfung der staatsvertragl i- chen Zuständigkeit zur (materiellen) Behandlung eines Asylgesuches nach den Kriterien der Dublin-II-Verordnung zu erfolgen hat, dass Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG im Weiteren voraussetzt, dass der staatsvertraglich zuständige Staat einer Übernahme der asylsuchenden Person zugestimmt hat (vgl. Art. 29a Abs. 2 AsylV 1), dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-II-Verordnung die Mitgliedstaaten jeden Asylantrag prüfen, den ein Drittstaatsangehöriger an der Grenze oder im Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaates stellt, wobei der Antrag von einem einzigen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III Dublin-II-Verordnung als zuständiger Staat bestimmt wird, dass das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates ein- geleitet wird, sobald ein Asylantrag erstmals in ein em Mitgliedstaat g e- stellt wurde (Art. 4 Abs. 1 Dublin-II-Verordnung), dass dabei – im Falle eines sogenannten Aufnahmeverfahrens (engl.: take charge) – die Kriterien der in Kapitel III der Dublin -II-Verordnung ge- nannten Rangfolge anzuwenden sind (vgl. Art. 5-14 Dublin-II-Verordnung) und von der Situation zum Zeitpunkt, in dem der Asylbewerber erstmals einen Antrag in einem Mitgliedstaat stellt, auszugehen ist (Art. 5 Abs. 1 und 2 Dublin-II-Verordnung), dass im Rahmen eines Wiederaufnahmeverfahrens (engl.: take back) demgegenüber keine – neuerliche – Zuständigkeitsprüfung nach Kapitel III Dublin-II-Verordnung stattfindet, sondern ein solches insbesondere auf den materiellen Zuständigkeitsbestimmungen von Art. 16 Bst. c, d und e Dublin-II-Verordnung gründet (vgl. CHRISTIAN FILZWIESER/ANDREA D-1196/2013 Seite 7 SPRUNG, Dublin -II-Verordnung: Das Europäische Asylzuständigkeitssy s- tem, 3. Aufl., Wien-Graz 2012, Art. 16 K5 S. 129), dass in Abweichung der erwähnten Zuständigkeitskriterien respektive Z u- ständigkeitsbestimmungen nach Art. 3 Abs. 2 Dublin -II-Verordnung die Schweiz ein Asylgesuch materiell prüfen kann, auch wenn nach den in der Verordnung vorgesehenen Kriterien ein anderer Staat zuständig ist (sog. Selbsteintrittsrecht), wobei diese Bestimmung nicht direkt anwen d- bar ist, sondern nur in Verbindung mit einer anderen Norm des nationalen oder internationalen Rechts angerufen werden kann (vgl. BVGE 2010/45 E. 5 S. 635 f.), dass Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 sodann vorsieht, dass das BFM auch aus humanitären Gründen ein Gesuch behan deln kann, auch wenn nach den Kriterien der Dublin -II-Verordnung ein anderer Staat zuständig ist, wobei diese Bestimmung den Behörden einen gewissen Ermessensspielraum lässt und restriktiv auszulegen ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 4.1 S. 114 f., BVGE 2010/45 E. 8.2.2 S. 643 f.), dass schliesslich bei drohendem Verstoss gegen Normen des Völke r- rechts, wie insbesondere das flüchtlingsrechtliche Refoulement -Verbot nach Art. 33 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30), die Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101), der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte (UNO-Pakt II, SR 0.103.2) oder das Übereinkommen vom 10. Dezember 1984 gegen Folter un d andere grausame, unmenschliche oder erniedr i- gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105), ein einklagbarer A n- spruch auf Ausübung des Selbsteintrittsrechts besteht (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.2 S. 636 f., FILZWIESER/SPRUNG, a.a.O., Art. 3 K8 K11 S. 74), dass in casu ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der "Eurodac"-Datenbank ergab, dass diese r am 7. Oktober 2012 in It a- lien illegal in das Hoheitsgebiet der Dublin-Staaten eingereist war, dass das BFM die italienischen Behörden am 14. Deze mber 2012 um Übernahme de s Beschwerdeführers gestützt auf Art. 16 Abs. 1 Bst. c Dublin-II-Verordnung ersuchte, dass die italienischen Behörden dieses Ersuchen innert der in Art. 20 Abs. 1 Bst. b Dublin -II-Verordnung vorgesehenen Frist unbeantwortet D-1196/2013 Seite 8 liessen, womit sie die Zuständigkeit Italiens implizit anerkannten (Art. 20 Abs. 1 Bst. c Dublin-II-Verordnung), dass d er Beschwerdeführer, welcher zunächst behauptet hatte, am 9. November 2012 von Khartum aus nach Deutschland geflogen und a n- schliessend direkt in die Schweiz gereist zu sein (vgl. Vorakten A5 S. 7 ff.), nicht mehr bestreitet, sich vor seiner Einreise in die Schweiz in Italien aufgehalten zu haben (vgl. Vorakten A9 und Beschwerde S. 2), dass der Beschwerdeführer damit ohne weiteres in einen Drittst aat (vor- liegend Italien) ausreisen kann, der für die Prüfung des Asylantrages staatsvertraglich zuständig ist, dass auch der Beschwerdeschrift keine Hinweise zu entnehmen sind, die geeignet sein könnten, die Zuständigkeit Italiens für die Behandlung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens in Frage zu stellen, dass Italien – wie die Schweiz – unter anderem Signatarstaat der FK, der EMRK und der FoK ist, dass keine Hinweise dafür bestehen, Italien halte sich systematisch nicht an seine völkerrechtlichen Verpflichtungen, dass Italien als nach Art. 3 Abs. 1 Dublin-II-Verordnung zuständiger Staat zudem gehalten ist, unter anderem die Richtlinie 2005/85/EG des Rates vom 1. Dezember 2005 über Mindestnormen für Verfahren in den Mi t- gliedstaaten zur Zuerkennung und Aberkennung der Flüchtlingseige n- schaft (sog. Verfahrensrichtlinie) und die Richtlinie 2003/9/EG des Rates vom 27. Januar 2003 zur Festlegung von Mindestnormen für die Aufna h- me von Asylbewerbern in Mitgliedstaaten (sog. Aufnahmerichtlinie) anz u- wenden respektive umzusetzen, dass keinerlei Hindernisse, insbesondere auch keine humanitären Grü n- de im Sinne von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1, eine Überstellung des B e- schwerdeführers als unzulässig erscheinen lassen, dass weder der in der Beschwerdeschrift (vgl. S. 2) angebrachte Hinweis, der Beschwerdeführer habe in Italien niemanden, der i hm helfen könnte, noch der Umstand, dass er eine Verwandte in der Schweiz hat und hier die in Eritrea abgebrochene Schulausbildung fortführen möchte (vgl. auch A9), daran etwas zu ändern vermag, D-1196/2013 Seite 9 dass es demnach keinen Grund für die Anwendung der Souveränität s- klausel (Art. 3 Abs. 2 erster Satz Dublin-II-Verordnung) gibt, dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG zu Recht auf das Asylgesuch de s Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und, da der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts - oder Niederlassungsbewilligung ist, ebenfalls zu Recht in Anwendung von Art. 44 Abs. 1 AsylG die Überstellung nach Italien angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1), dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss Art. 83 Abs. 3 und 4 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) nicht mehr zu pr ü- fen sind, da das Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernissen bereits Voraussetzung des Nichteintretensentscheides gemäss Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG ist (vgl. BVGE 2010/45, E. 10 S. 645), dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder u nvollständig feststellt oder una n- gemessen ist (Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuwe i- sen ist, dass der Antrag auf Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses (Art. 63 Abs. 4 VwVG) durch das vorliegende Urteil gegenstandslos wird, weshalb darüber nicht zu befinden ist, dass schliesslich das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Pr o- zessführung (Art. 65 Abs. 1 VwVG) ungeachtet der durch eine Bestät i- gung belegten Bedürftigkeit abzuweisen ist, da die Beschwerdebegehren nach dem Gesagten als aussichtslos zu bezeichnen sind, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) D-1196/2013 Seite 10 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab- gewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600. – werden dem Beschwerdeführer au f- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gun s- ten der Gerichtskasse zu überweisen 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Martin Zoller Kathrin Mangold Horni Versand: