Obergericht des Kantons Zürich Verwaltungskommission Geschäfts-Nr. VB190011-O/U Mitwirkend: Der Obergerichtspräsident lic. iur. M. Burger, Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Oberrichter Dr. D. Bussmann und Oberrichter lic. iur. B. Stiefel sowie die Ge- richtsschreiberin lic. iur. A. Leu Beschluss vom 5. September 2019 in Sachen A._____, Beschwerdeführer gegen Stadtammann- und Betreibungsamt Zürich …, Beschwerdegegner betreffend Aufsichtsbeschwerde gegen den aufsichtsrechtlichen Beschwer- deentscheid des Bezirksgerichts Zürich vom 18. Juli 2019 (CB190048-L) - 2 - Erwägungen: I. 1. Am 1. April 2019 erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) beim Be- zirksgericht Zürich als untere kantonale Aufsichtsbehörde eine Beschwerde gegen das Stadtamm ann- und Betreibungsamt Zürich … (nachfolgend: Be- schwerdegegner) wegen Rechtsverweigerung / Rechtsverzögerung und stellte zahlreiche Anträge (act. 6/1), namentlich die Anträge auf Gewährung von Akteneinsicht und auf Verhinderung der Aktenvernichtung durch den Beschwerdegegner sowie den Antrag, die amtsmissbräuchlichen rechtsver- weigernden bzw. rechtsverzögernden Unterlassungen des Beschwerdege g- ners zu rügen. 2. Mit Beschluss vom 18. Juli 2019 wies die Vorinstanz die Beschwerde ab (act. 6/12). 3. Dagegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 5 . August 2019 (act. 1) innert Frist (act. 6/13/2) Beschwerde und stellte die folgenden Antr ä- ge: "1) Das Obergericht Kt. Zürich hebt den angefochtenen Entscheid un- tere Aufsichtsbehörde Betreibungsämter Bezirksgericht Zürich CB190048-L/U sofort komplett auf. 2) Das Obergericht kommentiert, rügt und korrigiert Folgendes: i. Dass die Vorinstanz A._____ nicht vorher über anfallende Kos- ten informierte ii. Dass die Vorinstanz ohne taugliche Begründung und Kompe- tenz von Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG abwich in Beschwerdever- fahren die per se kostenfrei sein sollen und müssen wie es der Gesetzgeber offeriert. iii. Dass die Vorinstanz mit ihrer Kostenlast von 500 Fr. Gerichts- gebühr zudem A._____s Rechte auf unentgeltliche Verfahrens- führung unangemessen unterlief und so u.a. Art. 29 BV verletzte als auch A._____s Rechte auf sozialverträgliche Gerichtsgebüh- ren bzw. bei Sozialhilfeempfängern diesbezügliche Kostenentlas- tung folgend zwingend aus Vorgaben aus § 3 CRG ZH i.V.m. § 75 GOG ZH - 3 - iv. Dass die Vorinstanz A._____s rechtliches Gehör verletzte, in- dem pflichtwidrig die verlangte Gebühr nicht in Grund und Gebüh- renhöhe begründet wurde, namentlich auch nicht hinsichtlich der Sozialverträglichkeit von 500 Fr. bei Sozialhilfeempfängern die das gar nicht bezahlen können und müssen. v. Dass rechtsverweigernd § 3 CRG ZH verweigert wurde ebenso wie Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG was Kostenentlastung anbe- langt. vi. Dass die Vorinstanz in einem klaren und simplen Geschäft der verweigerten Akteneinsicht nicht fähig war, mit simplen und ra- schen Entscheidungen das Betreibungsamt Zürich … anzuwei- sen, sofort die verlangte komplette Akteneinsicht an A._____ zu realisieren und dass sich das simple Geschäft trölerisch unange- messen rechtsverzögernd nun bis heute über Monate hinzieht oder noch weiter hinziehen wird bis Akteneinsicht effektiv voll- ständig realisiert ist. vii. Dass sowohl Betreibungsamt Zürich … als auch die Vo- rinstanz hier diverse unangemessene, illegale Rechtsverzögerun- gen und Rechtsverweigerungen begingen bei der Nicht- Gewährung der (kostenfreien) Akteneinsicht für A._____ bzw. der gerichtlichen Durchsetzung derselben. viii. Dass sich die Vorinstanz hier unnötig und unangemessen in Erwägungen verliert die nichts zur Sache tun, um hier unange- messen und unhaltbar Rechtfertigungen für eigenes Versagen bzw. Rechtsverweigerungen Betreibungsamt willkürlich und un- passend zusammenzubasteln und Dinge behauptet, die sie in ih- rer Untersuchungspflicht nach Art. 20a SchKG hätte selbst verifi- zieren können und müssen hinsichtlich Sozialhilfeproblemen und Folgeproblemen daraus, dubiosen Vorgängen im Betreibungsamt Zürich … durch B._____ in diesem Geschäft mit Vorgeschichte etc. etc. um zu erkennen, warum sich das Betreibungsamt Zürich … weigert, die Akten offenzulegen. ix. Dass die Vorinstanz A._____s rechtliches Gehör verletzte, in- dem sie die Kostenlasten nicht korrekt in Kostengrund und Kos- tenhöhe begründet hat - speziell nicht die geforderte Sozialver- träglichkeit bei mittellosen Sozialhilfeempfängern wider deren Ar- men- und Schutzrechte. x. Dass man A._____ vorher hätte informieren müssen über Kos- tenrisiken bzw. anfallende Kosten. xi. Dass hier gesamthaft betrachtet rechtsverletzend keine fairen Verfahren durchgeführt wurden wie sie Art. 5, Art. 8, Art. 9, Art. 29 ff., Art. 34/35 BV bzw. Art. 6, Art. 13, Art. 14 EMRK A._____ ga- rantieren und dass im Gesamtresultat hier verfahrenstechnisch und materiell erkannt werden muss, dass rechtsverletzend von - 4 - der Vorinstanz keine wirksame Beschwerde ermöglicht und reali- siert wurde. 3) Das Obergericht eliminiert alle Kostenlasten zulasten A._____ und setzt seine Armenrechte aus Art. 20a Abs. 5 SchKG, Art. 29 BV bzw. § 3 CRG ZH i.V. § 75 GOG ZH durch. 4) Das Obergericht setzt in geeigneter Weise durch, dass das Be- treibungsamt Zürich … A._____ im bezeichneten Geschäft volle Akteneinsicht gewähren muss inklusive Dokumentationen aller Belege zu allen Geldflüssen aus besagter Versteigerung inklusive Begründungen, weshalb man quasi ohne Auftrag A._____s Fahr- zeuge anstatt umzuparkieren versteigerte ohne Auftrag Gläubiger bzw. Pfändung bzw. weshalb man bei allfälliger Pfändung nicht A._____s Guthaben an Sozialhilfegeld heranzog um die Schuld zu tilgen. 5) A._____ beantragt für sich für dieses Verfahren unentgeltliche Verfahrensführung und unentgeltlichen Rechtsanwalt - vor allem vor dem Hintergrund, dass offensichtlich wie casu zeigt, der Be- hörden- und Justizapparat Zürich mit all seinen Juristen im Un- gleichgewicht zu A._____ nicht in der Lage bzw. willens ist, den Rechtsstaat durchzusetzen wie es Art. 35 BV zugunsten A._____ verlangt. 6) Alles unter vollen Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten Gegenpartei, Problemverursacher bzw. Staats- oder Gerichtskas- se. 7) A._____ beantragt für sich angemessene Verfahrens- und Partei- entschädigung; erwartet werden für Aufwand, Material, Zu- stellaufwand, Kopienkosten etc. 350 Fr. 8) A._____ beantragt für sich kostenfreien, gut begründeten schriftli- chen Entscheid zur Sache mit allen nötigen Rechtsmittelbeleh- rungen. 9) Sollten Kosten zulasten A._____ anfallen so sind diese sofort als uneinbringlich abzuschreiben." 4. Nach § 83 Abs. 2 des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG, LS 211.1) stellt die Rechtsmittelinstanz die Aufsichtsbeschwerde der Gegenpartei zur schriftlichen Stellungnahme zu, es sei denn, die Beschwerde sei sofort un- zulässig oder unbegründet. Da dies – wie im Folgenden zu zeig en sein wird – der Fall ist, kann auf das Einholen einer Stellungnahme des Beschwerde- gegners verzichtet werden. Das Verfahren erweist sich als spruc hreif. Auf - 5 - die Vorbringen des Beschwerdeführers ist nachfolgend einzugehen, soweit dies unter Hinweis auf § 83 Abs. 3 GOG notwendig erscheint. 5. Auf das vorliegende Verfahren sind die Art. 319 ff. ZPO sinngemäss an- wendbar (§ 84 GOG). Entsprechend kann mit der Beschwerde die unrichtige Rechtsanwendung und die offensichtlich unrichtige Feststellung des Sac h- verhaltes geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Neue Anträge, neue Tat- sachen und neue Beweismittel sind im Beschwerdeverfahren hingegen au s- geschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO). II. 1. Gemäss § 80 Abs. 1 lit. b i.V.m. § 84 GOG i.V.m. § 18 Abs. 1 lit. k der Ver- ordnung über die Organisation des Obergerichts (LS 212.51) übt die Verwal- tungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich die Aufsicht über die dem Obergericht unterstellten Gerichte und nach § 80 Abs. 2 GOG die mi t- telbare Aufsicht über die den Bezirksgerichten unterstellten Behörden aus (vgl. auch Hauser/Schweri/Lieber, GOG -Kommentar, 2. Auflage, Zü- rich/Basel/Genf 2017, § 80 N 1 und § 84 N 1). Die Verwaltungskommission ist daher zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde, welche sich gegen den Beschluss des Bezirksgerichts Zürich vom 18. Juli 2019 (Nr. CB190048- L, act. 4) richtet, zuständig. 2. Das Bezirksgericht Zürich begründete seinen Beschluss vom 18. Juli 2019 (act. 4) zusammengefasst damit, der Beschwerdeführer habe beim B e- schwerdegegner am 4. März 2019 ein Gesuch um Einsicht in die Akten "Exmissionsdossier A._____" gestellt. Gemäss § 28 Abs. 1 IDG habe der Beschwerdegegner die Akteneinsicht innert dreissig Tagen zu gewähren. Mit eingeschriebenem Schreiben vom 21. März 2019 habe der Beschwerde- gegner versucht, dem Beschwerdeführer Aktenkopien zuzustellen. Da dieser die Sendung nicht abgeholt habe, sei sie dem Beschwerdegegner retourniert worden. Es obliege dem Beschwerdeführer dafür zu sorgen, dass ihm Pos t- sendungen jederzeit zugestellt werden könnten, insbesondere wenn er mit - 6 - einer behördlichen Sendung zu rechnen habe. Mit dem Zustellungsversuch habe der Beschwerdegegner seine Pflichten erfüllt, mit der Folge, dass kei- ne Rechtsverzögerung vorliege und die Beschwerde abzuweisen sei. Die Vorwürfe des Am tsmissbrauchs und des Sozialhilfebetrugs würden sodann jeglicher Grundlage entbehren. Ausgangsgemäss werde der Beschwerde- führer kostenpflichtig. 3.1. In seiner Beschwerdeschrift führt e der Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, zur Begleichung einer ausstehenden Forderung von Fr. 900.- habe der Betreibungsbeamte B._____ zu Unrecht beschwerdeführerische Fahrzeuge versteigert. Bis heute habe er ihm den Erlös nicht zukommen lassen. In das Verfahren sei er , der Beschwerdeführer, nie einbezogen worden, ebenso wenig in das Verfahren betreffend seine Exmission aus der Wohnung. In mehreren Verfahren sei er zu Unrecht geschädigt worden. Da ihm zum Ver- steigerungsverfahren Unterlagen fehlten, habe er beim Beschwerdegegner ein Akteneinsichtsgesuch gestellt. Die Akteneinsicht sei ihm bis zum heut i- gen Zeitpunkt nicht gewährt worden. Der Beschwerdegegner habe es unter- lassen, ihn zu einer Einsichtnahme vor Ort einzuladen. Die Vor instanz habe davon abgesehen, dem Vorwurf der Rechtsverweigerung nachzugehen und den Beschwerdegegner zur Offenlegung der massgeblichen Akten anzuwei- sen bzw. sein, des Beschwerdeführers, Recht auf Akteneinsicht durchzuset- zen. Den von der Vorinstanz erwähnten Brief habe er, der Beschwerdefüh- rer, nie erhalten. Dieser hätte ohnehin nicht dazu geführt, dass sein Akten- einsichtsrecht hinreichend gewahrt worden wäre. Zudem sei ihm zu Unrecht kein kostenloses Verfahren gewährt worden. Ferner sei der Vorinstanz ein rechtsverzögerndes Verhalten vorzuw erfen, indem sie ihren Entscheid nicht sofort gefällt und den Beschwerdegegner nicht unmittelbar verpflichtet habe, einen Termin zur Akteneinsicht zu vereinbaren. Dem Recht auf Aktenei n- sicht werde erst durch eine effektive Gewährung entsprochen. 3.2. Ferner - so der Beschwerdeführer - habe er die Beschwerde in guten Treuen erhoben. Es gehe nicht an, dass ihm im vorinstanzlichen Verfahren Kosten auferlegt würden. Dies stehe mit dem Anspruch auf Armenrecht und Art. 20a - 7 - Abs. 2 Ziff. 5 SchKG in Widerspruch. Auch sei der wiedergegebene Gebüh- rentarif falsch. Er sei nach Treu und Glauben von der Kostenlosigkeit der Beschwerde ausgegangen. Dass Kosten anfallen könnten, hätte man ihm vorgängig anzeigen müssen. Zudem sei die Höhe von Fr. 500.- zu bea n- standen. Sie widerspreche dem Anspruch auf eine sozialverträgliche G e- richtsgebührenlast. Sodann habe die Vorinstanz die Höhe nicht bzw. untaug- lich begründet. Im Falle der fehlenden Begründung könne eine Rechtsver- weigerung gerügt werden. 4.1. Der Beschwerdeführer wirft dem Bezirksgericht Zürich vor, ihm nicht zu sei- nem Recht auf Akteneinsicht verholfen zu haben (act. 1 S. 11 Ziff. 2.vi). Da- mit beanstandet er sinngemäss die vorinstanzliche Abweisung s einer B e- schwerde (vgl. auch act. 1 S. 11 Ziff. 1, Ziff. 2.viii und S. 12 Ziff. 4). Mit se i- nen Vorbringen überzeugt er indes nicht. Wie das Bezirksgericht Zürich in seinem Beschluss vom 18. Juli 2019 (act. 4 E. 2.4) zutreffend ausgeführt hat, war es nach der Stellung des Akteneinsichtsgesuchs die Pflicht des B e- schwerdeführers, dafür besorgt zu sein, allfällige Postsendungen des B e- schwerdegegners in Empfang nehmen zu können, zumal er mit einer Reak- tion des Letzteren rechnen musste (vgl. zur entsprechenden Pflicht auch BSK ZPO-Gschwend, Art. 138 N 17 f. bzw. im Verwaltungsrecht Kommentar VRG-Plüss, § 10 N 90). Mit seinem Versuch, dem Beschwerdeführer die massgeblichen Aktenstücke zuzustellen (act. 6/5/3), ist der Beschwerd e- gegner seiner Verpflichtung zur Gewährung der Akteneinsicht nachgekom- men und hat er sich insoweit keiner Rechtsv erweigerung schuldig gemacht. Eine Pflicht der Vor instanz zur Anweisung des Beschwerdegegners, die massgeblichen Aktenstücke erneut offenzulegen, bestand unter diesen U m- ständen keine. Dass der Beschwerdeführer nicht in den Besitz der Unterl a- gen gelangt is t (act. 1 S. 4), hat er sich aufgrund seines Annahmeverzugs selbst zuzuschreiben. 4.2. Im Weiteren wirft der Beschwerdeführer der Vorinstanz ein rechtsverzöger n- des Verhalten vor, indem diese ihm nicht sof ort zur Akteneinsicht verholfen habe (act. 1 S. 5 und S. 11 Ziff. 2.vii). Den beigezogenen Akten kann ent-- 8 - nommen werden, dass der Beschwerdeführer am 1. April 2019 an die Vor - instanz gelangt ist (act. 6/1). In der Folge behandelte die Vorinstanz das vom Beschwerdeführer gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und führte eine Vernehmlassung durch (act. 6/2). Nachdem der Beschwer- degegner seine Stellungnahme eingereicht hatte (act. 6/4), gew ährte das Bezirksgericht dem Beschwerdeführer am 5. April 2019 das rechtliche Gehör (act. 6/6). Dessen Stellungnahme ging beim Bezirksgericht Zürich am 23. April 2019 ein (act. 6/10). Bereits zuvor übermittelte das Bezirksgericht die Akten Nr. CB190048-L dem Obergericht des Kantons Zürich zur Beurte i- lung einer vom Beschwerdeführer erhobenen Aufsichtsbeschwerde. Die Verwaltungskommission entschied im eröffneten Verfahren Nr. VB190007-O am 28. Mai 2019 und retournierte danach die vorinstanzlichen Akten dem Bezirksgericht Zürich. Dieses fällte seinen Beschluss im Verfahren Nr. CB190048-L rund eineinhalb Monate nach der Aktenrückgabe durch die Verwaltungskommission. Inwiefern dem Bezirksgericht bei diesem Verfah- rensgang ein rechtsverzögerndes Verhalten in Bezug auf die Behandlung der Anträge des Beschwerdeführers vorgeworfen werden kann, ist nicht e r- sichtlich. Es hat das Verfahren kontinuierlich fortgeführt. Mit der Erhebung seiner Aufsichtsbeschwerde gegen den Beschluss des Bezirksgerichts Zü- rich vom 3. April 2019 hat der Beschwerdeführer wesentlich zur "Verzöge- rung" der Verfahrensdauer beigetragen. 4.3. Der Beschwerdeführer beanstandet ferner die Kostenauflage zu seinen Las- ten sowie die Kostenhöhe (act. 1 S. 11 Ziff. 2.ii und iii). Wie die Verwa l- tungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich bereits im Beschluss vom 28. Mai 2019, Verfahrensnummer VB190007- O, erwog, kommen die Bestimmungen des SchKG zur Kostenauflage im vorliegenden Verfahren nicht zur Anwendung (vgl. act. 6/11 Ziff. II.5.2). Aus Art. 20 Abs . 2 Ziff. 5 SchKG durfte der Beschwerdeführer somit keine Kostenlosigkeit ableiten (vgl. act. 1 S. 11 Ziff.2.v und Ziff. 3). Vielmehr musste sich der prozesserfah- rene Beschwerdeführer bewusst sein, dass er im Falle des Unterliegens grundsätzlich kostenpflichtig würde. Eine erneute ausdrückliche Orientierung über die Kostenregelungen (act. 1 S. 11 f. Ziff. 2.i und x ) war nach den E r-- 9 - wägungen im obgenannten Beschluss nicht notwendig. Demzufolge sind die diesbezüglichen Einwendungen des Beschwerdeführers nicht zu hören. Gleiches gilt für sein Vorbringen, das Bezirksgericht Zürich habe sein Recht auf unentgeltliche Prozessführung unterlaufen (act. 1 S. 11 Ziff. 2.iii). A n- spruch auf Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege hat, wer nicht über die notwendigen Mittel verfügt, d.h. bedürftig ist, und Rechtsbegehren stellt, die sich nicht als aussichtslos erwei sen (Art. 117 ZPO). D as Bezirksgericht Zürich befasste sich im Beschluss vom 3. April 2019 ausführlich mit dem Armenrechtsgesuch des Beschwerdeführers. Es trat auf dieses mangels Begründung nicht ein (act. 6/2 S. 2). Eine Beschwerde dagegen wies die Verwaltungskommission mit Beschluss vom 28. Mai 2019, Nr. VB190007-O, ab (act. 6/11). Die diesbezüglichen Vorbringen des Beschwerdeführers wur- den somit bereits im Verfahren Nr. VB190007-O behandelt und können d a- her mangels neu eingetretener Tatsachen nicht mehr Gegenstand des vor- liegenden Verfahrens sein. 4.4. Soweit der Beschwerdeführer sodann eine Verletzung des rechtlichen G e- hörs rügt, indem das Bezirksgericht Züri ch nicht begründet habe, wie es die Kostenauflage sowie die Höhe der Gerichtsgebühr berechnet habe (act. 1 S. 11 Ziff. 2.iv und ix), so überzeugt sein Standpunkt ebenfalls nicht. Im Be- schluss vom 18. Juli 2019 wies das Bezirksgericht den Beschwerdeführer auf die rechtlichen Grundlagen zur Kostenauflage sowie zur Kostenhöhe hin (act. 4 Ziff. 3). Dem prozesserfahrenen Beschwerdeführer, welcher in seinen Eingaben immer wieder selbst auf Gesetzesbestimmungen verweist, mus s- ten die rechtlichen Grundlagen für die Kostenauflage und deren Höhe somit bekannt sein. Auch kann seinem Einwand, aufgrund seiner finanziellen Ver- hältnisse hätten die Gerichtskosten unabhängig von einem Anspruch aus Armenrecht auf Fr. 0.- festgesetzt werden müssen (act. 1 S. 8), nicht gefolgt werden. § 20 der Gebührenverordnung des Obergerichts ( GebV OG , LS 211.11) sieht für Amtshandlungen im Bereich der Justizverwaltung eine minimale Gerichtsgebühr von Fr. 500.- vor. Darauf wies das Bezirksgericht Zürich in seinem Beschluss vom 18. Juli 2019 denn auch hin (act. 4 Ziff. 3). - 10 - Diese Minimalgebühr wurde dem Beschwerdeführer auferlegt (act. 4 Dispo- sitiv-Ziffer 2). 4.5. Ebenfalls vermögen die pauschal gehaltenen Ausführungen des Beschwer- deführers zur Durchführung eines unfairen, nicht verfassungskonformen Verfahrens (act. 1 S. 12 Ziff. 2.xi) nicht zu überzeugen. Wie obens tehend dargelegt wurde, kann weder dem Bezirksgericht Zürich als Vorinstanz noch dem Beschwerdegegner ein aufsichtsrechtlich relevantes, insbesondere un- faires Verhalten vorgeworfen werden. 4.6. Damit ist abschliessend festzuhalten, dass die Vorwürfe gegenüber dem Beschwerdegegner bzw. dem Bezirksgericht Zürich betreffend rechtsverz ö- gerndem bzw. amtsmissbräuchlichem Verhalten unbegründet sind und die Beschwerde vom 5. August 2019 gegen den Beschluss des Bezirksgerichts Zürich vom 18. Juli 2019, Nr. CB190048-L, abzuweisen ist. Festzuhalten bleibt indes, dass dieser Verfahrensausgang nicht ausschliesst, dass der Beschwerdeführer beim Beschwerdegegner ein neues Gesuch um Akten- einsicht stellt, welches dieser entsprechend den massgeblichen gesetzlichen Bestimmungen zu prüfen hat. III. 1.1. Der Beschwerdeführer ersucht für das vorliegende Verfahren um Gewäh- rung der unentgeltlichen Rechtspflege und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes (act. 1 S. 12 Ziff. 5). Wie dargelegt hat eine Person A n- spruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn sie einerseits nicht über die erforderlichen Mittel verfügt (sog. "Mittellosigkeit" oder "Bedürftigkeit") und andererseits ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 117 ZPO i.V.m. § 83 Abs. 3 GOG). Ein Anspruch auf die gerichtliche Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes setzt sodann zusätzlich voraus, dass di e- se zur Wahrung der Rechte notwendig ist (Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO i.V.m. § 83 Abs. 3 GOG). - 11 - 1.2. Wie die vorstehenden Ausführungen zeigen, war die Aufsichtsbeschwerde von Anfang an aussichtslos . Zudem fehlt es am Erfordernis der Notwendi g- keit einer unentgeltlichen Rechtsverbeiständung. Aus seiner Rechtsschrift vom 5. August 2019 und den darin enthaltenen juristischen Ausführungen (act. 1) ergibt sich, dass es dem Beschwerdeführer zumutbar war bzw. ist, seine Beanstandungen betreffend das Verfahren Nr. CB190048-L alleine darzulegen. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes ist daher abzuwe i- sen. Ausgangsgemäss sind die Kosten des vorliegenden Verfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (§ 83 Abs. 3 GOG i.V.m. Art. 106 ZPO, § 20 GebV OG, vgl. act. 1 S. 12 Ziff. 6). Eine Abschreibung der Kosten gestützt auf Art. 107 ZPO i.V.m. § 83 Abs. 3 GOG erscheint nicht gerechtfertigt. Ein Erlass im Sinne von Art. 112 ZPO i.V.m. § 83 Abs. 3 GOG kommt ebenfalls nicht in Frage (BK ZPO-Sterchi, Art. 112 N 2, act. 1 S. 12 Ziff. 9). Entschädi- gungen sind entsprechend dem Verfahrensausgang keine zu entrichten (vgl. act. 1 S. 12 Ziff. 7). 2. Die Verwaltungskommission entscheidet als obere Aufsichtsbehörde letzti n- stanzlich über die vorliegende Beschwerde. Ein kantonales oder eidgenössi- sches Rechtsmittel dagegen besteht nicht (Hauser/Schweri/Lieber, GOG - Kommentar, a.a.O., § 84 N 1; Urteil des Bundesgerichts 4A_448/2015 vom 14. September 2015 sowie Urteil des Bundesgerichts 5A_961/2014 vom 19. Januar 2015; vgl. dazu Antrag act. 1 S. 12 Ziff. 8). Es wird beschlossen: 1. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Bestellung eines unent- geltlichen Rechtsbeistandes wird abgewiesen. 2. Die Aufsichtsbeschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. - 12 - 3. Die Gerichtsgebühr für das vorliegende Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 500.- festgesetzt. 4. Die Kosten des Verfahrens werden dem Beschwerdeführer auferlegt. 5. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 6. Schriftliche Mitteilung, je gegen Empfangsschein, an: - den Beschwerdeführer, - das Stadtammann- und Betreibungsamt Zürich … , unter Beilage einer Kopie von act. 1 - das Bezirksgericht Zürich als untere kantonale Aufsichtsbehörde, unter Rücksendung der Akten Nr. CB190048-L. Zürich, 5. September 2019 Obergericht des Kantons Zürich Verwaltungskommission Gerichtsschreiberin: lic. iur. A. Leu versandt am: