Kantonsgericht Schwyz Verfügung vom 10. April 2024 BEK 2024 48 Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsidentin Daniela Pérez-Steiner, Gerichtsschreiber Mathis Bösch. In Sachen A.________, Beschwerdeführer, gegen Betreibungsamt Küssnacht, Postfach 57, 6403 Küssnacht am Rigi, Beschwerdegegner, betreffend SchKG-Beschwerde (Beschwerde gegen die Verfügung des Präsidenten am Bezirksgericht Küssnacht vom 29. Februar 2024, APD 2024 1);- hat die Kantonsgerichtsvizepräsidentin als Vizepräsidentin der oberen kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibung und Konkurs (Beschwerdekammer),Kantonsgericht Schwyz 2 nachdem sich ergeben und in Erwägung: 1. Mit Verfügung vom 19. Oktober 2023 überwies die Vizepräsidentin der oberen Aufsichtsbehörde die Rüge der unrichtigen Anwendung von Art. 112 und 114 SchKG wegen Nichtausstellung der Pfändungsurkunde für die Pfändung Nr. xx vom 22. Mai 2023 des Betreibungsamtes Küssnacht zur Behandlung an die untere Aufsichtsbehörde (BEK 2023 93). Der Präsident der unteren Aufsichtsbehörde wies die entsprechende Beschwerde nach Eingang der Stellungnahmen des Betreibungsamtes vom 22. Januar 2024 (Vi-act. C) und einer Eingabe des Beschwerdeführers (Vi-act. E) am 29. Februar 2024 ab. Dagegen beschwert sich der Beschwerdeführer wiederum bei der oberen Aufsichtsbehörde und beantragt die Pfändung vom 4. August 2023 wegen unrichtiger Rechtsanwendung und offensichtlich unrichtiger Feststellung des Sachverhalts aufzuheben und das Betreibungsamt Küssnacht zu verpflichten eine neue Pfändung unter Einhaltung der Fristen und Vorschriften von Art. 112 und 114 SchKG zu vollziehen. Nach entsprechender Aufforderung (KG-act. 3) verbesserte er die Beschwerde (KG-act. 4). Er beschränkt die Begründung immer noch darauf, dass sich die untere Aufsichtsbehörde in den Erwägungen der angefochtenen Verfügung auf das frühere Aufsichtsverfahren beziehe, während es vorliegend um die Argumente des Betreibungsamtes in der Stellungnahme vom 22. Januar 2024 (Vi-act. C) gehe, womit zugegeben worden sei, dass die Pfändungsurkunde nicht zeitnah, nämlich widerrechtlich erst am 14. August 2023 erstellt worden sei. 2. Ein Entscheid der unteren Aufsichtsbehörde kann an die obere weiter- gezogen werden (Art. 18 SchKG), wobei sich Weiterzugs- und Novenrecht nach kantonalem Recht richten (Art. 20a SchKG; Kren-Kostkiewicz, OFK, 20. A. 2020, Art. 18 SchKG N 13 f. und Art. 20a SchKG N 26 ff.). Nach § 18 EGzSchKG i.V.m. § 100 JG ist schweizerisches Zivilprozessrecht an- wendbar. Gemäss Art. 321 Abs. 1 ZPO ist die Beschwerde bei der Rechtsmit-Kantonsgericht Schwyz 3 telinstanz schriftlich und begründet einzureichen. Mit der Beschwerde kann die unrichtige Rechtsanwendung und offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 lit. a und b ZPO). Begründen bedeutet aufzuzeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid als fehlerhaft erachtet wird bzw. inwiefern sich die vorinstanzlichen Erwägungen respektive Überlegungen nicht aufrechterhalten lassen (BGE 147 III 176 E. 4.2.1). Dies setzt voraus, dass der Rechtsmittelkläger im Einzelnen die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die er anficht, sich mit diesen argumentativ ausein- andersetzt und die Aktenstücke nennt, auf denen seine Kritik beruht (BEK 2021 147 vom 19. November 2021 E. 2 m.H.). Diese Voraussetzungen für eine hinreichende Rechtsmittelbegründung sind dem Beschwerdeführer bekannt (BEK 2023 93 vom 19. Oktober 2023 E. 2). 3. Der Vorderrichter legte dem Beschwerdeführer vorab dar, dass er Pfän- dung und Pfändungsurkunde verwechsle und keine neue Pfändung angesetzt werden könne (angef. Verfügung E. 4.a). Ferner erwog er, die Rüge der feh- lenden Pfändungsurkunde sei durch die Pfändungsurkunde vom 4. August 2023 obsolet geworden. Diese Urkunde sei auch betreffend die Einhaltung der Fristen und Vorschriften von Art. 112 und 114 SchKG, namentlich unter Berücksichtigung der Betreibungsferien im Rahmen von Art. 17 SchKG nicht zu beanstanden (ebd. E. 4.b). Mit diesen und weiteren Erwägungen der ange- fochtenen Verfügung setzt sich der Beschwerdeführer sowohl in seiner Beschwerde als auch in der verbesserten Eingabe an die obere Aufsichts- behörde nicht ansatzweise auseinander. Auf die Beschwerde ist daher nicht einzutreten und das im Übrigen nicht begründete Gesuch um aufschiebende Wirkung ist damit hinfällig. 4. Aus diesen Gründen ist auf die Beschwerde präsidial nicht einzutreten (§ 40 Abs. 2 i.V.m. § 41 Abs. 1 JG). Das Beschwerdeverfahren ist kostenlos (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG);-Kantonsgericht Schwyz 4 verfügt: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Es werden keine Kosten erhoben. 3. Gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen seit Zustellung nach Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivil- sachen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Be- schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. 4. Zufertigung an den Beschwerdeführer (1/R), das Betreibungsamt Küss- nacht (1/R inkl. Kopien KG-act. 1 und 4) und an die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, mit den Akten). Die Kantonsgerichtsvizepräsidentin Der Gerichtsschreiber Versand 10. April 2024 amu