A bteilung V E -1524/2007 {T 0/2} U rteil vom 8. M ai 2007 M itw irkung: R ichter W eber (Vorsitz), R ichterinnen Luterbacher, Kojic G erichtsschreiberin Balm elli A._______, geboren 7. August 1986, alias A._______, geboren 1. August 1986, N igeria, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 20. Februar 2007 in Sachen N ichteintreten auf A sylgesuch und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass der Beschw erdeführer eigenen Angaben zufolge am 1. Januar 2007 seinen H ei- m atstaat auf dem Luftw eg verliess, am 2. Januar 2007 in die Schw eiz einreiste und glei- chentags um Asyl nachsuchte, dass das BFM den Beschw erdeführer am 15. Januar 2007 im Em pfangs- und Verfah- renszentrum Basel erstm als befragte, dass der Beschw erdeführer im W esentlichen geltend m achte, er stam m e aus B._______, gehöre der Ethnie der C ._______ an und habe von 1999 bis 2005 als Tage- löhner im Palm ölgeschäft gearbeitet, dass er im Jahre 2005 von der M ASSO B m obilisiert w orden und im N ovem ber 2005 der O rganisation beigetreten sei, dass er nach der Verhaftung seines C hefs D ._______ erkannt habe, dass alle krim inellen D elikte in N igeria den M ASSO B-Leuten angelastet w ürden, dass er im O ktober 2006 anlässlich einer M ASSO B-Sitzung verhaftet, w ährend sieben Tagen inhaftiert w orden und auf Intervention des D orfoberhaupts freigekom m en sei, dass im N ovem ber 2006 das H aus seiner Fam ilie in Brand gesetzt w orden, er deshalb in den Busch geflohen sei und nach zw ei W ochen einen M ann getroffen habe, der ihm ge- raten habe, B._______ zu verlassen, dass er dem R at gefolgt sei und sich zu Verw andten nach E._______ begeben habe, von w elchen er anlässlich seiner Ankunft erfahren habe, dass über ihn sow ohl am Fernsehen als auch im R adio berichtet w orden und er deshalb in G efahr sei, dass er zw ei W ochen später m it einem M ann bekannt gem acht w orden sei, der ihn in der Folge aus dem Land gebracht habe, dass das BFM den Beschw erdeführer am 9. Februar 2007 gestützt auf Art. 29 Abs. 4 AsylG direkt zu den Asylgründen anhörte, dass er dabei ausführte, sein Vater habe ihn zur M itgliedschaft bei der M ASSO B überre- det, dass seine H auptaufgabe bei der O rganisation darin bestanden habe, w o im m er Ausein- andersetzungen stattgefunden hätten, an die Kriegsfront zu gehen, dass er nur in der F._______-Zone aktiv gew esen sei, dass er im O ktober 2006 anlässlich eines Trainingslagers von der Polizei verhaftet w or- den sei, dass er nach der Entlassung aus dem G efängnis im O ktober 2006 festgestellt habe, dass zw ei M itglieder der M ASSO B um gebracht w orden seien, dass er zusam m en m it w eiteren M itgliedern die Polizeiw ache aufgesucht und sich nach dem G rund für die Tötungen erkundigt habe, w orauf die Polizei das Feuer auf sie eröff- net habe, dass sie insgesam t sechs Polizisten erschossen hätten, w obei er für die Tötung eines 3 Polizisten verantw ortlich sei, dass in der Folge zw ei M itglieder der M ASSO B verhaftet w orden seien und seinen N a- m en der Polizei verraten hätten, dass er Anfangs N ovem ber 2006 von der Polizei zu H ause gesucht w orden, indes nicht daheim gew esen sei, dass er Ende N ovem ber 2006 über das Fernsehen und R adio erfahren habe, dass er er- schossen w erden solle, dass sich noch in derselben N acht 30 Polizisten m it Kriegsgesang seinem H aus genä- hert hätten, um ihn festzunehm en, er indes durch eine H intertür in den Busch habe flie- hen können, dass die Polizei anschliessend sein H aus in Brand gesetzt habe, dass der Beschw erdeführer anlässlich der D irektanhörung einen Farbausdruck einer M ASSO B-M itgliederkarte einreichte, dass das BFM m it Verfügung vom 20. Februar 2007 - eröffnet gleichentags - in Anw en- dung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch nicht eintrat und die W egw ei- sung aus der Schw eiz sow ie den Vollzug anordnete, dass der Beschw erdeführer m it Eingabe vom 23. Februar 2007 beim Bundesverw al- tungsgericht Beschw erde einreichte und sinngem äss die Aufhebung der Verfügung des BFM beantragte, dass das Bundesverw altungsgericht das BFM m it Zw ischenverfügung vom 5. M ärz 2007 zur Stellungnahm e hinsichtlich einzelner Aspekte des revidierten Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG aufforderte, dass das BFM m it Vernehm lassung vom 9. M ärz 2007 zu den R ügen in der Beschw erde und der Auslegung des revidierten G esetzesartikels Stellung bezog, und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren [Vw VG , SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m . Art. 31 - 34 des Ver- w altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32], Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]), dass der Beschw erdeführer legitim iert ist, w eshalb auf die frist- und form gerecht einge- reichte Beschw erde einzutreten ist (Art. 108a AsylG sow ie Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 52 Vw VG ), dass m it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht die Verletzung von Bundes- recht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver- halts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG ), dass die vorliegende Beschw erde - w ie sich aus den nachstehenden Erw ägungen ergibt - offensichtlich unbegründet ist, w eshalb der Beschw erdeentscheid lediglich sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 3 AsylG ),4 dass sich die Vernehm lassung zu Fragen äussert, die nachstehend offengelassen w er- den können und dem nach nicht entscheidrelevant sind, w eshalb auf eine Stellungnahm e des Beschw erdeführers zu diesen Fragen verzichtet w erden kann, dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten w ird, w enn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des G esuchs R eise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG ), dass diese Bestim m ung jedoch keine Anw endung findet, w enn Asylsuchende glaubhaft m achen können, sie seien dazu aus entschuldbaren G ründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG ), w enn auf G rund der Anhörung sow ie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt w ird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG ) oder w enn sich auf G rund der Anhörung erw eist, dass zusätzliche Abklärungen zur Feststel- lung der Flüchtlingseigenschaft oder eines W egw eisungsvollzugshindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG ), dass das BFM zur Begründung im W esentlichen anführte, der Beschw erdeführer habe den Asylbehörden innerhalb der ihm eingeräum ten Frist von 48 Stunden w eder R eise- noch Identitätspapiere abgegeben, w ofür keine entschuldbaren G ründe vorliegen w ür- den, dass die vorgew iesene Farbkopie einer M ASSO B-M itgliedschaftskarte dem Anspruch an ein R eise- oder Identitätspapier naheliegenderw eise nicht genüge, da sie kein am tliches D okum ent sei und nur einen C om puterausdruck darstelle, dass die Vorbringen des Beschw erdeführers offensichtlich unglaubhaft seien, er som it nicht verfolgt w erde und sein H eim atland w ie ein gew öhnlicher R eisender verlassen ha- ben und als solcher zw ingend über Identitäts- und R eisepapiere verfügen m üsse, w el- che er hätte abgeben können, dass der U m stand, dass er dies nicht getan habe, dahingehend zu w erten sei, dass er den Asylbehörden seine Identität absichtlich verheim lichen w olle, dass anzufügen sei, dass die stereotype Schilderung seiner R eise, bei der er selber kei- nen Pass gebraucht, der Schlepper aber alles erledigt habe, in der geschilderten W eise nicht glaubhaft sei und som it G rund zur Annahm e vorliege, dass die R eise auf eine an- dere, reguläre W eise durchgeführt w orden sei, dass sodann bei Papierlosigkeit zu prüfen sei, ob auf G rund der Anhörung sow ie ge- stützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt w erden könne oder ob zusätzlich Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines W eg- w eisungsvollzugshindernisses nötig seien, dass die Vorbringen unglaubhaft seien, w eshalb keine zusätzlichen Abklärungen erfor- derlich seien, dass die Vorbringen des Beschw erdeführers w iderspüchlich, realitäts- und lebensfrem d dargestellt w orden seien sow ie konstruiert w irken w ürden, dass er erstm als anlässlich der D irektanhörung vorgebracht habe, er habe einen Polizis- ten erschossen, es sei Anfang N ovem ber 2006 nach ihm gesucht w orden, er habe sich trotzdem w eiterhin zu H ause aufgehalten und sei erst anlässlich der zw eiten Suche nach ihm geflohen, dass die Begründung für diese verspäteten Vorbringen, er habe anlässlich der Erstbe-5 fragung nur eine Zusam m enfassung erzählt, nicht zu überzeugen verm öge, habe er doch anlässlich dieser Befragung viel U nw esentliches zu Protokoll gegeben und hätte er das Vorbringen im Zusam m enhang m it dem getöteten Polizisten und der dam it verbun- denen Suche nach ihm in w enigen Sätzen darlegen können, dass der Beschw erdeführer, w äre er Anfang N ovem ber 2006 daheim gesucht w orden, bestim m t bereits dam als von zu H ause w eggegangen w äre, dass auch die zw eite Suche nach ihm nicht geglaubt w erden könne, gebe er doch an, er habe kurz zuvor am Fernsehen und R adio gehört, dass ein Erschiessungsbefehl gegen ihn vorliege, dass der Beschw erdeführer unter diesen U m ständen m it Bestim m theit sofort geflohen und nicht w eiter zu H ause geblieben w äre, dass zudem nicht geglaubt w erden könne, dass er anlässlich der zw eiten Suche nach ihm durch eine H intertür habe fliehen können, als sich 30 Polizisten seinem H aus genä- hert hätten, dass der Beschw erdeführer in der R echtsm itteleingabe ausführt, er habe die G ründe für das Fehlen von Identitätsdokum enten anlässlich der Befragungen dargelegt, dass er nie daran gedacht habe, nach Europa zu reisen, w eshalb er sich auch keine Identitätspapiere beschafft habe, dass er die Behörden bitte, die eingereichte M ASSO B-M itgliederkarte als Identitätspapier zu akzeptieren, dass er das O riginal, sobald es ihm vom Pfarrer zugestellt w erde, nachreichen w erde, dass er die Tötung des Polizisten anlässlich der Kurzbefragung nicht habe erklären kön- nen, da er unter H inw eis auf die nachfolgende Anhörung angehalten w orden sei, sich kurz zu fassen, w as er auch getan habe, dass seine Vorbringen der W ahrheit entsprechen w ürden, dass die um Asyl ersuchende Person im Falle der N ichtabgabe von R eise- oder Identitätspapieren entschuldbare G ründe für die N ichtabgabe glaubhaft m achen m uss, dass entschuldbare G ründe unter anderem dann vorliegen können, w enn die geltend gem achten M odalitäten der Ausreise aus dem H eim atland als glaubhaft erscheinen, dass der Beschw erdeführer geltend m acht, w eder einen R eisepass noch eine Identitäts- karte zu besitzen, dass er w eiter angibt, sein R eisebegleiter habe alle Papiere bei sich gehabt und bei der Passkontrolle vorgelegt, er selbst habe diese nicht angeschaut und sein Begleiter habe auf die von ihm diesbezüglich gestellten Fragen nicht geantw ortet (vgl. Protokoll Em p- fangs- und Verfahrenszentrum vom 15. Januar 2007, S. 7 f.), dass es sich bei diesen Aussagen um stereotype und in keiner W eise glaubhafte Vor- bringen handelt, dies um so m ehr, als nicht anzunehm en ist, dass sich eine erw achsene Person bei der Passkontrolle nicht selbst ausw eist, dass das BFM dem nach zu R echt geschlossen hat, es w ürden keine entschuldbaren G ründe vorliegen, die es dem Beschw erdeführer verunm öglichten, R eise- oder Identi- tätspapiere einzureichen, 6 dass das BFM in seiner Vernehm lassung vom 9. M ärz 2007 darauf hinw ies, dass es sich beim eingereichten M ASSO B-M itgliedsausw eis (Internet-Ausdruck) nicht um ein am tliches R eise- oder Identitätspapier im Sinne von Art. 1 Bst. b und c der Asylverord- nung 1 über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) handle, dieser nur in Kopie vorlie- ge und nicht zum Passieren von Staatsgrenzen geeignet und deshalb kein R eisepapier sei, dass sich das Bundesverw altungsgericht seit der R evision von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG (Änderung vom 16. D ezem ber 2005, AS 2006 4745, in Kraft seit 1. Januar 2007), der in seiner früheren Form von "R eisepapieren oder anderen D okum enten, die es er- lauben, sie zu identifizieren" sprach, die innert 48 Stunden den Behörden abzugeben w aren, und in der revidierten Fassung den Begriff "R eise- oder Identitätspapiere" er- w ähnt, noch nicht zur Frage geäussert hat, w elche Bedeutung die Änderung des W ort- lauts für das Verständnis dieses Begriffs respektive für die Q ualität dieser Papiere hat, dass diese Frage vorliegend jedoch offen gelassen w erden kann, da der Beschw erde- führer m it der Einreichung einer blossen Farbkopie seiner M ASSO B-M itgliedschaftskarte am 9. Februar 2007 innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des G esuchs jedenfalls kein rechtsgenügliches R eise- oder Identitätspapier abgegeben hat, dass auch der U m stand, dass der Beschw erdeführer in der R echtsm itteleingabe die Ein- reichung der O riginalm itgliedschaftskarte in Aussicht stellt, nicht zu einer anderen Beur- teilung zu führen verm ag, da er keine genügende Entschuldigung für die N ichtabgabe von Identitätspapieren anführen konnte, seine Vorbringen zu den Verfolgungs- und Fluchtgründen als haltlos zu bezeichnen sind (vgl. zur H altlosigkeit die unten stehenden Ausführungen) und es bei der 48-Stunden-Frist von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht um die Beschaffung neuer Papiere, sondern um die Abgabe der schon existierenden, für die R eise in die Schw eiz verw endeten Papiere geht (vgl. die für die vorliegende Konstellati- on nach w ie vor zutreffende Praxis der AR K in Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 1999 N r. 16 Erw . 5c.aa, S. 109 f.), dass das Bundesverw altungsgericht deshalb und aufgrund der unglaubhaften Ausfüh- rungen des Beschw erdeführers zu seiner R eise davon ausgeht, er habe authentische Identitäts- und R eisepapiere verw endet, w elche er jedoch innert 48 Stunden und bis heute in Verletzung seiner gesetzlichen M itw irkungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG ) den schw eizerischen Behörden nicht aushändigte, zum al die diesbezüglichen Ausführungen in der Beschw erde nicht zu überzeugen verm ögen, dass aufgrund der pflichtw idrigen N ichtabgabe entsprechender D okum ente die Identität des Beschw erdeführers bis heute nicht feststeht und dadurch auch seine persönliche G laubw ürdigkeit in Frage gestellt ist, dass das BFM darüber hinaus zu R echt und m it zutreffender Begründung von der U n- glaubhaftigkeit der vom Beschw erdeführer geltend gem achten Asylvorbringen ausging, dass zur Verm eidung von W iederholungen vollum fänglich auf die Erw ägungen der Vor- instanz in der angefochtenen Verfügung verw iesen w erden kann, dass der Beschw erdeführer m it dem blossen W iederholen seiner Aussagen und seiner Erklärungsversuche zur Auflösung von festgestellten U ngereim theiten sow ie dem Fest- halten an deren W ahrhaftigkeit in der Beschw erdeschrift nicht substanziiert darzutun verm ag, inw iefern das BFM in seinem Entscheid zu U nrecht die Vorbringen als nicht 7 glaubhaft bew ertet hat, dass darüber hinaus die Vorbringen als haltlos zu bezeichnen sind, zum al der Be- schw erdeführer die Tätigkeiten für die M ASSO B unsubstanziiert dargelegt hat, er den in der direkten Bundesanhörung erw ähnten zentralen Ausreisegrund - die Suche nach ihm aufgrund seiner Beteiligung an der Erschiessung von sechs Polizisten - in der ersten Befragung trotz der Frage nach w eiteren Fluchtgründen m it keinem W ort erw ähnt hat, es realitätsfrem d ist, dass sich der Beschw erdeführer trotz vorausgehender behördlicher Suche im Elternhaus w eiterhin zuhause aufgehalten habe, die Flucht durch die H intertür einen Allgem einplatz darstellt und zudem nicht substanziiert geschildert w urde, und es schliesslich fern der R ealität ist, via staatliches Fernsehen und R adio seine Erschie- ssung durch R egierungskräfte anzuordnen, dass sich das Bundesverw altungsgericht bisher nicht zur Frage geäussert hat, w elchem Bew eism assstab die in Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG erw ähnte Feststellung bzw . N ichtfest- stellung der Flüchtlingseigenschaft und die N otw endigkeit zusätzlicher Abklärungen (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG ) unterliegen, dass vorliegend diese Frage jedoch offen gelassen w erden kann, nachdem der Be- schw erdeführer - sogar unter Annahm e des Bew eism asses der H altlosigkeit, dem ge- m äss R echtsprechung der früheren AR K die N ichteintretenstatbestände von Art. 32 Abs. 2 Bst. e und f AsylG unterliegen (EM AR K 2005 N r. 2 E. 4.3., S. 16 f.; 2006 N r. 33 E. 6.1., S. 369) und bis zum 31. D ezem ber 2006 der frühere Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG un- terlag (EM AR K 2004 N r. 34 E. 4.2., S. 242 ff.; EM AR K 2004 N r. 22 E. 5b, S. 149) - keine G ründe geltend m acht, die zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft führen oder zu- sätzliche Abklärungen gem äss Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG als nötig erscheinen lassen w ürden, dass deshalb auch ohne Beantw ortung der Frage nach dem anzuw endenden Bew eis- m ass festzustellen ist, dass keiner der drei in Art. 32 Abs. 3 AsylG aufgeführten, dem R egelfall des N ichteintretens bei Erfüllen des Tatbestandes von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG entgegenstehenden G ründe vorliegt, dass die Vorinstanz som it zu R echt geschlossen hat, es bestehe w eder Anlass zur di- rekten Feststellung der Flüchtlingseigenschaft (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG ) noch zur Vornahm e zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder ei- nes W egw eisungsvollzugshindernisses (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG ), dass zusam m enfassend festzustellen ist, dass das BFM zu R echt in Anw endung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eingetre- ten ist, dass das N ichteintreten auf ein Asylgesuch in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz zur Folge hat, vorliegend der Beschw erdeführer w eder eine Aufenthaltsbew illi- gung besitzt noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat, w eshalb die verfügte W egw eisung im Einklang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht und zu bestätigen ist (Art. 44 Abs. 1 AsylG , Art. 32 Bst. a AsylV 1, vgl. die w eiterhin zutreffende Praxis der AR K in EM AR K 2001 N r. 21), dass zu prüfen bleibt, ob es G ründe gibt, die dem Vollzug der W egw eisung entgegen- stehen, da im Fall eines unzulässigen, unzum utbaren oder unm öglichen Vollzugs das Anw esenheitsverhältnis nach den Bestim m ungen des Bundesgesetzes über Aufenthalt 8 und N iederlassung der Ausländer vom 26. M ärz 1931 (AN AG , SR 142.20) über die vor- läufige Aufnahm e zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG ), dass der Vollzug der W egw eisung in Beachtung der m assgeblichen völker- und landes- rechtlichen Bestim m ungen zulässig ist, w eil keine Anhaltspunkte für eine m enschen- rechtsw idrige Behandlung ersichtlich sind, die dem Beschw erdeführer in seinem H eim at- oder H erkunftsstaat droht (Art. 14a Abs. 3 AN AG ), dass der gem äss Akten gesunde Beschw erdeführer eigenen Angaben zufolge bis 2005 im Palm öl-G eschäft gearbeitet hat, G ._______ sow ie die englische Sprache beherrscht und auch aufgrund seiner haltlosen Aussagen über die Fluchtgründe davon auszugehen ist, er verfüge im H eim atland über ein intaktes soziales und w irtschaftliches Beziehungs- netz, dass aufgrund der obigen Ausführungen nicht davon auszugehen ist, der Beschw erde- führer w ürde in N igeria in eine existenzbedrohende Situation geraten, dass aufgrund der Aktenlage som it nicht zu schliessen ist, der Vollzug der W egw eisung sei für den Beschw erdeführer unzum utbar im Sinne von Art. 14a Abs. 4 AN AG , w eil er bei einer R ückkehr in die H eim at in eine Situation geraten w ürde, die als konkrete G e- fährdung im Sinne der zu beachtenden Bestim m ungen zu w erten w äre, dass sich aufgrund der Akten schliesslich keine H inw eise auf das Vorliegen technischer Vollzugshindernisse ergeben, w eshalb der Vollzug auch als m öglich erscheint (Art. 14a Abs. 2 AN AG ), dass es dem Beschw erdeführer dem nach nicht gelungen ist darzutun, inw iefern die an- gefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrich- tig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (Art. 106 AsylG ), w eshalb die Beschw erde abzuw eisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE]) dem Beschw erdefüh- rer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). (D ispositiv nächste Seite)9 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden dem Beschw erdeführer auf- erlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichtskasse zu über- w eisen. 3. D ieses U rteil geht an: - Beschw erdeführer (eingeschrieben, Beilagen: Einzahlungsschein, Vernehm las- sung BFM vom 9. M ärz 2007) - BFM , Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung (vorab per Telefax) (R ef.- N r. N _______) - H ._______ D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: Beat W eber Barbara Balm elli Versand am :