<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00003</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106019&amp;W10_KEY=13013579&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00003</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.04.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 27.08.2001 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einbürgerung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Dem 17-jährigen ausländischen Beschwerdeführer mit über fünfjährigem Volksschulbesuch in der Schweiz ist die Aufnahme in das Gemeindebürgerrecht wegen fehlender wirtschaftlicher Erhaltungsfähigkeit ohne Rechtsverletzung verweigert worden, wogegen die angeblich mangelnde Eingliederung in die schweizerischen Verhältnisse nicht zur Gesuchsabweisung hätte führen können, weil die Eignung des Gesuchstellers für die Erteilung des Gemeindebürgerrechts nicht zu prüfen ist. Anspruch auf Erteilung des Gemeindebürgerrechts als Eintretensvoraussetzung gegeben (E. 1). Ablehnung des Einbürgerungsgesuchs nicht wegen fehlender Eignung, aber mangels wirtschaftlicher Erhaltungsfähigkeit rechtmässig (E. 2). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSLAND">AUSLAND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BÃRGERRECHT">BÃRGERRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EIGNUNG">EIGNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINBÃRGERUNG">EINBÃRGERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINDEBÃRGERRECHT">GEMEINDEBÃRGERRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ÃBRIGES BESONDERES VERWALTUNGSRECHT">ÃBRIGES BESONDERES VERWALTUNGSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIRTSCHAFTLICHE ERHALTUNGSFÃHIGKEIT">WIRTSCHAFTLICHE ERHALTUNGSFÃHIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Kantonale Verwaltungsgerichtsbeschwerde ST: ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS">ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 3 BÃRGERRV</span><br/><span class="gerade">§ 5 BÃRGERRV</span><br/><span class="ungerade">§ 22 lit. I BÃRGERRV</span><br/><span class="gerade">§ 20 lit. III GemeindeG</span><br/><span class="ungerade">§ 21 GemeindeG</span><br/><span class="gerade">§ 43 lit. I l VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A, geboren am 3. Februar 1984 in Z, StaatsangehÃ¶riger von Bosnien-Herzego­wina, reiste am 9. August 1993 als FlÃ¼chtling zusammen mit seinen El­tern in die Schweiz ein. Am 11. Mai 1994 wies das Bundesamt fÃ¼r FlÃ¼chtlinge das Asylgesuch der Familie vom 11. August 1993 ab und ordnete deren Wegweisung aus der Schweiz an. Ein erstes WiedererwÃ¤gungsgesuch vom 28. August 1998 wurde durch das Bundesamt fÃ¼r FlÃ¼cht­linge am 14. Januar 1999 abgelehnt; am 26. Ju­li 1999 wies die Schweizerische Asylre­kurskommission die hiergegen erhobene Be­schwerde ab. Am 5. Oktober 1999 liess die Familie erneut um WiedererwÃ¤gung des ablehnenden Asylentscheids ersuchen. Das Bun­desamt fÃ¼r FlÃ¼chtlinge hiess am 2. Februar 2000 das WiedererwÃ¤gungsgesuch gut, "soweit es sich auf den Vollzug der Wegweisung bezieht" (Dispositiv Ziffer 1), und ordnete die vorlÃ¤ufige Aufnahme fÃ¼r vor­erst zwÃ¶lf Monate ab eingetretener Rechtskraft seiner VerfÃ¼­gung an (Dispositiv Ziffern 2 und 3).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bereits im September 1999 hatten die Eltern von A das Formular "Ge­such um Er­teilung der eidg. EinbÃ¼rgerungsbewilligung" fÃ¼r ihren damals noch nicht 16-jÃ¤hrigen Sohn unterzeichnet. Nach einer Besprechung von Vertretern des Amts fÃ¼r Gemeinden und be­rufliche Vorsorge (BÃ¼rgerrecht und Zivilstandswesen / Bereich BÃ¼rgerrecht) der Direktion der Justiz und des Innern mit A und dessen Vater sowie verschiedenen Schriftenwechseln zwischen dem kantonalen Amt, dem Bun­desamt fÃ¼r AuslÃ¤nderfragen und dem Rechtsver­treter von A Ã¼ber die Frage des Wohnsitzes Ã¼bermittelte das Amt am 17. Dezember 1999 dem Gemeinderat X die Gesuchsunterlagen zur Weiterbearbeitung .</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 16. Mai 2000 beschloss die bÃ¼rgerliche Abteilung des Gemeinderats X: "Das EinbÃ¼rgerungsgesuch von A, geb. 1984, bosnisch-herzegowinischer Staats­angehÃ¶riger, wird im Sinne der ErwÃ¤gungen vorlÃ¤ufig abgelehnt" (Dispositiv Zif­fer 1). Die Wohnsitz­frage sei nicht schlÃ¼ssig geklÃ¤rt, doch wolle und kÃ¶nne die Gemeinde mangels ZustÃ¤ndig­keit auf diesen Punkt nicht nÃ¤her eingehen; es werde Sache der zustÃ¤n­digen Stellen des Kantons und des Bundes sein, Entscheide zu treffen und die ge­setzlichen Grundlagen klar zu definieren. Der Gesuchsteller habe bisher die Volksschule besucht und sei als Minder­jÃ¤hriger wirtschaftlich abhÃ¤ngig von seinen Eltern gewesen, die allerdings nicht in der Lage seien, den Lebensunterhalt in der Schweiz selbstÃ¤ndig zu be­streiten. Die weitere Ausbil­dung von A sei heute unklar und nicht gesichert. Bisher habe eine genÃ¼gende Eingliede­rung und Verwurzelung in der Schweiz und insbesondere in X nicht stattgefunden. FÃ¼r den Gemeinderat sei es auch nicht klar, ob der Gesuchsteller willens sei, die schweizerische Rechtsordnung zu beachten, nachdem seine Familie die be­hÃ¶rdlich verfÃ¼gte Ausreisefrist missachtet habe. Im heutigen Zeitpunkt seien die Voraus­setzungen zur Erteilung des SchweizerbÃ¼rgerrechts in verschiedenen Punkten nicht gege­ben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Den hiergegen erhobenen Rekurs vom 25. Mai 2000 wies der Bezirksrat am 20. Dezember 2000 "im Sinne der ErwÃ¤gungen" ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aus den EntscheidungsgrÃ¼nden ist festzuhalten: Die Aufnahme in das BÃ¼rgerrecht der Gemeinde X sei nicht wegen Fehlens der formellen EinbÃ¼rgerungsvorausset­zungen abgelehnt worden, sondern mangels wirtschaftlicher SelbstÃ¤ndigkeit sowie wegen ungenÃ¼­gender Eingliederung und fehlendem Vertrautsein mit den schweizerischen Ver­hÃ¤ltnissen. GemÃ¤ss Praxis der Direktion der Justiz und des Innern umfassten RechtsansprÃ¼­che gegen Dritte im Sinn von § 5 der Verordnung Ã¼ber das Gemeinde- und das Kantons­­bÃ¼r­gerrecht (Kantonale BÃ¼rgerrechtsverordnung) vom 25. Oktober 1978 (BÃ¼rgerrechtsV; LS 141.11) nachweisbare Unterhalts- oder RentenansprÃ¼che gegenÃ¼ber Dritten oder priva­ten und Ã¶f­fentlichen Versicherungen; FÃ¼rsorgeleistungen, das heisst direkt an den Staat gerichtete AnsprÃ¼che, wÃ¼rden nicht als solche anerkannt. Als SchÃ¼ler verfÃ¼ge der Gesuch­steller Ã¼ber kein Einkommen, und mangels Lehrstelle sei auch ungewiss, ob und in wel­chem Umfang er kÃ¼nftig ein solches erzielen werde. Seinem Rechtsanspruch auf Kindes­unterhalt gegen­Ã¼ber den Eltern kÃ¶nnten diese nicht nachkommen, da sie selber auf staatli­che UnterstÃ¼t­zung angewiesen seien. Soweit der Gemeinderat X das EinbÃ¼rge­rungs­gesuch unter Beru­fung auf §§ 3 und 5 BÃ¼rgerrechtsV abgewiesen habe, halte der Ent­scheid angesichts dieser tatsÃ¤chlichen Gegebenheiten einer rechtlichen PrÃ¼fung stand. Die Verweigerung des Ge­meindebÃ¼rgerrechts sei aber auch insoweit gerechtfertigt, als sie sich auf die mangelnde Eignung des Gesuchstellers nach Art. 14 des Bundesgesetzes vom 29. September 1952 Ã¼ber Erwerb und Verlust des Schweizer BÃ¼rgerrechts (BÃ¼rgerrechtsge­setz [BÃ¼G; SR 141.0]) und § 21 BÃ¼rgerrechtsV stÃ¼tze (was nÃ¤her ausgefÃ¼hrt wurde).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 5. Januar 2001 liess A dem Verwaltungsge­richt beantra­gen, den Rekursentscheid des Bezirksrats vom 20. Dezember 2000 aufzuheben und den Gemeinderat X anzuweisen, A "ordnungsgemÃ¤ss einzubÃ¼rgern", unter Kosten- und Ent­schÃ¤digungsfolgen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BegrÃ¼ndung ist zusammengefasst zu entnehmen: Der BeschwerdefÃ¼hrer sei hier aufgewachsen und habe "seit der Einschulung alle Schulen â zusammen mit Schweizer Kindern â besucht". Er mache aktiv im Fussballverein FC X mit und treibe auch sonst mit seinen Schweizer Kollegen Sport. Von mangelnder Eingliederung in X kÃ¶nne jedenfalls keine Rede sein. Der Vater des BeschwerdefÃ¼hrers bestreite mit redlicher Arbeit den Un­terhalt der Familie, und die Feststellung der Vorinstanz, die Familie lebe heute von der FÃ¼rsorge, sei vollkommen akten- und tatsachenwidrig. Der BeschwerdefÃ¼h­rer bemÃ¼he sich darum, eine Lehrstelle zu finden. Die EinbÃ¼rgerung des BeschwerdefÃ¼h­rers verschaffe des­sen Eltern die Aufenthaltsberechtigung in der Schweiz, weshalb es nicht zutreffe, dass er hier allein bleiben mÃ¼sste.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Gemeinderat X beantragte am 30. Januar/2. Februar 2001 Abweisung der Be­schwerde, desgleichen der Bezirksrat am 23./24. Januar 2001 "unter Kos­ten- und EntschÃ¤­digungsfolgen zu Lasten des BeschwerdefÃ¼hrers".</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">1. a) Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft seine ZustÃ¤ndigkeit von Amtes wegen (§ 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspfle­gegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 5 N. 3). <span>GemÃ¤ss § 43 Abs. 1 lit. l VRG </span>(in der Fassung vom 8. Juni 1997) <span>ist die Beschwerde an das Verwaltungsge­richt Ã¼ber den Erwerb des BÃ¼rgerrechts unzulÃ¤ssig, sofern kein Anspruch auf EinbÃ¼rgerung besteht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In der Schweiz geborene Personen auslÃ¤ndischer StaatsangehÃ¶rigkeit werden im Recht auf kommunale<i> </i>EinbÃ¼rgerung den Schweizer BÃ¼rgern und BÃ¼rgerinnen gleichge­stellt (§ 21 Abs. 2 Satz 1 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 [GemeindeG]; vgl. auch § 22 Abs. 1 Satz 1 BÃ¼r­gerrechtsV). Danach sind die politischen Gemeinden verpflichtet, jede mindestens seit zwei Jahren in der Gemeinde (bzw. im Kanton, wenn sie zwischen 16 und 25 Jahre alt ist) wohnende gesuchstellende Person auf ihr Verlangen in das BÃ¼rger­recht der Gemeinde aufzunehmen, sofern sie sich und ihre Fa­milie selber zu erhalten ver­mag, genÃ¼gende Ausweise Ã¼ber ihre bisherige Heimats- und FamilienverhÃ¤ltnisse und Ã¼ber einen unbescholtenen Ruf beibringt und eine Einkaufsge­bÃ¼hr entrichtet (§ 21 Abs. 1 Ge­meindeG). Nach § 21 Abs. 3 GemeindeG werden nicht in der Schweiz geborene AuslÃ¤nder zwischen 16 und 25 Jahren den in der Schweiz Geborenen in diesem Alter gleichgestellt, sofern sie nachweisen kÃ¶nnen, dass sie in der Schweiz wÃ¤hrend mindestens fÃ¼nf Jahren den Unterricht auf Volks- oder Mittelschulstufe in einer der Landessprachen be­sucht haben (vgl. auch § 22 Abs. 1 Satz 2 BÃ¼rgerrechtsV).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wie das Verwaltungsgericht bereits entschieden hat (VGr, 17. Mai 2000, VB.2000. 00134; VGr, 8. November 2000, VB.2000.00330), haben unter den in § 21 Abs. 2 und 3 GemeindeG bzw. in § 22 Abs. 1 BÃ¼r­gerrechtsV genannten Voraussetzungen Personen aus­lÃ¤ndischer StaatsangehÃ¶rigkeit einen Rechtsanspruch auf die Erteilung des GemeindebÃ¼rger­rechts. Dieser Anspruch begrÃ¼ndet gemÃ¤ss § 43 Abs. 1 lit. l VRG die ZustÃ¤ndigkeit des Ver­waltungsgerichts ungeachtet des Umstands, dass fÃ¼r den Erwerb der schweizerischen Staats­bÃ¼rgerschaft auch die BÃ¼rgerrechte des Bundes und des Kantons erforderlich sind. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der BeschwerdefÃ¼hrer ist ein nicht in der Schweiz geborener AuslÃ¤nder im Alter zwischen 16 und 25 Jahren und hat unstreitig wÃ¤hrend mindestens fÃ¼nf Jahren die Volks­schule in der Schweiz besucht. Damit hat er unter den Voraussetzungen von § 21 Abs. 1 GemeindeG Anspruch auf Erteilung des GemeindebÃ¼rgerrechts und ist auf die Beschwerde einzutreten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Der Gemeinderat X hat das EinbÃ¼rgerungsgesuch des BeschwerdefÃ¼hrers aus verschiedenen GrÃ¼nden "vorlÃ¤ufig abgelehnt". Nicht dazu hat er â im Ergebnis zu Recht (vgl. den in der Beschwerde erwÃ¤hnten Entscheid VGr, 8. November 2000, VB.2000. 00330) â ausdrÃ¼cklich die seiner Ansicht nach problematische Frage der Wohn­sitzvoraus­setzungen gezÃ¤hlt, worauf der Bezirksrat zutreffend hingewiesen hat und was die entspre­chenden und jene in der Rekursschrift wiederholenden AusfÃ¼hrungen in der Beschwerde­schrift von vornherein als Ã¼berflÃ¼ssig erscheinen lÃ¤sst. Die Ablehnungs­grÃ¼nde liegen laut dem Beschluss des Gemeinderats und dem Rekursentscheid des Bezirks­rats im Fehlen der wirtschaftlichen ErhaltungsfÃ¤higkeit einerseits und vor allem in der man­gelnden Eingliede­rung des BeschwerdefÃ¼hrers in die schweizerischen VerhÃ¤ltnisse anderseits.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Der BeschwerdefÃ¼hrer ist wie festgestellt gemÃ¤ss § 21 Abs. 3 GemeindeG gleich zu behandeln wie in der Schweiz geborene AuslÃ¤nder, die nach § 21 Abs. 2 GemeindeG im Recht auf EinbÃ¼rgerung den Schweizer BÃ¼rgern gleichgestellt werden (Satz 1). Dabei bleibt nach § 21 Abs. 2 Satz 2 GemeindeG einzig § 20 Abs. 3 GemeindeG vorbehalten, wo­nach das einem AuslÃ¤nder verliehene GemeindebÃ¼rgerrecht "zu seiner GÃ¼ltigkeit der Erteilung des Landrechtes durch den Regierungsrat oder die von diesem als zustÃ¤ndig be­zeichnete Direktion" bedarf.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nicht zu den Voraussetzungen zur Erlangung des GemeindebÃ¼rgerrechts gehÃ¶rt da­her, abgesehen vom hier nicht in Frage stehenden "unbescholtenen Ruf" gemÃ¤ss § 21 Abs. 1 GemeindeG, die "Eignung" des BeschwerdefÃ¼hrers im Sinn von Art. 14 BÃ¼G bzw. § 21 und § 22 Abs. 1 BÃ¼rgerrechtsV. Diese ist nicht fÃ¼r die Erteilung des GemeindebÃ¼rger­rechts zu beur­teilen, sondern nach Art. 14 BÃ¼G durch das Bundesamt fÃ¼r Polizeiwesen (Art. 13 Abs. 1 und 5 BÃ¼G) fÃ¼r die EinbÃ¼rgerungsbewilligung und nach § 20 Abs. 3 Ge­meindeG in Ver­bindung mit § 32 BÃ¼rgerrechtsV (in der Fassung vom 11. August 1999) durch die Direk­tion der Justiz und des Innern fÃ¼r die Erteilung des KantonsbÃ¼rgerrechts (vgl. Hans Rudolf Thalmann, Kommentar zum ZÃ¼rcher Gemeindegesetz, 3. A., WÃ¤dens­wil 2000,</span><span> </span><span>§ 21 N. 2.3). Soweit aus § 22 Abs. 1 Satz 1 BÃ¼rgerrechtsV der Schluss gezogen wÃ¼rde, die Gemeinde kÃ¶nne die Erteilung des GemeindebÃ¼rgerrechts mangels Eignung des Gesuch­stellers verweigern, widersprÃ¤che dies dem Gemeindegesetz (etwas missverstÃ¤nd­lich Thalmann, § 21 N. 3.2, gestÃ¼tzt auf die Weisung des Regierungsrats vom 17. April 1996, ABl 1996, 945 ff., 947). Allerdings bleibt der Ge­meinde die MÃ¶glichkeit oder ist sie sogar dazu verpflichtet, der Direktion der Justiz und des Innern von ihrer Beurteilung der Eignung des in das GemeindebÃ¼rgerrecht Aufgenom­menen Kenntnis zu geben, und bleibt es ihr unbenommen, der Direktion allenfalls die Nichterteilung des KantonsbÃ¼rgerrechts zu beantragen (VGr, 28. Februar 2001, VB.2000.00389).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Gesuchsablehnung durch den Gemeinderat X und der diese bestÃ¤tigende Re­kursentscheid des Bezirksrats erweisen sich demnach insoweit als rechtsverletzend, als sie sich auf die angeblich "ungenÃ¼gende Eingliederung in die schweizerischen VerhÃ¤ltnis­se" bzw. mangelnde Eignung des BeschwerdefÃ¼hrers stÃ¼tzen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) DemgegenÃ¼ber ist nach § 21 Abs. 1 GemeindeG eine Voraussetzung fÃ¼r die Pflicht zur Aufnahme in das GemeindebÃ¼rgerrecht, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer "selber zu erhalten vermag". Der Gemeinderat hat daher das EinbÃ¼rgerungsgesuch abweisen dÃ¼r­fen, wenn er ohne Rechtsverletzung zum Schluss gekommen ist, dem BeschwerdefÃ¼hrer fehle die wirtschaftliche ErhaltungsfÃ¤higkeit.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die FÃ¤higkeit zur wirtschaftlichen Erhaltung gilt gemÃ¤ss § 5 BÃ¼rgerrechtsV als ge­geben, wenn die Lebenskosten und Unterhaltsverpflichtungen des Bewerbers voraussicht­lich in angemessenem Umfang durch Einkommen, VermÃ¶gen und RechtsansprÃ¼che gegen Dritte gedeckt sind. Die Feststellung des Gemeinderats X und des Bezirksrats, dass nicht damit gerechnet werden kÃ¶nne, der BeschwerdefÃ¼hrer selbst werde in absehbarer Zeit ein regelmÃ¤ssiges Einkommen erzielen, ist jedenfalls nicht rechtsverletzend und wird in der Beschwerde denn auch nicht bestritten. Hingegen bezeichnet der BeschwerdefÃ¼hrer die Aus­­fÃ¼hrung des Bezirksrats, wonach die Eltern fÃ¼r die Bestreitung ihres Lebensunterhalts und den ihres Sohnes auf staatliche UnterstÃ¼tzung angewiesen seien, als "vollkommen ak­ten- und tatsachenwidrig", ohne jedoch NÃ¤heres dazu auszufÃ¼hren und ohne auf die vom Bezirksrat bezeichneten Akten auch nur einzugehen. Daraus geht hervor, dass die Familie mindestens teilweise FÃ¼rsorgeleistungen (und nicht bloss Versicherungsleistungen, auf die ein Anspruch im Sinn von § 5 BÃ¼rgerrechtsV besteht) empfangen hat und zudem fÃ¼r die gemeindeeigene Unterkunft einen bescheidenen, weit unter den Ã¼blichen Mietzinsen lie­genden Beitrag leistet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der angefochtene Bezirksratsentscheid hÃ¤lt daher der verwaltungsgerichtlichen PrÃ¼­fung gemÃ¤ss §§ 50 f. VRG insoweit stand, als er die "vorlÃ¤ufige" Gesuchsablehnung des Gemeinderats X wegen fehlender wirtschaftlicher ErhaltungsfÃ¤higkeit als recht­mÃ¤s­sig wÃ¼rdigt. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. â¦</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>