<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2004.00075</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204951&amp;W10_KEY=4467139&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2004.00075</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.03.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 28.11.2005 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 1999 (1.1. - 30.6.)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Internationale Steuerausscheidung<br/>Besteuerung einer Zürcher Betriebsstätte einer ausländischen juristischen Person<br/><br/>Die Beschwerdeführerin ist eine juristische Person mit Sitz in Frankreich und drei Betriebsstätten in der Schweiz, wovon eine im Kanton Zürich liegt. Diese hat im Jahr 1999 einen Gewinn erzielt, während das Gesamtunternehmen einen Verlust erlitten hat. <br/>Die objektmässige Einschätzung der Beschwerdeführerin für ihre zürcherische Betriebsstätte, also einzig aufgrund des im Kanton erzielten Gewinns und des hier gelegenen Kapitals und den Verlust des Gesamtunternehmens ausser Acht lassend, entspricht den ab Steuerjahr 1999 geltenden Vorgaben des Zürcher Steuergesetzes und verstösst weder gegen das im DBA-Frankreich enthaltene Diskriminierungsverbot noch gegen das bundesverfassungsrechtliche Gleichbehandlungsgebot. (Anders verhielte es sich nur, wenn dadurch mehr als der gesamte in der Schweiz erzielte Gewinn [bzw. das gesamte hier gelegene Kapital] des ausländischen Unternehmens besteuert würde. Diesfalls müsste der Kanton Zürich seinen Besteuerungsanspruch auf den nach der quotenmässigen Methode bestimmten Anteil an dem in der Schweiz erzielten Gewinn bzw. an dem in der Schweiz gelegenen Kapital herabsetzen.)<br/>Der kantonale Gesetzgeber war auch nicht gehalten, eine Übergangsregelung bezüglich der Übernahme noch nicht verrechneter anteilsmässiger Verluste des Gesamtunternehmens vorzusehen.<br/>Die Höhe der von der Rekurskommission ausgefällten Staatsgebühr erweist sich als rechtsmässig.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSCHEIDUNG">AUSSCHEIDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: BESTEUERUNG DER JURISTISCHEN PERSONEN">BESTEUERUNG DER JURISTISCHEN PERSONEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BETRIEBSSTÃTTE">BETRIEBSSTÃTTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DBA-F">DBA-F</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DISKRIMINIERUNGSVERBOT">DISKRIMINIERUNGSVERBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DOPPELBESTEUERUNG">DOPPELBESTEUERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuerrechtliche GrundsÃ¤tze mit Verfassung ST: DOPPELBESTEUERUNGSABKOMMEN (DBA)">DOPPELBESTEUERUNGSABKOMMEN (DBA)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLEICHBEHANDLUNG">GLEICHBEHANDLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OBJEKTMÃSSIG">OBJEKTMÃSSIG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: QUOTENMÃSSIG">QUOTENMÃSSIG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHLECHTERSTELLUNGSVERBOT">SCHLECHTERSTELLUNGSVERBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STAATSGEBÃHR">STAATSGEBÃHR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STEUERAUSSCHEIDUNG">STEUERAUSSCHEIDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃBERGANGSREGELUNG">ÃBERGANGSREGELUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNGLEICHBEHANDLUNG">UNGLEICHBEHANDLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERLUSTVERRECHNUNG">VERLUSTVERRECHNUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 46 Abs. II aBV</span><br/><span class="gerade">§ 6 aStG</span><br/><span class="ungerade">§ 7 aStG</span><br/><span class="gerade">Art. 8 Abs. I BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 127 Abs. III BV</span><br/><span class="gerade">Art. 26 DBA-F</span><br/><span class="ungerade">§ 56 Abs. I StG</span><br/><span class="gerade">§ 57 Abs. III StG</span><br/><span class="ungerade">§ 57 Abs. IV StG</span><br/><span class="gerade">§ 58 StG</span><br/><span class="ungerade">§ 70 StG</span><br/><span class="gerade">§ 24 VO [St]RK</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2005 Nr. 88 S. 197</span><br/><span class="gerade">STE 2005 Nr. 6</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 1 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Die Gesellschaft A mit Sitz in Frankreich unterhielt bis 30. Juni 1999 in der Schweiz drei BetriebsstÃ¤tten, eine davon im Kanton ZÃ¼rich. Auf 1. Juli 2000 wurden diese BetriebsstÃ¤tten mittels Sacheinlage in eine neu gegrÃ¼ndete schweizerische Gesellschaft Ã¼berfÃ¼hrt.</p> <p class="Urteilstext">Das kantonale Steueramt veranlagte die A mit EinschÃ¤tzungs- und Einspracheentscheid vom 14. August 2003 bzw. 9. Februar 2004 hinsichtlich der Betriebs­stÃ¤tte ZÃ¼rich fÃ¼r die Steuerperiode vom 1. Januar bis 30. Juni 1999 mit einem steuerbaren Reingewinn von Fr. â¦ und einem satzbestimmenden Reingewinn von Fr. â¦ sowie einem steuerbaren Kapital von Fr. â¦ Das Steueramt ermittelte den steuerbaren Reingewinn aufgrund einer objektmÃ¤ssigen (direkten) Steuerausscheidung gestÃ¼tzt auf die Jahresrechnung vom 1. Januar bis 30. Juni 1999 der BetriebsstÃ¤tte, welchen sie fÃ¼r die Satzbestimmung auf ein Jahr umrechnete. Es verwarf den Standpunkt der Pflichtigen, die Ausscheidung sei ausgehend vom (negativen) Gesamtergebnis des A quotenmÃ¤ssig (indirekt) vorzunehmen, was zu einem steuerbaren Gewinn von Fr. â¦ fÃ¼hre. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Steuerrekurskommission II wies den hiergegen gerichteten Rekurs der Pflichtigen am 16. Juli 2004 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 17. September 2004 liess die Pflichtige dem Verwaltungsgericht beantragen, sie sei fÃ¼r die Steuerperiode vom 1. Januar bis 30. Juni 1999 mit einem steuerbaren und satzbestimmenden Gewinn von Fr. â¦ sowie mit einem steuerbaren Kapital von Fr. â¦ einzuschÃ¤tzen. Ausserdem verlangte sie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend die Steuerrekurskommission II auf Vernehmlassung verzichtete, schloss das kantonale Steueramt auf Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden.</p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sachverhalt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das von der Re­kurs­kommission in Ãbereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf Angemessen­heit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekurs­instanz zu setzen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts erstreckt sich lediglich auf rechtsverletzende Ermessensfehler, d.h. auf ErmessensÃ¼berschreitung und auf Ermes­sens­missbrauch.</p> <p class="Urteilstext">Ihr Ermessen Ã¼berschreitet die BehÃ¶rde, wenn sie den Rahmen des ihr gesetzlich zustehenden Ermessens verlÃ¤sst, indem sie nach Ermessen entscheidet, obwohl ihr das Gesetz kein solches einrÃ¤umt. Ein Ermessensmissbrauch liegt vor, wenn die BehÃ¶rde das Ermessen zwar im gesetzlich vorgegebenen Rahmen ausÃ¼bt, dieses aber unter sachfremden Gesichtspunkten oder in Missachtung allgemeiner Rechtsprinzipien betÃ¤tigt; das ist insbe­sondere der Fall, wenn die ErmessensbetÃ¤tigung als unhaltbar, als willkÃ¼rlich und rechts­ungleich erscheint (RB 1999 Nr. 147).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Im Steuerbeschwerdeverfahren gilt das Novenverbot, wonach neue tatsÃ¤chliche Vor­bringen oder Beweismittel vor Verwaltungsgericht ausgeschlossen sind. FÃ¼r das Gericht ist somit die gleiche Aktenlage massgebend wie fÃ¼r die Rekurskommission. Tatsachen oder Beweismittel, die nicht im Rekursverfahren â und zwar grundsÃ¤tzlich wÃ¤hrend der Rekurs­frist â behauptet bzw. vorgelegt oder angerufen worden sind, dÃ¼rfen infolgedessen mit der Be­schwerde nicht nachgebracht werden. Ausgenommen sind einzig echte Noven, namentlich neue tatsÃ¤chliche Behauptungen und Beweismittel, die auf einem Revisions- oder Nachsteuergrund (§ 155 bzw. § 160 StG) beruhen oder der StÃ¼tzung von geltend ge­machten Rechtsverletzungen dienen, die ihrer Natur nach neuer tatsÃ¤chlicher Vorbringen oder Beweismittel bedÃ¼rfen. Neue, erstmals vor Verwaltungsgericht gestellte Rechtsbe­gehren sind schliesslich allgemein zulÃ¤ssig, sofern sie sich nicht auf Tatsachen und Beweis­mittel stÃ¼tzen, welche unter das Novenverbot fallen (RB 1999 Nr. 149).</p> <p class="Urteilstext">Diese Rechtslage im Steuerbeschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht ist vergleichbar mit derjenigen im Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren vor Bundesgericht, wo ge­mÃ¤ss Art. 105 Abs. 2 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 (OG) die Sach­verhaltsfeststellung das Bundesgericht bindet, wenn eine richterliche BehÃ¶rde als Vorinstanz den Sachverhalt nicht offensichtlich unrichtig, unvollstÃ¤ndig oder unter Ver­letzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt hat, woraus sich in solchen FÃ¤l­len die UnzulÃ¤ssigkeit neuer Tatsachen und Beweismittel ergibt (BGE 130 II 149 E. 1.2 mit weiteren Hinweisen; BGr, 2. Mai 2000, 2A.499/1999 E. 1b, www.bger.ch; Alfred KÃ¶lz/Isabelle HÃ¤ner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. A., ZÃ¼rich 1998, N. 940 ff.). Damit befindet sich das vor dem ZÃ¼rcher Verwaltungsgericht bei Steuerbeschwerden geltende Novenverbot auch in Ãbereinstimmung mit Art. 98a Abs. 3 OG und hÃ¤lt es im Ãbrigen auch vor den verfassungsrechtlichen Anforderungen der voraus­sichtlich auf anfangs 2007 in Kraft tretenden Rechtsweggarantie stand (vgl. Art. 103 des Entwurfs zum Bundesgerichtsgesetz vom 28. Februar 2001 e contrario; BBl 2001 4507).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Juristische Personen mit Sitz oder mit tatsÃ¤chlicher Verwaltung ausserhalb des Kantons sind hier laut § 56 Abs. 1 lit. b StG steuerpflichtig, wenn sie im Kanton BetriebsstÃ¤tten unterhalten. Die Steuerpflicht beschrÃ¤nkt sich kraft § 57 Abs. 2 StG auf die Teile des Gewinns oder Kapitals, fÃ¼r die gemÃ¤ss der vorerwÃ¤hnten Vorschrift eine Steuerpflicht im Kanton besteht, mithin auf die Gewinn- und Kapitalteile, welche auf die BetriebsstÃ¤tte entfallen. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die Steuerausscheidung erfolgt nach § 57 Abs. 3 Satz 1 StG im VerhÃ¤ltnis zu anderen Kantonen und zum Ausland nach den GrundsÃ¤tzen des Bundesrechts Ã¼ber das Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung. Das Bundesgericht hat in seiner gesetzesvertretenden Rechtsprechung zum verfassungsrechtlichen Doppelbesteuerungsverbot von Art. 127 Abs. 3 BV (bzw. Art. 46 Abs. 2 aBV) die quotenmÃ¤ssige Ausscheidung als massgebend erklÃ¤rt. Nach dieser Ausscheidungsmethode sind der gesamte Gewinn und das gesamte Kapital eines Unternehmens anteilsmÃ¤ssig auf die einzelnen Steuerdomizilkantone aufzu­teilen, wobei die beteiligten Kantone zusammen nie mehr als 100 % des Gesamtgewinns und -kapitals besteuern dÃ¼rfen. Die objektmÃ¤ssige Ausscheidungsmethode ist dement­sprechend unzulÃ¤ssig; dem BetriebsstÃ¤ttekanton ist deshalb untersagt, isoliert vom Er­gebnis des gesamten Unternehmens nur den von der BetriebsstÃ¤tte erzielten Gewinn und das Kapital der BetriebsstÃ¤tte zu besteuern (vgl. Ernst HÃ¶hn/Peter MÃ¤usli, Interkantonales Steuer­recht, 4. A., Bern etc. 2000, § 26 Ziff. 3 ff, und Peter Locher, Interkantonales Steuerrecht, 2. A., Bern 2003, S. 120, je mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2">Laut § 57 Abs. 3 Satz 1 StG bleibt jedoch Abs. 4 dieser Vorschrift vorbehalten. Danach haben Steuerpflichtige ohne Sitz oder tatsÃ¤chliche Verwaltung in der Schweiz fÃ¼r BetriebsstÃ¤tten den im Kanton erzielten Gewinn und das im Kanton gelegene Kapital zu versteuern. Anwendbar ist infolgedessen die objektmÃ¤ssige Ausscheidungsmethode. Die Betriebs­stÃ¤tte wird so besteuert, wie wenn sie ein selbstÃ¤ndiges Unternehmen wÃ¤re.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Juristische Personen, die im Kanton nur fÃ¼r einen Teil ihres Gewinns und Kapitals steuerpflichtig sind, entrichten gemÃ¤ss § 58 Abs. 1 StG die Steuern fÃ¼r die im Kanton steuerbaren Werte nach dem Steuersatz, der ihrem gesamten Gewinn und Kapital entspricht. Vorbehalten bleibt jedoch Abs. 2, welcher vorschreibt, dass Steuerpflichtige ohne Sitz oder tatsÃ¤chliche Verwaltung in der Schweiz die Steuern fÃ¼r BetriebsstÃ¤tten im Kanton zu dem Steuersatz zu entrichten haben, der dem im Kanton erzielten Gewinn und dem im Kanton gelegenen Kapital entspricht.</p> <p class="Urteilstext">Der Steuersatz fÃ¼r den auf die BetriebsstÃ¤tte entfallenden Gewinn bzw. das Betriebs­stÃ¤ttekapital bestimmt sich folglich fÃ¼r Unternehmen mit Sitz oder Verwaltung in der Schweiz aufgrund des gesamten Gewinns und Kapitals des Unternehmens. DemgegenÃ¼ber ist fÃ¼r Unternehmen ohne Sitz oder Verwaltung in der Schweiz der Steuersatz massgebend, der dem im Kanton erzielten Gewinn und dem im Kanton gelegenen Kapital entspricht. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist eine juristische Person mit Sitz in Frankreich und einer BetriebsstÃ¤tte im Kanton ZÃ¼rich. Diese hat im Jahr 1999 einen Gewinn erzielt, wÃ¤hrend das Gesamtunternehmen einen Verlust erlitten hat. Die Vorinstanzen haben die Be­schwerde­fÃ¼hrerin fÃ¼r ihre zÃ¼rcherische BetriebsstÃ¤tte einzig aufgrund des im Kanton erzielten Gewinns und des hier gelegenen Kapitals â also objektmÃ¤ssig â eingeschÃ¤tzt und den Verlust des Gesamtunternehmens ausser Acht gelassen. Diese EinschÃ¤tzung erweist sich im Licht des kantonalen Rechts als gesetzmÃ¤ssig, weil sie mit den erwÃ¤hnten Vorschriften von § 57 Abs. 3 und Abs. 4 sowie § 58 Abs. 2 StG im Einklang steht.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Art. 26 Abs. 1 des Abkommens vom 9. September 1966 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der FranzÃ¶sischen Republik zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom VermÃ¶gen (DBA-F; SR 0.672.934.91) bestimmt, dass die StaatsangehÃ¶rigen eines Vertragsstaates in dem anderen Vertragsstaat weder einer Besteuerung noch einer damit zusammenhÃ¤ngenden Verpflichtung unterworfen werden dÃ¼rfen, die anders oder belastender sind als die Besteuerung und die damit zusammenhÃ¤ngenden Verpflichtungen, denen die StaatsangehÃ¶rigen des anderen Staates unter gleichen VerhÃ¤ltnissen unterworfen sind oder unterworfen werden kÃ¶nnen. Insbesondere darf nach Abs. 3 Satz 1 dieser Bestimmung die Besteuerung einer BetriebsstÃ¤tte, die ein Unternehmen eines Vertragsstaates in dem anderen Vertragsstaat hat, in dem anderen Staat nicht ungÃ¼nstiger sein als die Besteuerung von Unternehmen des anderen Staates, die die gleiche TÃ¤tigkeit ausÃ¼ben.</p> <p class="Urteilstext">Art. 26 Abs. 3 Satz 1 DBA-F<span> untersagt folglich die steuerrechtliche Ungleichbehandlung franzÃ¶sischer und schweizerischer Unternehmen mit gleicher TÃ¤tigkeit fÃ¼r BetriebsstÃ¤tten, die sie im andern Staat haben, falls die Ungleichbehandlung zu einer ungÃ¼nstigeren Be­steuerung der BetriebsstÃ¤tte fÃ¼hrt. Das staatsvertragliche Diskriminierungsverbot bewirkt somit ein Verbot der Schlechterstellung eines im andern Staat ansÃ¤ssigen Unternehmens fÃ¼r deren inlÃ¤ndische BetriebsstÃ¤tte aus dem einzigen Grund, weil dieses nicht in vollem Umfang der inlÃ¤ndischen Steuerhoheit untersteht; die ungÃ¼nstigere Besteuerung der BetriebsstÃ¤tte ist daher nur zulÃ¤ssig, wenn sie aus andern (sachlichen) GrÃ¼nden geschieht (vgl. OECD-Kommentar zum Musterabkommen, Art. 24 N 21; Alexander Rust in: Klaus Vogel/Moris Lehner (Hrsg.), Doppelbesteuerungsabkommen, 4. A., MÃ¼nchen 2003, Art. 24 N. 101; zum interkantonalen Schlechterstellungsverbot: BGE 130 I 205 E. 4.1 S. 210 mit Hinweisen; HÃ¶hn/MÃ¤usli, § 4 Ziff. 17 ff.; Locher, S. 42 f.). Dabei ist die Besteuerung des auslÃ¤ndischen Unternehmens mit Blick auf die inlÃ¤ndische BetriebsstÃ¤tte mit der Besteuerung eines rein inlÃ¤ndischen Unternehmens zu vergleichen (vgl. Xavier Oberson, PrÃ©cis de droit fiscal international, 2. A., Bern 2004, S. 206 Rz. 663); als Vergleichsobjekt hat daher nicht die von einer auslÃ¤ndischen Gesellschaft beherrschte inlÃ¤ndische Tochtergesellschaft zu dienen (Rust, Art. 24 N. 101). </span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die in Frankreich ansÃ¤ssige BeschwerdefÃ¼hrerin wird fÃ¼r ihre zÃ¼rcherische Betriebs­stÃ¤tte mit Bezug auf die zÃ¼rcherische Gewinn- und Kapitalsteuer nicht schlechter gestellt als ein im Kanton ZÃ¼rich ansÃ¤ssiges Unternehmen. Denn aufgrund der nach § 57 Abs. 4 StG anwendbaren objektmÃ¤ssigen Ausscheidungsmethode in Verbindung mit der Steuer­satz­vorschrift von § 58 Abs. 2 StG wird die BetriebsstÃ¤tte so besteuert, wie wenn sie ein selbstÃ¤ndiges Unternehmen mit Sitz oder Verwaltung im Kanton ZÃ¼rich wÃ¤re (vgl. Peter Locher, EinfÃ¼hrung in das internationale Steuerrecht der Schweiz, 2. Auflage, Bern 2000, S. 541; Oberson, S. 207 Rz. 664).</p> <p class="Urteilstext">DemgegenÃ¼ber wird die BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r ihre zÃ¼rcherische BetriebsstÃ¤tte un­gÃ¼nstiger behandelt als ein in einem andern schweizerischen Kanton ansÃ¤ssiges Unter­nehmen fÃ¼r dessen zÃ¼rcherische BetriebsstÃ¤tte, weil dieses gemÃ¤ss § 57 Abs. 3 Satz 1 StG auf der Grundlage der quotenmÃ¤ssigen Ausscheidungsmethode im Kanton ZÃ¼rich fÃ¼r ihren Anteil am Gesamtgewinn des Unternehmens besteuert wird, welcher zur Satzbestimmung herangezogen wird (§ 58 Abs. 1 Satz 1 StG). Indessen verbietet das abkommensrechtliche Diskriminierungsverbot diese Ungleichbehandlung nicht, weil es nur die Diskriminierung schweizerischer BetriebsstÃ¤tten franzÃ¶sischer Unternehmen gegenÃ¼ber schweizerischer Unternehmen untersagt. Die Diskriminierung schweizerischer BetriebsstÃ¤tten franzÃ¶sischer Unternehmen gegenÃ¼ber schweizerischen BetriebsstÃ¤tten von Unternehmen, die in andern LÃ¤ndern ansÃ¤ssig sind, ist ebenso wenig Gegenstand des Verbots von Art. 26 Abs. 3 Satz 1 DBA-F wie die Ungleichbehandlung gegenÃ¼ber schweizerischen â ausserkantonalen â BetriebsstÃ¤tten schweizerischer Unternehmen im Bereich der kantonalen Steuern. </p> <p class="Urteilstext">Das Diskriminierungsverbot verlangt einzig, dass die schweizerische BetriebsstÃ¤tte eines franzÃ¶sischen Unternehmens wie ein schweizerisches Unternehmen â mit oder ohne BetriebsstÃ¤tten in der Schweiz â besteuert wird, nÃ¤mlich fÃ¼r den in der Schweiz erzielten Gewinn bzw. das in der Schweiz gelegene Kapital. So gesehen kÃ¶nnte sich aus abkommensrechtlicher Sicht bei mehreren schweizerischen BetriebsstÃ¤tten eines in Frankreich ansÃ¤ssigen Unternehmens hinsichtlich der kantonalen Steuern allenfalls die Frage stellen, ob dieses fÃ¼r den gesamten Gewinn und das gesamte Kapital der schweizerischen BetriebsstÃ¤tten nicht ungÃ¼nstiger besteuert wird als ein in der Schweiz ansÃ¤ssiges Unternehmen mit schweizerischen BetriebsstÃ¤tten. Eine derartige Schlechter­stellung hat die BeschwerdefÃ¼hrerin, welche drei BetriebsstÃ¤tten, eine davon im Kanton ZÃ¼rich, unterhalten hat, aber nicht behauptet. </p> <p class="Urteilstext">Die RÃ¼ge der BeschwerdefÃ¼hrerin, durch die Anwendung der objektmÃ¤ssigen Steuer­ausscheidung fÃ¼r ihre BetriebsstÃ¤tte im Sinn von § 57 Abs. 4 StG und dem Steuersatz von § 58 Abs. 2 StG sei das Diskriminierungsverbot von Art. 26 DBA-F verletzt worden, ist daher unbegrÃ¼ndet.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Ein Erlass verstÃ¶sst gegen die von Art. 8 Abs. 1 BV gebotene Rechtsgleichheit, wenn er rechtliche Unterscheidungen trifft, fÃ¼r die ein vernÃ¼nftiger Grund in den zu regeln­den VerhÃ¤ltnissen nicht ersichtlich ist, oder Unterscheidungen unterlÃ¤sst, die sich aufgrund der VerhÃ¤ltnisse aufdrÃ¤ngen (BGE 119 Ia 123 E. 2b S. 128 mit Hinweisen). Dabei muss sich der unbegrÃ¼n­dete Un­terschied oder die un­begrÃ¼nde­te Gleichstellung auf we­sentliche Tatsachen be­ziehen (BGE 112 Ia 243 E. 4a und 258 E. 4b).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Es fragt sich, ob § 57 StG, welcher fÃ¼r zÃ¼rcherische BetriebsstÃ¤tten (ausserkantonaler) schweizerischer und auslÃ¤ndischer juristischer Personen unterschiedliche Methoden der Steuerausscheidung â die quotenmÃ¤ssige (Abs. 3 Satz 1) bzw. die objektmÃ¤ssige (Abs. 4) â anordnet, samt den entsprechenden Steuersatzvorschriften (§ 58 Abs. 1 Satz 1 bzw. Abs. 2 StG) vor dem verfassungsrechtlichen Gleichbehandlungsgebot standhÃ¤lt.</p> <p class="Urteilstext">Die quotenmÃ¤ssige Steuerausscheidung, welche die bundesgerichtliche Rechtsprechung zum Doppelbesteuerungsverbot im interkantonalen VerhÃ¤ltnis (Art. 127 Abs. 3 BV) von Bundesrechts wegen vorschreibt, beruht auf der Ãberlegung, dass der gesamte in der Schweiz erzielte Gewinn und das gesamte hier gelegene Kapital eines Unternehmens â aber auch nicht mehr â anteilsmÃ¤ssig den einzelnen BetriebsstÃ¤ttenkantonen zuzuweisen ist. Der Kanton ZÃ¼rich darf infolgedessen fÃ¼r die BetriebsstÃ¤tte einer juristischen Person mit Sitz in einem andern Kanton nur den auf die zÃ¼rcherische BetriebsstÃ¤tte entfallenden An­teil an dem in der Schweiz erzielten Gewinn und dem hier gelegenen Kapital besteuern. </p> <p class="Urteilstext">Bei der zÃ¼rcherischen BetriebsstÃ¤tte einer im Ausland ansÃ¤ssigen juristischen Person, die in der Schweiz nicht Ã¼ber weitere BetriebsstÃ¤tten in anderen Kantonen verfÃ¼gt, entspricht hingegen der im Kanton ZÃ¼rich erzielte Gewinn und das hier gelegene Kapital zugleich dem gesamten in der Schweiz erzielten Gewinn bzw. dem gesamten in der Schweiz gelegenen Kapital des Unternehmens. Einer quotenmÃ¤ssigen Aufteilung dieses Gewinns und Kapitals bedarf es daher wesensgemÃ¤ss nicht. Die einzige schweizerische Betriebs­stÃ¤tte einer im Ausland ansÃ¤ssigen juristischen Person muss demnach mit einem Unter­nehmen verglichen werden, das Sitz oder Verwaltung im Kanton ZÃ¼rich hat und nicht Ã¼ber eine BetriebsstÃ¤tte in der Schweiz verfÃ¼gt. Dessen Besteuerung fÃ¼r Gewinn und Kapital stimmt mit der Besteuerung der zÃ¼rcherischen BetriebsstÃ¤tte einer im Ausland ansÃ¤ssigen juristischen Person aufgrund der objektmÃ¤ssigen Steuerausscheidungsmethode Ã¼berein. Die Ordnung von § 57 und § 58 StG verstÃ¶sst deshalb insoweit nicht gegen das Gleichbe­handlungsgebot von Art. 8 BV. Diese Feststellung steht im Einklang mit der bisherigen verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung, welche in der frÃ¼heren Ordnung von § 6 und § 7 des Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 (aStG) eine verfassungs- und staatsvertragswidrige Diskriminierung der BetriebsstÃ¤tte eines im Ausland ansÃ¤ssigen Unternehmens erblickt hatte. Das Verwaltungsgericht hatte nÃ¤mlich als willkÃ¼rlichen Methodendualismus be­anstandet, dass die damalige gesetzliche Regelung die Steuerausscheidung fÃ¼r ein derartiges Unternehmen aufgrund der quotenmÃ¤ssigen oder der objektmÃ¤ssigen Methode vor­schrieb, je nachdem, welche Methode <span>fÃ¼r den zÃ¼rcherischen Fiskus ein gÃ¼nstigeres Ergebnis zeitigte, wÃ¤hrend fÃ¼r BetriebsstÃ¤tten schweizerischer Unternehmen aus­schliesslich die quotenmÃ¤ssige Ausscheidungsmethode galt (</span>RB 1994 Nr. 31 = StE 1995 A 21.12 Nr. 10). Das Verwaltungsgericht hatte sich nicht gegen die Anwendung der objektmÃ¤ssigen Methode fÃ¼r BetriebsstÃ¤tten auslÃ¤ndischer Unternehmen ausgesprochen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>VerfÃ¼gt aber eine im Ausland ansÃ¤ssige juristische Person nicht nur im Kanton ZÃ¼rich, sondern auch in andern Kantonen Ã¼ber BetriebsstÃ¤tten, erschiene die Anwendung der nach § 57 Abs. 4 StG vorgeschriebenen objektmÃ¤ssigen Methode und des entsprechenden Steuersatzes von § 58 Abs. 2 StG jedenfalls dann im Licht von Art. 8 BV â und Art. 26 Abs. 3 Satz 1 DBA-F â als unhaltbar, wenn dadurch mehr als der gesamte in der Schweiz erzielte Gewinn (bzw. das gesamte hier gelegene Kapital) des auslÃ¤ndischen Unternehmens besteuert wÃ¼rde. Diesfalls mÃ¼sste der Kanton ZÃ¼rich seinen Besteuerungs­anspruch auf den nach der quotenmÃ¤ssigen Methode bestimmten Anteil an dem in der Schweiz erzielten Gewinn bzw. an dem in der Schweiz gelegenen Kapital herabsetzen. </p> <p class="Urteilstext">Diese Frage braucht aber hier nicht abschliessend entschieden zu werden, weil die BeschwerdefÃ¼hrerin in den vorinstanzlichen Verfahren nicht behauptet hat, dass das der EinschÃ¤tzung zugrunde gelegte Ergebnis der zÃ¼rcherischen BetriebsstÃ¤tte, welche offenkundig auf einer quotenmÃ¤ssigen Ausscheidung des Gesamtgewinns und -kapitals ihrer drei schweizerischen BetriebsstÃ¤tten beruht, anders hÃ¤tte berechnet werden mÃ¼ssen. Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin erstmals in der Beschwerde eine abweichende Berechnung von BetriebsstÃ¤ttegewinn und -kapital verlangt, was als Ãnderung bzw. Erweiterung des Rechtsbegehrens statthaft ist, erweisen sich die zur StÃ¼tzung des Begehrens vorgebrachten tatsÃ¤chlichen Vorbringen als neu und sind demzufolge nicht zu hÃ¶ren (vgl. vorn E. 1.2). </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Die Bestimmungen von § 6 Abs. 1 und § 7 Abs. 1 aStG, welche als Folge der vom Verwaltungsgericht als bundesrechtswidrig erklÃ¤rten Regelungen von § 6 Abs. 2 und § 7 Abs. 2 aStG die Steuerausscheidung nach der quotenmÃ¤ssigen Methode auch fÃ¼r BetriebsstÃ¤tten im Ausland ansÃ¤ssiger Unternehmen geboten hatten, sind erstmals fÃ¼r die streitbetroffene Steuerperiode 1999 mit Bezug auf juristische Personen durch die Vorschriften von § 57 Abs. 4 und § 58 Abs. 2 StG ersetzt worden (§ 269 Abs. 1 StG). Auf diese Weise hat fÃ¼r BetriebsstÃ¤tten juristischer Personen mit Sitz oder Verwaltung im Ausland ein Wechsel von der quotenmÃ¤ssigen zur objektmÃ¤ssigen Ausscheidungsmethode stattgefunden.</p> <p class="Urteilstext">Als Folge dieses Methodenwechsels kÃ¶nnen nach neuem Recht frÃ¼here, noch nicht verrechnete Verluste der zÃ¼rcherischen BetriebsstÃ¤tte nur dann berÃ¼cksichtigt werden, wenn sie auf die TÃ¤tigkeit der BetriebsstÃ¤tte zurÃ¼ckzufÃ¼hren sind (§ 70 StG), nicht aber dann, wenn sie lediglich Ergebnis der anteilsmÃ¤ssigen Ãbernahme von Verlusten des Gesamtunternehmens gewesen sind. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin stellt sich auf den Standpunkt, der kantonale Gesetzgeber hÃ¤tte eine Ãbergangsregelung schaffen und solche noch nicht verrechneten anteilsmÃ¤ssigen Verluste des Gesamtunternehmens auch unter neuem Recht zulassen mÃ¼ssen. Da der Gesetzgeber dies unbewusst nicht getan habe, sei die LÃ¼cke durch die Gerichte zu schliessen. </p> <p class="Urteilstext">Indessen hat der Gesetzgeber zu Recht die geforderte Ãbergangsregelung unterlassen und liegt insoweit keine echte GesetzeslÃ¼cke vor, die zu schliessen wÃ¤re. Denn eine derartige Regelung wÃ¤re systemwidrig und liesse sich sachlich nicht rechtfertigen. Nur mit Blick auf den Anteil an einem quotenmÃ¤ssig auszuscheidenden Gesamtverlust der schweizerischen BetriebsstÃ¤tten eines im Ausland ansÃ¤ssigen Unternehmens wÃ¤re eine solche Verlustverrechnung statthaft und geboten, weil diesfalls der gesamte in der Schweiz erzielte Gewinn des auslÃ¤ndischen Unternehmens quotenmÃ¤ssig auf die einzelnen BetriebsstÃ¤ttenkantone aufzuteilen wÃ¤re (vgl. vorn E. 4.3). Ausserdem kÃ¶nnen frÃ¼here Verluste aus der TÃ¤tigkeit der BetriebsstÃ¤tte, die infolge des quotenmÃ¤ssig zurechenbaren Gesamtgewinns nicht verrechnet werden konnten, unter neuem Recht berÃ¼cksichtigt werden, was unter altem Recht nicht mÃ¶glich war. </p> <p class="Urteilstext">Die zÃ¼rcherische BetriebsstÃ¤tte der BeschwerdefÃ¼hrerin hat in der Verrechnungsperiode von § 70 StG weder aus ihrer eigenen TÃ¤tigkeit Verluste erlitten noch sind in dieser Periode auf sie Verluste mit Bezug auf ihren Anteil am Gesamtergebnis der schweizerischen BetriebsstÃ¤tten der BeschwerdefÃ¼hrerin entfallen. Demzufolge fÃ¤llt die BerÃ¼cksichtigung eines Verlustvortrags aus frÃ¼heren Steuerperioden ausser Betracht.</p> <p class="Urteilstext">Die EinschÃ¤tzung der BeschwerdefÃ¼hrerin ist daher zu bestÃ¤tigen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss § 24 Abs. 1 der Verordnung Ã¼ber die Organisation und das Verfahren der Steuerrekurskommissionen vom 29. April 1998 betrÃ¤gt bei Streitwerten von mehr als Fr. 500'000.- bis Fr. 1'000'000.- die StaatsgebÃ¼hr maximal Fr. 16'000.-. Die Bemessung der StaatsgebÃ¼hr im Einzelfall erfolgt laut Abs. 3 dieser Bestimmung unter Zugrundelegung des GebÃ¼hrenrahmens entsprechend der Schwierigkeit der Streitsache und dem Umfang der erbrachten Leistungen. Die Festsetzung der StaatsgebÃ¼hr liegt demnach im Ermessen der Rekurskommission und braucht â zumindest wenn sie sich im zutreffenden GebÃ¼hrenrahmen bewegt â entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht be­grÃ¼ndet zu werden.</p> <p class="Urteilstext">Angesichts des Streitwerts im Rekursverfahren von rund Fr. 530'000.-, der KomplexitÃ¤t der zu beurteilenden Rechtsfrage sowie der prÃ¤judiziellen Auswirkungen des Entscheids kann jedenfalls nicht als ermessensmissbrÃ¤uchlich und daher nicht als rechtsverletzend beanstandet werden, dass die Steuerrekurskommission II die StaatsgebÃ¼hr entsprechend dem unteren GebÃ¼hrenrahmen auf Fr. 12'000.- festgesetzt hat. Dass die ErwÃ¤gungen der Vorinstanz "knapp" ausgefallen sind, Ã¤ndert daran nichts, vermag doch die LÃ¤nge von AusfÃ¼hrungen fÃ¼r sich allein betrachtet kein entscheidendes Kriterium fÃ¼r die QualitÃ¤t einer EntscheidbegrÃ¼ndung zu bilden. </p> <p class="Urteilstext">Die RÃ¼ge der BeschwerdefÃ¼hrerin, die StaatsgebÃ¼hr sei Ã¼bersetzt, ist somit unbegrÃ¼ndet.</p> <p class="Urteilstext">Das fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG) und steht ihr keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG in Verbindung mit § 152 und 153 Abs. 4 StG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 30'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 30'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>