19. September 1984 N 1097 SBB. Geschäftsbericht und Rechnungen 1983 #ST# Dritte Sitzung - Troisième séance Mittwoch, 19. September 1984, Vormittag Mercredi 19 septembre 1984, matin 8.00h Vorsitz - Présidence: M. Gautier Wahlprüfung und Vereidigung Vérification des pouvoirs et prestation de serment M. de Chastonay, rapporteur: Le Bureau de votre conseil, réuni le 17 septembre dernier, a examiné l'élection de M. Ar- mand Magnin, à Carouge. M. Magnin remplace M. Dafflon qui a donné sa démission en date du 11 septembre dernier. Le Conseil d'Etat du canton de Genève a déclaré élu M. Ma- gnin par arrêté du 17 septembre 1984 et l'élection a été publiée dans la Feuille d'avis officielle du canton de Genève de ce jour, 19 septembre 1984. Il n'existe, pour le Bureau, aucun indice qu'il y ait une incompatibilité avec le mandat au Conseil national. M. Magnin, qui a d'ailleurs déjà siégé dans ce conseil entre mars 1981 et octobre 1983, est le premier remplaçant sur la liste du Parti du travail. Le Bureau dès lors vous propose à l'unanimité de valider l'élection de M. Magnin. Le président: Aucune autre suggestion n'étant faite, vous avez donc décidé de valider cette élection. Herr Magnin legt das Gelübde ab M. Magnin fait la promesse requise Le président: Monsieur Magnin, l'Assemblée fédérale prend acte de votre promesse. Je vous remercie et je vous souhaite un cordial retour dans ce conseil après une interruption de onze mois. Je forme mes vœux les meilleurs pour la reprise de votre activité en tant que parlementaire fédéral. #ST# 84.027 SBB. Geschäftsbericht und Rechnungen 1983 CFF. Gestion et comptes 1983 Botschaft und Beschlussentwurf vom 1. Mai 1984 (BBI II 291) Message et projet d'arrêté du 1er mai 1984 (FF II 296) Voranschlag der SBB vom 10. April 1984 Budget des CFF du 10 avril 1984 Bezug bei der Generaldirektion SBB, Hochschulstrasse 6, Bern S'obtiennent auprès de la Direction générale des CFF, Hochschul- strasse 6, Berne Beschluss des Ständerates vom 5. Juni 1984 Décision du Conseil des Etats du 5 juin 1984 Aregger, Berichterstatter: Die bisherige, zeitlich verspätete Behandlung von Geschäftsbericht und Rechnung der SBB steht - im Vergleich zu früheren Jahren - in verschiedener Hinsicht unter veränderten Vorzeichen. Ich denke dabei an die wesentlichen personellen Veränderungen im Verwal- tungsrat und in der Führungsspitze der Unternehmung. Dann erwähne ich die Tatsache, dass wir erstmals über ein ganzes Jahr mit geltendem Leistungsauftrag und funktionie- rendem Taktfahrplan berichten können. Ich weise auch dar- auf hin, dass uns erstmals eine neue einstufige Gesamter- folgsrechnung und eine Investitionsrechnung vorgelegt werden. Bis 1982 erhielten wir jeweils eine Betriebs- und eine Gewinn- und Verlustrechnung. Bemerkenswert ist fer- ner, dass erstmals auch über Konsequenzen aus den Gut- achten Hayek und Rühli berichtet wird. Wir finden im Geschäftsbericht und in der bundesrätlichen Botschaft mehrere Hinweise auf Aktionsprogramme und Rationalisie- rungsmassnahmen. Zudem hat der Verwaltungsrat ein neues Reglement beschlossen, mit dem unter anderem eine Verwaltungsratskommission für Planung und Investitionen geschaffen wurde. Die Aufgabe dieser Kommission besteht in der Beurteilung von diesen Investitionen nach streng betriebswirtschaftlichen Kriterien. Wenn ich von veränderten Vorzeichen spreche, dann denke ich aber in erster Linie an die aktuellen Entwicklungen in der Verkehrspolitik und an die vergangenen Abstimmungen über die Verwendung der Treibstoffzölle wie über die Auto- bahnvignette und die Schwerverkehrsabgaben. Gegenwär- tig bewegt die emotionsgeladene Diskussion über den Umwelteinfluss einer Temporeduktion die Gemüter. Weitere Forderungen sind schon angekündigt, und alle laufen dar- auf hinaus, das Auto zu belasten oder gar zu verketzern. Das Auto wird zwar technisch und vor allem umwelttechnisch höheren Ansprüchen genügen müssen, aber es wird seine Bedeutung als Verkehrsmittel beibehalten. Es ist auch eine Täuschung, zu glauben, der 16. September 1984 sei der Anfang eines neuen Eisenbahnzeitalters. Es wird auch in Zukunft die freie Wahl der Verkehrsmittel und das Nebenein- ander verschiedener Verkehrssysteme geben. Unsere nach wie vor günstige Wirtschaftslage und die tendenziell zuneh- mende Freizeit erzeugen immer mehr Verkehr. Damit wächst die Umweltbelastung. Zugleich haben wir aber an verschiedenen neuralgischen Punkten des Schienen- und Strassennetzes schon wieder neue Kapazitätsgrenzen erreicht, die nach einer Verbesserung und Erweiterung rufen. Wir müssen alle diese Probleme lösen. Dazu brau- chen wir sehr bald das Instrument einer koordinierten Ver- kehrspolitik. Ich bin davon überzeugt, dass dieser Themen- kreis bei der Arbeit unseres Parlamentes zu den ersten Prioritäten zu zählen ist. Wenden wir uns nun aber dem SBB-Jahr 1983 zu. Gegen- über dem Vorjahr steigerten sich die Erträge um 170 Millio- nen Franken. Sie betragen total 3,6 Milliarden Franken. Dagegen wuchsen die Ausgaben lediglich um 103 Millionen auf rund 4 Milliarden Franken. Das Ergebnis konnte damit um 67 Millionen Franken verbessert werden. (Ich werde auf diese scheinbare Verbesserung noch zurückkommen.) Nach allen Abgeltungen resultierte also ein Defizit von 431,7 Mil- lionen Franken. Die SBB haben im vergangenen Jahr auf vielen Gebieten grosse Anstrengungen zur Erzielung eines besseren Resul- tates unternommen. Sie sind mit einem modernen Werbe- feldzug und mit origineller Öffentlichkeitsarbeit viel mehr als früher in Erscheinung getreten. Die saubere graphische Gestaltung der Werbemittel verdient ebenso ein Lob wie die zahlreichen publikumswirksamen Ideen und Sonderaktio- nen. Wir können nicht übersehen, dass die straffere Unter- nehmungsführung und die Rationalisierungsbestrebungen in den Zentralen Diensten erste Erfolge zeigten. Es darf auch damit gerechnet werden, dass das 1983 eröffnete Ausbil- dungszentrum Löwenberg bei Murten in der Personalausbil- dung und Kaderschulung einen festen Platz einnehmen und positive Wirkungen auslösen wird. Der Bahnkunde konnte im Berichtsjahr von einigen neuen oder verbesserten Angeboten profitieren. Neue Abonne- mentsarten, Minigruppen- und Abendbillette, Fly-Gepäck und nicht zuletzt der neue Einheitswagen IV steigerten die Attraktivität der Bahn. Ein ganz besonderer Erfolg ist der TGV. Mit den zusätzlichen Verbindungen Genf-Paris hat die Bahn erstmals deutliche Marktanteile zurückerobert und sogar das Flugzeug ernsthaft konkurrenziert. Anfang 1984Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Wahlprüfung und Vereidigung Vérification des pouvoirs et prestation de serment In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1984 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 03 Séance Seduta Geschäftsnummer --- Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 19.09.1984 - 08:00 Date Data Seite 1097-1097 Page Pagina Ref. No 20 012 707 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. 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