Kantonsgericht Schwyz Beschluss vom 17. Dezember 2024 ZK2 2023 84 und 85 Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsidentin Daniela Pérez-Steiner, Kantonsrichter Veronika Bürgler Trutmann und Pius Kistler, Gerichtsschreiberin Cornelia Spörri-Kessler. In Sachen A.________, Gesuchsgegnerin, Berufungsführerin und Berufungsgegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, gegen C.________, Gesuchsteller, Berufungsführerin und Berufungsgegner, vertreten durch Rechtsanwalt D.________, betreffend vorsorgliche Massnahmen (Berufungen gegen die Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht March vom 24. November 2023, ZES 2022 505);- hat die 2. Zivilkammer,Kantonsgericht Schwyz 2 nachdem sich ergeben: A. Die Parteien sind die unverheirateten Eltern der am ________ geborenen E.________ und des am ________ geborenen F.________. B. Der Gesuchsteller stellte am 12. Oktober 2022 beim Bezirksgericht March ein Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen mit den folgenden Rechtsbe- gehren (Vi-act. 1): 1. Obhut Es seien die Kinder E.________ und F.________ unter die alleinige Obhut des Kindsvaters zu stellen. Es sei festzustellen, dass der gesetzliche Wohnsitz von E.________ und F.________ beim Kindsvater ist. 2. Betreuungs- bzw. Besuchsregelung E.________ und F.________ werden von Montag, 08.00 Uhr bis Mittwoch, 18.00 Uhr vom Kindsvater und von Mittwoch, 18.00 Uhr bis Freitag, 18.00 Uhr, von der Kindsmutter betreut. E.________ und F.________ werden zwischen Freitag, 18.00 Uhr und Montag, 08.00 Uhr in den geraden Kalenderwochen vom Kindsvater und in den ungeraden Wochen von der Kindsmutter betreut. Die Übergabe erfolgt jeweils am Wohnort des die Obhut übernehmenden Elternteils oder bei erfolgter Einschulung mit Übergabe in den Kindergar- ten oder die Schule. 3. Ferien Jeder Elternteil hat Anspruch darauf, mit den Kindern E.________ und F.________ pro Jahr 6 Wochen Ferien zu verbringen. Es ist möglich, je- weils 3 Wochen am Stück zu beziehen. Diese Ferientage, sofern sie sich nicht mit den Obhutstagen decken, sind zwei Monate im Voraus anzuzei- gen. Fallen die Ferientage in das Betreuungswochenende des anderen Elternteils, werden die Betreuungstage nachgeholt. Nach Einschulung: Die Parteien sind berechtigt, E.________ und F.________ zu je 50% der Schulferien pro Kalenderjahr mit sich bzw. zu sich in die Ferien zu nehmen. In den Sport-, Frühjahrs-, Herbst- und Weihnachtsferien verbleiben E.________ und F.________ nach Schulende beim Elternteil, bei dem sie die Woche verbracht haben. In der Hälfte der Ferien (jeweils Sonntag 12.00 Uhr) wechseln sie zum anderen Elternteil (Ausnahme Weihnachten, vgl. Antrag Ziffer 4). Am Ende des letzten Schultages vor den Sommerferien wechseln E.________ und F.________ zum anderen Elternteil und verbringt bei ihm die erste Hälfte der Sommerferien. Der Wechsel zum anderen Elternteil Kantonsgericht Schwyz 3 erfolgt in der Mitte der Ferien (Samstag 12.00 Uhr), von dem sie nach Ferienende den ersten Schultag nach den Ferien beginnt. Der Wechsel der Betreuung während den Weihnachtsferien erfolgt gemäss hälftiger Aufteilung der Betreuungstage jeweils um 12.00 Uhr, wo- durch sich im neuen Kalenderjahr eine Alternierung der Betreuung an ge- raden/ungeraden Kalenderwoche ergibt. 4. Feiertage Der Vater sei zu berechtigen, E.________ und F.________ in den unge- raden Kalenderjahren die Weihnachtsfeiertage vom 23. Dezember, 18.00 Uhr (oder Schulende) bis 25.12. um 12.00 Uhr und vom 27.12. 12.00 Uhr bis zur Hälfte der Ferientage zu betreuen, die restlichen Weihnachtsferien verbringen die gemeinsamen Kinder bei der Kindsmut- ter. ln geraden Kalenderjahren wechselt dieselbe Routine zur Mutter. Feiertage, ausser Ostermontag, die unmittelbar nach einem Wochenende folgen, verlängern die Betreuungszeit bis zu Beginn des nächstfolgenden Schultages. An Ostermontag wechseln die Kinder zum anderen Elternteil. 5. Kindsunterhalt Die Kindsmutter sei zu verpflichten, dem Kindsvater ab Einreichung des vorliegenden Verfahrens an den Unterhalt von F.________ und E.________ einen jeweils im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats zu bezahlenden, gerichtsüblich indexierten und ab Verfall zu 5%verzinsli- chen Unterhaltsbeitrag und nach Durchführung des Beweisverfahrens noch zu beziffernden Betrag zuzüglich allfällige gesetzliche oder vertragli- che Kinder-/Ausbildungszulagen zu bezahlen, jedoch mindestens CHF 100.00. 6. Unter Kosten und Entschädigungsfolgen zulasten der Kindsmutter. Gleichzeitig ersuchte der Gesuchsteller um superprovisorische Anordnung der Rechtsbegehren Ziffern 1 und 2. Mit Verfügung vom 17. Oktober 2022 berech- tigte der Einzelrichter ihn superprovisorisch einstweilen, die beiden Kinder E.________ und F.________ je jedes zweite Wochenende von Freitag, 18.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr, erstmals am Freitag, 21. Oktober 2022, zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen. Im Übrigen wies er das Gesuch ab (Vi-act. 2). Mit Stellungnahme vom 19. Dezember 2022 beantragte die Gesuchsgegnerin was folgt (Vi-act. 13):Kantonsgericht Schwyz 4 1. Die Kinder E.________ und F.________ seien unter die alleinige Obhut der Kindsmutter zu stellen. Es sei festzustellen, dass der ge- setzliche Wohnsitz der Kinder bei der Kindsmutter ist. 2. Der Gesuchsteller sei zu berechtigen, die Kinder wie folgt auf eigene Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen: a) an jedem zweiten Wochenende von Freitagabend, 19:00 Uhr, bis Sonntag, 18:00 Uhr; in jeder Woche am Mittwoch von 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr; b) in Jahren mit gerader Jahreszahl an Ostern von Gründonnerstag, 10:00 Uhr, bis Ostermontag, 18:00 Uhr; an Weihnachten vom 25. Dezember, 10:00 Uhr bis zum 26. Dezember,18:00 Uhr; an Neujahr von 31. Dezember, 10:00 Uhr, bis 1. Januar, 10:00 Uhr; in den Jahren mit ungerader Jahreszahl an Pfingsten von Freitag vor Pfingsten, 18:00 Uhr, bis Pfingst- montag 18:00 Uhr; an Weihnachten vom 25. Dezember, 10:00 Uhr, bis zum 26. Dezember, 18:00 Uhr; an Neujahr von 1. Januar, 10.00 Uhr bis 2. Januar, 10:00 Uhr; c) während 3 Schulferienwochen, jeweils eine Woche am Stück; die Ferien sind mind. drei Monate im Voraus zwischen den Parteien zu vereinbaren, im Streitfall steht in Jahren mit gerader Jahreszahl dem Gesuchsteller das Entscheidungsrecht zu, in Jahren mit ungerader Jahreszahl der Gesuchsgegnerin. In den übrigen Zeiten werden die Kinder von der Gesuchsgegnerin betreut. 3. Es sei der Gesuchsteller zu verpflichten, der Gesuchsgegnerin für die Kinder folgende monatlichen Unterhaltsbeiträge zzgl. allfällige Kinder-, Ausbildungs- und Familienzulagen zu bezahlen, zahlbar je- weils auf den Ersten jedes Monats: für E.________: Fr. 5’489.40 für F.________: Fr. 10’031.20, wovon Fr. 4’542.45 Betreuungs- unterhalt. Die Gesuchsgegnerin behält sich vor, die Beträge nach Eingang der vom Gesuchsteller zur Edition verlangten Unterlagen näher zu spe- zifizieren bzw. anzupassen. 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MWST zulasten des Gesuchstellers.Kantonsgericht Schwyz 5 An der Einigungsverhandlung vom 25. April 2023 fand eine Parteibefragung statt. Die Parteien konnten sich nicht einigen (Vi-act. 20). Mit Stellungnahme vom 8. Juni 2023 konkretisierte der Gesuchsteller seine Anträge wie folgt (Vi-act. 30): 1. Obhut 1.1. Es seien die Kinder E.________ und F.________ unter die alleinige Obhut des Kindsvaters zu stellen. Es sei festzustellen, dass der ge- setzliche Wohnsitz von E.________ und F.________ beim Kindsva- ter ist. 1.2. Eventualiter: Es seien die Kinder E.________ und F.________ unter die gemeinsame Obhut der Parteien zu stellen. Es sei festzustellen, dass der gesetzliche Wohnsitz von E.________ und F.________ beim Kindsvater ist. 2. Betreuungs- bzw. Besuchsregelung 2.1. Es sei der Kindsmutter ein gerichtsübliches Besuchsrecht zuzuspre- chen. 2.2. Eventualiter: 2.2.1. E.________ und F.________ werden von Montag, 08.00 Uhr bis Mittwoch, 18.00 Uhr vom Kindsvater und von Mittwoch, 18.00 Uhr bis Freitag, 18.00 Uhr von der Kindsmutter betreut. 2.2.2. E.________ und F.________ werden zwischen Freitag 18.00 Uhr und Montag, 08.00 Uhr in den geraden Kalender- wochen vom Kindsvater und in den ungeraden Wochen von der Kindsmutter betreut. 2.2.3. Die Übergabe erfolgt jeweils am Wohnort des die Obhut über- nehmenden Elternteils oder bei erfolgter Einschulung mit Übergabe in den Kindergarten oder die Schule. 3. Ferien 3.1. Es sei der Gesuchsgegnerin ein gerichtsübliches Besuchsrecht zu- zusprechen. 3.2. Eventualantrag 3.2.1. Jeder Elternteil hat Anspruch darauf, mit den Kindern E.________ und F.________ pro Jahr 6 Wochen Ferien zu verbringen. Es ist möglich, jeweils 3 Wochen am Stück zu be- ziehen. Diese Ferientage, sofern sie sich nicht mit den Ob- hutstagen decken, sind zwei Monate im Voraus anzuzeigen. 3.2.2 Nach Einschulung: Die Parteien sind berechtigt, E.________ und F.________ zu je 50% der Schulferien pro Kalenderjahr mit sich bzw. zu sich in die Ferien zu nehmen. Die Sommerferien werden hälftig unter den Eltern aufgeteilt. ln geraden Jahren verbringen die Kinder E.________ und F.________ die erste Hälfte der Sommerferien beim Kindsva- ter. Der Wechsel zum anderen Elternteil erfolgt in der Mitte Kantonsgericht Schwyz 6 der Ferien (Samstag, 12.00 Uhr). ln ungeraden Jahren ver- bringen die Kinder die erste Hälfte der Sommerferien bei der Kindsmutter und wechseln sodann zum Vater. 4. Feiertage Der Vater sei zu berechtigen, E.________ und F.________ in den ungeraden Kalenderjahren die Weihnachtsfeiertage vom 23. Dezember, 18.00 Uhr (oder Schulende) bis 25.12. um 12.00 Uhr und vom 27.12. 12.00 Uhr bis zur Hälfte der Ferientage zu betreuen, die restlichen Weihnachtsferien verbringen die gemeinsamen Kin- der bei der Kindsmutter. ln geraden Kalenderjahren wechselt die- selbe Routine zur Mutter. Feiertage, ausser Ostermontag, die un- mittelbar nach einem Wochenende folgen, verlängern die Betreu- ungszeit bis zu Beginn des nächstfolgenden Schultages. An Oster- sonntag, 14.00 Uhr wechseln die Kinder zum anderen Elternteil. 5. Kindsunterhalt 5.1. Gemäss Hauptantrag Ziffer 1.1: Tochter E.________: Die Kindsmutter sei zu verpflichten, dem Kindsvater an den Unterhalt der Tochter E.________ ei- nen jeweils im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats zu bezahlenden, gerichtsüblich indexierten und ab Verfall zu 5% verzinslichen Unterhaltsbeitrag - ab August 2023 von mindestens CHF 1’920.00 zu bezah- len. Sohn F.________: Die Kindsmutter sei zu verpflichten, dem Kindsvater an den Unterhalt des Sohnes F.________ einen jeweils im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats zu be- zahlenden, gerichtsüblich indexierten und ab Verfall zu 5% verzinslichen Unterhaltsbeitrag - ab August 2023 von mindestens CHF 670.00 zu bezah- len. - ab August 2024 von mindestens CHF 1’920.00 zu bezah- len. 5.2. Gemäss Eventualantrag Ziffer 1.2: Tochter E.________: Die Kindsmutter sei zu verpflichten, dem Kindsvater ab August 2023 an den Unterhalt von E.________ einen jeweils im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats zu bezahlen- den, gerichtsüblich indexierten und ab Verfall zu 5% verzinslichen Unterhaltsbeitrag von mindestens CHF 600.00 und ab zu bezahlen. Sohn F.________: Die Kindsmutter sei zu verpflichten, dem Kinds- vater ab August 2024 an den Unterhalt von F.________ einen je- weils im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats zu bezahlenden, gerichtsüblich indexierten und ab Verfall zu 5% verzinslichen Unter- haltsbeitrag von mindestens CHF 600.00 und ab zu bezahlen. 6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Kindsmutter inkl MWST.Kantonsgericht Schwyz 7 In ihrer Stellungnahme vom 14. August 2023 passte die Gesuchsgegnerin ihr Rechtsbegehren Ziffer 3 betreffend Kindesunterhalt wie folgt an (Vi-act. 36): Es sei der Gesuchsteller zu verpflichten, der Gesuchsgegnerin für die Kin- der folgende monatliche Unterhaltsbeiträge zzgl. allfällige Kinder-, Ausbil- dungs- und Familienzulagen zu bezahlen, zahlbar jeweils auf den Ersten jedes Monats: Phase I (ab 21.04.2023 bis 01.08.2023) nachträglich für E.________: Fr. 5’489.40; für F.________: Fr. 10’031.20, wovon Fr. 4’078.05 Betreuungs- unterhalt. Phase ll (ab 01.08.2023 bis 31.07.2024) für E.________: Fr. 7’576.70; für F.________: Fr. 10’404.00, wovon Fr. 4’078.05 Betreuungs- unterhalt. Phase lll (ab 01.08.2024 bis 31.07.2025) für E.________: Fr. 7’264.20; für F.________. Fr. 11’341.50, wovon Fr. 4’078.05 Betreuungs- unterhalt Phase lV (ab 01.08.2025 bis 30.09.2031) für E.________: Fr. 7’911.70; für F.________: Fr. 9’289.00, wovon Fr. 1’378.05 Betreuungsun- terhalt. Phase V (ab 01.10.2031 bis 31.10.2032) für E.________: Fr. 8’046.70; für F.________: Fr. 9’244.00, wovon Fr. 1’378.05 Betreuungsun- terhalt Phase Vl (ab 01.11.2032 bis 31.10.2036) für E.________: Fr. 8’362.20; für F.________: Fr. 8’361.50. Phase VII (ab 01.11.2036 bis Abschluss der Erstausbildung) für E.________: Fr. 8’098.20; für F.________: Fr. 8’097.50. Die Gesuchsgegnerin behält sich vor, die Beträge nach Eingang der vom Gesuchsteller zur Edition verlangten Unterlagen näher zu spezifizieren bzw. anzupassen. Weitere Eingaben der Parteien datieren vom 27. August 2023, 2. und 11. Oktober 2023 (Vi-act. 38, 43 und 46). Mit Verfügung vom 11. Oktober 2023 edierte der Einzelrichter vom Gesuchsteller diverse Unterlagen (Vi-act. 45), welcher Aufforderung dieser am 18. Oktober 2023 nachkam (Vi-act. 48). Die Kantonsgericht Schwyz 8 Gesuchsgegnerin nahm hierzu sowie zur Eingabe vom 11. Oktober 2023 am 6. November 2023 Stellung. Gleichzeitig ersuchte sie um Verpflichtung des Ge- suchstellers zur Leistung eines Prozesskostenvorschusses von Fr. 15’000.00, eventualiter um unentgeltliche Rechtspflege (Vi-act. 53). Am 13. November 2023 verlangte der Gesuchsteller die Abweisung des Gesuchs um Prozesskos- tenbevorschussung (Vi-act. 55). Letzte Eingaben der Parteien erfolgten am 17. und 21. November 2023 (Vi-act. 57 und 59). C. Am 24. November 2023 verfügte der Einzelrichter was folgt: 1. Die gemeinsamen Kinder E.________ und F.________ werden für die Dauer der vorsorglichen Massnahmen unter die alternierende Obhut der Parteien gestellt. Ihr Wohnsitz befindet sich bei der Ge- suchsgegnerin/Kindsmutter. 2. 2.1. Der Gesuchsteller/Kindsvater betreut die Kinder E.________ und F.________ wie folgt: a) bis 31.12.2024 - unter der Woche jeden Mittwoch, 18.00 Uhr, bis Donnerstag, 17.00 Uhr; - jedes zweite Wochenende von Freitag, 19.00 Uhr, bis Mon- tag, 08.30 Uhr; - während jährlich fünf Schulferienwochen, wobei die Kinder während maximal einer Woche am Stück durch den Gesuch- steller/Kindsvater betreut werden; - in Jahren mit gerader Jahreszahl: - an Ostern von Gründonnerstag, 10.00 Uhr, bis Oster- montag, 18.00 Uhr; - an Weihnachten vom 25. Dezember, 10.00 Uhr, bis zum 26. Dezember, 18.00 Uhr; - an Neujahr vom 31. Dezember, 10.00 Uhr, bis 1. Januar, 10.00 Uhr; - in Jahren mit ungerader Jahreszahl: - an Pfingsten von Freitag vor Pfingsten, 18.00 Uhr, bis Pfingstmontag, 18.00 Uhr; - an Weihnachten vom 23. Dezember, 18.00 Uhr, bis zum 25. Dezember, 10.00 Uhr; - an Neujahr vom 1. Januar, 10.00 Uhr, bis 2. Januar, 10.00 Uhr. b) ab 01.01.2025 - unter der Woche jeden Donnerstag, 08.30 Uhr, bis Freitag, 19.00 Uhr; Kantonsgericht Schwyz 9 - jedes zweite Wochenende von Freitag, 19.00 Uhr, bis Mon- tag, 08.30 Uhr; - während jährlich sechs Schulferienwochen in den Jahren mit gerader Jahreszahl und während jährlich sieben Schulferien- wochen in Jahren mit ungerader Jahreszahl, wobei die Kinder während maximal zwei Wochen am Stück durch den Gesuch- steller/Kindsvater betreut werden; - in Jahren mit gerader Jahreszahl: - an Ostern von Gründonnerstag, 10.00 Uhr, bis Oster- montag, 18.00 Uhr; - an Weihnachten vom 25. Dezember, 10.00 Uhr, bis zum 26. Dezember, 18.00 Uhr; - an Neujahr vom 31. Dezember, 10.00 Uhr, bis 1. Januar, 10.00 Uhr; - in Jahren mit ungerader Jahreszahl: - an Pfingsten von Freitag vor Pfingsten, 18.00 Uhr, bis Pfingstmontag, 18.00 Uhr; - an Weihnachten vom 23. Dezember, 18.00 Uhr, bis zum 25. Dezember, 10.00 Uhr; - an Neujahr vom 1. Januar, 10.00 Uhr, bis 2. Januar, 10.00 Uhr. 2.2 Die Gesuchsgegnerin/Kindsmutter betreut E.________ und F.________ in der übrigen Zeit, in welcher die Kinder nicht durch den Gesuchsteller/Kindsvater betreut werden. Während den Schul- ferien werden die Kinder während maximal zwei Wochen am Stück durch die Gesuchsgegnerin/Kindsmutter betreut. 2.3 Die konkreten Feriendaten haben die Parteien jeweils drei Monate im Voraus abzusprechen, wobei im Streitfall dem Gesuchstel- ler/Kindsvater in Jahren mit gerader Jahreszahl und der Gesuchs- gegnerin/Kindsmutter in Jahren mit ungerader Jahreszahl das Ent- scheidungsrecht zusteht. 2.4 Eine abweichende Betreuungsregelung im gegenseitigen Einver- nehmen und unter Berücksichtigung des Kindeswohls bleibt den Parteien vorbehalten. 3. Der Gesuchsteller/Kindsvater wird verpflichtet, der Gesuchsgegne- rin/Kindsmutter an den Unterhalt der gemeinsamen Kinder E.________ und F.________ für die Dauer der vorsorglichen Mass- nahmen monatlich im Voraus folgende Kinderunterhaltsbeiträge (teilweise rückwirkend) zu bezahlen: a) für E.________ - vom 22.05.2023 bis 31.12.2024 Fr. 4’086.00 (Fr. 2’248.00 Barunterhalt [inkl. Fr. 0.75 Überschussanteil] und Fr. 1’838.00 Betreuungsunterhalt);Kantonsgericht Schwyz 10 - ab 01.01.2025 Fr. 2’321.00 (Fr. 2’278.50 Barunterhalt [inkl. Fr. 58.00 Überschussanteil] und Fr. 42.50 Betreuungs- unterhalt); b) für F.________ - vom 22.05.2023 bis 31.12.2024 Fr. 2’853.00 (Fr. 1’015.00 Barunterhalt [inkl. Fr. 0.75 Überschussanteil] und Fr. 1’838.00 Betreuungsunterhalt); - ab 01.01.2025 Fr. 2’198.00 (Fr. 2’155.50 Barunterhalt [inkl. Fr. 58.00 Überschussanteil] und Fr. 42.50 Betreuungs- unterhalt). Die Kinderzulagen werden weiterhin vom Gesuchsteller/Kindsvater bezogen und verbleiben bei diesem. 4. Die vorstehende Unterhaltsregelung basiert auf folgenden finanziel- len Verhältnissen: a) bis 31.12.2024 Einkommen (mtl., netto, inkl. 13. ML) Bedarf Gg/V Fr. 13’020.00 (exkl. KiZu) Fr. 4’515.70 Gs/M Fr. 0.00 Fr. 3’676.05 E.________ Fr. 230.00 (KiZu) Fr. 3’257.75 F.________ Fr. 230.00 (KiZu) Fr. 2’023.65 b) ab 01.01.2025 Einkommen (mtl., netto, inkl. 13. ML) Bedarf Gg/V Fr. 10’969.00 (exkl. KiZu) Fr. 4’371.70 Gs/M Fr. 4’069.00 Fr. 4’154.05 E.________ Fr. 230.00 (KiZu) Fr. 3’257.75 F.________ Fr. 230.00 (KiZu) Fr. 3’133.65 5. 5.1. Die Parteien werden gestützt auf Art. 307 Abs. 1 ZGB dazu ver- pflichtet, eine Mediation in Anspruch zu nehmen. 5.2. Den Parteien werden gestützt auf Art. 307 Abs. 3 ZGB die Weisun- gen erteilt, Kantonsgericht Schwyz 11 a) im Umfang von bis zu sechs Sitzungen die angeordnete Media- tion bei der Triaplus, Einzel-, Paar- und Familienberatung Schwyz, Oberdorfstr. 2, 8808 Pfäffikon SZ, in Anspruch zu neh- men; b) im Rahmen der Mediationsgespräche eine konstruktive und kin- deswohlorientierte Kommunikation sowie eine einvernehmlich getragene Betreuungs- und Unterhaltslösung für die Zeit nach der Einschulung von E.________ und F.________ zu erarbeiten; c) hierfür mit der aufgeführten Stelle bis spätestens 15.01.2024 Kontakt aufzunehmen, einen ersten Termin zu vereinbaren und den Einzelrichter entsprechend zu informieren; d) vereinbarte Termine nicht ohne ausreichende Begründung und vorgängige Entschuldigung abzusagen. 5.3. Die Mediationsstelle Triaplus, Einzel-, Paar- und Familienberatung Schwyz, Oberdorfstr. 2, 8808 Pfäffikon SZ, wird beauftragt, a) den Einzelrichter umgehend zu benachrichtigen, wenn bis 15.01.2024 kein Kontakt durch die Parteien erfolgt ist oder ver- einbarte Termine unentschuldigt nicht eingehalten worden sind; b) den Einzelrichter unverzüglich zu benachrichtigen, sollte die Me- diation abgebrochen werden; c) nach Abschluss der angeordneten Mediation – spätestens bis 31.06.2024 – dem Einzelrichter schriftlich Bericht über das Er- gebnis zu erstatten. 5.4. Die Kosten dieser Mediation sind von den Parteien je zur Hälfte zu übernehmen und werden im Hauptverfahren ZEV 23 10 abgerech- net. 5.5. Sollten die Parteien den unter Ziff. 5.2 genannten Weisungen nicht Folge leisten, können sie gestützt auf Art. 292 StGB wegen Unge- horsams gegen amtliche Verfügungen mit einer Busse in der Höhe von bis zu Fr. 10’000.00 bestraft werden. 6. Die superprovisorische Verfügung vom 17.10.2022 wird aufgeho- ben, soweit sie der vorliegenden Verfügung widerspricht. 7. Die Gerichtskosten mit einer Entscheidgebühr von Fr. 4’000.00 wer- den den Parteien je zur Hälfte, mithin zu je Fr. 2’000.00, auferlegt. Unter dem Titel Gerichtskostenersatz hat die Gesuchsgegnerin dem Gesuchsteller Fr. 1’000.00 zu bezahlen (vgl. Disp.-Ziff. 10 nachste- hend). 8. Die Parteientschädigungen werden gegenseitig wettgeschlagen. 9. [Abweisung Antrag der Gesuchsgegnerin um Prozesskostenvor- schuss] 10. [Gewährung unentgeltliche Rechtspflege an Gesuchsgegnerin] Kantonsgericht Schwyz 12 11. [Rechtsmittel] 12. [Zufertigung] D. Dagegen erhob die Gesuchsgegnerin am 7. Dezember 2023 Berufung mit den folgenden Rechtsbegehren (ZK2 2023 84, KG-act. 1): 1. Ziff. 1, 2.1 lit. b, 3 - 5 der Verfügung des Bezirksgerichts March vom 24. November 2023 (ZES 22 505) seien aufzuheben. 2. Die Kinder E.________ und F.________ seien unter die alleinige Obhut der Kindsmutter zu stellen. Es sei festzustellen, dass der ge- setzliche Wohnsitz der Kinder bei der Kindsmutter ist. 3. Der Berufungsbeklagte sei zu berechtigen, die Kinder wie folgt auf eigene Kosten zu sich oder mit sich zu Besuch zu nehmen: a) an jedem zweiten Wochenende von Freitagabend, 19:00 Uhr, bis Montag, 08:30 Uhr; in jeder Woche am Mittwoch von 18:00 Uhr bis Donnerstag 17:00 Uhr; b) in Jahren mit gerader Jahreszahl an Ostern von Gründonnerstag, 10:00 Uhr, bis Ostermontag, 18:00 Uhr; an Weihnachten vom 25. Dezember, 10:00 Uhr bis zum 26. Dezember, 18:00 Uhr; an Neujahr von 31. Dezember, 10:00 Uhr, bis 1. Januar, 10:00 Uhr; in den Jahren mit ungerader Jahreszahl an Pfingsten von Freitag vor Pfingsten, 18:00, bis Pfingstmon- tag 18:00 Uhr; an Weihnachten vom 25. Dezember, 10:00 Uhr bis zum 26. Dezember 18:00 Uhr; an Neujahr von 1. Januar 10:00 Uhr bis 2. Januar, 10:00 Uhr; c) während 3 Schulferienwochen, jeweils eine Woche am Stück; die Ferien sind mind. drei Monate im Voraus zwischen den Par- teien zu vereinbaren, im Streitfall steht in Jahren mit gerader Jahreszahl dem Berufungsbeklagten das Entscheidungsrecht zu, in Jahren mit ungerader Jahreszahl der Berufungsklägerin. ln den übrigen Zeiten werden die Kinder von der Berufungsklägerin betreut.Kantonsgericht Schwyz 13 4. Es sei der Berufungsbeklagte zu verpflichten, der Berufungsklägerin für die Kinder folgende monatlichen Unterhaltsbeiträge zzgl. allfäl- lige Kinder-, Ausbildungs- und Familienzulagen zu bezahlen, zahl- bar jeweils auf den Ersten jedes Monats: ab 22.05.2023 bis zum Abschluss des hängigen Hauptverfahrens (ZEV 23 10) für E.________: Fr. 5’347.10; für F.________: Fr. 7’790.10, wovon Fr. 3’676.05 Betreu- ungsunterhalt. Eventualiter für eine allfällige Phase ll (ab 01.01.2025) für E.________: Fr. 5’399.50; für F.________: Fr. 5’276.50. 5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MWST zulasten des Gesuchstellers. Weiter ersuchte sie um Verpflichtung des Gesuchstellers zur Leistung eines Prozesskostenvorschusses für das Berufungsverfahren von Fr. 4’000.00. Even- tualiter sei ihr die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren. Ebenfalls am 7. Dezember 2023 (Postaufgabe 8. Dezember 2023) erhob der Gesuchsteller Berufung mit den folgenden Anträgen (ZK2 2023 85, KG-act. 1): 1. Es sei Dispositiv-Ziffer 1 Satz 2 der angefochtenen Verfügung auf- zuheben und es sei festzustellen, dass der Wohnsitz der beiden Kin- der E.________ und F.________ sich beim Berufungskläger befin- det. 2. Es sei Dispositiv-Ziffer 2.1-2.2 der angefochtenen Verfügung aufzu- heben und es sei folgendes Betreuungsverhältnis festzulegen: 2.1. Der Gesuchsteller/Kindsvater/Berufungskläger betreut die Kinder E.________ und F.________ wie folgt: - unter der Woche von Montag, 08.00 Uhr bis Mittwoch, 18.00 Uhr - jedes zweite Wochenende zwischen Freitag 18.00 Uhr und Montag, 08.00 Uhr - während jährlich sechs Schulferienwochen in den Jah- ren mit gerader Jahreszahl und während jährlich sie- ben Schulferienwochen in Jahren mit ungerader Jah- reszahl, wobei die Kinder während maximal drei Kantonsgericht Schwyz 14 Wochen am Stück durch den Gesuchsteller/Kindsvater betreut werden; - in Jahren mit gerader Jahreszahl: oan Ostern von Gründonnerstag, 10.00 Uhr, bis Ostermontag, 18.00 Uhr; oan Weihnachten vom 25. Dezember, 10.00 Uhr, bis zum 26. Dezember, 18.00 Uhr; oan Neujahr vom 31. Dezember, 10.00 Uhr, bis 1. Januar, 10.00 Uhr; - in Jahren mit ungerader Jahreszahl: oan Pfingsten von Freitag vor Pfingsten, 18.00 Uhr, bis Pfingstmontag, 18.00 Uhr; oan Weihnachten vom 23. Dezember, 18.00 Uhr, bis zum 25. Dezember, 10.00 Uhr; oan Neujahr vom 1. Januar, 10.00 Uhr, bis 2. Januar, 10.00 Uhr. 2.2. Die Gesuchsgegnerin/Kindsmutter/Berufungsbeklagte be- treut die Kinder E.________ und F.________ wie folgt: - unter der Woche von Mittwoch, 18.00 Uhr Freitag, 18.00 Uhr - jedes zweite Wochenende zwischen Freitag 18.00 Uhr und Montag, 08.00 Uhr - während jährlich sechs Schulferienwochen in den Jah- ren mit ungerader Jahreszahl und während jährlich sie- ben Schulferienwochen in Jahren mit gerader Jahres- zahl, wobei die Kinder während drei zwei Wochen am Stück durch den Gesuchsteller/Kindsvater betreut wer- den; - in Jahren mit gerader Jahreszahl: oan Pfingsten von Freitag vor Pfingsten, 18.00 Uhr, bis Pfingstmontag, 18.00 Uhr; oan Weihnachten vom 23. Dezember, 18.00 Uhr, bis zum 25. Dezember, 10.00 Uhr; oan Neujahr vom 1. Januar, 10.00 Uhr, bis 2. Januar, 10.00 Uhr. - in Jahren mit ungerader Jahreszahl: oan Ostern von Gründonnerstag, 10.00 Uhr, bis Ostermontag, 18.00 Uhr; oan Weihnachten vom 25. Dezember, 10.00 Uhr, bis zum 26. Dezember, 18.00 Uhr; oan Neujahr vom 31. Dezember, 10.00 Uhr, bis 1. Januar, 10.00 Uhr; 2.3. Eventualiter sei eine dem hälftigen Betreuungsverhältnis ent- sprechende Aufteilung der Betreuungstage vorzunehmen. 3. Es sei Dispositiv-Ziffer 3 der angefochtenen Verfügung aufzuheben.Kantonsgericht Schwyz 15 3.1. Es sei festzustellen, dass bis August 2024 kein Unterhalt ge- schuldet ist. 3.2. Die Gesuchgegnerin sei zu verpflichten, dem Gesuchsteller ab 1. August 2024 monatlich an den Barunterhalt des Sohnes F.________ für die Dauer des Massnahmeverfahrens CHF 500.00 und ab 1. August 2024 monatlich an den Barun- terhalt der Tochter E.________ für die Dauer des Massnah- meverfahrens CHF 500.00 zu bezahlen. 4. Es sei Dispositiv -Ziffer 4 der angefochtenen Verfügung aufzuheben und es sei von folgenden Verhältnissen auszugehen ab Mai 2023 bis Oktober 2023 Einkommen Bedarf Gesuchsteller 7’227.10 5’871.00 Gesuchsgegnerin 6’000.00 1’201.05 E.________ 230.00 1’759.75 F.________ 230.00 526.15 Ab Oktober 2023 bis August 2024 Einkommen Bedarf Gesuchsteller 7’827.10 4’371.00 Gesuchsgegnerin 6’000.00 4’054.05 E.________ 230.00 3’257.75 F.________ 230.00 2’023.65 Ab August 2024 Einkommen Bedarf Gesuchsteller 8’427.10 4’399.70 Gesuchsgegnerin 8’000.00 4’104.05 E.________ 230.00 3’257.75 F.________ 230.00 3’133.65 5. Es sei Dispositiv-Ziffer 7 der angefochtenen Verfügung aufzuheben und die Gerichtskosten mit einer Entscheidgebühr von Fr. 4’000.00 seien der aufzuerlegen und unter dem Titel Gerichtskostenersatz hat die Berufungsbeklagte dem Berufungskläger Fr. 3’000.00 zu be- zahlen. 6. Es sei Dispositiv-Ziffer 8 der angefochtenen Verfügung aufzuheben und die Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, dem Berufungskläger eine pauschale Parteientschädigung von CHF 4’000.00 zu bezah- len. 7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten von der Beru- fungsbeklagten.Kantonsgericht Schwyz 16 Prozessantrag 8. Es die Vollstreckung der vorsorglichen Massnahme bezüglich Beru- fungsantrag Ziffer 3, 4 und 5 aufzuschieben. 9. Eventualiter sei die Vollstreckung der vorsorglichen Massnahme be- züglich Berufungsantrag Ziffer 3, 4 und 5 im folgende Umfang auf- zuschieben: 9.1. Für E.________: - Für sämtliche (rückwirkenden) Unterhaltsforderungen zwischen Mai 2023 und November 2023. - Für den ab November 2023 geschuldeten über den Barunterhalt von CHF 919.50 hinausgehenden Betrag. - Für den Betreuungsunterhalt im Betrag von CHF 1’838.00. 9.2. Für F.________: - Für sämtliche (rückwirkenden) Unterhaltsforderungen zwischen Mai 2023 und November 2023. - Für den ab November 2023 geschuldeten über den Barunterhalt von CHF 919.50 hinausgehenden Betrag. - Für den Betreuungsunterhalt im Betrag von CHF 1’838.00 10. Der Entscheid über die aufschiebende Wirkung (i.S. von prozessu- alem Antrag Ziff. 8 und 9 vorstehend) sei superprovisorisch, mithin ohne Anhörung des Berufungsbeklagten oder der Vorinstanz zu er- lassen. Mit Verfügung vom 13. Dezember 2023 gab die Verfahrensleitung dem Gesuch des Gesuchstellers um superprovisorischen Vollstreckungsaufschub der Dispo- sitivziffern 3, 4 und 7 (recte 5) der angefochtenen Verfügung nicht statt (ZK2 2023 85, KG-act. 3). Mit Berufungsantwort vom 27. Dezember 2023 ver- langte der Gesuchsteller die Abweisung der gegenerischen Berufungs- sowie prozessualen Anträge, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (ZK2 2023 84, KG-act. 6). Mit Berufungsantwort vom 30. Dezember 2023 ersuchte die Ge- suchsgegnerin ihrerseits um vollumfängliche Abweisung der gegnerischen Be- rufungsanträge, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Gesuch- stellers, sowie zusätzlich um Verpflichtung des Letzteren zur Leistung eines Prozesskostenvorschusses von Fr. 8’000.00, eventualiter um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege, und um Vereinigung der Berufungsverfahren Kantonsgericht Schwyz 17 ZK2 2023 84 und 85 (ZK2 2023 85, KG-act. 7). In ihrer Stellungnahme vom 14. Februar 2024 im Berufungsverfahren ZK2 2023 84 forderte die Gesuchs- gegnerin neu einen Prozesskostenvorschuss von Fr. 6’000.00. Zudem passte sie ihr Begehren um Kinderunterhaltsbeiträge wie folgt an (ZK2 2023 84, KG-act. 11): 4. […] ab 22.5.23 – 31.8.25 für E.________: Fr. 4’874.70 für F.________: Fr. 7’937.40, wovon Fr. 4’295.65 Betreuungsun- terhalt. Ab 1.9.25: für E.________: Fr. 5’141.70 für F.________: Fr. 6’424.40, wovon Fr. 1’405.65 Betreuungsun- terhalt. Im Berufungsverfahren ZK2 2023 85 hielt der Gesuchsteller mit Stellungnahme vom 29. Februar 2024 an seinen bisherigen Anträgen fest und forderte die Ab- weisung des Antrags auf Prozesskostenbevorschussung, soweit auf diesen ein- zutreten sei (ZK2 2023 85, KG-act. 12). Am 4. März 2024 vereinigte die Verfah- rensleitung die beiden Berufungsverfahren (ZK2 2023 84, KG-act. 12; ZK2 2023 85, KG-act. 13). Weitere Stellungnahmen des Gesuchstellers datieren vom 15. März 2024 und 24. April 2024 (ZK2 2023 84, KG-act. 14 und 18) und der Gesuchsgegnerin vom 11. April 2024 (ZK2 2023 84, KG-act. 16). Am 3. Mai 2024 ersuchte der Gesuchsteller um eine (superprovisorische) Feststel- lung hinsichtlich seiner mit den Kindern geplanten Ferien in Dubai (ZK2 2023 84, KG-act. 20), worüber gleichentags ein teilgutheissender Ent- scheid erging (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 21). Nach Erhalt der entsprechenden Stellungnahme der Gesuchsgegnerin vom 13. Mai 2024, mit der sie auch die Feststellung verlangte, dass der Gesuchsteller sich über die gerichtliche Anord- nung, mit den Kindern nicht nach Dubai zu reisen, hinweggesetzt und damit die Gesundheit von F.________ gefährdet habe (ZK2 2023 84, KG-act. 22), gab die Verfahrensleitung am 15. Mai 2024 die Absicht bekannt, über das Gesuch Kantonsgericht Schwyz 18 und die diesbezügliche Stellungnahme abschliessend im Endentscheid zu be- finden (ZK2 2023 84, KG-act. 23). Die Parteien äusserten sich zu dieser Sache erneut am 23. Mai 2024 und 6. Juni 2024 (ZK2 2023 84, KG-act. 24 und 26). Am 4. Juli 2024 stellte der Gesuchsteller nochmals ein Gesuch um vorsorgliche Massnahmen (inkl. Superprovisorium) über die Verpflichtung der Gesuchsgeg- nerin zur umgehenden Herausgabe der Pässe, eventualiter der Identitätskar- ten, von E.________ und F.________ (ZK2 2023 84, KG-act. 28), woraufhin die Verfahrensleitung am 8. Juli 2024 eine entsprechende Anordnung zur vorläufi- gen Herausgabe erliess unter der Mitteilung, dass vorgesehen sei, über das Gesuch und eine allfällige Stellungnahme abschliessend im Endentscheid zu befinden (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 29). Die Gesuchsgegnerin reichte innert angesetzter Frist keine Stellungnahme ein. Nachdem die Verfahrensleitung den Parteien am 5. August 2024 mitgeteilt hatte, dass die Berufungen als spruchreif erachtet würden und das Gericht in die Phase der Urteilsberatung übergehe (ZK2 2023 84, KG-act. 30), reichte der Gesuchsteller am 1. und 8. November 2024 erneut Eingaben und die Gesuchsgegnerin am 14. und 25. November 2024 Stellungnahmen zu diesen ein (ZK2 2023 84, KG-act. 31, 33, 35 und 37) und am 28. November 2024 erfolgte wiederum eine Eingabe seitens des Ge- suchstellers zur Stellungnahme der Gesuchsgegnerin vom 14. November 2024 (ZK2 2023 84, KG-act. 39). Auf die Vorbringen der Parteien wird – soweit erforderlich – in den Erwägungen eingegangen;- in Erwägung: 1. a) Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden die vorsorgliche Obhutszuteilung (inklusive Wohnsitzfestlegung), die Betreuungsregelung, der Kantonsgericht Schwyz 19 Kindesunterhalt inklusive der diesem zugrundeliegenden Einkommens- und Be- darfswerte sowie die angeordnete Mediation. Bei Kinderbelangen kommen in allen familienrechtlichen Verfahren der Untersuchungs- sowie der Offizialgrund- satz zur Anwendung, womit das Gericht den Sachverhalt von Amtes wegen er- forscht und ohne Bindung an die Parteianträge entscheidet (Mazan/Steck, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], a.a.O., Art. 296 ZPO N 3, 10 und 29). Indes ist es den Parteien verwehrt, sowohl echte als auch unechte Noven vorzubrin- gen, wenn der Berufungsprozess aufgrund der Spruchreife der Berufungssache in die Phase der Urteilsberatung übergeht. Die Phase der Urteilsberatung be- ginnt mit dem Abschluss einer allfälligen Berufungsverhandlung oder aber mit der förmlichen Mitteilung des Berufungsgerichts, dass es die Berufungssache für spruchreif halte und nunmehr zur Urteilsberatung übergehe (BGE 142 III 413 E. 2.2.5 f.). Letzteres teilte die Verfahrensleitung den Parteien am 5. August 2024 mit (ZK2 2023 84, KG-act. 30), weshalb Noven ab diesem Zeit- punkt trotz geltender Untersuchungsmaxime keine Berücksichtigung mehr fin- den, was insbesondere hinsichtlich der Eingaben des Gesuchstellers vom 1., 8. und 28. November 2024 (ZK2 2023 84, KG-act. 31, 33 und 39) und diejeni- gen der Gesuchsgegnerin vom 14. und 25. November 2024 (ZK2 2023 84, KG-act. 35 und 37) von Relevanz ist (vgl. auch Arnold, Das Novenrecht in fami- lienrechtlichen Berufungsverfahren, in: AJP 10/2024, S. 1020 f. mit Verweisen; KG GR ZK1 18 144 vom 5. Mai 2020 E. 3.2), zumal betreffend Letzteren nicht geltend gemacht wurde, dass diese, um einer bestehenden oder unmittelbar bevorstehenden Kindeswohlgefährdung entgegenzuwirken, zu beachten wären, geschweige denn ist eine solche Annahme ersichtlich. b) Beide Parteien verlangen an verschiedenen Stellen erneut eine Parteibe- fragung, ohne aber näher zu begründen, weshalb eine solche nochmals durch- zuführen sei oder aufzuzeigen, dass oder inwieweit die jeweiligen Fragen an der erstinstanzlich durchgeführten Parteibefragung nicht geklärt wurden oder hatten geklärt werden können oder weshalb es unabdingbar ist, dass sich die Berufungsinstanz ein persönliches Bild von den Parteien verschafft. Soweit es Kantonsgericht Schwyz 20 sich überhaupt um relevante Punkte handelt, erübrigt sich damit von Vorneher- ein eine entsprechende Beweisabnahme. 2. Der Vorderrichter stellte E.________ und F.________ unter die alternie- rende Obhut der Parteien (Dispositivziffer 1 Satz 1) und legte fest, dass sich deren Wohnsitz bei der Gesuchsgegnerin befinde (Dispositivziffer 1 Satz 2). a) Die Gesuchsgegnerin verlangt die Zuteilung der alleinigen Obhut. aa) Unter „Obhut“ ist die Befugnis zur täglichen Betreuung des Kindes und die Ausübung der Rechte und Pflichten im Zusammenhang mit seiner Pflege und laufenden Erziehung zu verstehen (BGE 142 III 612 E. 4.1). Gemäss Art. 298 Abs. 2ter ZGB prüft das Gericht bei gemeinsamer elterlicher Sorge im Sinne des Kindeswohls die Möglichkeit einer alternierenden Obhut, wenn ein Elternteil oder das Kind dies verlangt. Nach der bundesgerichtlichen Praxis ist für die Anordnung der alternierenden Obhut vorausgesetzt, dass beide Eltern erziehungsfähig und bereit sind, in Kinderbelangen miteinander zu kommuni- zieren sowie im Hinblick auf die notwendigen organisatorischen Vorkehrungen zu kooperieren (BGE 142 III 612 E. 4.3; BGer 5A_629/2019 vom 13. November 2020 E. 4.2). Weitere zu berücksichtigende Kriterien sind die geographische Si- tuation, namentlich die Distanz zwischen den Wohnungen der beiden Eltern, die Stabilität, welche die Weiterführung der bisherigen Regelung für das Kind gegebenenfalls mit sich bringt, die Möglichkeit der Eltern, das Kind persönlich zu betreuen, das Alter des Kindes, seine Beziehungen zu Geschwistern und seine Einbettung in ein weiteres soziales Umfeld sowie sein Wunsch (BGE 142 III 612 E. 4.3; BGer 5A_629/2019 vom 13. November 2020 E. 4.2). Das Wohl des Kindes hat für die Zuteilung der Obhut Vorrang vor allen anderen Überlegungen, insbesondere vor den Wünschen der Eltern (BGer 5A_157/2021 vom 24. Februar 2022 E. 3.2.1). Der Richter muss anhand der festgestellten Tatsachen der Gegenwart und Vergangenheit eine Prognose darüber stellen, ob die alternierende Obhut als Betreuungsmodell aller Voraussicht nach dem Kantonsgericht Schwyz 21 Wohl des Kindes entspricht (BGE 142 III 612 E. 4.2). Das Bundesgericht macht die alternierende Obhut zum Ausgangspunkt in Betreuungsfragen. Zugleich hält es den Kindesschutz besonders hoch, indem es in jedem Fall eine Prüfung der Risikofaktoren für das Kind verlangt. Sprechen im Einzelfall konkrete Gründe gegen die alternierende Obhut, ist die alleinige Obhut anzuordnen, wenn dies zu einem für das Kind günstigeren Ergebnis führt (Widrig, „Das Bundesgericht erhebt die alternierende Obhut zur Regel”, sui generis 2021, N 44, 66 und 68; kritisch: Schwenzer/Cottier, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. A. 2022, Art. 298 ZGB N 7, wonach der Gesetzgeber da- von ausgegangen sei, dass die alternierende Obhut nur angeordnet werden sollte, wenn sie im Lichte des Kindeswohls die bestmögliche Lösung darstelle). bb) Der Vorderrichter setzte sich mit den einzelnen Voraussetzungen der al- ternierenden Obhut, das heisst der Erziehungsfähigkeit der Parteien, der Kom- munikations- und Kooperationsbereitschaft, dem geografischen Aspekt, der Stabilität sowie der Frage nach der persönlichen Betreuung, auseinander und gelangte zum Schluss, es gebe keine überzeugenden Gründe, die gegen die Anordnung der alternierenden Obhut sprächen (vgl. angef. Verfügung E. 2.3). Die Gesuchsgegnerin verneint die Erziehungsfähigkeit des Gesuchstellers. Sie habe vor erster Instanz dargelegt, dass er nur in der Lage sei, eine kurzzeitige und keine vollständig alleinige Kinderbetreuung zu leisten. Die Zeitabschnitte von Freitag- bis Sonntagabend verbringe er immer in Gesellschaft von Freun- den und Familien. Der Vorderrichter habe sich über ihren Einwand hinwegge- setzt, dass er die Ferien gemeinsam mit seiner Familie sowie mindestens einem Kindermädchen verbracht habe und damit abermals auf Fremdbetreuung an- gewiesen gewesen sei, um die elementaren Betreuungsaufgaben wie Wa- schen, Baden und Duschen der Kinder im Sinne des Kindeswohls erledigen zu lassen. Im Weiteren schliesse der Vorderrichter pauschal und ohne jegliche Be- gründung und ohne jeglichen Hinweis darauf, dass der Gesuchsteller funda- mentale Betreuungsaufgaben wahrnehmen könne, obwohl er dies seinen Er-Kantonsgericht Schwyz 22 wägungen nach bisher noch nie getan habe. Speziell auf den Krankheitsfall be- zogen habe der Vorderrichter festgehalten, dass aus der eingereichten WhatsApp- Konversation eine Überforderung nicht ersichtlich sei, ohne die eingereichten Konversationen und Anrufprotokolle, gemäss welchen sich der Gesuchsteller in jedem einzelnen Krankheitsfall hilfesuchend an sie gewandt habe, zu berück- sichtigen. Der Gesuchsteller habe nur selektiv WhatsApp-Konversationen ein- gereicht. Indem sich der Vorderrichter ausdrücklich und ausschliesslich auf des- sen Eingaben bezogen und ihre Eingaben ignoriert habe, habe er auf schwer- wiegende Weise ihren Anspruch auf eine unvoreingenommene Beweiswürdi- gung verletzt. Erschreckend sei sodann, dass der Vorderrichter lediglich ihre Bindungstoleranz geprüft habe. Der Gesuchsteller habe absichtlich nicht an der Einschulung von E.________ teilgenommen, obwohl er ordnungsgemäss von der Schule über diesen wichtigen Termin informiert worden sei. Stattdessen habe er ein schikanöses Schreiben an sie verfassen lassen mit dem offensicht- lichen Ziel, sie zu terrorisieren, weil sie ihn nicht nochmals gesondert über die Einschulung informiert habe. Der Vorderrichter habe ausserdem unberücksich- tigt gelassen, dass der Gesuchsteller sich konsequent weigere, sich am Unter- halt zu beteiligen. Er interessiere sich nur, wie es den Kindern gehe, wenn sie bei ihm seien, und instrumentalisiere sie, um seine persönlichen finanziellen Ziele zu erreichen (ZK2 2023 85, KG-act. 1 Rz 19 ff.). cc) Der Vorderrichter schloss aus dem Umstand, dass die Gesuchsgegnerin dem Gesuchsteller zutraue, die Kinder über Nacht und von Freitag- bis Sonn- tagabend auch mehrere Tage zu betreuen, dass er auch in der Lage sein müsse, die Kinder persönlich und ganztägig zu betreuen. Auch wenn er E.________ und F.________ in der Ferienzeit mindestens eine Woche am Stück betreue, werde waschen, duschen oder baden für die Körperhygiene der Kinder unumgänglich sein. Die Gesuchsgegnerin bestreite nicht, dass die Kin- der während des vorliegenden Verfahrens bereits zehn Tage Ferien mit dem Gesuchsteller verbracht hätten. Dass Letzterer über gewisse Einzelheiten wie Tröpfli, Coiffeur- und Arztbesuche bis dato angeblich nicht wirklich informiert Kantonsgericht Schwyz 23 gewesen sei, stelle für sich allein noch nicht die Erziehungsfähigkeit in Frage und könne von der Gesuchsgegnerin in Zukunft auch positiv beeinflusst wer- den, indem sie dem Gesuchsteller entsprechende Informationen weiterleite oder ihm die Organisation von Terminen überlasse. Aus der eingereichten WhatsApp-Konversation (KB [recte BB] 77) lasse sich sodann nicht ableiten, dass der Gesuchsteller insbesondere im Krankheitsfall mit der Kinderbetreuung überfordert sei. Es möge sein, dass die Gesuchsgegnerin im Umgang mit den Kinder im Krankheitsfall bisher die Geübtere sei, was jedoch nicht heisse, dass dem Gesuchsteller jegliche Fähigkeiten in diesem Zusammenhang abzuspre- chen seien. Schliesslich erachtete der Vorderrichter einen Kokainkonsum des Gesuchstellers als von der Gesuchsgegnerin nicht glaubhaft gemacht (angef. Verfügung E. 2.3.2, S. 12 f.). dd) Ob die Verweise der Gesuchsgegnerin auf ihre erstinstanzlichen Vorbrin- gen eine ausreichende Begründung darstellen (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 6 Rz 55), hängt insbesondere auch davon ab, ob der Vorderrichter sich mit diesen befasste. Jedenfalls machte sie in ihren erstinstanzlichen Rechts- schriften sowie an der Parteibefragung im Wesentlichen übereinstimmend gel- tend, der Gesuchsteller sei mit den Kindern sehr schnell, insbesondere wenn sie krank seien, und damit mit einer dauernden Betreuung überfordert. Er sei dann auf ihre Hilfe oder diejenige seiner Mutter angewiesen. Er sei nicht in der Lage, sich nebst dem Kochen und Zubettbringen um die regelmässigen und notwendigen Kinderbelange (Arzttermine, Duschen, Baden, Coiffeurbesuche etc.) zu kümmern. Auch in den Monaten ihres Getrenntlebens habe sie ihm in G.________ regelmässig mit den Kindern helfen müssen (Vi-act. 13 Rz 32; Vi-act. 20 Frage 78; Vi-act. 36 Rz 52, 71, 95 und 113; Vi-act. 43 Rz 29 und 31). Entsprechende Rügen bringt sie auch in ihrer Berufung vor. Der Gesuchsteller bestritt und bestreitet diese Vorwürfe als haltlose Unterstellungen und hält dafür, in der Vergangenheit einen Grossteil der Betreuung wahrgenommen zu haben, insbesondere als die Gesuchsgegnerin in einem 100 %-Pensum gear- beitet habe. Ein Kindermädchen sei nur ein einziges Mal weit vor der Trennung Kantonsgericht Schwyz 24 organisiert worden, als er zusammen mit der Gesuchsgegnerin in den Ferien gewesen sei (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 6 Rz 57 ff.). Die Gesuchsgegnerin offenbart in ihrer Eingabe vom 14. Februar 2024 nicht, welche Chatverläufe und schriftlichen Bestätigungen oder anderen Belege dar- legen sollen, dass der Gesuchsteller die Kinder nie wusch, duschte, wickelte etc. oder er nicht in der Lage wäre, die Kinder ohne die Hilfe von Verwandten etc. zu betreuen oder Coiffeur- und Arztbesuche wahrzunehmen (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 11 Rz 27 f.). Ebenso wenig erschliesst sich dem Gericht, weshalb der „Umkehrschluss“ des Vorderrichters, wonach der Gesuch- steller für eine persönliche und ganztätige Betreuung der Kinder in der Lage sein müsse, wenn er dies auch von Freitag- bis Sonntagabend sei, unzutreffend sein soll. Soweit die Gesuchsgegnerin aufgrund der bisher angeblich stetigen Unterstützung von Freunden und Familie hiervon ausgeht, bleibt es bei einer bestrittenen (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 6 Rz 60) Behauptung. Zumindest wenn die Eltern des Gesuchstellers in den Ferien waren, kümmerte er sich unbestrit- tenermassen selber um die Kinder (ZK2 2023 84 KG-act. 16 Rz 19; ZK2 2023 85, KG-act. 12 Rz 24). Entgegen den Vorbringen der Gesuchsgeg- nerin bezog sich der Vorderrichter betreffend Krankheitsfall sodann nicht (aus- schliesslich) auf die Eingaben der Gegenseite, sondern auf ihre Ausführungen (Vi-act. 53 S. 13) und die von ihr eingereichte WhatsApp-Korrespondenz (Vi-act. 53 BB 77). Weshalb der Vorderrichter aus Letzterer eine entsprechende Überforderung hätte ableiten müssen, erklärt die Gesuchsgegnerin nicht. Aus dem alleinigen Umstand, dass sich der Gesuchsteller infolge erhöhter Tempe- ratur oder Fiebers per WhatsApp an die Gesuchsgegnerin wandte, kann dies jedenfalls nicht gefolgert werden. Ausserdem lässt diese „beispielhaft“ einge- reichte WhatsApp-Korrespondenz (Vi-act. 53 BB 77) oder das Anrufprotokoll vom 31. August 2023 (Vi-act. 53 BB 78) nicht den Schluss zu, dass der Ge- suchsteller bei Krankheit der Kinder dauernd auf die Hilfe der Gesuchsgegnerin angewiesen wäre. Ihnen lässt sich auch nicht entnehmen, dass der Gesuch-Kantonsgericht Schwyz 25 steller Letztere an besagtem Datum darum gebeten hätte, die Kinder abzuho- len; zumindest kann dies entgegen den Vorbringen der Gesuchsgegnerin (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 11 Rz 30) nicht ohne Weiteres aus dem Umstand abgeleitet werden, dass sie die Kinder später abholte. Im Weiteren zeigt die Gesuchsgegnerin nicht auf, welche ihrer Eingaben oder (weiteren) Belege der Vorderrichter zu Unrecht nicht berücksichtigt haben soll. Sie verweist lediglich auf Vi-act. 53 Rz 10 (ZK2 2023 84, KG-act. 1 Rz 23), an welcher Stelle sie den Vorfall vom 31. August 2023 schilderte. Hinsichtlich der Umstände um die Über- nachtung der Kinder bei einer Freundin der Gesuchsgegnerin gehen die Be- hauptungen auseinander (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 11 Rz 27 und KG-act. 14 Rz 25); diese wie auch allfällige vereinzelte Flecken auf den Kleidern bei der Rückgabe der Kinder (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 11 Rz 28, S. 32, KG-act. 11/17) oder der eingereichte Chatverlauf betreffend Herausgabe der Krankenkassenpolicen der Kinder (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 11 Rz 26, S. 29, und KG- act. 11/14 f.) lassen aber ohnehin keine Rückschlüsse auf die Erzie- hungsfähigkeit des Gesuchstellers zu. Dass er die Beschneidung von F.________ nicht guthiess (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 6 Ziff. B./67. und KG-act. 14 Rz 27), bestreitet die Gesuchsgegnerin (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 11 Rz 29). Inwieweit die geltend gemachten und angeblichen „Instru- mentalisierungen“ der Kinder durch den Gesuchsteller (betreffend Einschulung von E.________ und fehlende Unterhaltszahlungen; ZK2 2023 84, KG-act. 1 Rz 25 f.; siehe auch ZK2 2023 85, KG-act. 11 Rz 32 f.) eine fehlende Bindungstoleranz aufzeigen sollen, erschliesst sich aus den Vorbringen der Ge- suchsgegnerin ebenso wenig, weil die beiden Umstände in keinem ersichtlichen Zusammenhang mit einer fehlenden Förderung einer guten Beziehung der Kin- der zu ihr stehen. Es kann dem Vorderrichter deshalb auch nicht vorgehalten werden, er habe Vorbringen der Gesuchsgegnerin „unzulässigerweise unge- prüft“ verworfen (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 1 Rz 27). Soweit die Gesuchsgeg- nerin die Gleichwertigkeit der Eigen- und Fremdbetreuung im Hinblick auf die Frage der Erziehungsfähigkeit nicht als einschlägig bezeichnet, ist dem entge-Kantonsgericht Schwyz 26 genzuhalten, dass der Vorderrichter im Rahmen der Prüfung der Erziehungs- fähigkeit des Gesuchstellers nicht auf dieses Argument zurückgriff. Lediglich hinsichtlich der Frage der persönlichen Betreuung wies er auf die Gleichwertig- keit von Eigen- und Fremdbetreuung sowie darauf hin, dass E.________ und F.________ sich bereits an ein gewisses Mass an Fremdbetreuung gewohnt seien sowie dass nicht ausgeführt werde und auch nicht ersichtlich sei, weshalb eine zeitweise Fremdbetreuung durch die Grossmutter dem Kindeswohl wider- sprechen sollte (vgl. angef. Verfügung E. 2.3.6). Für die Frage der alternieren- den Obhut ist die Möglichkeit zur persönlichen Betreuung denn auch haupt- sächlich nur dann relevant, wenn spezifische Bedürfnisse des Kindes eine per- sönliche Betreuung notwendig erscheinen lassen oder wenn ein Elternteil auch zu den Randzeiten (morgens, abends und an den Wochenenden) nicht oder kaum zur Verfügung stünde; ansonsten ist von der Gleichwertigkeit von Eigen- und Fremdbetreuung auszugehen (BGer 5A_730/2020 vom 21. Juni 2021 E. 3.3.1.1 u.a. mit Verweis auf BGE 144 III 481 E. 4.6.3 und 4.7; BGer 5A_707/2019 vom 18. August 2020 E. 3.1.1; KG SZ ZK2 2023 1 vom 28. März 2024 E. 2c/ff; Schwenzer/Cottier, a.a.O., Art. 298 ZGB N 5). Das allei- nige Alter der Kinder (vgl. ZK2 2023 85, KG-act. 11 Rz 36) spricht jedenfalls nicht per se gegen eine Fremdbetreuung. Insoweit gehen auch die – im Übrigen ohnehin unsubstanziiert gebliebenen – gesuchstellerischen Vorhalte, die Kinder würden sehr viel Zeit bei den Schwestern der Gesuchsgegnerin verbringen (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 6 Ziff. B./60.), ins Leere und es kann diesbezüglich von Vorneherein auf eine Parteibefragung verzichtet werden. Dass der Gesuch- steller die geteilte Obhut nur deshalb verlangt, weil er dann weniger Unterhalt bezahlen muss, und gar nicht an der Betreuung der Kinder interessiert ist (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 11 Rz 26 und 28), erscheint schliesslich nicht glaub- haft. ee) Nach dem Gesagten ist die alternierende Obhut zu bestätigen. Soweit der Gesuchsteller die vorderrichterlichen Erwägungen zur bisherigen Rollenvertei- lung der Parteien beanstandet, ist hierauf bei der Betreuungsaufteilung näher Kantonsgericht Schwyz 27 einzugehen, nachdem der Vorderrichter das Kriterium der Stabilität zugunsten der alternierenden Obhut wertete (vgl. angef. Verfügung E. 2.3.5), was die Ge- suchsgegnerin nicht beanstandete. b) aa) Das Gericht kann bei alternierender Obhut im Falle der Uneinigkeit der Eltern den Aufenthaltsort des Kindes bestimmen und so den zivilrechtlichen Wohnsitz (Art. 25 Abs. 1 ZGB) festlegen, der insbesondere für die Einschulung des Kindes von Bedeutung ist (vgl. BGer 5A_310/2021 vom 30. April 2021 E. 3; Schwenzer/Cottier, a.a.O., Art. 298 ZGB N 9; Affolter-Fringeli/Vogel, in: Haus- heer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerisches Zivilgesetzbuch, Die elterliche Sorge, Der Kindesschutz, Das Kindesvermögen, Art. 296-327 ZGB, 2016, Art. 298 ZGB N 51; Büchler/Clausen, in: Fankhauser [Hrsg.], FamKomm, Scheidung, Band I, 4. A. 2022, Art. 298 ZGB N12; Gloor/Schweighauser, Die Reform der rechts der elterlichen Sorge – eine Würdigung aus praktischer Sicht, in: FamPra 1/2014, S. 10). Lebt das Kind in alternierender Obhut mit beiden Elternteilen in häuslicher Gemeinschaft, richtet sich der Wohnsitz nach dem Ort, zu dem das Kind die engsten Beziehungen aufweist (Büchler/Clausen, a.a.O., Art. 298 ZGB N 12; Affolter-Fringeli/Vogel, a.a.O., Art. 298 ZGB N 51; Staehe- lin, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], a.a.O., Art. 24 ZGB N 12). bb) Laut Vorderrichter hat(te) die Gesuchsgegnerin sicher zu Beginn, aber auch in der Phase II einen grösseren Betreuungsanteil inne. Zudem würden die Kinder den Vorkindergarten in H.________ besuchen, wo sie voraussichtlich auch in den Kindergarten gehen werden. Die Kinder würden daher vorderhand einen grösseren Bezug zum Wohnsitz der Mutter haben (angef. Verfügung E. 2.5). cc) Nach Ansicht des Gesuchstellers sei der Wohnsitz der Kinder in seiner Wohnung in I.________ und in der Wohnung in G.________, wo die Kinder auch nach der Trennung gelebt hätten, gewesen. Sie hätten schon immer einen Kantonsgericht Schwyz 28 sehr engen Draht und Bezug zu seiner Familie gehabt und seien aus dem ge- meinsamen Umfeld gerissen worden. Es könne nicht sein, dass die Gesuchs- gegnerin durch die eigenmächtige Schaffung von Fakten das Wohnsitzrecht der Kinder erwirken könne (ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./16.). Die Gesuchs- gegnerin hält dem entgegen, dass der Wohnsitz der Kinder immer an ihrem Wohnsitz gewesen sei. Es gehe um die persönliche Beziehung zum hauptsäch- lich betreuenden Elternteil. Ab der Geburt bis zum 16. Juli 2022 hätten sie mit ihr zusammen in I.________ gewohnt, dann nur vom 16. Juli bis 2. Oktober 2022 und vom 18. November 2022 bis 22. Mai 2023 in G.________, vorübergehend bei ihrer Mutter und seit Ende Mai 2023 in I.________ bzw. J.________. Zu G.________ sei kein spezieller Bezug entstanden. Der Wegzug sei weder eigenmächtig gewesen noch sei damit der persönliche Ver- kehr beeinträchtigt worden (ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 41 f.). dd) Die Gesuchgsgegnerin verfügt über einen grösseren Betreuungsanteil als der Gesuchsteller und war auch vor Erlass der hier angefochtenen Verfügung mehrheitlich für die Kinderbetreuung zuständig (vgl. insb. superprovisorische Verfügung vom 17. Oktober 2022). Zwar verbrachten E.________ und F.________ mehrere Monate in G.________. Der Wohnort der Gesuchsgegne- rin, an welchem sie sich mit den Kindern nun bereits seit über einem Jahr auf- hält, liegt aber in der Nähe des Kindergartens (H.________). Es ist sodann we- der bekannt, dass Verwandte oder Freunde der Familie in der Nähe der Liegen- schaft in G.________ wohnen würden, noch ergibt sich aus Freizeitaktivitäten etc. ein enger Bezug zu diesem Dorf. Im Weiteren kann nicht von einem eigen- mächtigen Wegzug der Gesuchsgegnerin mit den Kindern nach J.________ ge- sprochen werden, nachdem der Gesuchsteller sich mit Vereinbarung vom 18. November 2022 mit dem Auszug der Gesuchsgegnerin mit den Kindern aus der Liegenschaft in G.________ einverstanden erklärt hatte (Vi-act. 13 BB 11). Die Umstände rund um die seitens der Gesuchsgegnerin per Ende September 2023 bei der Gemeinde K.________ vorgenommene Abmeldung (vgl. ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./16.4-16.6 inkl. KG-act. 1/9) sind zudem Kantonsgericht Schwyz 29 für die Beurteilung des Wohnsitzes nicht entscheidend, weshalb nicht näher hierauf einzugehen ist. Im Sinne des Gesagten ist somit der vom Vorderrichter für E.________ und F.________ festgelegte Wohnsitz bei der Gesuchsgegne- rin zu bestätigen. 3. Mit der Bestätigung der alternierenden Obhut erübrigen sich Ausführun- gen zu dem von der Gesuchsgegnerin mit Berufungsantrag Ziffer 3 beantragten Besuchsrecht (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 1, S. 2), auf welches sie im Übrigen nicht näher eingeht. Ebenso wenig verlangt sie für den Fall der Bestätigung der alternierenden Obhut eine Reduktion des gesuchstellerischen Betreuungsan- teils. Indes ist im Folgenden auf die Anträge des Gesuchstellers um Anpassung der vorderrichterlichen Betreuungsregelung (vgl. ZK2 2023 85, KG-act. 1, S. 2 f.) einzugehen: a) Bei alternierender Obhut sind die Betreuungsanteile der Eltern festzule- gen. Dabei besagt das Wort „alternierend“ nichts bezüglich des Umfangs der Betreuungsanteile; eine streng hälftige Aufteilung der Betreuungsanteile wird nicht vorausgesetzt (BGer 5A_139/2020 vom 26. November 2020 E. 3.3.2). Wie in sämtlichen Kinderbelangen ist auch beim Entscheid über die Betreu- ungsanteile das Kindeswohl als oberste Maxime des Kindesrechts von beson- derer Bedeutung. Bei der Prüfung und Berücksichtigung des Kindeswohls ist eine den Besonderheiten des Einzelfalls angepasste Lösung zu finden (BGer 5A_975/2023 vom 30. August 2023 E. 3.1.2 mit Verweisen). b) Der Gesuchsteller fordert eine sofortige Anordnung der geteilten Obhut, ohne Angewöhnungsphase (ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./14.1). aa) Der Vorderrichter begründete die Einteilung der Betreuungsregelung in zwei Phasen damit, dass sich die Kinder und der Gesuchsteller in einer Überg- angsphase wieder vermehrt annähern sollten. Zudem sei der Gesuchsgegnerin Kantonsgericht Schwyz 30 eine gewisse Zeit zuzugestehen, um wieder ins Erwerbsleben einzusteigen (an- gef. Verfügung E. 2.4). Der Gesuchsteller erklärt die seiner Ansicht nach feh- lende Notwendigkeit einer Übergangsphase damit, dass er nach dem „kalku- lierten“ Auszug der Gesuchsgegnerin im Mai 2023 bereits die Betreuung jedes zweiten Wochenendes und eines Werktags, mittwochs und nach der Einschu- lung von E.________ freitags, innegehabt und während der zweimaligen Wie- deraufnahme der Wohngemeinschaft die Kinder mehrheitlich betreut habe. Zu- dem habe der Vorderrichter selbst zuerkannt, dass er auch ab dem Zeitpunkt, als die Gesuchsgegnerin die Arbeitstätigkeit aus Kalkül drei Tage vor dem Behördentermin aufgegeben habe, die Kinder wesentlich mitbetreut habe (ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./9.2 ff.). bb) Mit superprovisorischer Verfügung vom 17. Oktober 2022 wurde der Ge- suchsteller berechtigt, E.________ und F.________ jedes zweite Wochenende von Freitag, 18:00 Uhr, bis Sonntag, 18:00 Uhr, zu sich oder mit sich zu Besuch zu nehmen. Entgegen den Vorbringen des Gesuchstellers (vgl. ZK2 2023 85, KG-act. 12 Rz 46) bestätigte die Gesuchsgegnerin in ihrer Berufungsantwort nicht, dass er die Kinder unter der Woche für einen ganzen Tag betreute, son- dern lediglich, dass sie dem Gesuchsteller zusätzlich zu der superprovisori- schen Anordnung des Vorderrichters die Möglichkeit geboten habe, die Kinder an einem halben Tag zu betreuen, und sie bereit sei, eine weitere Erhöhung auf einen solchen zu akzeptieren (ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 21). Entsprechendes hatte der Vorderrichter zwischenzeitlich mit der hier angefochtenen Verfügung bereits angeordnet. Aus der vom Gesuchsteller eingereichten WhatsApp-Kor- respondenz spricht die Gesuchsgegnerin denn auch lediglich von „Mittwuch Na- mittag“ und „Fritig Namittag“ (ZK2 2023 85, KG-act. 1/5). Im Weiteren waren die Kinder im Zeitpunkt des Erlasses des hier angefochtenen Entscheids erst drei und vier Jahre alt und es erscheint glaubhaft, dass der Gesuchsteller vor wie nach der Trennung weniger in die (alltägliche) Betreuung der Kinder involviert Kantonsgericht Schwyz 31 war (vgl. E. 3d/cc unten). Auch in Anbetracht dessen, dass die vom Vorderrich- ter angeordnete Übergangsphase nur noch bis Ende 2024 dauert, drängt sich damit keine Anpassung der vorinstanzlichen Regelung auf. d) aa) Der Gesuchsteller möchte E.________ und F.________ unter der Woche nicht nur am Donnerstag, 8:30 Uhr, bis Freitag, 19:00 Uhr, sondern je- weils von Montag, 8:00 Uhr, bis Mittwoch, 18.00 Uhr, sowie jedes zweite Wochenende von Freitag, 18:00 Uhr (anstatt 19:00 Uhr), bis Montag, 8:00 Uhr, eventuell 12:00 Uhr (anstatt 8:30 Uhr), betreuen. Hinsichtlich der Schulferien soll die Maximaldauer von zwei auf drei Wochen erhöht werden (ZK2 2023 85, Berufungsanträge Ziffer 2.1 und 2.3; ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./14.5). Er bringt vor, er habe die Kinder, mit Ausnahme der Verwehrung nach dem Auszug im Mai, mindestens überhälftig betreut, weshalb ihm auch weiterhin eine min- destens hälftige Betreuung zuzuerkennen sei (ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./14.3). Er äussert sich in diesem Zusammenhang zur Konti- nuität, Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit, Stabilität und zur Fremd- betreuung (vgl. ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./3. ff.). Betreffend Letztge- nanntem kann auf die obigen Ausführungen unter E. 2a/dd verwiesen werden. bb) Der Vorderrichter bejahte ein gewisses Konfliktpotential der Parteien. Es bestünden insbesondere seitens der Gesuchsgegnerin nicht aufgearbeitete Vorwürfe an die Adresse des Gesuchstellers im Raum. Dennoch seien die Par- teien über die letzten Jahre in der Lage gewesen, sich über Alltägliches zu ei- nigen. Obwohl die Gesuchsgegnerin klar der Meinung sei, dass sie die absolute Bezugsperson der Kinder sei, habe sie zu deren Wohl versucht, die Familie zusammenzuhalten und zu verhindern, dass die Kinder in getrennten Haushal- ten hätten aufwachsen müssen. Die Beziehung der Kinder zum Gesuchsteller sei ihr offenbar so wichtig gewesen, dass sie nach der Trennung noch mit die- sem zusammengelebt, die Ferien verbracht und zwischenzeitlich sogar das El- ternschlafzimmer geteilt habe. Auch während des vorliegenden Verfahrens Kantonsgericht Schwyz 32 seien die Parteien in der Lage gewesen, in Kinderbelangen miteinander zu kom- munizieren und sich offenbar sogar auf Ferien des Gesuchstellers mit den Kin- dern zu einigen. Auch wenn das Verfahren die Fronten vermutungsweise eher verhärtet habe, sei davon auszugehen, dass der Bezug einer separaten Woh- nung durch die Gesuchsgegnerin im Oktober 2023 sowie eine klare Betreu- ungsregelung das Konfliktpotential reduzieren werde. Insbesondere sollte sich nach dem vorliegenden Entscheid die bei beiden Parteien aufgekommene Angst, die Kinder würden ihm bzw. ihr von der anderen Seite weggenommen, hoffentlich legen (angef. Verfügung E. 2.3.3). Der Gesuchsteller stellt in Abrede, dass die Gesuchsgegnerin die Familie habe zusammenhalten wollen; es sei bei ihrem Einzug in G.________ um praktische Gegebenheiten gegangen. Dem Gesuchsteller ist insoweit zuzustimmen, als die Gesuchsgegnerin aus finanziellen Gründen wieder nach G.________ zog und es sich dabei nur um eine Übergangslösung handelte (vgl. Vi-act. 20 Fragen 81 und 92; Vi-act. 53 BB 77 f.; ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 10 [Ad I.18 und 21 ff.] und 15). Dass sie den Kindern ein normales Familienleben ermöglichen möchte, kann in der Tat nicht unmittelbar mit einem Zusammen- halten der Familie gleichgesetzt werden. Ihre grösste Angst lag denn offenbar auch darin, dass sich die Kinder immer mehr an den Gesuchsteller binden (vgl. Vi-act. 20 Fragen 82 und 92). Immerhin aber zeigt insbesondere der Um- stand der Rückkehr der Gesuchsgegnerin nach G.________ auf, dass eine ge- wisse Kommunikation und Kooperation beiderseits funktionieren muss(te). Die um die alleinige Obhut ersuchende Gesuchsgegnerin bejahte denn auch, dass eine Kommunikation zwischen ihnen existiere (Vi-act. 20 Frage 84). Im Weite- ren moniert der Gesuchsteller, dass der Vorderrichter den Sachverhalt nur aus Sicht der Gesuchsgegnerin darstelle. Dies dürfte indes darin begründet sein, dass seinen Ausführungen nach vor allem seitens der Gesuchsgegnerin Vor- würfe ihm gegenüber im Raum liegen (mit Verweis auf Vi-act. 20 Rz 83, 90 und 96 sowie Vi-act. 38 KB 71). Entscheidend ist im Ergebnis, dass der Vorderrich- ter dem Gesuchsteller die Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit nicht Kantonsgericht Schwyz 33 absprach. Aus den Vorbringen der Parteien oder aus den (zu berücksichtigen- den) Akten ergibt sich sodann nicht, dass es mit den Besuchen der Kinder beim Vater oder der Betreuungsregelung (Zeiten, Übergaben etc.) nicht funktionieren würde. In diesem Zusammenhang vermag der Gesuchsteller mit Bezug auf die Festlegung der Betreuungstage nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Mit Bezug auf die Ferien weist der Gesuchsteller im Rahmen seiner superpro- visorischen Gesuche wegen verweigerter Herausgabe der Identitätskarten auf die fehlende Kooperations- und Kommunikationsbereitschaft der Gesuchsgeg- nerin hin und stellt deren Obhutstauglichkeit in Frage (ZK2 2023 84, KG-act. 24 Ziff. B./10. ff. und KG-act. 28 Ziff. B./I./3. f. und B./II./7.). Die Ge- suchsgegnerin hält den Vorbringen des Gesuchstellers in dessen ersten Ge- such entgegen, es handle sich nicht um mangelnde Kooperationsbereitschaft, wenn die Ausweisdokumente der Kinder an deren Wohnort aufbewahrt würden. Sie würde dem Gesuchsteller die erforderlichen Dokumente für die Dauer all- fälliger Reisen selbstverständlich aushändigen. Eine hälftige Aufteilung der Kin- derdokumente bei alternierender Obhut sei denn auch nicht Usus und wäre oh- nehin nur bei hälftiger Aufteilung der Betreuungsverantwortung sinnvoll (ZK2 2023 84, KG-act. 26 Rz 10 f.). Ob die Gesuchsgegnerin dem Gesuchstel- ler die Identitätskarten der Kinder für die Sommerferien auch ohne die richterli- che Anordnung vom 8. Juli 2024 (ZK2 2023 84, KG-act. 29) herausgegeben hätte, lässt sich nicht sagen. Jedenfalls aber ist die Obhutstauglichkeit der Ge- suchsgegnerin aufgrund dieser Geschehnisse nicht zu verneinen. Im Übrigen kann auch auf die Erwägungen des Vorderrichters verwiesen werden (angef. Verfügung E. 2.3.3; § 45 Abs. 5 JG). cc) Der Vorderrichter verneinte eingangs seiner Prüfung der Obhutsfrage, dass die Kinder seit der Geburt an ein spezifisches Betreuungskonzept gewöhnt seien, dem mit Blick auf das Kontinuitätsprinzip Rechnung zu tragen wäre, weil in den ersten Lebensjahren der beiden Kinder bereits mehrere Wohnungswech-Kantonsgericht Schwyz 34 sel stattgefunden, die Eltern zwischenzeitlich beide gearbeitet und die Fremd- betreuung der Kinder durch die Mutter des Gesuchstellers in Anspruch genom- men hätten. Die Gesuchsgegnerin selbst führe aus, dass seit dem ersten Lebensjahr von F.________ quasi Chaos sei (angef. Verfügung E. 2.3.1). Tren- nen sich die Eltern, so ist nach bundesgerichtlicher Praxis das Kontinuitätsprin- zip zu beachten. Dieses bezieht sich auf die von den Eltern vereinbarte Rollen- und Lastenverteilung bzw. auf das von ihnen gewählte Betreuungskonzept und besagt, dass die konkret gelebte Aufgabenteilung nach der Trennung für eine gewisse Zeit weiterzuführen ist. Der Grundsatz fusst zum einen auf der Überle- gung, dass dem Elternteil, der sich bislang ganz oder überwiegend der Kinder- betreuung widmete und für die Zeit nach der Trennung die Obhut übernimmt, die Aufnahme oder Ausdehnung einer Erwerbstätigkeit in der Regel nicht sofort zugemutet werden kann. Zum andern bedeutet die Trennung für das Kind eine einschneidende Zäsur, die es zuerst verarbeiten muss. Eine gleichzeitig mit der Trennung einhergehende Umgestaltung des Betreuungsmodells würde sich deshalb schlecht mit dem Kindeswohl vereinbaren lassen. Gleichzeitig kann nicht darüber hinweggesehen werden, dass mit der Trennung neue Lebensver- hältnisse einhergehen, die zwangsläufig von denjenigen abweichen, unter de- nen sich die Eltern auf eine bestimmte Aufgabenteilung verständigt haben. Un- ter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls ist zur Anpassung an die neue Situation eine Übergangsfrist zu gewähren, die nach Möglichkeit grosszü- gig bemessen sein soll (BGer 5A_373/2018 vom 8. April 2019 E. 3.1). Der Gesuchsteller bezeichnet als falsch, dass der zweimalige Wegzug der Ge- suchsgegnerin mit den Kindern Auswirkungen auf die Kontinuität haben soll (vgl. ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./3.5). Auch die Gesuchsgegnerin weist darauf hin, dass sie vor und nach der Geburt der Kinder immer an der L.________strasse xx in I.________ gewohnt hätten (ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 38). Der Vorderrichter stützte sich indes nicht nur auf die Aus- oder Umzüge der Kinder mit ihrer Mutter, sondern wie erwähnt auch auf weitere Kantonsgericht Schwyz 35 Umstände, gestützt auf welche er ein spezifisches Betreuungskonzept ver- neinte. Inwieweit nach den Aussagen der Gesuchsgegnerin ein Chaos ge- herrscht haben soll, kann dabei mangels Relevanz offengelassen werden (vgl. ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./4.). Nachdem der Gesuchsteller nicht (mehr) die alleinige Obhut über die Kinder verlangt, ist ebenso wenig auf die Erwägung des Vorderrichters näher einzugehen, wonach klar scheine, dass der Gesuchsteller die Kinder nicht in dem Ausmass betreut habe, dass eine allei- nige Obhut seinerseits rechtfertige (vgl. ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./5.). Umstritten bleibt aber, in welchem Umfang die Elternteile die Kinder betreuten, was die Frage der Stabilität der Verhältnisse beschlägt. Der Gesuchsteller be- hauptet im Wesentlichen, er habe die Kinder während des Zusammenlebens mehr als hälftig betreut, insbesondere als die Gesuchsgegnerin während neun Monaten in einem 100 %-Pensum gearbeitet habe. Betreuungspläne (Vi-act. 30 KB 24), Schlafprotokolle der Kinder (Vi-act. 1 KB 14), ein Betreu- ungsprotokoll (Vi-act. 1 KB 4) sowie Kameraaufzeichnungen sollen dies bele- gen. Zudem beanstandet er, dass kaum Eingang in die Beurteilung gefunden habe bzw. der erstinstanzliche Richter verkannt habe, dass seine Mutter viele Betreuungsaufgaben wahrgenommen und die Gesuchsgegnerin ihm die Kinder immer wieder vorenthalten habe. Absolut stossend sei schliesslich die vorder- richterliche Feststellung, wonach davon ausgegangen werde, dass E.________ und F.________ von der Gesuchsgegnerin bis anhin öfters und umfangreicher betreut worden seien, was sich durch die superprovisorische Verfügung vom 17. Oktober 2022 noch verstärkt haben dürfte (vgl. ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./5.1, 5.6 und 7.3 ff.). Die Gesuchsgegnerin bestreitet dies und bringt vor, der Gesuchsteller habe sie mit der fehlenden finanziellen Unter- stützung zur Arbeit gezwungen und ihr weiterhin die Betreuung der Kinder über- lassen. Sie habe die Kinder nach der Trennung fast ausschliesslich alleine be- treut, mit Unterstützung der Mutter des Gesuchstellers und ihrer Schwester. Der Gesuchsteller habe die Betreuungspläne wie auch das Betreuungsprotokoll nachträglich erstellt und die von ihm eingereichten Chatverläufe würden bele-Kantonsgericht Schwyz 36 gen, dass gerade nicht entsprechend den angeblichen Betreuungsplänen ge- lebt worden sei und der Gesuchsteller bei der Kinderbetreuung keine Rolle ge- spielt habe. Er arbeite nach wie vor 100 %; er habe sein Pensum lediglich auf dem Papier auf 50 % reduziert (ZK2 2023 84, KG-act. 11 Rz 5; ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 13 f., 16 und 18, KG-act. 11 Rz 34 f.). Beim Betreuungsplan und dem –protokoll handelt es sich um bestrittene Partei- behauptungen. Laut Gesuchsteller soll der Betreuungsplan im Januar 2021 er- stellt worden sein, was durch den Zeitstempel habe belegt werden können (vgl. ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./7.3.1 und 7.4.2). Das Betreuungsproto- koll betrifft die Monate September 2021 bis Juni 2022. Selbst wenn gestützt auf die „digitale Nachverfolgung“ (Vi-act. 30 KB 51) davon ausgegangen würde, dass der Betreuungsplan im Januar 2021 erstellt wurde, stimmen die Betreu- ungszeiten in den beiden Belegen nicht überein. Auch die zwischen den Par- teien stattgefundene und vom Gesuchsteller eingereichte WhatsApp-Korre- spondenz (Vi-act. 38 KB 71), ob sie nun vollständig ist oder nicht (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 11 Rz 31), stützt den vorderrichterlichen Schluss, dass die Betreuung der Kinder zu einem grösseren Teil durch die Gesuchsgeg- nerin stattfand. Die Zeitspanne, in der die Gesuchsgegnerin zu 100 % erwerbs- tätig war, ist zudem auf neun Monate begrenzt und betrifft zu einem grösseren Teil die Zeit nach der Trennung. Dass die Gesuchsgegnerin selbst in dieser Zeit mitunter auch tagsüber für die Kinder da war, erscheint aufgrund der WhatsApp- Konversation, aus der sich ergibt, dass sie zumindest teilweise im Homeoffice tätig war, der eingereichten Arbeitsmails, wonach sie immerhin dreimal späta- bends oder gar nachts geschäftliche Nachrichten versandte (Vi-act. 36 BB 54; siehe auch ZK2 2023 84, KG-act. 16 Rz 18 und 25), und des – indes nur eine Juniwoche im Jahr 2022 regelnden – Gruppenchats mit der Schwester der Ge- suchsgegnerin glaubhaft (vgl. ZK2 2023 85, KG-act. 12/3). Daran würden auch anderweitige Parteiaussagen nichts ändern können. Die Beweggründe für die Arbeitsaufnahme der Gesuchsgegnerin, ob der Gesuchsteller Druck auf sie Kantonsgericht Schwyz 37 ausübte und sie sich mangels Zahlungen seitens des Gesuchstellers hierzu ge- zwungen sah (vgl. ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 38; siehe auch ZK2 2023 84, KG-act. 16 Rz 53), sind dabei von untergeordneter Bedeutung. Der Gesuchstel- ler bestreitet sodann nicht, zumindest bis Ende 2021 einem Vollzeitpensum nachgegangen zu sein (vgl. ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./.11.2.3 ff.). Für die Zeit vor der Trennung und auch während mehreren Monaten danach er- scheint damit glaubhaft, dass die Gesuchsgegnerin zumindest an den Werkta- gen mehrheitlich für die Betreuung der Kinder zuständig war. Ob die Kinder im Mai 2022 zunächst alleine zum Gesuchsteller zogen und die Gesuchsgegnerin erst „später“ – der Gesuchsteller definiert diesen Zeitpunkt nicht näher (ZK2 2023 84, KG-act. 6 Ziff. B./35.; ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./I./15.) – oder ob Letztere ihren Aussagen folgend am 16. Juli 2022 mit den Kindern zu- sammen zum Gesuchgsgegner nach G.________ zog (ZK2 2023 84, KG-act. 11 Rz 17; ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 10), kann offengelassen werden bzw. bedarf keiner weiteren Abklärungen. Der Gesuchsteller zeigt im Weiteren nicht auf, weshalb der Vorderrichter gestützt auf die Aufnahmen der Überwa- chungskamera auf der Liegenschaft in G.________ (Vi-act. 30 KB 49) trotzdem zu einem anderen Ergebnis hätte kommen müssen. Dies ist denn auch nicht ersichtlich, weil sich aus den Aufnahmen nicht ergibt, wer die Kinder betreute. Insbesondere in der relevanten Zeit vor der Trennung arbeitete die Gesuchs- gegnerin nach der Geburt von E.________ selbst gemäss den Angaben des Gesuchstellers nicht, sondern war arbeitsunfähig oder bezog Arbeitslosengeld (vgl. ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./7. ff.). Weil nach dem Gesagten glaub- haft erscheint, dass nach der Trennung der Parteien die Gesuchsgegnerin in erster Linie für die Betreuung der Kinder zuständig war, kann ihr auch nicht vorgehalten werden, dass sie E.________ und F.________ bei ihrem definiti- ven Auszug mit sich nahm. Der Gesuchsteller erklärte sich in der Vereinbarung vom 18. November 2022 wie bereits erwähnt denn auch hiermit einverstanden (vgl. Vi-act. 13 BB 11). Damit greift auch das Vorbringen des Gesuchstellers, das falsche bzw. verstaubte Rollenbild des Vorderrichters sei nur der Tatsache, dass er damals ausgezogen und die Gesuchsgegnerin die Kinder verweigert Kantonsgericht Schwyz 38 habe, geschuldet (ZK2 2023 84, KG-act. 6 Ziff. B./4. und 61.), ins Leere. Der kurzfristige Aufenthalt bei ihrer Mutter hat sodann keinen Einfluss auf die Fest- legung der Betreuungstage des Gesuchstellers, weshalb die Beweggründe der Gesuchsgegnerin (vgl. ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./3.4 und 6.7) von un- tergeordneter Bedeutung sind. Woraus sich ergeben soll, dass der Gesuchstel- ler nach der Kündigung durch die Gesuchsgegenerin oder nach der Instrukti- onsverhandlung vom 25. April 2023 verschiedene Betreuungsaufgaben regel- mässig übernommen oder die Gesuchsgegnerin ihm die Kinder vorenthalten haben soll, vermochte der Gesuchsteller ebenso wenig glaubhaft zu machen. Davon abgesehen behauptet der Gesuchsteller selber nicht, zwischen der Kün- digung und der Instruktionsverhandlung eine mehr als hälftige Kinderbetreuung übernommen zu haben (vgl. ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./7.4.8 f.). Die un- vollständigen Chat-Ausschnitte zeigen überdies höchstens auf, dass der Ge- suchsgegner einige Male früher von der Arbeit heimkam (Vi-act. 30 KB 50). Dass die Eltern des Gesuchstellers, insbesondere seine Mutter, Betreuungs- aufgaben wahrnahmen, fand sodann Eingang in die vorinstanzlichen Erwägun- gen (vgl. angef. Verfügung E. 2.3.6 und 3.2.1), ist ausserdem unbestritten und ändert nichts an der Beurteilung, dass die Gesuchsgegnerin einen grösseren Teil der Kinderbetreuung übernahm, woran auch die eingereichten Schlafpro- tokolle nichts zu ändern vermögen. Dem Gesuchsteller ist damit kein Betreuungsanteil von 57 % oder 50 % zuzu- erkennen. Einen höheren Betreuungsanteil verlangt er offenbar selber nicht, hielt er doch an der Parteibefragung fest, dass für die Kinder eine hälftige Be- treuung durch die Eltern das Beste wäre (Vi-act. 20 Frage 10). Die vorderrich- terliche Regelung (Phase II) liegt für den Gesuchsteller ausserdem nur einen halben Tag darunter. Der Vorderrichter legte die Betreuungsregelung seinen Erwägungen nach ab 1. Januar 2025 so fest, dass die Gesuchsgegnerin für den Berufseinstieg möglichst gut von den Fremdbetreuungstagen profitieren könne. Entsprechend solle ihre Betreuungsverantwortung am Montagmoren um 8:30 Uhr (Beginn [Vor-]Kindergarten) beginnen und am Donnerstagmorgen um Kantonsgericht Schwyz 39 8:30 Uhr (aus Praktikabilitätsgründen gleiche Zeit wie am Montag) enden (an- gef. Verfügung E. 2.4/b). Laut seinen Ausführungen zur Phase I besucht E.________ am Montag und am Mittwoch den Vorkindergarten, der um 8:30 Uhr starte und um 15:30 Uhr ende, wobei Früh- und Spätbetreuung in den Schulgebühren enthalten wären (mit Verweis auf Vi-act. 30 KB 27 und https://www.M.________ (Schule)/; vgl. angef. Verfügung E. 2.4./a). Zu dieser Begründung wie auch den konkreten Uhrzeiten, die er gemäss seinen Rechts- begehren angepasst haben will, äussert sich der Gesuchsteller in seinen (zu berücksichtigenden) Eingaben nicht, weshalb hierauf nicht näher einzugehen ist. Sein Vorhalt, die Kinder würden so tageweise hin- und hergereicht, kann ausserdem insbesondere für die zweite Phase nicht greifen (vgl. ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./14.7), weil die vorgesehene Betreuung des Gesuchstellers unter der Woche am Freitagabend endet und damit an das Wochenende an- grenzt. Hinsichtlich der ersten Phase weist die vorderrichterliche Regelung zu- dem nur unwesentlich mehr Wechsel auf als die vom Gesuchsteller geforderte Betreuungsregelung. f) Der Gesuchsteller moniert, dass er in einer ersten Phase nur eine Woche Ferien am Stück beziehen könne (ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./15.1). Nachdem diese Regelung nur (noch) für einen begrenzten Zeitraum gilt und sich das Jahr 2024 dem Ende zuneigt bzw. lediglich rund zwei Wochen ab Be- schlussdatum verbleiben, drängt sich keine Anpassung auf resp. rechtfertigt es sich, auf eine zu verzichten. Dass der Vorderrichter die maximale am Stück bezogene Feriendauer in der zweiten Phase auf zwei Wochen beschränkte, moniert der Gesuchsteller in seiner Begründung schliesslich nicht, obschon er in seinen Berufungsbegehren drei Wochen forderte. Hierauf ist damit mangels ausreichender Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Entscheid, der diesbezüglich auch nicht zu beanstanden ist, ebenfalls nicht weiter einzugehen.Kantonsgericht Schwyz 40 g) Zusammenfassend sind die Dispositivziffern 2.1 und 2.2 zu bestätigen. Die Parteien erheben – für den Fall der Bestätigung der erstinstanzlichen Be- treuungsregelung – keine Einwände gegen die vorderrichterliche Ermittlung des Umfangs ihrer jeweiligen Betreuungszeiten für die beiden Phasen. Es kann des- halb mit Verweis auf die entsprechenden Erwägungen (angef. Verfügung E. 2.4) festgehalten werden, dass der Betreuungsanteil des Gesuchstellers in der ersten Phase 33.6 % bzw. 1/3 und derjenige der Gesuchsgegnerin 2/3 be- trägt. Für die zweite Phase ist von einem Betreuungsanteil des Gesuchstellers von 40 % und der Gesuchsgegnerin von 60 % auszugehen. 4. Die Gesuchsgegnerin ersucht insoweit um höheren Kinderunterhalt, als der Gesuchsteller ab dem 22. Mai 2023 bis zum Abschluss des hängigen Hauptverfahrens zur Leistung von monatlichen Beiträgen von Fr. 5’347.10 für E.________ und von Fr. 7’790.10, wovon Fr. 3’676.05 Betreuungsunterhalt, für F.________ zu verpflichten sei. Eventualiter verlangt sie für eine allfällige Phase II ab dem 1. Januar 2025 Fr. 5’399.50 für E.________ und Fr. 5’276.50 für F.________ (vgl. ZK2 2023 84, S. 3). Mit Eingaben vom 14. Februar 2024 und 11. April 2024 fordert sie vom 22. Mai 2023 bis zum 31. August 2025 Fr. 4’874.70 für E.________ und Fr. 7’937.40, wovon Fr. 4’295.65 Betreuungs- unterhalt, für F.________ sowie ab dem 1. September 2025 Fr. 5’141.70 für E.________ und Fr. 6’424.40, wovon Fr. 1’405.65 Betreuungsunterhalt, für F.________ (ZK2 2023 84, KG-act. 11, S. 3, und KG-act. 6, S. 3). Der Gesuch- steller beantragt mit Berufung die Feststellung, dass bis August 2024 kein Un- terhalt geschuldet sei (Ziffer. 3.1). Ab 1. August 2024 sei die Gesuchsgegnerin zu verpflichten, ihm an den Barunterhalt von E.________ und F.________ für die Dauer des Massnahmeverfahrens je Fr. 500.00 zu bezahlen (Ziff. 3.2; ZK2 2023 85, KG-act. 1 S. 1). a) Der Kindesunterhalt wird durch Pflege, Erziehung und Geldzahlung ge- leistet (Art. 276 Abs. 1 ZGB). Gemäss Art. 276 Abs. 2 ZGB sorgen die Eltern Kantonsgericht Schwyz 41 gemeinsam, jeder nach seinen Kräften, für den gebührenden Unterhalt des Kin- des und tragen insbesondere die Kosten von Betreuung, Erziehung, Ausbildung und Kindesschutzmassnahmen. Das Bundesgericht erklärte die Lebenshal- tungskostenmethode bzw. die zweistufige Methode mit Überschussverteilung als verbindliche Berechnungsmethode für die Ermittlung des Kindesunterhalts (betreffend Betreuungsunterhalt: BGE 144 III 377, Regeste und E. 7; betreffend Barunterhalt: BGE 147 III 265 E. 6.1 und 6.6). Nach dieser Methode sind zum einen die finanziellen Mittel, d.h. in erster Linie die effektiven oder hypotheti- schen Einkommen, und zum anderen der Bedarf der Beteiligten (der sog. ge- bührende Unterhalt) festzustellen (BGE 147 III 265 E. 7). Der geschuldete Un- terhaltsbeitrag ergibt sich aus der Verteilung der vorhandenen Mittel entspre- chend den ermittelten Bedarfszahlen unter Berücksichtigung der Betreuungs- verhältnisse und weiterer Umstände des Einzelfalls (ebd. E. 7.3). Ein nach der Deckung des betreibungsrechtlichen bzw. bei genügenden Mitteln des sog. fa- milienrechtlichen Existenzminimums verbleibender Überschuss ist nach der konkreten Situation ermessensweise zu verteilen (ebd. E. 7). Der Betreuungs- wie auch der Volljährigenunterhalt bleiben aber auch bei überdurchschnittlichen Verhältnissen auf das familienrechtliche Existenzminimum beschränkt (ebd. 7.2). b) Der Vorderrichter berücksichtigte ein monatliches Einkommen des Ge- suchstellers von Fr. 13’020.00 (Fr. 8’202.00 [Einkommen N.________ AG] + Fr. 3’000.00 [Wohnung] + Fr. 336.00 [Fahrzeugkosten] + Fr. 754.90 [Kreditkar- tenbezüge] + Fr. 727.10 [Krankenkassenprämien]) bis Ende 2024 und von Fr. 10’969.60 (Fr. 6’151.60 [Einkommen N.________ AG] + Fr. 3’000.00 [Woh- nung] + Fr. 336.00 [Fahrzeugkosten] + Fr. 754.90 [Kreditkartenbezüge] + Fr. 727.10 [Krankenkassenprämien]) ab 1. Januar 2025 (angef. Urteil E. 3.2.1/vii.). aa) Die Gesuchsgegnerin verlangt die zusätzliche Anrechnung gewisser Na- turalleistungen zum Einkommen des Gesuchstellers und geht in ihrer Berufung Kantonsgericht Schwyz 42 von einem Einkommen von Fr. 31’520.00 (Fr. 13’020.00 + Fr. 12’000.00 [Mietwert Wohnung] + Fr. 3’000.00 [Gebrauchswert Lamborghini] + Fr. 1’500.00 [Gebrauchswert Porsche] + Fr. 2’000.00 [Gebrauchswert Sportboot]) aus (ZK2 2023 84, KG-act. 1 Rz 4 ff.). In ihrer Berufungsantwort beziffert sie das Einkommen auf Fr. 31’184.00, indem sie die vom Vorderrichter angerechneten Fahrzeugkosten von Fr. 336.00 nicht zusätzlich zu den von ihr geforderten Fahrzeugkosten von Fr. 4’500.00 hinzurechnet (vgl. ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 30). aaa) Zunächst ist nach dem Dafürhalten der Gesuchsgegnerin die Differenz des Mietzinses für die Wohnung in G.________ zum markt- bzw. ortsüblichen Mietwert zum Einkommen des Gesuchstellers hinzuzurechnen. Der Vorderrich- ter verneinte dies mit der Begründung, dass die Wohnung unabhängig von ih- rem Mietwert ohnehin durch die N.________ AG bezahlt werde. Werde ein höherer Mietwert angenommen, erhöhe sich auch das Einkommen um den ent- sprechenden Betrag, was zu einem Nullsummenspiel führe. Auch wenn der im Recht liegende Mietvertrag weder datiert noch unterzeichnet sei, bestehe daher für die Anrechnung der Differenz zum marktüblichen Mietzins als Einkommen kein Raum und es sei von einem Naturaleinkommen im Umfang des aktenkun- digen Mietzinses von Fr. 3’000.00 auszugehen (vgl. angef. Verfügung E. 3.2.1/c./i). Der Vorderrichter rechnete dem Gesuchsteller deshalb Fr. 3’000.00 als Einkommen an unter dem Hinweis, dass die Miete von Fr. 3’000.00 von der Darlehensforderung des Gesuchstellers gegenüber der Gesellschaft in Abzug gebracht und damit durch diese bezahlt werde (vgl. angef. Verfügung E. 3.2.1/c/v und vii). Der Gesuchsteller beanstandet eine solche Anrechnung nicht (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 6 Rz 12). Entsprechend erübrigt sich ebenso die Frage des Abzugs von allfälligen Parkplatzkosten (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 16 Rz 5). Es ist ausserdem nicht davon auszugehen, dass der Gesuchsgegner diesfalls ein höheres Bareinkommen erzielen würde. Ungeachtet der Frage der Zumutbarkeit des Vermögensverzehrs (vgl. hierzu Kantonsgericht Schwyz 43 BGE 147 III 393) und auch ohne Berücksichtigung der – bestrittenen – Verrech- nung mit der Darlehensforderung (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 11 Rz 10) ist so- dann festzuhalten, dass Direktzahlungen von Dritten nur als Einkommen ange- rechnet werden dürfen, wenn diese dazu führen, dass die Person effektiv über mehr finanzielle Mittel verfügt (effektiv höheres Einkommen) oder weniger Aus- lagen hat (effektiv geringere Lebenshaltungskosten; Maier, a.a.O, S. 342). Im Weiteren ist nicht von der Hand zu weisen und somit glaubhaft, dass die Schen- kung des Darlehens im Jahre 2011 im Vorfeld der Initiative zur Einführung einer nationalen Erbschaftssteuer erfolgte und es sich nicht um eine verdeckte Lohnausschüttung handelt, wie die Gesuchsgegnerin dies behauptet (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 11 Rz 6). Insbesondere lassen sich auch aus der Veranla- gungsverfügung 2019 keine entsprechenden Aufrechnungen ableiten (ZK2 2023 84, KG-act. 14/1). Ungeachtet einer allfälligen Differenz zum marktüblichen Miet- wert – der Gesuchsteller erachtet eine solche als nicht erstellt (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 6 Rz 11) – ist daher kein höheres Einkommen zu berücksichtigen, solange auch die Wohnkosten im Bedarf des Gesuchstellers nicht entsprechend erhöht werden. Ob es sich beim Zuhause des Gesuchstel- lers in G.________ um eine Wohnung oder eine herrschaftliche Villa handelt (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 1 Rz 9 f.), ist damit nicht ausschlaggebend. Soweit die Gesuchsgegnerin geltend macht, ein vergünstigter Mietzins stelle eine Na- turalleistung des Arbeitgebers bzw. eine Gehaltsnebenleistung dar, so stützt sie sich im Übrigen lediglich auf Literatur und Rechtsprechung aus dem hier nicht einschlägigen Steuerrecht (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 1 Rz 5). Die Gesuchs- gegnerin macht in ihrer Eingabe vom 14. Februar 2024 schliesslich erstmals geltend, dass die Liegenschaft in G.________ dem Gesuchsteller „gehöre“ und nicht der N.________ AG (ZK2 2023 84, KG-act. 11 Rz 7). Der Gesuchsteller bestreitet dies unter Hinweis auf einen entsprechenden WebGIS-Auszug (vgl. hierzu BGer 1C_487/2022 vom 26. März 2024 E. 3.3), wonach die N.________ AG Eigentümerin des Grundstücks ist (ZK2 2023 84, KG-act. 14/3), womit die Eigentümerschaft Letzterer glaubhaft erscheint. Kantonsgericht Schwyz 44 bbb) Laut den Ausführungen des Gesuchstellers steht der Porsche im Eigen- tum der O.________ GmbH, über welche die Geschäftsfahrzeuge finanziert würden. Zum Lamborghini hält er einerseits fest, sein Vater sei Eigentümer; an- dererseits soll der Sportwagen aber im Eigentum der Unternehmung stehen (ZK2 2023 84, KG-act 6 Rz 23 f.). In welchem Eigentum der Lamborghini letzt- lich steht, kann vorliegend offengelassen werden. Denn, was den Einwand der Gesuchsgegnerin betrifft, wonach dieser gemäss den Erklärungen des Gesuch- stellers für ihn gekauft worden sei und er zu Protokoll gegeben habe, dass die- ser ihm gehöre (ZK2 2023 84, KG-act. 1 Rz 13), wurde das Fahrzeug gemäss den erstinstanzlichen Vorbringen des Gesuchstellers zwar ursprünglich auf sei- nen Namen gekauft. Laut diesen aber der Lamborghini nun, wie auch der Por- sche, im Eigentum der N.________ AG steht bzw. beide Fahrzeuge dem Ge- suchsteller von der Firma zur Verfügung gestellt werden und auf die O.________ GmbH eingelöst sind (Vi-act. 20 Frage 28 ff.; Vi-act. 30 Rz 155). Soweit im Besonderen der Porsche als Geschäftsfahrzeug anzusehen ist (vgl. auch ZK2 2023 84, KG-act. 6 Rz 23 und 25), ist festzuhalten, dass zum Einkommen neben dem Lohn auch weitere geldwerte Leistungen des Arbeitge- bers, etwa die Zurverfügungstellung eines Fahrzeugs, gehören (BGer 5C.218/2005 vom 27. Oktober 2005 E. 4.1). Das Bundesgericht erwog indes in einem Entscheid aus dem Jahre 2019 im Rahmen der Prüfung eines Anspruchs auf unentgeltliche Rechtspflege in einem Scheidungsverfahren, es sei offenkundig, dass die private Nutzung des Geschäftsfahrzeugs keine Ein- kommensquelle darstelle. Es verletze Art. 29 Abs. 3 BV, dem Einkommen des (dortigen) Beschwerdeführers einen Betrag anzurechnen, der ihm nicht liquide zur Verfügung stehe, wenn er das Fahrzeug nicht versilbern könne. Vielmehr sei in dessen Bedarf zu berücksichtigen, dass keine Berufsauslagen für den Arbeitsweg anfallen würden, was die Vorinstanz auch getan habe (BGer, Urteil 5A_422/2018 vom 26. September 2019 E. 3.4.4; vgl. auch Regeste zum Ent- scheid in FamPra 2/2020 Nr. 23: „Art. 125, 176 ZGB: Keine Anrechnung des Privatanteils für den Geschäftswagen als Einkommen.“). Ein Heranziehen die-Kantonsgericht Schwyz 45 ser Rechtsprechung auf das Unterhaltsrechts wird in der Literatur und Recht- sprechung teilweise, ohne nähere Begründung oder mit dem alleinigen Hinweis, dass bei der unentgeltlichen Rechtspflege im Gegensatz zum Unterhaltsrecht nur die effektiv vorhandenen und verfügbaren oder wenigstens realisierbaren eigenen Mittel des Gesuchstellers angerechnet werden dürften und jede hypo- thetische Einkommens- oder Vermögensaufrechnung grundsätzlich unzulässig sei, abgelehnt (Büchler/Raveane, in: Fankhauser [Hrsg.], a.a.O., Art. 125 ZGB N 27; OGer AG ZSU.2023.10 vom 5. Juni 2023 E. 5.2; KG GR ZK1 21 22 vom 31. Januar 2023 E. 3.1.3 [a.A. aber noch KG GR ZK1 16 62 vom 2. Dezember 2022 E. 5.4.6 f.]). Der Verweis auf BGer 5A_165/2018 vom 25. September 2018 E. 3.2 greift indes insoweit nicht, als in jenem Fall es die Vorinstanz zwar als gerechtfertigt ansah, dem Be- schwerdeführer den „Privatanteil Fahrzeug“ als Einkommen aufzurechnen, das Bundesgericht diesbezüglich aber nur festhielt, dass sich der Beschwerdeführer mit dieser Argumentation in Verletzung seiner Begründungspflicht nicht ausein- andersetze, und auf die Beschwerde in diesem Punkt schliesslich nicht eintrat. Ausserdem stehen im Zusammenhang mit der Anrechnung eines Privatanteils für ein Geschäftsfahrzeug keine hypothetischen Einkommens- und Vermö- gensaufrechnungen zur Beurteilung weshalb auch kein Grund vorliegt, die vor- liegende Situation anders zu behandeln als diejenige bei der unentgeltlichen Rechtspflege (siehe auch BGer 5A_278/2022 vom 1. September 2022 E. 5.3). Die private Nutzung des Geschäftsfahrzeugs stellt damit keine Einkommens- quelle dar. Werden im Bedarf des Gesuchstellers keine privaten Mobilitätskos- ten angerechnet, ist ebenso von der Anrechnung des Anteils für die Privatnut- zung des Geschäftsautos im Einkommen abzusehen (vgl. OGer ZH LZ130003- O/U vom 27. Januar 2014 E. II./5.2.3; OGer ZH, Urteil LE120041 vom 8. März 2013 E.III./1.1.3; KG GR ZK1 16 62 vom 2. Dezember 2022 E. 5.4.7; KG SZ ZK2 2019 23 und 24 vom 5. Oktober 2020 E. 6g/bb). Insoweit ist entge- gen den Vorbringen der Gesuchsgegnerin (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 1 Rz 6 f., und KG-act. 11 Rz 6) auch nicht zu beanstanden, dass der Vorderrichter für den Fall der Anrechnung eines höheren Einkommens von einem Nullsummenspiel Kantonsgericht Schwyz 46 ausging. Der Gesuchsteller bestreitet, Eigentümer des Lamborghinis wie auch an der Liegenschaft, am Porsche oder Boot zu sein (ZK2 2023 84, KG-act. 6 Ziff. B./25. und KG-act. 14 Ziff. B./30.; ZK2 2023 85, KG-act. 12 Rz 53). Sollte der Vater den Lamborghini dem Gesuchsteller ge- schenkt haben und dieser (nach wie vor) in dessen Eigentum stehen (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 1 Rz 13), was der Gesuchsteller bestreitet (ZK2 2023 84, KG-act. 6 Rz 25), läge bereits deshalb kein Einkommen vor, weil Geschenke von Dritten nicht als Einkommen anzurechnen sind (vgl. Maier, Un- terhaltsfestsetzung in der Praxis, Ein Kasuistikhandbuch mit Fallbeispielen, in: IN PRAXI 2023, N 774). Da die Gesuchsgegnerin in ihrer Eingabe vom 11. April 2024 hinsichtlich der Liegenschaft in G.________ wie auch bezüglich des Lamborghinis, Porsches und des Bootes noch vom Eigentum der Arbeitge- berin bzw. seiner Familie ausgeht (ZK2 2023 84, KG-act. 16 Rz 5), kann den Vorbringen in der späteren Eingabe vom 14. Februar 2024, wonach beide Fahr- zeuge sowie das Sportboot dem Gesuchsteller persönlich „gehören“ würden (ZK2 2023 84, KG-act. 11 Rz 10 und 12), nicht ohne Weiteres gefolgt werden. Dass das Schiff SZ yy gemäss Auskunft des Verkehrsamts des Kantons Schwyz, Schiffkontrolle, auf den Gesuchsteller eingelöst ist (Vi-act. 30 KB 64; ZK2 2023 85, KG-act. 7/4), vermag daran nichts zu ändern. Die Haltereigen- schaft lässt denn auch nicht zwingend auf Eigentum schliessen. Hinsichtlich des Y.________ (Boot) erklärt die Gesuchsgegnerin sodann nicht, dass oder weshalb der Vorderrichter nicht hätte davon ausgehen dürfen, dass dessen Kosten von den Eltern des Gesuchstellers bezahlt würden (vgl. auch Vi-act. 30 KB 62 f. und 65). Selbst wenn die N.________ AG dem Gesuchsteller das Boot kostenlos zur Verfügung stellen würde, rechtfertigt dies mit Verweis auf das oben zu den Geschäftsfahrzeugen Gesagte keine Anrechnung einer Gehaltsnebenleistung. Das Bundesgericht lehnt in Übereinstimmung mit der herrschenden Lehre die Berücksichtigung freiwilliger Zuwendungen Dritter bei der Festsetzung der Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen grundsätzlich mit dem Argument ab, dass diese nach dem Willen des zuwendenden Dritten dem Empfänger und nicht der unterhaltsberechtigten Person zukommen sollen Kantonsgericht Schwyz 47 (BGE 128 III 161 E. 2c/aa mit Hinweisen; Büchler/Raveanne, a.a.O., Art. 125 ZGB N 28 und 36; Schweighauser, in: Fankhauser [Hrsg.], a.a.O., Art. 285 ZGB N 132; Maier, a.a.O., S. 342; siehe auch Six, Eheschutz, Ein Handbuch für die Praxis, 2. A. 2014, N 2.103). Eine Ausnahme hiervon lässt das Bundesgericht nur dann zu, wenn davon auszugehen ist, dass die Anrech- nung nicht dem Willen des zuwendenden Dritten widerspricht und die Zuwen- dung auf einer Unterstützungspflicht (auch gegenüber dem Unterhaltsberech- tigten) beruht (BGer 5C.27/2005 vom 23. November 2005 E. 3.4. mit Verweis auf BGE 128 III 161). Wie schon gesagt, spricht bei Leistungen Dritter eine Ver- mutung dafür, dass dieser nur den Empfänger unterstützen will (siehe auch OGer ZH LE140080-O/U vom 29. April 2015 E. II./5.9; OGer ZH LY170018-O/U vom 4. Oktober 2017 E. I./8.3). Dass der Vorderrichter im Bedarf des Gesuch- stellers schliesslich Auslagen für den Arbeitsweg von Fr. 336.00 veranschlagte, ist nicht zu beanstanden, weil er diesen Betrag aufgrund der Kostenübernahme durch die N.________ AG auch beim Einkommen berücksichtigte. ccc) Laut Gesuchsteller kann die Kreditkarte maximal mit Fr. 500.00 (anstatt Fr. 754.90) pro Monat aufgerechnet werden, weil er die grossen Bezüge jeweils zurückerstatte, was sein Vater bestätige (ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./11.4.3 ff.). Bei der Bestätigung vom 4. Dezember 2023 (ZK2 2023 85, KG-act. 1/8) handelt es sich um eine blosse Parteibehauptung und es liegen davon abgesehen keine Belege für in bar erfolgte Rückzahlungen vor. Indes ist ohnehin grundsätzlich von der (zusätzlichen) Berücksichtigung der Kreditkartenbezüge abzusehen (vgl. E. 4a/cc unten), weshalb sich weitere Aus- führungen an dieser Stelle erübrigen. bb) Der Vorderrichter ging gestützt auf den Arbeitsvertrag mit der N.________ AG von einem monatlichen Nettolohn des Gesuchstellers für ein 50 %-Pensum von Fr. 5’126.30 (inkl. 13. Monatslohn; exkl. Kinderzulagen) aus und rechnete diesen für die erste Unterhaltsphase auf ein 80 %-Pensum mit einem monatli- chen Nettolohn von Fr. 8’202.00 hoch, weil er die Kinder in dieser Zeit reduziert Kantonsgericht Schwyz 48 betreut habe. Für die zweite Unterhaltsphase berücksichtigte er gestützt auf ein 60 %-Pensum ein Einkommen von Fr. 6’151.60 (angef. Verfügung E. 3.2.1/a). Der Gesuchsteller erachtet die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens von 80 % – rückwirkend wie auch in Zukunft – als willkürlich. Er begründet die Pensumreduktion auf 50 % mit der räumlichen Trennung und später der Ar- beitstätigkeit der Gesuchsgegnerin. Es könne nicht ihm angelastet werden, dass die Gesuchsgegnerin ihre Arbeitsstelle nach drei Monaten und später nach sechs Monaten freiwillig gänzlich aufgegeben habe. Nach dem Auszug der Gesuchsgegnerin im Mai 2023 habe er die Kinder zwar nicht mehr im glei- chen Umfang betreuen können, es könne von ihm jedoch nicht erwartet werden, dass er umgehend sein Pensum wieder erhöhen könne, zumal er mit einem raschmöglichen Entscheid bezüglich Obhutsverteilung bereits im Sommer, spätestens im Herbst, habe rechnen können und müssen. Zudem seien ver- schiedene Projekte zurückgestellt worden und eine Aufstockung innert kurzer Zeit sei nicht möglich, weil aktuell keine Grossprojekte anstünden (ZK2 2023 84, KG-act. 14 Rz 29; ZK2 2023 85 KG-act. 1 Ziff. B./II./11.2). Die Gesuchsgeg- nerin bestreitet dies wie auch das Vorliegen eines hypothetischen Einkommens und geht wie erwähnt davon aus, dass der Gesuchsteller nach wie vor 100 % arbeite und lediglich auf den Lohnabrechnungen formell ein reduziertes Arbeits- pensum ausgewiesen werde (ZK2 2023 84, KG-act. 11 Rz 35; ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 23 und 26). Abzustellen ist grundsätzlich auf das tatsächliche Einkommen, abgesehen von Fällen, in denen die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens angezeigt ist (vgl. BGer 5A_35/2018 vom 31. Mai 2018 E. 3.1). Letzteres darf das Gericht dem unterhaltsberechtigten wie dem unterhaltspflichtigen Ehegatten anrech- nen, soweit dieser bei ihm zuzumutender Anstrengung mehr verdienen könnte, als er effektiv verdient. Fehlt die reale Möglichkeit der Einkommenssteigerung, muss sie jedoch grundsätzlich ausser Betracht bleiben (BGer 5A_964/2016 vom 19. Februar 2018 E. 5.1). Die Aufnahme bzw. Ausdehnung der Erwerbs- tätigkeit muss unter den Gesichtspunkten der persönlichen Verhältnisse des Kantonsgericht Schwyz 49 Ehegatten (Alter, Gesundheit, Ausbildung u.ä.) und des Arbeitsmarktes daher zumutbar und möglich sein (BGer 5A_381/2011 vom 10. November 2011 E. 5.2.1; BGer 5A_76/2009 vom 4. Mai 2009 E. 6.2.3; BGE 130 III 537 E. 3.2). Gemäss Arbeitsvertrag vom 28. Dezember 2021 soll der Gesuchsteller seit dem 1. Januar 2022 in einem 50 %-Pensum angestellt sein (Vi-act. 1 KB 11). Unge- achtet der Frage, ob er sein Pensum tatsächlich reduzierte, kann ein hypothe- tisches Einkommen ausnahmsweise rückwirkend angerechnet werden, wenn es für die betroffene Person voraussehbar war, dass sie sich ab einem be- stimmten Zeitpunkt hätte wieder beruflich eingliedern sollen (Büchler/Raveane, a.a.O., Art. 125 ZGB N 23a; BGer 5A_549/2017 vom 11. September 2017 E. 4). Bei der „rückwirkenden” Anrechnung eines höheren Einkommens ist laut Bundesgericht zwar zu beachten, dass der betroffene Elternteil seine zu tiefe Leistungsfähigkeit für die verstrichene Zeitspanne nicht rückgängig und die in der Vergangenheit unterbliebene Erzielung des ihm zumutbaren und tatsächlich möglichen Einkommens nicht ungeschehen machen kann. Insofern ist bei der „rückwirkenden” Anrechnung eines höheren Einkommens eine gewisse Zurück- haltung geboten. Nach der Rechtsprechung kommt eine solche allerdings in- frage, wenn der betroffene Elternteil in der Vergangenheit nicht das Einkommen erzielt hat, das er bei gutem Willen zu erwirtschaften vermocht hätte, sich sein Versäumnis nicht rechtfertigen lässt und es ihm zudem zuzumuten ist, mit sei- nen künftig erzielten Einkünften nachzuholen, was er in der Vergangenheit zu erwirtschaften verpasste. Es geht dabei um Fälle, in denen der Unterhaltspflich- tige bereits gerichtlich zur Leistung von Unterhaltsbeiträgen verpflichtet worden und zunächst einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit nachgegangen war sowie seine vorbestehende Unterhaltspflicht erfüllt und sich nach einem – freiwilligen oder unfreiwilligen – Stellenwechsel wissentlich mit einer nur ungenügend ein- träglichen Erwerbstätigkeit begnügt hatte. Analoges gilt aber auch, wenn ein Unterhalt beanspruchender Ehegatte, der während des Zusammenlebens einer Erwerbstätigkeit nachgegangen ist, diese nach der Auflösung des gemeinsa- men Haushalts aufgegeben oder sich nach einem Stellenwechsel mit einem Kantonsgericht Schwyz 50 tieferen Einkommen begnügt hat, ohne dass hierfür rechtfertigende Gründe vor- gelegen haben (BGer 5A_975/2022 vom 30. August 2023 E. 4.2.1 mit Verwei- sen). Vorliegend war der Gesuchsteller zumindest bis Ende 2021 zu 100 % er- werbstätig. Ob er sein Pensum ab 1. Januar 2022 tatsächlich auf 50 % redu- zierte, kann offengelassen werden. So bedeutet für ihn eine allfällige Aufsto- ckung seines Pensums keine Umstellung seiner Lebensverhältnisse. Zudem war das zeitlich befristete Projekt bei P.________ Mitte Dezember 2021 been- det, weshalb bei Vertragsunterzeichnung am 28. Dezember 2021 kein Grund für eine umgehende Pensumsreduktion bestand. Kommt hinzu, dass der Vor- derrichter am 17. Oktober 2022 und damit rund sieben Monate vor Beginn der Unterhaltspflicht verfügte, dass der Gesuchsteller die beiden Kinder E.________ und F.________ „nur“ jedes zweite Wochenende von Freitag, 18.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr, erstmals am Freitag, 21. Oktober 2022, zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen. Auch wenn die Gesuchsgegnerin vor und nach der Trennung für einige Monate in einem 100 %-Pensum erwerbstätig war, hätte er gestützt auf diese Betreuungsregelung wieder einem Vollpensum nachgehen können. Dass eine Aufstockung im Familienbetrieb innert nützlicher Frist nicht möglich (gewesen) wäre (infolge Zurückstellung von Grossprojekten oder ähnlichem), vermochte der Gesuchsteller nicht glaubhaft zu machen. Eine Reduktion des Pensums schien gemäss den Vorbringen des Gesuchstellers zu- mindest per 1. Januar 2022, kurz nach der Trennung, kurzfristig möglich zu sein, obschon im Übrigen die Gesuchsgegnerin ihre 100 %-Stelle bei P.________ erst im Mai 2022 antrat (vgl. ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./I./15.). In Anbetracht dessen ist nicht zu beanstanden, wenn der Vorderrichter beim Gesuchsteller für die erste Phase rückwirkend ein 80 %-Pensum berücksich- tigte. Hinsichtlich der Höhe des angerechneten Einkommens kann auf die nach- folgenden Ausführungen unter E. 4b/cc verwiesen werden. cc) Der Gesuchsteller moniert weiter, dass der Vorderrichter vom tatsächlich ausbezahlten Lohn abwich und gleichzeitig sämtliche zusätzlichen „Einkom-Kantonsgericht Schwyz 51 mensquellen” aufrechnete. Bei seiner Familie könne er den fiktiv angenomme- nen Lohn nicht generieren und er habe nie einen höheren Lohn bezogen als den aktuell ausbezahlten. Es handle sich um einen Familienbetrieb mit vier An- gestellten, bei dem er keine Kaderfunktion innehabe und keine Leute führen müsse/dürfe. Ausserhalb des Familienbetriebs wäre maximal von einem Monatslohn von Fr. 6’931.00 (Median) gemäss Salarium auszugehen. Der ihm ausbezahlte Lohn von Fr. 6’000.00 netto auf 100 % sei angemessen. Insgesamt geht der Gesuchsteller von einem maximalen Lohn von Fr. 9’363.10 (Fr. 4’800.00 [Lohn] + Fr. 3’000.00 [Wohnung] + Fr. 336.00 [Auto] + Fr. 473.70 [Krankenkasse] + Fr. 253.40 [Krankenkasse Kids] + Fr. 500.00 [Kreditkarte]) bei einem 80 %-Pensum aus (ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./11.3 ff.; siehe auch ZK2 2023 84, KG-act. 6 Rz 33 und KG-act. 14 Rz 8). Gemäss dem Dafürhalten der Gesuchsgegnerin habe der Gesuchsteller trotz mehrmaliger Antragstellung die Jahresabschlüsse der N.________ AG nicht eingereicht und sei seiner Mit- wirkungspflicht gemäss Art. 160 Abs. 1 lit. b ZPO nicht nachgekommen, was zu seinen Ungunsten auszulegen sei. Sie könne sich dem angerechneten Lohn von Fr. 8’202.00 bei einem 80 %-Pensum anschliessen, sofern der neben der Salärzahlung geleistete Naturallohn korrekt bemessen werde. Der Vorderrichter habe einen statistisch üblichen angemessenen und keinen fiktiven Lohn einge- setzt. Die vom Gesuchsteller einkopierten Auszüge aus Salarium würden so- dann auf falschen Suchanfragen beruhen, weil er gemäss seinem Linkedin-Pro- fil Mitglied der Geschäftsleitung der N.________ AG sei und damit zur Berufs- gruppe der Führungskräfte gehöre sowie betreffend Stellung im Betrieb beim oberen und mittleren Kader einzuordnen sei. Er sei bereits Ende 2022 22 ½ Jahre als Bauunternehmer tätig gewesen und habe gemäss Art. 49 des Landesmantelvertrags für das schweizerische Bauhauptgewerbe Anspruch auf einen 13. Monatslohn. Der Vorderrichter hätte von einem monatlichen Brutto- lohn bei einem 50 %-Pensum von Fr. 5’964.00 (anstatt Fr. 5’623.00) ausgehen müssen, woraus ein Nettolohn von Fr. 5’437.10 bei 50 % und damit von Fr. 8’699.40 bei 80 % resultiere (ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 27 ff.). Aufgrund seiner grossen Berufserfahrung wäre er in der Bauwirtschaft ohne Weiteres in Kantonsgericht Schwyz 52 der Lage, ein Einkommen von über Fr. 10’000.00 netto zu erzielen (ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 10). Der Gesuchsteller bezeichnet als schleierhaft, wie er als gelernter Bauzeichner Tiefbau ein Einkommen von Fr. 10’000.00 ge- nerieren können soll (ZK2 2023 85, KG-act. 12 Rz 15). Die Gesuchsgegnerin hält dem entgegen, dass er seit Jahren aktiv in der Geschäftsleitung der millio- nenschweren Familienunternehmen, die in der Immobilien- und Baubranche (und Hotellerie) tätig seien, mitarbeite und dabei umfangreiche Erfahrungen habe sammeln können, die über die Tätigkeit eines Bauzeichners hinausgehen würden (ZK2 2023 84, KG-act. 16 Rz 10). Im Rahmen der Beurteilung der „Angemessenheit des Lohnes” stützte sich der Vorderrichter auf den Maximallohn gemäss Salarium ab mit der Begründung, dass der Gesuchsteller im Familienunternehmen arbeite und die Familie Q.________ einen eher gehobenen Lebensstil pflege. So stünden ihm mit ei- nem Porsche und einem Lamborghini gleich zwei Fahrzeuge der teureren Preis- klasse zur Verfügung, er profitiere von der Nutzung eines Sportbootes und be- wohne eine grosszügige Liegenschaft (angef. Verfügung E. 3.2.1a). Ob es sich bei dem in der Folge berücksichtigten Nettolohn von Fr. 5’126.30 für ein 50 %-Pensum um ein tatsächliches oder ein hypothetisches Einkommen han- delt, lässt der Vorderrichter unerwähnt, was aber dahingestellt bleiben kann. Die Gesuchsgegnerin geht davon aus, dass dem Gesuchsteller tatsächlich ein höherer Lohn ausgeschüttet wurde als behauptet, nachdem er die Jahresab- schlüsse der N.________ AG nicht eingereicht habe (ZK2 2023 84, KG-act. 11 Rz 15; ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 27). Wenn sie festhält, dass es sich beim angerechneten Lohn um kein hypothetisches Einkommen handle, nimmt sie offenbar Bezug auf den Naturallohn (ZK2 2023 85, KG-act 7 Rz 23). Gleichzeitig hält sie den gesuchstellerischen Vorbringen entgegen, es sei nicht entscheidend, was die N.________ AG effektiv auszahle. Vielmehr sei zu berücksichtigen, was ausgeschüttet werden könnte und was diesbezüglich zu-Kantonsgericht Schwyz 53 mutbar wäre. Der Gesuchsteller habe sich einen tieferen Lohn auszahlen las- sen, um eine geringere Leistungsfähigkeit ausweisen zu können (ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 27). Die Behauptung des Gesuchstellers, dass die N.________ AG keine höheren Löhne auszahlen könne (vgl. ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./11.4), bleibt für das vorliegende Verfahren unsubstanziiert und unbelegt. Der Gesuchsteller kann mit der eingereichten Meldung an die Z.________ (vgl. Vi-act. 30 KB 22; ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./11.3.3 [inkl. KG-act. 1/6]; ZK2 2023 84, KG-act. 6 Ziff. B./29. [inkl. KG-act. 6/1]) und den Lohnausweisen vergangener Jahre höchstens die den Ämtern mitgeteilten Lohnauszahlungen belegen, da- mit allein aber nicht glaubhaft machen, dass es ihm nicht möglich oder zumutbar wäre, beim Familienunternehmen ein höheres Einkommen zu erzielen. Der Ge- suchsteller ist seinen Angaben nach gelernter Bauzeichner im Tiefbau und der- zeit als begleitender Bauleiter bei der N.________ AG und stellvertretender Ge- schäftsführer angestellt (ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./I./2.). Die Gesuchsgeg- nerin bestreitet dies mit Nichtwissen und verweist darauf, dass er bei der N.________ AG seit Jahrzehnten ausschliesslich im Hochbau tätig sei (ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 28). So oder so fallen beide Tätigkeiten unter die vom Vorderrichter für den statischen Lohnrechner gewählten Kriterien, insbe- sondere unter die Berufsgruppe der ingenieurtechnischen und vergleichbaren Fachkräfte (Branche: 71 Architektur- und Ingenieurbüros, Berufsgruppe: 31 Ingenieurtechnische und vergleichbare Fachkräfte, Kader, 20 Jahre Berufs- erfahrung [vgl. angef. Verfügung E. 3.2.1a]; www.salarium.bfs.ch). Wird aktuell bei der Branche „Tiefbau“ eingegeben, resultiert ein fast identischer Lohn im Vergleich zur „Hochbau“-Branche, weshalb die Unterscheidung nicht von we- sentlicher Bedeutung ist. Davon abgesehen ist nicht zu beanstanden, dass der Vorderrichter als Branche „Architektur- und Ingenieurbüros“ wählte, nachdem der Zweck der N.________ AG in der „Realisierung von Bauprojekten und de- ren Ausführung und Betreibung“ liegt (Vi-act. 13 BB 4). Weil der Gesuchsteller Kantonsgericht Schwyz 54 zudem gemäss seinem Linkedin-Profil (Vi-act. 13 BB 24) „Mitglied der Ge- schäftsleitung“ ist, ist ebenso angemessen, dass der Vorderrichter ihn dem Kader zuordnete, zumal das obere Kader im Salarium als „Leitung oder Mitwir- kung in der Geschäftsleitung“ umschrieben wird. In dem von der Gesuchsgeg- nerin eingereichten Salarium-Auszug wählte sie als Berufsgruppe „11-14 Führungskräfte“ nebst „Oberes und mittleres Kader“ als Stellung im Betrieb (ZK2 2023 85, KG-act 7 Rz 28 inkl. KG-act. 7/3). Dass er zu den Führungskräf- ten zu zählen wäre, vermag die Gesuchsgegnerin jedoch nicht überzeugend darzulegen, zumal zur Berufsgruppe „Ingenieurtechnische und vergleichbare Fachkräfte“ nicht nur Fachkräfte von tieferer Hierarchiestufe zählen; zumindest kann der von ihr selbst erwähnte „Pilot“ nicht Letzterer zugeordnet werden. Der Gesuchsteller verneint sodann einen luxuriösen Lebensstil mit der Begründung, dass er seine Unterkunft über einen Vermögensverzehr finanziere, ein Ge- schäftsfahrzeug (mit gefahrenen 200’000 km) habe und die Kreditkarte des Va- ters für gewisse Zahlungen verwenden könne (ZK2 2023 84, KG-act. 6 Ziff. B./19.). Damit vermag er den vom Vorderrichter für die „Familie Q.________“ festgestellten gehobenen Lebensstil indes nicht in Frage zu stel- len, weshalb die vorgenommene Erhöhung gestützt auf Salarium nicht zu be- anstanden ist. Es erscheint zumutbar und möglich, dass der Gesuchsteller bei seiner Tätigkeit im Familienunternehmen ein solches Einkommen erzielen und Letzteres ihm ein solcher Lohn entrichten kann. Dass der Vorderrichter bei der Anrechnung eines angemessenen Einkommens gestützt auf den Lohnrechner „Salarium“ nebst dem Einkommen der N.________ AG weitere Leistungen berücksichtigte, ist ferner insoweit nicht zu beanstanden, als die Wohn- und Fahrzeugkosten sowie die Krankenkassenprämien im Bedarf veranschlagt wur- den. Die zusätzliche Berücksichtigung der Kreditkartenbezüge von Fr. 754.90 ist demgegenüber in Anbetracht dessen, dass der Vorderrichter den Lohn be- reits auf den gemäss Salarium errechneten Maximallohn festsetzte, abzuleh- nen. Sodann kann im vorliegenden Verfahren, weil der Vorderrichter den Lohn des Gesuchstellers bereits angemessen erhöhte, ungeachtet der Frage, ob ein Editionsbegehren an die Unternehmung zu stellen wäre (vgl. ZK2 2023 85, Kantonsgericht Schwyz 55 KG-act. 12 Rz 52), auch von der erneut verlangten Edition der Jahresab- schlüsse 2017-2022 der N.________ AG (vgl. ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 27) abgesehen werden, nachdem die Beanstandungen der Gesuchsgegnerin ins- besondere auf die Höhe der Naturalleistungen abzielen und sie nicht begründet, dass dem Gesuchsteller nebst diesen Naturalleistungen ein höherer Lohn aus- bezahlt worden oder auszubezahlen wäre. Insgesamt ist dem Gesuchsteller ein monatliches Nettoeinkommen von rund Fr. 12’265.00 (Fr. 8’202.00 [Einkom- men N.________ AG] + Fr. 3’000.00 [Wohnung] + Fr. 336.00 [Fahrzeugkosten] + Fr. 727.10 [Krankenkassenprämien]) bis Ende 2024 und von rund Fr. 10’215.00 (Fr. 6’151.60 [Einkommen N.________ AG] + Fr. 3’000.00 [Woh- nung] + Fr. 336.00 [Fahrzeugkosten]+ Fr. 727.10 [Krankenkassenprämien]) ab 1. Januar 2025 anzurechnen. Ein beinahe identisches Ergebnis (Fr. 5’173.90 bei einem 50 %-Pensum) ergäbe sich bei einer Berücksichtigung des Median- lohnes unter der diesfalls gerechtfertigten Hinzurechnung der Kreditkartenbe- züge (Fr. 4’847.00 ./. Fr. 428.00 [8.834 % von Fr. 4’847.00] + Fr. 754.90). Mit der (obligatorischen) Einschulung bzw. dem Eintritt in den Kindergarten von F.________ mit vier Jahren im Sommer 2025 (vgl. §§ 1 Abs. 2 und 3 Abs. 2 VSG ZH; siehe auch https://www.M.________ (Schule)/, zuletzt be- sucht am 30. Oktober 2024; ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./10.8) ist dem Gesuchsteller indes wieder ein 80 %-Pensum und damit ein Einkommen von Fr. 12’265.00 anzurechnen, nachdem die Gesuchsgegnerin die Kinder an drei Tagen betreut (3 x 20 %) und die Kinder an den Betreuungstagen des Gesuch- stellers den Kindergarten bzw. die Schule besuchen (2 x 10 %; vgl. BGer 5A_743/2017 vom 22. Mai 2019 E. 5.3.3). Entsprechend sind auch die Bedarfspositionen auswärtige Verpflegung (auf Fr. 176.00) und Steuern (auf Fr. 500.00) anzupassen. c) aa) Der Gesuchsteller verlangt seitens der Gesuchsgegnerin die An- rechnung eines hypothetischen Einkommens ab dem 22. Mai 2023 von mindes- tens 50 %, von 60 % ab Vollstreckbarkeit des Entscheids und von 75 % nach Einschulung von F.________. Er erachtet als willkürlich, dass der Vorderrichter Kantonsgericht Schwyz 56 der Gesuchsgegnerin eine einjährige Übergangszeit gegeben und nicht auch bereits rückwirkend, zumindest seit dem Auszug aus der gemeinsamen Woh- nung, als sie selber Kosten generiert habe, ein hypothetisches Einkommen an- gerechnet habe. Es sei nicht das klassische, konservative Rollenmodell gelebt worden, sondern ihr Lebensplan sei dergestalt gewesen, dass sie beide nach der Geburt einer beruflichen Tätigkeit hätten nachgehen wollen, was der Vor- derrichter verkenne. Die Gesuchsgegnerin sei immer arbeitstätig gewesen. Sie sei vor der Niederkunft der Kinder wie auch danach von 2015 bis 2021 bei R.________ als Ärzteberaterin tätig gewesen. Kurz vor der Geburt des ersten Kindes sei ihr gekündigt worden, sie freigestellt und unmittelbar darauf krank- geschrieben worden. Die diesbezügliche Sperrfrist in Kombination mit den Sperrfristen aus beiden Schwangerschaften habe das Arbeitsverhältnis bzw. die Lohnfortzahlungspflicht jedoch bis Anfang 2021 verlängert. Danach habe die Gesuchsgegnerin sich beim RAV angemeldet, was bedeute, dass sie einer Arbeit habe nachgehen wollen, und Arbeitslosengelder bezogen. Im Herbst 2021 habe sie eine auf drei Monate befristete Stelle bei P.________ angetreten und mindestens Fr. 100’000.00 pro Jahr generiert. Im April 2022 habe sie eine Vollanstellung erhalten und es sei gemäss ihren Aussagen ein Einkommen von Fr. 120’000.00 zuzüglich Geschäftsfahrzeug und Bonuszah- lungen vereinbart worden. Diese Stelle habe die Gesuchsgegnerin nach sechs Monaten Arbeitstätigkeit in voller Schädigungsabsicht und Kalkül in Bezug auf dieses Verfahren wenige Tage vor dem Termin bei der KESB gänzlich aufge- geben und derzeitig freiwillig auf ein Einkommen verzichtet. Sie habe zuletzt mit einem 100 %-Pensum ein durchschnittliches Nettoeinkommen von Fr. 10’000.00 pro Monat zuzüglich Bonus und Auto verdient. Die sechsmonatige Anstellung beweist, dass die Wiederaufnahme einer Arbeitsstelle für die Ge- suchsgegnerin keine Umstellung der Lebensverhältnisse verlange, weshalb sie keine Übergangsfrist, die gemäss Rechtsprechung in der Regel drei bis sechs Monat betrage, benötige, um die richterliche Vorgabe in die Tat umsetzen zu können (ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./10.; ZK2 2023 85, KG-act. 12 Rz 47). Kantonsgericht Schwyz 57 bb) Die Gesuchsgegnerin bestreitet, immer arbeitstätig gewesen zu sein und dass sie beide nach der Geburt einer beruflichen Tätigkeit hätten nachgehen wollen. Sie hätten ein klassisches konservatives Rollenmodell gelebt. Der Ge- suchsteller habe von ihr verlangt, dass sie zu Hause bleibe und sich um die Kinder kümmere. Erst als sich die Trennung abgezeichnet habe, habe er plötz- lich von ihr verlangt, dass sie arbeite. Sie habe lediglich kurz vor und kurz nach der Trennung gearbeitet, um ihre Rechnungen bezahlen zu können, weil der Gesuchsteller sie finanziell unter Druck gesetzt habe und ihr dies aufgezwun- gen habe, was der Gesuchsteller bestreitet (vgl. ZK2 2023 85, KG-act. 12 Rz 47). Sie habe vom 23. August 2021 bis 15. September 2021 bei S.________ in I.________, vom 15. September 2021 bis 15. Dezember 2021 an einem zeitlich befristeten Projekt bei P.________ und danach erst wieder rund ein halbes Jahr später vom 2. Mai 2022 bis zu ihrer Krankschreibung am 29. September 2022 nochmals bei P.________ gearbeitet. Daneben habe sie stets die vollzeitige Kinderbetreuung wahrgenommen. Die Tatsache, dass sie nach der Geburt der beiden Kinder trotz lang andauernder Arbeitslosigkeit letzt- lich nur eine 100 %-Stelle gefunden habe, die sie neben der Kinderbetreuung jedoch überfordert habe, belege, dass sie mit Kindern kaum in der Lage sei, eine Teilzeitstelle zu finden. Dies sei erst ab der Einschulung beider Kinder im Herbst 2025 realistisch. Bis kurz vor ihrer Schwangerschaft mit E.________, bis zum 22. November 2018, sei sie bei R.________ beschäftigt gewesen. Nach ihrer Freistellung sei sie während der Schwangerschaften krankgeschrieben gewesen, weshalb sie bis Februar 2021 Zahlungen aus der Krankentaggeldver- sicherung erhalten habe. Nach der Geburt von F.________ habe sie kein eige- nes Einkommen mehr gehabt. Die Anmeldung beim RAV sei nicht aus eigenem Arbeitswillen, sondern aus der Not heraus erfolgt, weil sie über kein eigenes Einkommen verfügt und der Gesuchsgegner sie nicht finanziell unterstützt habe. Ausgehend davon, dass dem Gesuchsteller nicht mehr als ein Betreu- ungstag unter der Woche einzuräumen sei, könne sie bis dahin maximal 20 % arbeiten. Eine 20 %-Anstellung werde sie angesichts der derzeitigen Wirt- schaftslage indes nicht finden, weshalb die Übergangsfrist auf den Kantonsgericht Schwyz 58 1. September 2025 festzulegen sei. Von einem mutwilligen Einkommensver- zicht könne in Anbetracht dessen, dass sie für zwei kleine Kinder sorgen müsse und gemäss Schulstufenmodell keine Verpflichtung zur Erzielung eines Ein- kommens bestehe, nicht gesprochen werden. Vor allem aber habe sie die Stelle aufgrund ihres Gesundheitszustands und auf Anraten ihrer Ärztin gekündigt. Die von der Vorinstanz angerechneten Fr. 4’154.05 seien ausserdem massiv überrissen und nicht realistisch; es sei von einem Einkommen von Fr. 3’300.00 auszugehen (ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 10 und 22 ff.; siehe auch ZK2 2023 84, KG-act. 11 Rz 17 und 35 sowie KG-act. 14 Rz 14, ZK2 2023 84, KG-act. 16 Rz 24, 41, 43 und 53). cc) Grundsätzlich hat auch der betreuende Elternteil seine Eigenversor- gungskapazität auszuschöpfen, wobei sich zumindest die Zumutbarkeit der (Wieder-)Aufnahme oder Ausdehnung einer Erwerbstätigkeit nach dem Schul- stufenmodell richtet und bei einer alternierenden Obhut mit asymmetrischen Be- treuungsanteilen entsprechende Anpassungen vorgenommen werden müssen. Wird die Betreuung eines Kindes von beiden Elternteilen übernommen, wird die Erwerbsfähigkeit jedes Elternteils grundsätzlich nur im Umfang der tatsächli- chen Betreuung eingeschränkt (BGer 5A_975/2022 vom 30. August 2023 E. 4.2.1 mit Verweisen). Bei alternierender Obhut ist die Schul- stufenregel auf die jeweiligen elterlichen Betreuungsanteile anzuwenden (Heller, Unterhalt bei alternierender Obhut: Verrechnung schlägt Matrix, in: Anwaltsrevue 5/2023, S. 226; siehe auch BGer 5A_743/2017 vom 22. Mai 2019 E. 5.3.3; ZK1 2022 32 vom 30. Mai 2023 E. 4). Es sind auch weitere Entlas- tungsmöglichkeiten durch freiwillige (vor-)schulische oder ausserschulische Drittbetreuung zu berücksichtigen (BGE 144 III 481 E. 4.7.8). Der Vorderrichter erliess wie erwähnt am 17. Oktober 2022 eine superproviso- rische Betreuungsregelung, wonach der Gesuchsteller die Kinder E.________ und F.________ jedes zweite Wochenende von Freitag- bis Sonntagabend zu sich nehmen konnte. Die Gesuchsgegnerin war deshalb gestützt hierauf Kantonsgericht Schwyz 59 grundsätzlich unter der Woche für die Kinderbetreuung zuständig. Mit Erlass der hier angefochtenen Verfügung vom 24. November 2023 betreut der Ge- suchsteller die beiden aktuell zusätzlich von Mittwoch- bis Donnerstagabend. Entsprechend rechnete der Vorderrichter ihm für die erste Phase ein 80 %-Pen- sum an. Bereits vor Erlass der besagten Verfügung betreute der Gesuchsteller E.________ und F.________ offenbar an einem halben Wochentag. Die Ge- suchsgegnerin wirft lediglich pauschal in den Raum, es sei bei einem Pensum von 20 % davon auszugehen, dass sie gar keine Stelle finden werde (vgl. ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 22). Sie nimmt dabei weder Bezug auf das konkrete Tätigkeitsgebiet noch begründet sie diese Aussage anderweitig näher oder behauptet, dass entsprechende Suchbemühungen fehlgeschlagen wären. Ein 20 %-Pensum ist nicht grundsätzlich als unrealistisch anzusehen. Gemäss den übereinstimmenden Vorbringen der Parteien war die Gesuchsgegnerin bis kurz vor ihrer Schwangerschaft mit E.________ bei R.________ beschäftigt. Letztere soll ihr Ende 2018 gekündigt und sie freigestellt haben; ihr letzter Ar- beitstag war der 22. November 2018. Laut Gesuchsteller sei sie tags darauf arbeitsplatzbezogen arbeitsunfähig geschrieben und Anfang 2019 schwanger geworden. Die Gesuchsgegnerin bestreitet nicht, dass das Arbeitsverhältnis aufgrund der Sperrfristen weiterlief, hält aber fest, sie sei während der Schwan- gerschaft mit E.________ und F.________ krankgeschrieben gewesen. Aus- einander gehen die Ausführungen der Parteien ausserdem insoweit, ob die Kündigung im Zusammenhang mit einem Autounfall stand. Weitere Abklärun- gen erübrigen sich an dieser Stelle jedoch, zumal die Gesuchsgegnerin unbe- strittenermassen bis Februar 2021 Zahlungen aus der Krankentaggeldversiche- rung bezog bzw. Anfang 2021 der Kündigungsschutz und das Arbeitsverhältnis endete (ZK2 2023 84, KG-act. 16 Rz 15, 21 und 24; ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./I./6. und 9. f., KG-act. 7 Rz 10 und KG-act. 12 Rz 20). Anfang 2021, nach Ablauf der Lohnfortzahlung, meldete sich die Gesuchsgegnerin beim RAV an. Der Gesuchsteller schliesst aus diesem Umstand, dass sie eine Kantonsgericht Schwyz 60 Arbeitstätigkeit aufnehmen wollte. Gemäss Gesuchsgegnerin soll die Anmel- dung auf Druck des Gesuchstellers und aus der Not heraus erfolgt sein (ZK2 2023 84, KG-act. 16 Rz 24 und 41; ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./I./10. sowie B./II./10.3.3 und 10.6.2, KG-act. 7 Rz 22 und KG-act. 12 Rz 47). Ebenfalls will sie sich zum Stellenantritt bei P.________ genötigt gefühlt haben, weil der Gesuchsteller sich nicht an ihren und den Lebenshaltungskosten der Kinder be- teiligt haben soll (ZK2 2023 84, KG-act. 16 Rz 28). Bei P.________ war sie zeitlich befristet vom 16. September 2021 bis 15. Dezember 2021 sowie vom 2. Mai 2022 bis 29. September 2022 angestellt. Davor arbeitete sie vom 23. Au- gust 2021 bis 15. September 2021 bei S.________ in I.________ (ZK2 2023 84, KG-act. 16 Rz 53). Laut ihren Aussagen bei der KESB wartete die Gesuchsgegnerin auf „ihren Anstellungsvertrag“, bis sie mit der Wohnungs- suche habe beginnen können (ZK2 2023 84, KG-act. 12 Rz 47). Zusammen- fassend lässt sich festhalten, dass die Gesuchsgegnerin von der Geburt von E.________ bis zur Trennung im Dezember 2021 noch bei R.________ ange- stellt war, indes nicht arbeitete. Ungeachtet des (ursprünglichen) Lebensplans der Parteien – weitere Beweisabnahmen erübrigen sich in diesem Zusammen- hang – kann nicht unberücksichtigt gelassen werden, dass die Gesuchsgegne- rin nach der Trennung zumindest zeitweise einer Erwerbstätigkeit nachging. Ob dies auf Druck des Gesuchsgegners erfolgte, ist bei der Frage eines allfälligen Verzichts auf die Anordnung einer Übergangsfrist bis zur Anrechnung eines hypothetischen Einkommens insofern nicht entscheidend, als so oder anders keine Umstellung der Lebensverhältnisse notwendig ist. Der Umstand, dass die Gesuchsgegnerin sich arbeitslos meldete, spricht überdies dafür, dass sie ar- beiten wollte (vgl. auch BGer 5A_593/2017 vom 24. November 20217 E. 4.2). Die Gesuchsgegnerin argumentiert weiter, sie habe nach der Geburt der Kinder trotz lang andauernder Arbeitslosigkeit letztlich nur eine 100 %-Stelle gefunden, was belege, dass sie keine Teilzeitstelle finden könne (ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 23). Weitere Belege zur konkreten Suche fehlen indes. Die blosse Tatsache, dass eine Partei arbeitslos war, beweist nicht, dass sie keine Arbeit finden kann (BGE 137 III 118 E. 3.1). Es ist ausserdem zu berücksichtigen, dass Kantonsgericht Schwyz 61 es mit zunehmendem Alter der Kinder immer leichter werden dürfte, eine Teil- zeitstelle zu finden. Selbst wenn die Gesuchsgegnerin auf Anraten der Ärztin gekündigt haben sollte (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 16 Rz 28; ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 24), ist die Zumutbarkeit zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit so- dann nicht aus gesundheitlichen Gründen zu verneinen, zumal es nicht um die Anrechnung eines 100 %-Pensums geht. Gemäss ärztlichem Attest von T.________ vom 10. November 2022 war die Gesuchsgegnerin zudem ledig- lich vom 28. August 2022 bis 30. Oktober 2022 „wegen zu viel Belastung von der Arbeit” arbeitsunfähig (Vi-act. 13 BB 8; siehe auch Vi-act. 13 BB 7). In An- betracht all dessen sowie insbesondere des Umstands, dass die Gesuchsgeg- nerin auch nach der Geburt der Kinder arbeitstätig war und über längere Zeit Arbeitslosengelder bezog, kann die erstinstanzlich gewährte Übergangsfrist nicht mehr als angemessen angesehen werden. Aufgrund der bisher gelebten Verhältnisse, des von der Gesuchsgegnerin dem Gesuchsteller über die super- provisorische Regelung hinaus zusätzlich gewährten halben Besuchstages un- ter der Woche sowie des Umstands, dass sie zumindest zu einem früheren Zeit- punkt die Wohnungssuche an die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit knüpfte, er- scheint eine Übergangsfrist bis zum 1. Januar 2025 nicht gerechtfertigt. Es ist der Gesuchsgegnerin bereits ab dem 1. Januar 2024 ein Einkommen in der Höhe eines 20 %-Pensums anzurechnen. Trotz angeblicher vorgängiger Befürchtungen der Gesuchsgegnerin (vgl. ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 22, KG-act. 11 Rz 22 ff. und KG-act. 16 Rz 85; ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 44) meldeten die Parteien offenbar F.________ zwischenzeitlich für Sommer 2024 bei der M.________ (Schule) an (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 24 Ziff. B./20. und KG-act. 24/3). Zwar rechnete der Vorderrichter der Gesuchsgegnerin erst ab dem 1. Januar 2025 ein Einkommen (von 50 %) an, obwohl er davon ausging, dass auch F.________ ab Mitte 2024 an zwei Tagen fremdbetreut wird. Indes war der Gesuchsgegnerin dies bereits vorgängig bekannt sowie ab Erlass des angefochtenen Entscheids im Novem-Kantonsgericht Schwyz 62 ber 2023 ebenfalls, dass die Kinder an einem Tag unter der Woche vom Ge- suchsteller betreut werden, welchen Punkt sie selber nicht anfocht. Der Vorder- richter erwog, dass die zwei Tage der Fremdbetreuung vorderhand allenfalls noch keine volle Ausschöpfung des Arbeitstags ermöglichen würden, was un- beanstandet blieb. Es ist der Gesuchsgegnerin daher ab Eintritt von F.________ in die M.________ (Schule) bzw. ab 1. September 2024 (das Schuljahr 2024/2025 startete am 19. August 2024) ein Einkommen von einem 40 %-Pensum anzurechnen. Weshalb ab „Vollstreckbarkeit des Entscheids“ ein Pensum von 60 % zu berücksichtigen wäre, erklärt der Gesuchsteller nicht. Ein solches Pensum ist der Gesuchsgegnerin indes ab dem 1. Januar 2025, ab wel- chem Zeitpunkt der Gesuchsteller die Kinder an zwei Tagen betreut, anzurech- nen, nämlich 20 % für die beiden Tage, in denen der Gesuchsteller die Kinder betreut, und je 10 % für die beiden Tage, in denen F.________ in der M.________ (Schule) weilt (vgl. BGer 5A_743/2017 vom 22. Mai 2019 E. 5.3.3). Mit der (obligatorischen) Einschulung bzw. dem Eintritt in den Kinder- garten von F.________ mit viereinhalb Jahren im Sommer 2025 (siehe auch E. 4b/cc oben) ist der Gesuchsgegnerin ein 70 %-Pensum zumutbar und man- gels anderweitiger Anhaltspunkte auch möglich. dd) Die Gesuchsgegnerin schloss unbestrittenermassen die Handelsmittel- schule ab, weist indes darauf hin, dass es sich bei der vom Gesuchsteller er- wähnten „Ausbildung für Baukaufleute” bloss um einen Kurs gehandelt habe, sie stets „nur” als Sekretärin und Sachbearbeiterin tätig gewesen sei und nach der Geburt der Kinder während mehreren Jahren überhaupt nicht gearbeitet habe (ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 10). Laut Gesuchsteller war sie von Juli 2010 bis Juni 2012 Geschäftsführerin der U.________GmbH (mit Verweis auf Vi-act. 30 KB 58). Dem hält die Gesuchsgegnerin entgegen, sie habe im Ge- schäft ihres Vaters einspringen müssen, weil dieser einen schweren Autounfall erlitten habe, weshalb die Bezeichnung „Geschäftsführerin” in Anführungszei- chen zu setzen sei (ZK2 2023 84, KG-act. 16 Rz 11). Kantonsgericht Schwyz 63 Der Vorderrichter rechnete der Gesuchsgegnerin gestützt auf ihre letzten Ein- nahmen vor der Trennung bei P.________ (Vi-act. 36 BB 62, S. 12) für ein 50 %-Pensum ein monatliches Nettoeinkommen von Fr. 4’069.00 an (angef. Verfügung E. 3.2.2). Die Gesuchsgegnerin beanstandet diesen Betrag in ihrer selbständigen Berufung nicht (ZK2 2023 84, KG-act. 1 Rz 17. Inkl. KG-act. 1/4). Im Widerspruch dazu bezeichnet sie nun in ihrer Berufungsantwort das ihr vom Vorderrichter angerechnete Einkommen als massiv überrissen und unrealis- tisch (ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 22). Nachdem sie sich in diesem Punkt indes nicht näher mit den Erwägungen des Vorderrichters auseinandersetzt und auch nicht aufzeigt, dass oder weshalb das von ihr gegen Ende 2021 erzielte Ein- kommen nicht berücksichtigt werden sollte, braucht nicht näher hierauf einge- gangen werden. Der Gesuchsteller geht von einem monatlichen Einkommen der Gesuchsgegnerin inkl. Bonus von über Fr. 10’000.00 bei einem 100 %-Pen- sum aus. Er beanstandet die fehlende Edition von aktuellen Belegen. Die Ge- suchsgegnerin sei im Bereich Aussendienst sehr erfolgreich gewesen und habe hohe Bonuszahlungen erreichen können (ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./10.6.1; siehe auch ZK2 2023 84, KG-act. 6 Ziff. B./45.). Die Gesuchsgegnerin hält dem entgegen, es würden heute völlig andere Verhält- nisse als vor der Geburt der Kinder bestehen (ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 23). Dafür, dass sie in ihrer Festanstellung bei derselben Arbeitgeberin im Jahr 2022 ein Einkommen von Fr. 120’000.00 zuzüglich Geschäftsfahrzeug und Bonus- zahlungen vereinbart hätte (ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./10.6.3), mangelt es an gegenteiligen Anhaltspunkten, weshalb im vorliegenden Massnahmever- fahren auch weitere Beweisabnahmen ausbleiben können (vgl. ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./10.3). Der Gesuchsgegnerin sind damit, ausgehend von ei- nem Nettoeinkommen von Fr. 4’069.00 für ein 50 %-Pensum folgende gerun- dete hypothetische Einkommen anzurechnen: 01. Januar 2024 – 31. August 2024: Fr. 1’630.00 (20 %-Pensum) 01. September 2024 – 31. Dezember 2024: Fr. 3’255.00 (40 %-Pensum) 01. Januar 2025 – 31. August 2025: Fr. 4’880.00 (60 %-Pensum) ab 01. September 2025: Fr. 5’695.00 (70 %-Pensum)Kantonsgericht Schwyz 64 d) Der Vorderrichter wies das Einkommen der Kinder im Umfang von Kinderzulagen von je Fr. 230.00 dem Anteil des Gesuchstellers zu und beliess die Kinderzulagen beim Gesuchsteller. Gemäss den Vorbringen der Gesuchs- gegnerin sei das Einkommen ihr zu überweisen und entsprechend bei den Kin- dern auf ihrer Seite zu berücksichtigen (ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 31). Der Gesuchsteller entgegnete nichts hierzu (vgl. ZK2 2023 85, KG-act. 12, S. 26). Gemäss Art. 285a Abs. 1 ZGB sind Familienzulagen, die dem unterhaltspflich- tigen Elternteil ausgerichtet werden, zusätzlich zum Unterhaltsbeitrag zu zah- len. Er muss sie dem Kind herausgeben (Fountoulakis, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], a.a.O., Art. 285a ZGB N 3). So werden Unklarheiten darüber vermie- den, ob bzw. inwieweit allfällige Familienzulagen bei der Bemessung des Kin- desunterhalts bereits berücksichtigt wurden. Zudem wird sichergestellt, dass bei einem allfälligen Wechsel der Bezugsberechtigung aufgrund der Vorgaben von Art. 7 FamZG keine Unklarheiten entstehen (OGer ZH LE220028-O/U vom 23. Dezember 2022 E. III./3.2.1). Dispositivziffer 3 der angefochtenen Verfü- gung ist damit entsprechend anzupassen. In der Bedarfsauflistung werden die Kinderzulagen auf der Seite des Elternteils einzutragen sein, welcher die Leis- tungen tatsächlich bezieht und am Schluss vom errechneten Bedarf abgezo- gen. e) Hinsichtlich des Bedarfs des Gesuchstellers verlangt die Gesuchsgegne- rin, dass die Differenz von Fr. 150.00 zwischen dem Grundbetrag eines allein- stehenden Schuldners und demjenigen eines alleinerziehenden Schuldners gemäss den betreibungsrechtlichen Richtlinien entsprechend dem Betreuungs- verhältnis aufzuteilen sei (ZK2 2023 84, KG-act. 11 Rz 18; ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 32). Lebt das Kind unter der Obhut beider Eltern, ist indes bei beiden Elternteilen ein Grundbetrag von Fr. 1’350.00 anzurechnen (Maier, a.a.O., N 942; OGer ZH LE200063 vom 17. Februar 2022 E. 5.4). Im Weiteren bleiben die Bedarfspositionen des Gesuchstellers unbeanstandet (siehe aber zur Anrechnung der Steueranteile E. 4f/ff/unten).Kantonsgericht Schwyz 65 f) Beide Parteien erheben Einwände gegen Positionen im Bedarf der Ge- suchsgegnerin. aa) Mit Verweis auf die obstehenden Ausführungen zum Grundbetrag des Gesuchstellers ist auch der Gesuchsgegnerin entgegen ihren Vorbringen (ZK2 2023 84, KG-act. 1 Rz 18) ein Grundbetrag von Fr. 1’350.00 anzurechnen (vgl. E. 4e/aa oben). Nachdem die Schwester der Gesuchsgegnerin gemäss den unbestritten gebliebenen Vorbringen einstweilen aus der Wohnung auszog (ZK2 2023 84, KG-act. 16 Rz 22; ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 10), als die Ge- suchsgegnerin mit den Kindern dort wohnte, kann von einer Reduktion des Grundbetrags, abgesehen werden, zumal es sich lediglich um gut vier Monate handelte und eine Reduktion auf Fr. 750.00 (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 6 Ziff. B./36.; ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. II./B./13.6) ohnehin nicht ge- rechtfertigt wäre (vgl. hierzu BGE 132 III 483 E. 4.3; Vonder Mühll, in: Staehe- lin/Bauer/Lorandi [Hrsg.], Basler Kommentar, Schuldbetreibung und Konkurs I, 3. A. 2021, Art. 93 SchKG N 24a). bb) Der Gesuchsteller erachtet die angerechneten Wohnkosten als zu hoch mit dem pauschalen Hinweis, dies bereits mehrfach vor erster Instanz gerügt zu haben. Für den Fall, dass der Gesuchsgegnerin nicht mindestens ein Ein- kommen von Fr. 6’000.00 angerechnet werde, verlangt er die Reduktion der Kosten auf eine verhältnismässige Höhe für eine 3 ½-Zimmerwohnung im Be- zirk March (Fr. 2’000.00 pro Monat; ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./13.1). Gemäss Ziffer II. der Schweizerischen Richtlinien für die Berechnung des be- treibungsrechtlichen Existenzminimums (Notbedarf) nach Art. 93 SchKG ist ein den wirtschaftlichen Verhältnissen und persönlichen Bedürfnissen des Schuld- ners nicht angemessener Mietzins nach Ablauf des nächsten Kündigungster- mins auf ein ortsübliches Normalmass herabzusetzen. Die vom Gesuchsteller eingereichten Suchresultate von ImmoScout24 mit Mietzinsen zwischen Fr. 1’940.00 und Fr. 2’230.00 zeigen Wohnungen in Reichenburg und Buttikon, Kantonsgericht Schwyz 66 welche Dörfer mit dem Auto rund 20 Minuten von H.________ entfernt liegen. Die monatlichen Mietkosten der angebotenen 4.5-Zimmerwohnung in V.________ belaufen sich auf Fr. 2’550.00 (ZK2 2023 84, KG-act. 14/5 = ZK2 2023 85, KG-act. 12/4). Angesichts des aktuellen Wohnungs- und Preis- marktes kann denn auch davon ausgegangen werden, dass bei Wohnungen in der näheren Umgebung von H.________ mit Mietzinsen von Fr. 2’500.00 bis Fr. 3’000.00 zu rechnen ist. Zu berücksichtigen ist ausserdem die Wohnsitua- tion in G.________ sowie der Umstand, dass der Vorderrichter auch dem Ge- suchsteller Wohnkosten von Fr. 3’000.00 anrechnete. Es drängt sich mithin – zumindest für das vorliegende Massnahmeverfahren – keine Anpassung auf. Der Wert von Fr. 2’990.00 ist grundsätzlich zu bestätigen. Der Gesuchsteller stellt sich gänzlich gegen die Anrechnung von Wohnkosten für die Zeit bis Ende September 2023, weil die Gesuchsgegnerin bei ihrer Schwester gewohnt und sie keine Miete bezahlt habe, noch seien sonst Ausla- gen ausgewiesen (ZK2 2023 84, KG-act. 6 Ziff. B./36.; ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. II./B./13.6). Mit dem eingereichten E-Banking-Auftrag vom 17. Oktober 2023 vermochte die Gesuchsgegnerin glaubhaft zu machen, ihrer Schwester insgesamt Fr. 4’000.00 und damit Fr. 1’000.00 pro Monat an Miete überwiesen zu haben (ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 37 inkl. KG-act. 7/6). Redu- ziert eine Person ihre Wohnkosten währen einer bestimmten Zeitspanne be- wusst und freiwillig, darf sie den dadurch eingesparten Betrag anderweitig ver- wenden und es sind ihrem Bedarf jene Wohnkosten anzurechnen, auf die sie grundsätzlich Anspruch hätte. Dies gilt verstärkt, wenn die Wohnkosten nicht freiwillig tief gehalten werden, sondern der betroffenen Person aufgrund be- stimmter Umstände aufgezwungen werden (Maier, a.a.O., Rz 989; siehe auch BGer, 5A_108/2020 vom 7. Dezember 2021 E. 4.3). Es kann ausserdem davon ausgegangen werden, dass die Schwester der Gesuchsgegnerin diese begüns- tigen und nicht den Gesuchsteller entlasten wollte, weshalb ohnehin auf höhere Wohnkosten in angemessenem Umfang abzustellen wäre, selbst wenn sich die Gesuchsgegnerin nicht an den Wohnkosten hätte beteiligen müssen (vgl. Six, Kantonsgericht Schwyz 67 a.a.O., Rz 2.103; siehe auch E. 4b/aa/bbb oben). In Anbetracht dessen aber, dass die aktuellen Mietkosten im oberen Bereich liegen und sich die Gesuchs- gegnerin auch nicht näher zur damaligen Wohnsituation äussert, sind ihr er- messensweise Wohnkosten von Fr. 2’000.00 anzurechnen. Die zusätzliche An- rechnung von Kosten für den Einkauf von Einrichtungsgegenständen wie den Umzug (vgl. ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 37 und ZK2 2023 84, KG-act. 16 Rz 52) erscheint dabei nicht angezeigt. Entsprechende Auslagen wurden ohnehin nicht substanziiert oder beziffert, was auch nicht in einer Par- teibefragung nachzuholen ist. Mangels Kompetenzcharakter sind ebenso wenig Zahlungen für die Benutzung des Autos der Schwester in den Bedarf aufzuneh- men (vgl. auch E. 4f/dd unten). cc) Der Vorderrichter rechnete dem Bedarf der Gesuchsgegnerin KVG- und VVG-Nettoprämien von Fr. 200.45 bzw. Fr. 150.60 sowie gestützt auf die Ab- rechnungen für die Jahre 2020 und 2021 durchwegs Fr. 100.00 an Gesund- heitskosten an (angef. Verfügung E. 3.3.2/c). Der Gesuchsteller erachtet Letz- tere zumindest in Zukunft als nicht ausgewiesen. Es sei nicht erstellt, dass diese regelmässig anfallen würden (ZK2 2023 85 KG-act. 1 Ziff. B./II./13.4; siehe auch ZK2 2023 84, KG-act. 14 Rz 20, und ZK2 2023 85, KG-act. 12 Rz 57). Gemäss der von der Gesuchsgegnerin am 14. Februar 2024 eingereichten Prä- mien- und Kostenübersicht der CSS für das Steuerjahr 2023 beliefen sich die Prämien auf monatlich Fr. 233.80 (KVG) sowie Fr. 52.70 (VVG) und die in Rechnung gestellten Kosten (Franchise, Selbstbehalt und nicht versicherte Kosten) auf Fr. 412.90 (ZK2 2023 84, KG-act. 11/10). Die ebenfalls von der Ge- suchsgegnerin vorgelegte, ab 1. Januar 2024 geltende Versicherungspolice weist sodann eine monatliche Nettoprämie (KVG) von Fr. 384.65 aus. VVG-Prämien fallen gemäss Police nicht mehr an (ZK2 2023 84, KG-act. 11/9 = ZK2 2023 85 KG-act. 7/5). Der Anstieg der KVG-Prämie scheint insbesondere in der Reduktion der Jahresfranchise von Fr. 2’500.00 auf Fr. 300.00 begründet zu liegen. Kantonsgericht Schwyz 68 Kosten für nicht gedeckte Gesundheitskosten, wie Selbstbehalte und Franchi- sen, sind in der Bedarfsberechnung zu berücksichtigen, wenn sie gegenwärtig oder in naher Zukunft tatsächlich anfallen. Franchise und Selbstbehalt sind in der geltend gemachten Höhe zu belegen (BGer 5A_730/2020 vom 21. Juni 2021 E. 5.2.2.4.1). Es muss sich indessen um notwendige Gesund- heitskosten handeln (BGer 5A_534/2021 vom 5. September 2022 E. 5.2.3; OGer ZH LE220016-O/U vom 21. Mai 2024 E. 21.4). Die Steuerbescheinigung der Krankenkasse ist hierfür insoweit kein aussagekräftiger Beleg, als dort aus- schliesslich deklariert wird, welche Rechnungen zur Abrechnung über die Kran- kenversicherung im betreffenden Jahr eingereicht wurden und welcher Anteil von der Krankenkasse nicht übernommen wurde (BGer 5A_534/2021 vom 5. September 2022 E. 5.2.3; vgl. auch BGer 5A_611/2019 vom 29. April 2020 E. 5.4.1). Die Gesuchsgegnerin geht nicht näher auf die von ihr gemäss Übersicht der Krankenkasse im 2023 getragenen Kosten ein. So äussert sie sich einerseits nicht zu den nicht versicherten Kosten, geschweige denn belegt sie diese, wes- halb hierbei nicht von regelmässigen medizinisch notwendigen Kosten ausge- gangen werden kann. Franchise- und Selbstbehaltskosten sind andererseits zwar in bestimmter Höhe ausgewiesen, die Gesuchsgegnerin begründet dies- bezüglich aber ebenso wenig, welche Rechnungen diese beinhalten und wes- halb entsprechende notwendige Kosten auch ab 2023 regelmässig anfallen sol- len und deshalb anzurechnen wären. Dies hätte sich umso mehr aufgedrängt, als der Gesuchsteller – entgegen den gesuchsgegnerischen Vorbringen (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 16 Rz 51) – erstinstanzlich KVG-Krankenkassen- prämien von Fr. 200.45 anerkannte, indes die Anrechnung sämtlicher weiterer Kosten ablehnte (Vi-act. 30 Rz 170) sowie auch mit Berufung Gesundheitskos- ten zumindest künftige bestritt und sich gegen die Berücksichtigung von monat- lich Fr. 100.00 stellte. Zudem erweist sich als unzutreffend (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 16 Rz 51), dass der Gesuchsgegnerin in den letzten Jahren stets wei- tere Gesundheitskosten in der gleichen Grössenordnung wie für das Jahr 2023 Kantonsgericht Schwyz 69 entstanden sind, weil die Rechnungsbeträge und versicherten Kosten in den Jahren 2020 und 2021 höher ausfielen als im 2023, wenn auch die der Ge- suchsgegnerin in Rechnung gestellten Kosten in den früheren beiden Jahren einen tieferen Wert aufwiesen (vgl. Vi-act. 13 BB 29 und ZK2 2023 84, KG-act. 11/10). Im Weiteren geht es um Unterhaltszahlungen ab dem 22. Mai 2023, weshalb die Gesuchsgegnerin hätte glaubhaft machen müssen, dass die Kosten nach diesem Zeitpunkt anfielen. Augenfällig ist vorliegend auch die Höhe der Franchise von Fr. 3’935.00, die den maximalen Wert von grundsätzlich Fr. 2’500.00 um einiges übersteigt. Zu beachten ist aber, dass die Gesuchsgegnerin selbst gestützt auf die Kostenübersicht der Krankenkasse für das Steuerjahr 2023 nicht um Berücksichtigung eines Fr. 100.00 übersteigen- den Betrags für Gesundheitskosten ersucht. Nachdem insbesondere auch ent- sprechende Behauptungen und Belege für nicht gedeckte Gesundheitskosten nach 2023 fehlen, die Franchise ab 2024 nur noch Fr. 300.00 beträgt und für das Jahr 2023 immerhin davon ausgegangen werden kann, dass ein Teil der hohen Kostenbeteiligung der Gesuchsgegnerin notwendige Auslagen und die Zeit ab Mai 2023 betreffen, erscheint es gerechtfertigt, beim Bedarf durchwegs keine Gesundheitskosten zu berücksichtigen. Im Jahr 2023 sind im Bedarf der Gesuchsgegnerin gestützt auf die neuen Belege Fr. 233.80 (KVG) und Fr. 52.70 (VVG) sowie ab dem Jahr 2024 die höheren Prämienkosten von ge- rundet Fr. 385.00 zu berücksichtigen. VVG-Prämien finden ab diesem Zeitpunkt keinen Eingang mehr in den Bedarf. Im Übrigen sind letztere für die Zeitspanne vom 1. Oktober 2023 bis 31. Dezember 2023 mangels ausreichenden Bedarfs bei allen Beteiligten nicht zu berücksichtigen (vgl. E. 5b/bb unten). dd) Der Gesuchsteller stellt sich gegen die Berücksichtigung der Positionen der auswärtigen Verpflegung und des Arbeitswegs im Bedarf der Gesuchsgeg- nerin, weil diese nur dann zu berücksichtigen seien, wenn sie auch ausgewie- sen seien. Komme hinzu, dass ihr die früheren Arbeitgeber stets ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt hätten (ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II.13.3). Die Ge- suchsgegnerin hält dem entgegen, dass bei Anrechnung eines hypothetischen Kantonsgericht Schwyz 70 Einkommens selbstverständlich auch die üblicherweise damit verbundenen Auslagen anzunehmen seien. Sie benötige sodann bereits in der Phase I ein Auto, weil sie die Kinder bei Bedarf nach G.________ oder „auf den“ W.________ fahren müsse. In der Phase II benötige sie zusätzlich ein Auto für den Arbeitsweg. Fr. 168.00 seien mit Blick auf die weiten Distanzen in keiner Weise angemessen; es seien mindestens Fr. 350.00 im Monat anzurechnen, weil sie auf jeden Fall die Fixkosten zu bezahlen habe (ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 34). Ob die Gesuchsgegnerin nach Erwerbsaufnahme Mehrauslagen für eine aus- wärtige Verpflegung haben wird, lässt sich aktuell nicht beurteilen. Der Gesuch- steller spricht im Zusammenhang mit der bisherigen Erwerbstätigkeit der Ge- suchsgegnerin von der Organisation von Weiterbildungen und Gruppenempfän- gen in Spitälern, der Vertretung von R.________ an Kongressen, Beratung und Betreuung von Kunden sowie von externen Terminen (ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./10.3.1 und 10.3.4), weshalb glaubhaft erscheint, dass die Gesuchsgegnerin bei einem solchen Job entsprechende Auslagen haben wird. Gestützt auf die der Gesuchsgegnerin angerechneten Pensen sowie ausge- hend von den vom Vorderrichter zugestandenen und im Grundsatz unbestritten gebliebenen Kosten von Fr. 110.00 für ein 50 %-Pensum sind ihr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. August 2024 entsprechende Kosten von Fr. 44.00, vom 1. September 2024 bis 31. Dezember 2024 von Fr. 88.00, vom 1. Januar 2025 bis 31. August 2025 von Fr. 132.00 und ab dem 1. September 2025 von Fr. 154.00 anzurechnen. Laut Vorderrichter ist noch nicht klar, wo die Gesuchsgegnerin künftig arbeiten wird. Im Sinne der Gleichberechtigung rechnete er ihr aber ab dem 1. Januar 2025 Mobilitätskosten von Fr. 168.00 für ein 50 %-Pensum an (angef. Verfügung E. 3.3.2/e). Weil die Gesuchsgegnerin entsprechende Auslagen vorab nicht glaubhaft machen kann und dem Gesuchsteller ein Betrag von Fr. 336.00 angerechnet wurde, ist dies im vorliegenden Massnahmeverfahren Kantonsgericht Schwyz 71 nicht zu beanstanden. Selbst wenn ihr in früheren Stellen ein Firmenauto zur Verfügung stand, was offenbleiben kann, muss dies nicht ohne Weiteres zur Folge haben, dass dem auch in Zukunft so sein wird oder ihr künftig der Arbeits- weg entschädigt wird. Weshalb ein Betrag von mindestens Fr. 350.00 ange- messen wäre, vermag die Gesuchsgegnerin indes mit dem allgemeinen Ver- weis auf die angeblich „weiten Distanzen“ nicht aufzuzeigen. Inwiefern oder dass sie im Zusammenhang mit den Kindern zwingend auf ein Auto angewiesen wäre, ist denn auch nicht ersichtlich, weil die Distanzen, insbesondere vom Wohnort der Gesuchsgegnerin, mithin von J.________ nach H.________, über- schaubar sind. Dass sie die Kinder nach G.________ und W.________, wohl zum Gesuchsteller und zu dessen Eltern, fahren müsste (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 16 Rz 50), ist ebenfalls zu verneinen. Die Kosten für ein Auto (ohne Kompetenzcharakter) sind nach der neueren bundesgerichtlichen Rechtspre- chung ausserdem nicht mehr als Erweiterung zu berücksichtigen, auch wenn sie der bisherigen Lebenshaltung entsprechen (Spycher/Bähler/Majiid, Kom- mentar Unterhaltsberechnung, Stand Juni 2022, Ziff. 3.4.8). Es bleibt damit beim Betrag von Fr. 168.00 für ein 50 %-Pensum, entsprechend ergeben sich Kosten für den Arbeitsweg von Fr. 67.20 (20 %-Pensum), Fr. 134.40 (40 %-Pensum), Fr. 201.60 (60 %-Pensum) und Fr. 235.20 (70 %-Pensum). ee) Der Gesuchsteller beanstandet die Anrechnung von Kommunikationskos- ten und Steuern (vgl. ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./13.2; zu Letzteren siehe E. 4f/ff unten). Sofern es die finanziellen Verhältnisse zulassen, ist das betrei- bungsrechtliche Existenzminimum auf den familienrechtlichen Grundbedarf zu erweitern, wobei die genannten Positionen zu dieser Erweiterung gehören (BGE 147 III 265 E. 7.2; Aeschlimann/Bähler/Schweighauser/Stoll, Berechnung des Kindesunterhalts – Einige Überlegungen zum Urteil des Bundesgerichts vom 11. November 2020 i.S. A. gegen B. 5A_311/201, S. 256 f.). Laut Gesuch- steller fallen der Gesuchsgegnerin während ihres Aufenthalts in der Wohnung der Schwester keine Kommunikationskosten an (ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./13.6). Entsprechend der Anrechnung der Wohnkosten für Kantonsgericht Schwyz 72 die fraglichen vier Monate erübrigen sich jedoch an dieser Stelle Anpassungen und bleibt es bei dem im Grundsatz unbestritten gebliebenen Betrag von Fr. 150.00 (vgl. E. 4f/bb oben), mit der Ausnahme der Periode vom 1. Oktober 2023 bis 31. Dezember 2023, in welcher der Überschuss nicht aus- reicht (vgl. E. 5b/bb unten) ff) aaa) Der Vorderrichter rechnete dem Bedarf der Gesuchsgegnerin bis Ende 2024 unter Berücksichtigung der Unterhaltszahlungen Steuern von Fr. 200.00 an. Ab dem 1. Januar 2025 komme ein monatliches Nettoeinkom- men der Gesuchsgegnerin von Fr. 4’069.00 hinzu, weshalb basierend auf der Faustregel, dass rund ein monatlicher Bruttolohn pro Jahr für die Steuern auf- gewendet werden müsse, sowie unter Berücksichtigung der Unterhaltszahlun- gen des einkommensstärkeren Gesuchstellers auch bei der Gesuchsgegnerin von einer monatlichen Steuerbelastung von rund Fr. 400.00 auszugehen sei (angef. Urteil E. 3.3.2/g). bbb) Die Gesuchsgegnerin erhebt Einwände gegen die Höhe der ihr angerech- neten Steuern; es sei ihrerseits ebenso mindestens von Fr. 500.00 auszuge- hen, weil sie die Unterhaltsbeiträge (derzeit insgesamt Fr. 6’939.00 pro Monat) zu versteuern habe, welchen Betrag der Gesuchsteller abziehen könne, und ihr zu versteuerndes Einkommen höher sei, weil der Gesuchsteller offenbar den Mietwert in G.________, die Fahrzeuge und das Sportboot, die Kreditkartenbe- züge und die von seinen Eltern direkt bezahlten Krankenkassenprämien nicht als Einkommen versteuern müsse. Die Einnahmen aus Unterhalt beträfen aus- schliesslich die Kinder, weshalb diesen je ein Steueranteil von Fr. 250.00 anzu- rechnen sei. Ab der Einschulung von F.________ im Herbst 2025 komme ihr Einkommen von Fr. 3’300.00 hinzu, weshalb bei ihr ab diesem Zeitpunkt zu- sätzlich Steuern von Fr. 300.00 zu berücksichtigen seien (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 11 Rz 18; ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 33). Kantonsgericht Schwyz 73 ccc) Der Gesuchsteller rechnet dem gesuchsgegnerischen Bedarf Steuern von Fr. 100.00 an, zumal das Gericht, wenn auch falsch, der Gesuchsgegnerin kein Einkommen angerechnet habe. Gleichzeitig setzt er unter Berücksichti- gung eines rückwirkend anzurechnenden hypothetischen Einkommens densel- ben Betrag ein. „Für die Zukunft“ sowie ab Sommer beziffert er den Steuerbe- trag, ausgehend von einer Betreuung der Gesuchsgegnerin von 43 % und einem Arbeitspensum der Gesuchsgegnerin von 80 %, auf Fr. 400.00 (ZK2 2023 85, KG-act. 6 Ziff. B./36. und 39. ff.; ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./10.8.4, 13.6 und 17.3 ff.). In seinen Eingaben vom 27. De- zember 2023 und 29. Februar 2024 rechnet er den Kinderkosten, die ihm bei geteilter Obhut je hälftig anzurechnen seien, zudem je Fr. 100.00 an, ohne dies näher zu erläutern (ZK2 2023 84, KG-act. 6 Ziff. B./99.; ZK2 2023 85, KG-act. 12 Rz 75). ddd) Ein Eheschutz- oder Massnahmegericht beschränkt sich darauf, die mut- massliche Steuerlast in Ausübung seines pflichtgemässen Ermessens zu schätzen. Mit Blick auf die summarische Natur von (eherechtlichen) Massnah- meverfahren können hier gewisse Pauschalisierungen und Vereinfachungen erfolgen. Entsprechend erfolgt keine genaue Steuerberechnung (OGer ZH, LY220018-O/U vom 19. Oktober 2022 E. II./15.3 mit Verweisen; siehe auch Six, a.a.O., N 2.168). Auch beim Barbedarf des Kindes gehört zum familienrechtli- chen Existenzminimum indes die Ausscheidung eines Steueranteils (BGE 147 III 265 E. 7.2; Ivanovic, Der Steueranteil im Barunterhalt des Kindes, in: Jusletter 15. November 2021, S. 1), was der Vorderrichter unterlassen hat und zu korrigieren ist. Gemäss Bundesgericht ist das dem Kind zustehende, aber vom empfangenden Elternteil zu versteuernde Einkommen (Barunterhalt, Familienzulagen, Sozialversicherungsrenten, Erträge aus Kindesvermögen etc., nicht aber Betreuungsunterhalt und eigenes Erwerbseinkommen des Kin- des) in das Verhältnis zu den vom Empfängerelternteil insgesamt zu versteu- ernden Einkünften zu setzen. In der Folge ist der ermittelte Anteil von der ge- samten Steuerschuld des Empfängerelternteils in Abzug zu bringen und zum Kantonsgericht Schwyz 74 familienrechtlichen Existenzminimum des Kindes hinzuzurechnen (Ivanovic, a.a.O., S. 5; Maier, a.a.O., Rz 1069; BGE 147 III 457 E. 4.2.3.5). In einem ersten Schritt ist somit der geschuldete Barunterhalt zu schätzen. Gestützt darauf ist die (mutmassliche) Steuerlast des Empfängerelternteils festzulegen und ansch- liessend gemäss dem beschriebenen Verhältnis aufzuteilen. Gemäss Steuerrechner der Eidgenössischen Steuerverwaltung, auf den zur Berechnung der Steuerlast abgestellt werden kann (vgl. BGE 147 III 457 E. 4.2.3.3), beträgt der Steuerbetrag der Gesuchsgegnerin ab 22. Mai 2023 bis zum 30. September 2023 Fr. 209.00 (https://swisstaxcalculator.estv.admin.ch/#/calculator/income- wealth-tax; Steuerart: Einkommens- und Vermögenssteuer; Steuerjahr: 2023; Wohnort: J.________; Zivilstand: Alleinstehend; Alter: 39; Kinder: Mit Kindern [4 und 3 Jahre]; Konfession: Andere/Keine; Einkommensart: Bruttoeinkommen Fr. 0.00 und übrige Einnahmen von Fr. 71’880.00 [Fr. 5’990.00.00 mutmassli- che Unterhaltsbeiträge inkl. Kinderzulagen x 12]); Reinvermögen: Fr. 0.00; To- tal Steuerbetrag Fr. 2’516.00 : 12 = rund Fr. 209.00). Der Barunterhalt von E.________ (12 x mutmasslich Fr. 2’000.00 [inkl. Kinderzulagen] = Fr. 24’000.00) bzw. F.________ (12 x mutmasslich Fr. 730.00 [inkl. Kinderzula- gen] = Fr. 8’760.00) machen einen Anteil des Gesamteinkommens von rund 33 % bzw. 12 % aus. Entsprechend ist in deren Bedarf ein Steueranteil von rund Fr. 69.00 bzw. Fr. 25.00 aufzunehmen. Der verbleibende Steuerbetrag von Fr. 115.00 zählt zum Bedarf der Gesuchsgegnerin. Vom 1. Oktober 2023 bis 31. Dezember 2023 beläuft sich der Steuerbetrag auf Fr. 285.00 (https://swisstaxcalculator.estv.admin.ch/#/calculator/income-wealth -tax; Steuerart: Einkommens- und Vermögenssteuer; Steuerjahr: 2024; Wohn- ort: J.________; Zivilstand: Alleinstehend; Alter: 39; Kinder: Mit Kindern [4 und 3 Jahre]; Konfession: Andere/Keine; Einkommensart: Bruttoeinkommen Fr. 0.00 und übrige Einnahmen von Fr. 79’440.00 [Fr. 6’620.00.00 mutmassli- che Unterhaltsbeiträge inkl. Kinderzulagen x 12]); Reinvermögen: Fr. 0.00; Total Steuerbetrag Fr. 3’418.00 : 12 = rund Fr. 285.00). Der Barunterhalt von Kantonsgericht Schwyz 75 E.________ (12 x mutmasslich Fr. 2’090.00 inkl. Kinderzulagen = Fr. 25’080.00) bzw. von F.________ (12 x mutmasslich Fr. 800.00 inkl. Kinder- zulagen = Fr. 9’600.00) machen einen Anteil des Gesamteinkommens von 31 % bzw. 12 % aus. Entsprechend ist in deren Bedarf ein Steueranteil von rund 88.00 bzw. Fr. 34.00 aufzunehmen. Der verbleibende Steuerbetrag von Fr. 163.00 zählt zum Bedarf der Gesuchsgegnerin. Mit der Anrechnung der Steuerbeträge bei allen Beteiligten kann der Bedarf der Gesuchsgegnerin (Betreuungsunterhalt) um Fr. 5.80 nicht gedeckt werden. In Anbetracht der ver- nachlässigbaren Höhe des Mankos kann auf eine anteilsmässige Reduktion der Steuerbeträge bei allen Beteiligten bzw. auf eine gleichmässige Verteilung der Einbussen auf die Familienmitglieder verzichtet werden. Vom 1. Januar 2024 bis 31. August 2024 beläuft sich der Steuerbetrag auf Fr. 350.00 (https://swisstaxcalculator.estv.admin.ch/#/calculator/income-wealth -tax; Steuerart: Einkommens- und Vermögenssteuer; Steuerjahr: 2024; Wohn- ort: J.________; Zivilstand: Alleinstehend; Alter: 40; Kinder: Mit Kindern [5 und 4 Jahre]; Konfession: Andere/Keine; Einkommensart: Bruttoeinkommen Fr. 21’600.00 [ca. Fr. 1’800.00 Bruttolohn x 12 ] und übrige Einnahmen von Fr. 68’760.00 [Fr. 5’730.00.00 mutmassliche Unterhaltsbeiträge inkl. Kinderzu- lagen x 12]); Reinvermögen: Fr. 0.00; Total Steuerbetrag Fr. 4’195.00 : 12 = rund Fr. 350.00). Der Barunterhalt von E.________ (12 x mutmasslich Fr. 2’215.00 inkl. Kinderzulagen = Fr. 26’580.00) bzw. F.________ (12 x mut- masslich Fr. 925.00 inkl. Kinderzulagen = Fr. 11’100.00) machen einen Anteil des Gesamteinkommens von 29 % bzw. 12 % aus. Entsprechend ist in deren Bedarf ein Steueranteil von rund 102.00 bzw. Fr. 42.00 aufzunehmen. Der ver- bleibende Steuerbetrag von Fr. 206.00 zählt zum Bedarf der Gesuchsgegnerin. Vom 1. September 2024 bis 31. Dezember 2024 beläuft sich der Steuerbetrag auf Fr. 630.00 (https://swisstaxcalculator.estv.admin.ch/#/calculator/income- wealth-tax; Steuerart: Einkommens- und Vermögenssteuer; Steuerjahr: 2024; Wohnort: J.________; Zivilstand: Alleinstehend; Alter: 40; Kinder: Mit Kindern Kantonsgericht Schwyz 76 [5 und 4 Jahre]; Konfession: Andere/Keine; Einkommensart: Bruttoeinkommen Fr. 43’000.00 [ca. Fr. 3’580.00 Bruttolohn x 12 ] und übrige Einnahmen von Fr. 67’800.00.00 [Fr. 5’650.00.00 mutmassliche Unterhaltsbeiträge inkl. Kinder- zulagen x 12]); Reinvermögen: Fr. 0.00; Total Steuerbetrag rund Fr. 7’530.00 : 12 = rund Fr. 630.00). Der Barunterhalt von E.________ (12 x mutmasslich Fr. 2’290.00 inkl. Kinderzulagen = Fr. 27’480.00) bzw. F.________ (12 x mut- masslich Fr. 2’160.00 inkl. Kinderzulagen = Fr. 25’920.00) machen einen Anteil des Gesamteinkommens von je rund 25 % bzw. 23 % aus. Entsprechend ist in deren Bedarf ein Steueranteil von rund 158.00 bzw. Fr. 145.00 aufzunehmen. Der verbleibende Steuerbetrag von Fr. 327.00 zählt zum Bedarf der Gesuchs- gegnerin. Vom 1. Januar 2025 bis 31. August 2025 beläuft sich der Steuerbetrag auf Fr. 630.00 (https://swisstaxcalculator.estv.admin.ch/#/calculator/income-we- alth-tax; Steuerart: Einkommens- und Vermögenssteuer; Steuerjahr: 2024; Wohnort: J.________; Zivilstand: Alleinstehend; Alter: 41; Kinder: Mit Kindern [6 und 5 Jahre]; Konfession: Andere/Keine; Einkommensart: Bruttoeinkommen Fr. 64’800.00 [ca. Fr. 5’400.00 Bruttolohn x 12 ] und übrige Einnahmen von Fr. 48’780.00 [Fr. 4’065.00 mutmassliche Unterhaltsbeiträge inkl. Kinderzula- gen x 12]); Reinvermögen: Fr. 0.00; Total Steuerbetrag Fr. 7’568.00 : 12 = rund Fr. 630.00). Der Barunterhalt von E.________ (12 x mutmasslich Fr. 2’100.00 inkl. Kinderzulagen = Fr. 25’200.00) bzw. F.________ (12 x mutmasslich Fr. 1’965.00 inkl. Kinderzulagen = Fr. 23’580.00) machen einen Anteil des Ge- samteinkommens von rund 22 % bzw. 21 % aus. Entsprechend ist in deren Be- darf ein Steueranteil von rund Fr. 139.00 bzw. Fr. 132.00 aufzunehmen. Der verbleibende Betrag von Fr. 359.00 zählt zum Steuerbedarf der Gesuchsgeg- nerin. Ab 1. September 2025 beläuft sich der Steuerbetrag auf Fr. 811.00 (https://swisstaxcalculator.estv.admin.ch/#/calculator/income-wealth-tax; Steu- erart: Einkommens- und Vermögenssteuer; Steuerjahr: 2024; Wohnort: Kantonsgericht Schwyz 77 J.________; Zivilstand: Alleinstehend; Alter: 41; Kinder: Mit Kindern [6 und 5 Jahre]; Konfession: Andere/Keine; Einkommensart: Bruttoeinkommen Fr. 75’600.00 [ca. Fr. 6’300.00 Bruttolohn x 12 ] und übrige Einnahmen von Fr. 51’120.00 [Fr. 4’260.00.00 mutmassliche Unterhaltsbeiträge inkl. Kinderzu- lagen x 12]); Reinvermögen: Fr. 0.00; Total Steuerbetrag Fr. 9’735.00 : 12 = rund Fr. 811.00). Der Barunterhalt von E.________ (12 x mutmasslich Fr. 2’190.00 inkl. Kinderzulagen = Fr. 26’280.00) bzw. F.________ (12 x mut- masslich Fr. 2’070.00 inkl. Kinderzulagen = Fr. 24’840.00) machen einen Anteil des Gesamteinkommens von rund 21 % bzw. 20 % aus. Entsprechend ist in deren Bedarf ein Steueranteil von Fr. 170.00 bzw. rund Fr. 162.00 aufzuneh- men. Der verbleibende Steuerbetrag von Fr. 479.00 zählt zum Bedarf der Ge- suchsgegnerin. g) Bedarf von E.________ und F.________: aa) Nachdem den von den Parteien verlangten Betreuungsanpassungen nicht entsprochen wird, muss nicht weiter auf die von ihnen vorgenommene An- passung der Aufteilung des Grundbetrags eingegangen werden (ZK2 2023 84, KG-act. 11 Rz 18 und 22; ZK2 2023 85 KG-act. 1 Ziff. B./II./12.1). bb) Der Wohnkostenanteil der Kinder berechnet sich nach grossen und klei- nen Köpfen sowie „Anzahl Tagen pro Woche‟ beim betreffenden Elternteil (EGV-SZ 2019 A 2.2, E. 13; ZK2 2020 43 und 44 vom 16. September 2021 E. 5f/bb). Der Vorderrichter liess letzteres Kriterium bei seiner Kostenaufteilung nicht einfliessen, was, insbesondere auch in Anbetracht der Höhe der Wohn- kosten, anzupassen ist. Nachdem der Betreuungsanteil der Gesuchsgegnerin in der ersten angeordneten Phase 2/3 beträgt und unbeanstandet blieb, dass für die Zeit vom 22. Mai 2023 bis zum tatsächlichen Beginn einer Betreuung in diesem Umfang (2/3 – 1/3) nach Erlass der angefochtenen Verfügung auch sei- tens des Gesuchstellers ein Wohnkostenanteil für die Kinder auszuscheiden ist, sind im Bedarf von E.________ und F.________ seitens der Gesuchsgegnerin Kantonsgericht Schwyz 78 je Wohnkosten von gerundet Fr. 335.00 (2’000.00 x 1/4 x 2/3) bzw. Fr. 500.00 (Fr. 2’990.00 x 1/4 x 2/3) und seitens des Gesuchstellers je Fr. 250.00 (Fr. 3’000.00 x 1/4 x 1/3) zu veranschlagen. Im Bedarf der Gesuchsgegnerin sind damit Fr. 1’330.00 bzw. Fr. 1’990.00 und im Bedarf des Gesuchstellers Fr. 2’500.00 zu berücksichtigen. In der zweiten Betreuungsphase ergeben sich für die Kinder Wohnkostenanteile von gerundet Fr. 450.00 (Fr. 2’990.00 x 1/4 x 0.6) und Fr. 300.00 (Fr. 3’000.00 x 1/4 x 0.4). Der Gesuchsgegnerin sind damit Wohnkosten von Fr. 2’090.00 und dem Gesuchsteller von Fr. 2’400.00 anzu- rechnen. cc) Der Gesuchsteller verlangt, dass die Kosten für die Schule ihm angelastet werden, weil er bzw. seine Eltern diese bezahlen würden und er eine Doppel- zahlung befürchtet (ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. B./II./13.5; siehe auch ZK2 2023 84, KG-act. 6 Ziff. B./37.). Die Gesuchsgegnerin bestreitet dies und bringt vor, dass sie die Rechnungen bezahlen würde, wenn der Gesuchsteller endlich seiner Unterhaltspflicht nachkäme (ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 36). Für die Befürchtungen des Gesuchstellers mangelt es an Anhaltspunkten, insbe- sondere nachdem er nicht bestreitet, seiner Unterhaltspflicht zumindest bis Februar 2024 gänzlich nicht nachgekommen zu sein (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 14 Rz 13). Die Schulkosten will er aber, mit Unterstützung seiner Fami- lie, direkt bezahlen bzw. bezahlt haben (ZK2 2023 84, KG-act. 6 Ziff. B./37., KG-act. 14 Rz 13 und KG-act. 24 Ziff. B./17.; ZK2 2023 85, KG-act. 1 Ziff. A./10.5 und KG-act. 12 Rz 9). Die Gesuchsgegnerin hält eben- falls fest, dass die Eltern des Gesuchstellers für die Schulkosten (und Kranken- kassenkosten) der Kinder aufkämen (ZK2 2023 84, KG-act. 26 Rz 12), verweist indes auf das Verrechnungsverbot im Sinne von Art. 125 Ziff. 2 OR hin mit der Begründung, es handle sich nicht um Zahlungen des Gesuchstellers, die aus- serdem nicht an sie geleistet worden seien (ZK2 2023 84, KG-act. 26 Rz 14 f.).Kantonsgericht Schwyz 79 Fremdbetreuungskosten sind unabhängig von der konkreten Betreuungsquote bei demjenigen Elternteil anzurechnen, der während dieser Zeit die Betreuungs- verantwortung innehat (Meier, Unterhaltsfestsetzung in der Praxis, 2023, N 1026). Die Gesuchsgegnerin wird die entsprechenden Kosten auch tragen müssen, sobald sie über die erforderlichen Mittel verfügt. Der Vorderrichter geht im Weiteren zwar davon aus, dass F.________ ab Mitte 2024 ebenso fremdbe- treut wird und rechnet ihm ab dem 1. Januar 2025 entsprechende Kosten von Fr. 1’110.00 an, was unbeanstandet blieb. Weil das Schuljahr aber im August 2024 startete, sind schon ab dem 1. September 2024 entsprechende Kosten für F.________ anzurechnen. Wie erwähnt bestreitet die Gesuchsgegnerin nun aber nicht, dass die Schulkosten bereits – wenn auch von den Eltern des Ge- suchstellers – bezahlt wurden. Bei den (zu berücksichtigenden) Akten liegen sodann entsprechende Belastungen vom Juli und Dezember 2023 sowie vom Februar und Mai 2024 über je Fr. 3’698.75 (ZK2 2023 84, KG-act. 6/5 und KG-act. 24/2; ZK2 2023 85, KG-act. 1/4 und 12/1). Bei einer rückwirkenden Ver- pflichtung zur Leistung von Unterhaltsbeiträgen sind bereits tatsächlich er- brachte Unterhaltsleistungen zu berücksichtigen bzw. anzurechnen (LGVE 2017 II Nr. 10 E. 5.2 mit Verweisen [insbesondere auf BGE 135 III 315, E. 2.4 und BGE 138 III 583 = Pra 102/2013 Nr. 25]; OGer ZH, LZ180018-O/U vom 7. Mai 2019 E. III./2.4.2 mit Verweisen; Bräm, in: Bräm/Hasenböhler [Hrsg.], Zürcher Kommentar, Teilband II 1c, Das Familienrecht, Art. 159–180 ZGB, 3. A. 1998, Art. 163 ZGB N 150 GB). Behauptet der Unter- haltsschuldner, dem Unterhaltsgläubiger seit der Trennung schon Unterhalts- leistungen bezahlt zu haben, dann ist es notwendig, dass der Sachrichter über die Beträge entscheidet, die an die ausstehende Schuld angerechnet werden, und zwar gestützt auf die Behauptungen und die am Verfahren offerierten Be- weise (vgl. BGE 138 III 583 = Pra 102/2013 Nr. 25 E. 6.1; LGVE 2017 II Nr. 10 E. 5.2 mit Verweisen). Der Hauptforderung auf Unterhalt steht keine Ver- rechnungsforderung des Gesuchstellers, sondern lediglich dessen Einwendung der teilweisen Tilgung gegenüber (vgl. auch KG GR, ZK1 23 75 vom 17. Juni 2024 E. 2.1). Das Argument des Verrechnungsverbots greift damit Kantonsgericht Schwyz 80 nicht. Zudem können Unterhaltsbeiträge auch in der Form von indirekten Zah- lungen erbracht werden (siehe auch ZK2 2018 82 vom 16. Dezember 2019 E. 3f/bb). Zudem scheint mangels anderweitiger Vorbringen es auch im Sinne der Gesuchsgegnerin zu sein, dass die Kinder die M.________ (Schule) besu- chen. Die – ob nun vom Gesuchsteller selber oder von seinen Eltern – begli- chenen Quartalsrechnungen und einzig den Kindern zugutekommenden Zah- lungen sind damit anzurechnen. Dies gilt indes nicht für bereits geleistete An- meldegebühren oder Depots (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 6/4, 6/5 und 24/3; ZK2 2023 85, KG-act. 1/3 und 1/4), weil sie keinen Eingang in den Bedarf der Kinder gefunden haben. Im Weiteren will der Gesuchsteller gemäss seinen in der Eingabe vom 24. Mai 2024 vorgebrachten und damit noch zu berücksichti- genden Vorbringen seit Februar 2024 (bis Mai 2024) monatlich Fr. 2’000.00 an Unterhalt bezahlt haben (ZK2 2023 84, KG-act. 24 Ziff. B./19.). Die Gesuchs- gegnerin bestätigte in einer früheren Eingabe den Erhalt des entsprechenden Betrags im Februar 2024 (ZK2 2023 84, KG-act. 11 Rz 17 inkl. KG-act. 11/6). Weitere monatliche Unterhaltszahlungen in dieser Höhe (bis Mai 2024) bestrei- tet sie in ihrer Eingabe vom 6. Juni 2024 nicht (vgl. ZK2 2023 84, KG-act. 26 Rz 14). Die Krankenkassenkosten der Kinder wurden bei der Be- darfsaufstellung auf Seiten des Gesuchstellers berücksichtigt, womit sich eine Anrechnung von Vorneherein erübrigt. Dem Gesuchsteller sind damit für die im Zeitraum vom 22. Mai 2023 bis zum 24. Mai 2024 tatsächlich erbrachte Unter- haltsleistungen im Umfang von Fr. 22’795.00 (4 x Fr. 3’698.75 + 4 x Fr. 2’000.00) anzurechnen bzw. ist von diesen geleisteten Unterhaltsbeiträgen Vormerk zu nehmen. dd) Hinsichtlich der dem Bedarf von E.________ und F.________ anzurech- nenden Steueranteile kann auf die obigen Ausführungen unter E. 4f/ff verwie- sen werden. 5. a) Für die Unterhaltsberechnungen ist damit von folgenden Einkommens- werten auszugehen:Kantonsgericht Schwyz 81 Gesuchsteller: Fr. 12’265.00 (22. Mai 2023 – 31. Dezember 2024) Fr. 10’215.00 (01. Januar 2025 – 31. August 2025) Fr. 12’265.00 (ab 01. September 2025) Gesuchsgegnerin: Fr. 0.00 (22. Mai 2023 – 31. Dezember 2023) Fr. 1’630.00 (01. Januar 2024 – 31. August 2024) Fr. 3’255.00 (01. September 2024 – 31. Dezember 2024) Fr. 4’880.00 (01. Januar 2025 bis 31. August 2025) Fr. 5’695.00 (Ab 01. September 2025) E.________: Fr. 230.00 F.________: Fr. 230.00 Die Bedarfswerte der Parteien und Kinder setzen sich sodann in der ersten Be- treuungsphase (22. Mai 2023 bis 31. Dezember 2024) wie folgt zusammen: Gesuch- steller Gesuchs- gegnerin E._______ (Anteil GSt) E.______ _ (Anteil Gg) F._______ (Anteil GSt) F.______ (Anteil Gg) Grundbetrag 1’350.00 1’350.00 133.35 266.65 133.35 266.65 Wohnkosten 2’500.00 1’330.001 1’990.002-4 250.00 335.001 500.002-4 250.00 335.001 500.002-4 KVG 335.10 233.801+2 385.003+4 71.75 70.15 VVG 138.601,3+4 52.701 55.501,3+4 56.001,3+4 Gesundheits- kosten Arbeitsweg 336.00 67.203 134.404 Auswärtige Verpflegung 176.00 44.003 88.004 Pauschale Kommunikation 150.001,3+4 150.001,3+4 Pauschale Ver- sicherung 30.001,3+4 30.001,3+4 Steuern 500.00 115.001 163.002 206.003 327.004 69.001 88.002 102.003 158.004 25.001 34.002 42.003 145.004 Fremdbetreu- ungskosten 1’233.00 1’110.004 Total 5’515.701,3+4 5’197.102 3’261.501 3’736.802 4’222.203 4’454.404 510.601,3+4 455.102 1’903.651 2’087.652 2’101.653 2’157.654 509.501,3+4 453.502 626.651 800.652 808.653 2’021.654 1 22. Mai 2023 – 30. September 2023Kantonsgericht Schwyz 82 2 01. Oktober 2023 – 31. Dezember 2023 3 01. Januar 2024 – 31. August 2024 4 01. September 2024 – 31. Dezember 2024 Für die zweite Phase (ab 1. Januar 2025) ergeben sich folgende Bedarfswerte: Gesuch- steller Gesuchs- gegnerin E.________ (Anteil GSt) E.________ (Anteil Gg) F.________ (Anteil GSt) F.________ (Anteil Gg) Grundbetrag 1’350.00 1’350.00 160.00 240.00 160.00 …240.00 Wohnkosten 2’400.00 2’090.00 300.00 450.00 300.00 450.00 KVG 335.10 385.00 71.75 70.15 VVG 138.60 55.50 56.00 Gesund- heitskosten Arbeitsweg 336.00 201.601 235.202 Auswärtige Verpflegung 132.001 176.002 132.001 154.002 Pauschale Kommunika- tion 150.00 150.00 Pauschale Versicherung 30.00 30.00 Steuern 400.001 500.002 359.001 479.002 139.001 170.002 132.001 162.002 Fremdbe- treuungskos- ten 1’233.00 1’110.00 Total 5’271.701 5’415.702 4’697.601 4’873.202 587.25 2’062.001 2’093.002 586.15 1’932.001 1’962.002 1 01. Januar 2025 – 31. August 2025 2 ab 01. September 2025 b) Steht das Kind unter der alternierenden Obhut der Elternteile, sind die finanziellen Lasten bei ähnlicher Leistungsfähigkeit umgekehrt proportional zu den Betreuungsanteilen zu tragen, bei je hälftigen Betreuungsanteilen proporti- onal zur Leistungsfähigkeit und bei gleichzeitig asymmetrischen Betreuungs- umfang und Leistungsgefälle entsprechend der sich daraus ergebenden Matrix, wobei es sich dabei nicht um eine rein rechnerische Operation handelt, sondern Kantonsgericht Schwyz 83 die vorgenannten Grundsätze in Ausübung von Ermessen umzusetzen sind (BGE 147 III 265 E. 5.5 mit Verweisen).Kantonsgericht Schwyz 84 aa) 22. Mai 2023 bis 30. September 2023 Gesuchstell. Gesuchsgeg. E.________ F.________ Einkommen 12’265.00 0.00 230.00 230.00 Bedarf 5’515.70 3’261.50 2’414.25 1’136.15 Überschuss/Manko 6’749.30 - 3’261.50 - 2’184.25 - 906.15 Die Gesuchsgegnerin vermag ihren Bedarf nicht zu decken und ist nicht leis- tungsfähig. Nach Deckung der Mankos von E.________ und F.________ sowie von der Gesuchsgegnerin verbleibt dem Gesuchsteller ein Überschuss von Fr. 397.40 (Fr. 6’749.30 ./. Fr. 2’184.25 ./. Fr. 906.15 ./. Fr. 3’261.50). Das Bun- desgericht entschied sich jüngst für die Variante, dass Kinder unverheirateter Eltern Anspruch auf einen kleinen Kopf am Überschuss des unterhaltspflichti- gen Elternteils haben (vgl. BGE 149 III 441 E. 2.7). In einem späteren Entscheid mit alternierender Obhut hielt es unter Bezugnahme auf besagtes Urteil fest, dass dies keinen Fall der geteilten Obhut betreffe, womit es sinngemäss zum Ausdruck brachte, dass die dortigen Grundsätze nicht einfach so übernommen werden können (BGer 5A_673/2022 vom 30. November 2023 E. 4.2). In Fällen der alternierenden Obhut sind die Betreuungsanteile bei der Verteilung des Überschusses der Kinder auf die Eltern zu beachten (vgl. BGer 5A_330/2022 vom 27. März 2023). Vorliegend verfügt nur der Gesuchsteller über einen Über- schuss, weshalb die Kinder nach dem Prinzip der grossen und kleinen Köpfe je Anspruch auf einen Viertel am Überschuss und damit auf Fr. 99.35 haben. Das bei der Gesuchsgegnerin angefallene Manko für E.________ beträgt Fr. 1’903.65 und für F.________ Fr. 626.65 (vgl. E. 5a oben). Der vom Gesuch- steller zu leistende Barunterhalt (inkl. Überschussanteil) beläuft sich damit für E.________ auf Fr. 1’773.00 (Fr. 1’673.65 [Fr. 1’903.65 ./. Fr. 230.00] + Fr. 99.35) und für F.________ auf Fr. 496.00 (Fr. 396.65 [Fr. 626.65 ./. Fr. 230.00] + Fr. 99.35) zuzüglich allfällige Kinderzulagen. In Anbetracht des- sen, dass die Betreuungsregelung in der Zeit vom 22. Mai 2023 bis zum 30. September 2023 noch nicht 1/3 zu 2/3 betrug, erscheint es angemessen, Kantonsgericht Schwyz 85 den Anteil am Überschuss des Gesuchstellers nicht wie im angefochtenen Ent- scheid mit dem zusätzlichen Faktor der Betreuungsaufteilung (2/3) zu multipli- zieren. Der Betreuungsunterhalt beläuft sich auf Fr. 3’262.00, mithin auf je Fr. 1’631.00. bb) 1. Oktober 2023 bis 31. Dezember 2023 Gesuchstell. Gesuchsgeg. E.________ F.________ Einkommen 12’265.00 0.00 230.00 230.00 Bedarf 5’197.10 3’736.80 2’542.75 1’254.15 Überschuss/Manko 7’067.90 - 3’736.80 - 2’312.75 - 1’024.15 Die Gesuchsgegnerin vermag ihren Bedarf nicht zu decken und ist nicht leis- tungsfähig. Nach Deckung der Mankos von E.________ und F.________ sowie der Gesuchsgegnerin verbleibt ein Defizit von Fr. 5.80 (Fr. 7’067.90 ./. Fr. 2’312.75 ./. Fr. 1’024.15 ./. Fr. 3’736.80). Wie bereits erwähnt, erscheint in Anbetracht der geringen Höhe des Mankos angemessen, den Betreuungsun- terhalt auf gerundet Fr. 3’730.00 bzw. je auf Fr. 1’865.00 festzusetzen. Das bei der Gesuchsgegnerin angefallene Manko für E.________ beträgt Fr. 2’087.65 und für F.________ Fr. 800.65 (vgl. E. 5a oben). Der vom Gesuchsteller zu leis- tende Barunterhalt beläuft sich damit für E.________ auf rund Fr. 1’858.00 [Fr. 2’087.65 ./. Fr. 230.00] und für F.________ auf Fr. 570.00 [Fr. 800.65 ./. Fr. 230.00] zuzüglich allfällige Kinderzulagen. cc) 01. Januar 2024 bis 31. August 2024 Gesuchstell. Gesuchsgeg. E.________ F.________ Einkommen 12’265.00 1’630.00 230.00 230.00 Bedarf 5’515.70 4’222.20 2’612.25 1’318.15 Überschuss/Manko 6’749.30 - 2’592.20 - 2’382.25 - 1’088.15Kantonsgericht Schwyz 86 Nach Deckung der Mankos von E.________ und F.________ sowie der Ge- suchsgegnerin verbleibt dem Gesuchsteller ein Überschuss von Fr. 686.70 (Fr. 6’749.30 ./. Fr. 2’382.25 ./. Fr. 1’088.15 ./. Fr. 2’592.20). Die Kinder haben Anspruch auf je einen Viertel am Überschuss und damit auf Fr. 171.70. Weil die Gesuchsgegnerin 2/3 der Betreuung inne hat, sind dem Barunterhalt der Kinder je Fr. 114.45 hinzuzurechnen. Das bei der Gesuchsgegnerin angefallene Manko für E.________ beträgt Fr. 2’101.65 und für F.________ Fr. 808.65 (vgl. E. 5a oben). Somit ergibt sich für E.________ ein Barunterhalt (inkl. Über- schussanteil) von rund Fr. 1’986.00 (Fr. 1’871.65 [Fr. 2’101.65 ./. Fr. 230.00] + Fr. 114.45) und für F.________ von Fr. 693.00 (Fr. 578.60 [Fr. 808.65 ./. Fr. 230.00] + Fr. 114.45) zuzüglich allfällige Kinderzulagen. Der Betreuungsun- terhalt beläuft sich auf rund Fr. 2’592.00, folglich auf je Fr. 1’296.00. dd) 01. September 2024 bis 31. Dezember 2024 Gesuchstell. Gesuchsgeg. E.________ F.________ Einkommen 12’265.00 3’255.00 230.00 230.00 Bedarf 5’515.70 4’454.40 2’668.25 2’531.15 Überschuss/Manko 6’749.30 - 1’199.40 - 2’438.25 - 2’301.15 Das bei der Gesuchsgegnerin angefallene Manko für E.________ beträgt Fr. 2’157.65 und für F.________ Fr. 2’021.65. Nach Deckung der Mankos von E.________ und F.________ sowie der Gesuchsgegnerin verbleibt dem Ge- suchsteller ein Überschuss von Fr. 810.50 (Fr. 6’749.30 ./. Fr. 2’438.25 ./. Fr. 2’301.15 ./. Fr. 1’199.40). Die Kinder haben je Anspruch auf einen Viertel am Überschuss und damit auf rund Fr. 202.60. In Anbetracht dessen, dass die Gesuchsgegnerin 2/3 der Betreuung innehat, sind dem Barunterhalt der Kinder je Fr. 135.10 hinzuzurechnen. Das bei der Gesuchsgegnerin angefallene Manko für E.________ beträgt Fr. 2’157.65 und für F.________ Fr. 2’021.65 (vgl. E. 5a oben). Somit ergibt sich für E.________ ein Barunterhalt (inkl. Über- schussanteil) von rund Fr. 2’063.00.00 (Fr. 1’927.65 [Fr. 2’157.65 ./. Fr. 230.00] Kantonsgericht Schwyz 87 + Fr. 135.10) und für F.________ von Fr. 1’927.00 (Fr. 1’791.65 [Fr. 2’021.65 ./. Fr. 230.00] + Fr. 135.10) zuzüglich allfällige Kinderzulagen. Der Betreuungs- unterhalt beläuft sich auf rund Fr. 1’199.00, mithin auf je Fr. 599.50. ee) 01. Januar 2025 bis 31. August 2025 Gesuchstell. Gesuchsgeg. E.________ F.________ Einkommen 10’215.00 4’880.00 230.00 230.00 Bedarf 5’271.70 4’697.60 2’649.25 2’518.15 Überschuss/Manko 4’943.30 182.40 - 2’419.25 - 2’288.15 Das bei der Gesuchsgegnerin angefallene Manko für E.________ beträgt Fr. 2’062.00 und für F.________ Fr. 1’932.00 und beim Gesuchsteller Fr. 357.25 (Fr. 587.25 ./. Fr. 230.00) bzw. Fr. 356.15 (Fr. 586.15 ./. Fr. 230.00; vgl. auch E. 5a oben). Ein Betreuungsunterhalt ist nicht mehr geschuldet, weil die Gesuchsgegnerin ihren Bedarf selber zu decken vermag. Beide Parteien weisen einen Überschuss auf. Das Verhältnis der Parteien am Gesamtüber- schuss beträgt rund 96 % zu 4 %. Aufgrund des im Vergleich zum Gesuchsteller sehr geringen Überschusses der Gesuchsgegnerin rechtfertigt es sich, von ei- ner Beteiligung an der Begleichung des Barunterhalts der Kinder für das vor- sorgliche Verfahren abzusehen. Nach Deckung der beiden Mankos der Kinder verbleibt dem Gesuchsteller ein Überschuss von Fr. 235.90 (Fr. 4’943.30 ./. Fr. 2’419.25 ./. Fr. 2’288.15). Der Anspruch der Kinder am Überschuss des Ge- suchstellers beträgt je rund Fr. 35.00 (Fr. 235.90 x ¼ x 60 %). Das bei der Ge- suchsgegnerin angefallene Manko für E.________ beträgt Fr. 2’062.00 und für F.________ Fr. 1’932.00 (vgl. E. 5a oben). Der vom Gesuchsteller der Ge- suchsgegnerin zu entrichtende Barunterhalt beträgt somit für E.________ Fr. 1’867.00 (Fr. 1’832.00 [Fr. 2’062.00 ./. Fr. 230.00] + Fr. 35.00) und für F.________ Fr. 1’737.00 (Fr. 1’702.00 [Fr. 1’932.00 ./. Fr. 230.00] + Fr. 35.00) zuzüglich allfällige Kinderzulagen. Kantonsgericht Schwyz 88 ff) ab 01. September 2025 Gesuchstell. Gesuchsgeg. E.________ F.________ Einkommen 12’265.00 5’695.00 230.00 230.00 Bedarf 5’415.70 4’873.20 2’680.25 2’548.15 Überschuss/Manko 6’849.30 821.80 - 2’450.25 - 2’318.15 Das bei der Gesuchsgegnerin angefallene Manko für E.________ beträgt Fr. 2’093.00 und für F.________ Fr. 1’962.00 und beim Gesuchsteller Fr. 357.25 und Fr. 356.15. Der Anteil der Parteien am Gesamtüberschuss be- trägt 89.29 % bzw. 10.71 %. Auch gestützt auf die Matrix von Werdts könnte beim Betreuungsanteil der Gesuchsgegnerin von 60 % eine entsprechende Be- teiligung am Kindesunterhalt als angemessen angesehen werden, nachdem der Tabellenwert bei einer Leistungsfähigkeit von 10 % bei 7 % liegt und auch zu berücksichtigen ist, dass die Gesuchsgegnerin erstmals ab September 2025 zum Unterhalt beizutragen hat und die vorsorglichen Massnahmen von be- schränkter Dauer sind. Die Gesuchsgegnerin hat sich somit zu 10.71 % am Kostenanteil des Gesuchstellers und folglich mit Fr. 38.00 am Barunterhalt für E.________ (10.71 % von 357.25) und mit ebenfalls Fr. 38.00 für F.________ (10.71 % von Fr. 356.15) zu beteiligen. Im Gegenzug muss der Gesuchsteller 89.29 % des Anteils der Gesuchsgegnerin am Bedarf der Kinder und damit für E.________ Fr. 1’868.85 (89.29 % von 2’093.00) und Fr. 1’751.85 für F.________ (89.29 % von Fr. 1’962.00) übernehmen. Nach Verrechnung hat der Gesuchsteller der Gesuchsgegnerin Fr. 1’830.85 (Fr. 1’868.85./. Fr. 38.00) für E.________ und Fr. 1’713.85 (Fr. 1’751.85 ./. Fr. 38.00) für F.________ an deren Barunterhalt zu bezahlen. Nach Deckung der beiden Mankos der Kinder verbleibt ein Überschuss von Fr. 2’902.70 (Fr. 6’849.30 + Fr. 821.80 ./. 2’450.25 ./. Fr. 2’318.15), Fr. 311.50 bei der Gesuchsgegnerin und Fr. 2’591.200 beim Gesuchsteller. Der Anspruch der Kinder am Überschuss der Gesuchsgegnerin beträgt je Fr. 77.90 und am Überschuss des Gesuchstellers je Fr. 647.80. Nach Verrechnung von Fr. 31.20 (40 % von Fr. 77.90) und Fr. 388.70 (60 % von Kantonsgericht Schwyz 89 Fr. 647.80) verbleibt bei beiden Kindern eine Differenz von Fr. 357.50. Der vom Gesuchsteller der Gesuchsgegnerin zu entrichtende Barunterhalt beträgt somit für E.________ gerundet Fr.1’958.00 (Fr. 1’600.85 [Fr. 1’830.85 ./. Fr. 230.00] + Fr. 357.50) und für F.________ Fr. 1’841.00 (Fr. 1’483.85 [Fr. 1’713.85 ./. Fr. 230.00] + Fr. 357.50) zuzüglich allfällige Kinderzulagen. 6. Der Vorderrichter ordnete gestützt auf Art. 307 Abs. 3 ZGB eine Mediation im Umfang von bis zu sechs Sitzungen an (vgl. Dispositivziffer 5). a) Die Gesuchsgegnerin begründet ihre Ablehnung gegen die angeordneten Mediationssitzungen damit, dass sie bereits eine zielführendere Therapie besu- che und eine Mediation eher dazu beitragen würde, die zwischen ihnen bereits vorhandenen Spannungen zu verschärfen. Sie würde in Anwesenheit des Ge- suchstellers nicht frei sprechen können, weil davon auszugehen sei, dass er alle ihre Äusserungen nach Abschluss der Mediation zum Anlass nehmen würde, neue Konflikte zu schüren. Es sei ohnehin davon auszugehen, dass die Mediation, im Gegensatz zur Therapie, nicht ausreichend strukturiert sei, um die komplexen Dynamiken und Hintergründe des Konflikts angemessen zu be- handeln (ZK2 2023 84, KG-act. 1 Rz 18). Laut dem Gesuchsteller ist die angeb- liche Therapie nicht erstellt und deren Inhalt unklar. Zudem hätte eine solche nicht die gleiche Zielsetzung wie eine gemeinsame Mediation. Die Bedenken seien unberechtigt. Es gebe keine Anhaltspunkte, dass er irgendwelche Kon- flikte schüren könne, und es werde bezüglich einer Mediation üblicherweise Stillschweigen vereinbart. Zudem könne das Zerwürfnis keinesfalls dermassen gravierend sein, dass eine Mediation undenkbar wäre. So hätten sie trotz Tren- nung zweimal für mehrere Monate zusammen unter einem Dach gelebt, das gleiche Bett geteilt und seien gemeinsam in die Ferien gefahren bzw. geflogen (ZK2 2023 84, KG-act. 6 Rz 50). Die Gesuchsgegnerin wirft dem Gesuchsteller hierauf Gewalt vor. Unter Beilage einer entsprechenden Strafanzeige wegen Ehrverletzung macht sie geltend, er habe sie in den vergangenen Monaten wie- derholt in Anwesenheit der Kinder beschimpft und beleidigt. Zudem setze er sie Kantonsgericht Schwyz 90 finanziell unter Druck und gebe ihr trotz mehrmaliger Anfrage ihre persönlichen Sachen nicht heraus (ZK2 2023 84, KG-act. 11 Rz 25 und KG-act. 11/13). Der Gesuchsteller bestreitet die Beschimpfungen und verweist auf den von ihm ein- gereichten WhatsApp-Chat (Vi-act. 38 KB 71), wonach Gegenteiliges der Fall sei (ZK2 2023 84, KG-act. 14 Rz 22). b) Wie bereits vom Vorderrichter festgehalten, handelt es sich bei der ge- stützt auf Art. 307 Abs. 3 ZGB angeordneten Mediation um eine Gesprächsthe- rapie, welche die Kommunikation zwischen den Eltern verbessern soll (BGer 5A_852/2011 vom 20. Februar 2012 E. 6). Bei den von der Gesuchsgeg- nerin vorgetragenen Einwänden handelt es sich lediglich um unsubstanziierte Befürchtungen, aufgrund derer der Mediation nicht von Vorneherein der Erfolg abgesprochen werden kann. Es geht gerade auch darum, im Interesse des Kin- des zu lernen, einander mit den gegensätzlichen Ansichten und Bedürfnissen auszuhalten (Engler, Zivilprozessrechtliche Fragestellungen in der familien- rechtlichen Gerichtspraxis, in: SJZ 110/2014 Nr. 5, S. 127; OGer ZH NQ120010-O/U vom 26. März 2012 E. 3.3). Weshalb die Therapie zu wenig strukturiert sein soll, bleibt schliesslich unerfindlich. Dass sie bereits alleine eine Therapie besucht, macht die Gesuchsgegnerin nicht glaubhaft. Selbst wenn ihre Ausführungen in der Eingabe vom 25. November 2024 berücksichtigt wür- den, was zu verneinen ist (vgl. E. 1a oben), begründet die Gesuchsgegnerin nicht näher, weshalb eine Mediation ihre angebliche „emotionale Stabilität” oder das „fragile Gleichgewicht” gefährden könnte, und ergibt sich dies auch nicht aus dem ärztlichen Bericht (ZK2 2023 84, KG-act. 37 Rz 13 und KG-act. 37/3). Fraglich ist zudem, weshalb sich die Einreichung des Berichts erst jetzt auf- drängte, obwohl die Gesuchsgegnerin bereits seit Mai 2024 in psychologischer Behandlung sein soll. Ausserdem ist es gerade Sinn und Zweck der Mediation, dass beide Parteien anwesend sind und mit Unterstützung gemeinsam eine bessere Konfliktbewältigung erarbeiten können. Die angeordnete Mediation ist damit zu bestätigen, wobei im Übrigen auf die zutreffenden Ausführungen des Vorderrichters verwiesen werden kann (angef. Verfügung E. 4; § 45 Abs. 5 JG). Kantonsgericht Schwyz 91 7. a) Mit Erlass des vorliegenden Entscheids wird der Prozessantrag des Gesuchstellers um Aufschub der Vollstreckung der vorsorglichen Massnahme „bezüglich Berufungsantrag Ziffer 3, 4 und 5 inklusive Eventualantrag um teil- weisen Aufschub (Berufungsanträge Ziffern 8 f.) gegenstandslos (vgl. hierzu S. 16 vorne mit Hinweis auf Abweisung Superprovisorium). b) aa) Die Gesuche des Gesuchstellers um superprovisorische bzw. vor- sorgliche Anordnungen vom 3. Mai 2024 und 4. Juli 2024, wonach festzustellen sei, dass er mit den beiden Kindern vom 3. bis 9. Mai 2024 die Ferien verbringen dürfe und ihm gestattet sei, die Ferien wie geplant in Dubai zu verbringen (ZK2 2023 84, KG-act. 20), sowie dass die Gesuchsgegernin zu verpflichten sei, ihm die Pässe der Kinder, eventualiter deren Identitätskarten, umgehend, spätes- tens am 10. Juli 2024, 18:00 Uhr, herauszugeben, jeweils unter Strafandrohung nach Art. 292 StGB (ZK2 2023 84, KG-act. 28), hiess die Verfahrensleitung je teilweise gut (ZK2 2023 84, KG-act. 21 und 29). Nach Erlass einer superprovi- sorischen Anordnung hat das Gericht die Gegenpartei anzuhören und hernach über das Gesuch um vorsorgliche Massnahmen zu entscheiden (Art. 265 Abs. 2 ZPO). Dabei sind die Voraussetzungen für die Anordnung oder den Fort- bestand von vorsorglichen Massnahmen nochmals zu prüfen (Sprecher, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], a.a.O., Art. 265 ZPO N 41 f.). Seinen eigenen Angaben verbrachte der Gesuchsteller im Mai 2024 mit den beiden Kindern Fe- rien in Dubai. Ausserdem kann mangels anderweitiger Vorbringen davon aus- gegangen werden, dass er auch im Juli 2024 mit seinen Kindern ins Ausland verreisen konnte. Davon abgesehen hat er kein aktuelles Interesse mehr an den beantragten vorsorglichen Massnahmen die Ferien Mai 2024 bzw. Juli 2024 und damit verbundene Herausgabe der Pässe oder Identitätskarten der Kinder betreffend. Eine Voraussetzung für die Anordnung vorsorglicher Mass- nahmen ist wie bei jedem Gesuch, dass die gesuchstellende Partei über ein schutzwürdiges Interesse verfügt (Art. 59 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 lit. a ZPO). Fällt das Rechtsschutzinteresse nach Eintritt der Rechtshängigkeit definitiv weg, Kantonsgericht Schwyz 92 wird der Prozess gegenstandslos (Gschwend/Steck, in: Spühler/Tenchio/Infan- ger [Hrsg.], a.a.O., Art. 242 ZPO N 5) und das Verfahren wird abgeschrieben (Art. 242 ZPO). Die beiden Gesuche sind demzufolge wegen Gegenstandslo- sigkeit abzuschreiben. bb) In ihrer Stellungnahme vom 13. Mai 2024 ersuchte die Gesuchsgegnerin um Feststellung, dass der Gesuchsteller sich über die gerichtliche Anordnung, mit den Kindern nicht nach Dubai zu reisen, hinweggesetzt und damit die Ge- sundheit von F.________ gefährdet habe (ZK2 2023 84, KG-act. 22 Antrag Ziffer 3, S. 2). Der Gesuchsteller verneint ein entsprechendes Rechtsschutzin- teresse, weil das Gericht ihm mit keinem Wort verboten habe, eine Reise nicht anzutreten. Zudem habe es sich auch materiell nicht zur Reise geäussert, son- dern lediglich festgestellt, dass die Gesuchsgegnerin ihm die Kinder nicht ver- weigern dürfe. Es habe weder ein Verbot für Dubai noch für eine andere Feri- endestination gegeben (ZK2 2023 84, KG-act. 24 Ziff. A./4.). Die Gesuchsgeg- nerin hält dem entgegen, dass das Gericht gemäss seinen Erwägungen dem Antrag auf gerichtliche Genehmigung der geplanten Flugreise nach Dubai nicht stattgegeben habe (ZK2 2023 84, KG-act. 26 Rz 3). Die Verfahrensleitung erteilte dem Gesuchsteller zwar kein Verbot, aber auch keine Erlaubnis für eine Flugreise nach Dubai. Jede Feststellungsklage setzt indes ein Feststellungsinteresse voraus. Der Kläger muss dartun, weshalb er ein schutzwürdiges Interesse an der Feststellung hat. Nach der Rechtspre- chung des Bundesgerichts ist die Feststellungsklage zuzulassen, wenn der Kläger an der sofortigen Feststellung ein erhebliches schutzwürdiges Interesse hat, welches kein rechtliches zu sein braucht, sondern auch bloss tatsächlicher Natur sein kann. Diese Voraussetzung ist namentlich gegeben, wenn die Rechtsbeziehungen der Parteien ungewiss sind und die Ungewissheit durch die richterliche Feststellung behoben werden kann. Dabei genügt nicht jede Unge- wissheit; erforderlich ist vielmehr, dass ihre Fortdauer dem Kläger nicht mehr zugemutet werden darf, weil sie ihn in seiner Bewegungsfreiheit behindert Kantonsgericht Schwyz 93 (BGer 4A_322/2021 vom 9. August 2021 E. 2.1). Die Gesuchsgegnerin begrün- det ihr Interesse damit, dass eine Leistungs-, Gestaltungs- oder Unterlassungs- klage nicht mehr möglich sei, nachdem der Gesuchsteller trotz Abweisung sei- nes Antrags nach Dubai abgeflogen sei (ZK2 2023 84, KG-act. 22 Rz 15). Das Feststellungsinteresse bestehe aufgrund der durch die entsprechende Feststel- lung zu beseitigende Ungewissheit über die Rechtsbeziehungen der Parteien im Hinblick auf die Verletzung der gerichtlichen Anordnung durch den Gesuch- steller. Es sei zudem davon auszugehen, dass der Gesuchsteller sich auch wei- terhin über ihm unliebsame gerichtliche Anordnungen hinwegsetzen werde, wenn er davon ausgehen könne, dass entsprechende Zuwiderhandlungen nicht festgestellt und damit nicht geahndet würden (KG-act. 26 Rz 2). Aus diesen all- gemeinen Ausführungen lässt sich keine unzumutbare Ungewissheit ableiten. Es handelt sich denn auch lediglich um einen einzigen Vorfall, in dessen Zu- sammenhang die Gesuchsgegnerin eine Feststellung verlangt. Ob künftig wei- tere gerichtliche Anordnungen getroffen werden oder zu treffen sind und ob der Gesuchsteller gegen solche verstossen würde oder könnte, ist ungewiss und nicht relevant. Auf das Feststellungsbegehren ist somit nicht einzutreten (vgl. Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO; Weber, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], a.a.O., Art. 88 ZPO N 17). 8. Zusammenfassend ist die Berufung der Gesuchsgegnerin abzuweisen. Die Berufung des Gesuchstellers ist teilweise gutzuheissen und das angefoch- tene Urteil im Sinne der Erwägungen anzupassen. Die Gesuche des Gesuch- stellers vom 3. Mai 2024 und 4. Juli 2024 werden infolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben. Auf das Feststellungsbegehren der Gesuchsgegnerin vom 13. Mai 2024 wird nicht eingetreten. a) Trifft die Rechtsmittelinstanz einen neuen Entscheid, so entscheidet sie auch über die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 318 Abs. 3 ZPO). Der erstinstanzliche Richter auferlegte die erstinstanzli- chen Gerichtskosten je zur Hälfte den Parteien und schlug die Parteikosten wett Kantonsgericht Schwyz 94 mit der Begründung, dass keine Partei gänzlich obsiegt habe. Dagegen erho- ben die Parteien – für den Fall der Bestätigung des angefochtenen Entscheids – keine Einwände. In Anbetracht dessen, dass mit vorliegendem Entscheid ein- zig die vom Gesuchsteller zu leistenden Kinderunterhaltsbeiträge etwas redu- ziert werden und der Gesuchsteller erstinstanzlich um Verpflichtung der Ge- suchsgegnerin ersuchte, ihm Kinderunterhaltsbeiträge zu leisten, womit er voll- umfänglich unterlag, ist die erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsrege- lung zu bestätigen. b) Der vorliegenden Beurteilung lagen zwei Berufungen zugrunde. Der Ge- ruchsteller unterlag mit seiner Berufung betreffend Wohnsitz der Kinder und der geforderten Betreuungsregelung. Hinsichtlich der Kinderunterhaltsbeiträge dringt er mit seinem Berufungsantrag Ziff. 3, wonach festzustellen sei, dass bis August 2024 kein Unterhalt geschuldet sei und die Gesuchsgegnerin ab dem 1. August 2024 ihm für die beiden Kinder einen Barunterhalt von je Fr. 500.00 zu bezahlen habe (vgl. ZK2 2023 85, KG-act. 1, S. 3), insoweit durch, als die vorinstanzlich zu seinen Lasten gesprochenen Beiträge reduziert werden. Zu- dem obsiegt er betreffend Prozesskostenvorschuss (vgl. E. 9a nachfolgend). Es ist insgesamt von einem Obsiegen von etwa 1/5 auszugehen. Die Gesuchs- gegnerin unterliegt mit sämtlichen ihrer Berufungsanträge (Anordnung der allei- nigen Obhut [inkl. Besuchsrechtsordnung], Kindesunterhalt, Mediation, Pro- zesskostenvorschuss) und hat diesbezüglich die Kosten zu tragen. Der Aus- gang der beiden Gesuche des Gesuchstellers sowie des Feststellungsbegeh- rens der Gesuchsgegnerin können in Anbetracht des Gesamtumfangs des Pro- zesses an dieser Stelle als vernachlässigbar angesehen werden. Aufgrund des vergleichbaren Aufwands der beiden Berufungsverfahren erscheint es ange- messen, die Verfahrenskosten auf gesamthaft Fr. 6’000.00 festzusetzen und nachdem Gesagten zu 3/5 (Fr. 3’600.00) der Gesuchsgegnerin und zu 2/5 (Fr. 2’400.00) dem Gesuchsteller aufzuerlegen. Entsprechend hat die Ge- suchsgegnerin den Gesuchsteller reduziert zu entschädigen. Das Honorar im summarischen Verfahren beträgt Fr. 300.00 bis Fr. 4’800.00 (§ 10 GebTRA). Kantonsgericht Schwyz 95 Innerhalb dieses Tarifrahmens bestimmt sich die Höhe des Honorars nach der Wichtigkeit der Streitsache, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang und der Art der Arbeitsleistung sowie dem notwendigen Zeitaufwand (§ 2 Abs. 1 GebTRA). Der Gesuchsteller reichte keine spezifizierte Kostennote ins Recht, weswegen die Vergütung nach pflichtgemässem Ermessen festzusetzen ist (§ 6 Abs. 1 Geb- TRA). In seiner Berufungsantwort im Verfahren ZK2 2023 84 hielt er fest, die Gesuchsgegnerin habe ihn pauschal mit einer Parteientschädigung von Fr. 4’000.00 zu entschädigen, ohne näher hierauf einzugehen (ZK2 2023 84, KG-act. 6 Ziff. B./90.). Der ganze Prozess umfasst diverse, teilweise sehr um- fangreiche Eingaben auf Seiten beider Parteien (vgl. Sachverhaltsschilderung oben). In Anbetracht dessen, dass die Eingaben des Gesuchstellers hinsichtlich der beiden Berufungen namentlich nicht erforderliche Wiederholungen enthal- ten, erscheint es angemessen, die volle Entschädigung für beide Verfahren zu- sammen auf pauschal Fr. 6’000.00 (inkl. Auslagen und MWST) festzusetzen. Die Aufwendungen des gesuchsgegnerischen Rechtsvertreters erscheinen in etwa gleich hoch wie diejenigen des gegnerischen Rechtsvertreters. Dies ergibt einen Anspruch des Gesuchstellers von Fr. 3’600.00 (3/5 von Fr. 6’000.00) und der Gesuchsgegnerin von Fr. 2’400.00 (2/5 von Fr. 6’000.00), womit die Ge- suchsgegnerin den Gesuchsteller reduziert mit Fr. 1’200.00 (inkl. Auslagen und MWST) zu entschädigen hat. 9. Die Gesuchsgegnerin ersucht um Verpflichtung des Gesuchstellers, zur Leistung von Prozesskostenvorschüssen von Fr. 6’000.00 und Fr. 8’000.00, eventualiter um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. a) Es besteht keine Prozesskostenvorschusspflicht zwischen unverheirate- ten Parteien, weil es hierfür an einer gesetzlichen Grundlage fehlt (vgl. BGE 142 III 36 E. 2.3; KG BL 400 18 191 vom 15. Oktober 2018 E. 2.3 f.; LGVE 2023 II Nr. 2 E. 3.5.4; OGer ZH RZ230002-O/U vom 20. März 2023 E. 3.4 = ZR 122/2023 S. 138; Weingart, provisio ad litem – Der Prozesskosten-Kantonsgericht Schwyz 96 vorschuss für eherechtliche Verfahren, in: Markus/Hrubesch-Millauer/Rodri- guez [Hrsg.], Zivilprozess und Vollstreckung national und international – Schnitt- stellen und Vergleiche, Festschrift für Jolanta Kren Kostkiewicz, 2018, S. 679; Maier, Die Finanzierung von familienrechtlichen Prozessen, in: FamPra 3/2019, S. 833). Auch der unverheiratete Elternteil, der als Prozessstandschafter auf Kinderunterhalt klagt, hat keinen Anspruch auf einen Prozesskostenvorschuss, auch wenn der materiellrechtliche Anspruch dem Kind zukommt und das Kind gegenüber dem unterhaltsverpflichteten Elternteil einen entsprechenden An- spruch hat (OGer ZH RZ230002-O/U vom 20. März 2023 E. 3.4 = ZR 122/2023 S. 138). Entsprechend sind die Anträge auf Bezahlung von Prozesskostenvor- schüssen abzuweisen. b) Die Gesuchsgegnerin ersucht eventualiter um Gewährung der unentgelt- lichen Rechtspflege für beide Verfahren. Sie begründet ihre Mittellosigkeit da- mit, seit Erlass der angefochtenen Verfügung weder ein eigenes Einkommen erzielt noch Unterhaltsbeiträge des Gesuchstellers bezogen zu haben und über kein Vermögen zu verfügen, was bereits der erstinstanzliche Richter festgestellt habe (ZK2 2023 84, KG-act. 1 Rz 40; ZK2 2023 85, KG-act. 7 Rz 46). Entspre- chende Belege reicht sie hierzu nicht ein. Nachdem sie aber im relevanten Zeit- punkt der Gesuchseinreichung über keinen Einkommensüberschuss verfügt, der Vermögensauszug der X.________ (Bank) per 6. November 2023 ein nicht den Notgroschen übersteigendes Vermögen ausweist (vgl. Vi-act. 53 BB 81; Richtlinien der Gerichtspräsidentenkonferenz vom 3. November 2003 [mit Än- derung vom 7. November 2007 und Anpassung an § 5 GebTRA i.d.F. vom 11. März 2008 bzw. 7. Dezember 2010]) und sie ihre Gesuche kurz darauf, im Dezember 2023, stellte, kann von ihrer Mittellosigkeit ausgegangen werden. Ihre Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege sind damit gut- zuheissen, nachdem ihre Rechtsbegehren nicht als von Vorneherein aussichts- los anzusehen waren und die Bestellung eines Rechtsbeistandes zur Wahrung ihrer Rechte notwendig erschien (Art. 117 und Art. 118 Abs. 1 lit. c. ZPO). Die der Gesuchsgegnerin für das Berufungsverfahren auferlegten Gerichtskosten Kantonsgericht Schwyz 97 werden mithin einstweilen auf die Gerichtskasse genommen (Art. 118 Abs. 1 lit. b ZPO). Die unentgeltliche Rechtspflege befreit indes nicht von der Bezahlung einer Parteientschädigung an die Gegenpartei (Art. 118 Abs. 3 und 122 Abs. 1 lit. d ZPO). Nach Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO wird im Falle des Unterliegens der unentgeltlich prozessführenden Partei der unent- geltliche Rechtsbeistand vom Kanton angemessen entschädigt. Die Entschädi- gungspflicht des Gemeinwesens tritt ein, sofern und soweit nicht die Gegenpar- tei an die Parteikosten der Kostenerlasspartei beizutragen hat, weil der Verbei- ständete nicht vollumfänglich unterliegt (Art. 106 Abs. 2 ZPO; Emmel, in: Sutter- Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zi- vilprozessordnung, 3. A. 2016, Art. 122 ZPO N 4). Bei teilweisem Obsiegen bzw. Unterliegen der unentgeltlich prozessführenden Partei müssen die Regeln von Art. 122 Abs. 1 bzw. 2 auf die jeweiligen Teile entsprechend angewendet werden (Mohs, in: Gehri/Jent-Sørensen/Sarbach [Hrsg.], ZPO-Kommentar, 2. A. 2015, Art. 122 ZPO N 4). Nachdem der Gesuchsgegnerin (infolge Ver- rechnung) keine Parteientschädigung zugesprochen wird, ist ihr Rechtsvertre- ter mit Fr. 6’000.00 (inkl. Auslagen und MWST) aus der Kantonsgerichtskasse zu entschädigen (vgl. Baumgartner/Dolge/Markus/Spühler, Schweizerisches Zivilprozessrecht mit Grundzügen des internationalen Zivilprozessrechts, 10. A. 2018, § 38 N 129 ff.). Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO;- Kantonsgericht Schwyz 98 beschlossen: 1. In teilweiser Gutheissung der Berufung des Gesuchsgegners sowie in Ab- weisung der Berufung der Gesuchsgegnerin, soweit auf sie einzutreten ist, werden die Dispositivziffern 3 und 4 der angefochtenen Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht March vom 24. November 2023 aufge- hoben und wie folgt ersetzt: 3. Der Gesuchsteller/Kindsvater wird verpflichtet, der Gesuchsgegne- rin/Kindsmutter an den Unterhalt der gemeinsamen Kinder E.________ und F.________ für die Dauer der vorsorglichen Mass- nahmen monatlich im Voraus folgende Kinderunterhaltsbeiträge (teilweise rückwirkend) zuzüglich allfälliger gesetzlicher oder ver- traglicher Kinderzulagen zu bezahlen: a) für E.________ - vom 22.05.2023 bis 30.09.2023 Fr. 3’404.00 (Fr. 1’773.00 Barunterhalt [inkl. Fr. 99.35 Überschus- santeil] und Fr. 1’631.00 Betreuungsunterhalt); - vom 01.10.2023 bis 31.12.2023 Fr. 3’723.00 (Fr. 1’858.00 Barunterhalt und Fr. 1’865.00 Betreu- ungsunterhalt); - vom 01.01.2024 bis 31.08.2024 Fr. 3’282.00 (Fr. 1’986.00 Barunterhalt [inkl. Fr. 114.45 Überschus- santeil] und Fr. 1’296.00 Betreuungsunterhalt); - vom 01.09.2024 bis 31.12.2024 Fr. 2’662.50 (Fr. 2’063.00 Barunterhalt [inkl. Fr. 135.10 Überschus- santeil] und Fr. 599.50 Betreuungsunterhalt); - vom 01.01.2025 bis 31.08.2025 Fr. 1’867.00 (Barunter- halt inkl. Fr. 35.00 Überschussanteil); - ab 01.09.2025 Fr. 1’958.00 (Barunterhalt inkl. Fr. 357.50 Überschussanteil); b) für F.________ - vom 22.05.2023 bis 30.09.2023 Fr. 2’127.00 (Fr. 496.00 Barunterhalt [inkl. Fr. 99.35 Überschussan- teil] und Fr. 1’631.00 Betreuungsunterhalt); - vom 01.10.2023 bis 31.12.2023 Fr. 2’435.00 (Fr. 570.00 Barunterhalt und Fr. 1’865.00 Betreuungs- unterhalt); - vom 01.01.2024 bis 31.08.2024 Fr. 1’989.00 (Fr. 693.00 Barunterhalt [inkl. Fr. 114.45 Überschus- santeil] und Fr. 1’296.00 Betreuungsunterhalt);Kantonsgericht Schwyz 99 - vom 01.09.2024 bis 31.12.2024 Fr. 2’526.50 (Fr. 1’927.00 Barunterhalt [inkl. Fr. 135.10 Überschus- santeil] und Fr. 599.50 Betreuungsunterhalt); - vom 01.01.2025 bis 31.08.2025 Fr. 1’737.00 (Barunter- halt inkl. Fr. 35.00 Überschussanteil); - ab 01.01.2025 Fr. 1’841.00 (Barunterhalt inkl. Fr. 357.50 Überschussanteil). c) Es wird davon Vormerk genommen, dass der Gesuchsteller in der Zeit vom 22. Mai 2023 bis 24. Mai 2024 bereits Unter- haltszahlungen im Umfang von Fr. 22’795.00 leistete. 4. Die vorstehende Unterhaltsregelung basiert auf folgenden finanziel- len Verhältnissen: Einkommen (mtl., netto, inkl. 13. ML) Bedarf Gs/V Fr. 12’265.00 (exkl. KiZu)1-4+6 Fr. 10’215.00 (exkl. KiZu)5 Fr. 5’515.701, 3+4 Fr. 5’197.102 Fr. 5’271.705 Fr. 5’415.706 Gg/M Fr. 1’630.003 Fr. 3’255.004 Fr. 4’880.005 Fr. 5’695.006 Fr. 3’261.501 Fr. 3’736.802 Fr. 4’222.203 Fr. 4’454.404 Fr. 4’697.605 Fr. 4’873.206 E.________ Fr. 230.00 (KiZu) Fr. 2’414.251 Fr. 2’542.752 Fr. 2’612.253 Fr. 2’668.254 Fr. 2’649.255 Fr. 2’680.256 F.________ Fr. 230.00(KiZu) Fr. 1’136.151 Fr. 1’254.152 Fr. 1’318.153 Fr. 2’531.154 Fr. 2’518.155 Fr. 2’548.156 1 22. Mai 2023 – 30. September 2023 2 01. Oktober 2023 – 31. Dezember 2023 3 01. Januar 2024 – 31. August 2024 4 01. September 2024 – 31. Dezember 2024 5 01. Januar 2025 – 31. August 2025 6 ab 01. September 2025Kantonsgericht Schwyz 100 Im Übrigen wird die Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht Ma- rch vom 24. November 2023, soweit angefochten, bestätigt. 2. Die Gesuche des Gesuchstellers vom 3. Mai 2024 und 4. Juli 2024 wer- den infolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben. Auf das Feststellungs- begehren der Gesuchsgegnerin vom 13. Mai 2024 wird nicht eingetreten. 3. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 6’000.00 werden zu 3/5 (Fr. 3’600.00) der Gesuchsgegnerin und zu 2/5 (Fr. 2’400.00) dem Gesuchsteller auferlegt. Im Umfang von Fr. 3’000.00 werden sie vom Kostenvorschuss des Gesuchstellers bezogen. Die Gesuchsgegnerin hat dem Gesuchsteller unter dem Titel Gerichtskostenersatz Fr. 600.00 zu bezahlen. 4. Die Gesuchsgegnerin hat den Gesuchsteller für das Berufungsverfahren reduziert mit Fr. 1’200.00 (inkl. Auslagen und MWST) zu entschädigen. 5. a) Die Gesuche der Gesuchsgegnerin um Leistung eines Prozesskos- tenvorschusses werden abgewiesen. b) In Gutheissung der Gesuche der Gesuchsgegnerin um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege werden die ihr in Dispositivziffer 3 auferlegten Gerichtskosten von Fr. 3’600.00 einstweilen auf die Ge- richtskasse genommen und Rechtsanwalt B.________ wird aus der Kantonsgerichtskasse mit Fr. 6’000.00 (inkl. Auslagen und MWST) entschädigt. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht (Art. 123 ZPO). Kantonsgericht Schwyz 101 6. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen wegen Verletzung verfassungsmässiger Rechte (Art. 98 BGG) beim Bun- desgericht in Lausanne eingereicht werden; die Beschwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. Der Streitwert über- steigt Fr. 30’000.00. 7. Zufertigung an Rechtsanwalt B.________ (2/R, unter Beilage von KG-act. 39 inkl. Beilagen), Rechtsanwalt D.________ (2/R) und an die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, mit den Akten) und an die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv). Namens der 2. Zivilkammer Die Kantonsgerichtsvizepräsidentin Die Gerichtsschreiberin Versand 18. Dezember 2024 amu