<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2021-12-15-1C_678-2021.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1C_678/2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 15. Dezember 2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Kneubühler, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Störi. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Amt für Umwelt und Energie des Kantons Bern (AUE), Abteilung Immissionsschutz, </div> <div class="para">Reiterstrasse 11, 3011 Bern, </div> <div class="para">Beschwerdegegner, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion des Kantons Bern (WEU), Rechtsabteilung, Münsterplatz 3a, Postfach, 3000 Bern 8. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Ablehnungsbegehren, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, Einzelrichter, vom 12. Oktober 2021 (100.2021.289U). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para">Im Rahmen eines Baubewilligungsverfahrens für den Umbau einer Mobilfunkanlage in Schwarzenburg holte die Gemeinde bei der Abteilung Immissionsschutz des Amts für Umwelt und Energie (AUE) einen Fachbericht ein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Am 12. Mai 2020 stellte der Einsprecher A.________ ein Ausstandsgesuch gegen B.________, Mitarbeiter der Abteilung Immissionsschutz des AUE. Dieses lehnte das Ablehnungsbegehren am 25. Mai 2021 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Beschwerde vom 18. Juni 2021 beantragte A.________, B.________ sowie sämtliche Mitarbeiter der Abteilung Immissionsschutz in den Ausstand zu versetzen. Die Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion des Kantons Bern (WEU) wies die Beschwerde in Bezug auf den Ausstand von B.________ ab und trat im Übrigen darauf nicht ein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 24. September 2021 beantragte A.________, B.________, die Mitarbeiter der Abteilung Immissionsschutz sowie sämtliche Mitarbeiter des AUE in den Ausstand zu versetzen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Urteil vom 12. Oktober 2021 ist das Verwaltungsgericht auf die Beschwerde nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para">Mit Beschwerde vom 12. November 2021 beantragt A.________, seinem Ausstandsbegehren gegen die Mitarbeiter des AUE und der Fachstelle Immissionsschutz stattzugeben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>C.</b> </div> <div class="para">Das Verwaltungsgericht, die WEU und das AUE verzichten auf Vernehmlassung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid über Ausstandsbegehren in einer verwaltungsrechtlichen Angelegenheit. Dagegen ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zulässig (<span class="artref">Art. 82, <artref id="CH/173.110/92/1" type="start"></artref>Art. 92 Abs. 1 BGG</span><artref id="CH/173.110/82" type="end"></artref>). Der Beschwerdeführer hat als Einsprecher im Baubewilligungsverfahren Parteistellung und ist damit zur Beschwerde berechtigt (<span class="artref">Art. 89 Abs. 1 BGG</span>). Es ist allerdings seine Sache, sowohl darzulegen, dass die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, soweit das nicht offensichtlich ist (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=27.11.2021&amp;to_date=16.12.2021&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-II-249%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page249">BGE 133 II 249</a> E. 1.1; 353 E. 1), als auch, dass der angefochtene Entscheid Bundesrecht verletzt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=27.11.2021&amp;to_date=16.12.2021&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-III-127%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page127">BGE 135 III 127</a> E. 1.6 S. 130; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=27.11.2021&amp;to_date=16.12.2021&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-II-244%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page244">134 II 244</a> E. 2.1 und 2.2 S. 245 f.; je mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Das Verwaltungsgericht hat im angefochtenen Entscheid erwogen, der Beschwerdeführer verlange nicht mehr den Ausstand (des offenbar in der Zwischenzeit pensionierten) B.________. Hingegen beantrage er erstmals vor Verwaltungsgericht den Ausstand sämtlicher Mitglieder des AUE; dieser Antrag gehe über den Streitgegenstand hinaus, weshalb darauf nicht einzutreten sei. Gegenstand des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens könne daher einzig die Frage sein, ob die WEU zu Recht auf den Antrag nicht eingetreten sei, alle Mitarbeiter der Abteilung Immissionsschutz in den Ausstand zu versetzen. Dazu nehme der Beschwerdeführer mit keinem Wort Stellung und lege nicht dar, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletze. Das genüge den formellen Anforderungen an die Erhebung einer Beschwerde nicht, weshalb darauf nicht einzutreten sei. Darüber hinaus hat das Verwaltungsgericht "im Übrigen" kurz dargelegt, dass die Beschwerde auch in der Sache unbegründet gewesen wäre. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Das Verwaltungsgericht ist damit auf die Beschwerde aus rein formellen Gründen nicht eingetreten, einerseits weil der Beschwerdeführer unzulässigerweise neue Begehren - den Ausstand sämtlicher Mitglieder des AUE - gestellt und anderseits mit keinem Wort begründet habe, inwiefern die WEU Recht verletzte, indem es auf den Antrag, alle Mitglieder der Fachstelle Immissionsschutz in den Ausstand zu versetzen, nicht eintrat. Der Beschwerdeführer setzt sich mit diesen Entscheidgründen nicht auseinander und begründet unter Verletzung seiner gesetzlichen Begründungspflicht nicht einmal ansatzweise, inwiefern der angefochtene Entscheid Bundesrecht verletzt, und das ist auch keineswegs offensichtlich. Auf die Beschwerde ist wegen Verletzung der gesetzlichen Begründungspflicht nicht einzutreten. </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer kritisiert zwar die "Unsitte", dass Vertreter von kantonalen Immissionsschutzfachstellen als Referenten an "5G-Propagandaveranstaltungen" der Mobilfunkbetreiber, sogenannten "Turnhallenpartys", teilnähmen und dabei den technischen und medizinischen Unsinn, den die Mobilfunkanbieter jeweils verkündeten, noch bestätigen würden. Sie könnten danach nicht als unbefangene Sachverständige an Baubewilligungsverfahren für Mobilfunkantennen mitwirken. Zu dieser Frage, die der Beschwerdeführer im Sinne eines "landesweiten Musterfalls" geklärt haben will, kann sich das Bundesgericht indessen nicht äussern, da die Sachurteilsvoraussetzungen nicht erfüllt sind. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde ist im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, der Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion des Kantons Bern, und dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, Einzelrichter, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 15. Dezember 2021 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Kneubühler </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Störi </div> </div></body></html>