<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2020-11-02-5A_696-2020.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_696/2020</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 2. November 2020</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied, </div> <div class="para">Bundesrichter von Werdt, Schöbi, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Levante. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. B.________ A.G., </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Michael Hochstrasser, </div> <div class="para">2. Bank C.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Roman Bögli, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerinnen, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Betreibungsamt U.________, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Lastenbereinigungsverfahren (Vorlage der Beweismittel), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau, als kantonale Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs, vom 18. August 2020 (BS.2020.8). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.a.</b> Am 22. November 2019 publizierte das Betreibungsamt U.________ in den Betreibungen auf Pfandverwertung Nr. zzz und Nr. qqq der Liegenschaften Nr. rrr und Nr. sss des Grundbuchamtes U.________ (Schuldnerin A.________ AG) die öffentliche Versteigerung und forderte die Grundpfandgläubiger auf, ihre Ansprüche anzumelden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.b.</b> Die zur Verwertung anstehenden Grundstücke stehen im Eigentum der B.________ A.G.; die Bank C.________ ist Grundpfandgläubigerin im ersten Rang. A.________ behauptet, durch Schuldbriefe gesicherte Grundpfandgläubigerin im zweiten Rang zu sein. Sie meldete ihre Forderungen gegenüber der B.________ A.G. am 9. Dezember 2019 an. Die Mitteilung der Lastenverzeichnisse (vom 28. Januar 2020) erfolgte am 30. Januar 2020. Die B.________ A.G. bestritt in der Folge die Forderungen und vertraglichen Pfandrechte von A.________ und beantragte deren Streichung; allenfalls handle es sich sogar um leere Pfandstellen. Sie verlangte zudem die Vorlage der Beweismittel durch A.________. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.c.</b> Das Betreibungsamt setzte A.________ daraufhin mit Verfügung vom 11. Februar 2020 eine Frist bis zum 21. Februar 2020, um die Beweismittel für ihre Forderung, insbesondere die Schuldbriefe im Original, einzureichen. Nachdem A.________ (neben weiteren Belegen) bloss eine Kopie der Schuldbriefe einreichte, wurde sie vom Betreibungsamt am 26. Februar 2020 erneut aufgefordert, die Schuldbriefe im Original vorzulegen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.a.</b> Statt dieser Anordnung Folge zu leisten, erhob A.________ Beschwerde beim Bezirksgericht Kreuzlingen, als untere Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungssachen. Der Einzelrichter des Bezirksgerichts wies die Beschwerde am 10. Juli 2020 ab, soweit er darauf eintrat. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.b.</b> A.________ focht diesen Entscheid beim Obergericht des Kantons Thurgau als kantonaler Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs an, welches ihre Beschwerde am 18. August 2020 abwies. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>C.</b> </div> <div class="para">Mit Eingabe vom 31. August 2020 ist A.________ an das Bundesgericht gelangt. Die Beschwerdeführerin beantragt die Aufhebung des obergerichtlichen Entscheides und der betreibungsamtlichen Verfügung vom 26. Februar 2020, womit sie zur Vorlage ihrer Schuldbriefe im Original verpflichtet wurde. </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin stellt ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege. </div> <div class="para">Sie beantragt weiter, ihrer Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu gewähren. Die B.________ A.G. und die Bank C.________ (Beschwerdegegnerinnen) haben sich diesem Begehren widersetzt, da kein Rechtsschutzinteresse daran bestehe. Das Betreibungsamt hat die Abweisung des Gesuchs um aufschiebende Wirkung verlangt. Bei dieser Gelegenheit hat es in der Sache unaufgefordert Stellung genommen und beantragt, auf die Beschwerde nicht einzutreten. Diese Eingabe ist der Beschwerdeführerin und den weiteren Verfahrensbeteiligten zugestellt worden. </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 18. September 2020 ist das Gesuch um aufschiebende Wirkung abgewiesen worden. Daraufhin hat A.________ dem Bundesgericht eine Eingabe zukommen lassen, mit welcher sie auf die Stellungnahme des Betreibungsamtes geantwortet hat. </div> <div class="para">Es sind die kantonalen Akten, indes keine Vernehmlassungen in der Sache eingeholt worden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> Gegen den Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde über die Vorlage eines Beweismittels im Pfandverwertungsverfahren ist die Beschwerde in Zivilsachen unabhängig eines Streitwertes gegeben (<span class="artref">Art. 19 SchKG</span> i.V.m. <span class="artref">Art. 72 Abs. 2 lit. a, <artref id="CH/173.110/74/2/c" type="start"></artref>Art. 74 Abs. 2 lit. c und <artref id="CH/173.110/75/1" type="start"></artref>Art. 75 Abs. 1 BGG</span><artref id="CH/173.110/74/2/c" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/72/2/a" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> Die Beschwerdeführerin, welche am kantonalen Verfahren teilgenommen hat, ist zur Beschwerde legitimiert, sofern sie vom angefochtenen Entscheid besonderes berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Abänderung hat (<span class="artref">Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.3.</b> Mit der vorliegenden Beschwerde kann insbesondere die Verletzung von Bundesrecht gerügt werden (<span class="artref">Art. 95 lit. a BGG</span>). In der Beschwerde ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der Entscheid Recht verletzt (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=23.10.2020&amp;to_date=11.11.2020&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-I-377%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page377">BGE 143 I 377</a> E. 1.2). Die Verletzung verfassungsmässiger Rechte ist ebenfalls zu begründen, wobei hier das Rügeprinzip gilt (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=23.10.2020&amp;to_date=11.11.2020&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-364%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page364">BGE 142 III 364</a> E. 2.4). Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat. Es kann von Amtes wegen Ergänzungen und Berichtigungen vornehmen, sofern sich der Sachverhalt als offensichtlich unrichtig erweist (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/105/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/105/1" type="start"></artref>Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/105/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref>). Neue Tatsachen und Beweise sind nur zulässig, soweit der vorinstanzliche Entscheid dazu Anlass gibt (<span class="artref">Art. 99 Abs. 1 BGG</span>), was in der Beschwerde näher darzulegen ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Vorinstanz hat die Beschwerdeführerin darauf hingewiesen, dass im Lastenbereinigungsverfahren der Dritte auf Verlangen des Schuldners oder des Gläubigers aufgefordert wird, innerhalb der Bestreitungsfrist seine Beweismittel beim Betreibungsamt vorzulegen. Daraus folge die Pflicht der Beschwerdeführerin, dem Betreibungsamt die Inhaberschuldbriefe einzureichen, nachdem die B.________ A.G. die angemeldete Forderung bestritten habe. Da es sich im konkreten Fall um Papier-Inhaberschuldbriefe handle, könne die Forderung nur gemeinsam mit dem Pfandtitel geltend gemacht werden. Für die Parteirollenverteilung im Widerspruchs- bzw. Lastenbereinigungsverfahren sei bei einem Wertpapier der Gewahrsam entscheidend, der nur mit der Einreichung des Originals nachgewiesen werden könne. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Anlass zur Beschwerde gibt die Verpflichtung eines Gläubigers, im Lastenbereinigungsverfahren die Beweismittel vorzulegen, falls sein Anspruch bestritten wird. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.1.</b> Vor der Versteigerung ermittelt das Betreibungsamt die auf dem Grundbuch ruhenden Lasten anhand der Eingaben der Berechtigten und eines Auszugs aus dem Grundbuch (<span class="artref">Art. 140 Abs. 1 SchKG</span>). Es stellt den Beteiligten ein Verzeichnis der Lasten zu und setzt ihnen gleichzeitig eine Bestreitungsfrist von 10 Tagen (<span class="artref">Art. 140 Abs. 2 SchKG</span>, <span class="artref"><artref id="CH/281.42/37/2" type="start"></artref><artref id="CH/281.42/37/1" type="start"></artref>Art. 37 Abs. 1 und 2 VZG</span><artref id="CH/281.42/37/2" type="end"></artref><artref id="CH/281.42/2" type="end"></artref>). Auf Verlangen des Schuldners oder des Gläubigers wird der Dritte aufgefordert, innerhalb der Bestreitungsfrist seine Beweismittel beim Betreibungsamt zur Einsicht vorzulegen (<span class="artref">Art. 107 Abs. 3 SchKG</span>). Wird ein Anspruch bestritten, so erfolgt die Bereinigung nach den Grundsätzen des Widerspruchsverfahrens nach <span class="artref">Art. 107 ff. SchKG</span>. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.2.</b> Im vorliegenden Fall bestritt die B.________ A.G. die vertraglichen Pfandrechte der Beschwerdeführerin auf den beiden zur Verwertung anstehenden Grundstücken, allenfalls handle es sich um leere Pfandstellen. Demzufolge seien die Pfandrechte in den Lastenverzeichnissen zu streichen. Zudem habe die Beschwerdeführerin ihre Beweismittel beim Betreibungsamt zur Einsicht vorzulegen. Das Betreibungsamt forderte die Beschwerdeführerin innert angesetzter Frist zur Einreichung der Beweismittel für ihre Forderungen, insbesondere die Inhaberschuldbriefe im Original, auf. Die Beschwerdeführerin reichte eine Kopie der beiden Inhaberschuldbriefe und des Grundbucheintrags sowie die Kaufverträge und eine Honorarabrechnung für die von ihrem Ehemann erbrachten Architekturleistungen ein. Das Betreibungsamt forderte sie daher erneut auf, bis zu einem bestimmten Datum die Originale der beiden Schuldbriefe vorzulegen. Eine unbenützte Verstreichung dieser (Nach-) Frist könne sich auch auf die Zuteilung der Klägerrolle im Widerspruchsverfahren auswirken. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.3.</b> Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass ihr die Vorlage von Beweismitteln für ihre Ansprüche obliegt. Hingegen vertritt sie die Ansicht, dass die Einreichung der Inhaberschuldbriefe in Kopie genüge. Das Betreibungsamt habe sich unzulässigerweise angemasst, den Bestand ihrer vertraglichen Pfandrechte entgegen dem Grundbucheintrag in Frage zu stellen. Die Beschwerdeführerin begründet ihren Standpunkt im Wesentlichen mit der Zuweisung der Klägerrolle im Widerspruchsverfahren. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.4.</b> Nachdem die Beschwerdeführerin ihre Inhaberschuldbriefe dem Betreibungsamt nicht im Original eingereicht hat, erliess dieses am 3. August 2020 eine Verfügung. Es legte darin die Rollenverteilung fest und setzte zugleich die Frist an, um die Klage auf Aberkennung des Anspruchs im Lastenverzeichnis einzureichen. Da die Beschwerdegegnerin 1 die Löschung der vertraglichen Pfandrechte der Beschwerdeführerin verlangt hatte, wurde ihr die Rolle der Klägerin zugewiesen (<span class="artref">Art. 39 VZG</span> i.V.m. <span class="artref">Art. 107 Abs. 5 SchKG</span>). Diese Verfügung ist unangefochten geblieben. Die Klage auf Aberkennung des Anspruchs ist mittlerweile beim Bezirksgericht hängig. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.5.</b> Die Beschwerdeführerin übergeht jedoch, dass das Betreibungsamt mit der (in den Akten liegenden) Mitteilung der Lastenverzeichnisse (vom 28. Januar 2020) von den Grundpfandgläubigern - als solche erscheint die Beschwerdeführerin in den Lastenverzeichnissen - unmissverständlich die Einsendung der Pfandtitel (Schuldbriefe) bis spätestens am 26. März 2020 verlangt hat. Diese Einforderung von Pfandtiteln ist für den Vollzug des Zuschlags und der Verteilung des Pfanderlöses von Bedeutung (<span class="artref"><artref id="CH/281.42/69/3" type="start"></artref><artref id="CH/281.42/69/1" type="start"></artref>Art. 69 Abs. 1 und 3 VZG</span><artref id="CH/281.42/69/3" type="end"></artref><artref id="CH/281.42/3" type="end"></artref>). Praxisgemäss und zweckmässigerweise werden die Pfandtitel bereits mit der Bekanntgabe der Steigerung einverlangt (GÜTLIN/KUHN, in: Die betreibungsrechtliche Zwangsverwertung in Theorie und Praxis, 2019, Rz. 708). Die Einforderung bezieht sich auf Originale. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, welches schutzwürdige Interesse sie an der Abänderung oder Aufhebung der Aufforderung vom 26. Februar 2020 haben soll, wenn das Betreibungsamt die Einsendung der Schuldbriefe bereits mit der Mitteilung des Lastenverzeichnisses (vom 28. Januar 2020) verlangt hat, m.a.W. die Beschwerdeführerin ohnehin bereits zur Einlieferung des Originals aufgerufen war. Fehlt der Beschwerdeführerin ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheides, kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden (<span class="artref">Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.6.</b> Damit muss die Frage, ob für die Vorlage der Beweismittel während der Bestreitungsfrist gemäss <span class="artref">Art. 107 Abs. 3 SchKG</span> Kopien genügen, oder ob bzw. unter welchen Umständen Originale vorzulegen sind, offen bleiben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.7.</b> Die betreibungsamtliche Verfügung vom 3. August 2020 bildet nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Insoweit ist auf die Rügen der Beschwerdeführerin, ihr sei vor deren Erlass kein rechtliches Gehör gewährt worden, nicht einzugehen. Ebenfalls unberücksichtigt bleibt ihre Kritik am Vorgehen des Betreibungsamtes in diesem Zusammenhang und die Hinweise auf die hängige Aberkennungsklage. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Nach dem Gesagten kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden. Aufgrund der konkreten Umstände wird auf die Erhebung von Kosten verzichtet (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>), womit das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege gegenstandslos wird. Die Beschwerdegegnerinnen sind mit ihren Stellungnahmen zum Gesuch um aufschiebende Wirkung zwar im Ergebnis durchgedrungen, gleichwohl wird ausnahmsweise von der Zusprechung einer Parteientschädigung abgesehen (<span class="artref">Art. 68 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird als gegenstandslos abgeschrieben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Obergericht des Kantons Thurgau, als kantonaler Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 2. November 2020 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied: Escher </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Levante </div> </div></body></html>