<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00052</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204325&amp;W10_KEY=4467141&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00052</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 30.06.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Einordnung einer Plakatwerbestelle (Prismenwender)<br/><br/>Ermessensspielraum bei der Anwendung der Ästhetikvorschriften von § 238 PBG (E.3).<br/>Die Beschwerdeführerin hat sich bei dieser Baubewilligungsverweigrung offenbar vom Bestreben leiten lassen, in Vorgärten von reinen Wohnhäusern prinzipiell keine Fremdreklamen zuzulassen. Eine derartig generelle Einschränkung der Baufreiheit findet jedoch in § 238 PBG keine Stütze (E.4.2).<br/><br/>Abweisung der Beschwerde</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃSTHETIKVORSCHRIFT">ÃSTHETIKVORSCHRIFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINORDNUNG">EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLAKATWERBESTELLE">PLAKATWERBESTELLE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RAUMWIRKUNG">RAUMWIRKUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 238 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">§ 20 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 29. April 2003 verweigerte das Amt fÃ¼r StÃ¤dtebau der Stadt ZÃ¼rich der A AG gestÃ¼tzt auf § 238 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. Sep­tember 1975/1.</span><span> </span><span>Sep­tember 1991 (PBG) die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r eine Plakatwerbestelle (Prismenwender) auf dem in der Quartiererhaltungszone 02 gelegenen privaten GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 an der HÃ¶nggerstrasse Nr. V (ungerade Hausnummer) in ZÃ¼rich.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Der von der A AG am 30. Mai 2003 hiergegen erhobene Rekurs wurde von der Baurekurskommission I nach DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins am 5. Dezember 2003 gutgeheissen. DemgemÃ¤ss wurde die VerfÃ¼gung des Amts fÃ¼r StÃ¤dtebau vom 29. April 2003 aufgehoben. Zugleich wurde das Amt fÃ¼r StÃ¤dtebau eingeladen, die nachgesuchte Baubewilligung zu erteilen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal">Mit Beschwerde vom 30. Januar 2004 beantragte die Stadt ZÃ¼rich (Amt fÃ¼r StÃ¤dtebau), vertreten durch die Rechtsabteilung des Hochbaudepartements, den angefochtenen Entscheid der Baurekurskommission I vom 5. Dezember 2003 aufzuheben und die VerfÃ¼gung des Amts fÃ¼r StÃ¤dtebau vom 29. April 2003 zu bestÃ¤tigen, unter Kostenfolge zulasten der A AG.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Die Baurekurskommission I beantragte am 13. Februar 2004, die Beschwerde abzuweisen. Mit Beschwerdeantwort vom 8. MÃ¤rz 2003 liess die A AG ebenfalls Abweisung beantragen, unter Zusprechung einer angemessenen EntschÃ¤digung.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit entscheidrelevant, in den nachstehenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>In prozessualer Hinsicht liess die BeschwerdefÃ¼hrerin die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins beantragen. Vorliegend ist dies nicht erforderlich, weil die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse aus den Akten, insbesondere aus den von der Vorinstanz anlÃ¤sslich des Augenscheins vom 22. Oktober 2003 aufgenommenen sowie den mit dem Baugesuch eingereichten Fotografien klar ersichtlich sind (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A, ZÃ¼rich 1999, § 60 N. 14; RB 1995 Nr. 12 E.1; 1981 Nr. 2).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Streit steht die Frage der Einordnung des geplanten PlakatwerbetrÃ¤gers (Prismenwender) im Sinn von § 238 Abs. 1 PBG.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin begrÃ¼ndete die Verweigerung der Bewilligung damit, dass die Plakatwerbestelle, ein hinterleuchteter Prismenwender mit wechselnder Fremdwerbung in den Ausmassen von 286 x 154 x 24 cm, der auf Privatgrund vor der Nordwestfassade des Wohnhauses HÃ¶nggerstrasse Nr. V quer zum Trottoir und der Strasse in den Vorgarten entlang dem hÃ¶lzernen Gartenzaun erstellt werden soll, sich nicht befriedigend im Sinn von § 238 Abs. 1 PBG in die bauliche Umgebung einzuordnen vermÃ¶ge. Das zweigeschossige Wohnhaus, das sich durch eine einfache Volumetrie und eine entsprechende Fassadengestaltung auszeichne, erhalte durch den vorgelagerten kleinen Vorgarten, der zum Hauseingang ein hÃ¶heres Niveau aufweise, einen besonderen Charakter. Der Prismenwender stehe quer in diesem Vorgarten und beanspruche den Platz in der ganzen Tiefe und stehe zudem auf tieferem Niveau. Mit seinen Abmessungen sprenge er die MassstÃ¤blichkeit dieses kleinteiligen Umfelds und wirke bei den engen PlatzverhÃ¤ltnissen zu wuchtig. An der Fassade des benachbarten Hauses HÃ¶nggerstrasse Nr. W (ungerade Hausnummer) befinde sich bereits eine Eigenwerbung, die in der Nacht ausgeleuchtet sei. Zusammen mit dem Prismenwender wirke das Umfeld besonders in der Nacht in ausgeleuchtetem Zustand mit Werbemitteln Ã¼berladen und den Wohnnutzungen Ã¼berhaupt nicht angemessen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>DemgegenÃ¼ber befand die Vorinstanz, der projektierten Plakatwerbestelle kÃ¶nne ohne weiteres eine befriedigende Einordnung zuerkannt werden. Die BewilligungsbehÃ¶rde habe mit der Verweigerung der baurechtlichen Bewilligung fÃ¼r die strittige Anlage das ihr zustehende Ermessen klar unzweckmÃ¤ssig gehandhabt.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>GemÃ¤ss § 238 Abs. 1 PBG sind Bauten, Anlagen und Umschwung fÃ¼r sich und in ihrem Zusammenhang mit der baulichen und landschaftlichen Umgebung im Ganzen und in ihren einzelnen Teilen so zu gestalten, dass eine befriedigende Gesamtwirkung erreicht wird. Der kommunalen BaubehÃ¶rde steht bei der Anwendung der Ãsthetikvorschriften von § 238 PBG ein besonderer Ermessensspielraum zu. Trotz grundsÃ¤tzlich umfassender Kognition (§ 20 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 [VRG]) Ã¼berprÃ¼ft die Baurekurskommission solche Ermessensentscheide mit ZurÃ¼ckhaltung. Ist der Einordnungsentscheid der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde nachvollziehbar, d.h. auf einer vertretbaren WÃ¼rdigung der massgebenden SachumstÃ¤nde beruhend, so hat sie diesen zu respektieren und darf nicht ihr eigenes Ermessen an die Stelle der kommunalen BehÃ¶rde setzen (RB 1991 Nr. 2; 1981 Nr. 20; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 20 N. 19). Die Rekursinstanz darf erst dann eingreifen, wenn das vorinstanzliche Ermessen missbraucht, Ã¼berschritten oder sonst wie rechtsverletzend gehandhabt wurde.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Vorliegend geht es also um die Frage, ob die Vorinstanz die Ã¤sthetische WÃ¼rdigung der streitigen Plakatwerbestelle in ihrem baulichen Umfeld seitens der BeschwerdefÃ¼hrerin, welche zur Verweigerung der Bewilligung gefÃ¼hrt hatte, fÃ¼r offensichtlich nicht mehr vertretbar halten und damit ohne Rechtsverletzung in deren Ermessensspielraum eingreifen durfte</span><span>.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Zu Recht stellt die BeschwerdefÃ¼hrerin vor Verwaltungsgericht keinen Bezug mehr her zu den im kommunalen Inventar der Denkmalschutzobjekte aufgefÃ¼hrten HÃ¤usern HÃ¶nggerstrasse Nr. X (ungerade Nummer) und Nr. Y (gerade Nummer). Sowohl das etwa 100 m stadteinwÃ¤rts stehende GebÃ¤ude Nr. X als auch das stadtauswÃ¤rts jenseits des Platzes M stehende GebÃ¤ude Nr. 60 liegt ausserhalb des optischen Wirkungsfeldes einer Reklameanlage auf dem GrundstÃ¼ck HÃ¶nggerstrasse Nr. V. Zudem werden die Bereiche zwischen dem BaugrundstÃ¼ck und diesen inventarisierten GebÃ¤uden optisch bereits von dem als reine Verkehrsanlage gestalteten Platz M sowie der stadteinwÃ¤rts stehenden Entsorgungsanlage mit neun Containern und den dortigen Fremd- und Eigenwerbestellen dominiert.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Die Umgebung der geplanten Plakatwerbestelle ist durch zwei- bis vierstÃ¶ckige GebÃ¤ude mit zumeist gewerblicher Nutzung im Erdgeschoss geprÃ¤gt, welche direkt an die Strasse bzw. an den Trottoirrand gebaut sind. Eine Ausnahme bildet das BaugrundstÃ¼ck, ein reines Wohnhaus, das vom Trottoir leicht zurÃ¼ckversetzt steht. Der dadurch entstandene freie Raum ist gegen das Trottoir und gegen das angrenzende GrundstÃ¼ck HÃ¶nggerstrasse Nr. W von einem auf einer niedrigen Mauer stehenden Gartenzaun umgeben; parallel zur Strasse ist es ein Eisenzaun, seitlich gegen die NachbargrundstÃ¼cke sind es HolzzÃ¤une. Mit der Feststellung der BeschwerdefÃ¼hrerin, dass es sich um einen typischen Holzzaun handle, ist noch kein besonderes gestalterisches Niveau dieses Zaunes dargetan. Wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin vorbringt, dieser Vorgarten mit seiner Gartenmauer und dem typischen Holzzaun als Distanzhalter zwischen privatem Wohnhaus und Ã¶ffentlicher Strasse ohne weiteres als solcher klar erkennbar sei, heisst noch lange nicht, dass diesem eine speziell gestalterische QualitÃ¤t zukommt. Der mit einem Zaun umgebene Platz vor dem GebÃ¤ude ist befestigt und ungepflegt; irgendein besonderes gestalterisches Element ist nicht auszumachen und kann auch von der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht angefÃ¼hrt werden. Mit Bezug auf das GebÃ¤ude erschÃ¶pft sich die von der BeschwerdefÃ¼hrerin in der Bauverweigerung vorgenommenen Ã¤sthetischen Qualifikation in der Feststellung, dass dieses sich durch eine klare, einfache Volumetrie und eine entsprechende Fassadengestaltung auszeichne. Sie be­hauptet denn auch zu Recht nicht, dass das Erscheinungsbild des GebÃ¤udes HÃ¶nggerstrasse V durch die geplante Plakatwerbestelle beeintrÃ¤chtigt werde. FÃ¼r die stadteinwÃ¤rts Fahrenden wird die Plakatwerbestelle nÃ¤mlich durch das bis zum Trottoirrand vorragende GebÃ¤ude HÃ¶nggerstrasse W teilweise verdeckt. Aus der Sicht der stadtauswÃ¤rts Fahrenden bildet die sÃ¼dÃ¶stliche Fassade des GebÃ¤udes HÃ¶nggerstrasse W den Hintergrund der Plakatwerbestelle.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Ã¤sthetischen Vorbehalte der BeschwerdefÃ¼hrerin erschÃ¶pfen sich im Wesentlichen in der Behauptung, dass der Prismenwender die rÃ¤umliche Wirkung dieses in der Umgebung einzigartigen Vorgartens beeintrÃ¤chtige, weil er dessen kleinteilige MassstÃ¤blichkeit sprenge. Anders als in der BegrÃ¼ndung der Bauverweigerung angefÃ¼hrt wird, steht die projektierte Plakatwerbestelle jedoch nicht einfach quer bzw. mitten in diesem Vorgarten. Der Prismenwender soll vielmehr dicht entlang dem seitlichen Gartenzaun angebracht werden, der an der Grenze zum NachbargrundstÃ¼ck HÃ¶nggerstrasse Nr. W verlÃ¤uft. Der Prismenwender Ã¼berhÃ¶ht den Grenzzaun zu dieser Nachbarliegenschaft und bildet sogar einen Sichtschutz gegen den dortigen befestigten Vorplatz. Von einer "Zerschneidung des frei gespielten Vorgartenraums an der HÃ¶nggerstrasse in unbefriedigender Weise" kann keine Rede sein. Dass der Prismenwender vor der Fassade des GebÃ¤udes HÃ¶nggerstrasse Nr. W, auf welcher sich eine vertikal ausgerichtete Eigenwerbung befindet, stÃ¶rend wirken soll, ist nicht nachvollziehbar; auch nicht unter BerÃ¼cksichtigung der nÃ¤chtlichen Beleuchtungssituation. Die Auffassung, dass der projektierte Prismenwender sich in die bauliche Umgebung nicht befriedigend einordne, ist offensichtlich nicht vertretbar.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat sich bei dieser Bewilligungsverweigerung offenbar vom Bestreben leiten lassen, in VorgÃ¤rten von reinen WohnhÃ¤usern prinzipiell keine Fremdreklamen zuzulassen. Eine derartige generelle EinschrÃ¤nkung der Baufreiheit findet jedoch in § 238 PBG keine StÃ¼tze. Diese nach dem verfassungsmÃ¤ssigen Gebot der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit auszulegende Bestimmung lÃ¤sst die Verweigerung eines Bauvorhabens aus Ã¤sthetischen GrÃ¼nden nur zu, wenn die konkrete bauliche Situation keine befriedigende Gesamtwirkung erreichen lÃ¤sst.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit der Verweigerung der baurechtlichen Bewilligung fÃ¼r den projektierten Prismenwender hat die BeschwerdefÃ¼hrerin ihr Ermessen weit Ã¼berschritten. Die Vorinstanz ist demnach zu Recht â und mit zutreffenden ErwÃ¤gungen â eingeschritten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde ist daher abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Bei diesem Verfahrensausgang wird die BeschwerdefÃ¼hrerin kostenpflichtig (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihr von vornherein nicht zu. Hingegen ist der Beschwerdegegnerin gestÃ¼tzt auf § 17 Abs. 2 lit. b VRG eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zuzusprechen.</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span class="UrteilstextChar"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span></span><span class="UrteilstextChar"><span>die Kammer</span></span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.-- die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Kosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat der Beschwerdegegnerin eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen. </p> <p class="Urteilstext"><span>5. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>