<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">8C_95/2008 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 10. September 2008 </div> <div class="para">I. sozialrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Ursprung, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichterin Leuzinger, Bundesrichter Frésard, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Grünvogel. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">S.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Markus Wick, Bachmattweg 1, 5070 Frick, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, 6004 Luzern, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Unfallversicherung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 19. Dezember 2007. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Nach Einsicht </div> <div class="para">in die im Hinblick auf das Urteil <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=27.08.2008&amp;to_date=15.09.2008&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-109%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page109">BGE 134 V 109</a> mit Eingabe vom 16. April 2008 ergänzte Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegeheiten vom 6. Februar 2008 (Poststempel) gegen den Entscheid der Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 19. Dezember 2007, </div> <div class="para">in die Stellungnahme der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) und die Akten der Vorinstanz, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Erwägung, </div> <div class="para">dass streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer aus dem Unfall vom 31. Januar 2003 über den 30. April 2006 hinaus Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung hat, </div> <div class="para">dass die von der Rechtsprechung erarbeiteten Grundsätze über den für einen Leistungsanspruch nebst anderem erforderlichen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden sowie die Prüfung dieses Zusammenhangs nach der sog. Schleudertrauma- oder Psycho-Praxis, welche bei nicht mit organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen verbundenen Schleudertraumen, äquivalenten Verletzungen der HWS und Schädel-Hirntraumen zur Anwendung gelangen, von der Vorinstanz dargelegt wurden, worauf verwiesen wird, </div> <div class="para">dass das Bundesgericht jüngst die Schleudertrauma-Praxis in zweierlei Hinsicht präzisiert hat: Zum einen wurden die Anforderungen an den Nachweis einer natürlich unfallkausalen Verletzung, welche die Anwendung dieser Praxis bei der Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs rechtfertigt, erhöht, zum anderen wurden die Kriterien, welche abhängig von der Unfallschwere gegebenenfalls in die Adäquanzbeurteilung einzubeziehen sind, teilweise modifiziert (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=27.08.2008&amp;to_date=15.09.2008&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-109%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page109">BGE 134 V 109</a> E. 9 und 10 S. 121 ff.), </div> <div class="para">dass klinische Befunde wie Muskelverkürzungen, Muskelreflexreduktionen sowie herabgesetzte Oberflächensensibilität nicht hinreichend auf ein klar fassbares unfallbedingtes organisches Korrelat des geklagten Beschwerdebildes schliessen lassen, </div> <div class="para">dass es demzufolge einer besonderen Adäquanzprüfung bedarf, </div> <div class="para">dass selbst wenn - wie vom Beschwerdeführer gefordert und von Vorinstanz sowie Beschwerdegegnerin in Abrede gestellt - nach den in <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=27.08.2008&amp;to_date=15.09.2008&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-109%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page109">BGE 134 V 109</a> vorgegebenen Kriterien vorzugehen wäre, die Adäquanz verneint werden müsste, da es an der, bei einem als mittelschwer einzustufenden Unfall geforderten Kriterienintensität (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=27.08.2008&amp;to_date=15.09.2008&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-359%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page359">BGE 117 V 359</a> E. 6b) mangelt, </div> <div class="para">dass von der auf Grund des augenfälligen Geschehensablaufes vorgenommenen vorinstanzlichen Wertung des Ereignisses vom 31. Januar 2003 als mittelschwerer Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen abzuweichen, ungeachtet der effektiven kollisionsbedingten Geschwindigkeitsveränderung (Delta-V von 10-15 km/h oder 21-24 km/h) kein Anlass besteht, </div> <div class="para">dass deshalb von den weiteren, objektiv fassbaren und unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehenden oder als Folge davon erscheinenden Umständen, welche als massgebende Kriterien in die Gesamtwürdigung einzubeziehen sind (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=27.08.2008&amp;to_date=15.09.2008&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-359%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page359">BGE 117 V 359</a> E. 6a S. 367), für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges entweder ein einzelnes in besonders ausgeprägter Weise oder aber mehrere in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sein (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=27.08.2008&amp;to_date=15.09.2008&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-359%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page359">BGE 117 V 359</a> E. 6b S. 367 f.) müssen, woran <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=27.08.2008&amp;to_date=15.09.2008&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-109%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page109">BGE 134 V 109</a> (dortige E. 10.1 S. 126 f.) nichts geändert hat, </div> <div class="para">dass das (durch <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=27.08.2008&amp;to_date=15.09.2008&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-109%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page109">BGE 134 V 109</a> nicht geänderte) Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls mit der zutreffenden Begründung der Vorinstanz zu verneinen ist, </div> <div class="para">dass das ebenfalls unverändert gebliebene Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen (a.a.O. E. 10.2.2 S. 127 f.) ebenso wenig erfüllt ist, Gegenteiliges denn auch nicht behauptet wird, </div> <div class="para">dass im Weiteren das neu gefasste Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung (a.a.O. E. 10.2.3 S. 128, bisher: ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung) nicht gegeben ist, gelten doch vornehmlich der Abklärung des Gesundheitszustands und der verbleibenden Arbeitsfähigkeit dienende stationäre Aufenthalte und ärztliche Untersuchungen des als wenig kooperativ beschriebenen Beschwerdeführers genauso wenig wie Kontrollen beim Hausarzt als regelmässige, zielgerichtete Behandlung (Urteil U 219/05 vom 6. März 2006, E. 6.4.2 mit Hinweisen) und resultiert selbst aus einer regelmässig durchgeführten Physiotherapie nicht eine erhebliche Mehrbelastung (vgl. dazu Urteil 8C_278/2008 vom 18. August 2008, E. 3.4), </div> <div class="para">dass das Vorliegen einer ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=27.08.2008&amp;to_date=15.09.2008&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-109%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page109">BGE 134 V 109</a> E. 10.2.5 S. 129), insbesondere weil der Halskragen zu lange verordnet worden sei, offen gelassen werden kann, </div> <div class="para">dass die ärztlichen Behandlung und die Beschwerdenintensität ausschliesslich im Rahmen der spezifischen Adäquanzkriterien zu berücksichtigen sind, nicht jedoch zusätzlich beim Kriterium des schwierigen Heilungsverlaufs oder erheblicher Komplikationen, es vielmehr zu dessen Erfüllung besonderer Gründe bedarf, welche die Heilung beeinträchtigt haben (Urteil U 503/06 vom 7. November 2007, E. 7.6 mit Hinweis), was indessen vorliegend nicht auszumachen ist, </div> <div class="para">dass das neu umschriebene Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=27.08.2008&amp;to_date=15.09.2008&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-109%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page109">BGE 134 V 109</a> E. 10.2.7 S. 129 f.) ebenso wenig erfüllt ist, ist doch die ungenügende Leistungsbereitschaft des Beschwerdeführers von verschiedenen Ärzten festgestellt worden und hat er trotz verschiedentlich attestierter Arbeitsfähigkeit seit dem Unfall keine Arbeitsversuche mehr unternommen, </div> <div class="para">dass schliesslich die Frage, ob das Kriterium der erheblichen Beschwerden (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=27.08.2008&amp;to_date=15.09.2008&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-109%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page109">BGE 134 V 109</a> E. 10.2.4 S. 128 f., bisher: Dauerbeschwerden) erfüllt ist, nicht abschliessend beantwortet werden muss, liegt es doch gemäss verschiedenen ärztlichen Aussagen objektiv gesehen nicht in besonders ausgeprägter Weise vor, </div> <div class="para">dass somit, wenn überhaupt, lediglich zwei Adäquanzkriterien erfüllt sind, wovon keines in besonders ausgeprägter Weise, </div> <div class="para">dass dies zur Bejahung der Adäquanz auch nicht ausreichend würde, wenn das Unfallereignis als im mittleren Bereich der mittelschweren Unfälle liegend qualifiziert würde, was die Vorinstanz in Betracht gezogen hat, </div> <div class="para">dass dergestalt die Beschwerde im Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG</span> und gemäss <span class="artref">Art. 65 Abs. 1 BGG</span> unter Kostenfolge zu Lasten des Rechtsuchenden zu erledigen ist, zumal das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege bereits mit Verfügung vom 31. Juli 2008 abgewiesen worden ist, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 10. September 2008 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Ursprung Grünvogel </div> </div></body></html>