<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2005.00069</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205949&amp;W10_KEY=4467135&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2005.00069</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 28.06.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 1999</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Abgrenzung Privat-/Geschäftsvermögen bei Verkauf von Beteiligung an Immobiliengesellschaft<br/>Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit als Liegenschaftenhändler?<br/><br/>Der Steuerpflichtige ist Architekt und nebenberuflicher selbständiger Liegenschaftenhändler. Zudem ist er u.a. Angestellter der D-AG, bei welcher er auch VR ist.<br/>Der Gewinn aus dem Verkauf einer Beteiligung an einer Immobiliengesellschaft stellt dann Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit dar, wenn es sich bei ihr um Geschäftsvermögen handelt. Ob solches vorliegt, bestimmt sich unter Würdigung der gesamten Umstände und der tatsächlichen Verhältnisse im Einzelfall anhand der technisch-wirtschaftlichen Funktion des betreffenden Aktivums, also anhand seiner Zweckbestimmung. Geschäftsvermögen liegt dabei vor, wenn eine enge wirtschaftliche Beziehung zwischen der Beteiligung an der Kapitalgesellschaft und dem Geschäft des Steuerpflichtigen besteht und dieses durch die Beteiligung gefördert wird. Unter dem durch die Beteiligung zu fördernden Geschäft versteht man dabei die Betätigungen des Einzel- bzw. Personenunternehmers, und nicht die Tätigkeit einer juristischen Person, an welcher die natürliche Person nur beteiligt ist. (Das Bundesgericht hat diese Rechtsprechung für die direkte Bundessteuer mittlerweile dahingehend ausgeweitet, dass das Geschäft des Steuerpflichtigen, dem die Beteiligung an der Kapitalgesellschaft dienen muss, auch in der Rechtsform einer juristischen Person betrieben werden kann, dies zumindest dann, wenn Letztere durch einen einzigen Anteilseigner gehalten wird.)<br/>Auch angesichts der branchennahen (Neben-)Tätigkeiten des Pflichtigen ist im vorliegenden Fall - auch unter Anwendung der neuesten bundesgerichtlichen Rechtsprechung - nicht zu erkennen, wie die fragliche Beteiligung an der Immobiliengesellschaft Geschäftsvermögen und deren Veräusserung damit Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit sein könnte. Die Immobiliengesellschaft verhalf nämlich nur der D-AG zuAufträgen, und an dieser ist der Pflichtige nicht beteiligt. Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARCHITEKT">ARCHITEKT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BETEILIGUNG">BETEILIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINSCHÃTZUNG UND EINSCHÃTZUNGSGRUNDLAGEN">EINSCHÃTZUNG UND EINSCHÃTZUNGSGRUNDLAGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESCHÃFTSVERMÃGEN">GESCHÃFTSVERMÃGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: IMMOBILIENGESELLSCHAFT">IMMOBILIENGESELLSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KAPITALGEWINN">KAPITALGEWINN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LIEGENSCHAFTENHÃNDLER">LIEGENSCHAFTENHÃNDLER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELBSTÃNDIGE ERWERBSTÃTIGKEIT">SELBSTÃNDIGE ERWERBSTÃTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TECHNISCH-OBJEKTIVE BETRACHTUNGSWEISE">TECHNISCH-OBJEKTIVE BETRACHTUNGSWEISE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTIKALE STEUERHARMONISIERUNG">VERTIKALE STEUERHARMONISIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WERTSCHRIFTENHÃNDLER">WERTSCHRIFTENHÃNDLER</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 18 DBG</span><br/><span class="ungerade">§ 18 StG</span><br/><span class="gerade">§ 216 Abs. II lit. a StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2006 Nr. 81</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Der mit B verheiratete A arbeitet hauptberuflich als Architekt in der 1976 gegrÃ¼ndeten D AG in unselbstÃ¤ndiger Stellung und bekleidet in dieser Gesellschaft ein Amt als Verwaltungsrat. Deren VerwaltungsratsprÃ¤sident ist E, der seit einigen Jahren und insbesondere auch in der vorliegend interessierenden Steuerperiode AlleinaktionÃ¤r der Gesellschaft war; der Pflichtige selbst war frÃ¼her bis Ende 1992 ebenfalls (zur HÃ¤lfte) AktionÃ¤r der D AG und deklariert seit der SteuererklÃ¤rung 1998 eine Option auf Aktien der D AG; heute wird er auf der Homepage der Gesellschaft wieder als "Mitinhaber" bezeichnet. Daneben ist der Pflichtige zur HÃ¤lfte an der seit 21. September 1999 in X (ausserkantonal) bei der F AG domizilierten G AG beteiligt, welche vorab den Erwerb, die Erschliessung, die Ãberbauung sowie den An- und Verkauf von Immobilien bezweckt. Bei dieser Gesellschaft sitzt er ebenfalls im Verwaltungsrat. Schliesslich betreibt er nebenberuflich seit Jahren gewerbsmÃ¤ssigen Handel mit Liegenschaften.</p> <p class="Urteilstext">1997 grÃ¼ndete der Pflichtige zusammen mit seinem BÃ¼ropartner E und H und I die J AG mit Sitz in X (ausserkantonal). Diese mittlerweile aufgelÃ¶ste und im Handelsregister gelÃ¶schte Gesellschaft, an der die vier GrÃ¼nder zu je 25% beteiligt waren, verfÃ¼gte Ã¼ber ein Aktienkapital von Fr. 100'000.- und bezweckte den Erwerb, die Erstellung und Vermietung sowie den Handel mit GrundstÃ¼cken und Liegenschaften. Da die GrÃ¼nder nach aussen nicht in Erscheinung treten wollten, beauftragten sie die K AG mit der treuhÃ¤nderischen GrÃ¼ndung und Verwaltung; diese hatte auch den (einzigen) Verwaltungsrat der J AG zu stellen.</p> <p class="Urteilstext">Die J AG erstellte in der Folge in Y einen grossen Immobilienkomplex mit Eigentumswohnungen und ReiheneinfamilienhÃ¤usern. WÃ¤hrend die Architekturarbeiten von der D AG ausgefÃ¼hrt wurden, Ã¼bernahm die von H und I beherrschte L AG den Part der Generalunternehmerin. Im Lauf des Jahres 1999 ergaben sich allerdings Spannungen zwischen dem Pflichtigen und E einerseits sowie H und I andererseits. Infolgedessen verkauften die beiden Architekten am 11. Oktober 1999 ihre Beteiligungen an der J AG von je 25% an H fÃ¼r insgesamt Fr. 725'000.- und erzielten â nach Abzug des eingebrachten Kapitals â je einen Gewinn von Fr. 337'500.-.</p> <p class="Urteilstext">Das kantonale Steueramt erachtete diesen Gewinn als Einkommen aus selbstÃ¤ndigem Nebenerwerb und unterwarf das nach Abzug des entsprechenden AHV-Sonderbeitrags von Fr. 32'864.40 verbleibende Nettobetreffnis von Fr. 304'636.- der Besteuerung. Mit EinschÃ¤tzungsentscheid vom 27. September 2002 erfolgte eine Veranlagung mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. â¦ (ZÃ¼rich) und Fr. â¦ (Gesamt).</p> <p class="Sachverhalt2">Eine hiergegen erhobene Einsprache wurde am 10. November 2004 abgewiesen. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt1"><span class="UrteilstextChar">Den gegen den Einspracheentscheid erhobenen Rekurs wies die Steuerrekurskommission II am 24. August 2005 ab. Sie erwog, bezÃ¼glich Bestimmung von Inhalt und Umfang des Begriffs der selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit bleibe angesichts der vertikalen Steuerharmonisierung kein Raum mehr fÃ¼r eine eigenstÃ¤ndige kantonale Begriffsumschreibung und sei hierfÃ¼r einzig die Auslegung des</span> Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 Ã¼ber die direkte Bundessteuer (DBG) sowie die hierzu ergangene bundesgerichtliche Rechtsprechung von Bedeutung. In einem sich bezÃ¼glich des hier in Frage stehenden Verkaufs gleichgelagerten Fall, dem Verkauf von 25% der J AG durch <span class="UrteilstextChar">E, habe das Bundesgericht fÃ¼r die direkte Bundessteuer mit Urteil vom 22. April 2005 (</span><span>2A.547/2004) </span><span class="UrteilstextChar">erkannt, es liege bei der genannten Beteiligung GeschÃ¤ftsvermÃ¶gen vor, weshalb der Gewinn aus deren VerÃ¤usserung als Einkommen aus selbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit zu wÃ¼rdigen sei. Dieser Schluss mÃ¼sse angesichts der erwÃ¤hnten vertikalen Harmonisierung auch fÃ¼r die Veranlagung der Staats- und Gemeindesteuern des Pflichtigen gelten. Unerheblich sei dabei (aus nÃ¤her ausgefÃ¼hrten GrÃ¼nden) unter anderem, dass der Pflichtige anders als E nicht AktionÃ¤r der D AG sei, und dass bezÃ¼glich E fÃ¼r die Staats- und Gemeindesteuern 1999 rechtskrÃ¤ftig erkannt worden sei, es liege keine selbstÃ¤ndige ErwerbstÃ¤tigkeit vor.</span></p> <p class="Urteilstext">Bereits am 24. Februar 2003 war im Ãbrigen abschliessend Ã¼ber die die entsprechende Steuerperiode betreffende direkte Bundessteuer, bei deren Veranlagung die vorliegend streitige Aufrechnung ebenfalls erfolgt war, entschieden worden. Mit Beschluss von diesem Datum konnte die zustÃ¤ndige damalige Bundessteuer-Rekurskommission auf eine Beschwerde des Pflichtigen gegen den die Bundessteuer betreffenden Einspracheentscheid des Kantonalen Steueramts vom 25. November 2002 wegen VerspÃ¤tung nicht eintreten. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen den Entscheid vom 24. August 2005 erhoben die Pflichtigen am 30. September 2005 Beschwerde an das Verwaltungsgericht mit dem Antrag, es sei das steuerbare Einkommen auf Fr. â¦ und das steuerbare VermÃ¶gen auf Fr. â¦ (ZÃ¼rich) und Fr. â¦ (Gesamt) festzusetzen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten des Staates.</p> <p class="Urteilstext">Die Steuerrekurskommission II und das kantonale Steueramt schlossen auf Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden.</p> <p class="Erwgung2">Das Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sachverhalt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das von der Rekurskommission in Ãbereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf Angemessenheit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekursinstanz zu setzen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts erstreckt sich lediglich auf rechtsverletzende Ermessensfehler, d.h. auf ErmessensÃ¼berschreitung und auf Ermessensmissbrauch (RB 1999 Nr. 147).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss § 18 StG sind alle EinkÃ¼nfte aus einem Handels-, Industrie-, Gewerbe-, Land- und Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien Beruf sowie aus jeder anderen selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit steuerbar. Zu den EinkÃ¼nften aus selbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit zÃ¤hlen auch alle Kapitalgewinne aus VerÃ¤usserung, Verwertung oder buchmÃ¤ssiger Aufwertung von GeschÃ¤ftsvermÃ¶gen. Der VerÃ¤usserung gleichgestellt ist die ÃberfÃ¼hrung von GeschÃ¤ftsvermÃ¶gen in das PrivatvermÃ¶gen oder in auslÃ¤ndische Betriebe oder BetriebstÃ¤tten. Als GeschÃ¤ftsvermÃ¶gen gelten alle VermÃ¶genswerte, die ganz oder vorwiegend der selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit dienen (§ 18 Abs. 2 StG in der Fassung vom 8. Juni 1997). DemgegenÃ¼ber sind laut § 16 Abs. 3 StG die Kapitalgewinne aus der VerÃ¤usserung von PrivatvermÃ¶gen â vorbehÃ¤ltlich der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer â steuerfrei.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>§ 18 StG entspricht materiell weitgehend dem bisherigen Recht (§ 19 lit. b aStG), mit Ausnahme der hier nicht interessierenden PrÃ¤ponderanzmethode, welche § 18 StG neu in das ZÃ¼rcher Recht eingefÃ¼hrt hat. Die heutige Bestimmung lautet auch gleich wie Art. 18 Abs. 1 und 2 DBG. Der harmonisierungsrechtliche Begriff der selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit entspricht denn auch grundsÃ¤tzlich demjenigen der bisherigen ZÃ¼rcher Praxis (RB 2004 Nr. 89).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.1 </b>Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts ist die selbstÃ¤n­dige ErwerbstÃ¤­tigkeit dadurch gekennzeichnet, dass ihr TrÃ¤ger durch Einsatz von Arbeitsleistung und Ka­pital in frei bestimmter Selbstorganisation planmÃ¤ssig, anhaltend und nach aussen sichtbar zum Zweck der Gewinnerzielung am wirtschaftlichen Verkehr teilnimmt (RB 1988 Nr. 23 = StE 1989 B 23.1 Nr. 17; RB 1993 Nr. 16 = StE 1994 B 23.1 Nr. 28). Nach der zur Frage des gewerbsmÃ¤ssigen Wertschriftenhandels entwickelten Praxis ist die Verwaltung eigenen VermÃ¶gens auch dann keine ErwerbstÃ¤tigkeit, wenn das VermÃ¶gen gross ist und der Steuerpflichtige zu seiner fortlaufenden Orientierung eine kaufmÃ¤nnische Buchhaltung fÃ¼hrt (RB 1981 Nr. 46 mit Hinweisen). Damit hat das Verwaltungsgericht in konstanter Rechtsprechung weit hÃ¶here Anforderungen an die Bejahung einer selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit als nebenberuflicher gewerbsmÃ¤ssiger WertschriftenhÃ¤ndler gestellt, als dies etwa das Bundesgericht fÃ¼r die direkte Bundessteuer fÃ¼r Liegenschaften- und WertschriftenhÃ¤ndler getan hat (BGE 125 II 113 E. 3c und 5e; BGE 122 II 446 mit Hinweisen; vgl. etwa schon die AusfÃ¼hrungen des Verwaltungsgerichts zu Liegenschaften- und Wertschriftenhandel in RB 1988 Nr. 23 = StE 1989 B 23.1 Nr. 17). Die vom Bundesgericht entwickelten Kriterien wie HÃ¤ufung der An- und VerkÃ¤ufe, die Inanspruchnahme bedeutender Fremdmittel, kurze Besitzesdauer sowie der Einsatz von Spezialkenntnissen verdeutlichen und konkretisieren die herkÃ¶mmlichen Begriffsmerkmale der selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit (RB 1988 Nr. 23). Das Vorhandensein einzelner oder sogar verschiedener dieser Indizien entbindet das Gericht indessen nicht davon, sich mit den eigentlichen Merkmalen der selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit zu befassen, um derart ein umfassendes Gesamtbild der zu beurteilenden AktivitÃ¤ten zu erhalten (vgl. Markus Reich, in: Martin Zweifel/Peter Athanas [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/1, 2. A., Basel und Frankfurt am Main 2002, Art. 8 StHG N. 12). </p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.2 </b>Als GeschÃ¤ftsvermÃ¶gen gelten alle VermÃ¶genswerte, die ganz oder vorwiegend der selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit dienen (§ 18 Abs. 2 StG in der Fassung vom 8. Juni 1997). Ist diese Zuordnung zu Privat- oder GeschÃ¤ftsvermÃ¶gen nicht von vornherein klar, so ist bei den vorzunehmenden Abgrenzungen dieser so genannten alternativen WirtschaftsgÃ¼ter unter WÃ¼rdigung der gesamten UmstÃ¤nde und der tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse im Einzelfall vorab auf die technisch-wirtschaftliche Funktion des betreffenden Aktivums, also auf seine Zweckbestimmung, abzustellen (vgl. RB 2003 Nr. 83; RB 1999 Nr. 137). <span>Bei Beteiligungsrechten liegt nach neuester bundesgerichtlicher Rechtsprechung dann GeschÃ¤ftsvermÃ¶gen vor, wenn eine enge wirtschaftliche Beziehung zwischen der Beteiligung an der Kapitalgesellschaft und dem GeschÃ¤ft des Steuerpflichtigen besteht. Eine solche ist insbesondere anzunehmen, wenn die Beteiligung fÃ¼r GeschÃ¤ftszwecke erworben wurde oder sie dem Inhaber einen massgeblichen Einfluss auf eine Gesellschaft verschafft, deren geschÃ¤ftliche TÃ¤tigkeit seiner eigenen entspricht oder diese sinnvoll ergÃ¤nzt, was ihm erlaubt, seine ursprÃ¼ngliche GeschÃ¤ftstÃ¤tigkeit auszudehnen. Diese Voraussetzung ist gegeben, wenn der Steuerpflichtige die Beteiligungsrechte konkret dazu einsetzt, um das GeschÃ¤ftsergebnis seines eigenen Unternehmens bzw. dessen Gewinnchancen zu verbessern bzw. einen entsprechenden Willen aufweist, seine Beteiligungsrechte fÃ¼r die Verbesserung des wirtschaftlichen Gewinns seines Unternehmens auszunutzen (BGr, 9. April 2001, StE 2001 B 23.2 Nr. 23; </span>RB 1999 Nr. 137; <span>vgl. auch </span>Marco Duss/Marco Greter/Julia von Ah, Die Besteuerung SelbstÃ¤ndigerwerbender, ZÃ¼rich etc. 2004, 39 f.). <span>Nicht erforderlich fÃ¼r die Zurechnung zum GeschÃ¤ftsvermÃ¶gen ist laut Bundesgericht eine Mehrheitsbeteiligung (BGr, 22. April 2005, 2A.547/2004, E. 2.3). Bei alledem hat das Bundesgericht allerdings festgehalten, beim Fehlen einer selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit bildeten Beteiligungsrechte zwingend PrivatvermÃ¶gen (BGr, 29. Mai 2000, NStP 54 [2000] 95 f.).</span></p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.3 </b>Es besteht aus heutiger Sicht kein Anlass, von dieser bewÃ¤hrten Rechtsprechung abzuweichen. Weder haben die gesetzlichen Bestimmungen fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich wesentlich geÃ¤ndert noch ist der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts in der Literatur Kritik entgegengebracht worden, welche eine neue Beurteilung erfordern wÃ¼rde. Auch unter der Herrschaft des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 ist die bisherige Rechtsprechung zur selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit daher weiterzufÃ¼hren: Angesichts der gesetzlich normierten Steuerfreiheit des privaten Kapitalgewinns bei der Besteuerung von Wertschriftengewinnen ist bei der Annahme einer selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit nach wie vor grosse ZurÃ¼ckhaltung angezeigt (vgl. RB 2004 Nr. 89). </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b>GrundstÃ¼ckgewinnsteuern werden nach § 216 Abs. 1 StG erhoben von den Gewinnen, die sich bei HandÃ¤nderungen an GrundstÃ¼cken oder Anteilen von solchen ergeben. HandÃ¤nderungen an GrundstÃ¼cken sind nach § 216 Abs. 2 lit. a StG gleichgestellte RechtsgeschÃ¤fte, die bezÃ¼glich der VerfÃ¼gungsgewalt Ã¼ber GrundstÃ¼cke tatsÃ¤chlich und wirtschaftlich wie HandÃ¤nderungen wirken. Ein solches RechtsgeschÃ¤ft liegt nach stÃ¤n­diger Rechtsprechung und herrschender Lehre unter anderem vor, wenn die Mehrheitsbeteiligung an einer Immobiliengesellschaft verÃ¤ussert und damit die Beherrschung der Gesellschaft einem Dritten Ã¼bertragen wird (vgl. schon RB ORK 1955 Nr. 107, letztmals bestÃ¤tigt in VGr, 13. MÃ¤rz 2002, SB.2001.00068; Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann/Hans Ulrich Meuter, Kommentar zum harmonisierten Steuergesetz, 2.A. ZÃ¼rich 2006, § 216 N. 100 ff., unter Hinweis in N. 102 auf die abweichende Meinung von Rudolf Iseli, Die Ãbertragung einer Immo­biliengesellschafts-Beteiligung im zÃ¼rcherischen Grundsteuerrecht, ASA 51 [1982/83] 321 ff., 343). <span>Eine Immobiliengesellschaft liegt dann vor, wenn sie ausschliesslich oder zu­mindest Ã¼berwiegend die Nutzbarmachung der Wertsteigerung ihres Grundbesitzes oder des­sen Verwendung als sichere und nutzbringende Kapitalanlage bezweckt, ohne RÃ¼ck­sicht dar­auf, ob die Nutzbarmachung oder Verwendung durch VerÃ¤usserung, Ver­mie­tung, Ver­pach­tung oder Ãberbauung geschehen soll (RB 1998 Nr. 154). </span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Der Umstand, dass das Gesetz in einigen FÃ¤llen nicht oder nicht richtig angewendet worden ist, gibt dem BÃ¼rger grundsÃ¤tzlich keinen Anspruch darauf, ebenfalls abweichend vom Gesetz behandelt zu werden (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2002, Rz. 518). Das gilt allerdings nur, wenn lediglich in einem oder in einigen wenigen FÃ¤llen eine vom Gesetz abweichende Behandlung dargetan ist. Wenn es dagegen die BehÃ¶rden ablehnen, die in andern FÃ¤llen geÃ¼bte Praxis aufzugeben, kann der BÃ¼rger verlangen, dass die gesetzwidrige BegÃ¼nstigung, die dem Dritten zuteil wird, auch ihm gewÃ¤hrt werde. Anderseits kÃ¶nnen dem ausnahmsweise einzurÃ¤umenden Anspruch auf Behandlung in Abweichung vom Gesetz gewichtige Ã¶ffentliche Interessen oder das berechtigte Interesse eines privaten Dritten an gesetzmÃ¤ssiger Rechtsanwendung entgegenstehen; hierÃ¼ber ist im Einzelfall im Rahmen einer InteressenabwÃ¤gung zu entscheiden (BGE 123 II 248 E. 3c mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Bei der J AG handelt es sich zweifelsfrei um eine Immobiliengesellschaft im Sinne der massgebenden Rechtsprechung (vgl. vorne ErwÃ¤gung 2.2). Da es vorliegend um den Verkauf einer Minderheitsbeteiligung an dieser AG geht, entfallen Grundsteuerfolgen von vornherein und ist die Frage zu beantworten, ob es sich beim ErlÃ¶s aus dem Verkauf der Beteiligung an der J AG durch den Pflichtigen um einen steuerfreien Kapitalgewinn handle. Dies ist â nur, aber immerhin â dann der Fall, wenn die erwÃ¤hnte Beteiligung nicht als GeschÃ¤ftsvermÃ¶gen des Pflichtigen zu qualifizieren ist und auch sonst keine selbstÃ¤ndige ErwerbstÃ¤tigkeit vorliegt (vgl. vorne ErwÃ¤gung 2.1).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Das kantonale Steueramt stÃ¼tzte sich in seinem Einspracheentscheid vom 10. November 2004 auf die zur direkten Bundessteuer ergangene Rechtsprechung des Bundesgerichts zur selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit und zum gewerbsmÃ¤ssigen Liegenschaftenhandel (insbesondere auf BGE 125 II 113, in welchem die bisherige zum <span>Bundesratsbeschluss vom 9. Dezember 1940 Ã¼ber die Erhebung einer direkten Bundessteuer ergangene Praxis auch fÃ¼r das DBG als einschlÃ¤gig erklÃ¤rt wird</span>). Es gelangte dabei nach Hinweis auf frÃ¼here TÃ¤tigkeiten des Pflichtigen in der Immobilienbranche und nach Auseinandersetzung mit den gemÃ¤ss Bundesgericht fÃ¼r eine selbstÃ¤ndige ErwerbstÃ¤tigkeit sprechenden einzelnen Indizien zum Schluss, die Voraussetzungen fÃ¼r die Qualifikation als gewerbsmÃ¤ssiger LiegenschaftenhÃ¤ndler seien erfÃ¼llt. Demzufolge handle es sich bei der vom Pflichtigen verÃ¤usserten Beteiligung an der J AG um GeschÃ¤ftsvermÃ¶gen, woran auch nichts Ã¤ndere, dass die massgebende Bauparzelle in Y nicht durch den Pflichtigen selbst, sondern eben durch die J AG erworben worden sei. Dieses Ergebnis stehe auch im Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung betreffend der Zuordnung von Beteiligungsrechten zum Privat- und GeschÃ¤ftsvermÃ¶gen, wobei insbesondere nicht von Bedeutung sei, dass der Pflichtige Ã¼ber keine Mehrheitsbeteiligung an der J AG verfÃ¼gt habe. </p> <p class="Urteilstext">Die Rekurskommission bestÃ¤tigte dieses Ergebnis und stÃ¼tzte sich in ihrem Entscheid insbesondere auch auf das den GeschÃ¤ftspartner des Pflichtigen, E, betreffende Urteil des Bundesgerichts vom 22. April 2005 (2A.547/2004), in dem die entsprechende Beteiligung von 25% an der J AG als GeschÃ¤ftsvermÃ¶gen qualifiziert wurde, weshalb der Gewinn aus deren VerÃ¤usserung als Einkommen aus selbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit gewÃ¼rdigt und der direkten Bundessteuer unterworfen wurde. Angesichts der vom angestrebten vertikalen Harmonisierung bleibe fÃ¼r eine abweichende Behandlung bei den Staats- und Gemeindesteuern kein Raum (vgl. vorne II). </p> <p class="Erwgung2"><span class="UrteilstextChar"><b>3.3 </b></span>Die Pflichtigen halten den Entscheiden entgegen, angesichts der unterschiedlichen Konzeption der Besteuerung von GrundstÃ¼ckgewinnen auf Bundesebene und auf derjenigen der Kantone bestÃ¼nde auch bei vertikaler Harmonisierung nach wie vor Raum fÃ¼r eine differenzierte kantonale Regelung. Eine solche sei gar harmonisierungsrechtlich geboten, da die vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen die Existenz der J AG als faktisch irrelevant betrachteten und einen eigentlichen Durchgriff vornÃ¤hmen. Ein direkter Verkauf eines Liegenschaftenanteils werde aber von Gesetzes wegen bei den Staats- und Gemeindesteuern anders behandelt, als bei der direkten Bundessteuer. Zudem hÃ¤tten die Beteiligungsrechte beim Pflichtigen eben â anders als bei E â gerade keinen Bezug zum eigenen Unternehmen, der D AG, sondern hÃ¶chstens zur TÃ¤tigkeit als selbstÃ¤ndiger LiegenschaftenhÃ¤ndler. Allerdings gebreche es dann an der nach verwaltungsgerichtlicher Rechtsprechung geforderten eigenen FÃ¼hrung der J AG durch den Pflichtigen. Zudem sei nicht ersichtlich, wie die Beteiligung an der J AG die TÃ¤tigkeit der G AG, an der der Pflichtige zu 50% beteiligt war, oder den selbstÃ¤ndigen Liegenschaftenhandel des Pflichtigen positiv beeinflusst habe. GefÃ¶rdert worden sei einzig die TÃ¤tigkeit der D AG, an welcher der Pflichtige aber eben gerade nicht beteiligt gewesen sei. Schliesslich sei zu beachten, dass der Pflichtige auch deshalb Anspruch auf einen fÃ¼r ihn positiven Entscheid habe, weil die Steuerrekurskommission I bezÃ¼glich der Staats- und Gemeindesteuern 1999 von E fÃ¼r die nÃ¤mliche Konstellation am 31. Januar 2003 erkannt habe, <span class="UrteilstextChar">es liege keine selbstÃ¤ndige ErwerbstÃ¤tigkeit vor. Werde dieser Entscheid nunmehr als rechtswidrig erachtet, so bestehe fÃ¼r den Pflichtigen ein Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Der Pflichtige betreibt seit Jahren zumindest im Nebenberuf gewerbsmÃ¤ssigen Liegenschaftenhandel. Da in der Beschwerdeschrift nun zu Recht auch nicht mehr geltend gemacht wird, die entsprechende TÃ¤tigkeit sei in der Steuerperiode 1999 aufgegeben worden, kann diesbezÃ¼glich auf die zutreffenden ErwÃ¤gungen in Rekurs- und Einspracheentscheid verwiesen werden (vgl. § 161 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976). Indessen ist in der Tat nicht zu erkennen, wie die Beteiligung des Pflichtigen an der J AG den selbstÃ¤ndigen Liegenschaftenhandel des Pflichtigen positiv beeinflusst haben und so die fÃ¼r die Qualifikation der Beteiligung als GeschÃ¤ftsvermÃ¶gen notwendige dienende Funktion bzw. die entsprechende wirtschaftlich-technische VerknÃ¼pfung aufweisen soll (vgl. vorne ErwÃ¤gung 2.1.2). Dies gilt um so mehr, als anhand der deklarierten EinkÃ¼nfte aus selbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit als Architekt sowie den Akten auch keine Anhaltspunkte dafÃ¼r ersichtlich sind, dass die J AG dem Pflichtigen auch direkt ArchitekturauftrÃ¤ge vermittelt hÃ¤tte. Was die G AG betrifft, an der der Pflichtige zu 50% beteiligt war und welche Liegenschaftenhandel und ImmobiliengeschÃ¤fte betreibt, so ist eine derartige VerknÃ¼pfung ebenfalls nicht ersichtlich. Die Annahme, der Verkauf der Beteiligung kÃ¶nnte selbstÃ¤ndiges Erwerbseinkommen aus Wertschriftenhandel darstellen, verbietet sich angesichts der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung von selbst (vgl. vorne 2.1.1 und 2.1.3) und wurde von den Vorinstanzen zu Recht auch nicht weiter geprÃ¼ft.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Unbestritten und aktenkundig ist dagegen, dass die J AG unter anderem bezweckte, der D AG, welche ihrerseits weder Liegenschaftenhandel betreibt noch eine Immobiliengesellschaft darstellt, Arbeit zu beschaffen und AuftrÃ¤ge zuzufÃ¼hren, was angesichts eines aktenkundigen Honorars von Fr. 1'200'000.- auch durchaus gelang. Deren TÃ¤tigkeit wurde denn auch durch die Beteiligung des Pflichtigen an der J AG durchaus positiv beeinflusst. Damit unterscheidet sich der vorliegende Fall aber wesentlich von den bisher in der Rechtsprechung entschiedenen, ging es bei jenen FÃ¤llen doch um die Frage der <span>engen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Beteiligung an der Kapitalgesellschaft und dem GeschÃ¤ft des Steuerpflichtigen als SelbstÃ¤ndigerwerbender oder als Mitglied einer Personengesellschaft (BGr, 9. April 2001, StE 2001 B 23.2 Nr. 23; </span>RB 1999 Nr. 137)<span>. GefÃ¶rdert werden musste durch die Beteiligung mit anderen Worten diese letzterwÃ¤hnten BetÃ¤tigungen des Einzel- bzw. Personenunternehmers, und nicht die TÃ¤tigkeit einer juristischen Person, an welcher die natÃ¼rliche Person nur beteiligt war.</span></p> <p class="Urteilstext">Das Bundesgericht hat in seinem bereits mehrfach erwÃ¤hnten, E betreffenden Entscheid vom 22. April 2005 (2A.547/2004) diese Rechtsprechung fÃ¼r die direkte Bundessteuer dahingehend ausgeweitet, dass das GeschÃ¤ft des Steuerpflichtigen, dem die <span>Beteiligung an der Kapitalgesellschaft dienen muss, auch in der Rechtsform einer juristischen Person betrieben werden kann, dies zumindest dann, wenn Letztere durch einen einzigen Anteilseigner gehalten wird. Das Bundesgericht hat damit den Begriff des GeschÃ¤ftes wirtschaftlich betrachtet und rechtlich, </span>ohne dies konkret zu benennen, einen Durchgriff durch die Aktiengesellschaft der D AG auf den hinter dieser stehenden AlleinaktionÃ¤r, E, vorgenommen. Ob dieser Auffassung auch fÃ¼r die Staats- und Gemeindesteuern zu folgen wÃ¤re, braucht indessen vorliegend aus nachfolgend dargelegten GrÃ¼nden nicht entschieden zu werden. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b><span>Der Pflichtige war zum fraglichen Zeitpunkt unbestritten nur Arbeitnehmer der D AG und an dieser nicht beteiligt; deren AlleinaktionÃ¤r war E. Die Rekurskommission fÃ¼hrt allerdings aus, weshalb sich ihrer Auffassung nach eine Gleichstellung des Pflichtigen mit E als notwendig erweise. Der Pflichtige sei als Verwaltungsrat und E gleichgestelltes GeschÃ¤ftsleitungsmitglied mit der D AG weit enger liiert, als ein gewÃ¶hnlicher Arbeitnehmer. Zudem habe er frÃ¼her die HÃ¤lfte aller Aktien gehalten und fÃ¼hre in den SteuererklÃ¤rungen wenigstens ab Ende 1997 eine wie auch immer ausgestaltete Option auf Aktien der D AG auf. Der Pflichtige sei dergestalt in erhÃ¶htem Mass am Gedeihen der D AG gelegen und hÃ¤nge seine EntschÃ¤digung direkt oder indirekt in erheblichem Ausmass von deren Erfolg ab. Auf die AbklÃ¤rung der genauen Ausgestaltung der Option kÃ¶nne so verzichtet werden. </span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b><span>Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Zwar scheint es nicht unwahrscheinlich, dass der Pflichtige als frÃ¼herer AktionÃ¤r und Inhaber einer FÃ¼hrungsposition innerhalb des Unternehmens ein starkes Interesse am Wohlergehen der D AG hatte. Dies trifft aber regelmÃ¤ssig auch auf andere in leitender Position tÃ¤tige Angestellte zu, bei welchen es im Ãbrigen notorischerweise in der heutigen Zeit auch durchaus Ã¼blich ist, dass "die EntschÃ¤digung direkt oder indirekt in erheblichem Ausmass vom Erfolg" der Gesellschaft abhÃ¤ngt. Abgesehen davon war der Lohn des Pflichtigen in den Jahren 1995 bis und mit 1999 immer gleich hoch. Einziges Kriterium fÃ¼r eine von der Rekurskommission angenommene engere Bindung wÃ¤re dergestalt die erwÃ¤hnte Option, deren Inhalt jedoch nicht aktenkundig ist. Eine RÃ¼ckweisung zur AbklÃ¤rung des Inhalts dieser Option kann indessen unterbleiben. Selbst bei kleineren Gesellschaften sind nÃ¤mlich Optionen fÃ¼r leitende Angestellte zur Beteiligung an der Unternehmung nicht (mehr) selten (vgl. </span>Botschaft zum Bundesgesetz Ã¼ber die Besteuerung von Mitarbeiterbeteiligungen, BBl 2005 587: "Aktien und OptionsplÃ¤ne sind heute weit verbreitet."), so dass allein deswegen noch nicht Vergleichbarkeit mit Allein- beziehungsweise MehrheitsaktionÃ¤r und auf eine entsprechende Gleichbehandlung geschlossen werden kann. Aber selbst wenn eine jederzeit frei ausÃ¼bbare Option auf die HÃ¤lfte der Aktien der D AG bestÃ¼nde, so bliebe auch dann noch festzuhalten, dass im fraglichen Zeitpunkt ausschliesslich E AktionÃ¤r war und der Pflichtige nicht. Ob im Ãbrigen das Bundesgericht einen Durchgriff auch vorgenommen hÃ¤tte, wenn E nicht AlleinaktionÃ¤r gewesen wÃ¤re, erscheint im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach auch ein Unternehmer-AktionÃ¤r durch den Verkauf seiner Beteiligungsrechte einen steuerfreien Kapitalgewinn erzielen kann (vgl. Peter Locher, Kommentar zum DBG, I. Teil, Therwil/Basel 2001, Art. 18 DBG N. 141), als fraglich.</p> <p class="Urteilstext"><span>Von einem eigenen GeschÃ¤ft des Steuerpflichtigen kann damit auch im Lichte der vorerwÃ¤hnten erweiterten bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. vorne ErwÃ¤gung 4.2) nicht gesprochen werden und entfÃ¤llt schon aus diesem Grund die zur Annahme von GeschÃ¤ftsvermÃ¶gen vorausgesetzte enge wirtschaftliche Beziehung zwischen der Beteiligung an der Kapitalgesellschaft und dem GeschÃ¤ft des Steuerpflichtigen. Damit erweist sich der Verkauf der Beteiligung des Pflichtigen von 25% an der J AG bereits deshalb nicht als Einkommen aus selbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.5 </span></b><span>Bei diesem Ergebnis braucht nicht weiter darauf eingegangen zu werden, ob fÃ¼r die Staats- und Gemeindesteuern eine Beteiligung nur dann GeschÃ¤ftsvermÃ¶gensqualitÃ¤t haben kann, wenn es sich um ein Mehrheitspaket handelt (was das Verwaltungsgericht zumindest in den beiden allenthalben zitierten Entscheiden ohnehin so nicht gesagt hat) und erÃ¼brigen sich auch AusfÃ¼hrungen zu dem von den Pflichtigen behaupteten Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht. Angesichts der massgebenden Unterschiede zwischen Pflichtigem und E und dem damit in entscheidwesentlichen Punkten unterschiedlichen Sachverhalt erweist sich schliesslich auch ein weiteres Eingehen auf Fragen der so genannten vertikalen Steuerharmonisierung schon aus diesem Grund als nicht notwendig. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.6 </span></b><span>Demzufolge ist von der in quantitativer Hinsicht unbestrittenen Aufrechnung im Umfang von (Fr. 362'500.- ./. Fr. 25'000.- Aktienkapital ./. Fr. 32'864.- AHV-Sonderbeitrag =) Fr. 304'636.- abzusehen. Die EinschÃ¤tzung hat deshalb mit einem steuerbaren Einkommen von (gerundet) Fr. â¦. zu erfolgen. Wie die Pflichtigen in ihrem Antrag auf ein steuerbares Einkommen von Fr. â¦ gelangen, ist nicht ersichtlich und wird in der Beschwerde auch nicht weiter ausgefÃ¼hrt. Demzufolge ist die Beschwerde formell lediglich teilweise gutzuheissen. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Da die BeschwerdefÃ¼hrenden weitestgehend obsiegen, sind die gesamten Kosten des Verfahrens dem Beschwerdegegner aufzuerlegen und hat dieser den BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren eine angemessene ParteientschÃ¤digung auszurichten (§ 151 Abs. 1 StG beziehungsweise § 17 Abs. 2 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 und § 152 StG, je in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die BeschwerdefÃ¼hrenden werden fÃ¼r die Steuerperiode 1999 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ (steuerbar und satzbestimmend) und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. â¦ (steuerbar) und Fr. â¦ (satzbestimmend) veranlagt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Rekurskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 6'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 6'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, den BeschwerdefÃ¼hrenden eine ParteientschÃ¤digung von je Fr. 1'750.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>