<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 1/2] </div> <div class="para">1P.48/1998/bie </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I. ÖFFENTLICHRECHTLICHE ABTEILUNG </div> <div class="para">********************************* </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschluss vom 15. Juni 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Es wirken mit: Bundesgerichtsvizepräsident Aemisegger, Präsident der I. öffentlichrechtlichen Abteilung, Bundesrichter Féraud, Ersatzrichter Seiler und Gerichtsschreiberin Gerber. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">_________ </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">PolitischeGemeinde Zürich, Beschwerdeführerin, vertreten durch den Stadtrat, dieser vertreten durch das Hochbaudepartement, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kongresshausstiftung, c/o Claudia Depuoz, Postfach 8230, Zürich, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter Bösch, Alte Landstrasse 106, Zollikon-Zürich, </div> <div class="para">RegierungsratdesKantons Zürich, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">betreffend </div> <div class="para">Gemeindeautonomie (Nutzungsplanung), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">wird in Erwägung gezogen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">- dass die Stimmbürger der Stadt Zürich am 17. Mai 1992 eine neue Bau- und Zonenordnung (BZO 1992) angenommen haben, die u.a. das Grundstück, auf dem das Gebäude Kongresshaus/Tonhalle steht, der Kernzone Enge zuwies, in der höchstens fünf Vollgeschosse und eine Gebäudehöhe von 16,5 m zulässig waren; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">- dass der Regierungsrat des Kantons Zürich am 26. November 1997 einen hiergegen gerichteten Rekurs der Kongresshausstiftung teilweise guthiess und die Gemeinde Zürich einlud, im rückwärtigen, seeabgewandten Grundstücksbereich eine grössere Gebäudehöhe und sechs Vollgeschosse zuzulassen; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">- dass die Politische Gemeinde Zürich am 21. Januar 1998 staatsrechtliche Beschwerde erhob mit dem Antrag, den Beschluss des Regierungsrates aufzuheben; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">- dass eine Delegation des Bundesgerichts am 12. November 1999 einen Augenschein durchführte und bei dieser Gelegenheit die Möglichkeit einer Verhandlungslösung erörtert wurde; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">- dass das bundesgerichtliche Verfahren sistiert wurde, um den Parteien Gelegenheit zu geben, eine einvernehmliche Lösung zu finden; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">- dass der Vorsteher des Hochbaudepartements der Stadt Zürich mit der Kongresshausstiftung eine Vereinbarung traf, wonach er dem Stadtrat einen Zonierungsvorschlag für den streitigen Grundstücksteil (6-geschossige Zone für die Tonhalle) zum Beschluss vorlegen werde; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">- dass die Stadt den mit der Kongresshausstiftung vorbesprochenen Zonierungsvorschlag am 25. Oktober 2000 festsetzte; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">- dass die neue Zonierung am 21. April 2001 in Kraft trat, nachdem sie am 10. April 2001 von der Baudirektion genehmigt worden war; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">- dass die staatsrechtliche Beschwerde damit gegenstandslos geworden und abzuschreiben ist; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">- dass sich die Parteien geeinigt haben, dass die Abschreibungskosten der Stadt Zürich auferlegt werden und die Beschwerdegegnerin auf eine Parteientschädigung verzichtet; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">- dass bereits ein Augenschein durchgeführt und die Bearbeitung des Falles vorangeschritten war, weshalb es sich nicht rechtfertigt, gemäss <span class="artref">Art. 153 Abs. 2 OG</span> auf eine Gerichtsgebühr ganz zu verzichten; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach beschliesst das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 72 BZP</span> i.V.m. <span class="artref">Art. 40 OG</span>: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.-Die staatsrechtliche Beschwerde wird infolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.-Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'500. -- wird der Politischen Gemeinde Zürich auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4.- Dieser Beschluss wird den Parteien und dem Regierungsrat des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">______________ </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 15. Juni 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS </div> <div class="para">Der Präsident: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: </div> </div></body></html>