Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, vom 13. November 2018 (400 18 186) ___________________________________________________________________ Zivilgesetzbuch Scheidung: alternierende Obhut (in casu verneint), Kinderunterhaltsbeitrag nach neu- em Recht Besetzung Präsident Roland Hofmann, Richterin Barbara Jermann Richterich (Ref.), Richter Dieter Freiburghaus; Gerichtsschreiberin Karin Arber Parteien A. ____ vertreten durch Advokat Diego Stoll, Advokatur und Notariat Neidhart Vollenweider Joset Stoll Gysin Marbot, Gitterlistrasse 8, Postfach 215, 4410 Liestal, Klägerin und Berufungsklägerin gegen B. ____ vertreten durch Advokatin Catherine Fürst, Blumenrain 3, Postfach, 4001 Basel, Beklagter und Berufungsbeklagter Gegenstand Ehescheidung Berufung gegen den Entscheid des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft West vom 3. Mai 2018 Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. Die Ehegatten A.____ und B.____ heirateten am 12. O ktober 2012 in Basel. Am dd.mm.yy wurde die gemeinsame Tochter C.____ (nachfol gend C.____ genannt) geboren. Die Ehefrau hatte bereits die Tochter D.____ (Jahrgan g 2002) aus erster Ehe, welche bei deren Kindsvater lebt. Die Parteien leben seit dem 1 . Oktober 2014 getrennt und die Folgen des Getrenntlebens mussten gerichtlich geregelt werden. Während der Dauer der Trennung stand die gemeinsame Tochter C.____ unter der Obhut der Mutter und der Ehemann war zur Bezahlung von Unterhaltsbeiträgen verpflichtet. Am 27. September 2016 leiteten die Ehegat- ten das Scheidungsverfahren ein. B. Mit Entscheid vom 3. Mai 2018 schied das Zivilkreisgericht Basel-Landschaft West die Ehe der Parteien. Die elterliche Sorge über die geme insame Tochter wurde beiden Parteien gemeinsam belassen und die Tochter unter deren altern ierende Obhut gestellt, wobei die Betreuung durch den Vater von Mittwoch Schulschluss bis Freitagabend und durch die Mut- ter von Sonntagabend bis Mittwoch Schulbeginn festgeleg t und für die Wochenenden von Freitagabend bis Sonntagabend die alternierende Betr euung vorgesehen wurde. Zur Über- wachung und Durchsetzung der Betreuungsanteile sowie al s Ansprechperson sah das Zivil- kreisgericht die Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft vor. Die Erziehungsgutschriften wurden den Parteien je hälftig angerechnet. Das Zivil kreisgericht verpflichtete den Ehemann zur Leistung von monatlichen Kinderunterhaltsbeiträgen (aufgeteilt in Bar- und Betreuungs- unterhalt) an die Ehefrau insgesamt von CHF 1‘093.00 (bis zum vollendeten 10. Altersjahr der Tochter), von CHF 993.00 (vom 11. Altersjahr bis zum vollendeten 16. Altersjahr der Tochter) und von CHF 710.00 (vom 17. Altersjahr bis zur V olljährigkeit der Tochter). Das Zivilkreisgericht berechnete die Fehlbeträge zur Deckung de s gebührenden Betreuungsun- terhalts in der ersten Phase auf CHF 1‘030.00 und in d er zweiten Phase auf CHF 1‘230.00 und verpflichtete den Ehemann, Boni oder Provisionszahl ungen in diesen beiden Phasen begrenzt auf die Höhe der Fehlbeträge an die Ehefra u zu bezahlen. Das Begehren der Ehe- frau auf nachehelichen Unterhalt wies das Zivilkreisgerich t ab. Weiter wurde festgestellt, dass die Ehegatten güterrechtlich auseinandergesetzt sind, und das eheliche Vorsorgegut- haben des Ehemannes wurde hälftig geteilt. Die Gericht skosten wurden den Ehegatten je hälftig und jeder Partei ihre eigenen Parteikosten au ferlegt, wobei zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege für beide Ehegatten die Gerichtskosten sowie die Anwaltshono- rare zu Lasten des Staates gingen. Auf die Entscheidbeg ründung wird in den Erwägungen eingegangen. C. Mit Eingabe vom 7. Juni 2018 an das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Zivil- recht, erklärte die Ehefrau die Berufung gegen den En tscheid vom 3. Mai 2018. Ihre Beru- fung richtet sich in erster Linie gegen die Anordnung d er alternierenden Obhut über die ge- meinsame Tochter, aber auch gegen die Höhe der Kinder unterhaltsbeiträge, gegen die nicht gewährten nachehelichen Unterhaltsbeiträge, gegen di e Anrechnung der Erziehungsgut- schriften und gegen die Errichtung einer Erziehungsbeista ndschaft. Für den Fall, dass ihrem Hauptantrag, wonach die Tochter unter die Obhut der M utter zu stellen sei, nicht entspro- chen werden sollte, stellte die Ehefrau Eventualanträge . Subeventualiter beantragte sie die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Rückweisung an die Vorinstanz zur Neu- beurteilung, alles unter o/e-Kostenfolge bezüglich des vorinstanzlichen und des kantonsge- richtlichen Verfahrens. Weiter ersuchte die Ehefrau um Bewilligung der unentgeltlichen Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht Rechtspflege. Auf die einzelnen Rechtsbegehren und die Ausführungen in der Berufung wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen. D. Mit Berufungsantwort vom 16. August 2018 beantragte d er Ehemann die Abweisung der Berufung unter o/e-Kostenfolge. Er ersuchte um Be willigung der unentgeltlichen Rechts- pflege und beantragte in verfahrensmässiger Hinsicht, es sei für die Dauer des vorliegenden Verfahrens der vom Berufungsbeklagten zu leistende Kind erunterhaltsbeitrag ab Januar 2018 auf CHF 1‘093.00 zuzüglich allfällig an ihn ausbezahlte Kinderzulagen festzulegen. Auf die Ausführungen in der Berufungsantwort wird ebenfa lls, soweit erforderlich, in den Erwä- gungen eingegangen. E. Der Präsident der Abteilung Zivilrecht des Kantonsgericht s schloss mit Verfügung vom 17. August 2018 den Schriftenwechsel und lud die Parteien zu einer Vergleichs- und Instruk- tionsverhandlung vor. Weiter bewilligte er beiden Pa rteien die unentgeltliche Rechtspflege. Die Vergleichs- und Instruktionsverhandlung fand am 25. September 2018 statt und führte zu keiner vergleichsweisen Erledigung des Falles. Mit der gl eichentags erlassenen Verfügung wies der Präsident den Verfahrensantrag des Berufungsbe klagten auf Festsetzung eines Kinderunterhaltsbeitrags von CHF 1‘093.00 für die Da uer des Verfahrens ab, soweit er da- rauf eintrat, und er verlangte vom Berufungsbeklagten weitere Unterlagen zu dessen Ein- kommen. Den Zeugenantrag wies er ebenfalls ab unter Vo rbehalt eines anderslautenden Entscheids durch die Dreierkammer. Weiter lud er die Parteien zur Hauptverhandlung vor. F. Am 13. November 2018 fand die zweitinstanzliche Hauptve rhandlung vor der Dreier- kammer des Kantonsgerichts statt, zu welcher beide Parteie n je mit ihren Rechtsvertretun- gen erschienen sowie der Dolmetscher E.____ (englische Sp rache für die Berufungskläge- rin) und die Dolmetscherin F.____ (französische Sprache für den Berufungsbeklagten). Nachdem der Rechtsvertreter der Berufungsklägerin eingang s die neusten Bewerbungen und Kontoauszüge seiner Klientin einreichte, wurde ansc hliessend eine Parteibefragung mit Tonaufnahme durchgeführt. Daraufhin hielten der Rech tsvertreter bzw. die Rechtsvertreterin ihre Plädoyers, wobei sie an den in den Berufungsschrift en bereits gestellten Rechtsbegeh- ren festhielten. Auf die Rechtsbegehren der Parteie n sowie auf ihre Ausführungen in den Rechtsschriften und an der Hauptverhandlung wird, sowei t erforderlich, in den Erwägungen eingegangen. Erwägungen 1. Formelles / Anwendbares Recht 1.1 Gegen erstinstanzliche Endentscheide kann Berufung erhob en werden. In vermögens- rechtlichen Angelegenheiten, ist die Berufung nur zulässi g, sofern der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens CHF 10'000.00 beträgt (Art. 308 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 ZPO). Im vorliegenden Fall sind zum einen d ie alternierende Obhut und die An- ordnung einer Erziehungsbeistandschaft angefochten, wel che keine vermögensrechtlichen Streitigkeiten darstellen, zum anderen liegt der Str eitwert betreffend die vermögensrechtli- chen Punkte (Kinderunterhaltsbeiträge, nachehelicher Unt erhalt, Anrechnung der Erzie- hungsgutschriften) über CHF 10'000.00, womit auch die Streitwertgrenze erreicht ist. Die Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht Berufung ist schriftlich und begründet innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Ent- scheids bzw. seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung bei der Rechtsmit- telinstanz einzureichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Die schr iftliche Begründung des Entscheids des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft West vom 3. Mai 2018 wurde dem Berufungskläger bzw. dessen damaligen Rechtsvertreterin am 8. Mai 2018 zu gestellt. Die Rechtsmittelfrist ist folglich durch die Berufung vom 7. Juni 2018 eingehalte n. Auch die weiteren Formalien sind erfüllt, so dass auf die Berufung einzutreten ist. Gemäss § 6 Abs. 1 lit. d EG ZPO ist die Dreierkammer der Abteilung Zivilrecht des Kantonsgericht s für die Beurteilung von Berufun- gen gegen Entscheide der Dreierkammern der Zivilkreisgerichte sachlich zuständig. 1.2 Zur Vereinfachung der Lesbarkeit werden die Parteien , obwohl der Scheidungspunkt selber nicht angefochten und die Scheidung somit rechtskr äftig ist, im Folgenden weiterhin als Ehemann und Ehefrau bezeichnet. 1.3 Die Ehefrau ist nigerianische Staatsangehörige mit Woh nsitz in der Schweiz und der Ehemann ist Franzose mit Wohnsitz in Frankreich. Das Kind wohnt bei der Mutter in der Schweiz. Somit liegt ein internationaler Sachverhalt vor. Für die im hier vorliegenden Verfah- ren streitigen Fragen ist das Schweizerische Recht anwend bar. Betreffend die Obhut sowie den persönlichen Verkehr des Kindes mit den Eltern geht dies aus Art. 1, 3 lit. b und 5 Abs. 1 i.V.m. Art. 15 Abs. 1 des Übereinkommens über die Zust ändigkeit, das anzuwendende Recht, die Anerkennung, Vollstreckung und Zusammenarbei t auf dem Gebiet der elterlichen Verantwortung und der Massnahmen zum Schutz von Kindern (Haager Kindesschutz- übereinkommen, HKsÜ, SR 0.211.231.011) hervor und hi nsichtlich der Erziehungsbeistand- schaft aus Art. 3 lit. c und 5 Abs. 1 i.V.m. Art. 15 Abs. 1 HKsÜ. Bezüglich der Unterhaltsbei- träge ergibt sich die Anwendbarkeit des Schweizerischen Re chts aus Art. 4 des Überein- kommens über das auf Unterhaltspflichten anzuwendende R echt vom 2. Oktober 1973 (SR 0.211.213.01). 1.4 Es gilt an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass für Kinderbelange in familienrechtli- chen Angelegenheiten der Untersuchungs- und Offizialgrundsatz gilt (Art. 296 ZPO) und die- se Verfahrensmaximen im vorliegenden Fall insbesondere auf die Fragen der Obhut, der Betreuungsanteile bzw. des allfälligen Besuchs- und Fer ienrechts, der Erziehungsbeistand- schaft und des Kinderunterhaltsbeitrags Anwendung finden. 2. Obhut 2.1 Bereits im vorinstanzlichen Verfahren war die Obhut übe r die Tochter zwischen den Ehegatten umstritten. Während die Ehefrau die alleinige Obhut beanspruchte, beantragte der Ehemann die alternierende Obhut. Die Vorinstanz entsch ied für die alternierende Obhut und erwog dazu, die alternierende Obhut sei im Lichte e iner kindes- und grundrechtskonformen Auslegung der neuen Gesetzesbestimmung tendenziell zu fa vorisieren. Dem Einwand der Ehefrau, die alleinige Obhut sei aus wirtschaftlichen G ründen geboten, hielt die Vorinstanz entgegen, dass aus rein wirtschaftlichen Überlegungen der Ehemann nicht in die klassische Ernährerrolle gedrängt werden dürfe, wenn die übrigen Umstände betreffend das Kindeswohl für eine alternierende Obhut sprechen würden, da säm tliche Betreuungsmodelle gleichbe- rechtigt seien. Die Vorinstanz erwog weiter, die Umständ e hätten sich seit dem Ehe- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht schutzentscheid insofern geändert, als der Ehemann nunme hr seit 1. Januar 2018 nur noch 60% angestellt sei. Die Ehefrau arbeite weiterhin nicht oder nur in einem kleinen Teilzeitpen- sum, so dass beide Eltern die Möglichkeit hätten, das Kind persönlich zu betreuen. Die Ehe- gatten hätten während des knapp zwei Jahre dauernden e helichen Zusammenlebens eine klassische Rollenverteilung gelebt, bei der die Ehefrau als Hausfrau hauptsächlich für die Kinderbetreuung zuständig gewesen sei. Im Eheschutzentsche id vom 12. Januar 2015 sei der Ehefrau die alleinige Obhut und dem Ehemann ein Besuchsrecht jedes zweite Wochen- ende von Freitag bis Sonntag eingeräumt worden. Es w erde jedoch ein ausgedehnteres Be- suchsrecht gelebt und der Ehemann betreue die Tochter auch immer wieder einen Tag unter der Woche mit Übernachtung und die Tochter sei auch i n den Weihnachts-, Frühlings- und Sommerferien je eine bzw. sogar zwei Wochen bei ihm gew esen. Damit liege faktisch eine über dem üblichen und auch so festgelegten Besuchsrecht hinausgehende Betreuung durch den Ehemann vor. Der Ehemann bringe die Tochter jewe ils am Morgen direkt in den Kinder- garten, was aufgrund seines Wohnortes im grenznahen St . Louis bis zum Kindergaten in Therwil ca. eine halbe Stunde Autofahrt bedeute und der Tochter zwei- bis dreimal pro Wo- che zumutbar sei. Die Tochter könne damit auch bei alternierender Obhut in ihrer Schule und ihrem gewohnten Umfeld in Therwil bleiben. Hinsichtl ich der Kooperationsfähigkeit der Ehe- gatten erwog die Vorinstanz, die Konflikte seien auf grund verspäteter Unterhaltszahlungen durch den Ehemann entstanden, woraufhin die Ehefrau die Übergabe der Tochter mehrmals verweigert habe. Eine solche Form der Selbstjustiz auf Kosten des Kindeswohls könne je- doch nicht die Basis für die Ablehnung einer alternierenden Obhut sein und das unkooperati- ve Verhalten eines Ehegatten dürfe dem anderen Ehegat ten die alternierende Obhut nicht verunmöglichen. Die Konflikte würden sodann auch bei einem erweiterten Besuchsrecht, wie dies im vorliegenden Fall von der Ehefrau mit einer z usätzlichen Übernachtung unter der Woche beantragt werde, bestehen bleiben. Folglich sei die Nichtgewährung der alternieren- den Obhut gar nicht geeignet, die andauernden Konfli kte zwischen den Ehegatten zu ver- meiden. Gesamthaft sprächen die Umstände für die Anordnung der alternierenden Obhut. Es sei im Interesse des Kindes, mit beiden Elternteilen gle ichsam eine intensive Beziehung auf- zubauen und die Eltern seien gehalten, künftig ein koop eratives Verhalten an den Tag zu legen und die zumutbaren Anstrengungen bei der gegen seitigen Kommunikation zu unter- nehmen. Zur Unterstützung und Überwachung der Betreu ungsanteile werde den Eltern ein Erziehungsbeistand zur Seite gestellt. 2.2 Die Ehefrau erachtet die Ausführung der Vorinstanz, wo nach die alternierende Obhut tendenziell zu favorisieren sei, als unrichtig und sie führ t in ihrer Berufung vom 7. Juni 2018 aus, es seien die konkreten Umstände des Einzelfalls ergeb nisoffen und unter Zugrundele- gung der bundesgerichtlichen Grundsätze zu würdigen. D ie Vorinstanz habe die Kriterien, welche vom Bundesgericht formuliert worden seien, nicht berücksichtigt. Konkret kritisiert die Ehefrau die Nichtberücksichtigung der wirtschaftlichen Fo lgen der alternierenden Obhut durch die Vorinstanz. Die vorinstanzlich bevorzugte Betreuungslösung würde hinsichtlich der Unterhaltsregelung zu einer Unterdeckung der Tochter vo n aktuell CHF 1‘030.00 resp. ab ihrem 11. Altersjahr von CHF 1‘230.00 führen, was nich t im Sinne des Kindeswohls sei. Bei Fortführung des bisherigen Betreuungsmodells wären hing egen genügend finanzielle Mittel vorhanden. Die wirtschaftliche Unsicherheit spreche gegen die alternierende Obhut. Die Vor- instanz lasse überdies die im Rahmen des Eheschutzentscheid s vom 11. August 2016 be- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht rücksichtigten Kriterien für die Belassung der Obhut bei der Ehefrau ausser Acht. Im damali- gen Eheschutzentscheid sei erwogen worden, dass eine alter nierende Obhut die Tochter aus ihrem Umfeld reisse, dass die Tochter bisher bei der Ehefrau gewohnt und dort ein Ver- hältnis zu ihrer Halbschwester D.____ aufgebaut habe, da ss im Hinblick auf die Einschulung die alternierende Obhut kaum praktizierbar sei und di ese bei einem so jungen Kind viel Auf- wand und Unruhe in dessen Umgebung bringe. Weshalb d ie bisherige Regelung entgegen den Erwägungen des Eheschutzentscheids nicht mehr gelten solle, sei nicht schlüssig, zu- mal die Tochter auch heute noch bei der Mutter wohne, noch immer sehr jung sei, regelmäs- sig Kontakt zu ihrer Halbschwester habe, im Sommer 201 7 eingeschult worden sei und an- gesichts der Wohnorte in Therwil und Frankreich eine al ternierende Obhut viel Unruhe brin- ge. Die Ehefrau erachtet auch die Ausführung der Vori nstanz, wonach die persönliche Be- treuung infolge Pensenreduktion des Ehemannes sichergestellt sei, als falsch. Denn gemäss Unterlagen arbeite der Ehemann mittwochs den ganzen T ag und könne die Tochter daher nicht von Mittwoch Schulschluss an persönlich betreuen. Au ch die vorinstanzliche Ferienre- gelung gehe nicht auf, da die Tochter 14 Wochen Schul ferien habe und nicht die Hälfte die- ser Ferien beim Vater, welcher lediglich 5 Wochen Fer ien habe, verbringen könne. Zudem sei die Pensenreduktion des Ehemannes befristet bis zum 31 . Dezember 2018 und was da- nach gelte, sei unklar und von der Vorinstanz nicht abg eklärt worden. Auch die Betreuungs- kontinuität spreche gegen eine alternierende Obhut, d a die Ehegatten während des Zusam- menlebens eine klassische Rollenteilung gelebt hätten, be i welcher der Ehemann einer Er- werbstätigkeit nachgegangen sei und die Ehefrau sich um die Tochter gekümmert habe. Auch während des Getrenntlebens sei die Tochter unter der Obhut der Mutter gestanden und nicht alternierend betreut worden. Das bisherige Betreuungskonzept mit alleiniger Obhut und grosszügigem Besuchsrecht, wie dies beantragt worden sei, habe sich bewährt und sei am besten geeignet. Auch die Wohnorte würden gegen eine alternierende Betreuung spre- chen. Die Fahrzeit zwischen St. Louis und Therwil betrag e zu den Stosszeiten mehr als 30 Minuten. Ein täglicher Reiseaufwand von mehr als ein er Stunde sei einem fünfjährigen Mädchen nicht zumutbar. Die Vorinstanz setze sich auch nicht mit dem sozialen Umfeld auseinander. Die Tochter habe ihr ganzes persönliches Um feld in Therwil, da sie dort den Kindergarten besuche und ihre Freunde dort seien. Sie habe auch regelmässig Kontakt zu ihrer Halbschwester und werde in lokale Kinder-, Spiel - und Sportgruppen eintreten, sobald dies altersmässig und finanziell möglich sei. Müsse sie wöch entlich zwischen Therwil und Frankreich hin- und herpendeln, könne sie nirgendwo Wu rzeln schlagen und ihre Kontakte pflegen. Die Ehefrau kritisiert auch das von der Vorinst anz einseitig entworfene Bild, wonach sich die Ehefrau als unkooperativ gezeigt habe. Da der Ehemann seine Unterhaltspflichten gegenüber der Tochter nicht erfüllt habe, könne die m angelnde Kooperation nicht alleine der Ehefrau vorgeworfen werden. Das Verhältnis zwischen beide n Elternteilen sei belastet und beide Parteien würden Probleme im Umgang miteinande r schildern und hätten sich in der Vergangenheit mehrfach des strafbaren Handelns bezichti gt und angezeigt. Auch die Kom- munikation in Kinderbelangen sei schwierig. Die erforde rliche elterliche Kooperation für eine alternierende Obhut sei vorliegend nicht vorhanden und die alternierende Obhut auch aus diesem Grund abzulehnen. Im mündlichen Plädoyer wurde zusätzlich vorgebracht, die Par- teibefragung habe gezeigt, dass die Eltern bei gleich en Fragen immer verschiedene Antwor- ten gegeben hätten. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2.3 Der Ehemann erachtet den vorinstanzlichen Entscheid als ri chtig und weist auf die Veränderungen seit dem Eheschutzentscheid vom August 20 16 hin. Er führt in seiner Beru- fungsantwort vom 16. August 2018 aus, er arbeite jetzt noch 60% und werde dies weiterhin so halten. Die Tochter sei jetzt fünf Jahre alt, geh e seit einem Jahr in den Kindergarten in Therwil, kenne die Situation bei beiden Eltern und könne auch wenn sie beim Vater sei prob- lemlos den Kindergarten und später die Schule in Therwil besuchen. Die Halbschwester lebe mehrheitlich bei deren Vater und die Kontakte zwischen d en Halbgeschwistern würden sich nicht verändern. Die Tochter habe auch Spielkameraden beim Vater und könne mit dem Va- ter das Französisch als ihre gemeinsame Sprache pflegen . Aufgrund des Arbeitspensums könne der Vater die Tochter persönlich betreuen und er könne auch die Betreuung am Mitt- wochnachmittag garantieren. In den 14 Wochen Schulferi en seien auch Oster- und Weih- nachtsferien inbegriffen, an welchen auch die Erwachsenen arbeitsfreie Tage hätten. Zudem gebe es in den Schulferien Aktivitäten wie Lager / Kur se / Tagesaktivitäten und es sei nicht zwingend eine 24-Stunden-Betreuung erforderlich. Die Betreuung der Tochter beim Ehe- mann habe stets funktioniert. Kontinuität sei ein wichti ger Faktor, bedeute jedoch nicht, dass die Situation der ersten Jahre für alle Zukunft gelte n müsse und keine Entwicklungen mög- lich seien. Die Ehefrau habe nach der Geburt der Tochte r diese zunächst betreut und sei keinem Erwerb nachgegangen. Dies sei aber keine vorgesehe ne Dauerlösung gewesen und da bereits nach zwei Jahren die Trennung erfolgt sei, s eien keine gemeinsamen Entschei- dungen mehr möglich gewesen. Der Ehemann habe sich auch während des Zusammenle- bens um seine Tochter gekümmert und die Parteien hätte n sich nach der Trennung nebst den üblichen Besuchswochenenden auf einen weiteren Be such unter der Woche geeinigt. Das bisherige Betreuungskonzept werde entgegen den Aus führungen der Ehefrau nicht komplett auf den Kopf gestellt, sondern die Betreuungsz eit des Vaters werde dem Alter der Tochter entsprechend unter der Woche ausgedehnt auf zwei anstatt einer Übernachtung und etwas mehr Betreuungszeit. Es sei keineswegs unzumutbar, wenn die Tochter künftig an zwei anstatt an einem Tag von St. Louis aus den Kinderga rten besuche. Wenn die Tochter regelmässig in St. Louis sei, gebe es auch dort Möglichke iten von Spiel- und Sportgruppen. Es liege keine Unfähigkeit zur Kooperation vor, welche d ie alternierende Obhut ausschlies- sen würden, zumal Grund der Auseinandersetzungen nicht das Kind, sondern das Geld ge- wesen sei. Mit dem Einkommen ab Januar 2018 könne der Eh emann den früher verfügten Unterhaltsbeitrag nicht mehr bezahlen. Änderungsanträ ge seien rechtzeitig gestellt und im Scheidungsurteil entschieden worden. Notwendige Kontakte und Absprachen seien zudem mit einer alternierenden Obhut gleich häufig wie bei der von der Ehefrau beantragten Be- suchsrechtsregelung. Die Kriterien für eine alternierend e Obhut seien erfüllt und diese liege im Interesse der Tochter. Die verlängerte Betreuungsph ase des Vaters unter der Woche bringe mehr Ruhe ins System und ermögliche es Vater und Tochter, gemeinsam ein Stück Alltag zu leben. Im mündlichen Plädoyer wurde sodann n och vorgebracht, die Parteibefra- gung habe gezeigt, dass die Parteien nur deshalb eine klassische Rollenteilung gelebt hät- ten, weil der Ehemann das von der Ehefrau damals selbst ändig geführte Coiffeurgeschäft nicht habe finanzieren wollen. Wenn jedoch aus dem Eink ommen des Ehemannes das Ge- schäft der Ehefrau hätte finanziert werden müssen, wäre dies lediglich die Finanzierung ei- nes Hobbys der Ehefrau gewesen und es wäre kein Beitrag der Ehefrau an das Familienein- kommen aus ihrem Geschäft erfolgt, was der Grund für die Rollenteilung gewesen sei. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2.4 Vorab ist festzuhalten, dass die gemeinsame elterliche S orge zwischen den Ehegatten nie umstritten war und die Vorinstanz im angefochtenen Ehescheidungsurteil die elterliche Sorge beiden Parteien gemeinsam belassen hat. Dies ist i m Berufungsverfahren nicht ange- fochten und auch nicht zu prüfen, da kein Grund ersichtl ich ist, welcher gegen die gemein- same elterliche Sorge sprechen könnte und von Amtes wegen zu berücksichtigen wäre. Um- stritten ist dagegen die von der Vorinstanz festgelegte alternierende Obhut. Gemäss der am 1. Januar 2017 in Kraft getretenen Gesetzesrevision berü cksichtigt das Gericht beim Ent- scheid über die Obhut, den persönlichen Verkehr oder di e Betreuungsanteile das Recht des Kindes, regelmässige persönliche Beziehungen zu beiden El ternteilen zu pflegen (Art. 298 Abs. 2 bis ZGB). Bei gemeinsamer elterlicher Sorge prüft es im S inne des Kindeswohls die Möglichkeit einer alternierenden Obhut, wenn ein Elte rnteil oder das Kind dies verlangt (Art. 298 Abs. 2 ter ZGB). Mit dieser Gesetzesrevision hat der Gesetzgeber zum Ausdruck gebracht, dass er eine ausgeglichene Beteiligung beider Eltern an der täglichen Betreuung des Kindes nach der Trennung oder der Scheidung förder n will, ohne jedoch die alternieren- de Obhut vorzuschreiben. Der Bundesrat ist auch rund ein Jahr nach Inkrafttreten dieser Gesetzesrevision nach Vorliegen der bei der Universität G enf in Auftrag gegebenen interdis- ziplinären Studie zur alternierenden Obhut der Auffassu ng, dass es richtig sei, die alternie- rende Obhut nicht als Regelfall vorzuschreiben, sondern individuelle Lösungen zu bevorzu- gen und diejenige Betreuungslösung zu wählen, welche d em Kindeswohl am besten ent- spricht. Die Beachtung des Kindeswohls sei für alle Entsc heide das zentrale Kriterium und die alternierende Obhut sei nur anzuordnen, wenn di es dem Kindeswohl am besten entspre- che (siehe Bericht des Bundesrates vom 8. Dezember 2017 z ur Erfüllung des Postulats RK- NR 15.3003 „Alternierende Obhut. Klärung der Rechtsg rundlagen und Lösungsvorschläge“, S. 3 und 14 ff., Beilage 1 der Berufungsantwort). E s ist daher ergebnisoffen zu prüfen, ob im konkreten Fall die alternierende Obhut dem Kindeswohl am besten entspricht. Auch das Bundesgericht hat in BGE 142 III 612 und BGE 142 III 617 festgehalten, dass das Kindes- wohl für die Regelung des Eltern-Kind-Verhältnisses im mer der entscheidende Faktor sein muss, während die Interessen und Wünsche der Eltern in den Hintergrund zu treten hätten. Ob die alternierende Obhut überhaupt in Frage kommt und dem Kindeswohl entspricht, hängt von den konkreten Umständen ab. Dabei ist gestützt auf festgestellte Tatsachen der Gegenwart und der Vergangenheit eine sachverhaltsbasi erte Prognose darüber zu stellen, ob die alternierende Obhut als Betreuungslösung aller Voraussicht nach dem Wohl des Kin- des entspricht (BGE 142 III 612 E. 4.2). Zur Beantwort ung dieser Frage nennt das Bundes- gericht als Kriterien die Erziehungsfähigkeit beider El ternteile wie auch die Fähigkeit und Bereitschaft beider Eltern, in den Kinderbelangen mi teinander zu kommunizieren und zu ko- operieren. Allein aus dem Umstand, dass sich ein Elternte il der alternierenden Obhut wider- setzt, kann allerdings nicht auf eine fehlende Kooperat ionsfähigkeit geschlossen werden. Eine solche liegt erst vor, wenn die Eltern aufgrund der zwischen ihnen bestehenden Feind- seligkeiten auch hinsichtlich anderer Kinderbelange nich t zusammenarbeiten können und das Kind bei einer alternierenden Obhut dem gravierenden Elternkonflikt in einer Weise aus- gesetzt wäre, die seinen Interessen offensichtlich zuwi derläuft. Zu beachten sind überdies die geographische Situation und die Stabilität, welche die Weiterführung der bisherigen Re- gelung für das Kind gegebenenfalls mit sich bringt. Di e alternierende Obhut fällt eher in Be- tracht, wenn die Eltern das Kind schon vor der Trennung abwechselnd betreuten. Weitere Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht Gesichtspunkte sind die Möglichkeit der Eltern, das Kind persönlich zu betreuen, das Alter des Kindes, seine Beziehungen zu (Halb- oder Stief-)G eschwistern, seine Einbettung in ein weiteres soziales Umfeld und der Wunsch des Kindes. Wäh rend die alternierende Obhut in jedem Fall die Erziehungsfähigkeit beider Eltern vor aussetzt, sind die weiteren Beurteilungs- kriterien oft voneinander abhängig und je nach den ko nkreten Umständen des Einzelfalles von unterschiedlicher Bedeutung, je nach Kriterium all enfalls auch abhängig vom Alter des Kindes. Die Kooperationsfähigkeit der Eltern verdient besondere Beachtung, wenn das Kind schulpflichtig ist oder die geographische Entfernung zwisch en den Wohnorten der Eltern ein Mehr an Organisation erfordert (BGE 142 III 612 E. 4 .3). Diese Kriterien hat das Bundesge- richt in verschiedenen Entscheiden wiederholt aufgeführt (so beispielsweise in den Entschei- den 5A_888/2016 E. 3.2.1 vom 20. April 2018 und 5A_1 7/2017 E. 2.2.1 vom 25. Oktober 2017). 2.5 Es gilt nunmehr, im vorliegenden Fall konkret zu prüf en, welche Betreuungslösung dem Kindeswohl am besten entspricht, wobei auf die vom Bundesgericht aufgezählten Krite- rien abzustellen ist. 2.5.1 Die Erziehungsfähigkeit beider Eltern, eine zwingende Voraussetzung für eine alternie- rende Obhut, ist bei beiden Elternteilen vorhanden, was auch von beiden Parteien gegensei- tig zugestanden ist. Es finden sich keine Hinweise darauf, dass ein Elternteil nicht erzie- hungsfähig sein könnte, so dass dieses Kriterium einer al ternierenden Obhut nicht entge- gensteht. 2.5.2 Die Ehefrau wohnt in Therwil BL und der Ehemann in St. Louis, Frankreich. Die ge- meinsame Tochter besucht den Kindergarten in Therwil . Wie die Parteibefragung anlässlich der Hauptverhandlung ergab, stellt sich die gelebte Be treuungssituation aktuell so dar, dass die Tochter jedes zweite Wochenende von Freitagabend bis Montagmorgen beim Vater ist sowie zusätzlich unter der Woche einen Abend mit Übernach tung, dies entweder am Mitt- wochabend (wenn die Tochter am Wochenende nicht beim V ater ist) oder am Donnerstag- abend (wenn die Tochter am Wochenende beim Vater ist) . Der Ehemann bringt die Tochter nach den Besuchen am folgenden Morgen mit dem Auto na ch Therwil zurück, gemäss sei- ner Aussage entweder zur Ehefrau oder direkt in den Kin dergarten, je nach Wunsch der Ehefrau. Nach Aussagen des Ehemannes braucht er mit dem Auto 30 Minuten, um von St. Louis nach Therwil zu fahren. Die Ehefrau vertritt die Meinung, der Weg daure zu Stoss- zeiten angesichts der notorisch bekannten Staus länger al s 30 Minuten und an der Haupt- verhandlung führte sie aus, der Ehemann habe die Toch ter mehrmals zu spät zu ihr zurück- gebracht, so dass sie die Tochter im Kindergarten als krank abgemeldet habe. Der Ehemann entgegnete dieser Aussage, es sei nur einmal zu einer V erspätung gekommen, weil das Au- to nicht angesprungen sei. Zur Häufigkeit der Verspätungen stehen Aussage gegen Aussage und diese Frage konnte nicht geklärt werden. Mit der von der Vorinstanz getroffenen Rege- lung fällt der Weg von St. Louis nach Therwil am Mitt woch nach Schulabschluss, am Don- nerstagmorgen und -nachmittag, am Freitagmorgen und jedes zweite Wochenende zusätz- lich am Freitagabend und am Montagmorgen an. Unabhän gig davon, ob der Weg 30 Minu- ten oder mehr beansprucht, bedeutet dies für C.____ n icht nur einen grossen zeitlichen Auf- wand, sondern es verunmöglicht ihr beim Transport zwischen St. Louis und Therwil auch, auf dem Schulweg mit ihren Schulkolleginnen und -kollegen Freundschaften aufzubauen bzw. zu Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht pflegen. Den Weg zwischen den Wohnorten der Eltern ist zu weit entfernt und erfordert überdies einen Grenzübertritt, so dass C.____ nicht selbstä ndig zwischen den Wohnorten wechseln kann, sondern darauf angewiesen ist, dass sie chau ffiert wird. Dies macht auch regelmässige Freizeitaktivitäten für C.____ sehr schwieri g, wenn nicht gar unmöglich. Beide Elternteile äusserten an der Hauptverhandlung den Wunsc h, dass C.____ Kurse oder Ver- einsaktivitäten soll besuchen können, und beide führten aus, dass sie solche an ihrem jewei- ligen Wohnort gerne für C.____ organisieren würden. Eine wöchentliche Teilnahme in Verei- nen oder Kursen ist nur realisierbar, wenn der Tag der jeweiligen Aktivität mit dem jeweiligen Aufenthaltsort bei einem der beiden Eltern übereinstimmt, was die Möglichkeiten einschränkt und auch die Teilnahme an zusätzlichen Anlässen im Zusam menhang mit einer solchen Ak- tivität (z.B. Aufführung, Match, Vereinsanlässe etc.) erschwert, wenn C.____ zu diesem Zeit- punkt gerade vom anderen Elternteil betreut wird. Au ch die Möglichkeit für Treffen mit Freunden ausserhalb der Schule ist vom jeweiligen Auf enthaltsort abhängig. Für eine alter- nierende Obhut liegen die Wohnorte der beiden Elter n idealerweise in geringer Distanz, so dass es dem Kind möglich ist, selbständig von beiden Wohn orten aus die Schule und die gleichen Freizeitaktivitäten besuchen zu können. Da C.____ aufgrund der Entfernung nicht von beiden Wohnorten der Eltern aus innert relativ kurze r Zeit zu den gleichen Freizeitaktivi- täten und Treffen mit Freunden gehen kann, müsste sie an zwei Orten Freizeitaktivitäten und Kontakte zu Freunden aufbauen. Dieser Aspekt wie auch die vielen Wechsel zwischen den Wohnorten und die zeitaufwändigen Transporte von St. Louis nach Therwil könnten für C.____ sehr belastend sein und zu fehlender Stabilität für sie führen, was nicht im Kindes- wohl ist. Die Entfernung der Wohnorte der Eltern spricht daher eher gegen eine alternierende Obhut. 2.5.3 Die Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit zwischen den Eltern war in der Ver- gangenheit problematisch, wie auch die Vorinstanz unte r Ziffer 10 der vorinstanzlichen Ent- scheidbegründung ausführte. Es gab gegenseitige Anschul digungen und sogar strafrechtli- che Anzeigen. Die Vorinstanz führte aus, der Konflikt zwi schen den beiden Parteien sei auf- grund von verspäteten Unterhaltszahlungen entstanden, w oraufhin die Ehefrau als Reaktion dem Ehemann die Übergabe der Tochter mehrmals verweig ert habe. Eine solche Form der Selbstjustiz auf Kosten des Kindeswohls könne nicht die Basi s bilden, eine alternierende, dem Kindeswohl entsprechende Obhut abzulehnen. Zudem se i zu berücksichtigen, dass die Konflikte auch im Rahmen eines erweiterten Besuchsrechts b estehen bleiben würden und die Nichtgewährung der alternierenden Obhut folglich nicht geeignet sei, die andauernden Konflikte zu vermeiden. Diese Argumentation geht nicht hinreichend auf das Kindeswohl ein. Denn ist die Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit zwischen den Eltern problematisch, kann jede erforderliche Absprache zu Konflikten führen, was auch dem Kind nicht entgehen wird, dieses belasten und einen Loyalitätskonflikt herbeiführen kann. Bei einer alternierenden Obhut ist eine grössere Anzahl an Absprachen erforderl ich als bei einem erweiterten Be- suchsrecht und daher auch die Gefahr von Konflikten höher, was nicht im Kindeswohl ist. Die Schwierigkeiten zwischen den Parteien betreffend die K ommunikations- und Kooperations- fähigkeit wurde anlässlich der Befragung an der zweitinst anzlichen Hauptverhandlung deut- lich. Bei etlichen Fragen zeigte sich, dass die Eltern d ie Ereignisse unterschiedlich schilder- ten und wahrnahmen. So etwa, wie oft der Ehemann die Tochter morgens zu spät zurückge- bracht haben und wie lange die Tochter in den Sommerf erien bei ihm gewesen sein soll. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Auch die Frage, weshalb der Ehemann nicht am Elternabend erschien und was die Eltern im Vorfeld zu diesem Elternabend genau kommunizierten, ko nnte aufgrund der unterschiedli- chen Aussagen nicht geklärt werden. Übereinstimmung best eht in den Aussagen der Partei- en nur darüber, dass sie im Vorfeld über den Elternabe nd sprachen und der Ehemann Kenntnis von diesem hatte. Bei all diesen Fragen ging es um Kinderbelange und die Kom- munikations- und Kooperationsfähigkeit der Eltern ersche int angesichts der unterschiedli- chen Antworten und Wahrnehmungen schwierig zu sein. Dies zeigt sich auch darin, dass der Ehemann der Meinung ist, die Ehefrau sage ihm betreffend Kindergarten nicht alles, weshalb er versucht habe, mit der Kindergartenlehrerin über C .____ zu reden, als er sie in den Kin- dergarten gebracht habe. Bei guter Kommunikation zwi schen den Eltern würden sich die Parteien direkt darüber austauschen, was sie von der Kind ergartenlehrerin über C.____ er- fahren, was im vorliegenden Fall jedoch nicht zu funktio nieren scheint. Die Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit der Ehegatten scheint somit nicht nur in vermögensrechtlichen Angelegenheiten, sondern auch in Kinderbelangen problematisch. Die Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit der Eltern verdient überdies beso ndere Beachtung, wenn die geogra- phische Entfernung zwischen den Wohnorten der Eltern ei n Mehr an Organisation erfordert. Wie bereits ausgeführt liegen die Wohnsitze der beide n Eltern rund 30 Minuten Autofahrt auseinander, und der Ehemann muss C.____ für seine Bet reuungszeiten in Therwil abholen und wieder zurückbringen. Dies erfordert gute Kommuni kation und Kooperation zwischen den Eltern, da nicht nur jede zeitliche Verschiebung – und solche treten im Alltag ab und zu auf – abgesprochen werden muss, sondern sich die Elter n gegenseitig auch dauernd dar- über austauschen müssen, was bei C.____ an Aktivitäten, Hausaufgaben (C.____ kommt im nächsten Schuljahr in die erste Klasse), allfälligen Ar ztbesuchen etc. auf dem Programm steht und was sie für den Wechsel zum anderen Ehegatten einpacken muss, zumal der Weg zu weit ist, um allenfalls vergessene Utensilien schnell h olen zu können. Diese alltäglichen organisatorischen Massnahmen und gegenseitigen Informati onen sind innert kurzer Zeit zu treffen und können daher kaum durch die Vermittlung e ines Erziehungsbeistands erfolgen. Vielmehr muss die Kommunikations- und Kooperationsfähi gkeit der Eltern zumindest derge- stalt sein, dass diese alltäglichen Absprachen mehr oder w eniger konfliktfrei getroffen wer- den können. Angesichts der Schwierigkeiten der Ehegatten in der Kommunikation und Ko- operation ist es zweifelhaft, dass dies gelingen wird, so dass dieser Aspekt ebenfalls gegen die alternierende Obhut spricht. 2.5.4 Betreffend Stabilität, welche die Weiterführung der bisherigen Regelung für das Kind gegebenenfalls mit sich bringt, fällt die alternierende Obhut eher in Betracht, wenn die Eltern das Kind schon vor ihrer Trennung abwechselnd betreuten. Dies ist vorliegend nicht der Fall. Während des Zusammenlebens führten die Parteien ein e klassische Hausgattenehe. Der Ehemann sorgte mit seinem Arbeitserwerb für den Familienunterhalt und die Ehefrau betreu- te die gemeinsame Tochter und besorgte den Haushalt. Dies ist unbestritten und wurde an der zweitinstanzlichen Hauptverhandlung mit der unwidersprochen gebliebenen Aussage der Ehefrau, es sei der Wunsch des Ehemannes gewesen, dass sie ihr Geschäft aufgebe (da der Ehemann dieses nicht habe finanzieren wollen) und sie die Tochter betreue und den Haushalt führe, bestätigt. Nach der Trennung wurde die Tochter unter die alleinige Obhut der Ehefrau gestellt (siehe Eheschutzentscheid des Zivilkreisger ichts Basel-Landschaft West vom 12. Januar 2015, Verfahren Nr. 120 14 2209 IV, un d Eheschutzurteil des Zivilkreisge- Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht richts Basel-Landschaft Ost vom 11. August 2016, Verfahre n Nr. 120 16 152 I). Die Tochter stand somit bislang unter der Obhut der Mutter. Aktuell leben die Parteien zwar insofern ein erweitertes Besuchsrecht, als der Ehemann die gemeinsam e Tochter jedes zweite Wochen- ende von Freitagabend bis zum Schulbeginn am Montagmo rgen bei sich zu Besuch hat so- wie zusätzlich unter der Woche eine Übernachtung bis zu m Schulbeginn am folgenden Tag, wobei bei der Parteibefragung unklar blieb, wie oft der zusätzliche Betreuungstag unter der Woche in der Vergangenheit stattgefunden hat. Dies en tspricht einem erweiterten Besuchs- recht und stellt noch keine alternierende Betreuung dar. Die Tochter wurde somit bisher nicht alternierend von beiden Eltern betreut. Dem Ehemann ist zuzustimmen, dass die Situation der ersten Jahre nicht für alle Zukunft gelten muss und dass Entwicklungen möglich sein müssen. Denn die im gemeinsamen Haushalt praktizierte Auf gabenteilung kann nicht in alle Ewigkeit fortgesetzt werden, ansonsten über die Tatsache hinweggesehen würde, dass mit der Trennung neue Lebensverhältnisse einhergehen, wel che zwangsläufig von denjenigen abweichen, unter denen sich die Eltern auf eine bestim mte Aufgabenteilung verständigt ha- ben. Vor diesem Hintergrund kann die im gemeinsamen Ha ushalt gelebte Aufgabenteilung nicht auf unbestimmte Zeit perpetuiert werden (BGer 5A_384/2018 vom 21. September 2018 E. 4.6). Insofern ist die damalige Aufgabenteilung de r Eltern nicht das entscheidende Kriteri- um. Allerdings bestehen aufgrund der problematischen K ommunikations- und Kooperations- fähigkeit der Ehegatten (siehe vorstehende Erwägung) gr osse Bedenken für eine gut funkti- onierende alternierende Obhut, so dass die aktuelle Sit uation mit dem erweiterten Besuchs- recht, welche nicht nur weniger Konfliktpotential, sonde rn auch Kontinuität und Stabilität bie- tet, zu bevorzugen ist. 2.5.5 Zu der Möglichkeit der Eltern, das Kind persönlich zu b etreuen, stellt sich die aktuelle Situation so dar, dass der Ehemann seit 1. Januar 2018 in einem Pensum von 60% arbeitet und die Ehefrau nicht arbeitstätig ist. Das Pensum des Eh emannes ist von vormals 100% derzeit auf 60% reduziert, wobei diese Reduktion auf ein Jahr – vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 – befristet ist, wie aus dem Vertrag vom 7. Dezember 2017 betreffend die temporäre Reduktion das Arbeitspensums (Beilage 20 des Ehemannes im erstinstanzli- chen Verfahren, welche er mit seiner Eingabe vom 10.01 .2018 der Vorinstanz einreichte) hervorgeht. Anlässlich der Befragung an der zweitinstanzli chen Hauptverhandlung konnte der Ehemann nicht sagen, wie es ab dem 1. Januar 201 9 weiterläuft bzw. in welchem Pen- sum er ab dann arbeiten wird. Er sagte aus, es würde da rüber im Dezember 2018 Verhand- lungen mit seinem Vorgesetzten geben. Wie es weitergehe, hänge vom Bedarf der Arbeitge- berin ab, was wiederum von der Auftragslage bestimmt we rde. Er selber wünsche sich ein Pensum von 60% oder 80% und er würde ein Angebot der Arbeitgeberin für 80% annehmen. In welchem Pensum der Ehemann in Zukunft arbeiten wird, ist derzeit unklar und damit auch seine Möglichkeiten der persönlichen Betreuung von C.__ __. Auf die Frage, welches Ein- kommen dem Ehemann anzurechnen ist, ist später noch einzugehen. 2.5.6 Die Ehefrau macht geltend, die vorinstanzliche Betreu ungslösung münde in einer Un- terhaltsregelung, welche für das Kind zu einem Fehlbetrag führe, obwohl bei Fortführung des bisherigen Betreuungsmodells genügend Mittel im Familiensystem vorhanden wären. Es trifft zu, dass bei der von der Vorinstanz festgelegten Betre uungslösung für das Kind eine erheb- liche Unterdeckung im Betreuungsunterhalt von monatlich CHF 1‘030.00 bis zum vollendeten Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht 10. Altersjahr und von CHF 1‘230.00 vom 11. bis zum vol lendeten 16. Altersjahr resultiert. Die Vorinstanz ging davon aus, dass die Ehefrau mit ein em Vollpensum monatlich netto CHF 4‘000.00 verdienen könne. Der Ehemann verdient dagegen bei einem Vollpensum netto rund CHF 7‘000.00 und ist damit einkommensmässig klarerwe ise die stärkere Partei. Ein Teilpensum des Ehemannes fällt daher hinsichtlich des fa miliären Gesamteinkommens viel stärker ins Gewicht als ein Teilpensum der Ehefrau. Die wirtschaftlichen Aspekte sollen bei der Frage der alternierenden Obhut kein zentrales Kr iterium sein, insoweit ist der Vorinstanz zuzustimmen. Allerdings ist eine erhebliche Unterdeckung des Kinderunterhalts nicht im Sin- ne des Kindeswohls, weshalb die wirtschaftlichen Folgen bei der Festlegung der Betreuungs- lösung nicht gänzlich ausser Acht gelassen werden dürfen. Führt eine vorgesehene Betreu- ungslösung zu einer erheblichen Unterdeckung des Kinderunterhalts, ist auch das wirtschaft- liche Element mit zu berücksichtigen, insbesondere dann, wenn eine Deckung des Kinderun- terhalts mit anderen Betreuungslösungen realisierbar wä re. Mit welcher Betreuungslösung bzw. mit welchen Teilpensen der Ehegatten im vorliege nden Fall der gebührende Kinderun- terhalt gerade noch gedeckt werden könnte, kann allerd ings offen bleiben, da bereits die Entfernung der Wohnorte, die nicht hinreichend vorha ndene Kommunikations- und Koopera- tionsfähigkeit der Eltern und die bisher gelebte Situ ation gegen eine alternierende Obhut sprechen. 2.5.7 Der Kontakt von C.____ zu ihrer Halbschwester D.____ s tellt im vorliegenden Fall kein gewichtiges Kriterium dar. D.____ ist 16-jährig, wohnt bei deren Vater und bestimmt selber, wann sie ihre Mutter besucht. Gemäss Aussagen der Ehefrau an der zweitinstanzlichen Ver- handlung kommt D.____ sie zwar regelmässig besuchen, abe r an ganz unterschiedlichen Tagen, manchmal unter der Woche und manchmal am Woche nende. Sie machen flexibel ab, wann D.____ auf Besuch kommt. Da die Besuche von D.____ keiner Regel folgen, be- stehen auch keine geregelten Kontakte zwischen C.____ u nd ihrer Halbschwester, welche zu berücksichtigen wären. 2.5.8 Das Kantonsgericht gelangt zusammenfassend zum Schluss, da ss im vorliegenden Fall die alternierende Obhut abzulehnen ist, insbesonde re wegen der Entfernung der Wohn- orte der beiden Eltern und ihrer unzureichenden Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit in Kinderbelangen. Aber auch die Tatsache, dass bisher keine alternierende Betreuung ge- lebt wurde und das Beibehalten der bisherigen Regelu ng Kontinuität und Stabilität bietet, spricht gegen die alternierende Obhut. Die Berufung i st folglich hinsichtlich der alternieren- den Obhut gutzuheissen und die gemeinsame Tochter unter die Obhut der Kindsmutter zu stellen. Folglich ist auch über das Besuchs- und Ferienrecht zu entscheiden. Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3. Besuchs- und Ferienrecht 3.1 Die Ehefrau beantragt mit ihrer Berufung folgendes Besuchs- und Ferienrecht: i. Der Kindsvater nimmt C.____ an jedem 2. Wochenende von Freitag, nach Schul- schluss, bis Montag, Schulbeginn, sowie an jedem Mittwocha bend bis Donners- tag, Schulbeginn, zu sich auf Besuch; ii. Der Kindsvater verbringt mit C.____ fünf Wochen Fe rien im Jahr, jeweils während den Schulferienwochen, hiervon höchstens zwei Wochen Ferien am Stück; iii. Der Kindsvater verbringt mit C.____ alternierend die jährlichen Feiertage (Weih- nachten, Geburtstag etc.) und darüber hinaus jeweils di ejenigen Feiertage, die seinen Besuchswochenenden und Ferienwochen gemäss Begehren i. und ii. vor- resp. nachgehen. Der Ehemann beantragte mit seiner Berufungsantwort d ie Bestätigung des vorinstanzlichen Entscheids und damit der alternierenden Obhut. Für de n Fall der Zuteilung der Obhut an die Ehefrau stellte er in der Berufungsantwort keinen Eve ntualantrag hinsichtlich des Besuchs- und Ferienrechts. An der zweitinstanzlichen Hauptverhandlu ng äusserte der Ehemann den Wunsch, das Kind an den Besuchswochenenden bis am Montagmorgen bei sich zu haben. 3.2 Die Parteien leben aktuell ein erweitertes Besuchsrecht von jedem zweiten Wochen- ende von Freitagabend bis Montagmorgen Schulbeginn, so wie am Mittwoch- oder Donners- tagabend bis zum Schulbeginn am nächsten Morgen. Beide Ehegatten beantragen ein er- weitertes Besuchsrecht. Gemäss Aussagen beider Eltern fun ktioniert das Besuchsrecht gut, so dass keine Gründe gegen ein erweitertes Besuchsrecht spr echen. In Anlehnung an die aktuelle Situation sollen Besuche weiterhin jedes zweite Wochenende sowie zusätzlich einen Nachmittag pro Woche bis zum Schulbeginn des Folgetags st attfinden können. Die Ehefrau beantragte für das Besuchswochenende den Besuch bereits ab Freitag nach Schulschluss. Da es jedoch durchaus möglich ist, dass der Ehemann künf tig allenfalls am Freitagnachmit- tag arbeitet und/oder das Kind allenfalls Schule hat, ist das Besuchsrecht von Freitagabend bis Montagmorgen zuzusprechen. Es bleibt den Parteien u nbenommen, unter Berücksichti- gung der Interessen der Tochter die Abholzeit früher zu vereinbaren. Damit die Möglichkei- ten für regelmässige, wöchentliche Freizeitaktivitäten vo n C.____ (z.B. in einem Verein, Tanzschule, Musikschule, Orchester, Chor etc.) nicht zu stark e ingeschränkt werden, ist der Besuch unter der Woche auf einen festen Wochentag zu legen. Das Gericht bestimmt hierfür die Wochenmitte bzw. den Mittwochnachmittag bis zum Schulbeginn am Donnerstagmorgen. Dies zum einen deshalb, weil der Mittwochnachmittag in der Regel schulfrei ist, und zum anderen, damit der Besuchstag nicht direkt an die Besu chswochenenden anschliesst bzw. damit die Tochter freitags vor dem Besuchswochenende ni cht morgens und abends den Weg zwischen St. Louis und Therwil hinnehmen muss. 3.3 Im Zusammenhang mit dem Ferienrecht und der Möglichkei t zur persönlichen Betreu- ung bringt die Ehefrau vor, das Kind habe 14 Wochen Sc hulferien und der Ehemann habe gemäss Arbeitsvertrag nur fünf Wochen Ferien. Das Bunde sgericht führte im Grundsatzent- scheid 5A_384/2018 E. 4.7.6 vom 21. September 2018 au s, dass dem hauptbetreuenden Elternteil ab der obligatorischen Beschulung des jüngsten Kindes in der Regel eine Erwerbs- tätigkeit von 50%, ab dessen Eintritt in die Sekunda rstufe I von 80% und ab dessen Vollen- dung des 16. Lebensjahres ein Vollzeitpensum zuzumuten sei. Ist der Ehefrau entsprechend Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht diesem Bundesgerichtsentscheid eine Arbeitstätigkeit zumut bar (darauf ist im Zusammen- hang mit dem Kinderunterhalt detailliert einzugehen) , treffen ihre Ausführungen betreffend Umfang der Ferien des Kindes und des Ehemannes gleicherm assen auf sie selber zu. Der Ehemann führt in diesem Zusammenhang aus, in den 14 Wochen Schulferien seien auch Oster- und Weihnachtsferien inbegriffen, also Zeiten, in denen auch für arbeitstätige Er- wachsene arbeitsfreie Feiertage sind, und dass es für d ie Kinder während den Ferien auch Aktivitäten gebe (Kurse, Tagesaktivitäten, Lager etc.) un d diese daher nicht in sämtlichen Ferienwochen den ganzen Tag über durch die Eltern pe rsönlich betreut werden müssten. Diese Ausführungen gelten ebenfalls für beide Eltern. Der Ehemann nahm bereits in der Vergangenheit die Tochter zu sich in die Ferien, so beis pielsweise im Sommer für vier Wo- chen, allenfalls für fünf Wochen und somit länger als d ie Hälfte der Schulsommerferien (die genaue Anzahl der Ferienwochen konnte aufgrund der un terschiedlichen Aussagen der Par- teien nicht verifiziert werden; gemäss Aussagen der Ehefrau waren es vier Wochen, gemäss Aussagen des Ehemannes länger). Die Betreuung der Tocht er konnte er in dieser Zeit mit der Hilfe seiner Eltern bzw. der Grosseltern von C.____ organisieren. Das hat offenbar gut funktioniert. Es sind daher keine hinreichenden Gründe ersichtlich, betreffend Ferienrecht zwischen den Eltern zu unterscheiden und das Ferienrecht n icht je hälftig zuzusprechen. Das gleiche gilt für die Feiertage. Das Kantonsgericht ve rzichtet auf eine detailliertere Rege- lung betreffend die Feiertage, da diese mit Besuchsw ochenenden und Ferien zusammenfal- len können und daher jeweils nach Absprache zwischen de n Eltern hälftig aufzuteilen sind, dies unter Berücksichtigung der Bedürfnisse des Kindes. 3.4 Zusammenfassend hat der Kindsvater das Recht und die Pf licht, die Tochter jedes zweite Wochenende von Freitagabend bis Montagmorgen zum Schulbeginn sowie jeden Mittwochnachmittag bis Donnerstagmorgen zum Schulbeginn zu sich zu Besuch zu nehmen. Der Kindsvater hat zudem das Recht und die Pflicht, die Hälfte der Schulferien und der Fei- ertage mit der Tochter zu verbringen. 4. Erziehungsgutschriften Betreut ein Elternteil das gemeinsame Kind zum überwiegenden Teil, so rechnet das Gericht oder die Kindesschutzbehörde diesem Elternteil die ganze Erziehungsgutschrift an. Betreuen beide Eltern ihr Kind zu gleichen Teilen, so wird d ie Erziehungsgutschrift hälftig aufgeteilt (Art. 52f bis Abs. 2 AHVV). Gemäss den vorstehenden Ausführungen ist d ie gemeinsame Tochter der Parteien unter die Obhut der Kindsmutter zu stellen und dem Kindsvater das Besuchsrecht wie vorstehend beschrieben zu bewilligen. Ent sprechend dieser Regelung betreut die Ehefrau das Kind zum überwiegenden Teil, so dass der Ehefrau in Abänderung des vorinstanzlichen Entscheids die Erziehungsgutschriften anzurechnen sind. 5. Erziehungsbeistandschaft 5.1 Die Vorinstanz sah in Ziffer 3 des Dispositivs die Errichtu ng einer Erziehungsbeistand- schaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 i.V.m. Art. 315a Ab s. 1 ZGB zur Überwachung und Durchsetzung der Betreuungsanteile sowie als Ansprechperson für beide Elternteile vor. Die Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht Ehefrau beantragt, es sei von der Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft abzusehen und bringt vor, eine solche sei von der Gegenpartei entgegen den vorinstanzlichen Ausführungen nicht beantragt worden. Die Beistandschaft sei aufgrund der Verhältnisse auch nicht erfor- derlich, sondern nur wegen dem vorinstanzlich vorgesehen en Betreuungsmodell. Die Bei- standschaft sei überdies untauglich, da der Ehemann in F rankreich wohne, sodass die sei- tens der KESB eingesetzte Beistandspersonen ihm gegenüb er ausserhalb der Schweiz kei- ne verbindlichen Anordnungen durchsetzen und den persönlichen Verkehr nicht überwachen könne. Im Übrigen würden damit weitere Kosten anfall en, welche die mittellosen Eltern nicht tragen könnten. Der Ehemann entgegnet, ein Beistand/ eine Beiständin könne hilfreich sein bei einem notwendigen Wechsel der Betreuungstage oder im Falle von Schwierigkeiten der Eltern bei der Festlegung von Ferienwochen. Der Ehem ann müsse sich selbstverständlich auch an die Weisungen der Beistandsperson halten. 5.2 Da mit dem vorliegenden Berufungsentscheid das Kind nu nmehr unter die Obhut der Mutter gestellt wird, ist die Errichtung einer Erziehun gsbeistandschaft zur Überwachung und Durchsetzung der Betreuungsanteile obsolet. Das Besuchsrec ht wird mit dem vorliegenden Berufungsentscheid festgelegt und entspricht mehr ode r weniger dem von den Parteien ak- tuell gelebten. Dieses Besuchsrecht funktioniert nach Aussage beider Parteien recht gut. Die Tatsache, dass die Tochter in der Vergangenheit auch Fe rien beim Kindsvater verbrachte, zeigt, dass sich die Parteien über die Festlegung von Fe rienwochen einigen konnten. Der Ehemann kritisierte allerdings anlässlich der zweitinstanzlichen Parteibefragung, dass jeweils erst in letzter Minute abgemacht würde, welche Ferienw ochen das Kind bei ihm verbringe. Eine Erziehungsbeistandschaft scheint angesichts der vorliege nden Verhältnisse nicht erfor- derlich, da das Besuchsrecht und auch das Ferienrecht in der Vergangenheit offenbar funkti- onierten. Dass das Ferienrecht nach Auffassung des Eheman nes zu kurzfristig festgelegt wird, rechtfertigt für sich alleine keine Errichtung e iner Erziehungsbeistandschaft, zumal es durchaus möglich ist, dass sich die Parteien darüber in Z ukunft frühzeitiger absprechen könnten. Sollte sich zeigen, dass es in Zukunft Probleme mit dem Besuchs- und/oder Ferien- recht gibt, kann dannzumal immer noch eine Erziehungsbe istandschaft errichtet werden. Derzeit scheint eine solche jedoch nicht erforderlich. Fol glich ist die Dispositiv-Ziffer 3 des vorinstanzlichen Entscheids ersatzlos aufzuheben. 6. Kindesunterhalt 6.1 Der Unterhaltsbeitrag soll den Bedürfnissen des Kindes sow ie der Lebensstellung und Leistungsfähigkeit der Eltern entsprechen, wobei das Ve rmögen und die Einkünfte des Kin- des zu berücksichtigen sind (Art. 285 Abs. 1 ZGB). Gemäss d em seit 1. Januar 2017 gelten- den neuen Kindesunterhaltsrecht dient der Unterhaltsbe itrag auch der Gewährleistung der Betreuung des Kindes durch die Eltern oder durch Dritte (Art. 285 Abs. 2 ZGB). Die Vorinstanz berechnete den Bedarf des Ehemannes au f CHF 2‘707.00 (Grundbetrag CHF 1‘080.00, Miete CHF 956.00, Nebenkosten CHF 139.0 0, Krankenkassenprämie KVG CHF 320.00, auswärtige Verpflegung CHF 132.00, U-Abo CHF 80.00), den Bedarf der Ehe- frau auf CHF 3‘513.00 (Grundbetrag CHF 1‘350.00, Mi ete CHF 1995.00 abzüglich den Mietanteil für die Tochter von CHF 499.00, Krankenka ssenprämie KVG CHF 537.00, U-Abo Seite 17 http://www.bl.ch/kantonsgericht CHF 80.00, Arzt CHF 50.00) und den Bedarf der Tochter auf CHF 1‘010.00 (Grundbetrag CHF 400.00, Wohnanteil CHF 499.00, Krankenkassenprämie KVG CHF 111.00). Als Ein- kommen rechnete die Vorinstanz dem Ehemann ein Einkom men von CHF 4‘000.00 für das 60%-Pensum an, der Ehefrau ein hypothetisches Einkommen von CHF 2‘000.00 für ein 50%-Pensum und der Tochter die Kinderzulagen von CHF 2 00.00. Auf dieser Basis wurde der Unterhalt der Tochter gestützt auf die Berechnung nach der Lebenshaltungskosten- Methode auf CHF 1‘093.00 bis zum vollendeten 10. Alte rsjahr, auf CHF 993.00 vom 11. Al- tersjahr bis zum vollendeten 16. Altersjahr und auf CHF 710.00 ab dem 17. Altersjahr bis zur Volljährigkeit festgelegt, wovon CHF 483.00 bis zum vol lendeten 10. Altersjahr und CHF 283.00 vom 11. bis zum vollendeten 16. Altersjahr Betreuungsunterhalt darstellen. Der Fehlbetrag zur Deckung des gebührenden Unterhalts (Betr euungsunterhalt) wurde für die erste Phase auf CHF 1‘030.00 und für die 2. Phase auf CHF 1‘230.00 berechnet. Der Ehe- mann wurde verpflichtet, allfällige Boni und Provisionsz ahlungen an die Ehefrau zu bezah- len, solange er Betreuungsunterhalt zu bezahlen hat, begrenzt auf die Höhe der bis zur Aus- zahlung der Boni/Provisionen aufgelaufenen Fehlbeträge. 6.2 Die Vorinstanz berechnete die Kinderunterhaltsbeiträge (Barunterhalt und Betreuungs- unterhalt) nach der sogenannten Lebenshaltungskosten-Me thode, was vom Grundsatz her von keiner Partei beanstandet wurde. Das Bundesgericht ha t im zwischenzeitlich ergange- nen BGE 144 III 377 die Lebenshaltungskosten-Methode als den für die Bemessung des Betreuungsunterhalts am besten geeigneten Ansatz bezei chnet, so dass diese bereits von der Vorinstanz angewendete Berechnungsmethode beizubeha lten ist. Umstritten sind die den Ehegatten anzurechnenden Einkommen sowie einzelne Bedarfspositionen, worauf im Folgenden einzugehen ist. Es gilt darauf hinzuweisen, dass in den Unterhaltsberechnungen nur ganze Frankenbeträge ohne Rappen eingesetzt werd en und daher immer auf ganze Franken gerundet wird. 6.3 Einkommen des Ehemannes 6.3.1 Die Vorinstanz rechnete dem Ehemann ein Einkommen von C HF 4‘000.00 exklusiv Bonus gestützt auf dessen Arbeitspensum von 60% an. Für die beim Ehemann allfällig anfal- lenden Boni und Provisionen sah die Vorinstanz eine separate Regelung vor. 6.3.2 Die Ehefrau stellt sich auf den Standpunkt, dem Ehemann sei ein Einkommen von net- to CHF 7‘042.00 (inkl. 13. Monatslohn und Bonus, exkl. F amilienzulage) basierend auf sei- nem früheren 100%-Pensum anzurechnen, zumal ihm dessen Erzielung möglich und zumut- bar sei. Sie wirft dem Ehemann vor, er habe bei sein er Arbeitgeberin per Januar 2018 um eine Reduktion seines Arbeitspensums ersucht, um damit F akten in Bezug auf die Obhuts- frage zu schaffen. Dass die Reduktion angeblich wirtschaftli ch begründet und von der Ar- beitgeberin ausgegangen sei, wird von der Ehefrau be stritten. Sie erachtet die Reduktion als mutwillig in Kauf genommen, weshalb es nach neuer bund esgerichtlicher Rechtsprechung nicht von Belang sei, ob der Ehemann diese rückgängig ma chen könne. Die vorinstanzliche Behandlung des Bonus findet die Ehefrau mangels Justizia bilität als nicht hilfreich. Zudem sei der Bonus vertraglich vereinbart und im Einkommen einzurechnen. Seite 18 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.3.3 Der Ehemann entgegnet, eine Pensenreduktion habe zwa r zwecks vermehrter Betreu- ung von C.____ seinem Wunsch entsprochen, es sei jedoch in seiner Arbeitgeberfirma zu Umstrukturierungen und Kündigungen gekommen und seine Stelle sei nicht sicher gewesen. Er habe sich mit seinem Arbeitgeber auf eine Pensenred uktion einigen können und es sei ungewiss, ob er sein Pensum wieder aufstocken könne. Anl ässlich der Befragung an der zweitinstanzlichen Hauptverhandlung konnte der Ehemann nicht sagen, wie es ab dem 1. Januar 2019 weiterläuft bzw. in welchem Pensum er ab dann arbeiten wird. Er sagte aus, es würde darüber im Dezember 2018 Verhandlungen mit se inem Vorgesetzten geben. Wie es weitergehe hänge vom Bedarf der Arbeitgeberin ab, was wiederum von der Auftragslage bestimmt werde. Er selber wünsche sich ein Pensum von 60% oder 80% und er würde ein Angebot der Arbeitgeberin für 80% annehmen. 6.3.4 Gemäss Arbeitsvertrag vom 23. September / 4. Oktober 20 16 (Beilage 1 der vor- instanzlichen Eingabe des Ehemannes vom 18. Januar 2017) ist der Ehemann seit 1. Januar 2017 zu 100% bei der G.____AG mit einem Bruttolohn v on CHF 7‘000.00 angestellt. Mit der Vertragsänderung vom 7. Dezember 2017 betreffend die temporäre Reduktion des Arbeits- pensums (Beilage 20 des Ehemannes zu seiner Eingabe vom 10 .01.2018 im erstinstanzli- chen Verfahren) hat er sein Pensum von vormals 100% auf 60% reduziert, wobei diese Re- duktion auf ein Jahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Deze mber 2018 befristet ist, wie aus dem Vertrag vom 7. Dezember 2017 hervorgeht. Die Arbei tsstunden, der Monatslohn und der 13. Monatslohn wurden entsprechend proportional reduziert. Weiter ist dem temporären Abänderungsvertrag zu entnehmen, dass die anderen Punkt e des Arbeitsvertrags unverän- dert bleiben. Da die Pensenänderung bis zum 31. Dezemb er 2018 befristet ist, gilt ab 1. Ja- nuar 2019 wieder der „alte“ Arbeitsvertrag mit einem Pensum von 100%. Andernfalls hätte die Arbeitgeberin eine Kündigung/Änderungskündigung vo rnehmen müssen, wobei die Kün- digungsfrist gemäss Ziffer 4 Abs. 2 des Arbeitsvertrages vom 23. September / 4. Oktober 2016 drei Monate auf das Ende eines Kalendermonats bet rägt. An der zweitinstanzlichen Verhandlung vom 13. November 2018 erwähnte der Ehem ann keine Kündigung, vielmehr sagte er aus, im Dezember 2018 werde darüber verhandel t, wie es ab 1. Januar 2019 wei- tergehe. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass ab 1. Januar 2019 grundsätzlich wieder der „alte“ Vertrag mit dem 100% Pensum gilt. Der Ehemann brachte wiederholt vor, die Pensenreduktion gründe in Umstrukturierungen, was von der Ehefrau jedoch bestritten ist. Im Vertrag betreffend Pensenänderung vom 7. Dezem ber 2017 steht eingangs, man nehme Bezug auf den Wunsch des Arbeitnehmers um Pensenre duktion, was eher dafür spricht, dass die Pensenänderung vom Ehemann ausging. We r diese zuerst vorschlug, ob der Ehemann oder seine Arbeitgeberin, kann letztlich of fen bleiben. Der Ehemann arbeitet derzeit effektiv 60% und erzielt entsprechend ein tiefere s Salär, wobei diese Pensenredukti- on bis Ende 2018 befristet ist und danach das ursprünglich e Pensum von 100% wieder auf- leben müsste. Die Einkommensverminderung lässt sich somit wi eder rückgängig machen bzw. war von Anfang an zeitlich begrenzt, so dass sich die von der Ehefrau aufgeworfene Frage, ob ein hypothetisches Einkommen anzurechnen ist, o bwohl die Einkommensvermin- derung nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, gar nicht stellt. Die im Scheidungsurteil festgelegten Unterhaltsbeiträge gelten ab Rechtskraft d es Entscheids. Nachdem die Vor- instanz die alternierende Obhut anordnete und dem Ehe mann ein 60%-Pensum anrechnete, kann ihm auch nicht vorgeworfen werden, er hätte versu chen müssen, sein Pensum schon Seite 19 http://www.bl.ch/kantonsgericht früher wieder zu erhöhen oder ein zusätzliches Einkommen zu generieren. Vielmehr ist dem Ehemann für die Zeit bis zum 31. Dezember 2018 das Ein kommen aus seinem effektiven 60%-Pensum anzurechnen. Welches Pensum der Ehemann ab 1. Januar 2019 arbeiten wird, konnte der Ehemann an der zweitinstanzlichen Haup tverhandlung noch nicht sagen. Wie bereits ausgeführt ist mangels Kündigung/Änderung skündigung durch die Arbeitgeberin davon auszugehen, dass aufgrund der Vertragslage grundsätzlich wieder das 100% Pensum gilt. Offenbar besteht in der Arbeitgeberfirma jedoch die Möglichkeit von Teilzeitpensen. Dies zeigt sowohl die aktuelle Situation als auch die Aussage des Ehemannes, dass im Dezember über das Pensum verhandelt werde. Da dem Ehemann ein e rweitertes Besuchsrecht zuge- standen wird und er das Recht und die Pflicht hat, die Tochter nebst den Besuchswochen- enden zusätzlich jeden Mittwochnachmittag bis Donnerstagmorgen zum Schulbeginn zu sich zu Besuch zu nehmen, wird dem Ehemann ab 1. Januar 201 9 ein 90%-Pensum zugemutet und angerechnet, damit er die Möglichkeit hat, die To chter am Mittwochnachmittag jeweils persönlich zu betreuen. 6.3.5 Die Vorinstanz rechnete dem Ehemann für das 60%-Pensum ein monatliches Netto- einkommen von CHF 4‘000.00 (inkl. 13. Monatslohn, exkl. Zulagen und exkl. Bonus) an und regelte die Boni/Provisionszahlungen separat. Die Ehefrau beziffert in der Berufung das Ein- kommen bei 100% auf netto CHF 7‘042.00 (inkl. 13. Mon atslohn und Bonus, exkl. Familien- zulagen) und verweist für die Detailberechnung auf Rz. 7 .1 des schriftlichen Plädoyers des ehemaligen Rechtsvertreters der Ehefrau, in welcher fol gende Rechnung präsentiert wird: 11 x CHF 6‘162.00 = CHF 67‘782.00 + CHF 12‘625.70 = CHF 80‘407.70 : 12 = CHF 6‘701.00. Diese Berechnung basiert auf den Lohnab rechnungen des Ehemannes für die Monate Oktober 2017 bis Dezember 2017 (Beilage 28 der vorinstanzlichen Eingabe des Ehemannes vom 10. Januar 2018). Aus diesen Lohnabrechnu ngen geht bei einem 100%- Pensum ein monatlicher Nettolohn von CHF 6‘162.25 (oh ne Abzug von CHF 50.00 für Park- platzgebühr) hervor. Im November 2017 wurde sodann der Monatslohn zuzüglich des 13. Monatslohns ausbezahlt, was von netto CHF 12‘625.70 (ohne Abzug von CHF 50.00 für Parkplatzgebühr) entspricht. Somit ergibt sich im Durchschn itt inkl. 13. Monatslohn ein mo- natlicher Nettolohn von CHF 6‘701.00 (exkl. Bonus), wi e dies die Ehefrau korrekt berechne- te. Die Ehefrau hat zu diesem Lohn sodann einen Bonu s von jährlich netto rund CHF 4‘100.00 bzw. monatlich rund CHF 341.00 addiert und ausgeführt, der Ehemann nehme am Bonusprogramm der Firma teil, wodurch er 5% seines Bruttojahreslohnes von CHF 91‘000.00 und somit brutto CHF 4‘550.00 bzw. net to rund CHF 4‘100.00 im Jahr bzw. rund CHF 341.00 im Monat erziele. Boni und Provisionen sind einkommensrelevant. Es ist praktikabler, wenn diese bereits im monatlichen Durchsch nittseinkommen und somit im Un- terhaltsbeitrag berücksichtigt sind und der Ehemann nicht jährlich seine Provisionszahlungen dokumentieren muss und die Parteien sodann die bis zum Zeitpunkt der jeweiligen Bonus- zahlung aufgelaufenen Fehlbeträge berechnen müssen, wi e dies entsprechend dem vor- instanzlichen Entscheid erforderlich wäre. Die vorinstanzli che Regelung kann zu Konflikten zwischen den Parteien führen und erschwert auch eine all fällige Vollstreckung, weshalb der Bonus in das zu berücksichtigende Monatseinkommen einzure chnen ist. Der Bonus ist in Ziffer 7.2 des Arbeitsvertrags des Ehemannes vom 23. September/4. Oktober 2016 geregelt. Der Ehemann hat das von der Ehefrau nachvollziehbar be rechnete Monatseinkommen von CHF 7‘042.00 (inkl. 13. Monatslohn und Bonus, exkl. Fami lienzulagen) nicht gerügt und die- Seite 20 http://www.bl.ch/kantonsgericht ser Summe keine andere Berechnung gegenübergestellt, weder in der Berufungsantwort noch im Plädoyer an der zweitinstanzlichen Verhandlung . Es ist daher auf das von der Ehe- frau bezifferte Nettomonatseinkommen des Ehemannes be i einem 100%-Pensum von CHF 7‘042.00 abzustellen. 6.3.6 Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass dem Eheman n bis und mit 31. Dezember 2018 das Arbeitspensum von 60% und danach ein solches von 90% ange- rechnet wird. Das Einkommen wird auf der Basis eines Ein kommens bei 100% von netto CHF 7‘042.00 (inkl. 13. Monatslohn, inkl. Bonus, exkl. Fa milienzulagen) berechnet. Für ein 60%-Pensum entspricht dies CHF 4‘225.25, wobei entspr echend dem Eventualantrag der Ehefrau gerundet der Betrag von CHF 4‘200.00 eingeset zt wird (siehe Rz 45 der Berufung vom 7. Juni 2018). Für ein 90%-Pensum resultiert ein m onatliches Nettoeinkommen von CHF 6‘338.00 (90% von CHF 7‘042.00). 6.4 Einkommen der Ehefrau 6.4.1 Die Vorinstanz rechnete der Ehefrau ein hypothetische s Einkommen für eine 50%- Stelle von CHF 2‘000.00 an. Die Ehefrau bringt in di esem Zusammenhang vor, die Vor- instanz habe nicht ausgeführt, weshalb der Ehefrau ein E inkommen von CHF 2‘000.00 für ein 50%-Pensum angerechnet werde, welche Arbeitsstelle für die Ehefrau in Frage komme und auf welchen statistischen Werten dieses Einkommen basie re. Somit sei das rechtliche Gehör verletzt. Gestützt auf das frühere Einkommen der Ehefrau bei einem 30%-Pensum von CHF 976.85 resultiere bei einem 50%-Pensum ein B etrag von CHF 1‘630.00 und bei 100% von CHF 3‘260.00. Ein Einkommen von CHF 2‘000.0 0 bei einem 50%-Pensum sei unrealistisch, da die aus Nigeria stammende Ehefrau keine richtige Ausbildung habe, nicht gut Deutsch spreche und jahrelang nicht arbeitstätig g ewesen sei. Dies würden auch die zahlreichen Bewerbungen zeigen, welche zu keiner Anste llung geführt hätten. Der vorüber- gehende Einstieg in das Berufsleben sei nur möglich gew esen, weil sich ein Bekannter von ihr zu einer 30%-Anstellung erbarmt habe. Dies sei jedo ch keine Stelle im ordentlichen Ar- beitsmarkt gewesen. Die Ehefrau lasse sich entsprechend de r 10/16-Regel ein Einkommen von CHF 1‘630.00 ab April 2023 und von CHF 3‘260.00 ab April 2029 anrechnen. 6.4.2 Der Ehemann entgegnet, es sei nunmehr auf das Schulstu fenmodell abzustellen. Eine Erwerbstätigkeit von 50% sei der Ehefrau zumutbar und möglich und das Erzielen eines Ein- kommens von CHF 2‘000.00 realistisch. Die zahlreichen Bewe rbungen hätten bislang nur deshalb zu keiner Anstellung geführt, weil das Bewerbu ngsschreiben der Ehefrau nicht er- folgsversprechend sei. 6.4.3 Für eine allfällige Anrechnung eines hypothetischen Einkommens der Ehefrau ist zu prüfen, ob und in welchem Umfang ihr die Aufnahme e iner Erwerbstätigkeit zumutbar ist und welche Einkommenshöhe zu erzielen ihr möglich ist. Dabei sind insbesondere die Berufs- ausbildung, das Alter, der Gesundheitszustand und die Arbeitsmarktlage zu berücksichtigen. Ob ein hypothetisches Einkommen in der angemessenen Höhe zumutbar ist, ist eine Rechts- frage, ob dessen Erzielung auch als tatsächlich möglich erscheint, ist hingegen eine Tatfrage (BGE 137 III 118 E. 2.3; BGE 137 III 102 E. 4.2.2.2; BGE 128 III 4 E. 4a) Seite 21 http://www.bl.ch/kantonsgericht Im Entscheid 5A_384/2018 vom 21. September 2018 hat da s Bundesgericht einen Grund- satzentscheid unter anderem zur Frage der Zumutbarkeit einer Erwerbsarbeit bei gleichzeiti- gen Betreuungspflichten gefällt. Es führte aus, dass de m die Obhut übernehmenden Eltern- teil, der sich bislang ganz oder überwiegend der Kinde rbetreuung gewidmet hat, die Auf- nahme oder Ausdehnung einer Erwerbstätigkeit in der R egel nicht sofort zugemutet werden soll, zumal die Trennung auch eine einschneidende Zäsu r für das Kind bedeutet, welche vom Kind zuerst verarbeitet werden muss und es deshalb nicht im Kindeswohl ist, gleichzei- tig mit der Trennung auch das Betreuungsmodell umzugestalten. Vielmehr sind in Abhängig- keit vom Grad der Wiederaufnahme oder Ausdehnung der E rwerbstätigkeit, vom finanziellen Spielraum der Eltern und von weiteren Umständen des Einzelfalls Übergangsfristen zu ge- währen (BGer 5A_384/2018 E. 4.6). Hinsichtlich einer k onkreten Regel für die Aufnahme oder Ausdehnung einer Erwerbstätigkeit bei gleichzeit iger Kinderbetreuung hat das Bundes- gericht für das neue Kinderunterhaltsrecht mit Betreu ungsunterhalt darauf abgestellt, wie lange und in welchem Umfang ein Kind im konkreten Fall der persönlichen Betreuung bedarf. Als Richtlinie gibt das Bundesgericht – in Abwendung von der 10/16-Regel – ab der obligato- rischen Beschulung des jüngsten Kindes eine Erwerbsarbeit von 50%, ab dessen Eintritt in die Sekundarstufe I von 80% und ab dessen Vollendung des 16. Lebensjahres von 100% vor (sogenanntes Schulstufenmodell), wobei von dieser Richtlinie aufgrund pflichtgemässer rich- terlicher Ermessensausübung im Einzelfall abgewichen werde n kann (siehe zum Ganzen BGer 5A_384/2018 E 4.7 bis 4.7.9). 6.4.4 Die ältere Tochter D.____ (geb. 29. Juli 2002) der E hefrau aus erster Ehe ist inzwi- schen 16-jährig. Diese Tochter wohnt bei deren Vater und die Besuche bei der Mutter finden nach Absprache zu unregelmässigen Zeiten ab. Für diese Tochter kommen der Ehefrau kei- ne Betreuungspflichten zu. Die gemeinsame Tochter C.____, für welche der Ehefrau Betreu- ungspflichten zukommen, ist jetzt im zweiten Kindergarte njahr und kommt im Sommer 2019 in die Schule. Es handelt sich bei C.____ um ein gesundes und normal entwickeltes Kind, so dass es der Ehefrau neben der Betreuungspflicht entsprech end dem Schulstufenmodell zu- mutbar ist, aktuell einer Erwerbstätigkeit von 50%, ab 1. September 2025 (Eintritt von C.____ in die Sekundarstufe I im August 2025) von 80% und ab 1. März 2029 (C.____ wird 16- jährig) von 100% nachzugehen, zumal die Ehefrau gesund und arbeitsfähig ist. 6.4.5 Die Ehefrau ist derzeit nicht erwerbstätig. Es gilt zu kl ären, welche Tätigkeit sie ausü- ben und welches Einkommen sie daraus erzielen kann. Die V orinstanz führte nicht aus, wel- che Tätigkeit die Ehefrau ausüben kann und welches Eink ommen daraus realistischerweise erzielbar ist, sondern sie setzte ohne weitere Begründu ng ein hypothetisches Einkommen von CHF 2‘000.00 für ein 50%-Pensum ein. Es gilt daher nunmehr darauf einzugehen, wel- che Tätigkeit die Ehefrau ausüben könnte. Dabei ist auf die Ausbildung und die bisherigen beruflichen Tätigkeiten der Ehefrau einzugehen, wobe i auf den Lebenslauf der Ehefrau (in den an der zweitinstanzlichen Instruktionsverhandlung vom 25. September 2018 abgegebe- nen Unterlagen) und deren Aussagen in der zweitinstanzlichen Verhandlung (siehe Protokoll der zweitinstanzlichen Verhandlung vom 13. November 2018 ) abgestellt wird. Die Ehefrau stammt aus Nigeria und machte dort eine Ausbildung zur Coiffeuse. Sie arbeitete in Nigeria sodann rund vier Jahre in einer Anstellung als Coiffeuse und danach rund zwei Jahre selb- ständig auf ihrem Beruf. Im Sommer 2001 kam sie als Fam iliennachzug ihres damaligen Seite 22 http://www.bl.ch/kantonsgericht Schweizer Ehemannes in die Schweiz. In den Jahren 2003 bis 2009 war die Ehefrau in der Schweiz jeweils nur in kurzzeitigen Anstellungen von maxim al sechs Monaten als Gardero- bière, Betriebsmitarbeiterin, Mitarbeiterin in einem Alters- und Pflegeheim und Mitarbeiterin in einer Fastfood-Kette tätig. Im Lebenslauf sind zwar bei der Anstellung im Alters- und Pfle- geheim neun Monate aufgeführt, nach Aussage der Ehefr au sollen es jedoch nur drei Mona- te gewesen sein, während welcher sie zwar den Kurs beim Roten Kreuz anfing, die Prüfung jedoch nicht ablegte. In den Jahren 2009 und 2010 war die Ehefrau selbständig tätig (Nagel- design, Haar- und Wimpernverlängerung). Schliesslich war sie von Mai 2016 bis April 2017 und sodann noch einmal von Dezember 2017 bis Februar 2 018 bei ihrem Bekannten als Mitarbeiterin/Sachbearbeiterin (siehe Arbeitsvertrag, vorinstanzliche Beilage 9 der Unterla- gen der Ehefrau) zu 30% tätig. An der zweitinstanzlichen Hauptverhandlung vom 13. No- vember 2018 wurde die Ehefrau gefragt, ob sie bei der Arbeitslosenkasse angemeldet sei. Sie sagte aus, die Arbeitslosenkasse habe verlangt, dass sie ohne Lohn arbeite. Dazu sei sie nicht bereit gewesen. Ihr Anwalt bestätigte, dass e ine Anmeldung erfolgt sei, aber keine Arbeitslosenentschädigung bezahlt wurde. Das Gericht vermutet, dass der Ehefrau Integrati- onsmassnahmen vorgeschlagen wurden, welche diese jedoch au fgrund eines Missverständ- nisses verweigerte, weshalb auch keine Arbeitslosentaggelder bezahlt werden. Die Ehefrau war in der Schweiz immer nur für ganz kurze Zeit in unt erschiedlichen Bereichen angestellt und kann daher keine Berufserfahrung auf einem Gebie t vorweisen. In ihrem angestammten Beruf als Coiffeuse war sie in Nigeria nach der Lehre rund vier Jahre in einer Anstellung ar- beitstätig. Ob ihre Ausbildung als Coiffeuse in der Sch weiz anerkannt ist, ist dem Gericht nicht bekannt. Die Ehefrau arbeitete in der Schweiz während einer gewissen Zeit selbständig mit einem Studio für Nageldesign, Haar- und Wimpernv erlängerung. Aus der Aussage der Ehefrau, der Ehemann habe ihr Studio nicht mehr fina nzieren wollen, ist zu schliessen, dass sie daraus keinen Gewinn erzielte, so dass kein Einkommen aus einer solchen Selbständig- keit angerechnet werden kann. Bei der Anstellung bei i hrem Bekannten verdiente sie für ein Pensum von 30% ein Einkommen von brutto CHF 1‘056.00 b zw. netto rund CHF 977.00 (siehe Beilage 56 der Ehefrau im vorinstanzlichen Verfa hren), was hochgerechnet auf 100% brutto CHF 3‘520.00 und netto rund CHF 3‘260.00 ent spricht. Aufgrund der Ausbildung als Coiffeuse in Nigeria, der wenigen Berufserfahrungen a us Anstellungen in der Schweiz, der mangelhaften Sprachkenntnisse der deutschen Sprache u nd des Alters der Ehefrau von knapp 41 Jahren sind Anstellungen in gut bezahlten Stellen nicht realistisch, jedoch scheinen Anstellungen als Reinigungskraft, im Gastgewerbe, für Hi lfstätigkeiten, als Betriebsmitarbei- terin oder als Coiffeuse/Nail- und Hairsdesign durchaus möglich, allenfalls unter Vermittlung des RAV nach Absolvierung von Integrationsmassnahmen der A rbeitslosenkasse. Es han- delt sich bei diesen möglichen Tätigkeiten um Arbeit sstellen im Niedriglohnsektor. Für das Gastgewerbe listet der L-GAV für das Jahr 2019 für Mita rbeiter ohne Berufslehre bei Vollzeit einen Mindestlohn von brutto CHF 3‘470.00 (zuzüglich 13. Monatslohn) auf und der GAV für das Schweizerische Coiffeurgewerbe führt Mindestansätze vo n CHF 3‘350.00 bis CHF 4‘000.00 auf (je nachdem, ob gelernt, angelernt oder ungelernt und abhängig von der Anzahl der Berufsjähre). Der NAV Hauswirtschaft setzt fü r ungelernte Hausangestellte in Privathaushalten bei einer 42-Stunden-Woche einen Mi ndestlohn von brutto CHF 3‘439.80 (ungelernt) bzw. CHF 3‘776.50 (ungelernt mit 4 Jahren Berufserfahrung) bis zu CHF 4‘158.70 (gelernt EFZ, drei Jahre berufliche Gru ndbildung) fest. Auch als Betriebsmit- Seite 23 http://www.bl.ch/kantonsgericht arbeiterin bzw. Hilfskraft in der Produktion ist von ein em Einkommen in ähnlich tiefem Be- reich auszugehen. Entsprechend diesen Mindestlöhnen wir d als Basis auf das Einkommen von netto CHF 3‘260.00 bei 100% abgestellt, welches die Ehefrau bei ihrem Bekannten ver- diente. Dies entspricht in etwa einem Bruttolohn von C HF 3‘600.00, welcher in den aufge- führten Bereichen ungefähr erzielt werden kann. 6.4.6 Da die Ehefrau derzeit keiner Erwerbstätigkeit nachgeht, ist ihr eine Übergangsfrist zur Suche einer neuen Stelle zu gewähren. Das Thema einer Arbeitsaufnahme ist der Ehefrau schon länger bekannt. Bereits im erstinstanzlichen Scheidung sentscheid wurde ihr ein hypo- thetisches Einkommen angerechnet und in der zweitinstanzlic hen Instruktionsverhandlung vom 25. September 2018 war die Arbeitsaufnahme ebenfalls Thema. Eine Übergangsfrist bis Ende Februar 2019 – dies entspricht rund 3.5 Monaten – scheint daher vorliegend angemes- sen. 6.4.7 Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass der Ehefra u die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit zumutbar ist und eine Anstellung beisp ielsweise als Reinigungskraft, im Gastgewerbe, für Hilfstätigkeiten, als Betriebsmitarbei terin oder als Coiffeuse / Nail- und Hairsdesign durchaus möglich ist, wobei ein monatliches Ne ttoeinkommens von 3‘260.00 (brutto ca. CHF 3‘600.00) für ein Vollpensum bei solch en Tätigkeiten erzielbar ist. Folglich wird von diesem Basiseinkommen ausgegangen und der Ehefr au nach Gewährung einer Übergangsfrist von rund 3,5 Monaten ab 1. März 2019 ei n hypothetisches Nettoeinkommen von CHF 1‘630.00 (für ein 50%-Pensum), ab Eintritt vo n C.____ in die Sekundarstufe I bzw. ab 1. September 2025 von CHF 2‘608.00 (für ein 80%-P ensum) und ab 1. März 2029 von 100% angerechnet. 6.5 Bedarf des Ehemannes Die Ehefrau kritisiert die vorinstanzliche Bedarfsberechnu ng des Ehemannes in verschiede- nen Positionen, auf welche nachfolgend eingegangen wird. Für die Umrechnungen von Euro in CHF ist auf den Umrechnungskurs per Scheidungsdatum b zw. per 3. Mai 2018 abzustel- len, welcher für 1 Euro = CHF 1.1947 betrug (siehe ww w.oanda.com), wie bereits die Vor- instanz ausführte. 6.5.1 Grundbetrag : Die Vorinstanz rechnete dem Ehemann einen Grundbet rag von CHF 1‘080.00 in Anlehnung an den Eheschutzentscheid des Z ivilkreisgerichts Basel- Landschaft Ost vom 11. August 2016 an. Dort wurde von einem Grundbetrag von CHF 1‘200.00 ausgegangen und dieser auf CHF 1‘080.00 reduziert mit der Begründung, gemäss UBS-Kaufkraftvergleich resultiere zwar ein verhä ltnismässiger Grundbetrag von CHF 800.00, da St. Louis jedoch unmittelbar an der Sc hweizer Grenze liege, seien die Le- benshaltungskosten deutlich über dem französischen Durch schnitt einzuordnen und es sei ein gewisser Mehrbetrag zu gewähren, so dass CHF 1‘080.00 als Grundbetrag angebracht sei. Die Ehefrau vertritt dagegen die Auffassung, angesi chts des Wohnsitzes des Eheman- nes in St. Louis/Frankreich betrage der Grundbetrag kaufkraftbereinigt CHF 830.00. Sie stellt auf die Internet-Publikation der UBS AG, Preise und Löhne, Ausgabe 2018 ab und zieht den Vergleichswert für Lyon heran. Der Ehemann bestreitet diese Ausführungen und entgegnet, die Vorinstanz habe den Bedarf des Ehemannes korrekt berechnet. Seite 24 http://www.bl.ch/kantonsgericht Lebt der Unterhaltsschuldner im Ausland, ist bei der Bed arfsberechnung praxisgemäss das tiefere oder allenfalls höhere Niveau der dortigen Le benskosten zu berücksichtigen. Diese Berücksichtigung des unterschiedlichen Lebensstandards in de n verschiedenen Staaten erfolgt in der Regel über eine Umrechnung anhand der statistisch erhobenen Verbraucher- geldparitäten bzw. internationaler Kaufkraftvergleiche. Verwendung finden in der Praxis vor- ab die Erhebungen internationaler Grossbanken (z.B. di e von der UBS AG veröffentlichte Publikation "Cost of living in cities around the world , Prisces and Earnings 2018") oder die Angaben des Bundesamtes für Statistik (Entscheid des Kan tonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, vom 2. Juli 2013, 400 13 78, E. 3.2). Der Ehemann bestreitet nicht, dass der UBS-Kaufkraftvergleich eine taugliche Grundlage für die Bestimmung des Grundbetra- ges des Ehemannes bildet, so dass auf diesen abzustellen ist. Da St. Louis in dieser Erhe- bung der UBS AG nicht vermerkt ist, wird auf den für Lyon aufgeführten Wert abgestellt, zu- mal für Frankreich in der UBS-Statistik lediglich Paris und Lyon aufgeführt sind und die Prei- se in St. Louis eher den Preisen in Lyon entsprechen dü rften als jenen in der Grossstadt Paris. Der genannten Statistik 2018 der UBS AG sind in der Kategorie „Price Levels“ unter der Rubrik „All prices (USD)“ für die Stadt Zürich mon atliche Durchschnittskosten von USD 4‘260.60 (100%) aufgeführt und für Lyon von USD 2‘918.00 (68.49%). Wird dement- sprechend für den Grundbetrag von CHF 1‘200.00 der Wert von 68.49% eingesetzt, resultiert ein Grundbetrag von CHF 821.88. Folglich ist im Bedar f des Ehemannes für den Grundbe- trag der von der Ehefrau zugestandene Betrag von CHF 830.00 einzusetzen. 6.5.2 Wohnkosten : Die Ehefrau führt aus, die Wohnkosten des Ehemannes w ürden sich aus EUR 630.00 und Nebenkostenvorauszahlungen von EUR 170.0 0 zusammensetzen und so- mit EUR 800.00 bzw. CHF 922.50 (bei einem Umrechnungsku rs von 1,1531 per 2. Juni 2018) betragen. Die von der Vorinstanz zusätzlich berücksic htigten EUR 116.20 als Neben- kosten seien nicht nachvollziehbar und würden bestritten. Gemäss Mietvertrag vom 22. September 2017 (Beilage 23a des Ehemannes im vor- instanzlichen Verfahren) beträgt die monatliche Miete E UR 630.00 und die Nebenkosten EUR 170.00, so dass sich Mietkosten von total EUR 800.00 e rgeben. Der Ehemann machte mit seinen vorinstanzlichen Beilagen 21 und 22 weitere Nebenkosten geltend. Bei der Beila- ge 21 handelt es sich um Kosten für Internet, TV und Te lefon. Diese Kosten sind im Grund- betrag enthalten und daher nicht zusätzlich zu berücksichti gen. Die Beilage 22 ist eine Rechnung für den Bezug der Elektrizität. Die Auslagen f ür die Beleuchtung und den Koch- strom sind auch bereits im Grundbetrag enthalten und daher ebenfalls nicht zusätzlich einzu- rechnen. Folglich sind für die Wohnkosten des Ehemannes EU R 800.00 (inkl. EUR 170.00 Nebenkosten) bzw. CHF 956.00 (Umrechnungskurs per 3. Mai 2018: 1 Euro = CHF 1.1947) einzusetzen, zumal nicht ersichtlich ist, worauf die von de r Vorinstanz berücksichtigen EUR 116.20 abgestützt werden. 6.5.3 Auswärtige Verpflegung : Bei einem 100%-Arbeitspensum des Ehemannes gesteht die Ehefrau für die auswärtige Verpflegung den praxisgemässen Betrag von CHF 220.00 zu. Die Vorinstanz setzte angesichts des berücksichtigten 60%-Einkom mens des Ehemannes den Betrag von 132.00 ein. Da vorliegend dem Ehemann bis zum 31. Dezember 2018 sein aktu- elles 60%-Pensum angerechnet wird, ist in dieser Zeit f ür die auswärtige Verpflegung eben- falls CHF 132.00 einzusetzen. Ab 1. Januar 2019 wird ih m ein Arbeitspensum von 90% an- Seite 25 http://www.bl.ch/kantonsgericht gerechnet, so dass für seine auswärtige Verpflegung sod ann ein Betrag von CHF 198.00 (90% von CHF 220.00) einzusetzen ist. 6.5.4 In der vorinstanzlichen Grundbedarfsberechnung für den Ehemann wurden die Positio- nen für die Krankenkassenprämien von CHF 320.00 und das U-Abo von CHF 80.00 nicht moniert und sind daher so zu belassen. Der Ehemann macht keine weiteren Positionen gel- tend, welche bei einer Neuberechnung zu berücksichtigen seien, so dass auch keine solchen zu berücksichtigen sind. Der Grundbedarf des Ehemannes betr ägt somit bis zum 31. De- zember 2018 (60% Pensum) insgesamt CHF 2‘318.00 (Grundbetrag CHF 830.00, Wohnkos- ten inkl. Nebenkosten CHF 956.00, Krankenkassenprämien CHF 320.00, auswärtige Ver- pflegung CHF 132.00, U-Abo CHF 80.00) und ab 1. Janu ar 2019 insgesamt CHF 2‘384.00 (Grundbetrag CHF 830.00, Wohnkosten inkl. Nebenkosten CHF 956.00, Krankenkassen- prämien CHF 320.00, auswärtige Verpflegung CHF 198.0 0, U-Abo CHF 80.00). Die Vor- instanz setzte angesichts der Mangellage keine Steuern ein . Der Ehemann monierte dies nicht und führte in seiner Berufung auch nicht aus, es seien Steuern zu berücksichtigen, so- fern dem von der Ehefrau mit der Berufung gestellte n Hauptantrag gefolgt werde. Da der Ehemann keine (eventuelle) Einberechnung von Steuern beantragt, werden diese im Grund- bedarf nicht berücksichtigt, zumal auch nicht abgeschätzt werden kann, wie hoch in etwa die Steuern des Ehemannes in Frankreich ausfallen (von seine m Lohn wird keine Quellensteuer bezogen). Es wird dann jedoch bei der Überschussverteilun g die Steuerbelastung des Ehe- mannes zu berücksichtigen sein. Darauf ist an späterer Stelle zurückzukommen. 6.6 Bedarf der Ehefrau 6.6.1 Hinsichtlich des Bedarfs der Ehefrau geht die Ehefrau in ihrer Berufung von der vor- instanzlichen Berechnung aus, setzt jedoch die nunmehr ti eferen Wohnkosten von insge- samt CHF 1‘690.00 aufgrund des neuen Mietvertrags vom 1 6. Februar 2018 ein, was vom Ehemann begrüsst wird (die Vorinstanz setzte noch Wohnkost en von CHF 1‘995.00 ein). Umstritten ist dagegen, in welchem Verhältnis diese Wohnkosten auf die Ehefrau und auf die Tochter aufzuteilen sind. Die Vorinstanz zog im Bedarf d er Ehefrau von den Wohnkosten einen Viertel für die Tochter ab, wohingegen die Eh efrau einen Abzug von einem Drittel als richtig erachtet. Die Ehefrau und die Tochter wohnen n ur zu zweit in der Wohnung, weshalb es angemessener ist, die Wohnkosten im Verhältnis zwei Dr ittel für die Ehefrau und einen Drittel für die Tochter aufzuteilen und somit den Be trag von CHF 563.00 (einen Drittel von CHF 1‘690.00) für die Tochter auszuscheiden. 6.6.2 Bei einer Anrechnung eines 50%-Pensums macht die Ehefr au sodann Kosten von CHF 110.00 für die auswärtige Verpflegung geltend. D er Ehefrau sind wie auch beim Ehe- mann Kosten für die auswärtige Verpflegung anzurechnen , wobei ebenfalls von CHF 220.00 bei einem 100%-Pensum auszugehen ist. Folglich sind bei der Ehefrau bei der Anrechnung eines 50%-Pensums CHF 110.00 bzw. bei einem 80%-Pensum C HF 176.00 für die auswär- tige Verpflegung einzusetzen. 6.6.3 Die Ehefrau macht weiter bei einer Erwerbstätigkeit Autokosten von mindestens CHF 300.00 geltend. Diesem Antrag ist nicht zu folgen . Es ist davon auszugehen, dass die Ehefrau mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu ihrer Ar beitsstelle gelangen kann, zumal ihr Seite 26 http://www.bl.ch/kantonsgericht Wohnort gut an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen ist. Folglich sind in ihrem Bedarf nur die Kosten für das U-Abo von monatlich CHF 80.00 einzusetzen. 6.6.4 Schliesslich macht die Ehefrau bei einer Arbeitstätigkeit von 50% Kosten von monatlich CHF 200.00 für eine Fremdbetreuung der Tochter über den Mittag geltend. Auch diesem Antrag ist nicht zu folgen, da nicht ohne weiteres davo n auszugehen ist, dass C.____ über Mittag fremdbetreut werden muss. Die Arbeitszeiten der Ehefrau sind nicht bekannt und es ist durchaus möglich ist, dass sie über den Mittag nicht ar beiten wird bzw. zu den Zeiten ar- beiten kann, zu welchen die Tochter in der Schule i st oder durch der Ehemann betreut wird. Zudem resultiert ab der Anrechnung eines Einkommens der Ehefrau beim Ehemann ein Überschuss und eine Überschussbeteiligung der Tochter, aus w elcher allfällige Drittbetreu- ungskosten/Mittagstische zu begleichen sind. 6.6.5 Sobald der Ehefrau ein hypothetisches Einkommen angerec hnet wird, entsteht ein Überschuss. Folglich sind ab diesem Zeitpunkt auch Steuer n zu berücksichtigen. Solange der Ehefrau ein 50%-Pensum mit einem Einkommen von C HF 1‘630.00 angerechnet wird, werden ihre Steuern auf monatlich rund CHF 170.00 un d bei einem Pensum von 80% mit einem Einkommen von CHF 2‘608.00 auf CHF 350.00 gesch ätzt, dies jeweils unter Berück- sichtigung ihres Gesamteinkommens inkl. Kinderunterhaltsbeitrag. 6.6.6 Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass in Abweichung von der vorinstanz- lichen Bedarfsberechnung die neuen, tieferen Wohnkoste n der Ehefrau berücksichtigt wer- den und von diesen ein Drittel für das Kind ausgeschiede n werden. Sobald der Ehefrau ein hypothetisches Einkommen angerechnet wird, werden in i hrem Bedarf für die auswärtige Verpflegung anteilsmässige Kosten eingerechnet (Basis: CHF 220.00 bei 100%) und es werden Steuern berücksichtigt. Nicht angefochten sind die von der Vorinstanz eingesetzten Beträge für den Grundbetrag, die Krankenkassenprämien , das U-Abo und die Arztkosten. Der Bedarf der Ehefrau stellt sich somit folgendermassen dar: Ohne Einkommen der Ehefrau : Grundbedarf von insgesamt CHF 3‘144.00 (Grundbetra g CHF 1‘350.00, Wohnkosten CHF 1‘690.00 abzüglich Antei l Kind von CHF 563.00, Kranken- kassenprämien CHF 537.00, U-Abo CHF 80.00, Arztkosten CHF 50.00). Mit CHF 1‘630.00 (50%) Einkommen der Ehefrau : Grundbedarf von insgesamt CHF 3‘424.00 (Grundbetrag CHF 1‘350.00, Wohnkosten CHF 1‘690.00 ab züglich Anteil Kind von CHF 563.00, Krankenkassenprämien CHF 537.00, auswärti ge Verpflegung CHF 110.00, U- Abo CHF 80.00, Arztkosten CHF 50.00, Steuern CHF 170.00). Mit CHF 2‘608.00 (80%) Einkommen der Ehefrau : Grundbedarf von insgesamt CHF 3‘670.00 (Grundbetrag CHF 1‘350.00, Wohnkosten CHF 1‘690.00 ab züglich Anteil Kind von CHF 563.00, Krankenkassenprämien CHF 537.00, auswärtige Verpflegung CHF 176.00, U- Abo CHF 80.00, Arztkosten CHF 50.00, Steuern CHF 350.00). 6.7 Bedarf und Kinderzulagen der Tochter 6.7.1 Im Vergleich zu der vorinstanzlichen Berechnung macht die Ehefrau nebst dem bereits abgehandelten Wohnkostenanteil und einem geringen Mehrbetrag bei der Krankenkasse von CHF 1.50 zusätzlich für Arztkosten der Tochter einen Betr ag von CHF 20.00 und für Hob- Seite 27 http://www.bl.ch/kantonsgericht bys/Lager etc. von CHF 20.00 geltend sowie ab April 201 9 für das U-Abo einen Betrag von CHF 53.00. Sie führt dazu aus, für die Tochter seien i n der Vergangenheit regelmässig Arzt- kosten angefallen, weshalb diese auch zu berücksichtigen seien, zumal sie zum gebühren- den Bedarf gehören. Auch die Kosten für Sport, Musik, Lager, Schule etc. seien zum gebüh- renden Bedarf zu berücksichtigen. Sobald die Ehefrau e iner Erwerbstätigkeit nachgehe, würden zusätzliche Kosten für den Mittagstisch von rund CHF 200.00 anfallen. Die Ehefrau weist weiter darauf hin, dass ab April 2029 eine Ausbi ldungszulage von CHF 250.00 ausge- richtet werde. Der Ehemann bestreitet die Ausführunge n der Ehefrau und führt aus, die Be- rechnung der Vorinstanz sei korrekt und es seien nur die Mietkosten anzupassen. 6.7.2 Von den Mietkosten von CHF 1‘690.00 ist angesichts des Zwei -Personen-Haushalts (Ehefrau und Tochter) ein Drittel bzw. der Betrag von CHF 563.00 im Bedarf der Tochter anzurechnen (siehe vorstehende Erwägung 6.6.1). Für die Krankenkassenprämie setzte die Vorinstanz CHF 111.00 ein. Eine Anpassung auf CHF 112.5 0 kann angesichts der Geringfü- gigkeit der Differenz vernachlässigt werden, so dass der vo rinstanzlich eingesetzte Betrag belassen wird. Solange eine Unterdeckung besteht, blei bt es bei der vorinstanzlichen Be- darfsberechnung mit Anpassung der Mietkosten. Der Bedar f der Tochter beträgt somit CHF 1‘074.00 (Grundbetrag CHF 400.00, Wohnkostenantei l CHF 563.00, Krankenkassen- prämien CHF 111.00). 6.7.3 Ab dem Zeitpunkt, in welchem ein Überschuss resultiert (a b 1. März 2019) werden zusätzlich Arztkosten eingesetzt, zumal die Ehefrau solche b ereits bei der Vorinstanz beleg- te, so beispielsweise mit dem Auszug der Gesundheitskosten 2015 für die Steuererklärung (siehe vorinstanzliche Beilage 14 der Ehefrau, in den Belegen zu der Steuererklärung 2015). Es wird auf den geltend gemachten Betrag von CHF 20.00 abgestellt. Auch für Hobby, Lager etc. von C.____ wird ein Betrag von CHF 20.00 eingeset zt, da der Ehemann an der Haupt- verhandlung aussagte, er würde für C.____ auch gerne K urse organisieren und somit damit einverstanden ist, dass C.____ Kurse/Vereine o.ä. besuche n kann. Dagegen wird das gel- tend gemachte U-Abo für C.____ nicht eingesetzt. Sie wohnt in Therwil und kann auch dort alle Schulen besuchen, so dass nicht ersichtlich ist, inwi efern sie ein U-Abo braucht. Sollte sie ein solches benötigen, kann dieses aus dem Überschuss anteil finanziert werden. Ab 1. März 2019 beträgt der Bedarf der Tochter somit CHF 1‘114.00 (Grundbetrag CHF 400.00, Wohnkostenanteil CHF 563.00, Krankenkassenprämien CHF 111.00, Arztkosten CHF 20.00, Hobbys/Lager etc. CHF 20.00). 6.7.4 Dem Grundbedarf der Tochter von CHF 1‘074.00 bzw. CHF 1‘114.00 sind die Kinder- zulagen von CHF 200.00 und ab dem 16. Altersjahr von C. ____ die Ausbildungszulagen von CHF 250.00 gegenüberzustellen. 6.8 Überschussverteilung Sobald der Ehefrau ein hypothetisches Einkommen angerech net wird, resultiert beim Ehe- mann je nach Phase ein beträchtlicher Überschuss zwischen CH F 1‘046.00 bis 2‘890.00 (siehe beiliegende Unterhaltsberechnungen, auf die einzelnen Phasen wird nachfolgend ein- gegangen), welcher ihm einen höheren Lebensstandard e rmöglicht. Eine allfällig höhere Le- bensstellung des unterhaltspflichtigen Elternteils wide rspiegelt sich beim Kindesunterhalt Seite 28 http://www.bl.ch/kantonsgericht nicht im Betreuungsunterhalt, jedoch bei den direkten Kosten des Kindes, die entsprechend höher ausfallen (Botschaft Kindesunterhalt, S. 576). C.____ soll am höheren Lebensstan- dard ihres Vaters teilhaben können, zumal ihr Grundbedarf dem Existenzminimum entspricht und der minimal eingesetzte Betrag von CHF 20.00 für Freizeit, Hobbys, Lager etc. keinen höheren Lebensstandard darstellt. Es wird jedoch darauf verzichtet, zusätzliche Positionen in der Bedarfsberechnung von C.____ aufzunehmen, vielme hr ist ihre Teilhabe am höheren Lebensstandard ihres Vaters mittels Überschussbeteiligung vor zunehmen (siehe auch SCHWEIGHAUSER /S TOLL , Neues Kindesunterhaltsrecht – Bilanz nach einem Jahr, i n: FamPra 3/2018, S. 613 ff., S. 634). Wie bereits ausgeführt sind im Grundbedarf des Ehemannes kei- ne Steuern berücksichtigt (siehe vorstehende Erwägung 6.5 .4), was nunmehr im Rahmen der Überschussverteilung zu beachten ist, indem dem Ehema nn ein höherer Überschussan- teil zuzuweisen ist. Dementsprechend wird der Überschuss zwischen dem Vater und C.____ grundsätzlich im Verhältnis 75% zu 25% aufgeteilt, sofern dadurch keine Sparquote entsteht. 6.9 Berechnungsphasen Entsprechend den vorstehenden Erwägungen zum Grundbed arf beider Ehegatten und der Tochter sowie der anrechenbaren Einkommen der Ehegatt en sowie der Kinder- und Ausbil- dungszulagen resultieren sechs Unterhaltsphasen (die Det ails können den beiliegenden Un- terhaltsberechnungen entnommen werden). Der gesamtha ft zu bezahlende Kinderunter- haltsbeitrag (bestehend aus Barunterhalt und Betreuu ngsunterhalt) wird jeweils auf ganze Zehner gerundet und entsprechend auch der Bar- und Betreuungsunterhalt angeglichen. Folgende sechs Phasen resultieren: Phase 1: vom 3. Mai 2018 (Datum der Scheidung) bis 31. Dezember 2018 Der Grundbedarf des Ehemannes beträgt CHF 2'318.00 un d es wird ihm sein 60%-Pensum bzw. ein Einkommen von CHF 4‘200.00 angerechnet, sod ass sein Überschuss CHF 1‘882.00 ausmacht. Der Grundbedarf der Ehefrau b eträgt CHF 3‘144.00 und jener des Kindes CHF 1‘074.00. Der Ehefrau wird noch kein Einkom men angerechnet, sondern eine Übergangsfrist gewährt. Folglich beträgt das Manko der Ehefrau CHF 3‘144.00. Bei C.____ werden die Kinderzulagen von CHF 200.00 eingesetzt, so dass sich bei ihr ein Manko von CHF 874.00 ergibt. Insgesamt resultiert eine Unterdecku ng. Dem unterhaltsverpflichteten Ehemann ist dessen Grundbedarf zu belassen und lediglich sein Überschuss von CHF 1‘882.00 zur Bezahlung von Unterhaltsbeiträgen hera nzuziehen. Folglich hat er für C.____ monatlich und im Voraus Unterhaltsbeiträge von insgesamt und gerundet CHF 1‘880.00 zu bezahlen, wovon CHF 874.00 als Barunterhal t und CHF 1‘006.00 als Betreu- ungsunterhalt. Im Betreuungsunterhalt resultiert eine Unterdeckung von CHF 2‘138.00. Phase 2: vom 1. Januar 2019 bis 28. Februar 2019 Dem Ehemann wird nunmehr das Einkommen aus einem 90%- Pensum bzw. CHF 6‘338.00 angerechnet und ein Grundbedarf von CHF 2'384.00 (et was höher wegen höherem Betrag für auswärtige Verpflegung), sodass sein Überschuss CHF 3 ‘954.00.00 beträgt. Der Grund- bedarf der Ehefrau und des Kindes bleibt unverändert. Der Ehefrau wird noch kein Einkom- men angerechnet, sondern eine Übergangsfrist gewährt . Folglich beträgt das Manko der Ehefrau noch immer CHF 3‘144.00 und jenes von C.____ nach Abzug der Kinderzulagen Seite 29 http://www.bl.ch/kantonsgericht von CHF 200.00 ebenfalls unverändert CHF 874.00. Insgesamt resultiert eine geringe Unter- deckung. Dem unterhaltsverpflichteten Ehemann ist dessen Grundbedarf zu belassen und lediglich sein Überschuss von CHF 3‘954.00 zur Bezahlung von Unterhaltsbeiträgen heran- zuziehen. Folglich hat er für C.____ monatlich und im V oraus Unterhaltsbeiträge von insge- samt und gerundet CHF 3‘950.00 zu bezahlen, wovon CHF 874.00 als Barunterhalt und CHF 3‘076.00 als Betreuungsunterhalt. Im Betreuungsunterhalt resultiert eine Unterdeckung von CHF 68.00. Phase 3: vom 1. März 2019 bis 28. Februar 2023 Es wird der Ehefrau ein hypothetisches Einkommen für ei n 50%-Pensum von CHF 1‘630.00 angerechnet. In ihrem Grundbedarf werden nunmehr CH F 110.00 für auswärtige Verpfle- gung und CHF 170.00 für Steuern eingerechnet, da nun mehr insgesamt keine Mankolage mehr resultiert. Der Grundbedarf der Ehefrau beträgt CHF 3‘424.00 und ihre Unterdeckung folglich CHF 1‘794.00. Da kein Manko mehr besteht, wird auch bei C.____ der Grundbedarf erweitert um CHF 20.00 für Arztkosten und CHF 20.00 f ür Hobbys, Lager etc., sodass ihr Grundbedarf CHF 1‘114.00 und ihr Manko CHF 914.00 b eträgt. Der Ehemann vermag mit seinem unveränderten Überschuss von CHF 3‘954.00 diese Unt erdeckungen zu begleichen und es verbleibt ihm sodann immer noch ein Überschuss von CHF 1‘246.00, welcher zu 25% bzw. im Betrag von CHF 311.50 C.____ zugeteilt wird. D er Barunterhalt von C.____ beträgt in der dritten Phase somit gerundet CHF 1‘225.00 (CH F 914.00 Mankodeckung und CHF 311.00 Überschussbeteiligung) und der Betreuungsun terhalt gerundet CHF 1‘795.00 (Manko der Kindsmutter/Ehefrau), sodass der Kinderunter haltsbeitrag in der dritten Phase insgesamt CHF 3‘020.00 beträgt. Phase 4: vom 1. März 2023 bis 31. August 2025 C.____ wird am 2. März 2023 10-jährig, so dass sich ihr Grundbedarf von CHF 400.00 auf CHF 600.00 erhöht und ihr Grundbedarf somit CHF 1‘314.00 und ihr Manko nach Abzug von CHF 200.00 Kinderzulagen CHF 1‘114.00 beträgt. Der G esamtüberschuss reduziert sich ebenfalls um CHF 200.00 auf CHF 1‘046.00, sodass die Ü berschussbeteiligung von C.____ noch CHF 261.50 (25% von CHF 1‘046.00) ausmacht. Der B arunterhalt von C.____ beträgt in der vierten Phase somit gerundet CHF 1‘376.00 (CHF 1‘114.00 Mankodeckung und CHF 262.00 Überschussbeteiligung) und der Betreuungsunterhalt CHF 1‘794.00 (Manko der Kindsmutter/Ehefrau), sodass der Kinderunterhaltsbeitra g in der vierten Phase insgesamt CHF 3‘170.00 beträgt. Da C.____ nur einen Tag nach M onatsbeginn Geburtstag hat, wird die vierte Phase einfachheitshalber bereits ab 1. März 2023 festgelegt, zumal die Differenz für einen Tag kaum ins Gewicht fällt und es nicht ange messen wäre, wegen einem Tag die Anpassung des Unterhaltsbeitrags um einen ganzen Monat zu verschieben. In dieser Phase ist der Kinderunterhaltsbeitrag etwas höher als die Ehefrau in ihrer Berufung beantragte, was jedoch angesichts der Offizialmaxime geboten ist. Phase 5: vom 1. September 2025 bis 28. Februar 2029 C.____ wird nach den Sommerferien 2025 in die Sekund arstufe wechseln. Der Ehefrau wird daher ab 1. September 2025 ein Einkommen von 80% bzw. von CHF 2‘608.00 angerechnet. Der Betrag für die auswärtige Verpflegung wird in ihrem Bedarf auf CHF 176.00 erhöht (80% von CHF 220.00). Ebenso wird der Steuerbetrag im Bed arf der Ehefrau auf geschätzte CHF 350.00 erhöht, da ihr Gesamteinkommen (bestehend aus Erwerbseinkommen und Un- Seite 30 http://www.bl.ch/kantonsgericht terhaltseitrag) grösser ist als in den vorhergehenden Ph asen. Das Manko der Ehefrau be- trägt in dieser Phase noch CHF 1‘062.00 und jenes von C.____ unverändert CHF 1‘114.00. Nach Ausgleichung dieser Unterdeckungen verbleibt dem Ehe mann ein Überschuss von CHF 1‘778.00, welcher zu 25% bzw. CHF 444.50 C.____ zugeteilt wird. Der Barunterhalt von C.____ beträgt in der fünften Phase somit gerundet C HF 1‘558.00 (CHF 1‘114.00 Mankode- ckung und CHF 444.00 Überschussbeteiligung) und der Betre uungsunterhalt CHF 1‘062.00 (Manko der Kindsmutter/Ehefrau), sodass der Kinderunte rhaltsbeitrag in der fünften Phase insgesamt CHF 2‘620.00 beträgt. Phase 6: vom 1. März 2029 bis 28. Februar 2031 C.____ wird am 2. März 2029 16-jährig und bedarf kein er erwerbseinschränkenden Betreu- ung mehr. Ab diesem Zeitpunkt ist der Ehefrau ein Vol lzeiterwerb anzurechnen, so dass sie keine Erwerbseinbusse mehr hat wegen der Kinderbetreuung. Ein Betreuungsunterhalt ist ab diesem Zeitpunkt daher nicht mehr geschuldet. Die Ehefr au wird mit ihrem Einkommen vo- raussichtlich in etwa ihr Existenzminimum decken können und keinen Überschuss erzielen, so dass sie keinen Beitrag an den Barunterhalt von C.___ _ leisten kann und folglich der Ehemann weiterhin für den Barbedarf von C.____ allei ne aufzukommen hat. In der sechsten Phase werden daher nur noch der Bedarf und das Einkomm en des Ehemannes und der Tochter aufgeführt. Als einzige Änderung im Vergleich zur fünften Phase ist bei C.____ nunmehr anstelle der Kinderzulage von bisher CHF 200.0 0 die Erziehungszulage von CHF 250.00 einzusetzen, so dass ihr Manko noch CHF 1‘064. 00 beträgt, für welches der Ehemann im Rahmen des Barunterhaltsbeitrags aufzukommen hat. Dem Ehemann verbleibt nach Bezahlung dieses Mankobetrags noch ein Überschuss von CH F 2‘890.00. Werden hiervon 25% bzw. CHF 722.50 C.____ zugewiesen, resultiert ein Barunterhalt für C.____ von insgesamt CHF 1‘786.50. Die Überschussbeteiligung darf nicht vermögensbildend sein, son- dern dient lediglich der Deckung eines erweiterten G rundbedarfs. Um dies zu prüfen, wird die Zürcher Kinderkosten-Tabelle zum Vergleich beigezogen. Diese Tabelle führt für ein Ein- zelkind zwischen dem 13. bis 18. Altersjahr Barkosten von CH F 1‘785.00 auf (inbegriffen sind Ernährung, Kleidung, Wohnen, Wohnnebenkosten und Haushalt, Krankenkasse, Ge- sundheit, Telefon/Internet und Freizeit/Föderung/öV). Im Kanton Basel-Landschaft sind die Kosten in der Regel tiefer als in Zürich, so dass davon auszugehen ist, dass im hiesigen Kanton für die gleichen Positionen Barkosten von rund CHF 1‘700.00 anfallen. Der Barunter- haltsbeitrag in der sechsten Phase wird daher plafonie rt auf CHF 1‘700.00. Dieser Kinderun- terhaltsbeitrag ist etwas höher als die Ehefrau in ihre r Berufung beantragte, was jedoch an- gesichts der Offizialmaxime geboten ist. Da C.____ nur einen Tag nach Monatsbeginn Geburtstag hat, wird die sechste Phase ein- fachheitshalber bereits ab 1. März 2029 festgelegt, zumal die Differenz für einen Tag kaum ins Gewicht fällt und es nicht angemessen wäre, wegen ei nem Tag die Anpassung des Un- terhaltsbeitrags um einen ganzen Monat zu verschieben. Die Vorinstanz legte die Kinderun- terhaltsbeiträge sodann bis zur Volljährigkeit von C.___ _ fest. Die Ehefrau stellt sich auf den Standpunkt, diese seien bis zum Abschluss der ordentlichen E rstausbildung festzusetzen. Die Unterhaltspflicht der Eltern dauert bis zur Volljä hrigkeit des Kindes (Art. 277 Abs. 1 ZGB). Hat das Kind dann noch keine angemessene Ausbildun g, so haben die Eltern, soweit es ihnen nach den gesamten Umständen zugemutet werden da rf, für seinen Unterhalt bis Seite 31 http://www.bl.ch/kantonsgericht zum ordentlichen Abschluss einer entsprechenden Ausbildun g aufzukommen (Art. 277 Abs. 2 ZGB). Die Kinderunterhaltsbeiträge können bis zur Volljährigkeit oder über diese hin- aus bis zum Abschluss der ordentlichen Erstausbildung festg elegt werden. Beide Varianten sind möglich. Dass die Vorinstanz die Kinderunterhaltsbeiträge nur bis zur Volljährigkeit fest- legte, ist somit nicht falsch und daher nicht zu ände rn. Dies gilt umso mehr, als C.____ erst 5-jährig und noch nicht absehbar ist, welche beruflich e Ausbildung sie absolvieren wird, wie lange diese dauern wird und wie hoch ein allfällige r Lehrlingslohn ausfällt. Das Kantonsge- richt sieht daher keine Veranlassung, die Kinderunterh altsbeiträge über die Volljährigkeit hinaus festzulegen, zumal eine Überschussbeteiligung inbe griffen und fraglich ist, ob diese nach der Volljährigkeit in gleichem Umfang geschuldet bleibt. Der Kinderunterhaltsbeitrag ist daher wie bereits von der Vorinstanz ebenfalls bis zur Vol ljährigkeit bzw. angesichts des 18. Geburtstags von C.____ am 2. März 2031 bis Ende Febr uar 2031 festzusetzen, da es wiederum nicht angemessen wäre, den Unterhaltsbeitrag einen ganzen Monat weiterlaufen zu lassen. C.____ hat ab 2. März 2031 einen eigenen Klageanspruch auf Unterhaltsbeiträge, deren Höhe sich nach den dannzumaligen Verhältnissen richtet. 7. Nachehelicher Unterhalt 7.1 Die Vorinstanz wies das Begehren der Ehefrau um nachehe lichen Unterhalt ab und führte aus, für den nachehelichen Unterhalt gelte de r Verhandlungsgrundsatz. Die Parteien hätten somit die Pflicht, ihre Begehren ausreichend zu substantiieren. Die Ehefrau habe nicht vorgebracht, weshalb ihr über den Betreuungsunterhalt hinaus ein nachehelicher Unterhalt zustehen solle. Ab Erreichen des 16. Altersjahrs des jüngsten Kindes sei eine Vollerwerbstä- tigkeit zumutbar und der Ehefrau ab dann ein Einkommen von CHF 4‘000.00 anzurechnen, womit sie ihren Lebensbedarf decken könne. 7.2 Die Ehefrau bestreitet, ihren Antrag nicht hinreichend substantiiert zu haben und beruft sich eventualiter auf die gerichtliche Fragepflicht, wel che das Gericht ansonsten hätte wahr- nehmen müssen. Die Ehefrau führte in der Berufungsschri ft sodann aus, sie belasse es vor zweiter Instanz dabei, vom Ehemann nach der Ehescheidung den ihr zustehenden Vorsor- geunterhalt zu verlangen. Es stehe ihr frei, ihren bere chtigten Unterhaltsanspruch nunmehr anders zu begründen als noch vor erster Instanz. Die Ehef rau berechnet den Vorsorgeunter- halt auf gerundet CHF 600.00 (ab Rechtskraft des Scheid ungsurteils) und auf CHF 440.00 (ab April 2023 bis März 2029) und beantragt in der Be rufungsschrift nacheheliche Unter- haltsbeiträge von monatlich CHF 600.00 bis März 2023 und danach von CHF 440.00 bis März 2029. 7.3 Der Ehemann bestreitet die Ausführungen der Ehefrau und führt aus, die Ehefrau habe ihren Antrag nicht rechtsgenügend begründet, weshalb di e Vorinstanz zu Recht keinen nachehelichen Unterhaltsbeitrag zugesprochen habe. Die Ehefrau begründe nicht, weshalb zusätzlich zum Betreuungsunterhalt noch ein nachehelicher U nterhaltsbeitrag geschuldet sein sollte. 7.4 Für den nachehelichen Unterhaltsbeitrag gilt gemäss Art . 277 Abs. 1 ZPO der Ver- handlungsgrundsatz, gemäss welchem die Parteien dem G ericht die Tatsachen, auf die sie ihr Begehren stützen, darzulegen und die Beweismittel anzugeben haben (Art. 55 Abs. 1 Seite 32 http://www.bl.ch/kantonsgericht ZPO). Damit trifft die Parteien die Pflicht, ihre B egehren ausreichend zu substantiieren. An- lässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung vom 23. Januar 2018 beantragte der damali- ge Rechtsvertreter der Ehefrau, der Ehemann sei ab We gfall des Betreuungsunterhalts zur Leistung von nachehelichen Unterhaltsbeiträgen an die Ehefrau von monatlich CHF 2‘755.00 zu verpflichten. Für die Begründung verwies er auf die A ufstellung und die Ausführungen in der Klagebegründung und führte aus, der monatliche Be darf der Ehefrau belaufe sich zwi- schenzeitlich auf CHF 3‘732.00 und ihr Manko auf CHF 2‘ 755.00 (siehe Rechtsbegehren Ziffer 4 und Begründung Ziffer 6.2 der Replik, welche an der vorinstanzlichen Hauptverhand- lung vom 23. Januar 2018 gemäss Verhandlungsprotokoll, S. 1, mündlich vorgetragen und schriftlich eingereicht wurde). Mit Berufung beantragt die Ehefrau nacheheliche Unterhalts- beiträge bis März 2029. Das Rechtsbegehren wurde im Ve rgleich zum vorinstanzlichen Ver- fahren insofern verändert, als nunmehr der nachehelich e Unterhaltsbeitrag für den gleichen Zeitraum wie der Betreuungsunterhalt beantragt wird, dies im Gegensatz zum vor- instanzlichen Verfahren, in welchem der nacheheliche Unt erhalt nach Wegfall des Betreu- ungsunterhalts begehrt wurde. Im Gegensatz zu ihren vori nstanzlichen Ausführungen bringt die Ehefrau jetzt vor, sie fordere ab dem 16. Geburtst ag von C.____ keinen nachehelichen Unterhalt mehr, da sie ihren Bedarf ab dann selber de cken könne. Auf die Frage, ob nach Wegfall des Betreuungsunterhalts ein nachehelicher Unt erhalt geschuldet ist bzw. ob dieser Anspruch im vorinstanzlichen Verfahren hinreichend substantiiert wurde, ist daher nicht mehr näher einzugehen, da mit der Berufung kein nacheheli cher Unterhalt nach Wegfall des Be- treuungsunterhalts mehr geltend gemacht wird. 7.5 Den mit der Berufung beantragten nachehelichen Unterhaltsbeitrag begründet die Ehe- frau nunmehr mit einem Anspruch auf Vorsorgeunterhalt. Bei der Vorinstanz wurde kein Vor- sorgeunterhalt beantragt bzw. der nacheheliche Unterhaltsbeitrag nicht mit dem Vorsorgeun- terhalt begründet. Die im vorinstanzlichen Verfahren v on der Ehefrau geltend gemachte Be- darfsberechnung enthielt nie einen Betrag für eine Altersvorsorge (siehe Klagebegründung vom 2. Mai 2017, Ziffer 6.2 S. 7) und ein Vorsorgeunt erhalt wurde auch nicht separat bean- tragt, geschweige denn von der Ehefrau je einmal erwä hnt. Die Ehefrau kann im Berufungs- verfahren ihre Bedarfsberechnung nicht um diese bisher nicht geltend gemachte Position erweitern. Denn es handelt sich um eine neue Tatsachenb ehauptung, wenn die Ehefrau nunmehr vorbringen will, dass mit der Teilung der Vor sorgeanwartschaften der angemesse- ne nacheheliche Vorsorgeaufbau nicht abgedeckt sei. Die se Behauptung hätte bereits im vorinstanzlichen Verfahren vorgebracht werden müssen und kan n aufgrund des Novenver- bots gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO im Berufungsverfahren nich t mehr nachgeholt werden, zumal weder ersichtlich ist noch von der Ehefrau dargele gt wird, dass diese Behauptung nicht bereits im vorinstanzlichen Verfahren hätte vorgebra cht werden können. Da die Ehe- frau ihren nachehelichen Unterhaltsanspruch nur mit dem Vorsorgeaufbau begründet, ihre diesbezüglichen vorbringen und Berechnungen angesichts de s Novenverbots gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO jedoch nicht zu berücksichtigen sind, erübrigt sich eine weitere Prüfung des nachehelichen Unterhaltsbegehrens. Folglich ist der A ntrag der Ehefrau auf nacheheli- chen Unterhaltsbeitrag bzw. die Berufung in diesem Punkt abzuweisen. Seite 33 http://www.bl.ch/kantonsgericht 8. Kosten 8.1 Nach Art. 106 ZPO werden die Prozesskosten grundsätzlich nach dem Ausgang des Verfahrens auferlegt. Gemäss Art. 107 Abs. 1 ZPO kann d as Gericht von den ordentlichen Verteilungsgrundsätzen abweichen und die Prozesskosten na ch Ermessen verteilen, dies insbesondere in familienrechtlichen Verfahren (Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO). Die Ehefrau bean- tragt die Kosten- und Entschädigungsfolgen sowohl für d as vorinstanzliche als auch für das zweitinstanzliche Verfahren. Das Kantonsgericht sieht kein e Veranlassung, die vorinstanzli- che Kostenverteilung (hälftige Teilung der Gerichtskosten und Wettschlagen der Parteikos- ten) abzuändern, zumal die Scheidung von beiden Ehegatten beantragt wurde. 8.2 Im Berufungsverfahren dringt die Ehefrau mit ihrem H auptantrag betreffend Obhutszu- teilung durch und zu einem grösseren Teil auch hinsich tlich der Kinderunterhaltsbegehren (Bar- und Betreuungsunterhalt). Was den nachehelichen Unterhalt anbelangt, unterliegt die Ehefrau vollumfänglich. Angesichts dieses Prozessausgangs we rden die Prozesskosten zu einem Drittel der Ehefrau und zu zwei Dritteln dem E hemann auferlegt. Die Gerichtkosten, bestehend aus der Entscheidgebühr und den Dolmetscherkoste n (CHF 770.00), werden auf insgesamt CHF 5‘100.00 festgelegt (§ 9 Abs. 1 i.V.m. § 8 Abs. 1 lit. i GebT) und zu einem Drittel bzw. CHF 1‘700.00 der Ehefrau/Berufungsklägeri n und zu zwei Dritteln bzw. CHF 3‘400.00 dem Ehemann/Berufungsbeklagten auferleg t. Zufolge Bewilligung der unent- geltlichen Rechtspflege für beide Parteien gehen deren Kostenanteile vorläufig zu Lasten der Staatskasse. 8.3 Der Rechtsvertreter der Berufungsklägerin macht einen Ze itaufwand ohne Hauptver- handlung von 34.83 Std. à CHF 200.00 und Auslagen vo n CHF 504.70 geltend bzw. einen Saldo von CHF 8‘045.95 (inkl. 7,7% MWSt). Werden für die Hauptverhandlung zwei Stunden à CHF 200.00 zuzüglich 7,7% MWSt (= CHF 430.80) addier t, resultiert ein Total von CHF 8‘476.75. Die Rechtsvertreterin des Ehemannes macht einen Zeitaufwand ohne Hauptverhandlung von 25.0 Std. à CHF 200.00 und Auslagen von CHF 124.90 g eltend bzw. einen Saldo von CHF 5‘519.50 (inkl. 7,7% MWSt). Der Rechtsvertreterin d es Ehemannes ist für die Haupt- verhandlung inkl. Weg (Basel-Liestal-Basel) ein Zeitaufwand von drei Stunden à CHF 200.00 anzurechnen bzw. CHF 646.20 (inkl. 7,7% MWSt), sodass ei n Honorar von insgesamt CHF 6‘165.70 resultiert. Die Honorarnoten von beiden Rechtsvertretungen sind ange messen, zumal zu berücksichti- gen ist, dass beide im vorinstanzlichen Verfahren noch n icht beteiligt waren und sich je zu- erst in das Dossier einlesen mussten. Da die Berufungsschrift mit 34 Seiten Umfang zwangs- läufig bedeutend länger ist als die Berufungsantwort mit 22 Seiten Umfang, welche in weiten Teilen auf die vorinstanzliche Entscheidbegründung verweisen konnte, ist auch die Differenz im zeitlichen Aufwand der beiden Rechtsvertretungen gerechtfertigt und hält einem Vergleich stand. Folglich sind beide Honorarnoten zu genehmigen u nd nach Hinzurechnung des Auf- wands für die Hauptverhandlung ist dem Rechtsvertreter der Berufungsklägerin ein Honorar von CHF 8‘476.75 (inkl. Spesen und MWSt) und der Rechtsvertreterin des Berufungsbeklag- ten ein solches von CHF 6‘165.70 (inkl. Spesen und MWSt) zuzugestehen. Seite 34 http://www.bl.ch/kantonsgericht 8.4 Die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege befreit nicht von der Bezahlung einer Parteientschädigung an die Gegenseite (Art. 118 Abs. 3 und 122 Abs. 1 lit. d ZPO). Entspre- chend dem Verteilschlüssel der Prozesskosten von einem Drit tel zu Lasten der Berufungs- klägerin zu zwei Dritteln zu Lasten des Berufungsbeklagten hat die Berufungsklägerin einen Drittel der Kosten der gegnerischen Rechtsvertreterin zu e ntschädigen, d.h. CHF 2‘055.25 (einen Drittel von CHF 6‘165.70). Der Berufungsbeklagte hat dagegen der Berufungsklägerin zwei Drittel der Kosten ihres Rechtsvertreters zu entschädigen bzw. CHF 5‘651.15 (zwei Drit- tel von CHF 8‘476.75). Nach gegenseitiger Verrechnung h at der Berufungsbeklagte der Be- rufungsklägerin eine Parteientschädigung von CHF 3‘595.9 0 (inkl. Auslagen und MWSt) zu bezahlen. 8.5 Nach Art. 122 Abs. 2 ZPO wird die unentgeltliche Rechtsbeiständin oder der unentgelt- liche Rechtsbeistand vom Kanton angemessen entschädigt, w enn die unentgeltlich prozess- führende Partei obsiegt und die Parteientschädigung be i der Gegenpartei nicht oder voraus- sichtlich nicht einbringlich ist. Beiden Parteien wurde für das vorliegende Rechtsmittelverfah- ren mit Verfügung vom 17. August 2018, Ziff. 4, je di e unentgeltliche Rechtspflege bewilligt. Die Mittellosigkeit des Berufungsbeklagten ist erstellt. Die Berufungsklägerin wird die Partei- entschädigung beim Berufungsbeklagten voraussichtlich nich t erhältlich machen können. Folglich ist in Anwendung der vorgenannten Bestimmung der Rechtsvertreter der Berufungs- klägerin direkt aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Es h andelt sich dabei um eine Art Ausfallhaftung des Kantons, welche auf dem besonderen öffentlich-rechtlichen Charakter der unentgeltlichen Rechtspflege basiert (I NGRID JENT -SØRENSEN , in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar zur ZPO, 2. Aufl., Basel 2014, N 5 zu Art. 122 ZPO). Anwendbar ist mithin der Ansatz für die unentgeltliche Verbeiständ ung gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für Anwältinnen und Anwälte (SGS 178.112) in der Hö he von CHF 200.00. Nachdem der Rechtsvertreter der Berufungsklägerin mit seiner Honora rnote einen Stundenansatz von CHF 200.00 geltend machte und die Parteientschädigun g auf diesem Ansatz basiert, ist die Parteientschädigung von CHF 3‘595.90 in vollem Umfang aus der Gerichtskasse direkt an den unentgeltlichen Rechtsbeistand der Berufungsklägerin auszubezahlen. Mit der Zahlung geht der Anspruch auf den Kanton über (Art. 122 Abs. 2 ZPO). 8.6 Soweit das Honorar des unentgeltlichen Rechtsvertreters d er Berufungsklägerin durch die Parteientschädigung bzw. die Entschädigung nach Art. 122 Abs. 2 ZPO nicht gedeckt ist, ist sein Aufwand in Anwendung von Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO aus der Gerichtskasse zu ent- schädigen. Es handelt sich dabei um den Betrag von CHF 4‘ 880.85 (Honorar von CHF 8‘476.75 abzüglich Parteientschädigung von CHF 3‘595.9 0). In Anwendung der genannten Bestimmung ist auch die unentgeltliche Rechtsbeiständin d es Berufungsbeklagten aus der Gerichtskasse im Gesamtbetrag von CHF 6‘165.70 zu entschädigen. 8.7 Die Parteien werden darauf hingewiesen, dass eine Pa rtei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichte t ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Der Anspruch des Kantons verjährt zehn Jahre nach Ab schluss des Verfahrens (Art. 123 ZPO). Seite 35 http://www.bl.ch/kantonsgericht Es wird erkannt: ://: 1. In teilweiser Gutheissung der Berufung werden die Ziff ern 2, 3, 4 und 8 des Entscheids des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft West vom 3. Mai 2018 aufgehoben und durch folgenden Entscheid ersetzt: 2. Die elterliche Sorge über das Kind der Parteien, C .____ , geboren am dd.mm.yy, wird beiden Parteien gemeinsam belassen. Die gemeinsame Tochter C.____ wird unter die Obhut d er Kindsmut- ter gestellt. Der Kindsvater hat das Recht und die Pflicht, die Tochter jedes zwei- te Wochenende von Freitagabend bis Montagmorgen zum Schulbe- ginn sowie jeden Mittwochnachmittag bis Donnerstagmorgen zum Schulbeginn zu sich zu Besuch zu nehmen. Der Kindsvater hat das Recht und die Pflicht, die Hälfte der Schulferien und der Feiertage mit der Tochter zu verbringen. Die Erziehungsgutschriften werden der Ehefrau angerechnet. 3. (ersatzlos aufgehoben) 4. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin an den Unterhalt des Kin- des C.____ monatlich und im Voraus folgende Unterhaltsbeiträge zu bezahlen (jeweils zuzüglich Kinder-/ bzw. Erziehungszulagen): • Phase 1: 3. Mai 2018 – 31. Dezember 2018: CHF 1‘880.00 (CHF 874.00 Barunterhalt und CHF 1‘006.00 Betreuungsunterhalt) • Phase 2: 1. Jan. 2019 – 28. Feb. 2019: CHF 3‘950.00 (CHF 874.00 Barunterhalt und CHF 3‘076.00 Betreuungsunterhalt) • Phase 3: 1. März 2019 – 28. Feb. 2023: CHF 3‘020.00 (CHF 1‘225.00 Barunterhalt und CHF 1‘795.00 Betreuungsunterhalt) • Phase 4: 1. März 2023 – 31. Aug. 2025: CHF 3‘170.00 (CHF 1‘376.00 Barunterhalt und CHF 1‘794.00 Betreuungsunterhalt) • Phase 5: 1. Sept. 2025 – 28. Feb. 2029: CHF 2‘620.00 (CHF 1‘558.00 Barunterhalt und CHF 1‘062.00 Betreuungsunterhalt) • Phase 6: 1. März 2029 – 28. Feb. 2031: CHF 1‘700.00 (CHF 1‘700.00 Barunterhalt, kein Betreuungsunterhalt) Seite 36 http://www.bl.ch/kantonsgericht Es wird festgestellt, dass mit diesen Unterhaltsbeiträgen in den ersten beiden Phasen der gebührende Betreuungsunterhalt des Kindes nicht gedeckt ist (der gebührende Barbedarf ist gedeckt). Zur Deckung des gebührenden Betreuungsunterhalts fehlen in der ersten Phase mo- natlich der Betrag von CHF 2‘138.00 und in der zweit en Phase mo- natlich der Betrag von CHF 68.00. 8. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 4 basieren auf • dem Nettoeinkommen der Klägerin von CHF 0.00 bis zum 28. Februar 2019, von CHF 19‘560.00 in der 3. und 4. Phase und von CHF 31‘296.00 ab der 5. Phase, dies ohne Zulagen, pro Jahr und vor Steuern, • dem Nettoeinkommen des Beklagten von CHF 50‘400.00 bis 31.12.2018 und von CHF 76‘056.00 ab 1.1.2019, dies in kl. Bo- nus, exkl. Zulagen, pro Jahr und vor Steuern, • dem BFS Landesindex der Konsumentenpreise bei Eintritt der Rechtskraft des Scheidungsentscheids. Die Unterhaltsbeiträge sind jährlich auf 1. Januar der Entwicklung des BFS-Landesindexes anzupassen, erstmals per 1. Januar 2020. Massgebender Indexstand ist derjenige des Monats November des Vorjahres. Die Anpassung erfolgt nur soweit, als sich das Einkommen des Pflichtigen verändert hat. Die Beweislast für eine geringere Ein- kommensanpassung trägt der Pflichtige. Die Teuerungsanpassung erfolgt jeweils nach folgender Be rech- nungsformel: alter Unterhaltsbeitrag x neuer Index (Nov. Vor jahr) Neuer Unterhaltsbeitrag = -------------------------------------------------------------------- alter Index 2. Die Ziffern 1, 5, 6, 7 und 9 des Entscheids des Zivi lkreisgerichts Basel- Landschaft West vom 3. Mai 2018 bleiben unverändert bestehen. 3. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren von CHF 5‘100.00 (inkl. Dolmetscherkosten) wird zu einem Drittel bzw. CHF 1‘70 0.00 der Beru- fungsklägerin und zu zwei Dritteln bzw. 3‘400.00 dem Be rufungsbeklag- ten auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege für beide Parteien gehen deren Anteile an den Gerichtskosten vorläufig zu Lasten des Staates. Seite 37 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4. Der Berufungsbeklagte hat der Berufungsklägerin ei ne Parteientschädi- gung von CHF 3‘595.90 (inkl. Auslagen und MWSt) zu bezahlen. Zufolge Uneinbringlichkeit wird Advokat Diego Stoll g estützt auf Art. 1 22 Abs. 2 ZPO die Entschädigung von CHF 3‘595.90 aus der G erichtskas- se ausgerichtet. Mit der Zahlung der Entschädigung an Advokat Diego Stoll geht der Anspruch gegenüber dem Berufungsbekla gten auf den Kanton über. 5. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege an beide Parteien werden an deren Rechtsvertretungen gestützt auf Art. 1 22 Abs. 1 lit. a ZPO folgende Honorare aus der Gerichtskasse ausgerichtet: • an Diego Stoll CHF 4‘880.85 (inkl. Auslagen und MWS t) • an Catherine Fürst CHF 6‘165.70 (inkl. Auslagen und M WSt) 6. An Rechtsanwalt Diego Stoll wird somit der Gesamtbetr ag von CHF 8‘476.75 aus der Gerichtskasse ausbezahlt (CHF 3‘595.90 gemäss Ziffer 4 hiervor und CHF 4‘880.85 gemäss Ziffer 5 hiervor). 7. Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewäh rt wurde, ist zur Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage i st. Der Anspruch des Kantons verjährt zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens (Art. 123 ZPO). Präsident Roland Hofmann Gerichtsschreiberin Karin Arber Seite 38 http://www.bl.ch/kantonsgericht Verf.-Nr. Datum Anzahl Kinder 1 1 Phase 1 Ehemann verbleibende Mittel Ehefrau verbleibende Mittel Kind 1 Kind 2 Kind 3 (ältestes) Kind 4 Monatlicher Grundbetrag 830.00 1'350.00 400.00 956.00 1'690.00 Wohnanteil Kinder -563.00 563.00 320.00 537.00 111.00 132.00 80.00 80.00 50.00 2'318.00 3'144.00 1'074.00 0.00 0.00 0.00 4'200.00 0.00 200.00 4'200.00 0.00 200.00 0.00 0.00 0.00 1'882.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 3'144.00 874.00 0.00 0.00 0.00 Manko Kind/er 874.00 0.00 0.00 0.00 BarUHB, Deckung WenigerB 1'008.00 874.00 0.00 0.00 0.00 BarUHB, Deckung HauptB 0.00 Fehlbetrag 0.00 0.00 0.00 0.00 Manko HauptB Betreuungsunterhalt 0.00 1'008.00 0.00 0.00 0.00 Fehlbetrag 2'136.00 0.00 0.00 0.00 Manko WenigerB Betreuungsunterhalt WenigerB 0.00 Fehlbetrag 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 BarUHB, Anteil WenigerB 874.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 Barunterhalt total 874.00 0.00 0.00 0.00 Betreuungsunterhalt total 1'008.00 0.00 0.00 0.00 1'882.00 0.00 0.00 0.00 0.00 1'882.00 Arbeitsweg U-Abo od. effekt. Auslagen verheiratet A.____ und B.____ Anzahl Kinder für Betreuungsunterhalt Miete/Hypo/Baur.zins 13.11.2018 Eltern: 400 18 186 874.00 S O N S T I G E S Grundbedarf Nebenkosten Krankenkassenprämien weitere Sozialbeiträge Hobby, Lager etc. für C.____ Berufsauslagen Auswärtige Verpflegung Mehrkleider Drittbetreuung Obligatorische Versicherungen Abzahlung/Miete/Leasing Komeptenzg. Auslagen für Arzt, Pflege etc. Schuldzinsen pro Monat Steuern Vermögensertrag Total Überschuss Unterhalts-/Unterstützungsbeiträge Nettoeinkommen Zusatzeinkommen Barunterhalt Kind/ er Überschussanteil, Anteil WenigerB Manko 0.00 3'144.00 1'008.00 2'136.00 0.00 0.00 874.00 0.00 0.00 Betreuungsunterhalt Total KinderUHB (des WenigerB) Unterhalt an den HauptB GesamtUHB • Max. UHB für HauptB / Überschussverteilung resp. für • Steuern (falls Grundbedarf ohne Steuern) 0.00 Seite 39 http://www.bl.ch/kantonsgericht Verf.-Nr. Datum Anzahl Kinder 1 1 Phase 2 Ehemann verbleibende Mittel Ehefrau verbleibende Mittel Kind 1 Kind 2 Kind 3 (ältestes) Kind 4 Monatlicher Grundbetrag 830.00 1'350.00 400.00 956.00 1'690.00 Wohnanteil Kinder -563.00 563.00 320.00 537.00 111.00 198.00 80.00 80.00 50.00 2'384.00 3'144.00 1'074.00 0.00 0.00 0.00 6'338.00 0.00 200.00 6'338.00 0.00 200.00 0.00 0.00 0.00 3'954.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 3'144.00 874.00 0.00 0.00 0.00 Manko Kind/er 874.00 0.00 0.00 0.00 BarUHB, Deckung WenigerB 3'080.00 874.00 0.00 0.00 0.00 BarUHB, Deckung HauptB 0.00 Fehlbetrag 0.00 0.00 0.00 0.00 Manko HauptB Betreuungsunterhalt 0.00 3'080.00 0.00 0.00 0.00 Fehlbetrag 64.00 0.00 0.00 0.00 Manko WenigerB Betreuungsunterhalt WenigerB 0.00 Fehlbetrag 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 BarUHB, Anteil WenigerB 874.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 Barunterhalt total 874.00 0.00 0.00 0.00 Betreuungsunterhalt total 3'080.00 0.00 0.00 0.00 3'954.00 0.00 0.00 0.00 0.00 3'954.00 verheiratet A.____ und B.____ Anzahl Kinder für Betreuungsunterhalt Miete/Hypo/Baur.zins 13.11.2018 Eltern: 400 18 186 Obligatorische Versicherungen Abzahlung/Miete/Leasing Komeptenzg. Auslagen für Arzt, Pflege etc. Schuldzinsen pro Monat Steuern Arbeitsweg U-Abo od. effekt. Auslagen Nebenkosten Krankenkassenprämien weitere Sozialbeiträge Hobby, Lager etc. für C.____ Berufsauslagen Auswärtige Verpflegung Mehrkleider Unterhalts-/Unterstützungsbeiträge Nettoeinkommen Zusatzeinkommen Drittbetreuung 0.00 874.00 0.00 0.00 Betreuungsunterhalt 874.00 S O N S T I G E S Grundbedarf Vermögensertrag Total Überschuss Barunterhalt Kind/ er Überschussanteil, Anteil WenigerB Manko 0.00 3'144.00 3'080.00 64.00 0.00 Total KinderUHB (des WenigerB) Unterhalt an den HauptB GesamtUHB • Max. UHB für HauptB / Überschussverteilung resp. für • Steuern (falls Grundbedarf ohne Steuern) 0.00 Seite 40 http://www.bl.ch/kantonsgericht Verf.-Nr. Datum Anzahl Kinder 1 1 Phase 3 Ehemann verbleibende Mittel Ehefrau verbleibende Mittel Kind 1 Kind 2 Kind 3 (ältestes) Kind 4 Monatlicher Grundbetrag 830.00 1'350.00 400.00 956.00 1'690.00 Wohnanteil Kinder -563.00 563.00 320.00 537.00 111.00 198.00 110.00 80.00 80.00 20.00 50.00 20.00 170.00 2'384.00 3'424.00 1'114.00 0.00 0.00 0.00 6'338.00 1'630.00 200.00 6'338.00 1'630.00 200.00 0.00 0.00 0.00 3'954.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 1'794.00 914.00 0.00 0.00 0.00 Manko Kind/er 914.00 0.00 0.00 0.00 BarUHB, Deckung WenigerB 3'040.00 914.00 0.00 0.00 0.00 BarUHB, Deckung HauptB 0.00 Fehlbetrag 0.00 0.00 0.00 0.00 Manko HauptB Betreuungsunterhalt 1'246.00 1'794.00 0.00 0.00 0.00 Fehlbetrag 0.00 0.00 0.00 0.00 Manko WenigerB Betreuungsunterhalt WenigerB 0.00 Fehlbetrag 75.0 25.0 934.50 0.00 311.50 0.00 0.00 0.00 BarUHB, Anteil WenigerB 914.00 0.00 0.00 0.00 311.50 0.00 0.00 0.00 Barunterhalt total 1'225.50 0.00 0.00 0.00 Betreuungsunterhalt total 1'794.00 0.00 0.00 0.00 3'019.50 0.00 0.00 0.00 0.00 3'019.50 verheiratet A.____ und B.____ Anzahl Kinder für Betreuungsunterhalt Miete/Hypo/Baur.zins 13.11.2018 Eltern: 400 18 186 Obligatorische Versicherungen Abzahlung/Miete/Leasing Komeptenzg. Auslagen für Arzt, Pflege etc. Schuldzinsen pro Monat Steuern Arbeitsweg U-Abo od. effekt. Auslagen Nebenkosten Krankenkassenprämien weitere Sozialbeiträge Hobby, Lager etc. für C.____ Berufsauslagen Auswärtige Verpflegung Mehrkleider Unterhalts-/Unterstützungsbeiträge Nettoeinkommen Zusatzeinkommen Drittbetreuung 0.00 914.00 0.00 0.00 Betreuungsunterhalt 914.00 S O N S T I G E S Grundbedarf Vermögensertrag Total Überschuss Barunterhalt Kind/ er Überschussanteil, Anteil WenigerB Manko 0.00 1'794.00 1'794.00 0.00 0.00 Total KinderUHB (des WenigerB) Unterhalt an den HauptB GesamtUHB • Max. UHB für HauptB / Überschussverteilung resp. für • Steuern (falls Grundbedarf ohne Steuern) 1'246.00 Seite 41 http://www.bl.ch/kantonsgericht Verf.-Nr. Datum Anzahl Kinder 1 1 Phase 4 Ehemann verbleibende Mittel Ehefrau verbleibende Mittel Kind 1 Kind 2 Kind 3 (ältestes) Kind 4 Monatlicher Grundbetrag 830.00 1'350.00 600.00 956.00 1'690.00 Wohnanteil Kinder -563.00 563.00 320.00 537.00 111.00 198.00 110.00 80.00 80.00 20.00 50.00 20.00 170.00 2'384.00 3'424.00 1'314.00 0.00 0.00 0.00 6'338.00 1'630.00 200.00 6'338.00 1'630.00 200.00 0.00 0.00 0.00 3'954.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 1'794.00 1'114.00 0.00 0.00 0.00 Manko Kind/er 1'114.00 0.00 0.00 0.00 BarUHB, Deckung WenigerB 2'840.00 1'114.00 0.00 0.00 0.00 BarUHB, Deckung HauptB 0.00 Fehlbetrag 0.00 0.00 0.00 0.00 Manko HauptB Betreuungsunterhalt 1'046.00 1'794.00 0.00 0.00 0.00 Fehlbetrag 0.00 0.00 0.00 0.00 Manko WenigerB Betreuungsunterhalt WenigerB 0.00 Fehlbetrag 75.0 25.0 784.50 0.00 261.50 0.00 0.00 0.00 BarUHB, Anteil WenigerB 1'114.00 0.00 0.00 0.00 261.50 0.00 0.00 0.00 Barunterhalt total 1'375.50 0.00 0.00 0.00 Betreuungsunterhalt total 1'794.00 0.00 0.00 0.00 3'169.50 0.00 0.00 0.00 0.00 3'169.50 Betreuungsunterhalt Total KinderUHB (des WenigerB) Unterhalt an den HauptB GesamtUHB • Max. UHB für HauptB / Überschussverteilung resp. für • Steuern (falls Grundbedarf ohne Steuern) 1'046.00 Barunterhalt Kind/ er Überschussanteil, Anteil WenigerB Manko 0.00 1'794.00 1'794.00 0.00 0.00 1'114.00 0.00 1'114.00 0.00 0.00 Total Überschuss Unterhalts-/Unterstützungsbeiträge Nettoeinkommen Zusatzeinkommen Drittbetreuung S O N S T I G E S Grundbedarf Abzahlung/Miete/Leasing Komeptenzg. Auslagen für Arzt, Pflege etc. Schuldzinsen pro Monat Steuern Vermögensertrag Nebenkosten Krankenkassenprämien weitere Sozialbeiträge Hobby, Lager etc. für C.____ Berufsauslagen Auswärtige Verpflegung Mehrkleider Arbeitsweg U-Abo od. effekt. Auslagen Obligatorische Versicherungen verheiratet A.____ und B.____ Anzahl Kinder für Betreuungsunterhalt Miete/Hypo/Baur.zins 13.11.2018 Eltern: 400 18 186 Seite 42 http://www.bl.ch/kantonsgericht Verf.-Nr. Datum Anzahl Kinder 1 1 Phase 5 Ehemann verbleibende Mittel Ehefrau verbleibende Mittel Kind 1 Kind 2 Kind 3 (ältestes) Kind 4 Monatlicher Grundbetrag 830.00 1'350.00 600.00 956.00 1'690.00 Wohnanteil Kinder -563.00 563.00 320.00 537.00 111.00 198.00 176.00 80.00 80.00 20.00 50.00 20.00 350.00 2'384.00 3'670.00 1'314.00 0.00 0.00 0.00 6'338.00 2'608.00 200.00 6'338.00 2'608.00 200.00 0.00 0.00 0.00 3'954.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 1'062.00 1'114.00 0.00 0.00 0.00 Manko Kind/er 1'114.00 0.00 0.00 0.00 BarUHB, Deckung WenigerB 2'840.00 1'114.00 0.00 0.00 0.00 BarUHB, Deckung HauptB 0.00 Fehlbetrag 0.00 0.00 0.00 0.00 Manko HauptB Betreuungsunterhalt 1'778.00 1'062.00 0.00 0.00 0.00 Fehlbetrag 0.00 0.00 0.00 0.00 Manko WenigerB Betreuungsunterhalt WenigerB 0.00 Fehlbetrag 75.0 25.0 1'333.50 0.00 444.50 0.00 0.00 0.00 BarUHB, Anteil WenigerB 1'114.00 0.00 0.00 0.00 444.50 0.00 0.00 0.00 Barunterhalt total 1'558.50 0.00 0.00 0.00 Betreuungsunterhalt total 1'062.00 0.00 0.00 0.00 2'620.50 0.00 0.00 0.00 0.00 2'620.50 Betreuungsunterhalt Total KinderUHB (des WenigerB) Unterhalt an den HauptB GesamtUHB • Max. UHB für HauptB / Überschussverteilung resp. für • Steuern (falls Grundbedarf ohne Steuern) 1'778.00 Barunterhalt Kind/ er Überschussanteil, Anteil WenigerB Manko 0.00 1'062.00 1'062.00 0.00 0.00 1'114.00 0.00 1'114.00 0.00 0.00 Total Überschuss Unterhalts-/Unterstützungsbeiträge Nettoeinkommen Zusatzeinkommen Drittbetreuung S O N S T I G E S Grundbedarf Abzahlung/Miete/Leasing Komeptenzg. Auslagen für Arzt, Pflege etc. Schuldzinsen pro Monat Steuern Vermögensertrag Nebenkosten Krankenkassenprämien weitere Sozialbeiträge Hobby, Lager etc. für C.____ Berufsauslagen Auswärtige Verpflegung Mehrkleider Arbeitsweg U-Abo od. effekt. Auslagen Obligatorische Versicherungen verheiratet A.____ und B.____ Anzahl Kinder für Betreuungsunterhalt Miete/Hypo/Baur.zins 13.11.2018 Eltern: 400 18 186 Seite 43 http://www.bl.ch/kantonsgericht Verf.-Nr. Datum Anzahl Kinder 1 1 Phase 6 Ehemann verbleibende Mittel Ehefrau verbleibende Mittel Kind 1 Kind 2 Kind 3 (ältestes) Kind 4 Monatlicher Grundbetrag 830.00 600.00 956.00 Wohnanteil Kinder 563.00 320.00 111.00 198.00 80.00 20.00 20.00 2'384.00 0.00 1'314.00 0.00 0.00 0.00 6'338.00 250.00 6'338.00 0.00 250.00 0.00 0.00 0.00 3'954.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 1'064.00 0.00 0.00 0.00 Manko Kind/er 1'064.00 0.00 0.00 0.00 BarUHB, Deckung WenigerB 2'890.00 1'064.00 0.00 0.00 0.00 BarUHB, Deckung HauptB 0.00 Fehlbetrag 0.00 0.00 0.00 0.00 Manko HauptB Betreuungsunterhalt 2'890.00 0.00 0.00 0.00 0.00 Fehlbetrag 0.00 0.00 0.00 0.00 Manko WenigerB Betreuungsunterhalt WenigerB 0.00 Fehlbetrag 75.0 25.0 2'167.50 0.00 722.50 0.00 0.00 0.00 BarUHB, Anteil WenigerB 1'064.00 0.00 0.00 0.00 722.50 0.00 0.00 0.00 Barunterhalt total 1'786.50 0.00 0.00 0.00 Betreuungsunterhalt total 0.00 0.00 0.00 0.00 1'786.50 0.00 0.00 0.00 0.00 1'786.50 plafoniert auf CHF 1'700.00 Betreuungsunterhalt Total KinderUHB (des WenigerB) Unterhalt an den HauptB GesamtUHB • Max. UHB für HauptB / Überschussverteilung resp. für • Steuern (falls Grundbedarf ohne Steuern) 2'890.00 Barunterhalt Kind/ er Überschussanteil, Anteil WenigerB Manko 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 1'064.00 0.00 1'064.00 0.00 0.00 Total Überschuss Unterhalts-/Unterstützungsbeiträge Nettoeinkommen Zusatzeinkommen Drittbetreuung S O N S T I G E S Grundbedarf Abzahlung/Miete/Leasing Komeptenzg. Auslagen für Arzt, Pflege etc. Schuldzinsen pro Monat Steuern Vermögensertrag Nebenkosten Krankenkassenprämien weitere Sozialbeiträge Hobby, Lager etc. für C.____ Berufsauslagen Auswärtige Verpflegung Mehrkleider Arbeitsweg U-Abo od. effekt. Auslagen Obligatorische Versicherungen verheiratet A.____ und B.____ Anzahl Kinder für Betreuungsunterhalt Miete/Hypo/Baur.zins 13.11.2018 Eltern: 400 18 186