Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Kammer III III 2024 178 Entscheid vom 28. März 2025 Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident Irene Thalmann, Richterin lic.iur. Karl Gasser, Richter MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________, gegen 1.Volkswirtschaftsdepartement, Bahnhofstrasse 15, Postfach 1180, 6431 Schwyz, 2.Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, Postfach 1260, 6431 Schwyz, Vorinstanzen, Gegenstand Ausländerrecht (Aufenthaltsbewilligung; Art. 14 AsylG; Nichteintretensentscheid)2 Sachverhalt: A.A.________ (Jg. 1979, C.________) reiste am 18. Februar 2011 in die Schweiz ein und stellte gleichentags ein Asylgesuch. Mit Verfügung vom 4. April 2011 trat das Bundesamt für Migration (BFM) - heute Staatssekretariat für Migra- tion (SEM) - auf das Asylgesuch nicht ein und es wies ihn aus der Schweiz weg. Nach Gutheissung einer dagegen erhobenen Beschwerde durch das Bundes- verwaltungsgericht vom 25. Mai 2011 lehnte das BFM mit Verfügung vom 21. Juni 2012 das Asylgesuch von A.________ ab und wies ihn aus der Schweiz weg. Mit Urteil vom 12. September 2012 hiess das Bundesverwaltungsgericht ei- ne dagegen erhobene Beschwerde erneut gut und wies die Sache wiederum zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück. Mit Verfügung vom 4. Juni 2015 lehnte das SEM das Asylgesuch von A.________ ein weiteres Mal ab und forderte ihn auf, die Schweiz zu verlassen. Die gegen diese Verfügung erhobene Beschwer- de wies das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 3. August 2016 ab. In der Folge wurde A.________ vom SEM aufgefordert, die Schweiz bis 8. September 2016 zu verlassen. Dieser Aufforderung kam er bis heute nicht nach. B.Am 24. September 2018 ersuchte A.________ beim SEM im Rahmen ei- nes Wiedererwägungsgesuchs um vorläufige Aufnahme, was das SEM am 31. Oktober 2018 ablehnte. Eine beim Bundesverwaltungsgericht dagegen erhobene Beschwerde zog er zurück, worauf das Gericht am 29. November 2018 eine Ab- schreibungsverfügung erliess. Am 30. August 2019 stellte A.________ beim Volkswirtschaftsdepartement (VD) das Gesuch um Erteilung einer Aufenthalts- bewilligung gestützt auf Art. 14 Abs. 2 des Asylgesetzes (AsylG; SR 142.31) vom 26. Juni 1998, was das VD mit Verfügung vom 6. Februar 2020 ablehnte. Mit Wiedererwägungsgesuch vom 11. August 2020 beantragte A.________ beim SEM, es sei die Unzulässigkeit / Unzumutbarkeit der Wegweisung festzustellen und er sei vorläufig aufzunehmen. Mit Verfügung vom 11. September 2020 wies das SEM das Wiedererwägungsgesuch ab und mit Urteil vom 11. November 2020 trat das Bundesverwaltungsgericht auf eine Beschwerde dagegen mangels Leistung des Kostenvorschusses nicht ein. Auf ein von der Fürsorgebehörde der Gemeinde D.________ gestützt auf Art. 14 Abs. 2 AsylG gestelltes Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung für A.________ trat das VD mit Verfügung vom 23. August 2021 nicht ein. C.Am 5. September 2023 reichte A.________ beim VD ein neues Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 14 Abs. 2 AsylG ein. Mit Verfügung vom 4. Juni 2024 entschied das VD:3 1. Auf das Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung von A.________ vom 5. September 2023 wird nicht eingetreten. 2. Auf die Erhebung von Kosten für diese Verfügung wird ausnahmsweise verzich- tet. 3. Gegen diese Verfügung besteht gemäss Art. 14 Abs. 4 AsylG keine Beschwer- demöglichkeit. 4. (Zustellung). Eine am 26. Juni 2024 dagegen erhobene Beschwerde wies der Regierungsrat mit RRB Nr. 762/2024 vom 15. Oktober 2024 (Versand 22.10.2024) ab, soweit er darauf eintrat. Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und um unentgelt- lichen Rechtsbeistand wurde abgewiesen, wobei auf die Erhebung von Verfah- renskosten verzichtet und keine Parteientschädigung zugesprochen wurde. D.Am 12. November 2024 lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit den Anträgen: 1. Die Verfügung der Vorinstanz sei in Ziff. 1, 3 und 4 aufzuheben. 2. Der Beschwerdegegner sei anzuweisen auf das Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung einzutreten. 3. Es sei im Sinne einer vorsorglichen Massnahme der Beschwerdegegner anzu- weisen, auf Vollzugshandlungen zu verzichten und es sei die Überstellung des Beschwerdeführers in die Notunterkunft E.________ zumindest bis zum Ab- schluss des vorliegenden Verfahrens auszusetzen. 4. Eventualiter sei die Sache zur rechtsgenüglichen Sachverhaltsabklärung sowie zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 5. Es sei die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen. 6. Es sei dem Beschwerdeführer in der Person des Unterzeichnenden ein unent- geltlicher Rechtsbeistand zu bestellen. 7. Alles unter Entschädigungs- und Kostenfolge zulasten der Vorinstanz. E.Mit Verfügung vom 13. November 2024 setzt der verfahrensleitende Rich- ter den Vorinstanzen Frist an bis 25. November 2024, um zur beantragten vor- sorglichen Massnahme Stellung zu nehmen, und bis 4. Dezember 2024, um eine Vernehmlassung zur Beschwerde einzureichen. Mit Vernehmlassung vom 19. November 2024 beantragt das Sicherheitsdepar- tement, die Beschwerde sei abzuweisen. Auf eine konkrete Antragstellung mit Bezug auf die beantragte vorsorgliche Massnahme wird verzichtet. Mit Stellungnahme vom 22. November 2024 beantragt das VD: 1. In Teilgutheissung der beantragten vorsorglichen Massnahme sei das Volks- wirtschaftsdepartement anzuweisen, auf Vollzugshandlungen, welche auf die Ausschaffung des Bf aus der Schweiz abzielen, zu verzichten.4 2. In Teilablehnung der beantragten vorsorglichen Massnahme sei die Überstel- lung des Beschwerdeführers (Bf) in die kantonale Notunterkunft E.________ nicht auszusetzen. F.Mit Zwischenbescheid vom 26. November 2024 (III 2024 188) wies der Einzelrichter des Verwaltungsgerichts das VD im Sinne einer vorsorglichen Massnahme an, auf Vollzugshandlungen, welche auf die Ausschaffung des Be- schwerdeführers aus der Schweiz abzielen, bis zum Abschluss des vorliegenden Verfahrens zu verzichten (Dispositiv-Ziff. 1). Der Antrag, die Vorinstanzen im Sinne einer vorsorglichen Massnahme anzuweisen, die Überstellung des Be- schwerdeführers in die Notunterkunft E.________ zumindest bis zum Abschluss des vorliegenden Verfahrens auszusetzen, wurde abgewiesen. G.Mit Schreiben vom 2. Dezember 2024 verzichtet das VD auf die Einrei- chung einer Vernehmlassung. Weitere Stellungnahmen sind nicht eingegangen. Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.1Am 5. September 2023 ersuchte der Beschwerdeführer das VD um Ertei- lung einer kantonalen Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 14 Abs. 2 Asylge- setz (AsylG; SR 142.31) vom 26.6.1998 in Verbindung mit Art. 30 Abs. 1 lit. b Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG) vom 16. Dezember 2005 sowie gestützt auf Art. 31 Abs. 1 Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE; SR 142.201) vom 24.10.2007. Der Beschwerdeführer begründete sein Gesuch insbesondere mit der Dauer seiner Anwesenheit in der Schweiz, einer schwierigen Wiedereingliederung im Herkunftsstaat infolge der Landesabwesen- heit, seiner Integration, seinem Gesundheitszustand, der Offenlegung der Identi- tät sowie den fehlenden Widerrufsgründen nach Art. 62 AIG (Art. 14 Abs. 2 lit. d AsylG). Abschliessend hielt er fest, dass sogar von einem zu schützenden Recht auf Privatleben (Art. 8 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten [EMRK; SR 0.101] vom 4.11.1950 bzw. ratifiziert am 28.11.1974) gesprochen werden könne. 1.2Das VD trat mit Verfügung vom 4. Juni 2024 auf das Gesuch des Be- schwerdeführers nicht ein mit der Begründung, dass kein Rechtsanspruch auf Er- teilung einer Aufenthaltsbewilligung bestehe und vom Beschwerdeführer auch nicht substantiiert geltend gemacht werde. Soweit der Beschwerdeführer einen Anspruch aus Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) vom 18. April 1999 bzw. Art. 8 Ziff. 1 EMRK ab- zuleiten versuche, sei festzustellen, dass der Aufenthalt eines Asylsuchenden 5 erst ab dem Zeitpunkt der Asylgewährung oder der vorläufigen Aufnahme als rechtmässig zu qualifizieren sei. Der vorgängige Aufenthalt (bspw. im Rahmen des Asylverfahrens) werde nicht als rechtmässiger Aufenthalt qualifiziert. Glei- ches gelte auch für Fälle, in denen das Asylverfahren abgeschlossen und die be- troffene Person ausreisepflichtig sei (mit Verweis auf BGE 137 II 10 E. 4.6 sowie Urteil BGer 2C_528/2021 vom 23.6.2022). Somit könne der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung aus dem Recht auf Privatleben ableiten. Da kein gesetzlicher Anspruch auf Erteilung einer Aufent- haltsbewilligung bestehe, schliesse Art. 14 Abs. 1 AsylG die Einleitung eines Ver- fahrens um Erteilung einer ausländerrechtlichen Aufenthaltsbewilligung grundsätzlich aus. In der Folge prüfte das VD, ob dem Beschwerdeführer gestützt auf Art. 14 Abs. 2 AsylG eine Aufenthaltsbewilligung erteilt werden könnte, wobei auch diesbezüg- lich kein Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung bestehe, weil es sich dabei um eine "Kann-Bestimmung" handle. Der Beschwerdeführer erfülle die formellen Voraussetzungen nach Art. 14 Abs. 2 lit. a und b AsylG. Hingegen sei die (angeblich) erschwerte Wiedereingliederung in C.________ nach über zwölf- jähriger Anwesenheit in der Schweiz, sofern diese denn überhaupt vorliegen soll- te, vom Beschwerdeführer selbst verursacht worden. Dies aufgrund des Umstan- des, dass er sich seit bald acht Jahren dem rechtskräftigen Wegweisungsent- scheid des SEM bzw. des Bundesverwaltungsgerichts vom 3. August 2016 wi- dersetze. Seine Bereitschaft, heimatliche Reisedokumente zu erlangen, habe sich erst im Hinblick auf das vorliegend zu beurteilende Gesuch um Erteilung ei- ner Aufenthaltsbewilligung geändert. Dass der Beschwerdeführer nun versuche, daraus etwas zu seinen Gunsten abzuleiten, müsse in Anbetracht der Umstände als stossend und sogar rechtsmissbräuchlich bezeichnet werden. Betreffend die Integration führte das VD aus, dass nicht nur sein widerrechtlicher Aufenthalt seit bald acht Jahren, sondern auch seine Tätigkeit als Klassenassis- tenz, aufgrund des strikten Arbeitsverbotes, gegen die öffentliche Ordnung ver- stosse und zweifelsohne keinem klaglosen Verhalten entspreche. Die Integrati- onsbemühungen seien erst nach der rechtskräftigen Ablehnung seines Asylge- suches erfolgt und seien nur darauf zurückzuführen, dass er sich seit bald acht Jahren widerrechtlich in der Schweiz aufhalte. Das VD verneinte damit das Vor- liegen eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalls, weshalb das Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 14 Abs. 2 AsylG abzuleh- nen sei. Abschliessend hielt das VD fest, dass der Beschwerdeführer weder ein Verfahren um Erteilung einer ausländerrechtlichen Aufenthaltsbewilligung einlei- ten könne, noch über Parteistellung im kantonalen Verfahren zur Erteilung einer Härtefallbewilligung nach Art. 14 Abs. 2 AsylG verfüge, weshalb die Vor-6 aussetzungen für einen Sachentscheid nicht erfüllt seien. Aus diesem Grund werde auf das Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung nicht eingetre- ten, dies gelte im Übrigen unabhängig davon, ob der Beschwerdeführer die Vor- aussetzungen von Art. 14 Abs. 2 AsylG erfülle. 1.3Der Regierungsrat hielt im angefochtenen RRB u.a. fest, der Nichteintre- tensentscheid der Behörde in Anwendung von Art. 14 Abs. 1 AsylG könne vom Gesuchsteller mit den ordentlichen Rechtsmitteln angefochten werden, soweit er rüge, die Behörden hätten seinen Bewilligungsanspruch zu Unrecht verneint (an- gefochtener RRB E. 2.4). Davon zu unterscheiden sei das Härtefallverfahren nach Art. 14 Abs. 2 AsylG, welches erst dann zur Anwendung gelange, wenn der Asylbewerber keinen Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung besitze. Weigere sich die kantonale Behörde, dem Asylbewerber eine Härtefall- bewilligung zu erteilen, könne er diesen Entscheid mangels Parteistellung nicht anfechten (angefochtener RRB E. 2.5). In der Folge ist der Regierungsrat, soweit der Beschwerdeführer rügte, die Vorinstanz hätte seinen Bewilligungsanspruch zu Unrecht verneint, auf die Beschwerde eingetreten (RRB E. 3.2), nicht jedoch auf die Beschwerde Art. 14 Abs. 2 AsylG betreffend (RRB E. 3.3). Der Regie- rungsrat hielt diesbezüglich jedoch dennoch fest, dass die Vorinstanz auch die Voraussetzungen für das Vorliegen eines schwerwiegenden Härtefalls im Sinne von Art. 14 Abs. 2 AsylG zu Recht verneint und das Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 14 Abs. 2 AsylG zu Recht abgelehnt ha- be (RRB E. 4.7). Zusammenfassend kam der Regierungsrat zudem zum Schluss (RRB E. 4.6), dass der Beschwerdeführer kein Aufenthaltsrecht aus dem Anspruch auf Ach- tung des Privatlebens im Sinne von Art. 13 Abs. 1 BV bzw. Art. 8 Ziff. 1 EMRK ableiten könne. Besonders intensive, über eine normale lntegration hinausge- hende private Bindungen gesellschaftlicher oder beruflicher Natur vermöge er nicht vorzuweisen. Auch eine besonders starke Verwurzelung in der Schweiz, in dem Sinne, dass ein Leben im Ausland praktisch unmöglich erscheine, liege beim Beschwerdeführer nicht vor. Vielmehr ergebe sich, dass er sich seit Jahren illegal in der Schweiz aufhalte und sich seiner rechtskräftigen Wegweisung zu entziehen versuche. Ein solches Verhalten verdiene keinen Rechtsschutz. Dem- gemäss sei die Vorinstanz zu Recht nicht auf sein Härtefallgesuch eingetreten. Da der Beschwerdeführer somit keinen Aufenthaltsanspruch aus dem Recht auf Achtung des Privatlebens ableiten könne, habe er keinen Anspruch auf Einlei- tung eines Verfahrens um Erteilung einer ausländerrechtlichen Aufenthaltsbewil- ligung (Art. 14 Abs. 1 AsylG). Damit erübrige es sich, auf die Voraussetzungen von Art. 30 Abs. 1 Bst. b AIG (betreffend Abweichung von den Zulassungsvor-7 aussetzungen bei schwerwiegenden persönlichen Härtefällen) näher einzuge- hen. Da die Vorinstanz somit zu Recht nicht auf das Gesuch um Erteilung einer Härtefallbewilligung eingetreten sei, sei die dagegen erhobene Beschwerde ab- zuweisen. 2.Streitig und in der Folge zu prüfen ist somit, ob der Regierungsrat zu Recht das Nichteintreten des VD bestätigt und die Beschwerde abgewiesen hat, soweit er darauf eingetreten ist. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Art. 14 Abs. 1 AsylG i.V.m. Art. 8 Ziff. 1 EMRK sowie eine Verletzung von Art. 14 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 8 Ziff. 1 und Art. 13 EMRK durch die Vorinstanzen. 3.1Gemäss Art. 14 Abs. 1 AsylG kann eine asylsuchende Person ab Einrei- chung des Asylgesuches bis zur Ausreise nach einer rechtskräftig angeordneten Wegweisung, nach einem Rückzug des Asylgesuches oder bis zur Anordnung einer Ersatzmassnahme bei nicht durchführbarem Vollzug kein Verfahren um Er- teilung einer ausländerrechtlichen Aufenthaltsbewilligung einleiten, ausser es be- stehe ein Anspruch auf deren Erteilung. Der Kanton kann mit Zustimmung des SEM einer ihm nach diesem Gesetz zu- gewiesenen Person eine Aufenthaltsbewilligung erteilen (Art. 14 Abs. 2 AsylG), wenn die betroffene Person sich seit Einreichung des Asylgesuches mindestens fünf Jahre in der Schweiz aufhält (lit. a); der Aufenthaltsort der betroffenen Per- son den Behörden immer bekannt war (lit. b); wegen der fortgeschrittenen Inte- gration ein schwerwiegender persönlicher Härtefall vorliegt (lit. c); und keine Wi- derrufsgründe nach Artikel 62 Absatz 1 AIG vorliegen (lit. d). Will der Kanton von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, so meldet er dies dem SEM unverzüglich (Art. 14 Abs. 3 AsylG). Die betroffene Person hat nur beim Zu- stimmungsverfahren des SEM Parteistellung (Art. 14 Abs. 4 AsylG). Hängige Verfahren um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung werden mit dem Einreichen eines Asylgesuchs gegenstandslos (Art. 14 Abs. 5 AsylG). Erteilte Aufenthalts- bewilligungen bleiben gültig und können gemäss den ausländerrechtlichen Be- stimmungen verlängert werden (Art. 14 Abs. 6 AsylG). 3.2Das Bundesgericht hat in BGE 137 I 128 die Bestimmung Art. 14 Abs. 4 AsylG, wonach ein abgewiesener Asylbewerber lediglich im Zustimmungsverfah- ren vor dem Bundesamt Parteistellung hat, aufgrund der Rechtsweggarantie nach Art. 29a BV als verfassungswidrig beurteilt, sie aber wegen der Bindung des Bundesgerichts an das massgebende Recht (Art. 190 BV) dennoch ange- wendet (zit. BGE Regress und E. 4.3). Der Gesetzgeber hat es in der Folge trotzdem ausdrücklich abgelehnt, die asylrechtliche Regelung an die verfas- sungsrechtliche Situation anzupassen (BGE 149 I 72 E. 2.3.1; vgl. Hruschka, in: 8 Spescha / Zünd / Bolzli / Hruschka / de Weck [Hrsg.], Komm. Migrationsrecht, 5. Aufl. 2019, N 8 zu Art. 14 AsylG). Art. 14 Abs. 4 AsylG gilt deshalb grundsätz- lich in der bisherigen Form und Auslegung weiter. Fällt allerdings eine ausländer- rechtliche Situation im Anwendungsbereich von Art. 14 AsylG unter die Garantien von Art. 8 Ziff. 1 EMRK, sind die Interessen nach Ziff. 2 dieser Bestimmung ab- zuwägen. In dieser Situation muss das nationale Recht den Vorgaben von Art. 13 EMRK genügen (BGE 149 I 72 E. 2.3.2). 3.3.1Die vom Beschwerdeführer angerufenen Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV garantieren keinen Anspruch auf Aufenthalt in einem Konventionsstaat (vgl. BGE 144 II 1 E. 6.1; BGE 137 I 247 E. 4.1.1; Urteil BGer 2C_89/2022 vom 3.5.2022 E. 2.2.2; Urteil des EGMR Gezginci Cevdet gegen Schweiz vom 9.12.2010 [Nr. 16327/05] § 54). Der Schutz des Privatlebens vermag aber in ge- wissen Konstellationen einen Aufenthaltsanspruch zu vermitteln, nämlich dann, wenn die Verweigerung der Erteilung oder Erneuerung einer Aufenthaltsbewilli- gung eine Konventionsverletzung darstellt (BGE 140 II 129 E. 2.2; BGE 139 I 16 E. 2.2.2; vgl. Raess, Die Neuerteilung von Aufenthaltsbewilligungen und das Recht auf Privatleben, Jusletter vom 12.12.2022, Ziff. 3.2). Im BGE 149 I 207 hat das Bundesgericht seine Rechtsprechung zum Aufent- haltsrecht gestützt auf Art. 8 EMRK präzisiert (vgl. BGE 149 I 207 E. 5.3 = Praxis 2024 Nr. 9). So wiederholte das Bundesgericht, wenn die ausländische Person in der Schweiz besonders intensive private Beziehungen beruflicher oder sozialer Art unterhalte, die über eine normale Integration hinausgingen, müsse eine um- fassende Interessenabwägung vorgenommen werden (BGE 144 II 1 E. 6.1). Nach einem Richtwert von 10 Jahren rechtmässigen Aufenthalts in der Schweiz gelte die ausländische Person als ausreichend gut integriert, um sich auf ein aus dem in Art. 8 EMRK garantierten Recht auf Achtung des Privatlebens abgeleite- ten Aufenthaltsrecht berufen zu können, sofern keine ernsthaften Gründe für eine Wegweisung vorlägen (BGE 146 I 185 E. 5.2), wobei die Anerkennung eines aus Art. 8 EMRK fliessenden Aufenthaltsrechts im Falle einer besonders ausgepräg- ten Integration auch ohne zehnjährigen rechtmässigen Aufenthalt geboten sein könne (Urteil BGer 2C_666/2019 vom 8.6.2019 E. 4.2). Weiter wiederholte das Bundesgericht die Rechtsprechung, wonach der "rechtmässige Aufenthalt" die il- legal im Land verbrachten Jahre wie auch die Zeit eines lediglich geduldeten Aufenthalts nicht umfasse (Urteile BGer 2C_19/2019 vom 20.3.2020 E. 1.3; 2C_436/2018 vom 8.11.2018 E. 2). Nicht auf den vorgängigen Aufenthalt könne sich die Person berufen, deren Aufenthaltstitel nach Art. 61 Abs. 2 AIG erloschen sei (BGE 149 I 66 E. 4.8). Und schliesslich beziehe sich der aus der Garantie des Privatlebens abgeleitete Aufenthaltsanspruch nach einem rechtmässigen Aufent-9 halt von 10 Jahren nur auf Fälle der Verlängerung und Erneuerung von Bewilli- gungen, nicht aber auf Fälle der Neuerteilung (BGE 149 I 72 E. 2.1.3). Vor allem aber betonte das Bundesgericht, in jedem Fall anwendbar bleibe die Rechtspre- chung, die einen allfälligen Aufenthaltsanspruch aus Art. 8 EMRK im Falle einer besonders erfolgreichen Integration in der Schweiz anerkenne. Es sei somit nicht ausgeschlossen, dass sich eine ausländische Person auf ihr in Art. 8 EMRK ga- rantiertes Recht auf Achtung des Privatlebens berufen könne, um eine erstmalige Aufenthaltsbewilligung zu erhalten oder einen neuen Aufenthaltstitel nach Verlust einer früheren Bewilligung, indem sie namentlich behaupte, lange in der Schweiz gelebt zu haben (vgl. BGE 147 I 268 E. 1 und E. 4 sowie Urteil BGer 2D_19/2022 vom 16.11.2022 E. 1.2.3). Daran ändere nichts, dass das Recht auf Achtung des Privatlebens gemäss Art. 8 EMRK "in der Regel" keinen Anspruch auf (Wieder-) Einreise begründe (vgl. Urteil BGer 2C_89/2022 vom 3.5.2022 E. 2.2.3). Gemäss Meyer nahm das Bundesgericht mit diesem präzisierenden Leitent- scheid eine Konsolidierung der Praxis vor, indem es insbesondere die Recht- sprechung wieder aufnahm, wonach im Falle besonders intensiver privater Be- ziehungen aus dem Recht auf Privatleben ein Anwesenheitsrecht abgeleitet wer- den kann bzw. ungeachtet einer bestimmten Aufenthaltsdauer eine umfassende Interessenabwägung stattzufinden hat, wenn diese Beziehung besteht (Meyer, Konsolidierung der Praxis zum Recht auf Privatleben, in: dRSK, publiziert am 19.9.2023). 3.3.2Im Rahmen der Beurteilung des neu eingereichten Aufenthaltsgesuches ist somit nur dann eine umfassende Interessenabwägung vorzunehmen, wenn ein Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung aus Art. 8 EMRK (Schutz des Privatle- bens) besteht. Nach dem Gesagten setzt dies voraus, dass sich der Beschwer- deführer überhaupt auf den in Art. 8 EMRK garantierten Schutz des Privatlebens berufen kann, da er nur dann anspruchsberechtigt wäre. Ob dies der Fall ist, ist abhängig von der Beantwortung der Frage, ob der Beschwerdeführer in der Schweiz besonders intensive private Beziehungen beruflicher oder sozialer Art unterhält, die über eine normale Integration hinausgehen (BGE 149 I 207 E. 5.4). Es muss also diese besonders intensive Bindung ausgewiesen sein, damit eine umfassende Interessenabwägung überhaupt vorzunehmen ist, die für oder ge- gen eine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz spricht (BGE 149 I 207 E. 5.3.1). Bestehen keine derart intensiven Beziehungen, würde eine Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung den Schutzbereich des Rechts auf Privatleben gar nicht berühren (vgl. auch Raess, a.a.O., Rz. 19), weshalb sich der Beschwerdeführer auch gar nicht auf den Schutz des Privatlebens berufen könnte.10 4.Nachdem der Regierungsrat im angefochtenen RRB festgehalten hat, dass der Beschwerdeführer besonders intensive, über eine normale Integration hin- ausgehende private Bindungen gesellschaftlicher oder beruflicher Natur nicht vorzuweisen vermag, hat er - nach dem Gesagten - zu Recht darauf verzichtet, eine umfassende Interessenabwägung vorzunehmen. Zu prüfen ist damit nach- folgend, ob der Regierungsrat im konkreten Fall zu Recht das Vorliegen einer besonders intensiven Bindung bzw. Beziehung verneint hat. 4.1.1Der Beschwerdeführer (Jg. 1979) reiste am 18. Februar 2011 von C.________ in die Schweiz ein und stellte gleichentags ein Asylgesuch, welches nach zwei Rückweisungen durch das Bundesverwaltungsgericht schliesslich am 4. Juni 2015 abgelehnt, was mit Bundesverwaltungsgerichtsentscheid vom 3. August 2016 bestätigt wurde. In der Folge wurde der Beschwerdeführer aufge- fordert, die Schweiz bis am 8. September 2016 zu verlassen. Dieser Aufforde- rung kam er bis heute nicht nach (vgl. Ingress lit. A). Der Beschwerdeführer ist (seit 2010) verwitwet und hat keine Kinder. 4.1.2Am 9. Mai 2011 wurde der Beschwerdeführer dem Kanton Schwyz zuge- wiesen (AFM-act. 19) und am 28. Juli 2011 der Gemeinde D.________ zugeteilt (AFM-act. 23). Am 19. April 2016 berichtete Dr.med. F.________, welcher den Beschwerdeführer seit 2011 ärztlich betreut, dass der Beschwerdeführer unter einem chronischen lumbovertebralen Schmerzsyndrom, an einer Spondylolyse L5 beidseits und einer Spondylolisthesis leide. Der Beschwerdeführer sei als ehemaliger Mathematiklehrer nicht nur gut integriert, sondern habe auch in kür- zerer Zeit die deutsche Sprache gut erlernt. Vorstrafen oder Delikte seien dem Arzt nicht bekannt. Der friedliebende Patient leide vielmehr unter seiner Unter- bringung im Asylheim, wo aggressivere Mitbewohner ihm das Leben nicht ein- fach machen würden. Aus somatischen Gründen sei er für Arbeiten (Küchenhilfe, Eisenleger, Putzarbeiten etc.), für die eine Arbeitsbewilligung erteilt werden könn- te, zu 100% arbeitsunfähig (AFM-act. 45). Beim Ausreisegespräch vom 25. Au- gust 2016 äusserte der Beschwerdeführer, die Schweiz nicht freiwillig verlassen und nicht zurück nach C.________ gehen zu wollen sowie nichts zur Papierbe- schaffung unternommen zu haben (AFM-act. 50). 4.1.3Dr.med. G.________ (Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH) behandelt den Beschwerdeführer seit Dezember 2013, zunächst beim H.________ unregelmässig, und seit Dezember 2016 in eigener Praxis in wöchentlichem Abstand regelmässig aufgrund einer rezidivierenden Depression und einer posttraumatischen Belastungsstörung. In der psychiatrischen Anamne- se des Berichtes vom 7. März 2019 wurde u.a. festgehalten, dass der Beschwer-11 deführer seit Jahren isoliert lebe und wenig Kontakt mit der Aussenwelt habe, abgesehen von den ärztlichen Terminen. Der Beschwerdeführer habe in den Jahren 2017 und 2018 zwei Semester lang täglich die Universität I.________ als Hörstudent besucht. In der Folge hätten sich seine Schmerzen und schliesslich auch der psychische Zustand verschlechtert. Er habe sich nicht mehr konzentrie- ren können, mehrere Kilogramm abgenommen, sei müde gewesen und habe schlechter geschlafen. Er habe nicht während Stunden sitzen können und an zu- nehmenden starken Schmerzen gelitten. Vom Oktober bis November 2018 sei der Beschwerdeführer in der Klinik J.________ hospitalisiert gewesen, weil es ihm psychisch und körperlich sehr schlecht gegangen sei. Die Hospitalisation habe den psychischen und somatischen Zustand kaum verbessern können. Die Schmerzen, depressiven Symptome und Symptome der posttraumatischen Be- lastungsstörung seien seit 2011 chronifiziert und verschlechterten sich weiterhin. Tagsüber liege der Beschwerdeführer viel im Bett. Der Beschwerdeführer lebe seit 2011 im K.________ und habe kaum soziale Kontakte, abgesehen vom Kon- takt mit dem Sozialamt, dem wöchentlichen Kontakt mit der Spitex, mit den ihn behandelnden Ärzten sowie einem Freund. Die acht Geschwister des Beschwer- deführers lebten in C.________ und hätten aus Angst vor Verfolgung den Kon- takt zum Beschwerdeführer abgebrochen. Mit seiner Mutter telefoniere er monat- lich, der Vater sei an einem Hirntumor verstorben. Neu nehme der Beschwerde- führer am Programm der Tagesstätte der Gemeinde einmal wöchentlich teil. Der unsichere Aufenthaltsstatus und die wiederholte Ablehnung der Bewilligung mit drohender Ausschaffung nach C.________ hätten einen negativen Einfluss auf den psychischen Zustand des Beschwerdeführers (vgl. AFM-act. 77). 4.1.4Im Bericht des Ambulatoriums für Folter- und Kriegsopfer und Zentrums für Belastungsstörungen des Universitätsspitals L.________ vom 27. August 2018, mit welchem die bekannten Diagnosen bestätigt wurden, wurde u.a. festgehalten, dass das Beziehungsverhalten des Beschwerdeführers beeinträchtigt sei, indem der Beschwerdeführer kaum zu Herstellung einer offenen, vertrauensvollen In- teraktion in der Lage sei. Im Krankheitsverlauf sei es seit der Traumatisierung im Heimatland zu einer Zunahme und Chronifizierung der psychischen Beschwer- den gekommen. Insbesondere die depressive Symptomatik habe sich durch postmigratorische Stressfaktoren verstärkt (v.a. die unsichere Aufenthaltssituati- on). Zuletzt hinzugekommen seien kurzzeitige, psychotische Symptome mit dem Hören von Stimmen, was als Folge der zunehmenden Isolation, psychischen Er- schöpfung und andauernden Stressbelastung bewertet werden könne. Prognos- tisch sei von keiner raschen Besserung auszugehen. Günstig erscheine das ur- sprünglich hohe kognitive Funktions- und Bildungsniveau (AFM-act. 97).12 4.1.5Im Schreiben des Sozialamtes D.________ vom 21. November 2018 wurde der Beschwerdeführer als sehr stiller und zurückgezogen lebender Mensch be- schrieben (AFM-act. 67). 4.1.6Am 14. Juli 2023 berichtete Dr.med. G.________, dass der Beschwerde- führer seit Dezember 2020 im Rahmen einer freiwilligen Arbeit in der Schule in verschiedenen Klassen als Assistenzlehrer ca. 50% tätig sein könne. Diese Tätigkeit übe er gerne aus und seine Symptome seien dadurch weniger gewor- den und würden nicht mehr im Vordergrund stehen. Inzwischen habe der Be- schwerdeführer in der Tagesstätte und in der Schule Freundschaften geschlos- sen. Er habe ein gutes soziales Netz aufbauen können (AFM-act. 350ff.). 4.1.7Aus den Akten aus dem Jahr 2023 geht auch hervor, dass der Beschwer- deführer seit zwei Jahren im Verein für M.________ aktiv ist (vgl. AFM-act. 373f.). 4.1.8Den Akten lassen sich viele Referenzschreiben entnehmen, welche von Bekannten, Lehrern, Schulleiterin, Pfarrer, Spitexmitarbeitern, Mitarbeitern des Sozialamtes, Personen, die dem Beschwerdeführer kurzzeitig begegneten, usw. stammen und insbesondere die guten sprachlichen Fähigkeiten des Beschwer- deführers, seine Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, respektvolle und sympathische Art bzw. seine Sozialkompetenz sowie seinen Wunsch, in der Schweiz einen Be- ruf ausüben sowie auf eigenen Beinen stehen zu dürfen und seinen Einsatz da- zu, hervorheben. Viele der Referenzschreiben, welche der Beschwerdeführer mit dem Härtefallgesuch vom 30. August 2019 eingereicht hatte, erwiesen sich als vorgefasste Schreiben, welche die Referenzpersonen lediglich noch zu unter- zeichnen oder abzuschreiben brauchten. 4.2.1Später wurden sodann Referenzschreiben eingereicht, welche - soweit er- sichtlich - von den jeweiligen Personen selbst verfasst wurden. Der Inhalt änderte sich jedoch kaum. Es werden in den Referenzschreiben jeweils die guten sprach- lichen Fähigkeiten, der Charakter sowie die gute Integration des Beschwerdefüh- rers betont und auch von einem grossen Freundeskreis gesprochen. Dabei be- zeichnen sich durchaus einige dieser Referenten als Freunde des Beschwerde- führers (davon N.________ mit Schreiben vom 22.7.2019, vgl. AFM-act. 124; O.________ mit Schreiben für das Härtefallgesuch vom 30.8.2019, AFM-act. 138; P.________ mit Schreiben vom 8.5.2021 und 7.6.2023, AFM-act. 216 und 366; Q.________ mit Schreiben vom 7.5.2021 und 4.6.2023, AFM-act. 217 und 368; R.________ mit Schreiben vom 9.5.2021, AFM-act. 218; S.________ mit Schreiben vom 5.5.2021 und 2.6.2023, AFM-act. 220 und 365; T.________ mit Schreiben vom 5.5.2021 und 25.6.2023, AFM-act. 221 und 370; U.________ mit 13 Schreiben vom 10.5.2021 und 10.6.2023, AFM-act. 222 und 371; V.________ mit Schreiben vom 3.6.2023, AFM-act. 362; W.________ mit Schreiben vom 10.6.2023, AFM-act. 361; vgl. auch X.________ mit Schreiben vom 5.5.2021, AFM-act. 224; Y.________ mit Schreiben vom 6. und 7.5.2021, AFM-act. 225f., wobei diese Schreiben auf eine vergangene Freundschaft hindeuten). Eine be- sonders enge Beziehung wird jedoch von keinem von ihnen dargelegt. Es ist den Schreiben nicht zu entnehmen, wie sich diese Freundschaften zeigen, allenfalls ist von einem regelmässigen Kontakt bzw. einmal von gemeinsamem Fussball- spiel oder Wandern, einmal von der Unterstützung eines Kindes in der Schule sowie der gemeinsamen Tätigkeit im M.________, die Rede. Nicht erkennbar ist aus den heutigen Vorbringen des Beschwerdeführers, welche Freundschaften auch heute noch bestehen bzw. welche Beziehungen tatsächlich noch gelebt werden, und es wird auch nicht dargelegt, weshalb die Fortsetzung dieser Freundschaften beim Vollzug der Wegweisung (via technische Hilfsmittel) nicht mehr gelebt werden kann. 4.2.2Gleichzeitig zeigen diese Referenzschreiben auch auf, dass es dem Be- schwerdeführer - soweit es ihm gesundheitlich gut geht - leicht fällt, auf andere Menschen zuzugehen und Freundschaften zu schliessen (vgl. u.a. explizit AFM- act. 227). Immerhin hat er diese Freundschaften grösstenteils ab 2019 geschlos- sen. Zuvor war ihm - wie den gesundheitlichen Akten zu entnehmen ist - eine of- fene, vertrauensvolle Interaktion kaum möglich (vgl. vorstehende E. 4.1.3 ff.). Weshalb die Bildung neuer Freundschaften nicht auch im Heimatland des Be- schwerdeführers möglich sein sollte oder allenfalls nur erschwert, erscheint we- nig nachvollziehbar. Immerhin zeigt sich in den Akten, dass die Verbesserung des Gesundheitszustandes und das Knüpfen von sozialen Kontakten durch den Beginn seiner Tätigkeit in der Schule und somit mit der Ausübung (s)eines Beru- fes mitbedingt wurden. Der erneuten Ausübung seines Berufes, wie bereits vor seiner Ausreise, steht soweit ersichtlich auch in seinem Heimatland nichts entge- gen, zumal er die nötige Ausbildung und die sprachlichen Fähigkeiten sowie Kenntnis des dortigen Schulsystems aufweist. 4.2.3Der Beschwerdeführer lebte sodann 30 Jahre seines Lebens in C.________ und seine Mutter und Geschwister leben nach wie vor dort, wobei er geltend macht, dass diese den Kontakt zu ihm - aus Angst vor der Familie seiner Ehefrau - vermeiden würden. Mit der Mutter telefonierte er im Jahr 2019 jedoch noch monatlich (vgl. AFM-act. 76). Es ist somit davon auszugehen, dass der Be- schwerdeführer sein Privat- und Familienleben während mehr als 30 Jahren in C.________ pflegte und soziale sowie berufliche Kontakte in der Schweiz erst ab 2019 zu knüpfen begann. Auch deshalb ist davon auszugehen, dass der Be-14 schwerdeführer sein Privatleben auch in seinem Heimatland in zumutbarer Weise leben kann und hierzu nicht auf den Aufenthalt in der Schweiz angewiesen ist. 4.2.4Soweit der Beschwerdeführer sinngemäss die Unmöglichkeit des Vollzugs der Wegweisung rügt, so lassen sich den Akten die Bemühungen der Behörden entnehmen (AFM-act. 244ff. und 331). Das SEM bemüht sich seit dem Jahr 2019 bei der C.________ Botschaft um Erhalt der notwendigen Ausreisepapiere be- treffend den Beschwerdeführer (ohne die Mitwirkung des Beschwerdeführers), wobei sein Fall im Dezember 2021 als prioritär eingestuft wurde (AFM-act. 240ff.). Gemäss dem Schreiben des SEM vom Dezember 2021 (vgl. AFM-act. 243), konnten allein im Jahr 2021 50 Personen aus C.________ identifiziert wer- den. Was bereits nicht für eine Unmöglichkeit der Wegweisung spricht. Zwar scheint die Papierbeschaffung bis heute nicht erfolgreich gewesen zu sein, aller- dings lässt sich der Weisung des SEM entnehmen, dass technische Schwierig- keiten, wie z.B. die von den Behörden des Herkunftsstaates verursachten Verzö- gerungen, die mit der Ausstellung eines nationalen Passes verbunden wären (oder sind), in der Regel nicht zur Annahme einer objektiven Unmöglichkeit der Wegweisung im Sinne von Art. 83 Abs. 2 AIG führen würden (SEM-Weisungen AIG vom Oktober 2013, Stand 1.1.2025, Rz. 5.6.10.7; vgl. auch Blum / Caroni / Plozza, in: Kommentar AIG, 2. Aufl. 2024, Art. 83 N 15). Des Weiteren lässt sich den Akten entnehmen, dass sich der Beschwerdeführer selbst erst seit 2023 um Erhalt eines C.________ Passes bemüht. Schliesslich ist zu berücksichtigen, dass die kantonale Vollzugsbehörde verpflichtet ist, dem SEM die Anordnung ei- ner vorläufigen Aufnahme zu beantragen, wenn sich der Vollzug aus technischen Gründen als nicht möglich erweist (vgl. Art. 46 Abs. 2 AsylG). Diese sind auf- grund ihrer Erfahrung und der Kenntnisse des Vollzugs am ehesten in der Lage zu erkennen, ob technische Vollzugshindernisse bestehen (vgl. Blum / Caroni / Plozza, a.a.O., Art. 83 N 17). Ein solcher Antrag ist bisher - soweit aus den Akten ersichtlich - noch nicht erfolgt. Bei dieser Ausgangslage ist davon auszugehen, dass der Vollzug der Wegwei- sung des Beschwerdeführers nach wie vor möglich erscheint. 4.2.5Unbestritten ist vorliegend, dass sich der Gesundheitszustand des Be- schwerdeführers erheblich verbessert hat, sodass er zu einer sozialen Integration wie auch zu einer beruflichen Tätigkeit fähig ist und auf die gewonnenen Res- sourcen zurückgreifen kann. Auch wenn die Rückkehr nach C.________ allen- falls wieder zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustands des Beschwer- deführers führen könnte, so macht der Beschwerdeführer zwar einen - im Ver- gleich zur Schweiz - erschwerten, nicht jedoch einen unmöglichen Zugang zu den notwendigen gesundheitlichen Einrichtungen bzw. Fachpersonen in seinem 15 Heimatland geltend. Auch aus diesem Umstand kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. 4.3Zusammenfassend können aus der Aktenlage zweifelsohne Ansätze für ei- ne soziale und - soweit möglich - berufliche Integration des Beschwerdeführers erkannt werden. Es bestehen jedoch keine besonders intensiven, über eine nor- male Integration hinausgehende private Bindungen gesellschaftlicher oder beruf- licher Natur bzw. sind im konkreten Fall die erwähnten sozialen Beziehungen, die der Beschwerdeführer in der Schweiz eingehen konnte bzw. die Beziehung zur Schweiz nicht derart eng, dass der Schutzbereich des Privatlebens nach Art. 8 Ziff. 1 EMRK berührt ist. 4.4Ergibt sich nach dem Gesagten, dass der Beschwerdeführer in der Schweiz keine besondere Verwurzelung aufweist, das heisst, keine besonders intensiven privaten Beziehungen beruflicher oder sozialer Art bestehen, die über eine normale Integration hinausgehen, kann er sich nicht auf Art. 8 EMRK beru- fen. Kann sich der Beschwerdeführer nicht auf den Schutz des Privatlebens nach Art. 8 EMRK berufen, kann er auch keinen Anspruch auf eine Bewilligung geltend machen und damit auch nicht auf umfassende Prüfung eines Anwesenheits- rechts (vgl. oben E. 3.2 ff.). Damit aber erübrigt sich eine umfassende Interes- senabwägung, mithin eine Gegenüberstellung der öffentlichen Interessen an der Nichterteilung einer Aufenthaltsbewilligung an den Beschwerdeführer zu den pri- vaten Interessen des Beschwerdeführers an einem neuen geregelten Aufenthalt in der Schweiz (vgl. oben E. 3.3.2). Die vom Beschwerdeführer vorgebrachte Be- gründung zur Interessenabwägung im Rahmen von Art. 8 Ziff. 2 EMRK ist nicht zu überprüfen, da er nicht in den Schutzbereich von Art. 8 EMRK fällt (vgl. BGE 149 I 207 E. 5.3.1; Meyer, a.a.O., Rz. 17 m.H.a. Urteil BGer 2C_324/2023 vom 13.7.2023 E. 4.2 [frz.]; Urteil BGer 2C_528/2021 vom 23.6.2022 E. 4.8; Hugi Yar, Trotz Privatleben keinen Anspruch auf Schutz?, in: dRSK vom 8.12.2022; Raess, a.a.O.). 5.1Soweit der Beschwerdeführer um eine Härtefallbewilligung gestützt auf Art. 14 Abs. 2 AsylG ersucht, so handelt es sich dabei um eine Ermessens- und kei- ne Anspruchsbewilligung (vgl. BGE 149 I 72 E. 2.4). Das bedeutet, dass kein An- spruch auf eine Härtefallbewilligung nach Art. 14 Abs. 2 AsylG besteht und der Asyl beantragenden Person im kantonalen Verfahren auch keine Parteistellung zukommt. Damit ist nicht zu beanstanden, dass das VD auf ein entsprechendes Gesuch um Aufenthaltsbewilligung nach Art. 14 Abs. 2 AsylG hin eine Nichtein- tretensverfügung erlassen kann und zwar losgelöst davon, ob die gesuchstellen- de Person die Voraussetzungen nach Art. 14 Abs. 2 AsylG erfüllt oder nicht 16 (VGE III 2022 68 vom 23.6.2022 E. 3.2 m.H.a. Urteile BGer 2C_300/2022 vom 10.5.2022 E. 2.2; 2C_1062/2020 vom 25.3.2021; BGE 137 I 128 E. 4 [PRA 100/2011 Nr. 72]). Entsprechend ist auch nicht zu beanstanden, dass der Regie- rungsrat Nichteintreten beschliesst, wenn (im Verfahren Art. 14 Abs. 2 AsylG) gegen eine Nichteintretensverfügung des VD Verwaltungsbeschwerde erhoben wird mit der Rüge, es sei zu Unrecht Nichteintreten beschlossen worden. Denn hierzu fehlt mangels Parteistellung ein das materielle Beschwerderecht begrün- dendes rechtlich geschütztes Interesse und damit die Beschwerdelegitimation in der Sache. Damit ist die vorliegende Beschwerde in Bezug auf Art. 14 Abs. 2 AsylG abzuweisen. 5.2Offenbleiben kann damit, ob die Begründung der Vorinstanzen zur Abwei- sung des Härtefallgesuches nachvollziehbar und schlüssig ist. Fraglich erscheint immerhin, ob der ganze rechtswidrige Aufenthalt zwischen Abschluss des Asyl- verfahrens und Einleitung des Aufenthaltsbewilligungsverfahrens als nicht berücksichtigbar betrachtet werden kann. Immerhin können Härtefallgesuche ex- plizit auch durch abgewiesene, aber nicht ausgereiste Asylsuchende gestellt werden (vgl. BGE 138 I 246 E. 2.2), womit aber nicht alle Gesuche solcher Per- sonen allein aus diesem Grund als erfolglos beurteilt werden dürften (vgl. hierzu auch Breitenbücher / Ege, in: HAP Ausländerrecht, Basel 2022, Rz. 18.220 und 18.226). 5.3Ein anderweitiger potenzieller Bewilligungsanspruch ist nicht ersichtlich und wird auch nicht geltend gemacht. 6.Zusammenfassend liegt im konkreten Fall weder eine Verletzung von Art. 14 Abs. 1 AsylG i.V.m. Art. 8 Ziff. 1 EMRK, noch von Art. 14 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 8 Ziff. 1 und Art. 13 EMRK vor. Damit erweist sich die Beschwerde als unbe- gründet und ist abzuweisen. 7.1Diesem Ergebnis entsprechend sind die auf Fr. 1'500.-- festzusetzenden Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen; inkl. VGE III 2024 188 bzw. Zwischenbescheid vom 26.11.2024) dem unterliegenden Be- schwerdeführer aufzuerlegen (§ 72 Abs. 2 VRP). 7.2Der Beschwerdeführer hat unentgeltliche Rechtspflege beantragt. Gemäss Art. 29 Abs. 3 BV hat die bedürftige Partei in einem für sie nicht aussichtslosen Verfahren Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege (vgl. auch § 75 VRP). So- weit es zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist, hat sie ausserdem Anspruch auf unentgeltlichen Rechtsbeistand. Nachdem die Bedürftigkeit beim Beschwerde- führer ausgewiesen ist, nicht von einem geradezu aussichtslosen Verfahren ge-17 sprochen sowie die Notwendigkeit bejaht werden kann, ist das Gesuch gutzu- heissen. 7.3Die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.-- sind entsprechend auf die Gerichts- kasse zu nehmen. 7.4Dem Beschwerdeführer ist in der Person von Rechtsanwalt lic.iur. B.________, ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen. Das Honorar für den unentgeltlichen Rechtsbeistand wird in Beachtung des kan- tonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) festgelegt, welcher im Verfahren vor Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.- - bis Fr. 8'400.-- vorsieht. Zudem sind die in § 2 des Tarifs enthaltenen Kriterien (Wichtigkeit der Streitsache, ihre Schwierigkeit, Umfang und Art der Arbeitsleis- tung sowie notwendiger Zeitaufwand) zu beachten. Nach § 6 des Gebührentarifs kann eine Partei eine spezifizierte Kostennote über ihre Tätigkeit und ihre Ausla- gen einreichen. Erscheint sie angemessen, ist sie der Festsetzung der Vergütung zugrunde zu legen. Andernfalls wird die Vergütung nach pflichtgemässem Er- messen festgesetzt. Praxisgemäss besteht für das Verwaltungsgericht keine Pflicht, eine Honorarnote einzuholen (VGE III 2018 117 vom 7.11.2018 m.w.H.; Urteil BGer 9C_580/2010 vom 16.11.2010). Der Beschwerdeführer hat keine Honorarnote eingereicht. In Beachtung vorge- nannter Grundlagen wird die Parteientschädigung des Beschwerdeführers für das Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren in pflichtgemässem Ermessen auf Fr. 1'500.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) festgesetzt. 7.5Im Rahmen der Gewährung von URP ist von einem Inkasso der Verfah- renskosten derzeit abzusehen. Der Beschwerdeführer hat diese sowie die Fr. 1'500.-- der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung dem Gericht zurückzuer- statten, wenn er dazu innert 10 Jahren nach Eintritt der Rechtskraft dieses Ent- scheides in der Lage ist (§ 75 Abs. 3 VRP).18 Demnach erkennt das Verwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen; inkl. Zwischenbescheid III 2024 188 vom 26.11.2024) werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Von einem Inkasso wird derzeit abgese- hen, nachdem ihm die unentgeltliche Prozessführung gewährt wird. 3. Dem Beschwerdeführer wird für das verwaltungsgerichtliche Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege (inkl. unentgeltliche Rechtsverbeiständung) gewährt und Rechtsanwalt lic.iur. B.________, als unentgeltlicher Rechts- beistand bestellt. Ihm ist zu Lasten des Verwaltungsgerichts ein Honorar (inkl. Auslagen und MwSt) von Fr. 1'500.-- zu entrichten. 4. Der Beschwerdeführer hat die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.-- und die Kosten der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung von Fr. 1'500.-- dem Ge- richt zurückzuerstatten, wenn er dazu innert 10 Jahren nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides in der Lage ist (§ 75 Abs. 3 VRP). 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer- de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben werden, sofern das Bundesrecht oder das Völker- recht einen Bewilligungsanspruch einräumt (Art. 42 und 82ff., insbesondere Art. 83 lit. c Ziffer 2 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG, SR 173.110). Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht zulässig ist, kann innert 30 Tagen seit Zustellung Verfassungsbeschwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG). Bei gleichzeitiger ordentlicher Beschwerde sind beide Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift einzureichen. 6. Zustellung an: -den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R) -das Volkswirtschaftsdepartement (EB) -den Regierungsrat des Kantons Schwyz (EB) -das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (EB) -und das Staatssekretariat für Migration SEM, 3003 Bern (A). Schwyz, 28. März 202519 Im Namen des Verwaltungsgerichts Der Vizepräsident: Die Gerichtsschreiberin: *Anforderungen an die Beschwerdeschrift Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru- mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen. Versand: 8. April 2025