B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-5882/2013 U r t e i l v o m 2 8 . O k t o b e r 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichterin Regula Schenker Senn, mit Zustimmung von Richter Walter Lang; Gerichtsschreiber Urs David. Parteien A._______, Bangladesch, Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration, Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 2. Oktober 2013 / N (…). E-5882/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben am 6. Mai 2013 i l- legal in die Schweiz einreiste, gleichentags um Asyl nachsuchte und hier- zu anlässlich der Befragung zur Person (BzP) vom 15. Mai 2013 im Emp- fangs- und Verfahrenszentrum Basel und der Anhörung zu den Asylgrü n- den vom 29. Juli 2013 im Wesentlichen Folgendes geltend machte, dass er aus B._______ (Distrikt C._______, Provinz Chittagong) stamme, ethnischer Bengale und Buddhist sei und beruflich als (…) tätig gewesen sei, dass Buddhisten in Bangladesch benachteiligt seien, da ihnen keine Re i- sepässe ausgestellt würden und sie keinen Schutz seitens der islam i- schen Regierung beanspruchen könnten, dass in der Nacht vom 29. auf den 30. September 2012 Angehörige vor allem der Jamaat-e-Islami mehrere Häuser seines und weiterer Dörfer – darunter sein eigenes Haus – in Brand gesteckt und die buddhistischen Bewohner mit dem Tode bedroht hätten, er persönlich aber nie Probleme mit den Islamisten gehabt habe (Version BzP), beziehungsweise er sei selber Ursache dieses Überfalle s gewesen, weil die Islamisten ihm – un- gerechtfertigterweise – die Veröffentlichung eines islamfeindlichen Bildes auf Facebook angelastet hätten und er deshalb von diesen verfolgt und gesucht werde , ohne von den Behörden der islamistischen Regierung Schutz erwarten zu können (Version Anhörung), dass er sich, als er von seiner persönlichen Verfolgungssituation erfahren habe, zur Ausreise entschieden und diese am 31. Januar 2013 angetre- ten habe, wobei er auf dem Luftweg mit einem gefälschten, auf eine mus- limische Person lautenden und ein italienisches Touristenvisum aufwe i- senden Pass von Dhaka via Istanbul nach Mailand gereist und dort dakty- loskopiert worden sei, dass es ihm in Italien nicht gefallen habe und er, auch auf Anraten von Landsleuten, nach einigen Wochen in die Schweiz weitergereist sei, dass für den weiteren Inhalt der Aussagen au f die Protokolle bei den A k- ten zu verweisen ist, dass der Beschwerdeführer einer am 6. Mai 2013 ergangenen schriftl i- chen Aufforderung zur Papierbeschaffung innert 48 Stunden – mit Nach-E-5882/2013 Seite 3 druck erneuert anlässlich der BzP und der Anhörung zu den Asylgründen – nicht nachgekommen ist, dass er zur Erklärung geltend machte, er habe zwar einen Reisepass be- antragt, aber nie einen erhalten und seine Identitätskarte sowie seine Geburtsurkunde seien am 29. September 2012 verbrannt, dass er im weiteren Verlaufe des Verfahrens einen Geburtsschein und ei- ne Nationalitätsbestätigung mit Übersetzungen einreichte und als weit e- res B eweismittel einen Zeitungsbericht betreffend das Ereignis vom 30. September 2012 zu den Akten gab, dass die zuständigen italienischen Behörden z wischenzeitlich ein vom BFM auf die Dublin-II-Verordnung (Verordnung [EG] Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur Festlegung von Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines Asylantrags zuständig ist, den ein Staatsangehöriger eines Drittlandes in einem Mi t- gliedstaat gestellt hat) gestütztes Übernahmeersuchen abschlägig b e- antworteten, woraufhin das BFM dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 16. Juli 2013 die Durchführung des Asylverfahrens in der Schweiz anzeigte, dass das Bundesamt mit Verfügung vom 2. Oktober 2013 – eröffnet am 9. Oktober 2013 – auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht eintrat , dessen Wegweisung aus der Schweiz und den Vollzug anordnete sowie die Ausreisefrist auf den Tag nach Eintritt der Rechtskraft festsetzte, dass es zur Begründung seines Nichteintretensentscheides im Wesentli - chen anführte, der Beschwerdeführer habe den Behörden trotz Aufford e- rung innert 48 Stunden keine Identitätsdokumente eingereicht und hierfür keine entschuldbaren Gründe glaubhaft zu machen vermocht, dass die nachträglich eingereichten Dokumente nicht rechtsgenügliche Identitätspapiere darstellten und seine Erklärungen zu den fehlenden Identitätsdokumenten nicht geglaubt werden könnten, da er widersprüch- liche Angaben zu Zeitpunkt und Umständen seiner Beschaffungsbem ü- hungen gemacht habe, die behauptete Passverweigerung für Buddhisten in Bangladesch tatsachenwidrig sei und sich die Asylgründe gemäss nachfolgenden Erörterung als unglaubhaft erweisen würden, womit auch die Behauptung der Zerstörung der Identitätskarte unwahrscheinlich sei, E-5882/2013 Seite 4 dass bei dieser Sachlage davon a uszugehen sei, er sei im Besitze rechtsgenüglicher Reise- und Ausweispapiere, die er jedoch den Asylb e- hörden vorenthalte, dass seine Verfolgungsvorbringen fe rner den Anforderungen gemäss Art. 7 AsylG an das Glaubhaftmachen eines flüchtlingsrechtlich beachtl i- chen Sachverhalts offensichtlich nicht genügten, dass er die auf einen islamfeindlichen Facebook -Eintrag zurückzuführen- de persönliche Verfolgungssituation ohne zwingenden Grund erst bei der Anhörung geltend gemacht habe und die im Rahmen besagter Anhörung auf Vorhalt hin abgegebene Erklärung für das anfängliche Ve rschweigen dieser wesentlichen Asylgründe – ihm sei in der BzP keine Gelegenheit hierzu eingeräumt worden – nicht plausibel erscheine, da er in der BzP ausdrücklich auf persönliche Probleme mit den Islamisten angesprochen worden sei, dass sein geschildertes Verhalten im direkten Zusammenhang mit dieser persönlichen Verfolgungssituation zudem in vielerlei Hinsicht von zeitl i- cher Unstimmigkeit und Unlogik geprägt sei und keine Überzeugungskraft aufweise, dass die Angaben zu den Ausschreitungen vom 29. September 2012 auch deshalb den Eindruck von persönlich Erlebtem vermissen liessen, weil die diesbezüglichen Angaben nur kurz und schem enhaft ausgefallen seien, dass der Beschwerdeführer daher die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle und zusätzliche A bklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses nicht erforderlich seien, dass die Wegweisung die Regelfolge eines Nichteintretensentscheides darstelle und keine Gründe ersichtlich seien, die auf Unzulässig keit, Un- zumutbarkeit oder Unmöglichkeit eines Wegweisungsvollzuges schlies - sen lassen könnten, dass mangels Erfüllung der Flüchtlingseigenschaft der Grundsatz der Nichtrückschiebung nach Art. 5 Abs. 1 AsylG nicht zur Anwendung gelan- ge und dem Beschwerdefü hrer im Heimatstaat keine durch Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) verbotene Strafe oder Behan d- lung drohe, E-5882/2013 Seite 5 dass ferner weder die in Bangladesch herrschende politische, wirtschaf t- liche und soziale Lage noch individuelle Gründe gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges sprächen, zumal der Beschwerdeführer mit seinem Beziehungsnetz und seiner beruflichen Situation keine existenz- bedrohende Situation zu gewärtigen habe, dass im Ü brigen angesichts mehrfach aufgetretener Unstimmigkeiten betreffend seine persönlichen Verhältnisse und seine Biografie, der als unglaubhaft erkannten Asylvorbringen und des ebenfalls erwogenen Vo r- enthaltens von Reise - und Ausweispapieren generell Glaubwür digkeits- und gar Identitätszweifel bestünden, dass der Vollzug der Wegweisung schliesslich trotz fehlender rechtsg e- nüglicher Ausweispapiere möglich erscheine, dass überdies die behördliche Untersuchungspflicht im Zusammenhang mit der Prüfung des Wegweisungsvollzuges ihre vernünftigen Grenzen an der Mitwirkungs- und Wahrheitspflicht der Gesuch stellenden Person fi n- de und es nicht Aufgabe der Asylbehörden sein k önne, nach allfälligen Wegweisungshindernissen zu forschen , wenn diese Person die genaue Feststellung des Sachverhalts verunmögliche, dass der Beschwerdeführer mit Rechtsmitteleingabe vom 15. Oktober 2013 beim Bundesverwaltungsgericht die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung, die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur materiellen Prüfung, eventualiter die Anordnung der vorläufigen Aufnahme unter Feststellung der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs sowie in pr o- zessualer Hinsicht die Gewährung der aufschiebenden Wirkung der B e- schwerde beantragt, dass er in der Begründung die fehlende Rechtsge nüglichkeit des G e- burtsscheines und der Nationalitätsbestätigung einräumt, jedoch deren Einreichung als Hinweis dafür verstanden wissen möchte, dass er alles in seiner Macht stehende für einen Identitätsnachweis getan habe, en t- schuldbare Gründe für seine P apierlosigkeit vorweisen könne und keine Täuschungsabsichten habe, dass er insbesondere bekräftigt, aufgrund von Behördenwillkür nie einen eigenen Reisepass erhalten zu haben und es ihm mangels Möglichkeit zur persönlichen Vorsprache verwehrt sei, seine ze rstörte Identitätskarte durch eine neue ersetzen zu lassen, E-5882/2013 Seite 6 dass der von der Vorinstanz erkannte Widerspruch hinsichtlich seiner Bemühungen zur Erhältlichmachung eines Reisepasses vermeintlicher Art sei und seine diesbezügliche Schilderung durchaus "aufgehe", dass die vorinstanzlichen Akten am 17. Oktober 2013 unvollständig per Telefax und am 22. Oktober 2013 vollständig im Original beim Bundes- verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), und erwägt, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfah- rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuche ns des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i. V.m. Art. 31–33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Au fhebung beziehungsw eise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass die Beschwerde ordentlicherweise aufschiebende Wirkung hat (vgl. Art. 55 Abs. 1 VwVG), das BFM einer allfälligen Beschwerde diese auch nicht entzog (vgl. Art. 55 Abs. 2 VwVG) und folglich der Beschwerdeführer gestützt auf Art. 42 AsylG berechtigt ist, sich bis zum Abschluss des B e- schwerdeverfahrens in der Schweiz aufzuhalten, dass deshalb mangels Rechtsschutzinteresses auf den Prozessant rag betreffend Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung nicht einzutr e- ten ist, E-5882/2013 Seite 7 dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu übe r- prüfen (Art. 32–35a AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwerd e- instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5 S. 116), dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintr e- tensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen mat e- riellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die S a- che zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73 m.w.H.), dass indessen im Falle des Nichteintretens auf ein Asylgesuch gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich i st (vgl. BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.), dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfahren ungeachtet der vorzunehmenden Überprüfung eines formellen Nichtein - tretensentscheides auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73), dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mat e- riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimm ung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, E-5882/2013 Seite 8 dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG), dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asyl - suchende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), a uf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder sich auf Grund der A n- hörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flücht- lingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), dass der Beschwerdeführer unbestrittenerweise innert 48 Stunden – und im Übrigen bis heute – keine rechtsgenüglichen Identitätsdokumente ein- gereicht hat, dass er hierzu offens ichtlich auch keine entsprechenden Bemühungen unternommen und für das Nichteinreichen rechtsgenüglicher Reise - oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe geltend gemacht hat, dass zwecks Vermeidung von Wiederholungen auf vorstehende zusam - menfassende Darlegung dieser Erwägungen sowie im Detail auf die a n- gefochtene Verfügung verwiesen werden kann, dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe lediglich die behauptungsgemässe Entschuldbarkeit für seine Papierlosigkeit bekrä f- tigt, die dies bezüglichen Argumentationselemente nur partiell bestreitet und die insoweit unternommenen Entkräftungsversuch e (aufgrund von Behördenwillkür nie einen eigenen Reisepass erhalten; Unmöglichkeit der Ersatzbeschaffung einer Identitätskarte infolge Landesabwesenheit; ver- meintlicher Widerspruch hinsichtlich der eingeleiteten Beschaffungsb e- mühungen) substanziell knapp gehalten sind, offensichtlich blosse G e- gen- oder Schutzbehauptungen darstellen oder – betreffend den Versuch der Widerspruchsauflösung – nicht nachvollziehbar erscheinen, dass denn auch erstaunt, wenn der Beschwerdeführer einerseits in der BzP (vgl. vorinstanzlichen Akten A4/10 Ziff. 4.02) und in der Anhörung (A24/16 F93) – wenngleich tatsachenwidrig – behauptet, ihm und allg e- mein den nichtmuslimischen Staatsangehörigen würde die Ausstellung eines Reisepasses verwehrt, anderseits aber die Entschuldbarkeit seiner Papierlosigkeit damit begründet, seine Bemühungen zur Erhältlichm a-E-5882/2013 Seite 9 chung eines Reisepasses seien – ob nun vor oder nach der Ausreis e – erfolglos geblieben, dass die gesamten Akten und Umstände vielmehr auf eine eigentliche Verschleierungs- und Verheimlichungsstrategie des Beschwerdeführers hindeuten und dieser Eindruck insofern bestärkt wird, als die nachg e- reichten Dokumente inhaltliche und formale Unzulänglichkeiten aufweisen ("[…]"; Datierungen), dass darauf sowie auf zahlreiche weitere Ungereimtheiten in den vorli e- genden Akten (vgl. z.B. A24 F103 ff.) nicht näher einzugehen ist, da der Beschwerdeführer aufgrund des bereits Erwogenen und unter Hinweis auf die vorinstanzlichen Erwägungen nicht glaubhaft darzulegen vermag, er sei durch nicht selbst zu verantwortende Umstände an der unverzügl i- chen Einreichung von Reise- oder Identitätspapieren im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gehindert worden (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), dass vielmehr von einer von Täuschungsabsicht begleiteten Missachtung der ihm obliegenden Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 insb. Bstn. a und b AsylG) auszugehen ist, dass sich auch aus den weiteren und in der Beschwerde nicht bestritt e- nen Erwägungen in der angefochtenen Verfügung, auf welche zwecks Vermeidung von Wiederholungen wiederum verwiesen werden kann, e r- gibt, dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft aufgrund un- glaubhafter Vorbringen und persönlicher Unglaubwürdigkeit offensichtlich nicht erfüllt und mithin kein Anlass zur Vornahme zusätzlicher Abkläru n- gen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegwe i- sungsvollzugshindernisses noch gar zur direkten Feststellung der Flüch t- lingseigenschaft besteht (Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG sowie BVGE 2007/8 E. 2.1), dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, dass die Ablehnung eines Asylges uchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewill i- gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen b e- steht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 m.w.H.), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, E-5882/2013 Seite 10 dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen g e- mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und an dernfalls wenigs- tens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts- oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwu n- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der massgeb- lichen völker - und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig sowie z u- mutbar und möglich ist, wobei erneut und integral auf die zutreffenden Erwägungen gemäss angefochtener Verfügung zu verweisen ist, dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrec ht verletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder una n- gemessen ist (Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuwe i- sen ist, soweit auf diese einzutreten ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, E-5882/2013 Seite 11 SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), dass denn auch kein formelles Gesuch um Gewährung der unentgeltl i- chen Prozessführung nach Art. 65 Abs. 1 VwVG vorliegt, der vom B e- schwerdeführer auf Seite 2 der Beschwerde gemachte Hinweis auf seine Bedürftigkeit g änzlich unbelegt ist und sich die Beschwerdebegehren gemäss vorstehenden Erwägungen ohnehin als aussichtslos präsenti e- ren, welcher Umstand einen ausnahmsweisen Erlass der Verfahrensko s- ten von Amtes wegen nach Art. 63 Abs. 1 (letzter Satz) VwVG ausser Be- tracht fallen lässt. (Dispositiv nächste Seite) E-5882/2013 Seite 12 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.-- werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale Migrationsbehörde. Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: Regula Schenker Senn Urs David Versand: