<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00383</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203896&amp;W10_KEY=13013571&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00383</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.01.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 19.08.2004 teilweise gutgeheissen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufschub der Wirtschaftsschlussstunde</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Die Hinausschiebung der Wirtschaftsschlussstunde an Wochenenden für ein ganztags geöffnetes Restaurant mit Barbetrieb stellt keine grundlegende Nutzungsänderung dar, wenn der Restaurationsbetrieb weitergeführt und nicht ein eigentliches Nachtlokal eingerichtet wird. Die Bewilligungserteilung für einen auf fünf Monate befristeten Versuch ist hier nicht rechtsverletzend. Zur Eintretensfrage. Beschwerdelegitimation des an einer Strasse wohnenden Nachbarn bejaht, auf der wegen der verlängerten Öffnungszeit mit Mehrverkehr zu rechnen ist (E. 1). Da die bundesrechtlichen Bestimmungen über den Lärmschutz als eingehalten zu betrachten sind und keine grundlegende Nutzungsänderung der Gastgewerbeliegenschaft vorliegt, ist die Bewilligung für die dauernde Hinausschiebung der Schliessungsstunde an Wochenenden während eines Versuchs von fünf Monaten rechtmässig (E. 2). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BARBETRIEB">BARBETRIEB</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: BERUFS- UND GEWERBERECHT">BERUFS- UND GEWERBERECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HINAUSSCHIEBUNG">HINAUSSCHIEBUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: LÃRMSCHUTZ">LÃRMSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHTLOKAL">NACHTLOKAL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHTRUHE">NACHTRUHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHTRUHE">NACHTRUHE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NUTZUNGSÃNDERUNG">NUTZUNGSÃNDERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT">POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: POLIZEISTUNDE">POLIZEISTUNDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RESTAURANT">RESTAURANT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHLIESSUNGSSTUNDE">SCHLIESSUNGSSTUNDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIRTSCHAFTSSCHLUSSSTUNDE">WIRTSCHAFTSSCHLUSSSTUNDE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 15 Abs. 1 GastgewerbeG</span><br/><span class="ungerade">§ 16 Abs. 1 GastgewerbeG</span><br/><span class="gerade">§ 9 Abs. 2 GastgewerbeV</span><br/><span class="ungerade">§ 10 Abs. 1 GastgewerbeV</span><br/><span class="gerade">Art. 2 Abs. 1 LSV</span><br/><span class="ungerade">Art. 2 Abs. 2 LSV</span><br/><span class="gerade">Art. 7 Abs. 1 lit. b LSV</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 Abs. 3 LSV</span><br/><span class="gerade">Art. 9 lit. a LSV</span><br/><span class="ungerade">Art. 36 LSV</span><br/><span class="gerade">Art. 43 Abs. 1 lit. b LSV</span><br/><span class="ungerade">Art. 7 Abs. 7 USG</span><br/><span class="gerade">Art. 11 Abs. II USG</span><br/><span class="ungerade">Art. 25 Abs. I USG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt1"><span>Die B AG ist Betreiberin des Restaurants C an der L-Strasse in Y, Gemeinde X. Mit Schreiben vom 2. Dezember 2002 stellte die Betreiberin das Gesuch um dauernde Hinaus­schiebung der Schliessungsstunde jeweils von Montag bis Donnerstag bis 2 Uhr sowie am Freitag und Samstag jeweils bis 4 Uhr. Am 13. Januar 2003 bewilligte der Gemeinderat X eine Hinausschiebung der Schlies­sungsstunde am Donnerstag bis 2 Uhr sowie am Freitag und Samstag bis 4 Uhr im Sinn eines Versuchs bis 30. Juni 2003. Gleichzeitig erliess der Gemeinderat verschiedene Auflagen oder EinschrÃ¤nkungen und drohte fÃ¼r den Fall nachteiliger Auswirkungen den sofortigen Entzug der Versuchsbewilligung an. Der Beschluss wurde am 28. Februar 2003 amtlich publiziert.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>A rekurrierte hierauf an die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons ZÃ¼rich und beantragte, den Beschluss des Gemeinderates X aufzuheben. Dasselbe hatten zuvor bereits 28 weitere Rekursparteien gemeinsam verlangt. Mit VerfÃ¼gung vom 18. September 2003 wies die Volkswirtschaftsdirektion nach einer Vereinigung der Verfahren sÃ¤mtliche Rekurse ab und befristete die versuchsweise Hinausschiebung der Schliessungsstunde auf fÃ¼nf Monate ab Rechtskraft des Rekursentscheids. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Mit Beschwerde vom 18./19. Oktober 2003 an das Verwaltungsgericht beantragte A, die VerfÃ¼gung der Volkswirtschaftsdirektion und den Beschluss des Gemeinderates X aufzuheben. In prozessualer Hinsicht ersuchte er, der Beschwerde die aufschiebende Wir­kung zu gewÃ¤hren und ihm die Vernehmlassungen der Gegenparteien zur Kenntnisnahme zuzustellen, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der B AG.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Die Volkswirtschaftsdirektion liess sich mit dem Antrag vernehmen, die Beschwerde unter den Ã¼blichen Kostenfolgen abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Der Gemeinderat von X reichte eine Beschwerdeantwort ein, wÃ¤hrend die B AG stillschweigend darauf verzichtete. Vernehmlassung und Beschwerdeantwort hat das Gericht antragsgemÃ¤ss dem BeschwerdefÃ¼hrer zur Kenntnisnahme zugestellt.</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht beurteilt Beschwerden gegen letztinstanzliche Anord­nungen von VerwaltungsbehÃ¶rden, soweit die Gesetzgebung keine abweichende ZustÃ¤n­digkeit vorsieht oder eine Anordnung als endgÃ¼ltig bezeichnet (§ 41 des Verwaltungs­rechts­pflegegeset­zes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Da im Bereich der zu beurteilenden Streitsache kein Ausnahmetatbestand vorliegt, fÃ¤llt sie in die Entscheidungs­kompetenz des Ver­wal­tungsgerichts. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer nicht Adressat der strittigen Anordnung ist, setzt seine Beschwerdelegitimation allerdings voraus, dass er durch die Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Ãnderung oder Aufhebung hat (§ 70 in Verbindung mit § 21 lit. a VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2.1 </b>Laut eigenen Angaben ist der BeschwerdefÃ¼hrer von StÃ¶rungen durch den BetriebslÃ¤rm des Restaurants C "nicht direkt betroffen". Dagegen verÃ¤ndere sich die LÃ¤rmsituation fÃ¼r ihn insoweit, als seine Wohnung mit zusÃ¤tzlichem StrassenverkehrslÃ¤rm belastet werde. Ãhnliches hatte der BeschwerdefÃ¼hrer zu seiner Legitimation bereits in der Rekursschrift geltend gemacht: Als wesentliche LÃ¤rmquelle im Zusammenhang mit der verlÃ¤ngerten Betriebszeit betrachtet er fÃ¼r sich offenkundig den Fahrzeugmehrverkehr auf der L-Strasse. Der Rekursentscheid befasste sich mit der Legitimation des Beschwerde­fÃ¼hrers nicht.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2.2 </b>Die vom BeschwerdefÃ¼hrer bewohnte Liegenschaft an der M-Strasse liegt in unmittelbarer NÃ¤he der L-Strasse. Da bei verlÃ¤ngerten Ãffnungszeiten naturgemÃ¤ss mit gewissem Mehrverkehr auf der L-Strasse gerechnet werden muss, ist der Beschwerde­fÃ¼hrer durch die Anordnung berÃ¼hrt und jedenfalls mehr betroffen als beliebige Dritte. Ob der BeschwerdefÃ¼hrer darÃ¼ber hinaus ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an der Aufhebung der strittigen Anordnung hat, erscheint zwar als fraglich: Laut Verwaltungsgericht begrÃ¼ndet die ErhÃ¶hung des Verkehrs auf einer Ã¶ffentlichen Strasse um 5-10 % kein schutzwÃ¼rdiges Interesse der Anwohner an der Anfechtung des betreffenden Bauvorhabens (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 21 N. 36). Indessen erscheint es angesichts der tangierten Nachtzeit als glaubhaft, dass der BeschwerdefÃ¼hrer den Mehrverkehr â auch wenn dieser nur gering sein sollte â wahrnehmen wÃ¼rde. Wo der Beweis fÃ¼r das Vorliegen eines schutzwÃ¼rdigen Interesses nur mit umfangreichen AbklÃ¤rungen zu erbringen wÃ¤re, muss die Glaubhaftmachung genÃ¼gen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 30). Auf die rechtzeitig erhobene Beschwerde ist deshalb einzutreten.</p> <p class="MsoNormal"><b><span>1.3 </span></b><span>Auf das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers, der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu gewÃ¤hren, braucht nicht weiter eingegangen zu werden. Wie er selbst anmerkt, wÃ¼rde sich die Frage der aufschiebenden Wirkung nur stellen, wenn von anderer Seite ein Gesuch um deren Entzug gestellt wÃ¼rde. Dies ist nicht der Fall.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="MsoNormal"><b>2.1 </b>GemÃ¤ss § 15 Abs. 1 des Gastgewerbegesetzes vom 1. Dezember 1996 (GastgewerbeG) sind Gastwirtschaften von 24 Uhr bis 5 Uhr geschlossen zu halten. Dauernde Ausnahmen von der Schliessungszeit werden bewilligt, wenn die Nachtruhe und die Ã¶ffentliche Ordnung nicht beeintrÃ¤chtigt werden. Vorbehalten bleiben EinschrÃ¤nkungen nach dem Planungs-, Bau- und Umweltschutzrecht (§ 16 Abs. 1 GastgewerbeG). Bei berechtigten Zweifeln, ob die Nachtruhe der Anwohner gewÃ¤hrleistet werden kann, kann die Bewil­ligung zur Hinausschiebung der Schliessungsstunde fÃ¼r einen befristeten Versuch erteilt werden (§ 9 Abs. 2 der Verordnung zum Gastgewerbegesetz vom 16. Juli 1997 [Gastge­werbeV<span>]).</span> GemÃ¤ss § 10 Abs. 1 GastgewerbeV kann die Be­willigung jederzeit entzogen werden, namentlich bei wiederholten NachtruhestÃ¶rungen.</p> <p class="MsoNormal"><b><span>2.2</span></b><span> Beim Lokal der Beschwerdegegnerin 1 handelt es sich um eine ortsfeste An­lage im Sinn von Art. 7 Abs. 7 des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983 (USG) und von Art. 2 Abs. 1 der LÃ¤rmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV), in der ein gewerbli­ches Unternehmen betrieben wird, das den bundes­rechtlichen Bestimmun­gen Ã¼ber den LÃ¤rmschutz unterliegt (vgl. BGE 123 II 325 E. 4 a/aa; zurÃ¼ckhaltend dagegen: Monika KÃ¶lz-Ott, Die Anwendbarkeit der bundesrechtlichen LÃ¤rmschutzvorschriften auf mensch­lichen AlltagslÃ¤rm und verwandte LÃ¤rmarten, URP 1993, S. 377 ff., 392). FÃ¼r die Beantwortung der Frage, ob von GaststÃ¤tten, Diskotheken und Ã¤hnlichen Lokalen unzumut­bare LÃ¤rm­emis­sio­nen ausgehen, liegen keine vom Bund festgelegte Be­las­tungsgrenz­werte vor (BGE 123 II 325 E. 4 d/bb; Pra 86/1997 Nr. 166). Die Belas­tungs­grenzwerte kÃ¶nnen auch nicht hilfsweise angewendet werden (BGr, 20. November 1998, URP 1999, S. 264 ff., insbes. 269 f.). </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Wenn Grenzwerte fehlen, sind die Emissionen im Einzelfall so zu beschrÃ¤nken, dass nach dem Stand der Wissenschaft und der Erfahrung die BevÃ¶lkerung in ihrem Wohl­be­fin­den nicht erheblich gestÃ¶rt ist (Pra 86/1997 Nr. 166 E. 3b; BGr, 1. De­zember 1994, URP 1995, S. 31 ff. E. 3c; BGE 118 Ib 590 E. 2). Dabei sind der Charakter des LÃ¤rms, Zeitpunkt und HÃ¤ufigkeit seines Auftretens sowie die LÃ¤rmempfindlichkeit be­zie­hungs­wei­se die LÃ¤rm­vorbelastung der Zone, in der die Immissionen auftreten, zu be­rÃ¼ck­sichti­gen (BGE 123 II 325 E. 4 d/bb mit Hinweisen; Christoph ZÃ¤ch/Robert Wolf in: Kommentar zum Umwelt­schutz­gesetz, ZÃ¼rich Mai 2000, Art. 15 N. 20 f.). Im Interesse des Vorsorgeprin­zips mÃ¼s­sen LÃ¤rm­emissionen so weit begrenzt werden, als dies technisch und betrieblich mÃ¶g­lich sowie wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG). LÃ¤rmbekÃ¤mpfungs­mass­nahmen sind dem­nach nicht erst dann zu ergreifen, wenn die Umweltbelastung lÃ¤stig oder gar schÃ¤d­lich wird; es sollen viel­mehr auch die bloss unnÃ¶tigen Emissionen, zum Beispiel durch die An­ordnung von Be­triebs­beschrÃ¤nkungen oder von anderweitigen Mitteln des kom­munalen und kanto­nalen Polizeirechts, vermieden werden (Klaus A. Val­lender/Reto Morell, Um­welt­recht, Bern 1997, § 8 N. 26 mit Hinweisen; vgl. auch RB 1999 Nr. 132 = URP 1999, S. 436 ff., betreffend Technomusik). Allerdings beschrÃ¤nkt Art. 11 Abs. 2 USG den verwaltungsrechtlichen Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit nicht entscheidend: Selbst wenn eine BeschrÃ¤nkung technisch mÃ¶glich und wirtschaftlich tragbar ist, darf sie jeden­falls nicht in einem krassen Missver­hÃ¤ltnis zum Nutzen fÃ¼r die Umwelt sein (vgl. AndrÃ© Schrade/Theo Loretan in: Kommentar zum Umweltschutzgesetz, ZÃ¼rich MÃ¤rz 1998, Art. 11 N. 35). Ein Gastgewerbelokal muss den Anforderungen von Art. 25 USG und Art. 7 Abs. 1 lit. b LSV genÃ¼gen, das heisst der Be­trieb muss ein Im­missions­niveau einhalten, bei wel­chem nach richterlicher Beurteilung hÃ¶chstens geringfÃ¼gige StÃ¶­rungen auftreten (BGE 123 II 325 E. 4d/bb a.E.). Der Beurteilung sind alle LÃ¤rm­emissionen zu Grunde zu legen, die dem Restaura­tionsbe­trieb zuzurechnen sind. Das sind neben den GerÃ¤uschen, die im Lokal erzeugt wer­den, auch die SekundÃ¤r­emissionen, das heisst GerÃ¤usche, die durch die bestimmungsge­mÃ¤sse Nut­zung der Anlage ausserhalb des GebÃ¤udes entstehen, namentlich der von den Be­su­chern beim Betreten oder Verlassen des Lokals verursachte LÃ¤rm (BGr, 20. Novem­ber 1998, URP 1999, S. 264 ff., insbes. 269 mit Hinweisen). Auch der StrassenverkehrslÃ¤rm kann bei der Frage nach den Betriebszeiten eines Restaurationslokals ins Gewicht fallen (vgl. BGr, 29. MÃ¤rz 2001, URP 2001, S. 462 ff.); soweit es um die Feststellung des Ge­samtverkehrslÃ¤rms geht, sind die bundesrechtlichen Grenzwerte (Anhang 3 LSV) zu beachten. </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>2.3 </span></b><span>Die Vorinstanz hat die dargelegten bundesrechtlichen Bestimmungen Ã¼ber den LÃ¤rmschutz nicht erÃ¶rtert. Sie hielt allerdings fest, dass die Gemeinde X aufgrund der bisherigen Erfahrungen eine Hinausschiebung der Schliessungsstunde zu Recht nicht als erhebliche StÃ¶rung des Wohlbefindens der BevÃ¶lkerung beurteilt habe. Zudem wies sie ausdrÃ¼cklich darauf hin, dass die geltend gemachten LÃ¤rmimmissionen allein nach den bundesrechtlichen Bestimmungen Ã¼ber den Umweltschutz zu beurteilen seien. Wenn auch eine nÃ¤here Auseinandersetzung mit den lÃ¤rmschutzrechtlichen EinwÃ¤nden des Beschwer­defÃ¼hrers zweckmÃ¤ssig gewesen wÃ¤re, so liegt im Vorgehen der Volkswirtschaftsdirektion noch keine GehÃ¶rsverweigerung. Die BehÃ¶rde darf sich in ihrem Entscheid vielmehr auf die wesentlichen Gesichtspunkte beschrÃ¤nken und hat sich nicht mit sÃ¤mtlichen Parteivorbringen zu befassen und diese im Einzelnen zu widerlegen (vgl. KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 10 N. 40 mit Hinweisen). </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>2.4</span></b><span> Dem Verwaltungsgericht steht im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens aufgrund von § 50 VRG nur die Rechtskontrolle zu (hinsichtlich kÃ¼nftiger Immissionen vgl. ferner KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 86</span><span>).</span></p> <p class="MsoNormal"><b>2.5.1 </b>Mit Bezug auf den Massstab, der an den auftretenden LÃ¤rm anzulegen ist, gilt es zu prÃ¼fen, ob das streitbetroffene Projekt eine neue Anlage oder eine wesentliche Ãnderung einer bestehenden Anlage darstellt. Diese Frage stellt sich nur bei bestehenden Anlagen, die beim Inkrafttreten des Umweltschutzgesetzes am 1. Januar 1985 bereits erstellt oder zumindest bewilligt waren. Alle nach dem 1. Januar 1985 bewilligten und erstellten An­lagen gelten ohnehin als neu, auch wenn spÃ¤ter Ã¼ber eine Ãnderung zu befinden ist (Robert Wolf in: Kommentar zum Umweltschutzgesetz, ZÃ¼rich Mai 2000, Art. 25 N. 39). Neue ortsfeste Anlagen sind auch alle diejenigen, deren Zweck vollstÃ¤ndig geÃ¤ndert wird (Art. 2 Abs. 2 LSV). Dies trifft dann zu, wenn bestehende Anlagen in konstruktiver oder funktionaler Beziehung soweit verÃ¤ndert werden, dass das, was von der bisherigen Anlage weiter besteht, von geringe­rer Bedeutung erscheint als der erneuerte Teil; fÃ¼r die Abgrenzung sind vor allem umwelt­relevante Kriterien, im Besonderen des LÃ¤rmschutzes, massgebend (BGE 125 II 643 E. 17a S. 670, 123 II 325 E. 4c/aa S. 329, 116 Ib 435 E. 5d/bb S. 443 f., 115 Ib 456 E. 5a S. 466).</p> <p class="MsoNormal"><b>2.5.2 </b>Beim in Frage stehenden Lokal "C" handelt es sich um ein Restaurant mit Bar-Pub. Laut seiner Webseite ist das Lokal unter der Woche ab 8 Uhr geÃ¶ffnet und schliesst es tÃ¤glich um Mitternacht. Im Streit liegt somit zur Hauptsache eine VerlÃ¤ngerung der Ãffnungszeiten am Wochenende. Die Sachlage unterscheidet sich insofern von jener, die das Bundesgericht im Urteil vom 21. MÃ¤rz 2001 (1A.213/2000, www.bger.ch) zu beur­teilen hatte, als es hier nicht um die Umwandlung eines Restaurants in ein reines Nachtlokal geht. Das Bundesgericht bejahte dort eine vollstÃ¤ndige funktionale Zweck­Ã¤nderung, weil es sich beim in Frage stehenden Betrieb bisher um ein gewÃ¶hnliches Restaurant gehandelt habe, welches nach der ordentlichen Schliessungsstunde keinen LÃ¤rm verursacht habe; nun aber werde es als Nachtlokal gefÃ¼hrt, das vom Abend bis am Morgen um 4 Uhr geÃ¶ffnet sei (E. 2d). Von einer solchen Ãnderung kann vorliegend nicht gesprochen werden. Mit verlÃ¤ngerter Ãffnungszeiten von Donnerstag bis 2 Uhr sowie fÃ¼r Freitag und Samstag bis 4 Uhr erfÃ¤hrt das Lokal keine vollstÃ¤ndige ZweckÃ¤nderung im Sinn von Art. 2 Abs. 2 LSV. </p> <p class="MsoNormal"><b>2.6.1 </b>UnabhÃ¤ngig davon jedoch haben Anwohner wÃ¤hrend der Nacht in einem Gebiet, welches vorwiegend Wohnzwecken dient, einen Restaurantbetrieb, der die Nachtruhe der Anwohner erheblich stÃ¶rt und beeintrÃ¤chtigt, grundsÃ¤tzlich nicht hinzunehmen (vgl. BGr, 21. MÃ¤rz 2001, 1A.213/2000, E. 2e, www.bger.ch; VGr, 23. April 2003, VB.2002.00366, E. 3e). Entsprechend der Lage in einer Zone mit Empfindlichkeits­stufe II, in welcher gemÃ¤ss Art. 43 Abs. 1 lit. b LSV keine <span>stÃ¶renden</span> Betriebe zugelassen sind, ist in der Regel ein Immissionsniveau einzuhalten, bei welchem nach richterlicher Erfahrung hÃ¶chstens geringfÃ¼gige StÃ¶rungen auftreten (vgl. VGr, 18. Juni 2003, VB.2003.00173, E. 4, www.vgrzh.ch).</p> <p class="MsoNormal"><b>2.6.2 </b>Dass verlÃ¤ngerte Ãffnungszeiten vorliegend zu mehr als geringfÃ¼gigen LÃ¤rm­immissionen fÃ¼hren, ist zwar mÃ¶glich, aufgrund der bisherigen Erfahrungen aber nicht nahe liegend. Wie der Gemeinderat von X unwidersprochen ausfÃ¼hrte, bewilligte er indivi­duell fÃ¼r das Lokal der Beschwerdegegnerin 1 in den letzten fÃ¼nf Jahren fÃ¼r 12 bis 25 Tage pro Jahr verlÃ¤ngerte Ãffnungszeiten. Dazu kamen gemÃ¤ss Art. 40 f. der Polizeiverordnung der Gemeinde X vom 20. November 2000 noch weitere rund zehn Tage mit verlÃ¤ngerten Ãffnungszeiten oder FreinÃ¤chten. Dennoch seien wÃ¤hrend dieser Zeit keine Klagen wegen der BetriebsfÃ¼hrung laut geworden noch habe die Polizei wegen StÃ¶rung der Nachtruhe ermahnen oder eingreifen mÃ¼ssen. Daran Ã¤ndern auch die Parteibehauptungen in der Beschwerdeschrift nichts, <span>worin</span> der BeschwerdefÃ¼hrer von erheblichen Nachtruhe­stÃ¶rungen spricht. Vor dem Hintergrund der bisherigen Erfahrungen durfte der Gemeinde­rat vielmehr zu Recht annehmen, dass der LÃ¤rm bei von Donnerstag bis Samstag verlÃ¤n­gerten Ãffnungszeiten das Mass der bisherigen, hÃ¶chstens geringfÃ¼gigen StÃ¶rungen eben­falls nicht Ã¼berschreiten wÃ¼rde. </p> <p class="MsoNormal"><b>2.7.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer selbst macht im Ãbrigen fÃ¼r den Fall verlÃ¤ngerter Ãffnungs­zeiten keine unmittelbare StÃ¶rung durch den <span>Restaurationsbetrieb</span> geltend, sei dies laute Musik, lautes Benehmen der GÃ¤ste beim Verlassen des Lokals oder dergleichen. Er behauptet letztlich einzig eine Verkehrszunahme auf der L-Strasse und eine damit verbundene LÃ¤rmzunahme.</p> <p class="MsoNormal"><b>2.7.2 </b>Der Betrieb einer neuen oder wesentlich geÃ¤nderten ortsfesten Anlage darf nicht dazu fÃ¼hren, dass durch die Mehrbeanspruchung einer Verkehrsanlage die Immissionsgrenz­werte Ã¼berschritten werden (Art. 9 lit. a LSV). Als wesentliche Ãnderung in diesem Sinn gilt unter anderem eine vom <span>Inhaber</span> der Anlage verursachte Ãnderung des Betriebs, wenn zu erwarten ist, dass die Mehrbeanspruchung bestehender Verkehrsanlagen wahrnehmbar stÃ¤rkere LÃ¤rmimmissionen erzeugt (Art. 8 Abs. 3 LSV). </p> <p class="MsoNormal"><b>2.7.3 </b>Vorab ist darauf hinzuweisen, dass die L-Strasse den Gemeindeteil Y mit der Auto­bahnausfahrt X verbindet. Es ist deshalb anzunehmen, dass stets ein gewisser Verkehrs­lÃ¤rm vorhanden ist. Dennoch erscheint es als wahrscheinlich, dass die verlÃ¤ngerten Ãffnungszeiten nachts einen wahrnehmbar stÃ¤rkeren LÃ¤rm verursachen. Diese LÃ¤rmzu­nahme darf somit nicht dazu fÃ¼hren, dass die hier geltenden Immissionsgrenzwerte fÃ¼r StrassenverkehrslÃ¤rm (Anhang 3 LSV) Ã¼berschritten werden. </p> <p class="MsoNormal">Die Tatsache, dass verlÃ¤ngerte Ãffnungszeiten naturgemÃ¤ss zu Mehrverkehr auf der L-Strasse fÃ¼hren, bildet indessen noch keinen Grund, gleichzeitig eine Ãberschreitung der Immissionsgrenzwerte zu erwarten. Wie gesehen haben die in den vergangenen Jahren erteilten Ãffnungsbewilligungen Ã¼ber Mitternacht hinaus vielmehr weder zu LÃ¤rmklagen noch zu Beanstandungen durch die Polizei gefÃ¼hrt. </p> <p class="MsoNormal"><b>2.8 </b>Im Bewilligungsverfahren fÃ¼r ortsfeste Anlagen kann die BehÃ¶rde eine LÃ¤rmprognose verlangen (Art. 25 Abs. 1 USG). Solches hat analog bei der Bewilligung verlÃ¤ngerter Ãffnungszeiten zu gelten. Eine generelle Pflicht zur Anordnung einer LÃ¤rmprognose begrÃ¼ndet die zitierte Bestimmung allerdings nicht: Die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde hat die Pflicht zur Ermittlung der Immissionen, sobald Grund zur Annahme besteht, dass die mass­geblichen Belastungsgrenzwerte Ã¼berschritten werden oder ihre Ãberschreitung zu erwarten ist (Wolf, Art. 25 N. 95; vgl. auch Art. 36 LSV; VGr, 18. Juni 2003, VB.2003.00173, E. 7e, www.vgrzh.ch). Wie gesehen besteht zurzeit kein Grund fÃ¼r eine solche Annahme. </p> <p class="MsoNormal">Zu beachten ist, dass der in Frage stehende Aufschub der Wirtschaftschlussstunde befristeter Natur ist und somit bei StÃ¶rungen der Nachtruhe ohne weiteres wieder verweigert werden kann. Damit unterscheidet sich die Sachlage auch massgeblich von derjenigen, wie sie im Rahmen von Baubewilligungen anzutreffen ist: Bauliche Investitionen sind regelmÃ¤ssig nur lohnenswert, wenn die Bauherrschaft mit der Erteilung einer dauerhaften Nutzungsbewilligung rechnen kann. Dies begrÃ¼ndet ein erhÃ¶htes BedÃ¼rfnis, die kÃ¼nftigen LÃ¤rmimmissionen durch AbklÃ¤rungen und wissenschaftlich fundierte Prognosen so weit wie mÃ¶glich vor Erteilung der Bewilligung abzuschÃ¤tzen. Dieses erhÃ¶hte BedÃ¼rfnis nach einer fundierten LÃ¤rmprognose besteht vorliegend, wo die Nutzungserweiterung des Lokals ohne weiteres wieder rÃ¼ckgÃ¤ngig gemacht werden kann, nicht; die Immissionen des Strassenverkehrs werden sich wÃ¤hrend der Versuchsphase zuverlÃ¤ssiger ermitteln lassen.</p> <p class="MsoNormal"><b>2.9</b></p> <p class="MsoNormal">Auch das kantonale Planungs- und Baugesetz vom 7. September 1975 (PBG) steht einem Aufschub der Wirtschaftsschlussstunde nicht grundsÃ¤tzlich entgegen. Wohl ist die Wohnzone, wie der BeschwerdefÃ¼hrer zu Recht ausfÃ¼hrt, in erster Linie fÃ¼r <span>Wohnbauten</span> bestimmt (§ 52 Abs. 1 PBG). Indessen sind nach Absatz 2 mÃ¤ssig stÃ¶rende Betriebe gestattet, wo sie die Bau- und Zonenordnung zulÃ¤sst. Der Schutz des Bau- und Planungsgesetzes vor stÃ¶renden Betrieben geht somit vorliegend nicht Ã¼ber denjenigen der eidgenÃ¶ssischen Umweltschutzgesetzgebung hinaus.</p> <p class="MsoNormal"><b>2.10</b></p> <p class="MsoNormal">Laut Art. 5 Abs. 1 der Bau- und Zonenordnung der Gemeinde X vom 17. Januar 1994 sind in Wohnzonen nur QuartiergaststÃ¤tten zugelassen und dÃ¼rfen dadurch keine unverhÃ¤ltnis­mÃ¤ssigen Immissionen entstehen. Zwar wird durch den Aufschub der Wirtschaftsschluss­stunde an drei Tagen pro Woche der Pub- und Barbetrieb vermehrte Bedeutung erhalten. Wie erwÃ¤hnt erfÃ¤hrt das Lokal aufgrund dieser <span>begrenzten</span> Nutzungserweiterung aber noch keine ZweckÃ¤nderung. Das Lokal bleibt zonenkonform. Falls entgegen den Erwartungen unverhÃ¤ltnismÃ¤ssige Immissionen auftreten wÃ¼rden, so wÃ¤ren die Betriebszeiten selbst­redend wieder einzuschrÃ¤nken. </p> <p class="MsoNormal"><b>3. </b></p> <p class="MsoNormal">Insgesamt erweisen sich die Voraussetzungen fÃ¼r eine befristete VerlÃ¤ngerung der Ãffnungszeiten als erfÃ¼llt. Mit den ergÃ¤nzenden Bestimmungen, namentlich mit dem ausdrÃ¼cklichen Hinweis auf sofortigen Entzug der Bewilligung bei nachteiligen Aus­wirkungen, hat die Gemeinde X das RuhebedÃ¼rfnis der Anwohner im Rahmen des ihr zustehenden Ermessens ausreichend beachtet. Indem sie die vom BeschwerdefÃ¼hrer geforderte Ablehnung des Bewilligungsgesuchs sinngemÃ¤ss als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig verwarf, entschied sie im Rahmen ihres pflichtgemÃ¤ssen Ermessens. Bei diesem Ergebnis ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="MsoNormal"><b>4. </b></p> <p class="MsoNormal">Die von der Gemeinde X fÃ¼r die verlÃ¤ngerten Ãffnungszeiten vorgesehene Versuchs­periode hÃ¤tte bis 30. Juni 2003 gedauert. Da die Vorinstanz den Rekurs nach diesem Datum abwies, befristete sie die versuchsweise Hinausschiebung der Schliessungsstunde auf fÃ¼nf Monate ab Rechtskraft des Entscheids. Diese ergÃ¤nzende Anordnung bedarf im Beschwerdeverfahren keiner Ãnderung.</p> <p class="MsoNormal"><b>5.</b></p> <p class="MsoNormal">Als unterliegende Partei wird der BeschwerdefÃ¼hrer kostenpflichtig und steht ihm keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 und § 17 VRG).</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">1.<span> </span>Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">2.<span> </span>Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'090.-- Total der Kosten.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">3.<span> </span>Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">4.<span> </span>Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">5.<span> </span>Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgereicht erhoben werden.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">6.<span> </span>â¦</p> <p class="Urteilstext">â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>