A bteilung IV D -3760/2006 haf/w ig {T 0/2} U rteil vom 19. Juli 2007 M itw irkung: R ichter Fulvio H aefeli, R ichterin M arianne Teuscher, R ichter G érald Bovier G erichtsschreiber W inter A ._______, geboren , Jem en, vertreten durch B._______, C aritas Schw eiz, Fachstelle M andatsführung, , Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), vorm als Bundesam t für Flüchtlinge (BFF), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 10. M ärz 2004 i.S. Vollzug der W egw eisung / N B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Eigenen Angaben zufolge verliess der Beschw erdeführer - zusam m en m it seinem Bruder - den H eim atstaat am 14. D ezem ber 2003 auf dem Luftw eg und gelangte am 17. D ezem ber 2003 unter U m gehung der G renzkontrolle in die Schw eiz, w o er sein Asylgesuch am gleichen Tag im Em pfangszentrum Vallorbe einreichte. An- lässlich der Befragung vom 8. Januar 2004 im Em pfangszentrum C hiasso sow ie der Anhörung vom 12. Februar 2004 durch (...) m achte der Beschw erdeführer zur Begründung seines Asylgesuchs im W esentlichen geltend, er sei in D jibouti als Sohn eines jem enitischen Vaters und einer som alischen M utter zur W elt gekom m en. U ngefähr im Jahre 1994 habe sich die Fam ilie in C ._______ (Jem en) niedergelassen, doch sei er w egen seiner Abstam m ung von einer som alischen M utter verschiedentlich auf dem Schulw eg m isshandelt w orden. In der Folge habe seine M utter entschieden, ihre beiden Söhne m üssten sich ins Ausland absetzen, um ihr Leben zu retten. Sie habe die ganze R eise organisiert und bezahlt. In Begleitung eines Schleppers, der jew eils die D okum ente vorgew iesen habe, seien sie aus dem H eim atstaat ausgereist. B. M it Verfügung vom 10. M ärz 2004 - eröffnet am 11. M ärz 2004 - stellte das BFF fest, der Beschw erdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. G leichzeitig ordnete es die W egw eisung aus der Schw eiz und den Vollzug an. Zur Begründung führte das BFF im W esentlichen aus, in casu gingen die D rohungen und Tätlichkeiten von D ritten, nicht aber von staatlichen Behörden aus. D em entsprechend genügten die Vorbringen des Beschw erdeführers den An- forderungen von Art. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) an die Flüchtlingseigenschaft nicht. C . M it Beschw erde vom 8. April 2004 liess der Beschw erdeführer sinngem äss die Aufhebung der Ziffern 4 und 5 des D ispositivs der angefochtenen Verfügung bean- tragen. Insbesondere sei die U nzulässigkeit, die U nzum utbarkeit und die U nm ög- lichkeit des W egw eisungsvollzugs festzustellen und die vorläufige Aufnahm e des Beschw erdeführers in der Schw eiz anzuordnen. Schliesslich sei dem Beschw erde- führer die unentgeltliche R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesge- setzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) zu gew ähren. Auf die Begründung sow ie das vom Beschw erdeführer eingereichte som alische Identitätspapier w ird, sow eit für den Entscheid w esentlich, in den Erw ägungen ein- gegangen. D . M it Zw ischenverfügung vom 16. April 2004 hiess der dam als zuständige Instruk- tionsrichter der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG gut und gab dem Beschw erdeführer G elegenheit, innert 30 Tagen ab Erhalt dieser Zw ischenverfügung ein geeignetes Bew eism ittel für den Tod seines Vaters einzu- reichen und zu einigen Fragen betreffend den Aufenthaltsort seiner M utter und sei- ner Schw ester sow ie zur Ausstellung des von ihm eingereichten som alischen Aus- w eises Stellung zu nehm en.3 M it Eingabe vom 28. M ärz (recte: April) 2004 (Poststem pel vom 29. April 2004) liess der Beschw erdeführer m itteilen, es dürfte kaum m öglich sein, die gew ünsch- ten am tlichen Papiere zu beschaffen, w eil die jem enitischen Behörden ihm auf- grund seiner som alischen Abstam m ung keine Papiere und Bew eism ittel ausstellen w ürden. Trotzdem habe er versucht, m it H ilfe eines Lehrers ein geeignetes Be- w eism ittel für den Tod seines Vaters erhältlich zu m achen. D en Aufenthaltsort von M utter und Schw ester kenne er nicht und habe auch keinen Kontakt zu den bei- den. W as schliesslich den som alischen Ausw eis anbelange, so habe die M utter, nachdem sich die jem enitischen Behörden gew eigert hätten, jem enitische Papiere auszustellen, bei den som alischen Behörden die Ausstellung eines Identitätspa- piers beantragt. D ies sei der G rund, w eshalb der som alische Ausw eis am 1. M ärz 2000 in M ogadischu ausgestellt w orden sei, obw ohl der Beschw erdeführer seit dem Jahre 1994 bis zur Ausreise in die Schw eiz ununterbrochen im Jem en gelebt habe. E. In seiner Vernehm lassung vom 13. Juli 2004 schloss das BFM auf Abw eisung der Beschw erde. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 Vw VG , sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998; das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG , Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, am 1. Januar 2007 die Beurteilung der am 31. D ezem ber 2006 bei der ehem aligen AR K hängi- gen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist le- gitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m it- hin einzutreten. 3. D ie vorliegende Beschw erde richtet sich lediglich gegen die Ziffern 4 und 5 der Verfügung des BFF vom 10. M ärz 2004. D ie Ziffern 1, 2 und 3 der angefochtenen Verfügung (betreffend Flüchtlingseigenschaft, Asylgew ährung und Anordnung der W egw eisung) sind som it in R echtskraft erw achsen. Im Folgenden ist daher nur zu prüfen, ob die Vorinstanz den Vollzug der W egw eisung zu R echt angeordnet hat.4 4. 4.1 Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zum utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be- stim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG , Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Aus- länder [AN AG , SR 142.20]). 4.2 D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zuläs- sig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Aus- länders in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). 4.3 N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (Art. 5 Abs. 1 AsylG ). 4.4 G em äss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossen- schaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D e- zem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedri- gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Kon- vention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K, SR 0.101) darf niem and der Folter oder unm enschlicher oder ernied- rigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden. 4.5 D ie Vorinstanz w ies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der G rundsatz der N ichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingsei- genschaft erfüllen (vgl. M AR IO G ATTIKER , D as Asyl- und W egw eisungsverfahren, Bern 1999, S. 89). D a die vorinstanzliche Verfügung im Asylpunkt nicht angefoch- ten w urde, ist vom fehlenden N achw eis respektive der fehlenden G laubhaftm a- chung einer asylrechtlich erheblichen G efährdung auszugehen. U nter diesen U m - ständen kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen N on-refoulem ents im vorliegenden Verfahren keine Anw endung finden. Eine R ück- kehr des Beschw erdeführers in seinen H eim atstaat ist dem nach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtm ässig. 4.6 D ie Frage, ob der Beschw erdeführer Staatsangehöriger von Som alia ist, kann an dieser Stelle offen gelassen w erden, zum al er als Sohn eines jem enitischen Vaters und einer Som alierin (A1/8 S. 1) - entgegen seinen Vorbringen - von G esetzes w e- gen die jem enitische Staatsangehörigkeit erw arb (Art. 3 Bst. a des jem enitischen G esetzes N r. 2/1975 über die Staatsangehörigkeit, vgl. Internationales Ehe- und Kindschaftsrecht m it Staatsangehörigkeitsrecht, begründet von ALEXA N D ER BER G M AN N , fortgeführt von M U R A D FER ID , herausgegeben von D IETER H EN R IC H , 6. Auflage, Frankfurt a.M . und Berlin, M ai 2007, Band VIII, Jem en, bearbeitet durch SAID H ASSAN SO H BI, 61. Lieferung - abgeschlossen am 31. M ai 1978, S. 4; vgl. auch G esetz N r. 6/1990 über die Staatsangehörigkeit). D er Beschw erdeführer w urde im Ü brigen nach eigenen Angaben am (...) geboren. D em entsprechend ist er nach dem m assgebenden schw eizerischen R echt (vgl. 5 Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 1994 N r. 11 E. 4d S. 92) zum heutigen Zeitpunkt volljährig, w eshalb in casu die Anw endung von N orm en der Konvention der Vereinten N ationen über die R echte der Kinder vom 20. N ovem ber 1989 (Kinderrechtskonvention, KR K, SR 0.107) ausser Betracht fällt. 4.7 W eder aus den Vorbringen des Beschw erdeführers noch aus den Akten ergeben sich Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung nach Jem en dort m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EM R K oder Art. 1 FoK verbo- tenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w äre. G em äss Praxis des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N -Anti-Folterausschusses m üsste der Beschw erdeführer eine konkrete G efahr ("real risk") nachw eisen oder glaubhaft m achen, dass ihm im Fall einer R ückschiebung Folter oder unm enschli- che Behandlung drohen w ürde (vgl. EM AR K 2001 N r. 16 S. 122 m .w .H .). D ies ist jedoch vorliegend nicht der Fall, zum al sich w eder aus der Beschw erde noch aus den übrigen Akten H inw eise auf eine konkrete G efahr im Sinne der Erw ägungen ergeben. In casu brachte der Beschw erdeführer anlässlich der Anhörung vom 12. Februar 2004 durch (...) vor, keine Problem e m it den jem enitischen Behörden gehabt zu haben (A11/25 S. 14). Allerdings hätten ihn die Jem eniten beschim pft und in der Schule oder auch ausser H aus geschlagen. Sie hätten im D orf keine R echte. Andere Fluchtgründe habe er nicht (vgl. A1/8 S. 4, A11/25 S. 10). N ach eigenen Angaben hat er von 1994 bis am 14. D ezem ber 2003 am gleichen O rt im Jem en gelebt (A1/8 S. 1). Trotz der geltend gem achten Behelligungen konnte er dort som it sechs Jahre lang die Schule besuchen (vgl. A11/25 S. 7). Zw ar w ill der Beschw erdeführer solche Problem e in unterschiedlicher H äufigkeit gehabt haben (vgl. A11/25 S. 13). Indessen sprechen alle Indizien gegen eine m enschenrechtlich relevante Intensität der geltend gem achten Behelligungen durch private D ritte. Aber selbst w enn m an den geltend gem achten Behelligungen m enschenrechtlich relevante Intensität zubilligen w ürde, so führte dies nicht zu einem für den Beschw erdeführer günstigen Ergebnis. Es ist näm lich davon auszugehen, dass der jem enitische Staat entgegen den Vorbringen des Beschw erdeführers schutzfähig und schutzw illig ist. D er W egw eisungsvollzug ist som it sow ohl landes- als auch völkerrechtlich als zu- lässig zu erachten. 4.8 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung auch verzichtet, w enn die R ück- kehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine solche G efährdung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allge- m einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situa- tion allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm om ente, w ie beispielsw eise einer notw endigen m edizinischen Behand-lung, angenom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). 4.8.1 D as Bundesverw altungsgericht geht davon aus, dass die allgem eine Lage im Je- m en nicht durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation allgem einer G ew alt gekennzeichnet ist, aufgrund derer die Zivilbevölkerung als konkret gefährdet be- zeichnet w erden m üsste. D er Vollzug der W egw eisung ist unter diesen U m ständen nicht generell als unzum utbar zu bezeichnen (Art. 14a Abs. 4 AN AG ).6 4.8.2 Aufgrund der Aktenlage besteht ferner kein G rund zur Annahm e, der Beschw erde- führer gerate im Falle der R ückkehr aus individuellen G ründen w irtschaftlicher, so- zialer oder gesundheitlicher N atur in eine existenzbedrohende Situation, w elche den Vollzug der W egw eisung als unzum utbar erscheinen liesse. D er m ittlerw eile volljährige und offenbar gesunde Beschw erdeführer hat in seinem H eim atstaat eine sechsjährige Schulbildung genossen und kann nun ins Erw erbsleben eintre- ten. D ass dies dem Beschw erdeführer nicht ganz leichtfallen dürfte, liegt zw ar auf der H and. Indessen stellen die blossen sozialen und w irtschaftlichen Schw ierigkei- ten, von w elchen die ansässige Bevölkerung betroffen ist, keine existenzbedrohen- de Situation dar, w elche den Vollzug der W egw eisung eines Ausländers in den H eim atstaat als unzum utbar erscheinen liesse (EM AR K 1994 N r. 19 E. 6b S. 149). In diesem Zusam m enhang bem isst sich die - in casu zu bejahende - Zum utbarkeit nach den durchschnittlichen örtlichen Verhältnissen und nicht nach schw eizeri- schen Standards. Im Ü brigen dürfte der Beschw erdeführer auf ein vollkom m en in- taktes fam iliäres N etz zurückgreifen können, lebt doch seinen Angaben zufolge die M utter nach w ie vor, w enngleich er vorgibt, den Aufenthaltsort nicht zu kennen. W as seinen angeblich verstorbenen Vater anbelangt, so w ar der Beschw erdefüh- rer bezeichnenderw eise nicht in der Lage, in der Zeit vom April 2004 bis heute ei- nen am tlichen Todesschein oder ein sonstiges bew eiskräftiges D okum ent zu be- schaffen. Entgegen den Vorbringen in der Beschw erdeschrift darf m an davon aus- gehen, dies liege nicht an der angeblichen D iskrim inierung des Beschw erdeführers durch die Behörden des H eim atstaats, sondern daran, dass der Vater des Be- schw erdeführers nach w ie vor lebt. In Anbetracht dieser Sachlage ist die Erw ar- tung berechtigt, dem Beschw erdeführer w erde es im Falle seiner R ückkehr in den H eim atstaat aus eigener Kraft oder allenfalls m it H ilfe seines Bruders oder anderer Fam ilienangehöriger gelingen, sich eine w irtschaftliche Existenzgrundlage aufzu- bauen. D ies um so eher, als eine jem enitische Fam ilie, w elche es sich leisten kann, ihre Söhne in Begleitung eines Schleppers nach Europa zu schicken, w ohl kaum in ärm lichen Verhältnissen lebt, w ie der Beschw erdeführer behauptet. 4.8.3 N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung som it auch als zum utbar zu bezeichnen. 4.9 Schliesslich obliegt es dem Beschw erdeführer, sich bei der zuständigen Vertretung seines H eim atstaates die für eine R ückkehr notw endigen R eisedokum ente zu be- schaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), w eshalb der Vollzug der W egw eisung auch als m öglich zu bezeichnen ist. 4.10 D ie Vorinstanz hat den Vollzug der W egw eisung zu R echt als zulässig, zum utbar und m öglich erachtet. N ach dem G esagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht (Art. 14a Abs. 1 - 4 AN AG ). U nter diesen U m ständen erübrigt es sich, auf die w eiteren Vorbringen in der Beschw erde näher einzugehen. 5. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig fest- stellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist nach dem G esag- ten abzuw eisen. 6. M it Zw ischenverfügung vom 16. April 2004 hat der Instruktionsrichter der dam als zuständigen AR K das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege 7 gem äss Art. 65 Abs. 1 Vw VG gutgeheissen, w eshalb dem Beschw erdeführer keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. (D ispositiv nächste Seite)8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. D ieses U rteil geht an: - die R echtsvertreterin des Beschw erdeführers, 2 Expl. (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N ) - D er R ichter: D er G erichtsschreiber: G érald Bovier G ert W inter Versand am :