<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00079</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205053&amp;W10_KEY=13013566&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00079</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 12.05.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Gebühr</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Gebühr für Aufwendungen des Kontrollorgans im Bereich des baulichen Zivilschutzes. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass die Rechnungsstellung verspätet erfolgt sei, da sie nicht, wie in der Baubewilligung vorgesehen, "im Laufe des Verfahrens" gestellt worden sei. Eine Zahlung zum heutigen Zeitpunkt, lange Zeit nach der Bauabnahme, sei für ihn unzumutbar (E. 2.2). Wie sich aus § 53 kant. ZSV sowie § 1 lit. A Ziff. 4 und 5 Abs. 2 in Verbindung mit § 5 der GemeindegebührenV ergibt, sind die Gemeinden berechtigt für die Kontrolle von Zivilschutzraumbauten, Gebühren zu erheben (E. 3). Die Gemeinde hat zwar die vorliegend umstrittene Gebührenrechnung dem Beschwerdeführer zunächst ohne Rechtsmittelbelehrung eröffnet, doch durfte diese "Verfügung" unter Vorbehalt der Verjährung oder Verwirkung nachträglich berichtigt und eingefordert werden. Da die Korrektur lediglich die Rechtsmittelbelehrung betraf, bleibt vorliegend kein Raum für Vertrauensschutz (E. 4). Zudem konnte die Rechnungsstellung erst nach der Kontrolle und dem Vorliegen der einzelnen Arbeitsrapporte des Kontrollorgans erfolgen. Der Beschwerdeführer wusste seit der Eröffnung der Baubewilligung, dass diese Gebühren noch in Rechnung gestellt werden würden. Mit der nötigen Aufmerksamkeit hätte er auch erkennen können, dass mit dem Passus "im Laufe des Verfahrens" nicht das Baubewilligungsverfahren, sondern das Verfahren betreffend Schutzbauten gemeint war (E. 4). Verjährungs- und Verwirkungsregeln sowie -fristen im öffentlichen Recht (E. 5). Die erhobene Gebührenforderung war im Zeitpunkt der Veranlagung und Rechnungsstellung weder verjährt und noch verwirkt (E. 5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Abgaberecht ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KONTROLLE">KONTROLLE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERJÃHRUNG">VERJÃHRUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSSCHUTZ">VERTRAUENSSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWIRKUNG">VERWIRKUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZIVILSCHUTZ">ZIVILSCHUTZ</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 46 BZG</span><br/><span class="gerade">Art. 48 BZG</span><br/><span class="ungerade">Art. 1 lit. a GemeindegebÃ¼hrenV</span><br/><span class="gerade">Art. 5 Abs. II GemeindegebÃ¼hrenV</span><br/><span class="ungerade">§ 53 Kant. ZSV</span><br/><span class="gerade">Art. 47 StHG</span><br/><span class="ungerade">Art. 27 Abs. I ZSV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Mit Beschluss vom 8. Juni 1999 erteilte der Gemeinderat X A eine Baubewilligung fÃ¼r die Erstellung von zwei Doppel-EinfamilienhÃ¤usern auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01, L-Strasse, X. Unter Disp.-Ziff. 7.3 dieser Bewilligung wurde A unter anderem erÃ¶ffnet, dass ihm im Laufe des Verfahrens die Kosten des Gemeindekontrollorgans fÃ¼r Schutzraumbauten belastet wÃ¼rden.</p> <p class="Urteilstext">Nach Bauvollendung und Vorliegen der einzelnen Arbeitsrapporte des Kontrollorgans fÃ¼r Schutzraumbauten wurden A am 17. Januar 2002 die fÃ¼r das Bauprojekt gesamthaft geschuldeten GebÃ¼hren des Kontrollorgans fÃ¼r baulichen Zivilschutz im Betrag von Fr. 1'362.45 in Rechnung gestellt. Da A die Rechnung trotz zweifacher Mahnung nicht beglichen hat, leitete die Gemeinde X zur Eintreibung der Forderung die Vollstreckung nach dem Schuldbetreibungs- und Konkursrecht ein. A erhob gegen den Zahlungsbefehl Rechtsvorschlag, worauf die Gemeinde X sich an das Bezirksgericht Y wandte mit dem Begehren um definitive RechtsÃ¶ffnung. Das Bezirksgericht Y lehnte dieses RechtsÃ¶ffnungsbegehren am 9. Juli 2003 mangels Vorliegens eines definitiven RechtsÃ¶ffnungstitels ab. Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrte es an, dass weder die Baubewilligung in Bezug auf die streitige GebÃ¼hrenforderung noch die Rechnung vom 17. Januar 2002 rechtsverbindlich seien, da in der Baubewilligung kein Betrag festgelegt wurde bzw. das Quantitativ der Forderung mit der Rechnung nicht unter Bekanntgabe eines entsprechenden Rechtsmittels erÃ¶ffnet worden sei.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Am 14. Mai 2004 stellte die Finanzverwaltung der Gemeinde X A die Rechnung vom 17. Januar 2002 erneut zu; diesmal mit einer Rechtsmittelbelehrung versehen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 9. Juni bzw. 6. Juli 2004 hat A gegen diese Rechnung vom 14. Mai 2004 beim Gemeinderat X Einsprache erhoben, welche der Gemeinderat am 31. August 2004 abwies.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen diesen Einsprachebeschluss rekurrierte A am 30. September 2004 an den Bezirksrat Z. Dieser wies das Rechtsmittel am 18. Januar 2005 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>IV. </b> </p> <p class="Urteilstext">A hat gegen den Rekursentscheid des Bezirksrates am 16. Februar 2005 beim Verwaltungsgericht Beschwerde erhoben. Er beantragte, der angefochtene Beschluss sei aufzuheben und der Gemeinderat X sei anzuweisen, ihm die Rechnung von Fr. 1'362.45 fÃ¼r Aufwendungen im Bereich baulicher Zivilschutz, zu erlassen; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zulasten der Gemeinde X. Auf entsprechende Aufforderung des AbteilungsprÃ¤sidenten reichte A am 28. Februar 2005 eine mit Originalunterschrift versehene Beschwerdeschrift nach.</p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat reichte am 25. Februar 2005 die Akten ein und schloss auf Abweisung der Beschwerde. Die Gemeinde X beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 21. MÃ¤rz 2005 ebenfalls die Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Einzelrichterin</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Aufgrund des Streitwerts ist die Einzelrichterin entscheidberufen (§ 38 Abs. 2 VRG). Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Der Bezirksrat erachtete die vom Rekurrenten vorgebrachten EinwÃ¤nde gegen die Rechnungsstellung der Gemeinde X, wonach die Rechnungsstellung erst zwei Jahre nach der Bauabnahme erfolgt sei und das Bezirksgericht eine Klage der Gemeinde X rechtskrÃ¤ftig abgewiesen habe, als nicht stichhaltig. Es bestehe aufgrund der Zivilschutzvorschriften in Verbindung mit § 1 lit. A Ziff. 4 und 5 Abs. 2 der Verordnung Ã¼ber die GebÃ¼hren der GemeindebehÃ¶rden vom 8. Dezember 1966 (GemeindegebÃ¼hrenV) eine genÃ¼gende gesetzliche Grundlage fÃ¼r die Pflicht des Rekurrenten zur Ãbernahme der Kosten des Kontrollorgans fÃ¼r die Erstellung und den Unterhalt der vom Bundesrecht vorgeschriebenen Schutzbauten. Die dem Rekurrenten auferlegte GebÃ¼hr entspreche ausserdem dem Ãquivalenz- und Kostendeckungsprinzip, da lediglich die effektiven Kosten der Kontrolle in Rechnung gestellt worden seien. Die Rechnungsstellung sei nicht zu spÃ¤t erfolgt, da die Kontrollarbeiten erst Ende September 2001 abgeschlossen gewesen seien. Auch aus dem Umstand, dass das RechtsÃ¶ffnungsbegehren der Gemeinde vom Bezirksgericht abgewiesen worden sei, kÃ¶nne der Rekurrent nichts zu seinen Gunsten ableiten, da das von der Gemeinde eingeleitete Verfahren rechtens sei und letztlich dazu diene, in den Besitz eines vollstreckbaren Forderungstitels zu gelangen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤lt in seiner Beschwerdeschrift an seiner Auffassung fest, dass die Rechnungsstellung verspÃ¤tet erfolgt sei, da sie nicht, wie in der Baubewilligung vorgesehen, "im Laufe des Verfahrens" gestellt worden sei. Eine Zahlung zum heutigen Zeitpunkt, lange Zeit nach der Bauabnahme, sei fÃ¼r ihn unzumutbar.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die Beschwerdegegnerin fÃ¼hrt aus, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer die Pflicht zur Bezahlung der angefochtenen GebÃ¼hren bereits mit der ErÃ¶ffnung der Baubewilligung bekannt gewesen sei. Dass der genaue Betrag erst nach der Bauabnahme und bei Vorliegen der entsprechenden Rapporte des Kontrollorgans fÃ¼r baulichen Zivilschutz in Rechnung gestellt haben kÃ¶nne, liege in der Natur der Sache.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2">GemÃ¤ss Art. 46 und 48 des BevÃ¶lkerungs- und Zivilschutzgesetzes vom 4. Oktober 2002 (BZG) haben die HauseigentÃ¼mer unter anderem beim Bau von WohnhÃ¤usern SchutzrÃ¤ume zu erstellen, auszurÃ¼sten und diese zu unterhalten. Die Schlusskontrolle fÃ¼r neue und erneuerte SchutzrÃ¤ume obliegt dabei den Kantonen (Art. 27 Abs. 1 Zivilschutzverordnung vom 5. Dezember 2003), wobei der Kanton ZÃ¼rich diese Aufgabe an die Gemeinden delegiert hat (vgl. §§ 6 ff. der kantonalen Verordnung Ã¼ber den Zivilschutz vom 17. Dezember 1980, kant. ZSV). Wie sich aus § 53 kant. ZSV sowie § 1 lit. A Ziff. 4 und 5 Abs. 2 in Verbindung mit § 5 der GemeindegebÃ¼hrenV ergibt, sind die Gemeinden berechtigt fÃ¼r diese Kontrollaufgaben, GebÃ¼hren zu erheben.</p> <p class="Urteilstext">Vorliegend ist zu Recht unbestritten, dass diese GebÃ¼hrenvorschriften auf einer ausreichenden kantonalen und eidgenÃ¶ssischen Gesetzesgrundlage beruhen und selbst eine ausreichende gesetzliche Grundlage der umstrittenen GebÃ¼hr darstellen. Ebenfalls zu Recht unbestritten sind die GebÃ¼hrenpflicht an und fÃ¼r sich und deren Umfang. Im Streit liegt allein der Zeitpunkt der Rechnungsstellung, indem der BeschwerdefÃ¼hrer geltend macht, dass ihm eine Bezahlung lange Zeit nach der Bauabnahme nicht mehr zugemutet werden kÃ¶nne. Der BeschwerdefÃ¼hrer macht damit sinngemÃ¤ss eine Verletzung des Vertrauensprinzips sowie eine Verwirkung oder VerjÃ¤hrung der Forderung geltend.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Grundsatz des Vertrauensschutzes bedeutet, dass die Privaten Anspruch darauf haben, in ihrem berechtigten Vertrauen in behÃ¶rdliche Zusicherungen oder sonstiges, bestimmte Erwartungen begrÃ¼ndendes Verhalten der BehÃ¶rden geschÃ¼tzt zu werden. In den Genuss von Vertrauensschutz kommt nur, wer sich auf eine Vertrauensgrundlage stÃ¼tzen kann, von dieser Vertrauensgrundlage Kenntnis hatte und ihre allfÃ¤llige Fehlerhaftigkeit nicht kannte und auch nicht hÃ¤tte kennen sollen, gestÃ¼tzt auf sein Vertrauen eine Disposition getÃ¤tigt hat sowie im konkreten Fall das Interesse am Schutz des Vertrauens gegenÃ¼ber dem Interesse an der richtigen Rechtsumsetzung Ã¼berwiegt (vgl. Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2002, Rz. 627 ff.). Mit anderen Worten kommt der Tatbestand des Vertrauensschutzes nur dann zur Anwendung, wenn ein Fehler von Seiten der BehÃ¶rde vorliegt. </p> <p class="Urteilstext">Die Gemeinde X hat zwar die vorliegend umstrittene GebÃ¼hrenrechnung dem BeschwerdefÃ¼hrer zunÃ¤chst ohne Rechtsmittelbelehrung erÃ¶ffnet, weshalb sie nicht in Rechtskraft erwachsen konnte und damit kein definitiver RechtsÃ¶ffnungstitel darstellte (vgl. RB 1984 Nr. 1), doch durfte diese "VerfÃ¼gung" unter Vorbehalt der VerjÃ¤hrung oder Verwirkung (vgl. dazu E. 5) nachtrÃ¤glich berichtigt und eingefordert werden (vgl. RB 1992 Nr. 1). Da die Korrektur lediglich die Rechtsmittelbelehrung betraf, bleibt vorliegend kein Raum fÃ¼r Vertrauensschutz. Wie der Bezirksrat zutreffend erwogen hat, erweist sich nÃ¤mlich das Vorgehen der Gemeinde X als rechtmÃ¤ssig. </p> <p class="Erwgung2">Auch aus dem Umstand, dass die Baubewilligung eine Belastung im Laufe des Verfahrens in Aussicht gestellt hat, kann der BeschwerdefÃ¼hrer nichts fÃ¼r sich ableiten. Wie die Gemeinde X zutreffend ausfÃ¼hrt, konnte die Rechnungsstellung erst nach der Kontrolle und dem Vorliegen der einzelnen Arbeitsrapporte des Kontrollorgans erfolgen. Der BeschwerdefÃ¼hrer wusste seit der ErÃ¶ffnung der Baubewilligung, dass diese GebÃ¼hren noch in Rechnung gestellt werden wÃ¼rden. Mit der nÃ¶tigen Aufmerksamkeit hÃ¤tte er auch erkennen kÃ¶nnen, dass mit dem Passus "im Laufe des Verfahrens" nicht das Baubewilligungsverfahren, sondern das Verfahren betreffend Schutzbauten gemeint war. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Vorliegend enthÃ¤lt weder das eidgenÃ¶ssische noch das kantonale Recht eine ausdrÃ¼ckliche Vorschrift Ã¼ber die VerjÃ¤hrung der umstrittenen GebÃ¼hren. Indessen verjÃ¤hren gemÃ¤ss herrschender Lehre und feststehender Rechtsprechung Ã¶ffentlichrechtliche AnsprÃ¼che im Interesse der Rechtssicherheit auch ohne entsprechende gesetzliche Anordnung durch Zeitablauf (BGE 98 Ib 351 E. 2; BGE 124 I 247 E. 5, je mit Hinweisen). Bei Fehlen einer ausdrÃ¼cklichen gesetzlichen Regelung sind Beginn und Dauer der VerjÃ¤hrungsfrist in Anlehnung an diejenige Ordnung zu bestimmen, die das Ã¶ffentliche Recht fÃ¼r verwandte FÃ¤lle aufgestellt hat. Ist eine solche Ã¶ffentlichrechtliche Ordnung nicht vorhanden, ist die VerjÃ¤hrungsfrist analog zu privatrechtlichen Bestimmungen bzw. nach allgemeinen GrundsÃ¤tzen festzulegen (BGE 112 Ia 260 E. 5 mit Hinweisen; Rhinow/KrÃ¤henmann, Nr. 34 B I und B III; HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 790). </p> <p class="Erwgung2">In diesem Sinn bestand nach bisheriger Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts fÃ¼r GebÃ¼hren und BeitrÃ¤ge der verschiedensten Art die Regel, dass das Recht zur Veranlagung der GebÃ¼hr innert 10 Jahren nach Entstehung der GebÃ¼hrenforderung verwirke (RB 1976 Nr. 109; 1987 Nr. 88 und 1997 Nr. 116 bezÃ¼glich Strassen- und TrottoirbeitrÃ¤ge; RB 1985 Nr. 121, bestÃ¤tigt durch BGE 112 Ia 260, und RB 1997 Nr. 59 bezÃ¼glich Kanalisations- und WasseranschlussgebÃ¼hren; RB 1992 Nr. 88 betreffend StromgebÃ¼hren). Diese Verwirkungsfrist, innert welcher die fraglichen GebÃ¼hren rechtskrÃ¤ftig veranlagt sein mÃ¼ssen, wurde in Analogie zu § 104 des damaligen Steuergesetzes bestimmt, wonach NachsteueransprÃ¼che zehn Jahre nach Ablauf des Steuerjahres verjÃ¤hrten, fÃ¼r das der Steuerpflichtige nicht richtig oder unvollstÃ¤ndig eingeschÃ¤tzt worden war. </p> <p class="Erwgung2">Am 1. Januar 1999 ist das total revidierte ZÃ¼rcher Steuergesetz vom 8. Juni 1997 (StG) in Kraft getreten. Es berÃ¼cksichtigt namentlich die Vorgaben des Bundesge­setzes vom 14. Dezember 1990 Ã¼ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG). Entsprechend Art. 47 StHG normiert das ZÃ¼rcher Steuergesetz eine relative VeranlagungsverjÃ¤hrung von fÃ¼nf und eine absolute VerjÃ¤hrung (Verwirkung) von 15 Jahren (siehe § 130 StG fÃ¼r die periodischen Steuern und § 215 StG fÃ¼r die Grundsteuern). Vorbehalten bleibt die Erhebung von Nachsteuern und Bussen. Das Recht, ein Nachsteuerverfahren einzuleiten, erlischt gemÃ¤ss § 161 Abs. 1 StG zehn Jahre nach Ablauf der Steuerperiode, fÃ¼r die eine EinschÃ¤tzung zu Unrecht unterblieben oder eine rechtskrÃ¤ftige EinschÃ¤tzung unvollstÃ¤ndig ist. GemÃ¤ss § 161 Abs. 2 StG erlischt das Recht, die Nachsteuer festzusetzen, 15 Jahre nach Ablauf der Steuerperiode, auf die sie sich bezieht. Im Hinblick darauf hat das Verwaltungsgericht mit Urteil VB.2003.00273 vom 13. November 2003 (RB 2003 Nr. 38) in Ãnderung der bisherigen Praxis erkannt, dass fÃ¼r Kanalisations- und WasseranschlussgebÃ¼hren sowie vergleichbare Kausalabgaben eine relative VerjÃ¤hrungsfrist von fÃ¼nf Jahren und eine absolute Verwirkungsfrist von 15 Jahren gelte. Im Sinne einer Ãbergangsregelung hat das Gericht jedoch in Anlehnung an § 269 StG festgehalten, dass die Frage nach der massgeblichen VerjÃ¤hrungsfrist bei GebÃ¼hren auslÃ¶senden Sachverhalten, die sich vor dem 1. Januar 1999 vollendet haben, nach der bisherigen Praxis zu entscheiden sei, wÃ¤hrend auf jÃ¼ngere Sachverhalte grundsÃ¤tzlich die neue Praxis anzuwenden sei. Um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass die hiermit beschlossene PraxisÃ¤nderung den Gemeinden eine angemessene Reaktionszeit belassen mÃ¼sse, sei fÃ¼r die relative VerjÃ¤hrung ein zusÃ¤tzliches Jahr vorzusehen, was konkret bedeute, dass die relative VerjÃ¤hrung fÃ¼r die im Jahre 1999 verwirklichten gebÃ¼hrenpflichtigen Sachverhalte erst am 1. Januar 2000 zu laufen beginne und erst am 31. Dezember 2004 ablaufe (vgl. zum Ganzen auch VGr, 26. August 2004, VB.2004.00162/163, E. 4).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Da die GebÃ¼hr die Arbeiten des Kontrollorgans decken soll (vgl. § 53 der kant. ZSV), ist fÃ¼r die Entstehung der GebÃ¼hrenforderung nicht auf den Zeitpunkt der Erstellung des entsprechenden Schutzraumes, sondern auf den Zeitpunkt der letzten Kontrolle abzustellen.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Nach den vorstehenden ErwÃ¤gungen hat sich im vorliegenden Fall der die GebÃ¼hrenpflicht begrÃ¼ndende Sachverhalt im Jahr 2001 ereignet. Demnach gilt die neue Praxis mit einer relativen VeranlagungsverjÃ¤hrung von fÃ¼nf Jahren und einer absoluten VerjÃ¤hrungs- bzw. Verwirkungsfrist von zehn Jahren. Die Schlussabnahme erfolgte am 25. September 2001 und die Rechnung wurde am 17. Januar 2002 bzw. am 14. Mai 2004 gestellt. Die im Jahre 2002 bzw. 2004 erhobene GebÃ¼hrenforderung war daher im Zeitpunkt der Veranlagung und Rechnungsstellung weder verjÃ¤hrt noch verwirkt. Aber selbst wenn fÃ¼r die Entstehung der GebÃ¼hrenforderung auf den Zeitpunkt der Erstellung des entsprechenden Schutzraumes abgestellt wÃ¼rde, wÃ¤re die entsprechende Forderung weder verjÃ¤hrt noch verwirkt, da wegen der vielen VerjÃ¤hrungsunterbrechungen durch die von der Gemeinde vorgenommenen Vollstreckungsversuche der Forderung (vgl. zur Unterbrechung HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 777) selbst bei einer Bauabnahme im Jahre 1999 (die Bewilligungserteilung erfolgte am 8. Juni 1999) eine VerjÃ¤hrung bzw. Verwirkung ausgeschlossen wÃ¤re; dies sowohl nach alter wie nach neuer Praxis zu den VerjÃ¤hrungs- und Verwirkungsfristen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Demnach erweist sich der Beschluss des Bezirksrats als rechtmÃ¤ssig. Die Beschwerde ist abzuweisen. Die Gerichtskosten sind ausgangsgemÃ¤ss dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG), welchem eine EntschÃ¤digung nicht zusteht (§ 70 in Verbindung mit § 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Einzelrichterin</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 560.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>