<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird eingeladen, zur Durchsetzung der verfassungsmässig garantierten Gleichstellung von Frau und Mann die Einsetzung einer (eventuell mehrerer) Behörde zu prüfen, die in Gleichstellungsbelangen mit Untersuchungs- und Durchsetzungskompetenzen ausgestattet ist. Unter Berücksichtigung der Erfahrungen, die man im Ausland mit vergleichbaren Gleichstellungsinstitutionen gemacht hat, sollen dazu verschiedene Modelle von Behörden geprüft werden. Dem Parlament ist mit der Evaluation ein Vorschlag zur Einrichtung einer solchen Institution mit den dazu erforderlichen Kompetenzen und den nötigen Gesetzesänderungen zu unterbreiten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat bereits in den Ziffern 8.2.4 und 8.3 seines Berichtes vom 15. Februar 2006 über die Evaluation der Wirksamkeit des Gleichstellungsgesetzes seine Bereitschaft erklärt, die Vor- und Nachteile verschiedener Modelle von Behörden mit Untersuchungs- und Durchsetzungskompetenzen vertieft zu prüfen. Die Erfahrungen des Auslands und der Schweiz mit solchen oder ähnlichen Kontrollmechanismen sollen ebenfalls in die Untersuchung einfliessen. Der Bundesrat wird allerdings erst auf der Grundlage dieser Untersuchung entscheiden, ob er entsprechende Massnahmen vorschlagen wird. Im Übrigen kann der Bundesrat mit einem Postulat nicht dazu verpflichtet werden, dem Parlament Vorschläge für Gesetzesänderungen zu unterbreiten (vgl. Art. 123 ParlG).</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.