<h2>SubmittedText<h2><p>Der Kanton Solothurn hat eigenmächtig beschlossen, das Lehrlingsturnen nicht mehr anzubieten.</p><p>Auch nach der offiziellen Aufforderung des Bundesamtes für Sport, dem Bundesgesetz über die Förderung von Turnen und Sport Artikel 2 Folge zu leisten, weigert sich der Kanton Solothurn offensichtlich.</p><p>Was gedenkt der Bundesrat zu tun?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist gewillt, den Vorschriften des Bundesgesetzes über die Förderung von Turnen und Sport (SR 415.0) und der Verordnung über Turnen und Sport an Berufsschulen (SR 415.022) Nachachtung zu verschaffen. Artikel 4 Absatz 1 der Verordnung sieht vor, dass der obligatorische Turn- und Sportunterricht pro Woche bei eintägigem Berufsschulunterricht mindestens eine Lektion, bei anderthalb- oder zweitägigem Unterricht eine Doppelstunde umfasst.</p><p>In diesem Sinne hat der Bundesrat am 16. Mai 2001 einer Aufsichtsbeschwerde gegen den Kanton Solothurn betreffend Sistierung des Sportunterrichtes an Berufsschulen Folge gegeben. Er hat den Kanton Solothurn aufgefordert, bis zum 1. August 2001 den bundesrechtswidrigen Zustand zu beheben.</p><p>In der Folge wurden in persönlichen Gesprächen zwischen dem Chef VBS und der zuständigen Regierungsvertreterin kurz-, mittel- und langfristige Lösungen besprochen. So werden im laufenden Schuljahr ein Sporttag beim Bundesamt für Sport in Magglingen und im zweiten Semester "bewegte Tage" für die Berufsschülerinnen und -schüler stattfinden.</p><p>Der Kanton Solothurn beabsichtigt, eine Arbeitsgruppe einzusetzen. Diese hat den Auftrag, definitive Lösungen auszuarbeiten. Dabei sollen auch neue Modelle entwickelt werden, die allenfalls wegweisend für andere Kantone sein können.</p><p>Der Bundesrat will sukzessive in allen Kantonen den rechtmässigen Zustand herstellen.</p>  Antwort des Bundesrates.