<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE - Archiv</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">Direktzahlungen</span> <span class="page_no">333</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> <span class="ft1"><b>I. Direktzahlungen</b></span><br/> <br/> <br/> <br/> <span class="ft2"><b>74</b></span> <span class="ft2"><b>Voraussetzungen für die Ausrichtung von Direktzahlungen</b></span><br/> <span class="ft3">-</span> <span class="ft2"><b>Trotz der Zuweisung zur Reservatszone gemäss HSD liegt eine "für</b></span><br/> <span class="ft2"><b>den Pflanzenbau genutzte Fläche" im Sinne von Art. 14 LBV vor</b></span><br/> <span class="ft2"><b>(Erw. II/3).</b></span><br/> <span class="ft3">-</span> <span class="ft2"><b>Es fehlt ein Nachweis dafür, dass im massgebenden Zeitraum ein zu</b></span><br/> <span class="ft2"><b>beachtendes Vertragsverhältnis zwischen der Gemeinde X. und dem</b></span><br/> <span class="ft2"><b>Beschwerdeführer hinsichtlich der Nutzung der betroffenen Flächen</b></span><br/> <span class="ft2"><b>bestanden hat. Insbesondere ist kein Unterschied in der Bewirtschaf-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>tung erkennbar im Vergleich zu anderen gemeindeeigenen Flächen,</b></span><br/> <span class="ft2"><b>die im Auftrag des BVU gemäht wurden (Erw. II/4).</b></span><br/> <span class="ft3">-</span> <span class="ft2"><b>Die Voraussetzungen, um ausnahmsweise trotz fehlendem zivilrecht-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>lichem Nutzungsanspruch einen Anspruch auf Direktzahlungen zu</b></span><br/> <span class="ft2"><b>bejahen, sind vorliegend nicht erfüllt (Erw. II/5).</b></span><br/> <span class="ft3">-</span> <span class="ft2"><b>Da der Beschwerdeführer die Vorinstanz absichtlich dazu veran-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>lasste, die unrechtmässigen Direktzahlungen auszurichten, können</b></span><br/> <span class="ft2"><b>entgegen der sogenannten Kürzungs-Richtlinie die Zahlungen von</b></span><br/> <span class="ft2"><b>mehr als drei Jahren zurückgefordert werden (Erw. II/7).</b></span><br/> <span class="ft3">-</span> <span class="ft2"><b>Eine Verjährung gemäss SuG ist nicht eingetreten (Erw. II/8).</b></span><br/> <br/> <span class="ft5">Aus dem Entscheid der Landwirtschaftlichen Rekurskommission vom</span><br/> <span class="ft5">28. Oktober 2009 in Sachen S. gegen Departement Finanzen und Ressourcen,</span><br/> <span class="ft5">Abteilung Landwirtschaft (5-BE.2009.1).</span><br/> <br/> <span class="ft5">Eine gegen diesen Entscheid eingereichte Beschwerde ist zur Zeit noch</span><br/> <span class="ft5">beim Bundesgericht hängig.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">LandwirtschaftlicheRekurskommission</span> <span class="page_no">334</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft6"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft7">II.</span><br/> <span class="ft7">2.</span><br/> <span class="ft7">Direktzahlungen erhalten Bewirtschafterinnen und Bewirtschaf-</span><br/> <span class="ft7">ter, die einen Betrieb führen und ihren zivilrechtlichen Wohnsitz in</span><br/> <span class="ft7">der Schweiz haben (Art.</span> <span class="ft7">2 Abs.</span> <span class="ft7">1 DZV). Zu Direktzahlungen</span><br/> <span class="ft7">berechtigt grundsätzlich die landwirtschaftliche Nutzfläche (Art. 4</span><br/> <span class="ft7">Abs. 1 DZV). Gemäss Art. 14 LBV gilt als landwirtschaftliche Nutz-</span><br/> <span class="ft7">fläche die einem Betrieb zugeordnete, für den Pflanzenbau genutzte</span><br/> <span class="ft7">Fläche ohne die Sömmerungsfläche, die dem Bewirtschafter ganzjäh-</span><br/> <span class="ft7">rig zur Verfügung steht.</span><br/> <span class="ft7">Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer seinen Wohnsitz im</span><br/> <span class="ft7">Kanton Aargau hat und einen Betrieb auf eigene Rechnung und Ge-</span><br/> <span class="ft7">fahr führt. Hingegen ist abzuklären, ob die umstrittenen Grundstücke</span><br/> <span class="ft7">eine "für den Pflanzenbau genutzte Fläche" darstellen (vgl. Erw. II/3)</span><br/> <span class="ft7">und gegebenenfalls ob sie dem Beschwerdeführer im massgebenden</span><br/> <span class="ft7">Zeitraum ganzjährig zur Verfügung standen (Erw. II/4 und 5).</span><br/> <span class="ft7">3.</span><br/> <span class="ft7">3.1.</span><br/> <span class="ft7">§ 4 HSD lautet wie folgt:</span><br/> <span class="ft5">"Reservatszone</span><br/> <span class="ft8"><sup>1</sup></span><span class="ft5">Die Reservatszone dient der Erhaltung und Förderung der ein-</span><br/> <span class="ft5">heimischen Pflanzen und Tiere, vor allem der gefährdeten Arten.</span><br/> <span class="ft8"><sup>2</sup></span><span class="ft5">Jeder Eingriff ist untersagt. Ausgenommen sind Pflegemassnah-</span><br/> <span class="ft5">men nach Absatz 3, die Benützung der markierten Fusswege und</span><br/> <span class="ft5">die Ausübung der ehehaften Freianglerrechte in den Gemeinden</span><br/> <span class="ft5">Boniswil und Seengen.</span><br/> <span class="ft8"><sup>3</sup></span><span class="ft5">Das Baudepartement sorgt in Zusammenarbeit mit den Gemein-</span><br/> <span class="ft5">den und interessierten Organisationen für die erforderlichen Pfle-</span><br/> <span class="ft5">gemassnahmen und für die Markierung der Fusswege. Für die</span><br/> <span class="ft5">Bewirtschaftung der Streueflächen in den Reservatszonen können</span><br/> <span class="ft5">nach den Vorschriften des Dekrets über den Natur- und Land-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">Direktzahlungen</span> <span class="page_no">335</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">schaftsschutz vom 26. Februar 1985 Beiträge ausgerichtet wer-</span><br/> <span class="ft5">den."</span><br/> <span class="ft7">3.2.</span><br/> <span class="ft7">Gemäss Art. 14 Abs. 1 lit. c LBV gehört zur landwirtschaftli-</span><br/> <span class="ft7">chen Nutzfläche unter anderem die Streuefläche. Ausgenommen von</span><br/> <span class="ft7">dieser Regelung sind gemäss Art. 14 Abs. 2 LBV Streueflächen, die</span><br/> <span class="ft7">innerhalb des Sömmerungsgebietes liegen oder zu Sömmerungs-</span><br/> <span class="ft7">oder Gemeinschaftsweidebetrieben gehören; beide Voraussetzungen</span><br/> <span class="ft7">sind vorliegend nicht erfüllt. Als Streueflächen werden extensiv ge-</span><br/> <span class="ft7">nutzte Flächen an Nass- und Feuchtstandorten bezeichnet, die alle</span><br/> <span class="ft7">ein bis drei Jahre geschnitten werden und deren Ertrag nur aus-</span><br/> <span class="ft7">nahmsweise als Futter auf dem Betrieb verwendet wird (Art. 21</span><br/> <span class="ft7">LBV).</span><br/> <span class="ft7">Nicht als landwirtschaftliche Nutzfläche gelten unter anderem</span><br/> <span class="ft7">Flächen, deren Hauptzweckbestimmung nicht die landwirtschaftliche</span><br/> <span class="ft7">Nutzung ist (Art. 16 Abs. 1 lit. a LBV), das heisst wenn diese stark</span><br/> <span class="ft7">eingeschränkt ist (Art. 16 Abs. 2 lit. a LBV), der wirtschaftliche Er-</span><br/> <span class="ft7">trag aus der landwirtschaftlichen Nutzung kleiner ist als jener aus der</span><br/> <span class="ft7">nichtlandwirtschaftlichen Nutzung (Art. 16 Abs. 2 lit. b LBV) oder</span><br/> <span class="ft7">der Pflegecharakter überwiegt (Art. 16 Abs. 2 lit. c LBV).</span><br/> <span class="ft7">3.3.</span><br/> <span class="ft7">Damit für Streueflächen Direktzahlungen ausbezahlt werden,</span><br/> <span class="ft7">sind besondere Vorschriften und Auflagen zu erfüllen: Es dürfen</span><br/> <span class="ft7">keine Dünger und Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden (Art. 47</span><br/> <span class="ft7">Abs. 1 DZV), die Flächen dürfen nicht vor dem 1. September ge-</span><br/> <span class="ft7">schnitten werden (Art. 47 Abs. 2 DZV) und für die Flächen, für die</span><br/> <span class="ft7">eine schriftliche Nutzungs- oder Schutzvereinbarung mit der kanto-</span><br/> <span class="ft7">nalen Fachstelle für Naturschutz besteht, gelten die darin festgeleg-</span><br/> <span class="ft7">ten Nutzungszeitpunkte (Art. 47 Abs. 3 DZV).</span><br/> <span class="ft7">Im Vergleich zu den zitierten Bestimmungen enthält § 4 HSD</span><br/> <span class="ft7">keine nennenswerte zusätzliche Einschränkung der landwirtschaftli-</span><br/> <span class="ft7">chen Nutzung; Art. 16 Abs. 1 lit. a - c DZV sind nicht erfüllt. Insge-</span><br/> <span class="ft7">samt ergibt sich daher, dass trotz der Zuweisung zur Reservatszone</span><br/> <span class="ft7">gemäss Hallwilerseeschutzdekret die umstrittenen Grundstücke als</span><br/> <span class="ft7">"für den Pflanzenbau genutzte Fläche" im Sinne von Art. 14 LBV zu</span><br/> <span class="ft7">behandeln sind.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">LandwirtschaftlicheRekurskommission</span> <span class="page_no">336</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft7">4.</span><br/> <span class="ft7">4.1.</span><br/> <span class="ft7">4.1.1.</span><br/> <span class="ft7">Die betroffenen Grundstücke stehen im Eigentum der Ge-</span><br/> <span class="ft7">meinde X. Der Beschwerdeführer lässt ausführen, die Parzellen seien</span><br/> <span class="ft7">ursprünglich verpachtet worden. Da sich aber keine zahlenden</span><br/> <span class="ft7">Pächter mehr hätten finden lassen, sei ihm 1982 angeboten worden,</span><br/> <span class="ft7">"die Streueflächen unentgeltlich zu nutzen." Seither würden die</span><br/> <span class="ft7">Grundstücke durch ihn bewirtschaftet. Es liege eine mündliche Ver-</span><br/> <span class="ft7">einbarung vor, welche als Gebrauchsleihe im Sinne von Art. 305 ff.</span><br/> <span class="ft7">OR zu qualifizieren sei.</span><br/> <span class="ft7">4.1.2.</span><br/> <span class="ft7">Der Beschwerdeführer leitet aus dem behaupteten Vertragsver-</span><br/> <span class="ft7">hältnis mit der Gemeinde X. Rechte ab. Folglich trägt er die mate-</span><br/> <span class="ft7">rielle Beweislast für das Vorliegen einer entsprechenden Vereinba-</span><br/> <span class="ft7">rung; kann sie nicht nachgewiesen werden, ist zu seinen Ungunsten</span><br/> <span class="ft7">vom Fehlen einer vertraglichen Abrede auszugehen (vgl. Art. 8 ZGB;</span><br/> <span class="ft7">Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann, Allgemeines Ver-</span><br/> <span class="ft7">waltungsrecht, 5. Auflage, Zürich 2006, Rz. 1623 mit Hinweisen).</span><br/> <span class="ft7">4.1.3.</span><br/> <span class="ft7">Es ist unbestritten, dass keinerlei schriftliche Beweismittel exis-</span><br/> <span class="ft7">tieren, welche das behauptete Vertragsverhältnis zwischen der Ge-</span><br/> <span class="ft7">meinde X. und dem Beschwerdeführer belegen würden. Anlässlich</span><br/> <span class="ft7">der Verhandlung vor der Landwirtschaftlichen Rekurskommission</span><br/> <span class="ft7">erklärte der als Zeuge befragte Gemeindeschreiber, es seien nie</span><br/> <span class="ft7">"formelle Verträge" zwischen der Gemeinde und den Landwirten im</span><br/> <span class="ft7">"Ried" abgeschlossen worden. Die Gemeinde habe das Land immer</span><br/> <span class="ft7">nur von Jahr zu Jahr vergeben. Die Gemeinde sei froh gewesen, als</span><br/> <span class="ft7">der Kanton die Verantwortung für Pflege und Unterhalt übernommen</span><br/> <span class="ft7">habe. Nachdem das Hallwilerseeschutzdekret in Kraft getreten sei,</span><br/> <span class="ft7">habe die Gemeinde gar nichts mehr gemacht.</span><br/> <span class="ft7">4.1.4.</span><br/> <span class="ft7">Für die Landwirtschaftliche Rekurskommission besteht kein</span><br/> <span class="ft7">Anlass, die obigen Aussagen in Zweifel zu ziehen, zumal ihnen an-</span><br/> <span class="ft7">lässlich der Verhandlung in keiner Art und Weise widersprochen</span><br/> <span class="ft7">wurde. Entsprechend kann auf die Anhörung des eventualiter als</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">Direktzahlungen</span> <span class="page_no">337</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft7">Zeugen angerufenen ehemaligen Gemeindeammanns verzichtet</span><br/> <span class="ft7">werden. Dies gilt umso mehr, als er im vorliegend massgebenden</span><br/> <span class="ft7">Zeitraum (1998 - 2006) gar nicht mehr im Amt war.</span><br/> <span class="ft7">4.2.</span><br/> <span class="ft7">4.2.1.</span><br/> <span class="ft7">Der Beschwerdeführer differenziert zwischen den Flächen, die</span><br/> <span class="ft7">er "selbständig bewirtschaftete", den Flächen, auf denen er "Mähar-</span><br/> <span class="ft7">beiten im Auftrag der Gemeinde X. und später im Auftrag der BVU"</span><br/> <span class="ft7">erledigte, und den "restlichen Flächen im Ried", die "im Auf-</span><br/> <span class="ft7">tragsverhältnis von verschiedenen Personen geschnitten" wurden.</span><br/> <span class="ft7">4.2.2.</span><br/> <span class="ft7">Ab circa 1986 übernahm der Kanton die Verantwortung für die</span><br/> <span class="ft7">Pflege und den Unterhalt im "Ried". Aufgrund der Akten sowie auf-</span><br/> <span class="ft7">grund der Aussagen anlässlich der Verhandlung vor der Landwirt-</span><br/> <span class="ft7">schaftlichen Rekurskommission ist erstellt, dass ab diesem Zeitpunkt</span><br/> <span class="ft7">der zuständige Vertreter der Abteilung Landschaft und Gewässer den</span><br/> <span class="ft7">Beschwerdeführer alljährlich benachrichtigte, ab welchem Zeitpunkt</span><br/> <span class="ft7">er welche Flächen mähen durfte. Die Brachen, das heisst die nicht zu</span><br/> <span class="ft7">mähenden Flächen, wurden zusätzlich mit Pflöcken abgesteckt. Zur</span><br/> <span class="ft7">Festsetzung der Pflegebeiträge wurde Ende Jahr jeweils ausge-</span><br/> <span class="ft7">messen, wie gross die gemähte Fläche war.</span><br/> <span class="ft7">Ab 1986 galt somit für sämtliche gemeindeeigenen Flächen im</span><br/> <span class="ft7">"Ried" dasselbe Regime: Die Abteilung Landschaft und Gewässer</span><br/> <span class="ft7">definierte, wann welche Flächen gemäht werden mussten, und die</span><br/> <span class="ft7">betroffenen Landwirte wurden pro gemähte Flächeneinheit entschä-</span><br/> <span class="ft7">digt. Dies gilt gänzlich unabhängig davon, ob der Beschwerdeführer</span><br/> <span class="ft7">die Pflege bereits vor 1986 oder erst später übernommen hatte bzw.</span><br/> <span class="ft7">ob die Flächen vom Beschwerdeführer oder von Dritten gepflegt</span><br/> <span class="ft7">wurden.</span><br/> <span class="ft7">Die vom Beschwerdeführer gemachte Differenzierung zwischen</span><br/> <span class="ft7">den von ihm "bewirtschafteten" und den (durch ihn oder durch</span><br/> <span class="ft7">Dritte) im Auftrag der Abteilung Landschaft und Gewässer gepfleg-</span><br/> <span class="ft7">ten Flächen entbehrt dementsprechend jeglicher Grundlage. Be-</span><br/> <span class="ft7">zeichnenderweise vermag er in keiner Art und Weise darzutun, worin</span><br/> <span class="ft7">die inhaltlichen Differenzen zwischen der angeblichen "Bewirt-</span><br/> <span class="ft7">schaftung" und der blossen Pflege bestanden hätten. Unterschiede</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">LandwirtschaftlicheRekurskommission</span> <span class="page_no">338</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft7">sind umso weniger erkennbar, als gemäss § 4 HSD die Nutzung in-</span><br/> <span class="ft7">nerhalb der Reservatszone ohnehin stark eingeschränkt ist.</span><br/> <span class="ft7">4.2.3.</span><br/> <span class="ft7">Der Beschwerdeführer lässt einwenden, er habe "stets das wirt-</span><br/> <span class="ft7">schaftliche Risiko für die fraglichen Streueflächen und deren Bewirt-</span><br/> <span class="ft7">schaftung" getragen, insbesondere "hinsichtlich der von ihm bei der</span><br/> <span class="ft7">Bewirtschaftung benutzten Maschinen und der bei der Bewirt-</span><br/> <span class="ft7">schaftung verursachten Schäden an seinen Fahrzeugen". Diese Ar-</span><br/> <span class="ft7">gumentation ist nicht stichhaltig, im Gegenteil: Sowohl der Beauf-</span><br/> <span class="ft7">tragte beim Auftrag als auch der Unternehmer beim Werkvertrag tra-</span><br/> <span class="ft7">gen ein entsprechendes Risiko. Beim Auftrag gehören die Auslagen</span><br/> <span class="ft7">für Maschinen zu den Generalunkosten, welche der Beauftragte zu</span><br/> <span class="ft7">tragen hat und die über das Entgelt zu entschädigen sind (Rolf H.</span><br/> <span class="ft7">Weber in: Basler Kommentar zum Obligationenrecht I, Art. 1 - 529</span><br/> <span class="ft7">OR, 4. Auflage, Basel 2007, Art. 402 N 5); für den Werkvertrag re-</span><br/> <span class="ft7">gelt Art. 364 Abs. 3 OR ausdrücklich, dass in Ermangelung ander-</span><br/> <span class="ft7">weitiger Verabredung oder Übung der Unternehmer "für die zur Aus-</span><br/> <span class="ft7">führung des Werkes nötigen Hilfsmittel, Werkzeuge und Gerät-</span><br/> <span class="ft7">schaften auf seine Kosten zu sorgen" hat. Es ist nicht erkennbar und</span><br/> <span class="ft7">wird vom Beschwerdeführer in keiner Art und Weise dargetan, in-</span><br/> <span class="ft7">wiefern er im Vergleich zu den anderen Landwirten, welche (gestützt</span><br/> <span class="ft7">auf einen Auftrag oder Werkvertrag mit der Abteilung Landschaft</span><br/> <span class="ft7">und Gewässer) auf den gemeindeeigenen Flächen im "Ried" Pflege-</span><br/> <span class="ft7">arbeiten ausführten, ein erhöhtes Risiko getragen hätte. Folgerichtig</span><br/> <span class="ft7">lässt sich nach Massgabe des Risikos auch nicht auf unterschiedliche</span><br/> <span class="ft7">Nutzungsbefugnisse schliessen.</span><br/> <span class="ft7">Ebenso unbehelflich ist der Einwand des Beschwerdeführers, er</span><br/> <span class="ft7">sei in einem Plan der Abteilung Landschaft und Gewässer als "Be-</span><br/> <span class="ft7">wirtschafter" bezeichnet worden. Anlässlich der Verhandlung wurde</span><br/> <span class="ft7">glaubhaft dargelegt, dass der Begriff "Bewirtschafter" nicht streng im</span><br/> <span class="ft7">Sinne von Art. 2 LBV verwendet wurde. Dies erscheint umso nahe-</span><br/> <span class="ft7">liegender, als die Abteilung Landschaft und Gewässer, welche den</span><br/> <span class="ft7">Plan ausfüllte, selber gar nicht mit der Anwendung dieser Verord-</span><br/> <span class="ft7">nung betraut ist.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">Direktzahlungen</span> <span class="page_no">339</span></div> <div class="page" id="S7"> <div role="main"><br/> <span class="ft7">4.2.4.</span><br/> <span class="ft7">Somit ergibt sich auch aufgrund der konkreten Nutzung keiner-</span><br/> <span class="ft7">lei Hinweis darauf, dass in Bezug auf die betroffenen Flächen im</span><br/> <span class="ft7">vorliegend relevanten Zeitraum eine spezielle Vereinbarung zwi-</span><br/> <span class="ft7">schen der Gemeinde X. und dem Beschwerdeführer vorgelegen hätte.</span><br/> <span class="ft7">Es erübrigt sich, in diesem Zusammenhang weitere Zeugen anzuhö-</span><br/> <span class="ft7">ren: Nachdem der Beschwerdeführer nicht einmal selber darzulegen</span><br/> <span class="ft7">vermag, wodurch sich seine angeblich "selbständige Bewirtschaf-</span><br/> <span class="ft7">tung" von der übrigen, durch die Abteilung Landschaft und Gewässer</span><br/> <span class="ft7">definierte landwirtschaftlichen Nutzung im "Ried" unterschied, kann</span><br/> <span class="ft7">diesbezüglich von Dritten erst recht keine relevante Aussage erwartet</span><br/> <span class="ft7">werden.</span><br/> <span class="ft7">(...)</span><br/> <span class="ft7">4.3.</span><br/> <span class="ft7">Insgesamt lässt sich festhalten, dass spätestens ab der Über-</span><br/> <span class="ft7">nahme der Pflegeverantwortung durch den Kanton und insbesondere</span><br/> <span class="ft7">während des vorliegend relevanten Zeitraums (1998 - 2006) kein in</span><br/> <span class="ft7">concreto zu beachtendes Vertragsverhältnis zwischen der Gemeinde</span><br/> <span class="ft7">X. und dem Beschwerdeführer bestand. Ein Beweis für die gegentei-</span><br/> <span class="ft7">ligen Behauptungen des Beschwerdeführers liegt jedenfalls nicht vor.</span><br/> <span class="ft7">Ergänzend gilt es festzuhalten, dass in Bezug auf die Gemeinde X.</span><br/> <span class="ft7">nicht das geringste Interesse an einer entsprechenden Vereinbarung</span><br/> <span class="ft7">erkennbar wäre.</span><br/> <span class="ft7">5.</span><br/> <span class="ft7">5.1.</span><br/> <span class="ft7">Gemäss der Rechtsprechung der Landwirtschaftlichen Re-</span><br/> <span class="ft7">kurskommission besteht selbst dann ein Anspruch auf Direktzahlun-</span><br/> <span class="ft7">gen, wenn der Betroffene eine Fläche ohne entsprechenden zivil-</span><br/> <span class="ft7">rechtlichen Anspruch ganzjährig bewirtschaftet und kein Rechts-</span><br/> <span class="ft7">missbrauch vorliegt (vgl. AGVE 2008, S.355, Erw. II/3). Dem zi-</span><br/> <span class="ft7">tierten Entscheid lag ein Fall zugrunde, in welchem die privatrechtli-</span><br/> <span class="ft7">chen Verhältnisse unklar waren und die betroffene Beschwerdeführe-</span><br/> <span class="ft7">rin gutgläubig von einem Verfügungsrecht ausging. Der von der Vor-</span><br/> <span class="ft7">instanz mehrfach zitierte BGE 134 II 287 ff. betraf einen diesbezüg-</span><br/> <span class="ft7">lich gegenteiligen Sachverhalt. Insofern lassen sich die Entscheide</span><br/> <span class="ft7">nicht direkt vergleichen. Das Bundesgericht, welches einen Direkt-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">LandwirtschaftlicheRekurskommission</span> <span class="page_no">340</span></div> <div class="page" id="S8"> <div role="main"><br/> <span class="ft7">zahlungsanspruch des faktischen Bewirtschafters verneinte, betonte</span><br/> <span class="ft7">in seinem Entscheid denn auch ausdrücklich, dass dieser sich nur auf</span><br/> <span class="ft7">Fälle mit privatrechtlich geklärten Verhältnissen beziehe (vgl. insbe-</span><br/> <span class="ft7">sondere Erw. 4.1).</span><br/> <span class="ft7">5.2.</span><br/> <span class="ft7">Unabhängig vom fehlenden zivilrechtlichen Nutzungsanspruch</span><br/> <span class="ft7">fällt in concreto ein Direktzahlungsanspruch bereits deshalb ausser</span><br/> <span class="ft7">Betracht, weil der Beschwerdeführer diese Flächen gar nicht selb-</span><br/> <span class="ft7">ständig bewirtschaftete bzw. weil sie ihm gar nicht ganzjährig zur</span><br/> <span class="ft7">Verfügung standen. Vielmehr war seine Tätigkeit auf die in der Regel</span><br/> <span class="ft7">einmal pro Jahr von der Abteilung Landschaft und Gewässer ange-</span><br/> <span class="ft7">ordneten (und entschädigten) Pflegemassnahmen (Mähen und Ab-</span><br/> <span class="ft7">führen) beschränkt. Es kann in diesem Zusammenhang vollumfäng-</span><br/> <span class="ft7">lich auf die vorstehenden Erwägungen (insbesondere Erw. II/4.2)</span><br/> <span class="ft7">verwiesen werden.</span><br/> <span class="ft7">Im Weiteren gilt es festzuhalten, dass der Beschwerdeführer of-</span><br/> <span class="ft7">fensichtlich rechtsmissbräuchlich handelte. Dies ergibt sich daraus,</span><br/> <span class="ft7">dass er bereits 1997 zur Rückerstattung von Doppelzahlungen ver-</span><br/> <span class="ft7">pflichtet werden musste und dennoch wider besseres Wissen ab 1998</span><br/> <span class="ft7">wieder sowohl die Pflegebeiträge der Abteilung Landschaft und Ge-</span><br/> <span class="ft7">wässer als auch Direktzahlungen bzw. Öko-Beiträge geltend machte</span><br/> <span class="ft7">(vgl. ausführlich Erw. II/7.5 hiernach).</span><br/> <span class="ft7">5.3.</span><br/> <span class="ft7">Somit ergibt sich, dass seitens des Beschwerdeführers keine</span><br/> <span class="ft7">selbständige Bewirtschaftung der umstrittenen Flächen erfolgte, und</span><br/> <span class="ft7">zwar weder gestützt auf eine entsprechende zivilrechtliche Nut-</span><br/> <span class="ft7">zungsbefugnis (Regelfall) noch rein faktisch (Ausnahmefall). Dem-</span><br/> <span class="ft7">entsprechend besass er keinen Anspruch auf Direktzahlungen; viel-</span><br/> <span class="ft7">mehr sind ihm diese zu Unrecht ausbezahlt worden. Dies gilt sowohl</span><br/> <span class="ft7">nach Massgabe der Direktzahlungsverordnung (in Kraft seit</span><br/> <span class="ft7">1. Januar 1999) als auch nach Massgabe der Verordnung über Bei-</span><br/> <span class="ft7">träge für besondere Leistungen im Bereiche der Ökologie und der</span><br/> <span class="ft7">Nutztierhaltung in der Landwirtschaft vom 24. Januar 1996 (Öko-</span><br/> <span class="ft7">Beitragsverordnung, OeBV, in Kraft vom 1.</span> <span class="ft7">Januar 1996 bis</span><br/> <span class="ft7">31. Dezember 1998).</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">Direktzahlungen</span> <span class="page_no">341</span></div> <div class="page" id="S9"> <div role="main"><br/> <span class="ft7">6.</span><br/> <span class="ft7">(...)</span><br/> <span class="ft7">7.</span><br/> <span class="ft7">7.1.</span><br/> <span class="ft7">Aufgrund der obigen Ausführungen (Erw. II/2 - 5) ergibt sich,</span><br/> <span class="ft7">dass der Beschwerdeführer im Rahmen der jährlichen Flächendekla-</span><br/> <span class="ft7">ration falsche Angaben gemacht hat. Er hätte die betroffenen Streue-</span><br/> <span class="ft7">flächen nicht für Direktzahlungen anmelden dürfen.</span><br/> <span class="ft7">7.2.</span><br/> <span class="ft7">Das Landwirtschaftsgesetz sowie die Direktzahlungsverord-</span><br/> <span class="ft7">nung enthalten keine Aussage dazu, nach welchen Gesichtspunkten</span><br/> <span class="ft7">bei falschen Angaben die Beiträge zu kürzen oder allenfalls zu ver-</span><br/> <span class="ft7">weigern sind. Die von der Landwirtschaftsdirektorenkonferenz am</span><br/> <span class="ft7">27. Januar 2005 verabschiedete "Richtlinie zur Kürzung der Direkt-</span><br/> <span class="ft7">zahlungen" (Direktzahlungs-Kürzungsrichtlinie) sieht vor, dass eine</span><br/> <span class="ft7">Kürzung der Direktzahlungen auf die tatsächlichen Verhältnisse er-</span><br/> <span class="ft7">folgt (A. Ziffer 1 Abs. 1 lit. a). Zudem können zu viel ausgerichtete</span><br/> <span class="ft7">Direktzahlungen von maximal drei Jahren zurückgefordert werden</span><br/> <span class="ft7">(A. Ziffer 1 Abs. 3).</span><br/> <span class="ft7">7.3.</span><br/> <span class="ft7">Die Vorinstanz fordert entgegen den Vorgaben der Kürzungs-</span><br/> <span class="ft7">richtlinie die Direktzahlungen nicht nur der letzten maximal drei,</span><br/> <span class="ft7">sondern der letzten acht Jahre zurück. Sie stützt sich in diesem Punkt</span><br/> <span class="ft7">auf das Landwirtschafts- und das Subventionsgesetz, wonach eine</span><br/> <span class="ft7">Rückforderung während zehn Jahren möglich sei. Im Weiteren wird</span><br/> <span class="ft7">darauf hingewiesen, "dass in den mit Beschluss der Landwirtschafts-</span><br/> <span class="ft7">direktorenkonferenz vom 12. Sept. 2008 geänderten Richtlinien, die</span><br/> <span class="ft7">mit Änderung der Direktzahlungsverordnung vom 12. Nov. 2008</span><br/> <span class="ft7">Verbindlichkeit erlangt (Art. 70 DZV), auf diese Begrenzung der</span><br/> <span class="ft7">Rückforderung mit Verweis auf das Subventionsgesetz verzichtet</span><br/> <span class="ft7">wird".</span><br/> <span class="ft7">7.4.</span><br/> <span class="ft7">Die Rückforderung von ausbezahlten Finanzhilfen und Abgel-</span><br/> <span class="ft7">tungen steht stets in einem Spannungsverhältnis zwischen dem In-</span><br/> <span class="ft7">teresse an der richtigen Anwendung des objektiven Rechts einerseits</span><br/> <span class="ft7">und dem Interesse an der Rechtssicherheit bzw. dem Vertrauens-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">LandwirtschaftlicheRekurskommission</span> <span class="page_no">342</span></div> <div class="page" id="S10"> <div role="main"><br/> <span class="ft7">schutz andererseits. Das Interesse an der richtigen Anwendung des</span><br/> <span class="ft7">objektiven Rechts spricht für die Möglichkeit des Widerrufs einer</span><br/> <span class="ft7">fehlerhaften Verfügung; die Rechtssicherheit und der Vertrauens-</span><br/> <span class="ft7">schutz, die beide auch den Interessen der Betroffenen dienen,</span><br/> <span class="ft7">sprechen gegen einen Widerruf (Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O.,</span><br/> <span class="ft7">Rz. 997 f.; vgl. auch Botschaft vom 15. Dezember 1986 zu einem</span><br/> <span class="ft7">Bundesgesetz über Finanzhilfen und Abgeltungen, BBl 1987 Band I</span><br/> <span class="ft7">S. 414 f.). Im Rahmen dieses Spannungsfeldes und unter Berück-</span><br/> <span class="ft7">sichtigung der Charakteristika der Direktzahlungen sieht die Direkt-</span><br/> <span class="ft7">zahlungs-Kürzungsrichtlinie bei falschen Angaben eine Rückforde-</span><br/> <span class="ft7">rung von "maximal drei Jahren" vor. Gemäss der Praxis der Land-</span><br/> <span class="ft7">wirtschaftlichen Rekurskommission lässt sich diese Beschränkung</span><br/> <span class="ft7">im Rahmen der zulässigen richterlichen Überprüfung nicht grund-</span><br/> <span class="ft7">sätzlich beanstanden; sie erscheint jedoch dort fragwürdig, wo je-</span><br/> <span class="ft7">mand absichtlich falsche Angaben macht (vgl. LKE vom 31. März</span><br/> <span class="ft7">2009 in Sachen U.V., Erw. II/9.3; LKE vom 15. September 2008 in</span><br/> <span class="ft7">Sachen R.B., Erw. II/4.3.3.).</span><br/> <span class="ft7">Offensichtlich unerheblich ist im vorliegenden Zusammenhang</span><br/> <span class="ft7">die 2008 beschlossene Änderung der Kürzungsrichtlinie; eine Rück-</span><br/> <span class="ft7">wirkung auf den vorliegend zur Diskussion stehenden Zeitraum ist a</span><br/> <span class="ft7">priori ausgeschlossen.</span><br/> <span class="ft7">7.5.</span><br/> <span class="ft7">Für die im vorliegenden Verfahren zur Diskussion stehenden</span><br/> <span class="ft7">Flächen wurden bereits 1995 und 1996 sowohl Öko-Beiträge (durch</span><br/> <span class="ft7">die Vorinstanz) als auch Beiträge für die geleisteten Pflegemass-</span><br/> <span class="ft7">nahmen (durch die Abteilung Landschaft und Gewässer) ausgerich-</span><br/> <span class="ft7">tet. Mit Verfügung vom 6. Februar 1998 wurden die Öko-Beiträge</span><br/> <span class="ft7">zurückgefordert mit der Begründung, es handle sich dabei um un-</span><br/> <span class="ft7">zulässige Doppelzahlungen. Die Verfügung erwuchs unangefochten</span><br/> <span class="ft7">in Rechtskraft; der in Rechnung gestellte Betrag wurde zurückbe-</span><br/> <span class="ft7">zahlt.</span><br/> <span class="ft7">Bereits für das Jahr 1998 meldete der Beschwerdeführer, ob-</span><br/> <span class="ft7">wohl ihm weiterhin Beiträge für die geleisteten Pflegemassnahmen</span><br/> <span class="ft7">ausgerichtet wurden, die betroffenen Flächen wiederum für Öko-</span><br/> <span class="ft7">Beiträge (bzw. in den Folgejahren für Direktzahlungen) an. In Anbe-</span><br/> <span class="ft7">tracht der Verfügung vom 6. Februar 1998 erfolgte dieses Vorgehen</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">Direktzahlungen</span> <span class="page_no">343</span></div> <div class="page" id="S11"> <div role="main"><br/> <span class="ft7">offensichtlich wider besseres Wissen. Folglich muss darauf geschlos-</span><br/> <span class="ft7">sen werden, dass der Beschwerdeführer mit der Absicht handelte, die</span><br/> <span class="ft7">Vorinstanz zu unzulässigen Doppelzahlungen zu veranlassen.</span><br/> <span class="ft7">Unbeachtlich ist der Einwand, der Beschwerdeführer habe die</span><br/> <span class="ft7">umstrittenen Flächen angeben müssen, da andernfalls die Nährstoff-</span><br/> <span class="ft7">bilanz unvollständig ausgefallen wäre. Effektiv hätte er auf den</span><br/> <span class="ft7">massgebenden Formularen die Streue als "Import" (das heisst als</span><br/> <span class="ft7">Zufuhr von nicht auf dem Hof erzeugten Produkten) behandeln kön-</span><br/> <span class="ft7">nen. Falls der Beschwerdeführer diesbezüglich tatsächlich nicht</span><br/> <span class="ft7">weiter wusste, hätte er ohne weiteres die Vorinstanz oder eine andere</span><br/> <span class="ft7">Fachstelle um Rat fragen können. Unbehelflich ist auch die Argu-</span><br/> <span class="ft7">mentation, dass das Recht geändert habe und das neue Recht falsch</span><br/> <span class="ft7">verstanden worden sei: Es ist aufgrund des Zeitablaufs schlechter-</span><br/> <span class="ft7">dings nicht nachvollziehbar, wieso die Direktzahlungsverordnung,</span><br/> <span class="ft7">welche am 7. Dezember 1998 beschlossen wurde und per 1. Januar</span><br/> <span class="ft7">1999 in Kraft trat, den Beschwerdeführer zur Anmeldung per</span><br/> <span class="ft7">1. Januar 1998 veranlasst haben soll. (...)</span><br/> <span class="ft7">Im Übrigen musste der Beschwerdeführer erkennen, dass sei-</span><br/> <span class="ft7">nerseits nur noch die von der Abteilung Landschaft und Gewässer</span><br/> <span class="ft7">angeordneten (und entschädigten) Pflegemassnahmen durchgeführt</span><br/> <span class="ft7">wurden und keine weitergehende Bewirtschaftung erfolgte (bzw. er-</span><br/> <span class="ft7">folgen durfte). Auch aus diesem Grund musste ihm klar sein, dass</span><br/> <span class="ft7">ihm - analog zum früheren Recht - keine Direktzahlungen zustanden.</span><br/> <span class="ft7">7.6.</span><br/> <span class="ft7">Insgesamt ergibt sich, dass das Vorliegen einer Absicht zu beja-</span><br/> <span class="ft7">hen ist. Es drängt sich daher auf, entgegen dem durch die Kürzungs-</span><br/> <span class="ft7">richtlinie vorgegebenen Rahmen die Rückzahlung nicht auf bloss</span><br/> <span class="ft7">drei Jahre zu beschränken. Vielmehr rechtfertigt es sich, den vom</span><br/> <span class="ft7">Subventionsgesetz vorgegebene Rahmen von maximal 10 Jahren</span><br/> <span class="ft7">vollständig auszuschöpfen. Im vorliegenden Fall erweist sich somit -</span><br/> <span class="ft7">wie von der Vorinstanz angeordnet - die Rückforderung der gesamten</span><br/> <span class="ft7">während acht Jahren ausbezahlten Direktzahlungen bzw. Öko-</span><br/> <span class="ft7">Beiträgen als angezeigt.</span><br/> <span class="ft7">Der Vollständigkeit halber gilt es darauf hinzuweisen, dass ein</span><br/> <span class="ft7">Verzicht auf den Widerruf gestützt auf Art. 30 Abs. 2 SuG ausser</span><br/> <span class="ft7">Betracht fällt, da - wie gesehen - eine Absicht vorlag und es folglich</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">LandwirtschaftlicheRekurskommission</span> <span class="page_no">344</span></div> <div class="page" id="S12"> <div role="main"><br/> <span class="ft7">an der Voraussetzung von Art. 30 Abs. 2 lit. b SuG (Rechtsverletzung</span><br/> <span class="ft7">war nicht leicht erkennbar) fehlt. Auch ein Anspruch auf Kürzung</span><br/> <span class="ft7">wegen Vorliegens eines Härtefalls nach Art. 28 Abs. 3 SuG ist zu</span><br/> <span class="ft7">verneinen. Zum einen liegt der entsprechend Entscheid weitgehend</span><br/> <span class="ft7">im Ermessensspielraum der Vorinstanz, zum andern sprechen sowohl</span><br/> <span class="ft7">die Absicht des Beschwerdeführers als auch die Möglichkeit der</span><br/> <span class="ft7">ratenweisen Rückzahlung gegen das Vorliegen eines Härtefalls.</span><br/> <span class="ft7">8.</span><br/> <span class="ft7">8.1.</span><br/> <span class="ft7">Der Beschwerdeführer macht schliesslich geltend, eine Rück-</span><br/> <span class="ft7">forderung sei gemäss dem Subventionsgesetz verjährt. Die Vorin-</span><br/> <span class="ft7">stanz habe seit 1998 Kenntnis von den Zahlungen der Abteilung</span><br/> <span class="ft7">Landschaft und Gewässer gehabt. Falls die Argumentation, es handle</span><br/> <span class="ft7">sich um unzulässige Doppelzahlungen, tatsächlich zutreffen würde,</span><br/> <span class="ft7">hätten in den Folgejahren keine Direktzahlungen mehr ausgerichtet</span><br/> <span class="ft7">werden dürfen. Die relative Verjährungsfrist von einem Jahr sei in</span><br/> <span class="ft7">jedem Fall abgelaufen; die Rückforderung erweise sich geradezu als</span><br/> <span class="ft7">rechtsmissbräuchlich.</span><br/> <span class="ft7">Im Weiteren habe die Vorinstanz am 8. November 2006 von der</span><br/> <span class="ft7">Abteilung Landschaft und Gewässer die (erneute) Mitteilung erhal-</span><br/> <span class="ft7">ten, dass dem Beschwerdeführer von 1998 - 2005 jährlich eine Ent-</span><br/> <span class="ft7">schädigung für die geleisteten Pflegemassnahmen ausbezahlt worden</span><br/> <span class="ft7">war. Erst über ein Jahr später, am 27. November 2007, habe die</span><br/> <span class="ft7">Vorinstanz erstmals gegenüber dem Beschwerdeführer eine Rück-</span><br/> <span class="ft7">forderung geltend gemacht. Eine weitergehende Forderung sei am</span><br/> <span class="ft7">20. Februar 2008 gestellt worden; den nunmehr zurückgeforderten</span><br/> <span class="ft7">Betrag habe die Vorinstanz erstmals am 21. Mai 2008 genannt. Auch</span><br/> <span class="ft7">aus diesen Gründen sei in concreto die relative Verjährungsfrist von</span><br/> <span class="ft7">einem Jahr überschritten.</span><br/> <span class="ft7">8.2.</span><br/> <span class="ft7">Der Anspruch auf Rückerstattung von Finanzhilfen und Abgel-</span><br/> <span class="ft7">tungen verjährt gemäss Art. 32 Abs. 2 SuG ein Jahr, nachdem die</span><br/> <span class="ft7">verfügende oder den Vertrag abschliessende Behörde vom Rechts-</span><br/> <span class="ft7">grund des Anspruchs Kenntnis erhalten hat, in jedem Falle aber zehn</span><br/> <span class="ft7">Jahre nach der Entstehung des Anspruchs. Diese Regelung entspricht</span><br/> <span class="ft7">derjenigen des Privatrechts für Ansprüche aus ungerechtfertigter</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">Direktzahlungen</span> <span class="page_no">345</span></div> <div class="page" id="S13"> <div role="main"><br/> <span class="ft7">Bereicherung (Art. 67 OR). Es erscheint daher naheliegend, zwecks</span><br/> <span class="ft7">Beantwortung der Frage, wann die einjährige Verjährungsfrist zu</span><br/> <span class="ft7">laufen beginnt bzw. was unter Kenntnis im Sinne von Art. 32 SuG zu</span><br/> <span class="ft7">verstehen ist, Lehre und Rechtsprechung zu Art. 67 OR analog</span><br/> <span class="ft7">heranzuziehen, der ebenfalls die Kenntnis des Anspruchs für den</span><br/> <span class="ft7">Beginn der relativen Verjährungsfrist von einem Jahr als massgebend</span><br/> <span class="ft7">erklärt (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-1570/2007 vom</span><br/> <span class="ft7">23. Januar 2008 in Sachen A. AG, Erw. 13).</span><br/> <span class="ft7">Eine fristauslösende Kenntnisnahme liegt demzufolge vor,</span><br/> <span class="ft7">wenn der Gläubiger über hinreichende Informationen bezüglich des</span><br/> <span class="ft7">Sachverhalts und über entsprechende Unterlagen zur Geltend-</span><br/> <span class="ft7">machung verfügt. Es genügt somit nicht jeder Anfang einer Er-</span><br/> <span class="ft7">kenntnis vom Mangel der Gültigkeit des Geschäfts, das zur unge-</span><br/> <span class="ft7">rechtfertigten Bereicherung Anlass gab. Es ist vielmehr eine derar-</span><br/> <span class="ft7">tige Wahrscheinlichkeit, ein solcher Grad von Gewissheit über das</span><br/> <span class="ft7">Bestehen des Bereicherungsanspruchs notwendig, dass nach Treu</span><br/> <span class="ft7">und Glauben gesagt werden kann, der Gläubiger habe nunmehr kei-</span><br/> <span class="ft7">nen Anlass oder keine Möglichkeit mehr zu weiterer Abklärung und</span><br/> <span class="ft7">genügend Unterlagen zur gerichtlichen Geltendmachung, so dass ihm</span><br/> <span class="ft7">eine solche vernünftigerweise zugemutet werden dürfe. Gewissheit</span><br/> <span class="ft7">über den Bereicherungs- bzw. Rückforderungsanspruch setzt Kennt-</span><br/> <span class="ft7">nisse über das ungefähre Ausmass der Vermögenseinbusse, die</span><br/> <span class="ft7">Grundlosigkeit der Vermögensverschiebung und die Person des Be-</span><br/> <span class="ft7">reicherten voraus (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-</span><br/> <span class="ft7">1570/2007 vom 23. Januar 2008 in Sachen A. AG, Erw. 13.1 mit</span><br/> <span class="ft7">Hinweisen). Es kommt indessen nicht darauf an, wann der Geschä-</span><br/> <span class="ft7">digte bei der nach den Umständen zu erwartenden Aufmerksamkeit</span><br/> <span class="ft7">den Bereicherungsanspruch hätte erkennen können, sondern es wird</span><br/> <span class="ft7">auf die tatsächlichen Kenntnisse über den Anspruch abgestellt. Im-</span><br/> <span class="ft7">merhin wird verlangt, dass der Gläubiger, der die wesentlichen Ele-</span><br/> <span class="ft7">mente seines Anspruchs kennt, sich nach den Einzelheiten und ge-</span><br/> <span class="ft7">nauen Angaben erkundigt, deren er für die Prozessführung bedarf</span><br/> <span class="ft7">(BGE 129 III 503, Erw. 3.4).</span><br/> <span class="ft7">8.3.</span><br/> <span class="ft7">Gestützt auf die Mitteilung vom 2. Mai 1997 wusste die Vorin-</span><br/> <span class="ft7">stanz, dass die Abteilung Landschaft und Gewässer dem Beschwer-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">LandwirtschaftlicheRekurskommission</span> <span class="page_no">346</span></div> <div class="page" id="S14"> <div role="main"><br/> <span class="ft7">deführer 1995 und 1996 für Pflegemassnahmen Beiträge ausgerichtet</span><br/> <span class="ft7">hat. Damit hatte sie jedoch noch keine Kenntnis darüber, dass auch in</span><br/> <span class="ft7">den Folgejahren entsprechende Zahlungen geleistet wurden. Entge-</span><br/> <span class="ft7">gen den Ausführungen des Beschwerdeführers ergibt sich somit, dass</span><br/> <span class="ft7">zumindest bis zur Mitteilung der Abteilung Landschaft und Gewässer</span><br/> <span class="ft7">vom 8. November 2006 nie eine relative Verjährungsfrist zu laufen</span><br/> <span class="ft7">begann.</span><br/> <span class="ft7">Die Frage, ob die Vorinstanz aufgrund der Erfahrungen bezüg-</span><br/> <span class="ft7">lich der Jahre 1995 und 1996 in den Folgejahren spezifische Prüfun-</span><br/> <span class="ft7">gen hätte vornehmen müssen, erübrigt sich; wie gesehen (Erw. II/8.2)</span><br/> <span class="ft7">ist auf den tatsächlichen Kenntnisstand abzustellen. Im Übrigen ist</span><br/> <span class="ft7">dem Beschwerdeführer und dessen Argumentation entgegenzuhalten,</span><br/> <span class="ft7">dass er aufgrund der zurückgeforderten Ökobeiträge für die Jahre</span><br/> <span class="ft7">1995 und 1996 selber am besten darum wissen musste, dass es</span><br/> <span class="ft7">unrechtmässig war, für die Folgejahre wiederum Ökobeiträge bzw.</span><br/> <span class="ft7">Direktzahlungen zu beanspruchen.</span><br/> <span class="ft7">8.4.</span><br/> <span class="ft7">Offenbar per Zufall realisierte 2006 die Abteilung Landschaft</span><br/> <span class="ft7">und Gewässer, dass für einzelne Flächen im "Ried" nebst Pflegebei-</span><br/> <span class="ft7">trägen auch Direktzahlungen ausgerichtet wurden. Die Abteilung</span><br/> <span class="ft7">Landschaft und Gewässer markierte die Flächen auf einem Plan und</span><br/> <span class="ft7">stellte diesen mit Schreiben vom 8. November 2006 der Vorinstanz</span><br/> <span class="ft7">zu. Gleichzeitig wurde beantragt, die Landwirte, welche nebst den</span><br/> <span class="ft7">Pflegebeiträgen auch Direktzahlungen ausbezahlt erhielten, zu eruie-</span><br/> <span class="ft7">ren und anschliessend sowohl die allgemeinen Direktzahlungen so-</span><br/> <span class="ft7">wie die Öko-Beiträge zurückzufordern.</span><br/> <span class="ft7">In ihrem Schreiben an den Beschwerdeführer vom</span><br/> <span class="ft7">30. November 2006 führte die Vorinstanz aus, auf dem Flächenfor-</span><br/> <span class="ft7">mular 2006 sei unter anderem folgende Fläche deklariert worden:</span><br/> <br/> <span class="ft2"><b>GB-Nr. Zone Parzelle</b></span> <span class="ft2"><b>Code Kultur Fläche Beginn</b></span><br/> <span class="ft5">X 21</span> <span class="ft5">Y</span> <span class="ft5">0851</span> <span class="ft5">Streue 300</span> <span class="ft5">1995</span><br/> <br/> <span class="ft7">Im Weiteren wurde ausgeführt, offenbar seien für dieselben Flä-</span><br/> <span class="ft7">chen separate Entschädigungen für Pflegemassnahmen ausbezahlt</span><br/> <span class="ft7">worden. Eine Deklaration als Ökofläche und landwirtschaftliche</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">Direktzahlungen</span> <span class="page_no">347</span></div> <div class="page" id="S15"> <div role="main"><br/> <span class="ft7">Nutzfläche sei daher nicht gerechtfertigt. Bis zur Schlusszahlung der</span><br/> <span class="ft7">Direktzahlungen könnten die offenen Fragen nicht mehr bereinigt</span><br/> <span class="ft7">werden. Für die genannten Flächen würden einstweilen keine Di-</span><br/> <span class="ft7">rektzahlungen ausgelöst. Je nach Resultat der Abklärungen werde im</span><br/> <span class="ft7">Jahre 2007 eine Nachzahlung vorgenommen oder eine Rückfor-</span><br/> <span class="ft7">derung der ausbezahlten Beiträge eingeleitet; vorbehalten bleibe eine</span><br/> <span class="ft7">allfällige Sanktion.</span><br/> <span class="ft7">Die Darstellung des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe</span><br/> <span class="ft7">mit dem Schreiben der Abteilung Landschaft und Gewässer vom</span><br/> <span class="ft7">8. November 2006 hinreichende Kenntnisse über die Doppelzahlun-</span><br/> <span class="ft7">gen bekommen, ist in keiner Art und Weise belegt. Im Gegenteil: Aus</span><br/> <span class="ft7">dem besagten Schreiben lassen sich weder der Name des Be-</span><br/> <span class="ft7">schwerdeführers noch die exakte Grösse der betroffenen Fläche noch</span><br/> <span class="ft7">die Dauer der Doppelzahlungen ablesen. Folglich waren seitens der</span><br/> <span class="ft7">Vorinstanz zusätzliche Abklärungen nötig. Aufgrund der nachvoll-</span><br/> <span class="ft7">ziehbaren Ausführungen des Vertreters der Vorinstanz ergibt sich zu-</span><br/> <span class="ft7">dem, dass die Informationen nicht ohne weiteres eruierbar waren.</span><br/> <span class="ft7">8.5.</span><br/> <span class="ft7">In ihrem Schreiben vom 26. November 2007 gelangte die Vor-</span><br/> <span class="ft7">instanz zum Schluss, dass dem Beschwerdeführer in den Jahren 2000</span><br/> <span class="ft7">- 2005 für eine Fläche von 300 a zu Unrecht Direktzahlungen ge-</span><br/> <span class="ft7">währt worden seien und er daher den Betrag von insgesamt</span><br/> <span class="ft7">Fr. 48'600.-- zurückerstatten müsse. Entsprechend den obigen Darle-</span><br/> <span class="ft7">gungen besteht kein Anlass zur Annahme, die Vorinstanz habe zum</span><br/> <span class="ft7">damaligen Zeitpunkt bereits seit über einem Jahr hinreichende</span><br/> <span class="ft7">Kenntnisse über das ungefähre Ausmass der Vermögenseinbusse ge-</span><br/> <span class="ft7">habt. Tatsächlich wurde sie sich erst später, nämlich im Zusammen-</span><br/> <span class="ft7">hang mit der Besprechung mit dem Beschwerdeführer und dessen</span><br/> <span class="ft7">Rechtsvertreterin vom 20. Februar 2008, erstmals des gesamten</span><br/> <span class="ft7">Ausmasses der Doppelzahlungen bewusst, ergab sich doch nunmehr,</span><br/> <span class="ft7">dass zusätzlich auch die Jahre 1998 und 1999 sowie eine weitere</span><br/> <span class="ft7">Fläche von 40 a betroffen waren. Demzufolge ist ausgeschlossen,</span><br/> <span class="ft7">dass die gesamte Rückforderung von Fr. 68'340.-- bzw. Teile hiervon</span><br/> <span class="ft7">je verjährt wären.</span><br/></div> </div> </body> </html>