Kantonsgericht Schwyz Beschluss vom 25. November 2021 BEK 2021 72 Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsidentin lic. iur. Daniela Pérez-Steiner, Kantonsrichter Clara Betschart und Pius Schuler, Gerichtsschreiber lic. iur. Mathis Bösch. In Sachen A.________, Privatkläger und Beschwerdeführer, gegen 1. B.________, Beschuldigter und Beschwerdegegner, 2. Staatsanwaltschaft, 2. Abteilung, Postfach 1201, 6431 Schwyz, Strafverfolgungsbehörde und Beschwerdegegnerin, vertreten durch Staatsanwalt D.________, betreffend Nichtanhandnahme Strafverfahren (Nötigung) (Beschwerde gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 4. Mai 2021, SU 2020 225);- hat die Beschwerdekammer,Kantonsgericht Schwyz 2 nachdem sich ergeben und in Erwägung: 1. Am 24. Januar 2020 erstattete A.________ gegen B.________ Strafan- zeige wegen Nötigung begangen dadurch, dass der Beschuldigte auf dem öffentlichen C.________weg Absperrpfosten montiert habe, um den Fahrweg zu blockieren (U-act. 3.1.01). Mit Verfügung vom 4. Mai 2021 entschied die Staatsanwaltschaft, keine Strafuntersuchung gegen den Beschuldigten betref- fend Nötigung durchzuführen, weil es dem Strafanzeigeerstatter gemäss eigenen Angaben möglich war, den Pfosten zu entfernen und den C.________weg zu befahren. Der Strafanzeigeerstatter erhob dagegen recht- zeitig am 20. Mai 2021 Beschwerde. Er beantragt, die Nichtanhandnahmever- fügung aufzuheben und die Staatsanwaltschaft zu verpflichten, gegen den Beschuldigten eine Strafuntersuchung wegen Nötigung zu eröffnen. Die Staatsanwaltschaft beantragt vernehmlassend, die Beschwerde kostenpflich- tig abzuweisen (KG-act. 4). Der Beschuldigte liess sich nicht vernehmen. 2. Der Beschwerdeführer bestreitet angegeben zu haben, es sei ihm mög- lich gewesen, die Pfosten mit einem Schlüssel zu entfernen. Zutreffend hält die Staatsanwaltschaft vernehmlassend jedoch fest, der Beschwerdeführer habe anlässlich der polizeilichen Einvernahme als Auskunftsperson am 11. Februar 2020 Entsprechendes erklärt. Er gab zu Protokoll, er habe zehn Mal die Pfostenschlösser mit seinem 5000-KABA öffnen und den Weg befah- ren können (U-act. 8.1.02 Nr. 27). Im Übrigen seien die Pfosten inzwischen weggeräumt worden (ebd. sowie Nr. 7). Mithin geht die Staatsanwaltschaft in Bezug auf die Person des Beschwerdeführers zutreffend davon aus, dass es an einem Anfangsverdacht für eine Nötigung fehlt. Weder wurde der Be- schwerdeführer zu einem längeren Umweg gezwungen noch kann in der vor- übergehenden Notwendigkeit, in einer beschränkten Anzahl von Fällen aus- zusteigen und Schlösser öffnen zu müssen, um den Weg befahren zu können, ein tatbestandsmässiger Erfolg ausgemacht werden. Die Beschwerde ist in- soweit abzuweisen.Kantonsgericht Schwyz 3 3. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, sämtliche anliegenden Eigentümer und Mieter hätten ein Fuss- und Fahrwegrecht und Mitarbeitern der mit der Überbauung der Liegenschaft betrauten Unternehmung sei die Durchfahrt verwehrt worden, ist er durch diese angeblichen Blockierungen anderer Personen nicht in seinen Rechten unmittelbar verletzt worden (Art. 115 Abs. 1 bzw. 105 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 StPO). Er kann sich daher in diesen Fällen nicht als Privatkläger erklären (Art. 118 Abs. 1 StPO) und ist nicht beschwerdelegitimierte Partei (Art. 382 Abs. 1 i.V.m. 104 Abs. 1 lit. b StPO). Insoweit ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. 4. Aus diesen Gründen ist die Beschwerde abzuweisen (vgl. oben E. 2), soweit darauf einzutreten ist (E. 3). Ausgangsgemäss trägt der Beschwerde- führer die Kosten des Beschwerdeverfahrens (Art. 428 Abs. 1 StPO);-Kantonsgericht Schwyz 4 beschlossen: 1. Die Beschwerde wird, soweit auf sie einzutreten ist, abgewiesen. 2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1‘500.00 werden dem Beschwerdeführer auferlegt und durch die geleistete Sicherheit gedeckt. 3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsa- chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Be- schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. 4. Zufertigung an den Beschwerdeführer (1/R), den Beschuldigten (1/R) und die Staatsanwaltschaft (1/A an die 2. Abteilung und 1/R an die Amtsleitung/zentraler Dienst) sowie nach definitiver Erledigung an die Staatsanwaltschaft (1/R mit den Akten an die 2. Abteilung) und die Kan- tonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv). Namens der Beschwerdekammer Die Kantonsgerichtsvizepräsidentin Der Gerichtsschreiber Versand 29. November 2021 kau