<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2001.00022</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106255&amp;W10_KEY=4467148&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2001.00022</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 29.08.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 1999</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialabzüge, Kinderfrembetreuungskosten<br/><br/>Die der Grossmutter für die regelmässige Betreuung der Enkelin ausgerichteten Spesen (Fahrtkosten, Verpflegung) sind Kinderfremdbetreuungskosten im Sinn von § 34 Abs. 3 lit. a StG. Aus Praktikabilitätsgründen ist es sachgerecht, die durch die Verpflegung der Grossmutter anfallenden Kosten gemäss der Weisung über die Bewertung der Naturaleinkünfte zu berechnen.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN">ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINKOMMENSSTEUER">EINKOMMENSSTEUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINSCHÃTZUNG UND EINSCHÃTZUNGSGRUNDLAGEN">EINSCHÃTZUNG UND EINSCHÃTZUNGSGRUNDLAGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREMDBETREUUNG">FREMDBETREUUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KINDERBETREUUNG">KINDERBETREUUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NATURALLEISTUNG">NATURALLEISTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PAUSCHAL">PAUSCHAL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALABZUG">SOZIALABZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SPESENVERGÃTUNG">SPESENVERGÃTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWANDTE">VERWANDTE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 34 lit. IIIa StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><a id="Text2"><span>I. D</span></a><span>ie in ungetrennter Ehe lebenden A. und B. haben eine 1998 ge­borene Tochter C. und sind beide berufstÃ¤tig. In der SteuererklÃ¤rung 1999 machten sie den Sozialabzug fÃ¼r Kin­derbetreuungskosten von Fr. 3'000.- geltend. Es handelte sich bei diesen Kosten um an die Grossmutter D., welche nach Angaben von A. und B. ihre Tochter wÃ¤hrend der Arbeits­zeit von B. an drei Tagen pro Woche betreute, bezahlte Fahrtkosten (von T. nach U. und zurÃ¼ck) sowie um Kosten fÃ¼r die jeweils wÃ¤hrend der Betreuungszeiten eingenommenen Mahlzeiten. Nach durchgefÃ¼hrtem Auflageverfahren, worin das pflichtige Ehepaar auf­gefordert wurde, die Kosten fÃ¼r die Kinderbetreuung fÃ¼r das Jahr 1999 nachzuweisen, verwei­gerte der SteuerkommissÃ¤r den Pflichtigen mit EinschÃ¤tzungsentscheid fÃ¼r die Staats- und Gemeindesteuern 1999 vom 7. September 2000 den geltend gemachten Sozial­abzug. Er veranlagte die Pflichtigen mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. ... und einem steuer­baren VermÃ¶gen von Fr. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Den dagegen erhobenen Rekurs (recte: Einsprache) wies das kantonale Steueramt am 21. November 2000 ab und bestÃ¤tigte die EinschÃ¤tzung vom 7. September 2000.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Die Steuerrekurskommission II hiess den dagegen gerichteten Rekurs gut und schÃ¤tz­te das Ehepaar A./B. fÃ¼r das Steuerjahr 1999 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. ... und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. ... ein. Die Steuerrekurskommission II gelangte zum Schluss, die bloss verwaltungsintern verbindliche Weisung der Finanzdirektion vom 1. Oktober 1998 Ã¼ber SozialabzÃ¼ge und Steuertarife (ZÃ¼rcher Steuerbuch Teil I, Nr. 20/2000), worin eine einschrÃ¤nkende Auslegung des Kinderbetreuungsabzugs verfoch­ten werde, halte vor dem Gesetz nicht stand und sei daher bei der EinschÃ¤tzung nicht zu be­folgen. FÃ¼r die Beanspruchung des Abzugs komme es einzig auf den Kostennachweis sowie auf die KausalitÃ¤t zwischen den Kosten und der Kinderbetreuung an. Der Fahrkosten­er­satz sei, entgegen den AusfÃ¼hrungen des kantonalen Steueramts, ohne weiteres ausgewie­sen. Hinsichtlich der Bewertung der an die Mutter der Pflichtigen kosten­los abgegebenen Mahlzeiten wandte die Kommission mangels Einreichung genauer Unterlagen durch die Pflichtigen die Tarife der Weisung der Finanzdirektion Ã¼ber die Bewertung der Natural­einkÃ¼nfte von Arbeitnehmern fÃ¼r die Bemessungsjahre 1999 und Folgende vom 1. Okto­ber 1998 an (ZÃ¼rcher Steuerbuch, Teil I, Nr. 12/2000). Sie stellte fest, dass die fÃ¼r die Kinder­betreuung verursachten Kosten insgesamt die Schwelle von Fr. 3'000.- Ã¼berschritten hÃ¤t­ten und liess demzufolge den Kinderbetreuungsabzug in vollem Umfang zu.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 20. MÃ¤rz 2001 beantragte das kantonale Steueramt, es sei der Entscheid der Steuerrekurskommission II aufzuheben und das steuerbare Einkommen fÃ¼r das Steuerjahr 1999 auf Fr. ... beziehungsweise das steuerbare VermÃ¶gen auf Fr. ... fest­zusetzen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Steuerrekurskommission und die Pflichtigen schlossen auf Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Umstritten ist im vorliegenden Fall, ob SpesenvergÃ¼tungen und Naturalleistungen, die an verwandte Personen im Zusammenhang mit der Kinderbetreuung eines in unge­trennter Ehe lebenden berufstÃ¤tigen Ehepaars ausgerichtet werden, abziehbar sind. Dies ist eine Frage von allgemeiner Bedeutung, weshalb die Entscheidung von der Kammer ge­fÃ¤llt wird (§ 38 Abs. 3 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststel­­lung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤n­ken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sachver­halt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das von der Re­kurs­kommission in Ãbereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf Angemessen­heit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekursinstanz zu set­zen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts erstreckt sich lediglich auf rechts­ver­letzende Ermessensfehler, d.h. auf ErmessensÃ¼berschreitung und auf Ermessensmissbrauch.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ihr Ermessen Ã¼berschreitet die BehÃ¶rde, wenn sie den Rahmen des ihr gesetzlich zu­stehenden Ermessens verlÃ¤sst, indem sie nach Ermessen entscheidet, obwohl ihr das<br/> Ge­setz kein solches einrÃ¤umt. Ein Ermessensmissbrauch liegt vor, wenn die BehÃ¶rde das Er­messen zwar im gesetzlich vorgegebenen Rahmen ausÃ¼bt, dieses aber unter sachfremden Gesichtspunkten oder in Missachtung allgemeiner Rechtsprinzipien betÃ¤tigt; das ist insbeson­dere der Fall, wenn die ErmessensbetÃ¤tigung als unhaltbar, als willkÃ¼rlich und rechtsun­gleich erscheint (RB 1999 Nr. 147).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Nach § 34 Abs. 3 lit. a StG kann fÃ¼r jedes am Ende der Steuerperiode weniger als fÃ¼nfzehn Jahre alte Kind, fÃ¼r das ein Abzug gemÃ¤ss Abs. 1 lit. a (Kinderabzug) geltend ge­macht werden kann, hÃ¶chstens Fr. 3'000.- abgezogen werden, wenn Kosten fÃ¼r die Betreu­ung von Drittpersonen anfallen, weil die in ungetrennter Ehe lebenden Steuerpflichtigen beide einer ErwerbstÃ¤tigkeit nachgehen oder einer der beiden dauernd invalid ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Nachgewiesen und unbestritten ist im vorliegenden Fall, dass 1999 die pflichtige Ehe­frau an drei Tagen pro Woche als Lehrerin und der Ehemann hundert Prozent erwerbstÃ¤­tig war. Die dadurch notwendig gewordene Fremdbetreuung der 1998 geborenen gemeinsa­men Tochter C. wurde ebenfalls unwidersprochen von der Grossmutter mÃ¼tterlicherseits be­sorgt. Streitig blieb einzig die Frage, ob die mit der Betreuung angefallenen Aufwendungen fÃ¼r Fahrten und Mahlzeiten Kosten im Sinn von § 34 Abs. 3 lit. a StG darstellen und be­jahendenfalls genÃ¼gend substanziert und nachgewiesen sind. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Die Steuerrekurskommission II hat mit Hinweis auf die Materialien eingehend und zutreffend dargelegt, weshalb es sich bei den im Streit liegenden Aufwendungen an die Grossmutter um abzugsberechtigte Fremdbetreuungskosten handelt. Es kann darauf ohne wei­teres verwiesen werden (vgl. § 161 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976). Was das Steueramt dagegen vorbringt, vermag nicht zu Ã¼berzeugen. Der Feststellung, die Betreuung eines Enkelkinds sei eine Aufgabe, welche "im allgemeinen mit VergnÃ¼­gen nachgekommen" werde und der "Pflege sozialer Kontakte" diene, ist zwar durchaus zuzustimmen, dem ist indessen entgegenzuhalten, dass D. ihre Enkelin wÃ¤hrend vierzig Schulwochen drei Mal in der Woche betreute. Ihre Betreuungsfunktion ging damit weit Ã¼ber das hinaus, was Grosseltern Ã¼blicherweise im Rahmen ihrer familiÃ¤ren Verpflichtungen fÃ¼r diese Aufgabe aufwenden. Die Betreuung eines Kleinkinds wÃ¤hrend der Arbeitszeit sei­ner Eltern schliesst eine Verpflichtung mit ein, der auch dann nachzukommen ist, wenn an­dere persÃ¶nliche BedÃ¼rfnisse der betreuenden Person anstehen. Gerade diese zeitliche Ein­­schrÃ¤nkung unterscheidet den vorliegenden Einsatz von D. von einer spontanen, mehr oder weniger selbst bestimmten und nicht an fixe Zeiten gebundene Betreuung ihrer Enkelin. Infolge ihres regelmÃ¤ssigen Einsatzes bekam sie eine Stellung, die einer Tagesmutter, wel­che die Betreuung von Kinder nebenberuflich ausÃ¼bt, gleichkommt. Insofern hÃ¤lt der streit­betroffene Abzug auch vor der Weisung der Finanzdirektion vom 1. Oktober 1998 Ã¼ber SozialabzÃ¼ge und Steuertarife stand, wonach gemÃ¤ss Randziffer 44 als Kinderbetreuungs­kosten auch Honorare an Personen gelten, "wel­che die Betreuung von Kinder beruflich oder nebenberuflich ausÃ¼ben (sog. TagesmÃ¼tter usw.)". Eine anders lautende Auslegung wÃ¤re - wie die Steuerrekurskommission zutreffend festgestellt hat - gesetzwidrig. Fer­ner hat die Steuerrekurskommission zutreffend festgestellt, dass auch Aufwendungen fÃ¼r Na­turalleistungen und SpesenvergÃ¼tungen, welche im kausalen Zusammenhang mit der Fremd­betreuung des Kinds stehen, als Kosten im Sinn von § 34 Abs. 3 lit. a StG geltend ge­macht werden kÃ¶nnen. Ob solche Leistungen bei der betreuenden Person als Einkommen zu besteuern sind, ist im vorliegenden Verfahren nicht zu entscheiden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Das kantonale Steueramt bestreitet nicht, dass D. fÃ¼r die Fahrten von ihrem Wohn­sitz T. nach U. Kosten entstanden sind. Ebenfalls als zutreffend wird angenommen, dass wÃ¤hrend ihrer Anwesenheit im Haushalt des pflichtigen Ehepaars Mahlzeiten eingenom­men wurden. Indessen wird die Sachdarstellung der Kosten fÃ¼r Fahrten und VerkÃ¶stigung bestritten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>D. hat im Rahmen der durch die Steuerrekurskommission II vorgenommen Untersu­chung vom 23. Januar 2001 bestÃ¤tigt, sie habe im massgebenden Steuerjahr 1999 im Zu­sam­menhang mit der Kinderbetreuung ihrer Enkelin fÃ¼r vierzig Schulwochen drei mal pro Wo­che Fr. 17.60, insgesamt Fr. 2'112.- verrechnet. Damit sind die dem pflichtigen Ehepaar an­gefallenen Kosten sowohl genÃ¼gend substanziert als auch nachgewiesen. Entgegen der Auf­fassung des kantonalen Steueramts kommt es nicht darauf an, ob D. allenfalls ein Halb­tax- oder Generalabonnement besass. Entscheidend ist einzig der Umstand, dass ihr von den Pflichtigen im Zusammenhang mit der Kinderbetreuung ein Entgelt in dieser HÃ¶he aus­gerichtet wurde. Ob D. diesen Betrag tatsÃ¤chlich ganz oder teilweise fÃ¼r Fahrkosten ver­wendet hat, ist in diesem Verfahren nicht zu prÃ¼fen. </span></p> <p class="Einzug1"><i><span> </span></i></p> <p class="Einzug1"><span>Ferner wird im Schreiben von D vom 30. Januar 2001 bestÃ¤tigt, sie habe jeweils mit­twochs das Mittagessen, manchmal das Nachtessen sowie am Donnerstag und Freitag das Morgen-, Mittag- und Nachtessen bei ihrer Tochter eingenommen. Damit sind auch die Kos­ten fÃ¼r die Mahlzeiten genÃ¼gend substanziert und nachgewiesen. Gegen die von der Steu­errekurskommission II vorgenommene SchÃ¤tzung dieser Aufwendungen, welche sich an die pauschalierten Tarife der Weisung der Finanzdirektion Ã¼ber die Bewertung der Natu­raleinkÃ¼nfte von Arbeitnehmern fÃ¼r die Bemessungsjahre 1999 und Folgende vom 1. Ok­to­ber 1998 (FrÃ¼hstÃ¼ck Fr. 4.-; Mittagessen Fr. 8.-; Abendessen Fr. 6.-) anlehnt, ist nichts ein­zuwenden. Wie auch zur Ermittlung der steuerbaren EinkÃ¼nfte (§ 16 Abs. 2 StG) aus ver­waltungsÃ¶konomischen GrÃ¼nden bei der Bewertung der NaturaleinkÃ¼nfte auf Erfah­rungs­zahlen und Pauschalen zurÃ¼ckgegriffen wird, ist es sachgerecht, beim Nachweis der fÃ¼r die betreuende Person anfallenden Kosten fÃ¼r die Verpflegung auf eine detaillierte im Ein­zelfall kaum mÃ¶gliche Auflistung der Aufendungen zu verzichten und die genannten Pau­schalen heranzuziehen. Unerheblich ist, ob die Grossmutter diese Mahlzeiten alleine oder zusammen mit der Pflichtigen zubereitet und eingenommen hat. Mit der Pauschalierung der Kosten ist gewÃ¤hrleistet, dass nur Verpflegungskosten fÃ¼r D. angerechnet werden. Da die RÃ¼ckkehr Ã¼ber den Mittag von U. nach T. nicht zuzumuten war, standen die eingenom­menen Mahlzeiten auch im kausalem Zusammenhang mit der Betreuungsfunktion. Dies gilt selbst dann, wenn die Pflichtige die Mittagspause zu Hause verbrachte. Fraglich er­scheint einzig, ob die geltend gemachten Kosten fÃ¼r das Nachtessen ebenfalls mit der Fremd­betreuung kausalen Aufwand darstellen. Dies kann indessen offen bleiben, da auch oh­ne diese Kosten von insgesamt Fr. 600.- der Schwellenwert von Fr. 3'000.- Ã¼berschritten war. Schliesslich ist es unerheblich, ob die das Kleinkind betreuende Grossmutter, wÃ¤hrend­­dem dieses schlief, noch andere TÃ¤tigkeiten im Haushalt verrichtete. Da D. auch zu den Schlafenszeiten hat prÃ¤sent sein mÃ¼ssen, sind die Aufwendungen fÃ¼r die Fahrten und die Mahlzeiten kausal zur Kinderbetreuung. Ferner erhielt sie fÃ¼r die eigentliche Betreuungs­funktion kein Entgelt, weshalb auch keine Kosten fÃ¼r allgemeine Haushaltsdienste gel­tend gemacht werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>