<h2>SubmittedText<h2><p>Grosse Fussball-, Hockey- und Basketballklubs wie auch Klubs anderer Mannschaftssportarten stehen immer öfter kurz vor dem Konkurs. Viele unter ihnen waren jahrzehntelang die Aushängeschilder des Schweizer Sports im In- und Ausland. Erwähnt seien hier lediglich die Beispiele der letzten Monate in den beiden Fussball-Nationalligen, wo, wenn unsere Informationen stimmen,  Sitten, Luzern, Lausanne, Lugano und Winterthur am Rande des finanziellen Ruins stehen. Die Schwierigkeiten dieser Klubs sind nur die Spitze des Eisbergs: Tatsächlich handelt es sich um ein weit verbreitetes Übel, das selbst altehrwürdige Klubs betrifft, nicht nur im Fussball, sondern auch in zahlreichen anderen Sportarten wie im Eishockey (Kloten), beim Basketball (wo vor jeder neuen Saison ein Rekord an Forfaiterklärungen aufgestellt wird) oder im Radsport. </p><p>Ohne eine angemessene Finanzierung durch den Bund wird sich diese Situation weiter verschlechtern. Abgesehen davon würden wir im Spitzensport heute schon nur wenige Teams spielen sehen (je zwei oder drei im Fussball und im Eishockey), wenn die Verbände die Reglemente streng anwenden würden. Bleibt nur noch die Frage, mit welchen Mitteln diese Tätigkeiten und Klubs anständig finanziert und unterstützt werden könnten. Für die Unterstützung spricht auch, dass die Klubs Nachwuchsmannschaften mit Tausenden von talentierten Sportlern und Sportlerinnen haben. Zu erwähnen ist hier, dass einige dieser Hockey- und Fussballvereine für den Nachwuchs über eine Million Franken pro Jahr ausgeben. </p><p>Das Sponsoring ist zwar eine wichtige Einnahmequelle, kann aber die wachsenden Kosten nicht decken. Das Gleiche gilt für die nationalen Fernsehübertragungsrechte. Aber man darf nicht nur die Ausgaben sehen. Zu bedenken ist z. B. die mögliche Imageverbesserung durch eine Teilnahme der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft an einer Endrunde der Weltmeisterschaft (durchschnittlich über 100 Millionen Fernsehzuschauer und -zuschauerinnen pro Spiel) oder der Europameisterschaft (über 30 Millionen Fernsehzuschauer und -zuschauerinnen). Es ist schwierig, den Gewinn aus einem solchen Auftritt in Zahlen auszudrücken, doch handelt es sich ohne jeden Zweifel um wichtige und wirkungsvolle Medienereignisse. Es wäre nicht falsch zu sagen, dass man bei einem dritten Platz der Schweiz an der Fussballweltmeisterschaft das Swissair-Debakel völlig vergessen würde und dass die Qualifikation von einem oder mehreren Schweizer Sportlern oder Sportlerinnen für ein olympisches Final mindestens der Wirkung von einem Monat Expo.02 entspricht. Zurzeit gibt der Bund für den Spitzensport 120 Millionen Franken pro Jahr aus. Mit dieser Initiative sollen jährlich 200 Millionen Franken hinzukommen. Wie dieser Betrag aufzuteilen ist, wird im Folgenden dargelegt. </p><p>Ausführung</p><p>Die Finanzhilfe des Bundes für den Spitzensport wird folgendermassen aufgeteilt:</p><p>a. Fussball</p><p>Klubs der Nationalliga A, der Nationalliga B und der 1. Liga</p><p>Total: 50 Millionen Franken, davon:</p><p>Nationalliga A: 30 Millionen Franken,</p><p>Nationalliga B: 10 Millionen Franken,</p><p>1. Liga: 10 Millionen Franken.</p><p>Grundlage für die Verteilung der Gelder bildet die Punktzahl, welche die Mannschaften während der Qualifikation und der Finalrunde bzw. der Auf-/Abstiegsrunde erreicht haben (keine Halbierung der Punkte aus der Qualifikation).</p><p>b. Eishockey</p><p>Klubs der Nationalliga A, der Nationalliga B und der 1. Liga</p><p>Total: 40 Millionen Franken, davon:</p><p>Nationalliga A: 20 Millionen Franken,</p><p>Nationalliga B: 10 Millionen Franken,</p><p>1. Liga: 10 Millionen Franken.</p><p>Grundlage für die Verteilung der Gelder bildet die Punktzahl, welche die Mannschaften während der Qualifikation und den Play-offs bzw. Play-outs erreicht haben.</p><p>c. Basketball</p><p>Klubs der Nationalliga A und der Nationalliga B</p><p>Total 5 Millionen Franken, davon:</p><p>Nationalliga A: 3 Millionen Franken,</p><p>Nationalliga B: 2 Millionen Franken.</p><p>Grundlage für die Verteilung der Gelder bildet die Punktzahl, welche die Mannschaften während der Qualifikation und eventuell während den Play-offs bzw. Play-outs erreicht haben.</p><p>Voraussetzungen für die Bundeshilfe</p><p>1. Die Klubs müssen sich verpflichten, 20 Prozent der Bundesbeiträge für den Nachwuchs zu verwenden. Zudem müssen die Sozialbeiträge vorschriftsgemäss bezahlt werden.</p><p>2. Die Aufteilung gilt für alle olympischen Mannschaftssportarten, sowohl für Frauen als auch für Männer.</p><p>3. In den Einzelsportarten (Frauen und Männer) erhalten die einzelnen Verbände die Beiträge, mit denen sie neben dem Nachwuchs, die Sportler und Sportlerinnen unterstützen müssen, die bei den Schweizermeisterschaften der einzelnen Sportarten herausragende Leistungen erbringen, namentlich diejenigen, welche die Schweiz bei Europameisterschaften, Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen vertreten oder vertreten könnten.</p><p>4. Die Bundeshilfe für den Spitzensport darf nicht mehr als jährlich 200 Millionen Franken kosten. Diese kommen zu den bereits heute eingesetzten 120 Millionen Franken hinzu.</p>