B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i ch t T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T ri b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-1951/2022 A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d v o m 11 . F e b ru a r 2 0 2 5 Besetzung Einzelrichterin Viktoria Helfenstein, Gerichtsschreiber Roger Stalder. Parteien 1. Helsana Versicherungen AG, Zürichstrasse 130, Post- fach, 8600 Dübendorf, 2. Sanitas Grundversicherungen AG, Jägergasse 3, Post- fach 2010, 8021 Zürich, 3. KPT Krankenkasse AG, Wankdorfallee 3, Postfach, 3001 Bern, alle vertreten durch Einkaufsgemeinschaft HSK AG, Zürich- strasse 130, 8600 Dübendorf, Beschwerdeführende, gegen 1. Stadt Zürich Stadtspital Triemli, Birmens- dorferstrasse 497, 8063 Zürich, 2. Stadt Zürich Stadtspital Waid, Tièchestrasse 99, 8037 Zürich, 3. Kantonsspital Winterthur, Brauerstrasse 15, Postfach 834, 8401 Winterthur, 4. GZO AG, Spital Wetzikon, Spitalstrasse 66, Postfach, 8620 Wetzikon ZH, 5. Spital Uster, Brunnenstrasse 42, Postfach, 8610 Uster, 6. Spital Limmattal, Urdorferstrasse 100, 8952 Schlieren, 7. Spital Bülach AG, Spitalstrasse 24, 8180 Bülach, 8. Spital Zollikerberg, Trichtenhauserstrasse 20, 8125 Zolli- kerberg, 9. Spital Männedorf AG, Asylstrasse 10, 8708 Männedorf, 10. Spital Affoltern, Sonnenbergstrasse 27, 8910 Affoltern am Albis, 11. Paracelsus-Spital Richterswil, Bergstrasse 16, 8805 Richterswil, 12. See-Spital, Standort Kilchberg, Grütstrasse 60, 8802 Kilchberg ZH, 13. See-Spital, Standort Horgen, Asylstrasse 19, Postfach, 8810 Horgen, 14. Schulthess Klinik, Lengghalde 2, 8008 Zürich, 15. Uniklinik Balgrist (Schweizerischer Verein Balgrist), Forchstrasse 340, 8008 Zürich, 16. Kinderspital Zürich - Eleonorenstiftung, Stein- wiesstrasse 75, 8032 Zürich, 17. Klinik Lengg AG, Bleulerstrasse 60, 8008 Zürich, 18. Adus-Medica AG, Breitestrasse 11, 8157 Dielsdorf, 19. Limmatklinik AG, Hardturmstrasse 133, 8005 Zürich, 20. Klinik Susenberg, Schreberweg 9, 8044 Zürich, 21. Rehaklinik Zollikerberg, Trichtenhauserstrasse 20, 8125 Zollikerberg, 22. Rehaklinik Kilchberg, Grütstrasse 60, 8802 Kilchberg ZH, 23. Forel Klinik AG, Islikonerstrasse 5, 8548 Ellikon an der Thur, alle vertreten durch Verband Zürcher Krankenhäuser, Nord- strasse 15, 8006 Zürich, alle vertreten durch Prof. Dr. iur. Urs Saxer, Rechtsanwalt, und Patrizia Gratwohl, Rechtsanwältin, Steinbrüchel Hüssy Rechtsanwälte, Grossmünsterplatz 8, 8001 Zürich, Beschwerdegegnerinnen, Regierungsrat des Kantons Zürich, Staatskanzlei, Neumü- hlequai 10, Postfach, 8090 Zürich, handelnd durch Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich, Stampfenbachstrasse 30, 8090 Zürich, Vorinstanz. Gegenstand Krankenversicherung (KVG), Tariffestsetzung TARMED Tax- punktwert für vom Verband Zürcher Krankenhäuser vertre- tene Spitäler ab 1. Juni 2018, Regierungsratsbeschluss (RRB) Nr. 443 vom 16. März 2022. C-1951/2022 Seite 3 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass der Regierungsrat des Kantons Zürich (im Folgenden: Vorinstanz) in Ziffer I. des Beschlusses Nr. 443 vom 16. März 2022 angeordnet hat, für die ambulanten Leistungen der obligatorischen Krankenpflegeversiche- rung (im Folgenden: OKP), die nach TARMED abgerechnet würden, werde gegenüber den von der CSS Kranken -Versicherung AG, der Einkaufsge- meinschaft HSK AG (im Folgenden: HSK AG) und der tarifsuisse ag ver- tretenen Versicherern für die folgenden Spitäler, die für den Zeitraum ab 1. Januar 2018 weder einen TARMED-Tarifvertrag abgeschlossen noch ei- nem solchen beigetreten seien, mit Wirkung ab 1. Januar 2018 ein TAR- MED-Taxpunktwert (im Folgenden: TPW) von Fr. 0.91 festgesetzt : Kan- tonsspital Winterthur, Stadtspital Zürich Standort Triemli, See-Spital Stand- ort Horgen, See -Spital Stan dort Kilchberg, Spital Uster, GZO AG Spital Wetzikon, Spital Limmattal, Spital Bülach, Spital Zollikerberg, Stadtspital Zürich Standort Waid, Schulthess-Klinik, Spital Männedorf, Kinderspital Zü- rich, Universitätsklinik Balgrist, Spital Affoltern, Klinik Lengg, Adus Medica, Limmatklinik, Paracelsus-Spital Richterswil, Zürcher RehaZentrum Wald, RehaClinic Zollikerberg, RehaClinic Kilchberg, Klinik Susenberg und Forel Klinik (Akten des Bundesverwaltungsgerichts [ im Folgenden: BVGer-act.] 1 Beilage 3), dass in Ziffer II. weiter darauf hingewiesen worden ist, die Tarifpartner seien berechtigt, rückwirkend ab dem 1. Januar 2018 die Differenz zwischen dem mit Regierungsratsbeschluss Nr. 838/2017 angeordneten provisorischen TPW und dem gemäss Dispositiv I. festgesetzten TPW nachzufordern, dass die Helsana Versicherungen AG , die Sanitas Grundversicherungen AG und die KPT Krankenkasse AG (im Folgenden: Beschwerdeführerin- nen), allesamt vertreten durch die HSK AG, diese vertreten durch Helsana Versicherungen AG, Recht & Compliance, hiergegen beim Bundesverwal- tungsgericht mit Eingabe vom 27. April 2022 haben Beschwerde erheben und unter anderem beantragen lassen, es sei die Dispositivziffer I. des Be- schlusses des Regierungsrates des Kantons Zürich vom 16. März 2022 (Beschluss Nr.443/2022) aufzuheben (BVGer-act. 1 Ziffer 1.), dass die Beschwerdeführerinnen mit Zwischenverfügung vom 4. Mai 2024 unter Hinweis auf die Säumnisfolgen (Nichteintreten auf die Beschwerde) aufgefordert worden sind, innert Frist einen Kostenvorschuss von Fr. 5'000.- in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu leisten (BVGer-act. 2 und 3), C-1951/2022 Seite 4 dass dieser Aufforderung nachgekommen worden ist (BVGer-act. 5), dass die Zürcher Stadtspitäler Triemli und Waid, das Kantonsspital Win- terthur, die GZO AG (Spital Wetzikon), das Spital Uster, das Spital Limmattal, das Spital Bülach AG, das Spital Zollikerberg, das Spital Män- nedorf AG, das Spital Affoltern, das Paracelsus-Spital Richterswil, die See- spitäler an den Standorten Horgen und Kilchberg, die Schulthessklinik, die Uniklinik Balgrist (Schweizerischer Verein Balgrist), das Kinderspital Zürich – Eleonorenstiftung, die Klinik Lengg AG, die Adus-Medica AG, die Limmat- klinik AG, die Klinik Susenberg, die Rehakliniken Zollikerberg und Kilch- berg sowie die Forel Klinik AG (im Folgenden: Beschwerdegegnerinnen), vertreten durch den Verband Zürcher Krankenhäuser, diese vertreten durch PD Dr. iur. Urs Saxer, Rechtsanwalt, M.A. HSG in Law Patrizia Grat- wohl und Dr. iur. Daniela Kühne (BVGer-act. 4), im Rahmen ihrer Eingabe vom 17. Juni 2022 unter anderem beantragt haben, der Antrag der Be- schwerdeführerinnen auf Aufhebung von Dispositiv Ziffer I. des Beschlus- ses der Vorinstanz und auf Rückweisung an die Vorinstanz sei abzuweisen (Ziffer 1.); der Eventualantrag der Beschwerdeführerinnen auf Festsetzung des TPW für spitalambulante Leistungen auf Fr. 0.89 ab 1. Januar 2018 sei abzuweisen (BVGer-act. 7), dass die Vorinstanz am 20. Juni 2022 an den im angefochtenen Beschluss Nr. 443/2022 vom 16. März 2022 gemachten Erwägungen festgehalten hat (BVGer-act. 8), dass die Beschwerdeführerinnen dem Bundesverwaltungsgericht am 26. August 2024 den Tarif vertrag zwischen ihnen und den Beschwerde- gegnerinnen vom 25. Juni 2024 übermittelt und beantragt haben, das Ver- fahren sei bis zum Genehmigungsentscheid der Vorinstanz betreffend den Tarifvertrag zu sistieren (BVGer-act. 12), dass sich in der Folge am 6. September 2024 die Vorinstanz und die Be- schwerdegegnerinnen am 13. September 2024 zustimmend zum Sistie- rungsantrag geäussert haben (BVGer-act. 17 und 18), dass mit prozessleitender Verfügung vom 30. September 2024 der Antrag der Beschwerdeführerinnen vom 26. August 2024 auf Sistierung des Ver- fahrens gutgeheissen und das Beschwerdeverfahren vorerst bis zum 4. November 2024 sistiert worden ist (BVGer-act. 19), C-1951/2022 Seite 5 dass die Vorinstanz ersucht worden ist, der Beschwerdeinstanz zu gege- bener Zeit eine Kopie des Tarifvertrags und den Genehmigungsbeschluss unaufgefordert einzureichen, dass die Vorinstanz mit Datum vom 4. November 2024 eine Kopie des Ta- rifvertrags, welcher am 31. Oktober 2024 vom Regierungsrat genehmigt und am 7. November 2024 publiziert worden ist, eingereicht und das Bun- desverwaltungsgericht um Abschreibung des Beschwerdeverfahrens zu- folge Gegenstandslosigkeit ersucht hat (BVGer-act. 20), dass die Beschwerdegegnerinnen am 4. November 2024 und die Be- schwerdeführerinnen am 5. November 2024 die Verlängerung der Verfah- renssistierung beantragt haben (BVGer-act. 21 und 22), dass die Vorinstanz dem Bundesverwaltungsgericht mit Schreiben vom 7. November 2024 den Regierungsratsbeschluss vom 30. Oktober 2024 nachgereicht hat; gemäss diesem wurde der Tarifvertrag zwischen den Be- schwerdegegnerinnen und den Beschwerdeführerinnen betreffend Vergü- tung von ambulanten Leistungen nach TARMED ab dem 1. Januar 2020 genehmigt (BVGer-act. 24) dass mit prozessleitender Verfügung vom 11. Dezember 2024 die Anträge der Beschwerdegegnerinnen und der Beschwerdeführerinnen auf Verlän- gerung der Verfahrenssistierung vom 4. und 5. November 2024 als gegen- standslos geworden abgeschrieben worden sind und den Beschwerdefüh- rerinnen und den Beschwerdegegnerinnen Gelegenheit gegeb en worden ist, innert Frist zu der vorinstanzlich beantragten Abschreibung des Be- schwerdeverfahrens zufolge Gegenstandslosigkeit eine Stellungnahme einzureichen (BVGer-act. 25), dass die Vorinstanz in Ziffer 8 des Regierungsratsbeschlusses des Kan- tons Zürich vom 30. Oktober 2024 den zwischen dem Verband Zürcher Krankenhäuser und der HSK AG abgeschlossenen Vertrag betreffend Ver- gütung von ambulanten Leistungen nach TARMED rückwirkend ab 1. Ja- nuar 2018 genehmigt hat (BVGer-act. 26 Beilage 1), dass das Bundesv erwaltungsgericht am 10. Dezember 2024 in Kenntnis gesetzt worden ist, dass die HSK AG nicht länger durch Helsana Versiche- rungen AG, Legal, vertreten werde (BVGer-act. 26), dass die Beschwerdeführerinnen in einer weiteren Eingabe vom 10. De- zember 2024 explizit ausgeführt haben, mit vorgenannter konstitutiver C-1951/2022 Seite 6 Tarifvertragsgenehmigung werde das vorliegende Beschwerdeverfahren gegenstandslos, weshalb sie den Rückzug der Beschwerde erklärten (BVGer-act. 26 Ziffer 5), dass die Beschwerdegegnerinnen am 13. Dezember 2024 ihr Einverständ- nis mit der Abschreibung des Beschwerdeverfahrens erklärt haben (BVGer-act. 27), dass die Beschwerdeführerinnen den Rückzug ihrer Beschwerde schriftlich und vorbehaltlos erklärt haben, dass sich das Verfahren vor dem Bundesverwaltung sgericht gemäss Art. 37 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) und Art. 53 Abs. 2 Satz 1 des Bundesgesetzes über die Kranken- versicherung vom 18. März 1994 (KVG; SR 832.10) grundsätzlich nach den Vorschriften des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) richtet; vorbehalten bleiben allfällige Abwei- chungen des VGG und die besonderen Bestimmungen des Art. 53 Abs. 2 KVG (Urteil des BVGer C-6561/2015 und C-6471/2015 vom 18. Juli 2017 E. 1 [nicht publiziert in BVGE 2017 V/4]), dass nach Art. 53 Abs. 1 KVG gegen Beschlüsse der Kantonsregierungen nach Art. 47 KVG beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde geführt werden kann (vgl. auch Art. 33 Bst. i VGG und Art. 90a Abs. 2 KVG), dass das Bundesverwaltungsgeric ht demnach zur Beurteilung der Be- schwerde gegen den vorliegend angefochtenen Beschluss Nr. 443 der Vorinstanz vom 16. März 2022 zuständig ist, dass auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, weshalb auf die Beschwerde vom 27. April 2022 (BVGer-act. 1) einzutreten ist, dass zufolge des am 10. Dezember 2024 (BVGer-act. 26) schriftlich und vorbehaltlos erklärten Rückzugs das Beschwerdeverfahren im einzelrich- terlichen Verfahren als durch Rückzug gegenstandslos geworden (antrags- gemäss) abzuschreiben ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. a VGG), dass gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG das Beschwerdeverfahren vor dem Bun- desverwaltungsgericht kostenpflichtig ist, dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei aufzuerlegen sind, de- ren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des Reglements C-1951/2022 Seite 7 vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun- desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), dass sich die Gerichtsgebühr nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsa- che, Art der Prozessführung und finanz ieller Lage der Parteien bemisst (Art. 63 Abs. 4bis VwVG, Art. 2 Abs. 1 VGKE), dass die Verfahrenskosten einer Partei ganz erlassen werden können, wenn ein Rechtsmittel ohne erheblichen Aufwand für das Bundesverwal- tungsgericht durch Rückzug erledigt wird (Art. 6 Bst. a VGKE), dass daher den Beschwerdeführerinnen keine Verfahrenskosten aufzuer- legen sind und diesen der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 5'000.- nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Abschreibungs- entscheids zurückzuerstatten ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Parteientschädigungen zu- zusprechen sind (Art. 7 Abs. 3 und 4 VGKE). Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Das Beschwerdeverfahren wird zufolge Rückzugs als gegenstandslos ge- worden abgeschrieben. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der von den Beschwerdefüh- rerinnen geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 5'000.- wird die- sen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Abschreibungsent- scheids zurückerstattet. 3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 4. Dieser Entscheid geht an die Beschwerdeführerinnen, die Beschwerde- gegnerinnen und die Vorinstanz. C-1951/2022 Seite 8 Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: Viktoria Helfenstein Roger Stalder Versand: