A bteilung V E -2350/2007 {T 0/2} U rteil vom 28. M ärz 2007 M itw irkung: R ichter W eber, R ichter G alliker, R ichter Brodard G erichtsschreiber H ardegger A ._______, Kongo (Kinshasa), vertreten durch B._______, G esuchstellerin gegen B undesverw altungsgericht (B VG er), Postfach, 3000 Bern 14 betreffend U rteil des B undesverw altungsgerichts (B VG er) vom 28. Februar 2007 in Sachen A syl und W egw eisung (R evision) / N C ._______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass das Bundesam t für M igration (BFM ) m it Verfügung vom 20. D ezem ber 2006 das Asylgesuch der G esuchstellerin vom 13. N ovem ber 2006 abgew iesen und die W egw ei- sung aus der Schw eiz sow ie deren Vollzug angeordnet hat, dass die G esuchstellerin m it Eingabe vom 19. Januar 2007 (Poststem pel) gegen diese Verfügung beim Bundesverw altungsgericht (BVG er) Beschw erde erheben liess, dass sie m it Zw ischenverfügung vom 26. Januar 2007 unter anderem zur Bezahlung eines Kostenvorschusses bis zum 13. Februar 2007 verpflichtet w urde, ansonsten auf das R echtsm ittel nicht eingetreten w erde, dass das Bundesverw altungsgericht m it U rteil vom 28. Februar 2007 auf die Beschw er- de w egen N ichtleistung des Kostenvorschusses innert angesetzter Frist nicht eintrat und der G esuchstellerin Verfahrenskosten im Betrag von Fr. 200.-- auferlegte, dass die G esuchstellerin m it Eingabe vom 9. M ärz 2007 (Poststem pel) um Aufhebung des U rteils des Bundesverw altungsgerichts vom 28. Februar 2007 und um W iederauf- nahm e des Beschw erdeverfahrens ersuchen liess, dass die G esuchstellerin die Q uittung der Posteinzahlung vom 12. Februar 2007 im O ri- ginal einreichen liess, dass der Instruktionsrichter m it Telefonat vom 14. M ärz 2007 (einstw eiliger Vollzugs- stopp) und m it Telefax vom 19. M ärz 2007 (definitive Aussetzung des Vollzugs) die kan- tonalen Vollzugsbehörden anw ies, von Vollzugshandlungen abzusehen, und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht an die Klassifikation einer R echtsm itteleingabe durch die Partei nicht gebunden ist und die unter dem Titel eines G esuchs um W ieder- aufnahm e des Beschw erdeverfahrens eingereichte Eingabe vom 9. M ärz 2007 als R evi- sionsgesuch zu prüfen ist (vgl. die w eiterhin zutreffende Praxis der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) in Entscheidungen und M itteilungen der AR K [EM AR K] 2004 N r. 13 E. 4, 2000 N r. 29 E. 2 S. 246, 1998 N r. 8 E. 3 S. 53 f.), dass das Bundesverw altungsgericht gem äss Art. 45 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005, VG G , SR 173.32, zuständig ist für die R evision von Entscheiden des Bundesverw altungsgerichts, dass dabei sinngem äss die Artikel 121 bis 128 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005, BG G , SR 173.110, gelten und das neue Verfahrensrecht anzuw enden ist (vgl. Art.53 Abs. 2 VG G ), dass das Bundesverw altungsgericht in der R egel R evisionsgesuche in der Besetzung m it drei R ichtern oder R ichterinnen entscheidet, sofern das R evisionsgesuch nicht in die 3 Zuständigkeit des Einzelrichters beziehungsw eise der Einzelrichterin fällt (Art. 21 Abs. 1 VG G ; Art. 23 VG G i.V.m . Art. 111 AsylG ), dass die G esuchstellerin durch das U rteil des Bundesverw altungsgerichts vom 28. Februar 2007 berührt ist, ein schutzw ürdiges Interesse an dessen Aufhebung bezie- hungsw eise Änderung hat und daher zur Einreichung des G esuches legitim iert ist (Art. 6 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998, AsylG , SR 142.31, in Verbindung m it Art. 48 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verw altungsverfahren vom 20. D ezem ber 1968, Vw VG , SR 172.021, w eshalb auf das eingereichte G esuch einzutreten ist, dass die G esuchstellerin im W esentlichen geltend m acht, das angefochtene U rteil sei unhaltbar, w eil sie am 12. Februar 2007 den Kostenvorschuss im Betrag von Fr. 600.-- bezahlt habe, und sie ihre Behauptung gleichzeitig m it dem originalen Em pfangsschein der Post nachw eist, dass die G esuchstellerin dam it die Verletzung eines Verfahrensfehlers im Sinne von Art. 121 BG G geltend m acht, dass eine kurze Sichtung der Vorakten ergibt, dass die Behauptungen der G esuchstelle- rin offensichtlich zutreffen, dass (...), dass das Bundesverw altungsgericht bei der Ausfällung des U rteils dem zufolge von einem unrichtigen Sachverhalt ausgegangen ist und die in den Akten liegende erheb- liche Tatsache offensichtlich aus Versehen nicht berücksichtigt hat (vgl. Art. 121 Bst. d BG G i.V.m . Art. 45 VG G ), dass dem zufolge das R evisionsverfahren gutzuheissen, das U rteil vom 28. Februar 2007 aufzuheben und das ursprüngliche Beschw erdeverfahren w eiterzuführen ist, dass sich die G esuchstellerin bis zum Abschluss des Beschw erdeverfahrens in der Schw eiz aufhalten kann (Art. 42 Abs. 1 AsylG ), dass einer obsiegenden Partei in der R egel keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind, es sei denn, sie habe diese durch Verletzung von Verfahrenspflichten verursacht (vgl. Art. 63 Abs. 3 Vw VG i.V.m . Art. 45 VG G ), dass vorliegend keine Anzeichen einer Verletzung der Verfahrenspflichten vorliegen, dass dem nach der G esuchstellerin keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ), dass die vertretene G esuchstellerin im vorliegenden Verfahren obsiegt und ihr deshalb eine Parteientschädigung zuzusprechen ist (vgl. Art. 64 Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art 7 Abs. 1 des R eglem entes über Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsge- richt, VG KE, SR 173.320.1), dass der R echtsvertreter der G esuchstellerin für dieses Verfahren keine Kostennote zu den Akten gereicht hat, auf die N achforderung einer solchen indes verzichtet w erden kann, da sich die Vertretungskosten aufgrund der für das Verfahren ausschlaggebenden Akten zuverlässig abschätzen lassen (vgl. Art. 14 Abs. 2 in fine VG KE), dass die Parteientschädigung unter Berücksichtigung aller m assgeblicher U m stände und des für patentierte R echtsanw älte geltenden Stundenansatzes von Fr. 200.-- auf Fr. 4 200.-- (inkl. Auslagen und M w St) festzusetzen ist (vgl. (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 8 und 14 Abs. 2 VG KE). (D ispositiv nächste Seite)5 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D as unter dem Titel eines G esuchs um W iederaufnahm e des Beschw erdeverfah- rens eingereichte R evisionsgesuch vom 9. M ärz 2007 w ird gutgeheissen. 2. D as U rteil vom 28. Februar 2007 w ird aufgehoben; das Beschw erdeverfahren vom 19. Januar 2007 w ird fortgesetzt. 3. D ie G esuchstellerin kann den Ausgang des Beschw erdeverfahrens in der Schw eiz abw arten. 4. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 5. D er G esuchstellerin w ird vom Bundesverw altungsgericht eine Parteientschädigung von Fr. 200.-- ausgerichtet. 6. D ieses U rteil geht an: - R echtsvertreter, 2 Expl. (vorab per Telefax, eingeschrieben; Beilage: Form ular Zahladresse zum Ausfüllen und R etournieren) - Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, ohne Akten (R ef.-N r. N C ._______; per Telefax) - D ._______ (per Telefax) D er R ichter: D er G erichtsschreiber: Beat W eber Thom as H ardegger Versand am :