23. Juni 1995 N 1617 Interpellation Strahm Rudolf Valutati a qualche migliaia, questi cristiani abitano in maggior parte a Istanbul e nella provincia di Mardin (Tur Abdin). In questa regione del Sud-Est, patiscono le alee del conflitto che oppone l'esercito turco alla guerriglia curda e sono vit- time di atti di violenza armata commessi da individui non me- glio identificati, che assassinano membri della loro comunità e rapiscono giovani donne. A Istanbul, le discriminazioni sembrano più sottili. L'insegnamento obbligatorio di testi reli- giosi musulmani, in vigore sino al giugno 1990, è a volte an- cora imposto di fatto quale condizione per accedere agli studi superiori. I soprusi amministrativi, le ingiurie e l'impossibilità di accedere a funzioni amministrative importanti illustrano in parte anche le difficoltà cui sono esposti i membri della co- munità siro-cristiana. 2. Nella loro prassi, l'Ufficio federale dei rifugiati e la Com- missione di ricorso in materia di asilo esaminano nel singolo caso se il richiedente sia veramente esposto a persecuzione e se la sua vita e integrità fisica sarebbero minacciate in caso di rimpatrio nel paese d'origine. Nel corso degli anni precedenti, circa un terzo dei richiedenti l'asilo turchi membri della comunità siro-cristiana ha ottenuto asilo politico in Svizzera (una decina nel 1994). I richiedenti la cui domanda è stata respinta hanno per lo più beneficiato di un'ammissione provvisoria. 3. Il Consiglio federale partecipa attivamente agli sforzi espli- cati in seno a consessi multilaterali quali l'OSCE, il Consiglio d'Europa e la Commissione dei diritti dell'uomo per una miglior protezione dei diritti delle minoranze religiose, etniche e linguistiche, nonché dei loro membri. Nel gennaio di quest'anno, la Svizzera, congiuntamente con la Norvegia, ha per esempio svolto alcuni sondaggi presso i suoi partner dell'OSCE in vista dell'invio di una missione d'esperti incaricata di riferire sulla situazione dei diritti dell'uomo in Turchia. In mancanza di sostegno sufficiente, il quorum richiesto per il successo di questa iniziativa svizzera non ha potuto essere raggiunto. Il nostro paese continuerà nondimeno a prodigarsi per il rispetto dei diritti dell'uomo in Turchia. Erklärung des Interpellanten: befriedigt Déclaration de l'interpellateur: satisfait #ST# 94.3504 Interpellation Strahm Rudolf Elektrosmog. Problemerkennung und Handlungsbedarf Smog électrique. Nuisances et mesures à prendre Wortlaut der Interpellation vom 30. November 1994 Nachdem die Elektrizitätsgesellschaften jahrzehntelang je- des Problem im Zusammenhang mit dem Elektrosmog in Ab- rede gestellt hatten, wächst in der Fachwelt heute die Er- kenntnis, dass elektromagnetische Felder und elektrische Wechselfelder (sogenannter Elektrosmog) für Menschen und allgemein für Lebewesen gesundheitsschädigend sind. Wir bitten den Bundesrat, die Problemerkennung und den er- forderlichen Handlungsbedarf darzulegen und insbesondere folgende Fragen zu beantworten: 1. Was gedenkt der Bundesrat generell zu tun, um gesund- heitsschädigende Wirkungen des Elektrosmog zu erkennen, zu vermeiden und abzuwenden? 2. Gedenkt der Bundesrat entsprechende Normierungen und Zulassungsvorschriften für elektrische Geräte und Anlagen in bezug auf elektrische und elektromagnetische Störfelder zu erlassen? 3. Welche Auswirkungen haben die neueren Erkenntnisse in bezug auf den Elektrosmog auf die Genehmigungsverfahren für neue Hochspannungsleitungen und auf die Sanierung be- stehender Leitungen, insbesondere in der Nähe von Wohn- zonen? 4. Was gedenkt der Bundesrat beizutragen, um die Erfor- schung der Belastungen von Elektro- und Elektromagnetfel- dern zu fördern? Hat er zum Beispiel vor, ein nationales For- schungsprogramm in diesem Bereich auszulösen? 5. Könnten nicht eine Früherkennung und eine frühzeitige Umsetzung der elektrobiologischen Erkenntnisse in der an- gewandten Elektronik und der industriellen Entwicklung der schweizerischen Elektroindustrie einen Konkurrenzvor- sprung gegenüber dem Ausland schaffen, wie zuvor andere staatliche Normierungen im Umweltbereich (Low-NOx-Bren- ner, Abwasserreinigung, Luftreinhaltung) der Industrie inter- national einen Innovationsvorsprung verliehen haben? Texte de l'interpellation du 30 novembre 1994 Alors que les sociétés d'électricité ont nié pendant des dizai- nes d'années tout problème lié au smog électrique, les spé- cialistes sont aujourd'hui de plus en plus nombreux à recon- naître que les champs électromagnétiques et les champs électriques alternatifs (ce qu'il convient d'appeler smog élec- trique) sont nuisibles pour l'homme et pour tous les êtres vi- vants en général. Nous prions le Conseil fédéral de reconnaître l'existence du problème, d'énoncer les mesures à prendre et surtout de ré- pondre aux questions suivantes: 1. Quelle action globale le Conseil fédéral envisage-t-il pour reconnaître, éviter et prévenir les effets nocifs du smog élec- trique? 2. Le Conseil fédéral entend-il arrêter, pour les appareils et installations électriques, des normes et des prescriptions d'approbation relatives aux champs électriques et électroma- gnétiques parasitaires? 3. Quelles incidences les dernières découvertes en matière de smog électrique ont-elles sur les procédures d'autorisa- tion pour les lignes à haute tension et sur l'assainissement des lignes existantes, en particulier à proximité des zones ré- sidentielles? 4. Quelle contribution le Conseil fédéral pense-t-il apporter pour promouvoir l'étude des nuisances des champs électri- ques et électromagnétiques? Prévoit-il par exemple de met- tre sur pied un programme national de recherche dans ce do- maine? 5. Tout comme l'élaboration d'autres normes nationales dans le domaine de l'environnement (brûleurs Low-NOx, épuration des eaux, lutte contre la pollution de l'air) a donné une avance à notre industrie au niveau international, ne pourrait-on pas, à l'aide d'une détection avancée et en con- crétisant promptement les découvertes électrobiologiques dans l'électrotechnique appliquée et la conception indus- trielle, donner à l'industrie électrique suisse un avantage sur la concurrence étrangère? Mitunterzeichner - Cosignataires: Bäumlin, Bodenmann, BrüggerCyrill, Bundi, Danuser, Fankhauser, Haering Binder, Hafner Ursula, Herczog, Hubacher, Jöri, Ledergerber, Lee- mann, Leuenberger Ernst, Steiger Hans, Tschäppät Alexan- der, Vollmer, Zbinden, Ziegler Jean, Züger (20) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 15. Februar 1995 Rapport écrit du Conseil fédéral du 15 février 1995 Quellen elektromagnetischer Felder sind beispielsweise An- lagen für die Stromübertragung, elektrische Geräte, elektri- sche Bahnen und alle mobilen und stationären Sendeanla- gen. Der Schutz von Mensch und Umwelt vor elektromagne- tischen Feldern ist im Umweltschutzgesetz (USG) vomInterpellation Bundi 1618 N 23 juin 1995 7. Oktober 1983 geregelt. Elektromagnetische Felder sind als Immissionen den Luttverunreinigungen, dem Lärm und den Erschütterungen gleichgestellt. Umweltfachstelle des Bundes ist das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (Buwal). Zu den Fragen im einzelnen: 1. Das Buwal hat im Jahr 1989 eine Expertengruppe unter der Leitung von ETH-Professor Dr. H. Krueger mit der Auf- gabe betraut, die wissenschaftlichen Kenntnisse über die biologischen Wirkungen elektromagnetischer Felder zu be- werten und Handlungsempfehlungen abzugeben. Diese Ar- beit ist vorläufig abgeschlossen und in zwei Berichten publi- ziert worden. Die aktuellen Ergebnisse der Forschung wer- den laufend weiterverfolgt. Der Bundesrat beabsichtigt, ge- stützt auf das USG und auf der Basis dieser Vorarbeiten, eine Verordnung zum Schutz vor elektromagnetischen Fel- dern zu erlassen. 2. Bereits heute müssen Mikrowellenöfen im Rahmen der Zulassung durch das Eidgenössische Starkstrominspektorat (Esti) nach international harmonisierten Normen auf ihre Leckstrahlung hin getestet werden. Bei der Vorbereitung der Verordnung wird der Bundesrat prüfen, für welche weiteren Kategorien von Geräten und Anlagen eine Typenprüfung zur Emissionsbegrenzung angezeigt ist. 3. Bewilligungsbehörde für Hochspannungsanlagen ist grundsätzlich das Esti; es vollzieht in diesem Bereich auch die Vorschriften des USG. Gemäss der Verordnung über das Plangenehmigungsverfahren für Starkstromanlagen lädt das Esti die Kantone und die betroffenen Bundesstellen zur Stel- lungnahme ein. Das Buwal beurteilt dabei die Umweltver- träglichkeit der vorgelegten Projekte und stellt entspre- chende Anträge. Es prüft in Zusammenarbeit mit dem Bun- desamt für Gesundheitswesen insbesondere, ob die von der Expertengruppe Krueger empfohlenen Immissionsgrenz- werte eingehalten werden und ob im Rahmen der techni- schen und betrieblichen Möglichkeiten sowie der wirtschaftli- chen Tragbarkeit alle vorsorglichen Massnahmen vorgese- hen sind, welche die Feldbelastung in Wohngebieten redu- zieren. Das Esti entscheidet anschliessend in Kenntnis dieser Stellungnahmen. Für Anlagen, die dem Bahnbetrieb dienen, tritt das BAV an die Stelle des Esti. Bisher haben sich die Vollzugsbehörden auf die Beurteilung von Neuanlagen konzentriert. Die allfällige Sanierung beste- hender Anlagen, insbesondere den Umfang der zu treffen- den Massnahmen, die Fristen und das Verfahren, wird der Bundesrat in der vorgesehenen Verordnung regeln. 4. Weltweit ist eine beträchtliche Forschungsaktivität in be- zug auf die biologischen Wirkungen elektromagnetischer Felder festzustellen. Auch der Schweizerische National- fonds, die PTT, das Bundesamt für Energiewirtschaft und das Buwal haben in den letzten Jahren mehrere Forschungs- projekte in diesem Bereich unterstützt. Die Schweiz beteiligt sich ausserdem am europäischen Projekt Cost 244 «Biome- dizinische Wirkungen elektromagnetischer Felder». Der Bundesrat erachtet eine Weiterführung solcher Forschungs- aktivitäten als sinnvoll und ausreichend. 5. Fortschrittliche Unternehmen, die vor den übrigen Anbie- tern umweltverträglichere Produkte entwickeln und auf den Markt bringen, können sich Wettbewerbsvorteile verschaf- fen. Der Absatzmarkt für diese verbesserten Produkte kommt nicht nur über entsprechend angepasste Normen des Staates zustande. Ein Unternehmen oder eine Branche kann auch über die gängigen Marketinginstrumente, wie beispiels- weise Produktekennzeichnungen mit Angaben über die Emissionen, den Verkauf dieser Produkte fördern. Für den Bundesrat steht dieser Weg zur vorsorglichen Reduktion der Emissionen elektromagnetischer Felder bei Elektrogeräten im Vordergrund. Erklärung des Interpellanten: befriedigt Déclaration de l'interpellateur: satisfait #ST# 94.3546 Interpellation Bundi Subventionsbestimmungen für Forststrassen Routes forestières. Dispositions sur les subventions Wortlaut der Interpellation vom 15. Dezember 1994 Der Bundesrat wird um Auskunft gebeten: 1. Teilt er die Auffassung in bezug auf die Ziele des subven- tionierten Baues von Erschliessungsstrassen, dass 1a. beim Waldstrassenbau nebst dem Kriterium der Walder- haltung in seiner Ausdehnung vermehrt die Kriterien der qua- litativen Walderhaltung und des naturnahen Waldes berück- sichtigt werden sollen; 1b. beim Güterstrassenbau im Rahmen eines umweltfreund- lich produzierenden Bauernstandes stärker auf eine artenrei- che Tier- und Pflanzenwelt und eine von Schadstoffen weni- ger belastete Umwelt Rücksicht zu nehmen ist? 2a. Ist der Bundesrat bereit, bei künftigen Projekten von Wald- und Güterstrassen vom Prinzip der Kostenwahrheit auszugehen, d. h. nebst den eigentlichen Baukosten auch die Kosten für die Zerstörung von Naturwerten und land- schaftlichen Schönheiten einzubeziehen? 2b. Ist er demnach auch bereit, darauf hinzuwirken, dass auf Grund der Kostenwahrheit entweder der Verzicht auf eine Strasse oder der Ersatz durch schonendere alternative Tech- niken gefordert werden muss? 3. Ist der Bundesrat bereit, auch Sanierungsprojekte für be- stehende Waldwege, die lediglich sanfte Landschaftsein- griffe und kleinere Restkosten für finanzschwache Bergge- meinden zur Folge haben, als Alternative zu Neubauten an- zuerkennen und zu unterstützen? 4. Ist der Bundesrat gewillt, die Kriterien betreffend Breite und Neigung flexibler auszugestalten und auf übertriebenen Perfektionismus zu verzichten? 5. Wie gedenkt der Bundesrat die Kontrollen beim subventio- nierten Erschliessungsstrassenbau effizient auszugestalten und die indirekte Förderung von Hartbelagstrassen zu stop- pen, deren Kosten zum Teil heute auf Bund und Kantone ab- gewälzt werden? 6. Wie will der Bundesrat der Bestimmung in Artikel 20 Absatz 3 des Waldgesetzes gerecht werden, die einen Ver- zicht auf die Bewirtschaftung erlaubt, sofern der Zustand des Waldes und der Grundsatz der Walderhaltung dies zulas- sen? 7. Ist der Bundesrat gewillt, die neuen Erkenntnisse betref- fend einen sinnvollen und naturnahen Bau von Wald- und Güterstrassen anzuwenden und durch Anpassungen in den entsprechenden Verordnungen und Richtlinien in die Tat um- zusetzen? Wenn ja, wo und innert welcher Zeit soll das erfol- gen? Texte de l'interpellation du 15 décembre 1994 Je pose au Conseil fédéral les questions suivantes: 1. En ce qui concerne les objectifs du subventionnement de la construction des routes de desserte, est-il aussi d'avis que: 1 a. lors de la construction de routes forestières, il convien- drait de tenir compte, non seulement du critère de la conser- vation de l'aire forestière, mais aussi des critères qualitatifs de la conservation des forêts, notamment de leur maintien dans urrétat proche de l'état naturel? 1b. lors de la construction de routes rurales, il serait souhai- table, dans le cadre d'une agriculture utilisant des méthodes de production ménageant l'environnement, de mieux proté- ger la faune et la flore dans toute leur diversité et de mieux préserver l'environnement des facteurs de pollution? 2a. Le Conseil fédéral est-il disposé, lors de l'examen des projets de construction de routes forestières et rurales, à seSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Strahm Rudolf Elektrosmog. Problemerkennung und Handlungsbedarf Interpellation Strahm Rudolf Smog électrique. Nuisances et mesures à prendre In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1995 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 94.3504 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 23.06.1995 - 08:00 Date Data Seite 1617-1618 Page Pagina Ref. No 20 025 837 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.