Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 19. Oktober 2017 (720 17 197 / 274) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Keine Anwendung der gemischten Methode bei einer weiblichen versicherten Person, die im Gesundheitsfall teilzeitlich erwerbstätig wäre, da kein Aufgabenbereich vorhanden ist Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsri chter Beat Hersberger, Kantonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Barbara Vögtli Parteien A.____ , Beschwerdeführerin , vertreten durch Magdalena Schaer , Rechtsanwältin, Kronenplatz 14, Postfach 600, 8953 Dietikon gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. A.____, geboren 1962, arbeitete zuletzt im Fachd ienst Gesundheit für den Erwachse- nenbereich in der Institution B.____. Sie meldete s ich mit Gesuch vom 16. September 2013 bei der IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) für die Berufliche Integration bzw. eine Rente an und gab an, an Untergewicht, Erschöpfung bei schwerer P ankreasinsuffizienz mit Osteoporose, Hashimotothyreoiditis und Verdacht auf andere Autoimmunerkrankungen zu leiden. In der Folge klärte die IV-Stelle die erwerblichen und gesundhei tlichen Verhältnisse ab. Mit Verfügung vom Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 16. Mai 2017 berechnete die IV-Stelle in Anwendung d er gemischten Methode (Erwerb 70 % und Haushalt 30 %) ab dem 25. April 2014 einen IV-G rad von 25 % sowie ab dem 30. Juni 2016 einen IV-Grad von 28 % und lehnte das Leistungsbegehren ab. B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwäl tin Magdalena Schaer, mit Einga- be vom 19. Juni 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht Bas el-Landschaft, Abteilung Sozialver- sicherungsrecht, und beantragte, es sei die angefochtene V erfügung vom 16. Mai 2017 aufzu- heben und es seien ihr Eingliederungsmassnahmen zu gewäh ren. Eventualiter sei ihr eine IV- Rente in angemessener Höhe zuzusprechen. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu ver- pflichten, die gesetzlich vorgeschriebenen notwendigen m edizinischen Abklärungen über den Gesundheitszustand beziehungsweise über die Arbeitsfähig keit der Beschwerdeführerin vorzu- nehmen. Eventualiter seien auch neue Haushaltsabkläru ngen zu treffen, falls an der gemisch- ten Methode für die Berechnung des IV-Grades festgehalten werde; alles unter o/e-Kostenfolge. In der Begründung wurde zusammenfassend geltend gemacht, dass der Beschwerdeführerin berufliche Eingliederungsmassnahmen zu gewähren seien. Darüber hinaus bestehe seit Beginn der gesundheitlichen Beschwerden eine weit höhere Arb eitsunfähigkeit, als dies von der Be- schwerdegegnerin anerkannt werde, insbesondere auch unte r Berücksichtigung der Standar- dindikatoren. Schliesslich werde die Berechnung des IV-G rades bestritten, da kein leidensbe- dingter Abzug gemacht worden sei. C. Mit Vernehmlassung vom 4. September 2017 beantrag te die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien und die Akt en wird – soweit für die Beurteilung not- wendig – in den Erwägungen eingegangen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV- Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf d ie im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Beschwerde vom 19. Juni 2017 ist demnach einzutreten. 2. Zwischen den Parteien ist umstritten, ob die Beschwer degegnerin zu Recht einen Ren- tenanspruch der Beschwerdeführerin abgelehnt hat und ob die Beschwerdegegnerin Eingliede- rungsmassnahmen hätte prüfen müssen. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3. Vorab ist die Rüge der Beschwerdeführerin zu prüfe n, dass die Beschwerdegegnerin Eingliederungsmassnahmen hätte prüfen müssen. Diesbezügl ich ist festzustellen, dass die Be- schwerdegegnerin nach Eingang des Leistungsgesuchs und na ch Durchführung des Assess- mentgesprächs Eingliederungsmassnahmen durchführte. Im Abschlussbericht vom 20. Januar 2014 werden die durchgeführten Massnahmen einzeln aufg ezählt. Zudem wird festgehalten, dass subjektiv zum jetzigen Zeitpunkt und bis auf weiteres ke in Eingliederungspotenzial vor- handen sei. In Anbetracht dieser Ausgangslage schloss die zuständige Abteilung das Eingliede- rungsdossier und leitete die Angelegenheit zur Renten prüfung weiter. Vor diesem Hintergrund hält die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verf ügung zu Recht fest, dass nach abge- schlossenem Rentenprüfungsverfahren ein formloser Antrag für die erneute Prüfung von Ein- gliederungsmassnahmen gestellt werden könne. In diesem Punkt ist die Beschwerde abzuwei- sen. 4.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittli ch mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 4.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähig keit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in e inem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunf ähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähig- keit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, g eistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Einglied erung verbleibende ganze oder teil- weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betra cht kommenden allgemeinen Arbeits- markt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurte ilung des Vorliegens einer Erwerbsun- fähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die F olgen der gesundheitlichen Beein- trächtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfäh igkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 4.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psych ischen Gesundheitsbeeinträchti- gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Dia gnose nach einem wissenschaftlich an- erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzuge ltenden psychischen Leiden belas- tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umstän den kein Krankheitswert zu- kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psych ische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versi cherten Person trotz des Leidens wil- lensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten und einem E rwerb nachzugehen (BGE 127 V 299 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer d urch eine psychische Gesundheitsbeein- trächtigung verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es al so nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielm ehr, ob anzunehmen ist, die Verwer- tung der Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nich t mehr zumutbar oder – als alternative Vo- raussetzung – sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 1 02 V 165; vgl. auch BGE 127 V 298 E. 4c in fine). 4.4 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Gr ad der Invalidität wie folgt abge- stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine gan ze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 5.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrade s bildet die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheit lichen Beeinträchtigungen arbeitsun- fähig ist. 5.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä- higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und i m Beschwerdefall das Gericht) auf Un- terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur- teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind di e ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbe itsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 5.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vg l. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an- deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen b eruht, auch die geklagten Beschwerd- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspr echung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzu stellen (vgl. die ausführlichen Zusam- menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein- geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte , welche aufgrund eingehender Be- obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in d ie Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen ge langen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indi zien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 6.1 Die Beschwerdegegnerin gab im Hinblick auf die Beur teilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ein polydisziplinäres (internistisch, rh eumatologisch, psychiatrisch, neu- ropsychologisch und gastroenterologisch) Gutachten beim ärzt lichen Begutachtungsinstitut Ba- sel (ABI) in Auftrag, das am 23. Februar 2016 erstatt et wurde. In diesem gelangten die Gutach- ter zusammenfassend zur Auffassung, dass aus polydisziplinärer Sicht mit Einfluss auf die Ar- beitsfähigkeit eine Somatisierungsstörung (ICD-10 F45. 0, DD: atypische Anorexia nervosa), eine Hypermobilität (ICD-10 M35.7), ein chronisches ze rvikospondylogenes Schmerzsyndrom (ICD-10 M53.1) sowie eine Osteoporose (ICD-10 M81.99) diagnostiziert werden könnten. Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit wurden rezidivierende Durchfälle unklarer Ätiologie (ICD- 10 K52.9), diffuse abdominale Beschwerden ohne Nachw eis einer organischen Ursache, ein chronisches thorako-lumbospondylogenes Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5), ein leichter IgG Subklassenmangel sowie eine Autoimmun-Thyreoiditis Hashi moto gemäss Unterlagen (ICD-10 E03.9) diagnostiziert. In Bezug auf die Arbeitsfähigke it hielten die Gutachter fest, dass aus po- lydisziplinärer Sicht eine Arbeits- resp. Leistungsfähigkeit von 80 % in körperlich leichten, adap- tierten Tätigkeiten festgestellt werden könne. Das Pen sum könne vollschichtig umgesetzt wer- den mit leicht erhöhtem Pausenbedarf. Für körperlich belastende Tätigkeiten wie die ange- stammte Tätigkeit als Pflegefachfrau bestehe keine Arbe itsfähigkeit mehr. Aufgrund der anam- nestischen Angaben, der Untersuchungsbefunde, der Dokume nte und der früher attestierten Arbeitsunfähigkeiten könne eine Arbeitsunfähigkeit i n der angestammten Tätigkeit seit der Krankschreibung ab dem 25. April 2013 angenommen werden. 6.2 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochte nen Verfügung bei der Beurtei- lung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin vollumfänglich auf die Ergebnisse, zu welchen die ABI-Gutachter in ihr em Gutachten vom 23. Februar 2016 gelangt sind. Sie ging demzufolge davon aus, dass die Be schwerdeführerin aus polydisziplinä- rer Sicht in einer körperlich angepassten, leichten Täti gkeit zu 80 % arbeitsfähig sei. Diese Be- weiswürdigung ist nicht zu beanstanden. Mit der Vorinstan z kann festgehalten werden, dass das ABI-Gutachten für die streitigen Belange umfassend i st, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und in K enntnis der Vorakten abgegeben worden ist. Die Gutachter nehmen ausdrücklich zu früheren ärztlichen Diagnosen und Ein- schätzungen der Arbeitsfähigkeit Stellung. Dabei weisen sie auf zur Aktenlage bestehende Dif- ferenzen hin und legen dar, weshalb sich eine abweichende gutachterliche Beurteilung rechtfer- tigt. Die Darlegung der medizinischen Zusammenhänge, d ie Diagnosen und deren Auswirkun- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht gen auf die körperlichen und psychischen Fähigkeiten der Beschwerdeführerin, eine Arbeitstä- tigkeit auszuüben, sind einleuchtend begründet. 6.3.1 Was die Beschwerdeführerin vorbringt, ist nicht geeignet, die ausschlaggebende Be- weiskraft des ABI-Gutachtens in Frage zu stellen. Die Besc hwerdeführerin rügt, dass das ABI- Gutachten die früher attestierte depressive Symptomatik nicht genügend gewürdigt habe. Aus- serdem sei festzustellen, dass die Beschwerdeführerin die Krise noch nicht überwunden habe. Es sei nicht nachvollziehbar, dass im ABI-Gutachten das Vor liegen einer depressiven Störung vollständig ausgeschlossen werde. Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, setzt sich in seinem psychiatrischen Teilgutachten mit anderslautenden Einschätzungen psychia trischer Fachkollegen und -innen differenziert auseinander. Dabei beschreibt er in nachvollziehbarer Weise, weshalb er weder mit der Auffassung des ehemals behandelnden Psychiaters Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie (Berichte vom 5. November 2013 und vom 13. Oktober 2014), noch mit derjeni- gen der behandelnden Ärztinnen der Klinik E.____ eini g gehen kann. In diesem Zusammen- hang stellt er fest, dass die Beschwerdeführerin anlässlich seiner Untersuchung keine Sympto- me und Befunde gezeigt habe, welche eine eigentliche depressive Störung begründen könnten. Sie gebe zwar eine Belastung durch die Körpererkrankung en an, negiere aber eine eingetrübte Stimmungslage, einen Interessens- oder Freudeverlust, ei ne Antriebsstörung oder Suizidge- danken. Diese Symptome könnten auch aufgrund des aktuellen Psychostatus nicht nachgewie- sen werden. Es könne aber letztlich nicht ganz ausgeschl ossen werden, dass die Persistenz (und Therapieresistenz) der Somatisierung als larvierter Ausdruck abgespaltener, mit dem Selbstbild nicht vereinbarer depressiver Affekte zu versteh en sei. Dr. C.____ legt somit den psychiatrischen Befund ausführlich dar (S. 10f. des ABI-Gutachtens). Unter Ziffer 4.1.3.1 hält er sodann fest, dass die Beschwerdeführerin eine Fixierung und Einengung auf die körperlichen Symptome und die Ernährung aufweise. Im Zentrum würde n die gastrointestinalen Symptome mit Bauchbeschwerden und Durchfällen stehen. Dr. med. F .____, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie, RAD, führt in seiner Stellungnahme vom 5. Juli 2017 in diesem Zusammen- hang in nachvollziehbarer Weise aus, dass Dr. C.____ nich t nur auf die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin, sondern insbesondere auf objektiv beobachtbare psychopathologische Befunde wie psychomotorischer Antrieb, formales und inha ltliches Denken, Mimik und Gestik, Affektlage, Affektmodulation, Affektrapport, abgestellt habe. Damit habe er auf die Parameter gemäss AMDP Bezug genommen, die mit einer dissimulieren den Haltung nicht oder nicht an- dauernd verschleiert werden könnten. Schliesslich weist Dr. C.____ mit ergänzender Stellung- nahme vom 5. April 2016 in Bezug auf den Austrittsbericht der Klinik E._____ vom 1. März 2016 darauf hin, dass dieser Bericht die identischen Diagno sen wie der Erstbericht vom 8. Juni 2015 enthalte. Insbesondere werde eine mittelgradige depre ssive Episode diagnostiziert. Da er zu dieser Frage bereits im Gutachten Stellung bezogen hab e, verzichte er auf weitere Ausführun- gen. Gestützt auf die Beurteilungen von Dr. C.____ und die Ausführungen von Dr. F.____ ist somit festzustellen, dass nicht ein eigentliches depressives Geschehen, sondern die Somatisie- rungsstörung im Vordergrund steht und sich funktionell auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.3.2 Die Beschwerdeführerin rügt weiter, dass eine Di skussion darüber fehle, welchem Krankheitsbild die Erschöpfung zuzuordnen sei und in welchem Ausmass diese die Ressourcen hemme. Dr. F.____ führt dazu in seiner Stellungnahme vom 5. Juli 2017 aus, dass es sich bei der Erschöpfung um ein unspezifisches subjektives Symptom und nicht um eine Krankheit oder einen dauerhaften medizinischen Gesundheitsschaden handl e. In Bezug auf den Einwand der Beschwerdeführerin, dass sie über einen längeren Zeitraum weder am Stück Bücherlesen noch ein Motorfahrzeug lenken könne, weshalb damit nicht d er Beweis für die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit erbracht worden sei, führt Dr. F.___ _ aus, dass die Fähigkeit, regelmässig unfallfrei Autofahren zu können, durchaus eine valable horizontale Konsistenzprüfung der Frage darstelle, ob die geltend gemachten Konzentrationseinb ussen gegeben seien. Die Versicherte beweise damit, dass sie sich geraume Zeit den heutigen Erfordernissen des dichten Strassen- verkehrs entsprechend gut konzentrieren könne, geteilt a ufmerksam sein könne, sich stets den veränderten Verkehrssituationen anpassen könne, sich an die Verkehrsregeln halten könne und diese auch memorieren könne. Wäre die Beschwerdeführer in derart erschöpft und müde, dass damit eine volle Arbeitsunfähigkeit begründet werden kö nnte, würde sie entweder wegen Un- achtsamkeit einen Unfall verursachen oder gar am Steuer einschlafen, was ja nicht der Fall sei. Auf diese schlüssigen Ausführungen von Dr. F.____ ist abzu stellen, insbesondere auch unter Berücksichtigung des Umstands, dass sich anlässlich der neurop sychologischen Untersuchun- gen im ABI und im Kantonsspital G.____ (Bericht vom 24 . September 2013) nur minime bis gar keine Leistungseinbussen gezeigt haben. 6.3.3 Weiter stellt die Beschwerdeführerin die rechtsge nügliche Abklärung des Einflusses der Somatisierungsstörung auf die Arbeitsfähigkeit in Frage. Zum einen seien die Standardindi- katoren in die Prüfung zu beachten, zum anderen sei di e von den behandelnden Ärzten festge- stellte depressive Störung und die Erschöpfungssymptomatik in die Gesamtbeurteilung der ge- sundheitlichen Verfassung miteinzubeziehen, auch unter B erücksichtigung der Wechselwirkun- gen der einzelnen Diagnosen. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit hält Dr. C.____ fest , dass die Arbeitsfähigkeit aus psychiatri- scher Sicht durch die Somatisierungsstörung beeinflusst w erde. In der angestammten Tätigkeit als Pflegefachfrau resp. als Kunsttherapeutin könne eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 % attestiert werden. Körperlich mittelschwere oder schwere Tätigkeiten seien der Explo- randin bei der gegenwärtigen körperlichen Schwäche kaum zumutbar. Leichtere angepasste Tätigkeiten seien zu 80 % möglich. Dr. C.____ führte eine Indikatorenprüfung (Ziffer 4. 1.3) durch. Dabei legt er dar, dass eine Prüfung derselben e rgeben habe, dass zwischen der zu- mutbaren Arbeitsfähigkeit und dem allgemeinen Funktionsprofil im Alltag eine Übereinstimmung bestehe. Die formalen Anforderungen von BGE 141 V 28 1 sind damit erfüllt. Im Übrigen ist an dieser Stelle auf die ausführlich begründete Stellung nahme von Dr. F.____ vom 11. November 2016 hinzuweisen, aus der hervorgeht, dass das ABI-Guta chten auch in materieller Hinsicht in Bezug auf die Indikatorenprüfung überzeugt. Letztlich erscheint es als plausibel, dass Dr. C.____ der Beschwerdeführerin aufgrund der Somatisieru ngsstörung eine 20 %-ige Einschrän- kung in einer leichten Tätigkeit attestiert. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.3.4 Die Beschwerdeführerin wendet zudem gegen die B eweistauglichkeit des ABI- Gutachtens ein, dass Dr. med. H.____, FMH Gastroenterolo gie, das Körpergewicht nicht kor- rekt gemessen habe. Dr. H.____ stellt fest, dass aus gastroenterologischer S icht keine Einschränkung der Arbeitsfä- higkeit vorliege. Die Explorandin selbst gebe als Beg ründung für eine partielle Arbeitsunfähig- keit an, dass sie sehr viel Zeit für die Vorbereitung des Essens brauche, da sie eine strenge Diät einhalten müsse. Hinzu komme eine allgemeine Erschö pfbarkeit. Beides lasse sich aber nicht durch gastroenterologische Erkrankungen begründen. Dr. med. I.____, Innere Medizin FMH, hält aus allgemeininternistischer Sicht fest, dass au fgrund des Untergewichts eine Ar- beitsunfähigkeit für körperlich belastende Tätigkeiten bestehe. In körperlich leichten, adaptierten Tätigkeiten sei die Arbeitsfähigkeit dagegen nicht relevant eingeschränkt. Entscheidend er- scheint für die Beweistauglichkeit des Gutachtens, dass da s Untergewicht von den Gutachtern erkannt wurde und im allgemeininternistischen Teil sogar als erste Diagnose aufgeführt wurde. Da dem Untergewicht sodann Einfluss auf die Arbeitsfäh igkeit attestiert wurde, bildet der Um- stand, dass in einem Teilgutachten das Gewicht der Beschw erdeführerin möglicherweise falsch notiert wurde, kein gewichtiges Indiz, das die Beweiskraf t des ABI-Gutachtens in Frage stellen würde. 6.3.5 Weiter stellt die Beschwerdeführerin die Beweista uglichkeit des ABI-Gutachtens in Frage, weil sich der begutachtende Rheumatologe zu wenig mit den aus immunologischer Sicht gestellten Diagnosen auseinandersetze. Die ABI-Gutachter listen die immunologische Diagnose a uf. Sie attestieren dieser aber keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdefüh rerin. Auch Prof. Dr. med. J.____, Innere Medizin FMH und Rheumatologie FMH, stellvertret ender Chefarzt der Abteilung für Rheumatologie, Klinische Immunologie und Allergologie des Spitals K.____, hält in seinem Be- richt vom 14. April 2014 fest, dass die von ihm gestellte immunologische Diagnose keine Aus- wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit als Krankenpfleger in habe. Damit ist ein Widerspruch zwi- schen der Beurteilung des ABI und dem behandelnden Imm unologen nicht auszumachen. Zweifel am ABI Gutachten sind diesbezüglich nicht angebracht. 6.4 Somit kann zum ABI-Gutachten abschliessend festgehalt en werden, dass es den An- forderungen der Rechtsprechung genügt und eine zuverlä ssige polydisziplinäre medizinische Grundlage für die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit b ietet. Auf weitere medizinische Abklärun- gen kann deshalb verzichtet werden. Die Beschwerdegegneri n hat bei der Beurteilung des vor- liegenden Rentengesuchs zu Recht auf das ABI-Gutachten abgestellt und ist von einer 20 %- igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in eine körperl ich leichten Tätigkeit bei einem vollen Pensum ausgegangen. 7. Die Beschwerdeführerin ist mit ihren körperlichen und psychischen Leiden nicht so sehr eingeschränkt ist, dass sich eine angepasste Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt überhaupt nicht mehr finden lassen würde. Die Möglich keit, ihre Restarbeitsfähigkeit erwerblich überhaupt noch umzusetzen und ein rentenausschliessendes E inkommen zu erzielen, ist zu Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht bejahen (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 17. Deze mber 2008, 9C_854/2008). Zu klä- ren bleibt die Höhe der Invalidität der Beschwerdeführerin. 8.1 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Inval iditätsgrad aufgrund eines Einkommens- vergleichs zu bestimmen (allgemeine Methode des Einkomme nsvergleichs; BGE 104 V 136 E. 2a und b). Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Beha ndlung und allfälliger Eingliede- rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommens- vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbs- einkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei nander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (BGE 104 V 136 E. 2a und b). 8.2 Bei nichterwerbstätigen Versicherten, welche in ein em Aufgabenbereich (z.B. Haus- halt) tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerb stätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie behindert sind, sich im bisherigen Aufgab enbereich zu betätigen (Betäti- gungsvergleich; Art. 28a Abs. 2 IVG). 8.3 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird d ie Invalidität auch nach Art. 16 ATSG fest- gelegt. Das Valideneinkommen ist nach Massgabe der ohne Gesundheitsschaden ausgeübten Teilerwerbstätigkeit festzulegen (BGE 131 V 51 E. 5.1. 2). Entscheidend ist in den Fällen einer Teilerwerbstätigkeit, was die versicherte Person als Gesun de tatsächlich an Einkommen erzie- len würde, und nicht, was sie bestenfalls erzielen könnte. Wäre sie gesundheitlich in der Lage, voll erwerbstätig zu sein, reduziert sie aber das Arbeitspensum aus freien Stücken, insbesonde- re um mehr Freizeit zu haben, oder ist die Ausübung einer Ganztagestätigkeit aus Gründen des Arbeitsmarktes nicht möglich, hat dafür nicht die Inval idenversicherung einzustehen (BGE 131 V 51 E. 5.1.2). Das Invalideneinkommen bestimmt sich en tsprechend den gesetzlichen Vorga- ben danach, was die versicherte Person nach Eintritt de r Invalidität und nach Durchführung all- fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut bare Tätigkeit bei ausgeglichener Ar- beitsmarktlage erzielen könnte. Dabei kann das vom Arzt fest zulegende Arbeitspensum unter Umständen grösser sein als das ohne gesundheitliche Beeint rächtigungen geleistete. War sie daneben auch in einem Aufgabenbereich tätig, so wir d die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit bzw. der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten o der der Ehegattin und der Anteil der Tätig- keit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditä tsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (gemischte Methode der Invaliditätsbemessung; Art. 28a IVG). 8.4 Bei teilerwerbstätigen Versicherten ohne Aufgaben bereich hat das Bundesgericht un- längst seine Rechtsprechung dahin gehend präzisiert, dass die Einschränkung im erwerblichen Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht Bereich proportional – im Umfang des hypothetischen erw erblichen Teilzeitpensums – zu be- rücksichtigen ist (BGE 142 V 290). Die entsprechende Präzi sierung der Invaliditätsbemes- sungsmethode bei dieser Versichertenkategorie drängte sich aus Rechtsgleichheitsüberlegun- gen auf. Sie trägt dem Umstand Rechnung, dass die Einb usse, die eine versicherte Person in einem bestimmten (hypothetischen) erwerblichen Teilpens um (z.B. 80 %) erleidet, in diesem Bereich zum selben Invaliditätsgrad führen muss, unabhän gig davon, ob sie daneben (d.h. in den hypothetisch verbleibenden 20 %) keinen Aufgabenber eich hat, in einem Aufgabenbereich tätig ist oder ein weiteres erwerbliches Teilpensum hat und damit als vollerwerbstätig gilt (BGE 142 V 290 E. 7.2). Die mit (z.B. 20 % zu veranschlagende) Freizeit ist nicht versichert (BGE 142 V 290 E. 6.2 in fine). 9.1 Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpun kt, dass sie im Gesundheitsfall in einem vollen, zumindest aber in einem 80 % Pensum arb eiten würde. Dies ergäbe sich aus der Tatsache, dass sie während eines Grossteils ihrer beruflich en Karriere in einem Vollpensum gearbeitet habe. 9.2 Die Beschwerdegegnerin stufte die Beschwerdeführer in in der angefochtenen Verfü- gung als teilerwerbstätig ein und bemass den Invaliditätsgrad anhand der gemischten Methode. In der Begründung führte sie aus, dass die Beschwerdefü hrerin nicht habe glaubhaft darlegen können, dass sie in der Summe ein höheres Pensum als dasjenige bei der letzten Arbeitgeberin (70 %) ausgeübt habe. Daher werde von einem Status v on 70 % Erwerb und 30 % Haushalt ausgegangen. In der Vernehmlassung führte die Beschwe rdegegnerin aus, dass aus dem Fra- gebogen zur Ermittlung der Erwerbsfähigkeit, der am 3 1. Juli 2014 retourniert worden sei, her- vorgehe, dass die Beschwerdeführerin dort schriftlich fe stgehalten habe, dass sie ohne ge- sundheitliche Einschränkungen ein 70 %-iges Erwerbspensum bekleiden würde. Dem Fragebo- gen sei von der Beschwerdeführerin ein Schreiben beig elegt worden, in welchem sie diverse Korrekturen angebracht habe. In Bezug auf die Statusf rage seien jedoch keine Angaben ge- macht worden. Daher gelte die Aufteilung von Erwerb zu Haushalt im Verhältnis von 70 % zu 30 % als festgelegt und für die Bemessung der Invalidit ät sei die gemischte Methode heranzu- ziehen. 9.3.1 Zu prüfen ist somit, ob die Beschwerdeführerin a ls ganztätig erwerbstätig einzustufen ist oder nicht. Für den Fall, dass sie als Teilzeiterwer bstätige eingestuft wird, stellt sich die Fra- ge, ob ihr neben der Erwerbstätigkeit ein Aufgabenbe reich zuzuordnen ist, denn davon hängt die Wahl der Methode der Berechnung des IV-Grades ab. 9.3.2 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zei tweilig erwerbstätig oder als nichter- werbstätig einzustufen ist – was je zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbe- messung führt –, ergibt sich nach konstanter Rechtsprechun g des Bundesgerichts aus der Prü- fung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umst änden täte, wenn keine gesundheitli- che Beeinträchtigung bestünde. Dabei sind im Besonderen die persönlichen, familiären, sozia- len und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfälli ge Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persön- lichen Neigungen und Begabungen der versicherten Person zu berücksichtigen. Die Statusfra- Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht ge beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verfü- gung (hier: 16. Mai 2017) entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Ge- sundheitsfall ausgeübten Teilerwerbstätigkeit der im S ozialversicherungsrecht übliche Beweis- grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 141 V 15 E. 3.1, 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b, je mit Hinweisen). Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachver- halts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 115 V 142 E. 8b mit zahlreichen weiteren Hinweisen; T HOMAS LOCHER / THOMAS GÄCHTER , Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Auflage, Bern 2014, § 38 Rz. 4). 9.3.3 Den Akten kann entnommen werden, dass die Beschw erdeführerin in der Leistungs- anmeldung vom 12. September 2013 angab, dass sie seit de m 1. September 2009 bei ihrer letzten Arbeitgeberin in einem 70 % Pensum arbeiten w ürde. Den Angaben im Arbeitgeberfra- gebogen vom 8. Oktober 2013 kann entnommen werden, dass die Beschwerdeführerin vom 1. September 2009 bis Ende 2010 in einem 60 % Pensum u nd ab dem 1. Januar 2011 in einem 70 % Pensum angestellt gewesen war. Dem Protokoll des Ge sprächs zwischen der Beschwer- degegnerin und der Beschwerdeführerin im Rahmen des Ass essments und zum Zweck der Erstellung eines Eingliederungsplans vom 5. November 201 3 kann entnommen werden, dass die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Beeinträc htigung 70 % – 100 % arbeiten würde. Weiter gab die Beschwerdeführerin anlässlich der Hausha ltsabklärung an, dass sie ohne ge- sundheitliche Einschränkungen wie bisher zu 70 % erwerb stätig wäre. Die bisher ausgeführte Arbeit bei der Sonnhalde sei ursprünglich auf 60 % ver anschlagt gewesen. Es sei aber vorge- kommen, dass sie de facto bis zu einem Pensum von 100 % tätig gewesen sei. Bei einer neuen Arbeitssuche entspräche ein Pensum zwischen 60 % bis 80 % ihrer Idealvorstellung. Eventuell wäre auch ein höheres Pensum möglich. Die verbleiben de Zeit würde sie für den Haushalt und ihre Interessen nutzen (Fragebogen zur Ermittlung der Erwerbstätigkeit vom 5. August 2014). Dieses Formular wurde von der Beschwerdeführerin in der Folge nicht unterschrieben. Sie liess der Fachperson Abklärung aber ein Schreiben zukommen, m it welchem sie auf das Protokoll und das Formular replizierte, da ihrer Auffassung nach u nter einzelnen Rubriken wesentliche Aspekte unerwähnt geblieben seien (Schreiben vom 30. Jul i 2014 mit Kopie des Schreibens vom 28. Juli 2014). 9.3.4 In der Regel ist zur Beurteilung der Statusfrag e auf die Angaben, die anlässlich des Abklärungsgesprächs von den versicherten Personen gemacht w erden, abzustellen. In Anbe- tracht des persönlichen und beruflichen Werdegangs der Beschwerdeführerin ist nicht zwingend von den Angaben der Haushaltsabklärung bezüglich des hypoth etischen Teilzeitpensums von 70 % abzuweichen und von einem Pensum von 80 % oder mehr auszugehen. Die Beschwerde- führerin nahm zwar Stellung zum oben erwähnten Formul ar, äusserte sich aber nicht zur Sta- tusfrage oder zur konkreten Höhe des Arbeitspensums, das sie im Gesundheitsfall ausüben würde. Diese Angaben (70 % Pensum im Gesundheitsfall) beanstandete die Beschwerdeführe- rin nicht, als ihr der Abklärungsbericht zur allfälligen Stellungnahme zugestellt worden war. Auch wenn die Beschwerdeführerin plante, neben ihrem Teilpensum in der Institution B.___ freiberuflich tätig zu sein, ist das nicht passiert. Zwar ist zu berücksichtigen, dass die gesund- heitlichen Beschwerden während des zeitintensiven und an spruchsvollen Arbeitsverhältnisses Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht mit der Sonnhalde begannen, weshalb ein Rückschluss vom dort innegehabten Pensum auf die Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall grundsätzlich schwier ig ist. Auch der Umstand, dass der damalige Lebensgefährte an denselben Symptomen erkrank te wie die Beschwerdeführerin selbst, mag die Nichtrealisierung der selbständigen Erwerbstätigkeit beeinflusst haben. Letztlich hätte die Beschwerdeführerin aber die Möglichkeit gehab t, nach Erhalt des Protokolls diesbe- züglich eine Änderung zu verlangen, worauf sie verzichtete. Mit überwiegender Wahrscheinlich- keit ist deshalb davon auszugehen, dass die Beschwerdeführer in gestützt auf ihre Angaben heute als Gesunde in einem Teilzeitpensum von 70 % arbeiten würde. 9.4.1 Zu klären bleibt nun die Frage, welche Invalidit ätsbemessungsmethode vorliegend An- wendung findet. Dies hängt davon ab, ob die Beschwerdef ührerin im Gesundheitsfall neben ihrem erwerblichen Teilpensum von 70 % in einem Aufga benbereich im Sinne von Art. 27 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 tätig wäre. Die Be- schwerdeführerin hält in der Beschwerde (Ziffer 157) fest, dass sie auf keinen Fall je die Absicht gehabt habe, sich in einem 30 % Pensum dem Haushalt zu widmen. 9.4.2 Die Beschwerdeführerin führte mit ihrem Lebens gefährten bis August 2015 bzw. bis Juli 2016 einen Zweipersonenhaushalt. Ihr Lebenspartne r arbeitete in einem Teilzeitpensum von 80 % als Heilpädagoge. Sie hat keine Kinder und ke ine Haustiere. Nach ihren eigenen An- gaben würde sie im Gesundheitsfall die Zeit, die ihr neben dem erwerblichen Pensum von 70 % verbliebe, für den Haushalt und ihre Interessen nutzen. 9.4.3 Wie bereits dargelegt, ist für die Wahl der Bem essungsmethode (gemischte Methode oder Einkommensvergleich) massgebend, ob eine versicherte Person neben der Ausübung einer teilzeitlichen Erwerbstätigkeit zusätzlich im Aufga benbereich tätig ist. Voraussetzung ist, dass überhaupt ein Aufgabenbereich vorhanden ist (Art. 28a Abs. 3 IVG). Die Lebensumstände der Beschwerdeführerin zeigen klar, dass kein Aufgabenbe reich vorliegt. Dem Bericht der Haushaltsabklärung ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin mit ihrem Lebenspartner in einer 3-Zimmerwohnung lebt bzw. lebte, die keinen all zu grossen Aufwand im Unterhalt verur- sachen dürfte, zudem arbeitet der Lebenspartner ebenfal ls Teilzeit. Somit berechtigt der Um- stand, dass die Beschwerdeführerin vor dem Verlust ihrer A rbeitsstelle in einem Pensum von 70 % arbeitete, gemäss BGE 131 V 51 nicht dazu, von e inem Aufgabenbereich neben der Be- rufsausübung auszugehen und die gemischte Methode anzuwe nden. In diesem Zusammen- hang ist festzuhalten, dass die automatische Zuordnung eines Aufgabenbereichs bei erwerbstä- tigen Frauen im Teilzeitpensum und damit die Anwendun g der gemischten Methode grundsätz- lich nicht mit dem Gesetz vereinbar sind. Hierzu bedarf es zuerst einer Abwägung der konkre- ten Umstände im Einzelfall, die nicht durch die Anwen dung eines bestimmten Geschlechtermo- dells ersetzt werden darf. 10.1 Die Invalidität der Beschwerdeführerin ist daher aufgrund eines allgemeinen Einkom- mensvergleichs zu ermitteln. Damit erübrigt sich die Aus einandersetzung mit der Frage, ob das Ergebnis der Haushaltsabklärung vom 5. August 2014 noch a ktuell und beweiskräftig ist. Eben- falls kann bei dieser Ausgangslage auf weitere Sachverha ltsabklärungen zur Frage, wann die Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht Wohngemeinschaft zwischen der Beschwerdeführerin und ihre m ehemaligen Lebensgefährten aufgelöst wurde (vgl. dazu Beschwerde Ziffer 168), verzichtet werden. 10.2 Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist entsche idend, was die versicherte Person nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im Zeitpunkt des Renten- beginns tatsächlich verdienen würde, wenn sie nicht inva lid geworden wäre (Urteil des Bundes- gerichts vom 16. Dezember 2012, 8C_600/2012, E. 4.1.1 ). Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel von der Tätigkeit, welche die versicherte Person vor Eintritt des Gesundheitsschadens ausgeübt hat, auszugehen ist (Urteil des Bundes- gerichts vom 26. November 2002, I 491/01, E. 2.3.1). Ge gen die konkrete Berechnung des Va- lideneinkommens gestützt auf die Angaben der ehemali gen Arbeitgeberin erhob die Beschwer- deführerin keinen Einwand. Nachdem sich aus den Akten ke ine Hinweise ergeben, dass im Rahmen der Rechtsanwendung von Amtes wegen durch das Gericht betreffend Validenein- kommen eine andere Einschätzung vorzunehmen wäre, erübrigt sich eine detaillierte Auseinan- dersetzung mit der Berechnung des Valideneinkommens. Es kann diesbezüglich vollumfänglich auf die entsprechenden Ausführungen der Beschwerdegegn erin in der angefochtenen Verfü- gung verwiesen werden. Damit ist von einem Validenein kommen bei einem 70 %-igen Pensum von Fr. 59‘364.-- auszugehen. 10.3.1 Zu klären bleibt die Höhe des Invalideneinkommen s. Frühestmöglicher Rentenbeginn wäre im April 2014. Die Beschwerdegegnerin legte ihr en Berechnungen daher zu Recht die Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik aus dem Jahr 2014 zugrunde. In Bezug auf die auszuübende Tätigkeit stellte die Beschwerde- gegnerin auf das Total ab und ging vom Kompetenzniveau 1 aus. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Gemäss des im ABI-Gutachten umschrieben en Zumutbarkeitsprofils sind der Beschwerdeführerin noch körperlich leichte Tätigkeiten zuzumuten. Dazu ist auch die Arbeit als Kunsttherapeutin zu zählen, in welcher die Beschwerdefüh rerin über eine abgeschlossene Be- rufsausbildung verfügt und in welcher sie während drei Jahren in der Praxis von Dr. phil. L.____ tätig war. Diese Tätigkeit ist ihr noch zuzumuten, weshal b sie bei der Ermittlung des Invaliden- einkommens zu berücksichtigen ist. Demgemäss ist bei der B eschwerdeführerin das hypotheti- sche Einkommen auf der Grundlage der LSE 2014, Tabelle TA1_tirage_skill_level, Privater Sektor, Gesundheits- und Sozialwesen, Kompetenzniveau 1, Spalte Frauen, Fr. 4‘545.-- monat- lich, basierend auf 40 Wochenstunden, zu berechnen. Nac h Umrechnung dieses Betrages auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.5 St unden (Quelle: Bundesamt für Statistik, Statistik der betriebsüblichen Arbeitszeit, Dokument T0 3.02.03.01.04.01) x 12 Monate ergibt sich ein jährliches Invalideneinkommen von Fr. 56‘585.--. Bei einem Pensum von 70 % resultiert ein jährliches Invalideneinkommen in der Höhe von Fr. 39‘609.--. 10.3.2 Von dem auf diese Weise erhobenen statistischen W ert sind praxisgemäss verschie- dene Abzüge zulässig (BGE 126 V 75 ff.). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöh- ne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung , Lebensalter, Anzahl Dienstjahre, Nationalität/ Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgr ad), welche nach pflichtgemässem Er- messen gesamthaft zu schätzen sind. Dabei ist der Abzug vom statistischen Lohn unter Be- Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht rücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merkma le letztlich aber auf insgesamt höchs- tens 25 % zu begrenzen (BGE 126 V 80 E. 5b). Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte d afür bestehen, dass die versicherte Per- son wegen eines oder mehrerer der genannten Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerbli- chem Erfolg verwerten kann. Der gesamthaft vorzunehmende Abzug stellt eine Schätzung dar. Bei deren Überprüfung kann es nicht darum gehen, dass die kontrollierende richterliche Behör- de ihr Ermessen an die Stelle desjenigen der Vorinstanz setzt. 10.3.3 Die Beschwerdegegnerin hat in der angefochtene n Verfügung keinen leidensbedingten Abzug gemacht. Die Beschwerdeführerin beantragt die Berücksichtigung eines Abzugs auf- grund der leidensbedingten Einschränkungen. Vorliegen d ist die Auffassung der Beschwerde- gegnerin zu teilen, wonach ein leidensbedingter Abzug nicht angezeigt ist. Dem Nachteil, den die Beschwerdeführerin dadurch erleidet, dass sie vermehr te Pausen machen muss, wurde bereits bei der Festsetzung der Höhe der Restarbeitsf ähigkeit Rechnung getragen. Weitere Gründe für eine Lohneinbusse sind keine ersichtlich. Es ist daher von einem Invalideneinkom- men von Fr. 39‘609.-- auszugehen. 10.4 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichsei nkommen – Valideneinkommen (entsprechend einem 70 %-Pensum) von Fr. 59‘364.-- und Invalideneinkommen von Fr. 39‘609.-- – resultiert eine erwerbliche Einbusse vo n 33 %. Sie ist in Anwendung der Recht- sprechung gemäss BGE 142 V 290 entsprechend dem Beschäfti gungsgrad von 70 % mit dem Faktor 0.7 zu gewichten. Daraus ergibt sich ein Invalid itätsgrad von gerundet 23 %, womit die anspruchserhebliche Schwelle von 40 % nicht erreicht wird . Anzumerken bleibt, dass auch bei einem 80 %-igen Erwerbspensum im Gesundheitsfall kein rentenbegründender IV-Grad erreicht würde (Valideneinkommen = Fr. 67'844.--, Invalideneinkommen = Fr. 45'267.--, IV-Grad = 33 %, gewichtet x 0.8 = 26 %). 11. Bei dieser Sachlage hat die Beschwerdegegnerin ei nen Rentenanspruch der Be- schwerdeführerin in der angefochtenen Verfügung vom 16 . Mai 2017 zu Recht verneint, wes- halb die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist. 12.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um di e Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit- wert im Rahmen von Fr. 200. -- bis Fr. 1'000. -- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstan den ist, setzt das Gericht die Verfah- renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800. -- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par- tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Partei, weshalb ihr die Verfahrenskosten aufzuerlegen un d mit dem geleisteten Kostenvor- schuss von Fr. 800.-- zu verrechnen sind. Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht 12.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausga ng entsprechend wettzuschla- gen. Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- we rden der Be- schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleitsteten Ko stenvorschuss in Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. http://www.bl.ch/kantonsgericht