<h2>SubmittedText<h2><p>- Ist der Bundesrat bereit, vorhandene Studien zu sichten und zuverlässige nationale Richtlinien auszuarbeiten, damit auf der Basis der aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse ein Antikörpertest identifiziert werden kann, der als gültige Basis für ein Zertifikat gilt?</p><p>- Wenn nein, warum ist er nicht bereit diesbezüglich entsprechend zu handeln?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Mit Antikörpertests kann angezeigt werden, dass eine Person bereits mit dem Coronavirus in Kontakt war. Es ist jedoch nicht möglich, aus den Antikörpern einen Rückschluss auf den Zeitpunkt oder den Grad der Immunität zu ziehen. Ein positiver Antikörpertest reicht daher nicht aus, um ein Zertifikat zu erlangen. Auf europäischer Ebene ist der Nachweis von Antikörpern ebenfalls nicht gültig für das Covid-Zertifikat für Genesene. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass eine durchgemachte Infektion Personen in der Regel für mindestens 6 Monate vor einer Reinfektion mit den 2020er-Varianten oder der Alpha-Variante des Coronavirus schützt. Es gibt noch keine gesicherten Daten, wie lange eine Infektion vor einer Reinfektion mit neuen Varianten wie Delta schützt. Weiter lassen Studien darauf schliessen, dass Genesene durch die zusätzliche Impfung besser vor einer Infektion mit neuen Varianten geschützt werden. Allen Personen mit bestätigter SARS-CoV-2-Infektion wird daher die Covid-19-Impfung vier Wochen nach Infektion mit einer einzigen Impfdosis empfohlen. Das BAG und die Eidgenössische Kommission für Impffragen evaluieren laufend die aktuellsten Daten und Studien. Im Falle einer sich ändernden Datenlage wird die Impfempfehlung entsprechend angepasst. Es gilt jedoch zu bedenken, dass die Dauer der Gültigkeit für ein Genesenenzertifikat durch die EU-Verordnung über das digitale Zertifikat auf 180 Tage festgelegt wird. Diese Gültigkeitsdauer kann nicht einseitig durch die Schweiz verlängert werden. Ansonsten würde die Anerkennung des Schweizer Zertifikats durch die EU gefährdet.</p>