<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00026</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204053&amp;W10_KEY=13013569&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00026</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 10.03.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Administrativmassnahmen im Strassenverkehr</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Führerausweisentzug</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Warnungsentzug wegen Geschwindigkeitsüberschreitung von 30 km/h auf der Autobahn. Allgemeine Voraussetzungen für den Führerausweisentzug (E. 3.1). Regeln bei Geschwindigkeitsüberschreitungen auf Autobahnen bezüglich Verwarnung, fakultativem und obligatorischem Ausweisentzug (E. 3.2). Verhältnis von Straf- und Administrativverfahren (E. 4.1). Überschreitung von 30 km/h als Grenzfall im Bereich des fakultativen Ausweisentzugs (E. 4.2). Prüfung des Verschuldens (E. 5.1). Würdigung des automobilistischen Leumunds (E. 5.2): Es ist im vorliegenden Fall nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz die erneute Verfehlung unter Berücksichtigung eines zweieinhalb Jahre zurückliegenden Ausweisentzugs als schwerwiegend einstufte, das Vorliegen eines leichten Falls deshalb verneinte und den einmonatigen Ausweisentzug bestätigte. Abweisung der Beschwerde (E. 7).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FÃHRERAUSWEISENTZUG">FÃHRERAUSWEISENTZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEICHTER FALL (SVG)">LEICHTER FALL (SVG)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEUMUND, AUTOMOBILISTISCHER">LEUMUND, AUTOMOBILISTISCHER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: STRASSENVERKEHRSRECHT">STRASSENVERKEHRSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERSCHULDEN (SVG)">VERSCHULDEN (SVG)</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 16 Abs. II SVG</span><br/><span class="ungerade">Art. 4a Abs. I lit. d VRV</span><br/><span class="gerade">Art. 31 Abs. II VZV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>A fuhr am 19. Januar 2003, um 13.39 Uhr mit dem Personenwagen auf der Autobahn A1 Richtung St. Gallen und Ã¼berschritt dabei auf dem Gemein­degebiet von Matzingen TG die dort zulÃ¤ssige allgemeine HÃ¶chstgeschwindigkeit von 120 km/h nach Abzug der Sicherheitsmarge um 30 km/h.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Aufgrund dieses Vorfalls wurde A vom Bezirksamt Frauenfeld mit StrafverfÃ¼gung vom 10. MÃ¤rz 2003 wegen Missachtung von Vorschriften des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 1958 (SVG) mit einer Busse von Fr. 400.- bestraft. Diese VerfÃ¼gung ist in Rechts­kraft erwachsen.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>GestÃ¼tzt auf den gleichen Sachverhalt entzog die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit des Kantons ZÃ¼rich (Strassenverkehrsamt, Abteilung Administrativmassnahmen) A mit VerfÃ¼gung vom 29. April 2003 den FÃ¼hrerausweis fÃ¼r die Dauer eines Monats.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Den gegen diese VerfÃ¼gung erhobenen Rekurs vom 23. Mai 2003 wies der Regierungsrat mit Beschluss vom 10. Dezember 2003 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 19. Januar 2004 liess A dem Verwaltungsgericht beantragen, der an­ge­fochtene Regierungsratsbeschluss sei aufzuheben und stattdessen eine Verwarnung auszusprechen; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zulasten des Staats so­wohl fÃ¼r das vorliegende Beschwerdeverfahren als auch fÃ¼r das Rekursverfahren.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Strassenverkehrsamt schloss am 29. Januar 2004 namens der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit auf Abweisung der Beschwerde. Im Namen des Regierungsrats beantragte die Staatskanzlei in ihrer Vernehmlassung vom 13. Februar 2004 ebenfalls die Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Parteivorbringen sowie die ErwÃ¤gungen des angefochtenen Regierungsratsbeschluss werden â soweit erforderlich â im Folgenden wiedergegeben.</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die grundsÃ¤tzliche ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts zur Beurteilung von Beschwerden gegen administrative Massnahmen im Strassenverkehr findet ihre Grundlage in § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG). Die Behandlung entsprechender Beschwerden erfolgt gemÃ¤ss § 38 Abs. 2 lit. a VRG durch den Einzelrichter. Nach § 38 Abs. 3 Satz 2 VRG ist die einzelrichterliche Beurteilung indessen ausgeschlossen, wenn Entscheide des Regierungsrats angefochten sind. Nachdem Letzteres hier der Fall ist, hat die GeschÃ¤ftserledigung in Dreierbesetzung zu erfolgen (vgl. § 38 Abs. 1 VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wie schon im erstinstanzlichen Rekursverfahren anerkennt der BeschwerdefÃ¼hrer den ihm zur Last gelegten Sachverhalt und die ihm vorgeworfenen Verkehrsregelverletzungen auch im vorliegenden Verfahren. Hingegen lÃ¤sst er im Wesentlichen vorbringen, es liege ein leichter Fall vor, weshalb â da auch die Ã¼brigen Voraussetzungen gegeben seien â lediglich eine Verwarnung auszusprechen sei.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz verneinen die Voraussetzungen der Ver­warnung. Zwar liege nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ein leichter Fall vor, der grundsÃ¤tzlich eine Verwarnung zulasse, aber angesichts der erheblichen GeschwindigkeitsÃ¼berschreitung von 30 km/h wiege das Verschulden nicht mehr leicht und zudem scheitere die Anordnung einer Verwarnung am automobilistischen Leumund des BeschwerdefÃ¼hrers.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>GemÃ¤ss Art. 16 Abs. 2 des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 1958 (SVG) kann der FÃ¼hrerausweis entzogen werden, wenn der FÃ¼hrer Verkehrsregeln verletzt und dadurch den Verkehr gefÃ¤hrdet oder andere belÃ¤stigt hat (Satz 1). In leichten FÃ¤llen kann eine Verwarnung ausgesprochen werden (Satz 2). Nach Art. 16 Abs. 3 lit. a SVG muss der FÃ¼hrerausweis entzogen werden, wenn der FÃ¼hrer den Verkehr in schwerer Weise gefÃ¤hrdet hat. Das Gesetz unterscheidet somit:</span></p> <p class="Einzug1">â<span> </span>den leichten Fall (Art. 16 Abs. 2 Satz 2 SVG), </p> <p class="Einzug1">â<span> </span>den mittelschweren Fall (Art. 16 Abs. 2 Satz 1 SVG) sowie</p> <p class="Einzug1">â<span> </span>den schweren Fall (Art. 16 Abs. 3 lit. a SVG).</p> <p class="Urteilstext"><span>In schwerer Weise gefÃ¤hrdet den Verkehr im Sinn von Art. 16 Abs. 3 lit. a SVG, wer durch grobe Verletzung der Verkehrsregeln im Sinn von <span>Art. 90 Ziff. 2 SVG</span> eine ernstliche Gefahr fÃ¼r die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt. Diese beiden Vorschriften stimmen inhaltlich miteinander Ã¼berein (BGE 120 Ib 28<a id="_Hlt27536571">5</a>; 123 II 37). Der mittelschwere und der leichte Fall entsprechen demzufolge der einfachen Verletzung von Verkehrsregeln im Sinn von Art. 90 Ziff. 1 SVG.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Nach der â jÃ¼ngst bestÃ¤tigten â Rechtsprechung des Bundesgerichts kann auf den FÃ¼hrerausweisentzug grundsÃ¤tzlich nur verzichtet werden, wenn der Fall leicht im Sinn von Art. 16 Abs. 2 Satz 2 SVG ist (BGE 128 II 282). Bei einem mittelschweren Fall kommt ein Verzicht auf den FÃ¼hrerausweisentzug nur dann in Betracht, wenn besondere UmstÃ¤nde vorliegen, wie sie beispielsweise in BGE 118 Ib 229 gegeben waren (BGE 123 II 106 E. 2b S. 111). Bei der Beurteilung, ob ein leichter Fall gegeben ist, hat die BehÃ¶rde in erster Linie die Schwere der VerkehrsgefÃ¤hrdung und die Schwere des Verschuldens, daneben aber auch den automobilistischen Leumund zu wÃ¼rdigen (Art. 31 Abs. 2 der Verkehrszulassungsverordnung vom 27. Oktober 1976 [VZV]; BGE 123 II 106 E. 2b S. 111; 121 II 127 E. 3c mit Hinweisen). Die Schwere der VerkehrsgefÃ¤hrdung ist jedoch nur insoweit von Bedeutung, als sie auch verschuldensmÃ¤ssig relevant ist (BGE 125 II 561 E. 2b; 126 II 202).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Nach Art. 32 Abs. 1 SVG ist die Geschwindigkeit stets den UmstÃ¤nden anzupassen, namentlich den Besonderheiten von Fahrzeugen und Ladung sowie den Strassen-, Verkehrs- und SichtverhÃ¤ltnissen. Art. 27 Abs. 1 SVG verpflichtet den Fahrzeuglenker zur Be­achtung von Signalen und Markierungen. GemÃ¤ss Art. 4a Abs. 1 lit. d der Verkehrsregelnverordnung vom 13. November 1962 (VRV) betrÃ¤gt die allgemeine HÃ¶chstgeschwindigkeit auf Autobahnen 120 km/h, abweichende signalisierte HÃ¶chstgeschwindigkeiten gehen den allgemeinen HÃ¶chstgeschwindigkeiten vor (Art. 4a Abs. 5 VRV).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Bei einer GeschwindigkeitsÃ¼berschreitung auf der Autobahn ist nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung ab 15 km/h eine Verwarnung auszusprechen (Art. 16 Abs. 2 Satz 2 SVG). Wird die Geschwindigkeit zwischen 30 km/h und 35 km/h Ã¼berschritten, ist ein fakultativer (Art. 16 Abs. 2 Satz 1 SVG) und bei einer GeschwindigkeitsÃ¼berschreitung ab 35 km/h ein obligatorischer FÃ¼hrerausweisentzug (Art. 16 Abs. 3 lit. a SVG) anzuordnen. Diese Regeln sind anzuwenden, wenn die Verkehrsbedingungen gÃ¼nstig sind und der betreffende Fahrzeuglenker Ã¼ber einen guten automobilistischen Leumund verfÃ¼gt, wobei die Ã¼brigen konkreten UmstÃ¤nde, insbesondere die Schwere der VerkehrsgefÃ¤hrdung und des Verschuldens zu berÃ¼cksichtigen sind (BGE 124 II 475 E. 2a; 123 II 106 E. 2c; 121 II 127 E. 3c).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit StrafverfÃ¼gung des Bezirksamts Frauenfeld vom 10. MÃ¤rz 2003 wurde der BeschwerdefÃ¼hrer nur wegen einer <i>einfachen</i> Verkehrsregelverletzung gemÃ¤ss Art. <span>90 Ziff. </span>1 SVG in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1, Art. 32 Abs. 2 SVG sowie Art. 4a Abs. 1 und 5 VRV mit einer Busse von Fr. 400.- bestraft.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>GemÃ¤ss der Rechtsprechung des Bundesgerichts gebÃ¼hrt dem Strafverfahren nach Verfehlungen gegen das SVG â wegen der Unschuldsvermutung zu Gunsten des Beschuldigten und auch wegen der diesem dort zustehenden Verteidigungsrechte â der Vorrang vor dem strassenverkehrsrechtlichen Verfahren, und die VerwaltungsbehÃ¶rde hat in aller Regel den Ausgang des Strafverfahrens abzuwarten und dessen Ergebnisse zu berÃ¼cksichtigen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Bindung der VerwaltungsbehÃ¶rde gilt gemÃ¤ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung jedoch nur in Bezug auf die tatsÃ¤chlichen Feststellungen. In reinen Rechtsfragen, wozu die Beurteilung der Schwere eines Falls zÃ¤hlt, ist die AdministrativbehÃ¶rde demgegenÃ¼ber nicht an die Ansicht des Strafrichters gebunden (BGE 115 Ib 163 E. 2a; 103 Ib 101 E. 2c).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Angesichts der einfachen Verkehrsregelverletzung ist von einem leichten bis mittelschweren Fall auszugehen (vgl. oben E. 3.1). Im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu den GeschwindigkeitsÃ¼berschreitungen auf Autobahnen erweist sich die Ãber­schreitung von 30 km/h aber als Grenzfall im Bereich des fakultativen Ausweisentzugs (E. 3.2).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>FÃ¼r den Ausgang des Verfahrens ist somit entscheidend, ob dem BeschwerdefÃ¼hrer die von ihm verursachte VerkehrsgefÃ¤hrdung als schweres oder nur als leichtes <i>Verschulden</i> vorzuwerfen ist (nachfolgend E. 5.1) und wie sein <i>automobilistischer Leumund</i> zu wÃ¼rdigen ist (E. 5.2).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b><span>Die Vorinstanz beurteilte die Ãberschreitung um 30 km/h als erheblich. Der Beschwer­de­fÃ¼hrer habe damit zumindest eine erhÃ¶ht abstrakte VerkehrsgefÃ¤hrdung geschaffen und sein Verschulden wiege nicht mehr leicht.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, da selbst bei mittelschweren FÃ¤llen, die nach der bun­desgerichtlichen Rechtsprechung in der Regel bei Ãberschreitungen von 31 bis 34 km/h vorliegen wÃ¼rden, die UmstÃ¤nde des Einzelfalls zu prÃ¼fen seien und es somit nicht ausgeschossen sei, bei Ãberschreitungen in diesem Bereich einen leichten Fall anzuneh­men, mÃ¼sse erst recht bei einer Ãberschreitung um 30 km/h von einem leichten Fall ausgegangen werden. Die mit den konkreten UmstÃ¤nden vertraute Strafinstanz habe unter WÃ¼rdigung der VerhÃ¤ltnisse lediglich eine Busse von Fr. 400.- ausgesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die wenigen Hinweise, welche die Akten zur konkreten Situation enthalten (Zeitpunkt: frÃ¼­her Sonntagnachmittag; Strassenzustand: trocken; Wetter: bedeckt), und die gestreckte Linien­fÃ¼hrung der A1 im Bereich des Ãbertretungsorts lassen den Schluss zu, dass die Ver­hÃ¤ltnisse gÃ¼nstig im Sinn der bundesgerichtlichen Rechtsprechung waren. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat somit lediglich eine leicht erhÃ¶hte abstrakte GefÃ¤hrdung geschaffen. Ob unter diesen UmstÃ¤nden das Verschulden des BeschwerdefÃ¼hrers noch als <i>leicht</i> oder â wie es die Vorinstanz getan hat â als <i>nicht mehr leicht</i> zu gewichten ist, kann offen bleiben; jedenfalls ist es <i>nicht </i>als<i> schwer</i> zu beurteilen, weshalb unter dem Gesichtspunkt des Verschuldens die Annahme eines leichten Falles nicht ausgeschlossen ist. Die Beurteilung hÃ¤ngt somit vorliegend einzig vom automobilistischen Leumund des BeschwerdefÃ¼hrers ab.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>5.2.1 </span></b><span>Die verfÃ¼gende BehÃ¶rde hat bei der WÃ¼rdigung des automobilistischen Leumunds eine Administrativmassnahme aus dem Jahre 2000 verschÃ¤rfend berÃ¼cksichtigt. Damals war dem BeschwerdefÃ¼hrer wegen Nichtanpassens der Geschwindigkeit an die gegebenen VerhÃ¤ltnisse (Kollision mit einem anderen Personenwagen am 20. April 1997 auf einer Autobahn mit tÃ¶dlichen bzw. erheblichen Verletzungen der Unfallbeteiligten) mit VerfÃ¼gung vom 17. Mai 2000 der FÃ¼hrerausweis mit Wirkung ab 7. Juni 2000 fÃ¼r einen Monat entzogen worden. Die Vorinstanz beurteilte den erneuten Entzug als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig, und er sei nicht zu beanstanden, da der RÃ¼ckfall innert relativ kurzer Zeit als derart schwer wiegend einzustufen sei, dass er die Annahme eines leichten Falls nicht mehr erlaube.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, dass gemÃ¤ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung einer langen Dauer des Administrativverfahrens in analoger Weise zum Einfluss des Zeitlaufs im Strafverfahren Rechnung zu tragen sei, indem die Dauer der Massnahme herabgesetzt und dabei unter UmstÃ¤nden sogar die gesetzliche Mindestentzugsdauer unterschritten werden kÃ¶nne (unter Hinweis auf BGE 120 Ib 504; 127 II 297). Dies sei in Ã¤hnlicher Weise in Betracht zu ziehen, wenn der WÃ¼rdigung des automobilistischen Leumunds ein zeitlich bereits weit zurÃ¼ckliegendes Ereignis zu Grunde liege, welches aber erst viel spÃ¤ter administrativrechtlich geahndet worden sei. So mÃ¼sse im vorliegenden Fall berÃ¼cksichtigt werden, dass der Administrativmassnahme gemÃ¤ss VerfÃ¼gung vom 17. Mai 2000 eine Verkehrsregelverletzung vom 20. April 1997 zu Grunde liege. Seit diesem ersten Massnahmen auslÃ¶senden Ereignis bis zur Beurteilung des vorliegenden Falls vom 19. Januar 2003 habe er sich wÃ¤hrend beinahe sechs Jahren wohl verhalten, weshalb dieses Ereignis nicht Massnahmen verschÃ¤rfend zu berÃ¼cksichtigen sei und er somit keines Ausweisentzugs bedÃ¼rfe.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>5.2.2 </span></b><span>Der automobilistische Leumund eines Lenkers ist dann ungetrÃ¼bt, wenn sich weder in der Datenbank ADMAS noch im Strafregister â dort allerdings lediglich verkehrsrelevante â EintrÃ¤ge finden. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wurde der Fahrausweis mit VerfÃ¼gung vom 17. Mai 2000 fÃ¼r die Dauer eines Monats entzogen, und zudem wurde er mit VerfÃ¼gung vom gleichen Tag zum Verkehrsunterricht aufgeboten. Diese beiden Mass­nahmen werden â wie bereits die Vorinstanz ausfÃ¼hrte â erst fÃ¼nf Jahre nach Ablauf des Entzugs bzw. nach Eintritt der Rechtskraft gelÃ¶scht. Der Leumund des BeschwerdefÃ¼hrers ist vorliegend somit getrÃ¼bt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die vom BeschwerdefÃ¼hrer hinsichtlich der WÃ¼rdigung des Leumunds geltend gemachte lange Dauer des ersten Administrativverfahrens hÃ¤tte im damaligen Verfahren unter Anfechtung der EntzugsverfÃ¼gung vom 17. Mai 2000 vorgebracht werden mÃ¼ssen, weshalb die Frage, ob die MassnahmenbehÃ¶rde ihre EntzugsverfÃ¼gung angesichts des vor­aus­gehenden, wegen der tÃ¶dlichen bzw. erheblichen Verletzungen der Unfallbeteiligten mÃ¶gli­cherweise langwierigen Strafverfahrens hÃ¤tten wesentlich frÃ¼her erlassen kÃ¶nnen, offen bleiben kann.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dass ein getrÃ¼bter Leumund bei der Bemessung der Massnahmendauer verschÃ¤rfend zu veranschlagen ist, wird allgemein anerkannt (BGE 122 II 21 E. 1b S. 22). Ebenso ist er gemÃ¤ss Art. 31 Abs. 2 VZV fÃ¼r die Beurteilung heranzuziehen, ob ein leichter Fall im Sinn von Art. 16 Abs. 2 SVG vorliegt, der lediglich eine Verwarnung nach sich ziehen soll. Bei dieser Beurteilung stellt sich die Frage, ob sich im Licht einer sinnvoll ver­standenen VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung die Anordnung einer Massnahme zur Ermahnung und Besserung des fehlbaren Fahrzeuglenkers Ã¼berhaupt noch rechtfertigen lÃ¤sst (BGE 121 II 127 E. 3c).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Vorinstanz befand, dass der BeschwerdefÃ¼hrer aus der ersten Massnahme keine Lehre gezogen habe, sondern nur rund zweieinhalb Jahre nach Ablauf des frÃ¼heren Entzugs erneut eine verkehrsgefÃ¤hrdende Verkehrsregelverletzung begangen habe. Es halte deshalb vor dem VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzip stand, wenn die erneute Verfehlung als derart schwer wiegend eingestuft werde, dass sie die Annahme eines leichten Falls nicht mehr er­laube. Die verfÃ¼gende Instanz habe zu Recht einen Entzug des FÃ¼hrerausweises angeordnet. Diese AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz sind zutreffend, weshalb auf sie verwiesen werden kann (§ 28 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit § 70 VRG). Der verfÃ¼gte Ausweisentzug fÃ¼r die Dauer eines Monats ist rechtens und nicht zu beanstanden.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerdegegnerin hat den FÃ¼hrerausweisentzug auf einen Monat festgesetzt. Dies entspricht dem gesetzlichen Minimum (Art. 17 Abs. 1 lit. a SVG). Weitere AusfÃ¼hrungen zur Bemessung erÃ¼brigen sich deshalb.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>7. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde ist abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der BeschwerdefÃ¼hrer kostenpflichtig (§ 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 70 VRG). Ein Anspruch auf ParteientschÃ¤digung steht ihm damit von vornherein nicht zu (vgl. § 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Zwischentitel"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <span><br/> </span> <p class="Einzug2">5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Urteilstext"><span>6. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>