<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00245</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106615&amp;W10_KEY=4467146&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00245</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.03.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Nutzungsplanung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sulzer-Areal Oberwinterthur: Aufzonung und angeblich dadurch bedingter Mehrverkehr; Grundsatzvereinbarung zwischen Stadt und Grundeigentümern.<br/><br/>1. Art des Rechtsmittels im vorinstanzlichen Verfahren; Frist<br/>Anfechtung einer Festsetzung einer kommunalen Nutzungsplanung mit Gemeindebeschwerde bzw. mit planungsrechtlichem Rekurs: Rechtsgrundlagen (E. 2b). Die angefochtene Festsetzung wurde zunächst "gemeinderechtlich" und ca. 1 Monat später "planungsrechtlich" publiziert. Nach Treu und Glauben durften die Rekurrierenden davon ausgehen, dass die spätere planungsrechtliche Publikation für den Fristenlauf massgeblich war, unabhängig davon, ob ihre Legitimation sich nach der weiten Umschreibung gemäss Gemeindebeschwerde oder nach der engeren Umschreibung gemäss planungsrechtlichem Rekurs richtet. Keine Verspätung (E. 2d/e).<br/><br/>2. Planungsrechtlicher Rekurs<br/>Legitimation im Allgemeinen (E. 3b) und bei Verkehrszunahme im Besonderen (E. 3c), welche von Nachbarn ausserhalb des Planungsgebiets behauptet wird (E. 3e a.A.). Vorliegend haben die Nachbarn jedoch keine nachvollziehbare Prognose für eine Verkehrszunahme erbracht; Rekurslegitimation zu Recht verneint (E. 3e a.E.). - [Die nachfolgende Auseinandersetzung mit den Rügen erfolgt somit auf der Grundlage der Gemeindebeschwerde, wozu die Stimmberechtigung als Legitimation genügt.]<br/><br/>3. Grundsatzvereinbarung zwischen Stadt und Grundeigentümern<br/>Diese enthält keine nutzungsplanerischen Festlegungen, die in einem Nutzungsplan festzusetzen wären (E. 4c).<br/><br/>4. Erschliessung<br/>Zusammenhang zwischen Nutzungs- und Erschliessungsplanung (E. 5b). Das fragliche Gebiet ist im Sinn des RPG weitgehend überbaut und strassenmässig erschlossen (E. 5c). Die Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr (öV) - als kantonalrechtliche Voraussetzung - muss nicht bereits im Planungsstadium vorliegen (E. 6b). Die realisierte und geplante Anbindung an den öV genügt aus heutiger Sicht (E. 6c).<br/><br/>5. Bericht zur Ortsplanrevision<br/>Dieser gehört nicht zu den auflagepflichtigen Plänen (E. 7).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)">ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)">ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: FRIST/-EN">FRIST/-EN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINDEBESCHWERDE">GEMEINDEBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHBARLEGITIMATION">NACHBARLEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: RAHMENNUTZUNGSPLÃNE">RAHMENNUTZUNGSPLÃNE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Verwaltungsinterne Rechtspflege ST: REKURS">REKURS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REKURSFRIST">REKURSFRIST</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SULZER-AREAL">SULZER-AREAL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VEREINBARUNG">VEREINBARUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHR (INKL. STRASSENRECHT, WANDERWEGE)">VERKEHR (INKL. STRASSENRECHT, WANDERWEGE)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WINTERTHUR">WINTERTHUR</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 151 lit. I GemeindeG</span><br/><span class="ungerade">§ 7 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 90 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 91 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 338a PBG</span><br/><span class="ungerade">Art. 4 lit. III RPG</span><br/><span class="gerade">Art. 15 RPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 47 RPV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2002 Nr. 74 S. 174</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Am 2./3. Oktober 2000 setzte der Grosse Gemeinderat Winterthur eine neue Bau- und Zonenordnung fest und wies dabei einen Teil des Sulzer-Areals in Oberwinterthur von der bisherigen Industriezone I3 der Industriezone I2 sowie der Zentrumszone Z3 zu (Disp.-Ziff. 1). Gleichzeitig nahm der Rat in zustimmendem Sinn Vormerk von einer Grundsatzvereinbarung zwischen dem Stadtrat Winterthur und dem Sulzer-Konzern Ã¼ber die Entwick­lung des fraglichen Areals (Disp.-Ziff. 4). SÃ¤mtliche an der gleichen Sitzung gefassten BeschlÃ¼sse wurden am 12. Oktober 2000 im "Landboten" unter Ansetzung der Beschwerde­frist an den Bezirksrat sowie der Referendumsfrist verÃ¶ffentlicht (gemeinderechtliche Publikation). Am 17. November 2000 erfolgte die Publikation der Nutzungsplanung im Amtsblatt des Kantons ZÃ¼rich unter Ansetzung der Rekursfrist an die Baurekurskommis­sion IV (planungsrechtliche Publikation).</span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen diese Nutzungsplanung erhoben X und 24 weitere im Bereich der Rychen­­bergstrasse in Winterthur wohnende Personen am 18. Dezember 2000 Rekurs und Gemeindebeschwerde bei der Baurekurskommission IV und beantragten, der angefoch­tene Beschluss sei insoweit aufzuheben, als im Gebiet Oberwinterthur/GrÃ¼ze (nÃ¶rdlich der SBB-Linie ins TÃ¶sstal) anstelle der bisherigen Industriezone I3 die Zonen I2 und Z3 festgelegt worden seien. Die Planung sei zur ErgÃ¤nzung und Verbesserung zurÃ¼ckzuweisen, das Gebiet sei neu und differenziert zu zonieren und die Grundsatzvereinbarung als Teil der Bau- und Zonenordnung zu erlassen, zu Ã¤ndern oder aufzuheben. Die Baurekurs­kom­mission IV lud die vier betroffenen GrundeigentÃ¼mer, darunter die Sulzer Betriebsliegenschaften AG und die Sulzer Immobilien AG, als Mitbeteiligte im Verfahren bei. Am 19. Juli 2001 trat die Kommission auf den Rekurs mangels Legitimation der Rekurrierenden gemÃ¤ss § 338a des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) nicht ein (Disp.-Ziff. I), hiess jedoch die Gemeindebeschwerde, zu welcher die RechtsmittelklÃ¤ger als Stimmberechtigte legitimiert seien, wegen UnzulÃ¤ssigkeit der Grundsatzvereinbarung teilweise gut (Disp.-Ziff. II Abs. 1) und lud den Grossen Gemeinderat Winterthur ein, den Festsetzungsbeschluss im Sinne der ErwÃ¤gungen zu ergÃ¤nzen (Disp.-Ziff. II Abs. 2).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen diesen Entscheid erhoben die Sulzer Betriebsliegenschaften AG und die Sulzer Immobilien AG am 2. August 2001 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit den AntrÃ¤gen, es sei mittels Vorentscheid festzustellen, dass auf die gemeinderechtliche Beschwerde zufolge VerspÃ¤tung nicht einzutreten gewesen sei, dementsprechend (und eventualiter auch aus materiellen GrÃ¼nden) sei der Entscheid der Baurekurskommission aufzuheben und der Beschluss des Grossen Gemeinderates vom 3. Oktober 2000 zu bestÃ¤tigen (VB.2001.00245).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Angesichts der noch laufenden Beschwerdefrist wurde das Vernehmlassungsverfahren vorerst nur hinsichtlich der Frage der Legitimation/VerspÃ¤tung erÃ¶ffnet. Die entsprechen­de Beschwerdeantwort der privaten Beschwerdegegner erging am 22. August 2001 und schloss auf Abweisung der Beschwerde. Die Stadt Winterthur liess sich dazu am 24. Au­gust 2001 vernehmen und beantragte die Gutheissung der Beschwerde. Die Baurekurskommission IV beantragte am 28. August 2001 die Abweisung des Rechtsmittels.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 3. September 2001 erwog der AbteilungsprÃ¤sident, dass das Verfahren mit einem Vorentscheid nicht verkÃ¼rzt werden kÃ¶nne, und lud die BeschwerdefÃ¼hrenden ein, ihre Beschwerde bis zum Ablauf der Beschwerdefrist allenfalls zu ergÃ¤nzen. Die ErgÃ¤nzung der BeschwerdebegrÃ¼ndung erfolgte am 18. September 2001.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>IV. Am 12. September 2001 erhob auch der Stadtrat Winterthur namens der Stadtgemeinde Beschwerde gegen den Rekursentscheid und beantragte, Disp.-Ziff. II des angefochtenen Entscheides sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass auf die Beschwerde der Stimmberechtigten infolge VerspÃ¤tung nicht einzutreten gewesen wÃ¤re, eventualiter sei der Beschluss des Grossen Gemeinderates vom 3. Oktober 2000 betreffend die Zuweisung zur Industriezone I2 und zur Zentrumszone Z3 in Oberwinterthur inklusive die zustimmende Vor­merk­nahme vom Abschluss der Grundsatzvereinbarung Ã¼ber die Entwicklung des Sulzer-Areals Oberwinterthur vollumfÃ¤nglich zu bestÃ¤tigen (VB.2001.00296).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>V. Am 17. September 2001 wandten sich auch X und die weiteren Nachbar­rekur­rie­ren­den gegen den Rekursentscheid mit dem Antrag, Disp.-Ziff. I des angefochtenen Entscheids sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass sie im Sinne von § 338a PBG zum plan­ungsrechtlichen Rekurs legitimiert seien. Weiter sei Disp.-Ziff. II Abs. 2 des angefoch­tenen Entscheides aufzuheben und der Beschluss des Grossen Gemeinderats Win­ter­thur vom 3. Oktober 2000 insoweit aufzuheben, als anstelle der bisherigen Industriezone I3 die Zonen I2 und Z3 festgesetzt worden sind. BezÃ¼glich dieser Festlegungen sei die Planung zur ErgÃ¤nzung und Verbesserung an den Grossen Gemeinderat zurÃ¼ckzuweisen mit der An­ordnung, die im bisherigen Zonenplan vorgesehene Zone I3 gemÃ¤ss den Vorgaben aus dem kantonalen Richtplan neu bzw. differenziert zu zonieren, indem die Neuzonierung auf die Erschliessungsplanung abgestimmt und etappiert werde (VB.2001.00297).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>VI. Am 9. Oktober 2001 vereinigte der AbteilungsprÃ¤sident alle drei Beschwerdever­fahren, lud die Stadt Winterthur ein, den Beschluss des Grossen Gemeinderates Ã¼ber die Erhebung der Beschwerde VB.2001.00296 nachzureichen, und ersuchte die Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich, die streitbetroffene Festlegung zu genehmigen bzw. deren Genehmigung beim Regierungsrat einzuholen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 22. Oktober 2001 stimmte der Grosse Gemeinderat Winterthur der Beschwerde­­erhebung durch den Stadtrat zu. Die Baudirektion genehmigte die strittige Planung am 5. November 2001.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Vernehmlassungsverfahren verlangte die Baurekurskommission IV mit Eingabe vom 22. November 2001 die Abweisung der drei Beschwerden. X und die weiteren Nachbarn (im Folgenden Nachbarrekurrierende genannt), die Stadt Winterthur sowie die Sulzer Betriebsliegenschaften AG und die Sulzer Immobilien AG (im Folgenden Grund­eigen­tÃ¼me­rin­nen genannt) beantragten am 10. bzw. 11. Januar 2002 die Abweisung der je­weiligen gegnerischen Beschwerde. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. In formeller Hinsicht beantragte die Stadt Winterthur mit ihrer Beschwerde vom 12. September 2001, es sei ihr Gelegenheit einzurÃ¤umen, zu allfÃ¤lligen Vernehmlassungen der Parteien Stellung zu nehmen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht entscheidet in der Regel aufgrund eines einmaligen Schrif­ten­­wechsels. Da mit den Beschwerdeantworten im Verfahren VB.2001.00296 keine neuen Gesichtspunkte eingebracht wurden und die Stadt Winterthur sich zudem auch im Rahmen des Verfahrens VB.2001.00297 zum gegnerischen Standpunkt Ã¤ussern konnte, erÃ¼brigt sich vorliegend die DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Die Nachbarrekurrierenden haben ihr Rechtsmittel an die Baurekurskommis­sion als Rekurs und Beschwerde bezeichnet und sich dabei einerseits auf die Legitimation gemÃ¤ss § 338a PBG und andererseits auf diejenige gemÃ¤ss § 151 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 (GemeindeG) berufen. In ihrem Entscheid teilte die Rekursinstanz das Rechts­mittel ebenfalls auf, wobei sie auf den Rekurs mangels Legitimation nicht eintrat, die Gemein­debeschwerde hingegen teilweise guthiess. Strittig ist vorab die Frage, ob das als Gemeindebeschwerde bei der Baurekurskommission IV erhobene Rechtsmittel rechtzeitig er­hoben wurde, namentlich ob die dafÃ¼r geltende Rechtsmittelfrist mit der gemeinderechtlichen Publikation vom 12. Oktober 2000 oder erst mit der planungsrechtlichen Publikation vom 17. November 2000 ausgelÃ¶st wurde. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">b) BeschlÃ¼sse des Grossen Gemeinderates sind Ã¶ffentlich bekannt zu machen (§ 106 GemeindeG). GemeindebeschlÃ¼sse kÃ¶nnen von den GemeindebehÃ¶rden, von Stimm­­berecht­i­gten und von denjenigen Personen, die ein rechtliches Interesse daran haben, durch Be­schwerde beim Bezirksrat angefochten werden (§ 151 Abs. 1 GemeindeG). Als Be­schwer­degrÃ¼nde kÃ¶nnen im Wesentlichen Rechtsverletzungen (Ziff. 1), ZweckÃ¼berschrei­tungen (Ziff. 2) und MÃ¤ngel des Abstimmungsverfahrens (Ziff. 3) geltend gemacht werden. Nach § 88 Abs. 2 PBG sind alle BeschlÃ¼sse Ã¼ber Bau- und Zonenordnungen Ã¶ffent­lich be­kannt zu machen. Die VerÃ¶ffentlichung hat gleichzeitig im kantonalen Amtsblatt und in den Ã¼blichen Publikationsorganen der Gemeinde zu erfolgen (§ 6 Abs. 1 lit. a PBG). Wer durch den Beschluss berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Ãnderung hat, kann ihn mit Rekurs bei der Baurekurskommission anfechten (§ 338a PBG). Mit dem Rekurs kÃ¶nnen alle MÃ¤ngel des Verfahrens und der angefochtenen Anordnung gel­tend gemacht werden (§ 20 Abs. 1 VRG). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>Aus dieser Ordnung haben Lehre und Rechtsprechung abgeleitet, dass sich die Rekurslegitimation i</span>n kommunalen Nutzungsplanungsstreitigkeiten sowohl nach § 338a PBG als auch zugleich nach § 151 Abs. 1 GemeindeG richtet. Demnach sind zum Rekurs an die Baurekurskommission nicht nur Personen berechtigt, die durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt sind und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an ihrer Aufhebung haben, sondern auch die Stimmberechtigten in der betreffenden Gemeinde. Das ergibt sich daraus, dass Nut­zungsplanungsrekurse zu­gleich ein Anwendungsfall der Gemeindebeschwerde nach § 151 GemeindeG sind und der Gesetzgeber mit dem am 20. Mai 1984 eingefÃ¼gten § 338a Abs. 1 PBG die sich bisher aus­schliesslich nach § 151 GemeindeG richtende Legitimation nicht einschrÃ¤nken, son­dern erweitern wollte (Hans Rudolf Thalmann, Kommentar zum ZÃ¼rcher Gemeindegesetz, 3. A., WÃ¤denswil 2000, § 153 N. 4.2; Simon Trippel, Gemeindebeschwerde und Gemein­derekurs im Kanton ZÃ¼rich, ZÃ¼rich 1988, S. 76; Tobias Jaag, Die Rechtsmittel des zÃ¼rche­rischen Gemeinderechts, ZBl 90/1989, S. 473; derselbe, Verwaltungs­recht des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Rz. 1903; FranÃ§ois Ruckstuhl, Der Rechtsschutz im zÃ¼rcheri­schen Planungs‑ und Baurecht, ZBl 86/1985, S. 290; RRB 966/ 1984, ZR 85/1986 Nr. 2; RRB 2295/1985, BEZ 1985 Nr. 27; VGr, 2. MÃ¤rz 2000, VB.2000.00055, http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Planungsrechtliche Einwendungen sind daher unabhÃ¤ngig von der Grundlage der be­anspruchten Legitimation im Rekursverfahren vor Baurekurskommission geltend zu machen. Wenn der Rekurrent allerdings seine Legitimation allein aus der Stimmberechtigung bezieht, Ã¼berprÃ¼ft die Rekursinstanz einen Nutzungsplan nur aufgrund der in § 151 Gemein­deG zugelassen RÃ¼gen, d.h. im Wesentlichen auf Rechtsverletzungen hin. DemgegenÃ¼ber sind MÃ¤ngel des Abstimmungsverfahrens grundsÃ¤tzlich mit Gemeindebeschwerde ge­mÃ¤ss § 151 Abs. 1 Ziff. 3 GemeindeG beim Bezirksrat zu rÃ¼gen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 19 N. 107 und 135). Werden gleichzeitig planungsrechtliche Einwendungen und Einwendungen betreffend das Abstimmungsverfahren erhoben, so geht das Rechtsmittel an die Baurekurskommission, welche das rechtmÃ¤ssige Zustandekommen des angefochtenen Entscheides vorfrageweise Ã¼berprÃ¼ft (Thalmann, § 153 N. 4.2).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die Nachbarrekurrierenden machen vorab geltend, die gemeinderechtliche Publikation hÃ¤tte nicht nur im "Landboten", sondern gemÃ¤ss § 10 Abs. 3 VRG auch im kantona­len Amtsblatt erfolgen mÃ¼ssen, weshalb sich die Frist zur gemeinderechtlichen Anfechtung ohnehin erst ab der im Amtsblatt erfolgten planungsrechtlichen Publikation berechne. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Das Gemeindegesetz schreibt den Ge­meinden das Publikationsmittel fÃ¼r die VerÃ¶ffentlichung ihrer BeschlÃ¼sse nicht vor. In Frage kommen hauptsÃ¤chlich lokale und regionale Zeitungen, gemeindeeigene Anzeiger oder das kantonale Amtsblatt (Thalmann, § 68a N. 2). Mit der Publikation des Gemeinderatsbeschlusses im "Landboten" hat die Stadt Winterthur ihre gemeinderechtliche Publikationspflicht grundsÃ¤tzlich erfÃ¼llt. Ob sich aus § 10 Abs. 3 VRG allenfalls zusÃ¤tzlich auch die Pflicht zur VerÃ¶ffentlichung im kantonalen Amtsblatt ableiten lÃ¤sst (vgl. KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 10 N. 59), ist im vorliegenden Zusammenhang irrelevant. Diese Bestimmung gilt gemÃ¤ss § 4 VRG ohnehin nur, soweit fÃ¼r ein spezifisches Verfahren keine abweichenden Vorschriften bestehen, was mit § 106 GemeindeG gerade der Fall ist. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Ob das Anfechtungsverfahren vor Baurekurskommission in allen FÃ¤llen als Zonenplanrekurs bezeichnet werden soll oder ob das Rechtsmittel dann, wenn die RechtsmittelklÃ¤ger ihre Legitimation allein aus ihrer Stimmberechtigung beziehen, als Gemeindebeschwerde zu benennen ist, ist in erster Linie eine terminologische Frage, die noch keine RÃ¼ckschlÃ¼sse auf den Fristenlauf oder die diesen auslÃ¶sende Publikation zulÃ¤sst. Soweit das Verwaltungsgericht bisher Einblick in derartige Verfahren hatte, scheint das Rechtsmit­tel gegen einen Zonenplan in der Praxis regelmÃ¤ssig und unabhÃ¤ngig von der Legitimation im Einzelfall als Rekurs bezeichnet zu werden. Bei Rekursen von Stimmberechtigten, die nicht gleichzeitig auch im Sinne von § 338a PBG legitimiert sind, begrenzen die Baurekurs­kommission in der Regel bloss ihre Kognition, ohne aber deswegen eine Differenzierung in der Rechtsmittelbezeichnung selber vorzunehmen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine solche Differenzierung nach der Art der Legitimation erscheint denn auch nicht sinnvoll. So kommt es durchaus vor, dass RechtsmittelklÃ¤ger hinsichtlich einzelner beanstandeter Punkte einer Bau- und Zonenordnung aufgrund von § 338a PBG, hinsichtlich anderer Punkte jedoch nur als Stimmberechtigte legitimiert sind (vgl. VGr, 2. MÃ¤rz 2000, VB.2000.00055, </span><span class="MsoHyperlink"><span>http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung)</span></span><span>, wo die BeschwerdefÃ¼hrer be­zÃ¼glich ihres Wohnort-Weilers unmittelbar betroffen waren und die gleichen Einwendungen bezÃ¼glich weiterer Weiler nur als Stimmberechtigte erheben konnten). Insofern macht es auch keinen Sinn, die Rechtsmittelfristen je nach Art der im einzelnen beanspruchten Le­gitimation von unterschiedlichen Publikationen aus zu berechnen. Dies zwÃ¤nge die Rekur­renten unter UmstÃ¤nden zu einer Aufteilung ihrer Plananfechtung, obwohl sie bei der identischen Rechtsmittelinstanz identische Beanstandungen fÃ¼r verschiedene Teile der Bau- und Zonenordnung erheben wollen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Die zeitlich um gut einen Monat auseinanderliegenden zwei Publikationen des nÃ¤mlichen Beschlusses werden vorliegend von der Stadt Winterthur einerseits als gemeinderechtliche Publikation und andererseits als planungsrechtliche Publikation bezeichnet. Da sich diese beiden Begriffe weder im Gemeindegesetz noch im Planungs- und Baugesetz finden, lÃ¤sst sich diesen Gesetzen auch nicht entnehmen, welche der beiden Publikationen die Frist zur Anfechtung eines Nutzungsplanes durch einen Stimmberechtigten bei der Bau­­rekurskommission auslÃ¶st. Beide Publikationen mÃ¼ssen daher nach dem Vertrauens­prinzip ausgelegt werden, und es dÃ¼rfen insbesondere der ersten Publikation nur Auswirkungen zugeschrieben werden, wie sie ein Adressat in guten Treuen zu erwarten hatte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Stadt Winterthur will den Ausdruck "gemeinderechtliche Publikation" so verstanden haben, dass damit die Rechtsmittelfrist fÃ¼r alle Stimmberechtigten und unabhÃ¤ngig von der erhobenen RÃ¼ge hÃ¤tte ausgelÃ¶st werden sollen, und anerkennt, dass so gesehen die auf den Bezirksrat beschrÃ¤nkte Rechtsmittelbelehrung unzutreffend war. Damit knÃ¼pft sie ausschliesslich an die fÃ¼r das Rechtsmittel beanspruchte Legitimation an, welche dem Gemeinderecht entstammt. Eine andere Interpretation des Begriffs ergÃ¤be sich demgegenÃ¼ber aus einer AnknÃ¼pfung an die materiellen RÃ¼gen. Danach wÃ¤re die gemeinderechtliche Publi­kation nur fristauslÃ¶send fÃ¼r diejenigen Rechtsmittel, mit denen ausschliesslich die direkt im Gemeinderecht (inklusive Stimmrecht im Sinne von § 151 Abs. 1 Ziff. 3 GemeindeG) verankerten RÃ¼gen erhoben werden, wÃ¤hrend Rechtsmittel mit den RÃ¼gen aus dem spezifischen Planungsrecht erst nach der planungsrechtlichen Publikation erhoben werden mÃ¼ssten. Werden die beiden Publikationen in diesem Sinne verstanden, so erweist sich die Rechtsmittelbelehrung der am 12. Oktober 2000 erfolgten gemeinderechtlichen Publikation als zutreffend.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der zweiten Auslegung ist aufgrund der gegebenen UmstÃ¤nde klar der Vorzug zu geben. Die Bezeichnung der Rechtsmittelinstanzen in beiden Publikationen musste angesichts der unter lit. b vorstehend dargelegten Rechtsprechung gerade beim sachkundigen Rechtsvertreter den Eindruck erwecken, die gemeinderechtliche Publikation vermÃ¶ge nur Rechtsmittel mit ausschliesslich gemeinderechtlich motivierten RÃ¼gen auszulÃ¶sen. Insofern bildet die Benennung des Bezirksrates als Beschwerdeinstanz entgegen der Auffassung der Stadt Winterthur nicht etwa nur eine falsche Bezeichnung der Rechtsmittelinstanz, deren Unrichtigkeit dank der Ãberweisungspflicht keine weiteren Auswirkungen zeitigt, sondern vielmehr geradezu einen vertrauensbildenden Auslegungshinweis. WÃ¼rde der gemeinderechtlichen Publikation eine weitergehende Wirkung zuerkannt, wie dies die Stadt Winterthur vertritt, so erwiese sie sich demgegenÃ¼ber als eigentliche Prozessfalle.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss durften die Nachbarrekurrierenden in guten Treuen davon ausgehen, dass die gemeinderechtliche Publikation nur den Fristenlauf fÃ¼r die isolierte Abstimmungs­beschwerde an den Bezirksrat auslÃ¶ste, wÃ¤hrend die planungsrechtliche Publikation fÃ¼r den Fristenlauf des Planungsrekurses (inklusive die planungsrechtlich begrÃ¼ndete Gemeindebeschwerde) an die Baurekurskommission massgebend war, unabhÃ¤ngig davon, ob sie ihre dies­bezÃ¼gliche Legitimation aus § 338a PBG oder aus § 151 GemeindeG ableiteten. DemgemÃ¤ss ist die Vorinstanz zu Recht auf den als Beschwerde bezeichneten Teil des an sie er­hobenen Rechtsmittels eingetreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">3. a) Die <span>Nachbarrekurrierenden </span>hatten zur BegrÃ¼ndung ihrer Rekurslegitimation ge­mÃ¤ss § 338a PBG dargelegt, dass mit der strittigen Umzonung wesentlich verkehrsintensivere Nutzungen als bisher zugelassen wÃ¼rden. Der daraus resultierende Mehrverkehr, wel­­cher beispielsweise fÃ¼r ein einziges Projekt in der GrÃ¼ze schon 14 % ausmache, kÃ¶nne von der Achse Frauenfelderstrasse/RÃ¶merstrasse nicht mehr aufgenommen werden und wer­de daher Ã¼ber die einzige Umfahrungsalternative, die Rychenbergstrasse, abgewickelt werden. Der Verkehr auf dieser Strasse mit einem derzeitigen Fremdverkehrsanteil von rund 30 % habe von 1983 bis 1999 um Ã¼ber 50 % zugenommen und bei 80 bis 85 % der WohngebÃ¤ude zu einer Ãberschreitung der LÃ¤rmimmissionsgrenzwerte gefÃ¼hrt. Durch die zusÃ¤tzliche Belastung der Rychenbergstrasse mit quartierfremdem Durchgangsverkehr wer­de diese Ãberschreitung zunehmen, so dass die Anwohner der Rychenbergstrasse durch die angefochtene Aufzonung in besonderem Masse berÃ¼hrt seien. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Aufgrund dieser Vorbringen verneinte die Baurekurskommission die Legitimation fÃ¼r den als Rekurs bezeichneten Teil des Rechtsmittels mit der BegrÃ¼ndung, die <span>Nachbarrekurrierenden </span>hÃ¤tten es versÃ¤umt, den schlÃ¼ssigen Nachweis fÃ¼r die KausalitÃ¤t zwischen der beabsichtigten Umnutzung des streitbetroffenen Areals und einer ins Gewicht fallenden, legitimationsbegrÃ¼ndenden Zunahme des quartierfremden Durchgangsverkehrs auf der Rychenbergstrasse zu erbringen. Es fehle bereits an Angaben Ã¼ber das heutige Verkehrs­aufkommen und den zu erwartenden Mehrverkehr. Solche Vergleichszahlen seien in­des unerlÃ¤sslich fÃ¼r die Beantwortung der Frage, ob die angestrebte Umnutzung des streitbetroffenen Gebiets Ã¼berhaupt geeignet sei, die VerkehrsverhÃ¤ltnisse in dessen Umgebung wahrnehmbar zu beeinflussen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) GemÃ¤ss § 338a PBG setzt die Berechtigung zur Rekurs- und Beschwerdeerhebung voraus, dass der RechtsmittelklÃ¤ger durch die angefochtene Anordnung oder den Erlass berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interessen an deren Aufhebung oder Ãnderung hat. Wird die spezifische Betroffenheit Dritter in einem Rechtsmittelverfahren aus befÃ¼rchteten Immissionen abgeleitet, so ist auf Art und IntensitÃ¤t dieser Immissionen abzustellen. Die Legitimation ist zu bejahen, wenn die mutmasslichen Auswirkungen eines Bauvorhabens deutlich wahrnehmbar sind und ohne technisch aufwendige und kostspielige AbklÃ¤rungen festgestellt und von den allgemeinen Immissionen, wie sie z.B. der Strassenverkehr mit sich bringt, unterschieden werden kÃ¶nnen. Dieses Erfordernis ist etwa beim LÃ¤rm eines Schiess- (BGE 110 Ib 99 E. 1c) oder eines Flugplatzes (BGE 104 Ib 307 E. 3b S. 318) erfÃ¼llt, ebenso bei zusÃ¤tzlichem Lastwagenverkehr aus durchschnittlich 120 Fahrten pro Tag auf einer bis anhin nicht stark befahrenen Durchgangsstrasse (BGE 113 Ib 225 E. 1c) oder bei einer allgemeinen Verkehrszunahme von 23 % (VGr, URP 1996, S. 342 E. 2c). GemÃ¤ss Art. 9 lit. b der LÃ¤rmschutzverordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV) gelten denn auch als wahrnehmbar stÃ¤rkere VerkehrslÃ¤rmimmissionen solche von 1 db (A), was einer Zunahme des Strassenverkehrs um rund 25 % entspricht (Robert Wolf, Kommentar zum Umweltschutzgesetz, Mai 2000, Vorbemerkungen zu Art. 19 bis 25 N. 9). Als nicht vom allgemeinen Strassenverkehr unterscheidbar und daher nicht deutlich wahrnehmbar erachtete die Praxis hingegen den zusÃ¤tzlichen Verkehr auf einer Kantonsstrasse infolge Baus einer Autobahn und eines Halbanschlusses in 1 km Entfernung (BGE 111 Ib 290 E. 1b) oder den aus einer ca. 900 m entfernten Deponie resultierenden Lastwagenverkehr auf einer bereits stark befahrenen Strasse (BGE 112 Ib 154 E. 3 S. 160 mit zusÃ¤tzlichem Unterscheidungskriterium in BGE 113 Ib 225 E. 1c am Ende) bzw. eine allgemeine Verkehrszunahme von 5 â 10 % (RB 1985 Nr. 9 = BEZ 1985 Nr. 47). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Obwohl die RechtsmittelbehÃ¶rden die Legitimation von Amtes wegen zu prÃ¼fen haben, entbindet dies einen RechtsmittelklÃ¤ger nicht davon, seine Legitimation im konkre­ten Fall zu substanziieren, und zwar bereits im Rekursverfahren. Dabei muss insbesondere das qualifizierte eigene bzw. schutzwÃ¼rdige Interesse ausfÃ¼hrlich dargetan werden. Dabei genÃ¼gt nach der Praxis jedoch die Glaubhaftmachung der behaupteten BeeintrÃ¤chtigung, wenn der volle Beweis umfangreiche AbklÃ¤rungen erfordern und die materielle Beurteilung vorwegnehmen wÃ¼rde (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 29 f. und 41). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Es ist fraglich, ob sich die dargelegte und fÃ¼r die Anfechtung einzelner Bauvorhaben entwickelte Praxis unbesehen auf die Anfechtung von PlÃ¤nen, welche die Entstehung einzelner Vorhaben erst ermÃ¶glichen, Ã¼bertragen lÃ¤sst. Dabei ist zu bedenken, dass eine Gebietsnutzung, wie sie durch eine Ein- oder Umzonung eingeleitet wird, sich in der Regel Ã¼ber mehrere Jahre hinweg erst mittel- bis langfristig realisiert. WÃ¤hrend dieser Zeit kÃ¶nnen die im Zeitpunkt der Plananfechtung gegebenen Rahmenbedingungen, gerade was die Erschliessung und VerkehrsfÃ¼hrung anbelangt, zahlreichen Ãnderungen unterworfen sein. Zudem wird eine mit einer PlanÃ¤nderung verbundene Verkehrszunahme anders als bei der Inbetriebnahme eines einzelnen Bauprojektes nicht sofort, sondern ebenfalls erst allmÃ¤h­­lich wahrgenommen werden kÃ¶nnen. Dabei wird es schwer fallen, eine allgemeine Ver­­kehrszunahme einer spezifischen PlanÃ¤nderung zuzuordnen, umso mehr, wenn ein Gebiet in der Vergangenheit auch ohne einschlÃ¤gige PlanÃ¤nderungen verkehrsmÃ¤ssig immer stÃ¤rker belastet worden ist. Insofern lassen sich die Auswirkungen von PlÃ¤nen auf die weitere Nachbarschaft ungleich viel schwerer abschÃ¤tzen als diejenigen von einzelnen Bauvor­haben. Das bedeutet zwar nicht zwangslÃ¤ufig, dass an den Nachweis der Betroffenheit in diesen FÃ¤llen generell hÃ¶here Anforderungen gestellt werden mÃ¼ssten, denn gerade die Un­gewissheit der kÃ¼nftigen Entwicklung kann Nachbarn zu einer vorsorglichen Interessen­wahrung veranlassen. Die gegebene grosse Ungewissheit der kÃ¼nftigen Entwicklung erfordert aber in diesen FÃ¤llen eine besondere Sorgfalt bei der Substanziierung und Glaubhaftmachung kÃ¼nftiger BeeintrÃ¤chtigung im Rekursverfahren. Allgemeine BefÃ¼rchtungen eher theoretischer Art genÃ¼gen grundsÃ¤tzlich nicht zur Darlegung der hinreichenden Betroffenheit, vielmehr muss nachvollziehbar dargetan werden, dass die gefÃ¼rchtete BeeintrÃ¤chtigung auch mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintreten wird. </p> <p class="Einzug1">Wohnen Nachbarn ausserhalb des Planungsgebietes und nicht direkt an der dafÃ¼r vorgesehenen Erschliessungsachse, so ist deren BeeintrÃ¤chtigung durch wahrnehmbaren Mehrverkehr von vornherein nicht sehr wahrscheinlich. Unter diesen UmstÃ¤nden muss an­hand einer nachvollziehbaren Prognose glaubhaft gemacht werden, dass an ihrer Strasse den­­noch und unter Einbezug der mittel- und langfristigen Verkehrsplanung und der allgemeinen Verkehrsentwicklung mit mittel- und langfristig wahrnehmbaren Mehrimmissionen zu rechnen ist. NÃ¶tigenfalls muss diese Behauptung auch mit Hilfe einer professionellen Ver­kehrsstudie untermauert werden. Damit ist zwar fÃ¼r entferntere Nachbarn der Einstieg </p> <p class="Einzug1">ins Planungsrekursverfahren nicht leicht. Dies ist aber hinzunehmen, denn es steht den Nachbarn offen, gegen die spÃ¤tere Bewilligung einzelner grÃ¶ssere Bauvorhaben wie Einkaufszentren etc. zu rekurrieren, wenn diese voraussichtlich eine wahrnehmbare Mehrbe­lastung auf ihren GrundstÃ¼cken bewirken. Dannzumal dÃ¼rfte die erforderliche Betroffenheit an­hand des mit dem Bewilligungsgesuch vorzulegenden UmweltvertrÃ¤glichkeitsberichts leichter glaubhaft zu machen sein; bei dieser Gelegenheit kÃ¶nnen die Rekurrenten dann </p> <p class="Einzug1">auch Massnahmen gegen unerwÃ¼nschten Ausweichverkehr Ã¼ber ihre Strasse verlangen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Es war daher im Rekursverfahren zu prÃ¼fen, ob die <span>Nachbarrekurrierenden </span>glaub­haft vorgebracht hatten, die Umzonung bewirke eine deutlich wahrnehmbare Immissionszunahme entlang der Rychenbergstrasse. Indem die Baurekurskommission die Legitimation der <span>Nachbarrekurrierenden </span>mit der BegrÃ¼ndung verneinte, diese hÃ¤tten keinen schlÃ¼ssigen Nachweis fÃ¼r die KausalitÃ¤t zwischen der strittigen Umzonung und einer ins Gewicht fallenden, legitimationsbegrÃ¼ndenden Zunahme des quartierfremden Durchgangsverkehrs auf der Rychenbergstrasse erbracht, hat sie die Anforderungen an die Substanziierung und den Nachweis der Legitimation Ã¼berspannt. Das anerkennen auch die Grundeigen­­tÃ¼merinnen im Beschwerdeverfahren.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Da es sich bei der ÃberprÃ¼fung der Legitimation um eine Rechtsfrage handelt, kann das Verwaltungsgericht die Glaubhaftmachung von sich aus im Beschwerdeverfahren Ã¼ber­prÃ¼fen, zumal die <span>Nachbarrekurrierenden </span>in diesem Punkt selber auf eine RÃ¼ckweisung aus­­drÃ¼cklich verzichten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">e) Die Rychenbergstrasse ist eine kommunale Sammelstrasse mit wesentlicher Erschliessungsfunktion fÃ¼r die Gebiete am SÃ¼d- und Ostfuss des Lindberges und weist eine wichtige Sammel- und Verbindungsfunktion zwischen den Stadtkreisen Oberwinterthur und Veltheim/Rosenberg auf. Der VerkehrslÃ¤rm entlang der Rychenbergstrasse Ã¼bersteigt tagsÃ¼ber die massgeblichen Immissionsgrenzwerte bei den meisten entlang der Strasse gelegenen GebÃ¤ude (vgl. Antrag und Bericht zum Postulat MÃ¤chler, VB.2001.00245). Die Rychenbergstrasse liegt ausserhalb des umgezonten Sulzer-Areals; der Teilabschnitt zwischen Stadlerstrasse und Hammerweg ist rund ca. 500 bis 1500 m, der entfernteste Abschnitt, wo ebenfalls ein Teil der <span>Nachbarrekurrierenden </span>wohnen, ist bis zu Ã¼ber 3 km vom Areal entfernt. Basiserschliessung fÃ¼r das Entwicklungsgebiet Oberwinterthur bildet derzeit die Achse Frauenfelder-/RÃ¶merstrasse, die St.Gal­ler­stras­se sowie die Seenerstrasse. Vorgesehen ist sodann gemÃ¤ss Erschliessungsplan ein etap­penweiser Ausbau der Sulzer-Allee und je nach Entwicklung des Gebiets allenfalls eine Entlastungsstrasse zum Autobahnanschluss im Norden. Ein aus der Umzonung resultierender Mehrverkehr kÃ¶nnte sich daher nur im Sinne von Ausweichverkehr Ã¼ber die Rychenbergstrasse abwickeln. Um das notwendige Mass der Wahrnehmbarkeit zu erreichen, mÃ¼sste daher eine befÃ¼rchtete und Ã¼ber das allgemeine Mehrmass hinausgehende mittel- bzw. langfristige Verkehrszunahme im Bereich von rund 25 % glaubhaft sein. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die <span>Nachbarrekurrierenden </span>haben geltend gemacht, mit der strittigen Umzonung sei infolge der neuen Zulassung von Dienstleistungen im ganzen Gebiet eine massive Verkehrs­­zunahme auf sÃ¤mtlichen Zubringerstrassen verbunden. Als durchaus glaubhaft erscheint diese Behauptung insofern, als mit der mÃ¶glichen Neuansiedlung grÃ¶sserer Dienst­leistungsbetriebe und insbesondere solcher mit publikumsintensiver Nutzung zwangslÃ¤ufig mehr Zubringerverkehr verbunden sein wird. Dienstleistungen waren in der bisherigen Indus­triezone I3 gemÃ¤ss Art. 44 Abs. 1 lit. e der bisherigen Bauordnung vom 13. MÃ¤rz 1986 nicht bzw. nur im Zusammenhang mit der Produktion zugelassen, wÃ¤hrend sie neurechtlich sowohl in der Industriezone I2 als auch in der Zentrumszone Z3 zulÃ¤ssig sind (Art. 59 Abs. 1 lit. d sowie Art. 46 der Bauordnung vom 3. Oktober 2000 in Verbindung mit § 51 Abs. 1 PBG). Auch wenn dabei gleichzeitig neu in der I2 anstelle der bisherigen Baumas­sen­ziffer von 12 m3 eine solche von 9 m3 gelten soll, darf angesichts der GrÃ¶sse des umge­zonten Areals von rund 62 ha und dessen spezifischer Bedeutung als Entwicklungsgebiet mit kantonaler Zentrumsfunktion erwartet werden, dass mit der Umzonung im Endausbau ein zusÃ¤tzliches Verkehrspotenzial verbunden ist. In welchem Mass sich dieses Ã¼ber die Ã¶f­fent­lichen Strassen abwickeln wird, hÃ¤ngt entscheidend vom kÃ¼nftigen Angebot des Ã¶ffent­lichen Verkehrs ab. Weiter haben die <span>Nachbarrekurrierenden </span>im Rekursverfahren vorgebracht, die Rychenbergstrasse weise bereits heute einen Anteil von 30 % an Durchgangsverkehr auf. Nachdem die Stadt Winterthur selber die Rychenbergstrasse als wichtige Sam­mel- und Verbindungsstrasse zwischen Oberwinterthur und Veltheim/Rosenberg bezeichnet, ist auch dies glaubhaft. Die <span>Nachbarrekurrierenden </span>haben im Rekursverfahren schliess­lich belegt, dass die Achse Frauenfelder-/RÃ¶mer-/Lindstrasse bereits heute zu Stosszeiten Auslastungsgrenzen erreicht bzw. Ã¼berschreitet. Mit all diesen glaubhaften Vorbringen haben die <span>Nachbarrekurrierenden </span>indessen noch keineswegs eine nachvollziehbare Prognose fÃ¼r eine mittel- und langfristig durch die PlanÃ¤nderung bedingte relevante Verkehrszunah­me auf der Rychenbergstrasse erbracht. Sie haben aus diesen UmstÃ¤nden eher allgemeine BefÃ¼rchtungen abgeleitet, als dass sie sich ernsthaft mit den von der Stadt Winterthur in Aussicht genommenen Erschliessungsprojekten (fÃ¼r Strassen und Ã¶ffentlichen Verkehr) fÃ¼r das Entwicklungsgebiet und deren Auswirkungen auf Mass und FÃ¼hrung des dadurch ausgelÃ¶sten Verkehrs auseinandergesetzt hÃ¤tten. Allein die Behauptung, die Rychenbergstrasse werde unter den gegebenen UmstÃ¤nden mit zusÃ¤tzlichem quartierfremden Durch­­gangsverkehr belastet, genÃ¼gt keineswegs, um ein relevantes Mass an Mehrverkehr als wahrscheinlich erscheinen zu lassen. Die von den <span>Nachbarrekurrierenden </span>erst im Beschwerdeverfahren vorgelegte Verkehrsstudie kann diesen Mangel nicht heilen. Sie hÃ¤tten vielmehr bereits im Rekursverfahren entsprechende GrÃ¼nde glaubhaft machen mÃ¼ssen. Eine weitergehende Auseinandersetzung damit erÃ¼brigt sich daher. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Baurekurskommission IV ist daher auf den Planungsrekurs zu Recht nicht eingetreten. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. a) Die Baurekurskommission hat den angefochtenen Entscheid mit der BegrÃ¼ndung aufgehoben, die Grundsatzvereinbarung (VB.2001.00296) weise einen unzulÃ¤ssigen Inhalt auf. Die verbindlich vereinbarten Eckwerte der Arealentwicklung wÃ¼rden nutzungsplanerische Festlegungen beinhalten (nÃ¤here Umschreibung der Nutzung in einzelnen Baubereichen, Festlegung von Wohnanteilen, Festlegung eines Erholungsraumes entlang der Eulach), welche der vertraglichen Regelung nicht zugÃ¤nglich seien. Zudem sei die Festlegung eines Rahmenplanes gemÃ¤ss diesen Eckwerten unzulÃ¤ssigerweise an den Stadtrat delegiert worden. Mit diesem Vorgehen seien Mitwirkungsrechte der BevÃ¶lkerung, das Referendums-, das Rekurs- und Beschwerderecht sowie die Genehmigungspflicht ausgeschaltet worden. Die KÃ¼ndigungsmÃ¶glichkeit stelle zudem nicht sicher, dass die anvisierten Planungsinhalte dereinst tatsÃ¤chlich verwirklicht wÃ¼rden. MÃ¤ngel ergÃ¤ben sich auch auf der Stufe der Baubewilligungsverfahren, indem Dritte die in der Grundsatzvereinbarung geregelten GegenstÃ¤nde akzessorisch anfechten kÃ¶nnten und es fraglich sei, ob das Nichteinhalten dieser Festlegungen einem Bauherrn gegenÃ¼ber eine Bauverweigerung rechtfertigen kÃ¶nne. Da die Grundsatzvereinbarung auch mangels Anfechtbarkeit unzulÃ¤ssig sei, komme es nicht in Betracht, den angefochtenen Beschluss nur soweit aufzuheben, als er zustimmend von der Grundsatzvereinbarung Vormerk nehme. Der Gemeinderat sei daher einzuladen, seinen Beschluss um die Gegenstand der Grundsatzvereinbarung bildenden nutzungsplanerischen Festlegungen zu ergÃ¤nzen, falls er an diesen Festlegungen tatsÃ¤ch­lich festhalten wolle.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Dagegen bringen die Stadt Winterthur und die GrundeigentÃ¼merinnen im Wesentlichen vor, die Vereinbarung sei Bestandteil einer kooperativen Planung, die im Interesse der Ãffentlichkeit und der Privaten die rÃ¤umliche Entwicklung optimieren solle. Der Vertrag sei mangels ausdrÃ¼cklicher Verbotsnorm zulÃ¤ssig. Er beinhalte, soweit er nicht ohnehin lediglich FÃ¼hrungsinstrument sei, gegenÃ¼ber der Grundordnung nur zusÃ¤tzliche NutzungsbeschrÃ¤nkungen fÃ¼r die GrundeigentÃ¼merinnen, womit die Rechte Dritter nicht beeintrÃ¤chtigt wÃ¼rden. Die in den Eckwerten enthaltenen NutzungseinschrÃ¤nkungen seien zudem we­der Ã¶rtlich noch sachlich noch zeitlich definitiv, sondern ausdrÃ¼cklich als Richtlinie zu ver­stehen und entsprÃ¤chen den Zielen und GrundsÃ¤tzen des eidgenÃ¶ssischen und kantonalen Planungsrechts.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Streitgegenstand des Rechtsmittelverfahrens vor Baurekurskommission bildete der im Amtsblatt am 17. November 2000 publizierte Beschluss Ã¼ber die Bau- und Zonen­ordnung, welche von der Baurekurskommission unter eingeschrÃ¤nkter Kognition auf ihre RechtmÃ¤ssigkeit hin zu Ã¼berprÃ¼fen war. Von vornherein nicht Gegenstand der Anfechtung war hingegen die Grundsatzvereinbarung selber â trotz ihrer allenfalls nutzungsplanerisch motivierten Inhalte â, ebenso wenig die zustimmende Vormerknahme davon durch den Ge­meinderat. Letztere war richtigerweise ausschliesslich am 12. Oktober 2000 im Rahmen der gemeinderechtlichen Publikation verÃ¶ffentlicht worden und bildete eben gerade nicht Bestandteil des Beschlusses Ã¼ber die Bau- und Zonenordnung, welcher mit Publikation am 17. November 2000 Ausgangspunkt des vorliegenden Anfechtungsverfahrens ist. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Soweit allerdings im Rahmen der Nutzungsplananfechtung geltend gemacht wurde, die Festlegungen gemÃ¤ss Grundsatzvereinbarung hÃ¤tten in die Bau- und Zonenordnung ge­hÃ¶rt, liegt darin der Vorwurf, durch das gewÃ¤hlte Vorgehen seien die Vorschriften des Planungs- und Baugesetzes Ã¼ber den Erlass der Bau- und Zonenordnung umgangen worden. Da die Gemeinden gemÃ¤ss § 45 Abs. 2 PBG beim Erlass der Bau- und Zonenordnung an die Institute des kantonalen Rechts gebunden sind, betrifft diese RÃ¼ge das strittige Anfech­tungsobjekt; sie ist daher zu prÃ¼fen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) In diesem Zusammenhang liesse sich vorab die Frage stellen, ob die zwischen der Stadt und den GrundeigentÃ¼merinnen getroffene Regelung Ã¼berhaupt Gegenstand eines Vertrages bilden kann oder ob sie aufgrund ihres nutzungsplanerischen Charakters nicht zwin­gend in einem Nutzungsplan festzulegen wÃ¤re. Diese Frage kann indessen offen blei­ben, da die zwischen den Vertragspartnern abgeschlossene Grundsatzvereinbarung ohnehin keine nutzungsplanerischen Festlegungen enthÃ¤lt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">NutzungsplÃ¤ne sind fÃ¼r jedermann verbindlich (Art. 21 Abs. 1 des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979) und regeln die zulÃ¤ssigen Bodennutzungen parzellenscharf (Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, 3. A., ZÃ¼rich 1999, Rz. 143). Die Grundsatzvereinbarung hÃ¤lt in Ziffer 4 mit den Eckwerten fest, dass die Grund­eigentÃ¼merinnen der Stadt sechs Hektaren Land abgerÃ¤umt und altlastensaniert zur Errichtung von GrÃ¼n- bzw. ErholungsflÃ¤chen abtreten. Dieser Erholungsraum wird schwer­gewichtig im Bereich der Eulach vorgesehen. Darin kann schon deshalb keine nutzungspla­ne­rische Festlegung erblickt werden, weil die abzutretende FlÃ¤che nach dem Willen der Ver­tragsparteien (noch) nicht parzellenscharf bezeichnet wird. Die Vertragsparteien betonen denn auch in ihren Rechtsschriften, mit der Grundsatzvereinbarung habe eine flexible LÃ¶sung getroffen werden sollen, die weder Ã¶rtlich noch sachlich noch zeitlich bereits definitiv habe festgesetzt werden kÃ¶nnen. Dasselbe gilt noch ausgeprÃ¤gter hinsichtlich der Bezeichnung von Wohnanteilen bzw. Nutzweisen fÃ¼r die verschiedenen Bereiche im Arealteil </p> <p class="Einzug1">Ost, wo schon aus dem Vereinbarungstext selbst hervorgeht, dass die vereinbarten Eckwer­te "im Sinne einer Richtlinie" festgelegt werden. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Dass keine im Sinne einer Nutzungsplanung verbindliche Festlegung vorliegt, ergibt sich im Ãbrigen auch daraus, dass die Bereiche 5, 6 und 8 in der Vereinbarung erwÃ¤hnt werden, obwohl das entsprechende Land nicht den vertragsschliessenden GrundeigentÃ¼merinnen gehÃ¶rt, weshalb eine Verbindlichkeit des Vertrags insofern ausdrÃ¼cklich aus­geschlossen wird. Dieser Ausschluss ist richtig, da sowohl Ã¶ffentlich- wie auch privatrechtliche VertrÃ¤ge stets nur Wirkung zwischen den Parteien entfalten. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Die Grundsatzvereinbarung stellt nach dem Willen der Vertragsparteien die Grund­lage fÃ¼r die Erarbeitung eines Rahmenplans dar, durch den die angestrebte Entwi­ck­lung des Stadtteils "Zentrumsgebiet Oberwinterthur" nÃ¤her definiert werden soll. Auf dieser Grundlage sollen die fÃ¼r die Stadt und die GrundeigentÃ¼merinnen verbindlichen Festlegungen vertraglich geregelt werden. Diese vertraglichen Regelungen sollen zu gegebener Zeit in die Nutzungsplanung Ã¼berfÃ¼hrt werden (Ziff. 8 der Grundsatzvereinbarung), wobei die Parteien offenbar davon ausgehen, dass hierfÃ¼r eine ErgÃ¤nzung des PBG erforderlich ist. Ob dies zutrifft oder nicht, und ob die Vertragsparteien zu Recht entsprechende Erwartungen hegen, kann hier offen bleiben. Jedenfalls prÃ¤sentiert sich die Grundsatzvereinbarung als Instrument des kooperativen Verwaltungshandelns, mit welchem der Prozess des Planens geregelt werden soll (Rudolf Muggli, Theorie und Praxis der Kooperativen Planung, VLP, Raum &amp; Umwelt Juli 2001, S. 24 f.; Hanspeter Pfenninger, Kooperationen zwi­schen Staat und Privaten als Alternative zu planungs-, umweltschutz- und anderen Ã¶ffentlichrechtlichen Verfahren, BR 4/95, S. 79 ff.). Hingegen liegt kein Versuch vor, fÃ¼r jedermann verbindliche nutzungsplanerische Festsetzungen unter Umgehung des dafÃ¼r vorgesehenen gesetzlichen Instrumentariums vorzunehmen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegrÃ¼ndet.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. a) Die <span>Nachbarrekurrierenden </span>hatten vor Baurekurskommission geltend gemacht, die Umzonung lasse eine verkehrsintensivere Nutzung zu, ohne dass das Haupt- und Sammelstrassennetz eine wesentliche Ãnderung erfahren solle. Einzig in Richtung Nordosten sei eine neue Entlastungsstrasse zur Autobahn A 1 geplant. Ein eigentlicher Erschlies­sungs­plan fehle jedoch. Damit wÃ¼rden die planerischen GrundsÃ¤tze von Art. 3 Abs. 3 und Art. 15 lit. b RPG verletzt. Die Rekursinstanz erwog dazu, eine ungenÃ¼gende Groberschlies­sung kÃ¶nne die angefochtene Zonierung nicht rechtswidrig werden lassen, sondern mache nur die ErgÃ¤nzung des Erschliessungsplanes erforderlich. Ein dahingehender Antrag sei nicht gestellt worden. Zudem sei die Groberschliessung mit dem bestehenden Strassennetz im Verein mit den im Erschliessungsplan festgelegten baulichen Massnahmen hinreichend sichergestellt. Art. 15 lit. b RPG komme nicht zur Anwendung, da es sich vorliegend nicht um eine Neueinzonung handle, sondern ein weitgehend Ã¼berbautes und erschlossenes Gebiet zur Beurteilung stehe.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>b) Nach Art. 15 RPG umfassen Bauzonen Land, das sich fÃ¼r die Ãberbauung eignet und weitgehend Ã¼berbaut ist (lit. a) oder voraussichtlich innert 15 Jahren benÃ¶tigt und erschlossen wird (lit. b). GemÃ¤ss Art. 19 Abs. 2 RPG werden Bauzonen durch das Gemeinwe­sen innerhalb der im Erschliessungsprogramm vorgesehenen Frist erschlossen. Auf der Ebene der Richtplanung bezeichnet der kom­munale Verkehrsplan die bestehenden und ge­planten Anlagen und FlÃ¤chen fÃ¼r kommunale Strassen der Groberschliessung sowie die Wege von kommunaler Bedeutung. Er ist unverzichtbar (§ 31 Abs. 2 in Verbindung mit § 24 PBG). GestÃ¼tzt darauf ist der Erschlies­sungs­plan zusammen mit der Bau- und Zonen­ordnung festzusetzen (§ 90 Abs. 1 PBG). Er gibt Aufschluss Ã¼ber die Ã¶ffentlichen Werke und Anlagen, die fÃ¼r die Groberschliessung der Bau­zonen notwendig sind und zeigt auf, in welchen zeitlich bestimmten Etappen das Gemein­wesen die Groberschliessung der Bauzonen durchfÃ¼hrt </span>und wie sie auf die Angebotsplanung im Ã¶ffentlichen Personenverkehr sowie auf die GÃ¼terverkehrsplanung abgestimmt ist (§ 91 PBG). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Erschliessungsplanung ist grundsÃ¤tzlich Folgeaufgabe der Nutzungsplanung. Die gesetzliche Erschliessungspflicht zwingt die Gemeinden allerdings, mit der Nutzungsplanung auch Finanzplanung zu betreiben. Bauzonen sollen nur dann ausgeschieden werden, wenn ein Gemeinwesen auch gewillt ist, diese innerhalb der nÃ¤chsten 15 Jahre zu erschliessen. Wenn § 90 Abs. 1 PBG den zeitgleichen Erlass beider Planungen verlangt, so sollen damit die Gemeinden in die rÃ¤umlichen und finanziellen Konsequenzen ihrer Nutzungsplanung eingebunden werden. Insofern kann nicht gesagt werden, eine ungenÃ¼gende oder fehlende Erschliessungsplanung vermÃ¶ge sich nicht auf die Nutzungsplanung auszuwirken. Zwar hat sich grundsÃ¤tzlich der Erschliessungsplan auf den Nutzungsplan auszurichten und nicht umgekehrt der Nutzungsplan auf den Erschliessungsplan (BGE 116 Ia 221 E. 4a S. 234). Jedoch verstÃ¶sst eine Bauzone, welche nicht bereits erschlossen ist und auch nicht innert 15 Jahren erschlossen werden soll, gegen Art. 15 lit. b RPG. Selbst innerhalb des bereits Ã¼berbauten Gebietes spielt die vorhandene Erschliessung eine Rolle, indem der Stand der Erschliessung RÃ¼ckschlÃ¼sse auf die Eignung des Landes zur Ãberbauung zu­lÃ¤sst (vgl. Alexandre FlÃ¼ckiger, Kommentar zum Bundesgesetz Ã¼ber die Raumplanung, ZÃ¼rich 1999, Art. 15 N. 47). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Entgegen den ErwÃ¤gungen im angefochtenen Entscheid gilt Art. 15 RPG nicht nur fÃ¼r die Ausscheidung neuer, sondern ebenso fÃ¼r die Ãnderung oder Beibehaltung bestehen­der Bauzonen. Die Gemeinden mÃ¼ssen grundsÃ¤tzlich bei jeder Zonenplanrevision prÃ¼fen, ob auch die bereits frÃ¼her ausgeschiedenen Bauzonen gesetzeskonform sind. ZonenplanÃ¤nderungen bewirken nÃ¤mlich potenziell immer, dass auch der zugehÃ¶rige Erschliessungsplan in Frage gestellt wird (BGr, Pra 79/1990 Nr. 27 E. 3b/bb). Die Erschliessung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 RPG hat sich nach der betreffenden Nutzung im fraglichen Gebiet zu richten und kann daher je nachdem, ob etwa eine Landhauszone oder eine Zentrumszone aus­geschieden werden soll, auch unterschiedliche Erschliessungsmassnahmen nach sich zie­hen. Aus diesem Grund ist eine Gemeinde allenfalls auch verpflichtet, die Erschliessung einer bereits weitgehend Ã¼berbauten Bauzone fÃ¼r eine vorgesehene Umnutzung zu verbessern und die dafÃ¼r notwendigen <span>B</span>auwerke im Erschliessungsplan vorzusehen. Selbst der Ent­scheid, einen bisherigen Zonenplan nicht zu Ã¤ndern, kann ein Gemeinwesen, welches mit der Erschliessung in Verzug ist, zur Anpassung der Erschliessungsplanes zwingen. Ist es dazu nicht bereit, so muss es das betreffende Gebiet letztlich auszonen (Regierungsrat AG, ZBl 89/1988, S. 324). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Das strittige rund 62 ha grosse Areal liegt mit seinen bestehenden voluminÃ¶sen Industrie- und Gewerbebauten im Herzen des Stadtteils Oberwinterthur. Es grenzt im SÃ¼den an ein mehrheitlich Ã¼berbautes Industriegebiet und im Nordwesten und Nordosten an ebenfalls bereits weitgehend Ã¼berbaute Wohn- und Gewerbegebiete. Unter diesen UmstÃ¤nden ist die Baurekurskommission zu Recht davon ausgegangen, dass das Gebiet bereits im Sinn von Art. 15 lit. a RPG weitgehend Ã¼berbaut ist. Damit aber wird nach dem oben AusgefÃ¼hrten eine hinreichende Groberschliessung fÃ¼r die vorgesehene Umzonung und insbesondere fÃ¼r die neu zugelassenen Dienstleistungen noch nicht entbehrlich. Es ist daher zu prÃ¼fen, ob die bestehenden und die geplanten Strassenanlagen das Gebiet hinreichend grob erschliessen. Dabei ist entgegen den ErwÃ¤gungen im angefochtenen Entscheid davon auszugehen, dass die <span>Nachbarrekurrierenden </span>durchaus MÃ¤ngel des Erschliessungsplanes gerÃ¼gt hatten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Erschliessung des Areals erfolgt heute im Wesentlichen Ã¼ber die nÃ¶rdlich des Ge­biets verlaufende Frauenfelder-/RÃ¶merstrasse, die sÃ¼dlich davon gelegene St. Galler­stras­se und die dazwischen in Nord-SÃ¼drichtung verlaufende Seenerstrasse. Im kommunalen Erschliessungsplan ist gestÃ¼tzt auf den kommunalen Verkehrsplan fÃ¼r die 1. Erschlies-sungs­­etappe ein Ausbau der in Ost-West-Richtung verlaufenden âSulzer-Alleeâ zwischen OhrbÃ¼hl- und Seenerstrasse und deren Anschluss an die tiefer liegende Seenerstrasse vorgesehen (VB.2001.00245), wÃ¤hrend der westliche Abschnitt der âSulzer-Alleeâ in der 2. Erschliessungsetappe ausgebaut und an die St. Gallerstrasse angeschlossen werden soll (Ziff. 5a und b). Damit muss die auf kommunaler Ebene zu verwirklichende strassenmÃ¤ssige Erschliessung des fraglichen Gebiet grundsÃ¤tzlich als ausreichend beurteilt werden. Soweit je nach kÃ¼nftiger Entwicklung des Areals zu einem regionalen oder kantonalen Zentrum auch ein Ausbau des Ã¼bergeordneten Strassennetzes notwendig werden kÃ¶nn­te, hat der Stadtrat Winterthur dem Regierungsrat sodann als ErgÃ¤nzung zum regiona­len Ver­kehrsplan eine Entlastungsstrasse Oberwinterthur zwischen dem Zentrumsgebiet Oberwinterthur/GrÃ¼ze und dem Autobahnanschluss Oberwinterthur beantragt (VB.2001.00245). Mit diesen Vorkehrungen hat die Stadt Winterthur in hinreichendem Mass ihre Bereitschaft kundgetan, die notwendigen Erschliessungswerke zur Aufnahme des durch die fragliche Umzonung allenfalls ausgelÃ¶sten zusÃ¤tzlichen Strassenverkehrs zu erstellen oder durch Ã¼bergeordnete TrÃ¤ger erstellen zu lassen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die <span>Nachbarrekurrierenden </span>beanstanden, dass der Mehrverkehr verschiedene bereits ausgelastete Verkehrsknoten der Stadt in den Spitzenzeiten Ã¼berlasten und dermassen den Druck auf Ausweichrouten erhÃ¶hen werde. Die LÃ¶sung des Problems sehen sie aber selber offensichtlich weniger darin, dass das Gebiet zusÃ¤tzlich durch eine weitere Entlastungstras-se zu erschliessen wÃ¤re. Vielmehr verlangen sie mit der Umzonung gleichzeitig flankierende Massnahmen, welche ein Ausweichen des Verkehrs Ã¼ber andere Routen verhindern sol­len. Solche verkehrslenkende Massnahmen sind jedoch von vornherein nicht Bestandteil der Erschliessungsplanung. Sie beeinflussen den Bestand der Erschliessungswerke nicht und kÃ¶nnen gestÃ¼tzt auf das eidgenÃ¶ssische Strassenverkehrsrecht und das kantonale Stras­sengesetz direkt von den zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden erlassen werden. Die zeitweilige Ãberlas­tung einzelner Verkehrsknoten und daraus entstehende Staus sind gerade in stÃ¤dtischen Ver­hÃ¤ltnissen ein durchaus bekanntes PhÃ¤nomen. Darin liegt ein allgemeines Problem des </p> <p class="Einzug1">zunehmenden motorisierten Privatverkehrs, dem nicht damit begegnet werden kann, ganzen StÃ¤dten oder Stadtteilen im nachhinein die notwendige Groberschliessung abzusprechen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">6. a) Die <span>Nachbarrekurrierenden </span>wenden weiter ein, das Gebiet sei nicht hinreichend mit Ã¶ffentlichem Verkehr erschlossen. Diese Erschliessung sei nicht nur fÃ¼r die Realisierung einzelner Bauprojekte, sondern auch fÃ¼r eine Umzonung der vorliegenden Art notwendig. Die Baurekurskommission hatte dazu erwogen, es kÃ¶nne offen bleiben, ob die Erreichbarkeit von Bauzonen mit Ã¶ffentlichen Verkehrsmitteln bereits im Rahmen des Erschliessungsplanes zu sichern sei. Das Gebiet sei nÃ¤mlich bereits heute gut erschlossen, liege es doch in un­mittelbarer NÃ¤he der S-Bahn-Haltestellen GrÃ¼ze und Oberwinterthur und werde es insgesamt von vier Buslinien bedient. Im SÃ¼den sei sodann noch eine weitere S-Bahn-Haltestelle vorgesehen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Nach § 237 Abs. 1 Satz 2 PBG muss fÃ¼r die genÃ¼gende ZugÃ¤nglichkeit eines Grund­stÃ¼ckes bei grÃ¶sseren Ãberbauungen die Erreichbarkeit mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr gewÃ¤hrleistet sein. GestÃ¼tzt auf diese mit der Gesetzesrevision vom 1. September 1991 erweiterte Bestimmung verweigerte das Verwaltungsgericht in einem Entscheid vom 2. November 2000 (VB.2000.00111, RB 2000 Nr. 93 = BEZ 2000 Nr. 50 = URP 2000, S. 823, vom BGr bestÃ¤tigt am 5. September 2001, URP 2001, S. 1061 ff.) einem Kinozentrum mit weiteren Freizeitangeboten wegen ungenÃ¼genden Angebots an Ã¶ffentlichem Verkehr die Baubewilligung. Das Gericht stellte dabei klar, dass die Erschliessung mit Ã¶ffentlichem Verkehr keine bundesrechtliche Erschliessungsvoraussetzung im Sinne von Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG darstellt, sondern § 237 Abs. 1 Satz 2 PBG als selbstÃ¤ndiges kantonales Recht den Planungsgrundsatz von Art. 3 Abs. 3 lit. a RPG, wonach Wohn- und Arbeitsgebiete durch das Ã¶ffentliche Verkehrsnetz hinreichend erschlossen werden sollen, umsetzt und im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens Anwendung findet (E. 5c). Bildet demnach die Anbindung an den Ã¶ffentlichen Verkehr keine bundesrechtliche Erschliessungsvoraussetzung, so kÃ¶nnen die Gemeinden auch nicht von Bundesrechts wegen gezwungen werden, ihre Bauzonen gestÃ¼tzt auf Art. 19 Abs. 2 RPG mit Ã¶ffentlichem Verkehr zu erschliessen (BGr, URP 2001, S. 1061 E. 1d).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Auf kantonaler Ebene bestimmt der gleichzeitig mit § 237 PBG revidierte § 91 Satz 2 PBG, dass der Erschliessungsplan aufzeige, wie die Groberschliessung der Bauzonen auf die Angebotsplanung im Ã¶ffentlichen Personenverkehr sowie auf die GÃ¼terverkehrsplanung abgestimmt sei. Damit soll im Wesentlichen die VerknÃ¼pfung zwischen der strassenmÃ¤ssigen Groberschliessung und den Planungen betrieblicher Angebote hergestellt werden, die nicht im Bereich des Planungs- und Baurechts liegen (vgl. Beleuchtender Bericht des Regierungsrates zur Abstimmungsvorlage vom 1. September 1991, VerstÃ¤rkte BerÃ¼cksichtigung des Umweltschutzes). Entgegen den Vorbringen der <span>Nachbarrekurrierenden </span>kann weder aus dieser Bestimmung noch aus § 237 PBG geschlossen werden, dass ein Zonenplan in einem bestimmten Areal grÃ¶ssere Ãberbauungen nur dann zulassen darf, wenn die Erschliessung mit Ã¶ffentlichem Verkehr bereits erfolgt und damit die Voraussetzungen fÃ¼r eine Baubewilligung in dieser Hinsicht bereits gegeben sind. Es wÃ¤re denn auch unsinnig, das Angebot an Ã¶ffentlichem Verkehr mit seinen allenfalls betrÃ¤chtlichen Investitionen be­reits in einem Zeitpunkt auszubauen, wo noch keineswegs feststeht, ob in einem bestimm­ten Gebiet aufgrund seiner kÃ¼nftigen Entwicklung auch tatsÃ¤chlich mit einem grÃ¶sseren Benutzer- oder Publikumsverkehr zu rechnen ist.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Es ist unbestritten, dass die von der Stadt Winterthur und den GrundeigentÃ¼merin­nen im fraglichen Gebiet angestrebte Entwicklung als eigentliches Gebiet mit Zentrumsfunktion einen Ausbau des Ã¶ffentlichen Verkehrs erforderlich machen wird. Die Vorausset­zungen fÃ¼r diesen Ausbau sind im vorliegenden Fall ausserordentlich gÃ¼nstig. Das Areal grenzt im Norden sowie im SÃ¼dwesten an die S-Bahnstationen Oberwinterthur und GrÃ¼ze. Im SÃ¼dosten ist sodann die neue S-Bahnstation Hegi geplant. Mit deren Realisierung wÃ¼rden sÃ¤mtliche GrundstÃ¼cke im Gebiet innerhalb einer weniger als 1 km umfassenden Fussdistanz zu einer S-Bahnstation zu liegen kommen. Im Weiteren wird das Gebiet heute von vier Buslinien des ZÃ¼rcher Verkehrsverbundes Ã¼ber die Seener- und Hegifeldstrasse bedient (Nrn. 5, 9, 10 und 680). Im kommunalen Verkehrsplan ist sodann eine neue Buslinie Ã¼ber die auszubauende Sulzer-Allee vorgesehen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Ob die von diesen Verkehrsmitteln ausgehenden Angebote kÃ¼nftig fÃ¼r die Bedienung einer grÃ¶sseren nutzungsintensiven Ãberbauung im Gebiet genÃ¼gen werden, wird massgebend von der Nutzungsart des konkreten Bauvorhabens, dessen Distanz zu den nÃ¤chsten Haltestellen sowie der aus der angebotenen Frequenz resultierenden HaltestellenqualitÃ¤t abhÃ¤ngen (vgl. § 18 des Gesetzes Ã¼ber den Ã¶ffentlichen Personenverkehr vom 6. MÃ¤rz 1988 [PVG], Verordnung Ã¼ber das Angebot im Ã¶ffentlichen Personenverkehr vom 14. De­zember 1988 [AngebotsV] sowie Weglei­tung der Baudirektion zur Regelung des Parkplatzbedarfs in kommunalen Erlassen). Im heutigen Zeitpunkt muss daher die Feststellung genÃ¼gen, dass S-Bahn und Bus das ganze Gebiet mit einem relativ dichten Haltestellennetz bedienen werden, so dass sich nÃ¶tigenfalls mittels einer ErhÃ¶hung der Bedienungsfrequenz auf relativ einfache Weise eine hinreichende Erreichbarkeit mit Ã¶ffentlichen Verkehrsmitteln und eine sich daraus ergebende Reduktion der Parkplatzzahlen sicherstellen lassen wird. Die Bezeichnung von Oberwinterthur als Zentrumsgebiet im kantonalen Richtplan erfolgte denn auch unter anderem gerade wegen des Bestandes einer Ã¼bergeordneten Verkehrsinfrastruktur und dem Erreichbarkeitspotenzial mit Ã¶ffentlichem Verkehr (vgl. Bericht zum kantonalen Gesamtplan, S. 29). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">7. Schliesslich werfen die <span>Nachbarrekurrierenden </span>der Baurekurskommission IV vor, ihre RÃ¼ge, wonach der Bericht nach Art. 47 der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 (RPV) wÃ¤hrend der Rekursfrist nicht aufgelegen habe, Ã¼berhaupt nicht behandelt zu haben. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Die <span>Nachbarrekurrierenden </span>hatten in ihrer Rekursschrift eine Verletzung der Informationspflicht der PlanungsbehÃ¶rde und des Rechts der BevÃ¶lkerung auf Mitwirkung gemÃ¤ss Art. 4 RPG geltend gemacht. Sie beanstandeten, dass der Bericht zur Ortsplanung nach Art. 47 RPV weder wÃ¤hrend der Einwendungsfrist noch wÃ¤hrend der Rekursfrist aufgelegen habe. In ErwÃ¤gung 10 des angefochtenen Entscheides hat sich die Rekursinstanz mit diesem Einwand befasst und ausgefÃ¼hrt, dass der Bericht zur Ortsplanungsrevision einzig der Information der kantonalen GenehmigungsbehÃ¶rde diene und nicht zu den gemÃ¤ss Art. 4 Abs. 3 RPG und § 7 PBG Ã¶ffentlich aufzulegenden PlÃ¤nen und Berichten gehÃ¶re. Damit verneinte sie die Pflicht zur Ã¶ffentlichen Auflage generell, sei dies nun fÃ¼r die Dauer der Einwendungs- als auch fÃ¼r diejenige der Rekursfrist. Der Vorwurf der GehÃ¶rsverletzung ist daher unbegrÃ¼ndet.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Inhaltlich hat die Vorinstanz die RÃ¼ge zu Recht verworfen. Zwar mag es zutreffen, dass der Bericht nach Art. 47 RPV auch eine Stellungnahme zu den Mitwirkungseingaben enthalten muss. Daraus lÃ¤sst sich aber keineswegs die Pflicht zur Ã¶ffentlichen Auflage dieses Berichtes ableiten. § 7 Abs. 4 PBG schreibt nur vor, dass die Stellungnahme zu den nicht berÃ¼cksichtigten Einwendungen zur Einsichtnahme offen stehen mÃ¼sse, ohne aber zu verlangen, dass dies in der Form des Berichtes gemÃ¤ss Art. 47 RPV zu geschehen habe. Die <span>Nachbarrekurrierenden </span>machten nicht geltend, dass die (separate) Stellungnahme zu den nicht berÃ¼cksichtigten Einwendungen im vorliegenden Fall nicht Ã¶ffentlich aufgelegen hÃ¤tte.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">8. Die Beschwerden der GrundeigentÃ¼merinnen und der Stadt Winterthur sind dem­gemÃ¤ss gutzuheissen, und die Beschwerde der <span>Nachbarrekurrierenden </span>ist abzuweisen. Der angefochtene Planungsentscheid des Grossen Gemeinderats Winterthur ist vollumfÃ¤nglich zu bestÃ¤tigen.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">...</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde der Nachbarrekurrierenden (VB.2001.00297) wird abgewiesen. Die Beschwerden der GrundeigentÃ¼merinnen (VB.2001.00245) und der Stadt Winterthur (VB.2001.00296) werden gutgeheissen. DemgemÃ¤ss wird der angefochtene Rekursentscheid aufgehoben und der Beschluss des Grossen Gemeinderates Winterthur vom 2./3. Oktober bestÃ¤tigt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">...</p> <p class="Einzug2"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>