<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, im Rahmen eines Berichts den aktuellen Stand der Umsetzung des öffentlichen Auftrags nach Artikel 4 des Radio- und Fernsehgesetzes (RTVG) im Online-Bereich zu erheben, insbesondere die Ausgewogenheit der Behandlung von Themen und Meinungen in den Social-Media-Accounts des medialen Service public, und zwar in Bezug auf die Bildung der Jungen und die Kulturförderung.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) lässt die Programm- und Themenstrukturen der linearen Radio- und Fernsehprogramme der SRG seit Jahren kontinuierlich wissenschaftlich untersuchen. Auch die Online-Angebote der SRG werden regelmässig untersucht. Im Fokus dieser Studien steht, ob die SRG konzessionsrechtliche Bestimmungen - wie beispielsweise im Online-Bereich die Vorgaben zur Textlänge oder zur Verknüpfung der Online-Beiträge mit den linearen Radio- und TV-Programmen - respektiert. Darüber hinaus wird gemessen, welche Themenbereiche das Online-Angebote der SRG prägen. Alle Studien sind auf der BAKOM-Website publiziert (<a href="http://www.bakom.admin.ch">www.bakom.admin.ch</a> &gt; Elektronische Medien &gt; Medienforschung - Ausbildungsförderung &gt; Medienforschung &gt; zu den Studien).</p><p>Effektiv fehlt bislang eine wissenschaftliche Studie zu den SRG-Angeboten auf Social-Media-Plattformen, die sich an Junge richten. Das BAKOM wird dazu eine Studie in Auftrag geben. Diese wird die Themenstruktur der Angebote - Anteile an Information, Kultur, Bildung, Unterhaltung und Sport - auf den von jungen Menschen am meisten genutzten Social-Media-Plattformen der SRG untersuchen. Auf Strukturebene werden folglich Aussagen zur thematischen Vielfalt möglich sein.</p><p>Das Postulat verlangt darüber hinaus zu prüfen, ob sich Junge aufgrund der Angebote eine eigene Meinung bilden können und ob die SRG das Vielfaltsgebot respektiert. Es obliegt der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI), eine solche Prüfung auf Beschwerde hin vorzunehmen. Bei inhaltlichen Beurteilungen von Beiträgen hat sich der Bundesrat aufgrund der in der Verfassung verankerten Staatsunabhängigkeit und Programmautonomie von Radio und Fernsehen zurückzuhalten.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.