<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine Machbarkeitsstudie zum Einsatz von Notstromaggregaten zum vollständigen oder teilweisen Decken einer allfälligen Versorgungslücke durchzuführen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im Laufe dieses Jahres wird das Bundesamt für Umwelt (BAFU) neue, aktualisierte Daten über die installierte Leistung der Notstromaggregate in der Schweiz veröffentlichen. Bereits heute bieten gewisse Unternehmen an, durch einen aggregierten Einsatz der vorhandenen Notstromgruppen Regelenergie an die Swissgrid zu liefern (Systemdienstleistungen). Die Erfahrung dieser Unternehmen hat gezeigt, dass aus wirtschaftlicher und technischer Sicht nur ein Teil dieser installierten Aggregate dafür geeignet ist, Energie ins Netz einzuspeisen, sei es aufgrund der Grösse der Anlagen oder wegen mangelnder technischer Kompatibilität. Zudem sind längst nicht alle Eigentümerinnen und Eigentümer bereit, ihre Notstromaggregate für andere Zwecke als die Notstromversorgung ihrer eigenen Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Vor diesem Hintergrund ist die Annahme realistisch, wonach im Notfall nur ein Achtel der Anlagen zur Verfügung stünde.</p><p>Ohne Zweifel bietet die dezentralisierte Lage der Notstromaggregate gewisse Vorteile. Ob jedoch die lokalen Stromnetze die von diesen Anlagen produzierte Leistung aufnehmen können, muss von Fall zu Fall geprüft werden. Unter Umständen müssten lokale Netzverstärkungen vorgenommen werden, die von den Verteilnetzbetreibern (VNB) kurz- bis mittelfristig nicht geplant sind.</p><p>Der Zweck von Reservekraftwerken besteht darin, eine landesweite Knappheit zu bewältigen. Sie dienen nicht dazu, einzelne Infrastrukturen mit Strom zu versorgen. Im Rahmen der laufenden Arbeiten zur Vertiefung des Konzepts der Reservekraftwerke soll auch der Einsatz lagerfähiger Flüssigbrennstoffe in Betracht gezogen werden. Dasselbe gilt für die Frage, ob ein Teil der vorgesehenen Leistung der Reservekraftwerke durch den Einsatz von Notstromaggregaten abgedeckt werden kann.</p><p>Der Bundesrat hat in seinem Entwurf zum Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien auch den alternativen Lösungen und der Energiereserve Rechnung getragen. So soll die Energiereserve über ein wettbewerbliches Ausschreibungsverfahren durch die Swissgrid kontrahiert werden. An der Reserve sollen nicht nur Speicherkraftwerke und Betreiber von Speichern, sondern auch abschaltbare Lasten teilnehmen können.</p><p>Ein zusätzlicher Bericht in Beantwortung des Postulats würde die Erkenntnisse, die im Zuge der derzeitigen Arbeiten zu den Reservekraftwerken gewonnen werden, nur geringfügig bereichern. Zudem wäre die zeitliche Koordination mit den laufenden Abklärungen nicht gegeben.</p><p>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.</p>