<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00191</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203814&amp;W10_KEY=13013571&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00191</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.09.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Abwassergebühren</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Abwassergebühren für Entwässerung der Staats- und Nationalstrassen Weil das Verwaltungsgericht als erste gerichtliche Instanz urteilt, sind neue Tatsachenbehauptungen zulässig (bezüglich Entwässerungsverhältnisse) (E. 2a). Im Verfahren ist von den neu ermittelten und von den Parteien anerkannten Flächenwerten auszugehen (E. 2b). Eine von der Baudirektion in Auftrag gegebene Studie über den Kostenanteil an der Einleitung von Abwasser von Staatsstrassen in öffentliche Gewässer - ohne Benutzung von Kläranlagen - führt zu Resultaten, die nicht mit den tatsächlichen Verhältnissen in Einklang zu bringen sind (E. 4). Verursacherprinzip im Gewässerschutzrecht; Rechtsgrundlagen (E. 5a/b). Das Verursacherprinzip gebietet, dass Meteorwasser, das von versiegelten Flächen in öffentliche Gewässer fliesst, für die Abgabeerhebung berücksichtigt wird (E. 5b am Ende). Unterhaltsmassnahmen an öffentlichen Gewässern dienen dem Hochwasserschutz, aber auch der Funktion des Gewässers für die Abwasserentsorgung. Erstere hat primär das Gemeinwesen zu übernehmen, letztere sind den Verursachern in Rechnung zu stellen (E. 6 Ingress). Bei einem kleineren Gewässer sind die Kosten für den Unterhalt annäherungsweise je hälftig der Funktion Hochwasserschutz bzw. Gewässerschutz zuzuschreiben (E. 6b). Die kommunale Gebührenverordnung sieht für die Bemessung der Gebühr für die Entwässerung der genannten Art keinen Gewichtungsfaktor vor. Die Bestimmung des Faktors hat deshalb nach Ermessen zu erfolgen (E. 7c). Aufgrund der konkreten Verhältnisse ist der Gewichtung für e i n e n Abschnitt zu korrigieren (E. 7d/e). Teilweise Gutheissung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABWASSER">ABWASSER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABWASSERGEBÃHR">ABWASSERGEBÃHR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃQUIVALENZPRINZIP">ÃQUIVALENZPRINZIP</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Abgaberecht ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: GEWÃSSERSCHUTZ">GEWÃSSERSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: METEORWASSER">METEORWASSER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NATIONALSTRASSE">NATIONALSTRASSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SEUZACH">SEUZACH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STAATSSTRASSE">STAATSSTRASSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRASSE">STRASSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TATSACHENBEHAUPTUNG">TATSACHENBEHAUPTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERURSACHERPRINZIP">VERURSACHERPRINZIP</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: WASSERRECHT UND GEWÃSSERSCHUTZ">WASSERRECHT UND GEWÃSSERSCHUTZ</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 45 EG GSchG</span><br/><span class="ungerade">Art. 3a GSchG</span><br/><span class="gerade">Art. 60a Abs. I GSchG</span><br/><span class="ungerade">II VRG</span><br/><span class="gerade">§ 52 Abs. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 14 WasserwirtschaftsG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Am 15. Oktober 2001 stellte die Gemeinde Seuzach der Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich Rechnung fÃ¼r AbwassergebÃ¼hren aus der EntwÃ¤sserung der auf Gemeindegebiet liegenden Staats- und Nationalstrassen Ã¼ber Fr. 3'254.85 und Fr. 14'620.85. Eine von der Baudirektion dagegen erhobene Einsprache wies die Kommission der Gemeindebetriebe der Gemeinde Seuzach mit Beschluss vom 27. Novem­ber 2001 ab und bestÃ¤tigte die Richtigkeit der gestellten Rechnungen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Dagegen erhob die Baudirektion Rekurs beim Bezirksrat Winterthur mit dem Antrag, es sei der Beschluss vom 27. November 2001 aufzuheben, und es seien die GebÃ¼hren fÃ¼r die EntwÃ¤sserung der Staats- und Nationalstrassen unter BerÃ¼cksichtigung der erhobenen Einwendungen neu festzusetzen. Der Bezirksrat Winterthur wies den Rekurs mit Beschluss vom 26. April 2002 ab. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Dagegen erhob die Baudirektion namens des Staats ZÃ¼rich am 29. Mai 2002 Beschwerde beim Verwaltungsgericht und stellte die folgenden AntrÃ¤ge:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"1. Es sei der Beschluss des Bezirksrats Winterthur aufzuheben und es sei die Sache zurÃ¼ckzuweisen zur Festsetzung von EntwÃ¤sserungsge­bÃ¼hren, die dem Verursacher- und Ãquivalenzprinzip entsprechen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 2. Es seien die Kosten dieses und des vorinstanzlichen Verfahrens der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat Winterthur beantragte am 17. Juni 2002 Abweisung der Beschwerde, unter Hinweis auf seine ErwÃ¤gungen im angefochtenen Entscheid. Die Gemeinde Seuzach verlangte ebenfalls Abweisung der Beschwerde und bestÃ¤tigte erneut die Richtigkeit der gestellten Rechnungen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Beschluss vom 12. September 2002 stellte das Gericht den Parteien die DurchfÃ¼hrung einer Vergleichsverhandlung in Aussicht. Ferner wurde die Gemeinde Seuzach aufgefordert, darzulegen, welche konkreten Leistungen in den Jahren 1995-2001 fÃ¼r GewÃ¤sserunterhalt und -verbauung verbucht wurden. AnlÃ¤sslich der Vergleichsverhandlung vom 30. September 2002 brachte die Baudirektion erstmals vor, dass mit dem Bau der Autobahn A 4 von Henggart nach Schaffhausen im Gebiet Riet eine biologische KlÃ¤ranlage errichtet worden sei und das Wasser aus dem dortigen Einzugsbereich der Nationalstrasse A 1 anders als bisher angenommen nicht mehr in den Ohringerbach gelange (Prot. S. 8). Im EinverstÃ¤ndnis mit den Parteien wurde das Verfahren in der Folge bis zum 30. November 2002 und schliesslich bis 31. Juli 2003 sistiert, ohne dass die Parteien sich hÃ¤tten einigen kÃ¶nnen, auch wenn es in Teilfragen zur Ãbereinstimmung der Standpunkte kam (Prot. S. 14-16). Am 12. Juni 2003 verlangte die Gemeinde Seuzach einen Entscheid des Verwaltungsgerichts. Diesem Wunsch schloss sich die Baudirektion am 21. Juli 2003 an.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Nach § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) hat das Verwaltungsgericht zunÃ¤chst seine ZustÃ¤ndigkeit zu prÃ¼fen. Diese ergibt sich vorliegend aus § 41 VRG und § 70 in Verbindung mit § 19c Abs. 2 VRG. Da der vorliegenden Streitsache grundsÃ¤tzliche Bedeutung zukommt, ist die Kammer ungeachtet des Fr. 20'000.- nicht erreichenden Streitwerts zum Entscheid berufen (§ 38 Abs. 2 und 3 VRG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Vorerst ist der Umfang der noch im Streit liegenden Forderung zu klÃ¤ren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Mit dem Bau des NationalstrassenstÃ¼cks A 4 zwischen Henggart und Schaffhausen, das Ende Oktober 2000 dem Verkehr Ã¼bergeben wurde, wurde im Gebiet "Riet" nordwestlich des Dorfteils Oberohringen eine biologische KlÃ¤ranlage errichtet, Ã¼ber die ein Teil des auf der Nationalstrasse A 1 anfallenden Wassers, nÃ¤mlich vom Amelenberg bis hinab westlich des Dorfteils Oberohringen, abgeleitet wird und den Ohringerbach nicht mehr direkt erreicht (Prot. S. 8). Es fragt sich, ob diese neu vorgebrachte Tatsache im Beschwerdeverfahren berÃ¼cksichtigt werden kann.</span></p> <p class="Einzug1"><span>§ 52 Abs. 2 VRG beschrÃ¤nkt das Verbot neuer tatsÃ¤chlicher Behauptungen auf Beschwerdeverfahren, in denen das Verwaltungsgericht als zweite gerichtliche Instanz entscheidet. Dies setzt voraus, dass es sich bei der ersten Rechtsmittelinstanz um ein Gericht im Sinn von Art. 6 Ziff. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) handelt, was auf den Bezirksrat nicht zutrifft. In allen Beschwerdeverfahren ohne eigentliche gerichtliche Vorinstanz sind daher neue Tatsachenbehauptungen grundsÃ¤tzlich, d.h. zur StÃ¼tzung von Begehren, die sich im Rahmen des Streitgegenstands halten, zulÃ¤ssig (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 52 N. 11 f., § 19 N. 82 und 86). Mit der neu eingebrachten Tatsache, wonach ein Teil des auf Gemeindegebiet der Beschwerdegegnerin liegenden AutobahnstÃ¼cks (A 1) nicht mehr direkt in den Ohringerbach entwÃ¤ssert werde, stÃ¼tzt der BeschwerdefÃ¼hrer sein Vorbringen, dass die auferlegten GebÃ¼hren zu hoch seien. Die BerÃ¼cksichtigung neu eingetretener Tatsachen â d.h. seit Erlass der angefochtenen VerfÃ¼gung â ist ferner zulÃ¤ssig, wenn wichtige prozessÃ¶konomische GrÃ¼nde dafÃ¼r sprechen, der Streitgegenstand nicht verÃ¤ndert wird und keine neuen Ermessensfragen aufgeworfen werden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 52 N. 17). Auch diese Voraussetzungen sind vorliegend erfÃ¼llt. Ãberdies haben die Parteien mit Bezug auf die Ableitung des Wassers in die biologische KlÃ¤ranlage bereits eine teilweise Einigung gefunden (E. 2c). Die neu vorgebrachte Tatsache ist daher im Beschwerdeverfahren zu berÃ¼cksichtigen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Am 8. Oktober 2002 teilte die Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich der Beschwerdegegnerin mit, dass das Wasser von nur noch 9'200 m² der Nationalstrasse A 1 weiterhin via ÃlrÃ¼ckhaltebecken direkt in den Ohringerbach fliesse. FÃ¼r die restliche FlÃ¤che sei eine neue Ableitung NW 500 mm erstellt worden, welche direkt zur neuen biologischen Stras­senabwasser-Reinigung Chrebsbachknie fÃ¼hre. FÃ¼r den Starkregen bestehe eine Hochwasserentlastung in das alte ÃlrÃ¼ckhaltebecken, die schÃ¤tzungsweise einmal pro Jahr beansprucht werde. In der Folge liess die Beschwerdegegnerin vom IngenieurbÃ¼ro A die Abgrenzung der FlÃ¤chen Ã¼berprÃ¼fen und neu berechnen. GegenÃ¼ber der ursprÃ¼nglichen Rechnungsstellung kam sie zu folgendem Resultat: </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>UrsprÃ¼ngliche Forderung: Neue Berechnung:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Anteil Nationalstrassen 84'926 m² 17'175 m²</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Anteil Staatsstrassen 18'906 m² 27'760 m²</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Total m² kostenpflichtig 103'832 m² 44'935 m²</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Unter Vorbehalt einer Korrektur fÃ¼r die Zukunft und unter Hinweis auf seine eigene Erhebung der StrassenflÃ¤chen und deren EntwÃ¤sserung im Zusammenhang mit dem laufenden Kanal-Info-Projekt erklÃ¤rte sich der BeschwerdefÃ¼hrer mit diesen Zahlen einverstanden. FÃ¼r das vorliegende Verfahren kÃ¶nnen sie demnach als akzeptiert gelten, weshalb im Weiteren von den neu ermittelten FlÃ¤chenwerten auszugehen ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Nach Angaben der Beschwerdegegnerin wird die Hochwasserentlastung Chrebsbachknie (RÃ A 4) 5 bis 10 mal in den Ohringerbach entlastet. Am 23. Januar 2003 beschloss die Beschwerdegegnerin, die BelagsflÃ¤chen von Staats- und Nationalstrassen (inkl. Werkhof A 1; FlÃ¤che 81'394 m²), welche Ã¼ber die Hochwasserentla­stung Chrebsbachknie 5 bis 10 mal in den Ohringerbach entlastet werden, nur zu 10 % (8'139 m²) anzurechnen. Mit Gewichtungsfaktor 2 und dem Jahresansatz von Fr. 0.08/m² ergibt dies einen Betrag von Fr. 1'302.25. FÃ¼r die Ã¼brige, in Ã¶ffentliche GewÃ¤sser entwÃ¤s­serte FlÃ¤che von 44'935 m² hielt die Beschwerdegegnerin an der bisherigen GebÃ¼hrenbe­rechnung fest und errechnete einen Betrag von Fr. 7'189.60, total demnach Fr. 8'491.85 (jeweils ohne Mehrwertsteuer). Die ursprÃ¼ngliche Forderung reduzierte sich damit etwa um die HÃ¤lfte (genau Fr. 8'121.25, ohne Mehrwertsteuer), um welche die Be­schwerdegegnerin sie definitiv stornierte. WÃ¤hrend sich der BeschwerdefÃ¼hrer mit der Anrechnung der Ã¼ber die Hochwasserentlastung entwÃ¤sserten FlÃ¤che zu 10 % und mit den neu berechneten FlÃ¤chenwerten einverstanden erklÃ¤rte, hielt er die Gewich­tung mit Faktor 2 und Fr. 0.16/m² (recte: Fr. 0.08/m²) nach wie vor fÃ¼r nicht gerechtfertigt. Er schlug eine andere pauschale Berechnungsweise vor, wonach die Kosten fÃ¼r den GewÃ¤sserunterhalt von den Bereichen Verkehr und Siedlung zu tragen und in deren VerhÃ¤ltnis nach den Angaben des Statistischen Jahrbuchs des Kantons ZÃ¼rich aufzuteilen seien (vgl. Statistisches Jahrbuch des Kantons ZÃ¼rich 2003 S. 480. So gelangte der BeschwerdefÃ¼hrer zu einem GebÃ¼hrenbetrag von Fr. 3'363.-. Eine Einigung Ã¼ber die zu bezahlenden BetrÃ¤ge kam nicht zustande.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Demnach stellt sich im Folgenden die Frage, ob sich die GebÃ¼hren fÃ¼r die Ã¼ber die Hochwasserentlastung Chrebsbachknie in den Ohringerbach und die Ã¼brigen 44'935 m² in Ã¶ffentliche GewÃ¤sser der Gemeinde Seuzach entwÃ¤sserten Abschnitte der Staats- und Nationalstrassen nach dem Gewichtungsfaktor 2 und/oder dem Jahresansatz von Fr. 0.08/m² bemessen oder ob eine andere Berechnungsweise zur Anwendung gelangt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Der BeschwerdefÃ¼hrer verlangt im Beschwerdeverfahren die Aufhebung des angefochtenen Entscheids des Bezirksrats Winterthur und die RÃ¼ckweisung der Sache zur Neufestsetzung der EntwÃ¤sserungsgebÃ¼hren. Er geht im Wesentlichen von einer Verletzung des Verursacher- und Ãquivalenzprinzips aus und ist der Meinung, dass ihm mit den in Frage stehenden GebÃ¼hren â trotz inzwischen eingetretener Reduktion â nicht nur die <i>Mehr</i>kosten des GewÃ¤sserunterhalts der Beschwerdegegnerin belastet worden seien.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach § 64 Abs. 1 VRG kann das Verwaltungsgericht die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurÃ¼ckweisen, insbesondere wenn mit der angefochtenen Anordnung nicht auf die Sache eingetreten oder der Tatbestand ungenÃ¼gend festgestellt wurde (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 64 N. 3). Aufgrund der Akten und der Darlegungen der Parteien anlÃ¤sslich der Verhandlung vom 30. September 2002 (Prot. S. 5 ff.) erweist sich der Fall als spruchreif, weshalb kein Anlass fÃ¼r eine RÃ¼ckweisung besteht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Der BeschwerdefÃ¼hrer bezieht sich zur Untermauerung seines Standpunkts auf ein Gutachten von B ("Bericht zu den Kosten fÃ¼r die direkte EntwÃ¤sserung von Staatsstrassen in Ã¶ffentliche GewÃ¤sser, welche von den Gemeinden unterhalten werden", vom 21. November 2001). Darin wurde der Versuch unternommen, aufgrund von statistischen Daten ausgewÃ¤hlter Gemeinden im Kanton ZÃ¼rich dessen Kostenanteil an der Einleitung von "Staatsstrassenabwasser" in Ã¶ffentliche GewÃ¤sser ohne BenÃ¼tzung der kommunalen Infrastruktur (z.B. KlÃ¤ranlagen) in allgemein gÃ¼ltiger Weise zu bestimmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>AnlÃ¤sslich der Verhandlung vom 30. September 2002 wurde den Parteien dargelegt, weshalb die Resultate dieser Studie nicht berÃ¼cksichtigt werden kÃ¶nnen (Prot. S. 6 f.). Das Gericht gelangte zur Auffassung, dass der Bericht sich nur mit der Einleitung von Abwasser aus Staatsstrassen, nicht aber von Nationalstrassen, in Ã¶ffentliche GewÃ¤sser befasse. Vorliegend sei aber gerade der Nationalstrassenanteil hauptverantwortlich fÃ¼r die in Frage stehende GebÃ¼hr. Der Studie lÃ¤gen fÃ¼r die Frage, welcher Anteil der Staatsstrassen direkt in ein kommunales GewÃ¤sser entwÃ¤ssere, Durchschnittswerte zu Grunde, die nicht reprÃ¤sentativ seien. Auch die berechneten durchschnittlichen Kosten fÃ¼r den GewÃ¤sserunterhalt (pro Meter Ã¶ffentliches GewÃ¤sser) erwiesen sich als zweifelhaft. Im Weiteren gehe die Studie bei der Aufteilung der Kosten aufgrund der Siedlungs- und VerkehrsflÃ¤che von vereinfachten Berechnungen aus. Gesamthaft fÃ¼hre der Bericht, gerade angewandt auf die VerhÃ¤ltnisse in der Gemeinde Seuzach, zu Resultaten, die mit den tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnissen nicht in Einklang zu bringen seien und letztlich das Ãquivalenzprinzip zulasten der Beschwerdegegnerin verletzten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. a) In Art. 3a und 60a Abs. 1 des GewÃ¤sserschutzgesetzes vom 24. Januar 1991/20. Juni 1997 (GSchG) wird fÃ¼r Abwasserabgaben das Verursacherprinzip statuiert, wobei es Kanton und Gemeinden obliegt, nÃ¤here Bestimmungen Ã¼ber solche Abgaben zu erlassen (§ 45 in Verbindung mit § 7 Abs. 2 lit. e des EinfÃ¼hrungsgesetzes zum GewÃ¤sserschutzgesetz vom 8. Dezember 1974/25. September 1994 [EG GSchG]; Peter Karlen, Die Erhebung von Abwasserabgaben aus rechtlicher Sicht, URP 1999, S. 539, 544). Dieser Auflage ist die Beschwerdegegnerin mit der Verordnung Ã¼ber die SiedlungsentwÃ¤sserungsanlagen vom 23. September 1999 (SEVO) und mit der Verordnung Ã¼ber BeitrÃ¤ge und GebÃ¼hren fÃ¼r SiedlungsentwÃ¤sserungsanlagen vom 23. September 1999 (GebÃ¼hrenverordnung; GebÃ¼hren-VO) nachgekommen, die beide am 19. November 1999 von der Gemeindeversammlung genehmigt wurden und seit 3. Februar 2000 in Kraft stehen. Art. 2 GebÃ¼hren-VO schliesst die (Ã¶ffentlichen) GewÃ¤sser nach Massgabe der Beanspruchung durch die SiedlungsentwÃ¤sserung in die Anlagen der Ã¶ffentlichen SiedlungsentwÃ¤sserung mit ein (ebenso Ziffer 4.1 SEVO). Art. 3 Abs. 1 GebÃ¼hren-VO hÃ¤lt das Kostendeckungsprinzip fest; Abs. 4 GebÃ¼hren-VO statuiert die MÃ¶glichkeit, Unterhaltsmassnahmen an Ã¶ffentlichen GewÃ¤ssern, welche durch die SiedlungsentwÃ¤sserung verursacht werden, der SiedlungsentwÃ¤sserung zu belasten. GemÃ¤ss Art. 13 Abs. 3 GebÃ¼hren-VO ist die GebÃ¼hrenpflicht zudem dann gegeben, wenn die StrassenentwÃ¤sserung unter BenÃ¼tzung Ã¶ffentlicher SiedlungsentwÃ¤sserungsanlagen geschieht. Die gesetzliche Grundlage fÃ¼r die umstrittene GebÃ¼hr ist daher grundsÃ¤tzlich gegeben, wie die Vorinstanz zu Recht festhÃ¤lt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Daran Ã¤ndert sich nichts dadurch, dass nach dem "Muster einer Verordnung Ã¼ber die GebÃ¼hren fÃ¼r SiedlungsentwÃ¤sserungsanlagen" (fortan Musterverordnung) des der Baudirektion unterstehenden AWEL (Amt fÃ¼r Abfall, Wasser, Energie und Luft) vom<br/> April 1995 (in der Ã¼berarbeiteten Fassung vom 31. Juli 2000) Ã¶ffentliche GewÃ¤sser nicht mehr zu den SiedlungsentwÃ¤sserungsanlagen zÃ¤hlen sollen und den Gemeinden die Berechtigung abgesprochen wird, auf anderer Grundlage als § 14 des Wasserwirtschaftsgesetzes vom 2. Juni 1991 (WasserwirtschaftsG) fÃ¼r das Einleiten von nicht verschmutztem Abwasser in ein Ã¶ffentliches GewÃ¤sser GebÃ¼hren zu erheben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die erwÃ¤hnte Musterverordnung bildet nicht kantonales Gesetzesrecht und vermag daher das Verwaltungsgericht nicht zu binden. § 14 WasserwirtschaftsG, worin die Kostentragung fÃ¼r Hochwasserschutzmassnahmen geregelt wird, stellt entgegen der Meinung des BeschwerdefÃ¼hrers gerade keine abschliessende Regelung der Finanzierung von Unterhaltsmassnahmen an GewÃ¤ssern dar. Denn nach § 14 Abs. 2 WasserwirtschaftsG <i>kann</i> das Gemeinwesen unter gewissen Voraussetzungen die fÃ¼r Hochwasserschutzmassnahmen anfallenden Kosten weiterverrechnen, muss aber nicht, wÃ¤hrend fÃ¼r den Bereich der SiedlungsentwÃ¤sserung bundesrechtlich das Verursacherprinzip zwingend vorgeschrieben ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Da das in Art. 3a und Art. 60a GSchG statuierte Verursacherprinzip verlangt, dass die Kosten der Abwasserentsorgung ihren Verursachern angelastet werden, sind auch die Ã¶ffentlichen GewÃ¤sser als Abwasseranlagen im Sinn von Art. 60a Abs. 1 GSchG, als Abwasserbeseitigungsanlagen im Sinn von § 45 Abs. 1 EG GSchG sowie als Ã¶ffentliche SiedlungsentwÃ¤sserungsanlagen im Sinn von Art. 2 und 13 Abs. 3 der kommunalen GebÃ¼hren-VO zu qualifizieren, mindestens soweit dort Unterhaltskosten anfallen, die auf deren BenÃ¼tzung zur Abwasserentsorgung zurÃ¼ckzufÃ¼hren sind. Mit Blick auf Art. 60a GSchG ist die Ausklammerung des ein Ã¶ffentliches GewÃ¤sser belastenden Meteorwassers bei der Abgabeerhebung nicht mehr zulÃ¤ssig, zumal dessen Ableitung erhebliche Kosten verursacht, wobei beim Ã¶ffentlichen GewÃ¤sser in Analogie zu den AbwasserkanÃ¤len im Wesentlichen an die Dimensionierung und die Betriebskosten fÃ¼r das Bachbett zu denken ist (Karlen, URP 1999, S. 564). Nur dann, wenn auch die kostenverursachende Benutzung der Ã¶ffentlichen GewÃ¤sser zur Abwasserableitung der GebÃ¼hrenpflicht unterstellt wird, entspricht der Kreis der Kostenverursacher demjenigen der KostentrÃ¤ger. Demnach ist Abwasser von versiegelten FlÃ¤chen, Drainagen und Ãhnlichem zur SiedlungsentwÃ¤sserung zu zÃ¤hlen und untersteht dem Verursacherprinzip (RB 2000 Nr. 52 = BEZ 2000 Nr. 55; Karlen, S. 552, 564).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Es ist nicht zu verkennen, dass letztlich alle GewÃ¤sserunterhaltsmassnahmen sowohl dem Hochwasserschutz als auch der Abwasserentsorgung bzw. -ableitung dienen. Dies erschwert einerseits die (kostenmÃ¤ssige) Abgrenzung, bildet anderseits aber Grundlage dafÃ¼r, dass die Einleitung von Strassenabwasser Anlass fÃ¼r die Erhebung von AbwassergebÃ¼hren bilden darf, auch wenn das unterhaltspflichtige Gemeinwesen BeitrÃ¤ge im Sinn von § 14 WasserwirtschaftsG erheben dÃ¼rfte. WÃ¤hrend nach den GrundsÃ¤tzen des Wasserwirtschaftsgesetzes das Gemeinwesen jedenfalls jene Hochwasserschutzmassnahmen zu Ã¼bernehmen hÃ¤tte, die als Vorsorge gegen natÃ¼rliche Hochwasser (durch Starkregen, Schneeschmelze) erforderlich sind, mÃ¼sste als abwasserbedingter GewÃ¤sserunterhalt den Verursachern alles verrechnet werden, was an Massnahmen nÃ¶tig ist, damit ein GewÃ¤sser das Siedlungsabwasser aus Kanalisation und Abwasserbeseitigungsanlagen, das Abwasser von versiegelten FlÃ¤chen und das ihm zugefÃ¼hrte Drainageabwasser abfÃ¼hren kann; dies betrÃ¤fe sowohl den Normalfall als auch VerhÃ¤ltnisse bei Hochwasser. Dieses Abwasser untersteht daher dem Verursacherprinzip. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Die Beschwerdegegnerin hat den Aufwand fÃ¼r den GewÃ¤sserunterhalt der Funktion 750 (GewÃ¤sserunterhalt und -verbauung fÃ¼r Hochwasserschutz) belastet, nicht aber der Funktion 710 (Abwasserbeseitigung). Es ist allerdings fraglich, ob die darunter fallenden Vorkehren noch als Hochwasserschutzmassnahmen im Sinn von § 13 WasserwirtschaftsG qualifiziert werden kÃ¶nnen. Jedenfalls erscheinen sie mindestens gleichermassen als Kosten fÃ¼r Bau, Betrieb, Unterhalt, Sanierung und Ersatz der Ã¶ffentlichen Abwasseranlagen im Sinn von Art. 60a Abs. 1 GSchG. Das Verursacherprinzip (vgl. E. 5a) hÃ¤tte deshalb eine Aufteilung der Kosten unter den beiden Funktionen 750 und 710 nahe gelegt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Damit stellt sich die Frage, in welchem VerhÃ¤ltnis sich die Kosten des GewÃ¤sserunterhalts fÃ¼r Hochwasserschutz und des GewÃ¤sserunterhalts zur Abwasserbeseitigung bei einem kleinen GewÃ¤sser, wie es Ohringer- und Welsikonerbach darstellen, gegenÃ¼berstehen. Geht man â immer unter Kostengesichtspunkten betrachtet â davon aus, dass mit zunehmender GrÃ¶sse eines GewÃ¤ssers, d.h. mit zunehmender durchschnittlicher Abflussmenge pro Zeiteinheit, der Anteil GewÃ¤sserunterhalt fÃ¼r Hochwasserschutz steigt und der Aspekt Abwasseranlage â bei grossen GewÃ¤ssern bis zur VernachlÃ¤ssigbarkeit â abnimmt, rechtfertigt es sich, bei kleinen GewÃ¤ssern wie vorliegend von einer etwa hÃ¤lftigen Aufteilung des Aufwandes auf die Abwasser- und die GewÃ¤sserunterhaltsrechnung auszugehen. Aus den in den letzten Jahren entstandenen Kosten fÃ¼r GewÃ¤sserunterhalt und -verbauung ergibt sich unter BerÃ¼cksichtigung der Kosten fÃ¼r 2001 (Fr. 41'642.15) Ã¼ber die Jahre 1995 bis und mit 2001 ein jÃ¤hrlicher Durchschnittswert von Fr. 28'333.90. Die HÃ¤lfte davon ergibt gerundet Fr. 14'167.-. In diesem Rahmen sind die im Streit liegenden GebÃ¼hren zu berechnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Hierbei ist zu berÃ¼cksichtigen, dass die Beschwerdegegnerin dem BeschwerdefÃ¼hrer im Sinne von § 14 WasserwirtschaftsG nicht Rechnung gestellt hat. Die Voraussetzungen hierzu wÃ¤ren auch nicht erfÃ¼llt. So fehlt insbesondere ein Verteilplan (§ 14 Abs. 3 WasserwirtschaftsG; § 13 Abs. 1 der Verordnung Ã¼ber den Hochwasserschutz und die Wasserbaupolizei vom 14. Oktober 1992). Ferner ist ein zur Kostenauflage berechtigendes intensives Interesse des BeschwerdefÃ¼hrers als StrasseneigentÃ¼mer an der fraglichen Massnahme nicht auszumachen, zumal ein solches nicht nur das allgemeine Interesse an einem Schutz vor Hochwasser Ã¼berstiege, sondern insbesondere auch auf die Einsparung von Kosten fÃ¼r eigene Abwehrmassnahmen gerichtet sein mÃ¼sste (ABl 1988, 672). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ferner erscheinen die Auswirkungen der EntwÃ¤sserung der verschiedenen Strassenabschnitte in den Welsikoner- oder Ohringerbach tatsÃ¤chlich als gering. Wie dargelegt, wird die Hochwasserentlastung Chrebsbach nur etwa 5 bis 10 mal pro Jahr in den Ohringerbach entleert (E. 2c). Dabei wird die Entlastung so vorgenommen werden kÃ¶nnen, dass der Ohringerbach deswegen kein Hochwasser fÃ¼hrt. Die EntwÃ¤sserung der Ã¼brigen, nicht Ã¼ber die Hochwasserentlastung entwÃ¤sserten StrassenflÃ¤chen erfolgt sodann Ã¼ber das bestehende ÃlrÃ¼ckhaltebecken von 67 m³ Inhalt in den Ohringerbach, das als Hochwasserentlastung bei Starkregen wirkt. Zudem verfÃ¼gt nicht nur die Nationalstrasse im Bereich, der in den Ohringerbach entwÃ¤ssert wird, sondern auch die in den Welsikonerbach entwÃ¤sserte Welsikonerstrasse Ã¼ber Schlammsammler, die Fest- und Fein­stoffe zurÃ¼ckhalten und wie das ÃlrÃ¼ckhaltebecken regelmÃ¤ssig entleert und gesÃ¤ubert werden. Sowohl mit Bezug auf die Wassermenge als auch auf das mitgefÃ¼hrte "Geschiebe" sind die Auswirkungen der in den Welsikonerbach bzw. Ohringerbach entwÃ¤sserten Abschnitte der Welsikonerstrasse bzw. der Nationalstrasse A 1 auf ein allfÃ¤lliges Hochwasser demnach gering. Als belastendere Quelle von Meteorwasser erscheint einzig der Abschnitt der in den Ohringerbach entwÃ¤sserten Schaffhauserstrasse von 21'665 m², fÃ¼r die keine Angaben Ã¼ber allfÃ¤llige Schlammsammler bestehen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die insgesamt geringen Auswirkungen der Einleitung von Meteorwasser aus den erwÃ¤hnten Strassenabschnitten auf die Gefahr von Hochwasser zeigen sich unter anderem daran, dass â wie der BeschwerdefÃ¼hrer zu Recht anfÃ¼hrt â zwischen den Messpunkten C3 und C2 im Einzugsgebiet des Welsikonerbachs, wo die direkte StrassenentwÃ¤sserung der Welsikonerstrasse einmÃ¼ndet, der Wasseranfall bei Hochwasser von 2.5 nur auf 3.5 m³/s ansteigt, wobei dieser Anstieg nicht allein auf die StaatsstrassenentwÃ¤sserung zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist, weil auf dieser Strecke beispielsweise auch das HeimensteinerbÃ¤chli in den Welsikonerbach mÃ¼ndet. Ausserdem wÃ¤ren, wie der BeschwerdefÃ¼hrer zu Recht ausfÃ¼hrt, zusÃ¤tzlich die Auswirkungen der Drainage-Leitungen aus der Landwirtschafts­zone, der Meteorwasserleitungen aus dem Siedlungsgebiet und der natÃ¼rliche Regen­wasseranfall zusÃ¤tzlich zu berÃ¼cksichtigen gewesen. Der vom BeschwerdefÃ¼hrer erwÃ¤hnte Anstieg der Wassermenge im Bereich der EntwÃ¤sserung der Nationalstrasse A 1 in den Ohringerbach von 4 m³/s auf 6 m³/s zwischen den Messpunkten A 2 und A 1 dÃ¼rfte nunmehr weit geringer ausfallen, nachdem ein Grossteil der Nationalstrasse Ã¼ber die Hochwasserentlastung Chrebsbachknie entwÃ¤ssert wird. Es erscheint daher gerechtfertigt, bei der Bemessung der GebÃ¼hr einen Anteil fÃ¼r Hochwasserschutz zu vernachlÃ¤ssigen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>7. Auch wenn diejenigen Abschnitte der National- und Staatsstrassen, deren AbwÃ¤sser ohne BenÃ¼tzung anderer Anlagen direkt in ein Ã¶ffentliches GewÃ¤sser abgeleitet werden, der AbwassergebÃ¼hrenpflicht unterstellt werden dÃ¼rfen, beansprucht diese Art der EntwÃ¤sserung die Einrichtungen der Abwasserentsorgung weit weniger intensiv als die Ableitung Ã¼ber gemeindeeigene Leitungen und Reinigungsanlagen. In diesem Zusammenhang beklagt der BeschwerdefÃ¼hrer eine Verletzung des Verursacher- und Ãquivalenzprinzips durch die gestellten Rechnungen. Es fragt sich deshalb, ob fÃ¼r diese Strassenabschnitte GebÃ¼hren in derselben HÃ¶he wie fÃ¼r andere GrundstÃ¼cke erhoben werden dÃ¼rfen oder ob sich weitere Differenzierungen aufdrÃ¤ngen. Die Beschwerdegegnerin berÃ¼cksichtigte diese UmstÃ¤nde insofern, als sie den Gewichtungsfaktor 6, wie er fÃ¼r an die Kanalisation angeschlossene Strassen und PlÃ¤tze gilt, im Sinn verminderter Unterhaltskosten auf 2 reduzierte (Art. 13 Abs. 1 GebÃ¼hren-VO). Insofern stellte die Beschwerdegegnerin auf ihr Ermessen ab. Die GrundgebÃ¼hr pro m² GrundstÃ¼cksflÃ¤che in der Gewichtung 1 betrÃ¤gt Fr. 0.08/m². </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Nach § 50 Abs. 2 lit. c VRG kÃ¶nnen vor Verwaltungsgericht nur Ermessensmissbrauch und ErmessensÃ¼berschreitung als eigentliche Rechtsverletzungen gerÃ¼gt werden, nicht aber "gewÃ¶hnliche" Fehler in der AusÃ¼bung des Ermessens. ErmessensÃ¼berschreitung liegt vor, wenn die Verwaltung dort Ermessen Ã¼bt, wo ihr nach dem Gesetz keines zusteht. Ermessensmissbrauch ist ein qualifizierter Ermessensfehler, der in der Verletzung gewisser GrundsÃ¤tze liegt, an welche die ErmessensausÃ¼bung gebunden ist. So muss die ErmessensbetÃ¤tigung in jedem Fall pflichtgemÃ¤ss sein, worunter in erster Linie die Bindung an das VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzip zu verstehen ist. Ausserdem darf sie nicht von sachfremden Motiven geleitet werden oder Ã¼berhaupt unmotiviert sein und hat sich an den allgemeinen RechtsgrundsÃ¤tzen, den verwaltungsrechtlichen Grundprinzipien und den verfassungsrechtlichen Schranken zu orientieren. Darunter fallen insbesondere das WillkÃ¼rverbot und das Verbot der rechtsungleichen Behandlung, das Gebot von Treu und Glauben sowie der Grundsatz der Notwendigkeit und der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit staatlicher Massnahmen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 70, 78, 80, 98).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) BenÃ¼tzungsgebÃ¼hren sind Entgelte fÃ¼r die Inanspruchnahme kommunaler Dienstleistungen und Anlagen. Die Gemeinden sind bei der Festsetzung der GebÃ¼hrenordnungen im Rahmen des Verfassungsrechts und der gesetzlichen Vorgaben autonom (H.R. Thalmann, Kommentar zum ZÃ¼rcher Gemeindegesetz, 3. A., WÃ¤denswil 2000, § 63 N. 2.2). Die gesetzliche Grundlage fÃ¼r die streitige AbwassergebÃ¼hr findet sich kantonalrechtlich in § 45 EG GSchG, § 14 und 126 Abs. 1 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 und kommunalrechtlich vorliegend in der von der Gemeindeversammlung am 19. November 1999 genehmigten GebÃ¼hrenverordnung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die GebÃ¼hren-VO sieht in Art. 13 einen abgestuften Tarif fÃ¼r die Abwasserentsorgung vor. FÃ¼r "angeschlossene" Strassen und PlÃ¤tze gilt gemÃ¤ss Art. 13 Abs. 1 der hÃ¶chste Gewichtungsfaktor 6. GemÃ¤ss Art. 13 Abs. 3 GebÃ¼hren-VO ist die GebÃ¼hrenpflicht dann gegeben, wenn die StrassenentwÃ¤sserung unter BenÃ¼tzung Ã¶ffentlicher SiedlungsentwÃ¤sserungsanlagen geschieht. Damit wird die GebÃ¼hrenpflicht bejaht fÃ¼r die Stras­senentwÃ¤sserung nicht angeschlossener Strassen, welche Ã¼ber Ã¶ffentliche SiedlungsentwÃ¤sserungsanlagen erfolgt, wozu der Ohringer- und der Welsikonerbach gehÃ¶ren. Dass diese Art EntwÃ¤sserung in gleicher Weise wie diejenige angeschlossener Strassen mit dem Faktor 6 gewichtet wÃ¼rde, geht aus Art. 13 Abs. 3 GebÃ¼hren-VO jedoch nicht hervor. Auch die Bindung an einen anderen Gewichtungsfaktor ist fÃ¼r diesen Fall nicht vorgesehen. Dies kann aber nur bedeuten, dass die Beschwerdegegnerin in den FÃ¤llen des Art. 13 Abs. 3 GebÃ¼hren-VO zur Bemessung der GebÃ¼hrenpflicht auf ihr Ermessen verwiesen ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bei der Bemessung der GebÃ¼hren nach ihrem Ermessen ist die Beschwerdegegnerin an das Verursacher- und Ãquivalenzprinzip gebunden. Das Verursacherprinzip (E. 5a) schreibt den Gemeinden vor, fÃ¼r die BenÃ¼tzung der Ã¶ffentlichen Abwasser- und Abfallbeseitigungsanlagen kostendeckende GebÃ¼hren zu erheben, welche die Kosten fÃ¼r Bau, Betrieb, Unterhalt, Verzinsung und Abschreibung der Anlagen sowie die Ã¼brigen Kosten der Abwasserbeseitigung nach Abzug allfÃ¤lliger Bundes- und StaatsbeitrÃ¤ge abdecken. Das Ãquivalenzprinzip ist die gebÃ¼hrenrechtliche Ausgestaltung des VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsgrundsatzes und gilt fÃ¼r sÃ¤mtliche GebÃ¼hren. Es bestimmt, dass eine GebÃ¼hr nicht in einem offensichtlichen MissverhÃ¤ltnis zum objektiven Wert der Leistung stehen darf und sich in vernÃ¼nftigen Grenzen bewegen muss. In beschrÃ¤nktem Ausmass ist eine Pauschalisierung aus GrÃ¼nden der VerwaltungsÃ¶konomie zulÃ¤ssig. Der Wert der staatlichen Leistung bemisst sich entweder nach dem â nicht notwendigerweise wirtschaftlichen â Nutzen, den diese dem Pflichtigen bringt, oder nach dem Kostenaufwand der konkreten Inanspruchnahme der Verwaltung im VerhÃ¤ltnis zum gesamten Aufwand des betreffenden Verwaltungszweiges (RenÃ© Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, ErgÃ¤nzungsband, Basel/Frankfurt a.M. 1990, Nr. 110 B V; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich/Basel/Genf 2002, Rz. 2641). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Nach dem bisher AusgefÃ¼hrten ist eine allfÃ¤llige GebÃ¼hr demnach in das VerhÃ¤ltnis zur HÃ¤lfte des durchschnittlichen Aufwandes der Beschwerdegegnerin fÃ¼r GewÃ¤sserunterhalt zu stellen, somit zum Betrag von insgesamt Fr. 14'167.-. Weiter sind die konkreten VerhÃ¤ltnisse zu berÃ¼cksichtigen, nÃ¤mlich dass die EntwÃ¤sserung der auf Gemeindegebiet liegenden Abschnitte der Autobahn A 1 â auch soweit sie Ã¼ber die biologische KlÃ¤ranlage Riet erfolgt â und der Welsikonerstrasse aufgrund vorhandener Schlammsammler und RÃ¼ckhaltebecken den Ohringer- bzw. Welsikonerbach nur mÃ¤ssig belasten. DemgegenÃ¼ber bleibt zu berÃ¼cksichtigen, dass Angaben Ã¼ber gleichwertige Installationen zur EntwÃ¤sserung der Schaffhauserstrasse in den Ohringerbach fehlen. Es rechtfertigt sich daher, bei der Anwendung der Gewichtungsfaktoren zur Festsetzung der AbwassergebÃ¼hren zwischen Welsikonerstrasse und Autobahn A 1 einerseits und der Schaffhauserstrasse anderseits zu unterscheiden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wie dargelegt, kann ein Ermessensfehler dort gerÃ¼gt werden, wo er einem Ermessensmissbrauch gleichkommt, was beispielsweise bei der Verletzung des VerhÃ¤ltnismÃ¤s­sigkeitsprinzips der Fall ist (E. 7a). Ein solcher Ermessensfehler liegt in der Gewichtung mit Faktor 2 bezÃ¼glich der EntwÃ¤sserung der Welsikonerstrasse und der Autobahn A 1. Wie dargelegt, sind deren Auswirkungen auf die betroffenen GewÃ¤sser gering. Es rechtfertigt sich daher, die GebÃ¼hr fÃ¼r die entwÃ¤sserten FlÃ¤chen nur mit dem Gewichtungsfaktor 1 (Jahresansatz Fr. 0.08/m²) zu errechnen. Damit ergeben sich die folgenden BetrÃ¤ge:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>EntwÃ¤sserung A 1 17'175 m²: Fr. 1'374.-</span></p> <p class="Einzug1"><span>EntwÃ¤sserung Welsikonerstrasse 6'095 m²: Fr. 487.60</span></p> <p class="Einzug1"><span>EntwÃ¤sserung A 1 RÃ A 4 8'139 m² Fr. 651.10</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Anders ist hingegen mit dem in den Ohringerbach entwÃ¤sserten Abschnitt der Schaffhauserstrasse zu verfahren. Hier besteht weder eine gebremste EntwÃ¤sserung Ã¼ber ein RÃ¼ckhaltebecken noch liegen Angaben Ã¼ber Anlagen zur Reduktion der Verschmutzung vor (Schlammsammler). Wenn die Beschwerdegegnerin von einer beachtenswerten Belastung der in den Ohringerbach entwÃ¤ssernden FlÃ¤che von immerhin 21'665 m² ausging und mit dem Gewichtungsfaktor 2 1/3 der Kosten fÃ¼r angeschlossene Strassen berechnete, lÃ¤sst sich dies durchaus vertreten. Ein Ermessensfehler im Sinne einer Rechtsverletzung liegt hierin nicht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Demnach errechnen sich die vom BeschwerdefÃ¼hrer zu leistenden GebÃ¼hren (Jahresansatz jeweils Fr. 0.08/m²) wie folgt: </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>EntwÃ¤sserung Nationalstrasse A 1 (Faktor 1) 17'175 m² Fr. 1'374.-</span></p> <p class="Einzug1"><span>EntwÃ¤sserung Welsikonerstrasse (Faktor 1) 6'095 m² Fr. 487.60</span></p> <p class="Einzug1"><span>EntwÃ¤sserung Schaffhauserstrasse (Faktor 2) 21'665 m² Fr. 3'466.40</span></p> <p class="Einzug1"><span> Zwischentotal 44'935 m² Fr. 5'328.-</span></p> <p class="Einzug1"><span>EntwÃ¤sserung Nationalstrasse A 1 RÃ A 4 (Faktor 1) 8'139 m² Fr. 651.10</span></p> <p class="Einzug1"><span> Total 53'074 m² <b>Fr. 5'979.10</b></span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im VerhÃ¤ltnis zum Durchschnittswert der gesamten Kosten fÃ¼r GewÃ¤sserunterhalt und -verbauung (E. 6b) von Fr. 28'333.90 betrÃ¤gt der vom BeschwerdefÃ¼hrer zu tragende Anteil demnach 21 % oder rund 1/5 bzw. von der HÃ¤lfte (Fr. 14'167.-) rund 42 % oder 2/5. Dies ist im Lichte des Ãquivalenzprinzips nicht zu beanstanden.</span></p> <p class="Einzug1"><span>8. Demnach ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen, indem die Rechnungen der Beschwerdegegnerin auf den Betrag von insgesamt Fr. 5'979.10 (exkl. Mehrwertsteuer) zu reduzieren ist. BezÃ¼glich der Kostenfolgen ist zu bedenken, dass der BeschwerdefÃ¼hrer erstmals an der Vergleichsverhandlung vor Verwaltungsgericht den Umstand erwÃ¤hnte, dass ein Teil der Nationalstrasse A 1 Ã¼ber die HochleistungsentwÃ¤sserung Riet entwÃ¤ssert werde, weshalb die fÃ¼r die GebÃ¼hrenberechnung massgebende StrassenflÃ¤che auf ca. 1/10 schrumpfte (E. 2c) und den entsprechenden Streitwert auf rund 1/4 reduzierte. Das muss sich der BeschwerdefÃ¼hrer anrechnen lassen. Die Beschwerdegegnerin liess trotz vorhandener FlÃ¤chenberechnungen Neuberechnungen durchfÃ¼hren, die zu anderen Resultaten als den bisherigen fÃ¼hrten, indem sich die verbleibende (nicht Ã¼ber RÃ A 4 entwÃ¤sserte) AutobahnflÃ¤che gegenÃ¼ber dem Wert des BeschwerdefÃ¼hrers etwa verdoppelte und neu die zu entwÃ¤ssernde FlÃ¤che der Schaffhauserstrasse zunahm. Dies hat sich die Beschwerdegegnerin anrechnen zu lassen. Unter BerÃ¼cksichtigung der neu vorgebrachten UmstÃ¤nde war der BeschwerdefÃ¼hrer zur Zahlung von Fr. 3'363.- bereit, derweil die Beschwerdegegnerin rund Fr. 8'492.- verlangte. Der nunmehr festgelegte Betrag liegt fast genau in der Mitte. Insgesamt erscheint es daher gerechtfertigt, die Kosten den Parteien je zur HÃ¤lfte aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). EntschÃ¤digungen sind bei diesem Ausgang keine zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><a id="Text12"></a><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden der Beschluss des Bezirksrats Winterthur vom 26. April 2002 und der Beschluss der Gemeinde Seuzach vom 27. November 2001 aufgehoben. Der BeschwerdefÃ¼hrer wird verpflichtet, der Beschwerdegegnerin an GebÃ¼hren fÃ¼r die Zeit von Oktober 2000 bis und mit September 2001 den Betrag von insgesamt Fr. 5'979.10 zuzÃ¼glich Mehrwertsteuer zu bezahlen. Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Kosten des Rekursverfahrens werden den Parteien je zur HÃ¤lfte auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'600.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden den Parteien je zur HÃ¤lfte auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Es werden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>