<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2014.00651</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=215051&amp;W10_KEY=4467102&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2014.00651</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.03.2015</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 22.02.2016 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Niederlassungsbewilligung (Widerruf)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Widerruf der Niederlassungsbewilligung eines in der Schweiz geborenen und mit einer Schweizerin verheirateten 26-jährigen Ausländers, der seit seinem sechszehnten Lebensjahr insgesamt fünf Mal strafrechtlich verurteilt worden ist (u.a. Raub, Brandstiftung, Hehlerei und Hausfriedensbruch sowie Betäubungsmitteldelikte). <br/><br/>Aufgrund der Schwere der Straftaten, des grossen Verschuldens sowie der ungünstigen Prognose besteht ein wesentliches öffentliches Interesse an der Wegweisung des Beschwerdeführers (E. 5).<br/><br/>Der Widerruf erweist sich auch als verhältnismässig. Trotz der langen Anwesenheit kann nicht von einer starken Verwurzelung gesprochen werden: Es liegt keine besondere wirtschaftliche Integration vor ([noch] keine abgeschlossene Berufsausbildung, vorübergehende Sozialhilfeabhängigkeit und Schulden). Von einer über das Normale hinausgehenden sozialen Integration ist mangels ausserfamiliären engen Beziehungen nicht auszugehen. Unüberwindbare Hindernisse für eine Wiedereingliederung in Serbien sind beim noch jungen Beschwerdeführer weder in wirtschaftlicher noch sozialer Hinsicht ersichtlich. Seine privaten Interessen vermögen das erhebliche sicherheitspolitische Interesse an der Beendigung des Aufenthalts nicht zu überwiegen (E. 6.2).<br/><br/>Der Schutzbereich von Art. 8 EMRK ist durch die Beziehung zu seinem Halbbruder nicht berührt, da nicht ersichtlich ist, inwiefern diese nicht auch vom Heimatland aus geführt werden kann (E. 7.2). Es liegt keine Verletzung von Art. 8 EMRK aufgrund der Ehe mit einer Schweizerin vor. Die Eheleute mussten im Zeitpunkt der Heirat wissen, dass die Ehe unter Umständen nicht in der Schweiz würde gelebt werden können. Es bedürfte besonderer Umstände, damit Art. 8 EMRK den einzelnen Staat verpflichten kann, die Anwesenheit von Familienangehörigen zu dulden. Solche sind hier keine ersichtlich (E. 7.3).<br/></b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 63 lit. a AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 96 Abs. I AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 62 lit. b AZGB</span><br/><span class="gerade">Art. 13 Abs. I BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 121 Abs. III BV</span><br/><span class="gerade">Art. 8 EMRK</span><br/><span class="ungerade">Art. 47 StGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=26114" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2014.00651</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">11. MÃ¤rz 2015</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Leana Isler, Verwaltungsrichterin Tamara NÃ¼ssle, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Niederlassungsbewilligung<br/> (Widerruf),</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A, geboren 1989, StaatsangehÃ¶riger von Serbien, wurde in der Schweiz geboren und lebte vorerst abwechslungsweise bei seinen Eltern in D sowie bei FamilienangehÃ¶rigen in Montenegro. Nachdem er im Dezember 1991 in die Schweiz eingereist war, wurde ihm am 14. April 1992 eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei der Mutter und am 12. MÃ¤rz 2002 die Niederlassungsbewilligung im Kanton ZÃ¼rich erteilt. Am 11. Dezember 2013 heiratete er die Schweizer BÃ¼rgerin E, geboren 1990. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>A ist in der Schweiz mehrmals straffÃ¤llig geworden:</p> <p class="Urteilstext">Mit Urteil des Jugendgerichts D vom 14. Juni 2007 wurde er wegen bandenmÃ¤ssigen Raubes sowie des Versuchs dazu und wegen SachbeschÃ¤digung schuldig gesprochen und es wurde eine Unterbringung nach Art. 15 Abs. 1 des Jugendstrafgesetzes vom 20. Juni 2003 (JStG), verbunden mit einer ambulanten Behandlung, angeordnet. </p> <p class="Urteilstext">Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft F vom 3. Oktober 2007 wurde er wegen Brandstiftung mit einer bedingten Geldstrafe von 90 TagessÃ¤tzen zu Fr. 80.- und einer Busse von Fr. 1'500.- bestraft.</p> <p class="Urteilstext">Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft G vom 26. Januar 2009 wurde er wegen unrechtmÃ¤ssiger Aneignung mit <span>einer Busse von Fr. 100.- </span>bestraft.</p> <p class="Urteilstext">Mit Urteil des Bezirksgerichts D vom 12. Oktober 2009 wurde er wegen Verbrechens gegen das BetÃ¤ubungsmittelgesetz (BetmG) und mehrfacher Ãbertretung des BetmG schuldig gesprochen und unter Widerruf des Strafbefehls vom 3. Oktober 2007 zu einer Gesamtstrafe von 18 Monaten Freiheitsstrafe, bedingt vollziehbar, und einer Busse von Fr. 500.- verurteilt.</p> <p class="Urteilstext">Mit Urteil des Bezirksgerichts D vom 5. November 2013 wurde er wegen Raubes, Hehlerei und Hausfriedensbruchs sowie der Ãbertretung des BetmG schuldig gesprochen und mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 20 Monaten und einer Busse von Fr. 200.- bestraft. </p> <p class="Urteilstext">Aufgrund seiner StraffÃ¤lligkeit wurde er am 27. November 2008 und am 4. Februar 2010 fremdenpolizeilich verwarnt.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Am 18. Juli 2014 widerrief das Migrationsamt die Niederlassungsbewilligung von A und wies ihn aus der Schweiz weg.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den dagegen erhobenen Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion am 14. Oktober 2014 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 14. November 2014 erhob A Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte, der angefochtene Rekursentscheid sei aufzuheben und die Niederlassungsbewilligung zu verlÃ¤ngern (recte: vom Widerruf der Niederlassungsbewilligung abzusehen). Eventualiter sei die angefochtene VerfÃ¼gung aufzuheben und ihm eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</p> <p class="Urteilstext">Die Rekursabteilung verzichtete auf Vernehmlassung. Das Migrationsamt liess sich nicht vernehmen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, ErmessensÃ¼berschreitung oder Ermessensunterschreitung, und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 20 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die Niederlassungsbewilligung kann widerrufen werden, wenn der Betroffene zu einer lÃ¤ngerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde oder gegen ihn eine strafrechtliche Massnahme im Sinn von Art. 64 oder Art. 61 des Strafgesetzbuchs vom <span>21. Dezember 1937 (StGB) </span>angeordnet wurde (Art. 62 lit. b in Verbindung mit Art. 63 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder [AuG]). GemÃ¤ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung gilt als lÃ¤ngerfristige Freiheitsstrafe eine solche von mehr als einem Jahr (BGE 135 II 377).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer ist am 12. Oktober 2009 und am 5. November 2013 zu Freiheitsstrafen von 18 Monaten und 20 Monaten verurteilt worden. Ein Widerrufsgrund liegt deshalb offensichtlich vor und wird vom BeschwerdefÃ¼hrer auch nicht bestritten.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b>Das Vorliegen eines Widerrufsgrunds fÃ¼hrt nicht zwingend zum Widerruf der Niederlassungsbewilligung. Der Widerruf muss sich Ã¼berdies als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erweisen (Art. 96 Abs. 1 AuG). <span>Dabei sind die Schwere des Delikts und das Verschulden des Betroffenen, der seit der Tat vergangene Zeitraum, das Verhalten des AuslÃ¤nders wÃ¤hrend diesem, der Grad seiner Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die ihm und seiner Familie drohenden Nachteile zu berÃ¼cksichtigen (BGE 139 I 145; BGE 135 II 377). Die Niederlassungsbewilligung eines AuslÃ¤nders, der sich schon seit langer Zeit hier aufhÃ¤lt, soll nur mit ZurÃ¼ckhaltung widerrufen werden. Bei wiederholter bzw. schwerer StraffÃ¤lligkeit ist dies jedoch selbst dann nicht ausgeschlossen, wenn der AuslÃ¤nder hier geboren ist und sein ganzes bisheriges Leben im Land verbracht hat (BGE 139 I 16). Bei schweren Straftaten und bei RÃ¼ckfall bzw. wiederholter Delinquenz besteht regelmÃ¤ssig ein wesentliches Ã¶ffentliches Interesse, die Anwesenheit eines AuslÃ¤nders zu beenden, der auf diese Weise die Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung beeintrÃ¤chtigt (BGE 139 I 31). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Nach Art. 121 Abs. 3 lit. a </span>der Bundesverfassung (BV<span>) verlieren AuslÃ¤nder </span><span>unabhÃ¤ngig von ihrem auslÃ¤nderrechtlichen Status ihr Aufenthaltsrecht sowie alle RechtsansprÃ¼che auf Aufenthalt in der Schweiz, wenn sie wegen eines vorsÃ¤tzlichen TÃ¶tungsdelikts, wegen einer Vergewaltigung oder eines anderen schweren Sexualdelikts, wegen eines anderen Gewaltdelikts wie Raub, wegen Menschenhandels, Drogenhandels oder eines Einbruchsdelikts rechtskrÃ¤ftig verurteilt worden sind. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist diese Bestimmung zwar nicht unmittelbar anwendbar, doch ist den darin enthaltenen verfassungsrechtlichen Wertentscheidungen im Rahmen der InteressenabwÃ¤gung nach Art. 8 Ziff. 2 </span>der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) <span>bzw. der Anwendung von Art. 96 AuG insoweit Rechnung zu tragen, als dies zu keinem Widerspruch zu Ã¼bergeordnetem Recht bzw. zu Konflikten mit dem Beurteilungsspielraum fÃ¼hrt, den der EuropÃ¤ische Gerichtshof fÃ¼r Menschenrecht (EGMR) den einzelnen Konventionsstaaten bei der Umsetzung ihrer Migrations- und AuslÃ¤nderpolitik im Rahmen des Rechts auf Schutz des Privat- und Familienlebens belÃ¤sst (vgl. BGE 139 I 31). </span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Hat eine auslÃ¤ndische Person nahe Verwandte in der Schweiz, primÃ¤r die Kernfamilie (d.<span> </span>h. die Gemeinschaft der Ehegatten mit ihren minderjÃ¤hrigen Kindern), ist die familiÃ¤re Beziehung zu diesen intakt und wird die Beziehung tatsÃ¤chlich gelebt, kann es das in Art. 8 Abs. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV garantierte Recht auf Achtung des Familienlebens verletzen, wenn ihr die Anwesenheit in der Schweiz untersagt wird. Die sich hier aufhaltende nahe verwandte Person muss dabei Ã¼ber ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verfÃ¼gen, was der Fall ist, wenn sie das SchweizerbÃ¼rgerrecht oder eine Niederlassungsbewilligung bzw. eine Aufenthaltsbewilligung besitzt, die ihrerseits auf einem gefestigten Rechtsanspruch beruht (BGE 135 I 143; BGE 130 II 281). <span>FÃ¼r die Rechtfertigung eines Eingriffs in das durch Art. 8 Ziff. 1 EMRK geschÃ¼tzte Rechtsgut ist konventionsrechtlich eine InteressenabwÃ¤gung erforderlich, welche die individuellen Interessen an der Erteilung bzw. am Erhalt des Anwesenheitsrechts und der Ã¶ffentlichen Interessen an dessen Verweigerung in Betracht zieht (Art. 8 Ziff. 2 EMRK). Das Ã¶ffentliche Interesse Ã¼berwiegt, wenn die Massnahme durch ein "herausragendes soziales BedÃ¼rfnis" gerechtfertigt und in Bezug auf das rechtmÃ¤ssig verfolgte Ziel verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheint bzw. einer "fairen" InteressenabwÃ¤gung entspricht (BGE 140 I 145; BGr, 2. Dezember 2014, 2C_245/2014, E. 2.3). Die anzuwendenden Kriterien stimmen inhaltlich mit denjenigen Ã¼berein, welche nach innerstaatlichem Recht zur PrÃ¼fung der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit einer aufenthaltsbeendenden Massnahme (Art. 5 Abs. 2 BV; Art. 96 AuG; BGr, 27. Februar 2014, 2C_718/2013, E. 3.1) zur Anwendung kommen, und bestehen aus: (1) Art und Schwere der vom Betroffenen begangenen Straftaten, wobei besonders ins Gewicht fÃ¤llt, ob er diese als Jugendlicher oder als Erwachsener begangen und es sich dabei um Gewaltdelikte gehandelt hat oder nicht; (2) Dauer des Aufenthalts im Land; (3) seit der Tatbegehung verstrichene Zeit und das Verhalten des Betroffenen wÃ¤hrend dieser; (4) sozialen, kulturellen und familiÃ¤ren Bindungen zum Aufenthaltsstaat und zum Herkunftsland; (5) gesundheitlichem Zustand sowie (6) mit der aufenthaltsbeendenden Massnahme verbundenen Dauer der Fernhaltung. Ebenso ist die familiÃ¤re Situation des Betroffenen zu beachten, namentlich die Dauer seiner Ehe, die StaatsangehÃ¶rigkeit sÃ¤mtlicher beteiligter Personen sowie Ã¼brige UmstÃ¤nde, welche RÃ¼ckschlÃ¼sse auf die effektive Natur der Paarbeziehung erlauben. Massgebend ist weiter, ob die Ehegattin bzw. der Ehegatte der betreffenden auslÃ¤ndischen Person bei Aufnahme der familiÃ¤ren Beziehung von deren deliktischen Handlungen gewusst hatte. Ferner spielt auch eine Rolle, welche Probleme die Ehegattin bzw. der Ehegatte bei einer gemeinsamen Ausreise ins Heimatland des Partners zu gewÃ¤rtigen hÃ¤tte (BGE 139 I 145; BGr, 2. Dezember 2014, 2C_445/2014, E. 2.3). </span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Ein Anwesenheitsrecht kann sich schliesslich auch aus dem Recht auf Achtung des Privatlebens (Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV) ergeben. HierfÃ¼r bedarf es besonders intensiver, Ã¼ber eine normale Integration hinausgehender privater Bindungen gesellschaftlicher oder beruflicher Natur bzw. entsprechender vertiefter sozialer Beziehungen zum ausserfamiliÃ¤ren bzw. ausserhÃ¤uslichen Bereich. Eine lange Anwesenheit und die damit verbundene normale Integration genÃ¼gen dagegen nicht (BGE 130 II 281; BGr, 22. No­vember 2006, 2A.500/2006, E. 2.3.2; BGr, 28. Oktober 2010, 2C_125/2010, E. 3.5). </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><span>Die Vorinstanz hat unter BerÃ¼cksichtigung der bundesgerichtlichen Praxis alle relevanten UmstÃ¤nde, die fÃ¼r und gegen einen weiteren Verbleib des BeschwerdefÃ¼hrers in der Schweiz sprechen, gegeneinander abgewogen. Sie hat auch die persÃ¶nlichen bzw. familiÃ¤ren VerhÃ¤ltnisse des Betroffenen ausfÃ¼hrlich und korrekt gewÃ¼rdigt. Sie kam dabei zum Schluss, dass der Widerruf verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sei, auch wenn es fÃ¼r seine Ehefrau mit erheblichen Schwierigkeiten und wirtschaftlichen Nachteilen verbunden sei, dem BeschwerdefÃ¼hrer ins Heimatland zu folgen. Auf die ausfÃ¼hrlichen und zutreffenden ErwÃ¤gungen der Vorinstanz kann vorab verwiesen werden </span>(§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). <span>In der Beschwerde wird nichts vorgetragen, was die diesbezÃ¼glichen AusfÃ¼hrungen im angefochtenen Entscheid als bundesrechts- oder konventionswidrig erscheinen lassen kÃ¶nnte. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b>Es trifft zu, dass der BeschwerdefÃ¼hrer in schwerwiegender Weise in der Schweiz straffÃ¤llig geworden ist. Seit seinem sechszehnten Lebensjahr ist er insgesamt fÃ¼nf Mal verurteilt worden, letztmals mit Urteil des Bezirksgerichts D vom 5. November 2013 wegen Raub, Hehlerei und Hausfriedensbruch sowie der Ãbertretung des BetmG. <span>Nach der bundesgerichtlichen Praxis ist ein Raubdelikt als Gewaltdelikt geeignet, ein grosses Ã¶ffentliches Interesse an der Entfernung auch eines TÃ¤ters zu begrÃ¼nden, der sich seit geraumer Zeit in der Schweiz aufhÃ¤lt (BGr, 16. Dezember 2014, 2C_846/2014, E. 3.21). </span>Der BeschwerdefÃ¼hrer war zu den Tatzeitpunkten 21 Jahre alt und hat die Taten somit als Erwachsener begangen. Beim Raub <span>handelt es sich zudem um eine der in Art. 121 Abs. 3 BV genannten Anlasstaten, die nach dem Verfassungsgeber dazu fÃ¼hren soll, dass der entsprechende TÃ¤ter aus der Schweiz ausgewiesen und mit einem Einreiseverbot belegt wird. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b>Weiter ist auch nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz von einem grossen Verschulden ausgegangen ist. Ausgangspunkt und Massstab fÃ¼r die Schwere des Verschuldens und die fremdenpolizeiliche InteressenabwÃ¤gung ist die vom Strafrichter verhÃ¤ngte Strafe (BGE 134 II 10 E.4.<span>2; </span>BGE 129 II 215 E. 3.1). Der BeschwerdefÃ¼hrer wurde mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 20 Monaten bestraft. Das Urteil ist ohne BegrÃ¼ndung ergangen, weshalb keine ErwÃ¤gungen zum Verschulden vorhanden sind. Nach Art. 47 <span>StGB bemisst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des TÃ¤ters. Das Verschulden wird nach der Schwere der Verletzung oder GefÃ¤hrdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den BeweggrÃ¼nden und Zielen des TÃ¤ters sowie danach bestimmt, wie weit der TÃ¤ter nach den inneren und Ã¤usseren UmstÃ¤nden in der Lage war, die GefÃ¤hrdung oder Verletzung zu vermeiden. </span>Die Vorinstanz bezeichnete das Verschulden als erheblich. Sie fÃ¼hrte dazu aus, dass der BeschwerdefÃ¼hrer in schwerwiegender Weise gegen Leib und Leben sowie das Eigentum verstossen habe und dabei bedenkenlos die GefÃ¤hrdung der Gesundheit eines Menschen in Kauf genommen habe. Entgegen der Behauptung des BeschwerdefÃ¼hrers geht aus der Anklageschrift klar hervor, dass die zwei Tatbeteiligten mit seiner Kenntnis und Billigung auf den GeschÃ¤digten eingeschlagen haben. Dass er sich wÃ¤hrend des Raubes im Hintergrund aufgehalten hat, lag einzig daran, dass er den GeschÃ¤digten persÃ¶nlich kannte und keine RÃ¼ckschlÃ¼sse auf die TÃ¤terschaft zulassen wollte. <span>Die BeeintrÃ¤chtigung wesentlicher RechtsgÃ¼ter kommt denn auch in der Verurteilung zu 20 Monaten (bedingtem) Freiheitsentzug zum Ausdruck. </span>Sein Drogenkonsum <span>wie auch die weiteren persÃ¶nlichen UmstÃ¤nde im Umfeld der StraffÃ¤lligkeit (schwierige Kindheit, "falsches" Umfeld), welche der BeschwerdefÃ¼hrer im verwaltungsgerichtlichen Verfahren anfÃ¼hren lÃ¤sst, waren anlÃ¤sslich des Strafverfahrens bekannt und sind in der Festsetzung des Strafmasses durch den Strafrichter berÃ¼cksichtigt worden. </span><span>Das Verschulden des BeschwerdefÃ¼hrers wiegt damit schwer.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.3 </span></b><span>Sodann hat die Vorinstanz zu Recht festgestellt, dass aufgrund der kaum unterbrochenen Serie von Straftaten seit 2005, der zwÃ¶lf im Alter von 16 Jahren begangenen RaubÃ¼berfÃ¤lle, der Brandstiftung sowie dem Handel mit harten Drogen, auf eine immense kriminelle Energie zu schliessen ist. Der BeschwerdefÃ¼hrer liess sich weder durch wiederholte strafrechtliche Verurteilungen noch durch fremdenpolizeiliche Verwarnungen beeindrucken. Diese UmstÃ¤nde lassen trotz der GewÃ¤hrung des bedingten Vollzugs und dem Wohlverhalten seit seiner letzten Verurteilung, das ihm auch durch zahlreiche Schreiben bestÃ¤tigt wird, keine gÃ¼nstige Prognose fÃ¼r die Zukunft zu. Der Legalprognose durch das Bezirksgericht kommt ohnehin nur eine untergeordnete Rolle zu, da bei schwerer Deliquenz auch ein geringes RÃ¼ckfallrisiko nicht hingenommen werden muss. DarÃ¼ber hinaus ist die Verurteilung erst im Jahr 2013 erfolgt und der BeschwerdefÃ¼hrer befindet sich seither unter dem Druck der Probezeit und des hÃ¤ngigen auslÃ¤nderrechtlichen Verfahrens. Sein Verhalten seither vermag das Ã¶ffentliche Interesse an der Fernhaltung daher praxisgemÃ¤ss nicht entscheidend zu relativieren (vgl. BGE 130 II 176; BGr, 10. Februar 2014, 2C_836/2013, E. 3.2).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b>Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer diesbezÃ¼glich geltend macht, nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts sei vom Widerruf der Niederlassungsbewilligung abzusehen, wenn nicht mit genÃ¼gender Sicherheit von zukÃ¼nftiger Delinquenz ausgegangen werden kÃ¶nne (vgl. BGr, 14. August 2006, 2A.297/2006, E. 3.5; BGr, 24. Juli 2014, 2C_1000/2013), verkennt er, dass das Bundesgericht jeweils einen konkreten Einzelfall beurteilt und nicht eine Praxis festgelegt hat. Abgesehen davon sind die beiden zitierten FÃ¤lle nicht mit seiner Situation vergleichbar: Beim ersten Fall wies das Bundesgericht die Sache zum neuen Entscheid zurÃ¼ck, da ein psychiatrisches Gutachten, welches <span>weitere AufschlÃ¼sse fÃ¼r die Legalprognose Ã¼ber das kÃ¼nftige Verhalten liefern</span> kÃ¶nnte, nicht beachtet worden war. Beim zweiten Fall hatte jener AuslÃ¤nder sich nur ein schweres Delikt zuschulden kommen lassen, nachdem er im Alter von 31 Jahren in die Schweiz eingereist ist und 20 Jahre lang nur in sehr untergeordneter Weise strafrechtlich in Erscheinung getreten ist. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.5 </b>Es besteht nach dem Gesagten ein wesentliches Ã¶ffentliches Interesse an der Wegweisung des BeschwerdefÃ¼hrers. </p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.1 </span></b><span>Bei der PrÃ¼fung der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit des Widerrufs der Niederlassungsbewilligung sind die persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse des BeschwerdefÃ¼hrers in Betracht zu ziehen. Als entgegenstehende private Interessen kÃ¶nnen etwa eine lange Anwesenheitsdauer in der Schweiz, die familiÃ¤re Situation bzw. die BeziehungsverhÃ¤ltnisse, die Arbeitssituation, die Integration, die finanzielle Lage, Sprachkenntnisse oder die bei einer RÃ¼ckkehr in das Heimatland drohenden Nachteile ins Gewicht fallen. </span>Angesichts des Ausmasses und der Schwere seiner StraffÃ¤lligkeit mÃ¼ssten ausserordentliche GrÃ¼nde vorliegen, damit die InteressenabwÃ¤gung zu seinen Gunsten ausfallen wÃ¼rde. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.2 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer ist in der Schweiz geboren, hat in den ersten zwei Lebensjahren phasenweise in Montenegro gelebt und hÃ¤lt sich seither ununterbrochen in der Schweiz auf. Er hat die Schulen hier besucht (Sekundarschule). Zweifelsohne ist sein Interesse an einem weiteren Verbleib in der Schweiz erheblich. Entgegen der Meinung des BeschwerdefÃ¼hrers hat die Vorinstanz die lange Anwesenheitsdauer berÃ¼cksichtigt. Sie hat zutreffend festgehalten, dass gleichwohl nicht von einer starken Verwurzelung gesprochen werden kann: Einerseits liegt keine </span>besondere wirtschaftliche Integration vor, hat der BeschwerdefÃ¼hrer doch keine berufliche Ausbildung abgeschlossen, war zumindest vorÃ¼bergehend sozialhilfeabhÃ¤ngig und hat Schulden. Dass er zurzeit eine Ausbildung als X mit Abschluss im Juli 2015 absolviert, vermag â trotz der nachgewiesenen ausgezeichneten Leistungen â an dieser EinschÃ¤tzung fÃ¼r sich allein noch nichts zu Ã¤ndern. <span>Sodann verfÃ¼gt er neben seinen familiÃ¤ren Beziehungen zwar Ã¼ber ein soziales Umfeld, vor allem in der Schule und im J. Dass es sich dabei um </span>enge Beziehungen handelt, wird weder geltend gemacht noch lÃ¤sst sich dies aus den Akten entnehmen. Von einer Ã¼ber das Normale hinausgehenden sozialen Integration ist daher <span>nicht auszugehen. </span>UnÃ¼berwindbare Hindernisse fÃ¼r eine Wiedereingliederung in Serbien sind beim noch jungen BeschwerdefÃ¼hrer weder in wirtschaftlicher noch sozialer Hinsicht ersichtlich. Auch wenn er nur noch schwache Beziehungen zu Serbien hat, ist es ihm als jungem Erwachsenen zumutbar, ein neues soziales Netz aufzubauen. Er spricht Englisch, Deutsch, Serbisch, ein bisschen Spanisch und Russisch. Es ist anzunehmen, dass er mit der in der Schweiz erworbenen Berufserfahrung und als Ã¤usserst intelligenter Mann (er besitzt gemÃ¤ss eigenen Angaben einen IQ von 146) wirtschaftlich in Serbien wird Fuss fassen kÃ¶nnen. Auch in diesem Zusammenhang kann auf die zutreffenden ErwÃ¤gungen im angefochtenen Entscheid sowie der VerfÃ¼gung des Migrationsamts verwiesen werden.<span> Zusammenfassend ist festzuhalten, dass auch wenn eine RÃ¼ckkehr in sein Heimatland mit einer grossen HÃ¤rte verbunden ist, der BeschwerdefÃ¼hrer keine privaten Interessen anzufÃ¼hren vermag, welche die aufgrund seiner fortlaufenden Delinquenz erheblichen sicherheitspolitischen Interessen an der Beendigung seines Aufenthalts zu Ã¼berwiegen vermÃ¶chten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>7. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>7.1 </span></b><span>Es bleibt zu prÃ¼fen, ob sich eine Wegweisung aus der Schweiz aufgrund seiner familiÃ¤ren Beziehungen als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig erweist. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist in der Schweiz geboren und aufgewachsen. Als AuslÃ¤nder der zweiten Generation kann er sich auf den kombinierten Schutzbereich (Privat- und Familienleben) von Art. 8 EMRK und Art. 13 BV berufen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>7.2 </span></b><span> Der BeschwerdefÃ¼hrer macht zunÃ¤chst geltend, die Vorinstanz sei zu Unrecht davon ausgegangen, dass die Beziehung zu seinem Halbbruder I nicht vom Schutzbereich von Art. 8 EMRK erfasst werde. Art. 8 EMRK schÃ¼tzt im Zusammenhang mit der Bewilligung der Anwesenheit in der Schweiz in erster Linie die Kernfamilie, d.</span><span> </span><span>h. die Gemeinschaft der Ehegatten mit ihren minderjÃ¤hrigen Kindern (BGE 135 I 443). In Bezug auf andere Beziehungen zwischen nahen Verwandten setzt die Berufung auf Art. 8 Ziff. 1 EMRK voraus, dass die auslÃ¤ndische Person sich in einem besonderen, Ã¼ber die normalen affektiven Bindungen hinausgehenden AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnis zum Anwesenheitsberechtigten befindet (vgl. BGE 137 I 154). Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt vor, sein Halbbruder sei ein introvertierter Junge, der einige Defizite aufweise und deshalb eine Psychomotorik-Therapie besuche. Er sei fÃ¼r I zur nÃ¤chsten mÃ¤nnlichen Bezugsperson geworden und ersetze teilweise die Vaterfigur, da I ohne Vater aufwachse. Auch die Therapeutin bestÃ¤tigt, dass der Verlust des Bruders fatale Folgen fÃ¼r die Zukunft von I hÃ¤tte. Dieses Vorbringen steht indes im Widerspruch zu den Angaben, die in der polizeilichen Einvernahme zur GewÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs in Bezug auf auslÃ¤nderrechtliche Entfernungsmassnahmen am 4. April 2014 gemacht wurden. Der BeschwerdefÃ¼hrer, nach seiner Beziehung zu seinen Geschwistern gefragt, erwÃ¤hnte kein solches AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnis zu seinem Halbbruder. Seine Ehefrau gab dazu an, dass er I "ab und zu" bei den Hausaufgaben helfe. Wie eng die Beziehung zwischen den Halbgeschwistern tatsÃ¤chlich ist, kann jedoch vorliegend offenbleiben. Es ist nicht ersichtlich, und wird vom BeschwerdefÃ¼hrer auch nicht ansatzweise ausgefÃ¼hrt, inwiefern er seine Rolle nicht auch aus dem Heimatland wahrnehmen kann. Die Rechtsprechung zum erweiterten Familienbegriff findet somit auf den BeschwerdefÃ¼hrer keine Anwendung. Der Schutzbereich von Art. 8 EMRK ist nicht berÃ¼hrt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>7.3 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer ist mit einer Schweizerin verheiratet und fÃ¼hrt mit ihr unbestrittenermassen eine nahe und echte Familienbeziehung. Die Ehefrau betreibt als selbststÃ¤ndig Erwerbende einen Dienstleistungsbetrieb. Ausser einer gemeinsamen Ferienreise hat sie keinen Bezug zum Heimatland des BeschwerdefÃ¼hrers und spricht insbesondere die Heimatsprache des BeschwerdefÃ¼hrers nicht. Auch wenn sie angibt, ihrem Ehemann nach Serbien zu folgen, erscheint die Ausreise daher dennoch nicht von vornherein ohne Weiteres als zumutbar. </span>Nach der sogenannten Reneja-Praxis (BGE 135 II 377) ist bei einem mit einer Schweizer BÃ¼rgerin verheirateten AuslÃ¤nder, der erstmals oder nach kurzer Aufenthaltsdauer um die Erneuerung seiner Bewilligung ersucht, im Falle einer Verurteilung zu zwei Jahren Freiheitsstrafe in der Regel selbst dann kein Aufenthaltstitel mehr zu erteilen, wenn der Ehepartnerin die Ausreise nicht oder nur schwer zuzumuten ist. <span>Auch wenn die Reneja-Praxis nicht unbesehen von der langen Aufenthaltsdauer angewendet werden darf, kann sie im Sinne einer VergleichsgrÃ¶sse in die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung miteinbezogen werden (vgl. BGr, 7. Mai 2009, 2C_825/2008, E. 3.3). Der BeschwerdefÃ¼hrer wurde insgesamt zu 38 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt und liegt somit weit Ã¼ber der Zweijahresgrenze. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz zum Schluss gekommen ist, dass die Wegweisung auch unter BerÃ¼cksichtigung seines langen Aufenthalts verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheint. Vorliegend fÃ¤llt jedoch besonders in Gewicht, dass die Eheleute im Zeitpunkt der Heirat am im Dezember 2013 wissen mussten, dass die Ehe unter UmstÃ¤nden nicht in der Schweiz wÃ¼rde gelebt werden kÃ¶nnen. Dem BeschwerdefÃ¼hrer ist zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Mal der Widerruf der Niederlassungsbewilligung angedroht worden und er wurde nur einen Monat vorher zu einer (bedingten) Freiheitsstrafe von 20 Monaten verurteilt. Wenn die betroffenen Personen vernÃ¼nftigerweise nicht davon ausgehen durften, ihr Familienleben kÃ¼nftig im Konventionsstaat pflegen zu kÃ¶nnen, bedarf es besonderer UmstÃ¤nde, damit Art. 8 EMRK den einzelnen Staat verpflichten kann, die Anwesenheit von FamilienangehÃ¶rigen zu dulden (vgl. BGE 139 I 130). Solche sind hier keine ersichtlich und werden auch nicht geltend gemacht. Sollte die Ehefrau es vorziehen, in der Schweiz zu bleiben, kann der Kontakt zwischen den Eheleuten von Serbien aus ohne grÃ¶ssere Schwierigkeiten mit gelegentlichen Besuchen und den heute zur VerfÃ¼gung stehenden Kommunikationsmitteln aufrecht erhalten werden. Eine Verletzung von Art. 8 Ziff. 1 EMRK ist nach dem Gesagtem zu verneinen. Auch kann er aus dem von ihm zitierten Bundesgerichtsurteil (</span>BGr, 24. Juli 2014, 2C_1000/2013, E. 3.3) <span>aus den bereits genannten GrÃ¼nden (siehe E. 4.5) nichts zu seinen Gunsten ableiten. Der vom Bundesgericht zu beurteilende Sachverhalt unterschied sich abgesehen davon wesentlich vom vorliegenden: Die Ehegatten waren lange verheiratet, als der Ehemann straffÃ¤llig wurde, und ein </span>Ãbersiedlungsversuch ins Heimatland mit den Kindern war bereits gescheitert<span>.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>7.4 </b>Auch liegt keine Verletzung des Rechts auf Achtung des Privatlebens vor (Art. 8 EMRK). Wie bereits im Rahmen der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung festgehalten wurde, liegen keine besonders intensiven, Ã¼ber eine normale Integration hinausgehende private Bindungen zum ausserfamiliÃ¤ren Bereich vor (vgl. E. 6.2).</p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>8.1 </span></b><span>Zusammenfassend ist festzuhalten, dass ein grosses Ã¶ffentliches Interesse an der Wegweisung des BeschwerdefÃ¼hrers besteht. Nach der von der Vorinstanz sorgfÃ¤ltig durchgefÃ¼hrten InteressenabwÃ¤gung erweist sich der <span>Widerruf</span> der <span>Niederlassungsbewilligung</span> des BeschwerdefÃ¼hrers insgesamt als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung erweist sich damit als bundesrechts- und konventionskonform. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>8.2 </span></b><span>Schliesslich ist auch der Eventualantrag abzuweisen. Der BeschwerdefÃ¼hrer begrÃ¼ndet mit keinem Wort, weshalb ihm eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen wÃ¤re. Es ist auch keine Rechtsgrundlage dafÃ¼r ersichtlich. </span></p> <p class="Erwgung2"><b>8.3 </b>Damit der BeschwerdefÃ¼hrer seine Berufsausbildung X in der Schweiz abschliessen kann, ist ihm eine Frist zum Verlassen der Schweiz bis 31. Juli 2015 zu gewÃ¤hren.</p> <p class="Urteilstext">Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde. </p> <p class="Erwgung1"><b>9. </b> </p> <p class="Erwgung2">AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen und ist ihm keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG).</p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Erwgung1"><b>10. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: Soweit ein Anwesenheitsanspruch geltend gemacht wird, ist Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni<br/> 2005 (BGG, SR 173.110) zu erheben (vgl. BGr, 18. Juni 2007, 2D_3/2007 beziehungs­weise 2C_126/2007, E. 2.2). Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird eine Frist bis 31. Juli 2015 angesetzt, um die Schweiz zu verlassen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung an â¦</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>