<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht über die Innovation bei der Armee zu verfassen, dies mit dem Ziel, Wege aufzuzeigen, wie die Armee sich aktiv an der wissenschaftlichen Forschung und der Innovation beteiligen kann, insbesondere im Bereich der Cyber-Sicherheit. Der Bericht soll einen Vergleich zwischen bestehenden Modellen im Ausland anstellen und dabei aufzeigen, welches davon der Funktionsweise der Schweizer Armee am besten entspricht. Überdies können darin auch neue Modelle für die Zusammenarbeit zwischen der Armee und den Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH) vorgeschlagen werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Armee beteiligt sich in verschiedener Hinsicht an schweizerischen Forschungs- und Innovationstätigkeiten.</p><p>Das Bundesamt für Rüstung (Armasuisse) ist mit seinem Bereich Wissenschaft und Technologie (W+T) für die Technologiefrüherkennung und -bewertung sowie die Strategieformulierung für mögliche Beschaffungen der Armee verantwortlich. Durch gezielte, angewandte Forschungstätigkeiten erschliesst W+T intern sowie in Expertennetzwerken mit Hochschulen und Industrie die für das VBS notwendigen Technologiekompetenzen. Der Kompetenzaufbau erfolgt mittels Forschungsprogrammen, unter Einbezug von Partnern aus Wissenschaft, Industrie und internationalen Organisationen. Es bestehen rund hundert langjährige Forschungspartnerschaften. Es gibt Forschungsprogramme in folgenden Bereichen: Aufklärung und Überwachung; Kommunikation; Cyberspace und Information; Wirkung, Schutz und Sicherheit; unbemannte Einsatzmittel der Zukunft in der Luft (UAV); unbemannte Einsatzmittel der Zukunft am Boden (UGV); Technologiefrüherkennung. Die Forschungsprogramme sowie deren Ziele, Kompetenzfelder, Nutzen und Kooperationspartner werden von W+T jährlich publiziert. Die Forschungspartnerschaften haben sich bewährt und werden auch künftig den Bedürfnissen der Schweizer Armee entsprechend gepflegt.</p><p>Die Armee selber, namentlich der im Armeestab angesiedelte Bereich Informations- und Objektschutz (IOS), beteiligt sich am Schutz der VBS-eigenen Informations- und Kommunikationsinfrastruktur. Damit wird ein Beitrag geleistet zur Umsetzung der vom Bundesrat im Juni 2012 verabschiedeten nationalen Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyber-Risiken, welche Behörden, Wirtschaft und Betreiber kritischer Infrastrukturen einbindet.</p><p>Im Rahmen der Umsetzung der Cyber-Strategie der Armee schliesslich hat der Bereich Cyberabwehr im Führungsstab der Armee zum einen eine wissenschaftliche Arbeitsgruppe eingesetzt. Zum anderen ist beabsichtigt, verschiedene Hochschulen mit Arbeiten in der Zukunftsforschung in diesem Bereich zu beauftragen.</p><p>Forschungsaufträge werden ausserdem auch vom öffentlichen Technologie- und Rüstungsunternehmen des Bundes, der Ruag, erteilt, wobei diese Forschungstätigkeiten wiederum der Schweizer Armee zugutekommen.</p><p>Obwohl die Armee mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie zusammenarbeitet, namentlich durch Armasuisse sowie den Armee- und Führungsstab, bleibt ihre Rolle in der Forschung und Innovation der Schweiz grundsätzlich eine indirekte. Der Bundesrat sieht keine Veranlassung, dies zu ändern und neue Modelle der Zusammenarbeit zwischen der Armee und der wissenschaftlichen Forschung vorzusehen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.