<h2>SubmittedText<h2><p>Ich möchte anschliessen an die in der Fragestunde vom 8. Juni angesprochene Thematik der Attraktivität des europäischen UNO-Hauptsitzes in Genf (20.5285) und bitte den Bundesrat, mit Blick auf die schweizerische Aussenpolitik folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Kann die Schweiz ihre internationale Politik und ihre Anstrengungen zur Friedensförderung, denen sie sich seit über 150 Jahren verschrieben hat und die für den Multilateralismus so wichtig sind, fortführen, wenn sie nicht mehr über die Fähigkeit zur Verteidigung des eigenen Luftraums verfügt?</p><p>2. Wie sehr wäre die Attraktivität des internationalen Genf gefährdet, wenn die Schweiz als Gaststaat ihren Luftraum nicht mehr sichern würde?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1./2. Sicherheit und Stabilität sind ein zentraler Faktor für den Erfolg der Schweiz als Gaststaat für internationale Organisationen und internationale Konferenzen. Dasselbe gilt auch für die Aktivitäten der Schweiz im Rahmen ihrer guten Dienste, namentlich die Durchführung hochrangiger Treffen in der Schweiz. Neben ihrer Rolle und Tradition als neutraler, der humanitären Politik verpflichteter Staat tragen diese Aspekte wesentlich zum guten Ruf der Schweiz als Sitz internationaler Organisationen bei. Als Gaststaat muss die Schweiz die Sicherheit dieser Organisationen und Konferenzen auch vor Bedrohungen aus der Luft gewährleisten. Zudem ist sie völkerrechtlich verpflichtet, für die Sicherheit von ausländischen Delegierten an internationalen Veranstaltungen zu sorgen. Könnte sie dies mit eigenen Mitteln nicht mehr tun, wäre mit negativen Auswirkungen im zunehmenden internationalen Standortwettbewerb zu rechnen.</p>  Antwort des Bundesrates.