<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird ersucht:</p><p>- die rechtliche Stellung der Rollerskaters zu überprüfen;</p><p>- diese genauso als Verkehrsteilnehmer mit bestimmten Rechten und Pflichten anzuerkennen wie die Fussgängerinnen und Fussgänger und die Radfahrerinnen und Radfahrer;</p><p>- die nötigen Massnahmen zu treffen, damit ein Maximum an Sicherheit für alle gewährt ist und die neuen Verkehrsteilnehmer in die Strassenverkehrsgesetzgebung eingebunden werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Inline-Skates, Rollbretter, Rollschuhe und dergleichen gelten im Sinne des Strassenverkehrsrechts als Spiel- und Sportgeräte. Nach Artikel 50 der Verkehrsregelnverordnung (SR 741.11; VRV) sind Spiel und Sport auf verkehrsarmen Strassen (z. B. in Wohnquartieren) sowie auf dem Trottoir gestattet, sofern die übrigen Strassenbenützer weder behindert noch gefährdet werden. Das Verwenden von Spiel- und Sportgeräten als Verkehrsmittel ist hingegen untersagt. </p><p>Eine Zulassung von Skates als Verkehrsmittel kann nicht allein von deren grosser Verbreitung und Umweltverträglichkeit abhängen; entscheidend ist vielmehr die Sicherheit sowohl für die Skater selber als auch für die andern Verkehrsteilnehmer. Insbesondere ist zu berücksichtigen, dass Skates weder über eine Lenk- noch über eine Bremsvorrichtung verfügen, welche ein gezieltes Manövrieren und Bremsen ermöglichen, weshalb diese für die Verkehrssicherheit wichtigen Voraussetzungen allein vom Fahrkönnen der einzelnen Skater abhängig sind. </p><p>Einer umfassenden Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit in Österreich ist zu entnehmen, dass die durchschnittliche Fahrgeschwindigkeit von Skatern zwar mit derjenigen von Radfahrern nahezu vergleichbar ist. Um einiges länger ist jedoch deren Bremsweg, welcher je nach Geschwindigkeit, Bremsmethode und Fahrkönnen bis doppelt so lang sein kann. Des weiteren geht aus der Studie hervor, dass Skater aufgrund des Bewegungsablaufes auf der Fahrbahn einen grösseren Platzbedarf aufweisen als Radfahrer. </p><p>Im Vergleich mit den entsprechenden Bestimmungen in Österreich und Deutschland ist festzustellen, dass der erwähnte Artikel 50 VRV im wesentlichen mit jenen übereinstimmt oder gar grosszügiger ist.</p><p>Eine Änderung der heutigen Bestimmungen hält der Bundesrat unter Berücksichtigung des Sicherheitsaspektes nicht für angezeigt. Als wichtiger erachtet er die durch verschiedene Insitutionen durchgeführten Aufklärungskampagnen, welche Skaterinnen und Skater auf die geltenden Bestimmungen und die besonderen Gefahren hinweisen. Auch begrüsst er Anstrengungen von Gemeinden, geeignete Verkehrsflächen zur Verfügung zu stellen, auf denen Skaten ohne Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer möglich ist.</p>  Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzuschreiben.