<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2004.00101</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205203&amp;W10_KEY=4467138&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2004.00101</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 29.06.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Handänderungssteuer</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Ein staatseigenes Grundstück, das in der Lärmschutzzone des Flughafens liegt, dient unmittelbar öffentlichen Zwecken. Die Voraussetzungen für eine Befreiung von der Handänderungssteuer gemäss § 229 Abs. 3 lit. b StG sind somit erfüllt. Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FLUGHAFEN">FLUGHAFEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃRMSCHUTZZONE">LÃRMSCHUTZZONE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHER ZWECK">ÃFFENTLICHER ZWECK</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STEUERBEFREIUNG">STEUERBEFREIUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 229 Abs. III lit. b StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2005 Nr. 106 S. 215</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">[Der] Kanton ZÃ¼rich [Ã¼bertrug] der X-AG [im Jahr] 2000 â¦ unter anderem das â¦ in der Gemeinde A gelegene GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 01 â â¦ m<sup>2</sup> [â¦] â zu Eigentum. Das GrundstÃ¼ck liegt [an der Grenze] des FlughafengelÃ¤ndes, [â¦] unmittelbar neben dem dortigen Ende [einer Piste] und dem dahin fÃ¼hrenden Rollweg, und grenzt direkt [â¦] an den bestehenden Flughafenzaun [â¦]. Auf ihm lastet seit dem 30. Juli 1946 eine BaubeschrÃ¤nkung bzw. seit dem 11. Oktober 1946 ein Bauverbot zugunsten des Kantons ZÃ¼rich als EigentÃ¼mer des damals erst geplanten Grossflughafens Kloten. Im Jahr 1961 hatte der Kanton ZÃ¼rich das GrundstÃ¼ck erworben und es seither in der Flughafenrechnung der Flughafendirektion (damals Amt fÃ¼r Luftverkehr) aufgefÃ¼hrt.</p> <p class="Urteilstext">Aus Anlass der geschilderten HandÃ¤nderung dieses GrundstÃ¼cks erhob die Kommission fÃ¼r Grundsteuern der Gemeinde Y, die sich rechtzeitig die definitive Veranlagung der HandÃ¤nderungssteuer vorbehalten hatte, am 30. Oktober 2003 eine solche Steuer von Fr. â¦, welche sie je zur HÃ¤lfte, somit je zu Fr. â¦, dem Kanton ZÃ¼rich und der X auferlegte. Deren Standpunkt, die HandÃ¤nderung sei steuerbefreit, verwarf die Kommission, und hielt an ihrer Veranlagung mit Einspracheentscheid vom 27. April 2004 fest.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Steuerrekurskommission III hiess den hiergegen erhobenen Rekurs der X und des Kantons ZÃ¼rich gut und hob Veranlagungs- und Einspracheentscheid der Kommission fÃ¼r Grundsteuern der Gemeinde Y auf. Sie gelangte zum Schluss, dass eine allfÃ¤llige HandÃ¤nderungssteuer aufgrund der Vereinbarung zwischen den Rekurrierenden vollumfÃ¤nglich der X auferlegt werden mÃ¼sse; die in Frage stehende HandÃ¤nderung sei indessen steuerbefreit, weil das fragliche GrundstÃ¼ck unmittelbar Ã¶ffentlichen Zwecken gedient habe.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 9. Dezember 2004 liess die Gemeinde Y dem Verwaltungsgericht beantragen, es sei der X eine HandÃ¤nderungssteuer von Fr. â¦ aufzuerlegen. Ausserdem verlangte sie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend die Steuerrekurskommission III auf Vernehmlassung verzichtete, schloss die X auf Abweisung der Beschwerde und beantragte ihrerseits eine ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Urteilstext">Die Gemeinde Y reichte am 10. August 2005 dem Verwaltungsgericht unaufgefordert als Beweismittel zwei Zeitungsausschnitte ein.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b>Von der HandÃ¤nderungssteuer sind laut § 229 Abs. 3 lit. b des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 in der Fassung vom 19. Dezember 2003 (StG) HandÃ¤nderungen an GrundstÃ¼cken befreit, die verÃ¤ussert oder erworben werden durch <span>den Kanton und seine Anstalten, die zÃ¼rcherischen Gemeinden und ihre Anstalten sowie die ZweckverbÃ¤nde von Gemeinden im Sinn des Gemeinderechts, sofern die GrundstÃ¼cke unmittelbar Ã¶ffentlichen oder gemeinnÃ¼tzigen Zwecken oder Kultuszwecken gedient haben oder dienen werden. </span></p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Das Verwaltungsgericht hat im PrÃ¤judiz RB 1975 Nr. 89 ([Leitsatz] = ZBl 77, 126 E. 7b) erkannt, dass ein staatseigenes GrundstÃ¼ck, das in der LÃ¤rmschutzzone des Flughafens liege, unmittelbar Ã¶ffentlichen Zwecken diene. Denn Umgebungs- und Flugsicherungsschutz gehÃ¶rten namentlich nach Bundesrecht â vor allem gemÃ¤ss Art. 42 des <span>Bundesgesetzes vom 21. Dezember 1948 Ã¼ber die Luftfahrt (Luftfahrtgesetz, LFG) â </span>zu den Aufgaben des Flugplatzhalters. Hierzu kann auch auf die nÃ¤heren ErwÃ¤gungen im vorinstanzlichen Entscheid verwiesen werden (vgl. § 161 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976). </p> <p class="Urteilstext">Das streitbetroffene GrundstÃ¼ck befindet sich unstreitig seit 1982 in der LÃ¤rmzone B des Flughafens ZÃ¼rich. Es hat daher unmittelbar Ã¶ffentlichen Zwecken gedient. </p> <p class="Urteilstext">Unter diesen UmstÃ¤nden kommt es entgegen der Meinung der beschwerdefÃ¼hrenden Gemeinde nicht darauf an, dass das GrundstÃ¼ck wegen der 1998 erfolgten Aufnahme in den Sachplan Infrastruktur Luftfahrt (SIL) mit Bauten und Anlagen Ã¼berbaut und Nutzungen zugefÃ¼hrt werden durfte und darf, die nicht direkt der Luftfahrt dienten. Entscheidend ist allein, dass das GrundstÃ¼ck vor der in Frage stehenden HandÃ¤nderung unmittelbar Ã¶ffentlichen Zwecken gedient hat. Auf die Vorbringen der BeschwerdefÃ¼hrerin zur mÃ¶glichen kÃ¼nftigen Nutzung des fraglichen Areals zu Freizeitzwecken muss somit nicht weiter eingegangen werden.</p> <p class="Urteilstext">Die Voraussetzungen fÃ¼r eine Steuerbefreiung im Sinn von § 229 Abs. 3 lit. b StG sind infolgedessen erfÃ¼llt. Die Beschwerde ist somit abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 und § 213 Satz 2 StG) und steht ihr keine ParteientschÃ¤digung zu; vielmehr hat sie selber der obsiegenden Beschwerdegegnerin eine angemessene EntschÃ¤digung auszurichten (§ 17 Abs. 2 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in Verbindung mit § 152, § 153 Abs. 4 und § 213 Satz 2 StG). </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 5'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 5'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird verpflichtet, der Beschwerdegegnerin eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>