<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="word/media/image1.png"/></p></td></tr></table><div><div><p><span>IV.2018.00451</span></p></div><div><p><span> </span></p></div><div><p><span> </span></p></div><p><br/></p><div><p>I. Kammer</p></div><div><p>Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichter Bachofner<br/>Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter<br/>Gerichtsschreiberin Bonetti</p></div><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil</span><span class="Standard berschrift2"> vom </span><span class="Standard berschrift2">22. Oktober 2019</span></p></div><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Fiona Carol Forrer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Advokaturbüro</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Hegibachstrasse</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> 47, Postfach 3074, 8034 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, geboren 1970, arbeitete ab Juni 1988 (Urk. 9/4/1) als Teilzeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">angestellte im Restaurant </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 9/4/2). Im Dezem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ber 1999 meldete sie sich wegen einer Depression zum Leistungsbezug bei der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sozialversicherungsanstal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">t des Kantons Zürich, IV-Stelle, an (Urk. 9/1). Insbesondere gestützt auf eine vertrauensärztliche Abklärung der Vorsorgeeinrichtung der Versicherten (Urk. 9/6) sprach ihr die IV-Stelle am 16. März 2001 rückwirkend ab 1. Januar 2000 eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Viertelsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zu, wobei sie den Invaliditätsgrad mittels der gemischten Methode (30 % Haushalt, 70 % Erwerbstätigkeit) ermittelte (Urk. 9/17). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Herbst 2003 schloss die Versicherte eine einjährige, berufsbegleitende Ausbildung am </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Z</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) ab (Urk. 9/36/5 und 9/135/1). Zudem löste die Arbeitgeberin nach einer weiteren seitens der Vorsorgeeinrich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tung veranlassten vertrauensärztlichen Abklärung (Urk. 9/37) das Arbeitsverhält</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nis mit der Versicherten per Ende April 2003 auf (Urk. 9/35/6), wobei diese den gleichzeitig angebotenen geschützten Büroarbeitsplatz ablehnte (Urk. 9/37/5 und 9/39). Im Februar 2004 ersuchte die Versicherte die Invalidenversicherung um eine Erhöhung der Rente (Urk. 9/32). Diese qualifizierte die Versicherte neu als vollerwerbstätig und sprach ihr am 4. August 2004 bei einem Invaliditätsgrad von 83 % eine ganze Invalidenrente mit Wirkung ab 1. Februar 2004 zu (Urk. 9/43 und 9/47), welche sie am 1. Oktober 2007 gestützt auf einen Verlaufs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bericht der behandelnden Psychiaterin (Urk. 9/64) formlos bestätigte (Urk. 9/66).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ab November 2008 arbeitete die Versicherte einen Tag pro Woche als Operationsgehilfin/Sterilisation bei der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> AG (Urk. 9/70/1 und 9/72/1). Im Jahr 2009 wurde bei ihr eine - wiederholt operativ versorgte - Vorstufe (CIN 3) von Gebärmutterhalskrebs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">festgestellt (Urk. 9/77/1 und 3/2b). Die IV-Stelle holte in der Folge Verlaufsberichte bei den behandelnden Arztpersonen ein (Urk. 9/75 und 9/77), führte einen neuen Einkommensvergleich durch (Urk. 9/79/3) und bestätigte am 17. Januar 2011 wiederum formlos die ganze Rente (Urk. 9/80).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Frühjahr 2016 liess die IV-Stelle die Versicherte abermals einen Revisionsfra</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gebogen ausfüllen (Urk. 9/94). Diese legte einen Lohnausweis (Urk. 9/93) bei. Die IV-Stelle holte hierauf Verlaufsberichte bei den behandelnden Arztpersonen ein, worin mitunter neu eine Dornwarze am Fuss erwähnt wurde (Urk. 9/98, 9/106 und 9/111). Die Berichte legte sie dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) zur Prüfung vor (Urk. 9/116/4 f.). Ferner klärte sie die erwerblichen Verhältnisse der Versicherten ab (Urk. 9/95, 9/103, 9/110 und 9/114). Anschliessend stellte sie dieser mit Vorbescheid vom 7. November </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2017 die Herabsetzung der bisherigen ganzen Rente auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dreiviertelsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in Aussicht (Urk. 9/117). Dagegen erhob die Versicherte unter Beilage von Arztberichten und Berufsunterlagen (Urk. 9/126 und 9/135) Einwand (Urk. 9/124 und 9/133). Mit Verfügung vom 19. April 2018 setzte die IV-Stelle die bisherige ganze Invalidenrente auf den ersten Tag des zweiten Monats nach Zustellung der Verfügung auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dreiviertelsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Inva</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liditätsgrad 65 %) herab; einer dagegen geführten Beschwerde entzog sie die auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schiebende Wirkung (Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte mit Eingabe vom 11. Mai 2018 un</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ter Beilage von Arztberichten (Urk. 3/2a-5) Beschwerde. Darin beantragte sie, ihr sei weiterhin eine ganze Invalidenrente zuzusprechen; eventualiter sei ein psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chiatrisches-orthopädisches Gutachten, ein Assessment oder eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) durchzuführen. In prozessualer Hinsicht beantragte sie die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerde (Urk. 1 S. 2). Mit Eingabe vom 7. Juni 2018 (Urk. 5) reichte sie weitere Arztberichte sowie den Lohnausweis 2017 ein (Urk. 6/1-4). Die Unterlagen wur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den der IV-Stelle zur Kenntnis gebracht (Urk. 4 und 7), welche in der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deantwort vom 22. Juni 2018 auf Abweisung der Beschwerde und des prozessu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">alen Antrags schloss (Urk. 8).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die weiteren Eingaben der Versicherten vom 9. und 27. Juli 2018 (Urk. 11 und 14) samt Beilagen (Urk. 12 und 15/1-2) wurden der IV-Stelle jeweils zur Kennt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nisnahme zugestellt (Urk. 13 und 16). Sodann wurde die Versicherte mit Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schluss vom 3. September 2019 seitens des Gerichts auf eine mögliche Schlech</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">terstellung im Zusammenhang mit einer nicht auszuschliessenden Rückweisung zur weiteren Abklärung des medizinischen Sachverhalts hingewiesen und ihr aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">drücklich Gelegenheit zur Stellungnahme und zum Beschwerderückzug gegeben (Urk. 17). Ihre Eingabe vom 23. September 2019 (Urk. 20) samt Beilagen (Urk. 21/1-2) wurden der IV-Stelle am 3. Oktober 2019 zur Kenntnis gebracht (Urk. 22).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span id="XX100"></span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vier</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dreiviertelsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgesetz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">es</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> über die Invalidenversicherung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">IVG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgesetz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">es</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> über den Allge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, A</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">TSG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, wel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">che auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bei braucht es sich nicht um eine formelle Verfügung (Art. 49 ATSG) zu handeln. Ändert sich nach durchgeführter Rentenrevision als Ergebnis einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs nichts und eröffnet die IV-Stelle deswegen das Re</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">visionsergebnis gestützt auf Art. 74</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. f der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Verordnung über die Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung (IVV)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> auf dem Weg der blossen Mitteilung (Art. 51 ATSG), ist im darauffolgenden Revisionsverfahren zeitlich zu vergleichender Ausgangssachver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">halt derjenige, welcher der Mitteilung zugrunde lag (Urteil des Bundesgerichts 9C_599/2016 vom 29. März 2017 E. 3.1.2 unter Hinweis auf 8C_441/2012 vom 25. Juli 2013 E. 3.1.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span id="XX077"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">valid geworden wäre (sog. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Valideneinkommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Der Einkommensver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zwischen den Parteien ist unstrittig, dass die Beschwerdeführerin ihr effektives Einkommen bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung steigern konnte (Urk. 1 S. 5 f. und 12; Urk. 2 S. 3). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin erwog, es könne sich hierbei um eine verbesserte Ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wöhnung an das Leiden handeln (Urk. 2 S. 4). Die Beschwerdeführerin hielt indes in der Beschwerde dafür, sie arbeite mit grösster Mühe durchschnittlich maximal 25 %, weil sie die Stelle behalten wolle und finanziell darauf angewiesen sei. Ihr Arbeitspensum habe sich somit kaum erhöht. Indessen sei ihr Aufgabengebiet infolge der Erfahrung und Weiterbildungen anspruchsvoller geworden, weshalb sie nun wie eine gesunde Person Fr. 38.-- pro Stunde verdiene, ohne Anspruch auf eine Gratifikation zu haben (Urk. 1 S. 6-8).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eine revisionsrechtlich bedeutsame Änderung des Sachverhalts kann unter ande</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rem in einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pensumsunabhängigen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Veränderung der Vergleichs-, namentlich des Invalideneinkommens erblickt werden. Dazu gehört namentlich das Auffinden einer besser bezahlten Stelle, soweit es sich nicht um einen absolut einmaligen Glücksfall handelt (Urteil des Bundesgerichts 8C_741/2016 vom 3. März 2017 E. 4.2). </span><span id="XX151"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Kann eine rentenberechtigte Person tatsächlich neu ein Erwerbseinkom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">men erzielen oder ein bestehendes Erwerbseinkommen erhöhen, so wird die Rente allerdings nur dann im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG revidiert, wenn die Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kommensverbesserung jährlich mehr als Fr. 1‘500.-- beträgt (Art. 31 IVG). Zu be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rücksichtigen ist dabei lediglich diejenige Einkommensverbesserung, die nicht teuerungsbedingt ist (vgl. Art. 86</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ter </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">IVV; ferner BGE 136 V 216 E. 5.6.1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Wie sich aus dem dazugehörigen Feststellungsblatt (Urk. 9/79/3) ergibt, führte die Beschwerdegegnerin vor Erstellung der formlosen Mitteilung vom 17. Januar 2011 (Urk. 9/80) einen Einkommensvergleich durch. Aus dem Beschluss selbst ist dies allerdings nicht ersichtlich, zumal darin nur ein unveränderter Invaliditäts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grad von 83 % mitgeteilt wurde. Betreffend die Erwerbsverhältnisse zog sie im Weiteren lediglich die nicht ganz aktuellen IK-Auszüge (Urk. 9/71) und eine Lohnabrechnung (Urk. 9/72/3) heran. In medizinischer Hinsicht stützte sich die Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdegegnerin allein auf die nur knapp begründeten Formularberichte der be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">handelnden Ärzte (Urk. 9/7</span><span id="CURSOR"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5, Urk. 9/77). Obwohl die Beschwerdegegnerin selbst die «nicht ausführlich(en)» Berichte erkannte, schloss sie auf unveränderte Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hältnisse (Urk. 9/79/2), was nicht als rechtskonforme Sachverhaltsabklärung im Sinne der Rechtsprechung (vorstehend E. 1.3) betrachtet werden kann.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vergleichsbasis für die Frage nach einer Einkommensverbesserung bildet daher die Verfügung vom 4. August 2004 (Urk. 9/47). Mit dieser wurde der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin eröffnet, dass bei einer Qualifikation als Vollerwerbstätige von einem Erwerbseinkommen ohne Behinderung von Fr. 56'282.57 und einem solchen mit Behinderung von Fr. 9'690.60 ausgegangen werde, so dass ein Invaliditätsgrad von 83 % resultiere (Urk. 9/43).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wie dem Auszug aus dem individuellen Konto (IK; Urk. 9/95/3) und den Lohn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ausweisen (Urk. 9/110 und 6/4) zu entnehmen ist, erzielte die Beschwerdeführerin in der Folge ein Bruttojahresgehalt im Jahr 2009 von Fr. 12'069.--, im Jahr 2010 von Fr. 14'330.--, im Jahr 2011 von Fr. 17'918.--, im Jahr 2012 von Fr. 17'218.--, im Jahr 2013 von Fr. 19'716.--, im Jahr 2014 von Fr. 20'504.--, im Jahr 2015 von Fr. 22'561.--, im Jahr 2016 von Fr. 20'662.95 und im Jahr 2017 von Fr. 21'134.70. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das bei Verfügungserlass effektiv erzielte Einkommen übersteigt folglich das im Referenzzeitpunkt im Jahr 2004 angenommene, auf einem Tabellenlohn basie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rende Invalideneinkommen in beträchtlichem Ausmass. Die in Art. 31 Abs. 1 IVG statuierte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Erheblichkeitsgrenze</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Erhöhung des Jahreseinkommens gegenüber dem bei der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rentenzusprache</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> festgelegten Invalideneinkommen um Fr. 1'500.--) wird also klar überschritten (vgl. dazu auch Kreisschreiben über Invalidität und Hilflo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sigkeit in der Invalidenversicherung KSIH, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 5015.1 in der seit Januar 2015 gel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tenden Fassung, Stand Januar 2018). Nachdem Art. 31 Abs. 2 IVG mit Wirkung ab 1. Januar 2012 aufgehoben wurde, ist die Einkommensverbesserung vollum</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fänglich anzurechnen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dabei spielt es keine Rolle, worauf diese zurückzuführen ist. Wie die Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin bereits im Verwaltungsverfahren einräumte (Urk. 9/124), konnte sie einerseits in einem höheren Pensum als erwartet arbeiten und erhielt andererseits nach Abschluss des Lehrgangs «Wiederaufbereitung von Medizinprodukten in Kleinbetrieben und ärztlichen Praxen» (Urk. 9/135/3) den für diese Tätigkeit üb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Lohn (Urk. 9/103/5). Ihre Stelle ist daher nicht als einmaliger Glücksfall anzusehen. Massgebend ist deshalb einzig, ob die im Rahmen des langjährigen und stabilen Arbeitsverhältnisses realisierte Einkommenssteigerung den bisheri</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen Anspruch auf eine ganze Rente zu tangieren vermag, was mittels Einkom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mensvergleichs festzustellen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2016 vom 2. März 2017 E. 6.2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da das tatsächliche Einkommen schwankt, wird zu Gunsten der Beschwerdefüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rerin auf den Durchschnitt der letzten drei Jahre abgestellt. Es resultiert ein neues Invalideneinkommen von Fr. 21'452.90. Es sei angemerkt, dass es auch vertretbar wäre, allein auf das Einkommen im Jahr 2015 abzustellen, soweit für die tieferen Einkommen in den Folgejahren bisher keine gesundheitlichen Gründe erwiesen sind (vgl. dazu nachfolgend E. 3). Im Übrigen fällt bei Berücksichtigung eines effektiv erzielten Verdienstes anders als bei einem Tabellenlohn ein leidensbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dingter Abzug von vornherein ausser Betracht, belegt dieser doch gerade, dass ein entsprechendes Einkommen (zurzeit) möglich ist (vgl. zum Zweck des leidens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bedingten Abzugs etwa Urteil des Bundesgerichts 9C_805/2018 vom 21. Februar 2019 E. 2). Sodann ist das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Valideneinkommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aus dem Jahr 2004 an die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">statis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tisch ausgewiesene Einkommensentwicklung gemäss </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bundesamt für Statistik (BFS) anzupassen. Der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nominallohnindex bei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Frauen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gemäss Tabelle </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">T1.93</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1993-2018</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">betrug im</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Jahr </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2004</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">116.6</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und im Jahr </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2017</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">134.4</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Punkte. Daraus resul</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tiert ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Valideneinkommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> von Fr. 64'874.60 und damit ein Invaliditätsgrad von 67 %, der noch Anspruch auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dreiviertelsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gibt, so dass ein Revisions</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund im Sinne von Art. 17 ATSG zu bejahen ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Folgenden ist daher zu prüfen, wie es sich mit dem Invaliditätsgrad und dabei namentlich mit der zumutbaren Arbeitsfähigkeit im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids verhält. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es bleibt anzumerken, dass die Beschwerdeführerin in ihrer letzten Eingabe gel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tend machte, es sei ihr unmöglich, mehr als 20 % zu arbeiten, und mitteilte, per 1. September 2019 einen Arbeitsvertrag mit einem fixen Arbeitspensum von 20 % erhalten zu haben (Urk. 20 S. 1). Sie legte einen Arbeitsvertrag auf, der vom 29. August 2019 – also fast eineinhalb Jahre nach Erlass der angefochtenen Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung – datiert. Danach sollen Überstunden durch das vereinbarte Jahresbrut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">togehalt von Fr. 16'250.-- (bei einem Ferienanspruch von sechs Wochen) abge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">golten sein (Urk. 21/2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ezugsgrösse für den entscheidungsrelevanten Sachverhalt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ist </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nur der Zeitraum bis zum Abschluss des Verwaltungsverfahrens (</span><a href="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F131-V-242%3Ade&amp;number_of_ranks=0"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BGE 131 V 242</span> </a><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> E. 2.1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Spätere Arztberichte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und andere einschlägige Dokumente sind nicht in die Beurteilung miteinzubeziehen, soweit sie, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wie hier, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keine Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Abschlusses des Verwaltungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfahrens bestehende Situation </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erlauben (vgl. </span><a href="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-V-362%3Ade&amp;number_of_ranks=0"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BGE 121 V 362</span> </a><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> E. 1b in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">; zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 9C_949/2011 vom 30. August 2012 E. 3.2.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wie mit Beschluss vom 3. September 2019 angekündigt, ist der Rentenanspruch bei Vorliegen eines Revisionsgrundes für die Zukunft in tatsächlicher und recht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">licher Hinsicht umfassend zu prüfen. Dabei gilt es vorab zu klären, ob die Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführerin mit dem tatsächlich erzielten Einkommen ihre Arbeitsfähigkeit aus medizinischer Sicht vollständig ausschöpft, was die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort zumindest ansatzweise in Frage stellte (Urk. 8 S. 2). An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gesichts des Krankheitsbildes sowie der spärlichen, vorwiegend von einer Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">handlungsperson stammenden medizinische Akten drängt es sich auf, auch die älteren Berichte miteinzubeziehen, auf deren Grundlage die bisherige Rente zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gesprochen wurde.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Vertrauensarzt der beruflichen Vorsorgeeinrichtung, hielt zur Untersuchung vom 27. August 1999 einzig fest, die Beschwerdeführerin sei recht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">appellativ</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, nicht depressiv und etwas vorwurfsvoll gegen ihre Arbeitsumgebung (Urk. 9/6/6). Zuvor hatte ihm diese über einen neuen Vorgesetzten berichtet (Urk. 9/6/5). Wie schon früher, so Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> weiter, schildere sie ihre übrige Umgebung als völlig unproblematisch. Beim Gespräch über einen möglichen Invaliditätsgrad und dessen pekuniäre Fol</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen hinterfrage sie diese erstaunlich kritisch und aufmerksam, recht fordernd und ihre Beschwerden vermehrt betonend und auch eher ausweitend (Urk. 9/6/6</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nachdem er Auskünfte bei ihrem Psychiater sowie ihrem Vorgesetzten eingeholt hatte (Urk. 9/6/7), schlussfolgerte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> im Bericht vom 2. September 1999, die Diagnose sei «recht unklar». Die Beschwerdeführerin sei in ihren schlechten Phasen, die als Depressionsäquivalent gelten müssten, jeweils sicher auch über längere Zeit arbeitsunfähig. Habe sie diese überstanden, sei sie zwar vermehrt ermüdbar, aber doch weitgehend arbeitsfähig im gewählten 70%-Pensum. Es sei verständlich, dass dies der Arbeitgeberin nichts nütze. Wegen der deutlich ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">minderten psychischen Belastbarkeit und verstärkten Ermüdbarkeit, wie auch in der Hoffnung, dass die depressiven Phasen dadurch seltener auftreten und kürzer dauern würden, setze er den Grad der Arbeitsfähigkeit auf etwa 40 %, entspre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chend vier Halbtagen oder drei Stunden täglich, herab (Urk. 9/6/8).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die ab Dezember 2001 behandelnde Psychiaterin Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 9/21/2) berichtete am 23. Juli 2002, infolge der Medikation habe sich erst eine deutliche Besserung von Antriebsmangel und chronischer Müdigkeit angebahnt. Die Leis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsfähigkeit sei jedoch eingeschränkt geblieben. So sei die Beschwerdeführerin mit der Handelsschule und ihrer 40%-Anstellung an die Grenzen ihrer Möglich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keiten gekommen, obschon ihr Ehemann sie in der Haushaltführung und Kinder</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erziehung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entlastet habe. Leider seien ihr wegen Personalknappheit noch zusätz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Belastungen aufgebürdet worden (Urk. 9/21/3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Nachuntersuchung bei Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 3. Juni 2003 schilderte die Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführerin neu eine schwierige eheliche Situation mit Involvierung der Schwiegereltern, wies auf den bevorstehenden Abschluss der seit einem Jahr be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">suchten Handelsschule hin und erklärte zudem, von den Medikamenten die Nase voll zu haben (Urk. 9/37/2 f.). Aus objektiver Sicht notierte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> im Bericht vom 28. Juli 2003, die Beschwerdeführerin sei wenig verändert, geordnet, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">appel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lativ</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, bald munter, bald in Tränen, auch dramatisch einen Ausnahmezustand mit Todesangst, Schweissausbruch und Atemnot im Kriseninterventionszentrum schildernd (Urk. 9/37/4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Telefonaten mit Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und dem Vorgesetzten der Beschwerdeführerin (Urk. 9/37/4) kam Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zum Schluss, dass sich insgesamt «doch» eine Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlechterung ergeben habe. Die Beschwerdeführerin habe monatelang bei der Arbeit gefehlt und erst einen Tag vor der Untersuchung wieder angefangen zu arbeiten. Man habe sie aber schon einmal nach Hause schicken müssen, weil es ihr zu schlecht gegangen sei. Damit sei die Aufrechterhaltung eines 40%-Pensums illusorisch und die Geduld des Arbeitgebers offenbar erschöpft (Urk. 9/37/5). Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> diagnostizierte eine rezidivierende Depression und Erschöpfungszu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stände bei neurasthenischer Persönlichkeit mit dissoziativen Zügen und attes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tierte eine «Berufsinvalidität» von 70 bis 80 %. Allenfalls könne die Erwerbsfä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit durch berufliche Massnahmen verbessert werden (Urk. 9/37/6).</span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im April 2004 wies Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auf vermehrte depressive Phasen hin, die auch eine 20%-Anstellung verunmöglichten. Die Beschwerdeführerin erfahre eine psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chiatrisch-psychotherapeutische Behandlung mit Pharmakotherapie, stützend be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sonders in psychosozialen Belangen. Diese wolle in Zeiten geringgradiger Depres</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sion einer angepassten Tätigkeit nachgehen. Sie habe kürzlich die einjährige be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rufsbegleitende Handelsschule mit Erfolg abgeschlossen und wolle nun wissen, welche Möglichkeiten sie im Erwerbsleben noch habe (Urk. 9/36/5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die der bisherigen Berentung zugrundeliegenden Arztberichte geben somit weder einen objektiven psychopathologischen Befund wieder, noch beinhalten sie eine nachvollziehbare Diagnosestellung. Die Auswirkungen der wiederholt erwähnten psychosozialen Faktoren wurden nicht gewürdigt. Ebenso wenig setzte sich Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit der Frage auseinander, weshalb die Herabsetzung der Arbeitsfä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit und Intensivierung der Behandlung letztlich nicht zur erhofften gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Stabilisierung geführt hatten, nachdem die Beschwerdeführerin über das aus seiner Sicht Zumutbare hinaus gearbeitet und zusätzlich die Handels</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schule absolviert hatte. Hinzu kommen Hinweise auf ein bewusst verdeutlichen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Verhalten der Beschwerdeführerin. Es kann deshalb dem RAD beigepflichtet werden, der bereits im Januar 2011 festgestellt hatte, dass die zur ganzen Rente führenden Unterlagen nicht sehr ausführlich seien (Urk. 9/79/2). Die Berichte er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">füllen mindestens aus heutiger Sicht die beweisrechtlichen Anforderungen für die Zusprechung einer Rente nicht. Diese setzt nämlich insbesondere </span><span id="XX006"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6) beziehungsweise ein fachärztlich schlüssig festgestelltes medizinisches Substrat in Abgrenzung zu sozialkulturellen und psychosozialen Faktoren voraus (vgl. BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2). Gemäss BGE 143 V 418 sind zudem neu sämtliche psychischen Erkrankun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen zur Plausibilisierung der Einschränkungen einem strukturierten Beweisver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Übrigen attestierte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nur eine «Berufsinvalidität» und sah ein allfäl</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liges Eingliederungspotential. In diesem Kontext ist hervorzuheben, dass die Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführerin selbst im Juni 2002 ebenfalls deklariert hatte, dass ihre dama</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lige Arbeit viel Stress bedeute, wenn viele Leute da seien, weshalb sie nun die Handelsschule mache, um einen ruhigeren Arbeitsplatz zu haben (Urk. 9/19/2). Es ist folglich nicht ohne weiteres nachvollziehbar, weshalb in der Verfügung vom 4. August 2004 (Urk. 9/43 und 9/47) für die Festlegung des zumutbaren Ar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beitspensums in einer angepassten Tätigkeit auf die Berufsinvalidität zurückge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">griffen wurde.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.7</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.7.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die zwischenzeitlich von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> verfassten Verlaufsberichte vermögen diese Lücken in der medizinischen Grundabklärung nicht wettzumachen. Am 21. Sep</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tember 2007 diagnostizierte sie eine rezidivierende depressive Störung, die der Beschwerdeführerin keine regelmässige Erwerbstätigkeit gestatte. In schweren de</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pressiven Phasen sei diese oft tagelang kraftlos im Bett. Eine Freundin helfe ihr im Haushalt und begleite sie auf Spaziergängen (Urk. 9/64/6).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.7.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 22. Dezember 2010 berichtete sie über eine schwere depressive Episode von April bis Juli 2010, während der die Beschwerdeführerin den ganzen Tag im Bett gelegen und eine Freundin ihr im Haushalt geholfen habe. Sie beurteilte das Zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">standsbild als bis auf weiteres unverändert und erwähnte mitunter einen Suizid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versuch mit Tabletten sowie eine konfliktbeladene Ehe nach Zwangsheirat. Sie schlussfolgerte, mehr als einen Tag pro Woche könne die Beschwerdeführerin nicht arbeiten. Es fällt allerdings auf, dass Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nur «Schübe alle 1-2 J.» angab und die ambulanten Sitzungen erfolgten nur in unregelmässigen Abstän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den (Urk. 9/77). Gleichzeitig bestehen Ungereimtheiten zu den Angaben des Hausarztes, der einen Monat zuvor über zwei bis drei Schübe pro Jahr und eine letzte Episode mit Beginn Mitte September berichtet hatte (Bericht vom 10. No</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vember 2010, Urk. 9/75/1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.7.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Formular vom 19. Juli 2016 teilte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ohne weitere Angaben einen – von Fussbeschwerden abgesehen – unveränderten Gesundheitszustand mit (Urk. 9/98). Im Bericht vom 15. Juni 2017 finden sich neben einem ausführlichen psychopathologischen Befund und einer eingehenden Schilderung der ehelichen Situation indes deutliche Hinweise auf eine gesundheitliche Besserung. Während in den Vorberichten eine regelmässige Erwerbstätigkeit jeweils als unmöglich be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeichnet und auf die Unterstützung im Alltag durch eine Freundin hingewiesen wurde, machte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nun Ausführungen zu einer regelmässig ausgeübten, anspruchsvolleren Erwerbstätigkeit und sozialen Kontakten in der Freizeit. Die Beschwerdeführerin arbeite stundenweise als Operationsassistentin in einer Augenpraxis. Wenn sie einen Tag gearbeitete habe, sei sie am Folgetag völlig aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gelaugt und müsse den ganzen Tag schlafen. Ihr Arbeitspensum betrage ca. 30 %. Sie gebe sich alle Mühe, regelmässig zur Arbeit zu gehen, um die Stelle nicht zu verlieren. Ihr liege viel daran, unter die Leute zu kommen und etwas Geld zu verdienen. Selten treffe sie eine gute Nachbarin oder eine türkische Freundin zum Kaffee. Häufig schlage sie Einladungen aus (Urk. 9/111/3 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.7.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Stellungnahme vom 16. Februar 2018 zum Vorbescheid erläuterte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> schliesslich, die Beschwerdeführerin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe zunehmend anspruchsvol</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lere Tätigkeiten übernehmen können und auch infolge einer beruflichen Weiter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entwicklung habe sich ihr Stundenlohn verbessert. Im Hinblick auf den Stellen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erhalt habe sie in den letzten Monaten mehr als 20 % gearbeitet, wenn z.B. eine Kollegin erkrankt sei. Nichtsdestotrotz schlussfolgerte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, das Leistungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vermögen der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin sei konstant niedrig geblieben. Dazu skizzierte sie für den Zeitraum der neuen Erwerbstätigkeit tendenziell eine gesundheitliche Verschlechterung: Die Beschwerdeführerin leide unter Ängsten, Existenzängsten, Panikattacken, Müdigkeit und starker Erschöpfbarkeit. Sie sei mehr oder weniger konstant mittelschwer depressiv mit intermittierend schweren depressiven Episo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den und habe eine Therapieresistenz auf verschiedene antidepressive Psychophar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">maka gezeigt, die sie mit guter Compliance eingenommen habe. Der neu diag</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nostizierte Gebärmutterhalskrebs habe schwere Ängste ausgelöst und die Depres</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sion verstärkt. Auch sei die Beschwerdeführerin wegen einer Dornwarze am rech</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Fuss schon mehrfach operiert worden. Die chronischen Schmerzen beim Ste</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hen seien zermürbend. Wenn die Beschwerdeführerin einen Tag gearbeitet habe, müsse sie am Folgetag schlafen. Durch das höhere Pensum sei sie zunehmend in einen Erschöpfungszustand geraten. Trotz des chronifizierten Verlaufs sei aber zu hoffen, dass noch eine Verbesserung des Gesundheitszustandes eintrete und die Rente später angepasst werden könne. Psychosoziale Faktoren hätten – mit Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme der nun notwendig gewordenen Trennung vom Ehemann – keinen Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fluss auf die Depression (Urk. 9/135/5-7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.7.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diese Beurteilung bestätigte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in drei weiteren Stellungnahmen wäh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rend des laufenden Gerichtsverfahrens. Derjenigen vom 9. Mai 2018 ist zusätzlich zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin wegen der Fehlhaltung des rechten Beines infolge der Dornwarze neu an Kreuzschmerzen leide. Die Depression habe zudem zu schweren ehelichen Zerwürfnissen geführt. Die Beschwerdeführerin habe zunehmend Angst vor ihrem Ehemann gehabt und sei nun ausgezogen, ohne etwas mitzunehmen. Es sei zu hoffen, dass sich ihr Zustand – besonders nach erfolgter Scheidung – noch bessere (Urk. 3/5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Stellungnahme vom 4. Juli 2018 präzisierte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass die Krebs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">diagnose vor neun Jahren gestellt und die Beschwerdeführerin mehrfach operiert worden sei. Die regelmässigen gynäkologischen Kontrollen seien von schweren Ängsten vor einem Rezidiv begleitet. Die Kürzung der Rente habe ausserdem eine grosse Verzweiflung gebracht. Es sei durchaus möglich, dass die Beschwerdefüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rerin ihre Restarbeitsfähigkeit verliere, werde sie weiter so unter Druck gesetzt. Es werde deswegen auch ein neuer antidepressiver Therapieversuch mit Fluoxetin gemacht (Urk. 12).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht vom 20. September 2019 legte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> schliesslich ergänzend dar, dass die Beschwerdeführerin die von ihren Eltern arrangierte Ehe nie gewollt habe. Der Ehemann sei grob und gewalttätig gewesen, habe sie wegen der De</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pression übel beschimpft und ihr wenig Haushaltsgeld gegeben. Er habe sie nie geliebt und wie Eigentum behandelt. Die Beschwerdeführerin habe sich noch nicht getraut, die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Scheidung zu beantragen. Aus psychiatrischer Sicht diagnosti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zierte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine mittelschwere bis schwere Depression und Angst mit Pa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nikattacken mit zunehmender Häufigkeit und einen idiopathischen Tremor der rechten Hand. Dazu erläuterte sie, die Herabsetzung der Rente habe die schweren Existenzängste verkompliziert und es träten nun vermehrt Panikattacken auf. Die Beschwerdeführerin sei deshalb während der Ferien bei ihrer Mutter in der Türkei zweimal in die Klinik eingewiesen worden. Ferner seien die 4. und 5. Zehe am rechten Fuss anästhesiert worden, doch die heftigen Knochenschmerzen im Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reich der herausgeschnittenen Dornwarze seien geblieben. Der Verlauf der De</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pression habe sich mit den somatischen Leiden verschlechtert und weder psycho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">therapeutisch noch medikamentös beeinflusst werden könne (Urk. 21/1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.8</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.8.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Trotz detaillierter Berichte vermag die aktuelle medizinische Einschätzung von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> unter mehreren Gesichtspunkten nicht zu überzeugen. Diese bestätigt vielmehr die Erfahrungstatsache, dass behandelnde Arztpersonen mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.8.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zunächst ist hervorzuheben, dass die Beschwerdeführerin angesichts der darge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tanen Einkünfte (vgl. E. 2.3) und ihres Bruttostundenlohnes von Fr 38.-- (vgl. Urk. 9/103/5) über mehrere Jahre und nicht nur kurzfristig in der Lage war, mehr als 20 % zu arbeiten (vgl. auch die Lohnausweise 2015-2017, wo ein Pensum von 30 % angegeben wurde, Urk. 9/110/2-3, Urk. 6/4). Die Stundenrapporte aus dem Jahr 2016 zeigen zudem, dass sie wiederholt zwei ganze Tage pro Woche und auch an zwei aufeinanderfolgenden Tagen arbeitete (vgl. Urk. 9/135/15 ff.). Darüber hinaus gelang es ihr, neben der beruflichen Tätigkeit im Jahr 2014 den Lehrgang «Wiederaufbereitung von Medizinprodukten in Kleinbetrieben und ärztlichen Praxen» (Gesamtaufwand ca. 63 Stunden) sowie im Jahr 2016 ein ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tägiges Seminar in Berlin zu absolvieren (Urk. 9/135/3 f.). Erfreulicherweise fin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den sich in den Akten nichtsdestotrotz keine Anhaltspunkte für sich häufende bzw. auffällige krankheitsbedingte Absenzen am neuen Arbeitsplatz (Urk. 9/103/6; ferner auch Urk. 9/70/2 oben). Aus der Stellenbeschreibung durch die Arbeitgeberin ist zudem zu schliessen, dass die aktuell ausgeübte Tätigkeit gewisse Anforderungen sowohl an die sozialen Kompetenzen als auch das kog</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nitive Leistungsvermögen der Beschwerdeführerin stellen (Urk. 9/103/9). Auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund dieser tatsächlichen Gegebenheiten bestehen nicht unerhebliche Zweifel an der von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> geschilderten kontinuierlichen mittelschweren depressiven Symptomatik mit Angst und Panikattacken sowie Tremor.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.8.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es verwundert zudem, dass Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> trotz des angegebenen schweren Krank</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitsverlaufs und der behaupteten Therapieresistenz nie eine stationäre Behand</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zur diagnostischen Abklärung, Evaluation der psychopharmakologischen und verhaltenstherapeutischen Möglichkeiten sowie zur Kontrolle der Com</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pliance in Betracht gezogen hat. Dies muss umso mehr gelten, als sich der Krank</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitsverlauf zu Beginn der Behandlung durch die Medikation durchaus positiv beeinflussen liess (vgl. E. 3.2), sich die Beschwerdeführerin schon früh skeptisch zur Medikamenteneinnahme äusserte (vgl. E. 3.4) und Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> weitere Problemfelder (Persönlichkeit, dissoziative Züge) angesprochen hatte (vgl. E. 3.4). Nicht ohne weiteres nachvollziehbar ist zudem die Feststellung von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass psychosoziale Faktoren keinen Einfluss hätten, nachdem sie selbst eine ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sundheitliche Besserung nach der Scheidung nicht ausschloss und vermehrte Pa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nikattacken im Zusammenhang mit der Rentenkürzung konstatierte. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.8.4</span><span> </span><span id="_GoBack"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ähnliches gilt schliesslich für ihre Schlussfolgerungen im Zusammenhang mit den somatischen Leiden, wobei offenbleiben muss, inwiefern ihr der objektive Befund bekannt ist. Bei der Beschwerdeführerin wurden im Jahr 2009 drei kleine Eingriffe zur Entfernung einer zervikalen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">intraepithelialen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Neoplasie (CIN) durch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geführt, einer Vorstufe eines invasiven Zervixkarzinoms. Am 27. November 2009 erfolgte eine Re-Re-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Konisation</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> «im Gesunden» (Urk. 3/2a-e, insbesondere 3/2e). Seither sind beinahe zehn Jahre vergangen, während denen keine belastenden Befunde oder Eingriffe aktenkundig sind. Gemäss Schreiben der behandelnden Gynäkologin vom 16. Mai 2018 erfolgen noch halbjährlich Kontrolluntersuchun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen und Krebsabstriche (Urk. 6/3), d.h. die Kontrollen wurden im Verlauf gelockert (vgl. Urk. 3/2e S. 2). Ein zweites Schreiben verfasste die Gynäkologin am 4. Juli 2018 ausdrücklich als Reaktion auf die Rentenkürzung, wobei die darin getätigten Schlussfolgerungen zum psychischen Zustand und der Arbeitsfähigkeit – trotz einer Weiterbildung in psychosomatischer und psychosozialer Medizin – ausserhalb ihres Fachgebietes liegen (Urk. 15/2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im MRI des rechten Fusses vom 16. Mai 2018 zeigten sich gegenüber dem Jahr 2015 stationäre narbige Veränderungen am Ort der Exzisionen. Die winzigen Weichteilformationen im 2. und 3. Interdigitalraum seien «bei entsprechender Klinik» mit kleinen Morton Neurinomen vereinbar, retrospektiv allerdings auch schon in der Voruntersuchung ersichtlich gewesen. Progredient sei die Grossze</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hengrundgelenksarthrose bei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hallux</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> valgus (Urk. 6/2). Damit wurden die Morton Neurinome vorab aufgrund der geklagten Schmerzen interpretiert und gemäss Angaben der behandelnden Psychiaterin zwischenzeitlich auch behandelt (vgl. E. 3.7.5). Selbstredend nicht abgestellt werden kann in diesem Zusammenhang auf die Arbeitsfähigkeitseinschätzung von Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Fachärztin Dermatolo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gie und Venerologie, vom 14. Mai 2018, die diese vor der bildgebenden Abklä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung und allein gestützt auf die Anamnese und ohne ein objektives Korrelat ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegeben hatte. Die Beschwerdeführerin steht übrigens schon seit Juni 2013 wegen der Fussbeschwerden bei dieser in Behandlung (Urk. 6/1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.9</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen der somatischen Leiden sind somit seit vielen Jahren keine respektive nur geringfügige objektive Befunde feststellbar. Diese haben die Beschwerdefüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rerin zudem nicht daran gehindert, zeitgleich die vorstehend skizzierte berufliche Tätigkeit zu entwickeln. Das von der behandelnden Psychiaterin geschilderte Ausmass der Beschwerden und ihre Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erscheinen vor diesem Hintergrund nicht als nachvollziehbar, weshalb zur Festlegung der im Verfügungszeitpunkt massgebenden Arbeitsfähigkeit weitere medizinische Ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klärungen erforderlich sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Revisionsverfahren kann auch das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Valideneinkommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> frei überprüft werden, wenn die Aktenlage oder die Parteivorbringen dazu Anlass geben, obgleich sich die revisionserhebliche Änderung unter Umständen auf ein anderes Element der Anspruchsberechtigung wie die Arbeitsfähigkeit oder das Invalideneinkommen bezieht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urteil des Bundesgerichts </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8C_864/2011</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. Februar 2012 E. 5.1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liegend bildet dieses den Hauptstreitpunkt der Parteien, weshalb sich einige Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">merkungen hierzu aufdrängen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin setzte das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Valideneinkommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> infolge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zeitablaufs an</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hand der vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) für das Jahr 2014, Tabelle TA1_tirage_skill_level, Ziff. 5-39, Zentralwert für Frauen im Kompetenzniveau 2 auf Fr. 60'932.41 fest (Urk. 2 S. 4). Damit sei die berufliche Weiterbildung berücksichtigt (Urk. 8 S. 2). Die Beschwerdeführerin hielt indes dafür, aus ihrem beruflichen Aufstieg von einem Restaurations- in einen Ärztebetrieb mit teils anspruchsvollerem Stellen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">profil (z.B. vorbereiten und assistieren bei Operationen sowie selbständige kauf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">männische Arbeiten) seien Rückschlüsse auf ihre hypothetische berufliche Ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wicklung als Gesunde zu ziehen. Sie führte aus, die Beschwerdegegnerin über</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sehe, dass sie aufgrund und damit trotz ihrer Erkrankung ein Handelsdiplom er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">langt habe und nun in diesem Bereich tätig sei. Aufgrund des stabilen Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verhältnisses sei neu von einem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Valideneinkommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> von Fr. 82'992.-- (= 42 h x Fr. 38.-- [x 52 Wochen]) auszugehen (Urk. 1 S. 8-11).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span id="XX171"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da die Invaliditätsbemessung der voraussichtlich bleibenden oder längere Zeit dauernden Erwerbsunfähigkeit zu entsprechen hat (vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG), ist </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bei der Bestimmung des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Valideneinkommens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">auch die berufliche Weiterentwick</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lung zu berücksichtigen, die eine versicherte Person normalerweise vollzogen hätte; dazu ist allerdings erforderlich, dass konkrete Anhaltspunkte dafür beste</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hen, dass ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ein beruflicher Aufstieg und ein entsprechend höheres Einkommen tatsächlich realisiert worden wären. Blosse Ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sichtserklärungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">genügen nicht. Vielmehr muss die Absicht, beruflich weiterzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kommen, bereits durch konkrete Schritte wie Kursbesuche, Aufnahme eines Stu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">di</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ums etc. kundgetan worden sein.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Revisionsverfahren besteht insoweit ein Unterschied zur ursprünglichen Ren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tenfestsetzung, als der in der Zwischenzeit tatsächlich durchlaufene beruflich-erwerbliche Werdegang als invalide Person bekannt ist. Eine trotz Invalidität er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">langte besondere berufliche Qualifizierung erlaubt zwar allenfalls Rückschlüsse auf die mutmassliche Entwicklung, zu der es ohne Eintritt des (unfallbedingten) Gesundheitsschadens bis zum Re</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">visionszeitpunkt gekommen wäre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Allerdings darf aus einer erfolgreichen Invalidenkarriere in einem neuen Tätigkeitsbereich nicht ohne Weiteres abgeleitet werden, die versicherte Person hätte ohne Invali</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dität eine vergleichbare Position auch im angestammten Tätigkeitsgebiet erreicht (Urteil </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgerichts 8C_253/2018 vom 19. Februar 2019 E. 5.2.1 unter an</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">derem mit Hinweis auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8C_503/2015 vom 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Oktober 2015 E. 3.1.2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Vorhandene berufliche Entwicklungs- oder Aufstiegsmöglichkeiten sind nur zu berücksichti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen, wenn sie mit hoher Wahrscheinlichkeit eingetreten wären (Urteil des Bun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichts 8C_879/2017 vom 5. Februar 2018 E. 4.3.2.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Blick auf die Argumentation der Beschwerdeführerin ist vorab darauf hinzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weisen, dass im Stundenlohn eine Ferienentschädigung von 5,33 % entsprechend vier Wochen Ferien pro Jahr enthalten ist (Urk. 9/103/5). Würde somit der zuletzt erzielte Bruttostundenlohn von Fr. 38.-- auf ein Vollzeitpensum hochgerechnet, ergäbe sich ein Jahreseinkommen von Fr. 76'608.--.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Wie das Bundesgericht allerdings in seinem Urteil 8C_629/2011 vom 16. Januar 2012 E. 5.2 und 5.3 darlegte, genügt es für den Nachweis einer beruflichen Wei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">terentwicklung auch im Gesundheitsfall nicht, wenn sich eine versicherte Person erst nach und aufgrund eines Unfalles zur Ausbildung entschliesst. Aufgrund der Angaben der Beschwerdeführerin (etwa Urk. 9/19/2 und 9/29/1; Urk. 1 S. 9) ist davon auszugehen, dass sie die Handelsschule erst nach Eintritt und nur infolge ihrer Invalidität absolvierte. Davor arbeitetet sie mehr als zehn Jahre als Teilzeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">angestellte im Restaurant (vgl. Sachverhalt E. 1.1.). Allein der Umstand, dass sie (während des Bezugs von Leistungen wegen Berufsinvalidität) die Handelsschule aus eigener Initiative absolvierte und selbst finanzierte, lässt nicht mit genügen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der Wahrscheinlichkeit darauf schliessen, dass sie diese auch als Gesunde abge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schlossen hätte und heute im gleichen Tätigkeitsfeld arbeiten würde.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Es stellt sich deshalb lediglich die Frage, ob die beiden Weiterbildungen im Jahr 2014 und 2016 mit genügender Wahrscheinlichkeit darauf schliessen lassen, dass die Beschwerdeführerin sich als Angestellte im Restaurantbetrieb weitergebildet und dadurch eine relevante Lohnerhöhung erfahren hätte. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das im Jahr 2004 postulierte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Valideneinkommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> von Fr. 56'282.57 für ein Voll</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zeitpensum, basierend auf dem zuletzt tatsächlich erzielten Lohn (Urk. 9/35/2), lag etwa in der Mitte zwischen den Tabellenlöhnen entsprechend dem Zentralwert für Frauen im Anforderungsniveau 4 (Fr. 3'893.--) und 3 (Fr. 4’870.--) gemäss LSE 2004, Tabelle TA1. Insofern erscheint es aufgrund des soeben Ausgeführten naheliegend, auf das höhere der beiden Kompetenzniveaus abzustellen. Die Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdegegnerin wird allerdings noch darzulegen haben, dass keine konkreteren Angaben der früheren Arbeitgeberin erhältlich sind und weshalb kein Tabellen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lohn aus dem Gastronomiebereich heranzuziehen ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Sache ist </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">folglich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zur Durchführung der notwendigen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">medizinischen (insbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sondere psychiatrischen Begutachtung) sowie allenfalls weiterer beruflicher und erwerblicher Abklärungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">an die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zurückzuweisen (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">§ </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">26 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">; vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">0. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">September 2003 E. 5.2). In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen und die angefochtene Verfügung aufzuheben.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach ständiger Rechtsprechung dauert der mit der revisionsweise verfügten Her</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">absetzung einer Rente verbundene Entzug der aufschiebenden Wirkung der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerde (Art. 66 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 97 des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgesetz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">es</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> über die Alters- und Hinterlassenenversicherung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, AHVG) bei Rückweisung der Sache an die IV-Stelle zu weiteren Abklärungen auch noch für den Zeitraum dieses Abklärungsverfahrens bis zum Erlass der neuen Verfügung an. Vorbehalten bleibt der Fall, dass die IV-Stelle die angefochtene Verfügung ohne hinreichende Ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">klärung der Revisionsvoraussetzungen nur deshalb erliess, um rechtsmissbräuch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich einen möglichst frühen Revisionszeitpunkt zu provozieren. Diesfalls wäre der entzogene Suspensiveffekt der Beschwerde für den Zeitraum wieder herzustellen, den ein korrekt durchgeführtes Verfügungsverfahren in Anspruch genommen hätte (Urteil des Bundesgerichts 9C_567/2017 vom 21. November 2017 E. 2.2.1 insbesondere mit Hinweis auf BGE 129 V 370). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nachdem e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in erwerblicher Revisionsgrund ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wiesen ist und die finanzielle Si</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tuation der Beschwerdeführerin erheblich a</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Wiedereinbringlichkeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mal </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erbrachten Leistungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zweifeln lässt (Urk. 20 S. 2), ist ihr Gesuch um</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Wie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">derherstellung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aufschiebenden Wirkung der Beschwerde </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">abzuweisen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aufwand </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. 800.-- festzusetzen. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Kosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Art. 61 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">spruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Unter Berücksichtigung der vorstehenden Grundsätze </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und einem gerichtsüblichen Stundenansatz von Fr. 220.-- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ist die Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdegegnerin zu verpflichten, der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anwaltlich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vertretenen Beschwerdeführe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rin eine Prozessentschädigung von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. 3’100</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Bar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">auslagen) zu bezahlen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht beschliesst:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Das Gesuch </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">de</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">r</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug"> Beschwerdeführer</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">in </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">vom 1</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">1. Mai 20</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">18 um Wiederherstellung der auf</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">schiebenden Wirkung der Beschwerde gegen die Verfügung vom </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">19. April 2018</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">und erkennt sodann:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">dass</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> die angefochtene Verfügung vom </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">19. April 2018</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese nach Durchführung </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Abklärun</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">gen im Sinne der Erwägungen neu verfüge.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. 800</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">gestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text4"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span id="Text3"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3’100</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">MWSt</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">) zu bezahlen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Fiona Carol Forrer</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>FehrBonetti</p><p><br/></p><p></p></div> </div></body></html>