<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span id="_GoBack"></span><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2017.01383</span></p><p><span id="AHV_NR"></span><span> </span></p><p><span id="G_NR_VI"></span><span> </span></p><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Philipp<br/>Ersatzrichterin Bänninger Schäppi<br/>Gerichtsschreiberin Meier</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 31. Januar 2019</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Milosav Milovanovic</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beratungsstelle für Ausländer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Selnaustrasse</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> 15, 8001 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die 1962 geborene X.___ verfügt über eine in Serbien absolvierte Ausbildung zur Verkäuferin (Urk. 11/1). Am 1. August 1987 reiste sie in die Schweiz ein und war hier von 1987 bis 2001 als Wäschereimitarbeiterin (Urk. 11/5) und ab 2001 als Verkäuferin (Urk. 11/4) tätig. Am 22. Mai 2001 meldete sie sich unter Hinweis auf psychische Leiden bei der Sozialversi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 11/2). Diese tätigte in der Folge medizinische (Urk. 11/3) und erwerbliche (Urk. 11/4 und 11/5) Abklärungen. Mit Verfügung vom 13. März 2002 sprach sie der Versicher</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten mit Wirkung ab 1. Juni 2001 bei einem Invaliditätsgrad von 55 % eine halbe Rente der Invalidenversicherung zu (Urk. 11/10). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Mitteilung vom 11. Januar 2005 (Urk. 11/22), 25. Juli 2007 (Urk. 11/33), </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">14. Juli 2009 (Urk. 11/38) und 27. Januar 2011 (Urk. 11/47) bestätigte die IV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stelle</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> jeweils einen unveränderten Anspruch auf eine halbe Rente der Invalidenver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherung. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Frühjahr 2016 wurde wiederum ein Revisionsverfahren eingeleitet (Revisions</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fragebogen eingegangen am 10. März 2016, Urk. 11/60). In der Folge tätigte die IV-Stelle erneut medizinische Abklärungen und liess insbesondere ein polydis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziplinäres Gutachten (Gutachten vom 27. April 2017, Urk. 11/88) erstellen. Nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">durchgeführtem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorbescheidverfahren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Vorbescheid vom 21. Juni</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2017, Urk. 11</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/90; Einwand vom 12. Juli 2017, Urk. 11/97 mit Ergänzungen vom 1. September 2017, Urk. 11/102 und 16. September 2017, Urk. 105) und nachdem berufliche Massnahmen eingestellt worden waren (Mitteilung vom 12. Juli 2017, Urk. 11/94), hob die IV-Stelle die Rente der Versicherten mit Verfügung vom 22. November 2017 (Urk. 2 [=Urk. 11/109]) auf. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hiergegen erhob die Versicherte am 22. Dezember 2017 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte die Aufhebung der Verfügung und Weiterausrichtung der bisherigen halben Rente. Eventualiter sei der Fall – unter Feststellung, dass ihr weiterhin eine halbe Rente zustehe – an die Beschwerdegegnerin zwecks weiterer Abklä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">füh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rerin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung. Mit Beschwerdeantwort vom 30. Januar 2018 (Urk. 10) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 31. Januar 2018 (Urk. 12) mitgeteilt wurde.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgesetz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">es</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> über den Allge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">[</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">]</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Sie kann Folge von Geburts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgesetz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">es</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">über die Invalidenversicherung [</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">IVG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">]</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">träch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX006"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">artis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hängig von der Diagnose und grundsätzlich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">end objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">sourcen, E. 4.3.2)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">gleichmässige Einschränkung des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Aktivitätenniveaus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> in allen vergleich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">druck (E. 4.4.2)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="XX100"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">abgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich geblie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">117 V 198 E. 3b, je mit Hin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">acht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung und Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span id="VV042"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">um es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">halten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Ausein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">andersetzung mit den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorakten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fredenhagen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin begründete die Aufhebung der bisherigen halben Rente in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) damit, gemäss gutachterlicher Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schätzung habe sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verbessert und ihre bisherige Tätigkeit sei ihr nunmehr zu 100 % zumutbar. Da die Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit nicht mehr eingeschränkt sei, sei die Rentenleistung für die Zukunft aufzuheben. Vor der Rentenaufhebung sei die Beschwerdeführerin von einer Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gliederungsfachperson kontaktiert worden. Um die gesundheitliche Verbesserung aufrecht zu erhalten, werde der Beschwerdeführerin weitere ärztliche Behandlung empfohlen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Demgegenüber brachte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen (Urk. 1) vor, auf das anlässlich des Revisionsverfahrens erstellte Gutachten könne nicht abgestellt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">werden. Dieses sei versicherungsfreundlich erstellt worden und die Gutachter hätten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> unsachgemäss die Arbeitsfähigkeit der vergangenen zehn Jahre rück</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wirkend beurteilt. Das Gutachten nehme lediglich eine andere Einschätzung des gleichgebliebenen Sachverhalts vor. Dass weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gewiesen sei, bestätige auch der Bericht der Klinik Y.___, in welcher sie im Sommer 2017 hospitalisiert gewesen sei. Ihr Arbeitspensum von 50 % könne sie nur mit Mühe aufrechterhalten. Da sie über 55 Jahre alt sei und während mehr als 15 Jahren eine Rente bezogen habe, müssten vor der Rentenaufhebung Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gliederungsmassnahmen erfolgen, was jedoch nicht geschehen sei. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ob eine revisionsrechtlich relevante Änderung eingetreten ist, ergibt sich aus dem Vergleich des Sachverhalts wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Renten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sprache</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> am 13. März 2002 (Urk. 11/10) bestand, da in diesem Rahmen letztmals eine vollständige Überprüfung des Rentenanspruchs erfolgte (vgl. Urteil des Bun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichts 8C_441/2012 vom 25. Juli 2013) mit demjenigen, welcher der hier angefochtenen Verfügung (Urk. 2) zugrunde liegt. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Verfügung vom 13. März 2002 (Urk. 11/10) beruhte auf dem Arztbericht von Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 1. Novem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2001 (Urk. 11/3). Dr. Z.___ diagnostizierte eine depressive Störung auf der Grundlage einer asthenischen Persönlichkeit bei einer sozial isolierten Immigrantin in einer schwierigen Lebenssituation. Die aus Serbien stammende Beschwerdeführerin habe mit 18 Jahren ihren ersten Mann kennengelernt und sei sofort von ihm schwanger geworden. Da ihr Mann viel getrunken habe und grob zu ihr gewesen sei, habe sie ihn verlassen. Den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gemeinsamen Sohn habe sie in die Obhut ihrer eigenen Eltern gegeben. Mit ihrem zweiten Mann sei sie sodann in die Schweiz emigriert und habe hier 1990 ebenfalls einen Sohn geboren. Dieser sei die ersten 10 Lebensjahre bei ihren Schwiegereltern in Serbien aufgewachsen. Die Ehe sei von Beginn an schwierig gewesen. Ihr Ehemann habe sie von Beginn an grob, häufig gar sadistisch behandelt. Im Jahr 2000 habe sie ihn deshalb ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lassen. Aus Angst vor ihm und aufgrund der Furcht, dass er sich rächen könnte, habe sie sich seither versteckt. Aufgrund der Schwierigkeiten in beiden Ehen sei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die Beschwerdeführerin psychisch dekompensiert. Sie sei depressiv, ängstlich, könne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht schlafen und fühle sich überall bedroht, weshalb sie sich in Behand</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lung begeben habe. Die Beschwerdeführerin mache einen müden, depressiven und ängstlichen Eindruck. Sie lebe in der Schweiz alleine und mache sich Vorwürfe, dass sie ihre beiden Kinder in Jugoslawien (Anm.: Serbien) gelassen habe. Im Ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">spräch zeige sie sich bewusstseinsklar und allseits orientiert, depressiv, ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">spannt und ängstlich, wirke erschöpft und verzweifelt und sage, sie wolle am liebsten sterben, ohne jedoch Suizidgedanken zu äussern. Sie komme nun regel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mässig zu psychotherapeutischen Gesprächen in seine Behandlung und nehme Antidepressiva sowie Anxiolytika ein. Ihr Zustand sei wechselhaft, sie bleibe jedoch stets misstrauisch und ängstlich, habe starke Zukunftsängste und fühle sich unsicher. Im Gespräch seien starke Konzentrationsschwierigkeiten und eine vorzeitige Ermüdung auszumachen. Sie sei erschöpft, lustlos, apathisch und kör</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">perlich sehr schwach. Hinzu kämen ein beklemmendes Gefühl in der Brust und Kopfschmerzen. Die 50%ige Arbeitstätigkeit erschöpfe sie zusehends. Dr. Z.___ erachtete die Beschwerdeführerin ab dem 1. Januar 2001 zu 50 % arbeitsfähig. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Verfügung vom 22. November 2017 (Urk. 2) beruht hinsichtlich der medizini</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen Belange auf dem Gutachten des Gutachtenzentrums A.___ vom 27. April 2017 (Urk. 11/88). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">med. B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Spezialarzt für Orthopädie, diagnostizierte bei der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führerin ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Thorakovertebralsyndrom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> bei diskreter rechtskonvexer Sko</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liose sowie eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Präadipositas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und mass diesen Diagnosen keine Auswirkung auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die Arbeitsfähigkeit zu. Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> notierte, bei der Beschwerdeführerin würd</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">en sich seit rund fünfzehn Jahren Schmerzen in der Brustwirbelsäule manifestieren. Die Beschwerdeführerin beklage deswegen eine schmerzbedingte Beeinträchti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gung des Schlafes und eine Limitierung von Sitzen und Laufen auf jeweils zwei bis drei Stunden. Eine Behandlung der Beschwerden finde nicht statt. In der Untersuchung stellte er eine vermehrte Kyphose der Brustwirbelsäule fest. Auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grund des nur gering pathologischen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Untersuchungsbefunds und einem normalen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Radiologiebefund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> hielt er die subjektive Einschränkung der körperlichen Leis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit für nicht nachvollziehbar. In orthopädischer Hinsicht erachtete er die Beschwerdeführerin daher für 100 % arbeitsfähig (Urk. 11/88/6-8)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. C.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eine chronisch depressive Verstimmung (Dysthymie) sowie akzentuierte, ängstlich-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vermeidende und abhängige Persönlichkeitszüge und mass diesen Diagnosen ebenfalls keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu. Zudem hielt er fest, dass etwa im Zeitraum von 2000 bis 2007 Angst und depressive Störung gemischt bestanden hätten und dies Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin gezeitigt habe (Urk. 11/88/23).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin habe zu ihren Leiden ausgeführt, dass sie während ihrer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ehe von 1987 bis 2002 in Angst vor ihrem Ehemann gelebt habe. Es hätten massive</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Partnerprobleme bestanden und der Ehemann habe gedroht, sie umzubringen. Sie erlebe aufgrund dessen immer noch Angstzustände mit bildhaften Erinnerungen an diese Ereignisse. Sie habe kein Selbstvertrauen, ihre Stimmung schwanke und sie empfinde keine Lust und keine Freude (ausser wenn sie nach Serbien reise und ihre Enkel besuche). Sie sei oft unruhig, rasch überfordert und reagiere darauf mit Verwirrung und Angstzuständen. Sie sei oft weinerlich, verspüre weder Moti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vation noch Interesse. Zukunfts- und Existenzängste würden sie beschäftigen. Suizid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gedanken habe sie keine mehr. Sie habe Ein- und Durchschlafstörungen. Sie habe sehr darunter gelitten, dass sie ihren Sohn nach der Trennung von ihrem Exmann nicht habe sehen dürfen. Seit dem Tod des Exmanns im Jahr 2007 habe sie wieder Kontakt zu ihrem Sohn, dieser sei jedoch nicht intensiv. Bis zum Tod ihres Exmannes habe sie intensiv unter Ängsten gelitten. Mit dessen Tod hätten sich die Ängste gebessert und sie fühle sich befreit. Ängste habe sie jedoch nach wie vor, insbesondere aufgrund ihrer sozialen Situation mit mangelnder Integra</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tion und fehlenden Sprachkenntnissen. Bei der Arbeit empfinde sie ausserdem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Schmerzen im Brustwirbelsäulenbereich. Die Beschwerdeführerin befinde sich nach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> eigenen Angaben alle zwei bis drei Wochen, nach Angabe von Dr. Z.___ alle sechs bis acht Wochen in psychotherapeutischer Behandlung (Urk. 11/88/16-17).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. C.___ hielt fest, die Beschwerdeführerin habe zwei Söhne (geboren 1982 und 1990). Der ältere Sohn lebe in Serbien, der jüngere in der Schweiz. Eine intensive Beziehung zu ihren Kindern bestehe nicht. Seit einigen Jahren befinde sie sich in einer Partnerschaft mit einem um einige Jahre älteren Mann. Mit ihm bestünden keine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Partnerschaftsprobleme, sie würden jedoch nicht zusammen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wohnen. Zudem unterhalte sie soziale Kontakte zu Bekannten, Verwandten und Kolleginnen. Zu ihrem Tagesablauf befragt, schilderte die Beschwerdeführerin, sie stehe morgens zwischen 07.30 und 08.30 Uhr auf. Danach frühstücke sie, tele</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">foniere mit Verwandten oder würde fernsehen. Manchmal gehe sie einkaufen, verrichte den Haushalt und esse zu Mittag. Von 13.30 bis 18.00 Uhr arbeite sie. Am Abend dusche sie, esse, schaue fern und gehe gegen 24.00 Uhr ins Bett (Urk. 11/88/19). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. C.___ führte aus, die Beschwerdeführerin sei zum Untersuchungszeitpunkt bewusstseinsklar und voll orientiert. Ihre Stimmung sei ausgeglichen bis leicht bedrückt, im Affekt teilweise vermindert und etwas affektlabil, im Gespräch über den Exmann zudem weinerlich. Psychomotorik und Antrieb seien unauffällig. Auffassung und Aufmerksamkeit seien intakt, die Konzentrationsfähigkeit lasse jedoch im Laufe der Untersuchung leicht nach. Hinweise für Gedächtnisstörungen bestünden nicht. Das Denken sei umständlich und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">negativistisch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> auf die durch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">machten Probleme und die Zukunftsängste eigeschränkt. Hinweise für Müdig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit und Erschöpfung bestünden nicht. Die Beschwerdeführerin wirke selbstun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sicher, vermindert leistungsfähig und rasch überfordert (Urk. 11/88/22, 25-26). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin habe in Zusammenhang mit der Beziehung zu ihrem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Exmann über Ängste berichtet, welche bis zu dessen Tod angehalten hätten. Angst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und Depression seien damals in leichter bis mittlerer Ausprägung vorhan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wesen, weshalb bis 2007 die Diagnose einer Angst und depressiven Stö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung (nach anfänglicher Anpassungsstörung) zu stellen sei. Nach dem Tod des Exmannes 2007 lasse sich eine Besserung der Angst und depressiven Störung erheben und es bestünden seither überwiegend psychosoziale Belastungsfaktoren. Die depres</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">siven Stimmungsschwankungen seien einer Dysthymie zuzuordnen; die Kriterien einer leichten oder mittelgradigen depressiven Störung seien nicht erfüllt. Ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sprechend würden sich die Stimmungsschwankungen jeweils am Wochenende und in den Ferien auch bessern. Die Beschwerdeführerin sei einfach strukturiert </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und zeige ängstlich-vermeidende Persönlichkeitszüge. Dennoch sei sie in der Lage</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, seit mehreren Jahren einer Berufstätigkeit nachzugehen und soziale Kon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">takte zu </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pflegen (Urk. 11/88/24-26). Ihr Aktivitätsniveau sei nicht wesentlich einge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sc</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hränkt. So sei sie weiterhin in der Lage, den Haushalt zu führen, einzukaufen, zu kochen und soziale Kontakte zu pflegen. Ausserdem gehe sie spazieren und schaue fern. Vor Eintritt der Gesundheitsstörung berichte sie nicht über wesent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich andere Aktivitäten (Urk. 11/88/28). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. C.___ schloss, aufgrund der Dysthymie seien leicht ausgeprägte Funk</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tionsdefizite in Bezug auf emotionale Belastbarkeit, geistige Flexibilität, Antrieb, Interessen, Motivation, Kontaktfähigkeit, und Dauerbelastbarkeit vorhanden. Die Beschwerdeführerin verfüge zu deren Überwindung jedoch über Ressourcen. Sie gehe weiterhin einer Berufstätigkeit nach, besorge den Haushalt, gehe einkaufen und koche. Ausserdem verfüge sie über soziale Kontakte (Urk. 11/88/29). Seit 2008 bestehe bei der Beschwerdeführerin daher eine Arbeitsfähigkeit von 100 % in der angestammten (wie auch einer angepassten) Tätigkeit (Urk. 11/88/31-32). Die Psychotherapie in Kombination mit antidepressiver Medikation sei zur Aufrechterhaltung des Gesundheitszustandes weiterzuführen (Urk. 11/88/28).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In internistischer Hinsicht stellte Dr. med. D.___, Spezialarzt für Innere Medizin, keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Er notierte jedoch, es bestünden eine arterielle Hypertonie, ein Nikotinabusus (35 pack </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">years</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">), eine Stressurininkontinenz und eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Präadipositas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Er hielt fest, die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">füh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rerin gebe keine kreislaufrelevanten oder respiratorischen Beschwerden an und fühle sich aus internistischer Sicht gesund und leistungsfähig, was sich mit der gutachterlichen Einschätzung decke (Urk. 11/88/38). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In der polydisziplinären Gesamtschau schlossen die Gutachter auf eine seit etwa 2008 bestehende 100%ige Arbeitsfähigkeit in angestammter und angepasster Tätig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit. Zuvor sei die Arbeitsfähigkeit zufolge der psychischen Beschwerden eingeschränkt gewesen (Urk. 11/88/43-44). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorab ist zu prüfen, ob das polydisziplinäre Gutachten der A.___ (E. 3.3) ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wertbar ist und in beweisrechtlicher Hinsicht darauf abgestellt werden kann. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gutachten basiert auf umfassenden, orthopädischen, psychiatrischen und in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nistischen Abklärungen und wurde in detaillierter Kenntnis der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorakt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">en</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stellt (Urk. 11/88/12-15). Die Beschwerdeführerin konnte ihre Beschwerden vor den</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Gutachtern eingehend schildern und wurde von diesen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">jeweils – soweit fach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">spe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fisch erforderlich - detailliert befragt (Urk. 11/88/4-6, 11/88/15-21, 11/88/36-37).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die geklagten Leiden wie die objektiven Befunde fanden im Rahmen der Fest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stellung der Diagnosen Berücksichtigung, wobei sowohl</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> diese als auch die aus medizinischer Sicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">resultierenden Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit dar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">legt und erläutert wurden. Ausserdem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erfolgte eine ausführliche Auseinander</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">setzung mit den vorangegangenen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ärztlichen Beurteilungen (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. 11/88/30-31</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mith</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in erfüllt das Gutachten die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweistaugliche Entscheidungsgrundlage (vgl. E. 1.4), weshalb darauf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> abzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stellen ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die von der Beschwerdeführerin in Frage gestellte Kompetenz und Unabhängig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit der Gutachter (vgl. Urk. 1 S. 3), zielt ins Leere. Die Frage, ob eine Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">änderung der bisherigen Arbeitsunfähigkeitseinschätzung eingetreten sei, wurde von der Beschwerdegegnerin explizit als zu beantwortende Fragestellung aufge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">worfen (vgl. Urk. 11/88/45). Deren Beantwortung stellt keine versicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">freund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liche (und damit nicht unabhängige) Vorgehensweise dar. Im Übrigen wider</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">spricht die (kritische) Auseinandersetzung mit den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorakten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> keinesfalls einer kompetenten Arbeitsweise. Die Beweistauglichkeit des Gutachtens wird durch die Vorbringen der Beschwerdeführerin daher nicht in Frage gestellt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Zusammenhang mit der eingangs erwähnten – nach Erlass der angefochtenen Verfügung ergangenen – Rechtsprechungsänderung zur Beurteilung der Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit bei sämtlichen psychischen Erkrankungen (BGE 143 V 409 und 143 V 418) ist übergangsrechtlich bedeutsam, dass die vor der Rechtsprechungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ände</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung eingeholten Gutachten nicht einfach ihren Beweiswert verlieren. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE 141 V 281 E. 8 unter Hinweis auf BGE 137 V 210 E. 6). Mithin ist im kon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kreten Fall zu klären, ob die beigezogenen Gutachten – allenfalls zusammen mit weiteren fachärztlichen Berichten – eine schlüssige Beurteilung anhand der mass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geblichen Indikatoren erlauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und -dichte kann zudem unter Umständen eine punktuelle Ergänzung genügen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 5.2.2 und 8C_300/2017 vom 1. Februar 2018 E. 4.2).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorliegend wurde die Arbeitsfähigkeitseinschätzung aus psychiatrischer Sicht vom psychiatrischen Gutachter nicht explizit anhand der in BGE 141 V 281 statuierten Indikatoren begründet, wenngleich er dieselben in seiner Schlussfolgerung ausdrücklich benannte. Nachfolgend ist deshalb zu prüfen, ob die psychiatrische Beurteilung auch mit Blick auf die Rechtsprechung von BGE 141 V 281 den Anforderungen an die Beweiskraft genügt. Das Gut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">achten enthält Angaben zu sämtlichen dieser Standardindikatoren, weshalb es auch diesbezüglich als Beweisgrundlage heranzuziehen ist. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sodann ist zu prüfen, ob ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 ATSG vorliegt, welcher die Beschwerdegegnerin zur Überprüfung des Rentenanspruchs berech</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tigte.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Zeitpunkt der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rentenzusprache</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> am 13. März 2002 lag eine depressive Störung auf der Grundlage einer asthenischen Persönlichkeit vor. Aufgrund der als massiv erlebten Ängste und depressiven Symptome erachtete Dr. Z.___ die Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit der Beschwerdeführerin als zu 50 % eingeschränkt (vgl. E. 3.2). Demge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">über konnte Dr. C.___ keine depressive Störung mehr ausmachen, sondern ledig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich noch eine Dysthymie diagnostizieren. Die aufgrund der Traumatisierung durch den Ehemann mit Todesdrohungen erlittenen Ängste und depressive Stim</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mung klangen mit dessen Tod im Jahr 2007 gemäss Gutachter und Angaben der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin ab, weshalb Dr. C.___ diese Symptome nicht mehr im zuvor beschrie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">benen Ausmass erheben konnte (E. 3.2.2). Damit ist ausgewiesen, dass der Gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitszustand der Beschwerdeführerin und dessen Auswirkungen auf ihr Leistungsvermögen seit März 2002 eine anspruchsrelevante Änderung erfahren haben. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin liegt nicht bloss eine anders</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lautende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei gleichgebliebenem Sachver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halt vor (vgl. Urk. 1 S. 3), sondern die geklagten Beschwerden und objek</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tiv erheb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">baren Befunde haben sich seit der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rentenzusprache</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> im Jahr 2002 ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ändert. Damit ist ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG, welcher Anlass zu einer Überprüfung und gegebenenfalls einer Anpassung der Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rente gibt, erstellt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gestützt auf die medizinischen Erkenntnisse des Gutachtens (E. 3.3) ist folglich zu beurteilen, inwieweit die Beschwerdeführerin in ihrer Arbeitsfähigkeit einge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schränkt ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. C.___ erhob lediglich leicht ausgeprägte Befunde einer depressiven Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stimmung mit Konzentrationsstörungen, Affektlabilität und Zukunftsängsten. Diese fanden ihre Berücksichtigung entsprechend in der Diagnose einer Dysthy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mie, da die Ausprägung der Symptomatik zur Diagnose einer depressiven Störung unzureichend war (E. 3.3.2). Die Beschwerdeführerin lässt sich bei Dr. Z.___ psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chotherapeutisch behandeln, was aufgrund der Verbesserung des Gesundheitszu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">standes seit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rentenzusprache</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> einen gewissen Behandlungserfolg aufzeigt. Als Komorbidität wirken sich die Schmerzen am Bewegungsapparat leistungsmin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dernd aus, welche jedoch nicht im geltend gemachten Ausmass objektiviert werden konnten (vgl. E. 3.3.1); weitere ressourcenhemmende Komorbiditäten sind den aufliegenden Akten nicht zu entnehmen. Während sich die vom Gutachter genannten Persönlichkeitszüge zwar beeinträchtigend auf das Ressourcenprofil der Beschwerdeführerin auswirken (Urk. 7/88/26-27), lassen ihre jahrelange (Teil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zeit) Arbeitstätigkeit sowie ihre Bereitschaft alleine in ihre Heimat Serbien zu reisen (vgl. E. 3.3.2), auf verfügbare persönliche Ressourcen schliessen. Im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sozia</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">len Kontext gilt es zu bemerken, dass es der Beschwerdeführerin gelang, wieder eine Beziehung zu ihrem Sohn aufzubauen. Zudem lebt sie seit einigen Jahren in einer gefestigten Partnerschaft und verfügt über Kontakte zu Bekannten, Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wandten und Kolleginnen, weshalb im sozialen Kontext mobilisierbare Res</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sourcen auszumachen sind. Das Aktivitätsniveau der Beschwerdeführerin scheint im privaten Bereich nicht sonderlich eingeschränkt zu sein. Sie ist in der Lage, den Haushalt zu führen, einzukaufen, zu kochen und soziale Kontakte zu pflegen, und es bestand bereits vor Eintritt der Gesundheitsschädigung eine Aktivität in diesem Umfang. Den erhobenen Befunden entsprechend lässt sich die Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin lediglich alle sechs bis acht Wochen psychotherapeutisch behandeln und nimmt eine antidepressive Medikation ein (E. 3.3.2). Insgesamt lässt dies auf keinen sonderlich ausgeprägten Leidensdruck schliessen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vor diesem Hintergrund, insbesondere in Anbetracht der wenig ausgeprägten Befunde, der vorhandenen Ressourcen und des Aktivitätsniveaus im privaten Lebensbereich ist es nicht zu beanstanden, dass Dr. C.___ auf eine Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit von 100 % schloss. Daran vermag auch der Bericht über die Hospita</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lisierung in der Klinik Y.___ vom 31. Juli 2017 bis 12. September 2017 (Urk. 11/103) nichts zu ändern. Dieser enthält im Wesentlichen die gleichen Beschwerden und Befunde, wie sie auch im Gutachten (E. 3.3) berichtet und festgestellt wurden und ist daher nicht geeignet, die beweiskräftige gutachterliche Schlussfolgerung in Frage zu stellen. Es kommt hinzu, dass die Fachpersonen der Klinik Y.___ als neuen Belastungsfaktor die Aberkennung der IV-Rente </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">benannten, was – da psychosozial bedingt – ohnehin keine Berücksichtigung finden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> dürfte.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ebenso erweisen sich die Einschätzungen der übrigen Gutachter als schlüssig. Dr. B.___ führte aus, dass die geklagten Beschwerden in der Brustwirbelsäule durch den geringen pathologischen und radiologischen Befund (Kyphose der Brust</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wirbelsäule) nicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erklärt werden könnten (E. 3.3.1). Seine Schlussfolgerung auf eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit ist vor diesem Hintergrund nachvoll</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ziehbar. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> hielt fest, die Beschwerdeführerin sei aus internistischer Sicht gesund und leistungsfähig (E. 3.3.3), weshalb seine Einschätzung einer unein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geschränkten Arbeitsfähigkeit ebenfalls </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schlüssig ist</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die polydisziplinäre Schlussfolgerung, dass der Beschwerdeführerin in ihrer ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stammten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Tätigkeit eine 100%ige Arbeitstätigkeit zugemutet werden kann, ist nach dem Gesagten nicht zu beanstanden. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da sich die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit als vollständig arbeitsfähig erweist, resultiert kein Invaliditätsgrad. Die Beschwerdegegnerin war demnach berechtigt, die Rentenleistungen aufzuheben.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zu prüfen bleibt schliesslich, inwieweit die Beschwerdegegnerin verpflichtet war, vor der Rentenaufhebung Eingliederungsmassnahmen durchzuführen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.5.1</span><span> </span><span id="XX210"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Regelfall ist eine medizinisch attestierte Verbesserung der Arbeitsfähigkeit auf dem Weg der Selbsteingliederung zu verwerten. Nach langjährigem Rentenbezug können ausnahmsweise Erfordernisse des Arbeitsmarktes der Anrechnung einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">medizinisch vorhandenen Leistungsfähigkeit und medizinisch möglichen Leis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ntfaltung entgegenstehen, wenn aus den Akten einwandfrei hervorgeht, dass die Verwertung eines bestimmten Leistungspotenzials ohne vorgängige Durch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führung befähigender Massnahmen allein vermittels Eigenanstrengung der versicherten Person nicht möglich ist. Diese Rechtsprechung ist grundsätzlich auf Fälle zu beschränken, in denen die (revisions- oder wiedererwägungsweise) Her</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">setzung oder Aufhebung der Invalidenrente eine versicherte Person betrifft, welche das 55. Altersjahr zurückgelegt oder die Rente seit mehr als 15 Jahren bezogen hat.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dieser Prüfungsschritt zeitigt - was in der weitaus überwiegenden Zahl von Revisionsfällen zutrifft - dort keine administrativen Weiterungen, wo die - gegenüber der Eingliederung vorrangige - Selbsteingliederung direkt zur </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tenausschliessenden (oder -herabsetzenden) arbeitsmarktlichen Verwertbar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> des wiedergewonnenen funktionellen Leistungsvermögens führt. Das ist nament</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich der Fall, wenn bisher schon eine erhebliche Restarbeitsfähigkeit bestand, so dass der anspruchserhebliche Zugewinn an Leistungsfähigkeit kaum zusätzlichen Eingliederungsbedarf nach sich zieht, vor allem wenn das hinzugewonnene Leis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tungsvermögen in einer Tätigkeit verwertet werden kann, welche die versicherte Person bereits ausübt oder un</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mittelbar wieder ausüben könnte (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_163/2009 vom 10. September 2010 E. 4.2.2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.5.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin war im Zeitpunkt der Rentenaufhebung am 22. Novem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2017 über 55-jährig (geboren am 7. Januar 1962) und bezog während mehr als 15 Jahren eine Rente (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rentenzusprache</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Wirkung ab 1. Juni 2001), weshalb ihre Fähigkeit zur Selbsteingliederung genauer zu prüfen ist. Bei der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin bestand seit der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rentenzusprache</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> eine Restarbeitsfähigkeit von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">50</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> % (vgl. Urk. 11/3/1). Sie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">arbeitete</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> von 1987 bis 2001 als Büglerin in einer Reinigung (Urk. 11/2/4) und wechselte dann ab 2001 bis 2008 in ihre gelernte Tätigkeit als Verkäuferin (Urk. 11/2/4), bevor sie ab 2008 in einem Teilzeitpensum von 50 % wieder als Mitarbeiterin einer Textilreinigung tätig war (Urk. 11/36/5). Im Falle der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführerin bestand demnach schon bisher eine erhebliche Restar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit und der anspruchserhebliche Zugewinn an Leistungsfähigkeit zieht kaum zusätzlichen Eingliederungsbedarf nach sich. Dies gilt umso mehr, da sie ihr hinzugewonnenes Leistungsvermögen in ihrer angestammten Tätigkeit in der Textilreinigung zu verwerten in der Lage ist und sie diese Tätigkeit bereits seit Jahren in einem Teilzeitpensum von 50 % ausübt. Damit ist erstellt, dass es der Beschwerdeführerin zumutbar ist, ihr Leistungspotenzial auf dem Wege der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Selbst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eingliederung zu verwerten. Die Durchführung vorgängiger Eingliede</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">massnahmen seitens der Beschwerdegegnerin ist entgegen der Ansicht der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführerin nicht notwendig. Die Beschwerdeführerin war berechtigt, die Rentenleistungen ohne Weiteres aufzuheben. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens. Die Beschwerde ist abzuweisen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span id="VV111"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">setzungen für die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos und die Partei bedürftig ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Diese Voraussetzungen sind vorliegend erfüllt (Urk. 8, Urk. 9/1-14). Antrags</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mäss (Urk. 1) ist der Beschwerdeführerin deshalb die unentgeltliche Prozess</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führung zu bewilligen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gig vom Streitwert im Rahmen von Fr.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 200.-- bis Fr. 1'000.-- festge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">legt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG), zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ist zur Nachzahlung der Auslagen für die unentgeltliche Rechtspflege verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (§ 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht beschliesst </span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">In Bewilligung des Gesuchs vom 22. Dezember 2017 wird der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung gewährt, </span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">und erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">600</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">, zufolge </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Ge</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">währung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">kasse</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> genommen. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdeführerin wird</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">GSVGer</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> hingewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span id="CURSOR"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Milosav Milovanovic</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstMeier<span> </span></p><p></p></div> </div></body></html>