A bteilung I A -7511/2006 {T 0/2} U rteil vom 2. Juli 2007 M itw irkung: R ichter André M oser (Vorsitz); R ichter D aniel R iedo; R ichter M arkus M etz; G erichtsschreiberin M ichelle Eichenberger. A ._______ und B .______, Beschw erdeführende, gegen K anton St. G allen, A m t für M ilitär und Zivilschutz, Vorinstanz, betreffend B efreiung von der Schutzraum pflicht und Ersatzbeitrag. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Am 2. Septem ber 1997 erteilte die politische G em einde O berriet der Bau- herrschaft C ._______ die Bew illigung für den N eubau eines Einfam ilien- hauses am Standort D ._______. D ie Baubew illigung hielt fest, bei einer Befreiung von der Schutzraum baupflicht habe C ._______ aufgrund der Verfügung des kantonalen Am tes für M ilitär und Zivilschutz des Kantons St. G allen einen Ersatzbeitag an einen öffentlichen Sam m elschutzraum zu entrichten. D ie endgültige Abklärung der Ersatzbeitragspflicht w erde nach Abschluss der Bauarbeiten, d.h. nach erfolgter G ebäudeschatzung, vorgenom m en. B. Auf G esuch hin w urde C ._______ von der Pflicht, für sein Einfam ilienhaus Schutzräum e zu erstellen, befreit. D ie Liegenschaft w urde am 22. Septem - ber 2000 durch das G rundbucham t O berriet geschätzt, der entsprechende Ersatzbeitrag w urde C ._______ nicht in R echnung gestellt. C . A._______ und B._______ haben am 28. M ärz 2001 das Einfam ilienhaus von C ._______ käuflich erw orben. D as G rundbucham t O berriet hat den entsprechenden Kaufvertrag erstellt. H ierbei w urde der ausstehende Ersatzbeitrag nicht in R echnung gestellt. D . D as Am t für M ilitär und Zivilschutz des Kantons St. G allen erliess am 27. N ovem ber 2006 eine Verfügung betreffend Befreiung von der Schutz- raum baupflicht und Ersatzbeitrag. D arin befreite es die Bauherrschaft C ._______ resp. deren R echtsnachfolger und H auseigentüm er A._______ und B._______ für den N eubau des Einfam ilienhauses am D ._______ nachträglich von der Pflicht, einen Schutzraum zu erstellen (Ziff. 1). Es setzte jedoch einen Ersatzbeitrag von Fr. 8'660.- fest, der durch A._______ und B._______ innert 30 Tagen nach R echtskraft der Verfügung zu bezahlen sei (Ziff. 2). D es W eiteren erhob es für den Erlass seiner Verfügung eine G ebühr von Fr. 250.- (Ziff. 3). D a sich die Erteilung der Baubew illigung abschliessend unter altem R echt ereignet habe und für die R ückw irkung des neuen R echts die R echtsgrundlage fehle, kom m e vorliegend das alte R echt zur Anw endung. D as betroffene Einfam ilienhaus m it 5 Zim m ern benötige gem äss den m assgeblichen gesetzlichen Bestim - m ungen grundsätzlich einen Schutzplatz pro Zim m er, m ithin 5 Schutzplät- ze. D ie H auseigentüm er hätten entsprechend einen Ersatzbeitrag gem äss Tabelle 1997 für 5 Schutzplätze zu entrichten, ausm achend Fr. 8'660.-. E. M it Eingabe vom 12. D ezem ber 2006 führen A._______ und B._______ (Beschw erdeführende) gegen die Verfügung des Am ts für M ilitär und Zivil- schutz des Kantons St. G allen (Vorinstanz) vom 27. N ovem ber 2006 bei der Eidgenössischen R ekurskom m ission für Zivilschutzangelegenheiten Beschw erde. Sie beantragen sinngem äss die Aufhebung der angefochte- nen Verfügung, w eil nicht sie Verfügungsadressaten seien, sondern C ._______ oder aber das G rundbucham t O berriet für die unterlassene Inform ationspflicht hinsichtlich des ausstehenden Ersatzbeitrags haftbar zu m achen sei. Zur Begründung führen sie aus, sie seien vom G rundbucham t, w elches die Schatzung vorgenom m en und den 3 Kaufvertrag erstellt habe, nicht darauf aufm erksam gem acht w orden, dass der Ersatzbeitrag noch ausstehend sei. Aufgrund der Baubew illigung und der vorgenom m enen Schatzung seien sie davon ausgegangen, der Ersatzbeitrag sei entrichtet w orden. H ierauf hätten sie sich verlassen können, es sei ja schliesslich U sanz, dass bei der H ausabnahm e bzw . der Schatzung definitiv abgerechnet w erde. Sonst hätte das G rundbucham t sie auf den ausstehenden Ersatzbeitrag aufm erksam m achen m üssen. M it U nterzeichnung des Kaufvertrages sei die Pflicht zur Bezahlung des Ersatzbeitrags jedenfalls nicht autom atisch auf sie als neue Eigentüm er übergegangen. F. Per 1. Januar 2007 übernahm das Bundesverw altungsgericht das bei der Eidgenössischen R ekurskom m ission für Zivilschutzangelegenheiten an- hängig gem achte Verfahren. G . D ie Vorinstanz beantragt m it Vernehm lassung vom 26. M ärz 2007 die Ab- w eisung der Beschw erde. Sie führt aus, anlässlich ihrer am 3. D ezem ber 2004 vorgenom m enen Ü berprüfung der G em eindestelle für baulichen Zivil- schutz der G em einde O berriet, über w elche sie die Aufsicht inne habe, sei festgestellt w orden, dass ihr nicht alle Abklärungsfälle betreffend Schutz- raum baupflicht und Ersatzbeitrag zugestellt w orden seien. D ies sei in der Folge in rund 120 Fällen zw ecks nachträglicher Verfügung von Ersatzbei- trägen nachgeholt w orden. Anschliessend hätten die Besitzesverhältnisse geklärt w erden m üssen und es sei festgestellt w orden, dass in der Zw i- schenzeit einige Liegenschaften veräussert w orden seien. D ie Verfügun- gen seien auf die R echtsnachfolger als heutige Besitzer der Liegenschaf- ten ausgestellt w orden. D a vorliegend die Baubew illigung am 2. Septem - ber 1997 erteilt w orden sei, habe sie für die Beurteilung der Schutzraum - baupflicht und des Ersatzbeitrags die dam aligen G esetzesgrundlagen an- gew andt. D iese w ürden die Frage der Verjährung nicht regeln. Sie verw ei- se jedoch auf einen Entscheid der Eidgenössischen R ekurskom m ission für Zivilschutzangelegenheiten, w elche zum Schluss gekom m en sei, der An- spruch auf Ersatzbeiträge unterliege einer relativen Verjährungsfrist von 10 Jahren. D iese könne m it jeder H andlung, m it w elcher der Anspruch in geeigneter Form geltend gem acht w erde, unterbrochen w erden und begin- ne in der Folge jew eils neu zu laufen. G em äss dem dam als anw endbaren R echt löse der N eubau des Einfam ilienhauses der Beschw erdeführenden eine Schutzraum baupflicht für 5 Schutzplätze aus. Aus bautechnischen G ründen w erde auf die Erstellung von Schutzplätzen verzichtet. Jedoch hätten die H auseigentüm er gem äss den gesetzlichen Bestim m ungen einen Ersatzbeitrag zu entrichten. D er Ersatzbeitrag für 5 Schutzplätze betrage gem äss Tabelle 1997 Fr. 8'660.-. H . D ie Beschw erdeführenden haben auf die Einreichung von Schlussbem er- kungen verzichtet. I. Auf w eitere Vorbringen der Parteien und die sich bei den Akten befindli- chen Schriftstücke w ird, sow eit erforderlich, in den nachfolgenden Erw ä- gungen eingegangen.4 D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. D ie Eidgenössische R ekurskom m ission für Zivilschutzangelegenheiten w urde per 31. D ezem ber 2006 aufgelöst und durch das Bundesverw al- tungsgericht ersetzt. G em äss Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw altungsgericht (VG G , SR 173.32) über- nim m t das Bundesverw altungsgericht, sofern es zuständig ist, die Beurtei- lung der am 1. Januar 2007 bei der R ekurskom m ission für Zivilschutzange- legenheiten hängigen R echtsm ittel. D as Verfahren vor dem Bundesverw al- tungsgericht richtet sich nach dem Bundesgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sow eit das VG G nichts anderes bestim m t (Art. 37 VG G ). N ach Art. 33 Bst. i VG G ist gegen Verfügungen kantonaler Instanzen die Beschw erde an das Bundesverw al- tungsgericht (nur) zulässig, sow eit ein Bundesgesetz dies vorsieht. 2. Vorliegend ist sow ohl hinsichtlich der Zuständigkeit als auch hinsichtlich der Schutzraum baupflicht und des Ersatzbeitrags von Bedeutung, ob altes oder neues R echt anw endbar ist. Folglich ist in einem ersten Schritt das anw endbare R echt zu bestim m en (vgl. hierzu auch U rteil des Bundesver- w altungsgerichts vom 2. Juli 2007 A-7510/2006 E. 3 ff.). 3. D as Bundesgesetz vom 4. O ktober 1963 über die baulichen M assnahm en im Zivilschutz (Schutzbautengesetz, aBM G , AS 1994 2667) sow ie die darauf basierende Verordnung vom 27. N ovem ber 1978 über die baulichen M assnahm en im Zivilschutz (Schutzbautenverordnung, aBM V, AS 1994 2671) w urden durch das neue Bundesgesetz vom 4. O ktober 2002 über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz (Bevölkerungs- und Zivilschutzgesetz, BZG , SR 520.1) aufgehoben. Zu prüfen ist, ob das aBM G in seiner bis Ende 2003 geltenden Fassung oder aber das am 1. Ja- nuar 2004 in Kraft getretene BZG anw endbar ist, som it die Frage nach der intertem poralrechtlichen Anw endbarkeit der neuen G esetzesbestim m ung. 3.1 G rundsätzlich sind jene N orm en anw endbar, die im Zeitpunkt der Verw irkli- chung des rechtlich zu ordnenden oder zu R echtsfolgen führenden Tatbe- standes in Kraft w aren. Anders ausgedrückt sind Erlasse auf jene Sach- verhalte anw endbar, die zw ischen Inkraftsetzung und Ausserkraftsetzung entstanden sind (vgl. R EN É R H IN O W / BEAT KR ÄH EN M AN N , Schw eizerische Ver- w altungsrechtsprechung, Ergänzungsband, Basel und Frankfurt a.M . 1990, N r. 15 B I; PIER R E TSC H AN N EN / U LR IC H ZIM M ER LI, Allgem eines Verw altungs- recht, 2. Auflage, Bern 2005, § 24 R z. 9). Ausschlaggebend für die Schutz- raum baupflicht bzw . die Entrichtung eines Ersatzbeitrags ist sow ohl ge- m äss Art. 2 aBM G als auch nach Art. 46 f. BZG die Erstellung eines N eu- baus. W ird ein solcher errichtet, entsteht die Pflicht, entw eder Schutzräum e zu erstellen oder aber bei Befreiung von dieser Pflicht einen gleichw ertigen Ersatzbeitrag zu leisten. In diesem Sinne statuiert denn auch Art. 6 Abs. 3 aBM V, die Festsetzung des Ersatzbeitrags erfolge in der Baubew illigung und w erde vor Baubeginn der G em einde entrichtet. D er m assgebende Sachverhalt ist som it vorliegend die Erteilung der Baubew illigung am 2. Septem ber 1997. Zu diesem Zeitpunk w ar noch das alte R echt, m ithin das aBM G und die aBM V anw endbar, w elches folglich 5 für die Beurteilung der sich stellenden R echtsfragen m assgebend ist. D aran ändert der Verfügungserlass betreffend Schutzraum baupflicht und Ersatzbeitrag zum Zeitpunkt, als bereits das BZG in Kraft w ar, nichts. D enn die Verfügung bezieht sich auf einen Sachverhalt, der sich abschliessend unter der G eltung des aBM G ereignet hat. 3.2 Auch die Frage, ob dem BZG R ückw irkung zukom m t ist zu verneinen: Bei der Anw endung von neuem R echt auf Sachverhalte, die sich unter altem R echt ereignet haben, ist zw ischen echter und unechter R ückw irkung zu unterschieden. D a sich vorliegend der m assgebliche Sachverhalt, m ithin die Bew illigungserteilung, abschliessend vor Inkrafttreten des neuen R echts verw irklicht hat, steht vorliegend jedoch nur die echte R ückw irkung zur D iskussion. H ierbei gilt der G rundsatz, dass die echte R ückw irkung un- zulässig ist, da niem andem Verpflichtungen auferlegt w erden sollen, w el- che sich aus N orm en ergeben, die zum Zeitpunkt der Sachverhaltsverw irk- lichung nicht bekannt sein konnten, m it w elchen also w eder gerechnet w erden konnte noch m usste. Ausnahm sw eise ist jedoch von der Zulässig- keit der echten R ückw irkung auszugehen (vgl. hierzu und zum Folgenden: U LR IC H H ÄFELIN / G EO R G M Ü LLE R / FELIX U H LM AN N , Allgem eines Verw altungs- recht, 5. Auflage, Zürich 2006, § 6 R z. 329 ff.; TSC H AN N EN /ZIM M ER LI ,a.a.O ., § 24 R z. 24 ff.). 3.2.1 Bei einer echten R ückw irkung, w elche sich belastend ausw irkt, sind für de- ren Zulässigkeit folgende Voraussetzungen kum ulativ erforderlich: D ie R ückw irkung m uss ausdrücklich angeordnet oder nach dem Sinn des Er- lasses klar gew ollt sein. Sie m uss zeitlich m ässig sein und ist nur zulässig, w enn sie durch triftige G ründe gerechtfertigt ist. Schliesslich darf die R ück- w irkung keine stossenden R echtsungleichheiten bew irken und keinen Ein- griff in w ohlerw orbene R echte darstellen. Eine ausdrückliche gesetzliche Anordnung für eine echte R ückw irkung fehlt in den konkreten Ü bergangs- bzw . Schlussbestim m ungen des BZG . Eine solche intertem porale R egelung besteht vorliegend gerade nicht. Auch sind w eder Anzeichen ersichtlich, die darauf schliessen liessen, dass eine solche gew ollt w äre, noch w erden solche von den Beschw erdeführen- den geltend gem acht. Som it erübrigt sich eine diesbezügliche w eitere Prü- fung. 3.2.2 Einer echten R ückw irkung begünstigender Erlasse, d.h. solcher, die den Privaten nur Vorteile bringen, steht grundsätzlich nichts entgegen, sofern sie nicht zu einer R echtsungleichheit führt oder R echte D ritter beeinträch- tigt. Jedoch darf aus der Zulässigkeit der R ückw irkung begünstigender Er- lasse nicht auf einen Anspruch auf R ückw irkung solcher Erlasse geschlos- sen w erden (vgl. H ÄFELIN /M Ü LLE R /U H LM AN N , a.a.O ., § 6 R z. 335 m it H inw ei- sen). D enn ein solcher Anspruch besteht nur, w enn er vom G esetz vorge- sehen ist, w as vorliegend eben gerade nicht der Fall ist. 3.3 Zusam m enfassend ergibt sich som it, dass vorliegend eine echte R ückw ir- kung des neuen R echts, m ithin des BZG , auf den Sachverhalt, der sich ab- schliessend unter dem alten R echt, dem aBM G und der aBM V, ereignet hat, nicht zulässig ist. Für die Beurteilung sow ohl der Zuständigkeit als 6 auch der Schutzraum baupflicht und des Ersatzbeitrags sind folglich das aBM G und die aBM V als altes R echt anw endbar. 4. H insichtlich der Zuständigkeit des Bundesverw altungsgerichts zur Behand- lung der vorliegenden Beschw erde ergibt sich aus der Anw endbarkeit des alten R echts, m ithin nam entlich des aBM G , Folgendes: Art. 14 und 15 aBM G legen die Zuständigkeiten klar fest. D em nach können Verfügun- gen nicht verm ögensrechtlicher N atur der kantonalen Behörden an das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartem ent w eitergezogen w erden, w elches endgültig entscheidet (Art. 14 Abs. 2 aBM G ). D em gegenüber un- terliegen Entscheide der zuständigen kantonalen Behörde über verm ö- gensrechtliche Ansprüche der Beschw erde an die Eidgenössische R ekurs- kom m ission für Zivilschutzangelegenheiten und letztinstanzlich ans Bun- desgericht (Art. 15 Abs. 3 aBM G ). Schliesslich sieht Art. 14 Abs. 3 aBM G vor, dass sich der Beschw erdew eg nach Art. 15 Abs. 3 aBM G bestim m t, w enn Baueigentüm er ihre Baupflicht und, im gleichen Verfahren, ihre Ver- pflichtung bestreiten, Ersatzbeiträge zu leisten. Bei der vorliegend ange- fochtenen Verfügung betreffend Befreiung von der Schutzraum baupflicht und Ersatzbeitrag geht es um einen solchen Anw endungsfall. D er Anhang zum VG G m it den Änderungen bisherigen R echts enthält in Ziff. 47 eine Änderung von Art. 66 BZG in dem Sinn, dass in Streitigkeiten nicht verm ö- gensrechtlicher N atur gegen die vom G esetz nicht als endgültig bezeich- neten Entscheide der letzten kantonalen Behörde der W eg an das Bundes- verw altungsgericht geöffnet w ird (vgl. M IC H EL D AU M , N eue Bundesrechts- pflege – Fragen des Ü bergangsrechts in öffentlich-rechtlichen Angelegen- heiten aus Sicht der Kantone, in Bernische Verw altungsrechtsprechung [BVR ] 2007, 12). D ass der W eg an das Bundesverw altungsgericht auch bei teils nicht verm ögensrechtlichen und teils verm ögensrechtlichen Strei- tigkeiten offen stehen m uss, ergibt sich zum indest aus dem Sachzusam - m enhang (Kom petenzattraktion), auch w enn die Anfechtbarkeit von Verfü- gungen kantonaler Instanzen betreffend verm ögensrechtliche Ansprüche w eder m it Bezug auf Art. 15 aBM G noch m it Bezug auf Art. 67 BZG aus- drücklich erw ähnt w ird. Ein Auseinanderfallen der sachlichen Zuständigkeit in Fällen w ie dem vorliegenden, in denen die Fragen nicht verm ögens- rechtlicher N atur und jene verm ögensrechtlicher Art eng zusam m enhän- gen, liesse sich durch nichts rechtfertigen. D as Bundesverw altungsgericht als N achfolgeorganisation der Eidgenössischen R ekurskom m ission für Zi- vilschutzangelegenheiten ist dem nach als zuständig zu erachten zur Beur- teilung der vorliegenden Beschw erde. 5. Zur Beschw erde ist nach Art. 48 Abs. 1 Vw VG berechtigt, w er vor der Vor- instanz am Verfahren teilgenom m en hat, durch die angefochtene Verfü- gung berührt ist und ein schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. D ie Beschw erdeführenden erfüllen als Adressaten der angefochtenen, sie belastenden Verfügung diese Voraussetzungen. 6. D a Eingabeform und -frist sow ie die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen gew ahrt sind (Art. 11, 50 und 52 Abs. 1 Vw VG ), ist auf die Beschw erde einzutreten.7 7. D as Bundesverw altungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf R echtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger Fest- stellung des rechtserheblichen Sachverhalts und R echtsfehler bei der Aus- übung des Erm essens – sow ie Angem essenheit hin (Art. 49 Vw VG ). 8. D ie Vorinstanz zeigte in ihrer angefochtenen Verfügung eingehend auf, dass die Beschw erdeführenden nach altem R echt, d.h. gem äss aBM G und aBM V, für den N eubau ihres Einfam ilienhauses nachträglich aus bautech- nischen G ründen von der Pflicht, einen Schutzraum zu erstellen, zu befrei- en sind, hingegen für 5 Schutzräum e einen gleichw ertigen Ersatzbeitrag gem äss Tabelle 1997, ausm achend Fr. 8'660.-, zu leisten haben. D ies be- stätigt sie auch m ittels Vernehm lassung im vorliegenden Verfahren. D ie Beschw erdeführenden bestreiten die auf dem alten R echt basierenden Ausführungen der Vorinstanz betreffend Schutzraum baupflicht und Ersatz- beitrag grundsätzlich nicht. 9. D ie Beschw erdeführenden m achen hingegen geltend, m it U nterzeichnung des Kaufvertrages sei die Pflicht zur Bezahlung des Ersatzbeitrags nicht autom atisch auf sie als neue Eigentüm er übergegangen. D ie Verfügung der Vorinstanz vom 27. N ovem ber 2006 w äre vielm ehr C ._______ zuzu- stellen gew esen. D ie Beschw erdeführenden sind w eiter der Ansicht, auf- grund der Baubew illigung und der vorgenom m enen Schatzung hätten sie davon ausgehen können, der Ersatzbeitrag sei entrichtet w orden. Es sei ja schliesslich U sanz, dass bei der H ausabnahm e bzw . der Schatzung defini- tiv abgerechnet w erde. Sonst hätte das G rundbucham t, w elches die Schat- zung vorgenom m en und den Kaufvertrag erstellt habe, auf den ausstehen- den Ersatzbeitrag aufm erksam m achen m üssen. D a es dies aber unterlas- sen habe, sei es für die unterlassene Inform ationspflicht haftbar zu m a- chen. 10. Art. 2 aBM G sieht vor, dass der H auseigentüm er bei der Befreiung von der Schutzraum baupflicht einen Ersatzbeitrag zu leisten hat. G em äss Art. 6 Abs. 3 aBM V ist der Ersatzbeitrag in der Baubew illigung festzuset- zen und vor Baubeginn der G em einde zu entrichten. W eiter hält die Bau- bew illigung vom 2. Septem ber 1997 fest, bei einer Befreiung von der Schutzraum baupflicht habe C ._______ "aufgrund der Verfügung des kan- tonalen Am tes für M ilitär und Zivilschutz einen Ersatzbeitag an einen öf- fentlichen Sam m elschutzraum zu entrichten. D ie endgültige Abklärung der Ersatzbeitragspflicht w erde nach Abschluss der Bauarbeiten, d.h. nach er- folgter G ebäudeschatzung vorgenom m en" (Beschw erdebeilage 5). D er Er- satzbeitrag gem äss aBM G i.V.m . der aBM V ist vom H auseigentüm er im Zeitpunkt des Baubeginns zu entrichten, also vom Bauherrn. Auch die Baubew illigung statuiert, dass C ._______ als Bauherr den Ersatzbeitrag – zw ar erst nach erfolgter Schatzung – zu bezahlen hat. W eder das aBM G , die aBM V noch die Baubew illigung sehen vor, dass im Falle eines Ver- kaufs der Liegenschaft die späteren Eigentüm er für den Ersatzbeitrag be- langt w erden können. Som it bestim m en sich die rechtlichen Voraussetzun- gen für die Erhebung des Ersatzbeitrags als öffentlich-rechtliche G eldfor- derung nach dem Zeitpunkt des Baubeginns, allenfalls nach jenem der Schatzung, und die Beitragspflicht trifft den Bauherrn, w eil er den R echts-8 grund für die Entstehung der Abgabe setzt (vgl. zur Entstehung des Er- satzbeitrags auch E. 3.1. hiervor). Sobald die gesetzlichen Voraussetzun- gen für den Ersatzbeitrag erfüllt sind, d.h. sobald m it dem Bau begonnen w ird, entsteht die Abgabepflicht (zum G anzen: BG E 103 Ia 26 E. 2 m it H in- w eisen und BG E 107 Ib 376 E. 3). D ass die Veranlagung von der Vorins- tanz erst am 27. N ovem ber 2006 vorgenom m en w urde, ändert daran nichts. D as Bundesgericht hielt in diesem Zusam m enhang fest, die Veran- lagung bringe lediglich eine bereits bestehende gesetzliche Verpflichtung zu konkreter G eltung. D er Erlass der Veranlagungsverfügung sow ie die R echnungsstellung seien bloss M ittel zur G eltendm achung des Ersatzbei- trags. H ieraus könne keinesw egs die rechtliche Folgerung gezogen w er- den, dass die Veranlagungsverfügung gegenüber jem and anderem zu er- gehen hätte, als gegen denjenigen, der den Abgabasachverhalt begründet habe. N och w eniger sei der rechtliche Schluss zulässig, es trete ein Schuldnerw echsel ein, w enn zw ischen der Entstehung der Abgabepflicht und ihrer Veranlagung ein Eigentüm erw echsel stattfinde. Es handle sich vielm ehr um eine persönliche Schuld dessen, der den Abgabetatbestand gesetzt hat. Eine Abgabesukzession dieser Art w ürde einer klaren gesetzli- chen G rundlage bedürfen, zum al die Bestim m ung des Abgabesubjekts zu den w esentlichen Elem enten gehöre, w elche im G rundlageerlass enthalten sein m üssten (BG E 103 Ia 26 E. 2 m it H inw eisen). Vorliegend fehlt eine klare gesetzliche G rundlage, die zur Einführung der Abgabesukzession er- forderlich w äre. Auch ist nicht ersichtlich, dass diesbezüglich das aBM G bzw . die aBM V lückenhaft sind. D ies w ird denn von der Vorinstanz auch nicht behauptet. 11. Zusam m enfassend ist som it festzuhalten, dass die Pflicht zur Leistung des Ersatzbeitrags grundsätzlich den Bauherrn bzw . den Eigentüm er im Zeitpunkt des Baubeginns trifft. D er Eigentüm er im Zeitpunkt der Veranlagung und R echnungsstellung kann nur belangt w erden, w enn für die Abgabesukzession eine entsprechende klare gesetzliche G rundlage besteht. D a vorliegend eine solche nicht vorhanden ist, kann der Ersatzbeitrag von den Beschw erdeführenden nicht verlangt w erden. D ie Beschw erde ist som it gutzuheissen und Ziff. 2 der angefochtenen Verfügung der Vorinstanz vom 27. N ovem ber 2006 aufzuheben. Ebenfalls aufzuheben ist Ziff. 3 der angefochtenen Verfügung, die den Beschw erdeführenden eine G ebühr von Fr. 250.- für die kantonale Verfügung auferlegt. 12. Im Ergebnis gelten vorliegend die Beschw erdeführenden als obsiegend, w eshalb sie keine Verfahrenskosten zu tragen haben (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D er geleistete Kostenvorschuss von Fr. 1'400.- ist ihnen zurückzuerstatten. D er unterliegenden Vorinstanz sind keine Verfah- renskosten zu überbinden (Art. 63 Abs. 2 Vw VG ). 13. D a die Beschw erdeführenden nicht anw altlich vertreten sind und ihnen auch sonst keine unverhältnism ässig hohen Kosten entstanden sind, ha- ben sie keinen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 64 Vw VG i.V.m . Art. 7 ff. des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 9 173.320.2]). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird gutgeheissen, und die Ziff. 2 und 3 der angefochte- nen Verfügung der Vorinstanz vom 27. N ovem ber 2006 w erden aufgeho- ben. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. D en Beschw erdeführenden w ird der von ihnen geleistete Kostenvorschuss von Fr. 1'400.- zurückerstattet. H ierzu haben sie dem Bundesverw altungs- gericht ihre Kontonum m er anzugeben. 4. Es w ird keine Parteientschädigung zugesprochen. 5. D ieses U rteil w ird eröffnet: - den Beschw erdeführenden (eingeschrieben) - der Vorinstanz (R ef-N r. 26/ 158-2) (G erichtsurkunde) D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: André M oser M ichelle Eichenberger Versand am :