B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i ch t T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T ri b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-2084/2022 U r t e i l v o m 2 2 . M ä r z 2 0 2 3 Besetzung Richterin Mia Fuchs (Vorsitz), Richter Francesco Brentani, Richterin Eva Schneeberger, Gerichtsschreiber Pascal Sennhauser. Parteien A._______, Beschwerdeführer, gegen Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI, Vorinstanz, ICT-Berufsbildung Schweiz, Erstinstanz. Gegenstand Berufsprüfung für ICT-System- und Netzwerktechniker mit eidgenössischem Fachausweis. B-2084/2022 Seite 2 Sachverhalt: A. Vom 19. bis 20. Mai 2021 legte A._______ die Berufsprüfung zum ICT- System- und Netzwerktechniker mit eidgenössischem Fachausweis (EFA) ab. B. Mit Schreiben vom 22. Juni 2021 teilte ihm die Prüfungskommission ICT- Berufsbildung Schweiz mit, dass er die Prüfung nicht bestanden habe. Aus dem beigelegten Notenblatt vom 10. Juni 2021 gehen folgende Noten her- vor: Allgemeine Berufskompetenzen ICT 3.0 Betrieb von ICT-Systemen und Netzwerken planen 5.0 ICT-Systeme und Netzwerke aufbauen 3.5 ICT-Systeme und Netzwerke betreiben 4.0 Schlussnote 3.8 C. C.a Diesen Prüfungsentscheid focht A._______ mit Beschwerde vom 23. August 2021 beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Inno- vation SBFI an. Er beantragte (sinngemäss) die Aufhebung des Entscheids und die Erteilung des eidgenössischen Fachausweises ICT-System- und Netzwerktechniker infolge Nichteinhaltung bzw. Verletzung formaler Vorga- ben. Teile mehrerer Aufgaben seien in englischer Sprache vorgelegt wor- den. Dies verletze die anwendbare Prüfungsordnung. Ihm sei bei diesen Aufgaben die Maximalpunktzahl und, bei genügender Gesamtpunktzahl, der eidgenössische Fachausweis zu erteilen. C.b Mit Entscheid vom 5. April 2022 wies das SBFI die Beschwerde ab. Es erwog im Wesentlichen, der Beschwerdeführer mache einen Verfahrens- mangel geltend. Ein solcher könne grundsätzlich nur dazu führen, dass der betroffene Prüfungsteil gebührenfrei wiederholt werden dürfe , nicht aber zur Erteilung des Prüfungsausweises. Abschlüsse der eidgenössischen Prüfungen hätten sich sodann durch einen direkten Bezug zur beruflichen Praxis und zum Arbeitsmarkt auszuzeichnen. Die Beru fsprüfung für ICT- System- und Netzwerktechnik bewege sich ohne Zweifel in einem englisch geprägten Arbeitsumfeld, sodass die Prüfung ohne jede Verwendung der englischen Sprache diesem Anspruch nicht gerecht werden könnte. Die B-2084/2022 Seite 3 Prüfungsordnung verbiete nicht jegliche Verwendung der englischen Spra- che. Der Beschwerdeführer mache zudem nicht geltend, er habe die Auf- gaben wegen der Verwendung der englischen Sprache nicht verstehen oder lösen können respektive er sei wegen dieser Aufgabengestaltung aus einem anderen Grund gegenüber den anderen Kandidierenden benachtei- ligt gewesen. Hinzu komme, dass behauptete Mängel im Prüfungsablauf grundsätzlich unmittelbar nach deren Kenntnisnahme vorzubringen seien, ansonsten die Rüge verwirkt sei. D. Mit Eingabe vom 5. Mai 2022 hat A._______ (Beschwerdeführer) gegen vorgenannten Entscheid vom 5. April 2022 Beschwerde beim Bundesver- waltungsgericht erhoben. Er beantragt – unter Kosten - und Entschädi- gungsfolgen zu Lasten des SBFI (Rechtsbegehren 3) – die Erteilung des Fachausweises ICT-System- und Netzwerktechniker (Rechtsbegehren 1), die Rückerstattung der im vor instanzlichen Verfahren geleisteten Spruch- gebühr sowie die Zusprechung einer angemessenen Parteientschädigung für jenes Verfahren (Rechtsbegehren 2) sowie die Rückerstattung der Prü- fungskosten von Fr. 2'900.- und eine angemessene Aufwandentschädi- gung für die im Mai 2022 geplante erneute Teilnahme an der Schlussprü- fung (Rechtsbegehren 4). Zur Begründung bringt er im Wesentlichen vor, eine objektive Beurteilung darüber zu beantragen, ob und in welchem Mass Kompetenzen der englischen Sprache vorausgesetzt und geprüft werden dürften. Die Aufgabe "2021KAF-FABFT T1 KAF 8" müsse wegen engli- scher Textpassagen "neutralisiert" und ihm müs se die Maximalpunktzahl dieser Aufgabe gutgeschrieben werden. Auch bei der Aufgabe "2021FASYS T3 KAF 7" seien entscheidende Teile vollständig auf Englisch verfasst worden, wobei es sich um Fachausdrücke aus anderen Fachbe- reichen, wie zum Beispiel dem Projektmanagement und/oder d er Finanz- wirtschaft, gehandelt habe. Auch hier müsse ihm die volle Punktzahl gut- geschrieben werden. Entsprechend sei die Notengebung anzupassen und bei einer genügenden Note der Fachausweis zu erteilen. Eine direkte Er- teilung des Fachausweises bei Verfahrensfehlern anstelle einer Prüfungs- wiederholung sei im Übrigen entgegen der Aussage des SBFI möglich und entspreche jahrelanger Praxis. E. In seiner Vernehmlassung vom 5. Juli 2022 beantragt das SBFI ( Vor- instanz) die Abweisung der Beschwerde mit Verweis auf den angefochte- nen Entscheid. Die Berufsprüfung für ICT-System- und Netzwerktechniker verlange die Verwendung von in englischer Sprache verfassten Teilen der B-2084/2022 Seite 4 Prüfungsaufgaben geradezu, um dem Anspruch, sich durch einen direkten Bezug zur beruflichen Praxis und zum Arbeitsmarkt auszuzeichnen, genü- gen zu können. Bei beiden in der Beschwerde monierten Aufgaben sei so- wohl die Ausgangslage als auch der Aufgabentext in deutscher Sprache verfasst. Der Beschwerdeführer lege sodann nicht dar, inwiefern die be- haupteten Verfahrensmängel das Prüfungsergebnis kausal beeinflusst hät- ten. Die pauschale Rüge, es seien zu hohe Anforderungen gestellt worden, genüge diesbezüglich nicht. Soweit vom Beschwerdeführer vorgebracht werde, dass in anderen Fällen nach dem Streichen von Aufgaben die Min- destpunktzahl zum Bestehen der Prüfung gesenkt, mithin die Notenskala angepasst worden sei, sei dies nicht zu beanstanden. Es sei ihr (der Vor - instanz) aber nicht bekannt, dass diese Anpassungen und Revisionen von negativen Prüfungsentscheiden im Rahmen von Beschwerdeverfahren bei ihr erfolgt seien. F. Die Prüfungskommission ICT -Berufsbildung (Erstinstanz) hat sich nicht vernehmen lassen. G. Die Vernehmlassung der Vorinstanz ist dem Beschwerdeführer und der Erstinstanz am 11. Juli 2022 zur Kenntnis zugestellt worden. H. Auf die einzelnen Vorbringen und die sich bei den Akten befindlichen Schriftstücke wird, soweit entscheidrelevant, in den nachfolgenden Erwä- gungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 des Verwal- tungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG; SR 132.32) als Be- schwerdeinstanz Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Ver- waltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG; SR 172.021). Der Entscheid der Vorinstanz vom 5. April 2022 stellt eine Verfü- gung im Sinne von Art. 5 VwVG dar. Das Bundesverwaltungsgericht ist für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig (Art. 33 Bst. d VGG sowie Art. 61 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Berufsbildung vom B-2084/2022 Seite 5 13. Dezember 2002 [Berufsbildungsgesetz, BBG, SR 412.10]). Es liegt keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vor. 1.2 Der Beschwerdeführer hat am Vorverfahren teilgenommen und ist als Adressat der angefochtenen Verfügung zur Beschwerde legitimiert, zumal er auch ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung beziehungsweise Änderung der Verfügung geltend zu machen vermag (vgl. Art. 48 Abs. 1 VwVG). 1.3 Eingabefrist sowie Anforderungen an Form und Inhalt der Beschwer- deschrift sind gewahrt (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Der Kos- tenvorschuss wurde fristgerecht bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG). Auf die Be- schwerde ist somit – mit nachfolgender Einschränkung – einzutreten. 1.4 Auf das Rechtsbegehren 4, mit dem der Beschwerdeführer die Rück- erstattung der Prüfungskosten sowie die Zusprechung einer Aufwandent- schädigung für die angeblich geplante erneute Teilnahme an der Prüfung beantragt ("welcher geplant hat, an der Schlussprüfung zum System- und Netzwerktechniker FA im Mai 2022 nochmals teilzunehmen"), ist, da dies nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügung bildet, nicht einzutreten (vgl. BGE 142 I 155 E. 4.4.2; 136 II 457 E. 4.2; BVGE 2014/24 E. 1.4.1 i.f.). 2. Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht können die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er- messens), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtser- heblichen Sachverhalts sowie die Unangemessenheit der angefochtenen Verfügung gerügt werden (Art. 49 VwVG). 2.1 Das Bundesverwaltungsgericht überprüft Entscheide über Ergebnisse von Prüfungen grundsätzlich mit uneingeschränkter Kognition (Art. 49 VwVG; vgl. Urteile des BVGer B -160/2021 vom 4. August 2021 E. 2.2, B-2588/2020 vom 7. Juli 2021 E. 4.1 und B-5185/2019 vom 6. März 2020 E. 5.2; OLIVER ZIBUNG/ELIAS HOFSTETTER, in: Bernhard Waldmann/Phi- lippe Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensge- setz, 2. Aufl. 2016 [nachfolgend: Praxiskommentar VwVG], Art. 49 VwVG N 43). Indes haben Prüfungen oftmals Spezialgebiete zum Gegenstand, in denen die Rechtsmittelbehörde in der Regel über keine genügenden eige- nen Fachkenntnisse verfügt, die mit denjenigen der Vorinstanzen ver- gleichbar wären. Zudem sind der Rechtsmittelbehörde meistens nicht alle massgebenden Faktoren der Bewertung bekannt und es ist ihr nicht immer B-2084/2022 Seite 6 möglich, sich ein zuverlässiges Bild über die Gesamtheit der Leistungen einer beschwerdeführenden Person sowie der Leistungen der übrigen Kandidierenden zu machen. Eine freie und umfassende Überprüfung der Examensbewertung würde die Gefahr von Ungerechtigkeiten und Un- gleichheiten gegenüber anderen Kandidaten in sich bergen, und es ist auch nicht Aufgabe der Beschwerdeinstanz, die Bewertung der Prüfungs- leistungen einer beschwerdeführenden Pers on gewissermassen zu wie- derholen (vgl. BVGE 2008/14 E. 3.1). In ständiger Rechtsprechung auferlegt sich das Bundesverwaltungsgericht daher bei der Bewertung von Prüfungsleistungen und spezifischen Fragen, die seitens der Gerichte nur schwer überprüfbar sind, eine gewisse Zurück- haltung (vgl. statt vieler: BGE 136 I 237 E. 5.4.1 und 5.4.2, 131 I 467 E. 3.1; Urteile des BVGer B -3099/2020 vom 4. November 2021 E. 4 und B-6114/2020 vom 27. Mai 2021 E 4.2) und weicht nicht ohne Not von der Beurteilung der Experti nnen und Experten ab, besonders wenn diese im Rahmen der Vernehmlassung der Vorinstanz Stellung zu den Rügen der beschwerdeführenden Person genommen haben und die Auffassung der Expertinnen und Experten, insbesondere soweit sie von derjenigen der be- schwerdeführenden Person abweicht, nachvollziehbar und einleuchtend ist (vgl. BVGE 2010/21 E. 5.1, 2010/11 E. 4.2 und 2008/14 E. 3.1 f. und 4.3.2; Urteile des BVGer B -3099/2020 vom 4. November 2021 E. 4 und B-671/2020 vom 6. Oktober 2020 E. 2.3). Auf die Rüge de r Unangemes- senheit der Bewertung von Prüfungsleistungen ist nur dann detailliert ein- zugehen, wenn die beschwerdeführende Person selbst substantiierte und überzeugende Anhaltspunkte und die Beweismittel dafür liefert, dass das Ergebnis materiell nicht vertretbar ist, eindeutig zu hohe Anforderungen ge- stellt oder die Prüfungsleistungen offensichtlich unterbewertet wurden. Die Behauptung allein, die eigene Lösung sei richtig und die Auffassung der Prüfungskommission oder eine vorgegebene Musterlösung sei falsch oder unvollständig, wird dieser Anforderung nicht gerecht (vgl. BVGE 2010/21 E. 5.1, 2010/11 E. 4.3, 2010/10 E. 4.1, je mit weiteren Hinweisen; Urteile des BVGer B-3099/2020 vom 4. November 2021 E. 4 und B-671/2020 vom 6. Oktober 2020 E. 2.4; kritisch dazu: PATRICIA EGLI, Gerichtlicher Rechts- schutz bei Prüfungsfällen: Aktuelle Entwicklungen, in: Schweizerisches Zentralblatt für Staats- und Verwaltungsrecht [ZBl] 10/2011, S. 553 ff., ins- besondere 555 f., wonach eine Auseinandersetzung mit dem im konkreten Fall zu beurteilenden Leistungsnachweis und seiner Ausgestaltung stattzu- finden habe). B-2084/2022 Seite 7 2.2 Diese Zurückhaltung gilt indessen nur für die materielle Bewertung der Prüfungsleistungen. Ist demgegenüber die Auslegung oder Anwendung von Rechtsvorschriften streitig o der werden Verfahrensmängel im Prü- fungsablauf gerügt, so hat das Bundesverwaltungsgericht die erhobenen Einwendungen mit umfassender Kognition zu prüfen, andernfalls es eine formelle Rechtsverweigerung beginge (vgl. BVGE 2010/11 E. 4.2, 2010/10 E. 4.1 m.H. und 2008/14 E. 3.3 m.H.). Dabei nehmen all jene Einwände auf Verfahrensfragen Bezug, die den äusseren Ablauf der Prüfung, die Aufga- benstellung oder das Vorgehen bei der Bewertung betreffen. Die Beweis- last für allfällige Verfahrensfehler obliegt der beschwerdeführenden Partei (vgl. Urteile des BVGer B -4074/2021 vom 19. Mai 2022 E. 2.5 und B-671/2020 vom 6. Oktober 2020 E. 2.5). 3. 3.1 Die höhere Berufsbildung dient der Vermittlung und dem Erwerb der Qualifikationen, die für die Ausübung einer anspruchs- oder einer verant- wortungsvolleren Berufstätigkeit erforderlich sind (Art. 26 Abs. 1 BBG). Sie kann unter anderem durch eine eidgenössische Berufsprüf ung oder eine eidgenössische höhere Fachprüfung ( Art. 27 Bst. a BBG) erworben wer- den. Die zuständigen Organisationen der Arbeitswelt regeln die entspre- chenden Zulassungsbedingungen, Lerninhalte, Qualifikatio nsverfahren, Ausweise und Titel (Art. 28 Abs. 2 BBG). Vorliegend einschlägig ist die vom Verein ICT-Berufsbildung Schweiz erlassene Prüfungsordnu ng vom 1. März 2012 (nachfolgend: Prüfungsordnung ; vgl. < www.ict-berufsbil- dung.ch > – Weiterbildung – ICT-System- und Netzwerktechniker/in EFA – Prüfungsordnung Berufsprüfungen [2012], zuletzt abgerufen am 9. März 2023). Die detaillierten Bestimmungen über die Prüfungsanforderungen sind in der zugehörigen Wegleitun g (nachfolgend: Wegleitung; vgl. < www.ict-berufsbildung.ch >, zuletzt abgerufen am 9. März 2023) aufge- führt (Ziff. 5.21 Prüfungsordnung). In der Fachrichtung ICT-System- und Netzwerktechnik besteht die Prüfung aus vier Teilen (Ziff. 5.11 Prüfungsordnung): 1. Allgemeine Berufskompetenzen ICT (Berufsfeld) 2. Betrieb von ICT-Systemen und Netzwerken planen 3. ICT-Systeme und Netzwerke aufbauen 4. ICT-Systeme und Netzwerke betreiben B-2084/2022 Seite 8 Dabei wird Prüfungsteil 3 doppelt gewichtet, die übrigen Teile werden ein- fach gewichtet (Ziff. 5.11 Prüfungsordnung). Die Prüfung ist gemäss Ziff. 6.41 Prüfungsordnung bestanden, wenn a) die Gesamtnote mindestens 4,0 beträgt; b) die Note des Prüfungsteils 3 den Wert 4,0 nicht unterschreitet; c) in nicht mehr als zwei Prüfungsteilen eine Note unter 4,0 erteilt wurde; d) die Note keines Prüfungsteils unter 3,0 liegt. 3.2 Die Berufsprüfung hat zum Zweck, dass sich die Absolventinnen und Absolventen über Kenntnisse und Kompetenzen in definierten Fachrich- tungen der ICT (Information and Communication Technology, Informations- und Kommunikationstechnologie) ausweisen. Damit sind sie für die Über- nahme anspruchsvoller Aufgaben in den verschiedenen Bereichen der ICT vorbereitet (Ziff. 1.1 Prüfungsordnung). ICT-System- und Netzwerktechni- ker/-technikerinnen mit eidgenössischem Fachausweis sind für Evaluation, Aufbau, Unterhalt und Betrieb von ICT-System- und Netzwerkinfrastruktu- ren zuständig. Sie planen und verantworten Realisierungsprojekte im Be- reich des Aufbaus und Betriebs von ICT-System- und Netzwerkinfrastruk- turen (vgl. Ziff. 1.1 Prüfungsordnung). Gemäss der Wegleitung en tspricht jede Fachrichtung einem Berufsbild (Ziff. 2.12 Wegleitung). Das Berufsbild definiert eine Kombination von Aufgaben, Tätigkeiten und Funktionen, die in der Arbeitswelt ausgeübt werden (Ziff. 2.11 Wegleitung). Das Qualifika- tionsprofil listet alle für eine Fachrichtung erforderlichen und zu validieren- den Kompetenzen auf (vgl. Ziff. 2.2 Wegleitung). Diese unterteilen sich in allgemeine berufsfeldbezogene Kompetenzen, welche die gemeinsame Basis der ICT -Kompetenzen bilden, und fachrichtungsbezogene Komp e- tenzen, welche die Spezialisierung innerhalb des Berufsfelds definieren (vgl. Ziff. 2.21 Wegleitung). Hinzu kommen Kompetenzen, welche für die Nutzung der eingesetzten Produkte im Arbeitsumfeld erforderlich sind (vgl. Ziff. 2.22 Wegleitung). Die fachricht ungsbezogenen Kompetenzen zum Qualifikationsprofil ICT -System- und Netzwerktechniker/ -in sind in An- hang 1 der Wegleitung aufgeführt ( siehe Ziff. 7.1 Wegleitung). Die Be- schreibungen sämtlicher Kompetenzen des Qualifikationsprofils, die für die Erlangung des eidgenössischen Fachausweises in der ICT vorausgesetzt werden, sind online hinterlegt (für die Weiterbildung ICT-System- und Netz- werktechniker/-in siehe < www.modulbaukasten.ch > – ICT-System- und Netzwerktechniker/-in, zuletzt abgerufen am 9. März 2023). Eine Übersicht dazu, in welchem Prüfungsteil welche Kompetenzen geprüft werden, findet sich in Anhang 5 der Wegleitung (Ziff. 7.5). B-2084/2022 Seite 9 3.3 Angesichts der von ihm erreichten Noten (Sachverhalt Bst. B) erfüllte der Beschwerdeführer die Voraussetzungen zum Bestehen der Prüfung sowohl hinsichtlich der genügenden Gesamtnote ( Ziff. 6.41 Bst. a) Prü- fungsordnung) als auch der genügenden Note im Prüfungsteil 3 (Ziff. 6.41 Bst. b) Prüfungsordnung) nicht. Der Beschwerdeführer macht geltend, es sei in unzulässiger Weise die Fremdsprachenkompetenz Englisch geprüft worden, obwohl die Prüfungsvorgaben keinerlei spezifische Sprachkompe- tenzen, abgesehen von einer Landessprache, forderten. Er erblickt in der Verwendung der englischen Sprache in der Prüfung einen Verfahrensman- gel, wie er mehrfach betont. Er macht aber auch geltend, es seien dadurch zu hohe Anforderungen an die Prüfungsteilnehmer gestellt worden. 4. 4.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft Rügen betreffend Verfahrensfeh- ler mit umfassender Kognition (E. 2.2). Behauptete Mängel im Prüfungsab- lauf sind grundsätzlich sofort, das heisst unmittelbar nach deren Kenntnis- nahme, vorzubringen und der Prüfungskandidat hat allenfalls den Abbruch der Prüfung zu verlangen. Es gibt zwar Ausnahmefälle, in denen dies nicht möglich oder aufgrund der Umstände nicht zumutbar ist. Ansonsten ist es grundsätzlich nicht zuläs sig, formelle Rügen, die in einem früheren Sta- dium hätten geltend gemacht werden können, erst nach dem ungünstigen Ausgang einer Prüfung vorzubringen. Ein derartiges, verspätetes Vorbrin- gen verstösst gegen den Grundsatz von Treu und Glauben und führt zur Verwirkung dieses Rechts ( BGE 135 III 334 E. 2.2; Urteil des BGer 2C_433/2011 vom 1. Juni 2012 E. 2.3.2; Urteil des BVGer B -2880/2018 vom 19. März 2020 E. 6.1 je m.H.). Verfahrensfehler im Prüfungsablauf, d.h. Umstände, die nicht d er Prü- fungskandidat zu vertreten hat und die zu seinen Ungunsten einen regulä- ren Ablauf der Prüfung verhindern, können dazu führen, dass er den be- troffenen Prüfungsteil gebührenfrei wiederholen darf (Urteile des BVGer B-7307/2016 vom 23. August 2017 S. 6, B -5003/2015 vom 11. Februar 2016 E. 5.1). Denn nach ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts ist ein gültiges und nachweislich genügendes Prüfungsresultat grundsätz- liche Voraussetzung für die Erteilung eines Prüfungsausweises. Liegt ein solches wegen Verfahrensfehlern nicht vor, so ist diese Voraussetzu ng nicht erfüllt und es bleibt in der Regel keine andere Lösung, als die betref- fende Prüfung durch die Betroffenen wiederholen zu lassen (BVGE 2010/21 E. 8.1 m.w.H.). Mängel im Prüfungsablauf sind allerdings nur dann beachtlich, wenn sie erheblich sind, d. h. wenn sie das Prüfungsresultat kausal beeinflusst haben oder beeinflusst haben können ( vgl. Urteile des B-2084/2022 Seite 10 BGer 2D_6/2010 vom 24. Juni 2010 E. 5.2 und 1P .420/2000 vom 3. Okto- ber 2000 E. 4b; Urteile des BVGer B-2645/2020 vom 16. Juni 2022 E. 4.1; B-2880/2018 vom 19. März 2020 E. 8.3.2 je m.w.H.). 4.2 Der Beschwerdeführer rügt hinsichtlich der Aufgabe "2021KAF-FABFT T1 KAF 8", dass die zu analysierenden Textpassagen vollständig in engli- scher Sprache vorgelegt worden seien. Die Aufgabe gehe somit weit über die blosse Kenntnis englischer IT-Termini hinaus und erfordere ein vertief- tes Sprach- und Leseverständnis (Beschwerde, Rz. 19). Dass es sich hier- bei um eine alltägliche IT -Situation handle, sei nicht nachvollziehbar (Be- schwerde, Rz. 21). Es sei ihm daher nachträgl ich die volle Punktzahl für diese Aufgabe gutzuschreiben. Bei der Aufgabe "2021FASYS T3 KAF 7" seien entscheidende Aufgabenteile komplett in Englisch aufgelegt worden, wobei es sich ebenfalls nicht um englische IT -Fachtermini, sondern um Fachausdrücke aus anderen Bereichen, wie beispielsweise dem Projekt- management und/oder der Finanzwirtschaft, handle (Beschwerde, Rz. 25). Dieser unzulässige Umstand habe es erschwert, die Aufgabe in der vorge- gebenen Zeit zu lösen (Beschwerde, Rz. 26). Gemäss Ziff. 4.12 der Prü- fungsordnung könne sich eine Kandidatin oder ein Kandidat in einer der drei Amtssprachen Deutsch, Französisch oder Italienisch prüfen lassen. Im Modulbaukasten, der für jede Fachrichtung bestimmte Qualifikationsberei- che definiere, fehlten jegliche Hinweise auf eine bestimmte Sprachkompe- tenz. Dieser Umstand könne nur so verstanden werden, dass die Aufgaben bei den ICT-Berufsprüfungen in einer der drei Amtssprachen aufgelegt wer- den müssten (Beschwerde, Rz. 10, 15). Davon ausgenommen sei die Ver- wendung englischer Fachtermini, wie sie im IT-Alltag oft verwendet würden (Beschwerde, Rz. 16). Es könne aber nicht angehen, Prüfungselemente, welche zur Lösung der gestellten Aufgabe zwingend notwendig seien, nur in Englisch zur Verfügung zu stellen. Eine Übersetzung der Informationen ins Deutsche hätte keine nachteilige Wirkung auf die Prüfungsaufgabe res- pektive auf das geforderte Ergebnis entfaltet (Beschwerde, Rz. 29). 4.3 Die Vorinstanz geht davon aus, dass sich Abschlüsse der eidgenössi- schen Prüfungen durch einen direkten Bezug zur beruflichen Praxis und zum Arbeitsmarkt auszuzeichnen hätten. Die Berufsprüfung für ICT -Sys- tem- und Netzwerktechnik bewege sich in einem englisch geprägten Ar- beitsumfeld, sodass die Prüfung ohne jed e Verwendung der englischen Sprache diesem Anspruch nicht gerecht werden könnte . Die Aufgaben müssten nicht in ihrer Gesamtheit in einer der vorgegebenen Amtsspra- chen formuliert sein. Der Beschwerdeführer mache zudem nicht geltend, er habe die Aufgabe wegen der Verwendung der englischen Sprache nicht B-2084/2022 Seite 11 verstehen oder lösen können oder er sei wegen dieser Aufgabengestaltung aus einem anderen Grund gegenüber den anderen Kandidierenden be- nachteiligt gewesen. Ausgangslage und Aufgabentext seien sodann je- weils in deutscher Sprache verfasst gewesen. 4.4 4.4.1 Der Titel der Aufgabe "2021FASYS T3 KAF 7" lautet "Berichterstat- tung eines Projektportfolios vorbereiten ". Als Ausgangslage wird angege- ben: "In einem Unternehmen werden die Projektfortschritte aller Projekte mittels Ertragswertanalyse (Earned Value Analysis) überwacht. Am Ende jedes Quartals erfolgt eine zusammenfassende Berichterstattung gegen- über der Geschäftsleitung, in welcher die Termin - und Kostenabweichun- gen sowie der Projektfortschritt in einem Diagramm in der folgenden Form ausgewiesen werden." Es folgt ein Diagramm, bei welchem die horizontale Achse mit "cost variance CV" und die vertikale Achse mit "schedule vari- ance SV" beschriftet ist und in welchem sich drei unterschiedlich grosse Kreise befinden. Der Aufgabentext gibt dazu an: "Die Grösse der Kreise im Diagramm entspricht dem Budget und der Kreissektor dem prozentualen Projektfortschritt. Das abgebildete Diagramm zeigt 3 der insgesamt 5 lau- fenden Projekte im Unternehmen. Die relevanten Kennzahlen aller 5 Pro- jekte aus dem letzten Quartal präsentierten sich wie folgt." Darauf folgt eine Tabelle mit Angaben zu den Projekten, wobei die sechs Spaltenüberschrif- ten folgende englische Bezeichnungen aufweisen: "project", "budget BAC", "actual progress", "earned value EV", "cost performance index CPI " und "schedule performance index SPI". Ein nachfolgendes Formelblatt ("Cheat Sheet") illustriert die Zusammenhänge der Ertragswertanalyse (mit je einer Spalte "Value" und "Formula"; vgl. Vorinstanz, act. 14, S. 64-66). Anschlies- send folgen drei auf Deutsch gestellte Teil aufgaben, wonach das Dia- gramm aus der Ausgangslage mit den relevanten Informationen der beiden darauf fehlenden Projekte 3 und 4 zu ergänzen ist ( Teilaufgabe 1; 10 Punkte; Vorinstanz, act. 14, S. 66), die Projektdauer eines Projekts zu berechnen ist (Teilaufgabe 2, 2 Punkte; Vorinstanz, act. 14, S. 70) und die Gesamtkosten eines Projekts zu eruieren sind ( Teilaufgabe 3, 3 Punkte; Vorinstanz, act. 14, S. 74). 4.4.2 Im betroffenen Prüfungsteil 3 kann u nter anderem die Kompetenz 249 mit dem Titel "Projekte planen und überwachen" aus dem Modulbau- kasten geprüft werden ( Ziff. 7.5 Wegleitung). Auch der Beschwerdeführer scheint davon auszugehen, dass der Aufgabe vornehmlich diese Kompe- tenz zugrunde liegt (Beschwerde, Rz. 27). Die Modulidentifikation führt zu-B-2084/2022 Seite 12 nächst unter dem Titel "Project Management" "Kompetenz" ( "Plant, über- wacht und steuert ein Projekt abgestimmt auf den Projektauftrag") und "Ob- jekt" ("Projekte mit vorgegebenem Projektauftrag") aus und geht dann im Einzelnen auf die entsprechenden Handlungsziele und handlungsnotwen- digen Kenntnisse ein (< https://www.modulbaukasten.ch/module/249/3/de- DE >, zuletzt abgerufen am 9. März 2023; Beschwerdeführer, act. L). Vor diesem Hintergrund ist der Beschwerdeführer nicht zu hören, wenn er gel- tend macht, die Verwendung von Fachausdrücken aus dem Bereich des Projektmanagements und der Finanzwirtschaft sei unzulässig, gehört doch das Projektmanagement (unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte) nach seiner eigenen zutreffenden Darstellung zum Prüfungsstoff. Zwar ist ihm darin zuzustimmen, dass weder der Prüfungsordnung noch der Weg- leitung und der angeführten Modulidentifikation ein expliziter Hinweis auf eine Sprachko mpetenz in Englisch zu entnehmen ist (vgl. Beschwerde, Rz. 21). Jedoch ist festzustellen, dass die in der Aufgabe im Formelblatt ("Cheat Sheet ") verwendeten Ausdrücke grösstenteils dem englischen Grundwortschatz zuzuordnen sein dürften (etwa "schedule", "value", "per- formance") und/oder der deutschen Entsprechung sehr ähnlich sind (etwa "variance", "complete"). Hinzu kommt, dass die ausführliche Formelsamm- lung es wesentlich erleichtert, die gesuchten Werte über Zwischenschritte und anhand der zahlreichen Definitionen logisch zu kombinieren, ohne da- bei notwendigerweise sämtliche Begriffe übersetzen zu müssen. Dazu wird in den Aufgaben nicht verlangt, die Lösungen auf Englisch zu formulieren, was ein passives Verständnis der Begriffe ausreichen lässt. Vielmehr sind unbestrittenermassen sowohl die Ausganslage als auch die Aufgabenstel- lung in den Aufgaben in deutscher Sprache verfasst. Insgesamt dürfte sich somit ein allfällig verbliebener Zeitaufwand für die Übersetzung einzelner Begriffe in einem engen Rahmen bewegt haben. Der Beschwerdeführer legt sodann nicht dar, welche in der Aufgabe ver- wendeten Begriffe er im Einzelnen als Verwendung englischer Fachtermini (vgl. Beschwerde, Rz. 16) als zulässig respektive insbesondere als unzu- lässig (vgl. Beschwerde, Rz. 25 f.) erachtet. Aus seinen Ausführungen er- hellt im Weiteren nicht, welche Ausdrücke er nicht verstanden hat (respek- tive nicht übersetzen konnte) und inwiefern ihm dies verunmöglicht hat, die Aufgabe trotz des zur Verfügung gestellten "Cheat Sheets" zu lösen. Er macht gerade nicht geltend, über keinerlei Englischkenntnisse zu verfügen. Er rügt denn auch die Verwendung von englischsprachigen Ausdrücken nur noch bei zwei Aufgaben und nicht me hr wie im vorinstanzlichen Ver- fahren auch bei der Aufgabe "2020FASYS T3 KAF 5" (vgl. seine Replik im vorinstanzlichen Verfahren, Vorinstanz, act. 11, S. 3 und die dazugehörige B-2084/2022 Seite 13 Aufgabe, act. 14, S. 53 ff.). Ebenso wenig wendet er sich gegen die zutref- fende Erwägung im angefochtenen Entscheid, wonach sich die Berufsprü- fung für ICT-System- und Netzwerktechnik in einem englisch geprägten Ar- beitsumfeld bewegt (angefochtener Entscheid E. 7.3). In diesem Zusam- menhang ist auch zu berücksichtigen, dass es sich bei der streitgegen- ständlichen Berufsprüfung um eine solche der Weiter-, nicht der Grundbil- dung handelt (vgl. Art. 26 ff. BBG, Ziff. 3.31 Prüfungsordnung), welche die Absolventinnen und Absolventen für die Übernahme auch anspruchsvoller Aufgaben in Berufsfeld vorbereitet ( vgl Ziff. 1.1 Prüfungsordnung). Ent- sprechend kann erwartet werden, dass ein Kandidat oder eine Kandidatin über die zur Lösung der Aufgabe notwendigen Englischkenntnisse im dar- gelegten Rahmen und mit Beizug allfälliger Hilfsmittel verfügt, selbst wenn als Prüfungssprache eine Amtssprache gewählt wird (vgl. auch Urteil des BVGer B-5503/2010 vom 11. Mai 2012 E. 5.6). Eine Benachteiligung ge- genüber den anderen Kandidatinnen und Kandidaten seiner Prüfungs- runde macht der Beschwerdeführer im Übrigen nicht geltend. Eine solche ist auch nicht ersichtlich. 4.4.3 Nachdem feststeht, dass bei der Aufgabe "2021FASYS T3 KAF 7" keine Mängel auszumachen sind, bleibt es im betroffenen Prüfungsteil 3 bei einer ungenügenden Note. Der Beschwerdeführer besteht die Prüfung somit bereits aus diesem Grund nicht (vgl. Ziff. 6.41 Bst. b) Prüfungsord- nung; E. 3.1 und 3.3). Folglich braucht an dieser Stelle nicht mehr näher auf die Rüge betreffend die Aufgabe "2021KAF-FABFT T1 KAF 8" einge- gangen zu werden (vgl. E. 4.1). Immerhin kann festgehalten werden, dass das in Bezug auf die soeben geprüfte Aufgabe Festgestellte im Wesentli- chen gleichermassen gilt. 4.5 Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, durch die Verwendung der englischen Sprache seien zu hohe Anforderungen gestellt worden (Be- schwerde, Rz. 34), erklärte der Prüfungsleiter in der Vernehmlassung der Erstinstanz im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren, der verwendete englische Text entspreche einer beruflichen Situation, wie sie in der Infor- matik Alltag sei. Zudem hätten den Kandidierenden der Zugriff auf alle Pro- gramme auf ihrem Gerät zur Verfügung gestanden und es sei erlaubt ge- wesen, mit einem Wörterbuch allfällige Übersetzungen vorzunehmen (Vorinstanz, Schreiben der Prüfungskommission vom 5. November 2021 , act. 9). Die Vorinstanz hielt dazu im angefochtenen Entscheid fest, dass der Beschwerdeführer nicht substantiiert einen Nachteil darzulegen ver- möge, weshalb auf dieses Vorbringen nicht einzugehen sei (angefochtener Entscheid, E. 7.3). Der Beschwerdeführer beschränkt sich in der Tat – auch B-2084/2022 Seite 14 im vorliegenden Verfahren – auf die pauschale Rüge, durch die Verwen- dung der englischen Sprache seien an der Prüfung zu hohe Anforderungen gestellt worden. Substantiierte Anhaltspunkte hierfür liefert er keine. Es ist daher und vor dem Hintergrund der Ausführungen der Fach behörde und der Zurückhaltung, die sich das Bundesverwaltungsgericht aufzuerlegen hat (vgl. E. 2.1), nicht weiter auf diese, in materieller Hinsicht verfasste Rüge einzugehen. 4.6 Schliesslich geht der Beschwerdeführer davon aus, die Erstinstanz praktiziere seit Jahre n ein anderes Vorgehen bei Verfahrensfehlern. Im Rahmen einer Berufsprüfung einer anderen Fachrichtung sei nach einigen Diskussionen eine Aufgabe neutralisiert und den betroffenen Personen die gewünschte Punktzahl gutgeschrieben respektive die Mindestpunkt zahl zum Bestehen der Prüfung gesenkt worden. Die Vorinstanz führt dazu in ihrer Vernehmlassung aus, es sei grundsätzlich nicht zu beanstanden, wenn nach dem Streichen von Aufgaben die Mindestpunktzahl zum Beste- hen der Prüfung gesenkt werde, mithin die Not enskala angepasst werde. Dies sei indessen nicht auf Beschwerdeebene vor der Vorinstanz erfolgt, sondern zu einem früheren Zeitpunkt. Sämtliche Beschwerden gegen die Prüfungsentscheide der vom Beschwerdeführer angeführten Fachrichtung seien zurückgezogen oder vollumfänglich abgewiesen worden. Da in der vom Beschwerdeführer absolvierten Prüfung kein Anlass bestehe, die von ihm erwähnten Aufgaben zu streichen, erübrige es sich, weiter auf sein Vorbringen einzugehen. Es ist, nach dem Dargelegten, nicht ersichtlich, inwiefern im Falle des Be- schwerdeführers die beanstandeten Aufgaben gestrichen bzw. nicht in die Bewertung miteinbezogen werden sollen. Der Beschwerdeführer vermag mit seinem Hinweis auf eine angebliche – von der Vorinstanz bestrittene – Praxis nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. 4.7 Die Verwendung englischsprachiger Begriffe in de n beiden Aufgaben ist somit nicht zu beanstanden. Die Rügen erweisen sich als unbegründet, soweit sie nicht ohnehin verspätet vorgebracht wurden (vgl. E. 4.1). 5. Zusammenfassend stellt die Verwendung englischer Ausdrücke in den bei- den gerügten Aufgaben weder einen Verfahrensmangel dar noch wurden dadurch zu hohe Anforderungen an die Kandidierenden gestellt. Die Vor- instanz hat die Beschwerde gegen die Verfügung der Erstinstanz somit zu Recht abgewiesen. Die Anträge des Beschwerdeführers, wonach ihm der B-2084/2022 Seite 15 Fachausweis zu erteilen sei (Rechtsbegehren 1), die Kosten des vor - instanzlichen Verfahrens neu zu verlegen seien und ihm eine Entschädi- gung zuzusprechen sei (Rechtsbegehren 2), sind damit abzuweisen. Auf das Rechtsbegehren 4 ist, wie gesehen (E. 1.4), nicht einzutreten. 6. Entsprechend dem Verfahrensausgang gilt der Beschwerdeführer im vor- liegenden Beschwerdeverfahren als unterliegend. Ihm sind die Verfahrens- kosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun- desverwaltungsgericht [VGKE; SR 173.320.2]). Diese werden mit Blick auf den Verfahrensaufwand u nd die Schwierigkeit der Streitsache auf Fr. 1'500.- festgesetzt (Art. 63 Abs. 4 bis VwVG, Art. 2 Abs. 1 VGKE). Der geleistete Kostenvorschuss ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu ver- wenden. Eine Parteientschädigung wird bei diesem Verfahrensausgang nicht ausgerichtet (Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1 und 3 VGKE). 7. Nach Art. 83 Bst. t des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht unzulässig gegen Entscheide über das Ergebnis von Prüfungen und anderen Fähigkeitsbewertungen, namentlich auf den Ge- bieten der Schule, der Weiterbildung und der Berufsausübung. Unter die- sen Ausschlussgrund fallen Prüfungsergebnisse im eigentlichen Sinn, aber auch alle anderen Entscheide, die sich auf eine Bewertung der intellektu- ellen oder physischen Fähigkeiten oder die Eignung eines Kandidaten be- ziehen (vgl. BGE 147 I 73 E. 1.2.1 und 138 II 42 E. 1.1, je mit weiteren Hinweisen). Wenn andere Entscheide im Zusammenhang mit einer P rü- fung strittig sind, insbesondere solche organisatorischer oder verfahrens- rechtlicher Natur, bleibt das Rechtsmittel zulässig (vgl. BGE 147 I 73 E. 1.2.1 mit weiteren Hinweisen). (Dispositiv nächste Seite) B-2084/2022 Seite 16 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Der eingezahlte Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird zur Bezah- lung der Verfahrenskosten verwendet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz, die Erstin- stanz und das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF. Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: Mia Fuchs Pascal Sennhauser B-2084/2022 Seite 17 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange- legenheiten geführt werden , sofern die Voraussetzungen gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind . Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung überge- ben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amts- sprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent- scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Par- tei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 29. März 2023 B-2084/2022 Seite 18 Zustellung erfolgt an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) – die Erstinstanz (Gerichtsurkunde) – das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF (Gerichtsurkunde)