<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00213</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206166&amp;W10_KEY=13013560&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00213</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 30.08.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 10.07.2007 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>UVP-Pflicht</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Durchführung einer jährlich wiederkehrenden Open-Air-Kinoveranstaltung ("Kino am Pool") in der Sport- und Freizeitanlage Erlenpark. Keine UVP-Pflicht. Beim Kinobetrieb handelt es sich nicht um eine Neuanlage, sondern um eine neue Nutzungsart der bestehenden Anlage Erlenpark (E. 5.1.2). Die Umstände, dass der Kinobetrieb ohne weiteres dem Zweck der regionalen Sport- und Freizeitanlage Erlenpark entspricht, die für das Kinoprojekt erforderlichen baulichen Massnahmen geringfügig sind und die Veranstaltung zeitlich beschränkt ist, sprechen gegen die Annahme einer wesentlichen Änderung der Anlage Erlenpark im Sinn von Art. 2 Abs. 1 lit. a UVPV. Der weitere Umstand, dass durch den Kinobetrieb temporär grössere Fahrzeugströme anfallen, ist eine Folge der bestimmungsgemässen Nutzung der Anlage und erscheint mangels Bestimmtheit nicht als taugliches Kriterium für die Verpflichtung zu einer UVP. Aufgrund der geringen Intensität der Nutzung des Erlenparks durch die Kinoveranstaltungen ist somit nicht davon auszugehen, dass die (dem Erlenpark zuzurechnenden) Umweltbelastungen eine ins Gewicht fallende Veränderung erfahren (E. 5.1.3). Unter den vorliegenden Umständen ist auch nicht davon auszugehen, dass sich der Erlenpark und der GC/Campus bzw. deren Parkierungsanlagen im Zusammenhang mit den Kinoveranstaltungen derart ergänzen, dass sie als betriebliche Einheit und somit als ein UVP-pflichtige Gesamtanlage zu betrachten wären (E. 5.1.4). Gutheissung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃNDERUNG">ÃNDERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANLAGE">ANLAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESTEHEND">BESTEHEND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: UMWELTVERTRÃGLICHKEITSPRÃFUNG (UVP)">UMWELTVERTRÃGLICHKEITSPRÃFUNG (UVP)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UVP-PFLICHT">UVP-PFLICHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 9 Abs. I USG</span><br/><span class="ungerade">Art. 1 UVPV</span><br/><span class="gerade">Art. 2 Abs. I lit. a UVPV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die den Politischen Gemeinden Dielsdorf, Niederhasli und Steinmaur gehÃ¶rende Sportanlage Erlen AG betreibt den in Dielsdorf gelegenen Erlenpark. Dieser befindet sich am Ã¶stlichen Ortsrand zwischen der Niederhaslistrasse und dem Bahntrassee; nÃ¶rdlich davon liegt der im Jahr 2005 fertiggestellte GC/Campus, und jenseits der Niederhaslistrasse erstreckt sich die Pferderennsportanlage Dielsdorf. Der Erlenpark umfasst verschiedene Sport- und Freizeiteinrichtungen wie Hallenbad und Freibad, TennisplÃ¤tze, einen Fussballplatz sowie einen Roller- und Freizeitpark (vgl. www.erlenpark.ch). Teilbereiche dienen auch der DurchfÃ¼hrung von Veranstaltungen, so etwa die Kultarena fÃ¼r Zelt- und Open-Air-Veranstaltungen mit einer KapazitÃ¤t bis zu 10'000 Personen (vgl. www.erlenpark.ch/events). Zu diesen Veranstaltungen gehÃ¶rte auch das in den Jahren 1997 bis 2002 durchgefÃ¼hrte "Kino am Pool". GemÃ¤ss Bau- und Zonenordnung der Gemeinde Dielsdorf vom 16. MÃ¤rz 1994 (BZO) liegt das Areal Kat.-Nr. 01 in der Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten; dieser ist gemÃ¤ss Art. 43 Abs. 1 lit. c der LÃ¤rmschutz-Verordnung (LSV) vom 15. Dezember 1986 die Empfindlichkeitsstufe III zugeordnet.</p> <p class="Urteilstext">Am 2. Mai 2003 lehnte der Gemeinderat Dielsdorf ein weiteres Gesuch der A GmbH um Bewilligung des Kinos am Pool fÃ¼r den Sommer 2003 wegen "LÃ¤rmklagen" ab. Einen hiergegen erhobenen Rekurs der Gesuchstellerin wies das Statthalteramt Dielsdorf am 27. Mai 2003 ab; deren Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht am 2. Oktober 2003 wegen Missachtung der ZustÃ¤ndigkeitsvorschriften teilweise gut und hob die angefochtenen Entscheide auf (<span>RB 2003 Nr. 80 = BEZ 2004 Nr. 10 = URP 2004, S. 331</span>).</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Nachdem das "Kino am Pool" wegen des Rechtsmittelverfahrens in den Jahren 2003 und 2004 in Eglisau stattgefunden hatte, ersuchte die Betreiberin den Gemeinderat Dielsdorf am 26. November 2004 erneut um Erteilung einer baurechtlichen Bewilligung fÃ¼r die DurchfÃ¼hrung eines jÃ¤hrlich wiederkehrenden Open-Air-Kinos im Erlenpark. GemÃ¤ss Baugesuch sollen die VorfÃ¼hrungen jeweils wÃ¤hrend den Sommerferien in den Monaten Juli/August wÃ¤hrend maximal 24 Tagen stattfinden. Im Unterschied zu den frÃ¼heren AnlÃ¤ssen sollen der Standort nunmehr von der grossen Wiese beim Pool auf die Spielwiese in der sÃ¼dwestlichen GrundstÃ¼cksecke verschoben und die Lautsprecheranlagen nach Norden ausgerichtet werden. Laut einem dem Baugesuch beiliegenden Betriebskonzept vom 25. November 2004 fasst das Kino maximal 1'800 Besucherinnen und Besucher, denen 670 AbstellplÃ¤tze im Freien zur VerfÃ¼gung stehen.</p> <p class="Sachverhalt2">Am 8. April 2005 erteilte der Gemeinderat die Baubewilligung unter Nebenbestimmungen. Die BehÃ¶rde erwog, dass sie mangels gesetzlich geregelter Belastungsgrenzwerte gestÃ¼tzt auf Art. 15, 19 und 23 des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983 (USG) in Verbindung mit Art. 40 Abs. 3 LSV im Einzelfall entscheiden mÃ¼sse, ob der anfallende LÃ¤rm zumutbar sei. GemÃ¤ss LÃ¤rmgutachten der EidgenÃ¶ssischen MaterialprÃ¼fungs- und Forschungs-Anstalt (EMPA) vom 28. Mai 2004 fÃ¼hrten die zu erwartenden Immissionen in den Wohngebieten nicht zu GrenzwertÃ¼berschreitungen. Weil die VorfÃ¼hrungen ausserhalb der Ã¼blichen Ãffnungszeiten des Schwimmbads stattfÃ¤nden, seien hinsichtlich der Parkierung keine Probleme zu erwarten. Die auf dem Areal insgesamt vorhandenen AbstellplÃ¤tze genÃ¼gten auch fÃ¼r diese Veranstaltungen. GemÃ¤ss Stellungnahme des Amts fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit (AWA) vom 23. Dezember 2004/13. Januar 2005 sei die Gemeinde fÃ¼r den Arbeitnehmer- und den LÃ¤rmschutz abschliessend zustÃ¤ndig.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Gegen die Baubewilligung erhoben der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) sowie D als RechtsvorgÃ¤nger von E und F Rekurs. WÃ¤hrend letzterer die Aufhebung des angefochtenen Beschlusses und die Verweigerung der Baubewilligung beantragte, verlangte der VCS die RÃ¼ckweisung der Sache an den <span>Gemeinderat</span> Dielsdorf zur DurchfÃ¼hrung einer UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung (UVP).</p> <p class="Urteilstext">Der Regierungsrat vereinigte die Rekurse und hiess sie am 29. MÃ¤rz 2006 teilweise gut, soweit sie nicht gegenstandslos geworden waren. Der angefochtene Beschluss wurde aufgehoben und die Sache zur AbklÃ¤rung des Sachverhalts (DurchfÃ¼hrung einer UVP, Einholung eines LÃ¤rmschutzgutachtens) und zum Neuentscheid an den Gemeinderat Dielsdorf zurÃ¼ckgewiesen. Im Ãbrigen blieben die Rekurse erfolglos.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>IV. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit Beschwerde vom 4. Mai 2006 liess die A GmbH dem Verwaltungsgericht unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des VCS bzw. der Staatskasse fÃ¼r das Rekurs- wie das Beschwerdeverfahren beantragen:</p> <p class="EinzugZitat"><span>"1. In Gutheissung der Beschwerde sei der angefochtene Entscheid (â¦) insoweit aufzuheben, als die DurchfÃ¼hrung einer UVP verlangt wird und die Sache insoweit zum Neuentscheid an die BaubehÃ¶rde Dielsdorf zurÃ¼ckgewiesen wird.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>2. Eventualantrag: Eventualiter sei die Baubewilligung mit der Auflage zu ergÃ¤nzen, dass fÃ¼r die Kinoveranstaltung nur die 292 ParkplÃ¤tze des Erlenparkes in Anspruch genommen werden dÃ¼rfen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3. Es sei ein Augenschein vor Ort durchzufÃ¼hren."</span></p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext">Namens des Regierungsrats schloss die Staatskanzlei am 15. Mai 2006 auf Abweisung der Beschwerde. Die vom Verwaltungsgericht als Beschwerdegegnerschaft bezeichneten privaten Rekurrierenden Ã¤usserten sich am 2. Juni 2006 zur Beschwerde dahingehend, dass sie am Beschwerdeverfahren nicht beteiligt seien und stellten folglich auch keine AntrÃ¤ge. Der VCS liess am 12. Juni 2006 Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin beantragen.</p> <p class="Urteilstext">Auf die Parteivorbringen und die vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen ist, soweit entscheidrelevant, in den nachfolgenden UrteilsgrÃ¼nden zurÃ¼ckzukommen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde richtet sich gegen einen RÃ¼ckweisungsentscheid, womit der Regierungsrat den Gemeinderat Dielsdorf zur DurchfÃ¼hrung einer UVP und zu einer verbesserten Untersuchung der aus dem Kinobetrieb mutmasslich anfallenden LÃ¤rmimmissionen verpflichtet hat. Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG) vom 24. Mai 1959 sachlich zustÃ¤ndig. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung handelt es sich bei der Beurteilung der UVP-Pflicht nach Art. 9 USG um einen Teilentscheid Ã¼ber eine materielle Rechtsfrage, der somit wie ein Endentscheid angefochten werden kann (BGE 117 Ib 135 E. 1c = URP 1991, S. 426; Heribert Rausch/Helen Keller in: Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 2001, Art. 9 N. 55).</p> <p class="Urteilstext">Weil das baurechtliche Gesuch eine jÃ¤hrlich wiederkehrende Veranstaltung betrifft, steht das aktuelle Interesse an der Beurteilung des Rechtsmittels ausser Frage; ein hinreichendes Rechtsschutzinteresse wÃ¤re indessen wegen der aufgeworfenen Grundsatzfragen selbst dann anzunehmen, wenn das Begehren nur ein bestimmtes Jahr betroffen hÃ¤tte (VGr, 12. Dezember 2005, VB.2005.00324, E. 1, 2. Oktober 2003, VB.2003.00216, E. 1, jeweils unter www.vgrzh.ch). Auf die im Ãbrigen form- und fristgerecht erhobene Beschwerde ist daher einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Der Streitgegenstand beschrÃ¤nkt sich gemÃ¤ss Hauptantrag auf die Frage, ob die Rahmen-Baubewilligung fÃ¼r das jÃ¤hrlich wÃ¤hrend den Sommerferien im Juli/August vorgesehene Open-Air-Kino eine UVP erfordere oder nicht. Hingegen hat die BeschwerdefÃ¼hrerin den Rekursentscheid insoweit hingenommen, als der Gemeinderat Dielsdorf zu ergÃ¤nzenden lÃ¤rmschutzrechtlichen AbklÃ¤rungen verpflichtet worden ist. Anzumerken bleibt, dass sich das Verwaltungsgericht anlÃ¤sslich der Beurteilung einer wÃ¤hrend vier Wochen im Sommer 2005 vorgesehenen Open-Air-Kinoveranstaltung auf dem Uetliberg</span> der <span>PaxisÃ¤nderung der Baurekurskommissionen (</span>BEZ 2002 Nr. 40) <span>angeschlossen hat, wonach der nicht unter Anhang 6 LSV fallende LÃ¤rm von der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde und nicht vom AWA zu beurteilen ist (</span>VGr, 12. Dezember 2005, VB.2005.00324, E. 4.2, www.vgrzh.ch; <span>anders noch RB 2003 Nr. 80 = BEZ 2004 Nr. 10 = URP 2004, S. 331).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>E und F</span> (private Rekurrierende) sind am vorliegenden Verfahren, bei dem es nur noch um die Frage der UVP-Pflicht der Open-Air-Kino-Veranstaltungen geht, nicht mehr beteiligt und damit nicht Beschwerdegegnerschaft. Das Rubrum ist entsprechend zu berichtigen (§ 71 VRG in Verbindung mit § 166 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der fÃ¼r die Frage der UVP-Pflicht entscheidwesentliche Sachverhalt geht aus den Akten klar hervor. Der Regierungsrat hat daher auf einen Augenschein verzichten dÃ¼rfen. Ebenso wenig bedarf es eines verwaltungsgerichtlichen Augenscheins (RB 1995 Nr. 12 = BEZ 1995 Nr. 32 mit Hinweisen; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 7 N. 45). Auch anderweitige ergÃ¤nzende Untersuchungshandlungen drÃ¤ngen sich nicht auf.</p> <p class="Erwgung1"><a id="_Ref146598620"><b>5. </b> </a></p> <p class="Erwgung2">In RB 2003 Nr. 80 (= BEZ 2004 Nr. 10 = URP 2004, S. 331) erwog das Verwaltungsgericht, dass es sich bei der regionalen Sport- und Freizeitanlage Erlenpark als ortsfeste Einrichtung um eine Anlage im Sinn von Art. 7 Abs. 7 USG handle. Die von der Sport- und Freizeitanlage ausgehenden Immissionen samt jenen aus den Open-Air-Kinoveranstaltungen seien grundsÃ¤tzlich dem Betrieb dieser Anlage zuzurechnen und daher nach den LÃ¤rmschutzvorschriften des USG zu beurteilen. Infolge dieser AnknÃ¼pfung brauche nicht abgeklÃ¤rt zu werden, ob bereits die fÃ¼r den Kinobetrieb verwendeten VerstÃ¤rker und Lautsprecheranlagen als bewegliche Anlagen im Sinn von Art. 7 Abs. 7 USG zu gelten hÃ¤tten. Soweit solche GerÃ¤te dem Betrieb einer ortsfesten Anlage dienten, wÃ¼rden ihre Emissionen gemÃ¤ss Art. 4 Abs. 4 LSV nach den Vorschriften Ã¼ber ortsfeste Anlagen begrenzt (E. 3b). Ferner sei fraglich, ob die jÃ¤hrliche Veranstaltung des "Kinos am Pool" einer wiederkehrenden Bewilligung bedÃ¼rfe oder ob nicht bereits die ursprÃ¼ngliche Betriebsbewilligung fÃ¼r den Erlenpark die Erlaubnis fÃ¼r die DurchfÃ¼hrung solcher AnlÃ¤sse mitumfasst habe. Aufgrund des Internetauftritts des Erlenparks sei nicht auszuschliessen, dass der sommerliche Kinobetrieb bereits als Open-Air-Veranstaltung zur bestimmungsgemÃ¤ssen Benutzung der Anlage gehÃ¶re und der Betriebsgesellschaft daher schon ursprÃ¼nglich vorsorgliche BetriebsbeschrÃ¤nkungen etwa hinsichtlich Anzahl und Zeiten der Veranstaltungen, LautstÃ¤rke von GerÃ¤ten usw. auferlegt worden seien. Falls sich diese als ungenÃ¼gend erweisen sollten, hÃ¤tten die BehÃ¶rden im Sinn einer Anpassung zusÃ¤tzliche Massnahmen zur Begrenzung der Emissionen im Sinn einer Anpassung zu prÃ¼fen (E. 4a).</p> <p class="Urteilstext"><span>Vorliegend stellt sich die â vom Verwaltungsgericht damals nicht zu beurteilende â Frage, ob fÃ¼r das Open-Air-Kinoprojekt eine UVP durchzufÃ¼hren sei. Weiter stellt sich die Frage, ob dabei fÃ¼r den Erlenpark als Ganzes eine UVP durchzufÃ¼hren sei oder ob das Open-Air-Kino fÃ¼r sich eine UVP-pflichtige Anlage darstelle. </span>Anzumerken ist, dass die Baubewilligung fÃ¼r den Erlenpark am 6. MÃ¤rz 1974, also vor Inkrafttreten des Umweltschutzgesetzes per 1. Januar 1985, erteilt wurde, so dass damals keine Verpflichtung zu einer UVP bestand. Dasselbe gilt auch fÃ¼r eine am 7. Oktober 1981 bewilligte Erweiterung.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Art. 9 Abs. 1 USG schreibt fÃ¼r Anlagen, welche die Umwelt erheblich belasten kÃ¶nnen, eine UVP vor. Die der UVP unterstehenden Anlagen werden im Anhang der Verordnung Ã¼ber die UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung (UVPV) vom 19. Oktober 1988 abschliessend bezeichnet (vgl. Art. 1 UVPV; BGE 123 II 219 E. 6a). Dabei ist zu unterscheiden, ob es sich um die Errichtung einer neuen (Art. 1 UVPV) oder um die Ãnderung einer bestehenden Anlage (Art. 2 UVPV) handelt. Letztere muss wesentlich sein, das heisst wesentliche Umbauten, Erweiterungen oder BetriebsÃ¤nderungen betreffen (Art. 2 Abs. 1 lit. a UVPV). Ob die Ãnderung wesentlich ist, bestimmt sich nach<a id="page495"></a> dem Zweck der UVP. Diese will eine vorgÃ¤ngige Kontrolle sicherstellen. Die PrÃ¼fung soll nach ausdrÃ¼cklicher Vorschrift eingreifen, bevor die BehÃ¶rde entscheidet und bevor die Umwelt belastet ist; es genÃ¼gt, dass Errichtung oder Ãnderung von Anlagen die Umwelt erheblich belasten kÃ¶nnen (Art. 9 Abs. 1 USG). Von einer wesentlichen Ãnderung ist somit dann zu sprechen, wenn die der Anlage zuzurechnenden Umweltbelastungen eine ins Gewicht fallende VerÃ¤nderung erfahren kÃ¶nnen (BGE 115 Ib 472 E. 3a; Rausch/Keller in: Kommentar USG, 2001, Art. 9 N. 43).</p> <p class="Erwgung3"><b>5.1.1 </b>Die Vorinstanz erwog, eine UVP-Pflicht sei zunÃ¤chst aufgrund von Art. 1 UVPV in Verbindung mit Ziffer 11.4 des Anhangs zur UVPV anzunehmen, wonach die Neuerrichtung von ParkhÃ¤usern und -plÃ¤tzen fÃ¼r mehr als 300 Motorwagen darunter falle. Weil das Open-Air-Kino ausserhalb der Ã¼blichen Ãffnungszeiten des Schwimmbads betrieben werde, erÃ¼brigten sich zusÃ¤tzliche Parkfelder. Die Gesuchstellerin rechne mit einer Fahrzeugbewegung je 3â4 Zuschauer; pro ausverkauften Kinoabend ergÃ¤ben sich daher 450‑600 belegte Parkfelder bzw. 900â1'200 Zu- und Wegfahrten. Dass fÃ¼r das umstrittene Vorhaben keine neuen AbstellplÃ¤tze geschaffen wÃ¼rden, spreche jedoch nicht von vornherein gegen eine UVP-Pflicht. Ebenso wenig spiele eine Rolle, dass einzelne BadegÃ¤ste auch die KinovorfÃ¼hrungen besuchten, denn die MÃ¶glichkeit einer Verbindung beider Angebote steigere die Besucherzahl. Massgebend sei, dass sich aufgrund des Projekts das spezifische Verkehrspotenzial der Nutzung der zur VerfÃ¼gung stehenden 670 AbstellplÃ¤tze Ã¤ndere. DemgegenÃ¼ber seien die â nach Angaben der Gesuchstellerin weit geringeren, selten die Grenze von 300 Parkfeldern Ã¼berschreitenden â tatsÃ¤chlichen Besucherfrequenzen wenig aussagekrÃ¤ftig. Mangels allgemein anerkannter Erfahrungszahlen fÃ¼r Open-Air-Kinoveranstaltungen sei auf die mÃ¶gliche KapazitÃ¤t abzustellen. Die jÃ¤hrlich wiederkehrende und auf eine lange Zeitperiode ausgerichtete Veranstaltung lÃ¶se tÃ¤glich wÃ¤hrend kurzer Zeit einen gebÃ¼ndelten Verkehrsstrom aus, welcher die Umwelt und die Erschliessung belasten kÃ¶nne. Daher sei die UVP-Pflicht zu bejahen. Dass das Verwaltungsgericht im Entscheid RB 2003 Nr. 80 hierzu nichts gesagt, sondern sich auf das Thema der baurechtlichen Bewilligungspflicht beschrÃ¤nkt habe, stehe diesem Schluss nicht entgegen.</p> <p class="Urteilstext">Im Weiteren ergibt sich die UVP-Pflicht gemÃ¤ss der Vorinstanz aus Art. 2 UVPV. Aufgrund des Kinobetriebs Ã¤ndere sich das spezifische Verkehrspotenzial einer Parkierungsanlage mit Ã¼ber 300 AbstellplÃ¤tzen. Im Erlenpark fÃ¤nden zwar nach Auskunft der Gemeinde Dielsdorf Grossveranstaltungen statt, die im Einzelfall polizeilich bewilligt wÃ¼rden; indessen sei kein jÃ¤hrlich wiederkehrender Anlass wie das "Kino am Pool" bekannt. Dieser fÃ¶rdere einerseits den Badebetrieb und werbe anderseits fÃ¼r die gesamte Sport- und Erholungsanlage, was deren Belegung erhÃ¶he. Weil diese Nutzung des Erlenparks die Umwelt erheblich belasten kÃ¶nne, liege eine wesentliche Ãnderung im Sinn von Art. 2 Abs. 1 lit. a UVPV vor.</p> <p class="Urteilstext"><span>Der Beschwerdegegner schliesst sich im Wesentlichen den AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz an. Beide gehen demnach im Wesentlichen davon aus, dass das Open-Air-Kinoprojekt auf Grund der Anzahl der potentiell belegten ParkplÃ¤tze â welche den massgeblichen Schwellenwert nach Ziff. 11.4 des Anhangs zur UVPV Ã¼berschreiten kÃ¶nnten und somit eine UVP-pflichtige neue Anlage im Sinn von Art. 1 UVPV darstellten â der UVP-Pflicht unterliege. Ãberdies handle es sich beim Kinobetrieb um eine wesentliche Ãnderung im Sinn von Art. 2 Abs. 1 lit. a UVPV, weshalb die UVP-Pflicht auch fÃ¼r die gesamte Anlage zu bejahen sei. Der Beschwerdegegner fÃ¼hrt weiter aus, die UVP-Pflicht fÃ¼r die Gesamtanlage (Erlenpark mit "Kino am Pool" und GC/Campus, dessen ParkplÃ¤tze fÃ¼r die Kinoveranstaltungen in Anspruch genommen wÃ¼rden) ergebe sich auch aufgrund von Art. 3 Abs. 4 der Luftreinehalte-Verordnung vom 16. Dezember 1985 (LRV), wonach die gesamte Anlage Erlenpark als neue Anlage zu qualifizieren sei. Art. 2 Abs. 4 LRV sei als lex specialis zu Art. 2 UVPV zu verstehen, was dazu fÃ¼hre, dass die Frage der Wesentlichkeit der Ãnderung obsolet werde, sofern hÃ¶here Luftemissionen im Sinn von Art. 2 Abs. 4 LRV zu erwarten seien. Im Ãbrigen sei aber auch die Wesentlichkeit der Ãnderung im Sinn von Art. 2 Abs. 1 lit. a UVPV zu bejahen.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>5.1.2 </b> <a id="_Ref146616249">Nach Art. 9 Abs. 1 USG hat die UVP im Sinn des Vorsorgeprinzips mÃ¶glichst frÃ¼hzeitig zu erfolgen (vgl. auch Art. 5 Abs. 3 UVPV, wonach die Kantone dasjenige Verfahren zu wÃ¤hlen haben, das eine frÃ¼hzeitige und umfassende PrÃ¼fung ermÃ¶glicht). Entsprechend der in RB 2003 Nr. 80 angedeuteten Sichtweise, wonach die Open-Air-Kinoveranstaltungen dem Betrieb der Freizeit- und Sportanlage zuzurechnen seien, drÃ¤ngt es sich sowohl unter BerÃ¼cksichtigung des Vorsorgeprinzips als auch aus GrÃ¼nden einer gesetzmÃ¤ssigen und rechtsgleichen Rechtsanwendung sowie letztlich aus PraktikabilitÃ¤tsgrÃ¼nden auf, die UVP allein vorgÃ¤ngig der Erstellung der Anlage durchzufÃ¼hren. Die Veranstaltung eines Open-Air-Kinos â wie auch von Konzerten und TheaterauffÃ¼hrungen und wohl auch eines Festes â gehÃ¶rt durchaus zum Zweck einer grÃ¶sseren Sport- und Freizeitanlage. Dies gilt insbesondere fÃ¼r den vorliegenden Fall, denn gemÃ¤ss Betriebskonzept eignet sich der Erlenpark als "Kulturarena" fÃ¼r Zelt- oder Open-Air-Veranstaltungen fÃ¼r bis 10'000 Besucher (vgl. Prozessgeschichte Ziff. I). Beim Kinobetrieb handelt es sich somit nicht um eine Neuanlage, sondern um eine neue Nutzungsart der bestehenden Anlage. Gegen die Qualifikation als Neuanlage spricht ferner, dass der Kinobetrieb laut den Angaben im Baugesuch vom 26. November 2004 und dem Projektbeschrieb vom 25. November 2005 verhÃ¤ltnismÃ¤ssig geringfÃ¼gige bauliche Massnahmen erfordert. Ãberdies ist diese Nutzweise auf hÃ¶chstens 24 Tage pro Jahr befristet. Ebenso wÃ¼rde es sich bei Sportstadien, Kongress- und Einkaufszentren verhalten, die fÃ¼r besondere Veranstaltungen dienten. Wie ein Fall zu wÃ¼rdigen wÃ¤re, in welchem eine UVP-pflichtige Anlage klarerweise ausserhalb ihres Bestimmungszwecks fÃ¼r einen Grossanlass verwendet wÃ¼rde â so etwa die Inanspruchnahme von Strassen und von Infrastrukturanlagen fÃ¼r eine Street Parade oder eines MilitÃ¤rflugplatzes fÃ¼r ein Rockkonzert â, braucht hier nicht entschieden zu werden. Je kÃ¼rzer ein solcher Anlass zeitlich befristet ist â wie beispielsweise eine bloss wenige Stunden dauernde Sportveranstaltung â, desto weniger erscheint indessen eine fÃ¶rmliche, fÃ¼r den Gesuchsteller meistens aufwendige UVP angebracht.</a></p> <p class="Erwgung3"><b>5.1.3 </b> Die UmstÃ¤nde, dass die Open-Air-Kinoveranstaltung ohne weiteres dem Zweck einer regionalen Sport- und Freizeitanlage entspricht, die fÃ¼r das Kinoprojekt erforderlichen baulichen Vorkehren geringfÃ¼gig sind und die Veranstaltung zeitlich beschrÃ¤nkt ist, sprechen sodann gegen die Annahme einer wesentlichen Ãnderung der Erlenpark-Anlage. Zwar ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass vor und nach den KinovorfÃ¼hrungen grÃ¶ssere FahrzeugstrÃ¶me anfallen. Dies gilt jedoch fÃ¼r zahlreiche Belegungen und stellt nicht eine wesentliche Ãnderung der Freizeit- und Sportanlage Erlenpark dar, sondern ist eine Folge von deren bestimmungsgemÃ¤sser Nutzung. Im Ãbrigen erscheint der blosse Umstand, dass eine bestimmte Nutzweise temporÃ¤r erhebliche VerkehrsstrÃ¶me auslÃ¶st, mangels Bestimmtheit nicht als taugliches Kriterium fÃ¼r die Verpflichtung zu einer UVP. Aufgrund der geringen IntensitÃ¤t und der starken zeitlichen Limitierung der Nutzung des Erlenparks durch Open-Air-Kinoveranstaltungen ist nicht davon auszugehen, dass die (dem Erlenpark zuzurechnenden) Umweltbelastungen eine ins Gewicht fallende VerÃ¤nderung erfahren. Es liegt somit keine wesentliche Ãnderung einer bestehenden Anlage im Sinn von Art. 2 Abs. 1 lit. a UVPV vor.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.1.4 </b>Unzutreffend ist die Annahme, dass das Open-Air-Kinoprojekt aufgrund der Anzahl der ParkplÃ¤tze gestÃ¼tzt auf Art. 1 UVPV in Verbindung mit Ziff. 11.4 des Anhangs zur UVPV einer UVP unterliege. Wie bereits ausgefÃ¼hrt, geht es vorliegend nicht um die Erstellung einer neuen Anlage, insbesondere nicht einer Parkierungsanlage, sondern um die NutzungsÃ¤nderung einer bestehenden Anlage, nÃ¤mlich der Freizeit- und Sportanlage Erlenpark. Die BeschwerdefÃ¼hrerin weist zu Recht darauf hin, dass kein einziger neuer Parkplatz errichtet werden soll. Geplant ist fÃ¼r die Open-Air-Kino-Veranstaltungen lediglich die Nutzung der bestehenden ParkplÃ¤tze des Erlenparks und des GC/Campus. Die Nutzung der Parkierungsanlagen ist aufgrund der gebotenen Zurechnung des Kinobetriebs zum Betrieb des Erlenparks allein im Zusammenhang mit der Frage der IntensitÃ¤t der Nutzung dieser Anlage relevant. Inwieweit die Nutzung der ParkplÃ¤tze des GC/Campus im Rahmen einer Gesamtbetrachtung nach Art. 8 USG zu einer UVP-Pflicht der Gesamtanlage (Erlenpark und GC/Campus bzw. deren Parkierungsanlagen) fÃ¼hren kÃ¶nnte, ist bei den vorliegenden UmstÃ¤nden nicht ersichtlich. Insbesondere ist nicht davon auszugehen, dass sich die beiden Anlagen im Zusammenhang mit den Open-Air-Veranstaltungen derart ergÃ¤nzen, dass sie als betriebliche Einheit zu betrachten wÃ¤ren, was das massgebliche Kriterium fÃ¼r die Annahme einer Gesamtanlage wÃ¤re (vgl. dazu BGr, 23. August 2005, 1A.129/2005, E. 3.1, URP 2005, S. 735).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Zusammenfassend ergibt sich, dass entgegen der Auffassung der Vorinstanz und des Beschwerdegegners fÃ¼r die Open-Air-Kinoveranstaltungen ("Kino am Pool") im Erlenpark keine UVP erforderlich ist. Anzumerken ist, dass auch eine Anlage, die nicht der UVP-Pflicht unterliegt, auf ihre Vereinbarkeit mit den bundesrechtlichen Umweltschutzvorschriften hin zu Ã¼berprÃ¼fen ist (Art. 4 UVPV). Insofern ist auch den vom Beschwerdegegner vorgebrachten lufthygienischen Bedenken im wieder aufzunehmenden Baubewilligungsverfahren Rechnung zu tragen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Verfahrensausgang unterliegt im Beschwerdeverfahren hauptsÃ¤chlich der auf die DurchfÃ¼hrung einer UVP beharrende Beschwerdegegner und wird damit kostenpflichtig (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Von den der BeschwerdefÃ¼hrerin im Rekursverfahren auferlegten Kosten ist die HÃ¤lfte (die HÃ¤lfte von 1/5 = 1/10) dem Beschwerdegegner aufzuerlegen. Immerhin ist die BeschwerdefÃ¼hrerin im Rekursverfahren insoweit unterlegen, als der Mitbeteiligte zur Einholung eines LÃ¤rmschutzgutachtens verpflichtet wurde.</span></p> <p class="Urteilstext">Sodann ist die Verpflichtung der BeschwerdefÃ¼hrerin zur Zahlung einer ParteientschÃ¤digung an den Beschwerdegegner im Rekursverfahren aufzuheben. Die Voraussetzungen, um den Beschwerdegegner zur Zahlung einer ParteientschÃ¤digung an die BeschwerdefÃ¼hrerin zu verpflichten, sind gegeben (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG). Als fÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren angemessen erscheint eine ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 1'500.-.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>E und F werden als Beschwerdegegnerschaft aus dem Rubrum entfernt;</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Dispositiv-Ziffer II des Entscheids des Regierungsrats vom 29. MÃ¤rz 2006 wird insoweit aufgehoben, als der Gemeinderat Dielsdorf zur DurchfÃ¼hrung einer UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung verpflichtet wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegten Rekurskosten werden zur HÃ¤lfte dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'590.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Die Verpflichtung der BeschwerdefÃ¼hrerin zur Bezahlung einer ParteientschÃ¤digung an den Beschwerdegegner fÃ¼r das Rekursverfahren wird aufgehoben. Der Beschwerdegegner wird fÃ¼r das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren zur Zahlung einer ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 1'500.- an die BeschwerdefÃ¼hrerin verpflichtet, zahlbar innert 20 Tagen ab Zustellung dieses Entscheids.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>