<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, möglichst noch dieses Jahr, jedoch spätestens bis Mitte 2001 Massnahmen zu ergreifen, um die breite Bevölkerung sowie die KMU für die Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnologien und ihre Auswirkungen auf ihre eigene Arbeit bzw. Geschäftstätigkeit zu sensibilisieren und zu motivieren und u. a. zu prüfen, ob angesichts dieses für die Zukunft der Schweizer Wirtschaft wichtige Thema auf befristete Zeit ein "Mister E" respektive eine "Mrs E" einzusetzen wäre.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat registriert, dass in verschiedenen Ländern "E-Mister", ja sogar "E-Minister" oder "E-Staatssekretäre" eingesetzt worden sind (so z. B. in Grossbritannien, Holland, Norwegen und Singapur). Der Bundesrat hat seinerseits 1998 eine interdepartementale "Koordinationsgruppe Informationsgesellschaft" (KIG) eingesetzt, die sich im Grossen und Ganzen bewährt hat. Er hat vor kurzem beschlossen, diese Arbeitsstruktur für weitere zwei Jahre aufrechtzuerhalten.</p><p>Der Bundesrat ist sich der grossen Tragweite der Entwicklungen im Bereiche der Informations- und Kommunikationstechnologien und deren Anwendungen in Wirtschaft und Gesellschaft bewusst. Diese Entwicklung hat auch am Standort Schweiz eine enorme Hebel- und Breitenwirkung für Wirtschaft und Gesellschaft. Die Bundespolitik ist denn auch in vielfältiger Art und Weise mit diesem Themenfeld beschäftigt. Einen Überblick geben die beiden Berichte der KIG vom 14. April 1999 sowie vom 16. Mai 2000 (vgl. auch www.isps.ch).</p><p>Der Bundesrat ist jedoch bereit, den Einsatz einer "Mrs" oder eines "Mister E" zu prüfen. Zentrale Voraussetzung dafür wäre ein klarer Auftrag mit messbaren Zielen und eine starke Bindung an wirkungsvolle und tragfähige Aktionen und Projekte, deren Finanzierung sichergestellt ist. Der Bundesrat erwägt daher die Schaffung eines E-Kompetenzzentrums, das eine enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, den Bildungsinstitutionen und den Medien pflegt. Auf dieser Grundlage könnte eine gezielte Kommunikations- und Aufklärungsarbeit zur Sensibilisierung der Gesellschaft und insbesondere der Akteure im Bereich KMU geleistet werden. </p><p>Verbunden mit einem solchen Kompetenzzentrum wäre der Einsatz entsprechender personeller und finanzieller Ressourcen (vgl. das Budget des Jahr-2000-Delegierten). Der Bundesrat ist bereit, durch eine verwaltungsinterne Mandatierung die Schaffung eines solchen E-Kompetenzzentrums zu prüfen. Dessen Zusammenarbeit mit der KIG bzw. eine Abgrenzung zu deren Aufgaben werden dabei zu definieren sein. </p><p>Im Hinblick auf das sogenannte E-Government hingegen erscheint es dem Bundesrat angezeigt, die nötigen Aktionen und Projekte nicht durch das E-Kompetenzzentrum, sondern durch diejenigen Verwaltungsstellen durchführen zu lassen, die über die erforderlichen Kompetenzen verfügen. Neben den jeweils betroffenen Bundesämtern und Departementen sind damit die Bundeskanzlei für die Koordination sowie das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation angesprochen.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.