<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00405</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106238&amp;W10_KEY=4467148&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00405</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 13.07.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Unterhaltungsgewerbe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bewilligung für den Betrieb von Sex-Videokabinen:<br/><br/>Rechtsgrundlagen im Unterhaltungsgewerbegesetz (UGG) (E. 2). Der Beschwerdeführer hat in den letzten fünf Jahren im Sinn von § 12 Abs. 1 lit. c UGG w i e d e r h o l t (E. 4a/b) und zudem in s ch w e r w i e g e n d e r Wiese (E. 4c) gegen gewerbepolizeiliche Bestimmungen verstossen. Dies steht einer Bewilligungserteilung entgegen. Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SEXGEWERBE">SEXGEWERBE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SEX-VIDEOKABINEN">SEX-VIDEOKABINEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ÃBRIGES BESONDERES VERWALTUNGSRECHT">ÃBRIGES BESONDERES VERWALTUNGSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERHALTUNGSGEWERBEGESETZ">UNTERHALTUNGSGEWERBEGESETZ</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 12 UGG</span><br/><span class="gerade">§ 13 UGG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A liess am 26. August 1999 darum ersuchen, ihm fÃ¼r den Betrieb von Sex-Videokabinen an der X-strasse sowie an der Y-strasse eine Bewilligung auf drei Jahre zu erteilen. Das lehnte die Vorsteherin des kommunalen Polizeidepartements mit VerfÃ¼gung vom 7. Feb­ruar 2000 kostenfÃ¤llig ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>A liess am 2. MÃ¤rz 2000 Einsprache erheben und beantragen, ihm sei in Aufhebung der VerfÃ¼gung vom 7. Februar 2000 die nachgesuchte Bewilligung zu ertei­len, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Staatskasse. Mit Beschluss vom 31. Mai 2000, zugestellt am 8. Juni 2000, wies der Stadtrat von ZÃ¼rich das Rechtsmittel kosten­fÃ¤llig ab und verweigerte eine UmtriebsentschÃ¤digung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. A liess am 6. Juli 2000 rekurrieren und beantragen, ihm sei in Auf­hebung des stadtrÃ¤tlichen Beschlusses die erstrebte Bewilligung zu erteilen, unter Kosten- und Ent­schÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Staatskasse. Mit VerfÃ¼gung vom 31. Ok­­tober 2000 wies das Statthalteramt des Bezirks ZÃ¼rich das Rechtsmittel kostenfÃ¤llig ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Am 29. November 2000 liess A mit Beschwerde ans Verwaltungs­gericht gelangen und beantragen, ihm sei in Aufhebung der statthalteramtlichen VerfÃ¼gung die verlangte Bewilligung zu erteilen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Staatskasse.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Statthalteramt verzichtete am 11. Dezember 2000 auf Vernehmlassung. Mit Beschwerdeantwort vom 17./18. Januar 2001 schloss der ZÃ¼rcher Stadtrat auf Abweisung des Rechtsmittels.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Rechtzeitig auf gerichtliche Fristansetzung hin liess der BeschwerdefÃ¼hrer am 21. Mai 2001 bestimmte Unterlagen nachreichen und, wie es schon der Beschwerdegegner fÃ¼nf Tage zuvor getan hatte, zu einer weiteren Rechtsfrage Stellung beziehen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Der vorliegende Rechtsstreit dreht sich um eine Bewilligung, weshalb es an einem Streitwert mangelt (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Ver­waltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 38 N. 5). GemÃ¤ss § 38 Abs. 1 und 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/ 8. Juni 1997 (VRG, LS 175.2) befindet das Gericht Ã¼ber die Sache daher in Dreierbesetzung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Eintretensvoraussetzungen sind ohne weiteres gegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Ein Unterhaltungsgewerbe im Sinn des Unterhaltungsgewerbegesetzes vom 27. Sep­tember 1981 (UGG, LS 935.32) betreibt, wer gewerbsmÃ¤ssig Unterhaltung gegen Entgelt in einer stÃ¤ndigen gewerblichen Niederlassung darbietet oder zu diesem Zweck Ge­rÃ¤te oder Einrichtungen zur VerfÃ¼gung stellt (§ 1 UGG). § 2 UGG gebietet den Unterhal­tungsgewerben, die Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung weder zu stÃ¶ren noch zu gefÃ¤hrden (Abs. 1); er verbietet jede Ã¼bermÃ¤ssige Einwirkung ideeller oder materieller Art auf die Nachbarschaft (Abs. 2).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>§ 9 lit. a UGG definiert als bewilligungspflichtige Unterhaltungsgewerbe Darbie­tun­gen, bei denen ein kultureller, sportlicher oder wissenschaftlicher Wert nicht Ã¼berwiegt. Die Gewerbetreibenden erhalten die Bewilligung pro Betrieb jeweils auf eine bestimmte Dauer, lÃ¤ngstens fÃ¼r drei Kalenderjahre (§ 11 UGG). Nach § 12 Abs. 1 UGG wird die Be­willigung zur AusÃ¼bung von Unterhaltungsgewerben erteilt, wenn die Gesuchstellenden handlungsfÃ¤hige natÃ¼rliche Personen sind (lit. a), einen guten Leumund besitzen, insbeson­dere in den letzten acht Jahren nicht wegen eines Verbrechens oder Vergehens, das ihre zur AusÃ¼bung des Unterhaltungsgewerbes erforderliche VertrauenswÃ¼rdigkeit beeintrÃ¤chtigt, rechtskrÃ¤ftig zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden sind (lit. b) sowie in den letzten fÃ¼nf Jahren nicht in schwerwiegender oder wiederholter Weise gegen gewerbepolizeiliche Be­stimmungen verstossen haben (lit. c); § 12 Abs. 2 UGG erlaubt, die Frist gemÃ¤ss Abs. 1 lit. b bei leichten Vergehen angemessen herabzusetzen. § 13 UGG setzt fÃ¼r die Bewilli­gungs­erteilung Ã¼berdies voraus, dass der Betrieb weder dem Unterhaltungsgewerbegesetz noch der allgemeinen Rechtsordnung zuwiderlaufe (Abs. 1); die Bewilligung lÃ¤sst sich namentlich dann verweigern, wenn wegen der Lage des Betriebslokals eine Ã¼bermÃ¤ssige Einwirkung ideeller oder materieller Art auf die Nachbarschaft zu erwarten oder eingetre­ten ist (Abs. 2); ein Ãbermass an Einwirkungen ist allgemein anzunehmen an ausgespro­chenen Wohnlagen und in der Nachbarschaft von Ã¶ffentlichen Schulen ab Oberstufe, und im Ãbrigen gilt das Mass an Einwirkungen als um so geringer, je verkehrs- und passanten­reicher eine Lage und je hÃ¶her der Anteil an bestehenden LÃ¤den, Gastwirtschaften und an­deren GeschÃ¤ftsnutzungen ist (Abs. 3).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>§ 16 UGG betraut die Gemeinde, wo das Unterhaltungsgewerbe betrieben wird, mit dem Vollzug des Gesetzes (Abs. 1); die Gemeinde bezeichnet die Organe, die das Unter­hal­tungsgewerbe beaufsichtigen und Bewilligungen erteilen (Abs. 2; vgl. hierzu AS [Stadt ZÃ¼rich] 37, 429 ff. ; ferner AS 41, 78). § 18 UGG bedroht mit Haft oder Busse und in leich­­ten FÃ¤llen mit Verweis, wer den Bestimmungen des Gesetzes zuwiderhandelt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Die Vorsteherin des Polizeidepartementes stÃ¼tzte die Bewilligungsverweige­rung in ihrer VerfÃ¼gung vom 7. September 2000 auf § 12 Abs. 2 lit. b und c sowie auf § 13 Abs. 2 UGG ab. FÃ¼r den Stadtrat als Einspracheinstanz war fÃ¼r die Abweisung der Ein­sprache bereits ausschlaggebend, dass die persÃ¶nlichen Voraussetzungen gemÃ¤ss § 12 Abs. 2 lit . b UGG nicht erfÃ¼llt seien. ErgÃ¤nzend schÃ¼tzte er die angefochtene VerfÃ¼gung jedoch auch insofern, als er die WÃ¼rdigung der Ã¼brigen Voraussetzungen durch die Vorsteherin des Polizeidepartementes als zutreffend erachtete. Der Statthalter verneinte dagegen, dass unter der konkreten Ã¶rtlichen Situation vom Betrieb der Sex-Videokabinen idelle Auswir­kungen ausgingen, welche eine Bewilligungsverweigerung im Sinn von § 13 Abs. 2 UGG rechtfertigen kÃ¶nnten. Entscheidend sei, dass der BeschwerdefÃ¼hrer in den letzten fÃ¼nf Jahren <i>wiederholt</i> gegen gewerbepolizeiliche Bestimmungen verstossen habe (§ 12 Abs. 2 lit. c UGG). Mit Blick auf die Voraussetzung nach § 12 Abs. 2 lit. b UGG betrachtete der Statthalter die achtjÃ¤hrige "BewÃ¤hrungsfrist" bezÃ¼glich Dauer als noch verfassungskon­form, wenn auch an der Grenze des Vertretbaren. GestÃ¼tzt auf diese Bestimmung stehe die rechtskrÃ¤ftige Verurteilung vom 7. September 1995 wegen Pornographie im Sinn von Art. 197 Ziff. 3 und 4 des Strafgesetzbuchs (StGB, SR 311.0) unter den konkreten Tatum­stÃ¤nden einer Bewilligungserteilung entgegen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Beschwerde problematisierte zu Gunsten einer Bewilligung, eventuell kraft § 8 UGG unter Auflagen, bloss die VerfassungsmÃ¤ssigkeit der achtjÃ¤hrigen Frist von § 12 Abs. 1 lit. b UGG bzw. beanspruchte dem Sinn nach â wie im Rekurs noch ausdrÃ¼cklich (S. 6 f.) â deren verhÃ¤ltnismÃ¤ssige KÃ¼rzung in Anwendung von § 12 Abs. 2 UGG und stel­­lte zusÃ¤tzlich nur den Vorwurf <i>wiederholten</i> Verstosses gegen gewerbepolizeiliche Bestim­mungen laut § 12 Abs. 1 lit. c UGG zur Diskussion, indem sie diesbezÃ¼glich eine Verlet­zung des rechtlichen GehÃ¶rs geltend machte (S. 3 ff. und 9 f.). Die Beschwerdeantwort hin­wiederum befÃ¼rchtete beim Erteilen der Bewilligung durch die §§ 2 Abs. 2 sowie 13 Abs. 2­ und 3 UGG verpÃ¶nte Immissionen (S. 2 unten). Auf Ersuchen des Gerichts Ã¤ussern sich die Parteien nunmehr dazu, ob im Sinn abermals von § 12 Abs. 1 lit. c UGG der Be­schwerdefÃ¼hrer <i>schwerwiegend</i> gewerbepolizeiliche Vorschriften missachtet habe; das verneint dieser, wÃ¤hrend es der Beschwerdegegner bejaht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Mit rechtskrÃ¤ftigem Erkenntnis vom 7. September 1995 sprach der Einzelrich­ter am Bezirksgericht ZÃ¼rich den BeschwerdefÃ¼hrer der Pornographie im Sinn von Art. 197 Ziff. 3 und 4 StGB schuldig und bestrafte ihn mit 30 Tagen GefÃ¤ngnis, bedingt auf zwei Jahre, sowie mit einer Busse von Fr. 10â000.--; die ErwÃ¤gungen werteten das Verschulden als schwer, insbesondere angesichts mehrfach einschlÃ¤giger Vorstrafen. Am 25. Januar 1996 (vgl. Gesuch S. 5 f. und Rekurs S. 7; alles auch zum Folgenden) und am 9. Juli 1998 bÃ¼sste der Einzelrichter des nÃ¤mli­chen Gerichts den BeschwerdefÃ¼hrer wegen (beim frÃ¼h­eren Fall nebst einer anderen Ãber­tretung mehrfachen) Verstosses im Sinn von § 18 UGG gegen §§ 1 und 9 lit. a UGG rechts­krÃ¤ftig mit Fr. 1â500.-- bzw. Fr. 3â000.--, wobei es in erster Linie um die Missachtung der (vom BeschwerdefÃ¼hrer in der Folge bestittenen) Be­williungspflicht ging. Eine erneute, durch den BeschwerdefÃ¼h­rer selbst offenbarte Verur­teilung zu Fr. 4â000.-- Busse aus dem gleichen Grund erfolgte mit Strafbefehl der Bezirks­anwaltschaft ZÃ¼rich vom 7. September 2000.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Dem Erkenntnis vom 25. Januar 1996 lag eine spÃ¤teste Tatbegehung am 13. Juli 1995 zu Grund. Jenes vom 9. Juli 1998 ahndete eine Delinquenz zwi­schen 21. August und 4. September 1996 und der Strafbefehl vom 7. Sep­tember 2000 eine Tatbegehung zwischen 22. Oktober 1998 und 25. Januar 1999. Sofern mithin eine neue Ãbertretung nach Verur­teilung als Wiederholung im Sinn von § 12 Abs. 1 lit. c UGG gilt, ist eine solche <i>wieder­holte</i> Ãbertretung in den letzten fÃ¼nf Jahren sowohl ausgehend von der erstinstanzlichen VerfÃ¼gung der Vorsteherin des Polizei­departementes am 7. Februar 2000 als auch aus­gehend von der heutigen UrteilsfÃ¤llung zu bejahen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DafÃ¼r, eine neue Ãbertretung nach Verurteilung anhand der nÃ¤mlichen Norm als Wiederholungstat zu werten, lÃ¤sst sich vorab kraft § 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG zustimmend verweisen auf den Rekursentscheid (E. 5a+b) sowie auf den Einspra­che­entscheid (S. 4 f.) und die AusgangsverfÃ¼gung (S. 2). Wenn sodann schon fÃ¼r das Wie­derholungserfordernis in durchaus nicht zwingender und dem BeschwerdefÃ¼hrer entgegen­kommender Art auf die heute zwar obsolete strafrechtliche Unterscheidung zwischen fort­gesetztem und wiederholtem Delikt abgestellt wird (vgl. zur gegenwÃ¤rtigen Lage JÃ¶rg Reh­berg/Andreas Donatsch, Strafrecht I, 7. A., ZÃ¼rich 2001, S. 321 f.; Stefan Trechsel/Peter Noll, Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil I, 5. A., ZÃ¼rich 1998, S. 278 ff.; Franz Riklin, Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil I, ZÃ¼rich 1997, S. 271 f.; GÃ¼nter Stra­tenwerth, Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil I, 2. A., Bern 1996, S. 471 ff.), so muss doch zumindest auch das in BGE 104 IV 229 E. 3 ausgesprochene Prinzip weiter gelten, dass jedes zwischen gleichartigen Handlungen ergehende Erkenntnis den Fortset­zungskonnex unterbricht. Zu Unrecht endlich wirft der BeschwerdefÃ¼hrer sÃ¤mtlichen Vor­instanzen in diesem Zusammenhang eine Verweigerung des rechtlichen GehÃ¶rs vor. Es ergibt sich danach, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer die nachgesuchte Bewilligung zu Recht gestÃ¼tzt auf § 12 Abs. 1 lit. c UGG wegen <i>wiederhol­ten</i> Verstosses gegen gewerbe­poli­zei­liche Bestimmungen in den letzten fÃ¼nf Jahren ver­weigert worden ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Im Weiteren lÃ¤sst sich die angefochtene Bewilligungsverweigerung auch deswe­gen halten, weil der BeschwerdefÃ¼hrer in den letzten fÃ¼nf Jahren in <i>schwerwiegender</i> Weise gegen gewerbepolizeiliche Bestimmungen verstossen hat. Er rÃ¤umt selbst ein, er habe seit 1994 bzw. 1995 die hier inte­ressierenden Videokabinen betrieben und die Gewer­bepolizei habe ihn verschiedentlich er­mahnt, eine Bewilligung einzuholen, im Jahr 1997 aber eine Ablehnung in Aussicht gestellt, was ihn einer dauernden Strafandrohung ausge­setzt habe; indes habe er trotz der [bereits erwÃ¤hnten] entsprechenden Verurteilungen stets die feste Ãberzeugung gehabt, dem Unterhaltungsgewerbegesetz nicht zu unterstehen, bis ihn das Urteil des Bundesgerichts vom 28. Mai 1999 das Gegenteil zu akzep­tieren gezwu­ngen habe. Mit Schreiben vom 16. Februar 1998 hat ihn Ã¼brigens auch der damalige Vor­steher des Polizeidepartements aufgefordert, ein Gesuch einzureichen. Vor diesem Hinter­grund bestreitet der Beschwer­defÃ¼hrer offenkundig zu Unrecht, wÃ¤hrend der letzten fÃ¼nf Jahre â gleichviel, ob frÃ¼hestens von seinem Gesuch aus oder spÃ¤­testens ab der Gegenwart betrachtet â im Sinn von § 12 Abs. 1 lit. c UGG schwerwiegend gegen gewerbepolizeiliche Bestimmungen verstossen zu haben. UnbekÃ¼mmert um alle besseren Belehrungen der Verwal­tungsbehÃ¶rden und insbesondere unbeeindruckt von ziemlich bald greifenden ein­schlÃ¤g­igen Bestrafungen betrieb er Ã¼ber fÃ¼nf Jahre und mehr hinweg seine Unterhaltungs­gewerbe ohne die erforderliche Bewilli­gung; den dabei geltend gemachten guten Glauben entlarvten die Entscheide des bezirksge­richtlichen Einzelrichters vom 25. Januar 1996 sowie vom 9. Juli 1998, des ZÃ¼rcher Ober­gerichts vom 1. Februar 1999 und des Bundes­gerichts vom 28. Mai 1999 als blosse Schutzbehauptung. Abgesehen hiervon hat das ange­bliche Akzep­tieren des hÃ¶chstinstanzlichen Urteils den BeschwerdefÃ¼hrer nicht abgehalten, die bislang immer noch unbewilligten AktivitÃ¤ten weiter zu entfalten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bereits am 14. Dezember 1994 bÃ¼sste das Statthalteramt ZÃ¼rich den Beschwerde­fÃ¼hrer wegen einer einschlÃ¤gigen Begebenheit vom 6. September 1994 mit Fr. 500.--, wel­che Strafe alsdann in eine umfassendere mÃ¼ndete und das Urteil vom 25. Januar 1996 mit­zeitigte. Schon damals stand dem BeschwerdefÃ¼hrer seine heutige Vertreterin bei. Alles dort gegen das Heranziehen des Unterhaltungsgewerbegesetzes Vorgebrachte verfing nicht, ansonsten sich dem BeschwerdefÃ¼hrer im Sinn von Art. 19 f. StGB ein Sachverhalts- oder Rechtsirrtum hÃ¤tte zubilligen lassen. Ãbrigens scheiterte eine Restitution der in der Folge verpassten Rechtsmittelfrist am 13. Juni 1996 beim Bezirks-, am 7. Oktober 1996 beim Ober- und am 31. Januar 1997 beim Bundesgericht. Das zum Erkenntnis vom 25. Januar 1996 Gesagte gilt ebenso fÃ¼r das zweite vom 9. Juli 1998 mit anschliessenden Rechtsmit­tel­entscheiden des Obergerichts vom 1. Februar 1999 und des Bundesgerichts vom 28. Mai 1999. Der BeschwerdefÃ¼hrer mÃ¶chte umsonst glauben machen, so lange habe er keine an­dere Wahl des Vorgehens gehabt. Als juristisch Beratener musste er ohnehin wissen, dass nicht primÃ¤r die Strafjustiz Ã¼ber die Anwendbarkeit des Unterhaltungsgewerbegesetzes zu befinden habe, sondern die erst danach bemÃ¼hten Bewil­ligungsbehÃ¶rden. Indes nahm er fÃ¼r fast eine halbe Dekade Delikt um Delikt in Kauf und tut es nun seit fast zwei Jahren weiter, obwohl er immer noch keine Bewilligung besitzt. Selbst wenn die Bezirksanwaltschaft im Strafbefehl vom 7. September 2000 zwecks Ver­meidung einer Haftstrafe den Beschwerde­fÃ¼hrer nicht als typischen notorischen Rechts­brecher be­trachtet, hindert das im Licht auch des bedenklichen Pornographiespruchs vom 7. September 1995 das Verwaltungsgericht nicht, das hartnÃ¤ckig illegale Gebaren des Be­schwerdefÃ¼hrers in Wahrung des Proport­ion­al­itÃ¤tsprinzips und Ã¼berwiegender Ã¶ffentlicher Interessen deshalb als schwerwiegenden Verstoss gegen gewerbepolizeiliche Bestimmun­gen zu qualifizieren, weil es â wie ein wie­derholter Verstoss â das notwendige Vertrauen zerstÃ¶rt, der Gesuchsteller werde das zu be­willigende Gewerbe unter Beachtung der Rechtsordnung betreiben. Die Beschwerde ist dem­­nach auch aus diesem Grund abzuwei­sen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Bei dieser Sach- und Rechtslage erÃ¼brigt es sich, zu prÃ¼fen, ob sich die Bewilli­gungsverweigerung auch auf § 12 Abs. 1 lit. b UGG stÃ¼tzen liesse.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">...</p> <p class="Einzug2"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>