B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-4776/2010 U r t e i l v o m 3 1 . M ä r z 2 0 1 4 Besetzung Richter Beat Weber (Vorsitz), Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz, Richter Vito Valenti, Richter David Weiss, Richter Daniel Stufetti, Gerichtsschreiberin Susanne Flückiger. Parteien A._______ AG, vertreten durch Dr. Christoph Willi, Rechtsanwalt, Beschwerdeführerin, gegen Swissmedic Schweizerisches Heilmittelinstitut, Vorinstanz. Gegenstand Zulassung von E.________-_______ (Filmtabletten 200/400mg); Verfügung swissmedic vom 2. Juni 2010. C-4776/2010 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a Am 21. April 2009 stellte die A._______ AG (nachfolgend: Gesuch- stellerin oder Beschwerdeführerin) beim Schweizerischen Heilmittelin - stitut swissmedic (nachfolgend auch: Vorinstanz oder Institut) ein Gesuch um Zulassung des Generikums E.________-_______, Filmtabletten (200 und 400 mg ; zu den Originalmedikamenten F.________, 200 mg, Kap- seln, und G.________, 200 mg und 400 mg , Filmtabletten; act. swissme- dic [SM] 89 – 383). Mit Schreiben vom 18. September 2009 stellte swissmedic der Gesuchstellerin eine „List of Questions“ zur weiteren B e- arbeitung des Gesuchs zu (act. SM 438 – 443). Mit Eingaben vom 9. O k- tober und 17. Dezember 2009 vervollständ igte die Gesuchstellerin ihr Gesuch und stellte zusätzliche Eventualanträge (act. SM 447 ff. , 471 ff.). Am 23. März 2010 übermittelte swissmedic der Gesuchstellerin ihren Vorbescheid und stellte die Abweisung des Gesuchs in Aussicht (act. SM 491 ff.). Mit Eingabe vom 20. April 2010 teilte die Gesuchstellerin mit, sie halte an ihrer Auffassung fest und verzichte auf eine weitere Stellun g- nahme (act. SM 499). A.b Mit Verfügung vom 2. Juni 2010 wies die Vorinstanz das Gesuch um Zulassung des Generikums E.________-_______, Filmtabletten (200 mg und 400 mg; act. SM 501 – 509 = B-act. 1.2) ab, verwies zur Begründung auf die beiliegenden Zusammenfassungen der Aspekte Regulatory R e- view, Quality Review und Clinical Review und erhob eine Gebühr von Fr. 7‘000.-. A.b.a Den Beilagen zur Verfügung (welche integrierende Bestandteile der Verfügung bilden) ist zu entnehmen, dass in qualitativer Hinsicht (Quality Review) die analytische Dokumentation gutgeheissen werde und die Z u- stimmung zu den nachgereichten Unterlagen zur Qualität erfo lge, we s- halb aus Sicht der Qualität das Präparat E.________-_______, Filmtab- letten, in den Dosierungsstärken 200 mg und 400 mg zugelassen werden könnte. A.b.b In klinischer Hinsicht (Clinical Review) wurde festgestellt, dass die eingereichte Studie die Bioäquivalenz zum Referenzpräparat F.________ 200 mg nachweise. Aus klinischer Sicht könne das Gesuch daher für E.________-_______ als Generikum zu F.________ 200 mg Kapseln in der Dosierungsstärke von 200 mg gutgeheissen werden. C-4776/2010 Seite 3 A.b.c In den Aspekten der „Regulatory Review“ führte die Vorinstanz aus, die Gesuchsunterlagen verwiesen auf die Dokumentation zur Zulassung von F.________ und G.________, die ihrerseits auf Pr üfungsergebnisse in einem anderen Zulassungsdossier verweisen würden, welche in der Kombinationsbehandlung mit pegylierten Interferon -Formen noch unter Erstanmelderschutz stünden (Laufdauer bis 12. September 2011 für Peg- interferon y._______ bzw. 5. Juli 2011 für Peginterferon x._______; unter Vorbehalt des Erstanmelderschutzes von 3 bzw. 5 Jahren, der für innova- tive wesentliche Änderungen wie bspw. Indikationserweiterungen oder neue Dosierungs empfehlungen). Insofern stünden einem Zweitanme l- dungsgesuch für e in E.________-Präparat in diesem Umfang die Ers t- anmelderschutzfristen der pegylierten Interferonpräparate entgegen. Es sei indes nicht möglich, die Zulassung des Präparats E.________- _______ gestützt auf die Anforderungen an Qualität, Sicherheit und Wirk- samkeit beschränkt auf Kombinationspartner (nicht-pegylierte) Interferone y._______ und x._______ (welche nicht mehr unter Erstanmelderschutz stünden) zuzulassen, da klinisch erwiesen sei, dass pegylierte Interferone deutlich wirksamer seien als nicht -pegylierte und wegen der gegenüber pegylierten Interferonen verlängerten Halbwertszeit die Applikation wen i- ger häufig erfolgen müsse. Beides stelle einen klaren therapeutischen Vorteil dar bzw. würde eine auf die nicht-pegylierten Kombinationspartner Interferon y._______ und x._______ beschränkte Anwendung von E.________-_______ einen klaren therapeutischen Nachteil für die Pat i- enten zur Folge haben. Die Beurteilung des Nutzen -Risiko-Verhältnisses eines Präparates beruhe regelmässig auch auf einem Vergleich mit ande- ren für die gleiche Indikation zugelassenen Präparaten. Eine Neu zulas- sung eines Arzneimittels könne somit nur dann erfolgen, wenn der vo r- aussichtliche Therapieerfolg gegenüber den bereits bestehenden Ther a- pieoptionen besser oder (unter bestimmten Umst änden) zumindest gleichwertig sei. Diese Voraussetzung sei für die eingeschränkte Zula s- sung von E.________-_______ mit nicht -pegylierten Interferonen nicht erfüllt, weshalb das Zulassungsgesuch des Generikums E.________- _______, Filmtabletten, abgewiesen werden müsse. Weiter sei nicht vorgesehen, dass ein Generikum für mehrere ( verschie- dene) Originalprodukte gleichzeitig zugelassen werde, es sei denn, zwei Basispräparate wären identisch. Vorliegend erfolge eine Anlehnung s o- wohl an F.________ Kapseln als auch an G.________ Filmtabletten, die aufgrund der unterschiedlichen Dokumentation zur Wirksamkeit und S i-C-4776/2010 Seite 4 cherheit über verschiedene Arzneimittelinformationen verfügten und de s- halb nicht als identische Präparate bezeichnet werden könnten (bspw. un- terschiedliche Dosierungsempfehlungen, welche für die Applikation von F.________ ausschliesslich in Kombination mit Interferon y._______ resp. für G.________ einzig auf Daten zur Kombination mit Interferon x._______ erarbeitet worden seien). E.________-_______ könnte de s- halb – unter Vorbehalt des Ausschlusskriteriums des noch bestehenden Erstanmelderschutzes – ohnehin nur als Generikum zu F.________ Kap- seln zugelassen werden. B. B.a Am 1. Juli 2010 erhob die Gesuchstellerin gegen diesen Bescheid Beschwerde (B-act. 1) und stellte folgende Anträge: 1. „Die Verfügung der Swissmedic vom 2. Juni 2010 betreffend E.________- _______, Filmtabletten (200 mg und 400 mg), sei aufzuheben. 2. Das Gesuch vom 21. April 2009 um Zulassung von E.________-_______, Filmtabletten (200 mg und 400 mg), als Generikum zu F.________, Kapseln 200 mg, (Zulassungs -Nr. […]) und G.________, Filmtabletten 200 mg und 400 mg, (Zulassungs-Nr. […]) sei gutzuheissen, jedenfalls aber einen posit i- ven Vorbescheid zu erteilen, eventuell im Sinne der Eventualanträge g e- mäss Ziff. 3.1 oder 3.2. 3. Eventuell, falls vor dem 5. Juli bzw. dem 12. September 2011 kein En t- scheid in der Sache ergehen sollte, sei festzustellen, dass die Swissmedic verpflichtet war, das Gesuch um Zulassung von E.________-_______, Film- tabletten (200 mg und 400 mg), als Generikum zu F.________, Kapseln 200 mg, (Zulassungs-Nr. […]) und G.________, Filmtabletten 200 mg und 400 mg, (Zulassungs-Nr. […]) gutzuheissen, jedenfalls aber einen positiven Vo r- bescheid zu erteilen. 3.1 Eventuell sei festzustellen, dass d ie Swissmedic verpflichtet war, E.________-_______, Filmtabletten (200 mg und 400 mg), als Generikum zu F.________ (Zulassungs-Nr. […]) zuzulassen, jedenfalls aber einen pos i- tiven Vorbescheid zu erteilen. 3.2. Eventuell sei festzustellen, dass die Swissmed ic verpflichtet war, E.________-_______, Filmtabletten (200 mg und 400 mg), unter der Aufl a- ge zuzulassen, dass in den Arzneimittelinformationen kein Hinweis auf die Anwendung als Teil eines Kombinations -Dosierungsschemas mit dem peg y- lierten Interferon x._______ und y._______ erfolgt. 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Bundes.“ C-4776/2010 Seite 5 In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte die Beschwerdeführerin die beschleunigte Behandlung der Beschwerde, so dass ein Entscheid in der Sache noch vor Ablauf des Erstanmelderschutzes für W._______ (5. Juli 2011) bzw. T._______ (12. September 2011) ergehen könne. Für den Fall, dass vor Ablauf des Erstanmelderschutzes kein Entscheid in der Sa- che erfolgen sollte, seien der Beschwerdeführerin auch im Falle eines Unterliegens keine Verfahrens kosten aufzuerlegen. Weiter führte sie zur Frage, ob die Beschwerdeführerin ein aktuelles Interesse habe in dem Falle, dass der Erstanmelderschutz allenfalls im Laufe des Gerichtsve r- fahrens ablaufe, aus, dieses Problem könne si ch jederzeit bei einer Vie l- zahl von anderen Arzneimitteln, die wie hier in einer Kombinationsther a- pie mit einem anderen Arzneimittel verwendet würden, wiederum stellen. Aufgrund der langen Dauer de s Beschwerdeverfahrens könne diese Fra- ge andernfalls nie geklärt werden. Zum Materiellen führte sie aus, v orliegend bestünden gegen die Zula s- sung von E.________-_______ keine Einwände in qualitativer, analyt i- scher oder klinischer Hinsicht. Die Vorinstanz nenne ausschliesslich fo r- melle und juristische Einwände geg en die Zulassung (insbesondere Erst- anmelderschutz). Es bestehe im Wesentlichen Gleichheit von E.________-_______ mit F.________ betreffend Wirkstoff, Darreichungs- form, Applikationsweg und Dosierung bzw. allfällige Unterschiede seien klinisch nicht relevant ; klinisch irrelevant seien insbesondere die unte r- schiedliche galenische Form und die unterschiedliche Dosierung. Die Bioäquivalenz zwischen F.________ und E.________-_______ sei nach- gewiesen worden. E.________-_______ werde wie F.________ in Kom- bination mit Interferon y._______ zur Behandlung der chronischen Hepati- tis C eingesetzt, die materiell-gesetzlichen Voraussetzungen seien erfüllt, weshalb sie sich auf die Zulassu ngsunterlagen für F.________ stützen dürfe; gleiches gelte für G.________. Für die beiden Originalpräparate F.________ und G.________ bestehe kein Erstanmelderschutz mehr, zu- dem sei der Erstanmelderschutz für E.________ als Wirkstoff per Ende des Jahres 2000 abgelaufen. Damit seien die Zulassungsunterlagen für E.________ „gemeinfrei“, weshalb auf die Gesuchsunterlagen für F.________ und G.________ als solche verwiesen werden könne. Nichts anderes gelte für die Kombinationstherapie mit (den nicht -pegylierten) In- terferonen-y._______ und x._______; auch für diese Medikamente sei der Erstanmelderschutz abgelaufen, weshalb mit der Anmeldung auf d e- ren Unterlagen verwiesen werden dürfe. Der Erstanmelderschutz gelte nur soweit, als er bei den mit E.________-_______ vergleichbaren Origi- nalpräparaten F.________ und G.________ gegeben sei, ni cht aber bei C-4776/2010 Seite 6 den (mit E.________-_______) völlig verschiedenen pegylierten Interf e- ronen W._______ und T._______ (B-act. 1 Rz. 22 ff.). Die Beschwerdeführerin argumentierte weiter, e in allfälliger Erstanme l- derschutz für W._______ und T._______ sei deshalb irrelevant, weil diese pegylierten Interferone nicht die einzigen therapeutischen Kombinations- partner für E.________ bei der Behandlung der chronischen Hepatitis C seien: Nach den Fachunterlagen zu F.________ und G.________ (Arz- neimittel-Kompendium 2007) seien diese alternativ mit den nicht- pegylierten Interferone n V._______ und S._______ als gleichwertige Kombinationspartner erwähnt, was auch für E.________-_______ zu gel- ten habe. Es bestehe daher zwischen E.________ und T._______ bzw. W._______ kein zwingender therapeutischer Zusammenhang, wonach E.________ ausschliesslich mit den pegylierten Interferonen verwendet werden müsste. Entsprechend stehe der Erstanmelderschutz die ser pe- gylierten Interferone einer Zulassung von E.________-_______ [in Kom- bination mit V._______ und S._______] nicht entgegen. Die Verweige- rung der Zulassung sei deshalb unverhältnismässig. Weiter sei der Fach- information (Arzneimittelkompendium 2007) zu entnehmen, dass für b e- stimmte Indikationen nur nicht -pegylierte Interferone angewendet werden dürften bzw. für Rückfall-Patienten keine klinischen Daten über die Ko m- bination von F.________ mit Peginterferon y._______ vorlägen. Die Ar- gumentation des Instituts überzeuge weder bezüglich des angeblich ne- gativen Nutzen/Risiko-Verhältnis bei der Anwendung mit nicht-pegylierten Interferonen, noch sei es Sache des Instituts (sondern diejenige des Ar z- tes) zu entscheiden, ob die Verschreibung von E.________-_______ mit Interferonen den individuellen Bedürfnissen des Patienten gerecht werde. Swissmedic verhalte sich widersprüchlich, als dass die (angeblich wen i- ger wirksame) Kombination von F.________ und G.________ mit nicht- pegylierten Interferonen nie widerrufen, j ahrelang geduldet, die Zula s- sungserneuerung nicht verweigert, im Jahre 2008 neue Dosierungen von G.________ zugelassen und die Fachinformationen trotz Revision nie angepasst worden seien. Auch hätten die Zulassungsinhaberinnen weder V._______ oder S._______ zurückgezogen noch die Zulassung für G.________ oder F.________ auf die Kombinationstherapie mit W._______ oder T._______ eingeschränkt. Damit liege eine rechtsunglei- che Behandlung der Beschwerdeführerin vor. Die von der Vorinstanz vor- liegend vertretene Auffassung [wonach das angeblich negative Nu t- zen/Risikoverhältnis der Kombination von E.________ mit nicht - pegylierten Interferonen der Zulassung von E.________-_______ entge- genstehe] hätte zudem zur Folge, dass bei Weiterentwicklungen der Ori-C-4776/2010 Seite 7 ginalpräparate, die im Gegensatz zum Originalpräparat einen beschrän k- ten Erstanmelderschutz erhielten, Generika (die mit dem Originalpräparat austauschbar sind/bleiben) wegen des Erstanmelderschutzes auf dem weiterentwickelten Präparat gar nie zugelassen werden könnten . Zahlrei- che Praxisbeispiele widerlegten diese Haltung. Es sei konstante Praxis der Vorinstanz, Generika ungeachtet der mit der Weiterentwicklung ve r- bundenen (echten oder behaupteten) therapeutischen Vorteile zuzula s- sen, und sei auch sachlich begründet, zu mal sonst der Zugang zu ko s- tengünstigeren Arzneimitteln während Jahren verhindert würde (B-act. 1 Rz. 34 ff.). Das vorliegend anwendbare vereinfachte Zulassungsverfahren setze ver- schiedene Anforderungen voraus, welche für die hier relevanten Erfo r- dernisse erfüllt sei en. Die Beschwerdeführerin habe den Nachweis e r- bracht, dass E.________-_______ mit F.________ austauschbar sei. Dasselbe gelte auch für die Anwendung von E.________-_______ als Kombinationspartner mit V._______ und S._______. Die Anwendung von E.________-_______ habe als Teil eines Kombinations - Dosierungsschemas mit V._______ bzw. S._______ keine Auswirkungen auf die Qualität, Wirksamkeit un d Sicherheit von E.________-_______. Weiter verlangten weder das Heilmittelgesetz, die Ausführungsveror d- nungen oder die publizierte Praxis von swissmedic, dass Generika eine uneingeschränkte Austauschbarkeit mit dem Originalpräparat aufweisen müssten, es genüge, dass das Generik um in Bezug auf das zugelassene Originalpräparat im Wesentlichen gleich sei und der Verzicht auf einzelne Anwendungen, Indikationen oder Dosisstärken etc. keinen Einfluss auf die übrigen Zulassungsvoraussetzungen (Qualität, Sicherheit, Wirksa m- keit) habe. Dies werde durch die aktuelle Zulassungspraxis bestätigt . Im Weiteren sei es zulässig , im vereinfachten Zulassungsverfahren für b e- kannte Wirkstoffe Generika ohne neue Bioverfügbarkeitsuntersuchung zuzulassen, wenn das Profil der Wirkstoffe äquivalent sei. Gleiches habe für E.________-_______ zu gelten, das mit G.________ in Bezug auf Wirkstoff, Indikation, Resorption, Kinetik und Elimination identisch und damit austauschbar sei. G.________ verfüge zudem über dieselben pharmakokinetischen Parameter wie E.________-_______, was im Ve r- gleich der Fachinformation en bestätigt werde. Es sei nicht ersichtlich, welche klinisch relevanten Unterschiede zu G.________ bestünden. Dass sich G.________, F.________ und E.________-_______ identisch ve r- hielten, werde auch durch das eingeholte Experten-Gutachten von Prof. Dr. med. B._______ der medizinischen Fakultät der Universität (…), Insti- tut für Klinische Pharmakologie und viszerale Forschung , vom 20. Mai C-4776/2010 Seite 8 2010, bestätigt (vgl. B-act. 1 Beilage 6). Ursprünglich sei als Kombinat i- onspartner zu den Interferonen das E.________-Originalpräparat O._______ verwendet worden und hätten die Zulassungsinhaberinnen von V._______ und S._______ unterschiedslos dasselbe E.________- Präparat eines Dritten verwendet, was durch wissenschaftliche Studien bestätigt werde. In den Fachinformationen zu V._______, S._______, W._______ und T._______ werde zudem ausschliesslich nur der Wir k- stoff E.________ erwähnt. Damit sei belegt, dass die Zulassungsinhab e- rinnen selbst das gleiche E.________-Präparat für die klinischen Studien verwendet habe. Später hätten die Zulassungsinh aberinnen damit b e- gonnen, ihr eigenes E.________ herzustellen, ursächlich dafür seien j e- doch nicht heilmittelrechtliche, sondern kommerzielle Überlegungen. Die Behauptungen des Instituts, wonach F.________ und G.________ nicht identisch seien, erwiesen sich daher als nicht relevant (vgl. B -act. 1 Rz. 66 ff., 92 ff. mit Verweis auf Beilagen 3b und 6) . Die von swissmedic genannten Gründe gegen die gleichzeitige Zulassung von E.________- _______ für beide sich auf dem Markt befindlichen E.________ (F.________ und G.________) vermöchten auch deshalb nicht zu übe r- zeugen: Weder im Heilmittelgesetz, im Krankenversicherungsgesetz noch in den Ausführungsverordnungen bestehe eine explizite Regel, wonach sich Generika an ein beim Institut zugelassenes Originalpräpar at anleh- nen müssten. Auch eine Gesetzesauslegung führe nicht zu diesem R e- sultat (B-act. 1 Rz. 88 ff.). Zum Eventualantrag 3.1 führte sie aus, dass die Zulassung von E.________-_______ als Generikum zu F.________ zu beschränken sei, falls das Gericht zum S chluss komme, das Generikum könne nicht ohne Bioverfügbarkeitsstudie zu G.________ zugelassen werden. Zum Eve n- tualantrag 3.2 ersuchte sie – falls erforderlich – um Zulassung unter der Auflage, dass Hinweise auf die Kombination mit pegylierten Interferonen in der Fachinformation zu unterlassen seien; eine vollständige Zula s- sungsverweigerung stelle eine unv erhältnismässige Massnahme dar (B- act. 1 Rz. 101 ff.). B.b Den mit Zwischenverfügung vom 8. Juli 2010 erhobenen Kostenvo r- schuss von Fr. 4 '000.- leistete die Beschwerdeführerin am 16. Juli 2010 (B-act. 4). B.c In ihrer Vernehmlassung vom 13. September 2010 beantragte die Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. In ihrem Begleitschreiben ersuchte sie das Gericht darum, de n öffentli-C-4776/2010 Seite 9 chen und privaten Geheimhaltungsinteressen bei Akteneinsichtsges u- chen Rechnung zu tragen, insbesondere die Vorakte act. SM 417 enthal- te Angaben zu zwei Präparaten von Konkurrentinnen der Beschwerdefüh- rerin (B-act. 6.1). In formeller Hinsicht führte swissmedic aus, es liege in der Verantwortung der Beschwerdeführerin, wenn die Streitsache wegen Ablaufs des Ers t- anmelderschutzes für W._______ und T._______ abgeschrieben würde. Ihr sei seit November 2007 bzw. in schriftlicher Form seit Januar 2008 der Standpunkt des Instituts bekannt, wonach einem Generikum für F.________ oder G.________ zur Zeit noch laufende Erstanmelde r- schutzfristen für die beiden pegylierten Interferonformen W._______ und T._______ entgegenstehen würden (vgl. act. SM 21 -29; frühester Zei t- punkt der Einreichung eines Zulassungsgesuchs für E.________- _______ am 5. Juli 2011 [als Generikum für G.________] bzw. am 21. September 2011 [als Generikum für F.________]). Die Beschwerd e- führerin hätte damit eine rechtzeitige gerichtliche Beurteilung der strittigen Rechtsfragen herbeiführen kön nen. Swissmedic erachte ein Eintreten nach Ablauf der Erstanmelderschutzfrist nicht als sachgerecht, zumal die [sich auf dem Markt befindlichen] E.________-Präparate nur in Kombina- tion mit pegylierten (oder nicht-pegylierten) Interferonen zugelassen wor- den seien und sich die primäre Streitfrage nicht bei einer Vielzahl von a n- deren Arzneimitteln erneut stellen werde (B-act. 6.1 Rz. 1 ff.). In materieller Hinsicht führte die Vorinstanz unter " Vorbemerkungen" aus, die Weigerung der Beschwerdeführerin, das Gesuch auf die Zulassung als Generikum eines Originalpräparates zu beschränken, sei für die A b- weisung nicht kausal gewesen. Im Vordergrund stehe hier, dass die zuge- lassenen Kombinationstherapien mit einem E.________-Präparat und ei- ner pegylierten Interferon -Form noch unter Erstanmelderschutz stünden und die Kombination mit nicht-pegylierten Interferon-Formen den Anforde- rungen an ein Generikum nicht genügten. Für den Fall, dass das Bu n- desverwaltungsgericht letztere Gründe verwerfe, dränge sich der Hinweis auf die Unzulässigkeit der Zulassung von E.________-_______ als Ge- nerikum für zwei Originalpräparate auf. Die Beschwerdeführerin stütze sich zudem in ihrer Argumentation teilweise auf veraltete Arzneimitteli n- formationen. Dies sei insbesondere für die Beurteilung, ob neben der Kombinationsbehandlung mit Interferonen für E.________-Präparate ein eigenständiges therapeutisches Anwendungsgebiet bestehe, aus schlag- gebend (B-act. 6.1 Rz. 16 f.). C-4776/2010 Seite 10 Zur Relevanz der Erstanmelderschutzfristen für die Präparate W._______ und T._______ für die Zulassung von E.________-_______ als Generi- kum führte die Vorinstanz aus, eine Zweitanmelderin könne sich nur auf Unterlagen abstützen, die im Zulassungsverfahren für das Originalpräp a- rat eingereicht worden und dort aktenkundig seien. Beim Gesuch um Zu- lassung von F.________ und G.________, die nur in Kombination mit p e- gylierten (oder nicht -pegylierten) Interferon-Präparaten zugelassen wo r- den seien, habe sich die jeweilige Gesuchstellerin auf die Zulassungsdo- kumentation zu W._______ und T._______ abgestützt und keine eigenen Prüfungsergebnisse eingereicht. Dies sei trotz der noch laufenden Ers t- anmelderschutzfristen möglich gewesen, da die jeweilige Gesuchstellerin gleichzeitig Zulassungsinhaberin für die pegylierte Interferon -Form gewe- sen sei, weshalb von einer Ermächtigung zur Anmeldung habe ausge- gangen werden können. Die für die Zulassung von E.________-_______ in einer Kombinationstherapie mit pegylierten Interferonen erfo rderlichen Prüfungsergebnisse befänden sich aber nicht in der Dokumentation zu F.________ und G.________, sondern in der Zulassungsdokumentation zu W._______ und T._______. Die Beschwerdeführerin müsste sich demnach direkt auf die se Prüfungsergebnisse abst ützen können; dem stünden aber die Erstanmelderschutzfristen entgegen, eine Ermächtigung der Zulassungsinhaberinnen habe sie jedoch nicht vorgelegt. Es gehe nicht an, dass die Beschwerdeführerin auf diesem Weg sich mittelbar auf die Prüfungsergebnisse der pegylierten Interferon-Präparate abstütze und damit den Erstanmelderschutz umgehe. Das Hauptbegehren Nr. 2 sei deshalb abzuweisen (vgl. B-act. 6.1 Rz. 18 ff.). Zu einer allfälligen von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Beschrän- kung der Zulassung auf die Kombinationstherapie mit S._______ oder V._______ (nicht-pegylierte Interferon-Präparate; vgl. Eventualantrag 3b.) verwies das Institut auf die Praxis der Rekurskommission für Heilmittel, wonach als Zulassungsvoraussetzung aufgrund der b eigebrachten D o- kumentation schlüssig belegt sein müsse, dass das Arzneimittel von h o- her Qualität und in der gewählten Dosierung für die beanspruchten Ind i- kationen oder Anwendungsgebiete ausreichend wirksam und relativ u n- schädlich sei, mithin ein günstiges Nutzen/Risiko-Verhältnis aufweise. Ein wichtiges Kriterium zur Bestimmung des Nutzens eines Arzneimittels betreffe u.a. die Zulassungssituation für die fragliche Indikation. Das Insti- tut habe einzig bestätigt, dass die Qualität von E.________-_______ aus- reichend dokumentiert worden und anhand der Studie die Bioäquivalenz mit F.________ belegt sei. Daraus könne jedoch nicht der Schluss gez o- gen werden, ein günstiges Nutzen/Risiko-Verhältnis liege für E.________-C-4776/2010 Seite 11 _______ vor. Swissmedic hielt weiter zum therapeutischen Wert und zur Kombinationstherapie mit nicht-pegylierten Interferonen fest: Durch die Kombination der Interferone mit E.________ hätten bei der Behandlung der Hepatitis C die Ansprechraten im Vergleich zur Interferonmonother a- pie signifikant verbessert und die Rückfallraten verringert werden können. Durch die Einführung der pegylierten Interferon -Formen sei die Hal b- wertszeit des Standardinterferons massgeblich verlängert worden, we s- halb nur noch eine wöchentliche Applikation resultiere. Neben der vorteil- hafteren Patientencompliance könne aufgrund der aktuell vorliegenden Studiendaten davon ausgegangen werden, dass die Kombinationsb e- handlung mit pegyliertem Interferon signifikant wirksamer sei als diejenige mit nicht-pegyliertem Interferon. Im Alltag habe sich deshalb die Behan d- lung der chronischen Hepatitis C mit E.________ (Wirkstoff) in Kombina- tion mit pegyliertem Interferon als Standardtherapie etabliert. Ein E.________-Präparat, das in der Schweiz deshalb nur zur Kombination s- therapie mit ein er nicht -pegylierten Interferon -Form zugelassen würde, weise deshalb ein deutlich ungünstigeres Nutzen/Risiko-Verhältnis auf als die bereits bestehenden Therapieangebote. Falsch sei der Hinweis der Beschwerdeführerin auf bestimmte Indikationen, die nur in Kombination mit nicht -pegylierten Interferonen behandelt werden könnten; sie stütze diese Aussage auf veraltete Fachinformationen ab (B-act. 6.1 23 ff.). Bei der Zulassung von Generika sei zwar nicht Voraussetzung, dass das Generikum den aktuellsten wissenschaftlichen Stand der Medizin in se i- nem Anwendungsgebiet repräsentiere. Jedoch habe das Generikum mit Blick auf ein bestimmtes therapeutisches Ziel , d.h. in Relation zu einer bestimmten Indikation, ein ebenso günstiges Nutzen/Risiko-Verhältnis wie das Originalpräparat aufzuweisen. Dies treffe bei E.________-_______ in Kombination mit den vom Erstanmelderschutz nicht mehr erfasste n nicht- pegylierten Interferonen nicht zu, da diese Kombination bei der selben In- dikation Hepatitis C ein en klaren therapeutischen Nachteil und damit ein ungünstigeres Nutzen/Risiko-Verhältnis aufweise. Damit unterscheide es sich in relevanter Weise von den übrigen Generika, die aufgrund eines Erstanmelderschutzes (nur) einen Teil der Indikationen des Originalpräpa- rates abdecken könnten. Hinzu komme, dass ein Generikum bei der Z u- lassung im Vergleich zum Originalpräparat nich t nur „im Wesentlichen gleich“, sondern austauschbar sein müsse . Die Frage der Zweitanme l- dung ziele hingegen auf die Abgrenzung zwischen dem vom Erstanme l- derschutz erfassten Originalpräparat und einer (von diesem Schutz nicht erfassten) Anmeldung; für Generika liessen sich hieraus keine Schlüsse ziehen. Weiterhin und praxisgemäss sei es so, dass Generika auch zuge-C-4776/2010 Seite 12 lassen werden könnten, wenn nur ein Teil der Indikationen des Origina l- präparates abgedeckt werden könne und beispielsweise bestimmte Pat i- entenuntergruppen mit dem Generikum nicht behandelt werden dürften . In der vorliegenden Konstellation sei dies jedoch nicht möglich, da bei der beantragten Beschränkung auf einen einzigen Kombinationspartner (S._______ oder V._______ [nicht-pegylierte Interferone]) nicht bloss eine Patientenuntergruppe unberücksichtigt bliebe; das Präparat E.________- _______ könnte für sämtliche Patienten in seinem primären Anwe n- dungsgebiet – Kombinationstherapie der chronischen Hepatitis C mit e i- nem pegylierten Interferon-Präparat – nicht eingesetzt werden. Unter die- sen Umständen könne E.________-_______, das nur in Kombination mit nicht-pegylierten Interferonen angewendet werden dürfte und damit ein deutlich ungünstigeres Nutzen/Risiko-Verhältnis aufweise als die bereits zugelassenen therapeutischen Alternativen, als nicht mit dem beigezog e- nen Originalprodukt austauschbar angesehen werden . D as Eventualb e- gehren 3.2 sei deshalb abzuweisen (B-act. 6.1 Rz. 27 ff.). Zur Beschränkung auf ein Originalpräparat ergänzte das Institut, F.________ und G.________ seien nicht identisch. Abweichungen zei g- ten sich in den mit dem Gesuch eingereichten Studien durch in sämtl i- chen Rubriken abweichende Arznei mittelinformationen, zudem würden die Präparate von verschiedenen Firmen hergestellt. In der Praxis sei damit eine Verwechslungsgefahr und potentielle Gefährdung der Arzne i- mittelsicherheit verbunden. Nichts anderes lasse sich aus der Fachinfo r- mation der vier (pegylierten bzw. nicht-pegylierten) zugelassenen Interfe- ron-Präparate entnehmen, zumal darin nur die Wirkstoffbezeichnung (E.________) genannt sei, wie in der Fachinformation eines Arzneimittels immer die Wirkstoffbezeichnung eines allfälligen Zweitpräparats und nicht dessen Handelsname verwendet werde. Zuzustimmen sei der Beschwer- deführerin, dass der Nachweis für die Bioäquivalenz von E.________- _______, Filmtablet ten f ür F.________, Kap seln, erbracht worden sei . Auch die Bioäquivalenz von F.________, Kapseln, und G.________, Filmtabletten, sei anhand der durch die jeweiligen Zulassungsinhaberi n- nen vorgele gten Studiendaten belegt worden . Daraus könne aber nicht der Schlu ss gezogen werden, dass E.________-_______ und G.________ zwingend bioäquivalent sein müssten, da die Bioäquivalenz nicht anhand exakter Werte ermittelt werde und daher die Annahme, dass wenn a = b und a = c sei, dann auch b = c sein müsse, nicht zulässig sei. Vorliegend gehe es ausserdem nicht um die Beurteilung verschiedener Dosisstärken desselben Präparats. Vorliegend seien zwei Arzneimittel mit grundlegend anderen Zusammensetzungen zu beurteilen – E.________-C-4776/2010 Seite 13 _______ enthalte andere Hilfsstoffe als G.________ –, weshalb sie im Grunde wie bei einer Hilfsstoffänderung zu behandeln seien. Entspre- chend seien nach den einschlägigen Richtlinien Bioäquivalenz -Studien einzureichen, da die Pharmakokinetik unterschiedlich ausfallen könne, was die Beschwerdeführerin ausser Acht liesse (B-act. 6.1 Rz. 32 ff.). B.d Mit Replik vom 17. September 2010 (B-act. 10) hielt die Beschwerde- führerin an ihren Anträgen fest und stellte in prozessualer Hinsicht fo l- gende Anträge: 1. "Die Beschwerde sei beschleunigt zu behandeln, so dass ein Entscheid in der Sache noch vor Ablauf des Erstanmelderschutzes am 5. Juli 2011 für W._______ bzw. am 12. September 2011 für T._______ ergehen kann. 2. Eventuell, falls ein Entscheid in der Sache vor Ablauf des Erstanmelde r- schutzes von T._______ am 12. Septe mber 2011 nicht möglich sein sollte, sei in einem Teilentscheid je separat zu entscheiden über: 2.1 Beschwerdeantrag Ziff. 3.1, und 2.2 die Zulassung von E.________-_______ als Generikum zu G.________ (Beschwerdeantrag Ziff. 3), wobei der Entscheid über Ziff. 2.1 sofort und ohne weiteren Aufschub erfo l- gen soll. 3. Die Swissmedic sei aufzufordern, sich darüber zu erklären, ob sie an der angefochtenen Verfügung festhalten will, nachdem der Erstanmelderschutz für W._______ bzw. T._______ abgelaufen ist.“ Einleitend äusserte sie sich zu ihrer Beschwerdelegitimation und insb e- sondere zu ihrem schutzwü rdigen Interesse im vorliegenden Fall sowie zum Ablauf des durchgeführten Verwaltungsverfahrens. Nach dem 12. September 2011 bestünden zudem keine Gründe mehr gegen die Zu- lassung von E.________-_______ als Generikum zu F.________, we s- halb über den Beschwerdeantrag 3.1 vorweg zu entscheiden sei. Die Beschwerdeführerin nahm ausführlich zum Erstanmelderschutz der pegylierten Interferone Stellung. Sie führte aus, dass die Studien über die pegylierten Interferone sich zwar nicht im Zulassungsdossier für F.________ und G.________ befänden, jedoch in den Fachinformationen zu beiden Originalpräparaten darauf referenziert werde und diese mate- riell zu den Zulassungsunterlagen gehörten. Deshalb sei der Ort, wo die Studien administrativ abgelegt seien, irrelevant. Art. 12 Abs. 2 VAZV (sie- he hienach E. 6.2.1) verlange ausdrücklich, dass das Originalpräparat C-4776/2010 Seite 14 "auf der Grundlage vollständiger Zulassungsunterlagen" zugelassen wo r- den sei. F.________ Kapseln 200 mg und G.________ Filmtabletten 200 mg seien auf der Grundlage einer vollständigen Dokumentation z u- gelassen worden. Soweit die Befürchtungen betreffend Umgehung des Erstanmelderschutzes überhaupt begründet wären, könnte dem – ent- sprechend dem Eventualantrag Ziff. 3.2 – Rechnung getragen werden dadurch, dass in der Fachinformation die pegylierten Interferone als th e- rapeutische Kombinationspartner nicht genannt werden oder ein expliziter Negativhinweis aufgenommen werde; letzterer sei jedoch unüblich und unverhältnismässig. Dass die Zulassung generell verweigert worden sei, sei unverhältnismässig ; der Erstanmelderschutz hätte durch mildere Massnahmen gewahrt werden können. Weiter äusserte sich die Beschwerdeführerin zu den Ausführunge n der Vorinstanz bezüglich dem besseren Nutzen/Risiko-Verhältnis mit pegylier- ten Interferonen und legte dar, weshalb aus ihrer Sicht und unter Bezu g- nahme auf die Fachinformationen von F.________ und G.________ diese Ausführungen nicht relevant seien: Einerseits sei mit dem vereinfachten Zulassungsverfahren unter bestimmten Voraussetzungen kein voller Nachweis der Sicherheit und Wirksamkeit erfor derlich und andererseits seien die Kombinationstherapie mit nicht -pegylierten Interferonen für F.________ und W._______ ohne Einschränkungen zugelassen und S._______ und V._______ als gleichwertige therapeutische Kombinat i- onspartner von F.________ und G.________ erwähnt. Demnach bestehe eine rechtsungleiche Bevorzugung von F.________ und G.________, welche sich auf keine sachlichen Gründe abstütze. In Bezug auf die Frage nach der Zulassung von E.________-_______ als Generikum zu G.________ halte swissmedic in seiner Vernehmlassung selber fest, die Bioäquivalenz von F.________ Kapseln und G.________ Filmtabletten sei gegeben. Zudem habe im (ordentlichen) Zulassungsver- fahren für F.________ und G.________ nicht nur die Bioäquivalenz nachgewiesen, sondern auch der volle Nachweis der pharmakokinet i- schen Eigenschaften erbracht werden müssen. Das Zulassungsverfahren habe deshalb gezeigt, dass F.________ und G.________ identische pharmakokinetische Eigenschaften aufwiesen, was swissmedic selber bekunde und was auch durch das Protokoll der amerikanischen Zula s- sungsbehörde (FDA) vom 20. November 2002 bestätigt werde. Gemäss dem beigelegten Gutachten von Dr. B._______ (B-act. 1 Beilage 6) seien spätere pivotale Studien (Schlüsselstudien) mit G.________ durchgeführt und als ausreichend für den Nachweis und die Sicherheit von F.________ C-4776/2010 Seite 15 erachtet worden. Auch die angeblich unterschiedliche Dosierempfehlung in der Fachinformation sei irrelevant. Allfällige Unterschiede in der Dosi e- rung zeigten, dass die Dosierung patientenindividuell bestimmt werden müsse; dem würden auch die Fachinformationen von E.________- _______ Rechnung tragen. Irrelevant sei auch der Hinweis der Vori n- stanz auf die unterschiedlichen Hilfsstoffe, da die pharmakokinetischen Eigenschaften dieselben seien und Bioäquivalenz bestehe. Im verei n- fachten Verfahren seien unterschiedliche Hilfsstoffe ohnehin nicht re le- vant. Insgesamt habe die Be schwerdeführerin den Nachweis dafür er- bracht, dass vorliegend keine zweite Studie erforderlich sei, um die Bi o- äquivalenz zwischen G.________ und E.________-_______ nachzuwei- sen (B-act. 10 Rz. 52 ff.). B.e Mit Duplik vom 12. Januar 2011 (B-act. 12) hielt die Vorinstanz an ih- ren Rechtsbegehren und deren Begründung fest und nahm zu den Vo r- bringen der Beschwerdeführerin in der Replik ausführlich Stellung hi n- sichtlich des Rechtschutzinteresses, des Ablaufs des in Frage stehenden Verwaltungsverfahrens und dessen Voraussetzungen. Zur Relevanz der Erstanmelderschutzfristen der pegylierten Interferone für die Zulassung von E.________-_______ präzisierte swissmedic Fol- gendes: Dadurch, dass Studien in einer Fachinformation erwähnt würden, seien sie nicht automatisch materieller Bestandteil der Zulassungsunte r- lagen, andernfalls könnte der gesetzlich vorgesehene Erstanmelde r- schutz in einer Vielzahl von Fällen damit umgangen werden, dass spätere Gesuchstellerinnen auf die Unterlagen in der (zu gelassenen) Zweita n- meldung verweisen würden. Zudem sei das Originalpräparat O.________, nicht jedoch F.________ und G.________ im ordentlichen Verfahren zugelassen worden , letztere Arzneimittel seien Zweitanmel- dungen zu O.________. Sollte das Bundes verwaltungsgericht die Zula s- sung von E.________-_______ in Kombination mit nicht-pegylierten Inter- feronen als den heilmittelrechtlichen Zulassungsanforderungen genügend erachten, müsste ein Disclaimer in der Fachinformation aufgenommen werden, der auf das stark eingeschränkte therapeutische Anwendung s- gebiet des Präparates hinweise. Die Vorinstanz präzisierte weiter, weshalb aus ihrer Sicht eine beschränk- te Zulassung von E.________-_______ für die Kombinationstherapie mit nicht-pegylierten Interferonen gestützt auf die aktuell gültigen, anerkan n- ten Richtlinien zur Therapie der chronischen Hepatitis C nicht mehr einem genügenden Nutzen/Risiko -Verhältnis entspreche. Ebenso verwies sie C-4776/2010 Seite 16 nochmals auf die Definition von Generika gemäss Heilmittelgesetzgebung als eine Untergruppe von "Arzneimitteln mit bekannten Wirkstoffen" . Ge- nerika müssten mit dem als Originalpräparat bezeichneten Arzneimittel austauschbar sein. Die freie Austauschbarkeit diene dazu, dass sie im klinischen Alltag in gleicher Weise verwendet w erden könnten wie das Originalpräparat. Demgegenüber könne E.________-_______, welches im Gegensatz zum herangezogenen Originalpräparat ausschliesslich in Kombination mit einem von zwei möglichen Kombinationspar tnern (pegy- liertes bzw. nicht-pegyliertes Interferon) angewendet werden könne, nicht mit diesem als frei austauschbar qualifiziert werden ; dies gelte umso mehr, als die verbleibende Kombination mit nicht -pegylierten Interferonen die klinisch unterlegene Variante darstelle. Weiter äusserte sich die Vorinstanz ausführlich zu den Erörterungen der Beschwerdeführerin in der Replik, E.________-_______ sei ebenfalls als Generikum zu G.________ zuzulassen und legte dar, weshalb aus Sicht des Instituts die Beschwerdeführerin sich auf eines der beiden Origina l- präparate als Grundlage ( F.________ und G.________) zu beschränken und die Beschwerdeführerin zudem die Voraussetzungen für die Zula s- sung von E.________-_______ als Generikum zu G.________ nicht er- füllt habe. B.f Mit Verfügung vom 17. Januar 2011 schloss das Bundesverwaltungs- gericht den Schriftenwechsel ab (B-act. 13). C. C.a Mit Eingabe vom 26. Januar 2011 ersuchte die Beschwerdeführerin um Einsicht i n die Verfahrensakten (B -act. 14). Das Bundesverwaltungs- gericht forderte deshalb die Vorinstanz auf mitzuteilen, welche Verfa h- rensakten allfälligen öffentlichen und privaten Geheim haltungsinteressen unterstünden (B -act. 15). Diese teilte am 18. Februar 2011 mit, in eine gekennzeichnete Textstelle in der Vorakte act. SM 417 aus dem Dok u- ment „Vorlage Evaluationsbericht Regulatory“ (act. SM 409 – 425) sei die Einsichtnahme zu verweigern (B-act. 18). Am 23. Februar 2011 gewährte das Bundesverwaltungsgericht Einsicht in die Vorakten – mit Ausnahme der genannten Passage (B-act. 19). C.b Mit Eingabe vom 3. März 2011 verwies die Beschwerdeführerin auf ihre bisherigen Eingaben und verzichtete auf die Einreichung einer weit e- ren Stellungnahme. Gleichzeitig retournierte sie die zur Verfügung gestell- ten Akten (B-act. 20 f.). C-4776/2010 Seite 17 D. D.a Mit Eingabe vom 24. November 2011 übermittelte die Vorinstanz dem Bundesverwaltungsgericht ihre Korrespondenz vom 23. November 2011 an die Beschwerdeführerin. Dieser ist zu entnehmen, dass die Beschwer- deführerin am 14. September 2011 bei swissmedic ein neues Zula s- sungsgesuch für E.________-_______, 200 mg, 400 mg, Filmtabletten, als Generikum des Original -Präparates F.________, 200 mg, Kapseln , eingereicht habe. Die Vorinstanz wies in ihrem Antwortschreiben auf das vor Bundesverwaltungsgericht hängige Verfahren C -4776/2010 hin, in welchem die Beschwerdeführerin u.a . beantragt habe, "das Gesuch vom 21. April 2009 um Zulassung von E.________-_______, Filmtabletten (200 mg und 400 mg), als Generikum zu F .________, Kapseln 200 mg (Zulassungs-Nr. […]) […] gutzuheissen" und teilte mit, bei der Behand- lung der Sache, welche Gegenstand der mit der Beschwerde angefoc h- tenen Verfügung bilde, sei der Streitgegenstand an das Bundesverwa l- tungsgericht übergegangen, wes halb es dem Institut verwehrt sei, über die Frage der Zulassung von E.________-_______ Filmtabletten als Ge- nerikum zu F.________ Kapseln verbindliche Anordnungen zu treffen. Sie sehe sich deshalb zum gegenwärtigen Zeitpunkt ausser Stande, das G e- such vom 14. September 2011 weiter zu bearbeiten (B-act. 22.1). In der weiteren Korrespondenz mit der Beschwerdeführerin und mit deren Rechtsvertreter hielt das Institut an seiner Auffassung fest und forderte die Beschwerdeführerin auf, sich mit seinem Begehren an das Bunde s- verwaltungsgericht zu wenden (B-act. 24.1). Die Beschwerdeführerin liess sich gegenüber dem Bundesverwa ltungs- gericht nicht mehr vernehmen. D.b Auf weitere Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird – soweit erforderlich – im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen ei n- gegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Die Zuständigkeit zur Beu rteilung der vorliegenden Streitsache richtet sich nach Art. 31 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32). Danach beurteilt das Ge - richt insbesondere Beschwerden gegen Verfügungen der Anstalten und C-4776/2010 Seite 18 Betriebe des Bundes (Art. 33 Bst. e VGG). Da das Institut eine öffentlich - rechtliche Anstalt des Bundes bildet (Art. 68 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 15. Dezember 2000 über Arzneimittel und Medizinprodukte (HMG, SR 812.21), die angefochtene Anordnung ohne Zweifel als Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) zu qualifizieren ist und zudem keine Ausnahme gemäss Art. 32 VGG vorliegt, ist das Bu n- desverwaltungsgericht zur Beurteilung d er vorliegenden Beschwerde z u- ständig. 2. Angefochten ist die Verfügung des Instituts vom 2. Juni 2010, mit welcher dieses das Zulassungsgesuch für das Generikum E.________-_______, Filmtabletten (200 mg und 400 mg) abgewiesen und eine Gebühr von Fr. 7'000.- festgesetzt hat. 2.1. Anfechtungsobjekt im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht bildet der vorinstanzliche Entscheid. Das Anfechtungsobjekt bildet den Rahmen, welcher den möglichen Umfang des Streitgegenstandes b e- grenzt. Gegenstand des Beschwerdeverfahren s kann nur sein, was G e- genstand des erstinstanzlichen Verfahrens war oder nach richtiger G e- setzesauslegung hätte sein sollen. Streitgegenstand ist in der nachträgl i- chen Verwaltungsrechtspflege das Rechtsverhältnis, das Gegenstand der angefochtenen Verfügung bildet, soweit es im Streit liegt. Anfechtungso b- jekt und Streitgegenstand sind identisch, wenn die Verfügung insgesamt angefochten wird. Bezieht sich demgegenüber die Beschwerde nur auf einen Teil des durch die Verfügung bestimmten Rechtsverhältnisses, g e- hören die nicht beanstandeten Teilaspekte des verfügungsweise festg e- legten Rechtsverhältnisses zwar wohl zum Anfechtungsobjekt, nicht aber zum Streitgegenstand. Letzterer darf im Laufe des Beschwerdeverfa h- rens weder erweitert noch qualitativ verändert werden; er kann sich höch- stens verengen und um nicht mehr streitige Punkte reduzieren, nicht aber ausweiten. Fragen, über welche die erstinstanzliche Behörde nicht en t- schieden hat, darf auch die zweite Instanz nicht beurteilen, sonst würde in die funktionell e Zuständigkeit der ersten Instanz eingegriffen ( ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Auflage, Basel 2013, Rz. 2.7 f., mit weite- ren Hinweisen). 2.2. Das Institut hat in der "Zusammenfassung der Aspekte Regulary Re- view", welche integrierenden Bestandteil der Verfügung vom 2. Juni 2010 C-4776/2010 Seite 19 bildet, einerseits dargelegt, dass der Erstanmelderschutz zu den ther a- peutischen Kombinationspartnern Peginterferon x._______ und Peginter- feron y._______ einer Zulassung entgegenstehe und andererseits der Kombination von E.________-_______ mit (nicht -pegylierten) Interfer o- nen die Beurteilung des Nutzen-Risikoverhältnisses der Zulassung wider- spreche. Im Weiteren führte die Vorinstanz aus, dass sich die Zulassung des Generikums E.________-_______ auf ein einziges Original -Präparat stützen müsse und das Generikum nicht, wie von der Beschwerdeführerin beantragt, für zwei Originalpräparate gleichzeitig zugelassen werden könne (vgl. act. SM 504 – 506). Daraus ergibt sich, dass swissmedic im angefochtenen Verwaltungsakt über drei Teilaspekte (Erstanmelderschutz bezüglich Kombinationspartner pegylierte Interferone, Nutzen-Risiko-Verhältnis bezüglich Kombinati ons- partner nicht -pegylierte Interferone sowie Zulassung von einem Gener i- kum zu zwei Originalprodukten) verfügt und der Beschwerdeführerin für das Zulassungsverfahren Kosten auferlegt hat. Die Beschwerdeführerin hat die Verfügung insgesamt angefochten und gleichzeitig verschiedene Unter- bzw. Eventualanträge gestellt. Nachfolgend ist demnach in E. 3 zu prüfen, ob und allenfalls zu welchen Teilaspekten der Verfügung die B e- schwerdeführerin zur Beschwerde legitimiert ist. 2.3. Soweit die Beschwerdeführerin Anträge stellt, die offensichtlich nicht den Streitgege nstand betreffen, wie zum Beispiel den Antrag, das Bu n- desverwaltungsgericht habe die Zulassung von V._______ und S._______ zu widerrufen (vgl. B-act. 10 Rz. 31), ist darauf nicht einzutre- ten. 3. Gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG ist zur Beschwerdeführung vor dem Bu n- desverwaltungsgericht legitimiert, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schützenswertes Interesse an deren Aufhebung oder Änd e- rung hat. Die Voraussetzungen der Beschwerdebefug nis müssen grun d- sätzlich im Urteilszeitpunkt vorliegen (I SABELLE HÄNER, in: Christoph Auer/ Markus Müller/Benjamin Schindler [ Hrsg.], Kommentar zum Bundesg e- setz über das Verwaltungsverfahren [ VwVG], Zürich 2008 [ nachfolgend: VwVG-Kommentar], Rz. 1 ff. zu Art. 48 Abs. 1). 3.1. Als Gesuchstellerin hat die Beschwerdeführerin am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen. Sie ist als Adressatin durch die angefochtene C-4776/2010 Seite 20 Verfügung ohne Zweifel besonders berührt. Der auferlegte Verfahren s- kostenvorschuss ist r echtzeitig geleistet worden. Die Beschwerde wurde im Übrigen frist - und formgerecht eingereicht (vgl. Art. 50 Abs. 1, 52 Abs. 1 und 63 Abs. 4 VwVG), weshalb die Eintretensvoraussetzungen i n- soweit erfüllt sind. 3.2. Näher zu prüfen bleibt demnach, ob ein ausreichendes, schutzwürdi- ges Interesse der Beschwerdeführerin an der Aufhebung oder Änderung der angefochtenen Verfügung bzw. an allen Teilaspekten der Verfügung besteht. 3.2.1. Das schutzwürdige Interesse kann sowohl rechtlicher als auch bloss tatsächlicher Natur sein , jedoch muss ein persönliches Interesse bestehen. Darüber hinaus muss ein aktuelles und praktisches Interesse an der Überprüfung der angefochtenen Verfügung nachgewiesen werden. Aktuell ist das Interesse, wenn der durch die Verfügung erlittene Nachteil im Zeitpunkt des Beschwerdeentscheides noch besteht, praktisch ist es, wenn dieser Nachteil bei Gutheissung der Beschwerde beseitigt würde. Das Interesse ist somit dann schutzwürdig, wenn durch den Ausgang des Verfahrens die tatsächliche oder rechtliche Situation des Beschwerdefüh- renden noch beeinflusst werden kann. Demgegenüber fehlt es an einem aktuellen praktischen Interesse, wenn der Nachteil auch bei Gutheissung der Beschwerde nicht mehr behoben werden kann (vgl. BGE 131 II 670 E. 1.2, 128 II 34 E. 1b, 1 21 II 176 E. 2 ; HÄNER, a.a.O., Rz. 21 zu Art. 48 Abs. 1). 3.2.2. Vorliegend bestand im Zeitpunkt der Gesuch stellung durch die Be- schwerdeführerin am 21. April 2009 für die Zulassung von E.________- _______ (act. SM 383) für die beiden in Frage stehenden E.________- Originalpräparate F.________ und G.________, für welche E.________- _______ als Generikum zugelassen werden soll, unbestritten kein Erst- anmelderschutz mehr. Die beiden Originalpräparate sind indessen für die in Frage stehende (einzige) Indikation Hepatitis C ausschliesslich in Kombinationstherapie mit Interferonen zugelassen , welche ihrerseits – jedenfalls in pegylierter Form – im Antrags- und im Verfügungszeitpunkt (siehe hienach E. 5.5 ff.) noch unter Erstanmelderschutz standen (F.________ in Kombination mit T._______ [pegyliertes Interferon y._______] und G.________ in Kombination mit W._______ [pegyliertes Interferon x._______]). Diese Erstanmeldefristen sind am 12. September 2011 bzw. am 5. Juli 2011 abgelaufen. C-4776/2010 Seite 21 3.2.3. Es stellt sich daher die Frage, ob noch ein aktuelles Rechtschutzin- teresse besteht, oder ob die Beschwerdeführerin bei der Vorinstanz mit Ablauf der Erstanmelderschutzfristen hätte ein neues Gesuch stellen können. Aus den Akten geht hervor, dass die Beschwerdeführerin am 14. Se p- tember 2011 bei swissmedic ein neues Gesuch um Zulassung von E.________-_______, 200 mg, 400 mg, als Generikum zu F.________, 200 mg, Kapseln, eingereicht hat (vgl. B -act. 22.1). Die Vorinstanz hat sich indessen mit Verweis auf den Devolutiveffekt (siehe hienach E. 4.4.3) als ausser Stande erklärt, das neue Gesuch zu prüfen, hat auf das lau- fende Verfahren C-4776/2010 verwiesen und die Beschwerdeführerin eingeladen, sich mit neuen Rechtsbegehren an das Bundesverwaltung s- gericht zu wenden (vgl. B -act. 22.1, 24.1). Diesbezügl iche Anträge sind beim Bundesverwaltungsgericht jedoch nicht eingegangen. 3.2.4. Das Vorliegen eines aktuellen und praktischen Interessens – be- züglich Vorliegen s eines Erstanmelderschutzes gegenüber F.________ (200 mg, Kapseln; in Kombination mit T._______) und G.________ (200 mg, 400 mg, Filmtabletten; in Kombination mit W._______) – muss unter den Umständen der abgelaufenen Erstanmeldeschutzfristen für T._______ und W._______ insofern verneint werden, da auch bei einer diesbezüglichen Gutheissung der Beschwerde weder die tatsächliche noch die rechtliche Situation der Beschwerdeführerin im konkreten Ei n- zelfall verbessert würde. Ebensowenig kann der erlittene Nachteil durch den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts noch behoben werden. 3.2.5. Vom Erfordernis der Aktua lität des Interesses kann allerdings in Ausnahmefällen abgesehen werden. Gemäss ständiger bundesgerichtl i- cher Rechtsprechung ist dies dann der Fall, wenn sich die aufgeworfenen Fragen jederzeit unter gleichen oder ähnlichen Umständen wieder stellen könnten, ohne dass im Einzelfall rechtzeitig eine höchstrichterliche Pr ü- fung möglich wäre. Darüber hinaus müssen sich Fragen von grundsätzl i- cher Bedeutung stellen, an deren Beantwortung ein hinreichendes öffen t- liches Interesse besteht. Die Überprüfung beschränkt sich dabei auf die sich in Zukunft mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit erneut stellenden Streitfragen, währenddessen die zufälligen Modalitäten des obsolet g e- worden Einzelfalles ausser Acht zu lassen sind ( BGE 136 II 101 E. 1.1, 135 I 79 E. 1, 131 II 670 E. 1b und 2, 128 II 34 E. 1b; HÄNER, a.a.O., Rz. 22 zu Art. 48 Abs. 1). C-4776/2010 Seite 22 3.2.6. Unter diesem Aspekt ist Folgendes festzustellen: Bei der vorliegen- den Fr age, ob der Erstanmelderschutz bei der Zweitanmeldung eines Arzneimittels auch anwendbar ist, wenn zwar dem Generikum zum zuzu- lassenden Originalpräparat der Erstanmelderschutz nicht mehr entgegen- steht, aber das zuzulassende Generikum nur mit einem zweiten – noch unter Erstanmelderschutz stehenden – Arzneimittel kombiniert angewen- det werden darf , handelt es sich um eine Grundsatzfrage , welche das Bundesverwaltungsgericht bisher noch nie beantwortet hat und an deren Beantwortung ein hinreichendes öffentliches Interesse besteht . Demnach ist diese offene Frage trotz abgelaufenem Erstanmelderschutz zu prüfen (E. 5.4 ff.). 3.2.7. Die Grundsatzfrage, ob der Zulassung von E.________-_______ ein Erstanmelderschutz entgegenstand, stellt indessen – wie bereits dar- gelegt – im vorliegenden Streitfall nur einen Teilaspekt dar. Betreffend die Fragestellungen, ob swissmedic das Arzneim ittel E.________-_______ als Generikum in Kombination mit nicht-pegylierten Interferonen hätte zu- lassen müssen – zu F.________ und allenfalls gleichzeitig zu G.________ – liegt ein schutzwürdiges Interesse der Beschwerdeführerin an der Prüfung durch das Bu ndesverwaltungsgericht vor. Auf die B e- schwerde vom 1. Juli 2010 ist deshalb im dargelegten Rahmen einzutre- ten. 4. Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im Wesent- lichen nach den Vorschriften des VwVG und des VGG. 4.1. Mit der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann gerügt werden, die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht (einschliess - lich der Überschreitung oder des Missbrauchs von Ermessen), beruhe auf einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 84 Abs. 1 HMG in Verbindung mit Art. 49 VwVG). 4.2. Das Bundesverwaltungsgericht ist nach dem Grundsatz der Rechts - anwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Begehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. BGE 128 II 145 E. 1.2.2 sowie C-4776/2010 Seite 23 FRITZ GYGI, Bunde sverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 212). 4.3. Das Bundesverwaltungsgericht überprüft nur den Entscheid der unte- ren Instanz und setzt sich nicht an deren Stelle. Insbesondere dann, wenn die Ermessensausübung, die Anwendung unbestimmter Rechtsbe - griffe oder die Sachverhaltswürdigung hoch stehende, spezialisierte tec h- nische oder wissenschaftliche Kenntnisse erfordert, ist eine Zurückha l- tung des Gerichts bei der Überprüfung vorinstanzlicher Bewertungen a n- gezeigt (vgl. BGE 130 II 449 E. 4.1, BGE 126 II 43 E. 4c, BGE 121 II 384 E. 1, BGE 108 V 130 E. 4c/dd; vgl. auch VPB 67.31 E. 2, VPB 68.133 E. 2.4; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.154 ff.; YVO HANGART- NER, Behördenrechtliche Kognitionsbeschränkungen in der Verwaltung s- rechtspflege, in: Benoît Bovay/Minh Son Nguyen [Hrsg.], Mélanges en l'honneur de Pierre Moor, Bern 2005, S. 326 f., B EATRICE WAGNER PFEIFFER, Zum Verhältnis von fachtechnischer Beurteilung und rechtlicher Würdigung im Verwaltungsverfahren, in: ZSR, NF 116, I. Halbbd., S. 442 f.). 4.4. 4.4.1. Nach den allgemeinen intertemporalen Regeln sind in verfahren s- rechtlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, welche im Zei t- punkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2), unter Vorbehalt spezialgesetzlicher Übergangsbestimmungen. 4.4.2. In materiell -rechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen fü h- renden Tatbestandes Geltung haben, wobei nach ständiger Praxis auf den im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Ve rwaltungsaktes ein- getretenen Sachverhalt abgestellt wird (BGE 130 V 329, BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen). Demnach ist vorliegend auf den Sachverhalt abzu- stellen, wie er zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 2. Juni 2010 Bestand hatte, was auch fü r die entsprechenden Ausgaben des Arzneimittel-Kompendiums gilt. 4.4.3. Mit der Einreichung einer Beschwerde geht die Behandlung der Streitsache auf die Beschwerdeinstanz über (Devolutiveffekt [Art. 54 VwVG]; vgl. BGE 130 V 138 E. 4.2, BGE 100 Ib 351 E. 3 mit Hi nweis). Diese hat ihren Entscheid grundsätzlich gestützt auf den rechtserhebli- chen Sachverhalt im Urteilszeitpunkt zu treffen. Das Bundesverwaltungs - gericht hat daher Veränderungen des Sachverhalts, die sich nach Eröf f-C-4776/2010 Seite 24 nung der angefochtenen Verfügung ergeb en, zu berücksichtigen, sofern und soweit sie den Streitgegenstand nicht in unzulässiger Weise ausde h- nen. Folglich dürfen die Parteien ihren Rechtsstandpunkt im Laufe des Verfahrens ändern und – im Rahmen des Streitgegenstandes – grund- sätzlich bisher noch nicht gewürdigte, bekannte wie auch bis anhin unb e- kannte neue Sachverhaltselemente, die sich zeitlich vor oder erst im La u- fe des Rechtsmittelverfahrens zugetragen haben, vorbringen. Gleiches gilt für neue Beweismittel und neue Begründungen. Laut herrschend er Lehre müssen derartige neue Vorbringen, sofern sie als ausschlagg e- bend erscheinen, auch dann berücksichtigt werden, wenn sie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist eingereicht werden (vgl. Art. 32 Abs. 2 VwVG sowie PATRICK SUTTER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], VwVG-Kommentar, a.a.O. Rz. 8 ff. zu Art. 32). 5. Im vorliegenden Verfahren ist u.a. streitig und vom Bundesverwaltung s- gericht vorab zu prüfen, ob die Vorinstanz der Beschwerdeführerin die Zulassung von E.________-_______ zu Recht mit der Begründung, die pegylierten Interferone y._______ und x._______ und somit auch die d a- mit zu kombinierenden E.________ F.________ und G.________ stün- den noch unter Erstanmelderschutz, verweigert hat. Im Folgenden ist zunächst der rechtliche Rahmen, i n welchem sich die vorliegende Streitfrage stellt, darzulegen. 5.1. Verwendungsfertige Arzneimittel dürfen in der Schweiz nur dann in Verkehr gebracht werden, wenn sie vom Institut zugelassen worden sind (abgesehen von Ausnahmen, die im vorliegenden Verfahren ohne Belang sind; vgl. etwa Art. 9 Abs. 2 HMG). Die Zulassungsvoraussetzungen we r- den in Art. 10 HMG geregelt. Das Zulassungsgesuch muss die für die Beurteilung erforderlichen Angaben und Unterlagen enthalten (Art. 11 Abs. 1 HMG); dazu gehören unter anderem die Ergebnisse der physikali- schen, chemischen, galenischen und biologischen oder mikrobiolog i- schen sowie der pharmakologischen und toxikologischen Prüfungen (Bst. g) und die Ergebnisse der klinischen Prüfungen (Bst. h). 5.2. Die Zulassung eines Arzneimittels se tzt insbesondere voraus, dass die Gesuchstellerin belegen kann, dass ihr Arzneimittel qualitativ hoch stehend, sicher und wirksam ist (Art. 10 Abs. 1 Bst. a HMG). Zulassung s- gesuche müssen grundsätzlich sämtliche für die Beurteilung der Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit erforderlichen Angaben und Unterlagen en t-C-4776/2010 Seite 25 halten, die in Art. 11 Abs. 1 HMG genannt sind. Vorzulegen sind in der Regel die in Art. 3 ff. der Verordnung des Schweizerischen Heilmittelinst i- tuts vom 9. November 2001 über die Anforderungen an d ie Zulassung von Arzneimitteln (AMZV, SR 812.212.22) detailliert bezeichneten Unte r- lagen. Das Arzneimittel und die Dokumentation müssen dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik entsprechen (Art. 3 HMG). 5.3. Die Zulassung stellt eine Polizeibewilligung dar, auf deren Erteilung eine Gesuchstellerin dann Anspruch hat, wenn sie die gesetzlichen Vo r- aussetzungen erfüllt (Art. 16 Abs. 1 HMG; vgl. etwa VPB 69.21 E. 3.1). Die Entscheidung darüber, ob die Zulassung erteilt wird oder nicht, liegt daher nicht im Er messen der Bewilligungsbehörde. Die Voraussetzungen für die Erteilung einer Polizeibewilligung werden aber oft durch unb e- stimmte Rechtsbegriffe umschrieben, so dass die Behörde über einen gewissen Beurteilungsspielraum verfügt, den sie in rechtmässiger, in sbe- sondere verhältnismässiger, rechtsgleicher und willkürfreier Weise zu nut- zen hat (vgl. etwa ULRICH HÄFELN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allge- meines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich/St.Gallen 2010, Rz. 2534). Als Bewilligungsbehörde hat das Institut zu beurteilen, ob die Zulassungs- voraussetzungen, die gerade auch im Heilmittelgesetz und den gestützt darauf erlassenen Verordnungen nur relativ unbestimmt umschrieben sind, ausreichend nachgewiesen werden. Dabei h at es den ihm zust e- henden Beurteilungsspielraum in rechtmässiger, insbesondere verhäl t- nismässiger und rechtsgleicher Weise zu nutzen. Es muss die Zulassung erteilen, wenn die Gesuchstellerin mit ihrer Dokumentation beweisen kann, dass das Präparat den Qual itätsanforderungen entspricht, relativ sicher und wirksam ist – und es darf die Zulassung nicht erteilen, wenn dieser Nachweis nicht erbracht wird (Art. 7 Abs. 2 VAM; vgl. auch Bo t- schaft des Bundesrates vom 1. März 1999 zu einem Bundesgesetz über Arzneimittel und Medizinprodukte [Botschaft HMG], BBl 1999 S. 3453 ff., Separatdruck S. 45). Gegenstand des Zulassungsverfahrens bildet damit nicht etwa die Frage, ob ein Arzneimittel den Qualitäts -, Sicherheits- und Wirksamkeitsanforderungen genügt, sondern ob mit den beigebrachten Unterlagen bewiesen worden ist, dass diese Zulassungsvoraussetzungen kumulativ erfüllt sind (REKO HM 05.147 vom 20. September 2006 E. 3.1). 5.4. Art. 12 HMG trägt den Titel "Zweitanmeldung" und bestimmt: Wird ein Gesuch um Zulassung eines Arzneimittels gestellt, das im Wesentlichen gleich ist wie ein bereits zugelassenes Arzneimittel C-4776/2010 Seite 26 (Originalpräparat) und für die gleiche Anwendung vorgesehen ist, so kann sich das Gesuch auf die Ergebnisse von dessen pharm akologi- schen, toxikologischen und klinischen Prüfungen abstützen, sofern (a.) die Gesuchstellerin oder der Gesuchsteller für das Originalpräp a- rat schriftlich zustimmt; oder (b.) die Schutzdauer für das Originalpräparat abgelaufen ist (Abs. 1). Die Schu tzdauer beträgt zehn Jahre. Der Bundesrat kann die Pr ü- fungsergebnisse des Originalpräparates nach Absatz 1 für neue Ind i- kationen, neue Verabreichungswege, neue Darreichungsformen oder neue Dosierungen ebenfalls einer angemessenen Schutzdauer u n- terstellen (Abs. 2). 5.5. 5.5.1. Zweck des Erstanmelderschutzes ist in erster Linie, die aufwänd i- gen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, welche im Hinblick auf eine erstmalige Zulassung eines Arzneimittels erforderlich sind, während einer bestimmten Zeit vor dem Zugriff der Ko nkurrenz zu schützen. Dadurch sollen, entsprechend der Zweckbestimmung des HMG, für die Forschung und Entwicklung im Heilmittelbereich günstige Rahmenbedingungen g e- währleistet werden (Art. 1 Abs. 3 Bst. b HMG). Der Erstanmelderschutz betrifft die Zulassungsunterlagen – bzw. das darin enthaltene Know-how – und dient somit dem Schutz von Geschäftsgeheimnissen . Er steht jedoch in einem Spannungsverhältnis zu anderen öffentlichen Interessen, we s- halb dieser Schutz regelmässig zeitlich limitiert wird. Aufgrund de r Ko s- tenexplosion im Gesundheitswesen besteht mit Blick auf die soziale Krankenversicherung ein erhebliches Interesse daran, dass möglichst frühzeitig preisgünstigere Generika zugelassen werden. Weiter sollen Versuche an Tieren und Menschen nur dort durchgeführt werden, wo dies für den Nachweis der Sicherheit und Wirksamkeit erforderlich ist (vgl. INGO MEITINGER, Der Schutz von Geschäftsgeheimnissen im globalen und regionalen Wirtschaftsrecht, Diss. Bern 2001 , S. 245 ; vgl. B VGE 2007/42 E. 5.5). 5.5.2. Beim Erstanmelderschutz gemäss Art. 12 HMG handelt es sich um ein Schutzrecht sui generis. Ziel ist nicht die Erteilung eines eigentum s- ähnlichen Abwehr- bzw. Ausschliesslichkeitsrechts, sondern die Verhinde- rung unlauteren Wettbewerbs durch Konkurrentinnen zulasten d er Erst- anmelderin eines Arzneimittels mit einem neuen Wirkstoff. Der Ersta n- melderschutz dient der Sicherstellung des fairen Wettbewerbs und unte r- steht den Regeln der Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 der Bundesverfassung C-4776/2010 Seite 27 vom 18. April 1999 der Schweizerischen E idgenossenschaft [BV, SR 101]). Geschützt werden soll (während einer gewissen zeitlichen Dauer) der wirtschaftliche Aufwand, der getätigt wurde, um ein neues Arzneimittel mit einem neuen Wirkstoff zu entwickeln und zu testen. Dadurch sollen Innovationen und Forschung gefördert und der Zulassungsinhaberin wäh- rend 10 Jahren die exklusive Nutzung der von ihr erstellten Dokumentat i- on gesichert werden. Die eingereichten Unterlagen, bzw. deren Inhalt soll während dieser Zeit nicht durch Dritte gewerblich genutz t werden können (vgl. Urteil C-7020/2007 des Bundesverwaltungsgerichts vom 6. Mai 2009 E. 3.3.4 mit weiteren Hinweisen). 5.6. Die Vorinstanz argumentierte im Wesentlichen, E.________ sei nur in der Kombinationstherapie mit pegylierten (oder nicht-pegylierten) Interfe- ronen x._______ und y._______ anwendbar und die Zulassungsunterl a- gen für F.________ und G.________, auf welche sich die Beschwerd e- führerin stütze, seien Bestandteil der Zulassungsdokumentation der noch unter Erstanmel derschutz stehenden pegylierten Interferone x._______ (W._______) und y._______ (T._______). Eine Ermächtigung der Zula s- sungsinhaberinnen von W._______ und T._______ habe die Beschwe r- deführerin nicht vorgelegt. Deshalb könne im Gesuch nicht auf die Dok u- mentation von F.________ und G.________ verwiesen werden. Im Übr i- gen gehe es nicht an, dass die Beschwerdeführerin auf diesem Weg sich mittelbar auf die Prüfungsergebnisse der pegylierten Interferon -Präparate abstütze und damit den Erstanmelderschutz umgehe. Während den noch laufenden Erst anmelderschutzfristen könne E.________-_______ des- halb nicht zugelassen werden. 5.7. 5.7.1. Vorliegend ist von den Parteien unbestritten, dass der Wirkstoff E.________ in der Schweiz nur in Kombination mit (pegylierten oder nicht-pegylierten) Interferonen und nicht für eine Monotherapie zugela s- sen ist. Dies würde auch für das in Frage stehende zuzulassende E.________-_______ gelten. Was die beiden sich auf dem Markt befindli- chen E._________ (Wirkstoff) F.________ und G.________ betrifft, wur- den sie – selbst als Zweitanmeldungen zum Originalmedikament O.________ – je als eine Kombinationskomponente der Hersteller der In- terferone zusammen mit den (pegylierten oder nicht -pegylierten) Interfe- ronpräparaten zugelassen . Wie dem Gutachten von Dr. B._______ zu entnehmen ist, verwendeten die Hersteller der Interferone y._______ und x._______ in ihren späteren klinischen Studien eigene E.________- Präparate (entwickelt wohl im Hinblick auf das Marktpotential ; vgl. B-act. C-4776/2010 Seite 28 1 Beilage 6 S. 4). Daraus ist zu schliessen, dass die entsprechenden, von den Herstellern der pegylierten Interferone eingereichten Studien zu F.________ und G.________ in die Zulassungsunterlagen der Kombin a- tionstherapie von F.________ und G.________ zusammen mit den Inte r- feronen y._______ bzw. x._______ gehören und demnach bis zum 12. September 20 11 bzw. 5. Juli 2011 noch unter dem Erstanmelderschutz standen. Im Übrigen spricht gestützt darauf, dass die Herstellerfirmen ihre eigenen auf Interferon y._______ bzw. auf Interferon x._______ abge- stimmten, selbst entwickelten E.________ zulassen liessen, dafür, dass – wie noch darzulegen ist – F.________ und G.________ nicht austausch- bar sind (siehe hinten E. 7). Unter diesen Umständen erweist es sich demnach als entscheidend, dass die vorliegend notwendigen Zulassungsakten für F.________ bzw. G.________, auf welche die Beschwerdeführerin in ihrem Zulassungsa n- trag verwiesen hat (vgl. act. SM 383 Ziff. 3) , sich in den Zulassungsdos- siers von T._______/F.________ bzw. W._______/G.________ befinden und Voraussetzung für die Zulassung von T._______ mit F.________ bzw. W._______ mit G.________ zur Behandlung von Hepatitis C zugelassen wurden. Es finden sich im Übrigen in den Akten auch keine Hinweise da- für, dass die Originalinhaber der Beschwerdeführerin die Zustimmung zur Verwendung dieser Unterlagen erteilt hätten, was die Beschwerdeführerin auch nicht behauptet. 5.7.2. Demnach ergibt sich Folgendes: Da der Erstanmelderschutz a uf den Schutz vor verfrühte m Zugriff auf aufwändige Forschungs - und Ent- wicklungsarbeiten des Erstanmelders und damit auf eine erhöhte Valor i- sierung der Aufwendungen, die ein Unternehmen in Forschung und En t- wicklung eines Arzneimittels investiert, zielt, verlöre dieser Erstanmelder- schutz seine Wirkung, wenn in Konstellationen wie der vorliegenden einem Zweitanmelder dieser Schutz nicht entgegengehalten werden könnte. Daran ändert nichts, dass vorliegend nicht das Originalpräparat zum zuzulassenden Generikum selbst unter Erstanmelderschutz steht, sondern der Erstanmelderschutz das Kombinationsmittel schützt, welches zwingend mit dem zuzulassenden Generikum in der beantragten Indikat i- on zu kombinieren ist. In Übereinstimmung mit der Vorinstanz ist deshalb festzuhalten, dass swissmedic der Zweitanmeldung von E.________- _______, in welcher auf die Forschungsergebnisse für W._______ und T._______ verwiesen wurde, zu Recht den Erstanmelderschutz entgegen hielt, der für T._______ bis zum 12. September 2011 und für W._______ bis zum 5. Juli 2011 galt. Demnach wurde der Beschwerdeführerin die C-4776/2010 Seite 29 Zulassung von E.________-_______ sowohl gegenüber F.________ als auch gegenüber G.________ im Verfügungszeitpunkt zu Recht verwe i- gert. 5.7.3. Soweit die Beschwerdeführerin ausserdem ausführt, die Ersta n- melderschutzfristen würden schon aus diesem Grund nicht der Zulassung entgegenstehen, da E.________-_______ auch mit nicht -pegylierten In- terferonen gleichwertig kombiniert werden könnte, ist ihr entgegenzuha l- ten, dass die nicht -pegylierten Interferone und die pegylierten Interferone schon deshalb nicht als gleichwertig e Kombinationspartner für die B e- handlung von Hepatitis C erachtet werden können: Den pegylierten Inter- feronen x._______ und y._______ [in Kombination mit E.________] wur- de der Erstanmelderschutz von zehn Jahren gemäss Art. 12 Abs. 2 HMG für die Indikation Hepatitis C gewährt. Hätte es sich dabei nicht um eine Kombinationstherapie für Hepatitis C, welche sich von der bereits auf dem Markt befindlichen Kombinationstherapie mit ni cht-pegylierten Inter- feronen unterscheidet, gehandelt, wäre den pegylierten Interferonen x._______ und y._______ [in Kombination mit E.________] auch der Erstanmelderschutz von zehn Jahren nicht gewährt worden ( siehe hiezu E. 6.4 ff.). 5.7.4. Die Beschwerdeführerin konstruiert weiter aus anderen Zweitzulas- sungsdossiers Zusammenhänge und legt dar, gewisse Zweitanmeldu n- gen seien zuerst für eine Indikation, später nach Ablauf der Erstanme l- derschutzfrist auch für die zweite Indikation zugelassen worden . Diesbe- züglich ist sie auf den vorliegenden Streitgegenstand zu verweisen (oben E. 2.1) . Es können zudem kaum Rückschlüsse aus anderen Konstella - tionen gezogen werden , da – wie bereits dargelegt wurde – hier eine Spezialkonstellation vorliegt (Zulassung e ines nicht mehr unter Ersta n- melderschutz stehenden Zweitanmeldungspräparats nur für eine Komb i- nationstherapie, wobei die zwingend zu kombinierenden Kombination s- partner im Verfügungszeitpunkt noch unter Erstanmelderschutz standen). 5.7.5. Soweit die Beschwerdeführ erin der Vorinstanz im Übrigen replik- weise ein widersprüchliches Verhalten vorwirft, indem diese trotz Ersta n- melderschutz für T._______ bzw. W._______ entgegen ihrer Praxis auf das Gesuch eingetreten sei, ist sie im Übrigen darauf zu verweisen, dass sie – obwohl sie ohne Zweifel um die Auffassung des Instituts wusste, dass vorliegend der Erstanmelderschutz einer Zulassung entgegenstehe – auf einer Behandlung des Gesuchs bestanden hat (vgl. act. SM 499) . Dieses enthielt auch Teile, welche nicht mehr vom Erst anmelderschutz C-4776/2010 Seite 30 betroffen waren (Zulassung von E.________-_______ [200 mg und 400 mg] als Generikum zu F.________ in Kombination mit S._______ sowie als Generikum zu G.________ in Kombination mit V._______ [sie- he hienach E. 6 ff.]) . Jedenfalls über letztere Fragen musste das Institut demnach entscheiden, weshalb der Vorwurf des widersprüchlichen Ve r- haltens nicht gehört werden kann. 6. Nachfolgend ist zu prüfen, ob swissmedic zu Recht auch die Zulassung von E.________-_______ als Arzneimittel mit bekanntem Wirkstoff zu F.________ bzw. zu G.________ in Kombination mit nicht -pegylierten In- terferonen y._______ bzw. x._______, welche im Verfügungszeitpunkt nicht mehr unter dem Erstanmelderschutz standen, verweigert hat. 6.1. Art. 14 HMG sieht für Arzneimittel mit bekannt en Wirkstoffen ein ver- einfachtes Zulassungsverfahren vor – unter der Voraussetzung allerdings, dass diese Erleichterung mit den Anforderungen an Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit vereinbar ist und weder Interessen der Schweiz noch in- ternationale Verpflichtungen entgegenstehen (Art. 14 Abs. 1 HMG, insb. Bst. a; vgl. GERHARD SCHMID/FELIX UHLMANN, in: Thomas Eichenberger/ Urs Jaisli/ Paul Richli [Hrsg.], Basler Kommentar zum Heilmittelgesetz, Basel 2006 [im Folgenden: HMG-Kommentar], N. 1 zu Art. 14 HMG). 6.2. 6.2.1. Ein Arzneimittel kann insbesondere dann unter reduzierten Anfo r- derungen zugelassen werden, wenn es einen Wirkstoff enthält, der b e- reits in einem anderen Arzneimittel enthalten ist, das vom Institut zug e- lassen ist oder war (Arzneimittel mit bekanntem Wirkst off, Art. 12 Abs. 1 VAZV). Im Einzelnen richten sich das vereinfachte Verfahren und die d a- bei zu erfüllenden Anforderungen nach den Bestimmungen der Veror d- nung des Schweizerischen Heilmittelinstituts vom 22. Juni 2006 über die vereinfachte Zulassung von Ar zneimitteln und die Zulassung von Arznei - mitteln im Meldeverfahren (VAZV, SR 812.212.23). 6.2.2. Generika sind als Untergruppe von "Arzneimitteln mit bekanntem Wirkstoff" definiert, als Arzneimittel, welche sich als Nachahmer an ein bereits zugelassenes Originalp räparat anleh nen. Sie zeichnen sich als durch den gleichen Wirkstoff, die gleiche Darreichungsform, den gleichen Applikationsweg, die gleiche Dosierung und gleiche Indikationen aus; sie sind mit dem Originalpräparat austauschbar ( vgl. Art. 14 Abs. 1 Bst. a HMG i.V.m. Art. 12 -14 VAZV und „Anleitung zum Einreichen von Zula s-C-4776/2010 Seite 31 sungsgesuchen für Arzneimittel der Humanmedizin mit bekannten Wir k- stoffen vom 31. Dezember 2002“ [sog. Generika -Anleitung], HMG-Kom- mentar zu Art. 14 Rz. 4 sowie B-act. 6 Rz. 28 und B-act. 12 Rz. 15). 6.3. 6.3.1. Wenn die Sicherheit und Wirksamkeit des bekannten Wirkstoffs aufgrund einer umfassenden, dem aktuellen Stand der Wissenschaft ent - sprechenden Dokumentation belegt ist, was im Rahmen eines präpar a- tespezifischen Zulassungsverfahrens geprüft wurde, ist sichergestellt, dass das Institut bei der Beurteilung der Sicherheit und Wirksamkeit des neu zuzulassenden Präparates (unter den V oraussetzungen von Art. 12 HMG [siehe hievor E. 5 ]) auf ausreichende Unter lagen zurückgreifen kann. Diese Möglichke it des Rückgriffs auf eine bereits vorliegende und geprüfte umfassende Dokumentation zu einem Referenzpräparat rech t- fertigt die vereinfachte Zulassung von Präparaten mit bekanntem Wir k- stoff (vgl. den Entscheid der Eidgenössischen Rekurskommission für Heil- mittel [im Folgenden: REKO HM] HM 05.147 vom 20. September 2006 E. 3.2.1). Art. 12 Abs. 2 VAZV sieht vor, dass die Zulassung eines Ar z- neimittels mit bekanntem Wirkstoff sich auf die Zulassungsunterlagen e i- nes anderen, aktuell vom Institut zugelassenen Arzn eimittels stützen kann (Referenzpräparat). Im Rahmen der Prüfung, ob die Voraussetzu n- gen für die Herabsetzung der Zulassungsanforderungen erfüllt sind, und welche Unterlagen im Rahmen des vereinfachten Zulassungsverfahrens beizubringen sind, kann daher nur noch der Nachweis verlangt werden, dass trotz der Unterschiede der Präparate die Wirksamkeit nicht in rel e- vanter Weise herabgesetzt ist und sich keine neuen Sicherheitsrisiken er- geben. 6.3.2. Die Zulassung von Präparaten mit bekanntem Wirkstoff unter red u- zierten Anforderungen setzt in erster Linie voraus, dass der (allenfalls teilweise) Verzicht auf den umfassenden Nachweis der Sicherheit und Wirksamkeit (insbesondere durch klinische Prüfungen) sinnvoll oder mög- lich ist, was anhand der Zusammensetzung, relative n Unbedenklichkeit, therapeutischen Wirkung und Breite, Art der Anwendung, beantragten I n- dikation und Behandlungsdauer zu beurteilen ist (Art. 14 Abs. 1 VAZV). Richtschnur ist dabei Art. 14 Abs. 1 HMG in Verbindung mit Art. 1 HMG: Ein umfassender Sicherhei ts- und Wirksamkeitsnachweis nach den Vor - schriften der AMZV ist nur dann nicht erforderlich, wenn "auf einfachere Weise garantiert werden kann, dass die Zulassungskriterien Qualität, S i- cherheit und Wirksamkeit erfüllt werden" (Botschaft HMG S. 49, vgl. auch C-4776/2010 Seite 32 die Entscheide der REKO HM 05.147 vom 20. September 2006 E. 3.2.1 und HM 06.165 vom 19. Oktober 2006 E. 3.2). 6.4. Die Beschwerdeführerin legt ausführlich dar, weshalb aus ihrer Sicht die Kombination von E.________ mit nicht -pegylierten Interferonen x_______ und y._______ gleichwertig zur Kombination mit pegylierten In- terferonen x_______ und y._______ sei. Für bestimmte Indikationen dürf- ten zudem nur nicht-pegylierte Interferone angewendet werden (bspw. für Rückfall-Patienten). Die Anwendung von E.________-_______ habe als Teil eines Kombinations -Dosierungsschemas mit V._______ bzw. S._______ keine Auswirkungen auf die Qualität, Wirksamkeit und Siche r- heit von E.________-_______. Zudem spreche gegen die Behauptung der Vorinstanz, die Kombinationstherapi e mit nicht -pegylierten Interfero- nen x_______ und y._______ widerspreche dem Nutzen-Risikoverhältnis gegenüber der Kombinationstherapie mit pegyliertem Interferon, dass die Zulassungen der Kombinationstherapie von E.________ mit S._______ und V._______ nie widerrufen und Jahr 2008 neue Dosierungen von G.________ zugelassen worden seien. Replikweise ergänzt sie, die Ausführungen der Vorinstanz zum angeblich besseren Nutzen/Risikoverhältnis der Kombinationstherapie von E.________ mit den pegylierten Interfe ronen seien irrelevant, da beim vereinfachten Zulassungsverfahren eben unter bestimmten Vorausse t- zungen kein voller Nachweis der Sicherheit und Wirksamkeit erbracht werden müsse. Dies gelte insbesondere bei Arzneimitteln mit bekannten Wirkstoffen, wo das I nstitut bereits aufgrund des Originalpräparats über die entsprechenden Daten verfüge. Entscheidend sei, dass swissmedic im Rahmen der Zulassung von F.________/S._______ bzw. G.________/ V._______ im Jahr 2002 den Nachweis als erbracht erachtet habe, dass diese Kombinationstherapien über ein positives Nutzen/Risiko -Verhältnis verfügt hätten und diese Kombinationstherapien zugelassen habe. Keine Rolle spiele demnach, ob und in welchem Umfang die Fachinformationen für die pegylierten Interferone nachträglich geändert worden seien, jeden- falls solange, als dass die Kombinationstherapie von F.________/ S._______ bzw. G.________/V._______ nicht widerrufen worden sei. Zu- dem seien gemäss den vom Institut genehmigten Fach informationen S._______ und V._______ gleichwertige ther apeutische Kombination s- partner von F.________ und G.________, was auch für die aktuellen Fachinformationen für G.________ und F.________ (genehmigt im D e- zember 2009 bzw. März 2010) zutreffe. Im Übrige n erweise sich die Kombinationstherapie von E.________ zusammen mit nicht pegylierten C-4776/2010 Seite 33 Interferonen als wesentlich wirksa mer als Interferon -Monotherapien (B- act. 10 Rz. 36 ff.). 6.5. 6.5.1. Das Institut wies das Gesuch betreffend die Zulassung des Generi- kums E.________-_______ mit der Begründung ab, dass E.________ in Kombination mit den nicht-pegylierten Interferonen y._______ und x._______ eine tiefere Wirksamkeit aufweise als mit pegylierten Interf e- ronen und wegen tieferer Halbwertszeit eine häufigere Behandlung no t- wendig mache. Die Zulassung von Generika setze jedoch voraus, dass mit dem Generikum ein gleichwertiger oder höherer Therapieerfolg b e- stehe, was vorliegend zu verneinen sei. In seiner Vernehmlassung verwies das Institut zum therapeutischen Wert der Kombinationstherapie von E.________ mit (nicht-pegylierten) Interfe- ronen darauf hin, dass durch die Kombination der Interferone mit E.________ bei der Behandlung der Hepatitis C die Ansprechraten im Vergleich zur Interferonmonotherapie zwar hätten signifikant verbessert und die Rückfallraten verringert werden können. Durch die Einführung der pegylierten Interferon-Formen sei jedoch die Halbwertszeit des Standard- interferons massgeblich verlängert worden, woraus nur noch eine w ö- chentliche Applikation resultiere. Neben der vorteilhafteren Patiente n- compliance sei gestützt auf die aktuell vorliegenden Studiendaten davon auszugehen, dass die Kombinationsbehandlung mit pegyliertem Interf e- ron auch signifikant wirksamer sei als diejenige mit nicht -pegyliertem In- terferon. Im Alltag habe sich deshalb die Behandlung der chronischen Hepatitis C mit E.________ in Kombination mit pegyliertem Interferon als Standardtherapie etabliert. Ein E.________-Präparat, das in der Schweiz nur zur Kombinationstherapie mit einer nic ht-pegylierten Interferon-Form zugelassen würde, weise deshalb ein deutlich ungünstigeres Nu t- zen/Risiko-Verhältnis auf als die bereits bestehenden Therapieangebote. Falsch sei im Übrigen der Hinweis der Beschwerdeführerin auf bestimmte Indikationen, die nu r in Kombination mit nicht -pegylierten Interferonen behandelt werden könnten; sie stütze diese Aussage auf veraltete und vorliegend nicht zu berücksichtigende Fachinformationen ab. Für die Zulassung eines Generikums sei zwar nicht Voraussetzung, dass es den aktuellsten wissenschaftlichen Stand der Medizin in seinem A n- wendungsgebiet repräsentiere. Jedoch habe das Generikum mit Blick auf ein bestimmtes therapeutisches Ziel, d.h. in Relation zu einer bestimmten Indikation, ein ebenso günstiges Nutzen/Risiko -Verhältnis wie das Orig i-C-4776/2010 Seite 34 nalpräparat aufzuweisen. Dies sei jedoch bei E.________-_______ in Kombination mit den nicht -pegylierten Interferonen ( vom Erstanmelde r- schutz nicht mehr erfasste Kombination) nicht der Fall , da diese Kombi- nation bei derselben (und einzigen) Indikation Hepatitis C (wie in Komb i- nation mit den noch unter Ers tanmelderschutz stehenden pegylierten I n- terferonen) ein klarer therapeutischer Nachteil und damit ein ungünstige- res Nutzen/Risiko-Verhältnis aufweise. Damit unterscheide es sich in r e- levanter Weise von den übrigen Generika, die aufgrund eines Erstanme l- derschutzes (nur) einen Teil der Indikationen des Originalpräparates a b- decken könnten (B-act. 6.1 Rz. 27). Zudem müsse ein Generikum bei der Zulassung im Vergleich zum Originalpräparat n icht nur „im Wesentlichen gleich, sondern austauschbar sein (siehe oben E. 6.2.2) . Weiterhin und praxisgemäss sei es so, dass Generika auch zugelassen werden kön n- ten, auch wenn nur ein Teil der Indikationen des Originalpräparates a b- gedeckt werden könne und beispielsweise bestimmte Patientenunte r- gruppen mit dem Generikum nicht behandelt werden dürften. In der vo r- liegenden Konstellation sei dies jedoch nicht möglich, da die beantragte Beschränkung auf einen einzigen Kombinationspartner (nicht -pegylierte Interferone) nicht bloss eine Patientenuntergruppe unberücksichtigt bli e- be; vielmehr könne das Präparat E.________-_______ für sämtliche Pa- tienten in seinem primären Anwendungsgebiet – Kombinationstherapie der chronischen Hepatitis C mit einem pegylierten Interferon-Präparat – [wegen des im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheides noch best e- henden Erstanmelderschutzes] nicht eingesetzt werden. Demnach könne E.________-_______, welches nicht als Monotherapeutikum angewendet werden dürfe und nur in Kombination mit de n nachgewiesenermassen klinisch unterlegenen zwei möglichen Kombinationspartnern angewendet werden sollte, und damit ein deutlich ungünstigeres Nutzen/Risiko -Ver- hältnis aufweise als die bereits zugelassenen therapeutischen Alternat i- ven der pegylierten Interferone, nicht als Kombinationspartner mit nicht- pegylierten Interferonen zugelassen werden. In der Duplik wiederholte das Institut, gemäss den aktuell gültigen, ane r- kannten und genannten Richtlinien zur Therapie der chronischen Hepat i- tis C-Infektion sei E.________ in Kombination mit pegylierten Interferonen generell zu bevorzugen; im therapeutischen Alltag habe sich diese Th e- rapie als Standardtherapie seit geraumer Zeit etabliert. Die Kombinations- therapie mit E.________ und nicht-pegylierten Interferonen verbleibe als subsidiäre Therapieoption, beispielsweise für Patienten, die gegenüber den pegylierten Interferonen eine Unverträglichkeit zeigten. C-4776/2010 Seite 35 6.6. 6.6.1. Soweit damit zu prüfen bleibt, ob im Verfügungszeitpunkt (2. Juni 2010, siehe oben E. 4.4.1) die Voraussetzungen für eine Zulassung von E.________-_______ in Komb ination mit nicht -pegylierten In terferonen gegeben waren, steht grundsätzlich einer solchen Zulassung kein Ers t- anmelderschutz entgegen. Allerdings wurde – wie oben bereits dargelegt – im Zulassungsgesuch auf Zulassungsakten verwiesen, auf welche die Beschwerdeführerin noch keinen Zugriff hatte, da diese sich in den Ko m- binationsdossiers für T._______ mit F.________ bzw. W._______ mit G.________ befanden und welche noch unter Erstanmelderschutz sta n- den (vgl. act. SM 383 und oben E. 5.7.1). 6.6.2. Darüber hinaus ist festzustellen – wie die Vorinstanz einlässlich dargelegt hat – dass E.________ im Rahmen einer beschränkten Zula s- sung d.h. in Kombination mit nicht-pegylierten Interferonen – im Vergleich mit pegylierten Interferonen – weniger wirksam ist und dessen Zulassung die in der Generika-Anleitung geforderte gleichwertige bis höhere Wir k- samkeit des Generikums entgegen zu halten ist (vgl. B-act. 10 Beilage 2 S. 10 ff. [Studiendaten zu F.________ in Kombination mit pegyliertem und nicht-pegyliertem Interferon-y._______, Fachinformation des Arzneimittel- Kompendiums zu F.________, Stand: März 2010]). Wie bereits festgehal- ten wurde, gilt es bei einer Zu lassung den aktuellen Stand von Wisse n- schaft und Praxis mit zu berücksichtigen ( oben E. 5.2 f. und 6.3.1). Damit weist eine Kombinationstherapie von E.________-_______ mit nicht - pegylierten Interferonen nicht mehr den notwendigen Therapieerfolg für eine Zulassung als Generikum zu F.________ und/oder G.________ auf, zumal seit 2001 bzw. 2002 die pegylierten Interferone zugelassen sind, welche schon im Jahr 2005 in der Kombination mit E.________ als Stan- dardtherapie bei Hepatitis C mit verbesserter Wirksamkeit und besserer Patientencompliance galten (vgl . DARIUS MORADPOUR, JEAN-JACQUES GONVERS, HUBERT E. BLUM, Therapie der chronischen Hepatitis C, in: Schweiz Med Forum 2005, S. 679 ff., act. SM 73 und FELIX STICKEL: Ak- tuelle Therapie bei Hepatitis C, in: Ars Medici Dossier 2007, S. 23 ff., act. SM 79, C. SARRAZIN et. al., Update der S3 -Leitlinie Prophylaxe, Diagnos- tik und Therapie der Hepatitis -C-Virus (HCV) -Infektion, AWMF-Register Nr. 021/12 für den gesamten deutschen Sprachraum gültige Leitlinie [o n- line abrufbar unter: http://www.deutsche-leberstiftung.de/hilfe/- informationen-fuer-aerzte/leitlinien, online publiziert am 29. Januar 2010, Z Gastroenterol 2010, 48: 289 – 351, Georg Thieme Verlag KG Stut t- gart/New York, S. 308 Tab. 9 und S. 310; Verweis: B -act. 12 S. 7] sowie aktuell: http://www.hirslanden.ch/global/de/startseite/gesundheit_-C-4776/2010 Seite 36 medizin/themen_beitraege/krankheiten_behandlungsmethoden/- krankheitsbilder/hepatitis_c.html, Deutsches Hepatitis C -Forum e.V. [O n- line-Selbsthilfegruppe seit 1997]: http://www.hepatitis-c.de/behandlung/- medikamente und Partner der Deutschen Leberstiftung http://www.- hepatitis.de/oeffentlicher-bereich/hepatitis-c/therapie.html, je besucht am 11. Dezember 2013). Nicht zu überzeugen vermag der Hinweis der B e- schwerdeführerin auf allfällige verbleibende Behandlungsoptionen und der Verweis darauf, dass die Kombination von E.________ mit nicht - pegyliertem Interferon signifikant wirksamer sei als eine Interferon -Mono- therapie, was sich angesichts der Tatsache, dass bei der Standardther a- pie von Hepatitis C mit E.________ und – pegyliertem – Interferon, die sich als signifikant wirksamer erwiesen hat, nicht mehr als relevant er- weist. Soweit die Beschwerdeführerin darlegt, dass die Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit von E.________-_______ selbst nicht beeinflusst sei, in- dem es mit pegyliertem oder nicht -pegyliertem Interferon kombiniert wer- de, ist sie darauf zu verweisen, dass E.________ unbestritten nicht in Monotherapie angewendet werden darf, weshalb vorliegend für die in Frage stehende Kombinationstherapie der (einzigen) Indikation Hepatitis C bezüglich Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit der Kombinationsther a- pie entscheidend ist, ob die seit Jahren etablierte Standardtherapie mit pegylierten Interferonen angewendet oder nur die alte Kombination mit nicht-pegylierten Int erferonen zugelassen würde, für die in der Praxis kaum mehr eine Anwendungsmöglichkeit mehr besteht. 6.7. Soweit die Beschwerdeführerin sich zur Austauschbarkeit von Gene- rika bzw. Arzneimitteln mit bekannten Wirkstoffen mit Referenzpräparaten äussert und darlegt, es sei ständige Praxis der Vorinstanz, diese für einen Teil der Indikationen zuzulassen (solange für die vollständige Anwendbar- keit des Arzneimittels der Erstanmelderschutz gelte; vgl. B -act. 1 Rz. 64), ist sie auf den vorliegenden Sachverhalt zu verweisen, in welchem das Medikament (nur) für die Indikation Hepatitis C und nur in Kombinations- therapie – nicht als Monotherapie – zugelassen werden soll und die in Frage stehende Kombination im Verfügungszeitpunkt entweder noch un- ter Erstanmelderschutz stand oder die vom Erstanmelderschutz nicht mehr betroffene Kombination der neueren, noch geschützten Kombina - tion nach dem Nutzen/Risikoverhältnis unterlegen ist. 6.8. Im Übrigen bleibt festzuhalten, dass der Erstanmelderschutz u n- bestritten seit dem 12. S eptember 2011 – jedenfalls einer Zulassung von C-4776/2010 Seite 37 E.________-_______ 200 mg, Filmtabletten als Generikum zu F.________, 200 mg, Kapseln (in der Kombinationstherapie mit dem p e- gylierten Interferon y.________ T._______) nicht mehr entgegensteht (vgl. oben Bst. A.b.c). Unter diesen Umständen erübrig t sich die weitere Prüfung der Zulassung von E.________-_______ mit den nicht - pegylierten Interferonen. Insgesamt hat die Vorinstanz deshalb die (eingeschränkte) Zulassung von E.________-_______ in Kombination mit nicht -pegylierten Interfero- nen zu Recht abgelehnt. 6.9. Soweit die Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer Replik Anträge stellt, es sei en Sachverständigengutachten einzuholen (bezüglich der [besseren] Wirksamkeit der Kombinationstherapie E.________ mit nicht- pegylierten Interferonen zur Interferon -Monotherapie und zur Verschre i- bungshäufigkeit; vgl. B-act. 10 Rz. 44 und 48) sind diese abzuweisen, da sich diese Fragen mit Verweis auf die vorherigen Erwägungen als irrele- vant erweisen. 7. Abschliessend ist auf die Frage nach der gleichzeitigen Zulassung von E.________-_______ als Generikum zu F.________ 200 mg , Kapseln und als Generikum zu G.________ 200 mg und 400 mg , Filmtabletten, einzugehen. 7.1. Wie oben bereits dargelegt wurde, sind Generika als Untergruppe von "Arzneimitteln mit bekanntem Wirkstoff" definiert, sie haben sich als Nachahmer an ein bereits zugelassenes Originalpräparat anzulehnen und sind mit dem Originalpräparat austauschbar (oben E. 6.2.2). 7.2. Die Beschwerdeführerin legte insbesondere in ihrer Replik ausfüh r- lich dar, weshalb aus ihrer Sicht im Rahmen des vereinfachten Verfa h- rens das Generikum E.________-_______ nicht nur als Generikum zu F.________ Kapseln, 200 mg, sondern auch zu G.________, Filmtablet- ten 200 mg und 400 mg zuzulassen sei (vgl. B-act. 10 Rz. 52 ff.). 7.3. 7.3.1. Die Vorinstanz begründete die diesbezügliche Nichtzulassung in ih- rer Zusammenfassung der Aspekte "Regulary Review insoweit, als dass vorliegend eine Anlehnung sowohl an F.________ Kapseln als auch an G.________ Filmtabletten erfolge, die aufgrund der Arzneimittel -C-4776/2010 Seite 38 Informationen nicht als identische Präp arate bezeichnet werden könnten. E.________ könne deshalb nur als Generikum zu F.________ zugelas- sen werden (siehe oben Bst. A.c.). 7.3.2. In der Vernehmlassung führte sie aus, aufgrund der von den Zulas- sungsinhaberinnen für den Nachweis der Wirksamkeit und Sicherheit i h- res Präparates eingereichten Studien wiesen die beiden Präparate in sämtlichen Rubriken voneinander abweichende Arzneimittelinformationen auf (Daten für die Komb ination F.________ mit Peginterferon y._______ [bzw. Interferon y.________] und für die Kombination G.________ mit Peginterferon x._______ [bzw. Interferon x._______]; daraus würden bei- spielsweise unterschiedliche Angaben zur Behandlungsdauer bestimmter Genotypen resultieren. Um die Therapie korrekt ausführen zu können, müsste der behandelnde Arzt jeweils immer darüber im Klaren sein, ob er E.________-_______ im konkreten Fall als Generikum zu F.________ oder zu G.________ einsetze, was für die praktische A nwendung des Präparates und aufgrund der damit verbundenen Verwechslungsgefahr und der daraus resultierenden potentiellen Gefährdung der Arzneimittelsi- cherheit nicht zumutbar sei. Im Übrigen würden die Präparate F.________ und G.________ von verschiedenen Herstellern gefertigt und könnten daher sicher nicht identisch sein . Die Beschwerdeführerin habe zwar den Nachweis für die Bioäquivalenz vo n E.________-_______, Filmtabletten zu F.________, Kapseln erbracht. Auch sei die Bioäquiva- lenz von F.________ Kapseln und G.________, Filmtabletten, anhand der durch die jeweiligen Zulassungsinhaberinnen vorgelegten Studiend a- ten belegt worden. Daraus können jedoch nicht der Schluss gezogen werden, dass E.________-_______ Filmtabletten mit G.________ Film- tabletten bioäquivalent sein müssten. Im Übrigen lasse die Beschwerd e- führerin den Effekt der Hilfsstoffe vollkommen ausser Acht, was vorli e- gend umso relevanter sei, als dass G.________ und E.________- _______ eine völlig unterschiedliche Zusammensetzung auf wiesen (B - act. 6.1 Rz. 32 ff.). 7.3.3. Duplikweise ergänzte die Vorinstanz, F.________ und G.________ seien zwar bioäquivalent. Eine Gleichheit von Pharmakokinetik im stati s- tischen Sinn jedoch sei von der Beschwerdeführerin weder belegt noch schlüssig argumentati v untermauert worden. Die vermeintliche Identität der pharmakokinetischen Eigenschaften von F.________ und G.________ liesse sich nicht aus der Zulassungsdokumentation herle i- ten. Weiter wies sie auf die voneinander abweichenden Dosierungsem p- fehlungen von F.________ und G.________ hin. F.________ und C-4776/2010 Seite 39 G.________ unterschieden sich in ihrer Arzneiform, im Aspekt, in ihrer Zusammensetzung und im Herstellungsprozess, verfügten über eine u n- terschiedliche Zulassungsdokumentation bezüglich ihrer Wirksamkeit und Sicherheit und hätten seit ihrer Zulassung eine unterschiedliche Entwic k- lung durchlaufen. Die Konsequenz aus den Unterschieden sei eine in sämtlichen Rubriken voneinander abweichende, individuell formulierte Fach- und Patienteninformation. Die Fachinformation sei in adäquater und verständlicher Form zur Verfügung zu stellen; diesem Anliegen sei mit der von der Beschwerdeführerin beantragten Formulierung der Fac h- information nicht Rechnung getragen, erhöhe deren Volumen und damit auch die Verwechslungsgefahr für den behandelnden Arzt sowie das Ri- siko für Fehlinterpretationen und die Gefahr von Anwendungsfehlern. Auch die Unterschiede in der Hilfsstoffzusammensetzung von F.________ und G.________ seien durchaus relevant, da die beiden Arzneimittel trotz Bioäquivalenz angesichts der pharmakokinetischen Unterschiede nicht nachgewiesenermassen identisch seien, weswegen die Beschwerdefü h- rerin den Nachweis der Bioäquivalenz von E.________-_______ mit G.________ erbringen müsste . Die Voraussetzungen für einen au s- nahmsweisen Verzicht auf eine entsprechende Studie – wie die Bedin- gungen der Generika -Anleitung 2002 vorsehen würden – seien vorlie- gend bisher nicht erfüllt (B-act. 12 Rz. 16 ff.). 7.4. 7.4.1. Vorliegend erweist es sich ungeachtet der ausschweifenden entge- genstehenden Darstellungen der Beschwerdeführerin – trotz der von der Vorinstanz nicht bestrittenen Bioäquivalenz der beiden Arzneimittel – nicht als nachvollziehbar, dass die E.________ (Wirkstoff) F.________ und G.________ gleich bzw. austauschbar wären in dem Sinne, als dass gestützt auf die vorliegenden Unterlagen E.________-_______ wie als Generikum zu F.________ auch als Generikum zu G.________ zugelas- sen werden könnte; dies aufgrund der verschiedenen Zusammensetzu n- gen (Hilfsstoffe), der verschiedenen Anwendungsvorschriften in den Fachinformationen für F.________ und G.________, aufgrund der Tatsa- che, dass verschiedene Hersteller die Produkte gestützt auf verschiedene Zulassungsdokumentationen zulassen liessen, und dass diese Arzneimit- tel zudem zusammen mit verschiedenen Kombinationspartnern ([Peg]interferon y._______ bzw. [Peg]interferon x._______) zugelassen sind. Die Beschwerdeführerin hat einzig den Nachweis erbracht, dass E.________-_______ 200 mg, Filmtabletten, als Generikum zu F.________ 200 mg, Kapseln gilt. Entsprechend gelingt ihr der Nachweis, E.________-_______ sei deshalb auch mit dem – mit F.________ nicht C-4776/2010 Seite 40 identischen – Arzneimittel G.________ austauschbar, nicht. Eine entspre- chende Dokumentation hat sie auch nicht eingereicht (B -act. 12 Rz. 23 f.). 7.4.2. Ebenso wenig zu überzeugen vermag hiezu die Rüge der B e- schwerdeführerin, es sei Sache des Arztes zu prüfen, ob im konkreten Fall E.________-_______ in Kombination mit Interferonen als Alternative zu G.________ und/oder F.________ einzusetzen sei. Die Arzneimittelin- formationen müssen dergestalt verfasst sein, dass die Behandlungsmö g- lichkeiten und -therapien klar aufgezeigt werden und keine Verwechslu n- gen ermöglichen. Wie die Vorinstanz zutreffend darauf hinweist , besteht mit einer Zulassung von E.________ mit verschiedenen Kombination s- partnern ([Peg]interferon y._______ oder [Peg]interferon x._______) die Möglichkeit einer Verwechslung. Wie die Beschwerdeführerin zwar zutref- fend ausführt, hat der Arzt mit Hilfe der Arzneimittelinformationen zu prü- fen, ob das zu verschreibende Arzneimittel auch wirklich für die angeor d- nete Therapie zugelassen ist, jedoch geht das Gericht mit der Vorinstanz einig, dass die Zulassung und die dazugehörige Arzneimittelinformation klare Hinweise auf Therapieformen zu enthalten haben, sodass – ohne langwierige Prüfung der Unterlagen – Verwechslungen seitens des Arztes ausgeschlossen werden können. In Anbetracht der Fülle an auf dem Markt zugelas sener Originalpräparate und Generika ist es nicht Sache des Arztes, in langwieriger Überprüfung mögliche Problemfelder in der Anwendung auszuschliessen; dies trüge auch der notorischen zeitlich grossen Belastung der behandelnden Ärzte nicht Rechnung. 7.5. Ob F.________ und G.________ demnach "gleich" bzw. E.________-_______ auch mit G.________ austauschbar ist (vgl. Defini- tion Generikum, oben E. 6.2.2), muss somit nicht abschliessend bean t- wortet werden, weil die Beschwerdeführerin die entsprechenden Nac h- weise dafür, dass E.________-_______ mit G.________ austauschbar ist, nicht erbracht hat. Bei diesem Ergebnis ist auf die w eiteren Behaup- tungen und Ausführungen der Beschwerdeführerin sowie die weiteren in diesem Rahmen gestellten Beweisanträge (Einholung von Sachverstä n- digengutachten) nicht weiter einzugehen. 8. Zusammenfassend bleibt damit festzuhalten, dass swissmedic der Zulas- sung von E.________-_______ (Filmtabletten 200 mg und 400 mg) als Generikum zu F.________ 200 mg Kapseln und zu G.________ 200 mg und 400 mg Filmtabletten in Kombination mit pegylierten Interferonen zu C-4776/2010 Seite 41 Recht den Erstanmelderschutz entgegen gehalten und die Zulassung von E.________-_______ in Kombination mit nicht -pegylierten Interferonen aufgrund des ungünstigeren Nutzen/Risiko-Verhältnisses zur Standar d- therapie mit pegylierten Interferonen verweigert hat. Zudem sind die Vor- aussetzungen für die Zulassung von E.________-_______ als Generikum zu G.________ 200 mg und 400 mg , Filmtabletten, nicht erfüllt. Die Be- schwerde ist damit abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist, und die an- gefochtene Verfügung im Ergebnis zu bestätigen. Die Vorinstanz ist damit anzuweisen, die Behandlung des Wiedererw ä- gungsgesuches der Beschwerdeführerin um Zulassung des Generikums E.________-_______, 200 mg, 400 mg, Filmtabletten zum Originalpräpa- rat F.________, 200 mg, Kapseln, vom 14. September 2011 wieder au f- zunehmen. 9. Abschliessend ist festzu halten, dass die Vorinstanz der Beschwerdefü h- rerin für das Zulassungsverfahren von E.________-_______ 200 mg und 400 mg, Filmtabletten, eine Gebühr von Fr. 7'000.- auferlegt hat (B-act. 1 Beilage 2 Dispositivziffer 2). Da die Beschwerdeführern im Rahmen ihrer Beschwerde diese Gebühr weder explizit angefochten noch eine entsprechende Rechtsverletzung geltend macht, ist die Höhe der Gebühr nicht weiter zu prüfen. 10. Zu befinden bleibt über die Verfahren skosten sowie über eine allfällige Parteientschädigung. 10.1. 10.1.1. Gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt. Die Gerichtsg e- bühr bemisst sich nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, Art der Prozessführung und finanzieller Lage der Parteien (Art. 63 Abs. 4 bis VwVG, Art. 2 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kos- ten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 10.1.2. Die Beschwerdeführerin beantragte, sofern vor Ablauf des Ers t- anmelderschutzes kein Entscheid in der Sache erfolge, seien ihr auch im C-4776/2010 Seite 42 Falle ei nes Unterliegens keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (B -act. 1 S. 3). 10.1.3. Es ist unbestritten, dass der Erstanmelderschutz bei Urteilsfällung abgelaufen ist. Indessen wäre es der Beschwerdeführerin offen gestan- den, nach dem 12. September 2011 ihre Beschwerde z urückzuziehen oder allenfalls konkrete Verfahrensanträge an das Bundesverwaltungsge- richt zu stellen, dies im Nachgang zu ihrem Gesuch um Zulassung von E.________-_______ als Generikum zu F.________, 200 mg, Kapseln vom 14. September 2011 bei der Vorinstanz (siehe oben Bst. D.a und E. 3.2.3, 4.4.3 ). Sie hat sich indessen gegenüber dem Bundesverwa l- tungsgericht nicht mehr vernehmen lassen. Gestützt darauf und in Anbetracht des vollumfänglichen Unterliegens der Beschwerdeführerin wird der Antrag auf Verzicht der Auferlegung der Ver- fahrenskosten abgewiesen. Die Verfahrenskosten werden in Berücksic h- tigung der in E. 10.1.1 erwähnten Kriterien, des Verfahrensausgangs und des erforderlichen Aufwands auf Fr. 4'000.- festgelegt und mit dem bereits einbezahlten Kostenvorschuss verrechnet. 10.2. Der unterliegenden Beschwerdefüh rerin ist keine Parteientschäd i- gung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG i. V. m. Art. 7 Abs. 1 VGKE e contrario). Die obsiegende Vorinstanz hat keinen Anspruch auf Par teientschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE). C-4776/2010 Seite 43 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 4'000.- festgelegt, der Beschwerde- führerin auferlegt und mit dem einbezahlten Kostenvorschuss verrechnet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Gesuchs-ID: […]; Gerichtsurkunde) – das Eidgenössische Departement des Innern (Einschreiben) Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Beat Weber Susanne Flückiger Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14 , Beschwerde in öffentlich -rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bunde s- gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG , SR 173.110]). Die Rech ts- schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu entha l- ten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: