<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">8C_508/2012 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 2. August 2012 </div> <div class="para">I. sozialrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Ursprung, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichterin Leuzinger, Bundesrichter Maillard, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Durizzo. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">S.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Viktor Györffy, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">AXA Versicherungen AG, </div> <div class="para">General Guisan-Strasse 40, 8400 Winterthur, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Unfallversicherung (Kausalzusammenhang), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich </div> <div class="para">vom 30. April 2012. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sachverhalt: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A. </div> <div class="para">S.________, geboren 1961, war bei der Polizei beschäftigt und bei der "Winterthur" Schweizerische Versicherungsgesellschaft, heute AXA Versicherungen AG (nachfolgend: AXA), für die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert, als er am 14. Juli 2009 als Beifahrer einen Auffahrunfall erlitt. Gemäss Bericht des behandelnden Arztes Dr. med. P.________ vom 7. September 2009 hatte er sich dabei ein Schleudertrauma sowie eine Distorsion an der Lendenwirbelsäule zugezogen. Die AXA anerkannte ihre Leistungspflicht dem Grundsatz nach. Mit Verfügung vom 23. September 2010 und Einspracheentscheid vom 16. Dezember 2010 schloss sie den Fall ab und stellte die Versicherungsleistungen ein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B. </div> <div class="para">Die dagegen erhobene Beschwerde, mit welcher der Versicherte namentlich anhaltende Schmerzen an der Brustwirbelsäule geltend machte, wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Entscheid vom 30. April 2012 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C. </div> <div class="para">S.________ lässt Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führen mit dem Antrag, unter Aufhebung des angefochtenen Entscheides seien ihm die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen. </div> <div class="para">Die vorinstanzlichen Akten wurden eingeholt. Ein Schriftenwechsel wurde nicht durchgeführt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">1.1 Die Beschwerde kann wegen Rechtsverletzung gemäss <span class="artref">Art. 95 und <artref id="CH/173.110/96" type="start"></artref>Art. 96 BGG</span><artref id="CH/173.110/95" type="end"></artref> erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (<span class="artref">Art. 106 Abs. 1 BGG</span>). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erwägungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann sie mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begründung abweisen (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=3&amp;from_date=17.07.2012&amp;to_date=05.08.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-III-136%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page136">BGE 130 III 136</a> E. 1.4 S. 140). Gemäss <span class="artref">Art. 42 Abs. 1 BGG</span> ist die Beschwerde hinreichend zu begründen, andernfalls wird darauf nicht eingetreten (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). Das Bundesgericht prüft grundsätzlich nur die geltend gemachten Rügen; es ist nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Behörde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu prüfen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen wurden. Es kann die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht nur insofern prüfen, als eine solche Rüge in der Beschwerde vorgebracht und begründet worden ist (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.2 Im Beschwerdeverfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der Militär- oder Unfallversicherung ist das Bundesgericht nicht an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gebunden (<span class="artref">Art. 97 Abs. 2 und <artref id="CH/173.110/105/3" type="start"></artref>Art. 105 Abs. 3 BGG</span><artref id="CH/173.110/97/2" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Das kantonale Gericht hat die Grundsätze zu dem für die Leistungspflicht des Unfallversicherers gemäss <span class="artref">Art. 6 Abs. 1 UVG</span> vorausgesetzten natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=3&amp;from_date=17.07.2012&amp;to_date=05.08.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-V-177%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page179">BGE 129 V 179</a> E. 3.1 u. 3.2 S. 181; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 9, 8C_354/2007 E. 2.2) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Nach den vorinstanzlichen Erwägungen sind die anfänglichen Beschwerden des Versicherten an der Halswirbelsäule vollständig abgeklungen und die gelegentlich im Bereich der Lendenwirbelsäule auftretenden Beschwerden zwanglos mit den degenerativen Veränderungen in diesem Bereich erklärbar, weshalb der Unfallversicherer seine Leistungen zu Recht eingestellt habe. Die aktuell geklagten Beschwerden im Bereich der Brustwirbelsäule hätten zu keiner Zeit auf den Unfall vom 14. Juli 2009 zurückgeführt werden können. </div> <div class="para">Demgegenüber bringt der Versicherte sinngemäss im Wesentlichen vor, dass der Unfallversicherer seine Leistungspflicht anerkannt habe, der natürliche Kausalzusammenhang der Beschwerden mit dem Unfall jedoch nicht dahingefallen sei; es könne diesbezüglich nicht auf die versicherungsinternen Stellungnahmen abgestellt werden, erachte der Hausarzt die Beschwerden doch als unfallkausal. Der Unfallversicherer sei daher weiterhin leistungspflichtig. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Entscheidwesentlich ist, dass gemäss Verlaufsbericht des Dr. med. P.________ vom 16. November 2010 als Diagnose einzig noch ein Distorsionstrauma der Brustwirbelsäule erwähnt wurde und somit nur Beschwerden in diesem Bereich noch behandelt wurden, eine Problematik an der Brustwirbelsäule jedoch erstmals mit Schreiben des Dr. med. P.________ vom 29. September 2010, somit 14 Monate nach dem Unfall, gemeldet worden war, obwohl der Hausarzt bereits verschiedentlich berichtet hatte. Aus diesem Grund kann nicht als überwiegend wahrscheinlich erstellt gelten, dass diese Beschwerden unfallbedingt sind. </div> <div class="para">So klagte der Beschwerdeführer gemäss den auf dem Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma am 7. September 2009 festgehaltenen eigenen Angaben und Untersuchungsbefunden des Hausarztes über lumbale Schmerzen, welche jedoch erst 72 Stunden nach dem Unfall aufgetreten seien. Der beratende Arzt des Unfallversicherers, Dr. med. H.________, schliesst in seiner Stellungnahme vom 14. Dezember 2010 schon aufgrund der zeitlichen Latenz eine Traumatisierung der Brust- oder Lendenwirbelsäule aus, im Übrigen aber auch deshalb, weil Brust- und Lendenwirbelsäule bei einer Auffahrkollision aus biomechanischer Sicht keiner vermehrten Belastung unterliegen würden. Die nunmehr geklagten Beschwerden im Bereich der Brustwirbelsäule waren seiner Auffassung nach daher nicht auf den Unfall zurückzuführen. Des Weiteren erwähnte er, dass die getätigten MRI-Untersuchungen degenerative Veränderungen im Lendenwirbelsäulenbereich gezeigt hätten, die sporadisch oder chronifiziert Rückenschmerzen verursachen könnten. Die genannte hausärztliche Stellungnahme vom 16. November 2010 vermag unter den gegebenen Umständen keine Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen zu erwecken (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=3&amp;from_date=17.07.2012&amp;to_date=05.08.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-V-465%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page465">BGE 135 V 465</a> E. 4.4 S. 469 f.; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=3&amp;from_date=17.07.2012&amp;to_date=05.08.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-351%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page351">125 V 351</a> E. 5b/ee S. 353 f.), wobei die Formulierung des Hausarztes ("BWS-Distorsionstrauma") ohnehin nur eine anamnestische Feststellung trifft und als solche keine hinreichende Aussage zur Kausalität darstellt (HAVE 2005 S. 351, U 264/04 vom 16. Juni 2005 E. 4.1). </div> <div class="para">Es kann im Übrigen auf die eingehenden und zutreffenden Erwägungen des kantonalen Gerichts verwiesen werden. Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">5. </div> <div class="para">Die Beschwerde kann ohne Durchführung des Schriftenwechsels (<span class="artref">Art. 102 Abs. 1 BGG</span>) erledigt werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">6. </div> <div class="para">Das Verfahren ist kostenpflichtig (<span class="artref">Art. 65 BGG</span>). Die Gerichtskosten werden dem unterliegenden Beschwerdeführer auferlegt (Art. 65 Abs. 4 lit. a in Verbindung mit <span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 750.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 2. August 2012 </div> <div class="para">Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Ursprung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: Durizzo </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>