<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00548</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204864&amp;W10_KEY=13013566&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00548</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.03.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Nichtpromotion</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nichtpromotion eines Mittelschülers ein Jahr vor der Matura Seit 1. Januar 2004 ist die Beschwerde an das Verwaltungsgericht gegen Anordnungen über Promotionsentscheide zulässig (E. 1). Die Vorinstanz hat nicht jedes Vorbringen in der Rechtsmittelschrift einzeln zu widerlegen. Die Beschränkung auf wesentliche Gesichtspunkte bedeutet keine Gehörsverletzung. Der Verweis der Vorinstanz auf Erwägungen in der Vernehmlassung ist keine Verletzung wesentlicher Form- oder Verfahrensvorschriften (E. 2.1). Die Schüler waren ausreichend über die Art der Leistungsbeurteilung informiert. Zudem hatte die Deutschlehrerin den Beschwerdeführer rechtzeitig auf seine ungenügenden Leistungen aufmerksam gemacht. Kein Verfahrensfehler (E. 2.2). Für eine fehlerhafte Bewertung der Leistungen des Beschwerdeführers gibt es keine Anhaltspunkte (E. 3.1). Das Vorliegen eines Härtefalls im Sinne von § 13 Promotionsreglement ist zu verneinen: Weder der Zeitpunkt der Nichtpromotion noch die nur knapp ungenügenden Leistungen stellen eine Besonderheit dar. Für die behauptete physische und psychische Krise bestehen für das massgebliche Semester keine Indizien (E. 3.3). Ein aktueller Führungsbericht ist nicht einzuholen, da es sich nicht um einen besonderen Fall im Sinne von § 13 Promotionsreglement handelt (E. 3.4). Abweisung </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ERZIEHUNG, BILDUNG, WISSENSCHAFT">ERZIEHUNG, BILDUNG, WISSENSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEHÃRSVERWEIGERUNG">GEHÃRSVERWEIGERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEHÃRSVERWEIGERUNG">GEHÃRSVERWEIGERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HÃRTEFALL">HÃRTEFALL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEISTUNGSBEURTEILUNG">LEISTUNGSBEURTEILUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITTELSCHULE">MITTELSCHULE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PROMOTION">PROMOTION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWEISUNG">VERWEISUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 7 PromotionsR</span><br/><span class="ungerade">§ 13 PromotionsR</span><br/><span class="gerade">§ 10 Abs. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 28 Abs. 1 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 43 Abs. 1 lit. f VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2005 Nr. 11 S. 65</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>A , geboren 1987, besucht die Kantonsschule E. Die Promotion in die 5. Klasse erfolgte nur mehr provisorisch. Auf das Ende der 5. Klasse erreichten seine Zeugnisnoten die Voraussetzungen fÃ¼r eine Promotion wiederum nicht. Dies teilte die Kantonsschule E den Eltern von A am 17. Juni 2004 schriftlich mit; ergÃ¤nzend wies die Schule darauf hin, dass A seine Klasse daher verlassen mÃ¼sse, eine Repetition jedoch mÃ¶glich sei. Auf ein WiedererwÃ¤gungsgesuch der Eltern hielt der am 30. Juni 2004 erneut zusammengetretene Klassenkonvent am Beschluss der Nichtpromotion fest. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Hierauf rekurrierten die Eltern von A an die Bildungsdirektion mit den AntrÃ¤gen, die Deutschnote um eine halbe Note auf 4,0 zu erhÃ¶hen und A in die letzte Klassenstufe zu promovieren. Im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens trat der Klassenkonvent am 18. August 2004 zusammen und fasste erneut den Beschluss, nicht auf seinen Entscheid zurÃ¼ckzukommen, den Beschluss auf Nichtpromotion also aufrecht zu halten. Eine BegrÃ¼ndung dieses Beschlusses ging am 23. August 2004 an die Bildungsdirektion. Dazu nahmen die Eltern von A am 18. September 2004 Stellung. Die Bildungsdirektion wies den Rekurs am 10. November 2004 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Am 14. Dezember 2004 erfolgte die Beschwerdeerhebung an das Verwaltungsgericht mit den HauptantrÃ¤gen, den Entscheid der Bildungsdirektion aufzuheben und A definitiv in die Klasse 6c zu promovieren, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen. Eventualiter wird die Einholung eines aktuellen FÃ¼hrungsberichts Ã¼ber die schulische Leistungen und Verhalten von A beantragt.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Die Kantonsschule E ersucht um Abweisung der Beschwerde. Die Bildungs­direktion hat auf Vernehmlassung verzichtet.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Das Verwaltungsgericht beurteilt unter anderem Beschwerden gegen letztinstanzliche Anordnungen von VerwaltungsbehÃ¶rden, soweit das Gesetz keine abweichende ZustÃ¤ndigkeit vorsieht oder eine Anordnung als endgÃ¼ltig bezeichnet (§ 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Anfechtungsobjekt ist vorliegend ein Rekursentscheid der Bildungsdirektion, was den Weiterzug an das Verwaltungsgericht grundsÃ¤tzlich mÃ¶glich macht (vgl. § 19b VRG). Sodann ist die Beschwerde an das Verwaltungsgericht gegen Anordnungen Ã¼ber Promotionsentscheide gemÃ¤ss der am 1. Januar 2004 in Kraft getre­tenen neuen Fassung von § 43 Abs. 1 lit. f VRG nicht mehr ausgeschlossen. Die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts ist somit gegeben.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Die Beschwerde wirft der Bildungsdirektion eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r vor, weil sie sich nicht mit jedem einzelnen Vorbringen der Eltern des BeschwerdefÃ¼hrers auseinandergesetzt habe.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.1.1 </span></b><span>Der Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r verlangt von den VerwaltungsbehÃ¶rden, ihre Entscheide zu begrÃ¼nden (§ 10 Abs. 2 VRG). Dies bedeutet allerdings nicht, dass die RechtsmittelbehÃ¶rde jedes Vorbringen in der Rechtsmittelschrift einzeln zu widerlegen braucht. Vielmehr kann sie sich auf die wesentlichen Gesichtspunkte beschrÃ¤nken. Dabei muss aus der BegrÃ¼ndung zumin­dest mit­telbar ersichtlich sein, dass nicht erÃ¶rterte Parteivorbringen stillschweigend fÃ¼r un­erheb­lich oder unrichtig befunden worden sind (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 10 N. 38 ff., § 28 N. 4; BGE 112 Ia 107 E. 2b, 123 I 31 E. 2c; VGr, 30. August 2004, VB.2004.00213, E. 3.2.1, www.vgrzh.ch). </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.1.2 </span></b><span>Die Bildungsdirektion befasste sich unter anderem mit der Frage, ob ein besonderer Fall im Sinn von § 13 des Promotionsreglements fÃ¼r die Gymnasien des Kantons ZÃ¼rich vom 10. MÃ¤rz 1998 (LS 413.251.1) vorliege. Dabei stellte sie abschliessend fest, dass der Klassenkonvent auf die Argumente der Rekurrierenden umfassend eingegangen sei und die Nichtanwendung von § 13 ausfÃ¼hrlich begrÃ¼ndet habe (E. 3d). Damit nahm die Bildungsdirektion offensichtlich Bezug auf den Beschluss vom 18. August 2004, mit welchem der Klassenkonvent ein ZurÃ¼ckkommen auf seinen Entscheid abgelehnt hatte; diesem Beschluss war eine detaillierte schriftliche Stellungnahme gefolgt. Mit ihren AusfÃ¼hrungen hat die Bildungsdirektion sinngemÃ¤ss auf diese Stellungnahme verwiesen.</span></p> <p class="Erwgung3"><span>Die RechtmÃ¤ssigkeit einer solchen Verweisung ist fraglich. Zwar kann die RekursbehÃ¶rde gemÃ¤ss § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG auf die ErwÃ¤gungen der Vorinstanz verweisen. Aus dem Blickwinkel ihrer Entstehungsgeschichte betrifft diese Norm jedoch den Verweis auf ErwÃ¤gungen in der vorinstanzlichen Anordnung (vgl. VGr, 30. September 1999, VB.99.00248, E. 2). Sowohl Wortlaut wie auch Sinn und Zweck von § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG wÃ¼rden es allerdings auch zulassen, die Bestimmung in dem Sinn auszulegen, dass die RekursbehÃ¶rde ergÃ¤nzend auf eine Vernehmlassung der Vorinstanz verweisen kann â sofern diese Vernehmlassung der rekurrierenden Partei zugestellt wurde (Ã¤hnlich VGr, 22. Juni 2000, VB.2000.00165, E. 3 letzter Absatz; anders VGr, 27. April 2000, VB.2000.00098, E. 3 â je unter www.vgrzh.ch). Wenn dennoch die UnzulÃ¤ssigkeit des Verweises auf ErwÃ¤gungen in der Vernehmlassung angenommen wÃ¼rde, so lÃ¤ge darin aller­dings ohnehin noch nicht eine Verletzung wesentlicher Form- oder Verfahrensvor­schriften im Sinn von § 50 Abs. 2 lit. d VRG (vgl. VGr, 30. September 1999, VB.99.00248, E. 2). Massgeblich ist in jedem Fall, ob der Anspruch auf das rechtliche GehÃ¶r als in diesem Zusammenhang wesentlicher Verfahrensgrundsatz gewahrt bleibt.</span></p> <p class="Erwgung3"><span>Die Annahme einer GehÃ¶rsverletzung ist vorliegend gleich aus zweierlei GrÃ¼nden abzulehnen: Zum einen erfolgte der sinngemÃ¤sse Verweis auf die ErwÃ¤gungen des Klassen­konvents nur ergÃ¤nzend zu den AusfÃ¼hrungen im Entscheid der Bildungsdirektion selbst; auch wenn die ErwÃ¤gungen der Bildungsdirektion betreffend die Anwendbarkeit von § 13 Promotionsreglement knapp ausgefallen sind, so vermÃ¶gen sie den Anforderungen an die BegrÃ¼ndungspflicht noch zu genÃ¼gen. Zum andern war die fragliche Vernehmlassung des Klassenkonvents dem BeschwerdefÃ¼hrer zugestellt worden und hatte er sich dazu im Rekursverfahren schriftlich Ã¤ussern kÃ¶nnen. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.1.3 </span></b><span>Da sich der angefochtene Entscheid auch im Ãbrigen mit den erheblichen Partei­vorbringen auseinandersetzt und er die massgeblichen Gesichtspunkte berÃ¼cksichtigt, vermag die RÃ¼ge der GehÃ¶rsverweigerung nicht durchzudringen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Als weiteren Verfahrensfehler beanstandet die Beschwerde, dass die Deutschlehrerin entgegen § 7 Abs. 2 Promotionsreglement die Klasse nicht rechtzeitig Ã¼ber die Art der Leistungsbeurteilung in ihrem Fach informiert habe.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die Deutschlehrerin hatte sich zu dieser Frage bereits in ihrer schriftlichen Stellungnahme zum zweiten WiedererwÃ¤gungskonvent geÃ¤ussert: Die Klasse sei Ã¼ber die Art und Weise der Leistungsbeurteilung im Deutschunterricht informiert gewesen. Im Sommersemester 2004 habe die gleiche Regel gegolten wie in allen vorangehenden Semestern. Die Anzahl schriftlicher PrÃ¼fungen oder AufsÃ¤tze sei jeweils gleich wie die Anzahl Wochenlektionen Deutsch im betreffenden Semester. Zu den schriftlichen Arbeiten komme normalerweise noch eine mÃ¼ndliche Note, welche sie bei der Klasse 5c zwar erhoben, schlussendlich aber nur zum Auf- oder Abrunden der Zeugnisnote verwendet habe.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Mit einem solchen Wissensstand sind SchÃ¼ler Ã¼ber die Art der Leistungsbeurteilung ausreichend informiert. Es besteht kein Anlass, an der Darstellung der Deutschlehrerin zu zweifeln. Der BeschwerdefÃ¼hrer stellt denn auch nicht in Abrede, dass die Art der Leistungsbeurteilung gleich wie in den frÃ¼heren Semestern erfolgt ist. Zudem vermischt er die Informationspflicht der Lehrperson Ã¼ber die Art der Leistungsbeurteilung mit einer von ihm in allgemeiner Weise geforderten aktiven Vorgehen der Lehrperson. Indes lÃ¤sst die Beschwerde die Darstellung der Deutschlehrerin auch insofern unangefochten, als diese ausgefÃ¼hrt hatte, den BeschwerdefÃ¼hrer darauf aufmerksam gemacht zu haben, dass seine Leistungen ungenÃ¼gend seien und er also ausreichend Zeit und Sorgfalt fÃ¼r die dritte Semesternote aufwenden solle. Ein Verfahrensfehler liegt nicht vor.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Auch in materieller Hinsicht sind keine Anhaltspunkte dafÃ¼r ersichtlich, dass die Leistung des BeschwerdefÃ¼hrers im Deutschunterricht mit der Note 3,5 fehlerhaft bewertet worden wÃ¤re. Die Beschwerde bestreitet nicht, dass die Note 3,5 dem Ergebnis der im Semester erzielten PrÃ¼fungsnoten entsprach. Es wird auch nicht substantiiert geltend gemacht, Arbeiten von A seien ungerecht benotet worden. Die Beschwerde verweist in diesem Zusammenhang nur auf die Bemerkung der Deutschlehrerin, wonach die Zeugnisnote schlussendlich anders hÃ¤tte aussehen kÃ¶nnen, wenn A je ein GesprÃ¤ch mit ihr gesucht und mehr Einsatz gezeigt hÃ¤tte. Es entspricht durchaus der Auffassung der Beschwerdegegnerin, dass die ungenÃ¼genden Leistungen des BeschwerdefÃ¼hrers jedenfalls teilweise auf einen Mangel an Einsatz zurÃ¼ckzufÃ¼hren sind. Es besteht jedoch offenkundig kein Anlass, einem SchÃ¼ler den aufgrund der PrÃ¼fungen erreichten Notendurchschnitt deshalb anzuheben, weil dieser unter anderem das Ergebnis fehlenden Einsatzes ist. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Unstrittig ist, dass der BeschwerdefÃ¼hrer mit den im Sommer 2004 erzielten Zeugnisnoten die Bedingungen fÃ¼r die Promotion gemÃ¤ss § 9 Promotionsreglement knapp nicht erfÃ¼llt hat. Es kann dazu auf die entsprechenden AusfÃ¼hrungen im Entscheid der Bildungsdirektion verwiesen werden (§ 28 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit § 70 VRG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>§ 13 Promotionsreglement sieht allerdings vor, dass der Klassenkonvent in besonderen FÃ¤llen zugunsten der SchÃ¼lerin oder des SchÃ¼lers von den §§ 9 bis 12 der Promotions­bestimmungen abweichen kann. In diesem Sinn macht der BeschwerdefÃ¼hrer das Vorliegen eines HÃ¤rtefalles geltend, zum einen weil ihm zur Promotion nur ein halber Punkt fehlte, zum anderen weil eine Nichtpromotion letztmals am Ende der 5. Klasse erfolgen kann.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.3.1 </span></b><span>Da der BeschwerdefÃ¼hrer erstmals nicht promoviert wurde, besteht fÃ¼r ihn die MÃ¶glichkeit der Repetition (§ 12 Promotionsreglement). Es lÃ¤sst sich nicht sagen, dass die Repetition der 5. Klasse eine relevant grÃ¶ssere HÃ¤rte darstellt als die Wiederholung einer tieferen Klasse. Der Zeitpunkt der vorliegenden Nichtpromotion stellt somit keine Besonderheit dar.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.3.2 </span></b><span>Dasselbe gilt fÃ¼r den Umstand, dass der BeschwerdefÃ¼hrer die Promotion lediglich um einen halben Punkt verpasst hat. Darin kann kein besonderer Fall erblickt werden, in welchem der Klassenkonvent zugunsten des SchÃ¼lers von den massgeblichen Promotionsbestimmungen abweichen kann. Solches wÃ¤re erst beim Hinzutreten besonderer UmstÃ¤nde, namentlich im Bereich der persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse eines SchÃ¼lers, der Fall. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die von rechtskundiger Hand verfasste Beschwerde nennt indessen keine solche weiteren UmstÃ¤nde, weshalb in Anwendung des vor Verwaltungsgericht geltenden beschrÃ¤nkten RÃ¼geprinzips nicht weiter darauf eingegangen werden muss, zumal keine klaren MÃ¤ngel ersichtlich sind, die von Amtes wegen zu berÃ¼cksichtigen wÃ¤ren (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 4 ff.). Dennoch sei angemerkt, dass die von den Eltern im Rekursverfahren genannten weiteren Begebenheiten keine besonderen UmstÃ¤nde darstellen, wie sie von § 13 Promotionsreglement erfasst werden. Immerhin hÃ¤tte der Hinweis auf RÃ¼ckenprobleme des BeschwerdefÃ¼hrers an sich relevant sein kÃ¶nnen. Die Beschwerdegegnerin fÃ¼hrte in ihrer Vernehmlassung zum Rekurs vom 18./23. August 2004 indessen aus, dass A im entscheidenden Semester mit vollem Einsatz und ohne sichtbare Behinderung am Sport­unterricht teilgenommen habe; dies lasse den Schluss zu, dass die BeeintrÃ¤chtigung durch den Lendenwirbelbogendefekt verarbeitet sei. Diese Schlussfolgerung ist plausibel und von den Eltern in deren Stellungnahme vom 18. September 2004 nicht entkrÃ¤ftet worden. FÃ¼r die dennoch behauptete physische und psychische Krise bestehen fÃ¼r das massgebliche Semester keine Anhaltspunkte.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.4 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt schliesslich den Beizug eines aktuellen FÃ¼hrungs­berichts Ã¼ber seine schulischen Leistungen und sein Verhalten. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Ein solcher Bericht mag allenfalls hilfreich sein, wenn ein besonderer Fall vorliegt, so dass sich gemÃ¤ss § 13 Promotionsreglement und dem VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzip die Frage stellt, ob von den Promotionsbestimmungen abzuweichen sei oder nicht. Dass ein SchÃ¼ler beim verfahrensbedingten Verbleib im Klassenzug wieder bessere Noten erzielt, ist jedoch nicht geeignet, einen besonderen Fall im Sinn von § 13 Promotionsreglement erst zu begrÃ¼nden. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>GemÃ¤ss den oben stehenden ErwÃ¤gungen sind vorliegend besondere UmstÃ¤nde, wie sie von § 13 Promotionsreglement erfasst werden, nicht ersichtlich. Es besteht daher kein Anlass zur Einholung eines aktuellen FÃ¼hrungsberichts. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde ist somit abzuweisen. Entsprechend sind die Gerichtskosten dem unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen und bleibt ihm eine ParteientschÃ¤digung versagt (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG; § 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'560.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteienschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>