A bteilung IV D -472/2007 {T 0/2} U rteil vom 26. M ärz 2007 M itw irkung: R ichter G alliker, W espi, Schm id G erichtsschreiber M aeder A ._______(G esuchstellerin), und deren Kinder B ._______, und C ._______, Türkei, vertreten durch D ._______, G esuchsteller gegen B undesverw altungsgericht, Schw arztorstrasse 53, Postfach, 3000 Bern 14, G esuchsgegner betreffend U rteil der Schw eizerischen A sylrekurskom m ission (A R K ) vom 27. O ktober 2006 i.S. A syl und W egw eisung (R evision) B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 w ird festgestellt und in Erw ägung gezogen, dass die G esuchsteller, nach eigenen Angaben aus E._______ (Provinz F._______) stam m ende Kurden, am 24. Februar 2003 gem einsam in der Schw eiz um Asyl nach- suchten, dass die G esuchstellerin zur Begründung des Asylgesuchs im W esentlichen geltend m achte, sie selbst und ihre Fam ilie seien von den Sicherheitskräften und dem D orfvor- steher ständig unter D ruck gesetzt w orden, w eil sie zusam m en m it ihrem Ehem ann, der zw angsw eise das Am t des D orfschützers habe übernehm en m üssen, w ährend acht Jah- ren die G uerillas m it Lebensm itteln unterstützt habe, dass sie – anlässlich der am 9. April 2003 durchgeführten Anhörung zu den Asylgrün- den – konkretisierend festhielt, vor fünf Jahren hätten die Sicherheitskräfte sogar ihr H aus gestürm t und ihr m ehrere Schussverletzungen zugefügt, die eine H ospitalisierung erforderlich gem acht hätten und ihr auch heute noch Schm erzen bereiteten, dass sie ergänzte, ein Jahr vor ihrer Ausreise sei sie m it ihrem Sohn von den G en- darm en zu H ause abgeholt, auf den Posten gebracht und dort von den Sicherheitskräf- ten verhört und m isshandelt w orden, dass sie schliesslich m it Bezug auf ihren Ehem ann festhielt, dieser sei ungefähr sechs M onate vor ihrer Flucht verschw unden und seither unbekannten Aufenthaltes, dass der Sohn B._______ die Angaben der G esuchstellerin in den w esentlichen Punkten bestätigte, dass das dam alige Bundesam t für Flüchtlinge (BFF; seit dem 1. Januar 2005: BFM ) m it Verfügung vom 5. N ovem ber 2004 in Bezug auf die G esuchsteller das N ichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft feststellte, ihre Asylgesuche ablehnte und die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie deren Vollzug anordnete, dass die dagegen erhobene Beschw erde m it U rteil der Schw eizerischen Asylrekurskom - m ission (AR K) vom 27. O ktober 2006 vollum fänglich abgew iesen w urde, dass die AR K in der U rteilsbegründung zusam m enfassend festhielt, sie gelange in Ü ber- einstim m ung m it der Vorinstanz zum Ergebnis, dass die Vorbringen der G esuchsteller den Anforderungen an die G laubhaftm achung nicht standzuhalten verm öchten, dass die AR K als Argum ent für die Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs unter an- derem anführte, die psychischen Problem e der G esuchstellerin, auf w elche in der Be- schw erde hingew iesen w orden sei – nam entlich eine reaktive D epression m it Schlaf- störungen –, seien nicht als derart intensiv anzusehen, dass sie einem W egw eisungs- vollzug entgegenstehen w ürden, dass das BFM m it Schreiben vom 1. N ovem ber 2006 den G esuchstellern eine bis zum 5. Januar 2007 laufende Frist zum Verlassen der Schw eiz ansetzte, dass die G esuchsteller durch ihre R echtsvertreterin m it Eingabe vom 18. D ezem ber 2006 beim BFM unter anderem ein G esuch um Aussetzung des W egw eisungsvollzugs stellen liessen, dass das BFM m it prozessleitender Verfügung vom 22. D ezem ber 2006 den Vollzug der W egw eisung der G esuchsteller bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheids im 3 Asylverfahren des Ehem annes beziehungsw eise Vaters, G ._______, aussetzte, dass die G esuchsteller am 16. Januar 2007 (Poststem pel) beim Bundesverw altungsge- richt durch ihre R echtsvertreterin ein R evisionsgesuch gegen das Beschw erdeurteil der AR K vom 27. O ktober 2006 einreichen liessen, m it dem hauptsächlichen Begehren um Aufhebung des angefochtenen Entscheids, Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft und G ew ährung von Asyl, dass sie darin im Eventualpunkt um G ew ährung der vorläufigen Aufnahm e sow ie zu- sätzlich um unverzügliche Aushändigung ihrer Ausw eise ersuchten, dass sie in prozessualer H insicht um Aussetzung des W egw eisungsvollzugs (Anw eisung der kantonalen Behörden zum Verzicht auf "W egw eisungsm assnahm en"), G ew ährung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung sow ie um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ersuchten, das der Ehem ann beziehungsw eise Vater der G esuchsteller, ebenfalls handelnd durch die rubrizierte R echtvertreterin, am 16. Januar 2007 beim Bundesverw altungsgericht Be- schw erde gegen eine Verfügung des BFM vom 19. D ezem ber 2006 einreichte, m it w el- cher sein am 29. O ktober 2006 gestelltes Asylgesuch w egen m isslungener G laubhaft- m achung der vorgebrachten Asylgründe abgelehnt und seine W egw eisung aus der Schw eiz sow ie deren Vollzug unter Ansetzung einer bis zum 13. Februar 2007 lau- fenden Ausreisefrist angeordnet w orden w aren, dass der zuständige Instruktionsrichter des Bundesverw altungsgerichts m it Zw ischen- verfügung vom 14. Februar 2007 das vorliegende R evisionsverfahren m it dem Be- schw erdeverfahren des Ehem annes beziehungsw eise Vaters der G esuchsteller koordi- nierte und das G esuch um Aussetzung des W egw eisungsvollzugs m it Blick auf die H ängigkeit jenes Beschw erdeverfahrens und die bereits vom BFM – für den Zeitraum bis zum Vorliegen eines Beschw erdeentscheides – angeordnete Vollzugsaussetzung guthiess, dass der Instruktionsrichter m it derselben Zw ischenverfügung die G esuche um G ew äh- rung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesge- setzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) und Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses abw ies und die G esuchsteller unter Androhung des N ichteintretens auf das R evisionsgesuch zur Leistung eines Kos- tenvorschusses im Betrag von Fr. 1'200.- bis zum 1. M ärz 2007 aufforderte, dass er als Begründung für die Verw eigerung der unentgeltlichen R echtspflege zusam - m enfassend anführte, das R evisionsbegehren sei gestützt auf die derzeitige Aktenlage als aussichtslos zu bezeichnen, dass die G esuchsteller am 28. Februar 2007 einen Betrag von Fr. 1'200.- auf das Konto des Bundesverw altungsgerichts überw iesen, dass die G esuchsteller m it Eingabe vom 9. M ärz 2007 ihr R evisionsgesuch ergänzten und als Bew eism ittel drei Berichte betreffend die gesundheitliche Verfassung der G e- suchstellerin (psychiatrisches Konsilium des sozialpsychiatrischen D ienstes des Kan- tons H ._______ vom 29. April 2004, Austrittsbericht des Spitals H ._______ vom 7. M ai 2004, Erstbericht des sozialpsychiatrischen D ienstes des Kantons H ._______ vom 10. August 2006) zu den Akten reichten,4 und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht für die Beurteilung von ab dem 1. Januar 2007 ge- stellten, gegen U rteile der AR K gerichteten R evisionsgesuchen zuständig ist und dabei das neue Verfahrensrecht anw endet (Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw altungsgericht [Verw altungsgerichtsgesetz, VG G , SR 173.32] sinngem äss), dass es in der Besetzung m it drei R ichtern oder R ichterinnen befindet (Art. 21 Abs. 1 VG G ), sofern das R evisionsgesuch nicht in die Zuständigkeit des Einzelrichters bezie- hungsw eise der Einzelrichterin fällt (vgl. Art. 23 VG G ; Art. 111 Abs. 2 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG , SR 142.31]), dass m it dem ausserordentlichen R echtsm ittel der R evision die U nabänderlichkeit und M assgeblichkeit eines rechtskräftigen Beschw erdeentscheides angefochten w ird, im H inblick darauf, dass die R echtskraft beseitigt w ird und über die Sache neu entschieden w erden kann (vgl. FR ITZ G YG I, Bundesverw altungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 229 f.), dass die G esuchsteller am ordentlichen Beschw erdeverfahren vor der AR K teilgenom - m en haben, durch das abw eisende U rteil vom 27. O ktober 2006 besonders berührt sind und ein schutzw ürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung haben, w eshalb sie zur Einreichung eines G esuches um R evision jenes U rteils legitim iert sind (vgl. Art. 48 Abs. 1 Vw VG in analogiam ; vgl. U R SIN A BEER LI-BO N O R AN D , D ie ausserordentli- chen R echtsm ittel des Bundes und der Kantone, Zürich 1985, S. 65 ff.), dass sie sodann auch den einverlangten Kostenvorschuss innert angesetzter Frist in vollem U m fang geleistet haben, dass das R evisionsgesuch vom 16. Januar 2007 den form ellen Anforderungen an die- ses R echtsm ittel zu genügen verm ag (vgl. Art. 47 VG G i.V.m . Art. 67 Abs. 3 und Art. 52 Vw VG ), dass sich schliesslich, w as die Voraussetzung der Fristw ahrung betrifft, in übergangs- rechtlicher H insicht grundsätzlich die Frage stellt, ob auf R evisionsgesuche w ie das vor- liegende, w elches sich gegen einen Entscheid der AR K (vgl. Art. 45 VG G : "...R evision von Entscheiden des Bundesverw altungsgerichts...") richtet, die Bestim m ungen von Art. 121 - 128 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundes- gerichtsgesetz, BG G , SR 173.110] sinngem äss oder aber diejenigen von Art. 66 ff. Vw VG Anw endung finden (vgl. nam entlich die – im U nterschied zur Frist von 90 Tagen gem äss Art. 67 Abs. 1 Vw VG – bloss 30-tägige relative R evisionsfrist für die G eltendm a- chung einer Verletzung "anderer Verfahrensvorschriften" in Art. 124 Abs. 1 Bst. b BG G ), dass diese Frage vorliegend offen gelassen w erden kann, w eil sie – w ie noch zu zeigen sein w ird – w eder in Bezug auf die Fristw ahrung noch auf die m aterielle Begründetheit des R evisionsgesuchs von entscheidender Bedeutung ist, dass die G esuchsteller ausdrücklich den R evisionsgrund von Art. 66 Abs. 2 Bst. a Vw VG anrufen und geltend m achen, die Aussagen ihres Ehem annes beziehungsw eise Vaters zu seinem eigenen Asylgesuch stellten ein neues Bew eism ittel dar, w elches sich auf die erhebliche Tatsache beziehe, ob sie einer Verfolgung durch den türkischen Staat ausgesetzt seien,5 dass sie zur Begründung des R evisionsgesuchs ausserdem vorbringen, die G esuch- stellerin sei nicht genügend kom m unikationsfähig, um den Sachverhalt richtig erzählen zu können, dass m it Blick auf den angerufenen R evisionsgrund und den für dessen Entdeckung behaupteten Zeitpunkt sow ohl die 90-tägige relative w ie auch die 10-jährige absolute R evisionsfrist von Art. 67 Abs. 1 Vw VG beziehungsw eise von Art. 124 Abs. 1 Bst. d und Abs. 2 BG G m it der Postaufgabe am 16. Januar 2007 als gew ahrt betrachtet w erden können, dass som it auf das frist- und form gerecht eingereichte R evisionsgesuch einzutreten ist, dass aus den nachstehend dargelegten G ründen ein offensichtlich unbegründetes R evi- sionsgesuch vorliegt, w eshalb der Entscheid nur sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 3 AsylG in analogiam ) dass die G esuchsteller ihr R evisionsbegehren w ie erw ähnt zur H auptsache auf die Aus- künfte ihres Ehem annes beziehungsw eise Vaters in dessen Asylverfahren abstützen, w elche – so ihr Standpunkt – geeignet seien, die vom BFM geäusserten Zw eifel an der W ahrheit ihrer eigenen Verfolgungsgeschichte zu zerstreuen, dass es sich bei den Parteiauskünften des Ehem annes beziehungsw eise Vaters der G e- suchsteller im R ahm en seines eigenen Asylverfahrens um ein Bew eism ittel handelt, w elches sich zw ar them atisch auf vor dem U rteil vom 27. O ktober 2006 eingetretene Tatsachen (Ü bergriffe der Sicherheitskräfte im Zeitraum 1996 bis 2002) bezieht, selber aber nach dem 27. O ktober 2006 entstanden ist, dass jene Parteiauskünfte bei strenger Auslegung der neuen Bestim m ung von Art. 123 Abs. 2 Bst. a BG G unbesehen ihrer Bew eiseignung gar nicht ein Bew eism ittel darstellen w ürden, m it dem die R evision verlangt w erden kann, dass dagegen nach der R echtsprechung der AR K zu Art. 66 Abs. 2 Bst. a Vw VG Be- w eism ittel selber – im G egensatz zu geltend gem achten neuen Tatsachen – nicht notw endig aus der Zeit vor dem Beschw erdeentscheid stam m en m üssen (vgl. Ent- scheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] EM AR K 2002 N r. 13 E. 5a S. 114), dass freilich auch bei einer Anw endung von Art. 66 Abs. 2 Bst. a Vw VG respektive der zugehörigen Praxis der AR K die Parteiaussagen des Ehem annes beziehungsw eise Vaters der G esuchsteller klarerw eise nicht als neues erhebliches Bew eism ittel zu quali- fizieren w ären, dass es näm lich ohnehin am Erfordernis der revisionsrechtlichen Erheblichkeit eines neuen Bew eism ittels fehlen w ürde, w eil die Parteiaussagen des Ehem annes respektive Vaters zufolge ihrer U nglaubhaftigkeit nicht geeignet sind, die im ordentlichen Verfahren von den G esuchstellern erfolglos vorgebrachten Tatsachen (Ü bergriffe der türkischen Sicherheitskräfte als R eaktion auf die Versorgung der PKK m it N ahrungsm itteln) zu bew eisen, dass in diesem Zusam m enhang auf die Erw ägungen im heute ergangenen U rteil des Bundesverw altungsgerichts im Beschw erdeverfahren betreffend G ._______ zu verw ei- sen ist, dass das R evisionsgesuch in einem zw eiten Punkt m it einer ungenügenden Kom m uni-6 kationsfähigkeit aufseiten der G esuchstellerin begründet w ird, in dem Sinne, dass diese w egen fehlender Bildung und sprachlicher Fertigkeiten sow ie aufgrund psychischer Pro- blem e nicht in der Lage gew esen sei, in der Befragungssituation den Sachverhalt richtig zu erzählen, dass es sich hierbei um unm ittelbar m it der Person der G esuchstellerin verknüpfte Fak- ten handelt, w eshalb höchst fraglich erscheint, ob es sich überhaupt um neue, d.h. neu entdeckte oder neu zugängliche Tatsachen im Sinne von Art. 66 Abs. 2 Bst. a Vw VG oder Art. 123 Abs. 2 Bst. a BG G handelt, dass es – die Frage der revisionsrechtlichen N euheit einm al bei Seite gelassen – den Vorbringen jedenfalls am Erfordernis der rechtzeitigen Einbringung ins Verfahren fehlt, dass näm lich gem äss Artikel 66 Absatz 3 Vw VG sow ohl neue Tatsachen als auch neue Bew eism ittel nur dann einen R evisionsgrund bilden, w enn die ersuchende Partei sie auch bei zum utbarer Sorgfalt im erstinstanzlichen Verfahren oder im ordentlichen R echtsm ittelverfahren nicht kennen oder beibringen konnte oder sie aus entschuldbaren G ründen nicht vorgebracht hat (vgl. EM AR K 2002 N r. 13 E. 5b S. 114), dass auch Art. 123 Abs. 2 Bst. a BG G zur R evision von vornherein nur Tatsachen und Bew eism ittel zulässt, die von der ersuchenden Partei im früheren Verfahren nicht beige- bracht w erden konnten, dass vorliegend im R evisionsgesuch nicht in substanziierter Form aufgezeigt w ird, w es- halb die G esuchstellerin nicht hätte in der Lage sein sollen, die unterschiedlich erklärten D efizite in ihrer Kom m unikationsfähigkeit bereits im R ahm en des ordentlichen Verfah- rens geltend zu m achen, dass in der Folgeeingabe vom 9. M ärz 2007 unter H inw eis auf die gleichzeitig einge- reichten m edizinischen Berichte vom 29. April 2004, 7. M ai 2004 und 10. August 2006 geltend gem acht w ird, die G esuchstellerin leide an einer schw eren posttraum atischen Belastungsstörung nach zahlreichen Einschussverletzungen vor fünf Jahren, dass diese D iagnose und die ihr zugrunde liegenden Berichte aber ihrerseits bereits im R ahm en des ordentlichen Verfahrens hätten eingebracht w erden können, dass das R evisionsgesuch als ausserordentliches R echtsm ittel zu begreifen ist und das R evisionsverfahren der gesuchstellenden Partei gerade nicht erm öglichen soll, im frühe- ren – ordentlichen – Verfahren durch U nsorgfalt versäum te R echtshandlungen nachzu- holen, andernfalls die ordentliche Beschw erdefrist unterlaufen („verlängert“) w ürde (vgl. EM AR K 1995 N r. 9 E. 5 S. 81 f., m it H inw eisen), dass folgerichtig der Zeitpunkt der Ausfertigung, Beschaffung und Einreichung von Be- w eism itteln nicht in die D isposition der um R evision ersuchenden Partei stehen darf, sondern Letztere vielm ehr von sich aus die U m stände klar aufzuzeigen hat, die dazu ge- führt haben, dass beispielsw eise ein D okum ent nicht früher beziehungsw eise erst später als ein anderes in ihren Besitz gelangen und den W eg in die Akten des Asylverfahrens finden konnte, dass im vorliegenden Fall glaubhafte (zum G enügen der blossen G laubhaftm achung der Schuldlosigkeit vgl. BEER LI-BO N O R AN D , a.a.O ., S. 110) G ründe, aus denen die G esuchstel- ler beziehungsw eise ihre R echtsvertreterin, bei w elcher es sich um dieselbe R echtsan- w ältin handelt w ie diejenige im vorliegenden R evisionsverfahren, trotz der von ihnen zu verlangenden U m sicht nicht hätten in der Lage sein sollen, die m edizinischen Berichte 7 vom 29. April 2004, 7. M ai 2004 und 10. August 2006 sow ie die daraus deduzierten Schlussfolgerungen schon in das dem U rteil vom 27. O ktober 2006 vorangegangene Beschw erdeverfahren vor der AR K oder in das erstinstanzliche Verfahren vor dem Bun- desam t einzubringen, nicht erkennbar sind, dass näm lich bereits in der Beschw erdeschrift vom 9. D ezem ber 2004 geltend gem acht w urde, der gesundheitliche und insbesondere der psychische Zustand der G esuchstelle- rin verunm ögliche eine R ückkehr in ihr H eim atland, w eshalb die G esuchsteller und ihre R echtsvertreterin ein vitales Interesse gehabt hätten, die besagten psychischen Proble- m e schon dam als m it den verfügbaren m edizinischen Berichten zu dokum entieren, dass die G esuchsteller als Beilage zur Beschw erdeschrift vom 9. D ezem ber 2004 unter anderem einen Bericht des H ausarztes der G esuchstellerin, D r. m ed. Z.S., FM H Allge- m einm edizin, vom 6. D ezem ber 2004 einreichten, dass sie bereits im erstinstanzlichen Verfahren vor dem Bundesam t einen Bericht des- selben H ausarztes vom 26. O ktober 2004 sow ie eine Entbindungserklärung der G esuch- stellerin ins R echt gelegt hatten, dass der Austrittsbericht des Spitals H ._______ vom 7. M ai 2004 w ie auch der Erstbe- richt des sozialpsychiatrischen D ienstes des Kantons H ._______ vom 10. August 2006 an ebendiesen H ausarzt der G esuchstellerin, D r. m ed. Z.S., ergangen sind, dass angesichts dessen ohne w eiteres von der M öglichkeit ausgegangen w erden darf, die nun m it der Eingabe vom 9. M ärz 2007 vorgelegten m edizinischen Berichte hätten – nicht anders als die Berichte des H ausarztes der G esuchstellerin vom 26. O ktober 2004 und 6. D ezem ber 2004 – w enige Zeit nach ihrer Anfertigung und m ithin bereits im ordentlichen Verfahren zu den Akten gereicht w erden können, dass die G esuchsteller sich diese Versäum nisse im ordentlichen Verfahren som it selber als fehlende Sorgfalt in der Prozessführung vorzuw erfen haben (vgl. EM AR K 1995 N r. 9 E. 6 S. 83), dass Vorbringen, die im Sinne von Art. 66 Abs. 3 Vw VG verspätet sind, dennoch zur R e- vision eines rechtskräftigen U rteils führen, w enn dadurch offensichtlich w ird, dass der gesuchstellenden Partei Verfolgung oder m enschenrechtsw idrige Behandlung droht und dam it ein völkerrechtliches W egw eisungshindernis besteht (vgl. EM AR K 1995 N r. 9 E. 7 S. 83 ff.), dass allerdings nach dieser Praxis erhöhte Anforderungen an die revisionsrechtliche Er- heblichkeit verspäteter Vorbringen gestellt w erden und es daher nicht genügt, w enn die- se zu einem anderen Entscheid führen könnten, sondern vielm ehr m it den neuen Vor- bringen eine offensichtlich drohende G efahr vor Verfolgung oder unm enschlicher Be- handlung darzutun ist (vgl. EM AR K 1995 N r. 9 E. 7g S. 89 f.), dass derm assen deutliche Anzeichen für das Bestehen eines völkerrechtlichen W egw ei- sungshindernisses vorliegend nicht zu erkennen sind, dass im Falle der G esuchstelller eine offensichtlich drohende G efahr von Verfolgung (Art. 1A Ziff. 2 und Art. 33 Abs. 1 des Abkom m ens vom 28. Juli 1951 über die R echts- stellung der Flüchtlinge [Flüchtlingskonvention, FK, SR 0.142.30] beziehungsw eise von Folter oder unm enschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung (Art. 3 der Kon- vention vom 4. N ovem ber 1950 zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten [Europäische M enschenrechtskonvention, EM R K, SR 0.101] klar zu verneinen ist,8 dass die Entgegnungen im R evisionsgesuch zur W ürdigung der im ordentlichen Verfah- ren eingereichten Totalfälschungen auf eine allgem eine Kritik am ausführlich begründe- ten Beschw erdeurteil der AR K vom 27. O ktober 2006 hinauslaufen, dass für eine derartige appellatorische U rteilskritik jedoch im R ahm en eines R evisions- verfahrens von vornherein kein R aum besteht (vgl. BEER LI-BO N O R AN D , a.a.O ., S. 131 f.; EM AR K 2000 N r. 29 E. 5 S. 247), dass der Vollzug der W egw eisung eines abgew iesenen Asylsuchenden m it gesundheit- lichen Problem en in Ausnahm efällen einen Verstoss gegen Art. 3 EM R K darstellen kann, dass der Schutzbereich von Art. 3 EM R K grundsätzlich auch dann betroffen sein kann, w enn m angels angem essener m edizinischer Behandlungsm öglichkeiten im H eim at- oder H erkunftsstaat eine Verschlim m erung eines bereits bestehenden psychischen Lei- dens der von der R ückschaffung betroffenen Person zu erw arten w äre, die selbstgefähr- dende H andlungen dieser Person zur Folge haben könnte, dass in diesen Fällen jedoch die Schw elle für die Annahm e eines Verstosses gegen Art. 3 EM R K m it Blick auf die fehlende unm ittelbare Verantw ortlichkeit des Konventions- staates für die Zufügung von Leid hoch anzusetzen ist (vgl. zum G anzen EM AR K 2005 N r. 23 E. 5.1 S. 211 f., m it einer Zusam m enfassung der R echtsprechung des Europäi- schen G erichtshofes für M enschenrechte), dass vorliegend – ausgehend von den psychischen Beschw erden der G esuchstellerin, w ie sie in den m edizinischen Berichten vom 29. April 2004, 7. M ai 2004 und 10. August 2006 für die Zeit vor dem U rteil vom 27. O ktober 2006 beschrieben w erden, sow ie von den Behandlungsm öglichkeiten in der Türkei und im Speziellen in Istanbul – ein konkre- tes R isiko, die R ückschaffung w ürde zu einer dram atischen Verschlechterung der G e- sundheit führen, nicht zu erkennen ist, dass sich die G esuchstellerin im Ü brigen hierzulande niem als in einer psychiatrischen oder psychotherapeutischen Behandlung über einen längeren Zeitraum befand, dass im Zusam m enhang m it den von ihr geltend gem achten Einschussverletzungen der Vollständigkeit halber auf den Bericht ihres H ausarztes vom 6. D ezem ber 2004 hinzuw eisen ist, w o – im G egensatz zum zeitlich früher erstellten und an denselben H ausarzt adressierten Spitalaustrittsbericht vom 7. M ai 2004 – von N arben unklarer G enese gesprochen und Vorbehalte gegenüber den von ihr dazu gelieferten Erklärun- gen geäussert w erden, dass som it die verspäteten Vorbringen auch unter dem G esichtspunkt offensichtlicher völkerrechtlicher W egw eisungshindernisse gem äss EM AR K 1995 N r. 9 zu keiner Abän- derung des U rteils der AR K vom 27. O ktober 2006 führen können, dass schliesslich die psychischen Problem e der Tochter C ._______, w ie sie im ärztli- chen Bericht vom 22. D ezem ber 2006 beschrieben w erden, schw ergew ichtig die Zeit nach dem U rteil vom 27. O ktober 2006 betreffen (angeblicher Suizidversuch am 6. D e- zem ber 2006), dass derartige Sachverhaltselem ente, die sich darstellungsgem äss nach Abschluss des ordentlichen (R echtsm ittel-)Verfahrens verw irklicht haben, nicht unter dem Blickw inkel der R evision, sondern unter bestim m ten Voraussetzungen (vgl. EM AR K 2005 N r. 25 E. 4.2. S. 227 f.) durch das Bundesam t im R ahm en eines W iedererw ägungsverfahrens 9 zu prüfen sind (vgl. statt vieler EM AR K 1995 N r. 21 E. 1c S. 204), dass die G esuchsteller im Ü brigen am 17. Januar 2007 beim BFM ein W iedererw ä- gungsgesuch gegen das U rteil der AR K vom 27. O ktober 2006 (recte: gegen die Ver- fügung des BFF vom 5. N ovem ber 2004) eingereicht haben, w orin sie die w iedererw ä- gungsw eise Aufhebung des angefochtenen Entscheids im W egw eisungspunkt und die G ew ährung der vorläufigen Aufnahm e gestützt auf Art. 14a Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer (AN AG , SR 142.20) beantragen und zur Begründung ausführen (vgl. daselbst, Ziff. 4, S. 4) der Sachverhalt habe sich hinsichtlich der gesundheitlichen Verfassung von C ._______ seit dem U rteil der AR K vom 27. O ktober 2006 erheblich verändert, dass die Beurteilung jenes W iedererw ägungsgesuchs in die Zuständigkeit des BFM fällt, dass es ebenfalls Sache des BFM sein w ird, über allfällige vorsorgliche M assnahm en zu befinden, nachdem dieses m it prozessleitender Verfügung vom 22. D ezem ber 2006 den Vollzug der W egw eisung der G esuchsteller bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Ent- scheids im Asylverfahren des Ehem annes beziehungsw eise Vaters ausgesetzt hat und das Bundesverw altungsgericht die Beschw erde des Ehem annes m it separatem U rteil vom heutigen Tage, w elches nicht m ehr w eitergezogen w erden kann (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BG G ), abw eist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 1'200.- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kos- ten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]) den G esuchstellern aufzuerlegen sind (Art. 37 VG G i.V.m . Art. 63 Abs. 1 Vw VG ), dass die Kosten m it dem am 28. Februar 2007 in dieser H öhe geleisteten Vorschuss zu verrechnen sind. (D ispositiv nächste Seite)10 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D as R evisionsgesuch w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 1'200.-, w erden den G esuchstellern auferlegt. Sie w erden m it dem in dieser H öhe geleisteten Vorschuss verrechnet. 3. D ieses U rteil geht an: - die R echtsvertreterin der G esuchsteller (eingeschrieben; 2 Expl.) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, zu den Akten - die I._______ des Kantons H ._______ D er R ichter: D er G erichtsschreiber: R obert G alliker M artin M aeder Versand am :