<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Heading1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>AL.2015.00284</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender</p><p>Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna</p><p>Sozialversicherungsrichter Vogel</p><p>Gerichtsschreiber Kreyenbühl</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 27. März 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Einkaufszentrum Neuwiesen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Zürcherstrasse 8, Postfach 474, 8405 Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><span>Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1981, bezog in einer am 1. Februar 2011 eröffneten Rahmenfrist und in einer am 1. Februar 2013 eröffneten Fol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerahmenfrist Arbeitslosenentschädigung (vgl. Urk. 2 S. 1). Zuletzt wurde dem Versicherten am 30. Januar 2014 Arbeitslosenentschädigung ausbezahlt, da zu jenem Zeitpunkt die ihm zustehenden Taggelder erschöpft waren (Urk. 10/103). Mit Verfügung vom 21. August 2015 forderte die Arbeitslo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">senkasse des Kantons Zürich (ALK) vom Versicherten für die Monate April 2011 und Februar 2013 bis Januar 2014 zu viel ausbezahlte Arbeitslo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">senentschädigung in der Höhe von Fr. 26‘484.10 netto zurück (Urk. 10/6). Die dagegen vom Versicherten am 15. September 2015 erhobene Einsprache </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 10/4/2; vgl. auch Einspracheergänzung vom 4. Oktober 2015,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Urk. 10/4/1) wies die ALK mit Entscheid vom 27. November 2015 (Urk. 2) ab. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob der Versicherte am 15. Dezember 2015 Beschwerde und bean</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragte sinngemäss, der angefochtene Einspracheentscheid sei ersatzlos aufzuheben (Urk. 1; vgl. auch Beschwerdeverbesserung vom 22. Januar 2016, Urk. 6). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 11. Februar 2016 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 9), was dem Beschwerdeführer am 16. Februar 2016 angezeigt wurde (Urk. 12).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">24 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung und die Insolvenzentschädigung (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">AVIG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> gilt als Zwischen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verdienst jedes Einkommen aus unselbständiger oder selbständiger Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tätigkeit, das der Arbeitslose innerhalb einer Kontrollperiode erzielt. Der Versicherte hat Anspruch auf Ersatz des Verdienstausfalls (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1). Als Verdienst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ausfall gilt die Differenz zwischen dem in der Kontrollperiode erzielten Zwischenverdienst, mindestens aber dem berufs- und ortsüblichen Ansatz für die betreffende Arbeit, und dem versicherten Verdienst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">; ein Nebenverdienst (Art. 23 Abs. 3 AVIG) bleibt unberücksichtigt (Abs. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Sozialversicherungsträger ist nach Art. 53 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; anwendbar gestützt auf Art. 1 AVIG) verpflichtet, auf formell rechtskräftige Verfügun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen oder Einspracheentscheide zurückzukommen, wenn sich diese aufgrund neu entdeckter Tatsachen oder Beweismittel als unrichtig erweisen. Erheblich können nur Tatsachen sein, die zur Zeit der Erstbeurteilung bereits bestan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den, jedoch unverschuldeterweise unbekannt waren oder unbewiesen gebliebe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen sind. Dasselbe gilt für faktisch zugesprochene bzw. ausgerichtete Versicherungsleistungen nach Ablauf einer Zeitspanne, die der Rechtsmittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">frist bei formellen Verfügungen entspricht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Laut Art. 95 Abs. 1 AVIG richtet sich die Rückforderung ausser in den Fällen nach Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">55 und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">59c</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4 AVIG nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">25 ATSG. Gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">25 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG sind unrecht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Härte vorliegt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung. Wird der Rückerstattungsanspruch aus einer strafbaren Handlung hergeleitet, für welche das Strafrecht eine längere Verjährungsfrist vorsieht, so ist diese Frist massgebend (Art. 25 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abgeleitet aus dem Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 der Bundesver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, BV), welcher den Bürger in seinem berechtigten Vertrauen auf behördliches Verhalten schützt, können falsche Auskünfte von Verwaltungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hörden unter bestimmten Voraus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzungen eine vom mate</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">riel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">len Recht abweichende Behandlung der Recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">suchenden gebieten. Gemäss Rechtsprechung und Doktrin ist dies der Fall, wenn die Behörde in einer konkreten Situation mit Bezug auf bestimmte Personen gehandelt hat (1.), wenn sie für die Erteilung der betreffenden Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kunft zuständig war oder wenn die rechtsuchende Person die Behörde aus zurei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chenden Gründen als zuständig betrachten durfte (2.), wenn die Person die Unrichtigkeit der Auskunft nicht ohne Weiteres erkennen konnte (3.), wenn sie im Vertrauen auf die Richtigkeit der Auskunft Dispositionen getroffen hat, die nicht ohne Nachteil rückgän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gig gemacht werden können (4.), und wenn die gesetzliche Ordnung seit der Auskunft</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erteilung keine Änderung erfahren hat (5.; BGE 131 II 627 E. 6.1, 129 I 161 E. 4.1, 126 II 377 E. 3a, 122 II 113 E. 3b/cc, 121 V 65 E. 2a; RKUV 2000 Nr. KV 126 S. 223).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unterbleibt eine Auskunft entgegen gesetzlicher Vorschrift (vgl. Art. 27 ATSG) oder obwohl sie nach den im Einzelfall gegebenen Umständen gebo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten war, hat die Rechtsprechung dies der Erteilung einer unrichtigen Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kunft gleichgestellt (BGE 131 V 472 E. 5 mit Hinweisen; vgl. auch Ulrich Meyer, Die Bedeutung von Art. 4 Bundesverfassung für das Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsrecht, in: ZSR 1992 2 Halbbd., S. 299 ff., 412 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vom Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zu Recht Arbeitslosenentschädigung in der Höhe von</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> netto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">26‘484.10</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zurückgefordert hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen Einspracheentscheid auf den Standpunkt,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der Beschwerdeführer unbestrittenermassen im April 2011 bei der Y.___ AG, heute Z.___ AG, und von Februar 2013 bis Januar 2014 bei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">A.___ AG gearbeitet habe. Ebenso unbestritten sei, dass er </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dies </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verschwiegen und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> auf den Formularen „Angaben der versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherten Person" jeweils wahrheitswidrig angegeben habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> habe in diesen Kontrollmonaten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht gearbeitet. Schliesslich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bestreite der Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> auch nicht, dass er unter Berücksichtigung des anzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rechnenden Einkommens aus diesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Zwischenverdiensttätigkeiten Anspruch auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Arbeitslosenentschä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digung von total </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2'449.25 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">netto habe und er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">diese Kontrollperioden bereits </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28'933.35</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> netto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halten habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Daraus resultiere eine Rückforde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung von Fr. 26‘484.10. Im Weiteren könne der Beschwerdeführer aus seinen Ausführungen, wonach er die Formulare „Angaben der versicherten Person“ gemäss den Empfehlungen seiner RAV-Beraterin ausgefüllt habe, nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Auf entsprechende Nachfrage habe der zustän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dige RAV-Berater dies bestritten. Zudem wäre die Unrichtigkeit einer solchen Auskunft aber auch ohne Weiteres zu erkennen gewesen. Eine versicherte Person müsse wissen, dass sie gegenüber der Beschwerdegegnerin keine wahrheitswidrigen Angaben machen dürfe. Die Voraussetzungen des Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trauensschutzes seien demzufolge nicht erfüllt (Urk. 2 S. 4 ff.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer machte demgegenüber geltend, dass er die Formulare „Angaben der versicherten Person“ regelmässig mit seiner RAV-Beraterin ausgefüllt habe, da er nicht gut Deutsch spreche. Im Jahr 2013 habe er in einem 70%-Pensum gearbeitet und seine RAV-Beraterin darüber auch informiert. Angesichts der falschen Beratung seitens des RAV sei von der geltend gemachten Rückforderung abzusehen (Urk. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aktenmässig erstellt und unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">im April 2011 für die Y.___ AG, heute Z.___ AG, arbeitete und ein Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen von brutto Fr. 605.75 erzielte (vgl. Lohnkonto der Z.___ AG von 2011, Urk. 10/13). Zudem war der Beschwerdeführer von Februar 2013 bis April 2014 für die A.___ AG tätig und erzielte damit (vgl. Arbeitsvertrag, Urk. 10/11) bis Ende Januar 2014 ein Einkommen von insgesamt brutto Fr. 42‘000.-- bzw. monatlich Fr. 3‘500.-- (vgl. Jahreslohnkonten der A.___ AG von 2013 und 2014, Urk. 10/7 und Urk. 10/9). In den Formu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">laren „Angaben der versicherten Person“ der betreffenden Kontrollmonate hat er diese Erwerbstätigkeiten jedoch pflichtwidrigerweise nicht angegeben (Urk. 10/46, Urk. 10/104-105, Urk. 10/108-115, Urk. 10/117-118). Dies, obwohl der Beschwerdeführer in den Anträgen auf Arbeitslosenentschädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung vom 13. Februar 2011 (Urk. 10/49) und vom 16. Januar 2013 (Urk. 10/119) unterschriftlich bestätigt hatte, davon Kenntnis zu nehmen, dass er sich für unwahre Angaben und das Verschweigen von Tatsachen, die zu einer ungerechtfertigten Auszahlung von Arbeitslosenentschädigung führen könnten, strafbar mache, und die zu Unrecht ausgerichteten Beträge zurückzuerstatten habe.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es ist aktenkundig und unbestritten, dass dem Beschwerdeführer für den Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trollmonat April 2011 und die Kontrollmonate Februar 2013 bis Januar 2014 Arbeitslosenentschädigungen in der Höhe von total netto Fr. 28‘933.35 ausgerichtet wurden. Zurückgefordert wurden von der Beschwerdegegnerin netto Fr. 26‘484.10, da der Beschwerdeführer insgesamt lediglich Anspruch auf netto Fr. 2‘449.25 gehabt habe (vgl. Urk. 2 S. 3 und Urk. 10/6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Angesichts dessen, dass der Beschwerdeführer im Zeitraum Februar 2013 bis Januar 2014 Erwerbseinkommen in der Höhe von</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">insgesamt brutto Fr. 42‘000.-- bzw. monatlich brutto Fr. 3‘500.-- erzielte (vgl. E. 3.1) und der versicherte Verdienst in der Rahmenfrist für den Leistungsbezug vom 1. Februar 2013 bis zum 31. Januar 2015 lediglich Fr. 3‘004.-- betrug (Urk. 10/126), ergibt sich ohne Weiteres, dass er in diesem Zeitraum keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung hatte (vgl. E. 1.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sodann hat der Beschwerdeführer auch das im April 2011 erzielte Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen von brutto Fr. 605.75 bzw. Fr. 586.40 exkl. Ferienent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung nicht angegeben (vgl. E. 3.1 und Urk. 10/13), wobei sich der versicherte Verdienst in der Rahmenfrist für den Leistungsbezug vom 1. Februar 2011 bis zum 31. Januar 2013 auf Fr. 4‘190.-- und die dem Beschwerdeführer ausbezahlte Arbeitslosenentschädigung auf Fr. 2‘940.-- beliefen (Fr. 140.-- x 21; Urk. 10/70-71). Daraus lässt sich schliessen, dass der Beschwerdeführer – unter Berücksichtigung der ihm zustehenden Kompensationszahlungen (vgl. Art. 24 AVIG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sowie etwa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> auch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> das Berech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nungsbeispiel in AVIG-Praxis ALE des Staatssekretariats für Wirtschaft Rz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. C</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">135)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> – für den Kontrollmonat April 2011 lediglich Anspruch auf Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">losenentschädigung in der Höhe von netto Fr. 2‘449.25 hatte. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Demnach bezog der Beschwerdeführer Arbeitslosenentschädigung in Höhe von Fr. 26‘484.10, auf die er keinen Anspruch hatte. Die Ausrichtung von Taggeldern für die Perioden Februar 2013 bis und mit Januar 2014 bzw. die Berechnung des Taggeldanspruchs für die Periode April 2011 erfolgte auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund falscher Angaben des Beschwerdeführers, weshalb für die Abrechnun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen betreffend diese Perioden jedenfalls ein Rückkommenstitel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG vorliegt (vgl. E. 1.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dass der Beschwerdeführer die im Jahr 2013 in einem 70%-Pensum ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">übte Tätigkeit bei der A.___ AG im Einverständnis mit der zuständigen RAV-Beraterin verschwiegen bzw. die RAV-Beraterin ihm im Wissen um diese Erwerbstätigkeit sogar beim falschen Ausfüllen der betreffenden For</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mulare geholfen haben soll (Urk. 6), ist nicht glaubhaft. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die für jede Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trollperiode einfache, mit ja oder nein zu beantwortende Frage, „haben Sie bei einem oder mehreren Arbeitgebern gearbeitet“, ist hinlänglich klar und unmissverständlich. Ferner ist nicht ersichtlich, welche nicht ohne Nachteil rückgängig zu machenden Dispositionen der Beschwerdeführer im Vertrauen auf die behauptete Auskunft getroffen haben soll, da der blosse Verbrauch von Geldmitteln nicht als Disposition gilt (ARV 1999 Nr. 40 S. 237 f. E. 3b).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Voraussetzungen des sogenannten Vertrauensschutzes sind demzufolge nicht erfüllt, weshalb eine vom materiellen Recht abweichende Behandlung nicht geboten ist (vgl. E. 1.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die in masslicher Hinsicht nicht zu beanstandende Rückforderung wurde mit Verfügung vom 21. August 2015 (Urk. 10/6) rechtzeitig innert Jahresfrist seit Kenntnisnahme von überschneidenden Lohnzahlungen und damit dem mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Rückforderungsanspruch geltend gemacht (vgl. Auszug aus dem indi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">viduellen Konto vom 19. März 2015, Urk. 10/100).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der angefochtene Einspracheentscheid vom 27. November 2015 (Urk. 2), mit dem vom Beschwerdeführer netto Fr. 26‘484.10 zurückgefordert wurden, erweist sich deshalb als rechtens. Die Beschwerde ist daher abzuweisen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Soweit der Beschwerdeführer geltend machen will, die Rückforderung sei zu erlassen, ist er auf den Verwaltungsweg zu verweisen (Art. 4 f. der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ord</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSV]). Mangels Anfechtungsgegenstandes ist diesbezüglich auf die Beschwerde nicht einzutreten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">, soweit darauf eingetreten wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">seco - Direktion für Arbeit</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">richt Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstKreyenbühl</p><p></p></div> </div></body></html>