<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: EG.2005.00001</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204918&amp;W10_KEY=13013566&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>EG.2005.00001</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.03.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Polizeibewilligung für Kino (Erläuterungsbegehren betr. Entscheid VB.2003.00216 vom 2.10.2003)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Erläuterungsbegehren (weil Entscheid VB.2003.00216 angeblich unklar und einer Praxis der Baurekurskommission widersprechend): Sinn und Zweck der Erläuterung (E. 2.1). Der ursprüngliche Entscheid ist nicht unklar oder widersprüchlich (E. 2.2). Nichteintreten. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERLÃUTERUNGEN">ERLÃUTERUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERLÃUTERUNGSGESUCH">ERLÃUTERUNGSGESUCH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: ÃBRIGES ALLGEMEINES VERWALTUNGSPROZESSRECHT">ÃBRIGES ALLGEMEINES VERWALTUNGSPROZESSRECHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 162 GVG</span><br/><span class="ungerade">§ 163 GVG</span><br/><span class="gerade">§ 164 GVG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Am 2. April 2003 ersuchte die A den Gemeinderat Dielsdorf um die Bewilligung, zwischen dem 24. Juli und dem 17. August 2003 in der regionalen Sportanlage Erlen das Open-Air-Kino am Pool durchzufÃ¼hren. Der Gemeinderat lehnte das Gesuch am 2. Mai 2003 ab. Einen dagegen erhobenen Rekurs der A wies das Statthalteramt Dielsdorf am 27. Mai 2003 im Sinn der ErwÃ¤gungen vollumfÃ¤nglich ab. </p> <p class="Urteilstext">Eine gegen diesen Rekursentscheid erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht am 2. Oktober 2003 gut und hob sowohl den Rekursentscheid wie auch den angefochtenen Gemeinderatsbeschluss auf. Zur BegrÃ¼ndung erwog das Gericht, der Gemeinderat habe die Bewilligung gestÃ¼tzt auf die kommunale Polizeiverordnung verweigert, ohne dabei wie in den vorausgegangenen Jahren die Bewilligung des kantonalen Amtes fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit (AWA) einzubeziehen. Es sei unklar, ob die jÃ¤hrliche Veranstaltung des Kinos am Pool bereits von der ursprÃ¼nglichen Betriebsbewilligung fÃ¼r den Erlenpark erfasst sei und daher eventuell vorhandene ursprÃ¼ngliche vorsorgliche BetriebsbeschrÃ¤nkungen angepasst werden mÃ¼ssten, oder ob die Veranstaltung als NutzungsÃ¤nderung einer baurechtlich relevanten FlÃ¤che anzusehen sei. In beiden FÃ¤llen aber habe gemÃ¤ss Ziff. 3.1 Anhang zur Bauverfahrensverordnung vom 3. Dezember 1997 (BVV) das AWA den betrieblichen AussenlÃ¤rm der dem (Freizeit)gewerbe zugehÃ¶rigen ortsfesten Sportanlage Erlen zu beurteilen. Das Gesuch sei bei der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde einzureichen; gegen den koordinierten Entscheid stehe sodann der Rekurs an die Baurekurskommission offen. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 11. Februar 2005 ersuchte die Gemeinde Dielsdorf das Verwaltungsgericht um ErlÃ¤uterung des Entscheides vom 2. Oktober 2003. Sie wies darauf hin, dass nach der Praxis der Baurekurskommissionen (BEZ 2002 Nr. 40) das AWA nur denjenigen LÃ¤rm zu beurteilen habe, der nach Anhang 6 der LÃ¤rmschutzverordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV) beurteilt werden kÃ¶nne. Wenn jedoch Belastungsgrenzwerte fehlten bzw. diese nicht anwendbar seien, so mÃ¼ssten die lokalen BehÃ¶rden darÃ¼ber entscheiden, ob eine unzumutbare StÃ¶rung im Einzelfall vorliege. Das AWA habe sich in einer E-Mail vom 13. Januar 2005 unter Hinweis auf diese Praxis geweigert, das Bauprojekt âKino am Poolâ zu beurteilen. Der Entscheid des Verwaltungsgerichts widerspreche der Praxis der Baurekurskommission, ohne dass nachvollzogen werden kÃ¶nne, ob das Verwaltungsgericht sich damit bewusst von dieser Praxis habe abwenden wollen. Der Entscheid sei daher zur Vermeidung eines neuerlichen Verfahrensfehlers so zu erlÃ¤utern, dass die Gemeinde wisse, wie sie das notwendige Bewilligungsverfahren fÃ¼r das Kino am Pool durchfÃ¼hren kÃ¶nne und mÃ¼sse.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Da das ErlÃ¤uterungsgesuch formell mangelhaft und offensichtlich unbegrÃ¼ndet ist, kann auf Einholung einer Stellungnahme von Seiten der Baugesuchstellerin verzichtet werden (vgl. Robert Hauser/Erhard Schweri, Kommentar zum ZÃ¼rcherischen Gerichtsverfassungsgesetz, ZÃ¼rich 2002, § 164 N. 2, vgl. auch § 56 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959, VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Ist ein Entscheid unklar oder enthÃ¤lt er WidersprÃ¼che, wird er vom Gericht, das ihn gefÃ¤llt hat, auf Antrag oder von Amtes wegen erlÃ¤utert (§ 162 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976, GVG, in Verbindung mit § 71 VRG). Das ErlÃ¤uterungsgesuch ist schriftlich einzureichen. Die beanstandeten Stellen des Entscheids und die verlangte Neufassung sind wÃ¶rtlich anzugeben (§ 163 GVG). GenÃ¼gt ein Gesuch diesen Formerfordernissen nicht, so ist darauf nicht einzutreten (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Ver­wal­tungs­rechtspflege­gesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 21).</span></p> <p class="Urteilstext">Die ErlÃ¤uterung ist dazu bestimmt, Hindernisse in der Vollstreckung eines Ent­scheids, die lediglich in dessen Formulierung liegen, zu beseitigen (vgl. Hauser/Schweri, § 162 N. 1). Sie soll dann Abhilfe schaffen, wenn das Dispositiv unklar, unvollstÃ¤ndig, zweideutig oder in sich widersprÃ¼chlich ist oder aber wenn GegensÃ¤tze zwischen den EntscheidungsgrÃ¼nden und dem Dispositiv bestehen (RB 1991 Nr. 15; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 21, § 71 N. 4 und 5). Sie ist jedoch nicht dazu bestimmt, eine unrichtige BeweiswÃ¼r­di­gung oder Rechtsanwendung nachtrÃ¤glich zu verbessern (Fritz Gygi, Bundesverwaltungs­rechts­pflege, 2. A., Bern 1983, S. 228). </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Die Gesuchstellerin ersucht um KlÃ¤rung eines inhaltlichen Widerspruchs zwischen dem Entscheid des Verwaltungsgerichts und der Praxis der Baurekurskommissionen und mÃ¶chte wissen, ob das Verwaltungsgericht sich bewusst von dieser Praxis habe abwenden wollen. Damit macht die Gesuchstellerin nicht geltend, der zu erlÃ¤uternde Entscheid sei in sich unklar oder widersprÃ¼chlich. Dementsprechend vermag sie auch keine Stellen im Entscheid zu beanstanden, die einen entsprechenden Mangel aufweisen, noch formuliert sie, wie die verlangte Neufassung ihrer Auffassung nach zu lauten hÃ¤tte. Insofern erweist sich das Gesuch als mangelhaft und kann darauf nicht eingetreten werden.</span></p> <p class="Urteilstext">Inhaltlich verlangt die Gesuchstellerin letztlich einen Ratschlag fÃ¼r das weitere Vorgehen im Verfahren betreffend ein Bauprojekt âKino am Poolâ, BVV-GeschÃ¤ft 04-2758. Das entsprechende Baugesuch betrifft zwar in der Sache offenbar ebenfalls Open-Air-Kinoveranstaltungen im Erlenpark, bezieht sich jedoch offensichtlich auf Veranstaltungen im Jahre 2005 (sowie allenfalls in folgenden Jahren) und ist damit vom beurteilten Bewilligungsgesuch fÃ¼r Veranstaltungen im Juli und August 2003 zu unterscheiden. Aus den gegebenen zeitlichen UmstÃ¤nden fÃ¼hrte auch die Gutheissung der Beschwerde am 2. Oktober 2003 nicht etwa zur RÃ¼ckweisung der Sache im Sinne der ErwÃ¤gungen, so dass die Gesuchstellerin fÃ¼r das weitere Verfahren ohnehin nicht an die ErwÃ¤gungen des Verwaltungsgerichts gebunden wurde. Geht es demgemÃ¤ss heute nicht um die anstehende Vollstreckung des verwaltungsgerichtlichen Entscheids vom 2. Oktober 2003, so ist es dem Verwaltungsgericht verwehrt, sich im Rahmen der ErlÃ¤uterung mit der angefÃ¼hrten Praxis der Baurekurskommissionen zur ZustÃ¤ndigkeit des AWA auseinanderzusetzen. Das ErlÃ¤uterungsgesuch wÃ¤re daher abzuweisen, wenn darauf einzutreten wÃ¤re.</p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten der Gesuchstellerin als Verursacherin des Verfahrens aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG). </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Auf das ErlÃ¤uterungsgesuch wird nicht eingetreten.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 560.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der Gesuchstellerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Mitteilung an â¦</p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>