<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00145</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205358&amp;W10_KEY=4467138&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00145</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.07.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Einordnung einer Plakatwerbestelle an der Zürichstrasse in Wangen-Brüttisellen.<br/><br/>Angesichts der strengen Bewilligungspraxis, welche die örtliche Baubehörde gestützt auf eine Richtlinie zur Verhinderung einer übermässigen Konzentration von Reklameanlagen verfolgt, genügt die knappe Erwägung zur Einordnung am konkreten Ort, um das der Baubehörde zustehende Ermessen wahrzunehmen.<br/>Die Verweigerung der geplanten Plakatwerbestelle erweist sich wegen der bereits bestehenden Eigenwerbung auf der gegenüberliegenden Strassenseite für eine Tankstelle sowie angesichts der optischen Durchbrechung der Trennung, welche durch die Zürichstrasse zwischen der Gewerbezone und dem Wohnquartier gebildet wird, als vertretbar (E. 3).<br/><br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWILLIGUNGSPRAXIS">BEWILLIGUNGSPRAXIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EIGENWERBUNG">EIGENWERBUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: GESTALTUNG UND EINORDNUNG">GESTALTUNG UND EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLAKATDICHTE">PLAKATDICHTE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLAKATWERBESTELLE">PLAKATWERBESTELLE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RICHTLINIEN">RICHTLINIEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 238 Abs. I PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschluss vom 20. September 2004 verweigerte die BaubehÃ¶rde Wangen-BrÃ¼ttisellen der A AG gestÃ¼tzt auf § 238 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. Sep­tember 1975 (PBG) die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r eine Plakatwerbestelle (Prismenwender) auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 an der L-Strasse in BrÃ¼ttisellen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der von der A AG am 25. Oktober 2004 hiergegen erhobene Rekurs wurde von der Baurekurskommission III nach DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins am 10. Januar 2005 mit Entscheid vom 23. Februar 2005 abgewiesen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 29. MÃ¤rz 2005 beantragte die A AG, der Entscheid der Baurekurskommission III sei aufzuheben und die nachgesuchte Bewilligung zu erteilen bzw. durch die BaubehÃ¶rde Wangen-BrÃ¼ttisellen erteilen zu lassen, unter Zusprechung einer EntschÃ¤digung. Die Baurekurskommission III beantragte am 14. April 2005 ohne weitere Bemerkungen die Abweisung der Beschwerde. Mit Beschwerdeantwort vom 28. April 2005 liess die BaubehÃ¶rde der Gemeinde Wangen-BrÃ¼ttisellen ebenfalls Abweisung beantragen, unter Kostenfolge zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin.</p> <p class="Urteilstext">Die ErwÃ¤gungen der Vorinstanz sowie die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit entscheidrelevant, in den nachstehenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben.</p> <p class="Zwischentitel"><span>Die Kammer</span> zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Im Streit steht die Frage der Einordnung des geplanten PlakatwerbetrÃ¤gers (Prismenwender) im Sinn von § 238 Abs. 1 PBG. Das BaugrundstÃ¼ck grenzt im Nordwesten an die viel befahrene ZÃ¼richstrasse und im Nordosten an die dem Quartierverkehr dienende M-Strasse. Die Plakatwerbestelle ist bei der fÃ¼r den Strassenverkehr geschlossenen EinmÃ¼ndung der M-Strasse in die ZÃ¼richstrasse geplant und soll dort, leicht abgewinkelt, in Sichtrichtung des nach ZÃ¼rich fliessenden Verkehrs vor einen Strauch zu stehen kommen. Das zur Wohnzone W3 gehÃ¶rende GrundstÃ¼ck ist mit einer dreigeschossigen Wohnbaute Ã¼berstellt, welche zur ZÃ¼richstrasse mit einem Vorgarten bzw. mit einem aus StrÃ¤uchern und BÃ¤umen gebildeten Streifen abgegrenzt ist. Auf der anderen Seite der ZÃ¼richstrasse, in der dortigen Gewerbezone G6, befindet sich eine Tankstelle mit der fÃ¼r solche Einrichtungen Ã¼blichen Ausstattung an WerbetrÃ¤gern. Jenseits der M-Strasse schliesst die Gewerbezone G4 an und wenige Meter weiter in nordÃ¶stlicher Richtung befindet sich das ausgedehnte Verzweigungswerk der ZÃ¼richstrasse mit der A 1 bzw. A 53.</p> <p class="MsoNormal"><b><span>1.2 </span></b><span>Die Beschwerdegegnerin begrÃ¼ndete die Verweigerung der Bewilligung damit, dass die Plakatwerbestelle, ein hinterleuchteter Prismenwender mit wechselnder Fremdwerbung in den Ausmassen von 286 x 154 x 24 cm, sich nicht befriedigend im Sinn von § 238 Abs. 1 PBG in die bauliche Umgebung einzuordnen vermÃ¶ge. Dabei fÃ¼hrte sie primÃ¤r rechtspolitische Ãberlegungen an. So machte sie geltend, dass Baugesuche fÃ¼r Aussenwerbestellen mit wechselnder Fremdwerbung an stark befahrenen Strassen in beunruhigendem Mass zunÃ¤hmen. Das sich abzeichnende Problem sei mit den bisherigen Mitteln nicht zu bewÃ¤ltigen, die BaupolizeibehÃ¶rde sehe sich gezwungen an die Beurteilung in jeder Hinsicht strengste MassstÃ¤be anzulegen und dabei jeden Ermessensspielraum auszunÃ¼tzen, um die Werbedichte auf dem heutigen Stand bzw. so klein wie mÃ¶glich zu halten. Eigenwerbungen hÃ¤tten Vorrang vor Fremdwerbungen, welche mehr wegen der attraktiven Lage und weniger in RÃ¼cksicht auf die bauliche und urbane Umgebung aufgestellt wÃ¼rden. Auf den konkreten Fall bezogen fÃ¼hrte sie aus, dass am fraglichen Ort neben den bisherigen Werbeanlagen Eigenwerbungen berÃ¼cksichtigt werden mÃ¼ssten, unÃ¼bersehbar seien in nÃ¤chster NÃ¤he die Eigenwerbung der neuen Tankstelle sowie zahlreiche Eigenwerbungen der GewerbehÃ¤user M-Strasse, Tankstelle, Restaurant etc. Auffallend sei auch die neue Fassadenreklame der Firma C AG. Diese hervorragend gestaltete, in Architektenkreisen sogar als "Kunst am Bau" gepriesene "Reklamearchitektur" prÃ¤ge das Ortsbild wesentlich und dÃ¼rfe durch andere Werbeeinrichtungen in diesem Raum nicht konkurrenziert werden.</span></p> <p class="Urteilstext">In ihrer Rekursvernehmlassung weist die BaubehÃ¶rde insbesondere auf ihre seit Jahren geÃ¼bte strenge Praxis hin, der es zu verdanken sei, dass die ZÃ¼richstrasse nicht einer Strasse "amerikanischen Musters" oder "sÃ¼dlÃ¤ndischer Manier" gleiche. Auf demselben GrundstÃ¼ck seien bereits einmal zwei Plakatwerbestellen der GrÃ¶sse B12 unangefochten verweigert worden. Zudem seien die Reklameanlagen auf der anderen Strassenseite entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin gleichwohl zu berÃ¼cksichtigen. Nach stÃ¤ndiger Praxis werde der rÃ¤umliche Bezug bei der Beurteilung der Einordnung grÃ¶sser ausgelegt, was nicht unzulÃ¤ssig sei.</p> <p class="MsoNormal"><b><span>1.3 </span></b><span>DemgegenÃ¼ber befand die Vorinstanz, die BaubehÃ¶rde rechtfertige im angefochtenen Beschluss wie in der Vernehmlassung hauptsÃ¤chlich ihre strenge Haltung Reklamegesuchen gegenÃ¼ber. Zwar komme der kommunalen BehÃ¶rde ein Ermessensspielraum zu, dies entbinde sie jedoch nicht von einer konkreten EinzelfallprÃ¼fung mit spezifischer BegrÃ¼ndung. Ferner stellte die Baurekurskommission fest, dass ein Zusammenhang der Werbestelle mit der Tankstelle "eher weniger" zu sehen sei und diese die Fassade der C AG nicht tangiere. Hingegen habe der Augenschein gezeigt, dass sich die Wohnzone sÃ¼dÃ¶stlich der ZÃ¼richstrasse als reines Wohnquartier mit einer SÃ¤umung durch vorgehende VorgÃ¤rten mit BÃ¼schen und einer Hecke prÃ¤sentiere. Damit hebe sie sich optisch von den gegenÃ¼berliegenden Gewerbezonen ab. Die schrÃ¤g zum Strassenraum platzierte Plakatstelle unterbreche jedoch diese Trennung, indem sie in den Wohnbereich hineinrage. Eine Verweigerung der baurechtlichen Bewilligung fÃ¼r diesen konkreten Standort sei deshalb nachvollziehbar und liege im Ermessen der BaubehÃ¶rde.</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>1.4 </span></b><span>Dagegen macht die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend, die Vorinstanz habe den angefochtenen Entscheid auf der Grundlage einer unzureichenden Beurteilung des Sachverhalts gefÃ¤llt. Damit sei § 238 Abs. 1 PBG verletzt worden. Die fÃ¼r die Beurteilung der Plakatwerbestelle massgebliche Umgebung sei geprÃ¤gt von der stark befahrenen ZÃ¼richstrasse und einer Vielzahl von gewerblichen Betrieben. Auch die BaubehÃ¶rde Wangen-BrÃ¼ttisellen charakterisiere das Umfeld als urbanes Ortsbild, also mit stÃ¤dtischer PrÃ¤gung, was in Zusammenhang mit dem verkehrsmÃ¤ssig und gewerblich geprÃ¤gten Erscheinungsbild der Umgebung die Platzierung der Plakatwerbestelle als umso geeigneter erscheinen lasse. DemgegenÃ¼ber sei die von der Baurekurskommission gemachte Feststellung, wonach die Wohnzone sÃ¼dÃ¶stlich der ZÃ¼richstrasse als reines Wohnquartier in Erscheinung trete und die Plakatstelle in den Wohnbereich hineinrage, offensichtlich unzutreffend. Der Standort der Werbestelle befinde sich an der Grenze des BaugrundstÃ¼cks und sei zudem gegen die M-Strasse ausgerichtet und damit auch gegen die jenseitige Gewerbezone. Nur weil eine Plakatwerbestelle am Rande einer Wohnzone stehe, kÃ¶nne ihr eine befriedigende Gesamtwirkung nicht abgesprochen werden und sei deshalb eine Verweigerung entgegen der Baurekurskommission nicht vertretbar.</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2">Die Baurekurskommission hat die zu § 238 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) entwickelte Praxis grundsÃ¤tzlich zutreffend dargestellt (Rekursentscheid, E. 5a), sodass auf diese AusfÃ¼hrungen verwiesen werden kann (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG).</p> <p class="Erwgung2">Bei der Anwendung von § 238 Abs. 1 PBG steht der kommunalen BaubehÃ¶rde ein erheblicher Ermessensspielraum zu. Trotz umfassender Kognition (§ 20 VRG) hat sich deshalb die Baurekurskommission bei der ÃberprÃ¼fung eines Einordnungsentscheids der kommunalen BaubehÃ¶rde ZurÃ¼ckhaltung aufzuerlegen. Beruht dieser auf einer vertretbaren WÃ¼rdigung der massgebenden SachumstÃ¤nde, so hat die Rechtsmittelinstanz ihn zu respektieren und darf nicht ihr eigenes Ermessen an die Stelle desjenigen der kommunalen BehÃ¶rde setzen. Die Rekursinstanz darf erst dann eingreifen, wenn sich die vorinstanzliche ErmessensausÃ¼bung als offensichtlich unvertretbar erweist (RB 1981 Nr. 20; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 20 N. 19).</p> <p class="Urteilstext">Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen im Sinn von § 50 Abs. 2 VRG sowie gemÃ¤ss § 51 VRG eine fÃ¼r den Entscheid erhebliche unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden. Hat die Baurekurskommission einen Einordnungsentscheid der kommunalen BehÃ¶rde bestÃ¤tigt, so kann vor Verwaltungsgericht nur geltend gemacht werden, die Rekursinstanz sei zu Unrecht zum Ergebnis gelangt, der erstinstanzliche Entscheid bewege sich im Rahmen des der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde zustehenden Ermessensspielraums. Das Verwaltungsgericht Ã¼berprÃ¼ft dann lediglich, ob die Rekursinstanz die Ã¤sthetische WÃ¼rdigung der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde als vertretbar hat beurteilen dÃ¼rfen; nimmt es statt dessen eine eigene umfassende Beurteilung der Gestaltung und der Einordnung des Bauvorhabens vor, so Ã¼berschreitet es in willkÃ¼rlicher Weise seine eigene Kognition und verletzt damit gleichzeitig die Gemeindeautonomie (BGr, 21. Juni 2005, 1P.678/2004, www.bger.ch).</p> <p class="MsoNormal"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>3.1 </span></b><span>Die BaubehÃ¶rde hat im Bauabschlag vor allem grundsÃ¤tzliche Ãberlegungen angefÃ¼hrt, die gegen eine Massierung von Werbestellen entlang der ZÃ¼richstrasse sprechen, und auf ihre diesbezÃ¼gliche strenge Praxis hingewiesen. Die einzelfallbezogenen ErwÃ¤gungen zur Einordnung am konkreten Ort sind knapp, was im Rekursentscheid zu Recht festgehalten wurde (Rekursentscheid, E. 5b a.A.). Sie beschrÃ¤nken sich auf den Hinweis, dass bereits Eigenwerbungen in der nÃ¤heren Umgebung der geplanten Plakatwerbestelle bestÃ¼nden. Daraus lÃ¤sst sich jedoch nicht ableiten, die Beschwerdegegnerin habe damit auf die Wahrnehmung des ihr zustehenden Ermessens verzichtet. Der vorliegende Fall </span><span>unterscheidet sich von jenen FÃ¤llen, in denen die Rekursinstanz den kommunalen Entscheidungs­spielraum nicht zu beachten braucht, weil die Gemeinde selber davon keinen in ihren ErwÃ¤gungen erkennbaren Gebrauch gemacht hat (vgl. RB 1991 Nr. 2; VGr, 19. April 2002, BEZ 2002 Nr. 18, E. 5a).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b>In ihrer Rekursvernehmlassung verwies die Beschwerdegegnerin ausdrÃ¼cklich auf eine Bauverweigerung vom 30. Oktober 1995, mit welcher fÃ¼r das auch vorliegend streitbetroffene GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 bereits einmal zwei zur ZÃ¼richstrasse ausgerichtete Plakatwerbestellen des Formats B12 verweigert worden waren. Sie machte bereits damals deutlich, dass sie mit ihrer kÃ¼nftigen Bewilligungspraxis einer unkontrollierten Massierung von Plakatstellen entgegenwirken wolle und sich deshalb zur rechtsgleichen Behandlung der Baugesuche eine strenge Richtlinie mit generellen Beurteilungskriterien (Abstand, Anzahl, MaximalgrÃ¶sse) gegeben hatte.</p> <p class="Urteilstext">Die kommunale BaubehÃ¶rde will mit der Verweigerung der Bewilligung einer Ã¼bermÃ¤ssigen Konzentration von Reklameanlagen vorbeugen. Das ist zulÃ¤ssig, solange nicht allein auf das Kriterium der Werbedichte abgestellt wird (RB 1997 Nr. 97, der ebenfalls die Verweigerung einer Plakatwerbestelle an der ZÃ¼richstrasse in Wangen-BrÃ¼ttisellen betraf; vgl. auch VGr, 28. Januar 2004, VB.2003.00169, E. 1.2, www.vgrzh.ch) und solange sie in ihrer <span>Bauverweigerung nicht unbesehen der konkreten VerhÃ¤ltnisse des ihr vorliegenden Falls auf ihre Richtlinie bzw. Praxis verweist. Vielmehr hat sie im Einzelfall zu begrÃ¼nden, weshalb die geplante Werbeanlage gerade am vorgesehenen Standort stÃ¶rend im Sinn von § 238 PBG wirkt. Andernfalls wÃ¼rde sie den ihr zustehenden Gestaltungsspielraum in einem Ausmass einschrÃ¤nken, dass eine im Rechtsmittelverfahren zu korrigierende Ermessensunterschreitung vorliegen wÃ¼rde (VGr, 24. September 2002, VB.2002.00085, E. 2b, www.vgrzh.ch;</span><span> </span>28. Januar 2004, VB.2003.00169, E. 2, www.vgrzh.ch; vgl. auch <span>BRK II, 1. Juli 2003, BEZ 2003 Nr. 39 E. 6).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Unter Anwendung ihrer konsequent gehandhabten, restriktiven Bewilligungspraxis ist es der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde unbenommen, bei der konkreten PrÃ¼fung die bauliche und landschaftliche Umgebung im Sinn von § 238 Abs. 1 PBG etwas weiter zu fassen, als dies im Fall von PlakattrÃ¤gern Ã¼blich ist, und die auf der anderen Seite der ZÃ¼richstrasse vorhandene Eigenwerbung der Tankstelle in ihre PrÃ¼fung mit einzubeziehen. Wenn die BaubehÃ¶rde angesichts der bestehenden WerbetrÃ¤ger fÃ¼r die Tankstelle der zusÃ¤tzlichen geplanten Plakatwerbestelle auf der gegenÃ¼berliegenden Strassenseite die befriedigende Einordnung abspricht, ist dies im Sinn rechtsgleicher Behandlung jedenfalls vertretbar. <span>Ãberdies hat die Vorinstanz richtig festgestellt, dass die schrÃ¤g zum Strassenraum platzierte Plakatstelle die Trennung durchbreche, welche die ZÃ¼richstrasse zwischen der Gewerbezone und dem Wohnquartier bilde, indem sie deutlich in den Wohnbereich hineinrage. </span>Im Ergebnis hat die Baurekurskommission den erstinstanzlichen Entscheid somit zu Recht bestÃ¤tigt. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Verfahrensausgang wird die BeschwerdefÃ¼hrerin kostenpflichtig (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihr von vornherein nicht zu; die Beschwerdegegnerin hat keine solche beantragt.</p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="MsoNormal"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>