Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 6. Dezember 2012 (720 12 222 / 320) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Anspruch auf eine Invalidenrente Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Dieter F reiburghaus, Kantons- richter Yves Thommen, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann Parteien A.____, vertreten durch Walter Krähenmann, Fürsprecher, Belpstras- se 5, Postfach 41, 3074 Muri b. Bern gegen IV-Stelle Basel-Landschaft , Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Die 1957 geborene A.____ ist seit dem 23. Juli 1990 bei der B____Genossenschaft als Kassiererin angestellt. Am 30. November 2009 (Eingang) meldete sie sich unter Hinweis auf eine Hörbehinderung, eine Schulteroperation, eine Osteoporose, eine Nervenlähmung am rech- ten Handgelenk, eine Funktionseinschränkung an der linken Hand und eine Depression bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbe zug an. Nachdem die IV-Stelle Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft (IV-Stelle) die gesundheit lichen und erwerblichen Verhältnisse abgeklärt hatte, ermittelte sie bei der Versicherten ab September 2010 einen IV-Grad von 50% und ab Mai 2011 einen solchen von 25%. Gestützt auf d ieses Ergebnis sprach sie A.____ nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens mit Verfügung vom 5. Juni 2012 für die Zeit vom 1. September 2010 bis 31. August 2011 eine befristete halbe Rente zu. B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Fürspreche r Walter Krähenmann, am 6. Juli 2012 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialv ersicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte, es sei ihr auch für die Zeit vom 1. No vember 2009 bis 31. August 2010 sowie ab 1. September 2011 eine halbe Rente zuzusprechen. Eve ntualiter sei der Entscheid der IV- Stelle aufzuheben und zu ergänzen, allenfalls zur Zuspre chung von beruflichen Massnahmen an die IV-Stelle zurückzuweisen; unter o/e- Kostenfolge . Zur Begründung führte sie im Wesent- lichen aus, dass die Verfügung auf unzureichenden medi zinischen Unterlagen beruhe. Zudem sei der Einkommensvergleich nicht korrekt durchgeführt worden. C. Mit Eingabe vom 27. Juli 2012 liess die Beschwerdefüh rerin dem Kantonsgericht einen Bericht des Sozialdienstes der B____Genossenschaft vom 25. Juli 2012 zu den Akten reichen. D. In ihrer Vernehmlassung vom 24. September 2012 schlo ss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 1.2 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind g rundsätzlich nur Rechtsver- hältnisse zu überprüfen und zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vor- gängig verbindlich - in Form einer Verfügung - Stellu ng genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sa churteilsvoraussetzung, wenn und in- soweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 131 V 164 f. E. 2.1, 125 V 414 E. 1a mit Hinweisen). Die Beschwerde der Versicherten richtet sich gegen die Ve rfügung der IV-Stelle vom 5. Juni 2012, mit welcher ihr eine befristete Rente zugesproch en wurde. Dieser Verwaltungsakt bildet - formell - Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Beschwe rdeverfahrens. Soweit die Be- schwerdeführerin eventualiter eine Ergänzung des angef ochtenen Entscheides resp. eine Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht Rückweisung an die IV-Stelle zur Zusprechung von beruflichen Massnahmen beantragt, fehlt es aber an den Sachurteilsvoraussetzungen. Auf den Eventua lantrag der Beschwerdeführerin kann deshalb nicht eingetreten werden. Im Übrigen ist auf die form- und fristgerecht erhobene Beschwerde einzutreten. 2. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochte nen Verfügung vom 5. Juni 2012 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungs gemäss die zeitliche Grenze der richter- lichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). 3.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person A nspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Vi ertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bun desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 d ie voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunf ähigkeit. Die Invalidität wird durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, der geistigen oder der psychischen Gesundheit verursacht, wobei sie im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Kran kheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG; Art. 3 und 4 ATSG). 3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Inval iditätsgrad aufgrund eines Einkommens- vergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen , das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der med izinischen Behandlung und allfälliger Ein- gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktla- ge erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden w äre (Valideneinkommen). Der Einkom- mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol gen, dass die beiden hypothetischen Er- werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt un d einander gegenübergestellt wer- den. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditä tsgrad bestimmen (allgemeine Me- thode des Einkommensvergleichs; BGE 104 V 136 E. 2a und b). 4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung und im Streitfall das Gericht - auf Unterl agen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei- ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen S tellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, we lche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Perso n auf dem allgemeinen, ausgegliche- nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frag e kommenden Arbeitsmarkt zumutbar- erweise noch verrichtet werden können (U LRICH MEYER -BLASER , Zur Prozentgenauigkeit in der Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht Invaliditätsschätzung, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an- deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro- zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu wü rdigen und die Gründe an- zugeben, warum es auf die eine und nicht auf die ande re medizinische These abstellt. Hinsicht- lich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Be- weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 4.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung des Eidgenössisc hen Versicherungsgerichts (EVG, heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilung en) mit dem Grundsatz der freien Be- weiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Fo rmen medizinischer Berichte und Gut- achten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustelle n (vgl. die ausführlichen Zusammenstel- lungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit zahlreichen Hinweisen). So ist den im Rahmen des Ve rwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche au fgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Beri cht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Z uverlässigkeit der Expertise spre- chen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Diese im Bereich der Unfallversiche- rung entwickelten Grundsätze finden für das IV-Verwaltu ngsverfahren sinngemäss Anwendung (Urteile des EVG vom 9. August 2000, I 437/99 und I 57 5/99, E. 4b/bb). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der E rfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtlic he Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussag en. Bei der Abschätzung des Beweis- werts im Rahmen einer freien und umfassenden Beweiswür digung dürfen allerdings auch die potentiellen Stärken der Berichte behandelnder Ärzte nicht vergessen werden. Der Umstand allein, dass eine Einschätzung vom behandelnden Mediziner stammt, darf nicht dazu führen, sie als von vornherein unbeachtlich einzustufen; die einen längeren Zeitraum abdeckende und um- fassende Betreuung durch behandelnde Ärzte bringt oft w ertvolle Erkenntnisse hervor. Auf der anderen Seite lässt es die unterschiedliche Natur von Beha ndlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizini- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht schen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4 S. 175; U rteil des EVG I 506/00 vom 13. Juni 2001, E. 2b) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsg utachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die beh andelnden Ärzte zu anderslauten- den Einschätzungen gelangen (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung auf- drängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige - und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende - Aspekte benennen, die im Rahmen der B egutachtung unerkannt oder unge- würdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 25 . Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 4.4 Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körper- liche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von A rt. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Die Annahme eines psychischen Ges undheitsschadens, so auch einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, setzt zunächst ein e fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkannt en Klassifikationssystem voraus (BGE 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). Wie jede ander e psychische Beeinträchtigung begründet indes auch eine diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, wel- che die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behind ern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versichert e Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verf ügt. In diesen Fällen geht man von der ausnahmsweisen Unüberwindbarkeit der somatoform en Schmerzstörung aus. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen Komo rbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können auch weiter e Faktoren, so: (1) chronische körperliche Begleiterkrankungen; ein mehrjähriger, chron ifizierter Krankheitsverlauf mit unver- änderter oder progredienter Symptomatik ohne länger dauernde Rückbildung; (2) ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; (3) ein verfestigte r, therapeutisch nicht mehr beein- flussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Kon- fliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; "Flucht i n die Krankheit"); (4) das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedli- chem therapeutischem Ansatz) trotz kooperativer Haltung de r versicherten Person (BGE 130 V 352). Je mehr dieser Kriterien zutreffen u nd je ausgeprägter sich die entsprechen- den Befunde darstellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Voraussetzungen für eine zu- mutbare Willensanstrengung zu verneinen (U LRICH MEYER -BLASER , Der Rechtsbegriff der Ar- beitsunfähigkeit und seine Bedeutung in der Sozialver sicherung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Schmerz und Arbeitsunfähigkeit, St. Gallen 200 3, S. 77; BGE 131 V 50 f.; vgl. zum Ganzen auch A NDREAS BRUNNER /N OAH BIRKHÄUSER , Somatoforme Schmerzstörung - Gedan- ken zur Rechtsprechung und deren Folgen für die Praxis, in sbesondere mit Blick auf die Ren- tenrevision, in: BJM 2007, S. 169 ff.) 5. Für die Beurteilung des vorliegenden Falles sind im Wesentlichen die folgenden medi- zinischen Unterlagen zu berücksichtigen: Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.1 Im Bericht der orthopädischen Klinik des Kantonsspita ls X.____ vom 18. September 2009 wurden eine leichte Tendovaginitis de Quervain rec hts, eine leichte Epicondylitis humeri radialis rechts, eine leichte AC-Gelenkarthrose, ein St atus nach intraartikulärer distaler Radius- fraktur 1990 und ein Status nach Neurolyse Nervus ulnari s 1990 diagnostiziert. Der Versicher- ten wurde bis 11. Oktober 2009 eine Arbeitsunfähigkeit von 50% attestiert. 5.2 Gemäss Bericht des Kantonsspitals X.____ vom 14. Oktobe r 2009 wurde nebst den bereits im Bericht vom 18. September 2009 genannten Di agnosen auch ein Verdacht auf eine Kompressionsneuropathie des Nervus ulnaris rechts festgestel lt. Als Kassiererin bestehe wei- terhin eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit. 5.3 Im Bericht des Kantonsspitals X.____ vom 11. Novembe r 2009 wurde für die Tätigkeit an der Kasse weiterhin eine Arbeitsfähigkeit von 50% bestätigt. 5.4 Nach dem Bericht der interdisziplinären Notfallstati on des Kantonsspitals X.____ vom 20. November 2009 wurden eine schwere Distorsion des ob eren Sprunggelenks (OSG) links und eine Kniekontusion rechts diagnostiziert sowie als Ne bendiagnosen die bereits im Bericht der orthopädischen Klinik vom 14. Oktober 2009 festgest ellten Diagnosen aufgeführt. Die Ver- sicherte habe bei einem Treppensturz ein Supinationstrau ma erlitten. Vom 20. November 2009 bis 24. November 2009 bestünde unfallbedingt eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. 5.5 Der Hausarzt Dr. med. C.____, FMH Allgemeine Inne re Medizin, verwies in seinem Bericht vom 14. Dezember 2009 auf die Berichte des Kan tonsspitals X.____ und stellte eine zunehmende depressive Entwicklung fest. Für die zuletzt ausg eübte Tätigkeit als Kassiererin bestünde seit 11. September 2009 ein Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50% und ab 20. November 2009 bis auf weiteres eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. 5.6 Im Bericht vom 20. Dezember 2010 diagnostizierte D r. C.____ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine chronische therapieresistente Epi condylitis humeri radialis rechts, chroni- sche posttraumatische Schmerzen am rechten Handgelenk, ei ne chronische Tendovaginitis de Quervain rechts und chronische Schmerzen an der linken S chulter. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünde ein Status nach einer schweren OSG-Distorsion. In geistiger und psy- chischer Hinsicht würden keine Einschränkungen bestehen. Für die Tätigkeit als Kassiererin sei die Versicherte bis auf weiteres im Umfang von 50% arbeitsunfähig. 5.7 Im Bericht des Kantonsspitals X.____ zu Handen des v ertrauensärztlichen Dienstes der zuständigen Taggeldversicherung vom 6. Januar 2011 wurde festgestellt, dass Schmerzen und Kraftlosigkeit im Bereich beider Handgelenke und Arme rechtsbetont sowie Schmerzen und eine verminderte Geh- und Stehfähigkeit linksseitig n ach einem OSG-Distorsionstrauma be- stünden. Die Schmerzen im Bereich beider Arme, insbeso ndere im rechten Handgelenk, des Ellenbogens und des Schultergelenks würden v.a. bei repet itiven Arbeiten auftreten. Die Tätig- keit als Kassiererin sei deshalb nicht mehr zu 100% zumutbar und es bestünde eine verminder- te Leistungsfähigkeit. Eine angepasste Tätigkeit sei ab sofort zu 100% zumutbar. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.8 Die IV-Stelle beauftragte Dr. med. D.____, FMH Physikalische Medizin und Rehabilita- tion sowie Rheumatologie, und Dr. med. E.____, FMH P sychiatrie und Psychotherapie, mit ei- ner bidisziplinären Begutachtung. Am 10. Mai 2011 diag nostizierte Dr. D.____ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung des rechten Handgelenks bei distaler Radioulnararthrose und Status nach intraar tikulärer distaler Radiustrümmerfraktur 1990 mit Status nach Osteosynthese mit zusätzlich Status n ach Neurolyse des Nervus ulnaris rechts, eine Epicondylopathia humeri radialis beidseits se it 2007 und eine chronische Tendova- ginitis de Quervain rechts. Aufgrund der Akten, der An amnese und den klinischen Untersu- chungsbefunden sei seit September 2009 eine teilweise Einschränkung der Arbeitsfähigkeit anzunehmen. Die Untersuchung zeige, dass die Versicherte verschiedene Schmerzregionen am Bewegungsapparat aufweise. Die schmerzhafte Bewegun gseinschränkung am rechten Handgelenk, der Tennisellbogen beidseits und die Tend ovaginitis de Quervain rechts führten insgesamt zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Es kö nne kein eigentliches Ereignis eruiert werden. Vielmehr sei davon auszugehen, dass ein e chronische Überlastung dekompen- siert sei und zu einer teilweisen Einschränkung der Arbe itsfähigkeit geführt habe. Für die ange- stammte Tätigkeit bestünde eine dauerhafte Arbeitsunfä higkeit von 40%. Angepasste Tätigkei- ten seien unter Berücksichtigung eines erhöhten Pausenbedarfs im Umfang von 90% zumutbar. Am 30. Mai 2011 konnte Dr. E.____ keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit feststellen. Ohne Auswirkung bestünden eine Dysthymia (ICD -10 F34.1), akzentuierte (narziss- tische) Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1) und ein Verdac ht auf eine somatoforme autonome Funktionsstörung (ICD-10 F45.3). Anlässlich der Untersuchung hätten sich bei der Versicherten anamnestisch die Symptome der Durchschlafstörung, des Ged ankenkreisens, der manchmal auftretenden Müdigkeit, der weitgehend ausgeglichenen , zum Teil gereizt-aggressiven, manchmal auch bedrückt traurigen Stimmung, der Vergesslichkeit, der verminderten Konzentra- tionsfähigkeit, des verminderten Selbstvertrauens sowie des manchmal auftretenden Gefühls allgemeiner Sinnlosigkeit und der selten auftretenden Suizidgedanken eruieren lassen. Diese Symptome würden die Kriterien für die Diagnose einer depressiven Episode aber nicht erfüllen. Insbesondere seien keine länger dauernde bedrückt-traurige Stimmung, keine Freud- und Lust- losigkeit erkennbar gewesen. Die Schmerzen hätten sich hin reichend durch körperliche Störun- gen erklären lassen. Aus psychiatrischer Sicht würden sich bei der Versicherten Belastungen nachweisen lassen, wie sie im Zusammenhang mit einer Dyst hymia beschrieben würden, wel- che schwerwiegend genug wären, um in einen ursächlichen Z usammenhang mit den Schmer- zen zu stehen. Die Versicherte hinterlasse nicht den Ein druck, unter schweren oder quälenden Schmerzen zu leiden. Aus diesen Gründen könne weder die Diagnose einer anhaltenden soma- toformen Schmerzstörung noch diejenige einer Somatisie rungsstörung gestellt werden. In der bidisziplinären Gesamtbeurteilung wurde der Versicherten seit September 2009 bis 8. Mai 2011 für die bisherige Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit vo n 50% und seit der Untersuchung im Rah- men der Begutachtung eine solche von 40% attestiert. A ngepasste Tätigkeiten seien ab sofort im Umfang von 90% zumutbar. 6.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Ver fügung vom 5. Juni 2012 bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes auf das bidisziplinär e Gutachten von Dres. D.____ und E.____ vom 10. bzw. 30. Mai 2011. Sie ging in der Folge davon aus, dass die Versicherte in der Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht bisherigen Tätigkeit von September 2009 bis 8. Mai 2011 eine Arbeitsfähigkeit von 50% bzw. seit der Untersuchung im Rahmen der Begutachtung eine solche von 40% aufwies und ange- passte Tätigkeiten ab sofort im Umfang von 90% zumutbar se ien. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.3 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfa hrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und b ei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertisen sprechen. Solche Indi- zien liegen nicht vor. Die Beurteilung von Dres. D.____ und E.____ beruht auf eingehenden Untersuchungen der Versicherten und berücksichtigt die übrigen bei den Akten liegenden medi- zinischen Berichte. Zudem gingen die Gutachter auf die Beschwerden der Versicherten ein und vermitteln ein hinreichendes Bild über deren Gesundheit szustand. Es wird deutlich, dass die Versicherte in somatischer Hinsicht seit September 2009 - ohne dass ein eigentliches Ereignis eruiert werden kann, wohl aber zufolge Dekompensation einer chronischen Überlastung - ver- schiedene Schmerzregionen am Bewegungsapparat aufweist und die schmerzhaften Bewe- gungseinschränkungen am rechten Handgelenk, der Tennise llbogen beidseits und die Tendo- vaginitis de Quervain rechts eine verminderte Leistungsfähigkeit zur Folge haben. Aus psychiat- rischer Sicht weist die Versicherte keine Diagnose mit Au swirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf. Vor diesem Hintergrund ist auch die fachärztliche Einschä tzung der Arbeitsfähigkeit nachvoll- ziehbar begründet und es ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin seit September 2009 bis 8. Mai 2011 für die bisherige Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 50% und seit der Untersuchung im Rahmen der Begutachtung eine solche von 40% aufweist. Angepasste Tätig- keiten sind ihr ab dem Begutachtungszeitpunkt im Umfang von 90% zumutbar. Die Beurteilung von Dres. D.____ und E.____ sind sowohl in der Darlegu ng der medizinischen Zusammenhän- ge als auch bezüglich der daraus gezogenen Schlussfolgerun gen überzeugend. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle bei der Beur teilung der medizinische Sachlage darauf abgestellt hat. 6.2 Soweit die Beschwerdeführerin dagegen einwendet, der psychiatrische Gutachter habe bei seiner Beurteilung wichtige Vorakten nicht einbezogen und zudem die Medikation mit Cipra- lex als wichtiges Indiz für eine bestehende Depression ni cht gewürdigt, kann ihr nicht gefolgt werden. So enthält das Gutachten eine ausführliche Ana mnese mit Angaben über die bisheri- gen Therapien und die vom Hausarzt verschriebene Medikati on. Nach einlässlicher Auseinan- dersetzung mit der festgestellten Symptomatik kommt der psyc hiatrische Gutachter zum über- zeugenden Schluss, dass die Versicherte eine Dysthymia aufwei st. Hierbei handelt es sich um eine chronische, wenigstens mehrere Jahre andauernde dep ressive Verstimmung, die weder schwer noch hinsichtlich einzelner Episoden anhaltend gen ug ist, um die Kriterien einer schwe- ren, mittelgradigen oder leichten rezidivierenden depr essiven Störung (ICD-10 F33x) zu erfül- len. Davon ist auszugehen. Die Beschwerdeführerin hat dann auch keine fachärztlichen Berich- te aufgelegt, die eine invalidisierende Erkrankung auswe isen würden. Zudem erscheint den konkreten Umständen nach eine Nachführung des gesundheit lichen Befundes nicht notwendig. Demnach ist nicht zu beanstanden, dass der Gutachter keine zusätzliche Abklärungen veran- lasst hat. Daran ändert auch die beklagte Schmerzproblem atik nichts. Nachdem keines der zu- sätzlich geforderten Kriterien, wie Komorbidität, sozial er Rückzug, etc. in erforderlichem Aus- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht mass ausgewiesen ist, ist zu vermuten, dass die Versicherte in der Lage ist, die Schmerzstö- rung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanst rengung zu überwinden. Soweit die Be- schwerdeführerin die rheumatologische Beurteilung anzwei felt, ist ihr entgegenzuhalten, dass sie nicht substantiiert darlegt, weshalb die Beurteil ung von Dr. D.____ nicht nachvollziehbar bzw. verlässlich sein soll. Insgesamt ergibt sich aus den Akten nichts, was geeignet wäre, den Beweiswert des rheumatologischen Gutachtens in Zweifel zu ziehen. Der Beschwerdeführerin ist zwar zuzustimmen, wenn sie darauf hinweist, dass eine zu verlässige Konsensbeurteilung grundsätzlich erst nach Vorliegen der ausgefertigten Tei lgutachten erfolgen kann. Nachdem aber im vorliegenden Fall keine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit besteht, lässt der Umstand, dass die interdisziplinäre Beur teilung der Arbeitsfähigkeit bereits vor der schriftlichen Ausfertigung des psychiatrischen Tei lgutachtens erfolgt ist, keine Zweifel an der Schlüssigkeit der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung a ufkommen. Insgesamt lassen die vor- handenen medizinischen Unterlagen eine zuverlässige Beur teilung der verbleibenden Arbeits- fähigkeit der Versicherten zu, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 126 V 130 E. 2a mit zahlreichen Hinweisen) auf die beantragte z usätzliche Abklärung verzichtet werden kann. 7. Im vorliegenden Fall erweist sich der von der Vorinsta nz vorgenommene Einkommens- vergleich als rechtens. Wenn die Beschwerdeführerin rügt , die IV-Stelle habe bei der Bemes- sung des IV-Grades nicht auf die Tabellenlöhne abstellen dürfen, da diese der vorliegenden Situation nicht gerecht würden, kann ihr nicht gefolg t werden. Entscheidend ist, was die versi- cherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Dur chführung der medizinischen Behand- lung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegli- chener Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Nach der Rechtsprechung können entweder Tabellen- löhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch h erausgegebenen Lohnstrukturerhe- bungen (LSE) oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 126 V 76 E. 3b mit Hinweisen; RKUV 1999 Nr. U 343 S. 412 f. E. 4b/aa). Da aber kei n Anspruch auf die Verwendung von DAP-Profilen besteht (vgl. BGE 129 V 472 E. 4.2.1), ist nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle das Invalideneinkommen mittels den Tabellenlöhnen be stimmt hat. Soweit die Beschwerdefüh- rerin sodann beantragt, es sei ein leidensbedingter A bzug vom Tabellenlohn von 55% vorzu- nehmen, ist auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts zu ver weisen, wonach ein Abzug vom Tabellenlohn auf insgesamt höchstens 25% zu beschränke n ist (BGE 126 V 80 E. 5b/cc). Vor- liegend hat die IV-Stelle einen Abzug vom Tabellenlo hn von 20% vorgenommen, was sich in Anbetracht der persönlichen und beruflichen Situation der Versicherten und anhand eines Quervergleichs mit ähnlich gelagerten als angemessen erw eist. Anzumerken ist in diesem Zu- sammenhang, dass bei der Ermittlung des Invalideneinko mmens gestützt auf DAP-Profile Ab- züge vom System der DAP her nicht sachgerecht und nicht zulässig sind (BGE 129 V 472 E. 4.2.3). Bei einer Einschränkung der Leistungsfähigk eit 10% ist mit der IV-Stelle davon aus- zugehen, dass die Versicherte ein rentenausschliessendes Erwe rbseinkommen erzielen könn- te. 8. Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die Ar beitsunfähigkeit sei bereits im Jahr 2006 eingetreten, weshalb die Berentung ab November 2 009 erfolgen müsse, kann ihr nicht gefolgt werden. Zwar bescheinigte der behandelnde Ar zt Dr. med. F.____, FMH Allgemeine Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht Innere Medizin, im Bericht vom 6. November 2006, dass d ie Versicherte seit längerer Zeit an schmerzhaften Erkrankungen diverser Gelenke leide, bei de r Arbeit eine gewisse Schonung benötige und deshalb nicht länger als vier bis fünf Stu nden täglich an der Kasse beschäftigt werden sollte. In Würdigung der vorliegenden Akten i st eine andauernde Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 ATSG) gemäss der schlüssigen Beurteilung im Gutac hten von Dres. D.____ und E.____ aber erst seit September 2009 ausgewiesen. Demnach ist der Rentenbeginn ab 1. September 2010 nicht zu beanstanden. 9. Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 5. Juni 2012, mit welcher der Beschwerdeführerin für die Zeit vom 1. September 2010 - unter Berücksichtigung der dreimona- tigen Übergangsfrist (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV) - bis 31. August 2011 eine befristete halbe Rente zugesprochen hat, nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen, soweit dar- auf eingetreten werden kann. 10. Gemäss Art. 69 Abs. 1 und 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor kantonalem Versi- cherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfah renskosten in der Regel der unterlie- genden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorlie gend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten ih r aufzuerlegen sind. Die Verfahrenskos- ten in der Höhe von Fr. 600.-- werden mit dem geleis teten Kostenvorschuss verrechnet. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschlagen. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- wer den der Be- schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kos tenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- verrechnet. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Gegen diesen Entscheid wurde von A.____ Beschwerde beim Bundesgericht (siehe nach Vor- liegen des Urteils: Verfahren-Nr. 9C_166/2013 ) erhoben. http://www.bl.ch/kantonsgericht