<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.1999.00384</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105471&amp;W10_KEY=13013581&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.1999.00384</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 19.04.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 29.06.2000 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Ausweisung aus der Schweiz</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Ausweisung einer 23jährigen dominikanischen Staatsangehörigen mit Niederlassungsbewilligung für den Kanton Zürich, die sich seit Ende 1992 in der Schweiz befindet und anfangs 1999 wegen Betäubungsmitteldelikten zu 30 Monaten Zuchthaus verurteilt worden ist. Im Rahmen der vorzunehmenden Interessenabwägung (Verhältnismässig-keitprüfung) überwiegen die öffentlichen Interessen an der Aus-weisung die privaten der Beschwerdeführerin, welche noch gute Kontakte zu ihrem Heimatland unterhält. Gewährung UP/URB, da die Beschwerdeführerin mittellos ist und die Beschwerde angesichts der gesamten Umstände nicht von Vornherein als aussichtslos erschien.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUSWEISUNG">AUSWEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTERESSENABWÃGUNG">INTERESSENABWÃGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OPPORTUNITÃT">OPPORTUNITÃT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEITSPRÃFUNG">VERHÃLTNISMÃSSIGKEITSPRÃFUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 10 lit. I a ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 11 lit. III ANAG</span><br/><span class="gerade">Art. 16 lit. III ANAG</span><br/><span class="ungerade">§ 16 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. A. B.C., geboren 1976 in G., Domini­ka­nische Republik, reiste am 30. Oktober 1992 zu ihrer seit Oktober 1987 mit einem Schwei­zer BÃ¼rger verheirateten Mutter in die Schweiz und erhielt am 15. April 1993 die Niederlassungsbewilligung fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich zwecks "Verbleib bei der Mutter". Hier absolvierte sie nach einem Jahr Integra­tionsschule ein Werkjahr der Berufsschule ZÃ¼rich. Anschliessend arbeitete sie wÃ¤hrend etwa eines Jahres als VerkÃ¤uferin und war dann stel­lenlos. Am 16. Mai 1998 wurde sie verhaftet und am 5. Februar 1999 vom Obergericht des Kantons ZÃ¼rich in zweiter Instanz wegen Widerhandlung gegen das Bundesgesetz Ã¼ber die BetÃ¤ubungsmittel mit 30 Monaten Zuchthaus bestraft.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Beschluss vom 3. November 1999 wies der Regierungsrat A. B.C. aus der Schweiz aus und befristete er die Ausweisung auf zehn Jahre, gerechnet ab dem Tag der Ausreise; zudem wurde ihr der weitere Aufenthalt in der Schweiz und de­ren Wiederbe­treten unter Strafandrohung verboten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen diesen Beschluss liess A. B.C. am 10. Dezember 1999 Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben mit den AntrÃ¤gen, es sei der angefochtene Beschluss aufzuhe­ben, eventuell sei die Ausweisung in eine Ausweisungsandrohung im Sinn von Art. 16 Abs. 3 der Vollziehungsverordnung vom 1. MÃ¤rz 1949 zum Bundesgesetz Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder (ANAV) umzuwandeln, unter Kosten‑ und EntschÃ¤di­gungsfolgen zu Lasten des Beschwerdegegners. In verfahrensmÃ¤ssiger Hin­sicht seien ein psychiatrisches Gutachten Ã¼ber die Verbundenheit der BeschwerdefÃ¼hrerin mit ihrer Fami­lie sowie die Strafakten beizuziehen; sodann sei der BeschwerdefÃ¼hrerin die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen sowie ihr Rechtsanwalt, lic.iur. D. E.F., ZÃ¼rich, als unentgelt­li­cher Rechtsbeistand zu bestellen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit beantragte namens des Regierungsrats am 14. Januar 2000 Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die ErwÃ¤gungen des angefochtenen Beschlusses und die Parteivorbringen werden, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist auf dem Gebiet der Fremden­po­li­zei zulÃ¤ssig, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen­steht (§ 43 Abs. 1 lit. h und Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG] in der Fassung vom 8. Juni 1997). Dies ist der Fall bei einer Ausweisung, die von einer kantonalen Be­hÃ¶r­de aufgrund von Art. 10 f. des Bundesgesetzes vom 26. MÃ¤rz 1931 Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der Aus­lÃ¤nder (ANAG) angeordnet wird (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 e contra­rio).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die gegen die BeschwerdefÃ¼hrerin ausgesprochene Ausweisung stÃ¼tzt sich primÃ¤r auf ihre strafrechtliche Verurteilung und damit auf den Ausweisungsgrund von Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG. Danach kann eine auslÃ¤ndische Person aus der Schweiz ausgewiesen werden, wenn sie wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich bestraft wur­de. Bei einer solchermassen begrÃ¼ndeten Ausweisung ist die Verwaltungsgerichtsbe­schwer­de an das Bundesgericht gegeben, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen gemÃ¤ss § 50 VRG die dort nÃ¤her umschriebenen Rechtsverletzungen sowie gemÃ¤ss § 51 VRG unrichtige oder unge­nÃ¼­gen­de Feststellung des entscheidungswesentlichen Sachverhalts gerÃ¼gt werden. Ent­schei­det das Gericht wie hier als erste gerichtliche Instanz, so kann sich die Beschwerde nicht nur auf neue Beweismittel berufen, sondern kÃ¶nnen auch neue Tatsachenbehauptun­gen vor­gebracht werden (§ 52 VRG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kompetenz, Ã¼ber die OpportunitÃ¤t einer Ausweisung zu entscheiden und von ihr abzusehen, wiewohl die Voraussetzungen erfÃ¼llt wÃ¤ren, steht der kantonalen Fremden­polizei und der kantonalen Regierung als vorgesetzter politischer BehÃ¶rde zu (vgl. Art. 15 Abs. 1 und 2 sowie Art. 19 Abs. 1 ANAG). Die kantonale richterliche BehÃ¶rde hat demge­genÃ¼ber die Aufgabe zu Ã¼berprÃ¼fen, ob der Entscheid der VerwaltungsbehÃ¶rde Recht ver­letzt, insbesondere ob die VerwaltungsbehÃ¶rde im Rahmen der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitskon­trolle alle nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung erheblichen UmstÃ¤nde berÃ¼ck­sich­tigt und in vertretbarer Weise gewichtet hat. Im Hinblick auf diese institutionell-funk­tio­nel­len Schranken, an die sich das Gericht zu halten hat, ist insbesondere zu beachten, dass die Entscheidungsbefugnis primÃ¤r der politischen BehÃ¶rde zusteht und dass die An­wendung des VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsgrundsatzes notwendigerweise Elemente enthÃ¤lt, wel­che sich ei­ner strikten NachprÃ¼fung entziehen (vgl. BGE 125 II 521 E. 2a). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Die grundsÃ¤tzliche Anwendbarkeit von Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG ist im vor­liegenden Fall unstreitig. Allerdings soll eine Ausweisung nur verfÃ¼gt werden, wenn sie nach den ge­sam­ten UmstÃ¤nden angemessen erscheint (Art. 11 Abs. 3 Satz 1 ANAG). Da­bei ist na­mentlich auf die Schwere des Verschuldens, auf die Dauer des Aufenthalts der auslÃ¤ndi­schen Person in der Schweiz sowie auf die ihr und ihrer Familie drohenden Nach­teile abzu­stel­len (Art. 16 Abs. 3 ANAV). Vorzunehmen ist mithin eine sich auf die ge­sam­ten UmstÃ¤nde des Einzelfalls stÃ¼tzende VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung (BGE 125 II 521 E. 2b; BGE 122 II 433 E. 2c). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat am 16. Mai 1998 von der Dominikanischen Repu­blik her kommend auf dem Flughafen Kloten insgesamt 2'001 Gramm Kokain in die Schweiz eingefÃ¼hrt. Das Bezirksgericht BÃ¼lach hat sie deswegen in erster Instanz mit drei Jahren Zuchthaus bestraft, wobei es das Verschulden der BeschwerdefÃ¼hrerin als schwer gewÃ¼rdigt hat. Das Obergericht hat diese Strafe am 5. Februar 1999 in zweiter Instanz auf 30 Monate Zuchthaus reduziert. Zum Grad des Verschuldens hat es sich dabei nicht aus­drÃ¼cklich geÃ¤ussert, sondern hat die von der Vorinstanz ausgesprochene Strafe als "unter BerÃ¼cksichtigung sÃ¤mtlicher StrafzumessungsgrÃ¼nde" als zu hoch gewÃ¼rdigt. Indessen lÃ¤sst auch die vom Obergericht ausgesprochene Strafe von 30 Monaten Zuchthaus, die Ausgangspunkt fÃ¼r die fremdenpolizeiliche Beurteilung des Verhaltens der Beschwerde­fÃ¼hrerin darstellt, auf ein schweres Verschulden schliessen. Zudem hat sie sich eines Be­tÃ¤ubungsmittelsdelikts schuldig gemacht; bei solchen Straftaten besteht nach der bundesge­richtlichen Rechtsprechung ein so wesentliches Ã¶ffentliches Interesse an der Ausweisung, dass selbst AuslÃ¤nder, welche in der Schweiz geboren und aufgewachsen sind und ihr gan­zes bisheriges Leben hier verbracht haben, ausgewiesen werden kÃ¶nnen (vgl. BGE 125 II 521 E. 2b; BGE 122 II 433 E. 2c). DemgemÃ¤ss durfte der Regierungsrat zulÃ¤ssigerweise von einem erheblichen Ã¶ffentlichen Interesse an der Ausweisung der BeschwerdefÃ¼hrerin ausgehen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Was die BeschwerdefÃ¼hrerin gegen diese grundsÃ¤tzliche Gewichtung des Ã¶ffentli­chen Interesses vorbringen lÃ¤sst, ist unbehelflich. Nicht zu hÃ¶ren sind insbesondere dieje­nigen EinwÃ¤nde, welche auf eine Relativierung der strafgerichtlichen VerschuldenswÃ¼rdi­gung abzielen. HierfÃ¼r ist im Verfahren vor Verwaltungsgericht kein Raum. Wie die Be­schwerdefÃ¼hrerin nÃ¤mlich zu Recht selbst ausfÃ¼hren lÃ¤sst, wurden Punkte wie etwa ihr noch junges Alter und ihr schlechter psychischer Zustand zum Zeitpunkt der Straftatbege­hung sowie ihr kooperatives Verhalten im Strafverfahren bereits in diesem gewÃ¼rdigt. Aus diesem Grund erÃ¼brigt sich auch die beantragte Beiziehung der Strafverfahrensakten. Nichts zu ihren Gunsten abzuleiten vermag die BeschwerdefÃ¼hrerin schliesslich in diesem Zusammenhang auch aus dem von ihr angerufenen BGE 116 Ib 113 E. 4c, bei dem es um die Umwandlung einer Saison‑ in eine Jahresaufenthaltsbewilligung ging. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Diesen Ã¶ffentlichen Interessen sind die privaten der BeschwerdefÃ¼hrerin gegen­Ã¼ber zu stellen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin, deren Mutter 1981 ihrem Schweizer Ehegatten in die Schweiz gefolgt war, reiste im Oktober 1992 im Alter von 16 Jahren in die Schweiz ein, nachdem sie bis dahin bei ihren Grosseltern in der Dominikanischen Republik gelebt hatte. Sie lebt mithin seit mehr als sieben Jahren in der Schweiz, wo neben der Mutter auch ihre vier Schwestern leben. Zu ihren AngehÃ¶rigen hat sie nach eigenen Angaben regen und guten Kontakt. Nach ihrer Einreise hat sie zwei Jahre die ihr hier angesichts ihrer damals ungenÃ¼genden Sprachkenntnisse offenstehenden Schulen besucht. Danach war sie ein Jahr erwerbstÃ¤tig, von MÃ¤rz 1996 bis zu ihrer Verhaftung am 16. Mai 1998 stel­lenlos. Nach der Versetzung in die Halbfreiheit hat sie vom 15. September bis zum 17. No­vember 1999 in einem Arbeitsintegrationsprogramm des Sozialdepartementes der Stadt ZÃ¼­rich gearbeitet, wo sie gute Qualifikationen erhielt. Seit dem 17. November 1999 hat sie schliesslich eine Stelle als VerkÃ¤uferin in der Modebranche, wo ihr ebenfalls ein gutes Zeug­nis ausgestellt wird. Aus dieser positiven Entwicklung kann allerdings entgegen den AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht geschlossen werden, es sei ihr gelungen, sich hier zu integrieren und sich in die hier geltende Ordnung einzufÃ¼gen. So hat sie nach eigenen Angaben im Zeitpunkt ihrer Verhaftung keinen hiesigen Freundeskreis ge­habt. Dazu kommt, dass die bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug erst am 15. Januar 2000 erfolgte und ein Wohl­verhalten im geschÃ¼tzten Rahmen des Straf­vollzugs nur von untergeordneter Bedeutung sein kann. Die Tatsache, dass sich die Be­schwerdefÃ¼hrerin bemÃ¼ht, sich "an die in unserem Lande geltende Ordnung zu halten", ent­spricht im Ãbrigen einer SelbstverstÃ¤ndlichkeit und vermag kein Gewicht in die Waag­scha­le der BeschwerdefÃ¼hrerin zu legen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Wie der Regierungsrat zu Recht ausfÃ¼hrt, wÃ¤re eine RÃ¼ckkehr ins Heimatland fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin mit einer gewissen HÃ¤rte verbunden, aber nicht grundsÃ¤tzlich un­zumutbar. Sie hat den grÃ¶sseren Teil ihrer Jugendzeit dort verbracht, hat noch regelmÃ¤ssi­gen Kontakt zu ihrer dort lebenden Grossmutter und verfÃ¼gt noch Ã¼ber einige Bekannte. </span>Vor der Inhaftierung bestand zudem nicht nur ein regelmÃ¤ssiger, sondern ein intensiver Kon­takt zur Heimat. So verlebte die <span>BeschwerdefÃ¼hrer</span>in, die ja am 16. Mai 1998 aus ihrer Heimat kommend bei Einreise in die Schweiz verhaftet wurde, in ihrer Heimat bereits von Dezember 1997 bis Februar 1998 Ferien. Dabei hatte sie sich unbestrittenermassen auch Ã¼ber­legt, ob sie Ã¼berhaupt in die Schweiz zurÃ¼ckkehren solle. Wenn sie dies vor den Schranken des Obergerichts zwar als Ausdruck ihrer zeitweiliger Verwirrtheit darstellte, so stellte das Gericht doch bereits damals ausdrÃ¼cklich fest, dass der drohende Verlust der Niederlassungsbewilligung die Angeklagte treffen mÃ¶ge, "wohl aber kaum so stark, wie sie darzutun versucht". </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Eine besondere psychische AbhÃ¤ngigkeit von ihrer Familie in der Schweiz findet entgegen der aktenwidrigen Darstellung in der Beschwerde keine StÃ¼tze im obergerichtli­chen Urteil: Die fÃ¼r den Tatzeitpunkt angenommene psychische BeeintrÃ¤chtigung fÃ¼hrte das Obergericht vielmehr auf die langjÃ¤hrige Arbeitslosigkeit und die Trennung der <span>Be­schwerdefÃ¼hrer</span>in von ihrem Freund zurÃ¼ck. Es bestehen somit keine An­haltspunkte, wel­che die Einholung eines psychiatrischen Gutachtens Ã¼ber die Beziehung der <span>Beschwerde­fÃ¼hrer</span>in zu ihren FamilienangehÃ¶rigen als angezeigt oder nÃ¶tig erscheinen liessen. An dieser Beurteilung vermag auch die in der Beschwerde genannte "Telefonier­freudigkeit" nichts zu Ã¤ndern.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Wird die Gesamtheit dieser UmstÃ¤nde berÃ¼cksichtigt, so erweist sich die vom Regierungsrat verfÃ¼gte Ausweisung </span>angesichts der nach wie vor erheblichen Ã¶ffentlichen Interessen und der grundsÃ¤tzlichen Zumutbarkeit fÃ¼r eine RÃ¼ckkehr in die Heimat<span> als ver­hÃ¤ltnismÃ¤ssig. Demzufolge ist die Beschwerde abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten der Beschwerde­fÃ¼h­rerin aufzuerlegen und bleibt ihr eine ParteientschÃ¤digung versagt (§ 13 Abs. 2 und § 17 Abs. 2 je in Verbindung mit § 70 VRG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Laut § 16 VRG ist Privaten, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Be­geh­ren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint, auf entsprechendes Ersuchen die Bezah­lung von Verfahrenskosten und KostenvorschÃ¼ssen zu erlassen (Abs. 1); unter den gleichen Vor­aussetzungen haben sie Ã¼berdies Anspruch auf die Bestellung eines unentgeltlichen Rechts­beistands, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wah­ren (Abs. 2). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat ihre Einkommens‑ und VermÃ¶genslage hinrei­chend dar­gelegt und damit ihre Mittellosigkeit rechtsgenÃ¼gend substanziert. Zudem war die von ihr erhobene Beschwerde angesichts aller relevanten UmstÃ¤nde des Einzelfalls auch nicht von Vornherein als aussichtslos einzustufen. Demzu­fol­ge ist ihr antragsgemÃ¤ss die un­ent­geltliche ProzessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Da sie selbst nicht rechtskundig ist und sich im vorliegenden Beschwerdeverfah­ren nicht leicht zu beantwortende Rechtsfragen gestellt haben, hat sie auch Anspruch auf einen un­entgeltlichen Prozessvertreter, der nach Massgabe von § 13 der GebÃ¼hrenverord­nung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997 aus der Gerichtskasse zu entschÃ¤digen ist.</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">DemgemÃ¤ss beschliesst das Verwaltungsgericht:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2"><span> Der BeschwerdefÃ¼hrerin wird die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung bewilligt und in der Person von Rechtsanwalt D. E.F., ZÃ¼rich, ein unentgeltlicher Rechtsbei­stand beigege­ben;</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>