<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird ersucht, umgehend unabhängige Softwareprodukte in der Bundesverwaltung einzusetzen, um deren Unabhängigkeit zu wahren und für alle öffentlichen Körperschaften des Landes ein Vorbild zu sein.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Bundesverwaltung setzt freie Software ein, sofern das Verhältnis Kosten-Nutzen-Risiken über die ganze Nutzungsdauer eines Systems günstiger ist als bei kommerzieller Software, was im Moment nur in einzelnen Bereichen der Fall ist. Spezifisch für die Schweiz stellt sich zudem das Problem, dass eine Software in der Bundesverwaltung, die breit eingesetzt wird, in allen Landessprachen verfügbar sein muss. Einig ist der Bundesrat mit der Forderung des Postulates, dass so weit möglich einseitige Abhängigkeiten zu vermeiden sind.</p><p>Er ist allerdings nicht der Ansicht, dass kommerzielle Software grundsätzlich negativ zu bewerten sei. Auch in der Schweiz gibt es viele kleine und mittlere Softwarehersteller, die optimale Produkte gerade für Anwendungen herstellen, wo gesetzliche und andere Rahmenbedingungen besonders länderspezifisch sind. Auch wirtschaftspolitisch ist deshalb die ausschliessliche Nutzung freier Software nicht sinnvoll. Zudem muss die Festlegung von Standards und Architekturen, wozu der Einsatz von Software gehört, generell mit den Partnern, insbesondere den Kantonen, abgestimmt werden. Die Initiative eCH soll dies sicherstellen. Die massgebenden Stellen, innerhalb der Bundesverwaltung der Informatikrat des Bundes, prüfen den Einsatz freier Software laufend und legen die entsprechenden Standards und Architekturen fest.</p> Der Bundesrat beantragt, das Postulat als erfüllt abzuschreiben.