<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit den Kantonen, dem Parlament bis Ende Juli 2004 einen Gesetzentwurf vorzulegen, welcher den Übergang von der Ehepaar- und Familienbesteuerung hin zu einem System der Individualbesteuerung regelt.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. In seiner Botschaft vom 28. Februar 2001 schlägt der Bundesrat ein Gemeinschaftsbesteuerungsmodell mit Teilsplitting vor. Dieses Modell erlaubt in den meisten Fällen eine zum Teil erhebliche Entlastung der Ehepaare und Familien, ohne dass auf der anderen Seite die allein lebenden Steuerpflichtigen stärker belastet werden.</p><p>Die überwiegende Zahl der Kantone hatte sich für ein Splitting-Modell ausgesprochen. Der Individualbesteuerung gaben als einzige die Kantone Baselland und Genf den Vorzug. Der Kanton Tessin favorisierte dieses Modell zumindest mittelfristig.</p><p>Auf Wunsch der WAK-S wurde im Sommer 2002 erneut eine Vernehmlassung bei den Kantonsregierungen durchgeführt. Die Vernehmlassung wurde deshalb nötig, weil die ständerätliche Kommission ein eigenes Teilsplitting-Modell entworfen hatte und dazu die Stellungnahmen der Kantone einholen wollte. In dieser Vernehmlassung sprach sich einzig der Kanton Genf für eine Individualbesteuerung aus. Die Konferenz der kantonalen Finanzdirektoren, die sich in dieser Vernehmlassung ebenfalls äusserte, wertete die Individualbesteuerung höchstens als längerfristige Option; dies aber nur in enger Zusammenarbeit mit den Kantonen.</p><p>Auch der Nationalrat entschied sich in der Herbstsession 2001 zugunsten des vom Bundesrat vorgeschlagenen Teilsplitting-Modells.</p><p>2. Der Bundesrat hält an seinen Vorschlägen fest, wie er sie in seiner Botschaft vom 28. Februar 2001 den eidgenössischen Räten unterbreitet hatte. Er betrachtet sein Modell nach wie vor als taugliche Lösung, um die Schwächen der gegenwärtigen Regelung auszuräumen.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.