<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Heading1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2015.01146</span></p><p><span>.</span></p><p><span> </span><span> </span><span> </span><span> </span><span> </span></p><p></p></td></tr></table><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, VorsitzendeSozialversicherungsrichter SpitzErsatzrichter WilhelmGerichtsschreiberin Bonetti</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil</span><span class="Normal Heading2"> vom </span><span id="ENTSCHEIDDATUM"></span><span class="Normal Heading2">29. April 2016</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><br/></p></div><div><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Mirjam Stanek Brändle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Obergass Rechtsanwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Obergasse 34, Postfach 2177, 8401 Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1989, brach das 10. Schuljahr ab (Urk. 8/1/5) und wohnt seit September 2008 betreut (Urk. 8/27, 8/53, 8/113). Im Dezember 2008 mel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dete sie sich wegen eines psychischen Leidens bei der Sozialversicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle (nachfolgend: IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stelle) zur beruflichen Integration an (Urk. 8/1). Diese holte einige Arztberichte ein (Urk. 8/4, 8/15 und 8/16/7 ff.), bevor sie den Anspruch im September 2009 verneinte und eine Rentenprüfung ankündigte (Urk. 8/21). Ferner verlangte sie von der Versicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten, eine stationäre Entzugsbehandlung durchzuführen (Urk. 8/23). Nach Inter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vention verschiedener Therapeuten (Urk. 8/27-28) erklärte der Regionale Ärztli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che Dienst (RAD) die Mitwirkungspflicht als erfüllt (Urk. 8/35) und die IV-Stelle gab ein psychiatrisches Gutachten bei Dr. med. A.___ in Auftrag, das vom 4. Februar 2010 datiert (Urk. 8/33). Gestützt darauf auferlegte die IV-Stelle der Versicherten erneut eine Schadenminderungspflicht, nun im Sinne einer fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ärztlichen Psychotherapie (Urk. 8/36), und sprach ihr mit Verfügung vom 27. Mai 2010 eine ganze Invalidenrente zu (Urk. 8/43-44). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Mai 2011 leitete die IV-Stelle von Amtes wegen eine Revision ein (Urk. 8/52). Gestützt auf einen Bericht des behandelnden Psychiaters (Urk. 8/60) auferlegte sie der Versicherten wieder eine Schadenminderungspflicht im Sinne einer Psycho- und Pharmakotherapie (Urk. 8/63) und bestätigte die bisherige Rente mit formloser Mitteilung vom 18. Juli 2011 (Urk. 8/64). Auch die zweite Revision schloss die IV-Stelle am 10. Oktober 2012 mit der schriftlichen Bestä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigung der bisherigen Rente ab (Urk. 8/78) – gestützt auf die Angaben der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten sowie des sie behandelnden Psychiaters im Revisionsfragebogen (Urk. 8/76). Im März 2014 leistete sie auf Ersuchen der Versicherten (Urk. 8/83) zudem Kostengutsprache für ein Belastbarkeitstraining von April bis Juli 2014 (Urk. 8/85). Dieses wurde im Juni 2014 vorzeitig beendet, was der Versicherten am 18. Juli 2014 schriftlich mitgeteilt wurde (Urk. 8/93-94).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anfang 2015 nahm die IV-Stelle die dritte Revision an die Hand (Urk. 8/96). Sie holte einen Auszug aus dem Individuellen Konto (Urk. 8/97), einen Bericht des behandelnden Psychiaters (Urk. 8/98) sowie eine Stellungnahme des RAD ein (Urk. 8/99/3). In der Folge stellte sie der Versicherten mit Vorbescheid vom 20. März 2015 – gestützt auf die Überwindbarkeitsprüfung des Sachbearbeiters (Urk. 8/99/3-4) – die Einstellung der Rente in Aussicht (Urk. 8/100). Dagegen erhob diese Einwand (Urk. 8/103 und 8/117). Am 22. Mai 2015 teilte die IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stelle der Versicherten schriftlich mit, dass keine Eingliederungsmassnahmen möglich seien (Urk. 8/121). Schliesslich hob sie ihre Rente mit Verfügung vom 7. Oktober 2015 per 1. Dezember 2015 auf und entzog dabei einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen diesen Entscheid erhob die Versicherte am 3. November 2014 Beschwerde und beantragte, ihr weiterhin eine ganze Invalidenrente auszurich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten, eventualiter die Sache zwecks umfassender Abklärungen an die IV-Stelle zurückzuweisen (Urk. 1, Beilage Urk. 3). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deantwort vom 30. November 2015 die teilweise Gutheissung der Beschwerde im Sinne der Rückweisung der Angelegenheit zur weiteren Abklärung und Neu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beurteilung des Rentenanspruchs (Urk. 7). Mit Verfügung vom 10. Dezember 2015 bewilligte das Sozialversicherungsgericht der Versicherten die unentgeltli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che Prozessführung, bestellte ihr in der Person von Rechtsanwältin lic. iur. Stanek Brändle eine unentgeltliche Rechtsvertreterin und setzte ihr Frist an, um sich zur Beschwerdeantwort zu äussern (Urk. 12). Innert Frist ging keine Stellungnahme ein.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span id="XX100"></span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichts 9C_261/2009 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sionsgrund </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dar </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span id="XX101"></span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte rechtskräftige Verfügung, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und prozessualen Revision (BGE 134 V 131 E. 3 und 133 V 108 E. 5.4 mit Hinweis). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verzichtbar, wenn bei einer von Amtes wegen durchgeführten Revision keine leistungsbeeinflussende Änderung der Verhältnisse festgestellt wurde (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">74</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> lit. f </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) und die bisherige Invalidenrente daher weiter ausgerichtet wird. Wird auf entsprechende Mitteilung hin keine Verfügung verlangt (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">74</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">quater</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVV), ist jene in Bezug auf den Vergleichszeitpunkt einer (ordentlichen) rechtskräftigen Verfügung gleich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zustellen (Urteile des Bundesgerichts 9C_771/2009 vom 10. September 2010 E. 2.2 und 9C_586/2010 vom 15. Oktober 2010 E. 2.2 mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX075"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sind</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Verwaltung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hig ist (BGE 125 V 256 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4b/cc).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span id="XX009"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">P</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sychiatrische Berichte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">müssen dabei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in der Regel auf einer persönlichen Untersu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chung beruhen (RKUV 2001 Nr. U 438 S. 345, Urteile des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts 9C_602/2007 vom 11. April 2008 E. 5.3 und I 169/06 vom 8. August 2006 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 4.4 mit Hinweisen). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für die verlässliche Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes und seiner Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sind in der Regel </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zudem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">psychiatrische Fachärzte beizuziehen (BGE 130 V 352 E. 2.2.3., Urteil des Bundesgerichts 8C_989/2010 vom 16. Februar 2011 E. 4.4.2 mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ferner erläuterte das Bundesgericht in BGE 141 V 281 E. 5.2 </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">um Zusammenwir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ken von Recht und Medizin, d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ie Rechtsanwender </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">würden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">medizinischen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Angaben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> f</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> überprüfen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, insbesondere </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(1) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ob </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Ärzte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">an die massgebenden nor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mativen Rahmenbedingungen gehalten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hätten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">also</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schliesslich funktionelle Ausfälle berücksichtigt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hätten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Folgen der gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">h</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eitlichen Beeinträchtigung seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, sowie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, (2) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ob die versicherungsmedizinische Zumutbarkeitsbeurteilung auf objekti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vierter Grundlage er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">folgt sei. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dies sicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die einheitliche und rechtsgleiche Ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nschätzung der Arbeitsfähigkeit. Indessen würden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Recht und Medizin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in der Invalidenversicherung zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r Feststellung ein und dersel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben Arbeitsunfähigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beitragen.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Medizinische Gutachter sollten daher n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">icht eine quasi freihändige Beurteilung abgeben und dane</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben noch Grundlagen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">für eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">von der subjektiven ärztlichen Einschätzung losgelöste Parallelüberprüfung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> durch den Rechtsanwender liefern. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es g</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ebe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keine unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schiedlichen Regeln gehorchende, getrennte Prü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fung einer medizinischen und einer rechtlichen Arbeitsfähigkeit.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schliesslich hat die IV-Stelle von Amtes wegen die notwendigen Abklärungen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen (Art. 43 Abs. 1 ATSG).</span><span id="VV102"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an diese zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Gemäss stän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. Eine Rückweisung kommt vor allem dann in Frage, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind oder der ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheidrelevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin zog in der angefochtenen Verfügung in Erwägung, die Bulimie habe sich deutlich gebessert, die diagnostizierte Persönlichkeitsstörung sei angesichts des früheren Gutachtens nicht nachvollziehbar und aus Sicht des Rechtsanwenders liege keine soziale Phobie mehr vor, nachdem die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin ehrenamtlich als Haushaltshilfe tätig sei. Zudem hätten sich ihre psychischen Ressourcen verbessert, habe sie doch die Medikamente eigenstän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dig abgesetzt und konsumiere weder Drogen noch übermässig Alkohol (Urk. 2). In der Beschwerdeantwort führte sie demgegenüber aus, der medizinische Sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verhalt sei erneut zu überprüfen (Urk. 7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin machte geltend, es fehle an medizinischen Abklärungen seit der Begutachtung, z.B. zur Persönlichkeitsstörung. Die Bulimie unterliege grossen Schwankungen. Auswärts putzen würde sie mit dem Ziel, an ihrer sozialen Phobie zu arbeiten und sich aus dem Haus zu wagen. Es sei bisher zwar meist eine leicht positive Prognose gestellt worden, doch sei ihr Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitszustand schwankend und eine Arbeitstätigkeit selbst im geschützten Rahmen nur beschränkt möglich gewesen. So hätten die Integrationsmassnahme und vorübergehende Absetzung der Medikamente im Frühjahr 2014 zu einer mehrmonatigen stationären Rehabilitation geführt. Überdies habe ihre neue Ärztin im Oktober 2015 zusätzlich eine rezidivierende depressive Störung mit Panikattacken, gegenwärtig leichte Episode, diagnostiziert (Urk. 1 Rz 6-23). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Rentenzusprache im Mai 2010 erfolgte gestützt auf das Gutachten von Dr. med. A.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 4. Februar 2010. Sie diagnostizierte eine soziale Phobie (ICD-10: F40.1), eine Bulimia nervosa (ICD-10: F50.2), eine Dysthymia (ICD-10: F34.1) sowie eine Störung durch Alkohol, schädlicher Gebrauch (ICD-10: F10.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sie führte zusammengefasst aus, die Beschwerdeführerin sei in der Phase der adoleszentären Selbstfindung dekompensiert. Alkohol sei früh als Lösung für tiefgreifende Selbstzweifel und Verunsicherung eingesetzt worden. Eine Phase der sexuellen Promiskuität sei abrupt durch soziale Ängste, sozialen Rückzug und Verweigerung mit Schulschwänzen beendet worden. Mit 16 Jahren sei eine bulimische Essstörung bei gestörter Körperwahrnehmung und Ablehnung der weiblichen Identität hinzugekommen. Im Jahr 2006 sei die Beschwerdeführerin ein Dreivierteljahr nicht mehr in der Lage gewesen, die elterliche Wohnung zu verlassen. Seither sei sie ununterbrochen in psychiatrischer Behandlung. Insbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sondere 2008/2009 seien intensive stationäre problemfokussierte Behandlungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">programme durchgeführt worden. Die ersten Klinikaufenthalte seien an impul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sivem Trinken in Phasen der Frustration und sozialen Exposition gescheitert. Seit zumindest Januar 2009 sei die Beschwerdeführerin nun vorwiegend absti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nent. Vorläufig sei sie auf eine betreute Wohnform angewiesen (Urk. 8/33/13 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die ICD-10 Kriterien einer früher postulierten emotionalen instabilen Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keitsstörung seien nicht erfüllt. Es würden keinerlei Anhaltspunkte für ein überdauerndes Muster von Selbstverletzungen, intensiven, instabilen Beziehungen, übertriebenen Bemühungen, das Verlassenwerden zu vermeiden, Drohungen oder Handlungen mit Selbstbeschädigung oder dergleichen vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liegen. Weiter erscheine die Beschwerdeführerin in ihren inneren Präferenzen gut gefestigt. Dass keine Persönlichkeitsstörung vorliege, habe vor allem Konse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">quenzen für die Prognose, die – bei an sich gut behandelbaren Krankheiten (soziale Angststörung und Bulimia) – vorsichtig positiv eingeschätzt werden dürfe (Urk. 8/33/14 f.). Der Alkoholabusus sei gegenwärtig nicht invaliditätsre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">levant (Urk. 8/33/18).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin leide an einer aktuell mittel- bis schwergradigen Sozio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">phobie sowie an einer Bulimia nervosa (mit begleitender Angst- und Span</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nungssymptomatik sowie Konzentrationsstörungen), wodurch ihre Arbeits- und Ausbildungsfähigkeit seit Symptombeginn 2005 beeinträchtigt sei. Es liege eine 100%-Arbeitsunfähigkeit in der freien Wirtschaft vor. Wie die Erfahrung seit Sommer 2009 zeige, sei sie in ihrer Belastungsfähigkeit mit der 50%-Tätigkeit im geschützten Rahmen ohne Anforderungen an die sozialen Kompetenzen ausgelastet. Der Arbeitsweg bzw. die Angst vor der Angst sei ein zentraler Problemfaktor. Ab Sommer 2010 sei das Pensum zu erhöhen, ab Herbst 2010 könnten die (sozialen) Anforderungen – als Vorbereitung auf eine Lehre – in Belastbarkeitstrainings intensiviert werden. Die Arbeitsfähigkeit sei theoretisch besserungsfähig. Gegenwärtig sei vor allem mit der intensiven symptomorien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tierten, kognitiv-behavorialen sowie anxiolytisch-psychopharmakologischen Behandlung fortzufahren. Voraussichtlich ab 2011 könnten berufliche Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahmen angestrebt werden (Urk. 8/33/16-18).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, sowie die Kunst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">therapeutin C.___, behandeln die Beschwerdeführerin seit August 2009 (Urk. 8/60/1). Im ersten Revisionsverfahren diagnostizierte Dr. B.___ am 21. Juni 2011 ausser der Bulimia nervosa und der sozialen Phobie einen Status nach schädlichem Konsum von Alkohol, Kokain und Speed (ICD-10: F19.1) sowie eine ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Einhaltung der 50%-Anstellung im geschützten Rahmen sei kaum gelungen. Es habe zunehmend Schwierigkeiten mit dem Tagesablauf, einem vernünftigen Tag-/Nachtrhythmus, vermehrtem Alkoholkonsum, übermässigem Essen ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bunden mit Erbrechen und wachsenden Angstzuständen gegeben. Schliesslich sei die Beschwerdeführerin von Mai bis August 2010 stationär hospitalisiert worden und danach in die Wohngemeinschaft D.___ übergetreten. Dort habe sie sich inzwischen gut eingelebt und stabilisiere sich auf deutlich höherem Niveau. Die Angstzustände und Schlafstörungen hätten deutlich gebessert. Mobilität und Aktionsradius (Zugfahren, Kursbesuche, Ausgänge) hätten sich erweitert. Die Essattacken seien selten geworden. Sie sei zunehmend kompeten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter in der Regulierung ihrer Emotionen und habe eine verbesserte Selbstwahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmung. Sie lebe seit einigen Monaten abstinent und gestalte ihre Freizeit nun sehr aktiv (wandern, Fahrrad fahren, jonglieren). Sie entwickle gute Cooping</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">strategien und gewinne an Sicherheit (Urk. 8/60/2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei fortwährender psychosozialer, therapeutischer und pharmakologischer Beglei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung sei die Prognose vorsichtig optimistisch. Der Übertritt in ein eigen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ständiges Leben sei noch nicht gegeben. Die Möglichkeit einer Berufsausbildung sei kürzlich thematisiert und mit Interesse wahrgenommen worden (Urk. 8/60/3). Vorderhand bestehe die Arbeitsfähigkeit nur im geschützten Rahmen. Eine berufliche Massnahme werde nach Abschluss des internen Pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grammes der Wohngemeinschaft zur Diskussion stehen. Zu Beginn sei die psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chotherapeutische Behandlung unregelmässig (viele unentschuldigte Absenzen) gewesen – eher eine supportive Begleitung. Inzwischen sei diese aber in ein klar psychotherapeutisch orientiertes, regelmässiges und verbindliches Setting überführt worden. Die Beschwerdeführerin verhalte sich kooperativ und erfülle ihre Pflichten vorbildlich (Urk. 8/60/4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im zweiten Revisionsverfahren notierte Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> am 7. August 2012 in Ziffer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 5 des Revisionsfragebogens, dass nach wie vor dieselben Diagnosen bestünden. Eine Wiedereingliederung im Sinne einer Tätigkeit in einer geschützten Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">situation zu maximal 50 % würde er als sinnvoll erachten (Urk. 8/76/3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Bericht zur Integrationsmassnahme im Frühling 2014, datiert vom 8. Juli 2014, äusserte sich die Beschwerdeführerin gegenüber den Fachleuten der Berufsberatung vorab zuversichtlich. Sie sei stolz gewesen, öffentliche Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kehrsmittel benützen zu können, und habe ihre Ängste als reduziert beschrieben. Ab der dritten Woche seien aber vermehrt physische und psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche Krisen (starke Erkältung, Magen-/Darmprobleme, starke Ängste, Ess</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/Brechstörung, nicht mehr allein in der Wohnung sein können) aufgetreten. Sie habe verschiedene Therapien besucht sowie die beratende Unterstützung ihres Wohnbegleiters und der freiwilligen Beiständin in Anspruch genommen. Als sie das Haus nicht mehr ohne Unterstützung habe verlassen können, habe sie abwechselnd bei Freundinnen und der Mutter übernachtet. Es sei klar geworden, dass sie den Unterrichtsinhalt nicht mehr aufnehmen könne und die Gruppe als weiteren Stressfaktor wahrnehme. Aus dem Gespräch mit der Therapeutin sei bekannt, dass sie auf Empfehlung der Kinesiologin ihre Medikamente reduziert habe. Mit der vollen Dosis habe ihr Befinden wieder gebessert. Dennoch habe sie nach dem Wochenende unerwartet mitgeteilt, die Massnahme abzubrechen (Urk. 8/93/2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ergänzend ist dem Protokoll der Eingliederungsberaterin der IV-Stelle zu ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmen, dass die Beschwerdeführerin damals in einer gelockerten Wohnform alleine lebte und damit überfordert war (Urk. 8/95/6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im aktuellen Revisionsverfahren stellte Dr. B.___ am 6. Februar 2015 erneut die Diagnosen einer ängstlich-vermeidenden Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.6) und einer sozialen Phobie (ICD-10: F40.1). Ferner diagnostizierte er eine Bulimia nervosa, gegenwärtig deutlich gebessert (ICD-10: F50.2) und einen Status nach schädlichem Konsum von Alkohol, Kokain und Speed (ICD-10: F19.1). Die Beschwerdeführerin konsumiere keine Drogen. Ihr Umgang mit Alkohol liege innerhalb adäquater sozialer Normen. Ferner klage sie über Durchfall und Bauchschmerzen. Die somatische Abklärung sei aber ohne Befund und sie könne inzwischen den Zusammenhang mit ihren Ängsten erkennen (Urk. 8/98/1-2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aktuell sei die Beschwerdeführerin dreimal zwei Stunden auf ehrenamtlicher Basis in Privathaushalten tätig. Die Integrationsmassnahme im Jahr 2014 habe in einem Klinikaufenthalt (vom 23. September bis 2. Dezember 2014, vgl. Urk. 8/98/1) gemündet. Die Beschwerdeführerin habe sich damals zusehends destabilisiert und den Anforderungen – wegen der sie überflutenden Ängste – nicht entsprochen. Sie sei schliesslich in leicht gebessertem Zustand entlassen worden, habe seither etwas Mut geschöpft und mache wieder einmal Anläufe, ihre Angstzustände durch Übungen zu stabilisieren. Ein Arbeitsversuch oder Integrationsmassnahmen seien aus heutiger Sicht nicht machbar. Aufgrund der psychischen Einschränkungen könne sie den Anforderungen im Arbeitsmarkt nicht standhalten. Ihre Arbeitsfähigkeit könne aktuell zudem nicht verbessert werden. Die Stabilisation erfolge auf sehr geringem Niveau. Das aktuelle Anfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derungsprofil entspreche knapp den Möglichkeiten, ohne die Stabilität zu gefährden. Soweit es die Prognose betreffe, sei die Wiederaufnahme einer Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit im ersten Arbeitsmarkt nicht vorstellbar, da es sich um ein chronifiziertes Zustandsbild handle (Urk. 8/98/1-3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin sei in den vergangenen Jahren unter ständiger Medika</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tion verschiedener Psychopharmaka gewesen – ohne deutliche Verbesserung. Zu Beginn des Jahres habe sie die Medikation abgesetzt. Bis jetzt sei keine Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlechterung sichtbar. Sie erkenne sodann biografische Zusammenhänge (Eltern mit psychisch bedingten Einschränkungen), sei im Allgemeinen aber ihren Verhältnissen entsprechend kooperativ und rapple sich immer wieder auf (Urk. 8/98/3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der RAD-Arzt Dr. med. E.___, Facharzt für Allgemeinmedizin, bestätigte den Bericht am 10. März 2015, indem er festhielt, es werde wiederum keine Verbes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">serung in relevantem Ausmass mehr ausgewiesen. Es handle sich um eine mittler</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weile chronifizierte Persönlichkeitsstörung und weitere medizinische Abklärungen seien nicht notwendig (Urk. 8/99/3). Zum gegenteiligen Ergebnis gelangte der Sachbearbeiter der Beschwerdegegnerin bei der Prüfung der Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">windbarkeit des Leidens und verfügte deshalb die Einstellung der Rente (vgl. E. 2.1 und Urk. 8/99/3-4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im gerichtlichen Verfahren wurde zusätzlich ein Bericht des F.___ instituts vom 28. Oktober 2015 eingereicht. Darin wurden eine ängstlich-vermeidende Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.6), eine soziale Phobie (ICD-10: F40.1) und eine Bulimia nervosa (ICD-10: F50.2), aktuell remittiert, aber nach wie vor problematisches Essverhalten bei emotionalen Belastungen sowie neu eine rezidivierende depressive Störung mit Panikattacken, gegenwärtig leichte Epi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sode (ICD-10: Fr. 33.0), diagnostiziert.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin berichte, vor allem unter ihren sozialen Ängsten zu leiden. Sie vermeide alle entsprechenden Situationen, wie öffentliche Verkehrs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mittel oder Orte mit vielen Menschen. Zudem leide sie unter Panikattacken (zwei- bis dreimal täglich [richtig: wöchentlich, vgl. Urk. 3 S. 2]), wobei diese weniger heftig seien als früher. Sie befürchte häufig, etwas Falsches zu sagen oder zu tun bzw. abgelehnt oder kritisiert zu werden, weshalb sie Situationen meide, in denen sie sich in Gesellschaft anderer Menschen befinden. Gleichzei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tig leide sie stark unter Gefühlen der Einsamkeit. Aktuell lebe sie im begleiteten Wohnen. Ihre Woche sei strukturiert von Ergo-, Einzelpsycho- und Gruppen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">therapie sowie zwei Stunden Hilfe im Haushalt bei ihrer Grossmutter und einer Freundin. Zur Unterstützung bei allem Administrativen habe sie eine Beiständin (Urk. 3 S. 1). Anfang 2015 habe sie versucht, ohne Medikamente auszukommen. Schon nach kurzer Zeit hätten sich ihre Symptome aber so weit verschlechtert, dass sie den Versuch habe abbrechen müssen (Urk. 3 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine umfassende Beurteilung sei (nach acht Sitzungen, vgl. Urk. 3 S. 1) noch nicht möglich. Festzustellen sei, dass sich die Beschwerdeführerin hinsichtlich der Therapie engagiert zeige und die verordneten Psychopharmaka regelmässig einnehme. Ihre grossen Ängste und starken sozialen Phobien würden sich in der Therapie sehr deutlich zeigen. Das ängstlich-vermeidende Verhalten liege sehr ausgeprägt vor und sei auch in ihrer Persönlichkeitsstruktur eingebettet. Dieses dysfunktionale Verhalten verunmögliche ihr weitgehend eine altersadäquate Tagesstruktur und normale Kontaktaufnahme zu ihrer Umwelt, einschliesslich adäquatem Sozialverhalten. Ihre Verhaltensmuster würden ihr Leben, den All</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tag, die Arbeitsfähigkeit sowie die Belastbarkeit massiv einschränken. Es könne sein, dass bei der unauffälligen Testung im Jahr 2010 die damals im Vorder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund stehende Bulimie die Symptome der ängstlich-vermeidenden Persönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keitsstörung, die aufgrund der klinischen Beobachtung und Anamnese vorliege, maskiert habe. Die Bulimie sei gegenwärtig grösstenteils remittiert mit punk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tuellen Rückfällen. Für deren langfristige Stabilisierung sei der Verlauf engma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schig zu beobachten und die Behandlung fortzuführen. Gegenwärtig könne die Beschwerdeführerin weder den Alltag, noch ihre Administration oder ein selb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ständiges Wohnen alleine bewältigen. Ihre Arbeitsfähigkeit schätze man auf 10 %. Aufgrund der Diagnosen gehe man davon aus, die Genesung werde langwierig und letztlich nicht vollständig sein. Eine Erhöhung der Belastungen (z.B. Wiedereingliederungsversuch) erscheine momentan unrealistisch und ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">früht (Urk. 3 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zunächst ist festzuhalten, dass die Gutachterin Dr. A.___ die Prognose vor allem deshalb vorsichtig positiv einschätzte, weil ihres Erachtens die zuvor postulierte Persönlichkeitsstörung nicht vorlag und sie die restliche Symptoma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tik zwar als schwer, aber gut behandelbar beurteilte. Dem Alkoholkonsum mass sie im Übrigen schon damals keine Bedeutung zu.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Tatsächlich haben sich die gutachtlich festgestellte Bulimie und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zumindest phasenweise </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> soziale Phobie erheblich verbessert. So konnte die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin vorübergehend in einer gelockerten Wohnform alleine leben, ihre Frei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeit zwischendurch sehr aktiv gestalten und ab Sommer 2009 einige Zeit im geschützten Rahmen arbeiten bzw. im Frühling 2014 eine Integrationsmass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme in Angriff nehmen. Im Vergleich zur letzten Begutachtung neu ist hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegen die geklagte vegetative Symptomatik mit Durchfall und Bauchschmerzen. Zudem neigte die Beschwerdeführerin von Anfang (vgl. Urk. 8/4/2) bis Ende (vgl. Urk. 3 S. 2) der dokumentierten Behandlung dazu, in besseren Phasen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und damit insbesondere gleichzeitig mit den Belastungsversuchen (vgl. Urk. 8/60/4 und 8/93/2) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ihre Medikation selbständig abzusetzen oder nicht regelmässig eine Therapie zu besuchen. Dies endete stets mit einer erheblichen Verschlechterung ihres Zustandes. Aus diesen Rückschlägen bzw. den geschei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">terten Eingliederungsmassnahmen sind daher in Bezug auf eine mögliche Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gliederung und die fehlende Therapierbarkeit des Leidens keine voreiligen Schlüsse zu ziehen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nichtsdestotrotz wurde inzwischen von mehreren Ärzten wiederholt, abwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chend vom Gutachten eine Persönlichkeitsstörung bzw. ein chronifizierter Zustand diagnostiziert und auf ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten hinge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wiesen. Ergänzend zu den vorstehenden Arztberichten ist in diesem Kontext der Bericht der G.___ vom 4. Februar 2009 zu erwähnen. Darin wurde bereits vor Erstellung des Gutachtens auf „Tendenzen in Richtung beginnende Persönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keitsstörung mit emotional instabilen Zügen (Borderline-Typus); Differenzial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">diagnose nicht näher bezeichnete Entwicklungsstörung“ hingewiesen (Urk. 8/4/2). Darüber kann nicht mehr ohne weitere Abklärungen hinweggese</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hen werden, nur weil diese Diagnose einmal zu Beginn der Krankheit in einem Gutachten verworfen und ausschliesslich von behandelnden Arztpersonen </span><span id="VV044"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gestellt wurde, die erfahrungsgemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">#aus VV044</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> &lt;Beweiswert Hausarztbericht &lt; letzte Revision: 12/14#</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten der Beschwerdeführerin aussagen dürften (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc). Die e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">inen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Behandlung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kann nämlich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">oft </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auch wertvolle Erkenntnisse zeitigen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (BGE 124 I 170</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> E. 4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und der bisherige Krankheitsverlauf entspricht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht der im Gutachten gestellten günstigen Prognose. Angesichts der immer noch intensiven Behandlung erscheinen weitere Abklärungen auch nicht obsolet, nur weil die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin einer nicht weiter abgeklärten, geringfügigen und unentgeltlichen Haushaltstätigkeit im Familien- und Bekanntenkreis nachgeht, die sie selbst wohl als „Expotraining“ bezeichnet (vgl. Urk. 8/96/2) bzw. gemäss Dr. B.___ der Aufrechterhaltung einer Tagesstruktur und Vermeidung des totalen sozialen Rückzugs dient (Urk. 8/107).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit den Parteien ist angesichts dieser Aktenlage festzuhalten, dass der medizini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche Sachverhalt nach den Entwicklungen der letzten Jahre der umfassenden Abklärung durch Fachpersonen – etwa im Hinblick auf die Behandelbarkeit des psychischen Leidens, die Auswirkungen der teilweise fehlende Kooperation der Beschwerdeführerin sowie die veränderten Beschwerden – bedarf. Die vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liegende Stellungnahme des RAD vermag eine solche bereits deshalb nicht zu ersetzen, da Dr. E.___ nicht über einen Facharzttitel der FMH für Psychiatrie und Psychotherapie verfügt und keine eigene Untersuchung durchführte (vgl. dazu E. 1.3). Angesichts des jungen Alters und der fehlenden Erstausbildung der Beschwerdeführerin wäre es zudem vordringich wünschenswert, würde bei den Abklärungen insbesondere ein Augenmerk auf mögliche Eingliederungsmass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahmen gelegt. Die Sache ist folglich antragsgemäss gestützt auf § 26 Abs. 1 GSVGer zur Durchführung der notwendigen Abklärungen und neuer Entschei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (vgl. E. 1.4). In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen und die angefochtene Verfügung aufzuheben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anzumerken bleibt, dass gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> begrün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">det in B</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">GE 106</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> V 18 und bestätigt in BGE </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">129 V 370</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mit der revi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise verfügten Aufhebung einer Rente verbundene Entzug der auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schiebenden Wirkung der Beschwerde bei Rückweisung der Sache an die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">waltung auch für den Zeitraum dieses Abklärungsverfahrens bis zum Erlass der neuen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">waltungsverfügung andauert.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aufwand unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. 600.-- festzusetzen. Nach ständi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Kosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Überdies hat die obsiegende Beschwerdeführerin Anspruch auf Ersatz der Partei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kosten (§ 34 Abs. 1 GSVGer). Ihre unentgeltliche Rechtsvertreterin weist in der eingereichten Kostennote vom 4. April 2016 (Urk. 15) für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von rund 7 Stunden sowie pauschale Barauslagen von Fr. 47.45 aus. Diese Aufwendungen erscheinen gerechtfertigt. Die Beschwerdegegnerin hat deshalb der unentgeltlichen Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin eine Prozessentschädigung in der Höhe von Fr. 1‘759.60 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 7. Oktober 2015 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen neu über den Rentenanspruch verfüge.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">6</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">00</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text4"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der unentgeltlichen Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin, Rechtsanwältin Mirjam Stanek Brändle, Winterthur,</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Pro</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">zessentschädigung von </span><span id="Text3"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1‘</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">759.60 </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">(inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Mirjam Stanek Brändle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigBonetti</p><p></p></div> </div></body></html>