<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2C_496/2011 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 16. Juni 2011 </div> <div class="para">II. öffentlich-rechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Zünd, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Feller. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">Einwohnergemeinde X.________, </div> <div class="para">handelnd durch den Gemeinderat, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.Z. und B.Z.________, Beschwerdegegner, </div> <div class="para">vertreten durch Advokat Philippe Zogg, </div> <div class="para">Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Rückforderung geldwerter Leistungen, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, vom 13. April 2011. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">A.Z.________ meldete sich am 16. April 2000 zusammen mit seinen zwei Töchtern (geb. 1989 bzw. 1994) in der Gemeinde X.________ an, wo bereits seine Ehefrau bzw. die Mutter der beiden Töchter angemeldet war. Letztere zog im August 2001 nach Frankreich weg. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bei einer 2005 durchgeführten stichprobeweisen Kontrolle von Wohnsitzdaten kamen Zweifel bezüglich des tatsächlichen Wohnsitzes A.Z.________s und der beiden Töchter auf. Mit Verfügung vom 10. September 2009 meldete der Gemeinderat X.________ diese per 16. April 2000 aus der Einwohnergemeinde X.________ ab; gleichzeitig verpflichtete er die Eltern Z.________ solidarisch, für den Primarschulbesuch der jüngeren Tochter in X.________ während der Schuljahre 2000/2001 bis 2004/2005 Fr. 45'250.-- zu bezahlen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Am 19. Oktober 2010 hiess der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft die Beschwerde der Ehegatten Z.________ gegen die Verfügung des Gemeinderates teilweise gut; er reduzierte den Forderungsbetrag der Gemeinde auf Fr. 8'236.30, dies mit der Begründung, dass die absolute Verjährung für die Rückforderung fünf Jahre betrage und die Forderung für die Schulungskosten, die ihren Entstehungsgrund vor dem 10. September 2004 hätten, im Zeitpunkt der verfügungsmässigen Geltendmachung am 10. September 2009 bereits verjährt gewesen sei. Das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, wies die gegen den regierungsrätlichen Entscheid erhobene Beschwerde der Einwohnergemeinde X.________ mit Urteil vom 13. April 2011 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 10. Juni 2011 beantragt die Einwohnergemeinde X.________ dem Bundesgericht, das Urteil des Kantonsgerichts sei unter Gutheissung der Verfügung des Gemeinderates X.________ vom 10. September 2009 aufzuheben. </div> <div class="para">Es ist weder ein Schriftenwechsel noch sind andere Instruktionsmassnahmen angeordnet worden. Mit diesem instanzabschliessenden Urteil wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">2.1 Gemäss <span class="artref">Art. 42 Abs. 1 BGG</span> haben Rechtsschriften die Begehren sowie deren Begründung zu enthalten. Dabei ist in der Beschwerdebegründung in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletze (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>); es muss sich dabei um schweizerisches Recht im Sinne von <span class="artref">Art. 95 BGG</span> handeln (nebst Bundesrecht einschliesslich Bundesverfassungsrecht unter anderem auch Völkerrecht und kantonale verfassungsmässige Rechte). Nicht unmittelbar gerügt werden kann daher die Auslegung und Anwendung von kantonalem Recht. Stützt sich ein Entscheid auf kantonales Recht, muss der Beschwerdeführer sich mit den entsprechenden kantonalen Bestimmungen auseinandersetzen und in der Beschwerdeschrift aufzeigen, inwiefern deren Anwendung zu einer Rechtsverletzung im Sinne von <span class="artref">Art. 95 BGG</span> führt, wobei die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten, im Wesentlichen bloss des Willkürverbots, in Betracht fällt (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=35&amp;from_date=13.06.2011&amp;to_date=02.07.2011&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-III-513%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page513">BGE 135 III 513</a> E. 4.3 S. 521 f.; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=35&amp;from_date=13.06.2011&amp;to_date=02.07.2011&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-II-349%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page349">134 II 349</a> E. 3 S. 351 f.; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=35&amp;from_date=13.06.2011&amp;to_date=02.07.2011&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-III-462%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page462">133 III 462</a> E. 2.3 S. 466). Eine entsprechende Rüge ist spezifisch zu erheben und zu begründen (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.2 Der angefochtene Entscheid beruht auf kantonalem Recht. Daran ändert der Umstand nichts, dass die rechtsanwendende Behörde bei Fehlen einer ausdrücklichen gesetzlichen Regelung über die Verjährung öffentlich-rechtlicher Forderungen sich auf allgemeine Rechtsprinzipien stützt und sich dabei an den Verjährungsregeln des Bundeszivilrechts orientiert. Das analog herangezogene Bundesrecht bleibt subsidiäres kantonales Recht, dessen Verletzung nicht unmittelbar, sondern nur in der vorstehend (E. 2.1) beschriebenen Weise gerügt werden kann. Indem die Beschwerdeführerin erläutert, aus welchen Gründen bei der vorliegenden Konstellation die Verjährungsfrist von <span class="artref">Art. 67 OR</span> zur Anwendung kommen müsste, zeigt sie nicht auf, inwiefern die Erwägungen des Kantonsgerichts zur Verjährungsfrage gegen das Willkürverbot oder sonst gegen ein verfassungsmässiges Recht verstossen könnten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Beschwerde enthält mithin offensichtlich keine hinreichende Begründung (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>), und es ist darauf mit Entscheid des Einzelrichters im vereinfachten Verfahren gemäss <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.3 Die Gerichtskosten (<span class="artref">Art. 65 BGG</span>) sind entsprechend dem Verfahrensausgang der unterliegenden Beschwerdeführerin, die in ihren Vermögensinteressen betroffen ist, aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 erster Satz und Abs. 4 [e contrario] BGG). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt der Präsident: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 16. Juni 2011 </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Zünd Feller </div> </div></body></html>