<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: RG.2018.00005</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=218800&amp;W10_KEY=4480710&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>RG.2018.00005</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 03.12.2018</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Fristwiederherstellung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Hinderte eine Behörde jemanden durch unrichtige Auskunft am Wahren einer Frist, gilt es diese nach Treu und Glauben wiederherzustellen; keinen Restitutionsgrund bildet indes eine (wie vorliegend) nach Fristablauf oder von einer - erkennbar - unzuständigen Person erteilte Falschbelehrung (E. 2).<br/>Die Gesuche um Wiederherstellung der Beschwerdefrist und um Gewährung des Armenrechts werden abgewiesen.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=40017" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">RG.2018.00005</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschluss</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">30. November 2018</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter Jso Schumacher<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter AndrÃ© Moser, Verwaltungsrichter Marco Donatsch, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Sonja GÃ¼ntert. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></b><span><br/> </span><span>Postfach, 8090 ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Fristwiederherstellung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit VerfÃ¼gung vom 7. Dezember 2017 widerrief das Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich die Niederlassungsbewilligung von A und setzte ihm Frist bis 7. MÃ¤rz 2018, um die Schweiz zu verlassen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Die Sicherheitsdirektion â das heisst ihre Rekursabteilung mit deren damaligem Chef X als Unterzeichner â wies einen Rekurs von A dagegen mit diesem fÃ¼nf Tage spÃ¤ter ausgehÃ¤ndigtem Entscheid vom 12. Juli 2018 ab und bestimmte zugleich eine neue Ausreisefrist bis 12. Oktober des laufenden Jahres.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Mit unterm 13. September 2018 verfasster, dem Verwaltungsgericht aber erst am (Montag,) 17. nÃ¤mlichen Monats persÃ¶nlich Ã¼berbrachter, als GeschÃ¤ft VB.2018.00595 rubrizierter Beschwerde beantragte A, in Aufhebung des Rekursentscheids sei seine Niederlassungsbewilligung nicht zu widerrufen; mit unpublizierter VerfÃ¼gung vom 24. jenes Monats trat der Einzelrichter auf das Rechtsmittel kostenfÃ¤llig zu Lasten von A einzig deswegen nicht ein, weil es nicht binnen der am ersten Tag nach den Gerichtsferien von 15. Juli bis 15. August beginnenden und am (Freitag,) 14. September endenden Beschwerdefrist von 30 Tagen eingereicht worden sei, und dehnte die Ausreisefrist primÃ¤r bis 31. Oktober 2018 aus.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>A liess am 3. Oktober 2018 abermals an das Verwaltungsgericht gelangen und um Wiederherstellung der Rechtsmittelfrist, anschliessendes Eintreten auf die Beschwerde vom 13./17. des Vormonats, unentgeltliche Rechtspflege sowie -vertretung und Nachfrist zur Verbesserung des Rechtsmittels unter EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten des Staats ersuchen. Er machte geltend, seinem betreffend Fristberechnung anfragenden Partner F habe X als Endtermin fÃ¼r eine Beschwerde den 17. September 2018 genannt, und offerierte als Beweis dafÃ¼r ein einschlÃ¤giges BestÃ¤tigungsschreiben des Partners sowie eine Erkundigung beim Chef der Rekursabteilung. Hierauf wurde das gegenwÃ¤rtige Verfahren angelegt sowie ein Amtsbericht von X erbeten und wurden die Akten des GeschÃ¤fts VB.2018.00595 beigezogen.</p> <p class="Sachverhalt2">Der Chef der Rekursabteilung antwortete am 9./10. Oktober 2018 im Wesentlichen, telefo­nische AuskÃ¼nfte wie hier erteile er ohne Erstellen einer Aktennotiz "ausschliesslich mit dem ausdrÃ¼cklichen Vorbehalt [Disclaimer], dass massgebend alleine der gesetzliche Fristenlauf ist und eine allfÃ¤llige Auskunft unsererseits keinerlei Rechtwirkungen entfalten kann. [â¦] Ich kann mich erinnern, ein GesprÃ¤ch [â¦] mit Herrn F gefÃ¼hrt zu haben. Ich meine aber mich zu erinnern, dass dieses GesprÃ¤ch am Tag der Einreichung der Beschwerde stattgefunden hat, [â¦] weil sich das GesprÃ¤ch unter anderem darum drehte, dass die Beschwerde noch am gleichen Tag auf die Post gebracht werden mÃ¼sste. Irrtum vorbehalten sagte ich Herrn F zunÃ¤chst, dass die Beschwerdefrist wohl am 14. September abgelaufen sei, weil die Gerichtsferien bis am 15. August gedauert hÃ¤tten. Aus einem fÃ¼r mich nicht mehr nachvollziehbaren Grund diskutierten wir dann aber, ob der letzte Tag der Frist auf das Wochenende gefallen sei und deshalb die Beschwerde auch noch am Montag eingereicht werden kÃ¶nnte, d.h. am Tag des Telefonats [â¦]."</p> <p class="Sachverhalt2"> </p> <p class="Sachverhalt2">Am 8. November 2018 benÃ¼tzte A die Gelegenheit, sich hierzu wie folgt zu Ã¤ussern: Mit X gelte es anzunehmen, dass dessen Auskunft die VerspÃ¤tung der Beschwerde nicht beeinflusst habe. Wohl aber habe das GesprÃ¤ch ihn veranlasst, die Beschwerde noch zu erheben, weshalb er darum bitte, beim Nichteintretensentscheid auf die Kostenerhebung zu verzichten, wie das auch X vorschlage. Den Hinweis auf den Disclaimer halte er insofern fÃ¼r problematisch, als juristische Laien dessen Tragweite meist nicht erfassen kÃ¶nnten. â Fast einen Monat zuvor hatte das Migrationsamt bezÃ¼glich A eine Partnerschaftsurkunde sowie eine MeldebestÃ¤tigung eingereicht und mitgeteilt, bei ihm sei fÃ¼r diesen ein Gesuch um Familiennachzug hÃ¤ngig.</p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft seine ZustÃ¤ndigkeit kraft des § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) von Amts wegen. Gesuche um Wiederherstellung der Rechtsmittelfrist â hier unstreitig verpasst, ansonsten es auch gar nicht um deren Restitution einzukommen gÃ¤lte â mÃ¼ssen bei jener Instanz eingereicht werden, die das (verspÃ¤tete) Rechtsmittel zu behandeln hÃ¤tte (Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014, § 12 N. 90; VGr, 26. MÃ¤rz 2018, SB.2018.00025, E. 4.1). Das ist betreffend erstinstanzliche Rekursentscheide einer Direktion Ã¼ber Anordnungen einer Verwaltungseinheit der Direktion unter anderem auf dem Gebiet des AuslÃ¤nderrechts nach §§ 41â44 in Verbindung mit §§ 19 Abs. 1 lit. a und Abs. 3 Satz 1, 19a sowie 19b Abs. 1 und 2 lit. b Ziff. 1 VRG das Verwaltungsgericht (im selben Sinn E. 1 Abs. 2 der ErledigungsverfÃ¼gung in VB.2018.00595; zum Ganzen VGr, 21. November 2018, RG.2018.00006, E. 1 Abs. 1).</p> <p class="Erwgung2">Wie sich alsbald zeigt, ergeht hier ein Endentscheid (siehe PlÃ¼ss, § 12 N. 94, Nicolas von Werdt in: HansjÃ¶rg Seiler et al., Bundesgerichtsgesetz [BGG], 2. A., Bern 2015, Art. 93 N. 11); diesen gilt es â anders als die einzelrichterliche VerfÃ¼gung vom 24. September 2018 â mangels SondertatbestÃ¤nden im Sinn der §§ 38a und 38b VRG gemÃ¤ss § 38 Abs. 1 VRG in Dreierbesetzung zu fÃ¤llen (siehe VGr, 21. November 2018, RG.2018.00006, E. 1 Abs. 2).</p> <p class="Erwgung2">Im Ãbrigen kommt eine Fristwiederherstellung wie hier auch nach Ergehen des Entscheids zum verspÃ¤teten Rechtsmittel in Betracht (PlÃ¼ss, § 12 N. 93; VGr, 21. November 2018, RG.2018.00006, E. 1 Abs. 3).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2">§ 70 in Verbindung mit § 12 Abs. 2 VRG erlaubt, eine versÃ¤umte Frist wiederherzustellen, wenn die SÃ¤umigen sich nicht grob nachlÃ¤ssig verhalten haben und sie binnen zehn Tagen nach Wegfall des Grunds, welcher die Fristwahrung verhindert hat, ein Restitutionsgesuch einreichen (Satz 1); wird dieses gutgeheissen, betrÃ¤gt die Frist zum Nachholen der versÃ¤umten â hier freilich lÃ¤ngst erfolgten â Rechtshandlung wiederum zehn Tage (Satz 2). FristauslÃ¶send fÃ¼r die ersten zehn Tage wirkt der Moment, in dem jemand aufgrund der ihm bekannten UmstÃ¤nde wissen oder damit rechnen muss, eine Frist verpasst zu haben, und es ihm objektiv mÃ¶glich und subjektiv zumutbar ist, selber tÃ¤tig zu werden oder eine Drittperson mit der Interessenwahrung zu beauftragen (PlÃ¼ss, § 12 N. 85; VGr, 21. Novem­ber 2018, RG.2018.00006, E. 2 Abs. 1).</p> <p class="Erwgung2">Hinderte eine BehÃ¶rde jemanden durch unrichtige Auskunft am Wahren einer Frist, gilt es diese nach Treu und Glauben wiederherzustellen; keinen Restitutionsgrund bildet eine nach Fristablauf oder von einer unzustÃ¤ndigen Person erteilte Falschbelehrung, im letzteren Fall aber nur, soweit die UnzustÃ¤ndigkeit erkennbar war (PlÃ¼ss, § 12 N. 67). Der Gesuchsteller berief sich ursprÃ¼nglich auf Treu und Glauben, rÃ¤umt indes mittlerweile fÃ¼glich ein, dass seine SÃ¤umnis nicht nachtrÃ¤glich durch X verursacht worden sein kÃ¶nne. Ãbrigens durfte er wegen des durch den Chef der Rekursabteilung geÃ¤usserten Vorbehalts jenen ebenso wenig als fÃ¼r die Fristberechnung kompetent erachten, muss doch entgegen seinem Vorbringen auch ein juristischer Laie einen solchen Disclaimer zutreffend einzuordnen wissen. Jedenfalls deswegen kommt nicht in Frage, den Gesuchsteller von den ihm im Beschwerdeverfahren auferlegten Kosten zu befreien.</p> <p class="Erwgung2">Selbst wenn das Fristwiederherstellungsgesuch rechtzeitig eingereicht worden sein mag, ist es mithin abzuweisen. Unter anderen erhebt sich deshalb auch die ohnehin abschlÃ¤gig zu beantwortende Frage nicht mehr, ob es eine Nachfrist fÃ¼r eine ErgÃ¤nzung der Beschwerdeschrift zu gewÃ¤hren gÃ¤lte.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2">Der Gesuchsteller kommt um unentgeltliche Rechtspflege sowie -vertretung ein. Beides setzt nach § 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 16 Abs. 1 f. unter anderem Mittellosigkeit vor­aus (PlÃ¼ss, § 65a N. 20 in Verbindung mit § 16 N. 18 ff. und 76). Die BedÃ¼rftigkeit muss von einem wie hier rechtskundig vertretenen Gesuchsteller ohne gerichtliche Aufforderung sub­stanziiert werden (PlÃ¼ss, § 65a N. 20 in Verbindung mit § 16 N. 38 ff.; VGr, 23. Mai 2016, VB.2016.00258, E. 3 Abs. 3). Dem genÃ¼gt der Gesuchsteller nicht, wenn er â vorbehÃ¤ltlich einer bis heute nicht erfolgten "ErgÃ¤nzung" â bloss einen Arbeitsvertrag mit einem Bruttostundenlohn von Fr. 21.50 sowie einer durchschnittlichen Einsatzzeit von "unter 42 Stunden" in der Woche vorlegt und behauptet, er verdiene nicht genug, um neben seinem Unterhalt auch noch Anwalts- sowie Gerichtskosten zu bezahlen.</p> <p class="Erwgung2">Also ist auch das Armenrechtsgesuch abzuweisen.</p> <p class="Erwgung2">AusgangsgemÃ¤ss laut § 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 sowie § 17 Abs. 2 VRG gilt es, (auch) die Kosten des Wiederherstellungsverfahrens dem Gesuchsteller aufzuerlegen und diesem keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen (siehe PlÃ¼ss, § 65a N. 20 in Verbindung mit § 13 N. 65, § 17 N. 29; VGr, 5. Oktober 2016, VB.2016.00587, E. 3, sowie 21. November 2018, RG.2018.00006, E. 3).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2">Zur Rechtsmittelbelehrung in Ziff. 5 des nachstehenden Beschlussdispositivs bleibt Folgendes zu erlÃ¤utern (vgl. auch PlÃ¼ss, § 12 N. 94; VGr, 21. November 2018, RG.2018.00006, E. 4; E. 4 der ErledigungsverfÃ¼gung in VB.2018.00595):</p> <p class="Erwgung2">Soweit im Hintergrund ein Anwesenheitsanspruch des Gesuchstellers geltend gemacht werden will, ist Beschwerde in Ã¶ffentlichrechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) zu erheben (siehe Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG e contrario; BGE 139 I 330 E. 1.1; Daniela Thurnherr in: Martina Caroni/ Thomas GÃ¤chter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder [AuG], Bern 2010, Art. 112 N. 39 ff.; HansjÃ¶rg Seiler in: Seiler et al., Art. 83 N. 25 ff.; Thomas HÃ¤berli, Basler Kommentar, 2018, Art. 83 BGG N. 65 ff.). Andernfalls steht lediglich die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG zu Gebot (vgl. zu ihrer hier besonders beschrÃ¤nkten Reichweite Peter NiderÃ¶st, Sans-Papiers in der Schweiz, in: Peter Uebersax et al. [Hrsg.], AuslÃ¤nderrecht, 2. A., Basel 2009, S. 373 ff., Rz. 9.33; Thurnherr, Art. 112 N. 72â75; Seiler, Art. 83 N. 24, Art. 115 N. 27; HÃ¤berli, Art. 83 N. 61).</p> <p class="Erwgung2">Das Ergreifen beider Rechtsmittel mÃ¼sste laut Art. 119 Abs. 1 BGG in der gleichen Rechtsschrift geschehen.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Gesuche um Wiederherstellung der Beschwerdefrist und um GewÃ¤hrung des Armenrechts werden abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 1'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem Gesuchsteller auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Beschluss kann im Sinn der ErwÃ¤gung 4 Beschwerde erhoben werden. Sie ist binnen 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, 1000 Lau­sanne 14.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>