<h2>SubmittedText<h2><p>Auf meine Interpellation 17.4310 schrieb der Bundesrat, die Roten Listen stellten nur eine limitierte Datenbasis dar, um Verbreitung oder Zu- und Abnahme von Insekten in der Schweiz zu beschreiben, die Krefelder Studie verdeutliche die Wichtigkeit von Beobachtungsprogrammen.</p><p>Ist der Bundesrat nicht auch der Ansicht, wir sollten punkto Stand und Veränderung des Insektensterbens nicht länger im Dunkeln tappen, sondern parallel zum Ausbau von Schutz- und Fördermassnahmen die Beobachtung aufbauen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Verschiedene Publikationen auf nationaler und internationaler Ebene belegen den Rückgang der Biodiversität und der Insekten. Deshalb steht für den Bundesrat vorerst die konsequente Umsetzung der genannten Aktionspläne im Vordergrund. Dafür müssten langfristig aber auch die notwendigen Mittel bereitgestellt werden. Zudem ist eine generelle Schonung der natürlichen Ressourcen anzustreben. So auch innerhalb der verschiedenen Sektoralpolitiken, wie beispielsweise der Landwirtschaft oder der Raumplanung. Ob die getroffenen Massnahmen zum Schutz und zur Aufwertung wertvoller Lebensräume sowie die Ressourcenschonung wirken, lassen bestehende Monitoringprogramme erkennen. Deren gezielte Ergänzung mit ausgewählten Insektengruppen könnte helfen, die Wirkungskontrolle und damit die Massnahmen zur Förderung der Insektenvielfalt weiter zu optimieren. Diese Ergänzung des Monitorings wäre zunächst in einer Vorstudie zu prüfen. Unter anderem auch deshalb, weil die Kosten für ein solches Monitoring schwer abzuschätzen sind. Der Bundesrat hat im Aktionsplan Biodiversität das optimierte und modernisierte Datenmanagement bereits als zu prüfende Massnahme für die allfällige nächste Phase 2024-2027 formuliert.</p>