<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00195</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204617&amp;W10_KEY=4467140&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00195</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 27.10.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Submission im Einladungsverfahren: Ausschluss wegen Unvollständigkeit des Angebots<br/><br/>Nicht nur die Ausschreibung, sondern auch die Angebote müssen zu einem eindeutigen Ergebnis führen, das den Abschluss des Vertrages ohne wesentliche Änderungen ermöglicht. Dazu gehört insbesondere auch, dass der Preis bestimmt oder mindestens bestimmbar ist. - Die Beschwerdeführerin hat weder ein Festpreisangebot noch ein eigentliches Einheitspreisangebot eingereicht, da sie die kalkulierten Einheitspreise und Mengen nicht angab. Damit genügt das Angebot der Beschwerdeführerin nicht den genannten Anforderungen. Dieser Mangel konnte auch nicht durch Erkundigungen im Sinn von § 32 SubmV bzw. Erläuterungen im Sinn von § 30 SubmV behoben werden, denn eine nachträgliche Ergänzung des Angebots durch die fehlenden Einheitspreise liefe auf eine Änderung eines wesentlichen Elements des Leistungsinhalts hinaus, was nicht zulässig ist (E. 3.3).<br/>Kostenverlegung: Da das Beschwerdeverfahren in erster Linie durch die mangelhafte Ausschreibung ausgelöst wurde, welche die Beschwerdegegnerin zu verantworten hat, hat sie für die Verfahrenskosten aufzukommen (E. 4).<br/>Abweisung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANGEBOTSPREIS">ANGEBOTSPREIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSCHLUSS EINES ANBIETERS">AUSSCHLUSS EINES ANBIETERS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINHEITSPREIS">EINHEITSPREIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FESTPREIS">FESTPREIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FORMVORSCHRIFTEN">FORMVORSCHRIFTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FUNKTIONALE AUSSCHREIBUNG">FUNKTIONALE AUSSCHREIBUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNVOLLSTÃNDIGES ANGEBOT">UNVOLLSTÃNDIGES ANGEBOT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WESENTLICHER MANGEL">WESENTLICHER MANGEL</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 12 Abs. I lit. b bis IVÃ¶B</span><br/><span class="ungerade">Art. 15 Abs. Ibis lit. d IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">Art. 18 Abs. II IVÃ¶B</span><br/><span class="ungerade">§ 28 lit. h SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 13 Abs. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">BEZ 2005 Nr. 5 S. 25</span><br/><span class="gerade">RB 2004 Nr. 10</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span class="UrteilstextChar"><span>Mit Ausschreibung vom 5. April 2004 erÃ¶ffnete das Departement Bau (Fachstelle Haustechnik) der Stadt V die Submission im Einladungsverfahren fÃ¼r die im </span></span><span>Zusammenhang mit dem Ersatz der Klima- und LÃ¼ftungsanlage erforderlichen Elektroarbeiten in der Schulzahnklinik V. Innert Frist reichten die beiden eingeladenen Firmen, die C AG sowie die A AG, beide in V, ihre Offerten mit den Angebotssummen von Fr. 38'142.25 bzw. Fr. 19'525.60 ein.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 19. April 2004 schloss das Departement Bau die A AG gestÃ¼tzt auf § 28 lit. h der Submissionsverordnung vom 23. Juli 2003 (SubmV) vom Vergabeverfahren aus. Zur BegrÃ¼ndung wurde angefÃ¼hrt, das Angebot sei unvollstÃ¤ndig, die Einheitspreise seien nicht ersichtlich und die Eignungskriterien nicht erfÃ¼llt.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 26. April 2004 erhob die A AG beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen den Entscheid des Departements Bau der Stadt V und stellte sinngemÃ¤ss den Antrag, es sei die AusschlussverfÃ¼gung aufzuheben und die Offerte der BeschwerdefÃ¼hrerin einer nochmaligen inhaltlichen Beurteilung zu unterziehen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerdeantwort vom 12. Mai 2004 stellte die Stadt V den Antrag, es sei die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei; unter Kostenfolge zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. In ihrer Replik vom 7. Juni 2004 beantragte die BeschwerdefÃ¼hrerin, es sei die Beschwerde aufrecht zu erhalten, unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdegegnerin. Mit Duplik vom 28. Juni 2004 hielt die Stadt V an ihren AntrÃ¤gen fest.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Inzwischen erfolgte der Vertragsabschluss zwischen der Beschwerdegegnerin und der C AG; Letztere hat die erforderlichen Elektroarbeiten bereits ausgefÃ¼hrt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit rechtserheblich, in den nachfolgenden EntscheidgrÃ¼nden wiedergegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span class="UrteilstextChar"><b><span>1.1 </span></b></span><span>Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 (IVÃ¶B) sowie § 2 des Gesetzes vom 15. September 2003 Ã¼ber den Beitritt zur re-vidierten Interkantonalen Vereinbarung zur <span class="UrteilstextChar">Anwendung.</span></span></p> <p class="Erwgung2"><span class="UrteilstextChar"><b><span>1.2 </span></b></span><span>GemÃ¤ss Art. 15 Abs. 1bis lit. d IVÃ¶B gilt der Ausschluss vom Verfahren als durch Beschwerde selbstÃ¤ndig anfechtbare VerfÃ¼gung. Mithin ist der Entscheid der Beschwerdegegnerin anfechtbar. Als eine vom Einladungsverfahren ausgeschlossene Antragstellerin ist die BeschwerdefÃ¼hrerin grundsÃ¤tzlich zur Beschwerde legitimiert. Das schutzwÃ¼rdige Interesse der BeschwerdefÃ¼hrerin ist zu bejahen, hat sie doch ein deutlich tieferes Angebot eingereicht, als die andere Anbieterin. WÃ¤ren Zuschlag und Vertragsabschluss noch nicht erfolgt, wÃ¤re das Vergabeverfahren bei Gutheissung der Beschwerde unter BerÃ¼cksichtigung der BeschwerdefÃ¼hrerin fortzusetzen. Ein bereits erfolgter Vertragsabschluss Ã¤ndert an der Legitimation nichts; die Submissionsbeschwerde steht auch dafÃ¼r zur VerfÃ¼gung, nach <span class="UrteilstextChar">Vertragsabschluss die Rechtswidrigkeit einer AusschlussverfÃ¼gung feststellen zu lassen (vgl. Art. 18 Abs. 2 IVÃ¶B).</span></span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Gegenstand des vorliegenden Vergabeverfahrens sind die im Zusammenhang mit dem Ersatz der Klima- und LÃ¼ftungsanlage der Schulzahnklinik erforderlichen Elektroarbeiten. Es ist unbestritten, dass die Beschwerdegegnerin die betreffenden Arbeiten auch freihÃ¤ndig hÃ¤tte vergeben kÃ¶nnen. Die mutmasslichen Kosten der zu vergebenden Arbeiten belaufen sich auf etwa Fr. 33'000.-; damit wird der relevante Schwellenwert fÃ¼r Bauarbeiten im Baunebengewerbe von Fr. 150'000.- nicht erreicht (vgl. Anhang 2 IVÃ¶B). Ebenso ist unbestritten, dass es der Vergabestelle in einem solchen Fall unbenommen ist, den Auftrag freiwillig im Einladungsverfahren gemÃ¤ss Art. 12 Abs. 1 lit. b<sup>bis</sup> IVÃ¶B zu vergeben.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Mit der angefochtenen VerfÃ¼gung vom 19. April 2004 teilte die Beschwerdegegnerin der BeschwerdefÃ¼hrerin den Ausschluss vom Vergabeverfahren mit. Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrte sie an, dass das Angebot unvollstÃ¤ndig, die Einheitspreise nicht ersichtlich und die Eignungskriterien nicht erfÃ¼llt seien. In ihrer Beschwerdeantwort macht die Beschwerdegegnerin geltend, das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin sei in verschiedenen Punkten nicht aussagekrÃ¤ftig und erfasse einige der verlangten Positionen gar nicht. So fehlten unter anderem Preisangaben zu diversen GerÃ¤ten (KÃ¤ltemaschine, Pumpenstation, Dampfbefeuchter). Ausserdem fehle ein Hinweis auf die Verlegungsart sowie ein Mengenverzeichnis, welches RÃ¼ckschlÃ¼sse auf Einheitspreise ermÃ¶gliche. Dadurch werde ein detaillierter Vergleich der beiden Angebote verunmÃ¶glicht. Die Beschwerdegegnerin beruft sich dabei insbesondere auf den Bericht eines von ihr fÃ¼r die PrÃ¼fung der Angebote beigezogenen Elektroplaners.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>DemgegenÃ¼ber macht die BeschwerdefÃ¼hrerin im Wesentlichen geltend, ihr Angebot sei vollstÃ¤ndig. In der Ausschreibung sei die Angabe von Einheitspreisen nicht verlangt worden. Sie sei aber jederzeit in der Lage gewesen, die Detailangaben auf Wunsch der Beschwerdegegnerin auszudrucken. Die Ausschreibung habe auch keine Vorgaben hinsichtlich der Aufstellung des Angebots enthalten, sodass die Gestaltung der Offerte jedem Anbieter Ã¼berlassen worden sei. Darin sei auch der Grund dafÃ¼r zu erblicken, dass die beiden Offerten nur schwer miteinander verglichen werden kÃ¶nnten. Hinsichtlich der KÃ¤ltemaschine, der Pumpstation sowie des Dampfbefeuchters sei darauf hinzuweisen, dass lediglich die Erstellung der nÃ¶tigen AnschlÃ¼sse verlangt worden sei. Die diesbezÃ¼glichen Kosten seien im Angebot enthalten. Schliesslich habe es die Beschwerdegegnerin unterlassen, sich Ã¼ber die Verbindlichkeit des Angebots zu erkundigen, wie dies § 32 SubmV verlange.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Die Beschwerdegegnerin beruft sich auf den Ausschlussgrund der UnvollstÃ¤ndigkeit des Angebots. Ein unvollstÃ¤ndiges Angebot gilt als Verletzung einer wesentlichen Formvorschrift im Sinn von § 28 lit. h SubmV und damit als Ausschlussgrund, wenn es wesentliche MÃ¤ngel aufweist, d.h. in wesentlichen Punkten unvollstÃ¤ndig ist. Nur wesentliche MÃ¤ngel berechtigen zum Ausschluss von der Teilnahme (vgl. VGr, 16. Juni 1999, RB 1999 Nr. 61 = BEZ 1999 Nr. 25, E. 6 = ZBl 101/2000, S. 265).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrerin ist darin beizupflichten, dass die Ursache fÃ¼r die schwierige Vergleichbarkeit der beiden Angebote vorliegend in der Ausschreibung zu suchen ist, welche in verschiedener Hinsicht mangelhaft ist.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerdegegnerin bezeichnet ihr Vorgehen als "funktionale Ausschreibung". Bei einer funktionalen Ausschreibung geht es darum, dass die Vergabestelle nur das zu erreichende Ziel vorgibt, die technische LÃ¶sung zu dessen Erreichung jedoch noch erarbeitet werden muss (vgl. VGr, 19. Mai 1999, BEZ 1999 Nr. 15, E. 4b). Eine solche Situation liegt hier nicht vor. Die technische AusfÃ¼hrung wird mit PlÃ¤nen und ergÃ¤nzenden Angaben detailliert vorgegeben. Offen ist allenfalls die Verlegungsart der Kabel, wie die Beschwerdegegnerin anfÃ¼hrt. Das kann aber nicht ausschlaggebend sein, denn Details dieser Art mÃ¼ssen auch bei zahlreichen "gewÃ¶hnlichen" Vergaben durch den Anbieter gelÃ¶st werden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Was im vorliegenden Fall tatsÃ¤chlich weitgehend offen blieb, war die Gestaltung des Angebotspreises. Die Beschwerdegegnerin verlangte in den Ausschreibungsunterlagen Angaben zu den Kalkulationsunterlagen, gegliedert nach Regiearbeiten, Lohn- und Materialpreisen, sowie eine prozentuale Aufteilung des Angebotspreises in einen festen, einen materialabhÃ¤ngigen und einen lohnabhÃ¤ngigen Kostenanteil. Aus diesen Hinweisen lÃ¤sst sich schliessen, dass sie offenbar ein Angebot nach Einheitspreisen, ergÃ¤nzt durch Fest- und Regiepreise fÃ¼r einzelne Posten, erwartete, wie es beim Abschluss von WerkvertrÃ¤gen im Baugewerbe weitgehend Ã¼blich ist (zur rechtlichen Qualifikation dieser Preisarten vgl. VGr, 3. Dezember 2003, BEZ 2004 Nr. 16). Dies scheint auch die BeschwerdefÃ¼hrerin so verstanden zu haben. Jedenfalls reichte sie kein Festpreisangebot (Pauschal- oder Globalangebot) ein, sondern listete die einzelnen Kostenelemente auf. Ihre Aufstellung enthÃ¤lt verschiedene Posten, die nach Aufwand abgerechnet werden mÃ¼ssten und bei denen sie nur "Richtpreise" angab. Des Weiteren unterschied sie zwischen "Positionen" und "Nettopositionen", worunter offenbar Einheitspreispositionen und Festpreispositionen zu verstehen sind; die mit der Replik eingereichte, um die jeweiligen Einheitspreise ergÃ¤nzte Fassung der Offerte bestÃ¤tigt diese Auffassung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Ergebnis heisst dies, dass die Vergabestelle zwar ein Angebot nach Einheitspreisen erwartete, es aber unterlassen hat, das in solchen FÃ¤llen Ã¼bliche "GerÃ¼st" mit den einzelnen Positionen vorzugeben. Ob die Ausschreibung zwingend ein detailliertes Leistungsverzeichnis enthalten mÃ¼sste, kann offen bleiben. Auf jeden Fall aber ist zu verlangen, dass aus der Ausschreibung klar hervorgeht, welche Leistungen die Offerte umfassen soll. Die vorliegende Ausschreibung ist diesbezÃ¼glich ungenÃ¼gend. So ging aus der Ausschreibung nicht klar hervor, ob lediglich die Erstellung der AnschlÃ¼sse fÃ¼r KÃ¤ltemaschine, Pumpenstation und Dampfbefeuchter zu offerieren war oder ob die Angebote auch Preisangaben zu diesen verschiedenen GerÃ¤ten zu enthalten hatten. Nachdem die Beschwerdegegnerin die UnvollstÃ¤ndigkeit des Angebots zunÃ¤chst unter anderem mit fehlenden Preisangaben zu den genannten GerÃ¤ten begrÃ¼ndet hatte, rÃ¤umte die Vertreterin der Vergabestelle in der Duplik ein, dass die Ausschreibung lediglich die Erstellung der AnschlÃ¼sse fÃ¼r die genannten GerÃ¤te und keine Angabe von Preisen verlangt habe.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>All dies fÃ¼hrt dazu, dass die Angebote tatsÃ¤chlich schwer vergleichbar sind; das wÃ¤re selbst dann der Fall, wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin die Einheitspreise in ihrem Angebot genannt hÃ¤tte. Daher wird auch der vom Elektroplaner erstellte Offertvergleich dem Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht gerecht. So wurde der systematische Aufbau des Angebots der nicht ausgeschlossenen Anbieterin unverÃ¤ndert Ã¼bernommen und dem Offertvergleich zu Grunde gelegt. Die in jener Offerte verwendeten Ãberschriften wurden als "Positionen" aufgelistet und mit der Offerte der BeschwerdefÃ¼hrerin verglichen. Fand sich eine der Positionen im Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht, wurde sie mit "fehlt" bezeichnet. Dieses Vorgehen lÃ¤sst unberÃ¼cksichtigt, dass das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin offensichtlich nach einem anderen Konzept erstellt wurde und nicht derselben Systematik folgt wie die andere Offerte. Aus dem Umstand, dass sich in der Offerte der BeschwerdefÃ¼hrerin eine Position mit derselben Bezeichnung nicht findet, lÃ¤sst sich nicht ohne weiteres der Schluss ziehen, dass die entsprechende Arbeit im Angebot nicht enthalten ist.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die von der Beschwerdegegnerin verschuldete Schwierigkeit, dass ein direkter Vergleich der beiden Angebote nur schwer mÃ¶glich ist, vermag daher das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht zum vornherein zu disqualifizieren und insbesondere keinen Ausschluss zu begrÃ¼nden. Auch darf das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin allein aufgrund der fehlenden Einheitspreise nicht ausgeschlossen werden.</span></p> <p class="Erwgung2"><span class="UrteilstextChar"><b><span>3.3 </span></b></span><span>Das Hauptproblem beim Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin liegt jedoch in einem anderen Umstand. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat weder ein Festpreisangebot noch ein eigentliches Einheitspreisangebot eingereicht, da sie die kalkulierten Einheitspreise und Mengen nicht angab. Auf dieser Grundlage ist der effektive Preis ihrer Leistung gar nicht berechenbar. Nach verrichteter Arbeit wÃ¤ren zwar die geleisteten Mengen bekannt, aber die zugehÃ¶rigen Preise nicht definiert. Anderseits kann das Angebot, wie erwÃ¤hnt, auch nicht als Festpreisangebot verstanden werden. Nicht nur die Ausschreibung, sondern auch die Angebote mÃ¼ssen jedoch zu einem eindeutigen Ergebnis fÃ¼hren, das den Abschluss des Vertrages ohne wesentliche Ãnderungen ermÃ¶glicht (vgl. VGr, 3. Dezember 2003, BEZ 2004 Nr. 16). Dazu gehÃ¶rt insbesondere auch, dass der Preis bestimmt oder mindestens bestimmbar ist. Das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin erfÃ¼llt diese Anforderung nicht; auf eine derart unbestimmte Offerte kann der Zuschlag nicht erfolgen. Dieser Mangel konnte auch nicht durch Erkundigungen im Sinn von § 32 SubmV bzw. ErlÃ¤uterungen im Sinn von § 30 SubmV behoben werden, denn eine nachtrÃ¤gliche ErgÃ¤nzung des Angebots durch die fehlenden Einheitspreise liefe auf eine <span class="UrteilstextChar">Ãnderung eines wesentlichen Elements des Leistungsinhalts hinaus, was gemÃ¤ss § 24 Abs. 4 und § 31 Abs. 1 SubmV nicht zulÃ¤ssig ist.</span></span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zusammenfassend erweist sich der Ausschluss der BeschwerdefÃ¼hrerin vom Vergabeverfahren aufgrund der fehlenden Bestimmtheit des Angebotspreises als gerechtfertigt. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>GrundsÃ¤tzlich hat die unterliegende Partei nach Massgabe ihres Unterliegens fÃ¼r die aus dem Beschwerdeverfahren entstehenden Kosten aufzukommen (§ 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). </span><span>Als unterliegend im Sinn von § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG gilt jener Verfahrensbeteiligte, der angesichts des Verfahrensausgangs mit seinem Begehren nicht durchdringt. Demnach gilt als Regel fÃ¼r die Kostenverlegung das Unterliegerprinzip, an dessen Stelle jedoch in bestimmten FÃ¤llen das Verursacherprinzip tritt (vgl. RB 1970 Nr. 1; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 14 f. und 20 f.). â Das vorliegende Beschwerdeverfahren wurde in erster Linie durch die mangelhafte Ausschreibung ausgelÃ¶st, welche die Beschwerdegegnerin zu verschulden hat. Sie hat daher fÃ¼r die Verfahrenskosten aufzukommen </span><span>(§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 140.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'140.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>