<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2006.00035</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206085&amp;W10_KEY=4467135&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2006.00035</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.08.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Staats- und Gemeindesteuern 2004</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Kinderabzug bei unverheirateten, in gemeinsamem Haushalt lebenden Eltern<br/><br/>Lebt ein Steuerpflichtiger unverheiratet zusammen mit seiner Lebenspartnerin und einem gemeinsamen Kind im gleichen Haushalt, kann ihm der Kinderabzug nach § 34 Abs. 1 lit. a StG von vornherein nur dann zustehen, wenn er entweder zusammen mit der Kindsmutter über das gemeinsame Sorgerecht verfügt oder ihm die Obhut über das Kind formell durch ein Gericht oder die Vormundschaftsbehörde zugewiesen worden ist. Die rein faktische Obhut genügt insbesondere aus Gründen der Rechtssicherheit und der einheitlichen Auslegung der in § 34 Abs. 1 lit. a StG verwendeten zivilrechtlichen Begriffe nicht. Welcher Elternteil den Unterhalt des Kindes zur Hauptsache bestreitet, ist ausschliesslich dort von Bedeutung, wo ein gemeinsames Sorgerecht besteht. Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSLEGUNG">AUSLEGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINKOMMENSSTEUER">EINKOMMENSSTEUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINSAMES SORGERECHT">GEMEINSAMES SORGERECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KINDERABZUG">KINDERABZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OBHUT">OBHUT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SORGERECHT">SORGERECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERHALT">UNTERHALT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNVERHEIRATETE ELTERN">UNVERHEIRATETE ELTERN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHEIRATETENTARIF">VERHEIRATETENTARIF</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORMUNDSCHAFTSBEHÃRDE">VORMUNDSCHAFTSBEHÃRDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZIVILRECHTLICHE BEGRIFFE">ZIVILRECHTLICHE BEGRIFFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 31 Abs. I lit. g StG</span><br/><span class="ungerade">§ 34 Abs. I lit. a StG</span><br/><span class="gerade">§ 35 Abs. II StG</span><br/><span class="ungerade">§ 47 Abs. II StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2006 Nr. 86</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Der als Postbeamter unselbstÃ¤ndig erwerbstÃ¤tige, geschiedene A lebt gemeinsam mit seiner ledigen und bei der C AG in Teilzeit unselbstÃ¤ndig erwerbstÃ¤tigen Lebenspartnerin D und der gemeinsamen Tochter E, geboren 1990, in X. Die elterliche Sorge Ã¼ber E im Sinn von Art. 296 ff. des Zivilgesetzbuchs (ZGB) steht allein deren Mutter, D, zu. Der Vater A hat die Tochter E am 19. Februar 1991 zivilstandsrechtlich anerkannt und einen â nicht bei den Akten liegenden â Unterhaltsvertrag, datiert 6. MÃ¤rz 1991, abgeschlossen. </p> <p class="Sachverhalt2">Mit Entscheid vom 22. August 2005 schÃ¤tzte das Steueramt der Stadt X A fÃ¼r das Steuerjahr 2004 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ bei einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. â¦ ein, unter Anwendung des Grundtarifs (§§ 35 Abs. 1 und 47 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 [StG]).</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Im vom Pflichtigen hernach angestrengten Einspracheverfahren, mit welchem dieser die Anwendung des Verheiratetentarifs beantragte, fÃ¼hrte der zustÃ¤ndige SteuerkommissÃ¤r eine Untersuchung hinsichtlich der elterlichen Sorge Ã¼ber E und verweigerte in der Folge sÃ¤mtliche vom Pflichtigen in seiner Deklaration geltend gemachten AbzÃ¼ge im Zusammenhang mit der Tochter E. Mit Einspracheentscheid vom 1. MÃ¤rz 2006 schÃ¤tzte das kantonale Steueramt den Pflichtigen neu mit einem Einkommen von Fr. â¦ bei unverÃ¤ndertem VermÃ¶gen ein und brachte den Grundtarif zur Anwendung.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Den seitens des Pflichtigen hiergegen erhobenen Rekurs, mit welchem dieser die im Einspracheverfahren gestellten AntrÃ¤ge erneuerte, wies der Einzelrichter der Steuerrekurskommission II mit Entscheid vom 28. April 2006 ab. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit Beschwerde vom 2. Juni 2006 liess der Pflichtige dem Verwaltungsgericht hinsichtlich der EinschÃ¤tzung 2004 sinngemÃ¤ss beantragen, er sei mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ bei unbestrittenem Reineinkommen und unter Anwendung des Verheiratetentarifs einzuschÃ¤tzen.</p> <p class="Sachverhalt2">WÃ¤hrend die Vorinstanz auf Vernehmlassung verzichtete, beantragte der Beschwerdegegner Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Sachverhalt2">Der Einzelrichter Ã¼berwies den Fall am 8. August 2006 der 2. Kammer zur Entscheidung. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer </span><span>zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 StG alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2">Wird in einer Steuerrechtsnorm ein zivilrechtlicher Begriff verwendet, ist davon auszugehen, dass dessen zivilrechtliche Bedeutung grundsÃ¤tzlich auch fÃ¼r das Steuerrecht massgebend ist (RB 1982 Nr. 64). Im Einzelfall muss jedoch die Bedeutung eines zivilrechtlichen Begriffs im StG durch Auslegung gewonnen werden, wobei der Begriff aus dem steuerrechtlichen Bedeutungszusammenhang heraus zu verstehen ist (vgl. Klaus A. Vallender, Die Auslegung des Steuerrechts, 2. A., Bern 1988, S. 54 f.).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2">GemÃ¤ss § 34 Abs. 1 lit. a al. 1 StG (in der hier anwendbaren Fassung vom 11. September 2000) werden zur Steuerberechnung vom Reineinkommen als Kinderabzug Fr. 5'400.- abgezogen unter anderem "fÃ¼r minderjÃ¤hrige Kinder unter elterlicher Sorge oder Obhut des Steuerpflichtigen". Stehen Kinder unter gemeinsamer Sorge nicht gemeinsam besteuerter Eltern, kommt der Kinderabzug demjenigen Elternteil zu, aus dessen versteuerten EinkÃ¼nften der Unterhalt des Kindes zur Hauptsache bestritten wird (§ 34 Abs. 1 lit. a al. 2 StG). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Auf gemeinsames Begehren kann die zustÃ¤ndige VormundschaftsbehÃ¶rde den beiden Elternteilen die elterliche Sorge gemeinsam Ã¼bertragen, auch wenn diese nicht miteinander verheiratet sind (Art. 298a Abs. 1 ZGB). Das elterliche Sorgerecht beinhaltet auch das Obhutsrecht; der Inhaber der elterlichen Sorge entscheidet darÃ¼ber, ob das Kind in seinem Haushalt oder bei Dritten aufwÃ¤chst (Cyrill Hegnauer, Droit Suisse de la filiation, Bern 1998, Nr. 26.06). Eine formelle Zuweisung der Obhut ausserhalb der elterlichen Sorge erfolgt Ã¼ber das Gericht oder die VormundschaftsbehÃ¶rde, vornehmlich im Fall einer GefÃ¤hrdung des Kindes (Art. 310 ZGB; Ingeborg Schwenzer in: Basler Kommentar zum Schweizerischen Privatrecht, Zivilgesetzbuch I, 2. A., Basel etc. 2002, Art. 301 N. 9). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Ein Begehren um gemeinsame elterliche Sorge hat der Pflichtige â zusammen mit seiner Lebenspartnerin â erst am 1. Juni 2006 bei der VormundschaftsbehÃ¶rde X gestellt. Per Stichtag 31. Dezember 2004 war der Pflichtige weder alleiniger Inhaber der elterlichen Sorge noch hat eine gemeinsame elterliche Sorge Ã¼ber die Tochter E bestanden. Dem Pflichtigen ist es bei dieser Sachlage daher von vornherein verwehrt, den beantragten Kinderabzug gestÃ¼tzt auf § 34 Abs. 1 lit. a al. 1 StG (minderjÃ¤hriges Kind unter elterlicher Sorge des Steuerpflichtigen) oder gestÃ¼tzt auf eine gemeinsame elterliche Sorge (§ 34 Abs. 1 lit. a al. 2 StG) geltend zu machen. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Ebenso wenig ist dem Pflichtigen im Rahmen eines formellen Verfahrens die Obhut Ã¼ber seine Tochter zugewiesen. Auch wenn E als Kind des Pflichtigen in dessen Haushalt aufwÃ¤chst und dieser damit wohl rein faktisch gewisse aus der Obhut fliessende Rechte und Pflichten gegenÃ¼ber seiner Tochter wahrnimmt, ist er im Sinn der zitierten Bestimmungen des Zivilgesetzbuchs nicht obhutsberechtigt. E steht damit nicht im Sinn von § 34 Abs. 1 lit. a al. 1 StG unter der Obhut des Pflichtigen. </p> <p class="Erwgung2">Mit Blick auf den Wortlaut des Gesetzes, welches in § 34 Abs. 1 lit. a al. 1 StG lediglich von "Obhut" spricht, stellt sich zwar die Frage, ob darunter neben der mit dem Sorgerecht verbundenen Obhut tatsÃ¤chlich nur die durch Gericht oder VormundschaftsbehÃ¶rde formell zugewiesene Obhut fÃ¤llt, oder ob auch die rein faktische Obhut erfasst wird. Beide Varianten sind gestÃ¼tzt auf eine Auslegung dieser Gesetzesbestimmung durchaus denkbar. Indessen sprechen folgende Ãberlegungen fÃ¼r eine AnknÃ¼pfung am formellen Kriterium der behÃ¶rdlichen Obhutszuweisung: Auf diese Weise wird den Anliegen der Rechtssicherheit besser Rechnung getragen und lÃ¤sst sich MissbrÃ¤uchen vorbeugen, weil auf eine klare und einfach zu ermittelnde Voraussetzung zurÃ¼ckgegriffen werden kann. Ins Gewicht fÃ¤llt sodann der Umstand, dass durch eine solche einschrÃ¤nkende Interpretation eine einheitliche Auslegung der in § 34 Abs. 1 lit. a StG verwendeten zivilrechtlichen Begriffe ermÃ¶glicht wird, weil auch die Begriffe der "elterlichen Sorge" in § 34 Abs. 1 lit. a al. 1 StG bzw. der "gemeinsamen elterlichen Sorge" in § 34 Abs. 1 lit. a al. 2 StG â welche eine Ãbertragung des gemeinsamen Sorgerechts durch Entscheid der VormundschaftsbehÃ¶rde im Sinn von Art. 298a Abs. 1 ZGB erfordert â auf formalen Kriterien basieren. Schliesslich erlaubt eine formelle AnknÃ¼pfung auch eine einfachere ÃberprÃ¼fung im Verfahren. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Eine andere LÃ¶sung ergibt sich auch nicht aus der vom Pflichtigen zitierten Rz. 25 der Weisung der Finanzdirektion Ã¼ber SozialabzÃ¼ge und Steuertarife vom 20. September 2000 (nZStB I Nr. 20/001). Diese Bestimmung sieht fÃ¼r den Fall, dass unverheiratete Eltern zusammen mit einem gemeinsamen Kind im gleichen Haushalt leben, zwar vor, dass der Kinderabzug demjenigen Elternteil zu gewÃ¤hren ist, aus dessen EinkÃ¼nften der Unterhalt des Kindes zur Hauptsache bestritten wird. Die Vorinstanz ist jedoch zu Recht davon ausgegangen, dass die Frage nach dem Ã¼berwiegenden Beitrag an den Unterhalt nur dort von Bedeutung ist, wo unverheiratete oder voneinander geschiedene Eltern im selben Haushalt wohnen und zudem die gemeinsame elterliche Sorge ausÃ¼ben. In allen anderen FÃ¤llen ist hingegen allein darauf abzustellen, welchem Elternteil das Sorgerecht zusteht. FÃ¼r diese Auffassung spricht insbesondere der Umstand, dass nach dem Wortlaut von § 34 Abs. 1 lit. a al. 1 StG bei minderjÃ¤hrigen Kindern lediglich massgeblich ist, welchem Elternteil die "elterliche Sorge" oder die "Obhut" zukommt. ZusÃ¤tzliche Kriterien werden nicht genannt, weshalb es insbesondere nicht darauf ankommen kann, ob die Eltern im gleichen Haushalt leben und wer den Unterhalt des Kindes bestreitet. Auch bei Vorliegen eines gemeinsamen Haushalts wird daher einzig auf das Sorge- bzw. Obhutsrecht abgestellt, ohne RÃ¼cksicht darauf, welcher Elternteil den Unterhalt des Kindes zur Hauptsache bestreitet. Letzteres ist gemÃ¤ss § 34 Abs. 1 lit. a al. 2 StG ausschliesslich im Zusammenhang mit dem gemeinsamen Sorgerecht von Belang.</p> <p class="Erwgung2">Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz den beantragten Abzug zu Recht verweigert.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Nach § 31 Abs. 1 lit. g StG (in der hier anwendbaren Fassung vom 19. November 2001) werden Einlagen, PrÃ¤mien und BeitrÃ¤ge fÃ¼r Lebens-, Kranken- und bestimmte UnfallversicherungsprÃ¤mien sowie die Zinsen von Sparkapitalien des Steuerpflichtigen und der von ihm unterhaltenen Personen bis zum Betrag von Fr. 2'300.- von den EinkÃ¼nften abgezogen, wobei sich dieser Abzug um Fr. 1'200.- fÃ¼r jedes Kind erhÃ¶ht, fÃ¼r welches ein Kinderabzug im Sinn von § 34 Abs. 1 lit. a StG geltend gemacht werden kann.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Weil der Pflichtige vorliegend keinen Kinderabzug geltend machen kann, fehlt es gleichzeitig an der notwendigen Grundlage fÃ¼r den um Fr. 1'200.- erhÃ¶hten VersicherungsprÃ¤mienabzug.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>GemÃ¤ss § 35 Abs. 2 bzw. § 47 Abs. 2 StG gelten fÃ¼r Ehegatten, die in rechtlich und tatsÃ¤chlich ungetrennter Ehe leben, sowie fÃ¼r verwitwete, gerichtlich oder tatsÃ¤chlich getrennt lebende, geschiedene und ledige Steuerpflichtige, die mit Kindern im Sinn von § 34 Abs. 1 lit. a StG zusammenleben, mildere Tarife (Verheiratetentarif).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Nachdem der Pflichtige die Voraussetzungen von § 34 Abs. 1 lit. a StG nicht erfÃ¼llt, bleibt ihm als Folge davon auch der Verheiratetentarif nach § 35 Abs. 2 und § 47 Abs. 2 StG versagt und ist der Grundtarif zur Anwendung zu bringen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2">Lediglich der VollstÃ¤ndigkeit wegen sei angefÃ¼hrt, dass bei dieser Sachlage der Kinderabzug seitens der Lebenspartnerin und Mutter der Tochter des Pflichtigen hÃ¤tte geltend gemacht werden kÃ¶nnen und sollen. Zutreffend weist die Vorinstanz sodann darauf hin, dass dem Pflichtigen umgekehrt wohl AbzÃ¼ge im Sinn von § 31 Abs. 1 lit. c StG zugestanden hÃ¤tten, welche umgekehrt vom anderen Elternteil zu versteuern gewesen wÃ¤ren. Entgegen den tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnissen hat die Lebenspartnerin des Pflichtigen aber in ihrer SteuererklÃ¤rung 2004 behaupten lassen, die Tochter E halte sich ausserhalb ihres Haushalts auf und sie erhalte keine BeitrÃ¤ge an deren Unterhalt.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2">Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG). </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 750.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 850.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>