<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2002.00016</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106668&amp;W10_KEY=13013576&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2002.00016</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 18.04.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 1999</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verluste im Lückenjahr 1998 Gemäss dem Zürcher System der Gesamtreineinkommenssteuer sind Verluste des Bemessungslückenjahres 1998 bei der Berechnung des ordentlichen Nettoreineinkommens 1998 einzubeziehen.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN">ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEMESSUNGSLÃCKE">BEMESSUNGSLÃCKE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINSCHÃTZUNG UND EINSCHÃTZUNGSGRUNDLAGEN">EINSCHÃTZUNG UND EINSCHÃTZUNGSGRUNDLAGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESAMTREINEINKOMMENSBESTEUERUNG">GESAMTREINEINKOMMENSBESTEUERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESCHÃFTSVERLUST">GESCHÃFTSVERLUST</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NETTOREINEINKOMMEN">NETTOREINEINKOMMEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERLUSTVERRECHNUNG">VERLUSTVERRECHNUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 29 lit. II BV</span><br/><span class="ungerade">§ 29 StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2002 Nr. 101</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Der mit B verheiratete A deklarierte in der SteuererklÃ¤rung 1999 A fÃ¼r das GeschÃ¤ftsjahr 1998 einen Verlust von Fr. 69'395.- aus selbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit. Das steuerbare Einkommen des pflichtigen Ehepaars A-B belief sich gemÃ¤ss SteuererklÃ¤rung 1999 A auf Fr. 255'400.-. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im EinschÃ¤tzungsverfahren 1999 beantragten die Pflichtigen, der GeschÃ¤ftsverlust des GeschÃ¤ftsjahres 1998 von Fr. 69'395.- sei vom steuerbaren Einkommen 1999 abzuziehen. Mit EinschÃ¤tzungsentscheid vom 28. Mai 2001 und Einspracheentscheid vom 12. Juli 2001 verweigerte das kantonale Steueramt die verlangte Verlustverrechnung und schÃ¤tzte die Eheleute AB mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 305'000.- (ZÃ¼rich) bzw. Fr. 305'700.- (Gesamt) und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. 6'358'000.- (ZÃ¼rich) bzw. Fr. 6'383'000.- (Gesamt) ein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Die Steuerrekurskommission II wies den dagegen erhobenen Rekurs mit Entscheid vom 31. Januar 2002 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 25. Februar 2002 beantragten B und A dem Verwaltungsgericht, der Verlust des GeschÃ¤ftsjahres 1998 von Fr. 69'395.- sei mit Einkommen des Jahres 1999 zu verrechnen und das steuerbare Einkommen sei auf Fr. 235'600.- und das satzbestimmende Einkommen auf Fr. 236'300.- festzusetzen. Ferner verlangten sie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>WÃ¤hrend das kantonale Steueramt auf Abweisung der Beschwerde schloss, verzichtete die Steuerrekurskommission II auf Vernehmlassung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtlichen Sachverhalts geltend gemacht werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die Pflichtigen machen vorab geltend, ihnen sei das rechtliche GehÃ¶r verweigert worden, da die Rekurskommission sich nicht mit ihren Darlegungen im Rekurs auseinandergesetzt hÃ¤tte. Aus dem Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r von Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 leitet die Rechtsprechung eine Pflicht der BehÃ¶rden ab, ihre Entscheide zu begrÃ¼nden. Die BegrÃ¼ndung ist so abzu­fassen, dass die tatsÃ¤chlichen und rechtlichen Ãberlegungen nachvollzogen werden kÃ¶nnen, welche dem Ent­scheid zugrunde liegen (BGE 119 Ia 264 E. 4d S. 269; 121 I 54 E. 2c S. 57, mit Hin­weisen). Dabei kann sich die BehÃ¶rde auf die fÃ¼r den Entscheid we­sent­lichen Gesichts­punkte beschrÃ¤nken (BGE 117 Ib 64 E. 4 S. 86; 121 I 54 E. 2c S. 57). Die Rekurskommission hat in ihrem Entscheid zwar kurz, jedoch genÃ¼gend erwogen, aus welchen rechtlichen Ãberlegungen sie zu einer Abweisung des Rekurses gelangt ist, weshalb sie im Licht der dargelegten bundesgerichtlichen Rechtsprechung den Pflichtigen das rechtliche GehÃ¶r nicht verweigert hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Strittig ist im vorliegenden Fall, ob ein im Jahr 1998 erlittener GeschÃ¤ftsverlust mit Ã¼brigen ordentlichen EinkÃ¼nften desselben Jahres zu verrechnen sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Das ZÃ¼rcher Steuergesetz verwirklicht sowohl unter dem alten als auch unter dem neuen Recht den Grundsatz der Gesamtreineinkommenssteuer. Bestimmtem (positiv bzw. negativ) umschriebenen Bruttoeinkommen stehen in §§ 25 und 26 des auf den 1. Januar 1999 aufgehobenen Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 bzw. in §§ 26-30 und §§ 31 sowie 32 StG abschliessend aufgezÃ¤hlte AbzÃ¼ge gegenÃ¼ber. Dabei mÃ¼ssen nach dem Nettoprinzip die AbzÃ¼ge nicht nur bei jener Einkommensart berÃ¼cksichtigt werden, der sie zuzuordnen sind, sondern sind von den gesamten BruttoeinkÃ¼nften abzuziehen (VGr, 21. MÃ¤rz 1984, StE 1984 B 23.9. Nr. 1 mit Hinweisen und auch zum Folgenden; Markus Reich in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/1, Basel und Frankfurt am Main 1997, Art. 7 StHG N. 25). Demzufolge sind GeschÃ¤ftsverluste selbstÃ¤ndigerwerbender natÃ¼rlicher Personen im Steuerjahr mit sÃ¤mtlichen EinkÃ¼nften zu verrechnen. Das massgebliche ordentliche Reineinkommen 1998, das infolge des Systemwechsels in die Bemessungs­lÃ¼cke fÃ¤llt, ist ebenfalls aufgrund der dargelegten GrundsÃ¤tze zu ermitteln. Dies bedeutet, dass das ordentliche Nettoreineinkommen in die BemessungslÃ¼cke fÃ¤llt. Erst nach Festlegung dieses Nettoreineinkommens im Jahre 1998 kann sich die Frage einer allfÃ¤lligen Verrechnung eines im GeschÃ¤ftsjahr 1998 erlittenen Verlustes stellen. Nach § 29 StG kÃ¶nnen Verluste aus den sieben der Steuerperiode vorangegangenen GeschÃ¤ftsjahren abgezogen werden, soweit sie bei der Berechnung des steuerbaren Einkommens dieser Jahre nicht be­rÃ¼cksichtigt werden konnten. Der wÃ¤hrend des Bemessungszeitraums eingetretene Verlust ist dabei nicht gestÃ¼tzt auf § 29 StG, sondern nach dem Grundsatz der Gesamtreineinkommenssteuer zu ermitteln. Insoweit erweist sich das Merkblatt des kantonalen Steueramts zur praktischen Handhabung der BemessungslÃ¼cke im Unternehmenssteuerrecht vom 2. November 1998 (nZStB I 39/465) als rechtmÃ¤ssig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Das nach den vorstehend (in ErwÃ¤gung 2a) dargelegten GrundsÃ¤tzen ermittelte (or­dentliche) Reineinkommen 1998 betrug laut SteuererklÃ¤rung 1999 A Fr. 263'504.-. <br/> Somit fehlt mangels eines negativen Saldos im Bemessungsjahr 1998 zum vornherein die MÃ¶g­lichkeit der Verlustverrechnung im Jahr 1999. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Was die Pflichtigen dagegen vorbringen lassen, Ã¼berzeugt nicht. Die Pflichtigen machen geltend, dass § 29 StG unmissverstÃ¤ndlich von einer Verrechnung mit steuerbaren Einkommen der Vorjahre ausgehe. Und dazu gehÃ¶re eben das Ã¼brige Einkommen des BemessungslÃ¼ckenjahres 1998 nicht. Dieses Einkommen falle in die BemessungslÃ¼cke und sei offensichtlich nicht steuerbar. Da indessen â wie bereits oben dargelegt â das Nettoprin­zip den Regeln von § 29 StG vorgeht und im Jahre 1998 ein positives ordentliches Netto­rein­einkommen resultierte, stellt sich die Frage der Verlustverrechnung nicht (a.A. Eichenberger/Gehriger, Der Ãbergang zur Gegenwartsbemessung im neuen ZÃ¼rcher Steuergesetz, ZÃ¼rich 2000, Rz. 355). Anders entscheiden hiesse, dass Gewinnungskosten des Jahres 1998 ungerechtfertigterweise auf die EinschÃ¤tzung 1999 vorgetragen werden kÃ¶nnten, was dem Grundsatz der LeistungsfÃ¤higkeit widersprechen wÃ¼rde. Hingegen ist damit keineswegs gesagt, dass das ordentliche Nettoreineinkommen im Jahr 1998 Bemessungsgrundlage fÃ¼r in den Vorjahren entstandene Gesamtreinverluste bildet. </span></p> <p class="Einzug1"><i><span> </span></i></p> <p class="Einzug1"><span>Im Weiteren kÃ¶nnen die Pflichtigen aus der zitierten Belegstelle Reich/ZÃ¼ger (in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band 1/2b, Basel/Genf/MÃ¼nchen 2000, Art. 211 DBG N. 14) nichts fÃ¼r sich ableiten. Die Lehrmeinung setzt sich an der betreffenden Fundstelle mit der Frage auseinander, ob bei der direkten Bundessteuer beim Wechsel von der zweijÃ¤hrigen PrÃ¤numerandobesteuerung mit Vergangenheitsbemessung zur einjÃ¤hrigen Postnumerandobesteuerung mit Gegenwartsbemessung eine jahresbezogene Betrach­tungsweise anzuwenden sei oder ob ein GeschÃ¤ftsverlust eines in den Jahren n-1 oder n-2 abgeschlossenen GeschÃ¤ftsjahres zunÃ¤chst mit dem "allfÃ¤lligen Gewinn eines anderen GeschÃ¤ftsjahres", das in diesen beiden GeschÃ¤ftsjahren abgeschlossen wurde, zu verrechnen sei. Schliesslich wird festgestellt, dass fÃ¼r die Verlustverrechnung beim Wechsel eine jahresbezogene Betrachtungsweise anzuwenden sei. Damit wird lediglich hinsichtlich der Ver­­lustverrechnung beim Systemwechsel das VerhÃ¤ltnis zwischen dem Bemessungsjahr n‑1 und n-2 festgelegt und wird die Frage, wie sich ein Verlust innerhalb dieser Jahre auswirkt, nicht beantwortet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>