BRKE I Nr. 145/1995 vom 31. März 1995 in BEZ 1995 Nr. 20 2. Die Gegenstand des angefochtenen Beschlusses bildende Ergänzung der Nutzungsplanung wurde von der Planungsbehörde X. in Befolgung von in einem Rekursverfahren durch den Regierungsrat getrof fenen Anordnungen ausgearbeitet. Der Regi erungsrat hatte die Stadt X. einerseits angewiesen, genauer und umfa s- sender zu prüfen, ob eine Auszonung von der Industriezone in die Reservezone im Gebiet Y. gerechtfertigt sei. Zudem war die Stadt angewiesen worde n, die Reserve- zonen zu verkleinern und 3 ha Wohnbauland einzuzonen. Aus der W eisung des Stadtrates zuhanden der Stimmberechtigten ergibt sich, dass die seinerzeit festgesetzten Reservezonenflächen zwecks Behebung des vom Regierungsrat gerügten Baulandmanko s zugunsten von Bauzonen reduziert werden sollen. Dabei soll einer vom Grossen Gemeinderat getroffenen örtlichen Auswahl von Flächen zugestimmt werden. Der angefochtene Entscheid spricht sich damit o f- fenkundig über sämtliche heute der Reservezone angehören den Grundstücke im Gemeindebann aus, indem ein Teil Bauzonen zugewiesen und ansonsten die R e- servezonen beibehalten werden sollten. Das rekurrentische Grundstück liegt indessen in der Freihaltezone. Es grenzt zwar im Osten unmittelbar an die von der Planung sbehörde zur Zuweisung zur Wohnzone W 3 vorgeschlagene Fläche im Gebiet Z. an. Eine Ausdehnung der Ei n- zonungen auf Freiha ltezonenflächen war indessen offenkundig nicht Gegenstand der Einzonungsvorlage. Über die Abgrenzung zwischen Reservezone und Freihalt e- zone war bereits im Rahmen der Festsetzung der Nutzungsplanung 1985 entschi e- den worden. Das rekurrentische Grundstück war dabei der Freihaltezone zugeteilt worden, was unangefochten blieb und vom Regierungsrat genehmigt wurde (Teilg e- nehmigung der Richt - und Nutzungsplanung X.). Im Rahmen einer nachfolgenden, aus Kapazitätsgründen gebotenen und sich auf die partielle Umzonung von Rese r- vezonenflächen zu Bauzonen beschrä nkenden Planungsvorlage kann die Frage, ob auch Freihaltezonenflächen wieder eing ezont werden sollen, nicht rechtsmittelweise aufgeworfen werden. Daran ändert der Umstand nichts, dass sich die Rekurrenten im Rahmen der ö f- fentlichen Auflage zum stadträtlichen Antrag auf Ergänzung der Nutzungsplanung schriftlich äusserten und die Ausdehnung der sta tt des südlichen Teils der Reserv e- zone vorgesehenen W ohnzone W 3 auch auf die westlich angrenzenden Freihalt e- zonenflächen beantragten und der Stadtrat im Bericht zu den nicht berücksichtigten - 2 - Einwendungen hiezu relativ ausführlich Stellung nahm. Zudem muss davon ausge- gangen werden, dass die Stimmberechtigten der Stadt X. mit dem angefochtenen Beschluss auch über die nicht berücksichtigten Einwendungen, auf welche in der stadträtlichen W eisung zuha nden der Stimmb erechtigten hingewiesen worden war, entschieden haben (vgl. § 7 Abs. 3 PBG). Das mit der Gesetzesänderung vom 1. September 1991 neu eingeführte Anh ö- rungsverfahren räumt jedermann, also wie vorliegend auch nicht stimmberechtigten Grundeigentümern, die Möglichkeit ein, sich zu den vorgesehenen Aufstellun gen oder Änderungen von Richt - und Nutzungsplänen zu äussern (§ 7 Abs. 1 und 2 PBG). Bei einer Totalrevision der Nutzungsplanung können selbstredend jedwelche Einwendungen erhoben werden. Liegt d agegen nur ein Antrag auf eine Teilrevision der Nutzungsplanu ng vor, haben sich die Einwendungen mit dieser auseinanderz u- setzen, und es können im Einwendungsverfahren nicht beliebige Zonenplanänd e- rungen zum Gegenstand der Vorlage gemacht werden. Den Stimmberec htigten steht dagegen die Möglichkeit der Einreichung ent sprechender Initiativen offen (§ 50 GG). Einem Grundeigentümer, der in der fraglichen Gemeinde nicht stimmberechtigt ist, kommt nach der gesetzlichen Ordnung allerdings ausser dem Anspruch auf Übe r- prüfung von Reservezonen nach Massgabe von § 65 Abs. 4 PBG kein Planungsan- spruch zu. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Umteilung des rekurrentischen Grun d- stückes von der Freihaltezone in eine Bauzone nicht Gegenstand des an ge- fochtenen Beschlusses ist. Auf den Rekurs ist daher nicht einzutreten.