<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2017-02-28-4A_24-2017.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4A_24/2017 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 28. Februar 2017</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Kiss, Präsidentin, </div> <div class="para">Bundesrichterinnen Klett, May Canellas, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Marti-Schreier. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________, </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Mietrecht; Ausweisung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts </div> <div class="para">des Kantons Zug, II. Beschwerdeabteilung, </div> <div class="para">vom 9. Dezember 2016. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>In Erwägung,</b> </div> <div class="para">dass A.________ (Beschwerdeführerin) von B.________ (Beschwerdegegner) eine Wohnung an der Strasse U.________ in V.________ mietete; </div> <div class="para">dass der Beschwerdegegner am 4. Oktober 2016 beim Kantonsgericht Zug die Ausweisung der Beschwerdeführerin beantragte; </div> <div class="para">dass der Einzelrichter am Kantonsgericht Zug die Beschwerdeführerin mit Entscheid vom 3. November 2016 anwies, die Wohnung bis spätestens am 21. November 2016, 12.00 Uhr, zu räumen und dem Beschwerdegegner zu übergeben; </div> <div class="para">dass das Obergericht des Kantons Zug mit Beschluss vom 9. Dezember 2016 auf die dagegen von der Beschwerdeführerin erhobene Beschwerde mangels hinreichender Begründung nicht eintrat; </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin dem Bundesgericht mit Eingabe vom 16. Januar 2017 erklärte, den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zug anfechten zu wollen; </div> <div class="para">dass der Beschwerde mit Präsidialverfügung vom 13. Februar 2017 die aufschiebende Wirkung erteilt wurde; </div> <div class="para">dass der Streitwert von Fr. 15'000.-- nach <span class="artref">Art. 74 Abs. 1 lit. a BGG</span> nicht erreicht ist; </div> <div class="para">dass die Beschwerde in Zivilsachen dennoch zulässig ist, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (<span class="artref">Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG</span>); </div> <div class="para">dass die beschwerdeführende Partei in der Beschwerdeschrift auszuführen hat, warum diese Voraussetzung erfüllt ist (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 Satz 2 BGG</span>), ansonsten die Beschwerde in Zivilsachen unzulässig ist (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=21.02.2017&amp;to_date=12.03.2017&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-III-439%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page439">BGE 133 III 439</a> E. 2.2.2.1 S. 442); </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin ausführt, die Vorinstanz sei auf ihre Beschwerde nicht eingetreten, ohne sie vorgängig auf die ungenügende Begründung aufmerksam zu machen und ihr eine Nachfrist zur Nachbesserung zu setzen; </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin geltend macht, es sei eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung, ob die dargelegte Konstellation eine Verletzung der richterlichen Fragepflicht i.S.v. <span class="artref">Art. 56 ZPO</span>, des rechtlichen Gehörs und des Willkürverbots darstelle; </div> <div class="para">dass es bei der aufgeworfenen Frage lediglich um die Anwendung von Grundsätzen der Rechtsprechung auf einen konkreten Fall geht; </div> <div class="para">dass somit keine Rechtsfrage von grundsätzlich er Bedeutung vorliegt, weshalb die Beschwerde in Zivilsachen nicht offensteht; </div> <div class="para">dass die Eingabe der Beschwerdeführerin unter diesen Umständen als subsidiäre Verfassungsbeschwerde im Sinne der <span class="artref">Art. 113 ff. BGG</span> zu behandeln ist; </div> <div class="para">dass mit einer solchen Beschwerde ausschliesslich die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden kann (<span class="artref">Art. 116 BGG</span>); </div> <div class="para">dass in der Beschwerdeschrift dargelegt werden muss, welche verfassungsmässigen Rechte durch das kantonale Gericht verletzt worden sind, und solche Rügen in Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheides präzise zu begründen sind (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 in Verbindung mit <span class="artref">Art. 117 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=21.02.2017&amp;to_date=12.03.2017&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-138%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page138">BGE 134 V 138</a> E. 2.1 S. 143; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=21.02.2017&amp;to_date=12.03.2017&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-III-439%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page439">133 III 439</a> E. 3.2 S. 444 mit Hinweis); </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin eine Verletzung des Willkürverbots, des rechtlichen Gehörs (<span class="artref">Art. 29 BV</span>) und des Gleichbehandlungsgrundsatzes (<span class="artref">Art. 8 BV</span>) rügt; </div> <div class="para">dass sie indessen nicht ausführt, inwiefern die Vorinstanz diese Normen verletzt hätte; </div> <div class="para">dass sich eine Verletzung verfassungsmässiger Rechte jedenfalls nicht ohne weiteres aus der Verletzung der richterlichen Fragepflicht nach <span class="artref">Art. 56 ZPO</span> ergibt; </div> <div class="para">dass die Rügen der Beschwerdeführerin die erwähnten Begründungsanforderungen daher nicht erfüllen; </div> <div class="para">dass die Rügen aus den folgenden Gründen indessen ohnehin unbegründet sind; </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin nach den vorinstanzlichen Feststellungen im Beschwerdeverfahren lediglich ihre bereits im erstinstanzlichen Verfahren vorgetragene Argumentation wiederholt hat und sich nicht mit den Erwägungen des erstinstanzlichen Gerichts dazu auseinandergesetzt hat; </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin diese Feststellungen zum Prozesssachverhalt nicht anficht, womit sie für das Bundesgericht verbindlich sind; </div> <div class="para">dass die Vorinstanz vor diesem Hintergrund weder das Willkürverbot noch das rechtliche Gehör oder den Gleichbehandlungsgrundsatz verletzt hat, wenn sie auf die Beschwerde mangels hinreichender Begründung nicht eintrat; </div> <div class="para">dass die Verfassungsrügen der Beschwerdeführerin mithin offensichtlich unbegründet sind; </div> <div class="para">dass die Beschwerde somit im Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 BGG</span> abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten werden kann; </div> <div class="para">dass die Gerichtskosten dem Verfahrensausgang entsprechend der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>); </div> <div class="para">dass der Beschwerdegegner keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung hat, da ihm aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein Aufwand erwachsen ist (<span class="artref">Art. 68 Abs. 2 BGG</span>); </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zug, II. Beschwerdeabteilung, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 28. Februar 2017 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: Kiss </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: Marti-Schreier </div> </div></body></html>