<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00359</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206363&amp;W10_KEY=4467134&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00359</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.12.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Gesamtrenovation einer Schulanlage; Arbeitsvergabe für Sanitäranlagen im offenen Verfahren.<br/><br/>Bewertung des Preises: Der Bewertung der Angebotspreise lag eine Preisspanne von 117 % zugrunde. Die von der Vergabebehörde verwendete Preisspanne erscheint als zu weit, da es sich nicht um hochkomplexe Arbeiten handelt. In der fehlenden plausiblen Begründung für die Wahl dieser ungewöhnlichen Preisspanne liegt eine Ermessensüberschreitung. Es ist auf die von der Vergabebehörde im Beschwerdeverfahren vorgeschlagene Bandbreite von 50 % abzustellen (E. 5).<br/><br/>Bewertung der Referenzen: Nur mit Bezug auf das Angebot der Beschwerdeführerin liegt eine aktenkundige (schlechte) Referenz vor. Für die Bewertung des Zuschlags hat die Vergabebehörde in unzulässiger Weise auf weitere, nicht schriftlich festgehaltene Auskünfte bzw. Erfahrungen abgestellt. Die Sache ist zur Korrektur dieser Mängel an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (E. 6).<br/><br/>Lehrlingsausbildung: Die für die Bewertung des Verhältnisses von Lehrlingen zu Anzahl Mitarbeitenden angewandte Skala vermag nicht zu überzeugen. Sie setzt insbesondere die bekannt gegebene Gewichtung des Kriteriums nur ungenügend um (E. 7).<br/><br/>Teilweise Gutheissung und Rückweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWERTUNG DER ZUSCHLAGSKRITERIEN">BEWERTUNG DER ZUSCHLAGSKRITERIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWERTUNGSMETHODE">BEWERTUNGSMETHODE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWERTUNGSSKALA">BEWERTUNGSSKALA</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERFAHRUNG">ERFAHRUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEHRLINGSAUSBILDUNG">LEHRLINGSAUSBILDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PREIS">PREIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PREISSPANNE">PREISSPANNE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REFERENZ">REFERENZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REFERENZAUSKÃNFTE">REFERENZAUSKÃNFTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHRIFTLICHKEIT">SCHRIFTLICHKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">FÃ¼r die Gesamtsanierung der Schulanlage L in X schrieb die Stadt X im Amtsblatt vom 28. April 2006 unter anderen die Arbeiten fÃ¼r die SanitÃ¤ranlagen im offenen Verfahren aus. Daraufhin gingen gemÃ¤ss OffertÃ¶ffnungsprotokoll vom 12. Juni 2006 sechs Angebote mit BetrÃ¤gen von Fr. 677'880.- bis Fr. 993'918.- ein. Auf Antrag der Baukommission L erteilte der Stadtrat von X mit Beschluss vom 24. August 2006 der Unternehmung D den Zuschlag. Dies wurde den beteiligten Anbieterinnen mit VerfÃ¼gung vom 25. August 2006 mitgeteilt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen liess die A AG am 7. September 2006 Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben und diesem zur Hauptsache beantragen, der Vergabeentscheid sei aufzuheben und ihr der Zuschlag zu erteilen oder â eventuell â die Sache zurÃ¼ckzuweisen, mit der verbindlichen Anweisung, den Zuschlag ihr zu erteilen; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin. In prozessualer Hinsicht wurde die Erteilung der aufschiebenden Wirkung verlangt.</p> <p class="Urteilstext">Die Stadt X liess am 22. September 2006 die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin bzw. â eventuell â die RÃ¼ckweisung zum Neuentscheid beantragen. Gegen das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung stellte sie sich insoweit, als davon die erste Bauetappe (Turnhalle/GerÃ¤teraumanbau) betroffen war, bezÃ¼glich der zweiten Etappe (Schulhaus/Singsaal/ Verbindungstrakt) sei dem Gesuch lÃ¤ngstens bis Januar 2007 zu entsprechen. Die mitbeteiligte D verzichtete mit Schreiben vom 3. Oktober 2006 auf eine Beschwerdeantwort.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 5. Oktober 2006 wurde der Beschwerde mit Bezug auf die SanitÃ¤rarbeiten fÃ¼r die zweite Etappe einstweilen die aufschiebende Wirkung erteilt, im Ãbrigen wurde das Gesuch abgewiesen. Ãberdies wurde der BeschwerdefÃ¼hrerin Einsicht in die Akten â mit einzelnen EinschrÃ¤nkungen â gewÃ¤hrt.</p> <p class="Urteilstext">Im zweiten Schriftenwechsel hielten die Parteien mit Replik vom 30. Oktober bzw. Duplik vom 22. November 2006 an ihren AntrÃ¤gen fest.</p> <p class="Urteilstext">Der Beschwerde wurde mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 28. November 2006 aufschiebende Wirkung erteilt, jedoch einen raschen Entscheid in Aussicht gestellt.</p> <p class="Urteilstext">Die Parteivorbringen werden, soweit rechtserheblich, im Rahmen der nachfolgenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben.</p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> ZustÃ¤ndigkeit und Verfahrensrecht</p> <p class="Urteilstext"><span>Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 (IVÃ¶B) sowie § 2 des Gesetzes vom 15. September 2003 Ã¼ber den Beitritt zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung zur Anwendung.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> Legitimation</p> <p class="Urteilstext">Nicht berÃ¼cksichtigte Anbieter sind zur Beschwerde gegen den Vergabeentscheid legitimiert, wenn sie bei deren Gutheissung eine realistische Chance haben, mit dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen, oder wenn die Gutheissung der Beschwerde zu einer Wiederholung des Submissionsverfahrens fÃ¼hrt, in welchem sie ein neues Angebot einreichen kÃ¶nnen; andernfalls fehlt ihnen das schutzwÃ¼rdige Interesse an der BeschwerdefÃ¼hrung (RB 1999 Nr. 18 = BEZ 1999 Nr. 11; § 21 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). â Vorliegend ist die Legitimation der BeschwerdefÃ¼hrerin, die gemÃ¤ss OffertÃ¶ffnungsprotokoll das preislich gÃ¼nstigste Angebot eingereicht hat, ohne weiteres zu bejahen. Auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde ist daher einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs</p> <p class="Urteilstext">Vorab rÃ¼gt die BeschwerdefÃ¼hrerin eine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs. Sie bringt diesbezÃ¼glich vor, dass der Vergabeentscheid nicht schriftlich begrÃ¼ndet worden sei und ihr die VergabebehÃ¶rde keine Einsichtnahme in die entscheidrelevanten Akten gewÃ¤hrt habe.</p> <p class="Urteilstext">Nach den Spezialvorschriften von Art. 13 lit. h IVÃ¶B und § 38 Abs. 2 der Submissionsverordnung vom 23. Juli 2003 (SubmV) ist die Vergabestelle bei der ErÃ¶ffnung einer VerfÃ¼gung lediglich zu einer summarischen BegrÃ¼ndung verpflichtet; nur auf Gesuch eines Anbieters hin hat sie diesem die wesentlichen GrÃ¼nde fÃ¼r seine NichtberÃ¼cksichtigung bekannt zu geben (§ 38 Abs. 3 lit. d SubmV). Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts kann eine allfÃ¤llige Verletzung des Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r infolge Fehlens einer ausreichenden BegrÃ¼ndung durch die im Rahmen der Beschwerdeantwort nachgereichte BegrÃ¼ndung sowie die einem BeschwerdefÃ¼hrenden eingerÃ¤umte Gelegenheit, mittels Replik zur Beschwerdeantwort Stellung zu nehmen, geheilt werden (RB 2000 Nr. 59 = BEZ 2000 Nr. 25 E. 4a). Eine weitere ErgÃ¤nzung im Rahmen eines vom Gericht angeordneten zweiten Schriftenwechsels ist dagegen grundsÃ¤tzlich nicht zulÃ¤ssig (VGr, 19. Juni 2002, VB.2001.00360, E. 5d, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Urteilstext">Vorliegend ergÃ¤nzte die Beschwerdegegnerin ihre erste summarische BegrÃ¼ndung mit der Zusendung der anonymisierten Bewertungsmatrix bzw. des Vergabeantrags. Ob mit diesen ErgÃ¤nzungen die wesentlichen GrÃ¼nde im Sinn von § 38 Abs. 3 lit. d SubmV bekannt gegeben wurden, kann offen bleiben. Jedenfalls hat die Beschwerdegegnerin den Vergabeentscheid mit ihrer Beschwerdeantwort begrÃ¼ndet bzw. die BegrÃ¼ndung ergÃ¤nzt und ist damit ihrer BegrÃ¼ndungspflicht nachgekommen. Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels konnte die BeschwerdefÃ¼hrerin zu dieser BegrÃ¼ndung Stellung nehmen und erhielt sie Einsicht in die Beilagen zur Beschwerdeantwort. Eine allfÃ¤llige Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs wurde damit geheilt,<span> was auch hinsichtlich eventueller Verletzungen des Akteneinsichtsrechts gilt (VGr, 13. Juli 2005, VB.2004.00562, und 19. Oktober 2005, VB.2004.00531, je E. 3, beide unter www.vgrzh.ch; 17. Februar 2000, BEZ 2000 Nr. 25 E. 4a und b).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> Ausgangslage</p> <p class="Urteilstext">FÃ¼r die Vergabeverfahren im Rahmen von Sanierung und Umbau der Schulanlage L genehmigte der Stadtrat folgende Zuschlagskriterien und ihre Gewichtung, die so auch in den Ausschreibungsunterlagen bekannt gegeben wurden:</p> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoTableGrid"> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">â Preis</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">60 %</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">â QualitÃ¤t</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">20 %</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">â Termine bzw. Termineinhaltung</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">10 %</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">â Lehrlingsausbildung</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">10 %</p> </td> </tr> </table> <p class="Urteilstext">Bei der Vergabe der SanitÃ¤ranlagen wurden die drei besten Angebote gemÃ¤ss Vergabeantrag wie folgt bewertet:</p> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoTableGrid" width="592"> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>BeschwerdefÃ¼hrerin</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>Mitbeteiligte</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>E AG</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>â Preis</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>300</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>287.4</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>286.1</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>â QualitÃ¤t</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>80</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>100</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>100</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>â Termine</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>40</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>50</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>50</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>â Lehrlingsausbildung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>50</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>50</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>50</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><b><span>Total Punkte</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><b><span>470</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><b><span>487.4</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><b><span>486.1</span></b></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>Rang</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>3</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>1</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>2</span></p> </td> </tr> </table> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin wehrt sich zum einen gegen die schlechtere Bewertung ihres Angebots bei den Zuschlagskriterien "QualitÃ¤t" und "Termine" sowie â nach Kenntnisnahme der vollen BegrÃ¼ndung in der Beschwerdeantwort und nach Einsichtnahme in die Akten â zum andern gegen die Bewertungsschemata, welche der Bewertung der Kriterien "Preis" und "Lehrlingsausbildung" zugrunde liegen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> Bewertung des Preises</p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht im Wesentlichen geltend, das von der VergabebehÃ¶rde angewandte Preisbewertungsschema verringere das Gewicht des Kriteriums "Preis". So erhalte das teuerste Angebot immer noch 180 Punkte, obwohl es 46,6 % Ã¼ber dem gÃ¼nstigsten Angebot liege. Die bekannt gegebene Gewichtung von 60 % werde auf diese Weise unterlaufen.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Der Vergabestelle steht bei der Bewertung der Angebotspreise â ebenso wie bei den andern Zuschlagskriterien â ein erheblicher Ermessensspielraum zu. In diesen greift das Verwaltungsgericht, dem keine ÃberprÃ¼fung der Angemessenheit des Entscheids zusteht (Art. 16 Abs. 2 IVÃ¶B), nicht ein (vgl. § 50 Abs. 3 VRG). Zu prÃ¼fen ist dagegen eine allfÃ¤llige Ãberschreitung oder ein Missbrauch des Ermessens (Art. 16 Abs. 1 lit. a IVÃ¶B; vgl. § 50 Abs. 2 lit. c VRG). Die Bewertung muss jedoch der Gewichtung des Kriteriums Rechnung tragen, damit das im Voraus bekannt gegebene Gewicht tatsÃ¤chlich zum Tragen kommt (VGr, 5. Mai 2006, VB.2005.00582, E. 5.2, www.vgrzh.ch; 18. Dezember 2002, BEZ 2003 Nr. 13 E. 3g und 4b, mit Hinweisen). Das bedeutet insbesondere, dass auch beim Kriterium "Preis" nur die tatsÃ¤chlich in Frage kommende Bandbreite mÃ¶glicher Werte zu berÃ¼cksichtigen ist (VGr, 21. April 2004, ZBl 105/2004, S. 382, E. 2.2; 11. September 2003, VB.2003.00188, E. 4b, www.vgrzh.ch; RB 2002 Nr. 52 = BEZ 2003 Nr. 13 E. 4b; VGr, 28. Oktober 2002, BEZ 2003 Nr. 14 E. 4c; vgl. zum Ganzen auch Beat Denzler, Bewertung der Angebotspreise, Baurecht, Sonderheft Vergaberecht 2004, S. 20).</p> <p class="Urteilstext">Welche Bandbreite bei den Angebotspreisen realistischerweise erwartet werden kann, ist von der in Frage stehenden Beschaffung abhÃ¤ngig. So ist bei einfachen Bauarbeiten in der Regel mit einer geringeren Preisspanne zu rechnen als bei technisch anspruchsvollen Konstruktionen bzw. Dienstleistungen. Wird die Bandbreite erst nach dem Vorliegen der Angebote festgelegt, kÃ¶nnen auch die tatsÃ¤chlich offerierten, ernsthaften Preise als Anhaltspunkte berÃ¼cksichtigt werden (VGr, 21. September 2005, VB.2005.00227, E. 3.2, www.vgrzh.ch; 21. April 2004, BEZ 2004 Nr. 34 = ZBl 105/2004, S. 382, E. 2.6; 28. Oktober 2002, BEZ 2003 Nr. 14 E. 4c).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Im vorliegenden Fall hat die VergabebehÃ¶rde das teuerste Angebot im Betrag von Fr. 993'756.59 der BeschwerdefÃ¼hrerin noch mit 180 Punkten bewertet. Erst ein Angebot im Betrag von rund Fr. 1,46 Mio. erhielte nach dem angewandten Bewertungsschema 0 Punkte. Das entspricht einer Preisspanne von knapp 117 %. Eine solche Preisspanne erscheint fÃ¼r die hier zu beurteilende Vergabe als klarerweise zu weit, da es sich keineswegs um hochkomplexe Arbeiten, sondern um Installationen im Baunebenbereich handelt (vgl. dazu auch VGr, 5. Mai 2006, VB.2005.00582, E. 5.3, www.vgrzh.ch), und liegt damit ausserhalb des zulÃ¤ssigen Ermessensspielraums und nicht bloss â wie die Beschwerdegegnerin in der Duplik meint â am Rand desselben.</p> <p class="Urteilstext">Zur GewÃ¤hrleistung von Transparenz und Nachvollziehbarkeit des Vergabeentscheids hat das Verwaltungsgericht in einem neueren Entscheid mit Bezug auf die Preisspanne festgehalten, dass je ungewÃ¶hnlicher (besonders weit oder besonders eng) die gewÃ¤hlte Preisspanne, desto mehr eine triftige BegrÃ¼ndung fÃ¼r diese Festlegung erforderlich sei. BegrÃ¼ndet die VergabebehÃ¶rde die Wahl einer ungewÃ¶hnlichen Preisspanne nicht plausibel, Ã¼berschreitet sie ihr Ermessen. In diesem Fall wendet das Gericht eine Spanne an, wie sie Ã¼blicherweise im Rahmen des Ermessens gewÃ¤hlt werden kÃ¶nnte (VGr, 22. MÃ¤rz 2006, BEZ 2006 Nr. 36 E. 4.3).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Nachdem die Beschwerdegegnerin im vorliegenden Fall keine sachlichen GrÃ¼nde fÃ¼r die Wahl der ausserordentlich grossen Preisspanne namhaft machen konnte, ist hier daher auf die von ihr selbst in der Duplik vorgeschlagene und einer korrigierten Preisbewertung zugrunde gelegten Bandbreite von 50 % abzustellen.</p> <p class="Urteilstext">Aufgrund der in der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts vorgeschlagenen Formel zur Bewertung der Angebotspreise (VGr, 21. April 2004, BEZ 2004 Nr. 34 = ZBl 105/2004, S. 382, E. 2.5) ergeben sich folgende verÃ¤nderte Punktezahlen:</p> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoTableGrid" width="592"> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>BeschwerdefÃ¼hrerin</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>Mitbeteiligte</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>E AG</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>â Preis</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>300</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>270.6</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>267.7</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>â QualitÃ¤t</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>80</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>100</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>100</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>â Termine</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>40</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>50</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>50</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>â Lehrlingsausbildung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>50</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>50</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>50</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><b><span>Total Punkte</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><b><span>470</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><b><span>470.6</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><b><span>467.7</span></b></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>Rang</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>2</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>1</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>3</span></p> </td> </tr> </table> <p class="Urteilstext">Aufgrund der korrigierten Preisbewertung rÃ¼ckt somit die BeschwerdefÃ¼hrerin auf Rang 2 vor und liegt mit lediglich 0.6 Punkten hinter der Mitbeteiligten zurÃ¼ck.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> Bewertung der Referenzen</p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>FÃ¼r die Beurteilung der Zuschlagskriterien "QualitÃ¤t" und "Termine" bzw. "Termineinhaltung" wurde einzig auf Referenzen abgestellt. Die Ausschreibungsunterlagen enthielten dazu eine vorbereitete Referenzliste, die Platz fÃ¼r zehn Referenzen bot und folgende Ãberschriften enthielt: "Objekt", "AusgefÃ¼hrt am" sowie "Referenz/Bezugsperson/Telefon". Weitere AusfÃ¼hrungen wurden zu den Referenzen nicht gemacht.</p> <p class="Urteilstext">Nur die Mitbeteiligte benutzte fÃ¼r ihre drei Referenzangaben die leere Liste die E AG brachte darauf einen Verweis auf eine beigelegte vierseitige allgemeine Referenzliste mit 33 Objekten Ã¶ffentlicher Auftraggeber an, und die BeschwerdefÃ¼hrerin reichte lediglich eine zweiseitig allgemeine Referenzliste mit 14 Objekten Ã¶ffentlicher Auftraggeber ein.</p> <p class="Urteilstext">Laut Vergabeantrag erhielt lediglich die BeschwerdefÃ¼hrerin bei den hier interessierenden Zuschlagskriterien AbzÃ¼ge von je 20 %. Alle anderen Angebote wurden mit der vollen Punktzahl bewertet. Ãberdies wurde bei der BeschwerdefÃ¼hrerin die Bemerkung "Schlechte Referenz" angebracht.</p> <p class="Urteilstext">Wie sich aus der E-Mail-Korrespondenz zwischen der BeschwerdefÃ¼hrerin und der Beschwerdegegnerin im Vorfeld der Beschwerdeerhebung ergibt, waren sÃ¤mtliche Anbieterinnen sowohl der VergabebehÃ¶rde wie auch dem ArchitekturbÃ¼ro bekannt, welches fÃ¼r die VergabebehÃ¶rde das Vergabeverfahren durchfÃ¼hrte. Die amtsinternen ReferenzauskÃ¼nfte hÃ¤tten keine negativen Ergebnisse zu Tage gebracht, weshalb alle Anbieterinnen die volle Punktezahl erhalten hÃ¤tten. Auch das ArchitekturbÃ¼ro habe fÃ¼r alle Anbieterinnen ausser der BeschwerdefÃ¼hrerin positive ReferenzauskÃ¼nfte erteilen kÃ¶nnen. Zum Punkteabzug von 20 % bei den Kriterien "QualitÃ¤t" und "Termeineinhaltung" habe ein Bauobjekt gefÃ¼hrt, welches die BeschwerdefÃ¼hrerin zwar nicht genannt habe, das jedoch direkt vom ArchitekturbÃ¼ro begleitet worden sei.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt dagegen im Wesentlichen vor, die VergabebehÃ¶rde habe zu Unrecht einzig auf eine nicht aktenkundige Auskunft eines Dritten abgestellt und gestÃ¼tzt darauf in willkÃ¼rlicher Weise einen Punkteabzug in der HÃ¶he von 20 % vorgenommen. Sodann seien auch die Ã¼brigen eingeholten ReferenzauskÃ¼nfte nicht aktenkundig. Schliesslich sei es nicht sachgemÃ¤ss, wenn die VergabebehÃ¶rde diese Zuschlagskriterien alleine aufgrund von ReferenzauskÃ¼nften bewerte, ohne dass diese in genÃ¼gender Zahl vorlÃ¤gen.</p> <p class="Erwgung3"><b>6.2.1 </b>Selbst wenn ReferenzauskÃ¼nfte naturgemÃ¤ss subjektiv geprÃ¤gt sind, so kann aus mehreren gleich lautenden AuskÃ¼nften abgeleitet werden, dass ihnen eine gewisse ObjektivitÃ¤t zukommt (VGr, 17. Februar 2000, VB.1999.00217, E. 4b/cc, www.vgrzh.ch). AuskÃ¼nfte Ã¼ber bisherige Leistungen eines Anbieters sind damit ein geeignetes Mittel, um Klarheit Ã¼ber die QualitÃ¤t einer kÃ¼nftig zu erbringenden Leistung zu schaffen und die Terminwahrung sowie das GeschÃ¤ftsgebaren eines Anbieters einschÃ¤tzen zu kÃ¶nnen (Josua Raster/Stefan G. Schmid, Referenzen im Vergabeverfahren, Ein Einblick in die verwaltungsrechtliche Praxis, Kriterium Nr. 17, Dezember 2005, S. 1). GrundsÃ¤tzlich sind ReferenzauskÃ¼nfte selbst als ausschliessliche Bewertungsgrundlage fÃ¼r ein Zuschlagskriterium zulÃ¤ssig.</p> <p class="Erwgung3"><b>6.2.2 </b>Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts dÃ¼rfen eigene Erfahrungen der VergabebehÃ¶rde wie Referenzen externer Auftraggeber dann berÃ¼cksichtigt werden, wenn sie konkret beschrieben sind und somit eine objektive Beurteilung und die Vergleichbarkeit gewÃ¤hrleisten (VGr, 22. Juli 2005, VB.2005.00136, E. 4.3.3; 23. Februar 2005, VB.2004.00499, E. 6.2; beide unter www.vgrzh.ch).</p> <p class="Urteilstext">Die Erfahrung des ArchitekturbÃ¼ros, welches das Vergabeverfahren im Auftrag der Beschwerdegegnerin durchgefÃ¼hrt hat, durfte somit â nicht als Drittreferenz, sondern gleichsam als zusÃ¤tzliche eigene Erfahrung der VergabebehÃ¶rde â ebenfalls berÃ¼cksichtigt werden. Die mit der Beschwerdeantwort eingereichten Schreiben zwischen der BeschwerdefÃ¼hrerin und dem ArchitekturbÃ¼ro aus den Jahren 2002â2004 machen die ausschlaggebende negative Erfahrung im Zusammenhang mit einer WohnÃ¼berbauung in Y aktenkundig und zeigen aufgrund der Datierungen der Schreiben, dass diese dem ArchitekturbÃ¼ro zum Zeitpunkt, als es den Vergabeantrag zuhanden der VergabebehÃ¶rde vorbereitete, bzw. zum Zeitpunkt des Vergabeentscheids selbst vorgelegen haben. Dass dieses Schreiben nicht mit einem zusammenfassenden Fazit versehen wurde, schadet nicht. Insofern gehen die Vorbringen der BeschwerdefÃ¼hrerin fehl.</p> <p class="Erwgung3"><b>6.2.3 </b>MÃ¼ndlich eingeholte ReferenzauskÃ¼nfte sind schriftlich festzuhalten; andernfalls dÃ¼rfen sie nicht berÃ¼cksichtigt werden. Bei deren Aufzeichnung sollte nebst dem Inhalt der Auskunft zumindest festgehalten werden, wann und von wem sie eingeholt wurden, wer die Auskunft erteilte und auf welchem Weg (z.B. telefonisch) dies geschah (VGr, 21. September 2005, VB.2005.00227, E. 4.2.1; 11. Februar 2004, VB.2003.00297, E. 3.3.2; 13. August 2003, VB.2003.00016, E. 2, alle unter www.vgrzh.ch; RB 2003 Nr. 2 = BEZ 2004 Nr. 15 E. 3; vgl. Raster/Schmid, S. 2).</p> <p class="Urteilstext">Im vorliegenden Vergabeverfahren sind die weiteren Referenzen und eigenen Erfahrungen der VergabebehÃ¶rde bzw. des ArchitekturbÃ¼ros unbestrittenermassen nirgends schriftlich erfasst worden und dÃ¼rfen schon aus diesem Grund nicht fÃ¼r die Bewertung der Zuschlagskriterien "QualitÃ¤t" und "Termeineinhaltung" berÃ¼cksichtigt werden. Die Beschwerdegegnerin hat jedoch zur BegrÃ¼ndung des Zuschlags entscheidend auf nicht aktenkundige AuskÃ¼nfte bzw. Erfahrungen abgestellt.</p> <p class="Urteilstext">Ob der Abzug von 20 % fÃ¼r die schlechten Erfahrungen des ArchitekturbÃ¼ros bezÃ¼glich der WohnÃ¼berbauung in Y gerechtfertig war, kann demnach â da weitere Anhaltspunkte fÃ¼r eine Beurteilung der Ã¼brigen eigenen Erfahrungen bzw. (Dritt-)Referenzen fehlen â nicht entschieden werden.</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde ist daher teilweise gutzuheissen und der Zuschlag an die Mitbeteiligte aufzuheben. Die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckzuweisen, die nun ihre eigenen Erfahrungen bzw. diejenigen des ArchitekturbÃ¼ros sowie ReferenzauskÃ¼nfte Dritter schriftlich festzuhalten, hernach deren Bewertung nachzuholen und gestÃ¼tzt darauf erneut Ã¼ber den Zuschlag zu entscheiden hat.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> Lehrlingsausbildung</p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht schliesslich geltend, die Bewertung des Kriteriums "Lehrlingsausbildung" sei nicht nachvollziehbar. Trotz erheblicher Unterschiede beim VerhÃ¤ltnis Mitarbeitende/Lehrlinge hÃ¤tten alle Anbieterinnen das Punktemaximum erhalten. â Mit Blick auf die neue Beurteilung der Angebote bleibt dieser Einwand zu prÃ¼fen.</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin hÃ¤lt dem entgegen, dass die Bewertung des Kriteriums auf der Anzahl Lehrlinge im VerhÃ¤ltnis zur gesamten Mitarbeiterzahl beruhe. Zur rechtsgleichen Behandlung habe die Beschwerdegegnerin folgende Bewertungsskala vorgegeben:</p> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoTableGrid"> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">[Ein] Lernender pro x Mitarbeiter</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">0â10</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">11â15</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">16â20</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">21â40</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">41&gt;</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">keine</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Punkte bei 10 %</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">10</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">9</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">8</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">7</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">5</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">0</p> </td> </tr> </table> <p class="Urteilstext">Bei einem Vergleich dieser Skala mit allen eingereichten Offerten zeige sich, dass alle Anbieterinnen zu Recht das Maximum von 50 Punkten erhalten hÃ¤tten.</p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b>Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts ist fÃ¼r die Punktvergabe beim Zuschlagskriterium "Lehrlingsausbildung" die Zahl der Lehrlinge im VerhÃ¤ltnis zum gesamten Personalbestand zu werten, um kleine Betriebe nicht gegenÃ¼ber grossen zu benachteiligen (VGr, 23. November 2001, VB.2001.00215, E. 6, www.vgrzh.ch). Insofern ist das Vorgehen der Beschwerdegegnerin nicht zu beanstanden.</p> <p class="Urteilstext">Die angewandte Skale vermag jedoch aus verschiedenen GrÃ¼nden nicht zu Ã¼berzeugen. ZunÃ¤chst fÃ¼hrt eine gestufte, nicht lineare Bewertung zu einem unerwÃ¼nschten Auseinanderklaffen von effektivem Lehrling/Mitarbeiter-VerhÃ¤ltnis und Punktezahl in denjenigen FÃ¤llen, in denen die VerhÃ¤ltniswerte der Anbieterinnen nahe beieinander, aber auf unterschiedlichen Bewertungsstufen liegen. FÃ¼r sich alleine wÃ¤re dies noch hinzunehmen. Hinzu kommt jedoch, dass die Bewertungsstufen unterschiedlich gross sind. Die erste Stufe umfasst 0 bis 10 Mitarbeiter, die nÃ¤chsten zwei Stufen je 5 und die vierte dann 20 Mitarbeiter. Schliesslich erhÃ¤lt aufgrund der letzten Abstufung jede Unternehmung mit 41 und mehr Mitarbeitern 5 Punkte. Mit dieser Stufe wird die bekannt gegebene Gewichtung des Kriteriums (10 %) nur ungenÃ¼gend umgesetzt; da jeder Anbieter ungeachtet seiner GrÃ¶sse bereits mit einem Lehrling die HÃ¤lfte der bei diesem Kriterium zu vergebenden Punkte (10 % der Maximalpunktzahl) erhÃ¤lt, wird die Gewichtung praktisch auf 5 % verringert, was nicht zulÃ¤ssig ist. Demnach ist das Bewertungsschema so zu konzipieren, dass es der Gewichtung von 10 % Rechnung trÃ¤gt.</p> <p class="Urteilstext">Die nach diesen Gesichtspunkten verÃ¤nderte Bewertungsskala ist im Rahmen der Neubeurteilung zu berÃ¼cksichtigen, sofern sie sich auf die Rangierung der hier im Streit liegenden Angebote auswirkt. Ob sich eine verÃ¤nderte Skala zugunsten der BeschwerdefÃ¼hrerin auswirkt, ist indessen fraglich.</p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen</p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens den Parteien, die im Hauptstandpunkt Gutheissung bzw. Abweisung der Beschwerde beantragt haben, je zur HÃ¤lfte aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). ParteientschÃ¤digungen sind bei diesem Ausgang nicht zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug2">1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die ZuschlagsverfÃ¼gung vom 25. August 2006 bzw. der Beschluss des Stadtrats X vom 24. August 2006 mit Bezug auf die Vergabe der SanitÃ¤rarbeiten (2. Etappe) aufgehoben; die Akten werden zu weiterer Untersuchung und neuer Vergabe an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 5'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 210.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 5'210.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden je zur HÃ¤lfte der BeschwerdefÃ¼hrerin und der Beschwerdegegnerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>