A bteilung II B -2233/2006 {T 0/2} U rteil vom 30. M ai 2007 M itw irkung: R ichterin Vera M arantelli (Vorsitz), R ichter C laude M orvant, R ichter H ans U rech; G erichtsschreiber Said H uber 1. Z._______ G m bH , 2. Y._______ G m bH , 3. A ._______, alle vertreten durch R echtsanw alt Jakob H uber, Beschw erdeführer, gegen Landw irtschaft und W ald (law a), Abteilung Landw irtschaft, Vorinstanz, betreffend A nerkennung von B etrieben B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. A._______ bew irtschaftet in der G em einde K._______ den Landw irt- schaftsbetrieb L._______ m it einer landw irtschaftlichen N utzfläche von (...) ha. D aneben leitet er als einzelzeichnungsberechtigter G eschäftsfüh- rer die von ihm am 14. Februar 2001 gegründete Y._______ G m bH , w el- che Baggerarbeiten ausführt und Im m obiliengeschäfte tätigt. Am 29. O ktober 2004 erw arb A._______ von der X._______ AG für Fr. (...) die (...) a 29 m 2 um fassende Parzelle N r. (...), L._______ (K._______), auf der insbesondere ein Käsereigebäude und ein Schw einestall stehen. M it Beschluss vom 20. April 2005 erw og der G em einderat von K._______, das G rundstück N r. (...) des A._______ befinde sich zw ar gem äss kom m u- nalem Zonenplan in der Landw irtschaftszone, indessen handle es sich nicht um ein landw irtschaftliches G rundstück im Sinne des bäuerlichen Bo- denrechts. N ur w enige Q uadratm eter dieser Parzelle seien G rünfläche, der grösste Teil sei überbaut m it einem Käsereigebäude, einem Schw einestall, einem Ö ltankgebäude, einer G arage und einem G ebinde-U nterstand. Zu- dem sei das G rundstück nicht landw irtschaftlich geschätzt und w erde seit Jahrzehnten nicht landw irtschaftlich genutzt. G estützt auf diese Erw ägun- gen stellte der G em einderat verfügungsw eise fest, auf das ausserhalb der Bauzone befindliche G rundstück N r. (...) sei das Bundesgesetz vom 4. O k- tober 1991 über das bäuerliche Bodenrecht (BG BB, SR 211.412.11) nicht anw endbar. G leichzeitig w urde eine entsprechende Anm erkung im G rund- buch verfügt. In der Folge übertrug die Y._______ G m bH den besagten Schw einestall per 1. Juni 2005 gestüzt auf einen jährlich kündbaren "M ietvertrag" zur N utzung auf die Z._______ G m bH . Vereinbart w urde neben einem jährli- chen M ietzins von Fr. (...) die Verpflichtung der Z._______ G m bH , den Schw einestall nach den R ichtlinien des Q M -Schw eizerfleisch zu führen und für den U nterhalt und den Betrieb der Stalleinrichtungen zu sorgen. Im G egenzug verpflichtete sich "der Verm ieter", die anfallende G ülle abzu- transportieren und zu verw erten. In der Folge bew irtschaftete die Z._______ G m bH einen Tierbestand von (...) G altsauen, w obei diese in der dritten Trächtigkeitsw oche gekauft und dreizehn W ochen später an Ab- ferkelbetriebe w eiter verkauft w erden. B. Am 10. Septem ber 2005 ersuchte die Z._______ G m bH die D ienststelle für Landw irtschaft und W ald des Kantons Luzern (law a, Abteilung Ö kologie und D irektzahlungen, nachfolgend: D ienststelle), das "landw irtschaftliche U nternehm en L._______" als Betrieb anzuerkennen. Am 6. M ärz 2006 w ies die D ienststelle dieses G esuch m it der Begründung ab, der Schw einestall gehöre zum landw irtschaftlichen G ew erbe von A._______. Als Produktionsstätte des Betriebs L._______ genüge deren 3 Verm ietung nicht für die Anerkennung als selbständigen Betrieb. Vielm ehr m üsse der Schw einestall definitiv vom Betrieb L._______ abgetrennt w er- den, da auf einem landw irtschaftlichen G ew erbe nach bäuerlichem Boden- recht nur ein einziger Betrieb anerkannt w erden könne. Ein behördlicher Entscheid für eine Aufteilung des Betriebes L._______ liege nicht vor. G e- m äss Standortprinzip m üssten die im Stall gehaltenen (...) G altsauen auch in der N ährstoffbilanz des Betriebes L._______ aufgeführt w erden. M it der M iete des Schw einestalls durch die Z._______ G m bH seien die gesetzli- chen Voraussetzungen für die Anerkennung als Betrieb "bezüglich der or- ganisatorischen (N ährstoffbilanz) und rechtlichen U nabhängigkeit (BG BB) von anderen Betrieben nicht erfüllt". C . G egen diesen Entscheid erhoben am 5. April 2006 die Z._______ G m bH , die Y._______ G m bH sow ie A._______ (Beschw erdeführer), vertreten durch R echtsanw alt Jakob H uber, Beschw erde bei der R ekurskom m ission EVD m it folgenden Anträgen: "1.D er Entscheid der Vorinstanz sei aufzuheben. 2.D er Betrieb der Z._______ G m bH sei als Betrieb gem äss Art. 6 LBV anzuer- kennen. 3.Es sei festzustellen, dass die N ichtunterstellung des G rundstückes N r. (...) G B K._______ unter das BG BB rechtskräftig ist und dam it eine Verbindung zum Landw irtschaftsbetrieb von A._______ nicht besteht. 4.Es sei festzustellen, dass der G altsauenbetrieb der Z._______ G m bH rechtlich selbständig ist und dam it dieser Betrieb w eder bezüglich der D irektzahlungen noch bezüglich der Tierschutzvorschriften oder der N ährstoffbilanz m it dem Be- trieb von A._______ in Verbindung gebracht w erden darf. 5.Kosten und Entschädigung seien dem Kanton Luzern zu überbinden." Zur Begründung w ird vorab festgehalten, A._______ sow ie die Y._______ G m bH seien auch als N ichtadressaten von der verw eigerten Betriebsaner- kennung betroffen, w eil sonst der Pachtvertrag m it der Z._______ G m bH hinfällig w ürde und die M astschw eine A._______ angerechnet w ürden, w as sich auf dessen N ährstoffbilanz und die ihm gew ährten D irektzahlun- gen ausw irke. In m aterieller H insicht m achen die Beschw erdeführer geltend, im U nter- schied zur früheren Eigentüm erin, w elche den Schw einestall im m er als selbständigen Betrieb geführt habe, hätten w eder A._______ noch die Y._______ G m bH je Tiere auf der Parzelle N r. (...) gehalten. G em äss Be- schluss des G em einderates von K._______ vom 20. April 2005 sei diese Parzelle nicht dem bäuerlichen Bodenrecht unterstellt, w as das G rund- bucham t M ._______ m it Schreiben vom 4. M ai 2005 bestätige. D eshalb sei für den Erw erb des besagten G rundstückes auch keine Bew illigung nach bäuerlichem Bodenrecht erforderlich gew esen. A._______ habe diese Parzelle nie landw irtschaftlich genutzt und schon gar nicht zur Erw ei- terung seines Ackerbaubetriebs beziehungsw eise zur landw irtschaftlichen N utzung erstehen w ollen. Vielm ehr habe er dieses G rundstück als Im m obi- lienparzelle erw orben, um den Schw einestall durch D ritte nutzen zu lassen 4 und um das leer stehende Käsereigebäude als M ehrfam ilienhaus für W ohnzw ecke herrichten zu lassen. D ie Z._______ G m bH erfülle die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Betriebsanerkennung, zum al sie m it dem M ietobjekt eine Produktionsstätte bestehend aus Land, G ebäude und Einrichtungen halte, w elche räum lich erkennbar getrennt von anderen Produktionsstätten seien. W enn auch un- ter "falschem N am en" sei der Z._______ G m bH eine eigene TVD -N um m er gew ährt w orden. D ie Z._______ G m bH führe den Betrieb unabhängig von den Bew irtschaftern anderer Betriebe und verrichte die anfallenden Arbei- ten selbst. D ie Parzelle N r. (...) sei nicht landw irtschaftlicher N atur und da- her auch nicht dem Betrieb von A._______ zuzurechnen. Entgegen der Auffassung der D ienstelle sei die Parzelle N r. (...) nicht aus der Aufteilung eines bestehenden Betriebes hervorgegangen. Sie unterstehe nicht dem bäuerlichen Bodenrecht, w eshalb das von der D ienststelle geforderte An- erkennungsverfahren unnötig und dem entsprechend auch kein G esuch bei der für das bäuerliche Bodenrecht zuständigen Behörde zu stellen gew e- sen sei. W ürden G rundstücke - unabhängig vom landw irtschaftlichen oder nichtlandw irtschaftlichen C harakter - nach dem Kauf ohne w eiteres land- w irtschaftlichen Betrieben hinzugerechnet, w äre es allen Landw irten ver- w ehrt, betriebsfrem de G rundstücke zu erw erben, zum al die O bergrenze der Belehnung bäuerlicher G rundstücke zur Anw endung käm e. G ehöre die Parzelle N r. (...) nicht zum Landw irtschaftsbetrieb von A._______, sei in ei- nem Feststellungsentscheid festzuhalten, dass angesichts der M ietrechts- situation w eder bezüglich N ährstoffbilanz, Tierschutz noch D irektzahlun- gen auf A._______ gegriffen w erden dürfe und diesbezügliche Forderun- gen ausschliesslich m it der Z._______ G m bH zu regeln w ären. D . M it Stellungnahm e vom 30. Juni 2006 beantragt die D ienststelle die Ab- w eisung der Beschw erde. Zur Begründung w ird angeführt, auch w enn A._______ den in der Landw irtschaftszone befindlichen Schw einestall nie selbst bew irtschaftet habe, sei dieser m it dem Kauf Bestandteil seines landw irtschaftlichen G ew erbes gew orden. Ein entsprechender M ietvertrag zw ischen ihm und der Y._______ G m bH liege nicht vor. D ie Verm ietung des Schw einestalls an die Z._______ G m bH kom m e einer bew illigungs- pflichtigen, parzellenw eisen Verpachtung gleich. D es W eiteren betont die D ienststelle, sie sei seit April 2004 m it dem Vollzug des bäuerlichen Bo- denrechts betraut, indessen beim Kauf der Parzelle N r. (...) übergangen w orden, ebenso im Zusam m enhang m it der verm eintlichen Entlassung des G rundstücks aus dem bäuerlichen Bodenrecht. D er G em einderat von K._______ habe sich als sachlich unzuständige Behörde zur Entlassung der Parzelle N r. (...) aus dem G eltungsbereich des BG BB ausgesprochen, w eshalb der entsprechende G rundbucheintrag auf einem nichtigen Ent- scheid beruhe. D ie erw ähnte TVD -N um m er sei der Z._______ G m bH nur zugeteilt w orden, um einen geregelten Tierverkehr zu erm öglichen. Bei der N um m ernzuteilung sei festgehalten w orden, dass der Schw einestall ledig- lich als Produktionsstätte des Betriebs von A._______ gelte.5 W erde die Parzelle N r. (...) - w ie die Beschw erdeführer m einen - für ein "nicht landw irtschaftliches Im m obiliengrundstück" gehalten, w äre fraglich, ob ein Teil eines solchen G rundstückes gleichzeitig auch als landw irt- schaftlicher Betrieb anerkannt w erden könnte. D ies sei zu verneinen, nachdem ein Im m obiliengrundstück die gesetzlichen Anforderungen an ei- nen landw irtschaftlichen Betrieb nicht erfüllen könne und dem zufolge - so- fern die Annahm e der Beschw erdeführer zuträfe - auch die Parzelle N r. (...) nicht Bestandteil des Landw irtschaftsbetriebes L._______ bilden könn- te. D em gegenüber stehe fest, dass die N utzungsm öglichkeiten der in der Landw irtschaftszone befindlichen Parzelle N r. (...) bäuerlich-bodenrecht- lich und raum planungsrechtlich eingeschränkt w erde. D ieses G rundstück sei Bestandteil des Betriebs L._______, w eshalb dieser Betrieb auch für die Einhaltung der Tierschutzvorschriften und die Verw ertung des anfallen- den H ofdüngers verantw ortlich sei. Es w äre unzulässig, w enn ein Betriebs- teil an einen D ritten verm ietet oder verpachtet w erden könnte, der aus G ründen des Tier- und G ew ässerschutzes keinen Anspruch auf D irektzah- lungen hat, m it der Folge, dass der R estbetrieb dadurch in den G enuss von D irektzahlungen käm e. Erst sow eit ein G esuch um R ealteilung des landw irtschaftlichen G ew erbes L._______ bew illigt w ürde, w äre ein G esuch um Anerkennung des Schw ei- nestalls auf der Parzelle N r. (...) als Betrieb zu prüfen. E. Am 16. August 2006 liess sich das Bundesam t für Landw irtschaft (BLW ) vernehm en. Es hält dafür, die Streitsache betreffe den Anw endungsbe- reich des bäuerlichen Bodenrechts beziehungsw eise des landw irtschaftli- chen Pachtrechts, w eshalb zuerst zu klären sei, ob die strittige Parzelle dem BG BB unterstehe, das für landw irtschaftliche G rundstücke gelte. D ie Parzelle N r. (...) liege unbestrittenerm assen in der Landw irtschaftszone und der darauf befindliche Schw einestall eigne sich fraglos für die landw irt- schaftliche N utzung. D ie N ichtunterstellung der Parzelle unter das BG BB sei von einer unzuständigen Behörde festgestellt w orden. D ie entspre- chende grundbuchliche Anm erkung sei rein deklaratorisch und ohne R echtsw irkung. Bereits im Vorfeld des Erw erbs hätte die Anw endbarkeit des BG BB bezie- hungsw eise eine allfällige Entlassung der fraglichen Parzelle aus dessen G eltungsbereich abgeklärt w erden m üssen. D ie Aussage des G em eindera- tes, w onach das G rundstück seit Jahrzehnten nicht m ehr landw irtschaftlich genutzt w orden sei, w iderspreche der Behauptung der Beschw erdeführer, w onach der Schw einestall vor dem Erw erb im m er landw irtschaftlich ge- nutzt w orden sei. D ies spreche für eine bisherige landw irtschaftliche N ut- zung. Es sei unlaubw ürdig, zu behaupten, eine landw irtschaftliche N utzung sei im Zeitpunkt des Stallkaufs nicht vorgesehen gew esen, aber gleichzei- tig einzuräum en, bereits dam als sei beabsichtigt gew esen, den Stall als künftigen Bestandteil eines landw irtschaftlichen Betriebes an D ritte w eiter zu geben. Ferner w erde keine raum planungsrechtlich bew illigte U m nut- zung geltend gem acht, w elche eine N ichtunterstellung unter das bäuerli-6 che Bodenrecht erlauben w ürde. Insofern sei hier von der Anw endbarkeit des bäuerlichen Bodenrechts auszugehen, w eshalb der Erw erb landw irt- schaftlicher G ew erbe und G rundstücke bew illigungspflichtig sei. Eine sol- che Bew illigung dürfe in der R egel nur bei Selbstbew irtschaftung erteilt w erden. Angesichts der unbestrittenen Absicht von A._______, den Schw einestall nie selbst bew irtschaften zu w ollen, m üsse bezw eifelt w erden, ob eine bäuerlich-bodenrechtliche Erw erbsbew illigung hier überhaupt erteilt w or- den w äre. G ehe m an andererseits von der Bew illigungsfähigkeit des fragli- chen G rundstückkaufs aus, m üsste die erw orbene Parzelle auf G rund des geltenden Selbstbew irtschafterprinzips dem landw irtschaftlichen G ew erbe von A._______ zugerechnet w erden, zum al ein Bew irtschafter nur einen einzigen Betrieb (m it m ehreren Produktionsstätten) führen könne. G leich- zeitig unterstünde jegliche landw irtschaftliche W eiterverpachtung der Be- w illigungspflicht, w as sich nicht durch eine allfällige "Verm ietung" um gehen liesse. Zusam m enfassend hält das BLW fest, über die Anerkennung als landw irt- schaftlicher Betrieb könne solange nicht entschieden w erden, als keine rechtm ässige Entlassung aus dem Anw endungsbereich des BG BB oder eine entsprechende behördliche Erw erbsbew illigung sow ie eine allfällige Pachtgenehm igung beziehungsw eise definitive Aufteilung des landw irt- schaftlichen G ew erbes von A._______ nachgew iesen sei. F. M it Stellungnahm e vom 16. O ktober 2006 bem ängeln die Beschw erdefüh- rer, die Forderungen des BLW gingen am Kern der Sache vorbei. D ie strit- tige Liegenschaft um fasse eine Käserei m it angegliederter Schw einem ast und sei w ie unzählige ähnliche Betriebe in der Schw eiz nicht dem bäuerli- chen Bodenrecht unterstellt. Als die Käsereiliegenschaft von der X._______ AG infolge von R ationalisierungsm assnahm en nicht m ehr ge- braucht w orden sei, habe A._______ die Parzelle erw orben, um w ährend w enigen Jahren den bestehenden M astschw einestall bis zur U m gestaltung der Käserei zum M ietw ohnungsobjekt zu nutzen. Bei der notariellen Eigen- tum sübertragung habe keine Veranlassung bestanden, eine U nterstellung unter das bäuerliche Bodenrecht zu prüfen, da viele spezialisierte Schw ei- nem astställe nicht dem bäuerlichen Bodenrecht unterstünden. Als Erw er- ber habe A._______ davon ausgehen dürfen, zum al die Schw eineprodukti- on, sow eit sie - w ie hier - nicht im R ahm en der inneren Aufstockung erfol- ge, nicht dem bäuerlichen Bodenrecht unterstehe. Es sei nie beabsichtigt w orden, den fraglichen Schw einestall auf einen Landw irt zu übertragen, sondern diesen ungenutzt zu lassen oder befristet an einen spezialisierten Schw einehalter zur N utzung zu übertragen. Eine Ü bertragung an einen Landw irt w äre heikel gew esen, w eil sich dieser auf das bäuerliche Boden- recht berufen und eine Vertragsdauer von neun Jahren erzw ingen könnte, w as die projektierte U m nutzung der Käserei gefährdet hätte. W äre eine U nterstellung unter das BG BB je zur D iskussion gestanden, hätte A._______ auf jegliche befristete N utzung verzichtet. 7 G . Auf Aufforderung der R ekurskom m ission EVD hin liess sich die D ienststel- le am 25. O ktober 2006 zur Stellungnahm e der Beschw erdeführer vom 16. O ktober 2006 vernehm en. D arin hält die D ienststelle an ihrem bisherigen Antrag auf Beschw erdeabw eisung fest und führt im W esentlichen aus, die Beschw erdeführer hätten sich in ihrer Stellungnahm e lediglich zu den Aus- führungen des BLW geäussert, w eshalb ihre Vernehm lassung vom 30. Juni 2006 nicht in Frage gestellt sei. Ergänzend reichte die D ienststelle unter anderem H ofdüngerabnahm ever- träge aus den Jahren 2005 und 2006, eine N ährstoffbilanzrechnung vom 18. N ovem ber 2005 sow ie diverse Schreiben von A._______ ein. N ach An- sicht der D ienststelle bestätigte A._______ darin unterschriftlich, dass er seit 1. Juni 2005 H alter der Tiere des fraglichen Schw einestalles sei. Zu- dem führt die D ienststelle an, anlässlich der Betriebsdatenerhebung vom 2. M ai 2005 habe A._______ einen Tierbestand von (...) Aufzuchtrindern deklariert. In der N ährstoffbilanz vom 18. N ovem ber 2005 w erde m it (...) Aufzuchtrindern und (...) G altsauen gerechnet. D ies zeige, dass A._______ im N achgang zur Betriebsdatenerhebung vom 2. M ai 2005 sei- nen Tierbestand von (...) Aufzuchtrindern um (...) G altsauen aufgestockt habe. H . M it Eingabe vom 10. N ovem ber 2006 beantragte die D ienststelle, ihre Ver- nehm lassung vom 29. O ktober 2006 sow ie die Eingabe der Beschw erde- führer vom 16. O ktober 2006 seien dem BLW zur Stellungnahm e zuzustel- len. I. Im N ovem ber teilte die R ekurskom m ission EVD den Parteien m it, die Ver- fahrensakten w ürden am 31. D ezem ber 2006 zur W eiterbehandlung ans Bundesverw altungsgericht übergeben, sollte das Beschw erdeverfahren bis dann nicht abgeschlossen sein. M it Verfügung vom 11. Januar 2007 teilte das Bundesverw altungsgericht den Parteien die Ü bernahm e des Verfahrens m it. J. Auf die dargelegten und w eitere Vorbringen w ird, sow eit sie rechtserheb- lich sind, in den Erw ägungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. O b die Prozessvoraussetzungen vorliegen und auf eine Beschw erde ein- zutreten ist, prüft das Bundesverw altungsgericht von Am tes w egen und m it freier Kognition (BVG E B-2202/2006 vom 25. Januar 2007 E. 1 m it H inw ei- sen). 1.1 D er Entscheid der D ienststelle vom 6. M ärz 2006, m it w elchem das G esuch 8 der Z._______ G m bH um Anerkennung als landw irtschaftlicher Betrieb abge- w iesen w urde, stellt eine Verfügung nach Art. 5 Abs. 1 Bst. c des Bundesge- setzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren dar (Vw VG , SR 172.021). D iese Verfügung w urde bei der R ekurskom m ission EVD ange- fochten, w elche vor dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw altungsgericht (VG G , SR 173.32) am 1. Januar 2007 (vgl. AS 2006 1069) zur Beurteilung der Streitsache sachlich und funk- tionell zuständig w ar, zum al die D ienststelle innerkantonal letztinstanzlich entschieden hatte (vgl. Art. 166 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 29. April 1998 über die Landw irtschaft, Lw G , AS 1998 3033 [aufgehoben gem äss Ziff. 125 des Anhangs zum VG G ] i.V.m . § 149 und § 143 Bst. c des G eset- zes vom 3. Juli 1972 über die Verw altungsrechtspflege des Kantons Luzern, SR L 40). D as Bundesverw altungsgericht, das gem äss Art. 31 VG G als Beschw erdein- stanz Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 Vw VG beurteilt, ist nach Art. 53 Abs. 2 VG G (i.V.m . Art. 33 Bst. i VG G und Art. 166 Abs. 2 Lw G ) für die Behandlung der vorliegenden Streitsache zuständig, zum al keine Aus- nahm e nach Art. 32 VG G greift. 1.2 D ie beschw erdeführende Z._______ G m bH hat am vorinstanzlichen Verfah- ren teilgenom m en und ist durch die angefochtene Verfügung besonders be- rührt. Sie hat zudem ein als schutzw ürdig anzuerkennendes Interesse an deren Aufhebung oder Änderung, w eshalb sie zur Beschw erde grundsätz- lich legitim iert ist (Art. 48 Abs. 1 Vw VG ). Eingabefrist und -form sind gew ahrt (Art. 50 und Art. 52 Abs. 1 Vw VG ), der Vertreter hat sich rechtsgenüglich ausgew iesen (Art. 11 Vw VG ), der Kostenvorschuss w urde fristgem äss be- zahlt (Art. 63 Abs. 4 Vw VG ), und die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (vgl. Art. 46 ff. Vw VG ). 1.2.1 Auf die Beschw erde ist daher einzutreten, sow eit die Z._______ G m bH die Aufhebung des angefochtenen Entscheides und die Anerkennung ihrer G altsauenhaltung als Betrieb im Sinne von Art. 6 der Verordnung vom 7. D ezem ber 1998 über landw irtschaftliche Begriffe und die Anerkennung von Betriebsform en (Landw irtschaftliche Begriffsverordnung, LBV, SR 910.91) beantragt. 1.2.2 D es W eiteren stellt die Z._______ G m bH Antrag auf einen Feststellungs- entscheid, w onach die N ichtunterstellung des G rundstückes N r. (...) G rundbuch K._______ unter das BG BB rechtskräftig sei und deshalb keine Verbindung zum Landw irtschaftsbetrieb von A._______ bestehe. N ach Art. 25 Abs. 2 Vw VG ist einem Feststellungsbegehren zu entspre- chen, w enn ein schutzw ürdiges Interesse nachgew iesen w ird. Indes ist nach der R echtsprechung der Erlass einer Feststellungsverfügung nur zu- lässig, w enn ein schutzw ürdiges, m ithin rechtliches oder tatsächliches und aktuelles Interesse an der sofortigen Feststellung des Bestehens oder N ichtbestehens eines R echtsverhältnisses nachgew iesen ist, dem keine 9 erheblichen öffentlichen oder privaten Interessen entgegenstehen, und w enn dieses schutzw ürdige Interesse nicht durch eine rechtsgestaltende Verfügung gew ahrt w erden kann (BG E 130 V 388 E. 2.4 m it H inw eisen). M it dem zu treffenden Beschw erdeentscheid w ird auch darüber zu befin- den sein, ob das G rundstück N r. (...) w eiterhin als dem bäuerlichen Boden- recht unterstellt zu gelten hat. D am it w ird gleichzeitig auch über eine allfäl- lige Verbindung zum Betrieb von A._______ entschieden. D ie Z._______ G m bH verlangt m it ihrem R echtsbegehren im Ergebnis som it die selbst- ständige Feststellung einer rechtlichen Vorfrage, w elche für die Beurtei- lung der strittigen Betriebsanerkennung entscheidw esentlich ist (vgl. die nachfolgende Erw . 3). Inw iefern darüberhinaus der Z._______ G m bH im Sinne von Art. 25 Abs. 2 Vw VG ein schutzw ürdiges Interesse am anbegehrten Feststellungsent- scheid zuzuerkennen w äre, ist nicht ersichtlich, w eshalb in diesem Punkt auf die Beschw erde nicht einzutreten ist (vgl. w eiterführend zu den ge- stützt auf Art. 84 BG BB bei den kantonalen Bew illigungsbehörden zu be- antragenden bäuerlich-bodenrechtlichen Feststellungsverfügungen: BG E 129 III 186 E. 2.1, veröffentlicht in D ie Praxis des Bundesgerichts [Pra] 2003 N r. 177, S. 987; BEAT STALD ER im Kom m entar BG BB, Brugg 1995, N . 4 zu Art. 84; Entscheid des Verw altungsgerichts Bern vom 25. O ktober 2002 E. 4b, veröffentlicht in Schw eizerische Zeitschrift für Beur- kundungs- und G rundbuchrecht [ZBG R ] 85 [2004] S. 34 f.). 1.2.3 Ebensow enig einzutreten ist auf das w eitere R echtsbegehren der Z._______ G m bH , die rechtliche Selbständigkeit ihres G altsauenbetriebes festzustellen, w eshalb dieser w eder bezüglich der D irektzahlungen noch bezüglich der Tierschutzvorschriften oder der N ährstoffbilanz m it dem Be- trieb von A._______ in Verbindung gebracht w erden dürfe. Auch hier ist ein schutzw ürdiges Interesse am Erlass einer entsprechen- den Feststellungsverfügung zu verneinen, da die zu klärende R echtslage durch den hier zu treffenden Beschw erdeentscheid rechtsgestaltend beur- teilt w erden kann. Für eine zusätzliche Feststellungsverfügung bleibt som it kein R aum . 1.3 D ie beschw erdeführende Y._______ G m bH , w elche am vorinstanzlichen Betriebsanerkennungsverfahren nicht teilgenom m en hat, ist w eder im for- m ellen noch im m ateriellen Sinn Adressatin der angefochtenen Verfügung. Ihre Legitim ation ist daher nach den für eine D rittbeschw erde geltenden R egeln zu beurteilen. 1.3.1 N ach Art. 48 Abs. 1 Bst. a bis c Vw VG ist insbesondere zur Beschw erde berechtigt, w er, ohne die M öglichkeit zur Teilnahm e am vorinstanzlichen Verfahren erhalten zu haben, durch die angefochtene Verfügung beson- ders berührt ist und ein schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat.10 D ie Legitim ation D ritter, w elche durch eine Verfügung insofern nicht "be- rührt" w erden, als diese nicht unm ittelbar deren R echtsverhältnisse regelt, setzt neben dem Bestehen eines tatsächlichen, beispielsw eise w irtschaftli- chen Interesses am Inhalt der streitigen Verfügung voraus, dass eine hin- reichende Beziehungsnähe respektive eine Betroffenheit von genügender Intensität vorliegt, w as m it Bezug auf die konkrete Konstellation geprüft w erden m uss (BG E 130 V 560 E. 3.4 m it H inw eisen; vgl. auch: ISAB ELLE H ÄN E R , D ie Beteiligten im Verw altungsverfahren und Verw altungsprozess, Zürich 2000, N . 761 ff., S. 351 ff.). Bei der Beurteilung der Intensität der Betroffenheit ist danach zu unterscheiden, ob das R echtsm ittel gegen eine den Verfügungsadressaten begünstigende Verfügung gerichtet ist (D rittbe- schw erde "contra Adressat"), oder ob es - w ie vorliegend - zu dessen G unsten erhoben w erden soll (D rittbeschw erde "pro Adressat"). D iesfalls genügt nach der höchstrichterlichen R echtsprechung der U m stand, dass jem and G läubiger des Verfügungsadressaten ist, in der R egel nicht, um das schutzw ürdige Interesse und dam it die Beschw erdelegitim ation zu be- gründen (BG E 101 V 123 E. 1b, letztm als bestätigt in BG E 131 V 298 E. 4). 1.3.2 D ie Y._______ G m bH erachtet sich als G läubigerin der Z._______ G m bH (im hauptsächlich als "M ietvertrag" bezeichneten zivilrechtlichen Schuldver- hältnis) als beschw erdelegitim iert, w eil ihrer Auffassung nach eine Verw ei- gerung der Betriebsanerkennung ihren - nunm ehr als "Pachtvertrag" be- zeichneten - Vertrag m it der Z._______ G m bH praktisch hinfällig m achen w ürde. O hne bereits an dieser Stelle die rechtliche N atur dieses Schuldverhältnis- ses qualifizieren zu m üssen, m ag diese Erklärung die für die Legitim ation zur Beschw erdeführung notw endige besondere Betroffenheit indessen nicht zu begründen: Sow eit im Sinne der Z._______ G m bH hier ein land- w irtschaftliches Pachtverhältnis vorliegen sollte, ist näm lich davon auszu- gehen, dass dessen Bestand w eniger von der strittigen Betriebsanerken- nung abhängen w ürde, als von einer behördlichen Bew illigung für die par- zellenw eise Verpachtung nach Art. 30 ff. des Bundesgesetzes vom 4. O k- tober 1985 über die landw irtschaftliche Pacht (LPG , SR 221.213.2). W ie das BLW zu R echt anm erkt, hätte eine solche Bew illigung vom Verpächter vor Pachtbeginn eingeholt w erden m üssen (vgl. Art. 31 Abs. 1 LPG ). D ie vom BLW aufgew orfene Frage nach der Bew illigungspflicht der Verpach- tung der Parzelle N r. (...) und die dam it zusam m enhängende Frage allfälli- ger zivil- oder strafrechtlicher Folgen nach Art. 32 und Art. 54 LPG sind in- dessen nicht G egenstand des vorliegenden Verfahrens. Auf diesen Aspekt ist daher nicht w eiter einzugehen (vgl. Erw . 3.5). D ie vertraglichen Beziehungen zw ischen der Y._______ G m bH und der Z._______ G m bH w urden im Ü brigen bisher anstandslos und von der be- antragten Betriebsanerkennung völlig unabhängig abgew ickelt (vgl. dazu Erw . 3.2), ohne dass deren W eiterbestand vertraglich von einer inskünftig zu erfolgenden Betriebsanerkennung abhängig gem acht w orden w äre. 11 Auf die Beschw erde der Y._______ G m bH ist daher nicht einzutreten. 1.4 D em gegenüber ist A._______, der ebenfalls - neben der von ihm w irt- schaftlich beherrschten Y._______ G m bH - als D rittbeschw erdeführer "pro Adressat" auftritt, die Beschw erdelegitim ation grundsätzlich zuzuerkennen. D ie verw eigerte Anerkennung der G altsauenhaltung der Z._______ G m bH als Betrieb (im Sinne von Art. 6 LBV) hat w ie A._______ zu R echt geltend m acht, insofern direkte Ausw irkungen auf die ihm gew ährten D irektzahlun- gen, als ihm respektive seinem Betrieb die von der Z._______ G m bH be- w irtschafteten M astschw eine angerechnet w erden, w as sich in der Folge auch auf dessen N ährstoffbilanz ausw irkt (vgl. Entscheid der D ienststelle vom 10. Januar 2006 betr. D irektzahlungen und Ö kobeiträgen für das Jahr 2005). Eine hinreichende Beziehungsnähe und dam it eine Betroffenheit von genügender Intensität ist som it in Bezug auf A._______ fraglos gege- ben. Sow eit jedoch A._______ auch die von der Z._______ G m bH in den Erw ä- gungen 1.2.2 und 1.2.3 behandelten Feststellungsbegehren stellt, ist aus den dort genannten G ründen auch auf seine Beschw erde nicht einzutre- ten. N achfolgend w erden die grundsätzlich beschw erdelegitim ierten Parteien, A._______ sow ie die Z._______ G m bH , als Beschw erdeführende bezeich- net. 2. D ie landw irtschaftliche Begriffsverordnung, auf w elche sich der angefoch- tene Entscheid ausschliesslich stützt, um schreibt Begriffe des Landw irt- schaftsrechts und regelt das Verfahren für die Anerkennung von Betrieben und von Form en der überbetrieblichen Zusam m enarbeit sow ie für die Ü berprüfung und Abgrenzung von Flächen (vgl. Art. 1 LBV). D ie LBV bezw eckt, die in verschiedenen Erlassen des Landw irtschafts- rechts w iederkehrenden Begriffe m ateriellrechtlich einheitlich zu fassen. D am it soll verm ieden w erden, dass im Einzelfall dieselbe R echtsfrage bei der Beurteilung von Leistungsansprüchen aus den verschiedenen Berei- chen des Landw irtschaftsrechts unterschiedlich entschieden w ird. 2.1 Seit ihrer Inkraftsetzung erfuhr die LBV verschiedene Änderungen, zuletzt w ährend der R echtshängigkeit der vorliegenden Beschw erde, das heisst am 9. Juni 2006 (in Kraft seit 1. Januar 2007, vgl. insbes. betr. Art. 6 Abs. 2bis LBV, AS 2006 2493). D a das ursprüngliche G esuch um Betriebsan- erkennung am 10. Septem ber 2005 gestellt w orden ist, stellt sich die Frage nach dem anw endbaren R echt. N ach Art. 187 Abs. 1 der Ü bergangsbestim m ungen zum Lw G bleiben die aufgehobenen Bestim m ungen auf alle w ährend ihrer G eltungsdauer einge-12 tretenen Tatsachen anw endbar, m it Ausnahm e der Verfahrensvorschriften. D a ein Betrieb grundsätzlich rückw irkend auf das D atum der G esuchsein- reichung anzuerkennen ist, sofern ab diesem Zeitpunkt die sachlichen und rechtlichen Anerkennungsvoraussetzungen erfüllt sind (vgl. Art. 30 Abs. 2 LBV; BG E 107 Ib 133 E. 2), ist der vorliegende Fall - sow eit die m ateriellen Vorschriften der LBV betroffen sind - nach dem R echt zu beurteilen, das im Zeitpunkt der G esuchseinreichung (d.h. im Septem ber 2005) galt. 2.2 Betriebe m üssen von der zuständigen kantonalen Am tsstelle anerkannt sein (vgl. Art. 29a Abs. 1 LBV). D ie Anerkennungsgesuche sind m it den nötigen U nterlagen dem zuständigen Kanton einzureichen. D er Kanton prüft, ob die Voraussetzungen nach den Artikeln 6-12 LBV erfüllt sind (Art. 30 Abs. 1 LBV). D ie Kantone prüfen periodisch, ob die Betriebe und G e- m einschaften die Voraussetzungen noch erfüllen. Ist dies nicht der Fall, so w iderrufen sie die ausdrückliche oder stillschw eigende Anerkennung. D er Kanton entscheidet, ab w elchem D atum der W iderruf gilt (Art. 30a Abs. 1 LBV). 2.2.1 G em äss Art. 6 Abs. 1 LBV gilt als Betrieb ein landw irtschaftliches U nter- nehm en, das: a. Pflanzenbau oder N utztierhaltung oder beide Betriebszw eige betreibt; b. eine oder m ehrere Produktionsstätten um fasst; c. rechtlich, w irtschaftlich, organisatorisch und finanziell selbständig sow ie unabhängig von anderen Betrieben ist; d. ein eigenes Betriebsergebnis ausw eist; und e. w ährend des ganzen Jahres bew irtschaftet w ird. Als Produktionsstätte gilt eine Einheit von Land, G ebäuden und Einrichtun- gen, die räum lich als solche erkennbar und getrennt von anderen Produkti- onsstätten ist, und auf der eine oder m ehrere Personen tätig sind (Art. 6 Abs. 2 LBV). U m fasst ein Betrieb m ehr als eine Produktionsstätte, so gilt als Betriebszentrum der O rt, an dem sich das H auptgebäude oder das Schw ergew icht der Betriebstätigkeit befinden (Art. 6 Abs. 3 LBV). G em äss Art. 6 Abs. 4 LBV ist die Anforderung des Bst. c von Art. 6 Abs. 1 LBV insbesondere nicht erfüllt, w enn: a. der Bew irtschafter oder die Bew irtschafterin die Entscheide zur Führung des Betriebes nicht unabhängig von Bew irtschaftern anderer Betriebe treffen kann; b. der Bew irtschafter oder die Bew irtschafterin eines anderen Betriebes, oder deren G esellschafter, G enossenschafter, Aktionär oder Vertreter, zu 25 oder m ehr Prozent am Kapital des Betriebes beteiligt ist; oder c. die auf dem Betrieb anfallenden Arbeiten ohne anerkannte G em einschaftsform nach den Artikeln 10 oder 12 m ehrheitlich von anderen Betrieben ausgeführt w erden. Als Bew irtschafter oder Bew irtschafterin gilt nach Art. 2 Abs. 1 LBV die na-13 türliche oder juristische Person oder die Personengesellschaft, die einen Betrieb auf eigene R echnung und G efahr führt. Führt ein Bew irtschafter oder eine Bew irtschafterin m ehrere Produktionsstätten, so gelten diese zu- sam m en als ein Betrieb (Art. 2 Abs. 2 LBV). W erden auf einem Betrieb Produkte nach dem 2. Titel des Lw G hergestellt, so gilt der Produzent als Bew irtschafter (Art. 2 Abs. 2 LBV). 2.2.2 G em äss Art. 29a Abs. 2 LBV kann auf einem landw irtschaftlichen G ew erbe nach dem BG BB nur ein Betrieb anerkannt w erden. N ach Art. 29b LBV können Betriebe, die aus der Aufteilung eines beste- henden Betriebes hervorgehen, anerkannt w erden, w enn: a. der aufgeteilte Betrieb: 1. bisher m ehrere G ew erbe nach BG BB um fasste und entsprechend dieser G ew erbe aufgeteilt w ird, oder 2. ein G ew erbe um fasste, das m it Zustim m ung der zuständigen Stelle definitiv in m ehrere G ew erbe aufgeteilt w ird; und b. w ährend m indestens fünf Jahren: 1. die Bew irtschafter nicht G esam teigentüm er, M iteigentüm er oder gem einsam Pächter von Land, G ebäuden oder Einrichtungen des aufgeteilten Betriebes sind, und 2. jeder Bew irtschafter alleine Eigentüm er seines Pächterverm ögens ist und den Betrieb als Selbstbew irtschafter führt. 3. In diesem Beschw erdeverfahren ist die Frage zu beurteilen, ob - w ie die Beschw erdeführenden behaupten - die von der Z._______ G m bH im Schw einestall auf der Parzelle N r. (...) (angeblich bodenunabhängig) be- triebene G altsauenhaltung als Betrieb im Sinne von Art. 6 Abs. 1 LBV (i.V.m . Art. 29a Abs. 2 LBV) anerkannt w erden kann oder aber - im Sinne der Vorinstanz und des BLW - lediglich eine Produktionsstätte des land- w irtschaftlichen G ew erbes von A._______ bildet (vgl. Art. 6 Abs. 2 und 3 LBV). 3.1 N ach Art. 2 Abs. 2 LBV können Bew irtschafter nur einen Betrieb (m it frei- lich m ehreren Produktionstätten) führen (vgl. zur Vielgestaltigkeit des land- w irtschaftsrechtlichen Betriebsbegriffs: M AR KU S W ILD ISEN , D er bäuerliche Be- trieb in der Landw irtschaftsgesetzgebung, Blätter für Agrarrecht [BAR ] 2003, S. 123 ff.; PAU L R IC H LI, D er bäuerliche Betrieb in der Agrarpolitik: Vollerw erb, H aupterw erb, N ebenerw erb, BAR 2003, S. 169 ff.; M AN U EL M Ü LLER , D er bäu- erliche Betrieb in der Agrarpolitik: Kann der N ebenerw erbsbetrieb den Ver- fassungsauftrag am besten erfüllen?, BAR 2003, S. 119 ff.). G em äss Art. 29a Abs. 2 LBV kann auf einem landw irtschaftlichen G ew erbe nach dem BG BB nur ein Betrieb anerkannt w erden. D ie von den Parteien unterschiedlich beantw ortete Frage, ob das von A._______ am 29. O ktober 2004 erw orbene G rundstück N r. (...), auf dem der für die G altsauenhaltung benutzte Schw einestall steht, in den Anw en-14 dungsbereich des BG BB fällt, erw eist sich som it als entscheiderheblich: Träffe dies zu, m üsste näm lich - w ie die Vorinstanz und das BLW zutref- fend einw enden - angesichts des für landw irtschaftliche G ew erbe gelten- den R ealteilungs- und Zerstückelungsverbots nach Art. 58 BG BB auf G e- such hin gestützt auf Art. 60 BG BB zuerst eine R ealteilung des landw irt- schaftlichen G ew erbes von A._______ geprüft und bew illigt w erden (vgl. dazu: C H R ISTO PH BAN D LI im Kom m entar BG BB, a.a.O ., N . 1 ff. zu Art. 58 bzw . Art. 60), bevor danach (ebenfalls auf G esuch hin) gestützt auf Art. 29b LBV eine allfällige Anerkennung des (nunm ehr vom bisherigen G ew erbe abgetrennten, auf der Parzelle N r. [...] befindlichen) Schw einestalls als Be- trieb geprüft w erden könnte. Sow eit in diesem Sinne die auf dem fragli- chen G rundstück betriebene G altsauenhaltung dem landw irtschaftlichen Betrieb von A._______ zugehörig zu erachten w äre, liesse sich die von der Vorinstanz verw eigerte Betriebsanerkennung nicht beanstanden. D aher ist vorab zu klären, ob das BG BB auf die fragliche Parzelle N r. (...) anw endbar ist. 3.1.1 Als heterogen und kom plex ausgestaltetes, auf die R aum planung abge- stim m tes G esetz regelt das BG BB die Verfügungsverhältnisse an landw irt- schaftlichen G ew erben und G rundstücken, indem es den R echtsverkehr m it landw irtschaftlichen G ew erben und G rundstücken regelt (R EIN H O LD H O TZ, Verfahrensrechtliche Problem e bei der Konkretisierung allgem einer Begriffe des bäuerlichen Bodenrechts, BAR 2001, S. 67 ff.). N ach dessen Art. 2 Abs. 1 gilt das BG BB für einzelne oder zu einem land- w irtschaftlichen G ew erbe gehörende landw irtschaftliche G rundstücke, die ausserhalb einer Bauzone nach Art. 15 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die R aum planung (R PG , SR 700) liegen und für w elche die landw irtschaftliche N utzung zulässig ist (vgl. Botschaft des Bundesrates vom 29. M ai 2002 zur W eiterentw icklung der Agrarpolitik [Agrarpolitik 2007], BBl 2002 4941 [nacholgend: Botschaft vom 29. M ai 2002]; vgl. zum örtlichen Anw endungsbereich des BG BB: BAN D LI, a.a.O ., N . 4 zu den Vor- bem erkungen zu den Art. 2-5, bzw . N . 1 ff. zu Art. 2). G em äss Art. 6 Abs. 1 BG BB gilt ein G rundstück als landw irtschaftlich, w enn es für die landw irtschaftliche oder gartenbauliche N utzung geeignet ist (vgl. BG E 125 III 175 E. 2; vgl. zum sachlichen Anw endungsbereich des BG BB: ED U AR D H O FER , im Kom m entar BG BB, a.a.O ., N . 6 ff. zu Art. 6). 3.1.2 U nbestritten ist, dass gem äss Entscheid der D ienststelle vom 10. Januar 2006 betreffend D irektzahlungen die Standararbeitskraft (SAK) im Betrieb L._______ 0.54 beträgt, w as die in § 58 des Landw irtschaftsgesetzes des Kantons Luzern vom 12. Septem ber 1995 (Lw G -LU , SR L 902) für die An- erkennung landw irtschaftlicher G ew erbe in der Talzone m indestens gefor- derte halbe SAK übersteigt. Insofern bildet der von A._______ in K._______ bew irtschaftete Landw irt-15 schaftsbetrieb L._______ (m it einer landw irtschaftlichen N utzfläche von ... ha) ein landw irtschaftlicher Betrieb gem äss Art. 5 Bst. a BG BB, der den Bestim m ungen über landw irtschaftliche G ew erbe gem äss Art. 7 BG BB un- terstellt ist (vgl. Botschaft vom 29. M ai 2002, a.a.O ., S. 4941 f.; BAN D LI, a.a.O ., N . 8 zu Art. 5; H O FE R , a.a.O ., N . 14 zu Art. 7; R IC H LI, Betrieb, a.a.O ., Ziff. 3.7, S. 181). Fest steht auch, dass sich die in der Landw irtschaftszone gelegene Parzel- le N r. (...) für landw irtschaftliche N utzung im Sinne des Lw G und der LBV eignet. Angesichts der beantragten Betriebsanerkennung, w elche nach Art. 6 Abs. 1 Bst. a LBV eine landw irtschaftliche N utzung der eingesetzten Pro- duktionstätte voraussetzt, ist davon auszugehen, dass der von der Z._______ G m bH bew irtschaftete Schw einestall eine - in der Landw irt- schaftszone zonenkonform e - landw irtschaftliche N utzung des G rundstü- ckes N r. (...) darstellt (vgl. Art. 11 LBV), ohne dass bereits hier die Frage zu klären w äre, ob die G altsauenhaltung als bodenunabhängige N utztier- haltung der Z._______ G m bH aufzufassen ist oder aber im Sinne der Vor- instanz als organisatorisch und rechtlich dem landw irtschaftlichen Betrieb von A._______ zugehörig zu betrachten ist, w ie die von A._______ unter- zeichneten H ofdüngerabnahm everträge aus den Jahren 2005 und 2006 sow ie die von ihm ebenfalls unterzeichnete N ährstoffbilanz vom 18. N o- vem ber 2005 nahe legen. Entscheidend für diese Beurteilung ist, dass jede in w irtschaftlicher Absicht ausgeführte H altung von Zucht- und N utztieren als landw irtschaftlich anzu- sehen ist, auch w enn sie in bodenunabhängigen Betrieben erfolgt (vgl. H O FER , a.a.O ., N . 33 sow ie N . 38 ff. zu Vorbem erkungen zu den Art. 6-10; vgl. Botschaft vom 29. M ai 2002, a.a.O ., S. 4941 zum revidierten W ortlaut von Art. 2 Abs. 1 BG BB; vgl. zum Verhältnis des landw irtschaftsrechtlich relevanten W echsels vom Produktionsm odell zum Produktem odell bei der U m schreibung von Landw irtschaft: PAU L R IC H LI, Ö ffnung der Landw irt- schaftszone - Privilegierung der Landw irtschaft?, BAR 2005, S. 206; STEPH AN H . SC H E ID EG G ER , N eue Spielregeln für das Bauen ausserhalb der Bauzonen, Baurecht [BR ] 2000, Ziff. II/1, S. 82 f.; Beschw erdeentscheid der R EKO /EVD vom 19. M ärz 1998, teilw eise veröffentlicht in BAR 1998, S. 67 ff.; BG E 1A.110/2001 vom 4. D ezem ber 2001 E. 4.2, veröffentlicht in Schw eizerisches Zentralblatt für Staats- und Verw altungsrecht [ZBl] 2002, S. 615 ff.; vgl. zur U m setzung des Produktem odells in der LBV: M EIN R A D H U SE R , D ie bauliche N utzung im N ichtbaugebiet. Ein Beitrag zur Schnitt- stelle zw ischen R aum planungsrecht und bäuerlichem Bodenrecht, BR 1999, Ziff. 2.3, S. 37, insbes. FN 40 zu Art. 2 Abs. 4 LBV). D iese Ausgangslage w ürde an sich für die Auffassung der D ienststelle und des BLW sprechen, w onach das in der Landw irtschaftszone gelegene und für landw irtschaftliche N utzung geeignete G rundstück N r. (...) in den örtli- chen w ie auch sachlichen Anw endungsbereich des BG BB fällt (vgl. Art. 2 Abs. 1 i.V.m . Art. 6 Abs. 1 BG BB). Zu beachten ist auch, dass die Beschw erdeführenden nicht geltend m a-16 chen, diese Parzelle liege in einer sogenannten Intensivlandw irtschaftszo- ne gem äss Art. 16a Abs. 3 R PG (i.V.m . Art. 34 der R aum planungsverord- nung vom 28. Juni 2000, R PV, SR 700.1). D afür sprechende Anhaltspunk- te lassen sich auch den eingereichten Akten nicht entnehm en. Auf die in der Lehre kontrovers diskutierte Frage, ob in solchen, nach kantonalen Planungsverfahren freigegebenen Intensivlandw irtschaftszonen das BG BB überhaupt Anw endung findet, ist daher nicht w eiter einzugehen (dafür: BEAT STALD ER , Anw endbarkeit der Bestim m ungen des Bundesgesetzes über das bäuerliche Bodenrecht auf G ebiete im Sinne von Artikel 16a Absatz 3 des revidierten R aum planungsgesetzes ["Intensivlandw irtschaftszonen"], BAR 2000, S. 43 ff. - dagegen: R EIN H O LD H O TZ, Ausw irkungen der Teilrevision des R PG auf das BG BB, BAR 2000, S. 3 ff.; derselbe, Verfahrensrechtliche Problem e, a.a.O ., FN 58 S. 78). 3.1.3 D ie Beschw erdeführenden nehm en bezüglich der U nterstellung der Parzel- le N r. (...) unter das BG BB eine w idersprüchliche H altung ein: Einerseits halten sie das G rundstück N r. (...) für eine "Im m obilienparzelle nichtlandw irtschaftlicher N atur", w as das BLW zu R echt dazu veranlasst, die Anerkennungsfähigkeit eines solchen G rundstückes als Betrieb im Sin- ne von Art. 6 LBV zu bezw eifeln, zum al solche Betriebe landw irtschaftlich tätig sein m üssen, indem sie Pflanzenbau und/oder N utztierhaltung betrei- ben (vgl. Art. 6 Abs. 1 Bst. a LBV) und den raum planungsrechtlichen Vor- gaben gem äss R PG und R PV zu gehorchen haben. Andererseits stützten sich die Beschw erdeführenden auf den Beschluss des G em einderats vom 20. April 2005, w onach das besagte G rundstück N r. (...) rechtskräftig aus dem Anw endungsbereich des BG BB "entlassen" w orden sei. Angesichts dieser (auch grundbuchlich festgeschriebenen) N ichtanw endbarkeit des BG BB erachten die Beschw erdeführenden das von der D ienststelle geforderte Verfahren gem äss Art. 29b LBV für unnö- tig, da ein solches Verfahren eine zuvor nach BG BB durchgeführte Be- triebsteilung voraussetzen w ürde, w elche hier angesichts der geltend ge- m achten N ichtunterstellung der fraglichen Parzelle unter das BG BB nicht verlangt w erden dürfe. 3.1.4 D ieses von den Beschw erdeführenden m it N achdruck vorgetragene Argu- m ent läuft im Ergebnis auf die Behauptung hinaus, das G rundstück N r. (...) sei m it der R echtskraft des erw ähnten gem einderätlichen Beschlusses vom 20. April 2005 gem äss Art. 60 BG BB vom landw irtschaftlichen G ew er- be des A._______ abparzelliert und dam it rechtsgültig aus dem G eltungs- bereich des bäuerlichen Bodenrechts entlassen w orden (vgl. zu Abparzel- lierungen nach BG BB: BG E 125 III 175, besprochen von BEAT STALD ER in Aktuelle Juristische Praxis [AJP] 1999, S. 1325 ff.; zur sog. "Freistellung vom BG BB": C H R ISTIN A SC H M ID -TSC H IR R EN , D as bäuerliche Bodenrecht im H är- tetest der R ealität, BAR 1997, S. 154 ff.). G enau dies w ird indessen sow ohl von der D ienststelle als auch vom BLW 17 in Frage gestellt. D abei w eisen beide darauf hin, der von den Beschw erde- führenden angerufene Beschluss des G em einderats vom 20. April 2005 sei nichtig, da diese kom m unale Behörde nach dem anw endbaren R echt nicht erm ächtigt gew esen sei, Feststellungsverfügungen zu R echtsverhält- nissen des BG BB zu treffen. G em äss Art. 80 BG BB ist das G esuch um Erteilung einer Bew illigung, Er- lass einer Feststellungsverfügung oder Schätzung des Ertragsw erts bei der kantonalen Behörde einzureichen, w obei Art. 90 BG BB die Vollzugsde- legation an den Kanton eingehend regelt (vgl. dazu: BEAT STALD ER , im Kom - m entar BG BB, a.a.O ., N . 1 ff. zu Art. 80 sow ie BAN D LI, a.a.O ., N . 1 ff. zu Art. 90). G estützt auf diese bundesrechtliche D elegationregelung bezeichnet § 57 Bst. a Lw G -LU als zuständige Behörde im Sinne von Art. 90 Abs. 1 Bst. a BG BB die zuständige D ienststelle, w elche Bew illigungen nach den Art. 60- 65 und 76 Abs. 2 BG BB zu erteilen hat (Fassung gem . Änderung vom 19. Januar 2004, in Kraft seit dem 1. April 2004, G 2004 150). D em gegenüber w ird kantonalrechtlich gestützt auf Art. 90 Abs. 1 Bst. d BG BB der G em ein- derat in § 57 Bst. c Lw G -LU einzig für zuständig erklärt, Anm eldungen für grundbuchliche Anm erkungen gem äss Artikel 86 BG BB vorzunehm en (vgl. dazu: BAN D LI, a.a.O ., N . 1 ff. zu Art. 86). N ach § 1 Abs. 2 der Landw irtschaftsverordnung des Kantons Luzern vom 3. N ovem ber 1998 (Lw VO -LU , SR L 903 [Fassung gem . Änderung vom 23. M ärz 2004, in Kraft seit dem 1. April 2004, G 2004 254]) nim m t die D ienst- stelle Landw irtschaft und W ald die im kantonalen Landw irtschaftsgesetz der zuständigen D ienststelle übertragenen Aufgaben und Befugnisse w ahr, sow eit in dieser Verordnung nichts anderes geregelt ist. Angesichts dieser R egelung w ar seit dem 1. April 2004 die Vorinstanz als Bew illigungsbehörde im Sinne von Art. 84 BG BB (vgl. STALD ER im Kom m en- tar BG BB, a.a.O ., N . 3 zu Art. 80) und nicht der G em einderat von K._______ sachlich zuständig, eine allfällige N ichtunterstellung der Parzel- le N r. (...) unter das BG BB verfügungsw eise festzustellen. D enkbär w äre eine vom G em einderat angeordnete Anm erkung im G rundbuch hier lediglich unter den - nicht vorliegenden - Voraussetzungen von Art. 86 Abs. 1 Bst. b BG BB gew esen (i.V.m . m it Art. 86 Abs. 2 BG BB und Art. 3 der Verordnung vom 4. O ktober 1993 über das bäuerliche Bodenrecht [VBB, SR 211.412.110]). Som it ist in Ü bereinstim m ung m it der zutreffenden Auffassung der Vorins- tanz und des BLW der gem einderätliche Beschluss vom 20. April 2005 als nichtig zu erachten, nachdem die sachliche U nzuständigkeit zum Verfü- gungserlass in der R egel einen N ichtigkeitsgrund bildet und hier die An- nahm e der N ichtigkeit die R echtssicherheit nicht gefährdet (vgl. U LR IC H H ÄFELIN /G EO R G M Ü LLE R /FELIX U H LM AN N , Allgem eines Verw altungsrecht, 5. Aufl., Zürich/ Basel/G enf 2006, N . 961 f., S. 202). 18 3.2 N ach dem G esagten erfasst der Anw endungsbereich des BG BB auch das fragliche G rundstück N r. (...). D a nach Art. 29a Abs. 2 LBV auf einem landw irtschaftlichen G ew erbe nach dem BG BB nur ein Betrieb anerkannt w erden kann, ist die angefochtene Verfügung, in w elcher die Anerkennungsfähigkeit der von der Z._______ G m bH m itbetriebenen G altsauenhaltung verneint w ird, nicht zu beanstan- den. N icht gegeben w äre im vorliegenden Fall zudem auch die für eine Aner- kennung geforderte organisatorische Selbständigkeit im Sinne von Art. 6 Abs. 1 Bst. c LBV. D er "M ietvertrag" vom 29. M ai 2005, die von A._______ unterzeichneten H ofdüngerabnahm everträge aus den Jahren 2005 und 2006 und die von ihm ebenfalls unterzeichnete N ährstoffbilanz vom 18. N ovem ber 2005 dokum entieren näm lich eine eng verflochtene Zusam - m enarbeit der Beschw erdeführenden bei der G altsauenhaltung: Im G egen- zug zur Verpflichtung der Z._______ G m bH , A._______ jährlich Fr. (...) für die "M iete" des Schw einestall zu bezahlen, für dessen U nterhalt und Be- trieb nach den R ichtlinien des "Q M -Schw eizerfleisch" zu sorgen, verpflich- tete sich A._______ die anfallende G ülle abzutransportieren und zu ver- w erten. D er in der Folge von der Z._______ G m bH gehaltene Bestand von (...) G altsauen w urde in der von A._______ am 18. N ovem ber 2005 unter- zeichneten N ährstoffbilanz als eigener Tierbestand ausgew iesen. D er in der Stellungnahm e der D ienststelle vom 25. O ktober 2006 geäusserten Ansicht ist beizupflichten, dass A._______ seit der Betriebsdatenerhebung vom 2. M ai 2005 seinen dam als deklarierten Tierbestand von (...) Auf- zuchtrindern um (...) G altsauen aufstockte und deshalb in der N ährstoffbi- lanz vom 18. N ovem ber 2005 unterschriftlich bestätige, seit 1. Juni 2005 H alter der im fraglichen Schw einestall gehaltenen Tiere zu sein. D am it ist die Vorinstanz teilw eise von der noch im Schreiben vom 1. Juli 2005 an die Z._______ G m bH vertretenen Auffassung abgerückt (vgl. Erw . 3.3). 3.3 D ass der Z._______ G m bH zur ordentlichen Abw icklung des Tierverkehrs eine eigene TVD -N um m er zugeteilt w orden w ar, verm ag daran nichts zu än- dern. W ie die Vorinstanz zutreffend einw endet, w urde in ihrem Schreiben vom 1. Juli 2005 bei der Zuteilung dieser N um m er festgehalten, dass der Schw ei- nestall als Produktionsstätte des Betriebs von A._______ angesehen w er- de. Eine anderslautende Zusicherung m achen die Beschw erdeführenden m it R echt auch nicht geltend. D ass die Vorinstanz m it Stellungnahm e vom 25. O ktober 2006 A._______ ab 1. Juni 2005 als H alter der im Schw einestall bew irtschafteten Tiere bezeich- net, steht zwar im W iderspruch zur Sichtw eise, w ie sie die Vorinstanz noch im Schreiben vom 1. Juli 2005 an die Z._______ G m bH vertreten hatte. Allfällige rechtliche Auswirkungen dieses U m standes auf die Zusprechung von D irekt-19 zahlungen sind indessen nicht in diesem Verfahren zu erörtern. 3.4 Im Ü brigen m ag der Einw and der Beschw erdeführenden zutreffen, dass hierzulande viele spezialisierte Schw einem astställe nicht dem bäuerlichen Bodenrecht unterstehen. D ies w ird in der Tat im m er dann der Fall sein, w enn sich solche Ställe auf G rundstücken von w eniger als 25 Aren G rösse befinden und nicht zu ei- nem landw irtschaftlichen G ew erbe gehören, w eshalb sie aus dem sachli- chen Anw endungsbereich des BG BB fallen (vgl. Art. 2 Abs. 3 BG BB; vgl. die Botschaft vom 29. M ai 2002, a.a.O ., S. 4941). D ass dies hier zutreffen w ürde, behaupten die Beschw erdeführenden jedoch zu R echt nicht. Anzum erken ist, dass sich A._______ als Bew irtschafter eines landw irt- schaftlichen Betriebes im Sinne von Art. 5 Bst. a BG BB, w elcher den Be- stim m ungen über landw irtschaftliche G ew erbe gem äss Art. 7 BG BB unter- stellt ist (vgl. Erw . 3.1.2), vor dem Erw erb der in der Landw irtschaftszone befindlichen Parzelle N r. (...) gestützt auf Art. 84 BG BB bei der sachzu- ständigen D ienststelle um eine entsprechende Klärung der R echtslage hät- te bem ühen können (vgl. Erw . 1.2.2 a.E. m it H inw eisen). D ies gilt um so m ehr, als A._______ freim ütig einräum t, er habe den Schw einestall ange- sichts des bäuerlichen Bodenrechts keinesfalls an einen Landw irt übertra- gen w ollen, um nicht die geplante U m nutzung der Käserei zu W ohnzw ecken zu gefährden. D ie in diesem Zusam m enhang vom BLW aufgew orfenen raum planungsrechtlichen Fragen sind hier nicht w eiter zu vertiefen (vgl. dazu: SC H EID EG G ER , a.a.O ., S. 81 ff.; FR ITZ W EG ELIN , R evision des R aum pla- nungsrechts – Ausgangslage, geplante Lockerung (kleine und grosse R evi- sion), BAR 2005, S. 175 ff.; Art. 4a VBB zur Verfahrenskoordination). 3.5 N icht w eiter einzugehen ist schliesslich auch auf die vom BLW aufgew orfe- ne Frage, ob der am 29. O ktober 2004 erfolgte Erw erb der Parzelle N r. (...) durch A._______ nach Art. 61 Abs. 1 BG BB bew illigungspflichtig gew esen w äre, w obei eine entsprechende Bew illigung nur bei Selbstbew irtschaftung hätte erteilt w erden dürfen (vgl. Art. 63 Abs. 1 Bst. a BG BB), w as indes an- gesichts der von A._______ geäusserten N utzungsabsichten fraglich sei. D ie im vorliegenden Verfahren w enig ausgeleuchtete Vorgeschichte dieses Liegenschaftskaufs (w ie auch die verm eintliche "Verm ietung" des Schw eine- stalles an die Z._______ G m bH , vgl. Erw . 1.3.2) w irft in der Tat berechtigte Fragen auf, w elche indessen über den in Erw ägung 3 um rissenen Streitge- genstand hinausgehen und deshalb nicht näher zu beleuchten sind (vgl. w ei- terführend zur H eilbarkeit schw ebend-unw irksam er Erw erbsgeschäfte bei nachträglicher Bew illigung: STALD ER im Kom m entar BG BB, a.a.O ., N . 5 ff. zu Art. 70). 3.6 Zusam m enfassend ist festzuhalten, dass zurzeit die G altsauenhaltung der Z._______ G m bH nicht als Betrieb im Sinne von Art. 6 LBV anerkannt w er- den kann. Seitens der Vorinstanz liegt som it keine Verletzung von Bundes-20 recht vor. D ie Beschw erde ist daher als unbegründet abzuw eisen, sow eit darauf einzutreten ist. Bei dieser Sachlage erübrigt sich die von der Vorinstanz beantragte Ü ber- w eisung ihrer Vernehm lassung vom 29. O ktober 2006 sow ie der Eingabe der Beschw erdeführenden vom 16. O ktober 2006 ans BLW zur Stellung- nahm e. D asselbe gilt auch für die von den Beschw erdeführenden bean- tragte Zeugeneinvernahm en und Expertisen. 4. Bei diesem Verfahrensausgang unterliegen die Beschw erdeführer, w es- halb ihnen die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D iese setzen sich zusam m en aus der G erichtsgebühr sow ie den Auslagen (Art. 63 Abs. 5 Vw VG i.V.m . Art. 1 Abs. 1 des R eglem ents vom 11. D ezem - ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw al- tungsgericht, VG KE, SR 173.320.2). Auslagen sind keine angefallen. D ie zu sprechende G erichtsgebühr von Fr. 1'200.-- ist m it den im April 2006 geleis- teten Kostenvorschüssen in der H öhe von dreim al je Fr. 400.-- nach R echtskraft dieses U rteil zu verrechnen. D en unterliegenden Beschw erdeführern ist keine Parteientschädigung aus- zurichten (Art. 64 Abs. 1 Vw VG ; Art. 7 Abs. 1 VG KE). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. Auf die Beschw erde der Y._______ G m bH w ird nicht eingetreten. 2. D ie von A._______ und der Z._______ G m bH erhobene Beschw erde w ird abgew iesen, sow eit darauf einzutreten ist. 3. D ie G erichtsgebühr von Fr. 1'200.-- w ird den Beschw erdeführern auf- erlegt und nach R echtskraft dieses U rteil m it den erhobenen Kosten- vorschüssen verrechnet. 4. Es w ird keine Parteientschädigung zugesprochen. 5. D ieses U rteil w ird eröffnet: - den Beschw erdeführern (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (m it G erichtsurkunde) - dem Eidgenössischen Volksw irtschaftsdepartem ent (m it G erichtsurkunde) und m itgeteilt: - dem Bundesam t für Landw irtschaft (zur Kenntnis) sow ie auszugsw eise m itgeteilt: - H errn Q ._______, (zur Kenntnis) - H errn R ._______, (zur Kenntnis)21 D ie vorsitzende R ichterin: D er G erichtsschreiber: Vera M arantelli Said H uber R echtsm ittelbelehrung G egen dieses U rteil kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt w erden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nter- schrift zu enthalten. D as angefochtene U rteil und die Bew eism ittel sind, sow eit sie die Beschw erdeführer in H änden haben, beizulegen (Art. 42 BG G ). Versand am : 5. Juni 2007