Abkommen vom 7. Dezember 1976 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Französischen Republik betreffend die Schifffahrt auf dem Genfersee (mit Anhang) <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1978/1987_1987_1987/19790101/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1978/1987_1987_1987/19790101"/><FRBRdate date="1979-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1976-12-07" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1979-01-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.747.221.1"/><FRBRname xml:lang="de" value="Abkommen vom 7. Dezember 1976 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Französischen Republik betreffend die Schifffahrt auf dem Genfersee (mit Anhang)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo del 7 dicembre 1976 fra il Consiglio federale svizzero ed il Governo della Repubblica francese concernente la navigazione sul Lemano (con All.)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord du 7 décembre 1976 entre le Conseil fédéral suisse et le Gouvernement de la République française concernant la navigation sur le Léman (avec annexe)" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1978/1987_1987_1987/19790101/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1978/1987_1987_1987/19790101/de"/><FRBRdate date="1979-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1976-12-07" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1979-01-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1978/1987_1987_1987/19790101/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1978/1987_1987_1987/19790101/de/xml"/><FRBRdate date="1979-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1976-12-07" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1979-01-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.747.221.1 </docNumber></p><p> AS <b>1978</b> 1987; BBl <b>1977</b> II 557</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Übersetzung<i><authorialNote><p> Der Originaltext findet sich unter der gleichen Nummer in der französischen Ausgabe dieser Sammlung.</p></authorialNote></i></p><p><docTitle>Abkommen <br/>zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und <br/>der Regierung der Französischen Republik <br/>betreffend die Schifffahrt auf dem Genfersee</docTitle></p><p>Abgeschlossen am 7. Dezember 1976<br/>Von der Bundesversammlung genehmigt am 27. Februar 1978<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1978/1986_1986_1986" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1978</b> 1986</ref></p></authorialNote><br/>In Kraft getreten durch Briefwechsel am 1. Januar 1979</p><p> (Stand am 1. Januar 1979)</p></preface><preamble><p>Der Schweizerische Bundesrat<br/>und<br/>die Regierung der Französischen Republik,</p><p>in der Absicht, die Regelung der Schifffahrt auf dem Genfersee der Entwicklung der Technik und den neuen Anforderungen anzupassen, haben folgendes vereinbart:</p></preamble><body><level eId="lvl_I"><num>I. </num><heading>Allgemeine Bestimmungen</heading><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><paragraph eId="art_1/para_1"><num>1.</num><content><p>Die für die Schifffahrt auf dem Genfersee geltenden Vorschriften sind in diesem Abkommen und im zugehörigen Schifffahrtsreglement für den Genfersee<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1978/1994_1993_1993" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.747.221.11</b></ref></p></authorialNote>, hiernach Reglement genannt, aufgeführt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_2"><num>2.</num><content><p>Nach Anhören der in Art. 12 dieses Abkommens genannten Gemischten Kommission können die beiden Regierungen durch Notenaustausch im Reglement zweckmässig erscheinende Änderungen anbringen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><paragraph eId="art_2/para"><content><p>Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten sorgen aufgrund der durch dieses Abkommen, das Reglement und die nationale Gesetzgebung gegebenen Befugnisse für Ordnung und Sicherheit der Schifffahrt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><paragraph eId="art_3/para"><content><p>Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten treffen Massnahmen zur Vermeidung und Bekämpfung der durch die Schifffahrt verursachten Verunreinigung von Wasser und Luft sowie des Lärms gemäss den zu diesem Zweck abgeschlossenen Abkommen, dem Reglement und den nationalen Gesetzgebungen.</p></content></paragraph></article></level><level eId="lvl_II"><num>II. </num><heading>Bestimmungen über die Schiffe</heading><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><paragraph eId="art_4/para_1"><num>1.</num><content><p>Im Sinne dieses Abkommens gelten als Schiffe Fahrzeuge jeglicher Art, die der Beförderung auf dem Wasser oder im Wasser dienen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>2.</num><content><p>Bau, Ausrüstung und Besatzung der Schiffe müssen den Bestimmungen des Reglementes und den Vorschriften der an ihrem Standort geltenden nationalen Gesetzgebung genügen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_3"><num>3.</num><content><p>Das Reglement bestimmt die für die Zulassung auf dem Genfersee notwendigen Ausweise und Kennzeichen der Schiffe, deren Länge über alles mehr als 2,50 m beträgt, ausgenommen der Paddelboote und der Rennruderboote.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_4"><num>4.</num><content><p>Die von beiden Vertragsstaaten erteilten Ausweise und Kennzeichen gelten auf dem ganzen Genfersee.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_5"><num>5.</num><content><p>Für Schiffe, die weder in der Schweiz noch in Frankreich einen Standort haben, ist jener Vertragsstaat zuständig, auf dessen Gebiet das Schiff in den Genfersee gelangt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_6"><num>6.</num><content><p>Wird der gewöhnliche Standort eines Schiffes vom Gebiet eines Vertragsstaates in das Gebiet des andern verlegt, so sind neue Ausweise und Kennzeichen zu erteilen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><paragraph eId="art_5/para"><content><p>Jeder Vertragsstaat kann in Anwendung seiner eigenen Gesetzgebung für Schiffe, die auf seinem Gebiet registriert oder immatrikuliert sind, die Erteilung der Ausweise und der Kennzeichen vom Abschluss einer Haftpflichtversicherung abhängig machen, welche den Personen‑ und Sachschaden deckt, der sich durch die Verwendung des Schiffes oder das Schleppen von Sportgeräten ergeben kann.</p></content></paragraph></article></level><level eId="lvl_III"><num>III. </num><heading>Bestimmungen über die Schiffsführer</heading><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><paragraph eId="art_6/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Führung der Schiffe unterliegt der nationalen Gesetzgebung der Vertragsstaaten, wobei jedoch für die Führung eines Schiffes mit Motor, dessen Leistung mehr als 10 PS beträgt, ein Ausweis erforderlich ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Ausweis wird von dem Vertragsstaat erteilt, auf dessen Gebiet der Führer seinen gewöhnlichen Wohnsitz hat. Fehlt ein solcher Wohnsitz, so wird der Ausweis von demjenigen Vertragsstaat erteilt, auf dessen Gebiet sich das Schiff befindet oder zu Wasser gelangt. Für Änderungen oder den Entzug des Ausweises ist nur derjenige Vertragsstaat zuständig, der ihn erteilt hat.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_3"><num>3.</num><content><p>Der Führerausweis gilt auf dem ganzen See.</p></content></paragraph></article></level><level eId="lvl_IV"><num>IV. </num><heading>Bestimmungen über den Schiffsverkehr</heading><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><paragraph eId="art_7/para_1"><num>1.</num><content><p>Der Schiffsverkehr untersteht den Bestimmungen dieses Abkommens und des Reglementes.</p><p>Die nationalen Gesetzgebungen können für Schiffe im Dienst des Staates, für die gewerbsmässige Schifffahrt und für die Schiffsvermietung besondere Vorschriften vorsehen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_2"><num>2.</num><content><p>Alle nautischen Veranstaltungen, die sowohl auf dem schweizerischen wie auf dem französischen Gewässerteil stattfinden, dürfen erst nach Zustimmung der zuständigen Behörden der Vertragsstaaten durchgeführt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_3"><num>3.</num><content><p>Das Stilliegen der Schiffe in Ufernähe und in den Häfen sowie die Benützung der Landestege und Anlegestellen unterliegt der Gesetzgebung der Vertragsstaaten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_4"><num>4.</num><content><p>Die zuständigen Behörden jedes Vertragsstaates können im Interesse der Sicherheit oder der öffentlichen Ordnung die Schifffahrt vorübergehend einschränken oder verbieten. Solche Massnahmen sind möglichst bald wieder aufzuheben.</p><p>Verbote und Einschränkungen sind den Schifffahrtstreibenden durch geeignete Bekanntmachungen oder Signale zur Kenntnis zu bringen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_5"><num>5.</num><content><p>Dauernde Einschränkungen der Schifffahrt oder der Zulassung bestimmter Schiffe oder bestimmter Antriebsarten, insbesondere solche, die der Umweltschutz erfordert, werden nach Anhören der in Artikel 12 dieses Abkommens vorgesehenen gemischten Kommission von den Vertragsstaaten gemeinsam beschlossen.</p></content></paragraph></article></level><level eId="lvl_V"><num>V. </num><heading>Besondere Bestimmungen<br/>für Schiffe im regelmässigen Linienverkehr</heading><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><paragraph eId="art_8/para_1"><num>1.</num><content><p>Schiffe im regelmässigen Linienverkehr sind solche von Unternehmungen, die einen öffentlichen Dienst nach veröffentlichtem Fahrplan versehen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Schiffe im regelmässigen Linienverkehr fahren auf einem Kurs, von dem sie ohne Grund nicht abweichen dürfen. Andere Schiffe dürfen ihre Fahrt nicht behindern.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Schiffe im regelmässigen Linienverkehr dürfen Reisende nur an den zu diesem Zweck eingerichteten Landestellen ein‑ und aussteigen lassen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><paragraph eId="art_9/para"><content><p>Unternehmungen, deren Schiffe im regelmässigen Linienverkehr zwischen der Schweiz und Frankreich eingesetzt sind, haben den zuständigen Behörden beider Vertragsstaaten ihre Fahrplanentwürfe mindestens zwei Monate vor ihrem Inkrafttreten zu unterbreiten. Die von der zuständigen nationalen Behörde genehmigten Fahrpläne sowie deren Änderungen während der Saison sind auf den Schiffen und in allen bedienten Häfen und Landestellen anzuschlagen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><paragraph eId="art_10/para"><content><p>Die Unternehmungen des öffentlichen Schiffsverkehrs sind verpflichtet, die mit der Aufsicht betrauten Vertreter der Behörden zur Ausübung ihrer amtlichen Tätigkeit unentgeltlich zu befördern.</p></content></paragraph></article></level><level eId="lvl_VI"><num>Vl. </num><heading>Bestimmungen über Häfen und Landestellen</heading><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><paragraph eId="art_11/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Zugänge zu den Häfen und die Umgebung von Landestellen sind freizuhalten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_2"><num>2.</num><content><p>Das Landen der Schiffe darf nicht behindert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_3"><num>3.</num><content><p>An Landestellen des öffentlichen Schiffsverkehrs, die entsprechend signalisiert sind, dürfen andere Schiffe nicht anlegen.</p></content></paragraph></article></level><level eId="lvl_VII"><num>VII. </num><heading>Gemischte beratende Kommission</heading><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><paragraph eId="art_12/para_1"><num>1.</num><content><p>Mit dem Inkrafttreten dieses Abkommens wird eine gemischte beratende Kommission gebildet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_2"><num>2.</num><content><p>Jeder Vertragsstaat bezeichnet die Mitglieder seiner Delegation, jedoch nicht mehr als fünf. Die Kommission gibt sich selbst ihre Geschäftsordnung.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_3"><num>3.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_12/para_3/listintro">Die Kommission hat namentlich folgende Obliegenheiten:</listIntroduction><item eId="art_12/para_3/lbl_a"><num>a. </num><p>Überwachung der Durchführung dieses Abkommens;</p></item><item eId="art_12/para_3/lbl_b"><num>b. </num><p>Vorbereiten von Vorschlägen zuhanden der Vertragsstaaten betreffend Änderungen des Reglementes gemäss Art. 1 Absatz 2 dieses Abkommens;</p></item><item eId="art_12/para_3/lbl_c"><num>c. </num><p>Erleichterung der Beziehungen zwischen den mit dem Vollzug der Vorschriften dieses Abkommens und des Reglementes betrauten Behörden der Vertragsstaaten;</p></item><item eId="art_12/para_3/lbl_d"><num>d. </num><p>Beheben von Schwierigkeiten, die sich aus der Durchführung dieses Abkommens und des Reglementes ergeben durch Vorschläge zuhanden der Vertragsstaaten.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_4"><num>4.</num><content><p>Die Einberufung der Kommission erfolgt nach Verständigung beider Delegationsleiter. Die Delegationsleiter führen abwechslungsweise den Vorsitz.</p></content></paragraph></article></level><level eId="lvl_VIII"><num>VIII. </num><heading>Durchführung des Übereinkommens und des Reglementes</heading><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><paragraph eId="art_13/para_1"><num>1.</num><content><p>Jeder Vertragsstaat trifft auf seinem Gebiet die für den Vollzug dieses Abkommens und des Reglementes erforderlichen Massnahmen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_2"><num>2.</num><content><p>Ist ein Vertragsstaat in Anwendung dieses Abkommens und des Reglementes nicht befugt, einen Führerausweis oder ein anderes Dokument zu entziehen, so kann er dessen Inhaber das Befahren seines Gebietes verbieten. Er hat den Fall der Behörde zu unterbreiten, die das Dokument ausgestellt hat.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_3"><num>3.</num><content><p>Im Falle der Übertretung von Bestimmungen dieses Abkommens und des Reglements wendet jeder Vertragsstaat unter Vorbehalt der Bestimmungen des vorgehenden Absatzes die nach eigenem Recht vorgesehenen Straf‑ und Verwaltungsmassnahmen an.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_4"><num>4.</num><content><p>Zur Anwendung dieses Abkommens und des Reglements können die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten direkt miteinander verkehren.</p></content></paragraph></article></level><level eId="lvl_IX"><num>IX. </num><heading>Schiedsgerichtsklausel</heading><article eId="art_14"><num><b>Art. 14</b></num><paragraph eId="art_14/para"><content><p>Meinungsverschiedenheiten zwischen den Vertragsstaaten über die Auslegung oder den Vollzug dieses Abkommens, welche nicht auf gütlichem Weg erledigt werden können, werden, sofern die Vertragsstaaten nichts anderes vereinbaren, auf Gesuch eines der Staaten, einem Schiedsgericht, gemäss den im Anhang zu diesem Abkommen bestimmten Bedingungen, unterbreitet.</p></content></paragraph></article></level><level eId="lvl_X"><num>X. </num><heading>Schlussbestimmungen</heading><article eId="art_15"><num><b>Art. 15</b></num><paragraph eId="art_15/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Abkommen und das Reglement treten am ersten Tag des dritten Monats nach Austausch der Urkunden, welche die Durchführung der in den beiden Vertragsstaaten erforderlichen verfassungsrechtlichen Verfahren bestätigen, in Kraft.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_2"><num>2.</num><content><p>Jeder Vertragsstaat kann dieses Abkommen jederzeit unter Einhaltung einer einjährigen Frist kündigen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_3"><num>3.</num><content><p>Durch dieses Abkommen wird das Übereinkommen zwischen der Schweiz und Frankreich betreffend die Schifffahrt auf dem Lemansee vom 10. September 1902<authorialNote><p> [BS <b>13</b> 327]</p></authorialNote> aufgehoben.</p><p>Geschehen in Bern, den 7. Dezember 1976 in zwei Urschriften in französischer Sprache.</p><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>Für den<br/>Schweizerischen Bundesrat:</p><p>Graber</p></td><td><p>Für die<br/>Regierung der Französischen Republik:</p><p>Lebel</p></td></tr></table></content></paragraph></article></level></body><components><component><doc name="annex"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1978/1987_1987_1987/19790101/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1978/1987_1987_1987/19790101"/><FRBRdate date="1979-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1976-12-07" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1979-01-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.747.221.1"/><FRBRname xml:lang="de" value="Abkommen vom 7. 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Jede Streitpartei bestellt einen Schiedsrichter; die beiden so bestellten Schiedsrichter bestimmen einvernehmlich den dritten Schiedsrichter, der als Obmann des Gerichts tätig wird.</p><p>Ist der Obmann nicht binnen zwei Monaten nach Ernennung des zweiten Schiedsrichters bestellt worden, so bestellt ihn der Präsident des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte auf Antrag der zuerst handelnden Partei.</p><p>3.  Hat eine der Streitparteien nicht binnen zwei Monaten nach Eingang des Antrages einen Schiedsrichter bestellt, so kann die andere Partei den Präsidenten des Europäischen Gerichtshofs befassen, der den Obmann des Schiedsgerichts innert weiterer zwei Monate bestellt. Sobald der Obmann ernannt ist, fordert er die Partei, die noch keinen Schiedsrichter bestellt hat, auf, dies binnen zwei Monaten zu tun. Nach Ablauf dieser Frist befasst er den Präsidenten des Europäischen Gerichtshofs, der diese Ernennung innert weiterer zwei Monate vornimmt.</p><p>4.  Ist der Präsident des Europäischen Gerichtshofs in den unter Ziffern 2 und 3 erwähnten Fällen verhindert oder ist er Staatsangehöriger einer der Streitparteien, so obliegt die Ernennung des Obmanns oder des Schiedsrichters dem Vizepräsidenten des Gerichtshofs oder dem dienstältesten Mitglied des Gerichtshofs, der nicht verhindert und nicht Staatsangehöriger einer der Streitparteien ist.</p><p>5.  Diese Bestimmungen finden sinngemäss bei der Besetzung freiwerdender Stellen Anwendung.</p><p>6.  Das Schiedsgericht entscheidet nach den Regeln des Völkerrechts und insbesondere nach den Bestimmungen des vorliegenden Abkommens.</p><p>7.  Die Entscheidungen des Schiedsgerichts sowohl in Verfahrens‑ als auch in materiellen Fragen werden mit der Mehrheit der Stimmen seiner Mitglieder getroffen; die Abwesenheit oder die Stimmenthaltung eines von den Parteien bestellten Mitglieds des Gerichts hindert das Gericht nicht, zu entscheiden. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Obmanns den Ausschlag. Die Entscheidungen des Gerichts sind für die Parteien bindend. Diese tragen die Kosten für den von ihnen bestellten Schiedsrichter und übernehmen je zur Hälfte die andern Kosten. Die weiteren Verfahrensfragen regelt das Schiedsgericht selbst.</p></mainBody></doc></component></components></act></akomaNtoso>