<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2002.00001</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106614&amp;W10_KEY=13013576&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2002.00001</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 17.04.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Kündigung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Die Kündigung ist materiell gerechtfertigt, wenn die Weiterbeschäftigung der angestellten Person dem öffentlichen Interesse widerspricht, insbesondere demjenigen an einer gut funktionierenden Verwaltung. Dabei kann auch eine länger dauernde, die Erfüllung der übertragenen Aufgaben verhindernde Krankheit ein sachlicher Kündigungsgrund sein, wobei die privatrechtliche Sperrfrist zu beachten ist. Streitwert begründet Kammerzuständigkeit (E. 1). Zur Rechtsgrundlage des Arbeitsverhältnisses (E. 2). Die in Frage stehende Kündigung erweist sich unter den gegebenen Umständen als rechtmässig (E. 3). Kein Anspruch auf Abfindung, wenn das kommunale Dienstrecht eine solche nicht kennt; eine zu schliessende Lücke lässt sich allein aufgrund der Tatsache, dass das kantonale Personalrecht Abfindungen vorsieht, nicht annehmen (E. 4). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES">BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KRANKHEIT">KRANKHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃNDIGUNG">KÃNDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MISSBRAUCH">MISSBRAUCH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SPERRFRIST">SPERRFRIST</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 72 GemeindeG</span><br/><span class="gerade">Art. 336 OR</span><br/><span class="ungerade">Art. 336c OR</span><br/><span class="gerade">§ 74 lit. I VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 80 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2002 Nr. 128</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Mit Schreiben vom 16. Juni 1986 stellte der Gemeinderat X B als "Verwaltungsangestellte Einwohnerkontrolle/Gemeinderatskanzlei" mit Stellenantritt am 1.</span><span> </span><span>August 1986 an.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 16. September 1999 sprach der Gemeinderat gegenÃ¼ber B eine fÃ¶rmliche Verwarnung aus. Er nahm darin zunÃ¤chst Bezug auf verschiedene frÃ¼here GesprÃ¤che und im Besonderen auf eine Aussprache vom 16. August 1999, an welcher die Leistungen und das Verhalten Bâs in mehrfacher Hinsicht beanstandet worden seien, nÃ¤mlich deren UnzuverlÃ¤ssigkeit, die mangelnde Selbstkontrolle, die ungenÃ¼genden Leistungen und mangelhafte Kon­zentration auf ihre Arbeit sowie die mangelhafte LoyalitÃ¤t und Team-Integration; es sei ihr damals die KÃ¼ndigung in Aussicht gestellt worden, sofern keine Besserung der Leis­tun­gen und des Verhaltens eintrete. Da sich in der Folge keine Besserung eingestellt habe, ver­warnte der Gemeinderat B am 16. September 1999 fÃ¶rmlich und setzte ihr eine allerletzte Frist bis 18. Oktober 1999, um die Leistungen und das Verhalten zu Ã¤ndern, mit der Andro­hung, das ArbeitsverhÃ¤ltnis andernfalls aufzulÃ¶sen. Nach einer FristverlÃ¤ngerung wegen Fe­rienabwesenheit wurde B mit Schreiben vom 1. November 1999 Gelegenheit gegeben, sich zu den VorwÃ¼rfen schriftlich zu Ã¤ussern. Fristgerecht nahm B mit Schreiben vom 5. No­vember 1999 Stellung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 18. November 1999 kÃ¼ndigte der Gemeinderat X das ArbeitsverhÃ¤ltnis auf den 29. Februar 2000, wobei er zur BegrÃ¼ndung auf die in zahlreichen Aussprachen ange­brach­ten Ermahnungen und die am 16. September 1999 erfolgte schriftliche Verwarnung mit KÃ¼n­­digungsandrohung hinwies; trotz dieser Ermahnungen hÃ¤tten sich Leistungen und Verhalten nicht verbessert, und die zahlreichen Beanstandungen hÃ¤tten ein Mass erreicht, welches eine Fortsetzung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses als nicht mehr zumutbar erscheinen lasse.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. A. Den gegen diese KÃ¼ndigung am 17. Dezember 1999 erhobenen Rekurs wies der Bezirksrat Y am 3. MÃ¤rz 2000 ab. B habe sich zu den VorwÃ¼rfen, mit welchen die KÃ¼n­digung begrÃ¼ndet werde, hinreichend Ã¤ussern kÃ¶nnen; die KÃ¼ndigung sei sachlich gerechtfertigt und die Sperrfrist wegen Krankheit im Zeitpunkt der KÃ¼ndigung bereits abgelaufen gewesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Beschwerde vom 17. April 2000 gegen den Bezirksratsbeschluss liess B dem Verwaltungsgericht beantragen, den angefochtenen Beschluss aufzuheben, die UngÃ¼ltigkeit der KÃ¼ndigung festzustellen und die Gemeinde X zu einer EntschÃ¤di­gung zu verpflichten, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Beschwerde­gegnerin.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht hiess die Beschwerde mit Entscheid vom 30. August 2000 teilweise gut und hob den angefochtenen Beschluss in Bezug auf die Feststellung der Recht­­­mÃ¤ssigkeit der KÃ¼ndigung und auf den EntschÃ¤digungsanspruch auf. Die Sache wurde zur weiteren Untersuchung und Neuentscheidung an den Bezirksrat zurÃ¼ckgewiesen. Grund fÃ¼r die RÃ¼ckweisung war Folgendes: Mit VerfÃ¼gung vom 21. Dezember 1999 hatte der Bezirksrat die Gemeinde X im Rekursverfahren zu Vernehmlassung und "vollstÃ¤ndiger Aktenvorlage" aufgefordert. Die­ser Aufforderung war die Gemeinde insoweit nicht nachgekommen, als sie die Stel­lungnahme Bâs vom 5. November 1999 zu den Beanstandungen der Chefin der Zivilschutzorganisation vom 24. Oktober 1999 nicht eingereicht hatte. Der Be­zirks­rat nahm daher irrtÃ¼mlich an, B habe zu diesen Beanstandungen keine Stellung genommen. Der Rekursentscheid beruhte insofern auf einer unrichtigen Sachverhaltsfeststellung und es lag zugleich eine GehÃ¶rsverweigerung vor (vgl. E. 3). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. Nach einer mÃ¼ndlichen AnhÃ¶rung von B und schriftlichen Stellungnahmen der Parteien wies der Bezirksrat den Rekurs am 21. November 2001 wiederum ab. Zur BegrÃ¼n­dung fÃ¼hrte er zusammengefasst aus, dass sich B aufgrund ihres RÃ¼ckenleidens und da sie ihre KrÃ¤fte zum Teil fÃ¼r den Einsatz in anderen Funktionen gebraucht habe, nie voll in das Zivilstandsamt habe einarbeiten kÃ¶nnen. Als sie dann nach der zweiten RÃ¼ckenoperation gesundheit­lich noch mehr unter Druck geraten sei, sei es ihr nicht mehr mÃ¶glich gewesen sei, ihr Amt zur Zufriedenheit zu erfÃ¼llen. Es habe genÃ¼gend sachliche GrÃ¼nde fÃ¼r eine AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses gegeben. Es sei nÃ¤mlich nicht davon auszugehen, dass sie das Zivilstandsamt innert kurzer Zeit in einen gut funktionierenden Zustand hÃ¤tte bringen kÃ¶nnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. B gelangte am 17. Januar 2002 wiederum an das Verwaltungsgericht mit den Be­schwerdeantrÃ¤gen, den Rekursentscheid des Bezirksrats aufzuheben, es sei festzustellen, dass die KÃ¼ndigung vom 18. November 1999 ohne hinreichenden sachlichen Grund erfolgt und unrechtmÃ¤ssig sei, und es sei die ihr von der Gemeinde X zu zahlende EntschÃ¤digung festzusetzen. Ausserdem beantragte sie, die Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Gemeinde X zu regeln. Auf die BegrÃ¼ndung der Beschwerde ist soweit erforderlich im Rahmen der ErwÃ¤gungen einzugehen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Gemeinderat X ersuchte mit Eingabe vom 19./21. MÃ¤rz 2002 um Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. Der Bezirksrat verzichtete auf Vernehmlassung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflege­ge­setzes vom 24. Mai 1959 (VRG) fÃ¼r die Behandlung der Beschwerde gegen den personalrechtlichen Rekursentscheid des Bezirksrats zustÃ¤ndig. Mit der Beschwerde wird als EntschÃ¤digung die Bezahlung eines Jahreslohns beantragt; angesichts dieses Fr. 20'000.- Ã¼bersteigenden Streitwerts ist die Sache durch die Kammer zu erledigen (vgl. § 38 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) GemÃ¤ss § 72 Abs. 2 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 (GemeindeG) ist das ArbeitsverhÃ¤ltnis des Gemeindepersonals Ã¶ffentlichrechtlich; soweit die Gemeinden keine eigenen Vorschriften erlassen, gelten das (kantonale) Personalgesetz vom 27. Sep­tem­­ber 1998 (PG) und seine AusfÃ¼hrungsbestim­mungen sinngemÃ¤ss auch fÃ¼r das ArbeitsverhÃ¤ltnis des Gemeindepersonals.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Grundlage des vorliegenden AnstellungsverhÃ¤ltnisses bildet das Reglement der Gemein­de X Ã¼ber das DienstverhÃ¤ltnis der Beamten und Angestellten (DienstR), in Kraft seit 1. Ja­nuar 1974. Wie bereits im RÃ¼ckweisungsentscheid vom 30. August 2000 festgehalten, ist grundsÃ¤tzlich dieses Reglement und nicht das kantonale Personalrecht anzuwenden. Wenn das kommunale Recht einzelne Fragen, wie hier die Vor­aussetzungen einer KÃ¼ndigung und das dabei zu beachtende Verfahren, nicht Ã¤hnlich detailliert regelt wie das kantonale, darf nicht schon deshalb auf eine fehlende kommunale Regelung geschlossen werden (E. 4b). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Art. 2 Abs. 1 DienstR sieht die AuflÃ¶sung des AnstellungsverhÃ¤ltnisses durch KÃ¼ndigung vor. Damit werden die Voraussetzungen fÃ¼r eine KÃ¼ndigung nicht geregelt. FÃ¼r die Frage, ob eine KÃ¼ndigung materiell gerechtfertigt ist, gelten deshalb die allgemeinen GrundsÃ¤tze, wie sie Lehre und Rechtsprechung fÃ¼r die ordentliche AuflÃ¶sung Ã¶ffentlich­rechtlicher ArbeitsverhÃ¤ltnisse entwickelt haben. Danach ergibt sich Folgendes: </span><span>Die kÃ¼ndigende BehÃ¶rde hat die allgemeinen verfassungsrechtlichen Schranken wie das WillkÃ¼rverbot, das VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzip sowie Treu und Glauben zu beachten. </span><span>Die GrÃ¼nde, die zur KÃ¼ndigung Anlass geben, mÃ¼ssen von einem gewissen Gewicht sein. Allerdings ist nicht erforderlich, dass sie die Fortsetzung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses als unzumutbar erschei­­nen lassen; es reicht aus, wenn die WeiterbeschÃ¤ftigung des oder der betreffen­den Angestellten dem Ã¶ffentlichen Interesse, insbe­sondere demjenigen an einer gut funktio­nie­renden Verwaltung, widerspricht (Matthias Mi­chel, Beamtenstatus im Wandel, ZÃ¼rich 1998, S. 299; Hermann Schroff/Da­vid Gerber, Die Beendigung der DienstverhÃ¤lt­nisse in Bund und Kantonen, St. Gallen 1985, S. 80). Es mÃ¼ssen sachliche, vertretbare GrÃ¼nde sein (Tobias Jaag, Das Ã¶ffentlichrechtliche DienstverhÃ¤ltnis im Bund und im Kan­ton ZÃ¼rich â aus­gewÃ¤hlte Fragen, ZBl 95/1994, S. 433 ff., 463; RB 1995 Nr. 29 E. 1). Die KÃ¼ndigung rechtfertigen kÃ¶nnen deshalb nicht nur vom Arbeitnehmer verschuldete GrÃ¼nde. Viel­mehr kann eine KÃ¼ndigung auch durch objektive GrÃ¼nde gerechtfertigt sein, das heisst beispiels­weise bei gesundheitlichen Problemen oder fachlichem UnvermÃ¶gen sowie Verhaltens­wei­sen des Arbeitnehmers, welche die VertrauenswÃ¼rdigkeit beeintrÃ¤chtigen (Jaag, S. 463 mit Hinwei­sen auf die Rechtsprechung). </span><span>Zur PrÃ¼fung der materiellen RechtmÃ¤s­sig­keit der KÃ¼n­di­gung kÃ¶nnen GrundsÃ¤tze aus dem zivilen Arbeitsrecht betreffend Miss­brÃ¤uchlichkeit der KÃ¼ndigung (Art. 336 des Obligationenrechts [OR]) analog be­rÃ¼ck­sichtigt werden (vgl. VGr, 2. MÃ¤rz 1995, VK 94/0031, ZBl 96/1995, S. 382 ff., 384 f.; VGr, 21. November 2001, </span><span>PB.2001.00019, E. 4a</span><span>). Zu verweisen ist auch darauf, dass die Regelung in Art. 336 OR ihrerseits eine Konkretisierung des Grundsatzes von Treu und Glauben ist (vgl. JÃ¼rg BrÃ¼h­wiler, Kommentar zum Einzelarbeitsvertrag, 2. A., Bern/Stutt­gart/Wien 1996, S. 330). </span><span>Der Ã¶ffentlichrechtliche KÃ¼ndigungsschutz beschrÃ¤nkt sich indessen nicht auf die Missbrauchs­tat­bestÃ¤nde des Obligationenrechts, sondern geht weiter (BGr, 22. Mai 2001, 2A.71/2001, E. 2c, http://www.bger.ch; Michel, S. 299). Nach dem Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit muss die KÃ¼ndi­gung erstens ein geeignetes Mittel zur ProblemlÃ¶sung sein, muss sie zweitens in dem Sinn erforderlich sein, dass nicht weniger einschneidende Massnahmen wie bei­­spielsweise eine Verwarnung ebenfalls zum Ziel fÃ¼hren wÃ¼rden, und muss drittens eine AbwÃ¤gung der gegenseitigen In­teressen die KÃ¼ndigung als gerechtfertigt erscheinen lassen (Michel, S. 301 f.). Angesichts der inhaltlichen Offenheit und Unbestimmt­heit dieser Umschrei­bungen steht den VerwaltungsbehÃ¶rden beim Entscheid Ã¼ber die KÃ¼ndigung ein gros­ser Er­messens‑ und Beurtei­lungs­spielraum zu (vgl. Michel, S. 342 f.; Schroff/Gerber, S. 84; zum Ganzen VGr, 28. Februar 2001, PB.2000.00027, E. 7a, http://www.vgrzh.ch/recht­­spre­chung; RB 1999 Nr. 163). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Diese AusfÃ¼hrungen erhellen zunÃ¤chst die Unhaltbarkeit des mit der Beschwerde in allgemeiner Form eingenommen Standpunktes, wonach eine KÃ¼ndigung wegen ungenÃ¼gender Leistung wÃ¤hrend einer lÃ¤nger dauernden, medizinisch ausgewiesenen ArbeitsunfÃ¤higkeit und als Folge einer solchen ArbeitsunfÃ¤higkeit willkÃ¼rlich sei. Kann ein Arbeitneh­mer wegen Krankheit die ihm Ã¼bertragenen Aufgaben nicht mehr genÃ¼gend erfÃ¼llen, so liegt darin durchaus ein sachlicher KÃ¼ndigungsgrund. </span><span>Die KÃ¼ndigung eines ArbeitsverhÃ¤ltnisses infolge Krankheit des Arbeitnehmers erfolgt zwar wegen dessen persÃ¶nlicher Eigenschaften; steht eine solche persÃ¶nliche Eigenschaft jedoch im Zusammenhang mit dem ArbeitsverhÃ¤ltnis, so gilt die privatrechtliche KÃ¼ndigung nicht als missbrÃ¤uchlich (vgl. Art. 336 Abs. 1 lit. a OR). Hin­dert die Krankheit â wie vorliegend â den Arbeitnehmer an der ErfÃ¼llung der Arbeits­pflicht, so ist die KÃ¼ndigung deshalb grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssig und nicht missbrÃ¤uchlich (vgl. BrÃ¼hwiler, S. 335; Adrian Staehelin/Frank Vischer, ZÃ¼rcher Kom­mentar, 1996, Art. 336 N. 15 OR; zum Ã¶ffentlichrechtlichen ArbeitsverhÃ¤ltnis: Jaag, S. 463). </span><span>Als Korrelat dazu besteht der vorliegend zu berÃ¼cksichtigende formelle KÃ¼ndigungsschutz, der die KÃ¼ndigung bei Krankheit des Arbeitnehmers fÃ¼r die Dauer von 180 Tagen ausschloss (in diesem Sinn bereits der erste Entscheid des Bezirksrats vom 3. MÃ¤rz 2000 [E. 6] und der RÃ¼ckweisungsentscheid des Verwaltungsgerichts vom 30. August 2000 [E. 4c]; vgl. auch VGr, 21. November 2001, PB.2001.00019, E. 4b). Dies und die spezialrechtlichen Bestimmungen des Bundes fÃ¼r seine Arbeitnehmer verkennt die BeschwerdefÃ¼hrerin, wenn sie meint, aus dem zitierten Entscheid (gemeint wohl: BGr, 22. Mai 2001, 2A.71/2001) etwas zu ihren Gunsten ableiten zu kÃ¶nnen: Im Gegensatz zum vorliegenden Fall war im bundesgerichtlichen Entscheid die privatrechtliche Sperrfrist bei Krankheit gerade nicht anwendbar (E. 2c+d). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) aa) Vorliegend muss offenkundig davon ausgegangen werden, dass die Beschwer­­defÃ¼hrerin nicht mehr in der Lage war, die ihr Ã¼bertragenen Arbeiten zur Zufriedenheit der Vorgesetzten auszufÃ¼hren. Dies wird mit der Beschwerde im Grunde genommen nicht ernsthaft und schon gar nicht substanziiert in Abrede gestellt. Auch in ihrer Stellungnahme an den Gemeinderat von X vom 5. November 1999 und in der bezirksrÃ¤tlichen AnhÃ¶rung vom 19. Dezember 2001 blieben die namentlich im Schreiben vom 24. Oktober 1999 aufgefÃ¼hrten Beanstandungen im Wesentlichen unwidersprochen. Im Gegenteil fÃ¼hrte die BeschwerdefÃ¼hrerin zum Vorwurf der fehlenden Leistung allgemein aus, sie habe einfach nicht mehr gekonnt. Mit der Beschwerde wird zwar gerÃ¼gt, die Gemeinde X habe einseitig auf die beanstandete TÃ¤tigkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin im Zivilschutzbereich abgestellt; in allen anderen Aufgabenbereichen seien keinerlei Beanstandungen vorgebracht worden. Ihre Leistungen und ihr Verhalten seien deshalb nicht nur aufgrund der behaupteten Vorkommnisse, sondern aufgrund der Leistungen und des Verhaltens wÃ¤hrend ihrer ganzen Anstellung zu beurteilen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¤umt allerdings ein, dass ihr Aufgabenkreis wegen der krankheitsbedingten TeilarbeitsunfÃ¤higkeit vorÃ¼bergehend auf den Zivilschutzbereich und die Stellvertretung des Zivilstandsbeamten beschrÃ¤nkt worden sei. FÃ¼r die Frage, ob eine KÃ¼ndigung sachlich begrÃ¼ndet ist, sind nicht die frÃ¼heren Leistungen entscheidend. Massgeblich ist vielmehr die aktuelle Situation und die Erwartung, ob der Arbeitnehmer seine Leistung kÃ¼nftig (wieder) verbessern kann. Gerade dafÃ¼r besteht denn auch die Pflicht, dem Arbeitnehmer Gelegenheit zu geben, sich zu verbessern. Diese Gelegenheit hat die BeschwerdefÃ¼hrerin, wie die mit Bezug auf das Leis­tungsvermÃ¶gen grundsÃ¤tzlich unwidersprochenen Schreiben der Beschwerdegegnerin zeigen, nicht zu nutzen vermocht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Massgeblich fÃ¼r die sachliche BegrÃ¼ndetheit der vorliegenden KÃ¼ndigung ist zudem das Fehlen von Anhaltspunkten dafÃ¼r, dass die Gemeinde der BeschwerdefÃ¼hrerin Aufgaben Ã¼bertragen hÃ¤tte, die sie oder eine andere Angestellte auch ohne die mit der Krankheit einher gehenden BeschrÃ¤nkung der Arbeitskraft nicht hÃ¤tte bewÃ¤ltigen kÃ¶nnen. Mit anderen Worten: Die BeschwerdefÃ¼hrerin konnte die Anforderungen, welche die Gemeinde in zulÃ¤ssiger Weise an den Inhaber der Arbeitsstelle gesetzt hatte, nicht erfÃ¼llen. Damit lag die KÃ¼ndigung im Ã¶ffentlichen Interesse und ist das Vorliegen eines sachlichen KÃ¼ndigungs­grunds zu bejahen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Die BeschwerdefÃ¼hrerin erblickt darin, dass der Bezirksrat angenommen habe, es sei ihr wegen Krankheit gekÃ¼ndigt worden, eine Aktenwidrigkeit und WillkÃ¼r . Damit gibt sie die Auffassung des Bezirksrat allerdings nur verkÃ¼rzt wieder. Dieser gelangte zum Ergebnis, dass es der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht mehr mÃ¶glich gewesen sei, ihr Amt zur Zu­friedenheit zu erfÃ¼llen. Wohl erblickt der Bezirksrat als Ursache dafÃ¼r die krankheitsbedingten Beschwerden. Dies erscheint aber nicht als Widerspruch, sondern bloss als ErgÃ¤nzung zur ausgesprochenen KÃ¼ndigung. Es ist einer Rechtsmittelinstanz im Ãbrigen durchaus erlaubt, zur BegrÃ¼ndung ihres Entscheids andere oder weitere Argumen­te als die erstinstanzlich verfÃ¼gende BehÃ¶rde heranzuziehen. Im Rechtsmittelver­fahren erlaubt es der Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen sogar, eine im Ergebnis richtige, aber falsch begrÃ¼ndete Anordnung mit anderen rechtlichen Ãberlegun­gen zu bestÃ¤tigen (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechts­pflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 7 N. 81). Es ist jedenfalls nicht zu beanstanden, wenn der Bezirksrat die ungenÃ¼gende LeistungsfÃ¤higkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin auf deren gesundheitliche Probleme zurÃ¼ckfÃ¼hrte und das Vorliegen eines sachlichen KÃ¼ndigungsgrundes demnach mit einer ergÃ¤nzenden BegrÃ¼ndung bejaht hat. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) aa) Die BeschwerdefÃ¼hrerin bestreitet die RechtmÃ¤ssigkeit der KÃ¼ndigung sodann mit der Behauptung, erst der von ihren Vorgesetzten erhÃ¶hte Druck, beziehungsweise deren unangemessenes, unangepasstes und rechtswidriges Verhalten habe zu den ihr vorgeworfenen Problemen gefÃ¼hrt. Das Verhalten der Gemeinde stelle reines Mobbing dar. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die KÃ¼ndigung wegen krankheitsbedingter Arbeitsverhinderung des Dienst­nehmers kann jedenfalls im privatrechtlichen ArbeitsverhÃ¤ltnis dann als missbrÃ¤uchlich gelten, wenn der Arbeitgeber die Krankheit des Arbeitnehmers verschuldet hat (Staehelin/Vischer, Art. 336 N. 15 OR, mit Hinweis auf JAR 1992, S. 166 ff.). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Die allgemeinen AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrerin liefern keine Anhaltspunkte fÃ¼r ein rechtswidriges Verhalten anderer Gemeindeangestellten. Wohl wird mit der Beschwerde eine Beurteilung der Psychologin D eingereicht, bei welcher die BeschwerdefÃ¼hrerin seit lÃ¤ngerem in Behandlung steht. Mit Bezug auf den Zeitpunkt vor der KÃ¼ndigung wird in diesem Bericht allerdings nur ausgefÃ¼hrt, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin durch den Druck und die Kritik ihrer Vorgesetzten massiv belastet gewesen sei. Daraus kann keineswegs auf ein rechtswidriges Verhalten der Vorgesetzten geschlossen werden. Dies wÃ¤re nur vorstellbar, wenn die Kritik nicht zulÃ¤ssig oder der Druck auf eine Verletzung der arbeitsrechtlichen FÃ¼rsorgepflicht zurÃ¼ckzufÃ¼hren wÃ¤re. Aus den Akten ergeben sich weder fÃ¼r das eine noch fÃ¼r das andere genÃ¼gend Anhaltspunkte. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Als Teil des systematischen Mobbings bezeichnet die BeschwerdefÃ¼hrerin namentlich den Umstand, dass die Gemeinde X ohne die BeschwerdefÃ¼hrerin einzuladen einen Befund durch den Gemeindeammann veranlasst habe. Es sei dabei um eine rein tendenziÃ¶se Schlechtmachung gegangen. Die amtliche Befundaufnahme vom 9./15. November 1999 erscheint in der Tat als reichlich ungewohnt. Indes kann der Gemeinde nicht ein grundsÃ¤tzlicher Vorwurf gemacht werden, wenn sie die GrÃ¼n­de, die sie zur KÃ¼ndigung veranlassten, mittels Beizug des Gemeindeammannamts objektiv belegen lassen wollte. Auch lÃ¤sst sich das Vorgehen nicht als persÃ¶nlichkeitsverletzend oder in anderer Weise als rechtswidrig qualifizieren. Selbst wenn die Befundaufnahme als ungewÃ¶hnliche Methode die LeistungsfÃ¤higkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin weiter beeintrÃ¤chtigt hÃ¤tte, erscheint es angesichts des Zeitablaufs â bereits am 17. November 1999 beschloss die Gemeinde die KÃ¼ndigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses â allerdings ohnehin als hÃ¶chst unwahrscheinlich und wird auch nicht geltend gemacht, dass eine nach der Befundaufnahme zusÃ¤tzlich aufgetretene psychische Belastung noch kausal fÃ¼r die KÃ¼ndigung gewesen wÃ¤re.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>dd) Im Bericht von D wird weiter ausgefÃ¼hrt, die KÃ¼ndigung und deren Art und Weise habe fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin fatale gesundheitliche Konsequenzen physischer und psychischer Natur mit sich gezogen. Damit bezieht sich der Bericht bereits auf den Zeitpunkt, da die KÃ¼ndigung ausgesprochen wurde. Wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin unter der KÃ¼ndigung gelitten und sich deswegen ihre Gesundheit verschlechtert hat, so konnten daraus resultierende gesundheitliche Beschwerden jedoch ebenfalls nicht mehr kausal fÃ¼r die KÃ¼ndigung sein und diese deshalb nicht als missbrÃ¤uchlich erscheinen lassen. Auch aus gesundheitlichen Problemen, die durch eine KÃ¼ndigung provoziert werden, lÃ¤sst sich keineswegs auf eine UnrechtmÃ¤ssigkeit der KÃ¼ndigung schliessen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Zusammengefasst lag somit ein im Ã¶ffentlichen Interesse stehender und sachlicher KÃ¼ndigungsgrund vor. Dass der Leistungsabbau der BeschwerdefÃ¼hrerin offenbar auf deren Krankheit zurÃ¼ckzufÃ¼hren war, vermag die KÃ¼ndigung nicht als unsachlich oder rechtsmissbrÃ¤uchlich erscheinen zu lassen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) aa) Als Eingriff in die Rechte der Betroffenen muss die Entlas­sung aus dem Ã¶f­fentlichrechtlichen DienstverhÃ¤ltnis allerdings zusÃ¤tzlich den Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤s­sigkeit beachten (BGE 101 Ia 172 E. 3; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Grundriss des All­gemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 467 f., 491, mit Hinweisen; Elmar Mario Jud, Besonderheiten Ã¶ffentlichrechtli­cher DienstverhÃ¤ltnisse nach schweizerischem Recht, insbesondere bei deren Beendigung aus nichtdisziplinarischen GrÃ¼nden, St. Gallen 1975, S. 190). Die KÃ¼ndigung setzt demnach eine InteressenabwÃ¤gung voraus: Allgemein erweist sich eine Mass­nahme als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig, wenn sie zur Verwirkli­chung des im Ã¶ffentlichen Interesse lie­genden Ziels geeignet und notwendig ist (vgl. HÃ¤fe­lin/MÃ¼ller, Rz. 486 ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt in diesem Zusammenhang wesentlich Folgendes vor: </span><span>KÃ¶nne eine Angestellte krankheitsbedingt eine Arbeit nicht ausÃ¼ben, so sei das Ge­meinwesen besonders bei langer unbeanstandeter Anstellung zuallererst verpflichtet, ihr durch organisatorische Massnahmen Arbeit zuzuteilen, die ihrer Arbeitskraft entspreche, bevor sie entlassen werde. Bei Krankheit mÃ¼sse abgeklÃ¤rt werden, ob nicht eine andere Massnahme mÃ¶glich wÃ¤re (z.B. andere Arbeitszuteilung, Entlastung). Dies habe die Gemeinde unterlassen und sie habe auch nicht abgeklÃ¤rt, wie lange die Krankheit noch dauern werde. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Es mag durchaus als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheinen, wenn ein Gemeinwesen einem langjÃ¤hrigen Mitarbeiter nach Eintritt der Krankheit ungeachtet der konkreten UmstÃ¤nde kÃ¼ndigt. Indessen wird die HÃ¤rte, welche eine KÃ¼ndigung namentlich fÃ¼r den in seiner Gesundheit beeintrÃ¤chtigten Arbeitnehmer regelmÃ¤ssig darstellt, durch die analoge Anwendung der obligationenrechtlichen Sperrfristen erheblich gemildert. Diese Frist betrug vorliegend immerhin ein halbes Jahr. Es lÃ¤sst sich nicht sagen, dass ein Ã¶ffentliches Gemeinwesen grundsÃ¤tzlich verpflichtet wÃ¤re, seine Angestellten Ã¼ber die Dauer dieser Sperrfrist hinaus zu behalten und fÃ¼r einen nicht abzusehenden Zeitraum entsprechend geringe Arbeit zuzuweisen beziehungsweise auf die Arbeitskraft ganz zu verzichten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Gemeinde X hat der BeschwerdefÃ¼hrerin sowohl am 16. August wie auch am 16. September 1999 deutlich mitgeteilt, dass sie eine Ãnderung von deren Verhalten erwarte. Nachdem sich in der Folge nichts Ã¤nderte, war es nicht erforderlich, die BeschwerdefÃ¼hrerin an der bisherigen oder an einer anderen Stelle weiter zu beschÃ¤ftigen und ihr noch einmal Gelegenheit zur Verbesserung einzurÃ¤umen. Wenn die Gemeinde mit einer solchen LÃ¶sung zwar grÃ¶ssere Sozialkompetenz bewiesen hÃ¤tte, konnte sie trotz der mit der KÃ¼ndigung verbundenen Nachteile fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin noch ohne Ãberschreitung ihres weiten Ermessens- und Beurteilungsspielraums von einem Ã¼berwiegenden Ã¶ffentlichen Interesse an der Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses ausgehen. Die KÃ¼ndigung erweist sich daher als rechtmÃ¤ssig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Ist die KÃ¼ndigung nicht als ungerechtfertigt zu qualifizieren, besteht kein Raum fÃ¼r eine EntschÃ¤digung im Sinn von § 80 Abs. 2 VRG.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die BeschwerdefÃ¼hrerin verlangt eine EntschÃ¤digung auch unter Hinweis auf die Bestimmungen zur Abfindung im kantonalen Personalgesetz. Zu diesem Ansinnen hat sich das Verwaltungsgericht bereits in seinem RÃ¼ckweisungsentscheid vom 30. August 2000 geÃ¤ussert: Das Dienstrecht der Gemeinde X kennt keine Grundlage fÃ¼r eine Abfindung; eine vom Richter zu schliessende LÃ¼cke lÃ¤sst sich allein aufgrund der Tatsache, dass das kanto­nale Personalrecht seit dem Inkrafttreten des Personalgesetzes am 1. Juli 1999 bei langjÃ¤h­rigen DienstverhÃ¤ltnissen solche Abfindungen kennt, nicht annehmen (E. 4e). Es besteht demnach kein Anspruch auf eine Abfindung. Dies fÃ¼hrt auch mit Bezug auf die EntschÃ¤digungsforderung zur Beschwerdeabweisung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. â¦</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>