<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00116</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106381&amp;W10_KEY=4467147&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00116</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.11.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Vergabe betreffend Vermessungsarbeiten<br/><br/>Legitimation zur Beschwerde gegen die freihändige Vergabe eines öffentlichen Auftrags: Die Rüge, dass zu Unrecht auf die öffentliche Ausschreibung eines Auftrags verzichtet worden sei, steht dem Beschwerdeführer zu, der in der Lage ist, einen Auftrag der betreffenden Art zu übernehmen, und ein Interesse an dessen Ausführung glaubhaft macht. <br/>Zur Rüge, dass anstelle der freihändigen Vergabe ein Einladungsverfahren hätte durchgeführt werden müssen, ist der Beschwerdeführer legitimiert, wenn er offensichtlich zum Kreis der für eine Einladung in Frage kommenden Anbieter zählt (E. 2). <br/>Freihändige Vergabe als Ausnahme nach § 11 Abs. 1 lit. f SubmV: Beim Erfordernis der Austauschbarkeit mit schon vorhandenen Produkten darf der Aufwand, den die Koordination des neuen Auftrags mit diesen Produkten verursachen würde, berücksichtigt werden (E. 4c). <br/>Die Berufung auf die Ausnahme ist grundsätzlich nur zulässig, wenn die vorhandenen Produkte, zu welchen die Austauschbarkeit gewährleistet werden soll, in einem dem massgeblichen Auftragswert entsprechenden Verfahren beschafft wurden. Soweit damals die Notwendigkeit von Folgeaufträgen bereits bekannt war, war der Gesamtwert der kombinierten Aufträge massgeblich (E. 4d).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSCHREIBUNG">AUSSCHREIBUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSTAUSCHBARKEIT">AUSTAUSCHBARKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINLADUNGSVERFAHREN">EINLADUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FOLGEAUFTRAG">FOLGEAUFTRAG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREIHÃNDIGE VERGABE">FREIHÃNDIGE VERGABE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSSCHUTZINTERESSE">RECHTSSCHUTZINTERESSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERMESSUNG">VERMESSUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 1 lit. iii SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 6 SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 8 lit. ii SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 11 lit. i f SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 11 lit. i h SubmV</span><br/><span class="ungerade">Art. 45 VAV</span><br/><span class="gerade">§ 21 lit. a VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">BEZ 2001 Nr. 55</span><br/><span class="gerade">RB 2001 Nr. 20</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Mit Beschluss vom 26. Februar 2001 bewilligte der Gemeinderat X einen Kredit von Fr. 110'000.- fÃ¼r die zweite Phase der Aufbereitung der amtlichen Vermessung in EDV-gerechter Form (Realisierung der AV93) und Ã¼bertrug die AusfÃ¼hrung der Arbeiten dem Ingenieur- und VermessungsbÃ¼ro B, in X. Der Beschluss wurde im Mitteilungsblatt der Gemeinde vom 30. MÃ¤rz 2001 bekannt gegeben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Eingabe an das Ver­wal­tungs­ge­richt vom 8. April 2001 erhob die A AG, Ingenieur- und VermessungsbÃ¼ro, in X, Beschwerde gegen den Beschluss des Gemeinderats. Sie beantragte sinngemÃ¤ss, die Arbeitsvergabe an das BÃ¼ro B sei aufzuheben und es sei eine neue Vergabe im Einladungsverfahren vorzunehmen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten des Beschwerdegegners. Gleichzeitig stellte die BeschwerdefÃ¼hrerin das Gesuch, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Gemeinderat nahm am 27. April 2001 zur Beschwerde Stellung und beantragte, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Mit der GewÃ¤hrung der aufschiebenden Wirkung erklÃ¤rte er sich einverstanden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 16. Mai 2001 wurde der Beschwerde aufschiebende Wirkung erteilt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Replik vom 1. September 2001 und Duplik vom 21. September 2001 hielten BeschwerdefÃ¼hrerin und Be­schwer­de­geg­ne­rin an ihren Standpunkten fest. Die Mitbeteilig­ten stellten in einer Stellungnahme vom 13. September 2001 Antrag auf Abweisung der Be­schwerde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien und der Mitbeteiligten werden, soweit erforderlich, in den nachstehenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben. </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <span><br/> </span> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittel­bar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kom­mentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 25. November 1994 (IVÃ¶B) sowie die §§ 3 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Interkantonalen Vereinbarung vom 22. September 1996 (IVÃ¶B-BeitrittsG) zur Anwendung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Die freihÃ¤ndige Vergabe eines Auftrags im Anwendungsbereich der IVÃ¶B bzw. der kantonalen Sub­mis­si­ons­ver­ord­nung stellt nach der Rechtsprechung des Ver­wal­tungs­ge­richts einen anfechtbaren Ent­scheid dar, der grundsÃ¤tzlich mit der direkten Beschwer­de an das Ver­wal­tungs­ge­richt anfechtbar ist (RB 2000 Nr. 62 = BEZ 2000 Nr. 26 E. 2). Unter welchen Voraussetzungen ein Interessent zur Anfechtung dieses Ent­scheids legitimiert ist, wurde bisher nicht nÃ¤her geprÃ¼ft. Vorliegend macht die Beschwerdegegnerin geltend, die BeschwerdefÃ¼hrerin sei nicht zur Beschwerde befugt, weil sie ohnehin keinen Anspruch hÃ¤tte, in einem Einladungsverfahren eingeladen zu werden. Durch den Verzicht auf die DurchfÃ¼hrung des Einladungsverfahrens sei sie daher nicht benachteiligt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die anwendbaren Vorschriften des Sub­mis­si­ons­rechts enthalten keine Regeln Ã¼ber die Legitimation zur Anfechtung vergaberechtlicher Ent­scheide. GemÃ¤ss § 5 IVÃ¶B-BeitrittsG finden daher die Bestimmungen des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) ergÃ¤nzend Anwendung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach § 21 lit. a in Verbindung mit § 70 VRG ist zur Be­schwer­de an das Verwaltungsgericht be­rech­tigt, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutz­wÃ¼rdiges In­teresse an deren Ãnderung oder Aufhebung hat. GestÃ¼tzt auf diesen Grundsatz ist der in einem Vergabeverfahren abgewiesene An­bieter zur Anfechtung des Zuschlags legi­timiert, wenn er bei Gut­heis­sung seiner Beschwerde eine realistische Chance hat, mit dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen, oder wenn er eine neue Ausschreibung des Submissionsverfahrens herbeifÃ¼hren kann, so dass er die MÃ¶glichkeit erhÃ¤lt, ein neues Angebot einzureichen. Ist sein Angebot chancenlos und kommt auch keine neue Ausschreibung in Frage, kann ihm die Aufhebung des angefochtenen Entscheids keinen Vorteil verschaffen und ist er demzufolge nicht zu dessen Anfechtung legitimiert (RB 1999 Nr. 18 = BEZ 1999 Nr. 11). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Unter welchen Voraussetzungen ein Interessent, der <i>noch kein Angebot </i>einreichen konnte, zur Anfechtung eines Vergabeentscheids legitimiert ist, wurde bisher nicht entschieden. Wendet sich der Interessent gegen die Vergabe eines Auftrags im freihÃ¤ndigen oder im Einladungsverfahren und macht er geltend, dass zu Unrecht auf eine Ã¶ffentliche Aus­schreibung des Auftrags (im offenen oder selektiven Verfahren) verzichtet worden sei, so erfÃ¼llt er dieselben Legitimationsvoraussetzungen, welche auch fÃ¼r abgewiesene Anbie­ter gelten; er kann mit der Beschwerde, sofern der Vertrag mit dem ausgewÃ¤hlten Anbieter noch nicht abgeschlossen ist, eine neue Ausschreibung der Vergabe herbeifÃ¼hren, die ihm das Einreichen eines eigenen Angebots ermÃ¶glicht. Seine Beschwerdebefugnis hÃ¤ngt in diesem Fall lediglich davon ab, dass er in der Lage ist, einen Auftrag der betreffenden Art zu Ã¼bernehmen, und ein Interesse an dessen AusfÃ¼hrung glaubhaft macht. Dementsprechend hat das Ver­wal­tungs­ge­richt die Beschwerde eines Tiefbauunternehmers gegen die freihÃ¤ndige Vergabe eines Bauauftrags, dessen Wert die massgeblichen Schwellenwerte Ã¼berstieg, zugelassen (RB 2000 Nr. 62 = BEZ 2000 Nr. 26 E. 2). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine andere Situation liegt vor, wenn mit der Beschwerde gegen eine freihÃ¤ndige Vergabe lediglich beanstandet wird, dass anstelle des freihÃ¤ndigen ein Einladungsverfahren hÃ¤tte durchgefÃ¼hrt werden mÃ¼ssen. In diesem Fall hat die Gutheissung des Rechtsmittels zwar zur Folge, dass das Verfahren nochmals durchgefÃ¼hrt werden muss; eine Ã¶ffentliche Ausschreibung des Auftrags kann der BeschwerdefÃ¼hrer jedoch nicht erreichen. Da er auch nicht ohne weiteres damit rechnen darf, zum Einreichen eines Angebots eingeladen zu wer­den (einen entsprechenden Anspruch besitzt er nicht), hat er nicht dasselbe praktische Inter­es­se an der BeschwerdefÃ¼hrung wie im Fall, da die DurchfÃ¼hrung eines ausschreibungspflichtigen Verfahrens (offenes oder selektives Verfahren) unterlassen wurde. Dennoch steht ein BeschwerdefÃ¼hrer, der offensichtlich zum Kreis der fÃ¼r eine Einladung in Frage kommenden Anbieter zÃ¤hlt, in einer nÃ¤heren Beziehung zum Streitgegenstand als beliebige Dritte oder die Allgemeinheit. Das schutzwÃ¼rdige Interesse an der BeschwerdefÃ¼hrung kann ihm daher nicht von vornherein abgesprochen werden. Hinzu kommt, dass ein Ausschluss der Beschwerde gegen Vergabeent­scheide dieser Art dazu fÃ¼hren wÃ¼rde, dass die DurchfÃ¼hrung einer freihÃ¤ndigen Vergabe anstelle des Einladungsverfahrens nie mit einem Rechtsmittel beanstandet werden kÃ¶nnte; die Pflicht zur DurchfÃ¼hrung des Einladungsverfahrens bei der Ãberschreitung bestimmter Schwellenwerte wÃ¤re damit weitgehend lex im­per­fecta. Diese GrÃ¼nde sprechen dafÃ¼r, einen Interessenten auch bei dieser Sachlage zur Be­schwerde zuzulassen, sofern er die Ã¼brigen Voraussetzungen (FÃ¤higkeit, einen Auftrag der betreffenden Art zu Ã¼bernehmen, und Glaubhaftmachung eines Interesses an dessen AusfÃ¼hrung) erfÃ¼llt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Vorliegend ist die BeschwerdefÃ¼hrerin daher zur Anfechtung des strittigen Vergabe­entscheids legitimiert, und es ist auf ihre Beschwerde einzutreten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Be­schwer­de­geg­ne­rin und Mitbeteiligte weisen darauf hin, dass die kantonale AufsichtsbehÃ¶rde Ã¼ber das Vermessungswesen eine freihÃ¤ndige Vergabe des strittigen Auftrags gebilligt habe. Die Be­schwer­de­geg­ne­rin beantragt den Beizug eines Amtsberichts dieser BehÃ¶rde sowie die Einvernahme des Kantonsgeometers als Zeuge.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die kantonale BehÃ¶rde kann im Rahmen ihrer Aufsichtsfunktion sowie bei der Zusicherung von BeitrÃ¤gen auf die Einhaltung vergaberechtlicher Vorschriften hinwirken und in diesem Zusammenhang auch zur ZulÃ¤ssigkeit einer freihÃ¤ndigen Vergabe Stellung nehmen. Zur Beurteilung des strittigen Vergabeverfahrens ist sie jedoch nicht zustÃ¤ndig. Eine Stellungnahme der AufsichtsbehÃ¶rde oder ihrer Vertreter kÃ¶nnte allenfalls zur KlÃ¤rung des Zusammenhangs zwischen den Arbeitsvergaben der ersten und zweiten Phase des Projekts AV93 sowie des erforderlichen Koordinationsaufwandes bei einer separaten Vergabe beitragen. Diese Fragen sind jedoch durch die Angaben der Parteien und die eingereichten Unter­lagen hinreichend geklÃ¤rt, und sie erweisen sich, wie die nachfolgenden ErwÃ¤gungen zeigen, fÃ¼r den Ausgang des Verfahrens auch nicht als zentral. Auf die beantragte Beweiserhebung kann daher verzichtet werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Der Auftragswert des strittigen Dienst­leis­tungsvertrags betrÃ¤gt Fr. 110'000.- und lÃ¤sst damit grundsÃ¤tzlich keine freihÃ¤ndige Vergabe zu, sondern erfordert die DurchfÃ¼hrung eines Einladungsverfahrens (§ 8 Abs. 2 SubmV). Das wird auch von der Be­schwer­­de­geg­ne­rin anerkannt. Nach § 11 Abs. 1 SubmV kÃ¶nnen jedoch AuftrÃ¤ge, deren Umfang die Schwellenwerte fÃ¼r das offene bzw. selektive oder das Einladungsverfahren Ã¼bersteigt, dennoch freihÃ¤ndig vergeben werden, wenn einer der in dieser Bestimmung aufgezÃ¤hlten besonderen AusnahmetatbestÃ¤nde erfÃ¼llt ist. Die Ausnahmen entsprechen den diesbezÃ¼glichen Vorbehalten des GATT/WTO-Ãber­ein­kom­mens vom 15. April 1994 Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen (Govern­ment Pro­cure­ment Agree­ment; GPA) und der Interkantonalen Vereinbarung (Art. XV GPA; Art. 12 Abs. 2 IVÃ¶B). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>An dieser Rechtslage Ã¤ndert die von der BeschwerdefÃ¼hrerin erwÃ¤hnte Vorschrift von Art. 45 der Ver­ord­nung des Bundesrats vom 18. November 1992 Ã¼ber die amtliche Ver­messung (VAV), wonach die Vergabe von Vermessungsarbeiten in der Regel auf dem Submissionsweg zu erfolgen hat, nichts. GemÃ¤ss Art. 45 Abs. 2 VAV richtet sich das Sub­missionsverfahren nach kantonalem Recht, und nach diesem bestimmt sich daher auch, welches Verfahren auf die Vergabe Anwendung findet bzw. ob diese freihÃ¤ndig erfolgen darf. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Be­schwer­de­geg­ne­rin macht geltend, dass im vorliegenden Fall die Voraussetzungen einer freihÃ¤ndigen Vergabe nach § 11 Abs. 1 lit. f SubmV sowie sinngemÃ¤ss auch diejenigen nach lit. h derselben Bestimmung erfÃ¼llt seien. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach § 11 Abs. 1 lit. f SubmV kann ein Auftrag freihÃ¤ndig vergeben werden, wenn er "zur Ersetzung, ErgÃ¤nzung oder Erweiterung bereits erbrachter Leistungen" an den ursprÃ¼nglichen Anbieter vergeben werden muss, "weil einzig dadurch die Austauschbarkeit mit schon vorhandenem Material oder Dienst­leis­tungen gewÃ¤hrleistet ist." Die Be­schwer­de­geg­ne­rin geht davon aus, dass diese Voraussetzung hier erfÃ¼llt sei, weil der strittige Auf­trag die zweite Phase eines Gesamtprojekts betreffe, dessen erste Phase bereits durch das mitbeteiligte IngenieurbÃ¼ro ausgefÃ¼hrt worden sei. Nach ihren Unterlagen handelt es sich dabei um die ÃberfÃ¼hrung der amtlichen Vermessung des Gemeindegebiets in ein EDV-gerechtes Landinformationssystem entsprechend den Vorgaben der VAV sowie der Ver­ord­nung des Regierungsrats Ã¼ber die amtliche Vermessung vom 17. Dezember 1997. GestÃ¼tzt auf ein Realisierungskonzept der Mitbeteiligten vom Juli 1997 beschloss der Gemeinderat am 9. Februar 1998, die notwendigen Massnahmen in zwei Etappen auszufÃ¼hren, wobei die erste Phase die Erfassung des Baugebiets und die zweite Phase die Ã¼b­rigen GrundbuchplÃ¤ne umfassen sollte. Gleichzeitig beauftragte er die Mitbeteiligten mit der DurchfÃ¼hrung der Arbeiten fÃ¼r die erste Phase. Der vorliegend strittige Auftrag betrifft die zweite Phase, in welcher die GrundbuchplÃ¤ne ausserhalb des Baugebiets bearbeitet werden sollen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach der Darstellung der Be­schwer­de­geg­ne­rin bilden die beiden Phasen eine Einheit. Aus GrÃ¼nden des Arbeitsablaufs und der Arbeitskoordination sei es geboten, den zweiten Teil der Bearbeitung demselben VermessungsbÃ¼ro zu Ã¼bertragen, welches schon den ersten Teil realisiert habe. Dieses BÃ¼ro â die Mitbeteiligten â sei Ã¼berdies auch als Nach­fÃ¼hrungsgeometer der Gemeinde beauftragt; die Empfehlungen der kantonalen AufsichtsbehÃ¶rde gingen davon aus, dass die im Hinblick auf die EDV-Tauglichkeit erforderlichen Anpassungen der amtlichen Vermessung durch die gemeindlichen NachfÃ¼hrungsgeo­meter ausgefÃ¼hrt wÃ¼rden. Die Be­schwer­de­geg­ne­rin weist ferner darauf hin, dass der Austausch der bearbeiteten Daten zwischen verschiedenen Auftragnehmern zwar technisch mÃ¶g­lich, aber trotz der bestehenden Normierung mit Unsicherheiten und einem hohen Koordinationsaufwand verbunden sei. Auch sei bei der Aufnahme der Daten nicht ohne weiteres gewÃ¤hrleistet, dass diese nach einheitlichen Kriterien erfolge. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die in § 11 Abs. 1 lit. f SubmV genannte Voraussetzung fÃ¼r eine freihÃ¤ndige Vergabe des Auftrags, dass "einzig dadurch die Austauschbarkeit mit schon vorhandenem Material oder Dienst­leis­tungen gewÃ¤hrleistet" sei, ist vorliegend in der absoluten Form, welche dieser Wortlaut nahe legt, nicht erfÃ¼llt. Die MÃ¶glichkeit zur Ãbertragung der bereits vorhandenen und kÃ¼nftig noch zu erarbeitenden Vermessungsdaten ist an sich gegeben und wird von deren Verwendungszweck geradezu vorausgesetzt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bei der Anwendung von § 11 Abs. 1 lit. f SubmV muss jedoch mit Blick auf die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit des Vorgehens auch der Aufwand, den die Koordination des neuen Auftrags mit bereits vorhandenen Leistungen verursacht, in Rechnung gestellt werden. Vorliegend rechtfertigt sich dies umso mehr, als die Umschreibung der AusnahmetatbestÃ¤nde von § 11 Abs. 1 SubmV, denen das GATT/WTO-Ãbereinkommen zugrunde liegt, auf die Vergabe grÃ¶sserer Auftragsvolumen oberhalb der staatsvertraglichen Schwellenwerte zugeschnitten ist. Werden dieselben TatbestÃ¤nde zur Abgrenzung der freihÃ¤ndigen Vergabe vom Einladungsverfahren nach kantonalem Recht herangezogen, ist den geringeren Auftragswerten, welche hier in Frage stehen, auch beim zumutbaren Aufwand fÃ¼r die Koordination mit frÃ¼heren Leistungen Rechnung zu tragen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ein Koordinationsbedarf bestÃ¼nde hier vor allem mit Bezug auf die Ãbertragung der Daten zwischen verschiedenen Auftragnehmern und die GleichfÃ¶rmigkeit der Erfassung neuer Daten. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht zwar zu Recht geltend, dass die vorhandenen Daten an sich auf einen neuen Auftragnehmer Ã¼bertragen werden kÃ¶nnten, da entsprechende Schnittstellen normiert seien. Dass mit diesem Transfer ein Kontrollaufwand verbunden wÃ¤re, ist jedoch nicht von der Hand zu weisen, und auch die Besorgnis der Be­schwer­de­geg­ne­rin bezÃ¼glich der GleichfÃ¶rmigkeit der Datenerfassung erscheint nicht von vornherein als unbegrÃ¼ndet. Es stellt sich damit die Frage, ob der dabei zu erwartende Auf­wand in Anbetracht des Umfangs der hier zu vergebenden Leistungen unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig wÃ¤re. Die Frage kann jedoch offen bleiben, da der Ausnahmetatbestand von § 11 Abs. 1 lit. f SubmV hier aus einem anderen Grund nicht zur Anwendung kommt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, der Schwellenwert fÃ¼r eine freihÃ¤ndige Ver­gabe sei bereits bei der Erteilung des Auftrags fÃ¼r die erste Phase des Projekts im Umfang von Fr. 145'000.-, die im Jahr 1998 ohne Submissionsverfahren erfolgte, missachtet worden. Der Gesamtbetrag fÃ¼r beide TeilauftrÃ¤ge belaufe sich sogar auf Fr. 255'000.-, womit selbst der Schwellenwert fÃ¼r eine Ã¶ffentliche Ausschreibung Ã¼berschritten wÃ¤re.</span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Ist bei der Vergabe eines Auftrags absehbar, dass spÃ¤ter Zusatzleistungen erforderlich werden, die aus GrÃ¼nden der Austauschbarkeit an denselben Anbieter vergeben werden mÃ¼ssen, so muss fÃ¼r die Vergabe der ersten Leistung ein Verfahren gewÃ¤hlt werden, welches dem Wert der kombinierten AuftrÃ¤ge entspricht. Dies entspricht der Regel, wonach bei AuftrÃ¤gen, die eine Option auf FolgeauftrÃ¤ge enthalten, der Gesamtwert massgebend ist (§ 6 Abs. 2 SubmV). Die Vorschrift von § 6 Abs. 1 SubmV, wonach gleichartige AuftrÃ¤ge nur Ã¼ber eine Periode von 12 Monaten zusammengerechnet werden, kommt in diesem Fall nicht zur Anwendung; sie gilt, wie der Gegensatz zu § 6 Abs. 2 SubmV zeigt, nur fÃ¼r AuftrÃ¤ge, die grundsÃ¤tzlich unabhÃ¤ngig voneinander vergeben werden kÃ¶nnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dieser Zusammenhang ist auch zu beachten, wenn in der Folge Zusatzleistungen vergeben werden, fÃ¼r welche der Ausnahmetatbestand von § 11 Abs. 1 lit. f SubmV beansprucht wird. Die Ausnahme setzt voraus, dass die frÃ¼her erbrachten Leistungen, zu welchen die Austauschbarkeit gewÃ¤hrleistet werden soll, in einem dem massgeblichen Auftragswert entsprechenden Verfahren vergeben wurden; soweit damals die Notwendigkeit von FolgeauftrÃ¤gen bereits bekannt war, war dies der Gesamtwert der kombinierten AuftrÃ¤ge. Andernfalls kÃ¶nnte die Ausnahme dazu missbraucht werden, um bei einem grÃ¶sseren Projekt zunÃ¤chst ein erstes Los geringen Umfangs freihÃ¤ndig zu vergeben und anschlies­send die Vergabe der weiteren Lose unter Berufung auf das KompatibilitÃ¤tserfordernis wiederum freihÃ¤ndig vorzunehmen. Das entsprÃ¤che offensichtlich nicht dem Sinn der Vorschrift, sondern mÃ¼sste als Umgehung der Regeln Ã¼ber die einzuschlagende Verfahrensart gewertet werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Vorliegend hat die Be­schwer­de­geg­ne­rin selber ausdrÃ¼cklich auf den engen Zusammenhang zwischen dem heute zu vergebenden Auftrag und der 1998 erfolgten Vergabe fÃ¼r die erste Phase des Gesamtprojekts hingewiesen. Bereits bei der ersten Vergabe war bekannt, dass fÃ¼r die zweite Phase ein weiterer Auftrag erforderlich sein werde, und die gegenseitige AbhÃ¤ngigkeit der auszufÃ¼hrenden Arbeiten war erkennbar. Auch der voraussichtliche Gesamtwert der beiden AuftrÃ¤ge war aufgrund der Offerte der Mitbeteiligten absehbar. Die Vergabe hÃ¤tte daher in dem fÃ¼r den Gesamtwert massgeblichen Verfahren durchgefÃ¼hrt werden mÃ¼ssen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin waren im Zeitpunkt der ers­ten Vergabe vom 9. Februar 1998 wesentliche GrundsÃ¤tze des neuen Vergaberechts bereits anwendbar. Zwar wurden die Gemeinden vom Regierungsrat erst mit Wir­kung ab 1. Januar 1999 vollstÃ¤ndig in die kantonale Regelung des Beschaffungswesens gemÃ¤ss Bei­tritts­ge­setz und Sub­mis­sions­ver­ord­nung einbezogen (RRB Nr. 1501 vom 1. Juli 1998). GemÃ¤ss § 1 Abs. 3 SubmV gelangten jedoch die Bestimmungen des Beitrittsgesetzes und der Sub­mis­sions­ver­ord­nung bereits seit dem Inkrafttreten der Ver­ord­nung am 1. November 1997 auf Ã¶ffentliche Beschaffungen der Gemeinden zur An­wen­dung, soweit diese fÃ¼r ihren ZustÃ¤ndigkeitsbereich keine eigene genÃ¼gende Regelung getroffen hatten. Der in § 1 Abs. 3 SubmV enthaltene Vorbehalt mit Bezug auf das Binnenmarktgesetz stand dem nicht entgegen, nachdem die materiellen Bestimmungen dieses Gesetzes bereits am 1. Juli 1996 in Kraft getreten waren (vgl. VGr, 16. Juni 1999, VB.99.00008, E. 4). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerdegegnerin hat nicht dargetan, dass sie zum Zeitpunkt der ersten Vergabe eine den Anforderungen des Bundesrechts genÃ¼gende eigene Re­gelung des Submissionswesens besessen habe. Die von ihr auf Anfrage eingereichte Ver­ord­nung vom 24. MÃ¤rz 1950 stellte zweifellos keine solche Re­gelung dar. Nach § 1 Abs. 3 SubmV gelang­ten daher die Bestimmungen des kantonalen Rechts zur Anwendung. Nach diesen hÃ¤tte die Vergabe eines Dienst­leis­tungsauftrags im Gesamtwert von Fr. 255'000.- in einem offenen oder selektiven Verfahren erfolgen mÃ¼ssen (§ 8 SubmV). Die Be­schwer­de­geg­ne­rin macht allerdings geltend, dass bereits die Vergabe von 1998 "aus GrÃ¼nden des Arbeitsablaufs und der Arbeitskoordination" zwingend an den NachfÃ¼hrungsgeometer der Gemeinde habe vergeben werden mÃ¼ssen. Diese GrÃ¼nde wurden jedoch nicht nÃ¤her substanziert, und auch die kantonalen AufsichtsbehÃ¶rden Ã¼ber das Vermessungswesen gehen gemÃ¤ss den von der Be­schwer­de­geg­ne­rin und den Mitbeteiligten eingereichten Unterlagen nicht davon aus, dass die Aufbereitung der amtlichen Vermessung fÃ¼r die AV93 stets dem NachfÃ¼hrungs­geometer zu Ã¼bertragen sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Der Vergabeentscheid vom 9. Februar 1998 kann allerdings heute nicht mehr in Frage gestellt werden. Er ist in Rechtskraft erwachsen, und der vergebene Auftrag ist inzwi­schen ausgefÃ¼hrt. Bei der Vergabe des Folgeauftrags ist jedoch unter diesen UmstÃ¤nden die Berufung auf § 11 Abs. 1 lit. f SubmV grundsÃ¤tzlich nicht zulÃ¤ssig. Eine Vergabe an den bisherigen Anbieter kÃ¶nnte der Gemeinde zwar dennoch kaum untersagt werden, wenn sie aus objektiven GrÃ¼nden absolut zwingend wÃ¤re. Vorliegend geht es jedoch, wie gezeigt, lediglich darum, einen gewissen, wenngleich vielleicht nicht unerheblichen, Koordinations­aufwand zu vermeiden. Das Interesse der Gemeinde an der Vermeidung dieses Aufwan­des hat in Anbetracht der dargestellten Rechtslage zurÃ¼ckzutreten. Eine freihÃ¤ndige Vergabe des Auftrags gestÃ¼tzt auf § 11 Abs. 1 lit. f SubmV ist daher nicht zulÃ¤ssig. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Die Be­schwer­de­geg­ne­rin beruft sich ferner auf den Ausnahmetatbestand von § 11 Abs. 1 lit. h in Verbindung mit Abs. 3 SubmV. Nach dieser Bestimmung kann ein neuer Auftrag, der sich auf einen gleichartigen Grundauftrag bezieht, freihÃ¤ndig vergeben werden, wenn die Vergabe des Grundauftrages im offenen oder selektiven Verfahren erfolgte und die damalige Ausschreibung den Hinweis enthielt, dass fÃ¼r derartige FolgeauftrÃ¤ge das freihÃ¤ndige Verfahren angewandt werden kann. Diese Ausnahme kommt vorliegend jedoch schon deswegen nicht zum Zug, weil die formellen Voraussetzungen an die Vergabe des Grundauftrages, nÃ¤mlich die Ausschreibung in einem offenen oder selektiven Verfahren unter Hinweis auf entsprechende FolgeauftrÃ¤ge, offensichtlich nicht erfÃ¼llt sind. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es liegen somit keine zulÃ¤ssigen GrÃ¼nde fÃ¼r eine freihÃ¤ndige Vergabe des strittigen Auftrags vor, und dieser ist daher in einem dem Auftragswert entsprechenden Verfahren neu zu vergeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) ErgÃ¤nzend ist noch darauf hinzuweisen, dass eine allfÃ¤llige Neuvergabe des lÃ¤ngerfristigen Auftrags fÃ¼r die Funktion des NachfÃ¼hrungsgeometers der Gemeinde zweifellos nicht freihÃ¤ndig erfolgen kann, wie dies von der BeschwerdefÃ¼hrerin befÃ¼rchtet wird. Die Be­schwer­de­geg­ne­rin hat denn auch klar zu erkennen gegeben, dass sie kein derartiges Vorgehen beabsichtigt. Die Gefahr einer PrÃ¤judizierung dieses grÃ¶sseren Auftrags durch die vorliegend strittige Vergabe besteht damit nicht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Die Beschwerde ist somit gutzuheissen. ...</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Vergabeentscheid des Gemeinderates X vom 26. Februar 2001 aufgehoben und die Sache zur DurchfÃ¼hrung der Vergabe im Ein­ladungsverfahren an den Gemeinderat zurÃ¼ckgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>