<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00370</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205837&amp;W10_KEY=13013562&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00370</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.05.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung und weitere Bewilligungen</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Neubau einer Wohn- und Gewerbeliegenschaft. Substanziierungspflicht bei Laienbeschwerde (E. 2.3). Eine unverlangte Eingabe, der kein Beschwerdewille zugrunde liegt, ist aus dem Recht zu weisen; sie kann auch nicht als Petition entgegengenommen werden (E. 2.6). Der Umgebungsplan muss in der Regel nicht bereits im Stadium der Bewilligungserteilung vorliegen (E. 4.2 f.). Anwendung von § 293 PBG, wenn der private Gestaltungsplan die Anwendung kommunaler Bau- und Zonenvorschriften ausschliesst (§ 293 Abs. 4 PBG; E. 5.2). Die Abgrabungen zwischen den Toren der Unterniveaugaragen dürfen das Untergeschoss - abgesehen von der zulässigen Freilegung der Ein- und Ausfahrten im Rahmen der üblichen Garagentorbreite - nicht mehr als 1,5 m in Erscheinung treten lassen (§ 293 Abs. 1 und 2 PBG). Die vor dem Untergeschoss angebrachten Pflanzentröge stellen kein gestaltetes Terrain im Sinn von § 293 Abs. 1 PBG dar. Die Verletzung von § 293 Abs. 1 PBG kann mit einer Auflage (Änderung des gestalteten Terrains) behoben werden. Die Anforderungen an die Umgebungsgestaltung im Sinn von § 238 Abs. 3 PBG gelten auch für Gewerbeliegenschaften (E. 5.3). Die Zugansnormalien sind bei der Beurteilung interner Erschliessungen hilfsweise heranzuziehen. Angesichts der Breite der vorgesehenen Zufahrt (insgesamt 7 m) und des voraussichtlichen Verkehrsaufkommens (umgerechnet 30 Wohneinheiten) werden die Anforderungen der Zugangsnormalien eingehalten (E. 6.2). Bei der Beurteilung der hinreichenden strassenmässigen Erschliessung und der Gewährleistung der Verkehrssicherheit, steht der Gemeinde von den Rechtsmittelinstanzen zu beachtender Ermessensspielraum zu. Angesichts der klaren Erfüllung der Anforderungen der Zugangsnormalien stellt der Verzicht auf die Trennung von Fahr- und Fussgängerverkehr keinen rechtsverletzenden Ermessensfehler dar (E. 6.3). § 219 PBG bezieht sich nur auf Bauten und Anlagen, die derart vom üblichen Mass abweichen, dass Verschärfungen durch Sondervorschriften angezeigt sind. Dies ist vorliegend nicht der Fall (E. 6.4). Ein einzelner Entscheid des Verwaltungsgerichts zur Klärung einer Frage, die in einem privaten Gestaltungsplan offen gelassen wurde, begründet eine Praxis, deren Änderung nur zulässig ist, wenn ernsthafte, sachliche Gründe hierfür vorliegen. Die neue Lösung muss besserer Erkenntnis der Rechtsgrundlagen, veränderten äusseren Verhältnissen oder allgemein gewandelten Rechtsanschauungen entsprechen. Bei der von der Vorinstanz (sinngemäss) vorgenommene Praxisänderung betreffend die Zulassung von Gewerbeparkplätzen ausserhalb der Grundstücke mit gewerblicher Nutzung trifft dies nicht zu, so dass unter dem Gesichtspunkt der Rechtssicherheit am Entscheid des Verwaltungsgerichts festzuhalten ist (E. 7.2). Im Bereich des Lärmschutzes gelten die Voraussetzungen der Einhaltung der Planungswerte und der vorsorglichen Emissionsbegrenzung kumulativ. Sind die massgebenden Planungswerte eingehalten, gelten zusätzliche Massnahmen zur Emissionsbegrenzung, insbesondere auch zur Vermeidung von bloss unnötigen Emissionen, indes in der Regel nur dann als wirtschaftlich tragbar, wenn sich mit relativ geringem Aufwand eine wesentliche Reduktion der Emissionen erreichen lässt (E. 8.6.2). Eine Verlegung des Standortes der Emissionsquelle (Werkstatttor) und die damit verbundenen Planänderungen (einschliesslich Zeitverzögerungen) sowie allfällige Auswirkungen auf den Werkstattbetrieb stehen in keinem vernünftigen Verhältnis zu der zusätzlichen Reduktion der Lärmbelastung (E. 8.6.3 ff.). Teilweise Gutheissung (E. 10.1; zusammen mit VB.2005.00371).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABGRABUNG">ABGRABUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINORDNUNG">EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EMISSIONSBEGRENZUNG">EMISSIONSBEGRENZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESTALTUNGSPLAN">GESTALTUNGSPLAN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃRMIMMISSION">LÃRMIMMISSION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLANUNGSWERTE">PLANUNGSWERTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRAXISÃNDERUNG">PRAXISÃNDERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSSICHERHEIT">RECHTSSICHERHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUBSTANZIIERUNGSPFLICHT">SUBSTANZIIERUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMGEBUNGSGESTALTUNG">UMGEBUNGSGESTALTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMGEBUNGSPLAN">UMGEBUNGSPLAN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 7 Abs. I lit. a LSV</span><br/><span class="gerade">§ 237 Abs. II PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 237 Abs. III PBG</span><br/><span class="gerade">§ 293 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 310 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 11 Abs. II USG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">E ist EigentÃ¼mer der GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 01 und 02 im Gebiet des privaten Gestaltungsplans L vom 25. Juni 1980 in der Gemeinde Thalwil. Auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 befindet sich derzeit ein GewerbegebÃ¤ude. Mit Beschluss vom 11. November 2004 erteilte die Baukommission Thalwil unter Bedingungen und Auflagen die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r den Neubau eines Wohn- und Gewerbehauses auf diesem GrundstÃ¼ck. Gleichzeitig erÃ¶ffnete sie die VerfÃ¼gung der Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich vom 28. Oktober 2004, mit welcher dem Vorhaben in gewÃ¤sserschutz‑, lufthygiene‑, altlasten‑ und abfallrechtlicher Hinsicht zugestimmt worden war, sowie die lÃ¤rmschutzrechtliche Bewilligung des kantonalen Amts fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit (AWA) vom 19. Mai 2004. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen die Erteilung der Baubewilligung erhoben A einerseits sowie B und C anderseits Rekurs. Mit Entscheid vom 12. Juli 2005 vereinigte die Baurekurskommission II die beiden Rekurse und hiess sie insoweit teilweise gut, als sie die lÃ¤rmschutzrechtliche Bewilligung des AWA um folgende Auflage ergÃ¤nzte: "Bei lÃ¤rmigen Arbeiten im Innern der Autowerkstatt ist das Tor geschlossen zu halten." Im Ãbrigen wies sie die Rekurse ab, soweit sie darauf eintrat.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen diesen Entscheid erhoben A (BeschwerdefÃ¼hrer 1) einerseits sowie B und C (BeschwerdefÃ¼hrende 2) anderseits je am 19. September 2005 Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Beide Beschwerden verlangten die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und der Baubewilligung vom 11. November 2004. A beantragte in seiner unter der GeschÃ¤ftsnummer VB.2005.00370 rubrizierten Beschwerde zudem eventualiter, es "sei der angefochtene Entscheid der Baurekurskommission II zu sistieren und dieser zur Korrektur bzw. Richtigstellung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen". Zur BegrÃ¼ndung stÃ¼tzte er sich auf verschiedene planungs‑, gewÃ¤sser‑, lÃ¤rmschutz‑ und lufthygienerechtliche Bestimmungen ab. B und C stellten in ihrer als VB.2005.00371 rubrizierten Beschwerde zusÃ¤tzlich zu ihrem Hauptantrag die Eventual­begehren, es sei E zum Nachweis einer ErsatzlÃ¶sung bzw. zur Entrichtung einer Ersatzabgabe fÃ¼r die AbstellplÃ¤tze zu verpflichten und es sei vom AWA eine neue LÃ¤rmprognose zu erstellen. Zur BegrÃ¼ndung beriefen sie sich im Wesentlichen auf den Gestaltungsplan L, laut welchem auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 02 keine AbstellplÃ¤tze erstellt werden dÃ¼rften, sowie auf den LÃ¤rmschutz. Sie verlangten, die Kosten und eine ParteientschÃ¤digung der Beschwerdegegnerschaft aufzuerlegen.</p> <p class="Urteilstext">E (Beschwerdegegner 1) und die Baukommission Thalwil (Beschwerdegegnerin 2) beantragten die Abweisung der Beschwerden unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten von A bzw. von B und C. Das AWA (Beschwerdegegner 3) verzichtete stillschweigend auf eine Beschwerdeantwort. Die Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich (Beschwerdegegnerin 4) und die Baurekurskommission II beantragten die Abweisung der Beschwerden. </p> <p class="Urteilstext">Mit Schreiben vom 12. Dezember 2005 reichten H und I unaufgefordert eine "Richtigstellung" zur Beschwerdeantwort Es im Verfahren VB.2005.00371 ein.</p> <p class="Urteilstext">Auf die Vorbringen der Parteien wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden ErwÃ¤gungen eingegangen.</p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die beiden Beschwerden betreffen dasselbe Bauvorhaben und werfen teilweise die gleichen Rechtsfragen auf. Sie sind daher zu vereinigen (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 4â31 N. 33 ff.).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die GrundstÃ¼cke der BeschwerdefÃ¼hrenden liegen im Perimeter des Gestaltungsplans L und grenzen direkt an die GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 01 bzw. 02 des Beschwerdegegners 1 an. Aufgrund der rÃ¤umlichen NÃ¤he und der vorgebrachten RÃ¼gen sind die BeschwerdefÃ¼hrenden grundsÃ¤tzlich im Sinn von § 338a Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) zur Beschwerdeerhebung legitimiert. Dies gilt allerdings nur insofern, als die Gutheissung der Beschwerden die angefÃ¼hrten BeeintrÃ¤chtigungen tatsÃ¤chlich zu beseitigen vermÃ¶chte (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 34 f.). Im Folgenden ist dies in Bezug auf die vorgebrachten RÃ¼gen je einzeln zu prÃ¼fen. Dabei ist zu beachten, dass diese nur teilweise auf die Verhinderung der geplanten Baute abzielen; teilweise handelt es sich sinngemÃ¤ss â zumindest eventualiter â um selbstÃ¤ndige AntrÃ¤ge zu einzelnen Nebenanlagen und zur Umgebungs­gestaltung, was grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssig ist. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer 1 beantragt unter Hinweis darauf, dass die BegrÃ¼ndung des angefochtenen Entscheids verschiedene sachliche Unstimmigkeiten enthalte, eventualiter die RÃ¼ckweisung der Sache an die Vorinstanz zur Korrektur bzw. Richtigstellung. Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer 1 eine blosse Korrektur der vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen verlangt, ist auf diesen Antrag nicht einzutreten: Ein Beschwerdeantrag muss die Ãnderung oder Aufhebung des angefochtenen Entscheids und nicht bloss von dessen BegrÃ¼ndung bezwecken (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 54 N. 3). Das Begehren ist dagegen insoweit zulÃ¤ssig, als damit zur Durchsetzung der materiellen AntrÃ¤ge die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des massgeblichen Sachverhalts geltend gemacht werden soll (§ 51 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Es kann jedoch vorweggenommen werden, dass sich den gerÃ¼gten FlÃ¼chtigkeitsfehlern im angefochtenen Entscheid kein Hinweis auf dessen sachliche Unrichtigkeit entnehmen lÃ¤sst.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer 1 beantragt, es sei zu prÃ¼fen, ob die Baurekurskommission zu Recht auf verschiedene RÃ¼gen mangels baurechtlichen Gehalts, wegen ungenÃ¼gender Substanziierung oder wegen unzulÃ¤ssiger Erweiterung des Streitgegenstands nicht eingetreten ist. Auf dieses Begehren ist mangels Substanziierung nicht einzutreten: In der BeschwerdebegrÃ¼ndung ist darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid an einem der in den §§ 50 f. VRG genannten MÃ¤ngel leiden soll. Das Verwaltungsgericht ist nicht gehalten, von Amts wegen nach allen erdenklichen Rechtsfehlern zu forschen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 4). Die Beschwerde genÃ¼gt in diesem Punkt auch den geringeren Anforderungen, die an eine Laienbeschwerde zu stellen sind, nicht (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 54 N. 7, § 23 N. 3).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Da die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerden â mit den erwÃ¤hnten Vorbehalten und weitern EinschrÃ¤nkungen, auf die im Zusammenhang mit den materiellen RÃ¼gen einzugehen ist â grundsÃ¤tzlich einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Sowohl Ã¼ber die Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse als auch Ã¼ber den massgeblichen Sachverhalt geben die Akten hinreichend Aufschluss. Die AntrÃ¤ge der BeschwerdefÃ¼hrenden 2 auf Vornahme eines Augenscheins und auf weitere Beweismassnahmen sind daher abzu­weisen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.6 </b>Der Eingabe von H und I liegt kein Beschwerdewille zugrunde. Sie ist unverlangt und daher aus dem Recht zu weisen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 26 N. 25). Auch als Petition kann sie nicht entgegengenommen werden (Ulrich HÃ¤felin/Walter Haller, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 6. A., ZÃ¼rich etc. 2005, N. 891).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die projektierte Baute soll auf dem nach Nordosten geneigten GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 errichtet werden, das im nordwestlichen Bereich des vom Gestaltungsplan L erfassten Gebiets liegt und im SÃ¼dwesten von der M-Strasse, im Nordwesten vom eingedolten L, im Nordosten von der unbebauten Parzelle Kat.-Nr. 02 und im SÃ¼dosten von GrundstÃ¼cken mit Wohnbauten begrenzt wird. Der heutige einstÃ¶ckige Gewerbebau, in dem sich derzeit die Autowerkstatt des Beschwerdegegners 1 befindet, soll abgebrochen werden. Bei der geplanten Baute handelt es sich um ein Wohn- und Gewerbehaus mit zwei Vollgeschossen sowie einem Dachgeschoss mit Wohnnutzung. Im Erdgeschoss sind eine Autowerkstatt, ein Ausstellungsraum und BÃ¼rorÃ¤umlichkeiten vorgesehen; das Tor der Autowerkstatt soll an der SÃ¼dostseite des GebÃ¤udes erstellt werden. Wiederum ist an der M-Strasse eine Tankstelle vorgesehen. Im Untergeschoss der Baute sind zwei Unterniveaugaragen geplant. Deren Tore sollen auf die Nordostseite des GebÃ¤udes zu liegen kommen; die Zufahrt soll von der M-Strasse sowohl von Nordwesten als auch von SÃ¼dosten her erfolgen, wobei das Terrain auf der Nordostseite der Baute so abgegraben werden soll, dass das GebÃ¤ude ganz umfahren werden kann. Die geplante sÃ¼dÃ¶stliche Zufahrt befindet sich teils auf dem BaugrundstÃ¼ck selber und nimmt teils â durch ein Fuss- und Fahrwegrecht gesichert â die GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 03â06 in Anspruch, wobei dieser Teil der Zufahrt auch der Erschliessung des Gestaltungsplangebiets L fÃ¼r den FussgÃ¤nger­verkehr dient. Auf der im Nordosten an das BaugrundstÃ¼ck angrenzenden Parzelle Kat.-Nr. 02 ist eine Reihe von ParkplÃ¤tzen vorgesehen, wobei einer dieser ParkplÃ¤tze â ebenso wie ein Abstellplatz an der SÃ¼dostseite des geplanten GebÃ¤udes â nicht bewilligt wurde. Die BeschwerdefÃ¼hrenden erheben einerseits RÃ¼gen im Wesentlichen planungsrechtlicher Natur mit Bezug auf die Zufahrten, die Abgrabungen und die Park­plÃ¤tze; anderseits machen sie geltend, der Werkstattbetrieb fÃ¼hre zu umweltschutzrechtlich unzulÃ¤ssigen LÃ¤rmimmissionen. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b><span>Ziff. 1.33 der Baubewilligung sieht vor, dass der BaubehÃ¶rde bis spÃ¤testens zur Rohbauabnahme ein Detailprojekt Ã¼ber die Umgebungsgestaltung und Bepflanzung zur Genehmigung einzureichen ist. </span>Der BeschwerdefÃ¼hrer 1 macht geltend, dass sich die Umgebungsgestaltung den bewilligten PlÃ¤nen nicht ausreichend entnehmen lasse, was § 310 Abs. 1 PBG widerspreche; laut dieser Bestimmung hat ein Baugesuch grundsÃ¤tzlich alle Unterlagen zu enthalten, welche fÃ¼r die Beurteilung des Vorhabens notwendig sind. Die Vorinstanz hat diese RÃ¼ge mit folgender BegrÃ¼ndung zurÃ¼ckgewiesen (E. 6): Zum einen kÃ¶nne die detaillierte Umgebungsgestaltung vorliegend in einem spÃ¤teren Verfahrens­abschnitt geregelt werden. Zum andern liessen sich die vorgesehenen Abgrabungen den BauplÃ¤nen ohne weiteres entnehmen; es seien keine fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer 1 relevanten Auswirkungen auszumachen.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Die Vorinstanz hat zutreffend festgestellt, dass es nach der Praxis zu § 310 Abs. 1 PBG zulÃ¤ssig ist, die detaillierte Umgebungsgestaltung einem spÃ¤teren Verfahrens­abschnitt vorzubehalten. Das gilt nur dann nicht, wenn der Umgebungsplan Aufschluss zu geben hat Ã¼ber Fragen, die fÃ¼r die BewilligungsfÃ¤higkeit des Bauvorhabens von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung sind, was etwa bei ArealÃ¼berbauungen der Fall ist oder wenn die Umgebung Teil eines Schutzobjekts im Sinn von § 203 PBG bildet (VGr, 10. MÃ¤rz 2004, VB.2003.00370, E. 4 mit weitern Hinweisen, www.vrgzh.ch; RB 2000 Nr. 95). </span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Die Vorinstanz hÃ¤lt weiter zutreffend fest, dass dem Plan "Fassaden/Schnitt" die im jetzigen Verfahrensstadium notwendigen Angaben Ã¼ber die vorgesehenen Abgrabungen entnommen werden kÃ¶nnen. Dies ist im vorliegenden Fall entscheidend. Unbeachtlich ist, dass im Plan die Bezeichnungen "SÃ¼dost-" und "Nordwestfassade" miteinander verwechselt wurden. Im SÃ¼dosten des geplanten GebÃ¤udes sollen mÃ¤ssige Abgrabungen vorgenommen werden, die im Schnittpunkt der VerlÃ¤ngerung der SÃ¼dostfassade des geplanten Baus mit der Grenze der GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 01 und 02 â mehrere Meter von den ZugÃ¤ngen zu den benachbarten WohnhÃ¤usern entfernt â rund 40 cm ausmachen. Nicht zu beanstanden ist die Schlussfolgerung der Vorinstanz, unter diesen UmstÃ¤nden liessen sich im Bereich der ZugÃ¤nge zu den sÃ¼dlich und sÃ¼dÃ¶stlich gelegenen WohnhÃ¤usern â unter denen sich jenes des BeschwerdefÃ¼hrers 1 befindet â ohne weiteres vertretbare LÃ¶sungen finden, weshalb die BaubehÃ¶rde die ÃberprÃ¼fung der Umgebungsgestaltung in einen spÃ¤teren Verfahrensabschnitt habe verweisen dÃ¼rfen. In jenem Verfahrensabschnitt kann (und muss) auch Ziff. 5 Gestaltungsplan L Rechnung getragen werden, wonach sich "TerrainverÃ¤nderungen ... an die GelÃ¤ndeverhÃ¤ltnisse im speziellen bei angrenzenden Liegenschaften schonend anpassen" mÃ¼ssen (lit. a) und bei der Erstellung von Mauern gewisse Vorschriften zu beachten sind (lit. b und c). Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer 1 das Fehlen eines Umgebungsplans moniert, ist seine Beschwerde demnach abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Die Unterniveaugaragen im Untergeschoss der geplanten Baute sollen durch zwei Tore auf der â von der Strasse abgewandten â Nordostseite des GebÃ¤udes erschlossen werden. Der BeschwerdefÃ¼hrer 1 bringt vor, es dÃ¼rften nur die jeweiligen Zufahrten auf der Nordwest- und auf der SÃ¼dostseite zu den beiden Toren abgegraben werden, nicht jedoch der Bereich zwischen den Toren. Er stÃ¼tzt dieses Vorbringen zunÃ¤chst auf Art. 11 Abs. 1 und 2 des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983 (USG); hierauf ist im Zusammenhang mit den andern umweltschutzrechtlichen RÃ¼gen einzugehen (hinten E. 8). Sodann macht er eine Verletzung von § 293 Abs. 1 und 2 PBG geltend, wonach nicht anrechenbare Untergeschosse â ausgenommen Haus- und KellerzugÃ¤nge, GartenausgÃ¤nge sowie Ein- und Ausfahrten zu Garagen â hÃ¶chstens 1,5 m Ã¼ber dem gestalteten Boden in Erscheinung treten dÃ¼rfen. Schliesslich beruft er sich auf den Gestaltungsplan L.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>§ 293 Abs. 1 und 2 PBG sind hier anwendbar, da Ziff. 9 lit. a Gestaltungsplan L die Anwendung kommunaler Bau- und Zonenvorschriften, die in § 293 Abs. 4 PBG vorbehalten werden, ausschliesst. Bei § 293 PBG handelt es sich um eine Einordnungsbestimmung, zu deren Anrufung der Nachbar grundsÃ¤tzlich befugt ist (vgl. Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 3. A., ZÃ¼rich 2003, S. 13-58). Der BeschwerdefÃ¼hrer 1 hat denn auch im Rekursverfahren bereits vorgebracht, das Terrain zwischen den beiden Garageneinfahrten dÃ¼rfe nicht abgegraben werden. Im Ãbrigen hat die Beschwerdegegnerin 2 in die Baubewilligung vom 11. November 2004 ein auf § 293 PBG gestÃ¼tzte Auflage aufgenommen, wonach nicht anrechenbare Untergeschosse hÃ¶chstens 1,5 m Ã¼ber dem gestalteten Boden in Erscheinung treten dÃ¼rften, nur Garageneinfahrten freigelegt werden dÃ¼rften und weiterreichende Abgrabungen nicht gestattet seien (Ziff. 1.9).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Die Abgrabungen vom gewachsenen Boden an der Nordostfassade sind gemÃ¤ss § 293 Abs. 1 und 2 PBG unzulÃ¤ssig, da sie das Untergeschoss â Ã¼ber die zulÃ¤ssige Freilegung der Ein- und Ausfahrten zu den Unterniveaugaragen im Rahmen der Ã¼blichen Torbreite hinaus â weitgehend mehr als 1,5 m in Erscheinung treten lassen. Daran Ã¤ndern die PflanzentrÃ¶ge, die zwischen den Garageneinfahrten angebracht werden sollen, nichts; denn sie erfÃ¼llen die Anforderungen an ein gestaltetes Terrain im Sinn von § 293 Abs. 1 PBG nicht. Sie erscheinen vielmehr als Teil der Hausfassade und machen das Untergeschoss unter gestalterischen Gesichtspunkten in unzulÃ¤ssiger Weise sichtbar. Es liegt demzufolge eine Verletzung von § 293 Abs. 1 PBG vor; diese kann jedoch mit einer entsprechenden Auflage betreffend die Ãnderung des gestalteten Terrains behoben werden (VGr, 10. Februar 1993, VB 92/0125, E. 3a). Da die ParkplÃ¤tze auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 02 wegfallen werden (hinten E. 7.1 f.), sind durchaus LÃ¶sungen denkbar, welche die Abgrabungen jeweils auf die Ã¼bliche Garagentorbreite beschrÃ¤nken, eine angemessene Terraingestaltung vorsehen und dennoch die Zufahrten zu den Garagen sicherstellen. So kann beispielsweise der Abstand zwischen der Zufahrt und der Hausfassade grÃ¶sser bemessen werden. Im Ãbrigen ist darauf hinzuweisen, dass der Wegfall der ParkplÃ¤tze nicht heisst, der betreffende Teil des GebÃ¤udeumschwungs kÃ¶nne vollstÃ¤ndig mit Hartbelag versehen werden; denn die Anforderungen an die Umgebungsgestaltung im Sinn von § 238 Abs. 3 PBG, das heisst eine angemessene Bepflanzung, gelten auch fÃ¼r Gewerbeliegenschaften (VGr, 14. Juli 2004, VB.2003.00087, E. 6.3, www.vgrzh.ch). Die Einzelheiten betreffend die angemessene Terrain- und Umgebungsgestaltung sind im Umgebungsplan, der vor Baubeginn einzureichen ist, festzulegen.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer 1 beruft sich sodann auf Ziff. 6 lit. b Gestaltungsplan L, wonach die "FreirÃ¤ume ... durchwegs zu begrÃ¼nen" sind und der vorhandene, mÃ¶glichst zu wahrende Baumbestand "durch eine reiche Durchsetzung der Siedlung mit Pflanzen und BÃ¤umen zu ergÃ¤nzen" ist. Nach Ziff. 6 lit. c Gestaltungsplan L kÃ¶nnen allerdings die ParkplÃ¤tze fÃ¼r das Gewerbe oberirdisch angeordnet werden. Laut der Weisung zum Gestaltungsplan sind â selbst Ã¼ber den Bestandesschutz hinausgehende â Umbauten und Erweiterungen an Bauten und Anlagen der vorbestehenden Gewerbebetriebe weiterhin gestattet. Aufgrund des Gestaltungsplans L kann der Beschwerdegegner 1 daher nicht verpflichtet werden, den Umschwung seiner gewerblich genutzten Baute zu begrÃ¼nen. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.5 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer 1 macht schliesslich geltend, die Zufahrt auf der Nordwestseite des GebÃ¤udes dÃ¼rfe gestÃ¼tzt auf § 21 des Wasserwirtschaftsgesetzes vom 2. Juni 1991 nicht in der vorgesehenen Breite bewilligt werden, da ein Abstand von 5 m zum eingedolten L gewahrt werden mÃ¼sse. Die Baurekurskommission trat auf dieses Vorbringen mangels eines schutzwÃ¼rdigen Interesses nicht ein, wobei sie es irrtÃ¼mlicherweise als Antrag auffasste, die Bewilligung fÃ¼r die nordwestliche Zufahrt gÃ¤nzlich zu verweigern (Rekursentscheid, E. 10). Im Ergebnis ist der angefochtene Entscheid jedoch auch in diesem Punkt aufrecht zu erhalten, da der BeschwerdefÃ¼hrer kein schutzwÃ¼rdiges Interesse an einer VerschmÃ¤lerung der Zufahrt auf der nordwestlichen Seite des geplanten GebÃ¤udes darlegt.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer 1 beantragt, die sÃ¼dÃ¶stliche Zufahrt sei baulich so zu gestalten, dass der Fahr- und der FussgÃ¤ngerverkehr getrennt wÃ¼rden, und unten mit einer Leitplanke zu sichern. Die Baurekurskommission hat dieses Begehren im Wesentlichen mit der BegrÃ¼ndung abgewiesen, angesichts der Breite der vorgesehenen Zufahrt und des voraussichtlichen Verkehrsaufkommens sei die Sicherheit der FussgÃ¤nger ohne weiteres auch ohne Abtrennungen gewÃ¤hrleistet, weshalb der Beschwerdegegner 1 nicht zu den verlangten Massnahmen verpflichtet werden kÃ¶nne (Rekursentscheid, E. 8).</p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Nach § 237 Abs. 2 Satz 1 PBG sollen Zufahrten fÃ¼r jedermann verkehrssicher sein. Auf Satz 2 dieser Bestimmung stÃ¼tzen sich die Zugangsnormalien vom 9. Dezember 1987. Diese sind richtunggebend, indem sie zeigen, was Fachleute bei durchschnittlichen Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnissen fÃ¼r angemessen halten (VGr, 16. November 2005, VB.2005.00209, E. 2.3; RB 1984 Nr. 100 = BEZ 1985 Nr. 5 mit weitern Hinweisen). Sie sind nach Zweck und Inhalt vorwiegend auf die zu einem GrundstÃ¼ck fÃ¼hrende externe Erschliessung und weniger auf parzelleninterne Verbindungen zugeschnitten, doch sind sie bei der Beurteilung interner Erschliessungen hilfsweise heranzuziehen (VGr, 16. April 1997, VB.97.00014, E. 3b; RB 1986 Nr. 91). GemÃ¤ss § 6 Zugangsnormalien erfolgt die Festlegung der Zugangsart nach dem voraussichtlichen Verkehrsaufkommen aufgrund der Nutzung mit Wohneinheiten gemÃ¤ss den Anwendungsbereichen im Anhang. Die Auswirkungen anderer Nutzungen werden in Wohneinheiten umgerechnet. Die Annahme der Vorinstanz, dass vorliegend die Erschliessungsleistung jedenfalls nicht Ã¼ber ein Verkehrsaufkommen von â umgerechnet â 30 Wohneinheiten hinausgehe, ist nicht zu beanstanden und wird auch nicht bestritten. Ebenso zuzustimmen ist ihren Schlussfolgerungen, dass unter diesen UmstÃ¤nden eine Fahrbahnbreite von 4,00â4,75 m mit beidseitigen Banketten von je 0,3 m genÃ¼gt und kein Trottoir erforderlich ist (vgl. Anhang Zugangsnormalien) und dass diese Anforderungen vorliegend bei einer Fahrbahnbreite von insgesamt 7 m ohne weiteres erfÃ¼llt sind. Der vom BeschwerdefÃ¼hrer 1 angerufene § 12 Abs. 1 Zugangsnormalien, laut dem ZugÃ¤nge in der Weise erstellt werden kÃ¶nnen, dass VerkehrsfÃ¼hrung und bauliche Gestaltung die Fahrzeuglenker zu zurÃ¼ckhaltender Fahrweise zwingen, bezieht sich auf Verkehrsberuhigungsmassnahmen und ist hier nicht von Bedeutung.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.3 </b>Allerdings sieht § 237 Abs. 3 PBG vor, dass der FussgÃ¤nger- vom Fahrverkehr getrennt werden soll, wo "ein BedÃ¼rfnis besteht, die VerhÃ¤ltnisse es gestatten und es wirtschaftlich zumutbar ist", insbesondere bei grÃ¶sseren Ãberbauungen. Beim hier streitigen geplanten GebÃ¤ude handelt es sich nicht um eine grÃ¶ssere Ãberbauung, was allerdings gemÃ¤ss dem Wortlaut der Gesetzes­bestim­mung eine Verkehrstrennung noch nicht von vornherein ausschlÃ¶sse. Immerhin ergibt sich aus dem weiteren Text von § 237 Abs. 3 PBG ("... und es kann, sofern das Ã¶ffentliche Interesse entgegenstehende private Interessen wesentlich Ã¼berwiegt, der Fahrverkehr unter den Boden gewiesen oder die Ãberdeckung der Fahrbahn verlangt werden"), dass die Bestimmung nicht in erster Linie auf Bauvorhaben von der hier vorliegenden bescheidenen GrÃ¶sse zugeschnitten ist. Jedenfalls deshalb erÃ¼brigt sich hier eine vertiefte Behandlung der Frage, ob die Voraussetzungen von § 237 Abs. 3 PBG vorliegen: Indem § 237 Abs. 3 PBG eine InteressenabwÃ¤gung vorsieht, rÃ¤umt er der Gemeinde einen Ermessensspielraum ein, der von den Rechtsmittelinstanzen zu beachten ist. Ein solcher Spielraum besteht ganz allgemein bei der PrÃ¼fung, ob die strassenmÃ¤ssige Erschliessung hinreichend und namentlich die Verkehrssicherheit gewÃ¤hrleistet ist (VGr, 29. Januar 1999, VB.98.00289, E. 2b; RB 1986 Nr. 13). Angesichts dessen, dass die Anforderungen der Zugangsnormalien â die hier ohnehin nur hilfsweise heranzuziehen sind und von denen Ã¼berdies aus wichtigen GrÃ¼nden abgewichen werden kann â klar erfÃ¼llt sind, kann von vornherein ausgeschlossen werden, dass der Verzicht auf die Trennung von Fahr- und FussgÃ¤ngerverkehr einen rechtsverletzenden Ermessensfehler darstellt, der nach § 50 Abs. 2 lit. c VRG vom Verwaltungsgericht zu korrigieren wÃ¤re. </p> <p class="Erwgung2"><b>6.4 </b>Der vom BeschwerdefÃ¼hrer 1 ebenfalls angerufene § 219 PBG bezieht sich auf Bauten und Anlagen, die derart vom Ã¼blichen Mass abweichen, dass VerschÃ¤rfungen durch Sondervorschriften angezeigt sind (vgl. Fritzsche/BÃ¶sch, S. 8-3). Ein solcher Fall liegt hier nicht vor. Es kann insoweit auf die zutreffenden ErwÃ¤gungen der Vorinstanz verwiesen werden (Rekursentscheid, E. 9; § 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). AllfÃ¤llige Behinderungen des Zugangs zu den WohnhÃ¤usern durch den Garagenbetrieb des Beschwerdegegners 1 sind nicht im vorliegenden Verfahren geltend zu machen.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden bringen unter Berufung auf den Gestaltungsplan L und ein Urteil des Verwaltungsgerichts vom 12. Februar 1991 (VB 90/0159) vor, dass die ParkplÃ¤tze auf der Parzelle Kat.-Nr. 02 nicht hÃ¤tten bewilligt werden dÃ¼rfen. Die BeschwerdefÃ¼hrenden sind mit dieser RÃ¼ge zuzulassen, soweit sie die ParkplÃ¤tze als solche verhindern wollen, um eine GrÃ¼nflÃ¤che zu erhalten bzw. wiederherzustellen und um die Immissionen durch den Kundenverkehr zu verringern; auf die RÃ¼ge wÃ¤re dagegen nicht einzutreten, soweit sie der BekÃ¤mpfung des gesamten Bauvorhabens dienen soll, da dieses durch die Gutheissung des Antrags nicht verhindert wÃ¼rde (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 35).</p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>7.2.1 </b>Der Gestaltungsplan L legt die Nutzungsarten "Wohnen" und "Gewerbe/Woh­nen" nicht parzellenweise fest, sondern mit Baugestaltungslinien, die relativ eng um die geplanten BaukÃ¶rper gezogen wurden. FÃ¼r den Bereich des geplanten GebÃ¤udes auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 legt eine solche Baugestaltungslinie die Nutzungsart "Gewer­be/Woh­nen" fest. Auf der Parzelle Kat.-Nr. 02 befindet sich kein GebÃ¤ude und ist auch keine Baugestaltungslinie vorgesehen. Diese Parzelle wurde am 9. Juli 1992 gebildet, indem die Parzelle aKat.-Nr. 07 in die heutigen Parzellen Kat.-Nrn. 08 und 02 aufgeteilt wurde. Auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 08 befindet sich ein GebÃ¤ude, fÃ¼r welches eine Baugestaltungslinie die Wohnnutzung vorschreibt. Der Gestaltungsplan L sieht auf der heutigen Parzelle Kat.-Nr. 02 entlang der Grenze zum GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 eine Bepflanzung vor. Diese wurde, anscheinend weil sie am vorgesehenen Ort wegen eines Fuss- und Fahrwegrechts nicht erstellt werden konnte, um rund 3,5 m hangabwÃ¤rts nach Nordosten verlegt und verlÃ¤uft etwa in der Mitte der heutigen Parzelle Kat.-Nr. 02. Ziff. 6 lit. c Gestaltungsplan L nimmt die "notwendigen AbstellplÃ¤tze fÃ¼r das Gewerbe" ausdrÃ¼cklich von der grundsÃ¤tzlich festgesetzten Pflicht zur unterirdischen Anordnung der AutoabstellplÃ¤tze aus. Da im Plan die Baugestaltungslinien wie erwÃ¤hnt die vorgesehenen BaukÃ¶rper eng umschliessen, bedeutet dies, dass GewerbeparkplÃ¤tze ausserhalb der Baugestaltungslinien zulÃ¤ssig sind. Insoweit ist die Sach- und Rechtslage klar und unbestritten (abgesehen davon, dass die Parteien zum Teil die RechtmÃ¤ssigkeit der Aufteilung der Parzelle aKat.-Nr. 07 bzw. des erwÃ¤hnten Wegrechts auf Parzelle Kat.-Nr. 02 bestreiten, was aber zur Beantwortung der sich hier stellenden Fragen nicht geklÃ¤rt werden muss).</p> <p class="Erwgung3"><b>7.2.2 </b>Mit dem erwÃ¤hnten Urteil vom 12. Februar 1991 (VB 90/0159) wies das Verwaltungsgericht eine Beschwerde des heutigen Beschwerdegegners 1 gegen einen Entscheid der Baurekurskommission II ab und verweigerte wie die Vorinstanz die Baubewilligung fÃ¼r einen Wende- und Abstellplatz auf dem GrundstÃ¼ck aKat.-Nr. 07. Das Gericht begrÃ¼ndete diesen Entscheid â wie zuvor die Baurekurskommission II, auf deren Entscheid vom 7. August 1990 es verwies â wie folgt: Daraus, dass GewerbeparkplÃ¤tze im Gebiet des Gestaltungsplans L ausserhalb der Baugestaltungslinien erstellt werden kÃ¶nnten und teilweise sogar mÃ¼ssten, kÃ¶nne nicht geschlossen werden, dass sie im Gestaltungsplangebiet beliebig angelegt werden dÃ¼rften. Andernfalls wÃ¼rde das Ziel des planerischen Konzepts, ein mÃ¶glichst immissionsfreies Wohnen bzw. eine optimale WohnqualitÃ¤t, unterlaufen. Der streitige Abstell- und Wendeplatz befinde sich ausserhalb jener Gebiete, in denen die mit erhÃ¶hten Immissionen verbundenen gewerblichen Nutzungen statthaft seien, und sei zudem an einem Ort angelegt worden, an dem der Gestaltungsplan eine durchgehende Bepflanzung vorsehe, um den Wohnbereich vom Garagenbetrieb auf dem GrundstÃ¼ck aKat.-Nr. 07 abzuschirmen. Es entspreche der allgemeinen Zielsetzung des Gestaltungsplans L, "AbstellplÃ¤tze fÃ¼r das Gewerbe allein auf jenen GrundstÃ¼cken zu erlauben, die fÃ¼r die gewerbliche Nutzung vorgesehen sind". Die Erweiterung des Garagenbetriebs auf eine andere, der Wohnnutzung vorbehaltene Parzelle sprenge den Rahmen einer angemessenen Erweiterung im Sinn von § 357 Abs. 2 PBG (VGr, 12. Februar 1991, VB 90/0159, E. 2b). </p> <p class="Erwgung3"><b>7.2.3 </b>Die Vorinstanz geht nun im angefochtenen Entscheid â wie zuvor obiter dictum in einem Entscheid vom 21. August 2001, mit dem die Rekurse gegen ein Bauprojekt des heutigen Beschwerdegegners 1 auf dem GrundstÃ¼ck aKat.-Nr. 07 bzw. Kat.-Nr. 02 gutgeheissen wurden â davon aus, dass sich die Rechtslage durch die Abtrennung der Parzelle Kat.-Nr. 02 entscheidend geÃ¤ndert habe, denn diese Parzelle weise gar keine Baubereiche und somit auch keinen der reinen Wohnnutzung dienenden Bereich auf. Damit komme dem GrundstÃ¼ck "das die Anordnung von der gewerblichen Nutzung dienenden AbstellplÃ¤tze[n] zum vornherein verhindernde Kriterium nicht zu". FÃ¼r das wesentliche Anliegen der Fernhaltung des Fahrverkehrs vom Wohnbereich Ã¤ndere sich durch die Zulassung der ParkplÃ¤tze nichts Wesentliches. Der Wohnbau auf dem anschliessenden GrundstÃ¼ck (Kat.-Nr. 08) verfÃ¼ge nach wie vor Ã¼ber einen respektablen Umschwung. Die Grenze zwischen der reinen Wohn- und der Gewerbenutzung sei bereits bis anhin faktisch in der Mitte des GrundstÃ¼cks Kat.-Nr. 02 verlaufen, wie gerade die Bepflanzung aufzeige (Rekursentscheid, E. 7).</p> <p class="Erwgung3"><b>7.2.4 </b>Die hier streitigen ParkplÃ¤tze befinden sich â jedenfalls teilweise â an dem Ort, fÃ¼r den das Verwaltungsgericht mit Entscheid vom 12. Februar 1991 (VB 90/0159) die Beibehaltung eines Wende- und Abstellplatzes verweigerte. Dieses Urteil ist formell und materiell rechtskrÃ¤ftig und somit grundsÃ¤tzlich fÃ¼r die Parteien des damaligen Verfahrens â zu denen die BeschwerdefÃ¼hrenden und der Beschwerdegegner 1 gehÃ¶ren â bindend (VGr, 15. November 2000, VB.2000.00295, E. 2; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 86aâ86d N. 5; vgl. auch Fritz Gygi, Bundes­verwaltungs­rechtspflege, 2. A., Bern 1983, S. 323 f.). Sodann sind die ErwÃ¤gungen des betreffenden Urteils entscheidrelevant, wonach jenseits der Grenze des GrundstÃ¼cks, auf dem eine gewerbliche Nutzung vorgesehen ist, kein Parkplatz fÃ¼r das Gewerbe erstellt werden darf. Fraglich ist, ob sie deswegen an der Rechtskraft des Dispositivs teilhaben: Zwar verweist das Dispositiv nicht ausdrÃ¼cklich auf die ErwÃ¤gungen, doch kÃ¶nnen die ErwÃ¤gungen trotzdem an dessen Rechtskraft teilhaben, wenn der Sinn des Dispositivs und des ganzen Entscheids zwingend hierauf verweist (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 28 N. 5; VGr, 26. November 1997, VB.97.00129, E. 6; RB 1968 Nr. 6). Ob und inwieweit dies hier der Fall ist, kann allerdings offen bleiben. Eine eigentliche Bindungswirkung wÃ¼rde das Urteil vom 12. Februar 1991 (VB 90/0159) nÃ¤mlich nur entfalten, soweit derselbe Streitgegenstand sowie die Tatsachen- und Rechtslage, welche das Verwaltungsgericht seinerzeit seinem Entscheid zugrunde gelegt hat, vorlÃ¤gen (vgl. Gygi, S. 323). Diese Voraussetzungen treffen nicht zu, zum einen, weil ein gÃ¤nzlich anderes Projekt zu beurteilen ist, zum andern aufgrund der Bildung der Parzelle Kat.-Nr. 02, auf der keine Baugestaltungslinien vorgesehen sind. Das Urteil VB 90/0159 vom 12. Februar 1991 ist daher fÃ¼r das vorliegende Verfahren nicht bindend. Dies bedeutet auch, dass der hier zu beurteilende Fall nicht nach den Regeln Ã¼ber die Anpassung rechtskrÃ¤ftiger VerfÃ¼gungen und Entscheide wegen spÃ¤terer Ãnderung der Sach- oder Rechtslage zu behandeln ist (vgl. dazu KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 86aâ86d N. 13).</p> <p class="Erwgung3"><b><span>7.2.5 </span></b>Dies heisst nicht, dass das frÃ¼here Urteil ohne jede Relevanz fÃ¼r den vorliegenden Fall wÃ¤re. Indem die Baurekurskommission entgegen dem Urteil VB 90/0159 vom 12. Februar 1991 (und ihrem eigenen Entscheid vom 7. August 1990) ihren Entscheid darauf stÃ¼tzt, dass GewerbeparkplÃ¤tze ausserhalb der GrundstÃ¼cke mit gewerblicher Nutzung zugelassen sind, nimmt sie sinngemÃ¤ss eine PraxisÃ¤nderung vor. Der frÃ¼here Verwaltungsgerichtsentscheid beantwortet klar eine vom Gestaltungsplan L offen gelassene Frage, die unter den Parteien wiederholt streitig gewesen war. Unter diesen UmstÃ¤nden kann bereits das einzelne Urteil als "Praxis" gelten, wovon umso eher auszugehen ist, als eine Vielzahl von Gerichtsurteilen zur Auslegung des Gestaltungsplans L nicht vorausgesetzt werden darf (zur prÃ¤judiziellen Wirkung eines einzelnen Urteils vgl. Giovanni Biaggini, Verfassung und Richterrecht, Basel/Frankfurt a.M. 1991, S. 368 f.). Demnach ist der angefochtene Entscheid nur haltbar, wenn sich die <span>Ãnderung der Rechtsprechung auf ernsthafte, sachliche GrÃ¼nde stÃ¼tzen kann. Die neue LÃ¶sung muss besserer Erkenntnis der Rechtsgrundlagen, verÃ¤nderten Ã¤usseren VerhÃ¤ltnissen oder gewandelten Rechtsanschauungen entsprechen; andernfalls ist die bisherige Praxis beizubehalten (BGE 127 II 289 E. 3a; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich etc. 2002, Rz. 509 ff.).</span></p> <p class="Erwgung3"><b>7.2.6 </b>Die Vorinstanz begrÃ¼ndet ihre Ansicht zunÃ¤chst damit, dass die nach dem Entscheid VB 90/0159 vom 12. Februar 1991 bewilligte Abtrennung des unmittelbar an das BaugrundstÃ¼ck anschliessenden Teils der frÃ¼heren Parzelle aKat.-Nr. 07 als neue Kat.-Nr. 02 eine massgebliche Ãnderung der Rechtslage darstelle. Diese neue Parzelle weise kein Gebiet auf, das durch eine Baugestaltungslinie der reinen Wohnnutzung vorbehalten werde, weshalb ein Kriterium weggefallen sei, das gewerbliche AbstellplÃ¤tze von vornherein verhindert hÃ¤tte. Diese Argumentation geht fehl: Sollten gewerbliche AbstellplÃ¤tze nicht auf Parzellen mit dem Wohnen vorbehaltenen Gebieten erstellt werden dÃ¼rfen, so wÃ¤re die â nicht mit nachvollziehbaren andern GrÃ¼nden zu rechtfertigende â Abtrennung eines Landstreifens als selbstÃ¤ndiges GrundstÃ¼ck von einer Parzelle, die eine solche FlÃ¤che zur Wohnnutzung aufweist, eine offensichtliche Umgehung dieser Regel. Sollten gewerbliche AbstellplÃ¤tze aber grundsÃ¤tzlich â unter bestimmten Voraussetzungen â auf Parzellen mit Wohnnutzung angelegt werden dÃ¼rfen, so stellte die Abtrennung der Parzelle Kat.-Nr. 02 von vornherein keine massgebliche Ãnderung der VerhÃ¤ltnisse dar. </p> <p class="Erwgung3"><b>7.2.7 </b>Andere massgebliche Ãnderungen der VerhÃ¤ltnisse, die fÃ¼r die Erstellung der fraglichen ParkplÃ¤tze sprechen wÃ¼rden, werden nicht vorgebracht und sind auch nicht ersichtlich. Insbesondere werden diese AbstellplÃ¤tze nicht durch das vorliegende Bauprojekt bedingt: GemÃ¤ss den Projektunterlagen wird der bestehende Gewerbebetrieb nicht oder zumindest nicht massgeblich erweitert; die geforderte Anzahl von neun PflichtparkplÃ¤tzen fÃ¼r das Gewerbe kann auch ohne die streitigen â und die aus andern GrÃ¼nden in erster Instanz nicht bewilligten â AbstellplÃ¤tze erreicht werden. Es handelt sich demnach bei diesen nicht um notwendige AbstellplÃ¤tze fÃ¼r das Gewerbe im Sinn von Ziff. 6 lit. c Gestaltungsplan L. Der Beseitigungsrevers fÃ¼r die ParkplÃ¤tze an der M-Strasse Ã¤ndert hieran nichts. Dies gilt jedenfalls, solange die ParkplÃ¤tze nicht tatsÃ¤chlich beseitigt werden mÃ¼ssen.</p> <p class="Erwgung3"><b>7.2.8 </b>Sodann beruft sich die Vorinstanz auf die faktischen VerhÃ¤ltnisse: Die Bepflanzung, die der Abgrenzung des Gewerbe- und des Wohnbereichs diene, habe sich bereits bis anhin nicht direkt an der Grenze zum BaugrundstÃ¼ck befunden. Wie sich aus den insoweit Ã¼bereinstimmenden Angaben der Parteien ergibt, trifft dies sachlich zu. Nun kann diese Tatsache insofern von vornherein keine Rolle spielen, als eine allfÃ¤llige Missachtung des Verwaltungs­gerichts­urteils VB 90/0159 vom 12. Februar 1991 nicht zugunsten des Beschwerde­gegners 1 ausgelegt werden darf. Anscheinend ist die betreffende Hecke jedoch bereits bei der AusfÃ¼hrung des Gestaltungsplans L nicht wie im Plan vorgesehen entlang der GrundstÃ¼cksgrenze, sondern an ihrem heutigen Standort errichtet worden. Der BeschwerdefÃ¼hrer 1 nennt als GrÃ¼nde hierfÃ¼r den Widerstand des Vaters (und RechtsvorgÃ¤ngers) des Beschwerdegegners 1 sowie das Bestehen eines Fuss- und Fahrwegrechts im Bereich der GrundstÃ¼cksgrenze. Die Parteien sind sich, soweit sie zu dieser Frage Stellung nehmen, grundsÃ¤tzlich einig, dass diese Dienstbarkeit ihres Sinns entleert ist; insbesondere wird sie auch vom Beschwerdegegner 1, soweit sie den hier interessierenden Bereich betrifft, als "lediglich formal" und teilweise ohnehin irrtÃ¼mlich eingetragen bezeichnet. Da die GrÃ¼nde fÃ¼r den heutigen Standort der Bepflanzung demnach zweifelhaft sind, kann dieser entgegen der Ansicht der Vorinstanz nicht entscheidend sein. Massgebend ist vielmehr die Rechtslage, wie sie vom Gestaltungsplan L festgelegt wird.</p> <p class="Erwgung3"><b>7.2.9 </b>Wie erwÃ¤hnt, legt der Gestaltungsplan L die gemischte Nutzung sowie die Wohnnutzung nicht grundstÃ¼cksbezogen, sondern durch Baugestaltungslinien fÃ¼r die einzelnen BaukÃ¶rper fest. Er Ã¤ussert sich nicht zur Frage, ob die oberirdisch zulÃ¤ssigen GewerbeparkplÃ¤tze auch auf andern GrundstÃ¼cken als auf jenen, auf denen die Gewerbenutzung zugelassen wird, angelegt werden dÃ¼rfen. GemÃ¤ss der Weisung zum Gestaltungsplan L ist das Gebiet prÃ¤destiniert fÃ¼r eine Wohnzone; der Gestaltungsplan bezweckt die Schaffung eines wohnlichen Quartiers mit Trennung von FussgÃ¤nger- und Fahrverkehr. Nach Ziff. 6 lit. b Gestaltungsplan L sind die FreirÃ¤ume durchgehend zu begrÃ¼nen. Der Besitzstand der bestehenden Betriebe sollte allerdings "[g]estÃ¼tzt auf § 357 PBG" gewahrt bleiben, wobei ihnen Umbauten und Erweiterungen an Bauten und Anlagen auch Ã¼ber den von dieser Bestimmung (in der damaligen Fassung) gesetzten Rahmen hinaus nach wie vor gestattet bleiben sollten (RRB 4042/1981, 4. November 1981, E. 5). Was das hier interessierende Gebiet betrifft, so sieht der Plan auf der heutigen Parzelle Kat.-Nr. 02 entlang der Grenze zum BaugrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 eine durchgehende Bepflanzung vor. Allerdings lÃ¤sst deren symbolische Darstellung mit dunkelgrÃ¼nen Kreisen offen, ob die Bepflanzung exakt der GrundstÃ¼cksgrenze folgen sollte oder ob gewisse SpielrÃ¤ume bestehen sollten.</p> <p class="Erwgung3"><b><span>7.2.10 </span></b>Die Ansicht des Verwaltungsgerichts im Urteil VB 90/0159 vom 12. Februar 1991, dass GewerbeparkplÃ¤tze nur auf jenen GrundstÃ¼cken zu gestatten seien, auf denen gewerbliche Nutzung zugelassen ist, mag zwar mit Blick auf allfÃ¤llige Erweiterungen der Gewerbebetriebe â die der Gestaltungsplan grundsÃ¤tzlich zulÃ¤sst â apodiktisch formuliert sein. Sie leuchtet aber jedenfalls insofern ein, als die Errichtung von GewerbeparkplÃ¤tzen auf GrundstÃ¼cken, auf denen die GebÃ¤ude dem Wohnen vorbehalten sind â zu denen auch die ohne ersichtlichen Grund von einem solchen GrundstÃ¼ck abgetrennte Parzelle Kat.-Nr. 02 nach wie vor zu zÃ¤hlen ist â zumindest besonders triftig begrÃ¼ndet werden mÃ¼sste, da es das Ziel des Gestaltungsplans L ist, qualitÃ¤tvolles Wohnen zu ermÃ¶glichen. Vom Ergebnis her betrachtet, hat sie den Vorteil grÃ¶sstmÃ¶glicher Klarheit und damit Rechtssicherheit (zur ZulÃ¤ssigkeit der MitberÃ¼cksichtigung des Ergebnisses bei der Auslegung vgl. HÃ¤felin/Haller, N. 135 f.). Dagegen trifft die dem angefochtenen Entscheid zugrunde liegende Behauptung nicht zu, "fÃ¼r das wesentliche Anliegen der Fernhaltung des Fahrverkehrs vom Wohnbereich" Ã¤ndere sich mit der Errichtung von ParkplÃ¤tzen auf der Parzelle Kat.-Nr. 02 nichts; immerhin wÃ¼rde der dadurch entstehende Mehrverkehr teilweise Ã¼ber den Zugang zu den Liegenschaften L 09, 10, 11 und 12 erfolgen. Wenn die Vorinstanz sodann erwÃ¤gt, der Wohnbereich auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 08 weise "nach wie vor einen respektablen Umschwung und damit hinreichend Distanz" zu den vorgesehenen AbstellplÃ¤tzen auf, fÃ¼hrt sie vage und unzulÃ¤nglich abgestÃ¼tzte Kriterien fÃ¼r die Abgrenzung zwischen Gewerbe- und Wohnbereich ein. </p> <p class="Erwgung3"><b><span>7.2.11 </span></b>Zusammenfassend ist festzuhalten, dass e<span>rnsthafte, sachliche GrÃ¼nde fÃ¼r ein Abweichen von der frÃ¼heren Praxis nicht vorliegen. Die neue Haltung der Vorinstanz entspricht nicht besserer Erkenntnis der Rechtsgrundlagen, verÃ¤nderten Ã¤usseren VerhÃ¤ltnissen oder allgemein gewandelten Rechts­anschauungen. Demnach Ã¼berwiegt das Interesse an der Rechtssicherheit ohne weiteres, und es ist an der Ã¼berzeugenderen Ansicht des Entscheids VB 90/0159 vom 12. Februar 1991 festzuhalten. Die Baubewilligung und der Entscheid der Vorinstanz sind jedenfalls insofern rechtsverletzend, als sie dem Gesichtspunkt der Rechtssicherheit keine Beachtung geschenkt haben. Sie sind deshalb aufzuheben, soweit sie die ParkplÃ¤tze auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 02 zulassen, und die Bewilligung fÃ¼r diese ParkplÃ¤tze â das heisst fÃ¼r die ParkplÃ¤tze Nrn. 13â18, da Parkplatz Nr. 19 bereits aus andern GrÃ¼nden nicht bewilligt wurde â ist zu verweigern. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>7.2.12 </span></b><span>Ãber die vom BeschwerdefÃ¼hrer 1 verlangte Versetzung der Bepflanzung auf der Parzelle Kat.-Nr. 02 an die GrundstÃ¼cksgrenze ist nicht im vorliegenden Verfahren zu entscheiden. Hierzu wÃ¤re vorab das Bestehen des erwÃ¤hnten Fuss- und Fahrwegrechts abzuklÃ¤ren, wozu das Zivilgericht zustÃ¤ndig ist (§ 1 VRG). Zwar ist es dem Verwaltungsgericht unbenommen, Rechtsfragen aus dem ZustÃ¤ndigkeitsbereich einer andern BehÃ¶rde vorfrageweise zu beantworten, doch ist es hierzu nicht verpflichtet und Ã¼bt es insoweit betonte ZurÃ¼ckhaltung (RB 1989 Nr. 86). Im vorliegenden Fall wÃ¤ren â mÃ¶glicherweise umfangreiche â Beweismassnahmen erforderlich, weshalb bereits die ProzessÃ¶konomie eine Beantwortung der Vorfrage ausschliesst (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 1 N. 32).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>7.3 </b>Ziff. 1.10 der Baubewilligung sieht vor, dass fÃ¼r die ParkplÃ¤tze im Abstandsbereich der M-Strasse ein Beseitigungsrevers im Grundbuch einzutragen ist. Die zu Lasten des BaugrundstÃ¼cks Kat.-Nr. 01 einzutragende Ã¶ffentlich-rechtliche EigentumsbeschrÃ¤nkung soll die Verpflichtung des jeweiligen EigentÃ¼mers enthalten, die genannten ParkplÃ¤tze entschÃ¤digungslos zu entfernen und auf dem GrundstÃ¼ck anderweitig anzulegen, falls dies aus irgendeinem Grund im Ã¶ffentlichen Interesse erforderlich werde. Der BeschwerdefÃ¼hrer 1 macht geltend, diese Auflage lasse sich gegebenenfalls gar nicht umsetzen. Ob dies zutrifft, kann hier offen bleiben; der BeschwerdefÃ¼hrer 1 ist jedenfalls zu dieser RÃ¼ge nicht legitimiert, da ein allfÃ¤lliger entsprechender Mangel durch die Ãnderung der Nebenbestimmung geheilt werden kÃ¶nnte und nicht zu den vom BeschwerdefÃ¼hrer 1 beantragten Rechtsfolgen fÃ¼hrte (vgl. §§ 245 f. PBG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 35; RB 1995 Nr. 8 = BEZ 1995 Nr. 14). </p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Urteilstext">Laut den BeschwerdefÃ¼hrenden widerspricht das Projekt umweltschutzrechtlichen Normen. Die BeschwerdefÃ¼hrenden 2 bestreiten die Richtigkeit der lÃ¤rmrechtlichen Beurteilung des AWA (Beschwerdegegner 3). Alle BeschwerdefÃ¼hrenden gehen davon aus, dass die Auflage, das Tor der Werkstatt wÃ¤hrend der Arbeitszeit geschlossen zu halten, nicht praktikabel sei; der BeschwerdefÃ¼hrer 1 beantragt zudem, die Auflage insoweit auszudehnen, als auch die Fenster wÃ¤hrend der Arbeitszeit geschlossen bleiben mÃ¼ssten. Unter Hinweis auf Art. 11 Abs. 1 und 2 USG machen die BeschwerdefÃ¼hrenden sodann geltend, das Tor zur Werkstatt hÃ¤tte an der zur M-Strasse gerichteten Seite des GebÃ¤udes vorgesehen werden mÃ¼ssen. Um Immissionen durch Suchfahrten der Kundschaft und Testfahrten des Garagenpersonals zu vermeiden, beantragt der BeschwerdefÃ¼hrer 1 schliesslich, es sei die Tankstelle zu verlegen, womit KundenparkplÃ¤tze in der NÃ¤he der Werkstatteinfahrt geschaffen werden kÃ¶nnten, und es sei auf die Abgrabungen zwischen den Einfahrten in die Unterniveaugaragen zu verzichten. Teilweise wird nicht klar, welches Ziel die BeschwerdefÃ¼hrenden mit den einzelnen AntrÃ¤gen verfolgen, das heisst ob sie mit diesen die Verweigerung der Baubewilligung oder â jedenfalls eventualiter â entsprechende Auflagen erreichen wollen. Diese Frage kann jedoch offen bleiben.</p> <p class="Erwgung2"><b>8.1 </b>Die Vorinstanz hat zutreffend festgehalten, dass es sich bei der geplanten Autowerkstatt um eine Neuanlage handelt, dass neue ortsfeste Anlagen nur errichtet werden dÃ¼rfen, wenn die durch diese Anlagen allein erzeugten LÃ¤rmimmissionen die Planungswerte in der Umgebung nicht Ã¼berschreiten (Art. 25 Abs. 1 USG, Art. 7 Abs. 1 lit. b der LÃ¤rmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 [LSV]) und dass die Planungswerte sich vorliegend nach Anhang 6 LSV in Verbindung mit der im fraglichen Gebiet geltenden Empfindlichkeitsstufe III richten (Art. 43 Abs. 1 lit. c LSV in Verbindung mit Art. 31 Bau- und Zonenordnung Thalwil und Ziff. 4 Gestaltungsplan L).</p> <p class="Erwgung2"><b>8.2 </b>Nach Art. 36 Abs. 1 LSV ermittelt die VollzugsbehÃ¶rde die AussenlÃ¤rmimmissionen ortsfester Anlagen oder ordnet deren Ermittlung an, wenn sie Grund zur Annahme hat, dass die massgebenden Belastungsgrenzwerte Ã¼berschritten sind oder ihre Ãberschreitung zu erwarten ist. An die Wahrscheinlichkeit einer Ãberschreitung der Planungswerte dÃ¼rfen keine hohen Anforderungen gestellt werden; setzt die Erteilung der Baubewilligung eine positive Prognose hinsichtlich der Einhaltung der Planungswerte voraus, so sind weitere Ermittlungen in Form einer LÃ¤rmprognose schon dann geboten, wenn eine Ãberschreitung der Planungswerte beim aktuellen Kenntnisstand nicht ausgeschlossen werden kann (BGr, 2. September 2002, 1A.58/2002, E. 2.4, www.bger.ch = URP 2002, S. 685). Es sind alle relevanten LÃ¤rmquellen der Anlage zu berÃ¼cksichtigen, wozu auch bestimmte SekundÃ¤rimmissionen gehÃ¶ren wie etwa die Zu- und Wegfahrten (Ziff. 1 Anhang 6 LSV; RB 2004 Nr. 80 E. 3.2 = BEZ 2004 Nr. 31 = URP 2004, S. 336; Anne-Christine Favre, La protection contre le bruit dans la loi sur la protection de l'environnement, ZÃ¼rich etc. 2002, S. 100 f.; AndrÃ© Schrade/Theo Loretan in: Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 1998, Art. 11 N. 17c; Robert Wolf in: Kommentar USG, 2000, Art. 25 N. 36 mit weitern Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2"><b>8.3 </b>In seiner VerfÃ¼gung vom 19. Mai 2004 ging das AWA davon aus, dass keine Anhaltspunkte fÃ¼r eine mÃ¶gliche Ãberschreitung der massgeblichen Planungswerte vorlÃ¤gen. Diese EinschÃ¤tzung hat sich als unzutreffend erwiesen, wie sich aus den vom AWA mit den Rekursantworten nachgelieferten, anscheinend nachtrÃ¤glich vorgenommenen Berech­nungen ergibt: WÃ¤hrend der Planungswert in der Empfindlichkeitsstufe III 60 dB(A) am Tag und 50 dB(A) in der Nacht betrÃ¤gt, erreicht der Beurteilungspegel an den massgeblichen Empfangspunkten 69.5 dB(A) bei offenen Fenstern bzw. 70.0 dB(A) bei offenem Tor (und 40.5 bzw. 41.0 dB[A] bei geschlossenen Fenstern bzw. geschlossenem Tor). Demnach kÃ¶nnen die Planungswerte nur eingehalten werden, wenn sowohl das Tor als auch die Fenster geschlossen sind, was durch eine entsprechende Auflage sicherzu­stellen ist. Den durch die Werkstatt und die Tankstelle bedingten Verkehr erachtet das AWA (in der Antwort auf den Rekurs der BeschwerdefÃ¼hrenden 2) aufgrund der geringen GrÃ¶sse des Betriebs als geringfÃ¼gig; es erscheint jedenfalls nachvollziehbar, dass er die hier zu prÃ¼fende Baubewilligung nicht in Frage stellen, sondern allenfalls die in der VerfÃ¼gung vom 19. Mai 2004 vorbehaltenen ergÃ¤nzenden oder verschÃ¤rften LÃ¤rmbegrenzungen nach sich ziehen kann. Sodann dÃ¼rfen gemÃ¤ss der VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 28. Oktober 2004 aus gewÃ¤sserschutz­rechtlichen GrÃ¼nden keine Unterhalts- und Reparaturarbeiten sowie Nassreinigungen an Fahrzeugen, Werkzeugen und GerÃ¤ten auf den Vor- und AbstellplÃ¤tzen vorgenommen werden (Dispositiv-Ziffer III), weshalb keine zusÃ¤tzlichen LÃ¤rmimmissionen durch Arbeiten im Freien zu erwarten sind. Das AWA Ã¤ussert sich nicht zum LÃ¤rm der EntlÃ¼ftungsanlage, worauf zurÃ¼ckzukommen ist (hinten E. 9). Die ZulÃ¤ssigkeit des Nachschiebens der LÃ¤rmbeurteilung im Rekursverfahren ist hier mangels entsprechender RÃ¼gen nicht zu prÃ¼fen (vgl. dazu bereits RB 2004 Nr. 80 E. 3.2 = BEZ 2004 Nr. 31 = URP 2004, S. 336).</p> <p class="Erwgung2"><b>8.4 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden 2 machen geltend, die lÃ¤rmrechtliche Beurteilung des AWA sei fehlerhaft, weil das Amt von einem Innen-Pegel von 80 dB(A) ausgegangen sei. Es habe nicht berÃ¼cksichtigt, dass im Betrieb des Beschwerde­gegners 1 verschiedene Arbeiten gleichzeitig ausgefÃ¼hrt wÃ¼rden, denen in der "LÃ¤rm­tabelle Fahrzeug­industrie" der SUVA â die das AWA als Ausgangspunkt seiner Berechnungen verwendet hat â je ein Ã¤quivalenter Dauerschalldruckpegel (Leq) von Ã¼ber 80 dB(A) zugeordnet werde. Ob diese Arbeiten gleichzeitig ausgefÃ¼hrt werden oder nicht, spielt allerdings keine Rolle: Mit dem Ã¤quivalenten Dauerschalldruckpegel gemÃ¤ss der ISO-Norm 1999:1990 (Akustik; Bestimmung der berufsbedingten LÃ¤rmexposition und EinschÃ¤tzung der lÃ¤rmbedingten HÃ¶rschÃ¤digung), der in der "LÃ¤rm­tabelle Fahrzeug­industrie" festgehalten ist, wird die durchschnittliche LÃ¤rmexposition von ArbeitsplÃ¤tzen bzw. der dort tÃ¤tigen Personen bestimmt; es werden nicht etwa die LÃ¤rmemissionen bestimmter TÃ¤tigkeiten festgestellt. Hingegen ist nicht ersichtlich, weshalb das AWA seiner Berechnung einen Leq von nur 80 dB(A) zugrunde gelegt hat, obwohl den beruflichen TÃ¤tigkeiten in der Reparaturabteilung einer Garage ausnahmslos ein Leq von mindestens 80 dB(A) zugeordnet wird. Angesichts der Reserve von knapp 20 dB(A), wenn Tor und Fenster geschlossen sind, ist jedoch nicht davon auszugehen, dass die Annahme eines leicht erhÃ¶hten Innen-Pegels zur Ãberschreitung der Planungswerte bei Einhaltung der LÃ¤rmvorschriften und ‑auflagen fÃ¼hren wÃ¼rde. Dass bei zusÃ¤tzlicher BerÃ¼cksichtigung des LÃ¤rms durch den Kundenverkehr und allfÃ¤llige Testfahrten hier die Planungswerte erreicht werden kÃ¶nnten, wird von keiner Seite geltend gemacht und erscheint auch nicht plausibel. Die Frage braucht im vorliegenden Verfahren nicht abschliessend beantwortet zu werden; gegebenenfalls wÃ¤ren zusÃ¤tzliche Emissions­begrenzungen anzuordnen. </p> <p class="Erwgung2"><b>8.5 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen geltend, dass die Auflage, das Tor der Werkstatt bei lÃ¤rmigen Arbeiten geschlossen zu halten, nicht praktikabel sei und nicht eingehalten wÃ¼rde. </p> <p class="Erwgung3"><b>8.5.1 </b>Es ist unbestritten, dass die Planungswerte â nur dann â eingehalten werden, wenn Tor und Fenster der Werkstatt geschlossen sind. Bei der fraglichen Auflage handelt es sich um eine Betriebsvorschrift im Sinn von Art. 12 Abs. 1 lit. c USG. Als solche gehÃ¶rt sie zu den gesetzlich vorgesehenen Mitteln der Emissionsbegrenzung (vgl. Schrade/Loretan, Art. 12 N. 29; vgl. auch BGE 113 Ib 393 E. 6b). Trotz den bisherigen Konflikten zwischen dem Beschwerdegegner 1 und Teilen der Nachbarschaft bezÃ¼glich der LÃ¤rmimmissionen kann dem Beschwerdegegner 1 nicht von vornherein unterstellt werden, er werde sich nicht an die Auflage halten; immerhin liegt nun â anscheinend im Gegensatz zur bisherigen Rechtslage â eine fÃ¶rmlich verfÃ¼gte Auflage vor, welcher das Gesetz durch die Androhung von Haft oder Busse fÃ¼r den Fall ihrer Missachtung Nachachtung verschafft (Art. 61 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 12 Abs. 1 lit. c USG). Zudem werden in der VerfÃ¼gung des AWA vom 19. Mai 2004 ergÃ¤nzende oder verschÃ¤rfte LÃ¤rmschutzbestimmungen ausdrÃ¼cklich vorbehalten. Die Auflage, das Tor geschlossen zu halten, ist sodann grundsÃ¤tzlich durchaus praktikabel. Namentlich belegen die PlÃ¤ne die vom Beschwerde­gegner 1 erwÃ¤hnte, in das Tor eingelassene TÃ¼re; das Tor muss also nur fÃ¼r die Durchfahrt von Fahrzeugen geÃ¶ffnet werden und nicht fÃ¼r den Zugang von Personal und Kundschaft. </p> <p class="Erwgung3"><b>8.5.2 </b>Aus der LÃ¤rmbeurteilung ergibt sich allerdings, dass die Planungswerte nur eingehalten werden, wenn nicht nur das Tor, sondern auch die Fenster geschlossen sind. Die von der Vorinstanz verfÃ¼gte Auflage ist entsprechend neu zu fassen. Schliesslich ist dem BeschwerdefÃ¼hrer 1 auch darin zuzustimmen, dass die Unterscheidung zwischen lÃ¤rmigen und nicht lÃ¤rmigen Arbeiten unprÃ¤zis ist. Die Vorschrift, Tor und Fenster nur zu schliessen, wenn lÃ¤rmige Arbeiten vorgenommen werden, nimmt keinen Bezug auf sinnvolle betriebliche AblÃ¤ufe und kÃ¶nnte im Ergebnis zu neuen Konflikten Ã¼ber die Definition der "lÃ¤rmigen Arbeit" fÃ¼hren. Die Auflage ist daher so zu formulieren, dass Tor und Fenster der Werkstatt wÃ¤hrend der Arbeitszeit stets geschlossen sein mÃ¼ssen. Eine solche Auflage heisst der Beschwerdegegner 1 Ã¼brigens ausdrÃ¼cklich gut. SelbstverstÃ¤ndlich kann das Tor jeweils fÃ¼r die notwendige Ein- und Ausfahrt von Fahrzeugen geÃ¶ffnet werden. "Arbeitszeit" meint keine bestimmte Tageszeit, sondern steht fÃ¼r jenen Zeitraum, in dem in der Werkstatt gearbeitet wird oder anderweitiger BetriebslÃ¤rm entsteht.</p> <p class="Erwgung2"><b>8.6 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen allerdings geltend, mit der Verlegung des Tors an die SÃ¼dwestseite des geplanten GebÃ¤udes kÃ¶nne die LÃ¤rmbelastung in wirksamer und fÃ¼r den Beschwerdegegner 1 zumutbarer Weise weiter verringert werden. Da sich jenseits der M-Strasse keine Wohnbauten befÃ¤nden, sondern zur Bahnlinie aufsteigendes, vom Gestaltungsplan L der GrÃ¼nzone zugewiesenes GelÃ¤nde, wÃ¼rden die LÃ¤rmimmissionen insgesamt gesenkt und nicht einfach andere Anwohnerinnen und Anwohner belastet.</p> <p class="Erwgung3"><b>8.6.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer 1 Ã¤ussert dieses Ansinnen erstmals vor Verwaltungsgericht. Entgegen der Ansicht des Beschwerdegegners 1 haben dagegen die BeschwerdefÃ¼hrenden 2 dieses Begehren schon in ihrem Rekurs geltend gemacht, weshalb das Verwaltungsgericht es jedenfalls deshalb an die Hand zu nehmen hat.</p> <p class="Erwgung3"><b>8.6.2 </b>Im Bereich des LÃ¤rmschutzes gelten die Voraussetzungen der Einhaltung der Planungswerte und der vorsorglichen Emissionsbegrenzung kumulativ (Schrade/Loretan, Art. 11 N. 34b und 47). Ein Vorhaben ist nicht bereits deswegen umweltschutzkonform, weil es die Planungswerte einhÃ¤lt. Es ist vielmehr im Einzelfall anhand der in Art. 11 Abs. 2 USG bzw. Art. 7 Abs. 1 lit. a LSV genannten Kriterien zu prÃ¼fen, ob das Vorsorgeprinzip weitergehende EinschrÃ¤nkungen erfordert. Dabei ist namentlich sicherzustellen, dass auch bloss unnÃ¶tige Emissionen vermieden werden (BGE 124 II 517 E. 4b mit weitern Hinweisen). Wenn â wovon hier auszugehen ist â die massgebenden Planungswerte eingehalten sind, gelten zusÃ¤tzliche Massnahmen zur Emissionsbegrenzung in der Regel allerdings nur dann als wirtschaftlich tragbar im Sinn der genannten Bestimmungen, wenn sich mit relativ geringem Aufwand eine wesentliche zusÃ¤tzliche Reduktion der Emissionen erreichen lÃ¤sst (BGE 124 II 517 E. 5a; VGr, 14. Dezember 2000, VB.1999.00393, E. 8b; Alain Griffel, Die Grundprinzipien des schweizerischen Umweltrechts, ZÃ¼rich 2001, S. 90; Wolf in: Kommentar USG, Art. 25 N. 14).</p> <p class="Erwgung3"><b>8.6.3 </b>Als Emissionsbegrenzung an der Quelle gilt auch die Wahl eines geeigneten Standorts fÃ¼r die Emissionsquelle, weil dadurch immerhin die Verringerung der Immissionen bei den Betroffenen erreicht wird (Schrade/Loretan, Art. 11 N. 16). Steht eine Baubewilligung fÃ¼r ein zonenkonformes Bauprojekt in Frage, verpflichtet das Umweltschutzrecht des Bundes allerdings weder zur Ausarbeitung von Varianten noch ermÃ¤chtigt es die BehÃ¶rden, einen Vergleich mit anderen mÃ¶glichen Standorten fÃ¼r die Baute vorzunehmen (BGr, 6. Juli 2001, 1A.262/2000, E. 2d/bb, www.bger.ch = URP 2001, S. 1095; vgl. auch Favre, S. 120 f.; VGr, 24. August 2000, VB.1999.00395, E. 9c/bb, www.vgrzh.ch). Der Erlass von Bauvorschriften nach Art. 12 Abs. 1 lit. b USG sowie die Verlegung einzelner Installationen oder TÃ¤tigkeiten kÃ¶nnen jedoch geprÃ¼ft werden (vgl. BGr, 4. MÃ¤rz 2002, 1A.73/2001, E. 4.1, www.bger.ch; BGE 113 Ib 393 E. 6b und c). Insofern fragt sich, ob die Verlagerung des Werkstatt-Tors an die M-Strasse nicht die Ausarbeitung einer Variante fÃ¼r das Bauprojekt bedingen wÃ¼rde, welche die BehÃ¶rden nicht verlangen dÃ¼rfen. Die Frage kann jedoch offen bleiben; selbst wenn die Verlagerung des Tors als eine zusÃ¤tzliche Massnahme zur Emissionsbegrenzung anhand der Kriterien von Art. 11 Abs. 2 USG bzw. Art. 7 Abs. 1 lit. a LSV zu prÃ¼fen wÃ¤re, mÃ¼sste das betreffende Beschwerdebegehren abgewiesen werden, wie sich aus dem Folgenden ergibt. </p> <p class="Erwgung3"><b>8.6.4 </b>Auch wenn davon auszugehen ist, dass der Auflage, Tor und Fenster zu schliessen, nachgelebt wird, hÃ¤tte die Verlagerung des Tors eine zusÃ¤tzliche Reduktion der LÃ¤rmimmissionen fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrenden zur Folge, weil gemÃ¤ss der LÃ¤rmbeurteilung des AWA die Schallabstrahlung durch das Mauerwerk â im Gegensatz zu jener durch das geschlossene Werkstatt-Tor â vernachlÃ¤ssigbar klein ist. Im Unterschied zu andern FÃ¤llen wÃ¼rde die Entlastung der BeschwerdefÃ¼hrenden auch nicht zu einer gleich starken Belastung anderer Personen fÃ¼hren, da das Tor weiter entfernt von den Wohnbauten zu liegen kÃ¤me und sich zu einem unbebauten und unÃ¼berbaubaren Gebiet hin Ã¶ffnen wÃ¼rde (vgl. dagegen BGr, 4. MÃ¤rz 2002, 1A.73/2001, E. 4.1, www.bger.ch; VGr, 23. Februar 2005, VB.2004.00394, E. 4.2.2, www.vgrzh.ch). Allerdings ist nicht davon auszugehen, dass fÃ¼r die im Nordwesten â auf dem Gebiet der Gemeinde RÃ¼schlikon â liegenden Wohnbauten gar keine zusÃ¤tzlichen Belastungen resultieren wÃ¼rden. Zudem mÃ¼ssten bei einer Verlagerung des Werkstatt-Tors die GewerbeparkplÃ¤tze von der SÃ¼dwest- auf die SÃ¼dostseite der geplanten Baute hin verschoben werden. Dadurch wÃ¼rde die Wirkung der verlangten Massnahme relativiert, ungeachtet dessen, dass AWA die durch den Kundenverkehr entstehenden Emissionen als gering einschÃ¤tzt.</p> <p class="Erwgung3"><b>8.6.5 </b>Die gewÃ¼nschte Verlegung des Tors hÃ¤tte nicht nur zur Folge, dass in der geplanten Baute die PlÃ¤tze der Werkstatt und des Ausstellungsraums getauscht werden mÃ¼ssten; es mÃ¼sste auch ein neuer Standort fÃ¼r die Tankstelle gefunden werden. Sodann wÃ¼rfe ein Niveauunterschied zwischen Werkstatteinfahrt und Werkstattboden von 50 cm oder eine Anhebung des gesamten Erdgeschosses um 50 cm auf das Niveau der M-Strasse etliche planerische Probleme auf. Diese PlanÃ¤nderungen, die damit verbundenen VerzÃ¶gerungen sowie die denkbaren Auswirkungen auf den Betrieb von Garage und Tankstelle stehen in keinem vernÃ¼nftigen VerhÃ¤ltnis zu der zusÃ¤tzlichen Reduktion der LÃ¤rmbelastung, die durch eine Verlegung des Werkstatt-Tors erreicht werden kÃ¶nnte, und kÃ¶nnen daher dem Bauherrn nicht zugemutet werden. Unter diesen UmstÃ¤nden kann offen bleiben, ob der vom Beschwerdegegner 1 erwÃ¤hnte § 240 Abs. 3 PBG (laut den Verkehrserschliessungen im Bereich wichtiger Ã¶ffentlicher Strassen nach MÃ¶glichkeit rÃ¼ckwÃ¤rtig oder durch Zusammenfassung mehrerer Ausfahrten zu erfolgen haben) einer direkten Ausfahrt von der Werkstatt auf die M-Strasse entgegenstehen wÃ¼rde.</p> <p class="Erwgung2"><b>8.7 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer 1 verlangt die Verlegung der Tankstelle an die nordwestliche Ecke des GebÃ¤udes, damit die KundenparkplÃ¤tze unmittelbar in der NÃ¤he des Eingangs zur Werkstatt angeordnet werden kÃ¶nnten. Davon verspricht er sich im Wesentlichen eine Abnahme der durch Parkplatzsuchfahrten verursachten Immissionen. Bei dieser Annahme handelt es sich allerdings um eine reine Mutmassung. Die Voraussetzungen fÃ¼r die Anordnung einer solchen Massnahme sind demnach nicht erfÃ¼llt; weder kann die Verlegung der Tankstelle als geringfÃ¼gige Massnahme bezeichnet werden noch wird dargetan, dass sie zu einer wesentlichen zusÃ¤tzlichen Reduktion der Emissionen fÃ¼hren wÃ¼rde.</p> <p class="Erwgung2"><b>8.8 </b>Im Weiteren macht der BeschwerdefÃ¼hrer 1 geltend, es sei auch deshalb auf die Abgrabungen zwischen den beiden Toren der Unterniveaugaragen zu verzichten, weil auf diese Weise die Immissionen durch Parkplatzsuchverkehr der Kundschaft und Testfahrten der Mitarbeitenden verringert wÃ¼rden. Dieses Vorbringen wendet sich ebenfalls gegen angebliche LÃ¤rmimmissionen des Werkstattbetriebs (und nicht der Zufahrten zu den Unterniveaugaragen). Auch insoweit wird nicht dargetan, inwiefern die vorgeschlagene Massnahme zu einer zusÃ¤tzlichen Reduktion der Emissionen fÃ¼hren wÃ¼rde. AllfÃ¤lliger Parkplatzsuchverkehr der Kundschaft dÃ¼rfte im Vergleich zu heute schon durch die AbstellplÃ¤tze entlang der M-Strasse verringert werden. Zu den angeblichen Testfahrten durch das Garagenpersonal macht der BeschwerdefÃ¼hrer 1 keine nÃ¤heren Angaben. Schliesslich ist seine Annahme, bei einem Verzicht auf die Abgrabungen wÃ¤ren die LÃ¤rmimmissionen geringer, rein spekulativ. </p> <p class="Erwgung2"><b>8.9 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden beklagen sich Ã¼ber LÃ¤rmbelÃ¤stigungen durch den heutigen Betrieb. Diese Vorbringen sind im vorliegenden Verfahren nicht relevant; dies bedeutet auch, dass auf die in diesem Zusammenhang beantragten Beweismassnahmen wegen Unerheblichkeit zu verzichten ist (vgl. Michele Albertini, Der verfassungsmÃ¤ssige Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r im Verwaltungsverfahren des modernen Staates, Bern 2000, S. 372 f.). </p> <p class="Erwgung1"><b>9. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer 1 beantragt schliesslich, dass die EntlÃ¼ftung der Tiefgaragen und der Werkstatt Ã¼ber das Dach erfolgen mÃ¼sse, dass die EntlÃ¼ftungsrohre isoliert und in KanÃ¤len innerhalb des GebÃ¤udes â und nicht an den Aussenfassaden â zum Dach emporgezogen werden mÃ¼ssten und dass "nur innenliegende Ventilatoren zur Anwendung kommen" dÃ¼rften. Die Vorinstanz hat grundsÃ¤tzlich zu Recht darauf hingewiesen, dass in den Nebenbestimmungen der VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 28. Oktober 2004 bereits die Ableitung der Abluft Ã¼ber das Dach vorgeschrieben wird (Dispositiv-Ziffern V.1â3). Aufgrund der PrÃ¤zisierung des entsprechenden Vorbringens in der Beschwerde­schrift wird nun allerdings ersichtlich, dass der BeschwerdefÃ¼hrer 1 eine Ableitung im Innern des GebÃ¤udes auch wegen des LÃ¤rmschutzes anstrebt, wÃ¤hrend die genannten Auflagen allein der Luftrein­haltung dienen und die Frage, ob die Ableitung im Innern des GebÃ¤udes zu erfolgen hat oder entlang der Aussenfassade erfolgen kann, nicht regeln. </p> <p class="Urteilstext">Das AWA hat sich zum LÃ¤rm der Abluftanlage bisher noch nicht geÃ¤ussert. Wie den Schreiben des ArchitekturbÃ¼ros vom 10. MÃ¤rz und vom 1. Oktober 2004 zu entnehmen ist, sollen â nach RÃ¼cksprache mit dem Amt fÃ¼r Abfall, Wasser, Energie und Luft â die Detailprojekte und damit die InstallationsplÃ¤ne fÃ¼r die Abluftanlage erst nach Vorliegen der rechtskrÃ¤ftigen Baubewilligung den kantonalen Instanzen zur Genehmigung eingereicht werden. In jenem Verfahrensstadium wird das AWA die Abluftanlage unter lÃ¤rmschutzrechtlichen Gesichtspunkten â unter BerÃ¼cksichtigung der gesamten von der geplanten Anlage verursachten LÃ¤rmbelastung â zu prÃ¼fen und gegebenenfalls die notwendigen Auflagen zu verfÃ¼gen haben. </p> <p class="Erwgung1"><b>10. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>10.1 </b>Die Beschwerden sind demnach insoweit teilweise gutzuheissen, als Ziff. 1.9. der baurechtlichen Bewilligung (Auflage betreffend die Abgrabungen) ergÃ¤nzt wird (E. 5.1 ff.), die ParkplÃ¤tze Nrn. 13â18 auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 02 nicht bewilligt werden (E. 7.1 f.), und die lÃ¤rmschutzrechtliche Bewilligung mit einer Auflage ergÃ¤nzt und prÃ¤zisiert wird (E. 8.5). Im Ãbrigen sind die Beschwerden abzuweisen. Die Gerichtskosten sind gemÃ¤ss dem Verfahrensausgang den Parteien aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Da die BeschwerdefÃ¼hrenden zum Ã¼berwiegenden Teil unterliegen, haben sie zusammen 19/25 der Gerichtskosten zu tragen. Je 4/25 der gesamten Gerichtskosten sind dabei von den BeschwerdefÃ¼hrenden 2 zu Ã¼bernehmen, unter solidarischer Haftung fÃ¼reinander (§ 14 VRG), und 11/25 vom BeschwerdefÃ¼hrer 1, der gegenÃ¼ber den BeschwerdefÃ¼hrenden 2 zahlreiche zusÃ¤tzliche AntrÃ¤ge gestellt hat (wobei er mit einem davon obsiegt hat). Je 2/25 der gesamten Gerichtskosten sind vom Beschwerdegegner 1, der Beschwerdegegnerin 2 und dem Beschwerdegegner 3 zu tragen. Entsprechend sind auch die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens zu verlegen.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>10.2 </span></b>Eine ParteientschÃ¤digung steht den mehrheitlich unterliegenden Beschwerde­fÃ¼hrenden 2 gemÃ¤ss § 17 Abs. 2 VRG nicht zu; der BeschwerdefÃ¼hrer 1 hat ohnehin keine solche beantragt. Vielmehr ist eine EntschÃ¤digung in Anwendung von § 17 Abs. 2 lit. a VRG dem Beschwerdegegner 1 und der Beschwerdegegnerin 2 zuzusprechen. Angesichts von deren geringfÃ¼gigem Unterliegen rechtfertigt sich eine reduzierte ParteientschÃ¤digung von je Fr. 1'000.- (insgesamt Fr. 2'000.-; Mehrwertsteuer inbegriffen). Diese ist zu 3/5 vom BeschwerdefÃ¼hrer 1 und zu je 1/5 von den BeschwerdefÃ¼hrenden 2 â unter solidarischer Haftung fÃ¼reinander â zu tragen.<span> Die von der Vorinstanz zugesprochene ParteientschÃ¤digung ist zu bestÃ¤tigen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>10.3 </b>Soweit eine Verletzung von Umweltschutzrecht des Bundes gerÃ¼gt wird, steht gegen den vorliegenden Entscheid die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht nach Art. 97 ff. des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 (OG) offen.</p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</p> <p class="Einzug2"><span>Die Beschwerdeverfahren VB.2005.00370 und VB.2005.00371 werden vereinigt;</span></p> <p class="Zwischentitel">und <a id="Text25"></a>entscheidet:</p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerden werden teilweise gutgeheissen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.1 Die lÃ¤rmschutzrechtliche Bewilligung des Amts fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit vom 19. Mai 2004 wird im Sinn der ErwÃ¤gungen um folgende Auflage ergÃ¤nzt: "Das Tor und die Fenster der Autowerkstatt sind wÃ¤hrend der Arbeitszeit ge­schlossen zu halten." Ziff. II Abs. 2 f. des Entscheids der Baurekurskommission II vom 12. Juli 2005 wird entsprechend geÃ¤ndert.</span></p> <p class="Einzug2"><span>1.2 Die Baubewilligung der Baukommission Thalwil vom 11. November 2004 wird wie folgt ergÃ¤nzt: "Die ParkplÃ¤tze Nrn. 13â18 auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 02 werden nicht bewilligt."</span></p> <p class="Einzug2"><span>1.3 Ziff. 1.9. der Baubewilligung der Baukommission Thalwil vom 11. November 2004 wird wie folgt ergÃ¤nzt: "Vor Baubeginn ist ein Umgebungsplan einzureichen, aus dem hervorgeht, wie durch eine geÃ¤nderte Terraingestaltung unzulÃ¤ssige Abgrabungen zwischen den Garagentoren an der Nordostfassade vermieden werden." (vgl. E. 5.3)</span></p> <p class="Einzug2"><span> Im Ãbrigen werden die Beschwerden abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 6'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 300.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 6'300.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden zu 11/25 dem BeschwerdefÃ¼hrer 1, zu je 4/25 â unter solidarischer Haftung fÃ¼reinander â den BeschwerdefÃ¼hrenden 2 und zu je 2/25 dem Beschwerdegegner 1, der Beschwerdegegnerin 2 und dem Beschwerdegegner 3 zulasten der Staatskasse auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Kosten des Rekursverfahrens werden in gleicher Weise verlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Die BeschwerdefÃ¼hrenden werden verpflichtet, dem Beschwerdegegner 1 und der Beschwerdegegnerin 2 eine reduzierte ParteientschÃ¤digung von je Fr. 1'000.- (insgesamt Fr. 2'000.-; Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen, zahlbar zu 3/5 vom Beschwerde­fÃ¼hrer 1 und zu je 1/5 â unter solidarischer Haftung fÃ¼reinander â von den BeschwerdefÃ¼hrenden 2.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>