Obergericht des Kantons Zürich Verwaltungskommission Geschäfts-Nr.: VV110020-O/U Mitwirkend: die Oberrichter lic.. iur. R. Naef, Präsident, Oberrichterin Dr. D. Scherrer und Oberrichter lic. iur. P. Helm sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. A. Leu-Zweifel Beschluss vom 11. Juli 2012 in Sachen A._____, Gesuchsteller vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ gegen B._____, Gesuchsgegner vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ betreffend Ablehnungsbegehren gegen Bezirksgerichtspräsidentin Dr. C._____, Vizepräsident lic. iur. D._____, Bezirksrichterin lic. iur. E._____, Ersatzrichter lic. iur. F._____ sowie die Gerichtsschreibe- rinnen lic. iur. G._____ und lic. iur. H._____ im Prozess CG070010 in Sachen der Parteien Aberkennung Erwägungen: I. 1. Im Rahmen eines am Bezirksgericht Z._____ hängigen Verfahrens betref- fend Aberkennung (CG070010) liess A._____ (nachfolgend: Gesuchsteller) - 2 - durch seinen Rechtsvertreter mit Eingabe vom 13. September 2011 beim Bezirksgericht Z._____ ein Ablehnungsbegehren gegen die Bezirksgericht s- präsidentin Dr. C._____, den Vizepräsidenten lic. iur. D._____, die Bezirk s- richterin lic. iur. E._____, den Ersatzrichter lic. iur. F._____ sowie die G e- richtsschreiberinnen lic. iur. G._____ und lic. iur. H._____ wegen Befangen- heit einreichen (act. 2). Am 15. September 2011 zog der Gesuchsteller das Ausstandsgesuch betreffend den Vizepräsidenten lic. iur. D._____ zurück (act. 4/94). Mit Schreiben vom 4. Oktober 2011 übermittelte das Bezirksge- richt Z._____ das Ablehnungsbegehren an die Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich (act. 1). Gleichzeitig gaben die Gericht s- präsidentin Dr. C._____, die Bezirksrichterin lic. iur. E._____ und die Ersat z- richter lic. iur. I._____ bzw. lic. iur. F._____ die gewissenhafte Erklärung ab, es liege kein A blehnungsgrund im Sinne von § 96 Ziff. 1 bis 3 GVG vor und sie fühlten sich nicht befangen im Sinne von § 96 Ziff. 4 GVG (act. 3). 2. Mit Verfügung vom 19. Oktober 2011 wurde dem Gesuchsteller Frist ange- setzt, um zur gewissenhaften Erklärung der abgelehnten Richter Stellung nehmen zu können. Gleichzeitig wurde B._____ (nachfolgend: Gesuchs- gegner) Frist zur allfälligen Stellungnahme angesetzt (act. 5). Mit Eingabe vom 1. November 2011 hielt der Gesuchsteller an seinem Antrag fest (act. 6 S. 2). Nach zweimaliger Fristerstreckung (act. 8 und 9) liess sodann der G e- suchsgegner mit Eingabe vom 14. Dezember 2011 beantragen, das Gesuch des Gesuchstellers sei vollumfänglich abzulehnen, unter Kosten- und Ent- schädigungsfolgen zulasten des Gesuchstellers (act. 10). Diese Eingabe wurde dem Gesuchsteller und den Abgelehnten zur Kenntnisnahme zuge- stellt (act. 12 - act. 15). Mit Eingabe vom 31. Mai 2012 konkretisierte der Gesuchsteller seine bisherigen Eingaben (act. 16). Diese wurde den Abge- lehnten und dem Gesuchsgegner am 7. Juni 2012 zugestellt (act. 17 - act. 20). - 3 - II. 1. Seit dem 1. Januar 2011 gilt in der Schweiz die neue Schweizerische Zivi l- prozessordnung (ZPO), welche die bis anhin gültigen kantonalen Zivilpr o- zessordnungen ablöst. Bei Ver fahren, die - wie das Vorliegende (CG070010) - bei Inkrafttreten des neuen Gesetzes rechtshängig waren, gilt das bisherige Verfahrensrecht und damit die Zivilprozessordnung des Kan- tons Zürich (ZPO/ZH) sowie das Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) weiter- hin (Art. 404 Abs. 1 ZPO). 2. Nach § 101 Abs. 1 GVG sowie § 18 lit. k Ziff. 1 der Verordnung des Oberge- richts über die Organisation vom 3. November 2010 (LS 212.51) entscheidet die Verwaltungskommission des Obergerichts als Aufsichtsbehörde über Ausstandsbegehren, die sich gegen Mitglieder der Bezirksgerichte richten. Die Verwaltungskommission ist daher zur Behandlung des Ablehnungsbe- gehrens gegen die abgelehnten Richter zuständig. Das Ablehnungsbegeh- ren richtet sich ausschliesslich gegen Bezirksgerichtspräsidenti n Dr. C._____, Bezirksrichterin lic. iur. E._____ sowie Ersatzrichter lic. iur. F._____ (act. 2 S. 2). Ein Ablehnungsbegehren gegen Ersatzrichter lic. iur. I._____ wurde nicht gestellt. Darüber ist daher im Folgenden nicht zu ent- scheiden. 3. Im Weiteren fe hlt es an der Zuständigkeit der Verwaltungskommission zur Behandlung des Ablehnungsbegehrens gegen die Gerichtsschreiberinnen lic. iur. G._____ und lic. iur. H._____ (§ 101 Abs. 3 GVG). Insoweit ist daher auf das Ablehnungsbegehren nicht einzutreten. III. 1. Das vorliegende Ablehnungsbegehren wurde eingereicht, nachdem die A b- gelehnten im Zusammenhang mit dem Beweisverfahren im Aberkennung s- prozess CG080014 den Verdacht geäussert hatten, der Gesuchsteller habe sich allenfalls der Urkundenfälschung und des Bet rugs schuldig gemacht. - 4 - Mit Eingabe vom 4. Mai 2011 reichte die Präsidentin des Bezirksgerichts Z._____ in besagtem Verfahren bei der Staatsanwaltschaft See/Oberland eine Strafanzeige gegen den Gesuchsteller ein. Zur Begründung brachte sie vor, im Rahmen des hängigen Zivilverfahrens habe der Gesuchsteller ein von ihm unterzeichnetes Schreiben der J._____ AG an die K._____ (Bank) in Kopie eingereicht. Anders als dieses Dokument enthalte das seitens der K._____ ins Recht gereichte Original die Unterschrift von L._____ und nicht jene des Gesuchstellers. Weiter habe der Gesuchsteller einen Verzollungs- auftrag der M._____ GmbH an die N._____ AG vom 9. Juli 2007 eingereicht, welcher mit seiner Unterschrift versehen sei. Nachdem die N._____ AG auf- gefordert worden sei, das Originaldokument ins Recht zu reichen, habe di e- se mitgeteilt, sie verfügten über keinen Auftrag vom 9. Juli 2007. Damit be- stehe der Verdacht, der Gesuchsteller habe obgenannte Delikte begangen (act. 7/1). 2.1. Der Gesuchsteller begründet sein Ausstandsgesuch vorliegend zusammen- gefasst damit, mit der Strafanzeige gegen ihn im Verfahren CG080014 hät- ten die Abgelehnten ihre Voreingenommenheit zum Ausdruck gebracht. Der Vorwurf der Fälschung des Dokumentes der J._____ AG sei haltlos, da es sich bei dem v on ihm eingereichten Dokument um den Entwurf des von L._____ unterzeichneten Originals handle. Auch der Vorwurf, den Verzol- lungsauftrag der N._____ AG gefälscht zu haben, sei haltlos. Die Auskünfte der N._____ AG entbehrten jeglicher Glaubhaftigkeit. Der A nschein von Be- fangenheit werde damit begründet, dass sich die Abgelehnten auf die wider- sprüchlichste und am wenigsten naheliegende Sachverhaltsvariante gestützt und überfallartig eine Strafanzeige eingereicht hätten. Der Umstand, dass dem Gesuchsteller nic ht die Gelegenheit gegeben worden sei, sich vorgän- gig zu den Vorwürfen zu äussern, verstärke den Eindruck der Voreing e- nommenheit (act. 2, 6 und 16). 2.2 Der Gesuchsgegner lässt zum Antrag auf Abweisung des Ausstandsge- suchs ausführen, die Einreichung einer Strafanzeige vermöge für sich allei- ne keinen Anschein von Befangenheit zu erwecken. Ansonsten könnten Par-- 5 - teien durch blosse Begehung eines Deliktes gegenüber unliebsamen Ric h- tern einen Ausstandsgrund begründen (act. 10). 3.1. Nach Art. 30 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziffer 1 EMRK sowie §§ 95 ff. GVG hat j e- dermann Anspruch darauf, dass seine Streitsache von einem unpartei- ischen, unvoreingenommenen und unbefangenen Richter beurteilt wird. So kann gemäss § 96 GVG jeder Justizbeamte abgelehnt werden oder selbst den Ausstand verlangen, wenn "andere Umstände" als die in § 96 Ziff. 1-3 GVG aufgezählten vorliegen, "die ihn als befangen erscheinen lassen" (§ 96 Ziff. 4 GVG). Der Einzelne hat Anspruch darauf, dass seine Sache von ei- nem unabhängigen und unparteiischen Gericht ohne Einwirken sachfremder Umstände entschieden wird. Befangenheit ist die unsachliche innere Einstel- lung des Richters zu den Beteiligten und dem Gegenstand des konkreten Verfahrens, aufgrund welcher er in die Entscheidung sachfremde Elemente einfliessen lässt. Massgebend ist, ob bestimmte Umstände vorliegen, die auch in den Augen eines objektiven, vernünftigen Menschen geeignet sind, Misstrauen an der Unparteilichkeit des abgelehnten Richters zu wecken (BGE 115 V 263 mit Hinweisen; Pra. 1989 Nr. 221 S. 769). Bloss subjektives Empfinden der Befangenheit durch eine Partei genügt damit nicht. Nicht ve r- langt wird, dass der Richter tatsächlich voreingenommen ist; es genügt viel- mehr bereits der objektiv gerechtfertigte Anschein, die für ein gerechtes U r- teil notwendige Offenheit des Verfahrens sei nicht mehr gewährleistet. Die Beurteilung eines Ablehnungsgrundes liegt im freien, pflichtgemässen E r- messen der erkennenden Behörde (Zum Ganzen Hauser/Schweri, Kom- mentar zum zürcherischen Gerichtsverfassungsgesetz, Zürich 2002, § 96 N 31). 3.2. Nach § 21 Abs. 1 StPO/ZH sind Behörden und Beamte verpflichtet, ihnen bei der Ausübung ihrer Amtstätigkeit bekannt gewordene strafbare Handlun- gen anzuzeigen (vgl. zum neuen Recht § 167 GOG). Die Anzeig epflicht der Behörden basiert auf dem Offizial - und Legalitätsprinzip und ist abgesehen von der Ausnahme des persönlichen Vertrauensverhältnisses nach § 21 Abs. 1 Satz 2 StPO/ZH zwingender Natur. Eine Anzeige ist immer dann zu - 6 - erstatten, wenn sich für die fragliche Behörde aufgrund besti mmter Tats a- chen der konkrete und erhebliche Verdacht ergibt, eine Straftat dürfte be- gangen worden sein (Schmid in: Kommentar zur Strafprozessordnung des Kantons Zürich, Donatsch/Schmid [Hrsg.], Zürich 1999, § 21 N 20). Infolge der Anzeigepflicht sind die M itglieder der Bezirksgerichte verpflichtet, bei ei- nem im Zusammenhang mit ihrer Berufsausübung bekannt gewordenen D e- likt bzw. einem ausreichenden Tatverdacht Strafanzeige zu erstatten. Ein Ermessensspielraum steht ihnen nicht zu. Dementsprechend vermag all ein der Umstand, dass ein Richter in Ausübung seiner Anzeigepflicht, d.h. bei Vorliegen eines konkreten erheblichen Tatverdachts, eine Strafanzeige ei n- reicht, keinen Anschein von Befangenheit zu begründen. Nicht von Bedeu- tung ist dabei, ob er die Strafanzeige im selben Verfahren oder in einem a n- deren, ebenfalls hängigen Verfahren erstattet hat. 3.3. Offen gelassen werden kann sodann die Frage, ob ein Ablehnungsgrund anzunehmen ist, wenn eine Strafanzeige offensichtlich grundlos bzw. ohne konkreten erheblichen Tatverdacht eingereicht wird. Es bestehen vorliegend keine Hinweise, die Abgelehnten hätten ohne hinreichende Gründe Strafan- zeige erstattet. Gestützt auf die beiden aktenkundigen Schreiben der J._____ AG an die K._____ vom 29. Mai 2006, welche einmal durch den Gesuchsteller (act. 7/2) und einmal durch L._____ (act. 7/3) unterzeichnet wurden, war es nicht offensichtlich abwegig anzunehmen, der G esuchsteller habe sich einer strafbaren Handlung schuldig gemacht. Gleiches gilt hi n- sichtlich des Verzollungsau ftrages vom 9. Juli 2007. Nachdem seitens der N._____ AG kein solcher Verzollungsauftrag gefunden worden war (act. 7/7), war die Folgerung der Abgelehnten, das mas sgebende Dokument könnte allenfalls gefälscht sein, nicht offensichtlich haltlos. Dass der G e- suchsteller eine andere Sachverhaltsvariante als plau sibler erachtet als dies die Abgelehnten taten, ist ebenfalls nicht von Bedeutung; massgebend ist einzig, dass die Abgelehnten im Zeitpunkt der Erstattung der Strafanzeige aufgrund der ihnen bekannten Fakten - nicht vollkommen unberechtigt - überzeugt waren, es könnte eine Straftat verübt worden sein. Dass diese Überzeugung vorhanden war, ergibt sich bereits aus der Begründung der - 7 - Strafanzeige (act. 7/1). Nicht massgebend ist sodann, dass dem Gesuc h- steller keine Möglichkeit eingeräumt wurde, sich zu den Vorwürfen vorgän- gig zu äussern (vgl. act. 2 Rz 2.12 und 2.16). Den Abgelehnten oblag keine Pflicht, dem potentiell Fehlbaren vor der Einreichung der Strafanzeige das rechtliche Gehör zu gewähren. Eine solch e Verpflichtung wäre denn auch kaum sinnvoll, könnte dies doch - zumindest in gewissen Fällen - die Zwe- cke des Strafverfahrens gefährden. Ebenso wenig war es die Pflicht der A b- gelehnten, vor der Einreichung der Strafanzeige selbst weitere Abklärun gen zu treffen. Damit fehlt es an der Voreingenommenheit der Abgelehnten. 3.4. Abschliessend ist festzuhalten, dass den Akten keine Anzeichen auf ein vor- eingenommenes Verhalten der Abgelehnten entnommen werden können, welches geeignet wäre, in den Augen eines objektiven, vernünftigen Men- schen Misstrauen an der Unparteilichkeit der abgelehnten Richter zu w e- cken. Unter Hinweis auf die gewissenhafte Erklärung der Abgelehnten e r- scheint mithin auch in den Augen eines aussenstehenden Dritten hinrei- chend gewährleistet, das s sie ihr Amt bei der Beweiswürdigung und Ent- scheidfällung unvoreingenommen und unparteilich werden ausüben können, wie dies Aufgabe und Pflicht eines jeden Richters gegenüber jeder Partei ist. Das Ablehnungsbegehren ist daher abzuweisen. IV. 1. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Verfahrens dem Gesuchsteller auf- zuerlegen. Der Gesuchsteller ist sodann zu verpflichten, dem Gesuchsgeg- ner für seine Aufwendungen im vorliegenden Verfahren eine Prozessent- schädigung von Fr. 300.- zzgl. 8 % MwSt. zu bezahlen (analoge Anwendung von § 10 Abs. 2 der Gebührenverordnung des Obergerichts vom 8. September 2010 [LS 211.11]). 2. Hinzuweisen ist sodann auf das Rechtsmittel der Beschwerde an die R e- kurskommission. - 8 - Es wird beschlossen: 1. Hinsichtlich des Ablehnungsbegehrens betreffend lic. iur. D._____ wird das Verfahren als durch Rückzug erledigt abgeschrieben. 2. Auf das Ablehnungsbegehren betreffend die Gerichtsschreiberinnen lic. iur. G._____ und lic. iur. H._____ wird nicht eingetreten. 3. Das Ablehnungsbegehren gegen die Bezirksgerichtspräsidentin Dr. C._____, die Bezirksrichterin lic. iur. E._____ sowie den Ersatzrichter lic. iur. F._____ wird abgewiesen. 4. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 500.–. 5. Die Kosten des Verfahrens werden dem Gesuchsteller auferlegt. 6. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner eine Prozessent- schädigung von Fr. 324.- zu entrichten. 7. Schriftliche Mitteilung an: − den Rechtsvertreter des Gesuchstellers, zweifach, für sich und zuhanden des Gesuchstellers (gegen Empfangsschein) − die Abgelehnten, Bezirksgerichtspräsidentin Dr. C._____, Vizepräsident lic. iur. D._____, Bezirksrichterin lic. iur. E._____, Ersatzrichter lic. iur. F._____, Gerichtsschreiberin lic. iur. G._____ und Gerichtsschreiberin lic. iur. H._____ (gegen Empfangsschein) − den Rechtsvertreter des Gesuchsgegners, zweifach, für sich und zuhan- den des Gesuchsgegners (gegen Empfangsschein) − die Vorinstanz unter Rücksendung der beigezogenen Akten (gegen Emp- fangsschein) 8. Gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen, von der Zustellung an ge- rechnet, bei der Rekurskommission des Obergerichts, Hirschengraben 13/15, Postfach 2401, 8021 Zürich, schriftlich Beschwerde eingereicht wer- den. - 9 - Die Beschwerdeschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthal- ten. Der angefochtene Entscheid ist beizulegen. Die angerufenen Beweis- mittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen. Materielle und formelle Entscheide der Beschwerdeinstanz sind kostenpflichtig; die Kosten hat die im Verfahren unterliegende Partei zu tragen. Die Beschwerde hat keine aufschiebende Wirkung. Zürich, 11. Juli 2012 __________________________________ OBERGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Verwaltungskommission Die Gerichtsschreiberin: lic. iur. A. Leu-Zweifel versandt am: