Seite 1 Entscheid vom 14. Dezember 2018 (530 18 29) __________________________________________________ ___________________ Beschwer Besetzung Vizepräsident Dr. L. Schneider, Steuerric hter S. Schmid (Ref.), P. Salathe, J. Felix, M. Angehrn, Gerichtsschreiber D. Brügger Parteien A.____ , vertreten durch Deloitte AG , Herr P. Businger, Steinengraben 22, 4002 Basel Beschwerdeführer gegen Steuerverwaltung des Kantons Basel -Landschaft , Rheinstrasse 33 , 4410 Liestal, Beschwerdegegnerin betreffend direkte Bundessteuer 2013 ( Revisionsentscheid ) Seite 2 Sachverhalt: A. Mit Verfügung der direkten Bundessteuer 2013 vom 19. März 2015 wurde der Pflichtige zu einer Einkommenssteuer von Fr. 0.-- veranlagt. B. Mit Revisionsgesuch vom 29. Dezember 2017 beantragte die Vertreterin, der Steuerpflichtige sei der Quellensteuer zu unterstellen. Zur Begründung führte sie aus, der Wohnsitz des Pflichti- gen befinde sich seit April 2013 in Grossbritannien, w o er den grössten Teil seiner Arbeits- und Freizeittage bei seiner Partnerin und seinem im Jahr 2012 geborenen Sohn verbracht habe. Mit Revisionsentscheid vom 18. Mai 2018 wies die Steuerverwaltung das Gesuch ab und führte aus, bei zumutbarer Sorgfalt wäre es möglich gewesen, di e behauptete Wohnsitzverlegung im Ra hmen des ordentlichen Veranlagungsverfahrens geltend zu machen. C. Mit Beschwerde vom 20. Juni 2018 machte die Vertreterin geltend, die Überprüfung des Reise- kalenders des Pflichtigen habe erst im Zuge der Mandati erung für die britische Steuererklärung stattgefunden; überdies verfüge der Steuerpflichtige mit seiner Partnerin über ein gemeinsames Konto. Mit Vernehmlassung vom 2. August 2018 beantragte die Steuerverwaltung, mangels Beschwer auf die Beschwerde nicht einzutreten. Anlässlich der heutigen Verhandlung hält die Steuerverwaltung an ihrem Begehren fest. Erwägungen: 1. Das Steuergericht ist gemäss Art. 140 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) zur Beurteilung d er vorliegenden Beschwerde zustän- dig, wobei gemäss § 4 der Vollzugsverordnung DBG vom 13. Dezember 1994 (VV DBG; SGS 336.21) i.V.m. § 129 Abs. 3 des Gesetzes vom 7. Februar 1974 über die Staats- und Gemein- desteuern (Steuergesetz, StG; SGS 331) Beschwerden, deren umstrittener Steuerbetrag wie im vorliegenden Fall Fr. 8'000.-- pro Steuerjahr überste igt, vom Präsidenten und vier Richterinnen und Richtern des Steuergerichts beurteilt werden. 2. Vorab stellt sich die Frage, ob auf die Beschwerde einzutreten ist. Seite 3 2.1. Das Beschwerderecht setzt insbesondere voraus, dass die be schwerdeführende Person sich über ein schutzwürdiges Interesse rechtlicher oder ta tsächlicher Natur ausweisen kann. Von einem hinreichenden Rechtsschutzinteresse darf ausgeg angen werden, falls durch die Gutheissung des Rechtsmittels ein praktischer materieller oder ideeller Nachteil abgewendet werden kann, den die beschwerdeführende Person ansonste n aufgrund des angefochtenen Entscheids erleiden würde. Zu verlangen ist folglich, da ss die Situation der beschwerdeführen- den Person durch den Ausgang des Verfahrens überhaupt in rechtserheblicher Weise verbes- sert werden kann. Wenn selbst die Gutheissung des Rechtsmittels zu keinem anderen Ergebnis führen würde, kann kein rechtserhebliches Rechtsschutzintere sse vorliegen. Gleiches gilt, falls Rechtsfragen aufgeworfen werden, die im betreffenden Fall von keinerlei Bedeutung sind (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] 2C_514/2017 vom 13. Dezember 2017, E. 2.2.2, m.w.H.). 2.2. Ergibt sich eine Nullveranlagung, fehlt es der steuerpf lichtigen Person regelmässig an ei- nem Feststellungs- oder einem andersartigen Rechtsschutzin teresse, das sie zur Anfechtung des Entscheids berechtigen könnte. Anders könnte es sich verhalten, wenn die Nullveranlagung - trotz Fehlens einer zurzeit zu bezahlenden Steuer - un mittelbare Rechtswirkungen entfaltet, deren Klärung keinen Aufschub erduldet (vgl. BGer 2C_514/2017, a.a.O. E. 2.3.2, m.w.H.). 2.3. Da nicht erkennbar ist, welches Feststellungs- oder ander sartige Rechtsschutzinteresse der Beschwerdeführer an der Aufhebung der Nullveranlag ung haben könnte, ist auf die Be- schwerde nicht einzutreten. 3. Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer gestützt auf Art . 144 Abs. 1 DBG Verfahrenskos- ten von Fr. 1‘500.-- zu bezahlen und es ist ihm gestützt auf Art. 144 Abs. 4 DBG keine Partei- entschädigung auszurichten. Seite 4 Demgemäss erkennt das Steuergericht: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Der Beschwerdeführer hat Verfahrenskosten von Fr. 1‘500 .-- (inkl. Auslagen von pauschal Fr. 100.--) zu bezahlen, welche mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet werden. 3. Der Antrag auf Ausrichtung einer Parteientschädigung wird abgewiesen. 4. Mitteilung an die Vertreterin, für sich und den Beschw erdeführer (2), die Eidgenössische Steu- erverwaltung (1) und die Beschwerdegegnerin (3).