<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2012.00747</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=212625&amp;W10_KEY=4467113&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2012.00747</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.02.2013</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Auflösung des Arbeitsverhältnisses</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Das Verwaltungsgericht kann ein Arbeitsverhältnis auch bei Vorliegen materieller oder formeller Mängel im Auflösungsverfahren nicht wiederherstellen; zu prüfen ist einzig ein allfälliger Entschädigungsanspruch des Arbeitnehmers (E. 2).<br/>Die vertragliche Auflösung eines mit Verfügung begründeten Arbeitsverhältnisses (Aufhebungsvertrag) ist zulässig (E. 3.1).<br/>Die dem Schutz der Willensfreiheit beim Abschluss privatrechtlicher Verträge dienenden Bestimmungen des Obligationenrechts (Art. 23 ff. OR) sind auf verwaltungsrechtliche Verträge analog anwendbar. Eine widerrechtliche Drohung im Sinn von Art. 29 Abs. 1 OR liegt nur vor, wenn der Drohende kein Recht zur Drohung hat; mit der Ergreifung zulässiger rechtlicher Mittel zu drohen, ist nicht widerrechtlich, es sei denn, dem Bedrohten werde die Zugabe eines übermässigen Vorteils abgenötigt. Unterschrieb ein Arbeitnehmer eine Aufhebungsvereinbarung unter der Drohung einer fristlosen Kündigung, ist deshalb zu prüfen, ob der Arbeitgeber ein Recht zur fristlosen Auflösung des Arbeitsverhältnisses hatte (E. 3.3 und 3.4.1).<br/>Die fristlose Auflösung eines Arbeitsverhältnisses ist nur zulässig, wenn die geltend gemachten Vorkommnisse objektiv geeignet sind, die für das Arbeitsverhältnis wesentliche Vertrauensgrundlage zu zerstören oder zumindest so tief greifend zu erschüttern, dass dem Arbeitgeber die Fortsetzung des Vertrags nicht zumutbar ist (E. 3.4.2 f.).<br/>Ein Steuerkommissär, der wiederholt in Verfahren, die seine Schwester betrafen, tätig wurde und zudem die Einschätzung einer ihm bekannten Person vornahm, ohne dafür zuständig zu sein, verletzt die Ausstandsregeln des Steuergesetzes in erheblichem Ausmass. Durch ein solches Verhalten wird bei Aussenstehenden der Eindruck erweckt, im betroffenen Amt herrschten Zustände, bei welchen die elementaren Anforderungen an die Unbefangenheit der Verwaltung nicht gewährleistet seien. Würde das Amt in solchen Fällen nicht umgehend Konsequenzen ziehen, riskierte es, das Vertrauen derBevölkerung in den korrekten Gang der Verwaltung zu erschüttern. Eine Weiterbeschäftigung des Beschwerdeführers war deshalb nicht zumutbar (E. 3.4.4 ff.). Da die behauptete Drohung damit nicht widerrechtlich war, ist der Aufhebungsvertrag deswegen nicht anfechtbar (E. 3.4.7). Wird die Aufhebung einer Kündigung verlangt, gelten als Streitwert die Bruttobesoldungsansprüche bis zum Zeitpunkt der Hängigkeit beim Verwaltungsgericht zuzüglich der Ansprüche bis zur nächstmöglichen Auflösung des Dienstverhältnisses (E. 4.2). Abweisung, soweit auf das Rechtsmittel eingetreten wird.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFHEBUNGSVERTRAG">AUFHEBUNGSVERTRAG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSTANDSPFLICHT">AUSSTANDSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRISTLOSE ENTLASSUNG">FRISTLOSE ENTLASSUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWALTUNGSRECHTLICHER VERTRAG">VERWALTUNGSRECHTLICHER VERTRAG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WILLENSMÃNGEL">WILLENSMÃNGEL</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 29 Abs. 1 OR</span><br/><span class="ungerade">Art. 337 OR</span><br/><span class="gerade">§ 22 Abs. 1 PG</span><br/><span class="ungerade">§ 22 Abs. 4 PG</span><br/><span class="gerade">§ 23 Abs. 1 PG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=16400" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2012.00747</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">20. Februar 2013</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Jso Schumacher<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Peter Sprenger, Verwaltungsrichterin Maja SchÃ¼pbach Schmid, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Reto HÃ¤ggi Furrer. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A<b>, </b><br/> vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer</span></b><span>, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Staat ZÃ¼rich, </span></b><span><br/> </span><span>vertreten durch das Kantonale Steueramt, <br/> <br/> <a id="BT_Z_PLZ_N"></a></span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner</span></b><span>, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A war seit dem 1. Oktober 2002 als SteuerkommissÃ¤r beim Steueramt des Kantons ZÃ¼rich tÃ¤tig Im Jahr 2004 bearbeitete er eine Einsprache seiner Schwester, weswegen ihn sein Vorgesetzter im Januar 2005 ermahnte. Ein kommunales Steueramt teilte dem kantonalen Steueramt im FrÃ¼hjahr 2009 mit, A habe die SteuererklÃ¤rung einer ihm persÃ¶nlich bekannten Frau eingeschÃ¤tzt, ohne dafÃ¼r zustÃ¤ndig zu sein. Im Zuge weiterer AbklÃ¤rungen stellte das kantonale Steueramt fest, dass A im Mai 2009 auch die SteuererklÃ¤rung seiner Schwester fÃ¼r das Jahr 2007 definitiv eingeschÃ¤tzt hatte. Am 17. Juli 2009 fand eine Besprechung von A mit seinen Vorgesetzten statt, in deren Rahmen ihm erÃ¶ffnet wurde, dass sein ArbeitsverhÃ¤ltnis aufgrund dieser VorfÃ¤lle aufgelÃ¶st, ihm aber die MÃ¶glichkeit eingerÃ¤umt werde, eine Aufhebungsvereinbarung zu unterzeichnen, welche die AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses im gegenseitigen Einvernehmen per Ende August mit sofortiger Freistellung vorsehe. A unterzeichnete die Aufhebungsvereinbarung noch im Rahmen der Besprechung. Mit unbegrÃ¼ndeter VerfÃ¼gung vom 20. Juli 2009 lÃ¶ste das Steueramt das ArbeitsverhÃ¤ltnis per 31. August 2009 auf und erklÃ¤rte die Vereinbarung vom 17. Juli 2009 zum integrierten Bestandteil der VerfÃ¼gung. A verlangte am 23. Juli 2009 eine begrÃ¼ndete VerfÃ¼gung, welche das Steueramt am 27. Juli 2009 erliess.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 24. August 2009 liess A rekurrieren und beantragen, es sei festzustellen, dass die AustrittsverfÃ¼gung vom 20. Juli 2009 ungÃ¼ltig sei. Die Finanzdirektion leitete den Rekurs an den Regierungsrat weiter, weil sie sich als befangen erachtete. Der Regierungsrat stellte mit Entscheid vom 9. Mai 2012 fest, dass die ZustÃ¤ndigkeit zur Erledigung des Rekurses bei der Finanzdirektion liege und Ã¼berwies die Sache an diese zurÃ¼ck. Mit VerfÃ¼gung vom 15. Oktober 2012 wies die Finanzdirektion den Rekurs in der Hauptsache ab (Dispositiv-Ziff. I), verpflichtete indes das Steueramt, A zusÃ¤tzliche 3,4 Tage fÃ¼r Ãberstunden- und Ferienguthaben abzugelten (Dispositiv-Ziff. II).</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">A liess dagegen am 16. November 2012 Beschwerde beim Verwaltungsgericht fÃ¼hren und Folgendes unter EntschÃ¤digungsfolge beantragen:</p> <p class="EinzugZitat"><span> "1. In Aufhebung der angefochtenen VerfÃ¼gung sei festzustellen, dass die AustrittsverfÃ¼gung des Kantonalen Steueramtes vom 20. Juli 2009 ungÃ¼ltig ist;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>2. evtl. seien dem BF drei ordentliche MonatslÃ¶hne (KÃ¼ndigungsfrist) nebst anteiligem 13. Monatslohn und eine pÃ¶nale EntschÃ¤digung von drei MonatslÃ¶hnen zuzusprechen;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3. es sei vorzumerken, dass sich die BG verpflichtet hat, dem BF 3.4 Tage als Mehrzeitguthaben und FerienansprÃ¼che abzugelten;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>[â¦]"</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Das Steueramt beantragte mit Beschwerdeantwort vom 28. November 2012 die Abweisung der Beschwerde; die Finanzdirektion verzichtete am 19. Dezember 2012 auf eine Vernehmlassung.</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft seine ZustÃ¤ndigkeit nach § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) von Amtes wegen. FÃ¼r Beschwerden gegen erstinstanzliche Rekursentscheide einer Direktion etwa betreffend die AuflÃ¶sung eines ArbeitsverhÃ¤ltnisses durch ein Amt ist das Verwaltungsgericht nach § 41 Abs. 1 in Verbindung mit §§ 19 Abs. 1 lit. a und Abs. 3, 19a Abs. 1, 19b Abs. 2 lit. b Ziff. 1 sowie §§ 42â44 e contrario VRG zustÃ¤ndig.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Da der Streitwert der Beschwerde mehr als Fr. 20'000.- betrÃ¤gt (vgl. hinten 4.2), fÃ¤llt die Angelegenheit kraft § 38 Abs. 1 in Verbindung mit § 38a Abs. 1 sowie § 38b Abs. 1 e contrario VRG in die ZustÃ¤ndigkeit der Kammer.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer verlangt, es sei vorzumerken, dass der Beschwerdegegner sich verpflichtet habe, ihm 3,4 Tage als Mehrzeitguthaben und FerienansprÃ¼che abzugelten. Darauf lÃ¤sst sich nicht eintreten, weil es dem BeschwerdefÃ¼hrer an einem schutzwÃ¼rdigen Interesse an dieser Feststellung fehlt. Nachdem die Vorinstanz ihm diese Auszahlung zugesprochen hat (Dispositiv-Ziff. II), kÃ¶nnte der BeschwerdefÃ¼hrer aus einer entsprechenden Feststellung des Verwaltungsgerichts keinen zusÃ¤tzlichen praktischen Nutzen ziehen. Immerhin lÃ¤sst sich dieser Antrag so verstehen, dass, entgegen dem Wortlaut des ersten Antrags, Dispositiv-Ziff. II der vorinstanzlichen VerfÃ¼gung nicht angefochten wird.</p> <p class="Urteilstext">Im Ãbrigen ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer verlangt, es sei die UngÃ¼ltigkeit der AustrittsverfÃ¼gung vom 20. Juli 2009 festzustellen. Sein Antrag zielt indes darauf ab, dass ArbeitsverhÃ¤ltnis weiterhin als bestehend zu betrachten (so mit gleichem Antrag schon im Rekursverfahren). Insofern verlangt er tatsÃ¤chlich die Aufhebung der AustrittsverfÃ¼gung. Nach § 63 Abs. 3 in Verbindung mit § 27a Abs. 1 VRG stellt das Verwaltungsgericht die UnrechtmÃ¤ssigkeit einer KÃ¼ndigung, einer Einstellung im Amt oder einer vorzeitigen Entlassung fest und bestimmt von Amtes wegen die EntschÃ¤digung, welche das Gemeinwesen zu entrichten hat. Nach stÃ¤ndiger Praxis ist dem Gericht aufgrund dieser Bestimmung die Wiederherstellung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses bei materiellen oder formellen MÃ¤ngeln des KÃ¼ndigungsverfahrens grundsÃ¤tzlich verwehrt (VGr, 21. November 2012, VB.2012.00705, E. 3.2 Abs. 2 mit Hinweisen) bzw. konnte es gemÃ¤ss einer analogen frÃ¼heren Regelung die AuflÃ¶sung eines DienstverhÃ¤ltnisses nicht rÃ¼ckgÃ¤ngig machen (VGr, 25. Februar 2004, PB.2003.00040, E. 1.2 mit Hinweisen). Anders ist die Sachlage nur dann, wenn die angefochtene VerfÃ¼gung sich als nichtig erweist, denn in diesen FÃ¤llen geht es nicht um die Frage, ob eine KÃ¼ndigung ungerechtfertigt und deshalb eine EntschÃ¤digung zuzusprechen ist, sondern um die originÃ¤re GÃ¼ltigkeit der KÃ¼ndigung (RB 2008 Nr. 102 E. 2.2.2).</p> <p class="Urteilstext">Dass die AusgangsverfÃ¼gung an MÃ¤ngeln litte, die zu ihrer Nichtigkeit fÃ¼hrten, macht der BeschwerdefÃ¼hrer nicht geltend und ist auch nicht ersichtlich (vgl. zur Nichtigkeit von VerfÃ¼gungen RenÃ© Wiederkehr/Paul Richli, Praxis des allgemeinen Verwaltungsrechts, Band I, Bern 2012, Rz. 2554 ff. mit zahlreichen Hinweisen). Es bleibt deshalb zu prÃ¼fen, ob der BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund materieller oder formeller MÃ¤ngel der AuflÃ¶sungsverfÃ¼gung einen Anspruch auf EntschÃ¤digung hat.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Grundlage der AusgangsverfÃ¼gung bildet eine Vereinbarung vom 17. Juli 2009 zwischen dem Steueramt und dem BeschwerdefÃ¼hrer, mit welcher das ArbeitsverhÃ¤ltnis per 31. August 2009 aufgelÃ¶st wurde. Dabei handelt es sich um einen verwaltungsrechtlichen Vertrag, der als zulÃ¤ssig gilt, wenn das Gesetz dafÃ¼r Raum lÃ¤sst bzw. ihn nicht ausdrÃ¼cklich ausschliesst und die Vertragsform zum Erreichen des Gesetzeszwecks geeigneter als eine VerfÃ¼gung erscheint (VGr, 25. Februar 2004, PB.2003.00040, E. 4.2.2 Abs. 2, auch zum Folgenden). Nach § 23 Abs. 1 des Personalgesetzes vom 27. September 1998 (PG, LS 177.10) kann das ArbeitsverhÃ¤ltnis in gegenseitigem Einvernehmen abweichend von den Bestimmungen des Gesetzes beendet werden. Das Gesetz lÃ¤sst damit grundsÃ¤tzlich Raum fÃ¼r den Aufhebungsvertrag und sieht zudem einen erheblichen Ermessensspielraum vor, der einen Grund fÃ¼r die Wahl der Vertragsform bietet. Die Praxis geht in diesem Sinn denn auch davon aus, die vertragliche AuflÃ¶sung eines mit VerfÃ¼gung begrÃ¼ndeten ArbeitsverhÃ¤ltnisses sei zulÃ¤ssig (vgl. VGr, 10. Dezember 2004, PB.2004.00068, E. 2.2 â 30. Mai 2007, PB.2007.00007, E. 2.1 â 29. Juni 2011, PB.2010.00063, E. 3.1.1.3, letztere beide nicht unter www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht im Wesentlichen geltend, er habe die Vereinbarung "in einem vÃ¶lligen Ãberrumpelungszustand und unter massivstem Druck unterzeichnet", weil ihm als Alternative hierzu die fristlose AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses angedroht worden sei. Damit sei er im Sinn von Art. 29 Abs. 1 des Obligationenrechts (OR, SR 220) widerrechtlich durch Erregung gegrÃ¼ndeter Furcht zum Vertragsschluss genÃ¶tigt worden. Die Vereinbarung vom 17. Juni 2009 sei deshalb anfechtbar.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die dem Schutz der Willensfreiheit beim Abschluss privatrechtlicher VertrÃ¤ge dienenden Bestimmungen des Obligationenrechts (Art. 23 ff. OR) sind auf verwaltungsrechtliche VertrÃ¤ge analog anwendbar (BGE 105 Ia 207 E. 2c; VGr, 13. Juni 2007, PB.2006.00045, E. 3.3.1 und 5.1; Andreas Abegg, Der Verwaltungsvertrag zwischen Staatsverwaltung und Privaten, ZÃ¼rich etc. 2009, S. 195).</p> <p class="Urteilstext">Nach Art. 29 Abs. 1 OR ist ein Vertrag fÃ¼r diejenige Partei unverbindlich, welche von der anderen Partei widerrechtlich durch Erregung gegrÃ¼ndeter Furcht zur Vertragsschliessung bestimmt worden ist. Nicht jede Drohung fÃ¼hrt zur Unverbindlichkeit des Vertrages; es muss sich entweder um eine unberechtigte Drohung handeln oder um eine berechtigte Drohung, die dazu benutzt wird, dem Bedrohten die Zugabe eines Ã¼bermÃ¤ssigen Vorteils abzunÃ¶tigen (Art. 30 Abs. 2 OR; Bruno Schmidlin, Berner Kommentar, 1995, Art. 29/30 OR N. 9). Die Widerrechtlichkeit bestimmt sich danach, ob der Drohende ein Recht zur Drohung hat; mit der Ergreifung zulÃ¤ssiger rechtlicher Mittel zu drohen, ist entsprechend nicht widerrechtlich (vgl. den franzÃ¶sischen Wortlaut von Art. 29 Abs. 1 OR: "[â¦] sous lâempire dâune crainte fondÃ©e que lui aurait inspirÃ©e sans droit [â¦]" und hierzu Schmidlin, Art. 29/30 OR N. 35 f.).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, ihm sei anlÃ¤sslich der Besprechung vom 17. Juli 2009 mit der fristlosen KÃ¼ndigung gedroht worden, wenn er die Vereinbarung zur AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses nicht unterschreibe; das Steueramt bestreitet, dem BeschwerdefÃ¼hrer die fristlose KÃ¼ndigung in Aussicht gestellt zu haben. Wie es sich damit verhÃ¤lt, braucht indes nur geprÃ¼ft zu werden, wenn das Steueramt zur fristlosen KÃ¼ndigung nicht berechtigt war.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.2 </b>Nach § 22 Abs. 1 PG kann das ArbeitsverhÃ¤ltnis aus wichtigen GrÃ¼nden ohne Einhaltung von Fristen jederzeit aufgelÃ¶st werden, wobei jeder Umstand, bei dessen Vorhandensein nach Treu und Glauben die Fortsetzung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses nicht zumutbar ist, als wichtiger Grund gilt (§ 22 Abs. 2 PG). § 22 Abs. 4 Satz 1 PG verweist betreffend Tatbestand und Rechtsfolgen der fristlosen AuflÃ¶sung ergÃ¤nzend auf die Bestimmungen des Obligationenrechts. Entsprechend kann zur Auslegung von § 22 PG die zu Art. 337 und 337c OR ergangene Rechtsprechung beigezogen werden.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.3 </b>Die fristlose AuflÃ¶sung eines ArbeitsverhÃ¤ltnisses ist nur zulÃ¤ssig, wenn die geltend gemachten Vorkommnisse einerseits objektiv geeignet sind, die fÃ¼r das ArbeitsverhÃ¤ltnis wesentliche Vertrauensgrundlage zu zerstÃ¶ren oder zumindest so tief greifend zu erschÃ¼ttern, dass dem Arbeitgeber die Fortsetzung des Vertrags nicht zumutbar ist. Anderseits mÃ¼ssen sie auch tatsÃ¤chlich zu einer derartigen ZerstÃ¶rung oder ErschÃ¼tterung des gegenseitigen Vertrauens gefÃ¼hrt haben. Sind die Verfehlungen weniger schwerwiegend, so mÃ¼ssen sie trotz Verwarnung wiederholt vorgekommen sein (BGE 130 III 213 E. 3.1, 129 III 380 E. 2.1; vgl. zur Kritik an der subjektiven Voraussetzung des wichtigen Grunds Ullin Streiff/Adrian von Kaenel/Roger Rudolph, Arbeitsvertrag, 7. A., ZÃ¼rich etc. 2012, Art. 337 N. 2 S. 1098). Ob ein wichtiger Grund vorliegt, bestimmt sich nach den konkreten UmstÃ¤nden des Einzelfalls. Dabei ist unter anderem die Stellung der betroffenen Person, namentlich ob diese eine besondere Vertrauens- oder Verantwortungsposition bekleidet, zu berÃ¼cksichtigen (vgl. BGE 130 III 28 E. 4.1, 127 III 86 E. 2c). </p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.4 </b>Dem hier im Streit liegenden Aufhebungsvertrag liegt der folgende unbestrittene Sachverhalt zugrunde: Der BeschwerdefÃ¼hrer trat am 1. Oktober 2002 als SteuerkommissÃ¤r in die Dienste des Steueramts des Kantons ZÃ¼rich, nachdem er zuvor lange Zeit bei einem kommunalen Steueramt tÃ¤tig gewesen war und dort seit dem Jahr 1987 Ã¼ber die ErmÃ¤chtigung zur selbstÃ¤ndigen SteuereinschÃ¤tzung verfÃ¼gt hatte. Im Dezember 2004 teilte ein Mitarbeiter eines kommunalen Steueramts dem kantonalen Steueramt mit, dass der BeschwerdefÃ¼hrer ein seine Schwester betreffendes Einspracheverfahren bearbeitet habe. Im Januar 2005 fÃ¼hrte der Leiter der EinschÃ¤tzungsabteilung mit dem BeschwerdefÃ¼hrer ein GesprÃ¤ch, in welchem Letzterer ausdrÃ¼cklich auf die Ausstandsregeln hingewiesen und ihm erklÃ¤rt wurde, er habe diese inskÃ¼nftig strikt zu beachten. Im Jahr 2009 intervenierte erneut ein kommunales Steueramt beim kantonalen Steueramt und zeigte diesem an, der BeschwerdefÃ¼hrer habe eine ihm persÃ¶nlich bekannte Person eingeschÃ¤tzt, obwohl ihm dieser Fall Ã¼berhaupt nicht zugewiesen gewesen sei und ihm deshalb die ZustÃ¤ndigkeit gefehlt habe. In Rahmen weitere AbklÃ¤rungen wurde festgestellt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer neben dem durch das kommunale Steueramt angezeigten Fall im Mai 2009 auch die SteuererklÃ¤rung seiner Schwester fÃ¼r das Jahr 2007 bearbeitet und definitiv eingeschÃ¤tzt hatte.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.5 </b>Nach § 119 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG, LS 631.1) ist, wer beim Vollzug dieses Gesetzes in einer Sache zu entscheiden oder an einer VerfÃ¼gung oder Entscheidung in massgeblicher Stellung mitzuwirken hat, verpflichtet, in den Ausstand zu treten, wenn er etwa mit einer Partei in gerader Linie oder bis zum dritten Grad in der Seitenlinie verwandt oder verschwÃ¤gert ist (lit. b<sup><span>bis</span></sup>). Solche Ausstandsregeln, wie sie auch § 5a VRG fÃ¼r das Verwaltungsverfahren aufstellt, dienen dazu, die UnabhÃ¤ngigkeit, Unparteilichkeit und Unvoreingenommenheit der Verwaltung und damit das Vertrauen der BevÃ¶lkerung in den korrekten Gang der Verwaltungsverfahren sicherzustellen (vgl. VGr, 3. Oktober 2012, VB.2012.00235, E. 4.2, nicht unter www.vgrzh.ch). Der Anspruch auf UnabhÃ¤ngigkeit, Unparteilichkeit und Unvoreingenommenheit einer VerwaltungsbehÃ¶rde entspricht einem allgemeinen Rechtsgrundsatz und fliesst direkt aus dem Anspruch auf ein faires Verfahren nach Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (SR 101; vgl. hierzu Gerold Steinmann, St. Galler Kommentar zur Schweizerischen Bundesverfassung, 2008, Art. 29 N. 18). Die betroffene Person muss nicht tatsÃ¤chlich befangen sein, um zum Ausstand verpflichtet zu sein; es genÃ¼gt, wenn UmstÃ¤nde vorliegen, die den Anschein der Befangenheit zu begrÃ¼nden vermÃ¶gen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 5a N. 11). In diesem Sinn stellen bestimmte VerwandtschaftsverhÃ¤ltnisse nach dem Wortlaut von § 119 Abs. 1 lit. b<sup><span>bis</span></sup> StG in jedem Fall einen Ausstandsgrund dar (vgl. auch KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 5a N. 17). </p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.6 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer verfÃ¼gt seit 1987 Ã¼ber die Berechtigung zur selbstÃ¤ndigen EinschÃ¤tzung im Steuerverfahren. Aufgrund seiner Berufserfahrung, aber auch, weil er im Jahr 2005 bereits wegen der Verletzung der Ausstandsregeln gerÃ¼gt worden war, musste ihm die Problematik seines Handelns bewusst sein. Die Verletzung der Ausstandsregeln wiegt in beiden VorfÃ¤llen des Jahres 2009 schwer: Die Pflicht des BeschwerdefÃ¼hrers, bei der EinschÃ¤tzung seiner Schwester in den Ausstand zu treten, war offensichtlich. Dass man in Angelegenheiten, welche die eigene Familie betreffen, als Angestellter der Verwaltung nicht tÃ¤tig werden darf, kann als allgemein bekannt vorausgesetzt werden. Sodann schÃ¤tzte der BeschwerdefÃ¼hrer eine ihm persÃ¶nlich bekannte Person ein, obwohl er fÃ¼r deren EinschÃ¤tzung gar nicht zustÃ¤ndig gewesen war. Zwar mag hier die Tatsache, dass es sich um einen Fall handelte, der unter die Generalklausel fÃ¤llt, wonach eine Person in den Ausstand zu treten hat, wenn sie aus nicht explizit aufgezÃ¤hlten GrÃ¼nden befangen sein kÃ¶nnte (§ 119 Abs. 1 lit. d StG; § 5a Abs. 1 Ingress VRG), den Verstoss weniger offensichtlich erscheinen lassen. Hier wiegt indes die Tatsache schwer, dass der BeschwerdefÃ¼hrer nicht nur seine Ausstandspflicht verletzte, sondern zugleich die EinschÃ¤tzung fÃ¼r eine Person vornahm, fÃ¼r die er Ã¼berhaupt nicht zustÃ¤ndig war.</p> <p class="Urteilstext">Werden Verwaltungsbeamte mit Entscheidungsbefugnis in Angelegenheiten tÃ¤tig, in welchen sie als offensichtlich befangen erscheinen, erweckt dies fÃ¼r Aussenstehende den Eindruck, im betroffenen Amt herrschten ZustÃ¤nde, in denen elementare Anforderungen an die Unbefangenheit der Verwaltung nicht gewÃ¤hrleistet sind. Dieser Eindruck entsteht unabhÃ¤ngig davon, ob die verbotene Handlung zu einer BegÃ¼nstigung nahestehender Personen fÃ¼hrte oder nicht, denn Aussenstehende vermÃ¶gen kaum zu beurteilen, ob eine Entscheidung materiell rechtmÃ¤ssig ist. WÃ¼rde das Steueramt in solchen FÃ¤llen nicht umgehend Konsequenzen ziehen, riskierte es, das Vertrauen der BevÃ¶lkerung in den korrekten Gang der Verwaltung zu erschÃ¼ttern. Dies wiegt umso schwerer, wenn es â wie hier â um den Steuerbezug und damit einen Kernbereich staatlicher MachtausÃ¼bung geht. Schadet ein Arbeitnehmer dem Ansehen der Arbeitgeberin in erheblicher Weise, liegt regelmÃ¤ssig ein wichtiger Grund vor, der zur fristlosen KÃ¼ndigung berechtigt (Wolfgang Portmann, Basler Kommentar, 2011, Art. 337 OR N. 26 mit Hinweisen). Dies muss auch hier gelten: Der BeschwerdefÃ¼hrer war als SteuerkommissÃ¤r mit Einzelunterschrift zwar nicht in einer FÃ¼hrungsposition, aber in einer mit grosser Verantwortung verbundenen Stellung. Er hat die ihm bekannten Ausstandsregeln in erheblicher Weise und bereits wiederholt und erst noch betreffend die gleiche Steuerpflichtige verletzt. In dieser Situation erweist sich die fristlose KÃ¼ndigung als adÃ¤quates Mittel, um den Anschein, im Steueramt werde Vetternwirtschaft zugelassen, zu begegnen. Eine WeiterbeschÃ¤ftigung des BeschwerdefÃ¼hrers auch nur wÃ¤hrend der ordentlichen KÃ¼ndigungsfrist konnte das Steueramt deshalb zu Recht als unzumutbar betrachten.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.7 </b>Weil die fristlose KÃ¼ndigung sich demnach als rechtmÃ¤ssig erwiesen hÃ¤tte, war die behauptete Drohung â soweit sie tatsÃ¤chlich ausgesprochen wurde â nicht widerrechtlich. Entsprechend ist der Aufhebungsvertrag deswegen nicht anfechtbar.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Da eine fristlose AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses vorliegend gerechtfertigt gewesen wÃ¤re und die Aufhebungsvereinbarung den BeschwerdefÃ¼hrer â unter BerÃ¼cksichtigung der zusÃ¤tzlich zugestandenen EntschÃ¤digung von 3,4 Tagen â nicht schlechter als bei einer fristlosen KÃ¼ndigung stellt, ist im Aufhebungsvertrag auch keine Umgehung des Gesetzes zu erblicken (vgl. hierzu Matthias Michel, Beamtenstatus im Wandel, ZÃ¼rich 1998, S. 276 f.; VGr, 10. Dezember 2004, PB.2004.00068, E. 2.2).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Da die Beschwerde mit ihrem Hauptantrag sinngemÃ¤ss die Aufhebung der KÃ¼ndigung und damit den Weiterbestand des ArbeitsverhÃ¤ltnisses verlangt, gelten als Streitwert die BruttobesoldungsansprÃ¼che bis zum Zeitpunkt der HÃ¤ngigkeit beim Verwaltungsgericht zuzÃ¼glich der AnsprÃ¼che bis zur nÃ¤chstmÃ¶glichen AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 38 N. 5; RB 1998 Nr. 48). HÃ¤tte das ArbeitsverhÃ¤ltnis weiterbestanden, wÃ¤re der BeschwerdefÃ¼hrer bei Beschwerdeerhebung im elften Dienstjahr gestanden, weshalb die KÃ¼ndigungsfrist sechs Monate betrÃ¼ge. Damit ist der Zeitraum vom 1. September 2009 bis zum 31. Mai 2013 streitwertrelevant. Der Streitwert betrÃ¤gt somit rund Fr. 467'000.-. Das Verfahren ist demnach nach § 65a Abs. 3 Satz 1 e contrario VRG kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind ausgangsgemÃ¤ss dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG); eine ParteientschÃ¤digung ist ihm nicht zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text31"></a>erkennt</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 10'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 10'100.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlichrechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>