<h2>SubmittedText<h2><p>Die Informationspolitik des Bundesamtes für Migration im Zusammenhang mit der Asylunterkunft Alpnach bezüglich der "sensiblen Zonen", verbunden mit nachträglichen Änderungen in der Vereinbarung mit der Gemeinde, hat in Teilen der dortigen Bevölkerung zu Verunsicherung und Missmut geführt.</p><p>1. Wie beurteilt der Bundesrat die entsprechende Informationspolitik?</p><p>2. Kann er die Verunsicherung und den Missmut in der dortigen Bevölkerung nachvollziehen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat kann nachvollziehen, dass die gemeinsam mit der Gemeinde Alpnach beschlossene Änderung der Vereinbarung kurz vor Eröffnung des Zentrums zu Irritationen geführt hat. Aufgrund der Diskussionen um eine ähnliche Vereinbarung mit der Stadt Bremgarten war es dem Gemeinderat Alpnach wie auch dem Bundesamt für Migration (BFM) ein Bedürfnis, mögliche Unklarheiten oder Missverständnisse in Bezug auf die Vereinbarung mit der Gemeinde Alpnach frühzeitig auszuschliessen. Ziel der Anpassungen war es, die Sicherheit der Bevölkerung unter Wahrung der Grundrechte aller zu gewährleisten.</p><p>Dies scheint gelungen zu sein. Die Asylunterkunft Alpnach wird seit ihrer Eröffnung ohne erkennbare Probleme betrieben. Die Hotline wurde noch nie wegen eines Vorfalls benutzt. Die Asylsuchenden fühlen sich wohl, und auch die Bevölkerung hat sich rasch an die neue Situation gewöhnt. Nicht wenige bringen Kleider und Spielsachen für die Kinder oder Geschenke für die Erwachsenen.</p><p>Das BFM wird im Rahmen der Inbetriebnahme weiterer Bundesunterkünfte nach wie vor den Dialog mit den kommunalen und kantonalen Behörden führen und die Bevölkerung transparent über Absichten und Regelungen informieren.</p>