06/07 16 Kantonales Verfahrensrecht. Art. 26 Abs. 2, Art. 27 Abs. 1 und 2 VRPV. Verhältnis der Bestimmung in Art. 27 Abs. 2 V RPV zu Art. 26 Abs. 2 und Art. 27 Abs. 1 VRPV. Aussergerichtliche vergleichsw eise Einigung vor Vorin- stanz. Infolge Gegen-standslosigkeit des Beschwerde verfahrens vor Vorin- stanz fällt das Rechtsschutzinteresse betreffend di e Frage der aufschiebenden Wirkung dahin. Das Verfahren vor Obergericht wird d aher ebenfalls gegens- tandslos. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann am Geschäftsprotokoll abgeschrieben werden. Obergericht, 15. Juni 2007, OG V 07 21 Aus den Erwägungen: in Erwägung, dass - der Schulrat Altdorf mit Verfügung vom 23. April 2007 X vorzeitig aus der Schulpflicht entliess und einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung entzog; - der Erziehungsrat des Kantons Uri auf erhobene V erwaltungsbeschwerde hin, mit Be- schluss vom 2. Mai 2007, den Antrag, der Beschwerde gegen den Entscheid des Schulrates Altdorf die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen, abl ehnte; betreffend die vorzeitige Entlas- sung aus der Schulpflicht jedoch noch nicht entschied; - die Beschwerdeführerinnen gegen den Beschluss de s Erziehungsrates des Kantons Uri am 7./8. Mai 2007 Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Obergericht des Kantons Uri (Verwaltungsrechtliche Abteilung) erhoben; - die Beschwerdeführerinnen und der Schulrat Altdo rf sich aussergerichtlich vergleichs- weise einigten (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichts barkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 1119); die Beschwerdeführerinnen am 21. M ai 2007 den Vergleich dem Gericht einreichten, die Vergleichsparteien dem Obergericht beantragen, die Verwaltungsgerichtsbe- schwerde vom 7. Mai 2007 als durch Vergleich erledi gt am Protokoll abzuschreiben (Ver- gleich Ziff. 6 und 9); - die Streitsache zum Zeitpunkt des Vergleichs ber eits beim Erziehungsrat des Kantons Uri hängig war; mit der Rechtshängigkeit grundsätzl ich die Devolutivwirkung eintritt, d.h., dass die Rechtsmittelinstanz zuständig wird, sich m it der Sache zu befassen (vgl. Art. 54 VwVG); mit der Devolution (Überwälzung der Zuständigkeit) die Vorinstanz die Befugnis ver- liert, sich der Angelegenheit weiterhin als Rechtsp flegeinstanz anzunehmen (Fritz Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 189 f.); die Devolutivwirkung gemäss Art. 27 Abs. 2 VRPV jedoch beschränkt ist, die verfügende Behörde eine Verfügung in jedem Fall ändern oder widerrufen kann, bis die Rechtsmit telinstanz ihren Entscheid eröffnet hat; die Bestimmung in Art. 27 Abs. 2 VRPV losgelöst von den Wiedererwägungsgründen nach Art. 26 Abs. 2 VRPV und vom Widerruf nach Art. 27 A bs. 1 VRPV zu betrachten ist; Art. 27 Abs. 2 VRPV insoweit lediglich festlegt, bei wem di e Disposition über die angefochtene Ver- fügung liegen soll, unabhängig davon, ob eine Behör de verpflichtet ist, auf ein Wiedererwä- gungsgesuch einzutreten (Art. 26 Abs. 2 VRPV) oder ob sie eine Änderung oder einen Wi- derruf nach Art. 27 Abs. 1 VRPV vornehmen kann; dar an nichts ändert, dass in Art. 27 Abs. 2 VRPV selbst noch eine Änderungs- bzw. Widerrufsmö glichkeit vorgesehen ist (Entscheid Obergericht des Kantons Uri vom 30.09.1998, OG V 98 61 E. 3a); - die Einigung der Parteien über den Streitgegenst and zur Gegenstandslosigkeit des Beschwerdeverfahrens vor dem Erziehungsrat des Kantons Uri führt; - infolge Gegenstandslosigkeit des Beschwerdeverfa hrens vor dem Erziehungsrat das Rechtsschutzinteresse bezüglich der Frage der aufsc hiebenden Wirkung dahinfällt; das Ver- fahren vor Obergericht daher ebenfalls gegenstandsl os wird; die Verwaltungsgerichtsbe- schwerde am Geschäftsprotokoll abgeschrieben werden kann; …