Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 28. Januar 2016 (725 15 240 / 32) ____________________________________________________________________ Unfallversicherung Bemessung des Valideneinkommens: Hat der Versicherte seine bisherige Stelle aus inva- liditätsfremden Gründen (Konkurs der Arbeitgeberin) verloren, ist der Validenlohn an- hand von Durchschnittswerten zu bestimmen / Vorlieg end ist davon auszugehen, dass sich der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall nach d em Stellenverlust mit überwiegen- der Wahrscheinlichkeit wiederum um eine im Vergleic h zur Tätigkeit eines sonstigen Bauhilfsarbeiters überdurchschnittlich gut bezahlte Stelle als Eisenleger bemüht und eine solche gefunden hätte / Sein Valideneinkommen ist daher nicht anhand des LSE- Durchschnittslohnes eines Bauhilfsarbeiters, sonder n auf der Basis eines durchschnitt- lichen Einkommens zu ermitteln, welches ein Eisenle ger in derselben Altersklasse und mit der vergleichbaren Berufserfahrung im massgeben den Zeitpunkt des Rentenbeginns im Baugewerbe in der Region Nordwestschweiz erzielte Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kantons- richter Daniel Noll, Gerichtsschreiber Markus Schäfer Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Heiner Schärrer, Advokat, Aeschenvorstadt 67, Postfach, 4010 Basel gegen SUVA , Rechtsabteilung , Postfach 4358 , 6002 Luzern , Beschwerd e- gegnerin Betreff Leistungen Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. Der 1975 geborene A.____ war seit dem 1. Septemb er 2010 als Eisenleger bei der B.____ GmbH tätig und durch die Arbeitgeberin bei de r Schweizerischen Unfallversicherungs- anstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfä llen und Berufskrankheiten versichert. Am 24. Oktober 2011 erlitt A.____ einen Unfall, ind em er auf Armierungseisen stolperte und stürzte. Dabei zog er sich eine Fussdistorsion rechts mit Rup tur des Ligamentum fibulocal- caneare und Ligamentum fibulotalare anterius zu. Nach Eingang der durch die Arbeitgeberin erstatteten Unfallmeldung erbrachte die SUVA für diese n Unfall die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder). Gestützt auf ihre medizin ischen und erwerblichen Abklärungen sprach die SUVA A.____ mit Verfügung vom 7. Oktober 2014 für die verbleibenden Unfallfolgen am rechten Fuss mit Wirkung ab 1. Oktober 2014 eine Inval idenrente basierend auf einem Er- werbsunfähigkeitsgrad von 14 % zu. Gleichzeitig lehnte sie einen Anspruch von A.____ auf eine Integritätsentschädigung mit der Begründung ab, dass di e Restfolgen des Unfalls die Integrität nicht erheblich beeinträchtigen würden. Daran hielt di e SUVA auf Einsprache des Versicherten hin mit Einspracheentscheid vom 9. Juni 2015 fest. B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertr eten durch Rechtsanwalt Dr. Heiner Schärrer, am 9. Juli 2015 Beschwerde beim Ka ntonsgericht, Abteilung Sozialversi- cherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es seien der angefochtene Einsprache- entscheid vom 9. Juli 2015 und die Verfügung vom 7. Oktober 2014 aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, nach Durchführung beruflicher Massnahmen eine neue Ver- fügung zu erlassen. Eventualiter seien ihm eine Invalid enrente von 40 % und eine Integritäts- entschädigung von 10 % zuzusprechen; unter o/e-Kostenfol ge. Schliesslich sei ihm die unent- geltliche Rechtspflege zu gewähren. C. In ihrer Vernehmlassung vom 14. August 2015 beantra gte die SUVA die Abweisung der Beschwerde. D. Mit Schreiben vom 13. August und 29. September 201 5 forderte das instruierende Kantonsgerichtspräsidium den Beschwerdeführer im Hinblick auf die Beurteilung seiner pro- zessualen Bedürftigkeit auf, sowohl verschiedene, im Ges uch um Bewilligung der unentgeltli- chen Rechtspflege geltend gemachte Ausgabenpositionen a ls auch seine Vermögenssituation mit entsprechenden Belegen zu dokumentieren. Nachdem der Beschwerdeführer auf diese Auf- forderungen nicht reagiert hatte, wurde die Angelege nheit am 19. November 2015 dem Gericht zur Beurteilung überwiesen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 ATSG, dessen Bes timmungen gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheentscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versiche rungsgericht Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihr en Wohnsitz hat. Befindet sich die- ser im Ausland, so ist das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig, in welchem sich ihr letzter schweizerischer Wohnsitz befand oder in welchem ihr letzter schweizerischer Arbeit- geber Wohnsitz hat. Vorliegend hat der Beschwerdeführer Wohnsitz in Frankreich. Der Sitz sei- nes letzten schweizerischen Arbeitgebers befand sich jedoch in C.____ (BL), sodass die örtli- che Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu b ejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessor dnung (VPO) vom 16. Dezem- ber 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsg ericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Ver sicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zu- ständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht e rhobene - Beschwerde der Versicherten vom 9. Juli 2015 ist demnach einzutreten. 2. Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche- rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl- len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewäh ren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand- lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles v oll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld . Dieses beträgt bei voller Arbeitsun- fähigkeit 80 Prozent des versicherten Verdienstes. Bei t eilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es ent- sprechend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entste ht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit de r Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähig- keit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod de r versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Inva lidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid ist. Der Rente nanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Be sserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und a llfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem R entenbeginn fallen die Heilbe- handlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung d er körperlichen, geistigen oder psychi- schen Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Ans pruch auf eine angemessene Integri- tätsentschädigung. Diese wird mit der Invalidenrente f estgesetzt oder, falls kein Rentenan- spruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 3.1 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt vorau s, dass zwischen dem versicher- ten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit , Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integri- tätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteh t (BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursa- chen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind al le Umstände, ohne deren Vor- handensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetr eten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht wer den kann. Entsprechend dieser Umschrei- bung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenh angs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesund heitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingung en die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetrete ne gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen eine m schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusamme nhang besteht, ist eine Tatfrage, wo- rüber die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht - im Rah- men der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu b efinden hat. Die blosse Möglichkeit ei- nes Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leist ungsanspruches nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 3.2 Um die Leistungspflicht des Unfallversicherers bejahen zu können, muss zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden nich t nur ein natürlicher, sondern auch ein adäquater Kausalzusammenhang bestehen. Nach der Rechtspr echung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es n ach dem gewöhnlichen Lauf der Din- ge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich g eeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinw eis). Der Voraussetzung des adäqua- ten Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 125 V 462 E. 5c, 123 V 102 E. 3b mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzu- sammenhanges zwischen dem versicherten Ereignis und der eing etretenen gesundheitlichen Schädigung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechts erhebliche Kausalzusammenhang be- steht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln vom Ge- richt zu beurteilen ist (BGE 112 V 33 E. 1b). Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenha ng ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürli- chen Kausalität deckt (BGE 134 V 111 f. E. 2.1, 127 V 103 E. 5b/bb). Stehen hingegen psychi- sche Unfallfolgeschäden zur Beurteilung, so hat eine beso ndere Adäquanzprüfung zu erfolgen. Danach ist für die Bejahung des adäquaten Kausalzusamme nhangs im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entst ehung der Arbeits- bzw. Erwerbs- unfähigkeit zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit an- deren Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (BGE 115 V 141 E. 7). 3.3 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte - wie der B eurteilung des Gesundheitszu- standes und der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person sowie der Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin - ist die recht sanwendende Behörde regelmäs- sig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese medi- zinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsp rozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und p flichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismi ttel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspru chs gestatten. Insbesondere darf es Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe an zugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsich tlich des Beweiswertes eines Arztbe- richtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streit igen Belange umfassend ist, auf allsei- tigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwe rden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Dar legung der medizinischen Zusammen- hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situati on einleuchtet und ob die Schlussfolge- rungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 3.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspr echung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung auf zustellen (vgl. die ausführliche Zusam- menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So kommt bei spielsweise Berichten und Gutachten ver- sicherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersone n oder gar wie einem Gerichtsgut- achten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Ver- sicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und S chlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Urteil A. des Bundesgerich ts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). 4.1 Mit Verfügung vom 7. Oktober 2014, welche sie in d er Folge mit Einspracheentscheid vom 9. Juni 2015 bestätigte, sprach die SUVA dem Versich erten mit Wirkung ab 1. Oktober 2014 für die verbleibenden Unfallfolgen im Bereich d es rechten Fusses eine auf einem Er- werbsunfähigkeitsgrad von 14 % basierende Invalidenrente zu. In seiner Beschwerde macht der Versicherte vorab geltend, dass die Prüfung seines Renten anspruchs zu früh erfolgt sei. Der medizinische Endzustand sei anfangs Oktober 2014 noch nich t erreicht gewesen, so dass die Voraussetzungen für eine Einstellung der Taggeldleistungen im genannten Zeitpunkt noch nicht erfüllt gewesen seien. 4.2 Im Entscheid 134 V 109 ff. hat sich das Bundesgericht einlässlich mit der Thematik befasst, in welchem Zeitpunkt der Unfallversicherer einen Fall abzuschliessen und - g egebe- nenfalls - den Anspruch auf eine Invalidenrente und ein e Integritätsentschädigung zu prüfen habe (BGE 134 V 113 E. 3.2). Dies habe, so das Bundesge richt, gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG in dem Zeitpunkt zu geschehen, in welchem von der F ortsetzung der ärztlichen Behand- lung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr er- wartet werden könne und allfällige Eingliederungsmassna hmen der Invalidenversicherung ab- geschlossen seien (BGE 134 V 113 ff. E. 4). Was unter e iner namhaften Besserung des Ge- sundheitszustandes zu verstehen sei, umschreibe das Gesetz nicht näher. Mit Blick darauf, dass die soziale Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätigen Personen ausgerichtet sei (vgl. etwa Art. 1a und Art. 4 UVG), werde sich dies namentlich nach Massgabe Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbe- dingt beeinträchtigt, bestimmen. Die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzge- ber verdeutliche dabei, dass die durch weitere Heilbeh andlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen müsse. Unbedeutende Verbesserungen genüg ten nicht (BGE 134 V 115 E. 4.3 mit Hinweisen). 4.3 In ihrem Austrittsbericht vom 25. Juni 2014 diagnost izierten die Ärzte der Klinik D.____, in welcher der Versicherte vom 21. Mai 2014 bis 25. Juni 2014 stationär behandelt worden war, einen Status nach Stolpersturz auf Armierungseisen am 2 4.10.2011 mit (1) Fussdistorsion rechts mit Ruptur Ligamentum fibulocalcaneare und Liga mentum fibulotalare anterius sowie Bandrekonstruktion Malleolus lateralis (12.06.2012) und (2) ein Sinus-Tarsi-Syndrom rechts mit diagnostischer Arthroskopie OSG rechts mit offenem, ant erolateralem Débridement und Aus- räumung des Sinus Tarsi, Revision der Peronealsehnen-Loge sowie Bandraffung Ligamentum fibulocalcaneare und Ligamentum fibulotalare anterius OSG rechts. In ihrer Beurteilung führten die Ärzte der Klinik D.____ sodann aus, rund zwei Jahre und acht Monate nach dem Unfall so- wie zwei Jahre nach der Bandrekonstruktion rechts und acht Monate nach dem arthroskopi- schen Eingriff am OSG lasse sich das Ausmass der demonstrier en Einschränkungen aus so- matischer Sicht nur zum Teil erklären. Man habe eine mässi ge Symptomausweitung beobach- tet. Zudem hätten die zu erwartenden Verbesserungen be züglich Funktion und Belastbarkeit infolge Selbstlimitierung nicht erreicht werden könn en. In Bezug auf das Erreichen des medizi- nischen Endzustandes hielten die Ärzte der Klinik D.____ fest, dass von der Fortsetzung der Behandlung keine namhafte Besserung mehr erwartet wer den könne. Was schliesslich die Ar- beitsfähigkeit des Versicherten betreffe, sei davon ausz ugehen, dass ihm die Ausübung der bisherigen Tätigkeit als Eisenleger nicht mehr zumutbar sei. Hingegen könne er eine (mindes- tens) leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigke it ohne häufige Zwangshaltung für den rechten Fuss (wie Knien, Arbeiten in Hockstellung, P edalbedienung, Kriechen etc.) und ohne Arbeiten in unebenem Gelände ganztags ausüben. D er Einschätzung der Ärzte der Klinik D.____, wonach in Bezug auf die somatischen Unfallfol gen ein medizinischer Endzustand vor- liege, schloss sich in der Folge auch der Kreisarzt Dr. med. E.____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, in seiner gestützt auf die medizini- schen Akten erfolgten Beurteilung vom 15. Juli 2014 an. 4.4 Im Lichte der erwähnten Feststellungen der Ärzte de r Klinik D.____, wonach sich das Ausmass der vom Versicherten demonstrierten Einschränkung en mit den objektivierbaren pa- thologischen Befunden, der klinischen Untersuchung und den bildgebenden Abklärungen sowie den Diagnosen aus somatischer Sicht nur zum Teil erklären lasse und der Versicherte ein auf- fälliges Schmerz- und Leistungsverhalten zeige, kann man sich fragen, ob der Beschwerdefüh- rer - über die somatischen Unfallfolgen hinaus - alle nfalls (auch) an psychischen Gesundheits- beeinträchtigungen mit Krankheitswert leidet und ob d iese - oder eine davon - in einem natürli- chen Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 24. Oktob er 2011 stehen. Auf diese Fra- gen braucht nun allerdings nicht weiter eingegangen zu werden. Die Beschwerdegegnerin legt im angefochtenen Einspracheentscheid zutreffend dar, dass es vorliegend jedenfalls an dem für die Bejahung einer Leistungspflicht - zusätzlich zur nat ürlichen Unfallkausalität - erforderlichen adäquaten Kausalzusammenhang zwischen allfälligen psychisch en Gesundheitsbeeinträchti- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht gungen des Versicherten und dem am 24. Oktober 2011 er littenen Unfall fehlen würde. Diese vorinstanzliche Beurteilung ist nicht zu beanstanden und sie wird denn auch vom Versicherten in seiner Beschwerde - zu Recht - nicht (mehr) in Frag e gestellt. Somit kann hier aber von wei- teren Erörterungen zu dieser Thematik abgesehen werden und es bei der Feststellung sein Bewenden haben, dass allfällige im Zeitpunkt des Falla bschlusses vorhandene psychische Lei- den des Beschwerdeführers für das vorliegende unfallversi cherungsrechtliche Verfahren nicht von Relevanz sind. 4.5 In Würdigung der oben (vgl. E. 4.3 hiervor) geschi lderten medizinischen Unterlagen ging die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Entscheid bzw. in der ihm zu Grunde liegen- den Verfügung davon aus, dass beim Versicherten der med izinische Endzustand hinsichtlich der somatischen Unfallfolgen im Bereich des rechten Fu sses per Ende September 2014 er- reicht war. Diese Einschätzung ist nicht zu beanstanden. Sowohl die Ärzte der Klinik D.____ als auch der SUVA-Kreisarzt hielten in ihren Beurteilunge n fest, dass von der Fortsetzung der Be- handlung keine namhafte Besserung mehr erwartet werde n könne. Zudem gingen sie überein- stimmend davon aus, dass dem Versicherten im genannten Zeitpunkt die Ausübung einer leich- ten bis mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit oh ne häufige Zwangshaltung für den rechten Fuss und ohne Arbeiten in unebenem Gelände (wi eder) ganztags zumutbar war. Ist aber von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Verweistätigkeit auszugehen, hätte mit einer allfälligen Weiterführung der Heilb ehandlung gar keine (namhafte) Steigerung der unfallbedingt beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit mehr erreicht werden können. 4.6 Was der Versicherte gegen die Rechtmässigkeit des vo n der Beschwerdegegnerin vorgenommenen Fallabschlusses vorbringt, vermag nicht zu üb erzeugen. Er vertritt die Auffas- sung, dass gestützt auf eine Röntgenaufnahme vom 22. M ai 2014 ein diskreter Osteophyt, der die geklagten Beschwerden erklären könnte, als nachgewi esen zu gelten habe. Er wirft der Be- schwerdegegnerin in diesem Zusammenhang vor, sie habe d iesbezügliche Abklärungen unter- lassen und nicht geprüft, ob eine operative Entfernung des Osteophyten die Beschwerden lin- dern könnte. Diesen Einwänden hält die Beschwerdegegn erin in ihrer Vernehmlassung vom 14. August 2015 zu Recht entgegen, dass sich der Osteophyt im Bereich des ventralen Talus und damit gerade nicht im Bereich des Sinus tarsi befi ndet, wo der Versicherte über die haupt- sächlichen Beschwerden klagt. Zudem findet sich, wie die Be schwerdegegnerin zutreffend wei- ter festhält, in den Akten keine einzige fachärztliche E inschätzung, in welcher dem vom Versi- cherten angesprochenen Osteophyten je eine relevante Be deutung in Bezug auf die geklagte Beschwerdesymptomatik zuerkannt worden ist. Sodann kann sich der Versicherte - und darin ist der Beschwerdegegnerin ebenfalls beizupflichten – a uch auf keinen neuen fachärztlichen Bericht berufen, der seine Auffassung nur annähernd stützen würde. Im Weiteren macht der Versicherte geltend, die Beschwerd egegnerin hätte vor dem Abschluss des Falles und der Prüfung des Rentenanspruchs die Durchf ührung beruflicher Eingliede- rungsmassnahmen abwarten müssen. Er habe seit dem Unfal l, d.h. seit rund drei Jahren nicht mehr gearbeitet und eine Rückkehr in seinen bisherige n Beruf sei ihm unfallbedingt nicht mehr möglich. Mit diesem Einwand kann der Beschwerdeführer jedoch in Bezug auf den beanstande- ten Fallabschluss nichts zu seinen Gunsten ableiten. Wie d en Akten entnommen werden kann, Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht hat die für die Beurteilung allfälliger IV-Leistungen des Versicherten zuständige IV-Stelle Basel- Stadt diesem mitgeteilt, dass er keinen Anspruch auf d ie Durchführung beruflicher Massnah- men zu Lasten der IV mehr habe. Somit hatte die SUVA aber - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers - vor der Prüfung des unfallversicheru ngsrechtlichen Rentenanspruchs kei- ne Ergebnisse allfälliger (weiterer) beruflicher Eing liederungsmassnahmen der Invalidenversi- cherung mehr abzuwarten. 4.7 Aus dem Gesagten folgt zusammenfassend, dass die Be schwerdegegnerin vorliegend berechtigt war, den Fall unter Einstellung der vorü bergehenden Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder) per 30. September 2014 abzuschliessen. 5. Nimmt der Unfallversicherer den Fallabschluss unter E instellung der vorübergehenden Leistungen vor, so hat er gleichzeitig einen Anspruch der versicherten Person auf eine Invali- denrente und - gegebenenfalls - auf eine Integritätsentschädigung zu prüfen. 6.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrade s bildet jeweils die Frage, in wel- chem Ausmass die versicherte Person unfallbedingt arbeitsunfähig ist. Gemäss der Legaldefini- tion von Art. 6 ATSG ist Arbeitsunfähigkeit die durch e ine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teil weise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutba- re Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). 6.2 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.3 hiervor), gelang ten die Ärzte der Klinik D.____ ge- stützt auf ihre Abklärungen zur Auffassung, dass dem Versi cherten unfallbedingt die Ausübung der bisherigen Tätigkeit als Eisenleger nicht mehr zumu tbar sei, da es sich dabei um eine sehr schwere, vorwiegend gehend-stehend zu verrichtende Tätig keit handle. Hingegen könne er eine (mindestens) leichte bis mittelschwere, wechselbelast ende Tätigkeit ohne häufige Zwangshaltung für den rechten Fuss (wie Knien, Arbeiten in Hockstellung, Pedalbedienung, Kriechen etc.) und ohne Arbeiten in unebenem Gelände ganztags ausüben (Austrittsbericht der Klinik D.____ vom 25. Juni 2014). 6.3 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Entscheid bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten vollumfänglich au f die vorstehend wiedergegebenen Ein- schätzungen der Ärzte der Klinik D.____. Diese vorinstanzli che Beweiswürdigung ist nicht zu beanstanden. Nach der Rechtsprechung kommt zwar dem Be richt versicherungsinterner Ärzte nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren na ch Art. 44 ATSG eingeholten Gutach- ten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichts gutachten, ein solcher Bericht ist aber, wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.4 hiervor), soweit zu b erücksichtigen, als keine - auch nur gerin- ge - Zweifel an der Richtigkeit seiner Schlussfolgerunge n bestehen (vgl. BGE 135 V 471 E. 4.7). Vorliegend sind keine Anhaltspunkte - etwa in Form abweichender fachärztlicher Ein- schätzungen - ersichtlich, die Anlass geben könnten, an der Richtigkeit der Feststellungen der Ärzte der Klinik D.____ zu zweifeln. Es ist vielmehr festzu halten, dass deren Beurteilung in je- der Hinsicht zu überzeugen vermag, beruht sie doch auf E rkenntnissen, welche die beteiligten Ärzte im Wesentlichen aus eingehenden, im Rahmen eines f ünfwöchigen stationären Aufent- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht halts des Versicherten erfolgten medizinischen und berufli chen Abklärungen gewonnen haben. Sodann befassen sich die Ärzte der Klinik D.____ hinreich end mit den übrigen bei den Akten liegenden medizinischen Unterlagen und sie gehen auf sä mtliche vom Versicherten geklagten Beschwerden ein, wobei sie überzeugend aufzeigen, dass di ese nur teilweise durch unfallbe- dingte organische Befunde erklärbar sind. Richtigerweise berücksichtigen sie denn auch in ihrer schlüssigen Zumutbarkeitsbeurteilung lediglich diese anhan d klinischer Untersuchungen und bildgebender Abklärungen objektivierbaren Unfallfolgen. 6.4 Als weiteres Zwischenergebnis lässt sich demnach festhalt en, dass die Beschwerde- gegnerin bei der Prüfung des Rentenanspruchs des Ver sicherten zutreffend davon ausging, dass dieser aufgrund der verbleibenden Unfallfolgen im Bereich des rechten Fusses zwar seine bisherige Tätigkeit als Eisenleger nicht mehr ausüben kan n, dass er jedoch in der Lage ist, ganztags eine leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit ohne häufige Zwangshal- tung für den rechten Fuss und ohne Arbeiten in unebenem Gelände zu verrichten. 7.1 Nach Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Inva liditätsgrades das Erwerbsein- kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der In validität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Bezie- hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat i n der Regel in der Weise zu erfol- gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffe rnmässig möglichst genau ermit- telt und einander gegenübergestellt werden. Aus der E inkommensdifferenz lässt sich der Invali- ditätsgrad bestimmen (BGE 128 V 30 E. 1). 7.2.1 Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist entsch eidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns n ach dem Beweisgrad der überwie- genden Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss di e bisherige Tätigkeit ohne Ge- sundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 134 V 325 E. 4.1). Ausnahmen von diesem Erfahrungssatz müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 135 V 59 E. 3.1; vgl. auch BGE 135 V 300 E. 5.1). Ein zuletzt b ezogener (hoher) Verdienst ist nur dann als Valideneinkommen heranzuzuziehen, wenn mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht, dass er weiterhin erzielt worden wäre. Erfolgte der S tellenverlust aus invaliditätsfremden Grün- den, ist der Validenlohn anhand von Durchschnittswerten zu bestimmen (Urteil A. des Bundes- gerichts vom 9. Juni 2015, 9C_212/2015, E. 5.4 mit weiteren Hinweisen). 7.2.2 Nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das Sozial versicherungsgericht die Gesetz- mässigkeit der Verwaltungsverfügungen in der Regel nach d em Sachverhalt, der zur Zeit des Verfügungserlasses gegeben war (BGE 130 V 138 E. 2.1mi t Hinweis). Handelt es sich beim Anfechtungsobjekt - wie vorliegend - um einen Einspracheentscheid (eines Unfallversicherers), so ist der Sachverhalt massgebend, wie er im Zeitpunkt des Erlasses dieses Einsprachent- scheides vorgelegen hat (BGE 116 V 248 E. 1a mit weiter n Hinweisen). Der hier angefochtene Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin datiert vom 9. Juni 2015. Dessen Rechtmässig- keit ist deshalb gestützt auf den zu diesem Zeitpunkt gegebenen Sachverhalt zu beurteilen. 7.2.3 Der Versicherte arbeitete seit dem 1. September 2010 als Eisenleger bei der B.____ GmbH. Am 28. April 2015 wurde über diese Gesellschaft der Konkurs eröffnet. Daraus folgt, dass der Beschwerdeführer seine zuletzt bis zum Unfall ausg eübte Tätigkeit als Eisenleger bei der genannten Arbeitgeberin im massgebenden Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Einspracheentscheides (9. Juni 2015) infolge Betriebsschli essung - und somit aus wirtschaftli- chen Gründen - auch dann nicht mehr hätte ausüben könn en, wenn er gesund geblieben wäre. Somit hat die Beschwerdegegnerin aber bei der Ermitt lung des Validenlohns zu Recht nicht an den letzten vom Versicherten bei der B.____ GmbH effektiv erzielten Lohn angeknüpft. 7.2.4 In einer Konstellation wie der geschilderten ist das Valideneinkommen nach dem oben Gesagten (vgl. E. 7.2.1 hiervor) anhand von Durchschnittsw erten zu bestimmen. In Beachtung dieses Grundsatzes hat die Beschwerdegegnerin für die Ermittlung des Validenlohns des Versi- cherten die Tabellenlöhne gemäss der Schweizerischen Lo hnstrukturerhebung (LSE) des Bun- desamtes für Statistik herangezogen. Dabei hat sie auf der Grundlage des Durchschnittslohnes der Männer im Anforderungsniveau 4 (Hilfsarbeiten) i n der Branche 41-43 “Baugerwerbe“ für das hier massgebende Jahr 2014 ein Valideneinkommen des Versicherten in der Höhe von Fr. 69‘780.-- errechnet. Die von der Beschwerdegegnerin gewählte Vorgehensweise ist insoweit nicht zu beanstanden, als sie in ihrer Berechnung grundsä tzlich von Durchschnittswerten aus- geht. Das von ihr konkret ermittelte Ergebnis - ein massg ebender Validenlohn von Fr. 69‘780.-- - kann jedoch aus den nachfolgenden Überlegungen nicht geschützt werden. 7.2.5 Den Akten kann entnommen werden, dass der Versiche rte in seiner angestammten Tätigkeit als Eisenleger bei der letzten Arbeitgeberi n, der B.____ GmbH, ein deutlich höheres Einkommen als den von der SUVA anhand der LSE ermitte lten Validenlohn von Fr. 69‘780.-- erzielt hatte. Gemäss den bei den Akten liegenden Lohn abrechnungen betrug sein Gehalt vor dem Unfall im Jahr 2011 Fr. 5‘960.-- pro Monat - bzw. bei 13 Monatslöhnen - Fr. 77‘480.-- pro Jahr. Ab 2013 hätte sich dieses - im Gesundheitsfall - auf Fr. 6‘050.-- pro Monat bzw. auf Fr. 78‘650.-- pro Jahr belaufen (die Lohnhöhe im für den Einkommensvergleich massgebenden Zeitpunkt des Rentenbeginns im Oktober 2014 kann den A kten nicht entnommen werden). Wie vorstehend aufgezeigt (vgl. E. 7.2.3 hiervor), kann vorli egend zwar nicht auf dieses vom Versi- cherten zuletzt bei der B.____ GmbH erzielte Gehalt abg estellt werden, die genannten Zahlen machen aber deutlich, dass der Versicherte als Gesunder ber eits in den vorausgegangenen Jahren ein Einkommen erzielt hatte, das markant über d em von der SUVA für das Jahr 2014 ermittelten Validenlohn von Fr. 69‘780.-- liegt. Die ser Umstand dürfte darauf zurückzuführen sein, dass die Tätigkeit eines Eisenlegers im Baugewerbe offensichtlich deutlich besser entlöhnt wird als diejenige eines (sonstigen) Bauhilfsarbeiters, was insoweit erklärbar ist, als es sich bei der Tätigkeit eines Eisenlegers um ein körperlich ausge sprochen anstrengende und schwere Arbeit handelt. Vorliegend ist davon auszugehen, dass sich der im Zeitpunkt des Rentenbe- ginns erst 39 Jahre alte Beschwerdeführer im Gesundheits fall auch nach der Konkurseröffnung über die B.____ GmbH mit überwiegender Wahrscheinlichke it wiederum um eine im Vergleich zur Tätigkeit eines sonstigen Bauhilfsarbeiters überdur chschnittlich gut bezahlte Stelle als Ei- Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht senleger bemüht und eine solche gefunden hätte. Es sind jedenfalls keinerlei Indizien ersichtlich - als solche kämen beispielsweise das fortgeschrittene Alte r oder allfällige (unfallfremde) ge- sundheitliche Probleme in Frage -, welche auf die konkr ete Absicht des Versicherten, eine kör- perlich leichtere, gleichzeitig aber auch schlechter entlö hnte Bauhilfsarbeitertätigkeit aufzuneh- men, hätten schliessen lassen. Somit hat der Beschwerdef ührer aber Anspruch darauf, dass sein Valideneinkommen auf der Basis eines durchschnittlich en Einkommens ermittelt wird, wel- ches ein Eisenleger in derselben Altersklasse und mit der vergleichbaren Berufserfahrung im massgebenden Zeitpunkt des Rentenbeginns (1. Oktober 2 014) im Baugewerbe in der Region Nordwestschweiz erzielt hatte. 7.2.6 Nach dem Gesagten kann bei der Ermittlung des In validitätsgrades im Rahmen des Einkommensvergleichs nicht auf das von der Beschwerdegegne rin anhand der LSE ermittelte Valideneinkommen von Fr. 69‘780.-- abgestellt werden. Der angefochtene Einspracheentscheid ist deshalb in diesem Punkt aufzuheben und die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese wird - allenfa lls anhand ihrer Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) oder aber mittels konkreter Lohner hebungen bei verschiedenen in der Region Nordwestschweiz ansässigen Baufirmen - abzuklären ha ben, wie hoch das durch- schnittliche Einkommen war, welches ein Eisenleger in de rselben Altersklasse und mit der ver- gleichbaren Berufserfahrung wie der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Rentenbeginns (1. Oktober 2014) im Baugewerbe in der Region Nordwestschweiz erzielt hatte. 7.3 Nicht zu beanstanden ist hingegen die vorinstanzliche Bemessung des Invalidenein- kommens. 7.3.1 Hat die versicherte Person wie im vorliegenden F all nach Eintritt des Gesundheits- schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare n eue Erwerbstätigkeit aufgenom- men, so können für die Festsetzung des (hypothetischen) Invalideneinkommens nach der Rechtsprechung entweder die - bereits weiter oben (v gl. E. 7.2.4) erwähnten - Tabellenlöhne der LSE oder die DAP-Lohnangaben der SUVA herangezogen werden (BGE 126 V 76 E. 3b mit Hinweisen, 129 V 475 E. 4.2.1). 7.3.2 Im Entscheid BGE 129 V 472 ff. befasste sich das B undesgericht ausführlich mit der Invaliditätsbemessung aufgrund von Arbeitsplatzbeschrei bungen aus der von der SUVA ge- schaffenen DAP und stellte fest, dass die für die Invalid itätsbemessung herangezogenen DAP- Profile im konkreten Einzelfall repräsentativ sein müssen. Es genügt daher nicht, wenn lediglich ein einziger oder einige wenige zumutbare Arbeitsplätze angegeben werden, weil es sich dabei sowohl hinsichtlich der Tätigkeit als auch des bezahlten Lohnes um Sonder- oder Ausnahmefäl- le handeln kann. Vielmehr muss der Unfallversicherer m indestens fünf DAP-Blätter auflegen, damit die Repräsentativität der DAP-Profile als gegebe n betrachtet werden kann. Zusätzlich sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrun d der gegebenen Behinderung der versicherten Person in Frage kommenden dokumentierten Ar beitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungs- profil entsprechenden Gruppe. Dadurch wird eine hin reichende Überprüfung des dem Unfall- versicherer bei der Auswahl der DAP-Blätter zustehenden E rmessens ermöglicht. Sind die er- Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht wähnten verfahrensmässigen Anforderungen nicht erfüllt, kann nicht auf den DAP- Lohnvergleich abgestellt werden (vgl. zitiertes Urteil , E. 4.2.2; vgl. auch BGE 139 V 595 f. E. 6.3). 7.3.3 Vorliegend stützte sich die Beschwerdegegnerin bei der Berechnung des Invalidenein- kommens auf Lohnangaben aus ihrer DAP, wobei sie insgesa mt fünf DAP-Blätter für das Jahr 2014 auflegte. Darüber hinaus machte sie Angaben über die Gesamtzahl der aufgrund der ge- gebenen Beeinträchtigung des Versicherten in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze (insgesamt 170 DAP), über den dabei erzielbaren Maxima llohn (Fr. 81‘620 .--), über den Mini- mallohn (Fr. 45‘500.--) sowie über den Durchschnittslohn der de m verwendeten Behinderungs- profil entsprechenden Gruppe (Fr. 61‘435.--). Die vo n der Rechtsprechung geforderten, für die Invaliditätsbemessung herangezogenen konkreten fünf DAP- Blätter ergeben einen Durch- schnittslohn von Fr. 59‘952.--. Diesen Betrag hat die B eschwerdegegnerin in der Folge ihrem Einkommensvergleich als hypothetisches Invalideneinkommen zu Grunde gelegt. 7.3.4 Der Beschwerdeführer bestreitet im Zusammenhang mit dieser vorinstanzlichen Be- messung des Invalideneinkommens die Rechtmässigkeit der be igezogenen DAP-Profile. So macht er geltend, dass für ihn vier der verwendeten DAP- Blätter bereits aufgrund des überlan- gen Arbeitsweges nicht in Frage kämen. Zudem würden di e ausgewählten Arbeitsplätze nur bedingt dem ärztlicherseits attestierten Zumutbarkeitspr ofil entsprechen. Schliesslich werde an drei Arbeitsstellen eine Anlehre vorausgesetzt, über wel che er nicht verfüge. Diese Vorbringen werden von der Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung mit überzeugenden Argumenten entkräftet, sodass an dieser Stelle vollumfänglich auf di e entsprechenden Ausführungen der SUVA verwiesen werden kann. Wie es sich mit den geschild erten Einwänden verhält, kann letztlich aber ohnehin offen bleiben. Aus dem Folgende n ergibt sich nämlich, dass für den Ver- sicherten ein höheres Invalideneinkommen resultieren würd e, wenn die Beschwerdegegnerin dieses nicht gestützt auf die DAP-Lohnangaben, sondern st attdessen anhand der LSE- Tabellenlöhne ermittelt hätte. Laut Tabelle TA1 der LSE 2010 belief sich der Zentralwert für die mit einfachen und repetitiven Aufgaben (Anforderungsn iveau 4) beschäftigten Männer im priva- ten Sektor im Jahre 2010 auf Fr. 4'901.-- (LSE 2010, Privater Sektor, Tabelle TA1, Männer, Total). Dieser Tabellenlohn beruht auf einer einhei tlichen Arbeitszeit von 40 Wochenstunden und ist auf die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden (vgl. Die Volkswirtschaft 3/2014 S. 88 Tabelle B 9.2) umzurechnen. Daraus resulti ert ein Monatslohn von Fr. 5'109.30 bzw. ein Jahresgehalt von Fr. 61‘312.--. Dieser Betra g wiederum ist der bis ins Jahr 2014 er- folgten Nominallohnentwicklung von + 3,3 % (Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Lohnin- dex [SLI], Nominallöhne 2010-2014) anzupassen, was eine n Jahreslohn von Fr. 63‘335.-- ergibt. Da der Versicherte in einer leidensadaptierte n Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist (vgl. E. 5 hiervor), würde sich das ihm zumutbare, anhand der LSE-Tabellenlöhne ermittelte Invali- deneinkommen auf den genannten Betrag von Fr. 63‘335 .-- belaufen. Für den Beschwerdefüh- rer erweist es sich somit als günstiger, dass sich die SUVA in seinem Fall für die Festsetzung des (hypothetischen) Invalideneinkommens auf die Lohnang aben aus ihrer DAP und nicht auf die LSE-Tabellenlöhne gestützt hat. Das von ihr auf di ese Weise ermittelte massgebende Inva- lideneinkommen von Fr. 59‘952.-- ist demnach, wie eingangs erwähnt, nicht zu beanstanden. Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht 8. Streitig und zu prüfen bleibt als letzter Punkt, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Integritätsentschädigung hat. 8.1 Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemes- sene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfal l eine dauernde erhebliche Schädi- gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrit ät erleidet. Nach Art. 36 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 gilt ein Integritätsscha- den als dauernd, wenn er voraussichtlich während des ganze n Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht (Satz 1); er ist erheblich, wenn die körp erliche, geistige oder psychische Integ- rität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Satz 2). 8.2 Laut Art. 25 Abs. 1 UVG wird die Integritätsentsch ädigung in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie wird entsprechend der Schwere des Integ ritätsschadens abgestuft, wobei sie den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jah resverdienstes nicht übersteigen darf. Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Gemäss Abs. 2 dieser Vorschrift gel- ten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. Darin hat der Bundesrat in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 113 V 219 E. 2a; Kranken- und Unfallversicherung - Re chtsprechung und Verwaltungspraxis [RKUV] 1988 Nr. U 48 S. 236 E. 2a mit Hinweisen) häu fig vorkommende und typische Schäden prozentual gewichtet. 8.3 Für die im Anhang 3 zur UVV genannten Integrität sschäden entspricht die Entschädi- gung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höch stbetrages des versicherten Ver- dienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädigung für speziel le oder nicht aufgeführte Integritätsschä- den wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert ab geleitet (Ziff. 1 Abs. 2 Satz 1). In die- sem Zusammenhang hat die SUVA in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala zusätzliche Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form erarbeitet. Diese in den Mitteilungen der Medizi- nischen Abteilung der SUVA Nr. 57 bis 59 herausgegebene n Tabellen (teilweise geändert und ergänzt in den Mitteilungen Nr. 60, 62 und 66) sind, soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewä hrleistet werden soll, mit dem An- hang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c, 116 V 157 E. 3a mit Hinweis). 8.4 Bei der Bestimmung des Schweregrades einer gesund heitlichen Beeinträchtigung handelt es sich um eine Tatfrage, für deren Beantwortu ng Verwaltung und Gerichte auf fach- ärztliche Mithilfe angewiesen sind. Dem Gericht ist es n icht möglich, die Beurteilung aufgrund der aktenkundigen Diagnosen selber vorzunehmen, da die Ausschöpfung des in den Tabellen offen gelassenen Bemessungsspielraums entsprechende Fachkenn tnisse voraussetzt und von einem medizinischen Laien eine zuverlässige Zuordnung nicht erwartet werden kann. Die Beur- teilung der einzelnen Integritätseinbussen obliegt som it den ärztlichen Sachverständigen (Ur- teil A. des Bundesgerichts vom 23. April 2007, U 121/06, E. 4.2 mit weiteren Hinweisen). 8.5 Die Beschwerdegegnerin lehnte im angefochtenen En tscheid einen Anspruch des Be- schwerdeführers auf eine Integritätsentschädigung ab. Si e stützte sich dabei auf die entspre- Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht chende Beurteilung des Kreisarztes Dr. E.____ vom 15. J uli 2014 sowie insbesondere auf des- sen ergänzende Stellungnahme vom 28. Mai 2015. Im letzteren Schreiben hielt Dr. E.____ fest, dass kein erheblicher Integritätsschaden bestehe. Auszugeh en sei vom klinischen Befund, wie er in der Klinik D.____ erhoben worden sei. Dort sei eine seitengleiche Funktion der Fussgelen- ke beschrieben worden. Die Ausrichtung einer Integritäts entschädigung setze jedoch das Vor- liegen dauerhafter und erheblicher funktioneller Verletzungsfolgen voraus, was im Fall des Be- schwerdeführers weder aufgrund der Bildgebung noch auf grund allfälliger funktioneller Ein- schränkungen bejaht werden könne. 8.6 Der Versicherte macht in seiner Beschwerde gelten d, dass er „aufgrund eines Osteo- phyten in der Grube zwischen dem Talushals und dem Calcan eus“ unter einer erheblichen Funktionseinschränkung leide. Er unterlässt es jedoch, fa chärztliche Berichte vorzulegen oder näher zu bezeichnen, in denen eine dauernde erhebliche Integritätsschädigung ausdrücklich bejaht wird oder denen zumindest ausreichende Hinweise auf das Vorliegen einer solchen dau- erhaften und erheblichen Schädigung entnommen werden könnten. Der vorerwähnte, nicht wei- ter belegte Einwand des Beschwerdeführers stellt jedenf alls keinen Grund dar, um von der schlüssigen und nachvollziehbaren kreisärztlichen Beurteilung abzuweichen, wonach der Versi- cherte durch das Unfallereignis vom 24. Oktober 2011 kein e dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen Integrität erlitten hat. Die vorinstanzliche Verneinung eines Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung erweist sich somit als rechtens. 9. Zusammenfassend ist als Ergebnis festzuhalten, dass der angefochtene Einsprache- entscheid der SUVA vom 9. Juni 2015, soweit er den Ren tenanspruch des Beschwerdeführers betrifft, aufzuheben und die Angelegenheit zur weite ren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum anschliessenden Erlass einer neuen Verfügung an d ie SUVA zurückzuweisen ist. In diesem Punkt ist die Beschwerde gutzuheissen. In Bezug au f die Rüge, die SUVA habe den Fall verfrüht abgeschlossen, und bezüglich des Antrags, d ie SUVA habe ihm eine Integritäts- entschädigung auszurichten, ist die Beschwerde des Versiche rten hingegen als unbegründet abzuweisen. 10.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par- teien kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorlie gende Verfahren keine Kosten zu erheben. 10.2.1 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende B eschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Hebt das Kantonsgericht einen be i ihm angefochtenen Einspracheent- scheid auf und weist es die Angelegenheit zu ergänzende r Abklärung und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Verwaltung zurück, so gilt in p rozessualer Hinsicht die Beschwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende und der Ve rsicherer als unterliegende Partei (BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 235 E. 6.2, j e mit Hinweisen). Mit dem heutigen Urteil hebt das Kantonsgericht den angefochtenen Einspracheentscheid der SUVA vom 9. Juni 2015, soweit den Rentenanspruch des Beschwerdeführers betreff end, auf und weist die Angelegen- heit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen u nd zum anschliessenden Erlass einer neuen (Renten-) Verfügung an die SUVA zurück. In Bezug auf den strittigen Rentenanspruch ist Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht der Versicherte demnach obsiegende Partei. Demgegenübe r ist der Beschwerdeführer mit sei- ner Rüge, wonach die SUVA den Fall verfrüht abgeschlo ssen habe, und mit seinem Antrag, die SUVA habe ihm eine Integritätsentschädigung auszurichten, nicht durchgedrungen. In Bezug auf diese Punkte des Beschwerdeverfahrens gilt er demnach als unterliegende Partei. In Bezug auf die Bemessung der Parteientschädigung ist somit im Ergebnis von einem teilweisen Obsie- gen des Beschwerdeführers auszugehen, weshalb diesem led iglich eine reduzierte Parteient- schädigung zu Lasten der SUVA zusteht. Dem geschilderten Prozessausgang entsprechend rechtfertigt es sich, diese auf die Hälfte des Betrages f estzusetzen, der dem Versicherten bei vollständigem Obsiegen zuzusprechen wäre. 10.2.2 In seiner Honorarnote vom 25. November 2015 ma cht der Rechtsvertreter des Be- schwerdeführers für das vorliegende Verfahren einen Zeit aufwand von 2,5 Anwaltsstunden gel- tend. Dazu kommen Bemühungen von 8 Stunden, die ein Volontär für ihn erbracht hat. Die de- taillierte Abrechnung beinhaltet nun allerdings auch Bemühungen im Umfang von einer An- waltsstunde, die im Rahmen des Verwaltungsverfahrens bis zu m Erlass des Einspracheent- scheides erbracht worden sind. Bei der Festsetzung der Par teientschädigung für das versiche- rungsgerichtliche Verfahren kann aber nur der im Rahm en des eigentlichen Beschwerdeverfah- rens, d.h. der nach der Zustellung des Einspracheentsch eides entstandene Aufwand berück- sichtigt werden. Entschädigungsberechtigt ist vorliegend deshalb nur der in der Honorarnote vom 25. November 2015 für den Zeitraum nach dem 10. Juni 2015 (Zustellung des Einsprache- entscheides) ausgewiesene Aufwand von 1,5 Anwaltsstunden und von 8 Stunden, die ein Vo- lontär erbracht hat. Dieser Aufwand erweist sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtfragen als angemessen. Die Bemühungen sind zu den in Sozialversicherungsprozes- sen praxisgemäss zur Anwendung gelangenden Stundenansätze n zu entschädigen. Diese be- laufen sich für Anwältinnen und Anwälte auf 250 Fran ken und für Volontärinnen und Volontäre auf 140 Franken und nicht, wie vom Rechtsvertreter in seiner Honorarnote geltend gemacht, auf 350 Franken für Anwältinnen und Anwälte und auf 200 Franken für Volontärinnen und Volontä- re. Dazu kommen die in der Honorarnote ausgewiesen Au slagen in der Höhe von Fr. 20.--, die allesamt nach Zustellung des Einspracheentscheides angefal len sind. Da der Beschwerdefüh- rer nach dem oben Gesagten zur Hälfte obsiegt hat, ist ihm eine Parteientschädigung zuzu- sprechen, welche die Hälfte des entschädigungsberechtigt en Aufwandes und der ausgewiese- nen Auslagen deckt. Die SUVA hat dem Beschwerdeführer d emnach eine reduzierte Parteient- schädigung in der Höhe von Fr. 818.10 (0,75 Stunden à Fr. 250.-- plus 4 Stunden à Fr. 140.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 10.-- + 8 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 10.3. In seiner Beschwerde hat der Versicherte überdies um Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter ersucht. Da der Beschwerdeführer vorliegend nur teilweise obsiegt hat, bleibt zu prüfen, ob diesem Ant rag entsprochen werden kann und der Rechtsvertreter demnach für seine Bemühungen und die A uslagen, die von der vorstehend zu- gesprochenen Parteientschädigung nicht erfasst sind, aus d er Gerichtskasse zu entschädigen ist. 10.3.1 Gemäss Art. 61 lit. f ATSG wird der Beschwerde führenden Person ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt, wenn ihr die nötigen Mittel fehlen, ihr Begehren nicht offensichtlich als Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht aussichtslos erscheint und die anwaltliche Vertretung zur Wahrung ihrer Rechte als notwendig oder doch geboten erscheint. Für die Beurteilung der p rozessualen Bedürftigkeit der Gesuch stellenden Person ist grundsätzlich deren gesamte wirtschaftliche Situation massgebend. Diese hat deshalb ihre aktuellen Einkommens- und Vermögensverhä ltnisse umfassend darzustellen und soweit als möglich zu belegen. Kommt sie diesen Obl iegenheiten nicht nach, ist das Ge- such um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege abz uweisen BGE 125 IV 165 E. 4a, 120 Ia 182 E. 3a). 10.3.2 Der Beschwerdeführer reichte am 12. August 20 15 das von ihm ausgefüllte Formular “Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege“ und als einzige Beilage eine Bestätigung über die im Juni 2015 in Frankreich bezogene Arbeitslosenentschädigung ein. Mit Schreiben vom 13. Au- gust 2015 wies der Instruktionsrichter den Beschwerdeführe r darauf hin, dass mit den einge- reichten Unterlagen seine Einkommens- und insbesondere s eine Vermögensverhältnisse nicht im erforderlichen Masse belegt seien. Er forderte ihn d eshalb auf, bis 14. September 2015 wei- tere Unterlagen einzureichen. Da der Beschwerdeführe r innert dieser Frist nicht reagierte, räumte ihm der Instruktionsrichter mit Schreiben vom 29 . September 2015 eine Nachfrist bis 29. Oktober 2015 zur Einreichung der erforderlichen Unterlagen ein. Gleichzeitig machte er den Versicherten darauf aufmerksam, dass sein Gesuch um Bewilli gung der unentgeltlichen Rechtspflege mangels Nachweises der prozessualen Bedürft igkeit abgewiesen werde, falls die für die Beurteilung der aktuellen finanziellen Situat ion erforderlichen Angaben und Belege auch innert dieser Nachfrist nicht eingehen würden. In de r Folge hat der Beschwerdeführer auch auf dieses Schreiben nicht reagiert. Unter diesen Umständen ist aber das Gesuch des Beschwer- deführers um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspfle ge androhungsgemäss mangels (aus- reichenden) Nachweises der prozessualen Bedürftigkeit abzuweisen. 11.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesge richt (BGG) vom 17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angel egenheiten an das Bundesgericht zuläs- sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Sel bständig eröffnete Zwischenent- scheide sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über d ie Zuständigkeit und über Aus- standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei- ten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschw erde sofort einen Endentscheid her- beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Ze it oder Kosten für ein weitläufiges Be- weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BG G). Nach der bundesgerichtlichen Recht- sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei- sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 11.2 Beim vorliegenden Entscheid handelt es sich, soweit es um die Beurteilung des Ren- tenanspruchs des Beschwerdeführers geht, um einen Rückwei sungsentscheid und somit um einen Zwischenentscheid im Sinne des BGG. Demnach ist geg en ihn eine Beschwerde in öf- fentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG Seite 17 http://www.bl.ch/kantonsgericht genannten Voraussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Ein- spracheentscheid der SUVA vom 9. Juni 2015, soweit den Rentenan- spruch des Beschwerdeführers betreffend, aufgehoben und d ie Ange- legenheit wird zur weiteren Abklärung im Sinne der Er wägungen und zum anschliessenden Erlass einer neuen Verfügung an die S UVA zurückgewiesen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die SUVA hat dem Beschwerdeführer eine reduzierte Parteientschädi- gung in der Höhe von Fr. 818.10 (inkl. Auslagen + 8 % Mehrwertsteu- er) zu bezahlen. Im Übrigen werden die ausserordentlichen Kosten wettgeschlagen. 4. Das Gesuch des Beschwerdeführers um Bewilligung der unentgeltli- chen Verbeiständung wird abgewiesen. http://www.bl.ch/kantonsgericht