<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2024.00197</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=224365&amp;W10_KEY=13045537&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2024.00197</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 26.09.2024</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Bildung</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Disziplinarmassnahmen</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Die Vorinstanz schrieb das Rekursverfahren betreffend Disziplinarmassnahmen gegen den Sohn des Beschwerdeführers als gegenstandslos geworden ab, weil dieser mittlerweile in einer anderen Gemeinde schulpflichtig sei und somit das schutzwürdige Interesse an der Anfechtung der Disziplinarmassnahmen in der alten Schulgemeinde dahingefallen sei. Dieser Umzug wurde der Vorinstanz in der beschwerdegegnerischen Duplik mitgeteilt, welche sie dem Beschwerdeführer erst mit dem verfahrensabschliessenden Beschluss zusammen zustellte.] Soweit der Beschwerdeführer mit Blick auf ein allfälliges Staatshaftungsverfahren neu einen Antrag auf Feststellung der Rechtswidrigkeit der Disziplinarmassnahmen stellt, ist darauf aufgrund der Subsidiarität von Feststellungsbegehren nicht einzutreten (E. 1.3). Dass das Verfahren betreffend schulische Disziplinarmassnahmen bei Wegzug in eine neue Schulgemeinde gegenstandslos wird, ist zutreffend und wird vom Beschwerdeführer nicht bestritten (E. 2.2). Sein rechtliches Gehör wurde jedoch verletzt, da er vor dem Beschluss der Vorinstanz nicht zum von der Beschwerdegegnerin ins Verfahren eingebrachten und entscheiderheblichen Novum des neuen Wohnsitzes Stellung nehmen konnte (E. 2.3). Eine Rückweisung an die Vorinstanz wäre aber ein formalistischer Leerlauf, da die Gegenstandslosigkeit im Rekursverfahren wegen des Umzugs ohnehin eingetreten wäre â auch im Rekursverfahren wäre auf ein reines Feststellungsbegehren nicht einzutreten gewesen (E. 2.4). Die für die Kostenverteilung erstellte Hauptsachenprognose der Vorinstanz stellte sodann nicht massgeblich auf die Duplik der Beschwerdegegnerin ab, womit die Verletzung des rechtlichen Gehörs auch insofern folgenlos ist. Die vorinstanzliche Hauptsachenprognose ist nicht falsch, womit die Kostenauflage an den Beschwerdeführer nicht zu beanstanden ist (E. 2.5). Abweisung UP/URB. Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ERZIEHUNG, BILDUNG, WISSENSCHAFT">ERZIEHUNG, BILDUNG, WISSENSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FESTSTELLUNGSBEGEHREN">FESTSTELLUNGSBEGEHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEGENSTANDSLOSIGKEIT">GEGENSTANDSLOSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REPLIKRECHT">REPLIKRECHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 29 Abs. 2 BV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=67877" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2024.00197</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">26. September 2024</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sidentin Tamara NÃ¼ssle<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Marco Donatsch, Verwaltungsrichter Reto HÃ¤ggi Furrer, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Dumenig Stiffler. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Gemeinde C, <br/> </span><span>vertreten durch die Schulpflege C, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Disziplinarmassnahmen,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>D (geboren 2009) besuchte ab dem Sommer 2022 die Sekundarschule E in C.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Am 28. Juni 2023 verfÃ¼gte der Leiter Schule &amp; Bildung der Schule C nach mehreren VorfÃ¤llen eine vorÃ¼bergehende Wegweisung von D von der Sekundarschule E bis und mit 3. Juli 2023, verpflichtete diesen fÃ¼r den Zeitraum vom 4. Juli 2023 bis und mit 14. Juli 2023 zu einem begleiteten Sozialarbeitseinsatz und verfÃ¼gte den Besuch eines Timeouts in der Institution F zu Beginn des Schuljahrs 2023/24.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Eine hiergegen gerichtete Einsprache des Vaters von D, A, vom 10. Juli/14. Juli 2023 wies die Schulpflege der Gemeinde C am 14. August 2023 ab. Im Ãbrigen revidierte die Schulpflege die VerfÃ¼gung des Leiters Schule &amp; Bildung vom 28. Juni 2023 und ordnete an, dass D zum frÃ¼hestmÃ¶glichen Zeitpunkt fÃ¼r bis zu maximal 12 Wochen in eine Auszeit gemÃ¤ss § 52a des Volksschulgesetzes vom 7. Februar 2005 (VSG, LS 412.100) Ã¼bertreten werde, wies diesen vom 21. August 2023 bis zum Ãbertritt in die Auszeit von der Sekundarschule E weg und ordnete fÃ¼r die Zwischenzeit einen begleiteten Sozialarbeitseinsatz an.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Hiergegen erhob A am 14. September 2023 Rekurs beim Bezirksrat H. Mit Duplik vom 12. Februar 2024 informierte die Schule C den Bezirksrat, dass D mit seiner Familie mittlerweile aus C weggezogen sei und D deshalb neu in der Schulgemeinde G schulpflichtig sei. Daraufhin schrieb der Bezirksrat H das Verfahren mit Beschluss vom 20. MÃ¤rz 2024 als gegenstandslos geworden ab (Dispositiv-Ziff. II), da es A im Rekursverfahren an einem schutzwÃ¼rdigen Interesse fehle, und stellte diesem gemeinsam mit dem Beschluss die Duplik der Schule C vom 12. Februar 2024 zu.</p> <p class="Sachverhalt2">Im Ãbrigen gewÃ¤hrte der Bezirksrat A die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und die unentgeltliche Rechtsvertretung in der Person von Rechtsanwalt B (Dispositiv-Ziff. I), auferlegte A die Verfahrenskosten, nahm sie jedoch zufolge der gewÃ¤hrten unentgeltlichen Rechtspflege und unter Hinweis auf die Nachzahlungspflicht einstweilen auf die Staatskasse (Dispositiv-Ziff. III) und sprach keine ParteientschÃ¤digungen zu (Dispositiv-Ziff. IV).</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Am 22. April 2024 erhob A Beschwerde beim Verwaltungsgericht ZÃ¼rich und beantragte, unter EntschÃ¤digungsfolge fÃ¼r das Beschwerdeverfahren seien die Dispositiv-Ziffern II, III und IV des Beschlusses des Bezirksrats H vom 20. MÃ¤rz 2024 aufzuheben und sei stattdessen festzustellen, dass der Beschluss der Schulpflege C vom 14. August 2023 widerrechtlich gewesen sei, wobei die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens auf die Staatskasse zu nehmen seien und ihm fÃ¼r das Rekursverfahren eine volle ParteientschÃ¤digung zuzusprechen sei. Eventualiter seien die Dispositiv-Ziffern II, III und IV des vorinstanzlichen Beschlusses aufzuheben und die Sache zur gehÃ¶rigen VerfahrensdurchfÃ¼hrung und Entscheidung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen. Subeventualiter seien Dispositiv-Ziffern III und IV des vorinstanzlichen Beschlusses aufzuheben und stattdessen die vorinstanzlichen Kosten auf die Staatskasse zu nehmen und ihm eine volle ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Rekursverfahren zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht ersuchte A zudem um unentgeltliche Rechtspflege.</p> <p class="Sachverhalt2">Der Bezirksrat H verzichtete am 30. April 2024 auf Vernehmlassung. Die Schule C beantragte am 21. Mai 2024 Abweisung der Beschwerde unter EntschÃ¤digungsfolge, soweit darauf eingetreten werden kÃ¶nne. A replizierte am 3. Juni 2024.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss §§ 41 ff. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) zustÃ¤ndig fÃ¼r Beschwerden gegen Rekursentscheide des Bezirksrats betreffend Anordnungen der Schulpflege (vgl. § 75 Abs. 1 VSG).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>In SchÃ¼ler- bzw. Schulbelangen kommt die Befugnis zur Rechtsmittelerhebung zunÃ¤chst den von der strittigen Anordnung betroffenen SchÃ¼lerinnen bzw. SchÃ¼lern zu. DarÃ¼ber hinaus erkennt die Rechtsprechung den Inhabern der elterlichen Sorge aber auch die Befugnis zu, die Rechte des minderjÃ¤hrigen Kinds im eigenen Namen auszuÃ¼ben und vor Gericht fÃ¼r dieses geltend zu machen (vgl. statt vieler VGr, 14. September 2022, VB.2022.00263, E. 2.2 mit zahlreichen Hinweisen). Vorliegend geht aus den Akten nicht abschliessend hervor, ob der BeschwerdefÃ¼hrer der alleinige Inhaber der elterlichen Sorge von D ist. Handelt ein Elternteil allein, geht die Praxis gestÃ¼tzt auf Art. 304 Abs. 2 des Zivilgesetzbuchs (SR 201) jedoch grundsÃ¤tzlich davon aus, dass dies im Einvernehmen mit dem anderen Elternteil geschieht. Dies gilt gleichsam fÃ¼r unverheiratete und geschiedene Eltern mit gemeinsamem Sorgerecht (vgl. zum Ganzen Martin Bertschi, in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], Vorbemerkungen zu §§ 21â21a N. 8). Entsprechend ist der BeschwerdefÃ¼hrer zur Beschwerde betreffend die gegen D verfÃ¼gten Disziplinarmassnahmen so oder so befugt.</p> <p class="Erwgung2"><a id="_Ref177639207"><b>1.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer stellt vor Verwaltungsgericht unter anderem das Begehren, es sei die Widerrechtlichkeit des Beschlusses der Beschwerdegegnerin vom 14. August 2023 festzustellen.</a> Dieses begrÃ¼ndet er im Wesentlichen damit, dass das Vorgehen der Beschwerdegegnerin beim Sohn des BeschwerdefÃ¼hrers gesundheitliche Spuren hinterlassen habe und entsprechende Schadenersatz- wie auch GenugtuungsansprÃ¼che im Raum stÃ¼nden, deren Grundlage die Feststellung der Widerrechtlichkeit sei. Eine vollumfÃ¤ngliche Verweisung auf ein anderes Verfahren diesbezÃ¼glich wÃ¤re unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig.</p> <p class="Erwgung3"><b>1.3.1 </b>Ein Feststellungsentscheid ist grundsÃ¤tzlich subsidiÃ¤r gegenÃ¼ber anderen Leistungs- oder Gestaltungsentscheiden. RegelmÃ¤ssig besteht kein schutzwÃ¼rdiges Interesse an der Feststellung der Rechtswidrigkeit, wenn diese in einem anderen Verfahren Ã¼berprÃ¼ft werden kann. So begrÃ¼ndet der Umstand, dass die RechtmÃ¤ssigkeit einer Anordnung Gegenstand eines Staatshaftungsverfahrens ist oder werden kÃ¶nnte, grundsÃ¤tzlich kein Interesse an einem rein die Rechtswidrigkeit feststellenden Entscheid gegen eine (Verwaltungs-)VerfÃ¼gung (BGr, 28. MÃ¤rz 2014, 2C_45/2014, E. 2.4.2, und 11. MÃ¤rz 2011, 2C_596/2010, E. 3.2; VGr, 30. September 2021, VB.2021.00468, E. 3.5, und 8. April 2020, VB.2019.00712, E. 1.3).</p> <p class="Erwgung3"><b>1.3.2 </b>Nicht zielfÃ¼hrend ist diesbezÃ¼glich auch der Verweis des BeschwerdefÃ¼hrers auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung betreffend das stets als hinreichend anzunehmende Feststellungsinteresse bei der ÃberprÃ¼fung der Widerrechtlichkeit von Haftanordnungen (vgl. BGE 142 I 135 E. 3.4). Wie aus dem zitierten Entscheid klar hervorgeht, ergibt sich das Recht auf Verlangen einer gerichtlichen Feststellung bei FÃ¤llen von widerrechtlichen FreiheitsentzÃ¼gen direkt aus Art. 5 Abs. 4 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (SR 0.101). Es ist nicht ersichtlich, dass diese Rechtsprechung in irgendeiner Weise (analog) anwendbar wÃ¤re, wenn â wie hier â keine Verletzung der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention geltend gemacht wurde (vgl. hierzu umfassend VGr, 11. Juli 2024, VB.2021.00594, E. 1.5.2).</p> <p class="Erwgung3"><b>1.3.3 </b>Auf das Feststellungsbegehren des BeschwerdefÃ¼hrers ist folglich mangels schutzwÃ¼rdigen Interesses nicht einzutreten. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.4 </b>Auf die Ã¼brigen BeschwerdeantrÃ¤ge ist einzutreten, da die Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die Vorinstanz schrieb den Rekurs des BeschwerdefÃ¼hrers als gegenstandslos geworden ab, da dessen schutzwÃ¼rdiges Interesse an einem bezirksrÃ¤tlichen Entscheid wÃ¤hrend des Rekursverfahrens entfallen sei. Dies begrÃ¼ndete sie damit, dass die Familie des BeschwerdefÃ¼hrers mit D wÃ¤hrend des laufenden Verfahrens nach G gezogen sei, womit dieser nun dort schulpflichtig sei. Entsprechend sei die Beschwerdegegnerin nicht mehr zustÃ¤ndig, Disziplinarmassnahmen gegen D anzuordnen respektive bereits angeordnete Massnahmen durchzusetzen. Der angefochtene Beschluss der Schulpflege C vom 14. August 2023 sei damit gegenstandslos geworden und der BeschwerdefÃ¼hrer sei durch diesen nicht mehr beschwert.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Dieser Schluss ist nicht zu beanstanden und auch der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¤umt ein, dass die entsprechenden AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz zutreffen. Er macht jedoch geltend, sein rechtliches GehÃ¶r sei verletzt worden. So habe er zur letzten Eingabe der Beschwerdegegnerin im vorinstanzlichen Verfahren vom 12. Februar 2024, in welcher der Wegzug der Familie des BeschwerdefÃ¼hrers erstmals thematisiert wurde, nicht mehr vor Erlass des Beschlusses der Vorinstanz vom 20. MÃ¤rz 2024 Stellung nehmen kÃ¶nnen. SinngemÃ¤ss macht er geltend, dass er bei Kenntnisnahme dieser Stellungnahme bereits im Rekursverfahren seine AntrÃ¤ge geÃ¤ndert und statt einer Aufhebung der Anordnungen der Beschwerdegegnerin bloss noch die Feststellung deren Rechtswidrigkeit verlangt hÃ¤tte. Hiermit hÃ¤tte er weiterhin ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an der Behandlung des Rekurses gehabt und die Gegenstandslosigkeit wÃ¤re nicht eingetreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 12. Februar 2024 enthielt das Novum, dass D mit seiner Familie umgezogen ist und D nicht mehr in C schulpflichtig ist. Dieses Novum allein fÃ¼hrte letztlich zur Gegenstandslosigkeit des Rekursverfahrens und war damit entscheiderheblich. Durch das Unterlassen der Zustellung der entsprechenden Stellungnahme an den BeschwerdefÃ¼hrer vor Erlass seines Beschlusses hat die Vorinstanz dessen Replikrecht als Teilgehalt seines Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r verletzt (vgl. zum Ganzen BGE 138 I 154 E. 2.5; Alain Griffel, Kommentar VRG, § 26b N. 37 ff.; VGr, 9. Mai 2020, VB.2019.00365, E. 5.4.1 mit zahlreichen Hinweisen). Eine RÃ¼ckweisung an die Vorinstanz kann dennoch unterbleiben, da, wie in der Folge dargelegt wird, ohnehin kein anderes Ergebnis als die Gegenstandslosigkeit des Rekurses resultieren kann und die RÃ¼ckweisung insofern ein formalistischer Leerlauf wÃ¤re (vgl. VGr, 24. Juni 2020, VB.2020.00010, E. 2.2, und 30. April 2020, VB.2019.00558, E. 3.1 mit weiteren Hinweisen; Alain Griffel, Kommentar VRG, § 8 N. 37 f.).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Wie bereits ausgefÃ¼hrt (vgl. oben E. 1.3.) besteht im vorliegenden Verfahren kein schutzwÃ¼rdiges Interesse des BeschwerdefÃ¼hrers an einem Feststellungsentscheid betreffend die angebliche Rechtswidrigkeit der Anordnungen der Beschwerdegegnerin zwecks Vorbereitung eines Staatshaftungsverfahrens. Selbst wenn er also im Rekursverfahren nach Einsicht in die Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 12. Februar 2024 noch einen entsprechenden Feststellungsantrag hÃ¤tte stellen kÃ¶nnen, wÃ¤re der Rekurs als gegenstandslos geworden abzuschreiben und auf den Feststellungsantrag nicht einzutreten gewesen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Nicht zuzustimmen ist dem BeschwerdefÃ¼hrer ferner, wenn er geltend macht, die Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs hÃ¤tte einen Einfluss auf die vorinstanzliche Kostenverlegung gehabt, weil die Vorinstanz bei der Beurteilung der Hauptsachenprognose massgeblich auf die Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 12. Februar 2024 abgestellt habe. Es trifft zwar zu, dass die Vorinstanz an einer Stelle auf diese Stellungnahme und Beilagen hierzu verweist, jedoch geht es dabei um einen Vorfall, zu welchem der BeschwerdefÃ¼hrer selbst im Rekursverfahren bereits am 4. Januar 2024 Stellung genommen hatte, und kommt diesem Vorfall in der Argumentation der Vorinstanz keine besondere Bedeutung zu. Folglich hÃ¤ngt die fÃ¼r die Kostenverlegung von der Vorinstanz als massgeblich erachtete Hauptsachenprognose nicht in relevantem Ausmass von den Aussagen und Beweismitteln in der Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 12. Februar 2024 ab und hat auch diesbezÃ¼glich die Bejahung einer Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs keinen Einfluss auf den Ausgang des Verfahrens. Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer im Subeventualantrag verlangt, die vorinstanzlichen Kosten seien auf die Staatskasse zu nehmen, ist deshalb auch dieses Begehren abzuweisen. In Bezug auf die Verfahrenskosten und die ParteientschÃ¤digung bei der Gegenstandslosigkeit berÃ¼cksichtigt die RekursbehÃ¶rde, wer die Gegenstandslosigkeit bzw. das gegenstandslos gewordene Verfahren verursacht hat und welche Partei vermutlich obsiegt hÃ¤tte (Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 13 N. 74 f., § 17 N. 31). Das Verwaltungsgericht korrigiert die vorinstanzlichen Nebenfolgen eines Abschreibungsbeschlusses nur, wenn sich der Entscheid als offensichtlich falsch und im Ergebnis als nicht haltbar erweist (PlÃ¼ss, § 13 N. 77, § 17 N. 31). Dies ist hier nicht der Fall. Die von der Vorinstanz festgelegten Nebenfolgen sind nachvollziehbar und nicht offensichtlich falsch. Entsprechend ist die Kostenauflage und das Versagen einer ParteientschÃ¤digung an den BeschwerdefÃ¼hrer im Rekursverfahren nicht zu beanstanden.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die Beschwerde ist damit abzuweisen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Folglich sind die Gerichtskosten dem unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihm nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG). Die in ihrem amtlichen Wirkungskreis tÃ¤tig gewordene Beschwerdegegnerin hat praxisgemÃ¤ss ebenfalls keinen Anspruch auf eine ParteientschÃ¤digung (vgl. VGr, 22. Juni 2023, VB.2022.00754, E. 7 mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer ersucht um unentgeltliche Rechtspflege und -vertretung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren. GemÃ¤ss § 16 Abs. 1 VRG haben Private, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offenkundig aussichtslos erscheinen, auf Ersuchen Anspruch auf unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung. Ein Anspruch auf Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung besteht, wenn sie zusÃ¤tzlich nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren (§ 16 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Erwgung2">Die vorliegende Beschwerde ist nach dem Gesagten als aussichtslos zu qualifizieren. Entsprechend ist das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abzuweisen. </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss <a id="Text31">erkennt</a> <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 95.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 1'595.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) den Bezirksrat H.</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>