<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2023.00638</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223883&amp;W10_KEY=13045531&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2023.00638</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 06.03.2024</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 25.06.2024 gutgeheissen und den Entscheid des Verwaltungsgerichts aufgehoben.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Der Beschwerdeführer war jahrelang arbeitslos und bezog Sozialhilfe. Umstritten ist, ob er durch die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit den Arbeitnehmerstatus wiedererlangt hat.] Der Beschwerdeführer hat seine Arbeitnehmereigenschaft im Sinn des FZA nicht wiedererlangt. Bei einer Gesamtbeurteilung geht hervor, dass er nach jahrelanger Arbeitslosigkeit nur stundenweise Arbeit auf Abruf gefunden hat. Aufgrund des prekären Charakters des Arbeitsverhältnisses und des begrenzten und unregelmässigen Beschäftigungsgrades kann nicht davon ausgegangen werden, dass eine tatsächliche und reale Arbeit im Sinn der oben dargestellten Praxis vorliegt (E. 3.4.2). Es ist beim Beschwerdeführer nicht von einer dauernden Arbeitsunfähigkeit auszugehen (E.3.4.3). Er verfügt angesichts der jahrelangen Sozialhilfeabhängigkeit nicht über ausreichende finanzielle Mittel, um gestützt als Nichterwerbstätiger zugelassen zu werden (E. 3.4.4). Der Beschwerdeführer erfüllt die zeitlichen Voraussetzungen der Niederschrift zwischen der Schweiz und Deutschland. Er erfüllt jedoch den Widerrufsgrund der Sozialhilfeabhängigkeit, weshalb ihm dennoch kein Aufenthaltsanspruch zusteht. Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA erweist sich als verhältnismässig (E. 4). Die Vorinstanz hätte das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gutheissen müssen, da der Beschwerdeführer neu einer Erwerbstätigkeit nachging und sie die Arbeitnehmereigenschaft vertieft zu prüfen hatte (E. 5). Gewährung UP/URB (E. 7). Teilweise Gutheissung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=65266" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2023.00638</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">6. MÃ¤rz 2024</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, Verwaltungsrichterin Viviane Sobotich, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda <br/> Rindlisbacher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="MsoNormal"><span>A, geboren 1969, StaatsangehÃ¶riger von Deutschland, reiste am 1. Juni 2008 in die Schweiz ein und erhielt am 4. Juli 2008 eine bis am 31. Mai 2013 befristete Aufenthaltsbewilligung EG/EFTA zur ErwerbstÃ¤tigkeit. Am 1. September 2008 zog er in den Kanton C, wo ihm eine bis am 30. Juni 2013 gÃ¼ltige Aufenthaltsbewilligung EG/EFTA erteilt wurde, welche am 13. Januar 2014 bis am 30. Juni 2018 verlÃ¤ngert wurde.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>A erlitt im Oktober 2014 einen Arbeitsunfall. Per ca. April 2015 wurde ihm seine Arbeitsstelle gekÃ¼ndigt. Er erhielt in der Folge ArbeitslosenentschÃ¤digung. Da er ab Januar 2017 ausgesteuert war, musste er ab dem 20. MÃ¤rz 2017 von der Sozialhilfe unterstÃ¼tzt werden. Am 11. </span><span>MÃ¤rz 2020 beantragte er im Kanton C die VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung EG/EFTA.</span><span> Der Stand des Sozialhilfebezugs im Kanton C betrug am 31. Mai 2021 Fr. 94'404.60.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Am 1. Mai 2021 zog </span><span>A </span><span>von D (Kanton C) nach E. Er musste ab dem 1. Juni 2021 vollumfÃ¤nglich von der Sozialhilfe unterstÃ¼tzt werden. Mit VerfÃ¼gung vom 7. Februar 2023 wies das Migrationsamt das Gesuch um Kantonswechsel und um VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung EG/EFTA ab und setzte </span><span>A Frist zum Verlassen der Schweiz bis zum 6. Mai 2023.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="MsoNormal"><span>Den dagegen erhobenen Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion am 25. September 2023 ab und setzte </span><span>A<span> eine neue Frist zum Verlassen der Schweiz bis zum 26. Dezember 2023.</span></span><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="MsoNormal"><span>Am 26. Oktober 2023 erhob </span><span>A<span> Beschwerde und beantragte dem Verwaltungsgericht, es seien Dispositiv-Ziffern I und II des Entscheids der Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion vom 25. September 2023 aufzuheben und das Migrationsamt anzuweisen, ihm die Aufenthaltsbewilligung EG/EFTA zu verlÃ¤ngern. Weiter seien die Dispositiv-Ziffern III und IV aufzuheben und ihm fÃ¼r das Rekursverfahren die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren und in der Person von Rechtsanwalt B ein unentgeltlicher Rechtsanwalt zu bestellen. Schliesslich seien in Aufhebung der Dispositiv-Ziffern V und VI die Kosten auf die Staatskasse zu nehmen und es sei ihm eine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht beantragte er, es sei im Sinn einer vorsorglichen Massnahme die mit dem vorinstanzlichen Entscheid festgesetzte Ausreisefrist bis zum 26. Dezember 2023 aufzuheben und ihm der prozedurale Aufenthalt zu gewÃ¤hren. FÃ¼r das vorliegende Verfahren sei ihm die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren und in der Person von Rechtsanwalt B ein unentgeltlicher Rechtsanwalt zu bestellen, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen. </span></span></p> <p class="MsoNormal"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 27. Oktober 2023 setzte der AbteilungsprÃ¤sident </span><span>A<span> Frist zum Einreichen diverser Dokumente (Lohnbelege der letzten drei Monate, Betreibungsregisterauszug inklusive Verlustscheinregister, aktuelles Sozialhilfebudget und Mitteilung aktueller Stand des IV-Verfahrens), ansonsten aufgrund der Akten entschieden und eine mangelhafte Mitwirkung zu seinen Ungunsten gewÃ¼rdigt wÃ¼rde. Weiter forderte er </span>A auf, das Verwaltungsgericht Ã¼ber alle bewilligungsrelevanten UmstÃ¤nde zeitnah und unter Beilage geeigneter Belege zu informieren, ansonsten aufgrund der Akten entschieden und eine mangelhafte Mitwirkung zu seinen Ungunsten gewÃ¼rdigt werden kÃ¶nnte. Am 12. Dezember 2023 reichte A diverse Dokumente zu den Akten.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>WÃ¤hrend die Sicherheitsdirektion auf eine Vernehmlassung verzichtete, liess sich das Migrationsamt nicht vernehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 20 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers vom <span>26. Oktober 2023 </span>um GewÃ¤hrung des <span>prozeduralen Aufenthalts </span>wird mit dem heutigen Urteil gegenstandslos.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>GemÃ¤ss Art. 2 Abs. 2 des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 (AIG) gilt dieses Gesetz fÃ¼r StaatsangehÃ¶rige eines Mitgliedstaats der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft (heute EuropÃ¤ische Union [EU]) nur so weit, als das <span>FreizÃ¼gigkeitsabkommen vom 21. Juni 1999</span> (FZA) keine abweichenden Bestimmungen enthÃ¤lt oder das AIG gÃ¼nstigere Bestimmungen vorsieht. Vom FZA unberÃ¼hrt bleiben nach Art. 12 in Verbindung mit Art. 22 FZA staatsvertragliche Regelungen, welche einen weitergehenden Anspruch auf Aufenthalt verschaffen. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer als deutscher StaatsangehÃ¶riger auf das FZA berufen kann, ist unbestritten.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.1 </b><span>FreizÃ¼gigkeitsrechtliche Verbleiberechte bestehen insbesondere fÃ¼r EU-/EFTA-StaatsangehÃ¶rige, die in der Schweiz einer unselbstÃ¤ndigen oder selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit nachgehen (vgl. Art. 4 FZA in Verbindung mit Art. 6 und 12 Anhang I FZA). Personen, die keine ErwerbstÃ¤tigkeit ausÃ¼ben, mÃ¼ssen gemÃ¤ss Art. 24 Abs. 1 lit. a Anhang I FZA unter anderem Ã¼ber ausreichende finanzielle Mittel verfÃ¼gen, sodass sie zur Finanzierung ihres Aufenthalts keine Sozialhilfe in Anspruch nehmen mÃ¼ssen (BGE 135 II 265 E. 3.3).</span></p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.2 </b><span>GemÃ¤ss (Art. 4 FZA in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 und) Art. 6 Abs. 1 Anhang I FZA erhÃ¤lt eine Arbeitnehmerin bzw. ein Arbeitnehmer, die bzw. der die StaatsangehÃ¶rigkeit einer Vertragspartei innehat und mit einer Arbeitgeberin bzw. einem Arbeitgeber des Aufnahmestaats ein ArbeitsverhÃ¤ltnis mit einer Dauer von mindestens einem Jahr eingeht, eine Aufenthaltserlaubnis mit einer GÃ¼ltigkeitsdauer von fÃ¼nf Jahren, gerechnet ab dem Zeitpunkt der Erteilung der Erlaubnis (Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA). Diese wird automatisch um mindestens fÃ¼nf Jahre verlÃ¤ngert. Bei der ersten VerlÃ¤ngerung kann die GÃ¼ltigkeitsdauer beschrÃ¤nkt werden, wenn die auslÃ¤ndische Person seit mehr als zwÃ¶lf aufeinanderfolgenden Monaten unfreiwillig arbeitslos ist; die Dauer der BewilligungsverlÃ¤ngerung darf ein Jahr nicht unterschreiten.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.3 </b><span>War eine ursprÃ¼nglich unfreiwillig arbeitslos gewordene auslÃ¤ndische Person wÃ¤hrend einer gewissen Zeit arbeitslos und hatte sie einen allfÃ¤lligen Anspruch auf Arbeitslosengelder ausgeschÃ¶pft, ging die frÃ¼here Rechtsprechung dabei regelmÃ¤ssig von fehlenden Aussichten auf eine neue Stelle aus (vgl. BGE 147 II 1 E. 2.1.3; BGr, 2. August 2022, 2C_114/2022, E. 4.4; VGr, 8. Mai 2023, VB.2022.00652, E. 3.2, auch zum Folgenden). Mit Art. 61a AIG wurde diese Praxis im nationalen Recht kodifiziert. Art. 61a Abs. 1 Satz 2 AIG bestimmt insofern, dass das Aufenthaltsrecht von StaatsangehÃ¶rigen der Mitgliedstaaten der EU und der EFTA mit einer Aufenthaltsbewilligung bereits sechs Monate nach unfreiwilliger Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses erlischt, wenn dieses vor Ablauf der ersten zwÃ¶lf Monate des Aufenthalts endet. Wird nach Ablauf der sechs Monate weiterhin ArbeitslosenentschÃ¤digung ausbezahlt, so erlischt das Aufenthaltsrecht mit dem Ende der EntschÃ¤digung (Art. 61a Abs. 2 AIG). Bei unfreiwilliger Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses nach den ersten zwÃ¶lf Monaten des Aufenthalts erlischt das Aufenthaltsrecht von StaatsangehÃ¶rigen der Mitgliedstaaten der EU und der EFTA mit einer Aufenthaltsbewilligung sechs Monate nach der Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses (Art. 61a Abs. 4 Satz 1 AIG). Wird nach Ablauf der sechs Monate weiterhin ArbeitslosenentschÃ¤digung ausbezahlt, so erlischt das Aufenthaltsrecht sechs Monate nach dem Ende der EntschÃ¤digung (Art. 61a Abs. 4 Satz 2 AIG). Die Ordnung von Art. 61a Abs. 1â4 AIG gilt nicht bei Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses aufgrund vorÃ¼bergehender ArbeitsunfÃ¤higkeit infolge Krankheit, Unfall oder InvaliditÃ¤t und auch nicht fÃ¼r Personen, die sich auf ein freizÃ¼gigkeitsrechtliches Verbleiberecht (vgl. Art. 4 Anhang I FZA) berufen kÃ¶nnen (vgl. Art. 61a Abs. 5 AIG).</span></p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.4 </b>Bei dauernder ArbeitsunfÃ¤higkeit besteht ein bedingungsloses Verbleiberecht, wenn StaatsangehÃ¶rige der EU oder EFTA wegen eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit dauernd arbeitsunfÃ¤hig geworden sind und Anspruch auf eine Rente eines schweizerischen VersicherungstrÃ¤gers haben oder nach zweijÃ¤hrigem stÃ¤ndigem Aufenthalt in der Schweiz aus einem anderen Grund dauerhaft arbeitsunfÃ¤hig werden (Art. 4 Abs. 2 Anhang I FZA in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 lit. b der Verordnung (EWG) Nr. 1251/70 bzw. Art. 2 Abs. 1 lit. b der Richtlinie 75/34/EWG; ZÃ¼nd/Hugi Yar, S. 191 mit Hinweisen). GemÃ¤ss den genannten Bestimmungen muss die unselbstÃ¤ndige bzw. selbstÃ¤ndige ErwerbstÃ¤tigkeit gerade "infolge dauernder ArbeitsunfÃ¤higkeit" aufgegeben worden sein, was nicht der Fall ist, wenn die Erwerbsaufgabe auf andere GrÃ¼nde zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist bzw. der Arbeitnehmerstatus bei Eintritt der ArbeitsunfÃ¤higkeit bereits entfallen war (vgl. BGE 141 II 1 E. 4.2.3). In Analogie zum Sozialversicherungsrecht liegt eine derartige "dauernde ArbeitsunfÃ¤higkeit" erst vor, wenn gesundheitliche GrÃ¼nde die Aufnahme einer angepassten TÃ¤tigkeit ausserhalb des angestammten Berufsumfelds dauerhaft verhindern und in diesem Sinn eine dauernde ErwerbsunfÃ¤higkeit vorliegt (BGE 146 II 89 E. 4; vgl. auch die Differenzierung zwischen Arbeits- und ErwerbsunfÃ¤higkeit in Art. 6 f. des Bundesgesetzes Ã¼ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 [ATSG]). Wer sich auf ein Verbleiberecht im Sinn der genannten Bestimmungen berufen kann, behÃ¤lt seine als selbstÃ¤ndig oder unselbstÃ¤ndig ErwerbstÃ¤tiger erworbenen Rechte und hat insbesondere auch Anspruch auf Sozialhilfe bzw. ErgÃ¤nzungsleistungen (vgl. BGE 141 II 1 E. 4.1). FÃ¼r den Eintritt der dauernden ArbeitsunfÃ¤higkeit ist auf die Ergebnisse im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren abzustellen (BGr, 16. Februar 2018, 2C_262/2017, E. 3.6.2).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.5 </b>Nach Art. 23 Abs. 1 der Verordnung Ã¼ber den freien Personenverkehr zwischen der Schweiz und der EuropÃ¤ischen Union und deren Mitgliedstaaten, zwischen der Schweiz und dem Vereinigten KÃ¶nigreich sowie unter den Mitgliedstaaten der EuropÃ¤ischen Freihandelsassoziation vom 22. Mai 2002 (Verordnung Ã¼ber den freien Personenverkehr [VFP]) und Art. 62 Abs. 1 lit. d AIG kann eine Aufenthaltsbewilligung sodann unter anderem widerrufen oder nicht mehr verlÃ¤ngert werden, wenn eine mit der VerfÃ¼gung verbundene Bedingung nicht (mehr) eingehalten wird. Als Bedingung im vorgenannten Sinn gilt auch der Aufenthaltszweck, wie er gemÃ¤ss Art. 33 Abs. 2 AIG mit jeder Aufenthaltsbewilligung verbunden wird (Silvia Hunziker in: Martin Caroni/Thomas GÃ¤chter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder [AuG], Bern 2010, Art. 62 N. 43; VGr, 22. August 2019, VB.2019.00381, E. 2). Der Verlust der Arbeitnehmereigenschaft bzw. die Aufgabe der selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit fÃ¼hrt damit in der Regel zum Verlust der darauf basierenden freizÃ¼gigkeitsrechtlichen Aufenthaltsrechte, insbesondere wenn die betroffene Person in der Folge von der Sozialhilfe oder mit ErgÃ¤nzungsleistungen unterstÃ¼tzt werden muss und somit auch freizÃ¼gigkeitsrechtliche AufenthaltsansprÃ¼che im Sinn von Art. 24 Abs. 1 Anhang I FZA entfallen und der Bewilligungswiderruf auch verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheint (vgl. Art. 96 AIG; VGr, 6. Juli 2022, VB.2021.00774, E. 2.1; VGr, 9. Januar 2019, VB.2018.00624, E. 2.1.3 [nicht auf www.vgrzh.ch verÃ¶ffentlicht]; in Bezug auf ErgÃ¤nzungsleistungen vgl. BGE 135 II 265 E. 3.7).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.1 </b>Die Vorinstanz stÃ¼tzte ihren Entscheid auf folgenden (unbestrittenen) Sachverhalt: Der BeschwerdefÃ¼hrer war ab 1. Juni 2008 in einem unbefristeten ArbeitsverhÃ¤ltnis bei der F AG angestellt. Ab dem 30. November 2011 war er arbeitslos und bezog ab dem 20. Januar 2012 Sozialhilfe. Ab dem 15. August 2013 war er wieder vollzeitlich fÃ¼r die F AG tÃ¤tig. Im Oktober 2014 erlitt der BeschwerdefÃ¼hrer einen Arbeitsunfall und zog sich dabei eine Mehrfachfraktur des Mittelfussknochens zu. Der BeschwerdefÃ¼hrer verlor im April 2015 seine Arbeitsstelle. Seinen Angaben zufolge sei ihm gekÃ¼ndigt worden, weil nicht absehbar gewesen sei, wann er wieder arbeiten kÃ¶nne. Im Jahr 2016 wurde eine Schenkelhalsfraktur festgestellt. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist im Januar 2017 von der Arbeitslosenkasse ausgesteuert worden. Infolge des Arbeitsunfalls war er 18 Monate arbeitsunfÃ¤hig. Danach war er wieder arbeitsfÃ¤hig und spÃ¤testens ab Ende April 2017 aktiv auf Stellensuche. Im Juli und August 2017 ging er letztmals einer ErwerbstÃ¤tigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt nach. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.2 </b>Die Vorinstanz gelangte im angefochtenen Entscheid zum Schluss, dass der BeschwerdefÃ¼hrer die freizÃ¼gigkeitsrechtliche Arbeitnehmereigenschaft verloren und nicht wiedererlangt hat. Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrte sie Folgendes aus: Es sei davon auszugehen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer spÃ¤testens ab April 2017 wieder in der Lage gewesen sei, eine angepasste TÃ¤tigkeit aufzunehmen und seine freizÃ¼gigkeitsrechtliche Arbeitnehmereigenschaft per Juli 2017 erloschen sei. Der BeschwerdefÃ¼hrer sei seit dem 10. Mai 2023 bei der G GmbH im Stundenlohn angestellt. Es sei keine Mindestzahl garantierter Arbeitsstunden vereinbart worden; der Stundenlohn betrage Fr. 24.07 brutto (inkl. FerienentschÃ¤digung und 13. Monatslohn). Die Arbeitgeberin habe am 17. August 2023 bestÃ¤tigt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer bis auf weiteres auf Stundenbasis als ... angestellt sei. Er arbeite im Durchschnitt 16,5 Stunden pro Woche, was einem BeschÃ¤ftigungsgrad von 39 % entspreche. GemÃ¤ss Lohnabrechnung habe das monatliche Nettogehalt zwischen Fr. 1'103.25 und Fr. 1'685.55 betragen, wobei der BeschwerdefÃ¼hrer im Mai 2023 54,55 Stunden, im Juni 2023 75,31 Stunden und im Juli 2023 77,56 Stunden gearbeitet habe. Sein Erwerbspensum liege damit Ã¼ber dem Grenzbereich von 12 Stunden, gemÃ¤ss welchem die Gerichts- und Verwaltungspraxis grundsÃ¤tzlich von einer massgeblichen ErwerbstÃ¤tigkeit ausgehen wÃ¼rde. Es lasse sich aber damit nicht ohne Weiteres darauf schliessen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer die freizÃ¼gigkeitsrechtliche Arbeitnehmereigenschaft wiedererlangt habe. Es spreche vorliegend der geringe Verdienst, das tiefe Arbeitspensum sowie die unsicheren Anstellungsbedingungen in qualitativer und quantitativer Hinsicht gegen eine echte und tatsÃ¤chliche wirtschaftliche TÃ¤tigkeit. Gleiches ergebe sich aus der GesamtwÃ¼rdigung der Situation. Der BeschwerdefÃ¼hrer arbeite erst seit vier Monaten bei der G GmbH. Er habe diese BeschÃ¤ftigung erst angenommen, nachdem das Migrationsamt die VerlÃ¤ngerung bereits verweigert habe. Zuvor sei es ihm seit September 2017 und damit wÃ¤hrend Ã¼ber fÃ¼nfeinhalb Jahren nicht gelungen, eine Anstellung zu finden. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe weder substanziiert vorgebracht, noch sei ersichtlich, dass er zuvor ernsthafte BemÃ¼hungen unternommen habe, eine ErwerbstÃ¤tigkeit aufzunehmen. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, die Vorinstanz begehe eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts, wenn sie ihm unterstelle, er arbeite nicht auf Dauer bei der G GmbH. Es bestÃ¼nden dafÃ¼r keine Anzeichen und dies sei damit eine willkÃ¼rliche Feststellung. Sodann begehe die Vorinstanz eine unrichtige rechtliche WÃ¼rdigung betreffend die Arbeitnehmereigenschaft, indem sie diese gesamthaft verneine. Sowohl die Anzahl der Wochenstunden als auch das Pensum stelle ohne Weiteres eine tatsÃ¤chliche wirtschaftliche TÃ¤tigkeit dar und sei nicht bloss symbolischer oder freundschaftlicher Natur. Es sei willkÃ¼rlich, wenn die Vorinstanz in diesem Kontext die lÃ¤ngere SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit vor Stellenantritt zuungunsten des BeschwerdefÃ¼hrers mitwÃ¼rdige. Dies habe auf die Beurteilung der aktuellen Arbeitnehmereigenschaft keinen Einfluss. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.1 </b>Die Frage, ob der BeschwerdefÃ¼hrer eine qualitativ und quantitativ echte und tatsÃ¤chliche wirtschaftliche TÃ¤tigkeit ausÃ¼bt, ist unter Beachtung sÃ¤mtlicher UmstÃ¤nde zu beantworten. In Ã¤hnlich gelagerten FÃ¤llen hat das Bundesgericht ein monatliches Einkommen von Fr. 2'532.65 (Anstellung zu 80 %) als nicht rein symbolisch erachtet und die Arbeitnehmereigenschaft bejaht (BGr, 14. Juli 2015, 2C_1061/2013, E. 4.4), eine Teilzeitarbeit mit einem monatlichen Einkommen von Fr. 600.- bis Fr. 800.- dagegen als untergeordnet und unwesentlich ("marginal et accessoire") qualifiziert (BGr, 6. August 2015, 2C_1137/2014, E. 4.4). In einem weiteren Urteil erachtete es eine TÃ¤tigkeit im Stundenlohn auf Abruf ohne eine Mindestanzahl garantierter Arbeitsstunden trotz eines durchschnittlichen Monatseinkommens von Fr. 1'673.25 als ungenÃ¼gend, um die Arbeitnehmereigenschaft wiederzuerlangen, da angesichts der konkreten UmstÃ¤nde und der zeitlich limitierten, unregelmÃ¤ssigen ArbeitseinsÃ¤tze nicht von einer echten und tatsÃ¤chlichen wirtschaftlichen TÃ¤tigkeit ausgegangen werden kÃ¶nne (BGr, 3. Juni 2016, 2C_98/2015, E. 6.2). Schliesslich liess das Bundesgericht offen, ob ein monatliches Einkommen von Fr. 1'000.- als untergeordnet zu qualifizieren sei, da der betreffende BeschwerdefÃ¼hrer danach wÃ¤hrend mehrerer Jahre nur noch maximal Fr. 345.25 pro Monat erwirtschaftete und die Arbeitnehmereigenschaft somit verloren hatte (BGr, 6. Februar 2020, 2C_617/2019, E. 4.3; BGr, 4. Dezember 2017, 2C_289/2017, E. 4.4).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer war vom 1. Juni 2008 bis zum 30. November 2011 vollzeitig erwerbstÃ¤tig. Danach war er bis zum 15. August 2013 arbeitslos. Im August 2013 ging er wieder einer VollzeitbeschÃ¤ftigung nach, bis er im Oktober 2014 einen Arbeitsunfall erlitt und im April 2015 unfreiwillig seine Arbeitsstelle verlor. Danach ging er im Juli und August 2017 einer ErwerbstÃ¤tigkeit im ersten Arbeitsmarkt nach. Selbst wenn er zunÃ¤chst unfreiwillig arbeitslos war, ist angesichts der langen Dauer seiner Arbeitslosigkeit klar, dass er spÃ¤testens ab April 2017 nicht mehr in den Genuss des Status eines Arbeitnehmers nach dem FreizÃ¼gigkeitsabkommen kam (BGr, 10. April 2014, 2C_390/2013, E. 4.3). Solches wird vom BeschwerdefÃ¼hrer denn auch nicht bestritten. Seit Mai 2023 arbeitet der BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r die G GmbH im Stundenlohn. Aus den Akten geht hervor, dass er im Mai 54,55 Stunden (Nettolohn Fr. 1'103.25), im Juni 75,31 Stunden (Nettolohn Fr. 1'603.60), im Juli 77,56 Stunden (Nettolohn Fr. 1'685.55), im August 76,11 Stunden (Nettolohn Fr. 1'655.05), im September 91,85 Stunden (Nettolohn Fr. 1'983.10), im Oktober 95,62 Stunden (Nettolohn Fr. 1'932.10) und im Dezember 122,9 Stunden (Nettolohn Fr. 2'589.50) gearbeitet hat, was einen durchschnittlichen Monatslohn von Fr. 1'793.15 bei einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 84,85 Stunden entspricht. Dies stellt ein sehr niedriges BeschÃ¤ftigungsniveau dar, das zudem auf einem Arbeitsvertrag auf Stundenbasis und auf Abruf beruht, der keine Garantie fÃ¼r eine Mindestanzahl von Arbeitsstunden vorsieht (vgl. BGr, 3. Juni 2016, 2C_98/2015, E. 6.2). Bei einer Gesamtbeurteilung der allgemeinen Situation des BeschwerdefÃ¼hrers geht hervor, dass er seit seiner Ankunft im Juni 2008 in der Schweiz mit mehreren lÃ¤ngeren UnterbrÃ¼chen nur wÃ¤hrend rund vier Jahren und neun Monaten vollzeitlich gearbeitet hat und dass er nach drei lÃ¤ngeren Perioden beruflicher (teils unfallbedingter) UntÃ¤tigkeit, von denen die erste ein Jahr und neun Monate, die zweite zwei Jahre und acht Monate und die dritte fÃ¼nf Jahre und neun Monate dauerte, nur stundenweise Arbeit auf Abruf gefunden hat, wobei sein BeschÃ¤ftigungsgrad knapp 50 Prozent betrÃ¤gt. Zwar trifft zu, dass die Tatsache, dass es sich um einen Vertrag auf Abruf und auf Stundenbasis handelt, an sich nicht ausschlaggebend ist. Im vorliegenden Fall kann jedoch aufgrund des prekÃ¤ren Charakters des ArbeitsverhÃ¤ltnisses und des begrenzten und unregelmÃ¤ssigen BeschÃ¤ftigungsgrades nicht davon ausgegangen werden, dass eine tatsÃ¤chliche und reale Arbeit im Sinn der oben dargestellten Praxis vorliegt (vgl. BGr, 2. August 2022, 2C_114/2022, E. 7.2.1; BGr, 3. Juni 2016, 2C_98/2015, E. 6.1). Kommt hinzu, dass der BeschwerdefÃ¼hrer erst wieder eine ErwerbstÃ¤tigkeit aufgenommen hat, nachdem ihm das Migrationsamt die VerlÃ¤ngerung bereits verweigert hatte. Er hat mit keinem Wort dargelegt, dass und inwiefern er sich wÃ¤hrend seiner Arbeitslosigkeit ernsthaft um eine Anstellung bemÃ¼ht hÃ¤tte, was von ihm erwartet und verlangt werden konnte. Er erweckt damit den Anschein, dass er jahrelang nicht aktiv auf Stellensuche war und die aktuelle ErwerbstÃ¤tigkeit lediglich aufgenommen hat, um einer Wegweisung aus der Schweiz zu entgehen. Seine berufliche Zukunft erscheint unter BerÃ¼cksichtigung all dieser UmstÃ¤nde zudem ungewiss. </p> <p class="Urteilstext">Es ist damit mit der Vorinstanz festzustellen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer seine Arbeitnehmereigenschaft im Sinn des FZA nicht wiedererlangt hat. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.3 </b>Schliesslich ist beim BeschwerdefÃ¼hrer auch nicht von einer dauernden ArbeitsunfÃ¤higkeit auszugehen, wurde doch sein Gesuch um Erteilung einer Invalidenrente vom 14. April 2022 mit VerfÃ¼gung der Sozialversicherungsanstalt ZÃ¼rich (SVA) vom 16. Mai 2023 abwiesen. Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrte die SVA aus, dass ihre AbklÃ¤rungen keine EinschrÃ¤nkung in der Gesundheit des BeschwerdefÃ¼hrers, welche sich lÃ¤ngerfristig auf die ArbeitsfÃ¤higkeit auswirke, gezeigt hÃ¤tten. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.4 </b>Dem BeschwerdefÃ¼hrer steht somit kein Verbleiberecht nach Art. 4 Anhang I FZA zu. Dass er aus einer anderen Bestimmung des FreizÃ¼gigkeitsabkommens einen (neuen) Aufenthaltsanspruch abzuleiten vermÃ¶chte, ist sodann weder dargetan noch ersichtlich. Namentlich verfÃ¼gt der BeschwerdefÃ¼hrer angesichts der jahrelangen SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit nicht Ã¼ber ausreichende finanzielle Mittel, um gestÃ¼tzt auf Art. 24 Abs. 1 Anhang I FZA als NichterwerbstÃ¤tiger zugelassen zu werden (vgl. dazu etwa BGr, 5. November 2021, 2C_986/2020, E. 8 mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung3">GestÃ¼tzt auf Art. 23 der Verordnung Ã¼ber den freien Personenverkehr vom 22. Mai 2002 (VFP) kann die Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA des BeschwerdefÃ¼hrers daher widerrufen werden bzw. braucht sie nicht verlÃ¤ngert zu werden (BGE 144 II 1 E. 3.1; BGr, 14. Januar 2021, 2C_1007/2020, E. 2.1).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Das FreizÃ¼gigkeitsabkommen lÃ¤sst Niederlassungsvereinbarungen unberÃ¼hrt, die den AngehÃ¶rigen der Vertragsstaaten weitergehende Rechte einrÃ¤umen (vgl. Art. 22 in Verbindung mit Art. 12 FZA). Hierzu zÃ¤hlt auch die Niederschrift vom 19. Dezember 1953 zwischen der Schweiz und der Bundesrepublik Deutschland Ã¼ber Niederlassungsfragen (nachfolgend: Niederschrift), die deutschen StaatsangehÃ¶rigen nach einem ununterbrochenen ordnungsgemÃ¤ssen Aufenthalt von fÃ¼nf Jahren in der Schweiz Anspruch auf Erteilung der Niederlassungsbewilligung einrÃ¤umt, was den weniger weitgehenden Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung in sich schlÃ¶sse (Ziff. I.1 Niederschrift in Verbindung mit Art. 5 VFP). Dieser Niederlassungs- bzw. Aufenthaltsanspruch steht jedoch unter dem Vorbehalt, dass kein Widerrufsgrund nach Art. 62 AIG oder Art. 63 Abs. 2 AIG gegeben ist (Art. 34 Abs. 2 lit. b AIG; VGr, 26. August 2021, VB.2021.00406, E. 2.3 [sowie das dazu ergangene Urteil BGr, 9. Mai 2022, 2C_881/2021, E. 4.2 f.]; vgl. BGr, 6. August 2015, 2C_1144/2014, E. 4.2).</p> <p class="Erwgung2">Der BeschwerdefÃ¼hrer erfÃ¼llt die zeitlichen Voraussetzungen der Niederschrift.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Nach Art. 62 Abs. 1 AIG kann die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde die Aufenthaltsbewilligung einer auslÃ¤ndischen Person unter anderem widerrufen, wenn diese oder eine Person, fÃ¼r die sie zu sorgen hat, auf Sozialhilfe angewiesen ist (lit. e). Der Widerrufsgrund ist erfÃ¼llt, wenn die oder der Betreffende Ã¼ber einen lÃ¤ngeren Zeitraum hinweg hohe finanzielle FÃ¼rsorgeleistungen erhalten hat und konkret die Gefahr einer fortgesetzten SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit besteht; blosse finanzielle Bedenken genÃ¼gen nicht. Ausschlaggebend ist eine Prognose zur voraussichtlichen Entwicklung der finanziellen Situation in BerÃ¼cksichtigung der realisierbaren Einkommensaussichten (BGr, 31. Oktober 2019, 2C_324/2018, E. 4.2, und 9. August 2019, 2C_291/2019, E. 4.1 mit Hinweis).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Zwischen MÃ¤rz 2017 und Oktober 2023 wurde der BeschwerdefÃ¼hrer (teilweise ergÃ¤nzend zu seinem Erwerbseinkommen) im Betrag von Ã¼ber Fr. 171'808.- von der Sozialhilfe unterstÃ¼tzt. Seit Aufnahme der ErwerbstÃ¤tigkeit im Mai 2023 hat sich der Sozialhilfebezug zwar reduziert und wurde per Oktober 2023 ganz eingestellt. Es ist jedoch anzunehmen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer zukÃ¼nftig wieder Sozialhilfe beziehen wird, zumal, obwohl er seit Oktober 2023 keine Sozialhilfe mehr bezieht, sein aktuelles Einkommen sein Existenzminimum nicht deckt und auch seine ErwerbstÃ¤tigkeit nicht gesichert erscheint. Die SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit ist ihm auch vorzuwerfen, zumal gemÃ¤ss Feststellung der SVA keinerlei EinschrÃ¤nkungen seiner ErwerbsfÃ¤higkeit bestehen und er keinerlei SuchbemÃ¼hungen aufgezeigt hat. Somit ist der Widerrufsgrund von Art. 62 Abs. 1 lit. e AIG gegeben.</p> <p class="Urteilstext"><span>Dem BeschwerdefÃ¼hrer steht somit auch gestÃ¼tzt auf die Niederschrift kein weiterer Aufenthaltsanspruch zu.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Die Nichterteilung der Niederlassungsbewilligung bzw. die NichtverlÃ¤ngerung einer Aufenthaltsbewilligung ist allerdings auch bei Vorliegen eines Widerrufsgrunds nur zulÃ¤ssig, wenn sich dies als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erweist (Art. 96 Abs. 1 AIG; Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [SR 101]; vgl. BGr, 18. Februar 2021, 2C_937/2020, E. 6). Vorliegend ist deshalb eine AbwÃ¤gung vorzunehmen zwischen dem Ã¶ffentlichen Interesse an der NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA des BeschwerdefÃ¼hrers und an dessen Wegweisung einerseits und den privaten Interessen an seinem Verbleib andererseits.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Bei Personen, die sich auf das Recht auf Achtung des Privatlebens nach Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) berufen kÃ¶nnen, ergibt sich die Notwendigkeit einer InteressenabwÃ¤gung auch aus Art. 8 Abs. 2 EMRK, wobei analoge Kriterien massgeblich sind wie bei der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung bzw. InteressenabwÃ¤gung im Rahmen von Art. 62 Abs. 1 bzw. Art. 96 Abs. 1 AIG.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.6 </b>Der heute 54-jÃ¤hrige BeschwerdefÃ¼hrer reiste vor Ã¼ber 15 Jahren in die Schweiz ein. Soweit ersichtlich, wurde er wÃ¤hrend seiner Anwesenheit zwar nicht wesentlich straffÃ¤llig, musste jedoch wiederholt betrieben werden. GemÃ¤ss Betreibungsregisterauszug des Betreibungsamts D vom 3. Februar 2021 liegen elf nicht getilgte Verlustscheine im Gesamtbetrag von Fr. 11'118.05 vor und gemÃ¤ss Betreibungsregisterauszug des Betreibungsamts E vom 23. November 2023 bestehen drei Verlustscheine im Gesamtbetrag von Fr. 3'692.25. In wirtschaftlicher Hinsicht vermochte er sich auch aufgrund des jahrelangen Sozialhilfebezugs nicht zu integrieren. Aus den Akten gehen sodann keine Hinweise auf eine Ã¼berdurchschnittliche Integration in sozialer Hinsicht hervor. Trotz der mehr als zehnjÃ¤hrigen Aufenthaltsdauer kann dem BeschwerdefÃ¼hrer somit keine gelungene Integration attestiert werden. Mit Deutschland, wo der BeschwerdefÃ¼hrer den Grossteil seines Lebens verbrachte, ist er weiterhin vertraut. Eine RÃ¼ckkehr dorthin ist ihm zumutbar. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.7 </b>Insgesamt erweist sich die NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA des BeschwerdefÃ¼hrers als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig; a<span>ngesichts der bereits vorgenommenen InteressenabwÃ¤gung besteht kein Raum</span> fÃ¼r die PrÃ¼fung eines schwerwiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefalls im Sinn von Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG (und Art. 20 VFP). </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer ersuchte im Rekursverfahren um unentgeltliche Rechtspflege. GemÃ¤ss § 16 Abs. 1 VRG haben Private, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offenkundig aussichtslos erscheinen, auf Ersuchen Anspruch auf unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung. Ein Anspruch auf Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung besteht, wenn sie zusÃ¤tzlich nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren (§ 16 Abs. 2 VRG). Offenkundig aussichtslos sind Begehren, deren Chancen auf Gutheissung um derart viel kleiner als jene auf Abweisung erscheinen, dass sie kaum als ernsthaft bezeichnet werden kÃ¶nnen (Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014, § 16 N. 46).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Die Vorinstanz wies das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um unentgeltliche Rechtspflege mit der BegrÃ¼ndung ab, dass sich seine Rechtsbegehren angesichts der Tatsache, dass er im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung seit Ã¼ber fÃ¼nfeinhalb Jahren keiner ErwerbstÃ¤tigkeit mehr nachgegangen sei, obschon er (in angepasster TÃ¤tigkeit vollumfÃ¤nglich) arbeitsfÃ¤hig gewesen sei, als offensichtlich aussichtslos erweisen wÃ¼rden. <span>Diesem Schluss lÃ¤sst sich nicht folgen. Zwar waren die Aussichten auf eine Gutheissung des Rekurses wohl von Beginn an kleiner als jene auf eine Abweisung; jedoch ging der BeschwerdefÃ¼hrer im Unterschied zum Zeitpunkt der VerfÃ¼gung des Migrationsamts vom 7. Februar 2023 seit Mait 2023 neu einer ErwerbstÃ¤tigkeit nach, was die Vorinstanz vertieft zu prÃ¼fen hatte. Weil der zum Entscheidzeitpunkt auf Sozialhilfe angewiesene BeschwerdefÃ¼hrer mittellos und auf eine Rechtsvertretung angewiesen war, hÃ¤tte die Vorinstanz das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gutheissen mÃ¼ssen. Dispositiv-Ziff. III und IV des Rekursentscheids vom 25. September 2023 sind entsprechend abzuÃ¤ndern.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>GemÃ¤ss § 9 Abs. 1 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 3. Juli 2018 wird der unentgeltlichen Rechtsvertretung der notwendige Zeitaufwand nach den StundenansÃ¤tzen des Obergerichts fÃ¼r die amtliche Verteidigung entschÃ¤digt, wobei die Bedeutung der Streitsache und die Schwierigkeit des Falls berÃ¼cksichtigt und Barauslagen separat entschÃ¤digt werden. Die EntschÃ¤digung betrÃ¤gt nach § 3 der Verordnung Ã¼ber die AnwaltsgebÃ¼hren vom 8. September 2010 in der Regel Fr. 220.- pro Stunde.</p> <p class="Erwgung1">FÃ¼r das Rekursverfahren machte der Vertreter des BeschwerdefÃ¼hrers einen Aufwand von 6,25 Stunden sowie Auslagen von Fr. 49.30 geltend. Dieser Aufwand ist als angemessen zu qualifizieren. Rechtsanwalt B ist demnach fÃ¼r das Rekursverfahren mit Fr. 1'424.30 aus der Staatskasse zu entschÃ¤digen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. In AbÃ¤nderung von Dispositiv-Ziff. III und IV des Rekursentscheids vom <span>25. September 2023 </span>ist das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gutzuheissen und dem BeschwerdefÃ¼hrer in der Person seines Rechtsvertreters, Rechtsanwalt B, ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen. Rechtsanwalt B ist fÃ¼r das Rekursverfahren mit Fr. 1'424.30 aus der Staatskasse zu entschÃ¤digen, wobei die Nachzahlungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers vorbehalten bleibt. In ErgÃ¤nzung von Dispositiv-Ziff. V des Rekursentscheids vom <span>25. September 2023 </span>sind die dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegten Rekurskosten unter Vorbehalt von dessen Nachzahlungspflicht (§ 16 Abs. 4 VRG) einstweilen auf die Staatskasse zu nehmen. Eine ParteientschÃ¤digung steht dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Rekursverfahren ausgangsgemÃ¤ss nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1">Im Ãbrigen ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem in der Hauptsache unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG) und ist ihm keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer ersucht auch fÃ¼r das Beschwerdeverfahren um unentgeltliche Rechtspflege. <span>Die vorliegende Beschwerde erweist sich angesichts des Verfahrensausgangs nicht als geradezu aussichtslos. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist gutzuheissen </span>und dem BeschwerdefÃ¼hrer in der Person seines Rechtsvertreters, Rechtsanwalt B, ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen. FÃ¼r das Beschwerdeverfahren machte der Vertreter des BeschwerdefÃ¼hrers einen Aufwand von 7,58 Stunden sowie Auslagen von Fr. 20.60 geltend. Dieser Aufwand ist als angemessen zu qualifizieren. Rechtsanwalt B ist demnach fÃ¼r das Beschwerdeverfahren mit Fr. 1'688.20 aus der Gerichtskasse zu entschÃ¤digen, wobei die Nachzahlungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers vorbehalten bleibt.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. <span>Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege des BeschwerdefÃ¼hrers fÃ¼r das Beschwerdeverfahren wird gutgeheissen und in der Person von Rechtsanwalt B eine unentgeltliche Rechtsvertretung bestellt.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. In AbÃ¤nderung der Dispositiv-Ziff. III und IV des Entscheids der Sicherheitsdirektion vom 25. September 2023 wird das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um unentgeltliche Rechtspflege fÃ¼r das Rekursverfahren gutgeheissen und in der Person von Rechtsanwalt B eine unentgeltliche Rechtsvertretung bestellt. </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. In AbÃ¤nderung von Dispositiv-Ziff. V. des Rekursentscheids der Sicherheitsdirektion vom 25. September 2023 werden die Kosten des Rekursverfahrens, bestehend aus einer StaatsgebÃ¼hr von Fr. 1'200.- sowie den AusfertigungsgebÃ¼hren von Fr. 180.-, dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt, jedoch zufolge GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung auf die Staatskasse genommen. Die Nachzahlungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers nach § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Rechtsanwalt B wird fÃ¼r das Rekursverfahren mit </span><span>Fr. 1'424.30<span> aus der Staatskasse entschÃ¤digt. Die Nachzahlungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers nach § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.-; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.-</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.-</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. <span>Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt, jedoch einstweilen zufolge GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung auf die Gerichtskasse genommen. Die Nachzahlungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers nach § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>7. <span>Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Rechtsanwalt B wird fÃ¼r das Beschwerdeverfahren mit </span><span>Fr. 1'688.20<span> aus der Gerichtskasse entschÃ¤digt. Die Nachzahlungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers nach § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>9. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>10. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion;<br/> c) das Staatssekretariat fÃ¼r Migration (SEM);</span></p> <p class="Einzug2"><span> d) die Kasse des Verwaltungsgerichts.</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>