<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Heading1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2016.00145</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>S<span id="_GoBack"></span>ozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender</p><p>Sozialversicherungsrichter Bachofner</p><p>Ersatzrichterin Lienhard</p><p>Gerichtsschreiberin Kübler-Zillig</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 3. Oktober 2016</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsdienst Inclusion Handicap</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Grütlistrasse 20, 8002 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1960, meldete sich am 4. August 2008 unter Hinweis auf die Folgen eines Sturzes sowie Rückenbeschwerden bei der Invalidenversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/3 Ziff. 6.2 und 6.5). Die Sozialversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, verneinte nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/19, Urk. 7/21) mit Verfügung vom 8. September 2009 einen Rentenanspruch (Urk. 7/29), erteilte jedoch am 30. November 2009 Kostengutsprache für eine Ausbildung bis zum Bürofachdiplom (Urk. 7/37) so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wie am 9. März 2011 für ein zusätzliches Lerncoaching (Urk. 7/54) beziehungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise Stützkurse in Deutsch (Urk. 7/55). Nachdem die Versicherte die Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlussprüfungen nicht bestanden hatte (vgl. Urk. 7/63), erteilte die IV-Stelle am 28. Juli 2011 Kostengutsprache für die Wiederholung des zweiten Semesters (Urk. 7/67). Nach Abbruch der beruflichen Massnahmen am 2. November 2011 stellte die IV-Stelle eine Rentenprüfung in Aussicht (Urk. 7/82).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Folge tätigte die IV-Stelle medizinische Abklärungen (Urk. 7/83, Urk. 7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/89, Urk. 7/97) und veranlasste eine polydisziplinäre Begutachtung der Versicherten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 7/104 = Urk. 7/107). Nach durchgeführtem Vorbescheidver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 7/112)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sprach sie der Versicherten mit Verfügung vom 8. August 2013 eine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ganze Rente ab 1. November 2011 zu (Urk. 7/120). Kurz zuvor, am 4. August 2013, hatte sich die Versicherte erneut zum Leistungsbezug angemeldet (Urk. 7/116).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen des im März 2014 eingeleiteten amtlichen Rentenrevisionsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahrens (Urk. 7/123) tätigte die IV-Stelle erneut medizinische Abklärungen (Urk. 7/126-128, Urk. 7/137, Urk. 7/143, Urk. 7/147, Urk. 7/149) und stellte nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/153, Urk. 7/155, Urk. 7/159, Urk. 7/162) mit Verfügung vom 18. Dezember 2015 die bisher ausgerichtete Rente ein (Urk. 7/166 = Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen die Verfügung vom 18. Dezember 2015 (Urk. 2) erhob die Versicherte am 28. Januar 2016 Beschwerde und beantragte die Weiterausrichtung der bisheri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen ganzen Rente (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 10. März 2016 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin am 24. März 2016 mitgeteilt wurde (Urk. 8). Mit Verfügung vom 25. April 2016 wurden die Suva Versicherungsleistungen, die Swiss Life sowie die Basler Leben AG zum Prozess beigeladen (Urk. 9). Mit Schreiben vom 28. April 2016 beziehungsweise 16. August 2016 verzichteten die Swiss Life sowie die Suva ausdrücklich auf eine Stellungnahme (Urk. 11, Urk. 15), wohin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegen die Basler Leben AG mit Schreiben vom 29. April 2016 mitteilte, die Versicherte sei nicht im Rahmen einer beruflichen, sondern einer privaten Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sorge versichert (Urk. 12). Dies wurde den Prozessbeteiligten am 26. August 2016 mitgeteilt (Urk. 16).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Verwaltung hat die massgeblichen Gesetzesbestimmungen über die Voraus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzungen für den Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 28 Abs. 1 des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG), die Bemessung der Invalidität aufgrund eines Einkommensvergleiches (Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) sowie die Voraussetz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ungen zur Herabsetzung oder Aufhebung einer Rente (Art. 88a Abs. 1 und Art. 88</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Abs. 2 lit. a der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV, sowie Art. 31 Abs. 1 IVG) zutreffend dargelegt, weshalb mit nachstehenden Ergänzungen darauf verwiesen werden kann.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">onsgrund im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">g einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Einspracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">messung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung ist. Die Wiedererwägung dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung des Sachverhalts (Urteile des Bundesgerichts 9C_215/2015 vom 10. Juni 2015 E. 2 und 9C_135/2014 vom 14. Mai 2014 E. 3, je mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn eine Leistungszusprache aufgrund falsch oder unzutreffend verstandener Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">regeln erfolgt ist oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gewandt wurden. Anders verhält es sich, wenn der Wiedererwägungsgrund im Bereich materieller Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren Beurteilung not</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digerweise Ermessenszüge aufweist. Erscheint die Beurteilung einzelner Schritte bei der Feststellung solcher Anspruchsvoraussetzungen (Invaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">messung, Arbeitsunfähigkeitsschätzung, Beweiswürdigung, Zumutbarkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fragen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigen Leistungszusprechung darbot, als vertretbar, scheidet die An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahme zwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">felloser Unrichtigkeit aus. Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein vernünfti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss - derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung - denkbar (Ur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teile des Bundesgerichts 9C_215/2015 vom 10. Juni 2015 E. 2 und 9C_135 2014 vom 14. Mai 2014 E. 3, je mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um wiedererwägungsweise auf eine verfügte Leistung zurückkommen zu kön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen, genügt es nicht, wenn ein einzelnes Anspruchselement rechtswidrig fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gelegt wurde. Vielmehr hat sich die Leistungszusprache auch im Ergebnis als offensichtlich unrichtig zu erweisen. So muss etwa, damit eine zugesprochene Rente wegen einer unkorrekten Invaliditätsbemessung wiedererwägungsweise aufgehoben werden kann - nach damaliger Sach- und Rechtslage - erstellt sein, dass eine korrekte Invaliditätsbemessung hinsichtlich des Leistungsanspruchs zu einem anderen Ergebnis geführt hätte (BGE 140 V 79 f. E. 3.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b.cc).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei der ursprünglichen Rentenzusprache im August 2013 ging die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin insbesondere gestützt auf das Y.___-Gutachten vom 8. November 2012 von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit für alle Tätigkeiten auf dem freien </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Arbeitsmarkt aus und sprach der Beschwerdeführerin dementsprechend eine ganze</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Rente zu (vgl. Verfügungsteil 2, Urk. 7/114; Feststellungsblatt Urk. 7/109</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Aufhebung der Rente begründete die Beschwerdegegnerin in der ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">foch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">te</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen Verfügung vom 18. Dezember 2015 sodann damit, dass sich der Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitszustand der Beschwerdeführerin insgesamt verbessert habe. Die vorhan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen gesundheitlichen Einschränkungen seien gemäss geltender Rechtsprechung neu als überwindbar zu beurteilen. Mit einer zumutbaren Wil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lensanstrengung könne die angestammte Tätigkeit wieder zu 100 % ausgeübt werden. Somit sei kein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitsschaden ausgewie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen und es bestehe kein Rentenanspruch mehr (Urk. 2 S. 2). Die aktuelle psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chiatrische Abklärung durch Dr. med. Z.___ habe ergeben, dass sich sowohl die Befunde als auch die Diagnosen verbessert hätten (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen der Beschwerdeantwort führte die Beschwerdegegnerin weiter aus, im Zeitpunkt der Rentenzusprache habe wegen der persistierenden psychischen Labilität lediglich von einer Tätigkeit im geschützten Rahmen ausgegangen werden können, die Prognose sei dabei explizit als günstig bezeichnet worden. Der behandelnde Psychiater gehe in seinem Bericht vom 10. April 2014 von einem verbesserten Gesundheitszustand aus und habe eine Arbeitsfähigkeit von 20-30 % attestiert. Es müsse daher zumindest von einer dahingehenden Stabili</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sierung des Gesundheitszustandes ausgegangen werden, dass nun eine auf dem ersten Arbeitsmarkt verwertbare Arbeitsfähigkeit vorliege. Weiter sei darauf hinzuweisen, dass die bisherige Rentenzusprache unter Berücksichtigung der substituierten Begründung eines in psychischer Hinsicht von Beginn weg nicht invalidisierenden Gesundheitsschadens wiedererwägungsweise für die Zukunft aufzuheben gewesen wäre (Urk. 6 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin geltend, der ursprüngliche posi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tive Leistungsentscheid könne nicht als zweifellos falsch bezeichnet werden. Aus dem Y.___-Gutachten gehe in nachvollziehbarer Weise hervor, dass sie auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund ihrer psychischen Labilität im Rahmen der depressiven Störung nur im geschützten Rahmen arbeitsfähig sei und es ihr nicht möglich sei, ihre psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Beeinträchtigungen willentlich zu überwinden und arbeiten zu gehen. Es liege zudem nicht bloss eine depressive Episode, sondern eine rezidivierende </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">depressive Störung vor, von welcher nicht von Vornherein gesagt werden könne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, sie wirke nicht invalidisierend. Ein Wiedererwägungsgrund liege damit nicht vor (Urk. 1 S. 8). Ein Vergleich der medizinischen Situation im Zeitpunkt der Rentenzusprache mit der aktuellen Situation ergebe, dass sich am psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin mit Auswirkung auf die Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit nichts verändert habe (S. 8 Ziff. 7). Die aktuell von Dr. Z.___ erhobenen Befunde würden ohne Weiteres in den früher von diesem sowie den Gutachtern festgestellten Beeinträchtigungen aufgehen. An der psychischen Situation habe sich nichts verändert. Dr. Z.___ halte sie nach wie vor für voll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ständig arbeitsunfähig. Zudem sei sie bereits jahrelang in psychotherapeutischer und medikamentöser Behandlung, trotzdem habe sich die Situation nicht ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bessert (S. 9). Unhaltbar sei der Schluss der Beschwerdegegnerin, wonach sie aufgrund der vorhandenen Ressourcen zu 100 % arbeitsfähig sein solle. Die Beschwerdegegnerin beziehe sich dabei einzig auf den Umstand, dass sie einmal pro Woche in der Ladenkirche F.___ beim Kaffeeausschenken helfe und an Spielnachmittagen teilnehme. Dabei lasse die Beschwerdegegnerin die Angaben des behandelnden Psychiaters gänzlich ausser Acht und berücksich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tige auch den Umstand nicht, dass sie sich Mitte des Jahres 2014 bei der Pro Infirmis erfolglos um eine Eingliederung in den zweiten Arbeitsmarkt bemüht habe (S. 10). Hinzu komme, dass sich ihr Gesundheitszustand in physischer Hinsicht verschlechtert habe und im Januar 2014 sowie November 2015 zwei Operationen stattgefunden hätten (S. 11 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist demnach, ob und in welchem Ausmass sich der Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitszustand und die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin seit der Rentenzusprache im Jahre 2013 verändert haben, und damit die Frage, ob die verfügte Aufhebung der Rente rechtens ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 24., 29. sowie 30. Mai 2012 wurde die Beschwerdeführerin im Auftrag der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdegegnerin durch die Ärzte des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> internistisch, orthopädisch, neuropsychologisch sowie psychiatrisch un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">te</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sucht. In ihrem Gutachten vom 8. November 2012 nannten die Ärzte im Wesent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/107 S. 58 Ziff. 6.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisches lumbales Syndrom </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">posttraumatische OSG-Arthrose rechts</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">AC-Gelenksarthrose beidseits rechts mehr als links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">beginnende OSG Arthrose links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">beginnende Gonarthrose beidseits rechts mehr als links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode ohne soma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">tisches Syndrom (F33.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Weiter nannten die Ärzte folgende Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit (S. 59 Ziff. 6.2):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anamnestisch Panikstörung (F41.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Symptomausweitung und Tendenz zu Schmerzgeneralisierung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">metabolisches Syndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisch venöse Insuffizienz Stadium 1 nach Widmer</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus somatischer Sicht bestehe seit der Unterschenkelfraktur rechts im Januar 2008 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit für die Tätigkeit als Lageristin. Unter Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bezug der Einschränkungen seitens der Wirbelsäule und unter Berücksichtigung qualitativer Kriterien hätten für angepasste Tätigkeiten nur temporäre Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unfähigkeiten bestanden. Eine anhaltende und dauerhafte Arbeitsunfähigkeit sei aus retrospektiver Sicht zu keinem Zeitpunkt ausgewiesen. Seit Januar 2008 bestehe folgendes Belastungsprofil: wechselbelastende, sehr leichte bis leichte Tätigkeiten mit Zusatzbelastungen von seltenem Heben von Gewichten von 5 bis 10 kg, gehend kurzstreckig bis 5 kg, mit Möglichkeit zu wechselnden Körperpositionen ohne rückenergonomisch ungünstige Zwangshaltungen und ohne anhaltend kniende und kauernde Haltungen, ohne Überkopfarbeiten, mit mehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fachem Gehen von 100 bis 200 m pro Arbeitszeit auf ebenem Boden ohne repe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">titives Begehen von Treppen und Leitern seien ganztägig möglich (S. 69 Ziff. 7.5 Mitte).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der psychiatrische Fachgutachter beschrieb die Beschwerdeführerin als wach, bewusstseinsklar und zu allen Qualitäten orientiert. Im Kontakt sei sie freund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich und bereitwillig auskunftgebend. Auffallend sei eine monotone wenig modulierte Stimme. Der formale Denkablauf sei unauffällig, es gebe keine Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise für inhaltliche Denkstörungen. Die Aufmerksamkeit könne von der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten die ganze Zeit gehalten werden, es imponierten aber leichte Gedächt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nisstörun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen. Grob orientierend seien keine Konzentrationsstörungen eruierbar. Keine Hinweise gebe es sodann für Halluzinationen, Wahn oder Ich-Störungen. Die affektive Schwingungsfähigkeit sei leicht eingeschränkt, ins Depressive verschoben. Die Beschwerdeführerin wirke deprimiert, mit leichten Insuffizienz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fühlen, die Vitalgefühle seien deutlich herabgesetzt. Sie beschreibe Panikat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tacken, Ängste und Zwänge verneine sie. Die Ein- und Durchschlafstörungen seien unter Antidepressiva leicht gebessert. Die Libido sei vorhanden, es be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stünde weder ein sozialer Rückzug noch ein Interesseverlust, allerdings eine leichte Freudlosigkeit (S. 54 f.). Aus psychiatrischer Sicht sei zu erwarten, dass die Beschwerdeführerin auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt schnell wieder de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pressiv dekompensiere, insbesondere gefährdet sei sie durch Stresssituationen, hohe Anforderungen und Leistungsdruck. Die Arbeitsfähigkeit von 50 % auf dem freien Arbeitsmarkt sei zum jetzigen Zeitpunkt daher eher theoretischer Natur, da sie auf dem freien Arbeitsmarkt zurzeit kaum einsetzbar wäre. Emp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fohlen werde zunächst eine angepasste Tätigkeit an einem geschützten Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">platz, wo sie sich zunehmend stabilisieren könne. Unter diesen Voraussetzungen bestehe durchaus eine günstige Prognose, so dass die Beschwerdeführerin in einem bis zwei Jahren wieder auf dem freien Arbeitsmarkt vermittelbar sein werde (S. 70 Mitte).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammengefasst sei die Beschwerdeführerin sowohl in den zuletzt ausgeübten Tätigkeiten als Lageristin und Etikettiererin als auch in einer dem Leiden opti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mal angepassten Tätigkeit aktuell zu 100 % arbeitsunfähig (S. 73 Ziff. 7.6-7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Med. pract. A.___, Facharzt für Neurologie, sowie Dr. med. B.___, Regionaler Ärztlicher Dienst der Beschwerdegegnerin (RAD), führten am 19. Dezember 2012 aus, die berufliche Leistungsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Bürofachkraft sei aufgrund der kognitiv-psychischen Überforde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung überwiegend wahrscheinlich zu 100 % eingeschränkt. Für angepasste Tätigkei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten unter Berücksichtigung verschiedener Schonkriterien sei aus ortho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pädischer Sicht von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % auszugehen (Urk. 7/109 S. 4 unten). Aus kognitiver Sicht sei ebenfalls von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit auszugehen. Dabei sei jedoch zu berücksichtigen, dass bei erhöhten mentalen Anstrengungen die Gefahr einer psychischen Dekom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pensation bestehe. Dies zeige die bereits dokumentierte Lern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwäche in der Kindheit, die abgebrochene Lehre als Konfektions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schnei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derin sowie die aktuell abgebrochene Umschulung zum Bürofachdiplom. Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund der aktuellen psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chischen Konstitution mit geringen kognitiven Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kungen, jedoch per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sistenter psychischer Labilität in remittierender de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pressiver Störung sei derzeit eine berufliche Tätigkeit in geschütztem Rahmen zu empfehlen. Die maximale Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit im ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schützten Rahmen betrage derzeit 50 %. Zur Gewährleistung einer anhal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Stabilisierung solle mit einem re</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">duzierten Pensum von 20 bis 30 % begon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen und symptomadaptiert kontinuierlich gesteigert werden. Unter Berücksichtigung dieser Massnahmen sei die Prognose der psychischen Beschwerden günstig. Die körperlichen Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkungen seien als dauerhaft anzusehen (S. 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vom 16. bis 22. November 2013 war die Beschwerdeführerin aufgrund anhal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der massiver Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS) im C.___, Klinik für Unfallchirurgie, hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 18. November 2013 nannten die Ärzte folgende Diagnosen (Urk. 7/127/8):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">pseudoradikuläre Symptomatik Bein links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">fluktuierende Armschwäche links/sensibles Hemisyndrom seit November 2009</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anamnestisch Apoplex/TIA vor zirka acht Jahren</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach zweifacher OSG-Fraktur rechts zirka 2007/2008</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Gonarthrose rechts</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 18. November 2013 sei eine Infiltration der Facettengelenke L4/5 und L5/S1 sowie der Iliosakralgelenke beidseits erfolgt, der intra- und postoperative Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lauf habe sich komplikationslos gestaltet. Aufgrund der anhaltenden Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">desymptomatik sei die konsiliarische Einbindung des Schmerzdienstes erfolgt. Die Beschwerdeführerin sei in gutem Allgemeinzustand, afebril und mit reizlo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen Wundverhältnissen entlassen worden (Urk. 7/127/9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 16. Dezember 2013 hielten die Ärzte ergänzend fest, die Beschwerdeführe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin habe auf die Infiltration nicht suffizient angesprochen. Es müsse daher von einer kompletten Segmentinstabilität L4/5, möglicherweise verstärkt durch eine sagittale Dysbalance, ausgegangen werden. Es werde zunächst Physiotherapie empfohlen, Mitte Januar 2014 erfolge eine Verlaufskontrolle (Urk. 7/127/7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 21. Januar 2014 wurde im C.___ eine perkutane ISG-Fusion links sowie eine endoskopische Rhizotomie mit partieller Facettengelenksresektion L5/S1 beid</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seits und ISG links durchgeführt. Im Austrittsbericht vom 24. Januar 2014 (Urk. 7/127/1-3) führten die Ärzte aus, bereits am ersten postoperativen Tag habe die Beschwerdeführerin von einer Schmerzregredienz berichtet, wenn auch noch nicht vollständig. Sie sei ohne neurologische Defizite und mit reizlosen Wundverhältnissen entlassen worden (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In ihrem Bericht vom 18. März 2014 (Urk. 7/137/11-12) nannten die Ärzte des C.___ folgende Diagnosen (S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisches Lumbalsyndrom mit symptomatischer, instabiler Facettenge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">lenksarthropathie L5/S1 sowie ISG-Arthropathie links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">fluktuierende Armschwäche links und sensibles Hemisyndrom seit Novem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ber 2009 unklarer Ätiologie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Gonarthrose rechts</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störungen und Panikstörung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Adipositas</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin berichte über einen äusserst zufriedenstellenden 6-Wo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen-Verlauf. Seit zirka eineinhalb Wochen habe die Schmerzmedikation komplett gestoppt werden können, seither bestünden gelegentliche belastungs-ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hängige Schmerzen ohne wesentliche Ausstrahlung (S. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 30. April 2014 hielten die Ärzte weiter fest, die Beschwerdeführerin berichte über einen sehr erfreulichen Verlauf mit nur noch seltenen Schmerzen bei Wetterumschwüngen. Die Gefühlsstörungen hätten sich nahezu komplett regre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dient auf das Niveau von 2010 gezeigt (Urk. 7/137/13).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In ihrem Bericht vom 25. Juni 2014 wiesen die Ärzte ausdrücklich darauf hin, dass eine Aussage über die aktuelle Belastbarkeit respektive Zumutbarkeit von verschiedenen Tätigkeiten nur im Rahmen eines ausführlichen freien Gutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tens möglich sei (Urk. 7/137/6-8 Ziff. 1.11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Hausärztin Dr. med. D.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, nannte in ihrem Bericht vom 21. März 2014 im Wesentlichen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/126 Ziff. 1.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisches Lumbalsyndrom, Facettengelenksarthropathie L5/S1, ISG Arthropathie links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach ISG-Fusion links und arthroskopischer Rhizotomie L5/S1 und Ileosakralgelenk (ISG) links am 22. Januar 2014</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">depressive Störung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Seit dem Jahre 2008 hätten diverse Operationen und Hospitalisationen statt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gefun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den. Nach abgeschlossener Therapie der Unterschenkelfraktur hätten läng</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ere Zeit die Depressionen und Panikattacken im Vordergrund gestanden. Seit Ende</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> des Jahres 2013 seien wieder vermehrte Rückenschmerzen aufgetreten (Ziff. 1.4).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Eventuell wäre eine langsame begleitete Arbeitsintegration mit klei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nem Pensum, keiner stehenden Tätigkeit und keiner Rückenbelastung möglich (Ziff. 1.8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der die Beschwerdeführerin seit dem Jahre 2006 behandelnde Psychiater Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, nannte in seinem Bericht vom 10. April 2014 folgende Diagnosen (Urk. 7/128 Ziff. 1.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion (F43.2) und Sui</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">zidversuch Februar 2006</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Episoden (F33.1) seit März 2006</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Erschöpfungssyndrom (F48.1) seit August 2011</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">generalisiertes Schmerzsyndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nachdem die Beschwerdeführerin die Umschulung am 26. Oktober 2011 wegen Erkrankung habe abbrechen müssen, habe sich der Allgemeinzustand nach einer fünfwöchigen Rehabilitation in der Höhenklinik E.___ leicht gebessert. Es sei jedoch zu einem sozialen Rückzug und einer Überforderung in alltäglichen Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gaben gekommen, so dass ab Januar 2012 die psychiatrische Spitex beigezogen worden sei, welche die Beschwerdeführerin vierzehntäglich begleite. Neben zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmenden Schmerzen und erfolgter Rückenoperation im Januar 2014 sei die Patientin teilweise mittelgradig depressiv und hoffnungslos, träume jedoch mit hohen Erwartungen und Selbstüberschätzung von einer beruflichen Integration. Sie leide unter Aufmerksamkeits-, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Antriebslosigkeit, Freudlosigkeit sowie Hoffnungslosigkeit und sei im Denken verlangsamt. Sie überschätze sich selber und sei in alltäglichen Aufgaben überfordert (Ziff. 1.4). Im Vordergrund der Behandlung stünden stützende Psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chotherapie und Ermutigung, eine Aufarbeitung und Lernprozesse seien zurzeit kaum möglich (Ziff. 1.5). Seit dem Abbruch der Umschulung sei die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin zu 100 % arbeitsunfähig (Ziff. 1.6). In einer behinderungsan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">passten Tätigkeit wie einer Arbeit im Bürobereich in geschütztem Rahmen bestehe seit April 2012 eine Arbeitsfähigkeit von einer bis zwei Stunden pro Tag (Ziff. 1.7 und 1.11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 18. Juni 2014 führte med. pract. A.___ aus, der Gesundheitszustand habe sich nicht verbessert (Urk. 7/152 S. 4), und verwies am 18. August 2014 auf die im früheren Gutachten festgestellte 100%ige Arbeitsunfähigkeit aus psychiatri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Gründen. Damals sei aufgrund der Gesamtsituation mit labiler psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scher Situation eine Tätigkeit im geschützten Rahmen mit einem aus orthopä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">discher Sicht zu berücksichtigenden positiven Leistungsbild empfohlen worden. Im Januar 2014 sei eine ISG-Arthrodese links erfolgt, welche bezüglich der Arbeitsunfähigkeit keine erkennbaren Veränderungen ergebe. Bezüglich der psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chischen Situation müsse jedoch ein fachpsychiatrischer Bericht mit Stellung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme zur Arbeitsfähigkeit eingeholt werden (S. 5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Schreiben vom 2. März 2015 teilte Dr. Z.___ mit, die Beschwerdeführerin habe sich auf eigenen Wunsch Mitte des Jahres 2014 bei der Pro Infirmis um </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine Eingliederung in den zweiten Arbeitsmarkt bemüht und enttäuscht einse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> müssen, dass sie selbst bei einer angepassten Tätigkeit sowohl bezüglich Prä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">senzzeit als auch Leistungsvermögen überfordert sei. Sie besuche regelmäs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sig am Freitag in ihrer Nachbarschaft die Ladenkirche und helfe dort als freiwil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lige Mitarbeiterin beim Kaffeeausschank. Die Tätigkeit sei für sie sehr anstren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gend und nach zirka einer Stunde sei sie erschöpft und müsse sich hinlegen (Urk. 7/143).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 24. April 2015 hielt Dr. Z.___ bei unveränderten Diagnosen (Urk. 7/147 Ziff. 1.1) fest, seit zirka einem Jahr chronifiziere sich die Erkrankung ohne Bes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">serung. Die Beschwerdeführerin sei müde, erschöpft, innerlich unruhig, schnell überfordert und nicht belastbar. Sie sei vergesslich, zerstört, kraftlos und sozial isoliert bei depressivem Rückzug. Die Beschwerdeführerin sei zeitlich, örtlich und situativ orientiert und es bestehe keine Ich-Störung. Die Stimme sei mono</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ton und wenig moduliert und es komme teilweise im Affekt zu inadäquaten Reaktionen. Sie sei verlangsamt im Denken, freudlos, überfordert in alltäglichen Belangen und leide an einer Selbstwertstörung. Ansonsten besuche sie die Ladenkirche und helfe etwas beim Kaffeeausschank (Ziff. 1.4). Es bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit, die Beschwerdeführerin sei nicht mehr belast</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bar (Ziff. 1.7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Schreiben vom 24. April 2015 attestierten die Ärzte des C.___ eine vollstän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dige Arbeitsunfähigkeit bis 21. Januar 2015 (Urk. 7/149). Der weitere Verlauf nach diesem Zeitpunkt sei nicht bekannt und könne nicht beurteilt werden. Die Arbeitsunfähigkeit auf längere Sicht müsse durch ein ärztliches Gutachten be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stimmt werden (Urk. 7/149).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.9</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die übrigen bei den Akten liegenden Berichte (Urk. 7/127/4-5, Urk. 7/127/11-12, Urk. 7/137/9-10) enthalten keine für die Beurteilung des vorliegenden Falles relevanten Angaben und insbesondere keine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, so dass auf eine detaillierte Wiedergabe verzichtet werden kann.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Voraussetzung für eine Rentenrevision ist das Vorliegen eines Revisionsgrundes und damit eine wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen (vgl. vorstehend E. 1.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die am 8. August 2013 verfügte ursprüngliche Rentenzusprache erfolgte ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stützt auf das Gutachten des Y.___, wobei neben somatischen Diagnosen auch eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode ohne so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tisches Syndrom, diagnostiziert worden waren. Als weitere Diagnosen, je</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">doch ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, nannten die Ärzte sodann ins</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sondere eine Panikstörung sowie eine Symptomausweitung und Tendenz zur Schmerzgeneralisierung (E. 3.1). Der behandelnde Psychiater Dr. Z.___ nannte im April 2014 ähnliche Diagnosen, nämlich einen Status nach Anpassungsstö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung, rezidivierende depressive Episoden, ein Erschöpfungssyndrom sowie ein generalisiertes Schmerzsyndrom (E. 4.5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auch ein Vergleich der in den genannten Berichten festgehaltenen Befunde zeigt, dass nicht von einer Verbesserung des medizinischen Sachverhaltes aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegangen werden kann. Der psychiatrische Y.___-Gutachter beschrieb die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführerin im Jahre 2012 als wach und bewusstseinsklar mit unauffälli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gem Denkablauf ohne inhaltliche Denkstörungen. Es gab keine Hinweise auf Aufmerksamkeits- oder Konzentrationsstörungen und lediglich leichte Gedächt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nisstörungen. Die affektive Schwingungsfähigkeit war leicht eingeschränkt und die Beschwerdeführerin wirkte deprimiert mit leichten Insuffizienzgefühlen, die Vitalgefühle waren deutlich herabgesetzt. Ein sozialer Rückzug oder ein Inte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">resseverlust wurde verneint. Demgegenüber stellte Dr. Z.___ einen sozialen Rückzug sowie eine Überforderung in alltäglichen Aufgaben fest, welche den Beizug der psychiatrischen Spitex nötig gemacht hatten. Weiter beschrieb er Aufmerksamkeits-, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, eine Antriebs-, Freud- und Hoffnungslosigkeit sowie eine Verlangsamung im Denken. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die von der Beschwerdegegnerin geltend gemachte Verbesserung des Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zustandes kann damit weder aufgrund der Diagnosen noch der fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellten Befunde nachvollzogen werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Soweit die Beschwerdegegnerin darauf hinweist, dass Art. 17 ATSG eine ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dere Abklärung der Sache zu einem späteren Zeitpunkt nicht aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schliesse, wenn eine Rente gestützt auf eine nicht abschliessende Aktenlage zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gesprochen worden sei (Urk. 6 S. 1), kann dieser Argumentation nicht gefolgt werden. Der ursprünglichen Rentenzusprache lag eine umfassende polydiszipli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">näre Begut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung durch die offizielle Begutachtungsstelle Y.___ zugrunde und die von den Gutachtern im Rahmen der Prognose für möglich gehaltene Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">besserung des Gesundheitszustandes ist im Rahmen eines ordentlichen Renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">revisions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfahrens zu prüfen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ebenso vermag der Hinweis der Beschwerdegegnerin, wonach die vom behan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deln</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Psychiater im April 2014 attestierte Arbeitsfähigkeit von 20 % auf eine Stabilisierung des Gesundheitszustandes hindeute und nun eine auf dem ersten Arbeitsmarkt verwertbare Arbeitsfähigkeit bestehe (E. 2.2), nicht zu überzeugen. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass Dr. Z.___ im April 2014 zwar eine Arbeitsfähigkeit von einer bis zwei Stunden pro Tag attestierte, dabei jedoch von einer Tätigkeit im geschützten Rahmen ausging (E. 4.5), welche nicht mit einer Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt gleichzusetzen ist. Hinzu kommt, dass sich die Beschwerdeführerin im weiteren Verlauf zwar mit Hilfe der Pro Infirmis um eine Eingliederung in den zweiten Arbeitsmarkt bemühte, dieses Vorhaben jedoch scheiterte (E. 4.7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Übrigen würde selbst eine verwertbare Arbeitsfähigkeit von lediglich 20 % kaum zu einer Aufhebung der bisherigen ganzen Rente führen, nachdem bei einem Invaliditätsgrad von 70 % ein Anspruch auf eine ganze Rente besteht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ebenfalls nicht als Indiz für eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation kann das Engagement bei der Ladenkirche F.___ gelten. Die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführerin hilft einmal wöchentlich beim Kaffeeausschank, wobei sie nach einer Stunde erschöpft ist und sich hinlegen muss (vgl. E. 4.7). Auch die Tatsache, dass sich die Projektleitung der Ladenkirche F.___ im Nachweis für freiwilliges und ehrenamtliches Engagement vom 10. April 2015 sehr positiv über die Beschwerdeführerin äussert, vermag nichts an der Beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teilung der Arbeitsfähigkeit zu ändern. Bei der Ladenkirche F.___ handelt es sich um ein niederschwelliges Angebot und der entsprechende Nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weis ist nicht mit einem ordentlichen Arbeitszeugnis gleichzusetzen (vgl. Urk. 7/146).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammenfassend ist die von der Beschwerdegegnerin geltend gemachte Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">besserung der Gesundheitssituation weder aufgrund der medizinischen Akten noch aufgrund der allgemeinen Lebensumstände nachvollziehbar und die Voraussetzungen für eine Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind nicht er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">füllt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu prüfen bleibt, ob die ursprüngliche Rentenzusprache per 1. November 2011 zweifellos unrichtig war und aus diesem Grund zu korrigieren ist (vgl. vorste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hend E. 1.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin stützte sich damals auf das polydisziplinäre Y.___-Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten vom 8. November 2012, in welchem die Gutachter eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode ohne somatisches Syndrom, di</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">agnostiziert hatte (E. 3.1). Dabei handelt es sich aus objektiver Sicht zwar nicht um eine sehr schwerwiegende Diagnose, dennoch gingen die Gutachter auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund der Gefahr einer schnellen depressiven Dekompensation bei Stress, hohen Anforderungen und Leistungsdruck von einer lediglich rein theoretischen Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitsfähigkeit von 50 % aus, welche auf dem freien Arbeitsmarkt kaum umsetz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bar sei. Empfohlen wurde ein geschützter Arbeitsplatz mit der Möglichkeit zur zunehmenden Stabilisierung (E. 3.1). Von dieser Beurteilung ging im Weiteren auch der RAD der Beschwerdegegnerin aus (E. 3.2). Hinweise darauf, dass die Diagnosestellung oder die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit offensichtlich un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtig gewesen wären, ergeben sich keine aus den Akten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zwar geht die Rechtsprechung davon aus, dass eine leichte depressive Störung in aller Regel nicht invalidisierend ist und möglicherweise würde im Licht der heutigen, strengeren Rechtsprechung ein ähnlich gelagerter Fall aktuell anders entschieden. Doch dies reicht aufgrund der gesamten Umstände (Lernschwäche aufgrund einer Meningitis-Erkrankung im Kindesalter, Lehrabbruch, Abbruch der Umschulungsmassnahme, keine Vermittlungsmöglichkeit selbst auf dem zweiten Arbeitsmarkt und mit Unterstützung durch die Pro Infirmis) nicht aus, um rückwirkend von einer zweifellosen Unrichtigkeit der ursprünglichen und rechtskräftigen Rentenzusprache auszugehen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammenfassend sind die Voraussetzungen für eine Rentenrevision bezieh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ungsweise ein Zurückkommen auf die ursprüngliche Rentenzusprache nicht er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">füllt und die der Beschwerdeführerin per 1. November 2011 zugesprochene ganze Rente kann nicht aufgehoben werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dementsprechend ist die Beschwerde gutzuheissen und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführerin weiterhin eine ganze Invalidenrente aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zurichten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) hat die obsiegende Beschwerde führende Person An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruch auf Ersatz der Partei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer). Vorliegend er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheint eine Prozessent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung von Fr. 2‘200.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) als angemessen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Damit wird der Antrag auf Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1 S. 2) gegenstandslos.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 18. Dezember 2015 aufgehoben und es wird festge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">stellt, dass die Beschwerdeführerin weiterhin Anspruch auf die bisherige ganze Rente hat.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt. Rech</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">nung</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdeführerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2'200</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsdienst Inclusion Handicap</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Suva</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Swiss Life</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannKübler-Zillig</p><p></p></div> </div></body></html>