<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr valign="top"><td width="44%"> <p><font size="4">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <br/> <font size="4">des Kantons Zürich</font></p></td><td width="37%"><img alt="" border="0" height="1" src="/icons/ecblank.gif" width="1"/></td></tr> <tr valign="top"><td width="44%"><img alt="" border="0" height="1" src="/icons/ecblank.gif" width="1"/></td><td width="37%"><font size="4">IV.2012.00171</font><br/> </td></tr> </table> <font size="4">II. Kammer</font> <p><br/> <font size="4">Sozialversicherungsrichter Gräub als Referent</font><br/> <br/> <font size="4">Gerichtsschreiberin Fehr</font><br/> <br/> <font size="4">Verfügung vom 10. Februar 2012</font><br/> <br/> <font size="4">in Sachen</font><br/> <br/> <font size="4">X.___</font><br/> <br/> <font size="4">Beschwerdeführerin</font><br/> <br/> <font size="4">vertreten durch Rechtsanwalt Massimo Aliotta</font><br/> <br/> <font size="4">Anwaltsbüro Aliotta</font><br/> <br/> <font size="4">Obergasse 20, Postfach 1508, 8401 Winterthur</font><br/> <br/> <font size="4">dieser substituiert durch lic. iur. </font><font size="4">Y.___</font><br/> <br/> <font size="4">Anwaltsbüro Aliotta</font><br/> <br/> <font size="4">Obergasse 20, Postfach 1508, 8401 Winterthur</font><br/> <br/> <font size="4">gegen</font><br/> <br/> <font size="4">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font><br/> <br/> <font size="4">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</font><br/> <br/> <font size="4">Beschwerdegegnerin</font><br/> <br/> <font size="4">Sachverhalt:</font><br/> <br/> <font size="4"> </font><font size="4">Mit Eingabe vom 7. Februar 2012 (Urk. 1) erhob X.___, vertreten durch Rechtsanwalt Massimo Aliotta, dieser substituiert durch lic. iur. Y.___ (Urk. 4/1-2), Beschwerde gegen die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 13. Januar 2012 betreffend Invalidenrente (Urk. 2). In prozessualer Hinsicht beantragte sie, es sei ihr für das vorliegende Verfahren die unentgeltliche Rechtsvertretung in der Person des unterzeichnen</font><font size="4">den lic. iur. Y.___ zu gewähren (Urk. 1 S. 2).</font><br/> <br/> <font size="4"> </font><font size="4">Hierüber ist vorweg zu entscheiden.</font><br/> <br/> <font size="4">Der Referent zieht in Erwägung:</font><br/> <br/> <font size="4">1.</font><font size="4"> </font><font size="4">Gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts sind im sozialversicherungsrechtli</font><font size="4">chen Verwaltungsverfahren nur patentierte Anwältinnen und Anwälte als un</font><font size="4">entgeltlicher Rechtsbeistand im Sinne von Art. 37 Abs. 4 ATSG zugelassen, wel</font><font size="4">che - soweit sie nicht bei einer anerkannten gemeinnützigen Organisation an</font><font size="4">gestellt sind - sinngemäss die persönlichen Voraussetzungen für einen Register</font><font size="4">eintrag im Sinne von Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte (BGFA) erfüllen. Hiezu erwog das Bundesgericht, ein Rechtsvertreter ohne Anwaltspatent sei im Verwaltungsverfahren nicht als unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen, weil er die für eine unentgeltliche Verbeiständung im Verfahren vor Bundesgericht erforderlichen Voraussetzun</font><font size="4">gen nicht erfülle (BGE 132 V 204 E. 5.1.4). </font><br/> <br/> <font size="4">2.</font><font size="4"> </font><font size="4">Im Verfahren vor dem Sozialversicherungsgericht schliesst zwar die massgebli</font><font size="4">che gesetzliche Bestimmung von § 16 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversi</font><font size="4">cherungsgericht (GSVGer) die Bestellung von Nicht-Anwälten als unentgeltliche Rechtsbeistände nicht aus und das Sozialversicherungsgericht bestellte früher unter besonderen Voraussetzungen auch Nichtanwälte als unentgeltliche Rechtsvertreter. In der Folge der in BGE 132 V 200 publizierten Rechtsprechung hat das Sozialversicherungsgericht an dieser Praxis jedoch nicht mehr fest</font><font size="4">gehalten und fortan nur noch patentierte Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen als unentgeltliche Rechtsvertreter zugelassen (Beschluss vom 19. Dezember 2007 in IV.2007.01242; vgl. auch Randacher, in: Zünd/Pfiffner Rauber [Hrsg.], Gesetz über das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, 2. Auflage, Zü</font><font size="4">rich 2009, N 10 zu § 16). </font><br/> <br/> <font size="4"> </font><font size="4">Zur Begründung erwog das Gericht, wenn vorgängig (im sozialversicherungs-recht</font><font size="4">lichen Verwaltungsverfahren) und nachgängig des Verfahrens vor dem So</font><font size="4">zialversicherungsgericht (im Verfahren vor Bundesge</font><font size="4">richt) die unentgeltliche Verbeiständung strikte den patentierten Anwältinnen und Anwälten vorbehal</font><font size="4">ten bleibe, welche in einem kantonalen Anwaltsregister eingetragen sind oder zumindest die persönlichen Voraussetzungen hierfür er</font><font size="4">füllen (BGE 132 V 200 E. 5.1.4), müssten die Erwägungen des damaligen Eidge</font><font size="4">nössischen Versicherungs</font><font size="4">gerichts hinsichtlich der unentgeltlichen Verbeistän</font><font size="4">dung im Verwaltungsver</font><font size="4">fahren (BGE 132 V 200 E. 5.1.3) für das kantonale Rechtsmittelverfahren erst recht gelten.</font><br/> <br/> <font size="4"> </font><font size="4">Mithin macht es keinen Sinn, in dem zwischen dem Verwaltungs- und dem Bun</font><font size="4">desgerichtsverfahren angesiedelten kantonalen Rechtsmittelverfahren den Kreis zugelassener Rechtsvertreter weiter zu fassen, da ein vor dem letztinstanz</font><font size="4">lichen Verfahren notwendig werdender Ersatz des bisherigen Rechtsbeistandes durch einen vor dem Bundesgericht zur unentgeltlichen Verbeiständung zuge</font><font size="4">lassenen Anwalt zu zusätzlichem Aufwand sowie unnötigen Mehrkosten führen würde und letztlich weder im Interesse der rechtsuchenden bedürftigen Partei noch des finanzierenden Staates liegt.</font><br/> <br/> <font size="4"> </font><font size="4">Das Sozialversicherungsgericht hat insbesondere mit Blick auf Inhaber und Inha</font><font size="4">berinnen </font><font size="4">einer zürcherischen Venia </font><font size="4">entschieden, dass diese </font><font size="4">nicht als unent</font><font size="4">geltliche Rechtsvertreter zugelassen werden können, da sie ihre Tätigkeit nur unter der Aufsicht eines Anwalts oder einer Anwältin und somit nicht eigenver</font><font size="4">antwortlich und weisungsunabhängig ausüben können. </font><br/> <br/> <font size="4">3.</font><font size="4"> </font><font size="4">Lic. iur. Y.___ ist auf dem Briefpapier als „Juristischer Mitarbeiter“ und nicht als Rechtsanwalt bezeichnet (Urk. 1). Dementsprechend führt er weder im Rubrum (Urk. 1 S. 1) noch in der Grussformel (Urk. 1 S. 20), aber auch in der Substitutionsvollmacht (Urk. 4/2) keinen Rechtsanwaltstitel. Es ist daher davon auszugehen, dass lic. iur. Y.___ nicht über das notwendige Anwaltspa</font><font size="4">tent verfügt und damit die Voraussetzungen nicht erfüllt, um am Bundesgericht und damit auch am hiesigen Gericht als unentgeltlicher Rechtsvertreter zuge</font><font size="4">lassen zu werden.</font><br/> <br/> <font size="4"> </font><font size="4">Demzufolge ist das entsprechende Gesuch abzuweisen, ihn der Versicherten als unentgeltlichen Rechtsbeistand beizugeben.</font><br/> <br/> <font size="4">4.</font><font size="4"> </font><font size="4">Sodann ist der Beschwerdegegnerin Gelegenheit zu geben, sich zur Beschwerde in materieller Hinsicht zu äussern.</font><br/> <br/> <font size="4">Der Referent verfügt: </font><br/> <br/> <font size="4">1.</font><font size="4"> </font><font size="4">Das Gesuch der Beschwerdeführerin vom 7. Februar 2012, es sei ihr ein unentgeltli</font><font size="4">cher Rechtsbeistand in der Person von lic. iur. Y.___ zu bestellen, wird abge</font><font size="4">wiesen.</font><br/> <br/> <font size="4">2.</font><font size="4"> </font><font size="4">Eine Kopie der Eingabe </font><font size="4">der</font><font size="4"> </font><font size="4">Beschwerdeführerin</font><font size="4"> </font><font size="4">vom 7. Februar 2012 (</font><font size="4">Beschwerdeschrift</font><font size="4">, Urk. </font><font size="4">1</font><font size="4">) wird </font><font size="4">der</font><font size="4"> </font><font size="4">Beschwerdegegner</font><font size="4">in</font><font size="4"> </font><font size="4">zugestellt, und es wird </font><font size="4">ihr</font><font size="4"> </font><font size="4">eine Frist von </font><font size="4">30 Tagen </font><font size="4">ab Erhalt dieser Verfügung angesetzt, um dazu schriftlich (in zweifacher Ausfertigung) Stellung zu nehmen (Beschwerdeantwort) und die vollstän</font><font size="4">digen Akten einzureichen.</font><br/> <br/> <font size="4">3.</font><font size="4"> </font><font size="4">Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <br/> <font size="4">- </font><font size="4">lic. iur. Y.___</font><br/> <br/> <font size="4">- </font><font size="4">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage von Urk. 3/4-35 zur Einsicht bis Fristablauf sowie einer Kopie des angefochtenen Ent</font><font size="4">scheids (Urk. 2)</font><br/> <br/> <font size="4">4.</font><font size="4"> </font><font size="4">Gegen Dispositiv-Ziffer 1 dieses Entscheids kann innert </font><font size="4">30 Tagen</font><font size="4"> </font><font size="4">seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <br/> <font size="4">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zu</font><font size="4">zustellen.</font><br/> <br/> <font size="4">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</font><font size="4">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</font><font size="4">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font><br/> <br/> <font size="4">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</font><br/> <br/> <font size="4">Die Gerichtsschreiberin</font><br/> <br/> <font size="4">Fehr</font> </p></div></body></html></html>