<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2017.01275</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Käch<br/>Ersatzrichterin Romero-Käser<br/>Gerichtsschreiberin Schucan</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 16. Mai 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Oliver Streiff</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Streiff-Rechtsanwalt</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Stampfenbachstrasse 52, 8006 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1958</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, war </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuletzt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">August 2014</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> als </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">selb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ständiger</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Buchhalter tätig (Urk. 6/4 Ziff. 5.4, Urk. 6/7 Ziff. 1.4) und meldete sich am 10. März 2015 u</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nter Hinweis auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine seit etwa vier Jahren bestehende schwere Depression, Persönlichkeitsstörungen, Gedächtnislücken und eine Konzentra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwäche </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 6/4 Ziff. 6.2-3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stelle, klärte die medizinisch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e und erwerbliche Situation ab und holte bei Dr. med. Y.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ein p</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sychia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sches </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gutachten ein, das am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">12. Juni 2017 erstattet wurde (Urk. 6/39</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach durchgeführtem Vorbescheid</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfahren (Urk. 6/43; Urk. 6/46, Urk. 6/49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) verneinte die IV-Stelle </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit Verfügung vom 23. Oktober 2017 einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 6/51</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> = </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versicherte erhob am 22. November 2017</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerde gegen die Verfügung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">23. Oktober 2017</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en gesetzliche Leistungen (berufliche Massnahmen, Rente) zu erbringen. Eventuell sei der Sachverhalt weiter abzuklären (Urk. 1 S. 2).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">11. Januar 2018</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) die Abweisung der Beschwerde. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 13. Februar 2018 reichte der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer seine Replik (Urk. 9) ein und die Beschwerdegegnerin verzichtete am 21. März 2018 auf eine Duplik (Urk. 12), was dem Beschwerdeführer am 22. März 2018</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zur Kenntnis gebracht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wurde (Urk. 13</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX006"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krankheitswert besteht, welches die ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1). </span></p><p><span> </span><span>Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fach</span><span>ärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleich</span><span>bedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objekti</span><span>vierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. </span><span>BGE 143 V 409 E. 4.2.1 unter Hin</span><span>weis auf 127 V 294 E. 4b/cc und 139 V 547 E. 5.2</span><span>).</span></p><p><span> </span><span>Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psycho</span><span>somatische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tat</span><span>sächliche Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grund</span><span>sätzlich in einem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE</span><span> </span><span>141 V 281). Mit </span><span>BGE 143 V 418 </span><span>hat das Bundesgericht erkannt, dass grund</span><span>sätzlich sämtliche psychischen </span><span>Erkrankungen</span><span> einem strukturierten Beweis</span><span>ver</span><span>fahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krank</span><span>heitsbild allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung ein</span><span>zelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Fest</span><span>stellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsun</span><span>fähigkeit schliessen lassen (E. 7). </span></p><p><span> </span><span>Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens sind als Standardindikatoren die folgenden Aspekte massgebend (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):</span></p><p><span>Funktioneller Schweregrad</span></p><p><span>- </span><span>Gesundheitsschädigung</span></p><p><span>-</span><span>Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde</span></p><p><span>-</span><span>Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz</span></p><p><span>-</span><span>Komorbiditäten</span></p><p><span>- </span><span>Persönlichkeit: Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen</span></p><p><span>- </span><span>sozialer Kontext</span></p><p><span>Konsistenz (Gesichtspunkte des Verhaltens)</span></p><p><span>- </span><span>gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleich</span><span>baren Lebensbereichen</span></p><p><span>- </span><span>behandlungs- und eingliederungs</span><span>anamnestisch</span><span> ausgewiesener Leidens</span><span>druck</span></p><p><span> </span><span>Diese</span><span> Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungs</span><span>hinder</span><span>nder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensations</span><span>poten</span><span>zialen (Ressourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungs</span><span>vermögen einzu</span><span>schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_2</span><span>60/2017 vom 1. Dezember 2017 E. </span><span>4.2.3). </span><span>Die Anerkennung eines renten</span><span>begründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus</span><span>wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchs</span><span>grund</span><span>lage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachge</span><span>wiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweis</span><span>belastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="UV053"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung (Urk. 2) damit, dass die abschliessende medizinische Abklärung ergeben habe, dass die ausgewiesenen Diagnosen keine länger andauernden oder bleibenden Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hätten. Der Alkoholkonsum könne nicht gewertet werden. Auf das Gutachten von Dr. Y.___ könne nicht vollumfänglich abgestützt werden (S. 1 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (Urk. 1) geltend, auf das Gutachten von Dr. Y.___ könne nicht abgestellt werden, da dieses nicht den gegebenen medizinischen Tatsachen entspreche. Der Alkoholkonsum spiele keine wesentliche Rolle. Zudem stelle sich die Frage, ob das Gutachten über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">haupt noch aktuell sei. Weiter sei er während der Begutachtung alkoho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lisiert gewesen und daher habe eine eingeschränkte Einvernahme</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit bestanden (S. 5 f. Ziff. 7-9, Urk. 9 S. 6 f. Ziff. 14-19).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Spätestens im Jahr 2014 habe er dekompensiert und sei schwer depressiv geworden. Selbst der dreimonatige Klinikaufenthalt habe keine namhafte Besse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung herbeiführen können. Hinzu komme eine soziale Phobie und die vielfach erwähnte unsichere Persönlichkeit. Aufgrund seiner psychischen Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en sei er nur noch in einem kleinen Arbeitspensum von höchstens 20 % erwerbsfähig (Urk. 9 S. 5 Ziff. 9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen der Invalidenversicherung.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dipl. Psych. Z.___, Psychologe, und Dr. med. A.___, Fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Klinik B.___, stellten in ihrem Bericht vom 15. April 2015 (Urk. 6/7) folgende Diagnosen mit Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirkung auf die Arbeitsfähigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ziff. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1): </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">akzentuierte Persönlichkeit mit zwanghaften Anteilen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Schädlicher Gebrauch (ICD-10 F10.1); erhöhte Leberenzyme und erhöhtes Ferritin</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Reizdarmsyndrom mit Diarrhoe </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">essentieller Tremor</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Hypercholesterinämie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Vitamin D-Mangel</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Fachpersonen führten aus, der Beschwerdeführer sei vom 14. Januar bis 19. März 2015 auf einer offenen Therapiestation mit multimodalem Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lungssetting hospitalisiert gewesen (Ziff. 1.3 und Ziff. 1.5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit in einem Treuhandbüro bestehe seit August 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 1.6). Es bestünden Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zentrations-, Aufnahme-, Gedächtnisstörungen, eine Störung des Vitalgefühls, eine chronische Erschöpfung, eine Störung des Antriebs und eine Störung des Schlafrhythmus. Der Patient sei massiv unsicher, und seine Belastbarkeit sei sehr eingeschränkt. Aktuell sei keine Tätigkeit mehr zumutbar (Ziff. 1.7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Fachpersonen führten aus, der Beschwerdeführer befinde sich aufgrund einer rezidivierenden depressiven Störung seit 1998 mit Unterbrechungen in ambulanter psychotherapeutischer Behandlung. Er habe sich jedoch nie anhal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tend so schlecht gefühlt wie seit August 2014. Seither sei er zu 100 % arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig. Er habe grosse Schwierigkeiten bei der Arbeit im Treuhandbüro. Die Auftragslage sei schlecht, und er sei nicht mehr in der Lage, sich darum zu kümmern. Dies habe zu finanziellen Schwierigkeiten und zu familiären Spannungen geführt. Die Konzentrationsspanne sei massiv eingeschränkt und der Antrieb praktisch nicht mehr vorhanden (Ziff. 1.4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Fachpersonen führten aus, nach einer teilstationären Therapie solle der Patient langsam einsteigen und wieder einige Erfolge erleben, damit die Belast</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">barkeit erhöht werden könne (Ziff. 1.8). Der Patient sei sehr bemüht und leide unter seiner fehlenden Belastbarkeit. Diagnostisch sei eine Persönlichkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">akzentuierung nicht auszuschliessen (Ziff. 1.11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. C.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, stellte in ihrem Bericht vom 29. Februar 2016 (Urk. 6/22) folgende Diagnosen (Ziff. 1.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2), gegenwärtige Episode min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">destens seit August 2014, frühere Episoden mindestens seit Mai 1997</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ausgeprägte selbstunsichere und kränkbare Persönlichkeit (ICD-10 F60.6)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">soziale Phobie (ICD-10 F40.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">schädlicher Gebrauch von Alkohol, gegenwärtig kontrolliertes Trinken (ICD-10 F10.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte Dr. C.___ ein Reizdarmsyndrom mit intermittierender Diarrhoe und einen essen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tiellen Tremor (Ziff. 1.1). Der Beschwerdeführer sei mit Unterbrüchen seit Januar 1998 und seit 2009 durchgehend bis heute bei ihr in Behandlung. Die letzte Kontrolle habe am 19. Februar 2016 stattgefunden (Ziff. 1.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. C.___ führte aus, seit einer erneuten schweren depressiven Episode im Winter 2013/2014 habe sich der Patient trotz kontinuierlicher Psychothera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pie und intensiver Psychopharmakatherapie nicht wieder aufrappeln können. Der Aufenthalt in der B.___ von Januar bis März 2015 habe zu einer Verbesserung geführt. Nach Austritt und ohne Unterstützung und Motivation von aussen sei der Beschwerdeführer aber bald wieder in seine regressiv-depressive, lustlose, grüblerische Haltung abgeglitten. Er habe wenig Tagesstruktur und verbringe die meiste Zeit allein zuhause, während seine Ehe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">frau berufstätig sei. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Seinen Bierkonsum habe er aber seitdem mit zwei Flaschen Bier pro Abend und einem alkoholfreien Tag pro Woche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> im Griff</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">An seinem Beruf habe er überhaupt keine Freude</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Mit der Zeit sei seine Auftragslage immer schlechter geworden, was zu immer mehr Grübeln über seine Zukunft geführt habe. In Anbetracht des langjährigen Verlaufs (rezidivierend mindestens seit 1998) müsse die Prognose als ungünstig betrachtet werden (Ziff. 1.4). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">destens seit August 2014 seien das Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zentrationsvermögen und die Belastbar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit stark und die Anpassungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit leicht vermindert. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fahrtauglichkeit sei gegeben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 6/22/5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 12. Juni 2017 erstattete Dr. Y.___ das von der Beschwerdegegnerin veran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lasste psychiatrische Gutachten (Urk. 6/39/1-60). Nach Exploration des Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführers am 23. September 2016 (S. 1) nannte Dr. Y.___ al</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein Alkoholabhängigkeitssyndrom, gegenwärtiger Substanzgebrauch, ohne körperliche Symptome; ICD-10 F10.24</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">0. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine rezidivierende depressive Störung, derzeit leichte depressive Episode; ICD-10 F33.0 (S. 47 III Ziff. 1-2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als selbständiger Buchhalter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> führte Dr. Y.___ aus, es bestehe bis August 2014 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Vorübergehende depressive Episoden hätten immer wieder verbessert werden können (S. 57 oben). Ab August 2014 sei bis auf weiteres versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">psychiatrisch von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit für eine selbständige Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt als Buchhalter auszugehen. Grund dafür sei ein ausgewiesenes depressives Syndrom, welches in der maximalen Stärke als mittelgradig einzustufen sei. Hinzu komme überwiegend wahrscheinlich ein wechselnd starker Alkoholkonsum, der sich ebenfalls nachteilig auf die Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit selbständiger Art ausgewirkt habe (S. 57 Mitte).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach medizintheoretisch erfolgreicher Absolvierung einer Alkoholent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zugs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">therapie und einer Alkoholentwöhnung sei aus versicherungsmedizinischer Sicht weiterhin keine selbständige Tätigkeit im buchhalterischen Bereich zu empfehlen. Dies liege daran, dass überwiegend wahrscheinlich die Komplexität einer Arbeit als Selbständiger für den Exploranden zu viel Belastung bedeuten würde, was wieder zu depressiven Syndromen und verstärktem Suchtmittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gebrauch mit Einbrüchen in der Leistungsfähigkeit und der zeitlichen Präsenz bei einer selbständigen Tätigkeit als Buchhalter führen könnte (S. 57 Mitte).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Arbeitsfähigkeit in der Tätigkeit als angestellter Buchhalter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> führte Dr. Y.___ aus, bis August 2014 habe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit als angestellter Buch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halter bestanden. Dies medizintheoretisch, weil der Beschwerdeführer im Ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stelltenverhältnis seit 2003 als Buchhalter nicht mehr gearbeitet habe, sondern überwiegend erfolgreich in selbständiger Weise (S. 57 unten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ab August 2014 sei versicherungspsychiatrisch durchschnittlich von einer 60%igen Arbeitsfähigkeit für eine angestellte Tätigkeit als Buchhalter auf dem ersten Arbeitsmarkt auszugehen. Grund dafür sei ein für die Arbeitsfähigkeit nachteiliges depressives Syndrom, welches als maximal mittelgradig einzustu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fen sei, was aus dem stationären Aufenthalt und den ambulanten medizinischen Angaben abzuleiten sei sowie dem anamnestisch wechselnd starken Alkohol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">konsum des Exploranden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Allerdings sei ein Alkoholproblem im Austrittsbericht der Klinik Schützen von 2015 diagnostisch nicht erwähnt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und es müsse somit gutachterlich als abgeschwächt oder nicht im Vordergrund stehend eingeschätzt werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (S. 58 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die 60%ige durchschnittliche Arbeitsfähigkeit in einem Angestelltenverhältnis als Buchhalter könne zeitlich bis zum hiesigen Begutachtungszeitpunkt konsta</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tiert werden. Ab dem hiesigen Begutachtungszeitpunkt sei die vom Exploranden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dargebotene klinische Symptomatik, mit dessen auffälligen Angaben in der Aggravationstestung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> versicherungsmedizinisch in Frage zu stellen,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> was gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achterlich zur Folge habe, dass auf eine 100%ige Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit bei einer angestellten Tätigkeit geschlossen werden müsse. Es sei medizin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">theoretisch auch möglich, dass der Explorand im Rahmen der Begutachtung verstärkt getrunken habe, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ansonsten jedoch kontrollierter beziehungsweise weniger Alkohol trinke, was weiter verstärkt für die Einschätzung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angestellten Tätigkeit spreche.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Nach Absol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vierung einer Alkoholentzugs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">therapie und einer Alkoholentwöhnung mit Abstinenzverhalten sei aus versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherungsmedizinischer Sicht ohnehin von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angestellten Tätigkeit als Buchhalter auszugehen. Medizintheoretisch hätte eine Abstinenz von Alkohol bereits zu einem früheren Zeitpunkt erreicht wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den können (S. 58 Mitte).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit führte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Dr. Y.___ aus, bis August 2014 habe keine Notwendigkeit einer angepassten Tätigkeit für den Exploranden bestanden. In einer medizintheoretischen angepassten Tätigkeit mit vorwiegend Routinearbeiten ohne Nachtschichtarbeit, als körperlich leichte bis mittelschwere wechselbelastende Tätigkeit ohne Kundenkontakt, sei dem Exploranden von August 2014 bis zum Begutachtungszeitpunkt durchschnitt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich eine 70%ige Arbeitsfähigkeit zuzuordnen (S. 58 unten f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die 30%ige Einschränkung resultiere aus den Effekten der stattgehabten maxi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mal mittelgradigen depressiven Episode und den nachteiligen Auswirkungen des wechselhaften Alkoholkonsums auf die Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ab hiesigem Begutachtungszeitpunkt sei die vom Exploranden dargebotene klinische Symptomatik, mit dessen auffälligen Angaben in der Aggravations</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">testung, in Frage zu stellen, was zur Folge habe, dass auf eine 100%ige Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit geschlossen werden müsse. Nach Absol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vierung einer Alkoholentzugstherapie und einer Alkoholentwöhnungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">therapie mit Abstinenzverhalten sei aus versicherungsmedizinischer Sicht ohne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hin von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gehen (S. 59 Mitte).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. Y.___ führte aus, insgesamt habe bei beiden durchgeführten Tests (SFSS und WMT) bezüglich Aggravationstendenzen und Simulationstendenzen teils deutli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che Auffälligkeiten festgestellt werden können. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Auswirkung von festgestelltem Alkoholkonsum in diesem Gutachten (Atemalkohol 1.06 Promille) sei für sich genommen im Sinne einer starken kognitiven Einschränkung wiederum nicht plausibel (S. 34 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es habe in der gutachterlichen Untersuchung eine leichte depressive Störung testpsychologisch nachgewiesen werden können, wobei in einem Untertest bei der Aggravationstestung die Grenzwerte für die affektive Beschwerdedarstellung überschritten worden seien und in einem anderen Aggravationstest (WMT) ohnehin auffällige Werte nach Auswertung der Angaben des Exploranden im Sinne von Aggravations- und Simulationstendenzen vorhanden gewesen seien (S. 47 unten f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Insofern sei es arbiträr, die hier gemessene leichte depressive Episode als eine derartige zu bewerten, oder eine Remission dieser leichten depressiven Episode zugrunde zu legen. In jedem Fall hätten beide klinischen Situationen bei der Zugrundelegung der derzeitigen versicherungsmedizinischen Rahmenbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dingungen keine relevante Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 48 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine Persönlichkeitsstörung oder eine akzentuierte Persönlichkeit könne auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund der gutachterlichen Untersuchung nicht bestätigt werden. Der Grund sei die hier festgestellte Aggravation, wonach die Angaben des Exploranden aus versicherungsmedizinischer Sicht als unsicher gelten müssten. Zum anderen sprächen die stattgehabten jahrelangen erfolgreichen Tätigkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt gegen eine Störung der Persönlichkeit mit wesentlicher negativer Auswirkung auf die durchgeführten Tätigkeiten (S. 48 Mitte).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gleiches gelte für Zwangshandlungen oder Zwangsgedanken, die zum einen gutachterlich klinisch psychopathologisch nicht objektivierbar gewesen seien, hingegen in einer Testung bezüglich Zwängen vom Exploranden angegeben worden seien. Auch hier gelte gutachterlich eine kritische Einschätzung der angegebenen Zwangssymptomatik, da grundsätzlich deutliche Aggravations</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tendenzen und Simulationstendenzen nach Angaben des Exploranden testpsy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chologisch nachgewiesen worden seien, was das Vorliegen einer Zwangs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">symptomatik in Frage stelle.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine Phobie oder andere Angststörung könne aufgrund der gutachterlichen Untersuchung beim Exploranden nicht abgeleitet werden (S. 48 unten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Explorand sei bei Dr. C.___ seit 1998 intermittierend und ab 2009 durchgehend bis zum Untersuchungszeitpunkt in psychiatrisch-psychothera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">peutischer Behandlung. Grund seien wiederkehrende depressive Episoden, die nach Aktenlage psychosozial, das heisse überwiegend auf Ungerechtigkeiten an ehemaligen Arbeitsstellen, finanzielle Probleme oder auf eine Arbeitslosigkeit zurückzuführen seien (S. 49 IV. Ziff. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dipl.-med. D.___, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, Regio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">naler Ärztlicher Dienst (RAD), führte in ihrer Stellungnahme vom 14. Juni 2017 (Urk. 6/41/4-6) aus, im Untersuchungsverlauf bei Dr. Y.___ seien ernste Zweifel an der Motivation des Beschwerdeführers zur Mitwirkung an einzelnen Testver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahren entstanden, woraus geschlussfolgert worden sei, dass mit sehr hoher Wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheinlichkeit eine Ungültigkeit der Selbstauskünfte bezüglich der Beschwerden vorgelegen habe. Es seien deutliche Auffälligkeiten bezüglich Aggravations- und Simulationstendenzen gefunden worden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Angaben von Dr. Y.___ zur Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit könnten aus versicherungsmedizinischer Sicht aufgrund widersprüchlicher Angaben </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hinsichtlich der Diagnosen und der prozentualen Angaben nicht nachvollzogen werden.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine Alkoholabhängigkeit sei bisher nicht nachge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wiesen, was auch durch die Laboruntersuchung belegt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sei. Warum daher diese Erkrankung, welche anfangs durch den Gutachter selbst lediglich als Differen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zialdiagnose aufgeführt werde, für eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit verantwortlich sein solle, bleibe unklar. Der Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setze sich ungenügend mit dem Trinkverhalten des Kunden auseinander.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Es fehlten sämtliche Angaben zum Beginn des Alkoholkonsums, auch setze er sich nicht damit auseinander, ob es sich um ein primäres oder um ein sekundäres Suchtgeschehen gehandelt habe.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Diagnose des Vorliegens einer Alkoholabhängigkeit sei aus versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">medizinischer Sicht zu verwerfen. Es sei vielmehr gestützt auf die Laborunter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">suchung vom Vorliegen eines riskanten Konsums auszugehen. Damit könne ein Gesundheitsschaden, welcher sich längerfristig auf die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit auswirke, nicht festgestellt werden. Aus diesen Grün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den könne nicht auf das Gutachten abgestellt werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. C.___ stellte in ihrem Bericht vom 26. Januar 2018 (Urk. 10) fol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gende Diagnosen (S. 1 Ad 2):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung (ICD-10 F33.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ausgeprägte selbstunsichere und kränkbare Persönlichkeit (ICD-10 F60.6)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">soziale Phobie (ICD-10 F40.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">schädlicher Gebrauch von Alkohol, gegenwärtig kontrolliertes Trinken (ICD-10 F10.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Reizdarmsyndrom mit intermittierender Diarrhoe, verstärkt bei Nervosi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">tät und Angst</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">essentieller Tremor</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. C.___ führte aus, der Beschwerdeführer sei wegen rezidivierenden depressiven Episoden seit Januar 1998, zunächst mit Unterbrüchen, seit 2009 bis heute ununterbrochen, bei ihr in Behandlung. Die Sitzungen fänden im All</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gemeinen alle ein bis zwei Wochen statt, in Krisenzeiten auch häufiger (S. 1 Ad 1). E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ine selbständige Tätigkeit als Buchhalter stelle eine massive Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">for</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derung dar. Eine teilzeitliche Arbeit als angestellter Buchhalter sei im Rahmen von zwei Stunden täglich zumutbar (S. 3 Ad 8 und Ad 9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es lägen eine depressive Störung mit Antriebslosigkeit, Interessen- und Freude</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mangel, Konzentrations- und Schlafstörung sowie zeitweise eine leichte körper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche Verwahrlosung und zeitweise eine latente Suizidalität vor (S. 1 Ad 3.1). In Anbetracht der Länge des bisherigen Krankheitsverlaufes von etwa 20 Jahren müsse von einer Chronifizierung gesprochen werden. Die Prognose sei ungünstig. Die therapeutischen Massnahmen inklusive Psychopharmako</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">therapie (Maximaldosen) und stationären Klinikaufenthalten seien ausgeschöpft. Es sei jedoch nicht auszuschliessen, dass eine dauerhafte Alkoholabstinenz eine Besse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung des Zustandsbildes nach sich ziehen könnte (S. 2 Ad 4). Es stünden keine soziokulturellen Faktoren im Vordergrund (S. 2 Ad 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. C.___ führte aus, das Rating der Tests sei subjektiv gewesen und zu leicht ausgefallen. Der Aggravationstest sei ihrer Ansicht nach deutlich falsch interpretiert (S. 2 Ad 7 lit. b). Zudem sei das Verhältnis des Beschwerdeführers zur Ehefrau sehr angespannt und die Tagesstruktur im Gutachten beschönigt dargestellt worden. Überdies seien die depressiven Episoden nicht psychosozial bedingt, und die depressive Phase sei zum Zeitpunkt der Begutachtung auch nicht in Remission gewesen (S. 2 f. Ad 7 lit. d). Auf das Gutachten könne einerseits aufgrund der Tatsache, dass der Beschwerdeführer während der Explo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ration deutlich alkoholisiert gewesen sei, nicht abgestellt werden, und ander</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seits sei hinsichtlich der Einschätzung des Gutachters, dass der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer aggraviert habe, womit alle Auffälligkeiten quasi relativiert würden, auszuführen, dass, soweit sie den Beschwerdeführer kenne, er eher die gegentei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lige Tendenz habe, nämlich seine Situation zu beschönigen (S. 3 Ad 10).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf die Beurteilung durch die RAD</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ärztin d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ipl.-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ed. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">D.___ vom Juni 2017 (vgl. vorstehend E. 3.4) davon aus, dass beim Beschwerdeführer kein längerdauernder Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schaden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit vorliege (vgl. vorstehend E. 2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der Einschätzung der psychischen Situation des Beschwerdeführers durch Dipl. Med. D.___ handelt es sich um keine fachärztliche Beurteilung. Es ist der RAD-Ärztin aber in der Hinsicht beizupflichten, dass das psychiatrische Gutachten von Dr. Y.___ vom Juni 2017 (vgl. vorstehend E. 3.3) die Anforde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen an eine beweiskräftige Expertise (vgl. vorstehend E. 1.3) nicht erfüllt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abgesehen davon, dass wirklich fraglich erscheint, inwiefern all die von Dr. Y.___ durchgeführten Tests in Anbetracht des alkoholisierten Zustandes des Beschwerdeführers anlässlich der Begutachtung überhaupt valabel sind, ist zu bemängeln, dass Dr. Y.___ zwar weitschweifige Ausführungen zu den einzelnen Testmethoden tätigte (vgl. Urk. 6/39 S. 26-33), ein konkreter Bezug zum Beschwerdeführer jedoch weitestgehend fehlt. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sämtliche Auffälligkeiten in den Test wurden dann dem Aggra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vationsverhalten, welches auch in einem einzelnen Test bestimmt wurde, zugeschrieben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vor dem Hintergrund, dass sich der Beschwerdeführer nun bereits schon seit rund 20 Jahren aufgrund von psychischen Problemen in Therapie begeben (vgl. vorstehend E. 3.2 und E. 3.5) und auch einen stationären Aufenthalt (vgl. vorstehend E. 3.1) wahrgenommen hat sowie die verordneten Psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pharmaka einnimmt, wird die Schlussfolgerung von Dr. Y.___, dass sich sämtli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che Auffälligkeiten anlässlich der Begutachtung auf die im Testverfahren fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellte Aggravation der Beschwerden zurückführen liessen, der Situation des Beschwerdeführers nicht gerecht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er Beschwerdeführer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bemängelte weiter zu Recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zwischen Exploration und Erstattung des Gutachtens rund neun Monate vergangen sind</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 1 S. 5 Ziff. 8). Auch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> lässt das Gutachten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keine schlüssige Beantwortung der Frage zu, wie der Alkoholkonsum des Beschwerdeführers nun zu werten ist. So mass Dr. Y.___ diesem einmal Bedeutung zu, ein andermal wieder nicht, und überdies lässt er die Frage, ob es sich um einen primären oder sekundären Konsum handel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">t, weitgehend unbeantwortet.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Soweit Dr. Y.___ vorhandene Ressourcen im Wesentlichen aus den dem Gutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten angehängten, Jahre zurückliegenden Arbeitszeugnissen aus Zeiten, in denen der Beschwerdeführer noch im Angestelltenverhältnis gearbeitet hatte, ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leite</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">te (vgl. Urk. 6/39 S. 41 oben, S. 46 oben), lässt dies keine Schlussfol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerungen auf seinen aktuellen Gesundheitszustand zu. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Jedoch kann vorliegend auch nicht unbesehen auf die Ausführungen der behandelnden Psychiaterin Dr. C.___ abgestellt werden. So gilt es h</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichtlich der Ausführungen der seit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1998</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">behandelnde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Psychiaterin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu berück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichtigen, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tragsrechtliche </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vertrauensstellung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zumindest als haus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">arztähnlich bezeichnet werden muss, weshalb hier eine gewisse Zurückhaltung bei der Würdigung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r Berichte angebracht ist (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/cc).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span id="VV198"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Gemäss stän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheidrelevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund des Gesagten fehlt es vorliegend an einer verlässlichen fachärztlichen Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führers und damit an der Grundlage für einen Entscheid. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Beurteilung seiner invalidenversicherungsrechtlichen Ansprüche bedarf es daher zunächst zusätzlicher medizinischer Grundlagen im Sinne eines erneuten psychiatrischen Gutachtens, welches sich zu den offenen Fragen äussert.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ie angefochtene Verfügung vom 23</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Oktober</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 2017 (Urk. 2) ist folglich aufzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heben und die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen im Sinne der Erwä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gungen und zu erneutem Entscheid über den Leistungsanspruch des Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführers an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Honorarnote vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mai 2018</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. 14</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) machte de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vertreter des Beschwerdef</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ührers einen Aufwand von total 11.6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5 Stunden sowie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eine Spesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pauschale von 3 % geltend. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dies erscheint unter Berücksichtigung der Bedeu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses (§ 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versicherungsgericht, GSVGer) als angemessen, weshalb </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Prozessentschädigung unter Berücksichtigung des massgebenden Stunden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ansatzes von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> insgesamt Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2'847.80</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (inkl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Spesenpauschale</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und MWSt) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">festzulegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass d</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">ie angefochtene Verfügung vom 23</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Oktober</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> 2017 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklä</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">rung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text4"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span id="Text2"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 2’847.80 (inkl. Spesenpauschale</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Oliver Streiff</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannSchucan</p><p></p></div> </div></body></html>