<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00205</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206111&amp;W10_KEY=13013560&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00205</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 30.08.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Submission von Elektroingenieurarbeiten für ein Spital. Die in der Replik erhobenen Rügen sind nicht verspätet (E. 3.2). Der Vergabestelle steht bei der Bewertung der Zuschlagskriterien ein erheblicher Spielraum zur Verfügung. Sie muss jedoch der Gewichtung des Kriteriums Rechnung tragen, damit das im Voraus bekannt gegebene Gewicht tatsächlich zum Tragen kommt. Beim Preiskriterium bedeutet dies, dass nur die tatsächlich in Frage kommende Bandbreite möglicher Werte zu berücksichtigen ist. Die (lineare) Skalierung des Beschwerdegegners beim Preiskriterium ist sachgerecht (E. 5.1). Wenn der Beschwerdegegner bei den anderen Zuschlagskriterien aber den Maximalwert dem besten Angebot (Maximalpunktezahl) zuordnet und den Minimalwert dem Angebot mit der Hälfte dieser Maximalpunktezahl, so stellt er nicht auf die Bandbreite der erzielbaren Punkte ab, sondern wählt eine Skalierung, welche allein den oberen hälftigen Punktebereich benotet. Dadurch wird das Gewicht der so bewerteten Zuschlagskriterien gegenüber der bekannt gegebenen Gewichtung deutlich erhöht, was gegen das Erfordernis der Transparenz des Vergabeverfahrens verstösst und unzulässig ist (E. 5.2.2). Gutheissung (E. 6.). Kostenfolge (E. 7.).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BANDBREITE">BANDBREITE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEURTEILUNGSSPIELRAUM">BEURTEILUNGSSPIELRAUM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWERTUNGSMETHODE">BEWERTUNGSMETHODE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEWICHTUNG">GEWICHTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PREISDIFFERENZ">PREISDIFFERENZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PREISKRITERIUM">PREISKRITERIUM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TRANSPARENZ">TRANSPARENZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWECKVERBAND">ZWECKVERBAND</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 1 Abs. I IVÃ¶B</span><br/><span class="ungerade">Art. 13 lit. h IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">Art. 16 Abs. I lit. a IVÃ¶B</span><br/><span class="ungerade">Art. 92 KV</span><br/><span class="gerade">§ 38 SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 38 Abs. III SubmV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit einer Ausschreibung im kantonalen Amtsblatt vom 10. Februar 2006 erÃ¶ffnete das Spital B, ein Zweckverband (vgl. Art. 92 der Kantonsverfassung vom 27. Februar 2005 [KV]), im offenen Verfahren ein Vergabeverfahren fÃ¼r verschiedene Dienstleistungen (Planungen) im Zusammenhang mit der baulichen Erneuerung des Spitals B, darunter die Elektroingenieurarbeiten (BKP 293.1).</p> <p class="Urteilstext">Innert Frist gingen fÃ¼r die Elektroingenieurarbeiten neun Angebote ein mit revidierten OffertbetrÃ¤gen zwischen Fr. 993'382.- und Fr. 2'049'697.-. Mit Beschluss vom 20. April 2006 erteilte das Spital B den Zuschlag der D AG mit einem Angebot von Fr. 1'663'908.-. Der Entscheid wurde den nicht berÃ¼cksichtigten Anbietern mit Schreiben vom 21. April 2006 erÃ¶ffnet.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Eingabe vom 4. Mai 2006 erhob die A AG beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen den Entscheid des Spitals B. Sie beantragte, den angefochtenen Vergabeentscheid aufzuheben und den Zuschlag ihr zu erteilen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Beschwerdegegners. Gleichzeitig ersuchte die BeschwerdefÃ¼hrerin, es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen.</p> <p class="Urteilstext">Der Beschwerdegegner stellte mit der Beschwerdeantwort vom 26. Mai 2006 Antrag auf Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. Im Weiteren schloss er auf Abweisung des Gesuches um Erteilung der aufschiebenden Wirkung. Die Mitbeteiligte liess sich nicht vernehmen. In Replik und Duplik hielten die Parteien an ihren AntrÃ¤gen fest.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gungen vom 5. Mai 2006 und 2. Juni 2006 wurde der Beschwerde vorlÃ¤ufig, mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 8. August 2006 definitiv aufschiebende Wirkung erteilt.</p> <p class="Urteilstext">Die Parteivorbringen werden, soweit rechtserheblich, im Rahmen der nachfolgenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben.</p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber wie auch von ZweckverbÃ¤nden als TrÃ¤gern von kantonalen bzw. kommunalen Aufgaben (vgl. Art. 1 Abs. 1 <span class="urteilstextchar">der revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 [IVÃ¶B]) </span>kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = <span class="urteilstextchar">BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. IVÃ¶B sowie § 2 des Gesetzes vom 15. September 2003 Ã¼ber den Beitritt zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung (IVÃ¶B-BeitrittsG) zur Anwendung.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nicht berÃ¼cksichtigte Anbietende sind zur Beschwerde gegen den Vergabeentscheid legitimiert, wenn sie bei deren Gutheissung eine realistische Chance haben, mit dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen oder wenn die Gutheissung der Beschwerde zu einer Wiederholung des Submissionsverfahrens fÃ¼hrt, in welchem sie ein neues Angebot einreichen kÃ¶nnen; andernfalls fehlt ihnen das schutzwÃ¼rdige Interesse an der BeschwerdefÃ¼hrung (RB 1999 Nr. 18 = BEZ 1999 Nr. 11; § 21 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Vorliegend ist die Legitimation der BeschwerdefÃ¼hrerin ohne weiteres zu bejahen, da sie geltend macht, bei korrekter Gesamtbewertung der Zuschlagskriterien vor der Mitbeteiligten zu rangieren.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Zur BegrÃ¼ndung ihres Rechtsmittels brachte die BeschwerdefÃ¼hrerin in der Beschwerdeschrift vom 4. Mai 2006 vor, der Beschwerdegegner habe es unterlassen, die erhebliche Preisdifferenz "pflichtgemÃ¤ss" zu beurteilen und habe die Ã¼brigen in der Submissionsverordnung vom 23. Juli 2003 (SubmV) vorgesehenen Kriterien in Ãberschreitung seines Ermessens unzutreffend beurteilt. Die Vorinstanz habe insbesondere die GrÃ¶sse der Referenzobjekte ohne konkreten Bezug zum hier ausgeschriebenen Projekt herangezogen. Mit Blick auf die ausgewiesenen personellen und fachlichen Kompetenzen sowie die besten Referenzen "in Projekten dieser GrÃ¶ssenordnung" hÃ¤tte sie gegenÃ¼ber der Mitbeteiligten obsiegen mÃ¼ssen. In ihrer Replik rÃ¼gte die BeschwerdefÃ¼hrerin weiter und mit Verweis auf die ErwÃ¤gungen des Verwaltungsgerichts in der PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 2. Juni 2006, dass die Bewertungsmethode (Begrenzung der Punkteskala auf die Werte zwischen Mittelwert und bestem Resultat) bei den Zuschlagskriterien "KapazitÃ¤t Firma", "Erfahrung-Referenz Firma" und "Kompetenz SchlÃ¼sselpersonen" dazu fÃ¼hre, dass das Gewicht dieser Kriterien gegenÃ¼ber der bekannt gegebenen Gewichtung deutlich erhÃ¶ht werde, womit auch das Gesamtresultat der Auswertung in Frage stehe. Diese in der Replik erhobenen RÃ¼gen erachtet der Beschwerdegegner in seiner Duplik als verspÃ¤tet eingebracht.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Der Entscheid Ã¼ber den Zuschlag bedarf einer ausreichenden BegrÃ¼ndung (VGr, 9. Juli 2003, VB.2002.00044, BEZ 2003 Nr. 36 E. 3b; 2. November 2000, VB.2000.00122, E. 3, www.vgrzh.ch; RB 2000 Nr. 59 = BEZ 2000 Nr. 25 E. 4; zu den Anforderungen an die BegrÃ¼ndungstiefe vgl. VGr, 13. November 2002, VB.2001.00198, E. 3c, www.vgrzh.ch). Aufgrund der Sonderregeln des Vergaberechts ist zwar die Vergabestelle bei der ErÃ¶ffnung des Zuschlags zunÃ¤chst nur zur Mitteilung einiger vorwiegend formeller Angaben verpflichtet (Art. 13 lit. h IVÃ¶B und § 38 SubmV); auf Gesuch eines Anbieters hat sie jedoch die wesentlichen GrÃ¼nde fÃ¼r dessen NichtberÃ¼cksichtigung bekannt zu geben (§ 38 Abs. 3 SubmV). Die Rechtsprechung lÃ¤sst sodann zu, dass die Vergabeinstanzen die BegrÃ¼ndung des Vergabeentscheids noch im Rahmen der Beschwerdeantwort ergÃ¤nzen und damit eine allfÃ¤llige Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs, die aus dem ursprÃ¼nglichen Fehlen einer ausreichenden BegrÃ¼ndung erwachsen konnte, beheben (RB 2000 Nr. 59 = BEZ 2000 Nr. 25 E. 4a). Eine weitere ErgÃ¤nzung im Rahmen eines vom Gericht angeordneten zweiten Schriftenwechsels ist dagegen grundsÃ¤tzlich nicht zulÃ¤ssig (VGr, 19. Juni 2002, VB.2001.00360, E. 5d, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Urteilstext"><span>Vorliegend hat der Beschwerdegegner in seinem Schreiben vom 21. April 2006 der BeschwerdefÃ¼hrerin den Entscheid Ã¼ber die Vergabe der Arbeiten an die Mitbeteiligte ohne jede BegrÃ¼ndung erÃ¶ffnet. Seinen Entscheid hat er erst in der Beschwerdeantwort vom 26. Mai 2006 begrÃ¼ndet. Die BeschwerdefÃ¼hrerin konnte hierzu wie auch zu den Vergabeakten erstmals in der Replik umfassend Stellung nehmen. Die darin vorgebrachten RÃ¼gen sind damit nicht verspÃ¤tet erhoben worden, selbst wenn sie erst durch die im Zusammenhang mit dem Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung ergangenen ErwÃ¤gungen in der PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 2. Juni 2006 veranlasst worden sein sollten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Beschwerdegegner gab in der Ã¶ffentlichen Ausschreibung des Auftrags die Zuschlagskriterien samt Gewichtung wie folgt bekannt:</p> <p class="EinzugZitat"><span>Honorarangebot Ã¼ber alle Phasen der Planung und Realisierung (40 %)</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Ressourcen der Bewerberfirma mit Angaben zu Fachkompetenz und VerfÃ¼gbarkeit der SchlÃ¼sselpersonen (30 %)</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Nachweis von drei Firmen-Referenzobjekten (30 %)</span></p> <p class="Urteilstext">Im Weiteren gab der Beschwerdegegner auch Subkriterien (nicht abschliessend) bekannt. Damit hat er die in der Rechtsprechung entwickelten Anforderungen bei der Gewichtung der Zuschlagskriterien auf jeden Fall erfÃ¼llt. Denn diese verlangen nicht, dass die Gewichtung der Zuschlagskriterien zum Voraus in den Ausschreibungsunterlagen bekannt gegeben werden, sondern lediglich, dass die Gewichtung â bei fehlender vorgÃ¤ngiger Publikation â der bekannt gegebenen Reihenfolge der Zuschlagskriterien entspricht (RB 2002 Nr. 52; VGr, 18. Dezember 2002, VB.2001.00095, BEZ 2003 Nr. 13 E. 4b, www.vgrzh.ch). Die Gewichtung der Zuschlagskriterien liegt vorliegend auf jeden Fall innerhalb des der VergabebehÃ¶rde dabei zustehenden Beurteilungsspielraums (RB 1999 Nr. 67; vgl. auch Art. 16 Abs. 1 lit. a IVÃ¶B; § 50 Abs. 2 lit. c des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Nach den in der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts entwickelten Anforderungen steht der Vergabestelle bei der Bewertung der Zuschlagskriterien ein erheblicher Spielraum zur VerfÃ¼gung. Sie muss jedoch der Gewichtung des Kriteriums Rechnung tragen, damit das im Voraus bekannt gegebene Gewicht tatsÃ¤chlich zum Tragen kommt (VGr, 18. Dezember 2002, BEZ 2003 Nr. 13 E. 3g und 4b, mit Hinweisen). Beim Preiskriterium bedeutet dies beispielsweise, dass nur die tatsÃ¤chlich in Frage kommende Bandbreite mÃ¶glicher Werte zu berÃ¼cksichtigen ist (VGr, 21. April 2004, ZBl 105/2004, S. 382, E. 2.2; 11. September 2003, VB.2003.00188, E. 4b, www.vgrzh.ch; RB 2002 Nr. 52 = BEZ 2003 Nr. 13 E. 4b; VGr, 28. Oktober 2002, BEZ 2003 Nr. 14 E. 4c; vgl. zum Ganzen auch Beat Denzler, Bewertung der Angebotspreise, Baurecht, Sonderheft Vergaberecht 2004, S. 20). Beim Preiskriterium sind daher die beiden Enden der Notenskala so festzusetzen, dass die Maximalnote dem gÃ¼nstigsten Angebot zukommt, wÃ¤hrend die Minimalnote auf einen realistischerweise zu erwartenden HÃ¶chstpreis (nicht unbedingt auf den zufÃ¤lligen Betrag des hÃ¶chsten eingegangenen Angebots) fixiert wird. Diese Bandbreite der Angebotspreise wird von der VergabebehÃ¶rde bestimmt, welcher auch in dieser Hinsicht ein erhebliches Ermessen zusteht (VGr, 21. April 2004, BEZ 2004 Nr. 34 E. 2.5 und 2.6, ZBl 105/2004, S. 382).</p> <p class="Urteilstext">Vorliegend hat der Beschwerdegegner bei der Bewertung des Preises (Gewichtung 40 %) dem besten Gesamtangebot die maximale Punktzahl 40 zugeordnet und einem doppelt so hohen Angebot die Punktzahl 0. Diese (lineare) Skalierung ist sachgerecht. Sie entspricht bei Elektroplanungsarbeiten einer realistischen Preisspanne, wie auch die eingereichten (bereinigten) Angebote zwischen Fr. 993'382.- und Fr. 2'049'697.- zeigen. Bei dieser Bewertung erhalten die BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r ihr Angebot von Fr. 1'155'824.- 33,5 Punkte und die Mitbeteiligte mit einem Honorarangebot von Fr. 1'663'908.- 13 Punkte.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>5.2.1 </b>Beim Zuschlagskriterium "Nachweis von drei Firmen-Referenzobjekten" (Gewichtung 30 %) hat die VergabebehÃ¶rde den Angeboten aufgrund der IntensitÃ¤t der Spitalproblematik der Referenzobjekte, der Bauart, des Investitionsvolumens, des Erstellungsjahres und der erbrachten Leistungen Punktzahlen zugeteilt. Der Maximalwert (30 %) wurde dem besten Resultat (Maximalpunktezahl), der Minimalwert (0 %) der HÃ¤lfte der Maximalpunktezahl zugeteilt. So bewertet erhielt die Mitbeteiligte, welche die Maximalpunktezahl von 46,6 erreichte, den Maximalwert von 30 Prozent/Punkte. Der Minimalwert von 0 Prozent/Punkte entsprach damit einer Punktezahl von 23,3 (1/2 von 46,6), so dass die BeschwerdefÃ¼hrerin mit einer Punktezahl von 33,3 mit 12,8 Prozenten/Punkten bewertet wurde.</p> <p class="Urteilstext"><span>Nach der gleichen Berechnungsart wurden die Angebote bezÃ¼glich des Zuschlagskriteriums "Ressourcen der Bewerberfirma mit Angaben zur Fachkompetenz und VerfÃ¼gbarkeit der SchlÃ¼sselpersonen" (Gewichtung 10 % plus 20 % = total 30 %) bewertet. Auch hier wurde den beiden Unterkriterien "KapazitÃ¤t Firma" (Gewichtung 10 % von 30 %) und "Personenbezogene Referenzen" (Gewichtung 20 % von 30 %) anhand von einzelnen Kriterien Punkte zugewiesen und hierauf der Maximalwert von 10 % bzw. 20 % jeweils dem besten Angebot (Maximalpunktezahl) zugesprochen, den Minimalwert (0 %) jenem Angebot, welches die HÃ¤lfte der Maximalpunktezahl erreicht.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>5.2.2 </b>Der Grundsatz, dass die Bewertungsmethode so zu wÃ¤hlen ist, dass die bekannt gegebene Gewichtung zum Tragen kommt, gilt nicht nur fÃ¼r das Preiskriterium, sondern auch fÃ¼r die Bewertung der Ã¼brigen Zuschlagskriterien. Die vom Beschwerdegegner gewÃ¤hlte Bewertungsmethode, welche aufgrund genau umschriebener Kriterien Punkte zuteilt, ist korrekt. Wenn er indessen letztlich den Maximalwert dem besten Angebot (Maximalpunktezahl) zuordnet und den Minimalwert dem Angebot mit der HÃ¤lfte dieser Maximalpunktezahl, so stellt er nicht auf die Bandbreite der erzielbaren Punkte ab, sondern wÃ¤hlt eine Skalierung, welche allein den oberen hÃ¤lftigen Punktebereich benotet. Alle Angebote, welche nur die HÃ¤lfte (oder weniger) der Maximalpunktezahl erreichen, werden mit 0 benotet. Dadurch wird das Gewicht der so bewerteten Zuschlagskriterien gegenÃ¼ber der bekannt gegebenen Gewichtung deutlich erhÃ¶ht, was nach dem Gesagten gegen das Erfordernis der Transparenz des Vergabeverfahrens verstÃ¶sst und unzulÃ¤ssig ist (VGr, 21. April 2004, ZBl 105/2004, S. 383, E. 2.4).</p> <p class="Erwgung3"><b>5.2.3 </b>Der Beschwerdegegner hat mit der Duplik eine Neuberechnung eingereicht, welche die Punkteskala der Zuschlagskriterien "Nachweis von drei Firmen-Referenzobjekten" sowie "Ressourcen der Bewerberfirma mit Angaben zu Fachkompetenz und VerfÃ¼gbarkeit der SchlÃ¼sselpersonen" nicht auf die Werte zwischen Maximalpunktezahl und Mittelwert beschrÃ¤nkt sondern die ganze mÃ¶gliche Bandbreite zwischen 0 Punkten und Maximalpunktezahl umfasst. Nach dieser neuen Berechnung erhÃ¤lt die Mitbeteiligte fÃ¼r die drei Zuschlagskriterien "KapazitÃ¤t Firma", "Erfahrung-Referenz Firma" und "Kompetenz SchlÃ¼sselpersonen" 59,7 (10 + 30 + 19,7), die BeschwerdefÃ¼hrerin 43,8 (8,4 + 21,4 + 14,0) Prozent/Punkte. Diese Neuberechnung weist zusammen mit der Bewertung des Honorarangebotes nach wie vor die Mitbeteiligte im ersten Rang aus. Der Beschwerdegegner hat aber auch die Bewertung des Honorarangebotes geÃ¤ndert und zwar so, dass das beste Gesamtangebot nach wie vor die maximale Prozent-/Punktezahl 40 erhÃ¤lt, neu indessen einem doppelt so hohen Angebot als das beste Gesamtangebot immer noch die HÃ¤lfte der Punktezahlen (also 20) zugeteilt wird. Die Bandbreite mÃ¶glicher Angebotspreise wird damit auf 200 % des gÃ¼nstigsten Preises erhÃ¶ht, was unrealistisch ist. Beim Kriterium des Preises ist vielmehr die als korrekt ermittelte Bewertung (vgl. vorne E. 5.1) beizubehalten. Dies ergibt eine gewichtete Gesamtpunktezahl von 72,7 (59,7 + 13) fÃ¼r die Mitbeteiligte und 77,3 (43,8 + 33,5) fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin, welche damit vor der Mitbeteiligten an erster Stelle rangiert.</p> <p class="Urteilstext">Unter diesen UmstÃ¤nden sind die weiteren Einwendungen gegen die Bewertung, insbesondere gegen die Bewertung der Referenzobjekte, nicht mehr zu prÃ¼fen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Zusammengefasst ergibt sich, dass die Beschwerde gutzuheissen ist, der Zuschlag hat an die BeschwerdefÃ¼hrerin zu ergehen. GemÃ¤ss stÃ¤ndiger Rechtsprechung verzichtet jedoch das Verwaltungsgericht in der Regel aus RÃ¼cksicht auf allenfalls erforderliche Nebenbestimmungen oder ergÃ¤nzende vertragliche Regelungen darauf, selber einen Zuschlag zu erteilen (VGr, 13. Februar 2002, BEZ 2002 Nr. 33). Die Sache ist daher an den Beschwerdegegner zurÃ¼ckzuweisen, um der BeschwerdefÃ¼hrerin den Zuschlag zu erteilen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdegegner kostenpflichtig (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihm von vornherein nicht zu. Eine solche ist jedoch auch der nicht anwaltlich vertretenen BeschwerdefÃ¼hrerin nicht zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Beschluss des Beschwerdegegners vom 20. April 2006 aufgehoben. Die Sache wird zur Erteilung des Zuschlags an die BeschwerdefÃ¼hrerin im Sinn der ErwÃ¤gungen an den Beschwerdegegner zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 6'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 210.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 6'210.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>