<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2006.00023</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206349&amp;W10_KEY=13013559&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2006.00023</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 13.12.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 30.04.2008 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Staats- und Gemeindesteuern 2001</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Steuerliche Qualifikation eines Nationalfonds-Forschungsbeitrags für Habilitandin Der Pflichtigen ist vom Nationalfonds ein Forschungsbeitrag für das Verfassen einer Habilitationsschrift zugesprochen worden. Gemäss § 24 lit. d StG unterliegen Unterstützungen aus öffentlichen oder privaten Mitteln nicht der Einkommenssteuer. Auch wenn die unentgeltliche Unterstützung die Kosten des notwendigen Lebensunterhalts übersteigt, verbietet sich die Aufteilung in einen steuerfreien und einen steuerbaren Teil. Erlaubt nämlich die Höhe der Unterstützung sowohl die Entrichtung der hierauf entfallenden Steuer als auch die vollständige Deckung der notwendigen Kosten des Lebensunterhalts, lässt sich die - teilweise - Steuerbefreiung der Unterstützungsleistung im Licht des Zwecks von § 24 lit. d StG sachlich nicht rechtfertigen. Eine solche Unterstützung ist demnach kraft der Einkommensgeneralklausel von § 16 Abs. 1 StG steuerbar, ohne dass zu prüfen wäre, welcher bestimmten Einkommenskategorie sie zuzuordnen sei. Die Vorinstanz hat den Beitrag zu Recht nicht als Einkunft aus Erwerbstätigkeit gewürdigt, indessen hat sie ohne nähere Begründung festgestellt, das Jahresbetreffnis von Fr. 85'000.- übersteige den Grundbedarf einer Habilitandin bei weitem. Bei Unterstützung einer Person in Ausbildung gehören zum notwendigen Lebensunterhalt auch die Ausbildungskosten. Indem sie die Pflichtige nicht zur Höhe der Kosten der notwendigen Lebenshaltung angehört hat, hat die Vorinstanz das rechtliche Gehör verletzt. Rückweisung zur weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSBILDUNGSKOSTEN">AUSBILDUNGSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINKOMMENSSTEUER">EINKOMMENSSTEUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FORSCHUNGSBEITRAG">FORSCHUNGSBEITRAG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRUNDBEDARF">GRUNDBEDARF</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HABILITATION">HABILITATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEBENSHALTUNGSKOSTEN">LEBENSHALTUNGSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NATIONALFONDS">NATIONALFONDS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STIPENDIUM">STIPENDIUM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSTÃTZUNGSLEISTUNG">UNTERSTÃTZUNGSLEISTUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 29 Abs. II BV</span><br/><span class="gerade">§ 16 Abs. I StG</span><br/><span class="ungerade">§ 24 lit. d StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2006 Nr. 79</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Die Pflichtige, A, arbeitete bis 30. April 2001 als unselbstÃ¤ndig erwerbende RechtsanwÃ¤ltin in einer Anwaltskanzlei. Am 16. MÃ¤rz 2001 sprach ihr der Schweizerische Nationalfonds zur FÃ¶rderung der wissenschaftlichen Forschung (Nationalfonds) einen Forschungsbeitrag von Fr. 255'000.- zu fÃ¼r das Projekt "X". Das vom Nationalfonds unterstÃ¼tzte Projekt sollte in der Form einer Habilitationsschrift der Pflichtigen verwirklicht werden. In der Beilage zum Bewilligungsschreiben hielt der Nationalfonds fest, der Forschungsbeitrag sei im Betrag von Fr. 85'000.- als "persÃ¶nlicher Beitrag an den Lebensunterhalt der Gesuchstellerin" (der Pflichtigen) bestimmt gewesen. Auf 1. MÃ¤rz 2002 trat die Pflichtige eine Stelle als assoziierte Professorin an der UniversitÃ¤t Y an. Der Nationalfonds bewilligte am 26. MÃ¤rz 2002 deren Gesuch um einen Projektunterbruch ab 1. MÃ¤rz 2002 und entsprechende Suspendierung der Beitragszahlung.</p> <p class="Sachverhalt2">Das kantonale Steueramt veranlagte die Pflichtige mit EinschÃ¤tzungs- und Einspracheentscheid vom 13. Mai 2003 bzw. 3. Februar 2005 fÃ¼r die Steuerperiode 2001 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. â¦Es stellte sich auf den Standpunkt, der Nationalfonds-Beitrag von Fr. 85'000.-, welcher der Pflichtigen im Jahr 2001 Ã¼berwiesen worden sei, bilde in vollem Umfang steuerbare EinkÃ¼nfte der Steuerperiode 2001.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Die Steuerrekurskommission III wies den hiergegen gerichteten Rekurs der Pflichtigen am 22. Februar 2006 ab. Sie verwarf deren Auffassung, der Nationalfonds-Beitrag von Fr. 85'000.- sei nicht bzw. eventualiter nur pro rata temporis, d.h. mit Fr. 35'416.-, zu besteuern.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit Beschwerde vom 18. April 2006 beantragte die Pflichtige dem Verwaltungsgericht, sie sei fÃ¼r die Steuerperiode 2001 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ einzuschÃ¤tzen; "eventualiter sei der Beitrag zum Lebensunterhalt des Nationalfonds von CHF 85'000.- nur in der HÃ¶he des den Grundbedarf der BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼bersteigenden Betrags als versteuerbar zu erklÃ¤ren." Ausserdem verlangte sie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Sachverhalt2">WÃ¤hrend die Steuerrekurskommission III auf Vernehmlassung verzichtete, schloss das kantonale Steueramt auf Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Sachverhalt2">Der Einzelrichter Ã¼berwies die Akten der 2. Kammer zur Entscheidung.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden. </p> <p class="Erwgung2">Das Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sachverhalt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das von der Rekurskommission in Ãbereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf Angemessenheit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekursinstanz zu setzen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts erstreckt sich lediglich auf rechtsverletzende Ermessensfehler, d.h. auf ErmessensÃ¼berschreitung und auf Ermessensmissbrauch (RB 1999 Nr. 147). </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht gilt das Novenverbot. FÃ¼r das Verwaltungsgericht ist somit die gleiche Aktenlage massgebend wie fÃ¼r die Rekurskommission. Tatsachen oder Beweismittel, die nicht spÃ¤testens im Rekursverfahren behauptet bzw. vorgelegt oder angerufen worden sind, dÃ¼rfen infolgedessen im Beschwerdeverfahren grundsÃ¤tzlich nicht nachgebracht werden (RB 1999 Nrn. 149 und 150, bestÃ¤tigt in BGE 131 II 548). Vom Novenverbot ausgenommen sind dagegen echte Noven, namentlich neue tatsÃ¤chliche Behauptungen und Beweismittel, die auf einem Revisions- oder Nachsteu­ergrund (§ 155 bzw. § 160 StG) beruhen oder der StÃ¼tzung von geltend gemachten Rechtsverletzungen dienen, die ihrer Natur nach neuer tatsÃ¤chlicher Vorbringen oder Beweismittel bedÃ¼rfen. Neue, erstmals vor Verwaltungsgericht gestellte Rechtsbegehren sind schliesslich allgemein zulÃ¤ssig, sofern sie sich nicht auf Tatsachen und Beweismittel stÃ¼tzen, welche unter das Novenverbot fallen (RB 1999 Nr. 149).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Der Einkommenssteuer unterliegen laut § 16 Abs. 1 StG alle wiederkehrenden und einmaligen EinkÃ¼nfte. Aufgrund dieser gesetzlichen Ordnung sind alle WertzuflÃ¼sse (EinkÃ¼nfte) beim Steuerpflichtigen ohne RÃ¼cksicht auf ihre Quellen steuerbar, sofern sie das Gesetz nicht ausdrÃ¼cklich von der Besteuerung ausnimmt. Infolgedessen kommt der Bestimmung jener EinkÃ¼nfte, welche das Gesetz aus­nahmsweise fÃ¼r steuerfrei erklÃ¤rt oder einem an­dern Besteue­rungssystem unterwirft, eine entscheidende Be­deutung zu. Denn jeder Wertzufluss, der nicht unter eine solche Ausnah­meregelung fÃ¤llt, ist demnach ohne weiteres steuerbar. Aus diesem Grund lassen sich begrifflich die steuerbaren Ein­kÃ¼nfte abschlies­send nur negativ durch Umschreibung der einkommens­steuerfreien Ein­kÃ¼nfte bestimmen (RB 1987 Nr. 20 = StE 1988 B 24.4 Nr. 11).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.2.1 </span></b><span>Die steuerfreien EinkÃ¼nfte sind in § 24 StG aufgezÃ¤hlt. Danach sind der Einkommenssteuer unter anderem nicht unterworfen die UnterstÃ¼tzungen aus Ã¶ffentlichen oder privaten Mitteln (lit. d). Die wortgleiche Regelung enthÃ¤lt Art. 24 lit. d des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 Ã¼ber die direkte Bundessteuer (DBG).</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.2.2 </span></b>Nach Lehre und Rechtsprechung sind derartige UnterstÃ¼tzungen unentgeltliche Leistungen an bedÃ¼rftige Personen zur Bestreitung des notwendigen (minimalen) Lebensunterhalts (Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann/Hans Ulrich Meuter, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼rcher Steuergesetz, 2. A., ZÃ¼rich 2006, § 24 N. 69, mit Hinweisen; Markus Reich in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/1, 2. A., Basel etc. 2002, Art. 7 StHG N. 93 f.; Peter Locher, Kommentar zum DBG, Therwil/Basel 2001, Art. 24 N. 33; Rainer Zigerlig/Guido Jud in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2, Basel etc. 2000, Art. 24 DBG N. 15).</p> <p class="Erwgung3">Die unterstÃ¼tzte Person muss bedÃ¼rftig, d.h. auf die UnterstÃ¼tzung zur Bestreitung ihres notwendigen Lebensunterhalts angewiesen sein. Die BedÃ¼rftigkeit kann unter anderem ihren Grund zulÃ¤ssigerweise darin haben, dass die unterstÃ¼tzte Person einer Ausbildung nachgeht, die sie daran hindert, selber ein ausreichendes Einkommen zur Deckung ihrer notwendigen Lebenshaltungs- und Ausbildungskosten zu erzielen (Richner/Frei/Kauf­mann/Meuter, § 24 N. 70; Zigerlig/Jud, Art. 24 DBG N. 15). Sodann ist erforderlich, dass die UnterstÃ¼tzung unentgeltlich erfolgt, also ohne dass die unterstÃ¼tzte Person hierfÃ¼r eine Gegenleistung zu erbringen hat. Deshalb bilden Zuwendungen fÃ¼r ein auf Ausschreibung oder Auftrag hin geschaffenes kÃ¼nstlerisches Werk oder Forschungsprojekt nicht steuerfreie UnterstÃ¼tzungen, sondern steuerbare EinkÃ¼nfte (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, § 24 N. 79 mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung3"><span>Ãbersteigt die unentgeltliche UnterstÃ¼tzung die Kosten des notwendigen Lebensunterhalts der unterstÃ¼tzten Person, so fragt es sich, ob sie im Ã¼bersteigenden Betrag steuerbar, im Umfang des notwendigen Unterhalts hingegen steuerfrei sei. Angesichts dessen, dass der Steuerfreiheit von UnterstÃ¼tzungsleistungen der Gedanke zugrunde liegt, dass die zur Behebung einer Notlage gewÃ¤hrte UnterstÃ¼tzung der bedÃ¼rftigen Person ungeschmÃ¤lert, d.h. ohne Belastung durch die Einkommenssteuer, zukommen soll (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, § 24 N. 74; Locher, Art. 24 N. 33; Reich, Art. 7 StHG N. 96; Zigerlig/Jud, Art. 24 DBG N. 16), verbietet sich jedoch die Aufteilung von UnterstÃ¼tzungsleistungen in einen steuerfreien und einen steuerbaren Teil. Erlaubt nÃ¤mlich die HÃ¶he der UnterstÃ¼tzung sowohl die Entrichtung der hierauf entfallenden Steuer als auch die vollstÃ¤ndige Deckung der notwendigen (minimalen) Kosten des Lebensunterhalts, lÃ¤sst sich die (auch nur teilweise) Steuerbefreiung der UnterstÃ¼tzungsleistung im Licht des Gesetzeszwecks von § 24 lit. d StG sachlich nicht rechtfertigen. Eine solche UnterstÃ¼tzung ist demnach kraft der Einkommensgeneralklausel von § 16 Abs. 1 StG steuerbar, ohne dass zu prÃ¼fen wÃ¤re, welcher bestimmten Einkommenskategorie sie zuzuordnen sei.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.3 </b><span>Die Rekurskommission hat den vom Nationalfonds zugesprochenen "</span>Forschungsbeitrag" von insgesamt Fr. 255'000.-, der in der streitbetroffenen Steuerperiode in HÃ¶he von Fr. 85'000.- ausgerichtet wurde, trotz seiner Bezeichnung anders als das kantonale Steueramt zutreffend nicht als Einkunft aus (unselbstÃ¤ndiger oder selbstÃ¤ndiger) ErwerbstÃ¤tigkeit gewÃ¼rdigt. Denn die Pflichtige hatte hierfÃ¼r keine Gegenleistung zu erbringen, auch wenn der Beitrag fÃ¼r die Arbeit an einer Habilitationsschrift bestimmt war. Daran Ã¤ndert nichts, dass der Nationalfonds selber oder die SozialversicherungsbehÃ¶rden mÃ¶glicherweise eine andere rechtliche WÃ¼rdigung getroffen haben.</p> <p class="Erwgung3">Indessen hat die Rekurskommission vorschnell und ohne nÃ¤here BegrÃ¼ndung festgestellt, das Jahresbetreffnis des Forschungsbeitrags von Fr. 85'000.- Ã¼bersteige den "Grundbedarf fÃ¼r eine Habilitandin [â¦] bei weitem". <span>Denn bei UnterstÃ¼tzung einer Person in Ausbildung â wie der Pflichtigen als Habilitandin â gehÃ¶ren zum notwendigen Lebensunterhalt auch die Ausbildungskosten. Weder das kantonale Steueramt noch die Rekurskommission haben aber die Pflichtige zur HÃ¶he der Kosten der notwendigen Lebenshaltung angehÃ¶rt und hatte diese daher auch keinen Anlass, sich hierzu zu Ã¤ussern.</span></p> <p class="Erwgung3">Durch ihr Vorgehen hat die Vorinstanz der Pflichtigen das rechtliche GehÃ¶r im Sinn von Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 verweigert. Sie wird diesen Mangel im zweiten Rechtsgang zu beheben und Ã¼ber die HÃ¶he der Kosten des notwendigen Lebensunterhalts, einschliesslich der Ausbildungskosten, eine Untersuchung zu fÃ¼hren haben.</p> <p class="Erwgung3">Das fÃ¼hrt zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2">Angesichts des letztlich unentschiedenen Ausgangs des Verfahrens rechtfertigt es sich, die Gerichtskosten den Parteien je zur HÃ¤lfte aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG), und steht der BeschwerdefÃ¼hrerin keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in Verbindung mit § 152 und § 153 Abs. 4 StG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Sache wird zur weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Steuerrekurskommission III zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Ãber die Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen des Rekursverfahrens hat die Steuerrekurskommission III im Neuentscheid zu befinden.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'100.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden den Parteien je zur HÃ¤lfte auferlegt. </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext">7. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>