<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, den Beitritt zum EU-Katastrophenschutzverfahren zu beantragen.</p><p>Im Gegensatz zu den sechs Ländern Island, Nordmazedonien, Montenegro, Norwegen, dem Vereinigten Königreich und Serbien, die nicht Mitglied der EU sind, sowie zur Türkei nimmt die Schweiz nicht am EU-Katastrophenschutzverfahren teil. Dieses Verfahren, das 2001 von der EU eingeführt wurde, bietet aber nützliche Koordinierungs- und Reaktionsmittel, die es ermöglichen, durch Naturkatastrophen verursachte Notlagen in Europa (und in geringerem Masse auch im Rest der Welt) besser zu bewältigen. Vor dem Hintergrund der steigenden Anzahl Naturkatastrophen, grösstenteils aufgrund des Klimawandels, haben mehrere Mitgliedsstaaten das Potenzial dieses Verfahrens vermehrt genutzt; beispielsweise indem Hilfsmittel zur Löschung von Bränden, wie etwa Löschflugzeuge, auf dem Gebiet von Nachbarstaaten eingesetzt wurden. Angesichts der guten Resultate hat die Europäische Kommission angekündigt, das Katastrophenschutzverfahren stärken zu wollen, indem erstmals gemeinsam Material (Löschflugzeuge) angeschafft wird. Diese Stärkung lässt auf eine langfristige Vertiefung der Koordination schliessen, hin zu einer quasi-automatischen gegenseitigen Unterstützung zwischen den Mitgliedsstaaten, einer Art Nato des Katastrophenmanagements.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2>Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.