<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2020-11-30-6B_1236-2020.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6B_1236/2020</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 30. November 2020</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Denys, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Held. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen, Spisergasse 15, 9001 St. Gallen, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Entschädigung und Genugtuung bei Freispruch (Widerhandlung gegen das Reglement der Gemeinde Wittenbach über Ruhe, Ordnung und Sicherheit), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts St. Gallen, Strafkammer, vom 26. August 2020 (ST.2019.130-SK3 / Proz. Nr. ST.2018.42813). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Das Kreisgericht St. Gallen sprach den Beschwerdeführer am 1. Oktober 2019 vom Vorwurf der Widerhandlung gegen das Reglement über Ruhe, Ordnung und Sicherheit der Gemeinde Wittenbach frei. Gleichzeitig schrieb es das Gesuch um unentlgeltliche Verteidigung als gegenstandslos ab und nahm die Kosten auf die Staatskasse. </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer beantragte mit "Berufungserklärung/Rekurs" bei der Vorinstanz, die Gemeinde Wittenbach habe die Parksignali-sation entsprechend SVG/SSV zu ändern und er sei unter Kostenentschädigung freizusprechen. Seine Aufwände und Umtriebe bezifferte er mit Fr. 2'640.--. Mit Entscheid vom 26. August 2020 wies die Vorinstanz die Berufung kostenpflichtig ab, soweit sie darauf eintrat. </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer beantragt mit Beschwerde in Strafsachen, die Parksignalisation in der Gemeinde Wittenbach sei gemäss SVG /SSV zu ändern und ihm sei "eine Genugtuung oder Entschädigung für diese langjährigen und menschenverachtenden Unkorrektheiten" auszurichten. Er ersucht um unentgeltliche Rechtspflege. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Gemäss <span class="artref">Art. 42 Abs. 1 BGG</span> haben Rechtsschriften ein Begehren und deren Begründung zu enthalten. In der Beschwerdebegründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>). Die beschwerdeführende Partei hat mit ihrer Kritik an den als rechtsfehlerhaft erachteten Erwägungen der Vorinstanz anzusetzen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=8&amp;from_date=12.11.2020&amp;to_date=01.12.2020&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-364%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page364">BGE 142 III 364</a> E. 2.4). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> Auf den Antrag, die Parksignalisation in der Gemeinde Wittenbach zu ändern, ist nicht einzutreten. Die Vorinstanz hält insoweit im angefochtenen Entscheid zutreffend fest, dass die begehrte Änderung nicht Gegenstand des Strafverfahrens ist und vom Beschwerdeführer bei der zuständigen kommunalen Behörde zu beantragen und allenfalls auf dem Verwaltungsrechtsweg durchzusetzen ist. </div> <div class="para">Soweit der Beschwerdeführer (implizit) rügt, dass die Vorinstanz ihm im Berufungsverfahren weder eine Entschädigung noch eine Genugtuung zugesprochen hat, genügt die Beschwerde nicht den gesetzlichen Begründungsanforderungen. Selbst unter Anwendung des bei Laienbeschwerden praxisgemäss grosszügigen Massstabs an die formellen Anforderungen einer Beschwerde in Strafsachen, ergibt sich aus der Eingabe nicht, inwieweit der vorinstanzliche Entscheid gegen Bundesrecht verstossen soll. Der Beschwerdeführer setzt sich mit den umfangreichen und nicht zu beanstandenden Erwägungen der Vorinstanz, die sich infolge des erstinstanzlichen Freispruchs nur noch zu allfälligen Entschädigungs- und Genugtuungsansprüchen des Beschwerdeführers gemäss <span class="artref">Art. 429 Abs. 1 StPO</span> geäussert hat, nicht auseinander. Zudem äussert er sich nicht dazu und ist auch nicht ersichtlich, inwieweit die Kostenauflage für das Berufungsverfahren gemäss <span class="artref">Art. 428 Abs. 1 StPO</span> (Kostenauflage nach Unterliegen bzw. Obsiegen) bundesrechtswidrig sein soll. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist wegen Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren abzuweisen (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>). Dem Beschwerdeführer sind reduzierte Gerichtskosten aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dem Beschwerdeführer werden Gerichtskosten in Höhe von Fr. 500.- auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht St. Gallen, Strafkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 30. November 2020 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Denys </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Held </div> </div></body></html>