<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">4D_56/2009 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 7. Juli 2009 </div> <div class="para">I. zivilrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Klett, Präsidentin, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Feldmann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X.________ GmbH, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdegegner, </div> <div class="para">vertreten durch Fürsprecher Stefan Rolli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Kaufvertrag, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts </div> <div class="para">des Kantons Bern, Appellationshof, 1. Zivilkammer, </div> <div class="para">vom 16. März 2009. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Erwägung, </div> <div class="para">dass der Gerichtspräsident 1 des Gerichtskreises VI Signau-Trachselwald die Forderungsklage des Beschwerdegegners gegen die Beschwerdeführerin über Fr. 3'600.-- nebst Zins guthiess; </div> <div class="para">dass das Obergericht des Kantons Bern die von der Beschwerdeführerin gegen diesen Entscheid erhobene Nichtigkeitsklage mit Entscheid vom 16. März 2009 abwies, soweit es darauf eintrat; </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin dem Bundesgericht unter sinngemässer Bezugnahme auf das Bundesgesetz vom 16. Dezember 1943 über die Organisation der Bundesrechtspflege (OG) mit "staatsrechtlicher Beschwerde" beantragt, die Entscheide des Obergerichts sowie des Gerichtspräsidenten aufzuheben; </div> <div class="para">dass der angefochtene Entscheid nach Inkrafttreten des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ergangen ist, weshalb dieses Gesetz zur Anwendung kommt (<span class="artref">Art. 132 Abs. 1 BGG</span>) und die im OG vorgesehene staatsrechtliche Beschwerde (<span class="artref">Art. 84 ff. OG</span>) ausser Betracht fällt; </div> <div class="para">dass die unrichtige Bezeichnung eines Rechtsmittels nicht schadet, sofern die Prozessvoraussetzungen des Rechtsmittels, das hätte eingereicht werden müssen, erfüllt sind, und es möglich ist, das Rechtsmittel als Ganzes umzuwandeln (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=23.06.2009&amp;to_date=12.07.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-III-379%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page379">BGE 134 III 379</a> E. 1.2 S. 382 f. mit Hinweisen); </div> <div class="para">dass die Beschwerde in Zivilsachen nach <span class="artref">Art. 72 ff. BGG</span> von vornherein nicht zulässig ist, weil der erforderliche Streitwert nicht erreicht wird (<span class="artref">Art. 74 Abs. 1 BGG</span>) und sich keine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung im Sinne von <span class="artref">Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG</span> stellt; </div> <div class="para">dass damit ausschliesslich eine Umwandlung in eine subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach <span class="artref">Art. 113 ff. BGG</span> in Betracht kommt; </div> <div class="para">dass die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nur gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen zulässig ist (<span class="artref">Art. 113 BGG</span>), was bedingt, dass der kantonale Instanzenzug ausgeschöpft wird (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=23.06.2009&amp;to_date=12.07.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-III-524%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page524">BGE 134 III 524</a> E. 1.3 S. 527); </div> <div class="para">dass somit Rügen gegen den erstinstanzlichen Entscheid, die der Vorinstanz hätten unterbreitet werden können, nicht zulässig sind; </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin geltend macht, sie sei im kantonalen Verfahren nicht rechtsgültig vertreten gewesen, da die im kantonalen Verfahren für die beklagte Partei handelnde Person weder Gesellschafter, Geschäftsführer noch Organ oder Angestellter der Beschwerdeführerin sei, sondern nur ein provisionsberechtigter freier Verkäufer ohne Arbeitsvertrag und gesetzliche Vertretungsvollmacht und auch über kein Anwaltspatent verfüge; </div> <div class="para">dass mit subsidiärer Verfassungsbeschwerde lediglich die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden kann (<span class="artref">Art. 116 BGG</span>); </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin zwar eine Verletzung von Art. 5, <span class="artref">Art. 8, <artref id="CH/101/9" type="start"></artref>Art. 9, <artref id="CH/101/29" type="start"></artref>Art. 29 und <artref id="CH/101/35" type="start"></artref>Art. 35 BV</span><artref id="CH/101/29" type="end"></artref><artref id="CH/101/9" type="end"></artref><artref id="CH/101/8" type="end"></artref> behauptet, diese Bestimmungen aber lediglich zitiert, und im Übrigen verschiedene kantonale sowie bundesrechtliche Bestimmungen anruft, ohne hinreichend darzulegen, inwiefern ihre verfassungsmässigen Rechte durch den angefochtenen Entscheid verletzt sein sollen; </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin damit den strengen Begründungsanforderungen an eine subsidiäre Verfassungsbeschwerde in keiner Weise genügt (Art. 117 in Verbindung mit <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=23.06.2009&amp;to_date=12.07.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-II-249%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page249">BGE 133 II 249</a> E. 1.4.2 S. 254 mit Hinweisen); </div> <div class="para">dass die Rügen davon abgesehen nicht zu hören wären, da es nach dem Grundsatz von Treu und Glauben sowie dem Verbot des Rechtsmissbrauchs unzulässig ist, formelle Rügen, die in einem frühen Stadium hätten geltend gemacht werden können, bei ungünstigem Ausgang noch später vorzubringen (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=23.06.2009&amp;to_date=12.07.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F111-IA-161%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page161">BGE 111 Ia 161</a> E. 1a S. 162 f.) und die Beschwerdeführerin nicht geltend macht, sie hätte erst nach dem Entscheid der Vorinstanz vom gegen sie angestrengten Verfahren Kenntnis erhalten; </div> <div class="para">dass die Voraussetzungen einer Umwandlung in eine subsidiäre Verfassungsbeschwerde somit nicht gegeben sind und auf die Beschwerde in Anwendung von Art. 117 in Verbindung mit <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. a und lit. b BGG</span> nicht einzutreten ist; </div> <div class="para">dass dem Ausgang des Verfahrens entsprechend die Kosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>), wobei dem Beschwerdegegner keine Parteientschädigung zuzusprechen ist, da ihm aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein Aufwand erwachsen ist; </div> <div class="para">erkennt die Präsidentin: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Obergericht des Kantons Bern, Appellationshof, 1. Zivilkammer, und dem Gerichtskreis VI Signau-Trachselwald schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 7. Juli 2009 </div> <div class="para">Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Klett Feldmann </div> </div></body></html>