B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-4730/2011 U r t e i l v o m 2 6 . J u n i 2 0 1 3 Besetzung Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), Richter Beat Weber, Richter Stefan Mesmer, Gerichtsschreiberin Christine Schori Abt. Parteien A._______, Deutschland, vertreten durch lic. iur. Kathrin Bichsel, Advokatin, Blumenrain 3, Postfach, 4001 Basel, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Rentenanspruch, Verfügung vom 22. Juli 2011 C-4730/2011 Seite 2 Sachverhalt: A. A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer), geboren am (…) 1957, ist deutscher Staatsangehöriger und arbeitete von Mai 1973 bis November 1977 sowie vom Oktober 1987 bis Januar 1990 als Grenzgänger in der Schweiz (act. 4). In dieser Zeit zahlte er die Beiträge an die obligatorische schweizerische Alters -, Hinterlassenen - und Invalidenversiche rung. Am 9. Mai 2006 reichte der Versicherte beim Bürgermeisteramt B._______ Deutschland ein Gesuch um Leistungen der schwei zerischen Invaliden- versicherung ein. Die Anmeldung ging bei der IV -Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA (nachfolgend: Vorinstanz) am 5. Juli 2006 ein. In der A n- meldung führte der Versicherte auf, dass er infolge Krankheit keiner B e- schäftigung nachgehe. Er leide an Hepatitis C, chronischer Pankrea titis und vielem mehr. Zudem nehme er am Methadonprogramm teil (act. 1, 43). B. Mit Verfügung vom 15. Oktober 2007 wies die IVSTA das Leistungs - begehren des Versicherten ab. Sie begründete ihren Entscheid damit, dass sich aus den Akten ergebe, dass weder eine bleibende Erwerbs - unfähigkeit noch eine ausreichende durchschnittliche Arbei tsunfähigkeit während eines Jahres vorliege. Trotz des Gesundheitsschadens sei eine dem Gesundheitszustand angepasste gewinnbringende Tätig keit noch immer in rentenausschliessender Weise zumutbar. Es liege keine Invalidi- tät vor, die einen Rentenanspruch zu begründen vermöge (act. 56). Der Beschwerdeführer erhob am 18. November 2007 (Poststempel ; act. 1 im Dossier BVGer C -7767/2007) Beschwerde beim Bundesverwaltungsge - richt gegen die Verfügung vom 15. Oktober 2007. Er beantragte sinng e- mäss die Aufhebung d er Verfügung der Vorinstanz und die Anerkennung einer Behinderung von über 50 Prozent. C. Mit Urteil vom 11. Dezember 2009 (act. 59) hiess das Bundesverwa l- tungsgericht die Beschwerde wegen mangelhafter Sachverhaltsabklärung durch die Vorinstanz teilweise g ut und hob die angefochtene Verfügung vom 15. Oktober 2007 auf. Die Sache wurde zur weiteren Abklärung, in s- besondere zur Einholung eines Gutachtens in der Schweiz, und zum E r- lass einer neu en Verfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen. Es sei von einer Fach person untersuchen zu lassen, ob die Auswirkungen des Drogenkonsums oder der Drogenabhängigkeit beim Beschwerdeführer C-4730/2011 Seite 3 einen geistigen Gesundheitsschaden mit Krankheitswirkung bewirkt hät- ten. D. Der von der Vorinstanz in der Folge kontaktierte IV -Stellenarzt Dr. C._______ empfahl, eine polydisziplinäre Untersuchung zu veranla s- sen und den Beschwerdeführer durch einen Internisten, einen Neurol o- gen und einen Psychiater beurteilen zu lassen. Weiter sei eine neuropsy- chologische Testung vorzunehmen, wobei zu überprü fen sei, ob die U n- tersuchung unter fortgesetztem Substanzabusus stattfinde, und auch die Frage zu beantworten sei, inwiefern die Verlässlichkeit der Unters u- chungsresultate dadurch allenfalls eingeschränkt sein könnte. Zusätzliche technische Untersuchungen (z.B. MRI Neurokranium) seien nach Erme s- sen der untersuchenden Ärzte vorzunehmen. Die Vorinstanz beauftragte daraufhin die D._______ (nachfolgend: D._______), in diesem Sinne beim Beschwerdeführer eine medizinische Abklärung durchzuführen (act. 61 und 62). E. Das interdisziplinäre medizinische Gutachten legten die Dres. E._______, Facharzt Pädiatrie, F._______, Facharzt Allgemeine Innere Medizin und Facharzt Allergologie und klinische Immunologie , G._______, Facharzt Neurologie, und H._______, Facharzt Psychiatrie, am 15. Februar 2011 (act. 96) vor. Sie kamen zum Schluss, dass der Beschwerdeführer in der Lage sei, einer leichten bis mittelschweren körperlichen Tätigkeit ohne hohen kognitiven Anspruch und ohne Kontakt mit Maschinen mit erhöhter Verletzungsgefahr nachzugehen. Aufgrund der Konstitution und des Al l- gemeinzustandes des Exploranden seien ihm körperlich schwere Arbe i- ten nicht zuzumuten. Es bestehe klinisch keine entsprechende Sympt o- matik, sodass ein organisches Psychosyndrom nicht diagnostiziert wer- den könne. F. Nach erfolgter Stellungnahme des IV-Stellenarztes Dr. C._______ vom 10. März 2011 (act. 101) zum Gutachten des D._______ stellte die Vorin- stanz mit Vorbescheid vom 18. März 2011 (act. 102) in Aussicht, dass das Leistungsbegehren des Beschwe rdeführers ab gewiesen werden müsse . Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 7. April 2011 (act. 103) Ein- wand und reichte am 14. Juni 2011 (act. 106) ein ärztliches Attest zur Be- gründung ein. C-4730/2011 Seite 4 G. Mit Verfügung vom 22. Juli 2011 (act. 109) wies die Vorinstanz da s Leis- tungsbegehren des Beschwerdeführers ab. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, das D._______ habe festgestellt, es bestehe keine ak- tive Erkrankung und der Beschwerdeführer habe auch keine Beschwe r- den. Es bestehe klinisch keine entsprechende Symptomatik, so dass kein organisches Psychosyndrom diagnostiziert werden könne. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit in einem Baugeschäft, bei welcher er Schutznetze waschen, reparieren und versorgen habe müssen, sei ihm voll zumutbar. Aufgrund dieser Begutachtung sei der medizinische Dienst der IV -Stelle zum Schluss gekommen, dass der Beschwerdeführer in der Lage sei, seine letzte Tätigkeit voll auszuüben. Allgemein seien ihm körperlich leichte bis mittelschwere T ätigkeiten, ohne Arbeit mit gefährlichen M a- schinen oder auf Gerüsten und ohne kognitive Beanspruchung, zumutbar. Der mit Einsprac he vorgelegte ärztliche Bericht beinhalte betreffend die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit keine relevanten Befunde und vermöge die Schlussfolgerungen der Begutachtung des D._______ nicht zu ä n- dern. H. Am 25. August 2011 erhob der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragte sinngemäss die Aufhebung der vorinstanzlichen Ver fügung. E r begründete am 2. September 2011 (Poststempel; BVGer act. 3) den Antrag damit, dass die im Gutachten des D._______ aufgestellte Behauptung, es bestehe keine aktive Erkrankung und er habe keine Beschwerden, mit dem beige- legten ärztlichen Bericht widerlegt werden könne. Zudem sei er voll e r- werbsunfähig, was durch den Bezug einer Rente wegen voller Erwerb s- minderung in Deutschland dokumentiert sei. Es sei bei ihm eine 70%ige Behinderung festgestellt worden. Die Ärzte des D._______ seien über die eingereichten medizinischen Befunde hinweggegangen und hätten diese nicht objektiv geprüft. I. Gleichzeitig mit der Beschwerde stellte der Beschwerdeführer einen A n- trag auf unentgeltliche Rechtspflege. Mit Schreiben vom 22. September 2011 (act. 8) reichte der Beschwerdeführer das ausgefüllte Formular "Ge- such um unentgeltliche Rechtspflege" sowie diverse Belege ein. J. Mit Vernehmlassung vom 11. Oktober 2011 beantragte die Vorinstanz die C-4730/2011 Seite 5 Abweisung der Beschwerde und hielt im Wesentlichen fest, das Gutac h- ten des D._______ entspreche den Kriterien der Rechtsprechung an ein voll beweiskräftiges Gutachten , und der Beschwerdeführer bringe b e- schwerdeweise nichts vor, was die darin getroffenen Feststellungen i r- gendwie in Zweifel zu ziehen vermöchte. K. Mit Zwischenverfügung vom 18. Ok tober 2011 (BVGer act. 10) hiess die Instruktionsrichterin das Gesuch des Beschwerdeführers um Befreiung von den Verfahrenskosten gut. Am 3. November 2011 (BVGer act. 16) stellte der Beschwerdeführer ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständu ng, welches mit Zwischenverfügung vom 1. Dezember 2011 ebenfalls gutgeheissen wur- de (BVGer act. 17). L. Am 10. Februar 2012 (BVGer act. 24) liess der Beschwerdeführer replik- weise beantragen, die Verfügung der Vorinstanz vom 22. Juli 2011 sei aufzuheben und es sei ihm rückwirkend ab 1. Juni 2005 eine ganze IV - Rente auszurichten. Die Anträge der Vorinstanz seien abzuweisen. Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, das Gutachten erscheine in sich nicht stimmig, nicht schlüssig und sei unvollständig. Es seien keine Rücksprachen mit behandelnden Ärzten genommen, keine weiteren A k- ten eingefordert oder ergänzende Untersuchungen veranlasst worden. Die Auseinandersetzung mit abweichenden Arztberichten sei ungen ü- gend. Aufgrund der Komorbidität der verschiedenen Erkrankungen werde bestritten, dass eine Resterwerbsfähigkeit vorliege. Bei der zuletzt au s- geübten Tätigkeit handle es sich um eine schwere Tätigkeit , welche ihm nicht zumutbar sei. Es sei nicht nachvollziehbar, dass er angeblich auch mittelschwere Tätigkeiten ausführen könne. Im Übrigen habe die Vori n- stanz die Mitwirkungsrechte des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit der Erstellung des Gutachtens nicht gewahrt. M. Mit Duplik vom 9. März 2012 (BVGer act. 26) teilte die Vorinstanz mit, dass sie die Kritik des Beschwerdeführers am Gutachten ihrem ärztlichen Dienst zur Stellungnahme unterbreitet habe. Dieser habe in seinem B e- richt vom 3. März 2012 (act. 111) einlässlich begründet, dass die am Gut- achten geübte Kritik unbegründet sei un d dass keine Veranlassung b e- stehe, nicht auf dieses abzustellen. Im Übrigen wies die Vorinstanz da r-C-4730/2011 Seite 6 aufhin, dass es sich bei der letzten vom Rekurrenten ausgeübten E r- werbstätigkeit, entgegen der Darstellung der Rechtsvertreterin in der Replik, nicht um eine schwere Tätigkeit gehandelt habe. Diese Tätigkeit sei gemäss den übereinstimmenden Angaben von Arbeitgeber (act. 25) und Versichertem (act. 96 Seite 29) nicht von schwerer Natur. Demen t- sprechend könne sie auch heute noch ausgeübt werden. N. Mit Triplik vom 31. Mai 2012 (BVGer act. 30) hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest und bestritt die Ausführungen des IV - Stellenarztes Dr. C._______ vom 3. März 2012. Zudem habe es sich bei seiner letzten Tätigkeit um eine schwere Arbeit gehandelt. Es sei nicht nachvollziehbar, wie er in seinem körperlichen Zustand diese Arbeit noch ausführen könnte. O. Nach Verzicht der Vorinstanz auf eine weitere Stellungnahme schloss die Instruktionsrichterin mit Verfügung vom 5. Juni 2012 den S chriftenwech- sel (BVGer act. 31). Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, im Rahmen der nac h- folgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Das Bundesverwaltungsgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob die Prozessvoraussetzungen vorliegen und auf die B e- schwerde einzutreten ist (BVGE 2007/6 E. 1 mit Hinweisen). 1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (Verwaltungsverfa h- rensgesetz, VwVG, SR 172.021), sofern kein Ausnahmetatbestand erfüllt ist (Art. 31, 32 des Bundesgesetzes über das Bundesverwaltungsgericht vom 17. Juni 2005 [Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 172.32]). Z u- lässig sind Beschwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG. Die IV -Stelle für Versicherte im Ausland ist eine Vorinstanz im Sinn von Art. 33 Bst. d VGG (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bun-C-4730/2011 Seite 7 desgesetz vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Die angefochtene Verfügung ist als Verfügung im Sinn von Art. 5 VwVG zu qualifizieren, und eine Ausnahme nach Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht i st daher zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). Das VwVG findet aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG jedoch keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Nach Art. 2 des ATSG sind die Bestimmungen des ATSG anwendbar, soweit die einzelnen Sozialversicherungsgesetze des Bundes dies vorsehen. Nach Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmu n- gen des ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a-26bis und 28 -70) anwendbar, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dabei sind nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln in verfahrensrechtlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massg e- bend, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2), unter Vorbehalt der spezialgesetzlichen Übe r- gangsbestimmungen. 1.3 Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änd e- rung. Folglich ist er im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerdelegitimiert. 1.4 Die Beschwerde wurde frist - und formgerecht eingereicht (Art. 50 Abs. 1, Art. 52 Abs. 1 VwVG; vgl. auch Art. 60 ATSG), weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist. 1.5 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 2. Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung der Vorinstanz vom 22. Juli 2011, mit welcher das Leistungsbegehren de s Beschwerdeführers abgewiesen wurde. Streitig und zu prüfen ist der Re ntenanspruch des Beschwerde- führers und in diesem Zusammenhang insbeso ndere die Frage , ob die Vorinstanz den Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt und gewürdigt hat. C-4730/2011 Seite 8 Im Folgenden sind vorab die im vorliegenden Verfahren anwendbaren Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen. 2.1 In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Recht s- sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3). 2.2 Der Beschwerdeführer besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft und wohnt in Deutschland, so dass vorliegend das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft andererseits über die Freizügigkeit vom 21. Juni 1999 (Freizügigkeitsabkomm en, im Folge n- den: FZA, SR 0.142.112.681), die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 (VO [EWG] Nr. 1408/71, AS 2004 121 [vgl. auch AS 2008 4219, AS 2009 4831) sowie die Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. März 1972 über die Durc hführung der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 (VO [EWG] Nr. 574/72; SR 0.831.109.268.11) an- wendbar sind (Art. 80a IVG in der Fassung ge mäss Ziff. I 4 des Bunde s- gesetzes vom 14. Dezember 2001 betreffend die Bestimmungen über die Personenfreizügigkeit im Abkommen zur Änderung des Übereinkommens zur Errichtung der EFTA, in Kraft seit 1. Juni 2002). Das Freizügigkeitsab- kommen setzt die verschiedenen bis dahin geltenden bilateralen Abko m- men zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und den einze l- nen Mitgliedstaaten der Europäischen Union insoweit aus, als darin der - selbe Sachbereich geregelt wird (Art. 20 FZA). Gemäss Art. 8 Bst. a FZA werden die Systeme der sozialen Sicherheit kordiniert, um insbesondere die Gleichbehandlung aller Mitglieder der Vertragsstaate n zu gewährleis- ten. Nach Art. 3 Abs. 1 VO (EWG) Nr. 1408/71 haben die Personen, die im Gebiet eines Mitgliedstaates wohnen, für die diese Verordnung gilt, die gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mi t- gliedstaates wie die Staat sangehörigen dieses Staates selbst, soweit be - sondere Bestimmungen dieser Verordnung nichts anderes vorsehen. D a- bei ist im Rahmen des FZA und der Verordnung auch die Schweiz als „Mitgliedstaat“ zu betrachten (Art. 1 Abs. 2 von Anhang II des FZA). Demnach richten sich die Bestimmung der Invalidität und die Berechnung der Rentenhöhe auch nach dem Inkrafttreten des FZA nach schweizer i- schem Recht (BGE 130 V 253 E. 2.4). Noch keine Anwendung finden vorliegend die am 1. April 2012 in Kraft gesetzten Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parl a-C-4730/2011 Seite 9 ments und Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit sowie (EG) Nr. 977/2009 des Europäischen Parl a- ments und Rates vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalit ä- ten für die Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die Sys- teme der sozialen Sicherheit. 2.3 Am 1. Januar 2008 sind im Rahmen der 5. IV-Revision Änderungen des IVG und anderer Erlasse wie des ATSG in Kraft getreten. Weil in zeit- licher Hinsicht – vorbehältlich b esonderer übergangsrecht licher Rege - lungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeb lich sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 220 E. 3.1.1, BGE 131 V 11 E. 1), s ind die Leistungsansprüche für die Zeit bis zum 31. Dezember 2007 aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). Die 5. IV-Revision brachte für die Invaliditätsbemessung keine sub - stanziellen Änderungen gegenüber der bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Rechtslage, sodass die zur altrechtlichen Regelung ergang e- ne Rechtsprechung weiterhin massgebend ist (vgl. Urteil des BGer 8C_373/2008 vom 28. August 2008 E. 2.1). Neu normiert wurde dagegen der Beginn des Rentenanspruchs, der – sofern die entsprechenden A n- spruchsvoraussetzungen gegeben sind – gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (in der Fassung der 5. IV-Revision) frühestens sechs Monate nach Gelten d- machung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG entsteht. Sinn und Zweck des im Rahmen der 5. IV-Revision geschaffenen Art. 29 Abs. 1 IVG sprechen für dessen grundsätzlich sofortige Anwendung auch in Fällen, wo die einjährige Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 Bst. b IVG bzw. aArt. 29 Abs. 1 Bst. b IVG beim Inkrafttreten am 1. Januar 2008 noch nicht abgelaufen ist. Es kann offenbleiben, ob eine Übergangsordnung, die nach der Dauer der Ende 2007 bereits zurückgelegten Wartezeit diffe- renziert, am besten den Anforderungen von Verfassung und Gesetz g e- nügte. Bei einer einheitlichen Regelung kann jedenfalls die Anmeldefrist anspruchswahrend maximal bis Ende Juni 2008 erstreckt werden. Das Rundschreiben Nr. 253 des Bundesamtes für Sozialversicherungen vom 12. Dezember 2007 (5. IV-Revision und Intertemporalrecht), soweit es e i- ne Anmeldefrist bei Ende 2008 vorsieht, ist gesetzeswidrig (vgl. BGE 138 V 475 E. 3.3 ff.). C-4730/2011 Seite 10 Im vorliegenden Verfahren finden grundsätzlich jene Vorschriften Anwen- dung, die bei Ein tritt des Versicherungsfalles, spätestens jedoch bei Er- lass der Verfügung vom 22. Juli 2011 in Kraft standen; weiter aber auch solche Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getre ten waren, die aber für die Be urteilung allen falls früher entstan dener Lei s- tungsansprüche von Belang sin d (das IVG ab dem 1. Januar 2004 in der Fassung vom 21. März 2003 [AS 2003 3837; 4. IV-Revision] und ab dem 1. Januar 2008 in der Fassung vom 6. Oktober 2006 [AS 2007 5129; 5. IV-Revision]; die Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalide n- versicherung [IVV; SR 831.201]) in den ent sprechenden Fassungen der 4. und 5. IV-Revision [AS 2003 3859 und 2007 5155]). Noch keine A n- wendung findet vorliegend das am 1. Januar 2012 in Kraft getretene erste Massnahmenpaket der 6. IV-Revision (IVG in der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659]). 2.4 Für Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der Europäischen Union ist die Anmeldung beim Versicherungsträger des Wohnlandes massg e- bend (Art. 86 Abs. 1 VO [EWG] Nr. 1408/71 in Kraft bis 31. März 2012). Der Beschwerdeführer reichte das Gesuch am 9. Mai 2006 (act. 1) beim Sozialversicherungsträger in Deutschland ein. Demzufolge gelangen pro rata temporis die bis Ende 2007 gültigen Regelungen des IVG zur A n- wendung. 2.5 Gemäss Art. 48 Abs. 2 IVG in der bis am 31. Dezember 2007 gülti g gewesenen Fassung werden die Leistungen in Abweichung von Art. 24 Abs. 1 ATSG lediglich für die zwölf der Anmeldung (hier: 9. Mai 2006) vo- rangehenden Monate ausgerichtet, wenn sich eine versicherte Person mehr als zwölf Monate nach Entstehen des Anspruchs anmeldet. 2.6 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts sind für die Besti m- mungen des rechtserheblichen Sachverhalts im Beschwerdeverfahren grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Erlasses des angefochtenen Entscheids massgebend (hier: 22. Juli 2011 ); vgl. BGE 132 V 368 E. 6.1 mit Hinweisen; THOMAS LOCHER, Grundriss des Sozia l- versicherungsgerichts, 3. Auflage, Bern 2003, § 74 N 20). Sachverhaltsänderungen, die nach dem massgebenden Zeitpunkt des Er- lasses des angefochtenen Entscheides einge treten sind, können im vo r- liegenden Beschwerdeverfahren daher grundsätzlich nicht berücksichtigt werden. Allerdings können Tatsachen, die den Sachverhalt seither verän-C-4730/2011 Seite 11 dert haben, unter Umständen Gegenstand einer neuen Verwaltungsve r- fügung bilden (BGE 121 V 366 E. 1b mit weiteren Hinweisen). Im vorliegenden Beschwerdeverfahren ist daher zu prüfen, ob ein allfäll i- ger Leistungsanspruch am 9. Mai 2005 bestanden hat bzw. ob ein solcher zwischen diesem Zeitpunkt und dem 22. Juli 2011 entstanden ist. 2.7 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes (Art. 8 ATSG) und beim Eintritt der Invalidität während der vom Gesetz vorgesehenen Dauer Beiträge an die schweizerische Alters -, Hinterlassenen - und Invalidenversi cherung (AHV/IV) geleistet hat (vgl. Art. 36 Abs. 1 IVG in der bis Ende 2007 gültig gewesenen Fassung). Diese Bedingungen müssen kumulativ gegeben sein; fehlt eine, so entsteht kein Rentenanspruch. Der Beschwerdeführer hat während 6 Jahren und 11 Monaten (Mai 1973 bis November 1977 und Oktober 1987 bis Januar 1990 ) in der Schweiz als Grenzgänger gearbeitet (act. 4 Sei te 2 ). Er hat somit die für einen Rentenanspruch vorausgesetzte Mindestbeitragsdauer von einem Jahr erfüllt. 3. 3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 IVG). Nach Abs. 2 dieser Norm gilt die Invalidität als ein getreten, sobald sie die für die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht hat. Invalidität ist somit der durch einen G e- sundheitsschaden verursachte und nach zumutbarer Behandlung oder Eingliederung verbleibende länger dauernde (volle oder teilweise) Verlust der Er werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden aus - geglichenen Arbeitsmarkt resp. der Möglichkeit, sich im bisherigen Aufga- benbereich zu betätigen. Der Invaliditätsbegriff enthält damit zwei El e- mente: ein medizinisches (Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) und ein wirtschaftliches im weiteren Sinn (dauer hafte oder länger dauernde Einschränkung der Erwerbs fähigkeit oder der T ä- tigkeit im Aufgabenbereich; vgl. zum Ganzen UELI KIESER, ATSG - Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2009, Art. 8 Rz. 7). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf C-4730/2011 Seite 12 oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenb e- reich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch B e- einträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit veru rsachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög lichkeiten auf dem in Betracht kommenden aus geglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG, Fassung vom 6. Oktober 2000, in Kraft vom 1. Januar 2003 bis 31. Dezember 2007). 3.2 Nach dem ATSG in Verbindung mit dem IVG ist der Begriff "Invalidität" demnach nicht nach medizinischen Kriterien definiert, sondern nach der Unfähigkeit, Erwerbseinkommen zu erzielen (BGE 132 V 93 E. 4, BGE 110 V 273 E. 4a, BGE 102 V 165) oder sich im bisherigen Auf - gabenbereich zu betätigen. Dabei sind die Er werbs- bzw. Arbeits - möglichkeiten nicht nur im angestammten Beruf bzw. in der bisherigen Tätigkeit, sondern auch in zumutbaren Verweisungstätigkeiten zu prüfen. 3.3 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der von 1. Januar 2004 bis 31. De- zember 2007 in Kraft gewesenen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, der jenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente. Hieran hat die 5. IV-Revision nichts geändert (Art. 28 Abs. 2 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fas sung). Laut Art. 28 Abs. 1ter IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig gewesenen Fas sung) bzw. Art. 29 Abs. 4 IVG (in der ab 2008 gelten den Fassung) werden Ren- ten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprec hen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohn sitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, so weit nicht völker - rechtliche Vereinbarungen eine abweichende Rege lung vorsehen. Eine solche Ausnahme, wie sie seit dem 1. Juni 2002 für die Staatsangehör i- gen eines Mitglied staates der EU und der Schweiz gilt, so fern sie in e i- nem Mit gliedstaat der EU Wohnsitz haben (BGE 130 V 253 E. 2.3 und 3.1), liegt nicht vor. Nach der Recht sprechung des Eidgenössischen Ver- sicherungsgerichts (EVG; seit 1. Januar 2007: BGer) stellt diese Reg e- lung nicht eine blosse Auszah lungsvorschrift, sondern eine be sondere Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 275 E. 6c). 3.4 Das sozialversicherungsrechtliche Verfahren ist vom Unter - suchungsgrundsatz beherrsc ht (Art. 43 ATSG). Danach hat die Ver -C-4730/2011 Seite 13 waltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachver halts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet zum ei nen sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (Art. 28 ff. ATSG; BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit Hin- weisen). 3.5 Um die Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen ang ewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen h a- ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und b e- züglich welcher Tätigkeite n die versicherte Person ar beitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichti ge Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). 3.6 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un- tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei- lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Be urteilung der me- dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des E x- perten be gründet sind. Ausschlaggebend für den B eweiswert ist grun d- sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeic h- nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be- richt oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a). 3.7 Die gesetzlichen Grundlagen der Invaliditätsschätzun g sind verschi e- den, je nachdem, ob die betreffende Person vor dem Eintritt der Invalidität erwerbstätig war oder nicht. Wird der Invaliditätsgrad einer erwerbstätigen Person nach dem in Art. 16 ATSG vorgesehenen Einkommensvergleich, also wesentlich nach wi rtschaftlichen Gesichtspunkten (allgemeine M e- thode) bestimmt, so ist für die Bemessung der Invalidität von Nichte r- werbstätigen, insbesondere von Hausfrauen, darauf abzustellen, in we l- chem Masse sie behindert sind, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (spezifische Methode; Art. 8 Abs. 3 ATSG, Art. 5 und 28 Abs. 3 IVG; Art. 27 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenve r- sicherung [IVV, SR 831.201]). Bei der gemischten Methode ist einerseits die Invalidität in der Haushaltsführung nach d em Betätigungsvergleich C-4730/2011 Seite 14 (Art. 27 IVV) und andererseits die Invalidität in der Teilzeitbeschäftigung nach dem Einkommensvergleich (Art. 28 IVG) zu ermitteln und danach die Gesamtinvalidität nach Massgabe der zeitlichen Beanspruchung in den genannten beiden Bereichen zu berechnen. Der Anteil der Erwerb s- tätigkeit ergibt sich aus dem Vergleich der im betreffenden Beruf üblichen Arbeitszeit und der von der versicherten Person ohne Invalidität geleist e- ten Arbeitszeit, der Anteil am andern Aufgabenbereich aus dere n Diffe- renz. Es ist vorliegend unbestritten, dass d er Beschwerdeführer im Gesun d- heitsfall vollzeitig erwerbstätig wäre und daher die allgemeine Beme s- sungsmethode nach Art. 28a Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG zur Anwendung kommt. 3.8 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein - kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein - gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus - geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung ge setzt zum Erwerbseinkommen, das sie er zielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkom men, Art. 16 ATSG). Der Begriff des ausgeglichenen Arbe itsmarkts ist ein theoret i- scher und ab strakter Begriff, welcher dazu dient, den Leistungsbereich der Invalidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversicherung abzu - grenzen. Der Begriff umschliesst einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; andererseits bezeichnet er ei nen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen F ä- cher verschiedenartiger Stellen offen hält. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die invalide Person die Möglichkeit hat, ih- re restliche Er werbsfähigkeit zu verwerten und ob sie ein rentenau s- schliessendes Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 E. 3b). Daraus folgt, dass für die Invaliditätsb e- messung nicht darauf ab zustellen ist, ob eine invalide Person unter den konkreten Ar beitsmarktverhältnissen vermit telt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr ver bliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die ver fügbaren Arbeitsplätze dem An gebot an A r- beitskräften entsprechen würden (AHI-Praxis 1998 S. 291 E. 3b). Von ei- ner Arbeitsgelegenheit im Sinne von Art. 16 ATSG kann aber dort nicht mehr gesprochen wer den, wo die zu mutbare Tätigkeit nur in so eing e- schränkter Form mög lich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt pra k- tisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht realistischem Entgege n-C-4730/2011 Seite 15 kommen eines durchschnitt lichen Arbeitgebers möglich wäre (SVR 2009 IV Nr. 8, S. 17, E. 3c; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3c, ZAK 1989 S. 322 E. 4). 4. 4.1 Umstritten und daher nachfolgend zu überprüfen sind die gesundhei t- lichen Einschränkungen de s Beschwerdeführers im zu überprüfenden Zeitraum von 9. Mai 2005 bis 22. Juli 2011 (vgl. E. 2.6) und deren Auswir- kungen auf die Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit. Insbesondere ist im Folgenden auch zu klären, ob die von der Vorinstanz vorgenommenen Abklärungen ausreichen, um die mit Urteil vom 11. Dezember 2009 (act. 59) gestellte Frage, ob die Auswirkungen des Drogenkonsums und der Drogenabhängigkeit beim Beschwerdefüh rer ei- nen geistigen Gesundheitsschaden mit Krankheitswert bewirkt habe, b e- antwortet werden kann und wie diese zu beantworten ist. 4.2 Der Beschwerdeführer berief sich in seiner Replik auf folgende B e- richte: – Dr. I._______, J._______, diagnostizierte in seinem Bericht vom 14. Februar 2000 (act. 36) einen Suizidversuch mit Methadon, chron i- sches Schmerzsyndrom mit ungeklärten Abdominalbeschwerden, He- roinabhängigkeit, Methadon-Programm, Grand mal-Anfall unter Hypo- xie und bei bekanntem Kra mpfleiden, Benzodiazepin -Überhang bei Leberfunktionsstörung, Zustand nach Hepatitis A, B und C, IIIV - anamnestisch negativ; – Bericht der K._______ vom 8. Mai 2006 (act. 40), worin eine Sch ä- delprellung am Hinterkopf mit Verdacht auf Commotio cerebri, Alkoho- lintoxikation und Hepatitis C diagnostiziert wurden; – Bestätigung von Herrn K._______, M._______, vom 17. Juli 2006 (act. 43), wonach der Beschwerdeführer mit Methadon substituiert und seit dem 26. August 2004 von ihm psychosozial begleitet werde; – Dr. N._______, Vertrauensärztin O._______, diagnostizierte im B e- richt E213 vom 27. September 2006 (act. 46) Polytoxikomanie, Me- thadonsubstitution seit 1992 mit Beikonsum von Benzodiazepinen und THC, hirnorganisches Psychosyndrom nach mehrfacher Kalottenfra k- tur, epiduralem Hämatom und nach mehreren epileptischen Anfällen, C-4730/2011 Seite 16 Anämie, reduzierter Kräftezustand bei deutlichem Untergewicht, chr o- nische Hepatitis C mit leichter Leberfibrose, derzeit kein Hinweis auf entzündliche Aktivität, rezidivierende Gastroduodenitis, Zusta nd nach mehrfacher Schulterverletzung rechts mit operativer Therapie. Das Leistungsvermögen sei insbesondere aufgrund einer erheblichen psy- chomentalen Minderbelastbarkeit bei ausgeprä gtem hirnorganischem Psychosyndrom herabgesetzt. Erneute Entwöhnungsmassn ahmen seien aus diesem Grund nicht mehr sinn voll bzw. erfolgversprechend. Es bestehe weiterhin eine verminderte körperliche Belastbarkeit bei erheblichem Untergewicht mit herabgesetztem Kräftezustand. Der Beschwerdeführer könne dauerhaft keine regelmässige n Lohnarbe i- ten von wirtschaftlichem Wert mehr verrichten. Das aufgehobene Leistungsvermögen bestehe zumindest seit dem Zeitpunkt der Re n- tenantragstellung am 9. Mai 2006. Mit einer Besse rung sei nicht zu rechnen; – Dr. P ._______ diagnostizierte mit ärztlichem Attest vom 23. August 2007 (act. 51) eine chronische Hepatitis C (zur Zeit Interferonbehan d- lung), chronische Pankreatitis und Polytoxikomanie; – Dr. Q._______, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, hielt in se i- nem Bericht vom 8. Juni 2011 (act. 105) fest, problematisch sei we i- terhin der noch bestehende Beikonsum. Das Elektroencephalogramm (EEG) habe ein überwiegendes Beta -EEG ergeben, wahrscheinlich medikamentös durch Diazepam bedingt ohne Herdbefund od er Krampfpotentiale, bis auf die medikam entöse Beeinflussung des Kur- venbildes kein pathologischer Befund. Aufgrund des schweren Krank- heitsbildes könne er sich nicht vorstellen, dass der Beschwerdeführer in der Lage sei, irgendeiner Erwerbstätigke it von wirt schaftlichem Wert nachzugehen. Die Berichte vom R._______ vom 8. Oktober 1997 (act. 32) und von Dr. S._______, Dr. T._______ sowie Dr. U._______, K ._______, vom 11. August 1999 (act. 32) sind zu alt, um verwertet werden zu können. Der mit Triplik eingereichte Bericht von Dr. V._______, R._______, vom 4. April 2012 entstand nach der angefochtenen Verfügung vom 22. Juli 2011. Die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers wird einzig von Dr. N._______ und Dr. Q._______ beurteilt. C-4730/2011 Seite 17 4.3 Im Rahmen der angefochtenen Verfügung vom 22. Juli 2011 und im Beschwerdeverfahren stützte sich die Vorinstanz in medizinischer Hi n- sicht auf das Gutachten des D._______ vom 15. Februar 2011 sowie auf die Berichte des medizinischen Dienstes der Vorinstanz von Dr. C._______ vom 10. März 2011 (act. 101), 16. Juli 2011 (act. 108) und 3. März 2012 (act. 111). Diese Beurteilungen sind nachfolgend zusammengefasst wiederzugeben und einer Würdigung zu unterziehen. 4.3.1 Dr. F._______, Facharzt Allgemeine Innere Medizin, hielt in seinem Teilgutachten zum interdisziplinären Gutachten des D._______ im W e- sentlichen fest, der Beschwerdeführer sei in seinem aktuellen Zustand nicht in der Lage, einer körperlich mittelschweren oder schweren Tätigkeit nachzugehen, intellektuell anspruchsvolle Tätigkeiten seien ihm nicht z u- zumuten. Trotz der anamnestisch m assiven Polytoxikomanie seien im somatischen Bereich aktuell keine schwerwiegenden Folgen zu verzeich- nen. Es bestehe aber ein allgemeiner somatischer Abbau mit mangelnder Muskulatur, darüber hinaus eine Adynamie und eine erhöhte Ermüdbar- keit, welche z.T. m edikamentös bedingt und z.T. neuropsychiatrischen Ursprungs sein könn ten. Aufgrund der aktuell durchgeführten Substitut i- onstherapie sei das Rendement des Beschwerdeführers in einer dem Leiden adaptierten Tätigkeit reduziert (Ziff. 4.1.3). Dr. G._______, Facharzt Neurologie, ergänzte in seinem neurologischen Bericht, der Beschwerdeführer klage über Schlafprobleme und depress i- ve Verstimmung mit Antriebsstörung und Einsamkeit (Ziff. 4.2.2). Als neu- rologische Diagnosen seien Polytoxikomanie, anamnestische Epil epsie mit Grand mal -Anfällen (nach antikonvulsiver Behandlung seit 1999 a n- fallsfrei), postraumatische Epilepsie nach Schädelhirntrauma, Entzugsa n- fälle im Rahmen der Polytoxikomanie, Status nach Schädelhirntrauma mit Kalottenfraktur und Galeahämatom zu nennen (Ziff. 4.2.4). Es bestünden keine motorischen Paresen, aber Missempfindungen an Hand - und Vor- derarm beidseits, insbesondere nach körperlichen Belastungen. Im Übr i- gen seien keine somatischen Beschwerden vorhanden. Die somatisch - neurologische Untersuchung ergebe keine hirnfokalen Symptome. Wä h- rend Hinweise auf eine Polyneuropathie fehlten, seien Druckdolenz und Reizsymptome des Nervus medianus beidseits suggestiv für ein Carpa l- tunnelsyndrom vorhanden, zumal belastungsab hängige Missempfindu n- gen an den oberen Extremitäten beschrieben würden. Aufgrund der spär- lichen objektiv fassbaren neurologischen Befunde könne dem Beschwe r-C-4730/2011 Seite 18 deführer aus somatischer Sicht Arbeitsunfähigkeit im bisherigen Umfang nicht attestiert werden (Ziff. 4.2.5). Aus somatischer Sicht ergäb en sich lediglich Einschränkungen von Seiten der Epilepsie (Ziff. 4.2.7). Dr. H._______, Facharzt Psychiatrie, stellte in seiner psychiatrischen A b- klärung fest, die affektive Modulationsfähigkeit sei nicht eingeschränkt und die Vitalität sei leicht eingeschränkt. Der Gedankengang sei in forma- ler Hinsicht eher etwas langsam, jedoch nicht an Ideen verarmt oder g e- hemmt und in inhaltlicher Hinsicht sei er unauffällig. Klinisch seien keine Konzentrations-, Aufmerksamkeits- oder Auffassungsstörungen und auch keine Ermüdungszeichen zu finden. In psychomotorischer Hinsicht fä n- den sich keine pathologischen Befunde. Hinweise für einen psychot i- schen Prozess lägen nicht vor (Ziff. 4.3.3). Als psychiatrische Diagnosen nannte der Arzt Polytoxikomanie mit gegenwärtiger Teilnahme an einem ärztlich überwachten Ersatzdrogenprogramm (ICD -10 F19.22) und eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen und histrio nischen Anteilen (ICD-10 F61.0; Ziff. 4.3.4). Die kombinierte Persönlichkeitsst ö- rung habe keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Trotz dieser Störung sei der Beschwerdeführer in der Lage gewesen , dann und wann einer 100%igen Tätigkeit nachzugehen Aufgrund der aktuellen Untersuchungs- befunde könne klinisch ein hirnorganisches Psychosyndrom nicht dia g- nostiziert werden. Die Diagnose eines hirnorganischen Psychosyndroms lasse sich unter andauerndem Drogenkonsum ohnehin nicht mit Siche r- heit stellen (Ziff. 4.3.5). Laut W._______, Psychologe lic.phil. und Neuropsychologe, ha be die neuropsychologische Testung im Testprofil einen allgemeinen Intelligenz - und Leistungsabbau beim Exploranden gezeigt, der lokalisatorisch nicht zu fassen sei, da er fast sämtliche geprüfte Leistungen umfasse (Seite 27). Die Kommission für medizinische Begutachtung, bestehend aus den Gu t- achtern, hielt zusammenfassend fest, aktuell bestünden keine Erkra n- kungen und der Beschwerdeführer habe keine Beschwerden mehr. Der Beschwerdeführer sei nicht in der Lage, mit gefährlichen Maschinen oder auf Gerüsten oder eine körperlich schwere Tätigkeit a uszuüben. Arbeiten mit erhöhten kognitiven Beanspruchungen seien ihm ebenfalls nicht z u- zumuten (Ziff. 6.2). Der Beschwerdeführer habe angegeben, dass er ge r- ne noch arbeiten würde und dies am liebsten mit Tieren oder mit behin- derten Menschen (Ziff. 4.3.1). Er habe berichtet, dass er die zuletzt au s- geübte Tätigkeit gerne verrichtet habe und diese körperlich nicht beso n-C-4730/2011 Seite 19 ders schwer gewesen sei. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit sei ihm heute voll zuzumuten (Ziff. 6.3). Der Beschwerdeführer sei in der Lage, einer leichten bis mittelschweren körperlichen Tätigkeit ohne hohen kognitiven Anspruch und ohne Kontakt mit Maschinen mit erhöhter Verletzungsg e- fahr nachzugehen. Schwere Arbeiten seien ihm aufgrund der Konstitution und des Allgemeinzustandes nicht zuzumuten (Ziff. 6.4). 4.3.2 Gestützt auf d as hiervor genannte interdisziplinäre Gutachten kam Dr. C._______ am 10. März 2011 (act. 101) zum Schluss, dass die Diag- nosen Polytoxikomanie und anamnestische Epilepsie mit Grand mal- Anfällen seit ca. 1990 eine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit haben. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien hingegen die Diagnosen kombinierte Persönlichkeitsstörung mit narzi sstischen und histrionischen Anteilen, chronische Hepatitis B und C, Status nach Hepatitis A, Status nach Gastritiden, Status nach laparaskopischer Cholezystektomie wegen chronischer Cholezystitis mit Lithiasis und rezidivierender Pankreatitis (25. Mai 2005), Status nach mehrfachen Frakturen rechte Clavi cula mit Status nach Operation, Status nach Operation wegen Harnleiterstein links anfangs 80er Jahre, Nikotin sowie Status nach Appendektomie ca. 1967 . Die Beurteilung der Gutachter sei zu übernehmen. Demnach sei der Be- schwerdeführer in seiner letzten Tätigkeit als voll arbeitsfähig bzw. allg e- mein als vollzeitig arbeitsfähig für körperlich leichte bis mittelschwere T ä- tigkeiten ohne Arbeit mit gefährlichen Maschinen oder auf Gerüsten und ohne erhöhte kognitive Beanspruchungen zu beurteilen. 4.3.3 Dr. C._______ ergänzte in seinem Bericht vom 16. Juli 2011 (act. 108), dass der einspracheweise eingereichte B ericht von Dr. Q._______ vom 8. Juni 2011 (act. 105) keine betreffend Beurteilung der Arbeitsfähigkeit relevanten neuen Befunde enthalte und die Schlus s- folgerung der Begutachtung durch das D._______ nicht zu ändern ve r- möge. Er halte deshalb an seiner Position vom 10. März 2011 fest. 4.4 Mit Bericht vom 3. März 2012 (act. 111) kommt Dr. C._______ zum Schluss, dass die vom Beschwerdeführer mit Replik am Gutachten geüb- te Kritik unbegründet sei. In der neuropsychologischen Untersuchung vom 8. November 2010 werde zwar zusammenfassend ein allgemeiner Intelligenz- und Leistungsabbau festgestellt, doch werde dies in der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit ausdrücklich berücksichtigt, indem kognitiv und intellektuell anspruchsvolle Arbeiten ausgesch lossen wü rden. Der Beschwerdeführer sei zum Zeitpunkt der neuropsychologischen Testung intoxikiert gewesen, was zwar eine objektive Testung beeinträchtige, wi-C-4730/2011 Seite 20 derspiegle aber die Alltagsrealität des Beschwerde führers und schränke deren Aussage insofern nich t ein, als die Gutachter auch unter diesen Umständen den Versicherten als arbeitsfähig in angepassten Tätigkeiten beurteilt hätten. Zudem gehör e der fortgesetzte Gebrauch psychotroper Substanzen zum nicht rentenbegründenden Problemkreis Polytoxikom a- nie. Da ss Komorbiditäten vorlä gen, stehe ausser Zweifel, doch im Gu t- achten werde klar und nachvollziehbar begründet, dass diese kein re n- tenbegründendes Ausmass hätten. Die beschriebene allgemeine Schw ä- che mit Muskelabbau und Ermüdbarkeit würde n im Rahmen der B e- schreibung der zumutbaren Arbeiten ausreichend berücksichtigt. Zur Fr a- ge, ob ein in den Vorakten ohne objektive Befunde erwähntes hirnorgan i- sches Psychosyndrom vorliege, sei zu bemerken, dass für dessen Objek- tivierung der Nachweis neuropsychologischer Defizite wesentlich relevan- ter sei als Veränderungen in einer Bildgebung des Gehirns. In der neur o- psychologischen Testung seien Defizite festgestellt worden, aber au s- drücklich ohne spezifische Lokalisation im Gehirn, was klar für den b e- reits erwähnten und andaue rnden Einfluss psychotroper Substanzen spreche, nicht aber für die Folgen eines allfällig stattgefundenen Schädel- Hirn-Traumas. Die Untersuchung durch die Gutachter sei auch diesb e- züglich als ausreichend zu beurteilen. Im Weiteren be gründe eine Pe r- sönlichkeitsstörung per se keine Arbeitsunfähigkeit, die Art der Störung und deren Ausmass würden dies allenfalls ausmachen. Aufgrund des Gutachtens bestehe kein Zweifel, dass die diesbezügliche psychiatrische Beurteilung kompetent und kohärent erfolgt sei. 5. Der Beschwerdeführer macht geltend, er sei invalid, denn die medizin i- schen Unterlagen würden den Behauptungen der Vorinstanz widerspr e- chen, er beziehe in Deutschland bereits eine volle Erwerbsminderung s- rente und es sei eine 70%ige Behinderung festgestellt word en. Das Gut- achten sei widersprüchlich, nicht schlüssig und unvollständig sowie die Auseinandersetzung mit abweichenden Arztberichten ungenügend. 5.1 Vorab ist festzuhalten, dass die Einschätzung der deutschen Rente n- versicherung für die Vorinstanz und das Geric ht nicht verbindlich ist, da der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine schweizerische Invalide n- rente nach den für schweizerische Staatsangehörige geltenden Regeln zu beurteilen ist (vgl. E. 2.2). Die ärztlichen Stellungnahmen und Gutac h- ten sind jedoch zu berücksichtigen, soweit sie sich zu Diagnosen und g e- sundheitlichen Beeinträchtigungen äussern. C-4730/2011 Seite 21 5.2 Laut Beschwerdeführer habe der untersuchende Internist festgestellt, dass er nicht in der Lage sei, einer körperlich mittelschweren oder schwe- ren Tätigkeit nachzugehen, was in der Schlussfolgerung des Gutachtens jedoch nicht bestätigt werde (Ziff. 18). Weiter sei nicht schlüssig und nachvollziehbar, wieso die diagnostizierte kombinierte Persönlichkeitsstö- rung mit narzisstischen und histrionischen Anteilen von einer sekundären Sucht ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bleibe, obwohl es für ihn sehr einschränkend sei. Auch sein Betreuer L._______ erwähne den Ver- dacht auf weitere psychische Störungen mit Krankheitswert , wie Depres- sionen und Angststörungen, die eine Erwerbstätigkeit ausschliessen wür- den (Ziff. 19). Die Kritik kann nur insoweit nachvollzogen werden, als die Schlussfolg e- rung des Gutachtens trotz der Einwände des Internisten beim Beschwe r- deführer eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in mittelschweren Tä tigkeiten vor- sieht. Die Vorinstanz hat in ihrer Verfügungsbegründung jedoch korrek- terweise einschränkend ausgeführt, dass dem Beschwerdeführer lediglich Tätigkeiten ohne Arbeit mit gefährlichen Maschinen oder auf Gerüsten und ohne kognitive Beanspruchung zumutbar seien. Bei der vom Internis- ten festgestellten allgemeinen Schwäche handelt es sich vorliegend ledig- lich um eine Dekonditionierung und Abbau der Muskulatur beim B e- schwerdeführer, was nicht rentenrelevant ist . Dasselbe gilt ebenfalls für die Schwäche infolge der zum Untersuchungszeitpunkt durchlaufenen Substitutionstherapie. 5.3 Der Beschwerdeführer rügt im Weiteren, die Untersuchungen seien ungenügend, und es habe k eine Rücksprache mit der Ärztin, welche das hirnorganische Psychosyndrom diagnostiziert ha be, gegeben. Es seien trotz aktenkundiger Indikation einer Schädelkalottenfraktur bei den invo l- vierten Krankenhäusern oder Ärzten keine weiteren Akten eingefordert oder ergänzende Untersuchungen veranlasst worden. In der medizin i- schen Lite ratur w ürden als Symptome des hirnorganischen Psychosyn- droms Gedächtnisstörungen, Orientierungsstörungen, Verlangsamung, Auffassungsstörungen, Konzentrationsschwäche genannt, welche beim Beschwerdeführer durchaus vorhanden seien und von den Gutachtern genannt würden. Gerade dies hätte untersucht werden müssen. Die Gu t- achter hätten sich bei den behandelnden oder bisher begutachtenden Ärzten erkundigen und allenfalls weitere medizinische Akten beiziehen oder bildgebende Untersuchungen vornehmen müssen. Dies s ei zu b e- mängeln. Die Untersuchungen seien hier äusserst dünn und ungenügend (Ziff. 17). C-4730/2011 Seite 22 Die Gutachter haben sich sehr wohl mit den vorhandenen Arztberichten auseinandergesetzt. Sie erstellten eine ausführliche Anamnese und b e- rücksichtigten die vorhandenen Arztberichte. Sie kamen überzeugend zum Schluss, dass a ufgrund der aktuellen Untersuchungsbefunde kl i- nisch ein hirnorganisches Psychosyndrom nicht diagnostiziert werden könne und die Kriterien hierfür als nicht erfüllt zu betrachten seien (Ziff. 8). Die Diagnose eines hirnorganischen Psychosyndroms lasse sich unter andauerndem Drogenkonsum nicht mit Sicherheit stellen (Ziff. 4.3.5). Mit Verweis auf die neuropsychologischen Untersuchungsbe- funde könn ten aktuell keine Hinweise auf ein ausgeprägtes hirnorgan i- sches Psychosyndrom festgestellt werden (Ziff. 4.2.5). Diese Sichtweise überzeugt. In E213 vom 27. September 2006 (act. 46) wurde zwar ein or- ganisches Psychosyndrom nach mehrfachen Kalottenfrakturen diagnost i- ziert, im aktuellen Gutachten wird aber die Diag nose Status nach Sch ä- delkalottenfraktur als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beurteilt , und ein organisches Psychosyndrom wird nicht diagnostiziert. Es bleibt zu bedenken, dass der Beschwerdeführer bereits im Zeitpunkt der Diagnose eines hirnorganisc hen Psychosyndroms im Jahr 2006 unter andauer n- dem Drogenkonsum stand und demnach auch damals nicht mit Siche r- heit festgestellt werden konnte, ob ein solches Syndrom tatsächlich vor- lag. Führen die im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung oder das Gericht bei u m- fassender, sorgfältiger, objektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wah r- scheinlich zu betrachten und es könnten weitere Beweis massnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so darf auf die A b- nahme weiterer Beweise verzichtet werden (antizipierte Beweiswürd i- gung; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_392/2011 vom 19. September 2011 E. 2.2 mit Hinweisen). Vorliegend liegen genügend aussagekräftige Arztberichte vor, und der Entscheid ist auch ohne weitere Untersuchu n- gen möglich , weshalb eine Rücksprache mit den behandelnden Ärzten nicht notwendig ist. 5.4 Im Weiteren rügt der Beschwerdeführer , Dr. H._______ habe fes t- gehalten, dass eine sekundäre Sucht bestehe und diese Folge einer psy- chiatrischen Erkrankung sei (Ziff. 21). Das Gutachten sei hinsichtlich der Polytoxikomanie unvollständig. Es würden sich im Gutachten keine B e- merkungen zur Polytoxikomanie und deren Auswirkungen auf den Körper des Beschwerdeführers finden lassen. Es sei bekannt, dass bei Polytoxi-C-4730/2011 Seite 23 komanie ein erhöhtes Risiko für Suizid und psychiatrische Erkrankungen bestehe. Die inneren Organe und das Immunsystem des Beschwerdefüh- rers hätten schon beträchtlich Schaden genommen. D ie geistigen und körperlichen Gesundheitsschä den als Folge der Suchterkrankung sei en zu berücksichtigen (Ziff. 17). Die Gutachter stellten fest, dass es b ezüglich des Drogenkonsums zu e i- ner Stabilisierung gekommen sei, aber gleichzeitig der Versicherte wegen seiner Substitutionstherapie formal-gedanklich als etwas verlangsamt i m- poniere. Ansonsten liessen sich in der aktuellen Untersuchung klinisch keine Hinweise für kognitive Störungen erke nnen. Seine Urteilsfähigkeit sei nicht reduziert und es sei keine alkoholbedingte Wesensveränderung nachweisbar. Auf dem Hintergrund der diagnostizierten kombinierten Per- sönlichkeitsstörung sei gemäss der heutigen geltenden Rechtsprechung von einer sekundä ren Sucht auszugehen. Aufgrund seiner formal - gedanklichen Verlangsamung seien dem Beschwerdeführer keine Tätig- keiten mit grösserer kognitiver oder intellektueller Beanspruchung zuz u- muten (Ziff. 4.3.5). Das Leistungsvermögen zufolge eines Gesundheitsschaden s mit Kran k- heitswert ist nach der Rechtsprechung bei einer vorliegenden Droge n- sucht nur dann beeinträchtigt, wenn die Drogensucht ihrerseits eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger Gesundheitsschaden ein getreten ist, oder aber wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens ist, welchem Krankheitswert zukommt (BGE 99 V 28 E. 2, ZAK 1973 S. 646; SVR 2001 IV Nr. 3 S. 7 E. 2b mit Hinweisen; AHI 2002 28). Dr. C._______ hob in seinem Bericht vom 3. März 2012 hervor, dass die neuropsychologische Testung aufzeigte, dass der Beschwerdeführer selbst unter Intoxikation und somit in der Alltagsrealität als arbeitsfähig in angepassten Tätigkeiten zu beurteilen sei. Mit den Gutachtern ist von e i- ner sekundären Sucht auszugehen (vgl. Ziff. 4.3.5 des Gutachtens) . Die diagnostizierte primäre Persönlichkeitsstörung wird aber als ohne Auswir- kung auf die Arbeitsfähigkeit beurteilt, was die Gutachter in nachvollzie h- barer und überzeugender Weise dargelegt haben. 5.5 Der Beschwerdeführer bestr eitet, dass eine Resterwerbsfähigkeit b e- steht. Aufgrund der neuropsychologische n Testung sei weder schlüssig noch nachvollziehbar, wieso die Gutachter den Beschwerdeführer im ers- ten Arbeitsmarkt als 100% a rbeitsfähig sähen. Aufgrund der Komorbidität C-4730/2011 Seite 24 der verschiedenen Erkrankungen w erde bestritten, dass eine Reste r- werbsfähigkeit vorliege (Ziff. 17). Die Aussage der Gutachter, dass die zu- letzt ausgeübte Tätigkeit voll zuzumuten sei, sei nicht schlüssig. Die Schutznetze für den Bau seien sehr schwer und gross. Wie er es mit sei- ner erwiesenermassen geschwächten Konstitution schaffen solle, diese zu tragen und zu reparieren, sei nicht nachzu vollziehen (Ziff. 18/Triplik). Auch sei nicht nachvollziehbar, wie er noch in der Lage sein sollte, mittel- schwere körperliche Tätigkeiten auszuführen. Diesbezüglich ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer seine zuletzt ausgeübte Tätigkeit nicht aus medizinischen Gründen beendet hat, sondern ihm vom Arbeitgeber mangels Auslastung gekündigt worden ist (act. 25). Aufgrund der Schlussfolgerung des Gutachtens sind de m Beschwerdeführer zweifellos leichte Tätigkeiten voll schichtig zuzumuten. Nach erfolgtem Muskelaufbau sind ihm gemäss Gutachten auch mitte l- schwere Tätigkeiten voll zuzumuten. Die Dekonditionierung des B e- schwerdeführers hat jedoch keine rentenrelevanten Gründe, denn der Beschwerdeführer hat aus invaliditätsfremden Gründen nach der Künd i- gung durch den Arbeitgeber keine Erwerbstätigkeit mehr aufgenommen. Die Dekonditionierung ist daher im Rahmen der Ermittlung des Invalid i- tätsgrades nicht zu berücksichtigen, weshalb dem Beschwerdeführer aus IV-rechtlicher Sicht leichte bis mittelschwere Tätigkeiten zuzumuten sind. 5.6 Der Beschwerdeführer best reitet die Verwertbarkeit seiner Arbeitsfä- higkeit; es sei für ihn höchstens noch ein geschützter Arbeitsplatz möglich (Ziff. 20 der Replik). Die Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit ma g durch die Pol ytoxikomanie des Beschwerdeführers in Frage gestellt sein, was aber nicht rentenrele- vant ist. 5.7 Im Übrigen rügte der Beschwerdeführer , die Vorinstanz habe seine Mitwirkungsrechte im Zusammenhang mit der Erstellung des Gutachtens nicht gewahrt. Denn aus den Akten sei nicht ersichtlich, ob ihm die Fra- gen an die Sachverständigen zugestellt worden seien mit der Möglichkeit, Abänderungs- oder Ergänzungsanträge zu stellen oder Einwendungen gegen die in Aussicht genommenen Sachverständigen zu erheben (Ziff. 18 der Replik). Der Beschwerdeführer kann mit diesen Rügen nicht gehört werden, nachdem er sie weder im Verwaltungsverfahren vorgebracht hat noch im C-4730/2011 Seite 25 Beschwerdeverfahren konkrete Einwände gegen die Gutachter oder die Fragestellungen erhoben hat (vgl. BGE 137 V 210 e contrario). 6. Zusammenfassend ist festzu halten, dass d as interdisziplinäre Gutac hten für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der med i- zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilun g der medizinischen S i- tuation einleuchtend und die Schlussfolgerungen begründet sind (vgl. E. 3.6/ BGE 134 V 231 E. 5.1, BGE 125 V 351 E. 3a; RKUV 2003 U 487 S. 345 E. 5.1), somit einen hohen Beweiswert aufweist und deshalb d a- rauf abzust ellen ist. Die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Rügen vermögen daran nichts zu ändern. Insgesamt kommt das Gericht deshalb zum Schluss, dass es gemäss dem im Sozialversicherungsrecht massgeblichen Beweisgrad der übe r- wiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 E. 5b) gerechtfertigt ist, mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass d er Beschwerdeführer zu 100% in leichten bis mittelschweren, ungefährlichen Tätigkeiten ohne hö- here kognitive Anforderungen arbeitsfähig ist. 7. Zur Bestimmung des Invaliditätsgrads ist ein Einkommensvergleich vor- zunehmen. Der Beschwerdeführer hat vor seiner Berentung ab Juni 2006 im Zeitraum von März 2002 bis Mai 2006 Arbeitslosengelder der Agentur für Arbeit in Lörrach bezogen (act. 2, 3, 6, 7 und 26). Für die Bestimmung des Valideneinkommens müsste demzufolge an sich auf den versicherten Verdienst, gestützt auf welchen Arbeitslosentaggelder entrichtet worden sind, abgestellt werden (vgl. hierzu Urteil des EVG vom 18. November 2003 E. 5.1.1 und 5.1.2). Da jedoch einerseits die entsprechenden Da ten der deutschen Arbeitslosenversicherung nicht aktenkundig sind und a n- dererseits die Vergleichseinkommen ohnehin auf identischer Grundlage zu erheben sind und der Beschwerdeführer aus invaliditätsfremden Gründen arbeitslos geworden war, ist sowohl hinsic htlich des Validenein- kommens wie auch des Invalideneinkommens auf die Schweizerische Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik 2010 (LSE 2010) abzustellen (vgl. E. 3.8). Bei beiden Einkommen ist die Tabelle TA 1, pr i- vater Sektor, Anforderungsnivea u 4, Spalte Männer, total, massgebend, weshalb bei einer attestierten Arbeitsfähigkeit von 100% ein Invalidität s- grad von 0% resultiert. C-4730/2011 Seite 26 8. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par- teientschädigung. 8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ve r- weigerung von IV-Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht koste n- pflichtig. Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Verfahrenskosten sind g e- mäss dem Reglement vom 21. Februar 2008 über die Kosten und En t- schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) zu bestimmen. Als unterliegende Partei hat d er Beschwerdeführer dem- nach grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen. Aufgrund der Gu t- heissung der unentgeltlichen Prozessführung ist auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten. 8.2 Die Entschädigung der Rechtsvertreterin im Rahmen der unentgeltl i- chen Rechtspflege wird mangels Einreichung einer Kostennote unter B e- rücksichtigung des gebotenen und aktenkundigen Aufwandes auf pa u- schal Fr. 2'500.- (inkl. Auslagen) festgesetzt (Art. 65 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG und Art. 14 Abs. 2 VGKE). Darauf hinzuweisen ist, dass die Mehrwertsteuer nur für Dienstleistungen geschuldet ist, die im Inland gegen Entgelt erbracht werden (vgl. Art. 1 Abs. 2 Bst. a des Bundesgesetzes vom 2. September 1999 über die Mehrwertsteuer [MWSTG, SR 641.20] i.V.m. Art. 8 Abs. 1 MWSTG und Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE [vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C -7742/2009 vom 9. August 2012]). Diese Entschädigung ist aus der Gerichtskasse zu leisten. Gelangt der Beschwerdeführer später zu hinreichenden Mitteln, so ist er ver pflichtet, dem Bundesverwaltungsgericht Honorar und Kosten der Rechtsanwältin zu vergüten (Art. 65 Abs. 4 VwVG). 8.3 Die Vorinstanz als obsiegende Partei hat keinen Anspruch auf eine Entschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 3 VGKE). C-4730/2011 Seite 27 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Für das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht wird Rechtsanwä l- tin Kathrin Bichsel eine Parteientschädigung von Fr. 2'500.- (inkl. Ausla- gen) aus der Gerichtskasse zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]) – das Bundesamt für Sozialversicherungen Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Franziska Schneider Christine Schori Abt Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der B e- weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entsche id und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: