<h2>SubmittedText<h2><p>Der Entscheid, den Besuch von Herrn Sergei Naryschkin, Präsident der russischen Duma, abzusagen, bei dem gemeinsam das 200-Jahr-Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen der Schweiz und Russland gefeiert werden sollte, ist unüberlegt, überstürzt und wurde mit dem Nationalratspräsidenten nicht abgesprochen. Beabsichtigt der Bundesrat, sich im Namen der Schweiz offiziell zu entschuldigen oder konkrete Massnahmen zur Begrenzung des Schadens zu ergreifen, den dieser Entscheid den Beziehungen mit einem wichtigen Handelspartner zufügt?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Sowohl die Einladung des Präsidenten der russischen Staatsduma Sergei Naryschkin in die Schweiz wie auch der Entscheid, den aufgeschobenen Besuch am Rande der Konferenz der Parlamentarischen Versammlung der OSZE am 3. Oktober 2014 in Genf nachzuholen, fallen in die alleinige Kompetenz des Parlamentes.</p><p>Die Schweiz pflegt die Beziehungen mit Russland mit der gebührenden Aufmerksamkeit und Sorgfalt. Ihre Politik gegenüber der Situation in der Ukraine ist auf Dialog mit allen betroffenen Parteien und eine politische Lösung des Konfliktes ausgerichtet. Beim erwähnten Besuch des Duma-Präsidenten Anfang September 2014 in Paris handelte es sich um eine Einladung im Rahmen der Parlamentarischen Versammlung des Europarates.</p>  Antwort des Bundesrates.