B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i ch t T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T ri b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-2368/2023 U r t e i l v o m 1 5 . M a i 2 0 2 3 Besetzung Einzelrichter Christoph Rohrer, Gerichtsschreiber Milan Lazic. Parteien A._______, (Schweiz) Beschwerdeführer, gegen Stiftung Swiss Sport Integrity, Vorinstanz. Gegenstand Marktüberwachung, Einziehung und Vernichtung von Dopingmitteln (Vorbescheid vom 14. April 2023). C-2368/2023 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass die Stiftung Swiss Sport Integrity (früher: Stiftung Antidoping Schweiz [nachfolgend: Vorinstanz]) mit "Vorbescheid (gegebenenfalls Verfügung)" vom 14. April 2023 A._______ (im Folgenden: Beschwerdeführer) mitteilte, dass eine an ihn adressierte Sendung (X._______) am 8. Dezember 2022 im Rahmen einer Postkontrolle zurückgehalten worden sei, da es sich um verbotene Dopingmittel handle, weshalb mit allfälliger Verfügung die zu- rückgehaltenen Inhalte eingezo gen und vernichtet würden (Dispositiv - Ziff. 1) und die Gebühr für die Einziehung und Vernichtung auf Fr. 400.– festgelegt werde (Dispositiv-Ziff. 2 [BVGer-act. 3, Beilage]), dass die Vorinstanz in ihrer Erwägung auf Seite 1 des "Vorbescheids (ge- gebenenfalls Verfügung)" ausführte, der Beschwerdeführer habe die Mög- lichkeit, bis am 4. Mai 2023 per Post oder E-Mail an die Vorinstanz zu Ein- ziehung und Vernichtung Stellung zu nehmen ; telefonische Stellungnah- men würden nicht entgegengenommen, dass die Vorinstanz gestützt auf den Sachverhalt und die Erwägung des Vorbescheids in ihrer Erwägung auf Seite 3 des "Vorbescheids (gegebe- nenfalls Verfügung)" ausführte, die "Rechtsform dieser Ve rfügung" trete ein, wenn der im Vorbescheid auf der ersten Seite vorgeworfene Sachver- halt nicht frist- und formgerecht bestritten werde, dass im Weiteren das Bundesverwaltungsgericht als Rechtsmittelinstanz für die gegen die Verfügung gerichtete Beschwerde angegeben wurde, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 27. April 2023 (Datum Post- aufgabe) beim Bundesverwaltungsgericht sinngemäss Beschwerde erhob, wobei er den Sachverhalt zwar nicht bestritt, jedoch um eine einvernehm- liche Lösung dieser Angelegenheit ersuchte (vgl. BVGer-act. 1), dass gemäss Art. 31 VGG das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt, dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten, die Stiftung Swiss Sport Integrity gemäss Art. 33 Bst. h VGG eine solche Be- hörde darstellt und ihre Verfügungen betreffend die Einziehung und Ver- nichtung von Dopingmitteln (vgl. Art. 20 Abs. 4 des Sportförderungsgeset- zes [SpoFöG, SR 415.0]) vor Bund esverwaltungsgericht anfechtbar sind (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-6302/2013 vom 14. Septem- ber 2015 [in BVGE 2015/46 nicht publizierte] E. 1.2), C-2368/2023 Seite 3 dass es sich bei der Eingabe vom 27. April 2023 offensichtlich um eine frist- und formgerechte Stellungnahme zum "Vorbescheid (gegebenenfalls Ver- fügung)" vom 14. April 2023 handelt, welche von der Vorinstanz zu behan- deln ist, dass dem Beschwerdeführer mit Schreiben der Vorinstanz vom 14. April 2023 (Vorbescheid) das rechtliche Gehör zur beabsichtigt en Massnahme der Einziehung und Vernichtung der benannten Dopingmittel sowie zur Kostenauferlegung gewährt worden ist (Art. 30 Abs. 1 VwVG), dass mit dem vorliegend angefochtenen Schreiben der Vorinstanz vom 14. April 2023 (Vorbescheid) keine vor Bundesverwaltungsgericht anfecht- bare Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG vorliegt, sondern es sich um einen vor Bundesverwaltungsgericht nicht anfechtbaren Vorbescheid han- delt, dass es sich demzufolge bei der Eingabe vom 27. April 2023 auch nicht um eine Beschwerde gegen eine Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG, sondern um eine fristwahrende Stellungnahme zum Vorbescheid gemäss Seiten 2 und 3 des "Vorbescheids (gegebenenfalls Verfügung)" handelt, dass deshalb auf die Eingabe des Beschwerdeführers vom 27. April 2023 gegen das Schreiben der Vorinstanz vom 14. April 2023 (Vorbescheid) mangels Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts im einzelrichterli- chen Verfahren nach Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG nicht einzutreten ist, dass gestützt auf Art. 8 Abs. 1 VwVG das Original der Eingabe des Be- schwerdeführers vom 27. April 2023 samt Briefumschlag zuständigkeits- halber an die Vorinstanz zur Durchführung eines in verfahrensrechtlicher Hinsicht korrekten Vorbescheidverfahrens und anschliessendem Erlass ei- ner unmissverständlichen, beschwerdefähigen Verfügung zu überweisen ist, dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können, wenn Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es als unverhält- nismässig erscheinen lassen, diese der Partei aufzuer legen (Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun- gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), dass keine Parteientschädigung auszurichten ist (Art. 7 Abs. 3 VGKE). C-2368/2023 Seite 4 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Auf die Eingabe vom 27. April 2023 wird nicht eingetreten. 2. Das Original der Eingabe des Beschwerdeführers vom 27. April 2023 samt Briefumschlag wird zuständigkeitshalber an die Vorinstanz zur Durchfüh- rung eines in verfahrensrechtlicher Hinsicht korrekten Vorbescheidverfah- rens und anschliessendem Erlass einer unmissverständlichen, beschwer- defähigen Verfügung überwiesen. 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 5. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und das VBS. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Christoph Rohrer Milan Lazic Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange- legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schwe izerischen diplomatischen oder konsularischen C-2368/2023 Seite 5 Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begrün- dung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die be- schwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: