TPF 2005 169 169 procedimentooditerzitoccatidamisured'inchiestapossaprocedereatra- duzioniinaltrelinguediattiimportantidelprocedimentoodipartidiessi. Lerichiesteformulateatitolosubordinatodallareclamantenelsuogravame devono quindi essereritenute evaseai sensi di quanto tes tè riportato. TPF 2005169 45.AuszugausdemEntscheiddesPr äsidentenderBeschwerdekammerin SachenBundesanwaltschaftgegenA.,B.,undC.vom14.Oktober2005 (TK.2005.127) Telefonüberwachung; Verwendung von Zufallsfunden; Dringlichkeit weiterer Ermittlungen. Art. 7, 9 Abs. 2 BÜPF BeiDringlichkeitderEinleitungweitererErmittlungenkannausnahmsweise gleichzeitigumGenehmigungderVerwendungvonZufallsfundenundderneu angeordneten Überwachungsmassnahmeersuchtwerden.Letzterekannindes verweigertwerden,wenndas Element der Dringlichkeit nicht dargetanwird. Surveillance téléphonique; autorisation d’utiliser des découvertes fortuites; ur- gence de la mise en oeuvre de nouvelles enquêtes. Art. 7, 9 al. 2 LSCPT S’il esturgent d’entreprendre denouvelles enquêtes, ilestexceptionnellement possiblede présenter simultanément unedemande d’autorisationd’utiliser les découvertes fortuitesetunedemande d’autorisation desmesuresdesurveil- lancenouvellement ordonnées. Si l’urgence n’estpas démontrée, lasurveillance peut être refusée. Sorveglianza telefonica; utilizzazione di scoperte casuali; urgenza di ulteriori indagini. Art. 7, 9 cpv. 2 LSCPT Qualoravisia l’urgenzadiavviareulterioriindagini,eccezionalmente è possi- bilepresentarecontemporaneamenteunadomandadiapprovazioneper l’utilizzazionediscopertecasualieunadomanda d’approvazionedellanuova misuradisorveglianzaordinata. Quest’ultimapuò tuttaviaessererifiutatase l’elemento dell’urgenzan on è dimostrato. TPF 2005 169 170 Zusammenfassung des Sachverhalts: DieBundesanwaltschaftordneteimRahmeneinesErmittlungsverfahrens eineTelef onüberwachunganundersuchtezusammenmitdemGenehmi- gungsgesuchumZustimmungzurVerwendungvonZufallsfundenauseiner ausländischen Telefonüberwachungsmassnahme. DerPr äsidentderBeschwerdekammergenehmigtedieVerwendungvon Zufallsfunden und die neu angeordnete Telefonüberwachung. Aus den Erwägungen: Art.9Abs.2 BÜPF regeltdieVerwendungvonZufallsfundengegen über Dritten,d.h. gegenüberPersonen,dieinderhiesigenAnordnungderden Zufallsfundgenerierenden Überwachungnichtalszu überwachendePerso- nen(imSinnevonArt.3Abs.1lit.a BÜPF)bezeichnetwurden.Sollendie Ergebnisseeineraus ländischen Überwachung,diedorts elbständigund rechtmässigverf ügt wurde,inderSchweizverwertetwerden,danngelten auchhierdieRegeln überZufallsfundegegenDrittenachArt.9Abs.2 BÜPF.GebendieZufallsfundeAnlasszuweiterenErmittlungen,istvor derenEinleitungdieZustimmungderschweizerischenGenehmigungsbe- hördezurVerwertungder Überwachungeinzuholen.DieGenehmigungzur VerwertungderZufallsfundeistm.a.W.nurdannvorderEinleitungweite- rerErmittlungeneinzuholen,wennLetztereaufdenErkenntnissenausden Zufallsfundengr ünden.WerdenimkonkretenFall Überwachungsmass- nahmengem äss BÜPFangeordnetundimGenehmigungsgesuchderdrin- gendeTatverdachtmitdenErkenntnissenausdenZufallsfundenbegr ündet, stelltdieseineVerwertungderZufallsfundedar,wof ürvor gängig dieGe- nehmigungeinzuholenist(vgl.zumGanzen H ANSJAKOB, BÜPF/VÜPF, KommentarzumBundesgesetzundzurVerordnung überdie Überwachung desPost-undFernmeldeverkehrs,St.Gallen2002,N.30zuArt.9 BÜPF, N.41VorbemerkungenzumB ÜPF).DerGesetzeswortlautvonArt.9 Abs. 2B ÜPFverlangt,dassdieZustimmungderGenehm igungsbehördezur VerwertungderZufallsfundeimMomentderAnordnungweitererErmitt- lungenbereitsvorliegenmuss.HatdieGenehmi gungsbehördedieVerwer- tungderZufallsfundegenehmigt, können dieStrafverfol gungsbehörden weitereErmittlungengegendieDrittpersoneinleiten.Handeltessichdabei um Überwachungsmassnahmengem ässBÜ PF,kommtdasordentliche Genehmigungsverfahrengem äss Art.3und7 BÜPF zurAnwendung.DasTPF 2005 169 171 GesuchumGenehmigungderVerwertungvonZufallsfundengem äss Art.9 Abs.2 BÜPFkanninBer ücksichtigungdesklarenGesetzeswortlautesnur ausnahmsweisemitdemGesuchumGenehmigungvonbereitsangeordne- ten Überwachungsmassnahmengem äss BÜPFverbundenwerden,n ämlich dann,wenndiesofortigeAnordnungder Überwachungsmassnahmenaus Gründen derzeitlichenDringlichkeitgebotenwar,wasdieersuchendeBe- hördezubegr ünden hat.FehltesanderDringlichkeitdersofortigenAnord- nungder Überwachungsmassnahmen,kannderenGenehmigungverweigert werden.IstjedochdieDringlichkeitgegeben,istdasGenehmigungsersu- chengem äss Art.9Abs.2 BÜPF sowiedasGesuchumGenehmigungder angeordneten Überwachungsmassnahmengem ässArt.3und7 BÜPFin- nerhalbdervonArt.7Abs.2 BÜPF statuiertenFrist(sowiegem äss der WeisungenderBeschwerdekammerdesBundesstrafgerichtsinBezugauf Kryptofax-Sendungen)einzureichenund entsprechend zu begr ünden. (… ) Gründet sichdieAnordnungweitererErmittlungenaufdieErkenntnisseaus denZufallsfunden,istdieseerstnach VorliegenderGenehmigungderBe- schwerdekammerdesBundesstrafgerichtszurVerwertungderZufallsfunde zulässig(Art.9Abs.2,1.Satz BÜPF; vgl.oben).Ausnahmsweisekanndie Genehmigungerstnachtr äglich,zusammenmitdemGesuchumGenehmi- gungderangeordneten Überwachungsmassnahmengem äss BÜPF,unter EinhaltungderFristgem äss Art.7Abs.2 BÜPFeingeholtwerden,wenn zeitlicheDringlichkeitbestandunddiesebegr ündetwird.Vorliegendgr ün- detderdieAnordnungder Überwachungsmassnahmenrechtfertigende dringendeTatverdachtgegenC.nichtaufdenErkenntnissenausdenZu- fallsfunden,sondernprim äraufdenAussagendesZeugenG.DasGesuch umGenehmigungderAnordnungder Überwachungsmassnahmenistdaher nicht abhängigvonderZustimmungzurVerwertungderZufallsfunde,wes- halbauchderDringlichkeitsnachweisinBezugaufdie Überwachungsan- ordnung entfällt. (… )