<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2005.00084</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205852&amp;W10_KEY=4467135&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2005.00084</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 10.05.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 2002</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Ermessenseinschätzung, Doppelbesteuerungsverbot: <br/>Die Beschwerdegegner haben keinen Anspruch auf einen Vorentscheid betreffend der Steuerhoheit des Kantons Zürich: Denn zum einen besteht ein solches Recht kraft Art. 127 Abs. 3 BV nur im interkantonalen Verhältnis, was hier aber nicht der Fall ist, haben doch die Beschwerdegegner geltend gemacht, sie hätten ihren Lebensmittelpunkt nicht in der Schweiz, sondern in Frankreich. Zum andern haben sie sich auf das Veranlagungsverfahren eingelassen und die schweizerische und damit die zürcherische Steuerhoheit erst im Einspracheverfahren bestritten, nachdem sie innert Frist keine Steuererklärung eingereicht hatten und deswegen (zu Recht) nach pflichtgemässem Ermessen eingeschätzt worden waren. Teilweise Gutheissung und Rückweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DOPPELBESTEUERUNGSVERBOT">DOPPELBESTEUERUNGSVERBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINLASSUNG">EINLASSUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: EinschÃ¤tzungs-,Rekurs- und Beschwerdeverfahren ST: EINSCHÃTZUNGSVERFAHREN">EINSCHÃTZUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSENSEINSCHÃTZUNG">ERMESSENSEINSCHÃTZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOGNITION">KOGNITION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORENTSCHEID">VORENTSCHEID</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 29 Abs. II BV</span><br/><span class="gerade">Art. 127 Abs. III BV</span><br/><span class="ungerade">§ 116 StG</span><br/><span class="gerade">§ 139 Abs. II StG</span><br/><span class="ungerade">§ 147 Abs. III StG</span><br/><span class="gerade">§ 148 Abs. III StG</span><br/><span class="ungerade">§ 149 Abs. III StG</span><br/><span class="gerade">§ 212 StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Eheleute A und B reichten innert der ihnen bis 30. November 2003 erstreckten Frist die SteuererklÃ¤rung 2002 nicht ein. Aus diesem Grund sandte ihnen das Steueramt der Stadt ZÃ¼rich mit eingeschriebener Postsendung vom 11. Dezember 2003 eine Mahnung zu, welche indessen nicht abgeholt wurde. Eine weitere erfolglose Mahnung erging am 12. Januar 2004 mit gewÃ¶hnlicher A-Post. Hierauf veranlagte das kantonale Steueramt die Eheleute A und B am 19. MÃ¤rz 2004 fÃ¼r die Steuerperiode 2002 in Anwendung von § 139 Abs. 2 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. â¦ </p> <p class="Urteilstext">Die hiergegen erhobene Einsprache der Eheleute wies das Steueramt nach DurchfÃ¼hrung einer Untersuchung mit Entscheid vom 1. Juni 2005 ab und auferlegte ihnen die Verfahrenskosten.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Steuerrekurskommission I hiess den hiergegen gerichteten Rekurs von A und B am 9. November 2005 teilweise gut und wies die Sache zur weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid im Einspracheverfahren an das kantonale Steueramt zurÃ¼ck. Sie erwog, dieses hÃ¤tte die von den Eheleuten sinngemÃ¤ss vorgebrachte Bestreitung der Steuerhoheit des Kantons ZÃ¼rich und der Schweiz beachten und hierÃ¼ber durch Vorentscheid befinden mÃ¼ssen. Das habe das Steueramt nicht getan und die zÃ¼rcherische Steuerpflicht der Eheleute in Verletzung der Untersuchungspflicht nicht abgeklÃ¤rt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das kantonale Steueramt beantragte dem Verwaltungsgericht mit Beschwerde vom 15. Dezember 2005, es sei der Rekursentscheid aufzuheben und es sei der Einspracheentscheid wiederherzustellen.</p> <p class="Urteilstext">Die Eheleute A und B und die Steuerrekurskommission I schlossen auf Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen nach § 153 Abs. 3 StG alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden. </p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sachverhalt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das von der Re­kurskommission in Ãbereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf Angemessen­heit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekursinstanz zu setzen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts erstreckt sich lediglich auf rechtsverletzende Ermessensfehler, d.h. auf ErmessensÃ¼berschreitung und auf Ermessensmissbrauch.</p> <p class="Erwgung2">Ihr Ermessen Ã¼berschreitet die BehÃ¶rde, wenn sie den Rahmen des ihr gesetzlich zustehenden Ermessens verlÃ¤sst, indem sie nach Ermessen entscheidet, obwohl ihr das Gesetz kein solches einrÃ¤umt. Ein Ermessensmissbrauch liegt vor, wenn die BehÃ¶rde das Ermessen zwar im gesetzlich vorgegebenen Rahmen ausÃ¼bt, dieses aber unter sachfremden Gesichtspunkten oder in Missachtung allgemeiner Rechtsprinzipien betÃ¤tigt; das ist insbesondere der Fall, wenn die ErmessensbetÃ¤tigung als unhaltbar, als willkÃ¼rlich und rechtsungleich erscheint (RB 1999 Nr. 147).</p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">D<span>er Rekurs an die Rekurskommission ermÃ¶glicht die allseitige, hinsichtlich Rechts- und Ermessenskontrolle unbeschrÃ¤nkte gerichtliche ÃberprÃ¼fung der Einspracheentscheide der SteuerverwaltungsbehÃ¶rden, des kantonalen Steueramts und der kommunalen EinschÃ¤tzungsbehÃ¶rden (§§ 147 Abs. 3 und 212 StG). Dabei stehen der Rekurskommission dieselben Befugnisse zu wie den SteuerbehÃ¶rden im EinschÃ¤tzungsverfahren (§ 148 Abs. 3 StG). Die Entscheidungskompetenz Ã¼ber die Steuerveranlagung geht von diesen BehÃ¶rden auf die Rekurskommission Ã¼ber (vgl. Ulrich Cavelti in: Martin Zweifel/Peter Athanas (Hrsg.), Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/1, </span>2. A., Basel etc. 2002, <span>Art. 50 StHG N. 4). Der Entscheid der Steuerrekurskommission als erstinstanzliches, verwaltungsunabhÃ¤ngiges "Spezialverwaltungsgericht" (vgl. § 116 StG) ersetzt somit die angefochtene steuerbehÃ¶rdliche VerfÃ¼gung. Die Rekurskommission ist daher ihrer gesetzlichen Funktion nach nicht nur GerichtsbehÃ¶rde, sondern ebenso sehr auch "obere EinschÃ¤tzungsbehÃ¶rde" (RB 1976 Nr. 58). </span></p> <p class="Urteilstext">Dementsprechend kann die Rekurskommission nach § 149 Abs. 3 StG (nur) ausnahmsweise zwecks Wahrung des gesetzlichen Instanzenzugs die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurÃ¼ckweisen, namentlich wenn zu Unrecht noch kein materieller Entscheid getroffen wurde oder dieser an einem schwerwiegenden Verfahrensmangel leidet. In den Ã¼brigen FÃ¤llen hat die Kommission selber Ã¼ber die Sache zu befinden.</p> <p class="Urteilstext">Ein Verfahrensmangel ist namentlich dann "schwerwiegend" im Sinn der erwÃ¤hnten Gesetzesvorschrift, wenn die Vorinstanz in Verletzung der ihr obliegenden Untersuchungspflicht und somit in Missachtung des in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) verankerten Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r den rechtserheblichen Sachverhalt nicht oder unvollstÃ¤ndig abgeklÃ¤rt hat (RB 2001 Nr. 93; RB 2000 Nr. 130 E. 4a).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Hat der Steuerpflichtige trotz Mahnung seine Verfahrenspflichten nicht erfÃ¼llt oder kÃ¶nnen die Steuerfaktoren mangels zuverlÃ¤ssiger Unterlagen nicht einwandfrei ermittelt werden, nimmt das kantonale Steueramt laut § 139 Abs. 2 StG die EinschÃ¤tzung nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen vor.</p> <p class="Erwgung2">Ist eine ErmessenseinschÃ¤tzung zu Recht ergangen, so kann sie gemÃ¤ss § 140 Abs. 2 Satz 1 StG nur wegen offensichtlicher Unrichtigkeit angefochten werden. Der Steuerpflichtige hat den Nachweis der offensichtlichen Unrichtigkeit im Einspracheverfahren, spÃ¤testens aber im Rekursverfahren zu erbringen, und zwar dadurch, dass er innerhalb der Rechtsmittelfrist die versÃ¤umten Verfahrenspflichten erfÃ¼llt, eine zur Beseitigung der Ungewissheit Ã¼ber die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse erforderliche substanziierte Sachdarstellung gibt und hierfÃ¼r notwendige Beweismittel beibringt oder zumindest anbietet (RB 1999 Nr. 150). Nur unter diesen formellen Voraussetzungen wird der Steuerpflichtige Ã¼berhaupt zur Leistung des Unrichtigkeitsnachweises zugelassen und ist die Einsprache- beziehungsweise RekursbehÃ¶rde zur Untersuchung und Beweisabnahme verpflichtet. Andernfalls gilt der Nachweis ohne weiteres als gescheitert mit der Folge, dass die ErmessenseinschÃ¤tzung als solche bestehen bleibt und einzig ihrer HÃ¶he nach der PrÃ¼fung auf offensichtliche Unrichtigkeit unterliegt (vgl. RB 1994 Nr. 45 E. a mit Hinweisen). WillkÃ¼rlich ist eine SchÃ¤tzung dann, wenn sie sich nach den Akten als geradezu unmÃ¶glich, als sachlich nicht begrÃ¼ndbar erweist (vgl. so schon RB 1963 Nr. 62 = ZBl 65, 384 = ZR 65 Nr. 13). </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Das Bundesgericht hat fÃ¼r interkantonale VerhÃ¤ltnisse mit Blick auf doppelbesteuerungsrechtlich erhebliche Sachverhalte in gesetzesvertretender Rechtsprechung aus dem Doppelbesteuerungsverbot von Art. 127 Abs. 3 BV einen "Anspruch des BÃ¼rgers auf Vorausbeurteilung der Steuerhoheitsfrage" abgeleitet (BGE 131 I 145 E. 2.1; BGE 125 I 54 E. 1a mit weiteren Hinweisen) und hierfÃ¼r gleichsam eine gesetzliche Grundlage geschaffen, dies ausdrÃ¼cklich "ohne RÃ¼cksicht darauf, ob das kantonale Recht ein solches Vorverfahren kenne oder nicht". Es hat diesen Anspruch auf einen Vorentscheid damit begrÃ¼ndet, dass wer der Steuerhoheit eines Kantons gemÃ¤ss dem Doppelbesteuerungsrecht nicht unterliege, in diesem Kanton weder mit einer Steuer belegt noch auch nur in ein Steuerveranlagungsverfahren einbezogen werden dÃ¼rfe. Dem zur Veranlagung Herangezogenen mÃ¼sse daher ein Anspruch auf einen Vorentscheid darÃ¼ber zustehen, ob er einer bestimmten Steuerhoheit Ã¼berhaupt unter­liege. </p> <p class="Urteilstext">Kein Recht auf einen derartigen Vorentscheid hat nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wer sich vorbehaltlos auf das Veranlagungsverfahren eingelassen hat und hernach erst einen Vorentscheid verlangt, denn ein solches widersprÃ¼chliches Verhalten verdient keinen Rechtsschutz (vgl. BGr, 11. Oktober 2005, 2P.317/2004, E. 2 mit Hinweisen, www.bger.ch). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b> Die Beschwerdegegner haben im Lichte der vorstehenden ErwÃ¤gungen keinen Anspruch auf einen Vorentscheid: Denn zum einen besteht ein solches Recht kraft Art. 127 Abs. 3 BV nur im interkantonalen VerhÃ¤ltnis, wenn also die Kollision kantonaler Steuerhoheiten in Frage steht, was hier aber nicht der Fall ist, haben doch die Beschwerdegegner geltend gemacht, sie hÃ¤tten ihren Lebensmittelpunkt nicht in der Schweiz, sondern in Frankreich. Zum andern haben sie sich auf das Veranlagungsverfahren eingelassen und die schweizerische und damit die zÃ¼rcherische Steuerhoheit erst im Einspracheverfahren bestritten, nachdem sie weder binnen der von ihnen selber beantragten erstreckten Frist noch innert Mahnfrist eine SteuererklÃ¤rung eingereicht hatten und deswegen nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen eingeschÃ¤tzt worden waren. Auf diese Weise haben sie sich aber widersprÃ¼chlich verhalten und hÃ¤tten auch insoweit kein Recht auf einen Vorentscheid gehabt.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Rekurskommission I hat nach dem AusgefÃ¼hrten zu Unrecht angenommen, die Beschwerdegegner hÃ¤tten Anspruch auf einen Vorentscheid. Sie hÃ¤tte deshalb die vom kantonalen Steueramt zu Recht getroffene ErmessenseinschÃ¤tzung im Licht von § 140 Abs. 2 Satz 1 StG daraufhin prÃ¼fen mÃ¼ssen, ob diese wegen nachgewiesener offensichtlicher Unrichtigkeit aufzuheben sei oder nicht (vgl. vorn E. 3). Im Rahmen dieser PrÃ¼fung hÃ¤tte sie auch Ã¼ber die behauptete AnsÃ¤ssigkeit der Beschwerdegegner im Ausland befinden kÃ¶nnen und mÃ¼ssen.</p> <p class="Urteilstext">Das VersÃ¤umte wird die Rekurskommission im zweiten Rechtsgang nachholen mÃ¼ssen. Somit ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem unentschiedenen Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den Parteien je zur HÃ¤lfte aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Sache wird zur weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Steuerrekurskommission I zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Ãber die Kosten des Einsprache- und Rekursverfahrens hat die Steuerrekurskommission I im Neuentscheid zu befinden.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'600.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden den Parteien je zur HÃ¤lfte auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an ...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>