A bteilung II B -2164/2006 {T 0 /2 } U rteil vom 12. Juni 2007 M itw irkung: R ichterin M aria Am gw erd (vorsitzende R ichterin), R ichter Bernard M aitre (Abteilungspräsident), R ichterin Vera M arantelli; G erichtsschreiberin Barbara Aebi S._______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für B erufsbildung und Technologie (B B T), Effingerstrasse 27, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend A nerkennung eines D iplom s. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. S._______, deutscher Staatsangehöriger, stellte am 30. M ärz 2005 beim Bundesam t für Berufsbildung und Technologie (Bundesam t) das G esuch, sein M eistertitel im Augenoptikerhandw erk (ausgestellt am 2. D ezem ber 2004 von der H andw erkskam m er Kassel) sei als gleichw ertig m it dem eid- genössischen D iplom als Augenoptiker anzuerkennen. D en G esuchsbeila- gen ist zu entnehm en, dass S._______ vom 1. M ai 2000 bis 2. D ezem ber 2004 berufsbegleitend die M eisterschule am Institut für Berufsbildung (IfB) in Karlsruhe, einer staatlich anerkannten privaten Fachschule für Augenop- tik und O ptom etrie, absolviert und am 2. D ezem ber 2004 die M eisterprü- fung im Augenoptikerhandw erk erfolgreich bestanden hatte. Zuvor hatte er von 1997 bis 1999 den zw eijährigen Lehrgang des Institutes für Augenop- tik und O ptom etrie (IFAO ) in Konolfingen absolviert. M it Schreiben vom 18. August 2005 teilte das Bundesam t S._______ m it, dass am 1. Juni 2002 die bilateralen Verträge zw ischen der Schw eiz und der EU in Kraft getreten seien. G em äss der anw endbaren europäischen R ichtlinie könne der Aufnahm estaat Ausgleichsm assnahm en verlangen, sollte die ausländische Ausbildung von der inländischen abw eichen. D as Bundesam t forderte S._______ auf, einen detaillierten Ausbildungsplan der besuchten Schulen (inhaltliche Angaben pro Fach m it Stundenzahl), ein detailliertes Prüfungsprogram m der H andw erkskam m er (detaillierter In- halt der geprüften Fächer) sow ie Arbeitsbestätigungen oder Arbeitszeug- nisse, w elche belegten, dass er in seinem H eim atland seinen Beruf ausge- übt habe, einzureichen. Am 18. August 2005 reichte S._______ beim Bundesam t die angeforder- ten U nterlagen sow ie zusätzlich eine Kopie des N otenblattes der Zw i- schenprüfung 1998, eine Kopie des Sem esterzeugnisses des 3. Sem es- ters und eine Kopie des D iplom s vom 28. Septem ber 1999 des IFAO in Konolfingen sow ie eine Kopie des N otenblattes vom 22. Septem ber 1999 der Kom m ission für H öhere Fachprüfungen im Augenoptikerberuf ein. D as D iplom des IFAO bescheinigt, dass S._______ die vom Institut gestellten Anforderungen erfüllt und das Studium m it Erfolg abgeschlossen hat. Aus dem N otenblatt der Kom m ission für H öhere Fachprüfungen im Augenopti- kerberuf vom Septem ber 1999 geht hervor, dass S._______ im Fach Pa- thologie des Sehorgans die N ote 4.5, im Fach Allgem eine O ptik & Instru- m ente die N ote 2.5 erreicht und insgesam t die H öhere Fachprüfung nicht bestanden hatte. M it Verfügung vom 9. D ezem ber 2005 entschied das Bundesam t, dass die M eisterprüfung von S._______ der H öheren Fachprüfung gleichgestellt w erde unter der Bedingung, dass S._______ als Ausgleichsm assnahm e entw eder a. eine Eignungsprüfung in den Fächern Pathologie sow ie Allge- m eine O ptik & Instrum ente ablege oder b. einen einjährigen Anpassungs- lehrgang in der Schw eiz unter der Anleitung eines diplom ierten Augenopti- kers absolviere und die Fächer Pathologie sow ie Allgem eine O ptik & In- strum ente an der H öheren Fachschule für Augenoptik in O lten besuche. 3 Zur Begründung hielt das Bundesam t fest, die Schw eiz habe m it dem Frei- zügigkeitsabkom m en das System der Europäischen U nion (EU ) zur gegen- seitigen Anerkennung von D iplom en in ihren M itgliedstaaten angenom m en und w ende zur Beurteilung der G leichw ertigkeit bei reglem entierten Beru- fen die europäischen R ichtlinien an. D iese R ichtlinien sähen vor, dass der Aufnahm estaat einem EU /EFTA-Bürger den Zugang zu seinem Arbeits- m arkt nicht verw eigern könne, w enn der G esuchsteller in seinem H eim at- land für die Ausübung seines Berufes qualifiziert sei. Bestünden indessen U nterschiede bezüglich der D auer und dem Inhalt der Ausbildung, könne der Aufnahm estaat vom G esuchsteller Ausgleichsm assnahm en verlangen. D ie Tätigkeit als Augenoptiker sei in der Schw eiz reglem entiert. D ie Ausbil- dung zur Vorbereitung auf die H öhere Fachprüfung (H FP) zum diplom ier- ten Augenoptiker daure zw ei Jahre. In den w ichtigsten Fächern Augenoptik (Pathologie, Anatom ie, Physiologie, Pharm akologie), O ptik und Kontaktlin- senanpassung verm ittle die Schule über 1500 Lektionen. G esam thaft um - fasse der Lehrplan der Schule 2750 Lektionen. Bei der H FP m it den Fallfä- chern Pathologie, R efraktionsbestim m ung, Kontaktlinsen und Allgem eine O ptik dienten optom etrische/physikalische G rundlagen als Q ualifikations- basis. H ingegen liege in den handw erklichen M eisterprüfungen in D eutsch- land das Schw ergew icht bei der M eisterprüfungsarbeit und der Arbeitspro- be, die auch Teile der R efraktion und Kontaktlinsen-Abgabe beinhalte. D as im R ahm en der H FP geprüfte Fallfach Pathologie w erde bei der M eister- prüfung "nur" als Teilbereich im Fach Augenoptik geprüft. Im Vergleich zu den schw eizerischen Fallfächern Kontaktlinsen und R efraktionsbestim - m ung fehlten in D eutschland w ichtige Teilbereiche w ie die äussere und in- nere Inspektion des Auges, die ihrerseits fundierte Kenntnisse in Patholo- gie voraussetzten. D ie Pathologie und die Inspektion des Auges erlangten in der Schw eiz vor allem vor dem H intergrund der kantonalen Berufsaus- übungsvorschriften elem entare Bedeutung, sei doch der diplom ierte Au- genoptiker verpflichtet, bei Erkennen oder Verdacht auf Augenkrankheiten einen Kunden dem Facharzt zuzuw eisen. D as schw eizerische Fallfach All- gem eine O ptik & Instrum ente w erde in D eutschland nur sehr rudim entär geprüft. D as schw eizerische R eglem ent betrachte dieses Fach als unab- dingbares G rundlagenfach zum Verständnis der Berufsausübung und zur Lehrlingsinstruktion. Aus diesen G ründen seien die H öhere Fachprüfung in der Schw eiz und die M eisterprüfung in D eutschland inhaltlich nicht ver- gleichbar und som it nicht gleichw ertig. Am 22. D ezem ber 2005 teilte das Bundesam t S._______ m it, dass es auf seine telefonische Anfrage hin sein G esuch noch einm al überprüfen w er- de. M it Verfügung vom 23. Januar 2006 hielt das Bundesam t an seinem Entscheid vom 9. D ezem ber 2005 fest. B. G egen diese Verfügung erhob S._______ (Beschw erdeführer) am 15. Feb- ruar 2006 Beschw erde bei der R ekurskom m ission EVD . Er beantragt, die Verfügungen der Vorinstanz vom 23. Januar 2006 bzw . 9. D ezem ber 2005 seien aufzuheben und es sei sein M eistertitel im Augenoptikerhandw erk als dem eidgenössischen D iplom des Augenoptikers gleichw ertig anzuer- kennen. Er hält fest, er habe die Anforderungen an den Anpassungslehr-4 gang sow ohl in zeitlicher als auch in qualitativer H insicht bereits vollum - fänglich erfüllt. W ie den beigelegten U nterlagen entnom m en w erden kön- ne, habe er von 1997 bis 1999 den zw eijährigen Lehrgang des Institutes für Augenoptik und O ptom etrie in Konolfingen (IFAO ) absolviert. D urch die zusätzliche Ausbildung in D eutschland könne er noch m ehr Ausbildungs- stunden aufw eisen als ein Absolvent der H öheren Fachschule. D as IFAO sei bis ins Jahr 2001 als m it der H öheren Fachschule in O lten gleichw ertig anerkannt w orden. D ie N otendurchschnitte des Zw ischenprüfungszeugnis- ses, des Sem esterzeugnisses als auch das Abschlussdiplom belegten, dass er auch qualitativ die vom IFAO gestellten Anforderungen erfüllt habe. Aus der beigelegten Fächertafel gehe zudem hervor, dass die am IFAO verm ittelten Lektionen sow ie die an der H öheren Fachschule in O lten unterrichteten Fächer beinahe identisch seien. In den w ichtigsten Fächern Augenoptik, O ptik und Kontaktlinsenanpassung verm ittle das IFAO eben- falls über 1500 Lektionen. Im W eiteren führt er aus, w eder im Zeitpunkt der M eisterprüfung noch im Zeitpunkt seiner G esuchseinreichung hätten er oder das IfB an der Aner- kennung des M eistertitels gezw eifelt. Es habe keine H inw eise auf eine Än- derung der bisherigen H andhabung gegeben. Es sei auch keine Ü ber- gangsfrist gew ährt w orden, w elche den Studierenden oder den ausbilden- den Institutionen und H andw erkskam m ern in D eutschland die M öglichkeit gegeben hätte, sich auf die neue Situation einzustellen. Er habe eine Berufsausübungsbew illigung für den Kanton W allis beantra- gen w ollen. D em kantonalen G esuch habe eine G leichw ertigkeitsanerken- nung oder eine Kopie der Em pfangsbestätigung des Anerkennungsge- suchs des Bundesam tes beigelegt w erden m üssen. U ngefähr einen M onat nach der G esuchseinreichung habe er sich beim Bundesam t nach dem Stand der D inge erkundigt. Es sei ihm m itgeteilt w orden, dass er sich noch einige W ochen gedulden m üsse. Eine Kopie der Em pfangsbestätigung sei ihm verw eigert w orden. Erst fünf M onate nach der G esuchseinreichung habe ihn das Bundesam t schriftlich kontaktiert. Bis zu diesem Zeitpunkt habe im Bundesam t niem and darüber Auskunft geben können, w eshalb seine Ausbildung nicht m ehr anerkannt w erde. C . M it Verfügung vom 28. Februar 2006 zog das Bundesam t seine Verfügun- gen vom 9. D ezem ber 2005 und 23. Januar 2006 teilw eise in W iedererw ä- gung, in dem es die vom Beschw erdeführer an der H öheren Fachprüfung 1999 erfolgreich abgelegte Teilprüfung im Fach Pathologie bei der Beurtei- lung der G leichw ertigkeit berücksichtigte und neu entschied, dass sich die Eignungsprüfung oder der einjährige Anpassungslehrgang nur noch auf das Fach Allgem eine O ptik & Instrum ente beschränke. Zur Begründung führt es aus, Abklärungen bei der Europäischen Kom m ission hätten erge- ben, dass erfolgreich bestandene Teilprüfungen bei der Beurteilung der G leichw ertigkeit berücksichtigt w erden dürften, auch w enn die Ausbildung insgesam t nicht erfolgreich abgeschlossen w orden sei. Auf Anfrage der R ekurskom m ission EVD hin erklärte der Beschw erdefüh- rer am 13. M ärz 2006, dass er an seiner Beschw erde vom 15. Februar 5 2006 festhalte. G leichzeitig reichte er eine Stellungnahm e ein. Er bean- tragt, die Verfügung vom 28. Februar 2006 sei aufzuheben und sein M eis- tertitel sei als m it dem eidgenössischen D iplom als Augenoptiker gleich- w ertig anzuerkennen. Zur Begründung führt er aus, die dritte in dieser An- gelegenheit erlassene Verfügung des Bundesam tes zeige, dass das Bun- desam t über keine klare H andhabung verfüge und die sachlichen und rechtlichen G rundlagen nicht genügten. Im W eiteren frage er sich, ob das Bundesam t die Bearbeitungsfrist für sein G esuch eingehalten habe. Auf seine Anfrage hin habe ihm das Bundesam t m itgeteilt, dass für Verfahren, w elche europäisches R echt tangierten, eine Bearbeitungsfrist von m axim al vier M onaten vorgesehen sei. D ie Frist zur Bearbeitung seines G esuches sei diesfalls bei w eitem überschritten w orden. Im Ü brigen könne er nicht nachvollziehen, dass das Bundesam t einen einjährigen Teilzeit-Anpas- sungslehrgang höher bew erte als eine zw eijährige Vollzeitausbildung an einem in der Schw eiz anerkannten Institut. Am 17. M ärz 2006 erw og die R ekurskom m ission EVD , dass das Bundes- am t m it Entscheid vom 28. Februar 2006 seine Verfügungen vom 9. D e- zem ber 2005 und 23. Januar 2006 teilw eise in W iedererw ägung gezogen habe und nurm ehr die Verfügung des Bundesam tes vom 28. Februar 2006 Anfechtungsgegenstand des Verfahrens sei. D . N ach zw eim aliger Fristverlängerung liess sich das Bundesam t am 30. M ai 2006 (Eingang: 14. Juni 2006) vernehm en. Es beantragt, die Beschw erde sei abzuw eisen. Es hält fest, am 1. D ezem ber 1937 hätten die R egierun- gen der Schw eiz und D eutschland ein Abkom m en zur G leichstellung deut- scher und schw eizerischer handw erklicher Prüfungen unterzeichnet. W ahr- scheinlich sei dieses Abkom m en von den deutschen und schw eizerischen Behörden gelegentlich angew andt w orden. Es sei jedoch w eder ratifiziert noch in der system atischen Sam m lung des Bundesrechts publiziert und daher in keiner W eise rechtskräftig. M it dem Inkrafttreten des Freizügig- keitsabkom m ens (FZA) am 1. Juni 2002 habe sich die Anerkennung aus- ländischer D iplom e in der Schw eiz grundlegend gerändert. D ie U m setzung der bilateralen Abkom m en habe eine gew isse Zeit gedauert. Bei der Aner- kennung von Ausbildungen deutscher O ptiker w ürden die Schw eizer Be- hörden nun Anhang III des Freizügigkeitsabkom m ens anw enden. Aufgrund der w ortgetreuen Auslegung des Abkom m ens von 1937 seien Ausbildun- gen anerkannt w orden, die nicht den Anforderungen der Schw eizer Ausbil- dungen entsprächen. D ies w iderspreche ganz offensichtlich den in Anhang III FZA aufgenom m enen R ichtlinien. D as Bundesam t sei nur für die Anerkennung der Ausbildung zuständig; die Ausübung des Berufs falle in den Zuständigkeitsbereich der Kantone. D a- her kom m e es vor, dass die Bedingungen zur Berufsausübung in den ver- schiedenen Kantonen variieren könnten. Zur geltend gem achten Praxisänderung sei festzuhalten, dass eine Ver- w altungspraxis keine rechtliche R egelung darstelle und Privatpersonen keine R echte daraus ableiten könnten. D er R echtsgleichheitsgrundsatz könne nicht zur Folge haben, dass die Verw altung im m er an ihrer Praxis 6 festhalten m üsse. D ies gelte vor allem dann, w enn eine Änderung der Pra- xis w ie im vorliegenden Fall auf eine G esetzesänderung zurückzuführen sei. Eine Praxisänderung m üsse sofort für alle Fälle gelten und nur vorgän- gig angekündigt w erden, w enn sie die R echte der Bürgerinnen und Bürger auf unw iderrufliche W eise beeinträchtige. D as sei hier nicht der Fall, da ein D iplom nach einer nicht einm al einen halben Tag dauernden Prüfung aner- kannt w erden könne. G em äss den europäischen R ichtlinien zur Anerkennung von D iplom en sei- en die w ichtigsten Kriterien für die Prüfung eines Anerkennungsgesuchs D auer und Inhalt der Ausbildungen. D er Entscheid des Bundesam tes, der auf einem Vergleich der Ausbildungen beruhe, entspreche som it dem in den europäischen R ichtlinien vorgesehenen System . In der Schw eiz w erde ein G rossteil der Berufsausbildungen in Form von Prüfungen m it fakultati- ver Ausbildung durchgeführt. D ie erlangten Titel (Fachausw eise und D iplo- m e) erm öglichten den Zugang zu Berufen m it grosser Verantw ortung und hohem W issensstand. Trotzdem w ürden diese in der EU nicht anerkannt, w eil ihre Inhaber sich nicht auf eine Ausbildungsdauer im Sinne der R ichtli- nien berufen könnten. In Anbetracht dessen sei die Schw eiz nicht bereit, über die Anforderungen der europäischen R ichtlinien hinauszugehen. Im vorliegenden Fall gehe es hauptsächlich um den U nterrichtsinhalt. D a die europäischen R ichtlinien aber auf den Kriterien Ausbildungsdauer und -in- halt aufbauten, m üsse m an sich auf einen Ausbildungsw eg beziehen, um die Ausbildung des Beschw erdeführers m it derjenigen in der Schw eiz zu vergleichen. D ie Ausbildung an der Schule in O lten erlaube einen gültigen Vergleich, w eil sie den Erw erb der durch die Prüfungsordnung der höheren Fachprüfung vom 12. Juni 1991 geforderten Kenntnisse erm ögliche. D ie Ausbildung des Beschw erdeführers sei vom Schw eizer O ptikverband geprüft w orden. Aus diesem G utachten gehe hervor, dass die beiden Fä- cher, für die Ausgleichsm assnahm en gefordert w ürden, in D eutschland zu oberflächlich behandelt w ürden. Entgegen dem Standpunkt des Beschw er- deführers sei es nicht m öglich, sich bei einer so unterschiedlichen Ausbil- dungsdauer den gleichen Stoff anzueignen. Im R ahm en dieser beiden Fä- cher w ürden Inhalte verm ittelt, die zur Berufsausübung unerlässlich seien. Eine zuw andernde Person könne nach Belieben eine Eignungsprüfung oder einen Anpassungslehrgang absolvieren. D as Bundesam t habe darauf verzichtet, im Fach R echtskunde Ausgleichsm assnahm en zu fordern, denn es gehe davon aus, dass es sich dabei nicht um Kenntnisse handle, die für die Berufsausbildung unerlässlich seien. D er Argum entation des Beschw erdeführers, w onach er die geforderte Aus- bildung in der Schw eiz bereits absolviert habe, sei entgegenzuhalten, dass er sich direkt -ohne w eitere Ausbildung - für die Eignungsprüfung anm el- den könne. Im Ü brigen habe das Bundesam t die genaue Bezeichnung der EU -R ichtlinien übernom m en und sei für die inhaltliche Konzeption der Aus- gleichsm assnahm en nicht verantw ortlich. E. Am 28. August 2006 fand am Sitz der R ekurskom m ission EVD in Frauen- kappelen eine öffentliche Verhandlung im Sinne der Europäischen M en-7 schenrechtskonvention statt. D abei hatten der Beschw erdeführer und das Bundesam t G elegenheit, ihren Standpunkt nochm als einlässlich darzule- gen. Am 31. August 2006 äusserte sich das Bundesam t zur Bew ertung des Lehrgangs und reichte unter anderem die an der Verhandlung erw ähnten W eisungen betreffend die D urchführung der Eignungsprüfung ein. Am 7. Septem ber 2006 gab die R ekurskom m ission EVD dem Beschw erde- führer G elegenheit, sich zu diesen und w eiteren Eingaben des Bundesam - tes zu äussern. D er Beschw erdeführer liess sich dazu m it Schreiben vom 26. Septem ber 2006 vernehm en. F. Per 1. Januar 2007 überw ies die R ekurskom m ission EVD die Verfahrens- akten an das neu geschaffene Bundesverw altungsgericht. D ieses über- nahm das Verfahren m it Verfügung vom 18. Januar 2007. G . Am 23. Februar 2007 stellte das Bundesverw altungsgericht dem Schw ei- zer O ptikverband (SO V) m ehrere Fragen im Zusam m enhang m it dem vom Bundesam t alternativ verfügten Anpassungslehrgang. D er Schw eizer O p- tikverband beantw ortete am 5. M ärz 2007 die an ihn gerichteten Fragen. Auf die vorstehend genannten und w eiteren Vorbringen w ird, sow eit sie rechtserheblich sind, in den Erw ägungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. O b die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind und ob auf eine Beschw erde einzutreten ist, prüft das Bundesverw altungsgericht von Am tes w egen und m it freier Kognition (vgl. BG E 130 II 65 E. 1; ALFR ED KÖ LZ/ISABELLE H ÄN E R , Verw altungsverfahren und Verw altungsrechtspflege des Bundes, Zürich 1998, R z. 410). Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist der Entscheid des Bundesam tes vom 28. Februar 2006, m it w elchem das Bundesam t seine Verfügungen vom 9. D ezem ber 2005 und 23. Januar 2006 teilw eise in W iedererw ägung gezogen hat. D er Entscheid vom 28. Februar 2006 stellt eine Verfügung im Sinne des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren dar (Vw VG , SR 172.021; Art. 5 Abs. 1 Bst. c). D iese Verfügung w ar bisher bei der R ekurskom m ission EVD angefochten, w elche vor dem Inkrafttreten des Verw altungsgerichtsgeset- zes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) am 1. Januar 2007 (vgl. AS 2006 1069) zur Beurteilung der Streitsache sachlich und funktionell zu- ständig w ar (vgl. Art. 61 Abs. 1 Bst. c Ziff. 1 BBG œ [zitiert in E. 2], AS 2003 4557; aufgehoben gem äss Anhang Ziff. 35 zum VG G , AS 2006 2248). D as Bundesverw altungsgericht, w elches gem äss Art. 31 VG G als Be- schw erdeinstanz Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 Vw VG be- urteilt, ist nach Art. 53 Absatz 2 VG G (i.V.m . Art. 33 Bst. d VG G ) für die Behandlung der vorliegenden Streitsache zuständig, zum al keine Ausnah- m e nach Art. 32 VG G greift.8 Sow eit vorliegend das Abkom m en über die Personenfreizügigkeit (zitiert in E. 3) zur Anw endung gelangt, hat dieses keine Änderungen auf die hier dargestellte (innerstaatliche) O rdnung des R echtsschutzes zur Folge (vgl. STEPH AN BR EITEN M O SE R /M IC H AE L ISLER , D er R echtsschutz im Personenfreizügig- keitsabkom m en zw ischen der Schw eiz und der EG sow ie den EU -M itglied- staaten, Aktuelle Juristische Praxis [AJP] 2002 S. 1003 ff., insbes. S. 1018). D em Begehren des Beschw erdeführers, sein M eistertitel im Augenoptiker- handw erk sei als gleichw ertig m it dem eidgenössischen D iplom des Au- genoptikers anzuerkennen, w urde im angefochtenen Entscheid vom 28. Februar 2006 nur teilw eise entsprochen, indem das Bundesam t fest- stellte, er habe das Fach Pathologie des Auges m it der N ote 4.5 bestan- den, und das Bundesam t nur noch in einem Fach (Allgem eine O ptik & Inst- rum ente) Ausgleichsm assnahm en als Bedingung zur Anerkennung der G leichw ertigkeit des M eistertitels m it dem eidgenössischen D iplom ver- langte. Insofern ist der Beschw erdeführer, w elcher am Verfahren vor dem Bundesam t teilgenom m en hat, durch die angefochtene Verfügung beson- ders berührt. Er hat zudem ein als schutzw ürdig anzuerkennendes Interes- se an deren Aufhebung oder Änderung, w eshalb er zur Beschw erdefüh- rung legitim iert ist (Art. 48 Abs. 1 Vw VG ). D ie Eingabefrist sow ie die Anforderungen an Form und Inhalt der Be- schw erdeschrift sind gew ahrt (Art. 50 und 52 Abs. 1 Vw VG ), der Kosten- vorschuss w urde fristgem äss bezahlt (Art. 63 Abs. 4 Vw VG ) und die übri- gen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 44 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist daher einzutreten. 2. N ach Art. 2 des Berufsbildungsgesetzes vom 13. D ezem ber 2002 (BBG , SR 412.10) regelt dieses G esetz säm tliche Berufsbereiche ausserhalb der H ochschulen, so unter anderem die berufliche G rundbildung, einschliess- lich der Berufsm aturität; die höhere Berufsbildung; die berufsorientierte W eiterbildung und die Q ualifikationsverfahren, Ausw eise und Titel (Art. 2 Abs. 1 Bst. a - d BBG ). Art. 68 Abs. 1 BBG überträgt dem Bundesrat die R egelung der Anerken- nung ausländischer D iplom e und Ausw eise der Berufsbildung im G eltungs- bereich des Berufsbildungsgesetzes. Zur Förderung der internationalen Zusam m enarbeit und M obilität in der Berufsbildung kann der Bundesrat in eigener Zuständigkeit internationale Vereinbarungen abschliessen (Art. 68 Abs. 2 BBG ). D er Bundesrat erlässt die Ausführungsbestim m ungen, w o das G esetz die Zuständigkeit nicht anders regelt (Art. 65 Abs. 1 BBG ). M it dem Erlass der Berufsbildungsverordnung vom 19. N ovem ber 2003 (BBV, SR 412.101) hat der Bundesrat diesen Auftrag erfüllt und in Art. 69 Folgen- des bestim m t: 1 D as Bundesam t anerkennt ausländische D iplom e und Ausw eise, w enn diese: a) im H erkunftsland staatlich ausgestellt oder staatlich anerkannt sind; und b) einem schw eizerischen Ausw eis oder Titel gleichw ertig sind. 2 Einem schw eizerischen D iplom oder Ausw eis gleichw ertig ist ein ausländisches 9 D iplom oder ein ausländischer Ausw eis dann, w enn: a) die gleiche Bildungsstufe gegeben ist; b) die Bildungsdauer äquivalent ist; c) die Inhalte vergleichbar sind; und d) der Bildungsgang neben theoretischen auch praktische Q ualifikationen um fasst. 3 Antragsberechtigt ist, w er in der Schw eiz W ohnsitz hat oder als G renzgängerin oder G renzgänger tätig ist. 4 Völkerrechtliche Verträge bleiben vorbehalten. W ird die Ausübung einer Berufstätigkeit durch R echtsvorschriften an den Besitz eines bestim m ten D iplom s oder Ausw eises gebunden und verfügt die G esuchstellerin oder der G esuchsteller über ein ausländisches D iplom oder einen ausländischen Ausw eis, der in der Schw eiz nicht als gleichw er- tig anerkannt ist, so sorgt das Bundesam t in Zusam m enarbeit m it den Kan- tonen oder m it O rganisationen der Arbeitsw elt für Ausgleichsm assnahm en, m it denen die verlangten Q ualifikationen erreicht w erden können. Aus- gleichsm assnahm en bestehen in ergänzenden Eignungsprüfungen, An- passungslehrgängen oder anderen Q ualifikationsverfahren (vgl. Art. 70 Abs. 1 und 3 BBV). 3. Am 1. Juni 2002 trat das Abkom m en vom 21. Juni 1999 zw ischen der Schw eizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen G e- m einschaft und ihren M itgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (Freizügigkeitsabkom m en, FZA, SR 0.142.112.681) in Kraft. N ach Art. 1 Bst. a Freizügigkeitsabkom m en hat dieses zum Ziel, den Staatsangehöri- gen der M itgliedstaaten der Europäischen G em einschaft und der Schw eiz ein R echt auf Einreise, Aufenthalt, Zugang zu einer unselbstständigen Er- w erbstätigkeit und N iederlassung als Selbstständiger sow ie das R echt auf Verbleib im H oheitsgebiet der Vertragsparteien einzuräum en. D er G rund- satz der N ichtdiskrim inierung (vgl. Art. 2 FZA) gew ährleistet den Staatsan- gehörigen der Schw eiz und der M itgliedstaaten der Europäischen G em ein- schaft das R echt, in der Anw endung des Abkom m ens nicht schlechter ge- stellt zu w erden als die Angehörigen des Staates, der das Abkom m en handhabt (YVO H AN G AR TN ER , D er G rundsatz der N ichtdiskrim inierung w egen der Staatsangehörigkeit im Freizügigkeitsabkom m en der Schw eiz m it der Europäischen G em einschaft, AJP 2003 S. 257 ff., dort S. 260). In diesem Zusam m enhang bestim m t Art. 9 Freizügigkeitsabkom m en, dass die Ver- tragsparteien gem äss Anhang III die erforderlichen M assnahm en treffen, um den Staatsangehörigen der M itgliedstaaten der Europäischen G em ein- schaft und der Schw eiz den Zugang zu unselbstständigen und selbststän- digen Erw erbstätigkeiten und deren Ausübung sow ie die Erbringung von D ienstleistungen zu erleichtern. Anhang III trägt die Bezeichnung "G egenseitige Anerkennung beruflicher Q ualifikationen (D iplom e, Prüfungszeugnisse und sonstiger Befähigungs- nachw eise)". N ach dessen Bestim m ungen w enden die Vertragsparteien im Bereich der gegenseitigen Anerkennung beruflicher Befähigungsnachw ei- se untereinander die gem einschaftlichen R echtsakte, auf die Bezug ge-10 nom m en w ird, in der zum Zeitpunkt der U nterzeichnung des Abkom m ens geltenden Fassung einschliesslich der in Abschnitt A dieses Anhangs ge- nannten Änderungen oder gleichw ertige Vorschriften an (vgl. hierzu und zum G anzen: Botschaft vom 23. Juni 1999 zur G enehm igung der sektoriel- len Abkom m en zw ischen der Schw eiz und der EG , Botschaft, BBl 1999 6128, insbes. S. 6155 und S. 6347 ff.; U rteil des Bundesgerichts 2A.331/2002 vom 24. Januar 2003 E. 6.1 m it H inw eis auf: R U D O LF N ATSC H , G egenseitige Anerkennung beruflicher Q ualifikationen, in: Bilaterale Ver- träge Schw eiz - EG , Zürich 2002, S. 195 ff., insbes. S. 204; M AX W ILD , D ie Anerkennung von D iplom en im R ahm en des Abkom m ens über die Freizü- gigkeit der Personen, in: Bilaterale Abkom m en Schw eiz - EU , Basel etc. 2001, S. 383 ff., insbes. S. 403; Bundesam t für Berufsbildung und Techno- logie, Bericht über die Anerkennung ausländischer D iplom e in der Schw eiz und die Anerkennung schw eizerischer D iplom e im Ausland: R egelungen, bestehende Praktiken und H andlungsbedarf, Bern 2001, S. 4 f., im Folgen- den: Bericht 2001). H insichtlich der Anerkennung der beruflichen Q ualifikationen erfasst das bilaterale Personenfreizügigkeitsabkom m en nur die im Aufnahm estaat reg- lem entierten beruflichen Tätigkeiten. Alle nicht reglem entierten Berufe ste- hen der freien Ausübung offen. Für sie ist die Anerkennung nach dem Per- sonenfreizügigkeitsabkom m en ohne Bedeutung. Ist ein Beruf im Aufnah- m estaat nicht reglem entiert, bedarf es som it keiner Prüfung der G leichw er- tigkeit des D iplom s und eine Arbeitsbew illigung genügt (vgl. N ATSC H , a.a.O ., S. 205; W ILD , a.a.O ., S. 386 f.; H ILD EG AR D SC H N EID ER , D ie Anerkennung von D iplom en in der Europäischen G em einschaft, Antw erpen-Apeldoorn 1995, S. 177). Als reglem entierte berufliche Tätigkeit gilt eine berufliche Tätigkeit, bei der die Aufnahm e oder Ausübung oder eine der Arten ihrer Ausübung in einem M itgliedstaat direkt oder indirekt durch R echts- oder Verw altungsvorschrif- ten an den Besitz eines Ausbildungs- oder Befähigungsnachw eises (bzw . D iplom s) gebunden ist. D azu gehört insbesondere die Ausübung einer be- ruflichen Tätigkeit in Verbindung m it der Führung eines Titels, der nur von Personen geführt w erden darf, die einen Ausbildungs- oder Befähigungs- nachw eis (bzw . ein D iplom ) besitzen, die in einschlägigen R echts- und Verw altungsvorschriften festgelegt sind; sow ie die Ausübung einer berufli- chen Tätigkeit im G esundheitsw esen, w enn die Vergütung dieser Tätigkeit und/oder eine diesbezügliche Erstattung durch das einzelstaatliche Sys- tem der sozialen Sicherheit an den Besitz eines Ausbildungs- oder Befähi- gungsnachw eises (bzw . D iplom s) gebunden ist (Art. 1 Bst. f der R ichtlinie 92/51/EW G bzw . Art. 1 Bst. d der R ichtlinie 89/48/EW G , beide zitiert in E. 3.2). Berufsverbände oder -organisationen, die ihren M itgliedstaaten derartige Titel ausstellen und von den Behörden anerkannt w erden, kön- nen sich nicht auf ihre private N atur berufen, um sich der Anw endung der m it dieser R ichtlinie vorgesehenen R egelung zu entziehen (Vorspann der R ichtlinie 89/48/EW G ). D as Bundesam t hat eine Liste der reglem entierten Berufe in der Schw eiz herausgegeben (abrufbar unter w w w .bbt.adm in.ch [Them en/Internationale 11 D iplom anerkennung/EU -D iplom anerkennung/Liste der reglem entierten Be- rufe]). D er Beruf des Augenoptikers ist in dieser Liste erfasst (N . 1.04). So- m it ist das Freizügigkeitsabkom m en zur Prüfung der G leichw ertigkeit des M eistertitels im Augenoptikerhandw erk grundsätzlich anw endbar. 3.1 D er Beschw erdeführer arbeitet als Augenoptiker im Kanton W allis. D er Kanton W allis regelt die Tätigkeit zur selbstständigen Berufsausübung als Augenoptiker in der Verordnung vom 20. N ovem ber 1996 über die Aus- übung und Beaufsichtigung der G esundheitsberufe (SG S 811.10). D ie selbstständige Ausübung eines G esundheitsberufes ist bew illigungspflich- tig (Art. 2 Abs. 1 der Verordnung). Ausgenom m en von der Bew illigungs- pflicht ist die unselbstständige Ausübung der G esundheitsberufe (Art. 3 Abs. 1 der Verodnung). D ie O ptiker w erden in O ptiker m it eidgenössi- schem D iplom von höherer Fachausbildung oder m it einem als gleichw er- tig eingestuften Titel (nachfolgend diplom ierter O ptiker) oder in O ptiker m it eidgenössischem Fähigkeitsausw eis oder m it einem als gleichw ertig einge- stuften Titel (nachfolgend O ptiker) eingeteilt. Einzig diplom ierte O ptiker sind berechtigt, Augenuntersuchungen vorzunehm en, säm tliche Kategori- en von Kontaktlinsen anzupassen und/oder abzugeben sow ie Sehtests w ie diejenigen durchzuführen, die gem äss der diesbezüglichen G esetzgebung für den Fahrausw eis verlangt w erden; die Kom petenzen der Augenärzte sind vorbehalten. Einzig diplom ierte O ptiker und O ptiker sind berechtigt, die Korrekturbrillengläser herzustellen und abzugeben, die durch einen Au- genarzt oder durch einen diplom ierten O ptiker verordnet w orden sind. Je- des O ptikergeschäft m uss unter die Verantw ortung eines diplom ierten O p- tikers oder eines durch das D epartem ent berechtigten O ptikers gestellt w erden (vgl. Art. 20 Abs. 1-4 der Verordnung). D am it steht fest, dass die selbstständige Ausübung des Augenoptikerbe- rufs im Kanton W allis im Sinne der R ichtlinie 92/51/EW G reglem entiert ist. 3.2 D as europäische R echt unterscheidet spezielle und allgem eine Anerken- nungsrichtlinien. Erstere beruhen auf dem Prinzip der vorgängigen H arm o- nisierung der Ausbildung, letztere auf dem Prinzip des gegenseitigen Ver- trauens in die Ausbildung der anderen M itgliedstaaten (vgl. Botschaft, a.a.O ., S. 6347 f.). Sieben sektorielle R ichtlinien w urden nach dem System der H arm onisierung gestaltet und erm öglichen dam it sechs m edizinischen und param edizinischen Berufen (Arzt, Zahnarzt, Tierarzt, Apotheker, Pfle- gepersonal in allgem einer Pflege, H ebam m e) sow ie Architekten die auto- m atische Anerkennung (vgl. W ILD , a.a.O ., S. 396 f.; SC H N EID ER , a.a.O ., S. 167). D ie allgem eine Anerkennungsregelung, w elche nicht für bestim m te berufli- che Tätigkeiten gilt, setzt sich aus der R ichtlinie 89/48/EW G des R ates vom 21. D ezem ber 1988 über eine allgem eine R egelung zur Anerkennung der H ochschuldiplom e, die eine m indestens dreijährige Berufausbildung abschliessen (ABl. 1989 L 019 S. 16, im Folgenden: R ichtlinie 89/48/EW G ) sow ie aus der R ichtlinie 92/51/EW G des R ates vom 18. Juni 1992 über eine zw eite allgem eine R egelung zur Anerkennung beruflicher Befähi- gungsnachw eise in Ergänzung zur R ichtlinie 89/48/EW G (ABl. L 209 S. 25, 12 im Folgenden: R ichtlinie 92/51/EW G ) zusam m en. 3.3 D ie beiden allgem einen R ichtlinien 89/48/EW G und 92/51/EW G stützen sich auf die Art. 49, Art. 57 Abs. 1 und Art. 66 des Vertrages zur G ründung der Europäischen W irtschaftsgem einschaft und bezw ecken, dass Angehö- rige der M itgliedstaaten als Selbstständige oder abhängig Beschäftigte ih- ren Beruf auch in einem anderen M itgliedstaat ausüben können als in dem jenigen, in dem sie ihre beruflichen Q ualifikationen erw orben haben (vgl. einleitende Bem erkungen der R ichtlinien 89/48/EW G und 92/51/EW G , 1. Abs.). Von der R ichtlinie 89/48/EW G erfasst w erden Studienabschlüsse nach ei- nem Studium von m indestens drei Jahren (vgl. Art. 1 Bst. a 2. G edanken- strich der R ichtlinie 89/48/EW G ; SC H N EID ER , a.a.O ., S. 239; W ILD , a.a.O ., S. 399). D ie R ichtlinie 92/51/EW G bezieht sich auf die Sekundarschulbil- dung sow ie die kurzen postsekundären Studiengänge von m indestens ei- nem Jahr und alle im Anhang C der R ichtlinie aufgeführten Studiengänge (vgl. E. 9 der R ichtlinie 92/51/EW G und Art. 1 der R ichtlinie 92/51/EW G ; SC H N EID ER , a.a.O ., S. 239; Bundesam t für Berufsbildung und Technologie, Bericht 2001, a.a.O ., S. 28 f.). D er Beschw erdeführer hat 1989 in D eutschland (H erkunftsstaat) die G e- sellenprüfung im Augenoptikerhandw erk bestanden. Er hat ebenfalls in D eutschland eine Ausbildung zum M eister im Augenoptikerhandw erk ab- solviert. Sow ohl der M eistertitel im Augenoptikerhandw erk in D eutschland (H er- kunftsstaat) w ie auch das D iplom des Augenoptikers in der Schw eiz (Auf- nahm estaat) sind Berufsabschlüsse im postsekundären Bereich, deren Ausbildungen w eniger als drei Jahre dauern (vgl. § 49 des G esetzes der Bundesrepublik D eutschland vom 17. Septem ber 1953 zur O rdnung des H andw erks [konsolidierte Fassung, BG BI I 1953, 1411, im Folgenden: H w O ] und § 2 der Verordnung der Bundesrepublik D eutschland vom 4. M ärz 1997 über die Berufsausbildung zum Augenoptiker/zur Augenopti- kerin [im Folgenden: AugO ptAusbV 1997] sow ie Art. 23 und Art. 10 des R eglem ents vom 12. Juni 1991 über die D urchführung der H öheren Fach- prüfung im Augenoptikerberuf [Prüfungsreglem ent]). D ie berufliche Tätig- keit des Augenoptikers w ird zudem w eder von einer sektoriellen R ichtlinie noch von einer in Anhang A der R ichtlinie 92/51/EW G aufgeführten R ichtli- nie erfasst (vgl. Art. 2 Abs. 2 der R ichtlinie 92/51/EW G ). D aher ist für den Beruf des Augenoptikers die R ichtlinie 92/51/EW G anw endbar. 3.4 W ird der Zugang zu einem reglem entierten Beruf oder dessen Ausübung im Aufnahm estaat von dem Besitz eines D iplom s im Sinne der R ichtlinie 92/51/EW G oder der R ichtlinie 89/48/EW G abhängig gem acht, kann der Aufnahm estaat einem Angehörigen eines M itgliedstaates, der im Besitz ei- nes D iplom s im Sinne dieser R ichtlinien ist, grundsätzlich nicht den Zu- gang oder die Ausübung eines reglem entierten Berufes w egen m angelnder Q ualifikation verw eigern, w enn dieses D iplom Zugangs- oder Ausübungs- voraussetzung für den entsprechenden Beruf im H erkunftsstaat ist (Art. 3 Bst. a der R ichtlinie 92/51/EW G ). 13 Als D iplom e im Sinne der R ichtlinie 92/51/EW G gelten Ausbildungsnach- w eise, die in einem M itgliedstaat von einer nach dessen R echts- und Ver- w altungsvorschriften bestim m ten zuständigen Stelle ausgestellt w erden, und aus denen hervorgeht, dass der D iplom inhaber erfolgreich einen nicht in Art. 1 Bst. a der R ichtlinie 89/48/EW G genannten postsekundären Aus- bildungsgang von m indestens einem Jahr oder eine Teilzeitausbildung von entsprechender D auer oder einen der in Anhang C ausgeführten Ausbil- dungsgänge absolviert hat (Art. 1 Bst. a 1. G edankenstrich und 2. G edan- kenstrich Ziff. i der R ichtlinie 92/51/EW G ). D ie Schw eizerischen H öheren Fachprüfungen für Augenoptiker fallen unter Anhang C der R ichtlinie 92/51/EW G (vgl. dazu Bundesam t für Berufsbil- dung und Technologie, Bericht 2001, a.a.O ., S. 28 f.). D er M eistertitel des Beschw erdeführers ist von der H andw erkskam m er Kassel ausgestellt w orden. H ierbei handelt es sich um eine Körperschaft des öffentlichen R echts, w elche zur Vertretung der Interessen des H and- w erks errichtet w orden ist (vgl. § 90 Abs. 1 H w O ). D er M eistertitel des Be- schw erdeführers ist daher von einer zuständigen Stelle ausgestellt w or- den. D er deutsche Augenoptikerm eister ist in Anhang C N um m er 2 (Bil- dungs- und Ausbildungsgänge zum "M eister" für die nicht unter die R ichtli- nien des Anhangs A fallenden handw erklichen Tätigkeiten) der R ichtlinie 92/51/EW G aufgeführt. Beim M eistertitel in D eutschland (H erkunftsstaat) handelt es sich som it ebenfalls um ein D iplom im Sinne der R ichtlinie 92/51/EW G . D as Augenoptikerhandw erk in D eutschland stellt ein zulassungspflichtiges H andw erk dar. D ie Ausbildungsbezeichnung M eister/M eisterin in Verbin- dung m it einem zulassungspflichtigen H andw erk darf nur führen, w er für dieses zulassungspflichtige H andw erk die M eisterprüfung bestanden hat (vgl. § 1 i.V.m . Anlage A N r. 33 H w O sow ie § 51 H w O ). Insofern ist dieser Beruf auch in D eutschland reglem entiert (vgl. auch den Leitfaden für die allgem eine R egelung zur Anerkennung der beruflichen Befähigungsnach- w eise der Europäischen Kom m ission, Anhang 1). D er M eistertitel berech- tigt zur selbstständigen Berufsausübung und zur Lehrlingsausbildung (vgl. § 45 Abs. 2 H w O ). G rundsätzlich kann die Schw eiz daher dem Beschw erdeführer den Zugang oder die Ausübung des reglem entierten Berufes nicht w egen m angelnder Q ualifikation verw eigern. 3.5 H ingegen hat der Aufnahm estaat das R echt, Ausbildung und Berufserfah- rung m it seinen Anforderungen zu vergleichen und eine Anerkennung der D iplom e als gleichw ertig abzulehnen, w enn die Ausbildung des Antragstel- lers sich in Bezug auf D auer, Inhalt oder die Tätigkeitsbereiche w esentlich unterscheidet. D ie Kom pensation unterschiedlicher Ausbildungsdauer kann durch den N achw eis von Berufserfahrung erbracht w erden (Art. 4 Abs. 1 Bst. a der R ichtlinie 92/51/EW G ). Im Falle von unterschiedlichen Ausbildungsinhalten darf der Aufnahm estaat vom Antragsteller verlangen, dass er einen Anpassungslehrgang absolviert oder eine Eignungsprüfung ablegt (Art. 4 Abs. 1 Bst. b der R ichtlinie 92/51/EW G ; N ATSC H , a.a.O ., 14 S. 206 f., W ILD , a.a.O ., S. 400). M acht der Aufnahm estaat bei unterschiedli- chem Ausbildungsinhalt von der M öglichkeit eines Anpassungsinstrum en- tes G ebrauch, so m uss er dem Antragsteller die W ahl zw ischen dem An- passungslehrgang und der Eignungsprüfung lassen (Art. 4 Bst. b U nter- abs. 3 der R ichtlinie 92/51/EW G ; SC H N EID ER , a.a.O ., S. 257; JAC Q U ES PER TEK, L'Europe des diplôm es et des professions, Bruxelles 1994, S. 81). D er Auf- nahm estaat darf die Anpassungsinstrum ente des Art. 4 Abs. 1 Bst. a und b nicht kum ulativ anw enden (Art. 4 Abs. 2 der R ichtlinie 92/51/EW G ; SC H N EID ER , a.a.O ., S. 198; PER TEK, L'Europe des diplôm es et des professi- ons, a.a.O ., S. 80). 3.6 D as Bundesam t hat im vorliegenden Verfahren zu R echt erkannt, dass der Beschw erdeführer die Anforderungen an die Ausbildungsdauer (diese be- trägt in der Schw eiz m indestens 8 Jahre, vgl. Art. 10 Prüfungsreglem ent) erfüllt. H ingegen stellte das Bundesam t in der Verfügung vom 28. Februar 2006 fest, dass die M eisterprüfung in D eutschland m it der H öheren Fachprüfung inhaltlich nicht vergleichbar und som it nicht gleichw ertig sei, w eshalb es im Fach Allgem eine O ptik & Instrum ente Ausgleichsm assnahm en anordnete. Insofern m acht das Bundesam t in der angefochtenen Verfügung vom 28. Februar 2006 von Art. 4 Abs. 1 Bst. b der R ichtlinie 92/51/EW G G e- brauch, w onach der Aufnahm estaat im Falle von unterschiedlichem Inhalt der Ausbildung als Kom pensation vom G esuchsteller einen Anpassungs- lehrgang oder eine Eignungsprüfung verlangen kann. D ie Frage, ob sich die M eisterprüfung im Augenoptikerhandw erk inhaltlich w esentlich von der H öheren Fachprüfung des Augenoptikers unterscheidet und das Bundesam t als Voraussetzung für die Anerkennung der G leich- w ertigkeit deutscher M eistertitel zu R echt eine Ausgleichsm assnahm e ver- langt, kann hier offen gelassen w erden, da die Beschw erde aus anderen G ründen gutzuheissen ist. 4. D er Beschw erdeführer bringt vor, er habe die Anforderungen an den An- passungslehrgang sow ohl in zeitlicher als auch in qualitativer H insicht be- reits vollum fänglich erfüllt. W ie den beigelegten U nterlagen entnom m en w erden könne, habe er von 1997 bis 1999 den zw eijährigen Lehrgang des Institutes für Augenoptik und O ptom etrie in Konolfingen (IFAO ) absolviert. D as IFAO sei bis ins Jahr 2001 als m it der H öheren Fachschule in O lten gleichw ertig anerkannt w orden. D ie N otendurchschnitte des Zw ischenprü- fungszeugnisses, des Sem esterzeugnisses als auch das Abschlussdiplom belegten, dass er auch qualitativ die vom IFAO gestellten Anforderungen erfüllt habe. Aus der beigelegten Fächertafel gehe zudem hervor, dass die am IFAO verm ittelten Lektionen sow ie die an der H öheren Fachschule in O lten unterrichteten Fächer beinahe identisch seien. In den w ichtigsten Fächern Augenoptik, O ptik und Kontaktlinsenanpassung verm ittle das IFAO ebenfalls über 1500 Lektionen. D urch die zusätzliche Ausbildung in D eutschland könne er noch m ehr Ausbildungsstunden aufw eisen als ein Absolvent der H öheren Fachschule.15 4.1 N ach der R ichtlinie 92/51/EW G erkennt der einen Beruf reglem entierende M itgliedstaat die in einem anderen M itgliedstaat erw orbenen Befähigungs- nachw eise an und gestattet deren Inhabern in seinem H oheitsgebiet die Ausübung ihrer Tätigkeit unter den für Inländer geltenden Bedingungen. Es gilt der in Art. 3 der R ichtlinie 92/51/EW G niedergelegte G rundsatz des gegenseitigen Vertrauens in die Q ualität der in einem anderen M itglied- staat absolvierten Ausbildung und der gegenseitigen Anerkennung von D i- plom en. H ierzu bilden die Anpassungsinstrum ente des Art. 4 die Ausnah- m e und sind dem entsprechend restriktiv anzuw enden (SC H N EID ER , a.a.O ., S. 200). Führt jedoch ein Vergleich m it den im innerstaatlichen R echt vor- geschriebenen Kenntnissen und Fähigkeiten zur Feststellung, dass erheb- liche U nterschiede zw ischen der vorgeschriebenen und der erw orbenen Ausbildung bestehen und deren Kenntnis eine w esentliche Voraussetzung für eine Ausübung des Berufs im Aufnahm estaat ist, so bietet der Aufnah- m em itgliedstaat dem Antragsteller die M öglichkeit nachzuw eisen, dass er die fehlenden Kenntnisse und Fähigkeiten erw orben hat. Er m uss dem An- tragsteller die W ahl zw ischen dem Anpassungslehrgang und der Eig- nungsprüfung lassen (vgl. einleitende Bem erkungen der R ichtlinie 92/51/EW G ). Als "Anpassungslehrgang" gilt die Ausübung eines reglem en- tierten Berufs, die in dem Aufnahm estaat unter der Verantw ortung eines qualifizierten Berufsangehörigen erfolgt und gegebenenfalls m it einer Zu- satzausbildung einhergeht. D er Lehrgang ist G egenstand einer Bew ertung. D ie Einzelheiten des Anpassungslehrgangs und seine Bew ertung w erden von den zuständigen Behörden des Aufnahm estaates festgelegt (Art. 1 Bst. i der R ichtlinie 92/51/EW G ). Als "Eignungsprüfung" gilt eine aus- schliesslich die beruflichen Kenntnisse des Antragstellers betreffende und von den zuständigen Stellen des Aufnahm estaats durchgeführte Prüfung, m it der die Fähigkeit des Antragstellers, in diesem M itgliedstaat einen reg- lem entierten Beruf auszuüben, beurteilt w erden soll. D ie M odalitäten der Eignungsprüfung w erden von den zuständigen Behörden des Aufnahm e- staates festgelegt (Art. 1 Bst. j der R ichtlinie 92/51/EW G ). N ach dem W ortlaut von Art. 4 Abs. 1 Bst. b der R ichtlinie 92/51/EW G ("Ar- tikel 3 hindert den Aufnahm estaat nicht daran, vom Antragsteller ebenfalls zu verlangen, dass er einen höchstens dreijährigen Anpassungslehrgang absolviert oder eine Eignungsprüfung ablegt....") kom m t der zuständigen Behörde, dem Bundesam t, beim Entscheid, ob eine Ausgleichsm assnah- m e verlangt w erden soll, ein Entschliessungserm essen zu. D em Bundes- am t w ird durch das Erm essen ein Spielraum für den Entscheid im Einzel- fall eingeräum t. D ies bedeutet aber nicht, dass es in seiner Entscheidung völlig frei ist. Es hat innerhalb seines Entscheidungsspielraum s unter Be- rücksichtigung der R echtsgrundsätze der Erm essensausübung, die zw eck- m ässigste Lösung zu treffen. D as Bundesam t ist dabei an die Verfassung gebunden und hat insbesondere das Verhältnism ässigkeitsprinzip zu befol- gen (H ÄFELIN /M Ü LLE R /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 441; VPB 66.22 E. 3.5.2 m it H in- w eisen). 4.2 D er G rundsatz der Verhältnism ässigkeit stellt kein verfassungsm ässiges R echt, sondern bloss einen verfassungsm ässigen G rundsatz dar. D as ver-16 fassungsm ässige G ebot der Verhältnism ässigkeit um fasst nach Praxis und Lehre drei Elem ente, die kum ulativ beachtet w erden m üssen. Es verlangt, dass staatliche H oheitsakte für das Erreichen eines im übergeordneten öf- fentlichen Interesse liegenden Ziels geeignet, notw endig und für den Be- troffenen zum utbar sind (BG E 131 I 91 E. 3.3, BG E 128 I 92 E. 2b, BG E 128 II 292 E. 5.1, BG E 126 I 112 E. 5b, je m it H inw eisen; R EN É R H IN O W , G rundzüge des Schw eizerischen Verfassungsrechts, Basel etc. 2003, R z. 1135 f.; JEAN -FR AN C O IS AU BER T/PASC AL M AH O N , Petit com m entaire de la C onstitution fédérale de la C onfédération suisse du 18 avril 1999, Zurich/Bâle/G enève 2003, Art. 5 R z. 12 f. und Art. 36 R z. 15 f.; H ÄFELIN /M Ü LLER /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 581). U ngeeignet ist eine M assnahm e dann, w enn sie am Ziel vorbeischiesst, d.h. keinerlei W irkungen im H inblick auf den angestrebten Zw eck entfaltet. Zu prüfen ist also die Zw ecktauglichkeit einer M assnahm e (H ÄFELIN / M Ü LLE R /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 587, m it H inw eisen; R H IN O W / KR ÄH EN M AN N , a.a.O ., N r. 58 IVa, S. 180; BG E 130 I 140 E. 5.3.6). D as staatliche H andeln m uss ferner erforderlich sein, das heisst es m uss grundsätzlich notw endig sein. Als erforderlich erw eist sich eine staatliche H andlung, w enn kein w eniger einschneidendes M ittel zur Verw irklichung des öffentlichen Interesses zur W ahl steht (zw eckkonform er m ildester Ein- griff). Verboten ist ein das unabdingbar N otw endige übertreffendes Vorge- hen. D ie M assnam e darf in sachlicher, räum licher, zeitlicher und personel- ler H insicht nicht über das N otw endige hinausgehen (R EN É R H IN O W , a.a.O ., R z. 1136; AU BER T/M AH O N , a.a.O ., Art. 36 R z. 16; YVO H AN G AR TN E R in: D ie Schw eizerische Bundesverfassung: Kom m entar/ hrsg. von BER N H AR D EH R E N ZE LLLER ... [et al.], Zürich etc. 2002, hiernach: Kom m entar, Art. 5 R z. 33 f.; H ÄFELIN /M Ü LLER /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 591). Schliesslich m uss die Verw altungsm assnahm e auch zum utbar sein. Sie ist nur gerechtfertigt, w enn sie ein vernünftiges Verhältnis zw ischen dem an- gestrebten Ziel und dem Eingriff, den sie für den betroffenen Privaten be- w irkt, w ahrt (H ÄFELIN /M Ü LLER /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 614; YVO H AN G AR TN ER , Kom - m entar, a.a.O ., Art. 36 R z. 24; AU BER T/M AH O N , a.a.O ., Art. 36 R z. 16). 4.3 Im angefochtenen Entscheid hat das Bundesam t in einem Fach (Allgem ei- ne O ptik & Instrum ente) Ausgleichsm assnahm en verlangt. M it den alterna- tiv verfügten Ausgleichsm assnahm en (einjähriger Anpassungslehrgang oder Eignungsprüfung) bezw eckt das Bundesam t, dass sich der Be- schw erdeführer die ihm - nach M einung des Bundesam tes - fehlenden Kenntnisse im Fach Allgem eine O ptik & Instrum ente aneignen beziehungs- w eise direkt den N achw eis genügender Kenntnisse in diesem Fach durch Ablegen einer Prüfung erbringen kann. In den Berufen des G esundheitsw esens - w ie Augenoptiker - besteht in der Tat ein erhebliches öffentliches Interesse daran, dass nur fähige Leute tä- tig sind, handelt es sich doch gerade bei der G esundheit um ein R echts- gut, das des gew erbepolizeilichen Schutzes in hohem M asse bedarf (vgl. BG E 125 I 322 E. 3d, BG E 125 I 335 E. 3b, BG E 112 Ia 322 E. 4c m it H in- w eisen). Ausser Frage steht, dass die vorliegend verfügten Ausgleichs-17 m assnahm en geeignet sind, nachzuw eisen, dass der Inhaber eines aus- ländischen D iplom s über die nötigen Kenntnisse verfügt, die zur Berufs- ausübung als Augenoptiker unerlässlich sind. In diesem Sinne kann die Zw ecktauglichkeit der verlangten Ausgleichsm assnahm en bejaht w erden. D er vom Bundesam t alternativ verfügte einjährige Anpassungslehrgang besteht einerseits aus einer obligatorischen Ausbildung an der Schw eizeri- schen H öheren Fachschule für Augenoptik (SH FA) in O lten im Fach Allge- m eine O ptik & Instrum ente und andererseits aus einem Praktikum unter Anleitung eines diplom ierten Augenoptikers. D er Schw eizerische O ptikverband (SO V) führt zusam m en m it dem Schw ei- zerischen Berufsverband für Augenoptik und O ptom etrie (SBAO ) die H ö- heren Fachprüfungen für Augenoptiker durch (Art. 1 Abs. 1 Prüfungsregle- m ent). D er Schw eizerische O ptikverband bietet m it der SH FA in O lten einen zw ei- jährigen (fakultativen) Ausbildungsgang für die H öhere Fachprüfung an (vgl. dazu auch "D ie W ettbew erbsverhältnisse im Bereich der O ptikbran- che", Veröffentlichungen der Schw eizerischen Kartellkom m ission 1984, S. 253 ff., insbes. S. 265). D ie Ausbildungsinhalte der SH FA in O lten richten sich im W esentlichen nach dem Prüfungsreglem ent von 1991 (vgl. G utach- ten des SO V vom 1. N ovem ber 2005). Bis ins Jahr 2001 bestand neben der SH FA eine w eitere Vorbereitungsschule, das Institut für Augenoptik und O ptom etrie (IFAO ) in Konolfingen, w elche einen ebenfalls zw eijähri- gen (fakultativen) Vorbereitungslehrgang für die H öhere Fachprüfung an- bot. Träger des im Jahr 1989 (von ehem aligen M itarbeitern der SH FA) ge- gründeten IFAO w ar die Stiftung zur Förderung der W eiterbildung im Au- genoptikerberuf m it Sitz in Konolfingen, w elche am 18. Februar 2003 auf- gehoben w urde. D ie Stiftung bezw eckte unter anderem , Augenoptiker auf die H öhere Fachprüfung vorzubereiten (SH AB N r. 195 vom 10. O ktober 1997, S. 7418). D as Bundesam t hat in der angefochtenen Verfügung den Schw eizer O ptik- verband, dessen Stiftung Trägerin der seit 2001 einzigen Ausbildungsstät- te für die H öhere Fachprüfung in der Schw eiz ist, m it der D urchführung der angeordneten Ausgleichsm assnahm en beauftragt. Auf G rund der Stellung- nahm e des Schw eizer O ptikverbandes vom 5. M ärz 2007 ergibt sich be- züglich der Ausgestaltung des Anpassungslehrganges Folgendes: D ie Absolventen des einjährigen Anpassungslehrgangs besuchen den or- dentlichen U nterricht an dem auch die Absolventen des (2-jährigen) Voll- zeitstudium s der SH FA teilnehm en. D er Lehrgang beinhaltet den Besuch des 3. und 4. Sem esters der SH FA in O lten. Es gelten inhaltlich die glei- chen Anforderungen w ie bei den Absolventen der schw eizerischen Ausbil- dung, identisch sind auch die Lehrm ittel und die D ozenten. D ie Bew ertung des Ausbildungslehrganges erfolgt im R ahm en der ordentlichen Sem ester- prüfungen (vgl. auch "M erkblatt Ausgleichsm assnahm en im Bereich O ptik" des BBT vom Septem ber 2006). D ie Sem esterprüfungen bestehen jew eils aus zw ei schriftlichen Einzelprüfungen, und die erforderliche Schlussbe- w ertung pro Ausbildungsfach bildet der D urchschnitt aller vier Einzelprü-18 fungen. Einzig der Bew ertungsraster w eicht von dem jenigen der norm alen Prüfungen der Schule ab. Bei der Bew ertung w erden die vom BBT verfüg- ten Bew ertungskriterien der Eignungsprüfung auch für den Anpassungs- lehrgang übernom m en, indem die Anforderungen für ein "genügend" 50 % der m öglichen Punktzahl (gegenüber 60 % bei den regulären Kursteilneh- m ern) betragen. Im W eitern w eist der Schw eizer O ptikverband darauf hin, dass der Lehrgang vom Arbeitgeber in Form eines Arbeitszeugnisses als erfüllt bestätigt w erden m üsse. D iese Forderung betreffe den Schw eizer O ptikverband als Kursanbieter nicht und sei durch den Arbeitgeber vorzu- nehm en. 4.4 D er Beschw erdeführer nahm von 1997 bis 1999 am Vollzeitstudium des bis ins Jahr 2001 existierenden Institutes für Augenoptik und O ptom etrie (IFAO ) in Konolfingen teil (vgl. N otenblatt Zw ischenprüfung 1998, Sem es- terzeugnis 3. Sem ester sow ie D iplom des IFAO ). D as Fach Allgem eine O ptik & Instrum ente, für w elches das Bundesam t in der angefochtenen Verfügung Ausgleichsm assnahm en verlangt, w urde am IFAO in Konolfingen - w ie an der SH FA in O lten - in allen vier Sem estern unterrichtet und geprüft. D ie Anzahl der im Fach Allgem eine O ptik & Instru- m ente im 3. und 4. Sem ester unterrichteten Lektionen am IFAO ist m it der- jenigen der SH FA in O lten identisch (jew eils 40 Lektionen im 3. und 40 Lektionen im 4. Sem ester, vgl. hiezu Fächertafel IFAO und Fächertafel SH FA). Im U nterschied zur SH FA in O lten w urde indessen am IFAO in Ko- nolfingen nicht in jedem Sem ester ein N otenblatt ausgestellt. D ie ersten zw ei Sem ester w urden m it einer Zw ischenprüfung abgeschlossen. N ur w er diese Zw ischenprüfung bestanden hatte, konnte das dritte Sem ester besu- chen. Im 3. Sem ester stellte das IFAO den Absolventen ein Sem ester- zeugnis aus (vgl. Aktennotiz vom 30. August 2006). Im 4. Sem ester w urde kein Sem esterzeugnis ausgestellt. W ie der ehem alige R ektor des IFAO (M ._______), dem Beschw erdeführer gegenüber in einem E-M ail vom 31. August 2006 erklärte, dauerte dieses Sem ester w egen der Som m erfe- rien und der Abschlussprüfung nur etw a dreieinhalb M onate. Sie seien der Ü berzeugung gew esen, dass diese Zeit genutzt w erden m üsse, um inten- siv auf die Prüfung hinzuarbeiten, anstatt Klausuren durchzuführen. D es- halb hätten sie in allen Fächern, die an der H öheren Fachprüfung geprüft w urden, um fassende R epetitionsklausuren durchgeführt, diese auch be- w ertet und anschliessend m it allen Studierenden besprochen. N atürlich hätten sie dam it ein N otenblatt erstellen können, "doch hätte dieses keinen grossen Sinn ergeben. Trotzdem sind diese N oten selbstverständlich in die G esam tbew ertung eingegangen und haben dazu geführt, dass diejenigen, die der Schul- und Prüfungsordnung entsprechende Leistungen erbracht haben - über die gesam te Ausbildungszeit gesehen -, das Abschlussdip- lom des Institutes erhalten haben." D er Beschw erdeführer hat an der Zw ischenprüfung 1998, w elche nach den ersten zw ei Sem estern durchgeführt w urde, im Fach Allgem eine O ptik (& Instrum ente) die N ote 4.3 erzielt. Im 3. Sem ester erreichte der Beschw er- deführer in diesem Fach die N ote 4.6. N ach Abschluss des 4. Sem esters bescheinigte das IFAO m it D iplom vom 28. Septem ber 1999, dass der Be-19 schw erdeführer die vom Institut gestellten Anforderungen erfüllt und das Studium m it Erfolg abgeschlossen habe. D am it hat der Beschw erdeführer in diesem Fach genügende N oten erzielt. N ach Auskunft des Schw eizer O ptikverbandes endet der letzte ordentliche Lehrgang der SH FA im Septem ber 2007. D as Prüfungsreglem ent von 1991 w erde voraussichtlich im Jahr 2011 aufgehoben. Ab 2010 w ürden durch die Fachhochschule N ordw estschw eiz die ersten Bachelor-Ausw eise in O ptom etrie abgegeben (vgl. Stellungnahm e des SO V vom 5. M ärz 2007 S. 2). Solange das aktuelle R eglem ent der H öheren Fachprüfung in Kraft sei, seien auch die entsprechenden Ausgleichsm assnahm en sichergestellt. D a nach Angaben des Schw eizer O ptikverbandes an den Anpassungslehr- gang inhaltlich die gleichen Anforderungen w ie an die Absolventen der SH FA gestellt w erden, sich die Anforderungen seit 1991 (Inkrafttreten des Prüfungsreglem ents) nicht geändert haben und es sich bei dem vom Be- schw erdeführer absolvierten Lehrgang am IFAO , w elches seine Ausbil- dungsinhalte ebenfalls nach dem Prüfungsreglem ent von 1991 richtete, um einen sehr ähnlichen Lehrgang handelte, ist daraus zu schliessen, dass der Beschw erdeführer - w ie er zu R echt geltend m acht - den vom Bundes- am t geforderten Anpassungslehrgang bereits 1999 an der Schule in Konol- fingen m it genügenden N oten im Fach Allgem eine O ptik & Instrum ente ab- geschlossen hat. D am it hat der Beschw erdeführer den N achw eis der nötigen Kenntnisse im entsprechenden Fach erbracht. Im konkreten Fall erw eist sich daher die vom Bundesam t verlangte einjährige Ausbildung (gleichen Inhaltes) an der SH FA als nicht erforderlich und dam it unzulässig. 4.5 Im W eiteren ordnete das Bundesam t an, dass der einjährige Anpassungs- lehrgang in der Schw eiz unter der Anleitung eines diplom ierten Augenopti- kers zu erfolgen habe und m it Bestätigung des Begleiters nachgew iesen w erden m üsse. Im M erkblatt des BBT w ird hiezu festgehalten, dass der Lehrgang vom Arbeitgeber in Form eines Arbeitszeugnisses als erfüllt be- stätigt w erden m üsse. D as BBT em pfehle, die Absolventen eines Prakti- kum s w ie ausgebildete Personen anzusehen, die ihre Ausbildung gem äss Verfügung vervollständigen. D ie Bezahlung solle sich grundsätzlich nach den Ansätzen eines Augenoptikers richten (vgl. M erkblatt S. 3). D er Beschw erdeführer verfügt seit Abschluss seiner deutschen G esellen- prüfung über eine langjährige Berufserfahrung als Augenoptiker, w as die beigelegten Arbeitszeugnisse bestätigen. D em Arbeitszeugnis der "X._______ AG " in Y._______ (VS) vom 1. Juni 2007 ist zu entnehm en, dass der Beschw erdeführer seit dem 1. April 2000 in diesem U nternehm en als Augenoptiker tätig ist (D as Institut für Berufsbildung in Karlsruhe habe er berufsbegleitend besucht). D er Vorgesetzte, ein eidgenössisch diplo- m ierter Augenoptikerm eister, führt in seinem Arbeitszeugnis aus, dass der Beschw erdeführer m it allen, in einem m odernen Fachgeschäft vorkom - m enden Arbeiten aus den Bereichen O ptom etrie (R efraktion), Kontaktlin- senanpassung, Brillentechnik, Kundenberatung sow ie der G eschäftsfüh- rung betraut sei. D er Beschw erdeführer verfüge über ein sehr gutes und 20 um fassendes Fachw issen, das er durch m ehrere Fortbildungen im Jahr stetig erw eitere. Er falle durch seine sorgfältige, qualitätsorientierte und selbstständige Arbeitsw eise auf, die jederzeit die hohen Forderungen ihrer anspruchsvollen, internationalen Kundschaft erfülle. Som it kann das vom Bundesam t im R ahm en des Anpassungslehrgangs verlangte einjährige Praktikum unter Anleitung eines diplom ierten Augen- optikers als erfüllt betrachtet w erden. Auf G rund der guten Q ualifikation durch den Arbeitgeber ist davon auszu- gehen, dass der Beschw erdeführer in seiner beruflichen Tätigkeit über die notw endigen Fähigkeiten und Kenntnisse eines Augenoptikers verfügt und sich auch über die erforderlichen Kenntnisse im Fach Allgem eine O ptik & Instrum ente ausgew iesen hat. 5. Zusam m enfassend ergibt sich, dass der Beschw erdeführer auf G rund sei- ner (höheren) Ausbildung in der Schw eiz sow ie der übrigen beruflichen Tä- tigkeit über genügende Kenntnisse im Fach Allgem eine O ptik & Instrum en- te verfügt und die Anforderungen an den vom Bundesam t angeordneten einjährigen Anpassungslehrgang (Schulbesuch und Praktikum ) bereits im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheides erfüllt w aren. D as Bundesam t hat zu U nrecht die vom Beschw erdeführer - nebst der Ausbildung in D eutschland - erw orbenen Kenntnisse in seinem Entscheid nicht berück- sichtigt. D a Ausgleichsm assnahm en (Anpassungslehrgang oder Eignungs- prüfung) alternativ zu verfügen sind und der Beschw erdeführer die Anfor- derungen an den einjährigen Anpassungslehrgang erfüllt, erw eist sich die Anordnung von Ausgleichsm assnahm en als nicht nötig und dam it unver- hältnism ässig. D ie Voraussetzungen für die Anerkennung der G leichw er- tigkeit des M eistertitels sind im konkreten Fall gegeben. D ies führt dazu, dass die angefochtenen Ausgleichsm assnahm en ersatzlos aufzuheben sind. 6. D ie Beschw erde ist gutzuheissen und die Verfügung des Bundesam tes vom 28. Februar 2006 aufzuheben. Es w ird festgestellt, dass der am 2. D ezem ber 2004 in D eutschland verliehene M eistertitel im Augenoptiker- handw erk m it dem eidgenössischen D iplom als Augenoptiker gleichw ertig ist. D as Bundesam t w ird angew iesen, dem Beschw erdeführer eine G leich- w ertigkeitsbestätigung auszustellen. 7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist der Beschw erdeführer obsiegende Partei. D ie Verfahrenskosten sind in der R egel von der unterliegenden Partei zu tragen (vgl. Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). Keine Verfahrenskosten w er- den Vorinstanzen auferlegt (vgl. Art. 63 Abs. 2 Vw VG ). D er vom Beschw er- deführer am 28. Februar 2006 geleistete Kostenvorschuss von Fr. 900.- ist ihm zurückzuerstatten. 8. D ie Beschw erdeinstanz kann der ganz oder teilw eise obsiegenden Partei von Am tes w egen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erw ach- sene notw endige und verhältnism ässig hohe Kosten zusprechen (Art. 64 Abs. 1 Vw VG ). D er Beschw erdeführer w ar im vorliegenden Verfahren nicht vertreten, und auch sonst sind ihm keine anrechenbaren Kosten in diesem 21 Sinn entstanden. D aher ist keine Parteientschädigung zuzusprechen. 9. G egen diesen Beschw erdeentscheid kann innert 30 Tagen beim Eidgenös- sischen Bundesgericht Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei- ten eingereicht w erden (Art. 82 Bst. a und Art. 86 Abs. 1 Bst. a i.V.m . Art. 100 Abs. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird gutgeheissen und die Verfügung des Bundesam tes für Berufsbildung und Technologie vom 28. Februar 2006 aufgehoben. Es w ird festgestellt, dass der am 2. D ezem ber 2004 in D eutschland verlie- hene M eistertitel im Augenoptikerhandw erk m it dem eidgenössischen D ip- lom als Augenoptiker gleichw ertig ist. D as Bundesam t w ird angew iesen, dem Beschw erdeführer eine G leichw ertigkeitsbestätigung auszustellen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. D er Kostenvorschuss von Fr. 900.- w ird dem Beschw erdeführer aus der G erichtskasse zurückerstat- tet, sobald dieses U rteil in R echtskraft erw achsen ist. 3. Es w ird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (R ef-N r. 353/han/6250) (m it G erichtsurkunde) - dem Eidgenössischen Volksw irtschaftsdepartem ent (m it G erichtsur- kunde) D er Abteilungspräsident: D ie G erichtsschreiberin: Bernard M aitre Barbara Aebi R echtsm ittelbelehrung D ieses U rteil kann innert dreissig Tagen seit Eröffnung beim Schw eizerischen Bundesgericht in Lausanne angefochten w erden. Versand am : 14. Juni 2007