<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00026</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206229&amp;W10_KEY=4467134&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00026</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 01.11.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Baubewilligung für zwei Mehrfamilienhäuser: Notwendigkeit eines Augenscheins.<br/><br/>Aufgrund vorausgehender Rekursverfahren, welche die gleichen Grundstücke und praktisch identische Bauvorhaben betrafen, hat die Vorinstanz im Grundsatz zulässigerweise auf einen erneuten Augenschein verzichtet. Hingegen hätten die Protokolle der früheren Verfahren beigezogen werden müssen. Dies hat das Verwaltungsgericht nachgeholt (E. 2.3).<br/>Auf den ihr bei der Anwendung von § 238 PBG zustehenden Beurteilungsspielraum kann sich die kommunale Baubehörde nur berufen, wenn sie spätestens in der Rekursantwort die geforderte nachvollziehbare Begründung für ihren Entscheid vorbringt (E. 3.1).<br/>Die angrenzende Kernzone ändert nichts an der Anwendbarkeit von § 238 Abs. 1 PBG (E. 3.2).<br/>Hat die örtliche Baubehörde ihren Einordnungsentscheid in unzureichender Weise begründet, ist die Rekursinstanz nicht nur berechtigt, sondern verpflichtet, die Einordnung des Bauvorhabens im Licht der erhobenen Rügen uneingeschränkt, das heisst unter Einsatz ihrer vollen Kognition, zu überprüfen (E. 3.3).<br/>Eine nachvollziehbare Ermessensbetätigung setzt die Kenntnisse der massgeblichen Sachumstände voraus. Die bauliche Umgebung war vorliegend lediglich dem Referenten und der juristischen Sekretärin aus den früheren Verfahren ausreichend bekannt, weshalb der Rekursentscheid auf einer ungenügenden Sachverhaltsfeststellung beruht und aufzuheben ist (E. 3.4).<br/><br/>Teilweise Gutheissung und Rückweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AKTENBEIZUG">AKTENBEIZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUGENSCHEIN">AUGENSCHEIN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEGRÃNDUNG">BEGRÃNDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEURTEILUNGSSPIELRAUM">BEURTEILUNGSSPIELRAUM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: GESTALTUNG UND EINORDNUNG">GESTALTUNG UND EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOGNITION">KOGNITION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃRTLICHE VERHÃLTNISSE">ÃRTLICHE VERHÃLTNISSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SACHVERHALTSFESTSTELLUNG">SACHVERHALTSFESTSTELLUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 238 Abs. I PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BEZ 2006 Nr. 55 S. 11</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit BeschlÃ¼ssen vom 31. Mai 2005 erteilte der Gemeinderat MÃ¶nchaltorf der E AG eine Baubewilligung fÃ¼r ein 8-Familienhaus und D eine solche fÃ¼r ein 6-Familienhaus auf den GrundstÃ¼cken Kat.-Nrn. 01, 02 und 03 an der L-Strasse.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die gegen diese Bewilligungen erhobenen Rekurse der Nachbarn B und A wies die Baurekurskommission III am 30. November 2005 vereinigt ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 18. Januar 2006 liessen B und A dem Verwaltungsgericht die Aufhebung des Rekursentscheids sowie der beiden Bewilligungen unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen beantragen; eventuell sei die Sache an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen. Zur BegrÃ¼ndung machten sie geltend, die Vorinstanz habe den im Rekurs hinreichend substanziierten Einwand der ungenÃ¼genden Einordnung nur oberflÃ¤chlich und insbesondere ohne DurchfÃ¼hrung des beantragten Augenscheins geprÃ¼ft; sie habe damit den BeschwerdefÃ¼hrenden das rechtliche GehÃ¶r verweigert. Ihr Entscheid beruhe bezÃ¼glich der fÃ¼r die Einordnung der Neubauten massgeblichen baulichen Umgebung auf blossen Annahmen und sei deshalb willkÃ¼rlich. Das Bauvorhaben nehme keine RÃ¼cksicht auf die benachbarten kleinmassstÃ¤blichen Bauten in der angrenzenden Kernzone. Ein Bauvorhaben in unmittelbarer NÃ¤he zu einer Kernzone mÃ¼sse nicht nur im Sinn von § 238 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) befriedigend, sondern nach Absatz 2 dieser Bestimmung gut gestaltet sein.</p> <p class="Urteilstext">Der Gemeinderat MÃ¶nchaltorf und die Vorinstanz schlossen je am 10. Februar 2006 auf Abweisung der Beschwerde. Die Bauherrschaft liess gleichentags Abweisung unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen beantragen.</p> <p class="Urteilstext">Nach Beizug der Protokolle der Rekursverfahren R3.2003.00097 und R3.2003.0098 wurde den Parteien mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 9. August 2006 Gelegenheit gegeben, zur AktenergÃ¤nzung Stellung zu nehmen.</p> <p class="Urteilstext">Auf die Vorbringen der Parteien und die AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden ErwÃ¤gungen Bezug genommen.</p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung von Beschwerden gegen Entscheide der Baurekurskommissionen zustÃ¤ndig. Die im Rekursverfahren unterlegenen BeschwerdefÃ¼hrenden sind als EigentÃ¼mer einer direkt an das Bauareal angrenzenden Wohnliegenschaft zur Beschwerde befugt. Auf das form- und fristgerecht erhobene Rechtsmittel ist einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen in erster Linie geltend, die Vorinstanz habe unzulÃ¤ssigerweise auf einen Augenschein verzichtet und ihnen damit das rechtliche GehÃ¶r verweigert sowie den massgeblichen Sachverhalt unzureichend geklÃ¤rt.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die Vorinstanz hat den Antrag zur DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins mit der BegrÃ¼ndung abgewiesen, die massgeblichen Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse seien ihr aus den frÃ¼heren Rekursverfahren bestens bekannt, welche die Parteien betreffend die geplante Ãberbauung bereits gefÃ¼hrt hÃ¤tten und in welchen eine Delegation der Kommission einen Augenschein vorgenommen habe.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts kÃ¶nnen die bei einem ordnungsgemÃ¤ss durchgefÃ¼hrten Augenschein gewonnenen Kenntnisse der Ãrtlichkeiten auch bei einem spÃ¤teren Rechtsgang verwendet werden; ein zweiter Augenschein vor dem Neuentscheid ist nicht notwendig (RB 1981 Nr. 2). Dies setzt allerdings voraus, dass sich alle wesentlichen, anlÃ¤sslich des Augenscheins gewonnenen EindrÃ¼cke und gemachten Feststellungen aus den Akten ergeben (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 7 N. 45).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Eine Delegation der Baurekurskommission III hat im Rahmen der Rekursverfahren R3.2003.00097 und R3.2003.0098, welche die nÃ¤mlichen Parteien sowie praktisch identische Bauvorhaben auf den streitbetroffenen GrundstÃ¼cken betrafen, am 11. Dezember 2003 einen Augenschein durchgefÃ¼hrt. Dass sich seither die bauliche Umgebung entscheidend geÃ¤ndert habe, wird nicht geltend gemacht, und die Gestaltung der Neubauten ergibt sich ohnehin nur aus den bei den Akten liegenden PlÃ¤nen. Die Baurekurskommission hat deshalb im Grundsatz zulÃ¤ssigerweise auf einen erneuten Augenschein verzichtet, der nur eine formelle Wiederholung dargestellt und nichts Neues zur Feststellung des massgeblichen Sachverhalts hÃ¤tte beitragen kÃ¶nnen. Die BeschwerdefÃ¼hrenden Ã¼bersehen zudem, dass das Beweisverfahren, wozu eine Augenscheinsverhandlung gehÃ¶rt, nicht dazu dienen kann, eine in der Beschwerdeschrift unterlassene Substanziierung nachzuholen. Der Augenschein dient lediglich dazu, die in der Beschwerde erhobenen konkreten EinwÃ¤nde bezÃ¼glich der Einordnung des Bauvorhabens zu Ã¼berprÃ¼fen und nicht dem Vorbringen neuer Tatsachenbehauptungen.</p> <p class="Urteilstext">Allerdings hÃ¤tte der Verzicht auf einen Augenschein im neuen Rekursverfahren den Beizug mindestens des Protokolls der frÃ¼heren Verfahren erfordert, was unterblieben ist. Das Verwaltungsgericht hat den Mangel durch den Beizug dieser Protokolle behoben und den Parteien Gelegenheit gegeben, zu dieser AktenergÃ¤nzung Stellung zu nehmen. Dieser Verfahrensfehler der Vorinstanz muss deshalb nicht zwingend zu einer RÃ¼ckweisung fÃ¼hren.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Nach § 238 Abs. 1 PBG sind Bauten, Anlagen und Umschwung fÃ¼r sich und in ihrem Zusammenhang mit der baulichen und landschaftlichen Umgebung im Ganzen und in ihren einzelnen Teilen so zu gestalten, dass eine befriedigende Gesamtwirkung erreicht wird; diese Anforderung gilt auch fÃ¼r Materialien und Farben. GemÃ¤ss Abs. 2 der Bestimmung ist auf Objekte des Natur- und Heimatschutzes besondere RÃ¼cksicht zu nehmen, was nach der Rechtsprechung eine gute Einordnung erfordert (VGr, 17. Dezember 2003, VB.2003.00301, E. 2, www.vgrzh.ch). Die Beurteilung, ob mit einem Bauvorhaben eine befriedigende bzw. gute Gesamtwirkung erreicht wird, hat nicht nach subjektivem Empfinden, sondern nach objektiven MassstÃ¤ben und mit nachvollziehbarer BegrÃ¼ndung zu erfolgen (VGr, 18. Juni 1997, BEZ 1997 Nr. 23 E. 4b/aa; BGr, 28. Oktober 2002, 1P.280/2002, E. 3.5.2, www.bger.ch).<i> </i>Dabei ist eine umfassende WÃ¼rdigung aller massgebenden Gesichtspunkte vorzunehmen (VGr, 17. Februar 2000, BEZ 2000 Nr. 17 E. 5 und 6b; Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, Bd. I, 3. A., ZÃ¼rich 1999, Rz. 654).</p> <p class="Urteilstext">Der Gemeinde steht bei der Anwendung des unbestimmten Gesetzesbegriffs "befriedigende Gesamtwirkung" ein besonderer Beurteilungsspielraum zu (RB 1979 Nr. 10; BGr, 28. Oktober 2002, 1P.280/2002, E. 3.4, www.bger.ch). Auf diesen kann sich die kommunale BaubehÃ¶rde, welche diese Beurteilung in erster Linie vorzunehmen hat, nur berufen, wenn sie spÃ¤testens in der Rekursantwort die geforderte nachvollziehbare BegrÃ¼ndung fÃ¼r ihren Entscheid vorbringt (RB 1991 Nr. 2).</p> <p class="Urteilstext">Anders als das Verwaltungsgericht ist die Baurekurskommission zwar gemÃ¤ss § 20 Abs. 1 VRG grundsÃ¤tzlich zur Ermessenskontrolle befugt, darf aber, soweit es um die ÃberprÃ¼fung kommunaler Einordnungsentscheide geht, nur einschreiten, wenn die Ã¤sthetische WÃ¼rdigung der kommunalen BehÃ¶rde sachlich nicht mehr vertretbar ist (vgl. BGr, 21. Juni 2005, ZBl 107/2006, S. 430, E. 3.2, mit Bemerkungen von Arnold Marti; RB 1981 Nr. 20; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 20 N. 19); sie verfÃ¼gt damit insofern Ã¼ber keine wesentlich weitere PrÃ¼fungsbefugnis als das auf Rechtskontrolle beschrÃ¤nkte Verwaltungsgericht, welches gemÃ¤ss § 50 Abs. 2 lit. c VRG bei Ermessensmissbrauch und -Ã¼berschreitung ebenfalls einschreiten kann.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen geltend, das Bauvorhaben, welches in der Zone W3 gemÃ¤ss Bau- und Zonenordnung der Gemeinde MÃ¶nchaltorf vom 3. Dezember 1993 (BZO) geplant ist, habe sich wegen der NÃ¤he zur sÃ¼dlich angrenzenden Kernzone nicht nur befriedigend, sondern gut einzuordnen. Dieser Einwand ist unzutreffend. Zwar gelten nach der Rechtsprechung in Kernzonen, welche gemÃ¤ss § 50 Abs. 1 PBG schutzwÃ¼rdige Ortsbilder umfassen, die in ihrer Eigenart erhalten oder erweitert werden sollen, die erhÃ¶hten Gestaltungsanforderungen von § 238 Abs. 2 PBG (VGr, 26. September 2001, VB.2001.00192, E. 2; 1. Juni 2005, VB.2004.00543, E. 5.4; beide unter www.vgrzh.ch; Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 3. A., ZÃ¼rich 2003, S. 10-10 f.). Das kann jedoch nicht bedeuten, dass damit die Kernzone selber zum Schutzobjekt wird und eine besondere RÃ¼cksichtnahme beanspruchen kann. Eine solche ist nur dann erforderlich, wenn Schutzobjekte unmittelbar an der Zonengrenze liegen, sodass ihnen die Kernzone keinen ausreichenden Schutz zu bieten vermag, und die in der angrenzenden Zone geplanten Bauten eine fÃ¼r die Einordnung relevante NÃ¤he zu den Schutzobjekten aufweisen. Dass es sich bei den Bauten in den an die BaugrundstÃ¼cke unmittelbar angrenzenden Kernzonenbereichen um Schutzobjekte handle, wird jedoch nicht geltend gemacht. â Massgeblich ist deshalb im vorliegenden Fall § 238 Abs. 1 PBG.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Der Gemeinderat MÃ¶nchaltorf hat in den Baubewilligungen vom 31. Mai 2005 bezÃ¼glich baulicher Gestaltung lediglich erwogen, "mit der vorgesehenen baulichen Gestaltung werde eine akzeptable Einordnung zur bereits bestehenden Ãberbauung erreicht", und festgehalten, dass gemÃ¤ss Baubeschrieb fÃ¼r die AussenwÃ¤nde verputztes Mauerwerk und fÃ¼r die Bedachung Ziegel vorgesehen seien sowie fÃ¼r die Farbgebung auf das Farbkonzept verwiesen werde. Aus diesen AusfÃ¼hrungen lÃ¤sst sich allenfalls herauslesen, dass der Gemeinderat die Anforderungen von § 238 Abs. 1 PBG als nur knapp erfÃ¼llt wÃ¼rdigte; die von der Rechtsprechung an die BegrÃ¼ndung des Einordnungsentscheids gestellten Anforderungen, wonach nachvollziehbar sein muss, dass die BehÃ¶rde ihren Entscheid nach objektiven Kriterien und unter BerÃ¼cksichtigung aller massgeblichen SachumstÃ¤nde gefÃ¤llt hat, sind damit jedoch nicht erfÃ¼llt. Eine solche nachvollziehbare BegrÃ¼ndung hat der Gemeinderat, obwohl dies zulÃ¤ssig wÃ¤re, auch mit seinen Rekursvernehmlassungen vom 14. September 2005 nicht nachgebracht, in welchen er unter dem Titel "Gestaltung des Bauvorhabens" lediglich auf seinen Beurteilungsspielraum hingewiesen und die EinordnungsrÃ¼gen der heutigen BeschwerdefÃ¼hrenden als zu pauschal und unsubstanziiert bemÃ¤ngelt hat.</p> <p class="Urteilstext">Hat die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde ihren Einordnungsentscheid in dieser Weise unzureichend begrÃ¼ndet, so kann sie sich nicht auf ihren Beurteilungsspielraum berufen und ist die Rekursinstanz nicht nur berechtigt, sondern verpflichtet, die Einordnung des Bauvorhabens im Licht der erhobenen RÃ¼gen uneingeschrÃ¤nkt, das heisst unter Einsatz ihrer vollen Kognition, zu Ã¼berprÃ¼fen; andernfalls muss sie sich eine Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 verletzende Unterschreitung ihrer ÃberprÃ¼fungsbefugnis vorwerfen lassen. An die Substanziierung der EinordnungsrÃ¼gen kÃ¶nnen dabei angesichts des unzureichend begrÃ¼ndeten Entscheids der kommunalen BehÃ¶rde keine hohen Anforderungen gestellt werden, da die BegrÃ¼ndung einer VerfÃ¼gung unter anderem gerade dazu dient, dem Betroffenen die Rechtsmittelerhebung in voller Kenntnis der behÃ¶rdlichen EntscheidungsgrÃ¼nde zu ermÃ¶glichen (BGE 123 I 31 E. 2c).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Die Rekursinstanz hat in ihren ErwÃ¤gungen die Kritik der BeschwerdefÃ¼hrenden an der Einordnung des Bauvorhabens als pauschal und nicht Ã¼berzeugend bezeichnet. Es sei nicht ersichtlich, inwiefern die geplanten MehrfamilienhÃ¤user mehr RÃ¼cksicht auf die bauliche Umgebung hÃ¤tten nehmen sollen. Eine Kopie der in der Umgebung vorherrschenden Bauweise kÃ¶nne, wie selbst die Anfechtenden einrÃ¤umten, nicht verlangt werden. Die architektonische Gestaltung der Bauten vermÃ¶ge zu Ã¼berzeugen. Jedenfalls setzten sich die geplanten MehrfamilienhÃ¤user mit ihren GiebeldÃ¤chern, welche durchaus ein typisches Element der Kernzone darstellten, nicht in Widerspruch zu den GebÃ¤uden der Umgebung. Auch Volumen und Stellung der Bauten seien nicht zu beanstanden; dass eine optimale AusnÃ¼tzung der primÃ¤ren BaubeschrÃ¤nkungsnormen angestrebt werde, kÃ¶nne dem Bauvorhaben nicht per se zum Nachteil gereichen, und die beiden MehrfamilienhÃ¤user wÃ¼rden nicht unertrÃ¤glich viel grÃ¶sser als die GebÃ¤ude der Umgebung in Erscheinung treten. Wenn die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde den GebÃ¤uden die Einhaltung von § 238 PBG attestiert habe, so habe sie damit durchaus im Rahmen des ihr bei der Beurteilung dieser Frage zustehenden Ermessens gehandelt.</p> <p class="Urteilstext">Ob die Vorinstanz mit diesen ErwÃ¤gungen von ihrem eigenen Ermessen den unter den gegebenen UmstÃ¤nden gebotenen vollen Gebrauch gemacht hat, ist aufgrund ihres abschliessenden Hinweises auf den Beurteilungsspielraum der BaubehÃ¶rde fraglich. Die Frage kann aber offen bleiben, denn eine nachvollziehbare ErmessensbetÃ¤tigung setzt die Kenntnisse der massgeblichen SachumstÃ¤nde voraus, das heisst bei Einordnungsentscheiden neben den PlÃ¤nen des Neubaus insbesondere des BaugrundstÃ¼cks und seiner baulichen Umgebung. Von dieser baulichen Umgebung konnten sich hier jedoch aufgrund des Delegationsaugenscheins vom 11. Dezember 2003 nur der Referent und die juristische SekretÃ¤rin der Baurekurskommission ein ausreichendes Bild machen, wobei allerdings einzuschrÃ¤nken ist, dass die Frage der Einordnung an jener Augenscheinsverhandlung nicht thematisiert wurde und die Feststellungen der Delegation, soweit dies aus den Protokollen der Rekurskommission ersichtlich ist, andere Fragen betrafen; die anlÃ¤sslich des Augenscheins zur Dokumentation der Sachverhaltsfeststellungen aufgenommenen Fotos lassen die bauliche Umgebung des BaugrundstÃ¼cks nur unzureichend erkennen. Jedenfalls verfÃ¼gten unter diesen UmstÃ¤nden mindestens die Ã¼brigen Mitglieder der Baurekurskommission, selbst wenn ihnen die Fotos aus dem ersten Rechtsgang noch erinnerlich gewesen sein sollten, nicht Ã¼ber die fÃ¼r ihre ErmessensbetÃ¤tigung erforderlichen Kenntnisse des massgeblichen Sachverhalts. Der Rekursentscheid beruht deshalb auf einer ungenÃ¼genden Sachverhaltsfeststellung und ist aufzuheben.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Hebt das Verwaltungsgericht die angefochtene Anordnung auf, so entscheidet es selbst (§ 63 Abs. 1 VRG) oder kann die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurÃ¼ckweisen, so insbesondere dann, wenn der Tatbestand ungenÃ¼gend festgestellt worden ist (§ 64 Abs. 1 VRG).</p> <p class="Urteilstext">Hier ist eine RÃ¼ckweisung zur weiteren Untersuchung, insbesondere zur DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins, unumgÃ¤nglich. Das Verwaltungsgericht kÃ¶nnte zwar die ungenÃ¼gende Sachverhaltsfeststellung nachholen; eine eigene ErmessensausÃ¼bung, wie sie hier aufgrund der ungenÃ¼genden ErmessensbetÃ¤tigung durch den Gemeinderat geboten ist, steht dem Verwaltungsgericht gemÃ¤ss § 50 VRG jedoch nicht zu. Die Akten sind deshalb unter teilweiser Gutheissung der Beschwerde zur PrÃ¼fung der Einordnung unter dem Gesichtswinkel von § 238 Abs. 1 PBG an die zur vollen ErmessensprÃ¼fung grundsÃ¤tzlich befugte Baurekurskommission zurÃ¼ckzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens den Parteien, die im Hauptstandpunkt jeweils Gutheissung bzw. Abweisung der Beschwerde beantragten, gemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG wie folgt aufzuerlegen: je 1/4 unter solidarischer Haftung fÃ¼r 1/2 den BeschwerdefÃ¼hrenden Nr. 1 und 2 sowie zu je 1/6 den Beschwerdegegnern Nrn. 1â3. ParteientschÃ¤digungen sind bei diesem Ausgang nicht zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Rekursentscheid wird aufgehoben und die Akten werden zu weiterer Untersuchung und neuer Entscheidung an die Baurekurskommission III zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 150.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'150.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden zu je 1/4 und unter solidarischer Haftung fÃ¼r 1/2 den BeschwerdefÃ¼hrenden Nr. 1 und 2 sowie zu je 1/6 den Beschwerdegegnern Nrn. 1â3 auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>