<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00123</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205265&amp;W10_KEY=13013564&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00123</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.07.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 11.08.2006 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Unterschutzstellung / Rechtsverweigerung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Anspruch auf anfechtbaren Entscheid über die Frage der Schutzwürdigkeit zweier Kachelöfen? (vgl. VB.2003.00341 und VB.2004.00413) Nach der neuen Praxis des Verwaltungsgerichts ist auf die Beschwerde einzutreten, mit welcher geltend gemacht wird, der Regierungsrat hätte den Stadtrat von Zürich anweisen müssen, über das Gesuch der Beschwerdeführerin betreffend Feststellung des Schutzumfangs eines Unterschutzstellungsbeschlusses von 1964 mit einer anfechtbaren Verfügung zu entscheiden. Die Weigerung des Regierungsrats, einer Rechtsverweigerungsbeschwerde Folge zu geben, ist wie das Verweigern einer Verfügung einer solchen gleichzusetzen und stellt deshalb eine gemäss § 41 VRG anfechtbare Anordnung dar. Ob der Regierungsrat der Rechtsverweigerungsbeschwerde hätte Folge geben müssen, ist eine Frage der materiellen Prüfung (E. 1.3). Nach dem Nichteintretensbeschluss der Baurekurskommission, die ihn entsprechend der damaligen Praxis für die Geltendmachung der Rechtsverweigerung an die Baudirektion verwies, durfte der Beschwerdeführer sich darauf verlassen, dass seine Rüge im von der Praxis anerkannten Verfahren einer aufsichtsrechtlichen, jedoch "förmlichen" Rechtsverweigerungsbeschwerde geprüft würde; nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts war auch die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin nicht gehalten, die der damaligen Praxis entsprechende Rechtsmittelbelehrung der Baurekurskommission allein deshalb in Frage zu stellen, weil die Geltendmachung von Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung im Anfechtungsverfahren in Einzelfällen zugelassen und von der Lehre unter Hinweis auf die bundesrechtliche Regelung allgemein gefordert worden war. Dass diese Praxisänderung mittlerweile erfolgt ist, darf der Beschwerdeführerin nicht zum Nachteil gereichen (E. 2.1). Die Abweisung der Rechtsverweigerungsbeschwerde erweist sich jedoch als gerechtfertigt, weil die Präzisierung des Schutzumfangs im Rahmen einer unangefochten gebliebenen Baubewilligung erfolgte, die das Abtragen der Kachelöfen ausdrücklich verbietet (E. 2.2). Abweisung (E. 3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANFECHTUNGSVERFAHREN">ANFECHTUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFSICHTSBESCHWERDE">AUFSICHTSBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFSICHTSENTSCHEID">AUFSICHTSENTSCHEID</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Natur- und Heimatschutz ST: DENKMALPFLEGE">DENKMALPFLEGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EIGENTUMSBESCHRÃNKUNG">EIGENTUMSBESCHRÃNKUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRAXISÃNDERUNG">PRAXISÃNDERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMITTELBELEHRUNG">RECHTSMITTELBELEHRUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSSICHERHEIT">RECHTSSICHERHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSVERWEIGERUNG">RECHTSVERWEIGERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSVERWEIGERUNGSBESCHWERDE">RECHTSVERWEIGERUNGSBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSVERZÃGERUNG">RECHTSVERZÃGERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHUTZOBJEKT">SCHUTZOBJEKT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TREU UND GLAUBEN">TREU UND GLAUBEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSCHUTZSTELLUNG">UNTERSCHUTZSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS">ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 97 Abs. II OG</span><br/><span class="gerade">Art. 98a OG</span><br/><span class="ungerade">§ 207 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">§ 352 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 41 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BEZ 2006 Nr. 59</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Mit Entscheid vom 5. Februar 2002 verfÃ¼gte die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich anlÃ¤sslich der Baubewilligung fÃ¼r Umbau und NutzungsÃ¤nderung des Hauses "L", M-Strasse, Kat.-Nr. 01, ZÃ¼rich, unter anderem die Auflage, dass zwei historisch wertvolle KachelÃ¶fen, die zwischen 1950 und 1952 im 5. Obergeschoss des GebÃ¤udes eingebracht worden sind, nicht abgetragen werden dÃ¼rfen. Diese Anordnung erfolgte gestÃ¼tzt auf den Unterschutzstellungsbeschluss Nr. 246 vom 24. Januar 1964 des Stadtrats von ZÃ¼rich.</p> <p class="Urteilstext">Mit schriftlichem Gesuch vom 9. Juli 2002 stellte A dem Stadtrat von ZÃ¼rich AntrÃ¤ge betreffend die beiden KachelÃ¶fen. Der Gesuchsteller beantragte die Feststellung, dass die KachelÃ¶fen nicht vom Schutzumfang des Unterschutzstellungsbeschlusses von 1964 erfasst seien, eventualiter, dass es ihm erlaubt sei, den im Sitzungszimmer auf der Ostseite des 5. Obergeschosses stehenden Kachelofen abzubauen und an dessen Stelle den zurzeit im kleinen Westzimmer des 5. Obergeschosses stehenden Kachelofen aufzustellen. In ihrer Antwort vom 3. Februar 2003 hielt die Vorsteherin des Hochbaudepartements der Stadt ZÃ¼rich fest, dass auf das Gesuch nicht eingetreten werde und dieses nicht mit einer anfechtbaren VerfÃ¼gung, sondern mit einem Schreiben beantwortet werde, in welchem sie aber die materiellen GrÃ¼nde, weshalb dem Begehren nicht entsprochen werden kÃ¶nne, kurz aufzeige.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>In einem gegen dieses Schreiben erhobenen Rekurs an die Baurekurskommission I erneuerte A seine AntrÃ¤ge und verlangte Ã¼berdies fÃ¼r den Fall der Behandlung der Eingabe als Rechtsverweigerungsbeschwerde, der Stadtrat von ZÃ¼rich sei anzuweisen, einen fÃ¶rmlichen Entscheid zu treffen. Auf diesen Rekurs trat die Baurekurskommission I mit Beschluss vom 7. Mai 2003 mit der BegrÃ¼ndung nicht ein, dass es sich bei dem Schreiben der Vorsteherin des Hochbaudepartements nicht um eine anfechtbare VerfÃ¼gung handle und dieses deshalb nicht rekursfÃ¤hig sei. Die Akten wurden zwecks Behandlung der Eingabe als Rechtsverweigerungsbeschwerde an die Baudirektion Kanton ZÃ¼rich als AufsichtsbehÃ¶rde Ã¼berwiesen.</p> <p class="Urteilstext">Die Baudirektion erwog zwar, dass der BeschwerdefÃ¼hrer gestÃ¼tzt auf § 307 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 Anspruch auf einen anfechtbaren Entscheid Ã¼ber die Frage der SchutzwÃ¼rdigkeit der im Unterschutzstellungsbeschluss von 1964 nicht genannten KachelÃ¶fen habe. Gleichwohl wies sie mit VerfÃ¼gung vom 18. August 2003 die Rechtsverweigerungsbeschwerde ab, und zwar mit der BegrÃ¼ndung, dass die Umbaubewilligung vom 5. Februar 2002 diesen Anspruch befriedige.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>In Befolgung der Rechtsmittelbelehrung gelangte A gegen die VerfÃ¼gung der Baudirektion mit Beschwerde vom 19. September 2003 an das Verwaltungsgericht, mit dem Antrag, die VerfÃ¼gung der Baudirektion sei aufzuheben, und der Stadtrat von ZÃ¼rich sei anzuweisen, einen fÃ¶rmlichen Entscheid darÃ¼ber zu fÃ¤llen, ob die beiden KachelÃ¶fen vom Schutzumfang des Unterschutzstellungsbeschlusses von 1964 erfasst wÃ¼rden; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Gegenpartei. Gleichzeitig erhob A staatsrechtliche Beschwerde an das Bundesgericht.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Das Verwaltungsgericht trat mit Beschluss vom 3. Dezember 2003 auf die Beschwerde nicht ein. Eine gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts erhobene staatsrechtliche Beschwerde behandelte das Bundesgericht im vereinigten Verfahren mit der gegen die VerfÃ¼gung der Baudirektion gerichteten staatsrechtlichen Beschwerde. Das Bundesgericht hiess die gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts gerichtete staatsrechtliche Beschwerde mit Entscheid vom 17. August 2004 (1P.143/2004, www.bger.ch) gut, soweit auf sie eingetreten werden konnte, und hob den Beschluss des Verwaltungsgerichts vom 3. Dezember 2003 auf. Auf die gegen die VerfÃ¼gung der Baudirektion erhobene staatsrechtliche Beschwerde trat das Bundesgericht nicht ein.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>E. </b>Mit Beschluss vom 27. Oktober 2004 trat das Verwaltungsgericht auf die gegen die VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 18. August 2003 erhobene Beschwerde erneut nicht ein, Ã¼berwies die Akten jedoch entsprechend den bundesgerichtlichen ErwÃ¤gungen an den Regierungsrat.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 2. Februar 2005 beschloss der Regierungsrat (Dispositivziffer I): "Der Rechtsvorkehr von A vom 19. September 2003 gegen die VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 18. August 2003 betreffend Unterschutzstellung/Rechtsverweigerung wird als Aufsichtsbeschwerde keine Folge gegeben; als Rekurs wird sie abgewiesen."</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen diesen Beschluss gelangte A mit Beschwerde vom 14. MÃ¤rz 2005 erneut an das Verwaltungsgericht und stellte den Hauptantrag, den angefochtenen Beschluss aufzuheben und den Stadtrat von ZÃ¼rich anzuweisen, Ã¼ber das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers vom 9. Juli 2002 mittels anfechtbarer VerfÃ¼gung zu entscheiden.</p> <p class="Urteilstext">Der Regierungsrat liess am 30. MÃ¤rz 2005 Nichteintreten auf die Beschwerde beantragen. Der Stadtrat von ZÃ¼rich beantragte am 26. April 2005, auf die Beschwerde nicht einzutreten, eventuell sie abzuweisen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten des BeschwerdefÃ¼hrers.</p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Angefochten ist der Beschluss des Regierungsrats vom 2. Februar 2005, mit welchem einerseits der Rechtsvorkehr des BeschwerdefÃ¼hrers gegen den aufsichtsrechtlichen Bescheid der Baudirektion vom 18. August 2003 als Aufsichtsbeschwerde keine Folge gegeben wurde und anderseits der Rekurs gegen die Kostenauflage der Baudirektion abgewiesen wurde. Der angefochtene Beschluss enthÃ¤lt keine Rechtsmittelbelehrung. Der BeschwerdefÃ¼hrer sieht im Beschluss des Regierungsrats eine letztinstanzliche Anordnung einer VerwaltungsbehÃ¶rde, gegen welche gemÃ¤ss § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) Beschwerde an das Verwaltungsgericht erhoben werden kÃ¶nne.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Wer gegen die Anordnung einer VerwaltungsbehÃ¶rde bei der OberbehÃ¶rde Aufsichtsbeschwerde erhebt, hat keinen Anspruch auf einen fÃ¶rmlichen Beschwerdeentscheid und kann die Ablehnung der verlangten Aufsichtsmassnahme nicht mit einem ordentlichen Rechtsmittel anfechten. Hat es der Regierungsrat abgelehnt, von seinem Aufsichtsrecht gegenÃ¼ber einer unteren BehÃ¶rde, hier der Baudirektion, Gebrauch zu machen, so ist dagegen die Beschwerde an das Verwaltungsgericht nicht zulÃ¤ssig (RB 1961 Nr. 19 = ZR 60 Nr. 103; RB 1965 Nr. 17; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 16).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Weil im zÃ¼rcherischen Verfahrensrecht anders als nach Art. 97 Abs. 2 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 (OG) bei unrechtmÃ¤ssigem VerzÃ¶gern oder Verweigern einer VerfÃ¼gung nicht ausdrÃ¼cklich eine anfechtbare VerfÃ¼gung fingiert wird, konnte nach der bisherigen Praxis gegen Rechtsverweigerung und RechtsverzÃ¶gerung kein ordentliches Rechtsmittel erhoben werden. Immerhin hat aber der Regierungsrat eine fÃ¶rmliche Rechtsverweigerungsbeschwerde zugelassen, die als besondere Form der Aufsichtsbeschwerde galt (GeschÃ¤ftsbericht des Regierungsrats 1976 Nr. 23). Ihrer aufsichtsrechtlichen Natur entsprechend konnten in diesem Verfahren ergangene Anordnungen des Regierungsrats oder seiner Direktionen nicht mit Beschwerden an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1961 Nr. 18; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19â28 N. 48, § 41 N. 19).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Bereits im Nichteintretensbeschluss vom 3. Dezember 2003 hat das Verwaltungsgericht auf Art. 97 Abs. 2 OG hingewiesen, wonach als VerfÃ¼gung auch das unrechtmÃ¤ssige VerzÃ¶gern oder Verweigern einer VerfÃ¼gung gilt. GemÃ¤ss dem Grundsatz der Einheit des Prozesses muss in jenen FÃ¤llen, in denen die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht mÃ¶glich ist, gegen Rechtsverweigerung und -verzÃ¶gerung Beschwerde an das Verwaltungsgericht gefÃ¼hrt werden kÃ¶nnen (RB 1997 Nr. 12; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19â28 N. 49, § 41 N. 19). Die sich daraus ergebenden unterschiedlichen WeiterzugsmÃ¶glichkeiten, je nachdem ob die Anwendung von kantonalem oder von Bundesrecht in Frage steht, hat das Gericht als unbefriedigend bezeichnet und eine ÃberprÃ¼fung der Praxis bezÃ¼glich des kantonalen Rechts in Aussicht gestellt.</p> <p class="Urteilstext">Diese PraxisÃ¤nderung hat das Verwaltungsgericht in einem Entscheid vom 11. Mai 2005 (PB.2005.00002, www.vgrzh.ch) inzwischen vorgenommen: Die Rechtsverweigerungsbeschwerde an das Verwaltungsgericht mÃ¼sse auch ausserhalb des Anwendungsbereichs von Art. 98a OG zugelassen werden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19â28 N. 48 f. und § 41 N. 19; vgl. ferner schon RB 1991 Nr. 3 [= BEZ 1991 Nr. 23 = ZBl 92/1991, S. 495]). Es vermÃ¶ge nicht zu befriedigen, wenn der einzuschlagende Rechtsweg im Fall einer formellen Rechtsweigerung davon abhÃ¤nge, auf welchen materiellen Rechtsgrundlagen der fÃ¶rmliche Sachentscheid â den zu fÃ¤llen die BehÃ¶rde gerade verweigere â beruhe bzw. beruhen sollte. Die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts sei mithin unabhÃ¤ngig davon gegeben, ob die Anwendung von kantonalem oder von Bundesrecht in Frage stehe. Analog zum Bundesrecht (Art. 97 Abs. 2 OG) gelte konsequenterweise auch im kantonalen Verfahren das Verweigern einer VerfÃ¼gung als eine VerfÃ¼gung (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 66); dementsprechend sei die Weigerung, eine fÃ¶rmliche VerfÃ¼gung zu erlassen, als erstinstanzliches Anfechtungsobjekt aufzufassen. Bei der Rechtsverweigerungsbeschwerde an die Vorinstanz handle es sich demnach um eine besondere Form des Rekurses, und zur Behandlung der Beschwerde gegen den vorinstanzlichen (Rekurs-)Entscheid sei das Verwaltungsgericht funktional und sachlich zustÃ¤ndig (§ 19c Abs. 2 bzw. §§ 41 ff. VRG).</p> <p class="Urteilstext">Nach dieser neuen Praxis ist auf die Beschwerde einzutreten, mit welcher geltend gemacht wird, der Regierungsrat hÃ¤tte den Stadtrat von ZÃ¼rich anweisen mÃ¼ssen, Ã¼ber das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers vom 9. Juli 2002 mit einer anfechtbaren VerfÃ¼gung zu entscheiden. Die Weigerung des Regierungsrats, einer Rechtsverweigerungsbeschwerde Folge zu geben, ist wie das Verweigern einer VerfÃ¼gung einer solchen gleichzusetzen und stellt deshalb eine gemÃ¤ss § 41 VRG anfechtbare Anordnung dar. Ob der Regierungsrat der Rechtsverweigerungsbeschwerde hÃ¤tte Folge geben mÃ¼ssen, ist eine Frage der materiellen PrÃ¼fung.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Der Regierungsrat hat die bei ihm erhobene Rechtsverweigerungsbeschwerde mit der BegrÃ¼ndung abgewiesen, die Baudirektion habe der bei ihr erhobenen Aufsichtsbeschwerde schon deshalb keine Folge geben mÃ¼ssen, weil der BeschwerdefÃ¼hrer sein Anliegen auf dem ordentlichen Rechtsmittelweg hÃ¤tte geltend machen kÃ¶nnen, nÃ¤mlich mit einer Beschwerde gegen den Entscheid der Baurekurskommission vom 7. Mai 2003. An dieser Rechtsauffassung, welche auch im Beschluss des Verwaltungsgerichts vom 3. Dezember 2003 zur Diskussion gestellt wurde, kann nach dem Entscheid des Bundesgerichts vom 17. August 2004 nicht mehr festgehalten werden. Nach dem Nichteintretensbeschluss der Baurekurskommission, die ihn entsprechend der damaligen Praxis fÃ¼r die Geltendmachung der Rechtsverweigerung an die Baudirektion verwies, durfte der BeschwerdefÃ¼hrer sich darauf verlassen, dass seine RÃ¼ge im von der Praxis anerkannten Verfahren einer aufsichtsrechtlichen, jedoch "fÃ¶rmlichen" Rechtsverweigerungsbeschwerde geprÃ¼ft wÃ¼rde; nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts (vgl. neben dem Entscheid des Bundesgerichts vom 17. August 2004, E. 3.3.4, die dort zitierten BGE 127 II 198 E. 2c S. 205 und 117 Ia 421 E. 2a S. 422, je mit Hinweisen) war auch der anwaltlich vertretene BeschwerdefÃ¼hrer nicht gehalten, die der damaligen Praxis entsprechende Rechtsmittelbelehrung der Baurekurskommission allein deshalb in Frage zu stellen, weil die Geltendmachung von Rechtsverweigerung und RechtsverzÃ¶gerung im Anfechtungsverfahren in EinzelfÃ¤llen zugelassen (RB 1991 Nr. 3 = ZBl 92/1991, S. 495 = BEZ 1991 Nr. 23) und von der Lehre unter Hinweis auf die bundesrechtliche Regelung allgemein gefordert worden war (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19â28 N. 48 f. und § 41 N. 19). Dass diese PraxisÃ¤nderung mittlerweile erfolgt ist, darf dem BeschwerdefÃ¼hrer nicht zum Nachteil gereichen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Hingegen erweist sich die Abweisung der Rechtsverweigerungsbeschwerde aus denjenigen GrÃ¼nden als gerechtfertigt, die bereits die Baudirektion zur BegrÃ¼ndung ihrer VerfÃ¼gung vom 18. August 2003 angefÃ¼hrt hat.</p> <p class="Urteilstext">Der Unterschutzstellungsbeschluss vom 24. Januar 1964 ist nach altem Recht ergangen, blieb jedoch gestÃ¼tzt auf § 352 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) weiterhin in Kraft. In den ErwÃ¤gungen wurden die geschichtliche Bedeutung des Hauses sowie sein baukÃ¼nstlerischer Wert hervorgehoben und neben den Ã¤usseren Besonderheiten einige Bauteile im Innern erwÃ¤hnt, die als "besonders schutzwÃ¼rdig" bezeichnet wurden; von den beiden KachelÃ¶fen war nicht die Rede. In der im Grundbuch anzumerkenden Ã¶ffentlich-rechtlichen EigentumsbeschrÃ¤nkung wurde ausdrÃ¼cklich festgehalten, dass das Haus "L" als Schutzobjekt gelte; an seinem Ãusseren und im Innern dÃ¼rften keine baulichen Ãnderungen vorgenommen werden, die seinen kunsthistorischen und architektonischen Charakter beeintrÃ¤chtigten.</p> <p class="Urteilstext">Wie bereits die Baurekurskommission in ihrem Nichteintretensbeschluss vom 7. Mai 2003 und in der Folge auch die Baudirektion erwogen haben, genÃ¼gt dieser Unterschutzstellungsbeschluss nicht den Anforderungen von § 207 Abs. 1 PBG, wonach der Umfang von Schutzmassnahmen Ã¶rtlich und sachlich genau zu umschreiben ist. Die Baudirektion ist deshalb zutreffend davon ausgegangen, dass aufgrund des Unterschutzstellungsbeschlusses der Schutzumfang nicht hinreichend bestimmt war und deshalb die Bauherrschaft ein schÃ¼tzenswertes Interesse an seiner nÃ¤heren Bestimmung hatte, das sich beispielsweise bei einem Umbauvorhaben aktualisieren konnte. Nicht zu folgen ist dagegen der Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers, dass aus der NichterwÃ¤hnung der beiden KachelÃ¶fen im Unterschutzstellungsbeschluss zu schliessen sei, dass diese "definitiv" nicht vom Schutzumfang erfasst worden seien. Wenn in den ErwÃ¤gungen einzelne Teile des Interieurs als besonders schutzwÃ¼rdig bezeichnet worden sind und schliesslich das GebÃ¤ude als Ganzes als Schutzobjekt qualifiziert worden ist, so weist das darauf hin, dass neben den ausdrÃ¼cklich erwÃ¤hnten auch weitere Bauteile als schutzwÃ¼rdig qualifiziert wurden. Das Verbot, am Ãussern und im Innern des GebÃ¤udes bauliche VerÃ¤nderungen vorzunehmen, die seinen kunsthistorischen und architektonischen Wert beeintrÃ¤chtigen, konnte nur so verstanden werden, dass bauliche Ãnderungen unabhÃ¤ngig von der allgemeinen Bewilligungspflicht, welche fÃ¼r den Abbruch von KachelÃ¶fen nicht gilt, ohne Zustimmung der stÃ¤dtischen BehÃ¶rden nicht vorgenommen werden durften. Damit liess der Unterschutzstellungsbeschluss vom 24. Januar 1964 Raum fÃ¼r eine spÃ¤ter allenfalls notwendig werdende Konkretisierung des Schutzumfangs, was nach dem frÃ¼heren Recht zulÃ¤ssig war.</p> <p class="Urteilstext">Diese PrÃ¤zisierung des Schutzumfangs erfolgte, wie die Baudirektion zutreffend erwogen hat, im Rahmen der unangefochten gebliebenen Baubewilligung vom 5. Februar 2002. Diese befasst sich in den ErwÃ¤gungen mit der Frage des Schutzumfangs und verbietet in Dispositivziffer I.10 das Abtragen der KachelÃ¶fen ausdrÃ¼cklich. Allerdings hat diese PrÃ¤zisierung, deren genÃ¼gende Bestimmtheit im Sinn von § 207 Abs. 1 PBG nicht in Frage steht, nicht der fÃ¼r die Unterschutzstellung zustÃ¤ndige Stadtrat mit separatem Beschluss, sondern die Bausektion als BaubewilligungsbehÃ¶rde mit einer Nebenbestimmung zur Baubewilligung angeordnet. Falls der Bausektion diese ZustÃ¤ndigkeit zur PrÃ¤zisierung des Schutzumfangs nicht zustand und darin ein Mangel liegt, so war er weder besonders schwer noch offensichtlich und hat nicht die Nichtigkeit der fraglichen Anordnung zur Folge (vgl. zu einer Ã¤hnlichen Konstellation VGr, 29. August 2001, ZBl 102/2001, S. 581, 585 ff.). Besonders ist auch zu berÃ¼cksichtigen, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer, wie der Baubewilligung entnommen werden kann, erhebliche bauliche Ãnderungen am Schutzobjekt bewilligt worden sind, die ebenfalls als Konkretisierung des Unterschutzstellungsbeschlusses aufgefasst werden mÃ¼ssen. Wenn der BeschwerdefÃ¼hrer von diesen EinschrÃ¤nkungen des Schutzumfangs Gebrauch gemacht hat, jedoch nachtrÃ¤glich die Auflage bezÃ¼glich der KachelÃ¶fen nicht mehr gelten lassen will, so spricht neben der Rechtssicherheit auch der Grundsatz von Treu und Glauben gegen die Annahme der Nichtigkeit. </p> <p class="Urteilstext">Damit ist mangels Anfechtung Ã¼ber die SchutzwÃ¼rdigkeit der beiden KachelÃ¶fen mit der Baubewilligung vom 5. Februar 2002 rechtskrÃ¤ftig entschieden worden und waren weder die Bausektion noch der Stadtrat gehalten, auf diese Frage zurÃ¼ckzukommen. Eine Rechtsverweigerung liegt nicht vor.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen die vom Regierungsrat separat behandelte Kostenauflage durch die Baudirektion hat der BeschwerdefÃ¼hrer keine EinwÃ¤nde erhoben. Die Beschwerde erweist sich damit als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen.</p> <p class="Urteilstext">Die Gerichtskosten sind ausgangsgemÃ¤ss dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 70 VRG), der Ã¼berdies zu einer ParteientschÃ¤digung von Fr. 800.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) an die Beschwerdegegnerin zu verpflichten ist (§ 17 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Der BeschwerdefÃ¼hrer wird zu einer ParteientschÃ¤digung von Fr. 800.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) an die Beschwerdegegnerin verpflichtet, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft des Entscheids.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>