<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2020.00793</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=220870&amp;W10_KEY=13013479&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2020.00793</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 16.12.2020</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[(Wieder-)Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA: Die Beschwerdeführerin wurde wegen Sozialhilfeabhängigkeit rechtskräftig aus der Schweiz weggewiesen. Sie hat mehrfach um Wiederzulassung als Arbeitsnehmerin ersucht. Die eingereichten Arbeitsverträge mit dem Vater ihrer Kinder wurden immer als fingiert beurteilt.] Die Produktion von immer neuen Arbeitsverträgen zwischen den immer gleichen Vertragspartnern stellt keine wesentliche Änderung des Sachverhalts dar. Mangels Darlegung einer Veränderung der massgeblichen Sach- oder Rechtslage hatte die Beschwerdeführerin somit zum Zeitpunkt des migrationsamtlichen Entscheids keinen Anspruch auf materielle Prüfung ihres Gesuchs um (Wieder-)Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung (E. 2). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITNEHMER">ARBEITNEHMER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFEABHÃNGIGKEIT">SOZIALHILFEABHÃNGIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERZULASSUNG">WIEDERZULASSUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=51050" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2020.00793</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">16. Dezember 2020</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Viviane Sobotich, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A, geboren 1980, StaatsangehÃ¶rige der Slowakei, reiste am 27. Februar 2014 in die Schweiz ein und erhielt gestÃ¼tzt auf einen mit der C GmbH geschlossenen Arbeitsvertrag eine Kurzaufenthaltsbewilligung EU/EFTA, gÃ¼ltig bis am 30. November 2014. Am 1. April 2014 schloss A einen unbefristeten Arbeitsvertrag mit der C GmbH ab, weshalb ihr eine bis am 1. Mai 2019 befristete Aufenthaltsbewilligung erteilt wurde. Inhaber der C GmbH ist D, der Vater der Kinder von A ist. Am 31. MÃ¤rz 2014 reisten die beiden Kinder (E, geboren 2006, und F, geboren 2011) in die Schweiz ein. Auch sie erhielten eine Aufenthaltsbewilligung, gÃ¼ltig bis am 1. Mai 2019. Das ArbeitsverhÃ¤ltnis mit der C GmbH wurde nach zweimonatiger Probezeit aufgelÃ¶st. Seit Dezember 2014 wird A von der Sozialhilfe unterstÃ¼tzt (Stand 19. Juni 2019: UnterstÃ¼tzungsbeitrag Fr. 189'480.55). Mit VerfÃ¼gung vom 30. Oktober 2018 widerrief das Migrationsamt die Aufenthaltsbewilligungen. Einen dagegen erhobenen Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 9. Mai 2019 ab. Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrte sie aus, dass der zwischen der C GmbH abgeschlossene Arbeitsvertrag fingiert worden sei. Der Entscheid blieb unangefochten. </p> <p class="Urteilstext">Weniger als einen Monat nach dem abweisenden Rekursentscheid reichte A erneut ein Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ein. Wiederum behauptete sie, sie sei Arbeitnehmerin im Sinn des FZA, und wiederum stÃ¼tzte sie sich auf ArbeitsvertrÃ¤ge mit der C GmbH und legte Lohnabrechnungen und KontoauszÃ¼ge ins Recht. Mit VerfÃ¼gung vom 25. Oktober 2019 trat das Migrationsamt auf das Gesuch nicht ein. Den dagegen erhobenen Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion am 6. Juli 2020 ab. Der Entscheid wurde rechtskrÃ¤ftig.</p> <p class="Urteilstext">Am 10. September 2020 reichte A erneut ein Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ein. Wiederum stÃ¼tzte sie sich auf einen Arbeitsvertrag mit der C GmbH. Mit VerfÃ¼gung vom 29. September 2020 trat das Migrationsamt auf dieses Gesuch nicht ein. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den hiergegen erhobenen Rekurs wies die Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 12. Oktober 2020 ab. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 12. November 2020 beantragte A dem Verwaltungsgericht die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids. Es sei auf das Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA vom 10. September 2020 von A einzutreten und dieser materiell zu prÃ¼fen. In prozessrechtlicher Hinsicht beantragte A, es sei festzustellen, dass sie aufgrund der deklaratorischen Wirkung ihrer Bewilligung wÃ¤hrend des Verfahrens im Kanton ZÃ¼rich aufenthaltsberechtigt sei, eventualiter sei ein sofortiger Vollzugsstopp zu verfÃ¼gen. Weiter sei ihr die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren und in der Person des Unterzeichnenden ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen. </p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend sich das Migrationsamt nicht vernehmen liess, verzichtete die Sicherheitsdirektion auf Vernehmlassung.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unange­messenheit des ange­fochtenen Entscheids (§ 50 in Verbindung mit § 20 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Die Aufenthaltsbewilligung der BeschwerdefÃ¼hrerin ist am <span>9. Mai 2019 </span>durch die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion rechtskrÃ¤ftig widerrufen worden. Die fÃ¼r die Dauer des Beschwerdeverfahrens gestellten prozessualen AntrÃ¤ge sind mit dem vorliegenden Entscheid gegenstandslos geworden, zumal der Beschwerde gemÃ¤ss § 55 in Verbindung mit § 25 VRG schon von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zukommt, die BeschwerdefÃ¼hrerin mangels vorbestehenden Aufenthaltstitels hieraus indes ohnehin kein prozessuales Bleiberecht wÃ¤hrend des laufenden Verfahrens hÃ¤tte ableiten kÃ¶nnen (<span>Regina Kiener in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [</span><span>VRG<span>], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar </span></span>VRG<span>], § 25 N. 17)</span>.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Richtet sich eine Beschwerde gegen einen Nichteintretensentscheid oder gegen einen Entscheid, womit die Sicherheitsdirektion einen Nichteintretensentscheid des Migrationsamts bestÃ¤tigt, so darf das Verwaltungsgericht lediglich prÃ¼fen, ob die vorinstanzliche Beurteilung der Eintretensfrage an beschwerdefÃ¤higen RechtsmÃ¤ngeln leide; ein weitergehender, materiell-rechtlicher Entscheid ist dem Gericht verwehrt (RB 1999 Nr. 152).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b>Wie bereits dargelegt wurde, ist die Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA der BeschwerdefÃ¼hrerin rechtskrÃ¤ftig widerrufen worden<span>. Die</span><span> bisher bestehende Aufenthaltsberechtigung besteht ab der Rechtskraft des Entscheids nicht mehr und damit ist der Aufenthalt in der Schweiz nicht mehr zulÃ¤ssig. In der Folge kann grundsÃ¤tzlich jederzeit ein neues Bewilligungsgesuch eingereicht werden. Wird dieses bewilligt, so lebt damit indessen nicht die frÃ¼here, rechtskrÃ¤ftig aufgehobene Bewilligung wieder auf, sondern es handelt sich um eine neue Bewilligung, die voraussetzt, dass im Zeitpunkt ihrer Erteilung die dannzumal geltenden Bewilligungsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind. Das Stellen eines neuen Gesuchs darf jedoch nicht dazu dienen, rechtskrÃ¤ftige Entscheide immer wieder infrage zu stellen. Die VerwaltungsbehÃ¶rde ist von Verfassungs wegen nur verpflichtet, auf ein neues Gesuch einzutreten, wenn die UmstÃ¤nde sich seit dem ersten Entscheid wesentlich geÃ¤ndert haben oder wenn die Gesuchstellerin erhebliche Tatsachen und Beweismittel namhaft macht, die ihr im frÃ¼heren Verfahren nicht bekannt waren oder die schon damals geltend zu machen fÃ¼r sie rechtlich oder tatsÃ¤chlich unmÃ¶glich war oder keine Veranlassung bestand (vgl. BGE 136 II 177 E. 2.1; VGr, 4. Juni 2014, VB.2014.00230, E. 4.1 [diesbezÃ¼glich bestÃ¤tigt in BGr, 9. Februar 2015, 2C_644/2014, E. 1.3]; </span>VGr, 25. Mai 2011, VB.2011.00140, E. 1.2<span>).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>In ihrem Gesuch bringt die BeschwerdefÃ¼hrerin vor, sie habe einen neuen Arbeitsvertrag mit der C GmbH abgeschlossen. Ab dem 1. September 2020 arbeite sie zwei Tage pro Woche (Arbeitspensum von 40 %, rund 17 Stunden). Infolge ihrer Anstellung sei sie Arbeitnehmerin im Sinn des FZA und sei dadurch noch vor Ausstellung der EU/EFTA Aufenthaltsbewilligung, der in diesem Bereich lediglich deklaratorische Bedeutung zukomme, rÃ¼ckwirkend ab dem 1. September 2019 zum Aufenthalt und Erwerb in der Schweiz berechtigt. Die WegweisungsverfÃ¼gung vom 25. Oktober 2019 sowie der unangefochten gebliebene Rekursentscheid vom 6. Juli 2020 seien damit obsolet geworden. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Das Migrationsamt kam in seiner VerfÃ¼gung vom 29. September 2020 zum Schluss, dass darin keine neuen wesentlichen Tatsachen zu sehen seien. Die wiederum geltend gemachte angebliche TÃ¤tigkeit bei der C GmbH vermÃ¶ge keinen anderen Entscheid zu bewirken. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Die Vorinstanz hielt fest, dass bereits im ersten Rekursentscheid vom 9. Mai 2019 mit eingehender BegrÃ¼ndung dargelegt worden sei, dass das ArbeitsverhÃ¤ltnis zwischen der BeschwerdefÃ¼hrerin und der C GmbH fingiert worden sei. Eine wesentliche Ãnderung kÃ¶nne nicht in der Produktion von immer neuen ArbeitsvertrÃ¤gen zwischen den immer gleichen Vertragspartnern bestehen, nachdem in rechtskrÃ¤ftigen Entscheiden begrÃ¼ndet worden sei, dass die ArbeitsvertrÃ¤ge zwischen der BeschwerdefÃ¼hrerin und der C GmbH fingiert worden seien, um der BeschwerdefÃ¼hrerin und ihren Kindern Aufenthaltstitel zu verschaffen. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, es sei fÃ¼r die Frage nach verÃ¤nderten VerhÃ¤ltnissen auf den letzten rechtskrÃ¤ftigen Entscheid, bis zu welchem noch neue Sachverhaltselemente geltend gemacht werden kÃ¶nnten, abzustellen. Dies sei vorliegend der 6. Juli 2020. Zu diesem Zeitpunkt habe sie keinen Arbeitsvertrag mit der Unternehmung von D gehabt. Im betreffenden Rekursentscheid sei die entscheidende Frage gewesen, ob die Arbeitspensen in der Firma genÃ¼gend hoch seien, um die Arbeitnehmereigenschaft zu begrÃ¼nden, was von der Rekursabteilung verneint worden sei. Durch den Abschluss eines neuen Arbeitsvertrages am 31. August 2020 und die tatsÃ¤chliche Neuaufnahme der ArbeitstÃ¤tigkeit im Umfang von zwei Tagen pro Woche bestehe im Vergleich zum massgeblichen Zeitpunkt vom 6. Juli 2020, in dem weder ein Arbeitsvertrag mit der Unternehmung C bestanden habe noch eine TÃ¤tigkeit im FZA-erforderlichen zeitlichen Umfang ausgeÃ¼bt worden sei, zweifelsohne eine neue Situation. Hinzu komme, dass es sich auch formell klar um einen neuen Arbeitsvertrag handle, nicht nur, was den Vertragsbeginn und das Arbeitspensum betreffe. Nachdem die frÃ¼here GmbH von D in Liquidation stehe, sei dieser neu mit einer Einzelfirma unter dem Namen G tÃ¤tig. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.6 </b>Entgegen der Meinung der BeschwerdefÃ¼hrerin ist fÃ¼r die Beurteilung, ob sich die UmstÃ¤nde wesentlich geÃ¤ndert haben, auf den ersten rechtskrÃ¤ftigen Entscheid und nicht auf den letzten Entscheid abzustellen (vgl. E. 2.1). Die Aufenthaltsbewilligung der BeschwerdefÃ¼hrerin wurde im ersten Entscheid wegen fehlender Arbeitnehmereigenschaft und anhaltender SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit rechtskrÃ¤ftig widerrufen. Die von der BeschwerdefÃ¼hrerin nunmehr geltend gemachte Aufnahme einer ArbeitstÃ¤tigkeit vermag an dieser Beurteilung nichts zu Ã¤ndern, zumal sie wiederum geltend macht, fÃ¼r die C GmbH tÃ¤tig zu sein. Wie die Vorinstanz zutreffend festhielt, handelt es sich um den bisher fÃ¼nften Arbeitsvertrag, welche die BeschwerdefÃ¼hrerin angeblich mit D, dem Vater ihrer Kinder, abgeschlossen haben will. Alle vier bisherigen ArbeitsvertrÃ¤ge wurden rechtskrÃ¤ftig als fingiert beurteilt. Es ist in Ãbereinstimmung mit den Vorinstanzen festzustellen, dass vorliegend keine GrÃ¼nde ersichtlich sind, welche eine andere Beurteilung fÃ¼r den fÃ¼nften vorliegend zu beurteilenden Arbeitsvertrag zulassen wÃ¼rden. Dies gilt, wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, umso mehr, als dass die C GmbH am 14. August 2020 von Amtes wegen aufgelÃ¶st worden war. Durch die AuflÃ¶sung wÃ¤re ein ArbeitsverhÃ¤ltnis ohnehin weggefallen. Es kann auf die zutreffenden vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen verwiesen werden. An dieser Beurteilung Ã¤ndert auch nichts, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin nach der Liquidation der C GmbH nunmehr einen Arbeitsvertrag mit der Einzelunternehmung von D abgeschlossen hat. Es handelt sich wiederum um einen Vertrag zwischen der BeschwerdefÃ¼hrerin und D. Wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, stellt die Vorlage von immer neuen ArbeitsvertrÃ¤gen zwischen den immer gleichen Vertragspartnern keine wesentliche Ãnderung des Sachverhalts dar. </p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin legte bei ihrem Gesuch vom 10. September 2020 somit keine VerÃ¤nderung der massgeblichen Sach- oder Rechtslagelage dar. </span>Mangels einer VerÃ¤nderung der massgeblichen Sach- oder Rechtslage hatte die BeschwerdefÃ¼hrerin zum Zeitpunkt des migrationsamtlichen Entscheids vom 29. September 2020 keinen Anspruch auf materielle PrÃ¼fung ihres Gesuchs um (Wieder-)Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. Es liegt auch keine Verletzung der Rechtsweggarantie vor (Art. 29a BV bzw. Art. 13 EMRK). Die Rechtsweggarantie fÃ¼hrt nicht zu einem schrankenlosen Zugang zum Gericht. Die Rechtsweggarantie besteht nur im Rahmen der jeweils geltenden Prozessordnung, und die Garantie verbietet insbesondere auch nicht, das Eintreten auf ein Rechtsmittel von Ã¼blichen Sachurteilsvoraussetzungen abhÃ¤ngig zu machen (vgl. BGE 137 II 409 E. 4.2 mit Hinweisen). Das Migrationsamt ist nach dem Gesagten zu Recht nicht auf das WiedererwÃ¤gungsgesuch eingetreten.</p> <p class="Urteilstext">Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen und steht ihr auch keine ParteientschÃ¤digung zu (vgl. § 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 und § 17 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Bei der dargelegten Sachlage erscheinen die Rechtsbegehren der BeschwerdefÃ¼hrerin im Sinn von § 16 Abs. 1 und 2 VRG offensichtlich aussichtslos, weshalb auch ihr Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung abzuweisen ist. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung1">Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: Soweit hinsichtlich des Aufenthalts ein Bewilligungsanspruch geltend gemacht wird, ist Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. BGG zu erheben (vgl. BGr, 18. Juni 2007, 2D_3/2007 bzw. 2C_126/2007, E. 2.2; vgl. Art. 83 lit. c Ziffer 2 BGG). Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Das Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. <span>Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen</span>.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>