<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, im Rahmen der Reform der beruflichen Vorsorge zu untersuchen, wie gewährleistet werden kann, dass der umzuwandelnde Betrag jeweils dem Beschäftigungsgrad der Angestellten zwingend angepasst wird. Dabei ist insbesondere zu beachten, dass der Beschäftigungsgrad der Versicherten zuverlässig in Zusammenhang mit dem Arbeitsgesetz definiert wird, dass die beste Verbindung zwischen der Eintrittsschwelle und dem Koordinationsbetrag gesucht wird, dies namentlich für die Frauen, und dass die Kosten für Arbeitgeber von KMU tragbar sind.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Verbesserung der beruflichen Vorsorge von Teilzeitbeschäftigten im Tieflohnbereich ist ein wichtiges Anliegen des Bundesrates. Die Vorlage zur Altersvorsorge 2020 sah bereits entsprechende Massnahmen vor (Senkung der Eintrittsschwelle, Aufhebung des Koordinationsabzugs). Gemäss Vernehmlassungsvorlage zur BVG-Revision soll der Koordinationsabzug halbiert werden. Damit könnte die Senkung des Umwandlungssatzes teilweise ausgeglichen werden, zudem würde das Vorsorgeniveau von Teilzeiterwerbstätigen oder Personen mit niedrigen bis mittleren Einkommen, insbesondere Frauen, verbessert.</p><p>Die Vernehmlassungsergebnisse werden derzeit geprüft. Die Botschaft wird voraussichtlich Ende 2020 verabschiedet. Die im Postulat vorgeschlagene Lösung wäre nicht zielführend, da sie Ungleichbehandlungen zwischen Personen mit gleichem Lohn aber unterschiedlichen Beschäftigungsgraden schaffen würde. Demnach wären Teilzeitbeschäftigte in der obligatorischen beruflichen Vorsorge besser versichert als Vollzeiterwerbstätige mit dem gleichen Lohn. Den Koordinationsabzug an den Beschäftigungsgrad der Arbeitnehmenden anzupassen, eignet sich nicht für eine obligatorische Versicherung. Denn die Vollzeitbeschäftigung unterscheidet sich nach Branche und Unternehmen deutlich. Die Ausgleichskassen, die überprüfen, ob die Arbeitgeber ihre Angestellten gesetzeskonform versichern, und die Stiftung Auffangeinrichtung BVG, bei denen die Angestellten jener Arbeitgeber zwangsangeschlossen werden, die ihren gesetzlichen Pflichten nicht nachkommen, könnten keine Versicherungspflicht durchsetzen, die vom Beschäftigungsgrad der Arbeitnehmenden abhängt. Hinzu kommt, dass viele Angestellte keinen fixen, sondern einen häufig wechselnden Beschäftigungsgrad haben.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.