<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00208</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107431&amp;W10_KEY=4467143&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00208</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 08.10.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Anbau eines Lagerraums und Umbau eines "Grillraums". Unrichtige bzw. unvollständige Ermittlung des Sachverhalts<br/><br/>Mängel des Baugesuchs. Rechtliche Bedeutung der Ungereimtheiten in den Baueingabeplänen. Qualifikation eines Anbaus als Besonderes Gebäude? Nachbarliche Interessen, insbesondere des Immissionsschutzes bei Umnutzung eines so genannten "Grillraums" zu einer Ausgabestelle für eine Gartenwirtschaft. Umnutzung als Änderung einer bestehenden Anlage im Sinn von Art. 8 LSV (E. 2c). Prüfung der in der Umgebung verursachten Immissionen beim Fehlen von Immissionsgrenzwerten (E. 3). Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUGESUCH">BAUGESUCH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUGESUCHSAKTEN">BAUGESUCHSAKTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESONDERES GEBÃUDE">BESONDERES GEBÃUDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GARTENRESTAURANT/-WIRTSCHAFT">GARTENRESTAURANT/-WIRTSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRILLRAUM">GRILLRAUM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: IMMISSIONSSCHUTZ">IMMISSIONSSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LAGERRAUM">LAGERRAUM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃRMEMISSIONEN">LÃRMEMISSIONEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃRMIMMISSION">LÃRMIMMISSION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PERGOLA">PERGOLA</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLAN">PLAN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SACHVERHALTSFESTSTELLUNG">SACHVERHALTSFESTSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SONNENSTORE">SONNENSTORE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMNUTZUNG">UMNUTZUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 3 BauVV</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 lit. I,II,III LSV</span><br/><span class="gerade">§ 313 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 357 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 8 USG</span><br/><span class="ungerade">Art. 13 Abs. II USG</span><br/><span class="gerade">Art. 15 USG</span><br/><span class="ungerade">§ 64 lit. I VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Am 12. November 2002 erteilte der Gemeinderat X C und D die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r einen Anbau zu Lagerzwecken an das bestehende GebÃ¤ude Vers.-Nr. 1 und fÃ¼r den Umbau des angrenzenden "Grillraums" auf der Restaurant-Liegenschaft an der L-Strasse 2 in X.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Den hiergegen von der Nachbarin A erhobenen Rekurs wies die Baurekurskommission IV am 15. Mai 2003 ab, soweit sie darauf eintrat.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Gegen diesen Rekursentscheid liess A am 6. Juni 2003 Beschwerde an das Ver­waltungsgericht erheben und beantragen, den Entscheid aufzuheben und die Sache zur Neu­beurteilung an die Vorinstanzen zurÃ¼ckzuweisen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen. In verfahrensmÃ¤ssiger Hinsicht wurde die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins beantragt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit "Noveneingabe" vom 7. August 2003 reichte die BeschwerdefÃ¼hrerin ein Schrei­ben der Werk- und Baukommission X vom 23. Juli 2003 an die Bauherrschaft ein, worin diese darauf hingewiesen wurde, dass die "Sonnenstoren" auf der Westseite der Liegenschaft nicht dem bewilligten Zustand entsprÃ¤chen, und aufgefordert wurde, ein nachtrÃ¤gliches Baugesuch einzureichen. Nach Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin sei deshalb davon auszugehen, dass die Gartenwirtschaft teilweise durch eine unbewilligte Pergolakon­struktion witterungssicher Ã¼berdacht sei, was im Zusammenhang mit dem umstrittenen Anbau, der als Ausgabestelle fÃ¼r Speisen und GetrÃ¤nke dienen werde, immissionsmÃ¤ssig von Bedeutung sei.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Baurekurskommission IV beantragte am 17. Juni 2003 Abweisung der Beschwerde. Die private Beschwerdegegnerschaft liess sich am 18. August 2003 vernehmen, wÃ¤hrend die Stellungnahme des Gemeinderats X vom 2. September 2003 nicht innert Frist erfolgte.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde gegen den Entscheid der Baurekurskommission gemÃ¤ss § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig. Die im Rekursverfahren unterlegene Nachbarin ist zur Beschwerdeerhebung legitimiert (§ 21 lit. a VRG), und das Rechtsmittel ist rechtzeitig eingereicht worden. Auf die Beschwerde ist einzutreten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt in erster Linie eine unrichtige bzw. unvollstÃ¤ndige Ermittlung des massgeblichen Sachverhalts.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Wie bereits die Baurekurskommission festgestellt hat, ist offenkundig, dass der bestehende, in den PlÃ¤nen als "Grillraum" bezeichnete Anbau nicht bloss zu Lagerzwe­cken, sondern auf Grund der geplanten Ausstattung mit einem Ausgabefenster auch als Aus­gabestelle fÃ¼r GetrÃ¤nke und Speisen zur Bedienung der angrenzenden Gartenwirt­schaft die­nen soll; die Beschwerdegegnerschaft hat diese Feststellung nicht bestritten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Im Rekursverfahren hat die BeschwerdefÃ¼hrerin sodann geltend gemacht, dass sowohl der geplante Anbau als auch der bestehende "Grillraum" je durch eine TÃ¼r mit dem (auf der Katasterkopie) nicht eingezeichneten Saalbau verbunden seien, was eine Qualifikation dieser Anbauten als Besondere GebÃ¤ude ausschliesse. Ebenso fehle auf den PlÃ¤nen die nicht bewilligte, westlich des HauptgebÃ¤udes angebaute, Ã¼berdeckte und seitlich geschlossene Pergola, welche eine zeitliche Ausdehnung des Betriebs der Gartenwirtschaft erlaube. Zusammen mit der neu vorgesehenen Ausgabestelle in unmittelbarer NÃ¤he zum NachbargrundstÃ¼ck fÃ¼hre dies zu unzulÃ¤ssigen Immissionen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Baurekurskommission hat die RÃ¼ge, die Baueingabe sei fehlerhaft, als unmassgeblich verworfen. Die unvollstÃ¤ndige Katasterkopie habe die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht an der Wahrnehmung ihrer Rechte gehindert und der neue Anbau sei trotz der VerbindungstÃ¼re zum Saalbau als Besonderes GebÃ¤ude zu qualifizieren. Ob der bestehende "Grillraum" ein Besonderes GebÃ¤ude sei, kÃ¶nne offen bleiben. Weil es sich wegen der Abstandsunterschreitung um ein baurechtswidriges GebÃ¤ude handle, beurteile sich das Umbauvorhaben nach § 357 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG). Die PergolaÃ¼berdachung und die in diesem Zusammenhang geltend gemachte Nutzungsintensivierung bilde nicht Gegenstand der Baueingabe und des angefochtenen Beschlusses, weshalb auf den Rekurs insoweit nicht einzutreten sei.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Soweit den im Rahmen des Rekursverfahrens eingereichten BaueingabeplÃ¤nen vom 12. Februar 1997 entnommen werden kann, diente der so genannte "Grillraum" zumindest wÃ¤hrend der Sommermonate als Ausschankraum. GemÃ¤ss diesen PlÃ¤nen ist er zur Gartenwirtschaft hin vollstÃ¤ndig offen, wÃ¤hrend er zur Nachbarliegenschaft mit einer heute offenbar nicht mehr verschliessbaren FensterÃ¶ffnung versehen ist. Zum Saalanbau hin ist laut damaligen PlÃ¤nen eine gut 3 m breite Glasfront vorgesehen, die jedoch, wenn den aktuellen BaueingabeplÃ¤nen vertraut werden kann, nicht ausgefÃ¼hrt wurde. Hingegen dÃ¼rfte, wie die BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer Rekursschrift (Ziff. II.2) unwidersprochen geltend macht und der Gemeinderat in seiner Rekursvernehmlassung vom 18. Februar 2003 (Ziff. 2.3) einzurÃ¤umen scheint, zwischen "Grillraum" und Saal eine TÃ¼rÃ¶ffnung erstellt worden sein, welche in den PlÃ¤nen zum aktuellen Baugesuch nicht vorhanden ist. Die TÃ¼re zwischen Saal und neuem Anbau ist im Baugesuch zutreffend als vorbestehend ausgewiesen; allerdings ist sie in den PlÃ¤nen vom 12. Februar 1997 noch nicht enthalten, und es liegt keine spÃ¤tere Bewilligung bei den Akten. Bei den PlÃ¤nen fÃ¼r den geplanten Anbau fehlt die Darstellung der Nordfassade. Was schliesslich die Gartenwirtschaft betrifft, so hat die BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer "Noveneingabe" vom 7. August 2003, zu der die Beschwerdegegnerschaft Stellung nehmen konnte, mit Fotos untermauert dargelegt, dass westlich des HauptgebÃ¤udes ein rund 6 m tiefer und 12 m breiter Bereich mit einer Pergola versehen ist, auf der ein Witterungsschutz ausgefahren werden kann. Dieser Darstellung ist innert Frist nicht widersprochen worden. Auch die Pergola ist in den PlÃ¤nen zur aktuellen Baueingabe nicht verzeichnet, und sie scheint, wie die Werk- und Baukommission X in ihrem Schreiben vom 23. Juli 2003 inzwischen einrÃ¤umt, auch nie bewilligt worden zu sein. Der Gemeinderat vertritt in seiner verspÃ¤teten Beschwerdeantwort zwar die Ansicht, dass eine Sonnenstore und nicht eine Pergola montiert worden und das baurechtliche Verfahren aus Sicht der BaubehÃ¶rde abgeschlossen sei. Aus den bei den Akten liegenden Fotografien geht jedoch klar hervor, dass es sich um eine Pergolakonstruktion und nicht um eine blosse Sonnenstore handelt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Diese Ungereimtheiten in den BaueingabeplÃ¤nen sind, anders als die Vorinstanzen anzunehmen scheinen, nicht belanglos fÃ¼r die rechtliche Beurteilung des Bauvorhabens. So fehlen verbindliche Aussagen der Bauherrschaft zur kÃ¼nftigen Nutzung des so genannten "Grillraums", so dass fÃ¼r den mit diesem und dem Saal direkt verbundenen neuen Anbau die Qualifikation als Besonderes GebÃ¤ude nicht zweifelsfrei vorgenommen werden kann (vgl. RB 2000 Nr. 100 = BEZ 2001 Nr. 4). Ob der "Grillraum" selber noch als Besonderes GebÃ¤ude gelten kann, darf zwar in Ãbereinstimmung mit der Baurekurskommission offen gelassen werden, doch stellt sich bei der Anwendung von § 357 Abs. 1 PBG die Frage, ob der vermuteten Umnutzung zu einer Ausgabestelle fÃ¼r die Gartenwirtschaft nicht nachbarliche Interessen entgegenstehen, insbesondere solche des Immissionsschutzes. Dabei stellt die Umnutzung des bisher zur Gartenwirtschaft hin offenen "Grillraums" zu einer Ausgabestelle eine Ãnderung der Gartenwirtschaft als bestehende Anlage dar, weshalb zu prÃ¼fen sein wird, ob mit wahrnehmbar stÃ¤rkeren LÃ¤rmimmissionen im Sinn von Art. 8 Abs. 3 der LÃ¤rmschutzverordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV) zu rechnen ist. Dabei sind auch die lÃ¤ngeren BenÃ¼tzungszeiten zu berÃ¼cksichtigen, welche die soweit ersichtlich noch nicht bewilligte gedeckte Pergola erlaubt. Bei beiden Bewilligungen wird der Grundsatz von Art. 8 des Bundesgesetzes vom 7. Oktober 1983 Ã¼ber den Umweltschutz (USG) zu beachten sein, wonach Einwirkungen sowohl einzeln als auch gesamthaft und nach ihrem Zusammenhang beurteilt werden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Sowohl Rekursentscheid als auch Baubewilligung beruhen demgemÃ¤ss auf einem unrichtig bzw. unvollstÃ¤ndig festgestellten Sachverhalt und sind aufzuheben.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">GemÃ¤ss § 64 Abs. 1 VRG kann das Verwaltungsgericht, statt selbst zu entscheiden, die Angelegenheit an die Vorinstanz zurÃ¼ckweisen, so insbesondere, wenn der Sachverhalt ungenÃ¼gend festgestellt wurde. Da hier bereits die Baueingabe nicht den Anforderungen von § 3 der Bauverfahrensverordnung vom 3. Dezember 1997 entspricht und deshalb die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde, gestÃ¼tzt auf § 313 Abs. 1 PBG, die gebotene Ãnderung und ErgÃ¤nzung wird veranlassen mÃ¼ssen, rechtfertigt es sich, die Angelegenheit direkt an den Gemeinderat X zurÃ¼ckzuweisen. Er wird im Rahmen der VorprÃ¼fung des Bauvorhabens in erster Linie dafÃ¼r zu sorgen haben, dass die PlÃ¤ne den bewilligten Zustand richtig wiedergeben und das Baugesuch sowohl die bereits vorgenommenen als auch die erst geplanten Ãnderungen vollstÃ¤ndig und unter korrekter Angabe der bisherigen und der neuen Zweckbestimmung der von VerÃ¤nderungen betroffenen RÃ¤ume darstellt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Was die Immissionen betrifft, so wird in erster Linie nach <span>Art. 8 Abs. 1 LSV zu prÃ¼fen sein, ob die zur Bewilligung anstehenden Umbauten, Erweiterungen und Betriebs­Ã¤nderungen eine wesentliche Ãnderung der bisherigen Gartenwirtschaft als bestehende Anlage darstellen, was davon abhÃ¤ngt, ob die Anlage wahrnehmbar stÃ¤rkere LÃ¤rmimmissionen erzeugt. Trifft dies nicht zu, </span>genÃ¼gt gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 1 LSV die Begrenzung der LÃ¤rmemissionen, soweit dies technisch und betrieblich mÃ¶glich sowie wirtschaftlich tragbar ist. Ist auf Grund der bisher nicht bewilligten Ãnderungen der Gartenwirtschaft hingegen mit wahrnehmbar stÃ¤rkeren LÃ¤rmimmissionen zu rechnen, gilt gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 2 LSV die Regel, dass die LÃ¤rmemissionen der gesamten Anlage mindestens so weit zu begrenzen sind, dass die Immissionsgrenzwerte nicht Ã¼berschritten werden. Da jedoch solche fÃ¼r Gartenwirtschaften nicht bestehen, sind die <span>Immissionen unmittelbar gestÃ¼tzt auf das Gesetz, in Anwendung der in Art. 13 Abs. 2 und Art. 15 USG genannten Kriterien, zu beurteilen. Nach diesen Bestimmungen dÃ¼rfen die Immissionen zu keiner erheblichen StÃ¶rung des Wohlbefindens der betroffenen Nachbarn fÃ¼hren, und es sind auch die Wirkungen auf Personengruppen mit erhÃ¶hter Empfindlichkeit wie Kinder, Kranke, Betagte und Schwangere zu berÃ¼cksichtigen. Auf die besondere subjektive Empfindlichkeit einzelner Personen ist jedoch nicht abzustellen, sondern es ist ein objektivierter Massstab zu verwenden. </span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Rekurs- und des Beschwerdeverfahrens der privaten Beschwerdegegnerschaft je zur HÃ¤lfte aufzuerlegen, unter solidarischer Haftung fÃ¼r den Gesamtbetrag (§ 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 70 VRG). Diese ist Ã¼berdies fÃ¼r das Verfahren vor beiden Instanzen zu einer ParteientschÃ¤digung von je Fr. 500.- (insgesamt Fr. 1'000.-; Mehrwertsteuer inbegriffen) an die BeschwerdefÃ¼hrerin zu verpflichten (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><a id="Text12"></a>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1.<span> </span>Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die Baubewilligung vom 12. November 2002 und der Rekursentscheid vom 15. Mai 2003 werden aufgehoben und die Akten zu weiterer Untersuchung und neuer Entscheidung an den Gemeinderat X zurÃ¼ckgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'090.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Kosten des Rekurs- und des Beschwerdeverfahrens werden der privaten Beschwerdegegnerschaft je zur HÃ¤lfte auferlegt, unter solidarischer Haftung fÃ¼r den Gesamtbetrag.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Die private Beschwerdegegnerschaft wird zu einer ParteientschÃ¤digung von je Fr. 500.- (insgesamt Fr. 1'000.-; Mehrwertsteuer inbegriffen) an die BeschwerdefÃ¼hrerin verpflichtet, zahlbar innert 30 Tagen nach Rechtskraft des Entscheids.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">5. Gegen <a id="Dropdown3"><span class="msoIns"><ins cite="mailto:Michael%20Sutter" datetime="2004-03-05T17:48">diesen</ins></span></a> <a id="Dropdown4"><span class="msoIns"><ins cite="mailto:Michael%20Sutter" datetime="2004-03-05T17:48">Entscheid</ins></span></a> kann innert 10 Tagen, von <a id="Dropdown1"><span class="msoIns"><ins cite="mailto:Michael%20Sutter" datetime="2004-03-05T17:48">der</ins></span></a> Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="MsoNormal"><span>6. ...</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>