<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="file:///L:/LOGO/DOPPLEU3.BMP"/></p></td></tr><tr><td><p class="Standard berschrift1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2004.00177</span></p><p><span> </span><span> </span></p><p><span> </span></p><p></p></td></tr></table><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Annaheim als Einzelrichterin</p><p>Gerichtssekretär Stocker</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 29. Juni 2005</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span><span class="Standard StandardFett RubrumFett">, geb. 1996</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gesetzlich vertreten durch die Eltern </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Y.___</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> und </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Z.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA)</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der 1996 geborene </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> leidet unter anderem an einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">praelingualen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> beidseitigen Schwerhörigkeit und erhielt von der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, verschiedene Leistungen zugesprochen, darunter me</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dizinische Massnahmen, Pflegebeiträge und Sonderschulmassnahmen. Am 28. März 2002 (Urk. 8/12) verfügte die IV-Stelle die leihweise Abgabe von zwei Hinter-dem-Ohr-Hörgeräten der Marke Siemens Prisma P. Am 6. Mai 2002 (Urk. 8/6) wurde die leihweise Abgabe eines FM-Empfängers </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">MicroLINK</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der Firma Phonak zugesprochen. Ein Gesuch um Übernahme der Kosten für einen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">TelCom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Sender der gleichen Firma (Urk. 8/29) wies die IV-Stelle mit Verfügung vom 15. Oktober 2003 (Urk. 8/4) ab, da die Anlage nicht in der Hilfsmittelliste aufgeführt sei und keiner der Hilfsmittelkategorien zugeordnet werden könne. Daran hielt sie auf Einsprache (vom 12. November 2003, Urk. 8/43) mit Ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">scheid vom 19. November 2003 (Urk. 2) fest.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gegen diesen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erhob der Versicherte, vertreten durch seine Eltern, mit Eingabe vom 15. Dezember 2003 Beschwerde mit dem Antrag auf Kostengutsprache für die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">TelCom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Anlage (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 28. Mai 2004 (Urk. 7) schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde. Mit Replik vom 28. Juni 2004 (Urk. 13) liess der Versicherte an seiner Beschwerde festhalten. Nach Ausbleiben einer Duplik wurde der Schriftenwechsel mit Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fügung vom 21. September 2004 (Urk. 17) geschlossen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span id="VV153"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Verwaltung hat im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die Bestimmungen über den An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">spruch auf Hilfsmittel der Invalidenversicherung (Art. 21 Abs. 1 des Bundesge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">setzes über die Invalidenversicherung (IVG) in der bis 31. Dezember 2003 in Kraft gewesenen Fassung), die Kompetenz zum Erlass einer Hilfsmittelliste durch den Bundesrat und das Eidgenössische Departement des Innern (Art. 21 Abs. 4 IVG in Verbindung mit Art. 14 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. a der Verordnung über die Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung (IVV) und Art. 2 der Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung [HVI]) zutreffend dargelegt. Darauf wird ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wiesen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 modifiziert die materielle Rechtslage nicht, da es sich bei den in Art. 3 bis 13 ATSG enthalte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nen Legaldefinitionen in aller Regel um eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">formellgesetzliche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Fassung der höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den entsprechenden, vor In-Kraft-Treten des ATSG geltenden Begriffen handelt, weshalb sich inhaltlich keine Änderung ergibt (BGE 130 V 343 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 3.1.2, 3.2.1, 3.3.1 und 3.3.2). Sodann führt der in Zuge der 4. IVG-Revision geänderte Art. 21 Abs. 1 IVG nicht zu einer Verän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">derung der Leistungsberechtigung, da es sich bei der eingefügten Anpassung le</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">diglich um eine formale Gesetzesänderung handelt (vgl. Urteil des Eidgenössi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen Versicherungsgerichts i. Sa. N. vom 24. Januar 2005, I 446/04, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2), abgesehen davon, dass die Bestimmungen der 4. IVG-Revision hier nicht an</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wendbar sind, weil in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">standes Geltung haben (BGE 129 V 4 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 1.2), und weil ferner das Sozialversi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheides</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (hier: November 2003) eingetretenen Sachverhalt abstellt (RKUV 2001 Nr. U 419 S. 101).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Streitig und zu prüfen ist, ob der schwer hörgeschädigte Beschwerdeführer nebst dem bereits rechtskräftig zugesprochenen FM-Empfänger (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">MicroLINK</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) Anspruch auf Übernahme der Kosten für eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">TelCom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Anlage hat.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In ihrem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 12. November 2003 lehnte die Verwaltung das Begehren um Kostenübernahme mit der Begründung ab, dass bereits eine FM-Anlage zugesprochen worden sei. Dieses Gerät werde während des Schul</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unterrichts verwendet, könne aber zusätzlich zu Hause benützt werden. Eine Doppelversorgung in der Schule und zu Hause übersteige indes den Rahmen ei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ner einfachen und zweckmässigen Hilfsmittelversorgung (Urk. 2). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vernehmlas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sungsweise</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> äusserte sich die Verwaltung dahingehend, dass der die öffentliche Volksschule besuchende Beschwerdeführer mit einer sogenannten EM-Anlage (Kommunikationsgerät) nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 5.07.17 des Kreisschreibens über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (KHMI) versorgt worden sei, welche er für den Schulbesuch benötige. Nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 5.07.17 KHMI unterliege die Abgabe von Kommunikationsgeräten den gleichen Kriterien wie die Versorgung mit Hörgeräten, weshalb entsprechend dem Grundsatz der Zweckmässigkeit und Einfachheit der Hilfsmittelversorgung die Abgabe von zwei EM-Anlagen nicht möglich sei (Urk. 7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer liess demgegenüber geltend machen, er könne mit seinen digitalen Hörgeräten nicht telefonieren, da die elektronische Datenübermittlung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nicht funktioniere (Urk. 1). In der Replik wurde klargestellt, dass es sich bei der anbegehrten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">TelCom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Anlage entgegen der in der Vernehmlassung vertretenen Auffassung nicht um eine EM-Anlage, sondern um einen FM-Transmitter handle. Wohl treffe es zu, dass der Beschwerdeführer im Schulunterricht einen FM-Empfänger (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">MicroLINK</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) benutze, dessen Kosten die Invalidenversicherung bereits übernommen habe. Im Unterschied dazu handle es sich beim anbegehr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">TelCom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Gerät jedoch um einen stationären, fest installierten Audio- und Telefonsender, welcher den Ton des Telefonapparates beziehungsweise des Fernsehers direkt auf die Hörgeräte übertrage. Ohne die fragliche </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">TelCom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lage sei es dem Beschwerdeführer nicht möglich, per Telefon zu kommunizieren - auch nicht mit der FM-Anlage der Schule - weshalb nicht von einer unzuläs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sigen Doppelabgabe gesprochen werden könne (Urk. 13). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die beiden erwähnten Geräte sind Teil der FM-Technologie, welche dort zum Einsatz kommt, wo schwerhörige Menschen mit Hörgeräten Schwierigkeiten ha</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ben, in gewissen Situationen zu verstehen, so etwa beim Telefonieren, Fernse</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hen, beim Gespräch in einem Restaurant, während einer geschäftlichen Sitzung oder in der Schule. Sie bezwecken, die Sprachverständlichkeit überall dort zu optimieren, wo Distanz, Störgeräusche und Nachhall die Kommunikation be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einträchtigen. Funksysteme nehmen die Sprachsignale direkt an der Quelle auf und übermitteln sie störungsfrei direkt in das Ohr. Ein Funksystem besteht aus zwei Komponenten, nämlich einem Mikrofon mit einem FM-Sender für den Sprecher und einem oder binaural zwei FM-Empfängern für den Zuhörer. Bei einem Funksystem wird das gewünschte Signal - z.B. die Stimme des Lehrers - von einem Mikrofon in der Nähe der Schallquelle aufgenommen. Anschliessend wird das Sprachsignal vom FM-Sender an einen FM-Empfänger (z.B. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Micro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">LINK</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) übermittelt, der direkt mit dem Hörgerät des Zuhörers verbunden ist. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das vorliegend streitige </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">TelCom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Gerät ist ein stationärer Audio- und Telefonsen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der für Hörgeräteträger; er überträgt drahtlos den Ton eines Telefon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">apparates, Fernsehers oder jedes anderen Audiogeräts störungsfrei an die Hör</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geräte (vgl. www.phonak.ch). Wie in der Replik zutreffend ausgeführt, handelt es sich beim bereits rechtskräftig zugesprochenen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">MicroLINK</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Empfänger und dem nun anbegehrten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">TelCom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Sender um zwei verschiedene, unterschiedlichen Zwecken dienende FM-Geräte, weshalb eine Anspruchsberechtigung mit Bezug auf den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">TelCom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Sender nicht bereits mit dem Hinweis auf eine unzulässige Doppelversorgung verneint werden kann.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Verwaltung ist insoweit beizupflichten, als FM-Anlagen in den Hilfsmittelka</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tegorien des HVI Anhangs nicht ausdrücklich angeführt sind. Hin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gegen kommt eine Zuordnung zur Hilfsmittelkategorie von Ziff. 13.01 * HVI Anhang grundsätzlich in Frage, deren Aufzählung nicht abschliessend ist (vgl. BGE 130 V 362 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 3.1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Invalidenversicherung übernimmt in der Kategorie "Hilfsmittel am Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">platz, im Aufgabenbereich, zur Schulung und Ausbildung sowie bauliche Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kehren zur Überwindung des Arbeitsweges" unter Ziff. 13.01* HVI Anhang in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">validitätsbedingte Arbeits- und Haushaltgeräte sowie Zusatzeinrichtungen, Zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">satzgeräte und Anpassungen für die Bedienung von Apparaten und Maschinen, soweit es für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit oder die Tätigkeit im Aufga</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">benbereich, für die Schulung, die Ausbildung oder die funktionelle Angewöh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nung notwendig ist (Art. 2 Abs. 2 HVI).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Sinne einer mit der gesetzlichen Regelung durchaus vereinbaren Auslegungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hilfe (vgl. nicht veröffentlichte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 1.2.4 von BGE 130 V 360) kön</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nen nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 13.01.7* KHMI FM-Anlagen als Hilfsmittel zur Schulung, Ausbil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dung, Frühförderung und Verbesserung beziehungsweise Erhaltung der Er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">werbsfähigkeit an bestimmte Gruppen von schwer hörgeschädigten versicherten Personen abgegeben werden, namentlich an Schüler/innen, wenn dadurch der Besuch der Normalschule ermöglicht wird.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Demgemäss bildet Ziff. 13.01* des HVI Anhangs (und nicht die von der Verwal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tung genannte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 5.07.17 KHMI, welche sich auf schwere Hörsehbehin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">derungen bezieht, was beim Beschwerdeführer nicht der Fall ist) Anspruchs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grundlage für die rechtskräftige Kostenübernahme des FM-Empfängers </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Micro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">LINK</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Im Unterschied zu diesem - der Verbesserung der Sprachverständlichkeit in der Schule dienenden - Hilfsmittel soll der anbegehrte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">TelCom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Sender vorab das störungsfreie Telefonieren und damit den Austausch von privaten Nach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">richten beziehungsweise die Pflege von Beziehungen zu Kollegen ermöglichen; ein direkter Bezug zur Schulung besteht somit nicht. Soweit der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">TelCom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Sender die Möglichkeit zum Fernsehen bietet, kann ebenfalls nicht gesagt werden - zumal im Alter des Beschwerdeführers - das Gerät sei für die Schulung erfor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">derlich. Da nun aber Anspruch auf die in der Hilfsmittelliste mit * bezeichneten Hilfsmittel lediglich besteht, soweit diese für die Ausübung einer Erwerbstätig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit oder die Tätigkeit im Aufgabenbereich, für die Schulung, die Ausbildung, die funktionelle Angewöhnung oder für die bei einzelnen Hilfsmitteln aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">drücklich genannte Tätigkeiten notwendig sind (Art. 2 Abs. 1 HVI), fällt Ziff. 13.01* HVI Anhang als normative Anspruchsgrundlage für den anbegehr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">TelCom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Sender ausser Betracht. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hingegen wird näher abzuklären sein, ob der Beschwerdeführer zwecks Herstel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lung der notwendigen Kontakte mit der Umwelt allenfalls grundsätzlich ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Schreibtelefon-Apparat (Ziff. 15.06 HVI Anhang) beanspruchen könnte bezie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hungsweise ob im Rahmen der Austauschbefugnis (nicht veröffentlichte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 1.2.3 von BGE 130 V 360 mit diversen Hinweisen) die Voraussetzungen für ei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nen Kostenbeitrag an die anbegehrte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">TelCom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Anlage erfüllt sind. In diesem Sinne ist die Sache an die Verwaltung zurückzuweisen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Die Einzelrichterin erkennt:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefochtene </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Einspracheent</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">scheid</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> vom 19. November 2003 aufgehoben und die Sache an die Sozi</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">alversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Y.___</span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"> und </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Z.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherung</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> seit der Zustellung beim Eidgenössi</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">schen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhof</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">quai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">mittel und die Unterschrift der </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">beschwerdeführenden</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug"> Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, so</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">weit die </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">beschwerdeführende</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug"> Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die EinzelrichterinDer Gerichtssekretär</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>AnnaheimStocker </p></div> </div></body></html>