<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2004.00011</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204600&amp;W10_KEY=13013567&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2004.00011</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 17.11.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Lohnklasse</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Einreihung in eine höhere Lohnklasse (medizinische Laborantin) Die Beschwerdeführerin, eine medizinische Laborantin, macht im Vergleich mit Kantonspolizisten eine lohnmässige Diskriminierung geltend, und zwar insbesondere aufgrund der Gleichstellung von Diplomierten Pflegenden und Kantonspolizisten (E. 2.1). Die Beschwerdegegnerin bemängelt das fehlende SRK-Diplom bei der Beschwerdeführerin (E. 2.2). Für das an der Universität beschäftigte Laborpersonal wurden keine abweichenden Regeln erlassen, weshalb die für das Staatspersonal geltenden Bestimmungen zur Anwendung gelangen. Die Lohnklassen-Einreihung richtet sich nicht nach der effektiven Ausbildung, sondern nach der ausgeübten Tätigkeit. Die Beschwerdeführerin hat eine Stelle inne, welche in der Klasse 13 eingereiht ist (E. 2.3). Die Beschwerdeführerin kann sich für die Einreihung in eine höhere Lohnklasse auch auf das Gleichstellungsgesetz berufen (E. 2.4). Kostenlosigkeit des Verfahrens (E. 3). Parteientschädigung (E. 4). Gutheissung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSBILDUNG">AUSBILDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DISKRIMINIERUNG">DISKRIMINIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINSTUFUNG">EINSTUFUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FUNKTION">FUNKTION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESCHLECHTSDISKRIMINIERUNG">GESCHLECHTSDISKRIMINIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLEICHSTELLUNG">GLEICHSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLEICHWERTIGKEIT">GLEICHWERTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES">INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LABORANT/-IN">LABORANT/-IN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNKLASSE">LOHNKLASSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: POLIZIST">POLIZIST</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PROZESSENTSCHÃDIGUNG">PROZESSENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNIVERSITÃT">UNIVERSITÃT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEISUNG">WEISUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 8 Abs. 3 BV</span><br/><span class="gerade">Art. 3 Abs. 1 GlG</span><br/><span class="ungerade">Art. 3 Abs. 2 GlG</span><br/><span class="gerade">Art. 13 Abs. 2 GlG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>Mit Entscheid vom 22. Januar 2001 hiess das Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich die Gleichstellungsklagen diverser BerufsverbÃ¤nde und EinzelklÃ¤gerinnen betreffend die Einreihung der Diplomierten Krankenschwestern, der Diplomierten Krankenschwestern mit Zusatzausbildung (mZA) und der Stationsschwestern teilweise gut. Dabei wurde festgehalten, grundsÃ¤tzlich seien die Diplomierten Krankenschwestern, denen Auszubildende und/oder Hilfspersonal unterstellt seien, in die Lohnklassen 14 und 15 (anstatt 12 bis 13) einzureihen (VK.96.00011, E. 10c, vgl. auch E. 4a, www.vgrzh.ch). Gleichentags ergingen noch andere Urteile betreffend Gleichstellungsklagen im Gesundheitswesen (in Sachen BerufsschullehrkrÃ¤fte im Gesundheitswesen [VK.96.00013], Physiotherapierende [VK.96.00015], Ergotherapierende [VK.96.00017], alle ebenfalls unter www.vgrzh.ch).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 16. Mai 2001 erliess der Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich mit Beschluss (RRB) 707/2001 einen Einreihungsplan (Neueinreihung Gesundheitsberufe). Demnach sind Diplomierte Krankenschwestern/pfleger mit Diplomniveau (DN) II neu in die Lohnklasse 14 einzureihen, Diplomierte Krankenschwestern/pfleger mit DN I dagegen in die Lohnklasse 13. Krankenpflegende mit DN I und mit besonderen Aufgaben (mbA) sind in die Klasse 14 und jene mit DN II und mbA in die Klasse 15 einzureihen (RRB 707/2001 E. B.5).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Neu eingereiht wurden auch die Laborantinnen und Laboranten. Dabei wurde die Gleichbehandlung mit den Krankenpflegenden DN I angestrebt, was die Anhebung um eine Klasse von bisher 10 bis 12 in 10 bis 13 zur Folge hatte. In diesem Zusammenhang wurde bemerkt, dass die </span><span>"</span><span>Anhebung um eine Klasse fÃ¼r dipl. med. Laborant/in SRK</span><span>"</span><span> erfolge und fÃ¼r die Ã¼brigen Berufsgruppen unverÃ¤ndert bleibe (RRB 707/2001 E. E/4b). ErlÃ¤uternd wurde ausgefÃ¼hrt, die Laborantin habe eine dreijÃ¤hrige Ausbildung zu absolvieren. Eine Alterslimite fÃ¼r den Ausbildungsantritt bestehe nicht mehr. Die schulischen Voraussetzungen mÃ¼ssten gemÃ¤ss SRK-Richtlinien erfÃ¼llt sein. Die Arbeit mit Patientinnen und Patienten stehe weniger im Vordergrund als bei den Ergo- und Physiotherapeutinnen, da der Schwerpunkt der TÃ¤tigkeit bei der AusfÃ¼hrung von Laborarbeiten liege. Eine Einreihung in Klasse 14 wÃ¤re nur vertretbar, wenn sie durch eine aktuelle Arbeitsbewertung abgestÃ¼tzt werden kÃ¶nnte, welche jedoch erst im Rahmen einer allgemeinen, alle Funktionen umfassenden Besoldungsrevision vorgenommen werden kÃ¶nne. Aus diesen GrÃ¼nden rechtfertige sich eine Gleichbehandlung mit der Krankenschwester DN I (RRB 707/2001 E. E/1f).</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>A, geboren 1957, ist seit 1989 als Laborantin beim Institut X der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich angestellt. Im Rahmen der am 1. Juli 1991 in Kraft getretenen Strukturellen Besoldungsrevision 1987/91 wurde sie in die Lohnklasse 11 Erfahrungsstufe (ES) 3 eingereiht. Per 1. Juli 1996 erfolgte eine BefÃ¶rderung in die Lohnklasse 12 ES 4. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 25. Februar 2002 beschloss der UniversitÃ¤tsrat der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich, die vom Regierungsrat fÃ¼r die Gesundheitsdirektion beschlossenen Neueinreihungen und ÃberfÃ¼hrungen in den medizinisch-technischen und medizinisch-therapeutischen Berufen rÃ¼ckwirkend per 1. Januar 2002 auch an der UniversitÃ¤t umzusetzen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit VerfÃ¼gung der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich vom 9. September 2003 wurde das Gesuch von A um Einreihung in die Lohnklasse 13 abgewiesen. Dabei wurde festgehalten, die betreffende Stelle sei im Rahmen der Neueinreihung per 1. Januar 2002 in die Klasse 13 eingereiht und als </span><span>"</span><span>med. Laborantin SRK</span><span>"</span><span> bezeichnet worden. A sei aber ausgebildete Arztgehilfin und nicht im Besitz eines vom SRK anerkannten Diploms, weshalb sie die im RRB 707/2001 festgelegte Voraussetzung fÃ¼r die persÃ¶nliche ÃberfÃ¼hrung in die Klasse 13 nicht erfÃ¼lle.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>II. </span></b></p> <p class="Urteilstext"><span>In der Folge gelangte A mit Rekurs an die Rekurskommission der ZÃ¼rcher Hochschulen und beantragte die ÃberfÃ¼hrung in die Lohnklasse 13 ES 6 Stufe 9 per 1. Januar 2002, unter Kosten und EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich. Mit Beschluss vom 1. April 2004 wurde der Rekurs abgewiesen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III.</span></b></p> <p class="Sachverhalt1"><span>A liess am 14. Mai 2004 gegen den Rekursentscheid vom 1. April 2004 Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben. Sie beantragte die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und erneut, sie sei auf den 1. Januar 2002 in die Besoldungsklasse 13 ES 6 Stufe 9 zu Ã¼berfÃ¼hren, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten der UniversitÃ¤t. Die Beschwerdegegnerin ihrerseits beantragte mit Beschwerdeantwort vom 3. September 2004 die Abweisung der Beschwerde, ebenso die Vorinstanz in ihrer am 9. Juni 2004 beim Gericht eingegangenen Vernehmlassung.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Einzelrichterin</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde richtet sich gegen einen Rekursentscheid der Rekurskommission der ZÃ¼rcher Hochschulen Ã¼ber eine personalrechtliche Anordnung, weshalb die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts gegeben ist (§ 74 Abs. 1 Verwaltungsrechtspflegegesetz vom 24. Mai 1959 [VRG]). Da der Streitwert nicht Ã¼ber Fr. 20'000.- liegt, ist die Entscheidung in einzelrichterlicher Kompetenz zu fÃ¤llen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, sie sei in der Funktion einer medizinischen Laborantin tÃ¤tig und habe eine Stelle inne, die dieser Funktion zugeordnet sei. Sie vergleiche ihre TÃ¤tigkeit als Laborantin, in welcher sie in die Lohnklasse 12 eingereiht sei, mit derjenigen des kantonalen Polizisten. Die Bezugnahme auf die Diplomierten Pflegenden DN I erfolge nicht, um eine Diskriminierung diesen gegenÃ¼ber aufzeigen zu kÃ¶nnen. Vielmehr gehe es darum, die geltend gemachte Diskriminierung im Vergleich zum Kantonspolizisten daraus abzuleiten. GestÃ¼tzt auf den RRB 707/2001 und das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 22. Januar 2001 (VK.96.00011, www.vgrzh.ch) kÃ¶nne auf die Diskriminierung der diplomierten medizinischen Laborantin geschlossen werden, ohne dass es dafÃ¼r einer gutachterlichen Bewertung bedÃ¼rfe. Somit sei ihre tiefere Einreihung diskriminierend im Vergleich zum Polizisten. Sodann sei fÃ¼r die Einreihung in eine bestimmte Lohnklasse die tatsÃ¤chlich ausgefÃ¼hrte Arbeit und nicht die Ausbildung massgebend, wie dies das Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich bezÃ¼glich der Ergotherapierenden mit Entscheid vom 26. MÃ¤rz 2003 (PB.2003.00004, www.vgrzh.ch) denn auch festgehalten habe.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Die Beschwerdegegnerin hÃ¤lt weiterhin daran fest, die BeschwerdefÃ¼hrerin habe kein SRK-Diplom inne. Selbst wenn sie die Funktion einer Laborantin mit SRK-Diplom versehe, vermÃ¶ge sie in Ermangelung dieses qualifizierenden Kriteriums nichts zu ihren Gunsten aus der Tatsache abzuleiten, dass die dipl. med. Laborantin SRK um eine Lohnklasse angehoben worden sei. Insoweit kÃ¶nne sich die BeschwerdefÃ¼hrerin auch nicht auf das Gleichstellungsgesetz vom 24. MÃ¤rz 1995 (GlG) berufen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Auch die Vorinstanz geht davon aus, dass es sich vorliegend nicht um einen Anwendungsfall des Gleichstellungsgesetzes handle, verlange doch die BeschwerdefÃ¼hrerin als ausgebildete Arztgehilfin (heute als "medizinische Praxisassistentin" bezeichnet) die Gleichstellung mit einer dipl. med. Laborantin SRK, welcher ebenfalls ein typischer Frauenberuf sei. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>GemÃ¤ss § 11 Abs. 1 des UniversitÃ¤tsgesetzes vom 15. MÃ¤rz 1998 (UniversitÃ¤tsG, LS 415.11) gelten fÃ¼r das UniversitÃ¤tspersonal grundsÃ¤tzlich die fÃ¼r das Staatspersonal anwendbaren Bestimmungen. Absatz 2 sieht vor, dass der UniversitÃ¤tsrat eine Personalverordnung mit besonderen Bestimmungen erlÃ¤sst, welche den universitÃ¤ren VerhÃ¤ltnissen Rechnung tragen. Sie kÃ¶nnen von den fÃ¼r das Staatspersonal geltenden Bestimmungen abweichen. Auch § 24 UniversitÃ¤tsordnung vom 4. Dezember 1998 (UniversitÃ¤tsO, LS 415.111) hÃ¤lt fest, dass sich Anstellung sowie Rechte und Pflichten des UniversitÃ¤tspersonals nach den fÃ¼r das Staatspersonal geltenden Bestimmungen sowie der Personalverordnung der UniversitÃ¤t richten. Die Personalverordnung kÃ¶nne, soweit es die universitÃ¤ren VerhÃ¤ltnisse erfordern, von den fÃ¼r das Staatspersonal geltenden Bestimmungen abweichen. § 19 der Personalverordnung der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich vom 5. November 1999 (PersonalV UniZH, LS 415.21) fÃ¼hrt sodann aus, die lohnmÃ¤ssige Einreihung des Personals der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich richte sich nach den GrundsÃ¤tzen und nach dem Lohnsystem des allgemeinen Personalrechts. In besonderen FÃ¤llen kÃ¶nne davon abgewichen werden (Abs. 2). Bei der individuellen Einstufung wÃ¼rden bisherige TÃ¤tigkeit, Erfahrung und spezielle Qualifikationen berÃ¼cksichtigt (Abs. 2). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im bereits erwÃ¤hnten Beschluss des UniversitÃ¤tsrats vom 25. Februar 2002 wurde die Umsetzung der vom Regierungsrat festgelegten Neueinreihungen gemÃ¤ss RRB 707/2001 auch fÃ¼r die medizinisch-technischen und medizinisch-therapeutischen Berufe an der UniversitÃ¤t angeordnet. In den ErwÃ¤gungen des Beschlusses des UniversitÃ¤tsrats ist unter anderem festgehalten, im Laufe der Aufarbeitung habe sich die KomplexitÃ¤t und Problematik einer Bevorzugung der Stelleninhaberinnen und Stelleninhaber mit SRK-Anerkennung gezeigt. Verschiedene Institutsvorsteher hÃ¤tten sich gegen die erforderlichen VerÃ¤nderungen einzelner Einreihungen in ihren StellenplÃ¤nen gewehrt. Diese Haltung sei besonders dann verstÃ¤ndlich, wenn Laborantinnen und Laboranten ohne SRK-Anerkennung gleichwertige oder bessere Leistungen erbringen. Zudem seien die Arbeitsbedingungen der medizinischen Laborantenstellen in der UniversitÃ¤t in verschiedenen FÃ¤llen nicht vergleichbar mit denen im UniversitÃ¤tsspital. Im Einvernehmen mit der eingesetzten Arbeitsgruppe habe sich die UniversitÃ¤tsleitung aber dennoch entschieden, die Neueinreihung gemÃ¤ss Empfehlung des Regierungsrats zu vollziehen. In der Folge wurden nur die ein Diplom SRK innehabenden Laborantinnen und Laboranten in die Lohnklasse 13 eingereiht.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Aufgrund der soeben gemachten AusfÃ¼hrungen ergibt sich klar, dass sich die Beschwerdegegnerin bezÃ¼glich der Einreihung der Laboranten und Laborantinnen an die Vorgaben des Regierungsrats halten will. Mithin mÃ¼ssen fÃ¼r diese Angestellten dieselben Bestimmungen betreffend Lohneinreihung gelten wie fÃ¼r die beim Staat angestellten Laboranten und Laborantinnen, was denn auch mit dem in § 11 Abs. 1 UniversitÃ¤tsG, § 24 Abs. 1 Universi-tÃ¤tsO und § 19 Abs. 1 PersonalV UniZH festgehaltenen Grundsatz, wonach fÃ¼r das UniversitÃ¤tspersonal grundsÃ¤tzlich die fÃ¼r das Staatspersonal anwendbaren Bestimmungen gelten, im Einklang steht. Abweichende Regelungen fÃ¼r die an der UniversitÃ¤t beschÃ¤ftigten Laboranten und Laborantinnen sind somit keine ergangen. DafÃ¼r wÃ¤re der im UniversitÃ¤tsgesetz vorgesehene formelle Weg zu beschreiten gewesen (§ 11 Abs. 2 in Verbindung mit §§ 26 Abs. 3 Ziff. 2 und 29 Abs. 2 Ziff. 2 UniversitÃ¤tsG, siehe auch § 24 Abs. 2 UniversitÃ¤tsO). Der "Einreihungsplan medizinische Berufe" vom 5. Dezember 2001 der UniversitÃ¤t genÃ¼gt diesen Anforderungen jedoch nicht. Diesem Dokument kommt keine eigenstÃ¤ndige Bedeutung zu; vielmehr bezweckt es die Auslegung des Einreihungsplans des Regierungsrats vom 16. Mai 2001 (RRB 707/2001) und ist allenfalls mit einer "Weisung" vergleichbar (zur Frage der Bindung an Weisungen vgl. Max Imboden/RenÃ© Rhinow, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Bd. I, 6. A., Basel/Frankfurt a.M. 1986, Nr. 75 B V; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshard/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 50 N. 59 f.). In Dispositiv-Ziffer I des am 25. Februar 2002 erlassenen Beschlusses des UniversitÃ¤tsrats wird denn auch uneingeschrÃ¤nkt auf den Einreihungsplan RRB 707/2001 verwiesen, nicht aber auf das Dokument vom 5. Dezember 2001. Somit bleibt zu prÃ¼fen, inwieweit die von der Beschwerdegegnerin und der Vorinstanz getroffene Auslegung des RRB 707/2001 bezogen auf die BeschwerdefÃ¼hrerin korrekt erfolgt ist.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht hat wiederholt festgehalten, dass sich die Klasseneinreihung nicht nach der effektiven Ausbildung, sondern nach der ausgeÃ¼bten TÃ¤tigkeit richte (VGr, 26. MÃ¤rz 2003, PB.2003.00004 E. 2b; VGr, 12. MÃ¤rz 2003, PB.2003.00001 E. 2a/b, beide unter www.vgrzh.ch). Dieser Grundsatz gilt auch vorliegend. GemÃ¤ss § 10 Abs. 1 der Personalverordnung vom 16. Dezember 1998 (PV, LS 177.11) wird denn auch jede <i>Stelle </i>gemÃ¤ss dem Einreihungsplan und den Richtpositionsumschreibungen entsprechend ihren Anforderungen in der Regel in nur eine Lohnklasse eingereiht. Demnach richtet sich die EntlÃ¶hnung des Arbeitnehmenden nach der innegehabten Stelle, was auch der Meinung verschiedener Institutsvorsteher der Beschwerdegegnerin zu entsprechen scheint. Die BeschwerdefÃ¼hrerin bekleidet unbestrittenermassen eine Stelle, welche in die Klasse 13 eingereiht ist. Schon deswegen hat sie den entsprechenden Lohn zugut. GrÃ¼nde fÃ¼r eine RÃ¼ckstufung im Sinn von § 19 PV liegen keine vor und werden auch nicht behauptet.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span>Aber auch unter dem Gesichtspunkt des Verbots der Geschlechtsdiskriminierung dringt die BeschwerdefÃ¼hrerin durch. Dass es sich bei der TÃ¤tigkeit der Laborantin als solches um einen frauenspezifischen Beruf handelt, wurde nicht bestritten. Die Beschwerdegegnerin macht jedoch geltend, die BeschwerdefÃ¼hrerin kÃ¶nne sich nicht mit den Laborantinnen und Laboranten mit SRK-Diplom vergleichen, weshalb sie nicht gleichermassen eine Geschlechtsdiskriminierung aus dem Vergleich mit der Funktion des Polizisten bzw. der Polizistin fÃ¼r sich ableiten kÃ¶nne. Dem kann aber, nachdem beim geltenden Besoldungssystem die Einreihung in eine Lohnklasse von der ausgeÃ¼bten TÃ¤tigkeit abhÃ¤ngt, nicht beigepflichtet werden. Die BeschwerdefÃ¼hrerin kann sich daher auf das Gleichstellungsgesetz berufen und die Einreihung in die Lohnklasse 13, welche eine Klasse tiefer liegt als jene fÃ¼r die Funktionen der Polizeisoldatinnen und -soldaten bzw. der Krankenpflegenden mit DN II, verlangen. In den dem Einreihungsplan des Regierungsrats vom 16. Mai 2001 (RRB 707/2001) zugrundeliegenden Verwaltungsgerichtsurteilen vom 22. Januar 2001 wurde denn auch eine besoldungsmÃ¤ssige Diskriminierung der betreffenden Funktionen festgestellt (VK.96.00011 [Pflegende], VK.96.00013 [BerufsschullehrkrÃ¤fte im Gesundheitswesen], VK.96.00015 [Physiotherapierende], VK.96.00017 [Ergotherapierende], alle unter www.vgrzh.ch). In der Folge hat der Regierungsrat auch fÃ¼r weitere frauenspezifische Funktionen Anpassungen vorgenommen, so auch fÃ¼r die Funktion "dipl. med. Laborant/in SRK". Aus den dargelegten GrÃ¼nden fallen darunter aber die Stellen, deren Anforderungen Ã¼blicherweise von Laborantinnen oder Laboranten mit SRK-Diplom erfÃ¼llt werden kÃ¶nnen. Entsprechend wurde im RRB 707/2001 ausdrÃ¼cklich darauf hingewiesen, dass kein Systemwechsel vorgenommen worden sei, sondern die in der Strukturellen Besoldungsrevision (SBR) festgelegten und auch vom Verwaltungsgericht nicht beanstandeten Strukturen des EinreihungsgefÃ¼ges Ã¼bernommen worden und nach den GrundsÃ¤tzen der SBR weiterentwickelt worden seien (RRB 707/2001 E. E/1f). Somit gilt fÃ¼r den Einreihungsplan gemÃ¤ss RRB 707/2001 der Grundsatz von § 10 PV, wonach jede Stelle als solche einzureihen ist, weiter. Daran Ã¤ndert beim im Kanton ZÃ¼rich geltenden Einreihungssystem, welches hier zur Anwendung gelangt, auch nichts, wenn die Arbeitgeberschaft eine Stelle durch einen Arbeitnehmenden besetzt, welcher nicht die Ã¼blicherweise geforderten Bedingungen, wie beispielsweise ein SRK-Diplom, mit sich bringt. Vom Grundsatz der Klasseneinreihung nach der ausgeÃ¼bten TÃ¤tigkeit (und nicht nach der effektiven Ausbildung des Einzelnen) kann daher beim hier anwendbaren Einreihungssystem nicht abgewichen werden. Ob ein anderes, einzelfallweise an die effektive Ausbildung geknÃ¼pftes Einreihungssystem unter dem Gesichtspunkt des Gleichstellungsgesetzes auch haltbar wÃ¤re â davon gehen die Vorinstanz und die BeschwerdefÃ¼hrerin zumindest teilweise aus â, ist hier nicht weiter abzuklÃ¤ren.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.5 </span></b><span>Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde gutzuheissen ist. Die NichtÃ¼berfÃ¼hrung der BeschwerdefÃ¼hrerin in die Lohnklasse 13 verletzt Art. 8 Abs. 3 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 und Art. 3 Abs. 1 und 2 GlG. Zudem bestimmt sich fÃ¼r die Angestellten des Staats ZÃ¼rich und grundsÃ¤tzlich auch fÃ¼r das Personal der Beschwerdegegnerin die Einreihung in eine Lohnklasse nach der ausgeÃ¼bten TÃ¤tigkeit, weshalb die NichtÃ¼berfÃ¼hrung der BeschwerdefÃ¼hrerin in die Lohnklasse 13 auch eine Rechtsverletzung im Sinne von § 50 Abs. 2 lit. a und c VRG darstellt (KÃ¶lz/Bosshard/RÃ¶hl, §§ 20 N. 6, 50 N. 2, N. 39 f., N. 78). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin Ã¤ussern sich zum Quantitativ bzw. zum Antrag um ÃberfÃ¼hrung der BeschwerdefÃ¼hrerin in die Besoldungsklasse 13 ES 6 Stufe 9 nicht. Die BeschwerdefÃ¼hrerin war bis jetzt in Lohnklasse 12 ES 6 Stufe 9 eingereiht. Entsprechend ist sie rÃ¼ckwirkend per 1. Januar 2002 antragsgemÃ¤ss in die Lohnklasse 13 ES 6 Stufe 9 zu Ã¼berfÃ¼hren.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>3.</span></b></p> <p class="Urteilstext"><span>FÃ¼r das Beschwerdeverfahren sind gemÃ¤ss Art. 13 Abs. 2 GlG keine Kosten zu erheben.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>4.</span></b></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist die Beschwerdegegnerin gemÃ¤ss § 17 Abs. 2 lit. a VRG zu verpflichten, die BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r die Aufwendungen im Rekurs- und Beschwerdeverfahren angemessen zu entschÃ¤digen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin verlangt eine ProzessentschÃ¤digung von Fr. 6'000.- zuzÃ¼glich 7.6 % Mehrwertsteuer. In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass fÃ¼r die Aufwendungen ausserhalb des Rekurs- und Beschwerdeverfahrens keine EntschÃ¤digung zuzusprechen ist (§ 33 Personalgesetz vom 27. September 1998 [LS 177.1] in Verbindung mit § 17 Abs. 1 VRG), weshalb sich der EntschÃ¤digungsanspruch entsprechend reduziert. Ausserdem hat die BeschwerdefÃ¼hrerin eine so genannte "angemessene" ProzessentschÃ¤digung zugute; mit der ParteientschÃ¤digung sind der berechtigten Partei <i>hÃ¶chstens </i>die notwendigen Rechtsverfolgungskosten zu vergÃ¼ten. Dies bedeutet aber nicht, dass in diesem Umfang eine volle EntschÃ¤digung zuzusprechen ist (KÃ¶lz/Bosshard/RÃ¶hl, § 17 N. 36 ff.). Vorliegend konnten in der Beschwerdeschrift naturgemÃ¤ss teilweise AusfÃ¼hrungen aus der Rekursschrift Ã¼bernommen werden. Auch hat es im Beschwerdeverfahren keine Weiterungen gegeben. Andererseits hat es sich um einen eher schwierigen Prozess gehandelt, zumal die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz von einer anderen Rechtsauffassung ausgegangen sind. In BerÃ¼cksichtigung dieser UmstÃ¤nde erscheint eine ParteientschÃ¤digung von je Fr. 1'800.- fÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren als angemessen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Einzelrichterin</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. In Gutheissung der Beschwerde werden die VerfÃ¼gung der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich vom 9. September 2003 und der Beschluss der Rekurskommission der ZÃ¼rcher Hochschulen vom 1. April 2004 aufgehoben. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼ckwirkend per 1. Januar 2002 in die Lohnklasse 13 Erfahrungsstufe 6 Stufe 9 zu Ã¼berfÃ¼hren. </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'560.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Kosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, die BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren mit insgesamt Fr. 3'600.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu entschÃ¤digen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>