<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="word/media/image1.png"/></p></td></tr></table><div><div><p><span>IV.2020.00119</span></p></div><div><p><span> </span></p></div><div><p><span> </span></p></div><p><br/></p><div><p>I. Kammer</p></div><div><p>Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter<br/>Ersatzrichter Wilhelm<br/>Gerichtsschreiber Klemmt</p></div><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil</span><span class="Standard berschrift2"> vom </span><span class="Standard berschrift2">12. November 2020</span></p></div><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span id="_Hlk77337370"></span><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Kaspar Gehring</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">KSPartner</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, geboren 1976, reiste im Jahr 1995 in die Schweiz ein und arbeitete einige Jahre als Bodenleger. Bei einer Hilfsarbeit im Gartenbau stürzte er am 17. Mai 2001 von einer Lieferwagenrampe direkt auf den Rücken mit Aufprall mit dem Schädel und zog sich einen inkompletten Berstungsbruch (BWK 12; Typ A3.1.1) und eine Schädelkontusion frontal rechts zu (Urk. 6/2 und 6/5). Aufgrund der darauffolgenden, anhaltenden Arbeitsunfähigkeit meldete sich der Versi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cherte am 10. Dezember 2002 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (Urk. 6/29). Mit Entscheid vom 20. Juni 2008 wies die IV-Stelle das Gesuch aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gehend von einem Invaliditätsgrad von 9 % ab (Urk. 6/101). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Auf eine am 20. August 2008 gemachte Neuanmeldung trat die IV-Stelle am 23. Februar 2009 nicht ein (Urk. 6/126). Am 30. Oktober 2009 gelangte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> wiederum an die IV-Stelle und machte eine erhebliche Verschlechterung der psychischen Gesundheit geltend (Urk. 6/128). Die IV-Stelle liess im Rahmen medizinischer Abklärungen ein psychiatrisches Gutachten erstellen (Urk. 6/144) und wies mit Verfügung vom 16. Juni 2011 das Leistungsbegehren bei einem unverändertem Invaliditätsgrad von 9 % ab (Urk. 6/172). Die dagegen erhobene Beschwerde vom 3. August 2011 (vgl. Urk. 6/176 und 6/177) wurde vom Sozial</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherungsgericht des Kantons Zürich mit Urteil IV.2011.00796 vom 22. November 2012 in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung aufgehoben und die Sache für ergänzende medizinische Abklärungen an die IV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Stelle zurückgewiesen wurde (Urk. 6/204). Diese gab daraufhin bei der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (MEDAS) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> AG ein psychiatrisches und rheuma</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tologisches Gutachten in Auftrag (Urk. 6/212), welches am 17. Juli 2013 erstattet wurde (Urk. 6/214). Mit Verfügung vom 27. November 2013 verneinte die IV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Stelle bei nicht massgeblicher Veränderung des Gesundheitszustandes und einem Invaliditätsgrad von 10 % einen Rentenanspruch des Versicherten (Urk. 6/230). Die dagegen erhobene Beschwerde vom 14. Januar 2014 (Urk. 6/233/3-14) wies das Sozialversicherungsgericht mit Urteil IV.2014.00052 vom 23. September 2014 ab (Urk. 6/240), woraufhin der Versicherte an das Bundesgericht gelangte (Urk. 6/241). Dieses wies die Beschwerde mit Urteil 8C_818/2014 vom 11. Februar 2015 ab (Urk. 6/242). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 3. Mai 2017 meldete sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> unter Hinweis auf Schmerzen und eine psychische Erkrankung wiederum bei der Invalidenversicherung an (Urk. 6/251). Die IV-Stelle verfügte am 23. Februar 2018 ein Nichteintreten (Urk. 6/272), welcher Entscheid nicht angefochten wurde. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Anmeldung vom 1. November 2019 wandte sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> unter Beilage eines Berichts der Hausärztin und der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">; Urk. 6/273) erneut an die IV-Stelle und verwies für sein Leistungsgesuch auf Rückenbeschwerden und eine psychische Erkrankung (Urk. 6/274). Nach durchgeführtem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorbescheidverfahren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 6/277) trat die IV-Stelle mit Verfü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gung vom 15. Januar 2020 auf das neue Leistungsbegehren nicht ein (Urk. 6/278 = Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dagegen liess </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> am 12. Februar 2020 Beschwerde erheben und beantragen, die Verfügung vom 15. Januar 2020 sei aufzuheben, die Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">degegnerin sei zu verpflichten, auf das Leistungsgesuch einzutreten und ihm die gesetzlichen Leistungen zu gewähren; überdies sei die Angelegenheit zur gesetzes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">konformen materiellen Prüfung an die Vorinstanz zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2). Die IV-Stelle schloss am 16. März 2020 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5). Mit Eingabe vom 12. Juni 2020 erstattete der Beschwerdeführer seine Replik und hielt darin an seinen Anträgen fest (Urk. 10). Am 5. August 2020 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf eine Duplik (Urk. 13), was dem Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führer mit Verfügung vom 11. August 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 14).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">#Beginn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> DOCVARIABLE mdSNAME</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">IV190010</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> &lt; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> DOCVARIABLE mdLNAME</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invaliditätsbegriff bei Erwerbstätigen, Gesetzestext</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> &lt; letzte Revision: </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> DOCVARIABLE mdLASTREV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">10.2019</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">#</span><span id="XX001"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgesetz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">es</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> über den Allge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">#Ende</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> DOCVARIABLE mdSNAME</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">IV190010</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">#</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">#Beginn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> DOCVARIABLE mdSNAME</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IV191050</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> &lt; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> DOCVARIABLE mdLNAME</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Neuanmeldung, Eintretensfrage und materielle Prüfung (Art. 87 IVV)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> &lt; letzte Revision: </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> DOCVARIABLE mdLASTREV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">04.2019</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">#</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Neuanmeldungsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Ergibt die Prüfung durch die Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">waltung, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Vorbringen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eintretensvoraussetzung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> des Glaubhaftmachens soll verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begründeten, mit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hin keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dies gilt auch für eine erneute Anmeldung nach einer vorangegangenen, aber befristeten Rentenzusprache (BGE 133 V 263 E. 6.1; siehe auch Frey/Mosimann/Bollinger [Hrsg.], AHVG/IVG Kommentar, 2018, Mosimann, N 20 zu Art. 17 ATSG). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hingegen kann diese </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eintretensvorschrift</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">abweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Per</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">son zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Ren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in rechtlicher) Hinsicht all</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beim Entscheid über die Glaubhaftmachung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> wird die Verwaltung unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen. Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spielraum zu, den das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nachfolgende </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gericht grundsätzlich zu respektieren hat.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">#Beginn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> DOCVARIABLE mdSNAME</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IV191860</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> &lt; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> DOCVARIABLE mdLNAME</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beweismass, Glaubhaftmachen einer Änderung bei Revision und Neuanmeldung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> &lt; letzte Revision: </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> DOCVARIABLE mdLASTREV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">05.2019</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">#</span><span id="XX186"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens im Sinne des Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die Tatsachen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">änderung muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5b) erstellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtser</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heblichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen. Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine (höhere) Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom 5. Juni 2013 E. 2.3; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> [</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Intern: Weitere Textbausteine zu Neuanmeldung/Revisionsgesuch: IV191050, IV191060, IV191090, IV191100.]</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">#Ende</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> DOCVARIABLE mdSNAME</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IV191860</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">#</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung auf den Standpunkt, dass in dem vom Beschwerdeführer eingereichten Austrittsbericht der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 3. Juli 2019 zwar die neue Diagnose einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) gestellt worden sei, dass diese Diagnose aber nicht nachvollziehbar sei. Eine solche Störung zeige sich innerhalb von sechs Monaten nach einem Trauma. Der gesundheitliche Zustand sei somit unverändert (Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde zusammen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gefasst geltend, seit der letzten materiell rechtlichen Prüfung des Leistungsan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruchs in der Verfügung vom 27. November 2013 seien sechs Jahre vergangen, so dass an die Glaubhaftmachung keine hohen Anforderungen gestellt werden dürften (Urk. 1 S. 6). Gegenüber den Erkenntnissen des damals relevanten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achtens seien drei neue Diagnosen gestellt worden, so eine rezidivierende depressive Störung mit aktuell mittelgradiger Episode, eine PTBS sowie eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (Urk. 1 S. 9). Beim Vergleich mit der Symptomatik sowie den Diagnosen aus dem Jahr 2013 ergebe sich eine deutliche Verschlechterung der psychopathologischen Befundlage. So seien etwa die Konzentrations- und Merkfähigkeit inzwischen stark eingeschränkt. Die Affekti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vität sei nicht mehr nur über Strecken dysphorisch, sondern es bestehe eine dauernde niedergeschlagene, traurige, oft hoffnungslose Stimmungslage, die kaum auslenkbar sei. Neu bestünden Ängste, das Haus alleine zu verlassen, zudem sei der Affekt nur herstellbar, wenn er über sein Leiden befragt werde (Urk. 1 S. 11). Aufgrund einer starken Fokussierung auf die Beschwerden und der Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stärkung bei psychischer Belastung sei zudem die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung gestellt worden. Während bei der Begutachtung durch die Ärzte des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> von deutlichen Hinweisen auf Aggravation und Inkonsistenzen gesprochen worden sei, fänden sich nun keine Hinweise mehr auf Aggravation. Vielmehr lägen nun testpsychologisch verifizierte Befunde vor, was ebenfalls eine Veränderung darstelle (Urk. 1 S. 12 f.). Der Beschwerdeführer kam zum Schluss, dass bei drei neuen Diagnosen nicht mehr von einer Arbeitsfähigkeit von 80 bis 100 % ausgegangen werden könne (Urk. 1 S. 13). Die Beschwerdegegnerin habe eine Veränderung nur unter dem Punkt der PTBS und damit punktuell überprüft. Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin könne eine PTBS auch mit mehr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">jähriger Verzögerung auftreten, so dass die sechsmonatige Latenzzeit kein abso</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lutes Ausschlusskriterium bilde. Ferner habe die Beschwerdegegnerin eine Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlechterung hinsichtlich der depressiven Symptomatik und der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung gar nicht geprüft und damit ihre Untersuchungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflicht, die in reduziertem Mass auch bei einer Neuanmeldung gelte, verletzt (Urk. 1 S. 14). Die neuen Befunde und die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verschlechterung seien sodann von neuen Ärzten, nämlich der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, festgestellt worden (Urk. 1 S. 15). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin führte in der Beschwerdeantwort vom 16. März 2020 aus, dass aus den mit der Anmeldung eingereichten Berichten keine Hinweise hervorgehen würden, dass sich der Gesundheitszustand sowie die Arbeitsfähigkeit verschlechtert hätten. Zwar fände sich neu die Diagnose einer PTBS, welche jedoch auf den im Jahr 2001 erlittenen Arbeitsunfall zurückgeführt werde. Anhaltspunkte, wonach die Symptome der PTBS erst nach dem 27. November 2013 aufgetreten wären, fänden sich im Bericht der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht. Bereits in den damaligen Berichten der behandelnden Ärzte sei die Differentialdiagnose einer andauernden Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung in Erwägung gezogen worden. Auch die beiden anderen Diagnosen einer somatoformen Schmerzstörung sowie einer schweren depressiven Episode seien damals bereits aufgeführt worden und es sei festgehalten worden, dass der Beschwerdeführer nicht arbeitsfähig sei (Urk. 5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In seiner Replik vom 12. Juni 2020 betonte der Beschwerdeführer, dass für die Glaubhaftmachung einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes der psychopathologische Befund und der Schweregrad der Symptomatik sowie die damit verbundenen Funktionseinschränkungen entscheidend seien (Urk. 10 S. 2). Zum Vergleich sei auf den medizinischen Sachverhalt abzustellen, wie er sich im Zeitpunkt der leistungsabweisenden Verfügung vom 27. November 2013 präsen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tiert habe. Diese Verfügung habe auf dem Gutachten der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> AG basiert. In diesem habe sich – im Gegensatz zum aktuellen Bericht der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> - das Bild einer chronifizierten mittelschweren Depression sowie einer somatoformen Schmerz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störung nicht erhärten lassen (Urk. 10 S. 3). Die Beschwerdegegnerin habe über</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dies den Umstand, dass der Beschwerdeführer am 22. Mai 2019 aufgrund der Verschlechterung seines Gesundheitszustandes habe hospitalisiert werden müssen, gänzlich ausser Acht gelassen. Insgesamt entstehe der Eindruck, dass sich die Beschwerdegegnerin nicht die Mühe gemacht habe, sich mit sämtlichen relevanten Befunden auseinanderzusetzen (Urk. 10 S. 4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht nicht auf das neue Leistungsbegehren des Beschwerdeführers vom 1. November 2019 eingetreten ist, beziehungsweise ob dieser glaubhaft gemacht hat, dass sich sein Gesundheits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zustand seit Erlass der in Rechtskraft erwachsenen Verfügung vom 27. November 2013 (Urk. 6/230) in anspruchserheblicher Weise verschlechtert hat.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">&lt;weitgehend übernommen aus IV.2014.00052, mit einigen Anpassungen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sowie Ergänzungen hinsichtlich der konkreten Diagnosen, der Arbeitsfähigkeit, der Befunde und beklagten Beschwerden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">&gt;</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Massgeblich für die Beurteilung des Gesundheitszustandes im vergleichsrele</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vanten Zeitpunkt der leistungsabweisenden Verfügung vom 27. November 2013 war die rheumatologische und psychiatrische Untersuchung des Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führers vom 20. Juni 2013 durch die Gutachter der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> AG (Urk. 6/214). Die Einschätzung der dortigen Gutachter war für das Sozialversicherungsgericht in seinem Urteil vom 23. September 2014 entscheidend, worin es keine relevante Veränderung des Gesundheitszustandes gegenüber der Situation von 2008 fest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gestellt hat. Das Gericht setzte sich vor allem ausführlich mit der in einigen Punkten abweichenden Einschätzung des psychiatrischen Privatgutachters des Beschwerdeführers Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und dessen Gutachten vom 31. Mai 2014 (Urk. 6/238/13) auseinander; die Gesamteinschätzung des Sozialversicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerichts wurde danach vom Bundesgericht im Urteil vom 11. Februar 2015 bestätigt (Urk. 6/242). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer klagte damals in der psychiatrischen Begutachtung über ständige Schmerzen im ganzen Körper von starker Ausprägung. Seit dem Unfall gehe es ihm psychisch schlecht. Die Stimmung sei depressiv, oft denke er an Suizid und vor etwa zwei Jahren habe er einmal in suizidaler Absicht Tabletten eingenommen (Urk. 6/214/15). Er fühle sich hoffnungslos, perspektivlos und habe jegliche Ziele verloren. Er erlebe sich antriebsarm, lustlos, sei oft müde und erschöpft sowie reizbar. Weiter leide er unter schmerzassoziierten Ein- und Durchschlafstörungen. Das Konzentrationsvermögen sei ausgesprochen gering und das Gedächtnis schlecht geworden. Es gebe nichts, was ihm Freude bereite, und er möge nicht mit Bekannten und Freunden kommunizieren (Urk. 6/214/14 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer sei im Kontaktverhalten eher zurückhaltend gewesen und habe demonstrativ leidend gewirkt, der Rapport sei beschwerdefixiert gewesen. Das Explorationsgeschehen sei aufmerksam und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">attent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> verfolgt worden, erst gegen Ende der Exploration habe das Konzentrationsvermögen leicht nachge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lassen. Es sei dem Beschwerdeführer schwergefallen, sich aus der demonstrierten Leidensfixierung zu lösen und sich auch auf andere Gesprächsinhalte rasch ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zustellen. Der formale Gedankengang sei zäh und gelegentlich leicht depressiv gehemmt gewesen. Eine durchgehende, depressive Denkhemmung habe sich aber nicht gezeigt. Die Merkfähigkeit und das Gedächtnis hätten keine Defizite aufge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wiesen. Die Willenskräfte des Beschwerdeführers seien strukturiert und zielge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtet gewesen. Sein Verhalten zeige klar eine Willenssteuerung des demonstra</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tiv vorgetragenen Leidensbildes mit histrionischen Zügen. Insgesamt habe er psychomotorisch angespannt gewirkt, wobei Gestik und Mimik sehr ausdrucks</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reich gewesen seien. In der emotional-affektiven Schwingungsfähigkeit habe der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführer eingeengt gewirkt. Die Affektlage sei über Strecken dyspho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">risch, teilweise depressiv gedrückt gewesen. Eine durchgehende Depressivität lasse sich nicht ausmachen. Ein ausgewiesener sozialer Rückzug in allen Lebens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bereichen bestehe nicht. Weiter seien die Urteils- und Kritikfähigkeit ausreichend erhalten. Der Beschwerdeführer erlebe sich jedoch subjektiv vollständig invalidi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">siert und leistungsinsuffizient. Auch sei keine Veränderungsmotivation erkenn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bar gewesen (Urk. 6/214/19).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammenfassend wurde aus psychiatrischer Sicht festgehalten, dass der Beschwerdeführer anlässlich der psychiatrischen Exploration ein Ganzkörper-Schmerzsyndrom beklagt habe, das sich nach einem Arbeitsunfall mit einer BWK 12-Kompressionsfraktur und operativer Versorgung des Bruches eingestellt habe. Der Beschwerdeführer habe ein demonstrativ klagsames Zustandsbild präsentiert. Er habe das Bild einer histrionisch getönten Schmerzfehlverarbeitung und Selbst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">limitierung gezeigt. Es seien zahl</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reiche Inkonsistenzen zwischen dem Befund und den angegebenen Beschwerden auszumachen gewesen. Das Verhalten des Beschwerdeführers habe sich als ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">drücklich demonstrativ, aber bewusstseins</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nah gesteuert erwiesen (Urk. 6/214/20 f.). Die Diagnose einer anhaltenden soma</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">toformen Schmerzstörung könne nicht bestätigt werden. Es mangle an einem engen Zusammenhang zwischen der Entwicklung des Schmerzsyndroms einer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seits und einer ausgeprägten psychoso</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zialen Belastungssituation oder einem schwerwiegenden innerseelischen Konflikt andererseits. Die aktuell bestehende psychosoziale Belastungssituation sei sekundär, das heisse nach der Entwicklung des Schmerzsyndroms entstanden. Sie könne nicht als Beleg für eine schwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wiegende Belastung als Auslöser der Entwicklung eines somatoformen Schmerzsyndroms angenommen werden (Urk. 6/214/21 und 6/214/23).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die vom Beschwerdeführer vorgetragenen Beschwerden müssten, wie bereits früher </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">psychiatrischerseits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> festgestellt worden sei, als Ausdruck einer ausgepräg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Aggravation und dysfunktionalen histrionisch getönten Symptomver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arbeitung ohne eigenen psychischen Krankheitswert betrachtet werden. Auch die von den behandelnden Ärzten im Psychiatriezentrum </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> benannte chronifizierte Depression mittelgradiger Ausprägung lasse sich mit den psycho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pathologischen Befunden nicht erhärten. Nur wenn man die subjektiv vom Beschwerdeführer vorgetragenen Beschwerden und Beeinträchtigungen zugrunde legen würde, könnte man zu dieser Diagnose gelangen. Mit Blick auf die Inkon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sistenzen auf der Befundebene sowie das demonstrative Verhalten des Beschwerdeführers lasse sich eine depressive Störung von mittelgradiger oder gar schwerer Ausprägung nicht bestätigen. Aktuell könne man allenfalls das Bild einer leichten depressiven Symptomatik, wohl bei rezidivierender depressiver </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Störung (Urk. 6/214/23), ausmachen, welches jedoch für die Arbeitsfähigkeit keine Relevanz habe. Auch die in der Vergangenheit diskutierte Diagnose einer anhaltenden Persönlichkeitsänderung nach einer Extrembelastung könne nicht aufrechterhalten werden. Aus rein psychiatrischer Optik sei der Beschwerdeführer daher medizinisch-theoretisch in der Lage, sowohl die zuletzt ausgeübte Tätigkeit wie auch jegliche andere Tätigkeit, die seinem körperlichen Belastungsprofil ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spräche, zu verrichten (Urk. 6/214/21 und 6/214/23 f.). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ferner wurde bemerkt, dass die Laborwerte einer am 20. Juni 2013 beim Beschwerdeführer entnommenen Blutprobe gezeigt hätten, dass die angegebenen Psychopharmaka nicht und die Analgetika unterdosiert beziehungsweise eben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">falls nicht (Tramadol) eingenommen worden seien, weshalb Zweifel an der Compliance des Beschwerdeführers bestünden (Urk. 6/214/20 und 6/214/35).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Rahmen der rheumatologischen Untersuchung des Beschwerdeführers durch den Facharzt der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> AG hielt dieser eine weitgehend intakte Funktion der Hals- und Lendenwirbelsäule fest, einzig im thorakolumbalen Übergang könne eine Bewegungsrestriktion festgestellt werden, neurologische Auffälligkeiten seien keine vorhanden. Es wurden die Diagnosen eines </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chronifizierten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">thorakospondy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">logenen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lumbospondylogenen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Schmerzsyndroms nach einer Berstungsfraktur BWK 12 und Spondylodese Th11/12 mit Beckenspan am 15. Mai 2002 wegen Pseudarthrose und eines chronifizierten Weichteilschmerzsyndroms mit deutlicher Dekonditionierung gestellt, die Auswirkungen auf die Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit in der letzten Tätigkeit hätten (Urk. 6/214/23). Als Plattenleger sei der Beschwerdeführer zu 100 % arbeitsunfähig. Vom Bewegungsapparat her sei ihm jedoch eine dem Leiden angepasste rückenschonende Arbeitstätigkeit während 8 ½ Stunden pro Tag zumutbar. Allenfalls bestehe zu Beginn eine Leistungsein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">busse von 20 % infolge einer allgemeinen Dekonditionierung, die aber medizi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nisch-theoretisch innert sechs Monaten durch ein entsprechendes Kraftausdauer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">training beziehungsweise durch eine Kreislaufaktivierung korrigierbar sei (Urk. 6/214/22). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die MEDAS-Gutachter führten zusammengefasst folgende Diagnosen mit Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf (Urk. 6/214/23):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Chronifiziertes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">thorakospondylogenes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">lumbospondylogenes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> Schmerz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">syndrom nach Berstungsfraktur BWK 12 und Spondylodese Th11/12 mit Beckenspan am 15. Mai 2002 wegen Pseudoarthrose nach Erstversorgung mit Fixateur extern Th11-L1 am 18. Mai 2001</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Weichteilschmerzsyndrom, chronifiziert und mit deutlicher Dekon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ditionierung</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit blieben die:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Anhaltende, leichte depressive Symptomatik, wohl bei rezidivierender depressiver Störung (ICD-10 F33.0) sowie eine</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Dysfunktionale, histrionisch geprägte Schmerzverarbeitung mit Aggrava</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">tion bei histrionischer Persönlichkeitsprägung (ICD-10 Z73.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Als zusammengefasstes Belastungsprofil beider Disziplinen stellten die Gutachter fest, eine Tätigkeit sollte kein repetitives Tragen und Anheben von Gewichten über 7 kg beinhalten, repetitives Bücken und Aufrichten sowie monotones Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">neneigen des Rumpfes sollten vermieden werden, ebenso Arbeiten, bei denen es zu hohen Vibrations- und Schlageinwirkungen auf den Oberkörper komme oder bei denen in Kauerposition gearbeitet werden müsse. Ansonsten sei der Versi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cherte im Stande, alle dem Ausbildungs- und Kenntnisstand entsprechenden Tätigkeiten einfacher und durchschnittlicher geistiger Art mit einfachem Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">antwortungsbereich auszuführen. Dabei bestehe eine Arbeitsfähigkeit in der Grössenordnung von 80 %, welche bei Rekonditionierung binnen sechs Monaten auf 100 % steigerbar sei (Urk. 6/214/25).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer stützte seine Neuanmeldung auf den Austrittsbericht der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 3. Juli 2019 (Urk. 6/273/2-6). Der leitende Arzt Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sowie der Psychologe </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. phil. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> berichteten über den Aufenthalt des Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führers vom 22. Mai bis 2. Juli 2019 im Rahmen einer stationären Trauma</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">therapie. Einleitend beschrieben die Fachpersonen den Beschwerdeführer als klagsam und sehr leidend wirkend, seit einem Arbeitsunfall 2001 mit einem Sturz aus etwa fünf Metern Höhe traumatisiert mit andauernden körperlichen Schmerzen, depressiver Symptomatik und Hoffnungslosigkeit bezüglich einer Verbesserung des Zustandsbildes. Derzeit bestünden starke Spannungen in der Familie aufgrund finanzieller Sorgen und Schuldgefühlen gegenüber der hart arbeitenden und alleine verdienenden Ehefrau und ohne Unterstützung durch das Sozialamt (Urk. 6/273/2). Der Beschwerdeführer habe seither ständig Erinne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungen an den Sturz, die Bilder würden sich täglich wiederholen. Eine Notfallbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">handlung nach erlittenem Priapismus sei für ihn sehr traumatisch gewesen. Er sei seit vielen Jahren in der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in Behandlung und seit 2016 würde die Therapie zunehmend spezifisch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">traumatherapeutisch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erfolgen, bisher jedoch nicht den gewünschten Erfolg zeigen. Hinderlich erwiesen sich ein starkes Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">meidungsverhalten und eine gewisse Fixierung auf die Schmerzproblematik. Der Beschwerdeführer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">klage</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> über ständige Schmerzen, vor allem im Rücken und fühle sich kraft- und lustlos. Er schlafe nachts kaum und habe Angst vor dem Einschla</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fen, da vor allem nachts die Bilder vom Unfall kämen. Zu Hause könne er sich auf fast nichts konzentrieren, die Mitarbeit im Haushalt sei unmöglich. Ferner verlasse er das Haus alleine kaum noch. Der Unfall habe sein Leben völlig verän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dert (Urk. 6/273/3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Fachpersonen der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> diagnostizierten eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1), eine PTBS (ICD-10 F43.1) sowie eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.40). Im Befund habe der Beschwerdeführer das Leiden und die Schmerzen stark demonstriert. Er sei offen und zugewandt, aber inhaltlich stark auf das Leiden und den Krankheitsverlauf eingeschränkt. Konzentrations- und Merkfähigkeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">störungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">würden anamnestisch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vorliegen. Sofern man in seinem Leid mit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwinge, sei der affektive Kontakt gut herstellbar. Zeitweise wirke der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführer unterschwellig gereizt. Seine Stimmungslage sei depressiv niederge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schlagen, traurig sowie oft hoffnungslos und zudem kaum auslenkbar. Gemäss den Fachpersonen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bestünden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ein starker sozialer Rückzug, ferner Ängste, das Haus alleine zu verlassen, Ängste vor dem Einschlafen und Grübeln und ständiges Wiederholen des Leids und der Schmerzen. Auch genaueres Nachfragen führe nicht zu spezifischeren Angaben hinsichtlich der Schmerzen. Hinweise für Wahn- und Sinnestäuschungen lägen nicht vor, jedoch Symptome einer PTBS mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hyperarousal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Schreckhaftigkeit, Intrusionen, Gefühlen der emotionalen Taubheit und Zukunftslosigkeit (Urk. 6/273/3). Testdiagnostisch lägen Hinweise für eine PTBS und eine schwere depressive Symptomatik vor (Urk. 6/273/3-4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Während des stationären Aufenthaltes auf der Spezialstation für Traumafolge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">störungen habe der Beschwerdeführer an einem intensiven und interdisziplinären Behandlungsprogramm teilgenommen, welches Einzel- und Gruppenpsycho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">therapie sowie Kunst-, Ergo-, Bewegungs-, Physio- und Milieutherapie umfasst habe (Urk. 6/273/4). Die Fachpersonen hielten im Austrittsbericht fest, der Beschwerdeführer habe seit Beginn der Behandlung sehr klagsam bezüglich der Symptomatik und der Krankengeschichte imponiert. Die Inhalte der Psycho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">edukation zu Traumafolgestörungen und Schmerzstörungen seien nur teilweise aufgenommen und verstanden worden, möglicherweise auch wegen Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schränkungen im Bereich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Konzentration und Gedächtnis. Eine Konfrontation des Unfallereignisses mit EMDR habe wegen Verständnisproblemen bezüglich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> des Interventionsverfahrens abgebrochen werden müssen, so dass die Bearbeitung durch prolongierte Exposition erfolgt sei. Dabei habe sich im Moment des Falls eine starke Schreckreaktion gezeigt, so dass der Beschwerdeführer bei jedem Durchgang habe </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">reorientiert</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> werden müssen. Er habe im Verlauf von einer leich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten Habituation der Angst berichtet. Zum Schluss sei der Beschwerdeführer stimmungsmässig aufgehellt wahrgenommen worden; diese Ansicht habe er selbst jedoch nur ansatzweise teilen können (Urk. 6/273/4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In ihrer Beurteilung fassten die Fachpersonen der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zusammen, dass der Beschwerdeführer an einer depressiven Störung mit zahlreichen Symptomen im Bereich der Aktionshemmung, Energiemangel und Interesselosigkeit bei niederer Stimmungslage leide. Zudem bestünden Symptome aus allen Clustern einer PTBS </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mit Intrusionen zum Unfallereignis, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hyperarousal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in Form von Schlafstörungen und Vermeidung von Gedanken an den Unfall und die Operation im Zusammen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hang mit dem Priapismus. Der Beschwerdeführer erscheine geradezu erstarrt in der Sekunde des Unfalls, aus der er sich kaum lösen könne. Die somatoforme Schmerzstörung sei bereits vordiagnostiziert und übernommen worden, zumal während des Aufenthaltes eine starke Fokussierung auf die Schmerzen beobachtet worden sei und deren Verstärkung oft mit psychischer Belastung einhergegangen sei. Beim Beschwerdeführer scheine es zahlreiche Gründe zu geben, alte Muster nicht durchbrechen zu können. In Anbetracht des beständigen Wunschdenkens, fast ausschliesslich durch externe Interventionen gesund zu werden, sei auch längerfristig nicht mit einer Besserung des Zustandsbildes zu rechnen (Urk. 6/273/5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zum Eintritt in die stationäre Behandlung in der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> war es gemäss den Ärzten nicht wegen einer Krisenintervention gekommen, sondern zur Behandlung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> gemäss den Klinikärzten - bereits stark chronifizierten Krankheit und dies durch die Überweisung der behandelnden Ärztin des Psychiatriezentrums </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 6/273/3). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Fachpersonen der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> äusserten sich dabei nicht zur Frage einer Veränderung respektive Verschlechterung des Gesundheitszustandes, sondern berichteten über den Status des Beschwerdeführers bei Ein- und Austritt. Dabei nahmen sie Bezug auf das Unfallereignis von 2001 sowie auf die Operation infolge des medikamen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tösen Priapismus im Jahr 2010, welchen Ereignissen sie traumatisierende Folgen für den Beschwerdeführer zuschrieben und den Beschwerdeführer entsprechend zu therapieren versuchten (Urk. 6/273/4). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Diagnose einer PTBS tauchte jedoch nicht erst innerhalb der letzten Jahre auf, sie war vielmehr schon in den Jahren davor Diskussionsthema. Schon im Bericht des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">S</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pitals </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">F.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 16. August 2006 wurde der Verdacht auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">residuelle</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> PTBS erwähnt (Urk. 6/80/4). Im Privatgutachten des Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führers von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 31. Mai 2014 wurde die Oberärztin des Psychiatriezentrums </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">G.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, zitiert, die Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> gegenüber in einem Gespräch dargetan habe, der Beschwerdeführer spreche perseverierend davon, dass ihm der Unfall nicht aus dem Kopf gehe, das typische Bild einer posttraumatischen Belastungsstörung sei jedoch nicht vorhanden (Urk. 6/238/26). Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> untersuchte den Beschwerdeführer bewusst durch genaueres, teil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weise auch konfrontatives Nachfragen zum Unfallhergang und der initialen Krankengeschichte. Dabei und auch im Zusammenhang mit den akutpsychiatri</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen Hospitalisationen stellte er beim Beschwerdeführer ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hyperarousal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vermehrtem Schwitzen, Atemnot und Tachykardie und einem leicht dissoziativen Zustand fest. Dennoch stellte er keine Diagnose einer PTBS (Urk. 6/238/30 f.), sondern subsumierte dessen Zustände zusammen mit anderen psychiatrischen Befunden unter die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung, mittel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gradig bis schwergradig mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.21). Dieser auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fällige psychische Zustand wurde im Austrittsbericht der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erwähnt. Es wurde festgehalten, dass der Beschwerdeführer insbesondere auch deswegen seit vielen Jahren in der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in Behandlung stehe und seit 2016 auch zunehmend spezi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fisch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">traumatherapeutisch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 6/273/3). Dieser Befund führte die Fachpersonen der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zusammen mit einer Testung zur Diagnose der PTBS (Urk. 6/273/4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Diese Darlegungen zeigen, dass dieser Sachverhalt nicht neu, sondern hinlänglich bekannt ist, in der Vergangenheit bereits ärztlicherseits diskutiert, therapiert und gewürdigt wurde, allerdings nicht mit der immer gleichen Diagnosebezeichnung. Dies ist jedoch nicht relevant, vielmehr ist entscheidend, dass damit von keiner neu entdeckten oder neu eingetretenen Gesundheitsschädigung auszugehen ist. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer machte geltend, die in der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erhobenen Befunde würden - im Vergleich zu denjenigen in der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> AG - eine Verschlechterung klar auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zeigen (Urk. 1 S. 7 f. und S. 9 f.). Er verkennt dabei jedoch, dass die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Gutachter ihre Einschätzung objektiv und nicht gestützt auf die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers widergaben und explizit festhielten, dass gerade die von der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Behandlerin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> gestellte Diagnose einer mittelgradigen oder sogar schweren Depression nur gestellt werden könnte, wenn den subjektiv vorge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tragenen Beschwerden und Beeinträchtigungen gefolgt werden würde (Urk. 6/214/23). Die übrigen von den Fachpersonen der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> gestellten Diagnosen wurden in gleicher beziehungsweise aus dem gleichen Beschwerdebild stammen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der Form bereits durch die Gutachter der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> AG geprüft und nach der Explo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ration des Beschwerdeführers verneint. So kamen sie zum Schluss, dass die aus dem Formenkreis der PTBS stammende Diagnose einer anhaltenden Persönlich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keitsänderung nach Extrembelastung (vgl. Urk. 6/182) nicht aufrechterhalten werden könne (Urk. 6/214/23). Ferner könne die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung nicht bestätigt werden. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die lediglich stichwortartig aufgeführten Befunde der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 6/273/3) basieren in weiten Teilen auf den Angaben des Beschwerdeführers. So wurden etwa die sehr stark schwankenden Konzentrations- und Merkfähigkeitsstörungen lediglich anamnestisch erhoben, gleiches gilt für die geschilderten Ängste und den sozialen Rückzug. Die Befunde weisen im Vergleich zu den Schilderungen des Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führers im Vergleichszeitpunkt keine erheblichen Änderungen auf. Die geklagten Schlafstörungen wurden bereits im Vorverfahren erhoben (Urk. 6/214/14), ebenso schilderte der Beschwerdeführer bereits damals einen sozialen Rückzug, Erschöpfung, Müdigkeit und Hoffnungslosigkeit sowie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Suizidgedanken, welche 2013 zu einem stationären Aufenthalt geführt hatten (Urk. 6/214/13-15 und 6/226/2). Auffallend ist, dass die Fachpersonen der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> darauf hinwiesen, dass der Beschwerdeführer sein Leiden und die Schmerzen stark demonstriert habe und im Wunschdenken verharre, durch externe Interventionen gesund zu werden. Dies stimmt mit der Einschätzung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gutachter überein, welche einen leidensbetonten und beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fixierten sowie demonstrativ leidenden Beschwerdeführer beschrieben (Urk. 6/214/18-19). Dies alles lässt eine objektive Verschlechterung des Gesundheitszustandes nicht glaubhaft erscheinen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zur depressiven Symptomatik bleibt anzumerken, dass diese im Rahmen einer rezidivierenden depressiven Störung im Sinne von ICD-10 F33, wie sie auch im Gutachten der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> AG als damals leichte Episode im Sinne von ICD-10-F33.0 erwähnt worden war, definitionsgemäss in schwankenden Episoden verläuft (vgl. Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], 10. Auflage, S. 176). Dies geht auch aus dem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Bericht hervor, wo nun eine «gegenwärtig» mittelgradige Episode (F33.1) festgehalten wurde, gleichwohl sich das Stimmungsbild des Beschwerdeführers bei Austritt bereits aufgehellter präsentiert habe und er kontaktfreudiger geworden sei. Schon früher - so anläss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich der Begutachtung durch Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 2014 - war ebenfalls von mittelgradi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen Episoden bis zu einer schweren Ausprägung mit somatischem Syndrom die Rede (Urk. 6/238/13), welcher Darstellung – wie im Urteil des Gerichts dargelegt wurde – nicht gefolgt werden konnte. Damit ist auch in dieser im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Bericht gestellten Diagnose keine relevante Verschlechterung auszumachen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Wie die Fachleute der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ausführten, wurde die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.40) aus den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorakten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> übernommen (Urk. 6/273/5). Sie nahmen damit diese Diagnose wieder auf, die durch die Gutachter der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> AG in Auseinandersetzung mit den bereits damals vorhandenen, anders lauten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den Berichten der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 6/162) und der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Psychiatriezentrum </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 6/168), als </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nicht zutreffend</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> verneint worden war, was vom Gericht in seinem Urteil in der Folge als überzeugend eingestuft wurde. Mit der Begründung im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Bericht allein, es habe während des Aufent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">halts eine starke Fokussierung auf die Schmerzen beobachtet werden können und sie seien oft mit einer psychischen Belastung einhergegangen (Urk. 6/273/5), zeigen die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Ärzte jedoch auch bei dieser Diagnosestellung keinerlei Neu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erungen hinsichtlich des geklagten Ausmasses oder der Beschwerden dieser Stö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung auf. Es ist vielmehr wieder von einer anderen Betrachtungsweise des gleichen Beschwerdebildes auszugehen und eine wesentliche Veränderung damit nicht glaubhaft gemacht.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Auch die Ärzte der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> beschrieben den Beschwerdeführer in ihrem kurzen Bericht als jemanden, der sehr klagsam auftrat und die Schmerzen stark demonstrierte. In der Ausdrucksweise war er logorrhoisch und inhaltlich stark auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">das Leiden und den Krankheitsverlauf eingeschränkt (Urk. 6/273/3). Damit zeigte er ein ähnliches Bild wie anlässlich der Begutachtung durch die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> AG. Auch sein Privatgutachter Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> hatte von monotonen und redundanten Klagen des Beschwerdeführers berichtet, er hatte diese jedoch – anders als die Gutachter der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> AG - keiner Bewusstseinsnähe und damit keinem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aggravatorischen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Verhalten, sondern einer krankhaften dysfunktionalen Krankheitsbewältigung zugeschrieben. Das hiesige Gericht befasste sich ausführlich mit diesen unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schiedlichen Auffassungen des Auftretens des Beschwerdeführers in seinem Urteil vom 23. September 2014 und folgte in der Einschätzung den Gutachtern der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> AG (vgl. Urk. 6/240/17 f.). Die Tatsache somit, dass die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Ärzte nun dieses ähnliche Verhalten des Versicherten nicht als </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aggravatorisch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> einstuften, sich vielmehr nicht weiter damit befassten, lässt unter den beschriebenen Umständen ebenfalls keine wesentliche Änderung glaubhaft machen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sodann fanden bereits mehrfach stationäre Aufenthalte statt, so etwa zweimal im Jahr 2010 sowie einmal in den Jahren 2012 und 2013, was die Gutachter der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> AG in ihrer Beurteilung berücksichtigt hatten (Urk. 6/214/10-11 und Urk. 6/223).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Wie gesagt, erfolgte dieser neue Aufenthalt wiederum aufgrund eines Therapieversuches; insofern lässt sich allein aus dem Ereignis eines weiteren stationären Aufenthaltes keine massgebende Verschlechterung des Gesundheits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zustandes herauslesen (vgl. Urk. 10 S. 4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Überdies äusserten sich die Fachpersonen der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> weder zu den funktionellen Auswirkungen ihrer erhobenen Befunde noch zur Leistungsfähigkeit und Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit des Beschwerdeführers, so dass eine massgebende Verschlechterung mit Auswirkung auf den Invaliditätsgrad nicht genügend glaubhaft gemacht wurde. Die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Fachpersonen schlossen ihre Beurteilung mit der Einschätzung, dass in Anbetracht des Wunschdenkens nach Genesung durch vordergründig externe Interventionen längerfristig nicht mit einer Besserung des Zustandsbildes zu rechnen sei. Damit bestätigt sich das subjektive Krankheitserleben des Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führers mit starkem Demonstrieren von Leid und Schmerzen, wie es sich bereits anlässlich der Begutachtung im Sommer 2013 gezeigt hatte – etwa indem die Gutachter von einer fehlenden Veränderungsmotivation sprachen (Urk. 6/214/19).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammengefasst ist es dem Beschwerdeführer nicht gelungen, eine massgebende Verschlechterung seines Gesundheitszustandes mit Auswirkung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">auf den Invalidi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tätsgrad</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> glaubhaft zu machen. Die Beschwerde ist </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">somit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">abzuweisen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. 1‘000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgesetz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">es</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> über</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung, IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">legen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">700</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">dem</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Kaspar Gehring</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>Fehr<span> </span>Klemmt</p><p></p></div> </div></body></html>