U r t e i l v o m 11 . S e p t e m b e r 2 0 1 4 Besetzung Richter Maurizio Greppi (Vorsitz), Richter Daniel Stufetti, Richter David Weiss, Gerichtsschreiber Yves Rubeli. Parteien A._______, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Renten der Schweizerischen Invalidenversicherung, Verfügung IVSTA vom 30. Juli 2012. B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-4535/2012 C-4535/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. Mit Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-5718/2009 vom 11. Januar 2011 (IV-act. 60) wurde die Beschwerde des 1950 geborenen , in Deutschland wohnhaften A._______ (im Folgenden: Beschwerdeführer) insofern gutgeheissen, als dass die angefochtene Verfügung vom 20. August 2009 (IV-act. 46) aufgehoben und die Sache an die IV -Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA; im Folgenden auch: Vorinstanz) z u- rückgewiesen wurde, damit diese nach Einholung von ergänzenden ka r- diologischen und orthopädi sch/rheumatologischen Berichten über die in Betracht fallenden Leistungsansprüche neu verfüge. B. Nach Beizug des vom Sozialgericht B._______ veranlassten o rthopä- disch-unfallchirurgischen Sachverständigeng utachtens von Dr. med. C._______, Arzt für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Rheumatologie, vom 8. Dezember 2010 (IV -act. 70) sowie nach Einho- lung eines kardiologischen Gutachtens von Dr. med. D._______, Fac h- arzt für Innere Medizin, E._______, Kardiologie B._______, vom 16. März 2012 (IV-act. 99) und einer Stellungnahme von Dr . med. F._______, Arzt des m edizinischen Dienstes der Vorinstanz , vom 12. Juni 2012 (IV - act. 103) wurde dem Beschwerdeführer mit Vorbescheid vom 18. Juni 2012 (IV -act. 104) die Abweisung seines Rentenbegehrens in Aussi cht gestellt. Nach Prüfung des dagegen am 12. Juli 2012 erhobenen Ei n- wands (IV-act. 105) verfügte die Vorinstanz am 30. Juli 2012 im angekün- digten Sinne (IV-act. 106). C. Gegen die Verfügung der Vorinstanz erhob der Beschwerdeführer am 20. August 2012 Beschwerde (Poststempel: 30. August 2012) und bean- tragte sinngemäss die Zusprache der gesetzlichen Leistungen. In prozes- sualer Hinsicht ersuchte der Beschwerdeführer sinngemäss um Gewäh- rung der unentgeltlichen Rechtspflege hinsichtlich der Verfahrenskosten (BVGer-act. 1 und Eingabe vom 3. Dezember 2012 [BVGer-act. 8]). Mit Zuschrift vom 1. September 2012 reichte der Beschwerdeführer medizini- sche Berichte ein (BVGer-act. 3). Die Vorinstanz beantragte mit B e- schwerdeantwort vom 19. Oktober 2012 die Abweisung der Beschwerde (BVGer-act. 5). Mit Verfügung vom 1. Februar 2013 wurde das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege gutge heissen C-4535/2012 Seite 3 (BVGer-act. 13). Replicando und duplicando hielten die Parteien an ihren Anträgen fest (BVGer-act. 17 und 19). D. Auf die Ausführungen der Parteien und die ein gereichten Akten wird, s o- weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerde n gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Zu den a n- fechtbaren Verfügungen gehören jene der schweizerischen IV -Stelle für Versicherte im Ausland, die zu den Vorinstanzen des Bu ndesverwal- tungsgerichts gehört (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 [IVG, SR 831.20]). Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 1.2 Im Streit liegt die Verfügung der IV-Stelle für Versicherte im Ausland vom 30. Juli 2012. Das Bundesverwaltungsgericht ist somit zur Beurte i- lung der Beschwerde zuständig. 1.3 Das VwVG findet keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist (Art. 3 Bst. dbis VwVG). 1.4 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgeno m- men; er ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Anfechtung (Art. 59 ATSG). Er ist d a- her zur Beschwerde legitimiert. 1.5 Auf die frist- und formgerecht (Art. 60 ATSG und Art. 52 VwVG) einge- reichte Beschwerde ist einzutreten. C-4535/2012 Seite 4 2. 2.1 Zu beurteilen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat. 2.2 Die Vorinstanz begründete die angefochtene, den Rentenanspruch des Beschwerdeführers verneinende Verfügung damit, aus den vorli e- genden medizinischen Gutachten gehe hervor, dass beim Beschwerd e- führer keine ausreichende durchschn ittliche Arbeitsunfähigkeit während eines Jahres bestanden habe. Trotz Gesundheitsbeeinträchtigung sei ihm eine angepasste, rentenausschliessende Tätigkeit zumutbar. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als selbständigerwerbender Elektrogerätehändler (Handel vo n Elektrogeräten, Lieferung und Reparaturen mit Hilfe) en t- spreche einer leichten bis mittelschweren körperlichen Belastung. Aus or- thopädisch-rheumatologischer Sicht sei dem Beschwerdeführer diese a n- gestammte Tätigkeit auf Grund des Gutachtens von Dr. C._______ voll- zeitig zumutbar. Es bestehe auch kein Hinweis auf eine koronare Herze r- krankung. Für die Bemessung des Invaliditätsgrades sei es unerheblich, ob eine zumutbare Tätigkeit tatsächlich ausgeübt werde. Der in Deutsc h- land festgesetzte Grad der Behinderu ng, für welchen andere Kriterien massgebend seien, sei für die schweizerische Invalidenversicherung nicht verbindlich (IV-act. 106 S. 2, vgl. auch BVGer-act. 8). 2.3 Demgegenüber stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, er leide seit Jahren an körp erlichen Beschwerden, aufgrund welcher er arbeitsunfähig sei (BVGer -act. 1), wobei er auf seinen deutschen Schwerbehindertenausweis vom 8. Februar 2010 verweist (mit Angabe eines Behinderungsgrades [GdB] von 50, gültig ab 11. September 2009 [Beilage zu BVG er-act. 3]). In seiner Stellungnahme vom 3. Dezember 2012 (BVG-act 8) gab der Beschwerdeführer an, dass sein Geschäft seit drei Jahren ruhe, da er keine Geräte mehr tragen könne. Ausserdem sei er seit Oktober (2012) auf dem linken Auge erblindet. Schliessl ich hielt der Beschwerdeführer in seiner letzten Stellungnahme vom 10. März 2013 fest (BVGer -act. 17), er fordere Rentenleistungen seit dem Unfall vom 23. August 2000 (Sturz von einem Baum). 3. Der im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung in Deutsch- land wohnhaft gewesene Beschwerdeführer besitzt die Schweizer Staatsbürgerschaft, weshalb sich sein Anspruch auf Leistungen der C-4535/2012 Seite 5 schweizerischen Invalidenversicherung grundsätzlich nach schweizer i- schem Recht richtet (vgl. Art. 6 IVG). 4. 4.1 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass- gebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbesta n- des Geltung haben (vgl. BGE 130 V 329). Ein allfälliger Leistungsa n- spruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bish erigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; vgl. BGE 130 V 445). 4.2 Bei den materiellen Bestimmungen des IVG und der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) ist für die Zeit ab 1. Januar 2008 auf die dannzumal in Kraft getretenen Änderungen (5. IV -Revision; AS 2007 5129 und AS 2007 5155) abzustellen. Soweit ein Rentenanspruch ab dem 1. Januar 2012 zu prüfen ist, sind weiter die mit dem ersten Mas s- nahmenpaket der 6. IV -Revision zu diesem Zeitpunkt in Kraft getreten en Gesetzesänderungen zu beachten (IVG in der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659], IVV in der Fassung vom 16. Novem ber 2011 [AS 2011 5679]). 4.3 Vorliegend macht der Beschwerdeführer zwar geltend, er habe An- spruch auf Rentenleistungen seit seinem Unfall v om 23. August 2000 (Sturz von einem Baum) . Aus dem in nachfolgender E. 9.2 Gesagten er- gibt sich indessen, dass ein allfälliges invaliditätsbegründendes Leiden überwiegend wahrscheinlich nicht vor dem 5. Juni 2008 eintrat. Für die Zeitspanne bis zum 31. Dezember 2011 ist somit das alte Recht massge- bend, für die Prüfung eines allfälligen Rentenanspruchs ab dem 1. Januar 2012 ist auf die Bestimmungen der 6. IV-Revision abzustellen. 5. 5.1 Bezüglich der vorliegend auf Grund von Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 A bs. 1 IVG zu berücksichtigenden ATSG -Normen zur Arbeitsunf ä- higkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) und zur B e- stimmung des Invaliditätsgrades (Art. 16) hat das Schweizerische Bu n- desgericht erkannt, dass es sich bei den in Art. 3 -13 ATSG enthaltenen Legaldefinitionen in aller Regel um eine formellgesetzliche Fassung der höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den entsprechenden Begriffen vor Inkrafttreten des ATSG handelt und sich inhaltlich damit keine Änderung C-4535/2012 Seite 6 ergibt, weshalb die hierzu entwickelte Rechtsprechung übernommen und weitergeführt werden kann (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1, 3.2 und 3.3). 5.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invali- dität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG); sie gilt als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht hat (Art. 4 Abs. 2 IVG). 5.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Ren- te, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Inval i- ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. Laut Art. 29 Abs. 4 IVG werden jedoch Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die ihre n Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, was laut Rechtsprechung eine besondere Anspruchsvoraussetzung darstellt (vgl. BGE 121 V 264 E. 6c). Eine Au s- nahme von diesem Prinzip gilt seit dem 1. Juni 2002 für Schweizer Bü r- ger und Staatsangehörige der EU, denen bereits ab einem Invalidität s- grad von 40 % eine Rente ausgerichtet wird, wenn sie – wie der B e- schwerdeführer – in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben. 5.4 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf ei- ne Rente, welche ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufg a- benbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmas s- nahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), und die zusätzlich während eines Jahres ohne wese ntlichen Unterbruch durchschnittlich zu mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gew e- sen sind und auch nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. b und c). 5.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen h a- ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu neh men, in welchem Umfang und b e- züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine C-4535/2012 Seite 7 wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistu n- gen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI [Zeitschrift für AHI -Praxis, herausgegeben vom Bundesamt für Sozialversicherungen, BSV]) 2002 S. 70 E. 4b/cc). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist ents chei- dend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Au s- einandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuc h- tet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nac h- vollziehen kann, und ob der Experte oder die Expertin nicht auszurä u- mende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Är z- tinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, n ach- vollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Ind i- zien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt ni cht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer U m- stände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung o b- jektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche B e- deutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht z u- kommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gutachterin al- lerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV [Kranken- und Unfall- versicherung: Rechtsprechung und Verwaltungspraxis, herausgeg eben vom BSV] 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 122 V 157 E . 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c). 5.6 Nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das Sozialversicherungsg e- richt die Gesetzmässigkeit des angefochtenen Entscheids in der Regel nach dem Sachverhalt, der zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsver- fahrens gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert C-4535/2012 Seite 8 haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverf ü- gung sein (BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243; 121 V 362 E. 1b S. 366). 6. 6.1 Hinsichtlich des bis zum Urteil C-5718/2009 vom 11. Januar 2011 vorlie- genden medizinischen Sachverhalts kann auf die dort gemachten Ausfüh- rungen verwiesen werden. Den neuen medizinischen Akten ist im W e- sentlichen folgendes zu entnehmen: 6.2 In seinem orthopädisch-unfallchirurgischen Sachverständigengutach- ten vom 8. Dezember 2010 gab Dr. C._______ folgende Diagnosen an (IV-act. 70 S. 14): 1. Beginnende, nicht altersunübliche Verschleissumformung der Gelenk- verbindungen an der unteren Halswirbelsäule (ICD-10 M47.82) 2. Alterstypische F ormveränderungen der Brustwirbelsäule (ICD -10 M47.84) 3. Altersgemässe Formveränderung von Grund - und Deckplatten der Lendenwirbelsäule (ICD-10 F47.86) 4. Kalkeinlagerung in die Oberschulterblattgrätensehne rechts (ICD -10 M19.01) 5. Dem Alter nicht vorauseilende Verschleissumformung des linken Schultereckgelenkes (ICD-10 M19.01) 6. Schmerzangabe in beiden Hüftregionen (ICD-10 M25.55) 7. Oberflächliche Knorpelrauhigkeit hinter der rechten Kniescheibe (ICD- 10 M22.4) 8. Hinterer und unterer Fersensporn links (ICD-10 F77.3) 9. Spreizfuss beidseits (ICD-10 M21.4) Anamnestisch hielt Dr. C._______ fest ( IV-act. 70 S. 3 am Anfang), der Beschwerdeführer habe über viele Jahre eine selbständige Tätigkeit als Elektrokaufmann für "weisse Ware", also Haushaltgeräte wie Waschm a- schinen und Kü hlschränke, ausgeübt. Der 1984 gegründete Betrieb b e- stehe noch auf kleinem Niveau. Eine Behinderung nach Schwerbehinde r- tenrecht sei mit einem Grad der Behinderung ( GdB) von 50 anerkannt (vgl. auch Bescheid des G._______ Amtes für Versorgung und Soziales B._______ vom 3. Februar 2010 [IV-act. 77] und Ausweis vom 8. Februar 2010 [BVGer-act. 3]). C-4535/2012 Seite 9 In seiner Stellungnahme zum "Quantitativen Leistungsvermögen bzw. Ar- beitsschwere" führte Dr. C._______ aus (S. 17 Ziff. III.1), mit dem vo r- handenen Leistungsvermögen sei der Beschwerdeführer in der Lage, mehr als sechs Stunden täglich am Erwerbsleben teilzuneh men, ohne dass dies zu Lasten seiner Restgesundheit ginge oder mit unzumutbaren Beschwerden gerechnet werden müsste. Dabei seien ihm leichte bis mi t- telschwere körperliche Arbeiten abzuverlangen, was das Heben und Tr a- gen von Lasten bis 15 kg in bis zu 50 % der Arbeitszeit umfasse. Höhere Belastungen würden vorhersehbar zu schmerzhaften Reizerscheinun gen am rechten Knie und den Schultergelenken führ en. In Bezug auf d ie Ar- beitsplatzgestaltung führte Dr. C._______ aus, der Beschwerdeführer könne in allen Körperhaltungen beschäftigt werden, ein Wechselrhythmus sei nicht erforderlich. Tätigkeiten in Zwangshaltung des Halses seien i hm nur zeit weise abzuverlangen, wozu auch Überkopfarbeiten zählen wü r- den. Verrichtungen in Zwangshaltungen des Rumpfes, Hebe - und Bück- arbeiten seien dagegen möglich, sofern die formulierten Maximallasten nicht überschritten würden. Auch die Wegefähigkeit des Beschwerdefü h- rers sei nicht eingeschränkt (S. 18 Ziff. III.3). In seiner "retrospektiven Einschätzung des Leistungsvermögens bzw. Er- örterung eines Arbeitsunfalles vom August 2000 " gab Dr. C._______ an (S. 19 Ziff. IV), seit der Antragstellung am 5. November 2008 sei erst ein recht überschaubarer Zeitraum vergangen. In engem zeitlichem Zusa m- menhang dazu ha be der Internist H._______ ein sozia lmedizinisches Gutachten am 30. Januar 2009 erstattet (auf dem Formular E -213 ve r- fasster Bericht von Internist H._______, Sozialmedizin und Rehabilitat i- onswesen, Gutachter der Deutschen Rentenversicherung G._______, vom 30. Januar 2009 [IV -act. 17 = 69]). Die darin niedergelegten Unte r- suchungsbefunde würden sich - zumindest mit Blick auf den Stütz - und Bewegungsapparat - nicht wesentlich von den derzeitig en Verhältnissen des Beschwerdeführers unterscheiden. Folglich sei von wesentlichen Veränderungen in seinem Gesundheitszustand innerhalb des Antragszeit- raumes auch nicht auszugehen, so dass das in seinem Gutachten ski z- zierte Leistungsvermögen auf den gesamten, seit dem 5. November 2008 verstrichenen Zeitraum angewendet werden könne - gegebenenfalls auch auf einen solchen, der drei Monate hiervor zurückreiche. Eine quantitative Leistungsminderung sei aus orthopädisch -unfallchirurgischer Sicht nicht zu erkennen. Insofern müssten eigentlich die Folgen eines Arbeitsunfalles vom August 2000 auch nicht erörtert werden. Der guten Ordnung halber wies er darauf hin, dass sich derzeit keine dauerhaften Unfallfolgen - auf- grund welchen Ereignisses auch immer - feststellen lassen würden. C-4535/2012 Seite 10 Prognostisch hielt Dr. C._______ fest (S. 20 Ziff. V), das Leistungsvermö- gen des Beschwerdeführers sei aus orthopädischer Sicht a usschliesslich qualitativ und in geringem Masse beeinträchtigt. 6.3 Im seinem internistischen Gutachten hielt Dr. D._______, E._______, Kardiologie B._______, vom 16. März 2012 als fachgebietsspezifische Diagnosen ei nen insulinpflichtigen Diabetes mellitus, eine geringe Mitralklappeninsuffizienz mit geringer Aortenklappensklerose sowie eine Fettleber mit Aortensklerose fest (IV-act. 99/8 am Ende). In seiner Epikri- se führte Dr. D._______ aus (IV-act. 99/9-10), dass Schädigungen an Au- gen, Nerven oder an den Gefässen durch den Diabetes nicht darstellbar seien. Die in Ruhe wie unter Belastung gemessenen Blutdruckwerte se i- en normoton. Bei echokardiographisch fraglicher Wandbewegungsst ö- rung lasse sich unter Belastung keine Isch ämie nachweisen. Zusätzlich bestehe eine geringe Mitralklappeninsuffizienz sowie eine geringe Aor- tenklappensklerose, die beide ohne Einfluss auf die Erwerbsfähigkeit se i- en. Somit bestehe kein Hinweis auf eine koronare Herzerkrankung. Im Vergleich zur Vorun tersuchung habe sich am Zustand nichts geände rt; der Beschwerdeführer könne leichte Tätigkeiten verrichten. Auch die Fett- leber und die leichte Aortensklerose hätten keinen Einfluss auf die E r- werbsfähigkeit. Folgende Einsatzbeschränkungen seien zu berücksic hti- gen: keine Überkopfarbeiten und kein häufiges Heben oder Tragen (von Lasten nicht mehr als 15 kg). Der Beschwerdeführer könne Bildschirma r- beiten verrichten, dies auch ohne Hilfe anderer Personen. Die festgestel l- ten Einsatzbeschränkungen würden auf Dauer seit Januar 2012 best e- hen. In seiner gutachterlichen Stellungnahme zum Leistungsbild des Be- schwerdeführers (IV-act. 99/12) hielt Dr. D._______ fest, a uf dem allg e- meinen Arbeitsmarkt könne dieser leichte Arbeiten sechs Stunden und mehr beziehungsweise ohne zeitliche Beschränkung verrichten. 6.4 Dr. med. I._______, Arzt für Allgemeinmedizin und Sozialmedizin, Gutachter der Deutschen Rentenversicherung G._______, hielt in seinem auf dem Formular E -213 erstatteten Arztbericht vom 20. März 2012 fest, der Beschwerde führer könne seine letzte Tätigkeit als selbständiger Elektrogerätehändler oder eine angepasste leichte Tätigkeit sechs Stu n- den und mehr bzw. vollschichtig verrichten, wobei das Bücken, Heben und Tragen von Lasten nicht möglich seien (IV-act. 98). 6.5 Der Arzt des Medizinischen Dienstes der Vorinstanz, Dr. F._______, hielt schliesslich in seiner Stellungnahme vo m 12. Juni 2012 fest, au f- grund der Gutachten der Dres. C._______ und D._______ sei anzuneh-C-4535/2012 Seite 11 men, dass dem Beschwerdeführer weiterhin leichte bis mittelschwere Tä- tigkeiten vollzeitig zumutbar seien. Im angestammten Beruf sowie in einer leichten bis mittelschweren angepassten Tätigkeit habe ab 5. November 2008 eine volle Arbeitsfähigkeit bestanden (IV-act. 103, vgl. dagegen sei- ne im Urteil C-5718/2009 E. 3.1 wiedergegebene frühere Stellungnahme vom 6. Juni 2009, in welcher dem Beschwerdeführer in der bisherigen Tä- tigkeit eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit seit 20. Januar 2009 attestiert wur- de [IV-act. 43/1 am Ende]). 7. 7.1 Umstritten ist die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in der bi s- herigen und in einer angepassten Tätigkeit. Dabei erfüllen das Gutachten von Dr. C._______ vom 8. Dezember 2010 (IV-act. 70, samt ergänzender Stellungnahme vom 26. April 2011 [IV -act. 72]) und das Gutachten von Dr. D._______ vom 20. März 2012 (IV -act. 98) die rechtsprechungsg e- mässen formellen Anforderungen, welche an beweistaugliche medizin i- sche Berichte gestellt wer den (vgl. 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c) . Die Expertisen berücksichtigen die geklagten B e- schwerden, wurden in Kenntnis der medizinischen (Vor-)Akten und weite- rer Unterlagen erstattet, beruhen auf ausgedehnten klinischen, bildge- benden (IV -act. 70 S. 10) bzw. labormässigen und weiteren (Zu satz- )Untersuchungen (vgl. IV-act. 99/5-8) und sind schlüssig und wide r- spruchsfrei begründet. 7.2 In kardiologischer Hinsicht kann der Beschwerdeführer gemäss dem sorgfältig erstellten Gutachten von Dr. D._______ leichte Arbeiten ohne zeitliche Beschränkung verrichten (IV-act. 99/9, 99/12). Diesbezüglich hat sich gemäss Gutachten von Dr. D._______ am Zustand im Vergleich zur Voruntersuchung nichts geän dert. Nichts anderes ergibt sich aus dem früheren Bericht von Dr. med. J._______, Internist -Kardiologe, über die stationäre Herzkatheteruntersuchung vom 4. Dezember 2009 (IV- act. 56/3-4 = BVGer -act. 3), der sich nicht zur Arbeits- bzw. Leistungsfä- higkeit äusserte, sondern (einzig) Schonung bis zum OP -Termin empfahl (vgl. auch Stellungnahme von Dr. F._______ vom 15. Juni 2010 [ IV- act. 58] und Urteil C-5718/2009 E. 3.3 f. [IV-act. 60]), wobei sich der B e- schwerdeführer offenbar bis heute keiner Herzoperation unterzog. 7.3 In orthopädischer Hinsicht ist die Arbeitsfähigkeit sbeurteilung von Dr. C._______, nach welcher keine quantitative Leistungsminderung b e- stehe (vgl. "retrospektiven Einschätzung des Leistungsvermögens bzw. C-4535/2012 Seite 12 Erörterung eines Ar beitsunfalles vom August 2000" [ IV-act. 70 S. 19 Ziff. IV zweiter Absatz ]) bzw. das Leistungsvermögen des Beschwerd e- führers ausschliesslich (und in geringem Masse) qualitativ beeinträchtigt sei (IV-act. 70 S. 20 Ziff. V), nachvollziehbar und plausibel. Diese Ei n- schätzung der Arbeitsfähigkeit in a ngepasster Tätigkeit stimmt mit der Einschätzung des Internisten H._______ vom 30. Januar 2009 überein, nach welcher der Beschwerdefü hrer eine angepasste körperlich leich te Arbeit vollschichtig verrichten könne (vgl. IV-act. 17 S. 6 am Ende, S. 8 Ziff. 11.6). Soweit der Beschwerdeführer auf den unfallchirur gisch- orthopädischen Facharztbericht von K._______, Facharzt für Orthopädie- Chirotherapie, vom 21. März 2011 hin weist (BVGer -act. 3 = IV-act. 71), vermag dieser das Gutachten von Dr. C._______ nicht in Zweifel zu zi e- hen, da sich der Orthopäde K._______ nicht zur Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit äusserte. Dasselbe gilt auch für den Bescheid des G._______ Amtes für Versorgung und Soziales B._______ vom 3. Februar 2010 (IV-act. 77/1). In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen selbständigen Erwerbs- tätigkeit als Elektrogerätehändler ist - entgegen der Vorinstanz, welche auch die bisherige Tätigkeit als in einem vollen Pensum zumutbar be- trachtete (IV-act. 106 S. 2) - davon auszugehen, dass der Beschwerd e- führer als Elektrogerätehändler, welche Tätigkeit unter anderem das He- ben schwerer Gegenstände über 70 kg beinhaltete (vgl. dazu etwa den unfallchirurgisch-orthopädischen Bericht des Orthopäden K._______ vom 21. März 2011 [ IV-act. 71]), erheblich in seiner Arbeitsfähigkeit einge- schränkt ist. Denn Dr. C._______ gab in seinem Gutachten für das Heben und Tragen eine tiefe zumutbare Maximallast von bis 15 kg in bis zu 50 % der Arbeitszeit an und auch der Internist H._______ beurteilte in seinem Bericht vom 30. Januar 2009 die bisherige schwere Tätig keit als nicht mehr zumutbar (vgl. IV-act. 17/6). Dagegen leuchtet die diesbezüglich abweichende Akten-Beurteilung von Dr. F._______ vom 12. Juni 2012, auf welche sich die Vorinstanz abstützt und welche von seiner früheren Einschätzung vom 6. Juni 2009 abweicht (IV-act. 43/1), nicht ei n. Glei- ches gilt für die Beurteilung von Dr. I._______, Gutachter der Deutsche n Rentenversicherung G._______, vom 20. März 2012. Da die abweichen- den versicherungsinternen Beurteilungen ohne eigene Untersu chungen erfolgten, vermögen sie die Annahme einer eingeschränkten Arbeitsfähig- keit in der bisherigen Tätigkeit nicht zu erschüttern (zur Beweiskraft von Stellungnahmen der Regionalen Ärztli chen Diensten [RAD] vgl. etwa auch Bundesgerichtsurteil 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4; BGE 137 V 210 E. 1.2.1). C-4535/2012 Seite 13 Dementsprechend ist vorliegend von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit auszugehen. Was im Weiteren den nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom 30. Juli 2012 (IV-act. 106) erstatteten, vom Beschwerdeführer neu aufge- legten Bericht des Klinikums B._______ vom 7. August 2012 angeht (sta- tionäre Aufnahme aufgrund von Oberbauchschmerzen am 3. August 2012 und Entlassung in beschwerdefreiem Zustand in die ambulante Weiterbe- handlung am 7. August 2012 [BVGer -act. 3]), ist festzustellen, dass die- ser keine Rückschlüsse auf die Zeit vor Verfügungserlass erlaubt, wes- halb er nicht zu berücksichtigen ist (vgl. E. 5.6 hievor) . Gleiches gilt für die Mitteilung des Versicherten, dass er im Oktober 2012 auf dem linken Auge erblindet sei (BVGer -act. 8), welches Leiden, falls es die Arbeitsfä- higkeit im Bereich von Hilfsarbeiten beeinflussen sollte , mit Neuanme l- dung anzuzeigen wäre (vgl. E. 5.6 hievor), wobei darauf hinzuweisen ist, dass Einäugigkeit die Erwerbsfähigkeit selten beein trächtigt, da auch der Einäugige nach einer gewissen An passungszeit räumlich zu sehen ve r- mag und in v ielen beruflichen Tätigkeiten Binokularsehen nicht zwingend erforderlich ist ( Urteil des Bundesgerich ts I 29/02 vom 24. Juli 2003 E. 4.2). Und schliesslich sind auch von der Einholung von Auskünften der Land- und Forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft B._______ (vgl. das Vorbringen des Beschwerdeführers in BVGer -act. 8 und 17) keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf zu verzichten ist (antiz i- pierte Beweiswürdigung, BGE 124 V 94 E. 4b; 122 V 162 E. 1d). 7.4 Entgegen dem Antrag des Beschwerdeführers, der ausdrücklich auch "Leistungen ab Unfall 2000" beantragt hat (BVGer -act. 17), und seinen Angaben im "Fragebogen für Selbständigerwerbende" vom 15. März 2009 (IV-act. 25/1 Ziff. 3) bzw. im "Fragebogen für den Versicherten (EU)" vom 20. Juni 2011 (IV-act. 76/6), sind Einschränkungen in der Arbeitsf ä- higkeit des Beschwerdeführers jedenfalls vor Mitte 2008 zu verneinen (etwa aufgrund eines Unfalles vom 23. August 2000 [Sturz von einem Baum, IV-act. 76/2-3]). Dies ergibt sich unter anderem aufgrund der ech t- zeitlichen Unterlagen. Die Land - und Forstwirtschaftliche Berufsgeno s- senschaft G._______ verneinte mit Schreiben vom 26. September 2000 betreffend den Unfall vom 23. August 2000 den Anspruch des Beschwe r- deführers auf Verletztengeld (IV -act. 25/22, vgl. a uch 25/25). Dr. med. L._______, Facharzt für Innere Medizin/Kardiologie, gab in se i- ner Beurteilung vom 6. Mai 2008 (Untersuchungsdatum) an, der B e- schwerdeführer sei subjektiv beschwerdefrei (IV -act. 14 am Ende) und der seit 2004 behandelnde (vgl. auch IV -act. 76/4) Dr. med. M._______, C-4535/2012 Seite 14 Facharzt fü r Allgemeinmedizin, verneinte in seinem Befundbericht zum Rentenantrag zu Handen der Deutschen Rentenversicherung G._______ vom 23. Dezember 2008 eine aktuelle Arbeitsunfähigkeit aufgrund seiner letzten Untersuchung des Beschwerdeführers vom 5. Juni 2008 und auch eine Arbeitsunfähigkeit in den vorherigen zwei Jahren (IV -act. 9). Der I n- ternist H._______ hielt nach eigener Untersuchung vom 19. Januar 2009 in seinem Bericht vom 30. Januar 2009 Einsatzbeschränkungen des B e- schwerdeführers in seiner letzten Tätigkeit als Elektrogerätehändler seit 19. Januar 2009 (Untersuchungsdatum) fest (IV -act. 17 Ziff. 11.10), wel- chen Zeitpunkt Dr. F._______ in seiner Stellungnahme vom 6. Juni 2009 bestätigte (IV-act. 43/1). Nur nebenbei ist im Weiteren zu bemerken, dass im Bescheid des G._______ Amtes für Versorgung und Soziales B._______ vom 3. Februar 2010 (IV -act. 77, vgl. auch Ausweis vom 8. Februar 2010 [Beilage zu BVGer -act. 3]) festgehalten wurde, dass in den Verhältnissen, die für die Erteilung des Bescheids vom 12. Mai 2009 massgebend gewesen seien, eine wesentliche Änderung eingetreten sei, weshalb der Bescheid in dem Sinne geändert werde, dass der festgestell- te Grad der Behinderung (GdB) 50 betrage. Eine relevante Änderung der Verhältnisse ist für das G._______ Amt für Versorgung und Soziales B._______ somit nach dem 12. Mai 2009 eingetreten. 8. 8.1 Zu prüfen ist die erwerbliche Seite, insbesondere anhand welcher Me- thode der Invaliditätsgrad zu bemessen ist (Betätigungsvergleich oder allgemeine Methode des Einkommensvergleichs). 8.2 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und al l- fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes Invali- deneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Vali- deneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffer n- mässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüber gestellt we r- den, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergle ichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 und 128 V 29 E. 1). C-4535/2012 Seite 15 8.3 Hält sich die gesundheitlich beeinträchtigte Person im Ausland auf bzw. hat sie dort Wohnsitz, sind die zur Bestimmung des Invaliditätsgr a- des massgebenden Vergleichseinkommen - Validen- sowie Invalidenein- kommen - grundsätzlich unter Berücksichtigung desjenigen Ortes zu bestimmen, an dem sich die betreffende Person ohne gesundheitliche Einschränkungen aufhalten würde, jedenfalls verbietet es sich, die beiden Einkommen unter Berücksichtigung unterschiedlicher örtlicher Vorausset- zungen festzulegen (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts I 822/06 vom 6. November 2007). 8.4 Der Einkommensvergleich hat auch bei Selbständigerwerbenden in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen E r- werbseinkommen einander gegenübergestellt werden. Insoweit die fragl i- chen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden kön- nen, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu ve r- gleichen. Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuverlässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die sp e- zifische Methode für Nichterwerbstätige ein Betätigungsvergleich anz u- stellen und der Invaliditätsgrad nach Massgabe der erwerblichen Auswir- kungen der verminderten Leistungsfähigkeit in der konkreten erwerbl i- chen Situation zu bestimmen. Der grundsätzliche Unterschied des au s- serordentlichen Bemessungsverfahrens zur spezifischen Methode (Art. 28a Abs. 2 IVG) besteht darin, das s die Invalidität nicht unmittelbar nach Massgabe des Betätigungsvergleichs als solchen bemessen wird. Vielmehr ist zunächst anhand des Betätigungsvergleichs die leidensb e- dingte Behinderung festzustellen; sodann ist aber diese im Hinblick auf ihre erwerbli che Auswirkung besonders zu gewichten. Eine bestimmte Einschränkung im funktionellen Leistungsvermögen einer erwerbstätigen Person kann zwar, muss aber nicht notwendigerweise eine Erwerbsei n- busse gleichen Umfangs zur Folge haben. Wollte man bei Erwerbstätigen ausschliesslich auf das Ergebnis des Betätigungsvergleichs abstellen, so wäre der gesetzliche Grundsatz verletzt, wonach bei dieser Kategorie von Versicherten die Invalidität nach Massgabe der Erwerbsunfähigkeit zu bestimmen ist (ausserordentliches Bemessungsverfahren; BGE 128 V 29 f. E. 1; AHI 1998 S. 120 f. E. 1a und S. 252 E. 2b je mit Hinweisen). Die ausserordentliche Bemessungsmethode des erwerblich gewichteten B e- tätigungsvergleichs unterscheidet sich von der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs Unselbständigerwerbender gerade dadurch, dass bei der Einkommensermittlung nicht auf die LSE (Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstruk-C-4535/2012 Seite 16 turerhebungen, vgl. dazu nachfolgende E. 9.2.1) abgestellt wird, so ndern deren Festsetzung unter Berücksichtigung der einzelfallbezogenen Krit e- rien (Betriebsgrösse, Branche, Erfahrung des Betriebsinhabers, etc.) zu erfolgen hat (Urteil des Bundesgerichts I 707/06 vom 9. Juli 2007 E. 3.3.1 mit Hinweis). 8.5 Bezog eine versicherte Person aus invaliditätsfremden Gründen (z.B. geringe Schulbildung, fehlende berufliche Ausbildung, mangelnde Deutschkenntnisse, beschränkte Anstellungsmöglichkeiten wegen Sa i- sonnierstatus) ein deutlich unterdurchschnittliches Einkommen, ist di e- sem Umst and bei der Invaliditätsbemessung nach Art. 16 ATSG Rec h- nung zu tragen, sofern keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sie sich aus freien Stücken mit einem bescheideneren Einkommensniveau b e- gnügen wollte. Nur dadurch ist der Grundsatz gewahrt, dass die a uf inva- liditätsfremde Gesichtspunkte zurückzuführenden Lohneinbussen entw e- der überhaupt nicht oder aber bei beiden Vergleichseinkommen gleic h- mässig zu berücksichtigen sind. Diese Parallelisierung der Einkommen kann praxisgemäss entweder auf Seiten des Vali deneinkommens durch eine entsprechende Heraufsetzung des effektiv erzielten Einkommens oder aber auf Seiten des Invalideneinkommens durch eine entspreche n- de Herabsetzung des statistischen Wertes erfolgen (BGE 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen ). Eine Parallelisierung ist indessen nur vorzunehmen, wenn die Differenz zum massgebenden Durchschnitt deutlich ist. Deutlich unterdurchschnittlich im Sinne von BGE 134 V 322 E. 4 ist der tatsächlich erzielte Verdienst, wenn er mindestens 5 % vom branchenüblichen LSE -Tabellenlohn abweicht (vgl. BGE 135 V 297 E. 6.1.2). Die Parallelisierung der Einkommen trägt somit dem Umstand Rechnung, dass die versicherte Person als Invalide realistischerweise nicht den T a- bellenlohn erzielen kann, weshalb ein entsprechend tieferes Invalidenein- kommen anzunehmen ist (BGE 135 V 58 E. 3.4.3, Urteil des Bundesg e- richts 9C_488/2008 vom 5. September 2008 E. 6.4, zusammengefasst in: SZS 2008 S. 570; Urteile des Bundesgerichts I 428/04 vom 7. Juni 2006 E. 7.2.2; I 630/02 vom 5. Dezember 2003 E. 2.2.2). Kann tatsächlich oder zumutbarerweise ein durchschnittliches Invalideneinkommen erzielt we r- den, dann besteht kein Grund, ein aus wirtschaftlichen Gründen unte r- durchschnittliches Valideneinkommen auf ein durchschnittliches hochz u- rechnen. Denn mit einer solchen Vorgehensweise würden in gesetzwidr i- ger Weise Einkommenseinbussen berücksichtigt, die nicht gesundheitlich bedingt sind. Entsprechend der gesetzlichen Regelung ist somit das (z u-C-4535/2012 Seite 17 mutbare) Invalideneinkommen nicht demjenigen Einkomme n gegenüber- zustellen, das ohne Gesundheitsbeeinträchtigung bei vollständiger Au s- schöpfung des wirtschaftlichen Potenzials zumutbarerweise hätte erzielt werden können, sondern demjenigen, das konkret erzielt worden wäre (BGE 135 V 58 E. 3.4.3 in fine). Sind die Voraussetzungen der Einkommensparallelisierung erfüllt, weil die versicherte Person aus invaliditätsfremden Gründen infolge fehlender Berufsausbildung und mangelhafter Sprachkenntnisse ein unterdurc h- schnittliches Valideneinkommen erzielt hatte, welche s um mindestens 5 % unter dem branchenüblichen LSE-Tabellenlohn liegt, so vermögen die- selben Faktoren praxisgemäss nicht zusätzlich auch noch einen Leiden s- abzug zu begründen (vgl. BGE 135 V 297 E. 6.2). Bei der Durchführung der Parallelisierung ist mit Blick auf eine dem Grundsatz der Rechtsgleichheit genügende Invaliditätsgradermittlung zu vermeiden, dass diese - bei einer kontinuierlich ansteigenden Differenz zwischen tatsächlich erzieltem Lohn und branchenüblichem Durc h- schnittseinkommen - ab Erreichen des Erheblichkeitsgrenzwertes von mindestens 5 % gegebenenfalls eine sprunghafte Erhöhung des Invalid i- tätsgrades zur Folge hat. Es ist daher nur in dem Umfang zu parallelisi e- ren, in welchem die prozentuale Abweichung den Erheblichkeitsgrenzwert von 5 % übersteigt, bezweckt doch die Parallelisierung praxisgemäss nur die Ausgleichung einer deutlichen - also nicht jeder kleinsten - Abwei- chung des tatsächlich erzielten Verdienstes vom tabellarisch bestimmten branchenüblichen Referenzeinkommen (vgl. BGE 135 V 297 E. 6.1.3) 8.6 Bevor die versicherte Person Leistungen verlangt, hat sie aufgrund der Schadenminderungspflicht alles ihr Zumutbare selber vorzukehren, um die Folgen der Invalidität bestmöglich zu mindern. Ein Rentena n- spruch ist zu verneinen, wenn si e selbst ohne Eingliederungsmassna h- men, nötigenfalls mit einem Berufswechsel, zumutbarerweise in der Lage ist, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen. Für die Auslegung des unbestimmten Rechtsbegriffs der zumutbaren Tätigkeit im Allgemeinen, wie bei der Aufgabe der selbstständigen Erwerbstätigkeit im Besonderen, sind die gesamten subjektiven und objektiven Gegebenhe i- ten des Einzelfalles zu berücksichtigen. Im Vordergrund stehen bei den subjektiven Umständen die verbliebene Leistungsfähigkei t sowie die we i- teren persönlichen Verhältnisse, wie Alter, berufliche Stellung, Verwurz e- lung am Wohnort etc. Bei den objektiven Umständen sind insbesondere der ausgeglichene Arbeitsmarkt und die noch zu erwartende Aktivität s-C-4535/2012 Seite 18 dauer massgeblich. Eine Betriebs aufgabe ist nur unter strengen Vorau s- setzungen unzumutbar, und es kann ein Betrieb selbst dann nicht auf Kosten der Invalidenversicherung aufrecht erhalten werden, wenn die versicherte Person darin Arbeit von einer gewissen erwerblichen Bede u- tung leistet ( Urteil des Bundesgerichts 9C_624/2013 vom 11. Dezember 2013 E. 3.1.1 mit Hinweisen). 8.7 Der 1950 geborene Beschwerdeführer wäre gesundheitlich in der L a- ge, bis zum Erreichen des normalen Rentenalters in Deutschland mit 65 Jahren voll erwerbstätig zu sein . Dementsprechend ist die Zumutbarkeit eines Berufswechsels des (seit 1984 [IV-act. 76/6 Ziff. 2]) als selbständig- erwerbender Elektrogerätehändler tätigen Beschwerdeführers in eine un- selbständige Verweistätigkeit zu bejahen und es kommt der Einko m- mensvergleich zur Anwendung (vgl. E. 8.4 hievor). 9. 9.1 Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbare r- weise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich -erwerblichen Situation aus- zugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - be- sonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsäc h- lich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b/aa mit Hinweisen; Urte il des Bundesgerichts I 850/05 vom 21. August 2006 E. 4.2). Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbsei n- kommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumu t- bare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangez o- gen werden (BGE 126 V 75 f. E. 3b/aa und bb, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Was dabei die wirtschaftliche Verwertbarkeit der medizinisch - theoretischen Restarbeitsfähigkeit im Besonderen (beziehungsweise das Abstellen beim Invalideneinkommen auf den Tabellenlohn) angeht, ist zu beachten, dass der theoretische und abstrakte Begriff des ausgeglich e-C-4535/2012 Seite 19 nen Arbeitsmarktes (welcher dazu dient, den Leistungsanspruch der Inva- lidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversicherung abzugrenzen) einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen umschliesst und anderseits einen Arbeit s- markt bezeichnet, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiede n- artiger Stellen offen hält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 321 E. 3b und 1985 S. 462 E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 343 E. 3.2). An die Konkr e- tisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten sind praxi s- gemäss nicht übermässige Anforderu ngen zu stellen; diese hat vielmehr nur soweit zu gehen, als im Einzelfall eine zuverlässige Ermittlung des In- validitätsgrades gewährleistet ist. Für die Invaliditätsbemessung ist nicht darauf abzustellen, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeit s- marktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nützen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 1998 S. 290 f. E. 3b; Urt eile des Bundesgerichts I 273/04 vom 29. März 2005, I 591/02 vom 5. Mai 2004, I 285/99 vom 13. März 2000 und U 176/98 vom 17. April 2000). Unter diesen Gesichtspunkten kann - entgegen dem Hinweis des Beschwerdeführers (vgl. IV-act. 25/2) - nicht gesagt werden, es falle für ihn etwa aufgrund seines Alters auf dem als ausgeglichen unterstellten Arbeitsmarkt keine Anstellung mehr in B e- tracht. Da der Beschwerdeführer seine ihm zumutbare (Rest -)arbeitsfähigkeit nicht ausschöpft und das Finden einer leidensangepa ssten Stelle nicht zum Vornherein als ausgeschlossen erscheint, ist das Invalideneinko m- men anhand von Tabellenlöhnen zu ermitteln. 9.2 In Bezug auf das Valideneinkommen und die in den vorinstanzlichen Akten befindlichen Einkommensteuer -Bescheide ist einerseits festzuhal- ten, dass b ereits vor Eintritt des Gesundheitsschadens (vgl. E. 7.4) be- ziehungsweise noch ohne Ein schränkung der Arbeitsfähigkeit offizielle Verluste resultierten (Einkünfte aus Gewerbebetrieb 2005: Euro -4'836 gemäss "Bescheid für 2005 über Einkommenssteuer" [IV-act. 25/15], Ein- künfte aus Gewerbebetrieb 2006: Euro -448 gemäss "Bescheid für 2006 über Einkommenssteuer " [IV-act. 25/12], Einkünfte aus Gewerbebetrieb 2007: Eu ro -602 gemäss "Bescheid für 2007 über Einkommenssteu er" [IV-act. 25/9]; siehe auch Anfrage der Vorinstanz betreffend Steuerbelege für die Jahre 2005 bis 2008 [IV -act. 23]). Dementsprechend handelt es C-4535/2012 Seite 20 sich bei den vorerwähnten "Einkommen aus Ge werbebetrieb" jedenfalls bis 5. Juni 2008 ( Datum der letzten Untersuchung von Dr. M._______) (noch) nicht um gesundheitlich bedingte tiefe Einkommen. Anderseits ist festzustellen, dass vorliegend das beim Einkommensver- gleich einzusetzende Valideneinkommen des Beschwerdeführers man- gels verlässlicher Angaben über den in selbständiger Tätigkeit erzielten Verdienst nicht zuverlässig bestimmt werden kann. Diesbezüglich drä n- gen sich weitere erwerbliche Abklärungen auf. Die Sache ist daher an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie die e ntsprechenden Abklärungen tätige. Dabei wäre im Falle eines bescheidenen unterdurchschnittlichen (Vali- den-)Einkommens anzunehmen, dass sich der Beschwerdeführer nicht aus freien Stücken mit einem solchen begnügt hätte ; denn dem Be- schwerdeführer gelang es offenbar aufgrund seines Alters nicht, eine u n- selbständige Tätigkeit aufzunehmen (vgl. IV -act. 25 S. 2). Dementspr e- chend wären die Vergleichseinkommen noch zu parallelisieren (vgl. E. 8.5 hievor). 10. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, als die angefochtene Verfügung vom 30. Juli 2012 aufgehoben und die S a- che an die IVSTA zurückgewiesen wird, damit sie die entsprechenden Abklärungen tätige und hernach neu verfüge. 11. 11.1 Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteientschädigung. 11.2 Da eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der beschwerd e- führenden Partei gilt, sind weder dem Beschwerdeführer noch der Vori n- stanz Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 e contrario und 2 VwVG; vgl. BGE 132 V 215 E. 6.1). 11.3 Dem nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer sind keine unverhältnismässig hohen Kosten entstanden, weshalb ihm keine Par - teientschädigung zuzusprechen ist. C-4535/2012 Seite 21 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutge heissen, dass die angefochtene Verfügung vom 30. Juli 2012 aufgehoben und die Sache an die Vori n- stanz zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Si n- ne der Erwägungen, über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein) – die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Einschreiben) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Maurizio Greppi Yves Rubeli C-4535/2012 Seite 22 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen von Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgeri chtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Bege h- ren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, s o- weit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: