<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE 2004 23 S.85s</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2004</span> <span class="title">Strafprozessrecht</span> <span class="page_no">85</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> <span class="ft1"><b>V. Strafprozessrecht</b></span><br/> <br/> <br/> <br/> <span class="ft3"><b>23</b></span> <span class="ft3"><b>§ 141 Abs. 1 StPO. Beschwerde gegen die Einstellung des Strafverfahrens</b></span><br/> <span class="ft3"><b>(§ 136 Abs. 1 StPO). Beschwerdelegitimation.</b></span><br/> <span class="ft3"><b>1. Der Beschuldigte ist zur Anfechtung der Verfahrenseinstellung</b></span><br/> <span class="ft3"><b>schlechthin, auch im Falle einer gestützt auf Art. 66bis Abs. 1 StGB erlas-</b></span><br/> <span class="ft3"><b>senen Einstellungsverfügung, nicht legitimiert, weil dadurch weder die</b></span><br/> <span class="ft3"><b>Unschuldsvermutung (Art. 6 Abs. 2 EMRK; Art. 32 Abs. 1 BV) verletzt</b></span><br/> <span class="ft3"><b>noch der Beschuldigte sonstwie beschwert sein kann (E.1, 2a und 2c).</b></span><br/> <span class="ft3"><b>2. Beschwerde kann nur gegen die im Dispositiv der Einstellungsverfü-</b></span><br/> <span class="ft3"><b>gung angeordnete Verfahrenseinstellung und nicht auch gegen die Be-</b></span><br/> <span class="ft3"><b>gründung dieser Entscheidung geführt werden (E. 2b; Bestätigung der</b></span><br/> <span class="ft3"><b>Rechtsprechung).</b></span><br/> <br/> <span class="ft4">Aus dem Entscheid des Obergerichts, Beschwerdekammer in Strafsachen,</span><br/> <span class="ft4">vom 7. Mai 2004 i.S. P.M.</span><br/> <br/> <span class="ft5"><i>Sachverhalt</i></span><br/> <br/> <span class="ft6">1. Der Beschwerdeführer P.M. fuhr am 28. April 2002 um 14.30</span><br/> <span class="ft6">Uhr mit dem PW Mitsubishi Spacestar 1.8 der K. Auto Garage AG,</span><br/> <span class="ft6">nicht angegurtet, von W. her im Gemeindegebiet N. auf der in einer</span><br/> <span class="ft6">leichten Linkskurve mit einem Gefälle von 5,4 % links an einem</span><br/> <span class="ft6">Waldrand vorbeiführenden und rechts an Wiesland angrenzenden</span><br/> <span class="ft6">Ortsverbindungsstrasse Richtung N. Er kam ausgangs der Links-</span><br/> <span class="ft6">kurve rechts mit den beiden rechten Rädern des Fahrzeugs von der</span><br/> <span class="ft6">Fahrbahn ab auf die Grasnarbe der Wiese und verlor dabei die Herr-</span><br/> <span class="ft6">schaft über sein Fahrzeug, worauf dieses nach links über die Fahr-</span><br/> <span class="ft6">bahn schleuderte, mit einem am Waldrand auf dem Boden liegenden</span><br/> <span class="ft6">Baumstamm kollidierte, sich mehrmals überschlug und an einem im</span><br/> <span class="ft6">Wald stehenden Baum aufprallte. Der Beschwerdeführer schlug da-</span><br/> <span class="ft6">bei mit seinem Kopf heftig auf die Windschutzscheibe auf, wurde</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2004</span> <span class="title">Obergericht/Handelsgericht</span> <span class="page_no">86</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">aus dem Fahrzeug geschleudert und blieb mit einem schweren Schä-</span><br/> <span class="ft6">delhirn-, Halswirbelsäulen- und Thoraxtrauma, Halswirbelverletzun-</span><br/> <span class="ft6">gen und ausgeprägten Schnittwunden schwer verletzt am Waldrand</span><br/> <span class="ft6">liegen, während das Fahrzeug mit rechts geborstener Windschutz-</span><br/> <span class="ft6">scheibe nach verursachtem Baumschaden im Betrag von Fr. 515.--</span><br/> <span class="ft6">zum Nachteil der Gemeinde N. nach rechts weiter über die Strasse</span><br/> <span class="ft6">schleuderte und in der Wiese in Seitenlage mit einem Totalschaden</span><br/> <span class="ft6">im Betrag von Fr. 25'000.-- zum Nachteil der K. Auto Garage AG</span><br/> <span class="ft6">zum Stillstand kam.</span><br/> <span class="ft6">2. In der Folge wurde gegen den Beschwerdeführer ein Straf-</span><br/> <span class="ft6">verfahren wegen Verdachts auf Überschreitung der zulässigen</span><br/> <span class="ft6">Höchstgeschwindigkeit ausserorts (Art. 4 Abs. 1 Bst. b VRV i.V.m.</span><br/> <span class="ft6">Art. 90 Ziff. 2 SVG), Nichtbeherrschung des Fahrzeugs (Art. 31</span><br/> <span class="ft6">i.V.m. Art. 90 Ziff. 1 SVG), Nichttragens der Sicherheitsgurte als</span><br/> <span class="ft6">Fahrzeugführer (Art. 3a Abs. 1 i.V.m. Art. 96 VRV) und Führens</span><br/> <span class="ft6">eines Motorfahrzeugs in nicht fahrfähigem Zustand (Art. 31 Abs. 2</span><br/> <span class="ft6">SVG/Art. 2 Abs. 1 VRV i.V.m. Art. 90 Ziff. 2 SVG) eröffnet und eine</span><br/> <span class="ft6">chemisch-toxikologische Blut- und Urinuntersuchung durch das</span><br/> <span class="ft6">Institut für Rechtsmedizin (IRM) der Universität Bern angeordnet.</span><br/> <span class="ft6">Dieses stellte in seinem Untersuchungsbericht vom 10. September</span><br/> <span class="ft6">2002 Morphin und Codein im Verhältnis 4:1 im Urin sowie ca.</span><br/> <span class="ft6">7 ng/ml Morphin, 160 ng/ml Benzoylecgonin (Kokain-Stoffwech-</span><br/> <span class="ft6">selprodukt) und ca. 3 ng/ml Kokain im Blut des Beschwerdeführers</span><br/> <span class="ft6">fest mit der Schlussfolgerung, dieser sei "unter dem ausklingenden</span><br/> <span class="ft6">Einfluss von Opiaten und Kokain ... aus forensisch-toxikologischer</span><br/> <span class="ft6">Sicht nicht fahrfähig" gewesen.</span><br/> <span class="ft6">Der Beschwerdeführer bestritt die Tatvorwürfe des Führens ei-</span><br/> <span class="ft6">nes Motorfahrzeugs mit übersetzter Geschwindigkeit und in fahrun-</span><br/> <span class="ft6">fähigem Zustand mit der Behauptung, am Unfalltag keine Drogen</span><br/> <span class="ft6">und letztmals eine Woche vor dem Unfall Heroin konsumiert zu ha-</span><br/> <span class="ft6">ben. Daraufhin wurde auf Antrag seiner Verteidigerin ein Fahrfä-</span><br/> <span class="ft6">higkeitsgutachten des Instituts für Rechtsmedizin (IRM) der Univer-</span><br/> <span class="ft6">sität Zürich eingeholt. Dieses Gutachten vom 27. Oktober 2003 kam</span><br/> <span class="ft6">mit der Feststellung, dass die Urin- und Blutanalyse des IRM Bern</span><br/> <span class="ft6">nach den Regeln der Kunst vorgenommen worden und darauf abzu-</span><br/> <span class="ft6">stellen sei, dass die Aussage des Beschwerdeführers, letztmals am</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2004</span> <span class="title">Strafprozessrecht</span> <span class="page_no">87</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">21. April 2002 Kokain konsumiert zu haben, "im krassen Wider-</span><br/> <span class="ft6">spruch zu den Analysenergebnissen" stehe und danach ein "Kokain-</span><br/> <span class="ft6">Konsum" bzw. "eine Heroin- oder Morphin-Applikation ... mit Si-</span><br/> <span class="ft6">cherheit nach dem 21.04.2002 erfolgt" sei, zum Ergebnis, dass die</span><br/> <span class="ft6">Fahrfähigkeit des Beschwerdeführers im Zeitpunkt des Unfalls "nicht</span><br/> <span class="ft6">oder höchstens leicht vermindert" gewesen sei.</span><br/> <span class="ft6">3. Mit Verfügung vom 19. Februar 2004 ordnete die Staatsan-</span><br/> <span class="ft6">waltschaft an:</span><br/> <span class="ft6">"1.Das Strafverfahren gegen P.M. wird unter Hinweis auf die</span><br/> <span class="ft6">Begründung des Bezirksamts B. eingestellt.</span><br/> <span class="ft6">2...."</span><br/> <span class="ft6">Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, gemäss</span><br/> <span class="ft6">Art. 66</span><span class="ft7"><sup>bis</sup></span> <span class="ft6">Abs. 1 StGB rechtfertige sich die Einstellung des Verfah-</span><br/> <span class="ft6">rens wegen Fehlens eines Strafbedürfnisses angesichts der erlittenen</span><br/> <span class="ft6">schweren Verletzungen des Beschwerdeführers.</span><br/> <span class="ft6">4. Der Beschwerdeführer erhob dagegen fristgemäss Be-</span><br/> <span class="ft6">schwerde und verlangte die Verfahrenseinstellung bezüglich der be-</span><br/> <span class="ft6">strittenen Tatvorwürfe wegen Fehlens zureichender Gründe für eine</span><br/> <span class="ft6">Anklageerhebung "gemäss § 136 Abs. 1 erster Satzteil StPO" mit der</span><br/> <span class="ft6">Begründung, die gestützt auf Art. 66</span><span class="ft8"><sup>bis</sup></span> <span class="ft6">Abs. 1 StGB erlassene ange-</span><br/> <span class="ft6">fochtene Einstellungsverfügung komme insoweit einem Schuld-</span><br/> <span class="ft6">spruch gleich und verletze den Grundsatz der Unschuldsvermutung</span><br/> <span class="ft6">(Art. 6 Abs. 2 EMRK; Art. 32 Abs. 1 BV).</span><br/> <span class="ft6">5. Das Obergericht, Beschwerdekammer in Strafsachen, trat mit</span><br/> <span class="ft6">Entscheid vom 7. Mai 2004 insoweit auf die Beschwerde nicht ein.</span><br/> <br/> <span class="ft5"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft6">1. a) Die Staatsanwaltschaft hat in Vertretung des staatlichen</span><br/> <span class="ft6">Strafanspruchs gemäss dem in § 24 Abs. 2 Satz 1 StPO normierten</span><br/> <span class="ft6">Grundsatz des Anklagezwangs in jedem Fall einer möglichen ver-</span><br/> <span class="ft6">folgbaren strafbaren Handlung und damit auch im Zweifelsfall einer</span><br/> <span class="ft6">unklaren Rechts- oder unsicheren Beweislage Anklage zu erheben</span><br/> <span class="ft6">und den Straffall dem Gericht zur Beurteilung zu unterbreiten, das</span><br/> <span class="ft6">gemäss klarem Gesetzeswortlaut des § 28 Abs. 2 StPO allein zur</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2004</span> <span class="title">Obergericht/Handelsgericht</span> <span class="page_no">88</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">Anwendung des Grundsatzes "in dubio pro reo" im Rahmen der ge-</span><br/> <span class="ft6">mäss § 28 Abs. 1 StPO ausschliesslich ihm zustehenden freien Be-</span><br/> <span class="ft6">weiswürdigung befugt ist (AGVE 1978 Nr. 19 S. 70 a.E.).</span><br/> <span class="ft6">b) Die Staatsanwaltschaft hat indessen gemäss § 136 Abs. 1</span><br/> <span class="ft6">StPO das Verfahren nach Durchführung der Ermittlung oder Untersu-</span><br/> <span class="ft6">chung einzustellen, wenn zureichende Gründe für eine Anklageer-</span><br/> <span class="ft6">hebung fehlen oder wenn hievon wegen der Geringfügigkeit des</span><br/> <span class="ft6">Verschuldens und der Tatfolgen (§ 24 Abs. 2) oder wegen gering-</span><br/> <span class="ft6">fügiger Auswirkungen auf das zu erwartende Strafmass (§ 119</span><br/> <span class="ft6">Abs. 3</span><span class="ft7"><sup>bis</sup></span><span class="ft6">) oder gemäss Art. 66</span><span class="ft7"><sup>bis</sup></span> <span class="ft6">StGB abzusehen ist. Zureichende</span><br/> <span class="ft6">Gründe für die Anklageerhebung fehlen dort, wo zum vornherein</span><br/> <span class="ft6">feststeht, dass ein Straftatbestand nicht erfüllt oder dessen Erfüllung</span><br/> <span class="ft6">dem Beschuldigten nicht schlüssig nachzuweisen und daher dessen</span><br/> <span class="ft6">Verurteilung auszuschliessen oder höchst unwahrscheinlich, mithin</span><br/> <span class="ft6">eine Anklageerhebung sinnlos ist (AGVE 1978 Nr. 19 S. 70). Damit</span><br/> <span class="ft6">ist ein Strafverfahren dann einzustellen, wenn die Anklageerhebung</span><br/> <span class="ft6">mangels Erfüllung eines gesetzlichen Straftatbestands oder Nach-</span><br/> <span class="ft6">weisbarkeit der dem Beschuldigten zur Last gelegten Straftat sinnlos</span><br/> <span class="ft6">oder wegen Geringfügigkeit des Verschuldens und der Tatfolgen</span><br/> <span class="ft6">(§ 24 Abs. 2 Satz 2 StPO) oder geringfügiger Auswirkung auf das zu</span><br/> <span class="ft6">erwartende Strafmass (§ 119 Abs. 2</span><span class="ft7"><sup>bis</sup></span> <span class="ft6">StPO) nicht gerechtfertigt oder</span><br/> <span class="ft6">davon wegen schwerer Tatbetroffenheit des Beschuldigten, derent-</span><br/> <span class="ft6">wegen dessen Bestrafung unangemessen wäre, gemäss gesetzlicher</span><br/> <span class="ft6">Vorschrift (Art. 66</span><span class="ft7"><sup>bis</sup></span> <span class="ft6">StGB) abzusehen ist.</span><br/> <span class="ft6">c) Die Einstellungsverfügung (§ 136 StPO) ist eine von der</span><br/> <span class="ft6">Staatsanwaltschaft als Strafverfolgungsbehörde (§§ 1 Abs. 2 und 3</span><br/> <span class="ft6">Abs. 1 StPO) in Vertretung des staatlichen Strafanspruchs (§ 3 Abs. 1</span><br/> <span class="ft6">StPO) gemäss dem für diesen ausschliesslich massgebenden Straf-</span><br/> <span class="ft6">und Strafverfahrensrecht in dessen Anwendung (§ 136 Abs. 1 StPO)</span><br/> <span class="ft6">zu erlassende Verfügung, mit der auf die Fortsetzung der Strafverfol-</span><br/> <span class="ft6">gung durch Anklageerhebung gegen den Beschuldigten verzichtet</span><br/> <span class="ft6">und damit dessen Verurteilung durch den Strafrichter verunmöglicht</span><br/> <span class="ft6">wird, bis zu der er gemäss der in Art. 6 Abs. 2 EMRK und Art. 32</span><br/> <span class="ft6">Abs. 1 BV normierten Unschuldsvermutung als unschuldig gilt. Eine</span><br/> <span class="ft6">Einstellungsverfügung kann daher mit der darin angeordneten Ver-</span><br/> <span class="ft6">fahrenseinstellung (§ 136 Abs. 1 StPO) diese Unschuldsvermutung</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2004</span> <span class="title">Strafprozessrecht</span> <span class="page_no">89</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">unmöglich verletzen und nur wegen fehlerhafter Anwendung des für</span><br/> <span class="ft6">die angeordnete Verfahrenseinstellung (§ 136 Abs. 1 StPO) und ihre</span><br/> <span class="ft6">Kostenfolge (§ 139 StPO) ausschliesslich massgebenden Straf- und</span><br/> <span class="ft6">Strafverfahrensrechts zu dessen Durchsetzung mit dem dagegen of-</span><br/> <span class="ft6">fen stehenden Rechtsmittel der Beschwerde (§ 141 Abs. 1 bzw. § 213</span><br/> <span class="ft6">Abs. 1 StPO) gerügt werden.</span><br/> <span class="ft6">2. Gemäss § 138 StPO ist die Einstellungsverfügung kurz zu</span><br/> <span class="ft6">begründen (Abs. 1) und "dem Beschuldigten, dem Anzeiger, dem</span><br/> <span class="ft6">Geschädigten oder Verletzten sowie jedermann, der nach den Akten</span><br/> <span class="ft6">durch die Tat betroffen wurde", zuzustellen (Abs. 2). Dabei können</span><br/> <span class="ft6">gemäss § 141 StPO "gegen die Einstellung des Verfahrens der private</span><br/> <span class="ft6">Anzeiger, der Geschädigte oder Verletzte sowie jedermann, der durch</span><br/> <span class="ft6">die Tat betroffen wurde, Beschwerde führen" (Abs. 1) und "im Falle</span><br/> <span class="ft6">der Gutheissung der Beschwerde beauftragt das Obergericht die</span><br/> <span class="ft6">Staatsanwaltschaft mit der Fortführung der Untersuchung oder mit</span><br/> <span class="ft6">der Anklageerhebung" (Abs. 2).</span><br/> <span class="ft6">a) Gemäss klarem Gesetzeswortlaut des § 141 StPO ist zur Be-</span><br/> <span class="ft6">schwerdeführung "gegen die Einstellung des Verfahrens", d.h. gegen</span><br/> <span class="ft6">die in der Einstellungsverfügung angeordnete Verfahrenseinstellung</span><br/> <span class="ft6">(§ 136 Abs. 1 StPO), ausdrücklich nur "der private Anzeiger, der</span><br/> <span class="ft6">Geschädigte oder Verletzte sowie jedermann, der durch die Tat be-</span><br/> <span class="ft6">troffen wurde", und nicht auch der Beschuldigte befugt (Abs. 1), weil</span><br/> <span class="ft6">dieser durch die angeordnete Einstellung des Verfahrens nicht be-</span><br/> <span class="ft6">schwert und gemäss gleichfalls klarem Gesetzeswortlaut "im Falle</span><br/> <span class="ft6">der Gutheissung der Beschwerde ... die Staatsanwaltschaft mit der</span><br/> <span class="ft6">Fortführung der Untersuchung oder mit der Anklageerhebung" zu</span><br/> <span class="ft6">beauftragen (Abs. 2), die Beschwerde gegen die Verfahrenseinstel-</span><br/> <span class="ft6">lung mithin nur zur Bewirkung einer ordnungsgemässen Untersu-</span><br/> <span class="ft6">chung und nötigenfalls Anklageerhebung zur Durchsetzung des</span><br/> <span class="ft6">staatlichen Strafanspruchs gegen den Beschuldigten vorgesehen und</span><br/> <span class="ft6">zulässig ist. Zur Beschwerde "gegen die Einstellung des Verfahrens"</span><br/> <span class="ft6">legitimiert sind daher nur Personen, die einen zur Durchsetzung des</span><br/> <span class="ft6">staatlichen Strafanspruchs bestimmten oder mit diesem aus uner-</span><br/> <span class="ft6">laubter Handlung (Art. 41/49 OR) entstehenden oder durch diesen</span><br/> <span class="ft6">unmittelbar geschützten Rechtsanspruch haben oder vertreten müs-</span><br/> <span class="ft6">sen, so der "private Anzeiger" aufgrund seines Anzeigerechts (§ 119</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2004</span> <span class="title">Obergericht/Handelsgericht</span> <span class="page_no">90</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">Abs. 1 StPO) zur Durchsetzung einer ordnungsgemässen Untersu-</span><br/> <span class="ft6">chung mit der Rüge mangelhafter Behandlung seiner Anzeige</span><br/> <span class="ft6">(AGVE 1986 Nr. 23 S. 90 ff.), der "Geschädigte oder Verletzte", d.h.</span><br/> <span class="ft6">eine Person als Zivilpartei (§ 56 Ziff. 3 StPO), die unmittelbar aus</span><br/> <span class="ft6">dem Gegenstand des Strafverfahrens und Abklärung des staatlichen</span><br/> <span class="ft6">Strafanspruchs bildenden Tatgeschehen einen Rechtsanspruch aus</span><br/> <span class="ft6">unerlaubter Handlung (Art. 41/49 OR) ableiten kann (AGVE 1976</span><br/> <span class="ft6">Nr. 37 S. 116), sowie "jedermann, der durch die Tat betroffen</span><br/> <span class="ft6">wurde", d.h. natürliche oder juristische Personen, denen aufgrund</span><br/> <span class="ft6">einer materiell-rechtlichen Gesetzgebung Parteistellung oder sonst-</span><br/> <span class="ft6">wie das Recht zur Durchsetzung eines durch die Tat und damit den</span><br/> <span class="ft6">Strafanspruch unmittelbar betroffenen Rechtsanspruchs zukommt,</span><br/> <span class="ft6">wie etwa dem Staat bzw. dem für diesen handlungsberechtigten Or-</span><br/> <span class="ft6">gan im Bereich der Jagd-, Umwelt-, Wald-, Gewässerschutz- oder</span><br/> <span class="ft6">Schuldbetreibungsgesetzgebung im Fall unmittelbarer Tatbetroffen-</span><br/> <span class="ft6">heit durch Verletzung dazugehörender Gesetzesvorschriften (AGVE</span><br/> <span class="ft6">1965 Nr. 42 S. 123 ff., 1981, Nr. 26 und 27 S. 90 ff. bzw. 92 ff., 1991</span><br/> <span class="ft6">Nr. 32 S. 100 ff.). Der Beschwerdeführer ist als Beschuldigter nicht</span><br/> <span class="ft6">zur Beschwerde gegen die in der angefochtenen Einstellungsverfü-</span><br/> <span class="ft6">gung angeordnete Einstellung des Verfahrens (Dispositiv-Ziffer 1)</span><br/> <span class="ft6">befugt, weshalb auf seine Beschwerde insoweit nicht einzutreten ist.</span><br/> <span class="ft6">b) Wäre die vom Beschwerdeführer eingelegte Beschwerde ge-</span><br/> <span class="ft6">gen die Einstellung des Verfahrens nicht schon gemäss klarem Wort-</span><br/> <span class="ft6">laut des § 141 Abs. 1 StPO ausgeschlossen, so wäre sie aus einem</span><br/> <span class="ft6">andern Grund als unzulässig durch Nichteintretensentscheid zu erle-</span><br/> <span class="ft6">digen.</span><br/> <span class="ft6">aa) Das in § 141 StPO vorgesehene Rechtsmittel der Beschwer-</span><br/> <span class="ft6">de "gegen die Einstellung des Verfahrens" (§ 136 Abs. 1 StPO) ist</span><br/> <span class="ft6">gemäss gesetzlicher Rechtsmittelregelung zur Durchsetzung von</span><br/> <span class="ft6">Rechtsansprüchen bestimmt (§ 141 Abs. 1 i.V.m. § 206 Abs. 1 StPO)</span><br/> <span class="ft6">und setzt damit eine Beschwer voraus (Brühlmeier, Kommentar zur</span><br/> <span class="ft6">StPO, 2. A. 1980, N 3 der Vorbem. zu den Rechtsmitteln S. 352 f. mit</span><br/> <span class="ft6">Hinweisen), die in einem unmittelbaren Eingriff in die Rechts-</span><br/> <span class="ft6">stellung zum Nachteil des Betroffenen besteht und sich nur aus dem</span><br/> <span class="ft6">allein rechtsverbindlich, zwangsvollstreckbar und rechtskräftig wer-</span><br/> <span class="ft6">denden Entscheidungsdispositiv und nicht auch aus dessen Begrün-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2004</span> <span class="title">Strafprozessrecht</span> <span class="page_no">91</span></div> <div class="page" id="S7"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">dung ergeben kann. Daher ist eine Beschwerde gegen das Dispositiv</span><br/> <span class="ft6">eines Entscheids, durch das der Beschwerdeführer nicht beschwert</span><br/> <span class="ft6">ist, ebenso wie eine Beschwerde, mit der bloss die Entscheidungsbe-</span><br/> <span class="ft6">gründung beanstandet und deren Änderung beantragt wird, unzuläs-</span><br/> <span class="ft6">sig (dazu AGVE 1970 Nr. 55 S. 127 ff. und gefestigte Rechtspre-</span><br/> <span class="ft6">chung der Beschwerdekammer in Strafsachen, bestätigt durch Ent-</span><br/> <span class="ft6">scheid ST.1999.00673 vom 20. August 1999 i.S. F.S.; so auch im</span><br/> <span class="ft6">Zivilverfahren für zivilprozessuale Rechtsmittel, statt vieler: Gulde-</span><br/> <span class="ft6">ner, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 3. A. 1979, S. 494) und als</span><br/> <span class="ft6">unzulässig durch Nichteintretensentscheid zu erledigen.</span><br/> <span class="ft6">bb) Der Beschwerdeführer ist durch die in Dispositiv-Ziffer 1</span><br/> <span class="ft6">der angefochtenen Einstellungsverfügung angeordnete Verfahrens-</span><br/> <span class="ft6">einstellung nicht beschwert und kann durch deren nicht in Rechts-</span><br/> <span class="ft6">kraft erwachsende Begründung nicht beschwert sein. Seine Be-</span><br/> <span class="ft6">schwerde gegen die in Dispositiv-Ziffer 1 der Einstellungsverfügung</span><br/> <span class="ft6">angeordnete Verfahrenseinstellung bzw. deren Begründung ist daher</span><br/> <span class="ft6">auch mangels Beschwer unzulässig, und es wäre darauf auch aus die-</span><br/> <span class="ft6">sem Grund nicht einzutreten.</span><br/> <span class="ft6">c) Die in der Beschwerde erhobene Behauptung, die in der an-</span><br/> <span class="ft6">gefochtenen Einstellungsverfügung in Anwendung des Art. 66</span><span class="ft7"><sup>bis</sup></span><br/> <span class="ft6">StGB angeordnete Verfahrenseinstellung verstosse gegen die in der</span><br/> <span class="ft6">EMRK und BV normierte Unschuldsvermutung (Ziff. 3a S. 3/4), ist</span><br/> <span class="ft6">ebenso wie die dort unter Hinweis auf den Basler Kommentar zum</span><br/> <span class="ft6">StGB I (Franz Riklin, Basler Kommentar, Strafgesetzbuch I, Ba-</span><br/> <span class="ft6">sel/Genf/München 2003, N 80 zu Art. 66</span><span class="ft7"><sup>bis</sup></span> <span class="ft6">StGB) vertretene Auffas-</span><br/> <span class="ft6">sung, der Beschuldigte könne durch die Begründung einer in An-</span><br/> <span class="ft6">wendung des Art. 66</span><span class="ft7"><sup>bis</sup></span> <span class="ft6">StGB erlassenen Einstellungsverfügung be-</span><br/> <span class="ft6">schwert sein (Ziff. 3a S. 5), unzutreffend.</span><br/> <span class="ft6">aa) Die in Art. 6 Abs. 2 EMRK bzw. Art. 32 Abs. 1 BV nor-</span><br/> <span class="ft6">mierte Unschuldsvermutung besagt, dass jede Person "die einer</span><br/> <span class="ft6">Straftat angeklagt ist, ... bis zum gesetzlichen Beweis ihrer Schuld"</span><br/> <span class="ft6">(Art. 6 Abs. 2 EMRK) bzw. "bis zur rechtskräftigen Verurteilung"</span><br/> <span class="ft6">(Art. 32 Abs. 1 BV) "als unschuldig" gilt (Art. 6 Abs. 2 EMRK;</span><br/> <span class="ft6">Art. 32 Abs. 1 BV). Danach gilt der Beschuldigte in einem Strafver-</span><br/> <span class="ft6">fahren bis zu seiner rechtskräftigen Verurteilung durch den</span><br/> <span class="ft6">Strafrichter als unschuldig. In der Einstellungsverfügung der Staats-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2004</span> <span class="title">Obergericht/Handelsgericht</span> <span class="page_no">92</span></div> <div class="page" id="S8"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">anwaltschaft wird mit der Verfahrenseinstellung (§ 136 Abs. 1 StPO)</span><br/> <span class="ft6">der Verzicht auf eine Anklageerhebung angeordnet, die Vorausset-</span><br/> <span class="ft6">zung für eine rechtskräftige Verurteilung des Beschuldigten wäre,</span><br/> <span class="ft6">mit der die gemäss Art. 6 Abs. 2 EMRK und Art. 32 Abs. 1 BV bis</span><br/> <span class="ft6">dahin bestehende Unschuldsvermutung erst und nur umgestossen</span><br/> <span class="ft6">wird bzw. werden kann. Mit der in einer Einstellungsverfügung an-</span><br/> <span class="ft6">geordneten Verfahrenseinstellung kann daher, auch wenn diese in</span><br/> <span class="ft6">Anwendung des Art. 66</span><span class="ft7"><sup>bis</sup></span> <span class="ft6">StGB verfügt oder mit dieser Strafrechts-</span><br/> <span class="ft6">vorschrift begründet wird, die in Art. 6 Abs. 2 EMRK und Art. 32</span><br/> <span class="ft6">Abs. 1 BV normierte Unschuldsvermutung nicht verletzt werden.</span><br/> <span class="ft6">Diese bleibt mit einer in Anwendung des Art. 66</span><span class="ft7"><sup>bis</sup></span> <span class="ft6">StGB mit schwe-</span><br/> <span class="ft6">rer Tatbetroffenheit und dadurch bedingter Unangemessenheit einer</span><br/> <span class="ft6">Strafe begründeten ebenso wie mit einer wegen Unmöglichkeit eines</span><br/> <span class="ft6">schlüssigen Tatbeweises oder Geringfügigkeit des Verschuldens und</span><br/> <span class="ft6">der Tatfolgen bzw. der Auswirkung auf das zu erwartende Strafmass</span><br/> <span class="ft6">verfügten Verfahrenseinstellung (§ 136 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 66</span><span class="ft7"><sup>bis</sup></span><br/> <span class="ft6">StGB bzw. § 24 Abs. 2 Satz 2 oder § 119 Abs. 3</span><span class="ft7"><sup>bis</sup></span> <span class="ft6">StPO) unberührt,</span><br/> <span class="ft6">weil damit in jedem Fall nur der Verzicht auf die Anklageerhebung</span><br/> <span class="ft6">mit dabei offen bleibender Schuldfrage angeordnet wird, deren Klä-</span><br/> <span class="ft6">rung und Entscheidung ausschliesslich dem Strafrichter im Falle</span><br/> <span class="ft6">einer Anklageerhebung (§§ 143 bis 145 StPO) vorbehalten ist (§ 28</span><br/> <span class="ft6">i.V.m. § 167 StPO).</span><br/> <span class="ft6">bb) Die Auffassung, der Beschwerdeführer könne durch eine</span><br/> <span class="ft6">gestützt auf Art. 66</span><span class="ft7"><sup>bis</sup></span> <span class="ft6">StGB angeordnete Verfahrenseinstellung be-</span><br/> <span class="ft6">schwert sein, wird mit der Behauptung begründet, eine solche Be-</span><br/> <span class="ft6">schwer könne sich dann, wenn der Beschwerdeführer seines Erach-</span><br/> <span class="ft6">tens für den Vorfall strafrechtlich nicht verantwortlich sei, oder des-</span><br/> <span class="ft6">halb ergeben, weil ihm "mit dem Verzicht auf die weitere Abklärung</span><br/> <span class="ft6">der Schuldfrage ... die Möglichkeit genommen" werde, "seine Un-</span><br/> <span class="ft6">schuld im Rahmen eines gesetzlichen Verfahrens feststellen zu las-</span><br/> <span class="ft6">sen" (Franz Riklin, a.a.O., N 80 zu Art. 66</span><span class="ft7"><sup>bis</sup></span> <span class="ft6">StGB). Beide Auffas-</span><br/> <span class="ft6">sungen sind unzutreffend. Mit einer gestützt auf Art. 66</span><span class="ft7"><sup>bis</sup></span> <span class="ft6">StGB an-</span><br/> <span class="ft6">geordneten Verfahrenseinstellung wird nicht über die strafrechtliche</span><br/> <span class="ft6">Verantwortlichkeit für den Vorfall zu Lasten des Beschuldigten ent-</span><br/> <span class="ft6">schieden, weshalb dieser dadurch auch nicht beschwert sein kann.</span><br/> <span class="ft6">Sodann kann der Beschuldigte durch eine solche Einstellungsverfü-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2004</span> <span class="title">Strafprozessrecht</span> <span class="page_no">93</span></div> <div class="page" id="S9"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">gung nicht wegen der damit offen bleibenden Feststellung seiner</span><br/> <span class="ft6">Unschuld beschwert sein, da er mit der Verfahrenseinstellung als un-</span><br/> <span class="ft6">schuldig gilt (Art. 6 Abs. 2 EMRK und Art. 32 Abs. 1 BV) und es</span><br/> <span class="ft6">einen Rechtsanspruch auf Fortsetzung des Strafverfahrens zur Fest-</span><br/> <span class="ft6">stellung der Unschuld, der zu Lasten des Beschuldigten mit einer</span><br/> <span class="ft6">angeordneten Verfahrenseinstellung verletzt werden könnte, nicht</span><br/> <span class="ft6">gibt.</span><br/> <span class="ft6">cc) Der Hinweis auf mögliche nachteilige Folgen einer gemäss</span><br/> <span class="ft6">Art. 66</span><span class="ft7"><sup>bis</sup></span> <span class="ft6">StGB angeordneten - wie übrigens auch einer gemäss § 24</span><br/> <span class="ft6">Abs. 2 Satz 2 oder § 19 Abs. 3</span><span class="ft7"><sup>bis</sup></span> <span class="ft6">StPO verfügten - Verfahrensein-</span><br/> <span class="ft6">stellung für die haftpflicht- oder versicherungsrechtliche Regelung</span><br/> <span class="ft6">des Vorfalls (Franz Riklin, a.a.O., N 80 zu Art. 66</span><span class="ft7"><sup>bis</sup></span> <span class="ft6">StGB) ist unbe-</span><br/> <span class="ft6">helflich. Wie sich ein solcher Einstellungsentscheid auf die spätere</span><br/> <span class="ft6">versicherungs- und haftpflichtrechtliche Schadensregelung auswirkt,</span><br/> <span class="ft6">ist für seine Anfechtbarkeit mit der Beschwerde gemäss § 141 Abs. 1</span><br/> <span class="ft6">StPO ohne Rücksicht auf die Entscheidungsbegründung belanglos,</span><br/> <span class="ft6">da diese mit dem darin angewandten Straf- und Strafverfahrensrecht</span><br/> <span class="ft6">nicht rechtskräftig wird und einer weiteren Abklärung oder anderen</span><br/> <span class="ft6">Würdigung des Sachverhalts unter haftpflichtrechtlichen Gesichts-</span><br/> <span class="ft6">punkten für die Schadensregelung nach dem dafür massgebenden</span><br/> <span class="ft6">Haftpflicht- und Versicherungsrecht nicht entgegensteht. Der Be-</span><br/> <span class="ft6">schuldigte kann durch die in einer Einstellungsverfügung angeord-</span><br/> <span class="ft6">nete, sich straf- und strafverfahrensrechtlich stets zu seinen Gunsten</span><br/> <span class="ft6">auswirkende Verfahrenseinstellung, ohne dass etwas auf deren Be-</span><br/> <span class="ft6">gründung bzw. die dafür angewandte Gesetzesvorschrift (§ 136</span><br/> <span class="ft6">Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 66</span><span class="ft7"><sup>bis</sup></span> <span class="ft6">StGB, § 24 Abs. 2 Satz 2 oder § 119</span><br/> <span class="ft6">Abs. 3</span><span class="ft7"><sup>bis</sup></span> <span class="ft6">StPO) ankommen könnte, daher nicht beschwert und auch</span><br/> <span class="ft6">nicht zur Anfechtung einer angeordneten Verfahrenseinstellung mit</span><br/> <span class="ft6">dem dafür vorgesehenen Rechtsmittel der strafprozessualen Be-</span><br/> <span class="ft6">schwerde (§ 141 Abs. 1 StPO) befugt sein, zu welchem der Be-</span><br/> <span class="ft6">schwerdeführer als Beschuldigter schon nach dem klaren Gesetzes-</span><br/> <span class="ft6">wortlaut des § 141 Abs. 1 StPO nicht legitimiert ist.</span><br/> <br/></div> </div> </body> </html>