<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine Energiegesetzrevision vorzulegen, welche den Ausbau der kleinen dezentralen Wärme-Kraft-Kopplungsanlagen bis 1 Megawatt elektrische Leistung begünstigt und fördert.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Dezentrale WKK-Anlagen produzieren sowohl Wärme als auch Strom; werden sie fossil betrieben, so vergrössert der damit produzierte Strom tendenziell den CO2-Ausstoss, denn heute wird in der Schweiz praktisch kein Strom fossil erzeugt. Aus diesem dem CO2-Reduktionsziel entgegenstehenden Grund wurde die Verbreitung dieser Art der Stromerzeugung im Rahmen der schweizerischen Energiepolitik bisher nicht gefördert. In der Schweiz können diese Anlagen deshalb nicht als Klimaschutzinvestition bezeichnet werden; sie sind es nur in Ländern, in denen sie alte fossile Kraftwerke ohne Wärmenutzung ersetzen.</p><p>Die fossile Stromerzeugung in der Schweiz ist im Zusammenhang mit der sich gegen 2020 abzeichnenden "Stromlücke" zum Thema geworden. Die dabei im Vordergrund stehenden grossen Kombikraftwerke (GuD) haben vom Parlament die Auflage erhalten, ihre CO2-Emissionen zu kompensieren. Konsequenterweise müsste diese Pflicht auch für dezentrale Anlagen gelten. Es kann also nicht darum gehen, diese Anlagen durch eine aktive Bundesförderung im Sinne der Motion zu privilegieren.</p><p>Fossile dezentrale WKK-Anlagen werden erst dann in unserem Land förderungswürdig, wenn sie als Stromproduzenten für den Antrieb elektrischer Wärmepumpen nötig werden: In dieser Kombination können gegenüber heutigen fossilen Heizungen rund 50 Prozent Brennstoff eingespart werden. Vorderhand geht es darum, die vielen Elektroheizungen durch Wärmepumpen (und Holzheizungen) zu ersetzen. Damit wird viel Stromkapazität frei für die in den nächsten Jahren neu hinzukommenden Wärmepumpen. Der Ersatz von Elektroheizungen ist denn auch in Massnahme 1 des Aktionsplans Erneuerbare Energien enthalten.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.