<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00538</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205667&amp;W10_KEY=13013563&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00538</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.02.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Offenbarung des Berufsgeheimnisses</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Entbindung vom Anwaltsgeheimnis (Die Klientschaft hat die Entbindung ihres Anwalts vom Anwaltsgeheimnis angefochten, um welche der Anwalt zur Durchsetzung seines Honoraranspruchs ersucht hatte.) Der Anwalt hat im Verfahren um Entbindung vom Anwaltsgeheimnis das Mandatsverhältnis nur glaubhaft zu machen. Ob dieser überhaupt von der Klientschaft mandatiert worden ist, was diese bestreitet, ist in einem Zivilprozess zu klären (E. 2.2). Aus den Akten ergibt sich glaubhaft, dass die aus zwei Einzelpersonen und vier von diesen beherrschten Aktiengesellschaften bestehende Klientschaft den Anwalt mandatiert hat (frühere Vertretung in einem Zivilprozess, interne Verbindung der vier Gesellschaften, Korrespondenz) (E. 2.3-2.5). Der Entbindung stehen keine höheren Interessen entgegen (E. 2.5). Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANWALT">ANWALT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Ãbrige Rechtsgebiete UR: Besondere Rechtsgebiete ST: ANWALTS- UND NOTARIATSRECHT">ANWALTS- UND NOTARIATSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANWALTSGEHEIMNIS">ANWALTSGEHEIMNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERUFSGEHEIMNIS">BERUFSGEHEIMNIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTBINDUNG VOM BERUFSGEHEIMNIS">ENTBINDUNG VOM BERUFSGEHEIMNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLAUBHAFTMACHUNG">GLAUBHAFTMACHUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HONORARECHNUNG">HONORARECHNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MANDAT">MANDAT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 34 AnwG</span><br/><span class="gerade">Art. 13 Abs. I BGFA</span><br/><span class="ungerade">§ 41 Abs. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2006 Nr. 37</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Rechtsanwalt X ersuchte die Aufsichtskommission Ã¼ber die AnwÃ¤ltinnen und AnwÃ¤lte im Kanton ZÃ¼rich (nachfolgend: Aufsichtskommission) mit Eingabe vom 15. Juli 2005 um Entbindung vom Anwaltsgeheimnis gegenÃ¼ber der so genannten Gruppe Q zwecks Geltendmachung offener Honorarforderungen. Eine vorgÃ¤ngige direkte Anfrage um Entbindung vom Anwaltsgeheimnis war nach Darstellung von Rechtsanwalt X erfolglos geblieben. Mit Schreiben vom 22. Juli 2005 wurde die Eingabe vom 15. Juli 2005 dahingehend prÃ¤zisiert, das Gesuch um Entbindung vom Anwaltsgeheimnis richte sich gegen F, die B AG, die C AG, die D AG, E und die A AG. Mit je separaten Schreiben vom 26. Juli 2005 setzte die Aufsichtskommission den Betreffenden Frist an um zu erklÃ¤ren, ob sie den Gesuchsteller fÃ¼r die gerichtliche Geltendmachung seiner Honorarforderung vom Berufsgeheimnis entbinden wollen, und um sich, sofern dies nicht der Fall sei, zu seinem Gesuch um (beschrÃ¤nkte) Befreiung vom Anwaltsgeheimnis (nicht zur Honorarforderung) zu Ã¤ussern, insbesondere allfÃ¤llige der Offenbarung des Geheimnisses entgegenstehende hÃ¶here Interessen geltend zu machen. Die Schreiben der Aufsichtskommission wurden alle dahingehend beantwortet, Rechtsanwalt X habe fÃ¼r die Betreffenden keine anwaltliche TÃ¤tigkeit ausgeÃ¼bt. In der Folge wies dieser darauf hin, die Gruppe Q habe ihn beauftragt, fÃ¼r sie anwaltlich tÃ¤tig zu werden und insbesondere die AnsprÃ¼che der A AG gegen andere Gesellschaften wahrzunehmen. Die Gruppe Q sei ihm gegenÃ¼ber stets als Gesamtgruppe, bestehend aus diversen Einzelgesellschaften, aufgetreten. Die Herren F und E seien in sÃ¤mtlichen Gruppengesellschaften und auch in der B AG, der Muttergesellschaft, einzige VerwaltungsrÃ¤te gewesen. SÃ¤mtliche Gesuchsgegner hielten weiterhin an ihrer bisherigen Auffassung fest, wonach Rechtsanwalt X von ihnen nicht beauftragt worden und er fÃ¼r sie auch nicht als Anwalt tÃ¤tig gewesen sei.</p> <p class="Urteilstext">Mit Beschluss vom 6. Oktober 2005 ermÃ¤chtigte die Aufsichtskommission Rechtsanwalt X, sein Berufsgeheimnis mit Bezug auf F, die B AG, die C AG, die D AG, E und die A AG gegenÃ¼ber den zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden zu offenbaren, soweit dies erforderlich sei, um seine Honorarforderung einschliesslich der Kosten des Beschlusses durchzusetzen (§ 34 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes vom 17. November 2003).</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen erhoben am 14. November 2005 E und die Gesellschaft A AG sowie am 18. November 2005 die Gesellschaften B AG, C AG sowie die D AG Beschwerden an das Verwaltungsgericht mit den Begehren, der Beschluss der Aufsichtskommission sei vollumfÃ¤nglich aufzuheben, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten von Rechtsanwalt X. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 23. November 2005 wurden die Beschwerdeverfahren vereinigt (VB.2005.00538-539, 545-547). In der Folge reichte am 25. November 2005 auch F Beschwerde mit gleichem Begehren ein, weshalb dieses Beschwerdeverfahren mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 29. November 2005 mitvereinigt wurde (VB.2005.00556). Mit Beschwerdeantwort vom 12. Januar 2006 beantragte Rechtsanwalt X (Beschwerdegegner 1) die Abweisung der Beschwerden, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hrenden. Die Aufsichtskommission (Beschwerdegegnerin 2) verzichtete auf eine Beschwerdeantwort. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss § 41 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (Fassung vom 17. November 2003, in Kraft seit 1. Januar 2005) kann gegen Anordnungen der Aufsichtskommission Beschwerde an das Verwaltungsgericht gefÃ¼hrt werden. Insoweit ist die sachliche und funktionelle ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts gegeben. </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext"><b>2.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen geltend, die Vorinstanz sei auf ihre Argumentation, dass der Beschwerdegegner 1 fÃ¼r sie gar nie anwaltlich tÃ¤tig gewesen sei, nicht eingegangen. </p> <p class="Urteilstext">Der Beschwerdegegner 1 fÃ¼hrt aus, fÃ¼r die Gruppe Q am 17. Dezember 2001 Klage gegen eine andere Gesellschaft erarbeitet und beim Handelsgericht eingereicht zu haben. Aus dem langjÃ¤hrigen Verfahren seien noch Honorarnoten in der HÃ¶he von rund Fr. 45'000.- offen. Im Prozess vor Handelsgericht sei formell die Untergesellschaft G AG als KlÃ¤gerin aufgetreten. FÃ¼r die gesamte ProzessfÃ¼hrung sei er von E und F instruiert worden. In ihren schriftlichen Instruktionen seien sie stets unter der Enseigne âGruppe Qâ aufgetreten, unter Verwendung eines einheitlichen Briefpapiers fÃ¼r die gesamte Gruppe Q. Entsprechend sei auch die Vollmacht namens der Gruppe Q ausgestellt worden. Auf ausdrÃ¼cklichen Wunsch der Klientschaft seien die Honorare der C AG in Rechnung gestellt worden. Teilzahlungen seien indessen von verschiedenen Gesellschaften geleistet worden. </p> <p class="Urteilstext"><span>Im angefochtenen Beschluss der Aufsichtskommission ist festgehalten, die Befreiung vom Anwaltsgeheimnis setze unter anderem voraus, dass das MandatsverhÃ¤ltnis glaubhaft gemacht sei. Vorliegend lÃ¤gen zumindest Indizien fÃ¼r die vom Beschwerdegegner 1 geltend gemachten MandatsverhÃ¤ltnisse vor. Ob der Beschwerdegegner 1 aber tatsÃ¤chlich MandatstrÃ¤ger aller sechs BeschwerdefÃ¼hrenden gewesen sei, habe nicht die Aufsichtskommission zu entscheiden, sondern das Gericht im ordentlichen Zivilprozess. Die Aufsichtskommission gehe nach stÃ¤ndiger Praxis davon aus, dass der Anwalt grundsÃ¤tzlich Prozesse um sein Honorar ohne Behinderung durch seine Pflicht zur Wahrung des Berufsgeheimnisses fÃ¼hren kÃ¶nnen mÃ¼sse, damit er seinem frÃ¼heren Klienten gegenÃ¼ber nicht benachteiligt sei. Nur wenn hÃ¶here Interessen dem entgegenstÃ¼nden, sei dem Anwalt zuzumuten, auf die gerichtliche Geltendmachung seines Honorars zu verzichten. Ein hÃ¶heres Interesse sei hier nicht zu erkennen, weshalb die Bewilligung zu erteilen sei.</span></p> <p class="Urteilstext"><b>2.2</b> Aktiv- und Passivlegitimation gelten im Zivil- bzw. im hier angestrebten Forderungsprozess als <i>materiellrechtliche Voraussetzungen des eingeklagten Anspruchs</i> und sind <i>von Amtes wegen</i> zu prÃ¼fen, soweit es die Rechtsanwendung betrifft (Richard Frank/Hans StrÃ¤uli/Georg <span>Messmer</span>, Kommentar zur zÃ¼rcherischen Zivilprozessordnung, 3. A., ZÃ¼rich 1997, §§ 27/28 N. 66; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 21 N. 7). Damit im Zusammenhang stehende Einwendungen kÃ¶nnen aber nur vor dem Zivilrichter erhoben werden. Ebenso befindet ausschliesslich dieser darÃ¼ber, ob der Anwalt beispielsweise die Interessen des Klienten nicht gehÃ¶rig gewahrt, ja sogar gegen seine Interessen gehandelt hat oder ob das Honorar erlassen, gestundet oder bereits bezahlt worden sei. Er prÃ¼ft auch strittige Forderungen aus der rein konsultativen AnwaltstÃ¤tigkeit (vgl. Giovanni Andrea Testa, Die zivil- und standesrechtlichen Pflichten des Rechtsanwaltes gegenÃ¼ber dem Klienten, ZÃ¼rich 2000, S. 249). Die Vorinstanz hat sich somit zu Recht auf die PrÃ¼fung der Glaubhaftmachung der MandatsverhÃ¤ltnisse beschrÃ¤nkt und darauf hingewiesen, dass die Legitimationsfrage letztlich vom Zivilrichter zu beurteilen sein wird. Soweit die BeschwerdefÃ¼hrenden beantragen, die Vorinstanz hÃ¤tte <i>abschliessend</i> Ã¼ber die Legitimationsfrage entscheiden sollen, sind daher die Beschwerden abzuweisen.</p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.3 </span></b><span>Aus den </span>Akten<span> der Vorinstanz ergibt sich, dass der Beschwerdegegner 1 die A AG in einem Prozess gegen eine andere Gesellschaft vor Handelsgericht vertreten hat. Die Vorinstanz hat festgehalten, dass die Ãnderung der Firma in A AG nicht gegen die Glaubhaftmachung des MandatsverhÃ¤ltnisses spreche, sei doch die Gesellschaft mit dem ursprÃ¼nglichen Firmennamen nicht gelÃ¶scht worden. Die A AG hÃ¤lt dem lediglich entgegen, den Beschwerdegegner 1 nicht beauftragt zu haben, ohne aber auf die Problematik der blossen Umfirmierung ohne LÃ¶schung bzw. AuflÃ¶sung der Gesellschaft mit dem ursprÃ¼nglichen Firmennamen weiter einzugehen. Dies vermag aber die Glaubhaftmachung der Beauftragung des Beschwerdegegners 1 bzw. der daraus resultierenden Verbindlichkeiten fÃ¼r die in A AG umbenannte Gesellschaft nicht umzustossen. Wie es sich damit aber genau verhÃ¤lt, wird vom Zivilrichter zu entscheiden sein. </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.4 </span></b><span>Was die Ã¼brigen Gesellschaften, nÃ¤mlich die B AG, die C AG und die D AG angeht, ist festzuhalten, dass die am 5. April 2001 zu Gunsten des Beschwerdegegners 1 ausgestellte Vollmacht ohne nÃ¤here PrÃ¤zisierung namens der Gruppe Q ausgestellt wurde. Die Vollmacht wurde von E und F unterzeichnet, welche beide gemÃ¤ss HandelsregisterauszÃ¼gen fÃ¼r die Gesellschaften zeichnungsberechtigt waren bzw. sind. Schon aufgrund dieses Umstands ist die BevollmÃ¤chtigung des Beschwerdegegners 1 bezÃ¼glich all dieser Gesellschaften glaubhaft gemacht. Zudem belegen diverse bei den Akten liegende Dokumente, dass der Beschwerdegegner 1 auch seitens der B AG und der C AG in besagter Angelegenheit Brief- und E-Mail-Korrespondenz, zum Teil mit Zahlungszusicherungen, erhalten hat. Es kann somit nicht die Rede davon sein, diese Firmen seien âvÃ¶llig unbeteiligtâ gewesen, wie dies die B AG, die C AG und die D AG geltend machen. Ausserdem ist die Gruppe Q nach aussen als zusammenhÃ¤ngendes Netzwerk von Unternehmen und Partnern aufgetreten, welche nach eigener Darstellung in verwandten GeschÃ¤ftsfeldern unter einem einheitlichen Auftritt tÃ¤tig seien. Dies deutet darauf hin, dass diese Unternehmen und Partner als einfache Gesellschaft (Gruppe Q) untereinander verbunden waren bzw. sind. Unter die Gruppe Q fÃ¤llt namentlich auch die D AG, welche gleichzeitig Revisionsstelle der A AG ist. </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.5 </span></b><span>Die zeichnungsberechtigten E und F haben fÃ¼r die Gruppe Q die Vollmacht unterschrieben. Sie sind zudem nach aussen als Partner der Gruppe Q in Erscheinung getreten, was fÃ¼r die Glaubhaftmachung der Beauftragung des Beschwerdegegners 1 auch bezÃ¼glich E und F genÃ¼gt. An dieser Stelle ist aber nochmals darauf hinzuweisen, dass es in die Kompetenz des Zivilrichters fÃ¤llt, endgÃ¼ltig Ã¼ber die Legitimationsfrage zu entscheiden.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.6 </span></b><span>HÃ¶here Interessen, welche der Entbindung vom Anwaltsgeheimnis entgegenstehen kÃ¶nnten, werden keine geltend gemacht und auch aus den Akten ergeben sich keine anderweitigen Anhaltspunkte. Es spricht somit nichts gegen die von der Aufsichtskommission angeordnete beschrÃ¤nkte Entbindung vom Berufsgeheimnis und die entsprechende Kostenverlegung. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die BeschwerdefÃ¼hrenden kostenpflichtig, wobei ihnen die Kosten zu je einem Sechstel, unter subsidiÃ¤rer Haftung fÃ¼r das Ganze, aufzuerlegen sind (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 und § 14 VRG). Unter den gegebenen UmstÃ¤nden steht ihnen auch keine ParteientschÃ¤digung zu.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der rechtskundige Beschwerdegegner 1 beantragt eine ParteientschÃ¤digung. Eine solche kann zugesprochen werden, namentlich wenn die rechtsgenÃ¼gende Darstellung komplizierter Sachverhalte und schwieriger Rechtsfragen besonderen Aufwand erforderte oder den Beizug eines Rechtsbeistands rechtfertigte, oder wenn die Rechtsbegehren der unterliegenden Partei oder die angefochtene Anordnung offensichtlich unbegrÃ¼ndet waren (§ 17 Abs. 2 lit. a und b VRG). Vorliegend sind aber keine Voraussetzungen gegeben, welche die Zusprechung einer EntschÃ¤digung rechtfertigen wÃ¼rden, liegen doch weder komplizierte Sachverhalte noch schwierige Rechtsfragen zugrunde, erst recht nicht im Vergleich zum erstinstanzlichen Verfahren (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 27). Die Rechtsbegehren der BeschwerdefÃ¼hrenden kÃ¶nnen auch noch nicht als offensichtlich unbegrÃ¼ndet qualifiziert werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerden werden abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 240.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'740.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden zu je einem Sechstel, unter subsidiÃ¤rer Haftung fÃ¼r das Ganze, auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>