<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2023.00075</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223886&amp;W10_KEY=13045531&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2023.00075</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.03.2024</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Staats- und Gemeindesteuern 2017</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Umstritten ist, ob der Pflichtige als gewerbsmässiger Wertschriftenhändler zu qualifizieren ist und ob der Verheirateten- bzw. Einelterntarif zur Anwendung gelangt, da er mit der Kindsmutter und dem gemeinsamen Kind zusammenlebt.] Zur Beurteilung, ob der Pflichtige als gewerbsmässiger Wertschriftenhändler zu qualifizieren ist, ist eine Gesamtbeurteilung vorzunehmen. Vorliegend ist hauptsächlich das sehr niedrige Transaktionsvolumen und die fehlende Fremdfinanzierung ausschlaggebend. Es ist folglich aus der gelebten Handelstätigkeit des Pflichtigen auf einen privaten Kapitalverlust zu schliessen (E. 2). Da die Familienbesteuerung an die elterliche Sorge der steuerpflichtigen Person bei nicht gemeinsam besteuerten Eltern anknüpft, findet auf den Pflichtigen der Grundtarif Anwendung. Diese Regelung verstösst auch nicht gegen die Kinderrechtskonvention (E. 3). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=65611" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">SB.2023.00075<br/> SB.2023.00076</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der Einzelrichterin</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">11. MÃ¤rz 2024</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichterin Viviane Sobotich, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda <br/> Rindlisbacher </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Kanton ZÃ¼rich, </span><span>vertreten durch das kantonale Steueramt, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Staats- und Gemeindesteuern 2017 sowie</span></b></p> <p class="MsoNormal"><b><span>direkte Bundessteuer 2017,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A (nachfolgend der Pflichtige) deklarierte in der SteuererklÃ¤rung 2017 neben seinem Haupterwerbseinkommen auch einen Verlust aus nebenberuflicher TÃ¤tigkeit als WertschriftenhÃ¤ndler von Fr. â¦ Weiter deklarierte er einen Kinderabzug, weil er mit seinem Sohn in einem Haushalt lebe und der andere Elternteil keine UnterhaltsbeitrÃ¤ge leiste.</p> <p class="Urteilstext">In der VeranlagungsverfÃ¼gung resp. dem EinschÃ¤tzungsentscheid vom 4. Februar 2020 wurde weder der geltend gemachte Verlust noch der Kinderabzug anerkannt. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Hiergegen erhob der Pflichtige am 1. MÃ¤rz 2020 Einsprache und beantragte die Anerkennung als WertschriftenhÃ¤ndler und die GewÃ¤hrung des Elterntarifs. Nach der Akteneinforderung zum Nachweis des gewerbsmÃ¤ssigen Wertschriftenhandels als auch der gemeinsamen elterlichen Sorge fÃ¼r das Kind, reichte der Pflichtige diverse Unterlagen ein.</p> <p class="Urteilstext">Mit Entscheid vom 18. Oktober 2022 hiess das kantonale Steueramt die Einsprache teilweise gut und setzte fÃ¼r die direkte Bundessteuer 2017 ein steuerbares Einkommen von Fr. â¦ zum Einelterntarif fÃ¼r die Staats- und Gemeindesteuern 2017 ein steuerbares Einkommen von Fr. â¦ zum Grundtarif und ein steuerbares VermÃ¶gen von Fr. â¦ zum Grundtarif fest. Der Verlust als WertschriftenhÃ¤ndler wurde weiterhin nicht anerkannt, jedoch ein UnterstÃ¼tzungsabzug fÃ¼r den Pflichtigen anstelle des Kinderabzugs.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt1">Mit Entscheid vom 20. Juni 2023 wies das Steuerrekursgericht die dagegen am 19. November 2022 erhobenen Rechtsmittel ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 9. August 2023 beantragte der Pflichtige dem Verwaltungsgericht, seine Rolle als Vater und die Rechte seiner Familie, die ''scheinbar auf Bundesebene beschrÃ¤nkt'' seien, mit Art. 27 der Kinderkonvention in Einklang zu bringen. SinngemÃ¤ss beantragte er, dass der Verheiratetentarif anzuwenden sei, obwohl er und die Mutter des Kindes nicht verheiratet seien, aber zusammenwohnen wÃ¼rden. Zudem mÃ¼sse ihm der volle Abzug fÃ¼r das unterhaltsberechtigte Kind gewÃ¤hrt werden. Im Weiteren sei die Nichtanerkennung seiner TÃ¤tigkeit als WertschriftenhÃ¤ndler offensichtlich ein Fehler, weshalb diese zu berÃ¼cksichtigen sei. </p> <p class="Urteilstext"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 10. August 2023 vereinigte der AbteilungsprÃ¤sident die Verfahren SB.2023.00075 (Staats- und Gemeindesteuern 2017) und SB.2023.00076 (direkte Bundessteuer 2017).</span></p> <p class="MsoNormal"><span>WÃ¤hrend die Vorinstanz auf Vernehmlassung verzichtete, beantragte das kantonale Steueramt am 12. September 2023 die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge fÃ¼r den Pflichtigen soweit darauf einzutreten sei und die BestÃ¤tigung des vorinstanzlichen Entscheids. Die EidgenÃ¶ssische Steuerverwaltung liess sich nicht vernehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Einzelrichterin</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Die Beschwerden bezÃ¼glich Staats- und Gemeindesteuern 2017 (SB.2023.00075) und direkte Bundessteuer 2017 (SB.2023.00076) betreffen denselben Pflichtigen sowie dieselbe Sach- und Rechtslage, weshalb die Verfahren mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 10. August 2023 zu Recht vereinigt wurden.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b><b> </b>Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht betreffend die Staats- und Gemeindesteuern kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>In Bundessteuersachen ist die Kognition des Verwaltungsgerichts identisch: Soll die erstinstanzliche Beschwerde die allseitige, hinsichtlich Rechts- und Ermessenskontrolle unbeschrÃ¤nkte gerichtliche ÃberprÃ¼fung der Einspracheentscheide der VeranlagungsbehÃ¶rde auf alle MÃ¤ngel des Entscheids und des vorangegangenen Verfahrens hin ermÃ¶glichen (Art. 140 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 Ã¼ber die direkte Bundessteuer [DBG]), muss sich die Aufgabe der zweitinstanzlichen Beschwerde, die die ÃberprÃ¼fung der Entscheidung eines Gerichts und nicht diejenige einer VerwaltungsbehÃ¶rde zum Gegenstand hat, sinnvollerweise auf die Rechtskontrolle beschrÃ¤nken (BGE 131 II 548 E. 2.5; RB 1999 Nr. 147).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Streitig ist weiterhin, ob der vom Pflichtigen getÃ¤tigte Handel mit Wertschriften im Jahr 2017 als selbstÃ¤ndige ErwerbstÃ¤tigkeit im Sinne von § 18 Abs. 1 und 2 StG resp. Art. 18 Abs. 1 und 2 DBG zu qualifizieren ist, sodass er den erzielten Verlust mit anderem Einkommen verrechnen kann, oder ob der Verlust als steuerlich nicht absetzbarer privater Kapitalverlust gilt.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.1 </b>Im Bereich der Besteuerung des Einkommens natÃ¼rlicher Personen gilt das Konzept der ReinvermÃ¶genszugangstheorie. Aufgrund der Generalklausel von § 16 Abs. 1 StG bzw. Art. 16 Abs. 1 DBG und des nicht abschliessenden Positivkatalogs (§ 17â23 StG; Art. 17â23 DBG) unterliegen alle wiederkehrenden und einmaligen EinkÃ¼nfte der Steuerpflichtigen der Einkommenssteuer ohne RÃ¼cksicht auf ihre Quellen, sofern sie das Gesetz nicht ausdrÃ¼cklich von der Besteuerung ausnimmt (VGr, 10. November 2021, SB.2021.00073, E. 3.1; VGr, 24. Februar 2021, SB.2020.00102, E. 2.2.1). </p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.2 </b>GemÃ¤ss § 18 Abs. 1 StG bzw. Art. 18 Abs. 1 DBG steuerbar sind alle EinkÃ¼nfte aus einem Handels-, Industrie-, Gewerbe-, Land- und Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien Beruf sowie aus jeder anderen selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit. Zu den EinkÃ¼nften aus selbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit zÃ¤hlen auch alle Kapitalgewinne aus VerÃ¤usserung, Verwertung oder buch­mÃ¤ssiger Aufwertung von GeschÃ¤ftsvermÃ¶gen (§ 18 Abs. 2 StG, Art. 18 Abs. 2 DBG). Als GeschÃ¤ftsvermÃ¶gen gelten alle VermÃ¶genswerte, die ganz oder vorwiegend der selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit dienen (§ 18 Abs. 3 StG, Art. 18 Abs. 3 DBG). </p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.3 </b>DemgegenÃ¼ber sind die Kapitalgewinne aus der VerÃ¤usserung von PrivatvermÃ¶gen steuerfrei (§ 16 Abs. 3 StG, Art. 16 Abs. 3 DBG). In der Praxis wird folglich unterschieden zwischen Kapitalgewinnen resp. -verlusten, die im Rahmen schlichter VermÃ¶gensverwaltung oder in AusnÃ¼tzung einer sich zufÃ¤llig bietenden Gelegenheit erzielt wurden und steuerfrei resp. nicht abzugsfÃ¤hig waren, und Kapitalgewinnen oder -verlusten, die aus einer ErwerbstÃ¤tigkeit resultierten (vgl. BGE 125 II 113, E. 3b; Kreisschreiben Nr. 36 der EidgenÃ¶ssischen Steuerverwaltung vom 27. Juli 2012, Ziff. 4.3.1).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.4 </b>Unter dem Begriff der selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit wird allgemein jede TÃ¤tigkeit erfasst, bei der ein Unternehmer auf eigenes Risiko, unter Einsatz von Arbeit und Kapital, in einer frei gewÃ¤hlten Organisation mit der Absicht der Gewinnerzielung am Wirtschaftsverkehr teilnimmt. Unbedeutend ist, ob diese haupt- oder nebenberuflich sowie ob sie temporÃ¤r oder dauernd ausgeÃ¼bt wird. Es ist jeweils nach den gesamten UmstÃ¤nden des Einzelfalls zu beurteilen, ob eine solche vorliegt oder nicht (BGE 125 II 113 E. 5b; BGer, 6.6.2023, 9C_606/2022, E. 4.2; BGer, 28.9.2022, 2C_850/2021 E. 4.2; BGer, vom 8. Dezember 2021, 2C_360/2021, E. 2.1.2; BGer, 23.10.2009, 2C_868/2008;). </p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.5 </b>FÃ¼r die Beurteilung einer selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit sind verschiedene Indizien in Betracht zu ziehen, von denen jedes zusammen mit anderen, im Einzelfall jedoch unter UmstÃ¤nden auch bereits alleine, zur Annahme einer selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit ausreichen kann. Der Umstand, dass einzelne typische Elemente der selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit im Einzelfall fehlen (z.B. die grosse HÃ¤ufigkeit der Transaktionen oder der Einsatz fremder Mittel), kann durch andere Elemente kompensiert werden, die mit besonderer IntensitÃ¤t vorliegen (ASA 73, 299). FÃ¼r die Beurteilung des ''nebenberuflichen Beteiligungshandels'' hat das Bundesgericht festgehalten, dass die allgemeinen Indizien nach wie vor vollumfÃ¤nglich anzuwenden sind (BGer, 29. Juli 2021, 2C_758/2020, E. 5; BGer, 12. September 2011, 2C_385/2011, E. 2.2). Als Indizien gelten neben der erwÃ¤hnten HÃ¤ufigkeit der Transaktionen und einer kurzen Besitzesdauer, die systematische oder planmÃ¤ssige Art und Weise des Vorgehens, der enge Zusammenhang mit der beruflichen TÃ¤tigkeit der steuerpflichtigen Person, der Einsatz spezieller Fachkenntnisse der Person oder erheblicher fremder Mittel zur Finanzierung sowie die Verwendung der erzielten Gewinne bzw. deren Wiederanlage in gleichartige VermÃ¶gensgegenstÃ¤nde. Im Hinblick auf diese Indizien erwog das Bundesgericht (BGer, 23. Oktober 2009, 2C_868/2008, E. 2.7), fÃ¼r die Frage, ob gewerbsmÃ¤ssiger Wertschriftenhandel vorliege, seien insbesondere die HÃ¶he des Transaktionsvolumens (d.h. der Summe aller Kaufpreise und VerkaufserlÃ¶se) sowie der Einsatz erheblicher fremder Mittel zur Finanzierung der GeschÃ¤fte als massgebliche Kriterien zu berÃ¼cksichtigen. DemgegenÃ¼ber hÃ¤tten die Indizien des systematischen und planmÃ¤ssigen Vorgehens sowie des Einsatzes spezieller Fachkenntnisse nur noch untergeordnete Bedeutung, etwa im Sinne von "Ausschlusskriterien" (vgl. auch BGer, 29. Juli 2021, 2C_758/2020, E. 5; BGer, 1. Dezember 2015, 2C_375/2015, E. 2.2; BGer, 12. September 2011, 2C_385/2011, E. 2.1 m.w.H. publ. in: StR 66/2011 S. 950 ff. sowie StE 2011 B 23.1 Nr. 72).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.6 </b>Das Kreisschreiben 36 der EidgenÃ¶ssischen Steuerverwaltung (ESTV), welches fÃ¼r den Bereich der Bundessteuern erlassen wurde, geht bei der kumulativen ErfÃ¼llung von fÃ¼nf Kriterien im Sinne einer ''safe haven rule'' in jedem Fall von einer privaten VermÃ¶gensverwaltung aus. Die Kriterien sind Folgende: Eine Haltedauer der verÃ¤usserten Wertschriften von mindestens sechs Monaten; das Transaktionsvolumen pro Kalenderjahr betrÃ¤gt gesamthaft nicht mehr als das FÃ¼nffache des Wertschriften- und Guthabenbestands zu Beginn der Steuerperiode; das Erzielen von Kapitalgewinnen aus WertschriftengeschÃ¤ften bildet keine Notwendigkeit, um fehlende oder wegfallende EinkÃ¼nfte zur Lebenshaltung zu ersetzen â was regelmÃ¤ssig der Fall ist, wenn die realisierten Kapitalgewinne weniger als 50 % des Reineinkommens in der Steuerperiode betragen; die Anlagen sind nicht fremdfinanziert oder die steuerbaren VermÃ¶gensertrÃ¤ge aus den Wertschriften sind grÃ¶sser als die anteiligen Schuldzinsen; der Kauf und Verkauf von Derivaten beschrÃ¤nkt sich auf die Absicherung von eigenen Wertschriftenpositionen. </p> <p class="Erwgung3">Wird eines der Kriterien <i>nicht</i> erfÃ¼llt, <i>kann</i> ein gewerbsmÃ¤ssiger Wertschriftenhandel hingegen nicht ausgeschlossen werden und es sind, wie erwÃ¤hnt, sÃ¤mtliche UmstÃ¤nde des konkreten Einzelfalles zu beurteilen.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.7 </b>Beim Kreisschreiben der ESTV handelt es sich um eine generell-abstrakte Dienstanweisung, von der jedoch nicht ohne triftigen Grund abgewichen wird (vgl. BGE 145 V 84, E. 6.1.1; BGE 142 V 442, E. 5.2; BGE 133 V 257 E. 3.2; BGer, 1. Dezember 2015, 2C_375/2015, E. 3.2; BGer, 17. August 2015, 2C_264/2014 E. 2.4).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>GemÃ¤ss den Angaben in der SteuererklÃ¤rung hat der Pflichtige in der Steuerperiode 2017 sechs relevante Wertschriften-Transaktionen vorgenommen, wobei die Haltedauer unter sechs Monaten lag, weshalb die Vorinstanz zu Recht zum Schluss gelangte, dass die ''safe haven rule'' keine Anwendung findet und die UmstÃ¤nde des konkreten Einzelfalles zu beurteilen sind. </p> <p class="Erwgung2">Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, dass das Transaktionsvolumen im Jahr 2017 sehr niedrig gewesen sei und nur beim Kauf im Jahr 2016 der â¦ kÃ¶nne von einem leicht erhÃ¶hten Transaktionsvolumen gesprochen werden. Weiter hielt sie fest, dass sich das geringe Volumen u.a. auch im Vergleich zu seinem Nettolohn von Fr. â¦ zeige und die geringe Anzahl von sechs Transaktionen deute nicht auf eine gewerbliche TÃ¤tigkeit hin. Im Wesentlichen seien zwei per 2016 gekaufte Titel im Jahr 2017 gestaffelt wiederverkauft worden, weshalb keine systematische und planmÃ¤ssige Art und Weise des Vorgehens erkennbar sei. DafÃ¼r spreche auch die Angabe des Pflichtigen, wonach er ''nur spekuliert'' habe. Eine Spekulation sei stets mit einem erhÃ¶hten Risiko verbunden, weshalb sich eine gewerbliche TÃ¤tigkeit damit nicht ohne Weiteres vereinbaren lasse. Aufgrund der gesamten UmstÃ¤nde sei kein gewerbsmÃ¤ssiger Wertschriftenhandel erkennbar. Daran Ã¤ndere auch das subjektive Empfinden des Pflichtigen als gewerblicher WertschriftenhÃ¤ndler nichts. Es seien die objektiven Faktoren entscheidend. Somit sei auch nicht relevant, ob das Jahr 2017 ein schwieriges BÃ¶rsenjahr gewesen sei. Entgegen der Meinung des Pflichtigen sei ein gewerblicher WertschriftenhÃ¤ndler nicht verpflichtet, die Haltedauer, Transaktionsvolumen etc. im Voraus verbindlich festzulegen. Vielmehr ergebe sich diese aus der gelebten HandelstÃ¤tigkeit, woraus dann bestimmt werden kÃ¶nne, ob eine gewerbsmÃ¤ssige TÃ¤tigkeit vorliege oder nicht. Die Vorinstanz gelangte zum Schluss, dass kein gewerbsmÃ¤ssiger Wertschriftenhandel vorliege, sondern ein privater Kapitalverlust. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Der Pflichtige macht geltend, dass er fÃ¼r die Steuerperiode 2016 den Verlust als WertschriftenhÃ¤ndler abgezogen habe, was seine TÃ¤tigkeit als WertschriftenhÃ¤ndler ''eindeutig bestÃ¤tige''. Er bestreitet, dass sein Kauf der â¦ rein spekulativ gewesen sei, und im Ãbrigen habe der Kauf, wie seine Buchhaltung belege, im Steuerjahr 2016 stattgefunden und dÃ¼rfe nicht fÃ¼r das Jahr 2017 hinzugezogen werden. Zudem mÃ¼sse seine TÃ¤tigkeit von 2016 bis 2019 begutachtet werden und nicht nur auf das Steuerjahr 2017 abgestellt werden, indem er nur wenige Positionen gehalten und nur VerkÃ¤ufe getÃ¤tigt habe. Die Steuerverwaltung habe Zugriff auf seine vollstÃ¤ndige Buchhaltung und seine Transaktionen fÃ¼r die Jahre 2016 bis 2019 und diese mÃ¼ssten berÃ¼cksichtigt werden. Auch bestreite er, dass das Jahr 2017 ein schwieriges BÃ¶rsenjahr gewesen sei. Als WertschriftenhÃ¤ndler liege es in seiner Verantwortung, die Marktbewegungen vorauszusehen und seine Strategie anzupassen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Die Argumentation des Pflichtigen ist widersprÃ¼chlich. Einerseits fordert er, ''dass das Urteil auf dem Zeitraum von 2016 bis 2019'' basieren mÃ¼sse, gleichzeitig aber beanstandet er, dass der Kauf der â¦ im Jahr 2016 stattgefunden habe und nicht fÃ¼r seine TÃ¤tigkeit im Jahr 2017 hinzugezogen werden solle. Strittig ist einzig die Besteuerung fÃ¼r das Jahr 2017. Entgegen der Meinung des Pflichtigen kann der Pflichtige aus dem Umstand, dass ihm in der Steuerperiode 2016 ein Verlustabzug gewÃ¤hrt worden ist, nichts zu seinen Gunsten ableiten. Die SteuerbehÃ¶rden sind grundsÃ¤tzlich nicht an ihre Beurteilungen in vorangegangenen Steuerperioden gebunden und im Allgemeinen ist kein widersprÃ¼chliches Verhalten darin zu sehen, dass die SteuerbehÃ¶rden analoge Sachverhalte in spÃ¤teren Steuerperioden anders beurteilen als in frÃ¼heren (Richner et al. <span>[Hrsg.], Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, 4. A., ZÃ¼rich 2021, </span>VB zu §§ 119â131 StG N. 87; BGr, 16. Juli 2013, 2C_273/2013, E. 3.4 und 4.2). Insbesondere vermag eine vorangegangene fehlerhafte Anwendung der einschlÃ¤gigen steuerrechtlichen Bestimmungen und Weisungen regelmÃ¤ssig weder berechtigte Erwartungen in eine Aufrechterhaltung der falschen Rechtsanwendung begrÃ¼nden, noch erscheint die Rechtssicherheit durch eine Korrektur in nachfolgenden Steuerperioden ernsthaft gefÃ¤hrdet. Vielmehr ist es zur Sicherstellung einer gesetzmÃ¤ssigen Besteuerung und einer Gleichbehandlung mit anderen Steuerpflichtigen geradezu geboten, die von ihm deklarierten Verluste nicht zum Abzug zuzulassen (VGr, 12. Dezember 2022, SB.2022.00088, E. 5.2). <a id="_Hlk161060619">Die Vorinstanz hat richtigerweise eine Beurteilung der GesamtumstÃ¤nde vorgenommen, um zu eruieren, ob der Pflichtige als selbstÃ¤ndig erwerbstÃ¤tiger gewerbsmÃ¤ssiger WertschriftenhÃ¤ndler gemÃ¤ss den vom Bundesgericht entwickelten Kriterien zu qualifizieren ist. Wie oben dargelegt, ist dabei </a><a id="_Hlk161060233"></a><a id="_Hlk161060546">hauptsÃ¤chlich</a> ausschlaggebend, wie hoch das Transaktionsvolumen (d.h. die HÃ¶he der Summe aller Kaufpreise und VerkaufserlÃ¶se) war sowie, ob der Einsatz erheblicher fremder Mittel zur Finanzierung nÃ¶tig war. Wie von der Vorinstanz zutreffend dargelegt wurde, war das Transaktionsvolumen im Jahr 2017 im Vergleich zum Nettolohn sehr niedrig. Auch waren keine erheblichen Fremdmittel zur Finanzierung nÃ¶tig. DemgemÃ¤ss ist aus der gelebten HandelstÃ¤tigkeit des Pflichtigen auf einen privaten Kapitalverlust und nicht auf einen gewerbsmÃ¤ssigen Wertschriftenhandel zu schliessen. Es kann im Ãbrigen auf die zutreffenden ErwÃ¤gungen der Vorinstanz verwiesen werden. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Weiter fordert der Pflichtige die Anwendung ''des angemessenen Steuersatzes'' gemÃ¤ss der Lebenssituation, weil er zusammen mit der Mutter seines Sohnes im gemeinsamen Haushalt lebe, auch wenn er nicht verheiratet sei. Damit macht er sinngemÃ¤ss geltend, dass bei ihm bei den Staats- und Gemeindesteuern 2017 der Verheirateten- bzw. der Einelterntarif zur Anwendung gelangen mÃ¼sse.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Nach § 35 Abs. 2<sup>bis</sup> StG hat bei nicht gemeinsam besteuerten Eltern, die mit Kindern unter gemeinsamer elterlicher Sorge zusammenleben und denen der Kinderabzug je zur HÃ¤lfte zusteht, derjenige Elternteil Anspruch auf den Verheiratetentarif, der aus seinen versteuerten EinkÃ¼nften den Unterhalt des Kindes zur Hauptsache bestreitet. Die Vorinstanz, wie schon das kantonale Steueramt, begrÃ¼ndete eingehend, dass es am Nachweis der gemeinsamen elterlichen Sorge gemÃ¤ss Art. 298a Abs. 5 Schweizerisches Zivilgesetzbuch vom 10. Dezember 1907 (ZGB) fehlt, wenn auch die anderen Voraussetzungen fÃ¼r die Anwendung des Tarifs vorhanden wÃ¤ren. Die gemeinsame elterliche Sorge wird weiterhin weder behauptet, noch ergibt sie sich aus den Akten. Die elterliche Sorge der steuerpflichtigen Person gemÃ¤ss ZGB bildet jedoch die Voraussetzung fÃ¼r die Familienbesteuerung (Felix Richner et al., Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, 4. A., ZÃ¼rich 2021, § 9 N. 48). Das Steuerrecht knÃ¼pft hier an die zivilrechtlichen Bestimmungen an (BGr, 1. September 2006, 2A_37/2006). Ein bestehendes KindesverhÃ¤ltnis, welches hier nicht umstritten ist, begrÃ¼ndet noch keine gemeinsame elterliche Sorge. Eine solche kommt bei nicht miteinander verheirateten Eltern durch Urteil oder eine gemeinsame elterliche ErklÃ¤rung zustande. Diese kann sowohl bei der Anerkennung des Kindes beim Zivilstandsamt als auch in einem spÃ¤teren Zeitpunkt bei der KindesschutzbehÃ¶rde erfolgen (Art. 298a Abs. 4 ZGB). Solange keine solche ErklÃ¤rung vorliegt, steht die elterliche Sorge allein der Mutter zu (Art. 298a Abs. 5 ZGB). <a id="_Hlk161061277">Da die Familienbesteuerung an die elterliche Sorge der steuerpflichtigen Person bei nicht gemeinsam besteuerten Eltern anknÃ¼pft, findet auf den Pflichtigen der Grundtarif Anwendung, wie dies von den Vorinstanzen korrekt beurteilt wurde.</a></p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht schliesslich (sinngemÃ¤ss) geltend, dass das kantonale Recht seine Rolle als Vater in Verletzung der Kinderrechtskonvention (UN-Kinderrechtskonvention, UN-KRK) nicht ausreichend anerkenne. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3.1 </b>Artikel 3 Abs. 1 UN-KRK statuiert die vorrangige BerÃ¼cksichtigung des Kindeswohls bei allen staatlichen Massnahmen. Dabei handelt es sich um einen Leitgedanken, eine Interpretationsmaxime, die bei Erlass und Auslegung der Gesetze zu beachten ist (BGE 136 I 297 E. 8.2). Nach Art. 27 Abs. 1 UN-KRK anerkennen die Vertragsstaaten 'das Recht jedes Kindes auf einen seiner kÃ¶rperlichen, geistigen, seelischen, sittlichen und sozialen Entwicklung angemessenen Lebensstandard'. Das Ãbereinkommen legt ein Ziel fest, schreibt den Staaten aber nicht vor, wie sie es erreichen sollen; in der Schweiz erfolgt dies durch die Koordination des Familienrechts als Privatrecht mit dem Sozialhilferecht als Ã¶ffentliches Recht sowie der Familienpolitik (BBl 2014 535). Ein klagbarer Leistungsanspruch lÃ¤sst sich aus diesen Normen jedoch nicht ableiten. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.2 </b>Nach Art. 11 Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) haben Kinder und Jugendliche Anspruch auf besonderen Schutz ihrer Unversehrtheit und auf FÃ¶rderung ihrer Entwicklung. Dieses Verfassungsrecht ist zwar justiziabel, indessen verpflichtet es Gesetzgeber und Rechtsanwender lediglich zur Einhaltung eines Mindestniveaus an realisiertem Schutz oder gewÃ¤hrter FÃ¶rderung (Axel Tschentscher, in: Basler Kommentar, Bundesverfassung, 2015, Art. 11 N 11). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Der Pflichtige zeigt nicht auf, dass und inwiefern durch die steuerliche Mehrbelastung das Wohl seines Kindes konkret beeintrÃ¤chtig resp. gefÃ¤hrdet sein soll. Solches ist auch nicht ersichtlich. Die UN-KRK verleiht dem Kind jedenfalls keinen Anspruch auf einen bestimmten gehobenen Lebensstandard. Sodann wird vom Pflichtigen nicht ansatzweise dargelegt, inwiefern das Mindestniveau an Schutz und FÃ¶rderung seines Kindes nicht eingehalten werden soll. Eine derartige Unterschreitung des minimalen Schutzniveaus ist denn auch nicht ersichtlich. Der Pflichtige kann aus den genannten Bestimmungen nichts zu seinen Gunsten ableiten.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass der Gesetzgeber die Familienbesteuerung bei nicht verheirateten Eltern nur dann vorsieht, wenn die gemeinsame elterliche Sorge rechtskonform erklÃ¤rt wurde. Diese wird vorliegend weder behauptet noch ergibt sie sich aus den Akten. Zudem ist nicht dargetan und auch nicht ersichtlich, inwieweit diese Steuerregelung gegen das Mindestniveau an Schutz und FÃ¶rderung seines Kindes gemÃ¤ss Kinderrechtskonvention verstossen soll. </p> <p class="Erwgung2">Demnach ist die Beschwerde auch in diesem Punkt abzuweisen. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung1">Bei diesem Ausgang der Beschwerde sind die Gerichtskosten des vorliegenden Verfahrens dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 153 Abs. 4 in Verbindung mit § 151 As. 1 StG; Art. 144 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 145 Abs. 2 DBG). Eine UmtriebsentschÃ¤digung bleibt ihm versagt und wurde auch nicht verlangt (§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG] in Verbindung mit § 152 und § 153 Abs. 4 StG).</p> <p class="Urteilstext"><span>DemgemÃ¤ss erkennt die Einzelrichterin:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde betreffend Staats- und Gemeindesteuern 2017 (SB.2023.00075) wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Beschwerde betreffend direkte Bundessteuer 2017 (SB.2023.00076) wird abgewiesen.</span></p> <p class="einzug20"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr fÃ¼r das Verfahren SB.2023.00075 wird festgesetzt auf<br/> </span><span>Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 87.50</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 587.50</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="einzug20"><span>4. Die GerichtsgebÃ¼hr fÃ¼r das Verfahren SB.2023.00076 wird festgesetzt auf<br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 52.50 </u>Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 552.50</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="einzug20"><span>5. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="einzug20"><span>6. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) das Steuerrekursgericht;<br/> c) das Sekretariat der GeschÃ¤ftsleitung des kantonalen Steueramts;<br/> d) das Steueramt der Stadt B;<br/> e) die EidgenÃ¶ssische Steuerverwaltung.</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>