B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-2605/2013 U r t e i l v o m 1 6 . M a i 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichterin Gabriela Freihofer, mit Zustimmung von Richter Walter Stöckli; Gerichtsschreiber Simon Thurnheer. Parteien A._______, geboren am (…), Iran, vertreten durch Michel Meier, BAS Beratungsstelle für Asyl- suchende der Region Basel, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 29. April 2013 / N (…). E-2605/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer am 27. Oktober 2011 auf dem Luftweg von Griechenland her legal in die Schweiz einreiste und hier gleichentags ein Asylgesuch stellte, dass er im Empfangs - und Verfahrenszentrum (EVZ) B._______ am 9. November 2011 zur Person befragt und am 5. April 2013 vertieft ang e- hört wurde, dass er dabei angab, im Dezember 2010 in Griechenland politisches Asyl erhalten zu haben, wegen der dortigen Lebensbedingungen, insbesonde- re weil er sich nicht sicher gefühlt habe und mit der medizinischen B e- handlung nicht zufrieden gewesen sei, Griechenland jedoch im Oktober 2011 verlassen zu haben, dass er zum Nachweis seiner Identität einen (mittlerweile abgelaufenen) griechischen Reiseausweis und eine (noch immer gültige) griechische Aufenthaltsgenehmigung und als weitere Beweismit tel griechischsprachi- ge Dokumente im Zusammenhang mit seinem dortigen Asylverfahren sowie Berichte über die Lage von Flüchtlingen in Griechenland zu den Akten legte, dass das BFM auf se in Asylgesuch in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht ein- trat und die Wegweisung aus der Schweiz nach Griechenland sowie den Vollzug der Wegweisung anordnete, dass es zur B egründung seines Entscheides an führte, der Beschwerde- führer habe sich vor der Einreise in die Schweiz in Griechenland au f- gehalten und habe dort Asyl erhalten, wobei es sich bei Griechenland um einen sicheren Staat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG handle, dass er demzufolge des asylrechtlichen Schutzes durch die Schweiz nicht mehr bedürfe, da er diesen bereits in einem verfolgungssicheren Staat zugesprochen erhalten habe, wobei unter diesen Umständen die Au s- nahmeklausel von Art. 34 Abs. 3 Bst. b AsylG nicht zur Anwendung g e- lange, dass er zudem keine in Griechenland gezielt gegen ihn gerichtete Verfo l- gung vorgebracht habe, die geltend gemachten Nachteile sich auf die p o- litischen, wirtschaftlichen und sozialen Le bensbedingungen in Grieche n-E-2605/2013 Seite 3 land bezögen und damit keine asylbeachtlich e Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG darstellten, dass ferner keine Hinweise auf das Fehlen effektiven Schutzes vor Rüc k- schiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG vorlägen, dass die Wegweisung die gesetzliche Regelfolge des Nichteintretensen t- scheides sei, dass der Vollzug der Wegweisung nach Griechenland zulässig, zumutbar und praktisch sowie technisch möglich sei, dass insbesondere aus den geltend gemachten gesundheitlichen Pro b- lemen (…) kein Wegweisungsvollzugshindernis abgeleitet werden könne, dass er sich in der Schweiz nämlich in keine (…) Behandlung begeben habe und somit keine ärztlich bescheinigte, dauernde Reiseunfähigkeit vorliege, dass (…) und (…) ausserdem auch in G riechenland medizinisch und (…)therapeutisch behandelt werden könnten, weshalb die Einleitung e i- ner ambulanten Behandlung in der Schweiz nicht notwendig erscheine, dass die allfällige (…) des Beschwerdeführers ferner kein völkerrechtl i- ches Vollzugshindern is begründe, da es andernfalls ein vom Wegwe i- sungsvollzug betroffener Ausländer jederzeit in der Hand hätte, sich mit Berufung auf eine tatsächliche oder vermeintliche (…)gefahr ein Aufen t- haltsrecht zu erzwingen, dass der Beschwerdeführer mit Ein gabe seines Rechtsvertreters vom 7. Mai 2013 gegen den Entscheid des BFM Beschwerde erhob und dabei in materieller Hinsicht beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufz u- heben und an die Vorinstanz "zur erneuten Begründung" zurückzuweisen, das Amt sei an zuweisen, die Zumutbarkeit der Rückkehr nach Grieche n- land zu überprüfen, das er in prozessualer Hinsicht darum ersuchte, der vorliegenden B e- schwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen, die Vollzugsbehö r- den seien im Sinne einer vorsorglichen Massnahme anzuweisen, bis zum Entscheid über das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung von Vollzugshandlungen abzusehen, und unter Verzicht auf die Erhebung E-2605/2013 Seite 4 eines Kostenvorschusses sei die unentgeltliche Rechtspflege zu gewä h- ren, dass auf die Be schwerdebegründung sowie auf die zahlreichen eing e- reichten Berichte zur Lage in Griechenland – soweit für den Entscheid wesentlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen ist, dass die vorinstanzlichen Akten am 10. Mai 2013 beim Bundesverwa l- tungsgericht eintrafen (vgl. Art. 109 Abs. 2 AsylG), und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls in der R e- gel – so auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun- gen (Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31- 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass sich das Verfahren nach dem VwVG richtet, soweit das VGG und das AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebun g beziehungsweise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde – vorbehältlich der nachfolgenden Erwägungen – einzutreten is t (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass der Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung z u- kommt (Art. 55 Abs. 1 VwVG), so dass auf den Antrag auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung sowie auf Ergreifung vorsorglicher Massnahmen mangels Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten ist, E-2605/2013 Seite 5 dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufg e- zeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwe rdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ve r- zichtet wird, dass die Rechtsbegehren nicht klar gestellt sind, aber auf Gru nd der Be- gründung davon auszugehen ist, dass die vorinstanzliche Verfügung voll- umfänglich angefochten werden soll, dass die Rüge, das BFM habe die Begr ündungspflicht und damit den An- spruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzt, indem es auf sein Vor bringen, er habe in Griechenland politisches Asyl erhalten, und auf die damit verbundene Rücküberstellung nach Griechenland äu s- serst pauschal und oberflächlich eingegangen sei, wie nachfolgend au f- gezeigt, unbegründet ist, dass sich aus Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) sowie Art. 29 bis 35 VwVG ein Anspruch auf rechtliches Gehör ergibt, dass in Art. 35 Abs. 1 VwVG für das Verwaltungs- bzw. Asylverfahren (vgl. Art. 6 AsylG) festgehalten wird, schriftliche Verfügungen seien zu begrün- den, dass diese Bestimmung den Inhalt der Begründungspflicht nicht näher umschreibt, die Begründung eines Entscheides jedoch so abgefasst sein muss, dass der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht anfe chten kann (vgl. LORENZ KNEUBÜHLER, in: Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren [VwVG], Auer/Müller/ Schindler [Hrsg.], Zürich 2008, N. 6 ff. zu Art. 35; BVGE 2007/30 E. 5.6), dass die Behörde wenigstens die Überlegungen kurz anzuführen hat, von denen sie sich leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt, wobei sie sich auf die wesentlichen Gesichtspunkte beschränken kann (vgl. E-2605/2013 Seite 6 Entscheidungen und Mitteilungen der [vormaligen] Schweizerischen Asyl- rekurskommission [EMARK] 2006 Nr. 24 E. 5.1 S. 256; BGE 133 I 270 E. 3.1), dass das BFM sich einlässlich mit den Vorbringen des Beschwerdefü h- rers auseinandergesetzt und hinreichen d und, wie nachfolgend aufg e- zeigt, auch zutreffend begründet hat, weshalb es auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist und der Wegweisungsvollzug durchführbar sei, dass die Beschwerde selbst denn auch zeigt, dass eine sachgerechte An- fechtung möglich war, dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Beg ründetheit hin zu übe r- prüfen (Art. 32 -35a AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwer - deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass gemäss Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht ein - getreten wird, wenn eine asylsuchende Person in einen im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG sicheren Drittstaat zurückkehren kann, in we l- chem sie sich vorher aufgehalten hat, dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Personen, zu de- nen die asylsuchende Person enge Beziehungen hat, oder nahe An - gehörige in der Schweiz leben (Art. 34 Abs. 3 Bst. a AsylG), die asylsu - chende Person offensichtlich die Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 AsylG erfüllt (Art. 34 Abs. 3 Bst. b A sylG) oder wenn Hinweise darauf bestehen, dass im Drittstaat kein effektiver Schutz vor Rückschiebung nach Art. 5 Abs. 1 AsylG besteht (Art. 34 Abs. 3 Bst. c AsylG), dass der Aufenthalt des Beschwerdeführers in Griechenland und die dor- tige Gewährung von Asyl nicht bestritten sind, dass es sich bei Griechenland um einen verfolgungssicheren Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG handelt, dass damit die Grundvoraussetzungen für einen Nichteintretensentscheid in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG erfüllt sind, E-2605/2013 Seite 7 dass demnach auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht einz u- treten ist, es sei denn, es wäre eine der Ausnahmebestimmungen g e- mäss Art. 34 Abs. 3 Bstn. a-c AsylG erfüllt, dass der Beschwerdeführer keinen engen persönlichen Bezug zu in der Schweiz lebenden Personen im Sinn von Art. 34 Abs. 3 Bst. a AsylG ge l- tend macht und ein solcher sich auch aus den Akten nicht ergibt, dass praxisgemäss die Ausnahmebestimmung von Art. 34 Abs. 3 Bst b AsylG bei einer Person, die in einem verfolgungs sicheren Drittstaat Asyl oder einen vergleichbaren Schutz erhalten hat, nicht zur Anwendung ge- langt (vgl. BVGE 2010/56, E. 3-6, insbesondere E. 5.4), dass, wie das BFM zu Recht und mit zutreffender Begründung festgestellt hat, insbesondere auch keine Hinweise auf Verfolgung in Griechenland vorliegen, dass ferner keine Hinweise darauf bestehen, dass dem Beschwerdefü h- rer in Griechenland kein effektiver Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG zukommen würde (Art. 34 Abs. 3 Bst. c AsylG), dass an diesen Feststellungen weder die Vorbringen des Beschwerdefüh- rers betreffend die Lebensbedingungen in Griechenland noch die ein ge- reichten Berichte etwas zu ändern vermögen, dass das BFM den Nichteintretensentscheid in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG somit zu Recht getroffen hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein solches in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung e r- teilt hat und auch kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht, weshalb die Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmu n- gen steht und demnach vom BFM zu Recht verfügt worden ist, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar od er nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), E-2605/2013 Seite 8 dass bezüglich des Geltendmachens von Wegweisungshindernissen ge - mäss ständiger Praxis des Bundesve rwaltungsgerichts der gleiche B e- weisstandard wie bei der Flücht lingseigenschaft gilt, dass heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls w e- nigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli - che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entge - genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge - zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Ge - fahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 As ylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass, wie oben gesehen, keine Hinweise auf die Gefahr einer Verletzung des flüchtlingsrechtlichen Rückschiebungsverbots durch Griechenland vorliegen, dass, was die Zulässigkeit des Wegweisungsvollzugs nach den allgemei- nen verfassungs- und völkerrechtlichen Bestimmungen betrifft, festzustel- len ist, dass die Vermutung, Griechenland halte als verfolgungssicherer Staat seine völkerrechtlichen Verpflichtungen ein, in BVGE 2011/35 zwar in Bezug auf die Zugangsbedingungen zum Asylverfahren sowie den Ab- lauf dieses Verfahrens umgestossen worden ist, dass der Beschwerdeführer indes erfolgreich ein Asylverfahren durchlau- fen hat und ke ine Hinweise bestehen, dass die Vermutung der Zulässig- keit des Wegweisungsvollzugs nach Griechenland in Bezug auf ane r- kannte Flüchtlinge, denen Asyl gewährt wurde, nicht mehr gelten würde, dass der genannte Grundsatzentscheid BVGE 2011/35 sich lediglich m it den Asylverfahren in Griechenland beschäftigt, nicht aber mit der Situat i- on von in Griechenland anerkannten Flüchtlingen, dass darin indes festgestelltt wird, der Wegweisungsvollzug von Asyls u- chenden nach Griechenland könne im Einzelfall insbesondere d ann zu- lässig sein, wenn die asylsuchende Person in Griechenland ü ber ein i r- gendwie geartetes Aufenthaltsrecht verfüge, da sie dann nicht Gefahr lau-E-2605/2013 Seite 9 fe, rückgeschoben oder interniert zu werden, und sie keiner verletzlichen Personengruppe angehöre (vgl. BVGE 2011/35 E. 4.13), dass dies für einen anerkannten Flüchtling mit gültiger Aufenthaltsbewill i- gung und einen jungen und bis auf unbelegte psychische Beschwerden gesunden Mann erst recht gelten muss, dass aus den Protokollen, der Beschwerdeschrift und den eingereichten Berichten keine hinlänglichen Hinweise zu entnehmen sind, die die Ve r- mutung, dass Griechenland seine völkerrechtlichen Verpflichtungen ei n- hält, umstossen würden, dass insbesondere der Hinweis auf rassistisch motivierte Gewalt von nichtstaatlicher Seite nicht auf die Gefahr einer menschenunwürdigen Behandlung im Sinne von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) schliessen l ässt, zumal den zuständigen griechischen Behörden weder die Schutzbereitschaft noch die Schutzfähigkeit abzusprechen ist, dass es dem Beschwerdeführer obliegt, bei den zuständigen griechischen Behörden seine Rechte geltend zu machen und nötigenfalls – mit Hilfe von Beratungsstellen für Asylsuchende und Flüchtlinge – auf dem Rechtsweg durchzusetzen, dass der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeb lichen völ- ker- und landesrechtlichen Bestimmungen daher zulässig ist, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat - oder Herkunftsstaat aufgrund von Situati o- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewal t und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass mit dem Bundesamt davon auszugehen ist, weder die allgemeine – wenn auch zweifellos schwierige – Lage in Griechenland noch individuel- le Gründe liessen auf eine konkrete Gefährdun g im Falle einer Rückkehr des Beschwerdeführers schliessen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, dass hinsichtlich der geltend gemachten schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Lage des Beschwerdeführers den zutreffenden Ausführung en der Vorinstanz hinzu zufügen ist , dass er gemäss eigenen Angaben in Griechenland immerhin als Dolmetscher hat arbeiten können und gemäss E-2605/2013 Seite 10 seinen griechischen Ausweisen in Griechenland über eine Wohnsitza d- resse verfügt, dass, wie das BFM zu Recht und mit zutreffender Begründung festgestellt hat, welcher sich das Gericht anschliesst, auch aus den geltend gemac h- ten psychischen Problemen kein Vollzugshindernis abzuleiten ist, zumal diese auf Beschwerdeebene weder mit einem ärztlichen Zeugnis belegt noch näher substanziiert werden, dass der Vollzug der Wegweisung schliesslich möglich ist, da der B e- schwerdeführer über eine gültige griechische Aufenthaltsbewilligung ve r- fügt und ein entsprechendes Gesuch um Rückübernahme des B e- schwerdeführers eingeholt worden ist (vgl. Akten des BFM A17/9), dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder u n- angemessen sei (Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die angefochtene Ver- fügung zu bestätigen und die Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist, dass sich die Beschwerde als aussichtslos erweist , weshalb das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung abzuweisen ist (Art. 65 Abs. 1 VwVG), dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschu s- ses mit dem vorliegenden Direktentscheid hinfällig geworden ist, dass bei diesem Verfahrensausgang die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschäd i- gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) E-2605/2013 Seite 11 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird a b- gewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils mittels be i- gelegtem Einzahlungsschein zu Gunsten der Gerichtskasse zu überwe i- sen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: Gabriela Freihofer Simon Thurnheer Versand: