<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2003.00041</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204211&amp;W10_KEY=13013569&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2003.00041</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 28.04.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Versetzung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Versetzung eines Stationsleiters wegen eines Arbeitskonflikts infolge eines angeblichen Missbrauchs der Vorgesetztenstellung. Rückweisung an den Bezirksrat wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs. Die fragliche Versetzung in eine Funktion ohne Führungsaufgaben stellt eine anfechtbare Verfügung dar (E. 1.1). Es handelt sich um eine administrative, keine disziplinarische Massnahme. Entgegennahme des Rechtsmittels als Personalbeschwerde (E. 1.3). Der Gehörsanspruch ist verletzt, wenn Rekursantworten und Vernehmlassungen, die neue erhebliche Gesichtspunkte enthalten, und Ergebnisse von Beweiserhebungen nicht zugestellt bzw. bekanntgegeben werden. Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die Vorinstanz. Die Heilung im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht ist wegen dessen eingeschränkter Kognition und wegen des möglichen Einflusses der Gehörsverletzungen auf den Verfahrensausgang ausgeschlossen (E. 2). Erwägungen zum Sachverhalt im Hinblick auf den zweiten Rechtsgang (E. 3). Für das Verfahren vor Verwaltungsgericht sind Kosten zu erheben (E. 5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ADMINISTRATIVMASSNAHME">ADMINISTRATIVMASSNAHME</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSKONFLIKT">ARBEITSKONFLIKT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWEISABNAHMEPFLICHT">BEWEISABNAHMEPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWEISOFFERTE">BEWEISOFFERTE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DISZIPLINARMASSNAHME">DISZIPLINARMASSNAHME</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DISZIPLINARREKURS">DISZIPLINARREKURS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HEILUNG">HEILUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTEN">KOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Personalrechtliche Streitigkeiten ST: PERSONALRECHTLICHE BESCHWERDE">PERSONALRECHTLICHE BESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SEXUELLE BELÃSTIGUNG">SEXUELLE BELÃSTIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STELLUNGNAHME">STELLUNGNAHME</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: ÃBRIGES ÃFFENTLICHES DIENSTRECHT">ÃBRIGES ÃFFENTLICHES DIENSTRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Artikel 8, 9, 29 ff BV ST: VERBOT DER FORMELLEN RECHTSVERWEIGERUNG">VERBOT DER FORMELLEN RECHTSVERWEIGERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERSETZUNG">VERSETZUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 29 Abs. II BV</span><br/><span class="ungerade">§ 8 Abs. I VRG</span><br/><span class="gerade">§ 20 Abs. I VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 50 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 74 Abs. I VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 76 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 80b VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2004 Nr. 19 S. 70</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>A, geboren 1960, ist seit dem 1. Mai 1986 im Spital L tÃ¤tig. Zur fraglichen Zeit war er Leitender Krankenpfleger der Abteilung M mit der Amtsbezeichnung eines Stationsleiters. Auf den 1. Juli 2001 wurde C, geboren 1977, als seine Mitarbeiterin angestellt. Diese teilte am 24. Mai 2002 in einem GesprÃ¤ch mit dem Leiter des Pflegebereichs mit, sie sei nach ihrem Stellenantritt von A sexuell belÃ¤stigt worden, indem dieser an einem BegrÃ¼ssungs- und Ver­abschie­dungsritual mit Umarmungen und WangenkÃ¼ssen festgehalten habe, das sie nur anfÃ¤nglich gutgeheissen habe. Nachdem sie ihn zurÃ¼ckgewiesen habe, hÃ¤tten die BelÃ¤stigungen weitestgehend aufgehÃ¶rt, doch sei es zu massiven Unstimmigkeiten in der Zusammenarbeit gekommen. In der Folge fÃ¼hrte der Leiter des Pflegebereichs im Beisein der Oberschwester mehrere GesprÃ¤che mit A und holte von beiden Beteiligten persÃ¶nliche Stellungnahmen ein, die wiederum der jeweils andern Seite zur Ãusserung unterbreitet wurden. Am 24. Juni 2002 verfÃ¼gte der Dienstchef des Spitals L die Verwarnung und Versetzung von A. Dieser wurde auf den 1. Juli 2002 bei gleich bleibender Amtsbezeichnung sowie unverÃ¤nderter Besoldungseinreihung und -einstufung in der Funktion eines Krankenpflegers in die Station N versetzt. Im Wesentlichen wurde dies damit begrÃ¼ndet, dass A mehr NÃ¤he zugelassen habe, als es mit seiner Vorgesetztenstellung vereinbar gewesen sei, und dass er nach der ZurÃ¼ckweisung unrechtmÃ¤ssig seine Macht als Vorgesetzter ausgespielt habe.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Diese VerfÃ¼gung liess A mit Einsprache vom 26. Juni 2002 (ergÃ¤nzt am 9. Juli 2002) beim Stadtrat von ZÃ¼rich anfechten. Der Stadtrat wies die Einsprache mit Beschluss vom 2. Oktober 2002 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 11. November 2002 liess A gegen den Beschluss des Stadtrats Rekurs beim Bezirksrat ZÃ¼rich erheben und beantragen, er sei unter Aufhebung der VerfÃ¼gung vom 24. Juni 2002 und des Stadtratsbeschlusses vom 2. Oktober 2002 in seine vormalige Funktion am alten Arbeitsort zurÃ¼ckzuversetzen; eventuell sei gegen ihn nur eine Verwarnung auszusprechen. Mit Beschluss vom 23. Oktober 2003 wies der Bezirksrat den Rekurs ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Hiergegen liess A am 11. Dezember 2003 Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben und folgende AntrÃ¤ge stellen:</span></p> <p class="EinzugZitat"> "1. Der Beschluss des Bezirksrats vom 23. 11. [recte: 10.] 03 sowie die VerfÃ¼gung des Dienstchefs des Spitals L ... vom 24. 06. 02 betreffend die Versetzung seien aufzuheben.</p> <p class="EinzugZitat"> 2. Eventuell sei die Angelegenheit zur neuen Entscheidung an die Vor­instanz zurÃ¼ckzuweisen.</p> <p class="EinzugZitat"> 3. Es sei ein zweiter Schriftenwechsel anzuordnen, ein Beweisverfahren durchzufÃ¼hren und eine Schlussverhandlung anzusetzen.</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> Alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin."</p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Schreiben vom 23./26. Januar 2004 teilte der Bezirksrat den Verzicht auf Vernehmlassung mit. Namens der Stadt ZÃ¼rich beantragte der Stadtrat in der innert erstreckter Frist eingereichten Beschwerdeantwort vom 3. MÃ¤rz 2004, die Beschwerde sei unter Kos­ten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des BeschwerdefÃ¼hrers abzuweisen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="MsoNormal">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 74 Abs. 1 oder § 76 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung des vorliegenden Rechtsmittels zustÃ¤ndig. Die BeschwerdeantrÃ¤ge sind zulÃ¤ssig (§ 80 Abs. 2 VRG e contrario). Ein genÃ¼gendes Anfechtungsobjekt liegt vor: Zwar gelten unwesentliche Ãnderungen des TÃ¤tigkeits­bereichs und kleinrÃ¤umige Versetzungen nicht als anfechtbare Anordnungen. Vorliegend handelt es sich jedoch um eine auf das angeblich fehlerhafte Verhalten des Beschwer­defÃ¼hrers zurÃ¼ckgehende Versetzung in eine andere Funktion, die zudem keine FÃ¼hrungsaufgaben mehr enthÃ¤lt. Eine solche Massnahme durfte denn auch nach dem anwendbaren Recht nur unter bestimmten formellen und materiellen Voraussetzungen aus­gesprochen werden (vgl. zum Ganzen VGr, 23. Mai 2001, PB.2000.00031, E. 3b+c, www.vgrzh.ch; Andreas Keiser, Rechtsschutz im Ã¶ffentlichen Personalrecht nach dem revidierten Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, ZBl 99/1998 S. 193 ff., 200 [je mit weitern Hinweisen]). Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf das Rechtsmittel einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Zu Recht wendet sich die Beschwerde nur gegen die Versetzung des BeschwerdefÃ¼hrers, nicht aber gegen die Verwarnung, da das Verwaltungsgericht zur ÃberprÃ¼fung von Verweisen nicht zustÃ¤ndig ist (§ 76 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span>Die angefochtene Versetzung wurde als administrative, nicht als disziplinarische Mass­nahme verfÃ¼gt; sie stÃ¼tzt sich dementsprechend auf Art. 24 Abs. 1 (und nicht Art. 88 lit. d) der auf den 1. Juli 2002 ausser Kraft getretenen Verordnung Ã¼ber die ArbeitsverhÃ¤ltnisse des Personals der Stadt ZÃ¼rich vom 15. Juli 1993 (aPersonalrecht; AS 41, 291; vgl. Art. 87 Abs. 1 der Verordnung Ã¼ber das ArbeitsverhÃ¤ltnis des stÃ¤dtischen Personals vom 28. No­vember 2001 [Personalrecht]). Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, die angefochtene Ver­setzung sei disziplinarischer Natur. Allgemein ist eine Massnahme disziplinarischer Art, wenn sie wegen schuldhaften rechts­widrigen Verhaltens der betroffenen Person verfÃ¼gt wird. Dagegen setzt die administrative Massnahme kein Verschulden voraus; sie zielt nicht auf eine Massregelung ab, sondern sie soll den ordentlichen Gang der Verwaltung gewÃ¤hrleisten (vgl. VGr, 17. MÃ¤rz 1999, PB.1999.00002, E. 1a+b+d; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 76 N. 6 ff.; RenÃ© Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, ErgÃ¤nzungsband, Basel/Frankfurt a.M. 1990, Nr. 150 B II a â alle zu Abgrenzung und ZulÃ¤ssigkeit von disziplinarischer und administrativer Entlassung und je mit Hinweisen). Vorliegend war der Grund fÃ¼r die Verwarnung des BeschwerdefÃ¼hrers dessen angeblich "unentschuldbare[s] Verhalten..."; die Versetzung wurde jedoch angeordnet, weil es fÃ¼r C nicht mehr zumutbar sei, mit dem BeschwerdefÃ¼hrer zusammenzuarbeiten; diese Situation kÃ¶nne nur bereinigt werden, indem der BeschwerdefÃ¼hrer seiner Funktion als Gruppenleiter entbunden werde, denn C sei kein fehlerhaftes Verhalten vorzuwerfen, wÃ¤hrend das VertrauensverhÃ¤ltnis zwi­schen dem BeschwerdefÃ¼hrer und seinen Vorgesetzten in Bezug auf seine FÃ¼hrungsaufgabe gestÃ¶rt sei. Die umstrittene Massnahme dient folglich nicht der Massregelung des BeschwerdefÃ¼hrers â zu diesem Zweck wurde er verwarnt â, sondern der Wiederherstellung eines ungestÃ¶rten Arbeitsklimas in der Abteilung M. Sie ist demnach administrativ bedingt (vgl. auch RB 2002 Nr. 27 E. 7b). Somit ist die vorliegende Eingabe nicht als Disziplinarrekurs nach § 76 Abs. 1 VRG, sondern als Personalbeschwerde gemÃ¤ss § 74 Abs. 1 VRG entgegenzunehmen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer wirft sÃ¤mtlichen Instanzen vor, seinen Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999; § 8 Abs. 1 VRG) verletzt zu haben.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Dem Dienstchef des Spitals L wird vorgeworfen, die VerfÃ¼gung vom 24. Juni 2002 erlassen zu haben, ohne den BeschwerdefÃ¼hrer zu den VorwÃ¼rfen der Ã¼bermÃ¤ssigen Kontrolle und des Fehlverhaltens als Vorgesetzter angehÃ¶rt zu haben, ohne ihn mit C konfrontiert zu haben und ohne weitere Auskunftspersonen befragt zu haben.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.1.1 </span></b><span>Zwar kam in den GesprÃ¤chen zwischen dem Leiter des Pflegebereichs und dem BeschwerdefÃ¼hrer vom 28. und vom 29. Mai 2002 â die in Anwesenheit der Oberschwester stattfanden â nur der Vorwurf der sexuellen BelÃ¤stigung zur Sprache. Der Vorwurf der Ã¼bermÃ¤ssigen Kontrolle und des Missbrauchs der Stellung als Vorgesetzter findet sich jedoch ausfÃ¼hrlich in der Stellungnahme von C vom 4. Juni 2002. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wurde das Recht auf Ãusserung zu dieser Stellungnahme gewÃ¤hrt, das er auch wahrnahm. Im GesprÃ¤ch vom 29. Mai 2002 liess sich der BeschwerdefÃ¼hrer sodann von seinem Vorgesetzten dazu bewegen, auf ein GesprÃ¤ch mit C im Beisein des Vorgesetzten zu verzichten, wobei ein solches zur Wahrung des rechtlichen GehÃ¶rs ohnehin nicht notwendig gewesen wÃ¤re. Schliesslich hat der BeschwerdefÃ¼hrer vor dem Erlass der erstinstanzlichen VerfÃ¼gung keine AntrÃ¤ge auf AnhÃ¶rung weiterer Personen gestellt; die Oberschwester, deren AnhÃ¶rung er fordert, war im Ãbrigen bei den beiden GesprÃ¤chen vom 28. und vom 29. Mai 2002 zugegen. Insoweit trifft der Vorwurf der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r nicht zu.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.1.2 </span></b><span>Eine Verletzung des Akteneinsichtsrechts und damit des Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r liegt hingegen deshalb vor, weil der BeschwerdefÃ¼hrer nicht Ã¼ber die Stellungnahme der Leitenden Schwester vom 13. Juni 2002 informiert wurde; die BehÃ¶rden haben den Verfahrensbeteiligten mitzuteilen, wenn neue entscheidwesentliche Akten, welche diese nicht kennen und auch nicht kennen kÃ¶nnen, beigezogen oder dem Dossier beigefÃ¼gt werden (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 8 N. 13+71). Doch kann diese GehÃ¶rsverweigerung als durch das Einspracheverfahren vor dem Stadtrat geheilt gelten, da die­sem die volle Kognition zustand (vgl. § 20 Abs. 1 VRG; Hans Rudolf Thalmann, Kommentar zum ZÃ¼rcher Gemeindegesetz, 3. A., WÃ¤denswil 2000, § 57 N. 7.2.1; vgl. auch Art. 66 Abs. 1 Satz 3 der Gemeindeordnung der Stadt ZÃ¼rich vom 26. April 1970 [BS 1, 3; AS 41, 277]).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Dem Stadtrat als der kommunalen EinsprachebehÃ¶rde wirft der BeschwerdefÃ¼hrer vor, seine BeweisantrÃ¤ge Ã¼bergangen zu haben. Der Stadtrat hat jedoch begrÃ¼ndet, weshalb er diesen AntrÃ¤gen nicht folgte. Damit ist den Anfor­derungen des Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r GenÃ¼ge getan (vgl. Michele Albertini, Der ver­fassungsmÃ¤ssige Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r im Verwaltungsverfahren des modernen Staates, Bern 2000, S. 372 f.+378). Ob die BegrÃ¼ndung des Stadtrats zutrifft, wonach die angebotenen Beweise weder zur KlÃ¤rung des Sachverhalts noch zu dessen rechtlicher Beurteilung etwas beizutragen vermÃ¶chten, ist in diesem Zusammenhang nicht von Bedeutung.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Dem Bezirksrat, der Rekursinstanz, wird vorgehalten, er habe sich auf zwei Stellungnahmen â von C und von der Leitenden Schwester â gestÃ¼tzt, von denen der BeschwerdefÃ¼hrer erst im Beschwerdeverfahren Kenntnis erlangt habe. Dessen Beweiseingaben und ‑antrÃ¤ge seien dagegen nicht berÃ¼cksichtigt worden.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.3.1 </span></b><span>Unter UmstÃ¤nden ist dem Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r GenÃ¼ge getan, wenn eine Rekursantwort oder Vernehmlassung der Gegenpartei nur auf Verlangen zugestellt wird (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 8 N. 14). Eine Pflicht zur Bekanntgabe oder Unterbreitung besteht allerdings etwa dann, wenn sich in der Eingabe neue erhebliche Gesichtspunkte finden, zu denen die rekurrierende Partei noch keine Stellung nehmen konnte. In solchen FÃ¤llen muss der betreffenden Partei mit der Zustellung der Eingabe die MÃ¶glichkeit zur Stellungnahme eingerÃ¤umt werden (RB 1982 Nr. 6; Albertini, S. 219+273 ff.; vgl. auch EGMR, 28. Juni 2001, F.R. c. Suisse, 37292/97, §§ 36 f., http://hu­doc.echr.coe.int). Ãber das Ergebnis von Be­weiserhebungen sind die Parteien ebenfalls zu orientieren (Albertini, S. 352 ff., besonders S. 355 f.; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 8 N. 35).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 14. November 2002 verpflichtete der PrÃ¤sident des Bezirksrats die Beschwerdegegnerin zu Vernehmlassung, Aktenzustellung und Beweiseinreichung. Hierauf reichte die Beschwerdegegnerin dem Bezirksrat am 5. Februar 2003 eine 13-seitige Vernehmlassung ein, zusammen mit den Vorakten sowie je einer neuen persÃ¶nlichen Stellungnahme der Leitenden Schwester und von C (vom 29. No­vember bzw. vom 9. De­zember 2002). Die Leitende Schwester begrÃ¼ndet in ihrem Schreiben, weshalb der BeschwerdefÃ¼hrer nach ihrer Ansicht in zwei FÃ¤llen seine Kompetenzen Ã¼berschritten und C Ã¼ber GebÃ¼hr kontrolliert hatte. Diese Ereignisse hatte sie in ihrer frÃ¼heren Stellungnahme vom 13. Juni 2002 nur in allgemeiner Form und als Behauptungen von C wiedergegeben. Der Bezirksrat erwÃ¤hnte im angefochtenen Beschluss die Vernehmlassung zwar nur am Rand, Ã¼bernahm daraus jedoch entscheidende Bewertungen, was sich aus der zum Teil Ã¼bereinstimmenden Wortwahl ergibt. WÃ¤hrend er die Stellungnahme von C gar nicht erwÃ¤hnte, wÃ¼rdigte er die Stellungnahme der Leitenden Schwester ausfÃ¼hrlich und gewichtete sie massgeblich zu Ungunsten des BeschwerdefÃ¼hrers. Vernehmlassung und Stellungnahmen waren dem BeschwerdefÃ¼hrer vor dem Entscheid nicht zugestellt worden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zwar ersuchte der BeschwerdefÃ¼hrer weder im Rekurs noch in seiner Eingabe vom 21. November 2002 um Zustellung der Rekursantwort oder um einen zweiten Schriftenwechsel. Auch im Schreiben vom 24. Juni 2003 erkundigte sich sein Rechtsvertreter nur in allgemeiner Form nach dem Stand des Verfahrens. Durch die PrÃ¤sidialverfÃ¼gungen vom 14. November und vom 20. Dezember 2002 war der BeschwerdefÃ¼hrer zudem darÃ¼ber informiert worden, dass von der damaligen Rekursgegnerin eine Vernehmlassung und weitere Beweismittel eingefordert worden waren. Da die Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 5. Februar 2003 auch neue Beweismittel enthielt und der Bezirksrat in seinem Entscheid die Stellungnahme der Leitenden Schwester vom 29. November 2002 massgebend zu Ungunsten des BeschwerdefÃ¼hrers berÃ¼cksichtigte, genÃ¼gte dies zur Wahrung der Verfahrensrechte des Letzteren jedoch nicht; Vernehmlassung und Stellungnahmen hÃ¤tten diesem vielmehr zugestellt werden mÃ¼ssen. Insoweit hat der Bezirksrat den Anspruch des BeschwerdefÃ¼hrers auf rechtliches GehÃ¶r verletzt.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.3.2 </span></b><span>Der Bezirksrat Ã¼berging in seinem Entscheid die Beweisofferten des BeschwerdefÃ¼hrers und die von diesem eingereichte SolidaritÃ¤tsbekundung von Mitarbeitenden, ohne dies zu begrÃ¼nden. Er verwies auch nicht auf die Bemerkung im Beschluss des Stadtrats, wonach die vom BeschwerdefÃ¼hrer eingereichten und angebotenen Beweismittel untauglich seien. Aus dem Beschluss des Bezirksrats geht nicht einmal implizit hervor, weshalb die Beweismittel und Beweisofferten nicht gewÃ¼rdigt wurden. Der Bezirksrat erwÃ¤hnt im Gegenteil zweimal, es mÃ¼sse der "Beweisgrad der Ã¼berwiegenden Wahrscheinlichkeit" genÃ¼gen, wenn klare Beweise fehlten und absolute Gewissheit nicht erlangt werden kÃ¶nne. Obwohl also der Bezirksrat davon auszugehen schien, dass die Beweislage dÃ¼rftig sei, verzichtete er ohne BegrÃ¼ndung auf die WÃ¼rdigung der eingereichten und angebotenen weiteren Beweise. Auch damit hat er den Anspruch des BeschwerdefÃ¼hrers auf rechtliches GehÃ¶r verletzt.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.3.3 </span></b><span>Die Vorinstanz ist ferner auf Folgendes hinzuweisen: Nach ihren AusfÃ¼hrungen will sie die ihr nach § 20 Abs. 1 VRG zukommende volle Kognition nicht wahrnehmen, sondern scheint die AngemessenheitsprÃ¼fung mit einer Rechtskontrolle und diese wiederum mit einer WillkÃ¼rprÃ¼fung gleichzusetzen. Durch eine solche NichtausschÃ¶pfung ihrer Kognition wÃ¼rde sie ebenfalls eine unzulÃ¤ssige formelle Rechtsverweigerung be­gehen (vgl. Albertini, S. 387 f.). Allerdings ergibt sich aus den weiteren ErwÃ¤gungen im angefochtenen Beschluss, dass sich die Vorinstanz â entgegen ihrem in dieser Form nicht haltbaren Textbaustein â nicht auf eine Rechtskontrolle oder gar WillkÃ¼rprÃ¼fung beschrÃ¤nkt hat, sondern sich nur bei der ErmessensbetÃ¤tigung zurÃ¼ckgehalten hat, soweit persÃ¶nliche VerhÃ¤ltnisse zu berÃ¼cksichtigen waren, was zulÃ¤ssig ist (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 20 N. 22).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span>Da die Kognition des Verwaltungsgerichts gegenÃ¼ber derjenigen des Bezirksrats beschrÃ¤nkt ist, ist eine Heilung der festgestellten GehÃ¶rsverletzungen grundsÃ¤tzlich ausgeschlossen (§§ 50 f. im Vergleich mit § 20 Abs. 1 VRG; vgl. etwa BGE 129 I 129 E. 2.2.3). Der Verzicht auf eine RÃ¼ckweisung kÃ¤me hÃ¶chstens dann in Frage, wenn die GehÃ¶rsverletzungen auf den Verfahrensausgang keinen Einfluss haben bzw. wenn sich die Beschwerde als klarerweise berechtigt oder unbegrÃ¼ndet erweist (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 8 N. 52; Ã¤hnlich auch Lorenz KneubÃ¼hler, GehÃ¶rsverletzung und Heilung, ZBl 99/1998 S. 97 ff., 111 ff.; Thomas Merkli/Arthur Aeschlimann/Ruth Herzog, Kommentar zum Gesetz Ã¼ber die Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, Bern 1997, Art. 21 N. 16; restriktiver Albertini, S. 465, laut dem eine Heilung von vornherein nur in Frage kommen kann, wenn die Kognition der hÃ¶heren Instanz nicht enger ist als jene der BehÃ¶rde, welche die GehÃ¶rsverletzung zu verantworten hat; vgl. auch BGE 126 I 68 E. 2). In diesen FÃ¤llen handelte es sich bei der RÃ¼ckweisung um einen verzichtbaren prozessualen Leerlauf.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.5 </span></b><span>Hier kann nicht ausgeschlossen werden, dass die GehÃ¶rsverletzungen durch die Vorinstanz Einfluss auf den Verfahrensausgang haben kÃ¶nnten.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.5.1 </span></b><span>Der Bezirksrat bejahte zwar wie seine Vorinstanzen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer seine Stellung als Vorgesetzter missbraucht habe; er belegte dies aber teils mit andern Beispielen. Er berief sich massgebend darauf, dass der BeschwerdefÃ¼hrer ohne genÃ¼genden sachlichen Grund die VortrÃ¤ge von C fÃ¼r die interne Fortbildung habe ansehen wollen und im Computer deren Dokumente angeschaut habe. Diese Informationen entnahm er im Wesentlichen der persÃ¶nlichen Stellungnahme der Leitenden Schwester vom 29. November 2002, zu welcher der BeschwerdefÃ¼hrer nicht angehÃ¶rt wurde. Auch ging die Vorinstanz davon aus, dass der BeschwerdefÃ¼hrer die Schilderungen von C nicht ausdrÃ¼cklich bestritten habe, ohne dass sie ihm Gelegenheit gegeben hÃ¤tte, sich zur neuen Stellungnahme seiner ehemaligen Mitarbeiterin zu Ã¤ussern. Im Ãbrigen lÃ¤sst der Bezirksrat verschiedentlich Distanz zu der von ihm gebilligten VerfÃ¼gung durchblicken: So verweist er zweimal darauf, der Beweisgrad der Ã¼berwiegenden Wahrscheinlichkeit mÃ¼sse im vorliegenden Fall genÃ¼gen; er zweifelt an den "besonderen Emotionen" des BeschwerdefÃ¼hrers fÃ¼r C und be­zeichnet zusammenfassend die Versetzung unter Hinweis auf seine ZurÃ¼ckhaltung in Ermessensfragen als "vertretbar".</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.5.2 </span></b><span>Unter diesen UmstÃ¤nden kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Stellungnahme des BeschwerdefÃ¼hrers, welche dieser wegen der GehÃ¶rsverweigerung durch den Bezirksrat erst dem Verwaltungsgericht einreichen konnte, den Entscheid des Bezirksrats beeinflusst hÃ¤tte. Auch kann nicht von vornherein verneint werden, dass eine Auseinandersetzung mit den Beweiseingaben und BeweisantrÃ¤gen des BeschwerdefÃ¼hrers den Bezirksrat hÃ¤tte veranlassen kÃ¶nnen, den BeschwerdefÃ¼hrer, C oder auch weitere Beteiligte anzuhÃ¶ren oder zumindest weitere Stellungnahmen einzuholen. Insbesondere ist nicht von der Hand zu weisen, dass sich die Beobachtungen der Oberschwester und des Leiters der Pflegedienste nicht aus den Akten ergeben, obwohl laut den Aussagen des BeschwerdefÃ¼hrers und von C mit der Ersteren, laut der Behauptung des BeschwerdefÃ¼hrers auch mit dem Letzteren GesprÃ¤che Ã¼ber die Situation gefÃ¼hrt worden waren. Angesichts dessen, dass der Sachverhalt durchaus nicht umfassend geklÃ¤rt erscheint, hÃ¤tten solche weitern Beweismassnahmen unter UmstÃ¤nden den Entscheid des Bezirksrats beeinflussen kÃ¶nnen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.6 </span></b><span>WÃ¤hrend von vornherein nicht die Rede davon sein kann, dass die Beschwerde klarerweise gutzuheissen wÃ¤re, kann demnach umgekehrt auch nicht angenommen werden, sie sei klarerweise unbegrÃ¼ndet und ein Einfluss der GehÃ¶rsverletzungen auf den Verfahrensausgang sei ausgeschlossen. Eine Heilung der GehÃ¶rsverletzungen durch das Verwaltungsgericht kommt folglich nicht in Betracht. Unter diesen UmstÃ¤nden kann offen bleiben, ob eine Heilung auch am Fehlen weiterer Voraussetzungen scheitern mÃ¼sste (vgl. etwa KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 8 N. 52).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.7 </span></b><span>Somit ist die Sache wegen Verletzung des Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r an den Be­zirksrat zurÃ¼ckzuweisen. Dieser hat unter Beachtung der persÃ¶nlichen Stellungnahme des BeschwerdefÃ¼hrers zuhanden des Verwaltungsgerichts zu prÃ¼fen, ob weitere Beweismassnahmen angezeigt sind. Insofern hat er auch Ã¼ber die VerfahrensantrÃ¤ge des BeschwerdefÃ¼hrers zu befinden. Sodann hat er unter BerÃ¼cksichtigung der genannten persÃ¶nlichen Stellungnahme und allfÃ¤lliger neuer Beweisergebnisse in der Sache neu zu entscheiden.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im zweiten Rechtsgang ist von folgenden Gegebenheiten auszugehen:</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Unbestritten ist, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer und C seit dem Stellenantritt der Letzteren am 1. Juli 2001 mit Umarmungen und WangenkÃ¼ssen begrÃ¼ssten und verabschiedeten, wobei unklar ist, von wem ursprÃ¼nglich die Initiative hierzu ausging. Als erstellt kann auch gelten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r C eine Ã¼ber das Kollegiale hinausgehende Zuneigung entwickelte, der er womÃ¶glich keinen besondern Stellenwert beimass, die ihm aber im GesprÃ¤ch mit seiner Ehefrau bewusst wurde und die er C gegenÃ¼ber sinngemÃ¤ss mit der Bemerkung ausdrÃ¼ckte, "er mÃ¼sse Ordnung in seine GefÃ¼hle zu ihr und zu seiner Frau bringen kÃ¶nnen" (zitiert nach dem Protokoll des Ombudsmanns der Stadt ZÃ¼rich vom 10. Juni 2002 in der auf Wunsch des BeschwerdefÃ¼hrers korrigierten Fassung). Dies ergibt sich nicht nur aus den Aussagen von C; auch der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¤usserte sich in diesem Sinn vor dem Ombudsmann sowie im GesprÃ¤ch mit dem Leiter des Pflegebereichs vom 28. Mai 2002 und in seiner Stellungnahme vom selben Tag zu dessen Handen. BestÃ¤tigt wird es indirekt durch die Stellungnahme der Leitenden Schwester vom 13. Juni 2002, worin diese â aus eigener Anschauung â ausfÃ¼hrt, der BeschwerdefÃ¼hrer sei zu Beginn von C "so begeistert" gewesen, "dass es fast euphorisch" gewirkt habe. Dass der BeschwerdefÃ¼hrer anlÃ¤sslich der Einvernahme als An­klÃ¤ger im Ehrverletzungsprozess gegen C jegliche Verliebtheit bestritt, wiegt die gegenteiligen Ãusserungen nicht auf. Anscheinend aufgrund dieses Ãberschwangs der GefÃ¼hle gab C dem BeschwerdefÃ¼hrer nach dessen Herbst­ferien ausdrÃ¼cklich zu verstehen, dass sie das tÃ¤gliche BegrÃ¼ssungs- und Verabschiedungsritual als bedrÃ¤ngend empfinde und in Zukunft darauf verzichten wolle. Der Be­schwerdefÃ¼hrer, der wohl vorher entsprechende Andeutungen von C nicht wahrgenommen hatte, hielt sich in der Folge weitestgehend an die von dieser gesetzten Schranken. Insbesondere fand das QualifikationsgesprÃ¤ch, an dem der BeschwerdefÃ¼hrer C ebenfalls umarmte, entgegen deren irrtÃ¼mlicher Angabe vor dieser Aussprache, nÃ¤mlich am 24. Sep­tember 2001, statt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.2.1 </span></b><span>Was die Geschehnisse nach der Aufgabe des BegrÃ¼ssungs- und Verabschiedungsrituals betrifft, sagte C gegenÃ¼ber dem Leiter des Pflegebereichs am 24. Mai 2002, die Zusammenarbeit habe sich seither massiv verschlechtert, sie fÃ¼hle sich unwohl, es komme immer wieder zu Unstimmigkeiten und sie habe MÃ¼he, den BeschwerdefÃ¼hrer als Vorgesetzten zu akzeptieren. Nachdem diese VorwÃ¼rfe in den GesprÃ¤chen zwischen dem Leiter des Pflegebereichs und dem BeschwerdefÃ¼hrer vom 28. und vom 29. Mai 2002 nicht zur Sprache gekommen waren, wurden sie von C in deren Stellungnahme vom 4. Juni 2002 erstmals detailliert ausgefÃ¼hrt. DiesbezÃ¼glich Ã¤usserte sich der BeschwerdefÃ¼hrer in seiner Antwort vom 12. Juni 2002 im Wesentlichen wie folgt: C wolle sich nicht unterordnen; sie habe sich weder an die Kompetenzen noch an die Hierarchie gehalten und dadurch Probleme geschaffen; es wÃ¤re wÃ¼nschenswert, wenn sie ihr Fehlverhalten einsehen kÃ¶nnte.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.2.2 </span></b><span>Der Stadtrat und der Bezirksrat schlossen aus der Stellungnahme des BeschwerdefÃ¼hrers vom 12. Juni 2002, dass dieser die Vorhaltungen von C nicht ausdrÃ¼cklich bestreite. Dies lÃ¤sst sich daraus aber nicht ablesen. Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt darin vielmehr zum Ausdruck, dass die von ihm ausgeÃ¼bte Kontrolle durch seine Vorgesetztenfunktion und das Verhalten von C gerechtfertigt ge­wesen sei. Der Vorwurf des Machtmissbrauchs wird damit deutlich zurÃ¼ckgewiesen. Zu­treffend ist immerhin, dass der BeschwerdefÃ¼hrer die detaillierten und in sich weit gehend schlÃ¼ssigen Aussagen von C nur allgemein zurÃ¼ckwies, ohne sie im Einzelnen zu widerlegen. In seiner undatierten persÃ¶nlichen Stellungnahme, die der Beschwerde an das Verwaltungsgericht beilag, bestreitet der BeschwerdefÃ¼hrer sodann ausfÃ¼hrlich die Schilderungen der Leitenden Schwester vom 29. November 2002 und von C vom 9. Dezember 2002.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.2.3 </span></b><span>Aufgrund der Akten kann jedenfalls als erstellt gelten, dass das Arbeitsklima sich massiv verschlechterte, nachdem C vom BeschwerdefÃ¼hrer den Verzicht auf das BegrÃ¼ssungs- und Verabschiedungsritual verlangt hatte, und dass sich C vom BeschwerdefÃ¼hrer kontrolliert und gegÃ¤ngelt fÃ¼hlte. Offen bleibt in­dessen, ob Letzteres objektiv zutraf oder ob sie Handlungen des BeschwerdefÃ¼hrers, die aufgrund seiner Vorgesetztenstellung an sich angebracht oder zumindest nicht zu beanstan­den waren, nicht mehr akzeptieren konnte, nachdem sie die Umarmungen und WangenkÃ¼sse infolge des EingestÃ¤ndnisses seiner Zuneigung als Ãbergriffe empfand.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Bei der PrÃ¼fung der Frage, ob die Versetzung des BeschwerdefÃ¼hrers zulÃ¤ssig war und auf einer genÃ¼gend breiten SachverhaltsabklÃ¤rung beruhte, sind allerdings folgende Punkte zu berÃ¼cksichtigen: Das ArbeitsverhÃ¤ltnis war anscheinend derart angespannt, dass nur die Trennung der Beteiligten mit Sicherheit eine LÃ¶sung versprach; es musste einigermassen rasch gehandelt werden, da das schlechte Arbeitsklima sich letztlich auf die Behandlung der Patientinnen und Patienten hÃ¤tte auswirken kÃ¶nnen; der BeschwerdefÃ¼hrer hatte jedenfalls einen wesentlichen Grund fÃ¼r dieses schlechte Arbeitsklima gesetzt, indem er trotz sei­ner Vorgesetztenstellung, seines weit hÃ¶heren Alters und seiner weit grÃ¶sseren beruflichen Erfahrung unreflektiert kÃ¶rperliche NÃ¤he â wenn auch in ritualisierter Form â gegenÃ¼ber seiner Mitarbeiterin zugelassen, wenn nicht gesucht hatte; auch hatte die Leitende Schwester in ihrer ersten Stellungnahme vom 13. Juni 2002 FÃ¼hrungsprobleme beim BeschwerdefÃ¼hrer geortet. Schliesslich ist zu beachten, dass dem zustÃ¤ndigen Vorgesetzten bei der Beurteilung persÃ¶nlicher VerhÃ¤ltnisse einiger Ermessensspielraum zukam und dass die administrative Versetzung einer der beiden beteiligten Personen bei gleich bleibendem Lohn unter den gegebenen UmstÃ¤nden der geringfÃ¼gigste denkbare Eingriff war.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>In seiner persÃ¶nlichen Stellungnahme wirft der BeschwerdefÃ¼hrer C gravieren­de Pflichtverletzungen vor: Sie habe von einem Pharmaunternehmen eine Digitalkamera im Wert von Fr. 1'500.- entgegengenommen und sich vom selben Unternehmen an einen mehrtÃ¤gigen Kongress einladen lassen. Die AbklÃ¤rung dieser Anschuldigungen ist Sache der Beschwerdegegnerin (vgl. Art. 56 aPersonalrecht bzw. Art. 79 Personalrecht).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Angesichts des Fehlens eines Streitwerts und der Tragweite der zu beurteilenden Streitsache sind im vorliegenden Verfahren Kosten zu erheben (§ 80b VRG e contrario; vgl. auch VGr, 30. Juli 2003, PB.2003.00019, E. 3, www.vgrzh.ch; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 80b N. 3). GemÃ¤ss dem Verfahrensausgang sind die Kosten den Parteien je zur HÃ¤lfte aufzuerlegen (§ 80c in Verbindung mit §§ 70 und 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). ParteientschÃ¤digungen sind bereits deshalb nicht zuzusprechen, weil keine der Parteien mehrheitlich obsiegt (§ 17 Abs. 2 VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 32).</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="MsoNormal">DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Dispositiv-Ziffer 1 des Beschlusses des Bezirksrats ZÃ¼rich vom 23. Oktober 2003 wird aufgehoben, soweit damit die Versetzung des BeschwerdefÃ¼hrers gemÃ¤ss der VerfÃ¼gung des Dienstchefs des Spitals L vom 24. Juni 2002 bestÃ¤tigt wird. Die Sache wird zur Neuentscheidung im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Vorinstanz zurÃ¼ckgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. <a id="Text1">2'000.--</a>; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden den Parteien je zur HÃ¤lfte auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</p> <p class="Urteilstext"><span>5. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>