B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-2343/2013 U r t e i l v om 4 . J u n i 2 0 1 4 Besetzung Richter Francesco Brentani (Vorsitz), Richter Frank Seethaler, Richter Ronald Flury, Gerichtsschreiberin Barbara Schroeder De Castro Lopes. Parteien A._______, vertreten durch Fürsprecher Dieter C. Söhner, Beschwerdeführer, gegen Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA, Einsteinstrasse 2, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichtigkeit / Rechtsverweigerung. B-2343/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. Am 1. Juli 2011 erliess die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (nachfo l- gend FINMA oder Vorinstanz) eine Verfügung gegen die X._______AG, in welcher im Dispositiv Folgendes angeordnet wurde: 1. "Es wird festgestellt, dass die X._______ AG aufsichtsrechtl i- che Bestimmungen schwer verletzt hat. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 10'000. - werden der X._______ AG auferlegt. Sie werden mit separater Post in Rechnung gestellt und sind innert 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft zu begleichen." In Randziffer 35 wird über den ehemaligen Vizepräsidenten des Verwa l- tungsrates der X._______ AG, A._______ (nachfolgend Beschwerdefüh- rer) Folgendes festgehalten: "Sowohl A._______ wie auch B._______ waren für die Verwal- tung bzw. Geschäftsführung der X._______ AG verantwortlich und zudem direkt oder indirekt an ihr massgebend beteiligt. Durch die oben beschri e- benen Geschäftsvorfälle haben sich A._______ und B._______ zum Schaden der X._______ AG materielle Vorteile verschafft. Dieses Verhal- ten kann nicht als integer beze ichnet werden und widerspricht in krasser Weise dem, was von einem redlichen Organ eines bewilligten Institutes erwartet wird. Damit ist den Erfordernissen der Gewähr und eines guten Rufes nicht genüge getan. Die Verletzung des Gewährserfordernisses muss sich die X._______ AG als Bewilligungsträgerin anrechnen lassen." Im Zeitpunkt des Erlasses der genannten Verfügung hatte der Beschwe r- deführer keine Organstellung bei der X._______ AG mehr inne und war auch nicht mehr direkt oder indirekt an ihr beteiligt, musste aber als Ve r- waltungsrat und Geschäftsführer der Z.______ AG Gewähr für eine ei n- wandfreie Geschäftstätigkeit bieten. B. Auf Anfrage der FINMA hin teilte die X._______ AG mit Schreiben vom 31. August 2011 der Vorinstanz mit, dass keine Strafanzeige g egen den Beschwerdeführer eingereicht werde. B-2343/2013 Seite 3 C. Am 6. Oktober 2011 erstattete die FINMA bei der Staatsanwaltschaft in Y ._______ Strafanzeige gegen den Beschwerdeführer wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung. Das Verfahren wurde mit Verfügung vom 16. Mai 2012 eingestellt. D. Mit Schreiben vom 13. Oktober 2011 teilte der Beschwerdeführer der FINMA mit, dass die Z.______ AG wegen seinen gesundheitlichen B e- schwerden ihre Aktivitäten im Bereich Anlagefondsvertrieb per 31. Okt o- ber 2011 einstellen müsse. Entsprechen d verzichtete die Z.______ AG auf ihre Bewilligung als Vertriebsträger, weshalb die Vorinstanz dem B e- schwerdeführer mit Schreiben vom 25. November 2011 mitteilte, dass es der Z.______ AG nunmehr verboten sei, kollektive Kapitalanlagen öffent- lich anzubieten und zu vertreiben. E. Mit Schreiben vom 16. Dezember 2011 teilte die FINMA dem Beschwe r- deführer mit, dass er derzeit keine Organfunktion in einem von ihr übe r- wachten Unternehmen mehr ein nehme. Entsprechend sei eine am 15. August 2011 versandte Gesprächseinladung, welche der Beschwe r- deführer aus gesundheitlichen Gründen bis zum Zeitpunkt des Schre i- bens nicht wahrnehmen konnte, hinfällig geworden. F. Mit Schreiben vom 21. Dezember 2011, dem sogenannten "Gewähr s- brief", wurde der Beschwerdeführer se itens der Vorinstanz darüber info r- miert, dass ihm empfohlen werde, sich mit der FINMA in Verbindung zu setzen, sofern er gedenke, bei einem von ihr beaufsichtigten Unterne h- men wieder eine Gewährsstellung einzunehmen und insofern wieder G e- währ für eine einwandfreie Geschäftstätigkeit bieten müsse. In diesem Schreiben wurde die eingangs genannte Verfügung vom 1. Juli 2011 seitens der FINMA erstmals gegenüber dem Beschwerdeführer e r- wähnt und d er Beschwerdeführer erfährt von den gegen ihn in der mit t- lerweile rechtskräftigen Verfügung erhobenen Vorwürfen. G. Mit Schreiben vom 6. Januar 2012 verlangte der nunmehr anwaltlich ve r- tretene Beschwerdeführer Akteneinsicht, welche ihm am 20. Februar 2012 gewährt wurde. Nach Angaben des Beschwerdeführers erhielt er in B-2343/2013 Seite 4 diesem Zeitpunkt auch erstmals Kenntnis vom Inhalt der Verfügung vom 1. Juli 2011. H. Anlässlich eines auf Wunsch des Beschwerdeführers erfolgten G e- sprächs vom 19. Oktober 2012 mit der Vorinstanz erklärte Letztere, dass nach ihrer Ansicht, die Verfügung vom 1. Juli 2011 rechtskräftig und das Verfahren abgeschlossen sei. Da der Beschwerdeführer zu diesem Zei t- punkt keine konkrete Gewährsstellung in einem von der FINMA übe r- wachten Institut in Aussicht habe, sei auch keine Gewährsprüfung mö g- lich. Es stehe diesem je doch frei, entlastende Dokumente einzureichen, welche die FINMA anlässlich einer allfälligen künftigen Gewährsprüfung berücksichtigen werde. I. Mit Schreiben vom 28. Februar 2013 verlangte der Beschwerdeführer den Erlass einer anfechtbaren Verfügung seitens der FINMA. Die FINMA solle mittels Verfügung feststellen, dass die Sachverhaltsabklärungen, welche zur Verfügung vom 1. Juli 2011 gegen die X._______ AG führten, unvoll- ständig gewesen seien und entsprechend den bereits damals vorliege n- den Beweismitteln die in der genannten Verfügung beschriebenen G e- schäftsvorfälle bzw. die Verletzungen der Gewährsbestimmungen, nicht zutreffen würden. J. Mit Schreiben vom 22. März 2013 erklärte die FINMA, dass der Erlass e i- ner weiteren Verfügung auf der Basis der von dem Beschwerdeführer eingereichten Dokumente nicht möglich sei und wiederholte ihre anläs s- lich des Gesprächs vom 19. Oktober 2012 gemachten Angaben. K. Mit Beschwerde vom 24. April 2013 wandte sich der Beschwerdeführer mit folgenden Anträgen an das Bundesverwaltungsgericht: "1. Es sei festzustellen, dass die Verfügung der FINMA vom 1. Juli 2011 nichtig ist. Eventualiter: 2. Es sei festzustellen, dass sich die FINMA zu Unrecht weigert, mit B e- zug auf das Schreiben von Dr. A._______ vom 28. Februar 2013 eine be- schwerdefähige Verfügung zu erlassen. B-2343/2013 Seite 5 3. Es sei die Sache mit der Anweisung an die FINMA zurückzuweisen, den Sachverhalt in Bezug auf die Einhaltung der Gewährserfordernis und des Aufsichtsrechts durch Dr. A._______, unter Einbezug sowohl der voll- ständigen Belege als auch der Mitwirkung von Dr. A._______, ohne Ver- zug neu festzustellen; und Unter Kosten-und Entschädigungsfolgen zulasten des Staates." In der Begründung führt der Beschwerdeführer aus, dass die Verfügung der FINMA vom 1. Juli 2011 nichtig sei, d a in besonders krasser Weise das Grundrecht auf rechtliches Gehör verletzt worden sei. Die FINMA h a- be in ihrer Verfügung vom 1. Juli 2011 den Beschwerdeführer schwer b e- lastet und sich zudem in einseitiger Weise auf einen Untersuchungsb e- richt abgestützt ohne weitere Dokumente, die den Beschwerdeführer en t- lastet hätten, heranzuziehen oder zu würdigen. Die Annahme der Nichtig- keit gefährde zudem die Rechtssicherheit nicht. Die Nichtigkeit könne grundsätzlich jederzeit und vor jeder Instanz geltend gemacht werden. Aus der mangelhaften Eröffnung dürfe dem Beschwerdeführer auch kein Nachteil erwachsen. Die Folgen des Eröffnungsmangels – Nichtigkeit oder Anfechtbarkeit – seien aufgrund einer Interessensabwägung zu bestimmen. Die Beschwerdefrist – welche dabei nicht zwingend der Rechtsmittelfrist entspreche - laufe daher in letzterem Falle erst, wenn die betroffene Partei im Besitze aller für die erfolgreiche Wahrnehmung ihrer Rechte wesentlichen Elemente sei. Der Beschwerdeführer habe sich seit der Zustellung der Ak ten durch die FINMA kontinuierlich darum bemüht, mit seinem Anliegen gehört zu werden. Zudem [bzw. eventualiter, Anm. BVGer] liege seiner Ansicht nach eine Rechtsverweigerung vor, da sich die Vorinstanz dem Gesuch um Erlass einer Verfügung "widersetzt" h abe und das Verweigern einer Verfügung von Gesetztes wegen einer Verfügung gleichgestellt sei. Das Anfec h- tungsobjekt sei daher das Schreiben der FINMA vom 22. März 2013. Bei einer ausdrücklichen Verweigerung zum Erlass einer Verfügung könne innerhalb der gesetzlichen Frist von 30 Tagen Beschwerde erhoben we r- den. Der Beschwerdeführer könne zudem ohne Weiteres glaubhaft m a- chen, dass er einen Anspruch auf Erlass einer Verfügung habe. Die Sachverhaltsermittlungen der Staatsanwaltschaft sollten nach seiner A n- sicht für die FINMA Grund genug sein, von den eigenen Verfahrensmä n- geln Kenntnis zu nehmen und diese zu korrigieren. Der Beschwerdefü h- rer sei vor Erlass der Verfügung vom 1. Juli 2011 zu keinem Zeitpunkt zu B-2343/2013 Seite 6 den behaupteten Vorwürfen angehört worden, obwohl er als Organ der Z.______ AG bis zum Ende der Unterstellung im November 2011 über Parteistellung verfügt und ein Rechtsschutzbedürfnis gehabt hätte. Der Beschwerdeführer sei insofern seines Rechts, am Verfahren teilnehmen zu können, beraubt gewesen. Auch zu m jetzigen Zeitpunkt biete einzig das Beschwerdeverfahren die Möglichkeit, sowohl die materiellen Nachteile (z.B. "Forderung der X._______ AG aufgrund der aufsicht s- rechtlichen Verurteilung durch die FINMA") als auch die ideellen Nachteile (z.B. künftige Or ganstellung bei einem durch die FINMA beaufsichtigten Institut) zu beheben. L. Mit Vernehmlassung vom 1. Juli 2013 beantragt die FINMA, auf die B e- schwerde sei nicht einzutreten, eventualiter sei diese abzuweisen soweit darauf einzutreten sei. In ihrer Begr ündung bekräftigt die Vorinstanz im Wesentlichen ihren bereits anlässlich des Gesprächs vom 19. Oktober 2012 vertretenen Standpunkt. Im Einzelnen führt sie aus, dass dem B e- schwerdeführer ihrer Ansicht nach die Beschwerdelegitimation fehle, da die besagte Verfügung vom 1. Juli 2011 nicht gegen ihn erging, sondern gegen die X._______ AG, und er somit auch vom Dispositiv nicht betro f- fen sei. Da sich der Beschwerdeführer alleine gegen die Begründung der Verfügung wende, komme ihm kein Rechtschutzinteresse zu. H insichtlich einer allfälligen Rechtsverweigerungsbeschwerde bestreitet die FINMA ebenfalls ein schutzwürdiges Interesse an einer Feststellungsverfügung. Die Gewährsprüfung sei nur im Hinblick auf eine bestimmte Position in einem konkreten Institut möglich. Ohne zumindest eine solche Position in Aussicht zu haben, bestünde kein schutzwürdiges Interesse zur Festste l- lung des Vorliegens der Gewähr. Des Weiteren stellt sich die FINMA auf den Standpunkt, dass die B e- schwerdefrist hinsichtlich der Verfügung vom 1. Juli 2011 nicht eingeha l- ten sei. Gemäss eigenen Angaben habe der Beschwerdeführer späte s- tens am 20. Februar 2012 von deren Inhalt Kenntnis genommen. Die B e- schwerde vom 24. April 2013 erfolgte daher verspätet. Auch könne der Beschwerdeführer die Nichtigkei t der genannten Verf ü- gung nicht darlegen. Das rechtliche Gehör komme nur den Verfahren s- parteien zu. Die fragliche Verfügung richtete sich nicht gegen den B e- schwerdeführer, sondern gegen die X._______ AG , welcher der B e- schwerdeführer zum fraglichen Zeitpunk t nicht mehr angehörte. Entspr e- chend hätte er keine Parteistellung gehabt. Hinsichtlich seiner Gewähr s-B-2343/2013 Seite 7 stellung in der Z.______ AG sei der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 15. August 2012 zu einem Gespräch eingeladen gewesen, zu dem er sich jedoch krank melden liess, bevor er kurz darauf gänzlich auf die Bewilligung verzichtete. Eine Gehörsverletzung seitens der FINMA liege daher auch in diesem Zusammenhang nicht vor. Hinsichtlich weiterer Handlungen der FINMA, namentlich der Strafanze i- ge, zu welcher sie gemäss Art. 38 Abs. 3 des Bundesgesetz es vom 22. Juni 2007 über die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMAG; SR 956.1) gehalten sei, und des Gewährsbriefs, welcher keine Verfügung im Sinne von Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verwal tungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (VwVG; SR 172.021) sei, könne der FINMA ke i- ne Gehörsverletzung vorgeworfen werden. Mit Bezug auf eine allfällige künftige Gewährsprüfung sei der Beschwerdeführer am 19. Oktober 2012 auf dessen Wunsch hin angehört worden und habe die Möglichkeit erhal- ten, vorab entlastende Dokumente einzureichen. Insgesamt treffe der Vorwurf einer krassen Gehörsverletzung ins Leere und könne die Nichtigkeit der Verfügung vom 1. Juli 2011 nicht begrü n- den. Hinsichtlich der Rüge der Rechts verweigerung bemerkt die Vorinstanz, dass der Beschwerdeführer kein Feststellungsinteresse nachweisen kö n- ne und entsprechend nicht legitimiert sei, eine Rechtsverweigerungsb e- schwerde einzureichen. Das Vorliegen der Gewähr lasse sich regelmä s- sig nur im Hinblick auf eine bestimmte Position in einem konkreten Institut bewerten. Bekleide eine Person keine derartige Stellung und habe eine solche auch nicht in Aussicht, sei die Gewährsprüfung nicht möglich, weswegen auch kein schutzwürdiges Interesse zur Feststel lung des Vor- liegens der Gewähr bestehe. M. Mit Verfügung vom 5. Juli 2013 wurde der Schriftenwechsel vorläufig a b- geschlossen. Mit Eingabe vom 21. August 2013 beantragte der B e- schwerdeführer einen weiteren Schriftenwechsel, da seiner Ansicht nach die Vori nstanz zu formalistisch argumentiert habe und auf die Begrü n- dungen seiner Anträge weitgehend nicht eingegangen sei. Zudem ve r- langte er Einsicht in Akten aus dem Verfahrensdossier, welche ihm bis anhin nicht vorlagen. B-2343/2013 Seite 8 Gemäss Verfügung vom 27. Aug ust 2013 n ahm die Vorinstanz am 5. September 2013 zur Akteneinsicht Stellung und beantragte ihre Able h- nung bezüglich derjenigen Dokumente, welche den Beschwerdeführer nicht direkt betreffen bzw. für die Verfügung vom 1. Juli 2011, das Schrei- ben der FINMA vom 26. Oktober 2012 sowie vom 22. März 2013 nicht re- levant waren. Für den übrigen Teil der Akten, in welche der Beschwerd e- führer Einsicht zu nehmen wünschte, hatte die Vori nstanz keine Einwän- de gegen eine Zustellung an den Beschwerdeführer. Mit Verfügung vom 11. Se ptember 2013 wurden dem Beschwerdeführer Kopien der von der Vorinstanz zur Einsicht empfohlenen Akten zugestellt. Dem Beschwerdeführer wurde zudem, soweit aufgrund der zur Einsicht zugestellten Vorakten nötig, Gelegenheit zur Beschwerdeergänzung g e- geben. Mit Stellungnahme vom 7. Oktober 2013 verzichtete der Beschwerdefü h- rer auf eine Beschwerdeergänzung, behielt sich jedoch weitere Ergä n- zungen vor, sollte der Antrag auf Einsicht in sämtliche Verfahrensakten gutgeheissen werden. Mit Verfügung vom 17. Oktober 2013 kam der Instruktionsrichter nach e i- ner vorläufigen Beurteilung zum Schluss, dass kein weiterer Schrifte n- wechsel durchzuführen sei und ein verfahrensabschliessender Entscheid auf der Grundlage der vorliegenden Akten nicht ausgeschlossen werden könne. Auf die vorgebrachten Argumente sowie auch auf weitere im Verlaufe des erstinstanzlichen und des Beschwerdeverfahrens von beiden Seiten vo r- gebrachte Argumente wird, soweit erforderlich, in den untenstehenden Urteilserwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. In seinem Hauptbegehren verlangt der Beschwerdeführer, es sei die Nichtigkeit der Verfügung der FINMA vom 1. Juli 2011 festzustellen. 1.1 Die Nichtigkeit ist von sämtlichen rechtsanwendenden Behörden von Amtes wegen zu beachten und kann jederzeit geltend gemacht werden (BGE 138 II 501, E. 3.1 mit Hinweisen; HÄFELIN/ MÜLLER/UHLMANN, All-B-2343/2013 Seite 9 gemeines Verwaltungsecht, 6. vollständig überarbeitete Au flage, Zürich 2010, S. 215, Rz. 955 [im Folgenden: HÄFELIN/ MÜLLER/UHLMANN]; zu den allfälligen paradoxen Resultaten, zu denen dieser Rechtsgrundsatz fü h- ren kann vgl. PIERRE MOOR, "La nullité doit être constatée en tout temps et par tout autorité" in: Staa ts-und Verwaltungsrecht auf vier Ebenen, Festschrift für Tobias Jaag, Zürich/Basel/Genf 2012, S. 41 ff. ). Ob, wie in der Doktrin teilweise behauptet wird, die Nichtigkeit tatsächlich von "j e- dermann" geltend gemacht werden kann (vgl. HÄFELIN/ MÜLLER/UHLMANN, S. 215, RZ. 955), d.h. auch von Gesuchstellern, welche von der als nichtig erachteten Verfügung weder formell noch materiell betroffen sind und somit auch keinerlei Vorteile aus der Feststellung der Nichtigkeit ableiten können, ist zumindest fraglich, ka nn jedoch im vorliegenden Fall offen bleiben. Eine nichtige Verfügung entfaltet zu keinem Zeitpunkt Rechtswirkungen, weshalb eine Rechtsmittelinstanz eine nichtige Verfügung nicht aufheben, sondern lediglich feststellen kann (statt vieler: TSCHAN- NEN/ZIMMERLI/MÜLLER, Allgemeines Verwaltungsrecht, 3. Auf lage, Bern 2009, § 31, Rz. 14). Die Anfechtung einer nichtigen Verfügung läuft damit im Entscheid über das Eintreten auf die autoritative Feststellung hinaus, dass eine nichtige Verfügung und damit eine Anord nung ohne Recht s- wirksamkeit vorliegt (vgl. YVO HANGARTNER, Die Anfechtung nichtiger Ver- fügungen und von Scheinverfügungen, AJP 2003, S. 1054, Ziff. 2 [im Fol- genden: HANGARTNER]). Feststellungsentscheide können jedoch auch ausserhalb eines Beschwerdeverfahr ens ergehen (vgl. HANGARTNER, S. 1054, Ziff. 2 mit Hinweisen). 1.2 Dem Begehren auf Erlass einer Feststellungsverfügung ist zu en t- sprechen, wenn der Gesuchsteller ein schutzwürdiges Interesse nac h- weist, das nicht durch eine rechtsgestaltende Verfügung gewa hrt werden kann (vgl. Art. 25 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 [VwVG; SR 172.021]). Im Falle der Nichtigkeit liegt ein schutzwürdiges Interesse an einer Feststellungsverfügung dann vor, wenn Anhaltspunkte dafür bestehe n, dass eine Verfügung nichtig sein könnte (vgl. HANGARTNER S. 1054, Ziff. 2). Unter diesen Vorausse t- zungen kann jederzeit verlangt werden, dass die Frage der Nichtigkeit überprüft wird, selbst wenn – aus welchen Gründen auch immer – die Beschwerdefrist nicht eingehalten wurde. Dieses Ergebnis entspricht der Praxis, dass die Nichtigkeit einer Verfügung se lbst noch im Verfahren der Vollstreckung der Verfügung geltend gemacht werden kann (vgl. HAN- GARTNER, S. 1054, Ziff. 2 mit weiteren Hinweisen). Umgekehrt kann auf B-2343/2013 Seite 10 das Feststellungsbegehren nicht eingetreten werden, sollten sich keine Anhaltspunkte für die N ichtigkeit der Verfügung finden. Erweist sich die Verfügung daher – falls überhaupt fehlerhaft – lediglich als mangelhaft und somit "nur" als anfechtbar, ist diese bei verpasster Rechtsmittelfrist formell rechtskräftig und damit rechtsbeständig (BGE 132 II 21 E. 3.1). Auch wenn – wie erwähnt – die Nichtigkeit von sämtlichen rechtsanwe n- denden Behörden von Amtes wegen zu beachten ist (vgl. o., E. 1.1), ist der Vollständigkeit halber festzuhalten, dass sich das Bundesverwa l- tungsgericht in seiner Funktion als ordentliche Rechtsmittelinstanz g e- mäss Art. 54 Abs. 1 des Bundes gesetzes vom 22. Juni 2007 über die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMAG ; SR 956.1) sowie Art. 33 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsg e- richt (VGG; SR 173.32) auch als zuständig für eine allfällige Feststellung der Nichtigkeit der betroffenen Verfügung erachtet. Es ist im Folgenden daher zu prüfen, ob die Eintretensvoraussetzungen für das Feststellungsbegehren des Beschwerdeführers – bzw. sinng e- mäss des Gesuchst ellers (im Folgenden durchwegs als Beschwerdefü h- rer bezeichnet) – gegeben sind, bzw. ob Anhaltspunkte für die Nichtigkeit der Verfügung bestehen. 1.3 Nichtigkeit ist gemäss der vom Bundesgericht verfolgten Evidenztheorie nur anzunehmen, wenn der Mangel der Verfügung besonders schwer und offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar ist, wobei durch die A n- nahme der Nichtigkeit die Rechtssicherheit nicht ernsthaft gefährdet sein darf. Die Praxis ist allerdings zurückhaltend und nimmt Nichtigkeit nur bei ausserordentlich schwerwie genden Mängeln an (vgl. zum Ganzen statt vieler HÄFELIN/ MÜLLER/UHLMANN, Rz. 947 ff. mit weiteren Hinweisen in s- besondere auf die Praxis des Bundesgerichts). Als Nichtigkeitsgründe fallen vorab funktionelle und sachliche Unzustä n- digkeit der entscheidenden Behörde sowie krasse Verfahrensfehler in Be- tracht. Verfahrensmängel, die in Gehörsverletzungen liegen, sind in den- jenigen Fällen heilbar und führen "nur" zur Anfechtbarkeit des fehlerha f- ten Entscheids, wenn die unterlassene Anhörung, Akteneinsicht oder Be- gründung in einem Rechtsmittelverfahren nachgeholt wird, das eine Pr ü- fung im gleichen Umfang wie durch die Vorinstanz erlaubt; eine Rückwe i- sung der Sache zur Gewährung des rechtlichen Gehörs würde in solchen Fällen bloss zu einem form alistischen Leerlauf und einer unnötigen Ve r-B-2343/2013 Seite 11 längerung des Verfahrens führen (BGE 134 I 140, 150; 1331 I 201, 204 f.; 133 I 100, 105; 132 V 387, 390; kritisch hierzu HÄFELIN/ MÜL- LER/UHLMANN, Rz. 1709 ff. mit weiteren Hinweisen) . Handelt es sich j e- doch um ei nen besonders schwer wiegenden Verstoss gegen grundl e- gende Parteirechte, so können auch Verletzungen des Anspruchs auf rechtliches Gehör Nichtigkeit zur Folge haben. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der Betroffene von einer Entscheidung mangels E r- öffnung gar nichts weiss bzw. wenn er gar keine Gelegenheit erhalten hat, an einem gegen ihn lau fenden Verfahren teilzunehmen ( vgl. hierzu BGE 129 I 361, E. 2.1 mit weiteren Hinweisen). Zusammengefasst müssen für die Annahme der Nichtigkeit kumulativ drei Voraussetzungen erfüllt sein: (1) Der Mangel muss besonders schwer wiegen; (2) er muss zudem offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar sein; (3) die Rechtssicherheit darf durch die Annahme der Nichtigkeit nicht ernsthaft gefährdet werden. 1.4 1.4.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass in besonders krasser Weise das Grundrecht auf rechtliches Gehör verletzt worden sei. Die FINMA habe in ihrer Verfügung vom 1. Juli 2011 den Beschwerdeführer schwer belastet und sich zudem in einseitiger Weise auf einen Untersu- chungsbericht abgestützt ohne weitere Dokumente, die den Beschwerde- führer entlastet hätten, heranzuziehen. Demgegenüber führt die FINMA an, dass die Rechte und Pflichten des Beschwerdeführers von der besagten Verfügung nicht berührt werden. Ausserdem komme dem Beschwerdeführer mangels Rechtschutzintere s- se auch kein Rechtsmittel zu. Entsprechend fehle ihm die Parteistellung im Sinne von Art. 6 VwVG und somit stehe ihm gemäss Art. 29 VwVG auch das Recht auf Anhörung nicht zu. 1.4.2 Nur soweit einem Rechtssubjekt im Verfahren Parteistellung nach Art. 6 VwVG zukommt, darf es im eigenen Namen prozessuale Rechte, namentlich den Anspruch auf rechtliches Gehör, ausüben (vgl. ISABELLE HÄNER in: AUER / MÜLLER / SCHINDLER (Hrsg.), VwVG, Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, Zürich / St Gallen 2008, Art. 6, 14 und 15 und MARANTELLI-SONANINI/SAID HUBER in: WALD-B-2343/2013 Seite 12 MANN/WEISSENBERGER (Hrsg.), VwVG, Praxiskommentar zum Bundesg e- setz über das Verwaltungsverfahren, Zürich / Basel / Genf 2009, Ar t. 6, Rz. 23ff. mit weiteren Hinweisen; im Folgenden: Praxiskommentar). Nach Art. 6 VwVG gelten als Parteien: - die materiellen Verfügungsadressaten, also diejenigen, mit denen durch Verfügung (vgl. Art. 5 VwVG) unmittelbar ein Rechtsverhältnis ge- regelt werden soll, sowie - die nach Art. 48 VwVG Rechtsmittelberechtigten. Die Vorschriften über die Beschwerdelegitimation sind demnach massg e- bend für die Parteistellung (auch bereits) im erstinstanzlichen Verwa l- tungsverfahren (BGE 133 V 188 E. 4.2). 1.4.3 Unzweifelhaft ist der Beschwerdeführer nicht formeller Verfügung s- adressat im Verfahren gegen die X._______ AG. Das Dispositiv der b e- sagten Verfügung hat sodann explizit die Verletzung von aufsichtsrechtl i- chen Bestimmungen der Gesellschaft und nicht etwa solche des B e- schwerdeführers zum Gegenstand. Von der Feststellung ist allein die G e- sellschaft direkt und unmittelbar betroffen. Die X._______ AG selbst, handelnd durch ihre zum Zeitpunkt des Erlasses der Feststellungsverf ü- gung zuständigen Organe, hat die Verfügu ng nicht angefochten, weshalb diese in Rechtskraft erwachsen konnte, wobei der Beschwerdeführer selbst zu diesem Zeitpunkt auch keine Organstellung bei der X._______ AG mehr innehatte. Es ist nicht klar, in wessen Interessen der Beschwerdeführer prozessie rt. Soweit er das gegen die X._______ AG geführte Verfahren wieder aufge- rollt haben möchte, scheint er tatsächlich – wenn auch wie erwähnt, u n- befugterweise und wie nachfolgen d auch gezeigt wird, zu spät - im Inte- resse der Gesellschaft handeln zu wollen. Soweit er eigene Interessen verfolgt, richten sich seine Vorbringen gegen Teile der Begründung in der Verfügung gegen die X._______ AG, die sei- ner Meinung nach geeignet seien, seinen Ruf zu schädigen. Grundsät z- lich nimmt mit Eintritt der Rechtskraft aber nu r das Dispositiv einer Verfü- gung Teil an deren Rechtsbeständigkeit. Insofern ist nur das Dispositiv ei- ner Verfügung, nicht aber deren Begründung, in der Regel geeignet, die tatsächlich oder rechtliche Stellung einer im Übrigen betroffenen Partei di- rekt und unmittelbar zu beeinflussen. Im Gegensatz zur X._______ AG ist der Beschwerdeführer im Dispositiv der feststellenden Verfügung vom 11. B-2343/2013 Seite 13 Juli 2011 nicht genannt. Eine Ausnahme bestünde lediglich in denjenigen, vorliegend nicht weiter interessierenden Fällen, in denen die Begründung Bestandteil des Verfügungsdispositivs wird und eine Anordnung (im B e- schwerdeverfahren in erster Linie eine Rückweisung) "im Sinne der E r- wägungen" erfolgt. Aus dieser Sicht fehlt es den eigentlichen Anliegen des Beschwerdeführers in gewisser Weise auch an einem konkreten B e- zug zum Dispositiv, mithin an einer unmittelbaren und direkten Betroffe n- heit, welche für die Beschwerdel egitimation und Parteistellung au s- schlaggebend wäre. Ein behaupteter oder potentieller Schaden für sich alle in vermag noch keine Parteistellung zu begründen, wenn der Geschädigte nicht Adressat des durch die Verfügung geregelten Rechtsverhältnisses, in casu der Feststellung ist. Hierfür wäre vielmehr das Staatshaftungsverfahren a n- zustrengen (vgl. für die Voraussetzungen u.a. Art. 19 FINMAG). 1.4.4 Allerdings knüpft, wie bereits erwähnt, die Parteistellung gemäss Art. 6 VwVG auch an die Rechtsmittelbefugnis an und umfasst daher auch vom zu regelnden Rechtsverhältnis besonders berührte Dritte. Das schutzwürdige Interesse besteht auch bei der Drittbeschwerde im prakt i- schen Nutzen, den die Beschwerde dem erfolgreichen Beschwerdeführer einbringen würde, d.h. in der Abwendung eines materiellen oder ideellen Nachteils. Ob diese Voraussetzungen gegeben sind, ist jeweils in Bezug auf die konkrete Einzelfallkonstellation zu prüfen (BGE 130 V 560 E. 3.4 in fine). Ob Anhaltspunkte für den vo m Beschwerdeführer angegebenen Nichtig- keitsgrund der krassen Gehörsverletzung vorliegen, kann daher nur au s- gehend von der (Vor-)Frage beantwortet werden, ob ihm im Verfahren auf Erlass der Verfügung vom 1. Juli 2011 gestützt auf einen Prognoseen t- scheid die Parteistellung eines Dritten im genannten Sinne hätte eing e- räumt werden müssen. 1.4.5 Wie der Beschwerdeführer zu Recht ausführt, hatte er im Verf ü- gungszeitpunkt unbestrittenermassen eine Gewährs position in einer a n- deren Firma inne. Bei dieser Firma handelt es sich um die Z.______ AG (vgl. o. Sachverhalt) , welche im Verfügungszeitpunkt über keine Beteil i- gungen an der X._______ AG mehr verfügte. Allerdings ist die Z.______ AG mit der X._______ AG auch hinsichtlich Personal und Infrastruktur eng verknüpft gewesen und es bestand daher eine besondere Bezi e- hungsnähe zur Verfügungsadressatin. Dieser Umstand, welcher letztlich B-2343/2013 Seite 14 der Auslöser für die Vorwürfe an den Beschwerdeführer darstellte, war der FINMA bekannt. Es könnte daher argumentiert werden, dass der B e- schwerdeführer am Ausgang des Verfahrens gegen die X._______ AG ein spezifisches Eigeninteresse gehabt haben könnte, welches in erster Linie immaterieller (Wahrung des guten Rufes), indirekt aber auch mat e- rieller Natur wäre (einwandfreie Geschäftstätigkeit als Bedingung für die Aufrechterhaltung der im Verfügungszeitpunkt aktuellen Bewilligung der Z.______ AG als Vertriebsträger von kollektiven Kapitalanlagen). Es ist zunächst festzuhalten, dass zur Beurteilung des Vorliegens einer besonderen beachtenswerten Beziehungsnähe zu einer mittels Verf ü- gung geregelten Sache konsequenterweise vom Verfügungsdispositiv auszugehen ist. In diesem Zus ammenhang ist jedoch zu beachten, dass das fragliche Dispositiv nur feststellt, also nicht rechtsgestaltend eingreift und als Adressat der Feststellung bzw. als Urheber von Pflichtverletzu n- gen einzig und explizit die Gesellschaft nennt. In diesem Sinn ist der per- sönliche Geltungsbereich der Verfügung eng begrenzt und Personen, welche zum Ve rfügungszeitpunkt nicht mehr in - beziehungsweise für - die Gesellschaft tätig waren, sind grundsätzlich nicht mehr als jeder ande- re Dritte betroffen. Ob allenfalls im Ve rfügungszeitpunkt eingesetzte O r- gane der Gesellschaft als Drittbeschwerdeführer in Frage kämen, wenn sie in eigenem Namen und in eigenem Interesse Beschwerde geführt hät- ten, kann offen bleiben, nachdem der Beschwerdeführer selbst im Verf ü- gungszeitpunkt nic ht mehr Organ der Gesellschaft war und somit nicht mehr über eine entsprechende Beziehungsnähe zur Sache verfügt. Schliesslich zeigt auch eine weitere Überlegung, dass es unsinnig wäre, dem Beschwerdeführer im Feststellungsverfahren gegen die X._______ AG eine Drittparteistellung einzuräumen. Aufgrund der Beschwerde lässt sich nicht eindeutig erkennen, ob der Beschwerdeführer in eigenem Int e- resse, bzw. für oder gegen die Interessen der X._______ AG antritt. Der Beschwerdeführer selbst scheint von einer Bes chwerdeführung pro A d- ressat auszugehen, denn immerhin verlangt er unter anderem die Nic h- tigkeitserklärung der die Gesellschaft belastenden Feststellung. Insofern nimmt er, wenn auch zu spät (vgl. hierzu unten, E. 1.4.7), eher die Rolle eines Nebenintervenienten und nicht diejenige einer selbständig belast e- ten Hauptpartei wahr (vgl. Praxiskommentar, Art. 48 Rz. 34). Im Sinne der auch vom Bundesgericht verfolgten restriktiven Praxis (Pr a- xiskommentar, Art. 48 VwVG, Rz. 12 mit weiteren Hinweisen) zur B e- schwerdelegitimation des Dritten als Nichtadressat einer Verfügung ist die B-2343/2013 Seite 15 Parteistellung des Beschwerdeführers im Verfahren gegen die X._______ AG letztlich abzulehnen. Fehlt es an der Parteistellung, so ist auch dem Vorwurf der krassen Gehörsverletzung der Boden entzogen, womit es auch an Anhaltspunkten für die Nichtigkeit der Verfügung der FINMA vom 1. Juli 2011 fehlt. Auf das Hauptbegehren kann daher nicht eingetreten werden. 1.4.6 Selbst wenn dem Beschwerdeführer Parteistellung zuzugestehen gewesen wäre, ersc heint eine allfällige damit verbundene Gehörsverle t- zung nicht als derart krass als dass sie als unheilbar und die Verfügung somit als nichtig anzusehen wäre. Aus der vorliegend einzunehmenden ex-ante-Perspektive der Vorinstanz dürfte es zumindest naheliegend sein, dass die materielle Verfügungsadressatin – die X._______ AG selbst – gegebenenfalls die Hilfe des Beschwerdeführers in Anspruch nimmt, um alle entlastenden Dokumente und Argumente in das Verfahren einzubri n- gen und eine für sie negative Verfügung a bzuwenden. Mit einer vom B e- schwerdeführer in den Akten (vgl. Schreiben des Rechtsvertreters vom 28. Februar 2013 an die FINMA, S. 3) behaupteten Irreführung oder U n- terschlagung von Dokumenten zum eigenen Schaden der X._______ AG musste die Vorinstanz mithin nicht rechnen. 1.4.7 Der Vollständigkeit halber ist ausserdem anzufügen, dass eine we i- tergehende Überprüfung der fraglichen Verfügung im Rahmen eines o r- dentlichen Beschwerdeverfahrens nach Ansicht des Gerichts ausg e- schlossen scheint, selbst wenn die Par teistellung zu bejahen wäre. In Anwendung von Art. 38 VwVG, wonach aus der mangelhaften Eröffnung einer Verfügung kein Nachteil erwachsen darf, wäre nämlich dennoch zu prüfen, ob die Beschwerdeerhebung vom 24. April 2013, mithin 14 Mon a- te nach dem unbestri ttenen Zeitpunkt der Kenntnisnahme der Verfügung durch den Beschwerdeführer am 20. Februar 2012, noch rechtzeitig war. Angesichts der Tatsache, dass dem Beschwerdeführer zu diesem Zei t- punkt auch alle ihn betreffenden Akten zugestellt worden waren, wäre es ihm bzw. seinem Rechtsvertreter zuzumuten gewesen, dass er innerhalb eines deutlich kürzeren Zeitraums die ordnungsgemässe Eröffnung ve r- langt oder Beschwerde geführt hätte (vgl. FELIX UHLMANN / ALEXANDRA SCHWANK in: Praxiskommentar, Art. 38 Rz. 8). Hieran vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass der Beschwerdeführer das Gespräch mit der FINMA – gemäss den Akten erst am 31. August 2012 – suchte oder gegebenenfalls auch die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft, welche bereits am 16. Mai 2012 erf olgte, abwarten wollte. Die Verfügung B-2343/2013 Seite 16 der FINMA vom 1. Juli 2011 wäre diesbezüglich als formell rechtskräftig und die Beschwerde als verspätet zu betrachten. 1.5 Als Zwischenergebnis bleibt es dabei, dass der Beschwerdeführer sich im Verfahren um Erlass de r Verfügung der FINMA vom 1. Juli 2011 nicht auf eine Parteistellung berufen kann. Entsprechend trifft auch der angeführte Nichtigkeitsgrund einer krassen Gehörsverletzung ins Leere. Auf das Gesuch um Feststellung der Nichtigkeit der Verfügung der FINMA vom 1. Juli 2011 kann daher mangels entsprechenden Anhaltspunkten bzw. mangels Feststellungsinteresse nicht eingetreten werden. 2. Als Eventualbegehren reicht der Beschwerdeführer eine Rechtsverweige- rungsbeschwerde ein. Die FINMA habe sich zu Unrecht geweige rt, eine anfechtbare Verfügung zu erlassen, in der festgestellt wird, dass die Sachverhaltsabklärungen, welche zur Verfügung gegen die X._______ AG vom 1. Juli 2011 geführt haben, unvollständig waren und basierend auf den bereits damals vorliegenden Beweis mitteln die in der Verfügung b e- schriebenen Geschäftsvorfälle bzw. die Verletzung der Gewährsbesti m- mungen, welche dem Beschwerdeführer vorgeworfen werden, nicht z u- treffen. Zudem verlangt der Beschwerdeführer, dass die Sache mit der Anweisung an die FINMA zu rückzuweisen sei, den Sachverhalt in Bezug auf die Einhaltung der Gewährserfordernis und des Aufsichtsrechts durch den Beschwerdeführer, unter Einbezug sowohl der vollständigen Belege als auch der Mitwirkung des Beschwerdeführers, ohne Verzug neu fes t- zustellen. 2.1 Eine Rechtsve rweigerung erfolgt stets informe ll; dies kann explizit (z.B. formloses Schreiben, einfache mündliche oder schriftliche Mitte i- lung, E -Mail) oder implizit geschehen (vgl. MARKUS MÜLLER in: MÜL- LER/AUER/SCHINDLER [HRSG.], VwVG , Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, Bern 2008, Art. 46 a, Rz. 4; im Folge n- den: MÜLLER/AUER/SCHINDLER). Eine Rechtsverweigerungsbeschwerde ist - obwohl eine ordentliche Beschwerde - nicht fristgebunden. Sie kann gemäss Art. 50 Abs. 2 VwVG jederzeit eingereicht werden. Die Grenze bildet hier freilich der Grundsatz von Treu und Glauben. Verweigert die Behörde ausdrücklich den Erlass einer Verfügung, so ist nach diesen Grundsätzen innerhalb der gesetzlichen Frist von 30 Tagen Beschwerde zu erheben (vgl. MARKUS MÜLLER in: MÜLLER/AUER/SCHINDLER [HRSG.], B-2343/2013 Seite 17 VwVG, Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, Bern 2008, Art. 46 a, Rz.10 mit weiteren Hinweisen). Das Verbot der Rechtsverweigerung bzw. Rechtsverzögerung wird ve r- letzt, wenn eine Gerichts - oder Verwaltungsbehörde untätig bleibt oder das gebotene Handeln über Gebühr hinauszögert, obschon sie zum T ä- tigwerden verpflichtet wäre (BGE 135 I 6, 9). Eine Rechtsverweigerung ist somit nur dann möglich, wenn ein Anspruch der Private n auf Behandlung ihrer Begehren besteht (vgl. HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, RZ. 1657). Da in dem Schreiben der FINMA vom 22. März 2013 eine explizite Verweig e- rung zum Verfügungserlass gesehen werden kann und die Beschwerd e- frist mit Beschwerdeerhebung vom 24. Apr il 2013 eingehalten ist, wird im Folgenden geprüft, ob der Beschwerdeführer einen Anspruch auf die von ihm verlangte Feststellungsverfügung hat. 2.2 Gemäss Art. 25 VwVG kann die in der Sache zuständige Behörde über den Bestand, den Nichtbestand oder den Um fang öffentlicher Rech- te oder Pflichten von Amtes wegen oder auf Begehren eine Festste l- lungsverfügung treffen (Art. 25 Abs. 1 VwVG). Einem Begehren ist zu entsprechen, wenn der Gesuchsteller ein schutzwürdiges Interesse nachweist (Art. 25 Abs. 2 VwVG). Die feststellende Verfügung dient ledig- lich der Klärung einer Rechtslage und nicht dazu, neue Rechte und Pflichten zu begründen, zu ändern oder aufzuheben (vgl. HÄFE- LIN/MÜLLER/UHLMANN, RZ. 895). 2.3 Das schutzwürdige Interesse gemäss Art. 25 Abs. 2 VwVG wird im Sinne der Einheit des Prozesses gleich ausgelegt wie dasjenige zur B e- schwerdelegitimation (vgl. ISABELLE HÄNER in: Praxiskommentar, Art. 25, Rz. 16 mit weiteren Hinweisen). Das Rechtsschutzinteresse besteht somit darin, dass unmittelbar ein direkteinwir kender Nachteil abgewendet we r- den kann, wenn die Feststellungsverfügung erlassen wird (vgl. auch ISA- BELLE HÄNER in: Praxiskommentar, Art. 25, Rz. 16). Wie bei der B e- schwerdelegitimation ist nur ein aktuelles Interesse schutzwürdig (BGE 114 V 201 E. 2c). Da s praktische Interesse muss im Feststellungszei t- punkt noch aktuell und darf nicht bereits dahingefallen sein. Im Hinblick auf die Feststellung von künftigen, möglicherweise noch entstehenden Rechten oder Pflichten ist die Frage wichtig, ob das Interesse sc hon ak- tuell ist (BGE 108 Ib 540, E. 3). Eine weitere, das Feststellungsinteresse betreffende Anforderung ist, dass eine Feststellungsverfügung nur dann erlassen werden kann, wenn B-2343/2013 Seite 18 das schutzwürdige Interesse nicht ebenso gut mit einer Leistungs - oder Gestaltungsverfügung gewahrt werden kann. Die Feststellungsverfügung ist mithin subsidiär, sofern dem Gesuchsteller durch den Verweis auf die gestaltende Verfügung keine unzumutbaren Nachteile entstehen (vgl. BEATRICE WEBER-DÜRLER in: MÜLLER/AUER/SCHINDLER, Art. 25, Rz. 16). Allerdings gilt dieses Erfordernis nicht absolut. Kann das schutzwürdige Interesse mit einer Feststellungsverfügung besser gewahrt werden als mit einer Leistungs - oder Gestaltungsverfügung, ist die Legitimation ausre i- chend dargetan (vgl. ISABELLE HÄNER in: Praxiskommentar, Art. 25, Rz. 20 mit Hinweisen auf die Praxis des Bundesgerichts). Es ist jedoch zu beachten, dass das Subsidiaritätserfordernis auch in die umgekehrte Richtung wirken kann. Ist eine Frage bereits durch eine formell recht s- kräftige Verfügung entschieden worden, schliesst das Prinzip der Einm a- ligkeit des Rechtsschutzes eine nochmalige Überprüfung einer individuell- konkreten Anordnung in einem späteren Verwaltungsverfahren grundsätz- lich aus. Das Feststellungsbegehren darf nicht d azu benützt werden, die nachteiligen Konsequenzen einer verpassten Beschwerdefrist zu umg e- hen (vgl. BEATRICE WEBER-DÜRLER in: MÜLLER/AUER/SCHINDLER, Art. 25, Rz. 17). 2.4 Es gilt in diesem Zusammenhang festzuhalten, dass das vom B e- schwerdeführer anvisierte Feststellungsbegehren nicht – wie es wörtlich verlangt (vgl. o. Sachverhalt, Bst. H und E. 2) – die Feststellung einer fal- schen oder unvollständigen Sachverhaltsabklärung im Rahmen des Ve r- fahrens zum Erlass der Verfügung vom 1. Juli 2011 zum Gegenstand h a- ben kann. Eine derartige "Feststellung" müsste aufgrund einer entspr e- chenden Rüge und/oder eines entsprechenden Begehrens im Rahmen eines Beschwerdeverfahrens, in welchem im Ergebnis die besagte Verf ü- gung gegebenenfalls mittels Gestaltungsverfügung aufgeh oben oder a b- geändert würde, erfolgen. Wie oben (vgl. E. 1.4.3) erläutert, ist die besag- te Verfügung jedoch bereits in formelle Rechtskraft erwachsen. Abges e- hen davon verlangt der Beschwerdeführer mit der im Rahmen der b e- haupteten Rechtsverweigerung anbegeh rten Feststellung inhaltlich, e r- neut das, was ihm mangels Parteistellung mit der im Kontext des Nichti g- keitsbegehrens behaupteten Gehörsverletzung versagt bleiben muss. Da der Anspruch auf eine Feststellung in der Sache ein entsprechendes Feststellungsinteresse voraussetzt, kann diesbezüglich auf die vorang e- henden Erwägungen (E. 2.3 f.) verwiesen werden. 2.5 Der Beschwerdeführer verlangt daneben sinngemäss auch, dass die FINMA mittels Verfügung festzustellen habe, dass er in seiner Funktion B-2343/2013 Seite 19 als Vizepräsident des Verwaltungsrates der X._______ AG das Erforder- nis einer einwandfreien Geschäftstätigkeit nicht verletzt habe. 2.5.1 Was das aktuelle schutzwürdige Interesse bezüglich Einhaltung der Gewährspflichten betrifft, ist der Ansicht der FINMA zu folgen, wonach ein solches, das einen Anspruch auf Erlass einer Feststellungsverfügung b e- gründen könnte, nicht gegeben ist, da sich die Gewähr für eine einwan d- freie Geschäftstätigkeit der für die Verwaltung und Geschäftsführung ve r- antwortlichen Personen eines der von der FINMA bewilligten und beau f- sichtigten Institute lediglich mit Bezug auf eine bestimmte Position in e i- nem bestimmten Institut bewerten lässt. Da der Beschwerdeführer derzeit keine solche Stellung bekleidet oder demnächst in Aussicht hat, fehlt es ihm an einem aktuellen schutzwürdigen Interesse an der Feststellung des Vorliegens seiner Gewähr. 2.5.2 Zwar ist nicht klar, ob die Vorinstanz erkannt hat, dass der B e- schwerdeführer keine abstrakte Gewährsprüfung, sondern lediglich eine Feststellung in Bezug auf seine vergangene konkrete Tätigkeit verlangt. Doch stellt sich die Frage, ob dieses Interesse schutzwürdig beziehung s- weise ein aktuell praktisches ist, ohnehin (vgl. auch E. 1.4.4 hiervor). A b- gesehen vom pauschalen Hinweis auf eine mögliche Rufschädig ung auf- grund seiner Nennung in der Begründung des Feststellungsentscheides gegenüber der X._______ AG bringt der Beschwerdeführer hierzu nicht s Konkretes vor. In Bezug auf den behaupteten aber wie erwähnt nicht konkretisierten Rufschaden kann auf bereits G esagtes verwiesen werden (vgl. E. 1.4.3 in fine). Ansonsten läuft die vom Beschwerdeführer anb e- gehrte Feststellung auf eine rein theoretische Überprüfung verschiedener Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Einhaltung von Gewährspflic h- ten in der Vergangenhei t hinaus, ohne dass eine konkreter und prakt i- scher Bezug auf seine tatsächliche oder rechtliche Situation, sei es akt u- ell oder in naher Zukunft, hergestellt würde. Es zeigt sich damit, dass der Beschwerdeführer keinen aktuellen und schutzwürdigen Anspruch auf Er- lass der anbegehrten Feststellungsverfügung hat, womit die geltend g e- machte Rechtsverweigerung unbegründet ist. 2.5.3 Der Vollständigkeit halber ist anzufügen, dass aus den Akten auch nicht hervor geht, dass der Beschwerdeführer eine Gewährsposition überhaupt noch anstrebt. Im Gegenteil ergibt sich aus den Akten, dass der Beschwerdeführer bereits seit Jahren auch aus gesundheitlichen Gründen einen stetigen Rückzug aus dem Berufsleben plant. So war auch bereits der Rücktritt von seinen Funktionen in de r X._______ AG B-2343/2013 Seite 20 geplant gewesen. Des Weiteren verzichtete er freiwillig – ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen – auf die Bewilligung der Z.______ AG für den Vertrieb von kollektiven Kapitalanlagen. Der Beschwerdeführer vermag weder konkrete Auswirkungen einer allfälligen Rufschädigung auf die Einnahme einer erneuten Gewährsposition darzulegen, noch kommt zum Ausdruck, ob er überhaupt eine solche wünscht oder anstrebt. 2.5.4 Gemäss einem neueren, inzwischen rechtskräftigen Urteil des Bu n- desverwaltungsgerichts B-789/2011 vom 2. September 2013 (mit zahlre i- chen Hinweisen auf Rechtsprechung und Literatur, insbesondere GRE- GOR T. CHATTON, La garantie d'une activité irréprochable et l'intérêt actuel du dirigeant revisités, in: Aktuelle juristische Praxis [AJP] 201 1, S. 1195 ff.) wird dargelegt, dass sich eine von der FINMA festgestellte Verletzung von Gewährserfordernissen nach allgemeiner Lebenserfahrung in den i n- teressierten Kreisen früher oder später herumsprechen dürfte. Die hiermit verbundene Rufschädigung hat wiederum Auswirkungen auf die tatsäc h- lichen Möglichkeiten, wieder eine konkrete Aussicht auf eine Gewähr s- stellung zu erhalten. Daher wurde das aktuelle Rechtsschutzinteresse in dem zitierten Urteil in Bezug auf eine konkrete Stelle auch dann bejaht, wenn die Person im Urteilszeitpunkt diese Funktion nicht mehr innehat. Nichtsdestotrotz kann hieraus nichts zu Gunsten des Beschwerdeführers abgeleitet werden, denn in jenem Verfahren erfolgte die geltend gemac h- te Rufschädigung in Form einer negativen Feststell ung gegen die B e- schwerdeführerin, welche im Gegensatz zum Beschwerdeführer im vo r- liegenden Fall im Dispositiv konkret genannt wurde, was für die Beurte i- lung der Betrof fenheit und Intensität der geltend gemachten Rufschäd i- gung von Bedeutung ist. Der Vollstä ndigkeit halber darf noch erwähnt werden, dass im soeben zitierten Entscheid letztlich auch die besonderen Umstände des Einzelfalles zur Bejahung des aktuellen Rechtsschutzint e- resses führten (vgl. E. 1.3.3 und E. 1.3.4 des soeben zitierten Urteils). So konnte die Beschwerdeführerin in jenem Verfahren konkret darlegen, dass eine Bewerbung um eine neue Stelle letztlich daran scheiterte, dass die potentielle Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin der FINMA ihre Kandidatur aus Furcht vor einer Ablehnung und allen falls weiteren damit verbundenen Nachteilen nicht vorlegen wollte und die Beschwerdeführ e- rin somit von vornherein für die Stelle nicht weiter in Betracht gezogen wurde. Die tatsächlichen Auswirkungen der behaupteten Rufschädigung lagen damit, anders als im vorliegenden Verfahren, auf dem Tisch. Aus den genannten Gründen kann das Erfordernis eines aktuellen pra k- tischen Rechtsschutzinteresses im Sinne von Art. 25 Abs. 2 VwVG weder B-2343/2013 Seite 21 an einer retrospektiven Feststellung noch an einer eigentlichen Gewähr s- prüfung als gegeben betrachtet werden. 2.6 Im Ergebnis ist festzuhalten, dass mangels aktuellen Rechtsschutzi n- teresses kein Anspruch auf Erlass einer Feststellungsverfügung durch die FINMA besteht. Entsprechend liegt auch keine Rechtsverweigerung vor. Die eventualiter eingereichte Rechtsverweigerungsbeschwerde ist daher abzuweisen. 3. Als Gesamtergebnis ist festzuhalten, dass auf das Begehren um Feststel- lung der Nichtigkeit der Verfügung der FINMA vom 1. Juli 2011 nicht ei n- getreten werden kann. Die eventual iter eingereichte Rechtsverweig e- rungsbeschwerde ist abzuweisen. 4. Mittels Instruktionsverfügung vom 11. September 2013 wurde schliesslich in Aussicht gestellt, dass über eine weitergehende Akteneinsicht des B e- schwerdeführers voraussichtlich später entschi eden wird. Angesichts der im Verfahren auf Erlass der Verfügung der FINMA vom 1. Juli 2011 abge- lehnten Parteistellung ist eine solche weitergehende Akteneinsicht abz u- lehnen. Wesentlich ist zudem aus der Sicht des Gerichts, dass diese we i- teren Akten den Beschwerdeführer selbst nicht betreffen und für den Aus- gang dieses Verfahrens nicht herangezogen werden mussten. 5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 2'500. - dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 Vw VG). Diese werden nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils mit dem bereits geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 2'500. - verrechnet. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Auf das Gesuch um Feststellung der Nichtigkeit der Verfügung der FINMA vom 1. Juli 2011 gegen die X._______ AG wird nicht eingetreten. 2. Die Rechtsverweigerungsbeschwerde wird abgewiesen. B-2343/2013 Seite 22 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'500.- werden dem Beschwer- deführer auferlegt und nach der Eintritt der Rechtskraft wird der einb e- zahlte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 2'500.- zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet. Eine Parteientschädigung wird nicht zug e- sprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde); – die Vorinstanz (Ref-Nr. A286482/1062567/1062568; Gerichts- urkunde). Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Francesco Brentani Barbara Schroeder De Castro Lopes Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14 , Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren B e- gründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 11. Juni 2014