<h2>SubmittedText<h2><p>In einem Interview in der "NZZ am Sonntag" hat Bundesrat Guy Parmelin gefordert, man solle bei öffentlichen Ausschreibungen Schweizer Firmen soweit möglich bevorzugen. Recht hat er! Das Ausland schaut auch zuerst für sich, wie die Pandemie-Krise gezeigt hat.</p><p>1. Ist der Bundesrat bereit, diesem Appell bei der Umsetzung des neuen Bundesgesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen Taten folgen zu lassen?</p><p>2. Welche konkreten Schritte gedenkt der Bundesrat in dieser Richtung zu unternehmen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Ja. Mit dem revidierten Beschaffungsrecht wird auch die volkswirtschaftlich nachhaltige Beschaffung bezweckt. Schweizer Unternehmen, insbesondere die KMU, sind gut aufgestellt, um bei öffentlichen Beschaffungen grosse Chancen auf den Zuschlag zu haben.</p><p>2. Bei der Umsetzung der revidierten Erlasse wird ein besonderes Augenmerk auf die angestrebte neue Vergabekultur mit mehr Nachhaltigkeit, Qualitätswettbewerb und Innovation in Beschaffungsverfahren gelegt. Dem Bundesrat ist es dabei ein Anliegen, dass in die Praxisgestaltung auch die Sicht der Anbieter einfliesst. Aus diesem Grund führen die Beschaffungskonferenz des Bundes und die Koordinationskonferenz der Bau- und Liegenschaftsorgane der öffentlichen Bauherren konstruktive Dialoge mit Branchenverbänden über die Umsetzungsinstrumente für die Neuerungen im öffentlichen Beschaffungswesen.</p>