<h2>SubmittedText<h2><p>Die Zulassungsbestimmungen zu den Fachhochschulen sind noch unterschiedlich, insbesondere verlangen Fachhochschulen für den Zugang zum Studium der Betriebsökonomie in vielen Fällen für Inhaberinnen und Inhaber einer kaufmännischen Berufsmaturität zusätzlich noch ein Praxisjahr vor Studienbeginn.</p><p>Ich bitte den Bundesrat daher um Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Ist ein zusätzliches Praxisjahr für Studierende in Betriebsökonomie nach einer dreijährigen Lehre (z. B. zum kaufmännischen Angestellten) und anschliessender Berufsmaturität (ein Jahr) vor dem Eintritt in die Fachhochschule eine sinnvolle und gewollte Vorbedingung für das Studium?</p><p>2. Ist der Bundesrat bereit, darauf hinzuwirken, dass bei allen Fachhochschulstudiengängen vergleichbare Zulassungsbedingungen zur Anwendung kommen?</p><p>3. Wäre es möglich, alle Informationen über die verschiedensten Fachhochschulen und deren Studiengänge zentral zu erfassen und diese wichtigen Informationen, eventuell sogar im Internet, zu publizieren?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Die angesprochene einjährige Berufspraxis für Betriebsökonominnen und -ökonomen nach Artikel 4 Absatz 1 der Verordnung vom 11. September 1996 über die Zulassung zu Fachhochschulstudien und über die Anerkennung ausländischer Diplome stellt einen Kompromiss dar, der auf einer langen Zulassungstradition der heute zu Fachhochschulen aufgewerteten Höheren Wirtschafts- und Verwaltungsschulen HWV beruht. Diese verlangten von den Absolventinnen und Absolventen ursprünglich zwei Jahre Berufserfahrung nach Abschluss der Lehre. Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement ist sich im Klaren, dass diese Regel in naher Zukunft kritisch zu überprüfen ist. Es sind gute Gründe, die für eine Aufhebung sprechen.</p><p>- Der Grundsatz, dass Inhaberinnen und Inhaber einer Berufsmaturität der vorbehaltlose Zugang zu den Fachhochschulen offen steht, darf nur in zwingenden Fällen aufgeweicht werden.</p><p>- Die Haute école spécialisée de la Suisse occidentale hat zwischenzeitlich das Erfordernis der zusätzlichen Berufspraxis abgeschafft.</p><p>- Es fehlen bis heute Kriterien der Fachhochschulen für die erforderliche Berufspraxis.</p><p>- Die KV-Reform trägt auch den Ansprüchen der weiterführenden Studien Rechnung und hilft ebenfalls mit, bestehende Defizite zu beheben.</p><p>2. Der Bundesrat unterstützt mit Nachdruck einheitliche und für alle Studiengänge vergleichbare Zulassungsvoraussetzungen. Ausnahmen sind auf ganz bestimmte qualifizierte Gründe zu reduzieren.</p><p>3. Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie hat im letzten Jahr eine Broschüre "Fachhochschulen FH-Ziel 2003" herausgegeben. Diese gibt eine Übersicht über die Fachhochschulregionen, die Zulassungsbedingungen und die angebotenen Studiengängen. Auf der Internetseite (www.admin.ch/bbt) und den entsprechenden Links sind zudem wichtige Informationen über die Fachhochschulen einschliesslich der dazugehörigen Teilschulen abrufbar.</p>  Antwort des Bundesrates.