C1 13 49 URTEIL VOM 20. JUNI 2013 Kantonsgericht Wallis I. Zivilrechtliche Abteilung Besetzung: Hermann Murmann, Präsident; Jérôme Emonet und Dr. Lionel Seeberger, Kantonsrichter; Dr. Adrian Walpen, Gerichtsschreiber in Sachen X_________, Beklagter und Berufungskläger Y_________, Beklagter und Berufungskläger gegen Z_________, Klägerin und Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. A_________ (Bauzufahrt nach kantonalem Recht) Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts B_________ vom 17. Januar 2013 - 2 - Verfahren A. Die Z_________ reichte am 17. Februar 2012 beim Bezirksgericht B_________ gestützt auf Art. 155 EGZGB Klage ein gegen Y_________ und X_________ mit den Begehren (S. 2 f.): 1. Die Z_________ wird zwecks Überbauung ihrer Parzelle Nr. xxx (GBV Nr. xxx) ermächtigt, die Parzel- le Nr. xxx, Plan xxx (GBV Nr. xxx, Plan xxx), in C_________ des X_________ im Bereiche der auf beiliegendem Situationsplan eingezeichneten Fläche für die Dauer von 2 ½ Jahren ab Baubeginn als Baustrasse / Baustellenzufahrt auszugestalten und zu nutzen. 2. Die Z_________ wird zwecks Überbauung ihrer Parzelle Nr. xxx (GBV Nr. xxx) ermächtigt, die Parzel- le Nr. xxx, Plan xxx (GBV Nr. xxx, Plan xxx), in C_________ des Y_________ im Bereiche der auf beiliegendem Situationsplan eingezeichneten Fläche für die Dauer von 2 ½ Jahren ab Baubeginn als Baustrasse / Baustellenzufahrt auszugestalten und zu nutzen. 3. Herr X_________ und Herr Y_________ werden demzufolge verpflichtet, die Benutzung der entspr e- chenden Flächen ihrer Parzellen GBV Nr. xxx und GBV Nr. xxx als Baustrasse / Baustellenzufahrt für die Dauer von 2 ½ Jahren ab Baubeginn zu dulden. 4. Die Z_________ gibt Akt davon, dass sie Herrn X_________ und Herrn Y_________ für die aus der Belastung ihrer Parzellen GBV Nr. xxx und GBV Nr. xxx mit der Baustellenzufahrt / Baustrasse en t- stehenden Nachteile und für die Ausübung des Rechts Schadenersatz von je Fr. 2'000.00 bzw. in der vom Richter zu bestimmenden Höhe bezahlen. In ihrer Klageantwort vom 26. April 2012 bes tritten Y_________ und X_________ den Anspruch auf Baustellenzufahrt und sie verlangten die kostenpflichtige Abweisung der Klage (S. 82). Das Bezirksgericht instruierte den Fall; es nahm Beweise ab und führte insbesondere einen Augenschein vor Ort durch. B. In der Folge verzichteten die Parteien auf eine mündliche Hauptverhandlung und erstatteten statt dessen ihre Schlussvorträge in schriftlicher Form. Sie hielten an ihrem jeweiligen Parteistandpunkt fest und änderten ihre Rechtsbegehren wie folgt: Klägerin (S. 215) 1. Die Z_________ wird zwecks Überbauung des Grundstücks GBV Nr. xxx, gelegen auf der C_________, ermächtigt, das Grundstück GBV Nr. xxx, im Eigentum von Y_________, und das Grundstück GBV Nr. xxx, im Eigentum von X_________, während einer Dauer vo n 2 ½ Jahren ab Baubeginn als Baustrasse / Bauzufahrt entsprechend der Eintragung im hinterlegten Situationsplan (Beleg xxx) mit einer erforderlichen Breite von 3 Meter auszugestalten und zu nutzen. 2. Die Beklagten X_________ und Y_________ werden verpflichtet, die Nutzung gemäss Ziff. 2 hiervor zu dulden. 3. Die Z_________ bezahlt den Beklagten X_________ und Y_________ je eine vom Gericht festzuset- zende Entschädigung. 4. Die Beklagten X_________ und Y_________ bezahlen die Kosten von Verfahren und Entscheid. 5. Der Z_________ ist eine angemessene Parteientschädigung zuzusprechen. - 3 - Beklagte (S. 224) 1. Die Klage ist abzuweisen. Eventualiter: 2. Die Klägerin ist im Sinne von Art. 155 Abs. 3 EGZGB zu verpflichten, den Beklagten vor Baubeginn der temporären Baustrasse über deren Parzellen (GBV Nr. xxx und GBV Nr. xxx) eine Entschädigung von CHF 20'000.-- zu bezahlen. 3. Die Klägerin ist im Sinne von Art. 155 Abs. 3 EGZGB zu verpflichten, für allfällige Schäden an den Parzellen der Beklagten (GBV Nr. xxx und GBV Nr. xxx) eine Sich erheit in Höhe von CHF 40'000.00 zu hinterlegen. 4. Die Gerichtskosten sind der Klägerin aufzuerlegen, welche den Beklagten eine angemessene Parteientschädigung auszurichten hat. Das Bezirksgericht fällte am 17. Januar 2013 nachstehendes, gleichentags versan dtes Urteil (S. 235): 1. Die Z_________ wird zwecks Überbauung des Grundstücks GBV Nr. xxx, gelegen auf Gebiet der Gemeinde C_________, ermächtigt, das Grundstück GBV Nr. xxx, im Eigentum von Y_________, und das Grundstück GBV Nr. xxx, im Eigentum von X____________, während einer Dauer von 2 ½ Jahren ab Baubeginn als vorübergehende Baustrasse / Bauzufahrt entsprechend der Eintragung im hinterlegten Situationsplan gemäss Beleg xxx mit einer Breite von 3 Metern auszugestalten und zu nutzen. 2. Die Z_________ bezahlt X_________ und Y_________ vor Baubeginn eine Entschädigung von je Fr. 2'000.--. 3. Die Z_________ wird verpflichtet, für allfällige Schäden an den Parzellen der Beklagten eine Sicherheit in Höhe von Fr. 20'000. -- zu hinterlegen. Die Sicherheitsleistung ist vor Baubeginn zu bezahlen. 4. Die Kosten in der Höhe von Fr. 1'400. -- werden den Beklagten auferlegt und mit den geleisteten Kostenvorschüssen verrechnet. Der Klägerin werden Fr. 300. -- durch das Bezirksgericht B_________ zurückerstattet. 5. Die Beklagten bezahlen der Klägerin unter solidarischer Haftbarkeit a) für geleisteten Kostenvorschuss Fr. 1'100.--; b) als Parteientschädigung Fr. 2'500.--. C. Gegen dieses Urteil reichten X_________ und Y_________ am 16. Februar 2013 Berufung ein mit den Anträgen (S. 238 f.): 1. Das Urteil vom 17. Januar 2013 sei aufzuheben, eventuell zur Neubeurteilung und Ergänzung an das Bezirksgericht zurückzuweisen. 2. Für den Fall, dass dem Antrag Ziffer 1 wider Erwarten nicht entsprochen wird, stellen wir folgende Eventualanträge: - Die Entschädigung sei pro Grundeigentümer bei je Fr. 8'750.00 festzulegen und die Berufungsb e- klagte sei zu verpflichten, den Berufungsklägern, Y_________ und X____________, innert 10 Tagen seit Rechtskraft eines allfälligen Urteiles einen Betrag von je Fr. 8'75 0.00 als Entschädigung zu b e- zahlen. - 4 - - Die Berufungsbeklagte und Klägerin sei zu verpflichten, spätestens innert 60 Tagen seit Rechtskraft eines allfälligen positiven Entscheides über die Einräumung eines Notweges mit der Erstellung der Baustellenzufahrt zu beginnen und spätestens 90 Tage nach Rechtskraft mit baulichen Massnahmen auf der Parzelle Nr. xxx zu beginnen. Sofern die Berufungsbeklagte, aus welchen Gründen auch i m- mer, nicht mit baulichen Massnahmen beginnen sollte, fällt die Berechtigung zur Erstel lung und Nu t- zung einer Baustrasse über die Parzellen Nrn. xxx und xxx dahin und eine allfällige bereits erstellte Strasse sei unverzüglich zurückzubauen und anzusäen. Die Ermächtigung zur Nutzung der Fläche als Zufahrt für die Erstellung von Bauten auf Par zelle Nr. xxx fällt 2 ½ Jahre nach Baubeginn der Baustrasse dahin. - Die Sicherheitsleistung im Betrag von Fr. 20'000.00 sei in Form einer Bankgarantie an die Ber u- fungsklägerin zu übergeben, welche bedingungslos ausformuliert ist und die Bank verpflichtet, innert 10 Tagen seit erfolgloser Abmahnung die für die Bauzufahrt benutzten Teilflächen wieder herzustellen und anzusäen, den Betrag an die Berufungskläger auszubezahlen. 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Berufungsbeklagten / Klägerin. Die Z_________ antwortete am 8. April 2013 auf die Berufung; sie verlangte deren Abweisung unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Berufungskläger. Sachverhalt und Erwägungen 1. 1.1 Die dem angefochtenen Urteil zu Grunde liegende Klage wurde am 17. Februar 2012 und damit nach Inkrafttreten der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) am 1. Januar 2011 eingereicht, weshalb sich das gesamte Verfahren nach dem neuen Verfahrensrecht richtet. 1.2 Das Kantonsgericht beurteilt als Rechtsmittelinstanz Berufungen, die im neunten Titel des zweiten Teils der ZPO vorgesehen sind (Art. 5 Abs. 1 lit. b EGZPO). Mit Beru- fung anfechtbar sind u.a. erstinstanzliche Endentscheide (Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO). In vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Berufung nur zulässig, wenn der Strei t- wert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mi ndestens Fr. 10'000. -- beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Die Berufungsfrist beträgt 30 Tage (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Das Bezirksgericht hat in e rster Instanz abschliessend über die Bauzufahrt entschi e- den (vgl. angefochtenes Urteil, E. 1a). Es hat den Streitwert mit Fr. 10'000. -- ange- sichts der mit der strittigen Bauzufahrt für die Klägerin verbundenen grossen wirtschaft- lichen Interessen und der von den Beklagten eventualiter geltend gemachten Entsch ä- digungen eher tief, jedoch im Rahmen des ihm gemäss Art. 91 Abs. 2 ZPO zustehe n- den Ermessens festgelegt. In jedem Falle ist bei diesem Streitwert die Berufung zulä s- sig. Die Berufung wurde fristgerecht erhoben. 1.3 Mit der Berufung kann die unrichtige Rechtsanwendung - des gesamten kantona- len und eidgenössischen Rechts (Gehri, in: Gehri/Kramer, ZPO Kommentar, Zürich - 5 - 2012, N. 1 zu Art. 310 ZPO) - und die unrichtige Feststellung des Sachverhalts - durch die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid - geltend gemacht werden (Art. 310 lit. a und b ZPO). Die Berufung ist entsprechend zu begründen (Art. 311 Abs. 1 ZPO in fine). Sie hemmt die Rechtskraft und Vollstreckbarkeit des angefochtenen En tscheids im Umfang der Anträge (Art. 315 Abs. 1 ZPO; vgl. auch Art. 58 ZPO). Neue Tatsachen und Beweismittel werden gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO nur noch berücksichtigt, wenn sie (a.) ohne Verzug vorgebracht werden; und (b.) trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten. Die Parteien streiten sich über die Anwendung von Art. 155 EGZGB. Hierbei handelt es sich um kantonales Recht (vgl. nachstehende E. 2.1), welches Gegen stand der Ber u- fung bilden kann. Soweit die Berufungskläger in ihrer Beru fung indessen neue Tats a- chen anführen oder neue Beweismittel wie Parteibefragung, Zeugeneinvernahmen o- der Expertise anrufen bzw. solche vorbehalten, ist dem nicht stattzugeben. Denn es ist nicht ersichtlich und wird auch nicht schlüssig dargetan, wozu die Berufungskläger ver- pflichtet gewesen wären (Gehri, a.a.O., N. 4 zu Art. 317 ZPO), weshalb Tats achen und Beweismittel nicht bereits vor erster Instanz hätten vorgebracht bzw. abgenommen werden können. So hätten die Beklagten im erstinstanzlichen Verfahren sehr wohl wei- tere Bauzufahrtsvarianten aufzeigen können, verbunden mit den entsprechenden Ta t- sachenbehauptungen; das Benutzungsverbot der Bahnhofstrasse findet sich in der kommunalen Baubewilligung vom 20. August 2012, welche von der Klägerin am 1. O k- tober 2012 bei Bezirksgericht hinterlegt wurde und die - entgegen der Berufung, S. 246 Ziff. 51, 54 und 55 - demnach seit längerem aktenkundig ist. Demzufolge bleibt es den Berufungsklägern verwehrt, im Berufungsverfahren neue Bauzufahrtsvarianten ins Spiel zu bringen oder mit der Behauptung solcher Möglichkeiten eine Rückweisung an die Vorinstanz zu erwirken. Die von den Berufungsklägern im Berufungsverfahren hi n- terlegten Belege sind daher aus den Akten zu weisen. Das Gleiche gilt für die von der Berufungsbeklagten mit ihrer Berufungsantwort nachgereichten Unterlagen. Eine Wi e- derholung von Beweishandlungen - z.B. von Einvernahmen oder des vom Bezirksg e- richt durchgeführten und protokollierten Augenscheins - ist nicht angezeigt; die Ber u- fungskläger geben dazu denn auch keine Gründe an. Mit diesen Einschränkungen ist auf die Berufung einzutreten. 2. 2.1 Laut Art. 695 ZGB, mit der Marginalie ‚Andere Wegrechte’, bleibt es den Kantonen vorbehalten, über die Befugnis des Grundeigentümers, zum Zweck der Bewirtscha f- tung oder Vornahme von Ausbesserungen und Bauten das nachbarliche Grundstück zu betreten, sowie über das Streck - oder Tretrecht, den Tränkweg, Winterweg, Brac h- weg, Holzlass, Reistweg u. dgl. nähere Vorschriften aufzustellen. Es handelt sich hie r- bei um einen echten Vorbehalt zugunsten des kantonalen Rechts. Bei diesen kanton a- len Wegrechten handelt es sich teilweise um Unterarten des bundesrechtlich gerege l- ten Notwegrechts (Art. 694 ZGB), dem sie grundsätzlich vorgehen. Im Gegensatz zu diesem sind die kantonalen We g- und Zutrittsrechte in zeitlicher Hinsicht beschränkt (Rey/Strebel, Basler Kommentar, N. 1 f. zu Art. 695 ZGB sowie N. 1 zu Art. 694 ZGB; D. Piotet, SPR I/2, Ergänzendes kantonales Recht, Basel 2001, N. 896 ff.; Schnyder, - 6 - Das Hammerschlags - oder Leiterre cht - Bundesrecht oder kantonales Recht?, in: Schnyder, „Das ZGB lehren“, Gesammelte Schriften, Freiburg i.Ue. 2001, S. 565 ff.; Steinauer, Les droits réels, Tome II, 4. A., Bern 2012, N. 1869 ff.; Fux, Abgrenzung provisorischer Notweg / provisorische Bauzufahrt, ZWR 1988 S. 310 f.). 2.2 Der Kanton Wallis regelt, gestützt auf die Ermächtigung von Art. 695 ZGB, das ‚Betreten des nachbarlichen Grundstückes’ in Art. 155 seines EGZGB. Abs. 1 statuiert den Grundsatz, dass sich der Nachbar das Betreten oder vorü bergehende Benutzen seines Bodens durch Abstellen von Material, Aufrichten von Gerüstestangen u.a. gefal- len lassen muss, soweit die bauliche Wiederherstellung, Reparatur oder Vergrösserung eines Gebäudes oder einer Grenzmauer oder das Zuschneiden von Grünh ecken oder andere Arbeiten der Bewirtschaftung wie Bewässerungs - und Entwässerungsarbeiten oder das Reinigen von Gräben, Brunnen und Leitungen dies unumgänglich notwendig machen. Nach Abs. 2 hat der Grundeigentümer, der dieses Recht b eansprucht, seinen Nachbarn rechtzeitig zu benachrichtigen, einen für diesen möglichst wenig lästigen Gebrauch von seiner Befugnis zu machen und für den angerichteten Schaden einz u- stehen. Abs. 3 schliesslich enthält eine Sondervorschrift u.a. für Ne ubauten; für solche Arbeiten dürfen Nachbargrundstücke im vorstehenden Sinne nur gegen Vorauszahlung einer Entschädigung zur Ausübung des Rechts und, sofern der Nachbar dies verlangt, gegen Hinterlegung einer genügenden Garantie zur Deckung möglicher Schäden in Anspruch genommen werden. 2.2.1 In casu beansprucht die Klägerin zwecks Erstellung eines Neubaus auf ihrem Grundstück eine Bauzufahrt u.a. über zwei Parzellen im Eigentum der Beklagten. D a- rauf hat sie Anspruch, sofern die verlangte Baustrasse für den Neubau u numgänglich notwendig ist (Art. 155 Abs. 1 EGZGB), was voraussetzt, dass sie ihr Bauvorhaben umsetzt, dass ihrem Grundstück ein direkter Zugang zu einer öffentlichen Strasse fehlt und dass, unter Berücksichtigung sämtlicher nachbarlichen Interessen, keine objektiv bessere alternative Bauzufahrt besteht. Die Beschränkung auf das unumgänglich No t- wendige verlangt zusammen mit dem Gebot der schonenden Recht sausübung (Art. 155 Abs. 2 EGZGB), dass die Baustrasse lage - und breitemässig sowie zeitlich zu b e- grenzen ist. Die Höhe der E ntschädigung und der Sicherheit (Art. 155 Abs. 3 EGZGB) ist im Streitfall vom Gericht festzulegen (vgl. Meier -Hayoz, Berner Kommentar, N. 22 zu Art. 695 ZGB). 2.2.2 Die Klägerin ist Eigentümerin der in der Bauzone / Wohnzone D_________ ge- legenen Parzelle GBV Nr. xxx, Plan xxx, auf der Alpe C_________, Gemeinde C_________. Bei der Alpe C_________ handelt es sich um eine grundsätzlich aut o- freie Ortschaft. Entsprechend beinhaltet die Erschliessung der Baulandliege nschaften nicht die ansonsten ü bliche Zufahrt mit Personenwagen, sondern bloss den Zugang (vgl. Art. 44 Bau- und Zonenreglement, publiziert auf www.gemeinde-C_________.ch - > Verwaltung/Reglemente). Da die fragliche Parzelle nicht an das öffentliche Strasse n- netz angrenzt, bedarf sie jedoch beschränkt f ür die Bauzeit einer Z ufahrt ( Schnyder, a.a.O., spricht von „Baunot“ im Gegensatz zur „Wegenot“). Laut Akten hatte die Kläg e- rin ein erstes Baugesuch eingereicht und hierfür nach Bereinigung von Einsprachen und Beschwerden eine Baubewilligung erhalten, welc he nach ihrer Darstellung recht s- kräftig und auch zufolge Verlängerung heute noch gültig ist, währenddem die Bekla g-- 7 - ten einwenden, diese Baubewilligung sei abgelaufen. Aktenkundig ist sodann, dass die Klägerin in der Folge ein neues Baugesuch eingereicht hat ; wegen Einspr achen liegt hierfür keine rechtskräftige Baubewilligung vor. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass für die Einräumung einer Bauzufahrt nach kantonalem Privatrecht keine recht s- gültige Baubewilligung nach kantonalem öffentlichen Recht vorli egen muss. Zwar setzt die Realisierung eines Bauprojektes sowohl eine gültige Baubewill igung als auch eine Bauzufahrt voraus; insoweit kann eine Baustrasse nicht ohne Ba ubewilligung erstellt und genutzt werden. Baubewilligung und Bauzufahrt, sofern Letztere nicht einvernehm- lich eingeräumt wird, sind jedoch in verschiedenen Verfahren anzubegehren, die mite i- nander nicht koordiniert sind, so dass Baubewilligung und Bauzufahrt kaum je zum gleichen Zeitpunkt erteilt werden. Folglich bedingt die Bewilligung des e inen nicht b e- reits den Bestand des anderen. Ob schon eine gültige Baubewilligung vorliegt bzw. wann eine solche vorliegen wird, ist daher im vorliegenden Verfahren nicht von Belang. Das Kantonsgericht hat auch nicht zu prüfen, ob der geplante Neubau, insbe sondere nach Annahme der Zweitwohnungsinitiative, bewilligungsfähig ist. Hingegen wird al s- dann die Ausübung der Bauzufahrt eine gültige Baubewilligung voraussetzen. Die nachfolgende Prüfung und eventuelle Zusprache der Bauzufahrt steht insoweit unter dem s tillschweigenden Vorbehalt, dass die Klägerin für ihr Bauvorhaben auf ihrem Grundstück eine Baubewilligung erhält und dieses auch ausführt. Dass sie darauf a b- zielt, steht für das Kantonsgericht ausser Frage, hat sie doch nach einem ersten Ba u- gesuch mit ans chliessendem Rechtsmittelverfahren nunmehr ein zweites Baugesuch eingereicht, gegen dessen Bewilligung offenbar noch Rechtsmittel hängig sind. 2.2.3 Aktenkundig und nicht bestritten ist, dass die Bauparzelle der Kläg erin an keine öffentliche Strasse angre nzt und dass sie demzufolge ohne Inanspruchnahme von Nachbarliegenschaften zwecks Bauzufahrt nicht überbaut werden kann; die „Baunot“ ist gegeben. Die von der Klägerin eingeklagte Baustrasse führt über die beiden Grun d- stücke der Beklagten sowie über drei w eitere Nachbarliegenschaften, deren Eigent ü- mer der Klägerin die Bauzufahrt einvernehmlich erteilt haben. Laut Akten, insbesond e- re auch des Ergebnisses des vom Bezirksgericht durchgeführten Augenscheins, ist weiter erstellt, dass die Bauzufahrt in der eingeklagten Form geeignet ist, als Baustras- se zu dienen und dass die Beklagten sowie die übrigen Nachbarn dadurch nur mässig beeinträchtigt würden. So käme die Baustrasse am Rande der Liegenschaften der B e- klagten zu liegen, anschliessend an die Skiliftparzelle . Die Bauparze llen GBV Nr. xxx und xxx sind nicht überbaut. Im Bereich der Letzteren befinden sich Bauten mit eig e- nen Parzellennummern, welche offenbar nicht Wohnzwecken dienen. Jedenfalls stü n- den sie wie das Haus ‚ E_________’ auf der GBV Nr. xxx rund 30 M eter von der ve r- langten Baustrasse entfernt. Die Wohnungen des Hauses ‚ E_________’ sind samt i h- ren Balkonen grossmehrheitlich nach Süden ausgerichtet (Protokoll der Ortsschau, S. 192). Der Bezirksrichter hat daher im angefochtenen Urteil zu Recht erwogen, die ge- plante Baustrasse komme auf der abgekehrten Nordseite dieses Gebä udes in einem relativ grossen Abstand zu diesem zu stehen, so dass die damit verbu ndenen Lärm- und Staubimmissionen für die Bewohner des Hauses ‚ E_________’ ve rtretbar seien (angefochtenes Urteil, E. 3c/dd). Weiter hat er gestützt auf seine persönlichen Wah r- nehmungen beim Augenschein festgehalten, das Gelände im Bereich der anb egehrten Bauzufahrt sei topographisch so konfiguriert, dass eine Baustrasse ohne nennenswe r-- 8 - te Schwierigkeiten ge baut und auch wieder zurückgebaut werden könne (angefocht e- nes Urteil, E. 3c/ee). Diese tatsächliche Feststellung wird in der Berufung nicht bea n- standet und ist daher vom Kantonsgericht seinem Urteil zu Grunde zu legen. Mi thin bedarf die Klägerin einer Bauz ufahrt und sie hat dafür eine geeignete und den Nac h- barn, insbesondere den Beklagten, grundsätzlich zumutbare Variante eingeklagt. 2.2.4 Zu prüfen bleibt, ob es eine Alternativvariante gibt, welche von ihrer Anlage her besser geeignet und für die jeweils betroffenen Nachbarn mit weniger Beeinträchtigun- gen verbunden, ihnen also eher zuzumuten wäre. Theoretisch denkbar wäre eine Verlegung der Bauzufahrt auf die Skiliftparzelle. Inde s- sen würde eine solche Baustrasse im Winter die Piste und den Schneesportbetrieb be- einträchtigen. Zudem werden Skilift und Piste auch im Sommer im Rahmen eines Fu n- parks zum Transport bzw. zur Abfahrt mit Trottinetts oder Develkarts genutzt (vgl. www.C_________.ch -> Aktivitäten/Erlebnis/Minigolf&Funpark). Ausse rdem würde mit der Ve rschiebung um 3 Meter die Situation für die Bewohner des Hauses ‚E_________’ nicht wesentlich verbessert. Auch würde bei dieser Variante die Fortse t- zung auf den weiteren Parzellen erschwert. Schliesslich haben selbst die B eklagten im gesamten Verfahren nie die Verlegung der Baustrasse auf die Skiliftparzelle ve rlangt, selbst in ihrer Berufung nicht, so dass sie auch aus prozessualen Gründen nicht in Frage kommt. Wie bereits vor erster Instanz verlangen die Berufungskläger eine Bauzufahrt von Wes- ten her übe r die Grundstücke von F________ und G_________. In diesem Zusa m- menhang berufen sie sich auf eine Vereinbarung vom 10./11. November 2006 zw i- schen diesen beiden und den damaligen Eigentümern der heutigen Bauparzelle GBV Nr. xxx, welche beide Parteien Bauabsi chten hatten. Darin versprachen die Gebrüder G_________ den damaligen Grundeigentümern der Bauparzelle GBV Nr. xxx, dafür besorgt zu sein, dass sie eine Zufahrt zu ihrer Bauparzelle erhalten würden, wobei eine entsprechende Lösung einvernehmlich und gegens eitig abzusprechen sei; im Gege n- zug verpflichteten sich die damaligen Grundeigentümer der heutigen Parzelle GBV Nr. xxx, dem Quartierplan zuzustimmen und ihre Einsprachen gegen die Baugesuche z u- rückzuziehen (S. 47). Bereits aufgrund des vagen Wortlauts der Vereinbarung e r- scheint es fraglich, ob diese rechtlich in Bezug auf die Bauzufahrt überhaupt durc h- setzbar (gewesen) wäre. Jedenfalls hatte sie mangels dinglicher Absicherung nur Gü l- tigkeit zwischen den Vertragsparteien. Inzwischen wechselte die Parzelle G BV Nr. xxx ihren Eigentümer. Der Klägerin als heutige Grundeigentümerin stehen daher aus di e- ser Vereinbarung keine Rechte zu. Ob die damaligen Vertragsparteien bei Unterzeic h- nung der Vereinbarung von einer zeitgleichen Umsetzung ihrer Bauabsichten ausgi n- gen und ob die Gebrüder G_________ ihre Baupläne verwirklicht haben (so wohl die Berufung S. 241 Ziff. 26 und 27), ist somit nicht von Belang. Massgeblich ist einzig, ob eine Zufahrt von Westen über die Grundstücke der Gebrüder G_________ objektiv be- trachtet die bessere, insbesondere die für die betroffenen Nachbarn weniger belaste n- de Variante darstellen würde. Dazu hat das Bezirksgericht gestützt auf seine Festste l- lungen am Augenschein (S. 192) ausgeführt, eine solche Baustrasse wäre e rheblich länger und wür de in relativ geringem Abstand vor den nach Süden ausgerichteten Räumlichkeiten der Art G_________ Hotels (insbesondere GBV Nr. xxx) und den - 9 - ebenfalls nach Süden ausgerichteten Mehrfamilienhäusern auf den Parzellen GBV Nr. xxx und xxx verlaufen (angefochtenes Urteil, E. 3c/ff). Diese Tatsachenfeststellungen werden in der Berufung nicht beanstandet und sie gelten auch aufgrund der Akten, nebst dem Ortsschauprotokoll insbesondere den Plänen (S. 54, 58, 67, 110 und 145), als erstellt. Der Bezirksrichter gelan gte daher zu Recht zum Schluss, dass diese Ba u- zufahrt den „westlichen“ Nac hbarn eine stärkere Lärm - und Staubbelästigung bringen würde, so dass sie diesen weniger zuzumuten ist als die eingeklagte Variante den B e- klagten. Bei dieser klaren Rechtslage kann o ffen bleiben, ob die Beklagten wenigstens mün d- lich vorerst ihre Zustimmung zur eingeklagten Bauzufahrt gegeben hatten, was H_________ bezeugte (S. 194 f.) und wofür die unbestrittenermassen geführten Unter- redungen ein Indiz sein mögen (vgl. auch S. 145 f., wobei es hier in erster Linie um die Bauzufahrt I_________ geht, wenn auch auf dem Plan die gelbe Baustrasse weiterg e- führt wird), was J_________ als Zeuge indes in Abrede stellte (S. 196). Dass die Beru- fungskläger den Eheleuten I_________, welche über ein im Grundbuch eingetragenes Durchgangs- und Zufahrtsrecht verfügen, vertraglich eine Bauzufahrt erteilt haben, welche sich weitgehend mit der hier eingeklagten deckt, ist für den Ausgang des vo r- liegenden Verfahrens letztlich nicht massgeblich, auch wenn es die Machba rkeit der Baustrasse an der anbegehrten Stelle belegt und sachgerecht erscheinen mag, jede n- falls bei gleichzeitiger Bautätigkeit, was die Bewilligung beider Bauvorhaben vorau s- setzt, die Bauzufahrt der Klägerin über dasselbe Trassee zu führen (so angefochtenes Urteil, E. 3c/bb). Aus prozessualen Gründen nicht zu prüfen ist die in der Berufung neu vo rgebrachte Bauzufahrt von Osten her (vgl. E. 1.3). 2.2.5 Die Klägerin beansprucht die Bauzufahrt für 2 ½ Jahre ab Baubeginn. Der B e- zirksrichter hat diese Dauer mit einlässlicher Begründung (angefochtenes Urteil, E. 3d) als angemessen und genügend beurteilt, was in der Berufung nicht mehr strittig ist. Im Übrigen hätte das Gericht der Klägerin gestützt auf Art. 58 Abs. 1 ZPO wohl kaum eine zeitlich länger dauernde Bauzufahrt als verlangt zusprechen dürfen. Die Berufungskl ä- ger beantragen vor Kantonsgericht erstmals, dass die Klägerin und Ber ufungsbeklagte zu verpflichten sei, innert 60 bzw. 90 Tagen ab rechtskräftiger gerichtl icher Erteilung der Bauzufahrt mit der Erstellung der Baustrasse bzw. mit baulichen Massnahmen auf der Parzelle GBV Nr. xxx zu beginnen, ansonsten die Berechtigung dahinfalle. Es han- delt sich hierbei um neue, im Berufungsverfahren unzulässige B egehren (vgl. Art. 317 Abs. 2 ZPO per anal ogiam). Zudem besteht keine Gesetzesgrundlage für eine derart i- ge Einschränkung; weder Art. 155 EGZGB noch Art. 659 ZGB erlauben solches. Hi n- gegen bleibt die Bauzufahrt grundsätzlich auf die Gültigkeitsda uer der Baubewilligung beschränkt. Vorliegend kommen dafür zwei Baubewilligungen in Frage, nämlich die in Rechtskraft erwachsene Baubewilligung aus dem ersten Baug esuchsverfahren, sofern ihre Gültigkeitsdauer nicht abgelaufen ist, sowie die im laufenden neuerlichen Baug e- suchsverfahren anbegehrte Baubewilligung, sofern sie recht sgültig erteilt werden wird (vgl. E. 2.2.2). - 10 - 2.2.6 Nach der Konzeption von Art. 155 EGZGB besteht der Anspruch auf Benutzung von Nachbarliegenschaften im umschriebenen Sinne unter den genannten Vorausse t- zungen - als gesetzliche Eigentumsbeschränkung aus Sicht des belasteten Nachbarn - unmittelbar kraft Gesetzes (Meier -Hayoz, a.a.O., N. 4 zu Art. 695 ZGB; Steinauer, a.a.O., N. 1873). Dabei ist nicht bereits dieses von Gesetzes wegen bestehende Recht entschädigungspflichtig, sondern - wie Abs. 3 festhält - bloss seine Ausübung. Folglich hat die Klägerin den Berufungsklägern die nachfolgend zu beziffernde Entschädigung vor Beginn der Erstellung der Baustrasse über ihre beiden Parzellen, bzw. sollte eine solche schon bestehen, vor deren Benu tzung, zu bezahlen. Hingegen löst nicht schon die gerichtliche Feststellung des Bauzufahrtsrechts die Entschädigungspflicht aus. Das Gesetz legt nicht fest, wie die Entschädigung für die Bauzufahrt zu bemessen ist. Die Entschädigung hat indes insgesamt der zu erwartenden Beeinträchtigung der B e- klagten durch die Baustrasse in angemessener Weise Rechnung zu tragen. Dabei kann wie beim Notwegrecht von der beanspruchten Fläche, deren Ve rkehrswert und der Intensität deren Nutzung ausgegangen werden. Die Nutzungs intensität in der Bau- zeit durch das Befahren auch mit schweren Maschinen liegt allerdings höher als die Belastung durch ein ordentliches Notwegrecht mit dem blossen Befahren mit Priva t- fahrzeugen vorab der Anwohner (vgl. ZWR 1991 S. 333). Im Gegensatz zum N otweg- recht, welches auf unbeschränkte Dauer ausgerichtet ist, ist das „Baunotrecht“ jedoch zeitlich befristet. Insgesamt kommt deshalb hier die Entschädigung dennoch wesentlich tiefer zu stehen. Das Interesse der Klägerin an der Baustrasse bzw. an ihrem Ba uvor- haben darf lediglich insoweit mitberücksichtigt werden, als dass die Grösse der geplan- ten Baute Einfluss auf die Nutzung der Bauzufahrt und die damit zusammenhängenden Immissionen hat. Dem Gericht kommt bei der Festsetzung der En tschädigung unter Beachtung der angeführten Kriterien ein beachtliches Ermessen zu. Das Bezirksgericht hat für die Berechnung der Entschädigung auf die b eanspruchte Fläche, deren Verkehrswert und die Dauer der Belastung abgestellt, was im Sinne der vorstehenden Erwägungen im Gru ndsatz korrekt erscheint. Laut dem in diesem Punkt nicht angefochtenen bezirksgerichtlichen Urteil (dortige E. 3e) nimmt die Baustrasse 87m2 (29m x 3m) der Parzelle GBV Nr. xxx von Y_________ sowie 114m2 (38m x 3m) der Parzelle GBV Nr. xxx von X____________ in Anspruch. Der zugestandene G e- brauch während insgesamt 2 ½ Jahren endet erst nach dieser Zeit bzw. mit der Ren a- turalisierung dieser Flächen, weshalb die Klägerin die Beklagte für diese ganze Zei t- spanne und nicht bloss für 20 Monate, wie vom Bezirksgeri cht entschieden, zu en t- schädigen hat, selbst wenn die Baustrasse in den Wintermonaten nicht oder nur b e- schränkt genutzt werden kann. Die Vorinstanz hat den m2 -Preis in Anlehnung auf den von der Klägerin für ihre Parzelle bezahlten Kaufpreis auf gerundet Fr . 950.-- festge- legt, was nicht zu beanstanden ist. Das Bezirksgericht hat alsdann die so berechn eten Bodenwerte von Fr. 82'650.-- (87m2 x Fr. 950.--) und Fr. 108'300.-- (114m2 x Fr. 950.-- ) mit Verweis auf die gegenwärtigen tiefen Zinssätze auf Sparkapital ien für 20 Monate zu 1% verzinst, für den Ernteausfall während 3 Jahren Fr. 131. -- sowie Fr. 171. -- hin- zugezählt und so Entschädigungen von Fr. 1'509. -- und Fr. 1'976. -- erhalten, welche Beträge es aufgrund der klägerischen Erstbegehren auf je Fr. 2'000.-- anhob. Die Beru- fungskläger erachten den Zinssatz von 1% als zu tief; sie verlangen unter Berufung auf die Barwerttafeln von Stauffer/Schätzle einen Zins von 3.5% oder minimal 3%. - 11 - Richtig ist, dass im Haftpflichtrecht ein Regelzinssatz von 3.5% zur Anwendu ng g e- langt. Vorliegend geht es jedoch nicht um Schadenersatz aus einem Haftungstatb e- stand, sondern um eine angemessene Entschädigung für eine gesetzliche Eigentum s- beschränkung. Während überdies im Haftpflichtrecht im Allgemeinen von langen Zei t- horizonten auszugehen ist und der Zins anderweitige zeitliche Konstellationen (Nac h- zahlung mit Verzinsung bzw. Vorauszahlung mit Diskontierung bei Schadenspo sten) abdeckt, beschlägt die in casu zu entschädigende gesetzliche Beschränkung des Grundeigentums mit 2 ½ Jahr en einen kurzen, überschaubaren Zeitraum. Die En t- schädigung ist sodann im Voraus zu bezahlen. Es wäre daher nicht sachg erecht, den haftpflichtrechtlichen Regelzinssatz von 3.5%, welcher bei konservativer Anlage kaum erreicht werden dürfte, unbesehen auf di e hiesige Problemstellung anzuwe nden (vgl. zum Ganzen Schaetzle/Weber, Kapitalisieren, Handbuch zur Anwendung der Barwer t- tafeln, Zürich 2001, Rz. 1.60 ff., 1.159, 1.161 und 3.120). Vorliegend sind die Beklagten dafür zu entschädigen, dass sie während 2 ½ J ahren eine Baustrasse am Rande ihrer Liegenschaft dulden müssen. Der mit di esem örtlich und zeitlich beschränkten Eingriff verbundene Eingriff in das Grundeigentum ist nur schwer zu beziffern. Denn einen direkten materiellen Nachteil erleiden die Berufung s- kläger kaum, weil ihre Liegenschaften nicht überbaut sind und sich an deren Überba u- barkeit auch nichts ändert. Ein finanzieller Ertrag aus den Liegenschaften ist, abges e- hen von der Heuernte, offenbar selbst ohne Belastung durch die Bauzufahrt nicht g e- geben. Folgt man dem Berechnungsansatz der Vorinstanz mit Verzinsung des Ve r- kehrswertes (Fr. 950. --/m2) der beanspruchte Flächen (87m 2 bzw. 114m 2) unter B e- rücksichtigung der Beeinträchtigung in örtlicher (Bauzufahrt an der jeweiligen Grun d- stückgrenze) und zeitlicher (2 ½ Jahre) Hinsicht an, so ist ein Zinssatz zu verwenden, welcher dem hier sehr kurzen Zeithorizont Rechnung trägt. Sparkonten werden zur Zeit mit weniger als 0.4% verzinst; das Gleiche gilt für dreijährige Kassenobligationen. I n- dem der Bezirksricht er einen Zinssatz von 1% berücksichtigt hat, hat er demzufolge nicht einfach die zur Zeit ausserordentlich tiefen Zinssätze unbesehen übernommen, sondern einen angemessenen Zuschlag getätigt und dadurch einen grundsätzlich stets denkbaren moderaten Zinsanstieg berücksichtigt, was nicht zum vornherein falsch e r- scheint. Bei einem Zinssatz von 1% für 2 ½ Jahre ergibt dies Beträge von Fr. 2'066.25 für GBV Nr. xxx (87 m2 x Fr. 950.-- x 1% x 2.5 Jahre) und von Fr. 2'707.50 für GBV Nr. xxx (114 m2 x Fr. 950.-- x 1% x 2.5 Jahre). Rechnet man Fr. 131. -- bzw. Fr. 171.-- für den dreijährigen Ernteausfall hinzu, so erhält man Fr. 2'197.25 sowie Fr. 2'878.50. Wegen der rechtlichen Nähe zum Notwegrecht bietet es sich an, die B erechnung der Entschädigung nach Art. 155 Abs. 3 EGZB für die Bauzufahrt an jene des Notwegs an- zulehnen. Dabei ist ebenfalls von Verkehr swerten von Fr. 82'650. -- bei GBV Nr. xxx und Fr. 108'300.-- bei GBV Nr. xxx auszugehen. Die volle Entschädigung nach Art. 694 Abs. 1 ZGB umfasst einerseits die Abgel tung für den Wert des bea nspruchten Bodens und anderseits einen Beitrag an die Erstellungskosten bei einer b ereits bestehenden Strasse. Die Abgeltung des Bodens beträgt einen Bruchteil des Ve rkehrswertes unter Berücksichtigung der konkreten Umstände, namentlich der verbleibenden Überbaubar- keit der belasteten Parzelle und allfälliger weiterer Durchfahrtsrechte, ohne Zusatzza h- lung für Ernteausfälle; die Gerichte haben fallbezogen auf 1/6 bis auf ½ des Verkehr s- wertes erkannt (ZWR 2010 S. 275 ff.; Kantonsgerich tsurteile C1 2001 38 vom 5. D e-- 12 - zember 2001 sowie C1 2000 213 vom 4. Juli 2001). Vorliegend wäre 1/5 als volle No t- wegentschädigung angezeigt, da die Überbaubarkeit der Parze llen durch die Zufahrt an der nord-östlichen Parzellengrenze wenig tangiert und die S trasse an sich weiteren Grundstücken dienen könnte. Verlangt wird indessen keine auf Dauer angelegte Z u- fahrt, sondern bloss eine Bauzufahrt für 2 ½ Jahre. In Anlehnung an Art. 92 Abs. 2 ZPO, welcher für die Streitwertberechnung bei unbeschränkter Dauer auf eine zwan- zigjährige Nutzung abstellt, ist daher die Notwegentschädigung von 1/5 des Verkehr s- werts auf eine bloss zweieinhalbjährige Nutzung umzurechnen (1/5 : 20 x 2.5 Jahre = 0.025 = 2.5%). Da jedoch die Belastung durch eine Bau- im Vergleich mit einer solchen durch eine ordentliche Zufahrt grösser ist und der Bau e ines mehrstöckigen Hauses mehr Verkehr generiert als bei einem Chalet, ist der so e rhaltene Wert um 1/10 bzw. ¼% auf 2.75% anz uheben. Auf diese Weise erhält man Entschädigungssummen von Fr. 2'272.87 (2.75% von Fr. 82'650.--) für die Bauzufahrt über die Parzelle GBV Nr. xxx sowie von Fr. 2'978.25 (2.75% von Fr. 108'300. --) für die Bauzufahrt über die Pa rzelle GBV Nr. xxx. Auf die nämlichen Beträge kommt man, wenn man in Anlehnung an Art. 779 l ZG B, welcher für das Baurecht eine Höchstdauer von 100 Jahren vorsieht, die entspreche n- den Verkehrswerte auf eine bloss zweieinhalbjährige Nutzung umrechnet (Fr. 82'650.-- : 100 x 2.5 = 2'066.25; Fr. 108'300.-- : 100 x 2.5 = 2'707.50) und für die Mehrbelastung durch die Baustrasse für den Bau eines Mehrfamilienhauses wiederum 1/10 bzw. ¼% hinzuschlägt (:100 x 2.5 = 2.5% + ¼% = 2.75%). Mithin führen alle drei Berechnung s- arten zu vergleichbaren Zahlen; die Differenz ergibt sich einzig aus der unterschiedl i- chen Höhe von Ernteausfall und Zuschlag. Zwei Berechnungsvarianten erg eben sogar das exakt gleiche Ergebnis, weshalb darauf abgestellt werden kann. Die Beträge sind zu runden. Demzufolge bezahlt die Klägerin Y_________ Fr. 2'300.-- sowie X____________ Fr. 3'000.--. 2.2.7 Die Vorinstanz hat die Höhe der Garantie auf Fr. 20'000.-- festgesetzt, was in der Berufung nicht (mehr) beanstandet wird. Laut Art. 155 Abs. 3 EGZGB wird dieser B e- trag vor Ausübung des Rechts zu hinterlegen sein. Dies kann auf einem entspreche nd ausgestalteten Bankkonto (vgl. Art. 123 EGZGB betreffend Hinterlegung durch den Mieter) oder mittels einer entsprechenden Bankgarantie erfolgen. 3. Das Gericht entscheidet in der Regel im Endentscheid über die Prozes skosten, die einerseits die Gerichtskosten, welche mit den von den Parteien geleisteten Kostenvo r- schüssen verrechnet werden (Art. 98 und Art. 111 ZPO), und anderseits die Parteien t- schädigung umfassen (Art. 104 Abs. 1, 105 Abs. 1 und 95 ZPO). Die Höhe der Pr o- zesskosten richtet sich nach kant onalen Tarifen (Art. 96 und 105 Abs. 2 Satz 1 ZPO), im Kanton Wallis nach dem Gesetz betreffend den Tarif der Kosten und Entschädigung vor Gerichts- oder Verwaltungsbehörden (GTar) vom 11. Februar 2009. Die Verteilung der Prozesskosten richtet sich grundsät zlich nach dem Ausgang des Verfahrens, i n- dem die Prozesskosten im Allgemeinen der unterliegenden Partei auferlegt werden (Art. 106 Abs. 1 und 2 ZPO). Bei einer Mehrzahl von unterliegenden Personen ist d e- ren Anteil zu bestimmen, wobei das Gericht auf solida rische Haftung e rkennen kann (Art. 106 Abs. 3 ZPO). Während die Gerichtskosten von Amtes wegen festgesetzt und verteilt werden (Art. 105 Abs. 1 ZPO), wird eine Pa rteientschädigung einer Partei nur - 13 - auf Antrag hin zugesprochen; sie kann hierfür eine Kostenli ste einreichen (Art. 105 Abs. 2 Satz 2 ZPO). Trifft die Rechtsmittelinstanz auf Berufung hin einen neuen En t- scheid, so entscheidet sie auch über die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfa h- rens (Art. 318 Abs. 3 ZPO). Da der mit der Zufahrt verbundene Ein griff in das Eigentum der Beklagten und Ber u- fungskläger zeitlich befristet und damit nicht enteignungsähnlicher Natur ist, richtet sich die Kostenverteilung ausschliesslich nach dem Prozessausgang. Vorli egend werden die Anträge der Berufungskläger grossmeh rheitlich abgewiesen. In ihrem Hauptstan d- punkt, wonach keine Bauzufahrtsberechtigung bestehe, unterliegen sie. Lediglich im Rahmen der Eventualbegehren erfolgt bei der Entschädigung eine moderate Erh ö- hung. Dafür mussten die Berufungskläger eine Berufung ei nreichen. Insgesamt ist es daher angezeigt, die Kosten des Berufungsverfahrens den Berufungskl ägern zu 4/5 und der Berufungsbeklagten zu 1/5 aufzuerlegen. Aufgrund der Erhöhung der Entschädigungen ist die Verteilung der ersti nstanzlichen Kosten entsprechend anzupassen. In diesem Verfahren hatte die Klägerin in ihrer Kl a- ge Entschädigungen von je Fr. 2'000. -- bzw. in der vom Richter zu bestimmenden H ö- he und in ihren Schlussbegehren solche in vom Gericht festzusetzender Höhe grun d- sätzlich anerkannt, wobei sie in ihrem Schlussvortrag als Vergleich sbasis die mit den Eheleuten I_________ vereinbarte Entschädigung von je Fr. 1'000. -- anführte. Sie musste klagen, der von ihnen angebotene Betrag lag jedoch zu tief. Es ist deshalb g e- rechtfertigt, der Klägerin für die sen Verfahrensabschnitt 1/10 der Kosten aufzuerlegen; die restlichen 9/10 entfallen auf die dortigen Beklagten. Die Beklagten bzw. Berufungskläger haften im Rahmen ihrer Kostenpflicht solidarisch; das interne Verhältnis hinsichtlich Kostenpflicht und Ansp ruch auf Parteientschädigung regeln sie selbst. 3.1 Die Gerichtskosten setzen sich zusammen aus Pauschalen, insbesondere für den Entscheid (Entscheidgebühr), sowie aus bestimmten bei Gericht angefa llenen Kosten (Art. 95 Abs. 2 ZPO; ‚Auslagen’ nach der Ter minologie von Art. 7 ff. GTar). Die G e- richtsgebühr wird aufgrund des Streitwerts, des Umfangs und der Schwierigkeit des Falls, der Art der Prozessführung der Parteien sowie ihrer finanziellen Situation festg e- setzt (Art. 13 Abs. 1 GTar). Sie bewegt sich zwi schen einem Minimum und einem M a- ximum und wird unter Berücksichtigung des Kostendeckungs - und Äquivalenzprinzips festgesetzt (Art. 13 Abs. 2 GTar); besondere Umstände können eine Verdoppelung der Ansätze oder eine verhältnismässige Kürzung der Gebühr rech tfertigen (Art. 13 Abs. 3 ZPO; Art. 14 Abs. 1 GTar). Bei einer geldwerten Streitigkeit des Zivilrechts bewegt sie sich bei einem Streitwert von Fr. 10'000. -- in einem Rahmen von Fr. 900.-- bis 3'000.-- für das Verfahren vor Bezirksgericht (Art. 16 Abs. 1 GTar). Für das Berufungsverfahren beträgt der Rahmen aufgrund des Reduktions-Koeffizienten von 60% (Art. 19 GTar) Fr. 360.-- bis Fr. 1'200.--. Das Bezirksgericht hat Kosten von insgesamt Fr. 1'400. -- (Auslagen Fr. 161.30; G e- bühr Fr. 1'238.70) erhoben. Bei deren Festsetzung hat es sich im Rahmen des Gebüh- rentarifs bewegt. Das Kantonsgericht hat daher keinen Anlass, diese von keiner Partei - 14 - beanstandeten Kosten anders zu bemessen. Hievon entfallen 1/10 oder Fr. 140. -- auf die Klägerin und 9/10 oder Fr. 1'260. -- auf die Beklagten. Nach Ve rrechnung mit den von den Parteien erstinstanzlich geleisteten Kostenvorschüssen (Klägerin Fr. 1'400. --; Beklagte Fr. 300.--) haben die dortigen Beklagten unter solidarischer Haftung Fr. 960.-- an Kostenvorschüssen an die Klägerin zu vergüten; Fr. 300. -- sind dieser durch das Bezirksgericht zurückzuerstatten, wobei diese Rückzahlung offensichtlich bereits au s- geführt worden ist. Im Berufungsverfahren waren verschiedene, nicht ausserordentlich schwierige Rechts- fragen zu behandeln; es wurde ein einziger Schriftenwechsel ohne mündliche Ve r- handlung mit durchgeführt. Das Dossier war nicht umfangreich. Deshalb ist unter B e- rücksichtigung der vorstehend angeführten Kriterien eine Gerichtsgebühr von Fr. 800.-- angemessen. Hievon haben die Ber ufungskläger Fr. 640.-- und die Berufungsbeklagte Fr. 160.-- zu tragen. Nach Verrechnung mit den von den zwei Berufungsklägern geleis- teten Kostenvorschüssen (je Fr. 400.--), hat die Berufungsbeklagte diesen Fr. 160.-- an Kostenvorschüssen zu erstatten. 3.2 Die Parteientschädigung umfasst den Ersatz notwendiger Auslagen, die Kosten der berufsmässigen Vertretung und, wenn eine Partei nicht berufsmässig ve rtreten ist, in begründeten Fällen eine angemessene Umtriebsentschädigung (Art. 95 Abs. 3 lit. a, b und c ZPO). Das Honorar des Rechtsbeistands richtet sich in der Regel nach dem Streitwert (Art. 27 Abs. 2 und 28 Abs. 1 GTar). Bei einem Streitwert von Fr. 10'000.-- beträgt der ordentliche Rahmen, Mehrwertsteuer inklusive (Art. 27 Abs. 5 GTar), Fr. 1'500.-- bis Fr. 2'500.-- (Art. 32 Abs. 1 GTar). Für das Berufungsverfahren vor Ka n- tonsgericht ist ein Reduktions -Koeffizient von 60% zu berücksichtigen, womit das H o- norar im Prinzip minimal Fr. 600.-- und maximal Fr. 1'000.-- beträgt (Art. 35 Abs. 1 lit. a GTar). Bei ausserordentlicher Arbeit darf ein höheres Honorar zugespr ochen werden (Art. 29 Abs. 1 GTar). Besteht ein offensichtliches Missverhältnis zwischen Streitwert und Prozessinteresse oder zwischen der Entschädigung gemäss Tarif und der effekt i- ven Arbeit des Rechtsbeistands, darf das erwähnte Minimum des Honorars unterschrit- ten werden (Art. 29 Abs. 2 GTar; vgl. auch Art. 29 Abs. 3 GTar). Innerhalb des vorg e- gebenen Rahmens bemisst das Gericht das Honorar mit Rücksicht auf die Natur und Bedeutung des Falles, des sen Schwierigkeit und Umfang sowie der vom Rechtsbe i- stand nützlich aufgewandten Zeit und der finanziellen Situation der Partei (Art. 27 Abs. 1 GTar). Das Bezirksgericht hat die erstinstanzliche Parteientschädigung mit einlässlicher B e- gründung und mit Hinw eis auf den Gebührentarif auf total Fr. 2'500. -- festgesetzt. De- ren Höhe haben die dort beide anwaltlich vertretenen Parteien nicht bea nstandet. Es besteht daher auch hier kein Grund für eine betragsmässige Korrektur. Ausgangsg e- mäss ergibt dies Beträge von Fr. 2'250. -- (9/10) für die Klägerin und von Fr. 250. -- (1/10) für die Beklagten, womit Letztere der Ersten ein Parteientschädigung von Fr. 2'000.-- schulden (Fr. 2'250.- minus Fr. 250.--). Im Berufungsverfahren wurde ein einfacher Schriftenwechsel durchgeführt. Eine münd- liche Berufungsverhandlung fand nicht statt. Die Rechtsfragen waren die gleichen wie vor erster Instanz und nicht besonders schwierig. In Anwendung der obgenannten Kr i-- 15 - terien, insbesondere mit Rücksicht auf die Schwierigkeit des Falls und d en Arbeitsum- fang des Rechtsvertreters, ist es gerechtfertigt, das den Berufungsbeklagten zustehen- de, aufgrund ihres teilweisen Unterliegens (1/5) jedoch leicht zu red uzierende Honorar im vorgegeben Rahmen auf Fr. 630. -- (Auslagen inkl.) festzusetzen. Hierfür haften die Berufungskläger solidarisch. Das Kantonsgericht erkennt 1. Die Z_________ ist zwecks Überbauung des Grundstücks GBV Nr. xxx, gelegen auf Gebiet der Gemeinde C_________, berechtigt, das Grundstück GBV Nr. xxx, im Eigentum von Y_________, und da s Grundstück GBV Nr. xxx, im Eigentum von X____________, alle Parzellen Plan xxx, im Sinne der Erwägungen während einer Dauer von 2 ½ Jahren ab Baubeginn als vorübergehende Baustrasse / Ba u- zufahrt entsprechend der Eintragung im hinterlegten Situation splan gemäss Beleg 11 mit einer Breite von 3 Metern auszugestalten und zu nutzen. 2. Die Z_________ bezahlt vor Baubeginn bzw. vor Beanspruchung deren Parzellen an X____________ eine Entschädigung von Fr. 3’000.-- und an Y_________ eine solche von Fr. 2’300.--. 3. Die Z_________ wird verpflichtet, für allfällige Schäden an den Parzellen der B e- klagten vor Baubeginn eine Sicherheit in Höhe von Fr. 20'000.-- zu leisten. 4. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens in der Höhe von Fr. 1'400. -- werden zu 1/10 mit Fr. 140. -- der Klägerin und zu 9/10 mit Fr. 1’260. -- den Beklagten auf- erlegt und mit den geleisteten Kostenvorschüssen verrechnet. Der Klägerin wurden Fr. 300.-- durch das Bezirksgericht Brig zurückerstattet. 5. Die Beklagten bezahlen der Klägerin für das erstinstanz liche Verfahren unter soli- darischer Haftbarkeit a) Fr. 960.-- für geleisteten Kostenvorschuss; b) Fr. 2'000.-- als reduzierte Parteientschädigung. 6. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 800. -- werden zu 4/5 mit Fr. 640. -- den Berufungsklägern und zu 1/ 5 mit Fr. 160. -- der Berufungsbeklagten auferlegt. Nach Verrechnung mit dem geleisteten Kostenvorschuss erstattet die Berufung s- beklagte den Berufungsklägern hierfür Fr. 160.-- zurück. 7. Für das Berufungsverfahren bezahlen die Berufungskläger der Berufungsbek lag- ten eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 630.--. Sitten, 20. Juni 2013