<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.00231</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Käch<br/>Ersatzrichterin Romero-Käser<br/>Gerichtsschreiberin Tiefenbacher</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 31. Oktober 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Departement Soziales der Stadt Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Y.___, Soziale Dienste, Sozialversicherungsfachstelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Pionierstrasse 5, 8403 Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1967, war vom 1. September 2000 bis 31. De</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zember 2014 als hauswirtschaftliche Mitarbeiterin in einem Pensum von 60 % (5.04 von 8.4 Stunden pro Tag) bei der Z.___ beschäftigt (Urk. 11/16/1-6 Ziff. 2.1 und 2.7-9), wobei das Arbeitsverhältnis von ihr aufge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">löst wurde (Urk. 11/16/7/). Sie meldete sich am 27. Mai 2015 bei der Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 11/2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, teilte ihr am 19. Ja</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nuar 2016 mit, dass gesundheitsbedingt keine beruflichen Eingliederungsmass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahmen möglich seien (Urk. 11/17). Sodann holte sie ein psychiatrisches Gutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten ein, das am 21. Juni 2016 erstattet wurde (Urk. 11/26). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 11/32-33, Urk. 11/36, Urk. 11/39) verneinte sie mit Verfügung vom 19. Januar 2017 einen Leistungsanspruch (Urk. 11/43 = Urk. 2/1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte erhob am 20. Februar 2017 Beschwerde gegen die Verfügung vom 19. Januar 2017 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es seien ihr Leistungen der Invalidenversicherung zuzusprechen (Urk. 1 S. 2 oben Ziff. 1-2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 31. März 2017 (Urk. 10) die Abweisung der Beschwerde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Gerichtsverfügung vom 5. April 2017 wurde antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 2 oben Ziff. 4) die unentgeltliche Prozessführung bewilligt (Urk. 12).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 8. Juni 2017 erstattete die Beschwerdeführerin eine Replik (Urk. 16). Am 27. Juni 2017 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf Duplik (Urk. 19), was der Beschwerdeführerin am 28. Juni 2017 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 20). Am 5. September 2017 (Urk. 21) und 25. Oktober 2017 (Urk. 24) reichte die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin weitere Unterlagen ein (Urk. 22/6-9, Urk. 25/10-11), die der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">degegnerin am 8. September 2017 (Urk. 23) und 27. Oktober 2017 (Urk. 26) zur Kenntnis gebracht wurden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">November 2015 E. 5.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">raus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">: </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).</span></p><p><span> </span><span>Dieses </span><span>definiert systematisierte Indikatoren, die es </span><span>–</span><span> unter Berücksichtigung leis</span><span>tungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensations</span><span>potentialen (Ressourcen) andererseits </span><span>–</span><span> erlauben, das tatsächlich erreichbare Leis</span><span>tungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 1</span><span>5. </span><span>Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewie</span><span>sen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versi</span><span>cherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). </span></p><p><span> </span><span>Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Ja</span><span>nuar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann dort von einem strukturierten Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisverfahren nach BGE 141 V 281 abgesehen werden, wo es nicht nötig oder auch gar nicht geeignet ist. Ein Beweisverfahren bleibt daher entbehrlich, wenn im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte (vgl. BGE 125 V 351) eine Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beitsunfähigkeit in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfäl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (BGE 143 V 409 </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 4.5.3; vgl. BGE 143 V 418 E. 7.1). Insbesondere in Fällen, in welchen nach der Aktenlage überwiegend wahrscheinlich von einer bloss leichtgradigen depressi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ven Störung auszugehen ist, die nicht schon als chronifiziert gelten kann und auch nicht mit Komorbiditäten einhergeht, bedarf es in aller Regel keines struk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">turierten Beweisverfahrens (BGE 143 V 409 E. 4.5.3; vgl. Urteil des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts 9C_580/2017 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Januar 2018 E. 3.1).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung davon aus, dass das eingeholte psychiatrische Gutachten umfassend und nachvollziehbar sei, weshalb darauf abgestellt werden könne. Dabei habe keine die Arbeitsfähigkeit einschränkende Diagnose gestellt werden können. Demgegenüber seien zahlrei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che Ressourcen festgestellt worden. Das Aktivitätsniveau der Beschwerdeführerin im Alltag, wie beispielsweise Musik und Urlaub, lasse auf nicht allzu starke ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sundheitlich bedingte Einschränkungen schliessen. Zudem sei der Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaden teilweise durch belastende Faktoren im Umfeld ausgelöst worden, welche bei der Beurteilung des Leistungsanspruchs nicht berücksichtigt werden könnten (Urk. 2/1 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), auf das eingeholte Gutachten könne - aus näher dargelegten Gründen (S. 6 ff. Ziff. 13 ff.) - nicht abgestellt werden (S. 8 Ziff. 16).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig sind der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rerin sowie die Frage, ob dies gestützt auf die vorhandenen Unterlagen beurteilt werden kann. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vom 3. Juni bis 29. Juli 2015 weilte die Beschwerdeführerin in der A.___, worüber mit Austrittsbericht vom 11. August 2015 (Urk. 11/12 = Urk. 11/14) berichtet wurde. Dabei wurden die folgenden Diagno</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen genannt (S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">soziale Phobie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">(ICD-10 F40.1): Furcht vor Männern, die sich für sie als potenzielle Partnerin interessieren</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">vordiagnostizierte kombinierte Persönlichkeitsstörung mit ängstlichen, vermeidenden, histrionischen und abhängigen Anteilen (ICD-10 F61)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf komplexe posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten, trotz leitliniengerechter Therapie sei nur von einem langsamen Symptomrückgang auszugehen. Im ersten Arbeitsmarkt sei eine Arbeitsfähigkeit in absehbarer Zeit nicht realistisch. Für die Dauer des Aufenthaltes sowie bis am 13. August 2015 habe eine 100%ige Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitsunfähigkeit bestanden. Bei ausreichender Stabilisierung im ambulanten Set</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ting werde eine erneute Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Rahmen eines Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitstrainings empfohlen (S. 5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. B.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und Oberärztin, C.___, und die Psychologin D.___ führten in ihrem Bericht vom 9. Februar 2016 (Urk. 11/19) aus, dass sie die Beschwerdeführerin seit 15. Juli 2014 behandelten (Ziff. 1.2). Sie nannten folgende Diagnosen (Ziff. 1.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">phobische Störung, nicht näher bezeichnet (ICD-10 F40.9)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf komplexe posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">kombinierte Persönlichkeitsstörung mit ängstlichen, vermeidenden, his</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">trionischen und abhängigen Anteilen (ICD-10 F61.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ungenügende elterliche Überwachung und Kontrolle (ICD-10: Z62.0): mangelnde Anteilnahme der Eltern und mangelnde Bemühung zur Inter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">vention bei Konflikten und Grenzverletzungen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sie attestierten eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % in der zuletzt ausgeübten Tä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigkeit seit Juli 2014 (Ziff. 1.6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sie führten aus, eine sukzessive psychische Stabilisierung sei möglich. Zurzeit erachteten sie eine Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt nicht als realistisch und empfahlen nach Rückgang der Krankheitssymptome und entsprechender Sta</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bilisierung eine erneute Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Rahmen eines Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitstrainings und Wiedereingliederungsprogramms (Ziff. 1.8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vom 18. Februar bis am 20. April 2016 weilte die Beschwerdeführerin erneut in der A.___, worüber mit Austrittsbericht vom 25. Mai 2016 berichtet wurde (Urk. 11/27). Als Diagnosen wurden nunmehr genannt </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">komplexe posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">kombinierte Persönlichkeitsstörung mit ängstlichen, vermeidenden, his</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">trionischen und abhängigen Anteilen (ICD-10 F61)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">vordiagnostizierte soziale Phobie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">(ICD-10 F40.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Neutropenie bei bekannter chronischer Leukopenie (Erstdiagnose 2006, E.___)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Behandlungspersonen führten aus, es liege eine komplexe posttraumatische Belastungsstörung in Form einer Bindungstraumatisierung, verursacht durch emotionalen Missbrauch und Vernachlässigung in der Kindheit, vor. Gemäss dem Mini-ICF-APP bestünden in verschiedenen Bereichen mittelgradige bis schwere Beeinträchtigungen, welche zu einer deutlich reduzierten Belastbarkeit führten und am Arbeitsplatz gravierende interaktionelle Schwierigkeiten erwarten liessen. Für einen beruflichen Wiedereinstieg wäre ein Arbeitsplatz geeignet, an dem die Beschwerdeführerin die Kontrolle über die Anzahl und Intensität zwischen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">menschlicher Interaktionen habe und ein deutlich reduziertes Arbeitspensum möglich sei (S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. F.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und dipl.-psych. G.___, Fachpsychologe für Rechtspsychologie FSP, erstat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teten am 21. Juni 2016 ein Gutachten im Auftrag der Beschwerdegegnerin (Urk. 11/26). Sie stützten sich auf die ihnen überlassenen Akten (S. 2 ff.), die schriftlichen (S. 7 ff.) und mündlichen (S. 12 ff.) Angaben der Beschwerdeführerin und die von ihnen im Rahmen der am 25. Mai 2016 erfolgten Untersuchung </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(S. 1 unten) erhobenen Befunde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Als Beschwerden nannte die Versicherte, sie sei massivst retraumatisiert. Sie sei während ihrer Berufsausbildung aufgrund einer Beziehung zum Lehrmeister in eine seelische Abhängigkeit geraten und sexuell missbraucht worden. Seit zwei Jahren fühle sie sich in einem Ausnahmezustand und trotz Therapie gehe es ihr nicht besser. Sie habe Angst, vor allem in Beziehungen. Sie befinde sich seither in starken psychischen Nöten. In Beziehungen gerate sie immer wieder in Abhän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gigkeiten. Was sie erlebe, belaste sie stark. Sie habe zwar Probleme mit dem An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trieb, fühle sich aber nicht schwer depressiv. Sie wolle wieder beruflich eingeglie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dert werden, wobei ihr eine Berufsberatung bei der Invalidenversicherung am liebsten wäre (S. 15 Ziff. 4.7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen des psychopathologischen Befundes gemäss AMDP ergab sich eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unauffällige Aufmerksamkeitsleistung und Konzentration. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Gutachter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">neinte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Hinweise auf Störungen der Merkfähigkeit oder der Gedächtnisfunktio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen. Die Explorandin verwende häufig Fachtermini, wobei auffalle, dass ihre Schilderungen sehr dramatisch wirkten. Mimik und Gestik </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ausgesprochen lebhaft. D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Gutachter beurteilte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Beschwerdeführerin als überwiegend offen, zugewandt und freundlich. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Frage</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, weshalb sie in der als schwierig ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schilderten Paarbeziehung bleibe, habe sie perplex bis dysphorisch gewirkt und geantwortet, das Stellen dieser Frage zeige, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gutachter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ihre Situation nicht verstehe. Später habe sie wegen dieses Vorfalles kurz geweint und ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führt, dass es für sie der „Horror” sei, dass ihr solche Fragen gestellt würden. D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gutachter beurteilte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die affektive Resonanz als nicht beeinträchtigt und hielt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> fest, ein affektiver Rapport sei leicht herstellbar. Störungen der Empfindung und Wahrnehmung seien nicht festzustellen gewesen. Halluzinationen, Ich-Störungen oder Suizidgedanken würden von der Explorandin verneint (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">16</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Ziff. 5.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bezogen auf das Mini-ICF-APP (S. 17 f. Ziff. 5.2) ergab sich keine Beeinträchti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung folgender Fähigkeiten: Anpassung an Regeln und Routinen, Planung und Strukturierung von Aufgaben, Kompetenz- und Wissensanwendung, Entschei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dungs- und Urteilsfähigkeit, Proaktivität und spontane Aktivitäten, Konversation und Kontaktfähigkeit zu Dritten, Gruppenfähigkeit, Selbstpflege und Selbstver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sorgung, Mobilität und Verkehrsfähigkeit (S. 17 f.). Eine leichte Beeinträchtigung ergab sich für folgende Fähigkeiten: Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, Wi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derstands- und Durchhaltefähigkeit, Selbstbehauptungsfähigkeit, Fähigkeit zu engen dyadischen Beziehungen. Mittelgradige, schwere oder vollständige Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trächtigung ergaben sich keine (S. 18 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Gutachter verneinten Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(S. 2 - richtig: 18 - Ziff. 6.1). Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie (S. 18 Ziff. 6.2):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf eine kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61), Dif</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ferentialdiagnose (DD) akzentuierte Persönlichkeitszüge mit histrioni</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">schen und abhängigen Zügen (ICD-10 Z73.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">sonstige näher bezeichnete Probleme verbunden mit der sozialen Umge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">bung (ICD-10 Z.60.08), hier als problematisch empfundene Paarbeziehung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Begründung der gestellten Diagnosen und kritischen Würdigung der vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">handenen Arztberichte (S. 3 - richtig 19 - ff.) wurde unter anderem darauf hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gewiesen, dass eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) gemäss ICD-10 unter anderem ein Ereignis „aussergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">artigen Ausmasses" voraussetze, und ausgeführt, es lasse sich kein Umstand ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mäss dieser Definition erkennen, der als Auslöser einer PTBS bei der Explorandin fungieren könnte. Das bedeute nicht, dass im Leben der Explorandin keine belas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tenden Ereignisse, Erlebnisse oder Kontakte stattgefunden hätten oder eingetreten seien. Eine schwierige Kindheit und problematische Familienverhältnisse, das Scheitern und Fehlgehen von Paarbeziehungen seien aber nicht Traumata, wie sie im ICD-10 verstanden würden. Die Sexualstraftat, die im Sinne des ICD-10 möglichweise in Frage kommen könnte, dürfe zunächst wegen fehlender objek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tiver Nachweise (Gerichtsurteil etc.) nicht angenommen werden, das wäre ein un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zulässiger Rückschluss. Ausserdem wäre fraglich, ob die Art des geschilderten Sexualkontaktes ausreichen würde, als ein Ereignis aussergewöhnlicher Bedro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hung oder katastrophenartigen Ausmasses beurteilt zu werden (S. 21). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es sei darüber hinaus die Zeitkomponente dieser Störung zu berücksichtigen („in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nerhalb von 6 Monaten" nach dem Trauma). Werde diese Zeit überschritten, dürfe keine Angststörung vorliegen, was aber mit der nachvollziehbar vordiagnosti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zierten sozialen Phobie der Fall wäre (S. 21 Mitte). Gerade die soziale Phobie zeige ähnliche Symptome wie eine PTBS (S. 21). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Situationen, in der die Explorandin Angst und Unwohlsein entwickle, schie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen sich in ganz bestimmten zwischenmenschlichen / sozialen Konstellationen zu entwickeln, nämlich vor allem in Paarbeziehungen. Wenn man jedoch be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denke, dass die Explorandin wiederholt in engen dyadischen Beziehungen ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">standen habe und aktuell stehe, stelle sich die Frage, ob und wie hier eine Störung im Sinne des ICD-10 festgestellt werden könne. Eine Objektivierung der von der Explorandin als Probleme vorgetragenen Umstände könne nicht erfolgen, wes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halb es diagnostisch zweifelhaft sei, ob eine Störung vorliege. Dennoch seien die Angaben zu würdigen, was mit der Kodierung als Z-Diagnose getan werde (S. 22 Mitte).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es sei zusammenfassend aus diagnostischer Sicht weder wahrscheinlich, dass das Beschwerdebild der Explorandin einer sozialen Phobie noch einer PTBS zuzuord</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen sei (S. 22 unten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zur ebenfalls diagnostizieren kombinierten Persönlichkeitsstörung wurde ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führt, Persönlichkeitsstörungen seien das Resultat einer beeinträchtigten Persön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichkeitsentwicklung. Ungünstige Anlage- und Milieufaktoren könnten in Wech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">selwirkung eine gesunde Reifung der Persönlichkeit stören und dazu führen, dass die betroffenen Menschen durch charakteristische Wesenszüge und Verhaltens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bereitschaften in ihrer Lebensbewährung immer wieder beeinträchtigt seien. Oft zeigten sich bei erwachsenen Betroffenen schon Auffälligkeiten in der Kindheit, welche Ausdruck einer gestörten Persönlichkeitsentwicklung seien (S. 22 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss ICD-10 umfassten Persönlichkeitsstörungen «tief verwurzelte, anhaltende Verhaltensmuster, die sich in starren Reaktionen auf unterschiedliche persönliche und soziale Lebenslagen zeigen», und die betreffende Einschätzung müsse auf möglichst vielen Informationen beruhen (S. 23 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es lägen nicht «möglichst viele» Quellen vor und es sei nur unzureichend möglich, derart starre und unflexible Verhaltensmuster bei der Explorandin zu erkennen, die sie seit je in unterschiedlichen sozialen Kontexten in ihrer Leistungsfähigkeit und Funktionsfähigkeit einschränkten. Dem entgegen stünden zum Beispiel die Hinweise auf eine abgeschlossene Berufsausbildung, die Fähigkeit, sich über eine längere Zeit in einem Musik-Ensemble und mit einer Wohngemeinschaft zu ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rangieren, sowie die berufliche Leistungsfähigkeit mit 15 Jahren in einem Gastro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nomiebetrieb, was - lebenspraktisch - kaum mit einem starren und unflexiblen Verhalten vereinbar sei (S. 23).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus der Perspektive des regelgeleiteten diagnostischen Vorgehens seien nicht hinreichend genügend Merkmale einer Persönlichkeitsstörung festzustellen, wes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halb maximal ein «Verdacht auf» zu formulieren sei. Die Merkmale der Persön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichkeit, die anhand der vorliegenden Informationen nachgezeichnet werden könnten, seien differenzialdiagnostisch als Akzentuierungen der Persönlichkeit zu würdigen, die ja als Z-Diagnosen auch zu einer Inanspruchnahme des Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitswesens führen könnten (S. 23 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. H.___, Oberarzt, C.___, führte in einer Stellungnahme vom 3. Januar 2017 zuhanden der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (Urk. 11/39) aus, das Gutachten von Dr. F.___ bleibe diagnostisch offen. Dieser äussere (lediglich) einen Verdacht auf eine Persönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keitsstörung. Aus Sicht der Behandler sei diese Diagnose zu stellen und schränke die Beschwerdeführerin im Alltag ein. Eine Wiedereingliederung durch die Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lidenversicherung sei deshalb notwendig. Alternativ sei ein zweites Gutachten einzuholen, in welchem die Diagnose überprüft werde. Dieses sollte durch eine Explorandin (richtig: Gutachterin) durchgeführt werden, da die Aussagekraft des Gutachtens von Dr. F.___ aufgrund seines Geschlechts in Frage gestellt werden müsse. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. I.___, Chefarzt Hämatologie, J.___, führte in einem Zeugnis vom 29. September 2017 aus, bei der Beschwerdeführerin sei mindestens seit dem Jahr 2006 eine anhaltende und schwere isolierte Neutro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">penie bekannt. Der Befund einer am 27. April 2006 erfolgten Knochenmarkpunk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tion sei mit einer schweren Immun-Neutropenie vereinbar. Aktuell habe er die Patientin am 20. September 2017 erstmalig zur erneuten Standortbestimmung der schweren Neutropenie gesehen. Dieser Befund beeinträchtige klar die Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit der Patientin (Urk. 25/10). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. H.___, C.___, bemängelte am Gutachten von Dr. F.___ (und dipl.-psych. G.___), dass lediglich ein Verdacht auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine Persönlichkeitsstörung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nostiziert werde. Au</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">«</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sicht der Behandler</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">»</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei diese Diagnose zu stellen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (vorste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hend E. 3.5). Diese Kritik trägt dem Umstand keinerlei Rechnung, dass im Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten detailliert dargelegt wurde, aufgrund welcher Aspekte namentlich in der bisherigen Lebensbewältigung sich nicht genügend Merkmale einer Persönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keitsstörung ergäben, weshalb lediglich eine Verdachtsdiagnose angezeigt sei (vorstehend E. 3.4). Mit der sorgfältigen Argumentation im Gutachten setzte sich Dr. H.___ mit keinem Wort auseinander. Der Hinweis auf die «Sicht der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">handler» ist nicht geeignet, diesem Mangel abzuhelfen, denn er berücksichtigt zu Unrecht die Verschiedenheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag nicht, die namentlich bei Berichten aus therapeutischen Zusammenhängen zu beachten ist (BGE 137 V 210 E. 1.2.4; 124 I 170 E. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der weitere Einwand, Dr. F.___ sei als Mann nicht die geeignete Person zur Begutachtung der Beschwerdeführerin, scheitert schon daran, dass der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin am 4. April 2016 mitgeteilt wurde, als Gutachter sei Dr. F.___ vorgesehen (Urk. 11/22). Dagegen erhob sie keine Einwände. Nicht einmal bei der - nach der Begutachtung vom 25. Mai 2016 - nächsten Kontaktnahme mit der Beschwerdegegnerin am 21. Juni 2016 (vgl. 11/25) machte sie entspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chende Vorbehalte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Gutachten wurde sorgfältig begründet, weshalb die Beschwerden aus diagnos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tischer Sicht nicht (unter anderem) einer PTBS zuzuordnen sind. Dem ist bezüg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich Latenz lediglich hinzuzufügen, dass auch nach der Rechtsprechung des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">desgerichts in der Regel ein Auftreten innert weniger Wochen bis Monate voraus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gesetzt ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_228/2013 vom 26. Juni 2013 = SVR 2014 IV Nr. 1, E. 4.1.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ferner wurde im Gutachten dargelegt und ebenfalls sorgfältig begründet, aus welchen Gründen die Beschwerden der Beschwerdeführerin auch nicht einer so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zialen Phobie (F40.1) zuzuordnen sind, sondern lediglich eine Z-Diagnose recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fertigen. Im Abschnitt Z der ICD sind die Faktoren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kodiert, die den Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen, aber nicht als Krankheit, Verletzung oder äussere Ursache klassifizierbar sind; sie fallen nicht unter den Begriff des rechtserheblichen Gesundheitsschadens (Urteil des Bundesgerichts I 514/06 vom 25. Mai 2007 = SVR 2008 IV Nr. 15, E. 2.2.2.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gutachten ist schliesslich auch keineswegs widersprüchlich. Der diesbezügli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Kritik der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 7 f.) kann nicht gefolgt werden, operiert sie doch mit Gegenüberstellungen von aus dem Zusammenhang gelösten einzelnen Feststellungen, die gar nicht zusammengehören.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gutachten erfüllt mithin alle praxisgemässen Kriterien (vorstehend E. 1.5) vollumfänglich, so dass darauf abzustellen ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Sachverhalt ist demnach dahingehend erstellt, dass in psychiatrischer Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicht keine arbeitsfähigkeitsrelevanten Diagnosen vorliegen. Demnach ist versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherungsrechtlich von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine Vorbedingung für die Anwendung des strukturierten Beweisverfahrens be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">steht im Vorliegen einer fachärztlich einwandfrei diagnostizierten Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beeinträchtigung (BGE 141 V 281 E. 2.1). Daran fehlt es vorliegend, womit eine Indikatorenprüfung entfällt. Zum gleichen Ergebnis führt die Anwendung der Praxis, gemäss welcher ein strukturiertes </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beweisverfahren entbehrlich bleibt, wenn im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte eine Arbeitsunfähigkeit in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschätzungen kein Beweiswert beigemessen werden kann (BGE 143 V 409 </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E. 4.5.3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In einem nachgereichten Arztbericht vom 29. September 2017 wurde eine Neutropenie genannt, welche die Arbeitsfähigkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beeinträchtige (vorstehend </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E. 3.6). Nach einmaliger Erwähnung - lediglich als Diagnose - im Mai 2016 (vorste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hend E. 3.3) ist dies die erste Erwähnung einer möglicherweise arbeitsfähigkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">relevanten somatischen Diagnose. Sie erfolgte rund 8 Monate nach Erlass der hier angefochtenen Verfügung und ist deshalb nicht im vorliegenden Verfahren zu beurteilen, zumal dies ohne weitere Abklärungen gar nicht möglich ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da eine Auswirkung der genannten Diagnose auf die Arbeitsfähigkeit jedoch nicht auszuschliessen ist, ist die Sache zur entsprechenden Prüfung nach Eintritt der Rechtskraft der vorliegenden Streitsache der Beschwerdegegnerin zu überwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammengefasst bleibt festzuhalten, dass die angefochtene Verfügung, mit wel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cher ein Leistungsanspruch verneint wurde, rechtens ist, womit die dagegen er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hobene Beschwerde abzuweisen ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG sind ermessensweise auf Fr. 700.-- festzusetzen, ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen und infolge bewilligter unentgeltlicher Prozessführung einstweilen auf die Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtskasse zu nehmen, dies unter Hinweis auf § 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Die Sache wird nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids an die Sozialversiche</span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zur Prüfung im Sinne von Erwägung 4.4 überwiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 700</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">auferlegt</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Zahlungspflichtige wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Departement Soziales der Stadt Winterthur</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannTiefenbacher</p><p></p></div> </div></body></html>