<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">AL.2003.00264</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <font face="Times New Roman" size="4">IV. Kammer</font><br/> <font face="Times New Roman" size="4">Sozialversicherungsrichter Engler, Vorsitzender</font> <p><font face="Times New Roman" size="4">Sozialversicherungsrichterin Weibel-Fuchs</font> </p><p><font face="Times New Roman" size="4">Sozialversicherungsrichter Zünd</font> </p><p><font face="Times New Roman" size="4">Gerichtssekretärin Randacher</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Urteil vom 1. Dezember 2004</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4">P.___</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdeführer</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Ernst H. Haegi</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Aemtlerstrasse 36, 8003 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4">Arbeitslosenkasse der GBI Sektion Amt und Limmattal</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Neumattstrasse 7, Postfach 998, 8953 Dietikon</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p><p><font face="Times New Roman" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Nachdem die Arbeitslosenkasse der GBI Sektion Amt und Limmattal mit Einspracheentscheid vom 1. September 2003 den Anspruch von P.___ auf Arbeitslosenentschädigung mangels Arbeitnehmereigenschaft bei der Firma A.___ AG und daher Nichterfüllung der Beitragszeit verneint hat (Urk. 2),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">nach Einsicht in die Beschwerde von P.___ vom 29. September 2003 (Urk. 1), in die durch Rechtsanwalt Dr. Ernst H. Haegi eingereichte Beschwerdeergänzung vom 16. September (richtig: Oktober) 2003 (Urk. 6, unter Beilage der Urk. 7/1-10) und in die auf Abweisung der Beschwerde, allenfalls auf Sistierung des Beschwerdeverfahrens, schliessende Beschwerdeantwort der Arbeitslosenkasse der GBI Sektion Amt und Limmattal vom 24. Oktober 2003 (Urk. 13),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">unter Hinweis darauf, dass das Arbeitsgericht des Kantons T.___ in seinem Urteil vom 31. Oktober 2003 (Urk. 19/1) in Sachen P.___ gegen die A.___ AG erkannt hat, dass ohne Zweifel von einem Arbeitsverhältnis auszugehen sei (Erw. 3.1.b),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die gegen dieses Urteil eingelegte Berufung der A.___ AG ans Obergericht des Kantons T.___ als durch Rückzug erledigt abgeschrieben worden und das Urteil des Arbeitsgerichts dadurch rechtskräftig geworden ist (Urk. 29),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">nachdem Rechtsanwalt Dr. Ernst H. Haegi zum unentgeltlichen Rechtsbeistand bestellt worden ist (Urk. 31), und er zum Ausgang des arbeitsgerichtlichen Verfahrens am 23. November 2004 Stellung genommen (Urk. 35) und die Arbeitslosenkasse der GBI Sektion Amt und Limmattal auf eine Stellungnahme verzichtet hat,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">in Erwägung,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass der Beschwerdeführer per 28. Juni 2002 Antrag auf Arbeitslosenentschädigung gestellt hat (Urk. 14/20),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass eine der Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung darin besteht, dass die versicherte Person die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Erfüllung der Beitragszeit befreit ist (Art. 8 Abs. 1 lit. e des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung, AVIG),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die Beitragszeit erfüllt hat, wer innerhalb der dafür vorgesehenen Rahmenfrist für die Beitragszeit während mindestens sechs Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat (Art. 13 Abs. 1 in der bis 30. Juni 2003 gültig gewesenen Fassung des AVIG),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass der Beschwerdeführer seit 1990 zu 100 % für die A.___ AG tätig gewesen war, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass im arbeitsgerichtlichen Verfahren festgestellt worden ist, dass diese Tätigkeit ohne Zweifel als Arbeitsverhältnis zu werten sei, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass das hiesige Gericht an diesen Entscheid gebunden ist, zumal er sich nicht als offensichtlich unrichtig oder nichtig erweist, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass der Beschwerdeführer somit einer beitragspflichtigen Beschäftigung nachgegangen ist, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die Beschwerdegegnerin seinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung daher nicht mangels Erfüllung der erforderlichen Beitragszeit verneinen darf,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die Beschwerde daher gutzuheissen und Sache an die Beschwergegnerin zur Prüfung der weiteren Anspruchsvoraussetzungen zurückzuweisen ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass dem unentgeltlichen Rechtsbeistand entsprechend dem Ausgang des Verfahrens eine Prozessentschädigung zusteht,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass nach Einsicht in die Kostennote vom 29. November 2004 (Urk. 37), worin Rechtsanwalt Dr. Ernst H. Haegi einen Zeitaufwand von 425 Minuten geltend macht, eine Parteientschädigung in Höhe von Fr. 1'657.10 (inkl. MWSt und Barauslagen) als gerechtfertigt erscheint,</font> </p><p><font face="Times New Roman" size="4"> </font> </p><p><font face="Times New Roman" size="4"> </font> </p><p><font face="Times New Roman" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">erkennt das Gericht:</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 1. September 2003 im Sinne der Erwägungen aufgehoben und die Sache zur Prüfung der weiteren Anspruchsvoraussetzungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Das Verfahren ist kostenlos.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem unentgeltlichen Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Dr. Ernst H. Haegi, eine Prozessentschädigung von Fr. 1'657.10 (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Rechtsanwalt Dr. Ernst H. Haegi</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Arbeitslosenkasse der GBI Sektion Amt und Limmattal, unter Beilage einer Kopie von Urk. 37</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Staatssekretariat für Wirtschaft seco</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- AWA Amt für Wirtschaft und Arbeit</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">5. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Eidgenössischen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die beschwerdeführende Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).</font> </p><p><font face="Times New Roman" size="4"> </font> </p></div></body></html>