A bteilung IV D -3361/2007 gar/geg {T 0/2} U rteil vom 2. Juli 2007 M itw irkung: R ichter R obert G alliker, Fulvio H aefeli, W alter Lang G erichtsschreiber G regor G eisser A._______, alias B._______, Irak, C ._______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 11. M ai 2007 i. S. N ichteintreten auf A sylgesuch und W egw eisung / D ._______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Eigenen Angaben zufolge verliess der Beschw erdeführer seinen H eim atstaat am 21. Februar 2007 auf dem Landw eg, um über die Türkei und ihm unbekannte Länder am 12. M ärz 2007 unter U m gehung der G renzkontrollen in die Schw eiz zu gelangen. G leichentags sprach der Beschw erdeführer im E._______ vor, m achte die rubrizierten Angaben zu seiner Person und ersuchte um Asyl. D as Bundesam t erhob am 14. M ärz 2007 seine Personalien und befragte ihn sum m arisch zum R eisew eg und zu den G ründen für das Verlassen des H eim atlandes. M it D atum vom 4. April 2007 führte es eine direkte Anhörung des Beschw erdeführers durch. D er Beschw erdeführer w ies sich im Em pfangs- und Verfahrenszentrum m it einer irakischen Identitätskarte sow ie einem entsprechenden N ationalitätenausw eis aus. B. Anlässlich der Befragungen m achte er geltend, er sei irakischer Staatsangehöriger und stam m e aus F._______ (Provinz N inaw a). D ort habe er sich in eine Frau yezidischen G laubens verliebt, w obei eine geplante H eirat w egen ihrer unterschiedlichen G laubenszugehörigkeit anfänglich auf offenen W iderstand beider Elternteile gestossen sei. N achdem er m it seiner G eliebten w ährend W ochen beziehungsw eise M onaten bei Verw andten in der R egion D ohuk Zuflucht gefunden habe, hätten sich beide Elternteile m it einer H eirat scheinbar einverstanden erklärt. In guter H offnung seien sie deshalb in ihren H eim atort zu- rückgekehrt. In der Folge sei seine Freundin von Angehörigen ihrer Fam ilie jedoch überraschend verschleppt w orden und - w egen ihrer m issliebigen Beziehung zu ihm - O pfer eines Ehrenm ordes gew orden. Aus Angst vor den Verw andten seiner Freundin, w elche auch nach seinem Leben getrachtet hätten, habe er sich gezw ungen gesehen, seine H eim at zu verlassen. C . Eine vom BFM (Fachstelle "Lingua") beauftragte Expertenperson führte am 12. April 2007 in Form eines Telefongesprächs m it dem Beschw erdeführer eine landeskundlich-kulturelle und linguistische Analyse zur Verifizierung seines Sozialisierungsortes ("area of socialisation") durch. Im Bericht w urde im Ergebnis festgehalten, der Beschw erdeführer sei aufgrund seiner kulturellen Kenntnisse und sprachlichen M erkm ale - G ebrauch des kurdischen D ialekts Bahdinani - im Irak, sozialisiert w orden, indessen m it Sicherheit nicht in F._______ (Provinz N inaw a), sondern sehr w ahrscheinlich in der R egion D ohuk. D . D ie vom Beschw erdeführer eingereichten Identitätsdokum ente w urden vom U rkun- denlabor der Kantonspolizei Zürich am 7. April 2007 im Auftrag des BFM sow ie im R ahm en einer BFM -internen U ntersuchung am 24. April 2007 einer Echtheits- prüfung unterzogen. D as U rkundenlabor in Zürich stellte in Bezug auf die eingereichte Identitätskarte eine Totalfälschung fest, w ährend es betreffend den N ationalitätenausw eis trotz Eruierung gew isser Fälschungsm erkm ale m angels 3 authentischen Vergleichsm aterials keinen rechtsgenügenden Fälschungsnachw eis erbringen konnte. D ie BFM -interne Prüfung gelangte ihrerseits zum Ergebnis einer Totalfälschung beider eingereichten D okum ente. E. D as BFM gew ährte dem Beschw erdeführer zu den R esultaten der Lingua-Analyse sow ie der Echtheitsprüfung der Identitätsausw eise und dem beabsichtigen Erlass einer N ichteintretensverfügung am 3. M ai 2007 das rechtliche G ehör. Bei dieser G elegenheit bekräftigte der Beschw erdeführer die Echtheit der eingereichten Identitätsdokum ente und die W ahrheit seiner Angaben über seinen H erkunftsort. F. M it Verfügung vom 11. M ai 2007 - gleichentags eröffnet - trat das BFM auf das Asylgesuch nicht ein und ordnete die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie den Vollzug an. Zur Begründung seines auf Art. 32 Abs. 2 Bst. b des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) gestützten N ichteintretensentscheides führte die Vorinstanz im W esentlichen an, der Beschw erdeführer habe versucht, die Behörden über seine Identität zu täuschen, indem er einen falschen G eburtsort angegeben habe. D ie Angaben des Beschw erdeführers bezüglich seines behaupteten G eburts- beziehungsw eise H auptsozialisierungsortes seien durch die w issenschaftliche Expertise eines Lingua-Tests eindeutig w iderlegt w orden. Aufgrund der Lingua-Analyse sei der Beschw erdeführer näm lich m it Sicherheit nicht - w ie von ihm behauptet - in F._______ (Provinz N inaw a), sondern m it grosser W ahrscheinlichkeit in der R egion D ohuk sozialisiert w orden, w om it sich auch seine Behauptung, in F._______ geboren zu sein, als haltlos erw eise. Zudem habe eine U ntersuchung bei der BFM -internen Prüfstelle für irakische D okum ente sow ohl beim N ationalitätenausw eis w ie auch bei der Identitätskarte ergeben, dass es sich dabei um Totalfälschungen handle. Aufgrund dieser Ausführungen stehe fest, dass der Beschw erdeführer im R ahm en des Asylverfahrens die Behörden über seine Identität getäuscht und nachw eislich versucht habe, diese falsche Identität m it H ilfe gefälschter Ausw eisdokum ente zu belegen. In Anw endung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG sei auf das Asylgesuch som it nicht einzutreten. D a es sich bei den abgegebenen D okum enten um Totalfälschungen handle, der Beschw erdeführer sonst keine R eise- oder Identitätsdokum ente zu den Akten gegeben habe und sich auch die angegeben Ausreisegründe als unglaubhaft erw eisen w ürden, w ären vorliegend auch die Voraussetzungen für einen N ichteintretensentscheid gem äss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG erfüllt. Für den Inhalt der w eiteren Aussagen w ird auf die Akten verw iesen. G . D er Beschw erdeführer erhob dagegen m it Eingabe vom 15. M ai 2007 (Post- stem pel) beim Bundesverw altungsgericht Beschw erde. Er beantragte, die Ver- fügung der Vorinstanz sei aufzuheben und die Sache zur Prüfung des Asylgesuchs (Eintreten) an die Vorinstanz zurückzuw eisen. In prozessualer H insicht ersuchte er um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege gem äss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses.4 Auf die Begründung der Beschw erdebegehren w ird - sow eit für das U rteil von Belang - in den nachfolgenden Erw ägungen eingegangen. H . M it Zw ischenverfügung vom 21. M ai 2007 stellte der zuständige Instruktionsrichter des Bundesverw altungsgerichts die Berechtigung des Beschw erdeführers zum Aufenthalt in der Schw eiz bis zum Abschluss des Verfahrens fest. Im W eiteren verzichtete er antragsgem äss auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und ver- w ies den Entscheid über das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echts- pflege auf einen späteren Zeitpunkt. D ie Akten überw ies er der Vorinstanz zur Vernehm lassung. I. D ie Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehm lassung vom 31. M ai 2007 die Ab- w eisung der Beschw erde. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 Vw VG , sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vor- instanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das AsylG ; das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG , Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist le- gitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten. 3. D ie vorinstanzliche Vernehm lassung vom 31. M ai 2007 w urde dem Beschw erdeführer bis anhin nicht zur Kenntnis gebracht oder zur Stellungnahm e unterbreitet. N achdem im vorliegenden U rteil dem Prozessbegehren vollum fänglich entsprochen w ird, ist aus G ründen der Prozessökonom ie von einer G erw ährung des rechtlichen G ehörs in diesem Zusam m enhang abzusehen (vgl. Art. 30 Abs. 2 Bst. c Vw VG ). Im Sinne der Verfahrenstransparenz w ird die Vernehm lassung jedoch in Kopie diesem U rteil beigelegt.5 4. Bei der Beurteilung von Beschw erden gegen N ichteintretensentscheide des BFM beschränkt sich die Beschw erdeinstanz nach konstanter R echtsprechung der AR K, w elche auch für das Bundesverw altungsgericht G eltung hat, auf die Ü berprüfung der Frage, ob die Vorinstanz zur R echt auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist. D ie Beurteilungskom petenz des Bundesverw altungsgerichts ist som it darauf beschränkt, im Fall der Begründetheit des R echtsm ittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K ] 2004 N r. 34 E. 2.1. S. 240 f.). Lediglich betreffend die verfügte W egw eisung und deren Vollzug hat das Bundes- verw altungsgericht volle Kognition, w eil diese Punkte vom BFM bereits m ateriell geprüft w urden. 5. In der Vernehm lassung vom 31. M ai 2007 m oniert die Vorinstanz vorab zu R echt, dass die Argum entation in der Beschw erde ausschliesslich auf den N ichteintretensgrund von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG (Papierlosigkeit) ausgerichtet sei, der angefochtene N ichteintretensentscheid vom 11. M ai 2007 jedoch nicht in Anw endung dieser Bestim m ung, sondern gem äss Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG (Täuschung über die Identität) erlassen w orden sei. Indes ist aus der fehlenden Sachbezogenheit der Beschw erdebegründung nichts abzuleiten, w eil das haupt- sächliche Beschw erdebegehren auf Aufhebung der angefochtenen Verfügung lautet und die Beschw erdeinstanz zudem in keinem Fall an die Begründung der Begehren gebunden ist (vgl. Art. 62 Abs. 4 Vw VG ). 6. G em äss Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG w ird auf ein Asylgesuch nicht eingetreten, w enn Asylsuchende die Behörden über ihre Identität täuschen und diese Täuschung aufgrund der Ergebnisse einer erkennungsdienstlichen Behandlung oder anderer Bew eism ittel feststeht. G estützt auf Art. 1 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) um fasst der Begriff der Identität im R ahm en des AsylG und der AsylV 1 Vornam en, Staatsangehörigkeit, Ethnie, G eburtsdatum , G eburtsort und G eschlecht. 7. 7.1 Im vorliegenden Fall erachtet die Vorinstanz die N ichteintretensvoraussetzung der Identitätstäuschung im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG insofern als erfüllt, als der Beschw erdeführer versucht habe, die Behörden zu täuschen, indem er einen falschen G eburtsort angegeben habe. D as BFM stützt seine Entscheid- m otive im Kern auf eine Lingua-Analyse und schliesst daraus präzisierend, die Angaben des Beschw erdeführers bezüglich seines behaupteten G eburts- beziehungsw eise H auptsozialisierungsortes seien durch die Expertise eindeutig w iderlegt w orden. Aufgrund der Lingua-Analyse sei der Beschw erdeführer näm lich m it Sicherheit nicht - w ie von ihm behauptet - in F._______ (Provinz N inaw a), sondern m it grosser W ahrscheinlichkeit in der R egion D ohuk sozialisiert w orden, w om it auch seine Behauptung, in F._______ geboren zu sein, haltlos sei.6 7.2 N ach D urchsicht der Akten durch das Bundesverw altungsgericht erw eist sich die Entscheidbegründung des BFM gem essen an der publizierten Praxis der AR K unter EM AR K 2001 N r. 27, die für das Bundesverw altungsgericht w eiterhin G eltung hat, als unkorrekt. N achdem der vorliegende Sachverhalt in den relevanten Punkten m it dem genannten Entscheid nahezu übereinstim m t, kann vorab zur Verm eidung von W iederholungen auf die dortigen Ausführungen verw iesen w erden. 7.3 M it Bezug auf den konkreten Fall verkennt die eingangs dargelegte Begründung der Vorinstanz im W esentlichen, dass die vorliegende Lingua-Analyse zu keinem der in Art. 1 Bst. a AsylV 1 abschliessend genannten Identitätsm erkm ale - w o- runter der G eburtsort - direkte Aussagen m acht, sich vielm ehr ausschliesslich zur Sozialisation des Betroffenen äussert ("...expertise concerning the area of sociali- sation..."). D abei kann vom Sozialiserungsort einer Person – entgegen der vor- instanzlichen Auffassung – nicht unm ittelbar auf ihren G eburtsort geschlossen w erden, zum al O rtsw echsel nach der G eburt jederzeit m öglich sind (vgl. EM AR K 2001 N r. 27 E. 5d). Eine Begründung dafür, dass G eburts- und Sozialisierungsort des Beschw erdeführers vorliegend zw ingend identisch sein sollten, führt das Bundesam t indes nicht an, und auch aus den Akten sind keine klaren H inw eise er- sichtlich, w elche eine entsprechende Annahm e rechtfertigen w ürden. Im W eiteren lässt sich aus der Feststellung des Lingua-Experten, der Beschw erdeführer sei m it Sicherheit nicht in der Provinz N inaw a, sondern m it grosser W ahrscheinlichkeit in der R egion D ohuk sozialisiert w orden, keine sonst w ie geartete Identitäts- täuschung im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG ableiten. D abei ist insbesondere der U m stand zu berücksichtigen, dass beide in Frage stehenden R e- gionen – N inaw a und D ohuk – innerhalb des irakischen Staatsgebietes liegen, w eshalb aus einer unkorrekten H erkunftsangabe nam entlich keine Täuschung des Beschw erdeführers bezüglich seiner Staatsangehörigkeit zu folgern ist. G estützt auf die Erkenntnisse der vorliegenden Lingua-Analyse ist nach dem G esagten keine Identitätstäuschung im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG zu erkennen. 7.4 N achdem der Lingua-Test in casu den N achw eis einer Identitätstäuschung nicht erbracht hat, fehlt dem w eiteren Vorbringen der Vorinstanz, der Beschw erdeführer habe seine falsche Identität m it H ilfe gefälschter Ausw eisedokum ente zu belegen versucht, sodann die erforderliche Stütze. G efälschte Identitätsdokum ente verm ögen für sich alleine jedenfalls keine Identitätstäuschung im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG zu begründen. 7.5 M it Blick auf die als obiter dictum ausgestaltete Feststellung des BFM , vorliegend w ären nebst Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG auch die Voraussetzungen für einen N ichteintretensentscheid gem äss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG erfüllt, bleibt der Voll- ständigkeit halber festzuhalten, dass die Vorinstanz diesbezüglich ihrer Begrün- dungspflicht nicht nachgekom m en ist (vgl. Art. 35 Abs. 1 Vw VG ). Insbesondere äussert sich das Bundesam t hierbei w eder zu der in Bezug auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG w esentlichen Frage entschuldbarer G ründe für das Fehlen von (echten) D okum enten noch legt es konkret dar, inw iefern es die vom Beschw erdeführer angegeben Ausreisegründe als unsubstanziiert, w idersprüchlich sow ie realitätsfrem d erachtet. Eine m ögliche H eilung dieses M angels im vorliegenden Beschw erdeverfahren fällt ausser Betracht, nachdem die Vorinstanz davon abgesehen hat, ihre Erw ägungen im R ahm en der Vernehm lassung in Bezug auf 7 Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG zu ergänzen. Im vorliegenden Verfahren kom m t ein Entscheid gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG dem nach bereits aus G ründen form eller N atur nicht in Frage. 7.6 Zusam m enfassend ergibt sich, dass das BFM zu U nrecht einen N ichteintretens- entscheid gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG erlassen und dam it Bundesrecht verletzt hat (vgl. Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist som it - sow eit die Aufhebung der angefochtenen Verfügung beantragt w ird - gutzuheissen und die Sache zur N eubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuw eisen. 8. 8.1 D em Beschw erdeführer sind bei diesem Ausgang des Verfahrens gestützt auf Art. 63 Abs. 1 Vw VG keine Verfahrenskosten aufzuerlegen, w eshalb das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG als gegenstandslos zu betrachten ist. 8.2 D ie Beschw erdeinstanz kann der ganz oder teilw eise obsiegenden Partei von Am tes w egen oder auf Begehren eine Entschädigung für die ihr erw achsenen not- w endigen und verhältnism ässig hohen Kosten zusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 Vw VG ). Vorliegend w eist der Beschw erdeführer keine R echtsvertretung aus und es sind auch im Ü brigen keine verhältnism ässig hohen Kosten ersichtlich, die ihm durch die W ahrnehm ung seines Beschw erderechts erw achsen sein könnten (vgl. Art. 8 und 7 Abs. 4 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). Folglich ist ihm trotz seines O bsiegens keine Parteientschädigung zuzusprechen. (D ispositiv nächste Seite)8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird gutgeheissen. D ie Verfügung des BFM vom 11. M ai 2007 w ird aufgehoben. 2. D ie Sache w ird zur N eubeurteilung an das BFM zurückgew iesen. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. Es w ird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 5. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer (eingeschrieben; Beilage: Kopie der vorinstanzlichen Vernehm lassung vom 31. M ai 2007) - das BFM , Abteilung Em pfangs- und Verfahrenszentren, zu den Vorakten D ._______ - das G ._______ D er R ichter: D er G erichtsschreiber: R obert G alliker G regor G eisser Versand am :