A bteilung IV D -6387/2006 {T 0/2} teb/m ed U rteil vom 21. A ugust 2007 M itw irkung: R ichter Bendicht Tellenbach, W alter Stöckli, G érard Scherrer G erichtsschreiber D aniel M erkli A._______, geboren B.______, Türkei, C ._______ und D ._______ geboren E.______, Türkei, vertreten durch F._______ Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), vorm als Bundesam t für Flüchtlinge (BFF), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügungen vom 27. M ai 2003 i.S. A syl und W egw eisung / (...) (...) B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie Beschw erdeführer - C ousins kurdischer Ethnie aus G .______ersuchten am 26. O ktober 1999 in der Schw eiz um Asyl. D er Beschw erdeführer H .______ gab unter anderem an, die Bew ohner seines H eim atdorfes seien unter dem Vorw urf, die PKK zu unterstützen, im m er w ieder Behelligungen durch die M ilitärbehörden ausgesetzt gew esen. 1998 habe er geholfen, einem verletzten W iderstandskäm pfer U nterschlupf zu gew ähren. Anlässlich einer M ilitäroperation im Juli 1998 sei er m it anderen D orfbew ohnern in die Berge verschleppt w orden, w obei m an die jüngeren unter ihnen w ie den Beschw erdeführer später auf dem Posten unter Folter befragt und nach vier Tagen m angels Bew eisen w ieder freigelassen habe; anlässlich eines w eiteren M ilitäreinsatzes am 26. April 1999 hätten Soldaten w ährend seiner Abw esenheit seinen Vater geschlagen und sich nach seinem Aufenthaltsort erkundigt. D er Beschw erdeführer I.______ m achte seinerseits geltend, 1998 unter dem Verdacht, die PKK zu unterstützen, jew eils einige Tage auf dem Posten festgehalten w orden zu sein. Im April 1999 hätten Angehörige der Arm ee anlässlich einer M ilitäroperation w ährend seiner Abw esenheit seinen Vater geschlagen und m itgeteilt, der Beschw erdeführer m üsse sich w egen einer Anzeige auf dem Posten m elden, w as er in der Folge unterlassen habe; der von seinem Vater engagierte Anw alt habe ihm später m itgeteilt, er, der Beschw erdeführer, sei der G ew ährung von U nterkunft an PKK-M itgliedern angeklagt w orden. D ie Beschw erdeführer m achten im W eiteren geltend, am 15. Juli 1999 m it K._____ (dem Sohn ihres in der Schw eiz als Flüchtling anerkannten O nkels L._____, ihrem C ousin M ._____ und w eiteren Jugendlichen aus dem D orf von Soldaten in die Berge gebracht und bis zum 10. August 1999 festgehalten, geschlagen und gefoltert w orden zu sein. N ach ihrer Freilassung seien am 13. August 1999 zw ei W iderstandskäm pfer, ein M ann und eine Frau m it den C odenam en C . und D ., letztere verletzt, ins D orf gekom m en. D ie Beschw erdeführer hätten die Verletzte in einen Stall im N achbardorf gebracht und gepflegt. N ach der G enesung der Frau habe D . m it dieser das D orf w ieder verlassen. Später sei der Beschw erdeführer C .V. von einem Freund telefonisch davon unterrichtet w orden, dass sich zw ei W iderstandskäm pferinnen - darunter F.S., C ousine von C .S. - ergeben und die Beschw erdeführer und ihre Freunde denunziert hätten. D araufhin seien die Beschw erdeführer und w eitere Jugendliche in den W ald geflüchtet und dadurch der w ährend ihrer Abw esenheit stattfindenden M ilitäroperation entgangen. Im D orf angekom m en, hätten die Beschw erdeführer von der behördlichen Suche nach ihnen erfahren, w eshalb sie ihr D orf am 16. August 1999 verlassen hätten und nach Istanbul gereist seien. Am 21. O ktober 1999 hätten sie schliesslich die Türkei verlassen, um in der Schw eiz ein Asylgesuch zu stellen. Zur Stützung ihrer Vorbringen reichten die Beschw erdeführer ihre Identitätskarten, ein Bestätigungsschreiben m it Aussagen ihres Anw alts E.S. und verschiedener D orfbew ohner vom 18. D ezem ber 1999, einen Bericht des Türkischen M enschenrechtsvereins (IH D ) im O riginal und eine Faxkopie einer urgent action vom 29. Februar 2000 von am nesty international (ai) ein.3 B. M it Verfügungen vom 27. M ai 2003 lehnte das BFF - teils von der m angelnden G laubhaftigkeit, teils von der fehlenden Asylrelevanz der Vorbringen ausgehend - die Asylgesuche der Beschw erdeführer ab, ordnete deren W egw eisung aus der Schw eiz an und erachtete den Vollzug als zulässig, zum utbar und m öglich. C . In den Eingaben ihrer R echtsvertreterin vom 30. Juni 2003 an die dam als zuständige Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) beantragten die Beschw erdeführer - unter Einreichung verschiedener, nachfolgend erw ähnter Bew eism ittel - die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die G ew ährung von Asyl, eventualiter einer vorläufigen Aufnahm e w egen U nzulässigkeit und U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs. In verfahrensrechtlicher H insicht w urde darum ersucht, den Anw alt der Beschw erdeführer E.S. (...) durch die Schw eizer Botschaft in Ankara zur G efährdungslage der Beschw erdeführer zu befragen. Im W eiteren sei den Beschw erdeführern die unentgeltliche R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) zu gew ähren. Als Bew eism ittel reichte die R echtsvertreterin der Beschw erdeführer einen Teil eines Schreibens vom 16. August 1999 an die AR K und Zeitungssauschnitte und Auszüge aus dem Internet hinsichtlich der allgem einen Sicherheitssituation in (...) ein. Im W eiteren w ies die R echtsvertreterin auf die im R ahm en des vorinstanzlichen Verfahrens aus zeitlichen G ründen vom BFF nicht m ehr berücksichtigten Eingabe vom 26. M ai 2003 hin, w elche insbesondere die Verw andtschaftsbeziehungen der Beschw erdeführer innerhalb der Fam ilie zum G egenstand hat. D . M it Zw ischenverfügung vom 11. Juli 2003 w urden aufgrund des engen persönlichen und sachlichen Zusam m enhangs die beiden Beschw erdeverfahren N 386 401 und 386 402 vereinigt. Im W eiteren w ies der zuständige Instruktionsrichter das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG angesichts der bestehenden Sicherheitskonti der Beschw erdeführer im Sinne von Art. 86 AsylG m angels Bedürftigkeit ab, verzichtete indessen auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. E. D ie Vorinstanz beantragte in einer ersten Stellungnahm e vom 7. August 2003 die Abw eisung der Beschw erde. F. In ihrer R eplik vom 2. Septem ber 2003 reichte die R echtsvertreterin die Kopie eines Berichtes des Anw alts E.S. vom 14. Juni 2001 hinsichtlich der Situation von (...)im D orf (...) vor dessen Ausreise in die Schw eiz ein und w ies dabei unter anderem auf darin enthaltene Aussagen von F.R . hin, dem O nkel von C .S. und Vater von F.S., w onach seine Tochter F.S., w elche unter Folter sow ohl ihren C ousin C .S. als auch die Beschw erdeführer und andere Jugendliche aus (...) als ihre H elfer bezeichnet habe, sich w eiterhin im G efängnis (...) befinde. G . M it Eingabe der R echtsvertreterin vom 7. Januar 2004 w urde eine Kopie des bereits im Beschw erdeverfahren i.S. C .S. (...) im O riginal eingereichten, F.S. betreffenden U rteils des (...) sam t teilw eiser Ü bersetzung, ein Kom m entar der R echtsvertreterin hinsichtlich R elevanz des U rteils beziehungsw eise des darin erw ähnten Sachverhalts für die Aussagen der Beschw erdeführer und verschiedene Zeitungsausschnitte eingereicht. Im W eiteren w ies die R echtsvertreterin in ihrer Eingabe vom 4. M ai 2004 darauf 4 hin, dass der C ousin der Beschw erdeführer C .S. (...) m it U rteil der AR K vom 23. April 2004 einen positiven Asylentscheid erhalten habe. H . In ihren Vernehm lassungen vom 15. Juli 2004 im R ahm en der Prüfung einer schw erw iegenden persönlichen N otlage im Sinne von Art. 44 Abs. 3 aAsylG nahm die Vorinstanz auch Stellung zum m it Eingabe vom 7. Januar 2007 eingereichten U rteil des (...). Im W eiteren verneinte das BFF bei den Beschw erdeführern das Vorliegen einer schw erw iegenden persönlichen N otlage und beantragte - den Anträgen der kantonalen Behörde entsprechend - den Vollzug der W egw eisung. I. In ihrer R eplik vom 11. August 2004 nahm die R echtsvertreterin der Beschw erdeführer unter Einreichung von verschiedenen Auszügen aus dem Internet betreffend der aktuellen M enschenrechtssituation in der Türkei Stellung zu den Argum enten der Vorinstanz. Im W eiteren reichte die R echtsvertreterin in ihrer Eingabe vom 30. April 2005 - ergänzt durch die Eingabe vom 2. M ai 2005 - einen Brief des Vaters des Beschw erdeführers C .B. vom 25. Januar 2004 ein, w orin dieser m itteilt, von den Sicherheitsbehörden erneut über den Verbleib seines Sohnes befragt w orden zu sein. Im W eiteren w urden w eitere Auszüge aus dem Internet hinsichtlich der Situation im H eim atdorf der Beschw erdeführer eingereicht. J. M it Eingaben vom 25. Juli 2005 i.S. (...) und 22. D ezem ber 2005 i.S. (...) beantragten die zuständigen kantonalen Behörden in W iedererw ägung der im R ahm en der Vernehm lassung zur schw erw iegenden persönlichen N otlage gestellten Anträge vom 24. Juni 2004 die vorläufige Aufnahm e der Beschw erdeführer im Sinne von Art. 44 Abs. 3 aAsylG . In einer w eiteren Vernehm lassung vom 30. Januar 2006 i.S. (...) hielt das BFM an seinem Antrag auf Vollzug der W egw eisung fest. K. Im R ahm en des rechtlichen G ehörs zur Vernehm lassung des BFM vom 30. Januar 2006 teilte die R echtsvertreterin in ihrer Eingabe vom 27. Februar 2006 die Auffassung der Vorinstanz bezüglich Verneinung einer schw erw iegenden persönlichen N otlage und hielt gleichzeitig unter Einreichung verschiedener Auszüge aus dem Internet hinsichtlich der Situation der Kurden in der Türkei an ihrem Antrag um Asylgew ährung fest. 5 D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verw altungsverfahrensgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfü- gungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz; das Bundesverw altungsgericht ent- scheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG , SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht hat am 1. Januar 2007 die bei der per 31. D ezem - ber 2006 aufgelösten AR K hängigen R echtsm ittel übernom m en. D as neue Verfah- rensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw erdeführer sind legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten. 1.4 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. 2.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim at- staat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer poli- tischen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gel- ten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist R echnung zu tragen (Art. 3 AsylG ). 2.2 Eine asylsuchende Person erfüllt die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG , w enn sie N achteile von bestim m ter Intensität erlitten hat (oder solche m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft begründeterw eise be- fürchten m uss), w elche ihr gezielt und aufgrund bestim m ter, in Art. 3 Abs. 1 AsylG aufgezählter Verfolgungsm otive durch O rgane des H eim at- oder H erkunftsstaats zugefügt w orden sind (bzw . zugefügt zu w erden drohen). D ie erlittene Verfolgung beziehungsw eise die begründete Furcht vor künftiger Verfolgung m uss aber nicht nur anlässlich der Ausreise aus dem H eim at- oder H erkunftsstaat, sondern grund- sätzlich auch noch im Zeitpunkt des Asylentscheids aktuell sein. Begründete Furcht vor künftiger staatlicher Verfolgung liegt entsprechend nur vor, w enn kon- kreter Anlass zur Annahm e besteht, letztere hätte sich - aus der Sicht im Zeitpunkt 6 der Ausreise - m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit und in absehbarer Zeit verw irk- licht und w ürde sich auch noch aus heutiger Sicht m it ebensolcher W ahr- scheinlichkeit in absehbarer Zukunft verw irklichen. Eine bloss entfernte M öglich- keit künftiger Verfolgung genügt nicht; es m üssen konkrete Indizien vorliegen, w el- che den Eintritt der erw arteten Benachteiligung als w ahrscheinlich und dem entsprechend die Furcht davor als realistisch und nachvollziehbar erscheinen lassen (vgl. Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurs- kom m ission [EM AR K] 1993 N r. 21 E. 3 S. 138; W ALTER KÄLIN , G rundriss des Asyl- verfahrens, Basel/Frankfurt a.M . 1990, S. 143 ff.). 3. 3.1 D ie Vorinstanz hat in der angefochtenen Verfügung (...) die Vorbringen des Beschw erdeführers C .Bu., 1998 einen verletzten Angehörigen der PKK unterstützt zu haben und danach anlässlich einer M ilitäroperation im Juli 1998 m it anderen D orfbew ohnern zuerst in die Berge verschleppt und später auf dem Posten befragt und m isshandelt w orden zu sein, als nicht glaubhaft erachtet. D as BFF führte aus, zum Einen habe der Beschw erdeführer diese Vorkom m nisse an der Em pfangsstelle nicht erw ähnt, obw ohl er ausdrücklich nach w eiteren M itnahm en gefragt w orden sei (vgl. A1, S. 5), zum Anderen seien seine diesbezüglichen Angaben anlässlich der kantonalen Befragung vom 5. Februar 1999 und der ergänzenden Bundesanhörung durch das BFF vom 22. April 2003 w idersprüchlich ausgefallen. So habe er als Zeitpunkt für das Auftauchen der G uerillagruppe im H eim atdorf und der anschliessenden Pflege des verletzten W iderstandskäm pfers an der kantonalen Befragung den 5. Juli 1998 (vgl. A4, S. 9), anlässlich der ergänzenden Bundesanhörung indessen den 7. M ai 1998 (vgl. A24, S. 3) angegeben. Im W eiteren habe der Beschw erdeführer an der ergänzenden Bundesanhörung bestritten, den Ü bernam en des Verletzten zu kennen (vgl. 24, S. 8 und 13), obw ohl er anlässlich der kantonalen Anhörung diesen m it 'Avares' bezeichnet habe (vgl. A4, S. 9). Schliesslich w eise die D arstellung der geltend gem achten Vorbringen keinerlei R ealkennzeichen auf und enthalte hinsichtlich H andlungsablauf unlogische, sich w idersprechende Elem ente. So habe der Beschw erdeführer an der kantonalen Anhörung die M itnahm e als unm ittelbare Folge für die H ilfe an einem verletzten G uerillero dargestellt (vgl. A4, S. 9), anlässlich der ergänzenden Bundesanhörung indessen angegeben, zw ischen dem Verletztentransport und der M itnahm e seien 1-2 M onate vergangen (vgl. A24, S. 5). In der Beschw erdeschrift vertritt die R echtsvertreterin die Auffassung, die angeblich w idersprüchlichen Angaben des Beschw erdeführers zum Zeitpunkt für das Auftauchen der G uerillagruppe im H eim atdorf (5. Juli 1998 beziehungsw eise 7. M ai 1998) m üsse auf einer unkorrekten W iedergabe der diesbezüglichen Aussagen des Beschw erdeführers an der kantonalen Anhörung beruhen; w ohl aufgrund eines M issverständnisses bei der Ü bersetzung sei die tatsächliche Angabe des Beschw erdeführers „im fünften M onat der siebte Tag“ versehentlich m it „im siebten M onat der fünfte Tag“ protokolliert w orden. D ieser Auffassung ist entgegenzuhalten, dass es der Beschw erdeführer bei der R ückübersetzung versäum t hat, eine Korrektur dieses m öglichen Versehens zu beantragen. Indessen erscheint die Verw echslungsgefahr, ein angegebenes D atum 7 versehentlich in um gedrehter Folge w iederzugeben, durchaus naheliegend. Im W eiteren hat der Beschw erdeführer anlässlich der nachfolgenden ergänzenden Anhörung durch das BFF stets den 7. M ai 1998 als Zeitpunkt für das Auftauchen der G uerillagruppe im H eim atdorf angegeben (vgl. A24, S. 3, 4 und 13) und der 5. Juli 1998 blieb gänzlich unerw ähnt. Schliesslich w eisen auch andere Aussagen des Beschw erdeführers im Zusam m enhang m it diesem Ereignis auf den 7. M ai 1998 als tatsächlich erw ähntes D atum hin, hat doch der Beschw erdeführer an anderer Stelle angegeben, zw ischen dem Verletztentransport und der M itnahm e seien 1-2 M onate vergangen (vgl. A24, S. 5). Es bestehen dem nach genügend konkrete Anhaltspunkte darauf, dass der Beschw erdeführer anlässlich der kantonalen Anhörung als Zeitpunkt für das Auftauchen der G uerillagruppe im H eim atdorf nicht w ie irrtüm lich protokolliert den 5. Juli 1998, sondern in Ü bereinstim m ung m it späteren entsprechenden Aussagen den 7. M ai 1998 angegeben hat. Im W eiteren trifft die Behauptung in der angefochtenen Verfügung, der Beschw erdeführer habe an der kantonalen Anhörung (vgl. A4, S. 9) - abw eichend von der Aussage anlässlich der ergänzenden Bundesanhörung, w onach zw ischen zw ischen dem Verletztentransport und der M itnahm e 1-2 M onate vergangen seien (vgl. A24, S. 5) - angegeben, 'die M ilitärs seien w enige Tage nach dem Verletztentransport gekom m en (und hätten nach (...) gefragt)', nicht zu. Aus dem Protokoll der kantonalen Anhörung ist ersichtlich, dass der Beschw erdeführer vielm ehr erklärte, am 26. Juli 1998 sei das M ilitär in das D orf gekom m en und habe von ihm w issen w ollen, w eshalb er (...) im Stall versteckt habe (vgl. A24, S. 5). Eine Aussage des Beschw erdeführers, w onach sich der M ilitäreinsatz w enige Tage nach dem Verletztentransport ereignet habe, fehlt entgegen der Behauptung der Vorinstanz im Protokoll der kantonalen Anhörung, w eshalb sich auch die w eitere Schlussfolgerung des BFF, anders als an der ergänzenden Bundesanhörung habe der Beschw erdeführer an der kantonalen Anhörung die M itnahm e als unm ittelbare Folge für die H ilfe an einem verletzten G uerillo dargestellt, als unzutreffend erw eist. Indessen bleibt der W iderspruch bestehen, dass der Beschw erdeführer an der ergänzenden Bundesanhörung bestritt, den Ü bernam en des Verletzten zu kennen (vgl. A24, S. 13), obw ohl er anlässlich der kantonalen Anhörung diesen m it (...) bezeichnet hatte (vgl. A4, S. 9). D ie Erklärung in der Beschw erdeschrift, der Beschw erdeführer habe tatsachenw idrig bestritten, den Ü bernam en des Verletzten genannt zu haben, w eil er nicht habe zugeben w ollen, den N am en in der Zw ischenzeit vergessen zu haben, erscheint unbestim m t und spekulativ und verm ag daher den festgestellten W iderspruch nicht zu beseitigen, zum al der N am en (...) zw eim al als eigene Aussage und zw eim al in der Fragestellung des Befragers im Protokoll erscheint (vgl. A4, S. 9 u. 11). D ieser Vorbehalt ändert jedoch nichts daran, dass die von der Vorinstanz festgestellten angeblichen W idersprüche in den Aussagen des Beschw erdeführers zum geltend gem achten Vorbringen, 1998 einen verletzten Angehörigen der PKK unterstützt zu haben und danach anlässlich einer M ilitäroperation im Juli 1998 m it anderen D orfbew ohnern zuerst in die Berge verschleppt und später auf dem Posten befragt und m isshandelt w orden zu sein, durch die Argum ente in der Beschw erdeschrift w eitgehend erklärt w erden können. D ie diesbezüglichen Schilderungen des Beschw erdeführers sind anlässlich der verschiedenen Anhörungen entgegen der 8 Auffassung der Vorinstanz überw iegend bestim m t, lebendig und detailliert ausgefallen sind und daher - auch in Berücksichtigung des genannten W iderspruchs und der Tatsache, dass es der Beschw erdeführer versäum te, das Ereignis an der Em pfangsstelle zu erw ähnen - als überw iegend w ahrscheinlich und dam it als glaubhaft zu erachten. 3.2 D ie Vorinstanz erachtete auch das w eitere Vorbringen des Beschw erdeführers, bei einer w eiteren M ilitäroperation im April 1999 hätten Soldaten w ährend seiner Abw esenheit seinen Vater geschlagen und sich nach seinem Aufenthaltsort erkundigt, als nicht glaubhaft m it der w esentlichen Argum entation, der Beschw erdeführer habe nicht überzeugend darlegen können, w eshalb er gerade vor einer M ilitäroperation im April 1999 vorsorglich geflohen sei. Es erscheine doch sehr konstruiert, dass das M ilitär ausgerechnet am Tag seiner Abw esenheit nach ihm gefragt habe. Einerseits habe der Beschw erdeführer seine Flucht im April 1999 dam it erklärt, w egen seiner U nterstützung der G uerilla im Jahre 1998 Angst gehabt zu haben, dass m an ihn m itnehm en w ürde (vgl. A24, S. 11 und 12), andererseits habe er angegeben, seit dem Vorfall im Juli 1998 bis im April 1999 norm al im D orf gelebt zu haben, w obei es im m er w ieder M ilitäroperationen gegeben habe (vgl. A24, S. 12). Es sei som it nicht nachvollziehbar, w eshalb sich der Beschw erdeführer bei den M ilitäroperationen zuvor nicht versteckt gehabt habe, sondern gerade im April 1999. In der Beschw erdeschrift w eist die R echtsvertreterin darauf hin, dass die Aussage des Beschw erdeführers, seit dem Vorfall im Juli 1998 bis im April 1999 norm al im D orf gelebt zu haben, w obei es im m er w ieder M ilitäroperationen gegeben habe (vgl. A24, S. 12), nicht, w ie von der Vorinstanz interpretiert, bedeute, dass sich der Beschw erdeführer nur vor der M ilitäroperation im April 1999 versteckt gehabt habe; vielm ehr habe es für den Beschw erdeführer w ie für die anderen jungen M änner im D orf zum norm alen Leben gehört, sich, w enn m öglich, in den W ald abzusetzen. In der R egel sei das Kom m en des M ilitärs frühzeitig erkennbar gew esen. D iese Erklärung w ird durch verschiedene Aussagen des Beschw erdeführers anlässlich der Anhörungen gestützt. So hat der Beschw erdeführer bei der kantonalen Anhörung auf die Frage, ob er sich versteckt oder norm al w eitergelebt habe, angegeben, 'von Zeit zu Zeit konnten w ir (der Beschw erdeführer und andere jungen M änner im D orf), rechtzeitig aus dem D orf fliehen, w enn w ir die M ilitärs frühzeitig gesehen haben; ansonsten, w enn sie uns kriegten, gab es die Schikanen' (vgl. A4, S. 12); auf entsprechende Frage hin präzisierte der Beschw erdeführer, er habe sich 5-6 M al im W ald versteckt, der in nur 4-5 M inuten zu Fuss zu erreichen sei (vgl. A4, S. 12). Im W eiteren hat der Beschw erdeführer anlässlich der ergänzenden Bundesanhörung auf die Frage, w ie er im April 1999 von der bevorstehenden M ilitäroperation erfahren habe, erklärt, oft könne m an die Soldaten m it ihren Fahrzeugen kom m en sehen und fliehen, w as - anders als am 15. Juli 1999 - auch im April 1999 der Fall gew esen sei (vgl. A24, S. 11). In Beachtung dieser - von der Vorinstanz nicht berücksichtigten - Aussagen kann der Vorw urf des BFF, der Beschw erdeführer habe nicht überzeugend darlegen können, w eshalb er sich gerade im April 1999 versteckt gehabt habe, nicht aufrecht erhalten w erden. Som it ist entgegen der Einschätzung der Vorinstanz das Vorbringen des Beschw erdeführers, bei einer w eiteren M ilitäroperation im April 1999 hätten Soldaten w ährend seiner Abw esenheit seinen 9 Vater geschlagen und sich nach seinem Aufenthaltsort erkundigt, als glaubhaft zu erachten. 3.3 Aus den Erw ägungen 3.1 und 3.2 ergibt sich, dass die Vorbringen des Beschw erdeführers C .Bu., im Juli 1998 sei er m it anderen D orfbew ohnern in die Berge verschleppt und später auf dem Posten befragt und m isshandelt w orden, im W eiteren hätten Soldaten bei einer erneuten M ilitäroperation im April 1999 w ährend seiner Abw esenheit seinen Vater geschlagen und sich nach seinem Aufenthaltsort erkundigt, entgegen der Einschätzung der Vorinstanz als überw iegend w ahrscheinlich und dam it glaubhaft zu erachten sind. 3.4 Auch die Vorbringen des Beschw erdeführers C .V. (...), im April 1999 hätten Angehörige der Arm ee anlässlich einer M ilitäroperation w ährend seiner Abw esenheit seinen Vater geschlagen und ihm m itgeteilt, der Beschw erdeführer m üsse sich w egen einer Anzeige auf dem Posten m elden, w as er in der Folge unterlassen habe, erachtete das BFF in der angefochtenen Verfügung als nicht glaubhaft. D ie Vorinstanz führte aus, einerseits habe der Beschw erdeführer ausgesagt, von seinem Anw alt erfahren zu haben, dass er w egen U nterkunfts- und U nterstützungsgew ährung angeklagt w orden sei (vgl. A1, S. 4), andererseits habe er angegeben, gegen ihn sei nie ein Verfahren eingeleitet w orden (vgl. A1, S. 5; A8, S. 2; A20, S. 13). In der Beschw erdeschrift vertritt die R echtsvertreterin die Auffassung, aus der (w ahrheitsgem ässen) Aussagen des Beschw erdeführers an der kantonalen Anhörung, w onach er vom Anw alt erfahren habe, dass er w egen U nterstützung und Beherbergung von G uerillas gesucht w erde (vgl. A4, S. 7) ergebe sich, dass das an der Em pfangsstelle protokollierte W ort 'angeklagt' unzutreffend sei. D ieser Auffassung ist entgegenzuhalten, dass es der Beschw erdeführer bei der R ückübersetzung versäum t hat, eine entsprechende Korrektur anzubringen. Indessen hat der Beschw erdeführer anlässlich der Anhörungen und in den Eingaben seiner R echtsvertreterin stets darauf hingew iesen, gegen ihn sei nie ein Verfahren eingeleitet w orden (vgl. A1, S. 5; A8, S. 2; A20, S. 13), w as in Ü bereinstim m ung der entsprechenden Aussage an der kantonalen Anhörung, w onach er w egen U nterstützung und Beherbergung von G uerillas gesucht w erde, steht. Aus diesen G ründen erscheint eine entsprechende R elativierung des an der Em pfangsstelle verw endeten Ausdrucks 'angeklagt w orden' gerechtfertigt und in diesem Sinn ist auch der vom BFF festgestellte W iderspruch in den Aussagen des Beschw erdeführers zu relativieren; m angels Einleitung eines Verfahrens w ar es dem Beschw erdeführer auch nicht m öglich, entsprechende G erichtsakten ins R echt zu legen. Im W eiteren stellte das BFF - m it ähnlicher Argum entation w ie im Verfahren von C .B. (...) - fest, der Beschw erdeführer habe nicht überzeugend darlegen können, w eshalb er gerade im April 1999 vorsorglich geflohen sei. Auch im vorliegenden Fall kann der Vorw urf der Vorinstanz nicht aufrecht erhalten w erden. In der Beschw erdeschrift w ird überzeugend dargelegt, dass es für den Beschw erdeführer w ie für die anderen jungen M änner im D orf zum norm alen Leben gehörte, sich bei einer M ilitäroperation, w enn m öglich, in den W ald abzusetzen; w eiter w ird ausgeführt, dass dies ganz besonders für den Beschw erdeführer gelte, der bereits 1998 festgenom m en w orden sei. D er Beschw erdeführer sagte denn auch aus, die Soldaten seien im m er präsent gew esen, hätten ihn aber nicht erw ischt (vgl. A20, S. 10). Aufgrund des vorsichtigen Verhaltens des Beschw erdeführers, sich bei 10 einer M ilitäroperation, w enn m öglich, im nahen W ald zu verstecken, ist auch nachvollziehbar, w arum dieser auch bei einem konkreten Verdacht der Behörden nicht jederzeitig festgenom m en w erden konnte. Som it ist entgegen der Einschätzung des BFF das Vorbringen des Beschw erdeführers C .V., im April 1999 hätten Angehörige der Arm ee anlässlich einer M ilitäroperation w ährend seiner Abw esenheit seinen Vater geschlagen und ihm m itgeteilt, der Beschw erdeführer m üsse sich w egen einer Anzeige auf dem Posten m elden, w as er in der Folge unterlassen habe, als glaubhaft zu erachten. 3.5 Schliesslich haben die Beschw erdeführer C .Bu. und C .V. geltend gem acht, am 15. Juli 1999 m it C .B. (dem Sohn des in der Schw eiz als Flüchtling anerkannten O nkels C .H .(...) ihrem C ousin C .S. (...) und w eiteren jungen M ännern aus dem D orf von Soldaten in die Berge gebracht und bis zum 10. August 1999 festgehalten, geschlagen und gefoltert w orden zu sein. N ach der Freilassung seien am 13. August 1999 zw ei W iderstandskäm pfer, ein M ann m it dem C odenam en C . und eine Frau m it dem C odenam en D ., letztere verletzt, ins D orf gebracht w orden. D er Beschw erdeführer und andere hätten die Verletzte in einen Stall im N achbardorf gebracht und gepflegt. N ach der G enesung der Frau habe D . m it dieser das D orf w ieder verlassen. Später sei sein C ousin C .V. von einem Freund telefonisch darüber unterrichtet w orden, dass sich zw ei W iderstandskäm pferinnen - darunter F.S., C ousine von C .S. - ergeben und die Beschw erdeführer und ihre Freunde denunziert hätten. D araufhin seien die Beschw erdeführer und w eitere Jugendliche in den W ald geflüchtet und dadurch der w ährend ihrer Abw esenheit stattfindenden M ilitäroperation entgangen. Im D orf angekom m en, hätten die Beschw erdeführer von der behördlichen Suche nach ihnen erfahren, w eshalb sie ihr D orf am 16. August 1999 verlassen hätten und nach Istanbul gereist seien. Zur Stützung dieser Vorbringen reichten die Beschw erdeführer neben einem Bestätigungsschreiben m it Aussagen ihres Anw alts E.S. und verschiedener D orfbew ohner vom 18. D ezem ber 1999, einem Bericht des Türkischen M enschenrechtsvereins (IH D ) im O riginal und einer Faxkopie einer urgent action vom 29. Februar 2000 von am nesty international (ai) insbesondere eine Kopie des bereits im Beschw erdeverfahren i.S. C .S. (...) im O riginal eingereichten, F.S. betreffenden U rteils des (...) sam t teilw eiser Ü bersetzung ein. Zu diesem U rteil hielt die Vorinstanz, w elche in den angefochtenen Verfügungen die (fluchtauslösenden) Vorbringen der Beschw erdeführer, vom 15. Juli 1999 bis 10. August 1999 in den Bergen von Soldaten unter M isshandlung befragt und nach ihrer Freilassung denunziert und von den Sicherheitsbehörden erneut gesucht w orden zu sein, als nicht glaubhaft erachtet hat, in ihren Vernehm lassungen vom 15. Juli 2004 ohne nähere Erläuterung lediglich fest, 'aufgrund des eingereichten G erichtsurteils betreffend die C ousine F.S. ergäben sich trotz zahlreicher U ngereim theiten in den Vorbringen der Beschw erdeführer H inw eise, die zum indest für die G laubhaftigkeit gew isser erlittener Ereignisse sprechen w ürden', ohne diese gew issen erlittenen Ereignisse näher zu bezeichnen; vielm ehr beschränkt sich die Vorinstanz in der Folge darauf, das Vorliegen einer begründeten Furcht vor R eflexverfolgung für die Beschw erdeführer zu verneinen. W ie die R echtsvertreterin in ihrer Eingabe vom 7. Januar 2004 zutreffend festhält, 11 ist aus dem U rteil ersichtlich, dass tatsächlich eine G ruppe G uerillas in der w eiteren U m gebung des D orfes (...) lebte und Aktionen gegen die Sicherheitskräfte unternahm , F.S. m it dem C odenam en B. - die C ousine von C .S. (...) - ab 1999 in den D örfern N ahrungsm ittel sam m elte und gleichzeitig Propaganda für die PKK betrieb (vgl. S. 2). Im W eiteren kann dem U rteil entnom m en w erden, dass sich die zw ei W iderstandskäm pfer C . und D . am 13. August 1999 m it der W iderstandsgruppe im D orf (...) aufhielten und sich entfernten, als sie Schüsse vernahm en, w ährend sich die W iderstandskäm pferinnen m it den C odenam en B. und C . bei dieser G elegenheit von den G uerillas trennten und sich drei Tage später, am 16. August 1999, den Sicherheitskräften ergaben (vgl. S. 3). D iese Angaben im U rteil vom 26. N ovem ber 2002 stim m en dem nach m it den Aussagen der Beschw erdeführer anlässlich der Anhörungen im Jahre 1999 überein, w onach am 13. August 1999 zw ei W iderstandskäm pfer m it den C odenam en C . und D ., letztere verletzt, ins D orf gekom m en seien und sich später zw ei (andere) W iderstandskäm pfer, darunter F.S., C ousine von C .S., ergeben hätten. D urch die Einreichung des U rteils vom 26. N ovem ber 1999 w erden som it zentrale Vorbringen der Beschw erdeführer bestätigt. Im W eiteren erscheinen aufgrund der Tatsache, dass sich F.S. ergeben hat, die Vorbringen der Beschw erdeführer, F.S. habe sie unter D ruck als ihre H elfer bezeichnet, w eshalb sie von den Sicherheitsbehörden erneut gesucht und geflüchtet seien, als sehr plausibel, auch w enn die Angaben der Beschw erdeführer, w ie und w ann sie von der D enunziation erfahren hätten und hinsichtlich der Begleitum stände ihrer Flucht - w ie von der Vorinstanz in den angefochtenen Verfügungen aufgezeigt - teils w idersprüchlich ausgefallen sind; w as die Vorbringen der Beschw erdeführer betrifft, am 15. Juli 1999 m it w eiteren jungen M ännern aus dem D orf von Soldaten in die Berge gebracht und bis zum 10. August 1999 festgehalten und gefoltert w orden zu sein, ist festzuhalten, dass die vom BFF festgestellten W idersprüche teils nicht bestehen, teils in der Beschw erdeschrift entkräftet w erden können oder D etails betreffen, denen nicht entscheidende Bedeutung zukom m t. So w ies die Vorinstanz darauf hin, dass der Beschw erdeführer C .Bu. (...) bei der kantonalen Anhörung zw ar geschildert habe, dass C .S. (...) an der N ase geblutet habe (vgl. A24, S. 8), jedoch dessen - gravierendere - Bauchverletzung erst bei der ergänzenden Bundesanhörung angegeben habe, w eshalb dieses Vorbringen als nachgeschoben zu erachten sei. D ie Erklärung in der Beschw erdeschrift, bei der Freilassung sei die W unde am Bauch bereits, w enn auch schlecht, verheilt gew esen und die sichtbaren offenen, blutenden W unden am Kopf (vgl. A24, S. 19) hätten daher im Vordergrund gestanden und w ären deshalb vom Beschw erdeführer als erstes erw ähnt w orden, erscheint zw ar nicht zw ingend, verm ag aber doch aufzuzeigen, dass auch die Argum entation des BFF nicht gänzlich zu überzeugen verm ag. Im W eiteren hielt die Vorinstanz fest, w ährend C .V. angegeben habe, m anche der im Juli 1999 in die Berge m itgenom m enen Personen seien Verw andte, andere Freunde gew esen (vgl. A1. S. 4), habe C . Bu. davon gesprochen, alle seien Verw andte gew esen (...) A4, S. 4). H ierzu ist festhalten, dass das kantonale Protokoll im Verfahren (...) (vgl. A4) entgegen der Behauptung der Vorinstanz keine Aussage von C . Bu., w onach alle in die Berge m itgenom m enen Personen Verw andte gew esen seien, enthält; eine ähnliche Aussage des Beschw erdeführers findet sich zw ar im Protokoll der 12 Erstbefragung, indessen sagt der Beschw erdeführer C . Bu. w örtlich 'w ir w urden zu sechst festgenom m en, ich, dann ein (...) und (...), w elches m eine Verw andten sind' (vgl. A1, S. 4). D ie Aussage, 'w elches m eine Verw andten sind', m uss sich auf die letzten genannten N am en (...) beziehen, w elche im G egensatz zu (...) und (...) (...) tatsächlich Verw andte des Beschw erdeführers C . Bu. sind. Eine Aussage des Beschw erdeführers, w onach alle in die Berge m itgenom m enen Personen Verw andte gew esen seien, fehlt dem nach in den Protokollen, w eshalb auch der vom BFF behauptete W iderspruch nicht besteht. Andererseits gibt es vom BFF zutreffend festgestellte W idersprüche in den Aussagen, w elche in der Beschw erdeschrift nicht entkräftet w erden können. So hat der Beschw erdeführer C .Bu. den Zeitpunkt der M itnahm e am 15. Juli 1999 einm al m it 'früh am M orgen' (vgl. (...), A4, S. 8), ein anderes M al m it 'am N achm ittag' (vgl. A24, S. 11) bezeichnet. M it dem blossen H inw eis auf die N ervosität des Beschw erdeführers anlässlich der Anhörungen verm ag die R echsvertreterin den festgestellten W iderspruch nicht zu beseitigen. Indessen erscheint es vor dem H intergrund der als glaubhaft erachteten Vorbringen, bereits vor der M itnahm e am 15. Juli 1999 w egen U nterstützung der PKK unter behördlichem D ruck geraten und dabei auch festgenom m en und m isshandelt w orden zu sein, trotz des genannten Vorbehalts als überw iegend w ahrscheinlich, dass die Beschw erdeführer am 15. Juli 1999 m it w eiteren jungen M ännern aus dem D orf von Soldaten in die Berge gebracht und bis zum 10. August 1999 unter M isshandlung festgehalten w orden sind, sind doch im W eiteren die diesbezüglichen Schilderungen der Beschw erdeführer, w enn auch nicht w iderspruchsfrei, so doch überw iegend bestim m t, lebendig und detailliert ausgefallen und w erden durch zahlreiche Zeugenaussagen - w ie auch das Vorbringen von C .S. (...), w elchem in der Schw eiz Asyl gew ährt w orden ist - und Bew eism ittel erhärtet. 4. Zusam m enfassend ist festzuhalten, dass die Vorbringen der Beschw erdeführer gesam thaft betrachtet schlüssig erscheinen. Es ist unum stritten, dass die Beschw erdeführer aus einer R egion stam m en, in der zum indest im dam aligen Zeitpunkt gew altsam e Auseinandersetzungen zw ischen der PKK und den Sicherheitsbehörden stattfanden und in den D örfern regelm ässig R azzien durchgeführt w urden, w obei die türkische Arm ee brutal gegen die Bevölkerung vorging. Es ist naheliegend, dass die Beschw erdeführer als junge M änner und M itglieder der politisch verdächtigen G rossfam ilie - so konnte beispielsw eise C .H . In seinem Asylverfahren glaubhaft darlegen, dass Angehörige seinetw egen behördlich behelligt w orden seien - das Augenm erk der Behörden auf sich zogen. D ie Beschw erdeführer konnten insgesam t glaubhaft dartun, unter dem Vorw urf, die PKK zu unterstützen, m ehrere M ale festgenom m en und unter M isshandlung zu m öglichen Verstecken der W iderstandskäm pfer befragt w orden zu sein, zuletzt im Juli 1999, unter anderem zusam m en m it ihrem C ousin C .S. (...); dass die Beschw erdeführer jew eils m angels Bew eisen freigelassen w urden und gegen sie kein Verfahren eingeleitet w urde, erscheint entgegen der Auffassung der Vorinstanz durchaus m öglich. Ebenso nachvollziehbar erscheint, dass die Behörden, nachdem sie von F.S. von den erbrachten H ilfeleistungen der Beschw erdeführer für die PKK erfahren hatten, gezielt nach den Beschw erdeführern suchten und sich diese in der Folge zur Flucht entschlossen. Im W eiteren ist die Furcht der Beschw erdeführer, bei einer R ückkehr in den 13 H eim atstaat von den türkischen Sicherheitsbehörden behelligt zu w erden, als begründet zu erachten. Es ist nicht m it genügender W ahrscheinlichkeit auszuschliessen, dass die Beschw erdeführer, w elche sich einer Festnahm e durch die Behörden aufgrund der Aussagen von F.S. entzogen haben, bei einer Einreise festgenom m en und entw eder bereits in Istanbul eingehend befragt oder den Behörden der H eim atregion überstellt und dort inhaftiert und m öglicherw eise m isshandelt w ürden. 5. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die Beschw erdeführer im Zeitpunkt der Ausreise O pfer von asylrechtlich relevanter Verfolgung w aren, und es ist davon auszugehen, dass die Beschw erdeführer bei einer R ückkehr in die Türkei m it erheblicher W ahrscheinlichkeit erneut ernsthaften N achteilen im Sinne von Art. 3 AsylG seitens des Staates ausgesetzt w ären. Sie erfüllen dam it die Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft. Asylausschlussgründe gem äss Art. 54 AsylG sind nicht ersichtlich. D ie Beschw erden sind gutzuheissen und die Vorinstanz ist anzuw eisen, den Beschw erdeführern Asyl zu gew ähren. 6. Bei diesem Ausgang des Beschw erdeverfahrens sind keine Kosten zu erheben (Art. 63 Vw VG ). O bsiegende Parteien haben Anspruch auf eine Parteientschädigung für die ihnen erw achsenen notw endigen Kosten (Art. 7 Abs. 1 des R eglem ents vom 11. D ezem - ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsge- richt [VG KE, SR 173.320.2]). D er in den Kostennoten vom 30. beziehungsw eise 31. O ktober 2006 aufgestellte Arbeitsaufw and von über 52 Stunden erscheint indessen trotz der Kom plexität der beiden Fälle nach den Erfahrungsw erten des G erichts und in Anbetracht der w eitgehenden Parallelität der beiden Fälle als zu hoch. In W ürdigung aller Elem ente erachtet das G ericht einen Betrag von gesam thaft Fr. 3'000.-- (inkl. Auslagen) als angem essen. (D ispositiv nächste Seite)14 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erden w erden gutgeheissen. 2. D ie Verfügungen des BFF vom (...) w erden aufgehoben. D as BFM w ird angew iesen, den Beschw erdeführern in der Schw eiz Asyl zu erteilen. 3. Es w erden keine Kosten erhoben. 4. D as BFM hat den Beschw erdeführern für das Verfahren vor dem Bundesverw al- tungsgericht eine Parteientschädigung in der H öhe von Fr. 3'000.-- zu entrichten. 5. D ieses U rteil geht an: - die R echtsvertreterin der Beschw erdeführer, 2 Expl. (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (...) - (...) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: Bendicht Tellenbach D aniel M erkli Versand am :