<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2023-04-11-5A_958-2022.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_958/2022</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 11. April 2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Herrmann, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Schöbi, Bundesrichterin De Rossa, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Sieber. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.A.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Bruno Meier, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.A.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwältin </div> <div class="para">Ursula Engelberger-Koller, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Eheschutzmassnahmen, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zug, II. Zivilabteilung, vom 28. Oktober 2022 </div> <div class="para">(Z2 2022 34). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para">A.A.________ (Beschwerdeführerin) und B.A.________ (Beschwerdegegner) sind die verheirateten Eltern von C.A.________ (geb. 2015) und D.A.________ (geb. 2017). </div> <div class="para">Am 10. September 2021 machte A.A.________ beim Kantonsgericht Zug das Eheschutzverfahren rechtshängig. Mit Entscheid vom 8. Juni 2022 stellte das Kantonsgericht soweit heute noch interessierend die Kinder unter die Obhut der Mutter und regelte den persönlichen Verkehr des Vaters mit diesen. Weiter errichtete es für die Kinder eine Beistandschaft und verpflichtete B.A.________ zur Zahlung von Ehegatten- und Kindesunterhaltsbeiträgen an die Ehefrau. Die Gerichtskosten auferlegte das Kantonsgericht den Parteien je zur Hälfte und die Parteikosten schlug es wett. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para">Mit Urteil vom 28. Oktober 2022 (eröffnet am 10. November 2022) hiess das Obergericht des Kantons Zug die von A.A.________ hiergegen erhobene Berufung teilweise gut und traf die folgende Regelung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">"2.2 Der Vater wird berechtigt und verpflichtet, die Kinder [...] auf eigene Kosten wie folgt zu betreuen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">- ab 1. Dezember 2022 bis zum 31. Januar 2023 an jedem zweiten Sonntag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr; </div> <div class="para">- ab 1. Februar 2023 bis zum 30. April 2023 jedes Wochenende, abwechselnd am Samstag oder Sonntag (beginnend mit einem Samstag), von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr; </div> <div class="para">- ab 1. Mai 2023 bis 31. August 2023 jedes zweite Wochenende von Samstag 10.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr; </div> <div class="para">- ab 1. September 2023 jedes zweite Wochenende von Freitag, 18.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr. </div> <div class="para">Während der Feiertage erfolgt die Betreuung der Kinder durch den Vater wie folgt: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">- in Jahren mit gerader Jahreszahl am 24. Dezember, von 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr, sowie am Ostermontag, von 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr; </div> <div class="para">- in Jahren mit ungerader Jahreszahl am 25. Dezember, von 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr, und am Ostersonntag, 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr. </div> <div class="para">Weiter betreut er die Kinder ab dem 1. September 2023 während drei Wochen pro Jahr in den Schulferien, [...]. </div> <div class="para">2.3.1 Für die Kinder [...] wird eine Beistandschaft im Sinne von <span class="artref"><artref id="CH/210/308/2" type="start"></artref><artref id="CH/210/308/1" type="start"></artref>Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB</span><artref id="CH/210/308/2" type="end"></artref><artref id="CH/210/2" type="end"></artref> errichtet und die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde wird darum ersucht, den Beistand zu bestellen und diesem insbesondere die folgenden Aufgaben zu übertragen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">- die Sicherstellung der Ausübung sowie die Überwachung des Besuchs- und Ferienrechts gemäss Ziff. 2.2; </div> <div class="para">- die Antragstellung bei der Kindesschutzbehörde, falls sich abzeichnet, dass ein Wechsel der Besuchsrechtsphasen oder die Ausübung des Ferienrechts dem Kindeswohl zuwiderliefe; </div> <div class="para">- die Festlegung der Art und Weise der Kinderübergabe; </div> <div class="para">- die Vermittlung bei Konflikten bei der Ausübung des persönlichen Verkehrs; </div> <div class="para">- die Unterstützung der Parteien in der Sorge für ihre Kinder. </div> <div class="para">Allfällige Kosten der Beistandschaft sind von den Parteien je zur Hälfte zu übernehmen. </div> <div class="para">2.3.2 Die Parteien werden im Sinne einer Kindesschutzmassnahme verpflichtet, den [...] Kurs «Kinder im Blick» zu besuchen. </div> <div class="para">Die Kosten des Kurses «Kinder im Blick» sind je von den Parteien zur Hälfte zu tragen. </div> <div class="para">2.4 [B.A.________] wird verpflichtet, [an A.A.________] an den Unterhalt der gemeinsamen Kinder [...] folgende Unterhaltsbeiträge zuzüglich allfälliger Familienzulagen zu bezahlen, [...]: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">- rückwirkend ab dem 1. Juli 2021 bis 31. Januar 2023: </div> <div class="para">für C.A.________ CHF 2'180.00 Barunterhalt </div> <div class="para">für D.A.________ CHF 2'060.00 Barunterhalt </div> <div class="para"> CHF 3'790.00 Betreuungsunterhalt </div> <div class="para">- ab dem 1. Februar 2023 bis 31. Mai 2025: </div> <div class="para">für C.A.________ CHF 2'840.00 Barunterhalt </div> <div class="para">für D.A.________ CHF 2'760.00 Barunterhalt </div> <div class="para"> CHF 2'390.00 Betreuungsunterhalt </div> <div class="para">- ab dem 1. Juni 2025 bis 30. Juni 2027: </div> <div class="para">für C.A.________ CHF 3'010.00 Barunterhalt </div> <div class="para">für D.A.________ CHF 2'730.00 Barunterhalt </div> <div class="para"> CHF 2'390.00 Betreuungsunterhalt </div> <div class="para">- ab dem 1. Juli 2027 bis 31. Juli 2030: </div> <div class="para">für C.A.________ CHF 2'970.00 Barunterhalt </div> <div class="para">für D.A.________ CHF 2'890.00 Barunterhalt </div> <div class="para"> CHF 2'390.00 Betreuungsunterhalt </div> <div class="para">- ab dem 1. August 2030: </div> <div class="para">für C.A.________ CHF 2'380.00 Barunterhalt </div> <div class="para">für D.A.________ CHF 2'980.00 Barunterhalt </div> <div class="para"> CHF 420.00 Betreuungsunterhalt </div> <div class="para">3. [B.A.________] wird verpflichtet, [an A.A.________] an deren Unterhalt folgende Unterhaltsbeiträge zu bezahlen, [...]: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">- ab dem 1. Juni 2021 bis 31. Januar 2023: CHF 1'740.00 </div> <div class="para">- ab dem 1. Februar 2023 bis 31. Mai 2025: CHF 1'760.00 </div> <div class="para">- ab dem 1. Juni 2025 bis 30. Juni 2027: CHF 1'690.00 </div> <div class="para">- ab dem 1. Juli 2027 bis 31. Juli 2030: CHF 1'630.00 </div> <div class="para">- ab dem 1. August 2030: CHF 1'800.00 </div> <div class="para">4. Es wird festgestellt, dass [A.A.________] an die Unterhaltsbeiträge [...] vom 1. Juli 2021 bis 31. März 2022 bereits Zahlungen im Umfang von CHF 73'100.00 erhalten hat. [...]" </div> <div class="para">Im Übrigen wies das Obergericht die Berufung ab, soweit es darauf eintrat. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 10'000.-- auferlegte es zu neun Zehnteln A.A.________, die es ausserdem zur Zahlung einer Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- an B.A.________ verpflichtete. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>C.</b> </div> <div class="para">A.A.________ gelangt mit Beschwerde in Zivilsachen vom 10. Dezember 2022 ans Bundesgericht. Sie beantragt, das Urteil vom 28. Oktober 2022 sei aufzuheben und die Angelegenheit zur Beweisabnahme und Feststellung des tatsächlichen Einkommens von B.A.________ sowie zu neuer Entscheidung an das Obergericht zurückzuweisen. Im Eventualstandpunkt ersucht A.A.________ um Anpassung des Urteils des Obergerichts. Dabei möchte sie, dass die Kosten der Beistandschaft und des Kurses «Kinder im Blick» B.A.________ auferlegt werden und dieser verurteilt wird, ihr die folgenden monatlichen Beiträge an den Unterhalt der Kinder und von sich selbst zu bezahlen: Von 1. Juli 2021 bis 31. Juli 2022 Fr. 16'055.70, von 1. August 2022 bis 31. Oktober 2022 Fr. 15'197.--, von 1. November 2022 bis 31. August 2023 Fr. 15'427.--, von 1. September 2023 bis 31. August 2029 Fr. 14'863.-- und ab dem 1. September 2029 Fr. 13'536.--. Gleichzeitig stellt sie den (Eventual-) Antrag, B.A.________ sei rückwirkend ab dem 1. Juli 2021 mindestens zur Zahlung von Kindes- und Ehegattenunterhalt von monatlich Fr. 17'836.-- bis am 31. August 2023 und alsdann von Fr. 15'000.-- im Monat zu verurteilen (alles zzgl. Familienzulagen). Die Kosten des Berufungsverfahrens seien B.A.________ aufzuerlegen und dieser sei zu verpflichten, an A.A.________ eine Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- zu bezahlen. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten von B.A.________. </div> <div class="para">Das Bundesgericht hat die Akten des kantonalen Verfahrens, indes keine Vernehmlassungen eingeholt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> Die Beschwerde richtet sich gegen einen Endentscheid (<span class="artref">Art. 90 BGG</span>) einer letzten kantonalen Instanz, die auf Rechtsmittel hin (<span class="artref">Art. 75 BGG</span>) über Eheschutzmassnahmen (<span class="artref">Art. 176 ZGB</span>) entschieden hat. Im Streit stehen sowohl vermögensrechtliche als auch nicht vermögensrechtliche Belange, sodass für diese Zivilsache (<span class="artref">Art. 72 Abs. 1 BGG</span>) insgesamt kein Streitwerterfordernis gilt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=38&amp;from_date=11.04.2023&amp;to_date=30.04.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-III-380%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page380">BGE 137 III 380</a> E. 1.1). Die Beschwerdeführerin ist nach <span class="artref">Art. 76 Abs. 1 BGG</span> zur Beschwerde berechtigt und die Beschwerdefrist ist eingehalten (<span class="artref">Art. 100 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> Die von der Beschwerdeführerin im Eventualstandpunkt zum Ehegatten- und Kindesunterhalt gestellten Begehren sind insoweit mehrdeutig bzw. widersprüchlich und damit unklar (<span class="artref">Art. 42 Abs. 6 BGG</span>; Urteil 4A_55/2021 vom 2. März 2021 E. 4.1, in: Pra 2021 S. 902), als sie für denselben Zeitraum (ab 1. Juli 2021) die Zusprechung unterschiedlich hoher Beiträge verlangt (im Einzelnen vorne Bst. C). Auch der Beizug der Beschwerdebegründung (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=38&amp;from_date=11.04.2023&amp;to_date=30.04.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-II-313%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page313">BGE 137 II 313</a> E. 1.3) schafft nicht abschliessend Klarheit: Die Beschwerdeführerin verweist unter dem Titel " Berechnung der Unterhaltsbeiträge" einzig darauf, ihre Ausführungen würden "die im Rechtsbegehren geltend gemachten Ansprüche" rechtfertigen. Immerhin geht sie an dieser Stelle von insgesamt fünf Unterhaltsphasen aus, was darauf hindeutet, dass sie die diesen Phasen entsprechenden Anträge als entscheidend erachtet. Wie es sich hiermit im Einzelnen verhält, kann mit Blick auf den Ausgang des Verfahrens indes offen bleiben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Eheschutzentscheide gelten als Entscheide über vorsorgliche Massnahmen nach <span class="artref">Art. 98 BGG</span> (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=38&amp;from_date=11.04.2023&amp;to_date=30.04.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-III-393%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page393">BGE 133 III 393</a> E. 5). Mit der Beschwerde gegen solche Entscheide kann nur die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=38&amp;from_date=11.04.2023&amp;to_date=30.04.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-III-193%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page193">BGE 137 III 193</a> E. 1.2). Auch eine Berichtigung oder Ergänzung der Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz kommt nur infrage, wenn diese verfassungsmässige Rechte verletzt hat (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=38&amp;from_date=11.04.2023&amp;to_date=30.04.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-III-585%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page585">BGE 133 III 585</a> E. 4.1). Es gilt das strenge Rügeprinzip nach <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>. Das bedeutet, dass der Schriftsatz der rechtsuchenden Partei die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten muss, welche verfassungsmässigen Rechte inwiefern durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Das Bundesgericht prüft nur klar und detailliert erhobene und soweit möglich belegte Rügen. Auf ungenügend begründete Rügen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=38&amp;from_date=11.04.2023&amp;to_date=30.04.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-364%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page364">BGE 142 III 364</a> E. 2.4<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=38&amp;from_date=11.04.2023&amp;to_date=30.04.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-I-36%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page36">141 I 36</a></span> E. 1.3). Wird eine Verletzung des Willkürverbots (<span class="artref">Art. 9 BV</span>) geltend gemacht, reicht es daher nicht aus, die Lage aus der eigenen Sicht darzulegen und den davon abweichenden angefochtenen Entscheid als willkürlich zu bezeichnen. Es ist im Einzelnen darzutun, inwiefern das kantonale Gericht willkürlich entschieden haben soll und der angefochtene Entscheid deshalb an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=38&amp;from_date=11.04.2023&amp;to_date=30.04.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-I-49%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page49">BGE 136 I 49</a> E. 1.4.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=38&amp;from_date=11.04.2023&amp;to_date=30.04.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-II-244%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page244">134 II 244</a> E. 2.2). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.1.</b> Wie der Beschwerdeschrift zu entnehmen ist, ist sich die Beschwerdeführerin zwar bewusst, dass vorliegend <span class="artref">Art. 98 BGG</span> zur Anwendung gelangt, die Prüfungsbefugnis des Bundesgerichts daher beschränkt ist und im vorliegenden Verfahren nur die Verletzung verfassungsmässiger Rechte geltend gemacht werden kann. Weshalb die Beschwerdeführerin dem Obergericht dennoch vielfach die Verletzung von Bundesrecht nach Art. 95 Bst. a BGG vorwirft, ist daher nicht gänzlich nachvollziehbar. Insbesondere zur Begründung des in der Hauptsache gestellten Rückweisungsantrags führt sie jedoch aus, "hauptsächlich die Verletzung der <span class="artref"><artref id="CH/210/176" type="start"></artref>Art. 176 und 163 ZGB</span><artref id="CH/210/163" type="end"></artref>" zu rügen. Hierauf ist nicht weiter einzugehen. Ebenso wenig ist auf die Beschwerde einzutreten, soweit diese sich zwar ausführlich zum kantonalen Verfahren äussert, diese Ausführungen aber in keinem erkennbaren Zusammenhang zu einer vorliegend zulässigen Rüge stehen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.2.</b> Im Zusammenhang mit sämtlichen gestellten Anträgen, namentlich aber mit dem Eventualantrag auf Anpassung des angefochtenen Urteils, macht die Beschwerdeführerin sodann zahlreiche Verletzungen des Willkürverbots (<span class="artref">Art. 9 BV</span>), verschiedentliche Verstösse gegen den Anspruch auf rechtliches Gehör (<span class="artref">Art. 29 Abs. 2 BV</span>) und vereinzelte Rechtsverweigerungen (<span class="artref">Art. 29 Abs. 1 BV</span>) geltend. Ihre diesbezüglichen Ausführungen erschöpfen sich indessen überwiegend darin, ihre eigene Sichtweise der Dinge darzulegen und dem Obergericht ohne weitere Auseinandersetzung mit der grundrechtlichen Materie eine Verfassungsverletzung vorzuwerfen. Alles in allem entsteht der Eindruck, die Beschwerdeführerin erachte das angefochtene Urteil stets dort als verfassungswidrig, namentlich aber als willkürlich, wo das Obergericht einen von ihrem eigenen Standpunkt abweichenden Entscheid getroffen hat. Mit dieser Haltung verkennt sie sowohl den Begriff der Willkür (vgl. zu diesem <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=38&amp;from_date=11.04.2023&amp;to_date=30.04.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F148-III-95%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page95">BGE 148 III 95</a> E. 4.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=38&amp;from_date=11.04.2023&amp;to_date=30.04.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-II-433%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page433">142 II 433</a> E. 4.4), als auch den Sinn der Einschränkung der bundesgerichtlichen Prüfungsbefugnis im Bereich der vorsorglichen Massnahmen (vgl. dazu <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=38&amp;from_date=11.04.2023&amp;to_date=30.04.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F138-III-728%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page728">BGE 138 III 728</a> E. 2.3). Geht die Beschwerdeführerin dennoch ausnahmsweise zumindest im Ansatz auf den Gehalt der angerufenen verfassungsmässigen Rechte ein, fehlt es an einer hinreichenden Bezugnahme auf die Argumentation der Vorinstanz. Dies alles genügt den Anforderungen des strengen Rügeprinzips nach <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span> nicht und es ist auch insoweit auf die Beschwerde nicht einzutreten (vgl. vorne E. 2). Unter diesen Umständen besteht kein Anlass, auf die Ausführungen der Beschwerdeführerin zur Neuberechnung des Unterhalts einzugehen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Damit ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Entschädigung ist keine zu sprechen, da dem obsiegenden Beschwerdegegner mangels Einholens einer Vernehmlassung keine entschädigungspflichtigen Kosten angefallen sind (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/68/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/68/1" type="start"></artref>Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/68/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 6'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zug, II. Zivilabteilung, mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 11. April 2023 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Herrmann </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Sieber </div> </div></body></html>