<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2021.00262</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=221300&amp;W10_KEY=13013475&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2021.00262</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.05.2021</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Massnahmen nach Gewaltschutzgesetz</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Massnahmen nach Gewaltschutzgesetz. 1. Teilurteil: Der Beschwerdegegner stellte das Gesuch um gerichtliche Beurteilung gemäss § 5 Abs. 1 GSG rechtzeitig (E. 2). Es ist nicht zu beanstanden, dass der Haftrichter von einer (fortbestehenden) Gefährdung der Beschwerdeführerin ausging und die sie betreffenden Schutzmassnahmen â mit gewissen, noch zu beurteilenden Ausnahmen â um die Maximaldauer von drei Monaten erstreckte (E. 5.1). Gemäss dem haftrichterlichen Urteil soll es dem Beschwerdegegner grundsätzlich weiterhin erlaubt sein, das Besuchsrecht zu seinem Sohn auszuüben, wobei er â weder zu diesem Zweck noch über Drittpersonen â mit der Beschwerdeführerin Kontakt aufnehmen darf. Abgesehen davon, dass die vom Haftrichter vorgesehene Lösung angesichts des Alters des Sohnes kaum praktikabel erscheint, wäre es auch in diesem Fall angezeigt gewesen, das Kontaktverbot gestützt auf § 3 Abs. 2 lit. c GSG zum Schutz der Beschwerdeführerin auch auf den Sohn auszudehnen â ungeachtet der vorliegend somit ebenso wenig zu beantwortenden Frage, ob der Sohn tatsächlich selbst gefährdet ist. Auch war es nicht gerechtfertigt, Ausnahmen in Bezug auf die Rayonverbote vorzusehen. So ist angesichts seines bisher gezeigten Verhaltens davon auszugehen, dass der Beschwerdegegner â auf welche Weise auch immer hergestellte â Kontakte zum Sohn im Rahmen der Ausübung seines Besuchsrechts zugleich zum Anlass nehmen würde, mit der Beschwerdeführerin verbotenerweise Kontakt aufzunehmen und diese erneut zu beschimpfen oder gar zu bedrohen, zumal gerade das Besuchsrecht die (Haupt-)Ursache der Auseinandersetzungen zwischen den Parteien darstellt. Mit dem Urteil des Verwaltungsgerichts vom 28. April 2021 (VB.2021.00137) ist sodann zu wiederholen, dass das Verhalten des Beschwerdegegners auch dann nicht gerechtfertigt wäre, wenn sich die Beschwerdeführerin tatsächlich regelmässig nicht an die Anordnungen bzw. Abmachungen im Eheschutz- bzw. Scheidungsverfahren gehalten und ihm auf seine Anfragen nicht geantwortet haben sollte. Dabei erscheint die vollumfängliche Verlängerung der Schutzmassnahmen auch unter dem Aspekt, dass ein gänzliches Kontaktverbot gegenüber dem eigenen Kind einen schweren Eingriff in das verfassungsmässige Recht auf Familienleben darstellt, als verhältnismässig (E. 5.4). Angesichts der Dringlichkeit des Verfahrens und da bei der Beurteilung der Kosten- und Entschädigungsfolgen des Beschwerdeverfahrens ein grösserer Aufwand anfallen dürfte, ist vorab nur über den Hauptpunkt, das heisst die mit Beschwerde beantragte Verlängerung der Schutzmassnahmen, mit einem Teilentscheid zu befinden (E. 6). Teilweise Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEDROHUNG">BEDROHUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHIMPFUNG">BESCHIMPFUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESUCHSRECHT">BESUCHSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEFÃHRDETE PERSON">GEFÃHRDETE PERSON</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KONTAKTVERBOT">KONTAKTVERBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT">POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RAYONVERBOT">RAYONVERBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TEILENTSCHEID">TEILENTSCHEID</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 2 Abs. III GSG</span><br/><span class="gerade">Art. 3 Abs. II lit. c GSG</span><br/><span class="ungerade">Art. 5 Abs. I GSG</span><br/><span class="gerade">Art. 7 Abs. I GSG</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 Abs. II GSG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=52499" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2021.00262</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>des Einzelrichters</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">21. Mai 2021</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter AndrÃ© Moser, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Cyrill Bienz.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><a id="RU_AUTOTEXT_DRITT_N">A, vertreten durch RA B, </a></p> <p class="MsoNormal"><b>BeschwerdefÃ¼hrerin, </b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">C, vertreten durch RA D, </p> <p class="MsoNormal"><b>Beschwerdegegner, </b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">und</p> <p class="Zwischentitel"><br/> <br/> </p> <p class="MsoNormal">Kantonspolizei ZÃ¼rich, Fachstelle HÃ¤usliche Gewalt, </p> <p class="MsoNormal"><b>Mitbeteiligte, </b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Massnahmen nach Gewaltschutzgesetz,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A und C sind seit dem 21. Dezember 2016 verheiratet, leben jedoch seit dem 8. Oktober 2018 getrennt. Sie sind die Eltern von E (geb. 2017), der bei seiner Mutter in F lebt. C meldete sich Ende Oktober 2018 nach Serbien ab und wohnt in G. Er ist jedoch bei einer Firma mit Sitz in H angestellt, weswegen er (auch) aus beruflichen GrÃ¼nden regelmÃ¤ssig die Schweiz aufsucht.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit VerfÃ¼gung und Urteil vom 23. Januar 2019 erkannte das Bezirksgericht K im Eheschutzverfahren von A (dort: Gesuchsgegnerin) und C (dort: Gesuchsteller) neben anderem auf Folgendes:</p> <p class="Sachverhalt1"> "1. Es wird festgehalten, dass die Parteien seit dem 8. Oktober 2018 und weiterhin auf unbestimmte Zeit getrennt leben.</p> <p class="Sachverhalt1">2. Der Sohn E, geboren 2017, wird unter die Obhut der Gesuchsgegnerin gestellt.</p> <p class="Sachverhalt1">3. Die Vereinbarung der Parteien vom 23. Januar 2019 wird in Bezug auf die weiteren Kinderbelange genehmigt und im Ãbrigen wird von der Vereinbarung Vormerk genommen. Sie lautet wie folgt:</p> <p class="Urteilstext"> '1. Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes</p> <p class="Urteilstext"> Die Parteien stellen fest, seit 8. Oktober 2018 getrennt zu leben, und vereinbaren die FortfÃ¼hrung des Getrenntlebens auf unbestimmte Zeit.</p> <p class="MsoNormal">2. Elterliche Sorge, Obhut und Besuchsrecht</p> <p class="MsoNormal"> a) Elterliche Sorge</p> <p class="MsoNormal">Die Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes Ã¤ndert nichts an der gemeinsamen elterlichen Sorge fÃ¼r den Sohn, E, geboren 2017.</p> <p class="MsoNormal">Entsprechend sind die Parteien verpflichtet, sÃ¤mtliche wesentlichen Fragen der Pflege, Erziehung und Ausbildung miteinander abzusprechen. Den Parteien ist bekannt, dass ein Aufenthaltswechsel des Sohnes der Zustimmung beider Eltern bedarf, wenn der neue Aufenthaltsort im Ausland liegt, oder der Wechsel des Aufenthaltsortes erhebliche Auswirkungen auf die AusÃ¼bung der elterlichen Sorge und die persÃ¶nlichen Kontakte zwischen einem Elternteil und dem Kind hat.</p> <p class="MsoNormal">b) Obhut</p> <p class="MsoNormal">Die Parteien beantragen, es sei die Obhut fÃ¼r den Sohn der Gesuchsgegnerin zuzuteilen.</p> <p class="MsoNormal">c) Besuchsrecht</p> <p class="MsoNormal">Der Gesuchsteller ist berechtigt und verpflichtet, die Betreuungsverantwortung fÃ¼r den Sohn, bevor dieser das 3. Lebensjahr zurÃ¼ckgelegt hat auf eigene Kosten wie folgt zu Ã¼bernehmen:</p> <p class="MsoNormal">-<span> </span>Solange er in Serbien wohnt: an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden pro Monat am Samstag und Sonntag, jeweils von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr, ohne Ãbernachtung (nach gegenseitiger Absprache mindestens zwei Wochen im Voraus);</p> <p class="MsoNormal">-<span> </span>Sobald er wieder in der Schweiz lebt: jedes Wochenende abwechselnd am Samstag bzw. am Sonntag, jeweils von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr, ohne Ãbernachtung.</p> <p class="MsoNormal">Der Gesuchsteller ist berechtigt und verpflichtet, die Betreuungsverantwortung fÃ¼r den Sohn, nachdem dieser das 3. Lebensjahr zurÃ¼ckgelegt hat, auf eigene Kosten wie folgt zu Ã¼bernehmen:</p> <p class="MsoNormal">- An jedem zweiten Wochenende von Samstag, 10.00 Uhr, bis Sonntag, 17.00 Uhr;</p> <p class="MsoNormal">- In Jahren mit gerader Jahreszahl von Karfreitag, 10.00 Uhr, bis Ostermontag, 17.00 Uhr und in Jahren mit ungerader Jahreszahl an Pfingstsamstag, 10.00 Uhr, bis Pfingstmontag, 17.00 Uhr (das auf diese Feiertagsregelung folgende Wochenende verbringt der Sohn bei der Mutter, womit die abwechselnde Wochenendregelung von neuem beginnt);</p> <p class="MsoNormal">- Jeweils am 26. Dezember und am 2. Januar, jeweils von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr.</p> <p class="MsoNormal">Ausserdem ist der Gesuchsteller berechtigt und verpflichtet, den Sohn ab Erreichung des 3. Lebensjahres fÃ¼r die Dauer von vier Wochen pro Jahr, jedoch nicht mehr als zwei Wochen am StÃ¼ck, auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen.</p> <p class="MsoNormal">Die Parteien sprechen sich Ã¼ber die Aufteilung der Ferien mindestens drei Monate im Voraus ab. KÃ¶nnen sie sich nicht einigen, so kommt dem Vater in Jahren mit gerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht bezÃ¼glich der Aufteilung der Ferien zu; in Jahren mit ungerader Jahreszahl der Mutter.</p> <p class="MsoNormal">Weitergehende oder abweichende Wochenend-, Feiertags- oder Ferienkontakte nach gegenseitiger Absprache bleiben vorbehalten.</p> <p class="MsoNormal">(â¦)</p> <p class="MsoNormal"> 8. Kontaktverbot</p> <p class="MsoNormal">Die Parteien vereinbaren ein Kontaktverbot des Gesuchstellers gegenÃ¼ber</p> <p class="MsoNormal">der Gesuchsgegnerin fÃ¼r die Dauer von einem Jahr ab Rechtskraft des Eheschutzurteils. Dementsprechend ist es dem Gesuchsteller untersagt, mit der Gesuchsgegnerin direkt persÃ¶nlich oder indirekt mit Hilfe von Email, Telefon, SMS, WhatsApp, Facebook etc. oder auf jedwede andere Art in Kontakt zu treten. Ebenso wird dem Gesuchsteller verboten, sich der Gesuchsgegnerin auf weniger als 20 Meter anzunÃ¤hern (ausgenommen ist das Aufhalten vor dem Wohnort der Gesuchsgegnerin zwecks KindesÃ¼bernahme).</p> <p class="MsoNormal">Ausgenommen sind notwendige Kontakte im Kontext behÃ¶rdlicher bzw. gerichtlicher Verfahren. ZulÃ¤ssig sind ausserdem Kontakte ausschliesslich per Email betreffend Kinderbelange sowie der Wohnkosten der Gesuchsgegnerin.</p> <p class="MsoNormal">Mit Inkrafttreten dieser Regelung fallen die in diesem Verfahren superprovisorisch angeordneten Massnahmen gemÃ¤ss VerfÃ¼gung vom 4. Dezember 2018 dahin.</p> <p class="MsoNormal">(â¦)"</p> <p class="Sachverhalt2">Am 9. Oktober 2020 reichte C beim Bezirksgericht K die Scheidungsklage ein. Mit VerfÃ¼gung vom 22. Dezember 2020 gewÃ¤hrte dieses sowohl A als auch C die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung. Sodann wies es das Gesuch von A um Erlass vorsorglicher Massnahmen fÃ¼r die weitere Dauer des Scheidungsverfahrens insofern ab, als sie damit den Erlass eines Kontakt- oder AnnÃ¤herungsverbots von C gegenÃ¼ber E bzw. die Sistierung des Besuchsrechts von C fÃ¼r E beantragt hatte. Das Bezirksgericht erklÃ¤rte C fÃ¼r berechtigt, E von Freitag, 25. Dezember 2020, 17.00 Uhr, bis Sonntag, 27. Dezember 2020, 17.00 Uhr, sowie von Freitag, 1. Januar 2021, 17.00 Uhr, bis Sonntag, 3. Januar 2021, 17.00 Uhr, in der Schweiz zu sich zu Besuch zu nehmen. Die Ãbergaben hÃ¤tten vor dem Einkaufszentrum X in F stattzufinden. Im Ãbrigen gelte das Wochenend- bzw. Ferienbesuchsrecht gemÃ¤ss EheschutzverfÃ¼gung vom 23. Januar 2019, wobei die Ãbergaben ebenso vor dem Einkaufszentrum X in F stattfinden mÃ¼ssten. Sodann verpflichtete das Bezirksgericht A unter Strafandrohung, C E fÃ¼r die vorstehenden Besuche herauszugeben. Ferner verbot das Bezirksgericht C im Sinn einer einstweiligen (teilweise superprovisorischen) Massnahme mit sofortiger Wirkung, mit A direkt persÃ¶nlich, indirekt mit Hilfe von E-Mail, Telefon, SMS, WhatsApp, Facebook etc., Ã¼ber Drittpersonen oder auf jedwede andere Art in Kontakt zu treten und sich A anzunÃ¤hern. Davon ausgenommen seien notwendige Kontakte im Kontext behÃ¶rdlicher bzw. gerichtlicher Verfahren und der Kontakt ausschliesslich per E-Mail zwischen ihm â C â und A zwecks Organisation der Kontakte zu E und der Kontakt per Telefon zum Zweck des Austauschs Ã¼ber das Befinden von E ausschliesslich in der Zeit, in welcher sich E bei ihm befinde.</p> <p class="Urteilstext">A beantragte beim Obergericht des Kantons ZÃ¼rich mit Eingabe vom 4. Januar 2021 die einstweilige Sistierung des Besuchsrechts von C gemÃ¤ss der VerfÃ¼gung des Bezirksgerichts vom 22. Dezember 2020, wobei der Berufung hinsichtlich ihrer AntrÃ¤ge die aufschiebende Wirkung zu erteilen sei. Mit VerfÃ¼gung vom 7. Januar 2021 trat das Obergericht auf das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung nicht ein.</p> <p class="Sachverhalt2">Mit VerfÃ¼gung vom 26. Januar 2021 trat das Bezirksgericht K auf den im Ehescheidungsverfahren gestellten Antrag von C, wonach A unter Strafandrohung zu verpflichten sei, dem Gericht Arztzeugnisse und Testberichte zu ihrer angeblichen Covid-19-Erkrankung vom 25. Dezember 2020 bzw. einer eventuell ebenfalls erfolgten Covid-19-Erkrankung von E einzureichen, nicht ein. Den Antrag von C, wonach festzustellen sei, dass er berechtigt sei, E am Wochenende vom 29. Januar 2021, 17.00 Uhr, bis 31. Januar 2021, 17.00 Uhr, eventualiter vom 5. Februar 2021, 17.00 Uhr, bis 7. Februar 2021, 17.00 Uhr, auf eigene Kosten mit sich oder zu sich zu Besuch zu nehmen, wies das Bezirksgericht ab, soweit es darauf eintrat.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Mit VerfÃ¼gung vom 28. Januar 2021 ordnete die Kantonspolizei ZÃ¼rich in Anwendung des Gewaltschutzgesetzes vom 19. Juni 2006 (GSG) gegenÃ¼ber C fÃ¼r die Dauer von jeweils 14 Tagen Rayonverbote betreffend den Wohnort von A und E und die KiTa von E in F sowie Kontaktverbote zu A und E an. Die Kantonspolizei begrÃ¼ndete dies damit, dass C A am 14. November 2020 anlÃ¤sslich einer KindesÃ¼bergabe auf dem Parkplatz beim Einkaufszentrum X in F und am 24. Januar 2021 per E-Mail gedroht habe.</p> <p class="Sachverhalt2">Mit Eingabe vom 2. Februar 2021 ersuchte C die Haftrichterin am Bezirksgericht K um gerichtliche Beurteilung bzw. Aufhebung des von der Kantonspolizei mit VerfÃ¼gung vom 28. Januar 2021 angeordneten Kontaktverbots betreffend E und des Rayonverbots betreffend die KiTa. Das Rayonverbot betreffend den Wohnort von A und E sei insoweit aufzuheben, als die Liegenschaft an der I-Strasse 01 in F (Einkaufszentrum X) und die Zufahrt dazu davon auszunehmen seien. Das Kontakt- und das Rayonverbot seien analog der Regelung im Ehescheidungsverfahren festzulegen, das heisst es sei ihm â C â zu verbieten, mit A direkt persÃ¶nlich, indirekt mithilfe von E-Mail, Telefon, SMS, WhatsApp, Facebook etc., Ã¼ber Drittpersonen oder auf jedwede andere Art in Kontakt zu treten und sich A anzunÃ¤hern. Davon auszunehmen seien notwendige Kontakte im Kontext behÃ¶rdlicher bzw. gerichtlicher Verfahren und der Kontakt ausschliesslich per E-Mail zwischen ihm â C â und A zwecks Organisation der Kontakte zu E und der Kontakt per Telefon zum Zweck des Austauschs Ã¼ber das Befinden von E ausschliesslich in der Zeit, in welcher sich E bei ihm befinde. Daneben ersuchte C um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten von A.</p> <p class="Sachverhalt2">Mit Eingabe vom 4. Februar 2021 ersuchte A die Haftrichterin am Bezirksgericht K um VerlÃ¤ngerung der von der Kantonspolizei mit VerfÃ¼gung vom 28. Januar 2021 angeordneten Gewaltschutzmassnahmen um drei Monate; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten von C.</p> <p class="Urteilstext">Am 5. Februar 2021 hÃ¶rte die Haftrichterin A persÃ¶nlich an; C, der sich in Serbien befand, liess sich durch seinen Rechtsanwalt bei der AnhÃ¶rung vertreten. Mit VerfÃ¼gung und Urteil vom 9. Februar 2021 gewÃ¤hrte die Haftrichterin C die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung, wÃ¤hrend sie die nÃ¤mlichen, anlÃ¤sslich der AnhÃ¶rung gestellten Gesuche von A abwies. Sodann hob die Haftrichterin das Kontaktverbot von C zu E mit sofortiger Wirkung auf, ebenso das Rayonverbot betreffend die KiTa. Das Rayonverbot betreffend den Wohnort von A und E sowie das Kontaktverbot zu A verlÃ¤ngerte die Haftrichterin demgegenÃ¼ber bis 9. Mai 2021. Das Rayonverbot betreffend den Wohnort passte sie dabei jedoch insofern an, als die Liegenschaft an der I-Strasse 01 in F (Einkaufszentrum X) und die Zufahrt dazu davon ausgenommen seien. Das Kontaktverbot passte die Haftrichterin insofern an, als sie C verbot, mit A direkt persÃ¶nlich, indirekt mithilfe von E-Mail, Telefon, SMS, WhatsApp, Facebook etc. Ã¼ber Drittpersonen oder auf jedwede andere Art in Kontakt zu treten und sich ihr anzunÃ¤hern. Davon ausgenommen seien notwendige Kontakte im Kontext behÃ¶rdlicher bzw. gerichtlicher Verfahren. ZulÃ¤ssig seien ausserdem der Kontakt ausschliesslich per E-Mail zwischen C und A zwecks Organisation der Kontakte von E mit C und der Kontakt per Telefon zum Zweck des Austauschs Ã¼ber das Befinden von E ausschliesslich in der Zeit, in welcher sich E bei C befinde. Verfahrenskosten erhob die Haftrichterin keine, ParteientschÃ¤digungen sprach sie nicht zu.</p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 22. Februar 2021 gelangte A daraufhin an das Verwaltungsgericht und beantragte, in Aufhebung des Urteils der Haftrichterin vom 9. Februar 2021 sei das Gesuch von C um Aufhebung bzw. AbÃ¤nderung der mit VerfÃ¼gung der Kantonspolizei vom 28. Januar 2021 angeordneten Gewaltschutzmassnahmen abzuweisen und ihr Gesuch um VerlÃ¤ngerung der Gewaltschutzmassnahmen vom 4. Februar 2021 um drei Monate gutzuheissen. Sodann sei ihr in Aufhebung der VerfÃ¼gung vom 9. Februar 2021 fÃ¼r das Verfahren vor der Haftrichterin die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung zu gewÃ¤hren. Daneben ersuchte A um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten von C. Das Verwaltungsgericht legte daraufhin das Beschwerdeverfahren mit der GeschÃ¤ftnummer VB.2021.00137 an und erÃ¶ffnete den Schriftenwechsel.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Mit VerfÃ¼gung vom 31. MÃ¤rz 2021 ordnete die Kantonspolizei abermals gegenÃ¼ber C fÃ¼r die Dauer von jeweils 14 Tagen Rayonverbote betreffend den Wohnort von A und E und die KiTa von E sowie Kontaktverbote zu A und E an. Anlass dafÃ¼r waren mehrere E-Mails, welche C A in der Nacht vom 30. auf den 31. MÃ¤rz 2021 zukommen liess und womit er A beschimpfte und bedrohte.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Neben anderem aufgrund der E-Mails vom 30. und 31. MÃ¤rz 2021 untersagte die Staatsanwaltschaft I des Kantons ZÃ¼rich C mit VerfÃ¼gung vom 1. April 2021, bis zum Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts Ã¼ber die beantragten Ersatzmassnahmen (Auflage, sich nur oder sich nicht an einem bestimmten Ort oder in einem bestimmten Haus aufzuhalten; Verbot, mit bestimmten Personen Kontakte zu pflegen), mit A und ihrer RechtsanwÃ¤ltin, B, in irgendeiner Weise Kontakt aufzunehmen oder durch Drittpersonen aufnehmen zu lassen. Mit gleichentags ergangener VerfÃ¼gung untersagte das Zwangsmassnahmengericht J C die Kontaktaufnahme zu A und RechtsanwÃ¤ltin B im von der Staatsanwaltschaft beantragten Sinn, einstweilen bis 1. Juli 2021, lÃ¤ngstens aber bis zum Abschluss des Vorverfahrens. Sodann ordnete das Zwangsmassnahmengericht an, dass die mit Entscheid der Haftrichterin vom 9. Februar 2021 verlÃ¤ngerten und die mit VerfÃ¼gung der Kantonspolizei ZÃ¼rich vom 31. MÃ¤rz 2021 angeordneten Gewaltschutzmassnahmen unabhÃ¤ngig von den Ersatzmassnahmen ihre GÃ¼ltigkeit behielten.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Mit Eingabe vom 6. April 2021 beantragte C im Scheidungsverfahren, er sei fÃ¼r berechtigt zu erklÃ¤ren, E an den Besuchswochenenden von Freitag, 17.30 Uhr, bis Montag, 8.00 Uhr, in der Schweiz zu sich zu Besuch zu nehmen. Als Ãbergabe- bzw. RÃ¼ckgabeort seien die RÃ¤umlichkeiten der KiTa von E vorzusehen, eventualiter sei vom Gericht ein anderer geeigneter Ort festzulegen. Ãber diese AntrÃ¤ge sei superprovisorisch zu entscheiden.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Mit Eingabe vom 7. April 2021 (Eingang am 8. April 2021) ersuchte A den Haftrichter am Bezirksgericht K um VerlÃ¤ngerung der von der Kantonspolizei mit VerfÃ¼gung vom 31. MÃ¤rz 2021 angeordneten Gewaltschutzmassnahmen um drei Monate; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten von C.</p> <p class="Sachverhalt2">C hatte den Haftrichter mit Eingabe vom 6. April 2021 (Eingang am 9. April 2021) um gerichtliche Beurteilung bzw. Aufhebung des Kontaktverbots betreffend E und des Rayonverbots betreffend die KiTa und daneben um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung ersucht; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten von A.</p> <p class="Urteilstext">Am 13. <span>April 2021 hÃ¶rte der Haftrichter A persÃ¶nlich an; C, liess sich erneut durch seinen Rechtsanwalt, </span>D,<span> bei der AnhÃ¶rung vertreten. Mit Urteil vom 13. April 2021 hob der Haftrichter das Kontaktverbot von C zu E mit sofortiger</span> Wirkung auf (Dispositivziffer 1), ebenso das Rayonverbot betreffend die KiTa (Dispositivziffer 2a). Das Rayonverbot betreffend den Wohnort von A und E sowie das Kontaktverbot zu A verlÃ¤ngerte der Haftrichter demgegenÃ¼ber bis 13. Juli 2021 (Dispositivziffer 2, Ingress). Das Rayonverbot betreffend den Wohnort passte er dabei jedoch insofern an, als das Einkaufszentrum F und die direkte Zufahrt dazu davon ausgenommen seien, soweit sich C zur AusÃ¼bung eines gerichtlich geregelten Besuchsrechts dorthin begeben mÃ¼sse (Dispositivziffer 2b). Verfahrenskosten erhob der Haftrichter keine, ParteientschÃ¤digungen sprach er nicht zu (Dispositivziffern 3 und 4). Sodann stellte er in Aussicht, dass er Ã¼ber die Gesuche der Parteien um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung mit separater VerfÃ¼gung entscheiden werde (Dispositivziffer 5).</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Mit Beschwerde vom 19. April 2021 gelangte A in der Folge an das Verwaltungsgericht und beantragte, in AbÃ¤nderung des Urteils des Haftrichters vom 13. April 2021 sei auf das Gesuch von C um gerichtliche Beurteilung der Schutzmassnahmen nicht einzutreten (Antrag 1). Weiter sei in Aufhebung von Dispositivziffer 1 des Urteils vom 13. April 2021 das von der Kantonspolizei mit VerfÃ¼gung vom 31. MÃ¤rz 2021 angeordnete Kontaktverbot betreffend E, das sie betreffende Kontaktverbot und das Rayonverbot um drei Monate zu verlÃ¤ngern (Antrag 2). Sodann seien in AbÃ¤nderung von Dispositivziffer 2 des Urteils vom 13. April 2021 die von der Polizei zu ihren â A's â Gunsten angeordneten Schutzmassnahmen (Rayonverbot und Kontaktverbot) ebenfalls um drei Monate zu verlÃ¤ngern (Antrag 3). Dabei seien das Rayonverbot und das Kontaktverbot betreffend E vorsorglich fÃ¼r die Dauer des Beschwerdeverfahrens wieder anzuordnen. Daneben ersuchte A um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten von C. Das Verwaltungsgericht legte daraufhin das vorliegende Verfahren an und erÃ¶ffnete den Schriftenwechsel,</p> <p class="Sachverhalt2">Mit Eingaben vom 22. bzw. 23. April 2021 verzichteten die Kantonspolizei und der Haftrichter auf Vernehmlassung. C beantragte mit Beschwerdeantwort vom 26. April 2021 die vollumfÃ¤ngliche Abweisung der Beschwerde und ersuchte seinerseits um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten von A. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit Urteil vom 28. April 2021 hiess das Verwaltungsgericht die Beschwerde von A im Verfahren VB.2021.00137 gut. In Aufhebung von Dispositivziffern 1 und 2 des Urteils der Haftrichterin vom 9. Februar 2021 verlÃ¤ngerte es die mit VerfÃ¼gung der Kantonspolizei vom 28. Januar 2021 angeordneten Schutzmassnahmen vollumfÃ¤nglich bis 9. Mai 2021. In Aufhebung von Dispositivziffer 2 der VerfÃ¼gung der Haftrichterin vom 9. Februar 2021 gewÃ¤hrte es A fÃ¼r das Verfahren betreffend gerichtliche Beurteilung und VerlÃ¤ngerung von Schutzmassnahmen die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und bestellte ihr in Person von RechtsanwÃ¤ltin B eine unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin. Die Haftrichterin habe RechtsanwÃ¤ltin B fÃ¼r ihren Aufwand im Verfahren um gerichtliche Beurteilung und VerlÃ¤ngerung von Schutzmassnahmen als unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin zu entschÃ¤digen. Das Gesuch von A um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren schrieb das Verwaltungsgericht als gegenstandslos geworden ab, dasjenige von C hiess es gut, weswegen es die ihm auferlegten Gerichtskosten einstweilen auf die Gerichtskasse nahm. Sodann hiess das Verwaltungsgericht die jeweiligen Gesuche der Parteien um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen RechtsverbeistÃ¤ndung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren gut und bestellte A in Person von RechtsanwÃ¤ltin B sowie C in Person von Rechtsanwalt D eine unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin bzw. einen unentgeltlichen Rechtsbeistand.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Mit Eingabe vom 29. April 2021 reichte C im vorliegenden Verfahren Belege betreffend seine Gesuche um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung ein. Am 6. Mai 2021 (Datum des Eingangs) liess der Haftrichter dem Verwaltungsgericht seine VerfÃ¼gung vom 5. Mai 2021 zukommen, womit er sowohl die Gesuche von A als auch diejenigen von C um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung abgewiesen hatte. Mit Eingabe vom 11. Mai 2021 reichte A die VerfÃ¼gung des Zwangsmassnahmengerichts J vom 1. April 2021 (vgl. vorn II.B.) sowie deutsche Ãbersetzungen der E-Mails von C vom 30. und 31. MÃ¤rz 2021 zu den Akten. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Gegen die VerfÃ¼gung des Haftrichters vom 5. Mai 2021 erhoben in der Folge sowohl C als auch A Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Diese beiden Beschwerden bilden Gegenstand des Verfahrens mit der GeschÃ¤ftsnummer VB.2021.00336 (vereinigt mit VB.2021.00367). </p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 11a Abs. 1 GSG fÃ¼r die Beurteilung von Beschwerden gegen Entscheide des Haftrichters oder der Haftrichterin in Angelegenheiten des Gewaltschutzgesetzes zustÃ¤ndig. Beschwerden im Bereich dieses Erlasses werden von der Einzelrichterin oder dem Einzelrichter behandelt, sofern sie nicht wegen grundsÃ¤tzlicher Bedeutung der Kammer Ã¼berwiesen werden (§ 38b Abs. 1 lit. d Ziff. 4 und Abs. 2 in Verbindung mit § 43 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Dies ist vorliegend nicht der Fall, sodass der Einzelrichter zum Entscheid berufen ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Mit dem Ergehen des vorliegenden Urteils braucht nicht mehr Ã¼ber die von der BeschwerdefÃ¼hrerin beantragte Anordnung vorsorglicher Massnahmen fÃ¼r die Dauer des Beschwerdeverfahrens entschieden zu werden.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss § 5 Abs. 1 Satz 1 in Verbindung mit § 8 Abs. 2 GSG <span>kann die gefÃ¤hrdende Person innert fÃ¼nf Tagen nach Geltungsbeginn der Schutzmassnahme bei der Haftrichterin oder dem Haftrichter das Gesuch um gerichtliche Beurteilung stellen. Nach § 3 Abs. 3 GSG gelten die von der Polizei angeordneten Schutzmassnahmen wÃ¤hrend 14 Tagen ab Mitteilung an die gefÃ¤hrdende Person. Die VerfÃ¼gung vom 31.</span> MÃ¤rz 2021 wurde dem Beschwerdegegner an ebendiesem Datum von der Mitbeteiligten ausgehÃ¤ndigt, wobei er die Unterschrift verweigerte. Die fÃ¼nftÃ¤gige Frist von § 5 Abs. 1 Satz 1 begann damit am 1. April 2021 zu laufen und endete aufgrund des dazwischenliegenden Osterwochenendes â der 5. April 2021 war der Ostermontag â am 6. April 2021 (§ 11 Abs. 1 Satz 2 VRG; vgl. VGr, 10. September 2021, VB.2020.00501, E. 4.1, wonach der Tag der Mitteilung der polizei-<br/> lichen GewaltschutzverfÃ¼gung gegenÃ¼ber der gefÃ¤hrdenden Person bei der Fristberechnung nicht mitzuzÃ¤hlen ist). An diesem Tag Ã¼bergab der BeschwerdefÃ¼hrer sein Gesuch um gerichtliche Beurteilung denn auch der Post. Somit wurde dieses rechtzeitig gestellt (§ 11 Abs. 2 Satz 1 VRG). Dass es erst am 9. April 2021 beim Haftrichter eintraf, ist nicht relevant. Antrag 1 der Beschwerde ist demzufolge abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Massnahmen, die sich auf das Gewaltschutzgesetz stÃ¼tzen, werden im Ã¶ffentlichen Interesse zum Schutz gefÃ¤hrdeter Personen und zur Entspannung einer hÃ¤uslichen Gewaltsituation angeordnet (statt vieler VGr, 25. November 2020, VB.2020.00721, E. 2.1; BGE 134 I 140 E. 2). HÃ¤usliche Gewalt liegt vor, wenn eine Person in einer bestehenden oder einer aufgelÃ¶sten familiÃ¤ren oder partnerschaftlichen Beziehung in ihrer kÃ¶rperlichen, sexuellen oder psychischen IntegritÃ¤t verletzt oder gefÃ¤hrdet wird. Dies kann durch AusÃ¼bung oder Androhung von Gewalt oder durch mehrmaliges BelÃ¤stigen, Auflauern oder Nachstellen der Fall sein (§ 2 Abs. 1 lit. a und b GSG). Liegt hÃ¤usliche Gewalt vor, stellt die Polizei den Sachverhalt fest und ordnet umgehend die zum Schutz der gefÃ¤hrdeten Personen notwendigen Massnahmen an (§ 3 Abs. 1 GSG). So kann die Polizei die gefÃ¤hrdende Person aus der Wohnung oder dem Haus weisen, ihr untersagen, von der Polizei bezeichnete, eng umgrenzte Gebiete zu betreten, und ihr auch verbieten, mit den gefÃ¤hrdeten und diesen nahestehenden Personen in irgendeiner Form Kontakt aufzunehmen (§ 3 Abs. 2 lit. aâc GSG). Die Schutzmassnahmen gelten wÃ¤hrend 14 Tagen ab Mitteilung an die gefÃ¤hrdende Person (§ 3 Abs. 3 Satz 1 GSG). Die gefÃ¤hrdende Person kann ein Gesuch um gerichtliche Beurteilung stellen (§ 5 Satz 1 GSG). Die gefÃ¤hrdete Person ihrerseits kann beim Gericht um VerlÃ¤ngerung der Schutzmassnahmen ersuchen (§ 6 Abs. 1 GSG). Dieses entscheidet innert vier Arbeitstagen Ã¼ber solche Gesuche (§ 9 Abs. 1 GSG). Es stellt den Sachverhalt von Amtes wegen fest und fordert unverzÃ¼glich die polizeilichen Akten und, sofern ein Strafverfahren eingeleitet wurde, jene der Strafuntersuchung an. Auf Verlangen des Gerichts nehmen die Polizei und die Staatsanwaltschaft zum Gesuch Stellung (§ 9 Abs. 2 GSG). Das Gericht hÃ¶rt die Gesuchsgegnerin oder den Gesuchsgegner nach MÃ¶glichkeit an. Es kann auch eine AnhÃ¶rung der Gesuchstellerin oder des Gesuchstellers anordnen (§ 9 Abs. 3 SÃ¤tze 1 und 2 GSG). Das Gericht heisst das VerlÃ¤ngerungsgesuch gut, wenn der Fortbestand der GefÃ¤hrdung glaubhaft ist (§ 10 Abs. 1 Satz 1 GSG). Die gerichtlich verfÃ¼gten Schutzmassnahmen dÃ¼rfen insgesamt drei Monate nicht Ã¼bersteigen (§ 6 Abs. 3 GSG).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b><span>Im Zusammenhang mit der VerlÃ¤ngerung bzw. NichtverlÃ¤ngerung von Schutzmassnahmen steht der Haftrichterin ein relativ grosser Beurteilungsspielraum zu. Zum einen kann sie sich im Rahmen der persÃ¶nlic</span>hen AnhÃ¶rung der Parteien einen umfassenden Eindruck von der Situation machen, wÃ¤hrend das Verwaltungsgericht aufgrund der Akten zu entscheiden hat. Zum anderen greift Letzteres nur im Fall von Rechtsverletzungen im Sinn von <span>§ 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 lit. a und lit. b VRG</span> ein, nicht aber bei blosser Unangemessenheit. Ferner genÃ¼gt wie erwÃ¤hnt bereits die Glaubhaftmachung des Fortbestands einer GefÃ¤hrdung. Demnach rechtfertigt sich seitens des Verwaltungsgerichts eine gewisse ZurÃ¼ckhaltung bei der Beurteilung der vorinstanzlichen WÃ¼rdigung (statt vieler VGr, 25. November 2020, VB.2020.00721, E. 2.3).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Die Mitbeteiligte begrÃ¼ndete die Anordnung der Gewaltschutzmassnahmen damit, dass der Beschwerdegegner der BeschwerdefÃ¼hrerin in der Nacht vom 30. auf den 31. MÃ¤rz 2021 mehrere E-Mails in serbischer Sprache geschrieben und ihr damit gedroht habe, ihre ganze Familie zu "ficken". Weiter habe er ihr geschrieben, sie solle zum Fenster kommen und herauskommen. Sodann habe er erwÃ¤hnt, "wenn die Scheidung durch sei, sei es nicht mehr gut". Ferner habe der Beschwerdegegner die BeschwerdefÃ¼hrerin damit beschimpft, unter anderem ihren verstorbenen Vater zu "ficken", was die BeschwerdefÃ¼hrerin als beleidigend und ehrverletzend wahrgenommen habe.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Der Haftrichter erwog mit Urteil vom 13. April 2021, in den E-Mails, welche der Beschwerdegegner der BeschwerdefÃ¼hrerin in der Nacht vom 30. auf den 31. MÃ¤rz 2021 geschickt habe, sei unter anderem die folgende Aussage enthalten: "Jetzt werde ich mich scheiden lassen, komm raus ich ficke deine Mutter. [...] Komm raus, damit wir alles fÃ¼r immer erledigen. [...] Komm raus, damit ich mich von dir scheiden lassen kann." Eine GefÃ¤hrdung der BeschwerdefÃ¼hrerin durch den Beschwerdegegner erscheine damit ohne Weiteres als glaubhaft. Da sich der Beschwerdegegner zudem mit der VerlÃ¤ngerung der Schutzmassnahmen gegenÃ¼ber der BeschwerdefÃ¼hrerin einverstanden erklÃ¤rt habe, seien dieselben â mit gewissen Ausnahmen â um drei Monate zu erstrecken.</p> <p class="Urteilstext">Weiter erwog der Haftrichter, die BeschwerdefÃ¼hrerin habe zwar verschiedene erzieherische Defizite des Beschwerdegegners geltend gemacht. Konkrete physische oder psychische Gewalt seitens des Beschwerdegegners gegenÃ¼ber E habe sie indessen nicht zu beschreiben vermocht. Namentlich wÃ¤re das â soweit es sich denn erstellen liesse â von ihr geschilderte (und bestrittene) Anschreien von E und "Fragen beziehungsweise Sagen" des Beschwerdegegners, er wisse nicht, was E wolle, noch nicht als psychische Gewalt im Sinn des Gewaltschutzgesetzes zu taxieren. Vielmehr wÃ¼rde dies erzieherische Defizite des Beschwerdegegners aufzeigen, womit sich jedoch das Scheidungsgericht zu befassen haben werde. Diesem solle nicht dadurch vorgegriffen werden, dass, soweit es den Beschwerdegegner fÃ¼r erziehungsfÃ¤hig erachte, mittels Gewaltschutzmassnahmen fÃ¼r E die AusÃ¼bung eines gerichtlich geregelten bzw. noch anzupassenden Besuchsrechts a priori verunmÃ¶glicht werde. Auch aus den E-Mails der Nacht auf den 31. MÃ¤rz 2021 sei keine GefÃ¤hrdung von E ersichtlich, zumal dieser damals am Schlafen gewesen sei und damit die Reaktion der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht habe wahrnehmen kÃ¶nnen. Die Ã¼brigen Akten zeigten ebenso wenig eine solche GefÃ¤hrdung. Das Kontaktverbot gegenÃ¼ber E sei deshalb aufzuheben. Damit sei auch nicht ersichtlich, weshalb ein Rayonverbot fÃ¼r das Gebiet um die KiTa erforderlich sein sollte, zumal der Beschwerdegegner bei einem zufÃ¤lligen Zusammentreffen mit der BeschwerdefÃ¼hrerin bereits aufgrund des Kontaktverbots zu dieser ohnehin ausweichen mÃ¼sste. Das Rayonverbot betreffend die KiTa sei daher ebenso aufzuheben. Nachdem gemÃ¤ss der VerfÃ¼gung vom 22. Dezember 2020 im Scheidungsverfahren der Parteien das Einkaufszentrum X in F als Ãbergabeort fÃ¼r die Besuche zwischen dem Beschwerdegegner und dem Sohn vorgesehen sei und diese Regelung weiterhin GÃ¼ltigkeit habe, sei dem Scheidungsgericht nicht vorzugreifen und seien das Einkaufszentrum X und die direkten Zufahrtswege zu diesem aus dem Rayonverbot auszuklammern, soweit sich der Beschwerdegegner zur AusÃ¼bung des gerichtlich geregelten Besuchsrechts dorthin begeben mÃ¼sse.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Der Beschwerdegegner sandte der BeschwerdefÃ¼hrerin vom 30. MÃ¤rz 2021, 23.37 Uhr, bis 31. MÃ¤rz 2021, 7.00 Uhr, acht E-Mails. Darin beschimpfte er die BeschwerdefÃ¼hrerin und deren Familie auf Ã¤usserst vulgÃ¤re Art und Weise und forderte er die BeschwerdefÃ¼hrerin auch auf "rauszukommen", damit er sich scheiden lassen kÃ¶nne. Wenn der Haftrichter gestÃ¼tzt darauf von einer (fortbestehenden) GefÃ¤hrdung der BeschwerdefÃ¼hrerin ausging und die sie betreffenden Schutzmassnahmen â mit gewissen, noch zu beurteilenden Ausnahmen â um die Maximaldauer von drei Monaten erstreckte, ist dies nicht zuletzt vor dem Hintergrund des frÃ¼heren gravierenden gewalttÃ¤tigen Verhaltens des Beschwerdegegners im Herbst 2018 nicht zu beanstanden. Im Umfang der Erstreckung ist das Urteil des Haftrichters vom 13. April 2021 denn auch nicht umstritten, focht doch der Beschwerdegegner dieses Urteil selber nicht an.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Das Verwaltungsgericht erwog mit Urteil vom 28. April 2021 (VB.2021.00137; vorn III.B.), nachdem es auch dort eine fortbestehende GefÃ¤hrdung der BeschwerdefÃ¼hrerin seitens des Beschwerdegegners bejaht und eine VerlÃ¤ngerung der Schutzmassnahmen zu ihren Gunsten um drei Monate als gerechtfertigt angesehen hatte, unter den gegebenen UmstÃ¤nden mÃ¼sse die streitgegenstÃ¤ndliche Frage nach der GefÃ¤hrdung von E nicht nÃ¤her geprÃ¼ft werden. GemÃ¤ss § 3 Abs. 2 lit. c GSG kÃ¶nne ein Kontaktverbot auf der gefÃ¤hrdeten Person nahestehende Personen ausgedehnt werden, auch wenn diese selbst nicht unmittelbar gefÃ¤hrdet im Sinn von § 2 Abs. 3 GSG seien. Eine solche Ausdehnung sei nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts etwa dann zulÃ¤ssig, wenn dies zum Schutz des gefÃ¤hrdeten Elternteils notwendig sei, weil Hinweise dafÃ¼r bestÃ¼nden, dass der Kontakt mit dem Kind zur verbotenen Kontaktaufnahme zur gefÃ¤hrdeten Person missbraucht werde, um diese weiterhin zu bedrohen. Die vorliegende Situation sei damit vergleichbar. Dem Beschwerdegegner sei es zwar aufgrund der richterlichen Anordnungen im Eheschutz- bzw. Scheidungsverfahren â als Ausnahme vom im Ãbrigen bestehenden Kontaktverbot â erlaubt, an die BeschwerdefÃ¼hrerin im Zusammenhang mit der AusÃ¼bung seines Besuchsrechts heranzutreten. Der Beschwerdegegner habe dieses Recht aber offensichtlich missbraucht, indem er die BeschwerdefÃ¼hrerin anlÃ¤sslich solcher Kontaktaufnahmen oder der KindesÃ¼bergaben gemÃ¤ss den insofern durchaus glaubhaften Angaben der BeschwerdefÃ¼hrerin wiederholt beschimpfte und auch bedroht habe. Dies wÃ¼rde auch dann nicht gerechtfertigt erscheinen, wenn sich die BeschwerdefÃ¼hrerin tatsÃ¤chlich regelmÃ¤ssig nicht an die Anordnungen bzw. Abmachungen im Eheschutz- bzw. Scheidungsverfahren gehalten und dem Beschwerdegegner auf seine Anfragen nicht geantwortet haben sollte. Fragen nach der Einhaltung und PraktikabilitÃ¤t des Besuchsrechts oder auch der BetreuungsfÃ¤higkeiten seien ohnehin nicht nÃ¤her zu prÃ¼fen, vielmehr sei solches Gegenstand des Eheschutz- bzw. Scheidungsverfahrens. FÃ¼r die Annahme mindestens eines teilweisen Missbrauchs der dem Beschwerdegegner erlaubten Kontaktaufnahmen zur BeschwerdefÃ¼hrerin spreche sodann die HÃ¤ufigkeit und Frequenz der Anrufe bzw. Anrufversuche im Anschluss an einen seitens der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht beantworteten Anruf sowie im Fall eines E-Mails auch der Zeitpunkt der Kontaktaufnahme, was sich ebenso wenig mit dem angeblichen Fehlverhalten der BeschwerdefÃ¼hrerin rechtfertigen lasse. Vor diesem Hintergrund â so das Verwaltungsgericht weiter â wÃ¤re somit einerseits nicht nur eine vollumfÃ¤ngliche bzw. ausnahmslose VerlÃ¤ngerung der die BeschwerdefÃ¼hrerin betreffenden Schutzmassnahmen, sondern auch eine VerlÃ¤ngerung des Kontaktverbots betreffend E angezeigt gewesen. Konsequenterweise hÃ¤tte sich damit auch eine VerlÃ¤ngerung des Rayonverbots betreffend die KiTa aufgedrÃ¤ngt, bestÃ¼nde doch fÃ¼r den Beschwerdegegner angesichts des Kontaktverbots zu E einerseits gar kein Grund, die KiTa aufzusuchen, und wÃ¼rden damit andererseits unerwÃ¼nschte Aufeinandertreffen des Beschwerdegegners mit der BeschwerdefÃ¼hrerin vermieden, die E jeweils zur KiTa begleite und von dort auch abhole. Die anderslautenden Anordnungen im Eheschutz- bzw. Scheidungsverfahrens hÃ¤tten der VerlÃ¤ngerung der Schutzmassnahmen nicht entgegengestanden. Die Situation zwischen den Parteien sei bereits seit lÃ¤ngerer Zeit angespannt, und es sei nicht davon auszugehen, dass sie sich in absehbarer Zeit beruhige, zumal sich die Parteien gegenwÃ¤rtig im Scheidungsverfahren gegenÃ¼berstÃ¼nden. Weitere Konflikte im Zusammenhang mit dem umstrittenen Besuchsrecht erschienen vorliegend geradezu absehbar. Vor diesem Hintergrund sei eine VerlÃ¤ngerung der Schutzmassnahmen betreffend E um die Maximaldauer von drei Monaten angezeigt.<span> Mildere Massnahmen, welche dem Gesetzeszweck von § 1 Abs. 1 GSG bzw. dem Schutz der BeschwerdefÃ¼hrerin gerecht wÃ¼rden, seien nicht ersichtlich.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Wie schon mit Urteil vom 28. April 2021 ist auch hier vorab auf § 7 Abs. 1 GSG hinzuweisen, welche Bestimmung das zeitliche VerhÃ¤ltnis von Gewaltschutzmassnahmen zu anderen Massnahmen regelt. Demnach fallen Gewaltschutzmassnahmen dahin, wenn entsprechende zivilrechtliche Massnahmen rechtskrÃ¤ftig angeordnet und vollzogen sind. Eheschutzrechtliche Anordnungen gehen daher Gewaltschutzmassnahmen vor und kÃ¶nnen im gewaltschutzrechtlichen Verfahren nicht infrage gestellt oder abgeÃ¤ndert werden. Dies gilt allerdings nur dann, wenn die zivilrechtlichen Massnahmen spÃ¤ter als die Gewaltschutzmassnahmen angeordnet werden. Im umgekehrten Fall, wenn sich also ein Gewaltvorfall nach rechtskrÃ¤ftiger Anordnung und Vollzug von zivilrechtlichen Massnahmen zutrÃ¤gt, gehen die Gewaltschutzmassnahmen dem Gesetzeszweck entsprechend vor (VGr, 19. September 2018, VB.2018.00456, E. 2.2; <span>Andreas Conne/Kaspar PlÃ¼ss, Gewaltschutzmassnahmen im Kanton ZÃ¼rich, in: Sicherheit &amp; Recht 3/2011 S. 127 ff., S. 131</span>). Insofern stellen sich wie schon im vorangehenden verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren keine Fragen, wurden doch â soweit bekannt â im Anschluss an die vorliegend zu beurteilenden Gewaltschutzmassnahmen bis dato im Scheidungsverfahren keine neuen Anordnungen getroffen.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b>Das Urteil vom 13. April 2021 unterscheidet sich insofern vom dem Urteil des Verwaltungsgerichts vom 28. April 2021 zugrunde liegenden Entscheid vom 9. Februar 2021, als der Haftrichter nunmehr ohne Ausnahmen zugunsten der AusÃ¼bung des Besuchsrechts des Beschwerdegegners zu E bis 13. Juli 2021 das Kontaktverbot betreffend die BeschwerdefÃ¼hrerin verlÃ¤ngerte. Damit wurde gleichsam dem Umstand Rechnung getragen, dass der Beschwerdegegner direkte, persÃ¶nliche Kontakte mit der BeschwerdefÃ¼hrerin im Zusammenhang mit dem Besuchsrecht zur Beschimpfung und Bedrohung bzw. GefÃ¤hrdung der BeschwerdefÃ¼hrerin missbraucht hatte, wie dies das Verwaltungsgericht festgestellt hatte. GemÃ¤ss dem haftrichterlichen Urteil vom 13. April 2021 soll es dem Beschwerdegegner grundsÃ¤tzlich aber weiterhin erlaubt sein, sein Besuchsrecht zu E auszuÃ¼ben, wobei er â weder zu diesem Zweck noch Ã¼ber Drittpersonen (so die VerfÃ¼gung der Mitbeteiligten vom 31. MÃ¤rz 2021) â mit der BeschwerdefÃ¼hrerin Kontakt aufnehmen darf. Abgesehen davon, dass die vom Haftrichter vorgesehene LÃ¶sung angesichts des Alters von E kaum praktikabel erscheint, wÃ¤re es indes auch in diesem Fall angezeigt gewesen, das Kontaktverbot gestÃ¼tzt auf § 3 Abs. 2 lit. c GSG zum Schutz der BeschwerdefÃ¼hrerin auch auf E auszudehnen â ungeachtet der vorliegend somit ebenso wenig zu beantwortenden Frage, ob E tatsÃ¤chlich selbst gefÃ¤hrdet ist. So ist angesichts seines bisher gezeigten Verhaltens davon auszugehen, dass der Beschwerdegegner â auf welche Weise auch immer hergestellte â Kontakte mit E im Rahmen der AusÃ¼bung seines Besuchsrechts zugleich zum Anlass nehmen wÃ¼rde, mit der BeschwerdefÃ¼hrerin verbotenerweise Kontakt aufzunehmen und diese erneut zu beschimpfen oder gar zu bedrohen, zumal gerade das Besuchsrecht die (Haupt-)Ursache der Auseinandersetzungen zwischen den Parteien darstellt. Weiter ist zu berÃ¼cksichtigen, dass der Beschwerdegegner der BeschwerdefÃ¼hrerin die E-Mails vom 30. und 31. MÃ¤rz 2021 wÃ¤hrend des aufgrund des Entscheids der Haftrichterin vom 9. Februar 2021 grundsÃ¤tzlich geltenden Kontaktverbots zur BeschwerdefÃ¼hrerin zusandte. Wenn er anlÃ¤sslich der Hafteinvernahme vom 1. April 2021 gegenÃ¼ber dem Staatsanwalt geltend machte, er habe die E-Mails nicht in Verletzung des Kontaktverbots, sondern ausschliesslich im Rahmen einer erlaubten Kontaktaufnahme zwecks AusÃ¼bung seines Besuchsrechts geschrieben, ist dies einerseits wenig glaubhaft. Andererseits wÃ¼rde dies, wenn es denn zutrÃ¤fe, lediglich den Eindruck verstÃ¤rken, dass der Beschwerdegegner gerade im Zusammenhang mit der AusÃ¼bung des Besuchsrechts ungeachtet eines umfassenden Kontaktverbots zugunsten der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht in der Lage zu sein scheint, ihr gegenÃ¼ber nicht ausfÃ¤llig zu werden. Mit dem Urteil vom 28. April 2021 ist sodann zu wiederholen, dass ein solches Verhalten auch dann nicht gerechtfertigt wÃ¤re, wenn sich die BeschwerdefÃ¼hrerin tatsÃ¤chlich regelmÃ¤ssig nicht an die Anordnungen bzw. Abmachungen im Eheschutz- bzw. Scheidungsverfahren gehalten und dem Beschwerdegegner auf seine Anfragen nicht geantwortet haben sollte.</p> <p class="Erwgung2">Nach dem Gesagten wÃ¤re â wie schon mit Urteil vom 28. April 2021 erkannt wurde â auch eine VerlÃ¤ngerung des Kontaktverbots betreffend E angezeigt gewesen und war es in der Konsequenz nicht gerechtfertigt, Ausnahmen in Bezug auf die von der Mitbeteiligten verfÃ¼gten Rayonverbote vorzusehen. So besteht fÃ¼r den Beschwerdegegner ohne die MÃ¶glichkeit des Kontakts zu E kein Grund, sich im Bereich des Einkaufszentrums X in F oder der KiTa aufzuhalten, zumal dies unerwÃ¼nschte Begegnungen mit der Beschwerdegegnerin zur Folge haben kÃ¶nnte. Hinsichtlich des Rayonverbots betreffend die KiTa ist schliesslich zu erwÃ¤hnen, dass der Beschwerdegegner auch deren Leiterin mit E-Mail vom 31. MÃ¤rz 2021, 1.26 Uhr, vulgÃ¤r beschimpfte. Die vollumfÃ¤ngliche VerlÃ¤ngerung der Schutzmassnahmen erscheint dabei auch unter dem Aspekt, dass ein gÃ¤nzliches Kontaktverbot gegenÃ¼ber dem eigenen Kind einen schweren Eingriff in das verfassungsmÃ¤ssige Recht â sowohl der gefÃ¤hrdenden Person als auch des Kindes â auf Familienleben darstellt (BGr, 19. Oktober 2007, 1C_219/2007, E. 2.3 ff.; statt vieler VGr, 13. Mai 2020, VB.2020.00213, E. 5) als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig. Wie das Verwaltungsgericht bereits mit Urteil vom 28. April 2021 feststellte, ist die Situation zwischen den Parteien seit lÃ¤ngerer Zeit angespannt und nicht davon auszugehen, dass sie sich angesichts des laufenden Scheidungsverfahrens und des umstrittenen Besuchsrechts in absehbarer Zeit beruhigt. Vor diesem Hintergrund ist vorliegend eine umfassende VerlÃ¤ngerung der Schutzmassnahmen um die Maximaldauer von drei Monaten bzw. bis 13. Juli 2021 angezeigt.<span> Mildere Massnahmen, welche dem Gesetzeszweck von § 1 Abs. 1 GSG bzw. dem Schutz der BeschwerdefÃ¼hrerin gerecht wÃ¼rden, sind erneut nicht ersichtlich.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>5.5 </b>In Aufhebung der Dispositivziffern 1 und 2 des Urteils des Haftrichters vom 13. April 2021 sind damit die mit VerfÃ¼gung der Mitbeteiligten vom 31. MÃ¤rz 2021 angeordneten Schutzmassnahmen vollumfÃ¤nglich bis 13. Juli 2021 zu verlÃ¤ngern. Dispositivziffern 3 und 4 des Urteils vom 13. April 2021 wurden mit Beschwerde nicht angefochten. Die Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen dieses Urteils sind deshalb nicht zu beurteilen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Angesichts der Dringlichkeit des Verfahrens und da bei der Beurteilung der Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen des Beschwerdeverfahrens â namentlich im Zusammenhang mit den Gesuchen der Parteien um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und dort insbesondere der Frage ihrer Mittellosigkeit (§ 16 Abs. 1 und 2 VRG) â ein grÃ¶sserer Aufwand anfallen dÃ¼rfte (vgl. vorn III.C. und III.D.), ist vorab nur Ã¼ber den Hauptpunkt, das heisst die mit Beschwerde beantragte VerlÃ¤ngerung der Schutzmassnahmen, mit einem Teilentscheid zu befinden. Ãber die GerichtsgebÃ¼hr, die Verlegung der Gerichtskosten, die beantragten ParteientschÃ¤digungen sowie Ã¼ber die Gesuche der Parteien um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren wird demgegenÃ¼ber mit einem separatem Teilurteil zu entscheiden sein. Die Rechtsvertreter der Parteien sind indes bereits jetzt aufzufordern, dem Verwaltungsgericht eine detaillierte Zusammenstellung Ã¼ber ihren Zeitaufwand und die Barauslagen fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren einzureichen, ansonsten die allenfalls zuzusprechenden EntschÃ¤digungen nach Ermessen festgesetzt wÃ¼rden (§ 9 Abs. 2 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 3. Juli 2018).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>der Einzelrichter</span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen.</p> <p class="Einzug2"> In Aufhebung von Dispositivziffern 1 und 2 des Urteils des Haftrichters am Bezirksgericht K vom 13. April 2021 werden die mit VerfÃ¼gung der Kantonspolizei ZÃ¼rich vom 31. MÃ¤rz 2021 angeordneten Schutzmassnahmen vollumfÃ¤nglich bis 13. Juli 2021 verlÃ¤ngert.</p> <p class="Einzug2"> Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Ãber die GerichtsgebÃ¼hr, die Verlegung der Gerichtskosten, die beantragten ParteientschÃ¤digungen sowie Ã¼ber die Gesuche der Parteien um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren wird mit separatem Teilurteil entschieden.</p> <p class="Einzug2">3. Den Rechtsvertretern der Parteien lÃ¤uft jeweils eine Frist von 30 Tagen von der Zustellung dieses Urteils an, um dem Verwaltungsgericht eine detaillierte Zusammenstellung Ã¼ber ihren Zeitaufwand und die Barauslagen fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren einzureichen, ansonsten die allenfalls zuzusprechenden EntschÃ¤digungen nach Ermessen festgesetzt wÃ¼rden.</p> <p class="Einzug2">4. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</p> <p class="Einzug2">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>