B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-2850/2014 U r t e i l v o m 2 8 . M a i 2 0 1 5 Besetzung Richter Christoph Bandli (Vorsitz), Richter André Moser, Richter Jérôme Candrian, Gerichtsschreiberin Tanja Petrik-Haltiner. Parteien Heuberge AG, Postfach 18, 7235 Fideris, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Gieri Caviezel, Vincenz & Partner, Masanserstrasse 40, 7000 Chur, Beschwerdeführerin, gegen Repower Schweiz AG, Talstrasse 10, 7250 Klosters, Beschwerdegegnerin, und Eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom, 3003 Bern, Vorinstanz, Kanton Graubünden, vertreten durch das Bau, Verkehrs- und Forstdepartement, vertreten durch Herrn Regierungsrat Dr. iur. Mario Cavigelli, Stadtgartenweg 11, 7000 Chur, Beigeladener. Gegenstand Anschluss Fideriser Heuberge; Zuständigkeit zur Festlegung der Netzanschlusskosten und Netzkostenbeiträge. A-2850/2014 Seite 3 Sachverhalt: A. Die Heuberge AG (ehemals Arflina AG) betreibt auf den Fideriser Heuber- gen knapp 2'000 m.ü.M. verschiedene Unterkünfte, zwei Restaurantbe- triebe und weitere touristische Infrastrukturen, bestehend aus zwei Häu- sergruppen. Vom Dorf Fideris (897 m.ü.M.) führt eine Strasse durch den Malanser Wald zu den Heubergen. Beide Häusergruppen befinden sich in raumplanerischer Hinsicht in einer Zone für touristische Einrichtungen ge- mäss Art. 29 des Raumplanungsgesetzes vom 6. Dezember 2004 für den Kanton Graubünden (KRG, 801.100). Im Sommer 2009 ersuchte die Heuberge AG die Repower Schweiz AG (ehemals Repower Klosters AG) als Betreiberin des fraglichen lokalen Ver- teilnetzes Nr. 217 um Erstellung eines Netzanschlusses für ihre Berghäu- ser. Die Parteien konnten sich jedoch betreffend die durch den Netzan- schluss entstehenden Kosten nicht einigen . Die Verteilnetzbetreiberin stellte sich auf den Standpunkt, der von der Heuberge AG zu überneh- mende Anschlussbeitrag umfasse die gesamten Kosten der neu zu erstel- lenden Verteilleitung vom Dorf Fideris bis auf die Fideriser Heuberge inklu- sive Transformer-Stationen und eines zusätzlichen Netzkostenbeitrags für das bereits vorbestehende Verteilnetz, was einen Betrag von CHF (…) (Va- riante 1) bzw. CHF (…) (Variante 2) ausmache. Zusätzlich würden jährliche Netznutzungskosten von CHF (…) (Variante 1) bzw. CHF (…) (Variante 2) anfallen. Die Heuberge AG stellte die Bezahlung eines Anschlussbeitrags nicht grundsätzlich in Abrede, hielt aber fest, die Anschlussk osten dürften nicht derart ausgestaltet sein, dass eine Inanspruchnahme des gesetzli- chen Anschlussrechts faktisch verunmöglicht werde. B. Mit Eingabe vom 7. Dezember 2010 gelangte die Heuberge AG in der Folge an die Regierung des Kantons Graubünden. Streitig war im damali- gen Verfahren, ob eine Anschlussverpflichtung der Repower Schweiz AG als Verteilnetzbetreiberin des entsprechenden Netzgebiets bestehe und von wem allfällige Anschlusskosten zu tragen seien. Die Regierung des Kantons Graubünden kam zum Schlus s, die Fideriser Heuberge lägen zwar ausserhalb der Bauzone, da die Liegenschaften jedoch ganzjährig bewohnt seien, bestehe gestützt auf Art. 5 Abs. 2 des Stromversorgungs- gesetzes vom 23. März 2007 (StromVG, SR 734.7) eine Anschlusspflicht. Dementsprechend verpflichtete sie die Repower Schweiz AG mit Be- schluss vom 3. Juli 2012 (Protokoll Nr. 680), die Berghäuser der Heuberge A-2850/2014 Seite 4 AG ans elektrische Verteilnetz anzuschliessen. Zur Regelung der An- schlusskosten (Netzanschlusskosten und Netzkostenbeitrag) erklärte sie sich unzuständig und trat demzufolge auf die entsprechenden Begehren der Heuberge AG nicht ein. Die Kantone könnten Bestimmungen zur Tra- gung von Anschlusskosten erlassen; der Kanton Graubünden habe von dieser Möglichkeit jedoch nicht Gebrauch gemacht. Dieser Regierungsbeschluss wurde nicht angefochten und ist demnach in Rechtskraft erwachsen. Im Nachgang schlossen die Parteien am 18. Sep- tember 2012 eine Vereinbarung, wonach sich die Verteilnetzbetreiberin be- reit erklärte, im Dorf Fideris eine durch die Heuberge AG zu finanzierende Anschlussleitung ans Mittelspannungsnetz anzuschliessen. Die Erstellung, der Betrieb und der Unterhalt der Leitung lägen in der Verantwortung der Heuberge AG. Diese behielt sich vor, die Frage der Kostentragungspflicht der Eidg enössischen Elektrizitätskommission (ElCom) vorzulegen. Aus- drücklich festgehalten wurde in der vorgenannten Vereinbarung, dass sich die definitive Übernahme der Anschlusskosten nach dem rechtskräftigen Entscheid der ElCom bzw. einer dafür zuständigen Gerichtsbehörde richte. Die Anschlussleitung vom Dorf Fideris in die Heuberge wurde zwischen- zeitlich erstellt. C. Am 23. Mai 2013 reichte die Heuberge AG bei der ElCom ein Gesuch mit folgenden Begehren ein: "1. Es sei festzustellen, dass die für den Anschluss ihrer Berghäuser erforderlichen elektrischen Verteilleitungen und Transformer -Stationen vom Verteilnetz (TS Fideris Dorf) bis zu ihrer Grundstücksgrenze den anrechenbaren Kosten des Verteilnetzes der Repower Klosters AG (REK, heutige Repower Schweiz AG) zuzuordnen seien und diese für die Kosten aufzukommen habe. 2. Es sei festzustellen, dass der von ihr zu entrichtende Anschlussbeitrag (Netz- anschlusskosten und Netzkostenbeitrag) der üblichen, von der REK bei Haus- anschlüssen innerhalb der Bauzone in Rechnung gestellten Pauschale zu ent- sprechen habe. 3. Die REK sei zu verpflichten, ihr die Kosten für die Mittelspannungszuleitung und Transformer-Stationen im Umfang von CHF (…) zuzüglich Zinsen ab Ein- reichung des Gesuchs zurückzuerstatten." D. Die ElCom stellte mit Verfügung vom 15. April 2014 fest, sie sei für d ie A-2850/2014 Seite 5 Festlegung der Netzanschlusskosten und Netzkostenbeiträge nicht zu- ständig. E. Gegen diesen Entscheid erhebt die Heuberge AG (nachfolgend: Be- schwerdeführerin) mit Eingabe vom 26. Mai 2014 Beschwerde beim Bun- desverwaltungsgericht und beantragt, die angefochtene Verfügung sei auf- zuheben und die ElCom (nachfolgend: Vorinstanz) sei zur Beurteilung sämtlicher Rechtsbegehren gemäss Gesuch vom 23. Mai 2013 zuständig zu erklären. F. Mit Zwischenverfügung vom 17. Ju ni 2014 wird d er Kanton Graubünden beigeladen und erhält Gelegenheit zur Stellungnahme, insbesondere, um sich zu seiner bisherigen Praxis im Zusammenhang mit Kompetenzaus- scheidungsfragen im strittigen Bereich der Festlegung von Netzanschluss- kosten und Netzkostenbeiträgen zu äussern. G. Der Kanton Graubünden (nachfolgend: Beigeladener) nimmt mit Eingabe vom 8. Juli 2014 Stellung. Er erklärt, die vorliegende Streitsache sei bislang der einzige Fall, in welchem sich die Frage der Zuständigkeit z ur Festle- gung von Netzanschlusskosten und Netzkostenbeiträgen gestellt habe. Es bestehe daher keine entsprechende kantonale Praxis. Im Rahmen seiner Aufgabe als Koordinationsstelle für die kantonsinternen Prüfungen von Starkstromanlagen habe das Amt für Energie und Verkehr (AEV) jedoch Kenntnis betreffend zahlreiche ä hnlich gelagerte Netzanschlussfälle in kantonalrechtlichen Zonen für touristische Einrichtungen erhalten. Betrof- fen seien dabei insbesondere Bergbahngesellschaften und Bergrestau- rants. In jenen Fällen s ei jewei ls unbestritten gewesen, dass der An- schlussnehmer die Kosten für den Netzanschluss nach de r expliziten Re- gelung der Kostenübernahme für Neuanschlüsse gemäss allgemeinen An- schlussbedingungen des jeweiligen Netzanbieters selber zu übernehmen habe. Der Beigeladene hält fest, dass die Regierung nach wie vor die Auffassung gemäss Beschluss vom 3. Juli 2012 teile, wonach Recht sfragen, welche über die Feststellung der Anschlusspflicht als solcher hinausgingen, nicht in die Zuständigkeit des Kantons fallen würden. A-2850/2014 Seite 6 H. Die Vorinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom 16. Juli 2014, die Be- schwerde sei abzuweisen. I. Die Repower Schweiz AG (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragt mit Schreiben vom 24. Juli 2014, die Beschwerde sei gutzuheissen und ihr seien keine Verfahrens- oder Parteikosten aufzuerlegen. Sie verweist auf ihre im vorinstanzlichen Verfahren eingereichte Stellungnahme vom 25. September 2013 und erklärt, an ihrer damaligen Auffassung festzuhalten, wonach die Vorinstanz zur Behandlung der seitens der Beschwerdeführe- rin eingereichten Rechtsbegehren Nr. 1 bis 3 zuständig sei. J. Mit Schreiben vom 28. August 2014, 3. September 2014 und 8. September 2014 verzichten die Verfahrensbeteiligten darauf, ergänzende Schlussbe- merkungen einzureichen. K. Auf weitere Ausführungen der Beteiligten wird – soweit entscheidrelevant – im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem VwVG. Vorbe- halten bleiben abweichende Bestimmungen des VGG (vgl. Art. 37 VGG). Als Verfügungen gelten gemäss Art. 5 Abs. 2 VwVG u.a. auch Zwischen- verfügungen. Gegen selbständig eröffnete Zwischenverfügungen über die Zuständigkeit ist die Beschwerde zulässig. Diese Verfügungen können später nicht mehr angefochten werden (Art. 45 Abs. 1 und 2 VwVG). Ver- neint eine Behörde wie vorliegend ihre Zuständigkeit, schliesst sie damit das Verfahren i.S.v. Art. 44 VwVG diesbezüglich ab und erlässt somit einen Endentscheid ( UHLMANN/WÄLLE-BÄR in: Praxiskommentar zum VwVG, 2009, Art. 45 Rz. 15 mit Hinweisen). Die ElCom gehört zu den Behörden A-2850/2014 Seite 7 nach Art. 33 Bst. f VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesve rwal- tungsgerichts. Eine Ausnahme nach Art. 32 VGG, was das Sachgebiet an- geht, ist nicht gegeben. Demnach ist das Bundesverwaltungsgericht für die Beurteilung der erhobenen Beschwerde zuständig. 1.2 Zur Beschwerde ist berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verf ahren teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Die Beschwerdeführerin hat als beteiligte Partei am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen und ist durch die angefoch- tene Verfügung, welche die Zuständigkeit betreffend die Regelung der Kos- tentragung für den Anschluss ihrer Berghäuser ans Verteilnetz der Be- schwerdegegnerin verneint, besonders betroffen bzw. materiell beschwert. Sie ist somit zur Beschwerde legitimiert. 1.3 Auf die im Übrigen frist - und formgerecht erhobene Beschwerde ist daher einzutreten (Art. 50 Abs. 1 und 52 VwVG). 2. Anfechtungsobjekt im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht ist der vorinstanzliche Entscheid; er bildet den Rahmen, welcher den möglichen Umfang des Streitgegenstandes begrenzt. Gegenstand des Beschwerde- verfahrens kann mithin nur sein, was Gegenstand des erstinstanzlichen Verfahrens war oder nach richtiger Gesetzesauslegung hätte sein sollen. Fragen, über welche die erstinstanzlich verfügende Behörde nicht ent- schieden hat, darf die zweite Instanz nicht beurteilen, da ansonsten in die funktionelle Zuständigkeit der ersten Instanz eingegriffen würde ( MO- SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesve rwaltungsge- richt, 2. Aufl. 2013, Rz. 2.7 f.; vgl. statt vieler Urteil des Bundesverwaltungs- gerichts A-6689/2012 vom 18. Februar 2014 E. 1.2 mit Hinweisen). Im Rah- men einer Beschwerde gegen einen Nichteintretensentscheid können grundsätzlich keine Begehren mit Bezug auf die Sache selbst gestellt wer- den (vgl. statt vieler BGE 138 III 48 E. 1.2). Anfechtbar ist grundsätzlich nur das Dispositiv einer Verfügung, welches nötigenfalls nach allgemeinen Grundsätzen auszulegen ist. Die Begrün- dung und allfällig darin enthaltene Meinungsäusserungen oder Empfehlun- gen sind nicht anfechtbar, es sei denn, das Dispositiv eines Rückweisungs- entscheids verweise ausdrücklich auf die Erwägungen ( MO- SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.9 mit Hinweisen). A-2850/2014 Seite 8 Der vorliegende Streitgegens tand beschränkt sich auf die Frage, ob die Vorinstanz zur Überprüfung von Netzanschlusskosten und Netzkostenbei- trägen betreffend die Leitung vom Dorf Fideris ins Skigebiet Heuberge zur Erschliessung des Ski- und Berghauses Arflina zuständig ist. Sofern zu de- ren Beantwortung nötig, sind materiell-rechtliche Fragestellungen vorfra- geweise einzubeziehen. Es ist jedoch nicht zu entscheiden, wer die Kosten für die erstell te Leitung vom Dorf Fideris bis zum Grundstück der Be- schwerdeführerin zu tragen hat bzw. wie eine allfällige Kostenaufteilung zwischen der Anschlussnehmerin und der Gesamtheit der Netznutzer aus- zugestalten wäre. 3. 3.1 Die Vorinstanz erklärt sich gestützt auf Art. 14 und 15 StromVG hin- sichtlich der Frage betreffend Netznutzungsentgelt im Verteilnetz un d da- mit auch hinsichtlich der Bestimmung des Anschlusspunktes für zuständig. Zur Überprüfung von Netzanschlusskosten und Netzkostenbeiträgen sei sie jedoch mit Verweis auf die Materialien und die bundesverwaltungsge- richtliche Rechtsprechung nicht kompetent. Diese würden durch das kan- tonale Recht geregelt. 3.2 Die Beschwerdeführerin erklärt, der in die vorinstanzliche Zuständig- keit fallende Entscheid über die anrechenbaren Netzkosten beeinflusse die Höhe der Anschlusskosten massgebend. Würden die für den Anschluss der Berghäuser erforderlichen elektrischen Anlagen im Sinne einer Netzer- weiterung den anrechenbaren Kosten des Verteilnetzes zugeordnet, so re- duzierten sich die individuell anzulastenden Anschlusskosten. Im umge- kehrten Fall würden sie sich erhöhen, was bis zur wirtschaftlichen Verun- möglichung des bunde srechtlich gewährten Anschlussrechtes führen könne. 3.3 Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, die Frage, ob eine bestimmte Anlage zum elektrischen Verteilnetz gehöre und ob es sich bei den Kosten um anrechenbare Kosten i.S. des StromVG handle, falle in die Zuständigkeit der Vorinstanz. Auch für die Grundsatzfrage, ob eine dif- ferenzierte Behandlung von Anschlüssen inner - und ausserhalb der Bauzone StromVG-konform sei und sich mit der rechtsgleichen Behand- lung aller Netznutzer vereinbaren lasse, sei die Vorinstanz zuständig. Die Beschwerdeführerin beantrage, dass die Verteilnetzbetreiberin die Kosten für die sieben km lange Anschlussleitung vom Verteilnetz zu deren entle- genen touristischen Liegenschaften übernehmen und diese Kosten der A-2850/2014 Seite 9 Gesamtheit der Netznutzer überwälzen solle. Dies hätte Signalwirkung für weitere Fälle auch ausserhalb ihres Netzgebiets. In ihren allgemeinen Be- dingungen für den Netzanschluss sei vorgesehen, die gesamten Erschlies- sungskosten dem jeweiligen Netzanschlussnehmer anzulasten, was verur- sachergerecht sei und für Gleichbehandlung aller Netzanschlussnehmer sorge. Es widerspräche dem Verursacherprinzip, wenn die Allgemeinheit für Anschlüsse ausserhalb der Bauzone, die lediglich den Partikulärinteres- sen Einzelner dienten, aufkommen müsste. 3.4 Der Beigeladene verweist auf den engen Konnex zwischen Anschluss- kosten und Netznutzungsentgelten und -tarifen. Als individuell in Rechnung zu stellende Kosten beeinflussten die Anschlusskosten massgeblich die Höhe der Netzkosten. Letztlich handle es sich um die Frage der Aufteilung der Kosten für die Anschlussleitung zwischen dem betroffenen Anschluss- nehmer und der Gesamtheit der Netznutzer. Für den Entscheid über diese Frage sei keine kantonale Zuständigkeit gegeben. Im gleichen Sinn liess das Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement des Kan- tons Graubünden im vorinstanzlichen Verfahren verlauten, die Begründung des Regierungsbeschlusses vom 3. Juli 2012 bedürfe betreffend die erfor- derliche Differenzierung zwischen Anschlusskosten einerseits und Netz- nutzungsentgelten und -tarifen, zu deren Überprüfung die ElCom zuständig sei andererseits, weiterer Erläuterung. Es dürfe jedoch nicht übersehen werden, dass zwischen diesen beiden Bereichen ein enger Konnex be- stehe. Individuell in Rechnung gestellte Kosten müssten bei der Festset- zung der Netzkosten ausgeschlossen werden und seien von den anre- chenbaren Kosten gemäss Art. 15 StromVG, welche für die Festlegung des Netznutzungsentgelts relevant seien, abzugrenzen. 4. Von den Beteiligten wird zur Begründung der vorinstanzlichen Zuständig- keit also hauptsächlich vorgebracht, es bestünde ein Zusammenhang zwi- schen den Netzanschlusskosten und Netzkostenbeiträgen einerseits und dem Netznutzungsentgelt bzw. den anrechenbaren Netznutzungskosten andererseits, für deren Überprüfung die Vorinstanz unbestrittenermassen zuständig sei. Zunächst wird daher dargelegt, was unter Anschlusskosten zu verstehen ist und in welchem Verhältnis sie zu den Netznutzungskosten stehen. A-2850/2014 Seite 10 4.1 Bei gewissen Erschliessungsanlagen können sowohl ei nmalige An- schlussgebühren wie auch periodische Benützungsgebühren (Benüt- zungsgebühren im engeren Sinne) erhoben werden. Zu unterscheiden ist zwischen Anschlussbeiträgen und Anschlussgebühren: Der Anschlussbei- trag ist – als Vorzugslast – bereits geschuldet, wenn für ein Grundstück die Möglichkeit des Anschlusses an das betreffende Versorgungsnetz ge- schaffen wird, wodurch ein besonderer wirtschaftlicher Vorteil entsteht. Demgegenüber wird eine als Anschlussgebühr ausgestaltete Abgabe – als Benützungsgebühr im weiteren Sinne – erst dann fällig, wenn das Grund- stück tatsächlich an die betreffende öffentliche Einrichtung angeschlossen wird. Anschlussgebühren dienen regelmässig der Deckung der Erstel- lungskosten der öffentlichen Anlage und für ihre Bemessung darf ebenfalls auf das Ausmass des dem Pflichtigen erwachsenden Vorteils abgestellt werden (ADRIAN HUNGERBÜHLER, Grundsätze des Kausalabgabenrechts : eine Übersicht über die neuere Rechtsprechung und Doktrin in: ZBl 104/2003 S. 509 f. mit Hinweisen , vgl. auch Urte il des Bundesgerichts 2P .279/2003 vom 11. November 2003 E. 3.2 mit Hinweisen). 4.2 Die Deckung der anteiligen Kosten eines Netzanschlusses durch den Netzanschlussnehmer kann gemäss Branchenempfehlung des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) mittels zweier Beitrags- komponenten erfolgen (Branchenempfehlung VSE zum Netzans chluss www.strom.ch > Download > Umsetzungsdokument Netzanschluss, Emp- fehlung Netzanschluss [für alle Netzanschlussnehmer an das Verteilnetz], NA/RR – CH, Ausgabe 2013, besucht am 15. Mai 2015, Ziff. 4.1 Rz. 1 S. 12; zur Rechtsnatur von Branchenempfehlungen vgl. detailliert Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-5141/2011 vom 29. Januar 2013 E. 9.5.1 mit Hinweisen und www.elcom.admin.ch > Dokumentation > Mitteilungen 2010 > Rechtsnatur von Richtlinien und Branchendo kumenten vom 1. Februar 2010, S. 4 f.; besucht am 15. Mai 2015): – Netzanschlussbeitrag, entsprechend den erforderlichen Aufwendun- gen für die Erstellung des Netzanschlusses des Netzanschlussneh- mers, – Netzkostenbeitrag, entsprechend der bestellten Leistungsbea nspru- chung des Verteilnetzes, ungeachtet allfälliger Netzausbauten für den Netzanschluss. Der Netzanschlussbeitrag ist verursachergerecht und diskriminierungsfrei zu erheben und geht wie erwähnt zu Lasten des Netzanschlussnehmers. A-2850/2014 Seite 11 In der Regel deckt er alle Aufwendungen zur Erstellung des Netzanschlus- ses vom Netzanschlusspunkt bis und mit Anschlussüberstromunterbre- cher, ungeachtet davon, wer später Eigentümer der Anlage ist (Branchen- empfehlung Netzanschluss, a.a.O., Ziff. 1 Rz. 4 S. 5 und Ziff. 4.1 Rz. 1 f . S. 12, Ziff. 4.1.1 Rz. 1 und 3 S. 12). 4.3 Gemäss Branchenempfehlung des VSE Distribution Code Schweiz , reicht das Verteilnetz einer Netzbetreiberin bis zum Anschlusspunkt. Die damit zusammenhängenden Kosten fallen unter die anrechenbaren Kos- ten, welche der Netzbetreiberin über das Netznutzungsentgelt abgegolten werden. Ab dem Anschlusspunkt erfolgt der vom Endverbraucher mittels Netzanschlusskosten und Netzkostenbeitrag zu finanzierende Netzan- schluss (vgl. Branchenempfehlung des VSE zum Strommarkt Schweiz, Schlüsseldokument Distribution Code Schweiz, Technische Bestimmun- gen zu Anschluss, Betrieb und Nutzung des Verteilnetzes www.strom.ch > Download > Schlüsseldokument Distribution Code Schweiz DC -CH, Aus- gabe 2014, besucht am 15. Mai 2015, vgl. insbesondere A bbildung Ziff. 8.3). 4.4 Bei den Netzanschlusskosten handelt es sich also gemäss zutreffen- der Ansicht der Vorinstanz in der Regel um diejenigen Aufwendungen, wel- che durch das Verlegen der Leitung entstehen (Graben, Kabel, Einlegen etc.) und denen eine direkte Gegenleistung entspricht. Unter Netzkosten- beiträgen wird im Allgemeinen der von gewissen Verteilnetzbetreibern für die Erschliessung und Beanspruchung des Netzes erhobene Betrag ver- standen ("Einkaufspreis in das bestehende Netz"; vgl. vorinstanzliche Ver- fügung Rz. 18). Demgegenüber gehen die Aufwendungen für den Bau, Be- trieb und Unterhalt des elektrischen Verteilnetzes zulasten der Netzbetrei- berin bzw. sind als anrechenbare Kosten von der Allgemeinheit zu bezah- len (vgl. Art. 8 Abs. 1 StromVG). 4.5 4.5.1 Als Verteilnetz gilt das Elektrizitätsnetz hoher, mittlerer oder niederer Spannung zum Zwecke der Belieferung von Endverbrauchern oder Elekt- rizitätsversorgungsunternehmen (Art. 4 Abs. 1 Bst. i StromVG). Den Netz- betreibern obliegt gemäss Art. 8 Abs. 1 Bst. a StromVG u.a. die Gewähr- leistung eines sicheren, leistungsfähigen und effizienten Netzes und somit auch der Bau, die Erweiterung, de r Betrieb und Unterhalt ihres Netzbe- reichs. Das Entgelt für die Netznutzung und die anrechenbaren Netzkosten sind in Art. 14 ff. StromVG geregelt. Hingegen regelt d as StromVG die A-2850/2014 Seite 12 Netzanschlusskosten und Netzkostenbeiträge nicht. Diese Begriffe werden jedoch in Art. 7 Abs. 3 Bst. i der Stromversorgungsverordnung vom 14. März 2008 (StromVV, SR 734.71) erwähnt: In der Kostenrechnung sind alle für die Berechnung der anrechenbaren Kosten notwendigen Positionen se- parat auszuweisen, insbesondere auch die Kosten für Netzanschlüsse und Netzkostenbeiträge. Die Botschaft zum StromVG hält diesbezüglich fest, dass bereits den Netznutzern in Rechnung gestellte Kosten nicht Teil des Netznutzungstarifs bilden. Als solche individuell angerechneten Kosten seien zum Beispiel die Kosten für den Netzanschluss zu qualifizieren (Bot- schaft zur Änderung des Elektrizitätsgesetzes und zum Stromversorgungs- gesetz vom 3. Dezember 2004 [Botschaft StromVG] BBl 2005 1652). Netzanschlusskosten und Netzkostenbeiträge sind demnach als individuell anzurechnende Kosten anzusehen (vgl. Art. 7 Abs. 3 Bst. i und j StromVV) und somit nicht als Netznutzungstarif und -entgelt zu qualifizieren bzw. bei der Festlegung des Netznutzungstarifs als individuell in Rechnung gestellte Kosten auszuschliessen (vgl. Art. 14 Abs. 3 Bst. d StromVG; vgl. auch Ur- teil des Bundesverwaltungsgerichts A -2812/2010 vom 11. Februar 2013 E. 5.4.2.1). 4.5.2 Die Netzanschlusskosten als individuell in Rechnung zu stellende Kosten sind also von den Netznutzungskosten abzugrenzen. Die Qualifi- kation bestimmter Kosten als Netzanschlusskosten oder Netzkostenbei- träge führt dazu, dass diese nicht als Netznutzungskosten zu qualifizieren sind und umgekehrt. Massgebend für die Kostenzuordnung ist, an welcher Stelle der Netzanschlusspunkt zu liegen kommt. Je näher dieser Punkt am anzuschliessenden Grundstück liegt, desto geringere individuelle Kosten fallen beim betroffenen Endverbraucher an und desto höher sind die anre- chenbaren Netzkosten und umgekehrt. Die Anschlusskosten und damit auch die Netznu tzungskosten variieren somit, je nachdem, wo der An- schlusspunkt für die Ein- bzw. Ausspeisung festgesetzt wird. Für die Frage der Zuordnung der Aufwendungen an einen Kostenträger ist demnach zu- nächst festzulegen, bis wohin das von der Verteilnetzbetreiberin zu erstel- lende Elektrizitätsnetz reicht. Dieser Sachzusammenhang zwischen Netz- nutzungsentgelt und Anschlusskosten an sich sagt jedoch nichts aus über die Ausgestaltung der Zuständigkeitsordnung gemäss StromVG. Daraus kann insbesondere nicht eine Überprüfungsbefugnis der Vorinstanz im Be- reich der Netzanschlusskosten abgeleitet werden. 5. Gemäss Art. 5 Abs. 2 StromVG sind die Netzbetreiber verpflichtet, in ihrem A-2850/2014 Seite 13 Netzgebiet alle Endverbraucher innerhalb der Bauzone und ganzjährig be- wohnte Liegenschaften und Siedlungen ausserhalb der Bauzone sowie alle Elektrizitätserzeuger an das Elektrizitätsnetz anzuschliessen. Diese bundesrechtliche Regelung statuiert eine Anschlusspflicht, bestimmt je- doch die Anschlussbedingungen und die Kostentragung des Anschlusses nicht näher. Art. 5 Abs. 4 StromVG sieht in diesem Zusammenhang vor, dass die Kantone Bestimmungen über Anschlüsse ausserhalb der Bauzone sowie über deren Bedingungen und Kosten erlassen können. Art. 30 Abs. 1 StromVG legt weiter fest, dass die Kantone die Art. 5 Abs. 1 bis 4 des StromVG vollziehen. 5.1 Gemäss Art. 13 StromVG des Kantons Graubünden vom 23. April 2009 (StromVG GR, BR 812.100) entscheidet der Kanton Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Anschlusspflicht, soweit sie nicht in die Zuständig- keit der ElCom fallen. Vorliegend ist nicht der Netzzugang an sich, sondern die damit zusammenhängende Kostentragung umstritten. Art. 12 Abs. 2 StromVG GR regelt die Kostentragungspflicht für Endverbraucher aus- serhalb der Bauzone, die nicht bereits gestützt auf Bundesrecht ans Ver- teilnetz anzuschliessen sind. Das kantonale Ausführungsgesetz enthält je- doch keine Vorschrift betreffend die Kostentragungspflicht für den Fall von Anschlüssen ganzjährig bewohnter Liegenschaften ausserhalb der Bauzone, für welche nach Art. 5 Abs. 2 StromVG eine Anschlusspflicht be- steht. Es stellt sich die Frage, ob der kantonale Gesetzgeber bewusst von einer Regelung abgesehen hat oder o b das StromV G GR lückenhaft ist. Auszugehen ist von Letzterem. Diesbezüglich ist in der entsprechenden regierungsrätlichen Botschaft vom 23. April 2009 (Heft Nr. 18/2008 – 2009) im Zusammenhang mit der An- schlusspflicht ausserhalb der Bauzone in Ziff. 3.2. S. 958 nämlich Folgen- des festgehalten: Das StromVG verpflichtet die Netzbetreiber, in ihrem Netzgebiet alle Endverbrau- cher innerhalb der Bauzone und ganzjährig bewohnte Liegenschaften und Sied- lungen ausserhalb der Bauzone sowie a lle Elektrizitätserzeuger an das Elektrizi- tätsnetz anzuschliessen. Diese bundesrechtliche Regelung derogiert anderslau- tendes kantonales Recht. Den Kantonen verbleibt somit die Möglichkeit, Bestim- mungen über Anschlüsse von nicht ganzjährig bewohnten Liegens chaften aus- serhalb der Bauzone sowie deren Kostentragung zu erlassen. Das geltende kan- tonale Raumplanungsgesetz sieht keine Regelung für die Stromversorgung aus- serhalb der Bauzone vor, es existiert auch kein Mustererschliessungsreglement A-2850/2014 Seite 14 im Elektrizitätsbereich. Seitens der Raumplanung ist deshalb eine gesetzliche Re- gelung verlangt worden, die zu einer einheitlichen Anschlusspraxis im Kanton füh- ren soll. Das StromVG GR sieht vor, dass Endverbraucher in nicht ganzjährig be- wohnten Liegenschaften und Siedlungen ausserhalb der Bauzone ein Anschluss- recht haben, wenn sie kumulativ drei Voraussetzungen erfüllen: Eine Selbstver- sorgung kann ihnen technisch und wirtschaftlich nicht zugemutet werden, der An- schluss ist für den Netzbetreiber technisch möglich und wirtsch aftlich tragbar so- wie verhältnismässig und am Anschluss des Endverbrauchers besteht ein öffent- liches Interesse. Weiter regelt das StromVG GR, dass die Kosten dieser An- schlüsse vom jeweiligen Endverbraucher zu tragen sind. Die Botschaft weist lediglich auf die Möglichkeit der Kantone hin, Bestim- mungen betreffend die Kostentragung bei Anschlüssen von nicht ganzjäh- rig bewohnten Liegenschaften ausserhalb der Bauzone zu erlassen und befasst sich in der Folge nur mit diesen Anschlüssen. Zur Kostentragung bei bundesrechtlich vorgesehener Anschlusspflicht im Fall von ganzjährig bewohnten Liegenschaften ausserhalb der Bauzone gemäss Art. 5 Abs. 2 StromVG äussern sich weder das kantonale Ausführungsgesetz noch die dazugehörige Botschaft. Es besteht demnach diesbezüglich keine gesetz- liche kantonale Regelung und auch keine entsprechende Praxis, obschon Art. 5 Abs. 4 StromVG vorsieht, die Kantone könnten Bestimmungen über Anschlüsse ausserhalb der Bauzone sowie über deren Bedingungen und Kosten erlassen. Diese kantonale Kompetenz besteht allgemein für An- schlüsse ausserhalb der Bauzone, also unabhängig davon, ob die entspre- chenden Liegenschaften ganzjährig bewohnt sind oder nicht und ob dem- entsprechend eine bundesrechtliche Anschlusspflicht bes teht oder nicht. Bis anhin war diese Kostentragung im Kanton Graubünden offenbar nie strittig, sondern wurde einvernehmlich zwischen der jeweils betroffenen Verteilnetzbetreiberin und dem jeweils betroffenen Endverbraucher gere- gelt. 5.2 Andere kantonale Ausführungsgesetze zum StromVG regeln die Kos- tentragung für Anschlüsse ausserhalb der Bauzonen hingegen gestützt auf Art. 5 Abs. 4 StromVG unterscheidungslos. 5.2.1 So bestimmt beispielsweise das Einführungsgesetz des Kantons St. Gallen vom 16. November 2010 zum Str omVG (741.2) in Art. 7: Werden Endverbraucher und Endverbraucherinnen oder Elektrizitätserzeuger aus- serhalb der Bauzone angeschlossen, tragen sie die Kosten für die Erstel- lung der Anschlussleitung ab bestehendem Elektrizitätsnetz und für die Be- anspruchung des vorgelagerten Netzes (Abs. 1). Von dieser Regelung A-2850/2014 Seite 15 kann gemäss Abs. 2 abgewichen werden, soweit die Beiträge von Endver- brauchern und Endverbraucherinnen oder Elektrizitätserzeugern die nach Abs. 1 dieser Bestimmung berechneten Kosten nicht übersteigen. Wird die Anschlusspflicht bestritten, entscheidet das zuständige Departement (Art. 8 Abs. 1 StromVG SG). 5.2.2 In ähnlichem Sinn statuiert § 12 des Einführungsgesetzes des Kan- tons Thurgau vom 27. Januar 2010 zum StromVG (734.1) , dass Endver- braucher ausserhalb der Bauzone die Kosten für den Netzanschluss grundsätzlich selbst zu tragen haben (Abs. 1). Liegen besondere sachliche Gründe vor, kann der Netzbetreiber des betreffenden Netzgebietes zu ei- ner verhältnismässigen Beteiligung an den Kosten verpflichtet werde n (Abs. 2). Der Netzbetreiber kann den Anschluss an das Netz ablehnen, wenn die Selbstversorgung technisch und wirtschaftlich zumutbar sowie gesamthaft effizienter ist (Abs. 3). Bei Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Anschlusspflicht entscheidet das Departement (§ 13 Abs. 1 StromVG TG). Im erläuternden Bericht zum StromVG TG wird betreffend § 13 festgehal- ten, die Regelungen bezüglich Anschlusspflicht stützten sich zwar auf Mög- lichkeiten, die das Bundesrecht den Kantonen biete , seien aber letztlich kantonales Recht. Dementsprechend würden Streitigkeiten bezüglich die- ser Bestimmungen auch nicht von der ElCom beurteilt. Sachgerecht sei ein erstinstanzlicher Entscheid des Departementes, gegen den nach den übli- chen Regeln des verwaltungsrechtlichen Verfahrens die Beschwerde an das Verwaltungsgericht möglich sei. 5.3 Die sachliche Zuständigkeit einer Verwaltungsbehörde für den Erlass einer Verfügung wird in aller Regel durch das anwend bare Spezialgesetz normiert (vgl . KIENER/RÜTSCHE/KUHN, Öffentliches Verfahrensre cht, Zü- rich/St. Gallen 2012, Rz. 475). Die Zuständigkeit der Vorinstanz ergibt sich damit primär aus dem StromVG. Dessen Geltungsbereich bezieht sich ge- mäss Art. 2 Abs. 1 StromVG auf Elektrizitätsnetze, die mit 50 Hz Wechsel- strom betrieben werden. Der Bundesrat kann den Geltungsbereich des Ge- setzes oder einzelner Bestimmungen auf andere Elektrizitätsnetze aus- dehnen, soweit dies nötig ist, um die Ziele dieses Gesetzes zu erreichen (Art. 2 Abs. 2 StromVG). Die vorinstanzlichen Zuständigkeiten sind in Art. 22 StromVG in nicht abschliessender Aufzählung näher bestimmt. Die ElCom überwacht demnach die Einhaltung des Stromversorgungsge- setzes, trifft diejenigen Entscheide und erlässt diejenigen Verfügungen, die A-2850/2014 Seite 16 für den Vollzug des Stromversorgungsgesetzes und der A usführungsbe- stimmungen notwendig sind (Art. 22 Abs. 1 StromVG). Sie ist insbesondere zuständig für den Entscheid im Streitfall über den Netzzugang, die Netz- nutzungsbedingungen, die Netznutzungstarife und -entgelte sowie die Elektrizitätstarife (Art. 22 Abs. 2 Bst. a StromVG) und für die Überprüfung der Netznutzungstarife und -entgelte sowie der Elektrizitätstarife von Am- tes wegen (Art. 22 Abs. 2 Bst. b StromVG). Gemäss Botschaft zum StromVG (BBl 2005 1661) enthält Art. 21 Abs. 1 des Entwurfs StromVG (vgl. BBl 2005 1698) – der abgesehen von einer bloss redaktionellen Än- derung mit Art. 22 Abs. 1 StromVG übereinstimmt – die umfassende Kom- petenz der Vorinstanz, die Einhaltung der Bestimmungen des StromVG zu überwachen und die für dessen Vollzug notwendigen Entscheide zu treffen bzw. Verfügungen zu erlassen. Die Vorinstanz sei überall dort zuständig, wo die Entscheid- und Verfügungskompetenz nicht ausdrücklich einer an- deren Behörde vorbehalten sei. Die nicht abschliessende Aufzählung der einzelnen Kompetenzen in Art. 21 Abs. 2 des Entwurfs StromVG – der mit Art. 22 Abs. 2 StromVG übereinstimmt (vgl. BBl 2005 1698) – fasse die wichtigsten Zuständigkeiten der Vorinstanz übersichtlich zusammen. Die Vorinstanz ist demnach als Aufsichtsbehörde für die Beurteilung von Rechtsfragen, welche sich im Zusammenhang mit der Stromversorgungs- gesetzgebung stellen, sachlich zuständig (vgl. zum Ganzen Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-857/2014 vom 13. November 2014 E. 1.2.2 mit Hinweisen, A-6689/2012 vom 18. Februar 2014 E. 8.5 und A-549/2013 vom 4. August 2014 E. 1.1.2 in fine und E. 5.5). 5.4 Die Rechtsgrundlagen der schweizerischen Elektrizitätsversorgung sind historisch gewachsen und sehr unterschiedlich ausgestaltet. Sie um- fassen privatrechtliche und öffentlich -rechtliche Rege lungen auf ver- schiedensten Stufen und von grosser Vielfalt. Das StromVG will nicht die gesamte Stromversorgung abschliessend regeln, sondern dafür einen re- gulatorischen Rahmen schaffen, der weiterhin auf dem Grundsatz der Sub- sidiarität und Kooperation aufbaut und primär diejenigen Aufgaben hoheit- lich regelt, welche durch die Energiewirtschaft nicht selber im Gesamtinte- resse wahrgenommen werden, unter Berücksichtigung bestehender Ver- einbarungen und in Zusammenarbeit mit betroffenen Organisationen (BBl 2005 1615, 1617; vgl. auch Art. 3 StromVG). Es ersetzt nicht die ganze bisherige Regelung. Bundesrechtlich sind durch das StromVG nur einzelne Aspekte wie z.B. – mit bestimmten Ausnahmen – die Tarifaufsicht und das Netznutzungsentgelt abschliessend festgelegt. I m Übrigen wird aber die Elektrizitätsversorgung in dem durch das Bundesrecht gezogenen Rah-A-2850/2014 Seite 17 men nach wie vor in bedeutendem Umfang durch kantonales Recht, Reg- lemente lokaler oder regionaler Elektrizitätswerke sowie privat- oder öffent- lich-rechtliche Verträge geregelt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_300/2014 vom 9. Februar 201 E. 4.1 mit Hinweisen). 5.5 Die Stromversorgungsgesetzgebung enthält wie erwähnt keine expli- zite Grundlage für die Bemessung von Netzanschlusskosten. In der Bot- schaft zum StromVG wird ausgeführt, Beiträge für Netzkosten und Netzan- schluss seien so weit sinnvoll, politisch erwünscht und zumutbar, den Ver- ursachern individuell anzulasten (vgl. auch vorne E. 4.5.1). Die konkrete Umsetzung solle wie bis anhin auf der Stufe Kanton, Gemeinde oder Ver- sorgungsunternehmen geregelt werden (BBl 2005 1618). Im Zusammen- hang mit den Vollzugsaufgaben der Kantone hält die Botschaft zum StromVG fest, es handle sich hierbei um Bereiche, in denen bereits nach geltendem Recht in verschiedenen Kantonen kanton ale und kommunale Vorschriften bestehen und von den dort zuständigen Behörden vollzogen würden (BBl 2005 1665). Die Kantone sollen Bestimmungen über die An- schlussbedingungen ausserhalb des Siedlungsgebiets und über die Netz- kosten- und Netzanschlussbeiträge erlassen können (BBl 2005 1618). Dementsprechend ermöglicht Art. 5 Abs. 4 StromVG den Kantonen, be- stimmte Ausnahmen von der Anschlusspflicht vorzusehen, beispielsweise für stark abgelegene Gebiete, wo die Anschlusskosten unverhältnismässig hoch sind und den Bewohnern den Betrieb einer Selbstversorgungsanlage wirtschaftlich zugemutet werden kann. Das Siedlungsgebiet ist in der Re- gel kleiner als das Netzgebiet eines Netzbetreibers. Unter dem Begriff Siedlungsgebiet werden Bauzonen und die möglichen Bauzonene rweite- rungen gemäss der kantonalen Richtplanung verstanden. Ferner können die Kantone auch vorsehen, dass der Grundsatz des diskriminierungs- freien Netzzugangs nicht durch prohibitiv hohe Anschlusskosten unterlau- fen wird (BBl 2005 1644 f.). 5.6 Den Materialien lässt sich folglich entnehmen, dass der Gesetzgeber für die Netzanschlusskosten und Netzkostenbeiträge keine bundesrechtli- chen Kompetenzen vorsehen wollte, sondern diese Fragen wie bisher kan- tonal, kommunal oder direkt vertraglich zwischen dem betroffenen Endver- braucher und der entsprechenden Netzbetreiberin geregelt werden sollten. So wurden sowohl vor als auch nach Inkraftreten des StromVG Fälle ans Bundesgericht getragen, in welchen die Bauabteilung einer Gemeinde o- der ein Gemeinderat einen Netzkostenbe itrag für die Elektrizitätsversor- gung als öffentliche Abgabe in Rechnung gestellt hatte. In all diesen Fällen A-2850/2014 Seite 18 war die kommunale Zuständigkeit nicht umstritten (vgl. Urteile des Bundes- gerichts 2C_742/2013 vom 23. Januar 2014 Sachverhalt A, 2P .223/2004 vom 18. Mai 2005 Sachverhalt A und 2P .279/2003 vom 11. November 2003 E. 1, E. 2.1.3, E. 2.2, E. 3.2, E. 3.3.4 ). Hinzuweisen bleibt in diesem Zusammenhang auf die Regelung der An- schlusskostentragung in einem verwandten Rechtsgebiet: Der nicht mehr in Kraft steh ende Art. 7 Abs. 6 des Energiegesetzes vom 26. Juni 1998 (EnG, SR 730.0) sah vor, dass die Kantone die jeweils zuständige Behörde bestimmten, welche in Streitfällen die Anschlussbedingungen für Eigenpro- duzenten festlegten (vgl. Botschaft zum Energiegesetz BBl 1996 IV 1097). Nun sieht Art. 2 Abs. 1 der Energieverordnung vom 7. Dezember 1998 (EnV, SR 730.01) vor, dass die Netzbetreiber und Produzenten von Ener- gie sich vertraglich über die Anschlussbedingungen, insbesondere die An- schlusskosten, einigen und statuiert damit den Vorrang von entsprechen- den Vertragsverhandlungen zwischen den Parteien und beschränkt be- hördliche Eingriffe auf strittige Fälle (vgl. dazu Urteil des Bundesverwal- tungsgerichts A-857/2014 vom 13. November 2014 E. 5.3.3). In einem Fall betreffend Netzebenenzuordnung prüfte das Bundesverwal- tungsgericht, ob das Reglement der betreffenden Netzbetreiberin, welches Bestimmungen bezüglich Anschlussbedingungen und Anschlusskosten enthielt, der Stromversorgungsgesetzgebung nicht widerspreche. Da raus lässt sich jedoch nicht schliessen, dass die Vorinstanz als Aufsichtsbe- hörde für die Beurteilung von Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Stromversorgungsgesetzgebung als zur Regelung der Anschlusskosten im Streitfall zuständig erachtet wurde. Vielmehr hielt das Bundesverwaltungs- gericht damals fest, weder das StromVG noch die dazugehörigen Ausfüh- rungsbestimmungen würden die Anschlusskosten regeln (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A 8629/2010 vom 19. September 2011 E. 6.3). 6. Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass b etreffend ganzjährig be- wohnte Liegenschaften ausserhalb der Bauzone, welche gestützt auf Art. 5 Abs. 2 StromVG ans Elektrizitätsnetz anzuschliessen sind, im StromVG GR eine Regelung bezüglich Kostentragung fehlt, obschon Art. 5 Abs. 4 StromVG vorsieht, dass die Kantone u.a. Bestimmungen über die Kosten- tragung von Anschlüssen ausserhalb der Bauzone erlassen können. F ür solche Streitigkeiten betreffend die Anschlusskosten , die unbestrittener- massen im Zusammenhang mit der Anschlusspflicht bzw. dem Netzzugang A-2850/2014 Seite 19 stehen, besteht aber auch keine bundesrechtliche Regelung. Das StromVG statuiert in Art. 5 Abs. 2 lediglich eine Anschlusspflicht, ohne die entsprechende Kostentragung zu regeln. Wie aufgezeigt, so llte Letztere nach dem Willen des Bundesgesetzgebers wie bis anhin nach kantonalem bzw. kommunalem Recht oder vertraglich zwischen den Parteien bestimmt werden. Es erscheint zudem sinnvoll, diesen Bereich, welcher eng mit kan- tonalem und kommunalem Raumplanungsrecht verbunden ist, in die kan- tonale Kompetenz zu stellen. 7. 7.1 Für die Frage, ob es sich bei dem von der Beschwerdegegnerin offe- rierten Betrag für den Netzanschluss tatsächlich um Netzanschlusskosten handelt und nicht um anrechenbare Kosten i.S.v. Art. 15 StromVG , wird zunächst festzulegen sein, bis wohin das Elektrizitätsnetz reicht. In diesem Zusammenhang stellen sich auch erschliessungsrechtliche, raumplaneri- sche und baurechtliche Fragen, welche von den nach kantonalem und kommunalem Recht zuständigen Behörden zu beurteilen sind. Fraglich ist beispielsweise, wie nahe die strittige Leitung an die anzuschliessenden Liegenschaften geführt werden muss, damit ein Anschluss ohne erhebli- chen Aufwand möglich ist (vgl. Art. 19 Abs. 1 des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 [RPG SR 700]). Wie in ihren Erwägungen festgehalten, erachtet sich die Vorinstanz zur Festlegung bzw. Überprüfung des Anschlusspunkts und im Bereich der Netznutzungstarife und -entgelte als zuständig. Die Beurteilung, welcher Teil der Anschlussleitung noch zum Verteilnetz zählt und an welcher Stelle somit der Netzanschlusspunkt zu liegen kommt, fällt unbestrittenermassen in den Zuständigkeitsbereich der Vorinstanz. Ebenso Fragestellungen im Zusammenhang mit den anrechenbaren Netzkosten, nicht jedoch solche im Bereich der Anschlusskosten (Kostentragungspflicht, konkrete Höhe der Anschlusskosten). Die Beschwerdeführerin kann somit davon ausgehen, dass ihre Rechtsbegehren, sofern sie die Überprüfung des Netzanschluss- punktes und Fragen des Netznutzungsentgelts betref fen, seitens der Vo- rinstanz anhand genommen werden. Dies ist insbesondere nicht der Fall bei Rechtsbegehren Nr. 2 betreffend die Höhe des Anschlussbeitrags. Das vorinstanzliche Vorgehen, die Überprüfung des Netzanschlusspunkts vor- frageweise zu behandeln, erscheint wie erwähnt sinnvoll. In der Folge wird es der Vorinstanz möglich sein, diejenigen Rechtsbegehren, für welche sie zuständig ist, materiell -rechtlich zu behandeln. Je nachdem, ob der An- schlusspunkt bei der Transformatorenstation Fideris Dorf oder a n der A-2850/2014 Seite 20 Grundstücksgrenze zu den Fideriser Heubergen zu liegen kommt, ist die auf die Heuberge führende Leitung als Teil des Verteilnetzes zu qualifizie- ren oder aber als Anschlussleitung und ist die Vorinstanz zur Beurteilung der Rechtsbegehren 1 und 3 zuständig oder nicht. 7.2 Dass das bundesrechtlich verankerte R echt auf Netzzugang gemäss Art. 5 Abs. 2 StromVG nicht durch kantonalrechtliche Regelungen vereitelt wird, dafür wird die Vorinstanz im Rahmen der Festlegung bzw. Überprü- fung des Netzanschlusspunkts be sorgt sein. Allenfalls kann in Absprache mit den beteiligten Akteuren – auch mit der betroffenen Gemeinde – eine einvernehmliche Lösung gefunden werden unter Bezugnahme auf ähnlich gelagerte Fälle von Ausflugszielen ausserhalb der Bauzone. 7.3 Die Vorinstanz erklärt sich zusammenfassend zu Recht für die Festle- gung der Netzanschlusskosten und Netzkostenbeiträge als nicht zuständig bzw. beschränkt ihre Zuständigkeit auf die Überprüfung des Netzan- schlusspunktes und eine allfällige Kontrolle des Netznutzungsentgelts. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. 7.4 Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Anschlusspflicht, die wie die vorliegende nicht in die Zuständigkeit der ElCom fallen, sind nach Art. 13 StromVG GR vom Kanton zu behandeln. Für den Vollzug der kantonalen Aufgaben gemäss StromVG ist im Kanton Graubünden die Regierung zu- ständig (vgl. Art. 18 StromVG GR). Die Beschwerdeführerin wird der Regierung des Kantons Graubünden demzufolge mit Bezug auf die Regelung der Anschlusskosten erneut ein Gesuch stellen können oder sie im Rahmen der vom kantonalen Verwal- tungsrecht vorgesehenen Möglichkeiten darum ersuchen, auf ihren rechts- kräftigen Nichteintretensentscheid zurückzukommen. 8. 8.1 Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Keine Verfahrenskosten werden Vor -in- stanzen oder beschwerdeführenden und unterliegenden Bundesbehörden auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Die Spruchgebühr richtet sich nach Um- fang und Schwierigkeit der Streitsache, Art der Prozessführung und finan- zieller Lage der Parteien. Sie beträgt bei einer Streitigkeit ohne Vermö- gensinteresse, welche keine direkten finanziellen Auswirkungen hat und bei der es auch nicht mittelbar um einen konkreten Geldbetrag geht, CHF 200 bis CHF 5'000 (Art. 63 Abs. 4bis Bst. a VwVG und Art. 2 Abs. 1 A-2850/2014 Seite 21 und Art. 3 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs gericht [VGKE, SR 173.320.2]; vgl. auch MICHAEL BEUSCH, VwVG-Kommentar 2008, Art. 63 Rz. 32 mit Beispielen). Vorliegend war (nur) die Frage der Zustän- digkeit zur Beurteilung der Anschlusskosten strittig, weshalb die Kosten auf CHF 2'500 festgesetzt werden und bei diesem Prozessausgang der unter- liegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind. 8.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei ist von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und ver- hältnismässig hohe Kosten zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 ff. VGKE). Die unterliegende Beschwerdeführerin hat keinen An- spruch auf eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). Ebenso wenig haben die Vorinstanz, der Beigeladene und die nicht anwalt- lich vertretene Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf Parteientschädi- gung (Art. 7 Abs. 3 und 4 VGKE sowie Art. 8 Abs. 1 VGKE e contrario). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von CHF 2'500 werden der Beschwerdeführerin auf- erlegt. Dieser Betrag wird dem Kostenvorschuss entnommen. Der Restbe- trag von CHF 2'500 wird der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechts- kraft dieses Urteils zurückerstattet. Hierzu hat sie dem Bundesverwal- tungsgericht ihre Post- oder Bankverbindung anzugeben. 3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. 212-00057 (alt: 952-13-023); Einschreiben) – das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde) – den Beigeladenen (Einschreiben) A-2850/2014 Seite 22 Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Christoph Bandli Tanja Petrik-Haltiner Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange- legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechts- schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Be- schwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: