<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2016.00103</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=216883&amp;W10_KEY=13013508&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2016.00103</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.01.2017</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Grundstückgewinnsteuer</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Grundstückgewinnsteuer; Steueraufschub und Übernahme der latenten Steuerlast durch den Ehegatten. [Die Pflichtige hat kurz vor der Scheidung von ihrem damaligen Ehegatten dessen hälftigen Miteigentumsanteil an der Familienwohnung übernommen, wobei die Grundstückgewinnsteuer mit ihrer Zustimmung gemäss § 216 Abs. 3 lit. b StG aufgeschoben wurde. Nachdem die Pflichtige kurz darauf 40 % der Liegenschaft in eine einfache Gesellschaft mit ihrem neuen Partner eingebracht hatte, wurde auch der aufgeschobene Grundstückgewinn in dem Masse fällig, als dass sie als Einbringerin am Gesellschaftsvermögen nicht beteiligt ist. Die Pflichtige macht nun geltend, dass ihr die Konsequenzen des beantragten Steueraufschubs (Übernahme der latenten Steuern durch den Erwerber) nicht bewusst gewesen seien und sie hierüber auch nicht aufgeklärt worden sei. Sodann sei ihr der Steueraufschubsentscheid nicht formell eröffnet worden und ein solcher unzulässig gewesen, ansonsten sei bei der Steuerberechnung von einem falschen Erwerbspreis ausgegangen worden.] Der Veranlagungsentscheid über den Steueraufschub wurde nur dem veräussernden und zu diesem Zeitpunkt allein steuerpflichtigen Ehegatten eröffnet. Da der Veranlagungsentscheid über den Steueraufschub dem erwerbenden Ehegatten nicht von Amtes wegen zuzustellen ist, wenngleich dies wünschenswert wäre, die Pflichtige als übernehmende Ehegattin aber bereits durch ihre vorgängige Zustimmungserklärung in das Verfahren miteinbezogen wurde, rechtzeitig um formelle Entscheidzustellung hätte ersuchen können und als mitbetroffene Dritte rechtsmittellegitimiert ist, rechtfertigt es sich, die Bindungswirkung des Veranlagungsentscheids über den Steueraufschub auch auf sie zu erstrecken (E. 3). Zudem ist nicht ersichtlich, weshalb die Pflichtige trotz der klaren Formulierung der von ihr unterzeichneten Einverständniserklärung einem beachtlichen Willensmangel unterlegen sein soll, zumal es an ihr gelegen wäre, allfällige Unklarheiten durch Nachfragen zu beseitigen (E. 4.2 f.). Sodann waren auch die Aufschubsvoraussetzungen gemäss § 216 Abs. 3 lit. b StG erfüllt, kaufte die Pflichtige den hälftigen Miteigentumsanteil ihres damaligen Ehemannes doch zur Bereinigung der Wohnsituation im Hinblick auf die unmittelbar bevorstehende Scheidung zum Verkehrswert zurück, wobei eine güterrechtliche Bereinigung und nicht die Erzielung eines wirtschaftlichen Gewinns beabsichtigt war. Es wäre sodann an der Pflichtigen gelegen, die latent übernommene Grundstückgewinnsteuer bereits bei der Festlegung des Kaufpreises einzupreisen oder ihr Einverständnis zum Steueraufschub zu verweigern. Hingegen ist es eine hier nicht zu behandelnde zivilrechtliche Frage, inwieweit die Pflichtige den Kaufvertrag allenfalls wegen Willensmängeln hätte anfechten können oder wie dieser auszulegen ist (E. 4.4-4.6). Die Pflichtige muss sich aufgrund des gewährten Steueraufschubs nicht nur den auf ihren (früheren) Miteigentumsanteil erzielten Gewinn, sondern auch den auf den übernommenen Anteil ihres früheren Ehemannes entfallenden Grundstückgewinn vollumfänglich anrechnen lassen, kann sich dafür aber auch dessen Haltedauer anrechnen lassen. Hingegen ist bei der Grundstückgewinnsteuerberechnung die Handänderung auszublenden, für welche ein Steueraufschub gewährt wurde (E. 5). Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten wird. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AKTIVLEGITIMATION">AKTIVLEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EHEGATTE">EHEGATTE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EHEGATTEN">EHEGATTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EHESCHEIDUNG">EHESCHEIDUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINFACHE GESELLSCHAFT">EINFACHE GESELLSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINVERSTÃNDNIS">EINVERSTÃNDNIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTSCHEIDERÃFFNUNG">ENTSCHEIDERÃFFNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESAMTEIGENTUM">GESAMTEIGENTUM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRUNDSTÃCKGEWINN">GRUNDSTÃCKGEWINN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRUNDSTÃCKGEWINNSTEUER">GRUNDSTÃCKGEWINNSTEUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GÃTERRECHTLICHE AUSEINANDERSETZUNG">GÃTERRECHTLICHE AUSEINANDERSETZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HANDÃNDERUNG">HANDÃNDERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LATENTE GRUNDSTÃCKGEWINNSTEUER">LATENTE GRUNDSTÃCKGEWINNSTEUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LATENTE STEUERN">LATENTE STEUERN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITEIGENTUM">MITEIGENTUM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSKRAFT">RECHTSKRAFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMITTELLEGITIMATION">RECHTSMITTELLEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STEUERAUFSCHUB">STEUERAUFSCHUB</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STEUERAUFSCHUBSEFFEKT">STEUERAUFSCHUBSEFFEKT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTELLUNG">ZUSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTIMMUNG">ZUSTIMMUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTIMMUNGSERFORDERNIS">ZUSTIMMUNGSERFORDERNIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTIMMUNGSERKLÃRUNG">ZUSTIMMUNGSERKLÃRUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 29 Abs. II BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 29a BV</span><br/><span class="gerade">§ 140 Abs. I StG</span><br/><span class="ungerade">§ 153 Abs. III StG</span><br/><span class="gerade">§ 155 StG</span><br/><span class="ungerade">§ 211 StG</span><br/><span class="gerade">§ 213 StG</span><br/><span class="ungerade">§ 216 Abs. I StG</span><br/><span class="gerade">§ 216 Abs. III lit. b StG</span><br/><span class="ungerade">§ 219 Abs. I StG</span><br/><span class="gerade">§ 219 Abs. III StG</span><br/><span class="ungerade">§ 10 Abs. III VRG</span><br/><span class="gerade">Art. 165 ZGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=32534" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">SB.2016.00103</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span><b><span> </span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">11. Januar 2017</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Leana Isler, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Felix Blocher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A,<b> </b>vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin,</span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Gemeinde C, vertreten durch die Kommission fÃ¼r Grundsteuern, <a id="BT_Z_PLZ_N"></a></span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend GrundstÃ¼ckgewinnsteuer,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A und D waren bis zum 7. Mai 2015 verheiratet und besassen seit dem 28. September 2007 jeweils einen hÃ¤lftigen Miteigentumsanteil an der Liegenschaft Kat.Nr. 01, Einfamilienhaus mit 542 m<sup>2</sup> Land an der E-Strasse 02 in C. Der damalige Kaufpreis betrug Fr. â¦. Mit Kaufvertrag vom 1. Dezember 2014, welcher gleichentags grundbuchlich vollzogen wurde, verÃ¤usserte D seinen hÃ¤lftigen Miteigentumsanteil an der Liegenschaft zum Preis von Fr. â¦ an seine damals bereits von ihm getrennt lebende Ehefrau A, welche damit AlleineigentÃ¼merin der Liegenschaft wurde. Die GrundstÃ¼ckgewinnsteuer wurde mit Veranlagungsentscheid vom 6. Mai 2015 antragsgemÃ¤ss infolge Abgeltung gÃ¼ter- und scheidungsrechtlicher AnsprÃ¼che aufgeschoben. A brachte ihrerseits mit HandÃ¤nderung vom 4. MÃ¤rz 2015 einen Gesamthandsanteil von 40 % zum Preis von Fr. â¦ in eine einfache Gesellschaft mit ihrem neuen Partner F ein. Hierauf auferlegte ihr die Kommission fÃ¼r Grundsteuern der Gemeinde C mit Veranlagungsentscheid vom 2. Dezember 2015 eine GrundstÃ¼ckgewinnsteuer von Fr. â¦ bei einem steuerbaren Gewinn von (abgerundet) Fr. â¦. Dabei stellte diese fÃ¼r die Berechnung des Gewinns und der Besitzdauer auf die letzte steuerbare HandÃ¤nderung vom 28. September 2007 ab.</p> <p class="Urteilstext">Die von der Pflichtigen dagegen erhobene Einsprache wies die Kommission fÃ¼r Grundsteuern der Gemeinde C am 11. MÃ¤rz 2016 ab. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den hiergegen erhobenen Rekurs wies das Steuerrekursgericht am 27. September 2016 in einem Nebenpunkt (Anerkennung wertvermehrender Aufwendungen) teilweise gut und setzte die der Pflichtigen auferlegte GrundstÃ¼ckgewinnsteuer auf Fr. â¦ herab. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 31. Oktober 2016 liess die Pflichtige dem Verwaltungsgericht beantragen, es sei der steuerrekursgerichtliche Entscheid vom 27. September 2016 aufzuheben und es sei das GeschÃ¤ft an die Kommission fÃ¼r Grundsteuern der Gemeinde C, eventualiter an das Steuerrekursgericht, zur Neubehandlung zurÃ¼ckzuweisen. Eventualiter sei die Veranlagung dahingehend abzuÃ¤ndern, dass der GrundstÃ¼ckgewinn auf Fr. â¦ festgelegt werde. Subeventualiter sei die Veranlagung dahingehend abzuÃ¤ndern, dass der steuerpflichtige GrundstÃ¼ckgewinn auf Fr. â¦ festgelegt werde. Weiter ersuchte die Pflichtige um die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend sich die Kommission fÃ¼r Grundsteuern der Gemeinde C nicht vernehmen liess, verzichtete das Steuerrekursgericht auf Vernehmlassung.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht in Grundsteuersachen kÃ¶nnen laut § 213 in Verbindung mit § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden.</p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sachverhalt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das vom Steuerrekursgericht in Ãbereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf Angemessenheit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekursinstanz zu setzen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts erstreckt sich lediglich auf rechtsverletzende Ermessensfehler, d.<span> </span>h. auf ErmessensÃ¼berschreitung und auf Ermessensmissbrauch (RB 1999 Nr. 147).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die GrundstÃ¼ckgewinnsteuer wird von den Gewinnen erhoben, die sich bei HandÃ¤nderungen an GrundstÃ¼cken oder Anteilen von solchen ergeben (§ 216 Abs. 1 StG). Auch die Einbringung in eine einfache Gesellschaft gilt hierbei im Umfang, in welchem der Einbringer am GesellschaftsvermÃ¶gen nicht beteiligt ist, als steuerauslÃ¶sende HandÃ¤nderung (vgl. Felix Richner et al. [Hrsg.], Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, 3. A., ZÃ¼rich 2013, § 216 StG N. 48). Dabei ist der GrundstÃ¼ckgewinn gemÃ¤ss § 219 Abs. 1 StG der Betrag, um welchen der ErlÃ¶s die Anlagekosten Ã¼bersteigt. Die GrundstÃ¼ckgewinnsteuer wird gemÃ¤ss § 216 Abs. 3 lit. b StG indessen bei HandÃ¤nderungen unter Ehegatten im Zusammenhang mit dem GÃ¼terrecht, sowie zur Abgeltung ausserordentlicher BeitrÃ¤ge eines Ehegatten an den Unterhalt der Familie (Art. 165 des Zivilgesetzbuchs [ZGB]) und scheidungsrechtlicher AnsprÃ¼che, aufgeschoben, sofern beide Ehegatten einverstanden sind. Diesfalls geht die latente Steuerlast auf den erwerbenden Ehegatten Ã¼ber (vgl. § 219 Abs. 3 StG).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Es ist unbestritten, dass bei der HandÃ¤nderung vom 1. Dezember 2014 grundsÃ¤tzlich ein steuerbarer GrundstÃ¼ckgewinn angefallen ist, dieser aber auf Antrag der Pflichtigen und ihres damaligen Ehemannes aufgeschoben worden ist. Die Pflichtige macht jedoch geltend, sich der Konsequenzen des beantragten Steueraufschubs (Ãbernahme der latenten Steuern durch die erwerbende Pflichtige) nicht bewusst gewesen und hierÃ¼ber auch nicht aufgeklÃ¤rt worden zu sein. Sodann sei ihr der Steueraufschub nicht formell erÃ¶ffnet worden und sei ein Steueraufschub gemÃ¤ss § 216 Abs. 3 lit. b StG unzulÃ¤ssig gewesen, da die HandÃ¤nderung vom 1. Dezember 2014 weder in einem gÃ¼terrechtlichen Zusammenhang, noch zur Abgeltung scheidungsrechtlicher AnsprÃ¼che oder ausserordentlicher BeitrÃ¤ge eines Ehegatten an den Familienunterhalt erfolgt sei. Eventualiter macht sie geltend, dass bei der Steuerberechnung von einem falschen Erwerbspreis ausgegangen worden sei.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die Beschwerde der Pflichtigen richtet sich nicht nur gegen den Veranlagungsentscheid vom 2. Dezember 2015 und die nachfolgenden Rechtsmittelentscheide hierzu, sondern auch gegen den Veranlagungsentscheid vom 6. Mai 2015, mit welchem die GrundstÃ¼ckgewinnsteuer aufgeschoben wurde. Es ist vorab zu prÃ¼fen, ob der Veranlagungsentscheid vom 6. Mai 2015 der Pflichtigen gegenÃ¼ber in Rechtskraft erwachsen ist und von ihr im vorliegenden Verfahren Ã¼berhaupt angefochten werden kann.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Veranlagungsentscheide werden rechtskrÃ¤ftig, wenn sie nicht innert 30 Tagen nach Zustellung mittels Einsprache angefochten werden (§ 211 in Verbindung mit § 140 Abs. 1 StG). Steuerentscheide sind allen Verfahrensbeteiligten individuell zuzustellen, also namentlich dem Steuerpflichtigen und allen weiteren rechtsmittellegitimierten Personen oder Amtsstellen (Martin Zweifel/Hugo Casanova, Schweizerisches Steuerverfahrensrecht, Direkte Steuern, ZÃ¼rich etc. 2008, § 15 Rz. 47). Im allgemeinen Verwaltungsrecht werden schriftliche Anordnungen auch weiteren Personen mitgeteilt, wenn sie durch die Anordnung berÃ¼hrt sind und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Ãnderung und Aufhebung haben. Die ErÃ¶ffnung an mitbetroffene Drittpersonen setzt aber grundsÃ¤tzlich ein entsprechendes Gesuch voraus und erfolgt nicht von Amtes wegen (vgl. § 10 Abs. 3 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG], sowie die entsprechende Kommentierung durch Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 10 N. 68 ff.). Zur Wahrung eines effektiven Rechtsschutzes und des rechtlichen GehÃ¶rs im Sinn von Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV) genÃ¼gt es hierbei auch im Steuerrecht, wenn (allenfalls) mitbetroffene Dritte in angemessener Weise und rechtzeitig Kenntnis von den sie ebenfalls betreffenden Verfahren erlangen und innert (nach Massgabe von Treu und Glauben zu bestimmender) nÃ¼tzlicher Frist um Entscheidzustellung ersuchen kÃ¶nnen. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Schuldner der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer ist gemÃ¤ss § 217 StG allein der VerÃ¤usserer, weshalb grundsÃ¤tzlich auch nur dieser in das Verfahren einzubeziehen ist. Hingegen ist der Veranlagungsentscheid auch dann nicht dem Erwerber von Amtes wegen zu erÃ¶ffnen, wenn dieser aufgrund eines steueraufschubsbegrÃ¼ndenden Tatbestands die latente Steuerlast auf dem bis zur steuerprivilegierten HandÃ¤nderung erzielten Gewinn Ã¼bernimmt. Damit der Erwerber weiss, dass er bei einer WeiterverÃ¤usserung des privilegiert erworbenen GrundstÃ¼cks mit einer Nachbesteuerung des latent Ã¼bernommenen Gewinns rechnen muss, sieht das Steuergesetz bei HandÃ¤nderungen unter Ehegatten in § 216 Abs. 3 lit. b StG immerhin vor, dass beide Ehegatten mit dem Aufschub der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer einverstanden sein mÃ¼ssen. Ist dies der Fall und sind die Ã¼brigen Voraussetzungen gemÃ¤ss § 216 Abs. 3 StG erfÃ¼llt, muss der Steueraufschub gewÃ¤hrt werden und steht es nicht im Belieben des Steueramts, ob es den Steueraufschub gewÃ¤hrt oder nicht. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Da der Ã¼bernehmende Ehegatte bereits durch seine ZustimmungserklÃ¤rung in das Verfahren miteinbezogen wurde und allenfalls (rechtzeitig) um eine formelle Entscheidzustellung hÃ¤tte ersuchen kÃ¶nnen, rechtfertigt es sich, die Bindungswirkung des Veranlagungsentscheids Ã¼ber den Steueraufschub auch auf den Ã¼bernehmenden (und zustimmenden) Ehegatten zu erstrecken. Sodann kann im Steuerrecht, neben dem Steuerpflichtigen selbst, auch eine durch einen Steuerentscheid (potenziell) beschwerte Drittperson einsprachelegitimiert sein, selbst wenn deren Einsprachelegitimation vom Gesetzgeber nicht ausdrÃ¼cklich genannt wird und diese nicht eigentliche VerfÃ¼gungsadressatin ist (vgl. Richner et al., § 140 StG N. 12 f. und 28 ff.; Zweifel/Casanova, § 24 Rz. 22 f. mit Hinweisen; Botschaft des Bundesrats Ã¼ber die Steuerharmonisierung vom 25. Mai 1983, BBl 1983 III 1 ff., 135 f.). Dies ergibt sich bereits aus der Rechtsweggarantie von Art. 29a BV.</p> <p class="Erwgung2">Es muss deshalb davon ausgegangen werden, dass sich die Rechtskraft des Veranlagungsentscheids, mit welchem die GrundstÃ¼ckgewinnsteuer aufgeschoben wurde, auch auf den Ã¼bernehmenden und durch die latent Ã¼bernommene Steuerlast beschwerten Ehegatten erstreckt und dieser auf seiner ZustimmungserklÃ¤rung zu behaften ist. Im Gegenzug muss der ebenfalls an den Aufschubsentscheid gebundene Ã¼bernehmende Ehegatte aber auch rechtsmittellegitimiert sein. Hingegen ist im Sinn vorstehender ErwÃ¤gungen eine formelle Entscheidzustellung an den Ehegatten zwar wÃ¼nschenswert, aber entbehrlich und zumindest nicht von Amtes wegen vorzunehmen, ist dieser doch bereits durch das Zustimmungserfordernis hinreichend in das Verfahren miteinbezogen worden und eine Zustellung von Amtes wegen durch den Gesetzgeber nicht vorgesehen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Die von der Pflichtigen geltend gemachten WillensmÃ¤ngel richten sich letztlich gegen ihre ZustimmungserklÃ¤rung zum Steueraufschub und den darauf ergangenen Veranlagungsentscheid vom 6. Mai 2015, nicht aber gegen den im vorliegenden Verfahren angefochtenen Veranlagungsentscheid vom 2. Dezember 2015. Geht man im Sinn der vorstehenden ErwÃ¤gungen davon aus, dass der Veranlagungsentscheid vom 6. Mai 2015 korrekt erÃ¶ffnet worden ist (bzw. gegenÃ¼ber der Pflichtigen nicht mittels individueller Zustellung erÃ¶ffnet werden musste) und auch gegenÃ¼ber der Pflichtigen bereits in Rechtskraft erwachsen ist, ist dieser nur noch mittels Revision anfechtbar. Es ist im vorliegenden Verfahren jedoch nicht zu klÃ¤ren, ob die Pflichtige die Revision des rechtskrÃ¤ftigen Veranlagungsentscheids vom 6. Mai 2015 verlangen kÃ¶nnte und Ã¼ber den Wortlaut von § 155 StG hinaus hierzu Ã¼berhaupt aktivlegitimiert wÃ¤re. </p> <p class="Erwgung2">Ebenso wenig kÃ¶nnen die Aufschubsvoraussetzungen gemÃ¤ss § 216 Abs. 3 lit. b StG im vorliegenden Verfahren infrage gestellt werden, nachdem der diesbezÃ¼gliche Veranlagungsentscheid vom 6. Mai 2015 unangefochten geblieben und bereits in Rechtskraft erwachsen ist. </p> <p class="Erwgung2">Soweit die Beschwerde damit auf eine Revision des bereits rechtskrÃ¤ftigen Veranlagungsentscheids vom 6. Mai 2015 abzielt, ist auf diese nicht einzutreten. Zudem hat das Gemeindesteueramt mit Schreiben vom 18. Dezember 2015 zurecht auch von einer formellen Zustellung des Veranlagungsentscheids vom 6. Mai 2015 (betreffend Steueraufschub) abgesehen, war dieser der Pflichtigen doch im Sinn obenstehender AusfÃ¼hrungen nicht von Amtes wegen zuzustellen und hat die durch ihre ZustimmungserklÃ¤rung bereits hinreichend informierte Pflichtige erst um formelle Zustellung ersucht, als der Veranlagungsentscheid bereits in Rechtskraft erwachsen war.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Selbst wenn man die Rechtskraft des Veranlagungsentscheids vom 6. Mai 2015 nicht auf die Pflichtige erstrecken wÃ¼rde, wÃ¤ren keine beachtlichen WillensmÃ¤ngel bei ihrer ZustimmungserklÃ¤rung oder andere MÃ¤ngel bei dem gegenÃ¼ber dem verÃ¤ussernden Ehegatten gewÃ¤hrten Steueraufschub ersichtlich: </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Nachdem die Pflichtige und ihr damaliger Ehemann bereits im Ã¶ffentlich beurkundeten Kaufvertrag vom 1. Dezember 2014 erklÃ¤rten, die GrundstÃ¼ckgewinnsteuer gemÃ¤ss § 216 Abs. 3 lit. b StG aufschieben zu wollen, hat die Pflichtige am<a id="OLE_LINK1"> 28. April 2015</a> gemÃ¤ss den Vorgaben von § 216 Abs. 3 lit. b StG erneut schriftlich ihre Zustimmung zum Steueraufschub bekundet. Der Wortlaut des hierfÃ¼r verwendeten Formulars entspricht der Empfehlung gemÃ¤ss Ziff. 13 des Kreisschreiben der Finanzdirektion Ã¼ber den Aufschub der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer unter Ehegatten vom 19. Juni 2001 (ZStB I Nr. 37/456) und erscheint hinreichend klar formuliert, um die betroffenen Ehegatten Ã¼ber die Folgen des Steueraufschubs aufzuklÃ¤ren: So geht aus der EinverstÃ¤ndniserklÃ¤rung einerseits klar hervor, dass die Besteuerung des GrundstÃ¼ckgewinnes zufolge Abgeltung gÃ¼ter- und scheidungsrechtlicher AnsprÃ¼che beziehungsweise ausserordentlicher BetrÃ¤ge gemÃ¤ss Art. 165 ZGB aufgeschoben wird. Andererseits wird auch die Ã¼bernehmende Partei Ã¼ber die Steuerfolgen im Falle der WeiterverÃ¤usserung des GrundstÃ¼cks in Kenntnis gesetzt. Sollte die Pflichtige die Tragweite oder den Inhalt ihrer EinverstÃ¤ndniserklÃ¤rung nicht erfasst haben, hÃ¤tte sie sich durch entsprechende Nachfragen beim Steueramt erkundigen kÃ¶nnen und mÃ¼ssen (vgl. auch BGE 138 V 495 E. 2.4). Dieses durfte wiederum aufgrund der vorbehaltslosen Unterzeichnung der EinverstÃ¤ndniserklÃ¤rung davon ausgehen, dass die Pflichtige sich den steuerlichen Konsequenzen ihres Tuns bewusst war. Jedenfalls bestand keine Pflicht des Steueramts, aktiv nach allfÃ¤lligen WillensmÃ¤ngeln der unterzeichnenden Ehegatten zu forschen und diese von sich aus Ã¼ber den klaren Wortlaut der EinverstÃ¤ndniserklÃ¤rung hinaus Ã¼ber allfÃ¤llige Steuerfolgen aufzuklÃ¤ren.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Eine entsprechende AufklÃ¤rungspflicht der SteuerbehÃ¶rde entfÃ¤llt weiter unabhÃ¤ngig davon, ob die Initiative fÃ¼r den Steueraufschub nach § 216 Abs. 3 lit. b StG von der Pflichtigen und ihrem Ehemann ausgegangen ist oder der entsprechende Steueraufschubsgrund â wie von der Pflichtigen behauptet â erst vom SteuersekretÃ¤r der Gemeinde C anstelle eines Steueraufschubs aufgrund von Ersatzbeschaffung (wohl im Sinn von § 216 Abs. 3 lit. i StG) vorgeschlagen worden sei: Gerade weil die Pflichtige und ihr damaliger Ehemann die GrundstÃ¼ckgewinnsteuer ursprÃ¼nglich aus einem anderen Grund hÃ¤tten aufschieben wollen, hÃ¤tten sie sich zu weiteren Nachfragen veranlasst sehen mÃ¼ssen, falls und nachdem ihnen der SteuersekretÃ¤r einen anderen Aufschubsgrund vorgeschlagen hatte. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Auch hinsichtlich den Aufschubsvoraussetzungen gemÃ¤ss § 216 Abs. 3 lit. b StG weist der Veranlagungsentscheids vom 6. Mai 2015 keinen Rechtsfehler auf: Eine HandÃ¤nderung unter Ehegatten erfolgt im Sinn des Aufschubstatbestands von § 216 Abs. 3 lit. b StG im Zusammenhang mit dem GÃ¼terrecht, wenn damit eine Bereinigung der finanziellen VerhÃ¤ltnisse unter den Ehegatten erreicht werden soll, unabhÃ¤ngig davon, ob darÃ¼ber hinaus auch noch eine EheauflÃ¶sung oder ein GÃ¼terstandswechsel beabsichtigt ist (vgl. Richner et al., § 216 StG N. 199). Kein Steueraufschub ist hingegen zu gewÃ¤hren, wenn die Erzielung eines wirtschaftlichen Gewinns und nicht die Bereinigung der finanziellen VerhÃ¤ltnisse zwischen den Ehegatten im Vordergrund stehen, wÃ¼rde doch ansonsten der Ã¼bernehmende Ehegatte durch den Steueraufschub und die damit latent Ã¼bernommene Steuerschuld benachteiligt (vgl. Botschaft des Bundesrats Ã¼ber die Steuerharmonisierung vom 25. Mai 1983, BBl 1983 III 1 ff., 102).</p> <p class="Erwgung2">Ziel der Transaktion vom 1. Dezember 2014 war auch nach Darlegung der Pflichtigen die Bereinigung der (ehelichen) EigentumsverhÃ¤ltnisse betreffend die bisherige Familienliegenschaft. Die Pflichtige und ihr damaliger Ehemann fÃ¼hrten die Transaktion zum vollen Verkehrswert des Miteigentumsanteils durch, ohne dass der verÃ¤ussernde Ehegatte hierdurch wirtschaftlich einen Gewinn zu erzielen versuchte. Zwar mag es zutreffen, dass die Parteien des Kaufvertrags vom 1. Dezember 2014 die latent von der Pflichtigen Ã¼bernommenen GrundstÃ¼ckgewinnsteuer bei der Festsetzung des Kaufpreises nicht berÃ¼cksichtigt haben. Jedoch ist auch zu beachten, dass dieser Umstand zumindest fÃ¼r die SteuerbehÃ¶rde nicht erkennbar war und fÃ¼r diese â und wohl auch fÃ¼r die Vertragsparteien des Kaufvertrags vom 1. Dezember 2014 selbst â damals auch noch gar nicht absehbar war, wann und in welcher HÃ¶he inskÃ¼nftig eine GrundstÃ¼ckgewinnsteuer anfallen wÃ¼rde. Es wÃ¤re deshalb an der Pflichtigen gelegen, die latent Ã¼bernommene GrundstÃ¼ckgewinnsteuer bereits bei der Festlegung des Kaufpreises einzupreisen oder ihr EinverstÃ¤ndnis zu einem Steueraufschub zu verweigern, zumal sie zumindest zum Zeitpunkt ihrer EinverstÃ¤ndniserklÃ¤rung vom 28. April 2015 bereits der (Steuerfolgen auslÃ¶senden) Einbringung der Liegenschaft in eine einfache Gesellschaft zugestimmt hatte und diesbezÃ¼glich Ã¼ber einen Informationsvorsprung gegenÃ¼ber der SteuerbehÃ¶rde verfÃ¼gte.</p> <p class="Erwgung2">Damit handelt es sich objektiv entgegen der Ansicht der Pflichtigen gerade um eine gÃ¼terrechtliche Transaktion im Sinn des Steueraufschubtatbestands von § 216 Abs. 3 lit. b StG, mit welchem eine Bereinigung der finanziellen VerhÃ¤ltnisse unter den Ehegatten erreicht werden sollte. Ebenfalls entgegen der Ansicht der Pflichtigen liegt es im Wesen einer (ausgeglichenen) gÃ¼terrechtlichen Bereinigung, dass die ausgetauschten VermÃ¶genswerte zum Verkehrswert angerechnet werden und zumindest per Saldo keine Verschiebung der VermÃ¶gensverhÃ¤ltnisse angestrebt wird. Ob die Transaktion hierbei in zeitlichem und sachlichem Konnex zur kurz darauf erfolgten Scheidung der Ehegatten stand, ist letztlich nicht entscheidend, jedoch vorliegend ebenfalls zu bejahen, wurde die Bereinigung der EigentumsverhÃ¤ltnisse doch gerade durch die erfolgte Ehetrennung erforderlich und erfolgte die AuflÃ¶sung des gemeinsamen Miteigentums auch nach Darstellung der Pflichtigen "im Hinblick auf die unmittelbar bevorstehende Ehescheidung" bzw. "zur Bereinigung der Wohnsituation der Parteien" (vgl. Rz. 72 der Beschwerdeschrift vom 31. Oktober 2016). Auch gemÃ¤ss Ziff. 6 der weiteren Bestimmungen des Kaufvertrags vom 1. Dezember 2014 wird klar festgehalten, dass die HandÃ¤nderung im Hinblick auf die Ehescheidung der Vertragsparteien vollzogen werde und diese aus diesem Grund den Aufschub der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer gemÃ¤ss § 216 Abs. 3 lit. b StG beantragen wÃ¼rden.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Die Klausel im Kaufvertrag vom 1. Dezember 2014, wonach der VerÃ¤usserer eine allfÃ¤llige GrundstÃ¼ckgewinnsteuer zu bezahlen habe, vermag sodann allein die Parteien des Kaufvertrags, nicht aber die am Vertragsschluss nicht beteiligte Gemeinde zu binden. Es ist eine hier nicht zu behandelnde zivilrechtliche Frage, wie diese Klausel im VerhÃ¤ltnis zwischen den Vertragsschliessenden auszulegen ist und inwieweit die Pflichtige den Kaufvertrag diesbezÃ¼glich allenfalls wegen WillensmÃ¤ngeln hÃ¤tte anfechten kÃ¶nnen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.6 </b>Damit wÃ¤ren auch bei einem Eintreten auf die entsprechenden Vorbringen der Pflichtigen allfÃ¤llige WillensmÃ¤ngel bei der erteilten Zustimmung zum Steueraufschub unbeachtlich und wÃ¤re die Pflichtige auf ihre ZustimmungserklÃ¤rung zu behaften. Zu klÃ¤ren bleibt, ob die Berechnung der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer im Veranlagungsentscheid vom 2. Dezember 2015 korrekt erfolgte.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Die Pflichtige hat die Liegenschaft an der E-Strasse 02 in C in zwei Etappen erworben, indem sie am 28. September 2007 zunÃ¤chst einen hÃ¤lftigen Miteigentumsanteil erwarb und durch den Erwerb des Miteigentumsanteils ihres damaligen Ehemannes per 1. Dezember 2014 AlleineigentÃ¼merin wurde. Die Pflichtige macht diesbezÃ¼glich in ihrem nunmehr gegen den Veranlagungsentscheid vom 2. Dezember 2015 gerichteten Eventualantrag geltend, dass sie lediglich Teile des per 1. Dezember 2014 zum Verkehrswert von Fr. â¦ (50 % von Fr. â¦) erworbenen Miteigentumsanteil verÃ¤ussert habe und hierauf der GrundstÃ¼ckgewinn zu berechnen sei. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>GemÃ¤ss § 219 StG ist der GrundstÃ¼ckgewinn der Betrag, um welcher der ErlÃ¶s die Anlagekosten Ã¼bersteigt. Bei der Berechnung fallen aber gemÃ¤ss § 219 Abs. 3 StG alle HandÃ¤nderungen, die zu einem Steueraufschub im Sinn von § 216 Abs. 3 StG gefÃ¼hrt haben â samt den damit zusammenhÃ¤ngenden Erwerbskosten des (jetzigen) VerÃ¤usserers â ausser Betracht (Richner et al., § 219 StG N. 39 f.; ZStP 2000, S. 59). </p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Die von der Pflichtigen subeventualiter als Anlagekosten geltend gemachten HandÃ¤nderungskosten im Zusammenhang mit dem am 28. September 2007 erfolgten Erwerb der Liegenschaft sowie weitere wertvermehrende Aufwendungen in HÃ¶he von (rund) Fr. â¦ wurden bereits von der Vorinstanz (zu 40 %, entsprechend dem aufgrund der Einbringung in die einfache Gesellschaft zu versteuernden Anteil) berÃ¼cksichtigt. Hingegen hat die Vorinstanz die Erwerbskosten fÃ¼r die EigentumsÃ¼bertragung vom 1. Dezember 2014 (Erwerb des Miteigentumsanteils des damaligen Ehemannes) nicht als Anlagekosten berÃ¼cksichtigt, da bei der Steuerberechnung gemÃ¤ss § 219 Abs. 3 StG allein auf die frÃ¼here HandÃ¤nderung vom 28. September 2007 abzustellen ist, welche nicht auf eine in § 216 Abs. 3 StG genannte Ursache zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist. Die Pflichtige muss sich damit nicht nur den auf ihren (frÃ¼heren) Miteigentumsanteil erzielten Gewinn, sondern auch den auf den Ã¼bernommenen Anteil ihres frÃ¼heren Ehemannes entfallenden GrundstÃ¼cksgewinn vollumfÃ¤nglich anrechnen lassen, kann sich dafÃ¼r aber auch dessen Haltedauer anrechnen lassen. </p> <p class="Erwgung2">Damit spielt es auch keine Rolle, welcher frÃ¼here Miteigentumsanteil in die einfache Gesellschaft eingebracht wurde, ist doch immer auf die HandÃ¤nderung vom 28. September 2007 abzustellen und die HandÃ¤nderung vom 1. Dezember 2014 fÃ¼r die Berechnung unbeachtlich. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b>GewÃ¶hnliche Miteigentumsanteile stellen ohnehin lediglich ideelle Quoten, nicht aber reale Anteile an der im gemeinschaftlichen Eigentum befindlichen Sache dar (Christoph Brunner/JÃ¼rg Wichtermann in: Heinrich Honsell/Nedim Peter Vogt/Thomas Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II, 5. A., Basel 2015, Vor Art. 646 ZGB N. 1). Entsprechend ist es auch nicht mÃ¶glich, die jeweilige Miteigentumsquote lediglich auf bestimmte Teile des gemeinschaftlichen Eigentums zu beziehen, vielmehr bezieht sich der Miteigentumsanteil immer auf die gesamte Sache. Werden sÃ¤mtliche Miteigentumsanteile von derselben Person erworben, entsteht zufolge Vereinigung Alleineigentum. Auch bei GesamthandsverhÃ¤ltnissen â z.<span> </span>B. zufolge der Einbringung eines GrundstÃ¼cks in eine einfache Gesellschaft â bezieht sich der Gesamthandsanteil auf die gesamte gemeinschaftliche Sache und nicht auf einen realen Anteil.</p> <p class="Erwgung2">Auch deshalb steht es nicht im Belieben der steuerpflichtigen Person, bei der WeiterverÃ¤usserung von zu unterschiedlichen Zeiten und Preisen erworbenen Miteigentumsanteilen selbst zu bestimmen, welche (ideellen) Anteile spÃ¤ter jeweils weiterverÃ¤ussert werden. Dies gilt erst recht, wenn die VerÃ¤usserung durch die Einbringung in eine einfache Gesellschaft geschieht, kann sich der Gesamthandsanteil doch immer nur auf die gesamte Liegenschaft beziehen und kann bis zur AuflÃ¶sung des GesamthandsverhÃ¤ltnisses und der DurchfÃ¼hrung der Realteilung der jeweilige Gesellschafteranteil nicht einem bestimmten Anteil an der Liegenschaft zugeordnet werden.</p> <p class="Erwgung2">Wie die Vorinstanz zu Recht ausfÃ¼hrte, kann die Pflichtige somit nicht wÃ¤hlen, von welcher ErwerbshÃ¤lfte sie den Gesamthandsanteil von 40 % verÃ¤usserte. Der vorinstanzliche Entscheid ist damit auch in diesem Punkt zu bestÃ¤tigen. Damit ist die vorinstanzliche Berechnung der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer vollumfÃ¤nglich zu bestÃ¤tigen und die diesbezÃ¼glichen (Sub-)EventualantrÃ¤ge der Pflichtigen abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Dass der Pflichtigen in der vorliegenden Konstellation kein Steueraufschub zufolge Ersatzbeschaffung mÃ¶glich ist, da sie die fragliche Liegenschaft (auch) selbst bewohnt, ist fÃ¼r den vorliegenden Entscheid irrelevant.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Da der Sachverhalt liquide erscheint, kann auch auf eine RÃ¼ckweisung oder weitere Beweisabnahmen â wie der beantragten Befragungen des SteuersekretÃ¤rs der Gemeinde C oder des frÃ¼heren Ehemannes der Pflichtigen sowie einer Parteibefragung der Pflichtigen selbst â verzichtet werden.</p> <p class="Urteilstext">Damit ist die Beschwerde vollumfÃ¤nglich abzuweisen, soweit darauf eingetreten wird.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2">AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten der Pflichtigen aufzuerlegen (§ 153 Abs. 4 in Verbindung mit § 151 Abs. 1 und § 213 Satz 2 StG) und ist dieser auch keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG in Verbindung mit § 213 Satz 2 StG sowie § 152 und § 153 Abs. 4 und StG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'800.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 120.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'920.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>