Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 5. Februar 2015 (725 14 254) ____________________________________________________________________ Unfallversicherungsgesetz Invalidenrente nach UVG, leidensbedingter Abzug aufgrund erhöhten Pausenbedarfs Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Markus Mattle, Kantons- richter Christof Enderle, Gerichtsschreiber Tobias Rebmann Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Tschopp, Advokat, Greifengasse 1, Postfach 1644, 4001 Basel gegen SUVA , Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerd e- gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Güterstrasse 106, 4053 Basel Betreff Leistungen A. Der am 1965 geborene A.____ war seit dem Jahre 2 008 als Gerüstbauer bei der B.____ AG angestellt und durch dieses Abeitsverhält nis bei der Schweizerischen Unfallversi- cherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folg en von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 16. April 2010 war der Versicherte m it seinem Roller unterwegs, als ein vor ihm fahrendes Fahrzeug bremste, er dies zu spät bemerkt e und daher seinen Roller zu stark ab- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht bremste. Infolgedessen stellte es das Vorderrad des Rolle rs quer und der Versicherte kam auf dem Trottoir zu Fall. Dabei zog er sich eine mehrfragme ntäre Unterschenkelfraktur rechts zu und wurde noch gleichentags von Dr. med. C.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Trauma- tologie des Bewegungsapparates, operiert. Am 28. Apr il 2010 erfolgten eine offene Reposition und eine definitive Plattenosteosynthese. Im Januar 201 1 klagte A.____ über belastungsab- hängige Schmerzen mit Schwellungstendenz. Am 27. März 20 12 berichtete Dr. C.____, es zei- ge sich eine ossär konsolidierte distale mehrfragmentäre Unterschenkelfraktur ohne Lockerung. Es sei geplant, das Osteosynthesematerial zu entfernen, was am 30. April 2012 geschah. Am 26. März 2013 erfolgte eine kreisärztliche Untersuchung. Nach Eingang weiterer ärztlicher Be- richte und Beurteilungen stellte die SUVA mit Verfügu ng vom 21. Mai 2013 ihre Leistungen per 30. Juni 2013 ein. Hiergegen liess der Versicherte am 1 8. Juni 2013 Einsprache erheben. Im Rahmen des Einspracheverfahrens erfolgte am 22. Januar 2014 eine weitere Beurteilung durch einen Versicherungsmediziner der SUVA, Dr. med. D.____, Facharzt für Chirurgie. Im Weiteren wurde auch ein von der Invalidenversicherung veranlasstes p olydisziplinäres Gutachten der F.____ vom 22. März 2013 berücksichtigt. Gestützt auf die entsprechenden Abklärungen nahm die SUVA die Verfügung vom 21. Mai 2013 zurück. B. Am 13. März 2013 erliess die SUVA eine neue Verfüg ung, worin sie A.____ eine Inva- lidenrente gestützt auf eine Erwerbsunfähigkeit von 17% sowie eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 5% gewährt e. Hiergegen liess der Versicherte wie- derum Einsprache erheben und die Ausrichtung einer In validenrente gestützt auf eine Erwerbs- unfähigkeit von 28% beantragen. Zur Begründung der E insprache führte der Versicherte aus, gemäss Dr. C.____ müsse er sich alle 1.5 Stunden für etw a zehn bis 15 Minuten in liegender Position ausruhen. Daraus ergebe sich eine zusätzliche, pa usenbedingte Leistungseinschrän- kung von rund 11%, sodass schliesslich ein Invaliditätsgrad von 28% resultiere. Mit Entscheid vom 1. Juli 2014 wies die SUVA die Einsprache ab. Zur Begründung brachte sie im Wesentli- chen vor, dass mit einem leidensbedingten Abzug von 15% sämtlichen unfallbedingten Ein- schränkungen und Auswirkungen bereits gebührend Rechnung getragen werde. C. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, ve rtreten durch Daniel Tschopp, Advokat, am 1. September 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei der Einspracheentscheid vom 1. Juli 2014 teilweise aufzuheben und es sei ihm ab 1 . Juli 2013 eine 28%-ige Invaliden- rente zuzusprechen. Im Weiteren sei ihm die unentgeltl iche Prozessführung und Verbeistän- dung für das kantonale Beschwerdeverfahren zu gewähren; unter o/e-Kostenfolge. D. In ihrer Vernehmlassung vom 16. Oktober 2014 beantr agte die SUVA, vertreten durch Andrea Tarnutzer-Münch, Advokat, die Abweisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes ü ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, desse n Bestimmungen gemäss Art. 2 Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetze s über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent- scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen V ersicherungsgericht Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Ver sicherungsgericht desjenigen Kan- tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwer deerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor- liegend befand sich dieser zum Zeitpunkt der Beschwerdeerh ebung in Muttenz, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsp rozessordnung (VPO) vom 16. De- zember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherung sgericht als einzige gerichtliche In- stanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide de r Versicherungsträger ge- mäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlu ng der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 1. September 2014 ist demnach einzutreten. 2.1 Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer mi t Verfügung vom 13. März 2014 ab 1. Juli 2013 eine Invaliditätsrente en tsprechend einem Invaliditätsgrad von 17% zugesprochen. Streitig und zu prüfen ist, ob der Be schwerdeführer ab dem genannten Zeitpunkt Anspruch auf eine höhere Rente entsprechend einem Invaliditätsgrad von 28% hat. 2.2 Mit Verfügung vom 13. März 2014 sprach die Beschwerd egegnerin dem Versicherten für die verbleibenden Beeinträchtigungen aus dem Unfa llereignis vom 16. April 2010 unter an- derem eine Integritätsentschädigung basierend auf eine r Integritätseinbusse von 5% zu. In sei- ner gegen den Einspracheentscheid vom 1. Juli 2014 erho benen, vorliegend zur Beurteilung stehenden Beschwerde vom 1. September 2014 hat der Ve rsicherte die am 13. März 2014 ver- fügte und mit Einspracheentscheid vom 1. Juli 2014 best ätigte Zusprechung einer Integritäts- entschädigung in der Höhe von 5% nicht angefochten. S omit kann festgehalten werden, dass der Einspracheentscheid vom 1. Juli 2014 in Bezug auf die dem Versicherten zugesprochene Integritätsentschädigung in (Teil-) Rechtskraft erwachsen ist, weshalb darauf nicht näher einzu- gehen ist. 3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer i n der obligatorischen Unfallversi- cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs- unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. 3.2 Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist d ie versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Ar t. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Tag- geld. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Per son Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindestens 10% invalid ist . Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesund- heitszustandes der versicherten Person mehr erwartet wer den kann und allfällige Eingliede- rungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschloss en sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde e rhebliche Schädigung der körperlichen Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht oder geistigen Integrität, so hat sie nach Art. 24 Ab s. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung. Diese wird mit der Invalidenr ente festgesetzt oder, falls kein Renten- anspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 3.3 Für Leistungen nach UVG hat der Unfallversicherer g rundsätzlich nur unter der Vo- raussetzung aufzukommen, dass zwischen dem versicherten Ereigni s und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, I ntegritätsschädigung) ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusam- menhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. n icht zur gleichen Zeit eingetreten ge- dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall di e alleinige oder unmittelbare Ursa- che gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schä digende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige In tegrität der versicherten Person beein- trächtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht w eggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (B GE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitl ichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht – im Rahme n der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein- lichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zus ammenhangs genügt für die Begrün- dung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers spielt im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 127 V 103 E. 5b/bb mit Hinweisen). 4.1 Gemäss dem im Sozialversicherungsverfahren geltenden Untersuchungsgrundsatz haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht v on Amtes wegen und ohne Bin- dung an die Parteibegehren für die richtige und voll ständige Feststellung des Sachverhaltes zu sorgen (vgl. THOMAS LOCHER , Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Auflage, Bern 2003, S. 443 f. Rz 2 ff.). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweis- führungspflicht begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicher ungsprozess tragen mithin die Partei- en in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im F alle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiese n gebliebenen Sachverhalt Rechte ab- leiten will (L OCHER , a.a.O., S. 451 Rz 41). Nach der Praxis des Eidgenössisch en Versiche- rungsgerichts (EVG, heute: Schweizerisches Bundesgericht , sozialrechtliche Abteilungen) liegt die Beweislast bei anspruchsbegründenden Tatfragen dem zufolge bei der Partei, welche den Anspruch geltend macht. Bei anspruchsaufhebenden Tatfra gen liegt sie bei der Partei, welche sich auf das Dahinfallen des Anspruches beruft (vgl. Krank en- und Unfallversicherung – Rechtsprechung und Verwaltungspraxis [RKUV] 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b). Diese Beweis- regeln kommen allerdings erst dann zur Anwendung, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer Be weiswürdigung einen Sachverhalt Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht zu ermitteln, der zumindest die überwiegende Wahrscheinl ichkeit für sich hat, der Wahrheit zu entsprechen (vgl. BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen). 4.2 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte – wie der Beurteilung des Gesundheitszu- standes und der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person – ist die rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab vo n Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen Hinweisen). Das Gericht hat diese me- dizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherung sprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wi e alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Bewe ismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspru chs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe an zugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsich tlich des Beweiswertes eines Arztbe- richtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streit igen Belange umfassend ist, auf allsei- tigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwe rden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Dar legung der medizinischen Zusammen- hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situati on einleuchtet und ob die Schlussfolge- rungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der einge- reichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 4.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem G rundsatz der freien Beweiswürdi- gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen me dizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltu ngsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund e ingehender Beobachtungen und Unter- suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun- de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswür digung volle Beweiskraft zuzuer- kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässi gkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Re chnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellu ng in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ih- rer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach- )Arztes einerseits und von Begutach- tungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschät zungen gelangen. Vorbehalten blei- ben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpr etation entspringende – Aspekte benen- nen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder un gewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 5.1 Wie bereits erwähnt (vgl. E. 3.2 hiervor), hat di e versicherte Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalls zu mindestens 10% invalid ist (Art. 18 Abs. 1 UVG). Nach Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Invalidit ätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizini- schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahm en durch eine ihr zumutbare Tätig- keit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei- nander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdi fferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (BGE 128 V 30 E. 1). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist für die Vor- nahme des Einkommensvergleichs in zeitlicher Hinsicht grun dsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des Rentenbeginns abzustellen (vgl. BGE 129 V 222, 128 V 174). 5.2 Bei der Bemessung des für die Bestimmung des Invali ditätsgrades massgebenden hypothetischen Einkommens ohne Gesundheitsschaden (Valideneinkommen) ist entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem im Sozialversicherungsrecht anzuwendenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 115 V 142 E. 8b mit weiteren Hinweisen) als gesunde Person tatsächlich verdien en würde. Die Einkommensermitt- lung hat so konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel vom letzten Lohn, den die versicherte Person vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzie lt hat, auszugehen ist (Urteil des EVG vom 26. November 2002, I 491/01, E. 2.3.1 mit zahlreichen Hinweisen). 5.3 Bezog eine versicherte Person aus invaliditätsfremd en Gründen (z.B. geringe Schulbil- dung, fehlende berufliche Ausbildung, mangelnde Deut schkenntnisse, beschränkte Anstel- lungsmöglichkeiten wegen Saisonnierstatus) ein deutlich u nterdurchschnittliches Einkommen, ist diesem Umstand bei der Invaliditätsbemessung nach Art. 16 ATSG Rechnung zu tragen (sog. Einkommensparallelisierung), sofern keine Anhalt spunkte dafür bestehen, dass sie sich aus freien Stücken mit einem bescheideneren Einkommensni veau begnügen wollte. Referenz- wert für das branchenübliche Vergleichseinkommen bildet dabei die vom Bundesamt für Statis- tik (BFS) alle zwei Jahre durchgeführte Lohnstrukturer hebung (LSE). Rechtsprechungsgemäss wird für die Einkommensparallelisierung eine Erheblich keitsgrenze von 5% gefordert (vgl. BGE 135 V 303 E. 6.1.2 mit Hinweisen). Der zuletzt tat sächlich erzielte Lohn muss demnach mindestens 5% unter dem branchenüblichen Einkommen lie gen. Die Einkommensparallelisie- rung kann praxisgemäss auf Seiten des Valideneinkommens durch eine entsprechende Herauf- setzung des effektiv erzielten Einkommens oder durch Abstell en auf einen statistischen Wert und auf Seiten des Invalideneinkommens durch eine entspre chende Herabsetzung des statisti- schen Werts erfolgen (vgl. BGE 134 V 326 E. 4.1 mit Hinweisen). Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.4 Von dem gestützt auf statistische Werte ermittelte n Invalideneinkommen sind praxis- gemäss verschiedene Abzüge zulässig. Damit soll der Tatsach e Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie un d Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und je nach Ausprägung die versicherte Person deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgegli chenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurch- schnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 126 V 78 f. E. 5a). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen und darf 25% nicht übersteigen (BGE 134 V 327 f. E. 5.2, 126 V 79 f. E. 5b/aa-cc). Der gesamthaft vorzunehmende Abzug stellt eine Schätzung dar. Bei deren Über- prüfung kann es nicht darum gehen, dass die kontrollierende richterliche Behörde ihr Ermessen an die Stelle der Vorinstanz setzt. Hingegen ist zu be urteilen, ob der zu überprüfende Ent- scheid, den die Behörde nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit den allgemeinen Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht zweckmässigerweise anders hätte ausfallen sollen. Soll in die Ermessensbetätigung der Vorinstanz eingegriffen werden, muss sich die richterliche Behörde demnach auf Gegebenheiten abstützen können, die eine abwei- chende Ermessensausübung als näher liegend erscheinen lass en (BGE 126 V 81 E. 6 mit Hin- weis; Urteil des Bundesgerichts vom 25. Juli 2005, U 420/04, E. 2.3). 6. Zur Beurteilung des vorliegenden Falles sind im Wese ntlichen die nachfolgenden me- dizinischen Unterlagen zu berücksichtigen. 6.1 Dr. C.____ hielt mit Bericht vom 7. Dezember 201 0 fest, die Klinik des Patienten spre- che dafür, dass die Fraktur noch nicht vollständig konsolid iert sei. Ein Teil der Beschwerden sei auch auf die Weichteile, insbesondere den Musculus tibi alis anterior mit der Herniation bei Sta- tus nach Logenspaltung zurückzuführen. 6.2 Dr. med. E.____, FMH Innere Medizin, berichtete a m 7. Januar 2011, dass entspre- chend der komplizierten Ausgangslage immer noch belastungsa bhängige Beschwerden beim Exploranden bestünden. Im Weiteren sei der Unterschenkel subjektiv und objektiv geschwollen, mit leichter Druckdolenz und Überwärmung. 6.3 Am 27. März 2012 hielt Dr. C.____ fest, es zeige si ch eine ossär konsolidierte distale mehrfragmentäre Unterschenkelfraktur ohne Lockerung. I n der Folge wurde am 30. April 2012 das Osteosynthesematerial entfernt. 6.4 Im Rahmen des parallel zum vorliegenden Verfahren laufenden IV-Verfahren gab die IV-Stelle Basel-Landschaft ein polydisziplinäres Gutachte n in Auftrag, welches am 22. März 2013 von der F.____ erstattet wurde. Darin ka men die Gutachter unter anderem zum Schluss, dass aus orthopädischer Sicht bei Adaption eine vo lle Arbeitsfähigkeit bestünde. In Bezug auf die adaptierte Tätigkeit spezifizierten die Gutachter, dass sie vorwiegend im Sitzen erfolgen müsste, dabei müssten aber stündliche Positionswechsel in Form von Stehen und Ge- hen erfolgen. Ausserdem wäre das Tragen eines Untersche nkelkompressionsstrumpfes ratsam und neben den Bewegungsübungen des Fusses zur Förderung des venösen Rückflusses zu empfehlen. Schliesslich dürfe manuell kein kraftvolles Halten von Griffen nötig sein. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.5 Mit Stellungnahme vom 28. August 2013 legte Dr. C .____ seine Ansicht zum Zumut- barkeitsprofil im Hinblick auf die unfallkausalen Folgen dar. Es wären dem Beschwerdeführer wechselbelastende Tätigkeiten mit mehrheitlichem Sitzen (60%) im Wechsel mit Gehen und Stehen (jeweils 20%) zumutbar. Gehen sei nur auf ebene n Strecken möglich und in gemässig- tem Schritttempo. Er müsse im Weiteren die Möglichkeit haben, einen Gehstock zu gebrau- chen. Zudem sollte er die gesamte Zeit Kompressionsstrümpfe tragen. Hinhocken und Hinknien seien nicht möglich, ebenso das Tragen von Gegenständen über fünf Kilogramm. Im Sitzen müsse der Patient die Möglichkeit haben, das Knie auszust recken und Bewegungen im Sprunggelenk durchzuführen. Dem Patienten sollten Pau sen ermöglicht werden, und zwar alle 1.5 Stunden für etwa zehn bis 15 Minuten, während der er er sich auch in liegender Position ausruhen könne. In einem solchen Arbeitsprofil wäre eine Arbeitsfähigkeit von 50-60% möglich. 6.6 Dr. D.____ kam mit Beurteilung vom 22. Januar 201 4 unter anderem zum Schluss, dass das Gutachten der F.____ umfassend und vollständig sei. 7. Es ist vorweg festzuhalten, dass vorliegend lediglich d ie Frage strittig ist, inwieweit sich eine allfällige pausenbedingte Leistungseinschränkung au f das Invalideneinkommen des Be- schwerdeführers auswirkt. Weder bestreitet der Beschwerde führer das von der Beschwerde- gegnerin berechnete Ausgangsinvalideneinkommen noch d as parallelisierte Valideneinkom- men. Vom Invalideneinkommen müsse indes neben einem l eidensbedingten Abzug von 15% ein weiterer Abzug von 11% wegen pausenbedingter Ein schränkungen vorgenommen werden. Dies stützt der Beschwerdeführer auf die Empfehlung von Dr. C.____, wonach alle 1.5 Stunden etwa zehn Minuten Pause zu gewähren seien. Konkret benötige er 5.56 Pausen à zehn Minuten pro Tag (8.34 : 1.5). Dies entspreche einer Einbusse von 55.6 Minuten pro Tag, was prozentual wiederum einer Einschränkung von rund 11% (55.6 : 50.4) entspreche. 8.1 Zunächst erfüllt das Gutachten der F.____ die recht sprechungsgemässen Vorausset- zungen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage in jed er Hinsicht. Es weist weder formale noch inhaltliche Mängel auf, es ist umfassend, es beruht auf allseitigen Untersuchungen, es berücksichtigt die geklagten Beschwerden, es ist in Kenntni s der Vorakten abgegeben worden und es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusa mmenhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Situation ein (vgl. E. 4.2 hiervor). Die Tatsache, dass das Gutachten im Rahmen des parallel laufenden IV-Verfahrens eingeholt word en ist, schmälert seinen Beweiswert kei- neswegs. 8.2 Sowohl Dr. C.____ als auch die Gutachter der F._ ___ halten regelmässige Bewe- gungsübungen bzw. Übungen zur Förderung des venösen Rückf lusses für notwendig. Uneinig- keit besteht jedoch hinsichtlich der Frage, wie sich die d urchzuführenden Übungen auf die kon- krete Arbeitstätigkeit des Beschwerdeführers auswirken. Die Beschwerdegegnerin vertritt mit Verweis auf das F.____-Gutachten die Auffassung, dass der Notwendigkeit von Bewegungsü- bungen des Fusses durch die Auswahl einer angepassten Tät igkeit mit stündlichem Positions- wechsel Rechnung getragen werde. Zusätzliche Pausen seien demgegenüber nicht von Nöten. Nach Ansicht des Beschwerdeführers ist dem F.____-Gutachte n klar zu entnehmen, dass die Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht Bewegungsübungen in jedem Fall notwendig seien, auch i m Rahmen einer adaptierten Tätig- keit. Die stündlichen Positionswechsel seien zusätzlich notw endig und hätten nichts mit geziel- ten Bewegungsübungen zu tun. Da sich das F.____-Gutachte n nicht konkret zu Häufigkeit und Zeitaufwand der notwendigen Bewegungsübungen äussere, sei es insofern unvollständig. 8.3 Es kann offen gelassen werden, ob die genannten Be wegungsübungen bereits durch die angepasste Tätigkeit oder durch zusätzliche stündlich e Positionswechsel erfasst werden. Ein zusätzlicher Pausenbedarf kann bei der Bemessung des leidensbedingten Abzugs berück- sichtigt werden (vgl. E. 5.4 hiervor; Urteil M. des Bu ndesgerichts vom 25. Juli 2011, 8C_260/2011, E. 5.4 mit Hinweisen). Die Beschwerdegegnerin hat dies im vorliegenden Fall mit der Gewährung eines Abzugs von 15% getan. Der getätig te Abzug ist weitgehend auf einen zusätzlichen Pausenbedarf zurückzuführen, andere Gründe sind darüber hinaus nicht ersicht- lich. Mögliche Elemente, wie etwa die fremde National ität, das damit verbundene sprachliche Defizit sowie mangelnde Schul- und Berufsausbildung sind durch die Wahl des Anforderungsni- veaus 4 bereits angemessen berücksichtigt bzw. wirken sich in diesem Anforderungsniveau nicht (zusätzlich) lohnmindernd aus. 8.4 Ferner macht der Beschwerdeführer geltend, dass w eitere Abklärungen vorzunehmen seien, sollte der von Dr. C.____ vorgeschlagenen pausen bedingten Einschränkung des Ar- beitspensums nicht gefolgt werden. Da solche Pausen, wi e soeben erörtert, bereits gebührend beim leidensbedingten Abzug berücksichtigt worden sind, e rübrigt sich das Einholen weiterer ärztlicher Stellungnahmen. 8.5 Soweit der Beschwerdeführer schliesslich vorbringt, d as Aktengutachten von Dr. D.____ vom 22. Januar 2014 sei beweisuntauglich, i st ihm entgegen zu halten, dass ge- nanntes Gutachten für die vorliegend strittige Frage eines erhöhten Pausenbedarfs nicht von Bedeutung ist (vgl. soeben E. 8.4 hiervor). Es kann dah er offen bleiben, ob die Beurteilung von Dr. D.____ den Anforderungen an ein beweistaugliches Gutachten genügt. 9. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Be schwerdegegnerin bei der Invaliditätsbemessung des Beschwerdeführers einen leiden sbedingten Abzug von 15% auf- grund des erhöhten Pausenbedarfs gewährt hat. Einen we iteren Abzug hat sie zu Recht nicht vorgenommen, weshalb der von der Beschwerdegegnerin er mittelte Invaliditätsgrad von 17% nicht zu beanstanden ist. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. 10.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vo r dem kantonalen Gericht für die Par- teien kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorlie gende Verfahren keine Kosten zu erheben. 10.2 Es bleibt über den Antrag des Versicherten zu befin den, es sei ihm die unentgeltliche Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter zu bewilligen . Gemäss Art. 61 lit. f Satz 2 ATSG wird der Beschwerde führenden Person, wo die Verhältn isse es rechtfertigen, ein unentgeltli- cher Rechtsbeistand bewilligt. Mit Inkraftsetzung des ATSG ist der im Wortlaut mit Art. 61 lit. f ATSG übereinstimmende Art. 108 Abs. 1 lit. f UVG aufg ehoben worden. Damit hat sich inhalt- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht lich nichts geändert und die bisherige Rechtsprechung d es damaligen Eidgenössischen Versi- cherungsgerichts (EVG) zu Art. 108 Abs. 1 lit. f UVG hat weiterhin Geltung (Urteil des EVG vom 3. Juli 2003, U 114/03, E. 2.1). Gemäss dieser Rechtspre chung ist die unentgeltliche Verbei- ständung im kantonalen Beschwerdeverfahren zu bewilligen, wenn der Prozess nicht offensicht- lich aussichtslos erscheint, die Partei bedürftig und die a nwaltliche Verbeiständung notwendig oder doch geboten ist (Urteil des EVG vom 7. Juli 200 3, U 356/02, E. 3.1; A LEXANDRA RUMO - JUNGO , Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsr echt, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Auflage, Zürich/Basel/ Genf 2003, S. 451 mit Hinweisen auf BGE 100 V 62 E. 3 und 98 V 117 E. 2; vgl. auch U ELI KIESER , ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 61 Rz. 104). Diese Voraussetzungen sind vorliegend gegeben: Die Bedürftigkeit des Versicherten kann gestützt auf die eing ereichten Unterlagen bejaht werden, die Beschwerde kann nicht als aussichtslos bezeichnet werden u nd die anwaltliche Vertretung ist geboten. Der Rechtsvertreter des Versicherten wies in s einer Honorarnote vom 26. November 2014 für das vorliegende Beschwerdeverfahren einen Zeitaufwand von 8,1 Stun- den sowie Auslagen von Fr. 117.-- aus, was umfangmässig n icht zu beanstanden ist. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 in der seit 1. Januar 2014 geltenden Fassung beträgt das Honor ar bei unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 200.-- pro Stunde. Dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ist deshalb für seine Bemü- hungen ein Honorar in der Höhe von Fr. 1‘824.10 (8, 1 Stunden à Fr. 200.-- + Auslagen von Fr. 69.-- zuzüglich 8% Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 10.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a A bs. 1 des Gesetzes über die Or- ganisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 auf merksam gemacht, wonach eine Par- tei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurd e, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständun g im vorliegen- den Verfahren wird dem Rechtsvertreter des Beschwerdefü hrers ein Honorar in Höhe von Fr. 1‘824.10 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwert- steuer) aus der Gerichtskasse entrichtet.