<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2025-03-24-4A_616-2024.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4A_616/2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 24. März 2025</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Kiss, präsidierendes Mitglied, </div> <div class="para">Bundesrichter Denys, </div> <div class="para">Bundesrichterin May Canellas, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Leemann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">vertreten durch </div> <div class="para">Rechtsanwalt Dr. Lucien W. Valloni und </div> <div class="para">Rechtsanwältin Noemi Delli Colli, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. B.________, </div> <div class="para">2. C.________ SRL, </div> <div class="para">beide vertreten durch </div> <div class="para">Rechtsanwalt Alexandre Zen-Ruffinen, Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">internationale Schiedsgerichtsbarkeit, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Schiedsentscheid des </div> <div class="para">Tribunal Arbitral du Sport (TAS) vom 22. Oktober 2024 (CAS 2022/O/9269). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.a.</b> B.________ (Kläger 1, Beschwerdegegner 1) mit Wohnsitz in Frankreich ist ein Spielervermittler und als solcher beim Französischen Fussballverband (FFF) registriert. </div> <div class="para">C.________ SRL (Klägerin 2, Beschwerdegegnerin 2) ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Bukarest, Rumänien. </div> <div class="para">A.________ (Beklagter, Beschwerdeführer) ist ein professioneller Fussballspieler aus der Schweiz. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.b.</b> Am 4. August 2020 unterzeichneten A.________ und B.________, der in seinem eigenen Namen und als Vertreter der C.________ SRL handelte, ein Agency Agreement (nachfolgend: erstes Agency Agreement). Das erste Agency Agreement wurde befristet bis 4. August 2022 abgeschlossen. Damit wurden die Kläger exklusiv als Spielervermittler beauftragt, wobei ihre Provision auf 10 % des Gesamtwerts aller für den Beklagten abgeschlossenen Verträge festgelegt wurde. </div> <div class="para">Zudem enthält das Agency Agreement die folgende Schiedsklausel: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">"Any dispute arising out or in connection with the present Agreement shall be finally settled before the Court of Arbitration for Sport (Lausanne, Switzerland) by one sole arbitrator under the Rules and the Code of Sport-related Arbitration. The language of such arbitration shall be English, and the governing laws shall exclusively be the Swiss Code of Obligations and the Swiss Civil Code, i.e. to the express exclusion of the Loi fédérale sur le service de l'emploi et la location de services (LSE), l'Ordonnance sur le service de l'emploi et la location de services (OSE) and the one of the same day on the 'émoluments, commissions et sûretés en vertu de la loi sur le service de l'emploi (TE-LSE) '." </div> <div class="para">Am 11. Juni 2022 schloss der Beklagte mit den Klägern ein weiteres Agency Agreement mit einer Vertragsdauer von zwei Jahren und im Wesentlichen gleichem Inhalt ab (nachfolgend: zweites Agency Agreement); dieses enthält ebenfalls die zitierte Schiedsklausel. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.c.</b> Am 25. September 2022 kündigte der Beklagte das zweite Agency Agreement. </div> <div class="para">Mit Schreiben vom 26. September 2022 bestritten die Kläger das Vorliegen eines Kündigungsgrunds und warfen dem Beklagten vor, sich seinen vertraglichen Pflichten entziehen zu wollen. </div> <div class="para">Am 28. September 2022 schloss der Beklagte einen neuen Arbeitsvertrag mit dem FC St. Gallen ab, gültig vom 1. September 2022 bis 15. Juni 2026. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para">Am 15. November 2022 leiteten die Kläger beim Tribunal Arbitral du Sport (TAS) ein Schiedsverfahren gegen den Beklagten ein, im Wesentlichen mit dem Antrag, der Beklagte sei zur Zahlung einer vertraglichen Entschädigung von Fr. 207'600.-- sowie 20 % einer allfälligen Vertragsleistung nach Ziffer 7 des abgeschlossenen Arbeitsvertrags zu verpflichten. </div> <div class="para">Der Beklagte bestritt die Zuständigkeit des TAS. Eventualiter beantragte er, die Schiedsklage sei abzuweisen. </div> <div class="para">Am 13. September 2023 fand in Lausanne eine mündliche Verhandlung statt. </div> <div class="para">Mit Schiedsentscheid vom 22. Oktober 2024 erklärte sich das TAS für zuständig und verpflichtete den Beklagten zur Zahlung von Fr. 100'000.-- an die Kläger. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>C.</b> </div> <div class="para">Mit Beschwerde in Zivilsachen beantragt der Beklagte dem Bundesgericht, es sei der Schiedsspruch des TAS vom 22. Oktober 2024 aufzuheben und es sei festzustellen, dass das TAS zur Beurteilung der vorliegenden Streitigkeit nicht zuständig ist. Eventualiter sei der angefochtene Schiedsentscheid aufzuheben und die Sache zu neuer Beurteilung an das Schiedsgericht zurückzuweisen. </div> <div class="para">Die Beschwerdegegner beantragen die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Das Schiedsgericht hat auf eine Vernehmlassung verzichtet. </div> <div class="para">Die Parteien haben repliziert und dupliziert. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>D.</b> </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 22. November 2024 wies das Bundesgericht das Gesuch des Beschwerdeführers um Erteilung der aufschiebenden Wirkung ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Nach <span class="artref">Art. 54 Abs. 1 BGG</span> ergeht der Entscheid des Bundesgerichts in einer Amtssprache, in der Regel in jener des angefochtenen Entscheids. Wurde dieser in einer anderen Sprache abgefasst, bedient sich das Bundesgericht der von den Parteien verwendeten Amtssprache (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-521%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page521">BGE 142 III 521</a> E. 1). Der angefochtene Entscheid ist in englischer Sprache abgefasst. Da es sich dabei nicht um eine Amtssprache handelt, ergeht der Entscheid des Bundesgerichts praxisgemäss in der Sprache der Beschwerde, hier in Deutsch. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Im Bereich der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit ist die Beschwerde in Zivilsachen unter den Voraussetzungen der <span class="artref"><artref id="CH/291/190" type="start"></artref>Art. 190-192 IPRG</span><artref id="CH/291/192" type="end"></artref> zulässig (<span class="artref">Art. 77 Abs. 1 lit. a BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Der Sitz des Schiedsgerichts befindet sich vorliegend in Lausanne. Die Beschwerdegegner hatten im massgebenden Zeitpunkt ihren Wohnsitz bzw. ihren Sitz ausserhalb der Schweiz (<span class="artref">Art. 176 Abs. 1 IPRG</span>). Da die Parteien die Geltung des 12. Kapitels des IPRG nicht ausgeschlossen haben, gelangen die Bestimmungen dieses Kapitels zur Anwendung (<span class="artref">Art. 176 Abs. 2 IPRG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Die Beschwerde im Sinne von <span class="artref">Art. 77 Abs. 1 BGG</span> ist grundsätzlich rein kassatorischer Natur, d.h. sie kann nur zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids führen (vgl. <span class="artref">Art. 77 Abs. 2 BGG</span>, der die Anwendbarkeit von <span class="artref">Art. 107 Abs. 2 BGG</span> ausschliesst, soweit dieser dem Bundesgericht erlaubt, in der Sache selbst zu entscheiden). Soweit der Streit die Zuständigkeit des Schiedsgerichts oder dessen Zusammensetzung betrifft, gilt davon eine dahingehende Ausnahme, dass das Bundesgericht selber die Zuständigkeit oder die Unzuständigkeit des Schiedsgerichts feststellen bzw. über die Ablehnung des betreffenden Schiedsrichters befinden kann (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-III-605%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page605">BGE 136 III 605</a> E. 3.3.4 mit Hinweisen). Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass das Bundesgericht die Sache an das Schiedsgericht zurückweist (Urteile 4A_268/2024 vom 11. Oktober 2024 E. 2.2; 4A_180/2023 vom 24. Juli 2023 E. 2.2; 4A_446/2022 vom 15. Mai 2023 E. 2.2. </div> <div class="para">Die Anträge des Beschwerdeführers sind demnach zulässig. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.3.</b> Zulässig sind allein die Rügen, die in <span class="artref">Art. 190 Abs. 2 IPRG</span> abschliessend aufgezählt sind (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F150-III-280%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page280">BGE 150 III 280</a> E. 4.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F146-III-358%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page358">146 III 358</a> E. 4.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-III-186%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page186">134 III 186</a> E. 5). Nach <span class="artref">Art. 77 Abs. 3 BGG</span> prüft das Bundesgericht nur die Rügen, die in der Beschwerde vorgebracht und begründet worden sind. Diese Bestimmung sieht das Rügeprinzip und damit eine ähnliche Obliegenheit vor wie <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span> für die Rüge der Verletzung von Grundrechten oder von kantonalem und interkantonalem Recht (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F150-III-280%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page280">BGE 150 III 280</a> E. 4.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-III-186%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page186">134 III 186</a> E. 5). Die Anforderungen an die Begründung der Schiedsbeschwerde sind demnach erhöht. Die beschwerdeführende Partei muss einen der abschliessend aufgeführten Beschwerdegründe geltend machen und ausgehend vom angefochtenen Schiedsspruch präzise aufzeigen, inwiefern der geltend gemachte Grund die Gutheissung der Beschwerde rechtfertigen soll (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F150-III-280%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page280">BGE 150 III 280</a> E. 4.1). Appellatorische Kritik ist unzulässig (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F150-III-280%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page280">BGE 150 III 280</a> E. 4.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-III-565%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page565">134 III 565</a> E. 3.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-II-380%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page380">119 II 380</a> E. 3b). </div> <div class="para">Da die Begründung in der Beschwerdeschrift enthalten sein muss, kann die beschwerdeführende Partei nicht auf die Behauptungen, Beweise und Beweisangebote verweisen, die in den Rechtsschriften des Schiedsverfahrens enthalten sind. Ebenso wenig darf die beschwerdeführende Partei die Replik dazu benutzen, tatsächliche oder rechtliche Gründe geltend zu machen, die sie nicht rechtzeitig - d.h. vor Ablauf der nicht erstreckbaren Beschwerdefrist (<span class="artref">Art. 190 Abs. 4 IPRG</span> i.V.m. <span class="artref">Art. 47 Abs. 1 BGG</span>) - vorgebracht hat, oder um nach Fristablauf eine ungenügende Begründung zu ergänzen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F150-III-280%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page280">BGE 150 III 280</a> E. 4.1; Urteil 4A_478/2017 vom 2. Mai 2018 E. 2.2 mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.4.</b> Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den das Schiedsgericht festgestellt hat (<span class="artref">Art. 105 Abs. 1 BGG</span>). Dazu gehören sowohl die Feststellungen über den Lebenssachverhalt, der dem Streitgegenstand zugrunde liegt, als auch jene über den Ablauf des Schiedsverfahrens, also die Feststellungen über den Prozesssachverhalt, zu dem namentlich die Anträge der Parteien, ihre Tatsachenbehauptungen, rechtlichen Erörterungen, Prozesserklärungen und Beweisvorbringen, der Inhalt einer Zeugenaussage, einer Expertise oder die Feststellungen anlässlich eines Augenscheins gehören (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-16%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page16">BGE 140 III 16</a> E. 1.3.1 mit Hinweisen). </div> <div class="para">Das Bundesgericht kann die Sachverhaltsfeststellung des Schiedsgerichts weder berichtigen noch ergänzen, selbst wenn diese offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von <span class="artref">Art. 95 BGG</span> beruht (vgl. <span class="artref">Art. 77 Abs. 2 BGG</span>, der die Anwendbarkeit von <span class="artref">Art. 97 BGG</span> sowie <span class="artref">Art. 105 Abs. 2 BGG</span> ausschliesst). Es überprüft die tatsächlichen Feststellungen des angefochtenen Schiedsentscheids nur, wenn gegenüber diesen Sachverhaltsfeststellungen zulässige Rügen im Sinne von <span class="artref">Art. 190 Abs. 2 IPRG</span> vorgebracht oder ausnahmsweise Noven (<span class="artref">Art. 99 BGG</span>) berücksichtigt werden (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-III-559%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page559">BGE 144 III 559</a> E. 4.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-220%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page220">142 III 220</a> E. 3.1, 239 E. 3.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-477%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page477">140 III 477</a> E. 3.1; je mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer rügt, das Schiedsgericht habe sich zu Unrecht für zuständig erklärt (<span class="artref">Art. 190 Abs. 2 lit. b IPRG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.1.</b> Das Bundesgericht prüft die Zuständigkeitsrüge nach <span class="artref">Art. 190 Abs. 2 lit. b IPRG</span> in rechtlicher Hinsicht frei, einschliesslich materieller Vorfragen, von deren Beantwortung die Zuständigkeit abhängt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F150-III-89%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page89">BGE 150 III 89</a> E. 4.2.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F149-III-131%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page131">149 III 131</a> E. 6.4.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-III-107%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page107">147 III 107</a> E. 3.1.1). Demgegenüber überprüft es die tatsächlichen Feststellungen des angefochtenen Schiedsentscheids auch im Rahmen der Zuständigkeitsrüge nur, wenn gegenüber diesen Sachverhaltsfeststellungen zulässige Rügen im Sinne von <span class="artref">Art. 190 Abs. 2 IPRG</span> vorgebracht oder ausnahmsweise Noven (<span class="artref">Art. 99 BGG</span>) berücksichtigt werden (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F149-III-131%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page131">BGE 149 III 131</a> E. 6.4.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-III-559%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page559">144 III 559</a> E. 4.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-220%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page220">142 III 220</a> E. 3.1, 239 E. 3.1; je mit Hinweisen). </div> <div class="para">Die Gültigkeit einer Schiedsvereinbarung in inhaltlicher Hinsicht beurteilt sich gemäss <span class="artref">Art. 178 Abs. 2 IPRG</span> nach dem von den Parteien gewählten, dem auf die Streitsache, insbesondere dem auf den Hauptvertrag anwendbaren oder dem schweizerischen Recht (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-III-107%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page107">BGE 147 III 107</a> E. 3.1.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-134%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page134">140 III 134</a> E. 3.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F138-III-29%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page29">138 III 29</a> E. 2.2.2). Das Schiedsgericht hat die Gültigkeit der Schiedsklausel nach schweizerischem Recht beurteilt. Dies wird auch vom Beschwerdeführer nicht in Frage gestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.2.</b> Der Beschwerdeführer verkennt den Grundsatz der Bindung des Bundesgerichts an den vom Schiedsgericht festgestellten Sachverhalt (<span class="artref">Art. 105 Abs. 1 BGG</span>), indem er vor Bundesgericht behauptet, die Beschwerdegegner versuchten durch die Rechtswahl sowie die Unterstellung des Vertragsverhältnisses unter die internationale Schiedsgerichtsbarkeit, Schweizer Normen zu umgehen und sich so einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Seine Vorbringen zum angeblichen Wissen und Wollen der Parteien wie auch zu den Verhältnissen auf dem schweizerischen Spielervermittlermarkt lassen sich nicht auf die Sachverhaltsfeststellungen im angefochtenen Entscheid stützen und haben insoweit unbeachtet zu bleiben. </div> <div class="para">Abgesehen davon erhebt der Beschwerdeführer mit seinen Vorwürfen gegenüber den Beschwerdegegnern, diese verstiessen gegen die Bewilligungspflicht nach dem Bundesgesetz vom 6. Oktober 1989 über die Arbeitsvermittlung und den Personalverleih (SR 823.11; Arbeitsvermittlungsgesetz, AVG) und handelten unlauter, keine nach <span class="artref">Art. 190 Abs. 2 IPRG</span> zulässige Rüge. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.3.</b> Der Beschwerdeführer rügt, der vorliegende Streitgegenstand sei nicht schiedsfähig und das TAS habe sich daher zu Unrecht für zuständig erklärt. </div> <div class="para">Er bringt vor, die Regeln der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit (12. Kapitel des IPRG) seien nur anwendbar, weil die Beschwerdegegner im Zeitpunkt des Abschlusses der Schiedsvereinbarung ihren Wohnsitz bzw. Sitz ausserhalb der Schweiz gehabt hätten. Dies sei jedoch nur der Fall, weil die Beschwerdegegner nicht über eine Bewilligung nach <span class="artref"><artref id="CH/823.11/2/4" type="start"></artref><artref id="CH/823.11/2/1" type="start"></artref>Art. 2 Abs. 1 und 4 AVG</span><artref id="CH/823.11/2/4" type="end"></artref><artref id="CH/823.11/4" type="end"></artref> verfügt hätten, womit sie die Bestimmung (<span class="artref">Art. 3 Abs. 1 lit. a AVG</span>) umgangen hätten, nach der in der Schweiz tätige Arbeitsvermittler ihren Sitz in der Schweiz haben müssten. </div> <div class="para">Mit dieser Argumentation verwechselt der Beschwerdeführer normative Vorgaben mit tatsächlichen Verhältnissen. Die von ihm behauptete Missachtung bundesrechtlicher Vorschriften aus dem Arbeitsvermittlungsgesetz hätte zur Folge, dass die Voraussetzungen für die Erteilung einer Betriebsbewilligung nicht erfüllt wären (<span class="artref">Art. 13 Abs. 1 lit. a AVG</span>) oder gegebenenfalls strafrechtliche Sanktionen (<span class="artref">Art. 39 AVG</span>) drohten. Inwiefern sich daraus jedoch ergeben sollte, dass im Hinblick auf die Anwendbarkeit von <span class="artref">Art. 176 Abs. 1 IPRG</span> von einem Wohnsitz bzw. Sitz der Beschwerdegegner im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses in der Schweiz auszugehen wäre, leuchtet nicht ein, zumal die Bestimmung auf einen tatsächlichen und nicht einen hypothetischen Wohnsitz bzw. Sitz abstellt. Der Beschwerdeführer stellt selber nicht in Abrede, dass die Beschwerdegegner im massgebenden Zeitpunkt ihren Wohnsitz bzw. Sitz in Frankreich bzw. Rumänien und damit ausserhalb der Schweiz hatten. Das Schiedsgericht hat daher gestützt auf <span class="artref">Art. 176 Abs. 1 IPRG</span> zutreffend erwogen, die Bestimmungen des 12. Kapitels des IPRG seien im konkreten Fall anwendbar. </div> <div class="para">Damit bestimmt sich die Schiedsfähigkeit der vorliegenden Streitsache nicht wie in der Beschwerde behauptet nach <span class="artref">Art. 354 ZPO</span>, sondern nach <span class="artref">Art. 177 Abs. 1 IPRG</span>. Dass die von den Beschwerdegegnern eingeklagten vertraglichen Ansprüche nach dieser Bestimmung nicht schiedsfähig sein sollen, bringt auch der Beschwerdeführer nicht vor, zumal es sich dabei unbestreitbar um vermögensrechtliche Ansprüche handelt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.4.</b> Dem Beschwerdeführer kann sodann nicht gefolgt werden, wenn er eventualiter geltend macht, die vereinbarte Schiedsklausel sei nichtig. Er behauptet, die Schiedsvereinbarung sei "zweckwidrig zur Umgehung von zwingenden Schutzbestimmungen im Bereich der Arbeitsvermittlung verwendet [worden]", ohne dass sich dieser Vorwurf auf die für das Bundesgericht verbindlichen (<span class="artref">Art. 105 Abs. 1 BGG</span>) Sachverhaltsfeststellungen im angefochtenen Entscheid stützen liesse. </div> <div class="para">Ebenso wenig leuchtet ein, inwiefern die Beschwerdegegner nicht "vertragsfähig" gewesen sein sollen, geschweige denn, weshalb die behauptete Nichtigkeit des Hauptvertrags aufgrund der angeblichen Verletzungen des AVG auch die im Agency Agreement enthaltene Schiedsklausel betroffen haben soll. Der Beschwerdeführer übt mit seinen Vorbringen vielmehr in unzulässiger Weise inhaltliche Kritik am angefochtenen Schiedsentscheid und verkennt den Grundsatz der Autonomie der Schiedsklausel (dazu <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-239%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page239">BGE 142 III 239</a> E. 3.2.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-134%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page134">140 III 134</a> E. 3.3.2; vgl. auch <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F150-III-147%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page147">BGE 150 III 147</a> E. 7.6.1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer macht geltend, das Schiedsgericht habe gegen den materiellen wie auch den formellen Ordre public verstossen (<span class="artref">Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.1.</b> Der Ordre public hat sowohl einen materiellen als auch einen verfahrensrechtlichen Gehalt: </div> <div class="para">Die materiellrechtliche Überprüfung eines internationalen Schiedsentscheids durch das Bundesgericht ist auf die Frage beschränkt, ob der Schiedsspruch mit dem Ordre public vereinbar ist (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-III-331%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page331">BGE 121 III 331</a> E. 3a). Gegen den Ordre public verstösst die materielle Beurteilung eines streitigen Anspruchs nur, wenn sie fundamentale Rechtsgrundsätze verkennt und daher mit der wesentlichen, weitgehend anerkannten Wertordnung schlechthin unvereinbar ist, die nach in der Schweiz herrschender Auffassung Grundlage jeder Rechtsordnung bilden sollte (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-III-120%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page120">BGE 144 III 120</a> E. 5.1). Zu diesen Grundsätzen gehören namentlich die Vertragstreue (pacta sunt servanda), das Rechtsmissbrauchsverbot, der Grundsatz von Treu und Glauben, das Verbot der entschädigungslosen Enteignung, das Diskriminierungsverbot, der Schutz von Handlungsunfähigen und das Verbot übermässiger Bindung (vgl. <span class="artref">Art. 27 Abs. 2 ZGB</span>), wenn diese eine offensichtliche und schwerwiegende Persönlichkeitsverletzung darstellt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-III-120%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page120">BGE 144 III 120</a> E. 5.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F138-III-322%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page322">138 III 322</a> E. 4.1; je mit Hinweisen). </div> <div class="para">Ein Verstoss gegen den verfahrensrechtlichen Ordre public liegt vor bei einer Verletzung von fundamentalen und allgemein anerkannten Verfahrensgrundsätzen, deren Nichtbeachtung zum Rechtsempfinden in einem unerträglichen Widerspruch steht, so dass die Entscheidung als mit der in einem Rechtsstaat geltenden Rechts- und Wertordnung schlechterdings unvereinbar erscheint (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-III-379%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page379">BGE 147 III 379</a> E. 4.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-III-229%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page229">141 III 229</a> E. 3.2.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-278%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page278">140 III 278</a> E. 3.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-III-345%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page345">136 III 345</a> E. 2.1). Eine falsche oder gar willkürliche Anwendung von Prozessvorschriften bedeutet für sich allein noch keine Verletzung des formellen Ordre public. Vielmehr kommt einzig ein Verstoss gegen eine Regel in Betracht, die zur Gewährleistung der Fairness des Verfahrens unerlässlich ist (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F150-III-238%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page238">BGE 150 III 238</a> E. 3.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-III-379%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page379">147 III 379</a> E. 4.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-III-445%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page445">129 III 445</a> E. 4.2.1). </div> <div class="para">Zur Aufhebung des angefochtenen Schiedsentscheids kommt es nur, wenn dieser nicht nur in der Begründung, sondern auch im Ergebnis dem Ordre public widerspricht (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-III-120%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page120">BGE 144 III 120</a> E. 5.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=16.03.2025&amp;to_date=04.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F138-III-322%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page322">138 III 322</a> E. 4.1 und E. 4.3.1/4.3.2; je mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.2.</b> Indem der Beschwerdeführer vorbringt, er werde mit dem angefochtenen Schiedsspruch verpflichtet, "eine Forderung aus einem nichtigen Vertrag an die Beschwerdegegner zu bezahlen", zeigt er keine Verletzung des materiellen Ordre public auf, sondern kritisiert in unzulässiger Weise die schiedsgerichtliche Rechtsanwendung. Er bezeichnet die im Vertrag mit den Beschwerdegegnern getroffene Rechtswahl als unzulässig und rechtsmissbräuchlich, zeigt jedoch nicht auf, welchen fundamentalen und allgemein anerkannten Rechtsgrundsatz hinsichtlich der Zulässigkeit einer zwischen Vertragsparteien erfolgten Rechtswahl das Schiedsgericht verletzt haben soll. Weder mit dem allgemein erhobenen Vorwurf, in der Nichtanwendung zwingender Bestimmungen des Arbeitsvermittlungsgesetzes sei eine Verletzung des Grundsatzes von Treu und Glauben zu erblicken, noch mit dem blossen Hinweis auf den mit dem AVG verfolgten Zweck des Arbeitnehmerschutzes zeigt der Beschwerdeführer eine Verletzung von <span class="artref">Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG</span> auf. Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Ansicht bedeutet der Umstand, dass die vorzeitige Auflösung eines Vertrags eine Schadenersatzpflicht auslöst, zudem keine Ordre public-Widrigkeit. Auch sein Vergleich der auferlegten Schadenersatzzahlung mit Schmiergeld geht an der Sache vorbei, beruft sich der Beschwerdeführer doch in diesem Zusammenhang einmal mehr darauf, der abgeschlossene Vertrag sei nichtig und übt damit lediglich unzulässige inhaltliche Kritik am angefochtenen Entscheid. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.3.</b> Auch der Vorwurf der Verletzung des verfahrensrechtlichen Ordre public zielt ins Leere. </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer bringt vor, das Schiedsgericht habe verschiedene rechtliche Gesichtspunkte zu Unrecht unberücksichtigt gelassen und es sei ihm der in zwingenden Gesetzesbestimmungen vorgesehene Arbeitnehmerschutz im Bereich der Arbeitsvermittlung entzogen worden. Mit seinen Ausführungen übt er einmal mehr unzulässige Kritik an der schiedsgerichtlichen Rechtsanwendung; die Verletzung eines zur Gewährleistung der Fairness des Verfahrens unerlässlichen Grundsatzes zeigt er nicht auf. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird der Beschwerdeführer kosten- und entschädigungspflichtig (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 und <artref id="CH/173.110/68/2" type="start"></artref>Art. 68 Abs. 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/66/1" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 5'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer hat die Beschwerdegegner für das bundesgerichtliche Verfahren mit insgesamt Fr. 6'000.-- zu entschädigen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Tribunal Arbitral du Sport (TAS) schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 24. März 2025 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied: Kiss </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Leemann </div> </div></body></html>