<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00146</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107283&amp;W10_KEY=4467144&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00146</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 27.06.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe: Übernahme der Kosten für Autoreparatur- und Servicearbeiten am Privatwagen<br/><br/>Rechtsgrundlagen und Praxis für die Übernahme von situationsbedingten Leistungen im Allgemeinen und von Autokosten im Besonderen: Ist eine unterstützte Person auf ein Auto angewiesen, sind die entsprechenden Autokosten als Erwerbsunkosten ins Unterstützungsbudget aufzunehmen (E. 2). Der Beschwerdeführer hat nicht nachgewiesen, dass er für seine berufliche Tätigkeit auf ein Auto angewiesen ist. Er muss nämlich heute nicht (mehr) Nachtarbeit leisten, und tagsüber ist der Arbeitsort mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar (E. 3d).<br/>Ausserdem hat die Gemeinde die Sozialhilfe grosszügig bemessen, namentlich situationsbedingte Leistungen im Zusammenhang mit der Erwerbstätigkeit entrichtet, die höher waren, als aufgrund des kleinen Beschäftigungsgrad geschuldet (E. 3e).<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUTOKOSTEN/-SPESEN">AUTOKOSTEN/-SPESEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REPARATURKOSTEN">REPARATURKOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SITUATIONSBEDINGTE LEISTUNGEN">SITUATIONSBEDINGTE LEISTUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SKOS-RICHTLINIEN">SKOS-RICHTLINIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 14 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 15i SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 17 SHV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Auf sein Gesuch vom 9. Oktober 2001 hin unterstÃ¼tzte die Gemeinde X A, ab 1. Dezember 2001 mit wirtschaftlicher Hilfe im Umfang von Fr. 1'955.- monatlich (inkl. KrankenkassenprÃ¤mien). A arbeitete als Taxifahrer bei der Firma C. Anfang Januar 2002 musste er sich offenbar einer Herzoperation unterziehen und war bis Mitte Juni 2002 arbeits­unfÃ¤hig. Ab 17. Juni 2002 konnte er erneut bei seinem Arbeitgeber mit einem Pensum von angeblich 50-60 % arbeiten. Mit Beschluss vom 20. August 2002 legte die FÃ¼rsorgebe­hÃ¶rde X die wirtschaftliche Hilfe fÃ¼r A ab Juli 2002 auf Fr. 1'832.- monatlich fest (zuzÃ¼glich KrankenkassenprÃ¤mien), darin enthalten auf Basis eines 50 %-Arbeitspensums situationsbedingte Leis­tun­gen von insgesamt Fr. 339.-, nÃ¤mlich Erwerbsunkosten (Fr. 125.-), Ver­kehrsauslagen (Fr. 130.- fÃ¼r Arbeitsweg mit dem Auto) und Kosten fÃ¼r auswÃ¤rtige Ver­pflegung (Fr. 84.-). Ein Erwerbseinkommen wurde A nicht angerechnet. Mit Be­schluss vom 9. Dezember 2002 wurde die wirtschaftliche Hilfe mit Fr. 1'832.- monatlich bestÃ¤tigt (zuzÃ¼glich KrankenkassenprÃ¤mien) und A erneut kein Einkommen aus ErwerbstÃ¤tigkeit an­gerechnet, unter dem Vorbehalt, dass er dem Sozialdienst des Bezirks Y den Lohnausweis fÃ¼r das Jahr 2002 einreiche, was er erledigte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Beschluss vom 11. November 2002 lehnte es die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X ab, <br/> Kos­tengutsprache fÃ¼r (bereits ausgefÃ¼hrte) Autoreparatur- und Servicearbei­ten am Privatwagen von A im Total von Fr. 2'021.40 zu Ã¼bernehmen. Dagegen erhob er am 3. Dezember 2002 Rekurs beim Bezirksgericht Y mit dem Begehren, die Gemeinde X solle pauschal Fr. 1'000.- von den Autoreparatur- und Servicekosten Ã¼bernehmen. In der Vernehmlassung vom 12. Febru­ar 2003 beantragte die Gemeinde X die Abweisung des Rekurses. Mit Beschluss vom 1. April 2003 wies der Bezirksrat Y â wohin die Sache zustÃ¤ndigkeitshalber Ã¼ber­wiesen worden war â den Rekurs ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Dagegen erhob A am 18. April 2003 Beschwerde beim Verwaltungs­gericht des Kantons ZÃ¼rich mit dem sinngemÃ¤ss gestellten Antrag, es habe die Gemeinde X 50 % der Autoreparaturkosten zu Ã¼bernehmen, nÃ¤mlich pauschal Fr. 1'000.-. Der Bezirksrat Y verzichtete auf schriftliche Vernehmlassung zur Beschwerde, nicht ohne deren Abweisung zu verlangen, wÃ¤hrend sich die Gemeinde X in der Beschwerdeantwort einlÃ¤sslich vernehmen liess und ebenfalls Abweisung der Beschwerde verlangte. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><a id="Text23"></a><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die Beschwerde gegen einen Beschluss des Bezirksrats ist nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 [VRG] zulÃ¤s­sig. Die Berechtigung des BeschwerdefÃ¼hrers zur Beschwerde ergibt sich aus seiner di­rek­­­ten Betroffenheit durch den angefochtenen Beschluss (§ 70 in Verbindung mit § 21 lit. a VRG). Da auch die Ã¼brigen Voraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf das Rechtsmittel einzutre­ten. Angesichts des im Streit liegenden Betrags ist der Einzelrichter zum Entscheid berufen (§ 38 Abs. 2 VRG); ein Fall von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung liegt nicht vor (§ 38 Abs. 3 VRG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) In der BegrÃ¼ndung bringt der BeschwerdefÃ¼hrer vor, die Beschwerdegegnerin hal­­te sich nicht an die in der neuen Bundesverfassung statuierte Existenzsicherung bedÃ¼rfti­­ger Personen, indem sie ihm die persÃ¶nliche Pauschale (Grundbetrag I) auf Fr. 788.- gekÃ¼rzt habe und an die Miete bloss Fr. 620.- statt Fr. 835.- bezahle. Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer damit die Berechnung der FÃ¼rsorgeleistungen in Frage stellen will, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten, da dies nicht Gegenstand des Beschwerdeverfahrens bildet. Im Ãbrigen hÃ¤tte es dem BeschwerdefÃ¼hrer lÃ¤ngst offengestanden, die beanstandeten BetrÃ¤ge anzufechten, wurden diese doch schon in den BeschlÃ¼ssen der Beschwerdegeg­nerin vom 9. Dezember 2002 und vom 20. August 2002 in dieser HÃ¶he festgelegt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Vorliegend geht es insofern um die Festlegung der wirtschaftlichen Hilfe nach den §§ 14 und 15 Abs. 1 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG), als eine sogenann­te situationsbedingte Leistung gemÃ¤ss den Richtlinien der Schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien) in Frage steht (vgl. auch § 17 der Verordnung zum Sozi­­alhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 [SHV]). Die Aufwendungen fÃ¼r situationsbedingte Leistungen werden im individuellen UnterstÃ¼tzungsbudget berÃ¼cksichtigt, sofern sie in ei­nem sinnvollen VerhÃ¤ltnis zum erzielten Nutzen stehen. Massgebend ist, ob die SelbstÃ¤ndig­­keit und soziale Einbettung einer unterstÃ¼tzten Person erhalten bzw. gefÃ¶rdert wird, oder ob grÃ¶sserer Schaden abgewendet werden kann (vgl. SKOS-Richtlinien, Kapitel C.1).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ist eine unterstÃ¼tzte Person auf ein Auto fÃ¼r den Arbeitsweg angewiesen, sind die ent­sprechenden Autokosten als Erwerbsunkosten ins UnterstÃ¼tzungsbudget aufzunehmen (Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuch, herausgegeben von der Abteilung Ãffentliche Sozialhilfe des Sozialamts des Kantons ZÃ¼rich, ZÃ¼rich 1994, Ziffer. 2.5.1/§ 15 SHG/II S. 4, Januar 2003). Auf ein Auto angewiesen ist die unterstÃ¼tzte Person dann, wenn das Fahrziel nicht auf zumutbare Weise mit den Ã¶ffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden kann (SKOS-Richtlinien, Kapitel C.3), wovon die Beschwerdegegnerin mindestens bei der Festlegung der wirtschaftlichen Hilfe jeweils ausgegangen ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt vor, seine Arbeitsweise sei stark vom gesundheitlichen Zustand und der VerfÃ¼gbarkeit eines Taxi-Fahrzeugs abhÃ¤ngig. Er arbeite pro Woche etwa 24 Stunden. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation sei der Umsatz im Taxi-Gewerbe massiv eingebrochen. Da er teilweise auch NachteinsÃ¤tze fahre, sei er jedoch auf ein Fahrzeug angewiesen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerdegegnerin war im Entscheid vom 11. November 2002 noch davon ausgegangen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r seine ErwerbstÃ¤tigkeit kein Auto benÃ¶tige, denn der letzte Lohn aus der ErwerbstÃ¤tigkeit sei im Juli 2002 eingegangen. Al­lerdings ging dieselbe BehÃ¶rde bereits bei der Festlegung der wirtschaftlichen Hilfe im Be­schluss vom 9. Dezember 2002 davon aus, dass der BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r seine Erwerbsarbeit auf ein Auto angewiesen sei, wobei er dieses nur fÃ¼r den Weg zur Arbeit benÃ¶tigt. FÃ¼r die Arbeit als Taxifahrer wird ihm seinen Angaben zufolge ein Wagen zur VerfÃ¼gung gestellt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Es trifft nicht zu, dass im Juli 2002 der letzte Lohn des BeschwerdefÃ¼hrers einging. Aus den verschiedenen bei den Rekursakten liegenden Lohnabrechnungen lassen sich die Einnahmen des BeschwerdefÃ¼hrers â es stehen ihm jeweils 50 % der Gesamteinnahmen nach Abzug der SozialabzÃ¼ge zu â wie folgt festhalten:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>[Juni 2002 Fr. 730.10 ]</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>[Juli 2002 Fr. 450.-- ]</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>August 2002 Fr. 416.20 </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>September 2002 Fr. 1'106.35 </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Oktober 2002 Fr. 740.20 </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>November 2002 Fr. 802.90 </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Dezember 2002 Fr. 835.25 </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Total (ohne Juni/Juli 2002) Fr. 3'900.90</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerdegegnerin ging im Entscheid vom 11. November 2002 demnach von fal­schen Voraussetzungen aus. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Rekursinstanz ihrerseits vermochte aufgrund der erwÃ¤hnten Lohnabrechnungen nicht festzustellen, zu welchem BeschÃ¤ftigungsgrad der BeschwerdefÃ¼hrer eigentlich an­­gestellt war. Dass ihm 50 % des Umsatzes (nach Abzug der Sozialleistungen) zustehen, sagt nichts Ã¼ber das Arbeitspensum aus. Aufgrund des erzielten Einkommens ging die Vor­instanz von einem weit geringeren Arbeitspensum als von 50 % aus und bezweifelte, dass der BeschwerdefÃ¼hrer teilweise auch nachts zu arbeiten habe. Wegen der dem BeschwerdefÃ¼hrer von der Beschwerdegegnerin dennoch erbrachten situationsbedingten Leistungen, ins­­besondere auch fÃ¼r die Kosten des Arbeitswegs, verneinte die Vorinstanz einen Anspruch auf Ãbernahme der Autoreparaturkosten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die Fragen nach dem Arbeitspensum und der Nachtarbeit des BeschwerdefÃ¼hrers lassen sich inzwischen weitgehend beantworten. Nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer im Mai 2003 geltend gemacht hatte, nicht mehr zu arbeiten, weil sein Auto fahruntÃ¼chtig und ihm wegen hÃ¤ufiger Nachtarbeit die BenÃ¼tzung der Ã¶ffentlichen Verkehrsmittel nicht mÃ¶glich sei, holte der Sozialdienst des Bezirks Y beim Arbeitgeber am 7. Mai 2003 eine Aus­kunft ein. GemÃ¤ss dem Arbeitgeber des BeschwerdefÃ¼hrers arbeitete dieser mit Ausnahme einer Woche Abwesenheit auch nach dem 1. April 2003 bei ihm. Dessen Ar­beitspensum erreiche jedoch nicht 50 %, sondern der BeschwerdefÃ¼hrer arbeite bloss 1-2 Tage pro Woche, Ã¼blicher­weise von 06.00 bis 18.00 Uhr. Nachtdienst habe er nur ganz sel­ten. Im Ãbrigen kÃ¶nnte er sein Pensum steigern, wolle dies aber nicht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GrundsÃ¤tzlich ist fÃ¼r den Rechtsmittelentscheid die Sachlage massgebend, wie sie zur Zeit des Erlasses der erstinstanzlichen VerfÃ¼gung bestand. Das Verwaltungsgericht lehnt es daher im Allgemeinen ab, neu eingetretene Tatsachen zu berÃ¼cksichtigen. Wo hingegen wichtige prozessÃ¶konomische GrÃ¼nde dafÃ¼r sprechen, der Streitgegenstand nicht ver­Ã¤ndert wird und keine neuen Ermessensfragen aufgeworfen werden, muss die BerÃ¼cksich­tigung neu eingetretener Tatsachen berÃ¼cksichtigt werden (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/ Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 52 N. 16 f.). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gerade weil der BeschwerdefÃ¼hrer angegeben hatte, seit 1. April 2003 nicht mehr zu arbeiten, war die Anfrage beim Arbeitgeber notwendig geworden. Zudem bestanden nach einem heftigen Auftritt des BeschwerdefÃ¼hrers beim Sozialdienst des Bezirks Y gewisse Zweifel darÃ¼ber, ob er Ã¼ber seine VerhÃ¤ltnisse wahrheitsgemÃ¤ss Auskunft gebe, wie dies das Gesetz vorschreibt (§ 18 Abs. 1 SHG, § 28 SHV). Im Schreiben vom 13. Mai 2003 bestÃ¤tigte er denn auch seine Absenz vom Arbeitsplatz wegen seines defekten Autos, derweil sein Arbeitgeber gleichentags die eingangs erwÃ¤hnten AuskÃ¼nfte erteilte. Diese sind aus prozessÃ¶konomischen GrÃ¼nden als neue Tatsachen zu berÃ¼cksichtigen, kann doch damit eine wesentliche ErgÃ¤nzung des Sachverhalts ohne Weiterungen des Verfahrens â ins­besondere ohne RÃ¼ckweisung zur VervollstÃ¤ndigung des Sachverhalts â gewÃ¼rdigt werden. Die Beschwerdegegnerin nahm in der Beschwer­deantwort ebenfalls bereits Bezug auf diese UmstÃ¤nde. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Der BeschwerdefÃ¼hrer hat nicht nachgewiesen, dass er fÃ¼r den Weg zur Arbeit am Tag auf sein Privatauto angewiesen ist. In der Beschwerdeschrift begrÃ¼ndet er die Notwendigkeit eines eigenen Fahrzeugs mit der Fahrt zu NachteinsÃ¤tzen als Taxifahrer. Wie aus der BestÃ¤tigung des Arbeitgebers hervorgeht, wird der BeschwerdefÃ¼h­rer indessen nur ganz selten fÃ¼r NachteinsÃ¤tze eingesetzt. Aus den vom BeschwerdefÃ¼hrer eingelegten Unterlagen geht zwar hervor, dass er im MÃ¤rz 2003 dreimal Nacht­einsÃ¤tze fuhr, seither sind keine solchen mehr belegt. Selbst wenn er aber regelmÃ¤s­sig nachts eingesetzt wÃ¼rde, geht aus der Auskunft des Arbeitgebers weder hervor, dass der BeschwerdefÃ¼hrer NachteinsÃ¤tze fahren <i>mÃ¼sste</i>, noch, dass er sein Pensum nur Ã¼ber Nacht­ein­sÃ¤tze erhÃ¶hen kÃ¶nnte. Das macht der BeschwerdefÃ¼hrer auch nicht geltend. Da er gemÃ¤ss seinen Unterlagen im MÃ¤rz 2003 jeweils zwischen 07.00 und 07.30 Uhr mit der Arbeit begann, standen ihm zudem fÃ¼r den Arbeitsweg die Ã¶ffentlichen Verkehrsmittel zur Ver­fÃ¼gung (erste Verbindung Wohnort ab 06.08, Ankunft am Arbeitsort 07.23 Uhr). Es wÃ¤re ihm daher ohne Weiteres mÃ¶glich ge­wesen, ohne seinen Privatwagen zur Arbeit zu fahren. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Selbst wenn es aber anders wÃ¤re, ist zu bedenken, dass die Beschwerdegegnerin einerseits situationsbedingte Leistungen fÃ¼r ein 50 %-Arbeitspensum im UnterstÃ¼tzungsbudget des BeschwerdefÃ¼hrers berÃ¼cksichtigte, nÃ¤mlich Fr. 130.- fÃ¼r den Arbeitsweg und Fr. 125.- (hÃ¤lftige) Erwerbsunkostenpauschale, obwohl der BeschwerdefÃ¼hrer nur 1-2 Tage pro Woche arbeitet. Anderseits verzichtete sie angesichts der unregelmÃ¤ssigen EinkÃ¼nfte aus der Arbeit als Taxifahrer darauf, ihm Ã¼berhaupt ein Erwerbseinkommen anzurechnen. Dieses stand ihm daher zur freien VerfÃ¼gung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Rechnungen fÃ¼r Service- und Reparaturarbeiten an seinem Fahrzeug stammen vom 16. und 17. Oktober 2002. Allein die Einnahmen von August, September und Oktober 2002 (total Fr. 2'262.75) hÃ¤tten zur Begleichung dieser Rechnung lÃ¤ngst ausgereicht. Im No­vember 2002 kamen weitere Fr. 802.90 hinzu (vorn E. 3a). Dieses Geld stand dem BeschwerdefÃ¼hrer zur freien VerfÃ¼gung, wurde doch die geleistete wirtschaftliche Hilfe ohne Anrechnung seines Einkommens festgelegt und ermÃ¶glichte sie die Bestreitung des Alltags in finanzieller Sicht. Selbst wenn der BeschwerdefÃ¼hrer auf ein Privatfahrzeug fÃ¼r den Weg zur Arbeit angewiesen (gewesen) wÃ¤re, hÃ¤tte er demnach die angefallenen Unterhalts­kosten aus seinem Einkommen begleichen kÃ¶nnen. Der BeschwerdefÃ¼hrer scheint zu Ã¼bersehen, dass als Einkommen grundsÃ¤tzlich das ganze verfÃ¼gbare Einkommen angerechnet wird und materielle Anreize insofern gesetzt werden kÃ¶nnen, als beispielsweise Erwerbs­un­kosten anerkannt werden (SKOS-Richtlinien, Kapitel E. 1.1+2). Mit der Nichtanrech­nung seines Einkommens oder wenigstens eines Teils davon <i>und</i> der Anerkennung von Er­werbsunkosten wurde er von der Beschwerdegegnerin recht grosszÃ¼gig behandelt. Es er­scheint daher ohne weiteres angemessen und durchaus zumutbar, den BeschwerdefÃ¼hrer zur Bezahlung der Reparatur- und Servicekosten auf sein bisher nicht berÃ¼cksichtigtes Erwerbseinkommen zu verweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Unter diesen UmstÃ¤nden ist die Beschwerde abzuweisen. Es erÃ¼brigt sich daher zu prÃ¼fen, welche der Service- und Reparaturarbeiten notwendig waren und welche nicht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Bei diesem Ausgang hat der BeschwerdefÃ¼hrer die Kosten des Verfahrens zu tragen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). EntschÃ¤digungen sind keine zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a></span><span>entscheidet</span><span> der Einzelrichter:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. --.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. --.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. --.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4.<span> </span></span><span>Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>