<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00057</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107397&amp;W10_KEY=13013572&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00057</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 27.08.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung und Vollzugsanordnung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verhältnismässigkeit der Vollzugsanordnung, die gemäss den Feuerpolizeivorschriften zu schmalen Türen zu verbreitern. Anfechtung von Vollzugsanordnungen (E. 1). Voraussetzungen des Verzichts auf Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands nach § 341 PGB (E. 3). Offenlassen der Frage, ob die Vorinstanz den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt hat, weil jedenfalls die Voraussetzungen einer Heilung durch das Verwaltungsgericht gegeben sind. Das Novenverbot von § 52 Abs. 2 VRG schliesst eine Heilung nicht aus (E. 4a-d). Das Verhalten der Feuerpolizei stellt keine Genehmigung oder Duldung des rechtswidrigen Zustands und somit keine Vertrauensgrundlage dar (E. 4d). Die Abweichung vom gebotenen Mass (Türbreiten von 80 statt 90 cm) ist nicht unbedeutend. Der Schutz von Leib und Leben durch die Verbesserung des Brandschutzes überwiegt die privaten (namentlich finanziellen und betrieblichen) Interessen der Beschwerdeführerin an der Beibehaltung des rechtswidrigen Zustands (E. 5). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABWEICHUNG">ABWEICHUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BESTANDESGARANTIE">BESTANDESGARANTIE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BRANDSCHUTZ">BRANDSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DULDUNG">DULDUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FEUERPOLIZEI">FEUERPOLIZEI</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: FEUERPOLIZEI UND GEBÃUDEVERSICHERUNG">FEUERPOLIZEI UND GEBÃUDEVERSICHERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FLUCHTWEG">FLUCHTWEG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GUTER GLAUBE">GUTER GLAUBE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HEILUNG">HEILUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NEUE TATSACHENBEHAUPTUNG">NEUE TATSACHENBEHAUPTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NOVENVERBOT">NOVENVERBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTMÃSSIGER ZUSTAND">RECHTMÃSSIGER ZUSTAND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Artikel 8, 9, 29 ff BV ST: TREU UND GLAUBEN">TREU UND GLAUBEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TÃRBREITE">TÃRBREITE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSGRUNDLAGE">VERTRAUENSGRUNDLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSSCHUTZ">VERTRAUENSSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VOLLZUGSANORDNUNG">VOLLZUGSANORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERHERSTELLUNG">WIEDERHERSTELLUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 44 lit. II BrandschutzV</span><br/><span class="gerade">§ 45 lit. Ia BrandschutzV</span><br/><span class="ungerade">Art. 29 lit. II BV</span><br/><span class="gerade">§ 341 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 31 lit. II VRG</span><br/><span class="gerade">§ 52 lit. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Mit Entscheid vom 31. MÃ¤rz 2000 erteilte die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich unter einem Vorbehalt sowie Bedingungen und Auflagen die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r eine GeschÃ¤fts- und WohnÃ¼berbauung. Namentlich wurde in Dispositiv-Zif­fer II.B.74.k die Auflage festgehalten, die Fluchtwege seien im Einvernehmen mit der stÃ¤dtischen Feuerpolizei und gemÃ¤ss der Brandschutzrichtlinie "Fluchtwege" der kantonalen Feuerpolizei vom 14. Oktober 1994 zu erstellen. Diese Auflage gilt auch fÃ¼r die Plan­Ã¤nderungen, welche die Bausektion am 30. August 2000 genehmigte. Nachdem bei der Baukontrolle vom 17. Juni 2002 bemÃ¤ngelt worden war, dass die zulÃ¤ssigen minimalen TÃ¼rbreiten unterschritten worden waren, verfÃ¼gte die Feuerpolizei der Stadt ZÃ¼rich am 5. Au­gust 2002, die Auflage nach Dispositiv-Ziffer II.B.74.k der baurechtlichen Bewilligung sei bis zum 31. Oktober 2002 zu erfÃ¼llen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Mit Rekurs vom 5. September 2002 liess die Bauherrin A bei der Baurekurs­kommission I die Aufhebung der VerfÃ¼gung vom 5. August 2002 beantragen. Sie machte im Wesentlichen geltend, die angefochtene VerfÃ¼gung sei unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig. Die Baurekurskommission I wies den Rekurs mit Entscheid vom 9. Januar 2003 ab.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Hiergegen liess A am 14. Februar 2003 Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben und beantragen, die VerfÃ¼gung der Feuerpolizei der Stadt ZÃ¼rich sowie den Entscheid den Baurekurskommission I aufzuheben, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Beschwerdegegners. Sie begrÃ¼ndete dies im Wesentlichen wiederum damit, dass die VerfÃ¼gung vom 5. August 2002 unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig sei. Der Rekursentscheid sei jedoch bereits aufgrund des Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r aufzuheben, weil die Baurekurskommission I sich nicht zu der im Rekurs vorgebrachten RÃ¼ge der Verletzung des Vertrauensgrundsatzes geÃ¤ussert habe.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Baurekurskommission I und der Beschwerdegegner beantragten in der Vernehmlassung bzw. Beschwerdeantwort Abweisung der Beschwerde. Der Beschwerdegegner verlangte zudem eine ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Vorab ist zu prÃ¼fen, inwieweit die VerfÃ¼gung vom 5. August 2002, gegen die sich die vorliegende Beschwerde richtet, anfechtbar ist. Diese VerfÃ¼gung enthÃ¤lt die Verpflichtung zur (teilweisen) Herstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands gemÃ¤ss der Baubewilligung vom 31. MÃ¤rz 2000 (bzw. 30. August 2000), ohne dass diese materiell neu geprÃ¼ft worden wÃ¤re. Die Bezeichnung derartiger Vollzugsanordnungen in Literatur und Praxis ist uneinheitlich (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Mar­tin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 30 N. 52 mit Hinweis; Magdalena Ruoss Fierz, Massnahmen gegen illegales Bauen, ZÃ¼rich 1999, S. 206; VGr, 5. De­zember 2002, VB.2002.00307, E. 2a, 6. Juli 2000, VB.2000.00146, E. 3 [beide unter www.vgrzh.ch]). UnabhÃ¤ngig davon ist die VerfÃ¼gung vom 5. August 2002 â entsprechend einer Vollstre­ckungsverfÃ¼gung im VerhÃ¤ltnis zur SachverfÃ¼gung â insoweit grundsÃ¤tzlich nicht anfechtbar, als sie die rechtskrÃ¤ftigen Baubewilligungen lediglich wiederholt (RB 1985 Nr. 13). Sie kann umgekehrt insofern angefochten werden, als MÃ¤ngel vorgebracht werden kÃ¶nnen, die in ihr selber begrÃ¼ndet sind (vgl. RB 1990 Nr. 16; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 30 N. 57 ff. mit Hinweisen).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt vor, die VerfÃ¼gung vom 5. August 2002 widerspreche den GrundsÃ¤tzen der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit und des Vertrauensschutzes, indem sie die (teilweise) ErfÃ¼llung der in Dispositiv-Ziffer II.B.74.k der Baubewilligung festgehaltenen Auflage verlange. Die Beschwerde wendet sich â gestÃ¼tzt auf Tatsachen, die nach der Erteilung der Baubewilligung eingetreten sind â einzig gegen den Vollzug der fraglichen Auflage, wÃ¤hrend sie deren RechtmÃ¤ssigkeit nicht in Frage stellt. Damit werden MÃ¤ngel behauptet, die in der VerfÃ¼gung vom 5. August 2002 selbst begrÃ¼ndet sind. Deren Anfechtung mit der vorliegenden Beschwerde ist demnach zulÃ¤ssig.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen gegeben sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. Der Wortlaut der angefochtenen VerfÃ¼gung ist zu weit: Ihre Dispositiv-Ziffer I in Verbindung mit ihrer ErwÃ¤gung 1 ("Vorbemerkungen") verlangt die vollstÃ¤ndige ErfÃ¼llung der Auflage gemÃ¤ss Dispositiv-Ziffer II.B.74.k der Baubewilligung. Wie sich aus ErwÃ¤gung 2 der VerfÃ¼gung ("Sachverhalt") ergibt, verlangte jedoch die kantonale Feuerpolizei am 25. Juni 2002 anlÃ¤sslich der Besichtigung vor Ort nur die Ãnderung jener TÃ¼ren auf 90 cm Durchgangsbreite, die zu BÃ¼rorÃ¤umen mit GrundflÃ¤chen von Ã¼ber 30 m<sup>2</sup> und zu RÃ¤umen mit einer (mÃ¶glichen) Belegung durch mehr als sechs Personen fÃ¼hren. In seiner Rekursantwort stimmte der Beschwerdegegner den entsprechenden Bemerkungen in der Rekursschrift insoweit zu und ergÃ¤nzte, anzupassen seien demnach 24 TÃ¼ren. Hiervon ging auch die Vorinstanz aus. Ungeachtet der zu weiten Formulierung des Dispositivs der angefochtenen VerfÃ¼gung ist somit nur die Anpassung jener TÃ¼ren strittig, die zu BÃ¼rorÃ¤umen mit GrundflÃ¤chen von Ã¼ber 30 m<sup>2</sup> oder zu RÃ¤umen mit einer mÃ¶glichen Belegung durch mehr als sechs Personen fÃ¼hren. Betroffen sind 24 Sitzungszimmer.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Die BeschwerdefÃ¼hrerin anerkennt, dass die streitigen Abweichungen von der Baubewilligung nicht rechtskonform sind. Sie macht jedoch geltend, die Vollzugsanordnung sei unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Nach § 341 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) hat die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde den rechtmÃ¤ssigen Zustand herbeizufÃ¼hren. GemÃ¤ss Dispositiv-Ziffer II.B.74.k der Baubewilligung vom 31. MÃ¤rz 2000 waren die Flucht­wege gemÃ¤ss der Brandschutzrichtlinie "Fluchtwege" zu erstellen. Als Fluchtweg gilt nach Ziff. 2 dieser Richtlinie der kÃ¼rzeste Weg, der Personen zur VerfÃ¼gung steht, um von einer beliebigen Stelle im GebÃ¤ude ins Freie zu gelangen; als Bestandteile des Fluchtwegs werden ausdrÃ¼cklich die RaumausgÃ¤nge genannt. Nach Ziff. 3.2.5 Abs. 2 der Richtlinie betrÃ¤gt das Lichtmass der TÃ¼ren mindestens 90 cm. Laut Ziff. 3.2.6 der Richtlinie ist fÃ¼r RÃ¤ume mit einer mÃ¶glichen Personenbelegung von bis zu 50 Personen mindestens ein Ausgang mit 90 cm Breite vorzusehen; fÃ¼r RÃ¤ume mit einer grÃ¶sseren mÃ¶glichen Belegung werden hÃ¶here Anforderungen aufgestellt. Die Richtlinie Ã¼bernimmt damit die Vorschriften von §§ 44 f. der Verordnung Ã¼ber den baulichen Brandschutz vom 18. August 1993 (BrandschutzV). Ein Ermessensspielraum fÃ¼r Abweichungen nach unten besteht nicht, was die BeschwerdefÃ¼hrerin im Ãbrigen mittlerweile anerkennt. Die beanstandeten TÃ¼ren sind demnach aufgrund ihrer Breite von nur 80 cm nicht rechtskonform und somit laut § 341 PBG grundsÃ¤tzlich zu Ã¤ndern.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) § 341 PBG ist nach dem Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit auszulegen. Zwar verlangt die Bestimmung ihrem Wortlaut entsprechend ohne Vorbehalt, also in allen FÃ¤llen, die Anordnung der Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands. Ein Ermessen, ob die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde tÃ¤tig werden oder ob sie die Sache auf sich beruhen lassen soll, besteht damit grundsÃ¤tzlich nicht (VGr, 13. April 2000, VB.2000.00033, E. 3a, www.vgrzh.ch; Christian MÃ¤der, Das Baubewilligungsverfahren, ZÃ¼rich 1991, N. 665; FranÃ§ois Ruckstuhl, Ãffentlich­recht­liche BaumÃ¤ngel, in: Peter MÃ¼nch/Peter Karlen/Tho­mas Geiser [Hrsg.], Beraten und Prozes­sieren in Bau­sachen, Basel/Genf/MÃ¼nchen 1998, S. 563 ff., Rz. 14.63). Gleichwohl ist ein Abbruch oder eine Ãnderung von GebÃ¤udeteilen unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig, wenn die Abweichung vom gesetzmÃ¤ssigen Zustand geringfÃ¼gig und ohne Bedeutung fÃ¼r das Ã¶ffentliche Interesse ist. Liegt eine bedeuten­dere Abweichung von den materiellen Bauvorschrif­ten vor, kann der Verzicht auf den Abbruch oder die Ãnderung einzig vom Vertrauensschutz nahegelegt werden (RB 1985 Nr. 118 = BEZ 1986 Nr. 22; KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 30 N. 54, mit zahlreichen Hinweisen). In diesem Zusammenhang ist zunÃ¤chst auf die RÃ¼ge der BeschwerdefÃ¼hrerin einzugehen, die Vorinstanz habe ihren Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r verletzt, indem sie das Vorbringen Ã¼bergangen habe, es liege ein Vertrauens­tatbestand vor.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hatte im Rekurs vorgebracht, der Beschwerdegegner habe bereits wÃ¤hrend der Bauphase mehrere Kontrollen vorgenommen und die AusfÃ¼hrung der TÃ¼ren selbst dann noch nicht beanstandet, als die Zargen bereits eingebaut gewesen seien. Erst ungefÃ¤hr einen Monat vor dem Bezug habe sich der Beschwerdegegner an der Breite der TÃ¼ren gestossen. In der Rekursantwort war das Vorliegen eines Vertrauenstatbestands sinngemÃ¤ss verneint worden. Die Vorinstanz hat diesen Punkt in ihrem Entscheid nicht ausdrÃ¼cklich erwÃ¤hnt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Aus dem Ãusserungsrecht der Parteien folgt deren Anspruch, dass sich die BehÃ¶rde mit rechtserheblichen Vorbringen und Argumenten auseinandersetzt. Ob die BehÃ¶rde ihrer PrÃ¼fungspflicht hinreichend nachgekommen ist, ergibt sich in der Regel aus der BegrÃ¼ndung des Entscheids. Es brauchen allerdings nicht alle Vorbringen im Entscheid abgehandelt zu werden; die BegrÃ¼ndung darf sich auf jene Aspekte beschrÃ¤nken, die von der BehÃ¶rde willkÃ¼rfrei als wesentlich betrachtet werden, wobei wenigstens ersichtlich sein muss, weshalb die BehÃ¶rde die weitern vorgebrachten Ãusserungen und Einwendungen fÃ¼r nicht erheblich, unrichtig oder unzulÃ¤ssig gehalten hat (Michele Albertini, Der verfassungs­mÃ¤s­sige Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r im Verwaltungsverfahren des moder­nen Staates, Bern 2000, S. 369; BGr, 21. Dezember 1992, ZBl 94/1993, S. 316 E. 2a S. 318).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Die Vorinstanz hat in ihre ErwÃ¤gungen standardisierte Formulierungen zur Gut- bzw. BÃ¶sglÃ¤ubigkeit von Bauherrschaften aufgenommen. Sie hat sodann im Rahmen der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung ausgefÃ¼hrt: "Das gewichtige Ã¶ffentliche Interesse des Schutzes von Leib und Leben geniesst dabei klaren Vorrang, der <i>jedes weitere Interesse </i>der Rekurrentin in den Hintergrund treten lÃ¤sst". Darin kÃ¶nnte eine implizite Verneinung der Massgeblichkeit des geltend gemachten Vertrauenstatbestands gesehen werden. Ob hier dennoch eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r vorliegt, kann jedoch offen gelassen werden, wie sich aus den folgenden ErwÃ¤gungen ergibt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Trotz der formellen Natur des Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r kann dessen Verletzung geheilt werden, wenn sie nicht besonders schwer wiegt und die unterlassene GehÃ¶rsgewÃ¤hrung in einem Rechtsmittelverfahren nachgeholt wird, welches eine PrÃ¼fung im gleichen Umfang wie durch die Vorinstanz gestattet (vgl. etwa BGE 126 I 68 E. 2, 126 V 130 E. 2b, 124 II 132 E. 2d). Dies gilt vor allem dann, wenn eine RÃ¼ckweisung der Sache zur Ge­wÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs lediglich einen formalistischen Leerlauf darstellt und zu einer unnÃ¶tigen VerfahrensverlÃ¤ngerung fÃ¼hren wÃ¼rde (Albertini, S. 459; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 8 N. 49). Zwar ist die Heilung von GehÃ¶rsverletzungen nur mit ZurÃ¼ckhaltung anzunehmen; dass eine solche Verletzung ohne jede Ausnahme nur von der fehlbaren Instanz behoben werden dÃ¼rfte, widersprÃ¤che aber gewichtigen Anliegen der Verfahrens­Ã¶konomie. Vielmehr ist der Entscheid Ã¼ber RÃ¼ckwei­sung oder Heilung im Einzelfall aufgrund der konkreten Interessenlage zu treffen (RB 1995 Nr. 23).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Bei der Frage, ob ein Vertrauenstatbestand gegeben ist, handelt es sich um eine vom Verwaltungsgericht frei zu Ã¼berprÃ¼fende Rechtsfrage. § 52 Abs. 2 VRG, wonach neue tatsÃ¤chliche Behauptungen vor Verwaltungsgericht nur soweit geltend gemacht werden kÃ¶n­nen, als es durch die angefochtene Anordnung notwendig geworden ist, beschrÃ¤nkt zwar die Kognition des Verwaltungsgerichts auf die PrÃ¼fung jener Sachverhaltselemente, die auch der Vorinstanz zur Beurteilung vorlagen. Damit wird aber die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts gegenÃ¼ber derjenigen der Vorinstanz nicht eingeengt. § 52 Abs. 2 VRG schliesst deshalb eine Heilung durch das Verwaltungsgericht nicht aus.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">aa) ZulÃ¤ssig ist, dass beide Parteien zur Frage einer allfÃ¤lligen Vertrauensgrundlage vor Verwaltungsgericht neue Beweismittel eingereicht haben (§ 52 Abs. 1 VRG). Wie sich aus den folgenden ErwÃ¤gungen ergibt, kann sodann offen bleiben, ob einzelne Vorbringen der BeschwerdefÃ¼hrerin vor Verwaltungsgericht nicht grundsÃ¤tzlich unzulÃ¤ssige neue tatsÃ¤chliche Behauptungen im Sinn von § 52 Abs. 2 VRG darstellen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">bb) Mit dem Verweis auf die Brandschutzrichtlinie "Fluchtwege" enthÃ¤lt Dispositiv-Ziffer II.B.74.k der Baubewilligung vom 31. MÃ¤rz 2000 eine unzweideutige individuell-konkrete Anordnung, mindestens 90 cm breite TÃ¼ren einzubauen. Ein allfÃ¤lliger guter Glaube der BeschwerdefÃ¼hrerin, der Einbau von nur 80 cm breiten TÃ¼ren sei rechtmÃ¤ssig oder werde zumindest geduldet, hÃ¤tte sich demzufolge aus dem spÃ¤teren Verhalten der jeweils zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden ergeben mÃ¼ssen. Ein Verstoss gegen das Vertrauensprinzip kann etwa angenommen werden, wenn die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde durch schlÃ¼ssiges Verhalten der Bauherrschaft zu verstehen gibt, dass diese sich ordnungsgemÃ¤ss verhalte, so namentlich, wenn sie in voller Kenntnis die Bauarbeiten zulÃ¤sst und hinterher den Abbruch verfÃ¼gt. Die blosse UntÃ¤tigkeit der BehÃ¶rde ist allerdings nur mit Ã¤usserster ZurÃ¼ckhaltung als Duldung des rechtswidrigen Zustands zu deuten. GrundsÃ¤tzlich hindert die bloss vorÃ¼bergehende Duldung eines rechtswidrigen Zustands die BehÃ¶rde nicht an dessen spÃ¤terer Behebung. Nur wenn der polizeiwidrige Zustand sehr lange hingenommen wurde und die Verletzung Ã¶ffentlicher Interessen nicht schwer wiegt, vermag die UntÃ¤tigkeit der BehÃ¶rden allein einen Vertrauenstatbestand zu begrÃ¼nden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 30 N. 54; MÃ¤der, N. 663; Ruckstuhl, Rz. 14.59, je mit weitern Hinweisen). Ob ein einzelnes BehÃ¶rdenmitglied oder andere Verwaltungsstellen NÃ¤heres gewusst haben, tut nichts zur Sache (VGr, 13. April 2000, VB.2000.00033, E. 3c/aa, www.vgrzh.ch, 12. Juni 1987, ZBl 89/1988, S. 261 E. 3b = BEZ 1987 Nr. 22; MÃ¤der, N. 663; Ruckstuhl, Rz. 14.58).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">cc) Den ursprÃ¼nglichen BaueingabeplÃ¤nen lassen sich keine Angaben zur TÃ¼rbreite entnehmen. In der TÃ¼rliste vom 28. Mai 2001, die dem Beschwerdegegner eingereicht wurde, wird die Breite zahlreicher TÃ¼ren mit 80 cm angegeben. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht allerdings nicht geltend, die TÃ¼rliste sei vom Beschwerdegegner ausdrÃ¼cklich genehmigt oder gutgeheissen worden. Ebenso wenig behauptet sie, der Beschwerdegegner habe anlÃ¤sslich der feuerpolizeilichen Kontrollen den Eindruck er­weckt, die TÃ¼rbreite von 80 cm sei rechtmÃ¤ssig oder werde geduldet. Die BeschwerdefÃ¼hrerin durfte jedoch die Genehmigung oder Duldung der fehlerhaften TÃ¼rbreiten nicht allein daraus ableiten, dass diese auf der TÃ¼rliste vermerkt und somit dem Beschwerdegegner zur Kenntnis gebracht worden waren: Da die Angaben der TÃ¼rliste der Rechtslage sowie der Baubewilligung widersprachen, hÃ¤tte die elementare Sorgfaltspflicht geboten, sich zumindest beim Beschwerdegegner zu erkundigen (RB 1985 Nr. 118; Ruckstuhl, Rz. 14.60).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">dd) Die BeschwerdefÃ¼hrerin beruft sich hauptsÃ¤chlich auf eine Besprechung vom 12. Dezember 2001, an der unter anderem E als Mitarbeiter des Beschwerdegegners sowie Vertreter der Bauherrschaft und der Bauleitung teilnahmen. Dabei bezieht sie sich namentlich auf eine angeblich an dieser Besprechung geleistete Zusage, es seien keine feuerpolizeilichen Beanstandungen zu notieren. Der Beschwerdegegner wendet hiergegen ein, die Masse der TÃ¼ren seien nicht Gegenstand der Besprechung gewesen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Vorauszuschicken ist, dass diese Besprechung nach der Montage der Zargen stattfand. Die Beschwerdegegnerin kann also von vornherein nicht geltend machen, sie sei beim Einbau der zu schmalen TÃ¼ren wegen allfÃ¤lliger Zusicherungen an der Besprechung gutglÃ¤ubig gewesen. Die Ergebnisse der Sitzung kÃ¶nnten hÃ¶chstens als Anzeichen fÃ¼r eine nachtrÃ¤gliche Genehmigung oder Duldung des rechtswidrigen Zustands von Belang sein.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der Mitarbeiter des Beschwerdegegners hatte den genannten Termin zur "Besprechung der TÃ¼ren und [i]hre[r] Anforderungen/Ansteuerungen" verlangt. GemÃ¤ss dem Baujournal wurden folgende Punkte besprochen: "Leerrohrinstallationen fÃ¼r N-TÃ¼ren zur NachrÃ¼stung fÃ¼r Brandfallsteuerung. GehflÃ¼gel mit MagnetrÃ¼ckhalter und AuslÃ¶setaster. Zweiter FlÃ¼gel mit Kantenriegel. Keine Brandfallsteuerung. Hr. E sieht auf Anfrage der BL keine Unklarheiten mehr."</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Laut dem Beschwerdegegner ergibt sich bereits aus der TÃ¼rliste, dass die Masse der TÃ¼ren â die auf der Liste unter "Masse/Konstruktion" aufgefÃ¼hrt sind â nicht unter "Anforderungen/Ansteuerungen" fallen und deshalb nicht Gegenstand der Besprechung bildeten. Es ist zwar zweifelhaft, ob dies der BeschwerdefÃ¼hrerin bzw. der Bauleitung von vornherein klar sein musste, haben sich doch die Masse der TÃ¼ren ebenfalls nach den Anforderungen des Brandschutzes in einem weitern Sinn zu richten, weshalb die Formulierung des Traktandums kaum eindeutig war. Dies kann hier jedoch offen bleiben: Die BeschwerdefÃ¼hrerin kÃ¶nnte sich nÃ¤mlich hÃ¶chstens auf die Bemerkungen "Alle Planungen und AusfÃ¼h­rungen sind nach Vorschriften und Bewilligungen FP" sowie "Hr. E sieht auf An­frage der BL keine Unklarheiten mehr" im Baujournal stÃ¼tzen. (Ãbrigens handelt es sich beim ersten Satz mÃ¶glicherweise gar nicht um ein Besprechungsergebnis, sondern um eine MeinungsÃ¤usserung der Bauleitung, die sich auf die vorhergehenden SÃ¤tze "Sitzung wurde von Hrn. E einberufen. Sinn + Zweck allen unklar" bezieht.) Da an der Besprechung die TÃ¼rmasse aber nicht zur Sprache gekommen waren, durfte die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht davon ausgehen, mit diesen allgemeinen Bemerkungen sei die Duldung oder gar Genehmigung der klar rechtswidrigen und im Widerspruch zur Bau­bewilligung stehenden TÃ¼rbreiten zugesichert worden. Zumindest zur Genehmigung einer ProjektÃ¤nderung wÃ¤re E im Ãbrigen erkennbar unzustÃ¤ndig gewesen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">ee) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdegegner zwar die unzulÃ¤ssigen Masse in der TÃ¼rliste nicht beanstandet und auch bei seinen Kontrollen nicht Ã¼berprÃ¼ft und moniert hat. Daraus kann jedoch nicht auf eine stillschweigende, bewusste Duldung des rechtswidrigen Zustands geschlossen werden. Auch die in anderem Zusammenhang gefallenen, wenn auch allgemein gehaltenen Bemerkungen des Mitarbeiters des Beschwerdegegners, es bestÃ¼nden keine Unklarheiten mehr, erlauben eine solche Schlussfolgerung nicht; dies gilt umso mehr, als der BeschwerdefÃ¼hrerin â bzw. ihren Beauftragten â bewusst sein musste, dass die TÃ¼rbreiten gegen das geltende Recht bzw. die Baubewilligung verstiessen (vgl. auch RB 1985 Nr. 118). Schliesslich hat der Beschwerdegegner den rechtswidrigen Zustand auch nicht lÃ¤ngere Zeit hingenommen. Eine Vertrauensgrundlage liegt demnach nicht vor. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">ff) Wenn aber kein Vertrauenstatbestand geschaffen wurde, handelt es sich bei dem von der Vorinstanz allenfalls nicht berÃ¼cksichtigten Vorbringen nicht um ein entscheidwesentliches Sachverhaltselement. Die Vorinstanz hÃ¤tte also ihr Ermessen nicht falsch angewendet, selbst wenn sie diese Frage nicht beachtet haben sollte. Von einer RÃ¼ckweisung kann daher von vornherein abgesehen werden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤lt den angefochtenen Entscheid auch deshalb fÃ¼r unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig, weil der geringe Zugewinn an Sicherheit den finanziellen Aufwand, die betrieblichen StÃ¶rungen und die Ã¤sthetischen Einbussen nicht aufzuwiegen vermÃ¶ge. Das Verwaltungsgericht Ã¼berprÃ¼ft den vorinstanzlichen Entscheid nur auf Rechtsverletzungen und somit InteressenabwÃ¤gungen durch die Vorinstanz nur auf rechtsverletzende Ermessensfehler (vgl. § 50 Abs. 1 lit. c und Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Da kein Vertrauenstatbestand gegeben ist, kÃ¶nnte auf die Herstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands nur dann verzichtet werden, wenn die Abweichung von diesem geringfÃ¼gig und ohne Bedeutung fÃ¼r das Ã¶ffentliche Interesse ist (VGr, 9. November 2001, VB.2001.00287, E. 5, www.vgrzh.ch; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 30 N. 54). Erstere Voraussetzung wÃ¤re gegeben, wenn sowohl die Abweichung von den materiellen Vorschriften als auch deren Nutzen fÃ¼r die Bauherrschaft ge­ringfÃ¼gig wÃ¤ren (VGr, 13. April 2000, VB.2000.00033, E. 3a, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Die streitige Abweichung vom gebotenen Mass betrÃ¤gt zwar in absoluten Zahlen nur 10 cm. In der Rekursantwort wurde sie dennoch als "nicht unbedeutend" bezeichnet: FÃ¼r die Herstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands mÃ¼sse die TÃ¼rbreite immerhin um ein Achtel erhÃ¶ht werden. Die KapazitÃ¤t fÃ¼r den Personendurchstrom werde dadurch um rund ein FÃ¼nftel bis ein Viertel erhÃ¶ht. Die BeschwerdefÃ¼hrerin vermag dem nichts Substanzielles entgegenzuhalten. Die Verbreiterung der TÃ¼ren um 10 cm fÃ¼hrt zudem deshalb zu einer nicht vernachlÃ¤ssigbaren Verbesserung des Brandschutzes, weil der Fluchtweg auch Einsatzweg der Feuerwehr ist (§ 36 Abs. 2 BrandschutzV). Wie die Vorinstanz ausfÃ¼hrt, mÃ¼ssen die TÃ¼ren somit auch eine genÃ¼gende Breite fÃ¼r die Rettungs- und Feuerwehrmannschaften mit ihren GerÃ¤tschaften aufweisen. Auf eine geringfÃ¼gige Abweichung darf auch nicht deshalb geschlossen werden, weil nach § 45 Abs. 1 lit. a BrandschutzV und Ziff. 3.2.6 Abs. 1 der Brandschutzrichtlinie "Fluchtwege" ein einziger Ausgang mit 90 cm Breite fÃ¼r RÃ¤ume mit einer mÃ¶glichen Belegung von bis zu 50 Personen genÃ¼gt. Zum einen kÃ¶nnen sich in Sitzungszimmern, die wie hier eine FlÃ¤che zwischen 21 m<sup>2</sup> und 42 m<sup>2</sup> aufweisen, ohne weiteres bedeutend mehr als sieben Personen aufhalten. Zum andern sind die AusfÃ¼hrungen des Beschwerdegegners glaubhaft, die Verbreiterung der TÃ¼ren verkÃ¼rze bereits ab einer Belegung durch sieben Personen die Fluchtzeiten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Dass die strittige Abweichung der BeschwerdefÃ¼hrerin keinen ersichtlichen Nutzen bringt, ist demgegenÃ¼ber von untergeordneter Bedeutung.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Sodann ist der rechtswidrige Zustand auch nicht ohne Bedeutung fÃ¼r Ã¶ffentliche Interessen. Die Vorinstanz geht in ihrer InteressenabwÃ¤gung korrekt davon aus, dass der Schutz von Leib und Leben ein gewichtiges Interesse darstellt, das den klaren Vorrang geniesst. Sie weist zudem darauf hin, dass dies umso mehr gilt, als es sich beim betreffenden GebÃ¤ude um eine Baute mit erhÃ¶htem Brandrisiko gemÃ¤ss § 5 lit. a BrandschutzV handelt. DemgegenÃ¼ber haben die von der BeschwerdefÃ¼hrerin angefÃ¼hrten wirtschaftlichen, betrieblichen und Ã¤sthetischen GrÃ¼nde zurÃ¼ckzutreten. Dem Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit ist bereits dadurch GenÃ¼ge getan worden, dass gemÃ¤ss der VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners nicht sÃ¤mtliche, sondern nur 24 der rechtswidrigen TÃ¼ren zu ersetzen sind. Der Vorinstanz kann daher kein rechtsverletzender Ermessensfehler vorgeworfen werden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Demzufolge ist die Beschwerde abzuweisen, wobei im Dispositiv die erstinstanzliche VerfÃ¼gung zu prÃ¤zisieren ist. Die Feuerpolizei der Stadt ZÃ¼rich hat sodann in jener VerfÃ¼gung eine Frist zur HerbeifÃ¼hrung des gesetzmÃ¤ssigen Zustands anberaumt und mit der Androhung von Zwangsmassnahmen fÃ¼r den Fall der NichterfÃ¼llung verbunden. An dieser Frist, welche die Vorinstanz auf 60 Tage ab Rechtskraft des Entscheids festgesetzt hat, ist sinngemÃ¤ss festzuhalten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">6. Bei diesem Verfahrensausgang sind der BeschwerdefÃ¼hrerin die Kosten aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG) und bleibt ihr eine ParteientschÃ¤digung versagt (§ 17 Abs. 2 VRG). Auch dem obsiegenden Beschwerdegegner, einer Dienstabteilung des Polizeidepartements der Stadt ZÃ¼rich, ist eine Partei­entschÃ¤digung zu verweigern: Die Beantwortung von Rechtsmitteln in seinem Fachbereich gehÃ¶rt grundsÃ¤tzlich zu seinen angestammten Aufgaben, und der vorliegende Fall stellte insofern keine besondern Anforderungen an die rechtsgenÃ¼gende Darstellung komplizierter Sachverhalte oder schwieriger Rechtsfragen (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><a id="Text12"></a>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"> DemgemÃ¤ss sind im Sinn der VerfÃ¼gung der Feuerpolizei der Stadt ZÃ¼rich vom 5. August 2002 sÃ¤mtliche TÃ¼ren, die zu BÃ¼rorÃ¤umen mit GrundflÃ¤chen von Ã¼ber 30 m<sup>2</sup> oder zu RÃ¤umen mit einer mÃ¶glichen Belegung durch mehr als 6 Personen fÃ¼hren, auf 90 cm Durchgangsbreite zu Ã¤ndern. Die mit der genannten VerfÃ¼gung anberaumte Frist zur HerbeifÃ¼hrung des rechtmÃ¤ssigen Zustands dauert 60 Tage ab Rechtskraft dieses Entscheids.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf<br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'060.-- Total der Kosten. </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Kosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">5. ...</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>