<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00162</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205882&amp;W10_KEY=13013562&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00162</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 29.05.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe (Bewerbungskosten; minimale Integrationszulage [MIZ]) Rechtsgrundlagen zur Ausrichtung von Sozialhilfeleistungen (E. 2.1). Bewerbungskosten sind jedenfalls dann nicht separat zu ersetzen, wenn die Bewerbungsbemühungen nicht besonders intensiv sind (vorliegend durchschnittlich 1,6 Bewerbungen pro Monat). Diese Kosten werden durch den Grundbedarf für den Lebensunterhalt abgedeckt (E. 2.3). Die Voraussetzungen für die Zusprechung einer MIZ (E. 3.1) sind nicht erfüllt, weil weder besondere Bemühungen des Sozialhilfeempfängers, eine Integrationsleistung zu erbringen, noch Gründe, weshalb ihm eine solche Leistung nicht möglich ist, ersichtlich sind. Insbesondere hat er sich hauptsächlich nur um Stellen im Bereich seiner ursprünglichen Ausbildung beworben (E. 3.2 f.). Abweisung. Die Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege sind erfüllt (E. 4). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWERBUNGSUNKOSTEN">BEWERBUNGSUNKOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MINIMALE INTEGRATIONSZULAGE">MINIMALE INTEGRATIONSZULAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SKOS-RICHTLINIEN">SKOS-RICHTLINIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STELLENBEWERBUNG">STELLENBEWERBUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 14 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 15 Abs. I SHG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>A bezieht seit Oktober 2004 wirtschaftliche Hilfe von der SozialbehÃ¶rde X. Nachdem ihm bis September 2005 ein Betrag von monatlich Fr. 2'407.80 (ab Januar 2005) zugesprochen worden war, setzte die SozialbehÃ¶rde X mit Beschluss vom 25. August 2005 die wirtschaftliche Hilfe fÃ¼r die Zeit vom Oktober 2005 bis und mit September 2006 auf Fr. 2'291.80 monatlich fest.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Mit einem gegen diesen Beschluss erhobenen Rekurs beantragte A, im Monatsbudget seien Bewerbungskosten Ã¼ber rund Fr. 50.- sowie eine minimale Integrationszulage (MIZ) zu berÃ¼cksichtigen, weiter sei ihm beim nÃ¤chsten beruflichen Weiterbildungsbegehren eine Integrationszulage fÃ¼r Nicht-ErwerbstÃ¤tige (IZU) zu entrichten. Der Bezirksrat wies den Rekurs am 8. MÃ¤rz 2006 ohne Kostenfolge fÃ¼r den Rekurrenten vollumfÃ¤nglich ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen den Rekursentscheid erhob A am 7. April 2006 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und erneuerte seine AntrÃ¤ge auf BerÃ¼cksichtigung von Bewerbungskosten und einer minimalen Integrationszulage im Monatsbudget. Gleichzeitig ersuchte er um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege im Beschwerdeverfahren. Der Bezirksrat Y Ã¼bersandte die Akten am 18. April 2006 und verzichtete auf eine Vernehmlassung. Die SozialbehÃ¶rde X beantwortete die Beschwerde am 2. Mai 2006 und beantragte deren Abweisung. Hingegen sei dem BeschwerdefÃ¼hrer antragsgemÃ¤ss die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren und die Kosten auf die Gerichtskasse zu nehmen und abzuschreiben. Der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¤usserte sich in einer Stellungnahme vom 16. Mai 2006 zu den neuen Vorbringen in der Beschwerdeantwort.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Einzelrichterin zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r die Behandlung der vorliegenden Beschwerde gemÃ¤ss § 19c Abs. 2 in Verbindung mit § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig. Innerhalb des Gerichts fÃ¤llt die Sache beim gegebenen Streitwert von weit unter Fr. 20'000.- in die einzelrichterliche ZustÃ¤ndigkeit (§ 38 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Im Beschwerdeverfahren wird der angefochtene Entscheid nur auf Rechtsverletzungen hin Ã¼berprÃ¼ft, die RÃ¼ge der Unangemessenheit ist nicht zulÃ¤ssig (§ 50 Abs. 2 und 3 VRG). </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Wer fÃ¼r seinen Lebensunterhalt und den seiner FamilienangehÃ¶rigen mit gleichem Wohnsitz nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann, hat Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe. Die wirtschaftliche Hilfe soll das Existenzminimum gewÃ¤hrleisten, das neben den Ã¼blichen Aufwendungen fÃ¼r den Lebensunterhalt auch individuelle BedÃ¼rfnisse angemessen berÃ¼cksichtigt (§§ 14, 15 Abs. 1 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981, SHG; § 16 Abs. 1 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981, SHV). Die wirtschaftliche Hilfe trÃ¤gt den persÃ¶nlichen und Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnissen Rechnung und gewÃ¤hrleistet das soziale Existenzminimum des Hilfesuchenden. Sie bemisst sich nach den Richtlinien fÃ¼r die Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe (hrsg. von der Konferenz der Schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe, SKOS-Richtlinien; § 17 Abs. 1 SHV), welche im Dezember 2004 nach einer ÃberprÃ¼fung der bisherigen LeistungsansÃ¤tze einer grÃ¶sseren Teilrevision unterzogen wurden. Dabei wurde der bisherige Grundbedarf I fÃ¼r eine Person von Fr. 1'030.- auf den Grundbedarf (GBL) von Fr. 960.- reduziert und der bisherige Grundbedarf II (fÃ¼r eine Person zwischen Fr. 46.- und Fr. 160.-) ganz gestrichen. Der GBL umfasst verschiedene Ausgabenpositionen, darunter unter anderem auch âVerkehrsauslagen inkl. Halbtaxabo (Ã¶ffentlicher Nahverkehr, Unterhalt Velo/Mofa)â, die âNachrichtenÃ¼bermittlung (z.B. Telefon, Post)â und âpersÃ¶nliche Ausstattung (z.B. Schreibmaterial)â (SKOS-Richtlinien, Kap. B.2).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer wollte gemÃ¤ss den AusfÃ¼hrungen in der Rekursschrift seine Aufwendungen bei der Stellensuche, insbesondere seine 1- bis 2-mal pro Woche stattfindenden Besuche beim RAV in Z mit Fr. 45.- sowie die Bewerbungen mit einem Betrag von monatlich Fr. 3.50 bis Fr. 7.- im Budget berÃ¼cksichtigt haben. Dazu hat die SozialbehÃ¶rde X ausgefÃ¼hrt, sie habe noch in keinem Fall spezielle VergÃ¼tungen fÃ¼r Bewerbungen ausgerichtet, weil diese Kosten im Grundbedarf enthalten seien. Das Problem des BeschwerdefÃ¼hrers liege vor allem darin, dass er bereits zu Lasten des Grundbedarfs Fr. 140.- im Monat fÃ¼r seine zu teure Wohnung bezahlen mÃ¼sse. Diese Argumentation hat der Bezirksrat unter Hinweis auf das der SozialbehÃ¶rde zustehende Ermessen bei der Ausrichtung situationsbedingter Leistungen geschÃ¼tzt. </p> <p class="Erwgung2">Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt hiergegen vor, im Grundbedarf sei kein Sockelbetrag fÃ¼r Bewerbungskosten enthalten. Der im Grundbedarf berÃ¼cksichtigte Betrag von Fr. 61.40 fÃ¼r NachrichtenÃ¼bermittlung reiche nur fÃ¼r seinen privaten Bedarf. Auch die Position fÃ¼r Schreibzeug sei unter BerÃ¼cksichtigung der Betriebskosten des Computers und Druckers bereits voll durch den privaten Briefverkehr ausgeschÃ¶pft. Von dem im Grundbedarf eingerechneten Betrag von Fr. 61.40 fÃ¼r den Ã¶ffentlichen Verkehr brauche er pro Monat bereits Fr. 41.50 fÃ¼r seine Besuche beim RAV in Z, weshalb ihm fÃ¼r private BedÃ¼rfnisse und Besuche nur noch Fr. 19.90 zur VerfÃ¼gung stÃ¼nden. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die EinwÃ¤nde des BeschwerdefÃ¼hrers gehen bereits im Ansatz fehl. Der BeschwerdefÃ¼hrer bezieht sich in seinen Berechnungen auf diejenigen prozentualen Anteile des Budgets, welche die einkommensschwÃ¤chsten Schweizer Haushalte fÃ¼r die einzelnen, vom Grundbedarf I zu deckenden Warengruppen aufwenden. Diese Zahlen sind Durchschnittswerte, welche im Einzelfall nach den individuellen Vorlieben und BedÃ¼rfnissen variieren. Ein SozialhilfeempfÃ¤nger kann daher aus einem persÃ¶nlichen Mehrbedarf fÃ¼r eine bestimmte Warengruppe in aller Regel keinen Anspruch auf ErhÃ¶hung des Monatsbudgets ableiten. Auf der anderen Seite muss er aber auch bei einem Minderbedarf fÃ¼r einzelne Bedarfspositionen nicht befÃ¼rchten, dass ihm der Grundbedarf gekÃ¼rzt wird. Davon profitiert in einem gewissen Sinn auch der BeschwerdefÃ¼hrer, der offenbar durch Einsparungen bei den Positionen Nahrungsmittel, Bekleidung und Unterhaltung zusÃ¤tzlich monatlich Fr. 140.- fÃ¼r seinen Ã¼ber der Limite liegenden Wohnungsmietzins ausgeben kann. </p> <p class="Erwgung2">Nach den Akten hat sich der BeschwerdefÃ¼hrer zwischen Oktober 2004 und August 2005 auf insgesamt 18 Stellen beworben, was durchschnittlich 1.6 Bewerbungen pro Monat entspricht. Wenn die SozialbehÃ¶rde der Auffassung ist, die Aufwendungen fÃ¼r dieses Bewerbungsvolumen seien vollumfÃ¤nglich mit dem Grundbedarf abgedeckt, so ist das nicht rechtsverletzend. Bei dieser Sachlage kann offen bleiben, ob der Bewerbungsaufwand bei einer wesentlich intensiveren Stellensuche eventuell pauschal (vgl. auch VGr, 17. Juni 2002, VB.2002.00089), wie dies die SozialbehÃ¶rde dem BeschwerdefÃ¼hrer offenbar bereits einmal in Aussicht gestellt hat, oder allenfalls mit einer MIZ (vgl. nachfolgend E. 3) abgegolten werden kann oder muss. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die mit der Revision der SKOS-Richtlinien im Dezember 2004 erfolgte Reduktion des Grundbedarfs kann im Einzelfall vom SozialhilfeempfÃ¤nger kompensiert werden. Damit soll die Sozialhilfe neu gezielte und wirksame materielle Anreize zur Erwerbsaufnahme und zur Ausdehnung der ErwerbstÃ¤tigkeit von bedÃ¼rftigen Personen schaffen und AktivitÃ¤ten honorieren, durch welche deren berufliche und/oder soziale Integration bzw. die Integration von Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung verbessert wird. UnterstÃ¼tzten nicht erwerbstÃ¤tigen Personen Ã¼ber 16 Jahren, welche trotz ausgewiesener Bereitschaft zum Erbringen von Eigenleistungen nicht in der Lage oder nicht im Stande sind, eine besondere Integrationsleistung zu erbringen, steht eine minimale Integrationszulage (MIZ) von 100 Franken pro Monat zu (SKOS-Richtlinien, Kap. C.3). Die MIZ betrifft Menschen, die sich um die Verbesserung ihrer Situation bemÃ¼hen, aber insbesondere infolge mangelnder Angebote nicht in der Lage sind, eine besondere Integrationsleistung zu erbringen. Ihre nachgewiesene Bereitschaft dazu soll aber honoriert werden, um sie gegenÃ¼ber passiven Hilfesuchenden, die sich nicht besonders um die Verbesserung ihrer Situation bemÃ¼hen, abzugrenzen. </p> <p class="Urteilstext"><span>Die Auszahlung der MIZ hÃ¤ngt davon ab, ob die unterstÃ¼tzte Person erkennbare und nachvollziehbare BemÃ¼hungen unternimmt, um ihre Situation zu verbessern. Sie ist somit wesentlich vom Verhalten der unterstÃ¼tzten Person abhÃ¤ngig. Die MIZ darf nicht den Charakter des ehemaligen Grundbedarfs II erhalten und kann nur unterstÃ¼tzten Personen ausgerichtet werden, die sich erkennbar um ihre Integration bemÃ¼hen und keine Integrationszulage (IZU; vgl. SKOS-Richtlinien, Kap. C.2) erhalten. Fehlen solche BemÃ¼hungen, ist keine MIZ auszurichten (Weisung der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit vom 29. MÃ¤rz 2005 zur Anwendung der SKOS-Richtlinien in der Fassung von Dezember 2004, S. 2 Ziff. 3). Der Entscheid Ã¼ber die Auszahlung einer MIZ liegt weitgehend im Ermessen der Gemeinde.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die SozialbehÃ¶rde verweigerte dem BeschwerdefÃ¼hrer die Ausrichtung einer minimalen Integrationszulage MIZ, da sich dieser als ausgebildeter Elektroingenieur bisher explizit nur auf Stellen in seinem Qualifikationsbereich beworben und er sich zudem geweigert habe, einem ArbeitsbeschÃ¤ftigungsprogramm beizutreten. Der Bezirksrat schÃ¼tzte diese Beurteilung und erachtete auch den Abschluss des Rahmenarbeitsvertrages mit der Auftragsvermittlungsstelle Q nicht als besondere Leistungsanstrengung, welche die Ausrichtung einer MIZ rechtfertige.</p> <p class="Erwgung2">Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt dagegen vor, er habe sich durchaus auch um minderqualifizierte handwerkliche Stellen beworben, dies im Umfang von 43 %. Auch habe er sich um eine Weiterbildung auf SAP bemÃ¼ht, damit er sich auch fÃ¼r Stellen als technischer EinkÃ¤ufer bewerben kÃ¶nne. Die SozialbehÃ¶rde habe es jedoch abgelehnt, die Kosten fÃ¼r eine solche Weiterbildung zu Ã¼bernehmen. Als Arbeitsprogramm habe ihm die BehÃ¶rde einzig das Programm âRiedpflegeâ mit kÃ¶rperlich anstrengenden Arbeiten angeboten, welche er nicht erbringen kÃ¶nne und welche auch nicht seiner beruflichen Wiedereingliederung dienen wÃ¼rden. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die Vorinstanzen sind zu Recht davon ausgegangen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer bisher keine besondere berufliche oder soziale Integrationsleistung erbracht hat, dies weder mit dem Abschluss des Rahmenarbeitsvertrages mit der Auftragsvermittlungsstelle Q, noch mit seinen Stellenbewerbungen, noch mit seinem Weiterbildungsvorschlag. Allerdings steht dies heute auch gar nicht zur Diskussion, nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer im Beschwerdeverfahren seinen Antrag auf Ausrichtung einer IZU nicht mehr aufrechterhalten hat. Voraussetzung fÃ¼r die Ausrichtung einer MIZ bildet gerade nicht das Erbringen einer besonderen Integrationsleistung, sondern lediglich das BemÃ¼hen darum und das Vorliegen von nachvollziehbaren GrÃ¼nden fÃ¼r das Fehlen solcher Leistungen. </p> <p class="Urteilstext"><span>Besondere BemÃ¼hungen oder GrÃ¼nde fÃ¼r das Fehlen besonderer Integrationsleistungen sind beim BeschwerdefÃ¼hrer nicht ersichtlich und werden von ihm auch nicht nÃ¤her dargelegt. Soweit er vorbringt, er trainiere und erweitere praktisch tÃ¤glich seine beruflichen FÃ¤higkeiten als Ingenieur, mangelt es diesen BemÃ¼hungen an der Erkennbarkeit nach aussen hin. Seine konkreten und belegten Stellenbewerbungen beschrÃ¤nkt er â bis auf eine Bewerbung um eine Anstellung bei der Gemeinde selber â entgegen der Aufforderung der SozialhilfebehÃ¶rde nur auf den elektrotechnischen Bereich, auch wenn er hier durchaus auch handwerkliche Stellen in seine Suche miteinbezogen hat. Einen plausiblen Grund dafÃ¼r, weshalb er sich nicht auch ausserhalb dieses Bereichs um Stellen bewirbt bzw. weshalb er kÃ¶rperliche Arbeiten wie Riedpflege nicht leisten kann, bringt er nicht vor. Allein der Umstand, dass er lange Zeit im BÃ¼ro gearbeitet hat, hindert kÃ¶rperliche Arbeit grundsÃ¤tzlich noch nicht. Schliesslich kann der BeschwerdefÃ¼hrer auch daraus, dass er sich bei der Gemeindeverwaltung selber erfolglos um eine Stelle beworben hat, nichts zu seinen Gunsten ableiten. Vielmehr zeigt gerade diese Bewerbung, dass er sich generell auch fÃ¼r allgemeine BÃ¼roarbeiten anbieten kÃ¶nnte.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Verweigerung einer MIZ mangels besonderer BemÃ¼hungen um Integrationsleistungen ist daher nicht zu beanstanden. Mit dem Bezirksrat bleibt darauf hinzuweisen, dass es dem BeschwerdefÃ¼hrer nach wie vor offen steht, sich den Anspruch auf eine IZU oder MIZ zu erwerben, wobei er die hierfÃ¼r erforderlichen Leistungen bzw. BemÃ¼hungen am besten mit der SozialbehÃ¶rde abspricht.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dies fÃ¼hrt zu Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der BeschwerdefÃ¼hrer kostenpflichtig (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG). Da der BeschwerdefÃ¼hrer offensichtlich mittellos ist und sein Begehren auch nicht von vornherein als aussichtslos bezeichnet werden kann, ist ihm antragsgemÃ¤ss die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren (§ 16 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss verfÃ¼gt <span>die Einzelrichterin</span>:</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung gewÃ¤hrt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>und erkennt:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 560.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Kosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt, jedoch zufolge der GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>