<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, den Ausbau des Gubristtunnels von vier auf sechs Fahrspuren durch einen entsprechenden Beschluss des Bundesrates zu veranlassen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Bereits in der schriftlichen Stellungnahme auf die vom Motionär erwähnte Interpellation Hegetschweiler hat der Bundesrat ausgeführt, dass er im Nationalstrassenbereich zuerst die Fertigstellung des beschlossenen Netzes sehe, dann die Substanzerhaltung, die Ausnützung der Möglichkeiten der Telematik und erst an vierter Stelle einen allfälligen Weiterausbau. An dieser Prioritätenordnung gedenkt der Bundesrat festzuhalten. Er lehnt deshalb Vorstösse ab, die einzelfallweise als Sofortmassnahme Umklassierungen oder Erweiterungen verlangen. Demgegenüber steht die politische Forderung, im Hinblick auf die lange Planungs- und Realisierungsdauer von späteren Werken, die konzeptionelle und planerische Arbeit so vorzusehen, dass nicht nach der Fertigstellung des beschlossenen Werkes (etwa im Jahre 2015) zuerst eine lange Verzögerung, bedingt durch die erst dann anlaufenden Planungsarbeiten, entsteht. Vielmehr sollen die konzeptionellen Vorarbeiten jetzt an die Hand genommen werden. Der Bundesrat erachtet dieses Vorgehen einer rollenden Planung als zweckmässig und ist dementsprechend bereit, die erforderlichen Aufträge zu erteilen.</p><p>Der Bundesrat hat aber in seiner schriftlichen Stellungnahme vom 4. Oktober 1999 auf die Motion KVF-S (Überprüfung des Bundesbeschlusses über das Nationalstrassennetz; 99.3456) klargestellt, dass er die Überprüfung nicht isoliert für den Strassenbereich sieht, sondern als verkehrspolitisches Ganzes, insbesondere unter Einbezug der Verlagerungsziele und der für den Schienenverkehr getätigten grossen Investitionen.</p><p>Der Bundesrat ist bereit, im Rahmen dieser grundsätzlichen Arbeiten zum Thema Ausbau/Erweiterung des Nationalstrassennetzes auch die Situation des Gubristtunnels einzubeziehen. Er ist somit im Ergebnis bereit, den Vorstoss als Postulat entgegenzunehmen, eine Entgegennahme als Motion wäre hingegen schon deshalb abzulehnen, weil der Auftrag im delegierten Kompetenzbereich liegt.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.