<h2>SubmittedText<h2><p>Ich ersuche den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Halten die Kantone bei der Bemessung der Grundstückschätzungen die Vorgaben der Bundesgesetzgebung ein?</p><p>2. Werden mit Korrekturmassnahmen des Bundes zur Harmonisierung der Bestimmung dieser Werte für die Errechnung der Ressourcenindices der Kantone genügend gleichwertige Berechnungsweisen erzielt?</p><p>3. Ist er bereit, zusammen mit dem Wirksamkeitsbericht zum Finanzausgleich Auskunft zu geben über die Situation dieser kantonalen Berechnungsweisen, die allfälligen kantonsbezogenen Korrekturfaktoren des Bundes, die Auswirkungen auf die Höhe der steuerbaren Vermögen in den Kantonen sowie auf die Frage eines allfälligen Handlungsbedarfs im Interesse einer fairen Berechnung der Ressourcenindices?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1./2. Bei der Grundstückschätzung geht es um die Bewertung bestimmter Aktiven zur Festsetzung der - nur in den Kantonen erhobenen - Vermögenssteuer. Das Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden hält in Artikel 14 fest, dass das Vermögen zum Verkehrswert bewertet wird und dabei der Ertragswert angemessen berücksichtigt werden kann. Die Umsetzung dieser Bestimmung ist Sache der Kantone und insbesondere ihrer politischen Gremien.</p><p>Der Bundesrat hat in der Vergangenheit die Autonomie der Kantone bei der Bewertung von Aktiven wiederholt hochgehalten und wird sich auch in Zukunft nicht direkt in die Kantonshaushalte einmischen.</p><p>Aus diesen Gründen kann der Bundesrat die Fragen 1 und 2 des Interpellanten nicht detaillierter beantworten.</p><p>3. Immobilien fliessen als Teil der Vermögenskomponente in die Berechnung des Ressourcenpotenzials ein. Das für den Ressourcenausgleich massgebende Vermögen entspricht jedoch nicht dem Vermögensbestand, sondern nur dem Vermögenszuwachs. Dieser wird ermittelt, indem das Reinvermögen mit dem sogenannten Faktor Alpha multipliziert wird, welcher der durchschnittlichen prozentualen Wertsteigerung des Reinvermögens pro Jahr entspricht. Er wird alle vier Jahre neu berechnet. Für die Periode 2012-2015 beträgt der Wert 0,8 Prozent. Das bedeutet, dass nur 0,8 Prozent des Reinvermögens in das Ressourcenpotenzial einfliessen. Der Anteil des massgebenden Vermögens im Ressourcenpotenzial beträgt im Durchschnitt lediglich 4 Prozent. Eine Veränderung des Reinvermögens würde somit nur zu rund 0,03 Prozent in das Ressourcenpotenzial einfliessen, was kaum Auswirkungen auf die Ausgleichszahlungen hätte. Aus diesem Grund ist im zweiten Wirksamkeitsbericht nicht vorgesehen, auf die Bewertung der Grundstückswerte vertieft einzugehen. Demgegenüber ist die Berechnung des obenerwähnten Faktors Alpha von viel grösserer Bedeutung und soll deshalb im Bericht genauer untersucht werden.</p>  Antwort des Bundesrates.