B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-2434/2013 U r t e i l v o m 9 . D e z e m b e r 2 0 1 3 Besetzung Richter Maurizio Greppi (Vorsitz), Richter Markus Metz, Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot, Gerichtsschreiberin Flurina Peerdeman. Parteien 1. 1. Naturstein-Verband Schweiz (NVS),Konradstrasse 9, Postfach 7190, 8021 Zürich 1, Gewerkschaft UNIA, Weltpoststrasse 20, 3000 Bern 15, Gewerkschaft SY- NA, Josefstrasse 59, 8005 Zürich, gemeinsam Paritä- tische Kommission Marmor und Granit, Postfach 3321, 8021 Zürich 1, 2. Commission professionnelle paritaire du second- oeuvre romand de la construction, En Budron H6, Postfach 193, 1052 Le Mont-sur-Lausanne, 3. Zentrale Paritätische Berufskommission Platten- leger, Postfach 134, 6252 Dagmersellen, 4. Schweizerischer Maler- und Gipserunternehmer- verband (SMGV), Grindelstrasse 2, 8304 Wallisellen, Gewerkschaft UNIA, Weltpoststrasse 20, 3000 Bern 15, Gewerkschaft SYNA, Josefstrasse 59, 8005 Zürich, gemeinsam Zentrale Paritätische Be- rufskommission des Maler- und Gipsergewerbes, Postfach 3276, 8021 Zürich 1, 5. Paritätische Kommission Sicherheit, Konradstrasse 9, Postfach 3377, 8021 Zürich 1, 6. Paritätische Landeskommission in der Schweizeri- schen Elektro- und Telekommunikations- Installa- tionsbranche, Weltpoststrasse 20, Postfach 272, 3000 Bern 15, 7. Paritätische Landeskommission (PLK) im Schweize- rischen Dach- und Wandgewerbe, Postfach 3321, 8021 Zürich 1, 8. Hotel & Gastro Union, 6002 Luzern,Gewerkschaft UNIA, Weltpoststrasse 20, 3000 Bern 15, Gewerk- schaft SYNA, 4601 Olten Swiss Catering Associati- on (SCA), 8047 Zürich, GastroSuisse, Blumen- feldstrasse 20, 8046 Zürich, hotelleriesuisse, Monbi- joustrasse 130, Postfach 2657, 3001 Bern, gemeinsam Aufsichtskommission für den Landesgesamtar- beitsvertrag des Gastgewerbes, Dufourstrasse 23, Postfach 357, 4010 Basel, 9. Paritätische Berufskommission des Schweizeri- schenGewerbes für Decken- und Innenausbausys- teme, Postfach 3276, 8021 Zürich 1, 10. Paritätische Regionalkommission Gärtner BS/BL, Elisabethenstrasse 23, Postfach 332, 4010 Basel, 11. Commission professionnelle paritaire pour le sec- teurdu nettoyage en bâtiment pour la Suisse ro- mande, Case postale 1215, 1001 Lausanne, 12. Paritätische Landeskommission im Schweizerischen Carrosseriegewerbe, Weltpoststrasse 20, Postfach 272, 3000 Bern 15, 13. Paritätische Landeskommission in der Schweizeri- schen Gebäudetechnikbranche, Weltpostrasse 20, Postach 272, 3000 Bern 15, 14. Paritätische Berufskommission (PBK) Autogewerbe Ostschweiz, Postfach 647, 9004 St. Gallen, 15. Schweizerische Paritätische Berufskommission Holzbau, Schaffhauserstrasse 315, 8050 Zürich, 16. Paritätische Landeskommission im Schweizerischen Isoliergewerbe, Weltpoststrasse 20, Postfach 272, 3000 Bern 15, 17. Paritätische Berufskommission der Schweizerischen Ziegelindustrie, Mutschellenstrasse 69b, 8038 Zürich, 18. Paritätische Kommission der Reinigungsbranche in der Deutschschweiz, Konradstrasse 9, Postfach 3377, 8021 Zürich 1, 19. Zentrale Paritätische Berufskommission Schreiner- gewerbe, Gladbachstrasse 80, Postfach, 8044 Zürich, 20. Paritätische Landeskommission im Metallgewerbe, Seestrasse 105, Postfach, 8027 Zürich, 21. Paritätische Berufskommission für das schweizeri- sche Gerüstbaugewerbe, Dornacherhof 11, Postfach, 4501 Solothurn, alle vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. André Weber, 22. Kappelergasse 11, Postfach 2998, 8022 Zürich, 23. Beschwerdeführende, gegen Weltwoche Verlags AG, Förrlibuckstrasse 70, Postfach, 8021 Zürich 1, vertreten durch Advokat Martin Wagner, Hochbergstrasse 15, 4019 Basel, Beschwerdegegnerin, und Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, Personenfreizügigkeit und Arbeitsbeziehungen, Effingerstrasse 31, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Zugang zu amtlichen Dokumenten gemäss BGÖ. A-2434/2013 Seite 4 Sachverhalt: A. Mit E -Mail vom 25. Oktober 2011 ersuchte die Weltwoche Verlag s AG (Gesuchstellerin) um Einsicht in sämtliche Abrechnungen (Erfolgsrec h- nungen und Bilanzen ) der paritätischen Kommissionen aus dem Jahr 2010. Ihr Gesuch stellte sie an das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) als die für die Aufsicht zuständ ige Behörde gemäss dem Bun- desgesetz über die Allgemeinverbindlicherklärung von Gesamtarbeitsver- trägen vom 28. September 1956 (AVEG, SR 221.215.311). B. Mit Schreiben vom 11. November 2011 teilte das SECO der Gesuchstelle- rin mit, es werde keine Einsicht in die verlangten Dokumente gewähren. C. Am 15. November 2011 reichte die Gesuchstellerin beim Eidgenöss i- schen Datenschutz - und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) einen Schlichtungsantrag ein. D. Nachdem im Schlichtungsverfahren keine Einigung erzielt werden konnte, erliess der EDÖB am 20. Februar 2013 gegenüber dem SECO die Em p- fehlung, der Gesuchstellerin den Zugang zu den verlangten Dokumenten mehrheitlich zu gewähren. Der EDÖB erwog in seiner Begründung , das öffentliche Interesse der Bevölkeru ng am Zugang zu den fraglichen A b- rechnungen überwiege vorliegend das Interesse der Beteiligten am Schutz ihrer Privatsphäre. Der Zugang sei daher zu gewähren, wobei die in den Dokumenten enthaltenen Bank - und Postkontonummern einge- schwärzt und entsprechend gekennzeichnet werden könnten. Einzig betreffend die Zentrale Paritätische Kommission für Branchen des Au s- baugewerbes in den Kanto nen BL/BS/SO sei das Zugangsgesuch durch das SECO abzuweisen . Jene Allgemeinverbindlicherklärung (AVE) des Gesamtarbeitsvertrages (GAV) sei erst auf den 1. Oktober 2010 in Kraft getreten, weshalb das SECO über keine Abrechnungen für das Jahr 2010 verfüge. E. Auf die Empf ehlung des EDÖB hin teilten verschiedene p aritätische Kommissionen dem SECO mit, dass sie mit einer Herausgabe der Ab- rechnungen an die Gesuchstellerin nicht einverstanden seien und sie deshalb den Antrag stellen, es sei eine Verfügung zu erlassen. A-2434/2013 Seite 5 F. Mit Verfügungen vom 15. März 2013 gewährte das SECO der Gesuc h- stellerin d en Zugang zu den verlangten Dokumenten entsprechend der Empfehlung des EDÖB . In der Begründung verweist das SECO im W e- sentlichen auf die Erwägungen des EDÖB. G. Gegen diese Verf ügungen erheben die im Rubrum auf geführten B e- schwerdeführenden am 30. April 2013 beim Bundesverwaltungsgericht jeweils wortgleich Beschwerde mit folgenden Rechtsbegehren: "1. Es sei die Verfügung vom 15. März 2013 aufzuheben und die Vori n- stanz anzuweisen, die Akten der Beschwerdeführerin in Bestätigung und Anwendung ihrer bisherigen Praxis sinngemäss zu sperren. 2. Eventualiter sei die Verfügung vom 15. März 2013 aufzuheben und die Akten an die Vorinstanz zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen zurückzuweisen. Insbesondere sei die Vorinstanz anzuweisen, eine al l- fällige Praxisänderung ohne Rückwirkung, sondern erst mit Wirkung für das Geschäftsjahr 2013 zu verfügen. Dabei seien alle Unterlagen in i h- rem Besitz gesetzeskonform zu anonymisieren und der Zugang der Gesuchstellerin zu den entsprechenden Dokumenten nur auf anony mi- sierter Basis zu gewähren. Ferner sei die Vorinstanz anzuweisen, der Gesuchstellerin lediglich Zugang zu Daten und Informationen zu g e- währen, welche s ich auf nicht organisierte Arbeitgeber bzw. Arbeitne h- mer beziehen, d.h. Parteien, welche kraft der AVE V ollzugskostenbei- träge entrichten. 3. Sub-Eventualiter sei die Verfügung vom 15. März 2013 aufzuheben und der Beschwerdeführerin im Sinne einer Ersatzvornahme die Möglichkeit zu gewähren, eine Abrechnung zu erstellen, welche lediglich die Zahlen über Vollz ugskostenbeiträge von nicht organisierten Arbeitgeber n und Arbeitnehmern berücksichtigt, nachzureichen. 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Staatskasse." Weiter stellen die Beschwerdeführenden die folgenden Verfahrens- anträge: "1. Es sei den Parteien ausdrücklich zu bestätigen, dass die vorliegende Beschwerde gemäss Art. 55 Abs. 1 VwVG aufschiebende Wirkung hat. 2. Es seien alle Beschwerdeverfahren gegen die SECO -Verfügung vom 15. März 2013, in welchen die Beschwerdeführer RA André W eber, Kappelergasse 11, Postfach 2998, 8001 Zürich mit der Interessenwa h- rung beauftragt haben, im Interesse der Verfahrensökon omie zu vere i- nigen. A-2434/2013 Seite 6 3. Es sei der Gesuchstellerin im Interesse einer einheitlichen Rechtsa n- wendung für die Dauer des Verfahrens b is zu dessen rechtskräftigen Erledigung zu untersagen, Zugang zu Abrechnungen von anderen Par i- tätischen Berufskommissionen aus dem Jahr 2010 oder anderen G e- schäftsjahren zu verlangen. 4. Entsprechend sei die Vorinstanz anzuweisen, alle Adressaten der Ve r- fügung vom 15. März 2013 (insgesamt 29 Paritätische Berufskommi s- sionen) schriftlich über die Rechtshängigkeit des Beschwerdeverfa h- rens und die aufschiebende Wirkung der Beschwerde zu informieren." Die Beschwerdeführenden 1,4, 8 und 14 machen zusätzlich gel tend, die angefochtenen Verfügungen seien als nichtig zu erachten, soweit sie sich an diejenigen paritätischen Kommissionen richten würden, die als einf a- che Gesellschaften ohne eigene Rechtspersönlichkeit konstituiert seien. Neben einzelnen verfahrensrechtlichen Vorbringen bestreiten sämtliche Beschwerdeführenden in der Hauptsache die Anwendbarkeit des Öffent- lichkeitsgesetzes vom 17. Dezember 2004 (BGÖ, SR 152.3) auf die Ab- rechnungen der privatrechtlich organisierten paritätischen Kommissionen. Zumindest müsse der Zugang auf diejenige n Informationen beschränkt werden, die die sog. "Aussenseiter" beträfen, da nur in diesem Umfang überhaupt eine Aufsichtspflicht des SECO bestehe. Mit den angefochte- nen Verfügung en habe das SECO eine grundlegende Praxisänderung vorgenommen und dies ohne die geänderte Rechtsanschauung zu b e- gründen. Insbesondere habe es weder eine Interessenabwägung vorge- nommen noch die – nicht schutzwürdigen – Beweggründe der Gesuc h- stellerin ermittelt bzw. berücksichtigt. Die Möglic hkeit einer Anonymisie- rung der Daten sei nicht geprüft worden. Die angefochtene Verfügung e r- weise sich daher als willkürlic h und mit dem Grundsatz des Vert rauens- schutzes nicht vereinbar. H. Mit Verfügung vom 7. Mai 2013 vereinigt der Instruktionsrichter die Be- schwerdeverfahren. Gleichzeitig weist er die Verfahrensanträge 3 und 4 ab und bestätigt, dass den Beschwerden von Gesetzes wegen aufschi e- bende Wirkung zukommt. I. Das SECO (Vorinstanz) hält i n der Vernehmlassung vom 26. Juni 2013 an den angefochtenen Verfügungen fest. A-2434/2013 Seite 7 In ihrer Begründung führt die Vorinstanz aus, auch die nicht rechtsfähigen paritätischen Kommissionen seien im vorinstanzlichen Verfahren als Pa r- teien aufgetreten, weshalb sie ihnen die Verfügungen eröffnet habe, ohne die Partei- und Prozessfähigkeit im Einzelnen zu prüfen. Zu den materiel- len Rügen der Beschwerdeführenden legt die Vorinstanz dar, ihr Auf- sichtsrecht erstrecke sich nicht nur auf die Daten der "Aussenseiter", sondern auch auf die Daten der organisierten Arbeitnehmer und Arbeit- geber. Aufgrund der überzeugenden Begründung des EDÖB habe sie der Gesuchstellerin den Zugang zu den gewünschten Dokumenten schliess- lich gewährt. Eine unzulässige Praxisänderung se i darin nicht zu erbl i- cken. Ihrer Begründungspflicht sei si e mit dem Verweis auf die ausführli- chen Erwägungen des EDÖB nachgekommen. J. In der Beschwerdeantwort vom 15. August 2013 schliesst die Gesuchstel- lerin (Beschwerdegegnerin) auf Abweisung der Beschwerde. Sie führt im Wesentlichen aus, die Anwendbarkeit des Öffentlichkeitsgesetzes sei ge- geben und es sei nicht ersichtlich, inwiefern sich der Zugang zu den Ab- rechnungen nachteilig für die Beschwerdeführenden auswirken könnt e. Im Sinn der Schaffung von Transparenz sei ihr Rechtsbegehren gutz u- heissen. K. Am 20. September 2013 reicht die Vorinstanz dem Bundesverwaltung s- gericht die vom Zugangsgesuch der Beschwerdegegnerin betroffenen Ab- rechnungen der Beschwerdeführenden ein. L. Die Beschwerdeführenden legen am 30. September 2013 und am 6. November 2013 weitere Akten ins Recht. Ergänzend zur Beschwerde- schrift sowie zur Beschwerdeantwort stellen sie den Antrag auf Bericht i- gung der Parteibezeichnung der Beschwerdeführenden 14. M. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die sich bei den Akten b e- findlichen Schriftstücke wird – soweit entscheidrelevant – in den nachfol- genden Erwägungen eingegangen. A-2434/2013 Seite 8 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 des Verwa l- tungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwer- den gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Da keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt und das SECO eine Vorinstanz nach Art. 33 Bst. d VGG ist, ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der vorliegen- den Beschwerde zuständig (vgl. auch Art. 16 Abs. 1 BGÖ). Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 1.2 1.2.1 Mit Verfügungen vom 15. März 2013 gewährte die Vorinstanz der Beschwerdegegnerin den Zugang zu den verlangten Dokumenten en t- sprechend der Empfehlung des EDÖB. Somit ist grundsätzlich ein A n- fechtungsobjekt für die Beschwerdeführung gegeben. Die Beschwerd e- führenden 1, 4 und 8 machen indes geltend, die sie betreffenden Verfü- gungen litten an einem Nichtigkeitsmangel , da die Vorinstanz in ihrem Fällen den paritätischen Kommissionen, die als einfache Gesellschaften konstituiert seien und über keine eigene Rechtspersönlichkeit verfügten , Parteistellung zuerkannt habe. 1.2.2 Fehlerhafte Verwaltungsakte sind in der Regel nicht nichtig, sondern nur anfechtbar. Nichtigkeit, d.h. die absolute Unwirksamkeit einer Verf ü- gung, bildet die Ausnahme. Gemäss der von der Praxis entwickelten Ev i- denztheorie ist eine Verfügung erst dann nichtig, wenn der ihr anhaftende Mangel besonders schwer und offensichtlich oder zumindest leicht e r- kennbar ist und zudem die Rechtssicherheit dadurch nicht ernsthaft g e- fährdet wird ( vgl. BGE 138 II 5 01 E. 3.1, BGE 137 I 273 E . 3.1; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-5410/2012 vom 28. Mai 2013 E. 4.1 und A-11/2012 vom 26. März 2013 E. 4.4; ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜL- LER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zü- rich/St. Gallen 2010, Rz. 955 ff.). Eine bloss feh lerhafte Parteibezeic h- nung kann hingegen berichtigt werden. Dies ist statthaft, wenn die Ident i- tät der Partei von Anfang an eindeutig feststand und bloss deren Bene n- nung formell falsch war (vgl. BGE 131 I 57 E. 2.2, BGE 129 V 300 E. 3.2, BGE 116 V 335 E. 4; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-4584/2011 vom 20. November 2012 E. 1.2.1, A-6610/2009 vom 21. April 2010 A-2434/2013 Seite 9 E. 2.4 ff. und A-1513/2006 vom 24. April 2009 E. 5.2; VERA MARANTELLI- SONANINI/SAID HUBER, in: Praxiskommentar VwVG [nachfolgend: Praxis- kommentar], Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Zürich 2009, Art. 6 N 48, FELIX UHLMANN/ALEXANDRA SCHWANK, Praxiskommentar, Art. 38 N 13; je mit Hinweisen). 1.2.3 Die Beschwerdeführenden 2, 3, 5 -7, 9-21 sind allesamt Vereine im Sinn von Art. 60 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 1907 (ZGB, SR 210) und als solche juristische Personen des Privatrechts. Das Erfordernis der Parteifähigkeit ist bei diesen B e- schwerdeführenden unbestrittenermassen erfüllt. Die drei übrigen ange- fochtenen Verfügungen betre ffen hingegen paritätische K ommissionen, die als einfache Gesellschaften konstituiert sind. Eine einfache Gesel l- schaft ist eine Personengemeinschaft ohne eigene Rechtspersönlichkeit. Sie ist keine juristische Person, sondern berechtigt und verpflichtet sin d immer nur die einzelnen Gesellschafter, im vorliegenden Fall die ve r- tragsschliessenden Verbände des G AV (Art. 530 ff. des Obligatione n- rechts vom 30. März 1911 [OR, SR 220]; LUKAS HANDSCHIN, in: Ho n- sell/Vogt/Watter [Hrsg.], Basler Kommentar, Obligationenrecht II, 4. Aufl., Basel 2012, Art. 530 Rz. 6, ULLIN STREIFF/ADRIAN VON KAENEL/ROGER RUDOLPH, Arbeitsvertrag, Praxiskommentar zu Art. 319−362 OR, 7. Aufl., Zürich 2012, Art. 357b N 5). Die Verfügungen vom 15. März 2013 erwei- sen sich somit insofern als fehlerhaft, als sie sich teilweise an nicht rechtsfähige einfache Gesellschaften richten . Hieraus darf jedoch – ent- gegen der Ansicht der Beschwerdeführenden 1, 4 und 8 – nicht unmittel- bar auf Nichtigkeit geschlossen werden. Aus den angefochtenen Verfügungen ergibt sich , dass sie sich an die vom Zugangsgesuch der Beschwerdegegnerin unmittelbar betroffenen paritätischen Kommissionen wenden. Der Kreis der Betroffenen ist auch bei denjenigen paritätischen Kommissionen, die als einfache Gesellschaf- ten konstituiert sind, genau bestimmbar. Es sind die Vertragsparteien des jeweiligen GAV. Der Mangel der Verfügungen besteht somit in einer u n- richtigen bzw. unvollständigen Bezeichnung der Verfügungsadressaten. Durch die mangelhafte Bezeichnung ist denn auch keiner der Beschwe r- deführenden ei n Nachteil erwachsen (vgl. Art. 38 VwVG), konnten s ie doch ihre Rechte durch die fristgerechte Anfechtung der Verfügungen ausreichend wa hren. Insgesamt besteht somit kein Anlass, wegen der fehlerhaften Parteibezeichnung auf Nichtigkeit der Verfügung en zu e r- kennen. Da dieser rein formelle Mangel zudem im vorliegenden B e- schwerdeverfahren geheilt werden k ann, rechtfertigt er für sich allein A-2434/2013 Seite 10 auch nicht die Aufhebung der Verfügungen. Die Rüge der Beschwerde- führenden 1, 4 und 8 erweist sich daher vorab als unbegründet. 1.3 Mit Eingabe vom 20. September 2013 teilen die Beschwerdeführe n- den mit, entgegen den ursprünglichen Angaben in der Beschwerdeschrift sei die Paritätische Berufskommission (PBK) Autogew erbe Ostschweiz als Verein und nicht als einfache Gesellschaft konstituiert. Wie eben dar- gelegt (vgl. vorstehend E. 1.2.2), darf e ine solch fehlerhafte Parteib e- zeichnung berichtigt werden, wenn die Identität der Parteien von Anfang an eindeutig feststand u nd bloss deren Benennung falsch war. Diese Voraussetzungen sind erfüllt, weshalb dem Antrag um Berichtigung der Parteibezeichnung stattzugeben ist. Anstelle der einzelnen Vertragspa r- teien des GAV ist der Verein Paritätische Berufskommission (PBK) Aut o- gewerbe Ostschweiz als Beschwerdeführerin 14 in das Rubrum aufzu- nehmen. 1.4 Gemäss Art. 48 VwVG ist zur Beschwerde legitimiert, wer am v o- rinstanzlichen Verfahren teilgenommen hat oder keine Möglichkeit zur Teilnahme hatte ( Art. 48 Abs. 1 Bst. a VwVG ), durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist (Art. 48 Abs. 1 Bst. b VwVG) und zudem ein schutzwürdiges – also rechtliches oder tatsächliches – Interesse an der Aufhebung oder Änderung der Verfügung hat (Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG). Die Beschwerdeführenden 2, 3, 5-7, 9-21 sind als Adressaten der angefochtenen Verfügungen unmittelbar in ihren eigenen Interessen b e- troffen und daher zur Beschwerde legitimiert. D ie im Rubrum als B e- schwerdeführenden 1, 4 und 8 aufgeführten Verbände hätten aufgrund ih- rer Gesellschafterstellung als Adressaten der angefochtenen Verfügu n- gen bezeichnet werden müssen (vgl. vorstehend E. 1.2). Als Mitglieder einer einfachen Gesellschaft bilden sie ein Gesamthandverhältnis, we s- halb Prozesshandlungen grundsätzlich nur gemeinsa m und übereinsti m- mend vorgenommen werden dürfen ( MARANTELLI-SONANINI/HUBER, Pr a- xiskommentar, Art. 6 N 11 mit Hinweisen). Diese Voraussetzung sowie die Anforderungen an die Vertretung (Art. 11 VwVG) sind vorliegend erfüllt. Sie sind durch die angefochtenen Verfügungen im Sinn von Art. 48 Abs. 1 VwVG beschwert und damit ebenfalls zur Beschwerde befugt. 1.5 Der Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens b e- stimmt sich nach dem durch die Verfügung en der Vorinstanz vom 15. März 2013 geregelten Rechtsverhältnis, soweit sie von den Be- schwerdeführenden angefochten wurden. Fragen, über welche die ersti n- stanzliche Behörde nicht entschieden hat, darf die zweite Instanz nicht A-2434/2013 Seite 11 beurteilen; sonst würde in die funktionelle Zuständigkeit der ers ten I n- stanz eingegriffen (ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl., Basel 20 13, Rz. 2.7 f. mit Hinweisen). In den nun angefochtenen Verfügungen hat die Vorinstanz ausschliesslich beurteilt, ob der Beschwerdegegnerin der Zu- gang zu den von den Beschwerdeführenden eingereichten Abrechnungen des Jahres 2010 zu gewähren ist . Für die Abrechnungen des Jah res 2013 hat die Beschwerdegegnerin kein Zugangsgesuch gestellt, weshalb die Vorinstanz darüber auch nicht entschieden hat. Das Rechtsbegeh- ren 2 der Beschwerdeführenden, der Zugang sei eventualiter erst ab dem Jahr 2013 zu gewähren, liegt somit ausserhalb des massgebenden Streitgegenstands. Darauf ist nicht einzutreten. 1.6 Auf die frist- und formgerecht eingereichten Beschwerden (Art. 50 Abs. 1 und 52 Abs. 1 VwVG) ist demnach mit der vorgenannten Ei n- schränkung einzutreten. 2. Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf Rechtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der Ausübung des Ermessens – sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49 VwVG). 3. Die Beschwerdeführenden rügen zunächst formelle Mängel der ang e- fochtenen Verfügungen bzw. des ihnen zugrunde liegenden Verfahrens. 3.1 Die Beschwerdeführenden sehen den Untersuchungsgrundsatz ve r- letzt, da die Vorinstanz versäumt habe, die Beweggründe der Beschwer- degegnerin abzuklären. Die Vorinstanz sowie die Beschwerdegegnerin weisen den Vorhalt der fehlerhaften Sachverhaltsfeststellung als unb e- gründet zurück. Vorliegend hält das Vorgehen der Vorinstanz hinsichtlich der Sachve r- haltsfeststellung der Prüfung stand . Da die Vorinstanz zur Überzeugung gelangt ist, die Beschwerdegegnerin müsse von Gesetzes wegen kein qualifiziertes Interesse am Zugang nachweisen, durfte sie die tatsächli- chen Abklärungen auf die ihrer Ansicht nach entscheidrelevanten Punkte beschränken und im Sinn einer antizipierten Beweiswürdigung auf eine detailliertere Abklärung der Beweggründe der Beschwerdegegnerin ve r-A-2434/2013 Seite 12 zichten (vgl. Art. 12 VwVG; BGE 131 I 153 E. 3; Urteil des Bundesg e- richts 1C_105/2009 vom 13. Oktober 2009 E. 2.1; PATRICK L. KRAUSKOPF/KATRIN EMMENEGGER, Praxiskommentar, Art. 12 N 28 ff.; je mit weiteren Hinweisen). Ob die rechtliche Würdigung der Vorinstanz zu- treffend ist, wird bei der materiellen Prüfung zu klären sein. Hier ist einzig festzuhalten, dass die vorgenommene Erhebung des Sachverhalts als genügend zu erachten ist. Jedenfalls lässt sich aus dem Umstand, dass die Vorinstanz die rechtlich relevante Ausgangslage a nders als die B e- schwerdeführenden gewürdigt hat , noch nicht auf eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes schliessen. 3.2 Die Beschwerdeführenden bringen weiter vor, die Vorinstanz habe ih- nen das rechtliche Gehör verwehrt. Der vage Verweis in den Verfügungen auf die Erwägungen in der Empfehlung des EDÖB erfülle die Anforderun- gen einer rechtsgenügenden Begründung nicht. Die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin stellen sich dagegen auf den Standpunkt, die Grü n- de, auf die sich die angefochtenen Verfügungen stützten, seien aus der Empfehlung des EDÖB klar ersichtlich. Der Anspruch auf rechtliches Gehör ergibt sich aus Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV, SR 101). Inhaltlich umfasst der Gehörsanspruch verschiedene Teilgehalte, so auch das Recht auf ei- nen begründeten Entscheid. Die Begründung eines Entscheid s muss so abgefasst sein, dass der Betroffene ihn sachgerecht anfechten kann (vgl. Art. 35 Abs. 1 VwVG). Dies ist nur möglich, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild m a- chen können. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten liess und auf wel che sie ihren Entscheid stützt (BGE 133 III 439 E. 3.3; Urteile des Bunde s- verwaltungsgerichts A -4854/2012 vom 7. März 2013 E. 3.1 und A-5076/2012 vom 11. Februar 2013 E. 4.2.2; vgl. auch LORENZ KNEUBÜH- LER, Die Begründungspflicht, Bern 1998, S. 22 ff.). Die Begründung braucht aber nicht in der Verfügung selbst enthalten zu sein; insbeso nde- re kann sie sich aus einer separaten schriftlichen Mitteilung ergeben (BGE 113 II 204 E. 2, BGE 99 Ib 135 E. 2a; Urteil des Bundesverwa l- tungsgerichts A-1425/2006 vom 6. November 2008 E. 6.1; UHLMANN/ SCHWANK, Praxiskommentar, Art. 35 N 13). Die angefochtenen Verfügun- gen werden diesen Anforderungen gerecht. Zwar beschränkt sich die v o- rinstanzliche Begründung im Wesentlichen darauf, auf die in dieser Streitsache ergangene Empfehlung des EDÖB zu verweisen. Der EDÖB nimmt jedoch in seiner Empfehlung eine auf den konkreten Fall bezogene A-2434/2013 Seite 13 Interessenabwägung vor und prüft insbesondere auch, ob eine Anonym i- sierung der strittigen Abrechnungen angezeigt wäre. Die Empfehlung des EDÖB, die sämtlichen Parteien ordnungsgemäss eröffnet wurde, enthält damit eine a usreichende Begründung. Da die Vorinstanz sich mit der Empfehlung des EDÖB in allen Punkte n einverstanden erklärte und die Beschwerdeführenden im vorinstanzlichen Verfahren ihre Gesuche um Erlass einer Verfügung jeweils nicht begründeten, durfte sie auf eine ei- gene ausführliche Begründung ausnahmsweise verzichten. Eine solche hätte lediglich eine Wiederholung der Erwägungen des EDÖB bedeutet. Die Beschwerdeführenden hatten mit dem Hinweis auf die Erwägungen des EDÖB zuverlässige Kenntnis von den Entschei dgründen der Vori n- stanz und waren ohne Weiteres in der Lage, sich mit diesen auseina n- derzusetzen und sie sachgerecht anzufechten. Unter den genannten Um- ständen hat die Vorinstanz ihre Begründungspflicht nicht verletzt. 3.3 Die formellen Rügen der Beschwerdeführenden erweisen sich damit als unbegründet, und es ist anschliessend auf die materiellen Vorbringen einzugehen. 4. 4.1 Das BGÖ ist am 1. Juli 2006 in Kraft getreten . Durch die Schaffung eines Rechtsanspruchs auf Zugang zu amtlichen Dokumenten, welch er unabhängig vom Nachweis besonderer Interessen besteht, wurde hi n- sichtlich der Verwaltungstätigkeit ein Paradigmenwechsel vom Gehei m- haltungsprinzip mit Öffentlichkeitsvorbehalt hin zum Öffentlichkeitsprinzip mit Geheimhaltungsvorbehalt vollzogen (Art. 6 Abs. 1 BGÖ; vgl. dazu BGE 133 II 209 E. 2.1; PASCAL MAHON/OLIVIER GONIN, in: Stephan C. Brunner/Luzius Mader [Hrsg.], Öffentlichkeitsgesetz, Handkommentar [nachfolgend: Kommentar Öffentlichkeitsgesetz] , Bern 2008 , Art. 6 Rz. 1 ff.). Das Prinzip soll Transp arenz schaffen, damit Bürgerinnen und Bürger politische Abläufe erkennen und beurteilen können. Nebst Ve r- trauen soll dadurch das Verständnis für die Verwaltung und ihr Funkti o- nieren gefördert sowie die Akzeptanz staatlichen Handelns erhöht werden (BGE 133 II 209 E. 2.3.1; BVGE 2011/52 E. 3; Urteil des Bundesverwa l- tungsgerichts A-5489/2012 vom 8. Oktober 2013 E. 4.1). 4.2 Die Beschwerdegegnerin reichte ihr Gesuch um Zugang zu den Ab- rechnungen der paritätischen Kommissionen beim SECO ein. Als Verwal- tungseinheit d es Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) gehört das SECO zur Bundesverwaltung und un-A-2434/2013 Seite 14 tersteht damit vorbehältlich spezialgesetzlicher Bestimmungen dem BGÖ (Art. 2 Abs. 1 Bst. a BGÖ i.V.m. Anhang 1 der Regierungs - und Verwal- tungsorganisationsverordnung vom 25. November 1998 [RVOV, SR 172.010.1]). Eine Ausnahme, was den sachlichen Geltungsbereich gemäss Art. 3 BGÖ betrifft, liegt nicht vor. Ebenso wenig greift vorliegend der Vorbehalt spezialgesetzlicher Regelung gemäss Art. 4 BGÖ. 5. In der Hauptsache ist zwischen den Parteien strittig geblieben, ob die A b- rechnungen der Beschwerdeführenden als amtliche Dokumente im Sinn von Art. 5 BGÖ zu qualifizieren sind. Dies wird nachfolgend als E rstes zu prüfen sein. 5.1 Die Beschwerdeführenden bringen vor, sie würden sich ausschlies s- lich im Bereich des Privatrechts bewegen und seien folglich nicht dem Geltungsbereich des BGÖ unterstellt. Die Abrechnungen enthielten über- dies Informationen, die die Vollzugskostenbeiträge der organisierten Ar- beitnehmer und Arbeitgeber beträfen. D iese Beiträge seien unabhängig von der AVE des GAV geschuldet und würden von den vorinstanzlichen Aufsichtsrechten nach Art. 5 Abs. 2 AVEG nicht erfasst . Diesen Teil der Abrechnungen hätten sie der Vorinstanz ausschlie sslich auf freiwilliger Basis und im Vertrauen auf die Geheimhaltung überlassen. Demgegenüber führt die Vorinstanz aus, gemäss den jeweiligen Bundes- ratsbeschlüssen über die AVE des GAV erfolge die Kontrolle der p aritäti- schen Kommissionen in erster Linie du rch Prüfung der jährlich einzure i- chenden Jahresrechnungen (inkl. Bericht einer anerkannten Revision s- stelle) sowie des Budgets. Das Aufsichtsrecht gestützt auf Art. 5 Abs. 2 AVEG erstrecke sich dabei nicht nur auf die Daten über die "Aussensei- ter", sondern auch auf die Daten über die organisierten Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Denn nur mit den Angaben beider Seiten könne sie die Ein- haltung der gesetzlichen Bestimmungen überprüfen. Die gesamten Ab- rechnungen seien daher als amtliche Dokumente im Sinn von Art. 5 BGÖ zu qualifizieren. Die Beschwerdegegnerin ihrerseits argumentiert, die Beschwerdeführen- den seien rechtlich verpflichtet, der Vorinstanz sowohl die Abrechnungen betreffend die "Aussenseiter" als auch betreffend die organisierten Arbeit- nehmer und Arbeitgeber einzureichen. Auf die aufsichtsrechtliche Täti g- keit der Vorinstanz finde das BGÖ klarerweise Anwendung. A-2434/2013 Seite 15 5.2 5.2.1 Der Begriff des amtlichen Dokuments wird in Art. 5 BGÖ definiert. Dieser Bestimmung zufolge handelt es sich hierbei um jede Info rmation, die auf einem beliebigen Informationsträger aufgezeichnet ist, sich im Be- sitz einer Behörde befindet, von der sie stammt oder der sie mitgeteilt worden ist, und welche die Erfüllung einer öffentli chen Aufgabe betrifft (Art. 5 Abs. 1 BGÖ). Mit Blick auf diese Legaldefinition stellt sich die Fr a- ge, ob auch private Informationen, die Dritte einer Behörde einreichen, als amtliche Dokumente im Sinn von Art. 5 BGÖ zu gelten haben. Diese Frage ist mittels Auslegung zu klären. 5.2.2 Die Konkretisierung einer Norm im Hinblick auf einzelne Leben s- sachverhalte als Teil der Gesetzesanwendung geschieht durch Ausl e- gung. Deren Ziel ist die Ermittlung des Sinngehalts der Bestimmung. Ausgangspunkt jeder Auslegung ist der Wortlaut einer Gesetzesbesti m- mung. Ist dieser nicht klar oder bestehen Zweifel, ob ein scheinbar klarer Wortlaut den wahren Sinn der Norm wiedergibt, so ist auf die übrigen Auslegungselemente zurückzugreifen; abzustellen ist insbesondere auf die Entstehungsgeschichte einer Rechtsnorm (historische Auslegung), ih- ren Sinn und Zweck (teleologische Auslegung) sowie die Bedeutung, die ihr im Kontext mit anderen Normen (systematische Auslegung) zukommt (sog. "Methodenpluralismus"; vgl. BGE 137 III 217 E. 2.4.1; Urteil des Bundesgerichts 1C_156/2011 vom 15. Juli 2011 E. 3.5.1; vgl. statt vieler Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-4962/2012 vom 22. April 2013 E. 5.1). Es sollen all jene Methoden kombiniert werden, die für den ko n- kreten Fall im Hinblick auf ein vernünftiges und praktikables Ergebnis am meisten Üb erzeugungskraft haben ( HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 217). Sind mehrere Lösungen denkbar, ist jene zu wählen, die der Verfassung entspricht (BGE 134 II 249 E. 2.3, BGE 131 II 710 E. 4.1; BVGE 2007/41 E. 4.2). 5.2.3 Nach dem im Deutschen, Französischen und Italienischen überein- stimmenden Wortlaut von Art. 5 Abs. 1 BGÖ , gelten als amtliche Dok u- mente auch die jenigen Informationen, die einer Behörde mitgeteilt wu r- den, sofern sie auf einem beliebigen Informationsträger aufgezeichnet sind und die Erfüllung einer öffentlichen Aufgaben betreffen. Der Wortlaut der Norm lässt es somit zu, dass Informationen, die aus ei ner privaten Quelle stammen, Inhalt eines amtlichen Dokuments sein können. A-2434/2013 Seite 16 5.2.4 Die historische Auslegung stellt auf den Sinn und Zweck ab, den man einer No rm zur Zeit ihrer Entstehung gab. Insbesondere bei jungen Erlassen – wie dem vorliegenden – muss dem Willen des Gesetzgebers ein grosses Gewicht beigemessen werden ( BGE 131 II 697 E. 4.1; UL- RICH HÄFELIN/WALTER HALLER/HELEN KELLER, Schweizerisches Bunde s- staatsrecht, 8. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012, Rz. 101). Dabei ist eine A b- grenzung zur teleologischen Auslegung, die auf den Regelungszweck ab- stellt, wegen des erst vor kurzer Zeit in Kraft getretenen BGÖ kaum mög- lich. Es gilt somit insgesamt, die mit der Norm verbundenen Zweckvo r- stellungen (ratio legis) zu ermitteln. Gemäss Art. 1 BGÖ dient das Gesetz d er Transparenz der Verwaltung. Das Öffentlichkeitsprinzip soll das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die staatlichen Institutionen und ihr Funktionier en fördern; es bildet z u- dem eine wesentliche Voraussetzung für eine sinnvolle demokratische Mitwirkung am politischen Entscheidfindungsprozess und für eine wir k- same Kontrolle der staatlichen Behörden (BGE 133 II 209 E. 2.3.1; BVGE 2011/53 E. 6, BVGE 2011/52 E. 3; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-5489/2012 vom 8. Oktober 2013 E. 4; STEPHAN C. BRUNNER, Kommen- tar Öffentlichkeitsgesetz, Art. 1 Rz. 5 ff.). In der Botschaft des Bundesrates zum Bundesgesetz über die Öffentlic h- keit der Verwaltung vom 12. Februar 2003 (nachfolgend: Botschaft zum BGÖ, BBl 2003 19 63) wird zu Art. 5 BGÖ erläutert, ein Dokument, wel- ches eine Organisation bzw. eine Person im Sinn von Art. 2 Abs. 1 Bst. b BGÖ ein er Behörde zur Verfügung stell e, betreffe grundsätzlich nur so weit eine öffentliche Aufga be, als diese selbst dem Öffentlichkeitsgesetz unterstellt sei (BBl 200 3 1995). Diese Auffassung des Bundesrates, die auf eine enge Auslegung schliessen lässt, wird jedoch von der Lehre als kaum haltbar beurteilt, da diese im Ergebnis die Organisationen und Pe r- sonen im Sinn von Art. 2 Abs. 1 Bst. b BGÖ – im Gegensatz zu anderen Dritten – weitgehend von der Transparenz aus nimmt. Dies dürfte, so der Einwand der Lehre, nicht dem Gesetzeszweck entsprechen (KARL NUSPLIGER, Kommentar Öffentlichkeitsgesetz, Art. 5 Rz. 23 mit Hinwe i- sen). Die Kritik der Lehre ist berechtigt. Abweichend dazu wird denn auch an anderer Stelle der Botschaft Folgendes dargelegt: " Der Zusammenhang mit einer öffentlichen Aufgabe ergibt sich nicht nur aus der Art der Information, sondern auch aus ihrem Gegenstand oder ihrem Gebrauch. Ein privates Dokument im Besitz der Verwaltung wird vom vorli e- genden Gesetzesentwurf erfasst, wenn es zur Ausübung einer öffentlichen Aufgabe verwendet wird, so zum Beispiel, wenn es in Zusammenhang mit A-2434/2013 Seite 17 einem Entscheidungsprozess steht. Dies ist der Fall bei Dokumenten, welche die Verwaltung für die Zusprechung einer Bewilligung verlangt und die vom Gesuchsteller oder der Gesuchstellerin vorgelegt werden, ebenso bei Dok u- menten, welche der Verwaltung von Privaten im Rahmen eines Aufsichtsve r- hältnisses übermittelt werden. Vorbehalten bleibt der Schutz des Privatl e- bens oder des Geschäftsgeheimnisses (BBl 2003 1994)." Diese letzteren Ausführungen des Bundesrates sprechen somit dafür, dass Informationen privaten Ursprungs vom Geltungsbereich des BGÖ erfasst werden können. Wie zudem auch die Wortprotokolle zu den pa r- lamentarischen Beratungen klar aufzeigen, wollte der Gesetzgebe r b e- wusst Informationen von Privaten, die im Besitz einer Behörde sind, im Geltungsbereich des BGÖ belassen. So wies die Sprecherin der vorber a- tenden Kommission in den ständerätlichen Beratungen darauf hin, private Schreiben mit amtlichem In halt seien als amtliche Dokumente im Sinn von Art. 5 BGÖ zu betrachten (Votum Forster-Vannini, Amtliches Bulletin der Bundesversammlung [AB] 2003 S 1139). Der Nationalrat lehnte über- dies einen Minderheitsantrag ab, der das Ziel hatte, den Zugang zu priva- ten Dokumenten vom Geltungsbereich des Öffentlichkeitsgesetzes gene- rell auszuschliessen. Die vorberatende Kommission des Nationalrates führte gegen den Minderheitsantrag an , ein solches Vorgehen widersprä- che der Definition eines amtlichen Dokuments nach Art. 5 BGÖ. Das Ge- setz trage den Befürchtungen des Minderheitsantrages aber in Ar t. 7 Abs. 1 Bst. h, Art. 9 und Art. 11 BGÖ Rechnung. Damit sei sichergestellt, dass private Schreiben nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht we r- den, wenn deren Inhalt Vertra ulichkeit gebiete (Votum Wyss, AB 2004 N 1258). 5.2.5 Nach der Gesetzessystematik ist die hier strittige Norm im 1. Abschnitt des BGÖ aufgeführt, welcher die allgemeinen Bestimmungen enthält und u.a. de n persönlichen und sachliche n Geltungsbereich des Gesetzes definiert. Im 2. Abschnitt ist das Recht auf Zugang zu amtlichen Dokumenten normiert. Der dortige Art. 7 Abs. 1 Bst. h BGÖ sieht als Aus- nahmebestimmung vor, dass der Zugang zu amtlichen Dokumenten ei n- geschränkt, aufgeschoben oder verweigert wird, wenn dur ch seine G e- währung Informationen vermittelt werden können, die der Behörde von Dritten freiwillig mitgeteilt worden sind und deren Geheimhaltung die B e- hörde zugesichert hat (vgl. hierzu auch nachstehend E. 8.3). Wären I n- formationen von Privaten tatsächlich bereits vom Geltungsbereich des BGÖ ausgenommen, wie dies von den Beschwerdeführenden vertreten wird, hätte der Gesetzgeber auf eine solche Ausnahmebestimmung ve r- zichten können. Die Gesetzessystematik spricht vielmehr dafür, dass der A-2434/2013 Seite 18 Geltungsbereich des B GÖ weit zu fassen ist und den von einem Z u- gangsgesuch betroffenen Privatinteressen erst im Rahmen der gesetzl i- chen Ausnahmebestimmungen sowie der Interessenabwägung im Einzel- fall Rechnung zu tragen ist. 5.2.6 Als Fazit der Auslegung kann festgehalten werden, da ss nach der grammatikalischen Auslegung der Gesetzeswortlaut es zulässt, dass In- formationen von Privaten als amtliche Dokumente gelten, sofern auch die übrigen gesetzlichen Voraussetzungen gegeben sind. Gemäss der histo- risch-teleologischen Auslegung ist der Anwendungsbereich des BGÖ g e- rade in Bezug auf Informationen aus privaten Quellen weit zu fassen. Das Ergebnis der grammatikalischen und historisch-teleologischen Auslegung findet sich schliesslich in der systematischen Auslegung bestätigt . Die verschiedenen Auslegungsmethoden führen somit zum Resultat, dass auch Informationen von Privaten , die die Voraussetzun gen von Art. 5 BGÖ erfüllen, als amtliche Dokumente zu qualifizieren sind und damit dem Geltungsbereich des BGÖ unterliegen. 5.3 Angesichts der dargelegten Rechtslage bleibt zu klären, ob im ko n- kreten Fall die von den Beschwerdeführenden eingereichten Abrechnun- gen der Legaldefinition von Art. 5 BGÖ entsprechen. Gemäss Art. 5 Abs. 2 i.V.m. Art. 20 Abs. 2 AVEG unterstehen die Be- schwerdeführenden der Aufsicht durch die Vorinstanz (vgl. GIACOMO RONCORONI, in: Handbuch zum kollektiven Arbeitsrecht, Andermatt et al. [Hrsg.], Basel 2009, Art. 5 AVEG Rz. 199 ff. mit Hinweisen). Im Rahmen dieses Aufsichtsverhältnisses haben die Beschwerdeführenden der Vor- instanz die hier strittigen Abrechnungen des Jahres 2010 eingereicht. Diese befinden sich nun bei einer dem BGÖ unterliegenden Behörde (vgl. vorstehend E. 4.2) und enthalten Informationen, welche zur Ausübung e i- ner öffentlichen Aufgabe, nämlich der aufsichtsrechtlichen Kontrolle, Ver- wendung finden. Folglich stellen sie amtliche Dokumente im Sinn von Art. 5 BGÖ dar. Dies hat – entgegen der Ansicht der Beschwerdeführe n- den – für die gesamten Abrechnungen zu gelten . Wie die Vorinstanz in der Vernehmlassung überzeugend dargelegt hat, würde eine Beschrä n- kung der Aufsichts rechte auf die "Aussenseiter" eine effektive aufsichts- rechtliche Kontrolle verunmöglichen. Namentlich liesse sich eine unzuläs- sige Vorzugsbehandlung der organsierten Arbeitnehmer und Arbeitgeber gegenüber den "Aussenseitern" nicht feststellen. Für eine solche B e- schränkung der Aufsicht finden sich den n auch keine Anhaltspunkte i n A-2434/2013 Seite 19 Art. 5 Abs. 2 AVEG. Die Rechtsbegehren 2 und 3 der Beschwerdeführen- den erweisen sich insofern als unbegründet. Vollständigkeitshalber ist darauf hinzuweisen, dass bei dieser Sachlage offenbleiben kann, ob die paritätischen Kommissionen selbst eine öffentli- che Aufgabe erfüllen, soweit der GAV für allgemeinverbindlich erklärt wurde, bzw. ob auch sie nach Art. 2 Abs. 1 Bst. b BGÖ dem Öffentlic h- keitsgesetz unterstehen. Die entsprechenden Vorbringen der Parteien können ungeprüft bleiben. Sie sind vorliegend nicht von Entscheidrel e- vanz. 6. Als Zwischenfazit ist daher festzuhalten, dass d ie von den Beschwerd e- führenden eingereichten Abrechnungen als amtliche Dokumente im Sinn von Art. 5 BGÖ zu qualifizieren sind. Da die übrigen gesetzlichen Voraus- setzungen unbestrittenermassen gegeben sind, findet das BGÖ auf die vorliegende Streitsache Anwendung. In einem nächsten Schritt ist zu prü- fen, ob der Beschwerdegegnerin Zugang zu den Abrechnungen des Jah- res 2010 zu gewähren ist. 7. 7.1 Die Beschwerdeführenden führen in ihrer Eventualbegründung aus, der Beschwerdegegnerin fehle es schon an einem schutzwürdigen Int e- resse am Zugang zu den Abrechnungen der paritätischen Kommissionen. Die bisherige Berichterstattung der Beschwerdegegnerin zeige, dass sie nicht an der Transparenz der Verwaltung im Sinn von Art. 1 BGÖ interes- siert sei, sondern das Gesetz allein dazu nutze, Zugang zu privaten D o- kumenten zu erhalten. Dies sei nicht Sinn und Zweck des BGÖ und stelle eine Gesetzesumgehung dar, welches keinen Rechtsschutz verdiene. Dagegen weist die Vorinstanz darauf hin, die Beschwerdegegnerin habe für ein Zugangsgesuch nach BGÖ kein besonderes Interesse nachzuwei- sen. In Ergänzung zur Vernehmlassung der Vorinstanz führt die Beschwerd e- gegnerin aus, ihr Einsichtsgesuch entspräche vollumfänglich der ratio l e- gis des BGÖ, nämlich der Schaffung von Transparenz für die Öffentlic h- keit. 7.2 Gemäss Art. 6 Abs. 1 BGÖ hat jede Person das Recht, amtliche D o- kumente einzusehen und von den Behörden Auskünfte über deren Inhalt A-2434/2013 Seite 20 zu erhal ten (vgl. BGE 133 II 209 E. 2.1; BVGE 2011/52 E. 3, BVGE 2011/53 E. 6). Das Gesuch um Zugang zu amtlichen Dokumenten kann formlos gestellt werden und muss nicht begründet werden (Art. 7 Abs. 1 der Verordnung über das Öffentlichkeitsprinzip der Verwaltung vom 24. Mai 2006 [VBGÖ, SR 152.31]). Jede natürliche oder juristische Per- son verfügt damit über ein subjektives Recht auf Zugang zu amtlichen Dokumenten, ohne dass ein besonderes Interesse nachgewiesen oder die vorgesehene Verwendung – zu kommerziellen oder privaten Zwecken – offengelegt werden müsste. D adurch soll der Kreis derjenigen, die Z u- gang verlangen können, so weit w ie möglich gezogen werde n (Botschaft zum BGÖ, BBl 2003 2002; MAHON/GONIN, Kommentar Öffentlichkeitsge- setz, Art . 6 Rz. 22 f.; vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgericht s A-4307/2010 vom 28. Februar 2013 E. 7.2 mit Hinweisen). Gemäss Lehre und der konstanten Rechtsprechungspraxis ist die Beschwerdegegnerin somit nicht verpflichtet, ein besonderes Interesse für ihr Zugangsgesuch nachzuweisen. 7.3 Eine andere Frage ist jedoch, und darauf dürfte die Argumentation der Beschwerdeführenden abzielen, ob der Beschwerdegegnerin wegen rechtsmissbräuchlichen Verhaltens de r Zugang zu den strittigen Dok u- menten zu verweigern ist . Rechtsmissbräuchlich handeln können sowohl Private als auch Be hörden (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 717). Das Verbot des Rechtsmissbrauchs gilt nicht nur für das Privatr echt, son- dern auch im öffentlichen Recht und ist insbesondere im Verwaltung s- recht ein seit langem von der Rechtsprechung anerkannter Grundsatz (PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI/MARKUS MÜLLER, Allgemeines Ver- waltungsrecht, 3. Aufl., Bern 2009, § 22 Rz. 26; vgl. HEINRICH HONSELL, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler K ommentar, Zivilgesetzbuch I, 4. Aufl., Basel 2010, Art. 2 Rz. 35 ). Gemäss bundesgerichtlicher Praxis liegt ein Rechtsmissbrauch namentlich dann vor, wenn ein Rechtsinstitut zweckwidrig zur Verwirklichung von Interessen verwendet wird, die dieses Institut nicht schützen will, oder wenn das Interesse an der Rechtsau s- übung entweder fehlt oder nur von geringer Schutzwürdigkeit ist und de s- sen Ausübung als Schikane erscheint (BGE 134 I 65 E. 5, BGE 131 I 166 E. 6.1; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 716, vgl. HONSELL, a.a.O., Art. 2 Rz. 39). Selbst wenn das Zugangsgesuch der Beschwerdegegnerin allein dazu dienen sollte, in den Besitz der Abrechnungen der paritätischen Kommis- sionen zu gelangen so wie diese zu veröffentlichen und die Beschwerde- gegnerin nicht an der Transparenz über die Verwaltungstätigkeit der Vo r-A-2434/2013 Seite 21 instanz interessiert wäre, wie dies die Beschwerdeführenden behaupten, könnte darin noch kein rechtsmissbräuchliches Verhalten erblickt werden. Die Beschwerdeführenden ver kennen, dass das BGÖ kein schutzwürdi- ges Interesse für den Zugang voraussetzt noch einen bestimmten Ver- wendungszweck der Dokumente vorgibt. Ein rechtmissbräuchliches Ver- halten darf folglich nicht leichthin angenommen werden. Ohnehin dient das Gesuch der Beschwerdegegnerin sehr wohl der Tra nsparenz der Verwaltung im Sinn von Art. 1 BGÖ. Denn sollte die Beschwerdegegnerin im Fall eines Zugangs Unregelmässigkeiten in den Abrechnungen der Beschwerdeführenden feststellen und darüber berichten , würde damit gleichzeitig auch die aufsichtsrechtliche Tätigkeit der Vorinstanz beleu ch- tet werden. Die Beschwerdegegnerin hat mit ihrem Zugangsgesuch von den Rechten Gebrauch gemacht, die ihr das BGÖ eröffnet , ohne die Schranke zum R echtsmissbrauch zu überschreiten (vgl. auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-4307/2010 vom 28. Februar 2013 E. 7 mit Hinweisen). 8. Die Beschwerdeführenden berufen sich d es Weiteren auf die Ausnahme- bestimmungen von Art. 7 Abs. 1 Bst. g und h BGÖ. 8.1 Die privaten oder öffentlichen Interessen, welche die Geheimhaltung rechtfertigen können, müssen das (öffentliche) Interesse am Zugang b e- ziehungsweise an der Transparenz überwiegen. Das Gesetz nimmt die entsprechende Interessenabwägung selber vorweg, indem es in a b- schliessender Weise die verschiedenen Fälle überwiegender öffentlicher oder privater Interessen als Au snahmeklauseln aufzählt (Urteil des Bun- desverwaltungsgerichts A-5489/2012 vom 8. Oktober 2013 E. 6.1 mit Hinweisen; Botschaft zum BGÖ, BBl 2003 2006 ). Die Beweislast zur W i- derlegung der Vermutung des freien Zugangs, die durch das BGÖ aufg e- stellt wird, obliegt der Behörde (BVGE 2011/52 E. 6; Botschaft zum BGÖ, BBl 2003 2002; MAHON/GONIN, Kommentar Öffentlichkeitsgesetz, Art. 6 Rz. 11). Dabei hängt die Wirksamkeit dieser Ausnahmeklauseln einerseits davon ab, dass die Beeinträchtigung im Fall einer Offenlegung von einer gewissen Erheblichkeit sein muss und andererseits, dass ein ernsthaftes Risiko bezüglich des Eintritts besteht, mithin der Schaden nach d em übli- chen Lauf der Dinge und mit hoher Wahrscheinlichkeit eintrifft. Im Zwe i- felsfall ist es angebracht, sich für den Zugang zu entscheiden (BVGE 2011/52 E. 6; BERTIL COTTIER/RAINER J. SCHWEIZER/NINA WIDMER, Kom- mentar Öffentlichkeitsgesetz, Art. 7 Rz. 4). A-2434/2013 Seite 22 8.2 Der Zugang zu amtlichen Dokumenten wird eingeschränkt, aufg e- schoben oder verweigert, wenn durch seine Gewährung Berufs -, G e- schäfts- oder Fabrikationsgeheimnisse offenbart werden können (Art. 7 Abs. 1 Bst. g BGÖ) . Bei den Berufs -, Geschäfts - oder Fabrikationsge- heimnissen handelt es sich nicht um alle Geschäftsinformationen, über welche die Verwaltung verfügt, sondern nur um wesentliche Daten, deren Kenntnisnahme durch die Konkurrenz Marktverzerrungen bewirken b zw. dazu führen würden, dass dem betro ffenen Unternehmen ein Wettb e- werbsvorteil genommen wird ( Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-5489/2012 vom 8. Oktober 2013 E. 6.2 ff.; Botschaft zum BGÖ, BBl 2003 2012; COTTIER/SCHWEIZER/WIDMER, Kommentar Öffentlichkeitsg e- setz, Art. 7 Rz. 41 f.; je mit Hinweisen). Diese Ausnahmebestimmung fin- det vorliegend indes keine Anwendung . Wie in der Empfehlung des EDÖB zutreffend ausgeführt wird, sind die Beschwerdeführenden au f- grund der jeweiligen AVE des GAV keinem Wettbewerbsverhältnis ausge- setzt. Es ist daher auszuschliessen, dass es im Fall der Zugangsgewäh- rung zu einer Wettbewerbsverzerrung kommen könnte. Es fehlt somit be- reits am Element der Konkurrenzsituation und damit an einer Anspruchs- voraussetzung von Art. 7 Abs. 1 Bst. g BGÖ. 8.3 Gemäss Art. 7 Abs. 1 Bst. h BGÖ kann der Zugang zu amtlichen D o- kumenten auch dann eingeschränkt, aufgeschoben oder verweigert wer- den, wenn durch seine Gewährung Informationen vermittelt werden kö n- nen, die der Behörde von Dritten freiwillig mitgeteilt worden sind und de- ren Geheimhaltung die Behörde zugesichert hat. Die Ausnahmeregelung von Art. 7 Abs. 1 Bst. h BGÖ findet Anwendung, wenn folgende drei A n- forderungen kumulativ erfüllt sind: Zunächst müssen die Informationen von einer Privatperson, nicht aber von einer Behörde mitgeteilt worden sein. Sodann müssen die betreffenden Informationen von sich aus, d.h. nicht im Rahmen einer gesetzlichen o der vertraglichen Verpflichtung ab- gegeben worden sein und schliesslich muss die Verwaltung die Zusich e- rung der Vertraulichkeit auf ausdrückliches Verlangen des Informanten er- teilt haben (BVGE 2011/52 E. 6.3; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-4307/2010 vom 28. Februar 2013 E. 8; COTTIER/SCHWEIZER/WIDMER, Kommentar Öffentlichkeitsgesetz , Art. 7 Rz. 47). Wie an anderer Stell e (vgl. vorstehend E. 5.3) bereits ausgeführt, unterstehen die gesamten Ab- rechnungen der Beschwerdeführenden der Aufsicht durch die Vorinstanz (Art. 5 Abs. 2 AVEG). Mit der en Einreichung sind die Beschwerdeführe n- den allein ihren gesetzlich vorgesehenen Rechenschaftspflichten nac h- gekommen. Die Einreichung erfolgte – entgegen der Auffassung der B e-A-2434/2013 Seite 23 schwerdeführenden – nicht auf freiwilliger Basis, weshalb der Ausnahme- tatbestand von Art. 7 Abs. 1 Bst. h BGÖ gleichfalls nicht greift. 9. In einem nächsten Schritt ist zu prüfen, ob durch den Zugang zu den A b- rechnungen der Beschwerdeführenden die Privatsphäre Dri tter beei n- trächtigt werden kann und deshalb der Zugang gemäss Art. 7 Abs. 2 BGÖ eingeschränkt, aufgeschoben oder verweigert werden darf. 9.1 Gemäss dem Wortlau t von Art. 7 Abs. 2 BGÖ ist die Einschränkung, Aufschiebung oder Verweigerung des Zugangs zu amtlichen Dokume n- ten, welche die Privatsphäre Dritter beeinträchtigen können, die Regel. Wenn ein überwiegendes öffentliches Interesse vorliegt, darf aber au s- nahmsweise der Zugang zu solchen Daten erfolgen. Hier verfügt die B e- hörde demnach über einen grösseren Ermessenspielraum als nach Art. 7 Abs. 1 BGÖ (Botschaft zum BGÖ, BBl 2003 2007, 2013; COT- TIER/SCHWEIZER/WIDMER, Kommentar Öffentlichkeitsgesetz, Art. 7 Rz. 50). 9.2 Die Definition und Eingrenzung des Begriffs der Privatsphäre lässt sich aus den Umschreibungen zu Art. 13 Abs. 2 BV und Art. 28 ZGB so- wie der Bedeutung des Schutzes der Persönlichkeit herleiten. Der Begriff der Privatsphäre und des Schutzes der Persönli chkeit sind deckung s- gleich, wobei die Gefahr einer Beeinträchtigung der Privatsphäre zumeist in der Bekanntgabe von Personendaten gründet ( COTTIER/ SCHWEIZER/WIDMER, Kommentar Öffentlichkeitsgesetz, Art. 7 Rz. 65 f.). Der Begriff "Personendaten" deckt sic h dabei mit der Definition in Art. 3 Bst. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1992 über den Datenschutz (DSG, SR 235.1; BVGE 2011/52 E. 7.1; Urteil des Bundesverwaltungsge- richts A -5489/2012 vom 8. Oktober 2013 E. 7.2.1). Personendaten g e- mäss DSG sind alle Angaben, die sich auf eine bestimmte oder bestim m- bare Person beziehen, wobei es sich um natürliche und juristische Pe r- sonen handeln kann. Mit "Angaben" ist jede Art von Information oder Aussage gemeint, und zwar jeder Art, jeden Inhalts und jeder Form (DAVID ROSENTHAL, in: David Rosenthal/Yvonne Jöhri [Hrsg.], Handko m- mentar zum Datenschutzgesetz [nachfolgend: Handkommentar Date n- schutzgesetz], Zürich 2008, Art. 3 Bst. a N 6 ff.). Bei den hier strittigen Ab- rechnungen handelt es sich um Informationen zur fina nziellen Situation der einzelnen paritätischen Kommissionen und damit um Personendaten im Sinn des Gesetzes . Überdies sind in den Abrechnungen der B e- schwerdeführenden 1 und 4 Namen, Adresse n sowie weitere Personen-A-2434/2013 Seite 24 daten einzelner Betriebe zu finden, die dem GAV unterstellt sind. Die bei- den genannten Abrechnungen beinhalten somit auch Personendaten von Drittpersonen, die am vorliegenden Verfahren nicht beteiligt sind. Dass solche Personendaten von Drittpersonen, die am vorliegenden Verfahren nicht beteiligten sind, in weiteren Abrechnungen enthalten sind, ergibt sich hingegen nicht aus den Akten und wurde im Übrigen weder von der Vorinstanz bzw. dem EDÖB noch von den Beschwerdeführenden selbst vorgebracht. 9.3 Der Zugang zu amtlichen Dokumenten mit Personendaten darf nur in Konkretisierung des Verhältnismässigkeitsprinzips (BGE 133 II 209 E. 2.3.3) eingeschränkt, aufgeschoben, verweigert oder – in Ausnahme- fällen – mit Auflagen oder Bedingungen verbunden werden (Botschaft zum BGÖ, BBl 2003 2005 ff.). Das Gebot der Verhältnismässigkeit ver- langt, dass die vom Gesetzgeber oder von der Behörde gewählten Ve r- waltungsmassnahmen für das Erreichen des gesetzten Ziels geeignet, notwendig und für den Betroffenen zumutbar sind. Der angestrebte Zweck muss in einem vernünftigen Verhältnis zu den eingesetzten Mitteln beziehungsweise zu den zu seiner Verfolgung notwendigen Beschrä n- kungen stehen, die den Privaten auferlegt werden. Die Verwaltung s- massnahme darf in sachlicher, räumlicher, zeitlicher und personeller Hi n- sicht nicht einsc hneidender sein als erforderlich und hat zu unterbleiben, wenn eine gleich geeignete, aber mildere Massnahme für den angestre b- ten Erfolg ausreichen würde (BGE 130 I 16 E. 5, BGE 128 II 292 E. 5.1; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-5489/2012 vom 8. Oktober 2013 E. 7.2.2 mit Hinweisen ). Wenn ein amtliches Dokument nur b e- schränkt Informationen enthält, die nicht veröffentlicht werden können, wie beispielsweise Personendaten, verlangt das Verhältnismässigkeit s- prinzip, dass das Dokument anonymisiert wird ( Art. 9 Abs. 1 BGÖ; Bot- schaft zum BGÖ, BBl 2003 2005; COTTIER/SCHWEIZER/WIDMER, Kom- mentar Öffentlichkeitsgesetz, Art. 7 Rz. 54). 9.4 Amtliche Dokumente, welche Personendaten enthalten, sind nach Möglichkeit vor der Einsichtnahme zu anonymisieren (Art. 9 Abs. 1 BGÖ). Wenn ein Dokument nicht anonymisiert werden kann, kommt Art. 19 DSG zur Anwendung (Art. 9 Abs. 2 BGÖ; Botschaft zum BGÖ, BBl 2003 2016). Erst wenn die Betroffenen vernünftigerweise nicht identifizierbar sind, gilt ein Dokument als anonym im Sinn des DSG. Ist dagegen eine Reidentifi- zierung ohne unverhältnismässigen Aufwand möglich, so enthält das D o- kument Personendaten im Sinn des DSG und fällt nach Art. 9 Abs. 2 BGÖ in dessen Geltungsbereich, obwohl eine Anonymisierung gemäss Art. 9 A-2434/2013 Seite 25 Abs. 1 BGÖ vorgen ommen wurde (BVGE 2011/52 E. 7.1; ALEXANDRE FLÜCKIGER, Kommentar Öffentlichkeitsgesetz, Art. 9 Rz. 31). Letztlich sind Streichungen oder Abdeckungen aber nur dann vorzunehmen, wenn die inhaltlichen Zusammenhänge verständlich bleiben, die mit dem ve r- langten Dokument vermittelt werden. Ist dies nicht mehr der Fall, sollte der Zugang verweigert werden ( COTTIER/SCHWEIZER/WIDMER, in: Ko m- mentar Öffentlichkeitsgesetz, Art. 7 Rz. 8). 9.5 In der Empfehlung vom 20. Februar 2013 hält der EDÖB fest, die in den Dokumenten enthaltenen Bank- und Postkontonummern können ein- geschwärzt werden. Diesbezüglich ist auf die Empfehlung des EDÖB zu verweisen, welche nicht zu beanstanden ist. Zu Bedenken Anlass gibt hingegen, dass die Vorinstanz die Schwärzung der Bank- und Postkonto- nummern nicht in das Dispositiv der Verfügung en vom 15. März 2013 aufgenommen hat. Im Sinn der Klarheit der Verfügungen wäre dies ange- zeigt gewesen (vgl. TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, a.a.O., § 29 Rz. 16). In den Abrechnungen der Beschwerdeführenden 1 und 4 sind sodann Personendaten von Drittpersonen zu finden, die am vorliegenden Verfah- ren nicht beteiligt sind . Konkret haben die Beschwerdeführenden 1 der Vorinstanz eine Abrechnungsliste vom 16. Juni 2011 eingereicht, die Au f- schluss über Namen, Adressen sowie die Höhe der Zahlungen der dem GAV unterstehenden Betriebe gibt (Beilage 1 zu act. 13, S. 1 und 2), und auf der Erfolgsrechnung der Beschwerdeführenden 4 vom 1. Dezember 2010 sind diejenigen Betriebe, bei denen Anwalts- und Kontrollkosten an- gefallen sind, namentlich aufgeführt (Beilage 4 zu act. 13, S. 2). Diese Namen und Adressen sind vorliegend ebenfalls zu schwärzen. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die Identität der betroffenen Betriebe nicht mehr oder nur mit ausserordentlichem Aufwand festges tellt werden kann. Eine solche Anonymisierung beeinflusst die inhaltliche Aussagekraft der Dokumente nicht. In diesem Punkt sind die Beschwerden der Beschwer- deführenden 1 und 4 somit gutzuheissen. Eine weitergehende Anonymisierung, wie dies die Beschwe rdeführenden eventualiter fordern, ist hingegen abzulehnen. Würden im vorliegenden Fall tatsächlich alle Angaben in den Abrechnungen geschwärzt werden, die Rückschlüsse auf die Identität der einzelnen paritätischen Kommissi- onen zuliessen, würden sie ihren Informationsgehalt im Wesentlichen ver- lieren, wenn nicht sogar unverständlich werden. Da aus den genannten Gründen eine vollständige Anonymisierung nicht möglich ist, beurteilt sich A-2434/2013 Seite 26 das Zugangsgesuch nach den materiellen Vorschriften des DSG (Art. 9 Abs. 2 BGÖ). 10. 10.1 Gemäss Art. 19 Abs. 1bis DSG, mit welchem eine Koordinationsnorm für die Regelung des Zugangs zu amtlichen Dokumenten mit Persone n- daten geschaffen wurde, dürfen Bundesorgane gestützt auf das Öffen t- lichkeitsgesetz Personendaten bekannt geben, wenn d iese im Zusa m- menhang mit der Erfüllung öffentlicher Aufgaben stehen (Bst. a) und an deren Bekanntgabe ein überwiegendes öffentliches Interesse besteht (Bst. b; vgl. auch Art. 7 Abs. 2 BGÖ; YVONNE JÖHRI, Handkommentar Da- tenschutzgesetz, Art. 19 N 31; Botschaft zum BGÖ, BBl 2003 2033 ). Die erstgenannte Voraussetzung trägt dem Zweckbindungsgebot Rechnung und ergibt sich für das Öffentlichkeitsgesetz bereits aus der Definition des Begriffs "amtliches Dokument" in Art. 5 Abs. 1 Bst. c BGÖ ( JÖHRI, Hand- kommentar D atenschutzgesetz, Art. 19 N 54; Botschaft zum BGÖ, BBl 2003 2033). Die zweite Voraussetzung verlangt nach einer Abwägung der konkret auf dem Spiel stehenden Interessen: Geht es um die Beurteilung des Zugangs zu besonders schützenswerten Personendaten im Sinn von Art. 3 Bst. c DSG oder Persönlichkeit sprofilen im Sinn von Art. 3 Bst. d DSG, dürfte die Güterabwägung eher zugunsten der Privatsphäre Dritter erfolgen (BVGE 2011/52 E. 7.1.1 mit Hinweisen; JÖHRI, Handkommentar Datenschutzgesetz, Art. 19 N 45). Das öffentliche Interesse am Zugang kann aber gemäss Art. 6 Abs. 2 VBGÖ überwiegen, wenn die Zugän g- lichmachung einem besonderen Informationsinteresse der Öffentlichkeit dient, insbesondere aufgrund wichtiger Interessen (Bst. a), die Zugän g- lichmachung dem Schutz spezifischer öffentlicher Interessen dient, insbe- sondere dem Schutz der öffentlichen Ordnung und Sicherheit oder der öf- fentlichen Gesundheit (Bst. b), oder die Person, deren Privatsphäre durch die Zugänglichmachung beeinträchtigt werden könnte, zu einer dem Öf- fentlichkeitsgesetz unterstehenden Behörde in einer rechtlichen oder fa k- tischen Beziehung steht, aus der ihr bedeutende Vorteile erwachsen (Bst. c). Denkbar ist ein Zugang, wenn es sich um Dokumente handelt, welche im Zusammenhang mit der Gewährung n amhafter wirtschaftlicher Vorteile an Einzelne stehen, wenn Inhaber von Bewilligungen und Ko n- zessionen betroffen sind oder wenn es sich um Verträge handelt, die der Staat mit Privaten abgeschlossen hat oder wenn die Angabe der Daten freiwillig und ohne beh ördlichen oder gesetzlichen Zwang erfolgt ist (Bo t- schaft zum BGÖ, BBl 2003 2013, 2033; COTTIER/SCHWEIZER/WID-MER, Kommentar Öffentlichkeitsgesetz, Art. 7 Rz. 72, 82). Unproblematisch ist A-2434/2013 Seite 27 zudem eine Publikation, bei welcher es nach den Umständen des jeweil i- gen Einzelfalls unwahrscheinlich ist, dass sie die Privatsphäre der betro f- fenen Person beeint rächtigt (BVGE 2011/52 E. 7.1.1; JÖHRI, Handko m- mentar Datenschutzgesetz, Art. 19 N 48). Voraussetzung ist jedoch, dass nicht eine andere Ausnahmeklausel gemäss Art. 7 Abs. 1 BGÖ oder eine spezialgesetzliche Geheimnisnorm nach Art. 4 BGÖ dem Zugang entg e- gensteht (Botschaft zum BGÖ, BBl 2003 2007, 2013; COT- TIER/SCHWEIZER/WIDMER, Kommentar Öffentlichkeitsgesetz, Art. 7 Rz. 72). 10.2 In der hier zu beurteilenden Streitsache stehen keine anderen Au s- nahmeklauseln nach Art. 7 Abs. 1 BGÖ und keine spezialgesetzlichen Geheimnisnormen nach Art. 4 BGÖ dem Zugang entgegen (vgl. vorst e- hend E. 4 und 8). Was die Abwägung der sich entgegenstehenden Int e- ressen im Sinn von Art. 19 Abs. 1bis DSG anbelangt, ist festzuhalten, dass vom Zugangsgesuch keine besonders schützenswerte Personendaten gemäss Art. 3 Bst. c DSG betroffen sind. Zudem ist nicht ersichtlich, in- wiefern durch die Zugangsgewährung eine Persönlichkeitsverletzung der Beschwerdeführenden riskiert wird respektive für diese mehr als eine "ge- ringfügige oder bloss unangenehme Konsequenz" entstehen könnte (BVGE 2011/52 E. 7.1.2; Urtei l des Bundesverwaltungsgericht s A-5489/2012 vom 8. Oktober 2013 E. 7.3; COTTIER/SCHWEIZER/WIDMER, Kommentar Öffentlichkeitsge setz, Art. 7 Rz. 58; je mit Hinweisen ). Zu- mindest wurde von den Beschwerdeführenden nicht substanziiert darge- legt, dass ihnen konkrete Nachteile droh ten, sollten die Abrechnungen der Beschwerdegegnerin zugänglich gemacht werden. Demgegenüber ist zu Gunsten de s Zugangsgesuchs der Beschwerdegegnerin anzuführen, dass die paritätischen Kommissionen einer staatlichen Aufsicht durch die Vorinstanz unterstellt sind. Bei der AVE eines GAV ist die Aufsichtskom- petenz der Vorinstanz das zent rale Instrument, um sicherzustellen, dass die paritätischen Kommissionen ordnungsgemäss geführt werden. Es be- steht daher ein hohes Interesse der Öffentlichkeit, ihrerseits die Aufsichts- tätigkeit der Vorinstanz nachzuvollziehen. Dies setzt voraus, dass der Zu- gang zu den Abrechnungen gewährt wird. Insgesamt ist somit das öffent- liche Interesse an der Offenlegung der Abrechnungen höher zu gewic h- ten, als die vorliegend nicht sehr bedeutenden Geheimhaltungsinteressen der Beschwerdeführenden . Die Beschwerde erweis t sich somit in der Hauptsache als unbegründet. A-2434/2013 Seite 28 11. 11.1 Aus dem Grundsatz der Rechtsgleichheit (Art. 8 BV) sowie dem Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 BV) folgt, dass eine Behörde im Rahmen der Rechtsanwendung gleiche Sachverhalte gleich zu beurteilen hat bzw. das Vertrauen in die Fortführung einer Praxis grundsätzlich zu schützen ist (BGE 135 II 78 E. 2.4, BGE 125 I 458 E. 4a; HÄFE- LIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 507 ff. mit Hinweisen ). Eine Änderung der Praxis lässt sich regelmässig nur begründen, wenn die neue Lösung besserer Erkenntnis der ratio legis, veränderten äusseren Verhältnissen oder gewandelter Rechtsanschauung entspricht; andernfalls ist die bishe- rige Praxis beizubehalten. Eine Praxisänderung muss sich demnach auf ernsthafte sachliche Gründe stützen können, die – vor allem im Interesse der Rechtssicherheit – umso gewichtiger sein müssen, je länger die als nicht mehr richtig erkannte Rechtsanwendung befolgt wurde (BGE 139 IV 62 E. 1.5.2, BGE 137 III 352 E. 4.6; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-419/2013 vom 17. Oktober 2013 E. 4.1; je mit Hinweisen). In Bezug auf die hier zu beurteilende Streitfrage ist es fraglich, ob für Zugangsgesuche zu den Abrechnungen der p aritätischen Kommissionen bereits eine ei n- gelebte, bzw. ständige Praxis der Vorinstanz besteht, welche einen An- spruch auf Gleichbehandlung und entsprechendes Vertrauen zu begrü n- den vermag. Gemäss Rechtsprechung und Lehre darf indes eine Praxis ohnehin geändert werden, wenn die bisherige als unrichtig erkannt wurde (BGE 133 V 37 E. 5.3.3; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 511). Wie dargelegt, ist der Beschwerdegegnerin gestützt auf das BGÖ Zugang zu den hier strittigen Abrechnungen zu gewähren . Die richtige Rechts - anwendung stellt einen sachlichen und wichtigen Grund für eine allfällige Praxisänderung der Vorinstanz dar. Wie die Vorinstanz zudem zu verst e- hen gibt, erliess sie ihre Verfügungen in grundsätzlicher Weise, im Sinn einer für die Zukunft wegleitenden Praxis. Das Interesse an de r richtigen Rechtsanwendung ist vorliegend höher zu werten als das Einzelinteresse der Beschwerdeführenden, weiterhin von einer allfällig anderslautenden bisherigen Praxis der Vorinstanz profitieren zu können. 11.2 Eine zulässige neue Praxis ist grundsätzlich sofort und in allen hä n- gigen Verfahren anzuwenden. Im Einzelfall kann dieser Regel der Schutz von Treu und Glauben entgegenstehen, namentlich bei einer verfahren s- rechtlichen Änderung; diesfalls darf die neue Praxis nicht ohne vorgäng i- ge Ankündigung Anwendung finden (BGE 132 II 153 E. 5.1; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -1374/2011 vom 5. Januar 2012 E. 3.5.1; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 638 ff.; je mit Hinweisen ). Da die A-2434/2013 Seite 29 allfällige Praxisänderung der Vorinstanz keine Verfahrensfrage tangiert und – wie bereits mehrfach erwähnt – die Beschwerdeführenden zur jähr- lichen Einreichung der Abrechnungen an die Vorinstanz ohnehin ve r- pflichtet sind, durfte die Vorinstanz bereits aus diesen Gründen auf eine vorgängige Ankündigung der allfälligen Praxisänderung verzichten. Das Schlichtungsverfahren vor dem EDÖ B würde überdies seines Sinnes be- raubt, wenn es der Vorinstanz anschliessend verwehrt wäre, in besserer Erkenntnis der ratio legis und gestützt auf die Empfehlung des EDÖB von ihrer ursprünglich vertretenen Auffassung abzuweichen. Die Erke nntnis- se, die die Vorinstanz aus dem Schlichtungsverfahren gewonnen hat, durfte sie in das laufende Verfahren einfliessen lassen. 11.3 Gemäss dem Gebot von Treu und Glauben (Art. 9 BV) und dessen Teilgehalten dürfen sich Private auf behördliche Handlungen, nam entlich Zusicherungen und Auskünfte, welche berechtigterweise bestimmte ve r- haltenswirksame Erwartungen wecken, auch dann verlassen, wenn diese unrichtig waren oder gar nicht hätten getätigt werden dürfen ( TSCHAN- NEN/ZIMMERLI/MÜLLER, a.a.O., § 22 Rz. 3). Damit das erweckte Vertrauen geschützt wird und im Einzelfall vom Gesetz abgewichen werden darf, ist regelmässig zusätzlich eine nachteilige Vertrauensbetätigung erforderlich, d.h. dass der Private gestützt auf sein Vertrauen eine Disposition getätigt hat. Selbst wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, ist im Einzelfall zw i- schen den Interessen der betreffenden Person und dem mit dem verlet z- ten Gesetz verfolgten öffentlichen Interesse abzuwägen ( vgl. BGE 137 II 182 E. 3.6; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-2836/2012 vom 17. Juni 2013 E. 8.3, A -4796/2011 vom 12. März 2012 E. 4.2 und A-793/2011 vom 20. Februar 2012 E. 4.2; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 626 ff.; 668 ff.; je mit Hinweisen ). Vorliegend behaupten die Beschwerdeführenden nicht, die Vorinst anz habe ihnen konkret zuges i- chert, Zugangsgesuche von Dritten, die gestützt auf das BGÖ bei ihr ein- gingen, abzuweisen. Auch aus den Akten ergeben sich keine Anhalt s- punkte für eine solche Vertrauensgrundlage. Es besteht folglich auch kein Geheimhaltungsanspruch gestützt auf den Vertrauensschutz. 11.4 Inwieweit darüber hinaus ein Verstoss gegen das Willkürverbot. (Art. 9 BV) vorliegen soll, ist nicht ersichtlich und wird von den Beschwe r- deführenden denn auch nicht näher substanziiert. 12. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen sind die Beschwerden der Beschwerdeführenden 2, 3 und 5 bis 21 abzuweisen, soweit darauf ei n-A-2434/2013 Seite 30 zutreten ist. Die Vorinstanz hat der Beschwerdegegnerin Zugang zu den eingereichten Abrechnungen des Jahres 2010 zu gewähre n, wobei ent- sprechend der Empfehlung des EDÖB sämtliche Bank - und Postkont o- nummern einzuschwärzen sind. Dagegen sind die Beschwerden der Be- schwerdeführenden 1 und 4 insofern teilweise gutzuheissen, als nicht nur sämtliche Bank - und Postkontonummer n, sonder n zusätzlich auch die Namen und Adressen derjenigen Betriebe, die in den Abrechnungen auf- geführt sind, zu schwärzen sind (Abrechnungsliste der Beschwerdefü h- rerenden 1 vom 16. Juni 2011 [Beilage 1 zu act. 13, S. 1 und 2] und E r- folgsrechnung der Beschwerdeführenden 4 vom 1. Dezember 2010 [Bei- lage 4 zu act. 13, S. 2]; vgl. vorstehend E. 9.5). Im Übrigen sind die Be- schwerden der Beschwerdeführenden 1 und 4 ebenfalls abzuweisen, so- weit darauf einzutreten ist. Anzumerken bleibt, dass das von der Beschwerdeführerin 17 eingereich- te Protokoll der Vorstand ssitzung, datierend vom 15. März 2011 (Beila- ge 17 zu act. 13, S. 1- 3), sowie der von der Beschwerdeführerin 19 ein- gereichte Geschäftsbericht des Jahres 2009 (Beilage 19 zu act. 13, S. 1-11) nicht zu den hier strittigen Abrechnungen gehören und vom Zu- gangsgesuch der Beschwerdegegnerin nicht erfasst werden. Vor der Ge- währung des Zugangs hat die Vorinstanz diese beiden Dokumente aus den Akten zu entfernen. 13. Schliesslich sind die Kosten und eine allfällige Entschädigung festzuse t- zen. 13.1 Bei diesem Verfahrensausgang gelten die Beschwerdeführenden 2,3 und 5 bis 21 als vollständig unterliegend und haben die Verfahrenskosten im Umfang von je Fr. 500.- zu tragen. Die Beschwerdeführenden 1 und 4 gelten als teilweise unterliegend , weshalb ihnen reduzierte Verfahren s- kosten von je Fr. 250.- aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und En t- schädigungen vor dem Bundesverwaltungsger icht [VGKE, SR 173.320.2]). Die von den Beschwerdeführenden zu tragenden Verfah- renskosten werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss jeweils ver- rechnet. Der Restbetrag wird ihnen nach Eintritt der Rechtskraft des vo r- liegenden Urteils zurückerstattet. Soweit d er Beschwerdegegnerin im Umfang ihres Unterliegens Verfa h- renskosten von Fr. 500.- aufzuerlegen wären, erscheint eine solche Ko s-A-2434/2013 Seite 31 tenpflicht aus in der Sache liegenden Gründen als unverhältnismässig . Die Beschwerdegegnerin musste nicht damit rechnen , dass schützens- werte Personendaten von Betrieben in den Abrechnungen der p aritäti- schen Kommissionen enthalten sind, da diese weder im Schlichtungsver- fahren vor dem EDÖB noch im vorinstanzlichen Verfahren zur Diskussion standen. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.- sind daher der Beschwerde- gegnerin gestützt Art. 63 Abs. 1 VwVG und Art. 6 Bst. b VGKE zu erlas- sen. 13.2 Der Vorinstanz als Bundesbehörde (Art. 7 Abs. 3 VGKE) und den vollständig unterliegenden Beschwerdeführerenden 2,3 und 5 bis 21 ist keine Parteientsch ädigung zuz usprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 VGKE e contrario). Die Beschwerdegegnerin sowie die Beschwerdeführenden 1 und 4 haben als anwaltlich vertretene und teilweise obsiegende Parteien Anspruch auf Entschädigung der ihnen erwachsenen notwendigen und verhältnismä s- sig hohen Kosten (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 ff. VGKE). Vorlie- gend haben die Parteien keine Kostennote einge reicht. Daher legt das Bundesverwaltungsgericht die Parte ientschädigung auf Grund der Akten fest (Art. 14 Abs. 2 VGKE). Der Beschwerdegegner in ist unter Berüc k- sichtigung des Umfangs der Akten eine Parteientschädigung von ge- samthaft Fr. 2'500.- (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen. Sie ist von den Beschwerdeführenden 2, 3 und 5 bis 21 zu gleichen Teilen und unter solidarischer Haftung zu tragen (Art. 64 VwVG i.V.m. Art. 6a und Art. 7 Abs. 5 VGKE; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 4.70). Entsprechend dem Verfahrensausgang wäre die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, den Beschwerdeführe nden 1 und 4 der Hälfte ihrer Parte i- kosten zu ersetzen (Art. 64 Abs. 2 und 3 VwVG) ; sie hätte allerdings ih- rerseits Anspruch auf Ersatz der Hälfte ihrer eigenen Parteikosten. Des- wegen rechtfertigt es sich, diese Parteikosten wettzuschlagen. A-2434/2013 Seite 32 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. 1.1 Die Beschwerden der Beschwerdeführenden 2, 3 und 5 bis 21 we r- den abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. Der Beschwerdegegnerin wird Zugang zu den von den Beschwerdeführenden 2, 3 und 5 bis 21 eingereichten Abrechnungen des Jahres 2010 – nach erfolgter Anonymi- sierung der Bank- und Postkontonummern – gewährt. 1.2 Die Beschwerden der Beschwerdeführenden 1 und 4 werden teilwe i- se gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist. Der Beschwerdegegnerin wird Zugang zu den von den Beschwerdeführenden 1 und 4 eingereic h- ten Abrechnungen des Jahres 2010 – nach erfolgter Anonymisierung im Sinn der Erwägungen – gewährt. 2. 2.1 Den Beschwerdeführenden 2, 3 und 5 bis 21 werden Verfahrenskos- ten von je Fr. 500.– auferlegt. Diese werden mit dem gelei steten Kosten- vorschuss von je Fr. 1'500.– verrechnet. Der Restbetrag von je Fr. 1'000.– wird ihnen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurüc k- erstattet. Hierzu ha ben sie dem Bundesverwal tungsgericht ihre Post - oder Bankverbindung anzugeben. 2.2 Den Beschwerdeführenden 1 und 4 werden Verfahrenskosten von je Fr. 250.– auferlegt. Diese werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss von je Fr. 1'500.– verrechnet. Der Restbetrag von je Fr. 1'250.– wird ih- nen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. Hierzu haben sie dem Bundesverwaltungsgericht ihre Post - oder Bank- verbindung anzugeben. 3. 3.1 Der Beschwerdegegnerin wird eine Parteientschädigung von gesamt- haft Fr. 2'500.- (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zugesprochen, we l- che ihr von den Beschwerdeführenden 2, 3 und 5 bis 21 nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu gleichen Teilen und unter solidari- scher Haftung zu vergüten ist. 3.2 Die weiteren Parteikosten der Beschwerdegegnerin und der B e- schwerdeführenden 1 und 4 werden wettgeschlagen. A-2434/2013 Seite 33 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführenden (Gerichtsurkunde) – die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Einschreiben) – das Generalsekretariat WBF (Gerichtsurkunde) – den EDÖB (z.K.) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Maurizio Greppi Flurina Peerdeman A-2434/2013 Seite 34 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14 , Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Frist steht still vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 Abs. 1 Bst. c BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die U n- terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: