B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-2640/2011 U r t e i l v o m 1 2 . J u n i 2 0 1 2 Besetzung Richter Ronald Flury (Vorsitz), Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz, Richter Frank Seethaler, Gerichtsschreiber Alexander Schaer. Parteien A._______, vertreten durch Regula Schwaller, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenrente. B-2640/2011 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a Der am (…) geborene A._______ (Beschwerdeführer) arbeitete bis zu seiner aus gesundheitlichen Gründen erfolgten Arbeitsaufgabe (…) als Landwirt. Zwischen (…) und (…) war der Beschwerdeführer in der Schweiz erwerbstätig und entrichtete in dieser Zeit Beiträge an die obliga- torische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (IV act. […]). Mit Gesuch vom 1. Juli 2009 (eingegangen bei der IV-Stelle für Versicher- te im Ausland IVSTA [Vorinstanz] am 15. Dezember 2009) beantragte der Beschwerdeführer eine Invalidenrente (IV act. […]). A.b Mit Verfügung vom 22. März 2011 stellte die Vorinstanz fest, dass der Beschwerdeführer ab dem 1. November 2008 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente infolge eines Invaliditätsgrades von 58 % habe. Nachdem das Gesuch am 1. Juli 2009 gestellt worden sei, könne die Rente ab dem 1. Januar 2010 ausbezahlt werden (IV Act. […] f.). Für ihren Entscheid konnte sich die Vorinstanz auf folgende Berichte stüt- zen: – Bericht von Dr. B._______ vom (…) (IV act. […]) – Bericht von Dr. C._______ vom (…) (IV act. […]) – Bericht von Dr. D._______ vom (…) (IV act. […] f.) – Bericht von Dr. E._______ vom (...) (IV act. […]) – Bericht von Prof. F._______ vom (…) (IV act. […]) – Bericht von Dr. G._______/Dr. H._______/Dr. I._______ vom (…) (IV act. […]) – Bericht von Dr. D._______ vom (…) (IV act. […] bzw. […]) – Bericht von J._______ vom (…) (IV act. […]) – Bericht von Dr. K._______ vom (…) (IV act. […]) – Bericht von L._______ vom (…) (IV act. […]) – Bericht von M._______ vom (…) (IV act. […]) – Bericht von Dr. K._______ vom (…) (IV act. […]) – Bericht von Dr. D._______ vom (…) (IV act. […]) – Bericht von Dr. D._______ vom (…) (IV act. […]) B-2640/2011 Seite 3 – Bericht von Dr. N._______ vom (…) (IV act. […]) – Bericht von Dr. O._______ vom (…) (IV act. […]) bzw. – Medizinische Stellungnahme de s Arztes des regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) vom (…), Dr. med. P ._______ (IV act. […]) – Stellungahme von Dr. med. P ._______ zu den Einwänden des B e- schwerdeführers im Rahmen der Gewährung des rechtlichen Gehörs vom (…) (IV act. […]) B. Mit Beschwerde vom 5. Mai 2011 gelangte der Beschwerdeführer ans Bundesverwaltungsgericht und beantragt in materieller Hinsicht die Au f- hebung der vorinstanzlichen Verfügung sowie die Zusprechung einer h ö- heren Rente. Zur Begründung führt der Beschwerdeführer aus, dass er gesundheitlich schwer geschädigt sei und daher keiner noch so leichten, adaptierten E r- werbstätigkeit nachgehen könne, was aus den Arztberichten einde utig hervorgehe. Des Weiteren sei ungeklärt, ob der RAD-Arzt ein Arzt der all- gemeinen Medizin sei oder sich auf einem Fachgebiet ausweisen könne. C. Mit Schreiben vom 30. Mai 2011 legte der Beschwerdeführer ergänzend einen Arztbericht von Dr. med. Q._______, Innere Medizin / Rheumatol o- gie FMH, vom (…) ins Recht. D. Mit Vernehmlassung vom 15. August 2011 beantragt die Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung der angefochtenen Ve r- fügung. Der Vernehmlassung liegt unter and erem eine Stellungnahme von Dr. med. P ._______ zum Arztbericht von Dr. med. Q._______ bei. Darin führt der RAD-Arzt aus, dass die Schlussfolgerungen von Dr. Q._______ die Möglichkeit von Verweisungstätigkeiten nicht berücksichtige und die Schlussfolgerungen nicht nachvollziehbar seien. Er halte daher an seiner bisherigen Stellungnahme fest. E. Mit Replik vom 1. November 2011 hält der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest und betont, dass aus den Arztberichten unmissverständlich B-2640/2011 Seite 4 hervorgehe, dass der Beschwerdeführer seinen angestammten Beruf s o- wie jegliche berufliche Tätigkeit nicht mehr ausüben könne. Zudem sei gemäss dem Arztberich t von Dr. Q._______ auch eine leichte Aktivität kaum noch möglich und eine Erhöhung der Rente gerechtfertigt. Ganz allgemein seien zudem die von Dr. P ._______ aufgelisteten Verweisungs- tätigkeiten dem Beschwerdeführer nicht zumutbar. Schliesslich könne sich der RAD-Vertrauensarzt weder auf dem Fachg e- biet der Orthopädie, der Rheumatologie, der inneren Medizin noch der Neurologie ausweisen und sei dem Beschwerdeführer nie begegnet. Dessen Meinung widerspreche denjenigen der Fachärzte, welche den Patienten seit Jahren behandeln und beurteilen würden. F. Mit Duplik vom 10. Januar 2012 beantragt die Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung der angefochtenen Verfügung. Der Duplik liegt eine Stellungnahme von Dr. med. P ._______ bei. Darin hält der RAD-Arzt an seinen bisherigen Ausführungen fest. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes über das Bundesverwaltung s- gericht vom 17. Juni 2005 (Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32) i.V.m. Art. 33 lit. d VGG und Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA (Vorinstanz) . Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 ( Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG, SR 172.021) soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). Gemäss Art. 3 lit. dbis VwVG bleiben in sozial versicherungsrechtlichen Verfahren die besonderen B e- stimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozia l-B-2640/2011 Seite 5 versicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1) vorbehalten. Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen dieses Gesetzes auf die bundesgesetzlich geregelten Sozialversicherungen anwendbar, wenn und soweit die einzelnen Sozialversicherungsgesetze es v orsehen. Nach Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invalidenve r- sicherung (Art. 1a-26bis und 28-70 IVG) anwendbar, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. 1.3 Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änd e- rung, sodass er im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerdelegitimiert ist. Die Eingabefrist sowie die Anforderungen an Form und Inhalt der Beschwe r- deschrift wurden gewahrt (vgl. Art. 60 ATSG sowie 52 Abs. 1 VwVG), und auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor. Auf die B e- schwerde ist somit einzutreten. 2. Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren zur Anwendung gelangen. 2.1 Der Beschwerdeführer ist (…) Staatsangehöriger und somit Staat s- angehöriger eines Mitgliedstaates der Europäischen Union, so dass vo r- liegend die fol genden Erlasse anwendbar sind: D as am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen zwischen der Schweizerischen E idgenossen- schaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitglie d- staaten andererseits über die Freizügigkeit vom 21. Juni 1999 ( nachfol- gend: Freizügigkeitsabkommen bzw. FZA, SR 0.142.112.681), sein A n- hang II, die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (nachfolgend: Verordnung Nr. 1408/71; SR 0.831.109.268.1) sowie die Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. März 1972 über die Durchf ührung der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 (nachfolgend: Verordnung Nr. 574/72; SR 0.831.109.268.11) (vgl. Art. 80a IVG). Das Freizügigkeitsabkommen setzt die verschiedenen bis dahin geltenden bilateralen Abkommen zwischen der Schweizer i- schen Eidgenossenschaft und den einzelnen Mitgliedstaaten der Europ ä- ischen Union insoweit aus, als darin derselbe Sachbereich geregelt wird (Art. 20 FZA). B-2640/2011 Seite 6 Soweit das Freizügigkeitsabkommen und dabei insbesondere dessen Anhang II, der die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit r e- gelt (Art. 8 FZA), und dessen Ausführungserlasse keine abweichenden Bestimmungen vorsehen, ist mangels einer einschlägigen gemeinschafts- rechtlichen bzw. abkommensrechtlichen Regelung die Ausgestaltung des Verfahrens sowie die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen einer schweizerischen Invalidenrente grundsätzlich Sache der innerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 253 E. 2.4). Daraus folgt, dass die Verwa l- tung und im B eschwerdefall das Gericht den Leistungsanspruch des B e- schwerdeführers gemäss Art. 3 Abs. 1 der Verordnung Nr. 1408/71 grundsätzlich nach den für schweizerische Staatsangehörige geltenden Regeln zu beurteilen haben. 2.2 Nach den allgemeinen intertemporalrec htlichen Regeln finden in for- mellrechtlicher Hinsicht mangels anderslautender Übergangsbestimmu n- gen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze Anwendung, welche im Zei t- punkt der Beschwerdebeurteilung Geltung ha ben (BGE 130 V 1 E. 3.2). Für die richterliche Beurt eilung sind schliesslich nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichts grundsätzlich die tatsächlichen Ve r- hältnisse zur Zeit des Erlasses der angefochtenen Verfügung massg e- bend (BGE 132 V 368 E. 6.1). 3. 3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Ver sicherten Anspruch auf ei- ne Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabe n- bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), und die z u- sätzlich während ei nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durc h- schnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ( vgl. Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). 3.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht b ei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % Anspruch auf eine ganze Rente, bei einem Invalidität s- grad von mindestens 60 % Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem solchen von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente. Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, werden jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (vgl. Art. 13 ATSG) in der Schweiz h aben (vgl. B-2640/2011 Seite 7 Art. 29 Abs. 4 erster Satz IVG), was laut Rechtsprechung eine besondere Anspruchsvoraussetzung darstellt ( BGE 121 V 264 E. 6c). Eine Ausnahme von diesem Prinzip gilt seit dem 1. Juni 2002 für Schweizer Bürger und Staatsangehörige der EU, denen bereits ab einem Invalid i- tätsgrad ab 40 % eine Rente ausgerichtet wird, wenn sie in einem Mi t- gliedstaat der EU Wohnsitz haben, was vorliegend der Fall ist. 3.3 3.3.1 Nach Art. 8 Abs. 1 ATSG ist die Invalidität die voraussichtlich ble i- bende oder längere Zei t dauernde ganze oder teil weise Erwerbsunfähig- keit, die Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG). Der Begriff "Invalidität" ist demnach nicht nach med i- zinischen Kriterien definiert, sondern nach der Unfähigkeit, Erwerbsein- kommen zu erzielen ( BGE 102 V 165) oder sich im bisherigen Aufgabe n- bereich zu betätigen. Dabei sind die Erwerbs - bzw. Arbeitsmöglichkeiten nicht nur im angestammten Beruf bzw. in der bisherigen Tätigkeit, so n- dern auch in zumutbaren Verweisungstät igkeiten zu prüfen. Der Vers i- cherte hat sich somit eine zumutbare Arbeitsmöglichkeit anrechnen zu lassen (leidensangepasste Verweisungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.), wobei es unerheblich ist, ob er seine Restarbeitsfähigkeit tatsächlich ve r- wertet oder nic ht. Ebenso ist ein nichterwerbstätiger oder teilweise e r- werbstätiger Versicherter aufgrund des im gesamten Sozialversich e- rungsrecht geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht geha l- ten, im Rahmen des Möglichen und Zumutbaren Verhaltensweisen zu entwickeln, welche die Auswirkungen seiner Behinderung im ihn betre f- fenden Aufgabenbereich reduzieren (vgl. BGE 133 V 504 E. 4.2 mit Hi n- weisen). 3.3.2 Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der E r- werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen A r- beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Art. 7 Abs. 2 ATSG hält dabei fest, dass für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit ausschlies s- lich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen sind. Eine Erwerbsunfähigkeit liege zudem nur vor, wenn sie aus objekt i- ver Sicht nicht überwindbar sei. 3.3.3 Arbeitsunfähigkeit ist di e durch eine Beeinträchtigung der körperl i- chen und geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, B-2640/2011 Seite 8 im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Be- ruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 4. 4.1 Der Beschwerdeführer rügt unter anderem sinngemäss, dass der Arzt der regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) lediglich eine Aktenbeurteilung vorgenommen und den Beschwerdeführer nie persönlich unt ersucht ha- be. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist dies nicht per se unz u- lässig. Gemäss Art. 49 Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversiche- rung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.201) führt der RAD für die Beu r- teilung der medizinischen Vorauss etzungen des Leistungsanspruchs nur "bei Bedarf" selber ärztliche Untersuchungen durch. In den übrigen Fällen stützt er seine Beurteilung auf die vorhandenen ärztlichen Unterlagen ab. Das Fehlen eigener Untersuchungen vermag daher seine Stellungnah- men, Ber ichte oder Gutachten für sich alleine nicht in Frage zu stellen. Dies gilt insbesondere dann, wenn es im Wesentlichen um die Beurte i- lung der erwerblichen Folgen eines feststehenden medizinischen Sac h- verhalts geht und somit die direkte ärztliche Befassung m it dem Vers i- cherten in den Hintergrund rückt ( vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1). 4.2 Weiters rügt der Beschwerdeführer, dass der RAD-Arzt sich unter an- derem auf den Fachgebieten Orthopädie, Rheumatologie und Neurologie nicht ausweisen könne und daher nicht kompetent sei, die Arbeitsfähi g- keit des Beschwerdeführers zu beurteilen. Auch diesbezüglich geht die Rüge des Beschwerdeführers fehl. Zwar trifft es zu, dass Dr. P ._______ gemäss Akten über einen Facharzttitel in "All- gemeine Innere Medizin FMH" und nicht in anderen Fachgebieten ve r- fügt, doch vermag dies im vorliegenden Fall nicht bereits per se seine Un- fähigkeit zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu begründen. RAD-Ärzte müssen über die im Einzel fall gefragten persönl i- chen und fachli chen Qualifikationen verfügen (Urteil des Bundesgerichts 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1 mit Hinweisen). Ein Facharzt für Allgemeine Medizin ist dabei gemäss Rechtsprechung grundsätzlich in der Lage, die medizin ische Situation des Versicherten nach Einsicht in Berichte von jeweiligen Fachärzten schlüssig und zuverlässig zu beurte i-B-2640/2011 Seite 9 len ( vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts C-3983/2009 vom 17. August 2011 E. 4.2.3 sowie C -6572/2009 vom 12. Oktober 2011 E. 3.3.3). 4.3 Im vorliegenden Fall hat der betreffende RAD -Arzt seinen Bericht un- ter anderem auch nach Einsicht in die vom Beschwerdeführer vorgele g- ten Arztberichte, welche teilweise von Fachspezialisten stammen, ausg e- arbeitet. Dabei ging es im Wesentlichen um d ie Beurteilung der erwerbl i- chen Folgen eines feststehenden medizinischen Sachverhalts . Der RAD- Arzt war somit nicht verpflichtet, den Beschwerdeführer persönlich zu u n- tersuchen und es fehlt ihm auch nicht an der Kompetenz zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. Auf die Frage der Würdigung des Berichtes des RAD -Arztes im Gesamtkontext wird nachfolgend g e- sondert eingegangen. 5. 5.1 5.1.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Ge sund- heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits- unfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeits leistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können ( vgl. BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen, BGE 115 V 133 E. 2). 5.1.2 Für den Beweiswert eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen b e- ruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der m e- dizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet, und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft des Beweis- mittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegeb e- nen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a). Schliesslich ist hinsichtlich des Beweiswertes seiner Aussagen die fachl i- che Qualifikation eines Arztes von erheblicher Bedeutung (vgl. Urteile des B-2640/2011 Seite 10 Bundesgerichts I 142/07 vom 20. November 2007 E. 3.2.3 sowie I 362/06 vom 10. April 2007 E. 3.2.1, jeweils mit Hinweisen). Auch auf Stellung- nahmen der RAD kann nur abgestellt werden, wenn sie den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genügen (Urteil des Bundesgerichts 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1 mit Hinweisen). 5.2 5.2.1 Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, s o- fern das Gesetz nicht etwas Abweichend es vorsieht, nach dem Bewei s- grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Mö g- lichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhalt s- darstellung zu folgen , die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen (BGE 126 V 353 E. 5b mit Hinweisen). 5.2.2 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerdeverfah- ren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 40 des Bunde s- gesetzes über den Bundeszivilprozess vom 4. Dezember 1947 [SR 273] i.V.m. Art. 19 VwVG) . Gleichwohl erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut achten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b mit Hinweisen). Nimmt der RAD selber keine Untersuchung vor, ist ein Aktengutachten bzw. ein Aktenbericht nur dann zulässig, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und di e- se Daten unbestritten sind; der Untersuchungsbefund muss lückenlos vorliegen, damit der Experte imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild zu verschaffen (Urteil des Bundesgerichts 8C_514/2008 vom 31. März 2009 E. 5). Berichte der b e- handelnden Ärzte sind aufgrund deren auftragsrechtlicher Vertrauensstel- lung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen. Dies gilt für den allgemein praktizierenden Hausarzt wie für den be handelnden Spezialarzt ( Urteil des Bundesgerichts I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 mit Hinweisen). Bei der Abschätzung des Beweiswerts dürfen allerdings auch die potent i- ellen Stärken der Berichte behandelnder Ärzte nicht vergessen werden. Der Umstand allein, dass eine Einschätzung vom behandelnden Mediz i- ner stammt, darf nicht dazu führen, sie als von vornherein unbeachtlic h einzustufen. Auf der anderen Seite ist es nicht zulässig, ein Administrativ- B-2640/2011 Seite 11 oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslaute n- den Einschät zungen gelangen (Urteil des Bundesgeric hts 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2). 5.3 Im vorliegenden Fall ist der medizinische Sachverhalt unbestritten. Zu prüfen ist somit einzig die Frage, ob Dr. P ._______ gestützt auf die ihm vorliegenden Akten die richtigen Schlüsse gezogen hat bzw. ob die vom Beschwerdeführer eingereichten Berichte die Ergebnisse von Dr. P ._______ und dabei insbesondere die Frage der Zumutbarkeit von leichten Verweisungstätigkeiten halbtags in Frage zu stellen vermögen. 5.3.1 Einleitend ist hinsichtlich der Berichte von Dr. B._______, Dr. C._______, Dr. D._______, Dr. E._______, Prof. F._______, Dr. G._______/Dr. H._______/Dr. I._______, J._______, L._______ und M._______ (IV act. […], […]-[…] ,[…], […]-[…], […]-[…]) anzumerken, dass diese lediglich den medizinischen Sachverhalt wiedergeben und sich nicht direkt zur Frage der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers äussern. Da der medizinische Sachverhalt im vorliegenden Fall unbestri t- ten i st und dieser auch von den nachfolgend ausführlich behandelten Arztberichten umfassend abgedeckt wird, kann auf weitere Ausführungen zu diesen Berichten verzichtet werden. 5.3.2 Für die vorliegende Frage entscheidend sind die vom Beschwerdeführer im Rahmen seiner Beschwerde zu den Akten gelegten Arztberichte von Dr. K._______ (IV act. […] u. […]), Dr. N._______ (IV act. […]), Dr. O._______ (IV act. […]) und Dr. med. Q._______ bzw. des RAD- Arztes Dr. med. P ._______ (IV act. […]). 5.3.2.1 Mit Bericht vom (…) sowie (…) bescheinigt Dr. K._______ dem Beschwerdeführer, dass letzterer Symptome und Folgeerscheinungen e i- ner Operation mit Fixierung im Segment C1 -C2 und einer Arthrodese (Spondylodese) aufweise mit Entnahme des Knochentransplantats am Hüftbein. Er bescheinigt weiter eine Bandscheibenprotusion C4-C5, einen engen Wirbelkanal L4 -L5 und L5 -S1 mit besonders akzentuierten Anze i- chen für eine chronisch neurogene Muskelatrophie auf der Höhe der zu den Myotomen von L5 gehörigen Muskeln, wobei dies rechts ausgeprä g- ter sei und einer ausgeprägten chronischen Einschränkung der Nerve n- wurzeln entspreche. Schliesslich stellte Dr. K._______ das Vorliegen von B-2640/2011 Seite 12 Bluthochdruck, Diabetes Typ 2 sowie Dyslipidämie fest. Die klinische S i- tuation des Beschwerdeführers habe sich trotz medikamentöser Behand- lung verschlimmert, so dass seiner Ansicht nach der Beschwerdeführer definitiv und dauerhaft unfähig sei, seinen Beruf oder ähnliches ausz u- üben. 5.3.2.2 Mit Bericht vom (…) stellte Dr. N._______ einleitend eine atlanto- axiale Instabilität fest, weswegen der Beschwerdeführer (…) operiert wurde (Fixierung C1 -C2 und Arthrodese [Spondylodese] mit Entnahme des Knochentransplantats am Hüftbein). Das CT der Nackenw irbelsäule ([…]) zeige eine Protusion bei C5 -C6, welche links ausgeprägter sei, mit Kontakt zur Nervenwurzel C6 und dem Fixiermaterial bei C1-C2. Das MRI ([…]) zeige weiters ein verstärktes Signal auf der Höhe C1-C2 bei T2, das bei T1 revertiere. Das TC de r Lendenwirbelsäule weise Diskopathien bei L3 bei S1 auf mit Bandscheibenprotusion und Kontakt mit dem Theka l- sack bei L4 -L5 und L5 -S1 und Eindringen in den Foraminalraum rechts sowie Wurzelkontakt bei L5. Schliesslich werde dieser Zustand durch die Elektromyografie bestätigt, welche deutliche Anzeichen für eine beidseit i- ge, rechts ausgeprägtere, neurogene Muskelatrophie der Myotome von L5 zeige. Der Beschwerdeführer sei daher seiner Ansicht nach arbeitsu n- fähig. 5.3.2.3 Mit Bericht vom (…) bescheinigt Dr. O._______, dass der B e- schwerdeführer als Folge einer atlantoaxialen Instabilität an einer chron i- schen osteoartikulären Erkrankung leide, welche (…) operiert wurde. Der Beschwerdeführer leide weiterhin unter Schmerzen und Nackensteifheit und habe Schwierigkei ten, Rotationsbewegungen auszuführen. Zudem habe er Schmerzen und Parästhesien in den oberen Extremitäten und Muskelschwäche. Im (…) habe der Beschwerdeführer zudem einen c e- rebrovaskulären Insult erlitten. Als Folge dieser Erkrankungen übe der Beschwerdeführer seit (…) seinen Beruf nicht mehr aus, was auch so bleiben müsse, da er körperlich nicht dazu in der Lage sei, irgendeine be- rufliche Tätigkeit auszuüben. 5.3.2.4 Der RAD-Arzt, Dr. med. P ._______, stellt in seinem Bericht vom (…) die Hauptdiagnose: Status nach Arthrodese C1/C2, Diskusprotusi o- nen cervikal und lumbal sowie Nervenkompression lumbal. Als Nebend i- agnose (mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) führt der Bericht auf: Insulinabhängiger Diabetes mellitus sowie Dyslipidämie. Er bescheinigt dem Beschwerdeführer, für seinen bisherigen Beruf als Landwirt nicht B-2640/2011 Seite 13 mehr arbeitsfähig zu sein, doch könnten ihm leichte Verweisungstätigke i- ten halbtags noch zugemutet werden. 5.3.2.5 Mit Bericht vom (…) stellt Dr. med. Q._______ folgende Diagnose: – Periathropathia humeroscapularis rechts – Cervicoscpondylogenes Syndrom rechts – St nach Spondylodese – Protusion C5/C6 links mit Kontakt zur Nervenwurzel C6 links – Lumbospondylogenes Syndrom rechts – Protusion L5/S1 – Kontakt zur Nervenwurzel L5 bds – Haltungsinsuffizienz – Metabolisches Syndrom – Diabetes mellitus Typ 2, insulinpflichtig seit (…) – Hypercholesterinämie – arterielle Hypertonie – Adipositas – St nach cerebrovaskulärem Insult – Chronische Gastritis In seiner Beurteilung kommt Dr. Q._______ zum Schluss, dass eine Ve r- besserung der Situation dank therapeutischen Massnahmen nicht zu e r- warten und schwere sowie mittelschwere Tätigkeiten nicht mehr denkbar seien. Die Tatsache, dass der Beschwerdeführer wegen seinen Schme r- zen nur noch wenige Kilometer mit dem Auto fahren könne, sag e vieles über die Beeinträchtigung im Alltag, geschweige denn in einer beruflichen Tätigkeit. Auch seien die cervicalen Beschwerden beim Essen der B e- weis, dass eine leichte Aktivität kaum noch möglich sei, zumal die Sens i- bilitätsstörungen der Finger feinmo torische Tätigkeiten verhindern wü r- den. Es rechtfertige sich daher aus seiner Sicht eine Erhöhung der Inval i- dität des Beschwerdeführers. 5.3.3 Hinsichtlich des Berichts von P ._______ ist anzumerken, dass di e- ser den beweisrechtlichen Anforderungen an einen Arztbericht (vgl. E. 5.1.2 u. E. 5.2.2) genügt. So wurde dieser insbesondere in Kenntnis der eingereichten Berichte des Beschwerdeführers ausgearbeitet (vgl. B-2640/2011 Seite 14 IV act. […] u. […]). Zudem wurde auch der im Beschwerdeverfahren nachgereichte Bericht von Dr. Q._______ nachträglich berücksichtigt (vgl. IV act. […]). Der Bericht von Dr. P ._______ weicht hinsichtlich der medizi- nischen Diagnosen nicht von den Berichten des Beschwerdeführers ab und ist in sich schlüssig begründet. Der Beschwerdeführer rügt denn auch keine grundsätzlichen Fehler im Bericht von Dr. P ._______; die Auf- fassungen divergieren lediglich im Bereich der Konsequenzen auf den Umfang der Arbeitsunfähigkeit. Dem Beschwerdeführer ist insoweit be i- zupflichten, als dass in der Tat die von Dr. P ._______ aufgeführten mögli- chen Verweisungstätigkeiten nicht über alle Zweifel erhaben sind, dies insbesondere auch vor dem Hintergrund der Fachkenntnisse sowie med i- zinischen Situation des Beschwerdeführers. Wie der Liste jedoch klar zu entnehmen ist, handelt es sich dabei lediglich um "Beispiele von zumu t- baren angepassten Tätigkeiten", welche nicht wortwörtlich zu verstehen ist sondern lediglich die Art von möglichen Tätigkeitsgebieten aufführt. Es steht selbstverständlich der Vorinstanz frei, ob sie allenfalls im Hinblick auf die veränderten Berufsfelder im 21. Jahrhundert diese Liste einer Überarbeitung unterziehen will. 5.3.4 Hinsichtlich des Arztberichtes von Dr. K._______ ist anzumerken, dass dieser den Beschwerdeführer für unfähig erachtet, "seinen Beruf oder ähnliches" auszuüben. Dies ist im vorliegenden Fall unbestrit ten. In casu geht es jedoch um die Zumutbarkeit von leichten Verweisungstäti g- keiten. Der Arztbericht von Dr. K._______ deutet aufgrund seiner Form u- lierung an, dass solche Tätigkeiten wohl noc h möglich sein könnten, z u- mindest schliesst er diese nicht explizit aus. Der Bericht von Dr. N._______ bezeichnet den Beschwerdeführer pa u- schal als "arbeitsunfähig", ohne – wie beispielsweise der eben erwähnte Bericht von Dr. K._______ – präziser auf den Umfang und die Auswirkun- gen dieser Arbeitsunfähigkeit einzugehen. Auch hier ist somit von einer nur beschränkten Aussagekraft hinsichtlich der leichten Verweisungst ä- tigkeiten auszugehen. Noch weniger aussagekräftig ist schliesslich der Bericht von Dr. O._______, welcher dem Beschwerdeführer bescheinigt, körperlich nicht dazu in der Lage zu sein, irgendeine berufliche Tätigkeit auszuüben. So beschränkt sich der Bericht im Gegensatz zu den anderen vorliege n- den Berichten praktisch zur Gänze mit einer Wiedergabe der vom B e- schwerdeführer geäusserten Beschwerden, ohne sich vertieft mit den medizinischen Untersuchungsergebnissen auseinanderzusetzen. B-2640/2011 Seite 15 Auch der Bericht von Dr. Q._______, welcher in Kenntnis des Berichtes von Dr. P ._______ erarbeitet wurde, vermag die S chlussfolgerungen des letzteren nicht in Zweifel zu ziehen. So lässt sich dem Bericht nicht en t- nehmen, dass beispielsweise leichte Verweisungstätigkeiten halbtags in sitzender Position nicht mehr möglich sein sollen. Dr. Q._______ stellt zwar wohl fest, da ss eine Erhöhung der Invalidität des Beschwerdefü h- rers aus seiner Sicht "durchaus gerechtfertigt" sei, doch unterlässt er es, den allfälligen Erhöhungsbedarf näher zu spezifizieren. Auch erscheint es widersprüchlich bzw. aus sicherheitstechnischer Sicht ga r fragwürdig, dass zum Beweis, dass selbst eine leichte Aktivität kaum noch möglich sei, dargelegt wird, dass der Beschwerdeführer nur noch wenige Kilom e- ter mit dem Auto fahren könne. Sollte es tatsächlich der Fall sein, dass dem Beschwerdeführer selbst le ichte Verweisungstätigkeiten nicht mehr möglich sein sollten, stellt sich in der Tat die Frage nach der Fahrtauglich- keit des Beschwerdeführers. Dies insbesondere aufgrund des Umsta n- des, dass im vorliegenden Fall Beschwerden im Nacken - und Rückenwir- belsäulenbereich geltend gemacht werden. Schliesslich ist anzumerken, dass leichte Verweisungstätigkeiten nicht zwangsläufig feinmotorische Tätigkeiten sein müssen, so dass auch dieses Argument die Aussagen des Berichtes von Dr. P ._______ nicht in Frage zu stellen vermögen. 6. Abschliessend stellt sich noch die Frage nach dem Invaliditätsgrad sowie der Rentenhöhe. 6.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinko m- men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglied e- rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezi e- hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen, Art. 16 ATSG). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allg e- meinde Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, BGE 128 V 29 E. 1). Auszugehen ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflic h-erwerblichen Situation, in welcher die versicherte Pe r- son konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit B-2640/2011 Seite 16 aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verble ibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbsei n- kommen gegeben, namentlich weil der Versicherte nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihm an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rech t- sprechung Tabellenlöhne beigezogen werden ( BGE 126 V 75 E. 3b/bb). Dabei ist n ach der Rechtsprechung zudem zu berücksichtigen, dass g e- sundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbe i- tertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll lei stungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rec h- nen müssen. Sodann ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass weitere persönliche und berufliche Mer kmale einer versicherten Pers on Auswir- kungen auf die Lohnhöhe haben können. Der Einfluss sämtlicher Mer k- male auf das Invalideneinkommen is t nach pflichtgemässem Ermessen (vgl. BGE 126 V 75 E. 6) gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 129 V 472 E. 4.2.3). 6.2 Im vorliegenden Fall entsprechen die Berechnungen der Vorinstanz (vgl. IV act. […]) der soeben aufgezeigten Praxis und werden vom E r- messen der Vorinstanz (vgl. BGE 123 V 150 E. 2 mit Hinweisen) gedeckt. Es ist d aher festzustellen, dass der Beschwerdeführer einen Invalidität s- grad von 58 % ab dem 1. November 2007 aufweist. Dies berechtigt ihn gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG zu einer halben Rente. 7. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass d er RAD-Arzt nicht verpflichtet war, den Beschwerdeführer persönlich zu untersuchen und es ihm auch nicht an der Kompetenz zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des B e- schwerdeführers mangelte. Weiters ist festzustellen, dass der Bericht des RAD-Arztes den beweisrechtlichen Anforderungen an einen Arztbericht genügt sowie dass die vom Beschwerdeführer eingereichten Berichte die Ergebnisse des RAD-Arztes und dabei insbesondere die Frage der Z u- mutbarkeit von leichten Verweisungstätigkeiten halbtags nicht in Frage zu stellen vermögen. Die Berechnungen der Vorinstanz erweisen sich ferner als zutreffend und werden vom Ermessen der Vorinstanz gedeckt. Es ist somit festzustellen, dass der Beschwerdeführer einen Invaliditätsgrad von B-2640/2011 Seite 17 58 % ab dem 1. November 2007 aufweist und ihn d ies zu einer halben Rente berechtigt. Die Beschwerde ist daher abzuweisen. 8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ergibt sich, dass der Beschwerd e- führer als vollumfänglich unterlegene Partei die Kosten des Verfahrens trägt (Art. 63 Abs. 1 VwVG, Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwa l- tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Diese werden auf Fr. 400.- festge- legt und nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet. Der Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1 VGKE). B-2640/2011 Seite 18 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 400.- werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Sie werden nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz ([…]; Gerichtsurkunde) – das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV (Gerichtsurkunde) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Ronald Flury Alexander Schaer B-2640/2011 Seite 19 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 600 4 Luzern, Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [ BGG, SR 173. 110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Untersch rift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 13. Juni 2012