<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 7] </div> <div class="para">I 572/00 Vr </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Präsident Borella, Bundesrichter Meyer und Kernen; Gerichtsschreiber </div> <div class="para">Arnold </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 20. Februar 2002 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para">H.________, 1972, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Christian Grand, Oberer Graben 26, 9000 St. Gallen, </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen, Davidstrasse 31, 9001 St. Gallen, Beschwerdegegner </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Erwägung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass die Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Ausgleichskasse (nachfolgend: SVA), H.________ mit Verfügungen vom 12. April 1999 und 12. Januar 2000 Taggelder zugesprochen hatte, deren Berechnung sie u.a. </div> <div class="para">eine Betriebszulage von Fr. 56.-/Fr. 59.- zu Grunde legte, </div> <div class="para">dass die SVA im Zuge einer Nachkontrolle zum Ergebnis gelangte, der Versicherte erfülle die Voraussetzungen für die Anrechnung einer Betriebszulage nicht, weshalb sie mit Verfügung vom 28. Januar 2000 die zu viel ausbezahlten Taggeldbetreffnisse im Umfange von Fr. 20'120. 40 zurückforderte, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass H.________ auf eine Anfechtung dieser Rückerstattungsverfügung verzichtete, jedoch durch die X.________ Treuhand GmbH ein Erlassgesuch einreichen liess, welches die SVA mit Verfügung vom 8. Mai 2000 ablehnte, </div> <div class="para">dass die SVA mit fünf Verfügungen vom 28. Januar 2000 das Taggeld für die Bezugsperioden vom 6. Januar bis </div> <div class="para">7. Februar, 8. Februar bis 30. Juni, 1. Juli bis 31. Dezember 1999, 1. bis 30. Januar und 31. Januar bis 18. Juni 2000 neu - ohne Betriebszulage - festlegte, </div> <div class="para">dass diese Taggeldverfügungen ebenfalls unangefochten in Rechtskraft erwuchsen, </div> <div class="para">dass die SVA am 30. Juni 2000 für die Anspruchsperiode vom 19. Juni bis 31. Dezember 2000 eine betraglich - u.a. </div> <div class="para">wegen Wegfalls einer lohnbedingten Kürzung - modifizierte, ansonsten unveränderte Taggeldverfügung erliess, </div> <div class="para">dass H.________ hiegegen Beschwerde an das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen erheben liess mit dem Rechtsbegehren, es sei, unter Aufhebung der Verfügung vom 30. Juni 2000, die SVA zu verpflichten, ihm die zu Unrecht vorenthaltenen Betriebszulagen von Fr. 56.- pro Tag auszurichten und dass er in prozessualer Hinsicht um die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung nachsuchte, </div> <div class="para">dass der Präsident des kantonalen Versicherungsgerichts dieses Gesuch zufolge Aussichtslosigkeit ablehnte, weil keine Anhaltspunkte für die Annahme bestünden, dass der Versicherte während der Warte- und Eingliederungszeit weiterhin mit anfallenden Betriebskosten belastet werde, was den Anspruch auf Betriebszulage ausschliesse (Präsidialverfügung vom 15. September 2000, versandt am 25. September 2000), </div> <div class="para">dass H.________ hiegegen Verwaltungsgerichtsbeschwerde führen lässt mit den Anträgen: </div> <div class="para">"1. Die angefochtene Verfügung des Versicherungsgerichtspräsidenten </div> <div class="para">vom 25.9.2000 sei aufzuheben; </div> <div class="para">2. Dem Beschwerdeführer sei für das Verfahren vor Versicherungsgericht </div> <div class="para">St. Gallen die unentgeltliche Prozessverbeiständung </div> <div class="para">zu gewähren; </div> <div class="para">3. Der Beschwerdegegner sei als befangen zu erklären; </div> <div class="para">... ." </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde insoweit von vornherein unzulässig ist, als beantragt wird, der Gerichtspräsident habe für das kantonale Hauptverfahren in den Ausstand zu treten, da hierüber kein anfechtbarer Entscheid ergangen ist (Art. 128 in Verbindung mit <span class="artref">Art. 98 lit. g OG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=29&amp;from_date=20.02.2002&amp;to_date=11.03.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-IB-33%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page36">BGE 119 Ib 36</a> Erw. 1b, 118 V 313 Erw. 3b, je mit Hinweisen), </div> <div class="para">dass der Schluss des kantonalen Gerichtspräsidenten auf Aussichtslosigkeit Bundesrecht nicht verletzt (<span class="artref">Art. 104 lit. a OG</span>), weil nach Lage der Akten keinerlei Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Beschwerdeführer während der Warte- oder Eingliederungszeit Betriebskosten aus einer selbstständigen Erwerbstätigkeit weiterhin zu tragen hätte (<span class="artref">Art. 23 Abs. 2 IVG</span> in Verbindung mit <span class="artref">Art. 8 EOG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=29&amp;from_date=20.02.2002&amp;to_date=11.03.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-275%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page280">BGE 117 V 280</a>f. Erw. 4a mit Hinweisen), woran sämtliche Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts ändern können, </div> <div class="para">dass der gegen die Taggeldverfügung vom 30. Juni 2000 gerichteten vorinstanzlichen Beschwerde sodann auch insofern von vornherein kein Erfolg beschieden sein kann, als sie sich auf die Zeit vor dem 19. Juni 2000 bezieht, über welche Anspruchsberechtigung mit den erwähnten, unangefochten gebliebenen Taggeldverfügungen am 28. Januar 2000 rechtskräftig entschieden worden war, </div> <div class="para">dass aber auch hinsichtlich der Anspruchsperiode nach dem 19. Juni 2000 fraglich ist, ob bezüglich der Betriebszulage noch von einem beschwerdeweise anfechtbaren Verwaltungsakt ausgegangen werden kann, wurde doch über die Betriebszulagenberechtigung während der hier zur Diskussion stehenden Wartezeit und Eingliederungsperiode mit der Rückerstattungsverfügung und den gleichentags erlassenen neuen Taggeldverfügungen vom 28. Januar 2000 formell rechtskräftig entschieden und trifft die strittige Verfügung vom 30. Juni 2000 lediglich in betraglicher Hinsicht eine neue Anordnung, welche Art von Verfügung grundsätzlich nicht erneut den Beschwerdeweg öffnet (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=29&amp;from_date=20.02.2002&amp;to_date=11.03.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-8%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page8">BGE 117 V 8</a> und 121, 116 V 62), </div> <div class="para">dass das Verfahren betreffend die Verweigerung der unentgeltlichen Verbeiständung im kantonalen Prozess letztinstanzlich kostenfrei ist, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I.Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen, soweit </div> <div class="para">darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II.Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para">III. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Bundesamt für Sozialversicherung zugestellt. </div> <div class="para">Luzern, 20. Februar 2002 </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der III. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>