<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PK.2005.00005</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205509&amp;W10_KEY=13013563&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PK.2005.00005</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.12.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 19.05.2006 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Lohnnachforderung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Der Kläger arbeitete bis Ende 2004 als Arzt für eine (inter)kommunale, sich selbst als öffenlichrechtlich erklärende Stiftung. Gemäss dem Arbeitsvertrag und dem Personalreglement der Stiftung unterstand das Anstellungsverhältnis dem Privatrecht. Frage der Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts: Es kann offen gelassen werden, ob es sich bei der Stiftung um eine solche des Privat- oder öffentlichen Rechts handle (E. 2); ebenso kommt es nicht darauf an, ob die §§ 72 und 152 des Gemeindegesetzes in der seit April 2005 geltenden Fassung prinzipiell den personalrechtlichen Zugang zum Verwaltungsgericht indizieren würden (E. 3). Weder die Kantonsverfassung noch das Gemeindegesetz in der seinerzeit massgebenden Fassung schliessen eine Qualifizierung des vorliegenden Anstellungsverhältnisses als ein privatrechtliches aus (E. 4.1-3). Entgegen dem Kassationsgericht ist das Verwaltungsgericht nach dem Verwaltungsrechtspflegegesetz nicht zuständig zur Behandlung von Streitigkeiten aus privatrechtlichen Dienstverhältnissen zwischen Angestellten und Körperschaften des kantonalen öffentlichen Rechts (E. 4.4-7). Nichteintreten </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DIENSTVERHÃLTNIS">DIENSTVERHÃLTNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Personalrechtliche Streitigkeiten ST: PERSONALRECHTLICHE KLAGE">PERSONALRECHTLICHE KLAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Klageverfahren ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS">ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 72 Abs. I GemeindeG</span><br/><span class="gerade">Art. 11 Abs. II KV</span><br/><span class="ungerade">§ 1 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 3 VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 74 Abs. I VRG</span><br/><span class="gerade">§ 79 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2005 Nr. 23 S. 77</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><span>A wirkte ab Beginn 1999 bis Ende 2004 am Spital V: zunÃ¤chst als Oberarzt/Chefarzt-Stellvertreter, seit Anfang 2000 als â aus seiner Sicht â zu niedrig entlÃ¶hnter Leitender Arzt bzw. gar faktischer Chefarzt. Laut Vertrag, der diese zweite Phase betraf, unterstand das AnstellungsverhÃ¤ltnis dem Privatrecht; das galt Ã¼brigens gemÃ¤ss anwendbarem Personalreglement fÃ¼r alle SpitalbeschÃ¤ftigten. Als Arbeitgeberin fungierte die Stiftung Spital V. Sie war durch die Stiftungen W und X sowie den Zweckverband Y ausdrÃ¼cklich als Ã¶ffentlichrechtliche errichtet worden.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Am 24. August 2005 liess A die Stiftung Spital V beim Verwaltungsgericht auf Lohnnachzahlungen von hauptsÃ¤chlich Fr. 189'089.10 nebst 5 % Zins seit 31. Dezember 2004 verklagen und um RechtsÃ¶ffnung in einer begleitenden Be­treibung ersuchen, unter EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten der Prozessgegnerin.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 6. Oktober 2005 wurde der Klageeingang vorgemerkt.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Der Streitwert Ã¼bersteigt Fr. 20'000.-; es liegt auch keine die einzelrichterliche ZustÃ¤ndigkeit begrÃ¼ndende Sondermaterie vor, Ã¼berdies jedoch ein Fall von prinzipieller Bedeutung. Deshalb ist die (personalrechtliche) Klage kraft § 38 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) gerichtsintern in Dreierbesetzung zu behandeln.</p> <p class="Erwgung2">Das Verfahren lÃ¤sst sich nach § 80c in Verbindung mit §§ 86 und 56 Abs. 2 f. VRG ohne abermalige Weiterungen erledigen.</p> <p class="Erwgung2">Die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts als solchen muss von Amts wegen geprÃ¼ft werden (§ 80c in Verbindung mit §§ 86, 70 und 5 Abs. 1 VRG):</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2">Sollte die beklagte Arbeitgeberin entgegen eigener ErklÃ¤rung eine Stiftung privaten Rechts sein, gebrÃ¤che es dem Verwaltungsgericht vorab an der ZustÃ¤ndigkeit (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 74-80d N. 4; VGr, 26. Juni 2002, PB.2002.00015, www.vgrzh.ch = RB 2002 Nr. 23, E. 3; OGr, 27. Februar 2002, ZR 101/2002 Nr. 57, auch zum folgenden Absatz).</p> <p class="Erwgung2">Die Unterscheidung Ã¶ffentlichrechtlicher Stiftungen von privatrechtlichen erscheint jedenfalls als schwierig und kann Kontroversen zeitigen (siehe Hans Michael Riemer, Berner Kommentar, 1975, Systematischer Teil zu Art. 80-89<sup>bis</sup> ZGB N. 464 ff.; H.R. Thalmann, Kommentar zum ZÃ¼rcher Gemeindegesetz, 3. A., WÃ¤denswil 2000, § 128 N. 2.4; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich etc. 2002, Rz. 1346 ff.; Tobias Jaag, Verwaltungsrecht des Kantons ZÃ¼rich, 3. A., ZÃ¼rich etc. 2005, Rz. 4110).</p> <p class="Erwgung2">Das Qualifikationsproblem darf hier freilich ungelÃ¶st bleiben. Denn selbst wenn im Weiteren von der Hypothese ausgegangen wird, die Beklagte stelle eine Stiftung Ã¶ffentlichen Rechts dar, Ã¤ndert sich am Ergebnis nichts.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2">Das Verwaltungsgericht beurteilt laut § 79 VRG vermÃ¶gensrechtliche Klagen "aus dem DienstverhÃ¤ltnis zwischen Angestellten und <i>KÃ¶rperschaften</i> des kantonalen Ã¶ffentlichen Rechts", sofern nicht das Anfechtungsverfahren mit wohl gleichen Parteien Platz greift: fÃ¼r den hier interessierenden weltlichen Bereich auf Arbeitgeberseite also in beiden FÃ¤llen dem Staat einschliesslich dessen unselbstÃ¤ndiger Anstalten, einer Gemeinde oder einem Zweckverband; es erhebt sich die Frage, ob dem Verwaltungsgericht e contrario die personalrechtliche ZustÃ¤ndigkeit fÃ¼r selbstÃ¤ndige Anstalten und Stiftungen des kantonalen Ã¶ffentlichen Rechts fehle â abweichende spezialgesetzliche Regeln vorbehalten (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 74-80d N. 4-6; Kassationsgericht, 6. Mai 2001, ZR 100/2001 Nr. 57 E. II.4c/dd letzter Absatz; OGr, 27. Februar 2002, ZR 101/2002 Nr. 57 E. II.1d; der KlÃ¤ger Ã¼bersieht bezÃ¼glich VGr, 20. April 2005, PB.2004.00078, E. 1.2, www.vgrzh.ch, dass fÃ¼r die UniversitÃ¤t ZÃ¼rich als nach § 1 Abs. 1 des UniversitÃ¤tsgesetzes vom 15. MÃ¤rz 1998 [UniversitÃ¤tsG, LS 415.11] selbstÃ¤ndige Anstalt mit § 46 UniversitÃ¤tsG eine solche Sondernorm vorliegt). Das Verwaltungsgericht musste darauf freilich noch nie eine Antwort geben, seit anfangs 1998 die umfassend geÃ¤nderten §§ 74 ff. VRG in Kraft traten.</p> <p class="Erwgung2">Nun gelten ab April 2005 neu die Bestimmungen Ã¼ber die selbstÃ¤ndigen Gemeinde- und interkommunalen Anstalten (OS 60, 71-73; hierzu sowie zum Folgenden die einschlÃ¤gige Weisung des Regierungsrats in ABl 2003, S. 2220 ff., insbesondere 2224+2229 f. +2237 ff.). Danach ist das ArbeitsverhÃ¤ltnis des Personals solcher Anstalten â wie jetzt auch der ZweckverbÃ¤nde â Ã¶ffentlichrechtlich und findet das kantonale Personalrecht Anwendung, soweit die Gemeinden keine eigenen Vorschriften schaffen (§ 72 Abs. 1 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 [LS 131.1, GemeindeG]); gegen Anordnungen von TrÃ¤gern Ã¶ffentlicher Aufgaben lÃ¤sst sich sodann Rekurs gemÃ¤ss Verwaltungsrechtspflegegesetz erheben (§ 152 GemeindeG). Zwar endete die Anstellung des KlÃ¤gers vor In­krafttreten dieser Normen. Sollte indes die Beklagte heute wie eine (inter)kommunale selbstÃ¤ndige Anstalt behandelt werden mÃ¼ssen (vgl. Thalmann, § 128 N. 2.4 f.), fragt sich, ob §§ 72 Abs. 1 f. und 152 GemeindeG prinzipiell den personalrechtlichen Zugang zum Verwaltungsgericht indizierten.</p> <p class="Erwgung2">Auch das darf auf sich beruhen. Eine wiederum hypothetische Bejahung fÃ¼hrt hier nÃ¤mlich zuletzt doch nicht zur verwaltungsgerichtlichen ZustÃ¤ndigkeit.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2">Zu prÃ¼fen bleibt, ob der KlÃ¤ger privatrechtlich angestellt gewesen â das verneint er â und der gegenwÃ¤rtige Streit bejahendenfalls durch Zivilgerichte zu beurteilen sei:</p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>GemÃ¤ss Art. 11 Abs. 2 Satz 1 der Kantonsverfassung vom 18. April 1869 in der Mitte 1999 in Kraft getretenen, inhaltlich neuen Version (KV, LS 101) ist das ArbeitsverhÃ¤ltnis des Staats- und Gemeindepersonals Ã¶ffentlichrechtlich (ebenso Art. 47 Abs. 1 der Kantons­verfassung vom 27. Februar 2005, die gemÃ¤ss ihrem Art. 135 die jetzige auf Anfang 2006 ablÃ¶st [OS 60, 185]). Mit GÃ¼ltigkeit ebenfalls seit da wiederholen das § 7 in Verbindung mit § 1 Abs. 1 des Personalgesetzes vom 27. September 1998 (LS 177.10) fÃ¼r das Personal des Staates und dessen unselbstÃ¤ndiger Anstalten sowie § 72 Abs. 2 Satz 1 GemeindeG in der gleichzeitigen Fassung (OS 54, S. 752 ff., 765; OS 55, 62) â nur â fÃ¼r jenes der Gemeinden.</p> <p class="Erwgung2">Art. 11 Abs. 2 Satz 1 KV betrifft die selbstÃ¤ndigen Anstalten nicht: Deshalb kÃ¶nnen die ZÃ¼rcher Kantonalbank sowie die ElektrizitÃ¤tswerke des Kantons ZÃ¼rich ihre privatrechtlichen Anstellungen beibehalten und lassen sich solche vorsehen durch § 11 Abs. 2 Satz 3 UniversitÃ¤tsG (Fritz Lang, Das ZÃ¼rcher Personalgesetz vom 27. September 1998, in: Peter Helbling/Tomas Poledna [Hrsg.], Personalrecht des Ã¶ffentlichen Dienstes, Bern 1999, S. 49 ff., 55 Fn. 26; Jaag, Rz. 3017 f.+3951; vgl. je § 1 des Kantonalbankgesetzes vom 28. September 1997 [LS 951.1] sowie des EKZ-Gesetzes vom 19. Juni 1983 [LS 732.1]), durch § 32 Abs. 2 Satz 3 in Verbindung mit § 22 des Fachhochschulgesetzes vom 27. September 1998 (LS 414.11) fÃ¼r die staatlichen Schulen und je durch § 13 in Verbindung mit § 1 der vorgeschlagenen Gesetze Ã¼ber das UniversitÃ¤tsspital ZÃ¼rich sowie das Kantonsspital Winterthur (ABl 2003, S. 126 ff., 126+130+185+189).</p> <p class="Erwgung2">Das im letzten Absatz fÃ¼r den Kanton Gesagte muss nach dem klaren Wortlaut der davor zitierten Bestimmungen â sie nennen nur den Staat und die Gemeinden selbst, nicht aber andere juristische Personen des Ã¶ffentlichen Rechts auf gleicher oder Zwischenstufe â bis zur (oben 3 Abs. 2) erwÃ¤hnten jÃ¼ngsten Ãnderung des Gemeindegesetzes ebenso fÃ¼r den (inter-)kommunalen Bereich und insbesondere die ZweckverbÃ¤nde gegolten haben (in diesem Sinn KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 74-80d N. 6; Kassationsgericht, 6. Mai 2001, ZR 100/2001 Nr. 57 E. II.4c/cc; Jaag, Rz. 3017 f.; ohne BegrÃ¼ndung abweichend Lang, a.a.O.; Thalmann, § 7 N. 4.9.8; VGr, 20. Juni<span> 2001, PB.2001.00010, E. 2a/aa Abs. 2, www.vgrzh.ch; ABl 2003, 2237). </span>Dann kann auch die Beklagte, wenn Ã¼berhaupt (vgl. abermals vorstehend 3 Abs. 2), erst nach Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses mit dem KlÃ¤ger gezwungen worden sein, ihr Personal Ã¶ffentlichrechtlich anzustellen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Der KlÃ¤ger stÃ¼tzt sich hingegen auf Judikatur namentlich von Bundesgericht und Kammer sowie Literatur, wonach die RechtsverhÃ¤ltnisse zwischen Ã¶ffentlichen SpitÃ¤lern und den darin tÃ¤tigen Ãrzten grundsÃ¤tzlich dem Ã¶ffentlichen Recht unterlÃ¤gen (BGE 118 II 213 = Pra 81/1992 Nr. 238, E. 3 letzter Absatz; VGr, 20. Dezember 2000, PK.2000.00003, E. 1b/cc Abs. 1, www.vgrzh.ch) bzw. privatrechtliche Anstellungen dort irregulÃ¤r und kaum systemkonform wirkten (Lukas BrÃ¼hwiler-FrÃ©sey in: Heinrich Honsell [Hrsg.], Handbuch des Arztrechts, ZÃ¼rich 1994, S. 284). Die ZulÃ¤ssigkeit obligationenrechtlicher ArbeitsvertrÃ¤ge mit Ã¶ffentlichrechtlichen Dienstherrschaften ist ganz allgemein umstritten (vgl. weiter etwa Manfred Rehbinder, Berner Kommentar, 1992, Art. 342 OR N. 3; Adrian Staehelin/Frank Vischer, ZÃ¼rcher Kommentar, 1996, Art. 342 OR N. 4 ff.; Paul Richli, Ãffentliches Dienstrecht im Zeichen des New Public Management, Bern 1996, S. 56 ff.; Matthias Michel, Beamtenstatus im Wandel, ZÃ¼rich 1998, S. 193 ff.; Felix Hafner, Rechtsnatur der Ã¶ffentlichen DienstverhÃ¤ltnisse, in: Helbling/Poledna, S. 181 ff.; Tobias Jaag, <i>Besonderheiten</i> des Personalrechts im halbstaatlichen Bereich, in: Helbling/Po­ledna, S. 587 ff.; Peter HÃ¤nni, Das Ã¶ffentliche Dienstrecht der Schweiz, ZÃ¼rich 2002, S. 38 ff.).</p> <p class="Erwgung2">Privatrechtliche ArbeitsvertrÃ¤ge der Ã¶ffentlichen Hand erscheinen immerhin dann als statthaft, wenn erstens eine generell-abstrakte Norm sie vorsieht; eines Gesetzes im formellen Sinn bedarf es hierfÃ¼r nur, falls Dienstfunktionen, deren Ã¶ffentlichrechtlichen Charakter ein formelles Gesetz festhÃ¤lt, neu dem Privatrecht zugewiesen werden sollen oder "fÃ¼r das Gemeinwesen als derart fundamental und wichtig zu betrachten sind, dass fÃ¼r deren privatrechtliche Ausgestaltung eine erhÃ¶hte demokratische BegrÃ¼ndung erforderlich ist" (Hafner, S. 192 ff.+207; demgegenÃ¼ber stets ein formelles Gesetz verlangend, woran es insofern etwa fÃ¼r die ZÃ¼rcher Kantonalbank gerade mangelt, Michel, S. 200; umgekehrt fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich auf ein Gesetz im materiellen Sinn Ã¼berhaupt verzichtend RB 1988 Nr. 16 E. 1c Abs. 1 = ZBl 90/1989, S. 205, E. 2c Abs. 1). Zweitens erheben sich dort keine unÃ¼berwindlichen Bedenken, wo es um selbstÃ¤ndige Organisationen ausserhalb der Zentralverwaltung geht, zumal soweit dieselben keine hoheitliche TÃ¤tigkeit entfalten und Leistungen in Konkurrenz mit oder an Stelle von privaten Unternehmen anbieten, wie etwa bei Kantonalbanken, Verkehrs- und Versorgungsbetrieben (vgl. Rehbinder, Art. 342 N. 3; Staehelin/Vischer, Art. 342 N. 5; Richli, S. 58; Michel, S. 211 ff.; Hafner, S. 204+207; Jaag, Besonderheiten, S. 588 f.+594 f.; Jaag, Rz. 3018).</p> <p class="Erwgung2">In diesem Zusammenhang mutet Ã¼brigens als bezeichnend an, dass die Weisungen des Regierungsrats zur VerselbstÃ¤ndigung des UniversitÃ¤tsspitals ZÃ¼rich und des Kantonsspitals Winterthur davon ausgehen, ein Verzicht auf gesetzliche Regelung der dortigen Arbeitsver­hÃ¤ltnisse hÃ¤tte privatrechtliche Anstellungen nach Obligationenrecht (OR, SR 220) wie bei der Kantonalbank zur Folge (ABl 2003, 166 f.+224).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Wie gesehen, unterwirft das durch den beklagtischen Stiftungsrat am 1. Dezember 1999 genehmigte und auf Anfang 2000 in Kraft gesetzte Personalreglement das AnstellungsverhÃ¤ltnis sÃ¤mtlicher SpitalbeschÃ¤ftigten ausdrÃ¼cklich dem Privatrecht. Das bestÃ¤tigt sich etwa, indem das Reglement, welches gleichsam die allgemeinen Vertragsbedingungen enthÃ¤lt (vgl. Hafner, S. 199 Fn. 83), bei seinem Schweigen die arbeitsvertraglichen Bestimmungen des Obligationenrechts fÃ¼r anwendbar und bei personalrechtlichen Streitigkeiten â obwohl unbehelflich, wie sich zeigen wird â die Arbeitsgerichte fÃ¼r zustÃ¤ndig erklÃ¤rt.</p> <p class="Erwgung2">Der hier interessierende Vertrag zwischen den Parteien besagt denn auch, die Rechte und Pflichten des KlÃ¤gers richteten sich prinzipiell nach den Anstellungsbedingungen fÃ¼r das Personal der Beklagten; "[d]ie Anstellungsbedingungen sind im Anstellungsvertrag geregelt. Das Personalreglement ist integrierender Bestandteil dieses Vertrages. Dieser Vertrag ist, auch wenn er auf kantonale Ã¶ffentlich-rechtliche Bestimmungen verweist, privatrechtlicher Natur. Bei Unklarheiten betreffend die diesen Vertrag anwendbaren Bestimmungen gelten: â¦ Dieser Vertrag inkl. Personalreglement des Spitals â¦ Das Obligationenrecht, insbesondere Art. 319 ff. Ã¼ber den Arbeitsvertrag â¦".</p> <p class="Erwgung2">Im Licht der vorstehenden ErwÃ¤gungen darf und muss hier der klare, in generell-abstrakter Weise formulierte Entscheid der Beklagten fÃ¼r privatrechtliche Anstellung ihres Personals â von den Parteien obendrein vertraglich bekrÃ¤ftigt â akzeptiert werden (vgl. auch Hafner, S. 198 ff.+207).</p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.4 </span></b> Das Kassationsgericht befand abweichend von zwei damaligen Vorinstanzen, § 79 VRG in der seit Anfang 1998 geltenden Fassung mache das Verwaltungsgericht auch fÃ¼r Geldstreitigkeiten aus privatrechtlichen DienstverhÃ¤ltnissen zwischen Angestellten und KÃ¶rperschaften des kantonalen Ã¶ffentlichen Rechts zustÃ¤ndig (6. Mai<span> 2001, ZR 100/2001 Nr. 57 Sachverhalt sowie E. II.1+4c).</span></p> <p class="Erwgung2">Das Verwaltungsgericht hat das bislang offen lassen dÃ¼rfen (RB 2002 Nr. 23 E. 3 Abs. 1; VGr, 12. Januar 2005, PB.2004.00074, E. 2.3 Abs. 1, www.vgrzh.ch). Immerhin heisst es in einem Urteil der Kammer, wenn von einem privatrechtlichen Arbeitsvertrag der dortigen Parteien â einerseits Spitalarzt, anderseits Zweckverband â auszugehen wÃ¤re, kÃ¶nnte auf die Klage nicht eingetreten werden, da sich alsdann gemÃ¤ss der allgemeinen Regel von § 1 Satz 2 VRG die Zivilgerichte als kompetent erwiesen (VGr, 20. Dezember 2000, PK.2000.00003, E. 2 Abs. 1 des insofern der Mehrheitsmeinung nicht widersprechenden Minderheitsvotums, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung2">Nachfolgend zu klÃ¤ren ist, ob § 79 VRG im Sinn von § 3 VRG eine besondere Bestimmung bedeute, welche das Verwaltungsgericht entgegen dem Grundsatz von § 1 VRG auch fÃ¼r privatrechtliche AnsprÃ¼che aus einem Arbeitsvertrag mit einer KÃ¶rperschaft des kantonalen Ã¶ffentlichen Rechts als Dienstherrin zustÃ¤ndig werden lasse.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Laut § 82 lit. a VRG â mit Inkrafttreten unter anderem von § 79 VRG in der heutigen Fassung aufgehoben â beurteilte das Verwaltungsgericht als einzige Instanz vermÃ¶gensrechtliche Streitigkeiten zwischen einem Ã¶ffentlichen Angestellten und KÃ¶rperschaften des kantonalen Ã¶ffentlichen Rechts aus dem DienstverhÃ¤ltnis (GS 1, 358). Die Praxis des Verwaltungsgerichts hierzu verneinte dessen ZustÃ¤ndigkeit fÃ¼r privatrechtliche ArbeitsverhÃ¤ltnisse (Bea Rotach Tomschin, Die Revision des ZÃ¼rcher Verwaltungsrechtspflegegesetzes, ZBl 98/1997, S. 433 ff., 451 und Fn. 79; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 74-80d N. 7).</p> <p class="Erwgung2">Die regierungsrÃ¤tliche Weisung vom 3. Mai 1995 betreffend die grosse, anfangs 1998 in Kraft getretene Ãnderung des Verwaltungsrechtspflegegesetzes fÃ¼hrt zu § 74 VRG mit den Marginalien "I. Beschwerde" und "1. Anfechtbare Anordnungen" aus: "Mit der BegrÃ¼ndung einer umfassenden ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts fÃ¼r die Beurteilung von Streitigkeiten Ã¼ber alle AnsprÃ¼che aus dem ArbeitsverhÃ¤ltnis von Beamtinnen und Beamten sowie Angestellten der Gemeinwesen aller Stufen soll der Rechtsschutz des Personals Ã¶ffentlicher Dienste verbessert und demjenigen im privaten Arbeitsrecht angeglichen werden. Auf die Rechtsnatur des ArbeitsverhÃ¤ltnisses, die oft unklar ist, kommt es dabei nicht an. Der Ausbau des Rechtsschutzes des Personals stimmt auch mit dem Konzept des sich in Vorbereitung befindenden Personalgesetzes Ã¼berein â¦"; und zu § 79 VRG mit dem Randtitel "III. Klage" wird am Schluss erlÃ¤utert: "Nur wenn keine Anordnung Ã¼ber die vermÃ¶gensrechtlichen AnsprÃ¼che von Angestellten eines Gemeinwesens getroffen werden kann, hat das Verwaltungsgericht die Streitigkeit im Klageverfahren zu beurteilen. Das dÃ¼rfte namentlich bei ArbeitsverhÃ¤ltnissen, die durch Ã¶ffentlich-rechtlichen Vertrag begrÃ¼ndet worden sind, der Fall sein" (ABl 1995, S. 1501 ff., 1540-1542).</p> <p class="Erwgung2">Ein gutes Jahr spÃ¤ter, noch ehe eine kantonsrÃ¤tliche Kommission die Revision des Verwaltungsrechtspflegegesetzes fertig beraten hatte (vgl. ABl 1996, 2109 ff.) und unter Hinweis auf diese, legte der Regierungsrat Antrag und Weisung zur Ãnderung des Personalrechts in der Kantonsverfassung sowie fÃ¼r das Personalgesetz vor; den Entscheid fÃ¼r Ã¶ffentlichrechtliche DienstverhÃ¤ltnisse bzw. gegen die privatrechtliche Anstellung beim Staat begrÃ¼ndete er dabei nebst anderem wie folgt: "Es ergeben sich Divergenzen in der Rechtspflege: Es ist unbefriedigend, wenn der Staat bei dienstrechtlichen Streitigkeiten bald der Verwaltungsrechtspflege, bald der zivilen Gerichtsbarkeit unterworfen ist â¦" <span>(ABl 1996, S. 1105 ff., 1144 f.+1151).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.6 </b>Rotach Tomschin folgert aus der Weisung zu § 74 VRG, fÃ¼r das Anfechten personalrechtlicher Anordnungen komme es in Durchbrechung des Prinzips von § 1 VRG nicht lÃ¤nger darauf an, ob der Streit einen Ã¶ffentlich- oder privatrechtlichen Angestellten betreffe (a.a.O.). Laut KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl geben die Gesetzesmaterialien hierzu keine schlÃ¼ssige Antwort, doch habe der Regierungsrat offenbar angenommen, das Verwaltungsgericht sei auch bei privatrechtlichen ArbeitsverhÃ¤ltnissen zustÃ¤ndig; fÃ¼r eine solche Auslegung liesse sich zudem anfÃ¼hren, dass der revidierte § 79 VRG, anders als der aufgehobene § 82 lit. a VRG, nicht mehr von "Ã¶ffentlichen" Angestellten spreche (Vorbem. zu §§ 74-80d N. 7). Das Kassationsgericht hat sich hauptsÃ¤chlich diese Argumentation zu Eigen gemacht und ergÃ¤nzt, der Inhalt der Weisung zu § 74 VRG habe in § 79 VRG Eingang gefunden (6. Mai 2001, ZR 100/2001 Nr. 57 E. II.4c/dd, auch zum Ã¼bernÃ¤chsten Absatz).</p> <p class="Erwgung2">DemgegenÃ¼ber wendet Andreas Keiser ein Doppeltes ein (Rechtsschutz im Ã¶ffentlichen Personalrecht nach dem revidierten Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, ZBl 99/1998, S. 193 ff., 219 f.): Erstens habe sich der Regierungsrat in der fraglichen Weise zu § 74 VRG â dessen hier wesentlicher Absatz 1 lautet: "Mit der Beschwerde kÃ¶nnen personalrechtliche Anordnungen des Regierungsrates, der obersten kantonalen Gerichte, des Erziehungsrates (jetzt: Bildungsrates), des Kirchenrates und der rÃ¶misch-katholischen Zentralkommission, des Ombudsmanns (heute: Ombudsperson, des Leiters der Finanzkontrolle) sowie erstinstanzliche Rekursentscheide Ã¼ber personalrechtliche Anordnungen anderer Organe angefochten werden." (ABl 1995, 1508) â und damit Ã¼ber das Beschwerdeverfahren geÃ¤ussert, welches fÃ¼r privatrechtliche DienstverhÃ¤ltnisse von vornherein ausser Betracht falle; zweitens habe das werdende neue Personalrecht mit seinen nur noch Ã¶ffentlichrechtlichen Anstellungen keine Notwendigkeit begrÃ¼ndet, die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts auch auf Streitigkeiten zwischen Gemeinwesen und deren privatrechtlich BeschÃ¤ftigten auszudehnen.</p> <p class="Erwgung2">Das Kassationsgericht hinwiederum bezeichnet das erste Gegenargument als formalistisch und endet damit, dass seine Interpretation von § 79 VRG auch keinen Widerspruch mit § 13 Abs. 1 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976 (GVG, LS 211.1) begrÃ¼nde, welche Bestimmung die ZustÃ¤ndigkeit ziviler Arbeitsgerichte fÃ¼r personalrechtliche Streitigkeiten bei Bund, Kanton und Gemeinden ausschliesse.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.7 </b>Den Kommentatoren des Verwaltungsrechtspflegegesetzes gilt es insofern beizupflichten, als die Materialien keinen Schluss erlauben, das Verwaltungsgericht solle nun auch fÃ¼r privatrechtliche Streitigkeiten aus DienstverhÃ¤ltnissen mit KÃ¶rperschaften des kantonalen Ã¶ffentlichen Rechts als Arbeitgeberinnen zustÃ¤ndig sein. Es ergibt sich auch im â bei beiden Legiferierungsprojekten offen gelegten â Zusammenhang mit der Personalgesetzgebung vielmehr das Gegenteil: Vorab bedeutet es keinen Formalismus zu betonen, die Weisung habe zu § 74 VRG gesagt, auf die Rechtsnatur des ArbeitsverhÃ¤ltnisses komme nichts an. Rotach Tomschin, KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl und das Kassationsgericht knÃ¼pfen zwar bei Letzterem an, Ã¼bersehen aber, dass es bei privatrechtlicher Anstellung gar kein Anfechtungsverfahren gibt. Schon das weckt nicht zu beseitigende Zweifel daran, ob der Regierungsrat hier wirklich den Unterschied von privat- und Ã¶ffentlichrechtlicher BeschÃ¤ftigung ins Auge gefasst habe.</p> <p class="Erwgung2">Dass Derartiges in der Tat nicht zutrifft, erhellt obendrein aus den ErÃ¶rterungen der Weisung zu § 79 VRG. Als Hauptbeispiel, wo das Anfechtungsverfahren die Klage nicht verdrÃ¤ngen kann, hÃ¤tte ansonsten jedenfalls eher das privatrechtliche ArbeitsverhÃ¤ltnis aufscheinen mÃ¼ssen und weniger das durch Ã¶ffentlich-rechtlichen Vertrag eingegangene (bei Letzterem stimmt das ohnehin bloss bedingt: vgl. grundlegend RB 2002 Nr. 25); zumindest hÃ¤tte es alsdann genÃ¼gt, einfach von auf Vertrag beruhenden Anstellungen zu reden. Alldem ist indes eben nicht so. Deshalb besagt es auch nichts, wenn § 79 VRG nur noch von Angestellten spricht und nicht mehr wie der aufgehobene § 82 lit. a VRG von Ã¶ffentlichen solchen. HÃ¤tte endlich der Regierungsrat effektiv vorgeschlagen, das Verwaltungsgericht zusÃ¤tzlich fÃ¼r privatrechtliche Streitigkeiten aus DienstverhÃ¤ltnissen mit KÃ¶rperschaften des kantonalen Ã¶ffentlichen Rechts als Arbeitgeberinnen zustÃ¤ndig zu erklÃ¤ren, hÃ¤tte er spÃ¤ter fÃ¼r die Personalgesetzgebung nicht â oder doch nicht uneingeschrÃ¤nkt â sinngemÃ¤ss zu argumentieren vermocht, soweit diese privatrechtliche BeschÃ¤ftigung gestatten wÃ¼rde, kÃ¤men bei Auseinandersetzungen die Zivilgerichte zum Zug.</p> <p class="Erwgung2">Wie angemerkt werden mag, ist die frÃ¼her empfundene Schwierigkeit, bei StreitfÃ¤llen die Zuordnung eines ArbeitsverhÃ¤ltnisses zum privaten oder Ã¶ffentlichen Recht und damit die RechtspflegebehÃ¶rden zu bestimmen, durch den aufgezeigten Vormarsch des Letzteren im Kanton ZÃ¼rich entschÃ¤rft; sie lÃ¤sst sich im Ãbrigen durch wohin auch immer gerichtete Vermutungen beheben. Dass sodann § 13 Abs. 1 GVG personal(privat)rechtliche Streitigkeiten bei Bund, Kanton und Gemeinden von der ZustÃ¤ndigkeit der ohnehin nicht in allen Bezirken vorhandenen Arbeitsgerichte ausnimmt, begrÃ¼ndet eine solche der ordentlichen Zivilgerichte und nicht etwa des Verwaltungsgerichts (OGr, 20. MÃ¤rz 1992, ZR 90/1991 Nr. 64); ja umgekehrt: HÃ¤tte die bei der Anpassung weiterer Gesetze sehr umsichtige grosse Revision des Verwaltungsrechtspflegegesetzes privatrechtliche Auseinandersetzungen aus DienstverhÃ¤ltnissen mit KÃ¶rperschaften des kantonalen Ã¶ffentlichen Rechts als Arbeitgeberinnen dem Verwaltungsgericht zuweisen wollen, hÃ¤tte sie Kanton und Gemeinden in § 13 Abs. 1 GVG als dort obsolet streichen sollen, was aber gerade nicht geschehen ist (vgl. ABl 1995, S. 1501 ff., 1512 ff.+1545 ff.; OS 54, S. 268 ff., 279 ff.).</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2">Mangelt es hier mithin an einer besonderen gesetzlichen Bestimmung, welche die prinzipielle ZustÃ¤ndigkeit der Zivilgerichte fÃ¼r privatrechtliche AnsprÃ¼che anders ordnen und dem Verwaltungsgericht zuweisen wÃ¼rde, ist auf die Klage nicht einzutreten. Deren Weiterleitung an ein Zivilgericht fÃ¤llt ausser Betracht (VGr, 26. Juni 2002, PB.2002.00015, www.vgrzh.ch = RB 2002 Nr. 23, E. 4).</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2">Der Streitwert unterschreitet die Grenze von Fr. 20'000.- nicht (oben 1 Abs. 1). Deshalb besteht hier keine Kostenfreiheit im Sinn von § 80b VRG.</p> <p class="Erwgung2">Allerdings beruft sich der KlÃ¤ger unter anderem auf das Verbot geschlechtlicher Diskriminierung bei der EntlÃ¶hnung (Art. 8 Abs. 3 Satz 3 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [SR 101] sowie Art. 3 Abs. 1 f. des Gleichstellungsgesetzes vom 24. MÃ¤rz 1995 [GlG, SR 151.1]). Verfahren darÃ¼ber erklÃ¤ren Art. 12 Abs. 2 GlG in Verbindung mit Art. 343 Abs. 3 OR und Art. 13 Abs. 5 GlG fÃ¼r grundsÃ¤tzlich unentgeltlich. Die Praxis der Kammer nimmt die Kosten jenem Anteil entsprechend, den die Diskriminierungsfrage ausmacht, auf die Gerichtskasse (zuletzt VGr, 7. Januar 2004, PB.2003.00022, E. 11, www.vgrzh.ch). Dem lÃ¤sst sich indes auch durch eine ermÃ¤ssigte GerichtsgebÃ¼hr Rechnung tragen (HansjÃ¶rg Seiler, Gleicher Lohn fÃ¼r gleichwertige Arbeit, ZBl 104/2003, S. 113 ff., 117). So wird es hier mit der schon wegen formeller Erledigung reduzierten GerichtsgebÃ¼hr gehalten (vgl. §§ 2 f.+5 f. der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997, LS 175.252).</p> <p class="Erwgung2">AusgangsgemÃ¤ss wird der KlÃ¤ger in erwÃ¤hnten Sinn kostenpflichtig und kann keine ParteientschÃ¤digung erhalten (§ 80c in Verbindung mit §§ 86, 70 und 13 Abs. 2 Satz 1 sowie § 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2">AllfÃ¤llige RÃ¼gen, es werde hier das streitige ArbeitsverhÃ¤ltnis zu Unrecht nicht als Ã¶ffentlichrechtliches betrachtet und deshalb im Sinn des Gleichstellungsgesetzes die Anwendung von Bundesverwaltungsrecht vereitelt bzw. erschwert oder Art. 13 Abs. 5 GlG verletzt, wÃ¤ren mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht vorzubringen; umgekehrt gÃ¤lte es bei Anerkennung der privatrechtlichen Qualifikation, analoge Beanstandungen oder einen Verstoss gegen Art. 12 Abs. 2 GlG mit eidgenÃ¶ssischer Berufung im Sinn von Art. 43 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 13. Dezember 1943 (SR 173.110) zu verfechten (vgl. Seiler, S. 115-117; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 74-80d N. 10).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Auf die Klage wird nicht eingetreten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem KlÃ¤ger auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Im Sinn der ErwÃ¤gungen kann gegen diesen Beschluss innert 30 Tagen ab Zustellung beim Bundesgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde bzw. beim Verwaltungsgericht Berufung an das Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>