A bteilung IV D -4411/2006 {T 0/2} U rteil vom 27. A pril 2007 M itw irkung: R ichter H aefeli, R ichter, Brodard R ichter Valenti, G erichtsschreiberin R aem y A ._______ D em okratische R epublik Kongo, vertreten durch Frau Annelise G erber, Asylhilfe BE, Bahnhöhew eg 44, 3018 Bern, Beschw erdeführerin gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 10. Januar 2004 i. S. A syl und W egw eisung/N B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Eigenen Angaben zufolge verliess die Beschw erdeführerin die D em okratische R epublik Kongo am 6. April 2004 und gelangte am 10. April 2004 über Frankreich illegal in die Schw eiz. H ier stellte sie am selben Tag ein Asylgesuch, zu dem sie am 22. Januar 2004 im Em pfangszentrum Vallorbe befragt w urde. M it Verfügung des Bundesam tes w urde sie für den w eiteren Verlauf des Verfahrens dem Kanton Bern zugew iesen, w o sie am 22. M ärz 2004 durch die zuständige Behörde zu ihren Asylgründen angehört w urde. Am 17. D ezem ber 2004 fand die ergänzende Anhörung durch das Bundesam t statt. B. Zur Begründung ihres Asylgesuches m achte die Beschw erdeführerin im W esentlichen geltend, sie sei in ihrer H eim at als ausgebildete Juristin und persönliche juristische Beraterin des C olonels B._______ tätig gew esen. In dieser Eigenschaft habe sie an einem Treffen in C ._______ m it den dortigen Lokalbehörden teilgenom m en. D iese hätten die D estabilisierung des m achthabenden R egim es m it der U nterstützung von C olonel B._______ geplant. Am D ._______ sei C olonel B._______ festgenom m en w orden. Am E.______ sei im R ahm en einer H ausdurchsuchung bei C olonel B._______ das von der Beschw erdeführerin verfasste Protokoll dieses Treffens gefunden w orden. Am F._______ sei die Beschw erdeführerin festgenom m en und von Angehörigen der AN R gefangen gehalten w orden. W ährend ihrer H aft sei sie verhört, m isshandelt und sexuell m issbraucht w orden. Am 22. N ovem ber 2003 habe m an sie ins G efängnis von _______ gebracht, von w o aus ihr am 5. Januar 2004 m it H ilfe ihres Schw agers die Flucht gelungen sei. C . Im Verlauf des Asylverfahrens legte die Beschw erdeführerin folgende D okum ente in französischer Sprache ins R echt: carte de conseillère juridique C O M (vom ); laissez-passer du Parquet général de la R épublique (vom ); attestation de réussite (zw ei); arrêté d'organisation judiciaire (vom ); Protokoll vom sow ie ein Erlass der organisation judiciaire vom in Kopie. D . Auf eine entsprechende Aufforderung des BFM hin reichte die Beschw erdeführerin m it Eingabe vom 23. D ezem ber 2004 einen ärztlichen Bericht vom 21. D ezem ber 2004 zu den Akten. E. M it Verfügung vom 11. Januar 2005 – eröffnet am 12. Januar 2005 – stellte das Bundesam t fest, die Beschw erdeführerin erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. G leichzeitig ordnete es die W egw eisung der Beschw erdeführerin aus der Schw eiz und den Vollzug an. Zur Begründung w urde ausgeführt, die Vorbringen der Beschw erdeführerin verm öchten den Anforderungen an die G laubhaftigkeit gem äss Art. 7 AsylG nicht zu genügen. F. M it Beschw erde vom 10. Februar 2005 an die Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) liess die Beschw erdeführerin die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung, die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und als Folge davon die G ew ährung von Asyl in der Schw eiz beantragen. Es sei eventuell die U nzulässigkeit des Vollzugs der W egw eisung festzustellen und als Folge 3 davon sei für die Beschw erdeführerin die vorläufige Aufnahm e anzuordnen. Es sei die unentgeltliche R echtspflege zu gew ähren. Beigelegt w ar eine handschriftliche N otiz der Beschw erdeführerin sow ie die Faxkopien eines (provisorischen)H aft- sow ie eines Vorführbefehls (m andat d'arrêt provisoire; m andat d'am ener). G . M it Eingabe vom 16. Februar 2005 reichte die Beschw erdeführerin die Bestätigung der Fürsorgeabhängigkeit nach. H . M it Zw ischenverfügung vom 18. Februar 2005 verzichtete die dam als zuständige Instruktionsrichterin auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Ü ber das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege w erde zu einem späteren Zeitpunkt befunden. G leichzeitig w urde die Beschw erdeführerin unter H inw eis auf die Säum nisfolge aufgefordert, innert Frist die O riginale der eingereichten D okum ente in Faxkopie einzureichen. I. M it Eingabe vom 25. Februar 2005 reichte die Beschw erdeführerin folgende D okum ente zu den Akten: ärztlicher Bericht vom 16. Februar 2005 der U niversitätsfrauenklinik des G ._______; Arztbericht des zuständigen Arztes der Klinik und Poliklinik für Infektiologie vom 16. Februar 2005; Erklärung zur Entbindung der Schw eigepflicht vom 7. Februar 2005. M it Eingabe vom 17. M ärz 2005 legte die Beschw erdeführerin einen Arztbericht vom 11. M ärz 2005 der U niversitätsklinik für Augenheilkunde des G ._______ ins R echt. J. M it Vernehm lassung vom 6. April 2005 hielt das Bundesam t an der Abw eisung der Beschw erde fest. K. M it Zw ischenverfügung vom 8. April 2005 w urde der Beschw erdeführerin die Vernehm lassung zur Kenntnis gebracht. G leichzeitig erhielt sie die G elegenheit, sich bis am 25. April 2005 dazu zu äussern. M it Fax-Eingabe vom 25. April 2005 sow ie m it Eingabe vom 25. April 2005 (Poststem pel 26. April 2005) replizierte die Beschw erdeführerin fristgerecht. D er Posteingabe w ar ein provisorischer H aftbefehl sow ie ein Vorführbefehl in Kopie und ein Briefum schlag beigelegt. L. M it Zw ischenverfügung vom 8. D ezem ber 2006 w urde die Beschw erdeführerin unter H inw eis auf die Säum nisfolge aufgefordert, bis am 23. D ezem ber 2006 einen aktuellen, detaillierten Arztbericht einzureichen, der sich zu den bisherigen und künftigen Behandlungen, den Behandlungsaussichten, den Behandlungsm öglichkeiten im H eim atstaat der Beschw erdeführerin und zur R eisefähigkeit zu äussern habe. Parallel dazu w urde eine Erklärung über die Entbindung von der ärztlichen Schw eigepflicht gegenüber den Asylbehörden verlangt. D ieser Aufforderung kam die Beschw erdeführerin m it Eingabe vom 22. D ezem ber 2006 fristgerecht nach. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung:4 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G ; SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG ; SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG ; SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G ; SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, am 1. Januar 2007 die Beurteilung der bei der ehem aligen AR K hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw erdeführerin ist legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten. 3. 3.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim atstaat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gelten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist R echnung zu tragen (Art. 3 AsylG ). 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum indest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vorhandensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeblich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). 4.5 4.1 D as BFM lehnte das Asylgesuch der Beschw erdeführerin m angels G laubhaftigkeit ihrer Vorbringen ab. D ie Beschw erdeführerin, die gem äss ihren Aussagen in den Jahren 1998 bis 2002 als persönliche juristische M itarbeiterin von C olonel B._______ tätig gew esen sein w olle, habe w eder die genaue Adresse des H ._______ noch dessen Zusam m ensetzung angeben können. Sie habe w eder über den N achfolger von C olonel B._______ Auskunft geben können, noch sei sie im Stande gew esen, nähere Angaben über die Personen (...) m achen zu können. C olonel B._______ sei beschuldigt w orden, der Auftraggeber für den M ord an (...) gew esen zu sein. D ennoch habe die Beschw erdeführerin nichts über die M örder von (...) aussagen können, oder ob der C olonel persönlich jem anden getötet habe. Auch sei ihr der N am e der R ebellengruppen nicht geläufig gew esen, obw ohl sie deren C hefs an dem besagten Treffen in D ._______ begegnet sein w olle. Auch der N am e des M agistraten, der sie vor dem Sicherheitsgericht befragt habe, sei ihr nicht bekannt gew esen. Ebenso w enig habe sie die G esetzesartikel benennen können, aufgrund denen sie der Beeinträchtigung der Staatssicherheit angeklagt w orden sei. O bw ohl sie die persönliche juristische Beraterin von C olonel B._______ gew esen sei und er sie nur m it der Triage von D ossiers beschäftigt habe, habe sie angeblich innerhalb eines M onats zehn Anklageschriften redigieren können. G em äss ihren eigenen Aussagen w olle sie nie eine Funktion m it grosser Verantw ortung innerhalb des H ._______ w ahrgenom m en haben, dennoch habe sie erklärt, m an habe sie im (...) nach D ._______ geschickt, um dort C olonel B._______ an einem Treffen zu vertreten, dessen Ziel die D estabilisierung des dam aligen R egim es gew esen sei. Im Ü brigen sei es unw ahrscheinlich, dass ihre Verhaftung allein aufgrund des von ihr verfassten Protokolls des Treffens, w elches anlässlich der H ausdurchsuchung beim C olonel B._______ gefunden w orden sei, erfolgt sei. Schliesslich habe es sich bei diesem D okum ent w eder um eine detaillierte Lageanalyse noch um ein speziell inform atives D okum ent gehandelt. 4.2 In ihrer R echtsm itteleingabe hielt die Beschw erdeführerin an der Asylrelevanz und G laubhaftigkeit ihrer Vorbringen fest. Zur Begründung führte sie unter anderem aus, sie habe bereits im Verlauf des Asylverfahrens im m er w ieder darauf hingew iesen, dass sie noch keine eigentliche feste Anstellung beim H ._______ gehabt habe. C olonel B._______ habe sie privat als seine juristische Beraterin eingestellt. Er habe sie auch privat bezahlt. D eshalb habe er von ihr erw artet, dass sie im m er dann arbeite, w enn Arbeit angefallen sei. D a sie sich als seine jahrelange Vertraute bew ährt habe, und der C olonel von ihrer Verschw iegenheit überzeugt gew esen sei, habe er sie zu dem Treffen in D ._______ geschickt. Zur Stützung ihrer Aussagen reichte sie eine handschriftliche N otiz ein sow ie die Faxkopien des (provisorischen) H aftbefehls und des Vorführbefehls vom . 4.3 D ie Vorbringen in der Beschw erdeschrift sind jedoch nicht geeignet die zutreffenden Erw ägungen der Vorinstanz um zustossen. D ie durch eklatantes N ichtw issen der Beschw erdeführerin geprägten Aussagen sind m it der erfahrungsgem äss um ein Vielfaches kom plexeren W irklichkeit in keiner Art und W eise zu vereinbaren. Ihre gesam te D arstellung w irkt plakativ. Auch unter Berücksichtigung der Schw ere und persönlichen Tragw eite, die erlittene M isshandlung für das jew eilige O pfer bzw . eine Vergew altigung für eine Frau – gleich w elchen kulturellen H intergrunds – bedeutet, w irken ihre Ausführungen rudim entär und abstrakt. Auch Fragen zu ihrer W ahrnehm ung konnte sie nur 6 pauschal oder gar nicht beantw orten, w esw egen ihre diesbezüglichen Ausführungen nicht erlebt w irken, auch w enn die Beschw erdeführerin w ährend der Anhörung einen kurzen G efühlsausbruch zeigte (vgl. A8/ S. 15). So beantw ortete die Beschw erdeführerin die Frage, w ie viele Personen sich in der (G efängnis-) Zelle befunden hätten, lapidar m it "viele" (vgl. ebd., S. 13). Auf entsprechende Aufforderung schilderte sie auch die angeblich erlittene M isshandlung durch Elektroschocks ebenfalls nur in knappen Sätzen (vgl., ebd., S. 14). D ies lässt sich auch für die geltend gem achten Vergew altigungen sagen (vgl. ebd., S. 14 f.). 4.4 Ebenso w enig sind die auf Beschw erdeebene eingereichten D okum ente geeignet, zu einer anderen Schlussfolgerung zu führen. D ie handschriftliche N otiz, die angeblich im w esentlichen den Inhalt des Kurzprotokolles von diesem Treffen w iedergeben soll, verdient nicht einm al die Bezeichnung rudim entär. D ie einzige Aussage der N otiz, w onach 10'000 M ann und genügend M unition bereit seien, erscheint sehr konstruiert. H inzu kom m t, dass die Bew eiskraft von kopierten D okum enten allgem ein gering ist, da diese um einiges anfälliger für Fälschungen sind. D ie festgestellten U ngereim theiten verm ag die Beschw erdeführerin dem nach m it ihren Beschw erdevorbringen nicht aufzulösen. 4.5 Auch der H inw eis auf eine bei der Beschw erdeführerin durch einen Psychologen diagnostizierte posttraum atische Belastungsstörung (PTBS), w elche in der Folge durch verschiedene Arztzeugnisse bestätigt w urde, verm ag, w ie sich aus den folgenden Erw ägungen ergibt, nicht einen H inw eis auf Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG zu liefern. 4.6 Zur Beurteilung der Bew eiskraft sind w eder die H erkunft des Bew eism ittels noch dessen Bezeichnung als Bericht oder Expertise m assgeblich; die Bew eiskraft eines ärztlichen Berichts kann daher nur verneint w erden, w enn der R ichter über konkrete Indizien verfügt, w elche geeignet sind, die Zuverlässigkeit dieses Berichts in Zw eifel zu ziehen (vgl. EM AR K 2002 N r. 18, Erw . 4a.aa, S. 145 f.). Ärztliche Berichte, die von Asylsuchenden eingereicht w erden, unterliegen der freien richterlichen Bew eisw ürdigung (vgl. EM AR K 2002 N r. 13, Erw . 6c, S. 115; C . C otting-Schalch, La pratique de la C om m ission suisse de recours en m atière d'asile relative à l'appréciation de docum ents m édicaux, in: Asyl3/02, S. 16). D en für die Bew eisw ürdigung unerlässlichen M indestsachverstand eignet sich der R ichter unter anderem durch Studium der Fachliteratur an (vgl. A. Bühler, G erichtsgutachter und -gutachten im Zivilprozess, in: M . H eer/C h. Schöbi {H rsg.}, G ericht und Expertise, Schriften der Stiftung für die W eiterbildung schw eizerischer R ichterinnen und R ichter SW R /Band 6, S. 63). So hat das Bundesgericht in seinen Begründungen w iederholt auf m edizinische, insbesondere psychiatrische aber auch auf aussagepsychologische Fachliteratur verw iesen (siehe BG E 127 I 55 Erw . 2e, S. 57 f.; Praxis 2003 N r. 98, Erw . 5-7, S. 527 ff.) Auch die ehem alige AR K stützte sich auf m edizinische Fachliteratur ab (vgl. EM AR K 2004 N r. 30, Erw . 6.2., S. 211, w o auf eine Stellungnahm e der Schw eizerischen G esellschaft für pädiatrische R adiologie hingew iesen w ird; siehe auch EM AR K 2004 N r. 7, Erw . 5d.bb, S. 50, m it Bezugnahm e auf die Klassifikation des am erikanischen C enter for D isease C ontrol and Prevention {C D C }). 4.7 In casu w ird eine Traum atisierung der Beschw erdeführerin seitens des Bundesverw altungsgerichts nicht bezw eifelt. W as indes die Feststellbarkeit der 7 U rsachen einer Traum atisierung betrifft, so hat die ehem alige AR K bereits 1994 in einem unveröffentlichten U rteil vom 25. M ai 1994 (auszugsw eise publiziert in Asyl 1994/4, S. 92) ausgeführt: „G laubhaft gem acht ist aufgrund der gutachterlichen Feststellung einer posttraum atischen Belastungsstörung einzig, dass die Be- schw erdeführerin ein traum atisierendes Ereignis erlebt haben m uss. D ie genauen U m stände dieses Erlebnisses - w as für die Frage der Asylrelevanz von entscheidender Bedeutung w äre - bleiben indessen unklar. D a im Asylverfahren für den N achw eis der Flüchtlingseigenschaft - trotz des herabgesetzten Bew eism assstabs und des dabei geltenden U ntersuchungsgrundsatzes - der/die Asylgesuchsteller/in die Bew eislast (d.h. die Folgen des m isslungenen N achw eises) trägt, kann aus diesem G rund der Beschw erdeführerin die Flüchtlingseigenschaft nicht zuerkannt w erden“. D ieser Beurteilung der Bew eiskraft einer psychiatrischen D iagnose ist auch im vorliegenden Verfahren zuzustim m en. „M it psychiatrisch-psychotherapeutischen M itteln kann nicht sicher erschlossen w erden, ob tatsächlich in der Vorgeschichte ein Ereignis vorlag und w ie dieses geartet w ar“ (M . Leonhardt/ K. Foerster, Problem e bei der Begutach- tung der posttraum atischen Belastungsstörung, in: D er m edizinische Sachver- ständige 99 {2003}, S. 151). Zudem m uss auch nicht jedes festgestellte Erschei- nungsbild einer seelischen Traum atisierung oder jedes Krankheitsbild einer post- traum atischen Belastungsstörung (PTBS) auf Folter und m enschenrechtsw idriger Behandlung in einem Verfolgungskontext beruhen. Für das Vorliegen entspre- chender Sym ptom e kann es auch andere U rsachen, w ie U nfälle, N aturkatastro- phen, Entw urzelungsprozesse, interfam iliäre Spannungen (Fehlgeburten, schw ere Erkrankungen oder Tod von Fam ilienm itgliedern usw .), geben (vgl. W . Treiber, Flüchtlingstraum atisierung im Schnittfeld zw ischen Justiz und M edizin, in: ZAR 8/2002, S. 286). Som it bildet die bei der Beschw erdeführerin diagnostizierte posttraum atische Belastungsstörung kein H inw eis für asylrechtlich relevante Ereignisse. W ie oben bereits ausführlich dargelegt w urde, sind die Asylvorbringen der Beschw erdeführerin zu R echt als unglaubhaft erachtet w orden und es bestehen berechtigte Zw eifel an dem geltend gem achten sexuellen M issbrauch. Ebenso w enig m uss die behauptete Vergew altigung die U rsache der H IV- Infizierung der Beschw erdeführerin sein. Bei dieser Sachlage sind den eingereichten m edizinischen U nterlagen keine stichhaltigen H inw eise auf eine asylrelevante Verfolgung zu entnehm en. 4.8 Zusam m enfassend ist festzustellen, dass die Beschw erdeführerin keine Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft m achen und nicht als Flüchtling anerkannt w erde kann. M angels erfüllter Flüchtlingeigenschaft ist ihr zu R echt das nachgesuchte Asyl nicht gew ährt w orden. 5. 5.1 Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; dabei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zum utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 8 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG ; SR 142.20]). 5.2 D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zulässig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Ausländers in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). 5.3 N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (Art. 5 Abs. 1 AsylG ). 5.4 G em äss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101), Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D ezem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK; SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K; SR 0.101) darf niem and der Folter oder unm enschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden. 5.5 D ie Beschw erdeführerin verfügt w eder über eine frem denpolizeiliche Aufenthaltsbew illigung noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. D ie W egw eisung w urde dem nach zu R echt angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG ; EM AR K 2001 N r. 21). 5.6 D ie Vorinstanz w ies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der G rundsatz der N ichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. M . G attiker, D as Asyl- und W egw eisungsverfahren, Bern 1999, S. 89). D a es der Beschw erdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche G efährdung nachzuw eisen oder glaubhaft zu m achen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen N on-refoulem ents im vorliegenden Verfahren keine Anw endung finden. Eine R ückkehr in ihren H eim atstaat ist dem nach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtm ässig. 5.7 Sodann ergeben sich w eder aus den Aussagen noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall einer Ausschaffung in ihren H erkunftsstaat dort m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EM R K oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w äre. G em äss Praxis des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N -Anti- Folterausschusses m üsste die Beschw erdeführerin eine konkrete G efahr ("real risk") nachw eisen oder glaubhaft m achen, dass ihr im Fall einer R ückschiebung Folter oder unm enschliche Behandlung drohen w ürde (vgl. EM AR K 2001 N r. 16, S. 122, m .w .H .). D ie allgem eine M enschenrechtssituation in der D em okratischen R epublik Kongo lässt den W egw eisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt klarerw eise nicht als unzulässig erscheinen. N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung sow ohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestim m ungen zulässig.9 5.8 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung auch verzichtet, w enn die R ückkehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine solche G efährdung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allgem einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm om ente, w ie beispielsw eise einer notw endigen m edizinischen Behandlung, angenom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). 6. Es ist festzuhalten, dass der Europäische G erichtshof für M enschenrechte (EG M R ) grundsätzlich keinen durch die EM R K geschützten Anspruch auf Verbleib in einem Konventionsstaat anerkennt, um w eiterhin in den G enuss m edizinischer, sozialer oder anderer Form en der U nterstützung zu kom m en. N ur bei Vorliegen aussergew öhnlicher U m stände anerkennt der EG M R ausnahm sw eise, dass bei einem kranken Ausländer der Vollzug einer Entfernungsm assnahm e gegen Art. 3 EM R K verstossen könnte (vgl. EM AR K 2005 N r. 23, Erw . 5.1., S. 211 f.). Er hat dies bis M itte 2006 lediglich im U rteil D . gegen Vereinigtes Königreich (G rossbritannien) im Jahre 1997 festgestellt (vgl. F. H aefeli, Aufenthalt durch Krankheit, in: Schw eizerisches Zentralblatt für Staats- und Verw altungsrecht 11/2006, S. 564 f. m it H inw eis auf M . C aroni, D ie Praxis des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte im Bereich des Ausländer- und Asylrechtes, in: A. Acherm ann, M . C aroni, A. Epiney, W . Kälin, M . Son N guyen (H rsg.), Jahrbuch für M igrationsrecht 2005/2006, Bern 2006, S. 194 und D ie Praxis des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte im Bereich des Ausländer- und Asylrechtes, in: A. Acherm ann, A. Epiney, W . Kälin, M . Son N guyen (H rsg.), Jahrbuch für M igrationsrecht 2004/2005, Bern 2005, S. 197). Kein anderer Fall danach, in dem (direkt oder zum indest indirekt) m it einer asyl- oder ausländerrechtlichen Entfernungsm assnahm e zusam m enhängende m edizinische G ründe oder eine fehlende beziehungsw eise nur auf einem tieferen N iveau erhältliche m edizinische Behandlung im H eim at- oder H erkunftsland geltend gem acht w orden w ar, verm ochte die hohe H ürde von Art. 3 EM R K zu überw inden. Folglich gebietet Art. 3 EM R K nicht die Aufnahm e aller kranken oder pflegebedürftigen Personen aus Staaten, in denen m angels eines ausgebauten G esundheitssystem s im H eim atstaat schlechtere Behandlungsm öglichkeiten als im Aufenthaltsstaat zur Verfügung stehen (vgl. U rteil des EG M R vom 6. Februar 2001 i.S. Bensaid gegen Vereinigtes Königreich, Erw . 38, Beschw erde N r. 44599/98; U nzulässigkeitsentscheid des EG M R vom 29. Juni 2004 i.S. Salkic und andere gegen Schw eden, N r. 7702/04, S. 10 {englische Version}; EM AR K 2004 N r. 6, Erw . 7b, S. 41 f. und N r. 7, Erw . 5c.bb, S. 47 f.; Bundesgerichtsurteil vom 30. Septem ber 2002 i.S. A. und B. gegen Service de la population du canton de Vaud, Erw . 2.3, angeführt in: SZIER 3/2003, S. 308; Bundesgerichtsurteil vom 3. Februar 2004 i.S. A. alias X. gegen C om m ission de libération du canton de Vaud et Tribunal cantonal du canton de Vaud {6A.87/2003}, Erw . 4.2 angeführt in: SZIER 3/2004, S. 297). In EM AR K 2004 N r. 7 fasste die ehem alige AR K die R echtsprechung des EG M R 10 zu Art. 3 EM R K zusam m en (siehe zum Folgenden Susanne Bolz und Kathrin Buchm ann, D ie R echtsprechung der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission im Jahr 2004 und im ersten H albjahr 2005, in: Asyl 4/05, S. 15), w onach die Ausw eisung eines in der term inalen Phase an AID S Erkrankten unter besonderen U m ständen zu einer Verletzung von Art. 3 EM R K führen kann. In EM AR K 2004 N r. 7 erachtete die dam als zuständige Kom m ission einen W egw eisungsvollzug im H inblick auf Art. 3 EM R K aber für zulässig, da der Beschw erdeführer zw ar m it dem H I-Virus infiziert w ar, die Krankheit AID S sich beim ihm aber noch nicht m anifestiert hatte. Zudem ging die ehem alige AR K davon aus, dass er sich im H eim atland auf ein soziales N etz abstützen konnte und auch die dortige G esundheitsversorgung ausreichend w ar. Solange die Krankheit AID S noch nicht ausgebrochen (Stadium C ) ist, erscheint der Vollzug der W egw eisung nach der Praxis der ehem aligen AR K als grundsätzlich zum utbar im Sinne von Art. 14a Abs. 4 AN AG . O hne an dieser Stelle der Argum entation bezüglich Zum utbarkeit in allen Einzelheiten vorgreifen zu w ollen, ist festzuhalten, dass nach gefestigter Praxis der Vorgängerorganisation des Bundesverw altungsgericht in Asylsachen selbst das Auftreten von AID S definierenden Krankheiten, m ithin das Erreichen des Stadium s C , den W egw eisungsvollzug noch nicht zw ingend als unzum utbar erscheinen liess (vgl. EM AR K 2004 N r. 7, 52 Erw . 5d.bb), gleicherm assen in solchen Fällen die Zulässigkeit des W egw eisungsvollzugs grundsätzlich bejaht w urde. Som it treten die gesam ten persönlichen U m stände im Einzelfall bei der Prüfung der Zulässigkeit in den Vordergrund. D ie O rganisation Ärzte ohne G renzen unterhält in Kinshasa ein offenes Behandlungszentrum (w alk-in treatm ent centre) und küm m ert sich dort um 6.900 H IV-Patienten, einschliesslich 1500 in antiretroviraler Therapie. D ie O rganisation bietet unter anderem D iagnose und Behandlung von opportunistischen Krankheiten und psychosoziale Betreuung. G em äss den Aussagen der Beschw erdeführerin leben ihr Ehem ann, ihr Kind, ihre Eltern, ihre Schw ester, ihre vier Brüder, ihre dreizehn H albgeschw ister sow ie ihr Schw ager, w elcher ihr bei der Flucht geholfen hat noch im m er in der D em okratischen R epublik Kongo. In Anbetracht der Tatsache, dass der Ehem ann der Beschw erdeführerin und dessen Fam ilie ihr die Ausreise in die Schw eiz finanziert haben, sow ie angesichts des beruflichen H intergrunds ihres Ehem annes ("m agistrat") sow ie ihres Schw agers ("professeur dans un collège") kann davon ausgegangen w erden, dass die Beschw erdeführerin bei ihrer R ückkehr ein soziales N etz vorfindet und darüber hinaus auf deren finanzielle U nterstützung vertrauen kann. Folglich besteht eine ausreichende m edizinische und fam iliäre Betreuung. Ein im Vergleich zur Schw eiz allfälliger schlechterer m edizinischer Standard in Kongo für die w eitere m edizinische Betreuung der Beschw erdeführerin stellt unter dem Blickw inkel von Art. 3 EM R K som it kein relevantes, völkerrechtliches Vollzugshindernis dar. 7. Bei der Erm essensausübung von Art. 14a Abs. 4 AN AG gilt es, in Konkretisierung des Verhältnism ässigkeitsprinzips die hum anitären Aspekte im Zusam m enhang m it der Situation, in der sich der betroffene Ausländer bei einer R ückkehr ins H eim atland befinden w ürde, gegen das öffentliche Interesse an seiner W egw eisung abzuw ägen (vgl. auch EM AR K 2005 N r. 12 E. 10.3. S. 144). Zw ar 11 erachtete das Bundesgericht den Abbruch der Tritherapie bei einer gut integrierten Ausländerin, w elcher diese bei einer R ückkehr in den H eim atstaat in Lebensgefahr hätte bringen können, unter Berücksichtigung der U m stände, dass bei der Beschw erdeführerin AID S erstm als in der Schw eiz entdeckt w orden w ar und im H eim atland keine Tritherapie zur Verfügung stand, als schw erw iegenden persönlichen H ärtefall im Sinne von Art. 13 lit. f BVO (vgl. Pra 2003 N r. 25, 132 Erw . 5.3.2. = BG E 128 II 200, 210 Erw . 5.3.2.). In casu liegen die tatsächlichen Verhältnisse aber anders. D ie engere und w eitere Fam ilie der Beschw erdeführerin lebt in ihrem H eim atland. In Kinshasa kann sie sich w ie oben angeführt w ird, einer Tritherapie unterziehen, die sie bisher in der Schw eiz verw eigert hat; dort besteht auch eine psychosoziale Betreuung (bezüglich PTBS), w eshalb keine N otw endigkeit eines w eiteren Aufenthalts in der Schw eiz besteht. Zudem kann sie bei der Vorinstanz m edizinische R ückkehrhilfe beantragen. D er Vollzug der W egw eisung erw eist sich som it als zum utbar. 8. 8.1 D er Vollzug erw eisst sich auch als grundsätzlich m öglich. Es w ird Sache der Vorinstanz und der kantonalen Behörden sein, allenfalls für eine m edizinische Begleitung bei der R ückführung besorgt zu sein. 8.2 Schliesslich obliegt es der Beschw erdeführerin, sich bei der zuständigen Vertretung ihres H eim atstaates die für eine R ückkehr notw endigen R eisedokum ente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), w eshalb der Vollzug der W egw eisung auch als m öglich zu bezeichnen ist. 8.3 Insgesam t ist die durch die Vorinstanz verfügte W egw eisung zu bestätigen. D ie Vorinstanz hat deren Vollzug zu R echt als zulässig, zum utbar und m öglich erachtet. N ach dem G esagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht (Art. 14a Abs. 1 - 4 AN AG ). 9. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist nach dem G esagten abzuw eisen. 10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens w ären die Kosten Beschw erdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ) und auf insgesam t Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE]). D a die Beschw erde nicht als von vornherein aussichtslos bezeichnet w erden konnte und die Beschw erdeführerin nach w ie vor keiner Erw erbstätigkeit nachgeht und som it als bedürftig zu gelten hat, w ird in G utheissung des G esuchs um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG auf die Auferlegung von Verfahrenskosten verzichtet.12 (D ispositiv nächste Seite) D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D as G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege w ird gutgeheissen. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten gesprochen. 4. D ieses U rteil geht an: - die Beschw erdeführerin, 2 Expl. (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N ), über die H erausgabe der beim BFM eingereichten D okum ente entscheidet das BFM auf Anfrage - M igrationsdienst des Kantons I._______ (Beilagen: carte professionelle; certificate de nationalité; attestation de perte des pieces d'identite; carte d'épouse) D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: Fulvio H aefeli U lrike R aem y Versand am :