Verordnung vom 7. November 2018 über Geldspiele (Geldspielverordnung, VGS) <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2018/796/20240101/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2018/796/20240101"/><FRBRdate date="2024-01-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2018-11-07" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2019-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="935.511"/><FRBRname xml:lang="de" value="Verordnung vom 7. November 2018 über Geldspiele (Geldspielverordnung, VGS)" shortForm="VGS"/><FRBRname xml:lang="it" value="Ordinanza del 7 novembre 2018 sui giochi in denaro (OGD)" shortForm="OGD"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Ordonnance du 7 novembre 2018 sur les jeux d'argent (OJAr)" shortForm="OJAr"/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2018/796/20240101/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2018/796/20240101/de"/><FRBRdate date="2024-01-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2018-11-07" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2019-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2018/796/20240101/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2018/796/20240101/de/xml"/><FRBRdate date="2024-01-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2018-11-07" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2019-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>935.511 </docNumber></p><p><docTitle>Verordnung<br/>über Geldspiele</docTitle></p><p>(Geldspielverordnung, VGS)</p><p>vom 7. November 2018 (Stand am 1. Januar 2024)</p></preface><preamble><p>Der Schweizerische Bundesrat,</p><p>gestützt auf das Geldspielgesetz vom 29. September 2017<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2018/795" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>935.51</b></ref></p></authorialNote> (BGS),</p><p>verordnet:</p></preamble><body><chapter eId="chap_1"><num>1. Kapitel: </num><heading>Begriffe</heading><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><heading>Geldspiele im privaten Kreis</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 1 Abs. 2 Bst. a BGS)</subheading><paragraph eId="art_1/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_1/para/listintro">Als Geldspiel im privaten Kreis gilt ein Geldspiel, das die folgenden Voraussetzungen erfüllt:</listIntroduction><item eId="art_1/para/lbl_a"><num>a. </num><p>Es wird weder gewerbsmässig noch gestützt auf eine öffentliche Bekanntmachung durchgeführt.</p></item><item eId="art_1/para/lbl_b"><num>b. </num><p>Die Anzahl Spielerinnen und Spieler ist klein; sie ist sehr klein, sofern zwischen ihnen ausserhalb des Spiels keine Bindung, insbesondere familiärer oder beruflicher Art, besteht.</p></item><item eId="art_1/para/lbl_c"><num>c. </num><p>Den Spielerinnen und Spielern werden über ihren Einsatz hinaus keinerlei Kosten oder Gebühren auferlegt.</p></item><item eId="art_1/para/lbl_d"><num>d. </num><p>Die Summe der Spielgewinne ist tief und entspricht der Summe aller Einsätze.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><heading>Geschicklichkeitsspiele</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 3 Bst. d BGS)</subheading><paragraph eId="art_2/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_2/para/listintro">Als Geschicklichkeitsspiel gilt ein Geldspiel, das insbesondere die folgenden Voraussetzungen erfüllt:</listIntroduction><item eId="art_2/para/lbl_a"><num>a. </num><p>Geschickte Spielerinnen und Spieler können über eine grössere Zahl von Spieleinheiten einen höheren Gewinn erzielen als andere Spielerinnen und Spieler.</p></item><item eId="art_2/para/lbl_b"><num>b. </num><p>Beim Blindspiel ist die Wahrscheinlichkeit gering, einen Gewinn zu erzielen.</p></item><item eId="art_2/para/lbl_c"><num>c. </num><p>Die Spielerinnen und Spieler haben mehrere Optionen zur Beeinflussung des Spielverlaufs.</p></item><item eId="art_2/para/lbl_d"><num>d. </num><p>Ein erfolgreiches Spiel erfordert Fertigkeiten einer gewissen Komplexität.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><heading>Spielbankenspiele</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 3 Bst. g BGS)</subheading><paragraph eId="art_3/para"><content><p>An demselben Spielbankenspiel können gleichzeitig höchstens 1000 Spielerinnen und Spieler teilnehmen. Diese maximale Teilnehmerzahl gilt nicht für Jackpots.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_2"><num>2. Kapitel: </num><heading>Spielbanken</heading><section eId="chap_2/sec_1"><num>1. Abschnitt: </num><heading>Konzessionen</heading><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><heading>Beurteilung der wirtschaftlichen Überlebensfähigkeit</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 8 Abs. 1 Bst. a Ziff. 3 BGS)</subheading><paragraph eId="art_4/para"><content><p>Beantragt die Gesuchstellerin eine Erweiterung der Konzession um das Recht, Spiele online durchzuführen, so prüft die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) die wirtschaftliche Überlebensfähigkeit separat für das Online-Angebot und das landbasierte Angebot. </p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><heading>Prüfung des volkswirtschaftlichen Nutzens</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 8 Abs. 1 Bst. a Ziff. 5 BGS)</subheading><paragraph eId="art_5/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_5/para/listintro">Die ESBK prüft den volkswirtschaftlichen Nutzen der Gesuchstellerin für die Standortregion aufgrund der Auswirkungen auf:</listIntroduction><item eId="art_5/para/lbl_a"><num>a. </num><p>Arbeitsmarkt;</p></item><item eId="art_5/para/lbl_b"><num>b. </num><p>Tourismus;</p></item><item eId="art_5/para/lbl_c"><num>c. </num><p>öffentliche Hand, insbesondere bezüglich der Steuereinnahmen;</p></item><item eId="art_5/para/lbl_d"><num>d. </num><p>angestammte Betriebe;</p></item><item eId="art_5/para/lbl_e"><num>e. </num><p>Kosten im Gesundheits- und Sozialwesen.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><heading>Wichtigste Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 8 Abs. 1 Bst. b und c BGS)</subheading><paragraph eId="art_6/para"><content><p>Als wichtigste Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner gelten natürliche und juristische Personen, die aufgrund ihrer Geschäftsbeziehung den Betrieb der Spielbank beeinflussen können.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><heading>Wirtschaftlich Berechtigte</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 8 Abs. 1 Bst. b und c BGS)</subheading><paragraph eId="art_7/para_1"><num>1</num><content><p> Als wirtschaftlich Berechtigte gelten Personen, deren direkte oder indirekte Beteiligung am Aktienkapital der Gesuchstellerin mindestens fünf Prozent beträgt, sowie Personen oder stimmrechtsverbundene Personengruppen, die mindestens fünf Prozent aller Stimmrechte besitzen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_2"><num>2</num><content><p> Personen, die eine Beteiligung nach Absatz 1 besitzen, müssen der ESBK eine Erklärung abgeben, ob sie die Beteiligung für sich oder treuhänderisch für Dritte besitzen und ob sie anderen für diese Beteiligung Optionen oder ähnliche Rechte eingeräumt haben.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><heading>Guter Ruf</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 8 Abs. 1 Bst. b Ziff. 1 BGS)</subheading><paragraph eId="art_8/para_1"><num>1</num><content><p> Die Anforderung des guten Rufs ist insbesondere nicht erfüllt, wenn die Gesuchstellerin, eine ihrer wichtigsten Geschäftspartnerinnen oder einer ihrer wichtigsten Geschäftspartner oder die an der Gesuchstellerin wirtschaftlich Berechtigten ohne die notwendige schweizerische Bewilligung Geldspiele durchführen oder durchgeführt haben. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn sie den Schweizer Markt vom Ausland aus gezielt bearbeitet haben. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_2"><num>2</num><content><p> Die Anforderung des guten Rufs ist auch nicht erfüllt, wenn die Gesuchstellerin, eine ihrer wichtigsten Geschäftspartnerinnen oder einer ihrer wichtigsten Geschäftspartner oder die an der Gesuchstellerin wirtschaftlich Berechtigten auf der Sperrliste nach Artikel 86 Absatz 3 BGS stehen oder während mehrerer Monate auf dieser Liste gestanden haben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_3"><num>3</num><content><p> Die Anforderung des guten Rufs muss während fünf Jahren vor der Einreichung des Gesuchs und bis zum Abschluss des Verfahrens erfüllt sein. Die Prüfung kann sich auf einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren beziehen, wenn es aufgrund der Schwere der vorgeworfenen Taten gerechtfertigt ist, ausser in dem Fall nach Absatz 1 zweiter Satz, in dem die Prüfung sich auf keinen Fall auf einen Zeitraum von mehr als fünf Jahre beziehen darf. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_4"><num>4</num><content><p> Die Lieferantinnen und Lieferanten von Geldspielen oder Online-Spielplattformen können die Anforderung des guten Rufs erfüllen, auch wenn sie Spiele oder Online-Spielplattformen an Veranstalterinnen liefern oder geliefert haben, die die Anforderung des guten Rufs nicht erfüllen. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_5"><num>5</num><content><p> Die Gesuchstellerin überprüft den guten Ruf ihrer wirtschaftlich Berechtigten sowie ihrer wichtigsten Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_6"><num>6</num><content><p> Eine Bankenbewilligung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht reicht für deren Inhaberin oder Inhaber als Nachweis des guten Rufs.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_7"><num>7</num><content><p> Die Gesuchstellerin liefert der ESBK die zur Prüfung ihres guten Rufs nötigen Informationen, insbesondere eine umfassende Liste der allfälligen strafrechtlichen Verurteilungen und abgeschlossenen oder hängigen Strafverfahren, die sie betreffen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_8"><num>8</num><content><p> Auf Verlangen der ESBK liefert sie ausserdem die Informationen, die zum Nachweis des guten Rufs ihrer wirtschaftlich Berechtigten und ihrer wichtigsten Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner nötig sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><heading>Unabhängige Geschäftsführung</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 8 Abs. 1 Bst. b Ziff. 2 und Bst. d BGS)</subheading><paragraph eId="art_9/para_1"><num>1</num><content><p> Die Anforderung der Gewähr für eine unabhängige Geschäftsführung ist erfüllt, wenn die Gesuchstellerin alle wichtigen Aufgaben im Sinne des BGS selbst ausübt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_2"><num>2</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_9/para_2/listintro"> Sie übt insbesondere bei der Erfüllung der folgenden Aufgaben die zentralen Tätigkeiten selbst aus:</listIntroduction><item eId="art_9/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>Durchführung und Beaufsichtigung der Geldspiele in den landbasierten Spielbanken, mit Ausnahme des Falls nach Artikel 59 BGS;</p></item><item eId="art_9/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>Überwachung des Online-Spielbetriebs;</p></item><item eId="art_9/para_2/lbl_c"><num>c. </num><p>Führung der Kundenkonten;</p></item><item eId="art_9/para_2/lbl_d"><num>d. </num><p>Pflege der Beziehungen mit den Spielerinnen und Spielern;</p></item><item eId="art_9/para_2/lbl_e"><num>e. </num><p>Beaufsichtigung der Spielerinnen und Spieler sowie Umsetzung der Sozialschutzmassnahmen und der Sorgfaltspflichten zur Bekämpfung der Geldwäscherei;</p></item><item eId="art_9/para_2/lbl_f"><num>f. </num><p>Erstellung der Abrechnungen über den Bruttospielertrag.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_3"><num>3</num><content><p> Erfüllt die Gesuchstellerin eine Aufgabe nicht selbst, so muss sie gewährleisten, dass die Dritten die gesetzlichen Pflichten einhalten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><heading>Einwandfreie Geschäftstätigkeit</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 8 Abs. 1 Bst. b Ziff. 2 und Bst. d BGS)</subheading><paragraph eId="art_10/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_10/para_1/listintro"> Die Anforderung der Gewähr für eine einwandfreie Geschäftstätigkeit ist erfüllt, wenn die Gesuchstellerin, ihre wichtigsten Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner sowie die an der Gesuchstellerin wirtschaftlich Berechtigten:</listIntroduction><item eId="art_10/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>sich rechtskonform verhalten;</p></item><item eId="art_10/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>die Grundsätze der guten Corporate Governance einhalten; und</p></item><item eId="art_10/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>in guter wirtschaftlicher Verfassung sind.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_2"><num>2</num><content><p> Die Gesuchstellerin überprüft, ob die einwandfreie Geschäftstätigkeit ihrer wirtschaftlich Berechtigten sowie ihrer wichtigsten Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner gewährleistet ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_3"><num>3</num><content><p> Sie liefert der ESBK die zur Feststellung der Gewähr für eine einwandfreie Geschäftstätigkeit erforderlichen Informationen über sich selbst sowie über die Mitglieder ihrer Direktion und ihrer Organe, einschliesslich der leitenden Revisorin oder des leitenden Revisors.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_4"><num>4</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_10/para_4/listintro"> Die ESBK prüft insbesondere:</listIntroduction><item eId="art_10/para_4/lbl_a"><num>a. </num><p>die Organisation der Gesuchstellerin;</p></item><item eId="art_10/para_4/lbl_b"><num>b. </num><p>die Geschäftsbeziehungen der Gesuchstellerin;</p></item><item eId="art_10/para_4/lbl_c"><num>c. </num><p>die wirtschaftliche und finanzielle Lage der Gesuchstellerin.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_5"><num>5</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_10/para_5/listintro"> Auf Verlangen der ESBK liefert die Gesuchstellerin Informationen über: </listIntroduction><item eId="art_10/para_5/lbl_a"><num>a. </num><p>ihr Personal; </p></item><item eId="art_10/para_5/lbl_b"><num>b. </num><p>ihre wirtschaftlich Berechtigten sowie die Mitglieder von deren Organen; </p></item><item eId="art_10/para_5/lbl_c"><num>c. </num><p>ihre wichtigsten Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner; </p></item><item eId="art_10/para_5/lbl_d"><num>d. </num><p>die Personen oder Personengruppen, deren Beteiligung am Aktienkapital der Gesuchstellerin unter fünf Prozent liegt. </p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><heading>Dokumentationspflichten</heading><paragraph eId="art_11/para"><content><p>Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) legt fest, welche Dokumente die Gesuchstellerin zum Nachweis der wirtschaftlichen Überlebensfähigkeit, des guten Rufs, der unabhängigen Geschäftsführung und der einwandfreien Geschäftstätigkeit einreichen muss.</p></content></paragraph></article><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><heading>Genügend Eigenmittel</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 8 Abs. 1 Bst. c BGS)</subheading><paragraph eId="art_12/para_1"><num>1</num><content><p> Ist die Gesuchstellerin direkt oder indirekt mit mehr als der Hälfte des Kapitals oder der Stimmen an einem Unternehmen beteiligt oder übt sie in anderer Weise einen beherrschenden Einfluss aus, so wird anhand des konsolidierten Betrags der Eigenmittel bestimmt, ob genügend Eigenmittel vorhanden sind. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_2"><num>2</num><content><p> Absatz 1 gilt auch, wenn eine Gesuchstellerin mit einem Unternehmen eine wirtschaftliche Einheit bildet oder aufgrund anderer Umstände anzunehmen ist, dass sie rechtlich oder faktisch verpflichtet ist, ein solches Unternehmen finanziell zu unterstützen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_3"><num>3</num><content><p> Die Absätze 1 und 2 sind nicht anwendbar, wenn die Grösse und die Geschäftstätigkeit der Unternehmen nach den Absätzen 1 und 2 für die Beurteilung der Eigenmittel der Gesuchstellerin unwesentlich sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><heading>Meldung von Änderungen</heading><paragraph eId="art_13/para"><content><p>Ändern sich während des Konzessionsverfahrens die eingereichten Angaben und Unterlagen wesentlich, so ist die Gesuchstellerin verpflichtet, dies der ESBK unverzüglich zu melden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_14"><num><b>Art. 14</b></num><heading>Unvollständiges Gesuch</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 10 Abs. 3 BGS)</subheading><paragraph eId="art_14/para_1"><num>1</num><content><p> Ist ein Gesuch unvollständig oder erachtet die ESBK weitere Unterlagen oder Informationen als notwendig, so kann sie eine Nachbesserung oder Ergänzung verlangen und eine Frist setzen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_2"><num>2</num><content><p> Die Frist kann auf ein begründetes Gesuch hin verlängert werden. Verfällt die Frist, so beantragt die ESBK dem Bundesrat, auf das Gesuch nicht einzutreten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_15"><num><b>Art. 15</b></num><heading>Betriebsaufnahme</heading><paragraph eId="art_15/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_15/para/listintro">Die Spielbank kann den Betrieb aufnehmen, nachdem:</listIntroduction><item eId="art_15/para/lbl_a"><num>a. </num><p>der Bundesrat die Konzession erteilt hat;</p></item><item eId="art_15/para/lbl_b"><num>b. </num><p>die ESBK festgestellt hat, dass die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden und die gemachten Angaben korrekt sind;</p></item><item eId="art_15/para/lbl_c"><num>c.  </num><p>sie für jedes der Spiele, die sie anbietet, die Spielbewilligung der ESBK erhalten hat. </p></item></blockList></content></paragraph></article></section><section eId="chap_2/sec_2"><num>2. Abschnitt: </num><heading>Spielangebot</heading><article eId="art_16"><num><b>Art. 16</b></num><heading>Geldspiele in Spielbanken</heading><paragraph eId="art_16/para_1"><num>1</num><content><p> Das EJPD kann das Angebot an Spielbankenspielen festlegen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_2"><num>2</num><content><p> Es kann Vorschriften über die Durchführung von Spielbankenspielen durch Spielbanken erlassen. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_3"><num>3</num><content><p> Es kann Vorschriften über die Bewilligung und die Bestimmung des Bruttospielertrags von Geschicklichkeitsspielen nach Artikel 62 Absatz 1 BGS erlassen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_17"><num><b>Art. 17</b></num><heading>Zusammenarbeit mit inländischen Spielbanken</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 16 Abs. 4 BGS)</subheading><paragraph eId="art_17/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_17/para/listintro">Die ESBK kann einer Spielbank erlauben, für online durchgeführte Pokerspiele mit einer anderen konzessionierten Spielbank zusammenzuarbeiten, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:</listIntroduction><item eId="art_17/para/lbl_a"><num>a. </num><p>Eine lückenlose Beaufsichtigung durch die ESBK ist möglich. </p></item><item eId="art_17/para/lbl_b"><num>b. </num><p>Eine der Spielbanken ist als für das gemeinsame Angebot verantwortlich bestimmt.</p></item><item eId="art_17/para/lbl_c"><num>c. </num><p>Der Bruttospielertrag wird unter den Spielbanken proportional zu den Einsätzen ihrer jeweiligen Spielerinnen und Spieler aufgeteilt.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_18"><num><b>Art. 18</b></num><heading>Zusammenarbeit mit ausländischen Veranstalterinnen von Spielbankenspielen</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 16 Abs. 4 BGS)</subheading><paragraph eId="art_18/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_18/para_1/listintro"> Die ESBK kann einer Spielbank erlauben, für online durchgeführte Pokerspiele mit einer ausländischen Veranstalterin von Spielbankenspielen zusammenzuarbeiten, wenn die ESBK eine hinreichende Aufsicht über das Spiel sicherstellen kann und die Gesuchstellerin nachweist, dass:</listIntroduction><item eId="art_18/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>die ausländische Veranstalterin über die notwendigen Bewilligungen verfügt, um das betreffende Pokerspiel in ihrem Sitzstaat oder in anderen Staaten durchzuführen;</p></item><item eId="art_18/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>die ausländische Veranstalterin über die notwendige Zuverlässigkeit und fachliche Eignung verfügt;</p></item><item eId="art_18/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>die Online-Spielteilnahmen von Spielerinnen und Spielern mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz über ihr Spielerkonto bei der Gesuchstellerin abgewickelt werden;</p></item><item eId="art_18/para_1/lbl_d"><num>d. </num><p>sie mit der ausländischen Veranstalterin einen Vertrag abgeschlossen hat, der sicherstellt, dass das Spiel auf sichere und transparente Weise durchgeführt werden kann;</p></item><item eId="art_18/para_1/lbl_e"><num>e. </num><p>die ausländische Veranstalterin den Online-Zugang von Spielerinnen und Spielern mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz zu ihren in der Schweiz nicht bewilligten Geldspielen sperrt.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_2"><num>2</num><content><p> Das Abrechnungsverfahren für die Aufteilung der Bruttospielerträge unter den Spielbanken muss von der ESBK genehmigt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_3"><num>3</num><content><p> Eine Zusammenarbeit ist in jedem Fall ausgeschlossen, wenn die ausländische Veranstalterin ihren Sitz in einem Staat hat, der auf den Listen des Groupe d’action financière der Hochrisikostaaten und nicht kooperativen Staaten (GAFI-Listen) aufgeführt oder von internationalen Sanktionen nach dem Embargogesetz vom 22. März 2002<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2002/564" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>946.231</b></ref></p></authorialNote> betroffen ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_4"><num>4</num><content><p> Die Gesuchstellerin ist gegenüber ihren Spielerinnen und Spielern und der ESBK in gleicher Weise verantwortlich, wie wenn sie das Spiel allein durchführen würde.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_5"><num>5</num><content><p> Die Spielerinnen und Spieler müssen darüber informiert werden, dass bestimmte Personendaten aus Sicherheitsgründen an die ausländische Veranstalterin weitergegeben werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_19"><num><b>Art. 19</b></num><heading>Betriebspflicht für Tischspiele</heading><paragraph eId="art_19/para_1"><num>1</num><content><p> Jede landbasierte Spielbank muss mindestens zwei verschiedene Tischspiele anbieten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_2"><num>2</num><content><p> Die Tischspiele müssen während mindestens einem Drittel der täglichen Spielbankenöffnungszeiten angeboten werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_3"><num>3</num><content><p> Die ESBK kann Spielbanken mit einer Konzession B, deren Standortregion wirtschaftlich von ausgeprägt saisonalem Tourismus abhängig ist und die trotz wirtschaftlicher Unternehmensführung keine angemessene Rentabilität erzielen, während 270 Tagen im Jahr Ausnahmen von den Absätzen 1 und 2 bewilligen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_20"><num><b>Art. 20</b></num><heading>Spieltechnische Anforderungen</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 17 BGS)</subheading><paragraph eId="art_20/para"><content><p>Das EJPD kann spieltechnische Vorschriften für Spiele, Jackpots, Online-Spielplattformen, Jackpotsysteme, das elektronische Abrechnungs- und Kontrollsystem (EAKS), das Datenaufzeichnungssystem (DZS) und Spielutensilien und ‑zubehör erlassen; es berücksichtigt dabei die international gebräuchlichen Vorgaben.</p></content></paragraph></article><article eId="art_21"><num><b>Art. 21</b></num><heading>Konformitätsprüfung</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 17 Abs. 3 BGS)</subheading><paragraph eId="art_21/para_1"><num>1</num><content><p> Bevor die Spielbank ein Tischspiel, ein automatisiert durchgeführtes Geldspiel, einen Jackpot, eine Online-Spielplattform, ein Jackpotsystem, das EAKS, das DZS oder Spielutensilien und -zubehör in Betrieb nimmt, stellt sie durch geeignete Tests und Prüfungen sicher, dass die spieltechnischen Anforderungen erfüllt sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_2"><num>2</num><content><p> Sie dokumentiert die Ergebnisse der durchgeführten Tests und Prüfungen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_22"><num><b>Art. 22</b></num><heading>Veränderungen an Informatiksystemen für Online-Spiele</heading><paragraph eId="art_22/para"><content><p>Die Spielbank unterbreitet der ESBK sämtliche Veränderungen an Informatiksystemen, die der Durchführung von Online-Spielen dienen, vorgängig zur Genehmigung, sofern die Veränderungen den Spielverlauf oder die Interaktion mit den Spielerinnen und Spielern beeinflussen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_23"><num><b>Art. 23</b></num><heading>Konsultation</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 20 BGS)</subheading><paragraph eId="art_23/para_1"><num>1</num><content><p> Der Meinungsaustausch zwischen der ESBK und der interkantonalen Aufsichts- und Vollzugsbehörde (interkantonale Behörde) zur Beurteilung, ob es sich beim beantragten Spiel um ein Spielbankenspiel handelt, hat innert 30 Tagen nach Eingang des Konsultationsschreibens der ESBK bei der interkantonalen Behörde zu erfolgen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_2"><num>2</num><content><p> Führt der Meinungsaustausch innert dieser Frist nicht zu einem einvernehmlichen Ergebnis, so ruft die ESBK das Koordinationsorgan an.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_3"><num>3</num><content><p> Die Frist nach Absatz 1 kann bei gegenseitigem Einverständnis von ESBK und interkantonaler Behörde um bis zu 30 Tage verlängert werden.</p></content></paragraph></article></section></chapter><chapter eId="chap_3"><num>3. Kapitel: </num><heading>Grossspiele</heading><section eId="chap_3/sec_1"><num>1. Abschnitt: </num><heading>Veranstalterbewilligung</heading><article eId="art_24"><num><b>Art. 24</b></num><heading>Guter Ruf</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 22 Abs. 1 Bst. b BGS)</subheading><paragraph eId="art_24/para_1"><num>1</num><content><p> Die Anforderung des guten Rufs ist insbesondere nicht erfüllt, wenn die Gesuchstellerin ohne die notwendige schweizerische Bewilligung Geldspiele durchführt oder durchgeführt hat. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn sie den Schweizer Markt vom Ausland aus gezielt bearbeitet hat.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_24/para_2"><num>2</num><content><p> Die Anforderung des guten Rufs ist auch nicht erfüllt, wenn die Gesuchstellerin auf der Sperrliste nach Artikel 86 Absatz 3 BGS steht oder während mehrerer Monate auf dieser Liste gestanden hat.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_24/para_3"><num>3</num><content><p> Die Anforderung des guten Rufs muss während fünf Jahren vor der Einreichung des Gesuchs und bis zum Abschluss des Verfahrens erfüllt sein. Die Prüfung der Anforderung kann sich auf einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren beziehen, wenn es aufgrund der Schwere der vorgeworfenen Taten gerechtfertigt ist, ausser in dem Fall nach Absatz 1 zweiter Satz, in dem die Prüfung sich auf keinen Fall auf einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren beziehen darf. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_24/para_4"><num>4</num><content><p> Die Gesuchstellerin liefert der interkantonalen Behörde die zur Prüfung ihres guten Rufs nötigen Informationen, insbesondere eine umfassende Liste der allfälligen strafrechtlichen Verurteilungen und abgeschlossenen oder hängigen Strafverfahren, die sie betreffen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_25"><num><b>Art. 25</b></num><heading>Unabhängige Geschäftsführung</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 22 Abs. 1 Bst. f BGS)</subheading><paragraph eId="art_25/para_1"><num>1</num><content><p> Die Anforderung der Gewähr für eine unabhängige Geschäftsführung ist erfüllt, wenn die Gesuchstellerin alle wichtigen Aufgaben im Sinne des BGS selbst ausübt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_2"><num>2</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_25/para_2/listintro"> Sie übt insbesondere bei der Erfüllung folgender Aufgaben die zentralen Tätigkeiten selbst aus: </listIntroduction><item eId="art_25/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>Überwachung des Spielbetriebs und Bestimmung der Gewinnerinnen und Gewinner;</p></item><item eId="art_25/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>Führung der Kundenkonten;</p></item><item eId="art_25/para_2/lbl_c"><num>c. </num><p>Pflege der Beziehungen mit den Spielerinnen und Spielern;</p></item><item eId="art_25/para_2/lbl_d"><num>d. </num><p>Beaufsichtigung der Spielerinnen und Spieler sowie Umsetzung der Sozialschutzmassnahmen und der Sorgfaltspflichten zur Bekämpfung der Geldwäscherei.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_3"><num>3</num><content><p> Die Gesuchstellerin kann die Aufgaben nach Absatz 2 Buchstaben c und d teilweise ihren Vertriebspartnern übertragen, sofern sie diese selbst beaufsichtigt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_4"><num>4</num><content><p> Erfüllt die Gesuchstellerin eine Aufgabe nicht selbst, so muss sie gewährleisten, dass die Dritten die gesetzlichen Pflichten einhalten. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_5"><num>5</num><content><p> Die Gesuchstellerin, die Lotterien und Sportwetten veranstalten will, reicht der Bewilligungsbehörde eine Übersicht über die Interessenbindungen der Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung ein.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_6"><num>6</num><content><p> Die Gesuchstellerin, die Sportwetten veranstalten will, reicht zusätzlich zur Übersicht nach Absatz 5 allfällige Partnerschaftsverträge mit natürlichen oder juristischen Personen ein, die Pferderennen oder andere Sportwettkämpfe und ‑veranstaltungen organisieren oder an solchen teilnehmen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_26"><num><b>Art. 26</b></num><heading>Einwandfreie Geschäftsführung</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 22 Abs. 1 Bst. f BGS)</subheading><paragraph eId="art_26/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_26/para_1/listintro"> Die Anforderung der Gewähr für eine einwandfreie Geschäftsführung ist erfüllt, wenn die Gesuchstellerin:</listIntroduction><item eId="art_26/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>sich rechtskonform verhält;</p></item><item eId="art_26/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>die Grundsätze der guten Corporate Governance einhält; und</p></item><item eId="art_26/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>in guter wirtschaftlicher Verfassung ist.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_2"><num>2</num><content><p> Die Gesuchstellerin überprüft, ob die einwandfreie Geschäftsführung ihrer wichtigsten Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner gewährleistet ist, und dokumentiert das Ergebnis.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_3"><num>3</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_26/para_3/listintro"> Die interkantonale Behörde prüft insbesondere:</listIntroduction><item eId="art_26/para_3/lbl_a"><num>a. </num><p>die Organisation der Gesuchstellerin;</p></item><item eId="art_26/para_3/lbl_b"><num>b. </num><p>die Geschäftsbeziehungen der Gesuchstellerin;</p></item><item eId="art_26/para_3/lbl_c"><num>c. </num><p>die wirtschaftliche und finanzielle Lage der Gesuchstellerin.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_4"><num>4</num><content><p> Sie beachtet dabei die Verhältnisse der betreffenden juristischen Personen und der natürlichen Personen, die Mitglied der Geschäftsleitung und der Organe der Gesuchstellerin sind. Sie kann von der Gesuchstellerin Informationen über deren Personal verlangen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_5"><num>5</num><content><p> Sie kann bei einer Gesuchstellerin, die Geschicklichkeitsspiele veranstalten will, auf die Überprüfung nach Absatz 3 verzichten und die Gesuchstellerin von der Pflicht zur Überprüfung nach Absatz 2 entbinden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_27"><num><b>Art. 27</b></num><heading>Angemessenes Verhältnis von Betriebskosten und Mitteln für gemeinnützige Zwecke</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 22 Abs. 1 Bst. i BGS)</subheading><paragraph eId="art_27/para_1"><num>1</num><content><p> Die Gesuchstellerin, die Lotterien oder Sportwetten veranstalten will, reicht der interkantonalen Behörde eine Übersicht ein, aus der das Verhältnis zwischen den Betriebskosten und den Mitteln, die für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung gestellt werden, hervorgeht.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_27/para_2"><num>2</num><content><p> Die Kosten für die Werbung und weitere Kommunikationsmassnahmen zu Marketingzwecken sowie für die Löhne sind gesondert und detailliert auszuweisen.</p></content></paragraph></article></section><section eId="chap_3/sec_2"><num>2. Abschnitt: </num><heading>Spielbewilligung</heading><article eId="art_28"><num><b>Art. 28</b></num><heading>Sichere Spieldurchführung</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 25 Abs. 1 Bst. a BGS)</subheading><paragraph eId="art_28/para_1"><num>1</num><content><p> Die Veranstalterin überprüft mittels Tests und Kontrollen vor der Inbetriebnahme eines Grossspiels, ob es die spieltechnischen Anforderungen erfüllt und korrekt abläuft.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_28/para_2"><num>2</num><content><p> Sie hält die entsprechende Dokumentation für die interkantonale Behörde zur Verfügung.</p></content></paragraph></article><article eId="art_29"><num><b>Art. 29</b></num><heading>Sichere Durchführung von Sportwetten</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 25 Abs. 1 Bst. a BGS)</subheading><paragraph eId="art_29/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_29/para/listintro">Sportwetten dürfen nicht auf Ereignisse angeboten werden, die ein erhöhtes Risiko von Sportwettkampfmanipulation beinhalten. Ein erhöhtes Risiko kann insbesondere vorliegen bei Wetten auf:</listIntroduction><item eId="art_29/para/lbl_a"><num>a. </num><p>Sportwettkämpfe ohne sportlichen Wert;</p></item><item eId="art_29/para/lbl_b"><num>b. </num><p>Ereignisse, die für den Ausgang des Sportwettkampfs von geringer Bedeutung sind.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_30"><num><b>Art. 30</b></num><heading>Zusammenarbeit mit inländischen Veranstalterinnen von Grossspielen</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 25 Abs. 3 BGS)</subheading><paragraph eId="art_30/para"><content><p>Die interkantonale Behörde kann einer Veranstalterin von Grossspielen die Zusammenarbeit mit einer anderen über die entsprechende Bewilligung verfügende Veranstalterin von Grossspielen erlauben, wenn dies mit den Zwecken nach Artikel 2 BGS vereinbar ist. </p></content></paragraph></article><article eId="art_31"><num><b>Art. 31</b></num><heading>Zusammenarbeit mit ausländischen Veranstalterinnen von Grossspielen</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 25 Abs. 3 BGS)</subheading><paragraph eId="art_31/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_31/para_1/listintro"> Die interkantonale Behörde kann einer Veranstalterin von Lotterien und Sportwetten erlauben, zur gemeinsamen Durchführung von einzelnen Grossspielen mit einer ausländischen Veranstalterin zusammenzuarbeiten, wenn die interkantonale Behörde eine hinreichende Aufsicht über das Spiel sicherstellen kann und die Gesuchstellerin nachweist, dass:</listIntroduction><item eId="art_31/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>die ausländische Veranstalterin über die notwendigen Bewilligungen verfügt, um das betreffende Grossspiel in ihrem Sitzstaat oder in anderen Staaten durchzuführen;</p></item><item eId="art_31/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>die ausländische Veranstalterin einen guten Ruf geniesst;</p></item><item eId="art_31/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>sie das Spiel aufgrund seiner Konzeption nicht mit vergleichbarer Attraktivität für die Spielerinnen und Spieler allein durchführen kann, insbesondere weil es auf einer Akkumulation von Spieleinsätzen besonders vieler Personen beruht;</p></item><item eId="art_31/para_1/lbl_d"><num>d. </num><p>das Spiel eine strategische und wirtschaftliche Bedeutung für die Weiterentwicklung des Spielangebots hat;</p></item><item eId="art_31/para_1/lbl_e"><num>e. </num><p>die Online-Spielteilnahmen von Spielerinnen und Spielern mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz über ihr Spielerkonto bei der Gesuchstellerin abgewickelt werden;</p></item><item eId="art_31/para_1/lbl_f"><num>f. </num><p>sie mit der ausländischen Veranstalterin einen Vertrag abgeschlossen hat, der sicherstellt, dass das Spiel auf sichere und transparente Weise durchgeführt werden kann;</p></item><item eId="art_31/para_1/lbl_g"><num>g. </num><p>die ausländische Veranstalterin den Online-Zugang von Spielerinnen und Spielern mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz zu ihren in der Schweiz nicht bewilligten Geldspielen sperrt.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_31/para_2"><num>2</num><content><p> Eine Zusammenarbeit ist in jedem Fall ausgeschlossen, wenn die ausländische Veranstalterin ihren Sitz in einem Staat hat, der auf den GAFI-Listen aufgeführt oder von internationalen Sanktionen nach dem Embargogesetz vom 22. März 2002<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2002/564" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>946.231</b></ref></p></authorialNote> betroffen ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_31/para_3"><num>3</num><content><p> Die Gesuchstellerin ist gegenüber ihren Spielerinnen und Spielern und der interkantonalen Behörde in gleicher Weise verantwortlich, wie wenn sie das Spiel allein durchführen würde.</p></content></paragraph></article><article eId="art_32"><num><b>Art. 32</b></num><heading>Inhalt des Gesuchs</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 26 BGS)</subheading><paragraph eId="art_32/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_32/para_1/listintro"> Das Gesuch um Erteilung der Bewilligung enthält insbesondere Angaben über:</listIntroduction><item eId="art_32/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>Ablauf, Häufigkeit und Dauer des Spiels;</p></item><item eId="art_32/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>Art und Weise des Vertriebs;</p></item><item eId="art_32/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>die Modalitäten der Ziehung oder jeder anderen Ermittlung eines spielentscheidenden Ergebnisses;</p></item><item eId="art_32/para_1/lbl_d"><num>d. </num><p>die Feststellung der Ergebnisse, die Gewinnermittlung und die Gewinnauszahlung;</p></item><item eId="art_32/para_1/lbl_e"><num>e. </num><p>das Vorgehen bei unvorhergesehenem Unterbruch oder Nichtdurchführung des Spiels;</p></item><item eId="art_32/para_1/lbl_f"><num>f. </num><p>das Vorgehen bei Nichteinlösung von Gewinnen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_32/para_2"><num>2</num><content><p> Das Gesuch um Erteilung der Bewilligung für Lotterien enthält zusätzlich den Nachweis, dass die Lotterie pro Ziehung mindestens 1000 Personen offensteht.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_32/para_3"><num>3</num><content><p> Das Gesuch um Erteilung der Bewilligung für Geschicklichkeitsspiele enthält zusätzlich die Erläuterung, inwiefern der Spielgewinn ganz oder überwiegend von der Geschicklichkeit der Spielerin oder des Spielers abhängt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_33"><num><b>Art. 33</b></num><heading>Konsultation</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 27 BGS)</subheading><paragraph eId="art_33/para_1"><num>1</num><content><p> Der Meinungsaustausch zwischen der interkantonalen Behörde und der ESBK zur Beurteilung, ob es sich beim beantragten Spiel um ein Grossspiel handelt, hat innert 30 Tagen nach Eingang des Konsultationsschreibens der interkantonalen Behörde bei der ESBK zu erfolgen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_33/para_2"><num>2</num><content><p> Führt der Meinungsaustausch innert dieser Frist nicht zu einem einvernehmlichen Ergebnis, so ruft die interkantonale Behörde das Koordinationsorgan an.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_33/para_3"><num>3</num><content><p> Die Frist nach Absatz 1 kann bei gegenseitigem Einverständnis von interkantonaler Behörde und ESBK um bis zu 30 Tage verlängert werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_34"><num><b>Art. 34</b></num><heading>Meldung nachträglicher Spielveränderungen</heading><paragraph eId="art_34/para_1"><num>1</num><content><p> Die Veranstalterin meldet der interkantonalen Behörde jede Spielveränderung, die sie an einem bewilligten Spiel vornehmen will.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_34/para_2"><num>2</num><content><p> Sie kann der interkantonalen Behörde eine Spielveränderung ausnahmenweise nachträglich melden, wenn aus Gründen der Sicherheit oder aus anderen zwingenden Gründen sofortiges Handeln geboten war. Die Meldung ist unverzüglich zu erstatten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_34/para_3"><num>3</num><content><p> Die interkantonale Behörde prüft, ob die Spielveränderung im Rahmen der geltenden Spielbewilligung genehmigt werden kann, und teilt das Ergebnis ihrer Prüfung der Veranstalterin mit.</p></content></paragraph></article></section><section eId="chap_3/sec_3"><num>3. Abschnitt: </num><heading>Qualifikation von Geschicklichkeitsspielen</heading><article eId="art_35"><num><b>Art. 35</b></num><heading>Testverfahren</heading><paragraph eId="art_35/para_1"><num>1</num><content><p> Zur Beurteilung, ob ein Spiel die Voraussetzungen nach Artikel 2 erfüllt, und zur Prüfung weiterer relevanter Spielmerkmale kann die interkantonale Behörde geeignete statistische Testverfahren durchführen oder durchführen lassen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_35/para_2"><num>2</num><content><p> Die Kosten gehen zulasten der Gesuchstellerin.</p></content></paragraph></article><article eId="art_36"><num><b>Art. 36</b></num><heading>Unterlagen und weitere Elemente</heading><paragraph eId="art_36/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_36/para/listintro">Die interkantonale Behörde kann die Gesuchstellerin auffordern, ihr zusätzlich zu den Angaben nach Artikel 32 insbesondere Folgendes einzureichen oder zur Verfügung zu stellen:</listIntroduction><item eId="art_36/para/lbl_a"><num>a. </num><p>Name und Adresse der Lieferantin oder des Lieferanten sowie der Herstellerin oder des Herstellers, wenn diese nicht identisch sind;</p></item><item eId="art_36/para/lbl_b"><num>b. </num><p>Zeichnungen und Pläne der verwendeten Komponenten und Bauteile;</p></item><item eId="art_36/para/lbl_c"><num>c. </num><p>die technischen Daten und Angaben über die verwendete Hard- und Software;</p></item><item eId="art_36/para/lbl_d"><num>d. </num><p>Sourcecode;</p></item><item eId="art_36/para/lbl_e"><num>e. </num><p>Speichermedien;</p></item><item eId="art_36/para/lbl_f"><num>f. </num><p>ein Gerät oder einen permanenten Zugang zum System, um das Spiel testen zu können;</p></item><item eId="art_36/para/lbl_g"><num>g. </num><p>einen Beschrieb der Fähigkeiten, welche die Spielerinnen und Spieler für ein erfolgreiches Spiel haben müssen;</p></item><item eId="art_36/para/lbl_h"><num>h. </num><p>einen Beschrieb der spielbestimmenden und spielentscheidenden Elemente;</p></item><item eId="art_36/para/lbl_i"><num>i. </num><p>die Ergebnisse einer ausreichenden Zahl von Testspielen, einschliesslich einer Gewinnstatistik.</p></item></blockList></content></paragraph></article></section></chapter><chapter eId="chap_4"><num>4. Kapitel: </num><heading>Kleinspiele</heading><article eId="art_37"><num><b>Art. 37</b></num><heading>Kleinlotterien</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 34 Abs. 3 BGS)</subheading><paragraph eId="art_37/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_37/para_1/listintro"> Für Kleinlotterien gelten folgende Höchstbeträge: </listIntroduction><item eId="art_37/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>10 Franken für einen einzelnen Einsatz;</p></item><item eId="art_37/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>100 000 Franken für die Summe aller Einsätze.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_37/para_2"><num>2</num><content><p> Der Höchstbetrag nach Absatz 1 Buchstabe b liegt bei 500 000 Franken, wenn es sich um eine Kleinlotterie zur Finanzierung eines Anlasses von überregionaler Bedeutung im Sinne von Artikel 34 Absatz 4 BGS handelt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_37/para_3"><num>3</num><content><p> Der Wert der Gewinne beträgt mindestens 50 Prozent der maximalen Summe aller Einsätze. Mindestens jedes zehnte Los weist einen Gewinn auf.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_37/para_4"><num>4</num><content><p> Pro Veranstalterin werden jährlich maximal zwei Kleinlotterien bewilligt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_38"><num><b>Art. 38</b></num><heading>Lokale Sportwetten</heading><subheading fedlex:role="reference">(Art. 35 Abs. 3 BGS)</subheading><paragraph eId="art_38/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_38/para_1/listintro"> Für lokale Sportwetten gelten folgende Höchstbeträge:</listIntroduction><item eId="art_38/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>200 Franken für einen einzelnen Einsatz;</p></item><item eId="art_38/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>200 000 Franken für die Summe aller Einsätze pro Wettkampftag.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_38/para_2"><num>2</num><content><p> Der Wert der Gewinne beträgt mindestens 50 Prozent der maximalen Summe aller Einsätze. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_38/para_3"><num>3</num><content><p> Pro Veranstalterin und pro Veranstaltungsort werden Sportwetten an jährlich maximal zehn Tagen bewilligt. Dabei sind Wetten auf maximal zehn Sportereignisse pro Tag zulässig.</p></content></paragraph></article><article eId="art_39"><num><b>Art. 39</b></num><heading>Kleine Pokerturniere</heading><subheading fedlex:role="reference">(Art. 36 Abs. 3 BGS)</subheading><paragraph eId="art_39/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_39/para_1/listintro"> Pro kleines Pokerturnier gelten folgende Höchstbeträge:</listIntroduction><item eId="art_39/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>200 Franken für das Startgeld;</p></item><item eId="art_39/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>20 000 Franken für die Summe aller Startgelder.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_39/para_2"><num>2</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_39/para_2/listintro"> Pro Tag und Veranstaltungsort gelten folgende Höchstbeträge:</listIntroduction><item eId="art_39/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>300 Franken für die Summe der Startgelder einer Spielerin oder eines Spielers in allen Turnieren;</p></item><item eId="art_39/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>30 000 Franken für die Summe aller Startgelder aller Turniere.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_39/para_3"><num>3</num><content><p> Pro Tag und Veranstaltungsort werden maximal vier Pokerturniere bewilligt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_39/para_4"><num>4</num><content><p> Die minimale Teilnehmerzahl beträgt zehn Personen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_39/para_5"><num>5</num><content><p> Das Turnier ist auf eine Dauer von mindestens drei Stunden ausgelegt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_39/para_6"><num>6</num><content><p> Die Veranstalterin verliert ihren guten Ruf im Sinne von Artikel 33 Absatz 1 Buchstabe a Ziffer 2 BGS insbesondere, wenn sie illegale Spiele durchführt oder in ihren Lokalitäten duldet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_39/para_7"><num>7</num><content><p> Wenn sie zwölf oder mehr kleine Pokerturniere pro Jahr am gleichen Ort durchführen will, muss sie ihrem Gesuch ein Konzept beilegen, in dem sie darlegt, welche konkreten Massnahmen sie gegen das exzessive Geldspiel und illegale Spiele in ihrem Lokal ergreift.</p></content></paragraph></article><article eId="art_40"><num><b>Art. 40</b></num><heading>Tombolas</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 41 Abs. 3 BGS)</subheading><paragraph eId="art_40/para"><content><p>Für Tombolas beträgt die Summe aller Einsätze maximal 50 000 Franken.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_5"><num>5. Kapitel: </num><heading>Betrieb von Spielbankenspielen und Grossspielen</heading><section eId="chap_5/sec_1"><num>1. Abschnitt: </num><heading>Gemeinsame Bestimmungen</heading><article eId="art_41"><num><b>Art. 41</b></num><heading>Sicherheitskonzept</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 42 Abs. 3 BGS)</subheading><paragraph eId="art_41/para_1"><num>1</num><content><p> Das Sicherheitskonzept der Spielbank oder der Veranstalterin von Grossspielen ist darauf auszurichten, Risiken zu begrenzen, Fehlern vorzubeugen und die Prozesse fortlaufend zu optimieren.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_41/para_2"><num>2</num><content><p> Die Spielbank oder die Veranstalterin von Grossspielen legt im Konzept fest, wie sie die Vorgaben für einen sicheren und transparenten Spielbetrieb sowie die Vorgaben zur Bekämpfung der Kriminalität und der Geldwäscherei unter Berücksichtigung des Gefährdungspotenzials des Spielangebots umsetzt. Sie hält insbesondere ihre Organisationsstrukturen, ihre Verfahren und die Aufgaben der verantwortlichen Personen fest.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_41/para_3"><num>3</num><content><p> Die Veranstalterin von Sportwetten legt zudem fest, wie sie die Vorgaben zur Bekämpfung von Wettkampfmanipulation umsetzt. </p></content></paragraph></article><article eId="art_42"><num><b>Art. 42</b></num><heading>Ausschluss vom Spiel</heading><paragraph eId="art_42/para_1"><num>1</num><content><p> Die Spielbank oder die Veranstalterin von Grossspielen regelt in ihrem Sicherheitskonzept, wie sie Personen, die durch Täuschung oder auf andere Weise den Spielbetrieb beeinträchtigen, vom Spiel ausschliesst.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_42/para_2"><num>2</num><content><p> Sie kann zu diesem Zweck ein Register dieser Personen führen und die darin enthaltenen Informationen mit anderen Spielbanken oder Veranstalterinnen von Grossspielen austauschen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_42/para_3"><num>3</num><content><p> Die Daten in diesem Register werden vier Jahre nach deren Erfassung gelöscht.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_42/para_4"><num>4</num><content><p> Jede Person, die in diesem Register eingetragen wird, wird darüber informiert und kann ihren Eintrag bei der Spielbank oder Veranstalterin von Grossspielen bestreiten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_43"><num><b>Art. 43</b></num><heading>Spielregeln</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 44 BGS)</subheading><paragraph eId="art_43/para_1"><num>1</num><content><p> Die Spielbank oder die Veranstalterin von Grossspielen stellt den Spielerinnen und Spielern für jeden Spieltyp die Spielregeln oder eine Kurzfassung der Spielregeln zur Verfügung.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_43/para_2"><num>2</num><content><p> Die Spielregeln oder die Kurzfassung der Spielregeln müssen in leicht verständlicher Sprache verfasst sein und die Spielerinnen und Spieler müssen dazu einfachen und unmittelbaren Zugang haben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_43/para_3"><num>3</num><content><p> Das EJPD legt die Mindestangaben der Spielregeln für die Spielbankenspiele fest.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_43/para_4"><num>4</num><content><p> Die Spielbank erlässt die Spielregeln für die von ihr angebotenen Tischspiele und unterbreitet sie der ESBK vorgängig zur Genehmigung.</p></content></paragraph></article><article eId="art_44"><num><b>Art. 44</b></num><heading>Rechnungslegung</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 48 Abs. 2 BGS)</subheading><paragraph eId="art_44/para"><content><p>Die Spielbank oder die Veranstalterin von Lotterien und Sportwetten erstellt ihre Jahresrechnung nach den Fachempfehlungen zur Rechnungslegung<authorialNote><p> www.fer.ch, vgl. die V vom 21. Nov. 2012 über die anerkannten Standards zur Rechnungslegung (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/812" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>221.432</b></ref>).</p></authorialNote> der Stiftung für Fachempfehlungen zur Rechnungslegung.</p></content></paragraph></article><article eId="art_45"><num><b>Art. 45</b></num><heading>Liquidität</heading><paragraph eId="art_45/para"><content><p>Die Spielbank oder die Veranstalterin von Grossspielen legt ihre Liquidität anhand der Risiken fest, die sie aufgrund der entgegengenommenen Spieleinsätze und ihres Spielangebots eingeht.</p></content></paragraph></article><article eId="art_46"><num><b>Art. 46</b></num><heading>Datenbearbeitung</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 51 BGS)</subheading><paragraph eId="art_46/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_46/para_1/listintro"> Zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Pflichten, insbesondere zum Schutz der Spielerinnen und Spieler vor exzessivem Geldspiel und zur Bekämpfung der Kriminalität und der Geldwäscherei, bearbeitet die Spielbank oder die Veranstalterin von Grossspielen folgende Daten:</listIntroduction><item eId="art_46/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>Daten, die beim Eintritt in eine Spielbank sowie bei der Online-Registrierung der Spielerinnen und Spieler erhoben werden;</p></item><item eId="art_46/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>Daten über das Spielverhalten und die Finanztransaktionen der Spielerinnen und Spieler;</p></item><item eId="art_46/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>Daten über die persönliche, berufliche und finanzielle Situation der Spielerinnen und Spieler;</p></item><item eId="art_46/para_1/lbl_d"><num>d. </num><p>Daten über die Sperre von Spielerinnen und Spielern.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_46/para_2"><num>2</num><content><p> Die Spielbank oder die Veranstalterin von Grossspielen darf diese Daten der Aufsichtsbehörde bekanntgeben.</p></content></paragraph></article></section><section eId="chap_5/sec_2"><num>2. Abschnitt:</num><heading>Online-Teilnahme an Spielbankenspielen und Grossspielen</heading><article eId="art_47"><num><b>Art. 47</b></num><heading>Eröffnung des Spielerkontos</heading><paragraph eId="art_47/para_1"><num>1</num><content><p> Wer Zugang zu einem Online-Geldspielangebot haben will, braucht ein Spielerkonto bei der Veranstalterin.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_47/para_2"><num>2</num><content><p> Die Veranstalterin eröffnet nur ein Konto pro Spielerin oder Spieler.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_47/para_3"><num>3</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_47/para_3/listintro"> Sie eröffnet das Spielerkonto nur, wenn die Spielerin oder der Spieler:</listIntroduction><item eId="art_47/para_3/lbl_a"><num>a. </num><p>volljährig ist; </p></item><item eId="art_47/para_3/lbl_b"><num>b. </num><p>über einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz verfügt;</p></item><item eId="art_47/para_3/lbl_c"><num>c. </num><p>von keiner Spielsperre betroffen ist (Art. 80 BGS);</p></item><item eId="art_47/para_3/lbl_d"><num>d. </num><p>keinem Spielverbot unterliegt (Art. 52 BGS), wenn es sich bei der Veranstalterin um eine Spielbank handelt.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_48"><num><b>Art. 48</b></num><heading>Mindestangaben für die Eröffnung des Spielerkontos</heading><paragraph eId="art_48/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_48/para/listintro">Zur Eröffnung eines Spielerkontos muss die Spielerin oder der Spieler der Veranstalterin mindestens folgende Informationen angeben: </listIntroduction><item eId="art_48/para/lbl_a"><num>a. </num><p>Name, Vorname;</p></item><item eId="art_48/para/lbl_b"><num>b. </num><p>Geburtsdatum;</p></item><item eId="art_48/para/lbl_c"><num>c. </num><p>Wohnsitz- oder Aufenthaltsadresse.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_49"><num><b>Art. 49</b></num><heading>Überprüfung der Identität</heading><paragraph eId="art_49/para_1"><num>1</num><content><p> Die Veranstalterin eröffnet das Spielerkonto, wenn sie überprüft hat, ob die Informationen der Spielerin oder des Spielers den Tatsachen entsprechen, und wenn die Anforderungen nach Artikel 47 Absätze 2 und 3 erfüllt sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_49/para_2"><num>2</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_49/para_2/listintro"> Der Identitätsnachweis kann erbracht werden mit: </listIntroduction><item eId="art_49/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>der Kopie eines amtlichen Ausweises;</p></item><item eId="art_49/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>einer elektronischen Identität; oder</p></item><item eId="art_49/para_2/lbl_c"><num>c. </num><p>jedem anderen gleichwertigen Mittel, das von der zuständigen Aufsichtsbehörde zugelassen wird.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_50"><num><b>Art. 50</b></num><heading>Verwaltung des Spielerkontos</heading><paragraph eId="art_50/para_1"><num>1</num><content><p> Das Spielerkonto wird durch die Einzahlungen der Spielerin oder des Spielers, durch ihre oder seine Gewinne und durch die von der Veranstalterin gewährten Gratisspielguthaben gespeist. Die Einsätze der Spielerin oder des Spielers werden vom Spielerkonto abgebucht.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_50/para_2"><num>2</num><content><p> Gewinne und Guthaben auf dem Spielerkonto dürfen ausschliesslich auf ein Zahlungskonto auf den Namen der Inhaberin oder des Inhabers des Spielerkontos überwiesen werden<i>.</i></p></content></paragraph><paragraph eId="art_50/para_3"><num>3</num><content><p> Die Spielerin oder der Spieler kann zu jeder Zeit verlangen, dass der Aktivsaldo auf dem Spielerkonto oder ein Teil davon auf ihr oder sein Zahlungskonto überwiesen wird. Die von der Veranstalterin gewährten Gratisspielguthaben gehören nicht zum Aktivsaldo.</p></content></paragraph></article><article eId="art_51"><num><b>Art. 51</b></num><heading>Auflösung des Spielerkontos</heading><paragraph eId="art_51/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_51/para_1/listintro"> Die Veranstalterin löst das Spielerkonto auf, wenn:</listIntroduction><item eId="art_51/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>die Spielerin oder der Spieler dies verlangt;</p></item><item eId="art_51/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>sie feststellt, dass die Spielerin oder der Spieler die Voraussetzungen nach Artikel 47 Absatz 3 nicht mehr erfüllt; oder</p></item><item eId="art_51/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>das Spielerkonto während mehr als zwei Jahren inaktiv war.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_51/para_2"><num>2</num><content><p> Ein allfälliges Guthaben wird auf ein Zahlungskonto auf den Namen der Inhaberin oder des Inhabers des Spielerkontos überwiesen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_51/para_3"><num>3</num><content><p> Sind die Kontoangaben der Spielerin oder des Spielers nicht gültig und gelingt es der Veranstalterin trotz einem zumutbaren und in Bezug auf den betreffenden Betrag verhältnismässigen Aufwand nicht, die Spielerin oder den Spieler zu kontaktieren, so hält sie das Guthaben der Spielerin oder des Spielers während zweier Jahre zur Verfügung. Nach dieser Frist wird das Guthaben dem AHV-Ausgleichsfonds überwiesen, wenn es sich um eine Spielbank handelt, oder zu gemeinnützigen Zwecken zur Verfügung gestellt, wenn es sich um eine Veranstalterin von Grossspielen handelt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_51/para_4"><num>4</num><content><p> Die Veranstalterin informiert die Spielerinnen und Spieler transparent über die Folgen ungültiger Kontoangaben und einer längeren Inaktivität des Spielerkontos.</p></content></paragraph></article><article eId="art_52"><num><b>Art. 52</b></num><heading>Provisorische Eröffnung eines Spielerkontos</heading><paragraph eId="art_52/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_52/para_1/listintro"> Die Veranstalterin kann ein Spielerkonto provisorisch eröffnen, wenn sie:</listIntroduction><item eId="art_52/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>die Informationen nach Artikel 48 erhalten hat;</p></item><item eId="art_52/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>aufgrund der Angaben der Spielerin oder des Spielers festgestellt hat, dass die Anforderungen nach Artikel 47 Absatz 3 erfüllt sind;</p></item><item eId="art_52/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>festgestellt hat, dass die Spielerin oder der Spieler nicht im Register der gesperrten Spielerinnen und Spieler aufgeführt ist;</p></item><item eId="art_52/para_1/lbl_d"><num>d. </num><p>keine konkreten Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Angaben der Spielerin oder des Spielers nicht den Tatsachen entsprechen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_52/para_2"><num>2</num><content><p> Spätestens einen Monat nach der provisorischen Eröffnung überprüft die Veranstalterin die Identität nach Artikel 49. Erfüllt die Spielerin oder der Spieler die Voraussetzungen nach Artikel 47 Absatz 3, so wird das Spielerkonto endgültig eröffnet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_52/para_3"><num>3</num><content><p> Solange das Spielerkonto nicht endgültig eröffnet ist, dürfen die Überweisungen der Spielerin oder des Spielers 1000 Franken nicht übersteigen und darf die Spielerin oder der Spieler ihre oder seine Gewinne nicht beziehen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_52/para_4"><num>4</num><content><p> Stellt die Veranstalterin fest, dass die Spielerin oder der Spieler die Voraussetzungen nach Artikel 47 Absatz 3 nicht erfüllt, so wird der allfällige Aktivsaldo auf ein Zahlungskonto auf ihren oder seinen Namen überwiesen; überwiesen wird höchstens die Summe der Beträge, die die Spielerin oder der Spieler eingezahlt hat. Ein allfälliger Überschuss wird dem AHV-Ausgleichsfonds überwiesen, wenn es sich bei der Veranstalterin um eine Spielbank handelt, oder zu gemeinnützigen Zwecken zur Verfügung gestellt, wenn es sich um eine Veranstalterin von Grossspielen handelt.</p></content></paragraph></article></section><section eId="chap_5/sec_3"><num>3. Abschnitt: </num><heading>Betrieb von Spielbankenspielen</heading><article eId="art_53"><num><b>Art. 53</b></num><heading>Überwachung in landbasierten Spielbanken</heading><paragraph eId="art_53/para"><content><p>Die landbasierte Spielbank stellt jederzeit die Überwachung des Spielbereichs sicher, insbesondere die Überwachung der Spieltische und der automatisiert durchgeführten Geldspiele, um unerlaubte Handlungen und Vorkommnisse zu verhindern oder frühzeitig zu erfassen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_54"><num><b>Art. 54</b></num><heading>Höchsteinsatz für automatisiert durchgeführte Geldspiele</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 6 Abs. 2 BGS)</subheading><paragraph eId="art_54/para_1"><num>1</num><content><p> Der Höchsteinsatz für automatisiert durchgeführte Geldspiele in landbasierten Spielbanken mit einer Konzession B ist auf 25 Franken pro Spiel beschränkt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_54/para_2"><num>2</num><content><p> Der Höchsteinsatz nach Absatz 1 gilt nicht für automatisiert durchgeführte Tischspiele, sofern der Spielrhythmus demjenigen des echten Tischspiels entspricht.</p></content></paragraph></article><article eId="art_55"><num><b>Art. 55</b></num><heading>Sicherstellung des Jackpots</heading><paragraph eId="art_55/para_1"><num>1</num><content><p> Betreibt die Spielbank einen Jackpot, so stellt sie vor dessen Inbetriebnahme sicher, dass die Jackpotsumme spätestens fünf Werktage nach dem Gewinn an die Gewinnerin oder den Gewinner ausbezahlt oder überwiesen werden kann.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_55/para_2"><num>2</num><content><p> Diese Bestimmung gilt auch, wenn die Jackpots verschiedener Spielbanken vernetzt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_55/para_3"><num>3</num><content><p> Die Gewinnsumme ist von der Spielbank auszubezahlen, in welcher der Jackpot ausgelöst wurde.</p></content></paragraph></article><article eId="art_56"><num><b>Art. 56</b></num><heading>Identitätskontrolle beim Eintritt in eine landbasierte Spielbank</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 54 BGS)</subheading><paragraph eId="art_56/para_1"><num>1</num><content><p> Bevor die landbasierte Spielbank einer Person Zutritt gewährt, überprüft sie anhand eines gültigen amtlichen Ausweispapiers deren Identität. Sie stellt fest, ob gegen die betreffende Person ein Spielverbot nach Artikel 52 BGS besteht.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_56/para_2"><num>2</num><content><p> Die ESBK kann andere Identifikationsmittel bewilligen, sofern sie eine eindeutige Identifizierung der Person ermöglichen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_57"><num><b>Art. 57</b></num><heading>Kameraüberwachungssystem</heading><paragraph eId="art_57/para_1"><num>1</num><content><p> Jede landbasierte Spielbank ist mit einem Kameraüberwachungssystem ausgerüstet und betreibt es.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_57/para_2"><num>2</num><content><p> Sie stellt sicher, dass nur Personen Zugriff auf die Kameraaufzeichnungen haben, die diese zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_57/para_3"><num>3</num><content><p> Die Kameraaufzeichnungen werden in geeigneter Form gespeichert und mindestens vier Wochen an einem sicheren Ort aufbewahrt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_57/para_4"><num>4</num><content><p> Die Spielbank meldet der ESBK Fehlfunktionen des Kameraüberwachungssystems, wenn aufgrund dieser Störung die Überwachung der Spiele nicht mehr sichergestellt werden kann.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_57/para_5"><num>5</num><content><p> Werden strafbare Handlungen oder regelwidriges Spiel beobachtet und aufgezeichnet, so wird dies in einem Protokoll festgehalten. Die Spielbank meldet dies der ESBK. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_57/para_6"><num>6</num><content><p> Die ESBK entscheidet über die weitere Verwendung der Aufzeichnungen für die Fälle nach Absatz 5. Vor diesem Entscheid dürfen keine Aufzeichnungen gelöscht oder vernichtet werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_57/para_7"><num>7</num><content><p> Das EJPD erlässt weitere Bestimmungen über die Anforderungen an das Kameraüberwachungssystem und dessen Betrieb.</p></content></paragraph></article><article eId="art_58"><num><b>Art. 58</b></num><heading>Zusätzliche technische Überwachung von Tischspielen</heading><paragraph eId="art_58/para_1"><num>1</num><content><p> Die landbasierte Spielbank muss Tischspiele zusätzlich mit einem technischen Überwachungssystem überwachen, wenn die Sicherheit des Spielbetriebs oder dessen Transparenz gefährdet ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_58/para_2"><num>2</num><content><p> Die ESBK kann den Betrieb eines solchen Systems anordnen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_59"><num><b>Art. 59</b></num><heading>Elektronisches Abrechnungs- und Kontrollsystem</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 42 BGS)</subheading><paragraph eId="art_59/para_1"><num>1</num><content><p> Die landbasierte Spielbank ist mit einem elektronischen Abrechnungs- und Kontrollsystem (EAKS) ausgerüstet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_59/para_2"><num>2</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_59/para_2/listintro"> Die Daten des EAKS müssen Folgendes ermöglichen:</listIntroduction><item eId="art_59/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>Bestimmung des Bruttospielertrags pro Tag, Monat und Jahr;</p></item><item eId="art_59/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>Rückverfolgung von Finanztransaktionen;</p></item><item eId="art_59/para_2/lbl_c"><num>c. </num><p>Kontrolle der Spielsicherheit und -transparenz.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_59/para_3"><num>3</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_59/para_3/listintro"> Dem EAKS sind anzuschliessen:</listIntroduction><item eId="art_59/para_3/lbl_a"><num>a. </num><p>alle automatisiert durchgeführten Spielbanken- und Geschicklichkeitsspiele; </p></item><item eId="art_59/para_3/lbl_b"><num>b. </num><p>alle Jackpots, wenn sie die Anforderungen nach Absatz 2 nicht auf andere Weise erfüllen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_59/para_4"><num>4</num><content><p> Das EJPD bestimmt, welche Daten im EAKS aufgezeichnet werden müssen. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_59/para_5"><num>5</num><content><p> Vor der Inbetriebnahme und vor jeder Änderung des EAKS übermittelt die Spielbank der ESBK ein Zertifikat oder eine Bescheinigung einer akkreditierten Konformitätsbewertungsstelle, aus dem oder der hervorgeht, dass das System den gesetzlichen Vorschriften entspricht.</p></content></paragraph></article><article eId="art_60"><num><b>Art. 60</b></num><heading>Datenaufzeichnungssystem</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 42 BGS)</subheading><paragraph eId="art_60/para_1"><num>1</num><content><p> Die Spielbank, die Online-Spiele durchführt, ist mit einem in der Schweiz liegenden Datenaufzeichnungssystem (DZS) ausgerüstet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_60/para_2"><num>2</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_60/para_2/listintro"> Sie registriert im DZS die Daten, die die ESBK braucht, um:</listIntroduction><item eId="art_60/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>die Bestimmung des Bruttospielertrags und sämtliche Finanztransaktionen zu überprüfen;</p></item><item eId="art_60/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>die Spielsicherheit und -transparenz zu kontrollieren;</p></item><item eId="art_60/para_2/lbl_c"><num>c. </num><p>die Umsetzung des Sozialkonzepts zu überwachen;</p></item><item eId="art_60/para_2/lbl_d"><num>d. </num><p>die Einhaltung der Sorgfaltspflichten zur Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung zu überwachen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_60/para_3"><num>3</num><content><p> Das EJPD bestimmt, welche Daten im DZS aufgezeichnet werden müssen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_60/para_4"><num>4</num><content><p> Das DZS ist vor unberechtigten Zugriffen zu schützen. Jede nachträgliche Änderung der aufbewahrten Daten muss erkennbar sein.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_60/para_5"><num>5</num><content><p> Vor der Inbetriebnahme und vor jeder Änderung des DZS übermittelt die Spielbank der ESBK ein Zertifikat oder eine Bescheinigung einer akkreditierten Konformitätsbewertungsstelle, aus dem oder der hervorgeht, dass das System den gesetzlichen Vorschriften entspricht.</p></content></paragraph></article><article eId="art_61"><num><b>Art. 61</b></num><heading>Aufbewahrung der Daten des EAKS und des DZS</heading><paragraph eId="art_61/para_1"><num>1</num><content><p> Die zur Bestimmung des Bruttospielertrags erforderlichen Daten, insbesondere die Abrechnungen der Spieltische und die Daten des EAKS, sind in geeigneter Form während mindestens fünf Jahren ab Überweisung der Spielbankenabgabe an einem sicheren Ort aufzubewahren.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_61/para_2"><num>2</num><content><p> Die Daten des DZS sind während mindestens fünf Jahren ab Überweisung der Spielbankenabgabe auf Ersuchen der ESBK online bereitzustellen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_62"><num><b>Art. 62</b></num><heading>Akkreditierte Konformitätsbewertungsstelle</heading><paragraph eId="art_62/para_1"><num>1</num><content><p> Die in den Artikeln 59 und 60 erwähnten Zertifikate oder Bescheinigungen müssen von einer Konformitätsbewertungsstelle ausgestellt werden, die auf der Grundlage der Normen SN EN ISO/IEC 17025 und SN EN ISO/IEC 17020 gemäss der Akkreditierungs- und Bezeichnungsverordnung vom 17. Juni 1996<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1996/1904_1904_1904" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>946.512</b></ref></p></authorialNote> spezifisch für den Bereich dieser Verordnung akkreditiert ist oder über eine gleichwertige ausländische Akkreditierung verfügt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_62/para_2"><num>2</num><content><p> Die ESBK macht die Liste der akkreditierten Stellen öffentlich zugänglich.</p></content></paragraph></article><article eId="art_63"><num><b>Art. 63</b></num><heading>Prüfverfahren</heading><paragraph eId="art_63/para"><content><p>Die ESBK erlässt Richtlinien über die Prüfverfahren und den Inhalt des Prüfberichts betreffend landbasierte und online durchgeführte Spiele.</p></content></paragraph></article><article eId="art_64"><num><b>Art. 64</b></num><heading>Meldepflicht</heading><paragraph eId="art_64/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_64/para_1/listintro"> Die Spielbank meldet der ESBK unverzüglich:</listIntroduction><item eId="art_64/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>ausserordentliche Vorkommnisse bei einem der angeschlossenen Spiele;</p></item><item eId="art_64/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>den Ausfall oder eine namhafte Störung des EAKS oder des DZS.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_64/para_2"><num>2</num><content><p> Die ESBK entscheidet über das weitere Vorgehen und die weitere Verwendung der vom Vorfall betroffenen Daten. Vor diesem Entscheid dürfen keine Daten gelöscht oder vernichtet werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_65"><num><b>Art. 65</b></num><heading>Informatiksicherheit der Online-Spiele</heading><paragraph eId="art_65/para_1"><num>1</num><content><p> Das Informatiksicherheitsmanagement der Spielbank, die Online-Spiele durchführt, muss nach der Norm ISO/IEC 27001 zertifiziert sein oder durch andere Massnahmen eine vergleichbare Sicherheit gewährleisten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_65/para_2"><num>2</num><content><p> Die Spielbank darf Online-Spiele nur bei Lieferantinnen und Lieferanten beziehen, die die Anforderungen nach Absatz 1 erfüllen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_66"><num><b>Art. 66</b></num><heading>Weitere Anforderungen</heading><paragraph eId="art_66/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_66/para_1/listintro"> Das EJPD kann weitere Bestimmungen erlassen über:</listIntroduction><item eId="art_66/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>die Anforderungen an das EAKS und das DZS;</p></item><item eId="art_66/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>die Anforderungen an deren Betrieb und Vernetzung.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_66/para_2"><num>2</num><content><p> Es kann Vorschriften über die Vernetzung von Jackpots erlassen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_67"><num><b>Art. 67</b></num><heading>Separate Erfolgsrechnung für die Durchführung von Online‑Spielbankenspielen</heading><paragraph eId="art_67/para"><content><p>Für die Durchführung von Online-Spielbankenspielen führt die Spielbank eine separate Erfolgsrechnung.</p></content></paragraph></article><article eId="art_68"><num><b>Art. 68</b></num><heading>Separate Erfolgsrechnung für Annexbetriebe</heading><paragraph eId="art_68/para"><content><p>Die Spielbank führt für jeden ihrer Annexbetriebe eine separate Erfolgsrechnung.</p></content></paragraph></article><article eId="art_69"><num><b>Art. 69</b></num><heading>Erläuterungsbericht im Rahmen der Revision</heading><paragraph eId="art_69/para_1"><num>1</num><content><p> Die Revisionsstelle führt im Auftrag der ESBK aufsichtsrechtliche Prüfungsarbeiten bei den Spielbanken durch und übermittelt ihr jährlich einen erläuternden Bericht.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_69/para_2"><num>2</num><content><p> Die ESBK kann Mindestanforderungen an den Inhalt des Berichts festlegen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_70"><num><b>Art. 70</b></num><heading>Verwendung von Jackpotbeiträgen bei Einstellung des Betriebs</heading><paragraph eId="art_70/para_1"><num>1</num><content><p> Stellt eine Spielbank ihren Betrieb oder den Betrieb eines Jackpots, der nicht mit mehreren Spielbanken vernetzt ist, für länger als sechs Monate oder definitiv ein, so werden die betreffenden Jackpotbeiträge der Spielerinnen und Spieler vom Bruttospielertrag abgezogen und dem AHV-Ausgleichsfonds überwiesen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_70/para_2"><num>2</num><content><p> Stellt eine an einem vernetzten Jackpot beteiligte Spielbank ihren Betrieb oder den Betrieb des vernetzten Jackpots ein, so verbleiben die von ihr geleisteten Beiträge im Jackpot. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_70/para_3"><num>3</num><content><p> Stellen die an einem vernetzten Jackpot beteiligten Spielbanken ihren Betrieb oder den Betrieb des Jackpots für länger als sechs Monate oder definitiv ein, so wird die Jackpotsumme dem AHV-Ausgleichsfonds überwiesen.</p></content></paragraph></article></section><section eId="chap_5/sec_4"><num>4. Abschnitt: </num><heading>Betrieb von Grossspielen</heading><article eId="art_71"><num><b>Art. 71</b></num><heading>Automatisiert durchgeführte Grossspiele</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 61 BGS)</subheading><paragraph eId="art_71/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_71/para_1/listintro"> Die Veranstalterinnen dürfen Grossspielautomaten nur an folgenden Orten aufstellen:</listIntroduction><item eId="art_71/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>in Spielbanken, die in ihrem Räumlichkeiten Geschicklichkeitsspiele durchführen oder Sportwetten und Lotterien Dritter anbieten; </p></item><item eId="art_71/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>an öffentlich zugänglichen Orten, an denen gegen Bezahlung ein Gastronomie- oder Unterhaltungsangebot zur Verfügung gestellt wird; oder</p></item><item eId="art_71/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>in Spiellokalen für automatisiert durchgeführte Geschicklichkeitsspiele.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_71/para_2"><num>2</num><content><p> Geräte, mit denen man ein Papierlos beziehen oder eine Teilnahme an einem Spiel, das nicht auf dem Gerät abgewickelt wird, absetzen kann oder mit denen man einen Gewinn feststellen oder auszahlen lassen kann (Selbstbedienungsgeräte), gelten nicht als Grossspielautomaten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_71/para_3"><num>3</num><content><p> An Orten, die aus Sicht des Sozialschutzes besonders problematisch sind, insbesondere in unmittelbarer Nähe von Schulen oder Jugendzentren, dürfen keine Grossspielautomaten aufgestellt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_71/para_4"><num>4</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_71/para_4/listintro"> Pro Ort nach Absatz 1 Buchstabe b ist folgende Anzahl Grossspielautomaten zulässig:</listIntroduction><item eId="art_71/para_4/lbl_a"><num>a. </num><p>zwei Grossspielautomaten, bei denen der Spielgewinn ganz oder überwiegend von der Geschicklichkeit der Spielerin oder des Spielers abhängig ist (Geschicklichkeitsspielautomaten);</p></item><item eId="art_71/para_4/lbl_b"><num>b. </num><p>zwei Grossspielautomaten, die nicht unter Buchstabe a fallen. </p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_71/para_5"><num>5</num><content><p> In Spiellokalen nach Absatz 1 Buchstabe c dürfen nur Geschicklichkeitsspielautomaten aufgestellt werden. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_71/para_6"><num>6</num><content><p> Pro Spiellokal nach Absatz 1 Buchstabe c sind höchstens 20 Geschicklichkeitsspielautomaten zulässig. Die Kantone können in rechtsetzender Form einen tieferen Höchstwert festlegen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_71/para_7"><num>7</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_71/para_7/listintro"> Die Einschränkungen nach diesem Artikel gelten nicht für Geschicklichkeitsspielautomaten, die folgende Voraussetzungen erfüllen: </listIntroduction><item eId="art_71/para_7/lbl_a"><num>a. </num><p>Der Einsatz beträgt höchstens fünf Franken.</p></item><item eId="art_71/para_7/lbl_b"><num>b. </num><p>Der Gewinn besteht aus Sachpreisen von geringem Wert.</p></item><item eId="art_71/para_7/lbl_c"><num>c. </num><p>Der maximale Gewinn entspricht höchstens dem Zwanzigfachen des Einsatzes.</p></item><item eId="art_71/para_7/lbl_d"><num>d. </num><p>Eine Spieleinheit dauert mindestens 25 Sekunden.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_72"><num><b>Art. 72</b></num><heading>Informationspflichten</heading><paragraph eId="art_72/para_1"><num>1</num><content><p> Die Veranstalterinnen bringen auf ihren Grossspielautomaten den Hinweis an, dass es sich um einen zugelassenen Automaten handelt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_72/para_2"><num>2</num><content><p> Sie melden der interkantonalen Behörde die Standorte ihrer Grossspielautomaten und die für die Lokale nach Artikel 71 Absatz 1 verantwortlichen Personen. Sie melden überdies jedes Aufstellen, Entfernen und Auswechseln von Grossspielautomaten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_72/para_3"><num>3</num><content><p> Die für die Lokale, in denen Grossspielautomaten aufgestellt sind, verantwortlichen Personen erteilen der interkantonalen Behörde alle Auskünfte, die sie benötigt, um ihre Aufgaben zu erfüllen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_73"><num><b>Art. 73</b></num><heading>Weitergabe von Daten über die Manipulation von Sportwettkämpfen durch die interkantonale Behörde</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 64 und 65 BGS)</subheading><paragraph eId="art_73/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_73/para_1/listintro"> Die interkantonale Behörde kann, sofern dies für die Bekämpfung und Verfolgung der Manipulation von Sportwettkämpfen nötig ist, Daten, einschliesslich besonders schützenswerter Personendaten, wie folgt weitergeben:</listIntroduction><item eId="art_73/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>auf nationaler Ebene: an die Organisationen und Behörden nach Artikel 64 Absätze 2 und 3 BGS;</p></item><item eId="art_73/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>auf internationaler Ebene: an die Stellen, die im Ausland als nationale Plattform dienen oder vergleichbare Aufgaben wahrnehmen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_73/para_2"><num>2</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_73/para_2/listintro"> Weitergegeben werden können Daten von:</listIntroduction><item eId="art_73/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>Spielerinnen und Spielern;</p></item><item eId="art_73/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>Veranstalterinnen von Sportwetten;</p></item><item eId="art_73/para_2/lbl_c"><num>c. </num><p>Sportwettkampfteilnehmerinnen und -teilnehmern und deren Betreuerinnen und Betreuern;</p></item><item eId="art_73/para_2/lbl_d"><num>d. </num><p>weiteren natürlichen oder juristischen Personen, die an der Organisation, der Durchführung oder der Überwachung von Sportereignissen beteiligt sind.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_73/para_3"><num>3</num><content><p> Die interkantonale Behörde gibt Organisationen mit Sitz im Ausland nur Daten weiter, wenn die Gesetzgebung des Staates, in dem die Organisation ihren Sitz hat, einen angemessenen Schutz nach Artikel 16 Absatz 1 des Datenschutzgesetzes vom 25. September 2020<authorialNote><p>  <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2022/491" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>235.1</b></ref></p></authorialNote> gewährleistet.<authorialNote><p> Fassung gemäss Anhang 2 Ziff. II 134 der Datenschutzverordnung vom 31. Aug. 2022, in Kraft seit 1. Sept. 2023 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2022/568" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2022</b> 568</ref>).</p></authorialNote></p></content></paragraph></article><article eId="art_74"><num><b>Art. 74</b></num><heading>Weitergabe von Daten über die Manipulation von Sportwettkämpfen an die interkantonale Behörde</heading><paragraph eId="art_74/para"><content><p>Die Organisationen und Behörden nach Artikel 73 Absatz 1 Buchstabe a geben Daten nach Artikel 73 Absatz 2 der interkantonalen Behörde weiter, sofern dies für die Bekämpfung und Verfolgung der Manipulation von Sportwettkämpfen nötig ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_75"><num><b>Art. 75</b></num><heading>Weitergabe von Daten über die Manipulation von Sportwettkämpfen durch die Strafverfolgungsbehörde</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 25<i>c</i> Sportförderungsgesetz)</subheading><paragraph eId="art_75/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_75/para_1/listintro"> Die für Verstösse nach Artikel 25<i>a</i> des Sportförderungsgesetzes vom 17. Juni 2011<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/460" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>415.0</b></ref></p></authorialNote> zuständigen Strafverfolgungs- und Gerichtsbehörden geben der interkantonalen Behörde die folgenden Informationen weiter:</listIntroduction><item eId="art_75/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>Angaben zur beschuldigten Person;</p></item><item eId="art_75/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>den Grund der Einleitung der Strafuntersuchung;</p></item><item eId="art_75/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>Einvernahmeprotokolle;</p></item><item eId="art_75/para_1/lbl_d"><num>d. </num><p>Angaben, die geeignet sind, künftige Manipulationen von Sportwettkämpfen zu verhindern.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_75/para_2"><num>2</num><content><p> Gefährdet die Weitergabe der Informationen den Zweck der Strafverfolgung, so erfolgt sie erst nach Abschluss des Verfahrens.</p></content></paragraph></article></section></chapter><chapter eId="chap_6"><num>6. Kapitel:</num><heading>Schutz der Spielerinnen und Spieler vor exzessivem Geldspiel</heading><section eId="chap_6/sec_1"><num>1. Abschnitt: </num><heading>Allgemeine Bestimmungen</heading><article eId="art_76"><num><b>Art. 76</b></num><heading>Indirekte Werbung</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 74 BGS)</subheading><paragraph eId="art_76/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_76/para/listintro">Werbung für Spiele, die keinen Einsatz erfordern oder nicht zur Ausschüttung von Gewinnen führen, unterliegt den Einschränkungen und Verboten nach Artikel 74 BGS, wenn:</listIntroduction><item eId="art_76/para/lbl_a"><num>a. </num><p>die Spiele von einer Veranstalterin angeboten werden, deren Hauptangebot aus Geldspielen besteht;</p></item><item eId="art_76/para/lbl_b"><num>b. </num><p>der Zusammenhang zwischen Spielen ohne Spieleinsatz und -gewinn und Geldspielen derselben Veranstalterin für die Spielerin oder den Spieler ersichtlich ist.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_77"><num><b>Art. 77</b></num><heading>Werbeverbot</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 74 BGS)</subheading><paragraph eId="art_77/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_77/para_1/listintro"> Als irreführend gelten insbesondere Werbebotschaften, die verzerrende Angaben zu Gewinnchancen oder möglichen Gewinnen machen oder den Eindruck vermitteln, dass:</listIntroduction><item eId="art_77/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>Wissen, Fähigkeiten, Geschicklichkeit oder andere Eigenschaften der Spielerin oder des Spielers die Gewinnchance beeinflussen, ohne dass dies aufgrund der Art des Spiels zutrifft;</p></item><item eId="art_77/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>die Gewinnchancen durch längeres oder häufigeres Spiel gesteigert werden;</p></item><item eId="art_77/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>Geldspiele ein geeignetes Mittel sind, um finanzielle oder persönliche Probleme zu lösen;</p></item><item eId="art_77/para_1/lbl_d"><num>d. </num><p>die Teilnahme an Geldspielen eine Alternative zum Erwerbsleben ist;</p></item><item eId="art_77/para_1/lbl_e"><num>e. </num><p>die vermehrte Teilnahme an Geldspielen ein geeignetes Mittel ist, um bereits erlittene Spielverluste auszugleichen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_77/para_2"><num>2</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_77/para_2/listintro"> Als aufdringlich gelten insbesondere:</listIntroduction><item eId="art_77/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>Telefonverkaufsaktivitäten;</p></item><item eId="art_77/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>Verkaufsaktivitäten in Wohnräumen oder deren unmittelbarer Umgebung, in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie an Werbeveranstaltungen, die mit einer Ausflugsfahrt oder einem ähnlichen Anlass verbunden sind;</p></item><item eId="art_77/para_2/lbl_c"><num>c. </num><p>persönlich adressierte Werbung über elektronische Kanäle ohne Verzichts- oder Abmeldemöglichkeit;</p></item><item eId="art_77/para_2/lbl_d"><num>d. </num><p>Werbung mittels Push-Meldungen auf der Grundlage elektronischer Standorterfassung eines mobilen Geräts der Spielerin oder des Spielers oder andere Formen von persönlich adressierter Werbung über elektronische Kanäle auf der Grundlage solcher Standorterfassungen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_77/para_3"><num>3</num><content><p> Die Verzichts- oder Abmeldemöglichkeit nach Absatz 2 Buchstabe c muss ohne technisch unnötige Hürden und ohne Einschränkung der Spielteilnahmemöglichkeiten angeboten und in angemessener Form kommuniziert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_77/para_4"><num>4</num><content><p> Die Verknüpfung von Spielangebot und Werbung für Kreditinstitute ist verboten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_78"><num><b>Art. 78</b></num><heading>Demoversionen von Online-Spielen</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 74 und 75 BGS)</subheading><paragraph eId="art_78/para"><content><p>Bietet eine Veranstalterin Online-Geldspiele und parallel dazu Spiele zu Werbezwecken an, die in ihrer Form einem Geldspiel entsprechen, für die aber kein Einsatz erforderlich ist, so müssen die Spielmerkmale, insbesondere die simulierte Ausschüttungsquote, mit denjenigen des entsprechenden Geldspiels identisch sein.</p></content></paragraph></article><article eId="art_79"><num><b>Art. 79</b></num><heading>Gratisspiele und Gratisspielguthaben</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 75 Abs. 2 BGS)</subheading><paragraph eId="art_79/para_1"><num>1</num><content><p> Gratisspiele und Gratisspielguthaben ermöglichen es den Spielerinnen und Spielern, kostenlos an Geldspielen teilzunehmen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_79/para_2"><num>2</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_79/para_2/listintro"> Die ESBK erlaubt den Spielbanken und die interkantonale Behörde erlaubt den Veranstalterinnen von Grossspielen die Gewährung von Gratisspielen oder Gratisspielguthaben, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:</listIntroduction><item eId="art_79/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>Die Modalitäten der Werbeaktion sind mit den Zielen des Gesetzes vereinbar.</p></item><item eId="art_79/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>Die Gratisspiele oder Gratisspielguthaben richten sich nicht an Minderjährige oder an gefährdete oder gesperrte Personen.</p></item><item eId="art_79/para_2/lbl_c"><num>c. </num><p>Die Gratisspiele oder Gratisspielguthaben werden nicht in aufdringlicher oder irreführender Art und Weise angeboten; insbesondere werden die Bedingungen für Gratisspiele und Gratisspielguthaben den Spielerinnen und Spielern auf klare und transparente Weise kommuniziert.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_79/para_3"><num>3</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_79/para_3/listintro"> Die ESBK erlaubt die Gewährung von Gratisspielguthaben in landbasierten Spielbanken, wenn zusätzlich zu den Voraussetzungen nach Absatz 2 die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:</listIntroduction><item eId="art_79/para_3/lbl_a"><num>a. </num><p>Der Gesamtbetrag der finanzierten Einsätze pro Spieltag und Kundin oder Kunde beträgt nicht mehr als 200 Franken.</p></item><item eId="art_79/para_3/lbl_b"><num>b. </num><p>Die Gewährung des Guthabens ist nicht mit der Bezahlung eines Eintritts oder einer anderen Gegenleistung verbunden.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_79/para_4"><num>4</num><content><p> Die Spielbanken führen für Gratisspiele und Gratisspielguthaben eine separate Rechnung.</p></content></paragraph></article><article eId="art_80"><num><b>Art. 80</b></num><heading>Darlehen, Vorschüsse und Zahlungsmittel in den Spielbanken</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 75 Abs. 1 BGS)</subheading><paragraph eId="art_80/para_1"><num>1</num><content><p> Die gewerbsmässige Gewährung von Darlehen und Vorschüssen durch Dritte ist in der Spielbank verboten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_80/para_2"><num>2</num><content><p> Die ESBK kann bestimmte Zahlungsmittel verbieten, wenn deren Benutzung mit den Zielen des BGS nicht vereinbar ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_81"><num><b>Art. 81</b></num><heading>Sozialkonzept von Spielbank und Veranstalterin von Grossspielen</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 76 BGS)</subheading><paragraph eId="art_81/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_81/para_1/listintro"> Das Sozialkonzept der Spielbank oder Veranstalterin von Grossspielen umfasst insbesondere: </listIntroduction><item eId="art_81/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>geeignete und sachdienliche Kriterien zur Beobachtung des Spielverhaltens der Spielerinnen und Spieler;</p></item><item eId="art_81/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>Anweisungen zum Umgang mit allfälligen Interessenkonflikten der mit dem Vollzug der Schutzmassnahmen betrauten Personen;</p></item><item eId="art_81/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>die Regelung der Zusammenarbeit mit den beigezogenen Leistungserbringern.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_81/para_2"><num>2</num><content><p> Die Spielbank oder die Veranstalterin von Grossspielen meldet der Aufsichtsbehörde Änderungen und Anpassungen des Sozialkonzepts. Wesentliche Änderungen bedürfen der vorgängigen Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_81/para_3"><num>3</num><content><p> Zur Gewährleistung einer wirksamen Umsetzung der Massnahmen zum Schutz der Spielerinnen und Spieler können die Aufsichtsbehörden Testkundinnen und Testkunden einsetzen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_82"><num><b>Art. 82</b></num><heading>Besondere Anforderungen an das Sozialkonzept der Spielbanken</heading><paragraph eId="art_82/para_1"><num>1</num><content><p> Die Spielbank gibt zu jeder im Sozialkonzept festgelegten Massnahme an, wie, mit welchen Mitteln und welchen Instrumenten sie umgesetzt werden soll.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_82/para_2"><num>2</num><content><p> Sie gibt im Sozialkonzept den Standort allfälliger Geldbezugsautomaten an und führt aus, wie sie bei auffälligem Geldbezugsverhalten von Spielerinnen und Spielern vorgehen will.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_82/para_3"><num>3</num><content><p> Das EJPD erlässt weitere Bestimmungen über das Sozialkonzept sowie die Aus- und Weiterbildung des Personals.</p></content></paragraph></article><article eId="art_83"><num><b>Art. 83</b></num><heading>Koordination der Sozialschutzmassnahmen</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 76 Abs. 2 und Art. 85 BGS)</subheading><paragraph eId="art_83/para_1"><num>1</num><content><p> Die Spielbank oder die Veranstalterin von Lotterien und Sportwetten achtet auf eine gute Eingliederung ihrer Sozialschutzmassnahmen in die entsprechenden Aktivitäten auf kantonaler und kommunaler Ebene.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_83/para_2"><num>2</num><content><p> Sie fördert in ihrem Tätigkeitsbereich soweit möglich die Realisierung von kantonalen Massnahmen nach Artikel 85 BGS.</p></content></paragraph></article><article eId="art_84"><num><b>Art. 84</b></num><heading>Aufhebung der freiwilligen Spielsperre</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 81 BGS)</subheading><paragraph eId="art_84/para_1"><num>1</num><content><p> Freiwillige Spielsperren können erst nach drei Monaten aufgehoben werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_84/para_2"><num>2</num><content><p> Die Spielbanken und die Veranstalterinnen von Grossspielen können für freiwillige Sperren ein vereinfachtes Aufhebungsverfahren vorsehen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_85"><num><b>Art. 85</b></num><heading>Daten im Register der gesperrten Personen</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 82 BGS)</subheading><paragraph eId="art_85/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_85/para_1/listintro"> Die Spielbank oder die Veranstalterin von Grossspielen trägt folgende Angaben über gesperrte Personen nach Artikel 80 BGS in das Register ein:</listIntroduction><item eId="art_85/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>Name und Vorname;</p></item><item eId="art_85/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>Geburtsdatum;</p></item><item eId="art_85/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>Staatsangehörigkeit;</p></item><item eId="art_85/para_1/lbl_d"><num>d. </num><p>Art der verhängten Sperre;</p></item><item eId="art_85/para_1/lbl_e"><num>e. </num><p>Ausstellungsdatum der Sperre;</p></item><item eId="art_85/para_1/lbl_f"><num>f. </num><p>Grund der Sperre.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_85/para_2"><num>2</num><content><p> Sobald eine Spielsperre aufgehoben wird, dürfen die Daten der betroffenen Person den anderen Spielbanken oder Veranstalterinnen von Grossspielen nicht mehr zugänglich sein.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_85/para_3"><num>3</num><content><p> Die Spielbank oder die Veranstalterin von Grossspielen sorgt für die korrekte Führung des Registers.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_85/para_4"><num>4</num><content><p> Gesperrte Personen können den Eintrag im Register von sie betreffenden Daten bei der Spielbank oder der Veranstalterin von Grossspielen bestreiten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_85_a"><num><b>Art. 85</b><i>a</i><i><authorialNote><p> Eingefügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 2023, in Kraft seit 1. Jan. 2024  (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2023/799" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2023</b> 799</ref>).</p></authorialNote></i></num><heading>Weitergabe von Daten und Übertragung von Zuständigkeiten bei der Einstellung der Tätigkeit einer Spielbank oder einer Veranstalterin von Grossspielen</heading><paragraph eId="art_85_a/para_1"><num>1</num><content><p> Übt eine Spielbank oder eine Veranstalterin von Grossspielen ihre Tätigkeit nicht mehr aus, so werden ihre im Register der gesperrten Personen eingetragenen Daten an die am nächsten gelegene Spielbank beziehungsweise an die Veranstalterin von Lotterien und Sportwetten weitergegeben, deren Sitz am nächsten liegt. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_85_a/para_2"><num>2</num><content><p> Anträge auf Aufhebung der Spielsperre nach Artikel 81 BGS werden von der Spielbank oder der Veranstalterin von Lotterien und Sportwetten bearbeitet, an welche die Daten weitergegeben wurden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_86"><num><b>Art. 86</b></num><heading>Bericht zum Sozialschutz</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 84 BGS)</subheading><paragraph eId="art_86/para_1"><num>1</num><content><p> Die zuständige Aufsichtsbehörde kontrolliert den Bericht nach Artikel 84 BGS und prüft, ob daraus hervorgeht, dass die von der Spielbank oder der Veranstalterin von Grossspielen getroffenen Massnahmen zum Schutz der Spielerinnen und Spieler wirksam sind. Zu diesem Zweck kann sie externe Fachpersonen beiziehen. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_86/para_2"><num>2</num><content><p> Stellt sie Unzulänglichkeiten fest, so verlangt sie von der betroffenen Spielbank oder Veranstalterin von Grossspielen, dass sie die notwendigen Massnahmen ergreift und das Sozialkonzept anpasst.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_86/para_3"><num>3</num><content><p> Die ESBK stellt den Spielbanken für die Erstellung des Berichts ein Formular zur Verfügung.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_86/para_4"><num>4</num><content><p> Die Spielbank oder die Veranstalterin von Lotterien und Sportwetten beschreibt insbesondere, wie sie ihre Massnahmen zum Sozialschutz abstimmt auf diejenigen der kantonalen Spielerschutz- und Schuldenberatungsstellen sowie der Suchtfachstellen, die in demjenigen Kanton oder denjenigen Kantonen anerkannt sind, in welchem oder welchen sie tätig ist. Sie beschreibt insbesondere die Bestrebungen, mit denen sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten eine einvernehmliche Zusammenarbeit gewährleistet.</p></content></paragraph></article></section><section eId="chap_6/sec_2"><num>2. Abschnitt: </num><heading>Besondere Bestimmungen</heading><article eId="art_87"><num><b>Art. 87</b></num><heading>Spielbeschränkungen und Selbstkontrolle</heading><paragraph eId="art_87/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_87/para_1/listintro"> Ab der Eröffnung des Spielerkontos muss die Spielerin oder der Spieler jederzeit einfach Zugang zu folgenden Informationen über ihre oder seine Spieltätigkeit während eines bestimmten Zeitraums haben:</listIntroduction><item eId="art_87/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>Einsätze;</p></item><item eId="art_87/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>Gewinne;</p></item><item eId="art_87/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>Nettoergebnis der Spieltätigkeit.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_87/para_2"><num>2</num><content><p> Ab der Eröffnung des Spielerkontos verlangt die Veranstalterin von der Spielerin oder vom Spieler, einen oder mehrere Höchstwerte festzulegen, auf die sie oder er die täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Einsätze oder Verluste beschränken will.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_87/para_3"><num>3</num><content><p> Bei Grossspielen, die für die Spielerin oder den Spieler ein geringes Gefährdungspotenzial aufweisen, kann die Veranstalterin darauf verzichten, die Festlegung von Höchstwerten zu verlangen. Sie muss der Spielerin oder dem Spieler jedoch die Möglichkeit bieten, jederzeit Höchstwerte festzulegen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_87/para_4"><num>4</num><content><p> Die Spielerin oder der Spieler muss die selbst bestimmten Höchstwerte jederzeit anpassen können. Die Senkung eines Höchstwerts wird unmittelbar wirksam. Eine Erhöhung wird frühestens nach 24 Stunden wirksam.</p></content></paragraph></article><article eId="art_88"><num><b>Art. 88</b></num><heading>Information über das exzessive Geldspiel</heading><paragraph eId="art_88/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_88/para/listintro">Die Veranstalterin von Online-Spielen stellt der Spielerin oder dem Spieler auf gut sichtbare und leicht zugängliche Weise Informationen über das exzessive Geldspiel zur Verfügung, insbesondere:</listIntroduction><item eId="art_88/para/lbl_a"><num>a. </num><p>eine Methode zur Selbstbeurteilung des eigenen Spielverhaltens;</p></item><item eId="art_88/para/lbl_b"><num>b. </num><p>ein oder mehrere Mittel zur Kontrolle und Beschränkung des Spielkonsums;</p></item><item eId="art_88/para/lbl_c"><num>c. </num><p>die Möglichkeit und das konkrete Vorgehen, um sich für Spiele sperren zu lassen;</p></item><item eId="art_88/para/lbl_d"><num>d. </num><p>die Angaben der Sozialschutzverantwortlichen der Veranstalterin;</p></item><item eId="art_88/para/lbl_e"><num>e. </num><p>die Adressen der von den Kantonen anerkannten Spielsuchtberatungsstellen.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_89"><num><b>Art. 89</b></num><heading>Vorübergehender Spielausstieg</heading><paragraph eId="art_89/para_1"><num>1</num><content><p> Die Veranstalterin von Online-Spielen stellt der Spielerin oder dem Spieler ein Mittel zur Verfügung, mit dem sie oder er vorübergehend für einen selbst festgelegten Zeitraum, höchstens aber für sechs Monate, aus dem Spiel aussteigen kann.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_89/para_2"><num>2</num><content><p> Die Spielerin oder der Spieler kann auswählen, ob sie oder er aus einer oder mehreren Kategorien von Spielen oder aus allen von der Veranstalterin angebotenen Spielen vorübergehend aussteigen will.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_89/para_3"><num>3</num><content><p> Sie oder er kann die Dauer des vorübergehenden Spielausstiegs vor dessen Ablauf nicht selbst ändern. Auf begründeten Antrag kann die Veranstalterin den vorübergehenden Ausstieg aufheben, sofern sie festgestellt hat, dass die Voraussetzungen für eine Sperre nach Artikel 80 BGS nicht erfüllt sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_90"><num><b>Art. 90</b></num><heading>Früherkennung</heading><paragraph eId="art_90/para_1"><num>1</num><content><p> Wenn es das Gefährdungspotenzial eines Spiels erfordert, beobachtet die Veranstalterin von Online-Spielen mittels der im Sozialkonzept vorgesehenen geeigneten und sachdienlichen Beobachtungskriterien das Spielverhalten jeder Spielerin und jedes Spielers, damit sie ein risikobehaftetes Spielverhalten frühzeitig erkennen kann<i>.</i></p></content></paragraph><paragraph eId="art_90/para_2"><num>2</num><content><p> Erfüllt das beobachtete Spielverhalten eines oder mehrere Kriterien, so trifft die Veranstalterin rasch die erforderlichen Massnahmen. Sie überprüft insbesondere, ob die Spielerin oder der Spieler die Voraussetzungen für eine Sperre nach Artikel 80 BGS erfüllt. Bei Bedarf tritt sie mit ihr oder ihm direkt in Kontakt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_91"><num><b>Art. 91</b></num><heading>Zusätzliche Schutzmassnahmen</heading><paragraph eId="art_91/para_1"><num>1</num><content><p> Die Spielbank oder die Veranstalterin von Grossspielen kann der Spielerin oder dem Spieler zur Kontrolle und Einschränkung des Spielkonsums zusätzliche Mittel zur Verfügung stellen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_91/para_2"><num>2</num><content><p> Wenn es das Gefährdungspotenzial eines bestimmten Spiels erfordert, können die Aufsichtsbehörden bei der Bewilligung des Spiels zusätzlich zu den Massnahmen nach den Artikeln 87–90 weitere Sozialschutzmassnahmen vorschreiben.</p></content></paragraph></article></section></chapter><chapter eId="chap_7"><num>7. Kapitel: </num><heading>Einschränkung des Zugangs zu in der Schweiz nicht bewilligten Online-Spielangeboten</heading><article eId="art_92"><num><b>Art. 92</b></num><heading>Frist für die Sperrung</heading><paragraph eId="art_92/para"><content><p>Die Anbieterinnen von Internetzugängen<authorialNote><p> Ausdruck gemäss Anhang Ziff. 1 der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2020/1020" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2020</b> 6183</ref>). Diese Änd. wurde in den in der AS genannten Bestimmungen vorgenommen.</p></authorialNote> sperren den Zugang zu den von der ESBK und der interkantonalen Behörde gemeldeten Spielangeboten innert höchstens fünf Arbeitstagen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_93"><num><b>Art. 93</b></num><heading>Sperrmethode</heading><paragraph eId="art_93/para"><content><p>Die Anbieterinnen von Internetzugängen bestimmen die Sperrmethode unter Berücksichtigung des Stands der Technik und des Verhältnismässigkeitsprinzips im Einvernehmen mit der ESBK und der interkantonalen Behörde.</p></content></paragraph></article><article eId="art_94"><num><b>Art. 94</b></num><heading>Koordination der Behörden</heading><paragraph eId="art_94/para_1"><num>1</num><content><p> Die ESBK und die interkantonale Behörde sorgen für eine koordinierte Veröffentlichung ihrer Sperrlisten im Bundesblatt. Beide Behörden können eine Anpassung ihrer Liste auch dann veröffentlichen, wenn die andere Behörde ihre Liste nicht anpasst.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_94/para_2"><num>2</num><content><p> Die ESBK und die interkantonale Behörde erarbeiten eine gemeinsame Einrichtung zur Information der Benutzerinnen und Benutzer und setzen die Anbieterinnen von Internetzugängen darüber in Kenntnis.</p></content></paragraph></article><article eId="art_95"><num><b>Art. 95</b></num><heading>Entschädigung der Anbieterinnen von Internetzugängen</heading><paragraph eId="art_95/para_1"><num>1</num><content><p> Die zuständige Aufsichtsbehörde bestimmt in Absprache mit den Anbieterinnen von Internetzugängen deren Entschädigung unter Berücksichtigung des Kostendeckungsprinzips. Bei Uneinigkeit entscheidet die Aufsichtsbehörde.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_95/para_2"><num>2</num><content><p> Die Aufsichtsbehörde kann von den Anbieterinnen von Internetzugängen eine detaillierte Kostenabrechnung verlangen. Sie veröffentlicht jährlich den Gesamtbetrag der den Anbieterinnen von Internetzugängen ausbezahlten Entschädigungen.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_8"><num>8. Kapitel: </num><heading>Behörden</heading><section eId="chap_8/sec_1"><num>1. Abschnitt: </num><heading>Organisation und Betrieb der ESBK</heading><article eId="art_96"><num><b>Art. 96</b></num><heading>Anstellung des Sekretariatspersonals</heading><paragraph eId="art_96/para_1"><num>1</num><content><p> Die ESBK stellt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihres Sekretariats an.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_96/para_2"><num>2</num><content><p> Das Arbeitsverhältnis des Personals des Sekretariats richtet sich nach dem Personalrecht des Bundes. Das Personal des Sekretariats wird mit öffentlich-rechtlichen Verträgen angestellt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_97"><num><b>Art. 97</b></num><heading>Von der ESBK bearbeitete Daten</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 101 BGS)</subheading><paragraph eId="art_97/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_97/para_1/listintro"> Die ESBK bearbeitet die Daten, die ihr bekannt gegeben werden von:</listIntroduction><item eId="art_97/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>den Spielbanken;</p></item><item eId="art_97/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>den Veranstalterinnen von Grossspielen;</p></item><item eId="art_97/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>den sozialen Einrichtungen;</p></item><item eId="art_97/para_1/lbl_d"><num>d. </num><p>jeder Person, die sich freiwillig an sie wendet und ihr Daten über sich selbst oder über eine ihr nahestehende Person weitergibt;</p></item><item eId="art_97/para_1/lbl_e"><num>e. </num><p>ausländischen Aufsichtsbehörden;</p></item><item eId="art_97/para_1/lbl_f"><num>f. </num><p>eidgenössischen Behörden;</p></item><item eId="art_97/para_1/lbl_g"><num>g. </num><p>der interkantonalen Behörde;</p></item><item eId="art_97/para_1/lbl_h"><num>h. </num><p>den kantonalen Aufsichtsbehörden im Bereich der Kleinspiele;</p></item><item eId="art_97/para_1/lbl_i"><num>i. </num><p>den Strafverfolgungsbehörden und der Polizei;</p></item><item eId="art_97/para_1/lbl_j"><num>j. </num><p>anderen kantonalen Behörden.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_97/para_2"><num>2</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_97/para_2/listintro"> Sie bearbeitet diese Daten zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben im Rahmen der Aufsicht über:</listIntroduction><item eId="art_97/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>die Geschäftsführung der Spielbanken;</p></item><item eId="art_97/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>die Transparenz der Spiele;</p></item><item eId="art_97/para_2/lbl_c"><num>c. </num><p>die Sicherheit der Spielbanken;</p></item><item eId="art_97/para_2/lbl_d"><num>d. </num><p>die Umsetzung der Sozialschutzmassnahmen;</p></item><item eId="art_97/para_2/lbl_e"><num>e. </num><p>die Umsetzung der Massnahmen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und der Kriminalität;</p></item><item eId="art_97/para_2/lbl_f"><num>f. </num><p>die Veranlagung und Erhebung der Spielbankenabgabe.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_97/para_3"><num>3</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_97/para_3/listintro"> Sie kann insbesondere folgende Personendaten, einschliesslich besonders schützenswerter Daten, bearbeiten:</listIntroduction><item eId="art_97/para_3/lbl_a"><num>a. </num><p>Daten zur Spielbank, zu deren Organen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern;</p></item><item eId="art_97/para_3/lbl_b"><num>b. </num><p>Daten zu den Kundinnen und Kunden der Spielbanken;</p></item><item eId="art_97/para_3/lbl_c"><num>c. </num><p>Daten zu den Personen, die mit den Spielbanken in Kontakt stehen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_97/para_4"><num>4</num><content><p> Sie kann die Daten der interkantonalen Aufsichtsbehörde und den kantonalen Behörden als Rohdaten bekannt geben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_97/para_5"><num>5</num><content><p> Die Mitglieder der ESBK sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sekretariats der ESBK haben zur Erfüllung ihrer Aufgaben Zugang zu den Personendaten, die von der ESBK im Rahmen der Beaufsichtigung der Spielbanken bearbeitet werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_98"><num><b>Art. 98</b></num><heading>Aufbewahrung der Daten</heading><paragraph eId="art_98/para_1"><num>1</num><content><p> Die im Rahmen der Aufsicht bearbeiteten Daten werden bis höchstens zehn Jahre nach dem Ende des Ereignisses, das zur Beschaffung der Daten Anlass gegeben hat, aufbewahrt. Für Daten im Zusammenhang mit der Konzessionierung beginnt diese Frist ab Ablauf der Konzession zu laufen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_98/para_2"><num>2</num><content><p> Wird vor dem Ende der Frist nach Absatz 1 ein Verfahren eingeleitet, so beginnt die Frist mit dem Abschluss des Verfahrens.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_98/para_3"><num>3</num><content><p> Die ESBK gewährleistet, dass die elektronisch oder in Papierform aufbewahrten Daten angemessen gesichert sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_98/para_4"><num>4</num><content><p> Nach Ablauf der Frist nach Absatz 1 stellt die ESBK die Vernichtung der Daten sicher. Die Bestimmungen des Archivierungsgesetzes vom 26. Juni 1998<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1999/354" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>152.1</b></ref></p></authorialNote> bleiben vorbehalten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_99"><num><b>Art. 99</b></num><heading>Register</heading><paragraph eId="art_99/para"><content><p>Die ESBK kann die nach Artikel 97 beschafften Daten in einem Register eintragen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_100"><num><b>Art. 100</b></num><heading>Weitergabe von Daten zu Forschungszwecken</heading><paragraph eId="art_100/para"><content><p>Die ESBK macht zu Forschungszwecken die im Rahmen ihrer Aufsicht im Bereich Sozialschutz erhobenen Daten in anonymisierter Form auf begründetes Gesuch hin den Sozial- und Gesundheitsbehörden sowie Wissenschaftskreisen zugänglich. Sie berücksichtigt in gebührendem Masse das Geschäftsgeheimnis der Veranstalterinnen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_101"><num><b>Art. 101</b></num><heading>Zusammenarbeit mit den Kantonen</heading><paragraph eId="art_101/para"><content><p>Die ESBK kann mit den Kantonen und der interkantonalen Behörde Vereinbarungen abschliessen über den Beizug kantonaler Sachverständiger, insbesondere kantonaler Verwaltungs- und Untersuchungsorgane.</p></content></paragraph></article></section><section eId="chap_8/sec_2"><num>2. Abschnitt: </num><heading>Gebühren der ESBK</heading><article eId="art_102"><num><b>Art. 102</b></num><heading>Bemessung</heading><paragraph eId="art_102/para"><content><p>Die Gebühren werden nach Zeitaufwand und der erforderlichen Sachkenntnis bemessen. Die Höhe der Gebühr liegt zwischen 100 und 350 Franken pro Stunde, in Abhängigkeit von der Funktionsstufe des ausführenden Personals und der Tatsache, ob ein Geschäft von der Kommission oder ihrem Sekretariat behandelt wird. </p></content></paragraph></article><article eId="art_103"><num><b>Art. 103</b></num><heading>Auslagen</heading><paragraph eId="art_103/para_1"><num>1</num><content><p> Als Auslagen gelten insbesondere Reise-, Transport-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_103/para_2"><num>2</num><content><p> Die ESBK kann diese Auslagen den Spielbanken nach einheitlichen Tarifen in Rechnung stellen. </p></content></paragraph></article><article eId="art_104"><num><b>Art. 104</b></num><heading>Gebühr für ausserordentliche Untersuchungen</heading><paragraph eId="art_104/para"><content><p>Die ESBK kann für Aufsichtsverfahren, die einen erheblichen Kontrollaufwand verursachen und nicht mit einer Verfügung enden, Gebühren erheben, sofern die Spielbank Anlass zu dieser Untersuchung gegeben hat.</p></content></paragraph></article><article eId="art_105"><num><b>Art. 105</b></num><heading>Gebührenzuschlag</heading><paragraph eId="art_105/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_105/para/listintro">Die ESBK kann Zuschläge bis zu 50 Prozent der Gebühren erheben für Dienstleistungen oder Verfügungen:</listIntroduction><item eId="art_105/para/lbl_a"><num>a. </num><p>die auf Ersuchen hin dringlich erbracht oder erlassen werden; oder </p></item><item eId="art_105/para/lbl_b"><num>b. </num><p>die ausserhalb der normalen Arbeitszeit erbracht oder erlassen werden.</p></item></blockList></content></paragraph></article></section><section eId="chap_8/sec_3"><num>3. Abschnitt: </num><heading>Aufsichtsabgabe für Spielbanken</heading><article eId="art_106"><num><b>Art. 106</b></num><heading>Aufteilung der Aufsichtskosten</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 99 Abs. 4 BGS)</subheading><paragraph eId="art_106/para_1"><num>1</num><content><p> Die Aufsichtskosten setzen sich zusammen aus den Ausgaben der ESBK und denjenigen anderer Dienststellen, welche die ESBK beizieht. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_106/para_2"><num>2</num><content><p> Die Kosten, die durch die Beaufsichtigung des landbasierten Angebots der konzessionierten Spielbanken entstehen, werden diesen nach Massgabe ihrer Anteile am gesamthaft in der Bemessungsperiode landbasiert erzielten Bruttospielertrag in Rechnung gestellt. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_106/para_3"><num>3</num><content><p> Die Kosten, die durch die Beaufsichtigung des Online-Angebots entstehen, werden den konzessionierten Spielbanken nach Massgabe ihrer Anteile am gesamthaft in der Bemessungsperiode online erzielten Bruttospielertrag in Rechnung gestellt. </p></content></paragraph></article><article eId="art_107"><num><b>Art. 107</b></num><heading>Bemessung und Erhebung</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 99 Abs. 4 Bst. a und c BGS)</subheading><paragraph eId="art_107/para_1"><num>1</num><content><p> Die Aufsichtsabgabe wird auf der Grundlage der effektiven Aufsichtskosten für das Vorjahr erhoben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_107/para_2"><num>2</num><content><p> Wird die Konzession nicht auf Beginn eines Kalenderjahrs erteilt, so ist die Aufsichtsabgabe im ersten Jahr <i>pro rata temporis</i> geschuldet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_107/para_3"><num>3</num><content><p> Für die Bemessung der Aufsichtsabgabe im ersten Betriebsjahr ist der budgetierte Bruttospielertrag massgebend.</p></content></paragraph></article><article eId="art_108"><num><b>Art. 108</b></num><heading>Fälligkeit, Zinsen und Verjährung</heading><paragraph eId="art_108/para"><content><p>Fälligkeit, Zinsen und Verjährung richten sich sinngemäss nach der Allgemeinen Gebührenverordnung vom 8. September 2004<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2004/677" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>172.041.1</b></ref></p></authorialNote>.</p></content></paragraph></article></section><section eId="chap_8/sec_4"><num>4. Abschnitt: </num><heading>Interkantonale Aufsichts- und Vollzugsbehörde</heading><article eId="art_109"><num><b>Art. 109</b></num><heading>Weitergabe von Daten zu Forschungszwecken</heading><paragraph eId="art_109/para"><content><p>Die interkantonale Behörde macht zu Forschungszwecken die im Rahmen ihrer Aufsicht im Bereich Sozialschutz erhobenen Daten in anonymisierter Form auf begründetes Gesuch hin den Sozial- und Gesundheitsbehörden sowie Wissenschaftskreisen zugänglich. Sie berücksichtigt in gebührendem Masse das Geschäftsgeheimnis der Veranstalterinnen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_110"><num><b>Art. 110</b></num><heading>Bekämpfung der Manipulation von Sportwettkämpfen</heading><paragraph eId="art_110/para_1"><num>1</num><content><p> Die interkantonale Behörde wird als nationale Plattform nach Artikel 13 des Übereinkommens des Europarats vom 18. September 2014<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2019/363" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.415.4</b></ref></p></authorialNote> gegen die Manipulation von Sportwettbewerben bezeichnet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_110/para_2"><num>2</num><content><p> Sie nimmt als Informationsdrehscheibe Informationen mit Bezug zur Bekämpfung der Manipulation von Sportwettkämpfen, insbesondere über irreguläre und verdächtige Wetten entgegen, sammelt und bearbeitet sie und gibt sie nach Artikel 73 weiter.</p></content></paragraph></article></section><section eId="chap_8/sec_5"><num>5. Abschnitt: </num><heading>Sekretariat des Koordinationsorgans</heading><article eId="art_111"><num><b>Art. 111</b></num><paragraph eId="art_111/para_1"><num>1</num><content><p> Das Sekretariat bereitet die Geschäfte des Koordinationsorgans vor und vollzieht dessen Beschlüsse.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_111/para_2"><num>2</num><content><p> Es wird von der mit der Oberaufsicht über den Vollzug des BGS betrauten Behörde geführt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_111/para_3"><num>3</num><content><p> Bund und Kantone tragen die Kosten des Sekretariats je zur Hälfte.</p></content></paragraph></article></section></chapter><chapter eId="chap_9"><num>9. Kapitel: </num><heading>Spielbankenabgabe</heading><section eId="chap_9/sec_1"><num>1. Abschnitt: </num><heading>Gegenstand und Abgabesatz der Spielbankenabgabe</heading><article eId="art_112"><num><b>Art. 112</b></num><heading>Rechtmässige Gewinne</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 119 BGS)</subheading><paragraph eId="art_112/para"><content><p>Als rechtmässig gilt ein Gewinn, der unter Einhaltung der Spielregeln, der technischen Vorschriften und der Gewinntabellen erzielt wurde.</p></content></paragraph></article><article eId="art_113"><num><b>Art. 113</b></num><heading>Aussonderung von unentgeltlichen Einsätzen</heading><paragraph eId="art_113/para_1"><num>1</num><content><p> Einsätze, die für die Spielerinnen und Spieler aufgrund von durch die ESBK genehmigten Gratisspielen oder Gratisspielguthaben unentgeltlich sind, bilden nicht Bestandteil des Bruttospielertrags.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_113/para_2"><num>2</num><content><p> Übersteigt bei den landbasierten Spielen der Wert der Gratisspiele und Gratisspielguthaben pro Kalenderjahr 0,3 Prozent des von der Spielbank mit landbasierten Spielen erwirtschafteten Bruttospielertrags, so bildet der die 0,3 Prozent übersteigende Anteil Teil des Bruttospielertrags.</p></content></paragraph></article><article eId="art_114"><num><b>Art. 114</b></num><heading>Abgabesatz für die in landbasierten Spielbanken erzielten Bruttospielerträge</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 120 BGS)</subheading><paragraph eId="art_114/para_1"><num>1</num><content><p> Der Basisabgabesatz für die in landbasierten Spielbanken erzielten Bruttospielerträge beträgt 40 Prozent. Er wird auf Bruttospielerträgen bis 10 Millionen Franken erhoben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_114/para_2"><num>2</num><content><p> Für jede weitere Million Franken steigt der Grenzabgabesatz um 0,5 Prozent bis zum Höchstsatz von 80 Prozent.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_114/para_3"><num>3</num><content><p> Eine allfällige Abgabeermässigung nach Artikel 120 Absatz 3 BGS wird jährlich vom Bundesrat festgelegt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_115"><num><b>Art. 115</b></num><heading>Abgabesatz für die online erzielten Bruttospielerträge</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 120 BGS)</subheading><paragraph eId="art_115/para_1"><num>1</num><content><p> Der Basisabgabesatz für die online erzielten Bruttospielerträge beträgt 20 Prozent. Er wird auf Bruttospielerträgen bis 3 Millionen Franken erhoben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_115/para_2"><num>2</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_115/para_2/listintro"> Ab diesem Wert steigt der Grenzabgabesatz um folgende Schritte bis zum Höchstsatz von 80 Prozent:</listIntroduction><item eId="art_115/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>2 Prozent für jede Tranche von 1 Million Franken Bruttospielertrag zwischen 3 und 10 Millionen Franken;</p></item><item eId="art_115/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>1 Prozent für jede Tranche von 1 Million Franken Bruttospielertrag zwischen 10 und 20 Millionen Franken;</p></item><item eId="art_115/para_2/lbl_c"><num>c. </num><p>0,5 Prozent für jede Tranche von 1 Million Franken Bruttospielertrag zwischen 20 und 40 Millionen Franken;</p></item><item eId="art_115/para_2/lbl_d"><num>d. </num><p>0,5 Prozent für jede Tranche von 4 Millionen Franken Bruttospielertrag zwischen 40 und 80 Millionen Franken;</p></item><item eId="art_115/para_2/lbl_e"><num>e. </num><p>0,5 Prozent für jede Tranche von 10 Millionen Franken Bruttospielertrag ab 80 Millionen Franken.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_115/para_3"><num>3</num><content><p> Eine allfällige Abgabeermässigung nach Artikel 120 Absatz 3 BGS wird jährlich vom Bundesrat festgelegt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_116"><num><b>Art. 116</b></num><heading>Ermässigung wegen Verwendung des Ertrags für öffentliche Interessen der Region</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 121 Abs. 1 BGS)</subheading><paragraph eId="art_116/para_1"><num>1</num><content><p> Die Spielbanken mit einer Konzession B erhalten die Ermässigung nach Artikel 121 Absatz 1 BGS, wenn sie ihre Erträge in wesentlichem Umfang für öffentliche Interessen der Region verwenden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_116/para_2"><num>2</num><content><p> Die ESBK entscheidet jährlich über die Ermässigung und deren Höhe. Die Höhe der Ermässigung bemisst sich gemäss Anhang 1 am Verhältnis des investierten Betrags für Projekte im öffentlichen Interesse der Region zum Nettospielertrag; dieser ergibt sich aus dem Bruttospielertrag abzüglich der Spielbankenabgabe.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_116/para_3"><num>3</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_116/para_3/listintro"> Als Verwendung des Ertrags im öffentlichen Interesse gilt insbesondere die Unterstützung:</listIntroduction><item eId="art_116/para_3/lbl_a"><num>a. </num><p>der Kultur, insbesondere die Unterstützung künstlerischen Schaffens und kultureller Veranstaltungen;</p></item><item eId="art_116/para_3/lbl_b"><num>b. </num><p>des Sports und von Sportveranstaltungen; </p></item><item eId="art_116/para_3/lbl_c"><num>c. </num><p>von Massnahmen im sozialen Bereich, im Bereich der öffentlichen Gesundheit und der Bildung.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_116/para_4"><num>4</num><content><p> Vergabungen an politische Parteien sowie freiwillige Leistungen an Aktionärinnen und Aktionäre der Spielbank oder an Institutionen, die von der Spielbank nicht unabhängig sind, führen nicht zu einer Ermässigung der Abgabe.</p></content></paragraph></article><article eId="art_117"><num><b>Art. 117</b></num><heading>Ermässigung für vom saisonalen Tourismus abhängige Spielbanken mit einer Konzession B</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 121 Abs. 2 BGS)</subheading><paragraph eId="art_117/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_117/para_1/listintro"> Die Spielbanken mit einer Konzession B erhalten die Ermässigung nach Artikel 121 Absatz 2 BGS, wenn sie:</listIntroduction><item eId="art_117/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>in einer Standortregion angesiedelt sind, in welcher der Tourismus eine wesentliche Rolle spielt und einen ausgeprägt saisonalen Charakter aufweist;</p></item><item eId="art_117/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>direkt vom saisonalen Tourismus abhängig sind.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_117/para_2"><num>2</num><content><p> Der Bundesrat legt die Abgabeermässigung in der Konzession fest; er berücksichtigt dabei die Bedeutung sowie die Dauer der Touristensaison.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_117/para_3"><num>3</num><content><p> Er berücksichtigt insbesondere, ob der Bruttospielertrag den gleichen saisonalen Schwankungen wie der Tourismus unterworfen ist.</p></content></paragraph></article></section><section eId="chap_9/sec_2"><num>2. Abschnitt: </num><heading>Veranlagung und Erhebung der Spielbankenabgabe</heading><article eId="art_118"><num><b>Art. 118</b></num><heading>Abgabeperiode</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 123 BGS)</subheading><paragraph eId="art_118/para_1"><num>1</num><content><p> Die Spielbankenabgabe wird pro Kalenderjahr erhoben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_118/para_2"><num>2</num><content><p> Die Abgabepflicht beginnt mit der Aufnahme des Spielbetriebs und endet mit dessen Aufgabe.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_118/para_3"><num>3</num><content><p> Das ordentliche Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_118/para_4"><num>4</num><content><p> Beginnt oder endet die Abgabepflicht im Laufe des Kalenderjahrs, so wird der Bruttospielertrag für die Satzbestimmung auf zwölf Monate umgerechnet.</p></content></paragraph></article><article eId="art_119"><num><b>Art. 119</b></num><heading>Abrechnungen und Abgabeerklärungen</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 123 BGS)</subheading><paragraph eId="art_119/para_1"><num>1</num><content><p> Die Spielbank reicht der ESBK am Anfang jedes Kalendermonats eine Abrechnung über die im vergangenen Monat erzielten Bruttospielerträge ein. Dabei sind die Bruttospielerträge der Tischspiele, der Geldspielautomaten und der Online-Spiele getrennt aufzuführen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_119/para_2"><num>2</num><content><p> Die Spielbank reicht der ESBK am Anfang jedes Kalenderquartals und jedes Kalenderjahrs eine Abgabeerklärung über die im vergangenen Quartal beziehungsweise Kalenderjahr erzielten Bruttospielerträge ein.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_119/para_3"><num>3</num><content><p> Die ESBK stellt die Formulare für die Abrechnungen und Abgabeerklärungen zur Verfügung.</p></content></paragraph></article><article eId="art_120"><num><b>Art. 120</b></num><heading>Zusätzliche Belege bei Tischspielen</heading><paragraph eId="art_120/para"><content><p>Die Spielbanken erstellen tägliche Abrechnungen der Bruttospielerträge der Tischspiele.</p></content></paragraph></article><article eId="art_121"><num><b>Art. 121</b></num><heading>Zusätzliche Belege bei automatisiert durchgeführten Geldspielen</heading><paragraph eId="art_121/para_1"><num>1</num><content><p> Zur Überprüfung des Bruttospielertrags von automatisiert durchgeführten Geldspielen protokollieren die Spielbanken täglich die gemäss den Vorschriften des EJPD mittels des EAKS zu erhebenden Daten. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_121/para_2"><num>2</num><content><p> Sie protokollieren mindestens einmal pro Monat die Zählerstände. Sie registrieren allfällige Unregelmässigkeiten und melden sie der ESBK. Zudem ermitteln sie die korrekten Daten und die Ursache für die Unregelmässigkeiten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_122"><num><b>Art. 122</b></num><heading>Zusätzliche Belege bei Onlinespielen</heading><paragraph eId="art_122/para"><content><p>Zur Überprüfung des Bruttospielertrags protokollieren die Spielbanken täglich mittels des DZS die gemäss den Vorschriften des EJPD zu erhebenden Daten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_123"><num><b>Art. 123</b></num><heading>Akontozahlung</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 123 BGS)</subheading><paragraph eId="art_123/para_1"><num>1</num><content><p> Die Spielbanken leisten Akontozahlungen aufgrund der Quartalsabgabeerklärungen unter Anwendung des Abgabesatzes der vorangehenden Abgabeperiode. Steht der Abgabesatz der vorangehenden Abgabeperiode nicht fest, so wird auf den von der ESBK geschätzten Satz für die laufende Abgabeperiode abgestellt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_123/para_2"><num>2</num><content><p> Die Akontozahlungen sind 30 Tage nach dem Ende des Kalenderquartals fällig.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_123/para_3"><num>3</num><content><p> Sie werden bei der Berechnung der definitiv geschuldeten Abgabe berücksichtigt. Überschüsse werden zurückerstattet.</p></content></paragraph></article><article eId="art_124"><num><b>Art. 124</b></num><heading>Veranlagung und Fälligkeit</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 99 Abs. 1 und 123 BGS)</subheading><paragraph eId="art_124/para_1"><num>1</num><content><p> Die ESBK veranlagt die Spielbankenabgabe auf der Grundlage der Abrechnungen und Abgabeerklärungen. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_124/para_2"><num>2</num><content><p> Reicht die Spielbank trotz Mahnung keine Abgabeerklärung ein oder können die Bruttospielerträge mangels zuverlässiger Unterlagen nicht einwandfrei ermittelt werden, so veranlagt die ESBK die Spielbankenabgabe nach pflichtgemässem Ermessen. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_124/para_3"><num>3</num><content><p> Die ESBK erhebt für die Veranlagung und die Erhebung der Spielbankenabgabe eine Gebühr.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_124/para_4"><num>4</num><content><p> Die Abgabe ist 30 Tage nach der Veranlagung fällig.</p></content></paragraph></article><article eId="art_125"><num><b>Art. 125</b></num><heading>Zinsen</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 123 BGS)</subheading><paragraph eId="art_125/para_1"><num>1</num><content><p> Bei verspäteter Zahlung von Akontozahlungen und Abgaben wird ohne Mahnung ein Verzugszins geschuldet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_125/para_2"><num>2</num><content><p> Auf zu viel bezogenen Akontozahlungen und Abgaben wird ab Fälligkeit der Abgaben ein Rückerstattungszins gewährt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_125/para_3"><num>3</num><content><p> Die Zinssätze für Verzugs- und Rückerstattungszinsen entsprechen den Sätzen, die das Eidgenössische Finanzdepartement gestützt auf die Artikel 162–164 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1991/1184_1184_1184" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>642.11</b></ref></p></authorialNote> über die direkte Bundessteuer festlegt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_126"><num><b>Art. 126</b></num><heading>Veranlagung und Erhebung der kantonalen Abgabe</heading><subheading fedlex:role="reference"> (Art. 123 Abs. 2 BGS)</subheading><paragraph eId="art_126/para_1"><num>1</num><content><p> Erhebt die ESBK auf Ersuchen eines Kantons die kantonale Abgabe, so gelten die Bestimmungen zur Veranlagung und Erhebung der Spielbankenabgabe sinngemäss.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_126/para_2"><num>2</num><content><p> Die ESBK überweist den erhobenen Betrag direkt dem Kanton.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_126/para_3"><num>3</num><content><p> Der Kanton trägt die Kosten, die der ESBK aus der Veranlagung und Erhebung der Abgabe erwachsen.</p></content></paragraph></article></section><section eId="chap_9/sec_3"><num>3. Abschnitt:</num><heading>Verbuchung und Überweisung der Spielbankenabgabe an die AHV</heading><article eId="art_127"><num><b>Art. 127</b></num><paragraph eId="art_127/para_1"><num>1</num><content><p> Das während eines Jahrs erhobene Nettosteueraufkommen aus der Spielbankenabgabe wird in der Finanzrechnung des Bundes als zweckgebundene Einnahme zugunsten des AHV-Ausgleichsfonds verbucht.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_127/para_2"><num>2</num><content><p> Das Nettosteueraufkommen bezeichnet den Steuerbetrag abzüglich der Rückerstattungszinse.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_127/para_3"><num>3</num><content><p> Der Bund überweist die zweckgebundenen Einnahmen nach Absatz 1 jeweils zu Beginn des übernächsten Jahrs an den AHV-Ausgleichsfonds.</p></content></paragraph></article></section></chapter><chapter eId="chap_10"><num>10. Kapitel: </num><heading>Schlussbestimmungen</heading><article eId="art_128"><num><b>Art. 128</b></num><heading>Aufhebung und Änderung anderer Erlasse</heading><paragraph eId="art_128/para"><content><p>Die Aufhebung und die Änderung anderer Erlasse werden in Anhang 2 geregelt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_129"><num><b>Art. 129</b></num><heading>Altrechtliche Spielsperren</heading><paragraph eId="art_129/para"><content><p>Personen, die in Anwendung von Artikel 22 Absatz 1 Buchstaben a und b und Absatz 4 des Spielbankengesetzes vom 18. Dezember 1998<authorialNote><p> [<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2000/118" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2000</b> 677</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2006/352" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2006</b> 2197 </ref>Anhang Ziff. 133, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2006/826" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">5599 </ref>Ziff. I 15. <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2018/795" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2018</b> 5103 </ref>Anhang  Ziff. I 2]</p></authorialNote> (SBG) im Register der Spielbanken über die Spielsperren nach Artikel 22 Absatz 5 SBG eingetragen sind, werden in das Register der gesperrten Personen nach Artikel 82 BGS eingetragen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_130"><num><b>Art. 130</b></num><heading>Altrechtlich qualifizierte Geschicklichkeitsspielautomaten</heading><paragraph eId="art_130/para"><content><p>Geschicklichkeitsspielautomaten, die gestützt auf das SBG<authorialNote><p> [<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2000/118" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2000</b> 677</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2006/352" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2006</b> 2197 </ref>Anhang Ziff. 133, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2006/826" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">5599 </ref>Ziff. I 15. <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2018/795" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2018</b> 5103 </ref>Anhang  Ziff. I 2]</p></authorialNote> von der ESBK rechtskräftig als solche qualifiziert worden sind, gelten als automatisiert durchgeführte Geschicklichkeitsspiele nach dem BGS.</p></content></paragraph></article><article eId="art_131"><num><b>Art. 131</b></num><heading>Inkrafttreten</heading><paragraph eId="art_131/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_131/para_1/listintro"> Diese Verordnung tritt unter Vorbehalt von Absatz 2 mit folgenden Ausnahmen am 1. Januar 2019 in Kraft:</listIntroduction><item eId="art_131/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>Die Artikel 92–95 treten am 1. Juli 2019 in Kraft.</p></item><item eId="art_131/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>Die Artikel 41<i>a</i> und 41<i>c</i> von Anhang 2 Ziffer II 3 treten gleichzeitig mit den Artikeln 11 Absatz 1, 16 Absatz 2<sup>bis</sup> Buchstabe a<sup>bis</sup>, 20<i>a</i>, 38 Absatz 3 und 64 Absatz 1 Buchstabe d der Änderung vom 28. September 2018<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/2018/2141" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">BBl <b>2018</b> 6047</ref></p></authorialNote> des Verrechnungssteuergesetzes vom 13. Oktober 1965<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1966/371_385_384" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>642.21</b></ref></p></authorialNote> in Kraft.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_131/para_2"><num>2</num><content><p> Erfolgt die Erwahrung der Ergebnisse der Volksabstimmung vom 10. Juni 2018 erst nach dem 24. Dezember 2018, so tritt diese Verordnung mit folgenden Ausnahmen am 1. Januar 2020 in Kraft: Die Artikel 41<i>a</i> und 41<i>c</i> von Anhang 2 Ziffer II 3 treten gleichzeitig mit den Artikeln 11 Absatz 1, 16 Absatz 2<sup>bis</sup> Buchstabe a<sup>bis</sup>, 20<i>a</i>, 38 Absatz 3 und 64 Absatz 1 Buchstabe d der Änderung des Verrechnungssteuergesetzes vom 28. September 2018 in Kraft.</p></content></paragraph></article></chapter></body><components><component><doc name="annex"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2018/796/20240101/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2018/796/20240101"/><FRBRdate date="2024-01-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2018-11-07" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2019-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="935.511"/><FRBRname xml:lang="de" value="Verordnung vom 7. November 2018 über Geldspiele (Geldspielverordnung, VGS)" shortForm="VGS"/><FRBRname xml:lang="it" value="Ordinanza del 7 novembre 2018 sui giochi in denaro (OGD)" shortForm="OGD"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Ordonnance du 7 novembre 2018 sur les jeux d'argent (OJAr)" shortForm="OJAr"/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2018/796/20240101/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2018/796/20240101/de"/><FRBRdate date="2024-01-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2018-11-07" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2019-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2018/796/20240101/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2018/796/20240101/de/xml"/><FRBRdate date="2024-01-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2018-11-07" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2019-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="num">Anhang 1</block></container></preface><mainBody><p>(Art. 116)</p><level eId="annex_1/lvl_u1"><heading>Ermässigung des Abgabesatzes wegen Verwendung des Ertrags für öffentliche Interessen der Region</heading><content><table border="1"><tr><td><p>Verhältnis des investierten Betrags für Projekte im öffentlichen Interesse der Region zum Nettospielertrag</p></td><td><p>Reduktion des Abgabesatzes</p></td></tr><tr><td><p>&lt; 1/8</p></td><td><p>  0 %</p></td></tr><tr><td><p>&lt; 2/8</p></td><td><p>  5 %</p></td></tr><tr><td><p>&lt; 3/8</p></td><td><p>10 %</p></td></tr><tr><td><p>&lt; 4/8</p></td><td><p>15 %</p></td></tr><tr><td><p>&lt; 5/8</p></td><td><p>20 %</p></td></tr><tr><td><p>ab 5/8</p></td><td><p>25 %</p></td></tr></table></content></level></mainBody></doc></component><component><doc name="annex"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2018/796/20240101/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2018/796/20240101"/><FRBRdate date="2024-01-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2018-11-07" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2019-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="935.511"/><FRBRname xml:lang="de" value="Verordnung vom 7. November 2018 über Geldspiele (Geldspielverordnung, VGS)" shortForm="VGS"/><FRBRname xml:lang="it" value="Ordinanza del 7 novembre 2018 sui giochi in denaro (OGD)" shortForm="OGD"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Ordonnance du 7 novembre 2018 sur les jeux d'argent (OJAr)" shortForm="OJAr"/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2018/796/20240101/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2018/796/20240101/de"/><FRBRdate date="2024-01-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2018-11-07" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2019-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2018/796/20240101/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2018/796/20240101/de/xml"/><FRBRdate date="2024-01-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2018-11-07" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2019-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="num">Anhang 2</block></container></preface><mainBody><p>(Art. 128)</p><level eId="annex_2/lvl_u1"><heading>Aufhebung und Änderung anderer Erlasse</heading><content><p>I</p><blockList><listIntroduction eId="annex_2/lvl_u1/listintro">Die folgenden Erlasse werden aufgehoben:</listIntroduction><item eId="annex_2/lvl_u1/lbl_1"><num>1. </num><p>Verordnung vom 27. Mai 1924<authorialNote><p> [BS <b>10</b> 267; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1948/1173_1161_1135" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1948</b> 1173 </ref>Art. 1; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1997/2779_2779_2779" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>1997</b> 2779 </ref>Ziff. II 63; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2006/725" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2006</b> 4705 </ref>Ziff. II 105;  <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2007/633" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2007</b> 4477 </ref>Ziff. IV 79; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2011/704" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2011</b> 4913 </ref>Art. 4]</p></authorialNote> zum Bundesgesetz betreffend die Lotterien und die gewerbsmässigen Wetten;</p></item><item eId="annex_2/lvl_u1/lbl_2"><num>2. </num><p>Spielbankenverordnung vom 24. September 2004<authorialNote><p> [<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2004/673" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2004</b> 4395</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2007/534" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2007</b> 3989 </ref>Anhang Ziff. II 9, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2007/633" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">4477 </ref>Ziff. IV 80; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2009/584" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2009</b> 5037</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2010/797" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2010</b> 5545</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2015/673" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2015</b> 4019 </ref>Anhang Ziff. 4; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2017/8" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2017</b> 27</ref>]</p></authorialNote>.</p></item></blockList><p>II</p><p>Die nachstehenden Erlasse werden wie folgt geändert:</p><p>…<authorialNote><p> Die Änderungen können unter <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2018/796" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2018</b> 5155 </ref>konsultiert werden.</p></authorialNote></p></content></level></mainBody></doc></component></components></act></akomaNtoso>