<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00187</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106650&amp;W10_KEY=4467146&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00187</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 08.05.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 05.03.2003 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Baubewilligung für ein Gartenrestaurant in einer ruhigen Wohnzone: Lärmschutz<br/>Vorsorgliche Begrenzung der Lärmemissionen mittels Beschränkung der Betriebszeiten (E. 4a). Prüfung der in der Umgebung verursachten Immissionen beim Fehlen von Belastungsgrenzwerten (E. 5a). Abstufung der Störungsempfindlichkeit nach der Tageszeit (Tag/Abend/Nacht) (E. 5b). Einfluss der örtlichen Verhältnisse und der Ausweichmöglichkeiten betroffener Nachbarn (E. 5d und e). Gewährung von Erleichterungen nach Art. 25 Abs. 2 USG (E. 5h)?<br/>Teilweise Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BELASTUNGSGRENZWERT">BELASTUNGSGRENZWERT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BETRIEBSZEITEN">BETRIEBSZEITEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERLEICHTERUNGEN">ERLEICHTERUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: LÃRMSCHUTZ">LÃRMSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKWEISUNGSENTSCHEID">RÃCKWEISUNGSENTSCHEID</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STÃRUNGSEMPFINDLICHKEIT">STÃRUNGSEMPFINDLICHKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORSORGLICHE BEGRENZUNG">VORSORGLICHE BEGRENZUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 7 lit. I a LSV</span><br/><span class="ungerade">Art. 7 lit. I b LSV</span><br/><span class="gerade">Art. 11 Abs. II USG</span><br/><span class="ungerade">Art. 11 Abs. III USG</span><br/><span class="gerade">Art. 25 Abs. I USG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">BEZ 2002 Nr. 27</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Am 18. August 1999 erteilte die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich C die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r den Betrieb einer Gartenwirtschaft auf der SÃ¼dseite des GebÃ¤udes M-stras­se (Restaurant "Q") auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 1 in ZÃ¼rich. Gleichzeitig bewilligte sie eine auf demselben GrundstÃ¼ck bereits erstell­te Pergola. Zur Wahrung der RuhebedÃ¼rfnisse der Anwohnerschaft untersagte die BehÃ¶rde den Bewirtungsbetrieb im Freien von 23.00 bis 07.00 Uhr und behielt eine weitere Reduktion der Betriebszeiten fÃ¼r den Fall berechtig­ter Klagen vor. Das Betreiben von Laut­sprecher- und VerstÃ¤rkeranlagen im Freien wurde ebenfalls untersagt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen diesen Ent­scheid rekurrierten A und weitere Nachbarn des Restaurants "Q" an die Baurekurskommission I und beantragten die Aufhebung der Bewilligung. Die Kommission nahm einen Augenschein vor und hiess die Rekurse am 17. MÃ¤rz 2000 teilweise gut, soweit sie darauf eintrat. Sie Ã¤nderte den Beschluss der Bau­sektion dahin gehend, dass der Bewirtungsbetrieb im Freien bereits eine Stunde frÃ¼her, nÃ¤mlich ab 22.00 Uhr, einzustellen sei. Im Ãbrigen wies sie die Rekurse ab. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Hiergegen erhob A am 20./23. April 2000 Beschwerde an das Ver­waltungs­ge­richt mit den AntrÃ¤gen, der Rekursentscheid sowie der Beschluss der Bau­sek­t­i­on seien aufzuheben. Die Baurekurskommission I, die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich und C beantrag­ten, die Beschwerde sei abzuweisen. Die private Be­schwer­de­­geg­ne­rin verlangte Ã¼berdies die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Ent­scheid vom 24. August 2000 (VB.2000.00152) hiess das Ver­wal­tungs­ge­richt die Beschwerde gut und hob die Baubewilligung vom 18. August 1999 sowie den Ent­scheid der Baurekurskommission I vom 17. MÃ¤rz 2000 auf. Die Kosten des Rekurs- und Beschwerdeverfahrens auferlegte es der privaten Be­schwer­de­geg­ne­rin; eine ParteientschÃ¤digung sprach es nicht zu. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>IV. Gegen den Ent­scheid des Ver­wal­tungs­ge­richts erhoben C und die Stadt ZÃ¼rich Verwaltungsgerichtsbeschwerden an das Bun­des­ge­richt. Mit Urteil vom 15. Mai 2000 hiess das Bun­des­ge­richt die Beschwerden gut, hob den Ent­scheid des Ver­wal­tungs­ge­richts auf und wies die Sache zu neuer Beurteilung an dieses zurÃ¼ck. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>V. Mit Eingabe vom 10. Juli 2001 stellte die private Be­schwer­de­geg­ne­rin beim Ver­­­wal­tungs­ge­richt das Gesuch, es sei ihr im Sinn einer vorsorglichen Massnahme zu gestatten, das Gartenrestaurant bereits wÃ¤hrend der HÃ¤ngigkeit des Verfahrens ent­spre­chend den Festlegungen und Auflagen der Baurekurskommission vom 17. MÃ¤rz 2000 zu betreiben. Nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer ablehnend und die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich zustimmend zum Gesuch Stellung genommen hatten, wurde der Beschwerdegegnerin mit PrÃ¤­si­di­al­ver­fÃ¼­gung vom 8. August 2001 fÃ¼r die Dauer des Rechtsmittelverfahrens gestattet, die Gartenwirtschaft von 07.00 bis 19.00 Uhr zu betreiben, unter Einhaltung der weiteren Auflagen und Bedingungen gemÃ¤ss Baubewilligung vom 18. August 1999. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Beschluss vom 12. Juli 2001 gab das Ver­wal­tungs­ge­richt den Parteien Gelegenheit, zur Rechts- und Sachlage im Anschluss an den Ent­scheid des Bundesgerichts Stellung zu nehmen und neue Beweismittel zu nennen. Entsprechende Stellungnahmen reichten der BeschwerdefÃ¼hrer am 5. Oktober 2001, die private Be­schwer­de­geg­ne­rin am 31. Oktober 2001, die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich am 6. November 2001 und die Bau­re­kurs­kom­mis­si­on I am 7. November 2001 ein. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 17. April 2002 fÃ¼hrte das Gericht auf den Liegenschaften des Be­schwer­de­fÃ¼h­rers und der privaten Be­schwer­de­geg­nerin einen Augenschein durch. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit erforderlich, in den nachstehenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben.</span></p> <p class="MsoNormal"><span><br/> <br/> </span></p> <span><br/> </span> <p class="MsoNormal"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Im Anschluss an den RÃ¼ckweisungsentscheid des Bundesgerichts wird das kanto­nale Verfahren in dem Zustand wieder aufgenommen, in welchem es sich unmittelbar vor dem Erlass des aufgehobenen Ent­scheids befand (Jean-FranÃ§ois Poudret, Commentaire de la loi fÃ©dÃ©rale d'organisation judiciaire, Vol. II, Bern 1990, zu Art. 66 OG N. 1.2). FÃ¼r die erneute Beurteilung durch das Ver­wal­tungs­ge­richt sind die entscheidwesentlichen ErwÃ¤gun­gen des Bundesgerichts verbindlich; zusÃ¤tzliche RechtsgrÃ¼nde oder Tatsachen, zu denen sich das Bundesgericht nicht geÃ¤ussert hat, dÃ¼rfen jedoch in Betracht gezogen werden (Poudret, zu Art. 66 OG N. 1.3.2; Alfred KÃ¶lz/Isabelle HÃ¤ner, Verwaltungs­verfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 1019; RenÃ© Rhinow/Heinrich Koller/Christina Kiss, Ãffentliches Prozessrecht und Justizver­fas­sungs­recht des Bundes, Basel 1996, Rz. 1586). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer hat den Beizug eines LÃ¤rmgutachtens beantragt. Da fÃ¼r Betriebe der strittigen Art keine Be­las­tungs­grenz­wer­te existieren (hinten, E. 5a), wÃ¤re jedoch der Nutzen eines Gutachtens gering. Der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer hat denn auch nicht prÃ¤zisiert, welche Elemente des Sachverhalts seines Erachtens durch eine Begutachtung zu klÃ¤ren wÃ¤ren. Auf die Anordnung eines Gutachtens wird daher verzichtet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Zwischen den Parteien ist in erster Linie strittig, ob der projektierte Betrieb eines Gartenrestaurants mit den Vorschriften Ã¼ber die Begrenzung der LÃ¤rmimmissionen vereinbar ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aus der Sicht des LÃ¤rm­schutz­rechts stellt das Gartenrestaurant eine neue LÃ¤rm erzeugende Anlage dar (vgl. den RÃ¼ckweisungsent­scheid des Bundesgerichts, E. 2a). Die Emis­sionen einer neuen Anlage sind einerseits im Rahmen der Vorsorge so weit zu be­gren­zen, wie dies technisch und betrieblich mÃ¶glich und wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG; Art. 7 Abs. 1 lit. a LSV). Anderseits ist dafÃ¼r zu sorgen, dass die durch die Anlage verursachten Immissionen in deren Umgebung zu keiner Ãberschreitung der Planungswerte (Art. 25 Abs. 1 USG; Art. 7 Abs. 1 lit. b LSV) bzw. zusammen mit dem LÃ¤rm anderer Anlagen zu keiner Ãberschreitung der Im­mis­sions­grenz­werte (Art. 11 Abs. 3 USG) fÃ¼hren. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In die Beurteilung der Gartenwirtschaft sind alle dieser zurechenbaren LÃ¤rmeinwirkungen mit einzubeziehen, d.h. sowohl das GerÃ¤usch des Bewirtungsbetriebs im Garten wie auch die nach aussen dringenden GerÃ¤usche aus dem Haus und der LÃ¤rm der ankom­men­den und weggehenden GÃ¤ste (RÃ¼ckweisungsent­scheid des Bundesgerichts, E. 2c). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Zum Zweck der <i>vorsorglichen Begrenzung</i> der Emissionen hat bereits die stÃ¤dt­ische BaubehÃ¶rde im angefochtenen Baubescheid angeordnet, dass in der Gartenwirtschaft keine Lautsprecher- und VerstÃ¤rkeranlagen betrieben werden dÃ¼rfen. Der vorsorglichen Emissionsbegrenzung dient ferner die BeschrÃ¤nkung der zulÃ¤ssigen Betriebszeit, die von der BaubehÃ¶rde auf die Zeit von 7 bis 23 Uhr festgelegt und von der Baurekurskommis­sion im Rekursentscheid um eine Stunde auf 7 bis 22 Uhr reduziert wurde. Diese BeschrÃ¤nkung wurde von der privaten Be­schwer­de­geg­ne­rin nicht angefochten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschrÃ¤nkung des Betriebs auf die Zeit bis 22 Uhr steht im Einklang mit der LÃ¤rm­schutz­ver­ord­nung der Stadt ZÃ¼rich vom 2. Juni 1971, nach welcher LÃ¤rm erzeu­gende FreizeitaktivitÃ¤ten wie Sportveranstaltungen, Kegelschieben, Tennisspiele etc. sowie das Singen und Musizieren nach 22.00 Uhr im Freien nicht mehr zugelassen sind. Wie das Bun­­desgericht (im Anschluss an die Stellungnahme des Bundesamtes fÃ¼r Umwelt, Wald und Landschaft) festgestellt hat, ist der Betrieb eines Gartenrestaurants eher mit diesen AktivitÃ¤ten zu vergleichen als mit lÃ¤rmigen Arbeiten gewerblicher Betriebe, fÃ¼r wel­che die stÃ¤dtische LÃ¤rm­schutz­ver­ord­nung den Beginn der Nachtruhe bereits auf 19.00 Uhr festlegt (Ent­scheid des Bundesgerichts, E. 4). Die Begrenzung der Betriebs­dauer auf die Zeit bis 22.00 Uhr erscheint daher â unter dem Gesichtspunkt der <i>vorsorg­lichen</i> Emis­sionsbe­gren­zung â als sachgerecht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Spielraum fÃ¼r weitere Massnahmen zur Verminderung der Emissionen, auf deren PrÃ¼fung das Bun­des­ge­richt verweist (RÃ¼ckweisungsent­scheid E. 6), ist beschrÃ¤nkt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die im Urteil angesprochene MÃ¶glichkeit einer Glaswand Ã¶stlich der Gartenterrasse, welche die LÃ¤rmwirkung auf die WohnrÃ¤ume des Be­schwer­de­fÃ¼h­rers vermindern kÃ¶nnte, wird sowohl vom Be­schwer­de­fÃ¼h­rer wie auch von der privaten Be­schwer­de­geg­nerin als unpraktikabel und Ã¤sthetisch unbefriedigend abgelehnt. Nach ihren wohl zu­tref­fenden Angaben mÃ¼sste eine Wand, die auch die oberen Stockwerke des Be­schwer­de­fÃ¼h­rers zu schÃ¼tzen vermÃ¶chte, eine HÃ¶he von ca. 6 m erreichen. Die BaubehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich vertritt die Auffassung, dass allenfalls eine Wand bis zu einer maximalen HÃ¶he von 3 m bewilligungsfÃ¤hig wÃ¤re, lehnt diese jedoch als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig ab. Auch die Baurekurskommission hÃ¤lt bauliche Massnahmen dieser Art fÃ¼r unrealistisch und Ã¤sthetisch bedenklich.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zum Vorschlag, Reinigungs- und AufrÃ¤umarbeiten jeweils am folgenden Vormittag vorzunehmen, bemerkt die stÃ¤dtische BaubehÃ¶rde, dass bei einer BeschrÃ¤nkung der Betriebs­­­zeit bis 22 Uhr ohnehin keine lÃ¤rmigen AufrÃ¤umarbeiten nach diesem Zeitpunkt vorgenommen werden dÃ¼rften. Nach ihrer Praxis dÃ¼rfe deshalb nur bis zu einer halben Stunde vor Betriebsschluss ausgeschenkt werden, und es mÃ¼ssten alle lÃ¤rmigen Arbeiten vor Betriebsschluss erledigt sein. Sie beantragt, die durch den Ent­scheid der Bau­re­kurs­kom­mis­si­on I geÃ¤nderte Baubewilligung in diesem Sinn zu ergÃ¤nzen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Weitere betriebliche Massnahmen hat die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin nach ihren Angaben bereits selber getroffen. So werde auch im Restaurant auf Musik verzichtet und es kÃ¶nne daher entgegen den BefÃ¼rchtungen des Be­schwer­de­fÃ¼h­rers keine Musik durch die geÃ¶ffne­te TÃ¼r nach draussen dringen. Ferner wÃ¼rden fÃ¼r die Gartentische Sets verwen­det, um das Klirren von Geschirr und Besteck zu vermindern, und das Personal werde regelmÃ¤ssig ange­wiesen, die LÃ¤rmimmissionen so gering als mÃ¶glich zu halten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Andere Massnahmen werden von den Parteien nicht genannt und sind zur Zeit auch nicht ersichtlich. Neue Auflagen kÃ¶nnten jedoch noch zu einem spÃ¤teren Zeitpunkt angeord­net werden, sofern sie sich als notwendig und zumutbar erweisen sollten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Des weiteren ist zu prÃ¼fen, ob das zulÃ¤ssige Mass an <i>Immissionen</i> in der Umgebung der projektierten Anlage nicht Ã¼berschritten wird. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Nach Art. 25 Abs. 1 USG darf eine neue lÃ¤rmige Anlage nur errichtet werden, wenn die durch sie allein erzeugten LÃ¤rmimmissionen in ihrer Umgebung zu keiner Ãberschreitung der Planungswerte fÃ¼hren (Art. 25 Abs. 1 USG; Art. 7 Abs. 1 lit. b LSV). Die weitere Voraussetzung, dass die erzeugten Immissionen zusammen mit dem LÃ¤rm anderer Anlagen zu keiner Ãberschreitung der Im­mis­sions­grenz­werte fÃ¼hren (Art. 11 Abs. 3 USG), ist vorliegend nicht von Bedeutung, da in der nÃ¤heren Umgebung keine andern gleichartigen Anlagen vorhanden sind. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>FÃ¼r den LÃ¤rm von Gartenrestaurants hat der Bundesrat keine Be­las­tungs­grenz­werte und somit auch keine Planungswerte festgelegt. Die Immissionen sind daher im einzelnen Anwendungsfall unmittelbar gestÃ¼tzt auf das Gesetz, in Anwendung der in Art. 13 Abs. 2 und Art. 15 USG genannten Kriterien, zu beurteilen. Nach diesen Bestim­mungen dÃ¼rfen die Immissionen zu keiner erheblichen StÃ¶rung des Wohlbefindens der betroffenen Nachbarn fÃ¼hren, und es sind auch die Wirkungen auf Personengruppen mit erhÃ¶hter Empfindlichkeit wie Kinder, Kranke, Betagte und Schwangere zu berÃ¼ck­sich­tigen. Auf die besondere subjektive Empfindlichkeit einzelner Personen ist jedoch nicht abzustellen, sondern es ist ein objektivierter Massstab zu verwenden. Steht wie hier die Anwendung von Planungs­werten in Frage, ist die Grenze der zulÃ¤ssigen Belastung Ã¼berdies entsprechend Art. 23 USG bereits unterhalb der Schwelle einer erheblichen StÃ¶rung im Sinn von Art. 15 USG zu ziehen. Es dÃ¼rfen daher hÃ¶chstens geringfÃ¼gige StÃ¶rungen auftreten (BGE 123 II 325 E. 4d/bb, S. 335). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Schliesslich ist in sinngemÃ¤sser Anwendung der Regeln, die den Be­las­tungs­grenz­wer­ten der LSV zugrunde liegen, die LÃ¤rm­emp­find­li­chkeit der betroffenen Orte in der Um­ge­bung der Anlage zu berÃ¼cksichtigen. Vorliegend befinden sich diese in einer Wohnzone W2 mit einem Wohnanteil von 90 %, welcher mit der Bau- und Zonen­ord­nung der Stadt ZÃ¼rich die Empfindlichkeitsstufe II gemÃ¤ss Art. 43 Abs. 1 lit. b LSV zugeordnet wurde. Es handelt sich damit um eine lÃ¤rm­emp­find­li­che Zone, in der der Erhaltung der WohnqualitÃ¤t grosses Gewicht beizumessen ist (vgl. den RÃ¼ckweisungsent­scheid des Bun­des­ge­richts, E. 3b).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Wie bei der vorsorglichen Begrenzung der Emissionen (vorn, E. 4a) ist auch bei der immissionsseitigen Betrachtung eine <i>Unterscheidung nach der Tageszeit</i> der LÃ¤rmeinwirkung erforderlich. Dabei rechtfertigt es sich, den Beginn der Nachtruhe auf denselben Zeitpunkt festzulegen, der auch im Rahmen der vorsorglichen Emissionsbegrenzung als mass­geblich erachtet wurde, nÃ¤mlich auf 22.00 Uhr. Die Annahme unterschiedlicher zeitlicher Grenzen hÃ¤tte widersprÃ¼chliche Ergebnisse zur Folge; dementsprechend geht auch das Bun­des­ge­richt im RÃ¼ckweisungsentscheid sinngemÃ¤ss davon aus, dass der aus der kommu­nalen LÃ¤rm­schutz­ver­ord­nung abgeleitete Zeitpunkt fÃ¼r den Beginn der Nachtruhe nicht nur fÃ¼r die vorsorgliche Emissionsbegrenzung, sondern ebenso fÃ¼r die Beurteilung der zulÃ¤ssigen Immissionen von Bedeutung ist (RÃ¼ckweisungsent­scheid, E. 4c und 5a). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Anderseits ist aber auch dem besonderen Ruhe- und ErholungsbedÃ¼rfnis der betroffenen Nachbarn in den Abendstunden Rechnung zu tragen. WÃ¼rden die LÃ¤rmimmissionen der Gartenwirtschaft am Abend durchwegs mit demselben Massstab beurteilt wie am Tag, kÃ¶nnte deren StÃ¶rungswirkung im umliegenden Wohnquartier nicht adÃ¤quat erfasst werden. Da keine separate Beurteilung des Betriebes am Tag und am Abend mÃ¶glich wÃ¤re, hÃ¤t­te die Zulassung wÃ¤hrend des Tages automatisch eine Betriebsdauer bis 22 Uhr zur Folge; anderseits mÃ¼sste eine Verweigerung des Betriebes am Abend auch die Schliessung am Tag nach sich ziehen. Die in der LÃ¤rm­schutz­ver­ord­nung festgelegten Be­las­tungs­grenz­wer­te kennen zwar nur eine zweiteilige Abstufung zwischen Tag und Nacht. Eine dreiteilige Abstufung der StÃ¶rungsempfindlichkeit wird jedoch durch das Gesetz nicht ausgeschlossen und ist daher bei der einzelfallweisen Beurteilung der zulÃ¤ssigen Immissionen gestattet. Auch das Bun­des­ge­richt erachtet es in seinem RÃ¼ckweisungs­entscheid als zulÃ¤ssig, eine zeit­liche Abstufung des RuhebedÃ¼rfnisses, die sich auf die Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse und die allgemeine Lebenserfahrung stÃ¼tzt, bei der Beur­tei­lung der Zumutbarkeit der LÃ¤rmimmissionen zu berÃ¼cksichtigen (BGr, E. 5a). Es erwÃ¤hnt in diesem Zusammenhang eine Richtlinie von LÃ¤rmschutzfachstellen der Westschweizer Kantone, die fÃ¼r die Beurteilung des LÃ¤rms von Restaurants und Ã¤hnlicher Anlagen drei Zeitabschnitte unterscheidet: </span></p> <p class="Einzug1"><span>PÃ©riode d'activitÃ© 07 â 19 Uhr</span></p> <p class="Einzug1"><span>PÃ©riode de tranquillitÃ© 19 â 22 Uhr</span></p> <p class="Einzug1"><span>PÃ©riode de sommeil 22 â 07 Uhr</span></p> <p class="Einzug1"><span>(Cercle bruit, Direktive vom 10. MÃ¤rz 1999, abgedruckt in RDAF 2000 S. 21 ff.; vgl. VGr VD, URP 1999 S. 731 E. 2c; dazu Anne-Christine Favre, Le bruit des Ã©tablissements pub­lics, RDAF 2000, S. 1 ff., 9, 14 f.). Eine dreiteilige Abstufung vergleichbarer Art liegt im Ãbrigen auch der vorgesehenen Richtlinie der EG Ã¼ber die Bewertung und BekÃ¤mpfung von UmgebungslÃ¤rm zugrunde (Vorschlag der Kommission vom 26. Juli 2000 [KOM(2000) 468], Anhang I Ziff. 1.1). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Beim vorliegend strittigen Wirtschaftsbetrieb im Freien ist daher die Zumutbarkeit der in der Umgebung verursachten LÃ¤rmimmissionen fÃ¼r den Tag und den Abend separat zu beurteilen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) In die Beurteilung der Immissionen sind nach dem Gesagten <i>alle dem Betrieb zurechenbaren LÃ¤rmeinwirkungen</i> mit einzubeziehen, d.h. sowohl das GerÃ¤usch des Bewirtungsbetriebs im Freien wie auch die nach aussen dringenden GerÃ¤usche aus dem Haus und der LÃ¤rm der ankommenden und weggehenden GÃ¤ste (vorn, E. 3). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aufgrund der strittigen Baubewilligung sind in der Gartenwirtschaft 40 PlÃ¤tze vorgesehen. Diese Zahl ist fÃ¼r das vorliegende Verfahren massgeblich. Falls der Bewirtungsbetrieb, wie vom Be­schwer­de­fÃ¼h­rer befÃ¼rchtet, Ã¼ber dieses Mass hinaus ausgeweitet werden sollte, wÃ¤re dafÃ¼r eine neue Baubewilligung erforderlich, gegenÃ¼ber welcher dem Be­schwer­de­fÃ¼h­rer wiederum alle Rechtsmittel zur VerfÃ¼gung stÃ¼nden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer macht geltend, dass die Gartenwirtschaft mit einer wetterfes­ten Plane Ã¼berdacht sei, die es ermÃ¶gliche, den Betrieb auch bei schlechtem Wetter aufrecht zu erhalten. Dagegen wendet die private Be­schwer­de­geg­nerin ein, dass der dÃ¼nne Stoff der Pergola nur als Sonnenschutz diene und keinen wetterunabhÃ¤ngigen Betrieb ermÃ¶gliche; ein Witterungsschutz sei nach der Baubewilligung auch gar nicht erlaubt. Im gleichen Sinn weist die stÃ¤dtische BaubehÃ¶rde darauf hin, dass nach Dispositiv Ziffer 2 ein textiler Sonnenschutz zulÃ¤ssig sei; eine derartige Vorrichtung fÃ¼hre nach den an andern Or­ten gemachten Erfahrungen kaum dazu, dass eine Gartenwirtschaft bei schlechtem Wetter benutzt werde. Vorliegend ist auch in dieser Frage davon auszugehen, dass die Inhaberin des Restaurants sich an die Auflagen der Baubewilligung hÃ¤lt und keinen Witterungsschutz installiert. Gegen eine Missachtung dieser Vorgabe wÃ¤re mit den geeigneten rechtlichen Mit­teln einzuschreiten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Was die aus dem Haus nach aussen dringenden GerÃ¤usche anbelangt, hegt der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer die BefÃ¼rchtung, dass durch geÃ¶ffnete Fenster und TÃ¼ren Musik zu hÃ¶ren sein werde. DemgegenÃ¼ber weist die private Be­schwer­de­geg­nerin darauf hin, dass sie auch im Restaurant konsequent auf Musik verzichte; dieses verfÃ¼ge gar nicht Ã¼ber eine Musik­anlage. Auf dieser Angabe ist die Be­schwer­de­geg­nerin zu behaften. FÃ¼r den Fall, dass spÃ¤­ter dennoch StÃ¶rungen durch aus dem Restaurant dringende Musik auftreten sollten, bleiben geeignete Anordnungen der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde vorbehalten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Angaben der Parteien Ã¼ber die zu erwartenden SekundÃ¤rimmissionen durch das Kommen und Gehen der GÃ¤ste gehen auseinander. WÃ¤hrend der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer geltend macht, dass das Restaurant auf einen grÃ¶sseren Einzugsbereich ausgerichtet und mit Ã¶ffent­lichem Verkehr schlecht erschlossen sei, so dass die GÃ¤ste Ã¼berwiegend mit dem Auto ankommen wÃ¼rden, fÃ¼hrt die private Be­schwer­de­geg­nerin aus, dass mehr als die HÃ¤lfte der GÃ¤ste aus dem Quartier stammten und das Restaurant zu Fuss oder mit Ã¶ffen­tlichen Verkehrsmitteln erreichten. FÃ¼r die mit dem Auto anreisenden GÃ¤ste fÃ¤nden sich auf den Stras­sen der Umgebung zahlreiche Ã¶ffentliche ParkplÃ¤tze (Blaue Zone). Die BaubehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich bezeichnet das Lokal als typisches Quartierrestaurant. Sie weist ferner darauf hin, dass bei Betrieben dieser Art nicht mit einer gleichzeitigen vollen Belegung der PlÃ¤tze im Innern und im Garten zu rechnen sei; bei schlechtem Wetter wÃ¼rden sich die GÃ¤ste im GebÃ¤ude, bei schÃ¶nem dagegen vor allem im Garten aufhalten. Insofern stelle die ErÃ¶ffnung des Gartenrestaurants nicht so sehr eine Erweiterung, sondern im Wesentlichen eine zeitweilige Verlagerung des Betriebes ins Freie dar. Diese Fragen brauchen indessen nicht im Detail geklÃ¤rt zu werden. Der aus 40 GartensitzplÃ¤tzen resul­tie­rende zusÃ¤tzliche Verkehr, der sich zudem auf mehrere Strassen verteilt, kann jedenfalls kaum je ein Mass erreichen, das zu den in Frage kommenden Tageszeiten eine ernsthafte StÃ¶rung des Be­schwer­de­fÃ¼h­rers zu bewirken vermag. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Insgesamt sind damit die aus dem zusÃ¤tzlichen Bewirtungsbetrieb im Garten zu erwartenden GerÃ¤usche, nÃ¤mlich die Stimmen der anwesenden GÃ¤ste und das Klappern von Bestecken und Geschirr, nicht von grundsÃ¤tzlich anderer Art als GerÃ¤usche, die wÃ¤hrend der warmen Jahreszeit in den GÃ¤rten privater Liegenschaften verursacht werden und die zweifellos auch in einer ruhigen Wohnzone zu dulden sind (vgl. den RÃ¼ckweisungsentscheid des Bun­des­ge­richts, E. 5b). Sie werden jedoch dem Umfang nach â sowohl mit Bezug auf den zeitlichen Rahmen als auch die Zahl der anwesenden Personen ­â ein wesentlich grÃ¶sseres Mass annehmen, als dies in der Regel bei privaten GÃ¤rten der Fall ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Von wesentlicher Bedeutung ist schliesslich der <i>Abstand</i> zwischen der LÃ¤rm erzeugenden Anlage und den massgeblichen Empfangspunkten des betroffenen lÃ¤rm­emp­find­­li­chen GebÃ¤udes. Das Haus des Be­schwer­de­fÃ¼h­rers besitzt auf allen Stockwerken Wohn- oder ArbeitsrÃ¤ume mit Fenstern, die auf die Gartenterrasse des Restaurants hinausgehen. Im Ergeschoss befindet sich der Arbeitsplatz des Be­schwer­de­fÃ¼h­rers, der hier sein ArchitekturbÃ¼ro betreibt, im Obergeschoss das Schlafzimmer und im Dachgeschoss der Wohnraum. Die horizontale Entfernung der betroffenen Fenster zum Beginn der Garten­terrasse betrÃ¤gt ca. 5.5 m. Die nÃ¤chstgelegenen Tische des Res­taurants kÃ¶nnen in einer Distanz von ca. 6.5 bis 7 m vom Haus des Be­schwer­de­fÃ¼h­rers aufgestellt werden. An jener Stelle finden allerdings, wie der Augenschein gezeigt hat, hÃ¶chstens zwei Tische Platz; weitere Tische mÃ¼ssen im unteren Bereich der Terrasse, in einer Entfernung von mindes­tens 9.5 m von den Fenstern des Be­schwer­de­fÃ¼h­rers, platziert werden. Schallreflexionen kÃ¶nnen an der Fassade des Restaurants auftreten, wÃ¤hrend die gegenÃ¼berliegende Seite der Terrasse weithin offen steht. Eine eigentliche Hofsituation, wie sie der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer erkennen will, liegt nicht vor. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Aufgrund des RÃ¼ckweisungsentscheids des Bun­des­ge­richts sind bei der PrÃ¼fung der Zumutbarkeit der Immissionen allfÃ¤llige <i>AusweichmÃ¶glichkeiten</i> der lÃ¤rm­be­trof­fenen Anwohner, insbesondere der Gartensitzplatz des Be­schwer­de­fÃ¼h­rers an der M-strasse sowie Fenster auf der lÃ¤rmabgewandten Seite seiner Wohnung, in Betracht zu ziehen (BGr, E. 5c). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Gartensitzplatz des Be­schwer­de­fÃ¼h­rers befindet sich auf der rÃ¼ckwÃ¤rtigen Seite seines Hauses und ist vom LÃ¤rm des Restaurants nicht berÃ¼hrt; die dem Restaurant zugewandten Teile des GebÃ¤udeumschwungs werden, wie sich am Augenschein gezeigt hat, nicht zum Aufenthalt im Freien verwendet. Im Haus des Be­schwer­de­fÃ¼h­rers finden sich drei grÃ¶ssere Wohn- und ArbeitsrÃ¤ume: Der Arbeitsraum im Erdgeschoss verfÃ¼gt Ã¼ber Fens­ter nach Westen (Gartenrestaurant) und SÃ¼den, wobei die sÃ¼dlichen Fenster nur wenig vom LÃ¤rm abgewandt sind. Eine LÃ¼ftungsmÃ¶glichkeit besteht zudem Ã¼ber ein klei­neres rÃ¼ckwÃ¤rtiges Fenster beim Eingang. Der Schlafraum im Obergeschoss weist Fenster sowohl nach Westen (Gartenrestaurant) als auch nach Osten auf. Der Wohnraum im Dach­ge­schoss besitzt eine grosse Fensterfront, die auf das Gartenrestaurant hinausgeht, sowie meh­­rere kleinere Fenster auf der rÃ¼ckwÃ¤rtigen GebÃ¤udeseite. Dass der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer die zum Restaurant hin gerichtete Westseite seines GebÃ¤udes als Hauptwohnseite be­zeich­net, erscheint aufgrund der Lage der Fenster sowie wegen der dortigen Aussicht in Richtung See als zutreffend. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer besitzt damit innerhalb des GebÃ¤udes zwar die MÃ¶glichkeit zur LÃ¼ftung auf der vom LÃ¤rm abgewandten Seite, im Ãbrigen aber nur beschrÃ¤nkte AusweichmÃ¶glichkeiten. Eine Verlegung von Wohn- oder ArbeitsrÃ¤umen kommt, soweit ersichtlich, wegen der engen PlatzverhÃ¤ltnisse nicht in Betracht. Die BeschrÃ¤nkung der LÃ¼ftung auf rÃ¼ckwÃ¤rtige Fenster setzt Ã¼berdies voraus, dass der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer die Aussicht in Richtung See durch geschlossene Fenster geniessen muss, was gerade an den warmen Tagen des Sommerhalbjahres eine erhebliche Ein­schrÃ¤nkung bedeutet. Die zur VerfÃ¼gung stehenden AusweichmÃ¶glichkeiten kÃ¶nnen daher nicht als gleichwertige Alternativen betrachtet werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zu berÃ¼cksichtigen ist sodann, dass die Pla­nungs­werte nach Art. 25 Abs. 1 USG in der "Umgebung" der Anlage eingehalten werden mÃ¼ssen, d.h. Ã¼berall dort, wo der LÃ¤rm auf lÃ¤rm­emp­find­li­che Gebiete oder GebÃ¤ude trifft. Als massgebliche Empfangspunkte bezeichnet die Verordnung insbesondere die offenen Fenster lÃ¤rm­emp­find­li­cher RÃ¤ume (Art. 39 Abs. 1 und 41 Abs. 1 LSV); dagegen sind die zu den GebÃ¤uden gehÃ¶renden Aufent­haltsorte im Freien grundsÃ¤tzlich nicht geschÃ¼tzt (Art. 39 Abs. 2 und 41 Abs. 2 LSV e contrario). Aufgrund dieser Systematik fÃ¤llt die LÃ¤rmbelastung, welche die Liegenschaft des Be­schwer­de­fÃ¼h­rers ausserhalb seines Hauses erfÃ¤hrt, von vornherein nicht in Betracht. Anderseits vermag aber der Umstand, dass das Haus auch auf der vom LÃ¤rm abgewandten Seite Fenster besitzt, nichts daran zu Ã¤ndern, dass an den dem Restaurant zugewandten Fens­­tern lÃ¤rm­emp­find­li­cher RÃ¤ume keine unzumutbare LÃ¤rmbelastung auftreten darf. Mit Blick auf diese Rechtslage sind die in Frage stehenden Ausweich­mÃ¶glichkeiten nicht von Bedeutung. Die von der stÃ¤dtischen BaubehÃ¶rde erwÃ¤hnte Praxis der kantonalen LÃ¤rm­schutz­fachstelle, nach welcher eine Baubewilligung erteilt werden kann, wenn die lÃ¤rm­schutz­­rechtlichen Anforderungen an wenigstens einem vom LÃ¤rm abgewandten Fenster pro Raum erfÃ¼llt seien, bezieht sich auf die Erstellung lÃ¤rm­emp­find­li­cher GebÃ¤ude in lÃ¤rmbe­las­teten Gebieten (Art. 22 USG; Art. 31 LSV), nicht auf die Errichtung lÃ¤rmiger Anlagen, und kann vorliegend nicht heran­gezogen werden. Ob das Bun­des­ge­richt diesbezÃ¼glich eine andere Auffassung vertreten hat â welche fÃ¼r das Ver­wal­tungs­ge­richt aufgrund des RÃ¼ckweisungs­ent­scheids verbindlich wÃ¤re â ist nicht deutlich. Da jedoch die bestehenden Ausweich­mÃ¶g­lichkeiten, wie gezeigt, keine gleichwertigen Alternativen bieten, kann diese Frage offen bleiben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Bei gesamthafter Betrachtung zeigt sich, dass die Einwirkungen aus dem Wirtschaftsbetrieb der privaten Be­schwer­de­geg­nerin auf die Wohn- und ArbeitsrÃ¤ume des Be­schwer­de­fÃ¼h­rers die in einer Zone dieser Art Ã¼blichen Immissionen deutlich Ã¼bersteigen. Das liegt insbesondere am grÃ¶sseren Umfang der Bewerbung der Garten­terrasse und an der kurzen Distanz zu den betroffenen lÃ¤rm­emp­find­li­chen RÃ¤umen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Trotz dieser erhÃ¶hten Belastung kÃ¶nnen die verursachten Immissionen anhand der Kriterien von Art. 15, 23 und 25 USG <i>tagsÃ¼ber</i> noch als tragbar beurteilt werden. Die aus dem Gartenrestaurant herrÃ¼hrenden Einwirkungen werden zwar zweifellos warnehmbar sein und auch gewisse StÃ¶rungen mit sich bringen. Insgesamt kÃ¶nnen sie jedoch im Sinn der dargestellten Rechtslage noch als geringfÃ¼gig bezeichnet werden. Der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer weist zwar darauf hin, dass ihn die Stimmen der GÃ¤ste im Restaurant auch bei seiner Arbeit als Architekt stÃ¶rten, da er durch diese vom konzentrierten Arbeiten abge­lenkt werde. Seine konkrete berufliche Situation ist jedoch fÃ¼r die Beurteilung der StÃ¶rung nicht mass­gebend, sondern es ist ein objektivierter Massstab anzuwenden (vorn, E. 5a). Es kann in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen werden, dass nach Art. 42 Abs. 1 LSV bei lÃ¤rm­emp­find­li­chen BetriebsrÃ¤umen (insbesondere BÃ¼ros) in einem Gebiet der Emp­find­lich­keits­stu­fe II um 5 dB (A) hÃ¶here Pla­nungs­werte zur Anwendung gelangen und diese ArbeitsrÃ¤ume somit nach dem Willen des Ver­ord­nungs­ge­bers einen geringeren Schutz geniessen als entsprechende WohnrÃ¤ume. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bei einem Betrieb <i>am Abend</i> wÃ¼rden die zu erwartenden StÃ¶rungen dagegen das zumutbare Mass deutlich Ã¼bersteigen. Am Abend ist dem zu dieser Tageszeit ausgeprÃ¤gteren Ruhe- und ErholungsbedÃ¼rfnis der betroffenen Nachbarn Rechnung zu tragen (vorn, E. 5b), weshalb die Immissionen schwerer ins Gewicht fallen. Ãberdies weist eine Gartenwirtschaft erfahrungsgemÃ¤ss gerade am Abend eine hohe Belegung auf. Die Zulassung des Restaurantbetriebs am Abend wÃ¼rde daher zu mehr als bloss geringfÃ¼gigen StÃ¶rungen fÃ¼hren und wÃ¤re mit Art. 25 Abs. 1 USG nicht vereinbar. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>g) Die private Be­schwer­de­geg­nerin und die stÃ¤dtische BaubehÃ¶rde machen geltend, dass hier nur ein einziger Nachbar vom LÃ¤rm des Restaurants betroffen sei, was im Vergleich zu andern Standorten als geradezu ideale Voraussetzung bezeichnet werden dÃ¼rfe. Eine AbwÃ¤gung der Interessen mÃ¼sse daher klar zugunsten der Betreiberin und der Besucher des Restaurants ausfallen. Eine InteressenabwÃ¤gung dieser Art ist jedoch bei der Anwendung von Art. 25 Abs. 1 USG nicht zulÃ¤ssig (vgl. den RÃ¼ckweisungsentscheid des Bun­­des­ge­richts, E. 5d). Massgeblich ist allein die StÃ¶rungswirkung fÃ¼r die Betroffenen; auf die Zahl der betroffenen Personen kommt es nicht an. (Nach den Angaben des Be­schwer­de­­fÃ¼h­rers sind in seinem Haus im Ãbrigen drei Personen wohnhaft.) Eine InteressenabwÃ¤gung findet nur statt, wenn im Rahmen von Art. 25 Abs. 2 oder 3 USG Ã¼ber Erleichterungen zugunsten der lÃ¤rmigen Anlage zu befinden ist (dazu nachstehend E. 6 h). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>h) FÃ¼r Anlagen, an denen ein Ã¼berwiegendes Ã¶ffentliches, namentlich auch raumplanerisches Interesse besteht und fÃ¼r welche die Einhaltung der Pla­nungs­werte zu einer unverhÃ¤ltnismÃ¤ssigen Belastung fÃ¼hren wÃ¼rde, kÃ¶nnen nach Art. 25 Abs. 2 USG <i>Erleichterungen</i> gewÃ¤hrt werden. Sind die genannten Voraussetzungen erfÃ¼llt, kann im Rahmen von Erleichterungen die Ãberschreitung der Pla­nungs­werte, nicht jedoch der Im­mis­si­ons­grenz­wer­te, gestattet werden. FÃ¼r eine Anlage, auf welche die in der LSV enthaltenen Be­las­tungs­­­grenz­wer­te nicht anwendbar sind, bedeutet dies, dass sie aufgrund von Erleich­te­run­gen nach Art. 25 Abs. 2 USG zwar mehr als nur geringfÃ¼gige, aber keine erheblichen StÃ¶run­gen des Wohlbefindens (Art. 15 USG) verursachen darf. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Ã¶ffentliche Interesse, welches eine Erleichterung rechtfertigt, kann verschiedenen Zielsetzungen entsprechen. Neben den vom Gesetz ausdrÃ¼cklich genannten raumplanerischen Interessen kommen z.B. polizeiliche, planerische und sozialpolitische in Betracht. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass die Abgrenzung zum Normalfall der nicht privilegierten Anlagen nicht verwischt wird. Erleichterungen nach Art. 25 Abs. 2 USG dÃ¼rfen nicht zu einer generellen Abweichung von den geltenden Immissionsschutznormen verwen­det werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine Ãffnung des Gartenrestaurants am Abend wÃ¼rde zweifellos den BedÃ¼rfnissen mancher Bewohner des umliegenden Quartiers entgegenkommen. Dies dokumentieren un­ter anderem die von der privaten Be­schwer­de­geg­nerin eingereichten Belege. Von einem Ã¶ffentlichen Interesse im Sinn von Art. 25 Abs. 2 USG kann deswegen aber nicht gesprochen werden. Andernfalls mÃ¼ssten alle Einkaufs- und Gewerbebetriebe, deren Dienstleis­tungen einem grÃ¶sseren oder auch nur beschrÃ¤nkten Publikum dienlich sind, ebenfalls nach den erleichterten Voraussetzungen dieser Bestimmung beurteilt werden, und eine sinnvolle Abgrenzung wÃ¤re kaum mehr mÃ¶glich. Das zeigen im Ãbrigen gerade die AusfÃ¼hrungen der BaubehÃ¶rde, die in ihrer Vernehmlassung darauf hinweist, dass ein Ã¶ffentliches Interesse an der ErmÃ¶glichung von FreizeitaktivitÃ¤ten im Freien bis 22 Uhr auch in Wohnquartieren offensichtlich sei und mit den Regelungen der kommunalen LÃ¤rm­schutz­ver­ord­nung dokumentiert werde. Derart allgemeinen Interessen kann nicht durch Erleichterungen im Einzelfall, sondern nur durch eine geeignete Ausgestaltung der gene­rellen Regeln entsprochen werden. Diesem Anliegen kommt z.B. die vorn erwogene dreiteilige Abstufung der StÃ¶rungsempfindlichkeit fÃ¼r Tag, Abend und Nacht (vgl. E. 5b) entgegen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die nachgesuchte Bewilligung fÃ¼r den Betrieb des Gartenrestaurants am Abend kann daher auch nicht gestÃ¼tzt auf eine Erleichterung nach Art. 25 Abs. 2 USG erteilt werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>i) Dieses Ergebnis hat â entgegen den geÃ¤usserten BefÃ¼rchtungen der stÃ¤dtischen Bau­behÃ¶rde â nicht die Bedeutung, dass das LÃ¤rm­schutz­recht den abendlichen Betrieb eines Gar­ten­res­tau­rants in einer Wohnzone generell verunmÃ¶glichen wÃ¼rde. Wenn die Immissionen vorliegend die Grenze des Zumutbaren Ã¼bersteigen, so liegt dies zum einen an der Lage des Betriebs in einer ruhigen Wohnzone der Emp­find­lich­keits­stu­fe II, zum andern an der kurzen Distanz zwischen der LÃ¤rmquelle und den betroffenen lÃ¤rm­emp­find­li­chen RÃ¤umen. Bei gÃ¼nstigeren Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnissen besteht daher durchaus die MÃ¶glichkeit, einen vergleich­baren Betrieb auch am Abend geÃ¶ffnet zu halten. Ferner ist die Errichtung einer neuen Gartenwirtschaft (bzw. die Einrichtung eines neuen Betriebs­ortes wie im vorliegenden Fall) nicht mit der WeiterfÃ¼hrung eines bestehenden altrecht­lichen Betriebs gleich­zustellen, fÃ¼r welchen weniger strenge Regeln gelten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>WÃ¼rde der abendliche Betrieb in einer Situation der vorliegenden Art zugelassen, so hÃ¤tte dies anderseits zur Folge, dass Gartenrestaurants kÃ¼nftig in jeder ruhigen Wohnzone einer beliebigen Gemeinde in minimalem Abstand zu WohnrÃ¤umen benachbarter Liegenschaften errichtet und bis in den Abend hinein betrieben werden dÃ¼rften. Das wÃ¤re offensicht­lich kein sachgerechtes Ergebnis.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>j) Zu entscheiden ist damit noch Ã¼ber den Zeitpunkt, zu welchem der Tagesbetrieb des Gartenrestaurants endet und die abendliche Ruhephase beginnt. Anhaltspunkte fÃ¼r diese Abgrenzung ergeben sich aus der LSV, welche die Grenze zwischen Tag und Nacht beim GewerbelÃ¤rm auf 19 Uhr ansetzt, sowie aus der kommunalen LÃ¤rm­schutz­ver­ord­nung der Stadt ZÃ¼rich, welche EinschrÃ¤nkungen zu Lasten der gewerblichen LÃ¤rmarten ebenfalls ab 19 Uhr vorsieht. Eine analoge Grenzziehung zwischen Tages- und Abend­betrieb trifft die erwÃ¤hnte Richtlinie des Cercle bruit. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Begrenzung der Ãffnungszeit bis 19 Uhr erscheint zweckmÃ¤ssig. Der Betrieb des Gartenrestaurants am Tag wird damit nicht Ã¼bermÃ¤ssig eingeschrÃ¤nkt; anderseits wÃ¼rde auch eine etwas lÃ¤ngere Ãffnung (z.B. bis 20 Uhr) keine eigentliche Bewirtung am Abend ermÃ¶glichen. Mit dem Beginn der Abendruhe um 19 Uhr wird ferner das Ruhe- und ErholungsbedÃ¼rfnis der Anwohner ausreichend geschÃ¼tzt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. GemÃ¤ss dem RÃ¼ckweisungsentscheid des Bun­des­ge­richts (E. 5c) ist schliess­lich das Vorverhalten des Be­schwer­de­fÃ¼h­rers zu prÃ¼fen, insbesondere die Frage, ob er durch die Inanspruchnahme eines NÃ¤her- und Grenzbaurechts hÃ¶here Immissionen in Kauf genommen hat. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Beim erwÃ¤hnten NÃ¤her- und Grenzbaurecht geht es um eine Vereinbarung vom 31. Januar 1978 zwischen dem Be­schwer­de­fÃ¼h­rer und der Stadt ZÃ¼rich, die damals noch EigentÃ¼merin der Restaurant-Liegenschaft war. Im Hinblick auf den vom Be­schwer­de­fÃ¼h­rer beabsichtigten Um- und Ausbau seines Hauses erteilte die Stadt die nachbarrechtliche Zustimmung fÃ¼r eine Aufstockung und den Einbau zusÃ¤tzlicher Fenster trotz des zu geringen Grenzabstands. Im Gegenzug verzichtete der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer gegenÃ¼ber der Stadt und deren Rechtsnachfolgern auf privat- und Ã¶ffentlichrechtliche Ein­spra­chen gegen Bauvorhaben auf der angrenzenden Liegenschaft des Restaurants. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der in der Vereinbarung ausgesprochene generelle Verzicht auf kÃ¼nftige Rechtsmittel ist zweifellos nicht zu beachten, wie schon die Vor­in­stanz zutreffend festgehalten hat (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegege­setz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 56). Fragen kann sich lediglich, ob der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer dadurch, dass er zu­sÃ¤tzliche Fenster in der Richtung des Restaurants anbrachte und einen neuen Wohnraum im Dachstock einbaute, der ebenfalls ein Fenster in dieser Richtung aufweist, in einer Weise zur heutigen LÃ¤rmproble­matik beigetragen hat, dass er den Schutz der LÃ¤rm­schutz­vor­schrif­ten nicht mehr in gleichem Mass in Anspruch nehmen darf. Diese Konsequenz erscheint jedoch nicht gerechtfertigt. Zum einen besass das Haus des Be­schwer­de­fÃ¼h­rers schon vor dem Umbau lÃ¤rm­emp­find­li­che RÃ¤ume, deren Fenster auf das Restaurant hin gerichtet waren (vgl. die von der privaten Be­schwer­de­geg­nerin eingereichten Fotos). Da die Grenzwerte des LÃ¤rm­schutz­rechts an allen Fenstern lÃ¤rm­emp­find­li­cher RÃ¤ume unabhÃ¤ngig von deren Zahl einzuhalten sind, Ã¤nderte der Umbau insofern nichts an der massgeblichen Rechtslage. Ferner ist zu beachten, dass die Vorschriften des LÃ¤rm­schutz­rechts â anders als AbwehransprÃ¼­che des Privatrechts â nicht in erster Linie den EigentÃ¼mer des betroffenen GrundstÃ¼cks, sondern die gegenwÃ¤rtigen und kÃ¼nftigen Bewohner der Liegenschaft unabhÃ¤ngig von den EigentumsverhÃ¤ltnissen schÃ¼tzen wollen. Der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer konnte daher auf die Anwendung der Vorschriften â die im Zeitpunkt des fraglichen Vertragsschlusses im Ãbrigen noch gar nicht in Kraft waren â nicht rechtsgÃ¼ltig verzichten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Was sodann den von der privaten Be­schwer­de­geg­nerin erneut erwÃ¤hnten Rekursverzicht des Be­schwer­de­fÃ¼h­rers in einem Abtretungsvertrag vom 9. Dezember 1997 anbelangt, so hat schon die Vor­in­stanz zutreffend dargelegt, dass dieser Verzicht ein frÃ¼heres Umbauvorhaben betraf, das kein Gartenrestaurant zum Gegenstand hatte (BRKE, E. 4b). Die private Be­schwer­de­geg­nerin bringt dazu nichts Neues vor. FÃ¼r das vor­liegende Verfahren ist dieser Verzicht somit ohne Belang. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>7. ... </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. In teilweiser Gutheissung der Be­schwer­de wird Dispositiv Ziffer I.1 des Beschlusses der Bausektion der Stadt ZÃ¼rich vom 18. August 1999 dahin gehend abgeÃ¤ndert, dass der Bewirtungsbetrieb im Freien (Gartenwirtschaft) von 19.00 bis 07.00 Uhr untersagt ist. Im Ãbrigen wird die Be­schwer­de abgewiesen. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>