<h2>SubmittedText<h2><p>Ich bitte den Bundesrat, über folgende Zahlen und Daten Auskunft zu geben. Er soll dabei mindestens den Zeitraum zurück bis 1986 berücksichtigen und eine Prognose für die Weiterentwicklung der Armee (WEA) aufzeigen.</p><p>1. Wie hat sich das personelle Verhältnis (Anzahl AdA) der verschiedenen Grade zueinander entwickelt, insbesondere zwischen Mannschaft, Unteroffizieren, Subalternoffizieren/Hauptleuten, Stabsoffizieren und höheren Stabsoffizieren?</p><p>2. Wie hat sich das Verhältnis der Anzahl AdA mit Stabs- und Verwaltungstätigkeit zur Anzahl AdA mit anderen Tätigkeiten verändert?</p><p>3. Wie hat sich das Verhältnis zwischen der Anzahl Miliz-AdA und der Grösse der Profikomponente der Armee verändert?</p><p>4. Wie hat sich das Verhältnis zwischen der Anzahl AdA und der Anzahl der zivilen Angestellten im Bereich V verändert?</p><p>5. Wie hat sich das Verhältnis zwischen der Anzahl AdA und der Anzahl der Angestellten im GS VBS verändert?</p><p>6. Wie viele Generalstabsoffiziere arbeiten heute noch in der Privatwirtschaft? Wie viele arbeiten als Berufsoffiziere, im Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) oder in einer anderen staatlichen Verwaltung?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Zeitraum bis 1986 deckt vier Armeemodelle sowie drei grosse Reformen mit entsprechenden Umsetzungsphasen ab. Das umfangreiche Zahlenmaterial müsste aufwendig erfasst, kommentiert bzw. aufbereitet werden, um fehlerhafte Interpretationen zu vermeiden. Stattdessen wurden die Daten von Jahrgängen, welche repräsentativ für ein Armeemodell sind, in der vom Interpellanten gewünschten Form aufbereitet. Diese Aufstellung ist übersichtlich, grundsätzliche Entwicklungen sind erkennbar, und statistische Ausreisser wurden vermieden.</p><p>1. Tabelle I</p><p>Die Führungs- und Stabsstrukturen können nicht linear zur Reduktion der Mannschaftsbestände verkleinert werden, da gewisse Leistungen unabhängig von der Grösse der Armee erbracht werden müssen.</p><p>2. Der Dienst in der Verwaltung ist abgesehen von wenigen Ausnahmen nicht mehr zulässig. Zur Anzahl Armeeangehörige, die in Stäben eingeteilt sind oder mehrheitlich Bürotätigkeiten nachgehen, wie Büroordonnanzen usw., liegen keine Daten vor.</p><p>3.-5. Die Militärische Sicherheit und das Kommando Spezialkräfte entstanden als erstes professionelles Bereitschafts- und Interventionselement mit der Armee XXI (siehe Tabelle II). Die Folge war ein deutlicher Personalanstieg beim militärischen Berufspersonal (siehe 1 in Tabelle II).</p><p>Das österreichische Bundesheer beschäftigt etwa 9000 Zivilangestellte bei einer Mobilmachungsstärke von rund 55 000 Soldaten, was einem Verhältnis von 1 zu 6 entspricht. In Deutschland liegt dieses Verhältnis bei etwa 1 zu 3 (etwa 55 000 auf ungefähr 177 000 Berufs-, Zeitsoldaten und Freiwillige). In der Schweiz ist es heute bei zirka 1 zu 27. In absoluten Zahlen reduzierte sich der Bestand an Zivilangestellten des Bereichs Verteidigung seit 1992 um rund 50 Prozent (siehe 2 in Tabelle II). Die Zahl der Zivilangestellten des Bereichs Verteidigung konnte aber nicht linear zum Armeebestand reduziert werden. Gewisse Basisleistungen müssen unabhängig von der Grösse der Armee erbracht werden. Es liegt aber auch an der rasch voranschreitenden Mechanisierung der Streitkräfte bzw. des Materials sowie an stetig zunehmenden Vorgaben im Bereich der Verwaltungstätigkeit, wie Controlling, Risikomanagement, integrale Sicherheit, Rüstungsplanung.</p><p>Deutlich erkennbare Schwankungen im Generalsekretariat entstanden durch die Ein- oder Ausgliederung von Organisationseinheiten. So ist z. B. die Organisationseinheit Informations- und Objektschutz seit dem 1. Juli 2016 neu dem Generalsekretariat und nicht mehr dem Armeestab unterstellt (siehe 3 in Tabelle II).</p><p>Tabelle II</p><p>6. Der Effektivbestand an Generalstabsoffizieren betrug 2016 701 Offiziere, wovon 349 oder 49,8 Prozent Berufsoffiziere sind. Über die Anzahl Generalstabsoffiziere in den Verwaltungen von Bund, Kantonen und Gemeinden oder der Privatwirtschaft liegen keine statistisch verwertbaren Informationen vor. </p><p>Die Vorstösse mit Tabellen und Grafiken können heruntergeladen werden unter: Ratsbetrieb/Curia Vista/Vorstösse mit Tabellen und Grafiken, die in der Geschäftsdatenbank nicht abgebildet werden können.</p>  Antwort des Bundesrates.