Postulat Allenspach 514 N 18 mars 1983 générales» avant d'accepter un autre mandat qui l'obligerait à légiférer dans ce domaine. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Le Conseil fédéral propose de transformer la motion en postulat. Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat #ST# 82.917 Postulat Bäumlin Guatemala. Humanitäre Hilfe Guatemala. Aide humanitaire Wortlaut des Postulates vom 8. Dezember 1982 Der Bundesrat wird eingeladen, finanzielle Mittel für huma- nitäre Hilfe zugunsten der Betroffenen auf dem Kriegs- schauplatz Guatemala zur Verfügung zu stellen, und zwar über nichtgouvernementale, insbesondere schweizerische Hilfswerke (HEKS, Caritas, Helvetas, Schweiz. Arbeiterhilfs- werk, Christlicher Friedensdienst), die den Zugang zu den Betroffenen auf guatemaltekischem Gebiet wie auch in Mexiko und Honduras finden können. Gleichzeitig wird der Bundesrat gebeten, bei den Regierun- gen Guatemalas, Mexikos und Honduras' auf diplomati- schem Wege darauf zu dringen, dass die Tätigkeit der Hilfs- werke erleichtert und unterstützt wird. Texte du postulat du 8 décembre 1982 Le Conseil fédéral est invité à libérer des crédits pour l'aide humanitaire en faveur des victimes de la guerre qui sévit au Guatemala. Cette aide devrait passer par le canal d'œuvres d'entraide' non gouvernementales, suisses notamment (EPER, Caritas, Helvetas, Œuvre suisse d'entraide ouvrière, Mouvement chrétien pour la paix), qui peuvent approcher les victimes qui se trouvent en territoire guatémaltèque, au Mexique et au Honduras. Le Conseil fédéral est en outre prié d'intervenir par la voie diplomatique auprès des gouvernements du Guatemala, du Mexique et du Honduras afin que les activités de ces oeuvres d'entraide soient facilitées et soutenues sur place. Mitunterzeichner - Cosignataires: Affolter, Ammann- St. Gallen, Borei, Bratschi, Braunschweig, Bundi, Chopard, Christinat, Deneys, Eggenberg-Thun, Euler, Gerwig, Gloor, Jaggi, Lang, Leuenberger, Loetscher, Mauch, Meier Wer- ner, Morf, Nauer, Neukomm, Ott, Robbiani, Rothen, Rubi, Schmid, Vannay, Weber-Arbon, Zehnder (30) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Nach Berichten der guatemaltekischen Bischofskonferenz gibt es in Guatemala eine Million Vertriebene im eigenen Land. Dazu kommt eine hohe Zahl von Flüchtlingen, die sich in Honduras und Mexiko befinden. Humanitäre Hilfe ist im Gang, wobei auch schweizerische Hilfswerke mitwirken. Angesichts der grossen Leiden, die es zu lindern gilt, sind die heute verfügbaren Mittel allzu begrenzt. Die Unterstüt- zung aus Bundesmitteln ist unerlässlich. Wie aus verschiedenen Berichten hervorgeht, wird die Tätigkeit der Hilfswerke von den Regierungen zu wenig unterstützt, ja zum Teil sogar behindert. Das scheint neue- stens auch für die mexikanische Regierung zuzutreffen. Neben den Übergriffen der guatemaltekischen Armee gegen Flüchtlinge im mexikanischen Grenzgebiet soll es daselbst nun auch zu gewaltsamen Massnahmen mexikani- scher Militäreinheiten gegen die Flüchtlinge gekommen sein. Unter diesen Umständen drängen die Prinzipien der schweizerischen Friedens- und Menschenrechtspolitik eine Intervention des Bundesrates zugunsten der Flüchtlinge bei den Regierungen Guatemalas, Mexikos und Honduras' im Sinne einer begleitenden Massnahme zur finanziellen Hilfe des Bundes. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 82.939 Postulat Allenspach AHV/IV. Weisungen AVS/AI. Directives Wortlaut des Postulates vom 16. Dezember 1982 Der Bundesrat wird gebeten zu prüfen, ob es in Zukunft möglich wäre, die neuen AHV/IV-Weisungen, Kreisschrei- ben, Mitteilungen und Tabellen des BSV, namentlich bezüg- lich Renten, laufend, zeitgerecht und auf möglichst einheitli- cher Erlassstufe in die entsprechenden Wegleitungen zu integrieren und zu diesem Zwecke konsequent Einzel- und Loseblattsysteme einzusetzen. Texte du postulat du 16 décembre 1982 Le Conseil fédéral est prié d'étudier la possibilité d'intégrer, de façon régulière, sous une forme moderne, et, si possi- ble, à un niveau législatif uniforme, dans les instructions ad hoc, les directives, circulaires, communications et barèmes nouveaux de l'OFAS en matière d'AVS/AI, surtout dans le domaine des rentes; le gouvernement est donc prié d'étu- dier la mise en place, à cet effet, d'un système de fiches ou de feuilles mobiles. Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-Bern, Auer, Basler, Bremi, de Capitani, Eppenberger-Nesslau, Fischer- Bern, Fischer-Hägglingen, Flubacher, Früh, Hunziker, Kopp, Kunz, Künzi, Linder, Loretan, Lüchinger, Meier Kaspar, Messmer, Müller-Balsthal, Nef, Ribi, Roth, Rüegg, Schwarz, Villiger, Weber-Schwyz, Wyss (28) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Revisionen von AHV-Gesetz und -Verordnung führen jähr- lich zu vielen Weisungen, Kreisschreiben, Mitteilungen und Tabellen des Bundesamtes für Sozialversicherung, die ihren Niederschlag in zahlreichen Nachträgen zu den einschlägi- gen Arbeitsmitteln der Durchführungsstellen finden. Die AHV-Ausgleichskassen sind nun auf vollständige, laufend angepasste und rechtzeitig zugestellte Nachträge, mög- lichst auf einheitlicher Erlassstufe, dringend angewiesen, um nicht in Vollzugsschwierigkeiten zu kommen. Überdies ist nur auf diesem Weg die einheitliche Anwendung der zahlreichen Vorschriften einigermassen gewährleistet. In diesem Zusammenhang sind insbesondere die Arbeits- mittel «Renten» einer dringenden Überprüfung zu unterzie- hen. Die jüngste «Wegleitung über die Renten», Ausgabe I.Januar 1980, haben die Ausgleichskassen Anfang Dezember 1980 als gebundene oder als Loseblattausgabe erhalten, wobei letztere bereits wieder vergriffen ist. Inzwi- schen sind mehrere Änderungen eingetreten, so eine Anpassung auf den 1. Januar 1981, auf den 3. Juni 1981 und den 5. Februar 1982. Ein erster Nachtrag hat ab 1. Novem- ber 1981 Gültigkeit, ein zweiter, umfangreicher Nachtrag soll ab 1. Januar 1983 Gültigkeit haben, ohne dass die Kas- sen ihn heute kennen würden. Daneben sind zum gleichen Thema eine Vielzahl von Weisungen, Kreisschreiben, Mittel-18. März 1983 515 Postulat der christlichdemokratischen Fraktion lungen und Tabellen zu beachten. Dass auf diese Weise die Rechtsunsicherheit wächst und die Vollzugsprobleme zunehmen, liegt auf der Hand. Durch den konsequenten Einsatz von anwendungstauglichen Einzel- und Loseblattsy- stemen mit fristgerechten Nachlieferungen könnte ein Teil des Problems gelöst werden. Daneben sollte versucht wer- den, die nötigen Ergänzungen des BSV auf möglichst ein- heitliche Erlassstufe zu bringen, was den AHV-Vollzug in jeder Beziehung erleichtern würde. Ähnliches gilt auch für die anderen Wegleitungen. Schriftliche Erklärung des Bundesrates. Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 82.924 Postulat Mauch Herbizidanwendung im Strassenunterhalt Désherbants pour l'entretien des routes Wortlaut des Postulats vom 14. Dezember 1982 Der Bundesrat wird eingeladen zu prüfen, ob die Anwen- dung von Herbiziden (Pflanzenvertilgungsmittel) im Stras- senunterhalt verboten oder eingeschränkt werden könnte • - für Nationalstrassen aufgrund von Artikel 1 Buchstabe d und Artikel 3 Absatz 2 Buchstabe a des Bundesgesetzes über Natur- und Heimatschutz vom 1. Juli 1966, und - generell aufgrund von Artikel 2 und Artikel 14 Absatz 1 des Bundesgesetzes über den Schutz von Gewässern gegen Verunreinigungen vom 8. Oktober 1977. Texte du postulat du 14 décembre 1982 Nous invitons le Conseil fédéral à examiner si l'usage de désherbants (ou herbicides) pour l'entretien des routes ne devrait pas être interdit ou limité, et ce pour les motifs sui- vants: - pour les routes nationales en vertu des articles premier, lettre d, et 3, 2e alinéa, lettre a de la loi du 1er juillet 1966 sur la protection de la nature et du paysage - et de façon générale en vertu des articles 2 et 14, 1er ali- néa, de la loi du 8 octobre 1971 sur la protection des eaux contre la pollution. Mitunterzeichner - Cosignataires: Affolter, Ammann- St. Gallen, Bäumlin, Borei, Bratschi, Braunschweig, Bundi, Chopard, Christinat, Deneys, Eggenberg-Thun, Euler, Ger- wig, Gloor, Jaggi, Lang, Leuenberger, Loetscher, Longet, Meier Werner, Meizoz, Morf, Nauer, Neukomm, Ott, Rie- sen-Freiburg, Rothen, Rubi, Vannay, Weber-Arbon, Zehn- der (31) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Anwendung von Herbiziden in der Landwirtschaft ist gesetzlich geregelt. Für nichtlandwirtschaftliche Flächen wie zum Beispiel Strassen- und Wegränder fehlt für Herbi- zide die entsprechende Zulassungsregelung. Es muss angenommen werden, dass eine Vielzahl von Wirkstoffen und Wirkstoffkombinationen im Strassenunterhalt zum Ein- satz kommen, die für die Landwirtschaft nicht zugelassen sind. Nichtlandwirtschaftliche Grünflächen an Verkehrswegen sind in den letzten Jahren zu Rückzugsgebieten für gefähr- dete Pflanzen- und Tierarten geworden, welche auf land- wirtschaftlich intensiv genutzten Flächen nicht überleben können. (Der Anteil der Grünflächen an Verkehrswegen beträgt in der Schweiz immerhin etwa 46 000 Hektaren.) Diese ökologischen Rückzugsgebiete sind nun leider zunehmend gefährdet durch den Einsatz von Herbiziden. Als Gründe für den Herbizideinsatz werden etwa angege- ben: Arbeitsersparnis und Arbeitserleichterung, Schäden an Bauten und Belägen, Sauberkeit und Ordentlichkeit. Gerade der letzte Grund scheint aber fragwürdig zu sein, wird doch vordergründige Sauberkeit und Ordentlichkeit durch eine Umweltverschmutzung mit giftigen und langlebi- gen Chemikalien erkauft. Etliche Gemeinden sind nach einem Aufruf des Bundesam- tes für Umweltschutz dazu übergegangen, auf den Herbi- zideinsatz zu verzichten. Trotzdem hat gesamthaft die im Strassenunterhalt angewendete Menge Herbizide in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Eine verbindliche Regelung drängt sich daher auf, wenn diese weitgehend unnötige Umweltbelastung eingeschränkt werden soll. Sowohl das Natur- und Heimatschutzgesetz als auch das Gewässerschutzgesetz bieten die nötigen Grundlagen. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 82.530 Postulat der christlichdemokratischen Fraktion Erhaltung des Sprachfriedens. Bericht Postulat du groupe démocrate-chrétien Sauvegarde de la paix linguistique. Rapport Wortlaut des Postulats vom 29. September 1982 Es gibt immer mehr Anzeichen dafür, dass die Erhaltung des Sprachfriedens auch in der Schweiz zu einem schwieri- gen Problem der Innenpolitik werden könnte. Um einer der- artigen Entwicklung rechtzeitig vorzubeugen, wird der Bun- desrat eingeladen, durch eine Expertenkommission einen Bericht über diese Thematik ausarbeiten zu lassen. Der Bericht soll die heutige Lage sowie eventuelle negative Ent- wicklungen analysieren und auch Vorschläge enthalten, wie der Bund mithelfen kann, das kostbare Gut des Sprachfrie- dens zu erhalten und zu fördern. Texte du postulat du 29 septembre 1982 De plus en plus de signes indiquent que la sauvegarde de la bonne entente entre groupes linguistiques pourrait aussi devenir un problème épineux de la politique intérieure de notre pays. Afin de parer à temps à une telle évolution, nous prions le Conseil fédéral de faire préparer un rapport sur cette question par une commission d'experts. Ce docu- ment devra comprendre une analyse de la situation actuelle et des éventuelles tendances négatives qui se font jour, et présenter des propositions indiquant comment la Confédé- ration peut contribuer à préserver et promouvoir la paix lin- guistique, ce bien précieux. Schriftliche Begründung - Développement par écrit Als die heutige Schweiz gegründet wurde, wirkte sich die sprachliche Pluralità! in keiner Weise als problematisch aus; weil die politischen, konfessionellen, kulturellen und wirt- schaftlichen Trennlinien quer durch die Sprachgebiete ver- liefen. Zudem vermochte das neue Republikbewusstsein alle Regionen geistig zu vereinen, und keines der Sprachge- biete verstand sich als ein Block, der sich gegen den ande- ren hätte abschirmen müssen. Der föderalistische Aufbau der Schweiz verhinderte zudem während Generationen die Bildung einer Frontstellung zwischen den Sprachregionen.Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Allenspach AHV/IV. Weisungen Postulat Allenspach AVS/AI. Directives In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1983 Année Anno Band II Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 82.939 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 18.03.1983 - 08:00 Date Data Seite 514-515 Page Pagina Ref. No 20 011 320 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. 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