<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2009.00048</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=208677&amp;W10_KEY=13013550&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2009.00048</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 04.06.2009</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 12.10.2009 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Gebühren</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Kanalisationsanschluss-, Wasseranschluss- sowie Bauwassergebühren für sechs Mehrfamilienhäuser, ein Gewerbehaus und eine Unterniveau-Garage. Rechtsnatur der Gebühren: Bei den strittigen Gebühren handelt es sich um Benutzungsgebühren. Sie bedürfen einer Grundlage in einem formellen Gesetz (E. 2.1). Die Anforderungen an die formellgesetzliche Grundlage können durch das Kostendeckungs- und das Äquivalenzprinzip in Bezug auf die Vorgaben zur Bemessung gelockert werden, nicht aber in Bezug auf die Umschreibung des Kreises der Abgabepflichtigen und des Gegenstands der Abgabe (E. 2.2). Kantonal- und kommunalrechtliche Grundlagen zur Erhebung der fraglichen Gebühren (E. 3.1). Das Kostendeckungs- und das Äquivalenzprinzip beschränken die Höhe der fraglichen Gebühren nicht in wirksamer Weise. Die Bemessung der Gebühren bedarf demnach einer formell-gesetzlichen Grundlage, welche für die Wasseranschlussgebühren fehlte, während die Kanalisationsanschlussgebühren auf einem formellen Gesetz beruhten (E. 3.2). Voraussetzungen für einen Appellentscheid (E. 3.3.1) und Rechtsprechung dazu (E. 3.3.2). Appellentscheide sind nicht nur zulässig, wenn sich der angefochtene Entscheid auf eine materiell rechtswidrige gesetzliche Grundlage stützt. Sie kommen auch in Frage bei Regelungen, die das Legalitätsprinzip verletzen. Die demokratischen und rechtsstaatlichen Gesichtspunkte sind dabei in der vorzunehmenden Interessenabwägung zu gewichten (E. 3.3.3). Der Appellentscheid ist subsidiär zur gerichtlichen Ersatzregelung. Fehlt einer Norm die genügende gesetzliche Grundlage, kann dieser Mangel durch ein Gericht jedoch nicht definitv behoben werden, selbst wenn es zur Schaffung einer Ersatzregelung befugt wäre. In einem solchen Fall ist zudem eine materiell rechtmässige Verordnung vorhanden (E. 3.3.4). Fraglich ist vorliegend, ob die auf ungenügender gesetzlicher Grundlage beruhende Gebührenauflage ersatzlos aufzuheben oder ob sie - sei es aufgrund einer vorläufigen Weitergeltung der zugrunde liegenden Verordnungsbestimmungen oder aufgrund einer gleich lautenden gerichtlichen Übergangsregelung - aufrecht zu erhalten ist (E. 3.3.5). Die Wasseranschlussgebühr stellt ein Entgelt für eine Leistung des Gemeinwesens dar, weshalb ein Verzicht auf diese Gegenleistung in einem Austauschverhältnis unbillig erschiene. Daneben sprechen auch das Verursacherprinzip und der Zeitfaktor (dem kommunalen Gesetzgeber kann kein Versäumnis vorgeworfen werden) für die Aufrechterhaltung der Gebührenauflage (E. 3.3.6). Der Gebäudeversicherungswert stellt eine zulässige Grundlage für die Bemessung von Wasser- und Kanalisationsanschlussgebühren dar (E. 4.1). Die Beschwerdeführer sind Gebührenschuldner, aber aufgrund der späteren Eigentümerwechsel nicht Versicherungsnehmende. Nach der Praxis des Verwaltungsgerichts sind sie nicht zur Erhebung von Rechtsmitteln gegen die Gebäudeschätzung legitimiert. Ihnen muss demnach im Verfahren betreffend die Gebührenfestsetzung nicht nur die Rüge zustehen, dass die Versicherungssumme nicht als Bemessungsgrundlage herangezogen werden dürfe, sondern auch die Rüge, dass die Versicherungssumme unzutreffend berechnet worden sei (E. 4.3.2). Soweit ein Entscheid des Verwaltungsgerichts davon auszugehen scheint, dass die Überprüfung des Gebäudeversicherungswertes im Gebührenverfahren mit der Prüfung zusammenfalle, ob die Gebühr vor dem Äquivalenzprinzip bestand habe, kann daran nicht festgehalten werden (E. 4.3.3). Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör folgt, dass die Gebührenpflichtigen Gelegenheit erhalten müssen, sich zur Berechnung der Bemessungsgrundlage zu äussern. Die Sache ist daher an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, welche vor ihrem Neuentscheid den Beschwerdeführern das rechtliche Gehör zum Schätzungsergebnis zu gewähren hat (E. 4.4.4). Teilweise Gutheissung der Beschwerde und Rückweisung der Sache zur Gewährung des rechtlichen Gehörs und zum anschliessenden Neuentscheid über die Höhe der strittigen Gebühren.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: APPELLENTSCHEID">APPELLENTSCHEID</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃQUIVALENZPRINZIP">ÃQUIVALENZPRINZIP</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUWASSERGEBÃHR">BAUWASSERGEBÃHR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BENÃTZUNGSGEBÃHR">BENÃTZUNGSGEBÃHR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERECHNUNGSGRUNDLAGE">BERECHNUNGSGRUNDLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEBÃUDEVERSICHERUNGSSCHÃTZUNG">GEBÃUDEVERSICHERUNGSSCHÃTZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEBÃUDEVERSICHERUNGSSUMME">GEBÃUDEVERSICHERUNGSSUMME</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEBÃUDEVERSICHERUNGSWERT">GEBÃUDEVERSICHERUNGSWERT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Abgaberecht ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESETZESDELEGATION">GESETZESDELEGATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESETZLICHE GRUNDLAGE">GESETZLICHE GRUNDLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KANALISATIONSANSCHLUSSGEBÃHR">KANALISATIONSANSCHLUSSGEBÃHR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KAUSALABGABE">KAUSALABGABE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENDECKUNGSPRINZIP">KOSTENDECKUNGSPRINZIP</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGALITÃTSPRINZIP">LEGALITÃTSPRINZIP</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEISTELLUNG">PARTEISTELLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHÃTZUNG">SCHÃTZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERURSACHERPRINZIP">VERURSACHERPRINZIP</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WASSERANSCHLUSSGEBÃHR">WASSERANSCHLUSSGEBÃHR</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 29 Abs. II BV</span><br/><span class="gerade">Art. 164 Abs. I lit. d BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 45 EG GSchG</span><br/><span class="gerade">§ 34 GebÃ¤uderversG</span><br/><span class="ungerade">§ 63 GemeindeG</span><br/><span class="gerade">Art. 9 GemeindegebÃ¼hrenV</span><br/><span class="ungerade">Art. 126 KV</span><br/><span class="gerade">Art. 137 KV</span><br/><span class="ungerade">§ 29 WasserwirtschaftsG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=10184" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2009.00048</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Entscheid</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 3. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">4. Juni 2009</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident JÃ¼rg Bosshart<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Bea Rotach Tomschin, Ersatzrichter Martin Bertschi, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>GerichtssekretÃ¤r Markus Heer. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1.<b> </b>A<a id="Anonym_Ruolo_BESF_1_1_3">,</a> <br/> <br/> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2.<b> </b>B<a id="Anonym_Ruolo_BESF_2_2_8">,</a> <br/> <br/> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>3.<b> </b>C<a id="Anonym_Ruolo_BESF_3_3_13">,</a> <br/> <br/> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>4.<b> </b>D<a id="Anonym_Ruolo_BESF_4_4_18">,</a> <br/> <br/> </span></p> <p class="MsoBodyText">alle vertreten durch RA E<a id="Anonym_Ruolo_VRTR_1_5_24">,</a></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer</span></b><span>, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><a id="Anonym_Ruolo_BESG_1_6_30"><span>Gemeinde F,</span></a><span> <br/> vertreten durch <a id="Anonym_Ruolo_VRTR_2_7_34">den Gemeinderat,</a></span></p> <p class="MsoBodyText">dieser vertreten durch <a id="Anonym_Ruolo_VRTR_3_8_40">RA J,</a><a id="BT_Z_PLZ_N"></a></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin</span></b><span>, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend GebÃ¼hren,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Die Gemeinde F stellte am 28. MÃ¤rz 2007 A, B, C und D â welche sich zur Baugesellschaft G zusammengeschlossen hatten â eine Rechnung betreffend Baubewilligungs-, Baukontroll- und AnschlussgebÃ¼hren fÃ¼r sechs MehrfamilienhÃ¤user, ein Gewerbehaus und eine Unterniveau-Garage an der H-Strasse 01â02 in F zu. In der Rechnung enthalten waren KanalisationsanschlussgebÃ¼hren von Fr. 242'577.- (inklusive Mehrwertsteuer Fr. 261'012.85), WasseranschlussgebÃ¼hren von Fr. 255'906.- (inklusive Mehrwertsteuer Fr. 262'047.75) sowie BauwassergebÃ¼hren von Fr. 18'279.- (inklusive Mehrwertsteuer Fr. 18'717.70). Der Berechnung dieser GebÃ¼hren war ein GebÃ¤udeversicherungswert von insgesamt Fr. 18'279'000.- zugrunde gelegt worden. Diese GebÃ¼hrenrechnung wurde auf Einsprache hin am 24. August 2007 von der Bauabteilung der Gemeinde F und auf anschliessenden Rekurs hin am 2. November 2007 vom Gemeinderat bestÃ¤tigt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen den Entscheid des Gemeinderats erhoben A, B, C und D Rekurs an den Bezirksrat I. Materiell beantragten sie erstens die gÃ¤nzliche Aufhebung der WasseranschlussgebÃ¼hren; eventualiter seien die WasseranschlussgebÃ¼hren, ausgehend von einem GebÃ¤udeversicherungswert von Fr. 14'415'461.80, auf Fr. 201'816.45 (zuzÃ¼glich Mehrwertsteuer) festzulegen. Zweitens seien die Kanalisationsanschluss- und die BauwassergebÃ¼hren aufgrund desselben GebÃ¤udeversicherungswerts auf Fr. 200'078.10 bzw. 14'415.45 (jeweils zuzÃ¼glich Mehrwertsteuer) festzulegen.</p> <p class="Urteilstext">Mit Beschluss vom 16. Dezember 2008 wies der Bezirksrat I den Rekurs ab. Laut seiner BegrÃ¼ndung stÃ¼tzten sich die erhobenen WasseranschlussgebÃ¼hren zwar auf eine formell ungenÃ¼gende gesetzliche Grundlage, doch seien die von der Praxis entwickelten Voraussetzungen gegeben, um den angefochtenen Entscheid insoweit gleichwohl aufrecht zu erhalten. Die Verwendung des GebÃ¤udeversicherungswerts als Grundlage aller streitigen GebÃ¼hren und deren konkrete Bemessung seien korrekt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Diesen Beschluss fochten A, B, C und D mit Beschwerde vom 5. Februar 2009 beim Verwaltungsgericht an. Sie stellten folgende materiellen AntrÃ¤ge:</p> <p class="EinzugZitat"><span> "1. Es sei festzustellen, dass betreffend den Neubau von 6 MehrfamilienhÃ¤user[n], 1 Gewerbehaus und UN-Garage, H-Strasse 01â02, in F, keine <i>WasseranschlussgebÃ¼hren </i>geschuldet sind (bzw. die WasseranschlussgebÃ¼hr sei entsprechend auf CHF 0.00 festzulegen), und es sei[en] der Entscheid der Gemeinde F samt GebÃ¼hrenrechnung vom 2. November 2007 sowie der Beschluss des Bezirksrates I vom 16. Dezember 2008 entsprechend aufzuheben.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> <i>Eventualiter </i>seien die WasseranschlussgebÃ¼hren ausgehend von einem GebÃ¤udeversicherungswert von CHF 14'415'461.80 auf insgesamt CHF 201'816.45 festzulegen (zuzÃ¼glich MwSt) und es sei[en] der Entscheid der Gemeinde F samt GebÃ¼hrenrechnung vom 2. November 2007 sowie der Beschluss des Bezirksrates I vom 16. Dezember 2008 entsprechend aufzuheben.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 2. Die <i>Kanalisationsanschluss- </i>sowie die <i>BauwassergebÃ¼hren </i>betreffend den Neubau von 6 MehrfamilienhÃ¤user[n], 1 Gewerbehaus und UN-Garage, H-Strasse 01â02, in F, seien ausgehend von einem GebÃ¤udeversicherungswert von CHF 14'415'461.80 wie folgt festzulegen (jeweils zuzÃ¼glich MwSt) und es sei[en] der Entscheid der Gemeinde F samt GebÃ¼hrenrechnung vom 2. November 2007 sowie der Beschluss des Bezirksrates I vom 16. Dezember 2008 entsprechend aufzuheben:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> â KanalisationsanschlussgebÃ¼hren CHF 200'078.10</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> â BauwassergebÃ¼hren CHF 14'415.45</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 3. <i>Eventualiter </i>sei[en] der Entscheid der Gemeinde F samt GebÃ¼hrenrechnung vom 2. November 2007 sowie der Beschluss des Bezirksrates I vom 16. Dezember 2008 entsprechend aufzuheben und die Sache zur erneuten Beurteilung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 4. ...</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen (zuzÃ¼glich MwSt) zu Lasten der Beschwerdegegnerin."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Urteilstext">In der Beschwerdeantwort beantragte die Gemeinde F die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrer. Der Bezirksrat I teilte unter Hinweis auf die BegrÃ¼ndung des angefochtenen Entscheids den Verzicht auf eine Vernehmlassung mit.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19c Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig, wobei der Fall aufgrund des Streitwerts von der Kammer zu behandeln ist (§ 38 Abs. 2 VRG). Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b>Die fraglichen GebÃ¼hren stellen Kausalabgaben dar; es handelt sich um BenÃ¼tzungsgebÃ¼hren, die als einmalige Gegenleistungen der GrundeigentÃ¼merschaft fÃ¼r das Recht erhoben werden, das Verteilernetz fÃ¼r die Zuleitung des Wassers und die Kanalisation fÃ¼r die Ableitung des Abwassers zu benutzen, allenfalls auch um BeitrÃ¤ge bzw. Vorzugslasten, soweit damit der Aufwand fÃ¼r Erstellung und Unterhalt der Anlagen gedeckt werden soll (vgl. BGE 112 Ia 260 E. 5a). <span>GemÃ¤ss dem LegalitÃ¤tsprinzip im Abgaberecht bedÃ¼rfen Ã¶ffentliche Abgaben â abgesehen von KanzleigebÃ¼hren â einer Grundlage in einem formellen Gesetz. Delegiert das Gesetz die Kompetenz zur Festlegung einer Abgabe an den Verordnungsgeber, so muss es zumindest den Kreis der Abgabepflichtigen, den Gegenstand der Abgabe und deren Bemessungsgrundlage selber festlegen. Nach konstanter Rechtsprechung des Bundesgerichts handelt es sich bei diesem Prinzip um ein verfassungsmÃ¤ssiges Recht des Bundes; es wird fÃ¼r die Ã¶ffentlichen Abgaben des Bundes in Art. 164 Abs. 1 lit. d der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) festgehalten (vgl. Pierre Tschannen in: Bernhard Ehrenzeller et al. [Hrsg.], Die schweizerische Bundesverfassung, St. Galler Kommentar, 2. A., ZÃ¼rich etc. 2008, Art. 164 N. 23). Sodann ist es in Art. 126 der Verfassung des Kantons ZÃ¼rich vom 27. Februar 2005 (KV) mit Bezug auf die â nicht unter die Steuern im Sinn von Art. 125 KV fallenden â "weiteren Abgaben", d.h. die Kausal- und Lenkungsabgaben, des kantonalen und kommunalen Rechts verankert. Allerdings bleiben nach Art. 137 KV "Erlasse und Anordnungen, die in einem nach der frÃ¼heren Verfassung gÃ¼ltigen Verfahren beschlossen worden sind, [...] in Kraft". Darunter fallen jene Erlasse, die aufgrund der verschÃ¤rften Anforderungen der neuen Kantonsverfassung an die Gesetzesform neu nicht mehr Ã¼ber eine genÃ¼gende gesetzliche Grundlage verfÃ¼gen wÃ¼rden (vgl. Madeleine Camprubi in: Isabelle HÃ¤ner/Markus RÃ¼ssli/Evi Schwarzenbach [Hrsg.], Kommentar zur ZÃ¼rcher Kantonsverfassung, ZÃ¼rich etc. 2007, Art. 137 N. 4 und 7 ff.). Ãlteren Verordnungen kann daher die Verbindlichkeit nicht aufgrund von Art. 126 KV abgesprochen werden. Demnach ist im vorliegenden Fall allein das bundesverfassungsrechtliche Prinzip massgebend.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b><span>FÃ¼r gewisse Arten von Kausalabgaben kÃ¶nnen die Anforderungen an die formellgesetzlichen Vorgaben gelockert werden, wenn das Mass der Abgabe durch Ã¼berprÃ¼fbare verfassungsrechtliche Prinzipien (Kostendeckungs- und Ãquivalenzprinzip) begrenzt wird und somit nicht allein der Gesetzesvorbehalt diese Schutzfunktion erfÃ¼llt. Auch in diesen FÃ¤llen kÃ¶nnen allerdings die Anforderungen an die formellgesetzliche Grundlage nur in Bezug auf die Vorgaben zur Bemessung herabgesetzt werden, nicht aber in Bezug auf die Umschreibung des Kreises der Abgabepflichtigen und des Gegen­stands der Abgabe. Die Tragweite des LegalitÃ¤tsprinzips hÃ¤ngt demnach auch von der Art der Abgabe ab. Das Prinzip darf weder seines Gehalts entleert noch in einer Weise Ã¼berspannt werden, dass es mit der Rechtswirklichkeit und dem Erfordernis der PraktikabilitÃ¤t in einen unlÃ¶sbaren Widerspruch gerÃ¤t (BGE 130 I 113 E. 2.2; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. A., ZÃ¼rich etc. 2006, Rz. 2703 f.; Adrian HungerbÃ¼hler, GrundsÃ¤tze des Kausalabgabenrechts, ZBl 104/2003, S. 505 ff., 516).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Nach dem Kostendeckungsprinzip sollen die GesamteingÃ¤nge den Gesamtaufwand fÃ¼r den betreffenden Verwaltungszweig nicht oder nur geringfÃ¼gig Ã¼berschreiten, was eine gewisse Schematisierung oder Pauschalisierung der Abgabe nicht ausschliesst. Das Ãquivalenzprinzip verlangt in Konkretisierung des VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsgrundsatzes und des WillkÃ¼rverbots insbesondere, dass eine GebÃ¼hr nicht in einem offensichtlichen MissverhÃ¤ltnis zum objektiven Wert der bezogenen Leistung steht und sich in vernÃ¼nftigen Grenzen bewegt</span><span> (BGE 132 II 371 E. 2.1 mit Hinweisen; HÃ¤felin/MÃ¼ller/Uhlmann, Rz. 2637 ff., 2704; HungerbÃ¼hler, S. 520 ff.).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b>Neben den soeben skizzierten Anforderungen an die Grundlage im formellen Gesetz (Erfordernis der Gesetzesform) ist zu beachten, dass die Abgabe in genÃ¼gender Bestimmtheit in einer generell-abstrakten Rechtsnorm festgelegt sein muss (Erfordernis des Rechtssatzes; vgl. etwa HÃ¤felin/MÃ¼ller/Uhlmann, Rz. 2694; HungerbÃ¼hler, S. 519). <span>Der Spielraum der BehÃ¶rden darf nicht zu gross sein, und die mÃ¶glichen Abgabepflichten mÃ¼ssen voraussehbar und rechtsgleich sein (BGE 132 II 47 E. 4.1).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die kantonalrechtlichen Grundlagen zur Erhebung der fraglichen GebÃ¼hren finden sich in § 63 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 (GemeindeG) in Verbindung mit § 9 der Verordnung Ã¼ber die GebÃ¼hren der GemeindebehÃ¶rden vom 8. Dezember 1966 (GemeindegebÃ¼hrenV) sowie in § 45 des EinfÃ¼hrungsgesetzes vom 8. Dezember 1974 zum GewÃ¤sserschutzgesetz (EG GschG) bzw. § 29 des Wasserwirtschaftsgesetzes vom 2. Juni 1991 (WasserwirtschaftsG). Auf kommunaler Ebene sind fÃ¼r die KanalisationsanschlussgebÃ¼hren vorliegend Art. 12â19 der von der Gemeindeversammlung beschlossenen Verordnung Ã¼ber die Abwasseranlagen vom 29. MÃ¤rz 1974 (aAbwasseranlagenV) anwendbar, da laut Art. 19 Satz 1 der Verordnung Ã¼ber die GebÃ¼hren fÃ¼r SiedlungsentwÃ¤sserungsanlagen vom 5. Dezember 2003 (in Kraft seit 1. Oktober 2004) Bauvorhaben, die â wie hier â zum Zeitpunkt der Inkraftsetzung der Verordnung rechtskrÃ¤ftig bewilligt waren, bezÃ¼glich der AnschlussgebÃ¼hren dem alten Recht unterstehen. Die Wasseranschluss- und die BauwassergebÃ¼hren stÃ¼tzen sich auf Art. 27, 32, 47, 51 f., 54 f. und 57 des vom Gemeinderat F erlassenen Wasserversorgungsreglements vom 29. Sep­tem­ber 1998 (aWasserversorgungsR) sowie Ziff. 2 der ebenfalls vom Gemeinderat am selben Tag erlassenen Tarifbestimmungen. Das wÃ¤hrend des hÃ¤ngigen Verfahrens in Kraft getretene, von der Gemeindeversammlung genehmigte Wasserversorgungs-Reglement vom 20. Juni 2008 mit den vom Gemeinderat erlassenen Tarifbestimmungen vom 15. April 2008 ist aufgrund des intertemporalrechtlichen Grundsatzes, dass die RechtmÃ¤ssigkeit eines Verwaltungsakts nach der Rechtslage zur Zeit seines Erlasses zu beurteilen ist, im vorliegenden Verfahren nicht anwendbar (vgl. BGE 127 II 306 E. 7c mit weiteren Hinweisen; HÃ¤felin/MÃ¼ller/Uhlmann, Rz. 326 f.; Ulrich Meyer/Peter Arnold, Intertemporales Recht, ZSR 124/2005 I, S. 115 ff., 127 ff., bes. 132 f.).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Das Kostendeckungs- und das Ãquivalenzprinzip beschrÃ¤nken die HÃ¶he der fraglichen GebÃ¼hren nicht in wirksamer Weise, sodass eine Lockerung der verfassungsrechtlichen Anforderungen an die gesetzliche Umschreibung der Bemessung nicht in Betracht kommt. Die Bemessung von GebÃ¼hren fÃ¼r die Erschliessung mit Abwasseranlagen und fÃ¼r die Trinkwasserversorgung bedarf daher einer Grundlage in einem formellen Gesetz.<span> </span>Die genannten Bestimmungen des kantonalen Rechts enthalten keine hinreichend bestimmte Regelung des Gegenstands und des Kreises der Abgabepflichtigen (BGr, 9. August 2007, 2C_150/2007, E. 4, www.bger.ch = ZBl 109/2008 S. 277). Wie beide Parteien und die Vorinstanz zu Recht festhalten, fehlte daher zum hier massgeblichen Zeitpunkt fÃ¼r die WasseranschlussgebÃ¼hren, die allein in einem Erlass der kommunalen Exekutive geregelt waren, eine genÃ¼gende Grundlage in einem formellen Gesetz. Dasselbe gilt im Ãbrigen auch fÃ¼r die BauwassergebÃ¼hren, die nur in Ziff. 2 Abs. 5 der Tarifbestimmungen erwÃ¤hnt wurden. Dagegen waren die KanalisationsanschlussgebÃ¼hren schon damals hinreichend bestimmt in einem formellen Gesetz geregelt.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die Vorinstanz hat die streitigen WasseranschlussgebÃ¼hren geschÃ¼tzt, obwohl sie vom Fehlen einer genÃ¼genden formellgesetzlichen Grundlage ausging. Andernfalls entstÃ¼nde eine nicht hinnehmbare RegelungslÃ¼cke und ein unverhÃ¤ltnismÃ¤ssiger Nachteil fÃ¼r die Beschwerdegegnerin. Die BeschwerdefÃ¼hrer bestreiten, dass die Voraussetzungen eines solchen "Appellentscheids" gegeben sind.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.1 </b>GemÃ¤ss der Rechtsprechung kann ein Gericht (oder eine andere Rechtsmittelinstanz) von der Aufhebung eines auf verfassungswidriger rechtlicher Grundlage beruhenden Entscheids absehen, wenn durch die unverzÃ¼gliche Nichtanwendung der dem Entscheid zugrunde liegenden Normen nicht bloss ein verhÃ¤ltnismÃ¤ssig unbedeutendes Regelungsdefizit entstÃ¼nde, sondern ein eigentlich rechtsfreier Raum. Der Verzicht auf die sofortige Aufhebung einer angefochtenen Norm bzw. deren einstweilige Weiteranwendung trotz festgestellter Verfassungswidrigkeit kann somit ausnahmsweise gerechtfertigt oder sogar geboten sein, wenn andernfalls dem Gemeinwesen oder den Betroffenen ein unverhÃ¤ltnismÃ¤ssiger Nachteil entstÃ¼nde, indem zum Beispiel ein ganzes Regelungssystem aus den Angeln gehoben wÃ¼rde, eine wichtige Ã¶ffentliche Aufgabe bis auf Weiteres nicht mehr oder nicht mehr zufriedenstellend erfÃ¼llt werden kÃ¶nnte oder durch die Kassierung eine frÃ¼here, ebenfalls verfassungswidrige Ordnung wieder aufleben wÃ¼rde. Die Schwere der Verfassungsverletzung ist mitzuberÃ¼cksichtigen. Ein Appellentscheid setzt weiter voraus, dass das Gericht nicht in der Lage oder berufen ist, die mangelhafte Norm durch eine eigene, bis zum TÃ¤tigwerden des Gesetzgebers geltende Anordnung zu ersetzen (BGr, 27. November 2008, 2C_670/2008, E. 6.1, www.bger.ch; 28. Januar 1998, URP 1998 S. 739 E. 3a; BGE 123 I 56 E. 3c; VGr, 2. MÃ¤rz 2000, VB.2000.00015, E. 4a mit weiteren Hinweisen, www.vgrzh.ch). Die Interessen der BeschwerdefÃ¼hrenden sind in die AbwÃ¤gung einzubeziehen (vgl. BGr, 10. Oktober 1986, ZBl 88/1987 S. 306 E. 5). Die betreffende Recht­sprechung wurde zur Problematik entwickelt, inwiefern die Judikative zur Verfassungsdurchsetzung dem Gesetzgeber vorgreifen darf (vgl. BGE 110 Ia 7 E. 6 als Ausgangspunkt und zum Ganzen etwa Giovanni Biaggini, Verfassung und Richterrecht, Basel/Frankfurt a.M. 1991, S. 452 ff.; Bernhard RÃ¼tsche, Rechtsfolgen von Normenkontrollen, ZBl 106/2005, S. 273 ff.). In der Lehre werden ihre Einzelheiten kontrovers diskutiert, wobei die Vornahme einer InteressenabwÃ¤gung jedenfalls teilweise befÃ¼rwortet wird (vgl. Biaggini, S. 460; RÃ¼tsche, S. 277 ff., 286 ff.).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.2 </b>In Anwendung der genannten GrundsÃ¤tze erklÃ¤rte das Bundesgericht etwa die vorlÃ¤ufige Anwendung einer rechtsungleichen GebÃ¼hrenregelung fÃ¼r zulÃ¤ssig, weil eine rechts­ungleiche Behandlung eher eine theoretische MÃ¶glichkeit darstellte, deren Behebung nicht zwingend eine Senkung der fraglichen GebÃ¼hr zur Folge haben musste und die GebÃ¼hren insgesamt fÃ¼r die betreffende Gemeinde nur gerade kostendeckend waren (BGr, 27. Novem­ber 2008, 2C_670/2008, E. 6.2 f., www.bger.ch). Die gesetzlich vorgesehene, rechts­ungleiche NichtgewÃ¤hrung eines Steuerabzugs schÃ¼tzte das Bundesgericht ungeachtet dessen, dass durch die Aufhebung des betreffenden Entscheids keine bedeutende RegelungslÃ¼cke entstanden wÃ¤re; es begrÃ¼ndete dies mit der geringen Belastung der betroffenen Steuerpflichtigen, dem Regelungsspielraum und vor allem damit, dass die fraglichen Bestimmungen bereits Gegenstand eines Gesetzesrevisionsverfahrens bildeten (BGr, 13. Novem­ber 1997, RDAF 1998 II S. 148 E. 3c). Das Verwaltungsgericht schÃ¼tzte die Ã¼bergangsweise weitere Anwendung eines rechtswidrigen KlÃ¤rgebÃ¼hrentarifs, weil andernfalls eine RegelungslÃ¼cke entstanden wÃ¤re, weil der Verzicht auf eine GebÃ¼hrenerhebung dem Verursacherprinzip widersprochen hÃ¤tte und weil dem Gesetzgeber einige Zeit fÃ¼r die â bereits an die Hand genommenen â rechtlichen und technischen Vorarbeiten zu einer rechtmÃ¤ssigen GebÃ¼hrenerhebung einzurÃ¤umen war (VGr, 2. MÃ¤rz 2000, VB.2000.00015, E. 4b f., www.vgrzh.ch; eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid wies das Bundesgericht ab [BGr, 8. November 2000, 2P.88/2000]). Das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz wandte eine formell ungenÃ¼gende gesetzliche Grundlage fÃ¼r KehrichtgebÃ¼hren im Sinn einer Ãbergangsregelung weiterhin an, weil der Verzicht auf die GebÃ¼hrenerhebung angesichts des AustauschverhÃ¤ltnisses zwischen den Abgabepflichtigen und dem Gemeinwesen unbillig gewesen wÃ¤re und dem Gesetzgeber Gelegenheit gegeben werden sollte, eine genÃ¼gende Rechtsgrundlage zu schaffen (VGr SZ, 28. April 1997, EGV SZ 1997 Nr. 14 E. 4c = URP 1997 S. 329). Dagegen entschied das Bundesgericht mit Bezug auf eine KehrichtgebÃ¼hr, die proportional nach dem GebÃ¤udeversicherungswert bemessen wurde und damit sowohl gegen das Verursacherprinzip als auch gegen die Rechtsgleichheit und das WillkÃ¼rverbot verstiess (heute: Art. 8 Abs. 1 und Art. 9 BV), dass eine sachgerechte Ãbergangsregelung getroffen werden kÃ¶nne, weshalb ein blosser Appellentscheid unzulÃ¤ssig sei (BGr, 28. Januar 1998, URP 1998 S. 739).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrer bringen vor, Appellentscheide seien nur zulÃ¤ssig, wenn sich der angefochtene Entscheid auf eine materiell rechts­widrige gesetzliche Grundlage stÃ¼tze, nicht aber, wenn er auf einer kompetenzwidrig erlassenen Regelung beruhe. Diese Unterscheidung vermag nicht zu Ã¼berzeugen. Zwar bezieht sich die publizierte bundesgerichtliche Praxis zur Ã¼bergangsweisen Anwendung rechtswidriger Normen, soweit ersichtlich, nicht auf Normen, deren Mangel in einer ungenÃ¼genden gesetzlichen Grundlage besteht. Doch schÃ¼tzte das Bundesgericht ebenso wie zuvor das Verwaltungsgericht die weitere Anwendung eines sowohl materiell rechtswidrigen als auch auf ungenÃ¼gender gesetzlicher Grundlage beruhenden GebÃ¼hrentarifs (BGr, 8. November 2000, 2P.88/2000, E. 3d [unverÃ¶ffentlicht]; VGr, 2. MÃ¤rz 2000, VB.2000.00015, E. 2 und 4, www.vgrzh.ch). Sodann entschied das Verwaltungsgericht (im Zusammenhang mit der Zulassung zur selbstÃ¤ndigen AusÃ¼bung der Psychotherapie als Beruf), dass eine RegelungslÃ¼cke, die sich aus der gerichtlichen Feststellung der Verfassungswidrigkeit einer gesetzlichen FreiheitsbeschrÃ¤nkung ergebe, bis zum Inkrafttreten einer gesetzlichen Regelung durch Richtlinien geschlossen werden kÃ¶nne; es anerkannte namentlich auch die ZulÃ¤ssigkeit der BeschrÃ¤nkung von Grundrechten durch eben diese Richtlinien (VGr, 21. Dezember 2000, VB.2000.00359, E. 3 f., www.vgrzh.ch = RB 2000 Nr. 77; vgl. auch VGr, 13. Nov<span>ember 2003, VB.2003.00152, E. 2a, www.vgrzh.ch; RB 1998 Nr. 79 E. 2). </span>Es ist denn auch im vorliegenden Zusammenhang kein grundlegender Unterschied ersichtlich zwischen Regelungen, die das LegalitÃ¤tsprinzip verletzen, und Regelungen, die gegen andere verfassungsmÃ¤ssige Rechte oder anderes hÃ¶herrangiges Recht verstossen â ganz abgesehen davon, dass ohnehin argumentiert werden kÃ¶nnte, eine materiell rechtswidrige Norm mÃ¼sse stets auch als kompetenzwidrig gelten, da es keine Kompetenz zum Erlass von Normen, die hÃ¶herrangigem Recht inhaltlich widersprechen, geben kann. Die demokratischen und rechtsstaatlichen Gesichtspunkte erzwingen auch im vorliegenden Fall nicht von vornherein einen Verzicht auf die Anwendung der mangelhaften Normen; vielmehr sind sie in der InteressenabwÃ¤gung zu gewichten. Damit kann der Gefahr einer AushÃ¶hlung des LegalitÃ¤tsprinzips wirksam begegnet und verhindert werden, dass die Exekutive â wie die BeschwerdefÃ¼hrer befÃ¼rchten â die MÃ¶glichkeit erhÃ¤lt, sich Ã¼ber die ZustÃ¤ndigkeitsordnung hinwegzusetzen. Diese Gefahr wird im Ãbrigen auch dadurch eingeschrÃ¤nkt, dass Bestimmungen, deren gesetzliche Grundlagen nicht (mehr) genÃ¼gen, hÃ¶chstens wÃ¤hrend einer Ãbergangsfrist weiter angewandt werden dÃ¼rfen (vgl. etwa BGE 123 I 56 E. 3c; VGr, 28. Februar 1990, ZBl 91/1990 S. 275 E. 5 f. [Leitsatz: RB 1990 Nr. 1], je mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.4 </b>Der Appellentscheid ist subsidiÃ¤r zur gerichtlichen Ersatzregelung (vorn E. 3.3.1). Ist die grundsÃ¤tzlich anwendbare Norm nicht (auch) materiell rechtswidrig, sondern fehlt ihr einzig die genÃ¼gende gesetzliche Grundlage, so sind allerdings zwei Besonderheiten zu beachten: Zum einen kann dieser Mangel â anders als eine materielle Rechtswidrigkeit â durch ein Gericht ohnehin nicht definitiv behoben werden, ungeachtet dessen, dass dieses zur Schaffung einer Ersatzregelung befugt sein kann; zum andern ist in diesem Fall eine materiell rechtmÃ¤ssige Verordnung vorhanden. Es kann hier offen bleiben, ob die gerichtliche Ersatzregelung dennoch grundsÃ¤tzlich der weiteren Anwendung der Verordnung, die auf einer ungenÃ¼genden gesetzlichen Grundlage beruht, vorzugehen hÃ¤tte (vgl. zu diesem VerhÃ¤ltnis auch RÃ¼tsche, S. 293; RB 1999 Nr. 80 E. 1; 1998 Nr. 36): Sachlich mÃ¼ssen im vorliegenden Fall ohnehin beide LÃ¶sungen zum selben Ergebnis fÃ¼hren. Weil das neue Wasserversorgungs-Reglement vom 20. Juni 2008 dieselbe Regelung enthÃ¤lt wie das alte Wasserversorgungsreglement vom 29. September 1998, liegt die Folgerung nahe, dass eine gerichtliche ÃbergangslÃ¶sung inhaltlich den Ã¼bereinstimmenden Regelungen der aufeinander folgenden Reglemente entsprechen mÃ¼sste, soweit diese materiell zulÃ¤ssig sind, was hier zutrifft (dazu hinten E. 4.1 f.). </p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.5 </b>Somit ist hier die Frage massgeblich, ob die auf ungenÃ¼gender gesetzlicher Grundlage beruhende GebÃ¼hrenauflage ersatzlos aufzuheben oder ob sie â sei es aufgrund einer vorlÃ¤ufigen Weitergeltung der zugrunde liegenden Verordnungsbestimmungen oder aufgrund einer gleich lautenden gerichtlichen Ãbergangsregelung â aufrechtzuerhalten ist. GemÃ¤ss der Praxis sind in dieser InteressenabwÃ¤gung namentlich drei Kriterien beachtlich, nÃ¤mlich die Schwere des durch die verfassungswidrige VerfÃ¼gung bewirkten Rechtsnachteils, das Ausmass des durch deren Aufhebung bewirkten Regelungsdefizits sowie die Zeitspanne, die der Gesetzgeber zur Behebung des verfassungswidrigen Zustands in Anspruch nehmen darf (vgl. sinngemÃ¤ss VGr, 20. August 1996, ZBl 98/1997 S. 88 E. 3b mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.6 </b>Im Ergebnis hat hier die Vorinstanz zu Recht von der Aufhebung der WasseranschlussgebÃ¼hren abgesehen. Zwar mag die RegelungslÃ¼cke, die andernfalls fÃ¼r die Zeitspanne bis zum Inkrafttreten des Wasserversorgungs-Reglements vom 20. Juni 2008 geschaffen worden wÃ¤re, inhaltlich beschrÃ¤nkt sein. Umgekehrt erleiden die BeschwerdefÃ¼hrer materiell auch keinen verfassungswidrigen Rechtsnachteil: Die WasseranschlussgebÃ¼hr stellt ein Entgelt fÃ¼r eine Leistung des Gemeinwesens dar, weshalb ein Verzicht auf diese Gegenleistung in einem AustauschverhÃ¤ltnis unbillig erschiene; selbst die BeschwerdefÃ¼hrer bestreiten die Berechtigung der WasseranschlussgebÃ¼hr nicht grundsÃ¤tzlich. Den entsprechenden AusfÃ¼hrungen des Schwyzer Verwaltungsgerichts zur KehrichtgebÃ¼hr ist somit zuzustimmen (vgl. VGr SZ, 28. April 1997, EGV SZ 1997 Nr. 14 E. 4c = URP 1997 S. 329). Die GebÃ¼hrenerhebung entspricht sodann dem Verursacherprinzip (vgl. VGr, 2. MÃ¤rz 2000, VB.2000.00015, E. 4b, www.vgrzh.ch). Dass § 29 Abs. 2 WasserwirtschaftsG den Gemeinden freistellt, ob sie kostendeckende Anschluss- und BenÃ¼tzungsgebÃ¼hren oder nur BenÃ¼tzungsgebÃ¼hren allein erheben wollen, Ã¤ndert entgegen der Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrer hieran nichts. Den Gemeinden sollten damit verschiedene MÃ¶glichkeiten zur VerfÃ¼gung gestellt werden, um dem Verursacherprinzip Nachachtung zu verschaffen (Antrag und Weisung des Regierungsrats vom 10. Februar 1988 zum Wasserwirtschaftsgesetz, ABl 1988, 641 ff., 677); sieht eine Gemeinde neben den BenÃ¼tzungs- auch AnschlussgebÃ¼hren vor, sind Letztere somit unverzichtbarer Bestandteil einer auf das Verursacherprinzip ausgerichteten GebÃ¼hrenordnung. Weiter spricht auch der Zeitfaktor fÃ¼r die GebÃ¼hrenerhebung, denn dem kommunalen Gesetzgeber kann kein VersÃ¤umnis vorgeworfen werden: Erst als das vorliegende Verfahren bereits vor der kommunalen Einspracheinstanz hÃ¤ngig war, stellte das Bundesgericht in einem Entscheid vom 9. August 2007 (2C_150/2007, E. 4, www.bger.ch) fest, dass das zÃ¼rcherische kantonale Recht keine genÃ¼gende gesetzliche Grundlage zur Erhebung von Wasser- und KanalisationsanschlussgebÃ¼hren kenne. Zwar stellt dieser Entscheid keine PraxisÃ¤nderung dar (vgl. etwa BGE 120 Ia 265), doch prÃ¼fte das Bundesgericht, soweit ersichtlich, erstmals die kantonalzÃ¼rcherischen Rechtsgrundlagen der Wasser- und KanalisationsanschlussgebÃ¼hren auf ihre Ãbereinstimmung mit dem LegalitÃ¤tsprinzip im Abgaberecht, wobei es zum erwÃ¤hnten negativen Ergebnis gelangte. Das Verwaltungsgericht war bis zur Publikation dieses Entscheids tendenziell vom Gegenteil ausgegangen: Es hatte sowohl in jenem Entscheid vom 13. Februar 2007 (VB.2006.00543, E. 2.3.3, www.vgrzh.ch), den das Bundesgericht mit dem genannten Urteil aufhob, als auch in weiteren Entscheiden die kantonalen Rechtsgrundlagen zumindest im Zusammenhang mit dem jeweiligen kommunalen Recht als genÃ¼gend bezeichnet (vgl. VGr, 23. August 2007, VB.2007.00284, E. 4.1; 11. April 2002, VB.2002.00014, E. 4b, beide unter www.vgrzh.ch); in einem Entscheid hatte es auch die kantonalen gesetzlichen Grundlagen als solche fÃ¼r ausreichend erklÃ¤rt (VGr, 19. August 2004, VB.2004.00086, E. 2.1, www.vgrzh.ch). Dass die Beschwerdegegnerin erst aufgrund des Bundesgerichtsentscheids vom 9. August 2007 (2C_150/2007, www.bger.ch) die WasseranschlussgebÃ¼hren in einem formellen Gesetz geregelt hat â was sodann innerhalb einer angemessenen Frist geschehen ist â, kann ihr daher nicht vorgehalten werden. Schliesslich dÃ¼rfen die allgemeinen Folgen mitbedacht werden, die eine Aufhebung der GebÃ¼hr fÃ¼r die Rechtssicherheit und die ErfÃ¼llung der Ã¶ffentlichen Aufgaben durch die Gemeinwesen haben kÃ¶nnte. Insgesamt Ã¼berwiegt in der AbwÃ¤gung das Interesse an der Aufrechterhaltung der streitigen GebÃ¼hrenauflage.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.7 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrer kÃ¶nnen auch daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten, dass der Bundesgerichtsentscheid vom 9. August 2007 (2C_150/2007, www.bger.ch) die Frage der Ãbergangsregelung nicht behandelt. Weshalb dies unterblieb, wird aus dem Entscheid nicht ersichtlich. Im Ergebnis fÃ¼hrte Ã¼brigens das Fehlen einer genÃ¼genden gesetzlichen Grundlage in jenem Fall nicht zu einem gÃ¤nzlichen Verzicht auf Wasser- und KanalisationsanschlussgebÃ¼hren, weil deren ZulÃ¤ssigkeit nicht grundsÃ¤tzlich in Frage gestellt worden war und nur ein Differenzbetrag streitig war (vgl. BGr, 9. August 2007, 2C_150/2007, E. 5, www.bger.ch).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Der Antrag, es sei festzustellen, dass keine WasseranschlussgebÃ¼hren geschuldet seien, ist daher abzuweisen. Da die BauwassergebÃ¼hren auf derselben Rechtsgrundlage beruhen, gÃ¤lten diese Ãberlegungen auch fÃ¼r sie; mit Bezug auf sie haben die BeschwerdefÃ¼hrer jedoch ohnehin keinen entsprechenden Antrag gestellt.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Wie die Vorinstanz zutreffend festhÃ¤lt, stellt der GebÃ¤udeversicherungswert nach fester Praxis grundsÃ¤tzlich eine zulÃ¤ssige, insbesondere dem Ãquivalenz- und dem Kostendeckungsprinzip entsprechende Grundlage fÃ¼r die Bemessung von Wasser- und KanalisationsanschlussgebÃ¼hren dar (vgl. etwa BGr, 15. MÃ¤rz 2006, 2P.205/2005, E. 3.1, www.bger.ch; VGr, 11. April 2002, VB.2002.00014, E. 4d, www.vgrzh.ch, je mit weiteren Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Im vorliegenden Fall bemÃ¤ngeln die BeschwerdefÃ¼hrer weder die GebÃ¼hrensÃ¤tze oder deren konkrete Anwendung noch eine im Ergebnis unhaltbare GebÃ¼hrenhÃ¶he. Auch aus den Akten ergeben sich keine Hinweise auf entsprechende MÃ¤ngel der GebÃ¼hrenauferlegung. Dagegen bringen die BeschwerdefÃ¼hrer vor, dass der GebÃ¤udeversicherungswert in keinem nachvollziehbaren VerhÃ¤ltnis zu den angegebenen Baukosten stehe.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrer machen geltend, dass die GebÃ¤udeversicherungssumme fÃ¼r sie nicht massgeblich sein dÃ¼rfe, da sie am SchÃ¤tzungsverfahren nicht beteiligt gewesen seien. Die SchÃ¤tzung des GebÃ¤udeversicherungswerts sei nicht nachvollziehbar. Mit der Darlegung der detaillierten Baukosten hÃ¤tten sie ihre Mitwirkungspflicht erfÃ¼llt; die Beschwerdegegnerin trage die Beweislast, wenn sie die streitigen GebÃ¼hren auf der Basis eines hÃ¶heren Werts bemessen wolle.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.1 </b>Die Bestimmung des GebÃ¤udeversicherungswerts richtet sich grundsÃ¤tzlich nach § 34 des Gesetzes Ã¼ber die GebÃ¤udeversicherung vom 2. MÃ¤rz 1975 (GebÃ¤udeversG), wonach die GebÃ¤ude in der Regel zum Neuwert versichert werden, und § 25 Abs. 1 und 2 GebÃ¤udeversG, worin der Neuwert definiert wird. Bei GesamtÃ¼berbauungen berechnet die GebÃ¤udeversicherung des Kantons ZÃ¼rich (GVZ) einen Einzelobjektzuschlag ein. Damit werden die Mehrkosten berÃ¼cksichtigt, die entstanden wÃ¤ren, wenn das fragliche Objekt nicht (kostengÃ¼nstiger) im Rahmen einer GesamtÃ¼berbauung, sondern als Einzelobjekt erstellt worden wÃ¤re. Aufgrund dieses Zuschlags ist das GebÃ¤ude voll versichert, auch wenn im Schadenfall nur ein einzelnes Objekt und nicht die gesamte Ãberbauung beschÃ¤digt oder zerstÃ¶rt wird. Das Verwaltungsgericht hat es fÃ¼r zulÃ¤ssig erklÃ¤rt, dass Wasser- und KanalisationsanschlussgebÃ¼hren auf der Grundlage eines GebÃ¤udeversicherungswerts ermittelt werden, der einen solchen Einzelobjektzuschlag enthÃ¤lt; dies verletze das Ãquivalenzprinzip nicht und stelle diejenigen, die im Rahmen einer GesamtÃ¼berbauung relativ kostengÃ¼nstig bauen kÃ¶nnten, den Erstellerinnen und Erstellern von Einzelobjekten gleich, die keine vergleichbaren MÃ¶glichkeiten zur Kosteneinsparung hÃ¤tten (VGr, 19. August 2004, VB.2004.00086, E. 2; vgl. auch VGr, 3. September 2008, VB.2007.00272, E. 4.2.3, beide unter www.vgrzh.ch). Das Bundesgericht hielt dazu fest, diese Ansicht komme dem Anliegen der Rechtsgleichheit entgegen und sei zumindest nicht willkÃ¼rlich (BGr, 2. MÃ¤rz 2005, 2P.281/2004, E. 3.2, www.bger.ch).</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.2 </b>GebÃ¼hrenpflichtig sind hier nach Art. 12 Abs. 1 aAbwasseranlagenV die GrundeigentÃ¼mer und nach Art. 57 Abs. 1 aWasserversorgungsR jene Personen, die im Zeitpunkt der FÃ¤lligkeit EigentÃ¼mer bzw. Baurechtsberechtigte der angeschlossenen Liegenschaften waren. Die BeschwerdefÃ¼hrer sind demnach GebÃ¼hrenschuldner, aber aufgrund der spÃ¤teren EigentÃ¼merwechsel nicht Versicherungsnehmer der GebÃ¤udeversicherung. GebÃ¼hrenpflichtige, die eine auf dem GebÃ¤udeversicherungswert beruhende GebÃ¼hr zu entrichten haben, nicht aber Versicherungsnehmende sind, sind nach der Praxis des Verwaltungsgerichts nicht zur Erhebung von Rechtsmitteln gegen die GebÃ¤udeschÃ¤tzung legitimiert. Nicht an der Ãnderung der Versicherungssumme als solcher, sondern nur an einer Ãnderung der Bemessungsgrundlage fÃ¼r die GebÃ¼hr haben sie ein schÃ¼tzenswertes Interesse (VGr, 29. August 2001, VB.2001.00050, E. 4 f., www.vgrzh.ch). Wird die Parteistellung der GebÃ¼hrenpflichtigen im SchÃ¤tzungsverfahren verneint, so muss ihnen jedoch im Verfahren betreffend die GebÃ¼hrenfestsetzung nicht nur die RÃ¼ge zustehen, dass die Versicherungssumme nicht als Bemessungsgrundlage herangezogen werden dÃ¼rfe, sondern auch die RÃ¼ge, dass die Versicherungssumme, soweit sie eine zulÃ¤ssige Bemessungsgrundlage darstellt, unzutreffend berechnet wurde (VGr, 3. September 2008, VB.2007.00272, E. 4.4, www.vgrzh.ch). Wie das Bundesgericht in einem unverÃ¶ffentlichten Entscheid festhielt, ist der SchÃ¤tzungsentscheid fÃ¼r Dritte, die sich am SchÃ¤tzungsverfahren nicht als Partei beteiligen durften, nicht verbindlich. Es muss den GebÃ¼hrenpflichtigen in einem solchen Fall daher unbenommen sein, den der Bemessung der AnschlussgebÃ¼hr zugrunde gelegten Wert im Verfahren betreffend die GebÃ¼hr in Frage zu stellen. Es wÃ¤re willkÃ¼rlich, die GebÃ¼hr auf einen GebÃ¤udeversicherungswert abzustÃ¼tzen, der ohne Beteiligung der GebÃ¼hrenpflichtigen festgelegt wurde (BGr, 20. August 2001, 2P.124/2001, E. 2c, worauf in BGr, 9. August 2007, 2C_150/2007, E. 5, www.bger.ch, hingewiesen wird). Angesichts dessen ergibt sich aus dem Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r (Art. 29 Abs. 2 BV), dass die GebÃ¼hrenpflichtigen Gelegenheit erhalten mÃ¼ssen, sich zur Bemessungsgrundlage zu Ã¤ussern. Diesem Anspruch wird mit der Beteiligung an der GebÃ¤udeschÃ¤tzung gemÃ¤ss § 16 der Vollzugsbestimmungen fÃ¼r die GebÃ¤udeversicherung vom 1. Oktober 1999 (GebÃ¤udeversVB) nicht GenÃ¼ge getan. Er ist auch nicht zu verwechseln mit dem Ersuchen um Vornahme einer neuen SchÃ¤tzung gemÃ¤ss § 23 Abs. 3 GebÃ¤udeversG, von der in einem Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 19. April 2004 die Rede ist.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.3 </b>Ein Entscheid des Verwaltungsgerichts â der aus anderen GrÃ¼nden vom Bundesgericht aufgehoben wurde â scheint davon auszugehen, dass die ÃberprÃ¼fung des GebÃ¤udever­sicherungswerts im GebÃ¼hrenverfahren mit der PrÃ¼fung zusammenfalle, ob die GebÃ¼hr vor dem Ãquivalenzprinzip Bestand habe. Daran kann nicht festgehalten werden (vgl. VGr, 13. Februar 2007, VB.2006.00543, E. 3.3, www.vgrzh.ch, und dazu BGr, 9. August 2007, 2C_150/2007, E. 5, www.bger.ch). Der Anspruch auf eine korrekte Berechnung der Bemessungsgrund­lage geht nicht im Ãquivalenzprinzip auf. Das Kostendeckungs- und das Ãqui­valenzprinzip bilden zwar unter UmstÃ¤nden einen tauglichen Ersatz fÃ¼r eine fehlende formell­gesetzliche Normierung der AbgabenhÃ¶he (Lukas Widmer, Das LegalitÃ¤tsprinzip im Abgaberecht, ZÃ¼rich 1988, S. 160 f., 167), nicht aber einen Ersatz fÃ¼r eine korrekte Bestimmung der Bemessungsgrundlagen einer GebÃ¼hr. Daran Ã¤ndert nichts, dass eine gewisse Schematisierung der GebÃ¼h­ren zulÃ¤ssig ist und eine nicht mehr vertretbare AbgabenhÃ¶he grundsÃ¤tzlich anhand des Ãquivalenz­prinzips korrigiert werden kann (vgl. dazu VGr, 21. Dezember 2006, VB.2006.00469, E. 3.1 f., www.vgrzh.ch). Ohnehin stellt das Ãquivalenzprinzip gerade fÃ¼r AnschlussgebÃ¼hren im Allgemeinen keine wirksame Schranke dar, da mangels eines Marktes fÃ¼r die Leistungen des Gemeinwesens deren Wert nicht Ã¼berprÃ¼ft werden kann (BGr, 9. August 2007, 2C_150/2007, E. 4 mit Hinweisen, www.bger.ch).</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.4 </b>Ebenso wenig wird dem Anspruch auf eine korrekte Ermittlung der Bemessungsgrundlage durch die MÃ¶glichkeit einer GebÃ¼hrenreduktion aufgrund besonderer VerhÃ¤ltnisse, auf welche die Beschwerdegegnerin in ihrer VerfÃ¼gung vom 2. Novem­ber 2007 verweist, GenÃ¼ge getan.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrer beziffern ihre Baukosten mit Fr. 14'909'195.- und die nach dem Abzug verschiedener angeblich nicht versicherter GebÃ¤udekosten verbleibenden "massgeblichen" Baukosten mit Fr. 14'415'461.80. Dagegen belaufen sich die SchÃ¤tzungsergebnisse der GVZ vom 26. April 2005, aufgrund deren die Beschwerdegegnerin die streitigen GebÃ¼hren bemessen hat, zusammen auf Fr. 18'279'000.-. Sie liegen damit um rund 22,6 % hÃ¶her als die angegebenen Baukosten ohne die geltend gemachten AbzÃ¼ge und um rund 26,8 % hÃ¶her als die angegebenen Baukosten, wenn man die AbzÃ¼ge mitberÃ¼cksichtigt.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.2 </b>Die Beschwerdegegnerin macht gestÃ¼tzt auf den Verwaltungsgerichtsentscheid vom 13. Februar 2007 (VB.2006.00543, www.vgrzh.ch) geltend, im vorliegenden Fall sei diese Abweichung zwischen angegebenen Baukosten und GebÃ¤udeversicherungswert ohne Weiteres zulÃ¤ssig. Ihre Argumentation stÃ¶sst aus zwei GrÃ¼nden ins Leere. Zum einen ist ihre Rechnung als solche nicht nachvollziehbar: Sie schlÃ¤gt zu den geltend gemachten Baukosten 20 % fÃ¼r den Einzelobjektzuschlag hinzu und auf das Ergebnis nochmals 16 % fÃ¼r die angeblich vom Verwaltungsgericht zugelassene Abweichung zwischen den mutmasslichen Baukosten eines Einzelobjekts und dem GebÃ¤udeversicherungswert. Die Beschwerdegegnerin kommt somit sinngemÃ¤ss zum Ergebnis, dass der GebÃ¤udeversicherungswert zulÃ¤ssigerweise bis zu 40 % Ã¼ber den angegebenen Baukosten liegen kÃ¶nne. Eine solche schematische Betrachtung ist jedoch nicht haltbar und lÃ¤sst sich auch nicht auf den genannten Entscheid abstÃ¼tzen: Dort war bloss festgehalten worden, dass das Ãquivalenzprinzip im konkreten Fall nicht durch eine GebÃ¼hr verletzt werde, die auf einem GebÃ¤udeversicherungswert beruhte, der 10 % Ã¼ber den ausgewiesenen Baukosten lag und knapp 19 % (nicht 16 %) Ã¼ber den Baukosten, wenn man die geltend gemachten Aushubkosten abzog (VGr, 13. Februar 2007, VB.2006.00543, E. 3.2 ff., www.vgrzh.ch). Zum andern kann, wie erwÃ¤hnt (vorn E. 4.3.3), nicht an der Rechtsprechung festgehalten werden, wonach die RÃ¼ge, die Bemessungsgrundlage einer GebÃ¼hr sei falsch berechnet worden, nur unter dem Aspekt zu prÃ¼fen ist, ob die GebÃ¼hr vor dem Ãquivalenzprinzip standhÃ¤lt. Im vorliegenden Fall ist nicht die Frage zu klÃ¤ren, ob die GebÃ¼hr dem Ãquivalenzprinzip entspricht, sondern ob ihre Grundlagen korrekt erhoben wurden.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.3 </b>Umgekehrt gehen die BeschwerdefÃ¼hrer zu Unrecht davon aus, dass die Beschwerdegegnerin die Abweichungen von der Baukostenabrechnung zu belegen und zu begrÃ¼nden habe. Die gesetzliche Bemessungsgrundlage der streitigen GebÃ¼hren ist der GebÃ¤udeversicherungswert, nicht die Baukostenabrechnung. Zwar ist diese im GebÃ¤udeschÃ¤tzungsverfahren zu berÃ¼cksichtigen (§ 16 Abs. 1 GebÃ¤udeversVB), doch beruht die SchÃ¤tzung nicht unmittelbar auf ihr, sondern auf dem Neuwert gemÃ¤ss den ortsÃ¼blichen Baupreisen (§ 34 GebÃ¤udeversG). Als Neuwert gilt der Kostenaufwand, der fÃ¼r die Erstellung eines GebÃ¤udes gleicher Art, gleicher GrÃ¶sse und gleichen Ausbaus am Tag der SchÃ¤tzung erforderlich ist (§ 25 Abs. 2 GebÃ¤udeversG). Gegebenenfalls wird ein Einzelobjektzuschlag einberechnet. Allein dadurch, dass eine Abweichung zwischen der Baukostenabrechnung und dem Neuwert dokumentiert wird, kann also die Richtigkeit des GebÃ¤udeversicherungswerts noch nicht in Frage gestellt werden. Massgeblich sind somit nicht die detaillierten Baukostenabrechnungen, welche die BeschwerdefÃ¼hrer eingereicht haben, sondern einzig ihre allfÃ¤lligen EinwÃ¤nde gegen die SchÃ¤tzungsprotokolle, die sie zu substanziieren hÃ¤tten.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.4 </b>Immerhin folgt aus dem Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r (Art. 29 Abs. 2 BV), dass die GebÃ¼hrenpflichtigen Gelegenheit erhalten mÃ¼ssen, sich zur Berechnung der Bemessungsgrundlage zu Ã¤ussern (vorn E. 4.3.2). Im vorliegenden Fall stÃ¼tzt sich die Beschwerdegegnerin auf die SchÃ¤tzungsergebnisse, welche ihr die GVZ gemÃ¤ss § 31 GebÃ¤udeversG ohne nÃ¤here BegrÃ¼ndung zugestellt hat. Die entsprechenden Mitteilungen enthalten keinerlei Angaben, wie die Ergebnisse zustande kamen. Die BeschwerdefÃ¼hrer hatten daher keine MÃ¶glichkeit, die SchÃ¤tzungsergebnisse substanziiert zu bestreiten. Auch im Rekursverfahren wurde dieser Mangel nicht geheilt, wobei eine Heilung durch die Rechtsmittelinstanzen ohnehin ausgeschlossen erscheint, da bei der Anwendung des kommunalen Rechts gewisse BeurteilungsspielrÃ¤ume bestehen (vgl. VGr, 3. September 2008, VB.2007.00272, E. 4.3, www.vgrzh.ch). Die Sache ist daher wegen Verletzung des Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckzuweisen (§ 64 Abs. 1 VRG; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 64 N. 6). Diese wird vor ihrem Neuentscheid den BeschwerdefÃ¼hrern das rechtliche GehÃ¶r zum SchÃ¤tzungsergebnis zu gewÃ¤hren haben, was bedingt, dass die BeschwerdefÃ¼hrer Einsicht in die SchÃ¤tzungsprotokolle (§ 30 GebÃ¤udeversG) erhalten. Gewisse Schematisierungen bei der PrÃ¼fung allfÃ¤lliger Einwendungen durch die kommunalen BehÃ¶rden werden allerdings unvermeidlich sein. Auf das rechtskrÃ¤ftige SchÃ¤tzungsergebnis hat dieses Verfahren keinen Einfluss.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrer unterliegen mit ihrem Hauptantrag, es sei auf die Erhebung von WasseranschlussgebÃ¼hren zu verzichten; im Ãbrigen wird die Sache zum Neuentscheid an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckgewiesen. Ausgehend vom jeweiligen Streitwert und aufgrund des Verfahrensausgangs sind die Kosten zu je 4/20 den BeschwerdefÃ¼hrern, unter solidarischer Haftung fÃ¼r 16/20, und zu 4/20 der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 und § 14 VRG). Die Verteilung der Rekurskosten im angefochtenen Entscheid ist zu belassen: Die Vorinstanz hat die Kosten gemÃ¤ss dem Antrag der Beschwerdegegnerin den Parteien je hÃ¤lftig auferlegt, um der Besonderheit des Falles â nÃ¤mlich dem von den BeschwerdefÃ¼hrern zu Recht geltend gemachten Fehlen einer genÃ¼genden gesetzlichen Grundlage fÃ¼r die WasseranschlussgebÃ¼hr â im Sinn der Billigkeit Rechnung zu tragen, was angebracht erscheint. Dass die BeschwerdefÃ¼hrer vor Verwaltungsgericht teilweise â aber in untergeordnetem Mass â obsiegt haben, rechtfertigt wiederum keine Ãnderung der vorinstanzlichen Kostenverteilung zu ihren Gunsten.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Den mehrheitlich unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrern ist keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG). Aber auch der Beschwerdegegnerin ist eine solche zu verweigern: Die Beantwortung von Rechtsmitteln gehÃ¶rt zum angestammten Aufgabenbereich eines Gemeinwesens, was eine ParteientschÃ¤digung zu dessen Gunsten zwar nicht von vornherein ausschliesst, jedoch nur dann als gerechtfertigt erscheinen lÃ¤sst, wenn das Verfahren mit einem ausserordentlichen Aufwand verbunden war (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 19 f. mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall war kein Aufwand zu leisten, der Ã¼ber den Rahmen der ordentlichen VerwaltungstÃ¤tigkeit hinausginge.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Soweit der Hauptantrag der BeschwerdefÃ¼hrer bezÃ¼glich der WasseranschlussgebÃ¼hren abgewiesen wurde, stellt der vorliegende Entscheid einen (Teil‑)End­entscheid dar, der nach Art. 91 lit. a des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) mit Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht angefochten werden kann. In Bezug auf die Ã¼brigen AntrÃ¤ge liegt ein RÃ¼ckweisungsentscheid vor, der als Zwischenentscheid unter den Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG anfechtbar ist.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird Dispositiv-Ziffer 1 des Beschlusses des Bezirksrats I vom 16. Dezember 2008 teilweise und der Entscheid des Gemeinderats F vom 2. November 2007 ganz aufgehoben. Die Sache wird im Sinn der ErwÃ¤gungen zur GewÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs und zum anschliessenden Neuentscheid Ã¼ber die HÃ¶he der WasseranschlussgebÃ¼hren, der Kanalisationsanschluss- und der BauwassergebÃ¼hren an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckgewiesen. Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 12'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 12'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden je zu 4/20 den BeschwerdefÃ¼hrern, je unter solidarischer Haftung fÃ¼r 16/20, und zu 4/20 der Beschwerdegegnerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung anâ¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>