<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00203</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204615&amp;W10_KEY=4467140&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00203</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.11.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bewilligungsfähigkeit von gegenüber den Fassaden auskragenden Terrassen von Attikageschossen.<br/><br/>Bei § 292 PBG handelt es sich um eine Ästhetiknorm, welche bezweckt, dass Dach und Dachaufbauten in einem abgerundeten harmonischen Bild als ein aufeinander abgestimmtes Ganzes erscheinen. Die Gemeinde Maur hat diese Vorschrift mit Art. 40 Abs. 1 BZO zulässigerweise verschärft und verbietet damit sämtliche Bauteile, welche das Schrägdachprofil durchstossen. Auch diese Bestimmung zielt auf die ästhetische Ausgestaltung der Attikageschosse ab (E. 2.1).<br/>Mit den umstrittenen auskragenden Terrassen durchstossen die Attikageschosse das hypothetische Schrägdachprofil. Dass die Terrassen als Einzelbauteile unterhalb des Ansatzpunkts des hypothetischen Schrägdachprofils ansetzen, ist unmassgeblich. Die Attikageschosse verlieren mit dem Terrassenvorbau ihre charakteristische Erscheinung als Dachgeschosse und unterscheiden sich kaum mehr von den darunter liegenden Vollgeschossen (E. 2.2).<br/>Die Terrassen verstossen auch unter anderen Gesichtspunkten gegen baupolizeiliche Vorschriften (E. 2.3).<br/><br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ATTIKAGESCHOSS">ATTIKAGESCHOSS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DACHAUFBAUTE">DACHAUFBAUTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DACHGESTALTUNG">DACHGESTALTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PROFILLINIEN">PROFILLINIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TERRASSE">TERRASSE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 292 lit. b PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Gemeinderat Maur erteilte am 10. Februar 2003 A unter verschiedenen Bedingungen und Auflagen die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r die Erstellung von vier MehrfamilienhÃ¤usern samt Unterniveaugarage auf den GrundstÃ¼cken Kat.-Nrn. 01 und 02 an der L-Stras­se/M-Strasse im Ortsteil Y.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Hiergegen erhob A am 19. MÃ¤rz 2003 Rekurs an die Baurekurskommission III und beantragte, es sei die Auflage Dispositivziffer 1.6.8 der angefochtenen Baubewilligung, wonach die gegenÃ¼ber den Fassaden auskragenden Terrassen im Attikageschoss auf die GebÃ¤udeflucht zurÃ¼ckzunehmen seien, aufzuheben.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Baurekurskommission III wies am 24. MÃ¤rz 2004 den Rekurs von A ab und bestÃ¤tigte die Baubewilligung des Gemeinderats Maur vom 10. Februar 2003 im beurteilten Umfang.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 3. Mai 2004 liess A dem Verwaltungsgericht beantragen, Dispositivziffer 1.6.8 der Baubewilligung vom 10. Februar 2003 aufzuheben und den Gemeinderat Maur einzuladen, die nachgesuchte Baubewilligung fÃ¼r die auskragenden Terrassen in den Attikageschossen der Neubauten B, C und D zu erteilen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Gemeinde Maur fÃ¼r das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Gemeinderat Maur verzichtete am 18. Mai 2004 auf Vernehmlassung. Die Baurekurskommission III schloss gleichentags ohne weitere Bemerkungen auf Abweisung der Beschwerde. F und G, welche als benachbarte GrundeigentÃ¼mer die Baubewilligung vom 10. Februar 2003 ihrerseits mit Rekurs angefochten hatten, beantragten am 25. Juni 2004 die Beschwerde abzulehnen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Parteivorbringen sowie die ErwÃ¤gungen des angefochtenen Entscheids werden, soweit rechtserheblich, in den nachfolgenden EntscheidgrÃ¼nden wiedergegeben.</span></p> <p class="Zwischentitel"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Streitig ist im vorliegenden Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht allein noch die Ausgestaltung der Attikageschosse der geplanten MehrfamilienhÃ¤user B, C und D. Das Bauprojekt sieht bei diesen drei Flachdachbauten vor, dass die auf den SÃ¼dwestseiten der Attikageschosse angeordneten Terrassen im Umfang von 1,5 m Ã¼ber die Hauptfassaden vorkragen. Mit der angefochtenen Auflage Dispositivziffer 1.6.8 der baurechtlichen Bewilligung vom 10. Februar 2003 verlangt der Gemeinderat Maur, dass die gegenÃ¼ber den Fassaden auskragenden Terrassen im Attikageschoss auf die GebÃ¤udeflucht zurÃ¼ckgenommen werden. Die Baurekurskommission hat diese Auflage geschÃ¼tzt und hierzu ausgefÃ¼hrt, die Vorinstanz berufe sich zur BegrÃ¼ndung dieser Nebenbestimmung sowohl auf § 292 lit. b des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) als auch auf Art. 40 Abs. 1 der Bauordnung der Gemeinde Maur vom 15. Januar 2001 (BZO). Ob die auskragenden Teile der Dachterrassen nach § 292 PBG zu beurteilen seien, kÃ¶nne letztlich offen bleiben. Denn es stehe den Gemeinden frei, eine gegenÃ¼ber dieser Bestimmung strengere Vorschrift zu erlassen. Von dieser Kompetenz habe die Gemeinde Maur Gebrauch gemacht und mit Art. 40 Abs. 1 BZO sÃ¤mtliche Bauteile, welche das zulÃ¤ssige SchrÃ¤gdachprofil durchstossen, untersagt. Es sei zwar einzurÃ¤umen, dass die auskragenden Plattformen der Terrassen unterhalb des Ansatzpunktes des hypothetischen SchrÃ¤gdachprofils ansetzten und dieses fÃ¼r sich allein betrachtet somit auch nicht durchstosse. Die Plattform allein, das heisst ohne das GelÃ¤nder, kÃ¶nnte daher nicht als das zulÃ¤ssige SchrÃ¤gdachprofil durchstossende Dachaufbaute qualifiziert werden. Die anwendbare Bauordnungsvorschrift sei aber offensichtlich Ã¤sthetisch motiviert und soll die Charakteristik von Attikageschossen als von der Hauptfassade zurÃ¼ckgesetzte Geschosse erhalten und insbesondere nicht durch Bauteile verwÃ¤ssert werden, welche die zulÃ¤ssige SchrÃ¤gdachebene durchstossen und Ã¼ber die Hauptfassade vorkragen. Die auskragende Plattform kÃ¶nne daher nicht fÃ¼r sich allein betrachtet werden; Plattform und GelÃ¤nder seien angesichts ihres offensichtlichen funktionalen Zusammenhanges mit dem Dachgeschoss vielmehr als unselbstÃ¤ndiger Bestandteil desselben zu wÃ¼rdigen. So gesehen durchstosse dieser das hypothetische SchrÃ¤gdach und sei daher nicht zulÃ¤ssig. DarÃ¼ber hinaus kÃ¶nne Art. 40 Abs. 1 BZO allenfalls auch als gestÃ¼tzt auf § 49 Abs. 2 lit. d PBG erlassene Dachgestaltungsvorschrift aufgefasst werden. Die auskragenden Terrassen wÃ¼rden die optische Erscheinung der Attikageschosse, welche ja Bestandteil der Bedachung seien, deutlich verÃ¤ndern. Die Attikageschosse wÃ¼rden mit einem Terrassenvorbau ihre charakteristische Erscheinung als Dachgeschosse verlieren sowie schwerfÃ¤llig und Vollgeschossen Ã¤hnlich wirken. Auch unter diesem Gesichtspunkt liege die Verweigerung innerhalb des der Vorinstanz bei der Auslegung der kommunalen Bauordnungsbestimmungen zustehenden Ermessens.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Diesen AusfÃ¼hrungen hÃ¤lt der BeschwerdefÃ¼hrer vor Verwaltungsgericht entgegen, der Gemeinderat Maur habe die streitbetroffenen Terrassen allein wegen der Verletzung von § 292 PBG verweigert. Von einem Verstoss gegen Art. 40 BZO sei nie die Rede gewesen und ein solcher auch nicht ersichtlich. Damit lasse sich aber auch nicht sagen, die entsprechende Bauverweigerung liege innerhalb des der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde bei der Auslegung der fraglichen Bauordnungsbestimmung zustehenden Ermessensspielraums, habe doch der Gemeinderat sein diesbezÃ¼gliches Ermessen gar nie ausgeÃ¼bt. Zudem bestimme Art. 40 BZO, dass Attikageschosse und BrÃ¼stungen das Profil eines entsprechenden SchrÃ¤gdaches nicht durchstossen dÃ¼rften. Unter einer BrÃ¼stung sei definitionsgemÃ¤ss eine feste, geschlossene Vorrichtung zu verstehen, welche ein GebÃ¤ude optisch hÃ¶her erscheinen lasse und daher nach stÃ¤ndiger Praxis auch an die GebÃ¤udehÃ¶he anzurechnen sei. Vorliegend sollen die Terrassen indessen mit filigranen und transparenten GelÃ¤ndern versehen werden, welche damit von Art. 40 Abs. 1 BZO klarerweise nicht erfasst wÃ¼rden. Nachdem die Baurekurskommission bezÃ¼glich der Plattform der Terrassen zutreffend festgehalten habe, dass diese unterhalb des Ansatzpunktes des hypothetischen SchrÃ¤gdaches ansetze und dieses fÃ¼r sich allein betrachtet auch nicht durchstosse, sei gegen die auskragenden Terrassen unter dem Blickwinkel von Art. 40 Abs. 1 BZO nichts einzuwenden. Dies gelte selbst dann, wenn diese Norm mit der Baurekurskommission als zulÃ¤ssige Dachgestaltungsvorschrift aufzufassen wÃ¤re. Es lasse sich auch nicht sagen, die strittigen GebÃ¤udeteile erreichten keine befriedigende Einordnung im Sinn von § 238 Abs. 1 PBG. Schliesslich sei zu beachten, dass mit den projektierten Terrassen eine Verbesserung bezÃ¼glich FluglÃ¤rmbelastung in den Obergeschossen erreicht werde.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>GemÃ¤ss § 292 PBG dÃ¼rfen â wo nichts anderes bestimmt ist â Dachaufbauten, ausgenommen Kamine, Anlagen zur Nutzung von Sonnenenergie und kleinere technisch bedingte Aufbauten, insgesamt nicht breiter sein als ein Drittel der betreffenden FassadenlÃ¤nge, sofern sie bei FlachdÃ¤chern die fÃ¼r ein entsprechendes SchrÃ¤gdach zulÃ¤ssigen Ebenen durchstossen. Die Gemeinde Maur hat diese Vorschrift in ihrer Bauordnung zulÃ¤ssigerweise verschÃ¤rft. Art. 40 Abs. 1 BZO legt fest, dass Attikageschosse und BrÃ¼stungen das zulÃ¤ssige SchrÃ¤gdachprofil (unter 45°) nicht durchstossen dÃ¼rfen, und verbietet damit sÃ¤mtliche Bauteile, welche das SchrÃ¤gdachprofil durchstossen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei § 292 PBG handelt es sich um eine Ãsthetiknorm, welche bezweckt, dass Dach und Dachaufbauten in einem abgerundeten harmonischen Bild als ein aufeinander abgestimmtes Ganzes erscheinen. Insbesondere sollen Ã¼berdimensionierte, dem Dachbereich ein Ãbergewicht verleihende Aufbauten verhindert werden (RB 1999 Nr. 122, mit Hinweisen; vgl. Christoph Fritsche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 3. A., ZÃ¼rich 2003, S. 13-44). Das Verwaltungsgericht hat sich schon verschiedentlich mit der Auslegung dieser Bestimmung befassen mÃ¼ssen (vgl. insbesondere RB 1991 Nr. 67, 1993 Nr. 42 E. c, 1999 Nr. 121 E. 1, 1999 Nr. 122; VGr, 21. Mai 2003, VB.2003.00005, www.vgrzh.ch; vgl. auch BRKE, 22. August 2003, BEZ 2003 Nr. 41). Es hat sich dabei stets vom Sinn und Zweck dieser gesetzlichen Vorschrift leiten lassen, dass Dachgeschosse noch als solche erkennbar sein und nicht den Eindruck von Vollgeschossen vermitteln sollen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Auch die Bestimmung von Art. 40 Abs. 1 BZO zielt, wie die zu dieser Bestimmung gehÃ¶renden und Bestandteil der Bau- und Zonenordnung bildenden Skizzen belegen, auf die Ã¤sthetische Ausgestaltung der Attikageschosse ab. In diesen Skizzen wird das "zulÃ¤ssige SchrÃ¤gdachprofil" jeweils sogar Ã¼ber die Kante Fassade/DachflÃ¤che auf die Fassaden gezogen. Dies zeigt deutlich, dass mit Art. 40 Abs. 1 BZO auch Bestandteil eines Attikageschosses bildende Bauteile erfasst werden sollen, die unter dem Schnittpunkt Fassade/DachflÃ¤che liegen und so gesehen der Fassade "vorgelagert" sind. Entscheidend ist, dass Attikageschosse optisch als solche wahrgenommen und "Aufbauten" des Attikageschosses verhindert werden, welche dem Dachgeschoss ein "Ãbergewicht" im erwÃ¤hnten Sinn verleihen.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.2 </span></b><span>Die streitigen auskragenden Bauteile dienen den Dach- bzw. Attikageschossen als Terrassen und nicht den darunter liegenden Wohnungen als Witterungs- oder LÃ¤rmschutz. Die Terrassen stellen einen unselbstÃ¤ndigen Bauteil des Attikageschosses dar. Bei einer korrekten Gesamtbetrachtung durchstossen die Attikageschosse mit den umstrittenen auskragenden Terrassen das hypothetische SchrÃ¤gdachprofil. Dass die Terrassen als <i>Einzel</i>bauteil unterhalb des Ansatzpunktes des hypothetischen SchrÃ¤gdachprofils ansetzen, ist â wie erwÃ¤hnt â unmassgeblich. Die Auslegung der Vorinstanz wird hier auch durch die erwÃ¤hnte Zielsetzung von Art. 40 Abs. 1 BZO gedeckt. Die optische Erscheinung der Attikageschosse wÃ¼rde durch die auskragenden Terrassen deutlich verÃ¤ndert. Die Attikageschosse verlieren mit dem Terrassenvorbau ihre charakteristische Erscheinung als Dachgeschosse und unterscheiden sich auf der SÃ¼dwestseite kaum mehr von den darunter liegenden Vollgeschossen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>An der rechtlichen Qualifikation der Terrassen als unzulÃ¤ssiger Bauteil des Attikageschosses Ã¤ndert nichts, dass diese hier nicht durch BrÃ¼stungen, sondern durch GelÃ¤nder an der Terrassenkante abgesichert werden. Weswegen "bei diesem NormverstÃ¤ndnis" GelÃ¤nder nie auf die GebÃ¤udeflucht angebracht werden kÃ¶nnten, wie in der Beschwerdeschrift vorgebracht wird, ist in diesem Zusammenhang nicht nachvollziehbar, geht es doch vorliegend allein darum, ob die auskragenden Terrassen â und nicht deren Sicherung mittels GelÃ¤nder oder BrÃ¼stungen â die massgebliche Profillinie durchstossen. Unbehelflich ist weiter der Einwand, der Gemeinderat Maur habe die betreffenden Terrassen allein wegen der Verletzung von § 292 PBG und nicht gestÃ¼tzt auf Art. 40 BZO verweigert, weshalb auch nicht gesagt werden kÃ¶nne, der Bauabschlag liege innerhalb des der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde bei der Auslegung der Bauordnung zustehenden Ermessensspielraums. Zum einen hat der heutige BeschwerdefÃ¼hrer in seiner Rekursschrift vom 19. MÃ¤rz 2003 die Aufhebung der streitigen Auflage praktisch allein damit begrÃ¼ndet, es liege kein Verstoss gegen Art. 40 Abs. 1 BZO vor, "welche Vorschrift im Wesentlichen § 292 lit. b PBG entspricht"; dieser Rechtsauffassung widersprach der Gemeinderat Maur in seiner Rekursantwort. Im Rekursverfahren war damit vorab die Auslegung von Art. 40 BZO streitig. Zum andern war es der Baurekurskommission unbenommen, diese Bestimmung anzuwenden und die Bauverweigerung mit einem Verstoss hiergegen zu begrÃ¼nden, auch wenn der Gemeinderat Maur die Bauverweigerung nicht ausdrÃ¼cklich auf Art. 40 Abs. 1 BZO stÃ¼tzte.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.3 </span></b><span>Schliesslich verstossen die streitbetroffenen Terrassen auch unter anderen Gesichtspunkten gegen baupolizeiliche Vorschriften: Als Dachaufbauten auf der ganzen (traufseitigen) FassadenlÃ¤nge verstossen sie gegen die Drittelsregelung von § 292 lit. b PBG. Zudem hat die Vorinstanz richtig festgehalten, dass Art. 40 Abs. 1 BZO auch als kompetenzgemÃ¤ss (§ 49 Abs. 2 lit. d PBG) erlassene Dachgestaltungsvorschrift aufgefasst werden kann. Denn die auskragenden Terrassen beeinflussen die Ã¤ussere HÃ¼lle der Attikageschosse, welche Bestandteil der Bedachung sind. Durch diese Terrassen vermitteln die Dachgeschosse den Eindruck von Vollgeschossen und verstossen deshalb gegen die durch Art. 40 Abs. 1 BZO anvisierte Dachgestaltung.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Aus den erwÃ¤hnten GrÃ¼nden erweist sich Dispositivziffer 1.6.8 der Baubewilligung des Gemeinderats Maur vom 10. Februar 2003 betreffend RÃ¼cknahme der auskragenden Terrassen in den Attikageschossen auf die GebÃ¤udeflucht als rechtmÃ¤ssig. Die Beschwerde ist somit abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihm gemÃ¤ss § 17 Abs. 2 VRG von vornherein nicht zu.</span></p> <p class="Zwischentitel"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <span><br/> </span> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'590.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Urteilstext"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>