<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2000.00062</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105807&amp;W10_KEY=13013580&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2000.00062</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.11.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 1997</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Einschätzung nach pflichtgemässem Ermessen Der Steuerpflichtige muss nach der öffentlichen Aufforderung zur Einreichung einer Steuererklärung nicht zusätzlich im Einzelnen dazu aufgefordert werden und darf direkt unter Fristansetzung gemahnt und schliesslich nach pflichtgemässem Ermessen eingeschätzt werden.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: EinschÃ¤tzungs-,Rekurs- und Beschwerdeverfahren ST: BESCHWERDEVERFAHREN">BESCHWERDEVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINSCHÃTZUNGSBEHÃRDE">EINSCHÃTZUNGSBEHÃRDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: EinschÃ¤tzungs-,Rekurs- und Beschwerdeverfahren ST: EINSCHÃTZUNGSVERFAHREN">EINSCHÃTZUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSENSEINSCHÃTZUNG">ERMESSENSEINSCHÃTZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSENSEINSCHÃTZUNG">ERMESSENSEINSCHÃTZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HILFSBLATT A">HILFSBLATT A</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOGNITION">KOGNITION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: EinschÃ¤tzungs-,Rekurs- und Beschwerdeverfahren ST: REKURSVERFAHREN">REKURSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELBSTÃNDIGERWERBEND">SELBSTÃNDIGERWERBEND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STEUERERKLÃRUNGSFORMULAR">STEUERERKLÃRUNGSFORMULAR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃBERPRÃFUNGSBEFUGNIS">ÃBERPRÃFUNGSBEFUGNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VEREINIGUNG">VEREINIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERFAHRENSVEREINIGUNG">VERFAHRENSVEREINIGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 84 lit. I aStG</span><br/><span class="ungerade">§ 87 lit. II aStG</span><br/><span class="gerade">§ 142 lit. II StG</span><br/><span class="ungerade">§ 149 lit. III StG</span><br/><span class="gerade">§ 153 StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Der SteuerkommissÃ¤r schÃ¤tzte die Eheleute D.1 und D.2 fÃ¼r das Steuerjahr 1997 mit einem Reineinkommen von Fr. ... (ZÃ¼rich und Gesamt) sowie einem ReinvermÃ¶gen von Fr. ... (ZÃ¼rich) und Fr. ... (Gesamt) ein. Dabei wurde das Einkommen des Ehemanns aus selbstÃ¤ndiger und unselbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit (aus Handel mit ... bzw. aus Anstellung bei einer von ihm mitbeherrschten Gesellschaft mit beschrÃ¤nkter Haftung) nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen im Sinn von § 87 Abs. 2 des Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 (aStG) auf Fr. ... bzw. Fr. ... geschÃ¤tzt. Die Ermessensveranlagung des GeschÃ¤ftseinkommens begrÃ¼ndete der SteuerkommissÃ¤r (unter anderem) damit, der Ehemann habe trotz Mahnung kein vollstÃ¤ndig ausgefÃ¼lltes Hilfsblatt A fÃ¼r SelbstÃ¤ndigerwerbende eingereicht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das kantonale Steueramt hiess die Einsprache der Pflichtigen teilweise gut und setzte das Reineinkommen auf Fr. ... (ZÃ¼rich und Gesamt) sowie das ReinvermÃ¶gen auf Fr. ... (ZÃ¼rich) und Fr. ... (Gesamt) fest. Indessen hielt es den Nachweis der Unrichtigkeit der nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen geschÃ¤tzten Einkommensteile als nicht erbracht und befand die getroffenen SchÃ¤tzungen als angemessen. Ausserdem auferlegte es den Pflichtigen die Einsprachekosten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Die von den Pflichtigen angerufene Steuerrekurskommission wies die Sache zur Untersuchung und zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an das kantonale Steueramt zurÃ¼ck; zudem hob es dessen Kostenauflage auf.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Rekurskommission erwog, die Voraussetzungen fÃ¼r eine ermessensweise SchÃ¤tzung des Einkommens aus selbstÃ¤ndigem Erwerb seien nicht erfÃ¼llt gewesen, weil der Ehemann vom SteuerkommissÃ¤r ohne die vorgÃ¤ngig erforderliche Aufforderung gemahnt worden sei, ein Hilfsblatt A fÃ¼r SelbstÃ¤ndigerwerbende einzureichen. Diesen schwerwiegenden Verfahrensmangel habe das kantonale Steueramt zu beheben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 11. September 2000 (SB.2000.00062) beantragten die Pflichtigen dem Verwaltungsgericht unter anderem, sie seien fÃ¼r das Steuerjahr 1997 laut ihrer SteuererklÃ¤rung einzuschÃ¤tzen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Steuerrekurskommission und das kantonale Steueramt schlossen auf Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Beschwerde vom 14. September 2000 (SB.2000.00067) gelangte das kantonale Steueramt seinerseits an das Verwaltungsgericht, dem es beantragte, es sei der RÃ¼ckweisungsentscheid aufzuheben und die Steuerrekurskommission sei anzuweisen, die EinschÃ¤tzung (selber) vorzunehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>WÃ¤hrend die Steuerrekurskommission auf Abweisung der Beschwerde schloss, stellten die Pflichtigen den Antrag, es sei auf das Rechtsmittel wegen VerspÃ¤tung nicht einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die Beschwerden der Pflichtigen (SB.2000.00062) und des kantonalen Steueramts (SB.2000.00067) betreffen dieselben Parteien und denselben Entscheid. Es rechtfertigt sich daher, die beiden Beschwerdeverfahren zu vereinigen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Gegen den Entscheid der Rekurskommission kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) der Steuerpflichtige, das kantonale Steueramt und die Gemeinde innert 30 Tagen nach Zustellung Beschwerde erheben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In der Zeit (unter anderem) vom 10. Juli bis 20. August stehen die im Steuergesetz genannten Rechtsmittelfristen, also auch die Beschwerdefrist, still (§ 13 der Verordnung zum Steuergesetz vom 1. April 1998). Der angefochtene Entscheid wurde dem kantonalen Steueramt am 10. August 2000 ausgehÃ¤ndigt. Die Beschwerdefrist begann unter BerÃ¼cksichtigung des erwÃ¤hnten Fristenstillstands am 21. August 2000 zu laufen und endigte am 19. September 2000. Die Beschwerde des kantonalen Steueramts vom 14. September 2000, die am 18. September beim Verwaltungsgericht eingegangen ist, erweist sich daher als rechtzeitig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. </span>Wird - wie hier - ein RÃ¼ckweisungsentscheid der Rekurskommission angefochten, so bildet dieser und nicht die EinschÃ¤tzung der Einkommens- und VermÃ¶genssteuer als solche Gegenstand des Beschwerdeverfahrens. Dementsprechend ist die ÃberprÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts auf die Beurteilung der Frage beschrÃ¤nkt, ob die Rekurskommission die Sache zu Recht an das kantonale Steueramt zurÃ¼ckgewiesen hat. Ergibt sich, dass dieses Vorgehen unzulÃ¤ssig war, hat nicht das Verwaltungsgericht, sondern - auf RÃ¼ckweisung hin - die Rekurskommission selber Ã¼ber die EinschÃ¤tzung materiell zu befinden. Es verhÃ¤lt sich diesbezÃ¼glich gleich wie bei der Anfechtung eines Nichteintretensentscheids, denn hier wie dort fehlt es an einem materiellen Entscheid der Vorinstanz (vgl. RB 1979 Nr. 57, 1983 Nr. 56, 1984 Nr. 55; August Reimann/Ferdinand Zuppinger/Erwin SchÃ¤rrer, Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, 3. Band, Bern 1969, § 92 N. 37 und § 95 N. 8).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Ausser Betracht fÃ¤llt aber auch eine selbstÃ¤ndige Anfechtung derjenigen ErwÃ¤gungen, welche die Rekurskommission ihrem RÃ¼ckweisungsentscheid zugrunde gelegt hat, weil sie nicht daran gebunden ist, wenn ihr die zurÃ¼ckgewiesene Sache auf dem Rechtsmittelweg erneut unterbreitet wird (RB 1994 Nr. 46 zur RÃ¼ckweisung durch das Verwaltungsgericht; Felix Richner/Walter Frei/Barbara Weber/Hans R. BrÃ¼tsch; Kurzkommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, 2. A. ZÃ¼rich 1997, § 94 N. 11 mit Hinweisen). Es gilt daher auch insoweit die stÃ¤ndige Rechtsprechung, wonach nur das Dispositiv eines Entscheids angefochten werden kann (vgl. Reimann/Zuppinger/SchÃ¤rrer, § 92 N. 26).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Auf den Antrag der Pflichtigen, sie seien fÃ¼r das Steuerjahr 1997 laut ihrer SteuererklÃ¤rung einzuschÃ¤tzen, ist somit nicht einzutreten. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) D</span>er Rekurs an die Rekurskommission ermÃ¶glicht die allseitige, hinsichtlich Rechts- und Ermessenskontrolle unbeschrÃ¤nkte gerichtliche ÃberprÃ¼fung der Einspracheentscheide der SteuerverwaltungsbehÃ¶rden, des kantonalen Steueramts und der kommunalen EinschÃ¤tzungsbehÃ¶rden (§§ 147 Abs. 3 und 212 StG). Dabei stehen der Rekurskommission dieselben Befugnisse zu wie den SteuerbehÃ¶rden im EinschÃ¤tzungsverfahren (§ 148 Abs. 3 StG). Die Entscheidungskompetenz Ã¼ber die Steuerveranlagung geht von diesen BehÃ¶rden auf die Rekurskommission Ã¼ber (vgl. Ulrich Cavelti in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/1, Basel und Frankfurt am Main 1997, Art. 50 StHG N. 4). Der Entscheid der Steuerrekurskommission als erstinstanzliches, verwaltungsunabhÃ¤ngiges "Spezialverwaltungsgericht" (vgl. § 116 StG) ersetzt somit die angefochtene steuerbehÃ¶rdliche VerfÃ¼gung (Reimann/Zuppinger/SchÃ¤rrer, § 66 N. 6 sowie § 92 N. 2). Die Rekurskommission ist daher ihrer gesetzlichen Funktion nach nicht nur GerichtsbehÃ¶rde, sondern ebenso sehr auch "obere EinschÃ¤tzungsbehÃ¶rde" (RB 1976 Nr. 58; Reimann/Zuppinger/SchÃ¤rrer, § 92 N. 2). </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dementsprechend kann die Rekurskommission nach § 149 Abs. 3 StG (nur) ausnahmsweise zwecks Wahrung des gesetzlichen Instanzenzugs die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurÃ¼ckweisen, namentlich wenn zu Unrecht noch kein materieller Entscheid getroffen wurde oder dieser an einem schwerwiegenden Verfahrensmangel leidet. In den Ã¼brigen FÃ¤llen hat die Kommission selber Ã¼ber die Sache zu befinden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ein Verfahrensmangel ist namentlich dann "schwerwiegend" im Sinn der erwÃ¤hnten Gesetzesvorschrift, wenn die Vorinstanz in Verletzung der ihr obliegenden Untersuchungspflicht - und somit in Missachtung des in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (bzw. Art. 4 der Bundesverfassung vom 29. Mai 1874) verankerten Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r (vgl. Martin Zweifel in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2b, Basel und Frankfurt am Main 2000, Art. 130 DBG N. 6) - den rechtserheblichen Sachverhalt nicht oder unvollstÃ¤ndig abgeklÃ¤rt hat. In diesem Licht betrachtet vermag die unzulÃ¤ssige Vornahme einer ErmessenseinschÃ¤tzung durchaus zu einer RÃ¼ckweisung an die EinschÃ¤tzungsbehÃ¶rde zu fÃ¼hren. Sofern die frÃ¼here verwaltungsgerichtliche Rechtsprechung einen anderen Schluss zulassen sollte, ist sie insoweit richtigzustellen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) GemÃ¤ss der vorliegend noch anwendbaren Vorschrift vom § 84 Abs. 1 aStG werden die Steuerpflichtigen vom Gemeindesteueramt durch Ã¶ffentliche Anzeige und, soweit dem Gemeindesteueramt die Pflicht zur Einreichung einer SteuererklÃ¤rung bekannt ist, durch Zustellung eines Formulars zur Einreichung der SteuererklÃ¤rung aufgefordert. Wer kein Formular erhÃ¤lt, hat gemÃ¤ss § 44 Abs. 3 der Vollziehungsverordnung zum Steuergesetz vom 26. November 1951 (VV StG) ein solches zu verlangen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Steuerpflichtige, die nicht binnen der in der Ã¶ffentlichen Aufforderung gesetzten Frist die SteuererklÃ¤rung einreichen, werden zu deren Abgabe gemahnt und - bei erneuter SÃ¤umnis - in Anwendung von § 87 Abs. 2 aStG nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen eingeschÃ¤tzt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts sind HilfsblÃ¤tter, wie das Hilfsblatt A fÃ¼r SelbstÃ¤ndigerwerbende mit oder ohne kaufmÃ¤nnischer Buchhaltung, und Fragebogen Bestandteile des amtlichen SteuererklÃ¤rungsformulars (RB 1986 Nr. 50 = StE 1987 B 93.5 Nr. 6; vgl. Martin Zweifel, in Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/1, Basel und Frankfurt am Main 1997, Art. 42 StHG N. 19 sowie Zweifel, Art. 124 DBG N. 22).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In der Ã¶ffentlichen (im Amtsblatt [Inseratenteil] 1997 Nr. 2 publizierten) Aufforderung zur Abgabe der SteuererklÃ¤rungen fÃ¼r das Steuerjahr 1997 wird die Pflicht der SelbstÃ¤ndigerwerbenden zur Einreichung des Hilfsblatts A zwar nicht ausdrÃ¼cklich festgehalten. Doch wird aus Ziff. 2 des amtlichen (Haupt-)Formulars der SteuererklÃ¤rung - sowohl aus der Ãberschrift als auch aus lit. a und b - klar, dass es eines solchen Formulars bedarf. Damit wird dem Steuerpflichtigen insoweit obliegende Verfahrenspflicht hinreichend konkret umschrieben, und dieser hat ein solches Hilfsblatt kraft § 44 Abs. 3 VV StG von sich aus zu verlangen, wenn er es nicht vom Gemeindesteueramt zugestellt erhalten hat. Aus­serdem enthÃ¤lt die Wegleitung zur SteuererklÃ¤rung 1997 mehrere Hinweise darauf, dass bei selbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit das Hilfsblatt A ausgefÃ¼llt und der SteuererklÃ¤rung beigelegt werden muss.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Reicht der Steuerpflichtige das Hilfsblatt A innert der SteuererklÃ¤rungsfrist nicht ein, so kann er somit direkt zu dessen Beibringung gemahnt werden, ohne dass es einer weiteren vorgÃ¤ngigen (individuellen) Aufforderung bedÃ¼rfte (vgl. Zweifel, Art. 124 DBG N. 51).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Demnach durfte der SteuerkommissÃ¤r vorliegend die pflichtigen Eheleute D.1 und D.2, welche es versÃ¤umt hatten, binnen der SteuererklÃ¤rungsfrist das angesichts des selbstÃ¤ndigen Erwerbs des Ehemanns als Bestandteil des amtlichen SteuererklÃ¤rungsformulars erforderliche Hilfsblatt A einzureichen, ohne weiteres zur Nachbringung des Hilfsblatts mahnen und nach erneuter SÃ¤umnis gestÃ¼tzt auf § 87 Abs. 2 aStG eine Ermessens­einschÃ¤tzung mit Bezug auf das Einkommen aus selbstÃ¤ndigem Erwerb vornehmen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Leidet daher die vor Rekurskommission streitige ErmessenseinschÃ¤tzung insoweit nicht an einem Verfahrensmangel, so gebricht es dem RÃ¼ckweisungsentscheid an der erforderlichen gesetzlichen Grundlage. Die Kommission wird daher die EinschÃ¤tzung im zweiten Rechtsgang selber vorzunehmen haben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">Die Beschwerdeverfahren SB.2000.00062 und <span>SB.2000.00067 werden vereinigt;</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde des kantonalen Steueramts wird gutgeheissen. Die Sache wird zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Steuerrekurskommission zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Beschwerde von D.1 und D.2 wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>