<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2016.00288</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=216615&amp;W10_KEY=4467076&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2016.00288</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 06.10.2016</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 10.05.2017 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Anwaltsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verletzung von Berufsregeln</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Berufsregelverletzungen]<br/><br/>Stellt ein Anwalt im Rahmen eines Willensvollstreckermandats den Erben bzw. dem Nachlass Aufwendungen in Rechnung, welche er persönlich zu tragen verpflichtet gewesen wäre, so liegt ein unkorrektes Verhalten bzw. eine Verletzung des Art. 12 lit. a BGFA vor (E. 4.4.1 Abs. 3). Solches hat der Beschwerdeführer getan, indem er dem Nachlass Kosten aus einem gegen seine Mandatsführung gerichteten Beschwerdeverfahren belastete, obwohl dieses ergab, dass er als Willensvollstrecker säumig gewesen war (E. 4.4.2-4). Bei länger dauernden Willensvollstreckermandaten sind Anwälte (auch) gemäss Art. 12 lit. h BGFA zur periodischen, in der Regel jährlichen Vorlage einer detaillierten Abrechnung über die ihnen anvertrauten Vermögenswerte verpflichtet (E. 5.1). Der Beschwerdeführer hat einer Erbin für die Beurteilung des Stands des Nachlassvermögens wesentliche Bankunterlagen trotz wiederholter Aufforderungen erst nach anderthalb Jahren bzw. knapp einem Jahr zugestellt und ist damit seiner Auskunftspflicht nicht rechtzeitig nachgekommen (E. 5.2-4). Rechtsanwälte werden grundsätzlich durch das (Fehl-)Verhalten anderer Anwälte, der Klientschaft oder von Dritten nicht von der Einhaltung der Berufsregeln des Art. 12 BGFA entbunden und können daher eigene Pflichtverletzungen regelmässig nicht mit dem (Fehl)Verhalten anderer rechtfertigen (E. 5.4.2 am Ende). Art. 12 lit. i BGFA verpflichtet die Anwälte, ihre Klientschaft auf Verlangen hin jederzeit über die Höhe des geschuldeten Honorars bzw. ihre bisher getätigten Aufwendungen zu orientieren (E. 6.1). Der Beschwerdeführer hat wiederholt trotz unmissverständlicher Aufforderung nicht rechtzeitig und/oder nicht genügend detailliert über seine Aufwendungen Auskunft gegeben (E. 6.2 f.). Die ausgesprochene disziplinarische Massnahme (eine Busse von Fr. 2'000.-) erweist sich unter den vorliegenden Umständen nicht als rechtsverletzend (E. 7).<br/><br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSKUNFTSPFLICHT">AUSKUNFTSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERUFSREGELN">BERUFSREGELN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHENSCHAFTSPFLICHT">RECHENSCHAFTSPFLICHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 12 lit. I BGFA</span><br/><span class="ungerade">Art. 12 lit. a BGFA</span><br/><span class="gerade">Art. 12 lit. h BGFA</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=31372" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2016.00288</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 3. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">6. Oktober 2016</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Rudolf Bodmer<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Tamara NÃ¼ssle, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Eva Heierle.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>RA A,<b> </b>vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Aufsichtskommission Ã¼ber die AnwÃ¤ltinnen und AnwÃ¤lte,<b> </b>c/o Obergericht des Kantons ZÃ¼rich,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Verletzung von Berufsregeln,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Rechtsanwalt A wurde vom am 12. Februar 2007 verstorbenen C als Willensvollstrecker eingesetzt. Als Erbinnen hinterliess C seine Ã¼berlebende Ehefrau D sowie zwei TÃ¶chter aus einer frÃ¼heren Ehe. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>D beanstandete wiederholt die FÃ¼hrung des Willensvollstreckermandats durch A: Mit VerfÃ¼gung vom 7. April 2011 hiess der Einzelrichter des Bezirksgerichts E eine Beschwerde von D gegen den Willensvollstrecker vom 24. Juni 2010 teilweise gut und wies A an, D "innert zwanzig Tagen seit Rechtskraft dieser VerfÃ¼gung sÃ¤mtliche den Nachlass [â¦] betreffenden Konto- und DepotauszÃ¼ge per 31.12.2008 und 31.12.2009 zukommen zu lassen" und ihr "mindestens jÃ¤hrlich unaufgefordert die den Nachlass [â¦] betreffenden Konto- und DepotauszÃ¼ge zukommen zu lassen". Auf eine zweite Beschwerde von D vom 24. Dezember 2011 hin wurde A vom Einzelrichter des Bezirksgerichts E mit VerfÃ¼gung vom 14. Mai 2013 unter Strafandrohung angewiesen, D Ã¼ber verschiedene VorgÃ¤nge Auskunft zu erteilen und unter Zustellung entsprechender Bankbelege verschiedene HonorarbezÃ¼ge zu erlÃ¤utern. Mit Beschluss vom 29. August 2013 wies das Kantonsgericht F eine von A gegen die VerfÃ¼gung vom 14. Mai 2013 erhobene Beschwerde ab und bestÃ¤tigte jene. Am 17. Juli 2015 erhob D ein weiteres Mal Beschwerde gegen den Willensvollstrecker. Gleichentags erstattete sie gegen A Strafanzeige und beantragte die Einleitung eines Strafverfahrens wegen des Verdachts der Veruntreuung, eventualiter der ungetreuen GeschÃ¤ftsbesorgung. Die Staatsanwaltschaft G verfÃ¼gte am 1. Oktober 2015, eine Strafuntersuchung werde nicht erÃ¶ffnet. D erhob gegen diese NichtanhandnahmeverfÃ¼gung am 8. Oktober 2015 Beschwerde beim Obergericht des Kantons ZÃ¼rich.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Am 25. August 2015 hatte D bei der Aufsichtskommission Ã¼ber die AnwÃ¤ltinnen und AnwÃ¤lte des Obergerichts (im Folgenden: "Aufsichtskommission") eine Anzeige einreichen und beantragen lassen, gegen A sei ein Disziplinarverfahren zu erÃ¶ffnen, und dieser sei fÃ¼r seine fehlbaren Handlungen und Unterlassungen angemessen zu disziplinieren. D gelangte am 3. September 2015 mit einer weiteren Eingabe an die Aufsichtskommission. Diese erÃ¶ffnete am 1. Oktober 2015 zufolge der Verzeigung vom 25. August 2015 und deren ErgÃ¤nzung vom 3. September 2015 ein Disziplinarverfahren gegen A; erwÃ¤gungsweise hielt sie fest, aufgrund der ihr eingereichten Unterlagen bestehe in mehreren â nachfolgend konkret umschriebenen â FÃ¤llen ein hinreichender Verdacht einer Berufsregelverletzung, weshalb in den aufgefÃ¼hrten Punkten ein Disziplinarverfahren zu erÃ¶ffnen sei. Mit Bezug auf weitere VorwÃ¼rfe von A werde zumindest derzeit kein Disziplinarverfahren erÃ¶ffnet. </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschluss vom 7. April 2016 bestrafte die Aufsichtskommission A wegen mehrfacher Verletzung von Berufsregeln im Sinn des Art. 12 lit. a, h und i des Bundesgesetzes vom 23. Juni 2000 Ã¼ber die FreizÃ¼gigkeit der AnwÃ¤ltinnen und AnwÃ¤lte (BGFA; SR 935.61) mit einer Busse von Fr. 2'000.-, auferlegte ihm die Verfahrenskosten von total Fr. 3'000.- im Umfang von zwei Dritteln und sprach ihm keine EntschÃ¤digung zu.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">A fÃ¼hrte am 23. Mai 2016 Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte im Wesentlichen, es sei die gegen ihn verhÃ¤ngte disziplinarische Massnahme unter EntschÃ¤digungsfolge aufzuheben, eventualiter auf ein angemessenes Mass zu reduzieren, subeventualiter durch eine Verwarnung oder einen Verweis zu ersetzen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Aufsichtskommission zurÃ¼ckzuweisen. In prozessualer Hinsicht verlangte er, es seien "soweit notwendig" die Akten des laufenden Strafverfahrens sowie des beim Bezirksgericht E rechtshÃ¤ngigen Beschwerdeverfahrens beizuziehen. Die Aufsichtskommission verzichtete am 8./10. Juni 2016 ausdrÃ¼cklich auf eine Beschwerdeantwort.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft seine ZustÃ¤ndigkeit gemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) von Amtes wegen. Gegen in Anwendung des BGFA oder des kantonalen Anwaltsgesetzes (AnwG, LS 215.1) ergangene Anordnungen â hier eine durch die Aufsichtskommission verhÃ¤ngte Disziplinarmassnahme nach Art. 17 Abs. 1 lit. c in Verbindung mit Art. 12 BGFA sowie § 21 Abs. 2 lit. c AnwG â kann gemÃ¤ss § 38 AnwG Beschwerde an das Verwaltungsgericht nach Massgabe der §§ 41 ff. VRG erhoben werden. Da auch die weiteren Sachurteilsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Angefochten ist eine Disziplinarbusse in der HÃ¶he von Fr. 2'000.-. Streitigkeit mit einem Streitwert nicht Ã¼ber Fr. 20'000.- fallen grundsÃ¤tzlich in die Kompetenz des Einzelrichters bzw. der Einzelrichterin (§ 38b Abs. 1 lit. c VRG). Weil nicht die vermÃ¶gensrechtlichen Interessen des BeschwerdefÃ¼hrers, sondern Ã¶ffentliche Interessen im Vordergrund stehen, ist jedoch kein Streitwert anzunehmen, weshalb nach § 38 Abs. 1 VRG die Kammer fÃ¼r die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig ist (vgl. VGr, 10. September 2015, VB.2015.00242, E. 1.2 mit Hinweisen; vgl. ferner Martin Bertschi in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 38b N. 11). </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt, "soweit notwendig" seien die Akten zweier laufender Verfahren vor einem Bezirksgericht bzw. dem Obergericht beizuziehen. Wie sich noch zeigen wird (hinten 4 ff.), erweist sich der entscheidrelevante Sachverhalt vorliegend als hinreichend erstellt, weshalb von einem Beizug weiterer Akten durch das Verwaltungsgericht (und ebenso von einer RÃ¼ckweisung an die Beschwerdegegnerin) abgesehen werden kann. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die dem BeschwerdefÃ¼hrer zur Last gelegten Berufsregelverletzungen betreffen sein Verhalten in Zusammenhang mit der AusÃ¼bung eines Willensvollstreckermandats. Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend darlegt, beanspruchen die Berufsregeln des Art. 12 BGFA vorliegend auch fÃ¼r diese TÃ¤tigkeit Geltung; auf die entsprechenden ErwÃ¤gungen des angefochtenen Beschlusses kann verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Nach der Generalklausel des Art. 12 lit. a BGFA haben AnwÃ¤ltinnen und AnwÃ¤lte ihren Beruf sorgfÃ¤ltig und gewissenhaft auszuÃ¼ben. Diese Regel beschlÃ¤gt nicht nur das VerhÃ¤ltnis der RechtsanwÃ¤ltinnen und -anwÃ¤lte zur eigenen Klientschaft, sondern auch ihre Beziehungen zu BehÃ¶rden, Gegenparteien und zur Ãffentlichkeit â in Bezug auf ihre gesamte berufliche TÃ¤tigkeit wird von den AnwÃ¤ltinnen und AnwÃ¤lten ein korrektes Verhalten erwartet (BGE 131 I 223 E. 3.4; 130 II 270 E. 3.2; Botschaft vom 28. April 1999 zum Anwaltsgesetz, BBl 1999, 6013 ff., 6054; Walter Fellmann in: derselbe/Gaudenz Zindel, Kommentar zum Anwaltsgesetz, ZÃ¼rich etc. 2011 [Kommentar Anwaltsgesetz], Art. 12 N. 12). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Die Beschwerdegegnerin wirft dem BeschwerdefÃ¼hrer eine Verletzung des Art. 12 lit. a BGFA vor, weil er Honorarforderungen einer Anwaltskanzlei, welche ihn im ersten in Zusammenhang mit seinem Amt als Willensvollstrecker stehenden Beschwerdeverfahren vor dem Bezirksgericht E vertreten habe, sowie die ihm von Letzterem auferlegten Gerichtskosten zu Unrecht aus dem Nachlass beglichen habe:</p> <p class="Urteilstext">Sie erwÃ¤gt im Wesentlichen, das fragliche Rechtsmittel gegen die AmtsfÃ¼hrung des BeschwerdefÃ¼hrers sei am 24. Juni 2010 beim Bezirksgericht E erhoben worden. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe durch seinen Vertreter am 2. September 2010 eine Beschwerdeantwort und am 29. November 2010 eine Duplik einreichen lassen. Bereits am 19. Juli 2010 habe er eine erste Akontorechnung der ihn vertretenden Kanzlei Ã¼ber Fr. 5'380.- sowie am 1. Oktober 2010 eine zweite Akontorechnung in der HÃ¶he von Fr. 6'456.- aus einem Konto der Erbengemeinschaft beglichen. Die fraglichen Belastungen des Nachlasskontos habe der BeschwerdefÃ¼hrer damit schon zu einem Zeitpunkt vorgenommen, da das Bezirksgericht Ã¼ber die Beschwerde noch gar nicht entschieden gehabt habe. Ãber dasselbe Nachlasskonto habe der BeschwerdefÃ¼hrer am 6. Juni 2011 auch die ihm mit VerfÃ¼gung vom 7. April 2011 (anteilsmÃ¤ssig) auferlegten Gerichtskosten in der HÃ¶he von Fr. 900.- beglichen. WÃ¤hrend des zweiten Beschwerdeverfahrens vor dem Bezirksgericht E habe der BeschwerdefÃ¼hrer klargestellt, dass er in einer an den Nachlass gerichteten Akontorechnung vom 17. Dezember 2011 "freibleibend und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht" eine provisorische Gutschrift fÃ¼r die dem Nachlass am 19. Juli und 1. Oktober 2010 belasteten Akontorechnungen vorgenommen habe. </p> <p class="Urteilstext">Die dem Willensvollstrecker anlÃ¤sslich eines Verfahrens vor der Aufsichtsinstanz entstandenen Kosten seien vom Nachlass bzw. den Erben nur insoweit zu tragen, als dieser sich im fraglichen Verfahren gegen unberechtigte Angriffe habe verteidigen mÃ¼ssen. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe sich im ersten Beschwerdeverfahren vor dem Bezirksgericht E indes mitnichten nur gegen ungerechtfertigte Angriffe verteidigen mÃ¼ssen. Vielmehr habe dieses Verfahren ergeben, dass der BeschwerdefÃ¼hrer als Willensvollstrecker in mehreren Punkten sÃ¤umig gewesen sei, weshalb das Bezirksgericht mit VerfÃ¼gung vom 7. April 2011 verschiedene Anweisungen an ihn erlassen habe. Es sei wohl richtig, dass auch gewisse Begehren von A abgewiesen oder gegenstandslos geworden seien. Die Gegenstandslosigkeit sei allerdings darauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren gewesen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer anlÃ¤sslich seiner Beschwerdeantwort â und damit erst nach Eintritt der RechtshÃ¤ngigkeit des Beschwerdeverfahrens â der Aufforderung zur Herausgabe von Rechnungen nachgekommen sei. Wegen seiner SÃ¤umigkeit seien dem BeschwerdefÃ¼hrer die Gerichtskosten zur HÃ¤lfte auferlegt worden und sei ihm eine ParteientschÃ¤digung verwehrt geblieben. Nachdem das Bezirksgericht E dem BeschwerdefÃ¼hrer gerade keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen habe, gehe es â auch bei teilweisem Obsiegen des Willensvollstreckers â nicht an, dass dieser den Entscheid umgehe, indem er seinen Aufwand dem Nachlass belaste. Es wÃ¤re am BeschwerdefÃ¼hrer gelegen, gegen die Verweigerung der ParteientschÃ¤digung ein Rechtsmittel zu ergreifen, wenn er damit nicht einverstanden gewesen sei.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer wendet dagegen im Wesentlichen ein, er habe viele Honorarrechnungen fÃ¼r seine TÃ¤tigkeit als Willensvollstrecker zwar detailliert erstellt, indes noch nicht vom Nachlass bezogen, weshalb er stets Ã¼ber eine Verrechnungsforderung im Rahmen von Fr. 10'000.- bis Fr. 40'000.- verfÃ¼gt habe. Schon aus diesem Grund gehe es nicht an, ihm eine Berufsregelverletzung vorzuwerfen, weil er "trotz" seines hohen Verrechnungsguthabens vorlÃ¤ufig einige Rechnungen mit seinem Guthaben verrechnet habe. Auch habe er seine Rechtsvertretungskosten im Rahmen seines Obsiegens ohne Weiteres dem Nachlass belasten dÃ¼rfen. Schliesslich habe es einem einwandfreien Vorgehen entsprochen, dass er die ihm angefallenen Rechtsvertretungskosten vor dem Entscheid des Bezirksgerichts E "einstweilen" mit seinen offenen Honorarforderungen "verrechnet" habe, zumal er, nachdem das Bezirksgericht E "wider Erwarten" zum Schluss gekommen sei, er habe sich entgegen seiner festen Ansicht "nur zum (grossen) Teil" gegen ungerechtfertigte Angriffe verteidigen mÃ¼ssen, und ihm einen Teil der Prozesskosten auferlegt habe, die dem Nachlass einstweilen belasteten Rechtsvertretungskosten just mit seiner nÃ¤chsten Rechnungsstellung auf eigene Initiative hin vollstÃ¤ndig zurÃ¼ckvergÃ¼tet habe. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin gehe es nicht an, dass ein Willensvollstrecker die Kosten eines in Zusammenhang mit seiner AmtsfÃ¼hrung stehenden Prozesses einstweilen selbst zu tragen habe; dies wÃ¼rde darauf hinauslaufen, dass der Willenstrecker "vorschusspflichtig" wÃ¼rde und das finanzielle Risiko einer spÃ¤teren ZahlungsunfÃ¤higkeit des Nachlasses tragen mÃ¼sste. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Den Vorbringen des BeschwerdefÃ¼hrers kann nicht gefolgt werden: </p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.1 </b>Der Willensvollstrecker hat fÃ¼r seine TÃ¤tigkeit gemÃ¤ss Art. 517 Abs. 3 des Zivilgesetzbuchs (SR 210) Anspruch auf angemessene EntschÃ¤digung. FÃ¼hrt er als Anwalt einen Prozess <i>fÃ¼r den Nachlass</i>, so hat er neben der angemessenen WillensvollstreckervergÃ¼tung Anspruch auf eine separate EntschÃ¤digung. Die Prozesskosten gehen bei Nachlassstreitigkeiten, das heisst in Aktiv- und Passivprozessen, die der Willensvollstrecker zu Gunsten oder zu Lasten des Nachlasses fÃ¼hrt, zu Lasten des Nachlasses. Dazu gehÃ¶ren alle erbrechtlichen Prozesse, die von ihm gefÃ¼hrt werden kÃ¶nnen oder mÃ¼ssen, einschliesslich UngÃ¼ltigkeitsklagen betreffend Bestand, Inhalt oder Umfang seiner Einsetzung oder Aufgabe. Obwohl es um seine persÃ¶nliche Stellung geht, prozessiert er nicht in eigenem Interesse, sondern zur Vollstreckung des erblasserischen Willens. Im Gegensatz dazu gehen bei Streitigkeiten um die wirtschaftlichen und finanziellen Interessen des Willensvollstreckers die Prozesskosten zu seinen Lasten, soweit sie ihm auferlegt werden (zum Ganzen BGE 129 V 113 E. 4.3 mit Hinweisen). </p> <p class="Urteilstext">Die dem Willensvollstrecker anlÃ¤sslich eines <i>Verfahrens vor der Aufsichtsinstanz</i> entstandenen Kosten sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung vom Nachlass bzw. den Erben nur insoweit zu tragen, als sich der Willensvollstrecker gegen unberechtigte Angriffe verteidigen musste (BGr, 3. September 2001, 2P.139/2001, E. 5 mit Hinweisen, auch zum Folgenden). Ergibt sich indessen vor der Aufsichtsinstanz bzw. den nachfolgenden Rechtsmittelinstanzen, dass der Willensvollstrecker sÃ¤umig war, so gehÃ¶rt das FÃ¼hren des Aufsichtsverfahrens nicht zur ordnungsgemÃ¤ssen Nachlassabwicklung. Die dem Willensvollstrecker entstandenen Kosten stellen diesfalls keine bei der Honorarabrechnung berÃ¼cksichtigungsfÃ¤higen Auslagen dar. </p> <p class="Urteilstext">Stellt ein Anwalt im Rahmen eines Willensvollstreckermandats den Erben bzw. dem Nachlass Aufwendungen in Rechnung, welche er persÃ¶nlich zu tragen verpflichtet gewesen wÃ¤re, so liegt ein unkorrektes Verhalten bzw. ein Verletzung des Art. 12 lit. a BGFA vor (vgl. BGr, 3. September 2001, 2P.139/2001, E. 3 Abs. 4). </p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.2 </b>D verlangte im (ersten) Beschwerdeverfahren vor dem Bezirksgericht E, der BeschwerdefÃ¼hrer sei unter Strafandrohung anzuweisen, verschiedene Honorarrechnungen hinsichtlich der konkreten Verrichtungen und/oder des hierfÃ¼r benÃ¶tigten Zeitaufwands zu detaillieren, keine Honorar- oder SpesenbezÃ¼ge (fÃ¼r sich selbst) aus dem Nachlass vorzunehmen, ohne den Erbinnen zumindest gleichzeitig eine volldetaillierte Rechnung vorzulegen, ihr sÃ¤mtliche den Nachlass betreffenden Konto- und DepotauszÃ¼ge per Ende 2008 und 2009 zukommen zu lassen sowie ihr sÃ¤mtliche den Nachlass betreffenden Konto- und DepotauszÃ¼ge ab 31. MÃ¤rz 2010 mindestens vierteljÃ¤hrlich unaufgefordert zukommen zu lassen. Der Einzelrichter des Bezirksgerichts E hiess die Beschwerde mit VerfÃ¼gung vom 7. April 2011 teilweise gut und wies den BeschwerdefÃ¼hrer an, D "innert zwanzig Tagen seit Rechtskraft dieser VerfÃ¼gung sÃ¤mtliche den Nachlass [â¦] betreffenden Konto- und DepotauszÃ¼ge per 31.12.2008 und 31.12.2009 zukommen zu lassen" und ihr "mindestens jÃ¤hrlich unaufgefordert die den Nachlass [â¦] betreffenden Konto- und DepotauszÃ¼ge zukommen zu lassen". Der Antrag betreffend Detaillierung bestimmter Honorarrechnungen wurde als "gegenstandslos" abgeschrieben, nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer "mit der Beschwerdeantwort der beantragten Detaillierung [â¦] nachgekommen" sei; die weiteren Begehren wurden abgewiesen. Dabei erwog der Einzelrichter, der Willensvollstrecker sei bei lÃ¤ngerdauernden Mandaten berechtigt, zu Lasten des Nachlasses Akontozahlungen zu beziehen, aber gleichzeitig verpflichtet, in der Regel jÃ¤hrlich Bericht Ã¼ber die Leistungen und die bezogene EntschÃ¤digung zu erstatten. Es bestehe daher keine Veranlassung, den Willensvollstrecker zusÃ¤tzlich zu verpflichten, bei jedem Akontobezug bzw. unterjÃ¤hrig Rechenschaft Ã¼ber Leistungen und Zeitaufwand abzulegen. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.3 </b>Wie die Vorinstanz zutreffend erwÃ¤gt, kann nicht die Rede davon sein, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer im hier interessierenden Verfahren vor der Aufsichtsinstanz gegen ungerechtfertigte Angriffe hÃ¤tte verteidigen mÃ¼ssen: Vielmehr wurde sÃ¤mtlichen auf Auskunftserteilung gerichteten Begehren grundsÃ¤tzlich stattgegeben bzw. eine damit in Zusammenhang stehende Auskunftspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers zumindest in der Sache bejaht. Die Vorinstanz kommt daher zu Recht zum Schluss, das Beschwerdeverfahren habe ergeben, dass der BeschwerdefÃ¼hrer in verschiedenen Punkten bzw. in einem Ausmass sÃ¤umig gewesen sei, das es ihm verwehrt habe, den ihm in diesem Beschwerdeverfahren entstandenen Aufwand dem Nachlass zu belasten. Daher erÃ¼brigt es sich auch, die genaue HÃ¶he dieser Kosten beweismÃ¤ssig festzustellen. Dass der BeschwerdefÃ¼hrer selber der Auffassung gewesen sein mag (und wohl noch immer ist), sich Ã¼berwiegend gegen ungerechtfertigte Angriffe zur Wehr gesetzt zu haben, Ã¤ndert daran nichts. Der BeschwerdefÃ¼hrer hatte seine Rechtsvertretungskosten des Beschwerdeverfahrens selbst zu tragen und hÃ¤tte diese nicht dem Nachlass belasten dÃ¼rfen. Solches gilt sodann fÃ¼r die ihm vom Bezirksgericht E mit VerfÃ¼gung vom 7. April 2011 auferlegten Gerichtskosten. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.4 </b>Der Einwand des BeschwerdefÃ¼hrers, er habe gegenÃ¼ber dem Nachlass stets Ã¼ber ein "Verrechnungsguthaben" verfÃ¼gt und deshalb seine Rechtsvertretungskosten Ersterem belasten dÃ¼rfen bzw. die Rechtsvertretungskosten mit seinen Akontoforderungen gegen den Nachlass verrechnen dÃ¼rfen, Ã¼berzeugt schon deshalb nicht, weil es an der Gegenseitigkeit der damit angesprochenen Forderungen (nÃ¤mlich jener des BeschwerdefÃ¼hrers gegen den Nachlass bzw. die Erbengemeinschaft auf EntschÃ¤digung seiner TÃ¤tigkeit als Willensvollstrecker und der Honorarforderung seines [des BeschwerdefÃ¼hrers] Vertreters gegen ihn selbst) fehlt (vgl. zu diesem Erfordernis Art. 120 Abs. 1 des Obligationenrechts [OR, SR 220]; ferner Peter Gauch et al., Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, N. 3210). Im Ãbrigen stellte in der vorliegenden Konstellation selbst eine Verpflichtung von D zur Leistung einer ParteientschÃ¤digung an den BeschwerdefÃ¼hrer â was freilich vom Bezirksgericht E gar nicht angeordnet wurde â keine verrechenbare Forderung dar und ist eine "einstweilige" bzw. vorlÃ¤ufige Verrechnung grundsÃ¤tzlich nicht mÃ¶glich (vgl. Art. 124 Abs. 2 OR). </p> <p class="Erwgung3">Das Bestreben des BeschwerdefÃ¼hrers, seine Rechtsvertretungskosten zumindest teilweise aus dem Nachlass ersetzt zu bekommen, lÃ¤uft sodann â wie die Vorinstanz zutreffend festhÃ¤lt â im Ergebnis auf eine Umgehung des am 7. April 2011 verfÃ¼gten Kostenentscheids hinaus, mit welchem dem BeschwerdefÃ¼hrer das Zusprechen einer ParteientschÃ¤digung gerade verwehrt wurde. </p> <p class="Urteilstext">Was das sinngemÃ¤sse Vorbringen der Beschwerde angeht, wonach ein Willensvollstrecker die aus gegen seine AmtsfÃ¼hrung gerichteten Verfahren entstehenden Kosten jedenfalls wÃ¤hrend der Verfahrensdauer aus dem Nachlass begleichen dÃ¼rfe, lÃ¤uft dieses mindestens im vorliegenden Fall ins Leere: Selbst wenn es sich so verhielte, wÃ¤re der Willensvollstrecker jedenfalls gehalten, nach einem fÃ¼r ihn nachteiligen Entscheid der Aufsichtsinstanz bzw. der RechtsmittelbehÃ¶rde diese Kosten umgehend zurÃ¼ckzuvergÃ¼ten. Die hier infrage stehende VerfÃ¼gung datiert vom 7. April 2011, wurde gleichentags versandt und nicht angefochten. Noch am 19. November 2011 â mithin rund sieben Monate spÃ¤ter â erklÃ¤rte der BeschwerdefÃ¼hrer wohl auf entsprechende RÃ¼ckfrage von D bzw. deren Vertreters, er werde die in Zusammenhang mit den Aufwendungen im Beschwerdeverfahren vorgenommenen Belastungen "prÃ¼fen" und "mit der nÃ¤chsten Akontorechnung" in Abzug bringen. Er hat damit keineswegs innert angemessener Frist oder wie geltend gemacht "aus eigener Initiative" eine Bereinigung oder RÃ¼ckvergÃ¼tung vorgenommen. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Nach dem Gesagten verletzte der BeschwerdefÃ¼hrer dadurch, dass er ihm aus dem (ersten) Beschwerdeverfahren vor dem Bezirksgericht E erwachsende Rechtsvertretungskosten und die ihm mit VerfÃ¼gung vom 7. April 2011 auferlegten Gerichtskosten dem Nachlass belastete, seine Pflicht zur sorgfÃ¤ltigen und gewissenhaften BerufsausÃ¼bung im Sinn des Art. 12 lit. a BGFA.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>GemÃ¤ss Art. 12 lit. h BGFA bewahren AnwÃ¤ltinnen und AnwÃ¤lte die ihnen anvertrauten VermÃ¶genswerte getrennt von ihrem eigenen VermÃ¶gen auf. Diese Bestimmung umfasst auch die Pflicht der RechtsanwÃ¤ltinnen und -anwÃ¤lte, ihnen anvertraute VermÃ¶genswerte sorgfÃ¤ltig aufzubewahren (Fellmann, Kommentar Anwaltsgesetz, Art. 12 N. 152, auch zum Folgenden). Ist mit der FÃ¼hrung eines Mandats eine VermÃ¶gensverwaltung verbunden, so hat der Anwalt bzw. die AnwÃ¤ltin der Klientschaft periodisch hierÃ¼ber Rechenschaft abzulegen (Alexander Brunner et al., Anwaltsrecht, ZÃ¼rich etc. 2015, S. 167). Bei einem lÃ¤nger dauernden Willensvollstreckermandat sind AnwÃ¤ltinnen und AnwÃ¤lte zur periodischen, in der Regel jÃ¤hrlichen Vorlage einer detaillierten Abrechnung verpflichtet (Walter Fellmann, Anwaltsrecht, Bern 2010, N. 429). </p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Die Beschwerdegegnerin legt dem BeschwerdefÃ¼hrer eine Verletzung des Art. 12 lit. h BGFA zur Last, weil er seiner Pflicht zur Rechenschaftsablegung trotz zahlreicher Aufforderungen nur verspÃ¤tet nachgekommen sei. So habe er erstmals am 16. Dezember 2009 angeforderte BankauszÃ¼ge des Jahres 2008 D (zusammen mit jenen des Jahres 2009) erst am 25. Mai 2011 â und damit knapp anderthalb Jahre nach erster Aufforderung â zugestellt. Dabei habe er auch die ihm vom Bezirksgericht E mit VerfÃ¼gung vom 7. April 2011 angesetzte Frist nicht eingehalten. Die BankauszÃ¼ge per Ende 2010 habe der BeschwerdefÃ¼hrer D erst am 2. November 2011 und wiederum nach mehrfacher Mahnung zugestellt, obwohl er die fraglichen KontoauszÃ¼ge bereits Monate zuvor erhalten habe und ihm wiederholt erlÃ¤utert worden sei, dass D auf diese Unterlagen fÃ¼r ihre eigenen SteuererklÃ¤rungen dringend angewiesen sei. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht im Wesentlichen geltend, der Rechtsvertreter von D habe ihn seit jeher und namentlich zwischen Januar 2010 und Mai 2011 mit Dutzenden von Herausgabebegehren Ã¼berschwemmt, sodass das vernÃ¼nftige Mass der brieflichen Beantwortung dieser Anfragen lÃ¤ngst Ã¼berschritten gewesen sei und "lÃ¤ngst kein Recht mehr" auf briefliche Zustellung der Unterlagen bestanden habe. Er habe den Rechtsanwalt von D aufgefordert, die strittigen Unterlagen vor Ort einzusehen und/oder zu kopieren, was dieser ebenso abgelehnt habe wie ein klÃ¤rendes GesprÃ¤ch. Was die BankauszÃ¼ge der Jahre 2008 und 2009 angehe, so habe ihn der Vertreter von D am 16. Mai 2011 Ã¼ber die eingetretene Rechtskraft der VerfÃ¼gung des Bezirksgerichts E vom 7. April 2011 informiert. Die BankauszÃ¼ge habe er D danach am 25. Mai 2011 bzw. innert sieben Arbeitstagen zukommen gelassen; eine Verletzung des Art. 12 lit. h BGFA kÃ¶nne darin nicht erblickt werden. Auch fÃ¼r die ihm vorgeworfene verspÃ¤tete Zustellung der Bankunterlagen des Jahres 2010 macht der BeschwerdefÃ¼hrer im Wesentlichen die Rechtsvertreter von D verantwortlich. Da das Bezirksgericht E in seiner VerfÃ¼gung vom 7. April 2011 keinen exakten Termin fÃ¼r die Ãbergabe der KontoauszÃ¼ge 2010 festgehalten habe, sei es ohnehin ihm Ã¼berlassen gewesen, wann er (im Verlaufe des Jahres 2011) die KontoauszÃ¼ge zustelle. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>5.4.1 </b>Ein Willensvollstrecker untersteht der auftragsrechtlichen Bestimmung Ã¼ber die Rechenschaftsablegung nach Art. 400 OR (Hans KÃ¼nzle, Berner Kommentar, 2011, Vorbemerkungen zu Art. 517â518 OR N. 27); er hat entsprechend auf Verlangen jederzeit Ã¼ber seine GeschÃ¤ftsfÃ¼hrung Rechenschaft abzulegen (Abs. 1) und Abrechnung zu erstatten. Die Abrechnung muss eine sachgerechte Kontrolle der TÃ¤tigkeiten des Willensvollstreckers ermÃ¶glichen (vgl. Rolf Weber, Basler Kommentar, 2015, Art. 400 OR N. 8). Weil die Abrechnung Aufschluss darÃ¼ber zu geben hat, dass der Auftrag fremdnÃ¼tzig und haushÃ¤lterisch ausgefÃ¼hrt worden ist, hat sie regelmÃ¤ssig schriftlich und unter Ãbergabe der sachgerechten Belege zu erfolgen (Weber, Art. 400 OR N. 7). Bei lÃ¤nger dauerndem Mandat hat der Willensvollstrecker den Erben einen jÃ¤hrlichen Rechenschaftsbericht Ã¼ber den Stand des Nachlasses zu erstatten (Martin Karrer et al., Basler Kommentar, 2015, Art. 518 ZGB N. 17). Zwar trifft es grundsÃ¤tzlich zu, dass der Willensvollstrecker seiner Auskunftspflicht gegenÃ¼ber den Erben zunÃ¤chst in mÃ¼ndlicher Form genÃ¼gen kann (vgl. KÃ¼nzle, Art. 517â518 ZGB N. 220 mit Hinweisen, auch zum Folgenden). Soweit notwendig, kÃ¶nnen Erben indes auch weiter gehende Leistungen wie etwa Einsicht oder die Abgabe von Kopien verlangen. </p> <p class="Erwgung3"><b>5.4.2 </b>Gegenstand der Auskunftspflicht des Willensvollstreckers ist in erster Linie die laufende Erbteilung, insbesondere der Stand des Nachlasses und die bisherige TÃ¤tigkeit des Willensvollstreckers (KÃ¼nzle, Art. 517â518 ZGB N. 219 mit Hinweisen). Der BeschwerdefÃ¼hrer stellt zu Recht nicht in Abrede, dass er als Willensvollstrecker verpflichtet war, D Auskunft Ã¼ber den Stand des NachlassvermÃ¶gens zu geben bzw. ihr Einsicht in die fraglichen AuszÃ¼ge von Nachlasskonten zu geben. BankauszÃ¼ge von zum NachlassvermÃ¶gen gehÃ¶rigen Konten und Depots sind offensichtlich geeignet und wesentlich zur Beurteilung des Standes des Nachlasses, sodass die Erben gerade bei lÃ¤nger dauernden Willensvollstreckermandaten regelmÃ¤ssig erwarten dÃ¼rfen, mit den entsprechenden Unterlagen jedenfalls auf Ersuchen hin bedient zu werden (so entgegen der Beschwerde hinsichtlich der hier interessierenden Konto- und DepotauszÃ¼ge der Jahre 2008 bis 2010 im Ergebnis auch das Bezirksgericht E in seiner VerfÃ¼gung vom 7. April 2011). Dass der Rechtsanwalt von D vom BeschwerdefÃ¼hrer zahlreiche weitere AuskÃ¼nfte und/oder die Herausgabe zahlreicher anderer Unterlagen verlangt haben mag, befreite den BeschwerdefÃ¼hrer entgegen seinem sinngemÃ¤ssen Vorbringen nicht davon, grundlegenden Auskunfts- und Informationspflichten (weiterhin) nachzukommen. Ebenso wenig "verwirkte" dadurch der Anspruch der Erben bzw. hier von D auf Abgabe grundlegender Unterlagen wie die hier infrage stehenden. Der BeschwerdefÃ¼hrer scheint sodann zu verkennen, dass er D (und den weiteren Miterbinnen) gegenÃ¼ber von Gesetzes wegen auskunftspflichtig war und die Pflicht zur Herausgabe der verlangten Bankbelege mithin nicht erst durch die entsprechende VerfÃ¼gung des Bezirksgerichts E statuiert wurde. Insofern ist mit Bezug auf die Beurteilung einer Berufsregelverletzung nicht massgeblich, ob er die ihm zur Zustellung der Konto- und DepotauszÃ¼ge vom Bezirksgericht E gesetzte Frist eingehalten hat oder nicht. Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend erwÃ¤gt, kam der BeschwerdefÃ¼hrer seiner Auskunftspflicht durch die Zustellung der Bankunterlagen der Jahre 2008 und 2009 knapp anderthalb Jahre nach entsprechender Aufforderung nicht rechtzeitig bzw. korrekt nach. Dass er dabei Ã¼berdies die vom Bezirksgericht E verfÃ¼gte Frist nicht einhielt, <i>begrÃ¼ndet</i> entsprechend keine Berufsregelverletzung, sondern <i>erhÃ¶ht deren Schwere</i>. Ohnehin ist nicht ersichtlich, weshalb der BeschwerdefÃ¼hrer sich nicht selbst hÃ¤tte Klarheit Ã¼ber den Eintritt der Rechtskraft der VerfÃ¼gung vom 7. April 2011 verschaffen oder wenigstens den Versand der ihm lÃ¤ngst vorliegenden Unterlagen umgehend hÃ¤tte vornehmen kÃ¶nnen, nachdem er Ã¼ber die eingetretene Rechtskraft informiert worden war, sondern hierfÃ¼r weitere sieben Arbeitstage benÃ¶tigte. </p> <p class="Urteilstext">Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer mit Bezug auf die Bankunterlagen des Jahres 2010 sinngemÃ¤ss geltend macht, eine jedenfalls noch im Lauf des Jahres 2011 erfolgte Zustellung habe als rechtzeitig zu gelten, scheint er wiederum zu verkennen, dass er von Gesetzes wegen zur Auskunftserteilung innert angemessener Frist verpflichtet war. Ãblicherweise werden per Ende eines Kalenderjahres erstellte Konto- und DepotauszÃ¼ge im Januar des Folgejahres an die Bankkunden versandt. Es ist somit davon auszugehen und wird auch vom BeschwerdefÃ¼hrer nicht in Abrede gestellt, dass er die fraglichen Dokumente lange vor dem Versand an den Rechtsvertreter von D in seinem Besitz hatte. Eine Zustellung dieser Unterlagen erst im November 2011 kann nicht mehr als fristgerecht betrachtet werden. Der BeschwerdefÃ¼hrer stellte D (und den Miterbinnen) im Ãbrigen am 25. Mai 2011 selbst in Aussicht, sie wÃ¼rde(n) die BankauszÃ¼ge fÃ¼r das Jahr 2010 "in KÃ¼rze" erhalten. Der Rechtsvertreter von D forderte ihn daraufhin auf, die Zustellung bis zum 17. Juni 2011 vorzunehmen. Ein sachlicher Grund dafÃ¼r, dass der BeschwerdefÃ¼hrer D erst am 2. November 2011 mit den gewÃ¼nschten Unterlagen bediente, ist nicht ersichtlich. Entgegen der Beschwerde lÃ¤sst sich weiter der VerfÃ¼gung des Bezirksgerichts E vom 7. April 2011 nicht entnehmen, der BeschwerdefÃ¼hrer kÃ¶nne nach Belieben bis zu (fast) einem Jahr mit dem Versand der Bankunterlagen zuwarten. Zwar trifft es zu, dass die entsprechende Anweisung, der BeschwerdefÃ¼hrer habe D "mindestens jÃ¤hrlich unaufgefordert die den Nachlass [â¦] betreffenden Konto- und DepotauszÃ¼ge zukommen zu lassen", keine Frist dafÃ¼r setzt, bis wann dies jeweils zu geschehen habe. Solches unter Angabe eines bestimmten Termins festzuhalten, war denn auch nicht erforderlich, nachdem die Auskunftserteilung stets innert angemessener bzw. nach den ErwÃ¤gungen des Bezirksgerichts "innert Ã¼blicher Frist" zu erfolgen hat. Wie die Vorinstanz zutreffend erwÃ¤hnt, vermag sich der BeschwerdefÃ¼hrer auch dadurch nicht zu entlasten, dass er dem Rechtsvertreter von D angeboten haben mag, die Unterlagen bei ihm abzuholen oder zu kopieren. D hatte â wie auch das Bezirksgericht E unmissverstÃ¤ndlich festgehalten hatte â Anspruch darauf, dass der BeschwerdefÃ¼hrer ihr diese grundlegenden Unterlagen <i>zukommen</i> lasse, und dem BeschwerdefÃ¼hrer war bekannt, dass sie bzw. ihr Vertreter auf der Zustellung beharrte. </p> <p class="Erwgung2">An dieser Stelle ist schliesslich festzuhalten, dass RechtsanwÃ¤ltinnen und -anwÃ¤lte grundsÃ¤tzlich durch das (Fehl-)Verhalten anderer AnwÃ¤lte, der Klientschaft oder von Dritten nicht von der Einhaltung der Berufsregeln des Art. 12 BGFA entbunden werden. Sie kÃ¶nnen daher eigene Pflichtverletzungen regelmÃ¤ssig nicht mit dem (Fehl-)Verhalten anderer rechtfertigen. Zu Unrecht wirft der BeschwerdefÃ¼hrer der Beschwerdegegnerin daher sinngemÃ¤ss vor, sie hÃ¤tte das Verhalten von D und/oder ihres Vertreters nicht ausser Acht lassen dÃ¼rfen, soweit es um die Frage der Berufsregelverletzungen geht. Erst recht lÃ¤uft das sinngemÃ¤sse Vorbringen des BeschwerdefÃ¼hrers, er dÃ¼rfe wegen der ihm vorgeworfenen Verletzungen von Berufsregeln schon deshalb nicht diszipliniert werden, weil er lediglich auf das Fehlverhalten eines anderen Anwalts reagiert habe, ins Leere.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.5 </b>Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer dadurch, dass er D erst am 25. Mai bzw. 2. November 2011 mit den Bankunterlagen der Nachlasskonten und -depots der Jahre 2008 und 2009 bzw. 2010 bediente, seine Rechenschaftspflicht bzw. Art. 12 lit. h BGFA verletzte.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Art. 12 lit. i BGFA verlangt von den AnwÃ¤ltinnen und AnwÃ¤lten, die Klientschaft bei Ãbernahme des Mandates Ã¼ber die GrundsÃ¤tze ihrer Rechnungsstellung aufzuklÃ¤ren und jene periodisch oder auf Verlangen Ã¼ber die HÃ¶he des geschuldeten Honorars zu informieren. Nach dieser Bestimmung ist ein Rechtsanwalt verpflichtet, seine Klientschaft auf Verlangen hin jederzeit Ã¼ber die HÃ¶he des in diesem Zeitpunkt geschuldeten Honorars zu orientieren (Fellmann, Kommentar Anwaltsgesetz, Art. 12 N. 171). Die Auskunft hat innert nÃ¼tzlicher Frist zu erfolgen. Die Klienten kÃ¶nnen sodann jederzeit eine hinsichtlich der einzelnen BemÃ¼hungen des Anwalts und die fÃ¼r jede einzelne derselben aufgewendete Zeit detaillierte Rechnung verlangen (vgl. Fellmann, Kommentar Anwaltsgesetz, Art. 12 N. 172, auch zum Folgenden; vgl. ferner Giovanni Testa, Die zivil- und standesrechtlichen Pflichten des Rechtsanwaltes gegenÃ¼ber dem Klienten, ZÃ¼rich 2001, S. 200). Ob die Abrechnung nach Meinung des Anwalts tunlich, notwendig oder angebracht ist, bleibt â entgegen der Beschwerde â ohne Bedeutung. Der Anwalt hat auf erstes Verlangen der Klientschaft sobald als mÃ¶glich und zweckmÃ¤ssig abzurechnen; in zeitlicher Hinsicht sind vor allem dann strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Anwalt vorerst eine nicht genau spezifizierte Abrechnung vorgelegt hat und der Klient anschliessend Detaillierung verlangt (Fellmann, Kommentar Anwaltsgesetz, Art. 12 N. 173). Eine speditive und detaillierte Abrechnung Ã¼ber die getÃ¤tigten BemÃ¼hungen kann AnwÃ¤ltinnen und AnwÃ¤lten ohne Weiteres zugemutet werden, weil sie sich bei ordnungsgemÃ¤sser BuchfÃ¼hrung ohne grossen Zusatzaufwand bewerkstelligen lÃ¤sst (vgl. Testa, S. 201 f.). </p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Die Beschwerdegegnerin kommt zum Schluss, der BeschwerdefÃ¼hrer habe mehrfach gegen Art. 12 lit. i BGFA verstossen; obschon D ihn wiederholt ersucht habe, seine HonorarbezÃ¼ge offenzulegen und Ã¼ber seine TÃ¤tigkeit detailliert abzurechnen, habe er hierÃ¼ber zu spÃ¤t und/oder nicht mit dem nÃ¶tigen Detaillierungsgrad Auskunft gegeben: </p> <p class="Erwgung3"><b>6.2.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer habe nach Ãbernahme des Willensvollstreckermandats zunÃ¤chst detailliert Rechnung gestellt und sei mit den Erbinnen im FrÃ¼hjahr 2007 Ã¼berein gekommen, einstweilen keine weiteren detaillierten Rechnungen zuzustellen. Am 10. Februar 2010 sei er dann vom neu mandatierten Vertreter von D in aller Form aufgefordert worden, seine HonorarbezÃ¼ge offenzulegen und bezÃ¼glich Stundenaufwand und TÃ¤tigkeit zu spezifizieren. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe D nach weiterer Mahnung am 23. April 2010 14 Honorarrechnungen, datierend zwischen dem 8. MÃ¤rz 2007 und dem 2. November 2009, zugestellt, welche alle keinerlei Spezifikationen aufgewiesen hÃ¤tten. Daraufhin sei er von D zur Rechnungsdetaillierung aufgefordert worden, habe diese zunÃ¤chst vertrÃ¶stet und ihr anschliessend mitgeteilt, die Spezifikationen wÃ¼rden der Erbengemeinschaft "zu gegebener Zeit" Ã¼bermittelt. Daraufhin sei D zur (ersten) Beschwerde gegen den Willensvollstrecker geschritten. Mit seiner Beschwerdeantwort vom 2. September 2010 habe der BeschwerdefÃ¼hrer schlussendlich die verlangten Rechnungsdetaillierungen eingereicht. Dieser Ablauf wird vom BeschwerdefÃ¼hrer zu Recht nicht infrage gestellt. </p> <p class="Erwgung3"><b>6.2.2 </b>Weiter erwÃ¤gt die Beschwerdegegnerin, D habe den BeschwerdefÃ¼hrer mit Schreiben vom 30. Juni 2015 um Detaillierung seiner Honorarrechnungen ab Februar bzw. 10. MÃ¤rz 2014 ersucht. Dieser habe gleichentags geantwortet, er benÃ¶tige bis Ende Juli Zeit, um die gewÃ¼nschte Dokumentierung vorzunehmen. Am 31. Juli 2015 habe er D seine Honorarrechnungen vom 1. November 2013 bis zum 22. Juni 2015 zugestellt. Die als Akonto-Rechnungen bezeichneten SchriftstÃ¼cke hÃ¤tten ein Leistungsverzeichnis enthalten, in dem fÃ¼r die jeweilige Abrechnungsperiode zwar die einzelnen BemÃ¼hungen sowie der Gesamtzeitaufwand aufgelistet gewesen seien, nicht aber der Zeitaufwand fÃ¼r die einzelnen BemÃ¼hungen oder nur schon der Zeitaufwand fÃ¼r die BemÃ¼hungen eines Arbeitstages. Auf Ersuchen von D habe der BeschwerdefÃ¼hrer dieser am 31. August 2015 die gewÃ¼nschten "Akonto-Rechnungen mit Volldetaillierung" zugestellt. </p> <p class="Erwgung3"><b>6.2.3 </b>Schliesslich fÃ¼hrt die Beschwerdegegnerin aus, der BeschwerdefÃ¼hrer habe die Erbinnen bzw. D zu spÃ¤t Ã¼ber einen Bezug aus dem NachlassvermÃ¶gen in der HÃ¶he von Fr. 120'000.- informiert, indem er diesen zwar in einer Akonto-Rechnung vom 17. Dezember 2011 auswies, diese Rechnung D aber erst im (zweiten) Beschwerdeverfahren bzw. mit seiner dortigen Beschwerdeantwort vom 26. MÃ¤rz 2012 zugÃ¤nglich machte. Auch die soeben sowie oben 6.2.2 geschilderten VorgÃ¤nge werden vom BeschwerdefÃ¼hrer an sich nicht bestritten. Sie ergeben sich denn auch aus den Akten. </p> <p class="Erwgung2"><b>6.3 </b>Der Schluss der Vorinstanz, der BeschwerdefÃ¼hrer habe mehrfach gegen Art. 12 lit. i BGFA verstossen, ist nicht zu beanstanden: D bzw. ihr Vertreter forderte den BeschwerdefÃ¼hrer am 10. Februar 2010 unmissverstÃ¤ndlich dazu auf, "sÃ¤mtliche[..] HonorarbezÃ¼ge aus dem Nachlass bekannt zu geben und gehÃ¶rig zu spezifizieren". Der BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼hrte in seiner Stellungnahme an die Beschwerdegegnerin vom 18. Januar 2016 aus, er habe seine honorarberechtigten Aufwendungen und Ausgaben stets pflichtbewusst und akribisch erfasst. Es ist somit davon auszugehen, dass er die entsprechenden detaillierten Abrechnungen ohne grossen Aufwand hÃ¤tte rasch erstellen kÃ¶nnen. Nur schon vor diesem Hintergrund erweist sich die â erst nach weiteren Mahnungen erfolgte â Zustellung der Honorarrechnungen aus den Jahren 2007 bis 2009 am 23. April 2010 als verspÃ¤tet, zumal diese â entgegen der ausdrÃ¼cklichen Aufforderung von D â eben gerade nicht genÃ¼gend detailliert waren. Erst recht muss eine Verletzung der Pflicht zur ordnungsgemÃ¤ssen Abrechnung darin erblickt werden, dass der BeschwerdefÃ¼hrer D in der Folge die gewÃ¼nschten Spezifikationen erst mehr als vier Monate spÃ¤ter â nach mehrfacher Mahnung und nachdem Erstere die Aufsichtsinstanz angerufen hatte â zugÃ¤nglich machte. </p> <p class="Urteilstext">Was die Honorarrechnungen ab FrÃ¼hjahr 2014 angeht, so erscheint die Zusendung der Rechnungen innert eines Monats nach entsprechendem Ersuchen angesichts der damaligen UmstÃ¤nde in zeitlicher Hinsicht noch als vertretbar; allerdings ist nicht nachvollziehbar, weshalb der BeschwerdefÃ¼hrer erneut und trotz ausdrÃ¼cklicher gegenteiliger Aufforderung nur Abrechnungen mit ungenÃ¼gendem Detaillierungsgrad zustellte und in der Folge einen weiteren Monat dafÃ¼r beanspruchte, dem â ihm lÃ¤ngst bekannten â Ersuchen um spezifizierte Rechnungsstellung nachzukommen. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist seiner Pflicht zur ordnungsgemÃ¤ssen Abrechnung daher auch hinsichtlich seiner BemÃ¼hungen ab FrÃ¼hjahr 2014 nur ungenÃ¼gend nachgekommen. </p> <p class="Urteilstext">Zu Recht nimmt die Beschwerdegegnerin schliesslich eine Verletzung des Art. 12 lit. i BGFA an, weil der BeschwerdefÃ¼hrer D erst im Lauf des (zweiten) Beschwerdeverfahrens bzw. am 12. MÃ¤rz 2012 Ã¼ber einen Bezug aus dem NachlassvermÃ¶gen informiert hatte, obwohl dieser bereits in einer Akontorechnung vom 17. Dezember 2011 ausgewiesen und der BeschwerdefÃ¼hrer seit dem 10. Februar 2010 wiederholt zur detaillierten Rechnungsstellung aufgefordert worden war. Auf die entsprechenden ErwÃ¤gungen im angefochtenen Beschluss kann verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). Auch hier kann sich der BeschwerdefÃ¼hrer nicht damit entlasten, dass im Dezember 2011 eine Besprechung zwischen ihm und dem Vertreter von D hÃ¤tte stattfinden sollen, nachdem diese Besprechung am 19. Dezember 2011 abgesagt wurde und dem BeschwerdefÃ¼hrer bekannt war, dass die Gegenseite auf detaillierten Belegen Ã¼ber die HonorarbezÃ¼ge bestand. <span>In Zusammenhang mit der rechtzeitigen Zustellung und der Detaillierung der Honorarabrechnungen des BeschwerdefÃ¼hrers kann es schliesslich keine Rolle spielen, ob D die von ihm vorgeschlagene Honorarvereinbarung bis heute nicht unterzeichnet hat, wie er geltend macht. Zwar bewirkt das auf Seiten des BeschwerdefÃ¼hrers eine gewisse Unsicherheit darÃ¼ber, zu welchem Stundenansatz er seinen Aufwand verrechnen darf. Indessen ist fÃ¼r die Frage, welches Honorar der Willensvollstrecker einfordern darf, in erster Linie massgebend, welches der notwendige Aufwand fÃ¼r das Willensvollstreckermandat war. Dieser Aufwand muss ungeachtet der Frage ausgewiesen werden, zu welchem Stundenansatz abgerechnet wird. Besteht Einigkeit Ã¼ber den geltend gemachten Aufwand, kann anschliessend geprÃ¼ft werden, ob dem BeschwerdefÃ¼hrer der geltend gemachte Stundenansatz (und die geltend gemachte prozentuale Beteiligung am Gesamtnachlass) entschÃ¤digt wird bzw. ob seine Akontozahlungen noch erhÃ¶ht oder reduziert werden mÃ¼ssen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>6.4 </b>Nach dem AusgefÃ¼hrten ist festzuhalten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer seiner Pflicht zur ordnungsgemÃ¤ssen Abrechnung verschiedentlich nicht (genÃ¼gend) nachkam und daher die Berufsregel des Art. 12 lit. i BGFA mehrfach verletzte.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.5 </b>Was die Beschwerde dagegen vorbringt, vermag nicht zu Ã¼berzeugen: Wie bereits dargelegt (oben 5.4.2 Abs. 3), wurde der BeschwerdefÃ¼hrer durch allfÃ¤lliges Fehlverhalten von D oder deren Anwalts von der Einhaltung seiner Berufspflichten nicht entbunden; dass die Vertreter von D mit einer Vielzahl an Anfragen und Begehren an ihn herantrat oder es ablehnte, anlÃ¤sslich einer Besprechung Klarheit Ã¼ber die Aufwendungen des BeschwerdefÃ¼hrers zu schaffen bzw. die Honorarrechnungen in der Kanzlei des BeschwerdefÃ¼hrers einzusehen, fÃ¼hrt mit anderen Worten nicht dazu, dass er nicht mehr zeit- und sachgerecht Ã¼ber seine Aufwendungen hÃ¤tte informieren mÃ¼ssen (vgl. oben 5.4.2 Abs. 2 am Ende und Abs. 3). Entgegen der Beschwerde hat denn auch das Bezirksgericht E nicht etwa die Vertreter von D verpflichtet, die Honorarrechnungen beim BeschwerdefÃ¼hrer einzusehen. </p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt sodann, die Beschwerdegegnerin habe eine drakonisch hohe bzw. unverhÃ¤ltnismÃ¤ssige Busse ausgesprochen; die Busse sei deshalb aufzuheben, eventualiter auf ein angemessenes Mass, vorzugsweise auf einen "symbolischen" Franken zu reduzieren oder subeventualiter durch einen Verweis oder eine Verwarnung zu ersetzen. </p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b>Art. 17 Abs. 1 BGFA sieht fÃ¼r Verletzungen der Berufspflichten verschiedene Disziplinarmassnahmen vor; geordnet nach der Schwere und beginnend mit der mildesten sind dies Verwarnung, Verweis, Busse bis zu Fr. 20'000.-, befristetes und dauerndes BerufsausÃ¼bungsverbot. </p> <p class="Urteilstext">Die Disziplinierung des fehlbaren Anwalts bzw. der fehlbaren AnwÃ¤ltin hat sich grundsÃ¤tzlich an den UmstÃ¤nden des Einzelfalls auszurichten (Tomas Poledna, Kommentar Anwaltsgesetz, Art. 17 N. 26). Bei der Bemessung der Massnahme sind insbesondere zu berÃ¼cksichtigen die Schwere des Verstosses gegen eine Berufsregel, wobei auch die Anzahl der VerstÃ¶sse oder eine fortgesetzte Begehung beachtlich sind, das Mass der Verschuldens sowie das berufliche bzw. disziplinarische Vorleben der betroffenen Person (Poledna, Art. 17 N. 27).</p> <p class="Urteilstext">Eine Verwarnung findet bei leichtesten und einmaligen Pflichtverletzungen Anwendung; ein Verweis wird bei leichteren Verletzungen oder in FÃ¤llen ausgesprochen, die sich an der Grenze zu mittelschweren FÃ¤llen befinden sowie bei einer wiederholten leichten Verletzung oder mehrfachen leichten VerstÃ¶ssen (Poledna, Art. 17 N. 32). Eine Busse liegt im "Mittelfeld" der disziplinarischen Sanktionen (Poledna, Art. 17 N. 33). </p> <p class="Erwgung2"><b>7.3 </b>Der Beschwerdegegnerin ist grundsÃ¤tzlich bei der AusfÃ¤llung der konkreten Sanktion ein weites Ermessen zuzugestehen. Dabei gilt es zu beachten, dass das Verwaltungsgericht die ErmessensausÃ¼bung der Vorinstanz bzw. der erstinstanzlich verfÃ¼genden BehÃ¶rde nicht frei Ã¼berprÃ¼ft. So lassen sich mit verwaltungsgerichtlicher Beschwerde einzig Rechtsverletzungen (einschliesslich Ermessensmissbrauch, -Ã¼berschreitungen und -unterschreitungen) sowie die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts rÃ¼gen (§ 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 lit. a und b VRG; vgl. Marco Donatsch, Kommentar VRG, § 50 N. 25 ff.). Ob ein unangemessener Entscheid vorliegt, kann das Gericht hingegen grundsÃ¤tzlich â und so auch hier â nicht prÃ¼fen (§ 50 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Urteilstext">Die ErmessensausÃ¼bung durch die Beschwerdegegnerin hat freilich eine pflichtgemÃ¤sse zu sein, sich somit an den allgemeinen RechtsgrundsÃ¤tzen sowie den verwaltungsrechtlichen Grundprinzipien auszurichten und namentlich dem VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzip zu genÃ¼gen (VGr, 10. September 2015, VB.2015.00242, E. 4.1; Poledna, Art. 17 N. 23). Das Verwaltungsgericht nimmt eine feinere PrÃ¼fung der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit vor als das Bundesgericht, das sich auf eine WillkÃ¼rprÃ¼fung beschrÃ¤nkt (BGr, 16. Februar 2011, 2C_247/2010, E. 8; vgl. auch Poledna, Art. 17 N. 27a). </p> <p class="Erwgung2"><b>7.4 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer hat verschiedene Berufsregeln (je) mehrfach verletzt: So hat er, obschon er von D unmissverstÃ¤ndlich um detaillierte Darlegung seiner HonorarbezÃ¼ge ersucht worden war, wiederholt nicht innert angemessener Zeit und/oder nur in ungenÃ¼gendem Ausmass Ã¼ber seine getÃ¤tigten Leistungen bzw. die HÃ¶he des bis anhin geschuldeten Honorars informiert, dieser mehrfach â und wiederum trotz wiederholter Aufforderung â zentrale Bankunterlagen betreffend das NachlassvermÃ¶gen nicht rechtzeitig zukommen lassen und schliesslich verschiedene Rechnungen aus dem NachlassvermÃ¶gen beglichen, welche er selbst zu bezahlen hatte. Die sanktionierten Verfehlungen erscheinen sodann unter BerÃ¼cksichtigung der vorliegenden UmstÃ¤nde mehrheitlich nicht mehr als leicht. Dies gilt zunÃ¤chst fÃ¼r die unrechtmÃ¤ssige Kostenbelastung des Nachlasses, welches Verhalten geeignet ist, die Interessen der Klientschaft und die WÃ¼rde des Berufsstands der Anwaltschaft in empfindlicher Weise zu beeintrÃ¤chtigen. Mindestens hinsichtlich der ihm auferlegten Gerichtskosten erscheint sodann in keiner Weise nachvollziehbar, weshalb sich der BeschwerdefÃ¼hrer zu irgendeinem Zeitpunkt hÃ¤tte als berechtigt erachten dÃ¼rfen, diese Kosten aus dem Nachlass zu beziehen; insofern liegt gar eine der Sache nach schwere Berufsregelverletzung vor. Was die Verletzung der verschiedenen Auskunfts- und Rechenschaftspflichten angeht, so fÃ¤llt zu Ungunsten des BeschwerdefÃ¼hrers in Betracht, dass er solchen Pflichten teils selbst dann noch in ungenÃ¼gender Weise nachkam, als ihm diese oder vergleichbare vom Bezirksgericht E in Erinnerung gerufen worden waren bzw. er fÃ¼r seine SÃ¤umigkeit sanktioniert worden war; sein Verhalten zeugte insofern von einer gewissen Unbelehrbarkeit. Entsprechend kann sich der BeschwerdefÃ¼hrer auch nicht darauf berufen, er habe den Nachlass durch seine UntÃ¤tigkeit vor unnÃ¶tigen Kosten schÃ¼tzen wollen. Zwar wurde er â soweit ersichtlich â durch die Beschwerdegegnerin erstmals diszipliniert. Auch mag sich mit dieser argumentieren lassen, dem BeschwerdefÃ¼hrer seien bereits aus den Beschwerdeverfahren gegen seine MandatsfÃ¼hrung Gerichts- und Rechtsvertretungskosten erwachsen, was ebenso zu seinen Gunsten zu berÃ¼cksichtigen sei, wie der Umstand, dass die beanstandeten Verfehlungen bei der Verzeigung bereits mehrere Jahre zurÃ¼cklagen und der BeschwerdefÃ¼hrer sich durch das aggressive und in der TonalitÃ¤t verfehlte Verhalten vom Rechtsvertreter von D wohl zu einer gewissen Verweigerungshaltung habe provozieren lassen. Umgekehrt kann aber nicht ausser Acht gelassen werden, dass der BeschwerdefÃ¼hrer die Beschwerdeverfahren durch seine Verweigerungs- und VerzÃ¶gerungshaltung herausforderte bzw. solche jeweils erst eingeleitet wurden, nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer vergeblich zur Auskunft bzw. Rechenschaftsablegung aufgefordert worden war. Ebenfalls zu berÃ¼cksichtigen gilt es, dass der BeschwerdefÃ¼hrer in seiner Funktion als Willensvollstrecker Ã¼ber sehr weitreichende Kompetenzen verfÃ¼gte, namentlich das ausschliessliche Besitz-, Verwaltungs- und VerfÃ¼gungsrecht Ã¼ber den Nachlass innehatte, wÃ¤hrend die diesbezÃ¼glichen Rechte der Erbinnen sistiert waren (vgl. Karrer et al., Art. 518 ZGB N. 14). Er bekleidete damit ein Ã¤usserst verantwortungsvolles Amt und befand sich gegenÃ¼ber D in einer faktisch sehr machtvollen Position, welche er namentlich dadurch in unzulÃ¤ssiger und dem Berufsstand unwÃ¼rdiger Weise ausnutzte, dass er die ErfÃ¼llung seiner Auskunftspflichten in Zusammenhang mit den lÃ¤ngst angeforderten Bankunterlagen der Jahre 2008 und 2009 selbst dann noch hinauszÃ¶gerte, als er hierzu vom Bezirksgericht E unmissverstÃ¤ndlich aufgefordert worden war bzw. dass er diesen Pflichten nicht einmal innert der verfÃ¼gten Frist nachkam. Entsprechend gewichtig erscheinen die damit einhergehenden Berufsregelverletzungen sowie das Verschulden des BeschwerdefÃ¼hrers. Sodann muss sich der BeschwerdefÃ¼hrer in diesem Zusammenhang wie bereits erwÃ¤hnt vorwerfen lassen, hinsichtlich seiner Amts-, namentlich seiner Auskunftspflichten, gegenÃ¼ber den Erbinnen eine gewisse Uneinsichtigkeit gezeigt zu haben. Die Beschwerdegegnerin hat deshalb sowie angesichts der weiteren UmstÃ¤nde zu Recht eine Busse ausgesprochen; sie durfte (implizit) davon ausgehen, eine mildere Massnahme wÃ¼rde den Verfehlungen nicht gerecht und auf den BeschwerdefÃ¼hrer auch nicht die gewÃ¼nschte Wirkung zeitigen. </p> <p class="Urteilstext">Art. 17 lit. c BGFA lÃ¤sst sodann die Disziplinierung von Berufsregelverletzungen mit Bussen bis Fr. 20'000.- zu. Die ausgesprochene Busse bewegt sich im unteren Bereich des Bussenrahmens und erweist sich mit Blick auf das fehlbare Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers und die UmstÃ¤nde jedenfalls nicht als zu hoch. </p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>9. </b> </p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen und bleibt ihm eine ParteientschÃ¤digung verwehrt (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 und § 17 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 3'100.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlichrechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>