<h2>SubmittedText<h2><p>- Wie hoch ist der Prozentsatz der defekten, nicht ganz abgebrannten Brennstäbe in der Schweiz?</p><p>- Müssen diese gesondert behandelt bzw. endgelagert werden?</p><p>- Wie müssen bei der Stilllegung von AKW defekte Brennstäbe behandelt werden?</p><p>- Inwiefern verzögern defekte Brennstäbe den Rückbau in Jahren?</p><p>In Deutschland bedeutet dies eine Verzögerung von mehreren Jahren.</p><p>- Ist dies für die Schweiz auch zu erwarten?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>In den jährlich erscheinenden Aufsichtsberichten gibt das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) Auskunft über die Art und Anzahl von allfälligen neuen Schäden an Brennstäben. So waren z. B. im Betriebszyklus 2012/13 der Schweizer Kernkraftwerke drei neue Defekte an Brennstäben und im darauffolgenden Zyklus 2013/14 einer zu verzeichnen.</p><p>Defekte Brennstäbe werden aus den betroffenen Brennelementen entfernt und gesondert in speziellen Behältern, sogenannten Köchern, in den wassergefüllten Brennelementbecken jedes Kernkraftwerks gelagert. Derzeit werden in allen Schweizer Kernkraftwerken insgesamt 111 defekte Brennstäbe auf diese Art gelagert. Die Anzahl defekter Brennstäbe beträgt weit weniger als ein Promille aller in Schweizer Kernkraftwerken gelagerten Brennstäbe.</p><p>Die Entsorgung von defekten Brennstäben erfolgt analog zur Entsorgung der intakten respektive abgebrannten Brennelemente. Mit speziellen Köchern werden die defekten Brennstäbe wie abgebrannte Brennelemente in die normalen Transport- und Lagerbehälter eingestellt und zwischengelagert. Dieselben Köcher können dereinst auch in Endlagerbehälter umverpackt und ins Tiefenlager verbracht werden.</p><p>In der Schweiz ist aus heutiger Sicht nicht zu erwarten, dass es bei der Stilllegung von Kernkraftwerken zu Verzögerungen wegen defekter Brennstäbe kommen wird. </p>