<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 0] </div> <div class="para">I 536/01 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Präsident Borella, Bundesrichter Lustenberger und Kernen; </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Riedi Hunold </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 27. Juni 2002 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para">B.________, 1967, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Roland Ilg, Rämistrasse 5, 8001 Zürich, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">IV-Stelle des Kantons Aargau, Kyburgerstrasse 15, 5001 Aarau, Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">und </div> <div class="para">Versicherungsgericht des Kantons Aargau, Aarau </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Nachdem B.________ (geboren 1967) die berufliche Abklärung in der Stiftung X.________ vorzeitig abgebrochen hatte, lehnte die IV-Stelle des Kantons Aargau einen Anspruch auf eine Invalidenrente infolge nicht rentenbegründendem Invaliditätsgrad mit Verfügung vom 27. Dezember 2000 ab. </div> <div class="para">Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons Aargau mit Entscheid vom 3. Juli 2001 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________ lässt Verwaltungsgerichtsbeschwerde führen mit dem Antrag auf eine ganze Rente; eventualiter sei der Prozess bis zum Entscheid im Verfahren gegen die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) zu sistieren; subeventualiter sei die Sache zu ergänzenden Abklärungen an die Verwaltung zurückzuweisen. </div> <div class="para">Sowohl IV-Stelle wie das Bundesamt für Sozialversicherung verzichten auf eine Vernehmlassung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Gemäss <span class="artref">Art. 6 Abs. 1 BZP</span> in Verbindung mit <span class="artref"><artref id="CH/173.110/40" type="start"></artref>Art. 40 und 135 OG</span><artref id="CH/173.110/135" type="end"></artref> kann das Gericht aus Gründen der Zweckmässigkeit das Verfahren aussetzen, insbesondere wenn das Urteil von der Entscheidung in einem anderen Rechtsstreit beeinflusst werden kann. Vorliegend ist eine Sistierung des Verfahrens nicht zweckmässig. Abgesehen davon, dass die Invaliditätsbemessung der SUVA gegenüber derjenigen der Invalidenversicherung nicht mehr unbedingten Vorrang hat (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=18&amp;from_date=20.06.2002&amp;to_date=09.07.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-V-468%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page468">BGE 119 V 468</a>; SVR 1996 UV Nr. 61 S. 205 Erw. II/1a) und der Einheitlichkeit trotz der koordinierenden und harmonisierenden Funktion des Invaliditätsbegriffs in den Bereichen der Invaliden-, Unfall- und obligatorischen Berufsvorsorgeversicherung in verschiedener Richtung Grenzen gesetzt sind (vgl. </div> <div class="para">Meyer-Blaser, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Zürich 1997, S. 20 f. und dort aufgeführte Gerichtspraxis), erlauben die zur Verfügung stehenden Unterlagen, insbesondere die schlüssigen ärztlichen Berichte und umfassenden beruflichen Abklärungen, eine sofortige abschliessende Beurteilung der sich hier stellenden Rechtsfragen. Dem Gesuch um Sistierung des Verfahrens ist somit nicht stattzugeben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Die Vorinstanz hat die Bestimmungen und Grundsätze über den Begriff der Invalidität (<span class="artref">Art. 4 Abs. 1 IVG</span>), den Anspruch auf eine Invalidenrente (<span class="artref"><artref id="CH/831.20/28/1^bis" type="start"></artref><artref id="CH/831.20/28/1" type="start"></artref>Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG</span><artref id="CH/831.20/28/1^bis" type="end"></artref><artref id="CH/831.20/1^bis" type="end"></artref>) und die Bemessung des Invaliditätsgrades nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (<span class="artref">Art. 28 Abs. 2 IVG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=18&amp;from_date=20.06.2002&amp;to_date=09.07.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-V-75%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page75">BGE 126 V 75</a>, 104 V 136 Erw. 2b) zutreffend dargelegt. </div> <div class="para">Dasselbe gilt für die Bedeutung ärztlicher Stellungnahmen für die Invaliditätsbemessung (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=18&amp;from_date=20.06.2002&amp;to_date=09.07.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-256%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page261">BGE 125 V 261</a> Erw. 4 mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen. </div> <div class="para">Zu ergänzen bleibt, dass hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichts die Herkunft des Beweismittels nicht entscheidend ist (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=18&amp;from_date=20.06.2002&amp;to_date=09.07.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-351%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page352">BGE 125 V 352</a> Erw. 3a) sowie dass für die Beurteilung der Gesetzmässigkeit einer Verwaltungsverfügung der Sachverhalt zur Zeit ihres Erlasses, mithin der 27. Dezember 2000, massgebend ist und Tatsachen, die diesen Sachverhalt seither verändert haben, im Normalfall Gegenstand einer neuen Verfügung sein sollen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=18&amp;from_date=20.06.2002&amp;to_date=09.07.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-V-362%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page366">BGE 121 V 366</a> Erw. 1b mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- a) Streitig ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Der Versicherte macht geltend, er würde unter einer gestörten Fingermotorik sowie Gefühlsstörungen in der rechten Hand als Folge seines zweiten Unfalls im Jahr 1997 leiden, weshalb er keine feinmotorische Arbeit wie die des Orthodentisten ausüben könne. Die beruflichen Abklärungen hätten denn auch keine verwertbaren Ergebnisse gebracht. </div> <div class="para">Zudem leide er anerkanntermassen unter einem Dauerschmerz. </div> <div class="para">Auf Grund des aktenkundig gestörten Selbstbewusstseins, den offenkundigen Zukunftsängsten und massiven Schlafstörungen sei eine psychiatrische Begutachtung schon seit langem angebracht. </div> <div class="para">Schliesslich habe es die IV-Stelle unterlassen, aufzuzeigen, welche Arbeiten ihm noch zumutbar seien. Auf den Bericht des SUVA-Kreisarztes könne nicht abgestellt werden, da dieser für die Bemessung einer Rente der Invalidenversicherung nicht massgebend sei. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">c) Entgegen der Ansicht des Versicherten spielt die Herkunft des Beweismittels keine Rolle für dessen Beweiswert, soweit es den übrigen Anforderungen entspricht (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=18&amp;from_date=20.06.2002&amp;to_date=09.07.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-351%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page352">BGE 125 V 352</a> Erw. 3a); die Vorinstanz hat somit zu Recht die umfassenden und schlüssigen Berichte des Dr. med. </div> <div class="para">C.________, SUVA-Kreisarzt, für die Invaliditätsbemessung herbeigezogen. In den Akten finden sich nirgends Hinweise auf die angeblichen Gefühlsstörungen in der Hand oder Anhaltspunkte für ein massgebliches psychisches Leiden. Was den geltend gemachten Dauerschmerz betrifft, so hat dieser nach ärztlicher Einschätzung keinen Einfluss auf die in Kenntnis der geklagten Schmerzen als voll erachtete Arbeitsfähigkeit in einer leichten Tätigkeit (vgl. Berichte des Dr. med. C.________ vom 16. Mai 2000 und 19. November 1999 sowie des Dr. med. P.________, Facharzt für Innere Medizin, vom 4. Mai 2000). Auch ergibt sich aus den ärztlichen Beurteilungen und den Berichten der beruflichen Abklärungsstellen (Stiftung X.________ und Rehabilitationsklinik Y.________) übereinstimmend, dass dem Versicherten sowohl vom gesundheitlichen Standpunkt (insbesondere was die Feinmotorik der Hand anbelangt) wie auch von seinen handwerklichen und intellektuellen Fähigkeiten her die Arbeit eines Orthodentisten zumutbar ist. Auf jeden Fall ist ihm eine leichte, vorwiegend sitzend ausgeübte Tätigkeit als Hilfsarbeiter ohne Heben und Tragen von schweren Lasten voll zumutbar. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beim Vergleich des hypothetischen Valideneinkommens von Fr. 47'400.- (12 x Fr. 3950.-) mit dem zumutbaren Invalideneinkommen von Fr. 43'607.- (12 x Fr. 4268.- [LSE 1998, S. 25, Anforderungsniveau 4] bei einer betriebsüblichen Arbeitszeit für 1998 von 41.9 Stunden [Die Volkswirtschaft, Heft 1/2002, S. 92, Tabelle B 9.2] und einer Nominallohnentwicklung von 0.3 für 1999 und 1.3 für 2000 [Die Volkswirtschaft, Heft 1/2002, S. 93, Tabelle B 10.2] sowie einem behinderungsbedingten Abzug von 20 %) ergibt sich ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 8 %. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4.- Da die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offensichtlich unbegründet ist, wird sie im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span> erledigt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I.Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II.Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para">III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau, der Ausgleichskasse des Kantons Solothurn und dem Bundesamt für Sozialversicherung </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">zugestellt. </div> <div class="para">Luzern, 27. Juni 2002 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der III. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: </div> </div></body></html>