<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00321</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204502&amp;W10_KEY=4467140&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00321</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 30.09.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Gesundheitswesen</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Bestattungswesen</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bestattungswesen (Exhumierung): Legitimation der Gemeinde zur Beschwerdeerhebung<br/><br/>Praxis zur Legitimation der Gemeinde unter altem, bis 1997 geltendem kantonalem Verfahrensrecht (E. 2.1); bundesgerichtliche Rechtsprechung (E. 2.2).<br/>Rechtsgrundlagen zum Bestattungsort und zur Exhumierung (E. 2.3.1). Nach dem kantonalen Recht sind für eine Exhumierung "ausserordentliche Gründe" erforderlich. Diese Bestimmung regelt die Voraussetzungen für eine Exhumierung abschliessend, und den Gemeinden kommt diesbezüglich keine sich aus der Gemeindeautonomie ergebende qualifizierte Entscheidungsfreiheit zu. Folglich ist die Gemeinde nicht legitimiert, den vorinstanzlichen Entscheid mittels Beschwerde beim Verwaltungsgericht anzufechten (E. 2.3.2).<br/>Offen gelassen, ob unabhängig von der Legitimation in der Sache die Befugnis zur Anfechtung von Kosten und Entschädigungen gegeben ist (E. 3.1). Vorliegend ist jedenfalls das Prozessverhalten der Witwe vor den Vorinstanzen nicht dergestalt, dass sich eine vom Unterliegerprinzip abweichende Kostenverlegung rechtfertigen lässt (E. 3.2).<br/>Abweisung, soweit Eintreten.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHWERDEBEFUGNIS">BESCHWERDEBEFUGNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESTATTUNG">BESTATTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESTATTUNGSORT">BESTATTUNGSORT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EXHUMIERUNG">EXHUMIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINDEAUTONOMIE">GEMEINDEAUTONOMIE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINDELEGITIMATION">GEMEINDELEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GERICHTSKOSTEN">GERICHTSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN">KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIENTSCHÃDIGUNG">PARTEIENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Gesundheit ST: ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT">ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 79 aGesundheitsG</span><br/><span class="ungerade">§ 41 Abs. I BestattV</span><br/><span class="gerade">§ 13 Abs. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 17 Abs. II VRG</span><br/><span class="gerade">§ 21 lit. a VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 21 lit. b VRG</span><br/><span class="gerade">§ 43 Abs. III VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>C, geb. 1946, verstarb 2003 in Y. Der Leichnam wurde 2003 auf dem Friedhof seines bisherigen Wohnortes Q in einem Grab fÃ¼r Erdbestattung beigesetzt. A, die Witwe des Verstorbenen, ersuchte die Stadtverwaltung Q am 2. Februar 2004 um Bewilligung der Exhumierung des Leichnams von C, um ihn in ein Familiengrab in X (Italien) Ã¼berfÃ¼hren zu kÃ¶nnen. Die Gesundheitsvorsteherin wies das Gesuch am 19. Februar 2004 ab. A ersuchte den Stadtrat Q am 12. MÃ¤rz 2004 um ÃberprÃ¼fung dieses Entscheids. Der Stadtrat bestÃ¤tigte am 5. April 2004 die VerfÃ¼gung der Gesundheitsvorsteherin.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Den dagegen erhobenen Rekurs hiess der Bezirksrat Q am 18. Juni 2004 gut. Er hob den Beschluss des Stadtrats Q vom 5. April 2004 auf und erteilte der Rekurrentin die Bewilligung, die sterblichen Ãberreste von C zu exhumieren bzw. unter nÃ¤her bezeichneten Auflagen und Bedingungen durch das zustÃ¤ndige Organ der Stadtverwaltung exhumieren zu lassen (Disp. Ziff. 1). Die Rekurskosten von Fr. 340.- wurden der Stadt Q auferlegt (Disp. Ziff. 2), die zudem zur Zahlung einer ParteientschÃ¤digung von Fr. 500.- an die Rekurrentin verpflichtet wurde (Disp. Ziff. 3).</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Mit Beschwerde vom 12. Juli 2004 beantragte die Stadt Q dem Verwaltungsgericht, den Beschluss des Bezirksrats vom 18. Juni 2004 aufzuheben und den Beschluss des Stadtrats vom 5. April 2004 zu bestÃ¤tigen; eventualiter wurde beantragt, die Verpflichtung zur Bezahlung der Rekurskosten und einer ParteientschÃ¤digung auch dann aufzuheben, wenn Disp. Ziff. 1 des vorinstanzlichen Entscheids bestÃ¤tigt werde; sodann sei der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen. A und der Bezirksrat Q beantragten am 26. bzw. 27. August 2004 Abweisung der Beschwerde, erstere zudem die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer </span><span>zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>GemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 21 lit. a VRG ist zum Rekurs und zur Beschwerde berechtigt, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Ãnderung oder Aufhebung hat. Rekurs- und beschwerdeberechtigt sind gemÃ¤ss § 21 lit. b VRG ferner Gemeinden, andere KÃ¶rperschaften und Anstalten des Ã¶ffentlichen Rechts zur Wahrung der von ihnen vertretenen schutzwÃ¼rdigen Interessen. Mit dieser anlÃ¤sslich der Revision vom 8. Juni 1997 eingefÃ¼gten Bestimmung wurde im Wesentlichen an die Praxis angeknÃ¼pft, die zur Beschwerdelegitimation nach der damals massgebenden Fassung von § 21 VRG (die dem heutigen § 21 lit. a entspricht) entwickelt worden ist (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 21 N. 61 ff., insbesondere N. 70). Nach der damaligen Praxis wurde die Rekurs- und Beschwerdelegitimation der Gemeinde namentlich bezÃ¼glich drei Fallgruppen bejaht, nÃ¤mlich wenn sie sich fÃ¼r die Durchsetzung und richtige Anwendung ihres kommunalen Rechts wehrte, wenn sie einen Eingriff in die ihr bei der Anwendung von kantonalem Recht zustehende qualifizierte Entscheidungs- und Ermessenfreiheit abwehren wollte, oder wenn sie wie eine Privatperson (z.B. als Bauherrin) betroffen war. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Diese Praxis ist seit Inkrafttreten von § 21 lit. b VRG anlehnend an bereits frÃ¼her vorhandene punktuelle AnsÃ¤tze im Sinn einer Ãffnung erweitert worden. So wurde ein schutzwÃ¼rdiges Interesse der Gemeinde bejaht, sich im Zusammenhang mit einer vom Kanton geplanten Deponie gegen eine GefÃ¤hrdung ihrer Trinkwasserversorgung und BeeintrÃ¤chtigung ihres Naherholungsgebiets zu wehren. Im Leitsatz zu diesem publizierten Entscheid (RB 1998 Nr. 13) wurde verallgemeinernd festgehalten, die Gemeinden seien (auch) dann rechtsmittellegitimiert, "wenn Interessen oder Aufgaben betroffen sind, die sie wahrnehmen bzw. erfÃ¼llen mÃ¼ssen, oder wenn sich eine Anordnung auf einen grossen Teil der Einwohnerschaft auswirkt". Allerdings genÃ¼gt es nicht, dass der angefochtene Entscheid mit negativen Auswirkungen fÃ¼r eine grÃ¶ssere Anzahl von Bewohnern auf dem Gemeindegebiet verbunden sein kann (VGr, 22. Januar 2004, VB.2003.00395, www.vgrzh.ch, betreffend Verlegung eines Recyclingbetriebs). Ferner wurde der Gemeinde die Berechtigung zum Rekurs gegen einen Entscheid zugesprochen, der sie zur Ãbernahme der Kosten fÃ¼r die Schulung eines Hochbegabten an einer Privatschule verpflichtet; dies in Aufweichung des frÃ¼her geltenden Grundsatzes, dass ein Eingriff in das kommunale Finanz- oder VerwaltungsvermÃ¶gen fÃ¼r sich allein die Rekurs- und Beschwerdelegitimation nicht zu begrÃ¼nden vermag (RB 2001 Nr. 9 = ZBl 102/2001, S. 525 mit weiteren Hinweisen in E. 2e). Festgehalten wurde jedoch am Grundsatz (vgl. zu dessen frÃ¼heren Geltung RB 1996 Nr. 11), dass sich die Gemeinde in FÃ¤llen, in denen ihr das kantonale Recht keinen qualifizierten â d.h. mit der Gemeindeautonomie zusammenhÃ¤ngenden â Entscheidungs- und Ermessensspielraum belÃ¤sst, nicht gegen die ihrer Meinung nach unrichtige Anwendung dieses Rechts durch die Rekursinstanz wehren kann; der blosse Vollzug von kantonalem und von Bundesrecht berÃ¼hrt die Gemeinde nicht in ihren eigenen schutzwÃ¼rdigen Interessen (RB 1998 Nr. 14 betreffend die im ganzen Kanton einheitlich zu beantwortende Frage des Abfallbegriffs). Schliesslich erachtete das Verwaltungsgericht eine Gemeinde als legitimiert, die Verletzung von § 357 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) geltend zu machen, welche Bestimmung sich mit den zulÃ¤ssigen Ãnderungen an vorschriftswidrigen Bauten befasst (VGr, 8. Oktober 2003, VB.2003.00196, <span>www.vgrzh.ch,</span> Leitsatz in RB 2003 Nr. 14).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Aus der Rechtsprechung des Bundesgerichts zur Legitimation von Gemeinden zur staatsrechtlichen Beschwerde gemÃ¤ss Art. 88 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 (OG) wegen Verletzung der Gemeindeautonomie lassen sich keine Vorgaben ableiten, wie die Legitimation der Gemeinden im kantonalen Recht zu umschreiben ist. Wie das Bundesgericht mit Urteil vom 5. Dezember 1995 (ZBl 98/1997, S. 260) in BestÃ¤tigung des Nichteintretensbeschlusses VB.1994.00068 vom 28. Oktober 1994 erkannt hat, sind die Kantone nicht verpflichtet, eine "Autonomiebeschwerde" der Gemeinden vorzusehen, obwohl dies dazu fÃ¼hren kann, dass gewisse kantonale Rekursentscheide, mit denen die Anordnung einer kommunalen BehÃ¶rde aufgehoben werden, von der Gemeinde unmittelbar mit staatsrechtlicher Beschwerde beim Bundesgericht angefochten werden kÃ¶nnen. Dies hÃ¤ngt damit zusammen, dass das Bundesgericht nach stÃ¤ndiger Praxis die Legitimation zur Autonomiebeschwerde schon dann bejaht, wenn die betroffene Gemeinde eine Verletzung der Autonomie behauptet und durch den angefochtenen Akt als TrÃ¤gerin hoheitlicher Gewalt beschwert ist. Ob ihr im betreffenden Bereich Ã¼berhaupt<br/> Autonomie zukomme, wird ebenso wie die Frage, ob die Autonomie durch den angefochtenen Akt verletzt worden sei, erst im Rahmen der materiellen Beurteilung geprÃ¼ft. Dabei wird die erste Frage (ob Gemeindeautonomie bestehe oder nicht) unabhÃ¤ngig von der Frage beantwortet, welche ÃberprÃ¼fungsbefugnis der kantonalen RechtsmittelbehÃ¶rde gegenÃ¼ber kommunalen Erlassen und Entscheiden zustehe. Der Umfang dieser ÃberprÃ¼fungsbefugnis ist lediglich fÃ¼r die Beantwortung der zweiten Frage (ob die Gemeindeautonomie verletzt worden sei) relevant (Walter KÃ¤lin, Das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde, 2. A., Bern, 1994, S. 271 ff.).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.3.1 </span></b><span>GemÃ¤ss § 79 des Gesundheitsgesetzes vom 4. November 1962 (GesundheitsG) erfolgt die Bestattung auf dem Friedhof der Gemeinde, in welcher der Verstorbene seinen letzten Wohnort hatte (Abs. 1 Satz 1). Die Wohngemeinde ist verpflichtet, den Heimtransport von an anderen Orten in der Schweiz Verstorbenen zu Ã¼bernehmen; sie kann jedoch die Transportkosten den Erben verrechnen (Abs. 1 Satz 2). Wenn der Verstorbene nicht im Kanton ZÃ¼rich wohnte und niemand fÃ¼r den RÃ¼cktransport aufkommt, erfolgt die Bestattung auf dem Friedhof der Gemeinde, in welcher der Tod eingetreten oder die Leiche aufgefunden worden ist (Abs. 2). Auf Wunsch des Verstorbenen oder seiner AngehÃ¶rigen kann die Bestattung auch in einer anderen Gemeinde erfolgen, wozu die Bewilligung der zustÃ¤ndigen GesundheitsbehÃ¶rde erforderlich ist (Abs. 3). GemÃ¤ss § 1 Abs. 1 der Verordnung Ã¼ber die Bestattungen vom 7. MÃ¤rz 1963 (BestattungsV) vollziehen die Gemeinden unter Aufsicht der Direktion des Gesundheitswesens die Vorschriften Ã¼ber das Bestattungswesen. Zu diesen Vorschriften gehÃ¶rt auch § 41 BestattungsV, wonach im Friedhof beigesetzte Leichen nicht ausgegraben und anderwÃ¤rts beigesetzt oder kremiert werden dÃ¼rfen (Abs. 1 Satz 1). Ausnahmen kÃ¶nnen jedoch durch die GemeindebehÃ¶rde bewilligt werden, wenn aussergewÃ¶hnliche GrÃ¼nde sie erfordern (Satz 2).</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.3.2 </span></b><span>Nach Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¤umt § 41 BestattungsV den Gemeinden eine erhebliche Ermessensfreiheit bezÃ¼glich der Bewilligung von Ausgrabungen ein. Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt dies nicht zur BegrÃ¼ndung ihrer Beschwerdelegitimation vor, die sie als selbstverstÃ¤ndlich voraussetzt, sondern will damit geltend machen, der Bezirksrat habe mit der Aufhebung des die Bewilligung verweigernden Beschlusses des Gemeinderats die Gemeindeautonomie verletzt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dieser Betrachtungsweise ist nicht beizutreten. Zwar verwendet § 41 BestattungsV mit der Wendung "ausserordentliche GrÃ¼nde", die fÃ¼r eine Ausgrabung vorliegen mÃ¼ssen, einen unbestimmten Rechtsbegriff, der den anwendenden BehÃ¶rden einen Ermessenspielraum einrÃ¤umt (zur Rechtsfigur des unbestimmten Rechtsbegriffes vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 72 ff.). Der Umstand, dass ein Ermessensspielraum besteht, ist fÃ¼r sich allein allerdings kein Kriterium, die Legitimation zu bejahen. Handelt es sich wie hier um einen unbestimmten Rechtsbegriff des <i>kantonalen </i>Rechts, kommt es vielmehr entscheidend darauf an, ob das kantonale Recht den Gemeinden eine qualifizierte, sich aus der Gemeindeautonomie ergebende Entscheidungsfreiheit einrÃ¤umt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 20 N. 19 und § 50 N. 8; RenÃ© Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, ErgÃ¤nzungsband, Basel 1990, Nr. 66 B XI). Dies trifft nicht zu, weil § 41 BestattungsV die ZulÃ¤ssigkeit von Exhumierungen abschliessend regelt. Den GemeindebehÃ¶rden steht daher bei der Anwendung und dem Vollzug dieser Regelung keine sich aus der Gemeindeautonomie ergebende qualifizierte Entscheidungsfreiheit zu. WÃ¼rde die Gemeindelegitimation bezÃ¼glich der Anwendung unbestimmter Rechtsbegriffe des kantonalen Rechts uneingeschrÃ¤nkt bejaht, mÃ¼sste der Grundsatz aufgegeben werden, wonach es zur Legitimation einer Gemeinde nicht genÃ¼gt, dass sie nur ihre eigene Rechtsauffassung bezÃ¼glich der Anwendung des kantonalen Rechts durchsetzen will. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Damit ist zugleich gesagt, dass die Legitimation der Gemeinde, eine Verletzung von kantonalem Recht geltend zu machen, nur zu bejahen ist, wenn bei der Anwendung der streitbetroffenen Norm Gesichtspunkte eine Rolle spielen, die einen spezifischen Bezug zur Gemeinde haben. In diesem Sinn wurden im Entscheid VGr, 8. Oktober 2003, VB.2003.00196 (<span>www.vgrzh.ch,</span> Leitsatz in RB 2003 Nr. 14) durchaus zutreffend ausgefÃ¼hrt, die Anwendung von § 357 Abs. 1 PBG (zulÃ¤ssige Ãnderungen an vorschriftswidrigen Bauten) bedinge die BerÃ¼cksichtigung spezifischer Ã¶rtlicher VerhÃ¤ltnisse sowie von Planungsinteressen der Gemeinde. Beide Gesichtspunkte spielen im vorliegenden Fall <br/> â mit Bezug auf § 41 BestattungsV â keine Rolle. Dies zeigt auch die kommunale Friedhof- und Bestattungsverordnung der Gemeinde Q vom 24. Juni 1993, die keine einzige Bestimmung enthÃ¤lt, welche einen unmittelbaren sachlichen Bezug zur Frage der BewilligungsfÃ¤higkeit von Ausgrabungen aufweist. Auch dies ist ein Indiz dafÃ¼r, dass bei der Anwendung der diese Frage abschliessend regelnden kantonalen Norm von § 41 BestattungsV spezifische Interessen der Gemeinde ("schutzwÃ¼rdige" Interessen im Sinn von § 21 lit. b VRG) nicht massgeblich sind.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Eventualiter beantragt die BeschwerdefÃ¼hrerin, Disp. Ziff. 2 und 3 des vorinstanzlichen Entscheids (Verpflichtung der BeschwerdefÃ¼hrerin zur Zahlung der Rekurskosten und einer ParteientschÃ¤digung) unabhÃ¤ngig davon aufzuheben, ob ihrem Sachantrag entsprochen werde.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Es fragt sich, ob sie zur Anfechtung dieser Anordnungen nach § 21 VRG legitimiert sei, obwohl ihr die Beschwerdebefugnis in der Sache selber abzusprechen ist. GemÃ¤ss § 43 Abs. 3 VRG sind unter anderem Entscheide Ã¼ber Verfahrenskosten und EntschÃ¤digungen dann nicht anfechtbar, wenn die Beschwerde in der Hauptsache unzulÃ¤ssig ist. Die Beantwortung hÃ¤ngt davon ab, ob die Rechtsmittellegitimation als Aspekt der "ZulÃ¤ssigkeit" des betreffenden Rechtsmittels betrachtet wird oder nicht. Nach der Systematik der fÃ¼r das Verwaltungsgericht als Beschwerdeinstanz massgebenden Bestimmungen (Dritter Abschnitt, Unterabschnitt B, §§ 41 ff. VRG) wird unter dem Randtitel "I. ZulÃ¤ssigkeit der Beschwerde" (§§ 41-48) lediglich die ZustÃ¤ndigkeit des Gerichts geregelt. Indessen fehlt in diesem Unterabschnitt Ã¼berhaupt eine Bestimmung zur Beschwerdelegitimation; bezÃ¼glich dieser ist vielmehr kraft Verweisung in § 70 VRG unmittelbar der im Zweiten Abschnitt, Unterabschnitt C enthaltene § 21 VRG anwendbar, welcher die Legitimation zum Rekurs regelt, und diese Bestimmung ist mit dem Randtitel "Zulassung zum Rekurs" versehen. Sowohl der Wortlaut wie auch die systematische Stellung von § 43 Abs. 3 VRG sprechen daher eher fÃ¼r, jedenfalls nicht gegen eine Auslegung, wonach die Beschwerde gegen Anordnungen Ã¼ber Kostenauflagen und ParteientschÃ¤digungen auch in jenen FÃ¤llen ausgeschlossen wird, in denen dem BeschwerdefÃ¼hrer die Legitimation zur Anfechtung des diesbezÃ¼glichen Sachentscheids abgesprochen wird, sich also die Beschwerde in der Hauptsache mangels Legitimation als unzulÃ¤ssig erweist. Sodann entspricht eine solche Auslegung der Entstehungsgeschichte und dem Zweck der Bestimmung. Mit deren Erlass wollte man die frÃ¼here Praxis zum alten Recht (§ 42 VRG in der ursprÃ¼nglichen Fassung, wonach das Verwaltungsgericht in Streitigkeiten Ã¼ber Ã¶ffentlichrechtliche Geldleistungen, insbesondere Ã¼ber GebÃ¼hren, zustÃ¤ndig war) gesetzlich verankern. Wegleitend fÃ¼r diese frÃ¼here Praxis und damit auch fÃ¼r die neue Bestimmung von § 43 Abs. 3 VRG war vor allem die Ãberlegung, dass die ÃberprÃ¼fung derartiger Anordnungen zumeist eine vorfrageweise vorzunehmende Beurteilung des diesbezÃ¼glichen Sachverhalts voraussetze, was in FÃ¤llen, in denen der Sachentscheid selber nicht mit Beschwerde angefochten werden kÃ¶nne, unbefriedigend sei und dem Zweck der gesetzlichen Ordnung widerspreche (vgl. RB 2002 Nr. 14). </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Freilich verlangt hier die BeschwerdefÃ¼hrerin die Befreiung von Verfahrenkosten unter Berufung auf § 13 Abs. 2 Satz 2 VRG, wonach in Abweichung von dem als Regel geltenden Unterliegerprinzip (§ 13 Abs. 2 Satz 1 VRG) die Kosten jenem Verfahrensbeteiligten aufzuerlegen sind, welcher Kosten "durch Verletzung von Verfahrensvorschriften oder durch nachtrÃ¤gliches Vorbringen solcher Tatsachen oder Beweismittel verursacht, die er schon frÃ¼her hÃ¤tte geltend machen kÃ¶nnen". Die Beurteilung der Frage, ob und inwieweit diese Bestimmung anwendbar sei, setzt nicht in gleicher Weise eine vorfrageweise vorzunehmende ÃberprÃ¼fung des Sachentscheids voraus wie in jenen FÃ¤llen, in denen sich die Kostenauflage allein nach dem Unterliegerprinzip gemÃ¤ss § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG richtet. Wie gerade der vorliegende Fall zeigt, lÃ¤sst sich aber eine ÃberprÃ¼fung der vorinstanzlichen Kostenauflage auch unter dem Gesichtswinkel von § 13 Abs. 2 Satz 2 VRG nicht vÃ¶llig losgelÃ¶st von der durch die Vorinstanz beurteilten Hauptsache vornehmen. Die gleichen Ãberlegungen gelten bezÃ¼glich der Anfechtung der Verpflichtung, der Rekurrentin und heutigen Beschwerdegegnerin eine ParteienschÃ¤digung zu zahlen, zumal § 17 Abs. 2 VRG eine diesbezÃ¼gliche Verpflichtung nur fÃ¼r die unterliegende Partei vorsieht, ohne ergÃ¤nzend das Verursacherprinzip (im Sinn der in § 13 Abs. 2 Satz 2 VRG hinsichtlich der Kostenpflicht getroffenen Regelung) zu erwÃ¤hnen. Ob die BeschwerdefÃ¼hrerin zur Anfechtung von Disp. Ziff. 2 und 3 des vorinstanzlichen Entscheids berechtigt sei, braucht indessen nicht abschliessend beurteilt zu werden.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Bei einer materiellen ÃberprÃ¼fung des Eventualbegehrens erweist sich dieses jedenfalls als unbegrÃ¼ndet. Was die BeschwerdefÃ¼hrerin in Ziff. 21-24 der Beschwerdeschrift vorbringt, vermag nicht schlÃ¼ssig aufzuzeigen, dass die Kosten des Rekursverfahrens ganz oder auch nur teilweise durch ein die Verfahrensabwicklung erschwerendes Prozessverhalten der Beschwerdegegnerin im Sinn von § 13 Abs. 2 Satz 2 VRG verursacht worden wÃ¤ren. Insbesondere hat die Rekurrentin und heutige Beschwerdegegnerin bereits im ursprÃ¼nglichen Gesuch vom 2. Februar 2004 geltend gemacht, der Verstorbene habe vor dem Tod den Wunsch geÃ¤ussert, im Familiengrab in X begraben zu werden, ohne dabei â wie ihr dies von der BeschwerdefÃ¼hrerin vorgeworfen wird â sinngemÃ¤ss behauptet zu haben, von diesem Wunsch erst nachtrÃ¤glich Kenntnis erhalten zu haben. Wenn der Bezirksrat die fÃ¼r eine Exhumierungsbewilligung sprechenden GrÃ¼nde â insbesondere den Wunsch des Verstorbenen nach einer Bestattung in X sowie den spÃ¤ter gereiften Wunsch der Beschwerdegegnerin, ihren Wohnsitz dorthin zu verlegen â etwas anders gewichtet hat, als dies die Beschwerdegegnerin in ihrem Gesuch vom 2. Februar 2004 und in ihrem WiedererwÃ¤gungsbegehren vom 12. MÃ¤rz 2004 an die GemeindebehÃ¶rde getan hat, so liegt darin kein Grund, die Kosten des Rekursverfahrens entgegen der Grundregel von § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG der obsiegenden Rekurrentin bzw. heutigen Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Demnach ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Die Gerichtskosten sind der unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG), der eine ParteientschÃ¤digung nach § 17 Abs. 2 VRG von vornherein nicht zusteht. Hingegen ist sie zur Zahlung einer solchen EntschÃ¤digung an die Beschwerdegegnerin im angemessenen Betrag von Fr. 800.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu verpflichten.</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'200.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'260.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird verpflichtet, der Beschwerdegegnerin binnen 30 Tagen nach Rechtskraft dieses Entscheids fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 800.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu zahlen.</p> <p class="Urteilstext"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>