A bteilung IV D -1343/2007 {T 0/2} U rteil vom 6. A ugust 2007 M itw irkung: R ichter G alliker, Scherrer und H aefeli G erichtsschreiberin Zürcher 1.Z._______, geboren _______, Serbien (Kosovo), 2. Z2._______, geboren _______, Serbien(Kosovo) 3. Z3._______, geboren _______, Serbien (Kosovo) 4. Z4._______, geboren _______, Serbien (Kosovo), 5. Z5._______, geboren _______, Serbien (Kosovo), w ohnhaft _______, vertreten durch lic. iur. Pollux L. Kaldis, _______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 6. Februar 2007 i. S. Vollzug der W egw eisung (W iedererw ägung) / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie Beschw erdeführer reichten am 24. O ktober 2001 in der Schw eiz ein Asylge- such ein, w urden am 5. N ovem ber 2001 sum m arisch befragt und am 28. N ovem - ber 2002 vom Bundesam t für M igration (BFM , zuvor Bundesam t für Flüchtlinge [BFF]) gestützt auf Art. 29 Abs. 4 AsylG zu ihren Asylgründen angehört. D ie Beschw erdeführer m achten im W esentlichen geltend, sei seien Angehörige der goranischen Ethnie aus _______ bei _______ im Kosovo, w o der Beschw erde- führer vor dem Krieg eine Bäckerei geführt habe. W ährend des Krieges habe er m ehrm als param ilitärischen Einheiten helfen m üssen, sei R eserveoffizier gew esen und im M ärz 1999 für die jugoslaw ische Arm ee m obilisiert w orden. Als O berleut- nant habe er bis zum Kriegsende im Juni 1999 m it seiner Truppe in _______ die G renze zu Albanien bew acht. N ach dem Krieg habe er w egen Problem e m it Al- banern seine Bäckerei nicht m ehr betreiben können. Im April 2001 sei ein An- schlag auf seine Bäckerei verübt w orden und am 16. O ktober 2001 sei er brieflich m it dem Tod bedroht w orden, falls er den Kosovo nicht verlasse. D en Anschlag auf die Bäckerei habe die Behörde der U nited N ations M ission in Kosovo (U N M IK) re- gistriert. D ie Beschw erdeführerin sei w egen der Problem e ihres Ehem annes aus- gereist. Es sei schw ierig gew esen, unter den dam aligen Bedingungen zu leben. Vor dem H intergrund dieser Ereignisse hätten die Beschw erdeführer Luboviste verlassen und seien nach _______ gezogen, von w o aus sie über Bosnien in die Schw eiz gereist seien. Für die w eiteren Aussagen w ird auf die Akten verw iesen. D ie Beschw erdeführer reichten Identitätskarten zu den Akten. M it Verfügung vom 5. D ezem ber 2001 w urden die Asylgesuche der Beschw erde- führer von der Vorinstanz infolge fehlender Flüchtlingseigenschaft abgew iesen und die W egw eisung aus der Schw eiz angeordnet. Infolge U nzum utbarkeit des W eg- w eisungsvollzuges w urden die Beschw erdeführer und ihre Kinder vorläufig aufge- nom m en. Zur Begründung legte die Vorinstanz im W esentlichen dar, dass die vom Beschw erdeführer vorgebrachten Problem e als Ü bergriffe von D rittpersonen zu qualifizieren seien. D a vom Schutzw illen und der w eitgehenden Schutzfähigkeit der Kosovo-Streitkräfte (KFO R ) und der U N M IK auszugehen sei, seien diese Ü bergriffe vorliegend nicht asylrelevant. Am 10. Februar 2002 w urde in der Schw eiz die Tochter _______ geboren. D ie Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) trat auf die dagegen erhobene Beschw erde vom 3. Januar 2002 m it U rteil vom 25. Februar 2002 w egen N ichtbe- zahlung des Kostenvorschusses nicht ein. Für den w eiteren Inhalt dieses Verfahrens ist auf die Akten zu verw eisen. B. M it Schreiben vom 21. August 2002 kündigte die Vorinstanz den Beschw erdefüh-3 rern an, dass die ihnen gew ährte vorläufige Aufnahm e nach einer sorgfältigen La- gebeurteilung aufgehoben w erde, und räum te ihnen die M öglichkeit einer Stellung- nahm e innert Frist ein. M it Eingabe vom 10. Septem ber 2002 (D atum des Eingangs) ersuchten die Be- schw erdeführer sinngem äss um eine Verlängerung ihres Aufenthaltes in der Schw eiz. M it Verfügung vom 26. N ovem ber 2002 hob die Vorinstanz die m it Verfügung vom 5. D ezem ber 2001 gew ährte vorläufige Aufnahm e auf und ordnete den Vollzug der W egw eisung an. Zur Begründung w urde im W esentlichen dargelegt, dass der W egw eisungsvollzug aufgrund der aktuellen Lageanalyse als zulässig, zum utbar und m öglich zu betrachten sei. D ank dem Einsatz der KFO R -Truppen habe sich die Sicherheitslage im Kosovo stabilisiert und die von den Beschw erdeführern be- w ohnte Provinz _______ gelte als sicher. D ie Befürchtung des Beschw erdeführers, er w erde w egen seines D ienstes als Leutnant der jugoslaw ischen Arm ee verfolgt, sei nicht substanziiert ausgefallen. Angesichts des jungen Alters der Beschw erde- führer, der soliden Berufsausbildung und des bestehenden Beziehungsnetzes im H erkunftsort sei der W iederaufbau der eigenen w irtschaftlichen Existenz m öglich. G egen diese Verfügung reichten die Beschw erdeführer bei der AR K am 16. D e- zem ber 2002 Beschw erde ein und m achten geltend, die Spannungen zw ischen den Albanern und G oranern in ihrem D orf hätten sich verschärft, der Beschw erde- führer w erde von der örtlichen Polizei gesucht und leide inzw ischen an H erzproble- m en. Es w urde ein kurzes ärztliches Attest nachgereicht. In ihrer Vernehm lassung vom 2. M ärz 2004 hielt die Vorinstanz vollum fänglich an ihren Erw ägungen fest und beantragte die Abw eisung der Beschw erde. Eine kon- krete G efährdung von Angehörigen der M inderheit, w elcher die Beschw erdeführer angehörten, könne m ittlerw eile im ganzen Kosovo w eitgehend ausgeschlossen w erden. Zudem gehe aus dem ärztlichen Attest nicht hervor, dass der Beschw er- deführer nicht reisefähig sei oder seine Krankheit im H eim atstaat nicht behandelt w erden könne. Ebenso w enig sei ersichtlich, dass er auf bestim m te M edikam ente, w elche im Kosovo nicht erhältlich seien, angew iesen sei. M it Vernehm lassung vom 5. O ktober 2006 verneinte die Vorinstanz zudem das Vorliegen einer schw erw iegenden persönlichen N otlage. D azu nahm en die Be- schw erdeführer m it Eingabe vom 19. O ktober 2006 Stellung. M it U rteil vom 21. N ovem ber 2006 w ies die AR K die Beschw erde ab. Zur Begrün- dung legte sie im W esentlichen dar, dass – in Ü bereinstim m ung m it der Vorinstanz – die Ausführungen des Beschw erdeführers bezüglich seiner Befürchtung, er w er- de w egen seines D ienstes als Leutnant in der jugoslaw ischen Arm ee verfolgt, als unsubstanziiert zu betrachten seien. D ie Beschw erdeführer hätten für den Fall ei- ner R ückschiebung w eder drohende Folter noch unm enschliche Behandlung glaubhaft dargestellt, w eshalb der W egw eisungsvollzug als zulässig zu betrachten sei. G estützt auf die geltende Praxis, w elche auch die Lagebrichte des Am tes des H ohen Flüchtlingskom m issars der Vereinten N ationen (U N H C R ) aus den Jahren 4 2004 und 2005 berücksichtigten, sei die W egw eisung von Bosniaken grundsätzlich als zum utbar zu erachten. D ie Beschw erdeführer w ürden kein Profil aufw eisen, das ein Abw eichen von der grundsätzlichen Zum utbarkeit des W egw eisungs- vollzuges nach sich zu ziehen verm öchte. Zudem sprächen auch keine individuellen G ründe gegen die Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzuges. D arüber hinaus sah die AR K die Voraussetzungen für die Annahm e einer schw er- w iegenden persönlichen N otlage nicht als erfüllt. C . M it Eingabe vom 18. Januar 2007 reichten die Beschw erdeführer bei der Vor- instanz ein W iedererw ägungsgesuch ein und ersuchten um die G ew ährung der vorläufigen Aufnahm e, um die Aussetzung des W egw eisungsvollzuges bis zum Entscheid über das vorliegende G esuch und um die G ew ährung der unentgeltli- chen R echtspflege. Zur Begründung brachten sie vor, dass die bekannte H erz- krankheit den Beschw erdeführer bei seiner Arbeit beeinträchtige und er inzw i- schen auch in psychiatrischer Behandlung sei, w eshalb er sein Arbeitspensum re- duzieren m üsse. D as R esultat der m edizinisch-psychiatrischen Abklärung m üsse abgew artet w erden, da es Ausw irkungen auf die Arbeitsleistung des Beschw erde- führers haben w erde und es deshalb m ehr als fraglich sei, ob er in seinem H eim at- land für sich und seine Fam ilie eine w irtschaftliche G rundlage erarbeiten könne. Zudem habe er als M ilitärkader auf der Seite der Serben im Krieg von 1999 M ilitär- dienst geleistet, w eshalb er für die albanische Bevölkerung eine w andelnde Provo- kation darstelle. An der G laubhaftigkeit der Vorbringen seien keine Zw eifel erho- ben w orden und überdies durch die N achreichung w eiterer Bew eism ittel erhärtet. Ferner sei der Sohn _______ der Beschw erdeführer seit M ai 2003 in psychiatrischer Behandlung, w eil er an Schlafstörungen, Albträum en und Angstzuständen leide, w ie der ärztliche Bericht vom 21. D ezem ber 2006 zeige. D er W egw eisungsvollzug sei w eder zum utbar noch zulässig, da sich die Frage stelle, ob der H eim atstaat m it seiner U ntätigkeit gegenüber Arm ut und Krankheit nicht die völkerrechtlichen R egeln verletze. D ie Beschw erdeführer seien offensichtlich bedürftig, w eshalb um am tliche Ü bersetzung der eingereichten Bew eism ittel ersucht w erde. D er Eingabe lagen ein Bericht des Kinder- und Jugendpsychiatrischen D ienstes des Kantons _______ vom 21. D ezem ber 2006 sow ie verschiedene frem dsprachige Bew eism ittel und die Kopie einer Arbeitsbestätigung vom 12. O ktober 2006 bei. D . M it Verfügung vom 6. Februar 2007 – eröffnet am 19. Februar 2007 – w ies das BFM das W iedererw ägungsgesuch ab, sow eit es darauf eintrat, erklärte seine Ver- fügung vom 26. N ovem ber 2002 als rechtskräftig und vollstreckbar und hielt fest, dass einer allfälligen Beschw erde keine aufschiebende W irkung zukom m e. Zur Be- gründung w urde ausgeführt, dass die vom Beschw erdeführer geltend gem achten Befürchtungen, w egen seines D ienstes als Leutnant der jugoslaw ischen Arm ee verfolgt zu w erden, bereits in der Verfügung vom 26. N ovem ber 2002 und im U rteil der AR K vom 21. N ovem ber 2006 einlässlich gew ürdigt w orden seien. D ie aus dem Jahr 1999 stam m enden Bew eism ittel seien nicht geeignet, die geltend ge- m achten Befürchtungen zu belegen, da die entsprechenden Ausführungen nicht 5 substanziiert ausgefallen seien. Allfällige R evisionsgründe m üssten beim Bundes- verw altungsgericht geltend gem acht w erden. D ie geltend gem achte psychiatrische Behandlung des Beschw erdeführers sei nicht durch Bew eism ittel belegt, w eshalb davon auszugehen sei, dass diese einem Vollzug der W egw eisung nicht entgegen- stehe. D ie erst im W iedererw ägungsgesuch vorgebrachten psychischen Problem e des Sohnes _______ m üssten im Zusam m enhang m it dem psychischen Zustand der Eltern, w elche Angst vor einer R ückkehr in den Kosovo hätten, gesehen w erden, w eshalb davon auszugehen sei, dass sich diese im H eim atland nach einer gew issen Anpassungszeit bessern w ürden. D en Beschw erdeführern sei es zuzum uten, für ihren Sohn m edizinische Einrichtungen im H eim atland in Anspruch zu nehm en. Zudem könnten sie m edizinische R ückkehrhilfe beantragen. Som it sei das W iedererw ägungsgesuch abzuw eisen. E. M it Eingabe vom 21. Februar 2007 an das Bundesverw altungsgericht beantragten die Beschw erdeführer die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die G ew äh- rung der vorläufigen Aufnahm e, die Aussetzung des W egw eisungsvollzuges für die D auer des Beschw erdeverfahrens, einen zw eiten Schriftenw echsel, die G e- w ährung der unentgeltlichen R echtspflege unter Erlass eines Kostenvorschusses und die Ausrichtung einer Parteientschädigung. Zur Begründung w urde im W e- sentlichen vorgebracht, dass die Beschw erdeführer die nachträglich eingereichten Bew eism ittel, w elche ihre Vorbringen belegten, erst jetzt erhalten hätten. D er Be- schw erdeführer sei im Fall einer R ückkehr in sein H eim atland allgem ein bekannt und gehöre zu einer G ruppe von M enschen, die diskrim iniert w erde. Auch w enn Angehörige der G orani in _______ überleben könnten, gelte dies für den Beschw erdeführer nicht, w eil seine Lebensgeschichte Elem ente einer zusätzlichen G efährdung aufw eise. Es stelle sich auch die Frage, ob er w egen der D iskrim inierung ein hinreichendes Auskom m en für seine Fam ilie erw irtschaften könne. In diesem Zusam m enhang stelle sich ebenso die R echtsfrage, ob der H eim atstaat m it seiner U ntätigkeit gegenüber der existenzbedrohenden Arm ut und der Verw eigerung einer ausreichenden G esundheitsversorgung nicht die völkerrechtliche R egel des Verbots von unm enschlicher Behandlung verletze. D ie Verm utung der Vorinstanz, die Verhaltensstörungen des Sohnes _______ w ürden sich nach einer gew issen Anpassungszeit im H eim atland verbessern, finde in den Akten keine Stütze und stelle som it ein Abw eichen von der Einschätzung des Sachverständigen dar, w as nur im Ausnahm efall zulässig sei. Ein solcher w erde indessen von der Vorinstanz nicht geltend gem acht. Zudem seien die m edizinischen Einrichtungen im H eim atland der Beschw erdeführer hilflos überfüllt und nicht in der Lage, das Kind ausreichend zu behandeln. Als Angehörige einer M inderheit w ären die Beschw erdeführer auch bezüglich der Ausbildung benachteiligt. Eine W egw eisung verstosse som it gegen die Kinderrechts- konvention. Zudem habe sich inzw ischen herausgestellt, dass auch die Beschw erdeführerin der m edizinischen Behandlung bedürfe. Ein entsprechender Arztbericht w erde nachgereicht. Schliesslich sei die Situation im Kosovo nach w ie vor sehr angespannt, da die Statusfrage gelöst w erden m üsse, w as zu hand- greiflichen D em onstrationen geführt habe und w eitere befürchten lasse. Viele An- gehörige von M inderheiten hätten bei ihrer R ückkehr Problem e. Inzw ischen habe 6 der Beschw erdeführer den Arbeitsplatz verlassen m üssen, w eshalb die Fam ilie nur noch N othilfe bekom m e und offensichtlich bedürftig sei. D er Beschw erde lag die Kopie eines Arztterm ines vom 2. M ärz und eines Zeitungsausschnittes m it deut- scher Ü bersetzung bei. F. M it Zw ischenverfügung vom 16. M ärz 2007 w urde der Vollzug der W egw eisung ausgesetzt und den Beschw erdeführern m itgeteilt, dass sie den Ausgang des Be- schw erdeverfahrens in der Schw eiz abw arten dürften. D ie kantonalen Behörden w urden angew iesen, vorderhand keine Vollzugsm assnahm en anzuordnen. D ie Be- handlung des G esuchs um unentgeltliche R echtspflege w urde auf einen späteren Zeitpunkt verschoben und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtet. D ie Beschw erdeführer w urden aufgefordert, innert Frist eine Fürsorgebestätigung und aktuelle ärztliche Berichte als Beleg für allfällig bestehende W egw eisungshin- dernisse m edizinischer N atur nachzureichen, verbunden m it der Androhung, im U nterlassungsfall w erde aufgrund der übrigen Akten entschieden. D ie Fürsorge- bestätigung w urde nachgereicht. Ärztliche Berichte indessen w urden bis zum heu- tigen Zeitpunkt nicht zu den Akten gegeben. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungs- verfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vor- liegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsge- setzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw erdeführer sind legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 und 50 und 52 Vw VG ). Auf die Be- schw erde ist m ithin einzutreten.7 3. Ü ber offensichtlich unbegründete Beschw erden w ird in einem vereinfachten Ver- fahren entschieden. D ie vorliegende Beschw erde hat sich – w ie nachfolgend auf- gezeigt w ird – infolge der N ichteinreichung von Arztberichten nachträglich als of- fensichtlich unbegründet herausgestellt, w eshalb auf einen Schriftenw echsel ver- zichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid nur sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ). 4. 4.1 Ein Anspruch auf W iedererw ägung besteht nam entlich dann, w enn sich der rechts- erhebliche Sachverhalt seit dem ursprünglichen Entscheid beziehungsw eise seit dem U rteil der m it Beschw erde angerufenen R echtsm ittelinstanz (vgl. Entschei- dungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K ] 1995 N r. 21 E. 1c S. 204) in w esentlicher W eise verändert hat und m ithin die ur- sprüngliche (fehlerfreie) Verfügung an nachträglich eingetretene Veränderungen der Sachlage anzupassen ist (vgl. EM AR K 2003 N r. 7 E. 1 S. 42 f.). D ie zitierte R echtsprechung der AR K gilt vorliegend auch für das Bundesverw altungsgericht. 4.2 W erden R evisionsgründe geltend gem acht, können sie nur dann zu einer W ieder- erw ägung führen, w enn eine unangefochten gebliebene, form ell rechtskräftig ge- w ordene Verfügung vorliegt (vgl. EM AR K 2003 N r. 17 E. 2a S. 103 f.) oder, w enn zw ar vorgängig ein R echtsm ittel ergriffen w orden w ar, die R evisionsgründe sich je- doch nicht auf das Zustandekom m en des im betreffenden Beschw erdeverfahren ergangenen Prozessurteils der AR K, sondern auf die m it Beschw erde angefochte- ne Verfügung des Bundesam tes beziehen (vgl. EM AR K 1998 N r. 8 E 3 S. 53 f.). Eine W iedererw ägung fällt hingegen dann nicht in Betracht, w enn lediglich eine neue W ürdigung der beim früheren Entscheid bereits bekannten Tatsachen herbei- geführt w erden soll oder G ründe angeführt w erden, die bereits in einem ordentli- chen Beschw erdeverfahren gegen die frühere Verfügung hätten geltend gem acht w erden können (vgl. EM AR K 2003 N r. 17 E. 2b S. 104). 4.3 D en Anspruch auf Behandlung des W iedererw ägungsgesuches hat die Vorinstanz vorliegend nicht in Abrede gestellt: Sie ist im W esentlichen darauf eingetreten und hat es nach m aterieller Prüfung abgew iesen. U nter diesen Voraussetzungen hat das Bundesverw altungsgericht zu prüfen, ob die Vorinstanz das G esuch zu R echt abgelehnt hat. 5. 5.1 Als W iedererw ägungsgrund w ird im W esentlichen der G esundheitszustand der Be- schw erdeführer geltend gem acht. N achfolgend ist som it zu prüfen, ob infolge der geltend gem achten gesundheitlichen Problem e der Vollzug der W egw eisung der Beschw erdeführer in ihr H eim atland als unzulässig respektive unzum utbar zu be- trachten ist.8 5.2 O b die vorgebrachte Veränderung des G esundheitszustandes der Beschw erdefüh- rer rechtsw esentlich ist – das heisst, eine veränderte Sachlage darstellt, die eine von den bisherigen Beurteilungen abw eichende W ürdigung der Frage der Zum ut- barkeit des W egw eisungsvollzugs zulässt – hat allein das Bundesverw altungsge- richt zu beantw orten, da einem behandelnden Arzt oder einem ärztlichen G utach- ter diesbezüglich keine Kom petenz zukom m t und er die rechtliche W ürdigung dem G ericht w eder abnehm en kann noch darf. 5.3 Vorliegend w urden im Beschw erdeverfahren gegen den ablehnenden W iedererw ä- gungsentscheid keine aktuellen Arztberichte nachgereicht, obw ohl die Beschw er- deführer m it Zw ischenverfügung vom 16. M ärz 2007 – w elche dem R echtsvertreter der Beschw erdeführer am 26. M ärz 2007 eröffnet w urde – aufgefordert w urden, allfällig bestehende gesundheitliche Problem e m ittels akuteller Arztberichte zu be- legen und eine Erklärung über die Entbindung der behandelnden Ärzte von der Schw eigepflicht gegenüber den Asylbehörden nachzureichen. D aran verm ag die nachgereichte Kopie eines Arztterm ins – ohne die Erw ähnung des Jahres und des N am ens der betroffenen Person – nichts zu ändern. In diesem Zusam m enhang ist darauf hinzuw eisen, dass Verfahren vor den Asylbehörden zw ar vom U ntersu- chungsgrundsatz geprägt sind, dieser indessen dort an G renzen stösst, w o Asylsu- chende gestützt auf Art. 8 AsylG zur M itw irkung verpflichtet sind. D ies hat um so m ehr G eltung im ausserordentlichen Verfahren, w o die entsprechenden G ründe substanziiert darzulegen sind. Vorliegend w urde diese M itw irkungspflicht verletzt, indem die Beschw erdeführer die verlangten – für die U rteilsfindung benötigten – Arztberichte nicht nachreichten. U nter diesen U m ständen haben sie – von einem R echtsvertreter beraten – die sich daraus ergebenden Konsequenzen in Kauf zu nehm en. W ie ihnen näm lich in der erw ähnten Zw ischenverfügung angekündigt w urde, ist infolge fehlender aktueller Arztberichte die Beurteilung des W egw ei- sungsvollzuges gestützt auf die bestehenden Akten vorzunehm en. 5.4 Ü ber den G esundheitszustand des Beschw erdeführers äusserte sich die AR K in ihrem U rteil vom 21. N ovem ber 2006, indem sie ausführte, dass sich der Be- schw erdeführer gestützt auf das ärztliche Zeugnis vom 19. D ezem ber 2002 zw ar einer O peration habe unterziehen m üssen, diese indessen gut verlaufen sei und er seither keine w eiteren Arztberichte zu den Akten gereicht habe, w eshalb davon auszugehen sei, gesundheitliche G ründe w ürden nicht gegen den Vollzug der W egw eisung sprechen. D er Beschw erdeführer m achte im R ahm en des W iederer- w ägungsgesuches zw ar geltend, er benötige in der Zw ischenzeit auch eine psychiatrische Behandlung und sein G esundheitszustand habe dazu geführt, dass er in seiner Arbeitstätigkeit eingeschränkt sei, w om it er sinngem äss eine Ver- schlechterung seines G esundheitszustandes vorbringt. Indessen w urden diese Vorbringen – trotz Aufforderung in der Zw ischenverfügung vom 16. M ärz 2007 – w eder belegt noch näher substanziiert dargelegt. Som it ist davon auszugehen, dass diesbezüglich keine w esentlich veränderte Sachlage vorliegt. D as Bundes- verw altungsgericht schliesst sich deshalb der Argum entation der Vorinstanz voll- um fänglich an, die geltend gem achten gesundheitlichen Problem e w ürden einem W egw eisungsvollzug nicht entgegenstehen. 9 5.5 In der Beschw erde gegen den ablehnenden W iedererw ägungsentscheid der Vorinstanz legte auch die Beschw erdeführerin dar, ihr G esundheitszustand sei in- zw ischen schlechter gew orden, w eshalb sie sich in Behandlung befinde. Sie kün- digte ausserdem die Einreichung eines entsprechenden Arztberichts an. Indessen fehlt diesbezüglich – trotz Aufforderung in der Zw ischenverfügung vom 16. M ärz 2007 – der in Aussicht gestellte Arztbericht, w eshalb nicht davon auszugehen ist, der G esundheitszustand der Beschw erdeführerin stehe einem W egw eisungs- vollzug entgegen. 5.6 G em äss dem eingereichten Arztbericht des Kinder- und Jugendpsychiatrischen D ienstes des Kantons _______ vom 21. D ezem ber 2006 w urde der Sohn _______ der Beschw erdeführer zw ischen M ai 2003 und Juni 2004 sow ie zw ischen O ktober 2004 und Septem ber 2005 psychiatrisch behandelt, w eil er Verhaltensauffälligkei- ten zeigte sow ie von Ängsten und Aggressionen geplagt w ar. G em äss dem Arztbe- richt hängen die Verhaltensstörungen des Sohnes _______ m it den Problem en seiner Eltern zusam m en, w obei im Vordergrund die Angst der Eltern vor einer R ückw eisung in ihr H eim atland stehe. G em äss dem Arztbericht ist _______ reisefähig; indessen raten die Psychologin und der O berarzt von einer W egw eisung aufgrund der unstabilen Lage im Kosovo ab. 5.6.1 G ründe, w eshalb die Beschw erdeführer, trotz der von ihnen zu verlangenden U m - sicht, nicht hätten in der Lage sein sollen, m edizinische Berichte in Bezug auf den Sohn _______ in das dem U rteil vom 21. N ovem ber 2006 vorangegangenen Be- schw erdeverfahren vor der AR K einzubringen, sind nicht erkennbar. D ie Be- schw erdeführer haben sich dieses Versäum nis im ordentlichen Verfahren som it selber als fehlende Sorgfalt in der Prozessführung vorzuw erfen. "W egen des zw in- genden C harakters des N on-refoulem ent-G ebotes gem äss Art. 33 Abs. 1 des Ab- kom m ens vom 28. Juli 1951 über die R echtsstellung der Flüchtlinge (Flüchtlings- konvention, FK, SR 0.142.30) und Art. 3 der Konvention vom 4. N ovem ber 1950 zum Schutz der M enschenrechte und G rundfreiheiten (Europäische M enschen- rechtskonvention, EM R K, SR 0.101) ist im W iedererw ägungsverfahren der im R e- visionsverfahren geltende G rundsatz analog anzuw enden, w onach ein rechtskräfti- ges U rteil auch dann in R evision zu ziehen ist, w enn die neuen Vorbringen zw ar (im Sinne von Art. 66 Abs. 3 Vw VG ) verspätet sind, jedoch offensichtlich m achen, dass dem G esuchsteller Verfolgung oder m enschenrechtsw idrige Behandlung droht und dam it ein völkerrechtliches W egw eisungshindernis besteht" (vgl. EM AR K 1998 N r. 3). D ies ist in casu nicht der Fall (zur Frage der Zulässigkeit des W egw ei- sungsvollzugs bei Personen m it gesundheitlichen Problem en vgl. EM AR K 2005 N r. 23). Allfällige, im Zeitpunkt des Vollzugs der W egw eisung nach w ie vor bestehen- de, gesundheitliche Problem e von _______ sind auch im H eim atland der Beschw erdeführer behandelbar. D ie gegenteilige Behauptung in der Beschw erde, die m edizinischen Einrichtungen im H eim atland der Beschw erdeführer seien alle hoffnungslos überfüllt und nicht in der Lage, das Kind, abgesehen von der Therapie m it M edikam enten, ausreichend zu behandeln, ist nicht belegt und dem zufolge nicht zu hören. D ie Beschw erdeführer sind som it nicht notw endigerw eise auf eine Behandlung des Sohnes in der Schw eiz angew iesen. D iesbezüglich ist festzuhalten, dass, entsprechen die Behandlungsm öglichkeiten im H erkunftsland nicht dem m edizinischen Standard der Schw eiz, dies allein noch 10 nicht die U nzum utbarkeit des Vollzugs bew irkt, sondern von einer solchen erst dann auszugehen ist, w enn die ungenügende M öglichkeit der W eiterbehandlung eine drastische und lebensbedrohende Verschlechterung des G esundheitszustandes nach sich zieht (vgl. EM AR K 2004 N r. 7 E. 5d S. 50 ff., 2003 N r. 24 E. 5b S. 157 f.). D ies w ird von den Beschw erdeführern nicht geltend gem acht und ist aus den Akten auch nicht ersichtlich. Aus den dargelegten G ründen ist der Arztbericht vom 21. D ezem ber 2006 nicht geeignet, eine Verschlechterung des G esundheitszustandes des Sohnes _______ im Sinne eines im R ahm en eines W iedererw ägungsgesuches zu beachtenden Vollzugshindernisses zu belegen. 5.6.2 Auf den Vorhalt, der Zugang der Kinder der Beschw erdeführer zur grundlegenden Ausbildung als Angehörige einer M inderheit sei überdurchschnittlich erschw ert und aus diesen G ründen sei die W egw eisung nach Art. 22 der Konvention der Veinten N ationen über die R echte der Kinder vom 20. N ovem ber 1989 (Kinderrechtskon- vention, KR K; AS 1998 2055) rechtlich nicht zulässig, ist nicht w eiter einzugehen, zum al die Beschw erdeführer es unterlassen, eine substanziierte Begründung nachzuliefern. 5.7 Im Ü brigen sind die Erw ägungen in der angefochtenen Verfügung zu bestätigen, w eshalb – um unnötige W iederholungen zu verm eiden – auf diese verw iesen w ird (vgl. Art. 109 Abs. 3 BG G i.V.m . Art. 6 AsylG ). Insbesondere ist von einem beste- henden Beziehungsnetz auszugehen, das die Fam ilie bei ihrer R ückkehr unter- stützen kann. Insbesondere stellen blosse soziale und w irtschaftliche Schw ierig- keiten, w ie nam entlich der M angel an W ohnungen und Arbeitsstellen, nach kon- stanter R echtsprechung keine existenzbedrohende Situation dar, w elche den Voll- zug der W egw eisung in den H eim atstaat eines betroffenen Ausländers als unzu- m utbar erscheinen liesse (vgl. EM AR K 2002 N r. 22 E. 4d.bb S. 181). Zudem kann bezüglich der Sicherheitslage im Kosovo auf das U rteil der AR K vom 21. N ovem - ber 2006 verw iesen w erden, da die Beschw erdeführer diesbezüglich keine neue Sachlage zu belegen verm ochten. W eder die eingereichte Kopie des Zeitungsarti- kels noch die Argum entation im Arztbericht vom 21. D ezem ber 2006 verm ögen an dieser – nach Ansicht des Bundesverw altungsgerichts im m er noch gültigen – Ein- schätzung etw as zu ändern. 5.8 Insgesam t stehen som it dem Vollzug der W egw eisung w eder m edizinisch begrün- dete noch andere H indernisse entgegen. Aufgrund der fehlenden Einreichung der verlangten Arztberichte hat sich die Beschw erde überdies als von vornherein aus- sichtslos erw iesen, w eshalb das G esuch um D urchführung eines w eiteren Schrif- tenw echsels abzuw eisen ist. Zusam m enfassend ist festzuhalten, dass es den Be- schw erdeführern nicht gelungen ist, eine w iedererw ägungsw eise relevante, verän- derte Sachlage darzutun. G estützt auf die vorangehenden Erw ägungen liegen kei- ne G ründe vor, die den W egw eisungsvollzug als undurchführbar erscheinen las- sen.11 6. Som it ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angem es- sen ist (Art. 106 AsylG ). D ie R echtsm itteleingabe ist nach dem G esagten abzuw ei- sen und die Verfügung der Vorinstanz zu bestätigen. 7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist das G esuch um G ew ährung der unentgelt- lichen R echtspflege - unabhängig von der Frage der prozessualen Bedürftigkeit der Beschw erdeführer - abzuw eisen. D ie Kosten des Verfahrens von Fr. 1'200.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 1, 2 und 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]) sind den Beschw erdeführern aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 Vw VG ). (D ispositiv nächste Seite)12 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D as G esuch um unentgeltliche R echtspflege nach Art. 65 Abs. 1 Vw VG w ird abge- w iesen. 3. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 1'200.--, w erden den Beschw erdeführern auferlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichtskasse zu überw eisen. 4. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter der Beschw erdeführer: 2 Expl. (eingeschrieben; Beilagen: O riginal der angefochtenen Verfügung, Einzahlungsschein) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it deren Akten (R ef.-N r. N _______, in Kopie) - _______ (in Kopie) D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: R obert G alliker Eva Zürcher Versand am : 13 Einschreiben H err lic. iur. Pollux L. Kaldis Solistrasse 2a 8180 Bülach