Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 12. Juni 2014 (720 14 91 / 139) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Beweiskraft externer Gutachten; Notwendigkeit eines medizinischen Subtrats sowie ei- ner fachärztlich gestellten Diagnose nach einem wissenschaftlichen Klassifikationssys- tem bei allfälligen invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchtigungen Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Bea t Hersberger, Kantonsrich- terin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin i.V. Bettina Brodbeck Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts- anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, 4143 Dornach gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente (756.3288.2518.69) A. Der 1973 geborene A.____ war in den Jahren 1999- 2003 an verschiedenen Arbeitsplät- zen temporär beschäftigt. Im Dezember 2004 meldete er sich unter Hinweis auf einen Unfall im Jahre 2003 erstmals bei der Eidgenössischen Invalid enversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Mit Verfügung vom 23. Januar 2006 wies die IV-S telle Basel-Landschaft sein Leistungsbe- gehren ab. Am 29. Juli 2011 (Eingang) meldete sich A.____ erneut zum Bezug von IV- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Leistungen an, wiederum unter Hinweis auf den Unfall im Jahre 2003. Nach Abklärung der gesundheitlichen und der erwerblichen Verhältnisse ermi ttelte die IV-Stelle einen Invaliditäts- grad von 10 % und wies das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 12. Februar 2014 ab. B. Gegen die ablehnende Verfügung erhob A.____, vert reten durch Advokat Daniel Alter- matt, mit Schreiben vom 18. März 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er b eantragte in Aufhebung der Verfü- gung vom 10. Februar 2014 die Zusprechung einer ganz en Invalidenrente. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, den Sachverhalt in med izinischer Hinsicht neu abklären zu lassen. Des Weiteren ersuchte er das Gericht um Bewillig ung der unentgeltlichen Prozessfüh- rung; unter o/e Kostenfolge. Zur Begründung führte e r aus, dass sich sein Gesundheitszustand seit der Begutachtung durch B.____-Institut am 3. Feb ruar 2012 verschlechtert habe. Dazu führte er den Bericht von Dr. med. C.____, FMH Psychiatr ie und Psychotherapie, vom 26. Juni 2013 an, welcher ihm eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiere. Dr. med. D.____, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie des regionalen ärztliche n Dienstes (RAD) beider Basel, sei in ihrer Stellungnahme vom 9. August 2013 auf diese b eschriebene Verschlechterung des Ge- sundheitszustandes nicht eingegangen. Dieses Versäumnis sei umso schwerwiegender, als Dr. C.____ eine neue Diagnose stelle, welche im B.____-Gutachten nicht diskutiert worden sei. C. Mit Verfügung vom 20. März 2014 bewilligte das Kan tonsgericht dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege mit Daniel Altermatt als Rechtsvertreter. D. In ihrer Vernehmlassung vom 2. April 2014 beantrag te die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. Sie stützte sich dabei insbesondere auf das polydisziplinäre Gutachten des B.____-Instituts vom 3. Februar 2013. Weiter führte sie aus, dass Dr. C.____ der einzige Psy- chiater sei, welcher dem Beschwerdeführer eine Arbeitsu nfähigkeit attestiere. Dessen Bericht vermöge jedoch keine Zweifel an der polydisziplinären Be urteilung zu wecken. Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers sei keine Verschlechterun g oder neue Symptomatik seit dem B.____-Gutachten feststellbar. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV- Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf d ie im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Beschwerde des Versicherten vom 18. März 2014 ist demnach einzutreten. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2. Streitig und zu prüfen ist im Folgenden der Renten anspruch des Beschwerdeführers. 3.1 Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetze s über den Allgemeinen Teil des So- zialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die vor aussichtlich bleibende oder länge- re Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähig keit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach- te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Ver- lust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 3.2 Die Annahme einer allenfalls invalidisierender psychi schen Gesundheits- beeinträchtigung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gest ellte Diagnose nach einem wissen- schaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2). Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastende psychosozia- len Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankh eitswert zukommt. Ein invalidisie- render Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, da s die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob u nd inwiefern, allenfalls bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig er- wartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachz ugehen (BGE 127 V 294 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesund heitsbeeinträchtigung verur- sachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehme n ist, die Verwertung der Arbeitsfä- higkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder – als alternative Voraussetzung – sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 201 V 165, BGE 127 V 294 E. 4c in fine). 4.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Gr ad der Invalidität wie folgt abge- stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ga nze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 4.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrad auf das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkomm ensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werde n. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1). Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht nichterwerbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prü fung, was sie bei im Übrigen unverän- derten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beein trächtigung bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der ver sicherten Person im Gesundheits- fall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen; Urteil des Bunde sgerichts vom 17. Juli 2012, 9C_335/2012, E. 3.1). 5.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrad es im Erwerbsbereich bildet die Fra- ge, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihre r gesundheitlichen Beeinträchti- gungen arbeitsunfähig ist. 5.2 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die du rch eine Beeinträchtigung der körper- lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, vo lle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbei t zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Ber uf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Diese Legaldefinition stimmt im Wesentlichen mit dem Begriff der Arbeitsunfähigkeit überein, wie ihn die Rechtspraxis vor dem Inkrafttreten des ATSG entwickelt hatte (vgl. etwa BGE 129 V 51 E. 1.1 in fine mit Hinweisen). Die bis zu m 31. Dezember 2002 ergangene dies- bezügliche Rechtsprechung des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG; heu- te: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilung) bleibt folglich weitestgehend anwendbar (BGE 130 V 343 E. 3.1.1). 5.3 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person i st die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche u nd gegebenenfalls auch andere Fach- leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund- heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 5.4 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an- deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 5.5 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspr echung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzu stellen (vgl. die ausführlichen Zusam- menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3 b mit zahlreichen Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gut achten externer Spezialärztinnen und –ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erö rterung der Befunde zu schlüssigen Er- gebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Bew eiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 5.6 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Er- fahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellungen in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aus- sagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natu r von Behandlungsauftrag des the- rapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begu tachtungsauftrag des amtlich bestell- ten fachmedizinischen Experten andererseits (vgl. BGE 12 4 I 175 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Ad ministrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbeh alten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die beh andelnden Ärzte wichtige und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende Aspe kte benennen, die im Rahmen der Be- gutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1 mit Hinweisen). 6. Für die Beurteilung der Leistungsfähigkeit des Besch werdeführers liegen folgende Be- richte bei den Akten: 6.1 Anlässlich der Erstanmeldung des Beschwerdeführers be i der IV wurde der Arztbericht seines Hausarztes Dr. med. E.____, FMH Allgemeine Inne re Medizin, eingeholt. Dieser diag- nostizierte Rückenschmerzen nach einem Leitersturz bzw. nach Sturz bei Holzarbeiten, einen zervikogenen Schwindel und Lumbalgien, Spannungskopfschmerzen und Brachialgien. Körper- lich schwere Hilfsarbeitertätigkeiten seien praktisch nicht mehr möglich, Bürotätigkeiten mit wechselnden Arbeitspositionen seien jedoch zumutbar (vgl. Bericht vom 16. März 2005). 6.2 Nach Rücksprache mit dem regionalen ärztlichen Dienst (RAD) beider Basel veran- lasste die IV-Stelle eine rheumatologische Begutachtung . Dr. med. F.____, FMH Rheuma- tologie und Allgemeine Innere Medizin, hielt mit Bericht vom 13. September 2005 als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches Lumbovertebralsyndrom mit chroni- schen muskulären Beschwerden über dem Beckenkamm links fest. Mit dieser Anlagestörung sei der Explorand für eine körperliche Schwerarbeit ni cht geeignet. Jegliche nicht schwer rü- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht ckenbelastende Tätigkeit (d.h. jegliche Tätigkeit, bei welcher er sich nicht dauernd bücken, nicht unter Zwangshaltungen arbeiten und nicht repetitiv ü ber 15 Kilogramm heben müsse) sei in einem vollschichtigen Pensum zumutbar. Des Weiteren wi es Dr. F.____ darauf hin, dass diver- se, wahrscheinlich IV-fremde Faktoren das Beschwerdebil d mitprägten. Er empfahl eine psy- chiatrische Zusatzuntersuchung. 6.3 Dr. med. G.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte im psychiatri- schen Gutachten vom 4. Januar 2006 eine psychosoziale Belastungssituation ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. In der Folge lehnte die IV -Stelle mit Verfügung vom 23. Januar 2006 das Leistungsbegehren ab. 6.4 Am 29. Juli 2011 meldete sich der Beschwerdeführer erneut zum Bezug von IV- Leistungen an. Mit ärztlichem Zeugnis vom 29. August 201 1 befürwortete Dr. E.____ die Wie- deranmeldung. Er diagnostizierte eine ausgeprägte Dek onditionierung mit akzentuierten Rü- cken- und Nackenschmerzen, eine Periarthropathia humero scapularis, Schlafstörungen mit Albträumen sowie eine depressive Grundstimmung mit Angstgefühl. 6.5 In dem durch die IV-Stelle veranlassten B.____-Gut achten vom 3. Februar 2012 hielt Dr. med. H.____, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, fest, dass keine psychiatrische Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bestehe. Weder nach den vorgetragenen Krank- heitssymptomen, der Vorgeschichte noch nach dem jetzigen B efund könne eine psychiatrische Erkrankung diagnostiziert werden. Klinische Auffälligkei ten bezüglich einer posttraumatischen Belastungsstörung seien nicht zu beschreiben. Auch Hinw eise für eine Persönlichkeitsstörung, eine Depression oder dissoziative Störungen lägen nicht v or. Im Wesentlichen würden Befind- lichkeitsstörungen bezüglich der derzeitigen familiären S ituation im Vordergrund stehen. Somit bestehe aus psychiatrischer Sicht eine 100 %-ige Arbeitsfähigkeit. Aus rheumatologischer Sicht diagnostizierte Dr. med. I .____, FMH Rheumatologie, ein chroni- sches Schmerzsyndrom mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Er hielt fest, dass aufgrund der klinischen und bildgebenden Untersuchung regelmässige, kö rperlich schwerbelastende berufli- che Tätigkeiten ungünstig seien. Für eine körperlich lei chte bis intermittierend mittelschwere Tätigkeit bestehe dagegen eine volle Arbeits- und Leist ungsfähigkeit. Dabei müsse die Arbeits- position regelmässig frei gewechselt werden können und a nhaltendes Vorneigen des Oberkör- pers, repetitive Bewegungsmuster sowie Heben, Stossen, Ziehen oder Tragen von Lasten über 15 - 20 Kilogramm sollten unterlassen werden. Zusammenfassend wurde festgehalten, dass entsprechend der su bjektiven Beschwerdesituati- on die Evaluierung des Bewegungsapparates im Vordergrund gestanden habe. Im Rahmen der rheumatologischen Untersuchung habe der Befund eines Schmerzsyndroms objektiviert werden können. Daneben bestünden Hinweise auf eine nicht org anische Schmerzursache. Daraus er- gebe sich, dass eine leicht verminderte Belastbarkeit der Wirbelsäule nachvollziehbar und somit schwer belastende Tätigkeiten ungeeignet seien. Für körp erlich leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten ohne Heben, Stossen und Z iehen von Lasten über 20 Kilo- gramm und ohne Einnahme von Oberkörpervorneigeposition en in Zwangshaltung bestehe je- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht doch eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit. Aus psychiat rischer Sicht könne keine relevante Befunderhebung gemacht werden. Insbesondere bestehe ke ine affektive Störung, keine Per- sönlichkeitsstörung und keine posttraumatische Belastungsstöru ng. Die Arbeitsfähigkeit sei nicht eingeschränkt. Aus interdisziplinärer Sicht bestehe so mit in einer körperlich leichten bis mittelschweren, adaptierten Tätigkeit eine 100 %-ige Arbeitsfähigkeit. 6.6 Dr. med. J.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, behandelte den Versicherten zwischen 19. März und 9. Oktober 2012. Mit Bericht vom 18. Januar 2013 hielt er fest, dass keine psychiatrischen Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbe itsfähigkeit bestünden. Es seien weder Denkstörungen noch affektive Störungen festzustellen . Der Beschwerdeführer habe zwi- schenzeitlich sogar ein Praktikum als Betriebsmitarbeiter b eginnen können. Dr. J.____ hielt so- dann fest, dass er den aktuell eingeschlagenen Weg der Au fnahme einer körperlich nicht zu belastenden Arbeit als den richtigen erachte. 6.7 Dr. C.____, welcher den Beschwerdeführer seit dem 15. Januar 2013 behandelt, diag- nostizierte am 26. Juni 2013 eine mittelgradige, chroni fizierte depressive Episode, eine anhal- tende somatoforme Schmerzstörung nach mehrfachen Gefängn isaufenthalten in der Türkei mit Folter sowie einen Verdacht auf eine posttraumatische B elastungsstörung, eventuell überge- hend in eine Persönlichkeitsänderung. Es bestehe seit de m Unfall im Jahre 2003 eine 100 %- ige Arbeitsunfähigkeit. Er empfehle einen Aufenthal t in der Tagesklinik K.____, um eine regel- mässige Tagesstruktur zu erreichen. 6.8 Zum Bericht von Dr. C.____ hielt die RAD-Ärztin Dr . D.____ am 9. August 2013 fest, dass weder eine akute Verschlechterung noch eine neue Sym ptomatik erkennbar seien. Es handle sich vielmehr um eine andere ärztliche Einschätzun g der Situation. Eine affektive Stö- rung und eine posttraumatische Belastungsstörung seien be reits im B.____-Gutachten explizit ausgeschlossen worden. Auch habe der vorbehandelnde Psych iater Dr. J.____ diese nicht di- agnostiziert. Die Schmerzsymptomatik sei im Rahmen des B.__ __-Gutachtens bereits berück- sichtigt worden. Die Befunde des B.____-Gutachtens und diejenigen von Dr. C.____ seien im Wesentlichen gleich. Lediglich die Arbeitsfähigkeit w erde unterschiedlich beurteilt. Die von Dr. C.____ attestierte 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit sei jedoch nicht nachvollziehbar. 6.9 Im Hinblick auf das Beschwerdeverfahren ging Dr. D._ ___ mit Bericht vom 31. März 2014 eingehend auf die diagnostischen Kriterien einer dauernden Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung gemäss ICD 10 ein. Sie kam zum Schlu ss, dass diese vorliegend nicht erfüllt seien. 7.1 Die IV-Stelle stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhaltes auf das B.____-Gutachten vom 3. Februar 2012. Die Gutachter attestierten dem Beschwerdeführer eine 100 %-ige Arbeitsfähigkeit mit reduziertem Rendement. Wie in Erwägung 5.5 hiervor ausge- führt, ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ei ngeholten Gutachten externer Spezial- ärztinnen und –ärzte, die aufgrund eingehender Beobach tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten, grundsätzlic h volle Beweiskraft zuzuerkennen, so- fern nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit de r Expertise sprechen. Solche Indizien Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht liegen hier entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers n icht vor. Die Gutachter haben den Beschwerdeführer eingehend untersucht, gehen in ihren ausführlichen Berichten einlässlich auf seine Beschwerden ein, setzen sich mit den bei den Akten li egenden medizinischen Unterlagen auseinander und vermitteln so ein umfassendes Bild übe r seinen Gesundheitszustand. Insbe- sondere in Bezug auf die rheumatologischen Befunde be stehen übereinstimmende Einschät- zungen der medizinischen Fachpersonen. Bereits im März 2005 hielt Dr. E.____ fest, dass dem Beschwerdeführer körperlich schwere Hilfsarbeiten nicht mehr möglich seien. Körperlich leichte Tätigkeiten mit wechselnden Arbeitspositionen seien ihm jedoch zumutbar. Auch Dr. F.____ attestierte dem Beschwerdeführer am 13. September 200 5 eine Arbeitsunfähigkeit für körperli- che Schwerarbeit, während ihm jegliche nicht schwer rückenb elastende Tätigkeit ohne repetiti- ves Heben von Lasten über 15 Kilogramm in einem vollschicht igen Pensum zumutbar sei. Die- se Einschätzung entspricht auch derjenigen des B.____-Gu tachters Dr. I.____, welcher dem Beschwerdeführer für körperlich leichte bis intermittie rend mittelschwere Tätigkeiten eine ganz- tägig verwertbare Arbeits- und Leistungsfähigkeit besche inigte. Die somatische Einschätzung wird auch vom Beschwerdeführer zu Recht nicht beanstandet. 7.2 Am Beweiswert des B.____-Gutachtens vermag auch der vom Beschwerdeführer an- geführte Bericht von Dr. C.____ vom 26. Juni 2013 kei ne berechtigten Zweifel begründen. Die- ser diagnostizierte neben einer chronifizierten depressiv en Episode eine anhaltende somato- forme Schmerzstörung. Weiter äusserte er den Verdacht a uf eine posttraumatische Belas- tungsstörung, welche eventuell bereits in eine Persönlichk eitsänderung übergehe. Als Sympto- me beschreibt er insbesondere eine zunehmende Veränderung, Nervosität, dysphorische Reak- tion in der Familie, allgemeines Misstrauen sowie Selb stgespräche und nächtliche Flash-Backs des Erlebten in der Türkei. Der Versicherte sei im Gesprä ch freudlos-reserviert, misstrauisch, kognitiv verlangsamt und innerlich angespannt. Die von Dr . C.____ beschriebenen Symptome wurden bereits im Rahmen des B.____-Gutachtens gewürdi gt. So hielt Dr. H.____ anlässlich der psychiatrischen Untersuchung fest, dass der Explorand man chmal unter einer gewissen Körperspannung leide und dann auch aggressiv werde. Be i der Schilderung der kurdischen Verhältnisse und seiner finanziellen Situation bestehe eine deutlich sthenische Komponente. Hinsichtlich einer posttraumatischen Belastungsstörung bestünden jedoch keine Auffälligkeiten. Dr. H.____ hielt sodann schlüssig und überzeugend fest, dass sowohl eine affektive Störung wie auch eine posttraumatische Belastungsstörung ausgeschlo ssen werden könnten. Diese Schlussfolgerung steht sodann sowohl mit dem Bericht von Dr. G.____ aus dem Jahre 2006 als auch mit dem Bericht des vorbehandelnden Psychiater Dr. J.____ im Einklang. Dieser hielt mit Bericht vom 18. Januar 2013 fest, dass keine psychiatrischen Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden. Es seien weder Denkstör ungen noch affektive Störungen fest- zustellen. Des Weiteren ist anzumerken, dass eine wie vorli egend von Dr. C.____ attestierte Verdachtsdiagnose nicht zur Begründung einer Arbeitsunfä higkeit geeignet ist. Allfällige invali- disierende psychische Gesundheitsbeeinträchtigungen setzen in jedem Fall ein medizinisches Subtrat und eine fachärztlich gestellte Diagnose nach ein em wissenschaftlichen Klassifikations- system voraus (siehe E. 3.2). Nachdem sich bereits das B.____- Institut mit der Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung ausführlich auseinande rgesetzt und eine solche verneint hat, ging Dr. D.____ mit Bericht vom 31. März 2014 an hand der diagnostischen Kriterien aus- führlich auf den von Dr. C.____ geäusserten Verdacht ei ner Persönlichkeitsänderung nach Ext- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht rembelastung ein. Sie hielt sodann schlüssig und nachvol lziehbar fest, dass vorliegend keine Persönlichkeitsveränderung vorliege. Zusammenfassend ist s omit festzuhalten, dass der kurze Bericht von Dr. C.____ keine Aspekte benennt, welche im Rahmen des Administrativgutachtens des B.____-Instituts vom 3. Februar 2012 unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind. Des Weiteren fehlt der von Dr. C.____ rückwirkend seit dem Ja hr 2003 attestierten vollen Arbeitsunfähigkeit offensichtlich die medizinische Grund lage und die Beurteilung vermag somit nicht zu überzeugen. Dies insbesondere auch, weil der Beschwerdeführer erst seit Januar 2013 bei ihm in Behandlung ist. Zusammenfassend ist festzuste llen, dass der Bericht von Dr. C.____ das B.____-Gutachten vom 3. Februar 2012 nicht in Fra ge zu stellen vermag. Die IV-Stelle hat sich zu Recht darauf abgestützt. 7.3 Nachdem der Beschwerdeführer mehrmals rheumatologi sch und psychiatrisch unter- sucht wurde, lassen die vorhandenen medizinischen Unterla gen eine zuverlässige Beurteilung des Gesundheitszustandes zu. Der Anspruch auf rechtliches G ehör umfasst zwar das Recht, Beweisanträge zu stellen, und – als Korrelat – die Pfl icht der Behörde zur Beweisabnahme. Beweise sind im Rahmen dieses verfassungsmässigen Anspruch s indessen nur über jene Tat- sachen abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsa che erheblich sind. Gelangt das Ge- richt bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des relevanten Sachverhalts ergebe n und dieser demnach hinreichend abgeklärt ist, kann auf ein beantragtes Beweismittel verzi chtet werden. Eine solche antizipierte Beweiswürdigung ist nach konstanter bundesgerichtlicher R echtsprechung zulässig (vgl. BGE 122 V 157 E. 1d, 119 V 335 E. 3c in fine mi t Hinweisen). Auf das Einholen weiterer medizinischer Gutachten kann somit verzichtet werden. 8. Die IV-Stelle ist folglich zu Recht von einer volle n Arbeitsfähigkeit ausgegangen. Ge- mäss Einkommensvergleich resultierte ein IV-Grad von 10% , womit kein Anspruch auf eine IV- Rente besteht. Da der Einkommensvergleich nicht beansta ndet wird, besteht kein Anlass für eine nähere Prüfung von Amtes wegen (BGE 125 V 413 E . 1b und 2c). Aus dem Gesagten folgt, dass die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen ist. 9.1 Abschliessend bleibt über die Kosten zu befinden. G emäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewi lligung oder die Verweigerung von IV- Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenp flichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegen den, in denen ein durchschnittlicher Verfah- rensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahre nskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 600.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass aufer- legt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegen de Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihm zu auferlegen sind. Dem Beschwerdeführer ist mit Ve rfügung vom 20. März 2014 die un- entgeltliche Prozessführung bewilligt worden. Aus di esem Grund werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 9.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgan g entsprechend wettzuschla- gen. Da dem Beschwerdeführer ebenfalls mit Verfügung vo m 20. März 2014 die unentgeltliche Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter bewilligt w urde, ist dieser für seine Bemühungen aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältin- nen und Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Hon orar bei unentgeltlicher Verbei- ständung Fr. 200.-- pro Stunde. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner Hono- rarnote vom 6. Mai 2014 für das vorliegende Verfahre n einen Zeitaufwand von 4.75 Stunden geltend gemacht, was sich umfangmässig und in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Nicht zu beansta nden sind sodann die geltend ge- machten Auslagen von Fr. 15.40. Dem Rechtsvertreter ist deshalb ein Honorar in der Höhe von Fr. 1‘042.65 (4.75 Stunden à Fr. 200.-- zuzüglich Ausla gen von Fr. 15.40 und 8% Mehrwert- steuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 9.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a Ab s. 1 des Gesetzes über die Or- ganisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 auf merksam gemacht, wonach eine Par- tei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurd e, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- we rden dem Be- schwerdeführer auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführun g werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständun g wird dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von Fr. 1‘042.65 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) a us der Ge- richtskasse ausgerichtet. Vermerk eines allfälligen Weiterzugs http://www.bl.ch/kantonsgericht