Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 8. Juni 2022 (810 20 204) ____________________________________________________________________ Kindes- und Erwachsenenschutzrecht Periodische Berichts- und Rechnungsprüfung / Mandatsträgerentschädigung Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Marku s Clausen, Hans Furer, Stefan Schulthess , Kantonsrichterin Ana Dettwiler, Gerichts- schreiberin Julia Kempfert Beteiligte A.____ , Beschwerdeführer, vertreten durch Marco Albrecht, Advokat gegen Kindes - und Erwachsenenschutzbehörd e B.____ , Vorinstanz C.____ , Beigeladene Betreff Periodische Berichts- und Rechnungsprüfung für d ie Zeit vom 12.09.2017 bis 18.03.2020 (Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 22. Juli 2020) A. D.____, geboren 2006, ist das gemeinsame Kind der getrenntlebenden Eltern C.____ und A.____. Die Eltern haben die gemeinsame elterliche Sorge über D.____. Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht B. Mit Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 11. Septem- ber 2017 wurde für D.____ eine Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 2 ZGB errichtet und die Anwältin E.____ als Mandatsperson ernannt. Zur Begrün dung wurde im Wesentlichen ausge- führt, dass A.____ durch die Ermöglichung eines Kontakts zwischen D.____ und F.____, wel- cher wegen Sexualdelikten mit Kindern strafrechtlich ver urteilt worden sei, seinen Sohn einer bestehenden und ihm bekannten Gefahr aussetze. Die Bei ständin habe somit die Aufgabe, im Sinne von Art. 28b Abs. 1 ZGB alle notwendigen Massna hmen zum Schutz der Persönlichkeit von D.____ durchzusetzen. C. Mit Schreiben vom 19. März 2020 reichte die Beiständ in der KESB ihren Zwischenbe- richt sowie ihre Honorarrechnung ein. D. Die KESB gab den Eltern mit Verfügung vom 28. Apr il 2020 Frist zur Stellungnahme zum Zwischenbericht vom 19. März 2020 und hielt fest, dass beabsichtigt werde, den Bericht zu genehmigen, die Kosten für die Beistandschaft in der H öhe von Fr. 10'596.10 dem Kindsvater und die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 650.-- den Kindseltern hälftig aufzuerlegen. E. Mit Verfügung vom 26. Mai 2020 informierte die KE SB die Eltern darüber, dass sie zusätzlich erwäge, die durch die KESB ans Zivilkreisgericht Basel-Landschaft West (Zivilkreis- gericht) geleisteten Kostenvorschüsse den Eltern je hälftig aufzuerlegen. F. Die Kindsmutter nahm mit Schreiben vom 28. Mai 202 0 und der Kindsvater, nachfol- gend vertreten durch Marco Albrecht, Advokat, mit Schreiben vom 18. Juni 2020 Stellung. G. Mit Entscheid vom 22. Juli 2020 genehmigte die KESB den Zwischenbericht der Bei- ständin (Dispo-Ziffer 1) und verdankte, dass diese ihr A mt weiter ausüben werde. Die Beistän- din werde gebeten, über die vorliegenden Verfahren zu informieren und, sollte die Angelegen- heit bis dann noch zu keinem Abschluss gekommen sein, spä testens per 30. Juni 2022 einen Bericht über den Verlauf des Mandats und den aktuellen Stand der Dinge einzureichen (Dispo- Ziffer 2). Der Beiständin wurde die Entschädigung von F r. 10'596.10 zugesprochen und A.____ auferlegt. Der Kindsvater wurde darauf hingewiesen, dass die KESB die Entschädigung an die Beiständin bereits ausgezahlt habe und er den Betrag i nnert 30 Tagen an die KESB zu bezah- len habe (Dispo-Ziffer 3). Allfällige Forderungen be treffend Parteientschädigung zulasten des Beklagten aus dem Entscheid des Zivilkreisgerichts würden na ch Zahlungseingang der Man- datsträgerentschädigung mit separater Urkunde in Vert retung des Kindes durch die KESB an den Kindsvater zediert (Dispo-Ziffer 4). Über die Ver legung der von der KESB bereits geleiste- ten Kostenvorschüsse an das Zivilkreisgericht werde zu einem späteren Zeitpunkt entschieden (Dispo-Ziffer 5). Die Verfahrenskosten der KESB wurden auf Fr. 670.-- festgelegt und je zur Hälfte (je Fr. 335.--) den Eltern in solidarischer Haftung auf den Gesamtbetrag auferlegt (Dispo- Ziffer 6). H. Gegen den Entscheid der KESB vom 22. Juli 2020 erh ob A.____ mit Eingabe vom 24. August 2020 Beschwerde an das Kantonsgericht Basel-La ndschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, der Entscheid der KESB sei aufzuhe- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht ben, der Bericht der Beiständin für die Zeit vom 12. S eptember 2017 bis 18. März 2020 betref- fend die Beistandschaft für D.____ sei nicht zu genehmige n und die Kosten der Beistandschaft seien nicht A.____ aufzuerlegen; unter o/e-Kostenfolge. I. Mit Eingabe vom 11. September 2020 liess sich die KESB vernehmen und schloss auf Abweisung der Beschwerde. J. Mit Verfügung vom 22. September 2020 wurde der Fa ll der Kammer zur Beurteilung überwiesen und darauf hingewiesen, dass das Urteil schriftlich eröffnet werde. K. Der Beschwerdeführer nahm mit Eingabe vom 29. Sept ember 2020 Stellung zur Ver- nehmlassung der KESB. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 Schweizerisches Zivilgesetzbuch (ZG B) vom 10. Dezember 1907 in Verbindung mit Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gege n Entscheide der Kindesschutzbehörde Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. Zus tändiges Gericht im Sinne dieser Bestimmung ist nach § 66 Abs. 1 des Gesetzes über die Einf ührung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 das Kantonsgericht, Abteil ung Verfassungs- und Verwaltungs- recht. Das Verfahren richtet sich vorab nach Art. 450 ff. ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmun- gen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB). Gemäss Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde befugt, die am Verfahren beteiligt sind (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahe stehen (Ziff. 2) oder die ein rechtlich geschütztes Inte- resse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids haben (Ziff. 3). Der Be- schwerdeführer ist als Verfahrensbeteiligter zur Beschwerd e legitimiert. Da auch die übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerd e Rechtsverletzungen (Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un- angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsg ericht kommt bei der Beurteilung der Beschwerde somit volle Kognition zu. 3. Strittig und zu beurteilen ist vorliegend, ob die K ESB zu Recht den Bericht der Beistän- din vom 19. März 2020 genehmigt und ihr eine Entschädigung in der Höhe von Fr. 10'596.10 für die Mandatsführung zulasten des Beschwerdeführers zugesprochen hat. 4.1.1 Der Beschwerdeführer moniert, dass die KESB dem Bericht der Beiständin die Ge- nehmigung hätte verweigern und diesen aus den Akten hä tte entfernen müssen. Der Bericht verletze die Persönlichkeit des Beschwerdeführers und die Beiständin sei gehalten, einen ob- jektiven Bericht über den Verlauf ihrer eigenen Tätigk eit abzugeben. Eine Vorverurteilung oder medizinische Beurteilung Dritter sei von ihr nicht gefragt. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.1.2 Die KESB führt in ihrem Entscheid aus, dass sich di e Beiständin gestützt auf ihre sub- jektive Wahrnehmung über den aktuellen Stand sowie übe r die Entwicklungen in ihrem Mandat summarisch geäussert habe. Damit sei der Zweck der Standort bestimmung gegenüber der KESB erfüllt. 4.2 Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde prüft und erteilt oder verweigert die Ge- nehmigung der Rechnung und des Berichtes (Art. 415 ZGB) . Die Berichtsprüfung dient einer- seits als Rechenschaftsablage des Beistandes gegenüber der Kindes- und Erwachse- nenschutzbehörde, indem sie die Kontrolle und Aufsicht ü ber die Tätigkeit des Mandatsträgers ermöglicht. Andererseits dient sie als Standortbestimmun g über die Zwecktauglichkeit und Not- wendigkeit der Massnahme und bildet die Grundlage für ihre allfällige Anpassung (vgl. Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltu ngsrecht [KGE VV] vom 11. Mai 2016 [810 16 91] E. 4.1; Botschaft zur Änderung des S chweizerischen Zivilgesetzbuches [Er- wachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7055; Aargau- ische Gerichts- und Verwaltungsentscheide [AGVE] 2014, 31 8, 320 E. 2.1). Der Inhalt des Be- richts hat über die Lage der betroffenen Person und di e Ausübung der Beistandschaft Auskunft zu erteilen (Art. 411 Abs. 1 ZGB). Er ist von der Kinde s- und Erwachsenenschutzbehörde da- raufhin zu prüfen, ob die Beiständin das Mandat entsprechend der Lage der betroffenen Person und den gesetzlichen Zielen ausübt (vgl. Botschaft, BBl 2006 7055). Das Ergebnis der Berichts- und Rechnungsprüfung wird in einem formellen Entscheid festgehalten (vgl. U RS VOGEL , in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, Art. 1 – 456 ZGB, 6. Auflage, Basel 2018, N 15 zu Art. 415), dessen Funktion es primä r ist, das Verhältnis zwischen dem Mandatsträger und der Behörde zu regeln (vgl. Entscheid des Obergerichts Luzern vom 27. Mai 2013, publ. in: Luzerner Gerichts- und Verwaltungsentscheide [LGVE] 2013 II Nr. 5) und dessen Genehmigung grundsätzlich keine Rechtswirkung gegenüber der verbeiständeten Person oder Dritten zukommt (vgl. P ATRICK FASSBIND , in: Kren Kostkiewicz/Wolf/Amstutz/Fankhauser [Hrsg.], ZGB Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2021, N 3 zu Art. 415). 4.3 Es liegt in der Natur der Sache, dass ein Bericht zu weilen die persönliche Sicht des Mandatsträgers wiedergibt und daher Passagen möglicher weise inhaltlich von der subjektiven Wahrnehmung anderer, insbesondere betroffener, Perso nen abweichen können und deshalb umstritten sind. Im Gegensatz zur Genehmigung der Rechn ung, der eine erhöhte Beweiskraft zukommt (vgl. URS VOGEL , a.a.O., N 14 zu Art. 415), bedeutet die Berichtsgen ehmigung nicht, dass sich die Aussagen des Mandatsträgers im Bericht zu beh ördlich festgestellten Tatsachen verdichten und damit Beweiskraft erhalten (vgl. KGE VV vo m 8. Mai 2018 [810 18 121]; KGE VV vom 11. Mai 2016 [810 16 91]; FASSBIND , a.a.O., N 3 zu Art. 415). Die Genehmigung bedeu- tet auch nicht eine Zustimmung zu allen Aussagen des Mand atsträgers. Zudem beurteilt sich die Frage, ob ein Beistandsbericht genehmigt werden ka nn oder nicht, aus der Perspektive des Kindeswohls, während widerstreitende Interessen der Elte rn dahinter zurückstehen müssen (vgl. auch LGVE 2013 II Nr. 5 E. 3.1). Grundsätzlich ist eine Berichtigung des Berichts zu kon- kreten Sachverhaltsdarstellungen nur sehr zurückhaltend vorzunehmen, und auch dann nur, wenn sie im Interesse der verbeiständeten Person liegt (vgl. KGE VV vom 11. Mai 2016 [810 16 91] E. 4.3). Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.4 Im Rechenschaftsbericht der Beiständin für die Zeit vom 12. September 2017 bis 18. März 2020 wird die persönliche und gesundheitliche Situation von D.____ insbesondere im Zusammenhang mit dem Verhalten seines Vaters und desse n Freund F.____ beschrieben. Die Beiständin kommt zum Schluss, dass der Vater F.____ weite rhin besuchen und in allen Belan- gen unterstützen werde und so auch die Perpetuierung de s Leidens seines Sohnes hinnehmen werde. 4.5 Der Beschwerdeführer vermag nicht darzulegen, inw iefern der Rechenschaftsbericht nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprechen soll. Er zei gt nicht auf, welchen nachteiligen Ein- fluss die im Rechenschaftsbericht enthaltenen Aussagen un d Informationen auf die weitere Mandatsführung und insbesondere auf die Interessen von D.____ hätten. Die Aussage der Bei- ständin, wonach der Beschwerdeführer eine Wohnung für F.____ gemietet haben soll, sollte offensichtlich zum Ausdruck bringen, wie nah sich der Beschw erdeführer und F.____ stehen und dass letzterer durch den Beschwerdeführer unterstützt wird. Dieser Umstand wird vom Be- schwerdeführer auch nicht bestritten, er macht vielmehr g eltend, dass er nur Solidarschuldner der Mietwohnung von F.____ sei. Auch dies lässt hingege n auf ein enges Verhältnis zwischen dem Beschwerdeführer und F.____ schliessen und zeigt se ine Unterstützung für diesen auf. Am Inhalt der Aussage der Beiständin ändert sich somit ni chts, zumal der Beschwerdeführer und F.____ beide als Mieter der besagten Wohnung aufg eführt sind (vgl. Mietvertrag vom 10. Oktober 2017). Weiter beschränkt sich der Beschwerdeführer darauf, den Ausführungen der Beiständin seine eigene Sichtweise gegenüberzustellen. Dabei führt er aus, dass ihm durch die Aussage der Beiständin, wonach er sexuelle Übergriffe auf seinen Sohn in Kauf genommen habe, potentielle Beihilfe zu einem Verbrechen unterst ellt werde. Die Feststellung der Beistän- din, wonach der Beschwerdeführer Kontakt zwischen D.____ und F.____ nach dessen Haftent- lassung ermöglicht habe, wird vom Beschwerdeführer hingegen nicht bestritten und ist aufgrund der Akten erstellt. Seine Meinung zum Rechenschaftsberich t vom 19. März 2020 hat der Be- schwerdeführer zudem auch mit Schreiben an die KESB vom 18. Juni 2020 dargelegt, womit seine Stellungnahme Eingang in die Akten und somit in das Verfahren fand. Dass in den Re- chenschaftsbericht auch allenfalls die persönliche Sicht d er Beiständin eingeflossen ist und da- her Passagen möglicherweise inhaltlich von der subjektive n Wahrnehmung des Beschwerde- führers abweichen, ist bei dieser Art der Berichterstat tung unvermeidbar (vgl. E. 4.3 hiervor). Inwiefern sich hingegen die tatsächliche oder rechtliche Situation des Beschwerdeführers durch eine Korrektur des Rechenschaftsberichts ändern würde, ist nicht ersichtlich, zumal dem Bericht keine erhöhte Beweiskraft zukommt. Der Rechenschaftsberic ht enthält die massgeblichen Punkte, damit die KESB, zusammen mit den während der Amtsperiode eingereichten Rückmel- dungen zum Verfahrensstand (vgl. E-Mails der Beiständin an die KESB und die Eltern vom 8. Januar 2018 bis 4. Dezember 2019), die Aufsicht und Kontrolle über die Tätigkeit der Beiständin wahrnehmen und sich über die Geeignetheit und Notwendigkeit der Beistandschaft ins Bild set- zen kann. Es bestehen somit insbesondere aus der Perspekti ve des Kindswohls keine Anhalts- punkte dafür, dass die Genehmigung zu Unrecht erteilt w orden ist. Die dahingehende Rüge ist unbegründet und die Beschwerde in diesem Punkt abzuweisen. Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.1 Der Beschwerdeführer rügt die Verletzung von § 1 8 der Verordnung über die Gebühren zum Zivilrecht (GebV) vom 8. Januar 1991 und beanstandet die Genehmigung der Mandatsträ- gerentschädigung in der Höhe von Fr. 10'596.10 durch die KESB. 5.2 Gemäss Art. 404 Abs. 1 ZGB haben der Beistand oder die Beiständin Anspruch auf eine angemessene Entschädigung und auf Ersatz der notwendigen Spesen aus dem Vermögen der betroffenen Person. Nach der Lehre gilt das Gleiche analog für den Beistand eines Unmün- digen (Art. 306 Abs. 2 und Art. 308 ZGB; vgl. RUTH E. REUSSER , in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, Art. 1 – 456 ZGB , 6. Auflage, Basel 2018, N 13a zu Art. 400; § 18 Abs. 1 GebV). Die Erwachsenenschutzbehö rde legt die Höhe der Entschädigung fest und berücksichtigt dabei insbesondere den Umfang und die Komplexität der dem Beistand oder der Beiständin übertragenen Aufgaben (Art. 404 Abs. 2 ZGB). Es ist Sache der Kantone, unter Berücksichtigung der bundesrechtlichen Vorgaben Best immungen zu deren Berechnung festzulegen (vgl. Art. 404 Abs. 3 ZGB). Im Kanton Basel -Landschaft bemisst sich die Entschä- digung der Mandatsträgerinnen und der Mandatsträger nach dem Aufwand, den die Amtsfüh- rung notwendigerweise verursacht, sowie nach der Kompl exität der wahrgenommenen Aufga- ben (§ 18 Abs. 2 GebV). Bei der Erfüllung der betref fenden Aufgaben geniesst die Beiständin jedoch eine gewisse Autonomie, welche auch bei der Be messung der Entschädigung zu res- pektieren ist. Zudem ist im Hinblick auf die Beurteilung der Frage, ob der betriebene Aufwand verhältnismässig war, etwa den erschwerenden Rahmenbedingungen von Gesprächen mit Kin- dern Rechnung zu tragen (vgl. JONAS SCHWEIGHAUSER , Die Vertretung der Kindesinteressen im Scheidungsverfahren – Anwalt des Kindes, Basel 1998, S. 232 ff.). Bei berufsmässiger Man- datsführung beträgt die Entschädigung Fr. 95.-- pro Stunde (§ 18 Abs. 2 lit. a GebV). Die Ent- schädigung für Anwälte und Treuhänder richtet sich gemäss § 18 Abs. 7 GebV nach dem jewei- ligen Berufstarif. 5.3.1 Die Honorarrechnung der Beiständin vom 19. März 2 020 umfasst Aufwendungen im Vorverfahren (22. September 2017 bis 7. Dezember 2017 ) und im Hauptverfahren (28. Februar 2018 bis 26. September 2019) des Zivilprozesses zum Persö nlichkeitsschutz von D.____. Die Beiständin macht darin 26.1667 Stunden à Fr. 300.-- sowie Auslagen in der Höhe von Fr. 488.60 und 7.7% MWST für das Hauptverfahren und Fr. 1'615.50 für das Vorverfahren gel- tend. Gesamthaft macht die Beiständin eine Mandatsträg erentschädigung in der Höhe von Fr. 10'596.10 geltend. Gestützt auf die Akten zeigt sich, dass es sich bei besagtem Prozess um ein sehr umfangreiches Verfahren gehandelt hat, welches sich über zwei Jahre erstreckte (von der Einsetzung im September 2017 bis zum erstinstanzlichen Entscheid des Zivilkreisgerichts im September 2019). Durch die vorliegenden Akten ist zu dem erstellt, dass die in der Honorar- rechnung aufgeführten Prozesshandlungen fast ausschliesslic h die Kindsbelange bzw. den Persönlichkeitsschutz von D.____ betrafen. In einem lang dauernden Verfahren kann der not- wendige Aufwand zudem umfangreich werden, weil die B eiständin öfter als in einem zeitlich konzentrierten Prozess Aktenstudium betreiben muss. Weiter beinhaltet der Aufgabenbereich der Beiständin in einem Mandatsverhältnis wie dem vorl iegenden auch, dem Kind die mit dem Prozess einhergehenden Vorgänge zu erklären (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_52/2015 vom 17. Dezember 2015 E. 5.2.3.2), und die Gewährlei stung der Information der KESB sowie der Eltern über die laufenden Prozessvorgänge. Der Besch werdeführer macht diesbezüglich Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht einzig geltend, dass keine Deservitenkarte vorliege. Die Beiständin reichte der KESB eine de- taillierte Auflistung der einzelnen Tätigkeiten unter Angabe des Datums ein, anhand welcher der Aufwand für die KESB nachvollziehbar war. Inwiefern d er Beschwerdeführer die Honorarrech- nung der Beiständin nicht nachempfinden kann und eine D eservitenkarte vorliegend relevant wäre, zeigt er nicht auf. Der Beschwerdeführer macht zu Recht nicht geltend, dass die Bemü- hungen der Beiständin nicht erforderlich gewesen wäre n, zumal das Bundesgericht mit Urteil vom 10. Februar 2022 das beantragte Kontaktverbot gege nüber F.____ und den Schutz vor einer drohenden Persönlichkeitsverletzung von D.____ be stätigt hat (Urteil des Bundesgerichts 5A_1063/2020 vom 10. Februar 2022). Der zeitliche Aufwand von rund 30 Stunden für das Vor- und Hauptverfahren vor dem Zivilkreisgericht während zwe i Jahren erscheint vor diesem Hin- tergrund als gerechtfertigt und ist nicht zu beanstanden. 5.3.2 In Bezug auf die Honorarrechnung moniert der B eschwerdeführer zudem, dass der von der Beiständin geltend gemachte Stundenansatz zu hoch se i. Die KESB errichtete mit Ent- scheid vom 11. September 2017 für D.____ eine Beistan dschaft gemäss Art. 308 Abs. 2 ZGB und ernannte die Anwältin E.____ als Mandatsperson. D ie Beiständin erhielt die Aufgabe, alle notwendigen Massnahmen zum Schutz der Persönlichkeit von D.____ vor F.____ im Sinne von Art. 28b Abs. 1 ZGB durchzusetzen. Der Beiständin wurde zusätzlich gestützt auf Art. 416 Abs. 1 Ziff. 9 ZGB die Prozessvollmacht mit Substitutionsbefugnis sowie die Befugnis zum Abschluss eines gerichtlichen Vergleichs erteilt. Der Beiständin wurde somit die Aufgabe übertragen, ge- richtlich (vgl. Art. 28b ZGB) den Persönlichkeitsschutz vo n D.____ gegen F.____ durchzuset- zen, um den Interessen von D.____ zum Durchbruch zu verhe lfen. Für dieses Mandat war es folglich angezeigt und im wohlverstandenen Interesse von D.____, eine Anwältin einzusetzen. Der im Vorfeld in das Verfahren einbezogene Beschwerde führer hat sodann gegen die Einset- zung einer Anwältin keine Einwände erhoben und der En tscheid vom 11. September 2017 ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen. Der Stundenansa tz für Anwältinnen und Anwälte, welche eine Beistandschaft wahrnehmen, richtet sich nach der Tarifordnung für Anwältinnen und Anwälte (TO) vom 17. November 2003 (vgl. E. 5.2 hiervor; § 18 Abs. 7 GebV). Darin wird je nach Schwierigkeit und Bedeutung der Sache, der dami t verbundenen Verantwortung und den persönlichen und finanziellen Verhältnissen der zahlung spflichtigen oder der auftraggebenden Person ein Stundenansatz zwischen Fr. 200.-- und Fr. 350 .-- vorgesehen (§ 3 Abs. 1 TO). In der Rechtsprechung wird anerkannt, dass Fachbeistände nach den Honoraransätzen des jewei- ligen Berufsstands zu entschädigen sind, wenn die Erfüllu ng des Mandats die Erbringung von Leistungen erfordert, die für die berufliche Tätigke it spezifisch sind (vgl. KGE VV vom 18. August 2021 [810 20 174] E. 4.1; BGE 145 I 183 E . 5.1.4; Urteile des Bundesgerichts 5D_230/2020 vom 15. Februar 2021 E. 3.5.1, 5A_342/2017 vom 4. Mai 2017 E. 4.3). Der Hono- rarrechnung vom 19. März 2020 sind fast ausschliesslich Leist ungen im Zusammenhang mit dem Zivilprozess zu entnehmen, für welche die anwaltliche Tätigkeit der Beiständin spezifisch ist und nach der anerkannten Rechtsprechung die Ansätze der TO herangezogen werden. Der von der Beiständin geltend gemachte Ansatz von Fr. 300 .-- pro Stunde liegt im gesetzlich vor- gesehen Rahmen der TO, wenn auch eher an der oberen Grenze. Mit Blick auf die unmittelbar drohende Gefährdung von D.____ (vgl. Entscheid des Ka ntonsgerichts Basel-Landschaft, Ab- teilung Zivilrecht [KGE BL] 400 20 139 vom 8. Septemb er 2020 E. 2.5; Urteil des Bundesge- richts 5A_1063/2020 vom 10. Februar 2022) ist der KESB jedoch dabei zuzustimmen, dass die Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht Leistungen der Beiständin zur gerichtlichen Durchsetzung des Persönlichkeitsschutzes von D.____ dringlich und von Bedeutung waren (vgl. Vernehm lassung der KESB vom 11. September 2020). Die KESB führt zudem an, dass e s sich um einen komplexen Kinds- schutzfall handle, was vor dem Hintergrund des Umfangs d es Zivilprozesses nicht von der Hand zu weisen ist (vgl. Vernehmlassung der KESB vom 11 . September 2020). Unter den vor- liegenden Umständen ist demzufolge nicht zu beanstande n, dass die KESB den von der Bei- ständin geltend gemachten Stundenansatz in der Höhe vo n Fr. 300.-- gestützt auf die vorer- wähnten gesetzlichen Bestimmungen genehmigt hat. 6.1.1 Weiter moniert der Beschwerdeführer im Zusamme nhang mit der Genehmigung der Mandatsträgerentschädigung, dass er mit keinem Wort dar auf aufmerksam gemacht worden sei, dass er die Kosten der Beistandschaft zu übernehmen h abe. Er sei zwar darauf hingewie- sen worden, dass die Kosten von Kindesschutzmassnahmen den Eltern auferlegt werden könn- ten, dass diese Kosten jedoch ein derartiges Ausmass annehm en würden und er diese alleine zu tragen habe, habe er nicht erahnen können, ansonste n er Beschwerde erhoben hätte. Zu- dem sehe er nicht ein, weshalb er Kosten eines Prozesses tragen müsse, an welchem er nicht beteiligt sei. Eine direkte Geltendmachung der Kosten der Beiständin beim Beschwerdeführer sei gesetzlich nicht vorgesehen. 6.1.2 Die KESB hält in ihrem Entscheid dagegen fest, d ass die Beistandschaft erst aufgrund der Tatsache notwendig geworden und errichtet worden sei, dass der Kindsvater nicht willens oder nicht in der Lage gewesen sei, den Kontakt zwischen D.____ und dem mit dem Kindsvater befreundeten und wegen Sexualdelikten mit Kindern ver urteilten F.____ zu unterbinden. Unter diesen Umständen habe eine juristische Fachperson eingese tzt werden müssen, um die Inte- ressen von D.____ zu vertreten. Zudem habe die Beiständ in den Kindsvater wiederholt darauf hingewiesen, dass er durch seine Unterstützung von F.____ in Kauf nehme, dass sich das Ver- fahren vor dem Zivilkreisgericht verlängere und sich dadur ch ihr Aufwand vergrössere. Da die Beistandschaft somit fast ausschliesslich aufgrund des Verhal tens des Vaters notwendig ge- worden sei, seien die Kosten für die Mandatsträgeren tschädigung dem Kindsvater aufzuerle- gen. 6.2 Nach Art. 276 Abs. 1 und 2 ZGB haben die Eltern für den gebührenden Unterhalt des Kindes zu sorgen und tragen insbesondere die Kosten von B etreuung, Erziehung, Ausbildung und Kindesschutzmassnahmen. (vgl. Art. 276 Abs. 1 und 2 Z GB; Urteil des Bundesgericht 6F_32/2015 vom 16. Februar 2016 E. 3.1). Zu den Kind esschutzmassnahmen gehören insbe- sondere auch die Kosten der Beistandschaft oder einer U nterbringung (C HRISTIANA FOUNTOULAKIS /P ETER BREITSCHMID , in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivi lge- setzbuch I, Art. 1 – 456 ZGB, 6. Auflage, Basel 2018, N 22 zu Art. 276; BGE 141 III 401 E. 4). Die Errichtung einer Beistandschaft als Kindesschutzmassnahme erfolgt im Interesse des Kin- deswohls, für welches die Eltern die Verantwortung tr agen. Die Beiständin übernimmt in Erset- zung der Eltern deren Aufgabenbereich (P ETER TUOR /B ERNHARD SCHNYDER / ALEXANDRA JUNGO , in: Tuor/Schnyder/Schmid/Jungo, ZGB, Zürich 2015, 14. Auflage, S. 539) und erhält in dieser Funktion eine Mandatsträgerentschädigung zugespr ochen (vgl. BGE 142 III 153). § 6 Abs. 2 bis GebV bestimmt, dass Gebühren und Auslagen, die in kind esschutzrechtlichen Verfah- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht ren betreffend Minderjährige anfallen, beiden Eltern je zur Hälfte auferlegt werden. In besonde- ren Fällen kann eine andere Kostenaufteilung verfügt werden. Staatliche Unterstützung ist nur dann nötig, wenn kein Elternteil in der Lage ist, fü r den gebührenden Unterhalt des Kindes auf- zukommen (Urteil des Bundesgerichts 6F_32/2015 vom 16. F ebruar 2016 E. 3.1; BGE 141 III 401 E. 4 und E. 4.1). 6.3 Die Errichtung der Kindsschutzmassnahme und insbesondere der Beistandschaft be- gründete die KESB in ihrem Entscheid vom 11. Septemb er 2017 im Wesentlichen damit, dass der Beschwerdeführer zu F.____ Kontakt pflege und diesen unterstütze. F.____ habe nach sei- ner Entlassung am 12. Mai 2017 Kontakt zu D.____ gehab t und sich somit nicht an das ihm auferlegte Kontaktverbot zu Minderjährigen gehalten. A uch nach Kenntnisnahme von Gefähr- dungsmeldungen, wonach F.____ im Internet wieder Kont akt zu Kindern suche und in altbe- kannte Muster der Vertrauensbildung durch gemeinsame U nternehmungen mit dem Beschwer- deführer und D.____ agiere, schätze der Beschwerdeführe r die Situation nach wie vor anders ein als die übrigen involvierten Personen. Durch die E rmöglichung eines Kontakts zwischen F.____ und D.____ setze der Vater seinen Sohn einer b estehenden und ihm bekannten Gefahr aus, wodurch er seiner Aufsichts- und Schutzpflicht nicht nachkomme. 6.4.1 Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer D.____ mit demjenigen Mann in Kontakt gebracht hat, welcher zuvor den älteren Halbbruder von D.____ sexuell missbraucht und auf- grund dessen sowie aufgrund von Übergriffen auf ander e Jugendliche strafrechtlich verurteilt worden war. Im bundesgerichtlich bestätigten Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, wurde in diesem Zusammenhang ei ne unmittelbar drohende Persönlich- keitsverletzung für D.____ angenommen (vgl. KGE BL 400 2 0 139 vom 8. September 2020 E. 2.5), welche vom Beschwerdeführer nicht verhindert w urde. Dadurch hat der Beschwerde- führer als Inhaber der elterlichen Sorge seine Schutz pflicht gegenüber D.____ vernachlässigt. Der Persönlichkeitsschutz von D.____ musste in der Folge mit einer Ersatzmassnahme in Form einer Beistandschaft und einem aufwändigen gerichtlichen Verfahren hergestellt werden. Diese staatliche Ersatzmassnahme (vgl. 6.2 hiervor) hat somit d er Beschwerdeführer zu vertreten, weshalb die damit einhergehenden Kosten von ihm als V erursacher zu tragen sind (vgl. zu den Kosten des begleiteten Besuchsrechts: INGEBORG SCHWENZER /M ICHELLE COTTIER , in: Gei- ser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuc h I, Art. 1 – 456 ZGB, 6. Auflage, Basel 2018, N 26 und N 28 zu Art. 273 ; DIANA WIDER /D ANIEL PFISTER -WIEDERKEHR , in Rosch/Fountoulakis/Heck [Hrsg.], Handbuch Kindes- und Erwachsenenschutz, 2. Auflage, Bern 2018, N 755). Vor diesem Hintergrund ist die KESB zu Recht vom Grun dsatz einer hälftigen Aufteilung der Kosten abgewichen und von einem besond eren Fall im Sinne von § 6 Abs. 2 bis GebV ausgegangen. Demzufolge ist nicht zu beanstanden, d ass die KESB die Kosten der Kin- desschutzmassnahme bzw. die Mandatsträgerentschädigung voll ständig dem Beschwerdefüh- rer auferlegt hat. Dessen ungeachtet macht der Beschwer deführer nicht geltend, dass die Kos- ten zwischen den Eltern hälftig zu teilen seien oder da ss er nicht leistungsfähig sei und daher nicht für den Unterhalt von D.____ aufkommen könne (vg l. E. 6.2 hiervor). Vor diesem Hinter- grund verfängt auch der Einwand des Beschwerdeführers, wonach D.____ die Mandatsträger- entschädigung aus einem allfälligen Kindesvermögen zu b ezahlen habe, nicht. Zum einen bringt der Beschwerdeführer nichts vor, was Rückschlüsse au f die Vermögenssituation seines Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht Sohnes zulassen würde, und zum anderen bestehen keine H inweise darauf, dass die wirt- schaftliche Lage von D.____ eindeutig besser sei als dieje nige des Beschwerdeführers (vgl. FOUNTOULAKIS / BREITSCHMID , a.a.O., N 34 zu Art. 276). Eine Eigenleistung von D.____ aus dessen Vermögen fällt somit sowohl aus objektiver als au ch aus subjektiver Hinsicht ausser Betracht und ist ihm insbesondere aufgrund der vorliege nden Umstände (vgl. E. 6.3 hiervor) nicht zumutbar (vgl. Art. 276 Abs. 3 ZGB). 6.4.2 Der Beschwerdeführer wurde anlässlich der Anhöru ng am 23. August 2017 von der KESB darauf hingewiesen, dass die Kosten von Kindsschutzma ssnahmen normalerweise hälf- tig zu Lasten der Eltern gehen würden, wobei diese di e Möglichkeit hätten, ein Gesuch um un- entgeltliche Rechtspflege zu stellen. Darauf gab der Beschwerdeführer an, dass die Eltern auf- grund ihrer Einkommen keine unentgeltliche Rechtspflege erhalten würden. Zugleich wurde der Beschwerdeführer darüber informiert, dass eine Anwälti n als Beiständin eingesetzt werde (vgl. Protokoll der Anhörung vom 23. August 2017). De r Beschwerdeführer wusste somit, dass die Kosten für die Beistandschaft zu Lasten der Eltern g ehen würden und eine Anwältin einge- setzt werde, welche für D.____ ein Annäherungsverbot gegen F.____ erwirken solle. Gegen die Verfügung vom 11. September 2017, mit welcher die Be iständin eingesetzt wurde, hat der Be- schwerdeführer sodann keine Beschwerde erhoben. Während der Laufzeit der Massnahme hat die Beiständin in ihren E-Mails auf die hohen Ausgabe n zu Lasten der Eltern hingewiesen (vgl. E-Mail der Beiständin an die KESB und die Kinds eltern vom 23. Mai 2018, 28. November 2019 und vom 3. Mai 2020). In ihrem E-Mail an die K ESB und die Kindseltern vom 27. September 2019 hat die Beiständin dargelegt, dass bisher Anwaltskosten in der Höhe von Fr. 10'596.10 angefallen seien, welche je nach Kosten verlegung durch die KESB auf den Be- schwerdeführer zurückfallen würden. Der Beschwerdeführe r wurde somit von der Beiständin auf hohe anfallende Kosten aufmerksam gemacht und es w äre ihm freigestanden, sich bei der KESB oder der Beiständin näher darüber zu informier en, zumal ihm durch den Entscheid vom 11. September 2017 hätte bewusst sein müssen, dass die B eistandschaft insbesondere auf- grund seines Verhaltens errichtet worden war. Der Besc hwerdeführer kann somit aus dem Vor- bringen, er habe nicht mit so hohen Kosten zu seinen Lasten rechnen müssen, nichts zu seinen Gunsten ableiten. Dem Argument des Beschwerdeführers, wonach die Kosten des Zivilprozes- ses durch die Beiständin bei der Gegenpartei geltend zu machen wären, kann ebenfalls nicht gefolgt werden. Die Beiständin wurde zwar wegen ihrer anwaltlichen Fähigkeiten eingesetzt, sie hat D.____ aber nicht als Anwältin vertreten, sonder n als gesetzliche Vertreterin, weshalb ihr eine Mandatsträgerentschädigung zusteht (vgl. E. 6.2 hi ervor; Urteile des Bundesgerichts 5A_1063/2020 vom 10. Februar 2022 E. 6, 5A_336/2015 vom 3. März 2016 E. 8.2). Die Be- schwerde erweist sich somit auch in diesem Punkt als unbegründet. 7. Der Beschwerdeführer beantragt mit seinem Rechtsbe gehren in Ziffer 1 die Aufhebung des angefochtenen Entscheids, womit grundsätzlich auch die Dispo-Ziffern 2, 4, 5 und 6 (vgl. Bst. C hiervor) gemeint sind. Hierbei beschränkt er sich j edoch auf den Aufhebungsantrag und stellt keine Begehren in der Sache. Auch der Beschwerde begründung lässt sich dazu nichts entnehmen. Damit ergibt sich aus der Beschwerde nicht, was der Beschwerdeführer mit der Aufhebung der erwähnten Dispo-Ziffern erreichen möcht e. Dessen ungeachtet, ist der Be- schwerdeführer durch die erwähnten Dispo-Ziffern zum je tzigen Zeitpunkt nicht betroffen und Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht weist daher kein aktuelles praktisches Interesse an deren Ä nderung oder Aufhebung auf (vgl. KGE VV vom 15. Februar 2017 [810 16 308] E. 3.2; KGE VV vom 15. August 2012 [810 12 163] E. 1.3.2; KGE VV vom 11. Juni 2008 E. 3.1). Au f die Dispo-Ziffern 2, 4, 5 und 6 ist folglich nicht weiter einzugehen. 8. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist die Beschwer de vollumfänglich abzu- weisen. 9. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahr ens zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpfli chtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Entsprechend dem Ausgang des Ver- fahrens sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1 '400.-- dem unterliegenden Beschwer- deführer aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in derselben Höhe zu verrech- nen. Die Parteikosten sind wettzuschlagen. Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- w erden dem Be- schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Koste nvorschuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- verrechnet. 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Vizepräsident Gerichtsschreiberin