Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 30. August 2018 (720 18 131 / 237) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Anspruch auf eine Invalidenrente in Anwendung der gemischten Methode der Invalidi- tätsbemessung zu Recht verneint Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsri chter Markus Mattle, Kan- tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Katja Wagner Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durc h Dr. Matthias Aeberli, Advokat, Freie Strasse 82, Postfach, 4010 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Die 1980 geborene A.____ arbeitete zuletzt in ei nem Teilzeitpensum als Reinigungs- kraft bei der C.____ AG. Am 9. September 2011 melde te sie sich unter Hinweis auf seit 1998 bestehende gesundheitliche Beeinträchtigungen bei d er Eidgenössischen Invalidenversiche- rung (IV) zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der erwerblichen, gesundheitlichen und haushälterischen Verhältnisse lehnte die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) den Anspruch Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht auf eine Invalidenrente mit Verfügung vom 7. März 201 8 in Anwendung der gemischten Be- messungsmethode gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 5% ab. B. Gegen diese Verfügung erhob A.____ vertreten durch Matthias Aeberli, Advokat, am 23. April 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Lan dschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, in A ufhebung der angefochtenen Verfügung vom 7. März 2018 sei ihr rückwirkend per 1. Januar 2012 eine ganze Rente basierend auf ei- nem Invaliditätsgrad von 70% auszurichten; unter o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hin- sicht beantragte sie die Bewilligung der unentgeltliche n Prozessführung mit Advokat Aeberli als unentgeltlichem Rechtsvertreter. Zur Begründung brach te sie im Wesentlichen vor, dass die von der IV-Stelle eingeholte Haushaltsabklärung, auf d ie sich die Verfügung stütze, nicht über den erforderlichen Beweiswert verfüge, da der Anteil d er Erwerbstätigkeit im Rahmen der ge- mischten Methode zu Unrecht auf 35% festgesetzt worden sei . Seit der Scheidung von ihrem Ehemann im Januar 2018 wäre sie im Gesundheitsfall viel mehr zu 60% erwerbstätig. Überdies hätte die Abklärungsperson ihrer psychiatrisch bedingten Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit nicht genügend Rechnung getragen. Davon abgesehen könne die im Rahmen der durchgeführ- ten Haushaltsabklärung berücksichtigte Schadenminderungspflicht des Ehemannes nicht mehr berücksichtigt werden. C. In ihrer Vernehmlassung vom 12. Juni 2018 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf d ie im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Beschwerde ist einzutreten. 2. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochten en Verfügung vom 7. März 2018 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungs gemäss die zeitliche Grenze der richter- lichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). 3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich m indestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähig keit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unf ä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in e inem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Diese Legaldefinition stimmt i m Wesentlichen mit dem Begriff der Ar- beitsunfähigkeit überein, wie ihn die Rechtspraxis vor dem Inkrafttreten des ATSG entwickelt hatte (vgl. etwa BGE 129 V 53 E. 1.1 in fine mit Hi nweisen). Die bis zum 31. Dezember 2002 ergangene diesbezügliche Rechtsprechung des damaligen Eidgenössischen Versicherungsge- richts (EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abtei lungen) bleibt folglich weitestgehend anwendbar (BGE 130 V 345 E. 3.1.1). 3.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussicht lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie k ann im IV-Bereich Folge von Geburts- gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IV G). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommende n allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver- stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des V orliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 200 8 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über- windbar ist (Satz 2). 4.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Gr ad der Invalidität wie folgt abge- stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 4.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintr itt der Invalidität und nach Durchfüh rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkomm ensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werde n. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1). Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.3 Bei nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgab enbereich (z.B. Haushalt) tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht z ugemutet werden kann, wird für die Be- messung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (B etätigungsvergleich; Art. 28a Abs. 2 IVG). 4.4 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird f ür diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbe reich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbs- tätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen un d der Invaliditätsgrad in beiden Berei- chen zu bemessen (gemischte Methode der Invaliditätsbemessung; Art. 28a Abs. 3 IVG). Ist bei diesen Versicherten anzunehmen, dass sie im Zeitpunkt de r Prüfung des Rentenanspruchs ohne Gesundheitsschaden ganztägig erwerbstätig wären, so ist die Invaliditätsbemessung aus- schliesslich nach den Grundsätzen für Erwerbstätige zu beme ssen (Art. 27 bis IVV, in der vorlie- gend anwendbaren, bis Ende 2017 gültig gewesenen Fassung). 5.1 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder teilzei tig erwerbstätig oder als nichter- werbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträcht igung bestünde. Entscheidend ist so- mit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versiche rten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 507 E. 3.3 mit Hinweisen; Urteil des Bund esgerichts vom 17. Juli 2012, 9C_335/2012, E. 3.1). Bei im Haushalt tätigen Versiche rten im Besonderen sind die persönli- chen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältniss e ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbil- dung sowie die persönlichen Neigungen und Begabunge n zu berücksichtigen. Für die hypothe- tische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Tei l-)Erwerbstätigkeit ist der im Sozial- versicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden W ahrscheinlichkeit erforderlich (BGE 137 V 338 E. 3.2, 125 V 150 E. 2c, je mit Hinweisen). 5.2 In der angefochtenen Verfügung vom 7. März 2018 e rmittelte die IV-Stelle den Invalidi- tätsgrad der Versicherten anhand der gemischten Methode der Invaliditätsbemessung. Dabei ist sie gestützt auf die protokollierten Aussagen im Haushaltsabklärungsbericht vom 13. März 2017 sowie insbesondere den Fragebogen zur Ermittlung der Er werbstätigkeit vom 23. März 2017 davon ausgegangen, dass die Versicherte als Gesunde zu 35 % einer ausserhäuslichen Er- werbstätigkeit nachgehen würde und zu 65% im Haushalt beschäftigt wäre. Demgegenüber stellt sich die Beschwerdeführerin unter Hinweis auf ihr e finanziellen Verhältnisse in ihrer Be- schwerdebegründung auf den Standpunkt, dass sie seit der Scheidung von ihrem Ehemann ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen zu 60% erwerbstätig wäre. 5.3 Der Aktenlage ist zu entnehmen, dass die Beschwerdef ührerin seit 1999 bei verschie- denen Arbeitgebern als Raumpflegerin tätig war. Zuletzt war sie bis im August 2011 im Rahmen Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht eines Pensums von 20 Stunden pro Woche einer ausserhäusli chen Erwerbstätigkeit nachge- gangen. Seit 1999 – mithin noch vor ihrer krankheitsbedi ngten Beeinträchtigung der Arbeitsfä- higkeit im Januar 2011 – hatte sie, dem massgebenden IK- Auszug zufolge (IV-act. 6), nie ein Einkommen erzielt, welches den Umfang des zuletzt ausgeübten Pensums von rund 35% über- steigen würde. Die Tatsache, dass sich die Versicherte auch im Validenzeitraum bei vergleich- baren finanziellen Verhältnissen nicht um eine höhere Erwerbstätigkeit bemüht hatte, ist ein starkes Indiz dafür, dass sie auch seit der Scheidung von ihr em Ehemann keine Erhöhung des Pensums wahrgenommen hätte, zumal ihre beiden jüngsten Kinder (2014 und 2016 geboren) noch eine intensive Betreuung beanspruchen. Wie es sich damit im Detail verhält braucht letzt- lich aber nicht abschliessend beantwortet zu werden. Wie weiter unten aufzuzeigen sein wird (vgl. E. 11 hiernach), würde vorliegend selbst bei der von der Beschwerdeführerin beantragten Gewichtung eines Erwerbsanteils von 60% kein rentenrelevanter Invaliditätsgrad resultieren. 6.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä- higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und i m Beschwerdefall das Gericht) auf Un- terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls a uch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur- teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind di e ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbe itsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 6.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an- deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, so wie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 6.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspr echung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung auf zustellen (vgl. die ausführliche Zusam- menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 7.1 Zur Beurteilung der gesundheitlichen Verhältnisse und der Arbeitsfähigkeit der Be- schwerdeführerin sind vorliegend das Gutachten von Dr. m ed. B.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 13. Mai 2013 sowie dessen Verlaufsgut achten vom 6. Dezember 2016 von zentraler Bedeutung. 7.2 In seinem Gutachten vom 13. Mai 2013 stellte Dr. B .____ als Diagnosen mit Auswir- kung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depr essive Störung, gegenwärtig mittelschwe- re bis schwere Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F 33.1), eine Zwangsstörung mit Zwangshandlungen (Zwangsrituale), eine Anorexia nervosa , heute weitgehend remittiert (ICD- 10 F50.0), akzentuierte emotional-instabile Persönlichke itszüge (ICD-10 Z73.1) sowie einen Verdacht auf eine abortive posttraumatische Belastungs störung (ICD-10 F43.1). Im Rahmen der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit gelangte er diesbezüglich zum Schluss, dass die Versicher- te aufgrund ihres psychischen Leidens, welches auch zu einer erheblichen Einschränkung der psychophysischen Belastbarkeit geführt habe, in ihrer Arbe itsfähigkeit deutlich eingeschränkt sei. Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei mit 50% zu beziffern. Dabei legte er den Beginn der Arbeitsunfähigkeit in diesem Ausmass auf den Januar 2011 fest. 7.3 In seinem Verlaufsgutachten vom 6. Dezember 2016 dia gnostizierte Dr. B.____ mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittel- schwere bis schwere Episode ohne psychotische Symptome mit som atischem Syndrom (ICD- 10 F33.1), eine Zwangsstörung mit Zwangshandlungen (Z wangsrituale), eine emotional-insta- bile Persönlichkeitsstörung, Borderline-Typ (ICD-10 F31) sowie einen Verdacht auf eine abor- tive posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1). Bei der Untersuchung zeige die Versi- cherte eine depressive Symptomatik mit Ein- und Durchschlaf störungen, Zwangsgedanken, Schuldgefühlen, innerer Angespanntheit und vegetativen Symptomen, rascher Ermüdbarkeit, Grübelzwängen und Rückzugstendenzen. Daneben bestehe eine Zwangsstörung, vorwiegend mit Zwangshandlungen. Die Versicherte reinige bis zur E rschöpfung hin ihre Wohnung und nehme rituelle Handlungen vor, wie beispielsweise minu tenlanges Ein- und Ausschalten des Lichtes in der Toilette. Zudem zeige die Versicherte ein e deutliche emotionale Instabilität, ein wahrscheinlich gestörtes weibliches Selbstbild und selbstschä digende Tendenzen. Diese Ten- denzen scheinen seit der letzten Begutachtung im Jahr 2013 zugenommen zu haben, sodass sich heute die Diagnose einer emotional-instabilen Per sönlichkeitsstörung, Borderline-Typ, rechtfertige. Diese Persönlichkeitsstörung zeige eine Nei gung zu Dekompensationen in Rich- tung Depression, wobei heute ein Grenzbefund zwischen mi ttelschwerer und schwerer depres- siver Episode ohne psychotische Symptome im Rahmen der Pe rsönlichkeitsstörung vorliege. Hinsichtlich der angestammten Tätigkeit als Reinmachefra u bestehe ab dem Zeitpunkt des Gutachtens eine Arbeitsfähigkeit von 30%. Der gleiche Grad der Arbeitsfähigkeit gelte für sämt- liche Verweistätigkeiten, welche die Versicherte ihren F ähigkeiten entsprechend zu verrichten vermöge. 8.1 Die IV-Stelle stützte sich bei der Beurteilung des G esundheitszustandes und der Ar- beitsfähigkeit der Versicherten vollumfänglich auf die E rgebnisse, zu denen der Gutachter in seinem Gutachten vom 13. Mai 2013 sowie im Verlaufsguta chten vom 6. Dezember 2016 ge- langt war. Sie ging demzufolge davon aus, dass der Besch werdeführerin im Zeitpunkt des frü- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht hestmöglichen Rentenbeginns (Januar 2012) eine angepasst e leichte und wechselbelastende Tätigkeit zu 50% zumutbar sei. Infolge der per 28. Nov ember 2016 (Zeitpunkt der Verlaufsbe- gutachtung) ausgewiesenen Verschlechterung des Gesundhei tszustandes hat sie überdies er- wogen, dass ab diesem Zeitpunkt sowohl in der angestamm ten Tätigkeit als Reinmachefrau als auch in einer leidensadaptierten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 30% bestehe. 8.2 Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholte n Gutachten externer Spezial- ärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei de r Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise spr echen (vgl. BGE 125 V 353 E. 3b/bb). Solche Indizien liegen keine vor. Das Gutacht en sowie das Verlaufsgutachten sind insgesamt umfassend und die darin dargelegten medizinisc hen Zusammenhänge sowie die jeweils vorgenommenen Schlussfolgerungen sind nachvollzie hbar und überzeugend. Der Gut- achter hat die Versicherte persönlich untersucht, eine u mfassende Anamnese erhoben und geht einlässlich auf ihre Angaben und Beschwerden ein. E r setzt sich zudem fundiert mit den bei den Akten liegenden medizinischen Berichten auseina nder und begründet abweichende Einschätzungen in überzeugender Weise. Insgesamt ist somi t nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin den Gutachten von Dr. B.____ volle n Beweiswert zuerkannte. Die aus- schlaggebende Beweiskraft der Gutachten von Dr. B.____ wird denn auch von der Versicherten in ihrer Beschwerde – zu Recht – nicht in Frage gestel lt. 9.1 Wie in Erwägung 4.2 dargelegt, ist gemäss Art. 16 ATSG der Invaliditätsgrad bei er- werbstätigen Versicherten aufgrund eines Einkommensvergle ichs zu bestimmen. Dasselbe gilt im Rahmen der gemischten Methode der Invaliditätsbemess ung für die Ermittlung des Invalidi- tätsgrades im Erwerbsbereich. Die IV-Stelle hat in de r angefochtenen Verfügung vom 7. März 2018 für den Erwerbsbereich den erforderlichen Einkom mensvergleich vorgenommen. Dabei hat sie anhand der Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen für die Zeit ab 26. Januar 2012 bis 28. November 2016 einen Invaliditä tsgrad im Erwerbsbereich von 0% und für die Zeit danach einen solchen von 14.28% errechne t. Die konkrete Berechnung − die von der Versicherten in der vorliegenden Beschwerde nicht bea nstandet worden ist − erweist sich als rechtens, womit diesbezüglich vollumfänglich auf die entsprechenden Ausführungen der IV- Stelle in der Verfügung vom 7. März 2018 verwiesen werden kann. 9.2 Die Beschwerdeführerin macht indessen geltend, es se i ihr ein leidensbedingter Abzug im Umfang von 25% zu gewähren. Aufgrund ihrer schwerwiegenden psychischen Beschwerden dürfte es ihr kaum möglich sein, eine Arbeitsstelle zu fin den. Die Frage, ob die IV-Stelle der Versicherten überhaupt einen Abzug vom Tabellenlohn hät te gewähren müssen und wie hoch dieser allenfalls zu bemessen wäre, kann im vorliegenden F all offengelassen werden. Selbst wenn man der Versicherten den von ihr postulierten höch stmöglichen Abzug zugestehen wür- de, resultierte kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (vgl. E. 11 hiernach). Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 10.1 Zu prüfen bleibt die unter den Parteien umstrit tene Frage, in welchem Ausmass die Beschwerdeführerin zufolge ihrer gesundheitlichen Bee inträchtigungen im Haushalt einge- schränkt ist. 10.2 Zur Ermittlung der Einschränkung im Haushaltsbere ich bedarf es im Regelfall einer Abklärung vor Ort (vgl. Art. 69 Abs. 2 IVV). Hinsichtlich des Beweiswertes des Abklärungsbe- richts sind – analog zur Rechtsprechung zur Beweiskraft von Arztberi chten (BGE 134 V 232 E. 5.1) – verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. Eine Haushaltsabklä rung ist beweiskräftig, wenn sie durch eine qualifizierte Person erfolgt, welch e Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der Beeinträchtigungen und Behinde rungen hat, die sich aus den medizini- schen Diagnosen ergeben. Weiter sind die Angaben der ver sicherten Person zu berücksichti- gen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten i m Bericht aufzuzeigen sind. Der Be- richtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angem essen detailliert bezüglich der ein- zelnen Einschränkungen sein sowie in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen (vgl. AHI-Praxis 2003 S. 218 E. 2.3.2; U rteil des Bundesgerichts vom 22. April 2010, 9C_90/2010, E. 4.1.1.1). Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne da rstellt, in das Ermessen der Abklä- rungsperson nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinsch ätzungen oder Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der Abklärungsresultate vorliegen. Das gebi etet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkret en Sachverhalt steht als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (Urteil des Bundesgeri chts vom 18. August 2008, 8C_107/2008, E. 3.2.1 mit Hinweis; BGE 128 V 93 f. E. 4). 10.3.1 Um die Einschränkung im Haushalt zu ermitteln, hat die Beschwerdegegnerin am 3. April 2017 eine Haushaltsabklärung durchgeführt. D ie Abklärungsperson gelangte darin zum Schluss, dass die Versicherte in keinem der aufgeführten Bereiche im Haushalt eingeschränkt sei. Unter Berücksichtigung der medizinischen Unterlagen w urde darauf hingewiesen, dass aufgrund der psychischen Problematik bei der Ausführung der Arbeiten keine Einschränkung angerechnet werden könne. Im geschützten Rahmen der Woh nung würden die Zwangshand- lungen sowie die übrigen psychischen Defizite zu keiner anrechenbaren Einschränkung führen. 10.3.2 Bezüglich des Haushaltsberichts ist festzuhalten, dass er von einer qualifizierten Per- son in Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse verfasst wurde. Der Berichtstext ist insgesamt schlüssig und nachvollziehbar und es wird angemess en detailliert begründet, wieso in den einzelnen Bereichen keine Einschränkung angerechnet werden kann. 10.4.1 Die Beschwerdeführerin stellt die Beweistauglich keit des Haushaltsberichts insofern in Frage, als die Auswirkungen der von Dr. B.____ erhoben en psychiatrischen Diagnosen in der Haushaltsabklärung keine Berücksichtigung gefunden hätten. Dies sei wohl darauf zurückzufüh- ren, dass der Abklärungsbericht Haushalt seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des Ausmasses physisch bedingter Beeinträchtigungen zugeschnitten ist. 10.4.2 Der Beschwerdeführerin ist dahingehend zuzustimme n, als die grundsätzliche Mass- geblichkeit der Abklärungsberichte, auch wenn die unter Erwägung 10.2 erwähnten Anforde- rungen erfüllt sind, praxisgemäss Einschränkungen erfährt, wenn die im Haushalt tätige Person Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht (auch) an psychischen Gesundheitsbeeinträchtigungen leidet (vgl. AHI-Praxis 2001 S. 162 E. 3d mit Hinweis). Im Urteil vom 22. Dezember 2003 (I 311/03, in deutscher Übersetzung pu- bliziert in: AHI-Praxis 2004 S. 137 ff.) hat das damalige EVG seine Rechtsprechung zur Bemes- sung der Invalidität von ganz oder teilweise im Haus halt tätigen Personen, welche an einem psychischen Gesundheitsschaden leiden, präzisiert (E. 5, ins besondere E. 5.3). Danach bildet die Abklärung im Haushalt auch hier grundsätzlich ein g eeignetes Mittel zur Invaliditätsbemes- sung im Aufgabenbereich. Im Falle eines Widerspruchs zwisch en den Ergebnissen der Abklä- rung vor Ort und den fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherten Person, ihre gewohnten Aufgaben zu erfüllen, ist den ärztlichen Stellungnahmen aber in der Regel mehr Gewicht einzuräumen als dem Bericht über die Haushalts abklärung (Urteil des Bundesgerichts vom 5. September 2011, 9C_201/2011, E. 2). Diese prin zipielle Gewichtung hat ihren Grund darin, dass es für die Abklärungsperson regelmässig nur besc hränkt möglich ist, das Ausmass des psychischen Leidens und der damit verbundenen Einschränkungen zu erkennen (Urteil des Bundesgerichts vom 13. Juni 2008, 8C_671/2007, E. 3.2.1 mit Hinweisen). Für die Rechtsan- wendung im konkreten Fall bedeutet dies, dass nach Massgab e der Kriterien, die von der Rechtsprechung entwickelt worden sind, der Beweiswert so wohl der medizinischen Unterlagen (BGE 125 V 352 E. 3) als auch des Haushaltsabklärungsberi chts zu beurteilen ist. Liegen gleichermassen beweiskräftige Stellungnahmen vor, muss gep rüft werden, ob die gemachten Aussagen vereinbar sind oder einander widersprechen. Be stehen Divergenzen zwischen den Ergebnissen der Haushaltsabklärung und den ärztlichen Fe ststellungen zur Fähigkeit der versi- cherten Person, ihre Haushaltstätigkeiten trotz des psychis chen Leidens noch verrichten zu können, ist der medizinischen Einschätzung prinzipiell h öheres Gewicht beizumessen (vgl. Ur- teile des Bundesgerichts vom 28. Februar 2007, I 373/06, E. 4.3.2 und vom 6. September 2004, I 249/04, E. 5.1.1). 10.4.3 Soweit die Beschwerdeführerin aber davon ausgeh t, der Haushaltsabklärungsbericht würde vorliegend hinsichtlich ihrer psychischen Beschwerden keine rechtsgenügliche Grundla- ge zur Bemessung der Invalidität darstellen, kann ihr nicht beigepflichtet werden. Ihrem Vor- bringen ist zunächst unter Hinweis auf das in Erwägung 1 0.3.1 hiervor Ausgeführte entgegen- zuhalten, dass die Abklärungsperson unter Verweis auf die psychiatrischen Diagnosen nach- vollziehbar begründet, im geschützten Rahmen der Wohnun g könnten keine Einschränkungen angerechnet werden. Alsdann führt der begutachtende Psychiater, Dr. B.____, in seiner Stel- lungnahme vom 1. Juni 2018 zu der im Rahmen der Hausha ltsabklärung ermittelten Einschrän- kung zwar aus, die Versicherte würde aufgrund ihrer Zwan gsstörung mit der Haushaltsführung an der Grenze der psychischen Belastbarkeit stehen. Die Tatsache, dass im Rahmen der Haushaltsabklärung keine Einschränkung angerechnet wurde, bezeichnet er aber als „durchaus nachvollziehbar“. Insofern können vorliegend keine Diverg enzen im Sinne der in vorstehender Erwägung genannten Art zwischen den bei der beweisrecht lichen Würdigung des Haushaltsbe- richts mitzuberücksichtigenden fachmedizinischen Feststellungen und den Ergebnissen der Haushaltsabklärung ausgemacht werden. Vielmehr bestätigt Dr. B.____, der sich bereits einge- hend mit der psychischen Leistungsfähigkeit der Versicherten auseinandergesetzt hatte und auf dessen beweiskräftige Ausführungen vorliegend abgestellt werden kann (vgl. E. 8.2 hiervor), die von der Abklärungsperson gezogenen Schlussfolgerungen, wo nach die Zwangshandlungen sowie die übrigen psychischen Defizite im gesicherten Umfe ld der Wohnung zu keiner anre- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht chenbaren Einschränkung führen würden. Unter diesen Umst änden besteht auch mit Blick auf die massgebende Rechtsprechung kein Anlass von den Result aten der Haushaltsabklärung abzuweichen. 10.5 Insgesamt stellt der Abklärungsbericht demnach eine zuverlässige Entscheidungs- grundlage dar. Fehleinschätzungen oder Anhaltspunkte f ür die Unrichtigkeit der Abklärungsre- sultate sind keine ersichtlich. Die von der Beschwerdegeg nerin festgestellte fehlende Ein- schränkung im Haushaltsbereich ist daher nicht zu beanstanden. 11. Nach dem Gesagten kann in Anwendung der gemischten M ethode der Invaliditätsbe- messung für den Zeitraum Januar 2012 bis November 2016 in Anbetracht der fehlenden Ein- schränkung im Erwerbs- und im Haushaltsbereich ohne weit ere Erörterungen festgehalten wer- den, dass der Invaliditätsgrad 0% beträgt. Für die Ze it danach ergibt sich in Berücksichtigung der zeitlichen Beanspruchung in den jeweiligen Bereich en (35% im Erwerbs- und 65% im Haushaltsbereich) bei einer Einschränkung im Haushaltsbe reich von 0% (0.65 x 0%) und einer solchen im Erwerbsbereich von 5% (0.35 x 14.28%) ein Inva liditätsgrad von 5%. Selbst bei ei- ner Gewichtung des Erwerbsbereichs mit 60% sowie unter zus ätzlicher Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 25%, resultierte noch ein Jah resinvalideneinkommen von Fr. 12´975.--, eine Einkommenseinbusse von Fr. 5´947. -- und somit eine Einschränkung im Er- werbsbereich von 11.16% (0.6 x 18.6%) und damit ein Inva liditätsgrad von lediglich 11%. Am geschilderten Ergebnis, wonach vorliegend kein rentenbeg ründender Invaliditätsgrad resultiert, ändert auch die auf den 1. Januar 2018 neu in Kraft getretene Bestimmung in Art. 27 bis Abs. 2 bis 4 IVV nichts (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 30. Januar 2018, 8C_462/2017, E. 5.3 mit Hinweisen). 12. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist zusamme nfassend festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf eine Invalid enrente zu Recht abgelehnt hat. Die angefochtene Verfügung vom 7. März 2018 ist nicht zu bean standen. Bei diesem Ergebnis ist die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. 13.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um di e Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit- wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festge legt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstan den ist, setzt das Gericht die Verfah- renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par- tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Partei, weshalb ihr die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. Ihr ist allerdings mit verfahrenslei- tender Verfügung vom 24. April 2018 die unentgeltlich e Prozessführung bewilligt worden, wes- halb die Verfahrenskosten zu Lasten der Gerichtskasse gehen. 13.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausga ng entsprechend wettzuschla- gen. Da der Beschwerdeführerin mit prozessleitender Ver fügung vom 24. April 2018 auch die Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht unentgeltliche Verbeiständung mit ihrem Rechtsvertrete r bewilligt worden ist, hat dessen Ent- schädigung aus der Gerichtskasse zu erfolgen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Ver- beiständung Fr. 200.-- pro Stunde. Der Rechtsvertreter hat in seiner Honorarnote vom 22. Juni 2018 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 8.75 Stunden sowie Spesen und Auslagen von insgesamt Fr. 155.30 geltend gemacht, was umfangmässig nicht zu beanstanden ist. Ihm ist deshalb ein Honorar in der Höhe von Fr. 2‘052.-- (8.75 Stunden à Fr. 200-- zuzüglich Spesen und Auslagen von Fr. 155.30 sowie 7.7% Mehrwer tsteuer) aus der Gerichtskasse aus- zurichten. 13.3 Die Beschwerdeführerin wird jedoch ausdrücklich au f § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Organisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewä hrt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- we rden der Be- schwerdeführerin auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführun g werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 3. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeistä ndung wird dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ein Honorar in d er Höhe von Fr. 2‘052.-- (inkl. Auslagen und 7.7% Mehrwertsteuer) aus der Ge- richtskasse ausgerichtet. http://www.bl.ch/kantonsgericht