A bteilung I A -1690/2006 {T 0/2} U rteil vom 13. A pril 2007 M itw irkung: R ichter D aniel R iedo (Vorsitz), M ichael Beusch und Pascal M ollard; G erichtsschreiberin Iris W idm er. S._______ Beschw erdeführerin, gegen O berzolldirektion (O ZD ), H auptabteilung R echt und Abgaben, M onbijoustras- se 40, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend M ineralölsteuer; Steuerbefreiung; A rt. 12 VStrR . B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Eine Strafuntersuchung der Zollkreisdirektion G enf ergab, dass die Treibstoffkarten für D iplom aten "C D C C Petrol C ard" N r. _______ und N r. _______, lautend auf die Fahrzeuge "C D -G E _______" sow ie "C D -G E _______", beide im m atrikuliert für die Botschaft V._______ bei der U N O in G enf, in der Zeit zw ischen 1. Januar 1999 und 31. D ezem ber 2001 m issbräuchlich verw endet w urden. M it den beiden Karten seien bei den Tankstellen P._______ bzw . C ._______, beide in G enf, 112'162.50 l bzw . 11'167.79 l steuerbefreite Treibstoffe durch unbefugte Personen bezogen w orden. Auf diesen Bezügen laste eine M ineralölsteuer von Fr. 90'094.55 (P._______: Fr. 81'940.90; C ._______: Fr. 8'153.65). B. Am 6. N ovem ber 2003 entschied die Zollkreisdirektion, die S._______, schulde die Steuer in H öhe von Fr. 90'094.55; M ._______, Verantw ortlicher der Tankstelle P._______, w erde als solidarisch haftbar erklärt für den Betrag von Fr. 81'940.90, A._______, Verantw ortliche der Tankstelle C ._______, für die Sum m e in H öhe von Fr. 8'153.65. D ie Zollverw altung stützte diese Forderungen auf Art. 12 Abs. 1 und 2 VStrR , Art. 13 ZG sow ie Art. 9 Abs. 1 Bst. d M inöStG . C . M it Beschw erde vom 4. D ezem ber 2003 beantragte die S._______, der Entscheid vom 6. N ovem ber 2003 sei aufzuheben. Zur Begründung trug sie im W esentlichen vor, die beiden fraglichen Tankstellen w ürden von unabhängigen H altern betrieben. S._______ habe w eder gegen die im Entscheid genannten Bestim m ungen noch sonstw ie gegen Bundesverw altungsrecht verstossen. Selbst w enn die Treibstoffkarten m issbräuchlich verw endet w orden seien, fehle es an einer gesetzlichen G rundlage für ihre N achleistungspflicht. D . Am 9. D ezem ber 2004 w ies die O ZD die Einsprache ab. Zur Begründung des Beschw erdeentscheides hielt die Verw altung im W esentlichen dafür, sie habe festgestellt, dass an den genannten beiden Tankstellen steuerbefreiter Treibstoff für D iplom aten in aussergew öhnlichem U m fang verkauft w orden sei. Es habe sich ergeben, dass unbefugte Personen die zw ei Treibstoffkarten der Botschaft V._______ in der fraglichen Zeit m issbräuchlich verw endeten und dem Fiskus durch die deshalb ungerechtfertigte R ückerstattung von M ineralölsteuern Fr. 90'094.55 entgingen. Infolge dieses Verstosses gegen das M inöStG sei die Steuer in Anw endung von Art. 12 VStrR zurückzufordern, auch w enn die S._______ keine subjektiven Straftatbestände erfülle und die eigentliche Täterschaft nicht erm ittelt w erden könne. E. M it Eingabe vom 21. Januar 2005 an die Eidgenössische Zollrekurskom m ission (ZR K) erhebt die S._______ Beschw erde und beantragt, den Entscheid der O ZD aufzuheben. Zur Begründung m acht sie im W esentlichen geltend, die Betreiber der Tankstellen seien von ihr unabhängig und w ürden m it der Zollverw altung direkt eine Vereinbarung abschliessen, w elche sie zur steuerbefreiten Abgabe von Treibstoff an D iplom aten berechtige. Sie selber habe w eder gegen Verw altungsrecht 3 noch gegen vertragliche Verpflichtungen verstossen. Auch habe sie keinen unrechtm ässigen Vorteil erzielt, w eshalb eine N achforderung der Steuer ungerechtfertigt sei. F. M it Vernehm lassung vom 5. April 2005 beantragt die O ZD , die Beschw erde abzuw eisen und den Beschw erdeentscheid zu bestätigen. G . Am 2. Februar 2007 teilt das Bundesverw altungsgericht (BVG er) den Verfahrensbeteiligten m it, es habe das vorliegende Verfahren zuständig- keitshalber übernom m en. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 Bis zum 31. D ezem ber 2006 unterlagen erstinstanzliche Verfügungen oder Beschw erdeentscheide der O ZD der Beschw erde an die ZR K (aArt. 109 Abs. 1 Bst. c des Zollgesetzes vom 1. O ktober 1925 [ZG , SR 631.0]). D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die am 1. Januar 2007 bei der ZR K hängigen R echtsm ittel. D ie Beurteilung erfolgt nach neuem Verfahrensrecht (Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw altungsgericht [Verw altungsgerichtsge- setz, VG G , SR 173.32]). Sow eit das VG G nichts anderes bestim m t, richtet sich gem äss Art. 37 VG G das Verfahren nach dem Bundesgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021). Beschw erden an das Bundesverw altungsgericht sind zulässig gegen Ver- fügungen im Sinne von Art. 5 Vw VG (Art. 31 VG G ). Verfügungen der O ZD betreffend den N achbezug von M ineralölsteuer unterliegen der Beschw er- de an das Bundesverw altungsgericht (Art. 109 Abs. 1 Bst. c ZG in Verbind- ung m it Art. 10 ZG und Art. 33 Bst. d VG G ). D ieses ist som it zur Beurtei- lung der Beschw erde sachlich w ie funktionell zuständig. 1.2 D ie Beschw erdeführerin bestreitet nicht die als steuerbefreit behandelten Treibstoffverkäufe in m engenm ässiger sow ie die N achforderung in der H öhe von Fr. 90'094.55 in rechnerischer und dam it in tatsächlicher H insi- cht, sondern ihre subjektive N achzahlungspflicht. 2. 2.1 D er Bund erhebt eine M ineralölsteuer und einen M ineralölsteuerzuschlag u.a. auf Treibstoffen (Art. 1 des M ineralölsteuergesetzes vom 21. Juni 1996 [M inöStG , SR 641.61]). Steuerobjekt bildet die Einfuhr solcher Treibstoffe ins Inland (Art. 3 Abs. 1 Bst. b M inöStG ). Steuerpflichtige Personen sind u.a. die Im porteure sow ie Personen, die unversteuerte W aren abgeben, verw enden oder verw enden lassen (Art. 9 Bst. a und d M inöStG ). Von der Steuer befreit sind u.a. Treibstoffe, die nach internationalen Abkom m en steuerfrei sind (Art. 17 Abs. 1 Bst. a M inöStG ). 2.2 Art. 26 der M ineralölsteuerverordnung vom 20. N ovem ber 1996 (M inöStV, 4 SR 641.611) zählt die Begünstigten von steuerbefreiten Lieferungen von Treibstoffen im R ahm en der diplom atischen und konsularischen Beziehungen auf. Steuerfreier Treibstoff kann verw endet w erden, sofern: a. die begünstigte Person einen Treibstoffausw eis besitzt; b. das im Treibstoffausw eis aufgeführte Fahrzeug m it dem Treibstoff betankt w ird; c. das Fahrzeug für den am tlichen G ebrauch oder den ausschliesslichen G ebrauch der begünstigten Person verw endet w ird; d. der Treibstoff bei einer von der O berzolldirektion bezeichneten Tankstelle bezogen w ird (Art. 27 M inöStV). Treibstoffausw eise sind bei den zuständigen Ausgabestellen zu beantragen; die O berzolldirektion bezeichnet diese. D er Antragsteller verpflichtet sich auf am tlichem Form ular, den Treibstoff nach Artikel 27 Buchstaben b und c zu verw enden (Art. 28 Abs. 1 und 2 M inöStV). 3. 3.1 G em äss Art. 12 des Bundesgesetzes vom 22. M ärz 1974 über das Verw altungsstrafrecht (VStrR , SR 313.0) ist die infolge einer W iderhandlung zu U nrecht nicht erhobene Abgabe ohne R ücksicht auf die Strafbarkeit einer Person nachzuentrichten (Abs. 1). Art. 12 Abs. 2 VStrR ergänzt, dass zur N achleistung verpflichtet ist, w er in den G enuss des unrechtm ässigen Vorteils gelangt ist, insbesondere der zur Zahlung der Abgabe Verpflichtete oder der Em pfänger der Vergütung oder des Beitrages. Zu den gestützt auf Art. 12 Abs. 2 VStrR N achleistungs- pflichtigen gehören insbesondere jene Personen, w elche dem Kreis der Zollzahlungspflichtigen nach Art. 13 und 9 ZG entsprechen, denn sie gelten ipso facto als durch die N ichtbezahlung der Abgabe bevorteilt (statt vieler: Entscheide der ZR K vom 9. M ärz 2004 [ZR K 2003-060] E. 2c bb, vom 12. N ovem ber 2003 [ZR K 2003-013] E. 2a; vgl. U rteil des Bundesgerichts 2A.82/2005 vom 23. August 2005 E. 3.1). Für diese G ruppe bew irkt Art. 12 Abs. 2 VStrR dam it einzig eine Verlängerung der Verjährungsfrist. Sie sind direkt unrechtm ässig bevorteilt, w eil sie die geschuldeten Abgaben infolge der W iderhandlung nicht entrichten m ussten. D er G enuss dieses Vorteils soll den Leistungspflichtigen m it dem Institut der N achleistungspflicht entzogen w erden. D iese Personen - für w elche die gesetzliche Verm utung eines unrechtm ässigen Verm ögens- vorteils gilt - haften solidarisch für den gesam ten nicht erhobenen Abgabebetrag. Sie bleiben deshalb selbst dann leistungspflichtig, w enn sie selber aus der W iderhandlung keinen persönlichen N utzen gezogen haben (U rteile des Bundesgerichts 2A.199/2004 vom 15. N ovem ber 2004 E. 2.2.1, 2A.603/2003 vom 10. M ai 2004 E. 3.3.1). 3.2 D arüber hinaus sind w eitere Personen leistungspflichtig, w enn sie durch die W iderhandlung in den G enuss des unrechtm ässigen Vorteils gelangen bzw . w enn sie aus der N ichtleistung der Abgabe einen w irtschaftlichen Vorteil gezogen haben. D er unrechtm ässige Vorteil, in dessen G enuss der Leistungspflichtige nach Art. 12 VStrR gelangen m uss, liegt im Verm ögensvorteil, der durch die N ichtleistung der Abgabe entstanden ist. Ein Verm ögensvorteil braucht nicht in einer Verm ehrung der Aktiven, er kann auch in einer Verm inderung der Passiven bestehen. D ies trifft 5 regelm ässig zu, w enn eine Abgabe, obw ohl sie geschuldet ist, infolge einer W iderhandlung nicht erhoben w ird (U rteil des Bundesgerichts 2A.199/2004 vom 15. N ovem ber 2004 E. 2.2.1, m it H inw eisen auf w eitere R echtsprechung; BG E 110 Ib 310 E. 2b). Ein solcher Vorteil liegt vor, w enn die unverzollt eingeführte W are zu einem Preis erw orben w ird, der günstiger ist als der auf dem legalen M arkt übliche. Er kann sich beispielsw eise auch daraus ergeben, dass der Erw erber in den Besitz von W arenm engen gelangt, die die Im portkontingente übersteigen, und er dadurch seinen U m satz m arkant erhöht (U rteile des Bundesgerichts 2A.552/2001 vom 14. M ai 2002 E. 3.4.2, 2A.233/1999 vom 2. D ezem ber 1999 E. 3b, je m it H inw eisen auf w eitere R echtsprechung). 3.3 D as Bundesgericht hat in früheren U rteilen in Frage gestellt, jedoch nicht entschieden, ob Art. 12 Abs. 2 VStrR ausser den unm ittelbar durch die W iderhandlung Begünstigten auch die nur indirekt Begünstigten, die die illegal eingeführte W are gutgläubig erw erben, der N achleistungspflicht unterw erfen w olle (U rteil des Bundesgerichts 2A.233/1999 vom 2. D ezem ber 1999 E. 3d, m it H inw eisen auf w eitere unveröffentlichte U rteile des Bundesgerichts). In diesem Zusam m enhang hielt die ZR K - sich auf diverse Bundesgerichtsurteile stützend - in konstanter R echtsprechung dafür, es sei zu unterscheiden zw ischen den direkt Bevorteilten und den indirekt Bevorteilten. Von einem direkten Vorteil sei dann auszugehen, w enn er in unm ittelbarem Zusam m enhang m it dem N ichtbezahlen der Abgaben stehe. Es sei jew eils im Einzelfall zu prüfen, ob der Vorteil ein direkter sei oder nicht. Beim direkt Bevorteilten sei für die Leistungspflicht irrelevant, ob er in gutem G lauben gehandelt habe und die gebotene Vorsicht habe w alten lassen. Er hafte so oder anders für den gesam ten Abgabebetrag (s. E. 3.1 hievor). O hne bis anhin die Frage nach der Leistungspflicht des indirekt Bevorteilten abschliessend zu beurteilen, stellte die ZR K klar, der Vorteil sei beispielsw eise dann indirekt, w enn eine illegal eingeführte W are im Inland bereits über m ehrere H andelsstufen w eiterveräussert w orden sei und in diesem Sinne eine gew isse D istanz zum die G esetzgebung verletzenden Vorfall bestehe. D er bösgläubig indirekt Bevorteilte hafte w ie derjenige, der einen direkten Vorteil ziehe. D ie ZR K hielt jedoch für problem atisch, eine indirekt bevorteilte Person der Abgabepflicht von Art. 12 Abs. 2 VStrR gleicherw eise zu unterstellen w ie die direkt bevorteilte, w enn sie die W are in gutem G lauben erw orben hat. Eine gutgläubig indirekt bevorteilte Person habe - auch gestützt auf die R echtsprechung des Bundesgerichts - höchstens für den W ert ihres effektiven Vorteils einzustehen und nicht für den gesam ten Betrag der dem Bund vorenthaltenen Abgaben. Anders als beim direkt Begünstigten und beim Bösgläubigen m üsse bei ihr die Frage des U m fangs des Vorteils folglich abgeklärt w erden (Entscheid der ZR K vom 1. Septem ber 1999 [ZR K 1998-011] E. 2b cc, m it zahlreichen H inw eisen). Es sei präzisierend, aber unpräjudiziell anzum erken, dass eine in U m gehung der Zollvorschriften in die Schw eiz eingeführte W are, w elche über m ehrere H andelsstufen im Inland w eiter veräussert w erde, etw a beim (gutgläubigen) Endverbraucher nur schw er vorstellbar einen die 6 Leistungspflicht gem äss Art. 12 Abs. 2 VStrR auslösenden Verm ögens- vorteil bew irken könne; dies schon deshalb, w eil die Zw ischenhändler nacheinander - ob bös- oder gutgläubig - bestrebt sein w ürden, den durch die Zollw iderhandlung bew irkten w irtschaftlichen Vorteil für sich zu behalten und deshalb infolge m ehrerer H andelsstufen keine Preisvorteile für den Endkonsum enten m ehr vorstellbar seien, die als relevant zu berücksichtigen w ären (zum G anzen statt vieler: Entscheid der ZR K vom 12. N ovem ber 2003 [ZR K 2003-013] E. 2a, m it H inw eisen). 3.4 Voraussetzung für die Anw endbarkeit von Art. 12 Abs. 2 VStrR ist eine objektive W iderhandlung gegen die Verw altungsgesetzgebung des Bundes. D ie Leistungspflicht hängt jedoch w eder von einer strafrechtlichen Verantw ortlichkeit noch von einem Verschulden oder gar der Einleitung eines Strafverfahrens ab (zur Publikation vorgesehener BG E 2A.242/2006 vom 2. Februar 2007 E. 2.1, m it H inw eisen; BG E 106 Ib 221 E. 2c). Vielm ehr genügt es, dass der durch die N ichtleistung der Abgabe entstandene G rund in einer W iderhandlung im objektiven Sinne liegt (BG E 129 II 167, 115 Ib 360 E. 3a; Entscheid der Eidg. Steuerrekurskom m ission vom 25. N ovem ber 2005, veröffentlicht in Verw altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 70.60 E. 3b; KU R T H AU R I, Verw altungsstrafrecht (VStrR ), M otive - D oktrin - R echtsprechung, Bern 1998, S. 36). 3.5 D as Bundesverw altungsgericht sieht sich nicht veranlasst, von dieser konstanten R echtsprechung zu Art. 12 VStrR abzuw eichen. 4. 4.1 Als Im porteurin der fraglichen Treibstoffe und als diejenige Person, w elche die Treibstoffe an die betroffenen Tankstellenbetreiber lieferte, trifft die Beschw erdeführerin zw eifelsfrei und unbestrittenerm assen die subjektive Steuerpflicht für die geschuldete M ineralölsteuer (E. 2.1 hievor). Als subjektiv abgabepflichtige Person ist sie durch die w iderrechtlich als steuerbefreit behandelten Treibstoffverkäufe direkt bevorteilt, w eil sie die infolge der W iderhandlungen geschuldeten M ineralölsteuern unrecht- m ässig zurückerstattet erhielt. Sie haftet solidarisch für den gesam ten zu U nrecht erstatteten Steuerbetrag (E. 3.1 hievor). Entgegen der Auffassung der Beschw erdeführerin ändert nichts an diesem Ergebnis, dass sie die zurückerstatteten Steuerbeträge den Tankstellenbetreibern vergütete, w ie sie behauptet. Als subjektiv steuerpflichtige Person gelangt sie von G esetzes w egen "in den G enuss des unrechtm ässigen Vorteils" im Sinne von Art. 12 Abs. 2 VStrR , der hier durch die unrechtm ässige R ückerstattung von M ineralölsteuern an sie entstanden ist. Sie haftet für den gesam ten Abgabebetrag, selbst w enn sie selber aus der W iderhandlung keinen persönlichen N utzen gezogen hätte (E. 3.1 hievor). Ü berdies ist sie als nach dem m assgebenden Abgabeerlass Zahlungspflichtige durch die w iderrechtliche N ichterhebung bzw . R ückerstattung der Abgabe auch dann w irtschaftlich bevorteilt, w enn sie die Em pfänger des Steuervorteils auf dem W ege des zivilrechtlichen R ückgriffs belangen kann (vgl. BG E 110 Ib 311), w as hier zw eifellos zutrifft, falls sie den Vorteil - w ie sie behauptet - tatsächlich an die 7 Tankstellenbetreiber w eiter reichte. Aus den selben G ründen ist das Argum ent der Beschw erdeführerin nicht zu hören, unrechtm ässig bevorteilt sei diejenige Person, w elche die D iplom atenkarte m issbräuchlich verw endet habe. 4.2 D ie Beschw erdeführerin geht ferner fehl in der Annahm e, es spiele für ihre Leistungspflicht keinerlei R olle, dass sie für die W iderhandlungen kein Verschulden trifft und dass diese im "Einflussbereich der Botschaft" liegen, w ie sie behauptet. Vielm ehr genügt nach konstanter R echtsprechung, dass der durch die N ichtleistung der Abgabe entstandene G rund in einer objektiven W iderhandlung gegen die Verw altungsgesetzgebung des Bundes liegt. Ausser Zw eifel steht und w ird von der Beschw erdeführerin auch nicht in Abrede gestellt, dass die unrechtm ässige Erw irkung der Steuerbefreiung von Treibstoffbezügen objektive Straftatbestände gem äss Art. 38 ff. M inöStG verw irklichte. Es bedarf w eder eines Verschuldens der Beschw erdeführerin noch m uss ein Strafverfahren gegen sie eingeleitet w orden sein (E. 3.4 hievor). Sie haftet selbst dann, w enn sie - w ie vorliegend anzunehm en ist - von den m issbräuchlichen Verw endungen der Treibstoffkarten nicht einm al w usste (vgl. zur Publikation vorgesehener BG E 2A.242/2006 vom 2. Februar 2007 E. 2.1). 4.3 W as die Beschw erdeführerin ferner vorbringt, verm ag nicht durchzudringen. Sie trägt vor, die Tankstellenbetreiber seien von ihr unabhängig und w ürden m it der Zollverw altung direkt Vereinbarungen abschliessen, die sie zur steuerbefreiten Abgabe von Treibstoff berechtigten. D ie Beschw erdeführerin selbst könne desw egen nicht ins R echt gefasst w erden. Aus den Akten geht zw eifelsfrei hervor, dass das Verhalten der fraglichen Tankstellenbetreiber und deren Personals fehlerhaft w ar und den m issbräuchlichen Verw endungen der Treibstoffkarten geradezu Vorschub leistete. D ie O ZD hat denn auch die Tankstellenbetreiber m it ins R echt gefasst und für den sie betreffenden Teil der Abgabe als solidarisch leistungspflichtig erklärt. D ie Leistungspflicht der Tankstellenbetreiber bildet indes nicht G egenstand des vorliegenden Verfahrens. D er Beschw erdeführerin ist zunächst entgegenzuhalten, dass sie sich ausdrücklich gegenüber der O ZD verpflichtete, u.a. dafür zu sorgen, dass "abgabefreier Treibstoff nur an bedienten Tankstellen und nur von Personal abgegeben w ird, dem die einschlägigen W eisungen der O ZD bekannt sind", "abgabefreier Treibstoff nur an Person abgegeben w ird, die eine C D -C C -Petrol C ard (P-C ard) vorw eisen" und dass auch entsprechende Verpflichtungserklärungen der einzelnen Tankstellen- betreiber Bestandteil dieser Vereinbarung bilden. N ach unw idersprochener D arstellung der Vorinstanz w urde diese Vereinbarung am 17. M ai 1989 erneuert und w ar für die m assgebliche Zeitspanne in Kraft. Insofern ist die N achleistungspflicht der Beschw erdeführerin auch unter diesem G esichtspunkt gerechtfertigt und es kann jedenfalls nicht gesagt w erden, einzig die Tankstellenbetreiber hätten sich gegenüber der Verw altung verpflichtet, für eine vorschriftsgem ässe Verw endung der Treibstoffkarten 8 für D iplom aten einzustehen. Ü berdies hat A._______, Verantw ortliche der Tankstelle C ._______, nach eigenen Angaben keine entsprechende Verpflichtungserklärung gegenüber der Zollverw altung abgegeben (Einvernahm eprotokoll A._______ vom 29. April 2002, S. 4). M ._______ hat m it Bezug auf die m assgebliche Zeitspanne zw ar für die Tankstellen S._______ "V._______" und "E._______" eine solche Verpflichtung erklärt, nicht aber für die hier fragliche Tankstelle "P._______", für die er verantw ortlich zeichnet (Einvernahm eprotokoll M ._______ vom 29. April 2002, S. 2). Selbst w enn solche Verpflichtungserklärungen der Tankstellenbetreiber vorlägen, könnte die Beschw erdeführerin im vorliegenden Fall sich ihrer Leistungspflicht aber ohnehin nicht entledigen. M assgebend bliebe vielm ehr, dass sie bereits aufgrund ihrer subjektiven Steuerpflicht m it den fehlbaren Tankstellenbetreibern für die gesam te zu U nrecht rückerstattete Abgabe solidarisch haftbar zu m achen ist (E. 4.1 hievor). 5. N ach dem G esagten ist die Beschw erde abzuw eisen und der Beschw erdeentscheid der O ZD vom 9. D ezem ber 2004 zu bestätigen. D ie Verfahrenskosten in H öhe von Fr. 2'000.-- w erden der Beschw erdeführerin auferlegt (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten im Betrag von Fr. 2'000.-- w erden der Beschw erdeführerin auferlegt und m it dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- verrechnet. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (_______) (m it G erichtsurkunde) D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: D aniel R iedo Iris W idm er R echtsm ittelbelehrung U rteile des Bundesverw altungsgerichts können innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Schw eizerischen Bundesgericht in Lausanne angefochten w erden. D ie Beschw erde ist unzulässig gegen Entscheide über die Zollveranlagung, w enn diese aufgrund der Tarifierung oder des G ew ichts der W are erfolgt; sow ie gegen Entscheide über die Stundung oder den Erlass von Abgaben. D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. Sie m uss spätestens am letzten Tag der Frist beim 9 Bundesgericht eingereicht oder zu dessen H anden der Schw eizerischen Post oder einer schw eizerischen diplom atischen oder konsularischen Vertretung übergeben w erden (Art. 42, 48, 54, 83 Bst. l und m und Art. 100 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BG G , SR 173.110]). Versand am :