A bteilung IV D -4960/2006 scd/w ea {T 0/2} U rteil vom 27. Septem ber 2007 M itw irkung: R ichter D aniel Schm id, R ichterin C hrista Luterbacher, R ichter R obert G alliker G erichtsschreiber Alfred W eber In der R evisionssache A ._______, geboren [D atum ], Afghanistan, vertreten durch D r. iur. Andreas Bernoulli, Advokatur und M ediation, D ornacherstrasse 192, 4053 Basel, G esuchsteller gegen U rteil der A sylrekurskom m ission (A R K ) vom 13. Septem ber 2006 i.S. A syl und W egw eisung / N [N um m er] B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D as Asylgesuch des G esuchstellers vom 19. M ärz 2001 w ies das dam alige Bun- desam t für Flüchtlinge, BFF (heute: Bundesam t für M igration, BFM ) m it Verfügung vom 17. Juni 2003 ab. G leichzeitig ordnete es die W egw eisung des G esuchstellers aus der Schw eiz sow ie den Vollzug an. D ie am 16. Juli 2003 gegen diesen Ent- scheid erhobene Beschw erde w ies die AR K m it U rteil vom 13. Septem ber 2006 ab. B. M it Eingabe vom 28. N ovem ber 2006 liess der G esuchsteller um R evision des U r- teils der AR K vom 13. Septem ber 2006 ersuchen und unter Kosten- und Entschä- digungsfolge beantragen, das BFM sei anzuw eisen, dem G esuchsteller Asyl zu gew ähren. Eventuell seien die U nzulässigkeit sow ie die U nzum utbarkeit des W eg- w eisungsvollzugs festzustellen, und das BFM sei anzuw eisen, den G esuchsteller vorläufig aufzunehm en. D em G esuchsteller sei m ittels entsprechender vorsorg- licher M assnahm e gem äss Art. 56 des Bundesgesetzes über das Verw altungsver- fahren vom 20. D ezem ber 1968 (Vw VG , SR 172.021) zu gestatten, sich w ährend der D auer des R evisionsverfahrens in der Schw eiz aufzuhalten; dem entsprechend sei die vom BFM m it Verfügung vom 25. Septem ber 2006 auf den 20. N ovem ber 2006 angesetzte Ausreisefrist auszusetzen und das M igrationsam t des Kantons Aargau anzuw eisen, bis auf W eiteres keine Vollzugshandlungen vorzunehm en. Zur Begründung des G esuchs w urde im W esentlichen ausgeführt, der G esuchstel- ler sei nun in den Besitz von neuen Bew eism itteln [Schreiben/Verm isstm eldung des [U rheber], 08.07.1385 (Beilage 1); Am tsbefehl des G ouverneurs [N am e], 28.03.1385 (Beilagen 2 und 3); Klageschrift von M .J. und H .Z. vom 28.02.1385 (Beilage 4); Auskunft über W ohnsitz und berufliche Funktion der H erren M .J. und H .Z., undatiert (Beilagen 5 und 6)] gelangt, w elche seine akute G efährdung im Falle einer R ückkehr nach Afghanistan belegen w ürden. Es seien auch neue erhebliche Tatsachen eingetreten, w elche seine R ückkehr in den H eim atstaat auch im Falle einer w eiteren Verneinung der ihn in Afghanistan erw artenden Verfolgung als unzum utbar erscheinen liessen. C . M it Verfügung vom 29. N ovem ber 2006 per Telefax w urde das M igrationsam t des Kantons Aargau (M KA) angew iesen, den Vollzug der W egw eisung im Sinne einer vorsorglichen M assnahm e bis zum definitiven Entscheid über das G esuch um Aus- setzung des Vollzugs der W egw eisung gem äss Art. 112 Abs. 4 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) vorsorglich auszusetzen. D . M it Zw ischenverfügung vom 13. D ezem ber 2006 w urde das G esuch um Ausset- zung des Vollzugs der W egw eisung abgew iesen und ein Kostenvorschuss in der H öhe von Fr. 1'200.--, zahlbar bis zum 28. D ezem ber 2006, einverlangt. Zur Be- gründung w urde im W esentlichen ausgeführt, dass die Vorbringen - unterm auert m it den eingereichten D okum enten - m it Ausnahm e von Beilage 1 nicht neu im Sinne der revisionsrechtlichen Bestim m ungen sein dürften. W as die eben erw ähn- te Beilage 1 anbelange, sei festzuhalten, dass daraus nicht ersichtlich beziehungs-3 w eise in der Eingabe nicht dargetan w erde, inw iefern der G esuchsteller für sich aus der den Sohn betreffenden Verm isstm eldung etw as zu seinen G unsten ablei- ten könne. D iesem Bew eism ittel sei som it die Erheblichkeit, eine der kum ulativ zu erfüllenden Voraussetzung von Art. 66 Abs. 2 Bst. a Vw VG , abzusprechen. D ie beinahe ausnahm slos in Faxkopie vorliegenden und die geltend gem achte G efähr- dungssituation des G esuchstellers dokum entierenden Bew eism ittel w ürden in ih- rem Inhalt oder als Austellungsdatum (Beilage 4) Zeitpunkte nach afghanischer Zeitrechnung aufw eisen, w elche vor Erlass des angefochtenen U rteils der AR K vom 13. Septem ber 2006 datieren. Aus den Akten gehe sodann hervor, dass der G esuchsteller w ährend seines bisherigen Aufenthaltes in der Schw eiz stets über Kontakte m it Personen in seinem H eim atland verfügt habe (vgl. Eingabe des G e- suchstellers vom 13. Juni 2006 an [zuständige kantonale Behörde]; Ziff. 7.3.2. des angefochtenen U rteils). M ithin seien w eder objektive noch subjektive H inderungsgründe ersichtlich, die es dem G esuchsteller verunm öglicht hätten, die- sen Sachverhalt bereits w ährend dem ordentlichen Verfahren geltend zu m achen. Insbesondere gelte hierzu anzum erken, dass in der Eingabe nicht w eiter aus- geführt w erde, w eshalb der G esuchsteller erst jetzt in den Besitz besagter Be- w eism ittel gelangt sei. In casu liege som it ein Anw endungsfall von Art. 66 Abs. 3 Vw VG vor. Ebenfalls erw eise sich die Anw endung der näm lichen Bestim m ung im Einklang m it der herrschenden Praxis der AR K (vgl. Entscheidungen und M itteilun- gen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 1995 N r. 9, S. 77 ff.). Eine offensichtliche Verletzung von Art. 3 der Konvention vom 4. N ovem ber 1950 zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten: Europäische M enschen- rechtskonvention (EM R K, SR 0.101) sei auszuschliessen. N ach dem G esagten sei som it kein überw iegendes privates Interesse gegenüber dem grundsätzlich grossen öffentlichen Interesse am Vollzug eines rechtskräftigen U rteils gegeben. D as G esuch um Aussetzung des Vollzuges der W egw eisung sei daher abzuw ei- sen. D em zufolge habe der G esuchsteller den R evisionsentscheid im Ausland ab- zuw arten. E. D er Kostenvorschuss w urde am 22. D ezem ber 2006 geleistet. F. M it Eingabe vom 28. D ezem ber 2006 liess der G esuchsteller um W iedererw ägung der Ziff. 1 des D ispositivs der Verfügung vom 13. D ezem ber 2006 ersuchen und die Anordnung der Aussetzung des W egw eisungsvollzugs beantragen. Zur Be- gründung w urde im W esentlichen ausgeführt, es w ürde - entgegen der in der Ver- fügung vom 13. D ezem ber 2006 vertretenen Auffassung - kein Anw endungsfall von Art. 66 Abs. 3 Vw VG vorliegen. Es seien offensichtlich die Ausführungen in Ziff. 4 des R evisionsgesuchs vom 28. N ovem ber 2006 übersehen w orden, w onach sich der Vater des G esuchstellers im Zusam m enhang m it dem Verschw inden sei- nes Enkels (18-jähriger Sohn des G esuchstellers) nach X._______ begeben habe und bei dieser G elegenheit m it dem Sohn (G esuchsteller) w ieder einm al in Kontakt gekom m en sei. Erst zu diesem Zeitpunkt habe dann die Zustellung der zur D iskus- sion stehenden D okum ente (Bew eism ittel 2 bis 6) vereinbart w erden können. G . M it Zw ischenverfügung vom 30. Januar 2007 w urde das G esuch um w iedererw ä- gungsw eise Aussetzung des W egw eisungsvollzugs abgew iesen. Zur Begründung 4 w urde im W esentlichen ausgeführt, dass der Begründung in der Eingabe vom 28. D ezem ber 2006 w eder in Bezug auf den Sachverhalt noch auf dessen rechtli- che W ürdigung neue Aspekte zu entnehm en seien, die zu einer anderen Betrach- tungsw eise führen könnten, als sie in der Zw ischenverfügung vom 13. D ezem ber 2006 dargetan w orden seien. In der R evisionseingabe vom 28. N ovem ber 2006 w erde ausgeführt, der Vater des G esuchstellers sei "bereits vor einigen M onaten zum Abholen von zw ei D okum enten aufgefordert w orden", w elche die geltend ge- m achte G efährdungssituation des G esuchstellers im Falle einer R ückkehr ins H ei- m atland belegen w ürden. D ie Klageschrift datiere vom "28.02.1385" (18. M ai 2006) und auf dem undatierten, an den Vater des G esuchstellers adressierten Festnah- m ebefehl sei die Frist auf den "28.03.1385" (18. Juni 2006) angesetzt w orden. Auch die Ausführungen in den R evisionseingaben, w onach der G esuchsteller "nach w ährend längerer Zeit gänzlich unterbrochener Verbindung" erst anlässlich des Verschw inden seines Sohnes w ieder einm al (direkt) in Kontakt m it seinem Va- ter gekom m en sei, verm öge nicht zu überzeugen. Vielm ehr dürfte davon auszuge- hen sein, der G esuchsteller habe über seine Kinder und Schw ägerin in X._______ indirekt den Kontakt zu seinem Vater pflegen können, zum al der G esuchsteller insbesondere für den fraglichen Zeitraum über Kontakte m it Personen in seinem H eim atland verfügte und diese ausübte (vgl. Zw ischenverfügung vom 13. D ezem ber 2006, Bst. B, S. 2). Sodann w ürden die Ausführungen des G esuch- stellers über die äusserst eingeschränkten Kom m unikationsw ege in Afghanistan, w as letztlich das rechtzeitige Einreichen der besagten Bew eism ittel verhindert ha- ben soll, nicht w eiter belegt. Schliesslich seien auch Zw eifel an der Erheblichkeit der Klageschrift vom 18. M ai 2006 anzubringen, da nicht nachvollziehbar erschei- ne, w ieso diese 10 Jahre nach den m assgeblichen Ereignissen und rund sechs Jahre nach der Ausreise des G esuchstellers ausgestellt sein soll. U nter diesen U m ständen falle eine Abänderung der Ziff. 1 des D ispositivs der Verfügung vom 13. D ezem ber 2006 nicht in Betracht beziehungsw eise das entsprechende G esuch um Aussetzung des Vollzugs der W egw eisung sei abzuw eisen. H . Am 24. M ai 2007 fand ein Schreiben von D r. m ed. B._______, eines Bekannten des G esuchstellers, Eingang in die Akten. G leichzeitig w urde m it diesem ein den G esuchsteller betreffender ärztlicher Austrittsbericht [U rheber] vom 17. April 2007 eingereicht. I. Am 24. Juli 2007 w urde eine als Stellungnahm e von Am nesty International zur R ückkehr des G esuchstellers bezeichnete Eingabe eingereicht. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D as Bundesverw altungsgericht ist für die Beurteilung von G esuchen um R evision seiner U rteile zuständig (vgl. Art. 45 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 5 17. Juni 2005 [VG G ; SR 173.32]) und w endet das neue Verfahrensrecht an (Art. 53 Abs. 2 VG G ). D abei entscheidet es in der Besetzung m it drei R ichtern oder R ichterinnen (Art. 21 Abs. 2 VG G ), sofern das R evisionsgesuch nicht in die Zuständigkeit des Einzelrichters beziehungsw eise der Einzelrichterin fällt (vgl. Art. 23 VG G ; Art. 111 Abs. 2 AsylG ). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht ist ferner für die Beurteilung von ab dem 1. Januar 2007 gestellten R evisionsgesuchen zuständig (Art. 53 Abs. 2 VG G sinngem äss), w elche sich gegen Entscheide seiner Vorgängerinstitutionen (in casu: U rteil der AR K) richten, w obei für solche Verfahren die am 1. Januar 2007 geltenden Bestim - m ungen des Verw altungsverfahrensgesetzes zur Anw endung gelangen (Art. 37 VG G sow ie BVG E D -4889/2006 vom 12. Juli 2007 E. 3.3 und 4.5). 1.3 Aus den nachstehend dargelegten G ründen liegt ein offensichtlich unbegründetes R evisionsgesuch vor, w eshalb der Entscheid nur sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 3 AsylG in analogiam ). 2. 2.1 M it dem ausserordentlichen R echtsm ittel der R evision w ird die U nabänderlichkeit und M assgeblichkeit eines rechtskräftigen Beschw erdeentscheides angefochten, im H inblick darauf, dass die R echtskraft beseitigt w ird und über die Sache neu ent- schieden w erden kann (vgl. FR ITZ G YG I, Bundesverw altungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 229 f.). 2.2 G em äss Art. 66 Abs. 2 Vw VG zieht die Beschw erdeinstanz ihren Beschw erdeent- scheid auf Begehren einer Partei in R evision, w enn neue erhebliche Tatsachen oder Bew eism ittel vorgebracht w erden (Bst. a), w enn nachgew iesen w ird, dass sie aktenkundige erhebliche Tatsachen oder bestim m te Begehren übersehen (Bst. b) oder gew isse verfahrensrechtliche Bestim m ungen verletzt hat (Bst. c). 2.3 N ach Absatz 3 der genannten Bestim m ung können die erw ähnten R evisionsgrün- de nicht geltend gem acht w erden, w enn die Partei sie im R ahm en des vorange- gangenen ordentlichen Verfahrens oder auf dem W ege einer Beschw erde gegen den Beschw erdeentscheid geltend m achen konnte. 2.4 N eu im Sinne dieser Bestim m ung sind Tatsachen und Bew eism ittel, die sich bis zum Abschluss des ordentlichen Verfahrens verw irklicht beziehungsw eise bestan- den hatten, jedoch trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt w aren und daher nicht geltend gem acht w erden konnten. Erheblich sind Tatsachen und Bew eism it- tel dann, w enn sie zu einem anderen Entscheid hätten führen können (vgl. BG E 108 V 171 E. 1). 3. 3.1 Vorw eg ist festzuhalten, dass an die Begründung ausserordentlicher R echtsm ittel erhöhte Anforderungen gestellt w erden (vgl. Art. 66 Abs. 3 und 67 Abs. 3 Vw VG ). In der R echtsschrift ist die R echtzeitigkeit des R evisionsbegehrens darzutun; zu- dem ist anzugeben, w elcher gesetzliche R evisionstatbestand angerufen w ird und inw iefern Anlass besteht, gerade diesen G rund geltend zu m achen. Sind dem G e- such nicht genügend substanziierte, w irkliche R echtsm ittelgründe zu entnehm en, 6 so ist darauf überhaupt nicht einzutreten (vgl. FR ITZ G YG I, a.a.O ., S. 198 f.). D em ge- genüber ist im H inblick auf das Eintreten nicht erforderlich, dass die angerufenen R evisionsgründe w irklich bestehen, sondern es genügt, w enn der G esuchsteller deren Vorliegen behauptet und hinreichend begründet (vgl. BG E 96 I 279; U R SIN A BEER LI-BO N O R AN D , D ie ausserordentlichen R echtsm ittel des Bundes und der Kanto- ne, Zürich 1985, S. 148 f.). 3.2 D er G esuchsteller hat ein schutzw ürdiges Interesse an der Aufhebung oder Än- derung des Beschw erdeurteils und ist daher zur Einreichung eines R evisionsge- suches legitim iert (Art. 48 Abs. 1 Bst. c Vw VG in analogiam ; vgl. U R SIN A BEER LI- BO N O R AN D , a.a.O ., S. 65 ff.). 3.3 D er G esuchsteller ruft den R evisionsgrund des nachträglichen Vorliegens erheb- licher Tatsachen beziehungsw eise entscheidender Bew eism ittel an. D ie Eingabe erw eist sich dam it als hinreichend begründet. Auf das im Ü brigen frist- und form ge- recht eingereichte (vgl. Art. 47 VG G i.Vm . Art. 67 Abs. 3 Vw VG i.V.m . Art. 52 Vw VG ) R evisionsgesuch ist deshalb einzutreten. 4. 4.1 M it den Zw ischenverfügungen vom 13. D ezem ber 2006 und 30. Januar 2007 w ur- de dem G esuchsteller ausführlich dargelegt, w eshalb seine Vorbringen in der R evisionseingabe unter dem G esichtspunkt der revisionsrechtlichen Bestim m un- gen nicht neu bzw . nicht erheblich sind. Eine Änderung der Sachlage hinsichtlich seiner Begehren von dam als ist zw ischenzeitlich nicht eingetreten. W as dabei die beiden Eingaben vom 24. M ai und 24. Juli 2007 anbelangt, so spielen diese - w ie nachstehend aufgezeigt - für das vorliegende Verfahren keine R olle. Aus diesen G ründen kann daher, um W iederholungen zu verm eiden, vollum fänglich auf die Ausführungen in den erw ähnten Zw ischenverfügungen verw iesen w erden (vgl. auch Bst. D und G hievor). 4.2 D ie Eingabe von D r. m ed. B._______ (vgl. Bst. H hiervor) erschöpft sich im Zusam m enhang m it der persönlichen Situation des G esuchstellers, in die dieser seit dem negativen U rteil der AR K geraten ist, einerseits in harscher Kritik an den Asylbehörden und andererseits in einer appellatorischen Kritik am U rteil der AR K. Es w ird an die Vernunft und M enschlichkeit appelliert, das R evisionsgesuch nun bald im positiven Sinn zu beantw orten und auf die früheren Entscheide unter hum anem Aspekt zurück zu kom m en. R evisionsgründe im Sinne der gesetzlichen Bestim m ungen w erden m it den diesbezüglichen Ausführungen aber keine dargetan. Vorbringen, die sich in einer blossen appellatorischen Kritik am U rteil und dessen Begründung erschöpfen, können nach herrschender Lehre und Praxis als R evisionsgrund nicht in Frage kom m en (vgl. U R SIN A BEER LI-BO N O R AN D , a.a.O ., S. 131 f.). Im vorliegenden Verfahren als revisionsrechtlich nicht w eiter von Belang erw eist sich sodann der ärztliche Austrittsbericht [U rheber] vom 17. April 2007. Im R ahm en des ordentlichen Verfahrens konnten den Akten keine H inw eise auf m edizinische W egw eisungshindernisse des G esuchstellers entnom m en w erden (vgl. Ziff. 7.3.2. S. 15 des angefochtenen U rteils der AR K). 4.3 H insichtlich der Stellungnahm e von Am nesty International vom 24. Juli 2007 (vgl. Bst. I hiervor) gilt es vorab festzuhalten, dass diesem Bericht die Erheblich-7 keit, eine der kum ulativ zu erfüllenden Voraussetzungen von Art. 66 Abs. 2 Bst. a Vw VG , abzusprechen ist. D en im W esentlichen auf allgem einen Einschätzungen der Länderexpertin des internationalen Sekretariats von Am nesty International in London und diversen Publikationen von Am nesty International und des U N H C R beruhenden Ausführungen (Allgem eine Lage in Afghanistan, Situation der H aza- ren, Interne Fluchtalternative; Ziff. 1, 2 und 4 der Stellungnahm e) m angelt es zu- nächst grundsätzlich an der Fallbezogenheit. Ferner w urden im U rteil der AR K vom 13. Septem ber 2006 diese Aspekte m it zahlreichen H inw eisen auf die R echt- sprechung einlässlich gew ürdigt (E. 5. bis 7. S. 8 bis 17 des angefochtenen U r- teils). W enn nun Am nesty International aufgrund dieser allgem einen Einschät- zungen in Verbindung m it dem Asylgesuch des G esuchstellers zur Schlussfolge- rung gelangt, die aktuelle Situation in Afghanistan spreche gegen eine Ausw eisung des G esuchstellers, da es keine genügende oder beständige Sicherheit gebe, w el- che eine sichere und w ürdevolle R ückkehr garantieren w ürde, so stellt dies - w ie bereits oben im Zusam m enhang m it der apellatorischen Kritik von D r. m ed. B._______ ausgeführt (E. 4.2) – keinen R evisionsgrund dar. W as sodann die Ausführungen in der Stellungnahm e von Am nesty International betreffend die persönliche Situation des G esuchstellers – insbesondere dessen Stellung bei [...] – betrifft (Ziff. 3 der Stellungnahm e), ist anzufügen, dass diese Vorbringen bereits G egenstand des ordentlichen Verfahrens w aren und im U rteil der AR K vom 13. Septem ber 2006 denn auch gew ürdigt w urden (vgl. E. 5.2. S. 10). D as blosse W iederholen eines Sachverhaltes ist indessen zum Vornherein nicht geeignet, einen R evisionsgrund darzustellen. Schliesslich ist anzufügen, dass es dem Schreiben von Am nesty International auch an der N euheit fehlt. So w ird im R evisionsgesuch nicht aufgezeigt, w eshalb der G esuchsteller nicht bereits im ordentlichen Beschw erdeverfahren – w enn er dies für relevant gehalten hat – einen entsprechenden Bericht von Am nesty Internatio- nal hätte einreichen können. 5. Zusam m enfassend ergibt sich, dass kein revisionsrechtlich relevanter Sachverhalt vorliegt, w eshalb das Begehren als offensichtlich unbegründet abzuw eisen ist. D as U rteil der AR K vom 13. Septem ber 2006 bleibt in R echtskraft. Auf die übrigen Vor- bringen in der R evisionseingabe braucht bei dieser Sachlage nicht eingegangen zu w erden. 6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Verfahrenskosten in der H öhe von Fr. 1'200.-- dem G esuchsteller aufzuerlegen (Art. 37 VG G i.V.m . Art. 68 Abs. 2 Vw VG sow ie Art. 63 Abs. 1 und 5 Vw VG ; Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver- w altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE, SR 173.320.2]) und m it dem am 22. D ezem ber 2006 in der gleichen H öhe geleisteten Kostenvorschuss zu verrech- nen. (D ispositiv nächste Seite)8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D as R evisionsgesuch w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 1'200.--, w erden dem G esuchsteller aufer- legt. D iese w erden m it dem am 22. D ezem ber 2006 in der gleichen H öhe geleiste- ten Kostenvorschuss verrechnet. 3. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des G esuchstellers (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N [N um m er]) - [zuständige kantonale Behörde] D er R ichter: D er G erichtsschreiber: D aniel Schm id Alfred W eber Versand am :