B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-4727/2012 U r t e i l v o m 4 . M ä r z 2 0 1 3 Besetzung Richterin Vera Marantelli (Vorsitz), Richter Francesco Parrino, Richter Ronald Flury, Gerichtsschreiberin Bianca Spescha. Parteien X._______, Thailand, Zustelladresse in der Schweiz, Beschwerdeführerin, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenrente (Rentenanspruch). B-4727/2012 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass die IV -Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: Vorinstanz) mit Verfügung vom 31. Juli 2012 das Leistungsbegehren von X._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) abgewiesen hat, dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 10. September 2012 g e- gen diese Verfügung Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhob und sinngemäss die Aufhebung der Verfügung sowie die Gewährung e i- ner Invalidenrente, eventualiter die Rückweisung an die Vorinstanz z ur Durchführung weiterer medizinischer Abklärungen und anschliessenden Neubeurteilung, beantragte, dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 18. Februar 2013 nach Rücksprache mit diversen RAD -Ärzten vom 7. Februar 2013 beantragte, die Beschwerde gutzuhei ssen, die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur weiteren Sachverhaltsabklärung an die Verwaltung zu- rückzuweisen, dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungsg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindun g mit Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Inva- lidenversicherung (IVG, SR 831.20) zur Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG zuständig ist, dass die IV-Stelle eine Vorinstanz gemäss Art. 33 lit. d VGG ist und vo r- liegend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt, dass die Beschwerdeführerin im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist, dass die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht wurde (Art. 60 ATSG und Art. 52 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) und somit auf die Beschwerde einzutreten ist, dass die RAD-Ärzte in ihrer Stellungnahme vom 7. Februar 2013 zusam- mengefasst festgehalten haben, dass die eingereichten medizinischen Unterlagen keine gesicherten Schlüsse zuliessen, weshalb die Durchfü h- rung einer psychiatrische Begutachtung in der Schweiz notwendig sei, B-4727/2012 Seite 3 dass sich die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 18. Februar 2013 der Beurteilung des ärztlichen Dienstes anschloss und beantragt e, die Beschwerde sei gutzuheissen, die angefochtene Verfügung sei aufzuh e- ben und die Sache sei im Sinn e der Stellungnahme des ärztlichen Diens- tes an die Verwaltung zurückzuweisen, dass die Vorinstanz sich damit sinngemäss der Meinung de r Beschwer- deführerin anschliesst, dass die Verfügung vom 31. Juli 2012 auf einer mangelhaft ermittelten tatbestandlichen Grundlage beruhe und die Durch- führung weiterer medizinischer Abklärungen notwendig seien, dass sich aus den Akten keine Anhaltspunkte ergeben, die gegen diese übereinstimmende Auffassung sprechen würden, dass ein materieller Entscheid daher nicht möglich ist, dass auch von der Anordnung eines Gerichtsgutachtens abzusehen ist, da im vorinstanzlichen Verfahren noch keine psychiatrische Begutachtung durchgeführt worden ist und diesbezüglich wichtige Fragen ungeklärt geblieben sind (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4), dass in Bezug auf das sinngemässe Eventualbegehren der Beschwerde- führerin, es sei die Sache zur Durchführung weiterer Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen, somit übereinstimmende Rechtsbegehren der Beschwerdeführerin und der Vorinstanz vorliegen , denen aufgrund der Rechts- und Aktenlage entsprochen werden kann, dass die Beschwerde deshalb gutzuheissen, die angefochtene Verfügung vom 31. Juli 2012 aufzuheben und die Sache zur Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes, insbesondere zur Durch führung einer psychiatrischen Begutachtung in der Schweiz, und zum Erlass einer ne u- en Verfügung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Art. 61 Abs. 1 VwVG), dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten auf - zuerlegen sind (Art. 63 Absätze 1 und 2 VwVG), dass die Beschwerdeinstanz gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG der ganz oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begeh - ren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnis - mässig hohe K osten zusprechen kann, B-4727/2012 Seite 4 dass der obsiegenden Beschwerdeführerin, welche nicht anwaltlich ve r- treten ist, keine verhältnismässig hohen Kosten entstanden sind, so dass ihr keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 7 Abs. 4 des Regl e- ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.310.2]). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 31. Juli 2012 aufgehoben un d die Sache zur Durchfü h- rung einer psychiatrischen Begutachtung in der Schweiz und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Gerichtsurkunde) – das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV (Gerichtsurkunde) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Vera Marantelli Bianca Spescha B-4727/2012 Seite 5 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die U n- terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismit tel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 5. März 2013