<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2025-04-17-1C_541-2024.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1C_541/2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 17. April 2025</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Haag, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Müller, </div> <div class="para">nebenamtliche Bundesrichterin Pont Veuthey, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Poffet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________ AG, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Robert Hadorn, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________ AG, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Fritz Frey, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bauausschuss Opfikon, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Alessandro Luginbühl, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Baudirektion Kanton Zürich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Baubewilligung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, 1. Abteilung, 1. Kammer, </div> <div class="para">vom 10. Februar 2022 (VB.2021.00375) und die Verfügung des Präsidenten des Bauausschusses Opfikon vom 2. Juli 2024. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para">Mit Beschluss vom 14. September 2020 erteilte der Bauausschuss der Stadt Opfikon der B.________ AG die Bewilligung für einen Hotelneubau auf dem Grundstück Kat.-Nr. 6112 in Opfikon. Gleichzeitig wurde die Gesamtverfügung der Baudirektion des Kantons Zürich vom 7. September 2020 eröffnet. Dagegen gelangte die A.________ AG erfolglos an das Baurekursgericht und das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich. </div> <div class="para">Auf eine gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 10. Februar 2022 gerichtete Beschwerde der A.________ AG trat das Bundesgericht mit Urteil 1C_238/2022 vom 6. Mai 2022 nicht ein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 27. September 2023 erteilte der Präsident des Bauausschusses der Stadt Opfikon die Abwasseranschlussbewilligung für das erwähnte Bauvorhaben. Einen dagegen gerichteten Rekurs der A.________ AG hiess das Baurekursgericht mit Entscheid vom 18. April 2024 gut und hob die Verfügung vom 27. September 2023 auf. Mit Verfügung vom 2. Juli 2024 erteilte der Präsident des Bauausschusses die Abwasseranschlussbewilligung erneut. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>C.</b> </div> <div class="para">Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 16. September 2024 gelangt die A.________ AG an das Bundesgericht. Sie beantragt, das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 10. Februar 2022 und die Verfügung des Präsidenten des Bauausschusses Opfikon vom 2. Juli 2024 seien aufzuheben. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an das Verwaltungsgericht zurückzuweisen. </div> <div class="para">Die Baudirektion und das zur Vernehmlassung eingeladene Bundesamt für Raumentwicklung haben auf eine Stellungnahme verzichtet. Das Verwaltungsgericht, der Bauausschuss und die Bauherrin beantragen die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Die Beschwerdeführerin hat repliziert. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Das Bundesgericht prüft die Sachurteilsvoraussetzungen von Amtes wegen und mit freier Kognition (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=05.04.2025&amp;to_date=24.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F150-II-566%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page566">BGE 150 II 566</a> E. 2 mit Hinweis). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> Die Beschwerdeführerin gelangte gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 10. Februar 2022 bereits mit Beschwerde vom 29. April 2022 an das Bundesgericht. Dieses hielt fest, beim Urteil des Verwaltungsgerichts handle es sich um einen Zwischenentscheid, weil das Baubewilligungsverfahren noch nicht abgeschlossen sei; die Voraussetzungen für die ausnahmsweise Anfechtung eines selbständig eröffneten Zwischenentscheids gemäss <span class="artref">Art. 93 Abs. 1 BGG</span> seien nicht erfüllt (Urteil 1C_238/2022 vom 6. Mai 2022 E. 2). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> Die Beschwerdeführerin bringt vor, es sei fraglich, ob mit der Bewilligung vom 2. Juli 2024 nun ein Endentscheid vorliege. Der Bauausschuss habe den Hotelneubau mit Beschluss vom 14. September 2020 unter Vorbehalt der Nebenbestimmungen der Gesamtverfügung der Baudirektion vom 7. September 2020 bewilligt. Demgemäss sei vor Baubeginn der Nachweis zu erbringen, wie die verkehrliche Erschliessung auf der Parzelle Kat.-Nr. 6112 nach einem Teilrückbau des Wendehammers, der in den Baulinienbereich der Nationalstrasse hineinrage, funktionieren würde, wenn die Nationalstrasse geändert oder erweitert würde. Dieser Nachweis stehe noch aus bzw. sei noch nicht bewilligt. Zudem fehle die in der kommunalen Baubewilligung geforderte Genehmigung der angepassten Abstellplatzberechnung. Selbst wenn noch kein Endentscheid vorliegen sollte, würde die Gutheissung der Beschwerde nach Auffassung der Beschwerdeführerin sofort einen Endentscheid herbeiführen und ein aufwendiges Beweisverfahren im Zusammenhang mit den noch ausstehenden Bewilligungen ersparen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.3.</b> Mit ihrer Argumentation verkennt die Beschwerdeführerin, dass das Bundesgericht an seine früheren Entscheide in der gleichen Sache gebunden ist. Dass es sich beim Urteil des Verwaltungsgerichts vom 10. Februar 2022 um einen nicht selbständig anfechtbaren Zwischenentscheid handelt, wurde mit Urteil vom 6. Mai 2022 bereits verbindlich entschieden. Darauf kann das Bundesgericht nicht mehr zurückkommen. Die vorliegend zu beurteilende Beschwerde gegen den Zwischenentscheid des Verwaltungsgerichts ist mithin nur zulässig, wenn das Baubewilligungsverfahren im Sinne der Rechtsprechung als abgeschlossen gelten kann (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=05.04.2025&amp;to_date=24.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F150-II-566%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page566">BGE 150 II 566</a> E. 2.7.3 mit Hinweisen). Das ist gestützt auf die Ausführungen der Beschwerdeführerin zu verneinen. Zwar liegt mittlerweile die Abwasseranschlussbewilligung vor. Die übrigen vor Baubeginn verlangten Genehmigungen, auf welche die Beschwerdeführerin bereits in ihrer zum Nichteintretensentscheid vom 6. Mai 2022 führenden Beschwerdeschrift hingewiesen hat, stehen jedoch nach wie vor aus. </div> <div class="para">Die Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 10. Februar 2022 erweist sich demnach wiederum als verfrüht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.4.</b> Von vornherein unzulässig ist die Kritik an der Verfügung vom 2. Juli 2024, mit welcher der Beschwerdegegnerin die Abwasseranschlussbewilligung erteilt wurde. Diesbezüglich fehlt es an der Ausschöpfung des kantonalen Instanzenzugs (vgl. <span class="artref">Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG</span>). Betrifft ein Rechtsmittelentscheid eine aufschiebend bedingt erteilte Baubewilligung im Sinne der Praxis (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=05.04.2025&amp;to_date=24.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F149-II-170%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page170">BGE 149 II 170</a>), kann die betroffene Partei zwar direkt im Anschluss an das Vorliegen der noch erforderlichen Bewilligungen das Bundesgericht anrufen. Dieses Vorgehen erlaubt es ihr aber nicht, Einwände gegen spätere Entscheide direkt vor Bundesgericht vorzutragen (Urteile 1C_492/2023 vom 16. Dezember 2024 E. 4.5; 1C_479/2022 vom 17. April 2023 E. 1.4.1; je mit Hinweisen; vgl. auch <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=05.04.2025&amp;to_date=24.04.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F150-II-346%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page346">BGE 150 II 346</a> E. 2.5). Vielmehr muss die betroffene Partei hierfür die im kantonalen Recht vorgesehenen Rechtsmittel erheben. Zulässig sind mit einer "Sprungbeschwerde" im vorgenannten Sinne nur diejenigen Rügen, die sich gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts richten. Das Gesagte musste der Beschwerdeführerin denn auch bewusst gewesen sein, hatte sie eine der Beschwerdegegnerin erteilte frühere Abwasseranschlussbewilligung doch (erfolgreich) beim Baurekursgericht angefochten. Auf eine Weiterleitung ihrer Eingabe an die zuständige kantonale Instanz kann daher verzichtet werden. </div> <div class="para">Wie es sich hinsichtlich der potenziell statthaften Rügen im Einzelnen verhält, braucht an dieser Stelle nicht geprüft zu werden, da sich die Beschwerde gegen das Urteil vom 10. Februar 2022 ohnehin als unzulässig erweist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde ist demzufolge nicht einzutreten. </div> <div class="para">Bei diesem Verfahrensausgang wird die Beschwerdeführerin kostenpflichtig (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Zudem hat sie die obsiegende Beschwerdegegnerin für ihren Aufwand zu entschädigen (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/68/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/68/1" type="start"></artref>Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/68/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref>), nicht aber den Bauausschuss, der in seinem amtlichen Wirkungskreis obsiegt (<span class="artref">Art. 68 Abs. 3 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin hat die Beschwerdegegnerin für das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 2'000.-- zu entschädigen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bauausschuss Opfikon, der Baudirektion Kanton Zürich, dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 1. Abteilung, 1. Kammer, und dem Bundesamt für Raumentwicklung schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 17. April 2025 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Haag </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Poffet </div> </div></body></html>