<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="file:///L:/LOGO/DOPPLEU3.BMP"/></p></td></tr><tr><td><p class="Standard berschrift1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2004.00536</span></p><p><br/></p><p><span> </span></p><p></p></td></tr></table><p>I. Kammer</p><p><span id="_GoBack"></span>Sozialversicherungsrichterin Grünig als Einzelrichterin</p><p>Gerichtssekretärin von Streng</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 29. Oktober 2004</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Susanne </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Friedauer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Anwaltskanzlei Kieser Senn Partner</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA)</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der 1961 geborene </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, kaufmännischer Angestellter, meldete sich am 11. Dezember 2003 wegen grauen Stars an beiden Augen bei der Invalidenver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/18). Am 16. und 18. Dezember 2003 wurden beim Versicherten an beiden Augen Staroperationen durchgeführt (Urk. 8/10). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte die Berichte von Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Augenärztin, vom 5. November 2003 sowie von Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Augenarzt, vom 22. Dezember 2003 und vom 3. März 2004 (Urk. 8/10-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">12) ein. Mit Verfügung vom 12. März 2004 lehnte sie die Übernahme der Kosten für die Staroperationen ab, da gravierende Nebenbefunde vorlägen, welche die Dauerhaftigkeit des Eingliederungserfolges in Fragen stellten (Urk. 3/2). Die Verfügung wurde sowohl dem Versicherten als auch der Krankenkasse Helsana eröffnet (Urk. 3/2). Am 19. April 2004 erhob der Versicherte dagegen Einspra</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">che, während die Krankenkasse sich nicht vernehmen liess (Urk. 8/6). Mit so</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wohl dem Versicherten als auch der Krankenkasse eröffnetem Entscheid vom 29. Juni 2004 wies die IV-Stelle die Einsprache ab (Urk. 2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dagegen liess der Versicherte am 30. August 2004 Beschwerde erheben mit fol</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gendem Antrag (Urk. 1):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">"Die Verfügung vom 12. März 2004 und der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 29. Juni 2004 seien aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die gesetzlich geschuldeten Leistungen zu erbringen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Unter Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin." </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In der Beschwerdeantwort vom 7. Oktober 2004 beantragte die IV-Stelle die Ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weisung der Beschwerde und verzichtete im Übrigen auf eine Vernehmlas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sung (Urk. 7). Mit Verfügung vom 12. Oktober 2004 wurde der Schriftenwechsel geschlossen (Urk. 9). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Auf die Vorbringen der Parteien wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span id="VV153"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span id="IV245"></span><span id="IV255"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherte Person hat gemäss Art. 12 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Anspruch auf medizinische Massnahmen, die nicht auf die Behandlung des Leidens an sich, sondern unmittelbar auf die Einglie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">derung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich gerichtet und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu bes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tätigen, dauernd und wesentlich zu verbessern oder vor wesentlicher Beein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung zu bewahren.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dauernd im Sinne von Art. 12 Abs. 1 IVG ist der von einer medizinischen Einglie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">derungsmassnahme zu erwartende Eingliederungserfolg, wenn die kon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">krete Aktivitätserwartung gegenüber dem statistischen Durchschnitt nicht we</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sentlich herabgesetzt ist (vgl. BGE 124 V 37 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 4b/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die </span><span id="IV269"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">operative Behandlung des grauen Stars (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Cataracta</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) ist nach ständiger Recht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sprechung des Eidgenössischen Versicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts nicht auf die Heilung la</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bilen pathologischen Ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schehens gerichtet, sondern zielt darauf ab, das sonst sicher spontan zur Ruhe gelangende und alsdann stabile oder relativ stabili</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sierte Leiden durch Entfernung der trüb und daher funktionsuntüchtig gewor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">denen Linse zu beseitigen (BGE 105 V 150 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 3a, 103 V 13 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 3a mit Hin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weisen; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes in Sachen X. und SUPRA Krankenkasse vom 24. Juli 2003, I 29/02; AHI 2000 S. 295 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2b und S. 299 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2a).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eine Qualifizierung der Staroperation (Kataraktoperation) als medizinische Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">glie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">derungsmassnahme im Sinne von Art. 12 Abs. 1 IVG kann daher grund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sätzlich in Frage kommen. Unerlässliche Voraussetzung für die Über</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nahme dieser Massnahmen durch die Invalidenversicherung ist jedoch das Feh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">len er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heblicher krankhafter Nebenbefunde, die ihrerseits geeignet sind, die Akti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vitäts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erwartung der versicherten Person trotz der Operationen gegenüber dem statis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tischen Durchschnitt wesentlich herabzusetzen, wobei die Dauerhaftigkeit und Wesentlichkeit des Eingliederungserfolgs aus medizinisch-prognostischer Sicht beurteilt werden müssen. Dafür ist der medizinische Sachverhalt vor den fragli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chen Operationen in seiner Gesamtheit massgebend (AHI 2000 S. 299).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Kreisschreiben des Bundesamtes für Sozialversicherung über die medi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nischen Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (KSME) bildet die Kataraktoperation eine Eingliederungsmassnahme der Invalidenversi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cherung (Randziffer [RZ] 661/861.4 KSME). Das Grundleiden selber oder Neben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">befunde können jedoch die Dauerhaftigkeit und Wesentlichkeit des Eingliede</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erfol</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ges in Frage stellen. Dies kann unter anderem der Fall sein bei Myo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pie (insbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sondere maligne Form). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> führte im Bericht vom 5. November 2003 betreffend die Zusam</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">menfassung der Krankengeschichte zwischen 1990 und 2003 unter anderem aus, dass sie bereits im Jahr 2002 eine rechtsbetonte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Cataracta</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> diagnostiziert habe (Urk. 8/12). Im Fundus hätten sich, am rechten Auge mehr als am linken Auge, Veränderungen gezeigt bei typischem Fundus </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Myopicus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, der die Kataraktoperationen beim Beschwerdeführer durch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führte, stellte in den Berichten vom 22. Dezember 2003 und 3. März 2004 fest, bei der Untersuchung vom 7. November 2003 sei ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fernvisus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> rechts von we</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">niger als 0,1, links von 0,3 partiell ermittelt, sowie rechts eine massive, links eine deutliche </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Cataracta</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> festgestellt worden (Urk. 8/10-11). Eine Kataraktopera</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tion sei angezeigt gewesen. Wegen des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fundusbefundes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, insbesondere für den Fall, dass längerfristig die Qualität der Netzhaut abnehmen sollte, sei geplant gewesen, die Myopie nicht gänzlich zu reduzieren, um so einen gewissen Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grösserungseffekt behalten zu können (Urk. 8/11). Die Kataraktoperationen seien mit gutem Erfolg durchgeführt worden, am rechten Auge am 16. De</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zember, am linken Auge am 18. Dezember 2004. In der Untersuchung vom 19. Dezember 2003 sei ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fernvisus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> rechts von 0,25, links von 0,6-0,8 ermittelt worden. Beim Fundus des rechten Auges sei im Bereich der Makula eine bekannte alte Narbe festgestellt worden. Trotz der myopischen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fundusver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">änderungen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sei es beidseits zu einer deutlichen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Visusverbesserung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> gekommen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Derselbe Arzt führte im Schreiben vom 29. April 2004 an die IV-Stelle betref</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fend die Ablehnungsverfügung aus, die Staroperationen hätten an beiden Au</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen zu einer wesentlichen Sehverbesserung geführt (Urk. 8/9). Natürlich sei es so, dass myopische Veränderungen im Fundus sich im Laufe der Jahre ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schlechtern könnten. Es sei aber auch so, dass sich diese nicht verschlechtern müsse. Kein Mensch könne in einem solchen Fall eine genaue Prognose stellen. Deshalb werde in so gelagerten Fällen die Kataraktoperation von der Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung ausnahmslos übernommen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In der Stellungnahme des medizinischen Dienstes der IV-Stelle vom 24. Juni 2004 wurde ausgeführt, vom Augenarzt würden erhebliche myopische </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">veränderungen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> angegeben (Urk. 8/2). Dies entspreche der malignen Form der Myopie. Gemäss den Angaben des Augenarztes könnten sich myopische Verän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">derungen im Laufe der Jahre verschlechtern, müssten es aber nicht. Aus IV-rechtlicher Sicht sei der Eingliederungserfolg gerade aus diesem Grund nicht dauerhaft. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der beim Beschwerdeführer diagnostizierte Fundus </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Myopicus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Augenhinter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grund bei extremer Kurzsichtigkeit) kann zu einer langsamen Zerstörung des Augenhintergrundes führen, insbesondere zum krankhaften Abbau bzw. zu Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">änderungen im Bereich von Netzhaut und Aderhaut, einhergehend mit einer Sehverschlechterung. Ursache sind Dehnungsveränderungen von Netzhaut, Aderhaut und Bruch-Membran infolge des im Gegensatz zum Normalsichtigen verlängerten Augapfels (Roche-Lexikon Medizin, München 1998, S. 587; Ma</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">thias </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sachsenweger</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Augenheilkunde, Stuttgart 1994, S. 301, 386 f.). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei den vorhandenen myopischen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fundusveränderungen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> handelt es sich gemäss der Stellungnahme des IV-Arztes um eine maligne Form der Myopie (Urk. 8/2). Sie sind als gravierende Nebenbefunde zu qualifizieren, welche nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes geeignet sind, die Dauerhaftigkeit des Eingliederungserfolges der Kataraktoperationen erheblich in Frage zu stellen (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes in Sachen P. vom 29. Januar 2003, I 729/02, und in Sachen T. vom 5. September 2002, I 757/01). Angesichts der Natur des diagnostizierten Leidens ist mit einer Zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nahme der myopischen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fundusveränderungen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zu rechnen und damit einherge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hend mit einer weiteren Abnahme der Sehkraft. Unter diesen Umständen kann nicht von einem dauerhaften Eingliederungserfolg im Sinne von Art. 12 IVG ausgegangen werden. Daran vermag weder die gerügte Fragestellung an den behan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">delnden Arzt noch der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Umstanderlass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, dass die Kataraktoperationen er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">folgreich verlaufen sind, etwas zu ändern. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Es ergibt sich, dass die IV-Stelle die Übernahme der Kataraktoperationen als medizinische Massnahme zu Recht abgelehnt hat. Der angefochtene </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einsprache</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">entscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 29. Juni 2004 erweist sich somit als korrekt, so dass die Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerde abzuweisen ist. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Die Einzelrichterin erkennt:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span id="Beschwerde"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Susanne </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Friedauer</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherung</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Helsana Versicherungen AG</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> seit der Zustellung beim Eidgenössi</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">schen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhof</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">quai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">mittel und die Unterschrift der </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">beschwerdeführenden</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug"> Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, so</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">weit die </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">beschwerdeführende</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug"> Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die EinzelrichterinDie Gerichtssekretärin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>Grünigvon Streng </p></div> </div></body></html>