<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00238</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204544&amp;W10_KEY=4467140&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00238</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 27.10.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nichteintreten? Korrigierter Preis? Falsche Beurteilung der Kriterien.<br/><br/>Bei Submissionsbeschwerden von Laien werden die Anforderungen an die Beschwerdeschrift gemäss § 54 VRG nicht streng gehandhabt. Es genügt, dass die Rügen der Beschwerdeführerin als sinngemässer Antrag auf Aufhebung des Vergabeentscheids gewertet werden können. Abweisung des Nichteintretensantrags (E. 2).<br/>Die Differenz zwischen dem Angebot der privaten Beschwerdegegnerin laut Offertöffnungsprotokoll und dem im Zuschlagsentscheid genannten Betrag ist auf eine ohne weiteres nachvollziehbare und nach § 27 Abs. 2 aSubmV zulässige Korrektur eines offensichtlichen Fehlers zurückzuführen (E. 3).<br/>Überprüfung der Angebotsbewertung unter den Kriterien "sichere Abfuhr" (E. 4.2), "Ökologie Luft" (E. 4.3) und "stationäre Presse" (E. 4.4): Die Vergabebehörde trifft keine Pflicht zur Bekanntgabe detaillierter Unterkriterien (E. 4.2.3). Die Weglassung eines bekanntgegebenen Zuschlagskriteriums bei der Bewertung ist nicht zulässig (E. 4.4.3). Trotz der von der Vergabebehörde während des Verfahrens zugestandenen zusätzlichen Punkte vermag die Beschwerdeführerin nicht zu obsiegen (E. 4.5).<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FEHLER">FEHLER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KORREKTUR">KORREKTUR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MISSVERSTÃNDNIS">MISSVERSTÃNDNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERKRITERIEN">UNTERKRITERIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZERTIFIZIERUNG">ZERTIFIZIERUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 27 Abs. II SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 54 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Am 17. April 2003 liess die Stadt B durch die Gesundheitsabteilung den Abfuhrauftrag (kombinierte Hauskehricht- und Sperrgutabfuhr/Betriebskehrichtabfuhr sowie GrÃ¼ngutabfuhr) im offenen Verfahren neu ausschreiben. Mit Vergabeentscheid der Kommission fÃ¼r Gesundheitswesen und Umweltschutz vom 19. Juni 2003 erhielt das mit 79 Punkten bewertete Angebot der D AG den Zuschlag fÃ¼r die Arbeitsvergabe "Sammeldienst Kehricht Los B". Das Ergebnis wurde den beteiligten Anbietenden mit Schreiben vom 20. Juni 2003 mitgeteilt.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen diesen Submissionsentscheid gelangte die mit 69,3 Punkten an siebter Stelle rangierende A AG mit Beschwerde vom 27. Juni 2003 an das Verwaltungsgericht.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nachdem in einem andern, gegen dieselbe Arbeitsvergabe laufenden Beschwerdeverfahren das Gesuch um aufschiebende Wirkung mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 14. August 2003 abgelehnt worden war, teilte die Stadt B am 2. September 2003 mit, dass die VertrÃ¤ge mit der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) K und mit der D AG unterzeichnet worden seien.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>In ihrer Beschwerdeantwort vom 3. September 2003 schloss die Stadt B auf Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. Die D AG beantragte am 24. September 2003, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, eventualiter sei die Beschwerde abzuweisen oder sub­eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Replik vom 16. Oktober 2003 beantragte die A AG eine Neubeurteilung und <br/> -rangierung der Angebote, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerschaft. Die D AG verzichtete am 1. Dezember 2003 auf Duplik; die Stadt B hielt gleichentags in der Duplik an ihren AntrÃ¤gen fest.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit diese rechtserheblich sind, in den nachfolgenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben.</span></p> <p class="Zwischentitel"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen in der vorliegend noch anwendbaren Fassung vom 25. November 1994 (aIVÃ¶B) sowie die §§ 3 ff. des Gesetzes vom 22. September 1996 Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen (aIVÃ¶B-BeitrittsG) zur Anwendung.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin stellt in ihrer Beschwerdeschrift vom 27. Juni 2003 keine AntrÃ¤ge, sondern begrÃ¼ndet lediglich, weshalb sie Beschwerde gegen den Vergabeentscheid fÃ¼hre. â Die private Beschwerdegegnerin wendet dagegen vorab ein, die Beschwerdeschrift enthalte keinen rechtsgenÃ¼genden Antrag, sondern es ergebe sich daraus nur, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin die Bewertung ihrer Offerte in einigen Punkten als nicht korrekt betrachte. Die Aufhebung des Vergabeentscheids werde nicht beantragt, weshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten sei.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Die Beschwerdeschrift muss nach § 54 Satz 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) einen Antrag und dessen BegrÃ¼ndung enthalten. Beides sind formelle GÃ¼ltigkeitserfordernisse der Beschwerde (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 54 N. 1â6, auch zum Folgenden). Aus dem Antrag muss ersichtlich sein, wie die angefochtene VerfÃ¼gung zu Ã¤ndern ist. In der BegrÃ¼ndung hat die BeschwerdefÃ¼hrerin darzutun, inwiefern nach ihrer Auffassung die angefochtene VerfÃ¼gung an einem Rechtsmangel im Sinn von § 50 oder 51 VRG leidet.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nach der Praxis des Verwaltungsgerichts werden die dargestellten Anforderungen bei Beschwerden von Laien nicht streng gehandhabt (VGr, 9. Juli 2003, VB.2002.00397, E. 3). Die vorliegende Laienbeschwerde vermag diesen Anforderungen zu genÃ¼gen, da die RÃ¼gen der BeschwerdefÃ¼hrerin als sinngemÃ¤sser Antrag auf Aufhebung des Vergabeentscheids gewertet werden mÃ¼ssen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin, welche die Bewertung ihres Angebots in verschiedener Hinsicht rÃ¼gt, hatte eine Chance auf Erteilung des Zuschlags und ist deshalb zur Beschwerde legitimiert (RB 1999 Nr. 18 = BEZ 1999 Nr. 11). Der Nichteintretensantrag der privaten Beschwerdegegnerin ist abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt in erster Linie, dass das Angebot der privaten Beschwerdegegnerin zum Zeitpunkt der OffertÃ¶ffnung bestÃ¤tigtermassen Fr. 1'455'744.- betragen habe, im Zuschlagsentscheid jedoch nur noch mit Fr. 1'123'290.20 beziffert worden sei. Ein korrigiertes OffertÃ¶ffnungsprotokoll sei den Anbietenden nie zugestellt worden. â Die Beschwerdegegnerschaft macht dagegen im Wesentlichen geltend, es handle sich hierbei um die zulÃ¤ssige Korrektur eines offensichtlichen Fehlers.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>GemÃ¤ss § 27 der Submissionsverordnung in der auf diesen Fall noch anwendbaren Fassung vom 18. Juni 1997 (aSubmV) werden die Angebote nach einheitlichen Kriterien fachlich und rechnerisch geprÃ¼ft (Abs. 1). Offensichtliche Fehler, wie Rechnungs- und Schreibfehler, werden berichtigt (Abs. 2). Danach wird eine objektive Vergleichstabelle Ã¼ber die Angebote erstellt (Abs. 3). Nach § 28 aSubmV kann die Auftraggeberin ErlÃ¤uterungen bezÃ¼glich eines Angebots einholen. Verhandlungen Ã¼ber Preise, PreisnachlÃ¤sse und Ãnderungen des Leistungsinhalts sind nicht zulÃ¤ssig (§ 29 aSubmV). Diese Vorschriften sind darauf ausgerichtet, einen unverfÃ¤lschten Wettbewerb zu gewÃ¤hrleisten und insbesondere eine nachtrÃ¤gliche Reduktion der Angebotspreise zu verhindern (VGr, 20. August 1999, BEZ 1999 Nr. 27, E. 3).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Die private Beschwerdegegnerin hat ursprÃ¼nglich ein Angebot eingereicht, das mit Fr. 1'455'744.- deutlich Ã¼ber demjenigen der BeschwerdefÃ¼hrerin von Fr. 1'307'878.- lag. Die Angebote wurden mit den genannten BetrÃ¤gen im OffertÃ¶ffnungsprotokoll vom <br/> 30. Mai 2003 festgehalten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>In den Ausschreibungsunterlagen wurde das Kriterium "Wirtschaftlichkeit" wie folgt erlÃ¤utert:</span></p> <p class="EinzugZitat">"Die Verbrennungskosten, die Sammeldienst- und Transportkosten fÃ¼r den Kehricht, franko in den Bunker gekippt, die Kosten des Bahntransportes und die Wiegekosten pro Jahr werden addiert und mit den zu sammelnden Tonnen multipliziert. Die offerierten Sammelkosten pro Tonne werden gemittelt Ã¼ber die anzubietenden drei Preise. Beim GrÃ¼ngut wird der Preis pro Tonne ebenfalls gemittelt und mit den zu sammelnden Mengen multipliziert."</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Urteilstext"><span>Im Anhang 2 ("Preisangaben") enthielten die Ausschreibungsunterlagen eine Berechnungstabelle. Dieses fÃ¼hrte bei der Preisberechnung fÃ¼r die Kehricht-/Sperrgutabfuhr eine bereits ausgefÃ¼llte Zeile "Verbrennungspreis" sowie eine leere Zeile "Sammeldienst und Transport bis in Bunker" auf, deren Summe den Preis pro Tonne fÃ¼r das Sammeln und die Entsorgung ergab. FÃ¼r die GrÃ¼ngutabfuhr war lediglich eine Zeile "Preis pro Tonne" vorgesehen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.4 </span></b><span>Nach Darstellung der VergabebehÃ¶rde hÃ¤tten alle Anbietenden ausser der privaten Beschwerdegegnerin diesen Passus dahingehend verstanden, dass bei der GrÃ¼ngutabfuhr nur der Sammeldienst zu offerieren war. Die private Beschwerdegegnerin habe neben den Kosten fÃ¼r den Sammeldienst auch diejenigen fÃ¼r die Verwertung eingerechnet. Diese zusÃ¤tzlich eingerechneten Kosten seien jedoch klar ausgewiesen. Die private Beschwerdegegnerin selber fÃ¼hrt dazu aus, dass sie nicht nur die Kosten fÃ¼r den Sammeldienst und den Transport, sondern auch die Kosten fÃ¼r die eigentliche Entsorgung im Kompostierwerk in ihre Berechnung habe einfliessen lassen, weil sie der Auffassung gewesen sei, die GrÃ¼ngutabfuhr habe analog der in der gleichen Berechnungstabelle aufgefÃ¼hrten Kehrichtabfuhr offeriert werden mÃ¼ssen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.5 </span></b><span>Die Preiskalkulation der privaten Beschwerdegegnerin weist fÃ¼r die GrÃ¼ngutabfuhr zur Verwertung in L neben den Kosten fÃ¼r den Sammeldienst und den Transport eine zusÃ¤tzliche Kostenspalte auf. Die zuviel eingerechneten Kosten betragen â fÃ¼r die Jahrestonnage von 2575 Tonnen GrÃ¼ngut, wie sie von der VergabebehÃ¶rde bei der Angebotsbewertung zugrunde gelegt wurde â Fr. 381'100.-. Die VergabebehÃ¶rde hat in ihrer Auswertungstabelle zur Wirtschaftlichkeit beim Angebot der privaten Beschwerdegegnerin mit einer Randbemerkung ausdrÃ¼cklich darauf hingewiesen, dass â ausgehend vom ursprÃ¼nglichen Angebot von Fr. 1'425'050.- ohne Mehrwertsteuer fÃ¼r die WegfÃ¼hrung zur KVA K â der Betrag von Fr. 381'100.- (= 2575 Tonnen x Fr. 148.-) nicht berÃ¼cksichtigt wurde. ZuzÃ¼glich Mehrwertsteuer von 7,6 % (Fr. 79'340.20) ergibt sich der berichtigte Angebotspreis von Fr. 1'123'290.20.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Diese ohne weiteres Ã¼berprÃ¼fbare Korrektur unter Weglassung der Kosten fÃ¼r die Entsorgung des GrÃ¼nguts ist nicht zu beanstanden, handelte es sich doch um die Berichtigung eines offensichtlichen und aufgrund der UmstÃ¤nde nachvollziehbaren MissverstÃ¤ndnisses. Der Wettbewerb wurde dadurch nicht verfÃ¤lscht. Zu Recht wurde bei der Bewertung das korrigierte Angebot der privaten Beschwerdegegnerin in der HÃ¶he von Fr. 1'123'290.20 berÃ¼cksichtigt. Im Ergebnis Ã¤ndert sich somit an der Bewertung unter dem Kriterium "Wirtschaftlichkeit" nichts: Die BeschwerdefÃ¼hrerin behÃ¤lt 41,3 Punkte, die private Beschwerdegegnerin 48,1 Punkte.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.6 </span></b><span>Nach § 25 Abs. 2 aSubmV wird Ã¼ber die Ãffnung der Angebote ein Protokoll erstellt, worin unter anderem die Gesamtpreise der Angebote festzuhalten sind. Das ist im vorliegenden Fall unbestrittenermassen geschehen. Die Korrektur einer Offerte im Rahmen der PrÃ¼fung der Angebote gemÃ¤ss § 27 aSubmV ist hingegen nicht mehr Gegenstand des OffertÃ¶ffnungsprotokolls, weshalb dessen Berichtigung nicht nÃ¶tig ist. Vom korrigierten Angebot der privaten Beschwerdegegnerin hat die BeschwerdefÃ¼hrerin mit der Zustellung des Vergabeentscheids erfahren, und die BegrÃ¼ndung fÃ¼r die Korrektur hat sie spÃ¤testens mit der Beschwerdeantwort der VergabebehÃ¶rde erhalten. Das Vorgehen der VergabebehÃ¶rde ist damit nicht zu beanstanden.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt sodann die Bewertung ihres Angebots bezÃ¼glich der Zuschlagskriterien "sichere Abfuhr", "Ãkologie Luft" und "stationÃ¤re Presse".</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der VergabebehÃ¶rde steht beim Urteil darÃ¼ber, welches Angebot gemessen an den Zuschlagskriterien das wirtschaftlich gÃ¼nstigste ist, ein erheblicher Ermessensspielraum offen (VGr, 7. Juli 1999, ZBl 101/2000, S. 271 = BEZ 1999 Nr. 26, E. 6a, mit Hinweisen). In dieses Ermessen greift das Verwaltungsgericht, dem keine ÃberprÃ¼fung der Angemessenheit des Entscheids zusteht (Art. 16 Abs. 2 aIVÃ¶B; vgl. § 50 Abs. 3 VRG) nicht ein. Zu prÃ¼fen ist dagegen eine allfÃ¤llige Ãberschreitung oder ein Missbrauch des Ermessens (Art. 16 Abs. 1 lit. a aIVÃ¶B; § 50 Abs. 2 lit. c VRG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Unter dem Kriterium <i>"sichere Abfuhr"</i> wurden die Offerten unter anderem hinsichtlich folgender Unterkriterien beurteilt und benotet: "QualitÃ¤tsmanagement", "Umweltmanagement", "SUVA-Vorgaben (EKAS [EidgenÃ¶ssische Koordinationskommission fÃ¼r Arbeitssicherheit]-Richtlinien)" sowie "ErfÃ¼llung von Fahrzeugzulassungskriterien (Unterfahrschutz)". Bei den genannten Unterkriterien hat die BeschwerdefÃ¼hrerin keine Punkte erhalten. FÃ¼r das Hauptkriterium hat sie insgesamt von zehn mÃ¶glichen Punkten nur vier erhalten.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.2.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, sie besitze zwar noch keine ISO-Zertifizierung, habe sich jedoch schon detailliert damit befasst und werde ihren Betrieb in absehbarer Zeit zertifizieren lassen. Sie arbeite jetzt schon nach einem anerkannten Managementsystem und verfÃ¼ge Ã¼ber eine entsprechend ausgebildete Mitarbeiterin. BezÃ¼glich der SUVA-Vorgaben (EKAS-Richtlinien) sei eine Person als Kontaktperson fÃ¼r Arbeitssicherheit ausgebildet. Die entsprechende BestÃ¤tigung sei bei der Offerte aus Versehen nicht beigelegt worden. Alle Fahrzeuge, die in der Offerte aufgefÃ¼hrt seien, wÃ¼rden Ã¼ber Unterfahrschutz-Vorrichtungen verfÃ¼gen. GemÃ¤ss der eidgenÃ¶ssischen Verordnung vom 19. Juni 1995 Ã¼ber die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge mÃ¼ssten Lastwagen ab 1998 mit einem Unterfahrschutz ausgerÃ¼stet sein. Die in der Offerte aufgefÃ¼hrten Fahrzeuge seien nach diesem Zeitpunkt in Verkehr gesetzt worden. Ãberdies gehe aus den Ausschreibungsunterlagen nicht eindeutig hervor, welche Unterkriterien beurteilt wÃ¼rden, insbesondere werde nicht erwÃ¤hnt, dass irgendwelche Zertifizierungen mitbeurteilt werden.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.2.2 </span></b><span>Die Beschwerdegegnerin fÃ¼hrt ihrerseits aus, dass die Offerte der BeschwerdefÃ¼hrerin keinen Hinweis auf irgendwelche Anstrengungen fÃ¼r ein QualitÃ¤ts- oder ein Umweltmanagement, insbesondere fÃ¼r eine baldige ISO-Zertifizierung enthalten habe. Es sei nicht ausgeschlossen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin mit ihrer jetzigen Belegschaft den Abfuhrauftrag sicher ausfÃ¼hre. Es gehe jedoch um die Sicherstellung einer anforderungsgerechten DurchfÃ¼hrung wÃ¤hrend der ganzen Vertragsdauer. Sodann genÃ¼ge es fÃ¼r eine Punktvergabe beim Unterkriterium "SUVA-Vorgaben (EKAS-Richtlinien)" nicht, dass ein Anbieter die gesetzlichen Vorschriften kenne und deren Beachtung zusichere. Vielmehr sei ein Ãberwachungskonzept mit der Bezeichnung einer verantwortlichen Person erwartet worden, welche die Durchsetzung des Konzepts Ã¼berwache. Die Offerte der BeschwerdefÃ¼hrerin habe auch diesbezÃ¼glich keine Angaben enthalten. In Anbetracht der Zulassungsdaten der Fahrzeuge sei hÃ¶chstens ein Punkt fÃ¼r den Unterfahrschutz diskutabel.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.2.3 </span></b><span>Eine Pflicht zur Bekanntgabe detaillierter Unterkriterien trifft die VergabebehÃ¶rde nicht (VGr, 24. September 2003, VB.2003.00106, E. 5c, www.vgrzh.ch). Wenn diese somit zur Beurteilung des Zuschlagskriteriums "sichere Abfuhr", an welches sie gemÃ¤ss den Ausschreibungsunterlagen die Anforderungen "zuverlÃ¤ssig, sorgfÃ¤ltig, sicher und sauber" stellt, unter anderem auf einschlÃ¤gige <i>Zertifikate fÃ¼r QualitÃ¤ts- und Umweltmanagements</i> abstellt, liegt dies grundsÃ¤tzlich in dem ihr zustehenden Ermessen und ist nicht zu beanstanden. Die Zahl der gestÃ¼tzt auf diese Zertifikate erteilten Punkte ist denn auch eher gering. Der vorliegende Fall unterscheidet sich diesbezÃ¼glich von demjenigen, welchen das Verwaltungsgericht am 30. Juni 2004 (VB.2004.00095, E. 3.1, www.vgrzh.ch) zu entscheiden hatte. Dort hatte das Gericht beanstandet, dass das hoch gewichtete Zuschlagskriterium "QualitÃ¤t" zu einem wesentlichen Teil aufgrund einer entsprechenden ISO-Zertifizierung bewertet wurde, ohne dass aus den Ausschreibungsunterlagen hervorgegangen wÃ¤re, welche Belege fÃ¼r den Nachweis der QualitÃ¤t einzureichen waren.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Da die Offertunterlagen der BeschwerdefÃ¼hrerin keinen Hinweis auf eine entsprechende Zertifizierung liefern, ist gegen die Bewertung der Unterkriterien "QualitÃ¤ts- und Umweltmanagement" mit null Punkten nichts einzuwenden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Hinsichtlich des erwarteten Ãberwachungskonzepts fÃ¼r die Umsetzung der <i>EKAS-Richtlinien</i> wurde in den Ausschreibungsunterlagen sogar auf eine MitberÃ¼cksichtigung hingewiesen. Ein solches Konzept legte die BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer Offerte jedoch nicht vor, und die AusbildungsbestÃ¤tigung der Kontaktperson fÃ¼r Arbeitssicherheit im Betrieb reichte sie verspÃ¤tet ein. Die interne Auswertungstabelle zur sicheren Abfuhr enthÃ¤lt denn auch die Randbemerkung, dass die Punkte im Unterkriterium "SUVA (EKAS-Richtlinien)" nur vergeben werden kÃ¶nnten, wenn nachgewiesen werde, wie die Umsetzung der Richtlinien erfolge. Die Tatsache, dass diese zwei Punkte an keinen Anbieter vergeben wurden, deutet allerdings darauf hin, dass sich die VergabebehÃ¶rde aufgrund der eingereichten Offertunterlagen kein klares Bild Ã¼ber die jeweilige betriebliche Umsetzung der Richtlinien machen konnte.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der von der Beschwerdegegnerin zur Diskussion gestellte Punkt fÃ¼r den <i>Unterfahrschutz</i> steht der BeschwerdefÃ¼hrerin zweifellos zu. Alle ihre in der Offerte vorgesehenen Fahrzeuge wurden nach 1998 in Verkehr gesetzt. Die Bewertung der BeschwerdefÃ¼hrerin verbessert sich damit auf 70,3 Punkte.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span>Beim Kriterium<i> "Ãkologie Luft"</i>, unter welchem der Abtransport per Bahn oder der Einsatz von emissionsÃ¤rmeren Motoren bei den Transportfahrzeugen bewertet wurde, erhielt die BeschwerdefÃ¼hrerin drei von acht Punkten. Die Beschwerdegegnerin anerkennt in ihrer Klageantwort, dass der angebotene Abtransport per Bahn bei der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht bewertet worden sei, weshalb der BeschwerdefÃ¼hrerin vier zusÃ¤tzliche Punkte zuzugestehen seien.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.3.1 </span></b><span>DarÃ¼ber hinaus macht die BeschwerdefÃ¼hrerin jedoch geltend, das von ihr fÃ¼r die GrÃ¼ngutabfuhr vorgesehene Fahrzeug mit Gasmotor der Euro-Norm IV sei nicht berÃ¼cksichtigt worden. Dies habe man ihr anlÃ¤sslich der Besprechung vom 27. Juni 2003 mÃ¼ndlich mitgeteilt. Sie habe dieses Fahrzeug â was von der privaten Beschwerdegegnerin bezweifelt worden war â verbindlich offeriert, und es stehe bereits im Einsatz. Hingegen seien die Gasfahrzeuge der privaten Beschwerdegegnerin bis zum Beginn des Abfuhrauftrags am 1. Januar 2004 nicht einsatzbereit. Sie habe diese Fahrzeuge ebenfalls evaluiert, jedoch aufgrund der langen Lieferfristen von 9 bis 11 Monaten bis zur Auslieferung davon abgesehen. Sie verlange deshalb bei diesem Kriterium zum einen fÃ¼nf zusÃ¤tzliche Punkte und zum andern eine neue und korrekte Bewertung der Fahrzeuge der privaten Beschwerdegegnerin unter BerÃ¼cksichtigung der Einsatzbereitschaft am 1. Januar 2004.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.3.2 </span></b><span>Die Beschwerdegegnerin hÃ¤lt dem entgegen, dass die von der BeschwerdefÃ¼hrerin genannte Lieferfrist nicht belegt sei. Ohnehin wÃ¼rde sich am Endresultat nur wenig Ã¤ndern. Selbst wenn die Gasfahrzeuge auf den 1. Januar 2004 nicht einsatzbereit sein sollten, liesse sich deswegen eine gÃ¤nzliche Streichung aller dafÃ¼r vergebenen Punkte bei der privaten Beschwerdegegnerin nicht rechtfertigen. Der Vertrag werde fÃ¼r die Dauer von acht Jahren abgeschlossen, was eine anteilsmÃ¤ssige BerÃ¼cksichtigung des verspÃ¤teten Einsatzes erlaube.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.3.3 </span></b><span>In den Ausschreibungsunterlagen wird das Kriterium "Ãkologie Luft" wie folgt erlÃ¤utert:</span></p> <p class="EinzugZitat">"Die wesentlichen Transportmittel sind aufzuzeigen. Der Abtransport per Bahn oder der Einsatz von Motoren besserer Norm als Euro II und kurze Sammelrouten fÃ¼hren zum Maximum von 8 Punkten fÃ¼r den Teilbereich Luftbelastung. Euro III wird besser bewertet als Euro II."</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die Ausschreibungsunterlagen enthielten zudem eine Musterliste mit den notwendigen Angaben zu den Kehrichtfahrzeugen, die fÃ¼r den Einsatz vorgesehen wurden. Falls ein Anbieter plante, fÃ¼r diesen Auftrag ein Fahrzeug zu beschaffen, so war dieses ebenfalls mit Datum der Inverkehrsetzung aufzulisten. Das Bewertungsschema der VergabebehÃ¶rde sah folgende Benotung vor:</span></p> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoTableGrid" width="482"> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Euro kleiner 3</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">0.00</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Euro 3</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">2.00</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Euro 4 + CRT-Filter</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">3.00</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Bahn</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">4.00</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Gas</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">4.00</p> </td> </tr> </table> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wie eine PrÃ¼fung der Offerten hinsichtlich der Fahrzeuge fÃ¼r die DurchfÃ¼hrung der Abfuhr ergibt, hat die BeschwerdefÃ¼hrerin zwei Dieselfahrzeuge mit Motoren der Euro-Norm III und ein Fahrzeug mit einem Gasmotor der Euro-Norm IV aufgefÃ¼hrt. DafÃ¼r erhielt sie gemÃ¤ss Auswertungsblatt zum Kriterium "Ãkologie Luft/Bahn" drei Punkte â einen unter "Euro 3" und zwei unter "Gas" â mit der Bemerkung "gemischter Fuhrpark: Gas und Euro 3/4; PS: nur ein Fahrzeug wird fÃ¼r Bahntransport aufgefÃ¼hrt".</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die private Beschwerdegegnerin hat in ihrem zum Einsatz gelangenden Fahrzeugpark folgende Fahrzeuge mit Dieselmotoren aufgefÃ¼hrt: Sechs Kehrichtfahrzeuge der Euro-Norm 0 und I, ein Fahrzeug der Euro-Norm II sowie zwei der Euro-Norm III. Sodann hat sie zwei Fahrzeuge mit Gasmotoren vorgesehen, deren Erstinverkehrsetzung sie fÃ¼r einen unbestimmten Monat im Jahr 2004 ("xx.04") angegeben hat. FÃ¼r diese wurde sie mit vier Punkten unter "Gas" benotet.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.3.4 </span></b><span>Die Bewertung der Kehrichtfahrzeuge der BeschwerdefÃ¼hrerin ist nicht zu beanstanden. FÃ¼r die DurchfÃ¼hrung des Sammeldiensts setzt sie â wie die VergabebehÃ¶rde richtig bemerkt â einen gemischten Fuhrpark ein: Ein Kehrichtfahrzeug mit einem Motor der Euro-Norm III sowie ein gasgetriebenes Fahrzeug. DafÃ¼r erhÃ¤lt sie die durchschnittliche Punktzahl, der fÃ¼r den jeweiligen Motortypus vorgesehenen Maximalpunktzahl. Der Vorwurf der BeschwerdefÃ¼hrerin, ihr Gasfahrzeug sei nicht gewertet worden, bestÃ¤tigt sich also nicht. Mit der zusÃ¤tzlichen Bemerkung, dass nur ein Fahrzeug fÃ¼r den Bahntransport aufgefÃ¼hrt werde, wird wahrscheinlich lediglich zum Ausdruck gebracht, dass fÃ¼r den kombinierten Abtransport kein Ersatzfahrzeug zur VerfÃ¼gung steht.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ob die Punktzahl der privaten Beschwerdegegnerin â wie die VergabebehÃ¶rde selbst in Betracht zieht â fÃ¼r die beiden gasgetriebenen Abfuhrfahrzeuge im gleichen VerhÃ¤ltnis zu reduzieren ist, wie deren Fahrzeuge wÃ¤hrend der achtjÃ¤hrigen Vertragsdauer aufgrund der Lieferfrist nicht zur VerfÃ¼gung stehen, kann offen gelassen werden, da die kleine Reduktion von maximal 0,5 Punkten bei einer VerzÃ¶gerung von einem Jahr angesichts des insgesamt verbleibenden Punkteunterschieds (vgl. nachfolgend, E. 4.4) nicht ins Gewicht fÃ¤llt. Hinzu kommt, dass die von der BeschwerdefÃ¼hrerin geltend gemachte Lieferfrist nicht belegt ist. Eine vollstÃ¤ndige Streichung der Punkte lÃ¤sst sich jedenfalls nicht rechtfertigen, zumal es die VergabebehÃ¶rde ausdrÃ¼cklich zugelassen hat, dass fÃ¼r diese Vergabe neue Fahrzeuge beschafft werden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Ergebnis verbessert sich die Benotung der BeschwerdefÃ¼hrerin um die vier von der Beschwerdegegnerin nachtrÃ¤glich zugestandenen Punkte auf insgesamt 74,3 Punkte, womit sich die Punktedifferenz zur ZuschlagsempfÃ¤ngerin auf 4,7 Punkte verringert.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.4 </span></b><span>Unter dem Kriterium <i>"stationÃ¤re Presse"</i> erhielt keines der Angebote Punkte. Vorgesehen waren gemÃ¤ss Ausschreibungsunterlagen zehn Punkte fÃ¼r Systeme, bei denen ACTS [Abroll-Container-Transport-System]-konforme Container zum Einsatz kommen, die sich mit stationÃ¤ren (Abfall-)Pressen bei Entsorgungsstellen sowie Gewerbe- und Industriebetrieben befÃ¼llen lassen.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.4.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin beanstandet, dass beim Kriterium "stationÃ¤re Presse" keine Punkte vergeben worden seien. Sie habe ein Sammelfahrzeug mit Seitenlader und ACTS-Containern vorgesehen, welche austauschbar seien und auf die Bahn verladen werden kÃ¶nnten. FÃ¼r B seien von ihr zehn ACTS-Container inklusive Reservecontainer eingeplant worden. Die gleiche ContainergrÃ¶sse werde auch fÃ¼r stationÃ¤re Pressen hergestellt und kÃ¶nne auch von ihrem Kehrichtfahrzeug aufgenommen werden. Die Container seien austauschbar. GemÃ¤ss Begleitbrief vom 20. Juni 2004 zum Vergabeentscheid seien alle Kriterien berÃ¼cksichtigt worden. TatsÃ¤chlich habe sie jedoch keine Punkte erhalten. Ihre Offerte basiere jedoch auf diesem System, und wenn diese Punkte ohne BegrÃ¼ndung gestrichen wÃ¼rden, so stimme die Kalkulation nicht mehr. Sie verlangt deshalb fÃ¼r das von ihr offerierte System zehn Punkte.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.4.2 </span></b><span>Die VergabebehÃ¶rde begrÃ¼ndet ihren Verzicht auf dieses Kriterium wie folgt: Sie sei bei der Auswertung der Offerten zum Schluss gekommen, dass die Offertunterlagen ihre Vorstellung nicht mit ausreichender Klarheit zum Ausdruck brÃ¤chten. So seien auch die unterschiedlichsten Systeme angeboten worden, die zwar die Ausschreibungsunterlagen, aber nicht die Vorstellungen der VergabebehÃ¶rde erfÃ¼llt hÃ¤tten. Deshalb habe sie beschlossen, fÃ¼r dieses Kriterium keine Punkte zuzusprechen. Dieses Vorgehen sei sehr wahrscheinlich nicht "de lege artis" gewesen. Vielmehr hÃ¤tten die Offerten auf ihre Ãbereinstimmung mit der tatsÃ¤chlich vorgenommenen Ausschreibung Ã¼berprÃ¼ft werden mÃ¼ssen. Die VergabebehÃ¶rde bestreitet nicht, dass das von der BeschwerdefÃ¼hrerin angebotene System die Anforderungen gemÃ¤ss Ausschreibung erfÃ¼lle. Sie stellt sich jedoch auf den Standpunkt, dass auch die private Beschwerdegegnerin ein Ã¤quivalentes ACTS-taugliches Angebot eingereicht habe und demzufolge ebenfalls zehn Punkte erhalten mÃ¼sse. Unterschiede wÃ¼rden nur bezÃ¼glich der in der Ausschreibung nicht ausdrÃ¼cklich verlangten Verwendbarkeit derselben Container an der stationÃ¤ren Presse vor Ort und an der mobilen Presse auf dem Sammelfahrzeug bestehen. Das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin erfÃ¼lle die Anforderungen des Kriteriums "stationÃ¤re Presse" nicht besser als das Angebot der ZuschlagsempfÃ¤ngerin. Die Punktedifferenz wÃ¼rde somit gleich bleiben.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.4.3 </span></b><span>Wie die Beschwerdegegnerin selbst einrÃ¤umt, war die nachtrÃ¤gliche Weglassung des Kriteriums "stationÃ¤re Presse" aus submissionsrechtlicher Sicht nicht richtig. Eine Ãnderung der Zuschlagskriterien und damit auch der Verzicht auf ein solches wÃ¤hrend des Vergabeverfahrens ist dann nicht zu beanstanden, wenn die Anbieter diese Ãnderung ihn ihren Angeboten berÃ¼cksichtigen kÃ¶nnen. Bei der FÃ¤llung des Zuschlagsentscheids ist es jedoch unzulÃ¤ssig, einzelne Kriterien ausser Acht zu lassen (Peter Galli/AndrÃ© Moser/Elisabeth Lang, Praxis des Ã¶ffentlichen Beschaffungsrechts, ZÃ¼rich/Basel/Genf 2003, Rz. 402 f.).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Es ist deshalb zu prÃ¼fen, ob und wie weit die Angebote der BeschwerdefÃ¼hrerin und der privaten Beschwerdegegnerin die Anforderungen in den Ausschreibungsunterlagen erfÃ¼llen. Verlangt waren Container, die durch ein System mit einer stationÃ¤ren Presse bei Entsorgungsstellen oder bei Gewerbe- und Industriebetrieben befÃ¼llbar sind.</span></p> <p class="EinzugZitat">"Das verwendete Presssystem ist vorteilhafterweise auch kompatibel zu einer stationÃ¤ren Presse. Im Rahmen der notwendigen Container ist es sinnvoll, dass die Container auch zwischen Firmen austauschbar sind, falls bei der RÃ¼ckfÃ¼hrung durch die SBB Schwierigkeiten auftreten."</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die VergabebehÃ¶rde anerkennt zwar, dass das von der BeschwerdefÃ¼hrerin angebotene System diese Anforderungen erfÃ¼lle. Darauf ist sie zu behaften und der BeschwerdefÃ¼hrerin sind unter diesem Kriterium zehn Punkte zuzusprechen. Die VergabebehÃ¶rde stellt sich jedoch auf den Standpunkt, auch das Angebot der privaten Beschwerdegegnerin wÃ¼rde diese Anforderungen genau gleich gut erfÃ¼llen, weshalb keine Punktedifferenz resultiere. Zum offerierten System der privaten Beschwerdegegnerin bemerkte sie in der Bewertung allerdings, dass aus den Offertunterlagen nicht ersichtlich sei, ob das ACTS-kompatible System auch auf dem Gasfahrzeug zum Einsatz kommen kÃ¶nne. Jedenfalls lassen die Bilder der fÃ¼r den Abtransport der Container vorgesehenen Fahrzeuge den Schluss zu, dass es sich hierbei nicht um Gasfahrzeuge handelt. Aufgrund des ACTS-tauglichen Angebots sind der privaten Beschwerdegegnerin ebenfalls 10 Punkte zuzusprechen. Da sie jedoch fÃ¼r die DurchfÃ¼hrung des Sammeldiensts ebenfalls einen gemischten Fuhrpark einsetzt, rechtfertigt sich eine weitere Reduktion der Punkte beim Kriterium<i> </i>"Ãkologie Luft" (vgl. vorn, E. 4.3.4). Da nicht feststeht, ob dieses Fahrzeug mit WechselgerÃ¤t einen Motor der Euro-Norm 0, I, II oder gar III hat, kann der Abzug nicht abschliessend ermittelt werden. Er liegt unter Zugrundelegung des Bewertungsschemas der VergabebehÃ¶rde bei 1 oder 2 Punkten. ZuzÃ¼glich des allfÃ¤lligen Abzugs von 0,5 Punkten fÃ¼r den verspÃ¤teten Einsatz der Gasfahrzeuge verringert sich der Vorsprung der privaten Beschwerdegegnerin auf 2,2 oder 3,2 Punkte.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.5 </span></b><span>Wie die vorstehenden ErwÃ¤gungen zeigen, liegt das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin auch unter BerÃ¼cksichtigung aller berechtigten EinwÃ¤nde im Gesamtergebnis noch um mindestens 2,2 Punkte hinter jenem der privaten Beschwerdegegnerin zurÃ¼ck. Die BeschwerdefÃ¼hrerin vermag somit nicht zu obsiegen, weshalb sich ihre Beschwerde als unbegrÃ¼ndet erweist und abzuweisen ist.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>AusgangsgemÃ¤ss wird die BeschwerdefÃ¼hrerin kostenpflichtig (vgl. § 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Sie ist Ã¼berdies zu verpflichten, der privaten Beschwerdegegnerin, die als Partei am Beschwerdeverfahren teilgenommen hat, eine angemessene ParteientschÃ¤digung auszurichten (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG). Als angemessen erweisen sich im vorliegenden Fall Fr. 500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen). Die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung an die VergabebehÃ¶rde ist dagegen nicht gerechtfertigt, da diese Ã¼ber die BegrÃ¼ndung des Vergabeentscheids hinaus, zu der sie ohnehin verpflichtet war, nur wenig Aufwand fÃ¼r die Duplik getÃ¤tigt und aufgrund ihrer eingestandenen Fehlbenotungen des Angebots der BeschwerdefÃ¼hrerin zumindest Anlass fÃ¼r die Beschwerde gegeben hat.</span></p> <p class="Zwischentitel"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 210.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'210.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird verpflichtet, der privaten Beschwerdegegnerin eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids.</p> <p class="Einzug2">5. Mitteilung anâ¦..</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>