B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-6083/2018, C-6090/2018 U r t e i l v o m 9 . J u l i 2 0 2 0 Besetzung Richter Daniel Stufetti (Vorsitz), Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz, Richter David Weiss, Gerichtsschreiberin Karin Wagner. Parteien A._______ GmbH; vertreten durch Dr. med. et lic. iur. Andreas Wildi, Rechtsanwalt, und Dr. iur. Pandora Kunz-Notter, Rechtsanwältin, Walder Wyss AG, Beschwerdeführerin, gegen Bundesamt für Gesundheit, Schwarzenburgstrasse 157, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Krankenversicherung, Überprüfung der Aufnahmebedingun- gen alle drei Jahre im Jahr 2018 beim Arzneimittel B._______, Verfügung BAG vom 21. September 2018 sowie beim Arzneimittel C._______, Verfügung des BAG vom 21. September 2018. C-6083/2018, C-6090/2018 Seite 2 Sachverhalt: A. Die A._______ GmbH (im Folgenden : Beschwerdeführerin oder Zulassungsinhaberin) ist Zulassungsinhaberin der Arzneimittel B._______ (Swissmedic-Zulassungsnummer […]; im Folgenden : B._______) und C._______ (Swissmedic-Zulassungsnummer […]; im Fol- genden: C._______) je mit dem Wirkstoff D._______ (Gruppe der E._______), welche in verschiedenen Packungsgrössen und Dosierungen auf der Liste der pharmazeutischen Spezialitäten und konfektionierten Arz- neimittel mit Preisen (im Folgenden: Spezialitätenliste oder SL) aufgeführt sind (< http:www.spezialitaetenliste.ch > aktueller Datenstamm [Excel - Liste] >, abgerufen am 04.04.2020). B. Das Bundesamt für Gesundheit ( im Folgenden: BAG oder Vorinstanz) in- formierte die Beschwerdeführerin mit Rundschreiben vom 13. Dezember 2017 über die Umsetzung der dreijährlichen Überprüfung der Aufnahme- bedingungen im Jahr 2018 und ersuchte, um Eingabe der entsprechenden Daten in die bereitgestellte Internet-Applikation. Mit Schreiben vom 12. Februar 2018 bzw. 14. Februar 2018 ( BVGer act. 1/4, C-6090/2018 bzw. C-6083/2018) informierte die Zulassungsinhaberin das BAG darüber, dass sie die Angaben in der Internetapplikation getätigt habe und der von ihr errechnete Auslandpreisvergleich (APV) für B._______ (+3.27%) und für C._______ (-23.41%) sowie der therapeutische Quervergleich (TQV) für B._______ (+45.21%) und für C._______ (+73.84%) für beide Arznei- mittel zu einem höheren Fabrikabgabepreis (FAP) als dem aktuellen führe, womit keine Preissenkung resultiere. In der Folge prüfte das BAG die An- gaben, in der Internetapplikation und teilte der Beschwerdeführerin am 16. April 2018 mit (BVGer act. 1/ 5, C-6090/2018 bzw. C -6083/2018), sie habe für die Berechnung jeweils den Fabrikabgabepreis (FAP) der kleins- ten Dosierung und Packung gewählt. Das BAG führe die Berechnung des TQV mittels der empfohlenen Erhaltungsdosis aus der Schweizer Fachin- formation durch: für B._______ Dosis (…) mg, Packungsgrösse (…) Stück, FAP Fr. (…), mittlere Erhaltungsdosis (…) mg und für C._______ Dosis (…) mg, Packungsgrösse (…) Stück, FAP Fr. (…), mittlere Erhaltungsdosis (…) mg. Nach weiteren Schriftenwechsel (BVGer act. 1/1, 1/6, 1/7, 1/8, 1/9, C-6090/2018 bzw. C-6083/2018) hielt die Beschwerdeführerin mit Schrei- ben je datierend vom 17. August 2018 (BVGer act. 1/10, C-6090/2018 bzw. C-6083/2018) gegenüber dem BAG sinngemäss fest, sie sei mit der Be- rechnung des TQV nicht einvers tanden, da die mittlere Erhaltungsdosis C-6083/2018, C-6090/2018 Seite 3 gemäss Fachinformation die Wirkunterschiede zwischen den E._______ nicht korrekt abbilde. Es sei daher auf die mittleren Äquivalenzdosen der englischen Studie F._______ (BVGer act. 1/8 C-6090/2016) abzustellen. C. Wie angekündigt senkte das BAG mit Verfügung en je datierend vom 21. September 2018 (BVGer act. 1/1, C-6090/2018 bzw. C-6083/2018) die Publikumspreise und Limitationspunkte für C._______ und B._______ wie folgt: (Auflistung Arzneimittel mit Publikumspreisen neu und Limitationspunkten bisher/neu). D. Gegen die Verfügungen je datierend vom 21. September 2018 erhob die Zulassungsinhaberin mit Eingaben je datierend vom 24. Oktober 2018 (BVGer act. 1 , C-6090/2018 bzw. C -6083/2018) Beschwerde beim Bun- desverwaltungsgericht und beantragte sinngemäss, die Verfügungen der Vorinstanz vom 21. September 2018 seien aufzuheben und die Beschwer- deverfahren C-6090/2018 und C -6083/2018 zu vereinigen. Zur Begrün- dung brachte sie sinngemäss vor, bei den Preissenkungsverfügungen von C._______ und B._______ gehe es um dieselben Rechtsfragen und die beiden Arzneimittel würden in einem engen sachlichen Zusammenhang zueinander stehen, daher seien die Verfahren aus Gründen der Pro- zessökonomie zu vereinigen. In den Schweizer Fachinformationen würden nur zum Teil Erhaltungsdo- sen empfohlen. Mehrheitlich seien Dosisbereiche angegeben, deren Mit- telwert nicht einfach als empfohlene Erhaltungsdosis verwendet werden könnten. Abgesehen von diesen Inkonsistenzen in den Schweizer Fachin- formationen komme hinzu, dass bei einem Vergleich der Erhaltungsdosen die Wirkunterschiede der E._______ nicht adäquat abgebildet bzw. be- rücksichtig würden. Ein rechtmässiger TQV könne nur mittels Vergleich der Äquivalenzdosen der englischen Studie F._______ erfolgen, das heisse mit denjenigen Dosen, zu denen die einzelnen E._______ alle dieselbe Wirkung entfalten würden. Die Fabrikabgabe- und Publikumspreis für B._______ (BVGer act. 1, C- 6083/2018) und C._______ (BVGer act. 1, C-6090/2018) seien wie folgt festzusetzen: (Auflistung Arzneimittel mit Fabrikabgabepreisen bisher/neu und Publi- kumspreisen bisher/neu). C-6083/2018, C-6090/2018 Seite 4 E. Die mit Zwischenverfügungen je datierend vom 8. November 2018 (BVGer act. 3, C-6090/2018 bzw. C-6083/2018) einverlangten Kostenvorschüsse in der Höhe von je Fr. 5'000. - gingen am 22. November 2018 bei der Ge- richtskasse ein (BVGer act. 5, C-6090/2018 bzw. C-6083/2018). F. Mit Vernehmlassungen je datierend vom 11. März 2019 (BVGer act. 12, C-6090/2018 bzw. C-6083/2018) beantragte die Vorinstanz sinngemäss, die Beschwerden seien abzuweisen und der prozessuale Antrag um Verei- nigung der Beschwerdeverfahren gutzuheissen. Zur Begründung brachte sie sinngemäss vor, das BAG schätze den Vergleich der Dosierungen ge- stützt auf die Schweizer Fachinformation als objektiv und rechtsgleich ein. Die Berufung auf die zwei englischen Studien F._______ und G._______ zwecks Herleitung der Äquivalenzdosen erscheine als selektiv, da andere Quellen mit abweichenden Daten nic ht berücksichtigt worden seien, und zudem zwei Studien aus dem gleichen Land eine beschränkte Aussage- kraft aufweisen würden. Der durchgeführt TQV sei sinnvoll, sachlich fun- diert und nachvollziehbar, weshalb kein Bundesrecht verletzt worden sei. G. Mit Zwischenverfügungen je datierend vom 29. März 2019 (BVGer act. 13, C-6090/2018 bzw. C-6083/2018) wurden die Beschwerdeverfahren C-6090/2018 und C-6083/2018 vereinigt und unter der Verfahrensnummer C-6083/2018 weitergeführt. Die Akten des Verfahrens C -6090/2018 wur- den zu den Akten des Verfahrens C-6083/2018 erkannt und die Kosten des Verfahrens C-6090/2018 zum Verfahren C-6083/2018 geschlagen. H. Replikweise bestätigte die Beschwerdeführerin am 11. Juli 2019 (BVGer act. 22, C-6083/2018) ihre bisherigen Anträge und deren Begründung. I. Die Vorinstanz verzichtete am 20. August 2019 (BVGer act. 24, C-6083/2018) auf die Einreichung einer Duplik und verwies auf die Begrün- dung in den angefochtenen Verfügungen und in den Vernehmlassungen. J. Am 22. August 2019 (BVGer act. 25, C-6083/2018) wurde der Schriften- wechsel geschlossen. C-6083/2018, C-6090/2018 Seite 5 K. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit für die Entscheidung erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Be- schwerden zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG). Die Beschwerdefüh- rerin hat an den vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist als Adressa- tin durch die angefochtene n Verfügungen besonders berührt und hat an deren Aufhebung beziehungsweise Abänderung ein schutzwürdiges Inte- resse, weshalb sie beschwerdelegitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Da die Beschwerden im Übrigen frist- und formgerecht (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht und die Kostenvorschüsse rechtzeitig geleistet wurden (Art. 63 Abs. 4 VwVG), ist auf die Beschwerden einzutreten. 2. Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bilden die Verfügung en der Vor- instanz je datierend vom 21. September 2018, mit welchen die Publikums- preise (PP) der von der Beschwerdefüh rerin vertriebenen Arzneimittel C._______ und B._______ im Rahmen der Überprüfung der Aufnahmebe- dingungen alle drei Jahre per 1. Dezember 2018 gesenkt wurden. 3. 3.1 Die Beschwerdeführerin kann im Rahmen des Beschwerdeverfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Missbrauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts sowie die Unangemessenheit des Ent- scheids beanstanden (Art. 49 VwVG). 3.2 Nach der Rechtsprechung hat auch eine Rechtsmittelbehörde, der volle Kognition zusteht, in Ermessensfragen einen Entscheidungsspiel- raum der Vorinstanz zu respektieren. Sie hat eine unangemessene E nt- scheidung zu korrigieren, kann aber der Vorinstanz die Wahl unter mehre- ren angemessenen Lösungen überlassen (BGE 133 II 35 E. 3). Das Bun- desverwaltungsgericht hat daher nur den Entscheid der unteren Instanz zu überprüfen und sich nicht an deren Stelle zu setzen (BGE 126 V 75 E. 6). C-6083/2018, C-6090/2018 Seite 6 Insbesondere dann, wenn die Ermessensausübung, die Anwendung unbe- stimmter Rechtsbegriffe oder die Sachverhaltswürdigung hochstehende, spezialisierte technische, wissenschaftliche oder wirtschaftliche Kennt- nisse erfordert, ist e ine Zurückhaltung des Gerichts bei der Überprüfung vorinstanzlicher Bewertungen angezeigt ( BGE 135 II 296 E. 4.4.3; BGE 133 II 35 E. 3; BGE 128 V 159 E. 3b/cc). In Bezug auf die Umsetzung der Bestimmungen betreffend die Spezialitätenliste haben Gesetz - und Verordnungsgeber dem BAG als rechtsanwendende Behörde einen erheb- lichen Beurteilungsspielraum zugestanden, den es in rechtmässiger, ins- besondere verhältnismässiger, rechtsgleicher und willkürf reier Weise zu nutzen hat (BVGE 2010/22 E. 4.4). 4. 4.1 Die obligatorische Krankenpflegeversicherung übernimmt die Kosten für die Leistungen, die der Diagnose oder Behandlung einer Krankheit oder ihrer Folgen dienen (Art. 25 Abs. 1 KVG). Diese Leistungen umfassen un- ter anderem die ärztlich oder unter den vom Bundesrat best immten Voraussetzungen von Chiropraktoren oder Chiropraktorinnen verordneten Arzneimittel (Art. 25 Abs. 2 Bst. b KVG). Die Leistungen nach Art. 25 KVG müssen laut Art. 32 Abs. 1 KVG wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich sein (Satz 1; WZW-Kriterien). Die Wirksamkeit muss nach wissenschaftli- chen Methoden nachgewiesen sein (Satz 2). Nach Art. 32 Abs. 2 KVG wer- den die Wirksamkeit, die Zweckmässigkeit und die Wirtschaftlichkeit der Leistungen periodisch überprüft. 4.2 Die Vergütung der Leistungen erfolgt nach Tarifen oder Preisen. Diese werden in den vom Gesetz bestimmten Fällen von der zuständigen Be- hörde festgesetzt, welche darauf achtet, dass eine qualitativ hochstehende und zweckmässige gesundheitliche Versorgung zu möglichst günstigen Kosten erreicht wird (Art. 43 Abs. 1, 4 und 6 KVG). 4.3 Nach Art. 52 Abs. 1 Bst. b KVG erstellt das Bundesamt nach Anhören der zuständigen Kommissionen und unter Berücksichtigung der Grund - sätze nach den Art. 32 Abs. 1 KVG und Art. 43 Abs. 6 KVG eine Liste der pharmazeutischen Spezialitäten und konfektionierten Arzneimittel mit Prei- sen (Spezialitätenliste). Diese hat auch die mit den Originalpräparaten aus- tauschbaren preisgünstigeren Generika zu enthalten. Die Aufnahme eines Arzneimittels in diese abschliessende und verbindliche Liste ist grundsätz- lich Voraussetzung für die Übernahme der Medikamentenkosten durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung (BGE 139 V 375 E. 4.2 m.H.). C-6083/2018, C-6090/2018 Seite 7 4.4 Gestützt auf Art. 96 KVG hat der Bundesrat in den Art. 64 ff. KVV (for- melle und materielle) Ausführungsbestimmungen zur Spezialitätenliste er- lassen. Weitere diesbezügliche Vorschriften finden sich in Art. 30 ff. KLV, die das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) gestützt auf Art. 75 KVV erlassen hat (BGE 129 V 32 E. 3.2.1). 4.5 Die Spezialitätenliste enthält die bei Abgabe durch Apothekerinnen und Apotheker, Ärztinnen und Ärzte sowie Spitäler und Pflegeheime massgebenden Höchstpreise (Art. 67 Abs. 1 KVV). Der Höc hstpreis be- steht aus dem Fabrikabgabepreis und dem Vertriebsanteil (Art. 67 Abs. 1bis KVV). 4.6 Die Aufnahme eines Arzneimittels in die Spezialitätenliste setzt voraus, dass es wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich ist und eine gültige Zu- lassung des Heilmittelinstituts (Swissmedic) vorliegt (Art. 65 Abs. 1 und 3 KVV und Art. 30 Abs. 1 KLV). Das BAG kann die Aufnahme mit Bedingun- gen und Auflagen versehen (vgl. Art. 65 Abs. 5 KVV). Im Weiteren kann gemäss Art. 73 KVV die Aufnahme in die Spezialitätenliste unter der Be- dingung einer Limitierung erfolgen. Die Limitierung kann sich insbesondere auf die Menge oder die medizinischen Indikationen beziehen. 4.7 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung (BGE 143 V 369 E. 6) ist die gültige Zulassung des Schweizerischen Heilm ittelinstituts Swissmedic notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für die Aufnahme eines Arzneimittels in die Spezialitätenliste. Swissmedic erteilt nach Prüfung ins- besondere der Qualität, der Sicherheit und der Wirksamkeit des Arzneimit- tels die heilmittelrechtliche Zulassung ausdrücklich für definierte Indikatio- nen oder Anwendungsgebiete und genehmigt ferner auch die entspre- chende Arzneimittelinformation. Eine Aufnahme in die Spezialitätenliste ist nur in den Grenzen der Indikationen und Anwendungsvorschriften gemäss Swissmedic-Zulassung möglich. Das BAG seinerseits prüft, ob die WZW - Kriterien erfüllt sind und entscheidet über die Aufnahme in die Spezialitä- tenliste. Angesichts dieser doppelstufigen Zulassungsprüfung, wobei ent- scheidend ist, dass die nachgelagerte SL-Zulassung namentlich in Bezug auf die Indikationen nicht weiter gehen darf als die heilmittelrechtliche Zu- lassung, muss das BAG auf die Swissmedic -Zulassung bzw. die Fachin- formationen abstellen können. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass Swissmedic die zugelassenen Arzneimittel und damit einhergehend auch die Fachinformationen periodisch sowie nach jeweils fünf Jahren an-C-6083/2018, C-6090/2018 Seite 8 lässlich der Erneuerung der Zulassung überprüft. Mithin ist davon auszu- gehen, dass die Indikations- und Diagnoseformulierungen somit regelmäs- sig auf den neusten Stand gebracht werden. 4.8 Ein Arzneimittel gilt nach Art. 65b KVV als wirtschaftlich, wenn es die indizierte Heilwirkung mit möglichst geringem finanziellem Aufwand ge- währleistet (Abs. 1). Die Wirtschaftlichkeit wird gemäss Abs. 2 aufgrund ei- nes Vergleichs mit dem Preis in Referenzländern (Bst. a; Auslandpreisver- gleich) und mit anderen Arznei mitteln (Bst. b; therapeutischer Querver- gleich) beurteilt. Beim Auslandpreisvergleich wird mit dem Fabrikabgabepreis vergli chen. Bestehen keine öffentlich zugänglichen Fabrikabgabepreise, so wird der Apothekeneinstandspreis oder, falls dieser auch nicht öffentlich zugänglich ist, der Grosshandelspreis berücksichtigt; vom Apothekeneinstandspreis oder vom Grosshandelspreis werd en Grosshandelsmargen abgezogen. Das EDI legt die Höhe des Abzugs aufgrund der durchschnittlich gewähr- ten Grosshandelsmargen fest. Es kann vorsehen, dass die effektiven an- statt der durchschnittlich gewährten Grosshandelsmargen abgezogen wer- den (Abs. 3). Von den Fabrikabgabepreisen der Referenzländer werden in einem Referenzland verbindliche Herstellerrabatte abgezogen. Das EDI legt fest, welche verbindlichen Herstellerrabatte für den Abzug zu berück- sichtigen sind. Es kann vorsehen, dass anstatt dieser Herstellerrabatte die effektiven Herstellerrabatte abgezogen werden (Abs. 4). Beim therapeutischen Quervergleich wird gemäss Abs. 4 bis die Wirksam- keit im Verhältnis zu anderen Arzneimitteln, die zur Behandlung derselben Krankheit eingesetzt werden überprüft (Bst. a), und die Kosten des Arznei- mittels pro Tag oder Kur im Verhältnis zu den Kosten von Arzneimitteln, die zur Behandlung derselben Krankheit eingesetzt werden, verglichen. Nach der Ermittlung des durchschnittlichen Preises der Referenzländer im Auslandpreisvergleich und des durchschnittlichen Preises anderer Arznei- mittel im therapeutischen Quervergleich werden beide Preise je hälftig ge- wichtet (Abs. 5). Bei der Beurteilung der Wirtschaftlichkeit eines Original- präparates werden zudem die Kosten für Forschung und Entwicklung be- rücksichtigt, es sei denn es handelt sich beim Originalpräparat um ein Nachfolgepräparat, das gegenüber dem bisher in der Spezialitätenliste auf- geführten Originalpräparat keinen therapeutischen Fortschritt bringt C-6083/2018, C-6090/2018 Seite 9 (Abs. 6). Bringt das Arzneimittel einen bedeutenden therapeutischen Fort- schritt, so wird im Rahmen des therapeutischen Quervergleichs während höchstens 15 Jahren ein Innovationszuschlag berücksichtigt (Abs. 7). 4.9 Gemäss Art. 34 f Abs. 1 KLV werden beim therapeutischen Querver- gleich nach Art. 65 b Abs. 2 Bst. b KVV diejenigen Originalpräparate be- rücksichtigt, die zum Zeitpunkt der Überprüfung in der Spezialit ätenliste aufgeführt sind und zur Behandlung derselben Krankheit eingesetzt wer- den. 4.10 Nach Art. 65d Abs. 1 KVV überprüft das BAG sämtliche Arzneimittel, die in der Spezialitätenliste aufgeführt sind, alle drei Jahre daraufhin, ob sie die Aufnahmebedingungen noch erfüllen. Die Arzneimittel werden auf- grund ihrer Zugehörigkeit zu einer therapeutischen Gruppe der Spezialitä- tenliste in drei Einheiten aufgeteilt. Jede Einheit wird alle drei Jahre über- prüft. Gemäss Art. 65d Abs. 2 KVV wird der Auslandpreisvergleich auf der Basis der umsatzstärksten Packung durchgeführt. Der therapeutische Quervergleich wird nach Art. 65d Abs. 3 KVV auf der Basis der kleinsten Packung und Dosierung durchgeführt, es sei denn, die kleinste Packung und Dosierung erlaubt insbesondere aufgrund unterschiedlicher Dosierun- gen bei Therapiebeginn oder unterschiedlicher Dosierungen oder unter- schiedlicher Packungsgrössen keinen adäquaten Vergleich. Ergibt die Überprüfung, dass der geltende Höchstpreis zu hoch ist, so verfügt das BAG gemäss Art. 65d Abs. 4 KVV auf den 1. Dezember des Überprüfungs- jahres eine Preissenkung auf den nach Art. 65b Abs. 5 und Art. 67 Abs. 1qua- ter KVV ermittelten Höchstpreis. Liegt der dem geltenden Höchstpreis zu- grundeliegende Fabrikabgabepreis unter dem nach Art. 65 b Abs. 5 KVV ermittelten Fabrikabgabepreis, so rechtfertigt dies keine Preiserhöhung. 5. Nicht strittig ist, dass die Arzneimittel B._______ und C._______ nach wie vor über eine gültige Zulassung des Heilmittelinstituts (Swissmedic) verfü- gen (siehe auch die Liste der zugelassenen Präparate auf ( <www.swiss- medic.ch > Listen und Verzeichnisse > Humanarzneimittel > zugelassene Arzneimittel, abgerufen am 04.04.2020) und die Zulassungsvoraussetzun- gen der Wirksamkeit und Zweckmässigkeit weiterhin erfüllen. Ebenfalls un- bestritten ist die Festlegung des APV. Umstritten und zu prüfen ist hinge- gen, ob die Vorinstanz den TQV korrekt vorgenommen hat. Die Parteien sind sich dabei über den Beizug der Vergleichsarzneimittel einig, jedo ch nicht darüber, wie die Erhaltungsdosis zu bestimmen ist. Nachfolgend sind die Standpunkte der Parteien darzulegen (vgl. E. 5.1 und 5.2 hiernach). C-6083/2018, C-6090/2018 Seite 10 Danach folgt eine Übersicht über die Arzneimittel (vgl. E. 6 hiernach). Schliesslich ist zu prüfen, wie die Tagesdosen für die Berechnung der Ta- gestherapiekosten der Arzneimittel zu bestimmen sind (vgl. E. 7 hiernach). 5.1 5.1.1 Beschwerdeweise brachte die Beschwerdeführerin vor (BVGer act. 1, C-6083/2018 bzw. C-6090/2018), die Wirksamkeit der verschiede- nen E._______ unterscheide sich teilweise beträchtlich. Bei der Berech- nung des TQV, bei dem die Wirksamkeit und die Kosten von Arzneimitteln miteinander verglichen würden, seien die Wirkungsunterschiede der ver- schiedenen E._______ angemessen zu berücksichtigen. Dies sei nur dadurch möglich, dass bei der Berechnung des TQV auf die mittleren Äqui- valenzdosen der berücksichtigten E._______ abgestellt werde, das heisse auf diejenigen Dosen, zu denen die einzelnen E._______ alle die gleiche Wirkung entfalten würden. Nur so könn e eine umfassende Wirtschaftlich- keitskontrolle der Arzneimittel B._______ und C._______ erfolgen. Weil die verschiedenen E._______ sehr unterschiedlich potent seien, müsse da- nach gefragt werden, welche Dosen der einzelnen E._______ dieselbe therapeutische Wirkung hätten, da nur auf diesem Weg die Vorgaben des Verordnungsrechts umgesetzt werden könnten. Die Äquivalenzdosis führe sozusagen jedes E._______ an die Schnittmenge gemeinsamer therapeu- tischer Äquipotenzen der einzelnen E._______ heran. Damit würden ver- ordnungsgemäss Arzneimittel zur Behandlung derselben Krankheit in Be- zug auf denselben Schweregrad dieser Krankheit miteinander verglichen. Die Äquivalenzdosen der verschiedenen wissenschaftlichen Quellen wür- den sich nicht oder nur wenig unterscheiden. Folglich könnten die Äquiva- lenzdosen als wissenschaftlich unbestritten gelten und daher als Grund- lage für die Berechnung des TQV von B._______ und C._______ verwen- det werden. Es könne dabei auf den Mittelwert der Äquivalenzdosen aus den verschiedenen verfügbaren Referenzen abgestellt werden. Ein Ver- gleich von B._______ und C._______ könne mit dem Mittelwert der Äqui- valenzdosen erfolgen. 5.1.2 Weiter machte die Beschwerdeführerin geltend (BVGer act. 1, C-6083/2018 bzw. C-6090/2018), für die Berechnung des TQV für die Arz- neimittel B._______ und C._______ könne nicht auf die empfohlenen Er- haltungsdosen in der Schweizer Fachinformation abgestellt werden, da nur zum Teil Erhaltungsdosen empfohlen seien. Mehrheitlich seien Dosisberei- che angegeben, deren Mittelwert nicht einfach als empfohlene Erhaltungs- dosis verwendet werden könnten. Abgesehen von diesen Inkonsistenzen C-6083/2018, C-6090/2018 Seite 11 in den Schweizer Fachinformationen komme hinzu , dass bei einem Ver- gleich der Erhaltungsdosen die Wirkungsunterschiede der E._______ nicht adäquat abgebildet oder berücksichtigt würde. Ein Vergleich, der auf den niedrigsten oder höchsten Dosen oder auf den Durchschnittsdosen ge- mäss Fachinformation beruhen würde, würde dazu führen, dass nicht glei- che Wirkung mit gleicher Wirkung verglichen werde. 5.1.3 Zudem brachte die Beschwerdeführerin vor (BVGer act. 1, C-6083/2018 bzw. C-6090/2018), nicht bei allen Arzneimitteln sei im Rah- men des TQV nach Äquivalenzdosen zu fragen, weil diese einerseits nicht überall bekannt seien und andererseits aus de n Fachinformationen bei- spielsweise hervorgehe, dass idealerweise immer die möglichst tiefe oder die möglichst hohe Dosierung gewählt werden solle, weil medizinisch ein- deutig sei, dass die niedrigste oder die höchste Dosis die therapeutisch beste Dosis für den Patienten sei. In solchen Fällen könne durchaus auf die empfohlene Erhaltungsdosis gemäss Fachinformationen abgestellt werden, wenn es keine Hinweise auf unterschiedliche Wirkungen der Er- haltungsdosen verschiedener vergleichbarer Arzneimittel gebe. Bei E._______ sei jedoch ein anderes Vorgehen sachgerecht. 5.1.4 Ausserdem monierte die Beschwerdeführerin (BVGer act. 1, C-6083/2018 bzw. C-6090/2018), das Vorgehen der Vorinstanz sei in Be- zug auf die Berechnung des TQV nicht konsistent. Und selbst wenn sie normalerweise auf die Erhaltungsdosis in der Schweizer Fachinformation abstellen würde, sei dies für die vorliegend zu beurteilenden Arzneimittel irrelevant, weil aufgrund des Anwendungsbereichs bzw. der Wirkung der Arzneimittel eine andere Vorgehensweise angezeigt sei. Allein mithilfe der Grundlagen in der Fachinformation könnten B._______ und C._______ nicht rechtsgenüglich mit anderen Arzneimitteln, welche für dieselbe Krankheit verwendet würden, verglichen werden. 5.1.5 Replikweise ergänzte die Beschwerdeführerin (BVGer act. 22) sinn- gemäss, die mittleren Äquivalenzdosen gemäss den einschlägigen Studien würden sich im Rahmen der seitens Swissmedic zugelassenen Dosen be- wegen. Eine Empfehlung betreffend Erhaltungsdosen und mittleren Äqui- valenzdosen würden in der Swi ssmedic-Fachinformation nicht existieren. Die Fachinformationen der Vergleichsarzneimittel würden vorliegend keine Angaben zur Erhaltungsdosis und keine Angaben zur Dosisäquivalenz ent- halten. Da sie keine ausreichenden Informationen zu Erhaltungsdosen und Dosisäquivalenz enthalten würden, seien sie auszulegen. Diese Auslegung C-6083/2018, C-6090/2018 Seite 12 habe anhand von Leitlinien, klinischen Studien und ausländischen Zulas- sungsunterlagen zu erfolgen. 5.2 Die Vorinstanz führte vernehmlassungsweise aus (BVGer act. 12 , C-6083/2018 bzw. C-6090/2018) sie schätze den Vergleich der Dosierun- gen gestützt auf die Schweizer Fachinformation als objektiv und rechts- gleich ein. Damit werde ein möglichst objektiver Vergleich unter Einhaltung des Gleichbehandlungsgebots für alle im TQV involvierten Zulas sungsin- haberinnen sichergestellt. Zudem bestehe jederzeit die Möglichkeit, für ein Arzneimittel, bei dem sich in der Praxis eine andere Standarddosierung durchgesetzt habe, bei Swissmedic die entsprechende Anpassung der Fachinformation zu beantragen. Die Festlegung eines «praxisnahen TQV» sei weder rechtlich angezeigt noch faktisch überhaupt möglich, da die in der schweizerischen Praxis gut etablierten Quellen (SGAD, S3 -Leitlinie) aufgrund der Lückenhaftigkeit (unterschiedliche Dosierungsangaben, feh- lende Vergleiche der zugelassenen Substanzen) keine validen Schlüsse zulassen würden. Dem BAG erscheine die Berufung auf zwei englische Studien ( englische Studie G._______ , englische Studie F._______ ) zwecks Herleitung der Äquivalenzdosen als stark selektiv, da andere zur Verfügung stehende Quellen, welche abweichende Daten zu den Äquiva- lenzdosen aufzeigen würden, nicht beachtet worden seien. Der von der Vorinstanz durchgeführte TQV sei sinnvoll, sachlich fundiert und nachvoll- ziehbar, weshalb vorliegend bei der Durchführung des TQV kein Bundes- recht verletzt worden sei. Es liege zudem auch keine unrichtige Feststel- lung des Sachverhalts vor. 6. 6.1 B._______ und C._______ enthalten beide gemäss Fachinformation den Wirkstoff D._______ (vgl. https://compendium.ch/product/[...]) und werden bei (…) («Erkrankung» H._______ und weiteren) eingesetzt. (…) (Dosierungsempfehlung gemäss Fachinformation) 6.2 Das Vergleichsarzneimittel I._______ enthält den Wirkstoff J._______ und ist gemäss Fachinformation (vgl. https://compendium.ch[...]) indiziert bei (…) («Erkrankung» H._______ und weiteren). (…) (Dosierungsempfehlung gemäss Fachinformation) C-6083/2018, C-6090/2018 Seite 13 6.3 Beim Vergleichspräparat K._______ ist als Wirkstoff L._______ enthal- ten. K._______ wird gemäss Fachinformation (vgl. https://compen- dium.ch/[...]) angewendet zur Behandlung von (…) («Erkrankung» H._______ und weiteren). (…) (Dosierungsempfehlung gemäss Fachinformation) 6.4 M._______, welches ebenfalls als Vergleichspräparat beizuziehen ist, enthält den Wirkstoff N._______ und ist gemäss Fachinformation (vgl. https://compendium.ch/[...]) indiziert zur symptomatischen Behandlung von (…) («Erkrankung» H._______ und weiteren). (…) (Dosierung gemäss Fachinformation) 6.5 Der Wirkstoff vom Vergleichsarzneimittel O._______ ist P ._______. Gemäss Fachinformation (vgl. https://compendium.ch/[...]) ist O._______ zur vorübergehenden symptomatischen Behandlung bei (…) («Erkran- kung» H._______) angezeigt. (…) (Dosierungsempfehlung gemäss Fachinformation) 6.6 In Q._______, welches vorliegend als Vergleichspräparat dient, ist als Wirkstoff R._______ enthalten (vgl. https://compendium.ch/[...]). Aus der Fachinformation geht hervor, dass es bei den meisten Zuständen, bei de- nen H._______ eine Rolle spielt, wirksam ist (…). (…) (Dosierungsempfehlung gemäss Fachinformation) 6.7 S._______, welches vorliegend für den TQV einzubeziehen ist, enthält den Wirkstoff T._______ (T._______; https://www.pharmawiki.ch[...]) und ist laut Fachinformation (vgl. https://compendium.ch/[...]) indiziert bei H._______ (…). (…) (Dosierungsempfehlung gemäss Fachinformation) 6.8 Das Vergleichsarzneimittel U._______ enthält als Wirkstoff V._______ und wird laut Fachinformation (vgl. https://compendium.ch/[...]) bei Erwach- senen bei allen Formen von H._______ (…) verabreicht. (…). (…) (Dosierungsempfehlung gemäss Fachinformation) C-6083/2018, C-6090/2018 Seite 14 6.9 Im Vergleichsarzneimittel W._______ ist der Wirkstoff X._______ ent- halten. Gemäss Fachinformation (vgl. https://compendium.ch/[...]) werden die Tabletten angewendet zur symptomatischen Behandlung von (…) («Er- krankungen» H._______ und weiteren). (…) (Dosierungsempfehlung gemäss Fachinformation) 7. 7.1 Laut Art. 65b Abs. 4bis KVV werden beim TQV die Kosten des Arznei- mittels pro Tag oder pro Kur im Verhältnis zu den Kosten von Arzneimitteln, die zur Behandlung derselben Krankheit eingesetzt werden, überprüft. Die Parteien sind sich vorliegend einig, dass der TQV anhand der durch- schnittlichen Tagestherapiekosten zu bestimmen ist, was nicht zu bean- standen ist. Für die Berechnung der Tagestherapiekosten ist eine mittlere Tagesdosis zu bestimmen. Während die Beschwerdeführerin hierfür Äquivalenzdosen zweier Studien beiziehen möchte (vgl. E. 7.2. hiernach), erachtet die Vor- instanz die Fachinformationen als ausschlaggebend (vgl. E. 7.3 hiernach). 7.2 7.2.1 Im Verfahren vor der Vorinstanz (BVGer act. 1/4, C-6083/2018 bzw. C-6090/2018) zog die Beschwerdeführerin für die Ermittlung der durch- schnittlichen Tagesdosen zunächst einzig die Studie G._______ aus dem Jahr (…) bei (…) und erst später im Verfahren vor der Vorinstanz (BVGer act. 1/6, C-6083/2018 bzw. C-6090/2018) sowie vor dem Bundesverwal- tungsgericht (BVGer act. 1, C -6083/2018 bzw. C -6090/2018) die Studie F._______ (BVGer act. 1/8 Beilage, C -6090/2018) (…). Die ebenfalls er- wähnte Studie Y ._______ findet sich weder in den Akten noch konnte an- hand von Internetrecherchen eruiert werden, um was für eine Studie es sich hierbei handelt. Im Interne t findet sich einzig ein Update der Studie F._______ (…). 7.2.2 Die Parteien sind sich einig, dass der TQV für B._______ und C._______ mit d en Vergleichsa rzneimitteln I._______, K._______, M._______, O._______, Q._______, S._______, U._______ und W._______ vorzunehmen ist, was vorliegend sachgerecht ist, zumal jedes dieser Arzneimittel zur Behandlung von H._______ indiziert ist (vgl. E. 6 hiervor). Zudem existiert kein anderes retardierendes E._______, welches mit B._______ verglichen werden könnte, womit kein Anlass besteht vom übereinstimmenden Willen der Parteien abzuweichen. C-6083/2018, C-6090/2018 Seite 15 7.2.3 B._______ und C._______ enthalten je den Wirkstoff D._______ und die Vergleichsarzneimittel die Wirkstoffe J._______, L._______, N._______, P ._______, R._______, T._______, V._______, X._______ (vgl. E. 6 hiervor). Wie die Beschwerdeführerin selber richtig erkannte (BVGer act. 1/6 , C -6083/2018 bzw. C -6090/2018), enthält die Studie F._______ nicht zu allen dieser Wirkstoffe Äquivalenzdosen. Auch die Stu- die Y ._______ umfasst keine weiteren Wirkstoffe. Bei beiden Studien feh- len beispielsweise Angaben zu den Wirkstoffen J._______ und L._______. Da sich die Studien nicht zu sämtlichen Wirkstoffen der zu vergleichenden Arzneimittel äussern, kann auf diese Studie n vorliegend nicht abgestellt werden. 7.2.4 Bei der Studie G._______ handelt es sich um keine aktuelle Studie. Zudem übernahm die Beschwerdeführerin anlässlich ihre r Beschwerde (BVGer act. 1, C-6083/2018 bzw. C-6090/2018), entgegen ihrer ersten Ein- gabe bei der Vorinstanz (vgl. BVGer act. 1/4, C -6083/2018 bzw. C-6090/2018), die Dosisangaben dieser Studie nicht mehr, sondern hal- bierte die empfohlenen Dosen, womit sie selber im vorliegenden Be- schwerdeverfahren von den empfohlenen Dosisangaben dieser Studie ab- wich. Zudem weist die Studie F._______ in Bezug auf die halbierten Dosen der Studie G._______ daraufhin, «these equivalents do not agree with those used by some authors». Es besteht somit entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin (BVGer act. 1, C-6083/2018 bzw. C-6090/2018) gerade keine breite Übereinstimmung in der Literatur zu den Äquivalenz- dosen. Hierauf wies denn auch die Vorinstanz vernehmlassungsweise hin (BVGer act. 12, C-6083/2018 bzw. C-6090/2018). 7.2.5 Aus dem Gesagten erhellt, dass die von der Beschwerdeführerin vor- gelegten Studien vorliegend keinen adäquaten Vergleich der Arzneimittel- gruppe E._______ ermöglichen, womit sie für die Bestimmung der mittle- ren Tagesdosis nicht beigezogen werden können. 7.2.6 Wie die Vorinstanz zurecht vorbrachte (BVGer act. 12, C-6083/2018 bzw. C-6090/2018) enthalten die Empfehlungen der SGAD (Schweizeri- sche Gesellschaft für Angst und Depression), SGBP (Schweizerische Ge- sellschaft für Biologische Psychiatrie) und SGPP (Schweizerische Gesell- schaft für Psychiatrie und Psychotherapie) genannt (…) (https://www.psych. [...]) und die S3-Leitlinie der AWMF (Arbeitsgemein- schaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften) (…) (https://www.awmf.org/[...]) nicht zu allen Wirkstoffen der vorliegend zu ver- gleichenden Arzneimittel Angaben. So äussern sich die S3-Leitlinie und die C-6083/2018, C-6090/2018 Seite 16 Behandlungsempfehlungen nur zu den Wirkstoffen D._______, X._______ und R._______ und sind damit unvollständig. Ausserdem sind die Empfeh- lungen und Leitlinien nicht aktuell, sondern älteren Datums. 7.2.7 Aus dem Dargelegten ergibt sich, dass das Bundesverwaltungsge- richt mit der Vorinstanz (BVGer act. 12, C-6083/2018 bzw. C-6090/2018) einiggeht, dass vorliegend weder anhand von Studien noch von Leitlinien ein Vergleich der verschiedenen E._______ faktisch überhaupt möglich wäre, da die Quellen unvollständig sind. Damit fällt der Beizug von Studien und Leitlinien im vorliegenden Verfahren für die Bestimmung der mittleren Tagesdosis der zu vergleichenden E._______ von vornherein ausser Be- tracht. 7.3 7.3.1 Die Vorinstanz stützte sich bei der Ermittlung der mittleren Tagesdo- sis auf die Fachinformationen von B._______ und C._______ sowie der Vergleichspräparate ab. Die Vorinstanz hielt sich damit an die Rechtspre- chung des Bundesverwaltungsgerichts, wonach sich das BAG an den Wortlaut der Fachinformation zu halten hat, da ein Arzneimittel nur in den Grenzen der von Swissmedic zugelassenen Indikationen und An wen- dungsvorschriften in die Spezialitätenliste aufgenommen werden darf (vgl. E. 4.7 hiervor). 7.3.2 Sofern sich den Fachinformationen genaue Dosierungsvorschriften entnehmen lassen, anhand derer sich die durchschnittlichen Tagesthera- piekosten berechnen lassen, sind diese zu verwenden. Dabei ist zu beach- ten, dass bei der Berechnung des TQV grundsätzlich den unterschiedli- chen Anwendungsvorschriften gemäss Fachinformation Rechnung zu tra- gen und die verschiedenen vom Institut überprüften und genehmigten Do- sierungsangaben zu berücksichtigen sind (Urteile des BVGer C-7112/2017 vom 26. September 2019 E. 7.4.1; BVGer C-595/2015 vom 19. Juni 2018 E. 8.3; BVGer C-536/2015 vom 6. Juni 2017 E. 10.6.3). Hinsichtlich derje- nigen Arzneimittel, für welche in den Fachinformationen keine genauen Do- sierungsvorschriften vorhanden sind, kann die Bestimmung der Tagesdo- sis in der Regel lediglich approximativ erfolgen. Allerdings hat die Bestim- mung der Tagesdosen im Rahmen der Untersuchungspflicht auf sachge- rechte und nachvollziehbare Wei se zu erfolgen (Urteil des BVGer C-536/2015 E. 8.3). C-6083/2018, C-6090/2018 Seite 17 7.3.3 Die Fachinformationen zu den E._______ enthalten Dosisbereiche (vgl. E. 6 hiervor) und damit keine genauen Dosierungsvorschriften, womit die Bestimmung der Tagesdosis nur approximativ erfolgen kann. 7.3.4 Die Vorinstanz ging bei B._______, C._______ und den Vergleichs- arzneimitteln vom üblichen Dosisbereich aus. Dabei klammerte sie die Do- sis bei Spezialfällen wie schwere oder geriatrische Fälle aus. Bei E._______ hängt die Dosis vom Körpergewicht bzw. der Kö rperober- fläche ([…] Literaturhinweis) und der individuellen Verträglichkeit ab (vgl. E. 6 hiervor), ist also von Patient zu Patient unterschiedlich. Zudem kann das Risiko einer Abhängigkeit bei hohen Dosen und einer längeren Thera- piedauer erhöht sein, sodass stets die k leinste wirksame Dosis und kür- zeste Behandlungsdauer gewählt werden soll (vgl. E. 6 hiervor). Vorliegend bestehen somit gute Gründe vom Grundsatz, dass der ganze Anwen- dungsbereich zu berücksichtigen ist (vgl. E. 7.3.2 hiervor), abzuweichen. Ausserdem kann vorliegend die mittlere Tagestherapiedosis nur approxi- mativ bestimmt werden. Mit dem Vorgehen, Spezialfälle auszuklammern, hält sich die Vorinstanz damit an ihren grossen Ermessensspielraum (vgl. E. 3.2. hiervor). Folglich ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die mittleren Tagesdosen aufgrund der üblichen Dosis bereiche ohne Berück- sichtigung von Spezialfällen ermittelt hat. 7.3.5 Den Fachinformationen sind für Erwachsene für die Behandlung von H._______ die nachfolgenden üblichen Dosisbereiche zu entnehmen (vgl. E. 7.3.5.1 - E. 7.3.5.9 hiernach). Wie zu zeigen sein wird, hat die Vorinstanz daraus die mittleren Tagesdosen korrekt berechnet, denn die nachfolgend zu ermittelnden mittleren Tagesdosen stimmen mit den Erhaltungsdosen in den angefochtenen Verfügungen überein (vgl. Tabelle Verfügung S. 6 ; BVGer act. 1/1 C-6083/2018 bzw. C-6090/2018). 7.3.5.1 Der übliche Dosisbereich bei C._______ und B._______ beträgt (…) bis (…) mg (vgl. E. 6.1 hiervor) , was eine mittlere Dosis von (…) mg ergibt. 7.3.5.2 Bei I._______ beträgt die Tagesdosis (…)-(…) mg (vgl. E. 6.2 hier- vor), was einer mittleren Dosis von (…) mg entspricht. 7.3.5.3 Gemäss Fachinformation kann K._______ bis zu dreimal täglich zu (…) bis (…) mg eingenommen werden (vgl. E. 6.3 hiervor), was einen Do- sisbereich von (…)-(…) mg und somit eine mittlere Dosis von (…) mg ergibt. C-6083/2018, C-6090/2018 Seite 18 7.3.5.4 Das Arzneimittel M._______ wird bei leichten und mittelschweren Fällen zu (…)-(…) mg eingenommen (vgl. E. 6.4 hiervor), woraus eine mitt- lere Dosis von (…) mg resultiert. 7.3.5.5 Beim Arzneimittel O._______ steht in der Fachinformation (vgl. E. 6.5 hiervor), dass die wirksame Dosis zwischen (…)-(…) mg liege und eine Mehrzahl der Patienten günstig auf die Einmaldosis (…)-(…) mg an- spreche. Da für di e Bestimmung der mittleren Tagesdosis vorliegend auf die übliche Tagesdosis abzustellen ist und schwere Fälle auszuklammern sind (vgl. E. 7.3.4 hiervor), ist vom Dosisbereich (…)-(…) mg auszugehen, was eine mittlere Dosis von (…) mg ergibt. 7.3.5.6 Das Vergleichsarzneimittel Q._______ ist zwei- bis dreimal täglich zu (…) mg einzunehmen (vgl. E. 6.6. hiervor), somit zu (…)-(…) mg pro Tag. Die mittlere Dosis beträgt folglich (…) mg. 7.3.5.7 Gemäss Fachinformation beträgt die übliche Dosierung von S._______ (…)-(…) mg (vgl. E. 6.7 hiervor), woraus sich eine mittlere Do- sis von (…) mg berechnen lässt. 7.3.5.8 Die übliche Dosis von U._______ ist gemäss Fachinformation (…)- (…) mg (vgl. E. 6.8 hiervor) und die mittlere Dosis damit (…) mg. 7.3.5.9 Beim Präparat W._______ ist in der Fachinformation eine übliche Tagesdosis v on (…)-(…) mg aufgeführt, was eine mittlere Dosis von (…) mg ergibt. 7.3.6 Als Zwischenergebnis ergibt sich, dass die von der Vorinstanz ge- stützt auf die Fachinformationen ermittelten durchschnittlichen Tagesdosen nicht zu beanstanden sind. 7.4 7.4.1 Die Beschwerdeführerin monierte (BVGer act. 1 C -6083/2018 bzw. C-6090/2018), bei den Dosisbereichen in der Fachinformation handle es sich teilweise nicht um Erhaltungsdosen. 7.4.1.1 Fachinformationen richten sich an medizinische Fachpersonen und enthalten ausführliche Angaben zu allen relevanten Eigenschaften des Arz- neimittels und seiner Anwendung (vgl. URSULA EGGENBERGER STÖCKLI, Arzneimittel-Werbeverordnung, Bern 2006, Rz. 25 zu Art. 1 AWV). Gemäss dem Merk blatt von Swissmedic zur Fachinformation «Erläuterungen zur C-6083/2018, C-6090/2018 Seite 19 Fachinformation» (vgl. https://www.swissmedic.ch/dam/swissmedic/en/do- kumente/zulassung/zl/zl000_00_017d_mberlaeuterungenzurfachinforma- tion.pdf.download.pdf/zl000_00_017d_mberlaeuterungenzurfachinforma- tion.pdf+&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=ch) sind in der Fachinformation zur Do- sierung oder Anwendung folgende Angaben zu machen: empfohlene Do- sierung für jede Indikation und Applikationsart. Bei mehreren Indikatione n mit gleicher Dosierung können diese zusammengefasst werden. Aufzufüh- ren sind maximale Einzel- und/oder Tagesdosis, Dosierungsintervalle, The- rapiedauer, Dosistitration und entsprechendes Vorgehen, Notwendigkeit einer langsamen Dosisreduktion beim Absetzen und entsprechendes Vor- gehen und Anweisungen zur korrekten Applikation. 7.4.1.2 Die Dosis welche zu Beginn einer Therapie, zum Erreichen des ge- wünschten therapeutischen Wirkspiegels, einzunehmen ist, wird Initialdo- sis genannt. Die Erhaltungsdosis bezeichnet diejenige Dosis, die nach Er- reichung der Sättigung zur Aufrechterhaltung der Wirkung bzw. Gewebe- konzentration weiterhin gegeben werden muss (vgl. ERNST MUTSCH- LER/GERD GEISSLINGER/HEYO K. KROEMER/ SABINE METZEL/PETER RUTH, Mutschler Arzneimittelwirkungen, 10. Aufl., Stuttgart 2013, […]). Um Ent- zugserscheinungen vorzubeugen hat die Absetzung von E._______ schrittweise zu erfolgen (vgl. E. 6.1 und 6.4 hiervor). Aus dem Dargelegten ergeben sich für E._______ drei Phasen Initialphase – Erhaltungsphase – Ausschleichphase. Da gemäss den Erläuterungen von Swissmedic (vgl. E. 7.4.1.1 hiervor), Fachinformationen ausführliche Angaben zur Anwendung enthalten müssen, haben die Fachinformationen von E._______ zu sämtlichen der drei Phasen Informationen zu enthalten. 7.4.1.3 Die Fachinformation hat sich nach dem Gesagten zu den Dosen der verschiedenen Phasen zu äussern (vgl. E. 7.4.1.2 hiervor) , was mit separaten Dosisangaben für die Initialphase und Erhaltungsphase wie zum Beispiel bei B._______ oder für beide Phasen gemeinsam wie zum Bei- spiel bei I._______ erfolgt. Während die Fachinformationen der einen Arz- neimittel explizit eine Initialdosis ausweisen, wird bei den Fachinformatio- nen der anderen Arzneimittel darauf hingewiesen, dass die niedrigste wirk- same Dosis anzuwenden sei (vgl. E. 6 hiervor). Die Dosis, welche neben der Initialdosis angegeben wird, stellt folglich die Erhaltungsdosis dar, da die Fachinformation über die gesamte Therapiedauer Dosisempfehlungen zu enthalten hat (vgl. 7.4.1.1. hiervor). Bei den Arzneimitteln, bei welchen keine explizite Initialdosis angegeben wird, enthält der angegebene Dosis- bereich sowohl die Initialdosis als auch die Erhaltungsdosis. C-6083/2018, C-6090/2018 Seite 20 7.4.1.4 Aus dem Gesagten resultiert, dass in den Fachinformationen in dem Sinne Erhaltungsdosen aufgeführt sind, als sie Dosen enthalten, wel- che nach Erreichen des th erapeutischen Wirkspiegels für die Dauer der Therapie bis zur Ausschleichphase zu verwenden sind. 7.4.2 Dem Einwand der Beschwerdeführerin (BVGer act. 1), die mittleren Dosen gemäss Fachinformation würden die Wirkunterschiede nicht richtig abbilden, ist entgeg enzuhalten, dass aus Studien keine unbestrittenen Äquivalenzdosen zu entnehmen sind (vgl. E. 7.2.4 hiervor). Bei der mittleren Tagesdosis, welche für die Berechnung des TQV beizu- ziehen ist, handelt es sich um eine rechnerische Grösse und nicht um ein Abbild der Praxis, das heisst, es geht nicht darum, zu ermitteln, zu welcher Dosis die Arzneimittel austauschbar wären. Patienten reagieren sehr un- terschiedlich auf E._______, womit eine solche Festlegung einer Dosis gar nicht möglich wäre, vielmehr hat die mi ttlere Tagesdosis für die Berech- nung des TQV approximativ zu erfolgen. Hingegen bleibt die Festlegung der konkreten Dosis in der Praxis den behandelnden medizinischen Fach- personen überlassen, welche unter Berücksichtigung der individuellen Ge- gebenheiten beim jeweiligen Patienten oder bei der jeweiligen Patientin , wie zum Beispiel Körpergewicht, Körpermasse und Erfahrung mit Sucht- mitteln, die auf die jeweilige Person abgestimmte Dosis innerhalb des Do- sisbereichs gemäss Fachinformation zu bestimmen haben. 8. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz vorliegend zurecht auf die Dosisbereiche für leichte bis mittelschwere Fälle unter Ausklammerung von Spezialfällen in den jeweiligen Fachi nformationen der E._______ ab- stellte und hieraus die durchschnittliche mittlere Tagesdosis korrekt ermit- telte. Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuwei- sen. 9. Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient- schädigung. 9.1 Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Verfahrenskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind unter Berücksichtigung des Streitwerts sowie des Umfangs und der Schwierig- keit der Streitsache, Art der Prozessführung und finanzieller Lage der Par- teien (vgl. Art. 63 Abs. 4bis VwVG in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 und Art. 4 C-6083/2018, C-6090/2018 Seite 21 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun- gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) unter Be- rücksichtigung dessen, dass die Verfahrensvereinigung in einem früheren Verfahrensstadium stattfand auf Fr. 7'000.- festzusetzen. Die einbezahlten Kostenvorschüsse sind zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwen- den. Die Restanz von Fr. 3'000.- ist der Beschwerdeführerin nach Rechts- kraft des vorliegenden Urteils zurückzuerstatten. 9.2 Der Beschwerdeführerin ist bei diesem Verfahrensausgang keine Par- teientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Die obsiegende Vorinstanz hat als Bundesbehörde ebenfalls keinen Anspruch auf P artei- entschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE). Für das Urteilsdispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen. C-6083/2018, C-6090/2018 Seite 22 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 7'000.- werden der Beschwerde- führerin auferlegt. Die einbezahlten Kostenvorschüsse werden zur Bezah- lung der Verfahrenskosten verwendet. Die Restanz von Fr. 3'000.- wird der Beschwerdeführerin nach Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurücker- stattet. 3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) – das Eidgenössische Departement des Innern (Einschreiben) Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Daniel Stufetti Karin Wagner Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder C-6083/2018, C-6090/2018 Seite 23 konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: