A bteilung III C -754/2006 {T 0/2} U rteil vom 24. A ugust 2007 M itw irkung: R ichter Antonio Im oberdorf (Kam m erpräsident); R ichterin R uth Beutler; R ichter Bernard Vaudan; G erichtsschreiberin Evelyne Sturm . E._______, Beschw erdeführer, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz, betreffend Verw eigerung der Einreisebew illigung in B ezug auf S._______. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie 1956 geborene kolum bianische Staatsangehörige S._______ (nachfolgend G esuchstellerin) ersuchte am 22. Februar 2006 bei der Schw eizerischen Botschaft in Bogotá um eine Einreisebew illigung für einen dreim onatigen Besuchsaufenthalt bei ihrem im Kanton Aargau w ohnhaften Sohn und dessen Ehefrau. D ie Auslandvertretung verw eigerte das beantragte Visum vorerst form los und überm ittelte anschliessend das G esuch der Vorinstanz zum form ellen Entscheid. B. N achdem die Vorinstanz beim M igrationsam t des Kantons Aargau ergän- zende Auskünfte eingeholt hatte, lehnte sie das Einreisebegehren m it Ver- fügung vom 24. April 2006 ab. Zur Begründung w urde im W esentlichen ausgeführt, die anstandslose und fristgerechte W iederausreise könne an- gesichts der w irtschaftlichen und soziokulturellen Lage im H erkunftsland, aber auch unter Berücksichtigung der persönlichen Verhältnisse nicht als gesichert betrachtet w erden. Ausserdem hätten die Abklärungen bei den zuständigen Inlandbehörden ergeben, dass die finanziellen G arantien un- genügend seien. C . M it Beschw erde vom 18. M ai 2006 an das Eidgenössische Justiz- und Po- lizeidepartem ent (EJPD ) beantragt der Sohn der G esuchstellerin, E._______ (nachfolgend Beschw erdeführer oder R ekurrent), die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und die Bew illigung der Einrei- se in die Schw eiz. Zur Begründung bringt er vor, die Schw angerschaft sei- ner Ehefrau sei schw ierig und m öglicherw eise stünde eine ebenfalls schw ere G eburt bevor, w eshalb sie im H aushalt auf die U nterstützung durch seine M utter angew iesen seien. D ie Fam ilie sei bereit, den Lebens- unterhalt der G esuchstellerin aus den ihnen zur Verfügung stehenden M it- teln zu bestreiten. D ies sei insofern m öglich, als die G esuchstellerin prim är im H aushalt behilflich sein und die Schw eiz nicht bereisen w ürde. Entge- gen den Ausführungen in der angefochtenen Verfügung habe die G esuch- stellerin ausserdem fam iliäre Verpflichtungen im H eim atland, lebe sie doch m it der Schw ester und dem Vater des Beschw erdeführers in einem ge- m einsam en H aushalt und küm m ere sie sich um ein Enkelkind. Ferner hät- ten sie als G astgeber gegenüber den kantonalen Behörden die fristgerech- te W iederausreise zugesichert. D . In ihrer Vernehm lassung vom 3. Juli 2006 beantragt die Vorinstanz die Ab- w eisung der Beschw erde. Sie w eist darauf hin, gem äss dem kantonalen Antrag seien der Beschw erdeführer und seine Fam ilie nicht in der Lage, ihre eingegangenen Verpflichtungen im N otfall einzuhalten. Zudem sei es fraglich, w ie sich die geltend gem achte zentrale R olle der G esuchstellerin in der Fam ilienstruktur m it einer dreim onatigen Abw esenheit vereinbaren lassen w ürde. E. D er Beschw erdeführer m acht dagegen in seiner R eplik 10. August 2006 geltend, es bestehe im N otfall eine ausreichende finanzielle Sicherheit, denn die G esuchstellerin habe eine R eiseversicherung abgeschlossen. 3 D arüber hinaus verfüge sie über ein R eisegeld von Fr. 2 000.--. Ausser- dem w ürde am Begehren um Erteilung einer Einreisebew illigung zw ecks Fam ilienbesuchs festgehalten, obschon die Tochter des Beschw erdefüh- rers inzw ischen geboren sei. Ihr Status als Flüchtlinge erlaube es dem R e- kurrenten und seiner Fam ilie näm lich nicht nach Kolum bien zu reisen, w eshalb der Besuch nur in der Schw eiz stattfinden könne. D ass die Vorin- stanz w eiterhin Zw eifel an der gesicherten W iederausreise habe, sei zu- dem nicht nachvollziehbar, gehe sie in ihrer Vernehm lassung doch vom Bestand der fam iliären Verpflichtungen aus. Schliesslich rügt der Be- schw erdeführer, die Vorinstanz w ürde generell und ohne über Anhalts- punkte zu verfügen, annehm en, die G esuchstellerin w ürde die Verpflich- tung zur W iederausreise nicht einhalten. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 Verfügungen des Bundesam tes für M igration (BFM ) betreffend Einreise- verw eigerung unterliegen der Beschw erde an das Bundesverw altungsge- richt (Art. 20 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufent- halt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20], Art. 31 ff. des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]). D essen U rteil ist entgültig (Art. 1 Abs. 2 VG G i.V.m . Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t die bei Inkrafttreten des Verw al- tungsgerichtsgesetzes bei Eidgenössischen R ekurs- oder Schieds- kom m issionen oder bei Beschw erdediensten der D epartem ente hängigen R echtsm ittel. Für die Beurteilung gilt das neue Verfahrensrecht (vgl. Art. 53 VG G ). D as Verfahren richtet sich nach den Bestim m ungen des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) sow eit das Verw altungsgerichtsgesetz nichts an- deres bestim m t (vgl. Art. 37 VG G ). 1.3 D er Beschw erdeführer ist als G astgeber gestützt auf Art. 20 Abs. 2 AN AG i.V.m . Art. 48 Vw VG zur Beschw erde legitim iert. Auf das frist- und form ge- rechte R echtsm ittel ist daher einzutreten (Art. 49 - 52 Vw VG ). 2. 2.1 Ausländer/-innen sind zur Anw esenheit in der Schw eiz berechtigt, w enn sie eine Aufenthalts- oder N iederlassungsbew illigung besitzen oder w enn sie keiner solchen bedürfen (vgl. Art. 1a AN AG ). D ie Behörde entscheidet, im R ahm en der gesetzlichen Vorschriften und der Verträge m it dem Aus- land, nach freiem Erm essen über die Bew illigung von Aufenthalt oder N ie- derlassung (Art. 4 AN AG ). D aher räum t das schw eizerische R echt w eder einen Anspruch auf Einreise noch auf Erteilung eines Visum s ein (vgl. PETER U EBER SA X, Einreise und Anw esenheit, in: Peter U ebersax/Peter 4 M ünch/Thom as G eiser/M artin Arnold, Ausländerrecht, Ausländerinnen und Ausländer im öffentlichen R echt, Privatrecht, Steuerrecht und Sozialrecht der Schw eiz, Basel/G enf/M ünchen 2002, S. 143). D em behördlichen Er- m essen steht som it im Falle der Erteilung einer Einreisebew illigung ein w eiterer Spielraum offen als beispielsw eise bei der Verlängerung einer all- m ählich den Vertrauensschutz verfestigenden Anw esenheitserlaubnis. D ies gilt auch für die Beurteilung von Einreiseersuchen zur Anw esenheit von bis zu drei M onaten, die bew illigungsfrei, aber unter U m ständen visum pflichtig sind (vgl. Art. 2 Abs. 1 AN AG i.V.m . den nachstehenden Visum sbestim m ungen). 2.2 D ie G esuchstellerin kann sich auf keine Ausnahm eregelung berufen und unterliegt aufgrund ihrer N ationalität den Visum sbestim m ungen (vgl. Art. 1- 5 VEA). D as Visum w ird verw eigert, w enn die Ausländerin oder der Ausländer die Einreisevoraussetzungen nach Art. 1 der Verordnung vom 14. Januar 1998 über Einreise und Anm eldung von Ausländerinnen und Ausländer (VEA, SR 142.211) nicht erfüllt (vgl. Art. 14 Abs. 1 VEA). So haben Personen, die in die Schw eiz einreisen m öchten, unter anderem G ew ähr zu bieten, dass sie fristgem äss w ieder ausreisen w erden (Art. 1 Abs. 2 Bst. c VEA). Ferner m üssen sie über genügende M ittel verfügen, um ihren Lebensunterhalt w ährend der D urchreise oder des Aufenthalts in der Schw eiz zu bestreiten, oder in der Lage sein, sich diese M ittel auf legale W eise zu beschaffen (Art. 1 Abs. 2 Bst. d VEA). 2.3 Zur Prüfung des Kriterium s der gesicherten W iederausreise gem äss Art. 1 Abs. 2 Bst. c VEA m uss ein zukünftiges Verhalten beurteilt w erden. D azu lassen sich in der R egel keine gesicherten Feststellungen, sondern ledig- lich Voraussagen m achen. D abei sind säm tliche U m stände des konkreten Einzelfalles zu w ürdigen. 3. 3.1 D er Beschw erdeführer bringt vor, die Berufung auf die Zuw anderung aus der H erkunftsregion der G esuchstellerin und die Berücksichtigung der w irt- schaftlichen und soziokulturellen Lage Kolum biens seien zu pauschalisiert. In unzulässiger W eise und ohne jegliche G rundlage w ürde kolum biani- schen M enschen unterstellt, sie hielten sich nicht an eingegangene Ver- pflichtungen w ie die W iederausreise. D ie Berücksichtigung der allgem ei- nen Lage im H erkunftsland sow ie der Zuw anderungssituation ist jedoch nicht zu beanstanden und ergibt sich im plizit aus Art. 1 Abs. 2 Bst. c VEA, können doch daraus Anhaltspunkte zur Beurteilung der fristgerechten W ie- derausreise gew onnen w erden. Insbesondere Einreisegesuche von Bürge- rinnen und Bürgern aus Staaten beziehungsw eise R egionen m it politisch oder w irtschaftlich vergleichsw eise ungünstigen Verhältnissen können da- rauf hindeuten, dass die persönliche Interessenlage in solchen Fällen nicht m it dem Ziel und Zw eck einer zeitlich befristeten Einreisebew illigung in Einklang steht. 3.2 Trotz der D em obilisierung des Param ilitärs bleibt die Sicherheitslage in Kolum bien prekär. G uerillagruppen und w eiterhin auch Param ilitär operie- ren in w eiten Teilen des Landes und die Zivilbevölkerung ist zahlreichen 5 Ü bergriffen ausgesetzt. Anschläge w erden gelegentlich auch in den Städten verübt. D em entsprechend hoch ist die Zahl der Binnenvertriebe- nen. U ngeachtet des W irtschaftsw achstum s in den vergangenen Jahren w aren auch im Jahr 2006 breite Bevölkerungsschichten von Arbeitslosig- keit (ca. 12 % ) oder U nterbeschäftigung (ca. 34 % ) betroffen (vgl. Länder- und R eiseinform ationen auf der W ebsite des Ausw ärtigen Am tes, Länder- und R eiseinform ationen > Kolum bien > W irtschaft/Innenpolitik, <w w w .ausw aertiges-am t.de>, besucht am 3. August 2007; C ountry Profile auf der W ebsite des Foreign & C om m enw ealth > C ountries & R egions > C ountry Profiles > C olom bia, <w w w .fco.gov.uk>, besucht am 3. August 2007; R eisehinw eise auf der W ebsite des ED A, R eisehinw eise > R eisezie- le > Kolum bien, <w w w .eda.adm in.ch>, besucht am 3. August 2007). 3.3 In Anbetracht der allgem ein schw ierigen Situation in Kolum bien und unter Berücksichtigung, dass die Bereitschaft, das H eim atland zu verlassen, er- fahrungsgem äss dort begünstigt w ird, w o bereits Verw andte oder Bekann- te im Ausland leben, schätzte die Vorinstanz das R isiko einer nicht fristge- m ässen W iederausreise zu R echt als relativ hoch ein. Es w äre jedoch zu schem atisch, ohne spezifische Anhaltspunkte ausschliesslich aufgrund der allgem einen Lage im H erkunftsland auf eine nicht hinreichend gesicherte W iederausreise zu schliessen. D ie eben genannten U m stände entbinden die Vorinstanz daher nicht von einer einzelfallbezogenen Beurteilung. N a- m entlich können berufliche, gesellschaftliche oder fam iliäre Verpflich- tungen die Prognose einer anstandslosen W iederausreise begünstigen. 4. 4.1 D ie 51-jährige, in Bogotá w ohnhafte G esuchstellerin ist nach eigenen An- gaben H ausfrau. G em äss Beschw erdeschrift w ürden auch ihr Partner, ihre Tochter und ein Enkelkind im gleichen H aushalt leben. N eben der H aus- haltsführung übernehm e die G esuchstellerin die Betreuung des Enkel- kindes, denn die Tochter sei ganztägig erw erbstätig. D er Beschw erde- führer verw eist som it auf fam iliäre Verpflichtungen, w elche für eine fristge- rechte W iederausreise sprechen w ürden. Sow eit er indessen aufgrund der Vernehm lassung der Vorinstanz vom 3. Juli 2006 darauf schliesst, das BFM anerkenne die geltend gem achten fam iliären Verpflichtungen, kann ihm nicht gefolgt w erden. D ie Vorinstanz führt schliesslich an, die geltend gem achte zentrale R olle erscheine angesichts des beabsichtigten dreim onatigen Auslandaufenthalts als fraglich. Aus einer allfälligen Aner- kennung könnte der Beschw erdeführer zudem nichts zu seinen G unsten ableiten, w eil das Bundesverw altungsgericht den Sachverhalt von Am tes w egen feststellt und nicht an die Begründung der Begehren gebunden ist (Art. 62 Abs. 4 Vw VG ). 4.2 Entgegen den Ausführungen der Vorinstanz w erden die vorgebrachten fam iliären Verpflichtungen zw ar durch den Besuchsaufenthalt in der Schw eiz nicht in Frage gestellt. D er Beschw erdeführer bringt dem ent- sprechend vor, es sei eine organisatorische Frage, dass die G esuch- stellerin trotz ihrer fam iliären Aufgaben drei M onate abw esend sein könne. D ies lässt jedoch auf Vertretungsm öglichkeiten schliessen, die auch eine 6 längere Abw esenheit der G esuchstellerin erm öglichen könnten. M angels anderer Verpflichtungen besteht denn auch ein gew isses R isiko, dass sich die G esuchstellerin über die beantragte Visum sdauer hinaus bei ihrem Sohn aufhalten könnte, zum al der Beschw erdeführer aufgrund seiner Flüchtlingseigenschaft nicht nach Kolum bien reisen kann und die G esuchstellerin zudem offenbar auf die finanzielle U nterstützung D ritter angew iesen ist, um ihren Sohn in der Schw eiz besuchen zu können (vgl. Schreiben vom 16. Februar 2006 von L._______). D ie fristgem ässe W iederausreise erscheint daher als fraglich, selbst w enn angesichts der fam iliären Bande und des Alters der G esuchstellerin eine gew isse Verw urzelung im H eim atland besteht, die nicht ohne W eiteres darauf schliessen lässt, sie beabsichtige einen dauerhaften Verbleib in der Schw eiz. 5. 5.1 D ie Zusicherung der anstandslosen W iederausreise durch den Beschw er- deführer verm ag an diesem Ergebnis nichts zu ändern, kann er aufgrund seiner Zusicherung schliesslich nicht dazu angehalten w erden, die Ausrei- se der G esuchstellerin zu veranlassen, w eshalb für die Beurteilung der fristgem ässen W iederausreise in erster Linie die Verhältnisse der G esuch- stellerin m assgebend sind (Art. 1 Abs. 2 Bst. c VEA, dazu U rteil des Bun- desverw altungsgerichts C -1000/2006 vom 4. Juni 2007 E. 4.5). D ies gilt ebenfalls, w enn die G astgeber sich m it einer G arantieerklärung im Sinne von Art. 6 und Art. 7 VEA zur Ü bernahm e der ungedeckten Kosten für den Lebensunterhalt und der R ückreise verpflichten haben (vgl. U rteil des Bun- desverw altungsgerichts C -778/2006 vom 9. M ai 2007 E. 5). D ie vom Be- schw erdeführer am 11. April 2006 geleistete G arantieerklärung führt som it zu keiner anderen Beurteilung hinsichtlich der Prognose der fristgerechten W iederausreise, w eshalb die Frage offen bleiben kann, ob der Beschw er- deführer über die erforderliche Solvenz verfügen w ürde, um die G arantie- verpflichtung erfüllen zu können (vgl. Art. 6 Abs. 1 VEA). 5.2 Vor dem H intergrund, dass die fristgem ässe W iederausreise der G esuch- stellerin nicht als hinreichend gesichert erscheint (vgl. Ziff. 4.2) und zur Er- teilung einer Einreisebew illigung die Voraussetzungen in Art. 1 Abs. 2 Bst. a bis d VEA kum ulativ erfüllt sein m üssen, bedarf es keiner w eiteren Prü- fung, ob die G esuchstellerin aufgrund der abgeschlossenen R eisever- sicherung genügende finanzielle M ittel vorw eisen kann (Art. 1 Abs. 2 Bst. d VEA). 6. 6.1 D er Beschw erdeführer bringt schliesslich sinngem äss vor, der persönliche Kontakt zw ischen der G esuchstellerin und ihm könne nur in der Schw eiz stattfinden, w eil es seiner Fam ilie und ihm als anerkannte Flüchtlinge unm öglich sei, zu Besuchszw ecken in ihr H eim atland zu reisen. D em öffentlichen Interesse an der Einhaltung der Einreisevorschriften steht dem nach das Interesse des R ekurrenten und der G esuchstellerin auf persönlichen Kontakt gegenüber. 7 6.2 D as Privat- und Fam ilienleben w ird in allgem einer W eise von Art. 13 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) und Art. 8 der Konvention zum Schutze der M enschen- rechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K, SR 0.101) ge- schützt. D araus ergibt sich indessen kein R echt auf Einreise oder auf ein Fam ilienleben an einem bestim m ten O rt (BG E 130 II 281 E. 3.1 [m it H in- w eisen]; vgl. ferner STEPH AN BR EITEN M O SER , in: Bernhard Ehrenzeller/Philippe M astronardi/ R ainer J. Schw eizer/Klaus A. Vallender, D ie schw eizerische Bundesverfassung, Zürich/Basel/G enf 2002, Kom m entar zu Art. 13 BV, N . 25; AR TH U R H AEFLIG ER /FR AN K SC H Ü R M AN N , D ie Europäische M enschen- rechtskonvention und die Schw eiz, D ie Bedeutung der Konvention für die schw eizerische R echtspraxis, 2. Aufl., Bern 1999, S. 261). 6.3 Ein Eingriff in den Schutzbereich des Privat- und Fam ilienleben liegt daher grundsätzlich erst vor, w enn sich die Betroffenen überhaupt nirgends treffen könnten und der persönliche Kontakt deshalb nur in der Schw eiz m öglich w äre. D ie Visum sverw eigerung w ürde folglich erst dann zu einem Eingriff führen, w enn dem Beschw erdeführer R eisen ins Ausland generell oder zum indest noch w ährend längerer Zeit verw ehrt w ären und dam it der Kontakt zur G esuchstellerin verunm öglicht w ürde. Aktenkundig w urden dem Beschw erdeführer und seiner Fam ilie R eiseausw eise für Flüchtlinge ausgestellt. Als Flüchtlinge ist es ihnen zw ar nicht m öglich nach Kolum bien zu reisen, um die G esuchstellerin zu besuchen. H inw eise, dass sich die Fam ilie nicht in einem D rittstaat treffen könnte, sind indessen nicht ersichtlich. D ie Einreiseverw eigerung stellt deshalb keinen Eingriff in den Schutzbereich des Privat- und Fam ilienlebens dar. 7. 7.1 Aus diesen G ründen ist som it nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das öffentliche Interesse sow ie die Beachtung der geltenden Be- stim m ungen entsprechend gew ichtete und dem Beschw erdeführer die Ein- reise verw eigerte. D ie angefochtene Verfügung verletzt daher das Bundes- recht nicht. D er rechtserhebliche Sachverhalt w urde richtig und vollständig festgestellt, und die Vorinstanz hat das ihr zustehende Erm essen im Ergebnis pflichtgem äss ausgeübt (vgl. 49 Vw VG ). 7.2 D ie Beschw erde ist folglich abzuw eisen und die Verfahrenskosten sind dem Beschw erdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art. 1 und Art. 2 sow ie Art. 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]).8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 600.-- w erden dem Beschw erdeführer aufer- legt. Sie sind durch den am 12. Juni 2006 geleisteten Kostenvorschuss ge- deckt. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (eingeschrieben) - der Vorinstanz (eingeschrieben, Beilage: Akten _______ und _______ retour) D er Kam m erpräsident: D ie G erichtsschreiberin: A. Im oberdorf E. Sturm Versand am :