<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="word/media/image1.png"/></p></td></tr></table><div><div><p><span>IV.2022.00360</span></p></div><div><p><span> </span></p></div><div><p><span> </span></p></div><p><br/></p><div><p>V. Kammer</p></div><div><p>Sozialversicherungsrichter Vogel, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Philipp<br/>Ersatzrichterin Curiger<br/>Gerichtsschreiberin Sherif</p></div><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil</span><span class="Standard berschrift2"> vom </span><span class="Standard berschrift2">20. März 2023</span></p></div><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span id="_Hlk159576726"></span><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Pro Infirmis Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Sozialberatung, </span><span id="_Hlk159576819"></span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Y.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Hohlstrasse 560, Postfach, 8048 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Absolvierung der obligatorischen Schulausbildung wurde die 1986 geborene </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> am 25. November 2002 (Eingangsdatum) als noch Minderjährige bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, für berufliche Massnahmen angemeldet (Urk. 11/2 und Urk. 11/0 [Aktenver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeichnis]). Nachdem sie sich im Anschluss an eine von der IV-Stelle unterstützte Berufsberatung bei dieser nicht mehr gemeldet hatte, wurde ihr Leistungsbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehren mit Verfügung vom 24. Juni 2003 abgewiesen (Urk. 11/12, vgl. auch Urk. 11/13). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 15. Juni 2016 (Eingangsdatum) meldete sich die Versicherte, Mutter zweier in den Jahren 2014 und 2015 geborener Kinder und vom 3. Juni 2013 bis Ende Februar 2016 als Sales Agentin in einem 100 %-Pensum angestellt, unter dem Hinweis auf Schmerzen und ein ständiges Wegknicken des linken Knies erneut bei der IV-Stelle zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (Urk. 11/24 und Urk. 11/0 [Aktenverzeichnis], Urk. 11/30/2 f. und Urk. 11/33). Diese tätigte beruflich-erwerbliche sowie medizinische Abklärungen und zog einen Teil der Akten der Krankentaggeldversicherung (Urk. 11/26, Urk. 11/47), darunter das Gutachten von Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für Innere Medizin und Rheumaerkrankungen, vom 27. Oktober 2016 (Urk. 11/52), bei. Mit Verfügung vom 4. Mai 2017 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung (Urk. 11/56). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 11. Januar 2019 (Eingangsdatum) meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf Beeinträchtigungen der Bewegung seit zwei zu Hause erlittenen Unfällen wiederum bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (Urk. 11/58 und Urk. 11/0 [Aktenverzeichnis]). Diese setzte ihr mit Schreiben vom 11. Februar 2019 Frist bis am 25. März 2019 an, um eine wesentliche Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse seit Erlass der letzten Verfügung glaubhaft zu machen (Urk. 11/60). Nach Erhalt der angeforderten Unterlagen tätigte die IV-Stelle beruflich-erwerb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche und medizinische Abklärungen. Am 29. Dezember 2020 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, Eingliederungsmassnahmen seien nicht möglich und ein Rentenanspruch werde geprüft (Urk. 11/86). Mit Vorbescheid vom 4. Juni 2021 kündigte die IV-Stelle an, das Leistungsbegehren abzuweisen (Urk. 11/92), wogegen die Versicherte am 1. Juli 2021 Einwand erhob (Urk. 11/99; vgl. auch die ergänzende Begründung vom 29. Juli 2021 [Urk. 11/103]). In der Folge veranlasste die IV-Stelle eine psychiatrische Untersuchung der Versicherten (Urk. 11/107) bei Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, welcher sein Gutachten am 14. Januar 2022 erstattete (Urk. 11/112). Dazu nahm die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, wo sich die Versicherte ab dem 13. Mai 2020 in ambulanter Behandlung befand, am 22. Feb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ruar </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2022 Stellung (Urk. 11/117). Mit Verfügung vom 24. Mai 2022 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren wie vorbeschieden ab (Urk. 2 = Urk. 11/120). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 24. Juni 2022 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr eine Rente zuzusprechen. Es sei sodann festzustellen, dass ein grundsätzlicher Anspruch auf berufliche Massnahmen bestehe. In prozessualer Hinsicht beantragte die Beschwerdeführerin die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung sowie die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels (Urk. 1). Mit Eingabe vom 21. Juli 2022 (Urk. 7) legte die Beschwerdeführerin eine weitere Stellungnahme der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 6. Juli 2022 auf (Urk. 8) und erklärte, damit erübrige sich der Antrag auf einen zweiten Schriftenwechsel. Mit Beschwerdeantwort vom 23. August 2022 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 10), was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 29. August 2022 angezeigt wurde (Urk. 15).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung (IVV) in Kraft getreten.</span></p><p><span> </span><span>In zeitlicher Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege</span><span>lungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit</span><span>punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1</span><span>bis</span><span> IVG) und jener des Renten</span><span>anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht (vgl. </span><span>Rz</span><span>. 1008 des Kreisschreibens zu den Übergangs</span><span>bestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems, KS ÜB WE IV, gültig ab 1. Januar 2022).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Frage steht, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 IVV eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass die Vorbringen der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (Urteil des Bundesge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richts 9C_351/2020 vom 21. September 2020 E. 3.1, insbesondere mit Hinweis auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vier</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dreiviertelsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span id="XX075"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 140 V 193 E. 3.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.6</span><span> </span><span id="XX006"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.7</span><span> </span><span id="VV037"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorakten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 10. Juni 2021 E. 3.2, je mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der angefochtenen Verfügung wurde erwogen, die angestammte Tätigkeit als Call-Center Agentin sei der Beschwerdeführerin nicht mehr zumutbar, hingegen sei eine angepasste Tätigkeit zu 100 % zumutbar. Gestützt auf den Einkommens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vergleich resultiere ein Invaliditätsgrad von 0 %, womit kein Anspruch auf eine Invalidenrente bestehe. Es bestehe sodann keine Arbeitsunfähigkeit, welche eine Ausbildung verhindern würde (Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin brachte demgegenüber vor, die Beurteilung der behan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">delnden Ärztinnen widerspreche derjenigen des Gutachters, wonach seit 2002 keine psychischen Störungen festzustellen seien, welche Auswirkungen auf die berufliche Ausbildung oder Arbeitsfähigkeit hätten. Das Gutachten widerspreche auch den Arztberichten vom 4. Januar 2021 von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dem Fragebogen an die medizinischen Fachpersonen vom 15. Juli 2021 und der Stellungnahme der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 22. Februar 2022. Was das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Valideneinkommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> anbelange, sei vom Erwerbseinkommen für Geburts- und Frühinvalide ohne zureichende berufliche Kenntnisse gemäss Art. 26 Abs. 1 IVV auszugehen, da die Beschwerdeführerin aus gesundheitlichen Gründen keine zureichenden beruflichen Kenntnisse habe erwerben können. Das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Valideneinkommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> betrage somit gemäss IV-Rundschreiben Nr. 403 Fr. 83'500.--. Da die Erstausbildung aufgrund der gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitlichen Beeinträchtigung habe abgebrochen werden müssen, habe die Beschwerdeführerin grundsätzlich Anspruch auf Unterstützung bei einer erstma</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ligen beruflichen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ausbildung. Sobald die Beschwerdeführerin über eine ausrei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chende Arbeitsfähigkeit verfüge, solle diese Massnahme geprüft werden (Urk. 1 und Urk. 7). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei Erlass der Verfügung vom 4. Mai 2017 (Urk. 11/56) im Wesentlichen auf das Gutachten von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 27. Oktober 2016 (Urk. 11/52). In diesem wurde keine Diagnose mit langdauernder Auswir</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt. Als Diagnosen ohne langdauernde Auswir</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kung auf die Arbeitsfähigkeit wurden die folgenden erwähnt: Chronisches, sich generalisierendes Schmerzsyndrom (nicht ausreichend somatisch abstützbar, krankheitsfremde Faktoren, Polyarthralgien axialer Gelenke und des linken Knie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gelenkes, Bauchbeschwerden), Nikotinkonsum von circa 7 pack </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">years</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, anamnes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tisch Reizmagen-Syndrom sowie Beschwerden gemäss Angaben zur persönlichen Anamnese. In seiner Beurteilung hielt Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> im Wesentlichen fest, in der klini</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen Untersuchung hätten eine schmerzvermittelnde Mimik und Gestik, diffuse Druckschmerzen, diffuse Bewegungsschmerzen im Bereich der Wirbelsäule und des linken Kniegelenkes und, abgestützt auf objektivierbare Befunde, ein weit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gehend normaler Habitus imponiert (Urk. 11/52/6). Selbst der Hausarzt der Beschwerdeführerin, med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pract</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Facharzt FMH für Allgemein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">medizin, hatte überdies am 16. September 2016 zur Auskunft gegeben, eine 100%ige Arbeitsfähigkeit sollte bei klinisch fehlenden somatischen Befunden vorstellbar sein (Urk. 11/44; vgl. ausserdem auch Urk. 11/43).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach den beiden Unfällen zu Hause – die Beschwerdeführerin gab an, am 21. De</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zember 2017 auf ein Spielzeugauto getreten und nach hinten gestürzt zu sein, sodass sie mit der unteren Lendenwirbelsäule und dem Becken gegen eine holz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">harte Kante des Sofas geprallt sei (vgl. z.B. Urk. 11/61/3), und am 13. August 2018 in der Dusche ausgerutscht und durch die Glasscheibe gefallen zu sein (vgl. z.B. Urk. 11/61/7) – wurde der Beschwerdeführerin von den behandelnden Ärzten keine längerdauernde Arbeitsunfähigkeit attestiert (vgl. Urk. 11/61, Urk. 11/71). Der Hausarzt med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pract</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> gab in seinem Bericht vom 19. Juli 2019 an, es bestünden keine Funktionseinschränkungen. Für eine Eingliederung bestehe ein Potential von circa 4 Stunden pro Tag (50 %), die Beschwerdeführerin wirke psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chisch labil (Urk. 11/71/6 f.). Am 17. Februar 2022 gab die Beschwerdeführerin schliesslich telefonisch zur Auskunft, über keine Arbeitsunfähigkeitszeugnisse (mehr) zu verfügen, da ihr Hausarzt der Meinung sei, es bestehe keine Notwen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">digkeit dazu. Zudem sei sie ausgesteuert (Urk. 11/79). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In somatischer Hinsicht lässt sich gestützt auf die vorgenannten Akten keine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes feststellen. Es besteht nach wie vor keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (vgl. auch den Hinweis der RAD-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ärztin vom 16. September 2021, wonach somatische Diagnosen mit lang</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dauernder Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit in der internistisch-rheumato</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">logischen Begutachtung nicht festgestellt und auch im Verlauf nicht gesehen worden seien [Urk. 11/119/3]), was von der Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde denn auch nicht in Frage gestellt wurde. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin ging bei Erlass der Verfügung vom 4. Mai 2017 (Urk. 11/56) nicht vom Vorliegen einer psychischen Beeinträchtigung aus, da dies weder von der Beschwerdeführerin geltend gemacht worden war noch sich aus den eingeholten ärztlichen Berichten ergab.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> verneinte in seinem Gutachten vom 14. Januar 2022 (Urk. 11/112/12) das Vorliegen einer Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Als Dia</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er einen Zustand nach Polytoxikomanie (ICD-10 F19.20), seit 10 Jahren abstinent (vor allem Kokain und Alkohol), sowie eine Nikotinabhängigkeit (ICD-10 F17.25). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> gab zum psychiatrischen Befund an, die Beschwerdeführerin sei ordentlich gepflegt, bewusstseinsklar und allseits orientiert. Die Gedächtnis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">funktionen, das Konzentrationsvermögen, die Merkfähigkeit und die Aufmerk</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">samkeit schienen unauffällig. Im formalen Denken sei sie geordnet, ohne Hinweise auf Gedankeneinengung, Gedankengrübeln, Phobien oder Zwänge. Es ergäben sich keine Hinweise auf Wahnideen, Halluzinationen oder Ich-Störun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">gen. Im Affekt wirke die Beschwerdeführerin leicht bedrückt, jedoch nicht depressiv, innerlich angespannt und leicht affektlabil. Die affektive Schwin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">gungsfähigkeit und der Elan Vitae seien erhalten, affektiv sei sie knapp moduliert, ein affektiver Rapport sei gut herstellbar. Antrieb und Motorik seien unauffällig (Urk. 11/112/10).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Des Weiteren führte der Gutachter aus, die Frühkindheit der Beschwerdeführerin sei ohne gravierende traumatische Ereignisse gewesen und damit ergäben sich keine Hinweise auf die Bildung von schwerwiegenden strukturellen Persönlich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">keitsdefiziten im Sinne einer Persönlichkeitsstörung in der frühen Kindheit. Allerdings könne bei der Beschwerdeführerin – nach der Trennung ihrer Eltern und existenzbedingter Abwesenheit ihrer Mutter tagsüber – von einer doch leich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ten emotionalen Verwahrlosung ausgegangen werden, die bei ihr während der Pubertätszeit zur Akzentuierung der emotional instabilen Persönlichkeitszüge, Leistungsschwankungen und Ausbruch einer schweren Störung des Sozialver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">haltens und der Emotionen, einer Somatisierungsstörung und einer Polytoxi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">komanie geführt hätten. Deswegen sei die Beschwerdeführerin während der Pubertätszeit soziotherapeutisch (in einer betreuten Wohngruppe) und psychiat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">risch-psychotherapeutisch vom 14. August 2001 bis 6. Dezember 2001 behandelt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">worden. Seitdem sei sie bis am 13. Mai 2020 weder psychologisch noch psychia</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">trisch behandelt worden. Sie habe sogar sehr starke Persönlichkeitsressourcen gezeigt, als sie 2014 vor der Geburt des ersten Kindes ohne fachliche Unterstüt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">zung das Polytoxikomanie-Problem (abgesehen von der Nikotinabhängigkeit) gelöst habe und seitdem cannabis- und kokainabstinent geblieben sei. Die Beschwerdeführerin habe im Erwachsenenalter ein unauffälliges Leistungsniveau aufgezeigt, inklusive unauffälliger Arbeitsfähigkeit bis zur Geburt ihres ersten Sohnes sowie eines unauffälligen Leistungsniveaus seit 2014 im Haushalt, bei der Betreuung der Kinder und bei der Gestaltung der Alltagsaktivitäten. Dazu ergäben sich im Erwachsenenalter (ohne Einfluss von psychotropen Substanzen) keine Hinweise auf ein anhaltend auffälliges Verhaltensmuster bezüglich der Kognitio</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">nen, Wahrnehmungen und sozialen Interaktionen sowie keine Hinweise auf anhaltende Störungen der Affekt- und Impulskontrolle. Dazu pflege die Beschwerdeführerin eine schon länger bestehende Partnerschaft und auch eine sehr enge Beziehung zur Mutter des Partners, womit schwerwiegende strukturelle Störungen der sozialen Interaktionen ganz klar ausgeschlossen werden könnten. Es könne höchstens von akzentuierten emotional-instabilen Persönlichkeitszügen ausgegangen werden, aber nicht von schwerwiegenden strukturellen Persönlich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">keitsdefiziten im Sinne einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung. Die im Bericht der behandelnden Ärzte dokumentierten unauffälligen Alltagsaktivitäten bei fehlendem Bedarf nach einer regelmässigen antidepressiven psychopharma</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">kologischen Behandlung sowie fehlender dokumentierter depressiver Phasen in behandlungsbedürftigem Ausmass von 2001-2020 würden auch die postulierte rezidivierende depressive Störung ausschliessen, was die objektiv erhobenen psychiatrischen Befunde ohne depressive Zeichen anlässlich der Exploration vom 29. Dezember 2021 zusätzlich bestätigten. Damit könnten bei der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">führerin sämtliche psychischen Störungen aus dem organischen, psychotischen und affektiven Formenkreis sowie jedweder Art einer Persönlichkeitsstörung oder einer andauernden Persönlichkeitsänderung klar ausgeschlossen werden. Es könne indessen von zum Teil widersprüchlichen Angaben bezüglich des Fami</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">lienlebens ausgegangen werden. Aktenmässig habe die Beschwerdeführerin den invaliden Ehemann und dessen Mutter als Belastung angegeben, anlässlich der Exploration vom 29. Dezember 2021 habe sie diese aber vordergründig als eine Unterstützung bei der Kinderbetreuung und Haushaltsführung angegeben, womit von inkonsistenten Aussagen ausgegangen werden könne. Allerdings liesse die schwere Erziehbarkeit der Söhne auf eine psychosoziale Belastung schliessen, wobei das bisherige Leistungsniveau der Beschwerdeführerin und die von ihr geschilderte Unterstützung vom Lebenspartner und dessen Mutter auf genügend Ressourcen hindeuteten, sich mit der schwierigen Familiensituation funktional auseinanderzusetzen. Abgesehen von längerer Arbeitslosigkeit auf dem freien Wirtschaftsmarkt bestünden keine weiteren Eingliederungshindernisse. Es könne keine Einschränkung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Arbeitsfähigkeit, weder auf dem freien Wirtschaftsmarkt noch für die Haushaltstätigkeiten, attestiert werden (Urk. 11/112/13 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Entgegen der von der Beschwerdeführerin vertretenen Auffassung vermag das Gutachten von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in allen Teilen zu überzeugen. Es beruht auf sorgfäl</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tigen und allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die beklagten Beschwerden und ist in Kenntnis der relevanten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorakten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> abgegeben worden. Die Beurteilung ist schlüssig und nachvollziehbar. Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> setzte sich eingehend mit den Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schätzungen der behandelnden Ärzte auseinander und zeigte auf, weshalb diesen nicht zu folgen ist (Urk. 11/112/13-15). Er begründete sodann unter Berücksich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tigung der Standardindikatoren </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(BGE 141 V 281 E. 4.3.1), weshalb keine Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit vorliege. Im Vordergrund steht dabei, dass Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keine Befunde erheben konnte, welche die von den behandelnden Ärzten gestellten Diagnosen (Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode [ICD-10 F33.1], Emotional instabile Persönlichkeitsstörung, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Borderline</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Typ [ICD-10 F60.31] und Panikstörung, episodisch paroxysmale Angst [ICD-10 F41.0]; Urk. 11/88/4) bestätigen konnten, was er ausführlich und nachvollziehbar be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gründete (Urk. 11/112/13 f.). Er wies sodann darauf hin, dass die erhobenen Untersuchungsbefunde bzw. fehlenden psychopathologischen Befunde mit den anamnestischen Angaben bezüglich des Aktivitätsniveaus der Beschwerdeführe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rin nur teilweise übereinstimmten. Des Weiteren sei eine regelmässige antide</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pressive psychopharmakologische Behandlung nie etabliert, und es sei eine ersichtliche Verdeutlichungstendenz festgestellt worden (Urk. 11/112/15). Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> liess die Schwierigkeiten, welche die Beschwerdeführerin in der Kind</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heit/Jugend zu gewärtigen hatte, keineswegs ausser Acht, wies aber zu Recht darauf hin, dass sie im Erwachsenenalter ein unauffälliges Leistungsniveau ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zeigt habe. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bezüglich der abweichenden Einschätzung der behandelnden Ärzte ist darauf hinzuweisen, dass diese (seien dies Hausärzte oder spezialärztlich behan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">delnde </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Medizinalpersonen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) erfahrungsgemäss im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher zugunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (Urteile 8C_420/2018 vom 13. März 2019 E. 6.5; 8C_609/2017 vom 27. März 2018 E. 4.3.3; je mit Hinweisen). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4) lässt es rechtsprechungsgemäss nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen bezie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hungsweise Therapeuten zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil diese wichtige – und nicht rein subjektiver Interpretation entspringende – Aspekte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">benennen, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (BGE 135 V 465 E. 4.5). In den Berichten der behandelnden Ärzte finden sich keine Aspekte, die Zweifel an der Einschätzung von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aufkommen lassen würden. Vielmehr scheinen sich die behandelnden Ärzte primär auf die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin gestützt und ihren Schilderungen zur Vorgeschichte bei der Diagnosestellung ein stärkeres Gewicht verliehen zu haben als Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Dass die Beschwerdeführerin in sämtlichen Bereichen voll</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ständig eingeschränkt sein soll, lässt sich denn auch nicht nachvollziehen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Auf das beweiskräftige Gutachten von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ist somit abzustellen. An der Beweiskraft ändert auch die im Beschwerdeverfahren aufgelegte Stellungnahme der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 6. Juli 2022 nichts. Darin wurde im Wesentlichen die bereits be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kannte ärztliche Einschätzung wiederholt. Es wurden aber keine Befunde genannt, welche die gestellten Diagnosen stützen könnten – abgesehen von den anamnestisch erhobenen Befunden, auf welche angesichts der festgestellten Inkonsistenzen in den Angaben der Beschwerdeführerin nicht abgestellt werden kann. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten lässt sich auch in psychiatrischer Hinsicht keine wesentliche Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse feststellen. Gemäss gutachterlicher Beurteilung ist der Beschwerdeführerin sowohl die bisherige Tätigkeit als auch jede andere Tätigkeit auf dem freien Wirtschaftsmarkt, welche ihrem Bildungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">niveau entspricht, zumutbar (Urk. 11/112/15). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da kein Revisionsgrund vorliegt, ist auch kein Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG) vorzunehmen (Urteil des Bundesgerichts 8C_719/2020 vom 7. April 2021 E. 9). In diesem Sinne erübrigen sich Weiterungen zu den Vorbringen der Beschwerdeführerin betreffend das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Valideneinkommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Dennoch sei angefügt, dass nicht belegt ist, dass die Beschwerdeführerin invaliditätsbedingt keine be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rufliche Ausbildung absolvieren konnte, wie sie dies selbst vorbringt (Urk. 1 S. 7). Anlässlich des Standortgesprächs vom 15. Mai 2019 hatte sie selbst angegeben, sie habe im Lehrlingsheim </span><span id="_Hlk159578066"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eine Ausbildung zur Bäckerin/Konditorin angefangen, an ihrem 18. Geburtstag jedoch alles abgebrochen und sei nach Winterthur gezogen und habe dort im </span><span id="_Hlk159578144"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">F.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gearbeitet (Urk. 11/64/2; vgl. auch Urk. 11/30/3 und Urk. 11/66/1). Bei der am 19. März 2004 abgebrochenen Lehre handelte es sich – wie sich den Akten entnehmen lässt (vgl. insbesondere die Verfügung vom 24. Juni 2003, gemäss welcher der Berufsberatungsauftrag der IV-Stelle beendet worden war [Urk. 11/12]) – nicht um eine von der Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung unterstützte Ausbildung.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Ein Feststellungsinteresse bezüglich des Antrags Ziff. 3 der Beschwerde («Es sei festzustellen, dass ein grundsätzlicher Anspruch auf berufliche Massnahmen be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">steht» [Urk. 1 S. 1]) ist zwar zu verneinen. Dennoch kann festgehalten werden, dass die Beschwerdeführerin in ihrer Arbeitsfähigkeit seit dem Erwachsenenalter nicht mehr eingeschränkt ist, und sie die Möglichkeit gehabt hätte, eine Ausbil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">dung zu absolvieren. Mangels aktueller Arbeitsunfähigkeit besteht sodann kein Anspruch auf berufliche Massnahmen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist, ist das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tig (Art. 61 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">f</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ATSG). Gemäss Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG ist das Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">verfahren bei Streitigkeiten über IV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Leistungen vor dem kantonalen Versiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungsgericht kostenpflichtig; die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200-1'000 Franken festgelegt. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin beantragte die Gewährung der unentgeltlichen Prozess</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führung. </span><span id="VV111"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraussetzungen für die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos und die Partei bedürftig ist (Art. 29 Abs. 3 BV; BGE 135 I 1 E. 7.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_686/2020 vom 11. Januar 2021 E. 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Bedürftigkeit der Beschwerdeführerin ist nach Lage der Akten ausgewiesen (Urk. 4 und Urk. 5/1-3). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Das Begehren kann trotz Abweisung der Beschwerde nicht als von Prozessbeginn an als klar aussichtslos bezeichnet werden. Damit sind die Voraussetzungen nach § 16 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">rungsgericht (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">) erfüllt und der Beschwerdeführerin ist entsprechend ihrem Gesuch vom 24. Juni 2022 (Urk. 1) die unentgeltliche Prozessführung zu gewäh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ren. Dabei ist sie auf ihre Nachzahlungspflicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> § 16 Abs. 4 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> hinzuweisen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Verfahrenskosten sind auf Fr. 700.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessfü</span><span id="CURSOR"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hrung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht beschliesst:</span></p><p class="Standard Dispotext"><br/></p><p class="Standard Dispotext"><span class="Standard Dispotext">In Bewilligung des Gesuches vom 24. Juni 2022 wird der Beschwerdeführerin die unent</span><span class="Standard Dispotext">geltliche Prozessführung bewilligt,</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">und erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">700</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">kasse genommen. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdeführerin wird</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">GSVGer</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> hingewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Pro Infirmis Zürich</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei</span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>VogelSherif</p><p></p></div> </div></body></html>