<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">AL.2009.00214</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <font size="4">I. Kammer</font><br/> <font size="4">Sozialversicherungsrichterin Grünig, </font> <p><font size="4">Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter,</font> </p><p><font size="4">Sozialversicherungsrichter Spitz</font> </p><p><font size="4">Gerichtsschreiberin von Streng</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Urteil vom 31. März 2011</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">X.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdeführer</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">vertreten durch Rechtsanwalt Yves Blöchlinger</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Advokaturbüros Metzger Wüst Blöchlinger Figi</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Seefeldstrasse 62, 8008 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Brunngasse 6, Postfach, 8405 Winterthur</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Unter Hinweis darauf, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die H.___ N.___ AG mit X.___ (als Arbeitnehmer) am 7. Januar 2008 einen schriftlichen Arbeitsvertrag abschloss (Urk. 8/2), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass im Arbeitsvertrag unter dem Titel "Tätigkeitsbereich" festgestellt wurde, X.___ werde als Geschäftsführer der H.___ P.___ AG angestellt (Urk. 8/2), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass im Weiteren u.a. festgehalten wurde, das Arbeitsverhältnis beginne am 1. März 2008 (Urk. 8/2), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass X.___ vertragsgemäss ab 1. März 2008 als Geschäftsführer der H.___ P.___ AG tätig war (Urk. 8/30), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die H.__ N.___ AG mit Schreiben vom 9. April 2008 den Arbeitsvertrag mit X.___ aus wirtschaftlichen Gründen (unter Beachtung einer sechsmonatigen Kündigungsfrist) auf den 31. Oktober 2008 kündigte (Urk. 8/22), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass X.___ gleichentags seine Arbeit niederlegte, da er bisher trotz schriftlicher Mahnung noch keine Lohnzahlung erhalten hatte (Urk. 8/28, Urk. 8/30), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass er zugleich die Betreibung gegen die H.___ N.___ AG einleitete und Lohnforderungen für die Zeit vom 1. März bis 31. Oktober 2008 geltend machte, worauf kein Rechtsvorschlag erhoben wurde (Urk. 8/18), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass Fredy Koechli ab 10. April 2008 Taggelder der Arbeitslosenversicherung bezog (Urk. 8/7), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass am 4. August 2008 über die H.___ N.___ AG der Konkurs eröffnet wurde, das Konkursverfahren in der Folge mangels Aktiven eingestellt und die Gesellschaft gelöscht wurde (Urk. 8/35/2), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass X.___ am 7. August 2008 die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich um Ausrichtung einer Insolvenzentschädigung für seine noch offene Lohnforderung gegenüber der H.___ N.___ AG für die Zeit vom 1. März bis 9. April 2008 in der Höhe von Fr. 21'099.-- (einschliesslich Anteil 13. Monatslohn, Ferienanspruch und Zulagen) ersuchte (Urk. 8/30), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die Arbeitslosenkasse mit Verfügung vom 11. November 2008 und bestätigendem Einspracheentscheid vom 16. Juli 2009 einen Anspruch X.___'s auf Insolvenzentschädigung verneinte, da er seinen Lohnanspruch nicht glaubhaft gemacht habe (Urk. 2, Urk. 8/38), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass er dagegen am 11. September 2009 Beschwerde erheben und seinen im Verwaltungsverfahren gestellten Antrag auf Insolvenzentschädigung erneuern liess (Urk. 1), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die Arbeitslosenkasse am 14. Oktober 2009 auf Abweisung der Beschwerde schloss (Urk. 6) und der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 23. Oktober 2009 auf eine Replik verzichtete (Urk. 11), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">in Erwägung,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die Arbeitslosenkasse die massgeblichen gesetzlichen Bestimmungen korrekt zitiert hat und darauf verwiesen wird (Urk. 2, Urk. 8/38), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die Arbeitslosenkasse im angefochtenen Einspracheentscheid vom 16. Juli 2009 feststellte, der Beschwerdeführer habe nicht glaubhaft gemacht, dass er vom 1. März bis 9. April 2008 bei der H.___ N.___ AG angestellt gewesen sei und ihm deshalb für diese Zeit noch offene Lohnforderungen gegenüber dieser Gesellschaft zustünden (Urk. 2), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass feststeht, dass der Beschwerdeführer mit der H.___ N.___ AG am 7. Januar 2008 einen gültigen Arbeitsvertrag abschloss,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass er seine Arbeit vertragsgemäss vom 1. März bis 9. April 2008 leistete, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass ihm deshalb eine Lohnforderung für die Zeit vom 1. März bis 9. April 2008 gegenüber der H.___ N.___ AG zustand, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die gegenteilige Meinung der Arbeitslosenkasse aktenwidrig ist und ihr daher nicht gefolgt werden kann, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die Arbeitslosenkasse im Übrigen zwar richtig festgestellt hat, dass die H.___ N.___ AG den Beschwerdeführer vertragsgemäss nicht in ihrem eigenen Betrieb als Geschäftsführer einsetzte, sondern im Betrieb der H.___ P.___ AG, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass dadurch jedoch, entgegen der Meinung der Arbeitslosenkasse, kein Arbeitsvertrag zwischen dem Beschwerdeführer und der H.___ P.___ AG entstand und der Arbeitsvertrag zwischen dem Beschwerdeführer und der H.___ N.___ AG nach wie vor Gültigkeit hatte, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass der Beschwerdeführer seinen Lohnanspruch gegenüber der H.___ N.___ AG für die Zeit vom 1. März bis 9. April 2008 mithin glaubhaft gemacht hat,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass sein Anspruch auf Auszahlung der Insolvenzentschädigung für diese Zeit damit gegeben ist, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass es Sache der Arbeitslosenkasse sein wird, die Höhe der dem Beschwerdeführer zustehenden Insolvenzentschädigung für die Zeit vom 1. März bis 9. April 2008 festzusetzen, und sie dabei davon auszugehen hat, dass der ordentliche Monatslohn laut Arbeitsvertrag Fr. 12'500.-- betrug,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass der angefochtene Einspracheentscheid vom 16. Juli 2009 damit aufzuheben und die Sache an die Arbeitslosenkasse zurückzuweisen ist, damit sie im Sinne der Erwägungen verfahre, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die Beschwerde daher gutzuheissen ist, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass der Beschwerdeführer gestützt auf § 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat, welche unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 1'900.-- festzusetzen ist, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">erkennt das Gericht:</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheentscheid vom 16. Juli 2009 aufgehoben, und es wird festgestellt, dass der Beschwerdeführer Anspruch auf Insolvenzentschädigung hat. Im Übrigen wird die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie im Sinne der Erwägungen verfahre. </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Das Verfahren ist kostenlos.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung von Fr. 1'900.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Rechtsanwalt Yves Blöchlinger</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Staatssekretariat für Wirtschaft seco</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- AWA Amt für Wirtschaft und Arbeit</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">5. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p></div></body></html>