Verordnung vom 28. Juni 1949 über die Förderung der Heimarbeit <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1949/543_546_548/20130101/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1949/543_546_548/20130101"/><FRBRdate date="1949-06-28" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1949-07-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2013-01-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="822.321"/><FRBRname xml:lang="de" value="Verordnung vom 28. Juni 1949 über die Förderung der Heimarbeit" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Ordinanza del 28 giugno 1949 sul promovimento del lavoro a domicilio" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Ordonnance du 28 juin 1949 sur l'encouragement du travail à domicile" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1949/543_546_548/20130101/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1949/543_546_548/20130101/de"/><FRBRdate date="1949-06-28" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1949-07-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2013-01-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1949/543_546_548/20130101/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1949/543_546_548/20130101/de/xml"/><FRBRdate date="1949-06-28" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1949-07-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2013-01-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>822.321 </docNumber></p><p><docTitle>Verordnung <br/>über die Förderung der Heimarbeit<inline name="man-font-weight-normal"><sup><authorialNote><p> Fassung gemäss Art. 14 Abs. 2 der Heimarbeitsverordnung vom 20. Dez. 1982, in Kraft seit 1. April 1983 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1983/114_114_114" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1983</b> 114</ref>).</p></authorialNote></sup></inline></docTitle></p><p>vom 28. Juni 1949 (Stand am 1. Januar 2013)</p></preface><preamble><p>Der Schweizerische Bundesrat,</p><p>gestützt auf den Bundesbeschluss vom 12. Februar 1949<authorialNote><p> [<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1949/540_543_545" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1949</b> 540</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2012/72" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2012</b> 493</ref>]</p></authorialNote><br/>über die Förderung der Heimarbeit (im folgenden Bundesbeschluss genannt),</p><p>verordnet:</p></preamble><body><level eId="lvl_I"><num>I. </num><heading>Heimarbeit</heading><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><paragraph eId="art_1/para_1"><num>1</num><content><p> Als Heimarbeit im Sinne des Bundesbeschlusses gilt jede gewerbliche und industrielle Hand- und Maschinenarbeit, die Heimarbeitnehmer allein, mit ihren Familienangehörigen oder in Zusammenarbeit mit andern gleichgestellten Heimarbeitnehmern in ihren Wohnungen oder andern von ihnen bestimmten Arbeitsräumen gegen Lohn ausführen.<authorialNote><p> Fassung gemäss Art. 14 Abs. 2 der Heimarbeitsverordnung vom 20. Dez. 1982, in Kraft seit 1. April 1983 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1983/114_114_114" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1983</b> 114</ref>). </p></authorialNote></p></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_2"><num>2</num><content><p> In die Massnahmen des Bundes zur Förderung der Heimarbeit können die Herstellung von Gebrauchsgegenständen für den Eigenbedarf und die Ausführung von gewerblichen und industriellen Verrichtungen in einem vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Arbeitsraum einbezogen werden, insbesondere sofern sie der Hebung der Existenzverhältnisse der ländlichen und vor allem der Gebirgsbevölkerung dienen.</p></content></paragraph></article></level><level eId="lvl_II"><num>II. </num><heading>Allgemeine Massnahmen</heading><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><paragraph eId="art_2/para"><content><p>Die Anordnung und Durchführung der allgemeinen Massnahmen gemäss Artikel 2 des Bundesbeschlusses fallen in die Zuständigkeit des Bundesamtes für Industrie, Gewerbe und Arbeit (im folgenden Bundesamt genannt), das einzelne Aufgaben der Schweizerischen Zentralstelle für Heimarbeit (im folgenden Zentralstelle genannt) übertragen kann.</p></content></paragraph></article></level><level eId="lvl_III"><num>III. </num><heading>Bundesbeiträge</heading><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><heading>Beitragsgesuche</heading><paragraph eId="art_3/para_1"><num>1</num><content><p> Die Beitragsgesuche haben die erforderlichen Angaben über die Bestrebungen zur Förderung der Heimarbeit, für die ein Beitrag nachgesucht wird, und über die Leistungen von dritter Seite zu enthalten; ferner sind den Gesuchen ein Voranschlag sowie gegebenenfalls die Abrechnung über das abgelaufene Geschäftsjahr beizulegen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_2"><num>2</num><content><p> Gesuchsteller, die Heimarbeit ausgeben, haben ausserdem die erforderlichen Angaben über die Lohn- und Arbeitsbedingungen zu machen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><heading>Einreichung der Gesuche</heading><paragraph eId="art_4/para_1"><num>1</num><content><p> Gemeinden sowie kantonale und lokale private Organisationen und Unternehmungen reichen ihre Gesuche bei der zuständigen kantonalen Amtsstelle ein, die sie mit ihrem Gutachten und Antrag an das Bundesamt weiterleitet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>2</num><content><p> Kantonale Amtsstellen und Institutionen, die vom Kanton mit der Förderung der Heimarbeit beauftragt sind, können ihre Gesuche direkt beim Bundesamt einreichen; dasselbe gilt für schweizerische und interkantonale private Organisationen und Unternehmungen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_3"><num>3</num><content><p> Beitragsgesuche für das laufende Jahr sind jeweils spätestens bis zum 1. Juni und solche für einmalige Massnahmen vor deren Inangriffnahme einzureichen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><heading>Entscheid und Bemessung</heading><paragraph eId="art_5/para_1"><num>1</num><content><p> Das Bundesamt entscheidet im Rahmen der zur Verfügung gestellten Kredite und unter Berücksichtigung der Bedeutung der Bestrebungen über die Beitragsgesuche. Es kann sie durch die Zentralstelle oder durch Sachverständige begutachten lassen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_2"><num>2</num><content><p> Vom Erfordernis der mindestens gleich hohen Leistungen Dritter kann ausnahmsweise Umgang genommen werden, wenn es sich um schweizerische und interkantonale gemeinnützige Organisationen oder um Massnahmen zugunsten von Gebirgsgegenden handelt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><heading>Auflagen</heading><paragraph eId="art_6/para_1"><num>1</num><content><p> Die Gewährung von Beiträgen kann mit der Auflage verbunden werden, dass die Weisungen des Bundesamtes bei der Durchführung der Massnahmen, für die ein Bundesbeitrag nachgesucht wurde, befolgt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_2"><num>2</num><content><p> Werden die Beiträge durch Vermittlung der zuständigen kantonalen Amtsstelle ausbezahlt, so hat diese darüber zu wachen, dass die damit verbundenen Auflagen erfüllt werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><heading>Berichterstattung und Auskunftspflicht</heading><paragraph eId="art_7/para"><content><p>Die Beitragsempfänger haben dem Bundesamt nach dessen Weisungen periodisch, und im Fall von einmaligen Massnahmen nach Durchführung derselben, Bericht zu erstatten und Rechnung abzulegen. Sie haben dem Bundesamt alle weitern erforderlichen Auskünfte zu erteilen, im Fall der Ausgabe von Heimarbeit namentlich auch über die Lohn- und Arbeitsbedingungen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><heading>Auszahlung der Beiträge</heading><paragraph eId="art_8/para_1"><num>1</num><content><p> Die Beiträge werden nach Erfüllung der Bestimmungen von Artikel 7 und auf Grund von Abrechnungen mit Belegen ausgerichtet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_2"><num>2</num><content><p> Liegen besondere Verhältnisse vor, so können ausnahmsweise auf Grund des Voranschlages Vorschüsse gewährt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_3"><num>3</num><content><p> Die Auszahlung erfolgt in der Regel an den Kanton zuhanden der Gesuchsteller. An schweizerische und interkantonale Organisationen werden die Bundesbeiträge direkt ausbezahlt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><heading>Entzug und Einstellung der Bundesbeiträge</heading><paragraph eId="art_9/para_1"><num>1</num><content><p> Werden die Behörden durch unrichtige Angaben oder durch Unterdrückung von Tatsachen irregeführt, wird eine solche Irreführung versucht, werden Auflagen gemäss Artikel 6 nicht erfüllt oder die Vorschriften des Bundesbeschlusses und dieser Verordnung verletzt, so kann die Zusicherung des Bundesbeitrages rückgängig gemacht oder ein bereits ausgerichteter Beitrag zurückgefordert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_2"><num>2</num><content><p> Dasselbe gilt für den Fall, dass Beitragsempfänger, welche Heimarbeit ausgeben, Verordnungen über Mindestlohnfestsetzungen oder allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsverträgen und Lohntarifen zuwiderhandeln.</p></content></paragraph></article></level><level eId="lvl_IV"><num>IV. </num><heading>Vollzug und Inkrafttreten</heading><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><paragraph eId="art_10/para_1"><num>1</num><content><p> Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung<authorialNote><p> Die Bezeichnung der Verwaltungseinheit wurde in Anwendung von Art. 16 Abs. 3 der Publikationsverordnung vom 17. Nov. 2004 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2015/670" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>170.512.1</b></ref>) auf den 1. Jan. 2013 angepasst.</p></authorialNote> und das Bundesamt sind mit dem Vollzug dieser Verordnung beauftragt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_2"><num>2</num><content><p> Diese Verordnung tritt am 1. Juli 1949 in Kraft.</p></content></paragraph></article></level></body></act></akomaNtoso>