Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 10. März 2016 (720 15 383) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Auf das vorliegende medizinische Gutachten kann abgestellt werden. Der Beschwerde- führer weist auch im Lichte der massgebenden Indikatoren (BGE 141 V 281 ff.) keine re- levante Leistungsbeeinträchtigung auf; Kürzung der Parteikosten Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Yve s Thommen, Kantonsrich- ter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber i.V. Marcel Czaja Parteien A.____ , Beschwerdeführer , vertreten durch Denis G. Giovannelli , Rechtsanwalt und Notar, Baarerstrasse 34, Postfach, 6300 Zug gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A1. Der 1974 geborene A.____ war vom 1. April 1999 bis 30. September 2000 als Office- Mitarbeiter bei der B.____ AG tätig. Am 2. Mai 2001 (Eingang) meldete er sich mit Hinweis auf eine Krankheit bei der Invalidenversicherung (IV) z um Leistungsbezug an. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse lehn te die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV- Stelle) mit Verfügung vom 5. Juni 2003 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 30% einen Ren- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht tenanspruch ab. Die dagegen erhobene Einsprache zog A.____ zurück, sodass die Einsprache als gegenstandslos abgeschrieben wurde. Danach war A.___ _ teils bei diversen Arbeitgebern tätig, teils nicht erwerbstätig. Mit Gesuch vom 15. Apr il 2005 (Eingang) meldete er sich erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an. Mangels Glaubh aftmachung eines verschlechterten Gesundheitszustandes trat die IV-Stelle mit Schreiben v om 10. Mai 2005 auf das Gesuch nicht ein. A2. Am 29. November 2011 meldete sich A.____ unter Hi nweis auf Rückenbeschwerden und einen Nervenzusammenbruch wiederum bei der IV-Stelle an und reichte nachträglich einen Verlaufsbericht seines behandelnden Psychiaters Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie und Psy- chotherapie, vom 31. März 2012 ein. In der Folge klärte die IV-Stelle die gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse ab. Nach durchgeführtem Vorb escheidverfahren lehnte die IV-Stelle mit Verfügung vom 5. September 2013 das Rentengesuch v on A.____ bei einem IV-Grad von 0% ab. A3. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten du rch Advokat Erik Wassmer, am 9. Oktober 2013 Beschwerde beim Kantonsgeri cht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die Ausrichtung einer ganzen Invalidenre nte; dies unter o/e-Kostenfolge. Mit Urteil vom 6. Februar 2014 (Verfahrensnummer 720 13 2 90) wurde die Beschwerde abgewie- sen und die Verfügung vom 5. September 2013 bestätigt. Diese erwuchs in der Folge unange- fochten in Rechtskraft. A4. Mit Gesuch vom 2. Juni 2014 (Eingang) meldete sich A. ____ wegen Verschlechterung seines Gesundheitszustandes erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an, wobei er auf multiple Beschwerden hinwies. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhält- nisse und durchgeführtem Vorbescheidverfahren lehnte di e IV-Stelle mit Verfügung vom 11. November 2015 das Begehren ab. B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, nunmehr vertre ten durch Denis G. Giovanelli, Rechtsanwalt und Notar, am 14. Dezember 2015 Beschwerde beim Kantonsge- richt. Er beantragte, es sei die Verfügung der IV-Ste lle aufzuheben und ihm mindestens eine unbefristete halbe Invalidenrente auszurichten. Eventual iter sei die Angelegenheit an die Vor- instanz zurückzuweisen mit der Massgabe, gestützt auf ein Ober gutachten neu zu verfügen; alles unter o/e-Kostenfolge. Zudem beantragte er, da ss ihm die unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung mit Rechtsanwalt Giovanelli als Rechtsvertreter zu bewilligen sei. C. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 17. Dezember 2015 bewilligte die instruierende Gerichtspräsidentin dem Beschwerdeführer für das vorlie gende Verfahren die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit Rechtsanwalt Giovanelli als Rechts- vertreter. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht D. In ihrer Vernehmlassung vom 13. Januar 2016 beantr agte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde unter Verweis auf die beigelegten Akten sowie das am 6. Februar 2014 ergan- gene Urteil des Kantonsgerichts. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV- Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf d ie im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist demnach einzutreten. 2.1 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers macht vorab in prozessualer Hinsicht gel- tend, der Anspruch auf rechtliches Gehör sei dadurch u nheilbar verletzt worden, dass die IV- Stelle einen Bericht des Regionalen Ärztlichen Dienstes ( RAD), den sie nach Eingang des Ein- wandes im vorgelagerten Vorbescheidverfahren eingeholt habe, dem Beschwerdeführer vor Erlass der angefochtenen Verfügung nicht zugestellt habe. 2.2. Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen hat in einem Entscheid, welcher vom Bundesgericht mit Urteil vom 5. August 2011, 9C_436/201 1, bestätigt wurde, festgehalten, Be- richte des RAD im Sinne von Art. 49 Abs. 3 der Verordnu ng über die Invalidenversicherung (IVV) müssten dann der betroffenen Partei nicht zur Ste llungnahme vor Verfügungserlass un- terbreitet werden, wenn es um eine blosse "Beweiswürdig ung" der medizinischen Aktenlage zuhanden der Verfügungsinstanz gehe. Die Stellungnahme gehöre dann zur Verfügungsbe- gründung. Sei der ärztliche RAD-Bericht aber als eige nes Beweismittel zu werten bzw. gehöre er in diesem Sinn zur medizinischen Abklärung, so sei der Bericht wie ein anderes Beweismittel bzw. Abklärungsergebnis vorgängig den Parteien zu unterb reiten (Entscheid des Versiche- rungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. April 2011, IV 2009/280). Im vorliegenden Fall sind die Berichte des RAD vom 15. Juni 2015 und 29. Okto ber 2015 als Stellungnahmen zu betrachten. Diese Berichte nehmen lediglich aus medizini scher Sicht Stellung zu den Einwän- den des Beschwerdeführers; ihnen liegt keine eigentlich e medizinische Abklärung zugrunde. Sie sind daher nicht als Beweismittel zu qualifizieren. F olglich stellt die fehlende Zustellung der RAD-Berichte an den Beschwerdeführer vor Erlass der Ver fügung keine Verletzung des rechtli- chen Gehörs dar. 3. In materieller Hinsicht ist strittig und zu prüfen, ob die IV-Stelle einen Rentenleistungs- anspruch des Beschwerdeführers zu Recht verneint hat. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittli ch mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähig keit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in e inem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Diese Legaldefinition stimmt i m Wesentlichen mit dem Begriff der Ar- beitsunfähigkeit überein, wie ihn die Rechtspraxis vor dem Inkrafttreten des ATSG entwickelt hatte (vgl. etwa BGE 129 V 53 E. 1.1 in fine mit Hi nweisen). Die bis zum 31. Dezember 2002 ergangene diesbezügliche Rechtsprechung des damaligen Eidgenössischen Versicherungsge- richts (EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abtei lungen) bleibt folglich weitestgehend anwendbar (BGE 130 V 345 E. 3.1.1). 3.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussicht lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie k ann im IV-Bereich Folge von Geburts- gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IV G). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommende n allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver- stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des V orliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 200 8 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über- windbar ist (Satz 2). 3.4 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psy chischen Gesundheitsbeeinträchti- gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Dia gnose nach einem wissenschaftlich an- erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzuge ltenden psychischen Leiden belas- tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umstän den kein Krankheitswert zu- kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psych ische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versi cherten Person trotz des Leidens wil- lensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten und einem E rwerb nachzugehen (BGE 127 V 299 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer d urch eine psychische Gesundheitsbeein- trächtigung verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es al so nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielm ehr, ob anzunehmen ist, die Verwer- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht tung der Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Vo- raussetzung - sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 1 02 V 165; vgl. auch BGE 127 V 298 E. 4c in fine). 4.1 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach de m Grad der Invalidität wie folgt ab- gestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ga nze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 4.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkomm ensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werde n. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (BGE 128 V 30 E. 1). 5.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrade s bildet die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheit lichen Beeinträchtigungen arbeitsun- fähig ist. 5.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person i st die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche u nd gegebenenfalls auch andere Fach- leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund- heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 5.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an- deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 5.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspr echung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung auf zustellen (vgl. die ausführliche Zusam- menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein- geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte , welche aufgrund eingehender Be- obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in d ie Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen ge langen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indi zien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 ist mit jenem externer medizinischer Sac hverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztlich es Gutachten genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (BGE 134 V 231 E. 5.1, 137 V 210 E. 1.2.1). Auf das Ergebnis versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen kann jedoch nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssig- keit bestehen (BGE 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7; Urteile des Bundesgerichts vom 3. Oktober 2014, 8C_197/2014, E. 4.2 und vom 16. S eptember 2014, 8C_385/2014, E. 4.2.2). 6. Für die Beurteilung des vorliegenden Falles sind im Wesentlichen die folgenden medizi- nischen Unterlagen zu berücksichtigen: 6.1 Aus psychiatrischer Sicht stellte Dr. med. D.____, FM H Psychiatrie und Psychotherapie, in seinem Gutachten vom 2. November 2012 keine psychiatrische Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine anhal- tende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) sowie kindliche, unreife Persönlichkeitszü- ge (ICD-10 Z73.1). Das Ausmass der geklagten Beschwerden und die subjektive Krankheits- überzeugung, nicht mehr arbeiten zu können, hätten durch die somatischen Befunde nicht hin- reichend objektiviert werden können, sodass eine psychische Überlagerung angenommen wer- den müsse. Die psychische Überlagerung der geklagten Beschw erden könne auch auf dem Hintergrund psychosozialer Belastungen (fehlende Integr ation, ungenügende Deutschkenntnis- se, wirtschaftliche Schwierigkeiten) gesehen werden. A us psychiatrischer Sicht könne es dem Versicherten zugemutet werden, trotz der geklagten Beschwe rden die nötige Willensanstren- gung aufzubringen, um ganztags einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Sowohl in der bishe- rigen wie auch in einer anderen Tätigkeit sei der Versi cherte aus psychiatrischer Sicht voll ar- beits- und leistungsfähig. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.2 Dem Austrittsbericht der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Baselland (psychiatri- sche Klinik) vom 26. März 2013 ist zu entnehmen, dass sich der Beschwerdeführer dort vom 6. Februar 2013 bis 19. März 2013 in stationärer Behan dlung befunden hat. Die Zuweisung sei auf freiwilliger Basis durch den behandelnden Psychiater vor dem Hintergrund einer depressi- ven Dekompensation mit Suizidgedanken nach Ablehnung einer IV-Rente erfolgt. Als Schluss- diagnosen stellten die behandelnden Ärzte der psychiatri schen Klinik eine rezidivierende de- pressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (IC D-10 F33.1) sowie eine chronische Schmerzproblematik (Rückenschmerzen) fest. Es sei eine Unr uhe im rechten Bein und in der rechten Hand beobachtet worden, weshalb sie diesbezügli ch eine neurologische Beurteilung empfehlen würden. Des Weiteren hielten die Ärzte zum V erlauf ihrer Behandlung fest, die Schmerzproblematik habe medikamentös und physiotherapeut isch leider nur teilweise verbes- sert werden können. Hingegen habe sich die Stimmung de utlich zum Besseren gewendet. Der Beschwerdeführer leide seit mehr als 10 Jahren an chron ischen Schmerzen. Diese Schmerzen sowie sein Trauma in der Vorgeschichte würden stark seine Persönlichkeitszüge und sein all- tägliches Funktionieren beeinflussen, wodurch er eine r ezidivierende depressive Störung entwi- ckelt habe. 6.3 Gemäss Austrittsbericht vom 9. Mai 2014 erfolgte eine zweite Hospitalisation vom 24. Februar 2014 bis 7. März 2014 in der psychiatrischen Klinik. Die Zuweisung sei wiederum auf freiwilliger Basis durch den behandelnden Psychiater und vor dem Hintergrund einer schwe- ren depressiven Episode mit unklaren psychotischen Symptomen erfolgt. Als Schlussdiagnosen stellten die behandelnden Ärzte der psychiatrischen Klinik eine schwere depressive Episode mit psychosomatischen Symptomen (ICD-10 F32.3), eine emotiona l instabile Persönlichkeitsstö- rung: Borderline Typ (ICD-10 F60.31) sowie eine anh altende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.40) fest. Im Verlauf des Aufenthalts seien deutliche Kriterien einer emotional insta- bilen Persönlichkeitsstörung aufgefallen, die bereits seit dem Jugendalter bestünde. Bei latenter Suizidalität und einer raschen narzisstischen Kränkbarkeit sowie rezidivierenden Suizidversu- chen in der Vergangenheit gehe man langfristig von ein er latenten Suizidalität und ohne Thera- pie von einer schlechten Prognose und folglich von einer hohen Gefährdung aus. Insbesondere dann, wenn der Patient keine Krankheitseinsicht entwickle und am aktuellen unrealistischen Behandlungsauftrag (ihm Arbeit und Geld zu besorgen und ihm Kränkung und Schmerzen weg- zunehmen) festhalte. Der Austritt ins häusliche Milieu sei auf ausdrücklichen Wunsch des Pati- enten erfolgt. 6.4 Aufgrund der Neuanmeldung des Versicherten im Juni 2014 beauftragte die IV-Stelle Dr. D.____ mit einem psychiatrischen Verlaufsgutachten. I n seinem Gutachten vom 5. Februar 2015 gelangte er wiederum zum Ergebnis, dass aus psychiat rischer Sicht keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden kön ne. Als Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit erhob der Gutachter eine anhaltend e somatoforme Schmerzstörung sowie un- reife, kindliche Persönlichkeitszüge. Insgesamt hielt Dr. D.____ fest, dass es dem Exploranden zugemutet werden könne, trotz der geklagten Beschwerden die nötige Willensanstrengung auf- zubringen, um ganztags einer beruflichen Tätigkeit nach gehen zu können. In den bisherigen Tätigkeiten als Hilfsarbeiter sowie in jeder anderen beruflichen Tätigkeit bestehe aus psychiatri- scher Sicht eine volle Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Ausser während den Aufenthalten in der Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht psychiatrischen Klinik habe aus psychiatrischer Sicht nie ein e Einschränkung der Arbeitsfähig- keit bestanden. Im Weiteren nahm der Gutachter Stellung zu früheren ärztlichen Einschätzungen. Der behan- delnde Arzt Dr. C.____ diagnostizierte im Oktober 2013 eine posttraumatische Belastungsstö- rung und attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Gemäss Dr. D.____ könne diese Diag- nose nicht bestätigt werden, was er auch bereits in sei nem früheren Gutachten vom November 2012 so festgehalten habe. Der Explorand sei während des Militärdienstes zwar einige Monate im Gefängnis gewesen, wurde dabei aber nicht gefoltert . Er leide nicht unter Alpträumen, nicht unter Flashbacks und er zeige eine liebevolle Beziehung zu seiner Familie. Es seien also weder die Voraussetzungen noch die Symptome einer posttrauma tischen Belastungsstörung vorhan- den. Weiter diagnostizierte der Hausarzt Dr. med. E.___ _, FMH innere Medizin, im Oktober 2014 eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung un d sah den Exploranden für eine körper- liche leichte Tätigkeit während drei bis vier Stunden pr o Tag als arbeitsfähig an. Der Gutachter führt dazu aus, dass diese Diagnose zwar auch schon im Jahr 2003 von Dr. med. F.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, und auch während des zweit en Aufenthalts in der psychiatri- schen Klinik gestellt worden sei, nicht aber während des ersten Aufenthalts. Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung könne nur dann gestellt werden, we nn sich seit Beginn des Erwachse- nenalters beim Betreffenden deutliche psychopathologische Auffälligkeiten zeigen würden, was hier aber nicht der Fall sei. Weiter habe der Explora nd eine gute Beziehung zu seiner Ehefrau und seinen Kindern. Es komme nie zu gewalttätigen Ause inandersetzungen. Er habe auch langjährige Beziehungen mit drei Kollegen; auch mit d en Kollegen komme es nie zu aggressi- ven oder gewalttägigen Auseinandersetzungen. Der Expl orand habe also stabile Objektbezie- hungen und verfüge auch über eine gefestigte Identität . Einzig die Tatsache, dass der Explo- rand während des Aufenthaltes in der psychiatrischen Klinik zum Teil aufbrausend war, begrün- de nicht die Diagnose einer emotional instabilen Persö nlichkeitsstörung. Vielmehr sei der Auf- enthalt eine grosse emotionale Belastung gewesen, da d er Explorand über keine Deutsch- kenntnisse verfüge und somit in einer Gruppentherapiesi tzung mit Sicherheit überfordert gewe- sen sei. Im Weiteren leide der Explorand auch nicht an einer depressiven Störung. Die Suizidd- rohungen seien im eindeutigen Zusammenhang mit der angespannten wirtschaftlichen Situati- on, der fehlenden Hoffnung, diese Situation verändern zu können, und vor allem mit dem abge- lehnten Rentenantrag zu sehen. Der Explorand sei bei der psychiatrischen Untersuchung nicht depressiv gewesen. Er habe über wirtschaftliche Schwierigk eiten geklagt. Seine Miene habe sich deutlich aufgehellt, als er über seine Töchter be richtete, er habe dabei richtig gestrahlt. Bei der psychiatrischen Untersuchung habe keine Affektverarmun g, keine psychomotorische Hem- mung, und keine eigentlichen depressiven Symptome festgestellt werden können. Die Diagnose „schwere medizinische Episode“, wie sie anlässlich des zweiten Aufenthalts in der psychiatri- schen Klinik gestellt worden sei, müsse auch hinterfragt werden. Die depressive Symptomatik, die durch die psychosozialen Belastungen ausgelöst worden sei, habe sich rasch zurück gebil- det, der Explorand sei bereits nach 10 Tagen entlassen wo rden. Es entspräche nicht den klini- schen Erfahrungen, dass sich eine schwere depressive Episode innert wenigen Tagen prak- tisch vollständig zurückbilde. Die depressiven Verstimmung en, die im Rahmen der psychiatri- schen Aufenthalte festgestellt worden seien, seien im Zusa mmenhang mit der psychosozialen Belastungssituation und dem abgelehnten Rentenantrag zu sehen, sie seien im Rahmen der Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht anhaltend somatoformen Schmerzstörung einzuordnen. Eine eigenständige depressive Erkran- kung liege nicht vor. Das psychiatrische Zustandsbild habe sich also seit 2012 nicht verändert, aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. 6.5 In seiner Stellungnahme vom 10. Februar 2015 empf ahl der RAD-Arzt Dr. med. G.____, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie, in Würdigung des psychiatrischen Folgegutachtens auf dieses abzustellen. Es sei nachvollziehbar, dass die a ufgrund des ablehnenden Rentenent- scheids ausgelöste depressive, inzwischen vollständig remittierte Krise nicht einem dauerhaften Gesundheitsschaden entspreche. Das Funktionsniveau bei der B ewältigung des Alltags sei vorhanden, eine schwere psychiatrische Komorbidität und ein sozialer Rückzug bestünden nicht; die stationäre Behandlung habe zu einer raschen Rückbildung der depressiven Krise ge- führt und es lägen keine Hinweise vor, dass der Versichert e wegen seiner Beschwerden ir- gendwelche Vorteile erzielen würde. 6.6 Nach ergangenem Vorbescheid äusserte sich der behande lnde Arzt Dr. C.____ am 25. Februar 2015 zum Gesundheitszustand seines Patiente n. In seinem Bericht wurden als Diagnosen eine rezidivierende depressive Störung, gegenw ärtig schwere Episode mit psycho- somatischen Symptomen, sowie eine andauernde Persönlichke itsänderung nach Extrembelas- tung aufgeführt. Trotz regelmässiger ambulanter Behand lung habe der Patient nicht stabilisiert werden können. Er sei in der psychiatrischen Klinik Liestal mehrmals hospitalisiert worden. Die- se stationäre Behandlung habe auch nicht viel gebracht. Der Patient präsentiere noch mehr dissoziative Zustände als früher. Psychomotorisch sei er unru hig. Er könne immer noch nicht klar von seinen Beschwerden sprechen. Er erwidere auf Frag en nur kurze Antworten. Im Be- wusstsein sei er normal wach, an allen Qualitäten orie ntiert. Das Denken sei formal unauffällig, inhaltlich auf seine Probleme eingeengt und die Aufmerksamkeit deutlich reduziert. Es sei keine Ich-Störung eruierbar. Es bestünden Lücken im Langzeitged ächtnis. Die Stimmung sei deutlich deprimiert mit Schlafstörungen, Konzentrationsschwier igkeiten, Morgentief, Lust- und Interes- severlust. Der Patient habe latente Suizidideen und ei nige Suizidversuche angedroht in der Vergangenheit. Die Impulskontrollverluste hätten sich vermehrt. 6.7 Mit Schreiben vom 15. Juni 2015 nahm der RAD-Arzt D r. G.____ Stellung zum vorgeleg- ten Bericht. Hinsichtlich der psychiatrischen Hospitalisatio n vom 24. Februar 2014 bis 7. März 2014 treffe es zwar zu, dass beim Versicherten ei ne schwere depressive Episode diag- nostiziert worden sei. Wie im Austrittsbericht beschrieb en habe sich diese aber innerhalb von kurzer Zeit gebessert und der Versicherte habe auf rasch en und vorzeitigen Austritt gedrängt. Trotz des Wunsches auf Entlassung sei es im Laufe der Hospitalisation zu einer Beruhigung der ursprünglichen Situation gekommen. Dass durch den vorzeiti gen Austritt des Versicherten der therapeutische Plan nicht habe umgesetzt werden können , sei kein Grund, die Behandlung als unwirksam zu beurteilen. Was die dissoziativen Symptome angehe, seien diese in den früheren Austrittsberichten nicht festgestellt worden. Auch seien i n den bisherigen Gutachten keine dis- soziativen Störungen der Empfindung, der Bewegung ode r der Wahrnehmung beschrieben worden. Somit sei nicht nachvollziehbar, dass derartige Symptome zugenommen hätten. Sie würden von Dr. C.____ auch nicht befundlich beschrieben . Zur von Dr. C.____ diagnostizierten andauernden Persönlichkeitsänderung äusserte sich der RA D-Arzt dahingehend, dass dem Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht Versicherten mit Gutachten von Dr. D.____ akzentuierte unreife Persönlichkeitszüge attestiert worden seien, die das Verhalten hinreichend erklärten. Die akzentuierten Persönlichkeitszüge seien kein Grund für die dauerhafte Arbeitsunfähigkeit im angestammten Tätigkeitsfeld. Der nähere Vergleich mit den von Dr. C.____ beschriebenen Befunden und dem zur gleichen Zeit erstellten Gutachten von Dr. D.____ zeige auf, dass im We sentlichen derselbe Gesundheitszu- stand beschrieben werde, dieser diagnostisch aber unterschiedlich eingeordnet werde. 6.8 Mit Stellungnahme vom 29. Oktober 2015 würdigte Dr. G.____ den medizinischen Sachverhalt im Lichte der neuen Rechtsprechung gemäss BG E 141 V 281. Insgesamt schloss er, dass die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Täti gkeit wie auch in Verweistätigkeiten nicht dauerhaft eingeschränkt sei. 7.1 Die IV-Stelle gelangte in der angefochtenen Verf ügung vom 11. November 2015 gestützt auf das psychiatrische Gutachten von Dr. D.____ vom 5. Februar 2015 sowie die Beurteilungen durch den RAD zur Auffassung, dass beim Versicherten aus me dizinischer Sicht in jeder beruf- lichen Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe. Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu beanstanden. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.3 hiervor), ist den Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und b ei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertisen sprechen. Solche Indi- zien liegen hier keine vor. Das Gutachten von Dr. D._ ___ vom 5. Februar 2015 weist weder formale noch inhaltliche Mängel auf, es ist - wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 5.2 hiervor) - für die streitigen Belange umfassend, es beruht auf allseitigen Untersuchungen, es berücksichtigt die geklagten Beschwerden, es ist in Kenn tnis der Vorakten abgegeben wor- den, es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Situation ein, es setzt sich mit den vorhand enen abweichenden ärztlichen Ein- schätzungen auseinander und es ist in den Schlussfolgerung en überzeugend. Insbesondere nimmt der Gutachter auch eine schlüssige Beurteilung de r Arbeitsfähigkeit des Versicherten vor. Daran ändert auch der drei Wochen später erfolgt e Bericht von Dr. C.____ nichts. Denn dieser ist sehr knapp gehalten und äussert sich nicht zur A rbeitsfähigkeit des Beschwerdefüh- rers. Daher hat das Gutachten von Dr. D.____ weiterhin Gültigkeit. 7.2. Die nachfolgenden Rügen des Beschwerdeführers verm ögen die Beweiskraft des Gut- achtens von Dr. D.____ vom 5. Dezember 2015 nicht in Frage zu stellen. 7.2.1 Der Beschwerdeführer beanstandet in seiner Beschw erde vom 14. Dezember 2015, dass die drei behandelnden Ärzte Dr. C.____, Dr. E.__ __ und der Oberarzt der psychiatrischen Klinik in Liestal unabhängig voneinander die „deckungsgl eiche“ Diagnose gestellt hätten, wäh- rend der Gutachter Dr. D.____ in seinem Gutachten übe rhaupt keine Einschränkung der Ar- beitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht sehe. Es stelle sich deshalb die Frage, wie Dr. D.____ den medizinischen Befund erhoben habe. Er gehe auch n icht auf die anderslautenden und je- weils kongruenten Berichte der behandelnden Ärzte ein u nd habe sich deshalb nicht in rechts- konformer Weise mit diesen Berichten auseinandergesetzt, was nicht den höchstrichterlichen Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Anforderungen entspreche. Diesem Einwand kann nicht g efolgt werden. Dem Gutachter Dr. D.____ lagen die früheren Berichte der behandelnden Ärzte anlässlich seiner Untersuchung vor und er würdigte diese vollumfänglich. So widerleg te der Gutachter das Vorliegen der von den behandelnden Ärzten diagnostizierten posttraumatischen Belastungsstörung, der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung, der rezidivierenden dep ressiven Störung und äusserte sich zur somatoformen Schmerzstörung. Auf die Frage bezüglich des Vorgehens bei der Erhebung der medizinischen Befunde von Dr. D.____ ist anzumerken, dass sein Gutachten lege artis er- folgte und keine Anzeichen vorliegen, um daran Zweifel aufkommen zu lassen. Die übrigen me- dizinischen Berichte sind für die Beurteilung des vorlieg enden Falls nicht beweistauglich. So erfolgte der Austrittsbericht vom 9. Mai 2014 der psychi atrischen Klinik ohne Erhebung der Anamnese und – genauso wie im Austrittsbericht vom 26. März 2013 – ohne Zumutbarkeitsprü- fung, mithin äussern sich die Berichte in keiner Weise zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdefüh- rers, weshalb nicht darauf abgestellt werden kann. Nicht anders verhält es sich mit den Unterla- gen von Dr. C.____. Der Bericht vom 25. Februar 2015 erfolgte auch ohne Erhebung der Anamnese. Zudem finden sich darin, wie auch im früher en Verlaufsbericht vom 31. März 2012, keine Äusserungen zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. Die Unterlagen von Dr. E.____ erweisen sich in anderer Hinsicht als nicht verwertbar. In seiner Stellungnahme vom 4. Dezem- ber 2014 zeigt sich die Zumutbarkeitsbeurteilung als ni cht abschliessend, vielmehr handelt es sich um eine vage Prognose. Zudem ist dieser Stellungnahm e nicht zu entnehmen, ob sie auf einer aktuellen Untersuchung beruht (vgl. zu den Anfo rderungen an einen Arztbericht E. 5.3 hiervor). Im Übrigen fehlt es in seinem Bericht vom 1 5. Oktober 2014 an einer nachvollziehba- ren Begründung der gestellten Diagnosen. 7.2.2 Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, er sei m it mehreren Psychopharmaka aus der psychiatrischen Klinik in Liestal entlassen worden. Es stelle sich die Frage, aus welchen Grün- den Fachärzte ihn mit starken Antidepressiva therapiere n würden, wenn doch die Depression lediglich „vorübergehender“ Natur sein soll. Es läge au f der Hand, dass die Beschwerdegegne- rin keine medizinisch sinnvolle und nachvollziehbare Erklärung für die Polypharmazie habe und diese aufgrund der schwerwiegenden Erkrankung des Beschwerdeführers erfolge. Gemäss den behandelnden Ärzten leide der Beschwerdeführer an eine r schweren Depression. Eine solche sei dauerhaft und könne nicht mit der vorliegenden Me dikation einfach „geheilt“ werden. In die- sem Zusammenhang ist auf die schlüssigen Ausführungen de s RAD-Arztes Dr. G.____ hinzu- weisen. In seinem Bericht vom 15. Juni 2015 nimmt er di ese Frage auf und legt einleuchtend dar, dass die akzentuierten Persönlichkeitszüge mit den vorü bergehenden depressiven Ver- stimmungen als eine Entität aufgefasst werden sollten u nd dass aus psychiatrischer Sicht nicht zu kritisieren sei, dass der Beschwerdeführer aufgrund sein er akzentuierten unreifen und bis- weilen instabilen Persönlichkeitszüge mit stimmungsstabi lisierenden Medikamenten behandelt werde und während kurzer depressiver Phasen mit einem A ntidepressivum. Diese Substanzen seien eine adäquate Behandlung. Die Beschwerden würde n mit der stimmungsstabilisierenden Medikation und der bedarfsmässigen antidepressiven Behandlung fachgerecht behandelt. 7.2.3 Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, dass aufgrund seiner multiplen Erkrankun- gen wie auch bereits aufgrund der von Dr. E.____ erwäh nten Polypharmazie eine Arbeitsunfä- higkeit von mindestens 50% für jegliche Tätigkeit beste he. Bereits die Polypharmazie verun- Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht mögliche aufgrund der Unfallgefahr jegliche Arbeit an einer Maschine beziehungsweise könne der Beschwerdeführer deshalb keine einfachen Arbeitsan weisungen befolgen. Die Vorbringen bezüglich der multiplen Erkrankungen erweisen sich als ni cht substantiiert, weshalb nicht er- sichtlich ist, auf welche Leiden sich der Beschwerdeführer bezieht. Insofern kann darauf nicht weiter eingegangen werden. Hinsichtlich der Polypharma zie kann den schlüssigen Ausführun- gen von Dr. G.____ in seinem RAD-Bericht vom 15. Juni 2015 gefolgt werden. Mit der erwähn- ten Medikation sei eine Arbeitstätigkeit wie die zuletzt vom Versicherten ausgeübte (Office- Mitarbeiter) möglich und zumutbar. Die Medikamente schrä nkten das Sensorium nicht derart ein, dass ein Befolgen einfacher Arbeitsanweisungen nicht möglich sein sollte. 7.3. Im Sinne eines Zwischenergebnisses ist demnach festzu halten, dass keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit des Gutachtens von Dr. D.____ vom 5. Februar 2015 vorlie- gen, weshalb darauf abgestellt werden kann. Es ist de mnach davon auszugehen, dass der Be- schwerdeführer in der angestammten Tätigkeit wie auch in jeglicher Verweistätigkeit vollständig arbeitsfähig ist. 7.3.1 Zu keiner anderen Beurteilung der (Rest-) Arbei tsfähigkeit des Versicherten führt im Üb- rigen die mit BGE 141 V 281 ff. begründete neue Schm erzrechtsprechung des Bundesgerichts. In diesem Entscheid hat das Bundesgericht seine bisherige P raxis zu den Voraussetzungen, unter denen anhaltende somatoforme Schmerzstörungen un d vergleichbare psychosomatische Leiden eine rentenbegründende Invalidität zu bewirken vermögen, grundlegend überdacht und teilweise geändert. Diese neue Rechtsprechung findet auf laufende Verfahren wie das vorlie- gende Anwendung (vgl. BGE 141 V 309 E. 8 und 137 V 2 66 E. 6). Danach kann eine Ein- schränkung der Leistungsfähigkeit weiterhin nur anspruch serheblich sein, wenn sie Folge einer fachärztlich einwandfrei diagnostizierten Gesundheitsbeeinträchtigung ist. Auch künftig wird der Rentenanspruch - in Nachachtung der verfassungs- und ge setzmässigen Vorgaben von Art. 8 und 29 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 (Rechtsgleichheit) und Art. 7 Abs. 2 ATSG (objektivierte Zumutbarkeitsbeurteilung) - anhand eines normativen Prüfrasters beurteilt, und es braucht medizinische Evidenz, dass die Erwerbs- unfähigkeit aus objektiver Sicht eingeschränkt ist. Indes hält das Bundesgericht - der seit länge- rem namentlich aus medizinischer, aber auch aus juristisch er Sicht an der bisherigen Schmerz- rechtsprechung geäusserten Kritik Rechnung tragend - an der Überwindbarkeitsvermutung nicht weiter fest (BGE 141 V 294 E. 3.5). Anstelle de s bisherigen Regel/Ausnahme-Modells tritt ein strukturierter, normativer Prüfraster. In dessen Rah men wird im Regelfall anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindika toren das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen ergebnisoffen und symmetrisch beurteilt, indem gleichermassen den äusseren Belastungsfaktoren wie den vorhandenen Ressource n Rechnung getragen wird. (Ur- teil des Bundesgerichts vom 29. Juni 2015, 9C_899/201 4, E. 3.1 mit Hinweisen; BGE 141 V 307 f. E. 6). 7.3.2 Zwar hatten die Ärztinnen und Ärzte bereits bis a nhin ihre Stellungnahmen zur Arbeits- fähigkeit so substanziell wie möglich zu begründen, und es war für die ärztliche Plausibilitäts- prüfung wichtig, in welchen Funktionen die versicherte Person eingeschränkt ist. Die diesbezüg- lichen Anforderungen hat das Bundesgericht aber nunmehr dahin gehend konkretisiert, dass Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht aus den medizinischen Unterlagen genauer als bisher ersich tlich sein muss, welche funktionel- len Ausfälle in Beruf und Alltag aus den versicherten G esundheitsschäden resultieren. Diagno- sestellung und – in der Folge – Invaliditätsbemessung hab en somit stärker als bis anhin die entsprechenden Auswirkungen der diagnoserelevanten Befu nde zu berücksichtigen. Medizi- nisch muss schlüssig begründet sein, inwiefern sich aus den fu nktionellen Ausfällen bei objekti- vierter Zumutbarkeitsbeurteilung anhand der Standardin dikatoren eine Einschränkung der Ar- beitsfähigkeit ergibt. Wo dies nicht mit überwiegende r Wahrscheinlichkeit dargetan werden kann, trägt weiterhin die materiell beweisbelastete ve rsicherte Person die Folgen (BGE 141 V 281 E. 6). 7.3.3 Geht es darum, den medizinischen Sachverhalt im L ichte dieser neuen höchstrichterli- chen Schmerzrechtsprechung zu würdigen, so bleibt in i ntertemporalrechtlicher Hinsicht auf Folgendes hinzuweisen: Laut Bundesgericht verlieren die gemäss altem Verfahrensstandard eingeholten Gutachten nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaf- ten Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegeb enheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vo rhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE 141 V 309 E. 8 mit Hinweis). 7.3.4 Vorliegend hat der psychiatrische Gutachter Dr. D._ ___ die Diagnose anhaltende so- matoforme Schmerzstörung sowie unreife, kindliche Persön lichkeitszüge ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt. Diese einlässlich begründet e fachärztliche Beurteilung überzeugt auch im Lichte von BGE 141 V 281. Hervorzuheben ist an diese r Stelle, dass auch die fachgerecht gestellte Diagnose der anhaltenden somatoformen Schmer zstörung oder eines vergleichbaren psychosomatischen Leidens nur dann zur Feststellung einer i nvalidenversicherungsrechtlich erheblichen Gesundheitsbeeinträchtigung führt, wenn d ie Diagnose auch unter dem Gesichts- punkt der Ausschlussgründe nach BGE 131 V 49 standhält (BGE 141 V 287 E. 2 und E. 4.2). Besteht im Einzelfall Klarheit darüber, dass solche Au sschlussgründe die Annahme einer Ge- sundheitsbeeinträchtigung verbieten, so besteht von vo rnherein keine Grundlage für eine Inva- lidenrente, selbst wenn die klassifikatorischen Merkmale ei ner somatoformen Schmerzstörung oder eines anderen psychosomatischen Leidens gegeben sein sollten (BGE 141 V 288 E. 2.2.2 mit Hinweis auf Art. 7 Abs. 2 erster Satz ATSG). In diesem Zusammenhang kann nicht darüber hinweggesehen werden, dass der psychiatrische Gutachter von einer ausgeprägten subjektiven Krankheitsü berzeugung ausgeht, welche dazu führe, dass der Versicherte wenig Motivation zeige, sich trotz allfälliger Restbeschwerden aktiv den Belastungen der Arbeitswelt auszusetzen. Dr. D.____ sah sich aufgrund der subjektiven Krankheitsüberzeugung auch ausserstande, Vorschläge für m edizinische Massnahmen und eine berufliche Reintegration zu machen. Das steht der Annahme eines gesetzlich vorausge- setzten objektivierbaren Gesundheitsschadens entgegen (BGE 141 V 295 E. 3.7.1 mit Hinweis auf Art. 7 Abs. 2 ATSG; vgl. auch Urteil des Bundesgeri chts vom 29. Juni 2015, 9C_173/2015, E. 4.2.5 und 4.3). Aus dem Gutachten von Dr. D.____ ge ht weiter hervor, dass die Ressourcen des Versicherten gut sind. Er führt im Alltag ein weitg ehend normales Leben, ist in seiner Fami- lie eingebettet, unterhält regelmässige Kontakte zu dre i Kollegen und der Familie seiner Ehe- frau und fährt nach X.____ in die Ferien. Zusammenfa ssend überwiegen die Gründe, die keine Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht massgebliche Arbeitsunfähigkeit annehmen lassen, klar. Ge samthaft ergeben sich namentlich angesichts der vorhandenen familiären und persönlichen R essourcen keine erheblichen funkti- onellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten Diag nose, weshalb die Gutachter die So- matisierungsstörung in nachvollziehbarer Weise als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeits- fähigkeit aufgeführt haben und eine Invalidität daher vorliegend auszuschliessen ist. 8. Aus dem Gesagten folgt zusammenfassend, dass die IV-S telle in der angefochtenen Verfügung vom 11. November 2015 einen Rentenanspruch d es Versicherten zu Recht abge- lehnt hat. Die hiergegen erhobene Beschwerde erweist sich demnach als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss. 9.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um di e Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit- wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festge legt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstan den ist, setzt das Gericht die Verfah- renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 600.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par- tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihm zu auferlegen sind. Dem Beschwerdeführer ist nun allerdings mit Verfügung vom 17. Dezember 2015 die un entgeltliche Prozessführung bewilligt worden. Aus diesem Grund werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse ge- nommen. 9.2.1 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausg ang entsprechend wettzuschla- gen. Da dem Beschwerdeführer in der Verfügung vom 17. Dezember 2015 die unentgeltliche Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter bewilligt wo rden ist, ist dieser für seine Bemühun- gen aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die An- wältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 (in der seit 1. Januar 2014 geltenden Fassung) beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 200.-- pro Stunde. 9.2.2 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers weist i n seiner Honorarnote vom 9. Feb- ruar 2016 für das vorliegende Verfahren einen Zeitauf wand von 9.5 Stunden aus. Dieser Auf- wand erweist sich in Anbetracht dessen, dass sich der Rechtsv ertreter befleissigt, in seiner Be- schwerdeschrift die im Einwandverfahren gemachten Beans tandungen zum grössten Teil un- verändert zu wiederholen, als unangemessen hoch. Es rech tfertigt sich daher, den gesamthaft resultierenden Aufwand um drei Stunden auf insgesamt 6.5 Stunden zu reduzieren. Nicht zu beanstanden sind sodann die ausgewiesenen Auslagen von Fr. 48.30. Dem Rechtsvertreter ist deshalb ein Honorar in der Höhe von Fr. 1‘456.15 (6. 5 Stunden à Fr. 200.-- + Auslagen von Fr. 48.30 zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 9.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Or- ganisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 auf merksam gemacht, wonach eine Par- Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht tei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurd e, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.-- werden dem Besc hwerdeführer auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführun g werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständun g wird dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein reduziertes Hon orar in der Höhe von Fr. 1‘456.15 (inkl. Auslagen und 8% Mehrwertst euer) aus der Gerichtskasse ausgerichtet. http://www.bl.ch/kantonsgericht