<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00352</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106497&amp;W10_KEY=13013576&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00352</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.01.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 25.04.2002 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Tierschutz (Kostenverrechnung)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Tragung der Kosten von Unterbringung, Pflege und Verwertung tierschutzrechtlich beschlagnahmter Hunde Das Verwaltungsgericht ist zuständig (E. 1a). Nicht einzutreten ist auf die Anträge auf Bezahlung eines Verkaufserlöses sowie auf Einleitung eines Verfahrens gegen das Veterinäramt und einen Tierarzt (E. 1b). Nicht einzugehen ist auf die Einwände gegen die Beschlagnahmung der Hunde (E. 3a). Das Veterinäramt hat das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin betreffend Verwendung der Hunde nicht verletzt (E. 3b). Die Kosten sind genügend ausgewiesen (E. 3c). Es ist nicht davon auszugehen, dass die Hunde zu wesentlich höheren Preisen hätten verkauft werden können (E. 3d).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANZEIGEPFLICHT">ANZEIGEPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BARAUSLAGEN">BARAUSLAGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHLAGNAHME">BESCHLAGNAHME</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERLÃS">ERLÃS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Abgaberecht ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTEN">KOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN">KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STREITGEGENSTAND">STREITGEGENSTAND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TIERSCHUTZ">TIERSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TÃTUNG">TÃTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERBRINGUNG">UNTERBRINGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERFAHRENSKOSTEN">VERFAHRENSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWENDUNG">VERWENDUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 25 lit. II TSchG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Nach einer vorsorglichen Anordnung am 4. September 1997 beschlagnahmte <br/> das VeterinÃ¤ramt ZÃ¼rich am 27. Oktober 1997 den gesamten Hundebestand von A wegen Zuwiderhandlung gegen das Tierschutzgesetz. Die Hunde, 66 E und vier Welpen, sollten verwertet oder abgegeben und der Ver­wertungserlÃ¶s vorlÃ¤ufig zurÃ¼ckbehalten werden (Disp.-Ziff. II). Gleichzeitig wurde A die Haltung von nur noch sechs Hunden zuzÃ¼glich der Welpen eines Wurfes unter fÃ¼nf Monaten, insgesamt maximal 15 Tiere, erlaubt (Disp.-Ziff. III). A sollte diese sechs ihr herauszugebenden Hunde am ersten Tag nach Eintritt der Rechts­kraft der VerfÃ¼gung identifizierbar bezeichnen. Die Herausgabe wurde allerdings unter die Bedingung gestellt, dass sie inzwischen keine anderen Hunde erworben habe (Disp.-Ziff. IV). In beiden VerfÃ¼gungen wurde einem allfÃ¤lligen Rekurs die aufschiebende Wirkung entzogen. Die gegen die VerfÃ¼gungen und den Entzug der aufschiebenden Wirkung gerichteten Rechtsmittel wiesen der Regierungsrat, das Verwaltungsgericht am 20. Ja­­­­nuar 1999 (VB.1998.00371) und zuletzt am 3. Juni 1999 das Bundesgericht ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das VeterinÃ¤ramt brachte die beschlagnahmten Hunde vorerst in verschiedenen Tierheimen unter. Bis im April 1998 konnten insgesamt 64 Hunde platziert werden, 6 weitere Hunde, deren Herausgabe A hÃ¤tte beanspruchen kÃ¶nnen, wurden im weiteren Verlauf des Jahres von den Tierheimen an Dritte abgegeben oder Ã¼bernommen. Die daraus zwischen September 1997 und September 1998 entstandenen Kosten fÃ¼r die Tierheime (unter Abzug der durch diese erzielten VerkaufserlÃ¶se), fÃ¼r den Tierarzt und fÃ¼r Material von Fr. 112'802.60 auferlegte das VeterinÃ¤ramt A mit VerfÃ¼gung vom 27. April 2000. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit einem dagegen erhobenen Rekurs beantragte A, der Entscheid des VeterinÃ¤ramtes sei aufzuheben und es sei eine revidierte Abrechnung zu erstellen. Die Gesundheitsdirektion wies das Rechtsmittel am 27. September 2001 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen diese RekursverfÃ¼gung erhob A am 31. Oktober 2001 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte, der Rekursentscheid und die VerfÃ¼gung des VeterinÃ¤rsamtes seien aufzuheben und die Rechnung sei â sofern Ã¼berhaupt ausgewiesen â der Staatskasse zu belasten (Ziff. 1 bis 3). Weiter beantragte sie, es sei ihr fÃ¼r die ihr zu Unrecht entwendeten und verkauften Hunde ein Betrag von mindestens Fr. 171'600.- auszubezahlen (Ziff. 5), gegen das VeterinÃ¤ramt sei ein Verfahren wegen unrechtmÃ¤ssiger Beschlagnahmung von BÃ¼rgereigentum (Ziff. 7) und gegen Dr. med. vet. B ein Verfahren wegen Verdachts auf Amtsmissbrauch, respektive Erstellung eines wahrheits- und sach­widrigen Berichtes zuhanden des kantonalen VeterinÃ¤ramtes einzuleiten (Ziff. 8). Schliesslich verlangte A die Befreiung von sÃ¤mtlichen Verfahrenskosten (Ziff. 4 und 6) und die Zusprechung einer angemessenen ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das ganze Verfahren (Ziff. 6). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Gesundheitsdirektion beantragte am 29. November 2001, auf die BeschwerdeantrÃ¤ge Ziff. 7 und 8 sei nicht einzutreten, im Ãbrigen sei die Beschwerde abzuweisen. Das VeterinÃ¤ramt ZÃ¼rich beantwortete die Beschwerde am 30. November 2001 und beantragte, die AntrÃ¤ge 1 bis 6 der BeschwerdefÃ¼hrerin seien abzulehnen. Zu den AntrÃ¤gen 7 und 8 ent­hielt es sich einer Stellungnahme.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r die vorliegende Streitsache gestÃ¼tzt auf § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zustÃ¤ndig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Gegenstand eines Beschwerdeverfahrens kann allerdings nur sein, was bereits Gegenstand der erstinstanzlichen VerfÃ¼gung war oder nach richtiger Gesetzesauslegung hÃ¤tte sein sollen. Der Streitgegenstand wird zudem durch das im Rekursverfahren gestellte Rechtsbegehren begrenzt. Dieses darf daher im Beschwerdeverfahren nicht abgeÃ¤ndert oder erweitert werden (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19 â 28 N. 86 sowie § 52 N. 3). Die BeschwerdeantrÃ¤ge auf Zahlung eines VerkaufserlÃ¶ses von Fr. 171'600.- (Ziff. 5) sowie auf Einleitung eines Verfahrens gegen das VeterinÃ¤ramt und den Tierarzt Dr. B (Ziff. 7 und 8) liegen ausserhalb des derart definierten Streitgegenstandes, so dass darauf nicht einzutreten ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Ãbrigen sind BehÃ¶rden und Beamte gemÃ¤ss § 21 der Strafprozessordnung vom 4. Mai 1919 ohnehin verpflichtet, die ihnen bei AusÃ¼bung ihrer AmtstÃ¤tigkeit bekannt gewordenen strafbaren Handlungen anzuzeigen. Da im vorliegenden Fall keine Anhaltspunk­te fÃ¼r das Vorliegen einer strafbaren Handlung bestehen, kann auf eine derartige Anzeige verzichtet werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. GemÃ¤ss Art. 25 Abs. 1 des eidgenÃ¶ssischen Tierschutzgesetzes vom 9. MÃ¤rz 1978 (TSchG) schreitet die BehÃ¶rde unverzÃ¼glich ein, wenn feststeht, dass Tiere stark vernachlÃ¤ssigt oder vÃ¶llig unrichtig gehalten werden. Sie kann die Tiere vorsorglich beschlagnahmen und sie auf Kosten des Halters an einem geeigneten Ort unterbringen; wenn nÃ¶tig lÃ¤sst sie die Tiere verkaufen oder tÃ¶ten. Nach Abs. 2 der Bestimmung fÃ¤llt der Verwertungs­­erlÃ¶s nach Abzug der Verfahrenskosten dem EigentÃ¼mer zu. Zu diesen Verfahrens­kos­ten zÃ¤hlen neben den GebÃ¼hren der VerwaltungstÃ¤tigkeit auch sÃ¤mtliche Barauslagen der BehÃ¶rde. Als solche kommen namentlich die Kosten fÃ¼r die anderweitige Unterbringung der Tiere bei einer provisorischen Beschlagnahme in Betracht (Antoine F. Goetschel, Kommentar zum EidgenÃ¶ssischen Tierschutzgesetz, Bern/Stuttgart 1986, Art. 25 N. 10).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Die BeschwerdefÃ¼hrerin legt in der BeschwerdebegrÃ¼ndung ausfÃ¼hrlich dar, dass die Beschlagnahme ihrer Hunde zu Unrecht erfolgt sei. Mit diesen EinwÃ¤nden ist sie im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht zu hÃ¶ren. Die RechtmÃ¤ssigkeit der Beschlagnahme wurde letztinstanzlich vom Bundesgericht bestÃ¤tigt. Daran sind die Verwaltungs­instanzen im weiteren Verfahren gebunden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht weiter geltend, man habe sich mit ihr nie in Verbindung gesetzt betreffend des Verkaufs der Tiere. Schon im Rekursverfahren hatte sie gegen die Rechnung vorgebracht, es wÃ¤re viel billiger gewesen, wenn die Hunde sofort euthanasiert worden wÃ¤ren. Damit macht sie sinngemÃ¤ss eine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs geltend.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Entscheid darÃ¼ber, was mit beschlagnahmten Tieren vorlÃ¤ufig und definitiv zu geschehen hat, obliegt grundsÃ¤tzlich der BehÃ¶rde. Diese hat nach dem VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzip darauf zu achten, dass der Eingriff in die VermÃ¶gens- und Eigentumsrechte des betroffenen Halters oder EigentÃ¼mers der Tiere nicht weiter geht, als der Zweck der Massnahme es erfordert. Da der Verkauf schlecht gehaltener Tiere in der Regel das Problem der nicht tiergerechten Haltung lÃ¶st und damit zum Ziel fÃ¼hrt, darf die TÃ¶tung eines Tieres im Hinblick auf das VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzip nur als allerletztes Mittel ins Auge gefasst werden, nachdem sÃ¤mtliche weniger weit gehenden Varianten eingehend geprÃ¼ft worden sind (Goetschel, Art. 25 N. 7). Der Verkauf ist gegenÃ¼ber der Euthanasierung insbesondere dann vorzuziehen, wenn er etwa bei Nutztieren rasch stattfinden kann und dank eines gewissen Marktpreises auch Kostendeckung verspricht. Ist der Verkauf hingegen nicht sofort mÃ¶glich und entstehen dadurch zwischenzeitliche Unterbringungskosten, welche den mutmasslichen VerkaufserlÃ¶s Ã¼bersteigen, so kann das VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzip auch die rasche Euthanasierung nahelegen. Obwohl sich das Schicksal beschlagnahmter Tiere im tierschutzrechtlichen Verfahren anders als etwa im betreibungsrechtlichen Verfahren nicht zwingend und ausschliesslich nach der Maximierung des VerwertungserlÃ¶ses zu richten hat, muss jedenfalls auch hier der Kostenseite gebÃ¼hrend Rechnung getragen werden. Ein zusÃ¤tzlicher Interessenkonflikt entsteht sodann in denjenigen FÃ¤llen, in denen die Beschlagnahme selber mit einem Rechtsmittel angefochten wurde und die Sache daher Ã¼ber lÃ¤ngere Zeit im Schwebezustand verbleibt. Hier gilt es neben dem finanziellen Inte­res­se des TiereigentÃ¼mers zusÃ¤tzlich sein Interesse daran zu berÃ¼cksichtigen, einen allfÃ¤lligen Prozesserfolg und damit die RÃ¼ckgabe der beschlagnahmten Tiere sicherzustellen. Da dieser Interessenkonflikt widerstrebende Interessen des TiereigentÃ¼mers selber betrifft und in­dividuell sehr unterschiedlich gelÃ¶st werden kann, muss der TiereigentÃ¼mer in aller Regel zu seinen diesbezÃ¼glichen WÃ¼nschen und PrioritÃ¤ten angehÃ¶rt werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrerin wusste, dass ihre Hunde nach der Beschlagnahme vorerst in Tierheimen untergebracht wurden. Im Anfechtungsverfahren beanspruchte sie deswegen auch noch bis vor Bundesgericht die volle Akteneinsicht und insbesondere Bekanntgabe dieser Adressen, um die Betreuungssituation am neuen Ort mit der frÃ¼heren bei ihr vergleichen und sich dermassen rechtfertigen zu kÃ¶nnen. Ebenso musste ihr klar sein, dass sie sel­ber als EigentÃ¼merin der Tiere die Kosten dieser Unterbringung zu tragen haben werde. Die gesetzliche Grundlage dafÃ¼r, Art. 25 Abs. 2 TSchG, wurde wÃ¶rtlich in der VerfÃ¼gung vom 27. Oktober 1998 zitiert. Trotz dieser UmstÃ¤nde entschloss sich die Be­schwerde­fÃ¼h­rerin im Rahmen der Anfechtung der Beschlagnahme dazu, wiederholt ein Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung zu stellen und zudem noch bis zuletzt am 26. Februar 1999 vor Bundesgericht explizit die Herausgabe von insgesamt 35 Hunden zu verlangen, die sie im einzelnen noch aus dem gesamten Hundebestand auswÃ¤h­len und bezeichnen wollte. Selbst bezÃ¼glich der sechs erwachsenen Hunde, deren Haltung ihr noch bewilligt war, weigerte sie sich, diese zu bezeichnen; auch auf die fÃ¶rmliche Aufforderung des VeterinÃ¤ramtes vom 23. April 1998 hin erfolg­te keine Bezeichnung. Damit brachte sie mit aller Deutlichkeit zum Ausdruck, dass sie einer Euthanasierung der Hunde auf keinen Fall zustimmte und damit bewusst das Kostenrisiko einer lÃ¤ngeren Aufrechterhaltung des bestehenden Zustandes in Kauf nahm. Unter diesen UmstÃ¤nden durfte das VeterinÃ¤ramt ohne weitere RÃ¼cksprache mit der BeschwerdefÃ¼hrerin annehmen, sie widersetze sich einer Euthanasierung. Indem das Amt keine fÃ¶rmliche Stellungnahme mehr zu dieser Frage einholte, hat es das rechtliche GehÃ¶r der Beschwer­defÃ¼hrerin daher nicht verletzt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Weiter bringt die BeschwerdefÃ¼hrerin vor, sie habe immer nur die Kostenzusam­menstellung des VeterinÃ¤ramtes gesehen, irgend eine Abrechnung Ã¼ber den Verkauf von Tieren sei ihr jedoch nicht zugegangen. Sie bestreite, dass ihr der ErlÃ¶s der Tiere gutgeschrieben worden sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das VeterinÃ¤ramt hat die entstandenen Barauslagen in einer Kostenzusammenstellung aufgelistet, welche sie der BeschwerdefÃ¼hrerin zur Stellungnahme unterbreitete. Diese Zusammenstellung basierte explizit auf 40 Rechnungen unterschiedlichen Datums von LÃ¤den, TierÃ¤rzten und Tierheimen. Diese Rechnungen wurden der BeschwerdefÃ¼hrerin zwar nicht zugestellt, bildeten aber Bestandteil der Akten, die zur Einsicht offen standen. Auf diesen Rechnungen sind zwar die Namen und Adressen der Rechnungssteller zu deren Schutz grÃ¶sstenteils abgedeckt, dennoch werden damit die erbrachten kostenpflichtigen Leistungen hinreichend detailliert. Die Rechnungen der Tierheime fÃ¼hren Ã¼berdies auch die erzielten VerkaufserlÃ¶se auf und bringen diese von den Unkosten in Abzug.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Schliesslich macht die BeschwerdefÃ¼hrerin pauschal geltend, die Tiere seien zwi­schen Fr. 1'800.- und Fr. 3'500.- wert gewesen und wesentlich unter diesem Wert verkauft worden. Nach den Akten erzielten die Hunde, soweit sie Ã¼berhaupt verkauft werden konnten, in der Regel Preise von Fr. 450.-. Nach den ErwÃ¤gungen im angefochtenen Entscheid litt die VerkÃ¤uflichkeit bzw. die Preisbildung in erster Linie an der fehlenden Identifizierbarkeit der Tiere. Dies verunmÃ¶glichte ein Zuordnen von Impfausweisen, weshalb Impfungen wiederholt werden mussten, sowie von allfÃ¤lligen StammbÃ¤umen. Weiter weist die Ge­sundheitsdirektion darauf hin, dass die Welpen und Junghunde mÃ¶glichst rasch und damit auch zu tiefen Preisen hÃ¤tten platziert werden mÃ¼ssen, um ihnen eine KontaktknÃ¼pfung in privater Haltung zu ermÃ¶glichen und die Tierheimkosten gering zu halten. Mit diesen ErwÃ¤gungen setzt sich die BeschwerdefÃ¼hrerin in keiner Weise auseinander. Insbesondere fehlen irgendwelche Vorbringen darÃ¼ber, inwiefern ihre Mithilfe zu einer verbindlichen Identifizierung der Tiere hÃ¤tte beitragen kÃ¶nnen. Es ist schliesslich auch anzunehmen, dass selbst markierte Tiere aus dem Tierheim beim Verkauf regelmÃ¤ssig weniger hohe ErlÃ¶se zu erzielen vermÃ¶gen als solche, welche direkt vom ZÃ¼chter Ã¼bernommen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Abrechnung des VeterinÃ¤ramtes Ã¼ber die getÃ¤tigten Barauslagen ist lÃ¼ckenlos durch entsprechende Rechnungen belegt, welche hinreichend Aufschluss Ã¼ber die beanspruchten Leistungen und erzielten ErlÃ¶se geben. Die Rechnungen sind soweit ersichtlich korrekt erstellt worden. Da die BeschwerdefÃ¼hrerin keine substanzierten EinwÃ¤nde dagegen vorzubringen vermag, ist die Beschwerde abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>