<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2013.00385</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=213579&amp;W10_KEY=13013526&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2013.00385</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.12.2013</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 04.12.2014 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung/Familiennachzug</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Widerruf einer Aufenthaltsbewilligung aufgrund Verschweigens bewilligungswesentlicher Tatsachen. [Die Schweizer Ehefrau des türkischen Beschwerdeführers meldete sich nach einjähriger Ehedauer vom gemeinsamen ehelichen Wohnsitz ab und zog allein in einen anderen Kanton. Da die Eheleute eine baldige Wiederaufnahme des ehelichen Zusammenwohnens in Aussicht stellten und berufliche und persönliche Gründe für die Trennung geltend machten, verlängerte das Migrationsamt mehrfach die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers. Da der Beschwerdeführer aber anlässlich seines kurz nach der Ehescheidung gestellten Verlängerungsgesuchs verschwieg, noch während der behaupteten Dauer der Ehegemeinschaft ein aussereheliches Kind gezeugt zu haben, wurde dessen Aufenthaltsbewilligung nachträglich wegen des Verschweigens bewilligungswesentlicher Tatsachen widerrufen.] Kognition des Verwaltungsgericht und anwendbares Recht (E. 1). Kein altrechtlicher Aufenthalts- oder Niederlassungsanspruch, da die Ehe bei Erreichung der Fünfjahresgrenze nicht einmal mehr im Sinn eines "living apart together" weiter gelebt und kurz darauf geschieden wurde, womit die Berufung auf die inhaltslos gewordene Ehe rechtsmissbräuchlich gewesen wäre (E. 2.1). Grundsätzlich auch keine neurechtlichen (nachehelichen) Aufenthaltsansprüche, da die Ehegemeinschaft keine drei Jahre gedauert hat, keine wichtigen persönlichen Gründe einen weiteren Landesaufenthalt erforderlich machen, das Recht auf Achtung des Familien- und Privatlebens nicht tangiert wird und weiter auch ermessensweise keine Bewilligung zu erteilen ist (E. 2.2 â 2.5). Prüfung eines nachträglichen Bewilligungswiderrufs gemäss Art. 62 lit. a AuG: Die Kenntnis eines "fragwürdigen Verhaltens" der gesuchstellenden Person bei Bewilligungserteilung schliesst deren späteren Widerruf grundsätzlich aus, sofern später nicht weitere bewilligungswesentliche Umstände hinzukommen, welche der Bewilligungsbehörde zuvor noch nicht bekannt waren und welche im Bewilligungsverfahren wissentlich verschwiegen oder falsch angegeben wurden, um dadurch den Aufenthalt bewilligt zu erhalten (E. 2.6.1 â 2.6.3). Definition der bewilligungswesentlichen und damit zum Widerruf berechtigenden Umstände (2.6.2). Das Verschweigen einer ausserehelichen Beziehung, bei welcher ein aussereheliches Kind gezeugt wurde, ist grundsätzlich bewilligungswesentlich, da sich daraus Rückschlüsse zur Qualität der ehelichen Gemeinschaft ableiten lassen und ein fortbestehender Ehewille unglaubhaft erscheinen kann. Der Beschwerdeführer hat den Bewilligungsbehörden gegenüber das Ende seiner ehelichen Beziehung ursprünglich nach dem Zeugungszeitpunkt seines ausserehelichen Kindes terminiert, jedoch sowohl dieses als auch seine aussereheliche Beziehung verschwiegen. Die Aussagen zum behaupteten Ende der Ehegemeinschaft erscheint in Kenntnis der verschwiegenen Umstände im Rückblick fraglich und ist geeignet, generelle Zweifel an den Aussagen der Ehegatten und der Qualität der von ihnen geführten Ehe aufkommen zu lassen. Damit ist die Bewilligungswesentlichkeit der verschwiegenen Tatsachen zu bejahen und der Bewilligungswiderruf zulässig und verhältnismässig, selbst wenn die Fremdbeziehung erst nach Ablauf der nacheheliche Aufenthaltsansprüche begründenden Dreijahresfrist erfolgt sein sollte und die Bewilligung unter Umständen auch in Kenntnis der verschwiegenen Tatsachen hätte erteilt werden können (E. 2.6.4 f.) Abweisung des Familiennachzugs mangels Aufenthaltsrecht des Beschwerdeführers (E. 3). Verneinung von Vollzugshindernisse (E. 4). Absehen von einer Rückweisung aufgrund Spruchreife der Sache (E. 5). Kosten- und Entschädigungsfolgen sowie Rechtsmittelbelehrung (E. 6 und 7). Abweisung der Beschwerde. Abweichende Meinung einer Minderheit der Kammer.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSEREHELICHES KIND">AUSSEREHELICHES KIND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWILLIGUNGSWIDERRUF">BEWILLIGUNGSWIDERRUF</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLAUBHAFTIGKEIT">GLAUBHAFTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLAUBWÃRDIGKEIT">GLAUBWÃRDIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMISSBRÃUCHLICH AUFRECHTERHALTENE EHE">RECHTSMISSBRÃUCHLICH AUFRECHTERHALTENE EHE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERSCHWEIGEN">VERSCHWEIGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSSCHUTZ">VERTRAUENSSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIDERRUF DER AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">WIDERRUF DER AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 7 Abs. I ANAG</span><br/><span class="gerade">Art. 7 Abs. II ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 11 Abs. I ANAV</span><br/><span class="gerade">Art. 42 Abs. I AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 44 AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 49 AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 50 Abs. I lit. a AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 50 Abs. I lit. b AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 50 Abs. II AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 62 lit. a AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 62 lit. d AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 83 Abs. I AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 90 AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 96 AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 126 AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 13 Abs. I BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 Abs. I EMRK</span><br/><span class="gerade">Art. 60 VZAE</span><br/><span class="ungerade">Art. 76 VZAE</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=21262" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2013.00385</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">9. Dezember 2013</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Leana Isler, Verwaltungsrichterin Tamara NÃ¼ssle, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Felix Blocher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner</span></b><span>,</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Aufenthaltsbewilligung/Familiennachzug,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Der 1979 geborene tÃ¼rkische StaatsbÃ¼rger A reiste am 26. Juli 2003 in die Schweiz ein und ersuchte gleichentags um Asyl, welches am 15. MÃ¤rz 2004 durch das Bundesamt fÃ¼r FlÃ¼chtlinge (heute Bundesamt fÃ¼r Migration) abgelehnt wurde. Noch wÃ¤hrend der HÃ¤ngigkeit der hiergegen erhobenen Beschwerde heiratete A am 6. August 2004 in C die 1984 geborene Schweizerin D, worauf ihm eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehegattin erteilt und das Asylverfahren infolge BeschwerderÃ¼ckzugs am 5. Januar 2006 rechtskrÃ¤ftig abgeschlossen wurde. In der Folge wurde die Aufenthaltsbewilligung von A mehrfach verlÃ¤ngert, obwohl sich dessen Ehefrau bereits am 12. September 2005 vom gemeinsamen ehelichen Wohnsitz in C abgemeldet hatte und allein nach E zog. </p> <p class="Sachverhalt2">Nachdem die Ehe am 27. August 2009 durch die Einzelrichterin des Bezirksgerichts F rechtskrÃ¤ftig geschieden wurde, stimmte das Bundesamt fÃ¼r Migration am 26. August 2010 im Zustimmungsverfahren der weiteren VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung zu, worauf der weitere Aufenthalt durch das Migrationsamt gleichentags bewilligt und ohne weitere AbklÃ¤rungen am 28. Juni 2011 bis zum 5. August 2012 verlÃ¤ngert wurde.</p> <p class="Urteilstext"><span>Am 7. Juli 2011 heiratete A in der TÃ¼rkei die 1982 geborene TÃ¼rkin G, geborene H, mit welcher er noch wÃ¤hrend seiner ersten Ehe die 2009 geborene Tochter I gezeugt hatte. Nachdem A am 5. August 2011 ein Nachzugsgesuch fÃ¼r seine zweite Ehefrau und die gemeinsame Tochter gestellt hatte, wies das Migrationsamt mit VerfÃ¼gung vom 27.</span> Februar<span> 2012 sein entsprechendes Gesuch ab, widerrief dessen Aufenthaltsbewilligung und setzte ihm bis zum 24. Mai 2012 Frist zum Verlassen der Schweiz.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Den dagegen erhobenen Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion am 23. April 2013 ab. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 27. Mai 2013 liess A dem Verwaltungsgericht beantragen, es sei das Migrationsamt anzuweisen, seine Aufenthaltsbewilligung zu verlÃ¤ngern und dessen Ehefrau G und der gemeinsamen Tochter I die Aufenthaltsbewilligung gestÃ¼tzt auf Art. 44 des Bundesgesetzes Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder vom 16. Dezember 2005 (AuG) zu erteilen. Eventualiter sei die Angelegenheit fÃ¼r weitere AbklÃ¤rungen an das Migrationsamt zurÃ¼ckzuweisen. Ausserdem verlangte er die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>WÃ¤hrend sich das Migrationsamt nicht vernehmen liess, verzichtete die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion auf eine Vernehmlassung zur Beschwerde. </span></p> <p class="Urteilstext">Am 25. November 2013 reichte die Rechtsvertreterin von A unaufgefordert ein Schreiben ein, in welchem sie an den gestellten AntrÃ¤gen festhielt und auf einen aktuellen Entscheid des Verwaltungsgericht verwies.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, -Ã¼ber- und -unterschreitung und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 lit. a und b des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b><span>Am 1. Januar 2008 ist das Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder vom 16. Dezember 2005</span><span> </span><span>in Kraft getreten. GemÃ¤ss Art. 126 Abs. 1 AuG bleibt auf Gesuche, die vor Inkrafttreten dieses Gesetzes eingereicht wurden, das </span>Bundesgesetz Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder vom 26. MÃ¤rz 1931 (ANAG) samt dazugehÃ¶rigen AusfÃ¼hrungsverordnungen<span> anwendbar, wÃ¤hrend sich das Verfahren gemÃ¤ss Art. 126 Abs. 2 AuG nach neuem Recht richtet.</span><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2">Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, dass sein Aufenthaltsanspruch stets gegeben und ein Widerruf bereits aus VertrauensschutzgrÃ¼nden unzulÃ¤ssig gewesen sei, nachdem ihm mehrfach in Kenntnis aller wesentlicher UmstÃ¤nde die Aufenthaltsbewilligung verlÃ¤ngert worden sei.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b><span> </span><span>Obwohl sich die damalige Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers bereits am 12. September 2005 vom gemeinsamen ehelichen Wohnsitz in C abgemeldet hatte und allein nach E zog, wurde die Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers wiederholt gestÃ¼tzt auf den damals gÃ¼ltigen Art. 7 Abs. 1 ANAG verlÃ¤ngert, letztmals am 23. Januar 2007 mit GÃ¼ltigkeit bis zum 5. August 2007. Das Migrationsamt stÃ¼tzte sich hierbei auf die Aussagen der Eheleute, wonach es sich nur um eine vorÃ¼bergehende Trennung aus beruflichen und persÃ¶nlichen GrÃ¼nden handle und eine baldige Wiederaufnahme des ehelichen Zusammenwohnens in Aussicht gestellt wurde. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Obwohl der BeschwerdefÃ¼hrer zum Scheidungszeitpunkt bereits Ã¼ber fÃ¼nf Jahre verheiratet war, hat er altrechtlich nie Anspruch auf die Erteilung einer Niederlassungsbewilligung gehabt: Auch wenn ein entsprechender Anspruch gemÃ¤ss Art. 7 Abs. 1 ANAG grundsÃ¤tzlich nach fÃ¼nf Ehejahren bestand und sich Art. 7 Abs. 2 ANAG nur auf FÃ¤lle eigentlicher Scheinehen bezog, wÃ¤re es rechtsmissbrÃ¤uchlich gewesen, sich auch nach definitiver AuflÃ¶sung der ehelichen Gemeinschaft noch auf die lediglich formell fortbestehende Ehe zu berufen (BGE 130 II 113 E. 4.2 = Pr 93 [2004] Nr. 171). Da die Ehegemeinschaft selbst nach Darstellung des BeschwerdefÃ¼hrers spÃ¤testens ab Ende 2008 (vgl. zum angeblichen Trennungszeitpunkt auch E. 2.6.4 nachstehend) nicht einmal mehr im Sinn eines "living apart together" weiter gelebt und bereits unmittelbar nach Erreichung der FÃ¼nfjahresgrenze geschieden wurde, wÃ¤re eine Berufung auf die spÃ¤testens ein Jahr vor der Scheidung inhaltslos gewordene Ehe rechtsmissbrÃ¤uchlich gewesen.</span></p> <p class="Urteilstext">Damit ist dessen Aufenthaltsanspruch gestÃ¼tzt auf die Bestimmungen des ANAG erloschen und hat ein Anspruch auf Erteilung der Niederlassungsbewilligung nie bestanden.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b><span>Noch vor dem Entscheid Ã¼ber ein am 20. Juli 2007 gestelltes VerlÃ¤ngerungsgesuch reichte der BeschwerdefÃ¼hrer am 8. Oktober 2009 ein neues</span> und gemÃ¤ss Art. 126 Abs. 1 AuG bereits nach neuem AuslÃ¤nderrecht zu beurteilendes<span> VerlÃ¤ngerungsgesuch ein. Da zwischenzeitlich die Scheidung von seiner Schweizer Ehefrau erfolgt war, basierte dieses auf einer neuen Faktengrundlage </span>und trat an die<span> Stelle des noch nicht entschiedenen Gesuchs vom 20. Juli 2007.</span> </p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.1 </b>Da die Ehe zum Zeitpunkt der Gesuchsbeurteilung bereits geschieden war, fiel eine Bewilligungserteilung nach Art. 42 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 49 AuG und Art. 76 der Verordnung Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit vom 24. Oktober 2007 [VZAE] von vornherein ausser Betracht. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.2 </b>Auch nach der AuflÃ¶sung der Ehe oder der Familiengemeinschaft besteht der Bewilligungsanspruch des Ehegatten jedoch weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre gedauert hat und eine erfolgreiche Integration gegeben ist (Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG). FÃ¼r die Berechnung der absolut geltenden Dreijahresfrist ist ausschliesslich die in der Schweiz in ehelicher Gemeinschaft verbrachte Zeit massgebend (BGr, 11. Oktober 2011, 2C_430/2011, E. 4.1.1; BGr, 16. Februar 2011, 2C_781/2010, E. 2.1.3). Im Gegensatz zur altrechtlichen Regelung des ANAG setzt eine fÃ¼r die Berechnung der Dreijahresfrist relevante Ehegemeinschaft hierbei grundsÃ¤tzlich nicht nur eine formell fortbestehende Ehe, sondern auch ein Zusammenwohnen der Ehegatten voraus (vgl. Art. 42 Abs. 1 AuG). Getrennte Wohnorte schliessen eine bewilligungsrelevante Ehegemeinschaft aus, wenn hierfÃ¼r keine wichtige GrÃ¼nde geltend gemacht werden kÃ¶nnen, so wenn berufliche Verpflichtungen oder erhebliche familiÃ¤re Probleme eine vorÃ¼bergehende Trennung erfordern (Art. 49 AuG in Verbindung mit Art. 76 VZAE). UnabhÃ¤ngig vom Willen der Ehegatten und den geltend gemachten GrÃ¼nden erlischt der entsprechende Bewilligungsanspruch jedoch bei einem lÃ¤ngerfristigen oder gar dauerhaften Getrenntleben im Sinn eines eigentlichen "living apart together" (BGr, 25. Mai 2011, 2C_792/2010, E. 3.1 und 4.1; vgl. auch BGE 130 II 113 E. 4.1). Neurechtlich gilt damit jedes nicht mehr bloss vorÃ¼bergehende Getrenntleben â unabhÃ¤ngig von den geltend gemachten GrÃ¼nden und dem Willen der Beteiligten â nicht mehr als eheliche Gemeinschaft und ist damit auch nicht mehr an die Dreijahresfrist von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG anzurechnen. </p> <p class="Erwgung2"><span>Mangels vorÃ¼bergehender Natur der Trennung ist die eheliche Gemeinschaft neurechtlich bereits im September 2005 mit dem Auszug der damaligen Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers aufgehoben worden, selbst wenn der BeschwerdefÃ¼hrer auch danach wiederholt die Wiederaufnahme des Zusammenlebens in Aussicht gestellt und wichtige berufliche und persÃ¶nliche GrÃ¼nde fÃ¼r die Trennung geltend gemacht sowie beteuert hat, bis Herbst </span>oder gar Ende <span>2008</span><span> </span><span>eine gelebte Ehegemeinschaft zu seiner </span>damaligen<span> Ehefrau gefÃ¼hrt zu haben. Damit ist die nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG vorausgesetzte Dreijahresfrist </span>nie<span> erreicht worden, weshalb ein entsprechender Aufenthaltsanspruch unabhÃ¤ngig vom Nachweis einer erfolgreichen Integration </span>grundsÃ¤tzlich <span>entfÃ¤llt. </span></p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.3 </b>Auch wenn die Ehegemeinschaft in der Schweiz keine drei Jahre gedauert hat, kann sich sodann ein Aufenthaltsanspruch ergeben, wenn wichtige persÃ¶nliche GrÃ¼nde einen weiteren Landesaufenthalt erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG, der sogenannte nacheheliche HÃ¤rtefall). Solch wichtige persÃ¶nliche GrÃ¼nde liegen namentlich vor, wenn der betroffene AuslÃ¤nder Opfer ehelicher Gewalt wurde oder wenn seine soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland aufgrund seines hiesigen ehebedingten Aufenthalts stark gefÃ¤hrdet erscheint (Art. 50 Abs. 2 AuG, vgl. auch Art. 31 VZAE).</p> <p class="Urteilstext"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer reiste mit 23 Jahren erstmals in die Schweiz ein und hÃ¤lt sich seit gut zehn Jahren in der Schweiz auf, wovon er nur rund ein Jahr in ehelicher Gemeinschaft mit einer Schweizerin zusammenwohnte. Seine berufliche Integration und seine Sprachkenntnisse entsprechen Ã¼blichen Integrationserwartungen. Hingegen ist er in der TÃ¼rkei aufgewachsen und hat dort auch gearbeitet. Zudem verbringt er in seiner tÃ¼rkischen Heimat regelmÃ¤ssig Ferien und besucht seine dort lebenden Eltern sowie seine Ehefrau und seine Tochter. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer die soziale und berufliche Wiedereingliederung in seiner Heimat gelingen wird. Da auch sonst und im Sinn der vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen keine wichtigen GrÃ¼nde zur Bejahung eines nachehelichen HÃ¤rtefall</span>s<span> gemÃ¤ss Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AuG ersichtlich sind, kann bzw. konnte der BeschwerdefÃ¼hrer weder zum gegenwÃ¤rtig noch zum Beurteilungszeitpunkt seines am 8. Oktober 2009 gestellten VerlÃ¤ngerungsgesuchs nacheheliche AufenthaltsansprÃ¼che unmittelbar aus den Bestimmungen des AuG ableiten.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b><span>Da die derzeitige Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers und die gemeinsame Tochter in der TÃ¼rkei leben, er von seiner frÃ¼heren, ersten Ehefrau geschieden ist und auch sonst Ã¼ber keine engen Verwandten mit einem gefestigten, hiesigen Aufenthaltsrecht verfÃ¼gt, kann er keinen Aufenthaltsanspruch aus dem von Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) und Art. 13 Abs. 1 der Schweizerischen Bundesverfassung (BV) geschÃ¼tzten Recht auf Familienleben ableiten (BGE 130 II 281 E. 3.1; BGE 127 II 60 E. 1.d/aa). Auch wenn der BeschwerdefÃ¼hrer sich in die hiesige Gesellschaft erfolgreich integriert haben mag, ist eine besonders intensive, Ã¼ber eine normale Integration hinausgehende private Bindung zur hiesigen BevÃ¶lkerung aus den Akten nicht ersichtlich. Entsprechend </span>verfÃ¼gt er weder heute noch verfÃ¼gte er zum Beurteilungszeitpunkt seines am 8. Oktober 2009 gestellten VerlÃ¤ngerungsgesuchs Ã¼ber einen <span>Aufenthaltsanspruch aus dem Recht auf Privatleben im Sinn genannter Bestimmungen (BGE 130 II 281 E. 3.2.1, BGE 120 Ib 16 E. 3.b).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b><span>Ausserhalb des Anspruchsbereichs entscheiden die kantonalen AuslÃ¤nderbehÃ¶rden nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen gemÃ¤ss Art. 96 AuG Ã¼ber die Erteilung oder VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung (Art. 33 AuG; vgl. Peter Bolzli in: Marc Spescha et al., Migrationsrecht, 3. A., ZÃ¼rich 2012, Art. 33 AuG N. 7). GemÃ¤ss Art. 96 Abs. 1 AuG hat die BehÃ¶rde hierbei den Ã¶ffentlichen Interessen, den persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnissen und dem Integrationsgrad des betroffenen AuslÃ¤nders Rechnung zu tragen. Die Zulassung erwerbstÃ¤tiger AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder erfolgt gemÃ¤ss Art. 3 Abs. 1 und 3 AuG im Interesse der Gesamtwirtschaft und unter BerÃ¼cksichtigung der demografischen, sozialen und gesellschaftlichen Entwicklung der Schweiz, wobei praxisgemÃ¤ss auch dem schweizerischen Interesse an einer restriktiven Einwanderungspolitik Rechnung zu tragen ist (BVGr, 13. Februar 2008, C-1028/2006, E. 3; vgl. altrechtlich auch BGE 133 II 6 E. 6.3.1).</span><span> </span>Zudem werden<span> Aufenthaltsbewilligung</span>en nach<span> einer ehelichen Gemeinschaft, die weniger als drei Jahre bestanden hat, in der Regel nur dann im freien Ermessen erneuert, wenn besondere individuelle UmstÃ¤nde einer Wegweisung entgegenstehen (VGr, 12.</span> September<span> 2012, VB.2012.00394, E. 3.2). </span><span>Da </span>der<span> diesbezÃ¼glich gemÃ¤ss Art. 90 AuG mitwirkungspflichtige BeschwerdefÃ¼hrer kein</span>e<span> Unterlagen eingereicht hat, welche eine </span>vertiefte<span> Integration oder Heimatentwurzelung nahelegen und eine solche angesichts </span>seiner<span> Aufenthaltsdauer </span>und den vorliegenden Akten <span>auch nicht zu erwarten ist, </span>hÃ¤tte auch im Rahmen des pflichtgemÃ¤ssen Ermessens von einer<span> VerlÃ¤ngerung der Aufenthalts</span>­<span>bewilligung </span>des BeschwerdefÃ¼hrers nach dessen Scheidung abgesehen werden dÃ¼rfen.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.5 </span></b><span>Da damit der ursprÃ¼ngliche Aufenthaltszweck entfallen ist und weder ein Aufenthaltsanspruch fortbestand noch ermessensweise eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen gewesen wÃ¤re, hÃ¤tte die Aufenthaltsbewilligung spÃ¤testens </span>anlÃ¤sslich der Beurteilung des am <span>8. Oktober 2009 </span>gestellten VerlÃ¤ngerungsgesuchs <span>und unter Anwendung des neuen Rechts nicht mehr verlÃ¤ngert respektive gemÃ¤ss Art. 62 lit. d AuG widerrufen werden kÃ¶nnen (vgl. </span>Silvia <span>Hunziker in: </span>Martina <span>Caroni/</span>Thomas <span>GÃ¤chter/</span>Daniela <span>Thurnherr</span> [Hrsg.]<span>, Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder [AuG], </span>Bern 2010, <span>Art. 62 N. 42 ff.). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.6 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b>2.6.1 </b>Ein nachtrÃ¤glicher Widerruf ist jedoch ausgeschlossen, wenn eine Bewilligung trotz Kenntnis eines "fragwÃ¼rdigen Verhaltens" der gesuchstellenden Person erteilt wurde (Hunziker in: Caroni/GÃ¤chter/Thurnherr, Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder [AuG], Art. 62 N. 21; Marc Spescha in: ders. et al., Migrationsrecht, Art. 62 AuG N. 5). </p> <p class="Erwgung2"><span>Die diesbezÃ¼gliche Praxis bezieht sich zwar weitgehend auf den Widerruf einer Niederlassungsbewilligung, wo die kantonale BehÃ¶rde gemÃ¤ss Art. 60 VZAE (frÃ¼her Art. 11 Abs. 1 </span>der Vollziehungsverordnung zum ANAG vom 1. MÃ¤rz 1949 [<span>ANAV</span>]<span>) ihrerseits vor der Bewilligungserteilung verpflichtet ist, das bisherige Verhalten sowie den Integrationsgrad der auslÃ¤ndischen Person nochmals eingehend zu prÃ¼fen (vgl. Hunziker in: Caroni/GÃ¤chter/Thurnherr, Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder [AuG], Art. 63 N. 6; vgl. auc</span>h <span>BGr, 6. November 2002, 2A.350/2002, E. 3.1; BGr, 23.</span> Mai <span>2002, 2A.46/2002, E. 3.4; BGr, 20. Juni 2002, 2A.57/2002, E. 2.2). Sie ist aber nach zitierter Lehre grundsÃ¤tzlich auch auf den Widerruf von Aufenthaltsbewilligungen anwendbar, wenngleich die PrÃ¼fungspflichten der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden bei der Erteilung oder VerlÃ¤ngerung von Aufenthaltsbewilligungen weniger umfassend sind und deshalb geringeren Anforderungen unterstehen</span> (vgl. VGr, 13. November 2013, VB.2013.00373, E. 3 [nicht auf www.vgrzh.ch publiziert und nicht rechtskrÃ¤ftig])<span>. </span></p> <p class="Erwgung3"><b>2.6.2 </b>Eine Bewilligungserteilung trotz Kenntnis bewilligungskritischer UmstÃ¤nde schliesst deren spÃ¤teren Widerruf aber nicht aus, wenn nachtrÃ¤glich weitere entscheidwesentliche UmstÃ¤nde im Sinn von Art. 62 lit. a AuG hinzukommen, welche der BewilligungsbehÃ¶rde zuvor noch nicht bekannt waren und welche die auslÃ¤ndische Person oder ihre Vertretung im Bewilligungsverfahren wissentlich verschwiegen oder falsch angegeben hat, um dadurch den Aufenthalt bewilligt zu erhalten (vgl. BGr, 27. Mai 2010, 2C_837/2009, E. 2, auch zur Anwendbarkeit der altrechtlichen Praxis; zum frÃ¼heren Recht vgl. BGr, 25. Februar 2008, 2C_472/2007, E. 2.1). Nach Art. 90 lit. a AuG ist die auslÃ¤ndische Person insbesondere auch verpflichtet, an der Feststellung des fÃ¼r die Gesetzesanwendung massgebenden Sachverhalts mitzuwirken und muss insbesondere zutreffende und vollstÃ¤ndige Angaben Ã¼ber die fÃ¼r die Aufenthaltsregelung wesentlichen Tatsachen machen. </p> <p class="Erwgung3">Zu offenbaren sind alle Tatsachen, welche den behÃ¶rdlichen Bewilligungsentscheid zu beeinflussen vermÃ¶gen und von denen der Gesuchsteller wissen muss, dass sie fÃ¼r den Bewilligungsentscheid bedeutsam sind, selbst wenn allenfalls noch nicht feststeht, ob die Bewilligung bei korrekter Offenlegung verweigert wÃ¼rde (BGr, 2. Dezember 2011, 2C_403/2011, E. 3.3.1 und 3.3.3; BGr, 20. Juni 2002, 2A.57/2002, E. 2.2). Vielmehr reicht bereits aus, wenn der Bewilligungsanspruch durch Offenlegung der VerhÃ¤ltnisse ernsthaft infrage gestellt worden wÃ¤re (BGr, 20. Februar 2004, 2A.485/2003, E. 2.3). Hierzu gehÃ¶ren namentlich auch "innere Tatsachen" â wie etwa der Wille zur Fortsetzung der ehelichen Gemeinschaft â oder die Existenz ausserehelicher Kinder (BGr, 24. Januar 2012, 2C_595/2011, E. 3.3; BGr, 2. Dezember 2011, 2C_403/2011, E. 3.3.2).</p> <p class="Urteilstext">Selbst der Umstand, dass die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde die verschwiegene<span> Tatsache bei gebotener Sorgfalt selbst hÃ¤tte ermitteln kÃ¶nnen</span> und nicht explizit nach dieser gefragt hat, schliesst einen spÃ¤teren Bewilligungswiderruf nicht aus<span>. Immerhin muss die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde hierbei ihrer Untersuchungspflicht auch ausreichend nachgekommen sein, was nicht der Fall ist, wenn sie sich bereits aufgrund der konkreten UmstÃ¤nde des Einzelfalls von sich aus zu weiteren AbklÃ¤rungen hÃ¤tte veranlasst sehen mÃ¼ssen. ErhÃ¶hte Untersuchungspflichten gelten hierbei vor allem bei der Erteilung der Niederlassungsbewilligung (vgl. E. 2.</span>6<span>.1 vorstehend sowie BGr, 2. Dezember 2011, 2C_403/2011, E. 3.3.1 und 3.3.3; ebenso altrechtlich, vgl. BGr, 9. Juli 2007, 2A.33/2007, E. 4.1; BGr, 20. Juni 2002, 2A.57/2002, E. 2.2).</span></p> <p class="Erwgung3"><b>2.6.3 </b>Den BewilligungsbehÃ¶rden war die im September 2005 erfolgte Trennung der Ehegatten hinlÃ¤nglich bekannt, weshalb dieser Umstand allein einen nachtrÃ¤glichen Widerruf nicht mehr zu rechtfertigen vermag, selbst wenn das dauerhafte und nicht mehr bloss vorÃ¼bergehende Getrenntleben neurechtlich bereits fÃ¼r sich einen Widerrufsgrund nach Art. 62 lit. d AuG hÃ¤tte bilden mÃ¼ssen und die Berufung auf die zuletzt nur noch formell fortbestehende Ehe auch altrechtlich spÃ¤testens ab Ende 2008 rechtsmissbrÃ¤uchlich geworden wÃ¤re. </p> <p class="Erwgung3">Bis und mit der VerlÃ¤ngerung vom 23. Januar 2007 erfolgten somit sÃ¤mtliche BewilligungsverlÃ¤ngerungen noch in Kenntnis aller bewilligungskritischen UmstÃ¤nde. Zu letztgenanntem Zeitpunkt hatte die Dauer der Ehe respektive Ehegemeinschaft des BeschwerdefÃ¼hrers aber weder die neurechtliche Dreijahresfrist von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG noch die altrechtliche FÃ¼nfjahresfrist von Art. 7 Abs. 1 ANAG (fÃ¼r die Erteilung des Niederlassungsbewilligung) erreicht. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.6.4 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer behauptete aber auch nach genannten BewilligungsverlÃ¤ngerungen und noch unmittelbar vor seiner Scheidung stets, dass die Trennung von seiner Ehefrau lediglich vorÃ¼bergehender Natur sei, er die eheliche Gemeinschaft fortfÃ¼hren wolle und mit einer baldigen Wiederaufnahme des ehelichen Zusammenwohnens zu rechnen sei. Auch danach behauptete er noch, bis kurz vor der Scheidung eine intakte Ehe gefÃ¼hrt zu haben. So soll gemÃ¤ss einer Eingabe seines damaligen Rechtsvertreters vom 10. Februar 2010 die Ehe erst "klar nach Ende 2008" schlecht geworden sein. In einer nachfolgenden Eingabe vom 11. Juni 2010 machte dieser sodann geltend, dass die eheliche Beziehung noch bis Herbst 2008 vollumfÃ¤nglich aufrechterhalten respektive "bis mindestens Ende 2007" erlebt und gepflegt worden, das VerhÃ¤ltnis jedoch ab FrÃ¼hjahr/Sommer 2008 erkaltet sei, weil sich die Ehepartnerin des BeschwerdefÃ¼hrers einer anderen Person zugewandt habe. GÃ¤nzlich unerwÃ¤hnt blieb aber, dass es bereits im Juli oder August 2008 in der TÃ¼rkei zu sexuellen Kontakten zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und dessen spÃ¤teren Ehefrau gekommen war und aufgrund dessen der BeschwerdefÃ¼hrer im April 2009 Vater eines ausserehelichen Kindes wurde. </p> <p class="Erwgung3">Damit liegt bei den nachfolgenden VerlÃ¤ngerungsentscheiden vom 26. August 2010 und 28. Juni 2011 ein Verschweigen bewilligungswesentlicher Tatsachen im Sinn von Art. 62 lit. a AuG vor, ohne dass der Nachweis erbracht werden muss, dass die Bewilligung bei korrekter Offenlegung auch tatsÃ¤chlich verweigert worden wÃ¤re respektive ohnehin hÃ¤tte verweigert werden mÃ¼ssen: Ein ausserehelicher Sexualkontakt schliesst zwar nicht zwingend einen fortbestehenden Ehewillen des BeschwerdefÃ¼hrers bis zum Herbst 2008 oder gar Ende 2008 aus, und die erst im Sommer 2008 eingegangene Drittbeziehung steht auch nicht in zwingendem Widerspruch zu dessen Darstellung, wonach die eheliche Beziehung zu seiner ersten Ehefrau erst im FrÃ¼hjahr/Sommer 2008 erkaltet sei: So kann wechselseitige Untreue der Ehegatten in dieser Zeit gerade Ursache oder Folge der AuflÃ¶sung der Ehegemeinschaft sein. Nichtsdestotrotz stellen aussereheliche Beziehungen und hierbei gezeugte Kinder die QualitÃ¤t einer parallel oder unmittelbar davor noch bestehenden Ehegemeinschaft ernsthaft infrage und lassen auch gewisse RÃ¼ckschlÃ¼sse auf den Bestand und die QualitÃ¤t der davor gefÃ¼hrten ehelichen Beziehung und die Glaubhaftigkeit entsprechender Beteuerungen zu. Dabei ist auch zu beachten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer noch kurz vor der BewilligungsverlÃ¤ngerung vom 26. August 2010 widersprÃ¼chliche oder zumindest diffuse Angaben zum tatsÃ¤chlichen Ende der Ehegemeinschaft gemacht und diese â je nach Eingabe â zwischen Ende 2007 und Ende 2008 verortet hat. Da er bereits im Sommer 2008 seine Tochter zeugte, erscheint nicht nur eine noch im Herbst oder gar Ende 2008 gelebte Ehegemeinschaft im RÃ¼ckblick fragwÃ¼rdig. Vielmehr ist nicht auszuschliessen, dass der Ehewillen des BeschwerdefÃ¼hrers entgegen seinen Beteuerungen bereits vor Ablauf der Dreijahresfrist von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG erloschen sein kÃ¶nnte. Das Bundesamt fÃ¼r Migration erwog, unter anderem aufgrund der kurzen Dauer der Ehegemeinschaft seine Zustimmung zur VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung zu verweigern und teilte dies dem BeschwerdefÃ¼hrer auch mit Schreiben vom 16. April 2010 mit. Damit musste dem BeschwerdefÃ¼hrer bewusst sein, dass jeder Umstand, welcher seinen auch nach der Trennung im Jahr 2005 fortbestehenden Ehewillen und die GlaubwÃ¼rdigkeit seiner entsprechenden Beteuerungen infrage stellen kÃ¶nnte, auch seinen Aufenthaltsanspruch weiter gefÃ¤hrden kÃ¶nnte. Dennoch entschloss er sich, die offenkundig bedeutsame Tatsache, noch wÃ¤hrend der behaupteten ehelichen Gemeinschaft ein aussereheliches Kind gezeugt zu haben, gegenÃ¼ber den BewilligungsbehÃ¶rden zu verschweigen. </p> <p class="Erwgung2"><span>Ob der BeschwerdefÃ¼hrer </span>tatsÃ¤chlich<span> schon im Jahr 2008 eine Liebesbeziehung zu seiner spÃ¤teren Ehefrau unterhalten hat, ist hingegen nicht wesentlich, da bereits das Unterhalten ausserehelicher Sexualkontakte geeignet ist, einen </span>angeblich parallel oder auch davor noch bestehenden<span> Ehewillen ernsthaft infrage zu stellen, ohne dass </span>hierzu e<span>ine eigentliche Liebesbeziehung nachgewiesen werden mÃ¼sste.</span></p> <p class="Urteilstext">Entscheidwesentlich ist auch, dass die Existenz von wÃ¤hrend der Ehe gezeugten ausserehelichen Kindern nicht nur eine die Ehegemeinschaft konkurrenzierende Parallelbeziehung nahelegen, sondern auch Nachzugsrechte begrÃ¼nden kÃ¶nnen, welche ihrerseits wiederum den finanziellen Bedarf der Familie und deren Sozialhilferisiko beeinflussen kÃ¶nnen. In diesem Sinn ist das Verschweigen von Kindern grundsÃ¤tzlich auch unabhÃ¤ngig von der Frage nach dem AuflÃ¶sungszeitpunkt einer ehelichen Gemeinschaft oder einem allfÃ¤lligen Verdacht auf eine Scheinehe als wesentliche Tatsache einzustufen (vgl. BGr, 2. Dezember 2011, 2C_403/2011, E. 3.3.2). <span>Dies muss umso mehr gelten, als es vorliegend um den Widerruf einer Aufenthaltsbewilligung und nicht um den Widerruf einer Niederlassungsbewilligung geht</span> und deshalb keine vertiefte PrÃ¼fung der BewilligungsverlÃ¤ngerung durch die BewilligungsbehÃ¶rden erfolgen musste (vgl. E. 2.6.1 und 2.6.2 vorstehend). Die BewilligungsbehÃ¶rden waren dementsprechend im Rahmen ihrer Untersuchungspflicht nicht verpflichtet, von sich aus nach ausserehelichen Kindern des BeschwerdefÃ¼hrers zu forschen, zumal die mÃ¶gliche Existenz einer ausserehelichen Tochter aufgrund der dazumaligen Aktenlage nicht zu erwarten war. Dies gilt auch fÃ¼r die nachfolgende BewilligungsverlÃ¤ngerung vom 28. Juni 2011, weshalb der BeschwerdefÃ¼hrer auch hieraus nichts zu seinen Gunsten ableiten kann.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.6.5 </b>Der Widerruf der Aufenthaltsbewilligung muss verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheinen, was umso weniger der Fall ist, desto eher ein Bewilligungsanspruch auch bei richtigen und vollstÃ¤ndigen Angaben bestanden hÃ¤tte (BGr, 20. Juni 2002, 2A.57/2002, E. 2.2). </p> <p class="Urteilstext">Die VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers erschien bei der BewilligungsverlÃ¤ngerung vom 26. August 2010 kritisch. Da bereits zuvor ernsthafte Zweifel an einer bis zum Herbst 2008 tatsÃ¤chlich gefÃ¼hrten, intakten und gelebten ehelichen Gemeinschaft aufgekommen sind, erscheint es wahrscheinlich, wenngleich nicht zwingend, dass bei Bekanntgabe des ausserehelichen Kindes die Zustimmung durch das Bundesamt fÃ¼r Migration respektive die BewilligungsverlÃ¤ngerung durch das Migrationsamt verweigert worden wÃ¤re. Auch in WÃ¼rdigung der bisherigen Integration und der Wiedereingliederungschancen des BeschwerdefÃ¼hrers in seiner tÃ¼rkischen Heimat erscheint der Widerruf der Aufenthaltsbewilligung damit verhÃ¤ltnismÃ¤ssig. </p> <p class="Erwgung2"><span>Da </span>ein fortbestehender Aufenthaltsanspruch des <span>BeschwerdefÃ¼hrer</span>s zum Zeitpunkt der letzten beiden BewilligungsverlÃ¤ngerungen <span>vom 26. August 2010 und 28. Juni 2011 </span>sowohl <span>alt- </span>als auch<span> neurechtlich </span>fraglich war<span> und ihm </span>eine Bewilligung<span> auch nicht ermessensweise hÃ¤tte erteilt werden mÃ¼ssen, er aber vor den </span>genannten <span>VerlÃ¤ngerungsent</span>­<span>scheiden wissentlich und willentlich bewilligungswesentliche Tatsachen verschwiegen hat, war ein Widerruf der Aufenthaltsbewilligung gemÃ¤ss Art. 62 lit. a AuG zulÃ¤ssig und sein diesbezÃ¼gliches Vertrauen in die GÃ¼ltigkeit der bereits </span>verlÃ¤ngerten<span> Aufenthaltsbe</span>­<span>willigungen nicht zu schÃ¼tzen. </span>Der entsprechende Beschwerdeantrag ist damit abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mangels </span>eines fÃ¼r einen Familiennachzug gemÃ¤ss Art. 44 AuG erforderlichen <span>Aufenthaltsrecht</span>s<span> des BeschwerdefÃ¼hrers ist auch sein Familiennachzugsgesuch</span><span> </span><span>entsprechend abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Schliesslich sind auch keine Vollzugshindernisse im Sinn von Art. 83 Abs. 1 AuG ersichtlich</span>. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Da die Sache spruchreif ist und keiner weiteren AbklÃ¤rungen bedarf, ist von der eventualiter beantragten RÃ¼ckweisung an das Migrationsamt abzusehen.</p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzulegen</span> und ist ihm keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen <span>(§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 </span>und § 17 Abs. 2 <span>VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>7. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: Soweit hinsichtlich Aufenthalt ein Bewilligungsanspruch geltend gemacht werden will, ist Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82</span> ff.<span> des Bundesgesetzes Ã¼ber das Bundesgericht vom 17.</span> Juni <span>2005 (BGG) zu erheben (vgl. BGr, 18.</span> Juni <span>2007, 2D_3/2007 bzw. 2C_126/2007, E. 2.2; vgl. Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG). Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113</span> ff.<span> BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG</span>).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. <span>Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:â¦<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Urteilstext"><span>Abweichende Meinung einer Minderheit der Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"><span>(§ 124 des Gesetzes vom 10. Mai 2010 Ã¼ber die Gerichts- und BehÃ¶rdenorganisation im Zivil- und Strafprozess in Verbindung mit § 71 VRG)</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Default"> </p> <p class="Urteilstext"><span>Eine Minderheit der Kammer hat unter entsprechenden Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen die Gutheissung der Beschwerde beantragt, aus folgenden GrÃ¼nden:</span></p> <p class="Erwgung2"><b>1.</b> <span>Im vorliegenden Fall </span>hat das <span>Migrationsamt </span>mit Zustimmung des BFM die Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers nach der Scheidung von seiner Schweizer Ehefrau am 27. August 2009 am 26. August 2010 mit Aufenthaltszweck "ErwerbstÃ¤tigkeit" verlÃ¤ngert. Eine weitere VerlÃ¤ngerung zum gleichen neuen Zweck erfolgte am 28. Juni 2011 mit GÃ¼ltigkeit der Aufenthaltsbewilligung bis am 5. August 2012. Davor hatte er eine Bewilligung als "Ehegatte einer Schweizer BÃ¼rgerin". </p> <p class="Erwgung2">Es geht damit vorliegend nicht mehr um die VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung nach dem Scheitern der Ehe. DarÃ¼ber wurde mit den VerfÃ¼gungen vom 26. August 2010 und 28. Juni 2011 rechtskrÃ¤ftig entschieden. Die ZweckÃ¤nderung des Aufenthalts wurde rechtskrÃ¤ftig bewilligt. <span>Der insoweit rechtskrÃ¤ftig beurteilte Sachverhalt ist nicht nachtrÃ¤glich erneut unter dem Blickwinkel von Art. 50 AuG </span>oder Art. 7 Abs. 1 oder 2 ANAG <span>zu prÃ¼fen</span><span>. Der vorliegende Fall ist vielmehr (allein) gestÃ¼tzt auf Art. 33 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 62 lit. a AuG zu beurteilen.</span><span> </span><span>Massgeblich ist demnach, ob der BeschwerdefÃ¼hrer bei der VerlÃ¤ngerung nach der Scheidung im 2010 falsche Angaben gemacht hat oder wesentliche Tatsachen verschwiegen hat. Namentlich geht es darum, ob er die Geburt seiner Tochter bzw. die Beziehung zu seiner heutigen Ehefrau gegenÃ¼ber den MigrationsbehÃ¶rden hÃ¤tte offenlegen mÃ¼ssen bzw. ob dem BeschwerdefÃ¼hrer diesbezÃ¼glich eine TÃ¤uschungsabsicht nachgewiesen werden kann. </span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.</b> Die <span>Zeugung des ausserehelichen Kindes im Sommer 2008, nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer im Bewilligungsverfahren </span>nach der Scheidung im Jahr 2010 <span>zugab, dass seine Ehe im 2008 in der Krise gewesen sei und die intakte eheliche Gemeinschaft nur bis </span>ungefÃ¤hr<span> Ende 2007 gedauert habe, </span>kann vorliegend <span>nicht als entscheidwesentliche Tatsache bei der VerlÃ¤ngerung der Bewilligung nach der Scheidung </span>gestÃ¼tzt auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG <span>eingestuft werden. Rechtserheblich </span>ist dafÃ¼r alleine der <span>Zustand der Ehe des BeschwerdefÃ¼hrers </span>in den Jahren 2004â2007 (vgl. auch VGr, 22. Februar 2012, VB.2012.00010).</p> <p class="Erwgung2"><span>Die ZweckÃ¤nderung der Bewilligung wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer gewÃ¤hrt, da das Migrationsamt und das </span>Bundesamt fÃ¼r Migration<span> zur Ãberzeugung kamen, dass die eheliche Gemeinschaft drei Jahre gedauert habe, d.</span><span> </span><span>h. bis mindestens am </span>7. August 2007<span>. Wenn der BeschwerdefÃ¼hrer im 2008 fremdge</span>gangen ist<span>, lÃ¤sst sich daraus nicht ableiten, dass </span>seine<span> Ehe mit der Schweizerin</span> bis<span> im Jahre 2007</span>, <span>zum Zeitpunkt des Erreichens der Dreijahresfrist</span>,<span> nicht intakt war. Es ergeben sich aus der Zeugung des Kindes und der neuen Ehe und dem Nachzugsgesuch keine neuen Erkenntnisse Ã¼ber die vorhergehende Ehe mit der Schweizerin, welche auf eine Scheinehe schliessen lassen. Dem BeschwerdefÃ¼hrer kann damit auch nicht vorgeworfen werden, dass er die Geburt seiner Tochter absichtlich verschwiegen hat</span>. <span>Denn die Zeugung der Tochter ist vorliegend insofern irrelevant, weil sie nach Erreichen der Dreijahresfrist erfolgte und keine RÃ¼ckschlÃ¼sse auf den Zustand seiner Ehe mit der Schweizerin wÃ¤hrend den relevanten ersten drei Ehejahren zulÃ¤sst</span>.</p> <p class="Erwgung2"><span>Nach dem Gesagten lÃ¤sst sich dem BeschwerdefÃ¼hrer gestÃ¼tzt auf die Akten eine TÃ¤uschungsabsicht nicht nachweisen. Der Widerruf der Aufenthaltsbewilligung und die Wegweisung waren demnach unzulÃ¤ssig</span>, das Familiennachzugsgesuch ist zu behandeln.</p> <p class="Urteilstext"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>