Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Geschäfts-Nr.: RC150001- O/U Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichter lic. iur. M. Spahn und Oberrichter Dr. M. Kriech sowie Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke Beschluss vom 11. Juni 2015 in Sachen A._____, Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin betreffend Bereinigung Zivilstandsregister (Kostenfolgen) - 2 - Erwägungen: 1. a) Am 5. März 2015 hatte die Gesuchstellerin beim Bezirksgericht Zürich (Vorinstanz) das Begehren gestellt, es sei im Zivilstandsregister ihr zweiter Vorname von " B._____" zu " B1._____" zu berichtigen (Urk. 1). Nach Einholung von Akten (Urk. 5/2 -3) und einer Stellungnahme des Gemeindeamts Zürich (Urk. 7) hatte die Vorinstanz der Gesuchsteller in offenbar telefonisch mitgeteilt, dass das Begehren als aussichtslos anzusehen sei (in den Akten nicht vermerkt). Am 30. April 2015 hatte die Gesuchstellerin daraufhin ihr Begehren zurückgezogen (Urk. 8). Mit Verfügung vom 7. Mai 2015 schrieb die Vorinstanz das Verfahren al s durch Rückzug erledigt ab, setzte die Entscheidgebühr auf Fr. 200. -- fest und auf- erlegte die Kosten der Gesuchstellerin (Urk. 9 = Urk. 11). b) Hiergegen hat die Gesuchstellerin am 27. Mai 2015 Beschwerde erho- ben und stellt den Beschwerdeantrag (Urk. 10 S. 2): "Ich bitte Sie deshalb, mir die Kosten von Fr. 200.-- zu erlassen." c) Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Da sich die Beschwer- de sogleich als unzulässig erweist, kann auf die Einholung einer Beschwerdean t- wort verzichtet werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 2. a) Die angefochtene Verfügung wurde am 8. Mai 2015 versandt und der Gesuchstellerin am 12. Mai 2015 zugestellt (Sendungsverfolgung bei Urk. 9). Die Frist zur Einreichung einer Beschwerde beträgt 10 Tage (Art. 321 Abs. 2 in Verbindung mit Art . 249 lit. a Ziff. 3 ZPO [Schweizer ische Zivilprozessordnung]), was auch von der Vorinstanz in der Rechtsmittelbelehrung (Urk. 11 Dispositiv Zi f- fer 5) korrekt dargelegt wurde. Die Frist lief demzufolge am Freitag, 22. Mai 2015, ab (Art. 142 ZPO). Die am 27. Mai 2015 zur Post gegebene Beschwerde ist damit verspätet erhoben worden. Auf die Beschwerde kann demzufolge nicht eingetr e- ten werden. b) Die Gesuchstellerin ist immerhin noch auf Folgendes hinzuweisen: Die Vorinstanz hat die Gebühr für ihr Verfahren äus serst bescheiden angesetzt (es besteht ein Rahmen von Fr. 100.-- bis Fr. 7'000. --; § 8 Abs. 4 der Gerichtsgebü h-- 3 - renverordnung). Die Gesuchstellerin hat durch die Einreichung ihres Begehrens dem Gericht Kosten verursacht. Diese Kosten waren ihr aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO) . Mit einer Gebühr von lediglich Fr. 200. -- sind jedoch die tatsächl i- chen Kosten der Vorinstanz nicht gedeckt. 3. a) Für das Beschwerdeverfahren beträgt der Streitwert Fr. 200. --. Die Entscheidgebühr ist in Anwendung von § 4 Abs. 1, § 8 Abs. 1, § 10 Abs. 1 und § 12 der Gerichtsgebührenverordnung auf Fr. 50.-- festzusetzen. b) Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss der unterliegenden Gesuchstellerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). c) Für das Beschwerdeverfah ren sind keine Parteientschädigungen zuzu- sprechen (Art. 95 Abs. 3, Art. 106 Abs. 1 ZPO). Es wird beschlossen: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 50.-- festgesetzt. 3. Die Gerichtskosten für das Beschwerdev erfahren werden der Gesuchstelle- rin auferlegt. 4. Für das Beschwerdeverfahren werden k eine Parteientschädigungen zug e- sprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Gesuchstellerin sowie an die Vorinstanz, je g e- gen Empfangsschein. Die erstinstanzlichen Ak ten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmi t- telfrist an die Vorinstanz zurück. 6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulä ssigkeit und Form einer solchen B e-- 4 - schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid i m Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine ver - mögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 200. –. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. Zürich, 11. Juni 2015 Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Der Gerichtsschreiber: lic. iur. F. Rieke versandt am: se