<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00025</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205743&amp;W10_KEY=4467136&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00025</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.03.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Tierschutz</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Beschlagnahmung von Katzen; Katzenhaltungs- und Katzenzuchtverbot:<br/><br/>Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E.1). Gesetzliche Grundlagen: Tierschutzgesetz und -verordnung (E.2). Die Katzenzucht der Beschwerdeführerin gab in den letzten 7 1/2 Jahren mehrmals zu Beanstandungen Anlass (E.3.1). Hygiene und Gesundheitszustand der Katzenzucht ist ungenügend (E.3.2). Auch bei einer geringeren Anzahl Katzen besteht keine Gewähr für genügende Zuchtverhältnisse (E.3.3). Die angeordneten Massnahmen - Katzenhaltungs- und Katzenzüchtungsverbot sowie definitive Beschlagnahmung der Tiere - ist angemessen und notwendig (E.3.4). Abweisung der Beschwerde (E.3.5). Kostenfolge (E.4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHLAGNAHME">BESCHLAGNAHME</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KATZE">KATZE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: TIERSCHUTZ">TIERSCHUTZ</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A, geboren 1952, zÃ¼chtet in X seit Mitte der Achtziger-Jahre Perserkatzen und verkauft diese. Im September 1994 kaufte die Kundin C bei ihr zwei Perserkatzen. Nach kurzer Zeit stellte sie fest, dass diese von einem Pilz befallen waren; ein Aidstest fiel positiv aus (Katzenaids FIV: durch das Feline ImmunschwÃ¤che-Virus ausgelÃ¶ste Infektionskrankheit). A reagierte auf die Reklamation der Kundin C nicht. In der Folge wurde ihre Katzenzucht von der Kantonspolizei ZÃ¼rich kontrolliert. Konkrete MissstÃ¤nde ergaben sich dabei nicht. Die Polizei klÃ¤rte A allerdings darÃ¼ber auf, dass der Katzenbestand an der oberen Grenze liege und dessen Reduktion sich positiv auf den Gesundheitszustand der Tiere auswirken kÃ¶nnte.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Am 28. Mai 1996 wandte sich Frau D an das kantonale VeterinÃ¤ramt und meldete massive MissstÃ¤nde in As Katzenzucht. Eine nach telefonischer VorankÃ¼ndigung vorgenommene Kontrolle durch den Bezirkstierarzt bestÃ¤tigte den Befund nicht, weil "die Leute" wohl die ganze Nacht geputzt hÃ¤tten. Eine Ã¤hnlich lautende Beschwerde wie D erhob Ã¼ber den ZÃ¼rcher Tierschutz Kundin E am 6. Januar 1997. Es folgte eine unangemeldete Kontrolle durch einen anderen Bezirkstierarzt am 24. MÃ¤rz 1997. Dabei wurden gravierende MissstÃ¤nde in As Katzenzucht aufgedeckt, vorab Ã¼berall prekÃ¤re hygienische VerhÃ¤ltnisse, penetranter Gestank nach Kot und Urin, verunreinigte Wasser- und FutternÃ¤pfe, ungenÃ¼gende Temperatur und viele Tiere mit trÃ¤nenden, verkrusteten Augen und ausgedehnten verfilzten Haarstellen. Mit VerfÃ¼gung vom 12. Februar 1997 erliess das kantonale VeterinÃ¤ramt konkrete Anordnungen betreffend regelmÃ¤ssige Reinigung der Einrichtungen sowie detaillierte Vorschriften zur Aufrechterhaltung der Hygiene, unter Androhung der Reduktion des Katzenbestandes. Zudem erhob die BehÃ¶rde Anzeige gegen A wegen Missachtung von Tierschutzvorschriften, was zu einer Busse von Fr. 100.- fÃ¼hrte. Am 2. Juni 1997 nahm der Bezirkstierarzt eine unangemeldete Kontrolle der Katzenzucht A vor. Er stiess auf ca. 70 Katzen und, neben gewissen Verbesserungen (KÃ¤fige im Rinderstall), insbesondere bezÃ¼glich Hygiene auf Ã¤hnlich schlechte VerhÃ¤ltnisse wie bei der letzten Kontrolle. Am 25. Juli 1997 wandte sich A an die KantonstierÃ¤rztin, weil die Kundin F den von ihr erworbenen Kater wegen FIP (Feline InfektiÃ¶se Peritonitis, Infektionskrankheit des Bauchfells) hatte einschlÃ¤fern mÃ¼ssen und sich deswegen beschwerte. Am 14. August 1997 verfÃ¼gte das VeterinÃ¤ramt wegen der mangelhaften Hygiene die Reduktion des Katzenbestandes auf 15 erwachsene Tiere zuzÃ¼glich einen Wurf pro ZuchtkÃ¤tzin pro Jahr ab Mitte 1999 und erliess detaillierte Anordnungen zum Vorgehen bei der Reduktion der Katzen als auch zur Aufrechterhaltung der Hygiene. AnlÃ¤sslich einer vom Statthalteramt veranlassten Kontrolle stellte der Umweltschutzdienst der Kantonspolizei einen Bestand von 38 Katzen fest und erkannte, dass verschiedene Auflagen der VerfÃ¼gung vom 14. August 1997 nicht eingehalten wurden. A wurde erneut verzeigt, was zu einer Busse von Fr. 50.- fÃ¼hrte.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Nachdem sich das VeterinÃ¤ramt ernsthaft damit befasst hatte, A die ZÃ¼chtung von Katzen zu untersagen und ihren Bestand auf wenige kastrierte Katzen zu reduzieren, verfÃ¼gte es am 20. Februar 1998 im Sinne einer letzten Chance, dass der Katzenbestand auf gesamthaft 25 Tiere zu reduzieren, darÃ¼ber Buch zu fÃ¼hren sei und die Massnahmen gemÃ¤ss VerfÃ¼gung vom 14. August 1997 kurzfristig umgesetzt werden mÃ¼ssten. A gestand grosse Verluste unter Jungtieren in der Zuchtsaison 1997 zu, bestritt aber die Ã¼brigen VorwÃ¼rfe des VeterinÃ¤ramtes. Am 26. Mai 1998 nahm der Bezirkstierarzt eine unangemeldete Kontrolle vor, wobei er die massive Reduktion des Katzenbestandes bestÃ¤tigte. Allerdings stellte er eine nur rudimentÃ¤re Bestandeskontrolle sowie eine noch nicht ausreichende Hygiene fest. Eine Nachkontrolle, welche erst beim dritten Versuch Ende Dezember 1998 gelang, belegte eine weitere Verbesserung der VerhÃ¤ltnisse. Bei der Nachkontrolle vom 17. November 2001 erhielt der Bezirkstierarzt erst Einlass in die Katzenzucht, kurz bevor die aufgebotene Kantonspolizei eintraf. A war nicht anwesend, jedoch deren Ehemann. Es wurde kein besonderer Befund erhoben. Am 30. Dezember 2001 beschwerte sich A beim Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich Ã¼ber das Vorgehen des VeterinÃ¤ramtes und des Bezirkstierarztes und bestritt MÃ¤ngel in ihrer Katzenzucht. Die Gesundheitsdirektion erachtete das Verhalten der BehÃ¶rden als gerechtfertigt.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Am 18. Februar 2002 wandte sich die Redaktorin einer Tierzeitschrift an das VeterinÃ¤ramt und beschwerte sich Ã¼ber Ã¼ble ZustÃ¤nde in der Katzenzucht A. Am 3. September 2003 erfolgte eine Kontrolle durch den Bezirkstierarzt, wobei sich die beanstandeten ZustÃ¤nde nicht feststellen liessen. Am 10. April 2005 wandten sich die Kunden G und H an das VeterinÃ¤ramt. Sie hatten anfang Januar zwei junge Perserkatzen bei A gekauft und kurz darauf bei diesen Katzenschnuppen und Pilzbefall festgestellt; vom Pilz wurden auch die Kunden befallen. Ferner bezeichneten sie gewisse RÃ¤umlichkeiten bei A als unsauber. AnlÃ¤sslich der am 20. Juni 2005 vorgenommenen Kontrolle â wiederum unter Beizug der Polizei â stellte der Bezirkstierarzt insgesamt 41 Tiere, davon 28 Katzen, in der Katzenzucht A fest. Ferner waren die hygienischen VerhÃ¤ltnisse sehr mangelhaft, zeigte die Mehrheit der Katzen einen hohen Verfilzungsgrad und konnte die jÃ¤hrliche Wurfzahl nicht eruiert werden. Am 6. Juli 2005 wandte sich der von A beigezogene Rechtsvertreter an das VeterinÃ¤ramt und bestritt im Wesentlichen den Kontrollbericht vom 21. Juni 2005 sowie die Notwendigkeit der EinschrÃ¤nkung des Katzenbestandes und bat um Lockerung der Vorschriften, worauf sich das VeterinÃ¤ramt jedoch nicht einliess. AnlÃ¤sslich der Kontrolle vom 17. August 2005 stiess der Kantonstierarzt auf 26 Katzen in mehrheitlich schlechtem Zustand. Im Keller bei der Heizung fanden sich weitere 19 Katzen in KÃ¤figen unter misslichen VerhÃ¤ltnissen in ebenfalls Ã¼berwiegend schlechtem Zustand. Die Hygiene war allgemein unzureichend. Der Kantonstierarzt beschlagnahmte alle 45 Katzen; 13 untersuchte er in seiner Praxis, die restlichen 32 wurden in einer Tierklinik und spÃ¤ter in einem Tierheim untergebracht. Von den beschlagnahmten Tieren mussten etwa die HÃ¤lfte wegen ihres mangelhaften gesundheitlichen Zustandes euthanasiert werden. Mehrere Katzen gebaren nur tote Welpen, oder deren neugeborene Welpen starben kurz nach der Geburt. Der beschlagnahmte Katzenbestand reduzierte sich damit stark, doch kamen im Tierheim auch wieder Jungtiere hinzu. Am 23. August 2005 listete das VeterinÃ¤ramt die VersÃ¤umnisse von A detailliert auf, wozu sie Stellung nehmen konnte. Mit VerfÃ¼gung vom 14. September 2005 beschlagnahmte die BehÃ¶rde alle vorgefundenen Katzen definitiv (Dispositiv-Ziffer I) und sprach gegenÃ¼ber A ein Katzenhaltungs- und Katzenzuchtverbot aus (Dispositiv-Ziffer II). Einem allfÃ¤lligen Rekurs gegen Dispositiv-Ziffer II entzog das VeterinÃ¤ramt die aufschiebende Wirkung.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen liess A am 14. Oktober 2005 Rekurs bei der Gesundheitsdirektion erheben und beantragen, es sei die VerfÃ¼gung vom 14. September 2005 aufzuheben, eventualiter sei ihr zu erlauben, maximal sechs ZuchtkÃ¤tzinnen und zwei Zuchtkater zu halten, und es seien zwei WÃ¼rfe pro Jahr und Katze zuzulassen. A anerkannte, 40 Katzen nicht professionell betreuen zu kÃ¶nnen. Dass sich die VerhÃ¤ltnisse nach der Reduktion des Bestandes (vorn E. I.C) wieder massiv verschlechtert hatten, schrieb sie ihrer schwierigen persÃ¶nlichen und familiÃ¤ren Situation zu. Seit einem Jahr in psychiatrischer Behandlung vermÃ¶chte sie nunmehr aber wieder Katzen zu betreuen. DemgegenÃ¼ber zeigte sich das VeterinÃ¤ramt in der Rekursantwort nach der ganzen Vorgeschichte unnachgiebig gegenÃ¼ber A. Am 25. November 2005 wies die Gesundheitsdirektion den Rekurs ab. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen liess A am 17. Januar 2006 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich erheben, wobei sie die Aufhebung der VerfÃ¼gung vom 25. November 2005 verlangte. Sie stellte denselben Eventualantrag wie im Rekursverfahren und ergÃ¤nzte diesen mit dem Antrag, es seien alle zwei Monate wÃ¤hrend einer Dauer von zwei Jahren tierÃ¤rztliche Kontrollen durch einen Tierarzt nach ihrer Wahl vorzunehmen, mit Berichterstattung an das VeterinÃ¤ramt. Dieses beantragte in der Beschwerdeantwort vom 17. Februar 2006 Abweisung der Beschwerde und verlangte den Entzug der aufschiebenden Wirkung bezÃ¼glich Dispositiv-Ziffer I der VerfÃ¼gung vom 14. September 2005 (definitive Beschlagnahmung der Katzen), damit diese geeignet platziert werden kÃ¶nnten und nicht lÃ¤nger Kosten des Tierheims aufliefen. Die Gesundheitsdirektion sprach sich in der Vernehmlassung vom 21. Februar 2006 fÃ¼r Abweisung der Beschwerde aus.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts ergibt sich vorliegend aus § 41 in Verbindung mit § 19b Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG), wonach das Verwaltungsgericht Beschwerden gegen letztinstanzliche Anordnungen von VerwaltungsbehÃ¶rden, darunter namentlich Direktionen, beurteilt. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Die Beschwerdegegnerin verlangt den Entzug der aufschiebenden Wirkung betreffend die definitive Beschlagnahmung und geeignete Platzierung der Katzen aus der Katzenzucht A. Da Ã¼ber die Beschwerde sogleich entschieden wird, erÃ¼brigt sich ein separater Entscheid Ã¼ber den beantragten Entzug der aufschiebenden Wirkung.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Das Tierschutzgesetz vom 9. MÃ¤rz 1978 (TSchG, SR 455) gilt fÃ¼r Wirbeltiere und ordnet das Verhalten des Menschen gegenÃ¼ber dem Tier; es dient dessen Schutz und Wohlbefinden (Art. 1 Abs. 1 und 2 TSchG). Tiere sind so zu behandeln, dass ihren BedÃ¼rfnissen in bestmÃ¶glicher Weise Rechnung getragen wird. Wer mit Tieren umgeht, hat, soweit es der Verwendungszweck zulÃ¤sst, fÃ¼r deren Wohlbefinden zu sorgen (Art. 2 Abs. 1 und 2 TSchG). Wer ein Tier hÃ¤lt oder betreut, muss es angemessen nÃ¤hren, pflegen und ihm soweit nÃ¶tig Unterkunft gewÃ¤hren (Art. 3 Abs. 1 TSchG). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Nach Art. 1 Abs. 1 und 2 der Tierschutzverordnung vom 27. Mai 1981 (TSchV, SR 455.1) sind Tiere so zu halten, dass ihre KÃ¶rperfunktionen und ihr Verhalten nicht gestÃ¶rt werden und ihre AnpassungsfÃ¤higkeit nicht Ã¼berfordert wird. FÃ¼tterung, Pflege und Unterkunft sind angemessen, wenn sie nach dem Stand der Erfahrung und den Erkenntnissen der Physiologie, Verhaltenskunde und Hygiene den BedÃ¼rfnissen der Tiere entsprechen. Die Pflege muss haltungsbedingte Krankheiten und Verletzungen verhindern sowie das arteigene Pflegeverhalten der Tiere ersetzen, soweit dieses durch die Haltung eingeschrÃ¤nkt und fÃ¼r die Gesundheit erforderlich ist. Der Tierhalter muss das Befinden der Tiere sowie die Einrichtungen genÃ¼gend oft Ã¼berprÃ¼fen und MÃ¤ngel an den Einrichtungen, die das Befinden der Tiere beeintrÃ¤chtigen, unverzÃ¼glich beheben oder aber andere geeignete Massnahmen zum Schutz der Tiere treffen. Kranke und verletzte Tiere muss der Tierhalter unverzÃ¼glich ihrem Zustand entsprechend unterbringen, pflegen und behandeln oder aber tÃ¶ten (Art. 3 TSchV). RÃ¤ume, in denen Tiere gehalten werden, mÃ¼ssen so gebaut, betrieben und gelÃ¼ftet werden, dass ein den Tieren angepasstes Klima erreicht wird (Art. 7 Abs. 1 TSchV). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die mit dem Vollzug des Tierschutzgesetzes beauftragten BehÃ¶rden haben Zutritt zu den RÃ¤umen, Einrichtungen, Fahrzeugen, GegenstÃ¤nden und Tieren; dabei haben sie die Eigenschaft von Beamten der gerichtlichen Polizei (Art. 34 TSchG). Die BehÃ¶rde schreitet unverzÃ¼glich ein, wenn feststeht, dass Tiere stark vernachlÃ¤ssigt oder vÃ¶llig unrichtig gehalten werden. Sie kann Tiere vorsorglich beschlagnahmen und sie auf Kosten des Halters an einem geeigneten Ort unterbringen. Wenn nÃ¶tig, lÃ¤sst sie die Tiere verkaufen oder tÃ¶ten. Sie kann dafÃ¼r die Hilfe der Polizeiorgane in Anspruch nehmen (Art. 25 TSchG). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Verwaltungsmassnahmen mÃ¼ssen zur Verwirklichung des im Ã¶ffentlichen Interesse liegenden Ziels geeignet und notwendig sein. Ferner muss der angestrebte Zweck in einem vernÃ¼nftigen VerhÃ¤ltnis zu den FreiheitsbeschrÃ¤nkungen liegen, die den Privaten auferlegt werden. Der staatliche Eingriff erweist sich als gerechtfertigt, wenn ein das private Interesse Ã¼berwiegendes Ã¶ffentliches Interesse daran besteht (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A. ZÃ¼rich etc. 2002, N. 581, 587 ff., 615).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤lt vorerst fest, dass ihre Katzenzucht vom 16. Dezember 1997 bis zum 21. Juni 2006, also wÃ¤hrend 7 ½ Jahren, zu keinen Beanstandungen Anlass gegeben habe. So sei sie durchaus in der Lage, 15 erwachsene Tiere sowie die Jungtiere aus 6 WÃ¼rfen pro Jahr artgerecht zu halten, umso mehr, als sie ihr Gehege in den letzten Jahren umfassend ausgebaut und fÃ¼r Katzen sehr komfortabel eingerichtet habe. </p> <p class="Erwgung2">Dies wird von der Vorinstanz und vom Beschwerdegegner zu Recht bestritten (vorn E. I.B+C). AnlÃ¤sslich der vom Statthalter angeordneten, am 16. Dezember 1997 vorgenommenen Kontrolle wurde eine nach wie vor ungenÃ¼gende Hygiene und eine mangelhafte Pflege der Tiere festgestellt. Mit der blossen Feststellung waren diese MissstÃ¤nde natÃ¼rlich nicht behoben, weshalb der Beschwerdegegner am 20. Februar 1998 weitere Massnahmen in ErgÃ¤nzung zu seiner VerfÃ¼gung vom 14. August 1997 anordnete. Im Schreiben vom 12. Februar 1998 anerkannte die BeschwerdefÃ¼hrerin selber, dass sie 1997 die Hygiene nicht habe sicherstellen kÃ¶nnen. Im Kontrollbericht vom 31. Mai 1998 erkannte der Bezirkstierarzt eine nur rudimentÃ¤re Bestandeskontrolle und eine noch nicht ausreichende Hygiene. Noch am 29. Dezember 1998 wurde eine starke Verfilzung des Haarkleides der Katzen festgestellt, bei allerdings verbesserter Hygiene und gutem Gesundheitszustand der Katzen. AnlÃ¤sslich der Kontrolle vom 17. November 2001 wurde das Zuchtkontrollbuch nicht vorgelegt und intensiver Geruch von Urin festgestellt. Danach ergaben sich anlÃ¤sslich der wenigen Nachkontrollen keine gravierenden MÃ¤ngel in der Katzenzucht mehr. Jedoch meldeten sich bereits am 10. April 2005 erneut Kunden, deren bei der BeschwerdefÃ¼hrerin erworbenen Katzen krank waren (vorn E. I.D), was zu erneuten Kontrollen im Juni und August 2005 fÃ¼hrte. Die Katzenzucht der BeschwerdefÃ¼hrerin war demnach nur wÃ¤hrend etwas mehr als drei Jahren bei reduziertem Katzenbestand nicht zu beanstanden. Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin ausfÃ¼hren lÃ¤sst, sie habe ihr Gehege fÃ¼r die Katzen sehr komfortabel ausgebaut, erklÃ¤rt dies zudem nicht, weshalb an der Kontrolle vom 17. August 2005 im Keller neben einem qualmenden Ofen, in dem Kehricht verbrannt wurde, und bei ungenÃ¼gender Beleuchtung (dazu Art. 14 Abs. 2 TSchV) weitere 19 Katzen in GitterkÃ¤figen gefunden wurden.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Zum Gesundheitszustand der Katzen verweist die BeschwerdefÃ¼hrerin auf die Rekursschrift, wonach sie sich unter normalen Bedingungen die nÃ¶tige Zeit fÃ¼r die Pflege und Aufzucht der Katzen nehme, da sie tagsÃ¼ber zuhause sei und die Katzenhaltung einen wesentlichen Teil ihres Tagesablaufs dominiere. Ausserdem habe sie mit ihrem Katzenbestand an einem Projekt mit dem Tierspital ZÃ¼rich mitgemacht, um kÃ¼nftig Erkrankungen der Welpen zu vermeiden. Danach habe sie einen Kater und sechs KÃ¤tzinnen aus ihrem Bestand entfernt. Seither seien die Tiere unter regelmÃ¤ssiger Kontrolle der TierÃ¤rztin. Wenn dennoch wieder FIP bei Katzen festgestellt worden sei, treffe sie kein Vorwurf, weil sie alles unternommen habe, um solche Erkrankungen zu vermeiden. Seit Ende 2001 werde der Katzenbestand regelmÃ¤ssig gegen Leukose geimpft. Es seien keine Krankheiten festgestellt worden. Allerdings kÃ¶nnten Leukose und FIP-Erkrankungen stressbedingt ausbrechen, was fÃ¼r einen Laien schlecht erkennbar sei.</p> <p class="Urteilstext">DemgegenÃ¼ber hÃ¤lt der Beschwerdegegner fest, wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin sich tatsÃ¤chlich derart intensiv um ihre Katzen bemÃ¼ht hÃ¤tte, wÃ¤re ihr Versagen als ZÃ¼chterin angesichts des desolaten Zustandes der Katzen noch deutlicher. AnlÃ¤sslich der vorsorglichen Beschlagnahmung der Tiere hÃ¤tten von den 45 vorgefundenen Katzen lediglich drei KÃ¤tzinnen sowie fÃ¼nf Neugeborene keine Probleme aufgewiesen. Ferner hÃ¤tten mehrere Tiere euthanasiert werden mÃ¼ssen (dazu auch vorn E. I.D). Angesichts der festgestellten Krankheiten, der Verfilzungen bis zur Filzplattenbildung und des Durchfallkotes im Haarkleid von Katzen kÃ¶nne nicht von einem Ã¼berdurchschnittlichen Einsatz der BeschwerdefÃ¼hrerin gesprochen werden.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.1 </b>Vorerst widerspricht die Tatsache, dass der Kantonstierarzt bei mehreren Kontrollen die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht antraf und einige Kontrollen erst nach mehreren AnlÃ¤ufen durchgefÃ¼hrt werden konnten, dem Vorbringen, wonach sich die BeschwerdefÃ¼hrerin den ganzen Tag um ihre Katzen wie Familienmitglieder gekÃ¼mmert habe. Zudem liess die BeschwerdefÃ¼hrerin entgegen ihrem Vorbringen noch am 6. Juli 2005 von ihrem damaligen Vertreter ausfÃ¼hren, es kÃ¶nne von ihr nicht verlangt werden, dass stets jemand zu Hause sei wegen den Katzen oder wegen den Kontrollen, und sie kÃ¶nne nicht ununterbrochen zuhause sein.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.2 </b>Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin auf die Zusammenarbeit mit dem Tierspital hinweist, ergeben die Akten ein anderes Bild. Von den bei ihr 1997 geworfenen Katzenwelpen gingen 25 ein. In der Folge nahm sie mit ihrem Katzenbestand an einem Forschungsprojekt des Tierspitals ZÃ¼rich (Prof. I) teil, wonach die Welpen sechs Wochen nach der Geburt in einem separaten gereinigten Raum von der Mutter getrennt und anschliessend geimpft werden, um einen guten Impfschutz gegen Coronarviren zu erreichen. Zwingend mit diesem Forschungsprojekt verbunden war eine peinlich genau einzuhaltende Hygiene, um den Erfolg der Impfung sicherzustellen. GemÃ¤ss Angaben von Prof. I fiel die BeschwerdefÃ¼hrerin mit ihrem Katzenbestand aber aus diesem Forschungsprojekt hinaus wegen der mangelhaften Hygiene in ihrer Zucht und ihrer diesbezÃ¼glichen Uneinsichtigkeit. Aus der Teilnahme an diesem Projekt kann die BeschwerdefÃ¼hrerin daher gerade nichts zu ihren Gunsten ableiten.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.3 </b>Inwiefern die BeschwerdefÃ¼hrerin "alles" unternommen hat, um Krankheiten in ihrem Katzenbestand zu vermeiden, kann dahingestellt bleiben. Die Tatsachen sprechen eine andere Sprache. Sowohl die Kunden G und H (vorn E. I.D) im Jahr 2005 sowie die Kundin J 1992 stellten Pilzbefall der Katzen fest, der auf sie bzw. auf deren Kind Ã¼berging. Die Kundinnen F und K mussten ihre im Jahr 2003 erworbenen Katzen nach kurzer Zeit wegen FIP einschlÃ¤fern lassen. Aus dem Sachverhalt geht hervor, dass etwa die HÃ¤lfte des vorgefundenen Bestandes von 45 Katzen euthanasiert werden musste, viele Totgeburten stattfanden, Welpen starben und bei mehreren Katzen ein mangelhafter gesundheitlicher Zustand vorlag (vorn E. I.D). Dass die BeschwerdefÃ¼hrerin am Tag vor der Kontrolle vom 17. August 2005 die Welpen zur TierÃ¤rztin gebracht und diese keine Erkrankungen festgestellt haben will, Ã¤ndert an den belegten Tatsachen nichts. Die festgestellten Erkrankungen der Tiere kÃ¶nnen in dieser HÃ¤ufigkeit zudem weder auf "Stress" zurÃ¼ckgefÃ¼hrt werden, noch bilden sie Zeugnis fÃ¼r eine umsichtige, aufmerksame Pflege der Tiere.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.4 </b>Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin die zugestandene mangelhafte Hygiene damit rechtfertigen will, dass die Kontrollen vom 21. (recte: 20.) Juni und 17. August 2005 vor der tÃ¤glichen Reinigung der Gehege vorgenommen worden seien, ist ihr ebenfalls nicht zu folgen. Die Kontrolle am 20. Juni 2005 fand um ca. 15.15 Uhr statt, nachdem der Bezirkstierarzt einmal mehr nur unter Schwierigkeiten Einlass in die Katzenzucht gefunden hatte. Um 15.30 Uhr waren die Katzengehege noch nicht gereinigt worden. Allerdings zeigten die hygienischen VerhÃ¤ltnisse, dass die Gehege vermutlich seit mehr als 24 Stunden nicht mehr gereinigt worden waren und eine Reinigung nicht tÃ¤glich erfolgte (entgegen den Anordnungen in der VerfÃ¼gung vom 14. August 1997). Dasselbe lÃ¤sst sich aus den hygienemÃ¤ssig desolaten ZustÃ¤nden, angetroffen an der Kontrolle vom 17. August 2005, um 08.20 Uhr herleiten. Es mag zwar zutreffen, dass um diese Zeit eine Reinigung der KÃ¤fige und Gehege noch nicht hatte stattfinden kÃ¶nnen. Indessen zeigte der Zustand, in dem die Katzen und ihre BehÃ¤ltnisse aufgefunden wurden, dass auch eine Reinigung im Umfang der tÃ¤glichen Reinigung die notwendige Sauberkeit nicht hÃ¤tte herstellen kÃ¶nnen, insbesondere nicht im stark verschmutzten Kellerraum.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, der Grund fÃ¼r die VernachlÃ¤ssigung der Katzen liege allein in der hohen Zahl, welche sie Ã¼berfordere. Das trifft indessen nicht zu. Zweifellos verschÃ¤rfte die hohe Zahl an Katzen die ungenÃ¼genden ZustÃ¤nde in der Katzenzucht der BeschwerdefÃ¼hrerin, wobei sie es in der Hand gehabt hÃ¤tte, sich bestandesmÃ¤ssig an die Vorgaben des Beschwerdegegners zu halten. Indessen bestand ihr Versagen nicht allein darin, sondern ist eine an sich mangelhafte Haltung der Katzen festzustellen. So liess die BeschwerdefÃ¼hrerin, wie bereits erwÃ¤hnt, selber ausfÃ¼hren, sie kÃ¶nne wegen der Katzen nicht immer zuhause sein. Ferner ging sie auf Reklamationen von Kunden, die sie auf Krankheiten bei von ihr erworbenen Tieren hinwiesen, in aller Regel nicht ein, obwohl sie doch ein Interesse an einem durchwegs gesunden Katzenbestand hÃ¤tte haben mÃ¼ssen. Ihre Angaben, wonach sie sich bestmÃ¶glich um die Gesundheit der Tiere bemÃ¼ht habe, stehen zudem in krassem Gegensatz zum Schicksal der im August 2005 beschlagnahmten Tiere, insbesondere auch der Katzenwelpen, die ja tags zuvor sÃ¤mtliche als gesund beurteilt worden sein sollen und von denen dennoch eine Vielzahl starb (vorn E. 3.2.3). Bereits 1994 wurde die BeschwerdefÃ¼hrerin auf eine Reduktion des Katzenbestandes hingewiesen, um dessen Gesundheitszustand zu verbessern, ohne dass sie jedoch dazu irgendwelche AktivitÃ¤ten unternommen hÃ¤tte; noch im Juli 2005 verlangte sie vielmehr eine Lockerung der Vorschriften bezÃ¼glich der Haltung einer beschrÃ¤nkten Anzahl von Tieren, um sich anschliessend darÃ¼ber hinwegzusetzen. Insbesondere hielt die BeschwerdefÃ¼hrerin im Wissen um den von ihr einzuhaltenden beschrÃ¤nkten Bestand an Katzen im Sommer 2005 weitere 19 Tiere im Keller unter misslichen Bedingungen versteckt. Diese sollten dem kontrollierenden Tierarzt offensichtlich bewusst vorenthalten bleiben. Die ganze Geschichte zeigt, dass sich die VerhÃ¤ltnisse bei der BeschwerdefÃ¼hrerin im Sommer 2005 wieder etwa so wie 1997 prÃ¤sentierten, als die BehÃ¶rde erstmals zum Schutz der Katzen eingreifen musste. Die BeschwerdefÃ¼hrerin bietet deshalb auch bei einem reduzierten Katzenbestand weder GewÃ¤hr dafÃ¼r, dass sich dieser Bestand nicht vergrÃ¶ssere und tiergerecht gepflegt werde, noch dafÃ¼r, dass sie sich Ã¼berhaupt an einen vorgeschriebenen Bestand an Katzen halte. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.1 </b>Daran Ã¤ndert sich nichts dadurch, dass eine befreundete RechtsanwÃ¤ltin die BeschwerdefÃ¼hrerin ermuntert haben soll, den Katzenbestand Ã¼ber den neu gegrÃ¼ndeten Verein "L" zu vergrÃ¶ssern. SÃ¤mtliche Anordnungen des Beschwerdegegners betrafen immer nur die BeschwerdefÃ¼hrerin persÃ¶nlich und nicht diesen Verein. Selbst wenn sie in juristischen Belangen unerfahren sein sollte â dagegen spricht jedoch die Formulierung ihrer KaufvertrÃ¤ge fÃ¼r Katzen â, ist auch fÃ¼r einen juristischen Laien erkennbar, wann sich eine Anordnung der BehÃ¶rde an ihn allein richtet, sodass nicht ein Verein vorgeschoben werden kann. Trotz des behaupteten grossen und zufriedenen Kundenstamms der BeschwerdefÃ¼hrerin ist immerhin darauf hinzuweisen, dass mehrere Beschwerden Ã¼ber ihre Katzenzucht von Kunden oder Interessenten an einer Perserkatze erhoben wurden. Im Ãbrigen machen auch Ãusserungen zufriedener Kunden die festgestellten desolaten VerhÃ¤ltnisse nicht ungeschehen.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.2 </b>Des Weiteren beruft sich die BeschwerdefÃ¼hrerin auf ihre schlechte psychische Verfassung, in der sie sich im ersten Halbjahr 2005 befunden habe. GemÃ¤ss Rekursschrift, auf die verwiesen wird, hÃ¤tten sich im ersten Halbjahr 2005 Probleme ergeben, weil die Ã¤ltere Tochter eine Beziehung mit einem arbeitslosen Schwarzafrikaner eingegangen war, der am 20. Januar 2005 ein Kind entsprang, um das sich die BeschwerdefÃ¼hrerin als "Ersatzmutter" habe kÃ¼mmern mÃ¼ssen. Der Sohn habe zudem erheblich gegen das Strassenverkehrsrecht verstossen, weshalb sie ihn unterstÃ¼tzt habe. Diese Probleme mÃ¶gen die BeschwerdefÃ¼hrerin zwar beansprucht haben. Angesichts des hier zu Lande ausgebauten sozialen Netzes mit zunehmend bereitgestellten KrippenplÃ¤tzen und TageskinderstÃ¤tten bestand immerhin keine Notwendigkeit, sich in die Funktion einer Ersatzmutter drÃ¤ngen zu lassen. Inwieweit das Engagement fÃ¼r den Sohn notwendig war, geht aus der Rekursschrift nicht hervor. Jedenfalls rechtfertigen diese UmstÃ¤nde die VernachlÃ¤ssigung der Katzenzucht in keiner Weise. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.3 </b>Ob und aus welchen GrÃ¼nden die BeschwerdefÃ¼hrerin auf einen Zusatzverdienst aus der Katzenzucht angewiesen ist, kann dahingestellt bleiben. Selbst wenn sie es wÃ¤re, rechtfertigte es sich nicht, sie unter den gegebenen VerhÃ¤ltnissen erneut zur Katzenzucht zuzulassen. Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus dem Ã¤rztlichen Zeugnis vom 13. Oktober 2005, wonach ihr Gesundheitszustand von einer intakten Umgebung und dem GefÃ¼hl, durch ihre Arbeitsleistung etwas wert zu sein und den anderen dadurch Freude zu bereiten, abhÃ¤ngig sei. Wie der Beschwerdegegner zu Recht ausfÃ¼hrt, geht daraus die psychische StabilitÃ¤t der BeschwerdefÃ¼hrerin gerade nicht hervor. Entsprechend lÃ¤sst sich nach dem Vorgefallenen kein Experiment mit der erneuten Katzenzucht wagen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Insgesamt ist nach dem AusgefÃ¼hrten festzuhalten, dass die angeordneten Massnahmen â Katzenhaltungs- und KatzenzÃ¼chtungsverbot ebenso wie die definitive Beschlagnahmung der Tiere â als geeignet und notwendig erscheinen, um die MissstÃ¤nde in der Katzenzucht der BeschwerdefÃ¼hrerin zu beheben. Wie dargelegt, bietet sie keine GewÃ¤hr fÃ¼r tief greifende Ãnderungen bei erneuter Zulassung zur Katzenzucht. Insofern erscheint das Ã¶ffentliche Interesse daran, dass Katzen nur unter stÃ¤ndiger Einhaltung der massgebenden Vorschriften des Tierschutzgesetzes gezÃ¼chtet werden und aufwachsen dÃ¼rfen, weitaus hÃ¶her als das Interesse der BeschwerdefÃ¼hrerin an einem Nebenverdienst aus der Katzenzucht. Im Ãbrigen lÃ¤sst sich auf die zutreffenden AusfÃ¼hrungen im angefochtenen Entscheid verweisen (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Dem Eventualantrag der BeschwerdefÃ¼hrerin, wonach ein Katzenbestand von maximal sechs ZuchtkÃ¤tzinnen und zwei Katern zu Zuchtzwecken und pro Jahr und Katze maximal zwei WÃ¼rfe zuzulassen seien, unter der zweimonatlichen Kontrolle durch einen Tierarzt ihrer Wahl wÃ¤hrend zwei Jahren, ist ebenfalls nicht zu folgen. Inwieweit sich von der BeschwerdefÃ¼hrerin beauftragte TierÃ¤rzte ihr gegenÃ¼ber durchzusetzen vermÃ¶chten, ist fraglich. Zudem wÃ¼rden solche Kontrollen nicht unangemeldet erfolgen und wÃ¤ren deshalb von zweifelhaftem Nutzen. Schliesslich kÃ¤me einem Tierarzt nach Wahl der BeschwerdefÃ¼hrerin auch keine Polizeigewalt zu (vorn E. 2.3). Nachdem die BeschwerdefÃ¼hrerin ihrerseits wie dargelegt keine GewÃ¤hr dafÃ¼r bietet, sich an einen reduzierten Katzenbestand zu halten, wÃ¤re dies auch mit Kontrollen von TierÃ¤rzten ihrer Wahl kaum gewÃ¤hrleistet. Anderseits bietet die BeschrÃ¤nkung der Kontrollen auf nur zwei Jahre keine GewÃ¤hr dafÃ¼r, dass sich die BeschwerdefÃ¼hrerin kÃ¼nftig an eine beschrÃ¤nkte Zahl von Katzen halten wÃ¼rde, wie ihre Geschichte ja gezeigt hat.</p> <p class="Urteilstext">Entsprechend ist die Beschwerde vollumfÃ¤nglich abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Verfahrens der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine EntschÃ¤digung ist nicht zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG). Eine solche EntschÃ¤digung ist indessen auch dem obsiegenden Beschwerdegegner nicht zuzusprechen. Die Beantwortung von Rechtsmitteln gehÃ¶rt zu seinem angestammten Aufgabenbereich, was eine ParteientschÃ¤digung zu dessen Gunsten zwar nicht von vornherein ausschliesst, jedoch nur dann als gerechtfertigt erscheinen lÃ¤sst, wenn die Beantwortung des Rechtsmittels mit einem ausserordentlichen Aufwand verbunden war (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 17 N. 19 mit Hinweisen).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es werden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>