<h2>SubmittedText<h2><p>Die Stadtregierung von Bern hat kürzlich mitgeteilt, dass sie entschieden hat, die Vereinbarung über die Finanzierung der kantonalen französischsprachigen Schule in Bern zu kündigen. Die Kosten für diese öffentliche Institution, die vor allem von Kindern der Angestellten des Bundes und der Botschaften besucht wird, belaufen sich auf 3,5 Millionen Franken pro Jahr. Seit 1982 trägt der Kanton 65 Prozent, der Bund 25 Prozent und die Gemeinde 10 Prozent dieser Kosten. Der Anteil der Stadt Bern, der nun wegfallen wird, beträgt etwas mehr als 300 000 Franken pro Jahr. Welche Massnahmen gedenkt der Bundesrat zu treffen, um die Finanzierung und den Fortbestand dieser Schule zu sichern, die Wesentliches beiträgt zur Mehrsprachigkeit der Schweiz und zum Schutz und zur Förderung des Status von Bern als Bundeshauptstadt?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Für den Bundesrat ist die Existenz der französischsprachigen Schule in der Bundesstadt sowohl aus der Sicht der Bundesinstitutionen als auch aus der Sicht der Landessprachen ein wichtiges Element. Diese Schule nimmt Kinder französischsprachiger Bediensteter des Bundes und anderer gesamtschweizerischer Organisationen als auch solche des diplomatischen Corps auf. Der Bundesrat ist fest entschlossen, den Bundesbeitrag an den Betrieb dieser Schule weiterhin zu leisten.</p><p>Die französischsprachige Schule in Bern ist eine kantonalbernische Schule. Der Bund leistet an deren Betrieb 25 Prozent, und die Stadt Bern trug bisher 10 Prozent bei. Der Bundesrat bedauert den Rückzug der Stadt Bern ausserordentlich. Durch die neu entstandene Situation ist aber in erster Linie der Kanton als Träger der Schule angesprochen und gefordert. Im Rahmen des bestehenden Gesetzes (BG über Beiträge für die kantonale französischsprachige Schule in Bern; SR 411.3) ist der Bund nicht in der Lage, den durch den Rückzug der Stadt entstandenen Ausfall zu kompensieren. Der Bund ist aber auf Einladung des Kantons und der Stadt Bern bereit, gemeinsam zu prüfen, wie die gute Unterrichtsqualität der französischsprachigen Schule auch inskünftig aufrechterhalten werden kann.</p>  Antwort des Bundesrates.