<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00205</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106959&amp;W10_KEY=13013575&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00205</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 27.11.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Zulässiger Verzicht auf Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands wegen Unverhältnismässigkeit und zeitlicher Beschränkung des rechtswidrigen Zustands. Legitimation fraglich, jedoch bereits im Bewilligungsverfahren bejaht (E.1). Über die Frage der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands wurde noch nicht geurteilt (E. 2). Verhältnismässigkeit (E. 3). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NE BIS IN IDEM">NE BIS IN IDEM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHES INTERESSE">ÃFFENTLICHES INTERESSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIENTSCHÃDIGUNG">PARTEIENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSKRAFT">RECHTSKRAFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZEITLICHE BESCHRÃNKUNG">ZEITLICHE BESCHRÃNKUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 265 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">§ 341 PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">BEZ 2003 Nr. 5</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 5 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. </span>Am 22. Juni 1999 erteilte die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich C eine (be­fristete) Aus­nah­mebewilligung fÃ¼r die Erweiterung des am 23. September 1998 bewilligten Ver­pfle­­gungs­­standes mit WC-GebÃ¤ude durch den Anbau eines unbeheizten Wintergartens als Klein­­res­taurant und eines Schuppens mit neuer WC-Anlage auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 01 in X. Noch vor Rechtskraft der Bewilligung erstellte C den Schuppen mit WC-Anlage sowie an­stelle des Wintergartens ein Zelt fÃ¼r die Bewirtung der GÃ¤ste. Einen gegen die Bewilligung er­hobenen Rekurs der A AG hiess die Baurekurskom­mis­sion I am 28. April 2000 gut und hob die Bau­bewilligung auf. Eine gegen den Rekursentscheid erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht am 15. November 2000 ab. Das statt des Wintergartenanbaus errich­te­te Zelt wurde nach behÃ¶rdlicher Intervention anfangs April 2001 entfernt. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Beschluss vom 25. Juli 2001 verzichtete die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich einstweilen auf die Beseitigung des Schuppens mit WC-Anlage; die entschÃ¤digungslose Beseitigung habe spÃ¤testens dann zu erfolgen, wenn der dortige Andreasgraben frei gelegt wÃ¼rde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Den gegen den Beschluss vom 25. Juli 2001 von der A AG ZÃ¼rich erhobenen Re­kurs wies die Baurekurskommission I am 17. Mai 2002 ab. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 24. Juni 2002 liess die A AG ZÃ¼rich dem Verwaltungsge</span></p> <p class="Einzug1"><span>richt beantragen, den Rekursentscheid aufzuheben und die Wiederherstellung des rechtmÃ¤s­­sigen Zustands anzuordnen, eventuell die Akten zu diesem Zweck an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen fÃ¼r das Verfahren vor beiden Rechts­mittelinstanzen zu Lasten des privaten Beschwerdegegners.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Vorinstanz am 9. Juli 2002 und der private Beschwerdegegner am 1. Oktober 2002 beantragten Abweisung der Beschwerde, letzterer vorbehÃ¤ltlich des Eintretens sowie unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen. Die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich verzichtete am 3. September 2002 auf Beschwerdeantwort.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BegrÃ¼ndung des Rekursentscheids und die Parteivorbringen werden, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden EntscheidungsgrÃ¼nde wiedergegeben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Der private Beschwerdegegner stellt in Frage, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin zum Re­kurs gegen den Beschluss der Bausektion vom 25. Juli 2001 Ã¼berhaupt legitimiert war. In der Tat hat die BeschwerdefÃ¼hrerin nichts vorgebracht, was erkennen lÃ¤sst, welchen Vor­­teil ihr die Beseitigung des noch umstrittenen </span>Schuppens mit WC-Anlage verschaffen kÃ¶nnte. Indessen ist ihre Legitimation im vorangehenden Bewilligungsverfahren bejaht wor­den, so dass es nicht rechtsverletzend ist, wenn die Baurekurskommission im Rekursver­fahren um die Wiederherstellung des rechtsmÃ¤ssigen Zustands keine erneute Darlegung der legitimationsbegrÃ¼ndenden SachumstÃ¤nde verlangt hat. </p> <p class="Einzug1"> <span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, dem umstrittenen Verzicht auf die Wieder­herstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands stehe die Rechtskraft des Entscheids des Verwal­­tungsgerichts vom 15. November 2000 entgegen. Diese Auffassung ist rechtsirrtÃ¼mlich. Mit dem erwÃ¤hnten Entscheid wurde lediglich der Rekursentscheid bestÃ¤tigt, mit welchem die befristete Bewilligung fÃ¼r den heute umstrittenen Schuppen mit WC-Anlage und einen unbeheizten Wintergarten aufgehoben worden war. Damit wurde rechtskrÃ¤ftig festgestellt, dass der bereits erstellte Schuppen mit WC-Anlage nicht bewilligungsfÃ¤hig ist. Ãber die sich deshalb stellende Frage der Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands haben dagegen weder die Baurekurskommission noch das Verwaltungsgericht entschieden. Vielmehr hatte darÃ¼ber in Anwendung von § 341 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) in erster Linie die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde zu befinden, und ist im vorliegenden Verfahren zu prÃ¼fen, ob sie ohne Rechtsverletzung auf die Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands verzichten konnte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Nach § 341 PBG hat die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde, ohne RÃ¼cksicht auf Strafverfahren und Bestrafung den rechtmÃ¤ssigen Zustand herbeizufÃ¼hren. § 341 PBG verlangt seinem Wortlaut entsprechend ohne Vorbehalt, also in allen FÃ¤llen die Anordnung der Wiederherstel­­­lung des rechtmÃ¤ssigen Zustands. Ein Ermessen, ob die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde tÃ¤tig werden oder ob sie die Sache auf sich beruhen lassen soll, besteht damit grundsÃ¤tzlich nicht (VGr, 13. April 2000, VB.2000.00033, www.vgrzh.ch/rechtsprechung; Christian MÃ¤der, Das Baubewilligungsverfahren, ZÃ¼rich 1991, Rz. 665; FranÃ§ois Ruckstuhl, Ãffentlich­recht­liche BaumÃ¤ngel, in: Peter MÃ¼nch/Peter Karlen/Thomas Geiser [Hrsg.], Beraten und Prozes­­sieren in Bausachen, Basel 1998, S. 586, N. 14.63 ff., je auch zum Folgenden). Gleichwohl ist ein Abbruchbefehl nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung einmal dann unverhÃ¤ltnismÃ¤s­sig, wenn die Abweichung vom ge­setz­mÃ¤ssigen Zustand gering ist und die berÃ¼hrten allge­meinen Interessen den Schaden, der dem EigentÃ¼mer durch den Abbruch entstÃ¼nde, nicht zu rechtfertigen vermÃ¶gen (BGE 111 Ib 213 E. 6b; VGr, 12. Juni 1987, ZBl 89/1988, S. 262; Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, Bd. I, 3. A., ZÃ¼rich 1999, Rz. 865 ff.). Insofern be­steht gleichwohl ein gewisser Ermessensspielraum bei der PrÃ¼fung der Frage, ob Ã¼berhaupt eine Zwangsmassnahme der Situation adÃ¤quat ist. GeringfÃ¼gig ist eine Abweichung vom Erlaubten dann, wenn nur um Weniges von materiellen Vorschriften abgewichen wird und die Abweichung dem Bauherrn keinen oder nur einen geringfÃ¼gigen Nutzen bringt. Liegt eine bedeutendere, also eine erhebliche Abweichung von den materiellen Bauvorschrif­ten vor, kÃ¶nnen nur GrÃ¼nde des Vertrauensschutzes zu einem Verzicht auf die Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands fÃ¼hren (RB 1985 Nr. 118 = BEZ 1986 Nr. 22 mit Hinweisen; Haller/Karlen, Rz. 873 ff.). Damit werden hinsichtlich der Abweichung vom Erlaubten zwei TatbestÃ¤nde unterschieden: Einerseits die geringfÃ¼gige, von ihrem Aus­mass her unbedeutende Abweichung vom Erlaubten, die einen Verzicht auf die Wieder­herstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands dann zulÃ¤sst, wenn dem Bauherrn dadurch ein nicht zu rechtfertigender Schaden entstÃ¼nde; anderseits die bedeutendere (erhebliche) Abweichung vom gesetzlichen Zustand, die unter dem Titel von § 341 PBG einzig aus GrÃ¼nden des Vertrauensschutzes Bestand haben kann. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde und die Baurekurskommission haben die Abweichung von den materiellen Bauvorschriften durch den eigenmÃ¤chtig erstellten Schuppen und die WC-Anlage als gering erachtet. Diese WÃ¼rdigung ist jedenfalls nicht rechtsverletzend: Die Vorinstanzen haben zutreffend darauf hingewiesen, dass der Abstandsbereich gegenÃ¼ber der vermarkten Grenze der R-strasse bereits durch die bewilligten Bauten, nÃ¤mlich den Im­bissstand und die WC-Anlage Ã¼berstellt wird. Die ErgÃ¤nzung der WC-Anlage und ihre Um­fassung durch einen in Leichtbauweise erstellten Schuppen mit weniger als 10 m<sup>2</sup> FlÃ¤che stellt die Erreichung des Normzwecks nicht zusÃ¤tzlich in Frage. Sodann liegen hier be­sondere UmstÃ¤nde insofern vor, als der Abstand nur gegenÃ¼ber der Grenze der Strassenpar­zelle, nicht aber gegenÃ¼ber der gemÃ¤ss § 265 Abs. 1 PBG an sich massgeblichen tatsÃ¤ch­li­chen Strassengrenze (Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 2. A., WÃ¤denswil 2000, S. 305) unterschritten ist. Entgegen der Auffassung der Beschwerde­fÃ¼hrerin kann dieser Umstand im Vollzugsverfahren berÃ¼cksichtigt werden. Die Rechtskraft eines Entscheids erstreckt sich grundsÃ¤tzlich nur auf das Dispositiv, nicht aber auf die ErwÃ¤gungen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechts­pflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2.A., ZÃ¼rich 1999, § 66 N. 2; RenÃ© Rhinow/Hein­rich Koller/Christina Kiss, Ãffentliches Prozessrecht und Justizverfassungsrecht des Bundes, Basel 1996, Rz. 1595). Hier bedeutet dies, dass die BewilligungsfÃ¤higkeit des Bau­vor­habens nicht mehr in Frage zu stellen ist; hingegen darf im Rahmen des Vollzugs ohne wei­teres berÃ¼cksichtigt werden, dass der Strassenabstand bei richtiger Betrachtungsweise nicht unterschritten ist, was das Ã¶ffentliche Interesse an der Beseitigung des nicht bewillig­ten Schuppens erheblich relativiert. Sodann hat die Baurekurskommission zutreffend erwo­gen, dass die Fragen der Erschliessung und der Erstellungspflicht von AbstellplÃ¤tzen mit Fahrzeugen bereits bei der Bewilligung des Verpflegungsstands zu prÃ¼fen waren und insofern mit dem Schuppenanbau keine wesentliche Ãnderung der VerhÃ¤ltnisse ein­getreten ist. Ob sich das streitbetroffene Etablissement wegen des Schuppenanbaus von einer reinen Aus­gabestelle zu einem Kleinrestaurant im Sinne des âLeitfadens fÃ¼r Gastwirt­schaftsbe­trie­be vom 18. Juli 1997â gemausert hat, ist fÃ¼r die baupolizeiliche Beurteilung von vornherein unbeachtlich. Schliesslich ist auch zu berÃ¼cksichtigen, dass der Verzicht auf die Wie­­derherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands kein endgÃ¼ltiger ist, sondern dass die Baute beim Ausbau des Andreasgrabens ohnehin zu beseitigen ist. Beim Andreasgraben handelt es sich um einen eingedolten Bachlauf, fÃ¼r dessen Offenlegung gemÃ¤ss Medienmit­teilung des Stadtrats ZÃ¼rich vom 25. September 2002 (</span><span class="MsoHyperlink"><span>www.stadt-zuerich.ch/str/­Bul­letins­aus­dem­stadtrat/ sep­tem­ber_2002/25september2002.htm</span></span><span>) der notwendige Kredit bereits bewilligt ist, so dass die Sanierung â anders als beim gleichnamigen Graben an der amerikanischen WestkÃ¼ste â unmittelbar bevorsteht. Der einstweilige Verzicht auf die Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands vermag deshalb dem Beschwerdegegner nur einen geringen Vorteil zu verschaffen. Andererseits ist neben dem abstrakten Interesse an der Durch­setzung von Recht und Ordnung kein Ã¶ffentliches Interesse ersichtlich, welches dem eng befris­teten Weiterbestand des umstrittenen Schuppens samt WC-Anlage im Wege stehen wÃ¼rde. Auch die BeschwerdefÃ¼hrerin vermag nicht einmal ein eigenes privates Interesse zu nennen, welches durch Schuppen und WC geschmÃ¤lert wÃ¼rde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bei alledem erweist sich das Ergebnis der von den Vorinstanzen zulÃ¤ssigerweise vor­­genommene AbwÃ¤gung der in Frage stehenden Interessen jedenfalls nicht als rechtsver­letzend. AnzufÃ¼gen bleibt, dass der private Beschwerdegegner bei der gebotenen Sorgfalt hÃ¤t­te wissen mÃ¼ssen, dass er von der Baubewilligung erst nach Ablauf der Rekursfrist Gebrauch machen durfte. Andererseits dÃ¼rfte der Betreiber einer Imbissbude in X den Begriff der formellen Rechtskraft nicht dermassen verinnerlicht haben, dass ihm bei seinem eigen­mÃ¤chtigen Handeln mehr als mittelschwache BÃ¶swilligkeit vorgeworfen werden kann. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Die Beschwerde erweist sich damit als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ..</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>