A bteilung IV D -3527/2006 {T 0/2} U rteil vom 28. A ugust 2007 M itw irkung: R ichter G alliker, D ubey, Schürch G erichtsschreiberin Zürcher Z._______, geboren _______, Türkei, _______, vertreten durch lic. iur. Ali C ivi,_______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), vorm als Bundesam t für Flüchtlinge (BFF), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 30. Juli 2004 i. S. A syl und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er Beschw erdeführer verliess den H eim atstaat nach eigenen Angaben am 12. D ezem ber 2002 und gelangte über ihm unbekannte Länder am 16. D ezem ber 2002 in die Schw eiz, w o er gleichentags um Asyl nachsuchte. Am 17. D ezem ber 2002 fand in _______ die Em pfangsstellenbefragung statt und m it Verfügung vom 18. D ezem ber 2002 w urde er für die D auer des Asylverfahrens dem Kanton _______ zugew iesen. D ie zuständigen kantonalen Behörden führten am 9. Januar 2003 eine Anhörung zu den Asylgründen durch und am 24. Juni 2004 hörte ihn das BFF nochm als zu seinen Asylgründen an. Im W esentlichen m achte der Beschw erdeführer geltend, er sei Kurde sunnitischen G laubens und stam m e aus dem D orf _______ in der Provinz _______. Sein Vater sei Im am und er sei gläubig. Er habe Kindern Koranunterricht erteilt. Sein Bruder sei im Jahr 1997 festgenom m en und im Jahr 2000 w egen M itgliedschaft bei der H izbollah zu einer zw ölfjährigen H aftstrafe verurteilt w orden. Seit Ende 1999 sei er von der türkischen Polizei beobachtet, im m er w ieder festgenom m en und m isshandelt w orden. Im Januar oder Februar 2000 habe m an ihn ebenfalls festgenom m en und in der Folge angeklagt sow ie ins G efängnis von _______ gebracht, w o er 67 Tage lang festgehalten w orden sei. N ach der Freilassung sei er ins D orf _______ gegangen, w o er sich w ährend fünf Tagen aufgehalten habe. Auf dem W eg zur U niversität von _______, w o er sein Studium habe fortsetzen w ollen, sei er im M ai 2000 erneut festgenom m en, zur Sicherheitsdirektion von _______ und von dort zu jener von _______ gebracht w orden, w o m an ihn erneut festgehalten und m isshandelt habe. N ach einer W oche sei er dem Staatsanw alt vorgeführt und ins G efängnis von _______ gebracht w orden, w o er w ährend eineinhalb Jahren inhaftiert gew esen sei. M an habe ihm zu U nrecht vorgew orfen, Angehöriger der Terrorgruppe H izbollah zu sein. Am 25. Juni 2002 sei er w egen M itgliedschaft bei der H izbollah verurteilt w orden. U nter Bezugnahm e auf das Am nestiegesetz N r. 4616 sei der Vollzug der Strafe indessen ausgesetzt w orden. N ach der Entlassung habe er sich zum G rossvater nach _______ begeben, w o er sich fortan m ehrheitlich aufgehalten habe. Zw ischen Septem ber 2002 und Ende N ovem ber 2002 habe er am Pizzastand seines C ousins in _______ gearbeitet. Anlässlich der Suche nach ihm seien seine Eltern m ehrm als unter D ruck gesetzt und der Vater m itgenom m en w orden. Er befürchte, w ährend des ihm bevorstehenden M ilitärdienstes nicht gut behandelt zu w erden. Für den Inhalt der w eiteren Aussagen w ird auf die Akten verw iesen. B. D as Bundesam t ersuchte am 20. Juni 2003 und 11. Juli 2003 die Schw eizerische Botschaft in Ankara um w eitere Abklärungen. Zum Abklärungsergebnis gew ährte ihm das Bundesam t anlässlich der Anhörung vom 24. Juni 2004 das rechtliche G ehör. D er Beschw erdeführer gab eine türkische Identitätskarte, zw ei Stipendienkarten, sow ie Kopien eines Abschlusszeugnisses, einer Anklageschrift, der ersten beiden Seiten eines U rteils, eines H aftbefehls, einer H aftbestätigung und einer 3 Exm atrikulationserklärung der U niversität Atatürk zu den Akten. C . D as Bundesam t stellte m it Verfügung vom 30. Juli 2004 – eröffnet am 9. August 2004 – fest, der Beschw erdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte das Asylgesuch ab und w ies den Beschw erdeführer aus der Schw eiz w eg. Es begründete seinen ablehnenden Entscheid im W esentlichen dam it, dass seine Vorbringen insgesam t den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft nicht genügten. Insbesondere könne nicht davon ausgegangen w erden, dass der Beschw erdeführer im Fall einer R ückkehr in die Türkei einer landesw eiten Verfolgung ausgesetzt sein w erde. Einerseits hätten die Abklärungen der Schw eizerischen Botschaft in Ankara ergeben, dass er im heutigen Zeitpunkt in der Türkei w eder auf nationaler noch auf lokaler Ebene gesucht w erde und keinem Passverbot unterliege; andererseits sei das gegen ihn bestehende U rteil in R echtskraft erw achsen und auf Bew ährung ausgesetzt w orden unter der Bedingung, dass er sich keines ähnlichen Vergehens m ehr schuldig m ache, w as gem äss seinen Aussagen der Fall sei. Som it sei seine Befürchtung, im Fall einer R ückkehr in die Türkei verhaftet zu w erden, nicht begründet. D aran verm öge auch die bevorstehende M ilitärdienstpflicht nichts zu ändern, zum al die Leistung dieser Pflicht keine asylrelevante Verfolgung darstelle. Zudem verm öge die Verurteilung des Bruders keine R eflexverfolgung zu bew irken, da diese dem G ericht im Zeitpunkt der Verurteilung des Beschw erdeführers m it grösster W ahrscheinlichkeit bekannt gew esen sei. Schliesslich bestehe für den Beschw erdeführer die M öglichkeit, sich im Sinne einer innerstaatlichen Fluchtalternative in einer andern R egion der Türkei niederzulassen. D en W egw eisungsvollzug erachtete das Bundesam t als zulässig, zum utbar und m öglich. D . M it Beschw erde vom 7. Septem ber 2004 an die dam als zuständige Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) beantragte der Beschw erdeführer die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung vom 30. Juli 2004, die G utheissung des Asylgesuchs, eventuell die R ückw eisung an die Vorinstanz (zur erneuten Prüfung des Aylgesuchs), die Aufhebung der W egw eisungsverfügung und (sinngem äss) die G ew ährung der vorläufigen Aufnahm e. In verfahrensrechtlicher H insicht ersuchte er um unentgeltliche R echtspflege und Erlass des Kostenvorschusses. Zur Begründung brachte der Beschw erdeführer im W esentlichen vor, dass seine Vorbringen als glaubhaft zu betrachten seien. D ie Tatsache, dass er in seinem H eim atland bereits zw ei M al zu einer H aftstrafe verurteilt w orden sei, zeige, dass er gesucht w erde. Auch gestützt auf die Verm erke "unbequem e Person" auf zw ei D atenblättern seien die Befürchtungen des Beschw erdeführers begründet. Zudem m üssten sie im H inblick auf die erfolgte Verurteilung des Bruders des Beschw erdeführers ernst genom m en w erden. Selbst im Fall eines W ohnortsw echsels innerhalb der Türkei könne sich der Beschw erdeführer vor der Polizei nicht in Sicherheit bringen. Zudem sei es fraglich, ob m an ein Leben in ständigen Verstecken als m enschenw ürdig betrachten könne. Auf die w eiteren Einzelheiten der Begründung w ird – sofern für die Beurteilung notw endig – in den nachfolgenden Erw ägungen näher eingegangen. 4 E. M it Zw ischenverfügung vom 27. Septem ber 2004 teilte die AR K dem Beschw erdeführer m it, er könne den Ausgang des Beschw erdeverfahrens in der Schw eiz abw arten. D as G esuch um unentgeltliche R echtspflege w urde abgew iesen und der Beschw erdeführer aufgefordert, einen Kostenvorschuss zu leisten. F. Am 8. O ktober 2004 w urde der Kostenvorschuss bezahlt. G . D as Bundesam t hielt in der Vernehm lassung vom 26. O ktober 2004 an seiner Verfügung fest und beantragte die Abw eisung der Beschw erde. D ie Vernehm lassung w urde dem Beschw erdeführer am 28. O ktober 2004 ohne R eplikrecht zur Kenntnis gegeben. H . M it Eingabe vom 15. M ärz 2007 reichte der Beschw erdeführer Kopien aus dem Ehe- und Fam ilienregister ein. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, am 1. Januar 2007 die Beurteilung der am 31. D ezem ber 2006 bei der AR K hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten.5 3. 3.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim atstaat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gelten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken (Art. 3 AsylG ). 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum indest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vorhandensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeblich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). 4. 4.1 D ie Vorinstanz lehnte das Asylgesuch des Beschw erdeführers infolge fehlender Asylrelevanz ab, indem sie davon ausging, dass keine begründete Furcht vor künftiger asylrelevanter Verfolgung vorliege. D ie G laubhaftigkeit der Vorbringen w urde grundsätzlich nicht in Frage gestellt, auch w enn in der angefochtenen Verfügung m it der Bem erkung, im H inblick auf die fehlende Asylrelevanz w erde auf allfällige U nglaubhaftigkeitselem ente nicht näher eingegangen, H inw eise auf Zw eifel in den Aussagen des Beschw erdeführers zum Ausdruck kom m en. D ie D urchsicht der Protokolle ergibt, dass die Aussagen des Beschw erdeführers einige U ngereim theiten aufw eisen, die sich zw ar teilw eise m it der Auskunft der Schw eizerischen Botschaft erklären lassen, indessen teilw eise auch bestehen bleiben. Aufgrund der eingereichten Bew eism ittel, deren Prüfung und der Antw ort der Schw eizerischen Botschaft steht jedenfalls fest, dass die Aussagen des Beschw erdeführers hinsichtlich des geltend gem achten G efängnisaufenthaltes und der Verurteilung w egen M itgliedschaft in einer illegalen O rganisation im Kern glaubhaft sind. 4.2 G estützt auf die Schw eizerische Botschaft in Ankara bestehen über den Beschw erdeführer zw ei politische D atenblätter m it dem Verm erk "unbequem e Person". D ie D atenblätter w urden von der Polizei im Jahr 2000 aufgrund der M itgliedschaft des Beschw erdeführers bei einer illegalen O rganisation angelegt. Zudem bestätigte die Schw eizerische Botschaft die Echtheit der eingereichen D okum ente. Som it kann als gesichert gelten, dass der Beschw erdeführer vor dem Staatssicherheitsgericht (D G M ) _______ und vor dem D G M _______ angeklagt w urde, M itglied der H izbollah zu sein, w ährend eines Jahres inhaftiert w ar, nach der Zusam m enlegung der beiden Verfahren am 25. Juni 2002 verurteilt und gestützt auf das Am nestiegesetz N r. 4616 unter der Bedingung, sich innert fünf Jahren keines ähnlichen Vergehens schuldig zu m achen, am nestiert w urde. 6 4.3 N ach der R echtsprechung der AR K sind politische D atenblätter für die Beurteilung dessen, ob begründete Furcht vor zukünftiger Verfolgung besteht, von erheblicher Bedeutung (vgl. Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrkurskom m ission [EM AR K ] 2005 N r. 11). Besteht bei Asylsuchenden aus der Türkei ein solches D atenblatt, ist in der R egel bereits aufgrund dieser Fichierung von einer begründeten Furcht vor künftiger asylrechtlich relevanter Verfolgung auszugehen. 4.4 Im vorliegenden Fall m üsste der Beschw erdeführer schon bei der im Zusam m enhang m it der W iedereinreise in die Türkei durchgeführten Personenkontrolle dam it rechnen, dass die beiden D atenblätter m it dem Verm erk "unbequem e Person" entdeckt w ürden. Erfahrungsgem äss könnte bereits dieser U m stand zu staatlichen Verfolgungsm assnahm en führen, w obei das R isiko, dass diese im H inblick auf G rund der Fichierung in ihrer Intensität asylrechtliche R elevanz entfalten könnten, als hoch zu betrachten ist. 4.5 Zusätzlich zu diesem R isiko ergibt sich aus den Akten, dass der Beschw erdeführer den obligatorischen M ilitärdienst noch nicht absolviert hat und aus diesem G rund von den türkischen Sicherheitskräften nach der W iedereinreise gesucht w erden dürfte, zum al seit dem Erlass der Exm atrikulationserklärung der U niversität Atatürk vom 28. M ärz 2002 kein G rund zum Aufschub des M ilitärdienstes m ehr besteht. Auch w enn aufgrund der N ichterfüllung des M ilitärdienstes ausgelöste Strafm assnahm en durch die türkischen Sicherheitskräfte an sich keine asylerhebliche Verfolgung darstellen (vgl. EM AR K 2004 N r. 2 E. 6.b.aa S. 16 f.), ist im vorliegenden Fall dieser U m stand – im Zusam m enhang m it dem Bestehen der beiden D atenblätter – als zusätzliches R isiko zu betrachten. Einerseits dürften die beiden D atenblätter m it an Sicherheit grenzender W ahrscheinlichkeit bei der R ekrutierung entdeckt w erden; andererseits ist nicht zu verkennen, dass das Bestehen der beiden D atenblätter m it dem Verm erk "unbequem e Person" im Zusam m enhang m it den aus der N ichtleistung des M ilitärdienstes fliessenden Konsequenzen zu einem M alus führen könnte (vgl. dazu EM AR K 2004 N r. 2 E. 6.b S. 15 ff.). D ie Furcht des Beschw erdeführers, im Zusam m enhang m it der Leistung des M ilitärdienstes oder den Folgen der N ichtleistung M assnahm en erleiden zu m üssen, w elche in ihrer Art und Intensität ein asylrelevantes Ausm ass erreichen könnten, ist som it begründet. 4.6 Ferner ist auch dam it zu rechnen, dass der Beschw erdeführer infolge der bestehenden D atenblätter ständigen oder ständig w iederkehrenden behördlichen M assnahm en und Ü berw achungen ausgesetzt sein w ird. Bei Vorfällen religiösen H intergrundes in seiner W ohngegend m üsste er dam it rechnen, als potentieller Tatverdächtiger in Betracht gezogen und entsprechend behandelt zu w erden, w ie er dies bereits für die Zeit w ährend des Besuchs des G ym nasium s geltend m achte. Aus der Tatsache, dass der Beschw erdeführer die Bedingung der ihm gew ährten Am nestie – sich innert fünf Jahren keines ähnlichen Vergehens schuldig zu m achen – inzw ischen erfüllt hat und die türkischen Behörden som it keine M öglichkeit haben, gegen ihn rechtsstaatlich vorzugehen, darf nicht geschlossen w erden, es drohe ihm in Zukunft keine asylrelevante Verfolgung, zum al w illkürliche Ü bergriffe und M isshandlungen in der Türkei insbesondere dann nicht ausgeschlossen w erden können, w enn ein politisches D atenblatt angelegt w urde, w ie dies im Fall des Beschw erdeführers geschehen ist.7 4.7 G estützt auf diese Erw ägungen ist festzustellen, dass der Beschw erdeführer objektiv begründete Furcht hat, bei einer R ückkehr in sein H eim atland m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit in absehbarer Zukunft behördlichen Verfolgungsm assnahm en im Sinne von Art. 3 AsylG ausgesetzt zu w erden. An dieser Einschätzung verm ögen die Feststellungen der Vorinstanz, w elche sich auf das Abklärungsergebnis der Schw eizerischen Botschaft stützen, näm lich der Beschw erdeführer w erde in der Türkei w eder auf nationaler noch auf regionaler Ebene gesucht und unterliege keinem Passverbot, nichts zu ändern. Zudem ist aufgrund der landesw eiten Fichierung nicht von einer sicheren landesinternen Fluchtalternative – an deren N achw eis praxisgem äss hohe Anforderungen zu stellen w ären (vgl. EM AR K 1996 N r. 1 S. 6 ff.) - auszugehen. D er Beschw erdeführer erfüllt dam it die Flüchtlingseigenschaft. 4.8 N achdem sich aus den Akten keine konkreten H inw eise auf das Vorliegen von Asylausschlussgründen ergeben, ist die Beschw erde gutzuheissen, die angefochtene Verfügung aufzuheben und das BFM anzuw eisen, dem Beschw erdeführer in der Schw eiz Asyl zu gew ähren. 5. 5.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 Vw VG ). D er vom Beschw erdeführer am 8. O ktober 2004 einbezahlte Kostenvorschuss ist zurückzuerstatten. 5.2 D ie Beschw erdeinstanz kann der ganz oder teilw eise obsiegenden Partei von Am tes w egen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erw achsene notw endige und verhältnism ässig hohe Kosten zusprechen (Art. 64 Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art. 8 und 9 Abs. 1 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE, SR 173.320.2]). D er R echtsvertreter des Beschw erdeführers reichte keine Kostennote ein. Indessen lässt sich der Parteiaufw and von Am tes w egen abschätzen. Aufgrund des geringen Aktenum fangs und der eher kurz gehaltenen Beschw erdeschrift w ird eine Parteientschädigung von Fr. 800.- (inkl. Auslagen und M W St) als angem essen erachtet. D as BFM hat dem Beschw erdeführer dem nach eine Parteientschädigung in dieser H öhe auszurichten. (D ispositiv nächste Seite)8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird gutgeheissen. 2. D ie Verfügung des BFM vom 30. Juli 2004 w ird aufgehoben und das BFM w ird angew iesen, dem Beschw erdeführer in der Schw eiz Asyl zu gew ähren. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. D er am 8. O ktober 2004 einbezahlte Kostenvorschuss im Betrag von Fr. 600.-- w ird dem Beschw erdeführer zurückerstattet. 5. D as BFM w ird angew iesen, dem Beschw erdeführer eine Parteientschädigung in der H öhe von Fr. 800.-- auszurichten. 6. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des Beschw erdeführers, 2 Expl. (eingeschrieben, Beilage: Form ular "Zahladresse") - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it deren Akten (R ef.-N r. N _______, in Kopie) - _______ (in Kopie) D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: R obert G alliker Eva Zürcher Versand am :