A bteilung IV D -5601/2006 {T 0/2} U rteil vom 18. Juni 2007 M itw irkung: R ichter G alliker, R ichterin Schenker Senn, R ichterin C otting-Schalch G erichtsschreiberin Zürcher Z._______, geboren _______, G eorgien, alias Z2_______, geboren _______, G eorgien, alias Z3_______, geboren _______, G eorgien, _______, Bschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 1. Februar 2006 i. S. A syl und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er Beschw erdeführer verliess eigenen Angaben zufolge sein H eim atland am 1. M ai 2005 und gelangte über R ussland und unbekannte Länder am 3. Juni 2005 unter U m gehung der G renzkontrollen in die Schw eiz, w o er gleichentags beim Em pfangszentrum _______ ein Asylgesuch einreichte. Am 15. Juni 2005 w urde er _______ befragt und m it Verfügung vom 16. Juni 2005 für die D auer des Asylverfahrens dem Kanton _______ zugew iesen. D ie zuständigen kantonalen Behörden führten am 5. Juli 2005 eine Anhörung durch. B. Im W esentlichen m achte der Beschw erdeführer geltend, er sei georgischer Staatsangehöriger abchasischer Ethnie und stam m e aus dem D orf _______ bei _______, w o er seit seiner G eburt bis am 20. M ai 2005 gelebt habe. Er sei – ausser einigen Aufenthalten in R ussland und seit der Einreichung des Asylgesuchs in der Schw eiz – noch nie im Ausland gew esen. Sein Vater habe im abchasischen W iderstand gegen die G eorgier gekäm pft und sei gleichzeitig in illegale H andelsgeschäfte m it den georgischen W iderstandskäm pfern verw ickelt gew esen. Er habe deshalb auf der georgischen und abchasischen Seite Feinde gehabt. Im Som m er 2003 habe ihn der Vater zw eim al zu Kam pfhandlungen m itgenom m en, um ihn zu beschäftigen, da er zuvor w ährend 10 Jahren ohne Aktivitäten zuhause verbracht habe. W ährend der Kam pfhandlungen sei er leicht verletzt w orden. Ausserdem sei er auf der Liste der abchasischen Arm ee registriert. Als der Vater am 10. M ärz 2004 zuhause von unbekannten Personen erschossen w orden sei, habe die M utter ihren W ohnort zum O nkel väterlicherseits nach _______ in R ussland verlegt. Er habe im Som m er 2004 w ährend eines M onats Ferien in M oskau verbracht und sei anschliessend nach Abchasien zurückgekehrt. D a er befürchtet habe, aus R ache von den Feinden seines Vaters getötet zu w erden, habe er sich am 1. M ai 2005 w ieder nach _______ begeben, von w o aus er drei W ochen später die R eise in die Schw eiz angetreten habe, da ihn die Abchasier auch dort hätten finden können. C . D er Beschw erdeführer gab keine rechtsgenüglichen Identitätspapiere ab. D . M it Verfügung vom 21. Septem ber 2005 trat das BFM gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. b des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.32) auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht ein und verfügte seine W egw eisung aus der Schw eiz sow ie deren Vollzug. M it Zw ischenverfügung vom 26. Septem ber 2005 w urde der Beschw erdeführer aufgefordert, innert Frist zum Vorw urf, er habe die schw eizerischen Behörden über seine Identität getäuscht, Stellung zu nehm en. D ie Vorinstanz argum entierte, der Beschw erdeführer habe den schw eizerischen Asylbehörden gegenüber verschw iegen, dass er am 1. Juni 2005 unter der Identität Valeri Arzim ba, geboren am 21. M ärz 1979, G eorgien, am G rossen St. Bernhard von Italien her habe in die Schw eiz einreisen w ollen und nach Italien zurückgeschoben w orden sei. G egen die Verfügung der Vorinstanz vom 3 21. Septem ber 2005 reichte der Beschw erdeführer bei der (dam als zuständigen) Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) m it Eingabe vom 30. Septem ber 2005 Beschw erde ein. In ihrem U rteil vom 7. O ktober 2005 trat die AR K auf die Beschw erde nicht ein, stellte fest, dass das Verfahren in erster Instanz noch im m er hängig sei und w ies die Vorinstanz an, die Verfügung vom 21. Septem ber 2005 form ell aufzuheben. E. M it Verfügung vom 13. O ktober 2005 trat die Vorinstanz erneut gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht ein und ordnete die W egw eisung sow ie deren Vollzug an. D ie gegen diese Verfügung erhobene Beschw erde vom 19. O ktober 2005 (Poststem pel) hiess die AR K m it U rteil vom 7. D ezem ber 2005 gut, sow eit sie darauf eintrat. Zur Begründung w urde im W esentlichen angeführt, dass der Beschw erdeführer zw ar unter zw ei verschiedenen Identitäten aufgetreten sei, indessen nicht m it hinreichender Sicherheit feststehe, w elche Behörde er über seine Identität getäuscht habe, da er w eder beim schw eizerischen G renzw achtkorps am G rossen St. Bernhard noch bei den schw eizerischen Asylbehörden Identitätsdokum ente vorgelegt habe. U nter diesen U m ständen sei die Vorinstanz zu U nrecht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eingetreten. D ie Sache w urde zur N eubeurteilung an die Vorinstanz zurückgew iesen. F. Auf Ersuchen des BFM vom 12. Septem ber 2005 teilte das Bundesm inisterium für Inneres der R epublik Ö sterreich am 4. Januar 2006 m it, dass vom Beschw erdeführer in Ö sterreich unter der Identität _______, geboren am _______, G eorgien, identische Fingerabdrücke – und zw ar am 14. April 2004, 1. Juni 2004 sow ie 16. Juli 2004 – vorlägen. Zu diesem Abklärungsresultat gab das BFM dem Beschw erdeführer m it Schreiben vom 6. Januar 2006 das rechtliche G ehör. D er Beschw erdeführer liess sich dazu nicht vernehm en. G . M it Verfügung vom 1. Februar 2006 – eröffnet am 8. Februar 2006 – stellte das BFM fest, der Beschw erdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. G leichzeitig verfügte es die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnete deren Vollzug an. Es begründete seinen ablehnenden Entscheid dam it, dass die Vorbringen insgesam t den Anforderungen an die G laubhaftm achung nach Art. 7 AsylG nicht genügten. D er Beschw erdeführer sei der abchasischen Sprache nicht m ächtig, w eshalb seinen Vorbringen jegliche G rundlage entzogen sei. Im W eiteren habe der Beschw erdeführer angegeben, im Som m er 2004 zu seinem Vergnügen einen M onat lang in M oskau gew esen und dann nach Abchasien zurückgekehrt zu sein. Ein solches Verhalten entspreche nicht dem jenigen einer w irklich verfolgten Person. Zudem stehe aufgrund von Fingerabdruckvergleichen fest, dass sich der Beschw erdeführer im Verlaufe des Jahres 2004 auch in Ö sterreich aufgehalten habe, w as er den schw eizerischen Behörden gegenüber verschw iegen habe, w eshalb seine persönliche G laubw ürdigkeit erschüttert sei. Schliesslich könnten seine Angaben über die direkte Einreise in die Schw eiz auch aufgrund der am G rossen St. Bernhard genom m enen Fingerabdrücke sow ie der in diesem Zusam m enhang erfolgten R ückw eisung nach Italien nicht geglaubt w erden. D en W egw eisungsvollzug 4 erachtete die Vorinstanz als zulässig, zum utbar und m öglich. H . M it Eingabe an die AR K vom 24. Februar 2006 beantragte der Beschw erdeführer, die Verfügung des BFM sei aufzuheben, die aufschiebende W irkung w iederherzustellen, von einer vorsorglichen W egw eisung abzusehen, die Flüchtlingseigenschaft anzuerkennen und Asyl zu gew ähren, die vorläufige Aufnahm e infolge U nzulässigkeit, U nzum utbarkeit und U nm öglichkeit anzuordnen sow ie in verfahrensrechtlicher H insicht die unentgeltliche R echtspflege zu gew ähren und von der Erhebung eines Kostenvorschusses abzusehen. Auf die Begründung der R echtsbegehren w ird - sow eit entscheidw esentlich - im R ahm en der Erw ägungen näher eingegangen. I. M it Zw ischenverfügung der AR K vom 3. April 2006 w urde dem Beschw erdeführer m itgeteilt, er könne den Ausgang des Beschw erdeverfahrens in der Schw eiz abw arten. Zudem w urde auf das G esuch um W iederherstellung der aufschiebenden W irkung nicht eingetreten und das G esuch um unentgeltliche R echtspflege gem äss Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) infolge Aussichtslosigkeit der Beschw erdebegehren abgew iesen. D er Beschw erdeführer w urde aufgefordert, innert Frist einen Kostenvorschuss im Betrage von Fr. 600.-- zu leisten. J. D er Kostenvorschuss ging am 13. April 2006 bei der AR K ein. K. M it Zw ischenverfügung vom 16. M ärz 2007 w urde der Beschw erdeführer vom inzw ischen zuständigen Bundesverw altungsgericht aufgefordert, innert 15 Tagen ab Erhalt der Zw ischenverfügung einen Arztbericht einzureichen, nachdem er in der Beschw erdeschrift auch gesundheitliche Problem e geltend gem acht hatte. Indessen ging beim Bundesverw altungsgericht kein Arztbericht ein. Zudem ergab die telefonische R ücksprache m it dem D ienstchef _______ vom 30. M ai 2007, dass der Beschw erdeführer seit dem 1. M ai 2007 w eder M edikam ente noch ärztliche Betreuung benötige. L. D er Beschw erdeführer produzierte im Verlauf des erstinstanzlichen und des Beschw erdeverfahrens zahlreiche Strafakten. Insbesondere trat er m ehrm als w egen Verm ögensdelikten und Verstössen gegen das Betäubungsm ittelgesetz strafrechtlich in Erscheinung. Zum Zeitpunkt dieses U rteils befindet er sich zur Verbüssung einer siebenm onatigen H aftstrafe im _______.5 D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 Vw VG , sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das AsylG ; das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, am 1. Januar 2007 die Beurteilung der am 31. D ezem ber 2006 bei der AR K hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 1.4 Ü ber offensichtlich unbegründete Beschw erden w ird in einem vereinfachten Verfahren entschieden. W ie nachstehend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid nur sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten. 3. 3.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim atstaat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gelten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken (Art. 3 AsylG ). 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum indest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vorhandensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. 6 U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeblich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). 4. 4.1 W ie die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung zu R echt feststellte, w ar der Beschw erdeführer im Verlauf der Befragung im Transitzentrum Altstätten nicht in der Lage, einen abchasischen Text zu lesen und zu verstehen (A1/13 S. 6 und 9 ff.). D a er indessen angab, abchasisch zu sprechen (A1/13 S. 2 und A10/29 S. 3) und erw ähnte, in seiner Fam ilie sei abchasisch gesprochen w orden (A10/29 S. 3), er habe bis zur Ausreise in _______ bei _______ gelebt (A1/13 S. 1) sow ie bis zum Kriegsausbruch im Jahr 1992 die Schule besucht (A10/29 S. 10), kann nicht nachvollzogen w erden, w arum er einen abchasischen Text als solchen nicht erkennen konnte, sondern angab, es handle sich um einen tschetschenischen Text, den er nicht verstehe (A1/13 S. 6). Aus diesen Angaben des Beschw erdeführers ist unschw er zu erkennen, dass er der abchasischen Sprache nicht m ächtig ist, w as sich m it seinen Angaben nicht vereinbaren lässt. D ie Vorinstanz hielt zu R echt fest, dass seinen Vorbringen unter diesen U m ständen jede G rundlage entzogen sei. Infolgedessen kann dem Beschw erdeführer nicht geglaubt w erden, dass er aus Abchasien stam m t und den grössten Teil seines bisherigen Lebens dort verbracht hat. 4.2 D arüber hinaus ist – w ie die Vorinstanz ebenfalls zutreffend darlegte – die persönliche G laubw ürdigkeit des Beschw erdeführers stark erschüttert, da er in Europa (in Ö sterreich und an der italienisch-schw eizerischen G renze) nachgew iesenerm assen unter zw ei verschiedenen – und von den im schw eizerischen Asylverfahren angegebenen Personalien abw eichenden – Identitäten aufgetreten ist, w ie die Fingerabdruckvergleiche gezeigt haben, w as sich m it seinen Aussagen, er sei ausser in R ussland noch nie im Ausland gew esen (Akte A1/13 S. 7), nicht vereinbaren lässt. D iesbezüglich w ird auf die Zw ischenverfügung der AR K vom 3. April 2006 verw iesen. 4.3 Infolge der unglaubhaften Angaben des Beschw erdeführers und in Bestätigung der zutreffenden vorinstanzlichen Erw ägungen, auf die verw iesen w ird (vgl. Art. 109 Abs. 3 BG G i.V.m . Art. 6 AsylG und Art. 4 Vw VG ), steht für das Bundesverw altungsgericht fest, dass der Beschw erdeführer nicht unter den von ihm angegebenen Voraussetzungen in der von ihm vorgebrachten W eise verfolgt w urde. Aus diesen G ründen kann ihm auch nicht geglaubt w erden, dass er im Fall einer R ückkehr in sein H eim atland einer asylerheblichen Verfolgung ausgesetzt w äre. 4.4 Aufgrund der vorstehenden Erw ägungen erübrigt es sich, auf die w eiteren Ausführungen in der Beschw erde im Einzelnen einzugehen, w eil sie am Ergebnis nichts ändern können. U nter Berücksichtigung der gesam ten U m stände folgt, dass 7 der Beschw erdeführer keine G ründe nach Art. 3 AsylG nachw eisen oder glaubhaft m achen konnte. D as BFM hat sein Asylgesuch zu R echt abgelehnt. 5. 5.1 Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; dabei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zum utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20]). D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zulässig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Ausländers in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (Art. 5 Abs. 1 AsylG ). G em äss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D ezem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K, SR 0.101) darf niem and der Folter oder unm enschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden. 5.2 D er Beschw erdeführer verfügt w eder über eine frem denpolizeiliche Aufenthaltsbew illigung noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. D ie W egw eisung w urde dem nach zu R echt angeordnet (vgl. Art. 44 Abs. 1 AsylG ; Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2001 N r. 21). 5.3 D ie Vorinstanz w ies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der G rundsatz der N ichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. M ario G attiker, D as Asyl- und W egw eisungsverfahren, Bern 1999, S. 89). D a es dem Beschw erdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche G efährdung nachzuw eisen oder glaubhaft zu m achen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen N on-refoulem ents im vorliegenden Verfahren keine Anw endung finden. Eine R ückkehr des Beschw erdeführers in seinen H eim atstaat ist dem nach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtm ässig.8 Sodann ergeben sich w eder aus den Aussagen des Beschw erdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung in seinen H eim atstaat dort m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EM R K oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w äre. G em äss Praxis des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N -Anti- Folterausschusses m üsste der Beschw erdeführer eine konkrete G efahr ("real risk") nachw eisen oder glaubhaft m achen, dass ihm im Fall einer R ückschiebung Folter oder unm enschliche Behandlung drohen w ürde (vgl. EM AR K 2001 N r. 16 S. 122 m it w eiteren H inw eisen). D ie allgem eine M enschenrechtssituation in seinem H eim atstaat lässt den W egw eisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen. Zudem sprechen auch die vom Beschw erdeführer im Beschw erdeverfahren vorgebrachten gesundheitlichen Problem e (N iereproblem e) nicht gegen die Zulässigkeit des W egw eisungsvollzugs, zum al er trotz Aufforderung durch das Bundesverw altungsgericht keinen Arztbericht einreichte, der m edizinische Problem e hätte bestätigen können, und er gem äss der Auskunft des D ienstchefs _______ vom 30. M ai 2007 seit dem 1. M ai 2007 w eder M edikam ente noch ärztliche Betreuung benötigt. N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung sow ohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestim m ungen zulässig. 5.4 G em äss Art. 14a Abs. 6 AN AG findet der Absatz 4 (U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzuges) dieser Bestim m ung keine Anw endung, w enn der w eg- oder ausgew iesene Ausländer die öffentliche Sicherheit und O rdnung verletzt hat oder in schw erw iegender W eise gefährdet. Bei der Prüfung dieser Frage hat die nachfolgend zitierte, durch die AR K entw ickelte Praxis auch für das Bundesverw altungsgericht G eltung. D ie Anw endung von Art. 14a Abs. 6 AN AG setzt eine Abw ägung zw ischen den Interessen des Ausländers auf Verbleib in der Schw eiz und denjenigen der Schw eiz an seiner W egw eisung voraus und schränkt dabei die Interessen des Staates auf den Schutz vor G efährdung der öffentlichen Sicherheit und O rdnung oder deren schw erw iegende Verletzung ein (vgl. EM AR K 2004 N r. 39, 2003 N r. 3, 1997 N r. 24, 1995 N rn. 10 und 11). 5.4.1 N ach feststehender Praxis ist die Ausschlussklausel von Art. 14a Abs. 6 AN AG m it Zurückhaltung und insbesondere unter Beachtung des Verhältnism ässigkeits- prinzipes anzuw enden (vgl. EM AR K 2003 N r. 3, 1995 N rn. 10 und 11). Ein konkreter H inw eis darauf, w as hinsichtlich der Anw endung von Art. 14a Abs. 6 AN AG als verhältnism ässig gilt, ergibt sich aus dem in EM AR K 1995 N r. 20 festgehaltenen und in EM AR K 2004 N r. 39 w iederholten G rundsatz, w onach in Bezug auf diese Ausschlussklausel ein im Vergleich zu den Ausnahm en bei der w egen U nm öglichkeit angeordneten vorläufigen Aufnahm e w egen krim inellen, dissozialen oder rechtsm issbräuchlichen Verhaltens (vgl. Bundesratsbeschluss vom 20. April 1994 betreffend srilankische Staatsangehörige, w elche ihr Asylgesuch vor dem 1. Juli 1990 eingereicht haben) höherer M assstab anzusetzen ist. Som it genügt es nicht, w enn die krim inellen H andlungen der betreffenden Person den Schluss zulassen, dass diese nicht gew illt oder nicht fähig ist, sich an die elem entaren gesellschaftlichen R egeln des Zusam m enlebens zu halten. Vielm ehr m üssen diese H andlungen eine schw erw iegende G efährdung oder Verletzung der öffentlichen Sicherheit und O rdnung darstellen. D ie Verurteilung zu 9 einer bedingten Freiheitsstrafe lässt beispielsw eise in der R egel nicht auf eine solche schliessen, jedoch kann deren Strafm ass oder der U m stand, dass durch das begangene D elikt besonders w ertvolle R echtsgüter betroffen sind, zum gegenteiligen Schluss führen. Bei der Interessensabw ägung ist der angedrohte Strafrahm en in Bezug zur verhängten Strafe zu setzen (EM AR K 1995 N r. 11). Auch die w iederholte D eliktsbegehung kann trotz bedingt ausgesprochener Freiheitsstrafe Anhaltspunkte für eine G efährdung der öffentlichen Sicherheit und O rdnung geben, stellt eine solche doch die verm utete günstige Prognose erheblich in Frage. D es W eiteren kann das Vorleben der betroffenen Person bei der Interessensabw ägung m it berücksichtigt w erden (EM AR K 2003 N r. 3 E. 3a). D ie öffentliche Sicherheit und O rdnung kann im Ü brigen auch durch asoziales Verhalten verletzt oder gefährdet w erden, w obei auch hier eine schw erw iegende Störung vorliegen m uss (EM AR K 1997 N r. 24 und G attiker, a.a.O ., S. 99). 5.4.2 Vorliegend steht aufgrund der Akten fest, dass der Beschw erdeführer m it U rteil vom 30. N ovem ber 2006 des _______ des bandenm ässigen D iebstahls, des versuchten bandenm ässigen D iebstahls, des geringfügigen D iebstahls und der m ehrfachen Ü bertretung des Betäubungsm ittelgesetzes schuldig gesprochen und zu einer siebenm ongatigen, unbedingt ausgesprochenen G efängnisstrafe verurteilt w urde. M it gleichem U rteil w urden diverse, zuvor bedingt ausgesprochene G efängnisstrafen w iderrufen. D as U rteil ist in R echtskraft erw achsen. D er Beschw erdeführer verbüsst die R eststrafe gegenw ärtig im _______. Vorab ist festzuhalten, dass die Straftaten des Beschw erdeführers w esentlich schw erer w iegen als die D elikte, die den in EM AR K 1995 N rn. 10 und 11 publizierten U rteilen zugrunde lagen, in denen erw ogen w urde, die Verurteilung zu einer bedingten Freiheitsstrafe lasse in der R egel nicht auf eine schw erw iegende G efährdung oder Verletzung der öffentlichen Sicherheit und O rdnung schliessen. W urden die Beschw erdeführer in jenen Fällen zu einer einm aligen Freiheitsstrafe von sieben beziehungsw eise zehn Tagen sow ie einer Busse verurteilt, m usste der Beschw erdeführer vorliegend m ehrm als zu teilw eise erheblich längeren und unbedingt ausgesprochenen G efängnisstrafen verurteilt w erden. Zu U ngunsten des Beschw erdeführers fällt zudem ins G ew icht, dass die zahlreichen Straftaten zw ischen Juli 2005 und Juli 2006 begangen w urden, w om it der Beschw erdeführer deutlich gezeigt hat, dass er nicht nur unw illig ist, sich an die elem entaren R egeln der schw eizerischen R echtsordnung zu halten, sondern dass er m it seinem deliktischen Verhalten die öffentliche Sicherheit und O rdnung innert einer relativ kurzen Zeitspanne w iederholt verletzt hat. G egen den Beschw erdeführer spricht sodann die Tatsache, dass die zunächst bedingt ausgesprochenen kürzeren G efängnisstrafen später w iderrufen w urden, w as auf eine relative Schw ere des Verschuldens und eine ungünstige Prognose schliessen lässt. Ferner ist in Betracht zu ziehen, dass der Berschw erdeführer anfänglich w egen geringfügigen Verm ögensdelikten verurteilt w urde, seine Verurteilungen indessen später infolge m ehrfachen D iebstahls und H ehlerei und schliesslich auch w egen bandenm ässigem D iebstahl erfolgten, w as eine deutliche Steigerung darstellt und die Bereitschaft des Beschw erdeführers zu deliktischem Verhalten unterm auert. 5.4.3 Angesichts der aufgezeigten Sachlage sind die Voraussetzungen von Art. 14a Abs. 6 AN AG in casu erfüllt. D er Beschw erdeführer hat die öffentliche Sicherheit und O rdnung im m er w ieder und teilw eise gravierend verletzt. Seine H andlungen 10 lassen darauf schliessen, dass von einem erheblichen D eliktspotential auszugehen ist und aufgrund der heutigen Aktenlage auch in Zukunft Tendenzen zu strafrechtlich relevantem Verhalten bestehen. In Abw ägung zw ischen dem privaten Interesse des Beschw erdeführers am w eiteren Aufenthalt in der Schw eiz und dem öffentlichen Interesse der Schw eiz am Vollzug der W egw eisung des Beschw erdeführers überw iegt deshalb das öffentliche Interesse. 5.4.4 Zusam m enfassend ist festzuhalten, dass vorliegend die Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzuges aufgrund der Anw endung von Art. 14a Abs. 6 AN AG nicht zu prüfen ist. 5.5 Schliesslich obliegt es dem Beschw erdeführer, sich bei der zuständigen Vertretung seines H eim atstaates die für eine R ückkehr notw endigen R eisedokum ente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), w eshalb der Vollzug der W egw eisung auch als m öglich zu bezeichnen ist. 5.6 Insgesam t ist die durch die Vorinstanz verfügte W egw eisung und deren Vollzug zu bestätigen. Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e fällt daher ausser Betracht (Art. 14a Abs. 1 - 4 AN AG ). 6. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung im Ergebnis Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist nach dem G esagten abzuw eisen. 7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschw erdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 Vw VG ), auf insgesam t Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 1 bis 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE]) und m it dem am 13. April 2006 einbezahlten Kostenvorschuss in der H öhe von Fr. 600.-- zu verrechnen. (D ispositiv nächste Seite)11 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden dem Beschw erdeführer auferlegt und m it dem am 13. April 2006 einbezahtlen Kostenvorschuss verrechnet. 3. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer (eingeschrieben m it R ückschein; Beilage: O riginal der angefochtenen Verfügung vom 1. Februar 2005) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N _______, in Kopie) - _______ (in Kopie) D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: R obert G alliker Eva Zürcher Versand am :