<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00116</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205493&amp;W10_KEY=4467137&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00116</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.11.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 21.02.2006 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Ausweisung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verhältnismässigkeit einer Ausweisung<br/><br/>Der Beschwerdeführer, geb. 1976, kam 14-jährig in die Schweiz. Seine Ehefrau ist gebürtige Schweizerin; das Ehepaar hat ein gemeinsames Kind im Primarschulalter sowie (gemäss eigenen Behauptungen) seit Herbst ein weiteres Kind. Der Beschwerdeführer erwirkte Freiheitsstrafen von insgesamt über fünf Jahren Dauer. Es wurde eine Ausweisung von zehn Jahren verfügt.<br/><br/>Die Frage der Verhältnismässigkeit der Ausweisung ist eine reine Rechtsfrage, welche das Gericht frei überprüft (E. 3). Das öffentliche Interesse an einer Ausweisung ist vorliegend sehr gewichtig (E. 6.1). Das private Interesse des Beschwerdeführers und seiner Familie am Verbleib in der Schweiz ist ebenfalls erheblich, zumal die Ausreise für die Ehefrau und insbesondere für das schulpflichtige Kind eine grosse Härte darstellen würde (E. 6.2). Die konkrete Interessenabwägung ergibt ein Überwiegen der öffentlichen Interessen. Die Ausweisung ist im Grundsatz verhältnismässig (E. 6.3). Angesichts der besonderen Umstände erweist sich jedoch die Dauer von zehn Jahren als unverhältnismässig. Die Ausweisung ist auf fünf Jahre zu befristen (E. 6.4).<br/>Teilweise Gutheissung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUSWEISUNG">AUSWEISUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSWEISUNGSGRUND">AUSWEISUNGSGRUND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEFRISTUNG">BEFRISTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DAUER">DAUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAMILIE">FAMILIE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTERESSENABWÃGUNG">INTERESSENABWÃGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KIND/-ER">KIND/-ER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOGNITION">KOGNITION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHES INTERESSE">ÃFFENTLICHES INTERESSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIVATLEBEN">PRIVATLEBEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSFRAGE">RECHTSFRAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHWEIZER EHEFRAU">SCHWEIZER EHEFRAU</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SICHERHEIT">SICHERHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFFÃLLIGKEIT">STRAFFÃLLIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEITSPRÃFUNG">VERHÃLTNISMÃSSIGKEITSPRÃFUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERSCHULDEN">VERSCHULDEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 11 Abs. 1 ANAG</span><br/><span class="gerade">Art. 11 Abs. 3 ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 16 Abs. 3 ANAV</span><br/><span class="gerade">Art. 8 Abs. 1 EMRK</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">A, 1976 geborener kroatischer StaatsangehÃ¶riger, reiste im Jahre 1991 im Rahmen des Familiennachzuges in die Schweiz zu seiner hier lebenden Mutter ein und erhielt 1992 die Niederlassungsbewilligung fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich, wo er seither auch ununterbrochen lebt. </p> <p class="Urteilstext">Im Juli 1997 heiratete er die 1974 geborene Schweizerin C und Ende 1997 gebar sie den gemeinsamen Sohn D.</p> <p class="Urteilstext">Am 28. November 1997 wurde A von der Bezirksanwaltschaft V wegen Betrugs mit zehn Tagen GefÃ¤ngnis, bedingt bei einer Probezeit von zwei Jahren, bestraft. Wegen bandenmÃ¤ssigen Raubes, banden- und gewerbsmÃ¤ssigen Diebstahls sowie mehrfacher SachbeschÃ¤digung und mehrfachen, teilweise versuchten Hausfriedensbruchs, begangen im Zeitraum Dezember 1997 bis Juli 1998, verurteilte ihn das Obergericht des Kantons ZÃ¼rich mit Erkenntnis vom 9. Mai 2000 zu vier Jahren Zuchthaus, abzÃ¼glich 72 Tagen Untersuchungshaft. Weiter wurde der Vollzug der bedingt ausgesprochenen Strafe der Bezirksanwaltschaft V von zehn Tagen GefÃ¤ngnis angeordnet. Das Bezirksgericht W sprach ihn mit Urteil vom 21. Dezember 2000 des mehrfachen betrÃ¼gerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage, des mehrfachen Diebstahls und Hausfriedensbruchs, der mehrfachen Hehlerei etc. schuldig und bestrafte ihn als Zusatzstrafe zum erwÃ¤hnten obergerichtlichen Urteil mit sechs Monaten GefÃ¤ngnis unbedingt, abzÃ¼glich 98 Tagen Untersuchungshaft, und einer Busse von Fr. 100.- sowie einer bei einer Probezeit von fÃ¼nf Jahren bedingt ausgesprochenen Landesverweisung von acht Jahren. Die dieser Verurteilung zugrunde liegenden Delikte fallen in die Zeit von MÃ¤rz 1997 bis Ende 1999. Am 23. November 2002 wurde er mit einer Probezeit von drei Jahren aus dem Vollzug all dieser Freiheitsstrafen bedingt entlassen.</p> <p class="Urteilstext">Das Obergericht des Kantons ZÃ¼rich sprach A am 22. August 2003 der versuchten GefÃ¤hrdung der Sicherheit mit Waffen, der Widerhandlung gegen das Waffengesetz sowie der Anstiftung dazu schuldig und verhÃ¤ngte eine Strafe von zehn Monaten GefÃ¤ngnis unbedingt abzÃ¼glich 37 Tagen Untersuchungshaft. Die diesem Urteil zugrunde liegenden Delikte hatte er zwischen 1999 und Juni 2001 begangen. Seine kantonale Nichtigkeitsbeschwerde wies das Kassationsgericht des Kantons ZÃ¼rich am 10. Dezember 2003 ab. Er verbÃ¼sste diese Strafe in Halbgefangenschaft in X und wurde am 5. Februar 2005 mit einer Probezeit von drei Jahren bedingt entlassen.</p> <p class="Urteilstext">Das Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich veranlasste am 15. September 2004 die AnhÃ¶rung von A sowie seiner Ehefrau. Nachdem die Ehegatten durch die Kantonspolizei ZÃ¼rich respektive durch die Stadtpolizei X befragt worden waren, beschloss der Regierungsrat am 9. Februar 2005, A fÃ¼r die Dauer von zehn Jahren aus der Schweiz auszuweisen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">A liess am 14. MÃ¤rz 2005 Beschwerde beim Verwaltungsgericht erheben und beantragen, den Beschluss des Regierungsrates aufzuheben, eventualiter die Dauer der Ausweisung auf fÃ¼nf Jahre zu verkÃ¼rzen, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten des Staates, sowie vorsorglicherweise die Vollstreckung der Ausweisung aufzuschieben.</p> <p class="Urteilstext">Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit beantragte namens des Regierungsrates die Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">GestÃ¼tzt auf § 43 Abs. 1 lit. h in Verbindung mit Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) ist die Beschwerde an das Verwaltungsgericht auf dem Gebiet der Fremdenpolizei zulÃ¤ssig, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht. Das trifft zu fÃ¼r Entscheide Ã¼ber Ausweisungen, die von einer kantonalen Be­hÃ¶r­de aufgrund von Art. 10 f. des Bundesgesetzes vom 26. MÃ¤rz 1931 Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder (ANAG) angeordnet werden (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziffer 4 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 e contrario).</p> <p class="Urteilstext">Vorliegend stÃ¼tzt sich der Beschwerdegegner angesichts der strafrechtlichen Verurteilungen des BeschwerdefÃ¼hrers auf den Ausweisungsgrund von Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG, wonach eine auslÃ¤ndische Person aus der Schweiz ausgewiesen werden kann, wenn sie wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich bestraft worden ist. Weiter befand er den BeschwerdefÃ¼hrer wegen dieses Verhaltens als nicht gewillt oder fÃ¤hig, sich an die hier geltende Ordnung zu halten, und erachtete damit auch den Ausweisungsgrund von Art. 10 Abs. 1 lit. b ANAG als erfÃ¼llt. Damit ist die Beschwerde an das Verwaltungsgericht zulÃ¤ssig. </p> <p class="Urteilstext">Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen gegeben sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kommt vorliegend von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zu, da die Vorinstanz nichts anderes angeordnet hat (§ 55 Abs. 1 VRG). Der Antrag, es sei vorsorglich die Vollstreckung der Ausweisung aufzuschieben, erweist sich damit als gegenstandslos.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Eine Ausweisung setzt vorerst voraus, dass ein in Art. 10 Abs. 1 lit. a-d ANAG genannter Grund vorliegt. Die Ausweisung kann befristet, aber fÃ¼r nicht weniger als zwei Jahre, oder unbefristet erfolgen und ist nur dann zulÃ¤ssig, wenn sie nach den gesamten UmstÃ¤nden angemessen erscheint (Art. 11 Abs. 1 und 3 ANAG). Massgeblich sind vor allem die Schwere des Verschuldens des AuslÃ¤nders, die Dauer seiner Anwesenheit in der Schweiz und die ihm und seiner Familie drohenden Nachteile (Art. 16 Abs. 3 der Vollziehungsverordnung vom 1. MÃ¤rz 1949 zum Bundesgesetz Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder [ANAV]). Vorzunehmen ist eine sich auf die gesamten UmstÃ¤nde des Einzelfalls stÃ¼tzende VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung, wobei einerseits das Ã¶ffentliche Interesse an der Fernhaltung der auslÃ¤ndischen Person und anderseits ihr und ihrer Familie privates Interesse am Verbleiben zu berÃ¼cksichtigen und gegeneinander abzuwÃ¤gen sind (BGE 125 II 521 E. 2b, 122 II 433 E. 2c). Ob die Ausweisung angemessen, das heisst verhÃ¤ltnismÃ¤ssig ist, ist sodann eine vom Gericht frei Ã¼berprÃ¼fbare Rechtsfrage (vgl. zur gleichen Kognition im Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren vor Bundesgericht: BGr, 28. Juni 2004, 2A.353/2004, E. 2.1, www.bger.ch, mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b> Ein Anspruch auf weiteren Verbleib in der Schweiz kann sich aus dem in Art. 8 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) garantierten Schutz des Privat- und Familienlebens ergeben. Art. 13 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) entspricht materiell der Garantie von Art. 8 EMRK und gewÃ¤hrt im Bereich des AuslÃ¤nderrechts keine zusÃ¤tzlichen AnsprÃ¼che (BGE 129 II 215 E. 4.2, 126 II 377 E. 7). Aufgrund der Rechtsprechung des EuropÃ¤ischen Gerichtshofs fÃ¼r Menschenrechte und des Bundesgerichts sind weitere (bzw. differenzierende) Kriterien zu berÃ¼cksichtigen, wenn sich der Betroffene auf das Recht auf Achtung des Familienlebens gemÃ¤ss Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 BV be­rufen kann (VGr, 7. Juli 2004, VB.2004.00061, E. 2.2 mit Hinweisen, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Urteilstext">Auf Art. 8 EMRK kÃ¶nnen sich auslÃ¤ndische StaatsangehÃ¶rige berufen, die nahe Verwandte mit gefestigtem Anwesenheitsrecht â vorab Schweizer BÃ¼rgerrecht oder Niederlassungsbewilligung â in der Schweiz haben. Unter die familiÃ¤ren Beziehungen, die einen Bewilligungsanspruch verschaffen kÃ¶nnen, fallen in erster Linie jene zwischen Ehegatten sowie zwischen Eltern und minderjÃ¤hrigen Kindern, die im gemeinsamen Haushalt leben (vgl. BGE 126 II 335 E. 2a, 120 Ib 257 E. 1c, 118 Ib 145 E. 4; Mark Villiger, Handbuch der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention, 2. A., ZÃ¼rich 1999, N. 571 f.). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b> Zwar garantiert das in Art. 8 Abs. 1 EMRK verankerte Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens keinen Anspruch auf Aufenthalt in einem bestimmten Konventionsstaat. Staatliche Massnahmen sind aber nur statthaft, wenn der Eingriff gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft fÃ¼r die nationale Sicherheit, die Ã¶ffentliche Ruhe und Ordnung, zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesundheit und Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig erscheint (Art. 8 Abs. 2 EMRK). Der EuropÃ¤ische Gerichtshof fÃ¼r Menschenrechte stellt bei der InteressenabwÃ¤gung im Rahmen von Art 8 Abs. 2 EMRK auf die nachfolgenden Kriterien ab (EGMR, 2. August 2001, Boultif, 54273/00, § 48, hudoc.echr.coe.int = VPB 65/2001 Nr. 138; ferner BGr, 22. Oktober 2001, 2A.296/2001, E. 3a/bb, www.bger.ch):</p> <p class="Einzug2"><span>â Art und Schwere der begangenen Straftaten;</span></p> <p class="Einzug2"><span>â Dauer der nach Begehung der Straftaten verstrichenen Zeitabschnitte;</span></p> <p class="Einzug2"><span>â Verhalten des Betroffenen wÃ¤hrend dieser Zeitabschnitte;</span></p> <p class="Einzug2"><span>â Aufenthaltsdauer der wegzuweisenden Person;</span></p> <p class="Einzug2"><span>â familiÃ¤re Situation (insbesondere Alter der Kinder);</span></p> <p class="Einzug2"><span>â MÃ¶glichkeit fÃ¼r die Ã¼brigen Familienmitglieder, dem von der Wegweisung Betroffenen in sein Heimatland (oder allenfalls in ein Drittland) zu folgen (StaatsangehÃ¶rigkeit der Familienmitglieder usw.);</span></p> <p class="Einzug2"><span>â Zumutbarkeit einer Nachfolge in das Heimatland.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b> VerÃ¼bt eine auslÃ¤ndische Person ein Verbrechen oder Vergehen, hat bereits das Strafgericht die MÃ¶glichkeit, die strafrechtliche Landesverweisung anzuordnen (Art. 55 StGB). Sieht es hiervon ab oder gewÃ¤hrt es fÃ¼r die Landesverweisung den bedingten Strafvollzug, bleibt es den FremdenpolizeibehÃ¶rden unbenommen, trotzdem die Ausweisung zu verfÃ¼gen; sie dÃ¼rfen strenger urteilen als das Strafgericht und ihre InteressenabwÃ¤gung unabhÃ¤ngig von dessen Beurteilung vornehmen. Dem Resozialisierungsgedanken ist aber im Rahmen der umfassenden fremdenpolizeilichen InteressenabwÃ¤gung ebenfalls Rechnung zu tragen (BGE 129 II 215 E. 3.2 S. 216 f., mit Hinweisen). </p> <p class="Urteilstext">Aus dem Umstand, dass gegen den BeschwerdefÃ¼hrer keine vollziehbare strafrechtliche Landesverweisung besteht, kann deshalb entgegen dessen Auffassung nicht auf die UnverhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit der auslÃ¤nderrechtlichen Ausweisung geschlossen werden.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2">Vorliegend anerkennt der BeschwerdefÃ¼hrer zu Recht, dass aufgrund der ergangenen Strafurteile der Ausweisungsgrund von Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG formell vorliegt. Es kann daher offen bleiben, ob der BeschwerdefÃ¼hrer auch noch den weiteren Ausweisungsgrund gemÃ¤ss Art. 10 Abs. 1 lit. b ANAG erfÃ¼llt hat, wie der Beschwerdegegner annimmt.</p> <p class="Erwgung2">Der BeschwerdefÃ¼hrer erachtet hingegen die Ausweisung als unangemessen und als nicht vereinbar mit der Praxis des EuropÃ¤ischen Gerichtshofes fÃ¼r Menschenrechte zu Art. 8 EMRK.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b> Ausgangspunkt fÃ¼r die auslÃ¤nderrechtliche InteressenabwÃ¤gung gemÃ¤ss Art. 11 Abs. 3 ANAG ist das Verschulden der auslÃ¤ndischen Person, welches vorab im Strafmass seinen Ausdruck findet. Da das Strafgericht bei der Strafzumessung auch schuldherabsetzende UmstÃ¤nde berÃ¼cksichtigt, ist im Ausweisungsverfahren weitgehend auf die WÃ¼rdigung des Verschuldens im Strafurteil abzustellen (BGr, 28. Juni 2004, 2A.353/2004, E. 2.2, www.bger.ch). Ebenso ist die Auffassung des Strafgerichts zum Schuldpunkt grundsÃ¤tzlich bindend. Die Kritik des BeschwerdefÃ¼hrers, es sei nicht nachvollziehbar, dass das Obergericht schon den Versuch der GefÃ¤hrdung der Sicherheit mit Waffen im Sinne von Art. 260<sup>quater</sup> StGB fÃ¼r strafbar erachtete, ist deshalb hier unbeachtlich. </p> <p class="Urteilstext">Die Ausweisung erfolgte aufgrund der strafrechtlichen Verurteilungen zu Freiheitsstrafen von insgesamt fÃ¼nf Jahren vier Monaten und zehn Tagen. Allein die Dauer dieser verhÃ¤ngten Strafen zeigt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer schwere Delikte begangen hat und sich ein erhebliches Verschulden vorwerfen lassen muss. Im Vordergrund steht dabei die Serie von rund 50 EinbrÃ¼chen mit einem Deliktsbetrag von ungefÃ¤hr Fr. 230'000.- und einem angerichteten Sachschaden von rund Fr. 80'000.-. Dabei schreckten der BeschwerdefÃ¼hrer und seine Komplizen auch nicht davor zurÃ¼ck, gegen einen wider Erwarten anwesenden Bewohner massiv kÃ¶rperliche Gewalt anzuwenden, obwohl sie sich noch hÃ¤tten zurÃ¼ckziehen kÃ¶nnen. Dies fÃ¼hrte zur Verurteilung wegen bandenmÃ¤ssigen Raubes. Das Obergericht erachtete das Verschulden des BeschwerdefÃ¼hrers denn auch als schwer und bestrafte ihn mit vier Jahren Zuchthaus.</p> <p class="Urteilstext">Noch wÃ¤hrend des Vollzugs dieser und anderer Strafen in der Strafanstalt E versuchte der BeschwerdefÃ¼hrer im Juni 2001 fÃ¼r nicht eruierbare Mitinsassen, Waffen zu vermitteln. Zudem stiftete er seinen Bruder an, ihm aus Deutschland ein Elektroschock­gerÃ¤t zu beschaffen. Deswegen sowie wegen des Besitzes einer im Jahre 1999 erworbenen Maschinenpistole, verschiedener Munition und dreier Wurfsterne wurde er vom Obergericht im Berufungsverfahren mit zehn Monaten GefÃ¤ngnis bestraft. Das Gericht erachtete das Verschulden hinsichtlich des Tatbestandes der GefÃ¤hrdung der Sicherheit mit Waffen als sehr schwer. Es sei nur deswegen beim Versuch geblieben, weil sich niemand gefunden habe, der die Waffen in die Schweiz transportierte. Erschwerend wirkte sich in diesem Zusammenhang auch aus, dass der BeschwerdefÃ¼hrer wÃ¤hrend des Strafvollzuges und innerhalb der Probezeit gehandelt hatte.</p> <p class="Urteilstext">Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer massiv und Ã¼ber einen lÃ¤ngeren Zeitraum von Ã¼ber vier Jahren, insbesondere im Jahre 1997 und letztmals im Juni 2001, delinquiert und die Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung in gravierender Weise verletzt hat. Nicht einmal das Urteil von vier Jahren Zuchthaus und die laufende VerbÃ¼ssung dieser Strafe konnten ihn von weiterer Delinquenz abhalten. Mithin besteht ein sehr gewichtiges Ã¶ffentliches Interesse an der Ausweisung des BeschwerdefÃ¼hrers.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b> Dem Ã¶ffentlichen Interesse an der Ausweisung ist das private Interesse des BeschwerdefÃ¼hrers am Verbleib in der Schweiz gegenÃ¼berzustellen. Das private Interesse ist aufgrund der persÃ¶nlichen UmstÃ¤nde des BeschwerdefÃ¼hrers sowie der Beziehung zu seiner Familie zu bestimmen.</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer wuchs zusammen mit zwei BrÃ¼dern in seiner Heimat bei seinen beiden Eltern auf, bis diese etwa 1987 geschieden wurden. Fortan lebte er mit seinen BrÃ¼dern bei seiner Mutter, die schon seit 1985 jeweils als SaisonniÃ¨re in der Schweiz war. 1991 reisten er, inzwischen vierzehnjÃ¤hrig geworden, und seine BrÃ¼der in die Schweiz zu ihrer Mutter, die wieder geheiratet hatte. Im November 1992 zog die Familie von Y nach ZÃ¼rich, wo der BeschwerdefÃ¼hrer die Niederlassungsbewilligung erhielt. Hier arbeitete er im Gastgewerbe, besuchte verschiedene Kurse, liess sich als Bodyguard und Privatdetektiv und dann als Programmierer, PC-Supporter und Webmaster ausbilden. 1996/97 fÃ¼hrte er eine eigene Sicherheitsfirma, blieb aber wirtschaftlich erfolglos. Fortan war er in der EDV-Branche tÃ¤tig, bis er verhaftet wurde und dann auch seine Strafen zu verbÃ¼ssen hatte. Seit der Entlassung aus dem Strafvollzug ist er selbstÃ¤ndig als Finanzberater und in der Telekommunikationsbranche tÃ¤tig. </p> <p class="Urteilstext">Seit Juli 1997 ist er mit seiner heutigen Ehefrau verheiratet. Der Ã¤ltere Sohn D ist heute acht Jahre alt und besucht die Schule. Auf Herbst 2005 wurde noch ein Kind erwartet. Die Ehefrau ist gebÃ¼rtige Schweizerin und war frÃ¼her als Hotelfachassistentin tÃ¤tig. Die Mutter und ein Bruder des BeschwerdefÃ¼hrers leben in der Schweiz, ein anderer Bruder wurde ausgewiesen. AnlÃ¤sslich der GewÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs hatte die Ehefrau noch ausgefÃ¼hrt, zum Wohle des Sohnes wÃ¼rde sie wohl hier bleiben, anderseits wÃ¼rde sie ihrem Mann aber auch ins Ausland folgen. In der Beschwerdeschrift liess der BeschwerdefÃ¼hrer dazu ausfÃ¼hren, mit der Geburt des auf Herbst 2005 erwarteten zweiten Kindes wÃ¤re es der Familie nicht mehr zuzumuten, die Schweiz zu verlassen oder getrennt vom BeschwerdefÃ¼hrer zu leben. Die Ehe und das Familienleben des BeschwerdefÃ¼hrers sind intakt. Da er die letzte Strafe in Halbgefangenschaft verbÃ¼ssen konnte, blieb der Kontakt zu Ehefrau und Sohn, wenn auch etwas reduziert, aufrechterhalten. </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer hat den Kontakt zu seinem Heimatland nie ganz abgebrochen und geht einmal jÃ¤hrlich dorthin in die Ferien. Die Ehefrau spricht nur wenig Kroatisch und kennt das Land lediglich von Ferienaufenthalten her.</p> <p class="Urteilstext">Es ergibt sich somit, dass es dem BeschwerdefÃ¼hrer ohne weiteres zugemutet werden kann, in sein Heimatland oder einen Drittstaat auszureisen. Seine vielfÃ¤ltigen beruflichen Ausbildungen und Erfahrungen ermÃ¶glichen es ihm, auch anderswo wirtschaftlich Fuss zu fassen. Hingegen stellte eine Ausreise fÃ¼r die Schweizer Ehefrau und insbesondere den hier schon eingeschulten Sohn D eine grosse HÃ¤rte dar.</p> <p class="Urteilstext">Das private Interesse des BeschwerdefÃ¼hrers und seiner Familie am Verbleib in der Schweiz ist erheblich. </p> <p class="Erwgung2"><b>6.3 </b> Die konkrete InteressenabwÃ¤gung aufgrund der dargestellten relevanten UmstÃ¤nde ergibt nun, dass das sehr grosse Ã¶ffentliche Interesse an der Ausweisung des BeschwerdefÃ¼hrers das private Interesse am Verbleib in der Schweiz Ã¼berwiegt. Auch wenn die Familie des BeschwerdefÃ¼hrers nach der Ausweisung hier bleibt, wird der Kontakt angesichts der nicht allzu grossen Distanz zwischen der Schweiz und Kroatien nicht gÃ¤nzlich abgebrochen. Obschon die Ausweisung den BeschwerdefÃ¼hrer grundsÃ¤tzlich daran hindert, die Schweiz wieder zu betreten (BGr, 19. Juli 2002, 2A.141/2002, E. 3.3, www.bger.ch), sieht das Gesetz zudem vor, dass die Ausweisung in AusnahmefÃ¤llen vorÃ¼bergehend eingestellt werden kann (Art. 11 Abs. 4 Satz 2 ANAG). Damit wird es dem Ausgewiesenen ermÃ¶glicht, seine AngehÃ¶rigen in der Schweiz zu besuchen, sofern eine InteressenabwÃ¤gung dies gebietet (Andreas ZÃ¼nd in: Peter Uebersax et. al. [Hrsg.], AuslÃ¤nderrecht, Basel etc. 2002, Rz. 6.26).</p> <p class="Urteilstext">Diese unter BerÃ¼cksichtigung auch der familiÃ¤ren Beziehungen vorgenommene InteressenabwÃ¤gung hÃ¤lt auch vor Art. 8 EMRK und Art. 13 BV stand. Aus der vom BeschwerdefÃ¼hrer angefÃ¼hrten Rechtsprechung des EuropÃ¤ischen Gerichtshofes fÃ¼r Menschenrechte in den FÃ¤llen Beldjoudi gegen Frankreich und Moustaquim gegen Belgien lÃ¤sst sich nicht anderes entnehmen: Mohand Beldjoudi war ursprÃ¼nglich wie auch seine Eltern franzÃ¶sischer StaatsbÃ¼rger und verlor diese StaatsangehÃ¶rigkeit 1963 mit 13 Jahren lediglich deshalb, weil seine Eltern es nach der UnabhÃ¤ngigkeit Algeriens versÃ¤umten, innert Frist eine ErklÃ¤rung betreffend die Anerkennung der franzÃ¶sischen StaatsangehÃ¶rigkeit abzugeben. Zudem war er in Frankreich geboren und hatte sein gesamtes Leben dort verbracht (EGMR, 26. MÃ¤rz 1992, Beldjoudi, 12083/86, §§ 9 und 77, hudoc.echr.coe.int). Im Falle von Abderrahman Moustaquim ging es um Delikte, die dieser allesamt als Jugendlicher und noch nicht als Erwachsener begangen hatte (EGMR, 18. Februar 1992, Moustaquim, 12313/86, §§ 10-15 und 44, hudoc.echr.coe.int). DemgegenÃ¼ber wurde der BeschwerdefÃ¼hrer im Erwachsenenalter mit 21 bis 25 Jahren straffÃ¤llig.</p> <p class="Urteilstext">Die verfÃ¼gte Ausweisung erweist sich damit im Grundsatz als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig. </p> <p class="Erwgung2"><b>6.4 </b> Der BeschwerdefÃ¼hrer erachtet eventualiter die Dauer der verfÃ¼gten Ausweisung von zehn Jahren als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig lange und beantragt, diese auf fÃ¼nf Jahre zu reduzieren. Zur BegrÃ¼ndung verweist er darauf, bei einer bloss fÃ¼nfjÃ¤hrigen Ausweisung kÃ¶nnte das jÃ¼ngste Kind hier eingeschult werden und der Sohn D kÃ¶nnte dann hier eine anstÃ¤ndige Ausbildung machen, was in Kroatien kaum mÃ¶glich wÃ¤re. Angesichts der besonderen HÃ¤rte, die die Ausweisung fÃ¼r die Familie bedeutet und der mit dem Alter abnehmenden RÃ¼ckfallgefahr erscheint es zur Erreichung des Sicherungszweckes ausreichend, den BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r die Dauer von fÃ¼nf Jahren des Landes zu verweisen. Nach Ablauf dieser Dauer wird er bereits gegen Mitte Dreissig sein und seit seinem letzten Delikt werden schon neun Jahre vergangen sein, womit die RÃ¼ckfallgefahr, insbesondere mit Bezug auf Gewaltdelikte, weiter erheblich vermindert sein wird. Der Familie wird es damit ermÃ¶glicht, dem BeschwerdefÃ¼hrer vorÃ¼bergehend ins Ausland zu folgen und so eine Trennung zu vermeiden, ohne dass die Kinder deswegen die Einschulung respektive den Einstieg in die Ausbildung hier in der Schweiz verpassten. </p> <p class="Urteilstext">Die Dauer von zehn Jahren erweist sich demnach angesichts dieser besonderen UmstÃ¤nde als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig lange und es erscheint angemessen, die Dauer der Ausweisung auf fÃ¼nf Jahre zu befristen. </p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Da der BeschwerdefÃ¼hrer mehrheitlich unterliegt, sind ihm ¾ der Gerichtskosten aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 70 VRG) und es steht ihm keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG). Dem Beschwerdegegner ist ¼ der Gerichtskosten aufzuerlegen.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde und AbÃ¤nderung von Dispositiv-Ziffer I Satz 2 erster Halbsatz des Beschlusses des Regierungsrats vom 9. Februar 2005 wird die Ausweisung auf die Dauer von fÃ¼nf Jahren befristet. </span></p> <p class="Einzug2"><span> Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Kosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer zu ¾ und dem Beschwerdegegner zu ¼ auferlegt. </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>