<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00394</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204831&amp;W10_KEY=4467139&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00394</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.02.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Neubau von drei Mehrfamilienhäusern mit Unterniveaugarage.<br/><br/>Zu prüfen war hauptsächlich, ob dem Bauvorhaben ein älteres Bauverbot entgegenstehe (E. 2), ob es die in § 238 Abs. 2 PBG geforderte besondere Rücksicht auf die umliegenden Schutzobjekte (Gruppe von drei unter Schutz gestellten Bäumen sowie ein inventarisiertes Haus aus der Mitte des 19. Jh.) nehme (E. 3.2.3) und ob sich die Garagenzufahrt befriedigend einordne (E. 3.2.4) und keine unzulässigen Lärmimmissionen verursache (E. 4). Alle diesbezüglich gegen das Bauprojekt vorgebrachten Rügen haben sich als unbegründet erwiesen.<br/>Die im Weitern geforderte Reduktion der Parkplatzzahl als Massnahme zur Emissionsbegrenzung ist haltlos (E. 5) und die geltend gemachte Abstandsverletzung ist derart geringfügig, dass sie sich mit einer Nebenbestimmung im Sinn von § 321 Abs. 1 PBG beheben lässt (E. 6).<br/><br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUMSCHUTZ">BAUMSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUVERBOT">BAUVERBOT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: GESTALTUNG UND EINORDNUNG">GESTALTUNG UND EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: LÃRMSCHUTZ">LÃRMSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MEHRFAMILIENHAUS">MEHRFAMILIENHAUS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARKPLATZZAHL">PARKPLATZZAHL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHUTZOBJEKT">SCHUTZOBJEKT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMGEBUNGSGESTALTUNG">UMGEBUNGSGESTALTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERNIVEAUGARAGE">UNTERNIVEAUGARAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORSORGEPRINZIP">VORSORGEPRINZIP</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 7 Abs. I lit. a LSV</span><br/><span class="gerade">§ 238 Abs. II PBG</span><br/><span class="ungerade">Art. 11 Abs. II USG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Mit Beschluss vom 28. Oktober 2003 erteilte die BaubehÃ¶rde Meilen der C AG die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r den Neubau von drei MehrfamilienhÃ¤usern mit je drei Wohnungen und einer gemeinsamen, auf zwei Geschossen angelegten Unterniveaugarage mit 24 AbstellplÃ¤tzen auf dem zwischen der L- und der M-Strasse in Meilen gelegenen GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 sowie fÃ¼r die Parzellierung des BaugrundstÃ¼cks.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Hiergegen erhob A, EigentÃ¼mer der westlich an das BaugrundstÃ¼ck angrenzenden Parzelle, am 4. Dezember 2003 Rekurs an die Baurekurskommission II und beantragte die Aufhebung der Baubewilligung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Baurekurskommission II fÃ¼hrte am 11. Mai 2004 einen Augenschein durch. Mit Entscheid vom 10. August 2004 wies sie das Rechtsmittel ab und bestÃ¤tigte den Beschluss der BaubehÃ¶rde Meilen im beurteilten Umfang.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 20. September 2004 gelangte A an das Verwaltungsgericht und liess diesem beantragen, der angefochtene Entscheid der Baurekurskommission sei aufzuheben und die nachgesuchte Baubewilligung zu verweigern, eventuell sei die Sache zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerinnen. Die Baurekurskommission II schloss am 22. Oktober 2004 ohne weitere Bemerkungen auf Abweisung der Beschwerde. Die C AG am 28. Oktober 2004 und die BaubehÃ¶rde Meilen am 2. November 2004 beantragten je Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des BeschwerdefÃ¼hrers.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 26. November 2004 wurde das Gesuch der C AG um teilweisen Entzug der aufschiebenden Wirkung, soweit sie die Abparzellierung betraf, gutgeheissen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die ErwÃ¤gungen des angefochtenen Entscheids sowie die Vorbringen der Parteien werden, soweit erforderlich, nachfolgend wiedergegeben.</span></p> <p class="Zwischentitel"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> Ausgangslage</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Aufgrund der Akten ergibt sich folgende Ausgangslage: Das streitbetroffene, zwischen der M-Strasse und der L-Strasse in Meilen liegende BaugrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 befindet sich gemÃ¤ss Bau- und Zonenordnung der Gemeinde Meilen vom 18. September 2000 (BZO) in einer Wohnzone W2.4 mit der Empfindlichkeitsstufe (ES) II. Auf diesem steht im sÃ¼dlichen Teil des GrundstÃ¼cks, direkt an der M-Strasse, das 1854 erbaute Wohnhaus "F-Hof" (Vers.-Nr. 602), welches im kommunalen Inventar der schutzwÃ¼rdigen Objekte enthalten ist. Den grÃ¶ssten Teil der Parzelle nimmt eine ausgedehnte Gartenanlage mit reichem Baumbestand ein. Von Letzterem sind eine Buche, eine FÃ¶hre sowie eine Zeder unter Schutz gestellt worden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Bauherrin plant die Abparzellierung des "F-Hofs" mit einer FlÃ¤che von 634 m<sup>2</sup>. Auf dem 1'958 m<sup>2</sup> grossen RestgrundstÃ¼ck sollen die eingangs erwÃ¤hnten drei MehrfamilienhÃ¤user errichtet werden, wobei zwei davon direkt an der L-Strasse (HÃ¤user A und B) geplant sind und eines (Haus C) von der M-Strasse zurÃ¼ckversetzt, nordÃ¶stlich vom bestehenden Wohnhaus zu stehen kommen soll.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Da sich der massgebliche Sachverhalt mit hinreichender Deutlichkeit den Akten entnehmen lÃ¤sst, erÃ¼brigt sich ein verwaltungsgerichtlicher Augenschein.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span>Umstritten ist im vorliegenden Verfahren, ob dem Bauprojekt ein auf dem GrundstÃ¼ck lastendes Bauverbot entgegensteht und ob es den erhÃ¶hten Gestaltungsanforderungen von § 238 Abs. 2 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) genÃ¼gt. Sodann liegt die Unterniveaugarage bezÃ¼glich der Anzahl AbstellplÃ¤tze sowie des Standorts der Einfahrt in lÃ¤rmrechtlicher Hinsicht im Streit. Schliesslich wird ein Verstoss gegen Abstandsvorschriften gerÃ¼gt.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> Bauverbot</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Vorab macht der BeschwerdefÃ¼hrer geltend, der sÃ¼dliche Bereich des Gartens sei mit einem Bauverbot belegt, welches dem Bauvorhaben entgegenstehe.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Er stÃ¼tzt sich dabei auf den Beschluss der Baukommission Meilen vom 3. Mai 1977, mit welchem den frÃ¼heren EigentÃ¼mern des "F-Hofs" die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r die Ãnderungen der inneren Einteilung und die Einrichtung einer gynÃ¤kologischen Arztpraxis erteilt wurde. Mit der Bewilligung wurde gestÃ¼tzt auf § 238 Abs. 3 PBG in Dispositivziffer 1e die Auflage verbunden, dass der auf dem BaugrundstÃ¼ck bestehende Baumbestand weiter erhalten werden mÃ¼sse, weshalb das Schlagen hochstÃ¤mmiger BÃ¤ume verboten sei. Zum Beschluss gehÃ¶rt Ã¼berdies ein Situationsplan der Liegenschaft "F-Hof", der im nÃ¶rdlichen Teil des GrundstÃ¼cks Kat.-Nr. 01 etwa 1'000 m<sup>2</sup> als "exklusives Bauland" ausscheidet und im sÃ¼dlichen Teil den Hinweis "Bauverbot" trÃ¤gt. Der gleiche Situationsplan findet sich auch im Gutachten Ã¼ber die SchutzwÃ¼rdigkeit des "F-Hofs" vom 7. April 2003.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Daraus leitet der BeschwerdefÃ¼hrer ab, dass mit dem Beschluss vom 3. Mai 1977 gestÃ¼tzt auf § 238 Abs. 3 PBG ein dauerhaftes Bauverbot angeordnet worden sei, zu dessen GÃ¼ltigkeit es keines Grundbucheintrags bedurft habe.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Die Vorinstanz hat hierzu kurz ausgefÃ¼hrt (Rekursentscheid, E. 4b), dass zu einem frÃ¼heren Zeitpunkt einmal beabsichtigt worden sei, den sÃ¼dlichen Viertel des Gartens nicht zu Ã¼berbauen. Aus dem Situationsplan aus dem Jahre 1977 hÃ¤tte der Rekurrent nur dann etwas ableiten kÃ¶nnen, wenn diese Absicht in einem entsprechenden Grundbucheintrag ihren Niederschlag gefunden hÃ¤tte. Dies sei hier unbestrittenermassen nicht der Fall.</span></p> <p class="Erwgung2"><span class="UrteilstextChar"><b><span>2.3 </span></b></span><span class="UrteilstextChar"><span>Entgegen der Auffassung der Vorinstanz ist die Anmerkung einer Ã¶ffentlich-rechtlichen EigentumsbeschrÃ¤nkung im Grundbuch fÃ¼r deren GÃ¼ltigkeit nicht von Bedeutung. Eine </span></span><span>Anmerkung, wie sie § 321 Abs. 2 PBG vorsieht, hat keine <span class="UrteilstextChar">konstitutive Wirkung, sondern </span>nur deklaratorische Bedeutung (RB 1968 Nr. 42 = ZBl </span><span class="UrteilstextChar"><span>70/1969, S. 272 = ZR 68 Nr. 11; Christian MÃ¤der, Das Baubewilligungsverfahren, ZÃ¼rich 1991, Rz. 470; Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 3. A., ZÃ¼rich 2003, S. 21-18).</span><span> Die GÃ¼ltigkeit hÃ¤ngt ausschliesslich von der RechtsbestÃ¤ndigkeit der Baubewilligung ab, mit der sie nebenbestimmungsweise verfÃ¼gt worden ist. </span></span></p> <p class="Urteilstext"><span>Es stellt sich vielmehr die Frage, ob der damals verfÃ¼gte Baumschutz noch immer GÃ¼ltigkeit hat und ob Ã¼berhaupt ein irgendwie geartetes Bauverbot statuiert worden war.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.3.1 </span></b><span>Der mit Beschluss vom 3. Mai 1977 angeordnete, umfassende aber auch unspezifische Baumschutz wurde nach einer eingehenden AbklÃ¤rung der SchutzwÃ¼rdigkeit der Gartenanlage mit verwaltungsrechtlichem Vertrag vom 18. September bzw. 3. Dezember 2001 auf drei SolitÃ¤re (eine Buche, eine FÃ¶hre und eine Zeder) eingeschrÃ¤nkt. Diese drei BÃ¤ume wurden als Objekte im Sinn von § 203 Abs. 1 lit. f PBG unter Schutz gestellt. Der damals gestÃ¼tzt auf § 238 Abs. 3 PBG und als Nebenbestimmung zur Umbaubewilligung angeordnete Baumschutz entfaltet nach Erteilung der neuen Baubewilligung vom 28. Oktober 2003 keine Wirkung mehr, da diese als Verwaltungsakt gleicher Stufe nun gestÃ¼tzt auf den verwaltungsrechtlichen Vertrag eine neue Anordnung bezÃ¼glich Baumschutz auf dem gleichen GrundstÃ¼ck trifft. Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer also aus der Nebenbestimmung in Dispositivziffer 1e der Baubewilligung vom 3. Mai 1977 ein Bauverbot herleiten will, geht er fehl.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.3.2 </span></b><span>Ebenso wenig vermag der BeschwerdefÃ¼hrer aus dem Situationsplaneintrag "Bauverbot" etwas zu seinen Gunsten ableiten. Der Planeintrag ist im Rahmen der damaligen Baubewilligung gÃ¤nzlich unmotiviert; weder wird das Bauverbot in den ErwÃ¤gungen umschrieben noch enthÃ¤lt das Dispositiv eine diesbezÃ¼gliche Anordnung. Ein allfÃ¤llig geplantes Bauverbot war schlicht nicht Inhalt des fraglichen Beschlusses aus dem Jahr 1977. So lÃ¤sst sich auch aus dem Planeintrag "exklusives Bauland" nichts folgern, wÃ¼rde doch die Ausscheidung eines Baubereichs dem gleichzeitig statuierten, umfassenden Baumschutz zuwiderlaufen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegrÃ¼ndet.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> Gestaltung und Einordnung</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt sodann, das Bauprojekt genÃ¼ge den strengen Gestaltungs- bzw. Einordnungsanforderungen von § 238 Abs. 2 PBG nicht.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Die BaubehÃ¶rde Meilen hielt bei der PrÃ¼fung des Einordnungs- und Gestaltungsaspekts fest, dass die MehrfamilienhausÃ¼berbauung im Erscheinungsbild der Ãberbauung selbst, wie auch im Hinblick auf die entstehende ortsbauliche Konstellation sowie unter dem Aspekt der Einbettung in die Gartenlandschaft eine akzeptable Situation zu schaffen vermÃ¶ge. Im Weiteren stÃ¼tzen sich die ErwÃ¤gungen auf den abschliessenden Bericht des Baukollegiums vom 14. Oktober 2003. Zusammengefasst wurde ausgefÃ¼hrt, dass das Neubauprojekt sowohl bezÃ¼glich seiner Situierung im GelÃ¤nde als auch in seiner kubischen und architektonischen Gestaltung eine bauliche Verdichtung erkennen lasse, die prÃ¤gnant, aber zonenkonform sei. Unter den geprÃ¼ften Aspekten sei die befriedigende Gesamtwirkung klar gegeben.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Baurekurskommission kam zum Ergebnis, dass das Neubauprojekt sowohl aufgrund der Anordnung der BaukÃ¶rper im GelÃ¤nde als auch bezÃ¼glich der kubischen und architektonischen Gestaltung Ã¼berzeuge, weshalb sich der angefochtene vorinstanzliche Entscheid gemÃ¤ss § 238 Abs. 2 PBG als rechtsbestÃ¤ndig erweise. Es bestehe kein Grund, korrigierend in das der Vorinstanz zustehende Ermessen einzugreifen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt dagegen vor, aus den ErwÃ¤gungen der kommunalen BewilligungsbehÃ¶rde ergebe sich, dass diese nicht geprÃ¼ft habe, ob das Projekt den erhÃ¶hten Anforderungen nach § 238 Abs. 2 PBG genÃ¼ge. Eine "akzeptable Situation" erfÃ¼lle diese Anforderungen nicht. Auch die Baurekurskommission habe keine rechtsgenÃ¼gende PrÃ¼fung im Sinn dieser Bestimmung vorgenommen. Der Befund, das Projekt nehme sowohl auf das inventarisierte GebÃ¤ude als auch auf den unter Schutz gestellten Baumbestand RÃ¼cksicht, sei nicht weiter begrÃ¼ndet. Bereits die von der BaubehÃ¶rde festgestellte bauliche Verdichtung, die das Neubauprojekt erzeuge, stehe im Widerspruch zu § 238 Abs. 2 PBG. Der "F-Hof" mit seiner reprÃ¤sentativen Fassade sowie der dazugehÃ¶rige Garten mit den geschÃ¼tzten BÃ¤umen gebiete eine zurÃ¼ckhaltende Bauweise bzw. eine gestalterische Sonderleistung. Deshalb sei auch in Kauf zu nehmen, dass mit der Anwendung der Ãsthetikvorschriften eine "Korrektur" der zonengemÃ¤ssen ÃberbauungsmÃ¶glichkeit verbunden sei. Die geplante MehrfamilienhausÃ¼berbauung erzeuge eine erdrÃ¼ckende Wirkung, welche auf den "F-Hof" und die parkÃ¤hnliche Umgebung keine RÃ¼cksicht nehme. Entgegen der Ansicht der Vorinstanz genÃ¼ge es nicht, dass das Projekt den "F-Hof" nicht beeintrÃ¤chtige, vielmehr mÃ¼sse dieses auf die Schutzobjekte besondere RÃ¼cksicht nehmen. Insbesondere stÃ¼nden auch die Einfahrt zur Tiefgarage und die dort vorgesehenen AbstellplÃ¤tze im Widerspruch zum Wert der Umgebung. Im Ergebnis genÃ¼ge das Bauvorhaben den strengen Kriterien von § 238 Abs. 2 PBG nicht und sei daher nicht bewilligungsfÃ¤hig.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.2.1 </span></b><span>Das Wohnhaus "F-Hof" in Meilen ist im kommunalen Inventar der schutzwÃ¼rdigen Objekte aufgefÃ¼hrt. Zu dessen SchutzwÃ¼rdigkeit liegt ein Gutachten vom 7. April 2003 bei den Akten. Die SchutzwÃ¼rdigkeit der Gartenanlage wurde im Jahr 2001 ebenfalls umfassend abgeklÃ¤rt. Als Folge davon wurden drei BÃ¤ume als Schutzobjekte im Sinn von § 203 Abs. 1 lit. f PBG bezeichnet. Die Frage der Einordnung der drei MehrfamilienhÃ¤user ist daher zweifellos nach § 238 Abs. 2 PBG zu beurteilen, der eine besondere RÃ¼cksichtnahme auf die Schutzobjekte und damit eine <i>gute</i> Einordnung verlangt. Die Anwendbarkeit der genannten Bestimmung ist unbestritten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Baurekurskommission hat mit zutreffenden AusfÃ¼hrungen (Rekursentscheid, E. 5), auf die verwiesen werden kann (§ 28 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit § 70 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]), die Kriterien dargelegt, nach denen die Gestaltung des Bauvorhabens und dessen Einordnung in die bauliche und landschaftliche Umgebung im Licht von § 238 Abs. 1 und 2 PBG zu beurteilen ist. Der ErwÃ¤gung, dass der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde in Einordnungsfragen eine von den Rechtsmittelinstanzen zu beachtende besondere Entscheidungs- und Ermessensfreiheit zusteht, ist anzufÃ¼gen, dass dementsprechend auch die ÃberprÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts nach § 50 VRG regelmÃ¤ssig auf blosse Rechtskontrolle beschrÃ¤nkt ist, weshalb es lediglich rechtsverletzende Ermessensfehler korrigieren kann (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 50 N. 70 und 78 ff.).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die BaubehÃ¶rde Meilen hat ihren Beschluss eingehend begrÃ¼ndet. Sie hat damit die ihr durch das kantonale Recht eingerÃ¤umte Entscheidungsfreiheit beansprucht und muss sich einen Eingriff durch die RechtsmittelbehÃ¶rden nur gefallen lassen, soweit ihre WÃ¼rdigung als nicht mehr vertretbar erscheint. Es geht also vorliegend einzig um die Frage, ob die Baurekurskommission die erstinstanzliche Ã¤sthetische WÃ¼rdigung des streitigen Bauprojekts unter BerÃ¼cksichtigung des baulichen Umfelds nach § 238 Abs. 2 PBG zu Recht fÃ¼r vertretbar hielt.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.2.2 </span></b><span>Die BewilligungsbehÃ¶rde hat in ihrem Entscheid klar dargelegt, in welches bauliche Umfeld das Vorhaben zu stehen kommt und unter welchen gestalterischen Aspekten es deshalb zu prÃ¼fen war. Sie hat das Gutachten zur SchutzwÃ¼rdigkeit des "F-Hofs" "als Wertungskriterium fÃ¼r die Schnittstelle Neubausituation/bestehendes Haus im Zusammenhang mit den UmgebungsverÃ¤nderungen" betrachtet. Unter BerÃ¼cksichtigung der geschÃ¼tzten BÃ¤ume und des "F-Hofs" sowie unter Hinweis auf § 238 Abs. 2 PBG hat die BehÃ¶rde erwogen, dass "an eine Neubausituation generell erhÃ¶hte Anforderungen an Gestaltung und Einordnung, insbesondere auch an die Bewahrung des Umgebungscharakters, zu stellen" seien. Selbst wenn die Formulierungen in den ErwÃ¤gungen die PrÃ¼fung der Anforderungskriterien von § 238 Abs. 2 PBG nicht mit der wÃ¼nschbaren Deutlichkeit hervortreten lassen, so wird aufgrund der von der BaubehÃ¶rde eingereichten Unterlagen klar, dass diese ÃberprÃ¼fung stattgefunden hat. Dies zeigen einerseits ansatzweise die Protokolle der Aussprachen vom 12. November 2002, 4. MÃ¤rz und 24. Juni 2003 zwischen der Bauabteilung und den Projektverfassern und anderseits deutlich die Berichte des Baukollegiums.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>So hat das Baukollegium einen ersten Entwurf fÃ¼r die Ãberbauung in seinem Bericht vom 13. Februar 2003 gewÃ¼rdigt und dabei die Konzeption der individuellen und allgemeinen Nutzung des Gartens sowie die EinschrÃ¤nkung von dessen ursprÃ¼nglicher GrosszÃ¼gigkeit kritisiert. Die zwischen den vier GebÃ¤uden entstehenden ZwischenrÃ¤ume wÃ¼rden der bisherigen Einheit des Gartens entgegenstehen, weshalb das Baukollegium die PrÃ¼fung einer Volumenreduktion anregte. Weiter empfahl das Baukollegium, dass der Garten als Ganzes mit einem neuen Wegnetz und der neue Baumbestand unter Einbezug der vorhandenen Vegetation sorgfÃ¤ltig zu konzipieren sei. In architektonischer Hinsicht bemÃ¤ngelte das Kollegium den Umgang mit der StÃ¼tzmauer im sÃ¼dlichen Teil des GrundstÃ¼cks. Der abschliessende Bericht des Baukollegiums vom 14. Oktober 2003 wertete das Bauvorhaben schliesslich durchwegs positiv. Das Kollegium war der Ansicht, dass seine Empfehlungen in die ProjektÃ¼berarbeitung eingeflossen seien.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wenn die kommunale BaubehÃ¶rde nach dieser eingehenden ÃberprÃ¼fung die neu entstehende Ãberbauungssituation als "akzeptabel" beurteilt, bringt sie damit zum Ausdruck, dass das Bauvorhaben nach dessen Ãberarbeitung nunmehr den erhÃ¶hten Anforderungen von § 238 Abs. 2 PBG genÃ¼gt. "Akzeptabel" ist in diesem Zusammenhang nicht als PrÃ¤dikat des gerade genÃ¼genden Mittelmasses zu verstehen, wie der BeschwerdefÃ¼hrer dies tut. Jedenfalls steht fest, dass die BaubehÃ¶rde nach § 238 Abs. 2 PBG gewÃ¼rdigt hat. Die diesbezÃ¼gliche RÃ¼ge des BeschwerdefÃ¼hrers ist unbegrÃ¼ndet.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.2.3 </span></b><span>Mit Bezug auf das Bauvorhaben selbst beschrÃ¤nkt sich der BeschwerdefÃ¼hrer wie schon vor Vorinstanz darauf, eine erdrÃ¼ckende Wirkung geltend zu machen, welche eine besondere RÃ¼cksichtnahme auf die nÃ¤here Umgebung und die Schutzobjekte vermissen lasse. Die Vorinstanz habe unter diesem Gesichtspunkt keine rechtsgenÃ¼gende ÃberprÃ¼fung der Baubewilligung vorgenommen. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist der Ansicht, dass das Bauvorhaben nur schon wegen der auch von der BaubehÃ¶rde festgestellten Verdichtung den Anforderungen von § 238 Abs. 2 PBG nicht genÃ¼ge. Bereits die weniger strenge Gestaltungsvorschrift von § 238 Abs. 1 PBG verlange, dass sich eine Baute an die in der Umgebung herrschenden MassstÃ¤be halte, gegenÃ¼ber der Ausgestaltung von GebÃ¤uden, HÃ¤usergruppen oder StrassenzÃ¼gen nicht in Widerspruch trete oder sonst einen stossenden Gegensatz zur Umgebung bilde. Eine weitere Substanziierung fehlt.</span></p> <p class="Erwgung4"><b><span>3.2.3.1 </span></b><span>Wie die kommunale BaubehÃ¶rde unwidersprochen festgestellt hat, hÃ¤lt das Projekt die fÃ¼r die Wohnzone W2.4 zulÃ¤ssige Baumasse ein. Der BeschwerdefÃ¼hrer, der eine "Korrektur" der ÃberbauungsmÃ¶glichkeit geltend macht, Ã¼bersieht, dass ein Bauvolumenverzicht aus Ã¤sthetischen GrÃ¼nden nur ausnahmsweise in Frage kommt. Das Einordnungsgebot darf nur in AusnahmefÃ¤llen dazu fÃ¼hren, dass ein Bauherr an der AusschÃ¶pfung des zonengemÃ¤ssen Bauvolumens gehindert wird (RB 1990 Nr. 78, 1992 Nr. 66; VGr, 19. April 2002, BEZ 2002 Nr. 18 E. 3; letztmals bestÃ¤tigt im unpublizierten Entscheid VGr, 2. Juni 2004, VB.2004.00148). Besonders triftige GrÃ¼nde, die eine solche Ausnahme zu begrÃ¼nden vermÃ¶gen, sind etwa die besondere QualitÃ¤t der bestehenden Ãberbauung, eine weit herum zurÃ¼ckhaltend ausgeschÃ¶pfte AusnÃ¼tzung oder eine qualifizierte landschaftliche Empfindlichkeit. Diese Voraussetzungen sind hier nicht erfÃ¼llt.</span></p> <p class="Erwgung4"><b><span>3.2.3.2 </span></b><span>Die an der L-Strasse geplanten HÃ¤user A und B setzen durch ihre BaukÃ¶rper das Bebauungsmuster entlang des Strassenzugs fort und fÃ¼gen sich dadurch problemlos in die bauliche Umgebung ein. Einzig das Haus C ist nicht zur Strasse hin orientiert. Das zwischen der L- und M-Strasse liegende GrundstÃ¼ck weitet sich aufgrund einer RichtungsÃ¤nderung der M-Strasse im Vergleich zu den seeaufwÃ¤rts liegenden GrundstÃ¼cken deutlich auf. Es erhÃ¤lt so eine doppelte Bautiefe. In der sÃ¼dlichen GrundstÃ¼ckshÃ¤lfte steht westseitig der "F-Hof" direkt an der M-Strasse, wogegen das Haus C ostseitig einen etwas von der Strasse zurÃ¼ckversetzten Standort erhalten soll, der zum "F-Hof" genÃ¼gend Abstand lÃ¤sst. Durch diese Positionierung schrÃ¤nkt das Haus C die Sicht von der M-Strasse her auf die Ostfassade des "F-Hofs" nicht ein und wird die Ensemblewirkung der ZwillingshÃ¤user M-Strasse 08 und 09 nicht beeintrÃ¤chtigt. Die HÃ¤user A, B und C umschliessen zusammen mit dem "F-Hof" die geschÃ¼tzte Baumgruppe als wichtigen Teil des ehemaligen <i>landschaftlichen</i> Gartens, ohne diese einzuengen; sie bildet nunmehr das grÃ¼ne Zentrum der neuen Ãberbauung. Zwischen dem Haus C und der M-Strasse bleibt der <i>architektonische</i> Garten mit RasenflÃ¤che und einer markanten FÃ¶hrengruppe weit gehend erhalten. Trotz der relativ dichten Bebauung des GrundstÃ¼cks Kat.-Nr. 01 behÃ¤lt der "F-Hof" so einen seiner Bedeutung angemessenen rÃ¼ck- und ostseitigen Aussenraum. Ãber das neue Fusswegnetz, das vom Baukollegium ausdrÃ¼cklich positiv gewertet wurde, werden die Neubauten sowie der gemeinsame Spiel- und Aufenthaltsbereich mit dem "F-Hof" stimmig verbunden. Wenn die Vorinstanz diesbezÃ¼glich von einer ansprechenden FreiflÃ¤chengestaltung spricht, ist dies nachvollziehbar. Inwiefern das Bauprojekt eine erdrÃ¼ckende Wirkung erzeugen soll, ist nicht ersichtlich. Allein aus den Auflagen in der Baubewilligung zur Sicherung des geschÃ¼tzten Baumbestands, auf die schon die Baurekurskommission hinwies (Rekursentscheid, E. 6a, S. 9 f.), lÃ¤sst sich nicht ableiten, dass das Vorhaben nicht die nÃ¶tige besondere RÃ¼cksicht nehme.</span></p> <p class="Erwgung4"><b><span>3.2.3.3 </span></b><span>Die fÃ¼r das Bauvorhaben massgebliche Zonierung verlangt vom Bauherrn Ã¼ber die allgemeine Bestimmung von § 238 PBG hinaus keine gestalterischen Sonderleistungen, wie sie etwa Kernzonenvorschriften enthalten. Die zeitgenÃ¶ssische architektonische Formsprache des Bauprojekts ist ohne jede Effekthascherei und funktional; sie vertrÃ¤gt sich sowohl mit der zeitlosen SchÃ¶nheit der geschÃ¼tzten Baumgruppe als auch mit der neoklassizistischen Strenge des "F-Hofs". Wie bereits die Vorinstanz zutreffend ausfÃ¼hrte (Rekursentscheid, E. 6a, S. 8 f.), steht die durch das Nebeneinander von historischen und heutigen Bauformen bewusst erzeugte Spannung einer guten Einordnung nicht entgegen.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.2.4 </span></b><span>Inwieweit die Einfahrt zur Unterniveaugarage und die oberirdischen AbstellplÃ¤tze in Ã¤sthetischer Hinsicht unbefriedigend sein sollen, legt der BeschwerdefÃ¼hrer in keiner Weise dar. Der Hinweis auf den Entscheid des Verwaltungsgerichts vom </span><span>23. Juni 2003 (VB.2002.00157, E. 4b, www.vgrzh.ch) ist unbehilflich. Dort war ein Neubau in einer </span><span>Kern- und Ortsbildschutzzone umstritten, </span><span>dessen Einfahrt in die Tiefgarage einen </span><span>erheblichen Eingriff in die </span><span>fÃ¼r das Ortsbild wichtige </span><span>Vorgartenlandschaft </span><span>darstellte, hier ist Ã¼ber ein Bauvorhaben in einer Wohnzone W2.4 zu entscheiden, das die nach Massgabe von § 238 Abs. 2 PBG gebotene RÃ¼cksicht zu wahren hat. Die gewÃ¤hlte Erschliessung mit einem Autolift ermÃ¶glicht eine kurze Einfahrt und damit eine der Situation angemessene und schonende LÃ¶sung. Eine Verschiebung der Einfahrt zwischen die BaukÃ¶rper A und B, wie sie der BeschwerdefÃ¼hrer fordert, fÃ¼hrt in Ã¤sthetischer Hinsicht zu keiner befriedigenden LÃ¶sung, wÃ¼rde doch dadurch die begrÃ¼nte, freie Achse der FussgÃ¤ngererschliessung unterbrochen. Zudem kÃ¤me die Einfahrt nÃ¤her an die geschÃ¼tzten BÃ¤ume zu liegen. Die Platzierung der Einfahrt in der Ostecke des GrundstÃ¼cks ist aus gestalterischer Sicht nicht zu beanstanden, was die Vorinstanz bereits zu Recht festgestellt hat.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Unter gestalterischen Gesichtspunkten im Sinn von § 238 Abs. 2 PBG hat die Baurekurskommission somit zu Recht nicht korrigierend in den Entscheid der kommunalen BaubehÃ¶rde eingegriffen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> LÃ¤rmschutzrechtliche Beurteilung der Unterniveaugarage</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Weitern macht der BeschwerdefÃ¼hrer geltend, die Unterniveaugarage stelle eine AussenlÃ¤rm erzeugende, neue ortsfeste Anlage dar, die erhebliche zusÃ¤tzliche LÃ¤rmimmissionen fÃ¼r das GrundstÃ¼ck des BeschwerdefÃ¼hrers mit sich bringe. Nach dem lÃ¤rmschutzrechtlichen Vorsorgeprinzip seien Emissionen so weit zu begrenzen, wie dies technisch machbar und betrieblich mÃ¶glich sowie wirtschaftlich tragbar sei. Die Vorinstanz habe in dieser Hinsicht die Notwendigkeit einer Verlegung der Garageneinfahrt zu Unrecht verneint.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Die Vorinstanz ist zum Ergebnis gelangt, dass bereits durch den Bau einer Unterniveaugarage die mit dem Parkierungsvorgang von Motorfahrzeugen verbundenen Emissionen (Zuschlagen von AutotÃ¼ren, Starten des Motors sowie ParkiermanÃ¶ver) vermieden wÃ¼rden. Die verbleibenden, mit dem Zu- und Wegfahren vom Autolift zur L-Strasse verbundenen und auf das GrundstÃ¼ck des BeschwerdefÃ¼hrers einwirkenden Immissionen seien angesichts der Kleinheit der Parkierungsanlage von vornherein nicht als Ã¼bermÃ¤ssig zu veranschlagen und damit vom Nachbarn hinzunehmen, weshalb sich keine emissionsbegrenzenden Massnahmen aufdrÃ¤ngen wÃ¼rden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Eine Verlegung der Garageneinfahrt komme nur in Frage, wenn sich dadurch fÃ¼r die Umwelt eine bedeutende Verbesserung hinsichtlich der Immissionen erzielen liesse. Das sei dann der Fall, wenn eine Verlegung der Einfahrt nicht nur zu einer Verlagerung sondern zu einer erheblichen Reduktion der Emissionen fÃ¼hren wÃ¼rde. Mit der grundsÃ¤tzlich mÃ¶glichen Verlegung zwischen die HÃ¤user A und B wÃ¼rde die Einfahrt nicht an einer weniger oder gar nicht lÃ¤rmempfindlichen Stelle platziert. Diese blosse Verlagerung brÃ¤chte keine Erleichterung fÃ¼r Umwelt und Anwohnerschaft.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.2.1 </span></b><span>LÃ¤rmschutzrechtlich stellt die Unterniveaugarage mit 24 AbstellplÃ¤tzen samt Zufahrt und Autolift eine neue LÃ¤rm erzeugende Anlage dar. Der Schutz vor LÃ¤rmemissionen aus ortsfesten Anlagen wird durch das eidgenÃ¶ssische Umweltschutzrecht geregelt (Art. 11 ff., insbesondere Art. 25 sowie Art. 7 ff. des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983 [USG]). Auch LÃ¤rmemissionen, die durch den bestimmungsgemÃ¤ssen Betrieb einer Anlage ausserhalb derselben verursacht werden, sind nach den Bestimmungen des eidgenÃ¶ssischen Umweltrechts zu beurteilen, wenn sie unmittelbar dem Betrieb zuzurechnen sind.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Emissionen einer neuen Anlage sind einerseits nach dem Vorsorgeprinzip so weit zu begrenzen, wie dies technisch und betrieblich mÃ¶glich und wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG; Art. 7 Abs. 1 lit. a LÃ¤rmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 [LSV]). Anderseits ist dafÃ¼r zu sorgen, dass die durch die Anlage verursachten Immissionen in deren Umgebung zu keiner Ãberschreitung der Planungswerte (Art. 25 Abs. 1 USG; Art. 7 Abs. 1 lit. b LSV) bzw. zusammen mit dem LÃ¤rm anderer Anlagen zu keiner Ãberschreitung der Immissionsgrenzwerte (Art. 11 Abs. 3 USG) fÃ¼hren.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.2.2 </span></b><span>Eine Parkierungsanlage der vorliegenden Art hat die Belastungsgrenzwerte fÃ¼r Industrie und GewerbelÃ¤rm einzuhalten (Anhang 6 Ziff. 1 Abs. 1 lit. d in Verbindung mit Ziff. 2 LSV). Ein Grund zur Annahme, dass diese Belastungsgrenzwerte nach Inbetriebnahme der Anlage Ã¼berschritten wÃ¼rden, besteht nicht. Die Ermittlung der AussenlÃ¤rmimmissionen bei der Liegenschaft des BeschwerdefÃ¼hrers gemÃ¤ss Art. 36 Abs. 1 LSV kann somit unterbleiben. Vielmehr liegt es im Bereich allgemeiner Erfahrung, dass die wenigen Zu- und Wegfahrten von der mit 24 AbstellplÃ¤tzen noch kleinen Parkierungsanlage selbst wÃ¤hrend den "Stosszeiten" am Morgen und Abend den fÃ¼r die ES II massgeblichen Planungswert von 55 dB(A) am Tag und 45 dB(A) in der Nacht nicht Ã¼berschreiten. Dass der Betrieb der Unterniveaugarage zusammen mit den vorbestehenden LÃ¤rmquellen der L-Strasse und der Eisenbahnlinie MeilenâUetikon zu einer Mehrbelastung fÃ¼hrt, die den Immissionsgrenzwert Ã¼berschreiten wÃ¼rde, macht der BeschwerdefÃ¼hrer zu Recht nicht geltend. Von der Parkierungsanlage geht lediglich quartierÃ¼blicher LÃ¤rm aus, den jedermann hinzunehmen hat.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>BezÃ¼glich der Emissionsbegrenzung nach Art. 11 Abs. 2 USG und Art. 7 Abs. 1 lit. a LSV ist vorab festzuhalten, dass bereits die Erstellung einer Unterniveaugarage eine Verbesserung im Sinn des Vorsorgeprinzips darstellt (RB 1996 Nr. 80 E. 2b). Im vorliegenden Fall wÃ¼rde die vom BeschwerdefÃ¼hrer verlangte Verschiebung der Einfahrt in den Bereich zwischen den HÃ¤usern A und B zum einen die Nutzbarkeit des Ã¶stlichen Erdgeschossteils im Haus A zu Wohnzwecken einschrÃ¤nken, was angesichts des Nutzungsverlusts wirtschaftlich nicht tragbar ist. Zum andern wÃ¼rden die ohnehin geringfÃ¼gigen zusÃ¤tzlichen Immissionen lediglich zulasten der Bewohner der geplanten MehrfamilienhÃ¤user verlegt, jedoch nicht verringert. Aus den gleichen GrÃ¼nden wurde bereits in einem Ã¤lteren Verwaltungsgerichtsentscheid (10. Mai 1994, VB.93/0202, E. 7c) die Notwendigkeit der Verlegung einer Zufahrtsrampe verneint.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Ergebnis ist aus lÃ¤rmrechtlicher Sicht nichts gegen die geplante Unterniveaugarage einzuwenden.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> Parkplatzzahl</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Als Massnahme zur Emissionsbegrenzung fordert der BeschwerdefÃ¼hrer gestÃ¼tzt auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu betrieblichen Massnahmen bei Einkaufszentren (BGE 125 II 129 E. 8b) eine Reduktion der vorgesehenen ParkplÃ¤tze, da diese GrundsÃ¤tze auch auf kleinere Parkierungsanlagen Anwendung fÃ¤nden, was die Vorinstanz jedoch zu Unrecht nicht berÃ¼cksichtigt habe.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b><span>Wenn die Bauherrschaft zu den nach § 242 PBG in Verbindung mit Art. 45 BZO ermittelten 15 AbstellplÃ¤tzen noch 9 weitere erstellen mÃ¶chte, so ist ihr dies aus <i>bau</i>rechtlicher Sicht unbenommen. Die Bau- und Zonenordnung der Gemeinde Meilen kennt keine HÃ¶chstbegrenzung der FahrzeugabstellplÃ¤tze. Die in Art. 47 BZO vorgesehene Reduktion der Parkplatzzahl greift als Kann-Vorschrift nur in festgelegten Reduktionsgebieten bei entsprechender ErschliessungsqualitÃ¤t durch den Ã¶ffentlichen Verkehr.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b><span>In <i>lÃ¤rmschutz</i>rechtlicher Hinsicht fÃ¼hrte der BeschwerdefÃ¼hrer bereits vor Vorinstanz lediglich aus, eine Reduktion der ParkplÃ¤tze helfe "eine lokale Mehrbelastung" zu vermeiden. Er legte jedoch in keiner Weise dar, dass durch den Betrieb der Unterniveaugarage Emissionen erzeugt wÃ¼rden, die im Sinn von Art. 11 Abs. 3 USG schÃ¤dlich oder lÃ¤stig wÃ¤ren und deshalb die Anwendung verschÃ¤rfter Emissionsbegrenzungen, zu denen auch die Reduktion von ParkplÃ¤tzen zu zÃ¤hlen ist, rechtfertigen wÃ¼rden. Angesichts des geringen Ausmasses der vom Betrieb der Unterniveaugarage ausgehenden Emissionen (vgl. vorn, E. 4.2.2) hat die Vorinstanz eine Reduktion der AbstellplÃ¤tze zu Recht nicht weiter geprÃ¼ft.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> Abstandsverletzung</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Schliesslich rÃ¼gt der BeschwerdefÃ¼hrer, dass das Projekt an der Ostfassade eine Auskragung Ã¼ber eine LÃ¤nge von 5,82 m vorsehe, wogegen sich nach § 260 Abs. 3 PBG solche VorsprÃ¼nge lediglich Ã¼ber einen Drittel der Fassade, mithin Ã¼ber 5,43 m erstrecken dÃ¼rften. â Die Vorinstanz betrachtete dies als einen untergeordneten Projektmangel, der im Rahmen des Bewilligungsverfahrens behoben werden kÃ¶nne.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei einer Abweichung von 39 cm handelt es sich um einen Mangel des Bauvorhabens im Sinn von § 321 Abs. 1 PBG, der ohne besondere Schwierigkeiten behoben werden kann. Selbst unter BerÃ¼cksichtigung der strengeren Einordnungsvorschrift von § 238 Abs. 2 PBG fÃ¤llt eine Korrektur des Mangels â das heisst konkret eine VerkÃ¼rzung des entsprechenden Balkons â in gestalterischer Hinsicht nicht ins Gewicht, da sich die Ostfassade des Hauses B praktisch nicht verÃ¤ndert. Die BewilligungsbehÃ¶rde und die Vorinstanz sind deshalb richtigerweise davon ausgegangen, dass eine entsprechende Nebenbestimmung zur Behebung des Mangels genÃ¼gt.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>7. </span></b><span> Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Ergebnis erweist sich die Beschwerde hinsichtlich aller RÃ¼gen als unbegrÃ¼ndet, weshalb sie abzuweisen ist. Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Verfahrens vollumfÃ¤nglich dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Ãberdies hat er die Beschwerdegegnerinnen fÃ¼r ihre Umtriebe angemessen zu entschÃ¤digen (§ 17 Abs. 2 VRG). Als angemessen erweisen sich im vorliegenden Fall ParteientschÃ¤digungen von je Fr. 1'000.-, insgesamt Fr. 2'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>8. </span></b><span> Rechtsmittelbelehrung</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der vorliegende Entscheid kann, soweit beanstandet wird, dass er Umweltrecht des Bundes verletze, mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht angefochten werden.</span></p> <p class="Zwischentitel"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 7'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 7'090.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Der BeschwerdefÃ¼hrer wird verpflichtet, den Beschwerdegegnerinnen eine ParteientschÃ¤digung von je Fr. 1'000.-, insgesamt Fr. 2'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen), zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids.</p> <p class="Einzug2">5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Einzug2">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>