<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00362</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106525&amp;W10_KEY=4467147&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00362</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 31.01.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 07.05.2002 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Administrativmassnahmen im Strassenverkehr</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Abtretung von Kontrollschildern</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Unzulässigkeit des Verkaufs eines Oldtimers (bzw. "classic Car") mitsamt Nummernschildern<br/><br/>Der Fahrzeugausweis ist halter- und nicht fahrzeugbezogen. Kontrollschilder können nur an in direkter Linie verwandte Personen oder an Geschwister und Ehegatten abgetreten werden. Die Zulässigkeit der Versteigerung von Kontrollschildern ist nicht Prozessthema.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABTRETUNG">ABTRETUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: CLASSIC CAR">CLASSIC CAR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAHRZEUGAUSWEIS">FAHRZEUGAUSWEIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KONTROLLSCHILDER">KONTROLLSCHILDER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NUMMERNSCHILDER">NUMMERNSCHILDER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OLDTIMER">OLDTIMER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: STRASSENVERKEHRSRECHT">STRASSENVERKEHRSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERSTEIGERUNG">VERSTEIGERUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 25 lit. III d SVG</span><br/><span class="gerade">Art. 106 SVG</span><br/><span class="ungerade">§ 17 VAG</span><br/><span class="gerade">§ 3 lit. III VAV</span><br/><span class="ungerade">Art. 74 lit. I VZV</span><br/><span class="gerade">Art. 87 VZV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. Am 2. MÃ¤rz 2000 teilte B dem Strassenverkehrsamt des Kantons ZÃ¼rich mit, er Ã¼bernehme von C deren Personenwagen samt den Kontrollschildern, weshalb er das Gesuch stelle, den bestehenden Fahrzeugausweis entweder auf seinen Namen umzuschreiben oder aber einen neuen, auf seinen Namen lautenden Fahrzeugausweis auszustellen. Diesem Gesuch stimmte C unterschriftlich zu. Mit Schreiben vom 21. MÃ¤rz 2000 lehnte das Stras­sen­verkehrsamt das Gesuch ab, woraufhin B am 29. MÃ¤rz 2000 vom Strassenverkehrsamt eine BegrÃ¼ndung verlangte. Am 3. April 2000 lieferte das Strassenverkehrsamt die gewÃ¼nschte BegrÃ¼ndung und wies insbesondere darauf hin, dass gemÃ¤ss § 3 Abs. 3 der Verkehrsabgabenverordnung vom 23. November 1983/15. Februar 1995 Kontrollschilder nur unter Personen, die in direkter Linie verwandt seien, sowie unter Geschwistern und Ehegat­ten abgetreten werden kÃ¶nnten. Nach einem weiteren Briefwechsel verlangte B am 28. Juni 2000 (Postaufgabe; irr­tÃ¼mlich mit "27. April 2000" datiert) vom Strassenverkehrsamt eine rekursfÃ¤hige VerfÃ¼gung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 3. Juli 2000 verweigerte die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit (Strassenverkehrsamt) B mit Hinweis auf § 3 Abs. 3 der Verkehrsabgaben­­verordnung die Abtretung der Kontrollschilder und fÃ¼hrte ergÃ¤nzend aus, als BehÃ¶rde sei sie verpflich­tet, sich bei der Ab- und Weitergabe der Kontrollschilder nach die­ser Vorschrift zu richten, welche die Abtretung der besagten Kontrollschilder durch C an ihn ausschliesse.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen diese VerfÃ¼gung erhob B am 25. Juli 2000 Rekurs an den Regierungsrat und beantragte, es sei das Strassenverkehrsamt anzuweisen, den Halternamen fÃ¼r die Num­mernschilder auf seinen Namen umzuschreiben. Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrte er im Wesentlichen an, Kontrollschilder seien grundsÃ¤tzlich fahrzeug- und nicht halterbezogen, weshalb § 3 Abs. 3 der Verkehrsabgabenverordnung bundesrechtswidrig sei. GemÃ¤ss Art. 25 Abs. 2 lit. d des Bundesgesetzes Ã¼ber den Strassenverkehr vom 19. Dezember 1958 (SVG) sei es Sache des Bundes, Vorschriften Ã¼ber Fahr- und Fahrzeugausweise zu erlassen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Beschluss vom 3. Oktober 2001 wies der Regierungsrat den Rekurs von B ab und legte dar, dass der Bund die verfassungsrechtliche Gesetzgebungskompetenz wahrgenommen habe und im Strassenverkehrsgesetz (SVG) bzw. in der Verordnung Ã¼ber die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Strassenverkehr vom 27. Oktober 1976 (VZV) namentlich die Zulassung von Motorfahrzeugen und Personen zum Strassenverkehr regle, wobei den Kantonen der Vollzug obliege und diese zum Erlass ergÃ¤nzender Vorschriften befugt seien. Das Bundesrecht enthalte keine Bestimmungen Ã¼ber die Ãbertragung der Kon­trollschilder und bestimme lediglich, dass gemÃ¤ss Art. 87 Abs. 1 VZV das einmal zugeteilte Kontrollschild fÃ¼r den Halter wÃ¤hrend eines Jahres reserviert bleibe, und dass nach Art. 87 Abs. 5 VZV nicht der Halter, sondern die BehÃ¶rde EigentÃ¼merin der Kon­troll­schil­der sei. Deshalb verletze § 3 Abs. 3 der Verkehrsabgabenverordnung das Ã¼ber­geordnete Bun­desrecht nicht. Der Regierungsrat sei gestÃ¼tzt auf Art. 106 Abs. 2 und 3 SVG und die Verordnungskompetenz gemÃ¤ss § 17 des Gesetzes Ã¼ber die Verkehrsabgaben und den Voll­zug des Strassenverkehrsrechtes des Bundes vom 11. September 1966 (Verkehrsabgabengesetz) berechtigt gewesen, eine (ergÃ¤nzende) Regelung fÃ¼r die Ãbertragung der Kontrollschilder zu erlassen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 7. November 2001 beantragte B dem Verwal­tungsgericht, es sei unter entsprechender Kostenfolge der Entscheid des Regierungsrats aufzuheben und es seien die Nummernschilder unter Ãnderung des Namens des Halters auf dem Auto zu be­lassen. Zur BegrÃ¼ndung wird im Wesentlichen angefÃ¼hrt, Art. 87 VZV schliesse einen Ãbergang von Kontrollschildern eines Fahrzeugs, welches vorgefÃ¼hrt, fahr­tÃ¼chtig und versichert sei, auf einen neuen Halter, der das Fahrzeug unterhalte, nicht aus. Die Vorinstanz habe sich nicht die MÃ¼he genommen, abzuklÃ¤ren, ob die Versteigerung von Autonummern rechtmÃ¤ssig sei. Dem Strassenverkehrsamt gehe es nur darum, dem Kanton eine "ziemlich obskure Einnahmequelle" zu verschaffen, was seines Erachtens rechtswidrig sei. Eine Auto­nummer sei einzig und allein dazu da, ein sich im Verkehr befindliches Auto zu kennzeich­nen und kundzutun, dass dieses fahrtÃ¼chtig sei und die Versicherung und die Steuern bezahlt seien. Die Frage nach dem Halter sei absolut unwichtig. Die auch vom Re­gie­rungs­rat geteilte Auslegung der Beschwerdegegnerin, ein Fahrzeugausweis sei persÃ¶nlichkeitsbe­zogen, sei unsinnig. Das Bundesgesetz verlange nÃ¤mlich nur, dass bei einem Halterwech­sel ein neuer Versicherungsausweis erstellt werden mÃ¼sse. Wenn dieser vorhanden und das Fahrzeug fahrtÃ¼chtig sei, dann sei nur der Name des Halters zu Ã¤ndern. Daraus er­helle, dass der Fahrzeugausweis wirklich ein Ausweis fÃ¼r das Fahrzeug und nicht fÃ¼r den Halter sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Eingabe vom 23. November 2001 beantragte die Staatskanzlei im Auftrag des Regierungsrats Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die grundsÃ¤tzliche ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts zur Beurteilung von Beschwerden gegen letztinstanzliche Anordnungen von VerwaltungsbehÃ¶rden findet ihre Grundlage in § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG). Nach § 38 Abs. 3 Satz 2 VRG ist die einzelrichterliche Beurteilung stets ausgeschlos­­sen, wenn Entscheide des Regierungsrats angefochten sind. Weil dies hier der Fall ist, hat die GeschÃ¤ftserledigung in Dreierbesetzung zu erfolgen (vgl. § 38 Abs. 1 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Vorinstanz hat die verfassungsmÃ¤ssige Befugnis des Bundes zum Erlass von Vorschriften im Bereich des Strassenverkehrs und die gesetzlichen Grundlagen, welche den Bundesrat ermÃ¤chtigen, die zum Vollzug des SVG notwendigen Vorschriften zu erlassen, richtig dargestellt, weshalb auf diese AusfÃ¼hrungen im Sinn von § 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG verwiesen werden kann. Dasselbe gilt bezÃ¼glich der Wiedergabe der im SVG und in der VZV enthaltenen Vorschriften Ã¼ber die Kontrollschilder und die Fahrzeugausweise.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. GemÃ¤ss Art. 74 Abs. 1 lit. c VZV erteilt der Standortkanton den Fahrzeugausweis dem Halter, wenn dieser den entsprechenden Versicherungsnachweis und den alten Fahrzeugausweis beibringt. Die Haltereigenschaft beurteilt sich gemÃ¤ss Art. 78 Abs. 1 VZV nach den tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnissen, wobei als Halter namentlich jene Person gilt, welche die tatsÃ¤chliche und dauernde VerfÃ¼gungsgewalt Ã¼ber das Fahrzeug besitzt und es in seinem Interesse oder auf seine Kosten gebraucht oder gebrauchen lÃ¤sst. Wenn das Fahrzeug ausser Verkehr gesetzt oder durch ein anderes Fahrzeug ersetzt wird, so hat der Halter gemÃ¤ss Art. 81 Abs. 1 VZV den Fahrzeugausweis annullieren zu lassen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GemÃ¤ss Art. 87 Abs. 1 VZV bleibt die einmal zugeteilte Schildnummer fÃ¼r den Hal­­ter reserviert. Die Zuteilung anderer Nummern ist zulÃ¤ssig, wenn die Schilder lÃ¤nger als ein Jahr hinterlegt oder entzogen worden sind. Die Kontrollschilder bleiben nach Art. 87 Abs. 5 VZV Eigentum der BehÃ¶rde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Den zitierten Vorschriften ist unmissverstÃ¤ndlich zu entnehmen, dass einerseits der Fahrzeugausweis halter- und nicht fahrzeugbezogen ist und anderseits die Kontrollschilder im Eigentum der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde stehen. Somit geht die Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers, der Fahrzeugausweis sei personenbezogen, fehl, und zwar deshalb, weil die angefÃ¼hr­ten bundesrechtlichen Bestimmungen den Halter eines Fahrzeugs klar definieren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Nach Art. 106 Abs. 2 SVG haben die Kantone dieses Gesetz durchzufÃ¼hren und nach Abs. 3 bleiben sie zustÃ¤ndig zum Erlass ergÃ¤nzender Vorschriften Ã¼ber den Stras­senverkehr, ausgenommen fÃ¼r Motorfahrzeuge und FahrrÃ¤der sowie fÃ¼r Eisenbahnfahrzeuge. Art. 106 Abs. 3 SVG stellt eine klare bundesrechtliche Kompetenzdelegation an den kantonalen Gesetzgeber dar. Diese Kompetenzdelegation hat der Kanton ZÃ¼rich wahrgenom­men. In der Volksabstimmung vom 11. September 1966 haben die Stimmberechtigten des Kantons ZÃ¼rich das Verkehrsabgabengesetz angenommen. In § 17 Abs. 1 dieses Gesetzes wurde der Regierungsrat ermÃ¤chtigt, durch Verordnung die nÃ¶tigen weiteren Vorschrif­ten zum Vollzug des Strassenverkehrsrechts des Bundes zu erlassen. GestÃ¼tzt auf diese Ver­­ordnungskompetenz hat der Regierungsrat am 23. November 1983 die Verkehrsabgabenverordnung verabschiedet. In § 3 Abs. 3 dieser Verordnung heisst es, dass unter Personen, die in direkter Linie verwandt sind, sowie unter Geschwistern und Ehegatten, Kontroll­­schilder abgetreten werden kÃ¶nnen. Nach dieser Bestimmung ist es demnach nicht mÃ¶g­­lich, dass C die Kontrollschilder an den Beschwerde­fÃ¼hrer, der die genannten Eigenschaften nicht besitzt, abtreten kann.</span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Was die vom BeschwerdefÃ¼hrer als unrechtmÃ¤ssig bezeichnete Versteigerung von Kontrollschildern anbelangt, so muss in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen werden, dass der Regierungsrat gestÃ¼tzt auf die erwÃ¤hnte Verordnungskompetenz gemÃ¤ss § 17 Abs. 1 des Verkehrsabgabengesetzes mit Beschluss vom 15. Februar 1995 § 3 Abs. 2 der Verkehrsabgabenverordnung abgeÃ¤ndert und bestimmt hat, dass das Strassenverkehrsamt aufgrund der abgelaufenen Reservationsfrist frei gewordene Kontrollschilder dem Meist­­bietenden abgeben kann. Die Frage, ob die "Versteigerung" von Nummernschildern rechtmÃ¤ssig ist, gehÃ¶rt jedoch vorliegend nicht zum Streitgegenstand und ist im Rahmen des Beschwerdeverfahrens nicht zu Ã¼berprÃ¼fen. Prozessthema eines Rechtsmittelverfahrens kann nur sein, was auch Gegenstand der erstinstanzlichen VerfÃ¼gung war bzw. nach richtiger Gesetzesauslegung hÃ¤tte sein sollen (RB 1983 Nr. 5). Vorliegend geht es allein um die Frage, ob der BeschwerdefÃ¼hrer die Kontrollschilder Ã¼bernehmen dÃ¼rfe, und nicht darum, ob die Abgabe frei gewordener Schilder an den Meistbietenden gemÃ¤ss § 3 Abs. 2 der Verkehrsabgabenverordnung hÃ¶herrangiges Recht verletzt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Es ergibt sich somit einerseits, dass die in § 3 Abs. 3 der Verkehrsabgabenverord­­nung enthaltene Bestimmung, welche eine Abgabe von Kontrollschildern nur an in direk­­ter Linie Verwandte sowie an Geschwister und Ehegatten erlaubt, rechtmÃ¤ssig ist und in keiner Weise gegen eine bundesrechtliche Bestimmung verstÃ¶sst. Anderseits ist die Bestim­­mung Ã¼ber die "Versteigerung" von Kontrollschildern gemÃ¤ss § 3 Abs. 2 der genannten Verordnung vorliegend nicht Prozessthema.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerde ist somit abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ... </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>