B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-3996/2013 U r t e i l v o m 2 7 . M a i 2 0 1 4 Besetzung Richter Ronald Flury (Vorsitz), Richter Marc Steiner, Richter Philippe Weissenberger, Gerichtsschreiberin Andrea Giorgia Röllin. Parteien X._______ AG, _______, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Seraina Schneider, Streiff von Kaenel AG, _______, Beschwerdeführerin, gegen Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, Arbeitsmarkt / Arbeitslosenversicherung, Effingerstrasse 31, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Rückforderung Kurzarbeitsentschädigung. B-3996/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. Die X._______ AG mit Sitz in '_______' bezweckt die Erstellung von Pro- dukten und die Erbringung von Dienstleistungen für die Informationsve r- arbeitung. Die X._______ AG machte gegenüber der UNIA Arbeitslosen- kasse (nachfolgend: Arbeitslosenkasse) für die Zeit ab Februar 2012 wirt- schaftlich bedingte Arbeitsausfälle geltend. In der Folge zahlte die A r- beitslosenkasse der X._______ AG für den Zeitrau m Februar 2012 bis März 2013 Kurzarbeitsentschädigung in der Höhe von Fr. 173'899.80 aus. B. Am 20. März 2013 überprüfte das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO; nachfolgend auch: Vor instanz), ob die von der X._______ AG bea n- spruchten Kurzarbeitsentschädigungen rechtmässig seien. C. Mit Revisionsverfügung vom 10. April 2013 wies das SECO die X._______ AG an, die unrechtmässig bezogenen Versicherungs - leistungen von Fr. 173'899.80 innert 30 Tagen an die UNIA Arbeitslose n- kasse zurückzuerstatten. Das SECO begründete diese Verfügung im We- sentlichen damit, dass die wirtschaftlich bedingten Ausfallstunden au f- grund der fehlenden Arbeitszeitkontrollen nicht überprüfbar seien und auch nicht anhand anderer betrieblicher Unterlagen hätten plausibilisiert werden können. D. Die von der X._______ AG am 13. Mai 2013 dagegen erhobene Einspr a- che wies das SECO mit Entscheid vom 11. Juni 2013 ab. Zur Begründung führte es im Wesentlichen an, die vorgefundenen Arbeitsrapporte und Fe- rienlisten würden auf unrechtmässige Bezüge in un bekanntem Ausmass hinweisen. Die Anforderungen an eine genügende Arbeitszeitkontrolle seien nicht erfüllt. Die wirtschaftlich bedingten Ausfallstunden seien au f- grund der fehlenden Arbeitszeitkontrolle nach wie vor weder überprüfbar noch plausibilisierbar. E. Hiergegen hat die X._______ AG (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 11. Juli 2013 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben. Die Beschwerdeführerin beantragt Folgendes: B-3996/2013 Seite 3 "1. Es sei der Einspracheentscheid vom 11. Juni 2013 bzw. die Revision s- verfügung vom 10. April 2013 aufzuheben. 2. Dementsprechend sei die Beschwerdeführerin von der Rückerstattung der bezogenen Kurzarbeitsentschädigung für die Monate Februar bis Dezember 2012 zu befreien, ihr die verrechnete Kurzarbeitsentschäd i- gung für den Monat Januar 2013 zu bezahlen und überdies festzustellen, dass die Beschwerdeführerin für die Zeit der bewilligten Kurzarbeit von Februar bis April 2013 Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung hat. 3. Eventualiter sei der Einspracheentscheid vom 11. Juni 201 3 bzw. die Revisionsverfügung vom 10. April 2013 aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung im Sinne der bundesverwaltungs gerichtlichen Erwägu n- gen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 4. Alles unter Kosten - und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zu lasten der Beschwerdegegnerin bzw. der Eidgenossenschaft." Als Begründung legt die Beschwerdeführerin dar, über eine den gesetzl i- chen Anforderungen genügende Arbeitszeitkontrolle zu verfügen. Zumin- dest habe von einer solchen ausgegangen werden können. Die produkti- ven Arbeitstage, die wirtschaftlich bedingten Ausfalltage und die bezog e- nen Ferien seien zu jedem Zeitpunkt korrekt erfasst worden. F. Mit Vernehmlassung vom 15. August 2013 beantragt die Vorinstanz, die Beschwerde vom 11. Juli 2013 sei vollumfängli ch abzuweisen und der Einspracheentscheid vom 11. Juni 2013 zu bestätigen. Die Vorinstanz begründet diesen Antrag damit, dass d ie Beschwerdeführerin keine ne u- en Tatsachen vorbringe, so dass vollumfänglich auf die bisherigen Verf ü- gungen, insbesondere den Ei nspracheentscheid vom 11. Juni 2013, ve r- wiesen und auf weitere Ausführungen verzichtet werde. G. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten U n- terlagen wird – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen. B-3996/2013 Seite 4 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Beurteilung von Beschwerden gegen Entscheide der Vorinstanz im Bereich der Kurzarbeitsentschäd i- gung zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d des Verwaltungs gerichts- gesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32] und Art. 101 des Arbeit s- losenversicherungsgesetzes vom 25. Juni 1982 [AVIG, SR 837.0]). 1.2 Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin des angefochtenen Ei n- spracheentscheids durch diesen besonders berührt und hat an dessen Aufhebung oder Änderung ein schutzwürdiges Interesse (Art. 48 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]). Die Eingabefrist sowie die Anforderungen an Form und I n- halt der Beschwerdeschrift sind gewahrt (Art. 50 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Die Vertreterin hat sich rechtsgenüglich durch schriftliche Vol l- macht ausgewiesen (Art. 11 Abs. 2 VwVG). Der Kostenvorschuss ist frist- gerecht bezahlt worden (Art. 63 Abs. 4 VwVG). Die übrigen Sachurteil s- voraussetzungen (Art. 44 ff. VwVG) liegen ebenfalls vor. Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. 2. 2.1 Das Arbeitslosenversicherungsgesetz will den versicherten Personen einen angemessenen Ersatz für Erwerbsausfälle wegen Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, schlechtem Wetter und Zahlungsu nfähigkeit des Arbeitgebers garantieren (Art. 1a Abs. 1 Bst. a bis d AVIG). 2.2 Arbeitnehmer, deren normale Arbeitszeit verkürzt oder deren Arbeit ganz eingestellt ist, haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung (vgl. Art. 31 Abs. 1 Bst. a bis d AVIG). Ke i- nen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung haben Arbeitnehmer, deren Arbeitsausfall nicht bestimmbar oder deren Arbeitszeit nicht ausreichend kontrollierbar ist (Art. 31 Abs. 3 Bst. a AVIG). Die genügende Kontrollier- barkeit des Arbeitsausfalles setzt eine betriebliche Arbeitszeit kontrolle voraus (Art. 46 b Abs. 1 der Arbeitslosenversicherungsverordnung vom 31. August 1983 [AVIV; SR 837.02]). Der Arbeitgeber hat die Unterlagen über die Arbeitszeitkontrolle während fünf Jahren auf zubewahren (Art. 46b Abs. 2 AVIV). Es soll damit sichergestellt werden, dass der A r- beitsausfall für die Durchführungsorgane der Arbeitslosenversi cherung B-3996/2013 Seite 5 überprüfbar ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_469/2011 vom 29. Dezem- ber 2011 E. 5 und Urteil des Eid genössischen Versicherungs gerichts [EVG; heute: Bundesgericht] 8C_1026/2008 vom 30. Juli 2009 E. 2). Die Beweislast hierfür obliegt dem Arbeitgeber (Urteil des Bundesgerichts 8C_469/2011 vom 29. Dezember 2011 E. 5 und Urteil des Eidgenössi- schen Versicherungsgerichts C 66/04 vom 18. August 2004 E. 3.2). 2.3 Die Ausgleichsstelle der Arbeitslosenversicherung, welche die Vorin- stanz führt (Art. 83 Abs. 3 AVIG), prüft stichprobenweise bei den Arbei t- gebern die ausbezahlten Kurzarbeitsents chädigungen (vgl. Art. 110 Abs. 4 AVIV). Stellt die Ausgleichsstelle fest, dass die gesetzlichen Vo r- schriften nicht oder nicht richtig angewendet wurden, so erteilt sie der Kasse oder der zuständigen Amtsstelle die erforderlichen Weisungen. Bei Arbeitgeberkontrollen verfügt die Ausgl eichsstelle. Das Inkasso obliegt der Kasse (Art. 83a Abs. 1 und 3 AVIG; Art. 111 AVIV). 2.4 Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzue rstatten (Art. 95 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil de s Sozial versicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Voraussetzung dafür ist, dass die rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte Leistungszusprechung zweifellos unrichtig und ihre B e- richtigung von erheblicher Bedeutung ist (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG; Urteile des Eidgenössischen Versicherungsgerichts C 115/06 vom 4. September 2006 E. 1.2 und C 114/05 vom 26. Oktober 2005 E. 1, je mit Hinweisen). 3. 3.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung und des Missbra uchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 3.2 Strittig und vorliegend zu beurteilen ist die Rechtsmässigkeit des von der Vorinstanz verfügten Rückforderungsa nspruchs für den Zeitraum Februar 2012 bis Dezember 2012, in welchem an die Beschwerdeführerin Kurzarbeitsentschädigungen in Höhe von Fr. 173'899.80 ausbezahlt wur- den, die Rechtsmässigkeit der Weigerung, die Kurzarbeitsentschädigung betreffend den Monat Januar 2013 auszuzahlen (Fr. 9'017.40), sowie der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Kurzarbeitsentschädigung in den Monaten Februar 2013 bis April 2013. B-3996/2013 Seite 6 4. 4.1 Die Beschwerdeführerin rügt in ihrer Beschwerde in formellrechtlicher Hinsicht, die Vorinstanz habe ihren Anspruch auf rechtliches Gehör ve r- letzt. Sie habe sich in ihrem Einspracheentscheid nicht mit dem Vorbri n- gen hinsichtlich der Arbeitsrapporte befasst, sondern lediglich pauschal festgehalten, dass aus den Ausführungen der Beschwerdeführerin keine anderen Erkenntnisse gewonnen werden könnten. Die Vorinstanz äusserte sich nicht zu dieser Rüge. 4.2 Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bunde s- verfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]) ergibt sich, d ass die Behörde die Vorbringen der vom En t- scheid in ihrer Rechtslage betroffenen Person auch tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Dabei ist es nicht er forder- lich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinande r- setzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschrä n- ken. Die Begründung muss so abgefasst sei n, dass sich die betroffene Person über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt we r- den, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 136 V 351 E. 4.2 und 134 I 83 E. 4.1). 4.3 Im Einspracheentscheid bemerkte die Vorinstanz, dass die vorgefu n- denen Arbeitsrapporte auf unrechtmässige Bezüge in unbekanntem Au s- mass hinweisen würden. Die detaillierten Arbeits rapporte seien mit den Angaben des Sachbearbeiters, Datum, Art der ausgeführten Arbeiten und benötigter Arbeitszeit jeweils den Kunden-Rechnungen beigelegt worden. Es sei weder plausibel noch nachvollziehbar, weshalb diese Arbeitsrap- porte nicht den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen sollten. Somit kann der Vorinstanz nicht vorgeworfen werden, sie habe den An- spruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör verletzt , indem sie auf die Argumente der Beschwerdeführerin nicht weiter eingegangen ist . Denn d ie Vorinstanz hat sich , wenn auch knapp, auf das Entscheidw e- sentliche beschränkt, womit sie der Beschwerdeführerin insbesondere in Bezug auf die Würdigung der Arbeitsrapporte die sachgerechte Anfec h-B-3996/2013 Seite 7 tung des Entscheids e rmöglicht hat. Damit hat die Vorinstanz ihre B e- gründungspflicht rechtsgenüglich erfüllt. Auf die Frage der materiellen Richtigkeit der Begründung der Vorinstanz – die einspracheweisen Vo r- bringen der Beschwerdeführerin zu den Arbeitsrapporten entsprechen den im vorliegenden Verfahren geltend gemachten – wird nachfolgend in E. 5-7 eingegangen. 5. 5.1 Materiellrechtlich macht die Beschwerdeführerin geltend, ihre Perso- nalverantwortliche habe während der Dauer der bewilligten Kurzarbeit von Februar 2012 bis April 2013 zusätzlich auch die wirtschaftlich beding- ten Ausfallstunden erfasst. Das Kürzel "K" auf den Kontrollblättern stehe für 4.1 Ausfallstunden am Vormittag und 4.1 Ausfallstunden am Nachmi t- tag. An den mit "F" bezeichneten Halbtagen sei der betreffende Mitar bei- ter abwesend gewesen. An den Tagen ohne Eintrag sei jeweils die ve r- tragliche Sollarbeitszeit geleistet worden, mithin 4.1 Stunden am Vormi t- tag und 4.1 Stunden am Nachmittag. Die Arbeitszeitkontrolle genüge den Anforderungen vollauf. Es seien darin für j eden einzelnen Tag und jeden Mitarbeiter die Dauer der geleisteten Arbeitszeit, die wirtschaftlich beding- ten Ausfallstunden sowie die übrigen Abwesenheiten separat und detai l- liert ausgewiesen. Anhand der Aufzeichnung lasse sich die genaue A r- beitszeit für jeden Mitarbeiter zuverlässig und mit der geforderten Klarheit überprüfen. Wenn im angefochtenen Entscheid beanstandet werde, es seien in der Arbeitszeitkontrolle die effektiv gearbeiteten Stunden nicht aufgeführt, so sei die Vorinstanz in überspitzten Form alismus verfallen. Da in der fraglichen Zeit nachweisbar keinerlei Überstunden geleistet und gemeldet worden seien, könne die Arbeitszeit an den produktiven Tagen nur 8.2 Stunden bzw. 4.1 Stunden pro Halbtag betragen haben. Der CEO habe anlässlich der Kon trolle vom 20. März 2013 lediglich ve r- lauten lassen, dass der Betrieb über keine Stempeluhren verfüge. Bei den nachgereichten Unterlagen handle es sich um versandte E-Mails, de- ren Authentizität aufgrund der im Textkopf enthaltenen Datums- und Zeit- angaben sowie Mail-Server Logs ohne Weiteres festgestellt werden kö n- ne. Der CEO habe die Kontrollblätter mangels entsprechender Auffor - derung des Revisors des SECO für die Kontrolle nicht vorbereitet gehabt und am besagten Tag in der Eile versehentlich die alten Ve rsionen aus- gedruckt. Auch habe der CEO vergessen, den Revisor darauf aufmerk- sam zu machen, dass sich die aktuellen Kontrollblätter im bereitgestell- ten, aber vom Revisor nicht berücksichtigten Ordner "Kurzarbeit" befä n-B-3996/2013 Seite 8 den. Die Richtigkeit und Vollständigkeit der Kontrollblätter lasse sich ohne Weiteres anhand der elektronischen Abwe senheitsmeldungen der Mita r- beiter verifizieren. Der CEO habe von Anfang an klargestellt, dass die Kontrollblätter der internen Arbeitszeitkontrolle dienten. Anhand der ko r- rekten Kontrollblätter lasse sich ohne Weiteres überprüfen, dass keine Überschneidung der eingetragenen Ferientage mit geltend gemachten, wirtschaftlich bedingten Ausfalltagen stattgefunden habe. Dass es sich bei den anlässlich der Revision vorgelegten Kontro llblättern um veraltete Versionen handle, zeige sich deutlich am Beispiel des Mitarbeiters A._______. 5.2 Die Vorinstanz führt in ihrem Einspracheentscheid demgegenüber im Wesentlichen an, der Betrieb habe anlässlich der Arbeitgeberkontrolle für die von wirts chaftlich bedingten Arbeitsausfällen betroffenen Arbeitne h- mer keine Arbeitszeitkontrolle vorlegen können, welche über die geleist e- ten Arbeitsstunden, die wirtschaftlich bedingten Ausfallstunden sowie über Absenzen infolge Ferien, Feiertagen, Krankheit, Unf all, Militär- und Zivilschutzdienst und sonstige bezahlte und unbezahlte Absenzen Au s- kunft gebe. Vielmehr würden die vorgefundenen Arbeitsrapporte und F e- rienlisten auf unrechtmässige Bezüge in unbekanntem Ausmass hinwe i- sen. Die nachgereichten Unterlagen kö nnten für die Rechtmässigkeit s- prüfung nicht berücksichtigt werden. Die mit der Einsprache eingereichten Listen "Kurzarbeit und Ferien", welche grösstenteils den anlässlich des Besuches vorgelegten entsprächen, erfüllten die Anforderungen an eine genügende Arbeitszeitkontrolle nicht, insbesondere seien die effektiv g e- arbeiteten Stunden inkl. allfälliger Mehrstunden nicht aufgeführt. Die wirt- schaftlich bedingten Ausfallstunden seien aufgrund der fehlenden A r- beitszeitkontrolle nach wie vor unüberprüfbar und nicht plausibilisierbar. 6. 6.1 Umstritten und im Folgenden zu prüfen ist somit, ob die von der B e- schwerdeführerin geführten Arbeitsrapporte und Ferienlisten geeignet sind, eine hinreichende Kontrollierbarkeit der Arbeitszeiten ihrer Arbei t- nehmer zu gewährleisten. 6.1.1 Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsg e- richts (heute: Bundesgericht) ist ein geltend gemachter Arbeitsausfall erst dann genügend überprüfbar, wenn die geleistete Arbeitszeit für jeden ein- zelnen Tag kontrollierbar ist. Dem Erfordernis einer betrieblichen Arbeits- zeitkontrolle ist – so verschiedentlich das Eidgenössische Versicherungs-B-3996/2013 Seite 9 gericht – vorbehältlich ganz besonderer, vorliegend nicht gegebener U m- stände (vgl. hierzu das Urteil des EVGs C 59/01 vom 5. November 2001), nur mit einer t äglich fortlaufend geführten Arbeitszeiterfassung über die effektiv geleisteten Arbeitsstunden der von der Kurzarbeit betroffenen Mitarbeiter Genüge getan. Eine Arbeitszeiterfassung zeigt auf, wann ein Mitarbeiter seine Arbeit e f- fektiv aufgenommen und wann er sie beendet hat. Da nicht anzunehmen ist, dass die Mitarbeiter aus dem Gedächtnis detailliert Auskunft zu den effektiven Arbeitszeiten geben können, müssen diese täglich fortlaufend aufgezeichnet werden (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherung sge- richts C 260/00 vom 22. August 2001 E. 2a und 2b). Unter einer täglich fortlaufend geführten Arbeitszeiterfassung, welche die Beweisanforderun- gen erfüllen würde, ist daher ein System zu verstehen, bei dem – sei es auf Papier oder elektronisch – mindestens täglich durch den Mitarbeiter selbst oder durch seinen Vorgesetzten die gearbeitete Zeit eingegeben wird (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B -188/2010 vom 2. März 2011 E. 3.4). 6.1.2 Gemäss dem Eidgenössischen Versicherungsgericht genügt es da- her nicht, wenn der Arbeitgeber eine An- und Abwesenheitskontrolle führt; vielmehr bedürfe es Angaben über die täglich geleistete Arbeitszeit. Nur auf diese Weise sei Gewähr geboten, dass die an gewissen Tagen geleis- tete Überzeit, welche innerhalb der Abrechnungsperiod e auszugleichen sei, bei der Feststellung des monatlichen Arbeitsausfalls Berücksicht i- gung finde (vgl. hierzu die Urteile des Eidgenössischen Versicherungsg e- richts C 229/00 vom 30. Juli 2001 E. 1b und C 140/02 vom 8. Oktober 2002 E. 3.1 f.; Urteil des Bund esverwaltungsgerichts B-7901/2007 vom 10. November 2008 E. 4.2). Ein Zusammenzug aller am Ende des M o- nats verlorenen Stunden erlaubt es ebenfalls nicht, den Arbeitsausfall ge- nügend kontrollierbar zu machen (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts B-8093/2010 vom 16. Juni 2011 E. 3 und B -3424/2010 vom 6. April 2011 E. 4, je mit Verweis auf MURER/STAUFFER, Rechtsprechung des Bunde s- gerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundes gesetz über die obligat o- rische Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschä digung, 200 8, S. 181). Die gearbeiteten Stunden müssen zwar nicht zwingend mit e i- nem elektronischen oder mechanischen System erfasst sein. Wesentlich sind jedoch der ausreichende Detaillierungsgrad und die zeitgleiche D o- kumentierung (Urteile des Eidgenössischen Versi cherungsgerichts C 269/03 vom 25. Mai 2004 E. 3.1 und C 35/03 vom 25. März 2004 E. 4), B-3996/2013 Seite 10 weshalb auch nicht argumentiert werden kann, die geforderte Zeiterfa s- sung könne Kleinbetrieben nicht zugemutet werden. 6.1.3 Erst nachträglich erstellte Unterlagen (z.B. Woch enrapporte, Befra- gung der betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer) sind kein taugliches Mittel, um die Arbeitszeit durch die Verwaltung ausreichend zu kontrollieren (statt vieler: Urteile des Eidgenössischen Versicherungsg e- richts C 42/00 vom 17. Ja nuar 2001 E. 2b, C 229/00 vom 30. Juli 2001 E. 1b und C 35/03 vom 25. März 2004 E. 4). Um der Anforderung der zeitgleichen Dokumentierung der geleisteten Arbeitszeit zu genügen, dür- fen die Einträge auch nicht beliebig nachträglich abänderbar sein, ohne dass dies im System vermerkt wird. Eine rechtsgenügliche Arbeitszeite r- fassung kann daher grundsätzlich nicht durch Dokumente ersetzt werden, die erst im Nachhinein erstellt wurden (vgl. Urteile des Bundesverwa l- tungsgerichts B-3778/2009 vom 23. August 2011 E. 3.3 und B-4632/2011 vom 6. März 2012 E. 5.1). 6.2 6.2.1 Massgebend ist, ob das Führen einer Arbeitszeitkontrolle im konkre- ten Einzelfall unerlässlich gewesen ist, um den Durchführungsorganen die Möglichkeit zu geben, den geltend gemachten Arbeitsausfall innert nützlicher Frist zuverlässig zu überprüfen (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts C 59/01 vom 5. November 2001 E. 2b). Das Erfo r- dernis der Kontrollierbarkeit verlangt, dass sich eine Fachperson aus dem Durchführungsbereich der Arbeitslosenversicherung innert angemessener Frist ein einigermassen klares Bild über den Arbeitsausfall machen kann. Die zur Verfügung gestellten Unterlagen müssen das Kontrollorgan in die Lage versetzen, jederzeit möglichst zuverlässig die genauen Arbeitsze i- ten jedes einzelnen Arbeitnehmers feststellen zu können (Urteil des Ei d- genössischen Versicherungsgerichts C 66/04 vom 18. August 2004 E. 3.2). 6.2.2 Gemäss dem Eidgenössischen Versicherungsgericht ist es keine s- wegs überspitzt formalistisch (vgl. hierzu BGE 128 II 139 E. 2a und 127 I 31 E. 2aa/bb), wenn von einem Betrieb, welcher das Formular "Rapport über die wirtschaftlich bedingten Ausfallstunden" fortlaufend ausfüllt, zwecks Kontrolle des geltend gemachten Arbeitszeitausfalls da r- über hinaus fortlaufende Aufzeichnungen der tat sächlich geleisteten A r- beitszeit verlangt werden. Denn weil die an gewissen Tagen geleistete Überzeit innerhalb der Abrechnungsperiode auszugleichen ist (ARV 1999 B-3996/2013 Seite 11 Nr. 34 S. 200), wird der Arbeitszeitausfall erst durch derartige Aufzeic h- nungen überprüfbar ( Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgeric hts C 35/03 vom 25. März 2004 E. 4 mit Hinweisen). 6.3 6.3.1 Vorliegend lässt sich den in den Akten liegenden Tabellen "Kurzar- beit u. Ferien 2012" sowie den nachgereichten E-Mails der Mitarbeiter der Beschwerdeführerin nicht mit der erforderlichen Eindeutigkeit feststellen, inwieweit die geltend gemachten Ausfallstunden wirtschaftlich bedingt oder auf sonstige Absenzen (Ferien, Krankheit, Unfall, Militär - oder Zivil- dienst, unbezahlter Urlaub) zurückzuführen waren. 6.3.2 So gab die Beschwerdeführerin b etreffend den Mitarbeiter B._______ im Rapport über die wirtschaftlich bedingten Ausfallstunden für September 2012 (und auch im Formular "Abrechnung von Kurzarbeit" für September 2012) 73.8 Ausfallstunden an, was 9 Ausfalltagen en t- spricht. In der nachträglich eingereichten Tabelle "Kurzarbeit u. Ferien 2012" für September 2012 hielt die Beschwerdeführerin hingegen 11.5 Ausfalltage fest. Eine konkrete Erklärung für die nachträgliche Abwei- chung kann den Akten nicht entnommen werden. Sodann nannte die Be- schwerdeführerin i m Falle des Mitarbeiters A._______ im Rapport über die wirtschaftlich bedingten Ausfallstunden für April 2012 73.8 Ausfal l- stunden, also 9 Ausfalltage, in der nachgereichten Tabelle "Kurzarbeit u. Ferien 2012" für April 2012 hingegen 8 Ausfalltage. D abei entspricht d ie zweite Angabe jener im Formular "Abrechnung von Kurzarbeit" für April 2012, in welches die Beschwerdeführerin 65.4 Ausfallstunden, also rund 8 Ausfalltage eingetragen hatte. Hier übernahm sie offenbar nacht räglich die Angabe dieses Abrechnungsformulars. Bei demselben Mitarbeiter A._______ hielt die Beschwerdeführerin ferner aber im Rapport über die wirtschaftlich bedingten Ausfallstunden für September 201 2 73.8 Ausfall- stunden, mithin 9 Ausfalltage, fest und gehen aus der ursprünglich vorg e- legten Tabelle "Kurzarbeit u. Ferien 2012" für September 2012 12 Ferien- tage bei 0 Arbeitstagen hervor, während die Beschwerdeführerin in die nachgereichte Tabelle "Kurzarbeit u. Ferien 2012" für September 2012 11.5 Ausfalltage bei 0 Arbeitstagen eintrug. Eine ähnliche Konstellation findet sich auch in Bezug auf den Mitarbeiter C._______: Die Beschwer- deführerin erwähnte im Rapport über die wirtschaftlich bedingten Ausfal l- stunden für August 2012 49.2 Ausfallstunden, a lso 6 Ausfalltage und in der Tabelle "Kurzarbeit u. Ferien 2012" für August 2012 6 Ferientage nebst 6 Arbeitstagen. Aus der nachträglich eingereichten Tabelle "Kurzar-B-3996/2013 Seite 12 beit u. Ferien 2012" für August 2012 gehen hingegen 6 Ausfallta ge bei 0 Arbeitstagen hervor. Bei den Mitarbeitern A._______ und C._______ wurden somit zunächst eingetragene Ferientage im Nachhinein als Ausfalltage ausgewiesen. Es ist daher nicht auszuschliessen, dass es sich b ei der Aussage der B e- schwerdeführerin, A._______ habe die Ferien im September 2012 u r- sprünglich eingegeben, sie dann aber nicht bezogen (Beschwerdeschrift, S. 11), um eine Schutzbehauptung handelt und Mitarbeitende mitunter zu- folge Ferienbezügen abwesend waren. Dem von der Beschwerdeführerin nachgereichten E-Mail vom 12. November 2012 kann jedenfalls lediglich die Frage "gell, dieses Jahr habe ich keine Ferien bezogen?" von A._______ an die Personalverantwortliche entnommen werden. Einem von C._______ am 9. August 2012 gesandten E-Mail hinwiederum ist die Meldung an die Pe rsonalverantwortliche zu entnehmen, er sei zwischen dem 2. und 17. August [2012] in den Ferien. Neben dem Mailausdruck findet sich eine handschriftliche Notiz "2.8. / 21. -30.8.  7 Tage". An wel- chen Tagen C._______ effektiv ferienabwesend war, kann diesem E-Mail nicht entnommen werden. Entsprechend vermögen diese E-Mails keine Klarheit zu schaffen. 6.3.3 Bei nachträglich eingereichten Rapporten obliegt die Beweislast, dass die Stundenrapporte täglich fortlaufend erstellt wurden und die ta t- sächlich geleistete Arbe itszeit genau wiedergeben , dem Arbeitgeber. Es obliegt nicht der Vorinstanz, die Unrichtigkeit der Zeiterfas sung für jede zur Kurzarbeit an gemeldete Person und für jeden Tag individuell zu b e- weisen. Dies würde letztlich eine Umkehr der Beweislast bedeu ten. Die Beweislast liegt eindeutig beim Arbeitgeber. Hat er den Beweis nicht e r- bracht, hat er die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (Art. 38 Abs. 3 Bst. a i.V.m. Art. 31 Abs. 3 Bst. a AVIG und Art. 46 b AVIV; vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsger ichts [heute: Bundesgericht] C 66/04 vom 18. August 2004 E. 3.2; Urteile des Bundesverwaltungsge richts B- 188/2010 vom 2. März 2011 E. 3.6 f., B -3083/2011 vom 3. November 2011 E. 5.6 und B-6200/2011 vom 13. Februar 2012 E. 2.3). 6.3.4 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung können fehlende g e- eignete Unterlagen zum Arbeitszeitnachweis weder durch die nachträgl i- che Befragung der betroffenen Arbeitnehmer noch durch andere Pers o- nen ersetzt werden (Urteil des Bundesgerichts C 229/0 0 vom 30. Juli 2001 E. 1b und C 260/00 vom 22. August 2001 E. 2). B-3996/2013 Seite 13 6.3.5 Vorliegend erscheint die Behauptung der Beschwerdeführerin, d ass die Tabellen "Kurzarbeit u. Ferien 2012", welche die Beschwerdeführerin der Vorinstanz anlässlich ihres Besuchs aushändigte, eine veraltete, nicht nachgeführte Version ware n (Beschwerdeschrift, S. 7 ), angesichts der vorstehend in E. 6.3.2 aufgezeigten , unbereinigten Diskrepanzen nur be- schränkt als glaubhaft. Bei den nachgereichten Tabellen "Kurzarbeit u. Ferien 2012" Februar 2012 bis Dezember 2012 handelt es sich um mögli- cherweise nachträglich erstellte Dokumente , welche die erforderlichen Unterlagen nicht ersetzen können (E. 6.3.4 hiervor) . Die von jedem ei n- zelnen Mitarbeiter der Beschwerdeführerin täglich effektiv geleistete A r- beitszeit ist nach wie vor unklar. Die von der Beschwerdeführerin einge- reichten Tabellen "Kurzarbeit u. Ferien 2012" und E-Mails vermögen nach der vorstehend zitierten Rechtsprechung den Anforderungen, die an eine betriebliche Arbeitszeitkontrolle zu stellen sind, deshalb nicht zu genügen. 6.4 6.4.1 Wie die Vorinstanz zu Recht feststellte, finden sich sodann auch hinsichtlich der von der Beschwerdeführerin geführten Stundenrapporte Widersprüche. Es fällt dabei auf, dass die Beschwerdeführerin an insg e- samt 59 Tagen einen wirtschaftlich bedingten Arbeitsausfall geltend machte, obwohl in den von ihr geführten Stundenbelegen jeweils ein wirt- schaftlicher Arbeitsaufwand festgehalten ist (vgl. Beilage 1 zur Revisions- verfügung). So machte die Beschwerdeführerin beispielsweise für den Mitarbeiter C._______ für den 15. Februar 2012 einen ganztäglichen wirtschaftlich bedingten Arbeitsausfall geltend, während aus dem Stu n- denbeleg vom 29. Februar 2012 für die Kundin D._______ AG, Projekt E._______, hervorgeht, dass derselbe C._______ für sie an diesem Tag zehn Stunden arbeitete. Als weiteres Beispiel wird auf die geltend g e- machten Arbeitsausfälle für den Mitarbeiter F._______ vom 18., 19. und 20. September 2012 hingewiesen: Laut der Beschwerdeführerin war er an diesen drei Arbeitstagen ganztags von eine m wirtschaftlich bedingten Arbeitsausfall betroffen. Gemäss dem Stundenbeleg vom 28. September 2012 für das Projekt G._______ arbeitete F._______ vom 18. bis und mit dem 20. September 2012 indessen während täglich je 8 Stun den für die- ses Projekt. 6.4.2 Die Beschwerdeführerin wendet ein, dass es sich bei den geprüften Arbeitsrapporten lediglich um sogenannte Plandaten handle, bei denen man vor der Versendung an die Kunden auf eine Aktualisierung verzichtet habe. Bei H._______ handle es sich um ein Joint Venture, an dem sie be-B-3996/2013 Seite 14 teiligt sei. Aufgrund der engen Zusammenarbeit werde seitens H._______ auf eine Kontrolle der beigelegten Arbeitsrapporte verzichtet. Die ve r- rechneten Beträge entsprächen ausserdem genau den von H._______ budgetierten Beträgen. Beim Projekt I._______, den Projekten J._______ für die K._______, L._______ für die M._______, N._______ für die O._______ sowie den Projekten für die D._______ und P ._______ sei ein Fixpreis vereinbart worden. Die in der Beilage 1 zur Revisionsverfü gung verzeichneten Stunden entsprächen somit lediglich den ursprünglich g e- planten Stunden, welche dann aber wegen der eingeführten Kurzarbeit nicht geleistet worden seien. 6.4.3 Die Argumentation der Beschwerdeführerin vermag nicht zu übe r- zeugen. Denn es lässt sich kaum schlüssig erklären, weshalb sie von den Arbeitnehmenden die Spalte "Std. 1", welche gemäss Legende die effek- tiv gearbeitete n Stunden ausweist, ausfüllen liess, wenn nicht, um eine gewisse Kontrolle darüber zu haben, welcher Arbeitsaufwand für die je- weiligen Kunden bzw. Projekte anfiel. Eine Einsichtnahme in diese Stu n- denbelege, insbesondere in die Einträge in deren Spalten "Std. 1" und "Std. 2", legt vielmehr aufgrund der dortigen Tätigkeitsumschreibungen den Schluss nahe, dass die dort vermerkte n Beschäftigungen (Software- design, -programmierung und -testung) Arbeitsleistungen im wirtschaftl i- chen Interesse der Beschwerdeführerin darstellen. Daran, dass diese Ar- beitsstunden im wirtschaftlichen Interesse der Beschwerdeführerin geleis- tet wurden und si e daher nicht als Ausfallstunden zu werten sind, kann deshalb kein Zweifel bestehen. Wie die Vorinstanz im Einspracheen t- scheid treffend ausführt, ist es weder plausibel noch nachvollziehbar, weshalb die detaillierten Arbeitsrapporte nicht den tatsächlichen Gege- benheiten entsprechen sollten. Darüber hinaus verkennt die Beschwerde- führerin offenbar, dass allfällige unproduktive Arbeitsstunden keinesfalls als Ausfallstunden zählen. 6.4.4 Demgemäss ist aus den Stundenbelegen der Mitarbeitenden e r- sichtlich, dass die Arbeitnehmer der Beschwerdeführerin an mehreren der geltend gemachten Kurzarbeitstage teilweise oder vollumfänglich gea r- beitet und zum Teil sogar Mehrstunden geleistet haben. 6.5 Anhand der von der Beschwerdeführerin geführten Arbeitsrappor te und Ferienlisten lässt sich folglich nicht feststellen, inwieweit die geltend gemachten Ausfallstunden wirtschaftlich bedingt oder auf sonstige Abw e- senheiten (Ferien, Krankheit etc.) zurückzuführen sind. Es fehlt mit and e- ren Worten an der detaillierten Erfassung der effektiv geleisteten Arbeits-B-3996/2013 Seite 15 zeit. Denn hierzu müssen fortlaufend alle notwendigen Angaben – so ne- ben der geleisteten Arbeitszeit und den Ausfallstunden namentlich auch ein allfälliger Gleitzeitsaldo, Absenzen infolge Ferien, Krankheit, Unfall oder unbezahltem Urlaub und sonstige Fehlzeiten sowie Mehrstunden – tatsächlich und korrekt eingetragen werden (vgl. Urteil des Bundesg e- richts 8C_731/2011 vom 24. Januar 2012 E. 3.4). Derartige detaillierte Angaben hat die Beschwerdeführerin weder auf den Arbeitsrapporten und Ferienlisten noch auf einem anderen sich in den Akten befindlichen D o- kument eingetragen (zum Erfordernis solcher detaillierter Angaben vgl. auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B -3424/2010 vom 6. April 2011 E. 5). 6.6 Wie gross die Differenzen zwischen den geltend gemachten und den effektiven Arbeitsausfällen sind und ob daraus irgendwelche Schlüsse auf ein systematisches Vorgehen oder nur auf eine geringe Fahrlässigkeit zu ziehen sind, ist rechtlich unerheblich (vgl. Urteile des Bundesverwaltungs- gerichts B -188/2010 vom 2. März 201 1 E. 3.7 und B -3083/2011 vom 3. November 2011 E. 5.6). 6.7 Es ist daher mit der Vorinstanz dafür zu halten, dass die von der B e- schwerdeführerin angerufenen Arbeitsrapporte und Ferienlisten dem E r- fordernis einer betrieblichen Arbeitszeitkontrolle nicht genügen. 7. 7.1 Weiter ist zu prüfen, ob die von der Beschwerdeführerin praktizierte arbeitsvertragliche Regelung der Arbeitszeit verbunden mit der betriebs- üblichen Verpflichtung der Arbeitnehmenden , der Arbeitgeberin jeweils schriftlich per E -Mail mitzuteilen, wann sie einen oder mehrere halbe(n) Tag(e) oder einen oder mehrere ganze(n) Tag(e) abwesend sind (bei Ab- senzen infolge Ferien, Weiterbildung, Krankheit, Unfall, Militär- oder Zivil- dienst), allenfalls eine Arbeitszeitkontrolle überflüssig machen kann , falls die E -Mails ihrem Absendezeitpunkt und Urheber eindeutig zugeordnet werden können. 7.2 Von der formellen Beweisvorschrift der betrieblichen Arbeitszeitko n- trolle gemäss Art. 46b Abs. 1 AVIV darf nur abgewichen werden, wenn de- ren Anwendung im Einzelfall überspitzt formalistisch erscheint, das heisst die prozessuale Formstrenge exzessiv und durch kein schutzwürdiges In- teresse gerechtfertigt ist, zum blossen Selbstzweck wird und die Verwir k- lichung des materiellen Rechts in unhaltbarer Weise erschwert oder gar B-3996/2013 Seite 16 verhindert (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts C 115/06 vom 4. September 2006 E. 1.1, mit Verweis auf BGE 130 V 183 E. 5.4.1). 7.3 Eine Regelung, bei der, wie bei der Beschwerdeführ erin, die Arbeit- nehmenden jeweils ihre halb- bzw. ganztäglichen Abwesenheiten der Be- schwerdeführerin schriftlich per E -Mail melden, vermag für die eigene Lohnbuchhaltung der Arbeitgeberin genügen. Bei Firmen mit eingeführter Kurzarbeit ist indessen eine be sondere Fallkonstellation gegeben. Wie das Bundesgericht hinsichtlich eines Unternehmens mit eingeführter Kurzarbeit erklärte, sind die Arbeitsreserven reduziert, und es wird nur noch teilzeitlich gearbeitet. Oftmals werden einzelne Mitarbeiter oder die gesamte Belegschaft für ganze Arbeitstage vom Erscheinen am Arbeit s- platz befreit. Auch bei anderen Betrieben ist es zumindest wenig wah r- scheinlich, dass sich der an den übrigen Tagen zu bewältigende Arbeit s- anfall jeweils exakt in den üblicherweise vorgegebenen Tagesarbeitsstun- den erledigen lässt. Denkbar ist, dass gewisse Restarbeiten an einzelnen Tagen über diese ordentliche Tagesarbeitszeit hinaus zum Abschluss ge- bracht werden, damit die Arbeit nicht noch am Folgetag zum Beispiel ein- zig für eine Arbeitsstun de wieder aufgenommen werden muss. Auch der umgekehrte Fall ist denkbar (Urteil des Eidgenössischen Versicherung s- gerichts C 115/06 vom 4. September 2006 E. 2.2). Ohnehin sind bei aus- nahmslos immer gleich langer Arbeitsdauer (vorliegend 4.1 bzw. 8.2 Stunden) Zweifel angebracht, ob die angegebene Arbeitszeit der tatsäc h- lich geleisteten Arbeitszeit entspricht (vgl. Urteil des Bundesverwaltung s- gerichts B -8569/2007 vom 24. Juni 2008 E. 2.3; vgl. auch MÜLLER/OECHSLE, Die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung, in: Aktuelle Juristi- sche Praxis [AJP] 2007, S. 847 ff., S. 854). 7.4 Aufgrund der zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann en t- gegen der Ansicht der Beschwerdeführerin somit nicht von einer übe r- spitzt formalistischen Vorgehensweise der Vorinstanz gesp rochen wer- den, wenn sie in Nachachtung von Art. 46 b Abs. 1 AVIV mangels einer betrieblichen Arbeitszeitkontrolle den Arbeitszeitausfall der Mitarbeiter als nicht hinreichend kontrollierbar bezeichnete (vgl. Urteil des Eidgenöss i- schen Versicherungsgerichts C 115/0 6 vom 4. September 2006 E. 2.2; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts B -7902/2007 vom 24. Juni 2007 E. 6.2.2 f. und B-7898/2007 vom 13. Mai 2008 E. 3.3). B-3996/2013 Seite 17 8. 8.1 Zudem bringt die Beschwerdeführerin beschwerdeweise vor, in Bezug auf die Änderungskündigung vom 30 . Januar 2012 betreffend den Mita r- beiter A._______ sei nicht richtig, dass während der Dauer der Künd i- gungsfrist die Kurzarbeitsentschädigung auf der Basis des ursprünglichen Pensums abgerechnet worden sei. Für A._______ seien in den Mona ten Februar und März 2012 insgesamt 17.5 Ausfalltage gemeldet worden, was einem Pensum von 44 % entspreche. Für den Mitarbeiter C._______ seien während der Dauer der Kün digungsfrist von Februar bis April 2012 insgesamt 36 Ausfalltage mitgeteilt worden, was einem Pensum von 63 % entspreche. Damit seien für C._______ insgesamt 1.5 Tage mehr als der ungekündigte Anteil seines Pensums geltend gemacht worden. In diesem Umfang werde eine nachträgliche Kürzung der bezogenen Kurzarbeit s- entschädigung akzeptiert. Dies würde höchstens zu einer Rückerstattung im Umfang der zu viel bezogenen Stunden führen. Keinesfalls dürfe die Beschwerdeführerin wegen dieses Umstands zur Rückerstattung der g e- samten Kurzarbeitsentschädigung verpflichtet werden. 8.2 Die Vorinstanz führt i n ihrer Begründung des Einspracheentscheids demgegenüber an, die Ausführungen bezüglich den Berechnungen zu den Änderungskündigungen bei A._______ und C._______ seien unbe- helflich, da sie nicht den Grundmechanismen der Kurzarbeitszeitregelung folgten. 8.3 Kurzarbeit liegt vor, wenn die normale Arbeitszeit verkürzt ist oder die Arbeit ganz eingestellt wird (Art. 31 Abs. 1 AVIG). Dabei besteht ein An- spruch auf Kurzarbeitsentschädigung nur bei ungekündigten Arbeitsve r- hältnissen (Art. 31 Abs. 1 Bst. c AVIG). Entsprechend betrifft Kurzarbeit nur Arbeitsausfälle innerhalb eines ungekündigten Arbeitsverhältnisses (SCARTAZZINI/HÜRZELER, Bundessozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, § 20 Rz. 33). Gemäss dem Willen des Gesetzgebers erlischt der A n- spruch bereits mit der Kündigung selbst. Damit soll sichergestellt werden, dass der Arbeitgeber die Lohnzahlung während der Kündigungsfrist nicht auf die Arbeitslosenversicherung abwälzt und die Kurzarbeit tatsächlich zur Erhaltung von Arbeitsplätzen dient (BBl 1980 III 591). Die Kurzar- beitsentschädigung stellt ein Ersatzeinkommen dar, bevor sich das Risiko der Arbeitslosigkeit verwirklicht hat (UELI KIESER, Schweizerisches Sozial- versicherungsrecht, 2008, § 9 Rz. 47). B-3996/2013 Seite 18 8.4 Vorliegend hat die Beschwerdeführer in gegenüber dem Mitarbeiter A._______ am 30. Januar 2012 eine Änderungskündigung ausgesp ro- chen, mit welcher das bisherige 80%ige Stellenpensum unter Berücksich- tigung der zweimonatigen Kündigungsfrist per 1. April 2012 auf ein Pe n- sum von 60 % herabgesetzt worden ist. Ab dem 30. Januar 2012 handel- te es sich demnach nur noch im Rahmen eines 60%igen Pensums um ein ungekündigtes Arbeitsverhältnis , für welches Kurzarbeitsentschäd i- gung überhaupt beantragt werden kann. Wie den nachträglich eingereich- ten Tabellen "Kurzarbeit u. Ferien 2012" für Februar 2012 und März 2012 entnommen werden kann, ging die Beschwerdeführerin bei ihrer Berech- nung der wirtschaftlich bedingten Ausfalltage von A._______ demgegen- über weiterhin von einem 80%igen Pensum au s (4 freie Freit age, 10 Ausfalltage und 7 Arbeitstage im Februar 2012; 5 freie Freit age, 10.5 Ausfalltage und 6.5 Arbeitstage im März 2012 ). Diese von der B e- schwerdeführerin getroffene Annahme geht auch aus den Rapporten über die wirtschaftlich bedingten Ausfallstunden für die Abrechnungsperioden Februar 2012 und März 2012 hervor ( 10 Ausfalltage im Februar 2012; 10.5 Ausfalltage im März 2012). Die Beschwerdeführerin hätte bei der Be- rechnung der Ausfalltage jede Woche 20 Stellenprozente, also jeweils ein Tagespensum, als gekündigt ausser Acht lassen müssen , was sie jedoch nicht tat . Damit machte die Beschwerde führerin für die gekündigten 20 Stellenprozente des Mitarbeiters A._______ unrechtmässigerweise Kurzarbeitsentschädigung geltend. Die diesbezüglichen Vorbringen der Beschwerdeführerin sind deshalb unbehelflich. Entsprechendes ist in Bezug auf den Mitarbeiter C._______ festzuhalten. Ihm sprach die Beschwerdeführerin ebenfalls am 30. Januar 2012 eine Änderungskündigung aus. Diese beinhaltete die Herabsetzung des bishe- rigen 100%igen Stellenpensums unter Berücksichtigung einer dreimon a- tigen Kündigungsfrist per 1. Mai 2012 auf ein Pensum von 60 %. Damit konnte die Beschwerdeführerin ab dem 30. Januar 2012 für die gekündig- ten 40 Stellenprozente , also für jeweils zwei Tag espensen pro Woche, keine Kurzarbeitsentschädigung mehr beantragen. Aus den nachgereich- ten Tabellen "Kurzarbeit u. Ferien 2012" für Februar 2012 bis April 2012 geht jedoch hervor, dass die Beschwerdeführerin ihrer Berechnung nach wie vor ein 100%iges Pensum zugrunde legte (11 Ausfalltage und 10 Ar- beitstage im Februar 2012; 14 Ausfalltage und 8 Arbeitstage im März 2012; 14 Ausfalltage und 4.5 Arbeitstagen im April 2012 bei 2.5 freien Ta- gen infolge Karfreitag, Ostermontag und Sechseläuten ). Den Rapporten über die wirtschaftlich bedingten Ausfallstunden für die Abrechnungsper i- oden Februar 2012 bis April 2012 ist dieselbe Berechnungsgrundlage zu B-3996/2013 Seite 19 entnehmen ( 11 Ausfalltage im Februar 2012; 14 Ausfalltage im März 2012; 14 Ausfalltage im April 2012). Folglich beantragte die Beschwerde- führerin im Umfang der gekündigten 40 Stellenprozente auch hinsichtlich ihres Mitarbeiters C._______ zu Unrecht Kurzarbeitsentschädigung. 9. 9.1 Schliesslich begründet die Beschwerdeführerin ihre Beschwerde eventualiter d amit, dass sie zumindest in ihrem berechtigten Vertrauen auf eine ausreichende Kontrolle zu schützen wäre. Weder der Verfügung der kantonalen Amtsstelle betreffend Voranmeldung von Kurzarbeit noch der Infor mationsbroschüre "Kurzarbeitsentschädigung" lass e sich en t- nehmen, wie die Arbeitszeitkon trolle genau zu erfolgen habe, damit den gesetzlichen Anforderungen Genüge getan werde. Insbesondere werde keine zahlenmässige Erfassung der einzelnen Arbeitsstunden gefordert. Auch von den zuständigen Stellen sei n ie über die genauen Anforderu n- gen an die Arbeitszeitkontrolle informiert worden. Dies stelle zweifellos eine Verletzung der behördlichen Aufklärungspflicht dar. Die Abgabe einer Informationsbroschüre, die im entscheidenden Punkt viel zu unbestimmt gehalten sei, vermöge den Anforderungen an diese Aufklärungspflicht nicht zu genügen. Auch werde es versäumt, auf die Rechtsnachteile hi n- zuweisen, die aus einer mangelnden oder ungenügenden Kontrolle resu l- tierten. Anhand der zur Verfügung stehenden Informationen h abe davon ausgegangen werden können und müssen, dass die Arbeitszeitkontrolle den gesetzlichen Anforderungen entspreche. Sie habe sich deshalb gu t- gläubig darauf beschränkt, die wirtschaftlich bedingten Ausfallstunden sowie sämtliche Absenzen zu erfassen. Damit beruft sich die Beschwerdeführerin sinngemäss auf den Grundsatz des Vertrauensschutzes. 9.2 Die Vorinstanz wendet in ihrem Einspracheentscheid diesbezüglich ein, dass auf die Notwendigkeit einer betrieblichen Arbeitszeit kontrolle und deren Anforderungen insbesondere in der Verfügung der kantonalen Amtsstelle betreffend Voranmeldung von Kurzarbeit und im Info -Service Kurzarbeitsentschädigung hingewiesen werde. Die Hinweise seien ei n- deutig und einfach verständlich formuliert. Verblieben trotzdem Unsicher - heiten, obliege es dem Betrieb, bei den Vollzugsstellen entsprechende Rückfragen vorzunehmen. B-3996/2013 Seite 20 9.3 Unterbleibt eine Auskunft entgegen gesetzlicher Vorschrift oder o b- wohl sie nach den im Einzelfall gegebenen Umständen geboten war, hat die Rechtsprechung dies der Erteilung einer unrichtigen Auskunft gleic h- gestellt (BGE 131 V 472 E. 5, mit Verweis unter anderem auf BGE 124 V 215 E. 2b). Ein behördliches Verhalten gebietet nach dem Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 BV) unter bestimmten Voraussetzungen eine vom materiellen Recht abweichende Behandlung (BGE 131 V 472 E. 5 und 127 I 31 E. 3a). 9.4 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts obliegt es in erster L i- nie der den Antrag stellenden Unternehmen abzuklären, ob ihr Zeiterfa s- sungssystem eine im Hinblick auf die Anspruchsberechtigung ausre i- chende Kontrolle gewährleistet (Urteile des Eidgenössischen Versich e- rungsgerichts C 114/05 vom 26. Oktober 2005 E. 3 und C 5/04 vom 27. Mai 2004 E. 5.1). Zwar sieht Art. 27 Abs. 1 ATSG seit dem 1. Januar 2003 eine allgemeine und permanente Aufklärungspflicht der Versich e- rungsträger und Durchführungsorgane vor, die nicht erst auf persönliches Verlangen der interessierten Personen zu erfolgen hat. Dieser ist die A r- beitslosenkasse aber durch die Abgabe der Informationsbroschüre "Kur z- arbeitsentschädigung" hinreichend nachgekommen (Urteile des Eidg e- nössischen Versicherungsgerichts C 114/05 vom 26. Oktober 2005 E. 3 und C 115/06 vom 4. September 2006 E. 3.2). In dieser Broschüre (Aus- gabe 2011) findet sich der bereits erwähnte Hinweis, d ass der Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung eine betriebliche Arbeitszeitkontrolle vo r- aussetze. Als Beispiele für eine betriebliche Arbeitszeitkontrolle werden Stempelkarten und Stundenrapporte genannt. Die Kontrolle habe täglich über die geleisteten Arb eitsstunden inkl. allfälliger Mehrstunden, die wir t- schaftlich bedingten Ausfallstunden sowie über sämtliche übrigen Abse n- zen wie z.B. Ferien-, Krankheits-, Unfall- oder Militärdienstabwesenheiten Auskunft zu geben. 9.5 Wie das Bundesgericht bereits im Urteil C 115/06 vom 4. September 2006 E. 3.3 festgehalten hat, wäre es wünschenswert, dass die Hinweise hinsichtlich der Bestimm - und Kontrollierbarkeit des Arbeitszeitausfalls angesichts ihrer Bedeutung für die in wirtschaftlich schwierigen Verhäl t- nissen befindlichen Arbeitgeber in der Informationsbroschüre eigens he r- vorgehoben und der Begriff der "betrieblichen Arbeitszeitkontrolle" mit demjenigen der "täglich fortlaufend geführten Arbeitszeitkontrolle" näher umschrieben werden. Weiter hält das Bundesgericht fest, dass es sinnvoll wäre, zusätzlich den im Antragsformular für Kurzarbeitsentschädigung unter der Rubrik "nicht anspruchsberechtigte Arbeitnehmer" angebrac h-B-3996/2013 Seite 21 ten Hinweis auf den fehlenden Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung bei nicht ausreichend kontrollie rbarer Arbeitszeit mit einem Verweis auf die geforderte Arbeitszeitkontrolle zu präzisieren. Dadurch könnten Rüc k- forderungen möglicherweise vermehrt vermieden werden. Soweit ersich t- lich, sind diese Anregungen aus der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bis heute allerdings nicht umgesetzt worden. 9.6 Dies ändert jedoch nichts daran, dass die Vorinstanz mit der Abgabe der Broschüre ihrer allgemeinen Informationspflicht gemäss Art. 27 Abs. 1 ATSG Genüge getan hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts C 115/06 vom 4. September 2006 E. 3.4). Obwohl diese Informationsbroschüre "Kur zar- beitsentschädigung" einen gewissen Umfang aufweist, ist deren Lektüre zumutbar. Es liegt in erster Linie am jeweiligen Gesuchsteller, die Info r- mationsbroschüre (und das Antragsformular für Kur zarbeitsentschädi- gung) mit der gebotenen Sorgfalt zu lesen und bei Zweifeln mit konkreten Fragen an die zuständigen Stellen zu gelangen. Verzichtet er darauf, trägt er die damit verbundenen Nachteile (Urteil des Eidgenössischen Vers i- cherungsgerichts C 115/ 06 vom 4. September 2006 E. 3.4; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts B-7898/2007 vom 13. Mai 2008 E. 4.2 und B- 7902/2007 vom 24. Juni 2007 E. 7.1). 10. Aus den vorstehenden Ausführungen ergibt sich somit, dass vorliegend der geltend gemachte Arbeitsausfall nicht hinreichend kontrollierbar ist und die Beschwerdeführerin in Bezug auf die gekündigten Arbeitspensen der Mitarbeiter A._______ und C._______ zu Unrecht Kurzarbeitsen t- schädigung beansprucht hat . Die Vorinstanz hat demnach zu Recht die Rückerstattung der ausgerichteten Kurzarbeitsentschädigung im Betrag von Fr. 173'899.80 verlangt , die Kurzarbeitsentschädigung für Januar 2013 in Höhe von Fr. 9'017.40 nicht ausbezahlt und einen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung bis April 2013 verneint . Die Beschwerd e e r- weist sich daher als unbegründet und ist abzuweisen. 11. 11.1 Nach Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 37 VGG sind die Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht grundsätzlich kostenpflichtig. Die Ko s- tenpflicht gilt auch für Beschwerdeverfahren betreffend den Voll zug des Arbeitslosenversicherungsgesetzes (vgl. Urteile des Bundesverwaltung s- gerichts B -7902/2007 vom 24. Juni 200 7 E. 10 und B -7898/2007 vom 13. Mai 2008 E. 6.1). Geht es wie vorliegend um Vermögensinteressen, B-3996/2013 Seite 22 richtet sich die Gerichtsgebühr grundsätzlich nach dem Umfang und der Schwierigkeit der Streitsache, der Art der Prozessführung und der fina n- ziellen Lage der Parteien (Art. 63 Abs. 4 bis Bst. b VwVG und Art. 2 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschäd i- gungen vor dem Bunde sverwaltungsgericht [VGKE, SR. 173.320.2]). Bei Streitigkeiten mit Vermögensinteresse mit einem Streitwert zwischen Fr. 100'000.– und Fr. 200'000.– beträgt die Gerichtsgebühr Fr. 2'000.– bis Fr. 10'000.– (Art. 4 VGKE). Im vorliegenden Fall beträgt der Stre itwert Fr. 173'899.80, wesh alb die Gerichtsgebühr auf Fr. 4'000.– festgelegt wird. Der einbezahlte Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist zur Beza h- lung der Verfahrenskosten zu verwenden. 11.2 Eine Parteientschädigung ist bei diesem Verfahrensausgang nicht zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 4'000. – werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird zur Be- zahlung der Verfahrenskosten verwendet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Gerichtsurkunde) – das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und For- schung WBF (Gerichtsurkunde) B-3996/2013 Seite 23 und wird mitgeteilt: – der UNIA Arbeitslosenkasse, Zentralverwaltung, Strassburgstras- se 11, Postfach 3321, 8021 Zürich (A-Post) – der UNIA Arbeitslosenkasse, Zentralverwaltung, Weltpoststrasse 20, Postfach 272, 3000 Bern 15 (A-Post) Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Ronald Flury Andrea Giorgia Röllin Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 28. Mai 2014