<h2>SubmittedText<h2><p>Das BAG hat im August 2023 ein Factsheet Fertilität mit dem Titel " ​<i>Können Chemikalien die Fruchtbarkeit beeinträchtigen?</i> " veröffentlicht. Darin weist es darauf hin, dass Unfruchtbarkeit ein echtes Problem der öffentlichen Gesundheit ist, da seit mehreren Jahrzehnten die Zahl der Menschen mit Unfruchtbarkeitsproblemen stetig steige.</p><p>&nbsp;</p><p>Die Spermienqualität von jungen Schweizern wird heute bei weniger als 40% als gut bezeichnet. Verschiedene Studien (z. B. <a href="https://academic.oup.com/humrep/article/36/7/1948/6174711">Istvan et al. 2021</a>) vermuten einen Zusammenhang zwischen der Spermienqualität junger Männer und einer möglichen Exposition ihrer Mütter gegenüber bestimmten Chemikalien (darunter endokrine Disruptoren) während der Schwangerschaft im beruflichen Umfeld.</p><p>&nbsp;</p><p>Diese toxischen Substanzen scheinen zu einem noch unbekannten Teil aus Mikroplastik zu stammen, den wir zu uns nehmen, wie die<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35691715/"><span style="color:#44546A;">Studie von Kortenkamp et al. (2022)</span></a> belegt.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Kann der Bundesrat uns in diesem Zusammenhang über die wissenschaftlichen Fortschritte bei der Suche nach den Ursachen von Unfruchtbarkeit im Zusammenhang mit der Aufnahme von Mikroplastik informieren?</p><p>&nbsp;</p><p>Falls neue Studien durchgeführt wurden, welche Erkenntnisse und Konsequenzen sind daraus zu ziehen? Falls nicht, beabsichtigt der Bundesrat, solche Forschungen anzustossen, und zwar mit der gebotenen Dringlichkeit, die aufgrund der Feststellung, dass unsere Bevölkerung auf eine allgemeine Unfruchtbarkeit zusteuert, gegeben ist?</p>