<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2A.613/2002 /dxc </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 23. Dezember 2002 </div> <div class="para">II. Öffentlichrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesrichter Wurzburger, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Hungerbühler, Bundesrichter Merkli, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Hugi Yar. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">X.________, zzt. Regionalgefängnis Bern, </div> <div class="para">Genfergasse 22, 3011 Bern, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Migrationsdienst des Kantons Bern, </div> <div class="para">Eigerstrasse 73, 3011 Bern, </div> <div class="para">Haftgericht III Bern-Mittelland, </div> <div class="para">Amthaus, Hodlerstrasse 7, 3011 Bern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Ausschaffungshaft gemäss <span class="artref">Art. 13b ANAG</span> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">(Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Haftgerichts III Bern-Mittelland vom 9./11. Dezember 2002) </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht stellt fest und zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Der nach eigenen Angaben aus Liberia stammende X.________ (geb. 1981) wurde am 8. Dezember 2002 in Ausschaffungshaft genommen, welche das Haftgericht III Bern-Mittelland tags darauf prüfte und bestätigte. X.________ hat hiergegen Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht mit dem Antrag, ihn freizulassen. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Eingabe erweist sich - soweit sich der Beschwerdeführer darin überhaupt sachbezogen mit dem angefochtenen Entscheid auseinandersetzt und nicht lediglich den Wegweisungsentscheid kritisiert und geltend macht, lieber hier bleiben zu wollen (vgl. <span class="artref">Art. 108 Abs. 2 OG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=5&amp;from_date=17.12.2002&amp;to_date=05.01.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F118-IB-134%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page134">BGE 118 Ib 134</a> ff.; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=5&amp;from_date=17.12.2002&amp;to_date=05.01.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F128-II-193%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page193">BGE 128 II 193</a> E. 2.2.2 S. 198) - als offensichtlich unbegründet und kann deshalb ohne Weiterungen im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span> erledigt werden: Der Beschwerdeführer ist durch das Bundesamt für Flüchtlinge am 3. Dezember 2002 weggewiesen und angehalten worden, die Schweiz sofort zu verlassen. Das von ihm hiergegen bei der Schweizerischen Asylrekurskommission eingeleitete Beschwerdeverfahren dürfte innert absehbarer Frist abgeschlossen werden können, ansonsten die kantonalen Behörden im Rahmen ihrer regelmässigen Haftprüfung die gebotenen Konsequenzen zu ziehen hätten (vgl. Hugi Yar, Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht, in: Uebersax/Münch/geiser/Arnold, Ausländerrecht, Basel 2002, Rz. 7.108). Der Beschwerdeführer, dessen Identität nicht feststeht, ist mittellos und hier wiederholt in der Drogenszene angehalten und in diesem Zusammenhang zu zehn Tagen Gefängnis verurteilt worden. Er hat eine Ausgrenzung missachtet und damit zu erkennen gegeben, dass er nicht bereit ist, sich an die ihm von den Behörden gemachten Auflagen zu halten; es besteht deshalb Untertauchensgefahr im Sinne von <span class="artref">Art. 13b Abs. 1 lit. c ANAG</span> (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=5&amp;from_date=17.12.2002&amp;to_date=05.01.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-II-369%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page369">BGE 125 II 369</a> E. 3b/aa S. 375; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=5&amp;from_date=17.12.2002&amp;to_date=05.01.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-II-49%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page49">122 II 49</a> E. 2a S. 51). Anhaltspunkt dafür, dass - nach Abschluss des Asylverfahrens - eine Ausschaffung nicht in absehbarer Zeit möglich wäre (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=5&amp;from_date=17.12.2002&amp;to_date=05.01.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-II-217%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page217">BGE 125 II 217</a> E. 2 S. 220) bzw. die Behörden sich nicht hinreichend um eine Verfahrensbeschleunigung bemühen würden, sind nicht ersichtlich. Die Ausschaffungshaft ist deshalb zu Recht bestätigt worden. Hieran ändert der Einwand des Beschwerdeführers nichts, er sei inzwischen ein anderer Mensch geworden und wolle nichts mehr mit Drogen zu tun haben; er hat die ihm gebotene Chance (Ausgrenzung) nicht zu nutzen gewusst und die entsprechenden Folgen zu tragen. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dem Verfahrensausgang entsprechend würde der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig (<span class="artref">Art. 156 Abs. 1 OG</span>). Es rechtfertigt sich jedoch, von der Erhebung einer Gerichtsgebühr abzusehen (<span class="artref">Art. 154 und <artref id="CH/173.110/153^a" type="start"></artref>Art. 153a OG</span><artref id="CH/173.110/154" type="end"></artref>). Der Migrationsdienst wird ersucht, dafür besorgt zu sein, dass der vorliegende Entscheid dem Beschwerdeführer korrekt eröffnet und nötigenfalls verständlich gemacht wird. </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span>: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Migrationsdienst des Kantons Bern und dem Haftgericht III Bern-Mittelland sowie dem Bundesamt für Flüchtlinge schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 23. Dezember 2002 </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>