<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Standard berschrift1"><span id="_GoBack"></span><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="file:///L:/LOGO/DOPPLEU3.BMP"/></p></td></tr><tr><td><p class="Standard berschrift1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2006.00230</span></p><p><br/></p><p><span> </span></p><p></p></td></tr></table><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Walser als Einzelrichter</p><p>Gerichtssekretärin Meili</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 30. Mai 2006</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span><span class="Standard StandardFett RubrumFett">, geb. 1999</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gesetzlich vertreten durch den Vater </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Y.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA)</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, geboren 1999, ersuchte die Sozialversicherungsanstalt des Kan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tons Zürich, IV-Stelle, am 12. September 2005 um Kostenübernahme eines wasserfesten Hörgeräts als Hilfsmittel in der Höhe von Fr. 2'901.95 (Urk. 7/26 S. 2, Urk. 7/27). Mit Verfügung vom 30. November 2005 verneinte die IV-Stelle den Anspruch auf ein drittes wasserfestes Hörgerät nebst den mit Verfügung vom 1. November 2002 bereits zugesprochenen zwei Hörgeräten (Urk. 7/4). Die dagegen am 16. Dezember 2005 vom Versicherten erhobene Einsprache (Urk. 7/2) wies die IV-Stelle mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 25. Januar 2006 ab (Urk. 7/1 = Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gegen den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 25. Januar 2006 (Urk. 2) erhob der Versi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cherte am 25. Februar 2006 Beschwerde mit dem Antrag, es seien die Kosten ei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nes wasserfesten Hörgerätes zu übernehmen (Urk. 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Beschwerdeantwort vom 3. April 2006 beantragte die IV-Stelle die Abwei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sung der Beschwerde (Urk. 6). Am 19. April 2006 wurde der Schriftenwechsel geschlossen (Urk. 8).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Der Einzelrichter zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Verwaltung hat die massgebenden Gesetzesbestimmungen über die Abgabe von Hilfsmitteln (Art. 21 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit Art. 14 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) und Art. 2 Abs. 4 der Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung, HVI) zutreffend dargelegt (Urk. 2 S. 1 f). Darauf kann mit den nachstehenden Ergänzungen verwiesen werden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="VV153"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="IV164"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eine tarifvertraglichen Ansätzen entsprechende Leistungszuerkennung trägt vermutungsweise den invaliditätsbedingten Eingliederungsbedürfnissen im Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zelfall </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rechung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und führt in einfacher wie zweckmässiger Weise zum Einglie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">derungserfolg. Der Einwand, dass es sich ausnahmsweise gegenteilig verhält, dass also im Einzelfall aus besonderen invaliditätsbedingten Gründen eine die tarifvertraglichen Ansätze übersteigende Hörgeräteversorgung notwendig sei, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bleibt indessen nach geltendem Recht zulässig. Massgebend ist stets das kon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">krete Eingliederungsbedürfnis der Versicherten. Deshalb bleibt die gerichtliche Prüfung, ob die tarifarisch vergüteten Höchstpreise dem invaliditätsbedingten Eingliederungsbedürfnis im konkreten Einzelfall Rechnung tragen, vorbehalten. Jedoch trägt die versicherte Person die Beweislast für die von ihr behauptete Ausnahmesituation. Ein solches gesteigertes Eingliederungsbedürfnis, das einer über die tarifarisch vorgesehen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Preislimiten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> hinausgehenden Versorgung bedarf, kann sich sowohl aus der speziellen gesundheitlichen Situation wie auch mit Blick auf den Tätigkeitsbereich der versicherten Person ergeben (BGE 130 V 174 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 4.3.4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Strittig ist, ob ein Anspruch auf Kostenübernahme eines zusätzlichen wasserfes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten Hörgeräts als Hilfsmittel durch die Invalidenversicherung besteht.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin begründete die Abweisung der Kostenübernahme da</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mit, dass dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 1. November 2002 bereits zwei Hörgeräte abgegeben worden seien. Jedes weitere Hörgerät entspräche so</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mit einer Doppelversorgung, welche von der Invalidenversicherung nicht zu übernehmen sei, ansonsten gegen den Grundsatz der einfachen und zweckmäs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sigen Ausführung von Hilfsmitteln verstossen werde (Urk. 2 S. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer wandte im Wesentlichen ein, dass er den wöchentlich stattfindenden und obligatorischen Schwimmunterricht ohne Hörhilfe nicht besuchen könne, da ihm aufgrund seiner mittel- bis hochgradigen Schwerhörig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit der notwendige Kontakt zur Umwelt fehle und die von der Beschwerdefüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rerin bereits zugesprochenen Hörgeräte nicht für den Schwimmunterricht ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eignet seien (Urk. 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Oberärztin am Universitätsspital </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Klinik für Oh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ren-, Nasen-, Hals- und Gesichtschirurgie, nannte in ihrem Bericht vom 9. Oktober 2000 (Urk. 7/22/3) zuhanden von Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Fachärztin FMH für ORL, die Diagnose einer mittel- bis hochgradigen, vorwiegend </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sensori</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">neuralen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Schwerhörigkeit beidseits (Urk. 7/22/3 S. 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In ihrem Bericht vom 11. Januar 2001 (Urk. 7/23/2) diagnostizierte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> eine kongenitale, hereditäre Schwerhörigkeit beidseits mittleren bis schweren Grades </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sowie rezidivierende Mittelohrentzündungen und Tubenkatarrhe beid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">seits mit Gehörsverschlechterung (Urk. 7/23/2 S. 1). Die hochgradige Schwerhö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rigkeit beidseits werde durch die rezidivierenden Tubenkatarrhe sicher noch verschlechtert.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eine Punktezahl und Indikationsstufe könne nicht exakt angegeben werden. Es sollten aber die maximalen audiologischen Kriterien (50), das sozial-emotionale Handicap (25) sowie die Sprachentwicklung berücksichtigt werden. Eine opti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">male binaurale Hörgeräteversorgung in der Indikationsstufe 3 sei unbedingt erforderlich. Ausserdem liege ein Geburtsgebrechen gemäss Anhang Ziffer 444 der Verordnung über Geburtsgebrechen (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GgV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) vor (Urk. 7/23/2 S. 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gestützt auf die Untersuchungen des Beschwerdeführers vom 14. Mai und 13. Juni 2002 bestätigte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Bericht vom 18. Juli 2002 (Urk. 7/19) ihre am 9. Oktober 2000 gestellte Diagnose (Urk. 7/19 S. 1). Sie habe sich aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">serdem von einer guten Anpassung überzeugen können, weshalb sie eine defi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nitive Abgabe der Hörgeräte empfehle (Urk. 7/19 S. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> diagnostizierte in ihrem Bericht vom 10. Juni 2003 (Urk. 7/16) einen Tubenmittelohr-Katarrh beidseits bei Status nach akuter Otitis </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">media</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> links sowie eine bekannte, mittel- bis hochgradige, kombinierte Schwerhörigkeit beidseits, hörgeräteversorgt seit Mitte 2002. Der Gesundheitszustand des Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführers sei stationär und wirke sich auf den Schulbesuch aus (Urk. 7/16 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. A, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. C). Zudem liege ein Geburtsgebrechen gemäss Anhang Zif</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fer 446 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GgV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vor (Urk. 7/16 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. B).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> von der KIND Hörzentrale </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> hielt mit Schreiben vom 27. Oktober 2005 (Urk. 7/15) auf die Fragen der Beschwerdegegnerin fest, dass die wasserfesten Hörgeräte nur mit einer einfachen Verstärkertechnik ausges</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tattet und daher für viele andere Aspekte der Kinderversorgung nicht erste Wahl seien. Für die Hörmittelversorgung im Sport- und Schwimmunterricht gäbe es keine idealen Lösungen. Oft bleibe nur die Alternative, das Hörgerät in solchen Situationen nicht zu tragen, was bei einem deutlichen Hörverlust die Teilnahme am Schwimmunterricht unmöglich mache (Urk. 7/15).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aus den medizinischen Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer an Tuben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mittelohr-Katarrh beidseits bei Status nach akuter Otitis </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">media</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> links sowie einer mittel- bis hochgradigen, kombinierten Schwerhörigkeit beidseits leidet (Urk. 7/16, Urk. 7/19, Urk. 7/22/3, Urk. 7/23/2). Unbestritten ist, dass er infolge dieser Gesundheitsbeeinträchtigung auf Hörgeräte gemäss Indikationsstufe 3 angewiesen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ist, die ihm bereits mit Verfügung vom 1. November 2002 leihweise abgegeben wurden (Urk. 7/9).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Seit dem 22. August 2005 besucht der Beschwerdeführer die erste Klasse der Regelschule (Urk. 7/27), in deren Rahmen während einer Stunde pro Woche der obligatorische Schwimmunterricht stattfindet (Urk. 7/2 S. 3). Aufgrund der Ak</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten ist zudem davon auszugehen, dass die im November 2002 zugesprochenen Hörgeräte gemäss Indikationsstufe 3 dem damaligen Eingliederungsbedürfnis des Beschwerdeführers entsprachen, mangels Wasserfestigkeit jedoch nicht für den Schwimmunterricht geeignet sind (Urk. 1, Urk. 3/2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin warf während des Verfahrens die Frage auf, wie das Problem der Hörmittelversorgung bei Kindern im Sport beziehungsweise beim Schwimmen zu lösen sei, ging jedoch weder in der Verfügung vom 30. November 2005 (Urk. 7/4) noch im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 25. Januar 2006 (Urk. 2) näher darauf ein. Trotz der Auskunft der KIND Hörzentrale </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 27. Oktober 2005 (Urk. 7/15), wonach bei einem deutlichen Hörverlust die Teilnahme am Schwimmunterricht ohne Hörgerät unmöglich sei, beschränkte sich die Beschwerdegegnerin in ihren abweisenden Entscheiden auf das Argu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ment der unzulässigen Doppelversorgung, welche dem Grundsatz der einfachen und zweckmässigen Ausführung entgegenstehe (Urk. 2 S. 2, Urk. 7/4 S. 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Eidgenössische Versicherungsgericht brachte in seinem Leitentscheid BGE 130 V 163 zum Ausdruck, dass tarifvertragliche </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Preislimiten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (die vermutungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weise den invaliditätsbedingten Eingliederungsbedürfnissen Rechnung tragen und in einfacher wie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zweckmässiger</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Weise zum Eingliederungserfolg führen)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den sozialversicherungsrechtlichen Leistungsanspruch im Einzelfall nicht zu beschränken vermögen. Vielmehr muss mit Blick auf den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">massgebenden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> gesetz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Anspruch auf Eingliederung im Einzelfall stets Raum für Ausnahmen aufgrund eines spezifischen, gesteigerten Eingliederungsbedürfnisses sein (vgl. vorstehend </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 1.3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Unter Berücksichtigung, dass der wöchentlich stattfindende Schwimmunterricht auch für den an einer mittel- bis hochgradigen Schwerhörigkeit leidenden Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführer nicht freiwillig, sondern vielmehr obligatorisch ist, sowie in Anlehnung an die Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts, wonach gerade bei Kindern im schulischen Umfeld in besonderen Situationen ein gesteigertes Eingliederungsbedürfnis besteht (BGE 130 V 163 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 4.3.4; vgl. vorstehend </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 1.3), stellt sich insbesondere die Frage, ob eine solches spezifisches Eingliederungsbedürfnis vorliegt. Der Beschwerdeführer machte in diesem Zusammenhang geltend, dass es ihm wegen seiner mittel- bis hochgra</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">digen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Schwerhörigkeit ohne Hörgeräte am notwendigen Kontakt mit der Um</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">welt fehle, weshalb er nicht in der Lage sei, den obligatorischen Schwimmun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">terricht zu besuchen (Urk. 1, Urk. 3/2). Mangels entsprechender konkreter Ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">klärungen seitens der Beschwerdegegnerin lässt sich anhand der jetzigen Ak</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tenlage nicht abschliessend beurteilen, ob dem Beschwerdeführer aufgrund sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nes Hörverlusts eine Teilnahme am Schwimmunterricht ohne die zusätzlichen wasserdichten Hörgeräte tatsächlich unmöglich ist und folglich ein gesteigertes Eingliederungsbedürfnis vorliegt, das einer ausnahmsweise über die tarifarisch vorgesehenen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Preislimiten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> hinausgehenden Versorgung bedarf. Denn ein Kon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">takt mit der Umwelt während des Schwimmunterrichts erscheint nicht unwe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sentlich.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Vollständigkeit halber sei bemerkt, dass Art. 21 Abs. 3 IVG, Art. 2 Abs. 4 HVI sowie Ziffer 1014 und Ziffer 5.07.10 des Kreisschreibens über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (KHMI) den Grundsatz der einfachen und zweckmässigen Ausführung erwähnen, das Argument der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdegegnerin der unzulässigen Doppelversorgung beim Vorliegen eines gesteigerten Eingliederungsbedürfnisses im Sinne der erwähnten Rechtspre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chung aber nicht Stand hält.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten erweist sich die Sache somit nicht als spruchreif und ist an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie ergänzende Abklärungen dahin ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hend treffe, ob es dem Beschwerdeführer tatsächlich nicht möglich wäre, ohne zusätzliche wasserfeste Hörgeräte am obligatorischen Schwimmunterricht teil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zunehmen und dementsprechend ein gesteigertes Eingliederungsbedürfnis vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">läge. Anschliessend wird die Beschwerdegegnerin über den Anspruch auf Kos</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tenübernahme eines zusätzlichen wasserfesten Hörgerätes neu zu befinden ha</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ben.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Der Einzelrichter erkennt:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span id="Beschwerde"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefochtene </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Einsprache</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">ent</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">scheid</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> vom 25. Januar 2006 aufgehoben und die Sache an die Sozial</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">versiche</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Y.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherung</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> seit der Zustellung beim Eidgenössi</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">schen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhof</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">quai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">mittel und die Unterschrift der </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">beschwerdeführenden</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug"> Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, so</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">weit die </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">beschwerdeführende</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug"> Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der EinzelrichterDie Gerichtssekretärin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>WalserMeili</p></div> </div></body></html>