<h2>InitialSituation<h2><p><b>Medienmitteilung des Bundesrates vom 11.09.2015</b></p><p><b>Einsatz der Armee zur Unterstützung der Kantone Freiburg und Waadt</b></p><p><b>Die Armee hat in den Sommermonaten die Kantone Waadt und Freiburg bei der Wasserversorgung von Nutztieren auf Alpweiden unterstützt. Weil die im Assistenzdienst geleistete Unterstützung der Armee länger als drei Wochen dauerte, muss der Bundesrat gemäss Militärgesetz in der nächsten Session Bericht erstatten. In seiner heutigen Sitzung hat der Bundesrat den Bericht über den Einsatz an die eidgenössischen Räte verabschiedet. </b></p><p>Die spärlichen Niederschläge und die lange Hitzephase seit Ende Juni 2015 führten zu einer Wasserknappheit in vielen Alpbetrieben in den Kantonen Waadt und Freiburg. Die Regierungen der beiden Kantone beantragten dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) Unterstützung durch die Armee. Die Armee unterstützte in der Folge die Kantone Waadt und Freiburg bei der Wasserversorgung von Nutztieren auf Alpweiden.</p><p>In der Nähe des Lac de Joux und in der Region zwischen Saint-Cergue und Provence baute und betrieb die Armee Löschwasserbecken, welche die Luftwaffe mit Wasser aus dem Neuenburgersee und dem Lac de Joux befüllte. In den Freiburger Voralpen versorgte die Schweizer Luftwaffe abgelegene private Zisternen und Wasserstellen sowie ein durch die Armee errichtetes Löschwasserbecken mit Wasser aus dem Greyerzer See und dem Lac de Joux. Während der beiden Assistenzdiensteinsätze leistete die Armee 1216 Manntage und flog in 318 Flugstunden mit gleichzeitig zwei bis vier Transporthelikoptern ca. 2220 Kubikmeter Wasser zu den verschiedenen Wasserbecken.</p><p>Die Armeeeinsätze erfolgten gemäss Verordnung für die militärische Katastrophenhilfe im Inland kostenlos. Durch den Unterstützungseinsatz der Armee fallen für das Gros der eingesetzten Truppen im Vergleich zu einem ordentlichen Ausbildungsdienst nicht wesentlich höhere Ausgaben an.</p>