A bteilung IV D -6761/2007 {T 0/2} U rte il v o m 1 5 . O k to b e r 2 0 0 7 R ichter R obert G alliker (Vorsitz), R ichter Bruno H uber, R ichter W alter Lang, G erichtsschreiber M artin M aeder. A ._______, geboren (...), N igeria, vertreten durch B._______, Beschw erdeführer, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Verfügung vom 1. O ktober 2007 i. S. N ichteintreten auf Asylgesuch und W egw eisung / N (...). B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandD -6761/2007 D as B undesverw altungsgericht stellt fest und erw ägt: dass der Beschw erdeführer sein H eim atland gem äss eigenen Anga- ben am 30. Juni 2007 über den H afen von C ._______ verliess und am 9. August 2007 in einem Kleinbus ohne Papiere in die Schw eiz gelangte, ohne kontrolliert zu w erden, dass er am 10. August 2007 in das Em pfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) des BFM in D ._______ kam und um Asyl nachsuchte, dass er keine Ausw eispapiere vorlegte, w orauf er m it einem Inform a- tionsblatt zur Abgabe säm tlicher bei anderen Behörden hinterlegter oder anderw eitig verfügbarer Identitätsdokum ente innerhalb von 48 Stunden aufgefordert w urde, dass er am 16. August 2007 im EVZ D ._______ sum m arisch zum R eisew eg und zu den G ründen für das Verlassen des H eim atlandes befragt w urde, dass das BFM gleichenorts am 13. Septem ber 2007 die Anhörung zu den Asylgründen durchführte, dass er bei der Erhebung seiner Personalien die rubrizierten Angaben m achte und ergänzend anführte, er gehöre der Ethnie der (...) an, sei (...) G laubens, stam m e ursprünglich aus E._______ (gleichnam ige Local G overnm ent Area [LG A], Bundesstaat F._______) und habe von seinem sechsten Lebensjahr an bei seinen G rosseltern m ütterlicher- seits in G ._______ (LG A H ._______, Bundesstaat I._______) gelebt, ehe er am 12. Juni 2005 w egen seiner Problem e sicherheitshalber nach E._______ zurückgekehrt sei, dass er als Begründung für sein Asylgesuch im W esentlichen geltend m achte, er sei einerseits seit dem 12. Juni 2005 als Folge eines An- griffs aufgebrachter M itglieder der G ew erkschaft der M otorradtaxi-Fah- rer auf einen Polizeiposten in G ._______ von der Polizei gesucht w orden und habe andererseits befürchten m üssen, von der nach Vodoo-R iten lebenden D orfgem einschaft in E._______ um gebracht zu w erden, falls er nicht deren Forderung nach einem Beitritt anstelle seines im Juni 2006 verstorbenen Vaters nachgeben sollte, S eite 2D -6761/2007 dass er im Alter von 14 oder 15 Jahren begonnen habe, seinen Le- bensunterhalt als Fahrer des von seinem G rossvater hinterlassenen M otorradtaxis zu verdienen, dass am 12. Juni 2005 ein M itglied der G ew erkschaft der M otorradtaxi- Fahrer, w elcher er selber auch angehört habe, bei einer Polizeikontrol- le kaltblütig erschossen w orden sei, w eil es das Bestechungsgeld nicht habe bezahlen können, dass er zusam m en m it anderen G ew erkschaftsm itgliedern und einigen R ow dies der Stadt - zusam m en seien sie eine G ruppe von ungefähr 300 Leuten gew esen - m it der Leiche ihres Kollegen vor die Polizeiw a- che gefahren seien, um gegen das brutale Vorgehen der Polizei zu protestieren, dass ihre W ut grenzenlos gew esen sei, als die Polizei auch noch Trä- nengas gegen sie eingesetzt habe, dass alle gem einsam den Polizeiposten in Brand gesetzt hätten, w o- rauf die Polizei Verstärkung angefordert habe und zu M assenverhaf- tungen übergegangen sei, dass er einer Verhaftung entgangen sei, indem er rechtzeitig das W eite gesucht und sich - ohne nach H ause zurückzukehren - bei seinem Vater in E._______ in Sicherheit begeben habe, dass ihm dort die Inform ation zugegangen sei, w onach die Polizei das H aus der G rossm utter in G ._______ durchsucht und dabei seinen G ew erkschaftsausw eis konfisziert habe, dass die Polizei ihn in der Folge gesucht habe und in diesem Zusam - m enhang auch sein N am e in der Zeitung zu lesen gew esen sei, dass er in seinem Versteck in E._______ nicht zur R uhe gekom m en sei, w eil die D orfgem einschaft ihn um jeden Preis habe dazu bringen w ollen, als N achfolger seines im Juni 2006 verstorbenen Vaters die M itgliedschaft zu erw erben und eine führende R olle zu übernehm en, dass seine M utter ihn als einzigen Sohn nicht dafür habe hergeben w ollen, zum al die D orfgem einschaft im R uf gestanden sei, Vodoo-R i- ten nachzuleben und junge Leute unter Verabreichung von D rogen zu schlechten Taten zu verführen, S eite 3D -6761/2007 dass Angehörige der D orfgem einschaft im m er w ieder in seiner G egen- w art auf seine M utter eingeredet hätten, diese sich aber unnachgiebig gezeigt habe, dass er schliesslich selber zur versam m elten D orfgem einschaft ge- sprochen habe, um dieser klar zu m achen, dass er sich als polizeilich gesuchte und dem (...) G lauben verpflichtete Person ausser Stande sehe, der G em einschaft beizutreten, dass er sich in der Folge jew eils im Zim m er versteckt habe, w enn w ie- der einm al Angehörige der D orfgem einschaft erschienen seien, dass er auf diese W eise m itbekom m en habe, w ie die Besucher einen zunehm end aggressiveren Ton angeschlagen und m assive D rohungen gegen seine M utter und ihn ausgestossen hätten, dass sie schliesslich gedroht hätten, sie w ürden ihn um bringen, dass er sich in dieser Situation auf den R at seiner M utter zur Ausreise entschlossen habe, dass er sich in seiner N ot an einen Freund seiner Eltern gew andt habe, der ihn nach C ._______ begleitet und dort einem w eissen M ann anvertraut habe, m it dessen Einfluss er kostenlos und ohne Aus- w eispapiere an Bord eines grossen Schiffes habe gelangen können, dass das BFM m it Verfügung vom 1. O ktober 2007 - eröffnet am glei- chen Tag - in Anw endung von A rt. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) auf das Asylge- such nicht eintrat und die W egw eisung sow ie den Vollzug anordnete, dass das BFM zur Begründung des N ichteintretens auf das Asylge- such zusam m enfassend festhielt, der Beschw erdeführer habe innert 48 Stunden nach G esuchseinreichung ohne entschuldbare G ründe keine R eise- oder Identitätspapiere abgegeben, er erfülle die Flücht- lingseigenschaft gem äss A rt. 3 und 7 AsylG nicht, und zudem seien zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines W egw eisungsvollzugshindernisses in seinem Fall aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich, dass der Beschw erdeführer am 5. O ktober 2007 (Poststem pel) durch seinen R echtsvertreter beim Bundesverw altungsgericht eine Be- S eite 4D -6761/2007 schw erde einreichen und darin zur H auptsache beantragen liess, es sei ihm der Flüchtlingsstatus zu gew ähren, dass er im Eventualpunkt darum ersuchen liess, es sei seine vorläufi- ge Aufnahm e in der Schw eiz anzuordnen, dass er im W eiteren beantragte, es sei die W egw eisung zu annullieren beziehungsw eise auszusetzen, dass die vorinstanzlichen Akten am 8. O ktober 2007 beim Bundesver- w altungsgericht eintrafen (A rt. 109 Abs. 2 AsylG ), dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden ge- gen Verfügungen (A rt. 5 des Verw altungsverfahrensgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 [Vw VG , SR 172.021]) des BFM auf dem G ebiet des Asyls entscheidet (A rt. 105 Abs. 1 AsylG i.V.m . A rt. 31-34 des Ver- w altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]; A rt. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]), dass die vorliegend zu beurteilende Beschw erde sich gegen eine Ver- fügung richtet, laut deren D ispositiv das BFM auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eingetreten ist (Ziffer 1 des Verfügungsdispo- sitivs), dass bei Beschw erden gegen N ichteintretensentscheide, m it denen es das BFM der Form nach ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründet- heit hin zu überprüfen (A rt. 32-35 AsylG ), die Beurteilungskom petenz der Beschw erdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass dem entsprechend die Beschw erdeinstanz, erachtet sie das N ichteintreten auf das Asylgesuch als unrechtm ässig, sich einer selb- ständigen m ateriellen Prüfung zu enthalten, die angefochtene N icht- eintretensverfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entschei- dung an die Vorinstanz zurückzuw eisen hat (vgl. Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2004 N r. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass m it dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen N ichteintretens- grund von A rt. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG der G esetzgeber in- des ein Verfahren geschaffen hat, in w elchem über das Bestehen be- S eite 5D -6761/2007 ziehungsw eise N ichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft abschlies- send m ateriell zu entscheiden ist, sow eit dies im R ahm en einer sum - m arischen Prüfung m öglich ist (vgl. BVG E 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.), dass dem entsprechend in einem diesbezüglichen Beschw erdeverfah- ren ungeachtet der vorzunehm enden Ü berprüfung eines förm lichen N ichteintretensentscheides auch die Flüchtlingseigenschaft Prozess- gegenstand ist (vgl. 2007/8 E. 2.1 S. 73), dass der Beschw erdeführer vorliegend das hauptsächliche Begehren stellt, es sei ihm der Flüchtlingsstatus zu gew ähren, dass das Bundesverw altungsgericht jedoch im R ahm en der ihm zuste- henden Prüfungsbefugnis im für den Beschw erdeführer günstigsten Fall zum Schluss gelangen kann, das BFM sei deshalb zu U nrecht auf sein Asylgesuch nicht eingetreten, w eil es bereits aufgrund einer sum - m arischen Prüfung hätte erkennen sollen, dass er offensichtlich die Flüchtlingseigenschaft erfüllt (A rt. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG ), dass jedoch auch in diesem Fall das Bundesverw altungsgericht das Bestehen der Flüchtlingseigenschaft nicht selber im D ispositiv seines U rteils feststellen kann, sondern die angefochtene N ichteintretensver- fügung aufzuheben und die Sache zu neuem Entscheid im Sinne der Erw ägungen (vgl. dazu w iederum BVG E 2007/8 E. 5.6.5 S. 90 f.) an das BFM zurückzuw eisen hat, dass konsequenterw eise auf die Beschw erde nicht einzutreten ist, so- w eit darin die G ew ährung des Flüchtlingsstatus durch das Bundesver- w altungsgericht beantragt w ird, dass in der Frage der W egw eisung und deren Vollzugs die Beurtei- lungszuständigkeit des Bundesverw altungsgerichts nicht beschränkt ist, w eil das BFM sich diesbezüglich gem äss A rt. 44 AsylG in Verbin- dung m it A rt. 14a des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Auf- enthalt und N iederlassung der Ausländer (AN AG , SR 142.20) auch m ateriell zur Sache zu äussern hatte, dass der Beschw erdeführer am Verfahren vor dem BFM teilgenom m en hat, durch die angefochtene Verfügung berührt ist, ein schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änderung hat und da- S eite 6D -6761/2007 her zur Einreichung der Beschw erde legitim iert ist (A rt. 6 AsylG i.V.m . A rt. 48 Abs. 1 Vw VG ), dass auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde - unter Vorbehalt des oben G esagten - einzutreten ist (A rt. 108a AsylG sow ie A rt. 6 AsylG i.V.m . A rt. 52 Vw VG ), dass m it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (A rt. 106 Abs. 1 AsylG ), dass die vorliegende Beschw erde - w ie sich aus den nachstehenden Erw ägungen ergibt - offensichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeent- scheid lediglich sum m arisch zu begründen ist (A rt. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ; vereinfachtes Verfahren), dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten w ird, w enn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des G esuchs R eise- oder Identitätspapiere abgeben (A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG ), dass diese Bestim m ung jedoch keine Anw endung findet, w enn Asylsu- chende glaubhaft m achen können, sie seien dazu aus entschuldbaren G ründen nicht in der Lage (A rt. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG ), oder w enn auf G rund der Anhörung sow ie gestützt auf A rt. 3 und 7 AsylG die Flücht- lingseigenschaft festgestellt w ird (A rt. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG ), oder w enn sich auf G rund der Anhörung die N otw endigkeit zusätzlicher Ab- klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines W eg- w eisungsvollzugshindernisses ergibt (A rt. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG ), dass vorliegend die N ichtabgabe von R eise- oder Identitätspapieren im Sinne von A rt. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuches sachverhaltsm ässig erstellt ist, dass der Beschw erdeführer es unterliess, im M om ent der Einreichung seines Asylgesuches im EVZ Basel beziehungsw eise in den 48 Stun- den nach der diesbezüglichen Aufklärung durch Vorhalt eines Inform a- tionsblattes ein D okum ent zu seiner zw eifelsfreien Identifizierung (vgl. BVG E 2007/7 E. 5.1-.5.2 S.65 ff.) abzugeben, S eite 7D -6761/2007 dass dam it die in A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte G rundvoraus- setzung für ein N ichteintreten w egen fehlender Papiere som it vorlie- gend erfüllt ist, dass der Beschw erdeführer keine entschuldbaren G ründe (vgl. hierzu BVG E 2007/8 E. 3.2 S. 74 f., EM AR K 1999 N r. 16 E. 5c.aa S. 109 f.) für die N ichtabgabe eines bew eistauglichen Identitätsdokum ents inner- halb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des Asylgesuchs nam - haft zu m achen verm ag, dass hierzu w eitgehend auf die zutreffenden Erw ägungen in der ange- fochtenen Verfügung (vgl. daselbst, E. I.1. S. 3 f.) verw iesen w erden kann (vgl. A rt. 6 AsylG i.V.m . A rt. 109 Abs. 3 BG G ), dass der Beschw erdeführer anlässlich der Anhörung vom 13. Septem - ber 2007 zur N ichtabgabe seiner Identitätskarte erklärte, er habe die- se "w egen der A rt und W eise" seiner R eise nicht m itgenom m en, son- dern bei seiner M utter zurückgelassen (vgl. A6/25, S. 2 f.), dass er im W iderspruch hierzu in der Erstbefragung vom 16. August 2007 noch hatte verlauten lassen, die einzige Identitätskarte, die er besessen habe, sei diejenige der G ew erkschaft der M otorradtaxi-Fah- rer gew esen (vgl. A1/8, S. 3), dass die offene, auf Vorhalt nicht ausgeräum te (vgl. A6/25, S. 2 unten) W idersprüchlichkeit dieser Angaben ein starkes Indiz dafür darstellt, dass das Schuldigbleiben von Papieren nicht auf zw ingende äussere U m stände w ie etw a fehlende Zugriffsm öglichkeiten in der Ausnahm esi- tuation der Flucht zurückzuführen ist, sondern einem vom Beschw er- deführer gew ählten Vorgehen entspricht, dass die Erklärung des Beschw erdeführers für die N ichtabgabe von Ausw eispapieren, w onach er gar keine solchen m it auf die R eise ge- nom m en habe, bedeuten w ürde, er habe die Landesgrenzen auf dem W eg von N igeria in die Schw eiz ohne jegliches D okum ent zu seiner Identifizierung passieren können, dass dies jedoch kaum den Tatsachen entsprechen kann und realisti- scherw eise insbesondere auszuschliessen ist, der Beschw erdeführer habe dem in C ._______ bestiegenen Schiff, w elches die G rösse eines m ehrstöckigen H auses aufgew iesen habe, nach der Ankunft in Europa S eite 8D -6761/2007 einfach entsteigen und seine R eise ungehindert fortsetzen können, ohne auf Kontrollen zu stossen (vgl. A6/25, S. 7 und 9), dass die Zusicherung in der Beschw erdeschrift, w onach der Be- schw erdeführer sich der W ichtigkeit der Einreichung von Identitätspa- pieren nun bew usst sei und sich auf Anw eisung seines R echtsvertre- ters m it seiner Fam ilie in N igeria beziehungsw eise m it der Botschaft N igerias in Bern in Verbindung setzen w erde, nach dem G esagten un- behelflich ist, dass die Frist von 48 Stunden im Ü brigen allein bezw eckt, den asylsu- chenden Personen die Abgabe jener D okum ente ohne N achteile zu er- m öglichen, auf die sie in der Schw eiz Zugriff haben (vgl. EM AR K 1999 N r. 16 E. 5c.aa S. 109 f.), dass der Beschw erdeführer som it nicht glaubhaft darzulegen verm ag, er sei durch nicht selbst zu verantw ortende U m stände an der unver- züglichen Einreichung von R eise- oder Identitätspapieren im Sinne von A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gehindert w orden (vgl. A rt. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG ), dass sich sodann in seinem Fall die Aktenlage nach der Anhörung vom 13. Septem ber 2007 derm assen klar präsentierte, dass unter Verzicht auf zusätzliche tatbeständliche oder rechtliche Abklärungen im R ah- m en einer bloss sum m arischen Prüfung der eindeutige Schluss gezo- gen w erden konnte, er erfülle die Flüchtlingseigenschaft offensichtlich nicht, und ebenso offensichtlich stünden einem Vollzug seiner W egw ei- sung keine H indernisse entgegen (A rt. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG ), dass diesbezüglich zur Verm eidung von W iederholungen w iederum auf die zutreffenden Erw ägungen in der angefochtenen Verfügung (vgl. da- selbst, E. I.2. S. 4 f.) zu verw eisen ist (vgl. A rt. 6 AsylG i.V.m . A rt. 109 Abs. 3 BG G ), dass bei einer Prüfung der Protokolle der vom BFM gew onnene Ein- druck, w onach der Beschw erdeführer die verm eintlich tragenden Punkte seiner G esuchsbegründung ohne den von einem direkt Betrof- fenen zu erw artenden G rad an D etailreichtum und Anschaulichkeit ge- schildert habe, vollauf bestätigt w ird, S eite 9D -6761/2007 dass dies etw a für die Beschreibung der G eschehnisse anlässlich der angeblichen Tum ulte am 12. Juni 2005 vor der Polizeistation in G ._______ gilt, dass der Beschw erdeführer nicht nachvollziehbar zu berichten w usste, unter w elchen genauen U m ständen es ihm gelang, im U nterschied zu einer Vielzahl von anderen D em onstranten im allgem einen D urch- einander die Ü bersicht zu behalten und einer Verhaftung zu entgehen (vgl. A6/25, S. 14), dass er es zudem in auffälliger W eise unterliess, von sich aus m it ver- bindlichen Angaben zu erklären, w ie er von der Polizeivisite im H aus seiner G rossm utter am nächsten Tag erfahren konnte, ohne dorthin zu- rückzukehren und persönlich m it seiner G rossm utter zu sprechen, dass er erst auf diesbezügliches N achhaken einen "Jem and" bezie- hungsw eise einen "Freund" ins Spiel brachte, den er zur E rkundigung zu sich nach H ause geschickt habe (vgl. A6/25, S. 15), dass vollkom m en unklar bleibt, zu w elchem Zeitpunkt, an w elchem O rt und unter w elchen U m ständen er sich später m it diesem Inform anten hat treffen können, dass in den Protokollen generell als M uster zu erkennen ist, w ie der Beschw erdeführer in Verlegenheit geriet, sobald es galt, seine eigene R olle im Laufe des behaupteten G eschehens gem äss seinen eigenen Sinneseindrücken zu beschreiben, dass seine Angaben jew eils auffallend knapp, unspezifisch und kontu- renlos ausfielen, als er aufgefordert w ar zu erzählen, w as ihm konkret an N achteiligem w iderfahren ist, und w orauf im Einzelnen seine Ängste gründen, dass diese Feststellung insbesondere auch auf seine Aussagen betref- fend die Bedrängung und Bedrohung durch die D orfgem einschaft in E._______ zutrifft, dass er, w ie die Vorinstanz zutreffend ausführt, letztlich nicht fassbar schildern konnte, auf w elche W eise die D orfgem einschaft über einen langen Zeitraum auf ihn und seine M utter D ruck ausgeübt hat (vgl. A5/26, S. 17 f. und 21), S eite 10D -6761/2007 dass die Entgegnungen in der Beschw erde die G esuchsbegründung des Beschw erdeführers nicht in einem glaubhafteren Licht erscheinen lassen, zum al sie sich w eitgehend in einer W iederholung des in den Befragungen behaupteten Sachverhalts beziehungsw eise in der lako- nischen Feststellung erschöpfen, w onach die G efährdung an Leib und Leben geradezu ein klassischer Fluchtgrund darstelle, dass som it aufgrund der Aktenlage nach der Anhörung vom 13. Sep- tem ber 2007 das N ichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft einerseits und - w ie sich auch noch aus den nachfolgenden Erw ägungen zum Vollzug der W egw eisung ergibt - das Fehlen von W egw eisungsvoll- zugshindernissen andererseits gleicherm assen offensichtlich w aren, dass keine Anhaltspunkte für die Annahm e zu erkennen sind, das BFM habe, um zu seiner Erkenntnis zu gelangen, eine m ehr als bloss sum m arische m aterielle Prüfung vornehm en oder zusätzliche sachli- che oder rechtliche Abklärungen treffen m üssen (vgl. hierzu BVG E 2007/8 E. 5.6.6 S. 91 f.), dass das BFM dem nach zu R echt gestützt auf A rt. 32 Abs. 2 Bst. a i.V.m . A rt. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eingetreten ist, dass gem äss A rt. 44 Abs. 1 AsylG die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das N ichteintreten auf ein Asylgesuch in der R egel die W egw ei- sung aus der Schw eiz zur Folge hat, vorliegend der Kanton keine Auf- enthaltsbew illigung erteilt hat (A rt. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]), und sich der Beschw erdefüh- rer auch nicht auf einen dahingehenden Anspruch berufen kann (vgl. EM AR K 2001 N r. 21), w eshalb die verfügte W egw eisung im Ein- klang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht, dass zu prüfen bleibt, ob es G ründe gibt, die dem Vollzug der W egw ei- sung entgegenstehen, da im Fall eines unzulässigen, unzum utbaren oder unm öglichen Vollzugs das Anw esenheitsverhältnis nach den Be- stim m ungen des AN AG über die vorläufige Aufnahm e zu regeln ist (A rt. 44 Abs. 2 AsylG ), dass der Vollzug der W egw eisung des Beschw erdeführers ins H eim at- land unter Berücksichtigung der völkerrechtlichen Verpflichtungen der Schw eiz (A rt. 3 der Konvention vom 4. N ovem ber 1950 zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten [Europäische M enschen- S eite 11D -6761/2007 rechtskonvention, EM R K, SR 0.101], A rt. 33 Abs. 1 des Abkom m ens vom 28. Juli 1951 über die R echtsstellung der Flüchtlinge [Flüchtlings- konvention, FK, SR 0.142.30]) und der Bestim m ungen von A rt. 5 Abs. 1 AsylG sow ie A rt. 25 Abs. 2 und 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) zulässig ist, da offensichtlich keine M enschenrechtsverletzungen dro- hen und ebenso offensichtlich die Flüchtlingseigenschaft nicht besteht, dass sich alleine aus der allgem einen M enschenrechtssituation in N i- geria kein reales R isiko von Folter oder unm enschlicher oder erniedri- gender Strafe oder Behandlung herleiten lässt, dass im Ü brigen selbst das Vorliegen einer allgem ein schlechten M en- schenrechtslage für die Annahm e einer drohenden Verletzung von A rt. 3 EM R K nicht genügt (vgl. EM AR K 2001 N r. 16 E. 6a S. 122, m it zahlreichen H inw eisen), dass in den Akten auch keine Anhaltspunkte dafür bestehen, der Be- schw erdeführer w ürde im Falle einer R ückführung als Folge der in N i- geria herrschenden allgem einen Sicherheitslage einer konkreten G e- fährdung ausgesetzt, dass in den Akten ebenso w enig darauf hindeutet, der Beschw erdefüh- rer geriete im Falle der R ückkehr in die H eim at aus individuellen G rün- den w irtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher N atur in eine exi- stenzbedrohende Situation, dass er keine gesundheitlichen Problem e geltend m acht und gem äss eigenen Angaben in der Zeit vor der Ausreise seinen Lebensunterhalt als Taxifahrer beziehungsw eise als H ilfskraft seiner als H ändlerin täti- gen M utter bestritten hat, w eshalb davon auszugehen ist, er bringe gute Voraussetzungen m it, um in seiner H eim at w ieder Fuss zu fassen und aus eigenen Kräften ein Auskom m en zu finden, dass er sich im Bedarfsfall an seine Verw andten w ie nam entlich seine M utter und seine Schw ester w enden kann, dass vor diesem H intergrund der Vollzug der W egw eisung des Be- schw erdeführers nicht als unzum utbar im Sinne von A rt. 14a Abs. 4 AN AG zu bezeichnen ist, S eite 12D -6761/2007 dass der Vollzug der W egw eisung des Beschw erdeführers nach N ige- ria schliesslich auch m öglich ist (A rt. 14a Abs. 2 AN AG ), da keine prak- tischen H indernisse erkennbar sind, die einer freiw illigen R ückkehr oder einer zw angsw eisen Ausschaffung entgegenstehen könnten, zu- m al der Beschw erdeführer verpflichtet ist, sich bei der heim atlichen Vertretung allenfalls benötigte R eisepapiere zu beschaffen (A rt. 8 Abs. 4 AsylG ), dass der vom BFM verfügte Vollzug der W egw eisung daher in Ü berein- stim m ung m it den zu beachtenden Bestim m ungen steht, w eshalb die Anordnung einer vorläufigen Aufnahm e nicht in Betracht fällt (A rt. 14a Abs. 1-4 AN AG ), dass die angefochtene Verfügung w eder Bundesrecht verletzt noch un- angem essen ist und darin der rechtserhebliche Sachverhalt richtig und vollständig festgestellt w urde (vgl. A rt. 106 AsylG ), w eshalb die Be- schw erde, sow eit auf diese einzutreten ist, abzuw eisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (A rt. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . A rt. 1-3 des R eglem ents vom 11. D e- zem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes- verw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]) dem Beschw erdeführer aufzuerlegen sind (A rt. 63 Abs. 1 Vw VG ). (D ispositiv nächste Seite) S eite 13D -6761/2007 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen, sow eit darauf eingetreten w ird. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 600.-- w erden dem Beschw erdeführer auferlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichts- kasse zu überw eisen. 3. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des Beschw erdeführers (eingeschrieben, vorab per Telefax; Beilage: Einzahlungsschein) - die Vorinstanz, EVZ D ._______ (vorab per Telefax; R ef.-N r. N [...]) - den J._______ du canton de K._______ (per Telefax) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: R obert G alliker M artin M aeder Versand: S eite 14