B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-5517/2013 U r t e i l v o m 2 9 . O k t o b e r 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichter Martin Zoller, mit Zustimmung von Richter Robert Galliker; Gerichtsschreiberin Karin Schnidrig. Parteien A._______, geboren (…), Staat unbekannt, alias B._______, geboren (…), alias C._______, geboren (…), alias D._______, geboren (…), Afghanistan, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 26. August 2013 / N _______. D-5517/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass der Beschwerdeführer den Iran eigenen Angaben zufolge zu einem ihm unbekannten Zeitpunkt verlie ss und via E._______, F._______ und G._______ am 26. April 2012 illegal in die Schweiz einreiste, wo er glei- chentags im Empfangs - und Verfahrenszentrum (EVZ) H._______ um Asyl nachsuchte, dass am 4. Mai 2012 die Befragung zur Person stattfand und der B e- schwerdeführer am 28. Juni 2013 gestützt auf Art. 29 Abs. 1 des Asylge- setzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) zu seinen Asylgründen a n- gehört wurde, dass für die Begründung des Asylgesuchs vollumfänglich auf die protokol- lierten Aussagen zu verweisen ist (vgl. Befragungsprotokoll vom 4. Mai 2012, A4; Anhörungsprotokoll vom 28. Juni 2013, A23), dass Zweifel an der vom Beschwerdeführer geltend gemachten Minde r- jährigkeit bestanden, weshalb eine Handknochenanalyse zur Besti m- mung seines Alters durchgeführt wurde, welche ergab, dass er zu jenem Zeitpunkt 19 Jahre alt oder älter war, dass das BFM dem Beschwerdeführer zu dieser Einschätzung und zur Tatsache, dass er als voll jährig betrachtet werde, das rechtliche Gehör gewährte, dass er das BFM mit Schreiben vom 1. Oktober 2012 um Änderung der Personalien ersuchte, dass er diesbezüglich geltend machte, es sei ihm zwar nicht möglich , ei- ne Geburtsurkunde oder andere Dokumente e inzureichen, er ersuche aber dennoch darum, sein Geburtsjahr von 1993 auf 1997 zu mutieren, dass das BFM das Gesuch um Berichtigung der Personendaten mit Ver- fügung vom 8. März 2013 ablehnte, woraufhin die Verfügung unangefoch- ten in Rechtskraft erwuchs, dass das BFM mit Verfügung vom 26. August 2013 – eröffnet am 2. Sep- tember 2013 – feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingse i- genschaft nicht, dessen Asylgesuch vom 26. April 2012 ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Wegweisungs vollzug anordne- te, D-5517/2013 Seite 3 dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, der Beschwer- deführer habe bei der Befragung und anlässlich der Anhörung zwei völlig divergierende Versionen seiner Lebensgeschichte zu Protokoll gegeben, dass er bei der Befragung geltend gemacht habe, er sei als Einjähriger in einem Waisenhaus abgegeben worden und sei mit vierzehn Jahren von dort geflohen (vgl. A4 S. 4/5 ), bei der Anhörung hingegen behauptet h a- be, als er sieben Jahre alt gewesen sei, habe der Heimleiter ihn zu einer Schneiderwerkstatt der Armee gebracht, in der er sich sieben weitere Jahre aufgehalten habe, bevor er mit vierzehn Jahren von dort geflohen sei (vgl. A23 S. 2-4), dass aufgrund der Tatsache, wonach der Beschwerdeführer zwei völlig verschiedene Sachverhalte vorgebracht habe, der Wahrheitsgehalt seiner gesamten Vorbringen stark anzuzweifeln sei, dass diese Zweifel durch weitere Ungereimtheiten in wesentlichen Pun k- ten seiner Vorbringen bestärkt würden, dass er beispielsweise anlässlich der Befragung angegeben h abe, d as Waisenhaus habe sich in I._______ an der alten Strasse von J._______ befunden (vgl. A4 S. 4), bei der Anhörung jedoch behauptet habe, er ken- ne die Strasse, an welcher sich die Anstalt befunden habe, nicht, er sei ja als Kind dort gewesen und habe die Anstalt kaum verlassen (vgl. A23 S. 7), dass er darüber hinaus im Rahmen der Befragung geltend gemacht habe, er kenne den Namen der Strasse, an der sich die Baustelle und damit das Gebäude, in welchem er vor seiner Ausreise gleichzeitig gearbeitet und gelebt habe, nicht (vgl. A4 S. 4), dass er demgegenüber anlässlich der Anhörung erklärt habe, die Baustel- le habe sich an der (…)-Gasse befunden (vgl. A23 S. 5), dass der Bes chwerdeführer die Widersprüche bezeichnenderweise auch auf entsprechenden Vorhalt hin nicht aufzulösen vermocht habe, weshalb nicht geglaubt werden könne, dass er in I._______ in einem Waisenhaus aufgewachsen sei und anschliessend während Jahren in einer militär i- schen Schneiderei habe Zwangsarbeit leisten müssen, dass auch die von ihm behauptete afghanische Herkunft stark bezweifelt werden müsse, D-5517/2013 Seite 4 dass er diesbezüglich behauptet habe, afghanischer Staatsangehöriger zu sein, doch nicht in der Lage gewesen sei, dazu beziehungsweise zu seiner Identität einheitliche, übereinstimmende Angaben zu machen, dass er bei der Befragung erklärt habe, einer der Mitarbeiter des Waise n- hauses habe ihm gesagt, es könne sein, dass er Afghane sei (vgl. A4 S. 3), bei der Anhörung hingegen b ehauptet habe, das Heimpersonal (Heimleiterin/Pflegerinnen) habe ihm g esagt, er sei Afghane (vgl. A23 S. 7), dass er auf die Frage, wie denn das Personal zu diesem Schluss g e- kommen sei, erwidert habe, man habe ihm gesagt, die beiden Personen, welche ihn vor dem Waisenhaus zurückgelassen hätten, hätten in seinem Kleid ein Papier hinterlegt, er wisse aber nicht, ob es sich dabei um eine Taskara gehandelt habe (vgl. A23 S. 7), dass er zud em im EVZ , als er nach der Ethnie gefragt worden sei, ge l- tend gemacht habe, er sei Perser (vgl. A4 S. 3), dass nach dem Gesagten die vom Beschw erdeführer behauptete afgh a- nische Herkunft ebenfalls nicht geglaubt werden könne, dass seine Vorbringen insgesamt auch als realitätsfremd zu werten seien, dass seine n Ausführungen jegliche persönliche Betroffenheit und jegl i- ches subjektive Empfinden fehlte n und sie sich gesamthaft betrachtet in Allgemeinplätzen erschöpften, die in dieser Form ohne Weiteres von j e- der beliebigen Person nacherzählt werden könnten, dass der Beschwerdeführer darüber hinaus auch keineswegs den Ei n- druck eines gebrochenen Menschen vermittle, dem jeglicher Schulb e- such, ja jegliches Recht verwehrt, der sein Leben lang eingesperrt, unte r- drückt und schlecht behandelt worden sei, dass es im Gegenteil – wie anlässlich der Anhörung festzustellen gew e- sen sei – um einen selbstbewussten und r edegewandten jungen Mann handle, dass aufgrund all dieser Ungereimtheiten die ganze vom Beschwerdefüh- rer geschilderte Lebensgeschichte nicht geglaubt werden könne, D-5517/2013 Seite 5 dass die Feststellungen einzig und allein den Schluss zuliessen, er wolle den Schweizerische n Asylbehörden seine Staatsangehörigkeit bezi e- hungsweise seine Identität verheimlichen und habe seine Heimat nicht aus einem der in Art. 3 AsylG statuierten Gründe verlassen, dass es ihm nämlich nicht gelungen sei, die behauptete afghanische Staatsangehörigkeit glaubhaft zu machen, und seine tatsächliche Staat s- angehörigkeit unbekannt sei, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht standhielten, weshalb ihre Asyl- relevanz nicht geprüft werden müsse, dass er demzufolge die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle und das Asy l- gesuch abzulehnen sei, dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 30. September 2013 gegen die Verfügung des BFM vom 26. August 2013 beim Bundesverwaltungs- gericht Beschwerde erhob und beantragte, die Verfügung sei aufzuheben, dass die Flüchtlingseigenschaft anzuerkennen und Asyl zu gewähren sei, dass die Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit und Unmöglichkeit des Wegwei- sungsvollzugs festzustellen seien und die vorläufige Aufnahme anzuor d- nen sei, dass die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren, auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten un d eine amtliche Rechtsvertr e- tung beizuordnen sei, dass eventualiter die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wiederher- zustellen sei, dass die zuständige Behörde vorsorglich anzuweisen sei, die Kontaktau f- nahme mit den Behörden des Heimat - oder Herkunftsstaats sowie jegl i- che Datenweitergabe an dieselben zu unterlassen, dass er eventualiter über eine bereits erfolgte Datenweitergabe in einer separaten Verfügung zu informieren sei, D-5517/2013 Seite 6 dass der Beschwerdeführer als Beilagen die angefochtene Verfügung des BFM, das Befragungsprotokoll vom 4. Mai 2012, das Anhörungsprotokoll vom 28. Juni 201 3, eine Fürsorgeabhängigkeitsbestätigung vom 30. September 2013 und seinen bis am 20. November 2013 gültigen Ausweis für Asylsuchende zu den Akten reichte, dass der zuständige Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 3. Oktober 2013 den Beschwerdeführer unter Hinweis auf die Säumni s- folge aufforderte, eine Beschwerdeverbesserung (Darlegung der Gründe für eine Asylgewährung beziehungsweise gegen einen Wegweisungsvoll- zug) nachzureichen, dass der Beschwerdeführer mit Ein gabe vom 10. Oktober 2 013 fristge- recht eine entsprechende Beschwer deverbesserung ins Recht legte und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und ihm sei Schutz zu gewähren, dass die Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit und Unmöglichkeit des Wegwei- sungsvollzugs sowohl nach Afghanistan als auch in den Iran festzustellen seien und die vorläufige Aufnahme anzuordnen sei, dass die unentgeltli che Prozessführung zu gewähren und auf die Erh e- bung eines Kostenvorschusses zu verzichten sei, dass auf die Beschwerdebegründung – soweit entscheidrelevant – in den Erwägungen eingegangen wird, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfah- rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) d es BFM entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Z iff. 1 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme in casu nicht vorliegt, weshalb das Bunde s- verwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG ric h- tet, sowei t das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), D-5517/2013 Seite 7 dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Besch werde – un- ter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen – einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass der Beschwerde in der angefochtenen Verfügung die aufschiebende Wirkung nicht entzogen wurde, weshalb auf das Eventualbegehren um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung mangels eines Recht s- schutzinteresses nicht einzutreten ist, dass Personendaten von Asylsuchenden, anerkannten Flüchtlingen und Schutzbedürftigen dem Heimat- oder Herkunftsstaat nicht bekannt geg e- ben werden dürfen, wenn dadurch die betroffene Person oder ihre Ang e- hörigen gefährdet würden; über ein Asylgesuch dürfen keine Angaben gemacht werden (Art. 97 Abs. 1 AsylG), dass jedoch d ie für die Organisation der Ausreise zuständige Behörde zwecks Beschaffung der für den Vollzug der Wegweisungsverfügung notwendigen Reisepapiere mit dem Heimat - oder Herkunftsstaat Kontakt aufnehmen kann, wenn in erster Instanz das Vorliegen der Flüchtling sei- genschaft verneint wurde (Art. 97 Abs. 2 AsylG), dass gemäss Art. 4 Abs. 1 der Verordnung vom 11. August 1999 über den Vollzug der Weg- und Ausweisung von ausländischen Personen (VVWA, SR 142.281) das Vorliegen der Flüchtlingseigenschaft als verneint gi lt, wenn das Asylgesuch abgelehnt oder ein Nichteintretensentscheid ve r- fügt wurde, dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 26. August 2013 abgelehnt hat, weshalb formal die Voraussetzungen gemäss Art. 97 Abs. 2 AsylG erfüllt sind, D-5517/2013 Seite 8 dass im Übrigen aufgrund der dem Bundesverwaltungsgericht derzeit vor- liegenden Akten nichts auf eine konkrete Gefährdung des Beschwerde- führers durch eine allfällige Bekanntgabe der in Art. 97 Abs. 3 Bstn. a -c AsylG erwähnten Personendaten gegenüber der zuständigen ausländ i- schen Behörde hindeutet, dass folglich der Antrag, die zuständige Behörde sei vorsorglich anzuwe i- sen, die Kontaktaufnahme mit dem Heimatstaat sowie jegliche Datenwe i- tergabe an denselben zu unterlassen, abzuweisen ist, dass aus den dem G ericht vorliegenden Akten nicht hervorgeht, die Vo r- instanz habe den Beschwerdeführer betreffende Daten an den Heima t- staat weitergegeben, weshalb auf das Eventualbegehren, der Beschwer- deführer sei bei bereits erfolgter Datenweitergabe in einer separaten Ve r- fügung zu informieren, mangels Rechtsschutzinteresses im Rahmen di e- ses Verfahrens nicht einzutreten ist, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem He imatstaat oder im Land, in dem s ie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nati o- nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), dass als ernsthafte Nachteile namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken, gelten (Art. 3 Abs. 2 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft nachge wiesen oder zumindest glaubhaft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), D-5517/2013 Seite 9 dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, dass Vorbringen insbesondere dann unglaubha ft sind, wenn sie in w e- sentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel ab gestützt werden (vgl. auch BVGE 2010/57 E. 2.2 und 2.3), dass der Beschwerdeführer in seiner E ingabe vom 30. September 2013 geltend macht, er sei mit dem Entscheid über sein Schicksal nicht einver- standen, dass er weder nach Afghanistan noch in den Iran gehen könne, dass er niemanden, auch keine Familie habe, dass er ausserdem keinen Anwalt habe finden können und über kein Geld verfüge, dass er in der Beschwerdeverbesserung vom 10. Oktober 2013 im W e- sentlichen den beim BFM dargelegten Sachverhalt wiederholt, dass er darüber hinaus geltend macht, er sei entgegen der Handkn o- chenanalyse noch minderjährig, dass er in Afghanistan und im Iran niemanden habe, dass er noch nie in Afghanistan gewesen sei und nicht wisse, ob er ta t- sächlich ein Afghane sei, dass er keine Kindheit gehabt habe und sich eine bessere Zukunft w ün- sche, dass er in der Schweiz die Schule besuche und sein Bestes geben we r- de, dass das Bundesverwaltungsgericht den vom Beschwerdeführer geschi l- derten Sachvortrag in Übereinstimmung mit dem BFM insgesamt als u n- glaubhaft erachtet, D-5517/2013 Seite 10 dass diesbezüglich zur Ve rmeidung von Wiederholungen vollumfänglich auf die zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung ve r- wiesen werden kann, dass der Beschwerdeführer die Schweizerischen Asylbehör den hinsicht- lich seines Alters getäuscht und ihnen seine Staatsangehörigkeit verheim- licht hat, dass er anlässlich der Befragung zur Person vom 4. Mai 2012 erklärte, er sei am (…) 1997 geboren worden (vgl. A4 S. 3), dass dies im damaligen Zeitpunkt einem Alter von etwas mehr als 15 Jah- ren entsprochen hätte, die am 8. Mai 2012 d urchgeführte Handknochen- analyse jedoch ergab, der Beschwerdeführer sei 19 Jahre alt oder älter, dass gemäss der nach wie vor geltenden Praxis der damaligen Schwei- zerischen Asylrekurskommission ( ARK) zwar eine Knochenaltersanalyse als "anderes Beweismittel" im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG zu genügen vermag, sofern die Abweichung zwischen dem festgestellten Knochenalter und dem behaupteten (chronologischen) Alter drei Jahre übersteigt (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 23 E. 4 S. 186), dies indessen nicht mehr bedeutet als die Feststellung, dass über das wahre Alter g e- täuscht wurde (vgl. EMARK 2004 Nr. 30 E. 6.2. S. 210), dass das BFM in casu zwar keinen Nichteintretensentscheid getroffen hat, die vorgenannte Rechtsprechung dennoch analog herangezogen werden kann, dass vorliegend die Abweichung zwischen dem festgestellten Knochenal- ter und dem vom Beschwerd eführer behaupteten Alter drei Jahre übe r- steigt, weshalb die Knochenaltersanalyse zum Nachweis einer Identitäts- täuschung genügt (vgl. EMARK 2001 Nr. 23 E. 4 S. 186), dass Widersprüche oder tatsachenwidrige Angaben über den Reiseweg negative Rückschlüsse auf die Glaubhaftigkeit einer geltend gemachten Verfolgung zulassen (vgl. EMARK 1998 Nr.17 E. 4b S. 150), dass der Beschwerdeführer die Reise in die Schweiz ohne jegliche Identi- tätspapiere be werkstelligt haben will (vgl. A4 S. 6), was angesichts der strengen Grenzkontrollen in Europa als unglaubhaft zu bewerten ist, D-5517/2013 Seite 11 dass er dem BFM ausserdem keinerlei rechtsgenügliche Ausweisdok u- mente zu den Akten reichte, dass nach dem Gesagten davon auszugehen ist, der Beschwerdeführer habe den Schweizerischen Asylbehörden seine wahre Identität und Her- kunft bewusst verheimlichen wollen und sei aus anderen als den angege- benen Gründen ausgereist, dass es ihm nicht gelingt, die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, dass demnach darauf verzichtet werden kann, auf die einzelnen Ausfü h- rungen in der Beschwerde und der Beschwerdeverbesserung näher ein- zugehen, zumal dies zu keiner anderen Einschätzung führen würde, dass das Bundesamt das Asylgesuch des Beschwerdeführers insgesamt zu Recht abgelehnt hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegw eisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewill i- gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen b e- steht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 m.w.H.), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass grundsätzlich von Amtes wegen zu prüf en ist, ob der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG), diese Untersuchungspflicht jedoch nach Treu und Glauben ihre Grenze an der Mitwirkungspflicht der Asylsuchenden findet (Art. 8 AsylG), welche auch die Substanziierungslast tragen (Art. 7 As ylG), und es deshalb nicht Aufgabe der Asylbehörden sein kann, nach allfälligen Wegweisungshindernissen zu forschen, wenn – wie vorliegend – die asylsuchende Person durch unglaubhafte Vorbringen, Identitätstäu- schung und Nichtabgabe rechtsgenüglicher Identitätspapiere eine ve r- nünftige Prüfung der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs verhindert, D-5517/2013 Seite 12 dass der Beschwerdeführer deshalb die Folgen seiner mangelhaften Mit- wirkung respektive der Verheimlichung seiner wahr en Identität zu tragen hat, indem vermutungsweise davon auszugehen ist, es würden einer Wegweisung in den Heimatstaat keine landes - oder völkerrechtlichen Vollzugshindernisse im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 2-4 AuG entgegenstehen (vgl. EMARK 2005 Nr. 1 E. 3.2.2 S. 4 f.), dass im Übrigen keine weiteren persönlichen Gründe ersichtlich sind, aufgrund derer unter Umständen geschlossen werden könnte, der Be- schwerdeführer gerate im Falle der Rückkehr in eine existenzbedrohende Situation, wes halb der Vollzug der Wegweisung auch diesbezüglich als zumutbar zu bezeichnen ist, dass der Vollzug der Wegw eisung des Beschwerdeführers in den He i- matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der B e- schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG, da- zu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513–515), dass nach dem Gesagten der vo m Bundesamt verfügte Wegweisungs- vollzug insgesamt zu bestätigen is t und eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1-4 AuG), dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvol lständig feststellt oder una n- gemessen ist (Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuwei- sen ist, soweit darauf einzutreten ist, dass mit dem Urteil in der Hauptsache das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos wird, dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege g e- mäss Art. 65 Abs. 1 V wVG unbesehen der durch die Fürsorgeabhängig- keitsbestätigung vom 30. September 2013 ausgewiesenen Bedürftigkeit des Beschwerdeführers abzuweisen ist, da sich die Beschwerde als au s- sichtslos erwiesen hat, dass mangels Erfüllung der Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG das Gesuch um Beiordnung einer amtlichen Rechtsvertretung gemäss Art. 65 Abs. 2 VwVG ebenfalls abzuweisen ist, D-5517/2013 Seite 13 dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600. – (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) D-5517/2013 Seite 14 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Das Gesuch, die zuständige Behörde sei vorsorglich anzuweisen, die Kontaktaufnahme mit dem Heimatstaat sowie jegliche Datenweitergabe an denselben zu unterlassen, wird abgewiesen. 3. Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Recht spflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG werden abgewiesen. 4. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 5. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale Migrationsbehörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Martin Zoller Karin Schnidrig Versand: