<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">«AZA 7» </div> <div class="para">U 325/98 Hm </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Kammer </div> <div class="para">Präsident Lustenberger, Bundesrichter Rüedi und Bundesrichterin Widmer; Gerichtsschreiber Signorell </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 29. Mai 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para">Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Luzern, Beschwerdeführerin, </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">W.________, 1961, Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. S.________, </div> <div class="para">und </div> <div class="para">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, Winterthur </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.- W.________, geb. 1961, zog sich bei einem Verkehrsunfall Verletzungen zu. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) erbrachte Leistungen. Sie verfügte am 2. Dezember 1994 die sofortige Einstellung der Leistungen für Heilkosten und ab 1. Januar 1995 für Taggelder; sodann verneinte sie einen Anspruch auf eine Rente sowie auf eine Integritätsentschädigung, woran sie im Einspracheentscheid vom 15. Februar 1995 festhielt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.- Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich hiess eine dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 16. Oktober 1998 in dem Sinne gut, dass es den Einspracheentscheid aufhob und die Sache an die SUVA zurückwies, damit diese nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen über den Rentenanspruch ab 1. Januar 1995 sowie eine Integritätsentschädigung neu verfüge. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt die SUVA, den vorinstanzlichen Entscheid aufzuheben und den Einspracheentscheid vom 15. Februar 1995 zu bestätigen, eventuell die Sache zur Durchführung einer medizinischen Expertise an die Vorinstanz, subeventuell an die SUVA, zurückzuweisen. </div> <div class="para">W.________ schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich verzichtet auf eine Stellungnahme. Das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) hat sich nicht vernehmen lassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">D.- Der Instruktionsrichter lud als Mitinteressierte die Krankenkasse Sanitas bei, welche mitteilte, W.________ sei mindestens seit der Einführung der obligatorischen Unfallversicherung nicht bei ihr versichert gewesen. Zwei gerichtlichen Aufforderungen, den zuständigen Krankenversicherer bekanntzugeben, leistete W.________ keine Folge. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">E.- W.________ liess den Ausstand des Instruktionsrichters beantragen, was mit Entscheid vom 21. Oktober 1999 abgewiesen wurde. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Die Vorinstanz hat die massgeblichen Gesetzesbestimmungen über die Anspruchsvoraussetzungen für Leistungen der Unfallversicherung, die Rechtsprechung zum Kausalzusammenhang zwischen dem versicherten Unfall und der dabei erlittenen Gesundheitsschädigung sowie die Grundsätze zur Kürzung der Leistungen beim Zusammentreffen verschiedener Schadensursachen zutreffend dargestellt. Darauf wird ebenso verwiesen wie auf die Erwägungen zum Beweiswert von ärztlichen Berichten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Der Beschwerdegegner stand seit Januar 1991 wegen eines zervikoradikulären Syndroms und einer Diskushernie C5/6 in ärztlicher Behandlung, als er am 30. Juli 1991 als Radfahrer mit einem Personenwagen, der ihm den Vortritt verweigerte, kollidierte. Dabei zog er sich eine Kontusion der linken Flanke, der linken Schulter sowie der Halswirbelsäule zu. Die Behandlung der Unfallfolgen zog sich in die Länge. Verschiedene ärztliche Abklärungen und ein Aufenthalt in der Rehabilitationsklinik der SUVA in Bellikon waren erforderlich. Diesbezüglich wird auf die umfassende und zutreffende Darstellung im vorinstanzlichen Entscheid verwiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- a) Mit ausführlicher und in allen Teilen überzeugender Begründung, auf die ebenfalls verwiesen wird, hat die Vorinstanz dargelegt, dass auf Grund der übereinstimmenden ärztlichen Berichte, namentlich der Gutachten von Dr. med. H.________, Spezialarzt FMH für Neurologie, vom 9. Oktober 1992 und 19. November 1993 sowie des Abschlussberichtes von Dr. med. S.________, Kreisarzt, vom 18. Juli 1994 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass der Beschwerdegegner unfallbedingt zu 50 % in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist. Darauf ist abzustellen, denn die Beurteilung von Dr. med. V.________, Spezialarzt FMH für Chirurgie, Abteilung Unfallmedizin der SUVA (Bericht vom 18. November 1994), vermag daran nichts zu ändern. Eine weitere medizinische Expertise ist deshalb nicht notwendig. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Wie die Vorinstanz überdies zutreffend erwog, stellten sowohl Dr. H.________ als auch die Rehabilitationsklinik Bellikon fest, dass eine Anpassung der beruflichen Tätigkeit des Beschwerdegegners an die gesundheitliche Beeinträchtigung notwendig sei. Abklärungen betreffend zumutbare erwerbliche Möglichkeiten fehlen, sind indessen zur Festlegung des Invaliditätsgrades ab dem 1. Januar 1995 erforderlich. Deshalb wurde die Sache in diesem Punkt wie auch hinsichtlich einer allfälligen Integritätsentschädigung zu Recht an die SUVA zurückgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">c) Aus dem Gesagten folgt, dass der vorinstanzliche Entscheid nicht zu beanstanden ist. Bei diesem Verfahrensausgang kann auf eine Beiladung des mitinteressierten Krankenversicherers verzichtet werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para">III. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt hat dem </div> <div class="para">Beschwerdeführer für das Verfahren vor dem Eidgenössi- </div> <div class="para">schen Versicherungsgericht eine Parteientschädigung </div> <div class="para">von Fr. 2500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu </div> <div class="para">bezahlen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversiche- </div> <div class="para">rungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für </div> <div class="para">Sozialversicherung zugestellt. </div> <div class="para">Luzern, 29. Mai 2000 </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der II. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>