Freihandelsabkommen vom 14. November 2011 zwischen den EFTA-Staaten und Montenegro (mit Anhängen) <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/519/20220401/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/519/20220401"/><FRBRdate date="2011-11-14" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2012-09-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2022-04-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.632.315.731"/><FRBRname xml:lang="de" value="Freihandelsabkommen vom 14. November 2011 zwischen den EFTA-Staaten und Montenegro (mit Anhängen) " shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord de libre-échange du 14 novembre 2011 entre les Etats de l'AELE et le Monténégro (avec annexes) " shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo di libero scambio del 14 novembre 2011 tra gli Stati dell'AELS e il Montenegro (con allegati) " shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/519/20220401/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/519/20220401/de"/><FRBRdate date="2011-11-14" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2012-09-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2022-04-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/519/20220401/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/519/20220401/de/xml"/><FRBRdate date="2011-11-14" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2012-09-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2022-04-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.632.315.731 </docNumber></p><p> AS <b>2012</b> 4391; BBl <b>2012</b> 827</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Übersetzung</p><p><docTitle>Freihandelsabkommen <br/>zwischen den EFTA-Staaten und Montenegro<b><sup><authorialNote><p> Die Anhänge zum Abkommen können beim Bundesamt für Bauten und Logistik, Bundespublikationen, 3003 Bern bezogen werden und sind auf der Internet-Seite des EFTA Sekretariates verfügbar: www.efta.int/free-trade/free-trade-agreements.aspx.</p></authorialNote></sup></b></docTitle></p><p>Abgeschlossen in Genf am 14. November 2011</p><p>Von der Bundesversammlung genehmigt am 7. März 2012<authorialNote><p> Art. 1 Abs. 1 Bst. a des BB vom 7. März 2012 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2012/518" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2012</b> 4389</ref>)</p></authorialNote></p><p>Schweizerische Ratifikationsurkunde hinterlegt am 22. März 2012</p><p>In Kraft getreten für die Schweiz am. 1. September 2012</p><p> (Stand am 1. April 2022)</p></preface><preamble><p>Präambel</p><p>Island, das Fürstentum Liechtenstein, das Königreich Norwegen,<br/>und die Schweizerische Eidgenossenschaft</p><p>(nachfolgend als die «EFTA-Staaten» bezeichnet),</p><p>einerseits,</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">und</p><p>Montenegro,</p><p>andererseits,</p><p>nachfolgend einzeln als eine «Vertragspartei» und gemeinsam als die «Vertragsparteien» bezeichnet:</p><p>in Anerkennung des gemeinsamen Wunsches, die Bande zwischen den EFTA-Staaten einerseits und Montenegro andererseits durch die Errichtung enger und dauerhafter Beziehungen zu festigen;</p><p>eingedenk ihrer Absicht, sich am Prozess der wirtschaftlichen Integration innerhalb der Region Euro-Mittelmeer aktiv zu beteiligen, und ihre Bereitschaft ausdrückend, bei der Suche nach Mitteln und Wegen zur Festigung dieses Prozesses zusammenzuarbeiten;</p><p>in Bekräftigung ihres Bekenntnisses zur Demokratie, zum Rechtsstaat, zu den Menschenrechten und Grundfreiheiten im Einklang mit ihren völkerrechtlichen Verpflichtungen, einschliesslich der Charta der Vereinten Nationen<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/160" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.120</b></ref></p></authorialNote> und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte;</p><p>mit dem Wunsch, günstige Voraussetzungen für die Entwicklung und Diversifizierung des gegenseitigen Handels zu schaffen und die handels- und wirtschaftspolitische Zusammenarbeit in Bereichen von gemeinsamem Interesse auf der Grundlage der Gleichberechtigung, des beiderseitigen Nutzens, der Nichtdiskriminierung und des Völkerrechts zu fördern;</p><p>entschlossen, auf ihren jeweiligen Rechten und Pflichten aus dem Abkommen von Marrakesch zur Errichtung der Welthandelsorganisation<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20</b></ref></p></authorialNote> (nachfolgend als «WTO-Abkommen» bezeichnet) und den anderen darunter fallenden Abkommen aufbauend das multilaterale Handelssystem zu fördern und zu stärken und damit zur harmonischen Entwicklung und Ausweitung des Welthandels beizutragen;</p><p>in Bekräftigung ihres Bekenntnisses, das Ziel der nachhaltigen Entwicklung zu verfolgen, und in Anerkennung, dass diesbezüglich die Handels-, Umwelt- und Arbeitspolitiken voneinander abhängig sind und sich gegenseitig unterstützen;</p><p>eingedenk ihrer Rechte und Pflichten aus den multilateralen Umweltübereinkommen, denen sie angehören, und der Einhaltung der grundlegenden Prinzipien und Rechte bei der Arbeit, einschliesslich der Grundsätze der massgeblichen Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation<authorialNote><p> SR <b>0.82</b></p></authorialNote> (nachfolgend als «IAO» bezeichnet), denen sie angehören;</p><p>mit dem Ziel, einhergehend mit hohem Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltschutz neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen und die Lebensverhältnisse zu verbessern;</p><p>entschlossen, dieses Abkommen in Übereinstimmung mit dem Ziel zu verwirklichen, die Umwelt durch vernünftige Umweltbewirtschaftung zu erhalten und zu schützen und eine optimale Nutzung der natürlichen Ressourcen der Welt in Übereinstimmung mit dem Ziel der nachhaltigen Entwicklung zu fördern;</p><p>in Bekräftigung ihres Bekenntnisses zur Verhinderung und Bekämpfung von Korruption im internationalen Handel und zur Förderung der Grundsätze von Transparenz und guter Regierungsführung;</p><p>in Anerkennung der Bedeutung von guter Unternehmensführung und verantwortungsvollem Unternehmensverhalten für die nachhaltige Entwicklung und in Bekräftigung ihres Zieles, Unternehmen zur Berücksichtigung von entsprechenden international anerkannten Richtlinien und Grundsätzen wie den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen, den OECD-Grundsätzen der Corporate Governance und den Grundsätzen des Global Compact der Vereinten Nationen zu ermutigen;</p><p>ihre Bereitschaft bekundend, die Möglichkeiten zur Entwicklung und Vertiefung ihrer Wirtschaftsbeziehungen zu prüfen, um sie auf Bereiche auszudehnen, die nicht unter dieses Abkommen fallen;</p><p>überzeugt, dass dieses Abkommen die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Unternehmen auf den Weltmärkten verbessern und Bedingungen schaffen wird, die für die Wirtschafts-, Handels- und Investitionsbeziehungen zwischen ihnen förderlich sind;</p><p>haben zur Erreichung dieser Ziele folgendes Freihandelsabkommen <br/>(nachfolgend als «dieses Abkommen» bezeichnet) abgeschlossen:</p></preamble><body><chapter eId="chap_1"><num>1. Kapitel: </num><heading>Allgemeine Bestimmungen</heading><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><heading>Ziele</heading><paragraph eId="art_1/para_1"><num>1.</num><content><p>Die EFTA-Staaten und Montenegro errichten mit diesem Abkommen und den Zusatzabkommen über die Landwirtschaft, die gleichzeitig zwischen jedem einzelnen EFTA-Staat und Montenegro abgeschlossen wurden, eine Freihandelszone, um den Wohlstand und die nachhaltige Entwicklung in ihren Hoheitsgebieten zu fördern.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_1/para_2/listintro">Die Ziele dieses Abkommens, das auf den Handelsbeziehungen zwischen marktwirtschaftlich orientierten Ländern und dem Respekt der demokratischen Grundsätze und der Menschenrechte beruht, sind:</listIntroduction><item eId="art_1/para_2/lbl_a"><num>(a) </num><p>den Warenverkehr im Einklang mit Artikel XXIV des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens 1994<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20</b></ref>, Anhang 1A.1</p></authorialNote> (nachfolgend als «GATT 1994» bezeichnet) zu liberalisieren;</p></item><item eId="art_1/para_2/lbl_b"><num>(b) </num><p>die gegenseitige Ausweitung von Investitionsmöglichkeiten zwischen den Vertragsparteien und die schrittweise Schaffung eines für die Zunahme des Dienstleistungshandels förderlichen Rahmens;</p></item><item eId="art_1/para_2/lbl_c"><num>(c) </num><p>für gerechte Wettbewerbsbedingungen im Handel zwischen den Vertragsparteien zu sorgen und einen angemessenen und wirksamen Schutz der Rechte an geistigem Eigentum sicherzustellen;</p></item><item eId="art_1/para_2/lbl_d"><num>(d) </num><p>die schrittweise Erreichung einer weiteren Liberalisierung der öffentlichen Beschaffungsmärkte der Vertragsparteien auf der Grundlage der Gegenseitigkeit;</p></item><item eId="art_1/para_2/lbl_e"><num>(e) </num><p>die Entwicklung des internationalen Handels auf eine Weise, die zum Ziel der nachhaltigen Entwicklung beiträgt und sicherstellt, dass dieses Ziel in der Handelsbeziehung der Vertragsparteien eingeschlossen ist und in ihr Ausdruck findet; und</p></item><item eId="art_1/para_2/lbl_f"><num>(f) </num><p>auf diese Weise einen Beitrag zur harmonischen Entwicklung und Ausweitung des Welthandels zu leisten.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><heading>Diesem Abkommen unterliegende Handelsbeziehungen</heading><paragraph eId="art_2/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Abkommen gilt für Handelsbeziehungen zwischen den einzelnen EFTA-Staaten einerseits und Montenegro andererseits, nicht jedoch für die Handelsbeziehungen zwischen einzelnen EFTA-Staaten, sofern in diesem Abkommen nichts anderes vorgesehen ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_2"><num>2.</num><content><p>Gestützt auf die mit dem Zollvertrag vom 29. März 1923<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/39/551_565_576" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.631.112.514</b></ref></p></authorialNote> zwischen der Schweiz und Liechtenstein errichtete Zollunion vertritt die Schweiz Liechtenstein in den darunter fallenden Angelegenheiten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><heading>Verhältnis zu anderen internationalen Abkommen</heading><paragraph eId="art_3/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Vertragsparteien bekräftigen ihre Rechte und Pflichten, die sich aus dem WTO-Abkommen, den anderen im WTO-Rahmen ausgehandelten Abkommen, bei denen sie Vertragspartei sind, und aus irgendeinem anderen internationalen Übereinkommen, bei dem sie Vertragspartei sind, ergeben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Bestimmungen dieses Abkommens lassen die Auslegung oder Anwendung von Rechten und Pflichten aus irgendeinem anderen internationalen Investitionsabkommen, bei dem einer oder mehrere EFTA-Staaten und Montenegro Vertragsparteien sind, unberührt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_3"><num>3.</num><content><p>Ist eine Vertragspartei der Ansicht, die Beibehaltung oder Schaffung von Zollunionen, Freihandelszonen, Grenzverkehrsregelungen oder anderen präferenziellen Abkommen durch eine andere Vertragspartei bewirke eine Änderung des in diesem Abkommen vorgesehenen Handelsregimes, so kann sie um Konsultationen mit dieser Vertragspartei ersuchen. Diese räumt der ersuchenden Vertragspartei angemessene Gelegenheit für Konsultationen ein.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><heading>Territorialer Anwendungsbereich</heading><paragraph eId="art_4/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_4/para_1/listintro">Sofern nicht in Anhang VIII abweichend bestimmt, findet dieses Abkommen Anwendung:</listIntroduction><item eId="art_4/para_1/lbl_a"><num>(a) </num><p>auf das Festland, Binnengewässer und die Hoheitsgewässer einer Vertragspartei sowie auf den Luftraum über ihrem Hoheitsgebiet in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht; und </p></item><item eId="art_4/para_1/lbl_b"><num>(b) </num><p>ausserhalb der Hoheitsgewässer auf Massnahmen, die von einer Vertragspartei in Ausübung ihrer Souveränitätsrechte oder ihrer Gerichtsbarkeit gemäss Völkerrecht getroffen werden.<authorialNote><p> Fassung gemäss Prot. vom 14. Juli 2021, von der BVers genehmigt am 18. März 2021 und in Kraft für die Schweiz seit 1. April 2022 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2022/250" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2022</b> 250</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2021/644" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2021</b> 644 </ref>Art. 1 Abs. 2  Bst. b Ziff. 11; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/2021/344" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">BBl <b>2021</b> 344</ref>).</p></authorialNote></p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>2.</num><content><p>Dieses Abkommen gilt mit Ausnahme des Warenverkehrs nicht für das norwegische Hoheitsgebiet von Svalbard.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b><span/>Art. <span/></b><b>5</b><span/></num><heading>Zentrale, regionale und lokale Regierungen</heading><paragraph eId="art_5/para"><content><p>Jede Vertragspartei stellt in ihrem Hoheitsgebiet sicher, dass sämtliche Pflichten und Verpflichtungen, die sich aus diesem Abkommen ergeben, durch die zentralen, regionalen und lokalen Regierungen und Behörden sowie durch nichtstaatliche Stellen, die in Ausübung der ihnen von zentralen, regionalen oder lokalen Regierungen oder Behörden übertragenen Befugnisse handeln, eingehalten werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b><span/>Art. <span/></b><b>6</b><span/></num><heading>Transparenz</heading><paragraph eId="art_6/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei veröffentlicht oder macht anderweitig ihre Gesetze, Vorschriften, Gerichts- und Verwaltungsentscheide von allgemeiner Tragweite sowie ihre internationalen Abkommen, welche die Durchführung dieses Abkommens berühren können, öffentlich zugänglich.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_2"><num>2.</num><content><p>Eine Vertragspartei antwortet unverzüglich auf spezifische Fragen und stellt einer anderen Vertragspartei auf Ersuchen Informationen zu Angelegenheiten nach Absatz 1 zur Verfügung. Die Vertragsparteien sind nicht verpflichtet, vertrauliche Informationen offenzulegen.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_2"><num>2. Kapitel: </num><heading>Warenverkehr</heading><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><heading>Geltungsbereich</heading><paragraph eId="art_7/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_7/para_1/listintro">Dieses Kapitel gilt für die folgenden Waren:</listIntroduction><item eId="art_7/para_1/lbl_a"><num>(a) </num><p>Erzeugnisse, die unter die Kapitel 25−97 des Harmonisierten Systems zur Bezeichnung und Codierung der Waren<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1987/2686_2686_2686" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.11</b></ref></p></authorialNote> (HS) fallen, unter Vorbehalt von Anhang I;</p></item><item eId="art_7/para_1/lbl_b"><num>(b) </num><p>verarbeitete Landwirtschaftsprodukte nach Anhang II unter gebührender Berücksichtigung der in diesem Anhang vorgesehenen Bestimmungen; und</p></item><item eId="art_7/para_1/lbl_c"><num>(c) </num><p>Fisch und andere Meeresprodukte nach Anhang III.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_2"><num>2.</num><content><p>Jeder EFTA-Staat und Montenegro haben bilateral ein Abkommen über den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen geschlossen. Diese Abkommen bilden Bestandteil der Instrumente zur Errichtung einer Freihandelszone zwischen den EFTA-Staaten und Montenegro.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b><authorialNote><p> Fassung gemäss Prot. vom 14. Juli 2021, von der BVers genehmigt am 18. März 2021 und in Kraft für die Schweiz seit 1. April 2022 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2022/250" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2022</b> 250</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2021/644" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2021</b> 644 </ref>Art. 1 Abs. 2  Bst. b Ziff. 11).</p></authorialNote></num><heading>Ursprungsregeln und administrative Zusammenarbeit</heading><paragraph eId="art_8/para"><content><p>Die Bestimmungen zu den Ursprungsregeln und den Methoden der administrativen Zusammenarbeit sind in Anhang VIII aufgeführt</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><heading>Zölle</heading><paragraph eId="art_9/para_1"><num>1.</num><content><p>Mit Inkrafttreten dieses Abkommens beseitigen die Vertragsparteien auf Ein- und Ausfuhren von Erzeugnissen mit Ursprung in einem EFTA-Staat oder in Montenegro, die von Artikel 7 Absatz 1 Buchstabe a erfasst werden, jegliche Zölle und Abgaben gleicher Wirkung. Es werden keine neuen Zölle eingeführt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_2"><num>2.</num><content><p>Als Zoll und Abgabe gleicher Wirkung gilt jede Abgabe oder Gebühr jeglicher Art, einschliesslich jeglicher Art von Zusatzbesteuerung oder Zusatzgebühr, die im Zusammenhang mit der Ein- oder Ausfuhr einer Ware erhoben wird, nicht jedoch eine Abgabe, die im Einklang mit den Artikeln III und VIII GATT 1994<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20</b></ref>, Anhang 1A.1</p></authorialNote> erhoben wird.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><heading>Mengenmässige Beschränkungen</heading><paragraph eId="art_10/para"><content><p>Die Rechte und Pflichten der Vertragsparteien in Bezug auf mengenmässige Beschränkungen richten sich nach Artikel XI GATT 1994<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20</b></ref>, Anhang 1A.1</p></authorialNote>, der hiermit <i>mutatis mutandis</i> zum Bestandteil dieses Abkommens erklärt wird.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><heading>Interne Steuern und Regelungen</heading><paragraph eId="art_11/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Vertragsparteien verpflichten sich, alle internen Steuern und anderen Gebühren und Regelungen in Übereinstimmung mit Artikel III GATT 1994<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20</b></ref>, Anhang 1A.1</p></authorialNote> sowie anderen massgebenden WTO-Abkommen anzuwenden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_2"><num>2.</num><content><p>Exporteuren darf keine Rückerstattung von inländischen Steuern gewährt werden, die über den Betrag der indirekten Steuern hinausgeht, der auf den für die Ausfuhr in das Hoheitsgebiet einer Vertragspartei bestimmten Waren erhoben wird.</p></content></paragraph></article><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><heading>Gesundheitspolizeiliche und pflanzenschutzrechtliche Massnahmen</heading><paragraph eId="art_12/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Rechte und Pflichten der Vertragsparteien in Bezug auf gesundheitspolizeiliche und pflanzenschutzrechtliche Massnahmen richten sich nach dem WTO-Übereinkommen über die Anwendung gesundheitspolizeilicher und pflanzenschutzrechtlicher Massnahmen<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20</b></ref>, Anhang 1A.4</p></authorialNote>.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Vertragsparteien tauschen Namen und Adressen von Kontaktstellen mit gesundheitspolizeilichen und pflanzenschutzrechtlichen Fachkenntnissen aus, um die Kommunikation und den Informationsaustausch zu erleichtern.</p></content></paragraph></article><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><heading>Technische Vorschriften</heading><paragraph eId="art_13/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Rechte und Pflichten der Vertragsparteien in Bezug auf die technischen Vorschriften, die Normen und die Konformitätsbewertung richten sich nach dem WTO-Übereinkommen über technische Handelshemmnisse<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20</b></ref>, Anhang 1A.6</p></authorialNote>.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Vertragsparteien verstärken ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet der technischen Vorschriften, der Normen und der Konformitätsbewertung, um das gegenseitige Verständnis ihrer jeweiligen Systeme zu verbessern und den Zugang zu ihren jeweiligen Märkten zu erleichtern.</p></content></paragraph></article><article eId="art_14"><num><b><span/>Art. <span/></b><b>14</b><span/></num><heading>Handelserleichterung</heading><paragraph eId="art_14/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_14/para/listintro">Zur Erleichterung des Handels zwischen den EFTA-Staaten und Montenegro und in Übereinstimmung mit den Bestimmungen nach Anhang IV:</listIntroduction><item eId="art_14/para/lbl_a"><num>(a) </num><p>vereinfachen die Vertragsparteien so weit wie möglich die Verfahren für den Warenverkehr und die damit verbundenen Dienstleistungen;</p></item><item eId="art_14/para/lbl_b"><num>(b) </num><p>fördern die Vertragsparteien die Zusammenarbeit untereinander, um ihre Teilnahme an der Entwicklung und Umsetzung von internationalen Konventionen und Empfehlungen zur Handelserleichterung zu verstärken; und </p></item><item eId="art_14/para/lbl_c"><num>(c) </num><p>arbeiten die Vertragsparteien innerhalb des Gemischten Ausschusses im Bereich der Handelserleichterung zusammen.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_15"><num><b><span/>Art. <span/></b><b>15</b><span/></num><heading>Unterausschuss über Ursprungsregeln, Zollverfahren <br/>und Handelserleichterung</heading><paragraph eId="art_15/para_1"><num>1.</num><content><p>Mit Verweis auf die Artikel 8 und 14 wird hiermit ein Unterausschuss des Gemischten Ausschuss über Ursprungsregeln, Zollverfahren und Handelserleichterung (nachfolgend als der «Unterausschuss» bezeichnet) eingesetzt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Aufgaben des Unterausschusses sind in Anhang V aufgeführt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_16"><num><b><span/>Art. <span/></b><b>16</b><span/></num><heading>Staatliche Handelsunternehmen</heading><paragraph eId="art_16/para"><content><p>Die Rechte und Pflichten der Vertragsparteien in Bezug auf staatliche Handelsunternehmen richten sich nach Artikel XVII GATT 1994<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20</b></ref>, Anhang 1A.1</p></authorialNote> und nach der Vereinbarung zur Auslegung des Artikels XVII des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens 1994<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20</b></ref>, Anhang 1A.1.b</p></authorialNote>, die hiermit <i>mutatis mutandis</i> zu Bestandteilen dieses Abkommens erklärt werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_17"><num><b>Art. 17</b></num><heading>Wettbewerbsregeln betreffend Unternehmen</heading><paragraph eId="art_17/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_17/para_1/listintro">Soweit sie geeignet sind, den Handel zwischen einem EFTA-Staat und Montenegro zu beeinträchtigen, sind mit dem guten Funktionieren dieses Abkommens unvereinbar:</listIntroduction><item eId="art_17/para_1/lbl_a"><num>(a) </num><p>alle Vereinbarungen zwischen Unternehmen, Beschlüsse von Unternehmensvereinigungen und abgesprochenen Verhaltensweisen zwischen Unternehmen, die eine Verhinderung, Einschränkung oder Verfälschung des Wettbewerbs bezwecken oder bewirken; und</p></item><item eId="art_17/para_1/lbl_b"><num>(b) </num><p>der Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung im gesamten Hoheitsgebiet einer Vertragspartei oder in einem wesentlichen Teil davon durch ein oder mehrere Unternehmen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_17/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Bestimmungen von Absatz 1 gelten für die Tätigkeiten von öffentlichen Unternehmen und für Unternehmen mit besonderen oder ausschliesslichen Rechten, sofern die Anwendung dieser Bestimmung die Erfüllung der öffentlichen Aufgaben, die den Unternehmen zugewiesen wurden, weder <i>de jure</i> noch <i>de facto</i> vereiteln.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_17/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Bestimmungen der Absätze 1 und 2 sind nicht so auszulegen, als entstünden den Unternehmen daraus unmittelbare Verpflichtungen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_17/para_4"><num>4.</num><content><p>Ist eine Vertragspartei der Auffassung, dass eine Verhaltensweise mit den Bestimmungen der Absätze 1 und 2 unvereinbar ist, kann es um Konsultationen im Gemischten Ausschuss ersuchen. Die betroffenen Vertragsparteien unterstützen den Gemischten Ausschuss mit allen Mitteln, die für die Untersuchung des Falles notwendig sind, und unterbinden gegebenenfalls die beanstandete Verhaltensweise. Hat die betreffende Vertragspartei innerhalb des vom Gemischten Ausschuss festgesetzten Zeitraums die beanstandete Verhaltensweise nicht unterbunden oder ist der Gemischte Ausschuss nicht in der Lage, nach Abschluss der Konsultationen oder 30 Tage, nachdem um solche Konsultationen nachgesucht wurde, zu einer Einigung zu gelangen, so kann die andere Vertragspartei geeignete Massnahmen treffen, um den sich aus der beanstandeten Verhaltensweise ergebenden Schwierigkeiten abzuhelfen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_18"><num><b><span/><span/>Art. 18<span/><span/></b><span/><span/></num><heading>Subventionen und Ausgleichsmassnahmen</heading><paragraph eId="art_18/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Rechte und Pflichten der Vertragsparteien in Bezug auf Subventionen und Ausgleichsmassnahmen richten sich vorbehältlich Absatz 2 nach den Artikeln VI und XVI GATT 1994<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20</b></ref>, Anhang 1A.1</p></authorialNote> und nach dem WTO-Übereinkommen über Subventionen und Ausgleichsmassnahmen<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20</b></ref>, Anhang 1A.13</p></authorialNote>.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_2"><num>2.</num><content><p>Bevor, je nach Fall, ein EFTA-Staat oder Montenegro nach Artikel 11 des WTO-Übereinkommens über Subventionen und Ausgleichsmassnahmen eine Untersuchung einleitet, um das Vorliegen, die Höhe und die Auswirkungen einer vermuteten Subvention in einem EFTA-Staat oder in Montenegro festzustellen, benachrichtigt die Vertragspartei, die eine Untersuchung einleiten will, schriftlich diejenige Vertragspartei, deren Waren untersucht werden sollen, und gewährt ihr eine Frist von 45 Tagen, um eine beiderseits annehmbare Lösung zu finden. Die Konsultationen finden im Rahmen des Gemischten Ausschusses statt, falls eine Vertragspartei dies innert 20 Tagen nach Empfang der Notifikation verlangt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_19"><num><b>Art. 19</b></num><heading>Antidumping</heading><paragraph eId="art_19/para"><content><p>Eine Vertragspartei darf bezüglich Waren mit Ursprung in einer anderen Vertragspartei keine Antidumpingmassnahmen anwenden, wie sie in Artikel VI GATT 1994<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20</b></ref>, Anhang 1A.1</p></authorialNote> und im WTO-Übereinkommen zur Durchführung des Artikels VI GATT 1994<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20</b></ref>, Anhang 1A.8</p></authorialNote> vorgesehen sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_20"><num><b>Art. 20</b></num><heading>Allgemeine Schutzmassnahmen</heading><paragraph eId="art_20/para"><content><p>Die Rechte und Pflichten der Vertragsparteien in Bezug auf allgemeine Schutzmassnahmen richten sich nach Artikel XIX GATT 1994<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20</b></ref>, Anhang 1A.1</p></authorialNote> und nach dem WTO-Übereinkommen über Schutzmassnahmen<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20</b></ref>, Anhang 1A.14</p></authorialNote>. Ergreift eine Vertragspartei allgemeine Schutzmassnahmen, so erstreckt sie diese nicht auf Einfuhren von Ursprungserzeugnissen aus einer oder mehreren Vertragsparteien, falls solche Einfuhren nicht allein für sich selber einen ernsthaften Schaden verursachen oder zu verursachen drohen. Die Vertragspartei, die die Massnahme ergreift, weist nach, dass ein solcher Ausschluss im Einklang mit der WTO-Rechtsprechung steht.</p></content></paragraph></article><article eId="art_21"><num><b>Art. 21</b></num><heading>Bilaterale Schutzmassnahmen</heading><paragraph eId="art_21/para_1"><num>1.</num><content><p>Wird ein Erzeugnis mit Ursprung in einer Vertragspartei infolge der in diesem Abkommen vereinbarten Senkung oder Aufhebung von Zöllen absolut oder im Verhältnis zur inländischen Produktion in derart erhöhten Mengen und unter derartigen Bedingungen in das Hoheitsgebiet einer anderen Vertragspartei eingeführt, dass dies eine erhebliche Ursache dafür ist, dass dem inländischen Wirtschaftszweig, der gleichartige oder unmittelbar konkurrierende Waren in der einführenden Vertragspartei herstellt, ernsthafter Schaden zugefügt wird oder zugefügt zu werden droht, so kann die einführende Vertragspartei zur Verhütung oder Behebung des Schadens gemäss den Bestimmungen der Absätze 2−10 die minimal erforderlichen bilateralen Schutzmassnahmen ergreifen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_2"><num>2.</num><content><p>Bilaterale Schutzmassnahmen dürfen nur ergriffen werden, wenn nach einer entsprechend den Verfahren des WTO-Übereinkommens über Schutzmassnahmen<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20</b></ref>, Anhang 1A.14</p></authorialNote> durchgeführten Untersuchung eindeutige Beweise vorliegen, dass die erhöhten Einfuhren ernsthaften Schaden verursacht haben oder zu verursachen drohen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Vertragspartei, die beabsichtigt, eine Schutzmassnahme nach diesem Artikel zu ergreifen, setzt unverzüglich und in jedem Fall vor Ergreifung der Massnahme die anderen Vertragsparteien darüber in Kenntnis. Die Notifikation enthält alle sachdienlichen Informationen einschliesslich des Nachweises des ernsthaften Schadens oder einer entsprechenden Gefahr aufgrund der erhöhten Einfuhren, einer genauen Beschreibung des fraglichen Erzeugnisses, der vorgeschlagenen Massnahme, der erwarteten Geltungsdauer sowie des vorgeschlagenen Zeitplans für die schrittweise Aufhebung der Massnahme.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_4"><num>4.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_21/para_4/listintro">Sind die Bedingungen von Absatz 1 erfüllt, so kann die einführende Vertragspartei den Zollansatz für das Erzeugnis erhöhen, wobei die Zollbelastung nicht höher sein darf als:</listIntroduction><item eId="art_21/para_4/lbl_a"><num>(a) </num><p>der angewendete Meistbegünstigungsansatz zum Zeitpunkt der Ergreifung der Massnahme; und</p></item><item eId="art_21/para_4/lbl_b"><num>(b) </num><p>der am Tag unmittelbar vor Inkrafttreten dieses Abkommens angewendete Meistbegünstigungsansatz.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_5"><num>5.</num><content><p>Bilaterale Schutzmassnahmen werden für nicht mehr als ein Jahr ergriffen. Unter ganz ausserordentlichen Umständen können, nach Prüfung durch den Gemischten Ausschuss, Massnahmen bis zu einer Gesamtdauer von drei Jahren ergriffen werden. Keine bilaterale Schutzmassnahme kann auf die Einfuhr eines Erzeugnisses angewendet werden, das bereits zuvor Gegenstand einer solchen Massnahme war.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_6"><num>6.</num><content><p>Der Gemischte Ausschuss prüft innerhalb von 30 Tagen nach dem Zeitpunkt der Notifikation nach Absatz 3 die vorgelegten Informationen, um eine gegenseitig annehmbare Lösung in der Angelegenheit zu erleichtern. Bei Ausbleiben einer solchen Lösung kann die einführende Vertragspartei zur Behebung des Problems eine Massnahme nach Absatz 4 ergreifen. Die bilaterale Schutzmassnahme wird unverzüglich den anderen Vertragsparteien notifiziert und ist im Gemischten Ausschuss Gegenstand regelmässiger Konsultationen, um insbesondere einen Zeitplan zu erstellen, nach dem die Massnahme aufgehoben wird, sobald die Umstände es erlauben. Bei der Wahl der bilateralen Schutzmassnahme ist der Massnahme Vorrang einzuräumen, die das gute Funktionieren dieses Abkommens am wenigsten beeinträchtigt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_7"><num>7.</num><content><p>Bei Beendigung der bilateralen Schutzmassnahme beträgt der Zollansatz die Höhe, die ohne die Massnahme gegolten hätte.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_8"><num>8.</num><content><p>Liegen kritische Umstände vor, unter denen ein Aufschub einen schwer wiedergutzumachenden Schaden verursachen würde, kann eine Vertragspartei eine vorläufige bilaterale Schutzmassnahme ergreifen, nachdem zuvor festgestellt wurde, dass eindeutige Beweise dafür vorliegen, dass der Anstieg der Einfuhren der inländischen Wirtschaft einen ernsthaften Schaden zufügt oder zuzufügen droht. Die Vertragspartei, welche beabsichtigt, eine solche Massnahme zu ergreifen, notifiziert umgehend die anderen Vertragsparteien schriftlich hiervon. Innert 30 Tagen nach dem Zeitpunkt der Notifikation werden die Verfahren nach den Absätzen 2−6 eingeleitet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_9"><num>9.</num><content><p>Jede vorläufige bilaterale Massnahme endet spätestens innert 200 Tagen. Die Geltungsdauer einer solchen vorläufigen bilateralen Schutzmassnahme wird zur Geltungsdauer nach Absatz 5 und deren Verlängerungen hinzugerechnet. Jede Zollerhöhung ist unverzüglich zurückzuerstatten, falls die Untersuchung nach Absatz 2 nicht den Beweis erbringt, dass die Bedingungen von Absatz 1 erfüllt sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_10"><num>10.</num><content><p>Fünf Jahre nach Inkrafttreten dieses Abkommens überprüfen die Vertragsparteien im Gemischten Ausschuss, ob die Beibehaltung der Möglichkeit, zwischen ihnen bilaterale Schutzmassnahmen zu ergreifen, erforderlich ist. Beschliessen die Vertragsparteien nach der ersten Überprüfung die Beibehaltung dieser Möglichkeit, unterziehen sie danach alle zwei Jahre diese Frage im Gemischten Ausschuss einer Überprüfung.</p></content></paragraph></article><article eId="art_22"><num><b>Art. 22</b></num><heading>Ausnahmen</heading><paragraph eId="art_22/para"><content><p>Die Rechte und Pflichten der Vertragsparteien nach diesem Kapitel richten sich bezüglich der allgemeinen und der die Sicherheit betreffenden Ausnahmen nach den Artikeln XX und XXI GATT 1994<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20</b></ref>, Anhang 1A.1</p></authorialNote>, die hiermit <i>mutatis muta</i><i>n</i><i>dis</i> zu Bestandteilen dieses Abkommens erklärt werden.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_3"><num>3. Kapitel: </num><heading>Schutz des geistigen Eigentums</heading><article eId="art_23"><num><b><span/>Art. <span/></b><b>23</b><span/></num><heading>Schutz des geistigen Eigentums</heading><paragraph eId="art_23/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Vertragsparteien gewähren und gewährleisten einen angemessenen, wirksamen und nichtdiskriminierenden Schutz der Rechte an geistigem Eigentum und treffen in Übereinstimmung mit den Bestimmungen dieses Artikels, mit Anhang VI und den darin genannten internationalen Abkommen Massnahmen zur Durchsetzung dieser Rechte gegen deren Verletzung, Fälschung und Piraterie.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Vertragsparteien gewähren den Staatsangehörigen der anderen Vertragsparteien eine Behandlung, die nicht ungünstiger ist als diejenige, die sie ihren eigenen Staatsangehörigen gewähren. Ausnahmen von dieser Verpflichtung müssen in Übereinstimmung mit den materiellen Bestimmungen der Artikel 3 und 5 des WTO-Abkommens vom 15. April 1994<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20</b></ref>, Anhang 1C</p></authorialNote> über handelsbezogene Aspekte der Rechte an geistigem Eigentum (nachfolgend als «TRIPS-Abkommen» bezeichnet) stehen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Vertragsparteien gewähren den Staatsangehörigen der anderen Vertragsparteien eine Behandlung, die nicht ungünstiger ist als diejenige, die sie den Staatsangehörigen eines jeden anderen Staates gewähren. Ausnahmen von dieser Verpflichtung müssen in Übereinstimmung mit den materiellen Bestimmungen des TRIPS-Abkommens, insbesondere mit dessen Artikeln 4 und 5, stehen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_4"><num>4.</num><content><p>Die Vertragsparteien vereinbaren, auf Ersuchen einer Vertragspartei an den Gemischten Ausschuss diesen Artikel und Anhang VI zu überprüfen, um das Schutzniveau weiter zu verbessern und um Handelsverzerrungen, die sich aus dem gegenwärtigen Umfang des Schutzes der Rechte an geistigem Eigentum ergeben, zu vermeiden oder zu beseitigen.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_4"><num>4. Kapitel:</num><heading>Investitionen, Dienstleistungen und öffentliches Beschaffungswesen</heading><article eId="art_24"><num><b><span/>Art. <span/></b><b>24</b><span/></num><heading>Investitionen</heading><paragraph eId="art_24/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Vertragsparteien sind bestrebt, für Investoren der anderen Vertragsparteien, die in ihrem Hoheitsgebiet Investitionen tätigen oder zu tätigen suchen, für beständige, gerechte und transparente Investitionsbedingungen zu sorgen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_24/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Vertragsparteien lassen Investitionen von Investoren der anderen Vertragsparteien in Übereinstimmung mit ihren Gesetzen und Vorschriften zu. Sie anerkennen die Unangemessenheit einer Investitionsförderung durch die Lockerung von Gesundheits-, Sicherheits- oder Umweltnormen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_24/para_3"><num>3.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_24/para_3/listintro">Die Vertragsparteien anerkennen die Bedeutung der Förderung von Investitions- und Technologieflüssen als ein Mittel zur Erreichung von Wirtschaftswachstum und Entwicklung. In dieser Hinsicht kann die Zusammenarbeit Folgendes umfassen:</listIntroduction><item eId="art_24/para_3/lbl_a"><num>(a) </num><p>angemessene Massnahmen zur Identifizierung von Investitionsmöglichkeiten sowie Informationskanäle bezüglich investitionsrelevanter Vorschriften;</p></item><item eId="art_24/para_3/lbl_b"><num>(b) </num><p>den Informationsaustausch zu Massnahmen bezüglich der Förderung von Auslandsinvestitionen; und </p></item><item eId="art_24/para_3/lbl_c"><num>(c) </num><p>die Förderung eines rechtlichen Umfelds, das zunehmenden Investitionsflüssen förderlich ist.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_24/para_4"><num>4.</num><content><p>Die Vertragsparteien bekräftigen ihr Bekenntnis, spätestens fünf Jahre nach Inkrafttreten dieses Abkommens im Gemischten Ausschuss investitionsbezogene Angelegenheiten einschliesslich des Rechts von Investoren einer Vertragspartei, sich im Hoheitsgebiet einer anderen Vertragspartei niederzulassen, zu überprüfen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_24/para_5"><num>5.</num><content><p>Island, Liechtenstein und die Schweiz einerseits sowie Montenegro andererseits unterlassen in Bezug auf Investitionen von Investoren einer in diesem Absatz genannten anderen Vertragspartei willkürliche oder diskriminierende Massnahmen und halten in Bezug auf spezifische Investitionen eines Investors einer in diesem Absatz genannten anderen Vertragspartei die Verpflichtungen ein, die sie eingegangen sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_25"><num><b>Art. 25</b></num><heading>Dienstleistungshandel</heading><paragraph eId="art_25/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Vertragsparteien streben in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des Allgemeinen Abkommens über den Handel mit Dienstleistungen<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20</b></ref>, Anhang 1.B</p></authorialNote> (nachfolgend als «GATS» bezeichnet) und unter Berücksichtigung der laufenden Arbeiten im Rahmen der WTO eine schrittweise Liberalisierung und Öffnung ihrer Märkte für den Dienstleistungshandel an.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_2"><num>2.</num><content><p>Gewährt eine Vertragspartei nach Inkrafttreten dieses Abkommens einer Nicht-Vertragspartei zusätzliche Vorteile für den Zugang zu ihren Dienstleistungsmärkten, so willigt sie in die Aufnahme von Verhandlungen ein, um diese Vorteile auf Grundlage der Gegenseitigkeit auf eine andere Vertragspartei auszudehnen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Vertragsparteien verpflichten sich, die Absätze 1 und 2 laufend zu prüfen, um in Übereinstimmung mit Artikel V GATS ein Abkommen zur Liberalisierung des Dienstleistungshandels zwischen ihnen zu schaffen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_26"><num><b>Art. 26</b></num><heading>Öffentliches Beschaffungswesen</heading><paragraph eId="art_26/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Vertragsparteien verbessern das gegenseitige Verständnis ihrer Gesetze und Vorschriften über das öffentliche Beschaffungswesen, um ihre jeweiligen Beschaffungsmärkte auf der Grundlage der Nichtdiskriminierung und Gegenseitigkeit schrittweise zu liberalisieren.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei veröffentlicht ihre Gesetze, Vorschriften und allgemein gültigen Verwaltungsentscheide, die ihre Beschaffungsmärkte berühren können, sowie die entsprechenden internationalen Abkommen, bei denen sie Vertragspartei ist, oder macht sie anderweitig öffentlich zugänglich. Jede Vertragspartei antwortet unverzüglich auf spezifische Fragen und stellt einer anderen Vertragspartei auf Ersuchen Informationen zu solchen Angelegenheiten zur Verfügung.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_3"><num>3.</num><content><p>Gewährt eine Vertragspartei nach Inkrafttreten dieses Abkommens einer Nicht-Vertragspartei in Bezug auf den Zugang zu ihren Beschaffungsmärkten zusätzliche Vorteile, so willigt sie in die Aufnahme von Verhandlungen ein, um diese Vorteile auf Grundlage der Gegenseitigkeit auf eine andere Vertragspartei auszudehnen.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_5"><num>5. Kapitel: </num><heading>Zahlungen und Kapitalverkehr</heading><article eId="art_27"><num><b>Art. 27</b></num><heading>Zahlungen für laufende Geschäfte</heading><paragraph eId="art_27/para"><content><p>Unter Vorbehalt der Bestimmungen von Artikel 29 verpflichten sich die Vertragsparteien, jegliche Zahlungen für laufende Geschäfte in einer frei konvertierbaren Währung zuzulassen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_28"><num><b>Art. 28</b></num><heading>Kapitalverkehr</heading><paragraph eId="art_28/para_1"><num>1.</num><content><p>Unter Vorbehalt von Artikel 29 stellen die Vertragsparteien sicher, dass Kapital für Investitionen in gemäss ihrem Recht gebildeten Unternehmen, jegliche daraus erzielte Erträge sowie Beträge, welche aus der Liquidation von Investitionen stammen, frei transferiert werden können.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_28/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Vertragsparteien halten Konsultationen im Hinblick auf die Erleichterung des Kapitalverkehrs zwischen den EFTA-Staaten und Montenegro sowie dessen vollständige Liberalisierung ab, sobald es die Umstände erlauben.</p></content></paragraph></article><article eId="art_29"><num><b>Art. 29</b></num><heading>Zahlungsbilanzschwierigkeiten</heading><paragraph eId="art_29/para"><content><p>Bei bestehenden oder drohenden schwerwiegenden Zahlungsbilanzschwierigkeiten einer Vertragspartei kann diese Vertragspartei in Übereinstimmung mit den Bedingungen nach GATT 1994<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20</b></ref>, Anhang 1A.1</p></authorialNote>, GATS<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20</b></ref>, Anhang 1.B</p></authorialNote> und dem Übereinkommen über den Internationalen Währungsfonds<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1992/2571_2571_2571" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.979.1</b></ref></p></authorialNote> Beschränkungen für laufende Zahlungen und den Kapitalverkehr erlassen, sofern solche Massnahmen unbedingt erforderlich sind. Die Massnahmen werden vorübergehend, gerecht und nichtdiskriminierend angewendet. Die betreffende Vertragspartei informiert die anderen Vertragsparteien unverzüglich hiervon und unterbreitet so schnell wie möglich einen Zeitplan für die Beseitigung der Massnahmen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_30"><num><b>Art. 30</b></num><heading>Ausnahmen</heading><paragraph eId="art_30/para"><content><p>Die Rechte und Pflichten der Vertragsparteien nach diesem Kapitel richten sich bezüglich der allgemeinen und der die Sicherheit betreffenden Ausnahmen nach Artikel XIV Buchstaben a) bis c) sowie nach Artikel XIV<i>bis</i> Absatz 1 GATS<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/2117_2117_2117" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.20</b></ref>, Anhang 1.B</p></authorialNote>, die hiermit <i>mutatis mutandis</i> zu Bestandteilen dieses Abkommens erklärt werden.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_6"><num>6. Kapitel: </num><heading>Handel und nachhaltige Entwicklung</heading><article eId="art_31"><num><b>Art. 31</b></num><heading>Hintergrund und Ziele</heading><paragraph eId="art_31/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Vertragsparteien erinnern an die Stockholmer Erklärung über die Umwelt des Menschen von 1972, die Rio-Erklärung über Umwelt und Entwicklung von 1992, die Agenda 21 über Umwelt und Entwicklung von 1992, die Erklärung der IAO über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit und ihre Folgemassnahmen von 1998, den Aktionsplan von Johannesburg für nachhaltige Entwicklung von 2002, die Ministererklärung des Wirtschafts- und Sozialrats der Vereinten Nationen zu Vollbeschäftigung und menschenwürdiger Arbeit von 2006 sowie an die IAO-Erklärung über soziale Gerechtigkeit für eine faire Globalisierung von 2008.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_31/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Vertragsparteien anerkennen, dass die Wirtschaftsentwicklung, die soziale Entwicklung und der Umweltschutz Elemente der nachhaltigen Entwicklung sind, die voneinander abhängig sind und sich gegenseitig unterstützen. Sie betonen den Nutzen der Zusammenarbeit in handelsbezogenen Arbeits- und Umweltangelegenheiten als Teil eines umfassenden Ansatzes zu Handel und nachhaltiger Entwicklung.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_31/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Vertragsparteien bekräftigen ihre Verpflichtung, die Entwicklung des internationalen Handels in einer Weise zu fördern, die einen Beitrag zum Ziel der nachhaltigen Entwicklung leistet, sowie dieses Ziel in ihre Handelsbeziehung einzubeziehen und zu berücksichtigen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_32"><num><b>Art. 32</b></num><heading>Anwendungsbereich</heading><paragraph eId="art_32/para"><content><p>Vorbehältlich anderslautender Bestimmungen dieses Kapitels gilt dieses Kapitel für von den Vertragsparteien getroffene oder beibehaltene Massnahmen, die Handels- und Investitionsaspekte von Arbeits-<authorialNote><p> Wird in diesem Kapitel auf Arbeit Bezug genommen, so schliesst dies die Punkte ein, welche für die in der IAO vereinbarten Agenda für menschenwürdige Arbeit massgebend sind.</p></authorialNote> und Umweltfragen betreffen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_33"><num><b>Art. 33</b></num><heading>Recht auf Regulierungstätigkeit und Schutzniveaus</heading><paragraph eId="art_33/para_1"><num>1.</num><content><p>Unter Anerkennung des Rechts jeder Vertragspartei, gemäss den Bestimmungen dieses Abkommens ihr eigenes Arbeitsschutz- und Umweltschutzniveau zu bestimmen und ihre massgebenden Gesetze und Politiken entsprechend festzulegen oder zu ändern, ist jede Vertragspartei bestrebt, sicherzustellen, dass ihre Gesetze, Politiken und Praktiken ein hohes Umweltschutz- und Arbeitsschutzniveau vorsehen und fördern, das mit den in den Artikeln 35 und 36 aufgeführten Normen, Grundsätzen und Übereinkommen im Einklang steht, und bemüht sich, die in diesen Gesetzen und Politiken vorgesehenen Schutzniveaus weiter zu verbessern.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_33/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Vertragsparteien anerkennen die Bedeutung der Berücksichtigung von wissenschaftlichen, technischen und sonstigen Informationen sowie der einschlägigen internationalen Normen, Richtlinien und Empfehlungen bei der Vorbereitung und Umsetzung von Massnahmen, die im Zusammenhang mit Umwelt- und Arbeitsstandards stehen und Auswirkungen auf den Handel und die Investitionen zwischen den Vertragsparteien haben.</p></content></paragraph></article><article eId="art_34"><num><b>Art. 34</b></num><heading>Aufrechterhaltung der Schutzniveaus bei der Anwendung und Durchsetzung von Gesetzen, Vorschriften oder Normen</heading><paragraph eId="art_34/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Vertragsparteien verpflichten sich, ihr Umwelt- und Arbeitsrecht wirksam durchzusetzen, sofern dies den Handel oder die Investitionen zwischen den Vertragsparteien beeinflusst. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_34/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_34/para_2/listintro">Vorbehältlich Artikel 33 darf keine Vertragspartei:</listIntroduction><item eId="art_34/para_2/lbl_a"><num>(a) </num><p>das in ihren Gesetzen, Vorschriften oder Normen vorgesehene Umweltschutz- oder Arbeitsschutzniveau allein als Anreiz für Investitionen aus einer anderen Vertragspartei oder zur Erreichung oder Vergrösserung eines Wettbewerbsvorteils zugunsten von in ihrem Hoheitsgebiet tätigen Herstellern oder Dienstleistungserbringern abschwächen oder senken; oder</p></item><item eId="art_34/para_2/lbl_b"><num>(b) </num><p>auf solche Gesetze, Vorschriften und Normen als Anreiz für Investitionen aus einer anderen Vertragspartei oder zur Erzielung oder Vergrösserung eines Wettbewerbsvorteils zugunsten von in ihrem Hoheitsgebiet tätigen Herstellern oder Dienstleistungserbringern verzichten oder sonst von ihnen abweichen, noch einen solchen Verzicht oder eine solche Abweichung anbieten.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_35"><num><b>Art. 35</b></num><heading>Internationale Arbeitsnormen und Arbeitsübereinkommen</heading><paragraph eId="art_35/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_35/para_1/listintro">Die Vertragsparteien erinnern an die sich aus der Mitgliedschaft in der IAO<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1948/915_891_861" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.820.1</b></ref></p></authorialNote> und der Erklärung der IAO über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit und ihre Folgemassnahmen, die von der Internationalen Arbeitskonferenz an ihrer 86. Tagung 1998 angenommen wurden, ergebenden Verpflichtungen, die Grundsätze betreffend die grundlegenden Rechte einzuhalten, zu fördern und zu verwirklichen, nämlich:</listIntroduction><item eId="art_35/para_1/lbl_a"><num>(a) </num><p>die Vereinigungsfreiheit und die effektive Anerkennung des Rechts zu Kollektivverhandlungen;</p></item><item eId="art_35/para_1/lbl_b"><num>(b) </num><p>die Beseitigung aller Formen von Zwangs- oder Pflichtarbeit;</p></item><item eId="art_35/para_1/lbl_c"><num>(c) </num><p>die effektive Abschaffung der Kinderarbeit; und</p></item><item eId="art_35/para_1/lbl_d"><num>(d) </num><p>die Beseitigung der Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_35/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Vertragsparteien bekräftigen ihre Verpflichtung im Rahmen der Ministererklärung des Wirtschafts- und Sozialrats der Vereinten Nationen zu Vollbeschäftigung und menschenwürdiger Arbeit von 2006, die produktive Vollbeschäftigung und eine menschenwürdige Arbeit für alle als Schüsselelement der nachhaltigen Entwicklung aller Länder und als vorrangiges Ziel der internationalen Zusammenarbeit anzuerkennen und die Entwicklung des internationalen Handels in einer Weise zu fördern, die der produktiven Vollbeschäftigung und menschenwürdigen Arbeit für alle förderlich ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_35/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Vertragsparteien erinnern an die sich aus der Mitgliedschaft bei der IAO ergebenden Verpflichtungen, die IAO-Übereinkommen, die sie ratifiziert haben, wirksam umzusetzen und sich beständig und nachhaltig um die Ratifikation der grundlegenden Übereinkommen der IAO und der weiteren von dieser als «up-to-date» qualifizierten Übereinkommen zu bemühen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_35/para_4"><num>4.</num><content><p>Die Verletzung von grundlegenden Prinzipien und Rechten bei der Arbeit wird nicht als legitimer Wettbewerbsvorteil geltend gemacht oder sonst zu diesem Zweck verwendet. Arbeitsstandards dürfen nicht für handelsprotektionistische Zwecke verwendet werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_36"><num><b>Art. 36</b></num><heading>Multilaterale Umweltübereinkommen und Umweltprinzipien</heading><paragraph eId="art_36/para"><content><p>Die Vertragsparteien bekräftigen ihre Verpflichtung, die multilateralen Umweltübereinkommen, deren Partei sie sind, in ihrem jeweiligen innerstaatlichen Recht und ihren innerstaatlichen Praktiken wirksam umzusetzen, sowie die Befolgung der Umweltprinzipien, welche in den in Artikel 31 genannten internationalen Instrumenten enthalten sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_37"><num><b>Art. 37</b></num><heading>Förderung nachhaltigkeitsfreundlichen Handels und <br/>nachhaltigkeitsfreundlicher Investitionen</heading><paragraph eId="art_37/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Vertragsparteien sind bestrebt, Auslandsinvestitionen in, den Handel mit und die Verbreitung von umweltfreundlichen Waren und Dienstleistungen, einschliesslich Umwelttechnik, nachhaltiger erneuerbarer Energie und von Waren und Dienstleistungen, die energieeffizient sind oder ein Umweltzeichen tragen, zu erleichtern und zu fördern, sowie nichttarifäre Handelshemmnisse für solche Waren und Dienstleistungen anzugehen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_37/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Vertragsparteien sind bestrebt, Auslandsinvestitionen in, den Handel mit und die Verbreitung von Waren und Dienstleistungen, die einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten, einschliesslich Waren und Dienstleistungen im Rahmen von Programmen für fairen oder ethischen Handel, zu vereinfachen und zu fördern.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_37/para_3"><num>3.</num><content><p>Für die Zwecke der Absätze 1 und 2 vereinbaren die Vertragsparteien einen Meinungsaustausch und können gemeinsam oder bilateral in diesem Bereich eine Zusammenarbeit in Betracht ziehen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_37/para_4"><num>4.</num><content><p>Die Vertragsparteien ermutigen die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen bezüglich Waren, Dienstleistungen und Technologien, die einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten und umweltfreundlich sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_38"><num><b>Art. 38</b></num><heading>Zusammenarbeit in internationalen Foren</heading><paragraph eId="art_38/para"><content><p>Die Vertragsparteien sind bestrebt, ihre Zusammenarbeit zu handels- und investitionsbezogenen Arbeits- und Umweltfragen von gegenseitigem Interesse in relevanten bilateralen, regionalen und multilateralen Foren, denen sie angehören, zu verstärken.</p></content></paragraph></article><article eId="art_39"><num><b>Art. 39</b></num><heading>Durchführung und Konsultationen</heading><paragraph eId="art_39/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Vertragsparteien bezeichnen die Verwaltungsstellen, die für die Durchführung dieses Kapitels als Kontaktstellen dienen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_39/para_2"><num>2.</num><content><p>Eine Vertragspartei kann über die Kontaktstellen nach Absatz 1 zu jeder Angelegenheit, die sich aus diesem Kapitel ergibt, um Konsultationen auf Expertenebene oder im Gemischten Ausschuss ersuchen. Die Vertragsparteien unternehmen jegliche Anstrengung, um zu einer gegenseitig zufriedenstellenden Lösung der Angelegenheit zu gelangen. Wo angebracht und zwischen den Vertragsparteien vereinbart, können sie einschlägige internationale Organisationen oder Gremien um Rat angehen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_39/para_3"><num>3.</num><content><p>Ist eine Vertragspartei der Auffassung, dass eine Massnahme einer anderen Vertragspartei die Verpflichtungen aus diesem Kapitel nicht erfüllt, so kann sie Konsultationen nach Artikel 42 Absätze 1−3 in Anspruch nehmen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_40"><num><b>Art. 40</b></num><heading>Überprüfung</heading><paragraph eId="art_40/para"><content><p>Die Vertragsparteien überprüfen im Gemischten Ausschuss regelmässig den Fortschritt, der bei der Verfolgung der in diesem Kapitel aufgeführten Ziele erreicht worden ist, und prüfen einschlägige internationale Entwicklungen, um Bereiche zu ermitteln, in denen weitere Tätigkeiten diese Ziele fördern könnten.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_7"><num>7. Kapitel: </num><heading>Institutionelle Bestimmungen</heading><article eId="art_41"><num><b>Art. 41</b></num><heading>Gemischter Ausschuss</heading><paragraph eId="art_41/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Vertragsparteien setzen hiermit den Gemischten Ausschuss EFTA-Montenegro ein. Er besteht aus Vertretern der Vertragsparteien, die von hohen Beamten angeführt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_41/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_41/para_2/listintro">Der Gemischte Ausschuss:</listIntroduction><item eId="art_41/para_2/lbl_a"><num>(a) </num><p>beaufsichtigt und überprüft die Umsetzung dieses Abkommens unter anderem durch eine Gesamtprüfung der Anwendung der Vorschriften dieses Abkommens, unter gebührender Beachtung spezifischer Überprüfungsklauseln dieses Abkommens;</p></item><item eId="art_41/para_2/lbl_b"><num>(b) </num><p>überprüft die Möglichkeit der Beseitigung weiterer Handelsschranken und anderer den Handel zwischen den EFTA-Staaten und Montenegro einschränkenden Massnahmen;</p></item><item eId="art_41/para_2/lbl_c"><num>(c) </num><p>beaufsichtigt die weitere Entwicklung dieses Abkommens;</p></item><item eId="art_41/para_2/lbl_d"><num>(d) </num><p>beaufsichtigt die Arbeit aller Unterausschüsse und Arbeitsgruppen, die nach diesem Abkommen eingesetzt werden;</p></item><item eId="art_41/para_2/lbl_e"><num>(e) </num><p>bemüht sich um die Beilegung von Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Auslegung oder Anwendung dieses Abkommens; und </p></item><item eId="art_41/para_2/lbl_f"><num>(f) </num><p>prüft jede andere Angelegenheit, die das Funktionieren dieses Abkommens berührt.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_41/para_3"><num>3.</num><content><p>Der Gemischte Ausschuss kann die Einsetzung von Unterausschüssen und Arbeitsgruppen beschliessen, die er zur Unterstützung bei der Erfüllung seiner Aufgaben als erforderlich betrachtet. Vorbehältlich abweichender Bestimmungen in diesem Abkommen arbeiten Unterausschüsse und Arbeitsgruppen im Auftrag des Gemischten Ausschusses.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_41/para_4"><num>4.</num><content><p>Der Gemischte Ausschuss fasst in den von diesem Abkommen vorgesehenen Fällen Beschlüsse. Zu anderen Angelegenheiten kann er Empfehlungen abgeben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_41/para_5"><num>5.</num><content><p>Der Gemischte Ausschuss fasst Beschlüsse und formuliert seine Empfehlungen im gegenseitigen Einvernehmen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_41/para_6"><num>6.</num><content><p>Der Gemischte Ausschuss kommt nach Bedarf nach gegenseitigem Einvernehmen, in der Regel aber alle zwei Jahre zusammen. Seine Treffen werden von einem EFTA-Staat und Montenegro gemeinsam präsidiert. Der Gemischte Ausschuss gibt sich eine Geschäftsordnung.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_41/para_7"><num>7.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann jederzeit durch schriftliche Mitteilung an die anderen Vertragsparteien um die Durchführung einer ausserordentlichen Sitzung des Gemischten Ausschusses ersuchen. Ausserordentliche Sitzungen finden innert 30 Tagen nach Eingang des Ersuchens statt, sofern die Vertragsparteien nichts anderes vereinbaren.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_41/para_8"><num>8.</num><content><p>Der Gemischte Ausschuss kann die Änderung der Anhänge zu diesem Abkommen, einschliesslich deren Appendizes, beschliessen. Vorbehältlich Absatz 9 kann er einen Zeitpunkt für das Inkrafttreten solcher Beschlüsse festlegen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_41/para_9"><num>9.</num><content><p>Hat ein Vertreter einer Vertragspartei im Gemischten Ausschuss einen Beschluss unter dem Vorbehalt der Erfüllung verfassungsrechtlicher Bestimmungen angenommen, so tritt der Beschluss zum Zeitpunkt in Kraft, an dem die letzte Vertragspartei notifiziert, dass ihre innerstaatlichen Vorschriften erfüllt worden sind, sofern der Beschluss selbst keinen späteren Zeitpunkt bestimmt. Der Gemischte Ausschuss kann beschliessen, dass der Beschluss für diejenigen Vertragsparteien in Kraft tritt, die ihre innerstaatlichen Vorschriften erfüllt haben, sofern Montenegro unter diesen Vertragsparteien ist. Eine Vertragspartei kann einen Beschluss des Gemischten Ausschusses bis zu dessen Inkrafttreten für diese Vertragspartei unter Vorbehalt ihrer verfassungsrechtlichen Bestimmungen vorläufig anwenden.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_8"><num>8. Kapitel: </num><heading>Streitbeilegung</heading><article eId="art_42"><num><b>Art. 42</b></num><heading>Konsultationen</heading><paragraph eId="art_42/para_1"><num>1.</num><content><p>Im Falle jeglicher Meinungsverschiedenheit in Bezug auf Auslegung, Umsetzung oder Anwendung dieses Abkommens unternehmen die Vertragsparteien jegliche Anstrengung, um durch Zusammenarbeit und Konsultationen zu einer gegenseitig zufriedenstellenden Lösung zu gelangen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_42/para_2"><num>2.</num><content><p>Eine Vertragspartei kann schriftlich um Konsultationen mit jeder anderen Vertragspartei bezüglich einer bestehenden oder vorgesehenen Massnahme oder jeder anderen Angelegenheit ersuchen, die ihrer Einschätzung nach die Durchführung dieses Abkommens beeinträchtigen könnte. Die Vertragspartei, die Konsultationen verlangt, benachrichtigt hiervon gleichzeitig schriftlich die anderen Vertragsparteien unter Angabe aller sachdienlichen Informationen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_42/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Konsultationen finden innert 20 Tagen nach Eingang der Benachrichtigung nach Absatz 2 im Gemischten Ausschuss statt, falls eine der Vertragsparteien dies verlangt, um eine gemeinsam annehmbare Lösung zu finden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_42/para_4"><num>4.</num><content><p>Antwortet die Vertragspartei, an die ein Gesuch nach Absatz 2 gerichtet ist, nicht innert 10 Tagen oder tritt sie nicht innert 20 Tagen nach Eingang des Gesuchs in Konsultationen ein, so kann die ersuchende Vertragspartei die Einsetzung eines Schiedsgerichts in Übereinstimmung mit Artikel 43 verlangen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_43"><num><b>Art. 43</b></num><heading>Schiedsverfahren</heading><paragraph eId="art_43/para_1"><num>1.</num><content><p>Hinsichtlich Streitigkeiten zwischen Vertragsparteien zur Auslegung von Rechten und Pflichten nach diesem Abkommen, die nicht innert 60 Tagen nach Zeitpunkt des Eingangs des Gesuchs um Konsultationen durch direkte Konsultationen oder im Gemischten Ausschuss beigelegt sind, kann die beschwerdeführende Partei mittels schriftlichen Antrags an die Partei, gegen die Beschwerde geführt wird, das Schiedsverfahren einleiten. Eine Kopie des Antrags wird den übrigen Vertragsparteien zugestellt, damit diese entscheiden können, ob sie sich am Schiedsverfahren beteiligen wollen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_43/para_2"><num>2.</num><content><p>Beantragt mehr als eine Vertragspartei die Einsetzung eines Schiedsgerichts in derselben Angelegenheit oder betrifft der Antrag mehr als eine Partei, gegen die Beschwerde geführt wird, so wird nach Möglichkeit ein einziges Schiedsgericht zur Beurteilung dieser Streitigkeit eingesetzt<authorialNote><p> Für den Zweck dieses Kapitels können die Begriffe «Vertragspartei», «Streitpartei», «beschwerdeführende Partei» und «Partei, gegen die Beschwerde geführt wird» eine oder mehrere Vertragsparteien bezeichnen.</p></authorialNote>.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_43/para_3"><num>3.</num><content><p>Eine Vertragspartei, die nicht Streitpartei ist, kann mit schriftlichem Gesuch an die Streitparteien dem Schiedsgericht schriftliche Eingaben unterbreiten, schriftliche Eingaben einschliesslich Anhänge der Streitparteien erhalten, den Anhörungen beiwohnen und mündliche Stellungnahmen abgeben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_43/para_4"><num>4.</num><content><p>Das Schiedsgericht besteht aus drei Mitgliedern, die in Übereinstimmung mit den freiwilligen Regeln der Streitbeilegung zwischen zwei Staaten des Ständigen Schiedshofes<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/26/305_271_293" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.193.212</b></ref></p></authorialNote>, Stand 20. Oktober 1992 (nachfolgend als «freiwillige Regeln» bezeichnet), ernannt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_43/para_5"><num>5.</num><content><p>Das Schiedsgericht prüft die ihm im Antrag auf Einsetzung eines Schiedsgerichts unterbreitete Angelegenheit im Lichte der Bestimmungen dieses Abkommens, angewendet und ausgelegt in Übereinstimmung mit den Auslegungsregeln des Völkerrechts. Das Urteil des Schiedsgerichts ist endgültig und für die Streitparteien bindend. Die Urteile des Schiedsgerichts werden veröffentlicht, sofern die Streitparteien nichts anderes vereinbaren.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_43/para_6"><num>6.</num><content><p>Die Verfahrenssprache ist Englisch. Die Anhörungen des Schiedsgerichts sind öffentlich, sofern die Streitparteien nichts anderes vereinbaren. Jede Vertragspartei behandelt die Informationen, die eine andere Vertragspartei dem Schiedsgericht unterbreitet und als vertraulich bezeichnet, als vertraulich.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_43/para_7"><num>7.</num><content><p>Es darf keine einseitigen Mitteilungen an das Schiedsgericht zu Angelegenheiten geben, die dem Schiedsgericht zur Beurteilung vorliegen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_43/para_8"><num>8.</num><content><p>Das Urteil des Schiedsgerichts ergeht innert 180 Tagen nach Ernennung des oder der Vorsitzenden des Schiedsgerichts. Dieser Zeitraum kann um höchstens 90 Tage verlängert werden, falls sich die Streitparteien darauf einigen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_43/para_9"><num>9.</num><content><p>Die Kosten des Schiedsgerichts einschliesslich der Entschädigung seiner Mitglieder werden von den Streitparteien zu gleichen Teilen getragen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_43/para_10"><num>10.</num><content><p>Sofern in diesem Abkommen nicht anders bestimmt oder von den Streitparteien vereinbart, gelten <i>mutatis mutandis</i> die freiwilligen Regeln.</p></content></paragraph></article><article eId="art_44"><num><b>Art. 44</b></num><heading>Umsetzung des Urteils</heading><paragraph eId="art_44/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Vertragspartei, gegen die Beschwerde geführt wurde, setzt das Urteil des Schiedsgerichts ohne Verzug um. Ist die unverzügliche Umsetzung undurchführbar, so streben die Streitparteien danach, sich auf eine angemessene Umsetzungsfrist zu einigen. Kommt innert 30 Tagen nach Ergehen des Urteils keine solche Einigung zustande, so kann jede Streitpartei innert 10 Tagen nach Ablauf dieser Frist vom ursprünglichen Schiedsgericht verlangen, die Dauer der angemessenen Frist festzusetzen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_44/para_2"><num>2.</num><content><p>Die betroffene Vertragspartei notifiziert schriftlich der anderen Streitpartei die zur Umsetzung des Urteils ergriffene Massnahme.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_44/para_3"><num>3.</num><content><p>Setzt die betroffene Vertragspartei das Urteil nicht innert angemessener Frist um und haben die Streitparteien keinen Ausgleich vereinbart, so kann die andere Streitpartei bis zur korrekten Umsetzung des Urteils oder bis zur anderweitigen Beilegung der Streitigkeit 30 Tage nach vorgängiger Notifikation Vorteile, die nach diesem Abkommen gewährt wurden, aussetzen, jedoch nur im gleichwertigen Umfang wie die Vorteile, die von der Massnahme, die vom Schiedsgericht für abkommenswidrig befunden wurde, betroffen sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_44/para_4"><num>4.</num><content><p>Jede Streitigkeit in Bezug auf die Umsetzung des Urteils oder die notifizierte Aussetzung wird auf Ersuchen einer Streitpartei vom Schiedsgericht entschieden, bevor die Aussetzung von Vorteilen angewendet werden kann. Das Schiedsgericht kann auch darüber befinden, ob die Umsetzungsmassnahmen, die nach der Aussetzung von Vorteilen ergriffen wurden, mit dem Urteil vereinbar sind und ob die Aussetzung von Vorteilen zu beenden oder zu ändern ist. Das Urteil des Schiedsgerichts nach diesem Absatz ergeht in der Regel innert 45 Tagen nach Eingang des Gesuchs.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_9"><num>9. Kapitel: </num><heading>Schlussbestimmungen</heading><article eId="art_45"><num><b>Art. 45</b></num><heading>Einhaltung von Verpflichtungen</heading><paragraph eId="art_45/para"><content><p>Die Vertragsparteien treffen zur Einhaltung von Verpflichtungen aus diesem Abkommen alle erforderlichen Massnahmen allgemeiner oder besonderer Art.</p></content></paragraph></article><article eId="art_46"><num><b>Art. 46</b></num><heading>Anhänge</heading><paragraph eId="art_46/para"><content><p>Die Anhänge zu diesem Abkommen sind einschliesslich deren Appendizes Bestandteile dieses Abkommens.</p></content></paragraph></article><article eId="art_47"><num><b>Art. 47</b></num><heading>Entwicklungsklausel</heading><paragraph eId="art_47/para"><content><p>Die Vertragsparteien überprüfen dieses Abkommen im Lichte der weiteren Entwicklungen der internationalen Wirtschaftsbeziehungen, unter anderem im Rahmen der WTO, und prüfen in diesem Zusammenhang im Lichte aller übrigen massgeblichen Faktoren die Möglichkeit, die Zusammenarbeit nach diesem Abkommen weiter auszubauen, zu vertiefen und sie auf von diesem Abkommen nicht erfasste Bereiche auszudehnen. Der Gemischte Ausschuss prüft diese Möglichkeit regelmässig und gibt gegebenenfalls den Vertragsparteien Empfehlungen ab, insbesondere im Hinblick auf die Aufnahme von Verhandlungen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_48"><num><b>Art. 48</b></num><heading>Änderungen</heading><paragraph eId="art_48/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Vertragsparteien können jede Änderung dieses Abkommens vereinbaren. Andere Änderungen als solche nach Artikel 41 Absatz 8 werden den Vertragsparteien zur Ratifikation, Annahme oder Genehmigung unterbreitet. Sofern von den Vertragsparteien nicht anders vereinbart, treten Änderungen am ersten Tag des dritten Monats nach Hinterlegung der letzten Ratifikations-, Annahme- oder Genehmigungsurkunde in Kraft.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_48/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Änderungstexte sowie die Ratifikations-, Annahme- oder Genehmigungsurkunden werden beim Depositar hinterlegt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_49"><num><b>Art. 49</b></num><heading>Beitritt</heading><paragraph eId="art_49/para_1"><num>1.</num><content><p>Jeder Staat, der Mitglied der Europäischen Freihandelsassoziation wird, kann vorbehältlich der Genehmigung des Beitritts durch den Gemischten Ausschuss diesem Abkommen zu Bedingungen beitreten, auf die sich die Vertragsparteien einigen. Die Beitrittsurkunde wird beim Depositar hinterlegt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_49/para_2"><num>2.</num><content><p>Für einen beitretenden Staat tritt dieses Abkommen am ersten Tag des dritten Monats in Kraft, nachdem seine Beitrittsurkunde hinterlegt oder die Beitrittsbedingungen durch die bisherigen Vertragsparteien genehmigt worden sind, je nachdem, welcher Zeitpunkt der spätere ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_50"><num><b>Art. 50</b></num><heading>Rücktritt und Beendigung</heading><paragraph eId="art_50/para_1"><num>1.</num><content><p>Eine Vertragspartei kann durch schriftliche Notifikation an den Depositar von diesem Abkommen zurücktreten. Der Rücktritt wird sechs Monate nach dem Zeitpunkt wirksam, an dem der Depositar diese Notifikation erhalten hat.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_50/para_2"><num>2.</num><content><p>Am Tag des Beitritts von Montenegro zur Europäischen Union erlischt <i>ipso facto</i> dieses Abkommen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_50/para_3"><num>3.</num><content><p>Jeder EFTA-Staat, der vom Übereinkommen zur Errichtung der Europäischen Freihandelsassoziation<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1960/590_635_621" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.31</b></ref></p></authorialNote> zurücktritt, hört am Tag, an dem der Rücktritt Wirkung erlangt, <i>ipso facto</i> auf, Vertragspartei dieses Abkommens zu sein.</p></content></paragraph></article><article eId="art_51"><num><b>Art. 51</b></num><heading>Inkrafttreten</heading><paragraph eId="art_51/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Abkommen unterliegt der Ratifikation, Annahme oder Genehmigung in Übereinstimmung mit den jeweiligen verfassungsrechtlichen Bestimmungen der Vertragsparteien. Die Ratifikations-, Annahme- oder Genehmigungsurkunden werden beim Depositar hinterlegt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_51/para_2"><num>2.</num><content><p>Dieses Abkommen tritt am 1. Juli 2012 für diejenigen Vertragsparteien in Kraft, die mindestens zwei Monate vor diesem Zeitpunkt ihre Ratifikations-, Annahme- oder Genehmigungsurkunden beim Depositar hinterlegt oder ihm die vorläufige Anwendung notifiziert haben, vorausgesetzt, mindestens ein EFTA-Staat und Montenegro gehören zu diesen Vertragsparteien.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_51/para_3"><num>3.</num><content><p>Falls dieses Abkommen nicht am 1. Juli 2012 in Kraft tritt, so tritt es am ersten Tag des dritten Monats in Kraft, nachdem mindestens ein EFTA-Staat und Montenegro ihre Ratifikations-, Annahme- oder Genehmigungsurkunden beim Depositar hinterlegt oder diesem die vorläufige Anwendung notifiziert haben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_51/para_4"><num>4.</num><content><p>Für einen EFTA-Staat, der seine Ratifikations-, Annahme- oder Genehmigungsurkunde nach Inkrafttreten dieses Abkommens hinterlegt, tritt es am ersten Tag des dritten Monats nach der Hinterlegung seiner Ratifikations-, Annahme- oder Genehmigungsurkunde in Kraft.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_51/para_5"><num>5.</num><content><p>Erlauben es ihre verfassungsrechtlichen Bestimmungen, kann eine Vertragspartei dieses Abkommen bei anhängiger Ratifikation, Annahme oder Genehmigung durch diese Vertragspartei vorläufig anwenden. Die vorläufige Anwendung des Abkommens wird dem Depositar notifiziert.</p></content></paragraph></article><article eId="art_52"><num><b>Art. 52</b></num><heading>Depositar</heading><paragraph eId="art_52/para"><content><p>Die Regierung von Norwegen handelt als Depositar.</p></content></paragraph></article></chapter><signature><p><i>Zu Urkund dessen</i> haben die hierzu gehörig befugten Unterzeichnenden dieses Abkommen unterzeichnet.</p><p>Geschehen zu Genf, am 14. November 2011, in einer Urschrift in Englisch. Der Depositar übermittelt allen Vertragsparteien beglaubigte Abschriften.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">(Es folgen die Unterschriften)</p></signature></body><components><component eId="scope_u1"><doc name="scope"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/519/20220401/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/519/20220401"/><FRBRdate date="2011-11-14" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2012-09-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2022-04-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.632.315.731"/><FRBRname xml:lang="de" value="Freihandelsabkommen vom 14. November 2011 zwischen den EFTA-Staaten und Montenegro (mit Anhängen) " shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord de libre-échange du 14 novembre 2011 entre les Etats de l'AELE et le Monténégro (avec annexes) " shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo di libero scambio del 14 novembre 2011 tra gli Stati dell'AELS e il Montenegro (con allegati) " shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/519/20220401/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/519/20220401/de"/><FRBRdate date="2011-11-14" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2012-09-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2022-04-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/519/20220401/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/519/20220401/de/xml"/><FRBRdate date="2011-11-14" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2012-09-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2022-04-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Geltungsbereich am 25. September 2012<b><authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2012/618" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2012</b> 5409</ref>. Eine aktualisierte Fassung des Geltungsbereichs dieser Übereinkommen und Protokolle ist auf der Publikationsplattform des Bundesrechts «Fedlex» unter folgender Adresse veröffentlicht: www.fedlex.admin.ch/de/treaty.</p></authorialNote></b></block></container></preface><mainBody><table border="1"><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Vertragsstaaten</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Ratifikation</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Inkrafttreten</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><td/><td/><td/><td/><td/></tr><tr><td><p>Island</p></td><td><p>  3. Juli</p></td><td><p>2012</p></td><td><p>  1. Oktober</p></td><td><p>2012</p></td></tr><tr><td><p>Liechtenstein</p></td><td><p>26. April</p></td><td><p>2012</p></td><td><p>  1. September</p></td><td><p>2012</p></td></tr><tr><td><p>Montenegro</p></td><td><p>27. Juni</p></td><td><p>2012</p></td><td><p>  1. September</p></td><td><p>2012</p></td></tr><tr><td><p>Norwegen</p></td><td><p>24. August</p></td><td><p>2012</p></td><td><p>  1. November</p></td><td><p>2012</p></td></tr><tr><td><p>Schweiz</p></td><td><p>22. März</p></td><td><p>2012</p></td><td><p>  1. September</p></td><td><p>2012</p></td></tr></table><level eId="scope_u1/lvl_u1"><heading>Inhaltsverzeichnis</heading><content><table border="1"><tr><td><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Präambel</p></td><td/></tr><tr><td colspan="2"><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">1. Kapitel: Allgemeine Bestimmungen</p></td></tr><tr><td><p>Art.<b> </b>1</p></td><td><p>Ziele</p></td></tr><tr><td><p>Art.<b> </b>2</p></td><td><p>Diesem Abkommen unterliegende Handelsbeziehungen</p></td></tr><tr><td><p>Art. 3</p></td><td><p>Verhältnis zu anderen internationalen Abkommen</p></td></tr><tr><td><p>Art.<b> </b>4</p></td><td><p>Territorialer Anwendungsbereich</p></td></tr><tr><td><p>Art.<b> </b>5</p></td><td><p>Zentrale, regionale und lokale Regierungen</p></td></tr><tr><td><p>Art.<b> </b>6</p></td><td><p>Transparenz</p></td></tr><tr><td colspan="2"><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">2. Kapitel: Warenverkehr</p></td></tr><tr><td><p>Art. 7</p></td><td><p>Geltungsbereich</p></td></tr><tr><td><p>Art. 8</p></td><td><p>Ursprungsregeln und administrative Zusammenarbeit</p></td></tr><tr><td><p>Art. 9</p></td><td><p>Zölle</p></td></tr><tr><td><p>Art. 10</p></td><td><p>Mengenmässige Beschränkungen</p></td></tr><tr><td><p>Art. 11</p></td><td><p>Interne Steuern und Regelungen</p></td></tr><tr><td><p>Art. 12</p></td><td><p>Gesundheitspolizeiliche und pflanzenschutzrechtliche Massnahmen</p></td></tr><tr><td><p>Art. 13</p></td><td><p>Technische Vorschriften</p></td></tr><tr><td><p>Art. 14</p></td><td><p>Handelserleichterung</p></td></tr><tr><td><p>Art. 15</p></td><td><p>Unterausschuss über Ursprungsregeln, Zollverfahren und Handelserleichterung</p></td></tr><tr><td><p>Art. 16</p></td><td><p>Staatliche Handelsunternehmen</p></td></tr><tr><td><p>Art. 17</p></td><td><p>Wettbewerbsregeln betreffend Unternehmen</p></td></tr><tr><td><p>Art. 18</p></td><td><p>Subventionen und Ausgleichsmassnahmen</p></td></tr><tr><td><p>Art. 19</p></td><td><p>Antidumping</p></td></tr><tr><td><p>Art. 20</p></td><td><p>Allgemeine Schutzmassnahmen</p></td></tr><tr><td><p>Art. 21</p></td><td><p>Bilaterale Schutzmassnahmen</p></td></tr><tr><td><p>Art. 22</p></td><td><p>Ausnahmen</p></td></tr><tr><td colspan="2"><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">3. Kapitel: Schutz des geistigen Eigentums</p></td></tr><tr><td><p>Art. 23</p></td><td><p>Schutz des geistigen Eigentums</p></td></tr><tr><td colspan="2"><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">4. Kapitel: Investitionen, Dienstleistungen und öffentliches Beschaffungswesen</p></td></tr><tr><td><p>Art. 24</p></td><td><p>Investitionen</p></td></tr><tr><td><p>Art. 25</p></td><td><p>Dienstleistungshandel</p></td></tr><tr><td><p>Art. 26</p></td><td><p>Öffentliches Beschaffungswesen</p></td></tr><tr><td colspan="2"><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">5. Kapitel: Zahlungen und Kapitalverkehr</p></td></tr><tr><td><p>Art. 27</p></td><td><p>Zahlungen für laufende Geschäfte</p></td></tr><tr><td><p>Art. 28</p></td><td><p>Kapitalverkehr</p></td></tr><tr><td><p>Art. 29</p></td><td><p>Zahlungsbilanzschwierigkeiten</p></td></tr><tr><td><p>Art. 30</p></td><td><p>Ausnahmen</p></td></tr><tr><td colspan="2"><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">6. Kapitel: Handel und nachhaltige Entwicklung</p></td></tr><tr><td><p>Art. 31</p></td><td><p>Hintergrund und Ziele</p></td></tr><tr><td><p>Art. 32</p></td><td><p>Anwendungsbereich</p></td></tr><tr><td><p>Art. 33</p></td><td><p>Recht auf Regulierungstätigkeit und Schutzniveaus</p></td></tr><tr><td/><td/></tr><tr><td><p>Art. 34</p></td><td><p>Aufrechterhaltung der Schutzniveaus bei der Anwendung und Durchsetzung von Gesetzen, Vorschriften oder Normen</p></td></tr><tr><td><p>Art. 35</p></td><td><p>Internationale Arbeitsnormen und Arbeitsübereinkommen</p></td></tr><tr><td><p>Art. 36</p></td><td><p>Multilaterale Umweltübereinkommen und Umweltprinzipien</p></td></tr><tr><td><p>Art. 37</p></td><td><p>Förderung nachhaltigkeitsfreundlichen Handels und nachhaltigkeitsfreundlicher Investitionen</p></td></tr><tr><td><p>Art. 38</p></td><td><p>Zusammenarbeit in internationalen Foren</p></td></tr><tr><td><p>Art. 39</p></td><td><p>Durchführung und Konsultationen</p></td></tr><tr><td><p>Art. 40</p></td><td><p>Überprüfung</p></td></tr><tr><td colspan="2"><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">7. Kapitel: Institutionelle Bestimmungen</p></td></tr><tr><td><p>Art. 41</p></td><td><p>Gemischter Ausschuss</p></td></tr><tr><td colspan="2"><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">8. Kapitel: Streitbeilegung</p></td></tr><tr><td><p>Art. 42</p></td><td><p>Konsultationen</p></td></tr><tr><td><p>Art. 43</p></td><td><p>Schiedsverfahren</p></td></tr><tr><td><p>Art. 44</p></td><td><p>Umsetzung des Urteils</p></td></tr><tr><td colspan="2"><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">9. Kapitel: Schlussbestimmungen</p></td></tr><tr><td><p>Art. 45</p></td><td><p>Einhaltung von Verpflichtungen</p></td></tr><tr><td><p>Art. 46</p></td><td><p>Anhänge</p></td></tr><tr><td><p>Art. 47</p></td><td><p>Entwicklungsklausel</p></td></tr><tr><td><p>Art. 48</p></td><td><p>Änderungen</p></td></tr><tr><td><p>Art. 49</p></td><td><p>Beitritt</p></td></tr><tr><td><p>Art. 50</p></td><td><p>Rücktritt und Beendigung</p></td></tr><tr><td><p>Art. 51</p></td><td><p>Inkrafttreten</p></td></tr><tr><td><p>Art. 52</p></td><td><p>Depositar</p></td></tr></table></content></level><level eId="scope_u1/lvl_u2"><heading>Liste der Anhänge<b><authorialNote><p> Die Anhänge, Protokolle und Erklärungen sind nur in englischer Originalsprache verfügbar und können auf der Internetseite der EFTA unter folgender Adresse eingesehen werden: www.efta.int &gt; Global Trade relations &gt; Free Trade Agreements &gt; Montenegro.</p></authorialNote></b></heading><content><table border="1"><tr><td><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Annex I</p></td><td colspan="2"><p>Referred to in Article 7 – Excluded Products</p></td></tr><tr><td><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Annex II</p></td><td colspan="2"><p>Referred to in Article 7 – Processed Agricultural Products </p></td></tr><tr><td/><td><p>Table 1 to Annex II</p></td><td><p>Tariff Concessions – EFTA</p></td></tr><tr><td/><td><p>Table 2 to Annex II</p></td><td><p>Tariff Concessions – Montenegro</p></td></tr><tr><td><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Annex III</p></td><td colspan="2"><p>Referred to in Article 7 – Fish and Other Marine Products </p></td></tr><tr><td><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Annex IV</p></td><td colspan="2"><p>Referred to in Article 14 – Trade Facilitation</p></td></tr><tr><td><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Annex V</p></td><td colspan="2"><p>Referred to in Article 15 – Mandate of the Sub-Committee on Rules of Origin, Customs Procedures and Trade Facilitation</p></td></tr><tr><td><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Annex VI</p></td><td colspan="2"><p>Referred to in Article 23 – Protection of Intellectual Property</p></td></tr><tr><td><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Annex VII</p></td><td colspan="2"><p>Transitional Arrangement</p></td></tr><tr><td><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Annex VIII</p></td><td colspan="2"><p>Concept of «Originating Products» and Methods of Administrative Cooperation</p></td></tr></table></content></level></mainBody></doc></component></components></act></akomaNtoso>