<h2>SubmittedText<h2><p>Im Sommer 2022 wurden in verschiedenen Regionen durch die vermehrte Anwesenheit von Gänsegeiern Schäden im Rahmen der Weidehaltung bei Nutztieren festgestellt. Ein Wachstum der Gänsegeierpopulation wird die Nutztierhaltung auf den Alpen noch mehr belasten.</p><p>1. Hat der Bund Zahlen über die aktuelle Population der Gänsegeier?</p><p>Wie schätzt er die Entwicklung ein?</p><p>2. Was unternimmt der Bundesrat gegen das steigende Aufkommen des Gänsegeiers?</p><p>3. Welche Möglichkeiten der Regulation gibt es?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Der Gänsegeier ist in den Schweizer Alpen zwischen April und Oktober ein regelmässiger Sommergast. Im Frühjahr 2005 gab es erstmals einen grösseren Einflug in die Schweiz mit 122 Tieren und Truppgrössen von bis zu 40 Geiern. Es ist zu erwarten, dass sich Einflüge von grösseren Gänsegeier-Trupps in den nächsten Jahren fortsetzen werden.</p><p>2. Die Schweizerische Vogelwarte in Sempach sammelt Meldungen über Gänsegeier-Einflüge. Das Bundesamt für Umwelt ist in Kontakt mit den kantonalen Behörden und sammelt die Beobachtungen von Gänsegeiern, die auf Nutztierkadavern fressen.</p><p>3. Weist eine geschützte Tierart, wie die Gänsegeier, einen zu hohen Bestand auf und entsteht dadurch grosser Schaden oder eine erhebliche Gefährdung, so können die Kantone mit vorheriger Zustimmung des UVEK Massnahmen zur Verringerung des Bestandes treffen. </p>