<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">6A.37/2006 /Rom </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 31. Mai 2006 </div> <div class="para">Kassationshof </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Schneider, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Wiprächtiger, Kolly, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Arquint Hill. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Abgaberechtliche Abteilung, Obergrundstrasse 46, 6002 Luzern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Administrativmassnahmen (Sperrfrist), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 28. April 2006. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Am 16. September 2004 verfügte das Strassenverkehrsamt des Kantons Luzern eine Überprüfung der Fahreignung von X.________ wegen Konsums von Cannabis. Nachdem X.________ die ihm angesetzte Frist für eine Begutachtung beim Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich (IRM) unbenutzt hatte verstreichen lassen, entzog ihm das Strassenverkehrsamt am 13. April 2005 den Führerausweises vorsorglich. In der Folge liess sich X.________ beim IRM untersuchen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gestützt auf das verkehrsmedizinische Gutachten ordnete das Strassenverkehrsamt des Kantons Luzern am 21. September 2005 gegenüber X.________ einen Sicherungsentzug auf unbestimmte Zeit gemäss <span class="artref">Art. 16d Abs.1 lit. b SVG</span> an. Die allfällige Wiedererteilung des Führerausweises wurde an verschiedene Auflagen und Bedingungen geknüpft, unter anderem an den Nachweis einer totalen und ärztlich kontrollierten Drogenabstinenz. Gleichzeitig verhängte das Strassenverkehrsamt nach <span class="artref">Art. 16d Abs. 2 SVG</span> eine dreimonatige Sperrfrist, da X.________ seinen Personenwagen am 4. Mai 2005 trotz des vorsorglichen Führerausweisentzugs gelenkt hatte. Die Anordnung des Sicherungsentzugs blieb unangefochten und erwuchs in Rechtskraft. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Am 9. Januar 2006 war X.________ mit seinem Personenwagen in Kriens unterwegs. Das Strassenverkehrsamt verfügte aufgrund dieses Vorfalls eine weitere Sperrfrist von 12 Monaten (Art. 16c Abs. 2 lit. c in Verbindung mit 16c Abs. 4 SVG). Die dagegen gerichtete Beschwerde X.________s wies das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern am 28. April 2006 ab, soweit es darauf eintrat. </div> <div class="para">Gegen dieses Urteil reicht X.________ beim Bundesgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde ein, mit welcher er sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Entscheids verlangt. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren hat die Beschwerdeschrift nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 2 OG</span> unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind an Begehren und Begründung einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde keine allzu hohen Anforderungen zu stellen. Aus den Beschwerdeschriften muss aber immerhin ersichtlich sein, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird. Die Begründung der Beschwerde muss sich in minimaler Form mit dem angefochtenen Entscheid auseinander setzen und sachbezogen sein (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=26&amp;from_date=30.05.2006&amp;to_date=18.06.2006&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F131-II-449%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page449">BGE 131 II 449</a> E. 1.3<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=26&amp;from_date=30.05.2006&amp;to_date=18.06.2006&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-I-312%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page312">130 I 312</a></span> E. 1.3.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=26&amp;from_date=30.05.2006&amp;to_date=18.06.2006&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F118-IB-134%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page134">118 Ib 134</a> ff). Nicht einzutreten ist auf Rügen, die ausserhalb des Streitgegenstands, wie er sich aus der angefochtenen Verfügung ergibt, liegen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=26&amp;from_date=30.05.2006&amp;to_date=18.06.2006&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-IB-414%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page414">BGE 117 Ib 414</a> E. 1d). </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer hält die verfügte zwölfmonatige Sperrfrist alleine deshalb für unzulässig, weil bereits der zugrunde liegende Führerausweisentzug wegen fehlender Fahreignung gemäss <span class="artref">Art. 16d Abs. 1 lit. b SVG</span> (Sicherungsentzug) nicht gerechtfertigt sei. In seiner Beschwerdeeingabe wendet er sich denn auch einzig gegen den am 21. September 2005 verfügten und rechtskräftig gewordenen Sicherungsentzug. Zudem übt er in diesem Zusammenhang Kritik am Gutachten des IRM, indem er behauptet, seine Fahreignung sei nicht fachgerecht abgeklärt worden. Damit erhebt der Beschwerdeführer aber ausschliesslich Rügen, die ausserhalb des konkreten Streitgegenstandes liegen. Da im Übrigen nicht ersichtlich ist, inwieweit die vorinstanzlichen Erwägungen Bundesrecht oder Bundesverfassungsrecht verletzen könnten, ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig (<span class="artref">Art. 156 Abs. 1 OG</span>). Unter den gegebenen Umständen wird ausnahmsweise auf eine Kostenerhebung verzichtet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern sowie dem Strassenverkehrsamt des Kantons Luzern schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 31. Mai 2006 </div> <div class="para">Im Namen des Kassationshofes </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>