<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00130</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205218&amp;W10_KEY=13013564&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00130</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 13.07.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Tierschutz</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Auflagen zur Pferdehaltung: Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E.1.1). Gegenstand des Beschwerdeverfahrens (E.1.2). Das Tierschutzgesetz und die Tierschutzverordnung werden bezüglich Pferdehaltung durch eine vom Bundesamt für Veterinärwesen erlassene Richtlinie ergänzt. Rechtnatur dieser Richtlinie (E.2). Die Verfügung hat sich zu Recht an den heute für die Pferdehaltung Verantwortlichen gerichtet, auch wenn er für die Missstände in der Vergangenheit nicht verantwortlich ist (E.3.1). Sowohl gestützt auf Privatrecht als auch auf öffentliches Recht obliegt dem Beschwerdeführer die tiergerechte Haltung, weshalb er zu Recht Adressat der Verfügung war (E.3.2). Die Verfügung verlangt vom Beschwerdeführer, dass er sämtliche Pferde mindestens 13-mal pro Monat frei bewegen lässt. Da er dieser Auflage nachkommt, erweist sich seine hiergegen erhobene Beschwerde als gegenstandslos (E.3.3). Auch der Auflage, für die Pferde grössere Boxen bereitzustellen, ist er bereits mehrheitlich nachgekommen. Im Übrigen wird seine dagegen gerichtete Beschwerde abgewiesen (E.3.4). Auch im Bezug auf weiter Auflagen - Verabreichung von 6 kg Rauhfutter dreimal täglich; Verbot- Maulkörbe zu verwenden und die Tiere zur Gewichtsreduktion einzudecken - erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Abweisung der Beschwerde, soweit sie nicht gegenstandslos geworden ist (E.4). Kostenfolge (E.5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HALTER">HALTER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PFERD">PFERD</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PFERDESTALL">PFERDESTALL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSNATUR">RECHTSNATUR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RICHTLINIEN">RICHTLINIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TIER">TIER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TIERHALTUNG">TIERHALTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: TIERSCHUTZ">TIERSCHUTZ</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 2 Abs. 1 TSchG</span><br/><span class="gerade">Art. 2 Abs. 2 TSchG</span><br/><span class="ungerade">Art. 1 Abs. 1 TSchV</span><br/><span class="gerade">Art. 1 Abs. 2 TSchV</span><br/><span class="ungerade">Art. 2 Abs. 1 TSchV</span><br/><span class="gerade">Art. 2 Abs. 2 TSchV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Die an Stelle des per Ende 2002 aufgelÃ¶sten Vereins C getretene D AG hat im Wesentlichen zum Zweck, die Infrastruktur zur AusÃ¼bung des Polosportes zur VerfÃ¼gung zu stellen, den Sport sowie den Nachwuchs zu fÃ¶rdern und Turniere zu organisieren. Die Polo-Pferde â im Fachjargon "Ponies" genannt â stammen aus Argentinien. Sie verbringen das Winter-Halbjahr jeweils auf der Weide in Frankreich oder Deutschland. AnlÃ¤sslich des Transports nach Deutschland am 14. Oktober 1999 wurde ein Polo-Pony wegen schlechten Gesundheitszustandes und TransportunfÃ¤higkeit zurÃ¼ckgehalten. In der Folge wurde das kantonale VeterinÃ¤ramt (fortan VeterinÃ¤ramt) auf die Pferde des damaligen C aufmerksam. Ab der Saison 2000 brachte der Verein seine Pferde bei A in X und bei E in Y unter. Eine am 9. Oktober 2000 vorgenommene Kontrolle des VeterinÃ¤ramtes fÃ¼hrte zu keinen Beanstandungen. Allerdings wurde die BoxengrÃ¶sse im Stall A bloss kurzfristig â bis zur Erstellung des geplanten Neubaus â toleriert. Eine am 5. Juni 2002 vorgenommene Nachkontrolle ergab den Weiterbestand des Provisoriums. Ferner waren einige Tiere mit Maulkorb in der Boxe angebunden. AnlÃ¤sslich einer aufgrund eines Hinweises aus der BevÃ¶lkerung veranlassten Kontrolle stellte der vom VeterinÃ¤ramt gerufene Tierarzt am 21. Juni 2002 fest, dass zwei Pferde im Stall E mit Pferdedecken der prallen Sonne ausgesetzt waren. Im Bericht vom 1. September 2002 hielt das VeterinÃ¤ramt verschiedene festgestellte MÃ¤ngel in der Pferdehaltung fest, wozu sich der C Ã¤ussern konnte. Am 3. Februar 2003 erliess das Amt eine VerfÃ¼gung an den C mit konkreten Vorschriften zur Pferdehaltung. Im dagegen erhobenen Rekurs liess dessen PrÃ¤sident, F, vorbringen, dass der angewiesene C nicht mehr existiere. Das VeterinÃ¤ramt hob seine VerfÃ¼gung vom 3. Februar 2003 auf, und die Gesundheitsdirektion schrieb das Rekursverfahren als gegenstandslos geworden ab.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Das VeterinÃ¤ramt wandte sich am 7. April 2003 an die D AG und erkundigte sich unter anderem nach der verantwortlichen Person fÃ¼r den Sport- und Tierhaltungsbetrieb sowie nach Ãnderungen in der Tierhaltung. Dem von der D AG als Verantwortlichen bezeichneten A teilte das VeterinÃ¤ramt die vorgesehenen Auflagen gemÃ¤ss der VerfÃ¼gung vom 3. Februar 2002 mit und rÃ¤umte ihm Frist zur Stellungnahme ein. Am 18. Juni 2003 erliess es eine neue, an A gerichtete VerfÃ¼gung mit konkreten Anordnungen zur Pferdehaltung.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen liess A am 18. Juli 2003 bei der Gesundheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich Rekurs erheben und vorab bestreiten, dass er der richtige Adressat fÃ¼r die angeordneten Auflagen sei. Die Gesundheitsdirektion hiess den Rekurs mit VerfÃ¼gung vom 11. Februar 2005 in zwei Punkten gut, wies ihn im Ãbrigen aber ab. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen liess A am 16. MÃ¤rz 2005 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich erheben mit dem Antrag, es sei die angefochtene VerfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion vom 11. Februar 2005 aufzuheben, soweit darin der Rekurs abgewiesen worden sei; ferner sei die VerfÃ¼gung des VeterinÃ¤ramtes ZÃ¼rich vom 18. Juni 2003 vollumfÃ¤nglich aufzuheben, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Staates. Die Gesundheitsdirektion liess sich am 8. April 2005 vernehmen und beantragte wie das VeterinÃ¤ramt in der Beschwerdeantwort vom 20. April 2005 Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts ergibt sich vorliegend aus § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG), wonach das Verwaltungsgericht Beschwerden gegen letztinstanzliche Anordnungen von VerwaltungsbehÃ¶rden, darunter namentlich Direktionen, beurteilt (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 28). Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Unter BerÃ¼cksichtigung der von der Vorinstanz aufgehobenen Dispositiv-Ziffern Ia und IIb in der VerfÃ¼gung vom 18. Juni 2003 geht es vorliegend um die folgenden Anordnungen des Beschwerdegegners, die vom BeschwerdefÃ¼hrer bestritten werden: </p> <p class="EinzugZitat"><span>"I.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>b) SÃ¤mtlichen Pferden ist mindestens 13-mal pro Monat mehrstÃ¼ndiges freies Bewegen (Paddock) zu gewÃ¤hren. Bei grosser Hitze mÃ¼ssen die Pferde im Auslauf Schatten aufsuchen kÃ¶nnen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>c) Rauhfutter ist mindestens dreimal tÃ¤glich und in einer Menge von mindestens 6 kg pro Pferd und Tag zu verabreichen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>d) Die Tiere dÃ¼rfen weder durch MaulkÃ¶rbe noch durch andere Mittel am Aufnehmen von Nahrung gehindert werden. Ausnahmen sind bei veterinÃ¤rmedizinischer Indikation und gemÃ¤ss der schriftlich dokumentierten Anordnung des Tierarztes zulÃ¤ssig.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>e) Die Tiere dÃ¼rfen nicht zur Gewichtsreduktion (Schwitzen) eingedeckt werden.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>II. Ab Saison 2004 und inskÃ¼nftig gelten fÃ¼r die Haltung der Pferde in Boxen auf dem Betrieb von A die folgenden Mindestvorschriften:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>a) SÃ¤mtliche Pferde sind in Boxen mit MindestgrundflÃ¤che (2x WiderristhÃ¶he)<sup>2 </sup>oder in Haltungssystemen, welche den Mindestanforderungen fÃ¼r neue Haltungen gemÃ¤ss Richtlinie "Haltung von Pferden" 800.106.06 (2) des Bundesamtes fÃ¼r VeterinÃ¤rwesen vom 23. April 2001 entsprechen, zu halten."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Das Tierschutzgesetz vom 9. MÃ¤rz 1978 (TSchG, SR 455) gilt fÃ¼r Wirbeltiere und ordnet das Verhalten des Menschen gegenÃ¼ber dem Tier; es dient dessen Schutz und Wohlbefinden (Art. 1 Abs. 1 und 2 TSchG). Tiere sind so zu behandeln, dass ihren BedÃ¼rfnissen in bestmÃ¶glicher Weise Rechnung getragen wird. Wer mit Tieren umgeht, hat, soweit es der Verwendungszweck zulÃ¤sst, fÃ¼r deren Wohlbefinden zu sorgen (Art. 2 Abs. 1 und 2 TSchG). Wer ein Tier hÃ¤lt oder betreut, muss es angemessen nÃ¤hren, pflegen und ihm soweit nÃ¶tig Unterkunft gewÃ¤hren. Die fÃ¼r ein Tier notwendige Bewegungsfreiheit darf nicht dauernd oder unnÃ¶tig eingeschrÃ¤nkt werden, wenn damit fÃ¼r das Tier Schmerzen, Leiden oder SchÃ¤den verbunden sind (Art. 3 Abs. 1 und 2 TSchG). </p> <p class="Erwgung2">Tierhalter ist diejenige Person, welche eine lÃ¤nger als bloss vorÃ¼bergehende tatsÃ¤chliche VerfÃ¼gungsgewalt Ã¼ber ein Tier innehat. Entscheidend ist das umfassende ObhutsverhÃ¤ltnis, werde es nun ausgeÃ¼bt vom EigentÃ¼mer, Mieter, PÃ¤chter, Entlehner oder vom Aufbewahrer (Antoine F. Goetschel, Kommentar zum EidgenÃ¶ssischen Tierschutzgesetz, Bern/ Stuttgart 1986, Art. 3 N. 2, Art. 24 N. 3; Antoine F. Goetschel/Gieri Bolliger, Das Tier im Recht, ZÃ¼rich 2003, S. 74 f.). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Nach Art. 1 Abs. 1 und 2 der Tierschutzverordnung vom 27. Mai 1981 (TSchV, SR 455.1) sind Tiere so zu halten, dass ihre KÃ¶rperfunktionen und ihr Verhalten nicht gestÃ¶rt werden und ihre AnpassungsfÃ¤higkeit nicht Ã¼berfordert wird. FÃ¼tterung, Pflege und Unterkunft sind angemessen, wenn sie nach dem Stand der Erfahrung und den Erkenntnissen der Physiologie, Verhaltenskunde und Hygiene den BedÃ¼rfnissen der Tiere entsprechen. Tiere sind regelmÃ¤ssig und ausreichend mit geeignetem Futter und, soweit nÃ¶tig, mit Wasser zu versorgen. Das Futter muss so beschaffen und zusammengesetzt sein, dass die Tiere ihr arteigenes, mit dem Fressen verbundenes BeschÃ¤ftigungsbedÃ¼rfnis befriedigen kÃ¶nnen (Art. 2 Abs. 1 und 2 TSchV). UnterkÃ¼nfte mÃ¼ssen leicht zugÃ¤nglich und so gerÃ¤umig sein, dass die Tiere normal stehen und liegen kÃ¶nnen; sie mÃ¼ssen so gebaut sein, dass die Verletzungsgefahr gering ist. StandplÃ¤tze, Boxen und Anbindevorrichtungen mÃ¼ssen so gestaltet sein, dass Tiere artgemÃ¤ss abliegen, ruhen und aufstehen kÃ¶nnen (Art. 4 Abs. 2, Art. 6 TSchV). FÃ¼r gewisse Nutztierarten (namentlich fÃ¼r Pferde) bestehen keine weiteren verbindlichen Haltungsnormen, sondern allenfalls Richtlinien des Bundesamtes fÃ¼r VeterinÃ¤rwesen (Goetschel/Bolliger, S. 77, 203; Rekursentscheid E. 2.2-2.5). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Diese VerordnungslÃ¼cke Ã¼berbrÃ¼ckt die vom Bundesamt fÃ¼r VeterinÃ¤rwesen gestÃ¼tzt auf Art. 70 Abs. 1 TSchV erlassene Richtlinie 800.106.06 (2) vom 23. April 2001 zur Haltung von Pferden, Ponys, Eseln, Maultieren und Mauleseln (fortan Richtlini<i>e</i>). Die Richtlinie will die tiergerechte Haltung von Pferden fÃ¶rdern. Sie zeigt auf, wie die allgemein gÃ¼ltigen, tierschutzrechtlichen Bestimmungen fÃ¼r Pferdeartige auszulegen sind, fÃ¼r die derzeit keine verbindlichen Vorschriften existieren. Sie enthÃ¤lt zahlreiche Vorgaben, die verordnungsvertretender Natur sind (Tanja Katharina Gehrig, Struktur und Instrumente des Tierschutzrechts, Diss. ZÃ¼rich 1999, S. 164). Solche Richtlinien stellen eine ErgÃ¤nzung und PrÃ¤zisierung der Bestimmungen der Tierschutzgesetzgebung aus der Sicht der BundesbehÃ¶rden dar und werden in der Regel unter Beizug externer Experten, Kommissionen und kantonaler BehÃ¶rden ausgearbeitet. Es kommt ihnen zwar nicht der Charakter eigentlicher RechtssÃ¤tze zu, womit sie fÃ¼r den BÃ¼rger weder Rechte noch Pflichten begrÃ¼nden und auch fÃ¼r die JustizbehÃ¶rden nicht verbindlich sind. Im Rahmen der Tierschutzgesetzgebung dienen sie jedoch der allgemeinen Auslegung und LÃ¼ckenfÃ¼llung. Sie werden rechtlich als Verwaltungsvorschriften qualifiziert, die von den kantonalen BehÃ¶rden im Sinne einer Vollzugshilfe zu beachten sind, um eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen und einen einheitlichen und wirkungsvollen Vollzug zu gewÃ¤hrleisten (Goetschel/Gieri, S. 203; RenÃ© A. Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, ErgÃ¤nzungsband, Basel/Frankfurt a.M. 1990, Nr. 9 B IIa; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich etc. 2002, Rz. 123 ff., insbesondere Rz. 134; Gehrig, S. 157). Vor allem technischen Richtlinien kommt insoweit eine prÃ¤zisierende, die Auslegung beeinflussende Auswirkung zu, als sich das Gericht in der Regel wegen des darin verarbeiteten Fachwissens darauf stÃ¼tzt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 65). </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt vor, er habe erst mit Beginn der Saison 2003 die Verantwortung fÃ¼r den Stallbetrieb und das Wohlergehen der Pferde durch Abschluss von PferdepensionsvertrÃ¤gen mit den einzelnen Pferdebesitzern Ã¼bernommen. Die beanstandeten VorfÃ¤lle hÃ¤tten sich aber alle vor der Zeit seiner Pferdehaltung ereignet. Ferner sei als neue Tatsache festzuhalten, dass in der kommenden Saison 2005 nur noch grÃ¶ssere Boxen mit dem Ausmass 3,0 m auf 3,0 m Verwendung fÃ¤nden. Schliesslich wÃ¼rden die bei ihm stehenden Pferde tÃ¤glich mit Training oder Spiel je wÃ¤hrend zweimal ca. einer Stunde bewegt. ZusÃ¤tzlich erhielten sie Auslauf auf der Weide und damit ein Bewegungsausmass, das weit Ã¼ber dem angeordneten liege. Diese Anordnung kÃ¶nne allerdings nicht geduldet werden, da sie sich auf die unverbindliche Richtlinie abstÃ¼tze.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Es trifft zu, dass die erwÃ¤hnten Beanstandungen in eine Zeit fielen, als der BeschwerdefÃ¼hrer noch nicht die Verantwortung fÃ¼r die Pferdehaltung trug. Erst mit Vertrag vom 3. Juni 2003 wurde er zum Stall Manager (auch fÃ¼r den Stall E) ernannt. Indessen geht es vorliegend darum, die in der Vergangenheit erfolgten Beanstandungen in der Pferdehaltung fÃ¼r die Zukunft zu vermeiden. Entsprechend hat sich die angefochtene VerfÃ¼gung an ihn als fÃ¼r die Pferdehaltung Verantwortlichen zu richten, unabhÃ¤ngig davon, ob er fÃ¼r die MissstÃ¤nde in der Vergangenheit verantwortlich war oder nicht.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer leitet aus dem Pensionsvertrag mit den PferdeeigentÃ¼mern ab, dass er als Aufbewahrer nicht darÃ¼ber zu verfÃ¼gen habe, wie lange die Pferde geritten und trainiert wÃ¼rden und wie lange sie auf die Weide gingen. Dies sei Sache des EigentÃ¼mers. Das trifft indessen nicht zu.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.1 </b>Die typische primÃ¤re Vertragsleistung des BeschwerdefÃ¼hrers besteht in der Ãbernahme der Pferde der EigentÃ¼mer in Obhut und Pflege und ist damit hinterlegungsrechtlicher Art. GemÃ¤ss Art. 472 Abs. 1 des Obligationenrechts (OR) verpflichtet sich der Aufbewahrer durch den Hinterlegungsvertrag, eine ihm vom Hinterleger anvertraute bewegliche Sache an einem sicheren Ort aufzubewahren. Dabei beschrÃ¤nkt sich seine Pflicht nicht bloss auf die Aufbewahrung: Er hat darÃ¼ber hinaus im Interesse des Deponenten die zur Erhaltung des anvertrauten Gutes erforderlichen Vorkehren zu treffen. Zur Pflicht des Depositars gehÃ¶rt damit nicht nur die sichere Aufbewahrung des Pferdes in einem geeigneten Stall, sondern auch die Wartung und FÃ¼tterung des Pferdes. Der Pensionsgeber ist darÃ¼ber hinaus gehalten, fÃ¼r die Bewegung des Pferdes zu sorgen, soweit die Gesundheit des Tieres dies erfordert. Soll das Tier jedoch eingeritten oder trainiert werden, so ist diese Leistung auftragsrechtlicher Natur (BJM 1975, S. 195 ff.; ZR 96 Nr. 61; Goetschel/Bolliger, S. 137 f.; Theo Guhl/Anton K. Schnyder, Das Schweizerische Obligationenrecht, 9. A., ZÃ¼rich 2000, § 55 Rz. 2). Es liegt dann ein gemischter Vertrag vor, in dem jedoch regelmÃ¤ssig das Hinterlegungselement dominiert. Massgebend dabei ist, dass der Aufbewahrer die tatsÃ¤chliche und ausschliessliche Herrschaft Ã¼ber die anvertraute Sache erwirbt (Guhl/Schnyder, § 55 Rz. 5).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.2 </b>Vorliegend sind die BenÃ¼tzung der Weide in der Herde sowie die tiergerechte FÃ¼tterung der Pferde gemÃ¤ss Pensionsvertrag als Leistung des Stalles im Preis inbegriffen. Ferner liess der BeschwerdefÃ¼hrer ausfÃ¼hren, dass die bei ihm stehenden Pferde tÃ¤glich mit Training oder Spiel wÃ¤hrend zweimal ca. je einer Stunde bewegt wÃ¼rden. Demnach ist davon auszugehen, dass sÃ¤mtliche Pferde vom Club-Groom (Club-Pferdepfleger) oder einem anderen Groom betreut werden, weil sie dann mindestens ein Mal pro Tag bewegt werden. Auch fÃ¼r die Grooms zeichnet aber der BeschwerdefÃ¼hrer verantwortlich, erliess er doch als Stall Manager 15 Richtlinien fÃ¼r Pferdepfleger (fortan Richtlini<i>en</i>) und kommt ihm gegenÃ¼ber den Grooms direkte Weisungsbefugnis mit Bezug auf den Stallbetrieb zu. Er ist daher dafÃ¼r zustÃ¤ndig, wie die Pferde bewegt, trainiert, gefÃ¼ttert und gehalten werden. Zu Recht richtete sich die angefochtene VerfÃ¼gung daher an den BeschwerdefÃ¼hrer.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.3 </b>Im Ãbrigen kann es aus der Perspektive des Ã¶ffentlichen Rechts nicht auf das privatrechtliche RechtsverhÃ¤ltnis ankommen. Vielmehr muss auf denjenigen RÃ¼ckgriff genommen werden kÃ¶nnen, welcher im Sinne von Art. 3 Abs. 1 TSchG Halter der betroffenen Tiere ist. Als solcher hat im vorliegenden Fall offenkundig der BeschwerdefÃ¼hrer zu gelten. Als Halter erscheint der BeschwerdefÃ¼hrer im Ãbrigen zugleich als StÃ¶rer im polizeirechtlichen Sinn (zum Begriff des StÃ¶rers vgl. Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2002, Rz. 2488 ff.).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer stÃ¶rt sich daran, dass sÃ¤mtlichen Pferden mindestens 13-mal pro Monat mehrstÃ¼ndiges freies Bewegen zu gewÃ¤hren sei. Es handle sich um eine der Richtlinie entnommene Vorschrift, welcher die Rechtsgrundlage fehle. Der Beschwerdegegner hÃ¤lt dafÃ¼r, der BeschwerdefÃ¼hrer erfÃ¼lle die Anforderung inzwischen, weshalb sein Widerstand gegen die Anordnung nicht verstÃ¤ndlich sei. </p> <p class="Erwgung3">Die Richtlinie verweist darauf, dass Pferde unter natÃ¼rlichen Bedingungen wÃ¤hrend etwa 16 Stunden am Tag zur Nahrungsaufnahme umherziehen, was fÃ¼r die Gesunderhaltung ihrer Gelenke, der Verdauungs- und Atmungsorgane erforderlich sei. Durch die Aufstallung wÃ¼rden Pferde in ihrer Bewegungsfreiheit stark eingeschrÃ¤nkt, was sich ausser auf ihre Gesundheit auch negativ auf ihre Kondition und Ausgeglichenheit auswirke. Sie sollten sich deshalb, wann immer mÃ¶glich, wÃ¤hrend vieler Stunden tÃ¤glich in mÃ¤ssigem Tempo bewegen kÃ¶nnen. An mindestens 13 Tagen pro Monat sei freie Bewegung im Freien, wÃ¼nschenswert in der Gruppe, zu gewÃ¤hren.</p> <p class="Urteilstext">Die Pferde im Stall des BeschwerdefÃ¼hrers werden gemÃ¤ss Vertrag einmal, gemÃ¤ss Angaben in der Beschwerdeschrift zweimal pro Tag trainiert und kÃ¶nnen in der Herde die Weide benÃ¼tzen (vorn E. 3.2.2). Zudem mÃ¼ssen sie tÃ¤glich auf die Weide gelassen werden. Es ist daher nicht einzusehen, welches Interesse der BeschwerdefÃ¼hrer an der Aufhebung der erwÃ¤hnten Anordnung hat, wenn er sie faktisch mehr als erfÃ¼llt. Insofern erscheint die Beschwerde als gegenstandslos. Selbst wenn aber zweifelhaft wÃ¤re, ob der BeschwerdefÃ¼hrer den Pferden im geforderten Ausmass Bewegung zukommen lÃ¤sst, wÃ¼rde die Anordnung des Beschwerdegegners nicht dadurch hinfÃ¤llig, dass sie sich in der konkreten Form aus der Richtlinie ergibt. Die Richtlinie erlÃ¤utert, weshalb die geforderte Bewegungsfreiheit fÃ¼r die Pferde aus fachkundiger Sicht notwendig ist. Sie dient damit der Auslegung der gesetzlichen Bestimmungen. Die Grundlage dafÃ¼r liegt in Art. 2 Abs. 1 und 2 TSchG, wonach Tiere so zu behandeln sind, dass ihren BedÃ¼rfnissen in bestmÃ¶glicher Weise Rechnung getragen wird und deren Halter fÃ¼r deren Wohlbefinden zu sorgen hat, und in Art. 1 Abs. 1 TSchV, wonach Tiere so zu halten sind, dass ihre KÃ¶rperfunktionen und ihr Verhalten nicht gestÃ¶rt werden. Wenn Pferde unter natÃ¼rlichen Bedingungen wÃ¤hrend etwa 16 Stunden am Tag zur Nahrungsaufnahme herumziehen, erweist sich die Forderung, zum Ausgleich der Aufstallung den Pferden an mindestens 13 Tagen pro Monat auf der Weide freien Lauf zu lassen, als jedenfalls angemessen in Konkretisierung der erwÃ¤hnten Gesetzesbestimmungen zur Erhaltung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Tiere. Die vom BeschwerdefÃ¼hrer daran geÃ¤usserten Zweifel vermÃ¶gen daran nichts zu Ã¤ndern. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer erklÃ¤rt, ab der Saison 2005 kÃ¤men nur noch Boxen mit den Grundmassen 3,0 m auf 3,0 m (total 9 m<sup>2</sup>) zur Anwendung. Damit wird der Raumbedarf in der Boxe mindestens fÃ¼r Pferde mit einer WiderristhÃ¶he von 1,50 m nach der massgebenden Formel (vorn 1.2 II/a) erfÃ¼llt (BoxenflÃ¤che von 9 m<sup>2</sup>). In der Beschwerdeantwort erklÃ¤rte der Beschwerdegegner, da es sich um mobile Turnierboxen handle, die leichter als feste Einrichtungen ausgewechselt werden kÃ¶nnten, sehe er bis auf weiteres davon ab, die Anpassung auf 100 % durchzusetzen. Der Beschwerdegegner anerkennt daher die BoxengrÃ¶sse bis auf weiteres als genÃ¼gend, auch wenn sie fÃ¼r Pferde mit einer WiderristhÃ¶he von 1,60 m eher knapp bemessen ist (erforderliche FlÃ¤che 10,24 m<sup>2</sup>). BetrÃ¤gt die Abweichung von der Norm jedoch weniger als 20 % (vorliegend rund 14 %), wird praxisgemÃ¤ss nicht eingeschritten. Entgegen der Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers werden demnach gerade nicht 100 % vom FlÃ¤chenmass verlangt; im Ãbrigen ist seine Berechnung der notwendigen BoxengrundflÃ¤che nicht korrekt. Bei dieser Sach- und Rechtslage ist die Beschwerde in diesem Punkt abzuweisen, soweit sie nicht gegenstandslos geworden ist.</p> <p class="Urteilstext">Zweifel an der Auflage, grÃ¶ssere Boxen zu verwenden, wÃ¤ren im Ãbrigen nicht gerechtfertigt. Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer hierzu vorbringt, die Richtlinie kÃ¶nne das Mindestmass der Pferdeboxen nicht auf die Tierschutzgesetzgebung stÃ¼tzen, weil sogar Anbindehaltung zulÃ¤ssig sei, ist ihm nicht zu folgen. Die Richtlinie vermag sich bezÃ¼glich BoxengrÃ¶sse durchaus auf Tierschutzgesetz und -verordnung abzustÃ¼tzen, wonach FÃ¼tterung, Pflege und Unterkunft den BedÃ¼rfnissen der Tiere entsprechen (Art. 1 Abs. 2 TSchV) und UnterkÃ¼nfte so gerÃ¤umig sein mÃ¼ssen, dass die Tiere normal stehen und liegen kÃ¶nnen (Art. 4 Abs. 2 TSchV; Goetschel, Art. 3 N. 17). Bei der Berechnung des notwendigen Platzbedarfs kommt der Richtlinie sodann der Charakter einer technischen Richtlinie zu, weshalb sie zu beachten ist (vorn E. 2.3). Auch die Richtlinien des BeschwerdefÃ¼hrers untersagen die Anbindehaltung. Danach werden die Pferde im Stall "nie angebunden", ausser beim Misten, Putzen/Satteln oder wenn sie auf die Spiele vorbereitet werden. Der Beschwerdegegner wies in der Rekursantwort ferner darauf hin, dass die VerhÃ¤ltnisse der Anbindehaltung mit der Boxenhaltung nicht verglichen werden kÃ¶nnten, wozu sich die Beschwerde nicht substantiiert Ã¤ussert.</p> <p class="Urteilstext">Den Verantwortlichen (vorerst F, danach dem BeschwerdefÃ¼hrer) war zudem hinlÃ¤nglich bekannt, dass die Boxen zu klein waren und nur kurzfristig vom Beschwerdegegner toleriert wÃ¼rden; dieser wurde denn auch auf Besserung mit dem geplanten Stallneubau vertrÃ¶stet. Die vom Beschwerdegegner korrekt errechnete BoxengrÃ¶sse entspricht offenkundig den BedÃ¼rfnissen der Pferde, wie der BeschwerdefÃ¼hrer mit EinfÃ¼hrung der vergrÃ¶sserten Boxen faktisch eingesteht. DemgegenÃ¼ber verursachte eine EinschrÃ¤nkung in der Regel eine StÃ¶rung des Wohlbefindens (Art. 3 Abs. 2 TSchG; Goetschel, Art. 3 N 17). Der Amtsbericht vom 3. Januar 2005 enthielt diesbezÃ¼glich nichts Entscheidwesentliches, weshalb die unterlassene Zustellung an den BeschwerdefÃ¼hrer â von ihm als Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs gerÃ¼gt â nicht ins Gewicht fÃ¤llt. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer beanstandet sodann die weiteren Massnahmen â Verabreichung von (insgesamt) 6 kg Rauhfutter dreimal tÃ¤glich; Verbot, MaulkÃ¶rbe zu verwenden und die Tiere zur Gewichtsreduktion einzudecken â als absolut unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig und einer Rechtsgrundlage entbehrend, ohne sich allerdings inhaltlich substantiiert dazu zu Ã¤ussern. Soweit er sich erneut in unzutreffender Weise darauf beruft, dass die VerfÃ¼gungsgewalt Ã¼ber das Pferd beim EigentÃ¼mer verbleibe (dazu vorn E. 3.2.1 in fine) und dieser ihm verbindliche Weisungen betreffend FÃ¼tterung und Haltung seines Pferdes erteilen kÃ¶nne, ist ihm nicht zu folgen. Zudem unterlÃ¤sst er es, solche konkreten Weisungen von PferdeeigentÃ¼mern darzutun.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Nach Ziffer 3 der Richtlinien des BeschwerdefÃ¼hrers erhalten die Tiere dreimal tÃ¤glich Futter, mittags und abends Kraftfutter mit genÃ¼gend Rauhfutter. Es wird darin zwischen Kraftfutter und Rauhfutter unterschieden, weshalb seine Vorbringen, dass Kraftfutter zum Teil einen Rauhfutteranteil enthalte und eine Definition fÃ¼r Rauhfutter fehle, ins Leere gehen. Entgegen der Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers ging Prof. Dr. G in seinem Bericht bei der gebotenen Rauhfuttermenge wohl vom Freiberger aus, reduzierte aber den Bedarf im Hinblick auf ein Polopony im Training auf 6 kg Heu und 2-3 kg Kraftfutter. Die vom Fachmann angegebene Futtermenge ist nicht zu beanstanden. Dies umso weniger, als Dr. H, bei dem die Pferde zuvor untergebracht waren, erklÃ¤rte, mit dem Futter werde bei den Pferden des damaligen C viel zu stark zurÃ¼ckgehalten. Er hielt die Pferde fÃ¼r nicht artgerecht gehalten und wunderte sich nicht darÃ¼ber, dass sie mager und viel zu schwach bemuskelt seien. Der Richtlinie ist die FÃ¼tterung der Pferde mit dreimal tÃ¤glich Rauhfutter zu entnehmen, sofern sie nicht wÃ¤hrend mindestens 16 Stunden tÃ¤glich Zugang zu Rauhfutter oder Gras haben, was der BeschwerdefÃ¼hrer nicht geltend macht. Die Richtlinien konkretisieren diesbezÃ¼glich die gesetzlichen Vorschriften fÃ¼r die Belange der Pferde, weshalb sie zu berÃ¼cksichtigen sind (Art. 3 Abs. 1 TSchG; Art. 1 Abs. 2, Art. 2 Abs. 1 und 2 TSchV).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Nach den Richtlinien fÃ¼r Pferdepfleger ist das Anlegen von MaulkÃ¶rben nicht erlaubt, ausser es wird vom Stall Manager oder Tierarzt bei Pferden verordnet, die zur Kolik neigen (Ziffer 9). Soweit der Beschwerdegegner bezÃ¼glich der Verwendung von MaulkÃ¶rben darauf besteht, dass allein eine tierÃ¤rztliche Indikation deren Verwendung erlaubt, ist auch dies nicht zu beanstanden. Bereits anlÃ¤sslich der Kontrolle vom 11. Juni 2002 â als der BeschwerdefÃ¼hrer noch nicht Stall Manager war, die Pferde aber schon bei ihm untergebracht waren â begrÃ¼ndeten seine Mitarbeiter die Verwendung von MaulkÃ¶rben in der Boxe mit Koliken der Pferde. Allerdings wÃ¤ren dabei nicht weniger als 15 Pferde von Koliken betroffen gewesen. Der damalige Cheftrainer gestand denn auch zu, dass die Tiere nicht zu dick werden dÃ¼rften, weil dies die Gelenke zu sehr belaste. Die Verwendung von MaulkÃ¶rben, um die Pferde schlank zu halten, ist in der Boxe nach fachmÃ¤nnischer Ansicht jedoch nicht tiergerecht und zu vermeiden.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Der Beschwerdegegner erliess das Verbot, Pferde fÃ¼r die Gewichtsreduktion durch Schwitzen einzudecken. Der Bericht G hielt die Eindeckung von Pferden zur Gewichtsreduktion unter den anlÃ¤sslich der Kontrolle herrschenden Temperaturbedingungen (strahlender Sonnenschein) fÃ¼r nicht vertretbar. Diesen Anforderungen entsprechen nunmehr die Richtlinien des BeschwerdefÃ¼hrers, wonach die Pferdedecken entfernt werden mÃ¼ssen, wenn die Temperatur 20° C Ã¼bersteigt (Ziffer 10). Es ist nicht erkennbar, inwiefern die angeordnete Massnahme absolut unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig sein soll.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Die Ã¼brigen Vorbringen des BeschwerdefÃ¼hrers sind nicht geeignet, vom angefochtenen Entscheid abzuweichen. Demnach ist die Beschwerde abzuweisen, soweit sie nicht gegenstandslos geworden ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Verfahrens dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung ist nicht zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit das Verfahren nicht als gegenstandslos geworden abgeschrieben wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>