<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2010.00146</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=209612&amp;W10_KEY=13013545&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2010.00146</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.04.2010</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Stadtratswahlen / Stimmrechtsbeschwerde</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Stimmrechtsbeschwerde Stadtratswahlen Zürich Das Verwaltungsgericht muss von sich aus prüfen, ob die im angefochtenen Beschluss zum Teil nur stillschweigend bejahten Eintretensvoraussetzungen wirklich gegeben waren; soweit sie fehlen, gilt es die Beschwerde im Sinn der Erwägungen abzuweisen (E.3). Die Beschwerdeführerin rügt, das Fehlen eines Beiblatts bei der Stadtratswahl verletze die politischen Rechte. Gemäss konstanter Praxis des Bundesgerichts beginnt die Rechtsmittelfrist für Stimmrechtsbeschwerden gegen Vorbereitungshandlungen bei einer Wahl oder Abstimmung mit Eröffnung oder Mitteilung der entsprechenden Anordnung zu laufen. Beschwerden gegen Vorbereitungshandlungen müssen deshalb direkt im Anschluss an diese innert der Rechtsmittelfrist eingereicht werden. Unterlässt die stimmberechtigte Person dies, obwohl nach den Verhältnissen ein sofortiges Vorgehen geboten oder zumutbar war, kann sie allfällige Mängel im Vorfeld einer Wahl oder Abstimmung nicht mehr gegen deren Ergebnis geltend machen. Von diesem Grundsatz ist nur abzuweichen, wenn die Frist nach dem Abstimmungs- bzw. Wahltermin abläuft oder spezielle Gründe sofortiges Vorgehen als unzumutbar erscheinen lassen (E.3.1). Verzichtet eine Gemeinde darauf, die Verwendung eines Beiblatts vorzuschreiben, bleibt es der wahlleitenden Behörde freigestellt, im Einzelfall gleichwohl ein solches einzusetzen. Damit kann auf besondere Situationen reagiert werden, wo ein Beiblatt sinnvoll erscheint, etwa dann, wenn die Orthografie des Namens der kandidierenden Person schwierig ist oder wenn mehrere Kandidaten sehr ähnliche Namen tragen (E.4.2). Abweisung der Beschwerde, soweit auf sie eingetreten wird. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: POLITISCHE RECHTE">POLITISCHE RECHTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMITTELFRIST">RECHTSMITTELFRIST</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STIMMRECHTSBESCHWERDE">STIMMRECHTSBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STIMMRECHTSREKURS">STIMMRECHTSREKURS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ÃBRIGES BESONDERES VERWALTUNGSRECHT">ÃBRIGES BESONDERES VERWALTUNGSRECHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 22 Abs. II GPR</span><br/><span class="ungerade">Art. 147 Abs. I GPR</span><br/><span class="gerade">Art. 150 GPR</span><br/><span class="ungerade">Art. 150 Abs. I GPR</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=11194" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2010.00146</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Entscheid</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">21. April 2010</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Jso Schumacher<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Peter Sprenger, Verwaltungsrichterin Maja SchÃ¼pbach Schmid, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>GerichtssekretÃ¤r Stefan SchÃ¼rer. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><a id="Anonym_Ruolo_BESF_1_1_3"><b>A,</b></a><b> </b><br/> </p> <p class="MsoNormal"><b>BeschwerdefÃ¼hrerin</b>, </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><a id="Anonym_Ruolo_BESG_1_2_7"><b>Stadt ZÃ¼rich,</b></a><b> </b><br/> vertreten durch <a id="Anonym_Ruolo_VRTR_1_3_11">den Stadtrat von ZÃ¼rich,</a> <a id="BT_Z_PLZ_N"></a></p> <p class="MsoNormal"><b>Beschwerdegegnerin</b>, </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Stadtratswahlen / Stimmrechtsbeschwerde,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Das Tagblatt der Stadt ZÃ¼rich als "StÃ¤dtisches Amtsblatt" machte auf Seite 52 der Ausgabe vom 23. September 2009 die Festsetzung der Erneuerungswahl fÃ¼r den Stadtrat samt PrÃ¤sidium auf Sonntag, 7. MÃ¤rz 2010 bekannt (vgl. AS 170.530 und 170.531, beides unter www.stadt-zuerich.ch/portal/de/index/politik_u_recht/amtliche_samm­lung.html). Am 16. Dezember 2009 genehmigte der Stadtrat den (leeren) Wahlzettel fÃ¼r Stadtrat und -prÃ¤sidium gemÃ¤ss Layoutvorlage. Das Tagblatt vom 27. Januar 2010 publizierte auf Seite 49 wiederum die Stadtrats- und PrÃ¤sidiumswahl; es stellte am 3. Februar 2010 von nachmals insgesamt 20 bzw. 5 Kandidierenden deren 17 bzw. 2 vor, wÃ¤hrend die Stadt das auf ihrer Home­page zuletzt mit allen tat. Am 10. MÃ¤rz 2010 wurde das Wahlresultat auf Seite 38 des Tagblatts verÃ¶ffentlicht und auf Seite 40 als Rechtsmittel der binnen fÃ¼nf Tagen beim Bezirksrat ZÃ¼rich zu erhebende Stimmrechtsrekurs genannt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A rekurrierte unter dem 12. MÃ¤rz 2010 und beim Bezirksrat ZÃ¼rich drei Tage spÃ¤ter einlangend mit den Begehren, es seien (1) die Erneuerungswahl fÃ¼r Stadtrat und StadtprÃ¤sidium zu wiederholen, (2) den neuen Wahlunterlagen eine Liste mit Namen und Angaben aller Kandidierenden beizulegen sowie (3) bei kÃ¼nftigen Wahlen mit leerem Wahlzettel den Unterlagen immer eine Liste mit den Namen der Kandidierenden beizulegen; zur BegrÃ¼ndung machte sie geltend, 210'915 leere Stimmen verrieten, dass die Stimmberechtigten ungenÃ¼gend Ã¼ber die Kandidierenden informiert worden seien und sie nur mit einer diese auffÃ¼hrenden Liste an den Wahlen teilnehmen kÃ¶nnten. Mit kostenlosem Beschluss vom 23. MÃ¤rz 2010 â A am 26. gleichen Monats ausgehÃ¤ndigt â wies der Bezirksrat das Rechtsmittel ab und gab als WeiterzugsmÃ¶glichkeit die innert fÃ¼nf Tagen ab Zustellung beim Verwaltungsgericht einzureichende Beschwerde an, welcher er die aufschiebende Wirkung entzog; er erwog im Wesentlichen Folgendes:</p> <p class="Sachverhalt2">Er sei gestÃ¼tzt auf § 151a Abs. 1 des Gemeindegesetzes vom 26. Juni 1926 (GemeindeG, LS 131.1) in Verbindung mit § 149 Abs. 1 des Gesetzes Ã¼ber die politischen Rechte vom 1. September 2003 (GPR, LS 161) fÃ¼r den Stimmrechtsrekurs zustÃ¤ndig, womit sich laut § 147 GPR die Verletzung der politischen Rechte oder von Vorschriften Ã¼ber deren AusÃ¼bung rÃ¼gen sowie alle Handlungen und Unterlassungen von staatlichen Organen anfechten liessen; als in der Stadt ZÃ¼rich Stimmberechtigter komme A gemÃ¤ss § 148 lit. a GPR die Rechtsmittellegitimation zu, und es gelte auf den fristgerecht angestrengten Rekurs einzutreten. Nach § 61 GPR kÃ¶nnten die wahlleitende BehÃ¶rde den Unterlagen ein Beiblatt hinzufÃ¼gen, welches die Ã¶ffentlich zur Wahl vorgeschlagenen Personen auffÃ¼hre (Abs. 1), und die Gemeindeordnung fÃ¼r die Wahl eines kommunalen Organs die Abgabe eines Beiblatts vorschreiben, sofern keine gedruckten VorschlÃ¤ge zum Einsatz gelangten (Abs. 2); sei fÃ¼r die Wahl eines Gemeindeorgans kein Vorverfahren nach §§ 48â53 GPR vorgesehen, kÃ¶nne die wahlleitende BehÃ¶rde kraft § 31 Abs. 2 Satz 1 der Verordnung Ã¼ber die politischen Rechte vom 27. Oktober 2004 (VPR, LS 161.1) den Einsatz eines Beiblatts beschliessen.</p> <p class="Sachverhalt2">Mangels abweichender Vorschriften in der Gemeindeordnung der Stadt ZÃ¼rich vom 26. April 1970 (AS 101.100, www.stadt-zuerich.ch/portal/de/index/politik_u_recht/amtli­che_sammlung.html) wÃ¼rden die erwÃ¤hnten Kann-Bestimmungen der §§ 61 Abs. 1 GPR und 31 Abs. 2 Satz 1 VPR die Abgabe eines Beiblatts dem Ermessen des Stadtrats als nach § 12 lit. d GPR wahlleitender BehÃ¶rde anheimstellen, was sich nur auf ErmessensÃ¼berschreitung oder -missbrauch (WillkÃ¼r) Ã¼berprÃ¼fen lasse. Ausser in Tagblatt und Internet</p> <p class="EinzugZitat"> "wurden die Kandidaten immer wieder in der Presse vorgestellt [â¦]. Insoweit hatten alle Stimmberechtigten gleichermassen die MÃ¶glichkeit, sich Ã¼ber alle Kandidierenden ins Bild zu setzen und an den Wahlen teilzunehmen. Der Rekursgegnerin kann demnach nicht vorgeworfen werden, sie hÃ¤tte ungenÃ¼gend Ã¼ber die Kandidierenden informiert. Ebenso wenig ist der Rekurrentin beizustimmen, dass den Stimmberechtigten ohne beigelegte Liste [â¦] die Grundlage fÃ¼r die Wahlen fehlen wÃ¼rde. Unbehelflich ist der Hinweis auf die leer eingereichten Stimmen. Diese bedeuten keineswegs zwingend, dass die Stimmberechtigten ungenÃ¼gend Ã¼ber die Kandidierenden informiert seien und deshalb nicht gewÃ¤hlt hÃ¤tten. Vielmehr haben die Stimmberechtigten bewusst nur jene Kandidierenden auf die Liste gesetzt, die sie unbedingt wÃ¤hlen wollten. Dieses taktische Wahlverhalten ist typisch, stark verbreitet, vom Gesetzgeber nicht ungewollt, und fÃ¼hrt natÃ¼rlicherweise zu leeren Stimmen. Unter diesen UmstÃ¤nden ist nicht zu beanstanden, dass der Stadtrat von ZÃ¼rich auf ein Beiblatt mit den Namen der Kandidierenden verzichtet hat. Im Ãbrigen ist zu bedenken, dass es im Wahlkampf grundsÃ¤tzlich Sache der Kandidierenden ist, um Stimmen zu werben und sich bei den Stimmberechtigten bekannt zu machen, und nicht Sache der BehÃ¶rden. Demnach ist der Rekurs abzuweisen.</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat">[â¦]</p> <p class="EinzugZitat">Aufgrund der klaren gesetzlichen Vorschriften [â¦] ist auch der Antrag, bei kÃ¼nftigen Wahlen mit leeren Wahlzetteln sei den Wahlunterlagen immer eine Liste mit den Namen der Kandidierenden beizulegen, abzuweisen."</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A fÃ¼hrte beim Verwaltungsgericht am 29. MÃ¤rz 2010 Beschwerde, wiederholte die RekursantrÃ¤ge und fÃ¼gte ihnen als vierten hinzu, "[d]ie Gemeindeordnung ist entsprechend anzupassen, indem die 'kann'-Vorschrift in eine zwingende 'muss'-Vorschrift geÃ¤ndert wird". Innerhalb der angesetzten Frist von fÃ¼nf Tagen schlossen Bezirksrat und Stadt ZÃ¼rich je unter Aktenbeilage auf Abweisung des Rechtsmittels; Beschwerdeantwort und -vernehmlassung wurden am 7. April 2010 zur Kenntnisnahme an A versandt. Diese replizierte unaufgefordert mit Eingabe vom 13. April 2010.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Weder hat die vorliegende Beschwerde einen Streitwert noch beschlÃ¤gt sie ein Sondergebiet, das gerichtsintern in einzelrichterliche ZustÃ¤ndigkeit fiele; sie ist deshalb kraft § 38 Abs. 1 f. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) in Dreierbesetzung zu erledigen.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Auf Grund des § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 VRG prÃ¼ft das Verwaltungsgericht seine ZustÃ¤ndigkeit als solches von Amtes wegen. Diese kommt ihm seit Greifen der Rechtsweggarantie ab 1. Januar 2009 kantonal zweit- und letztinstanzlich fÃ¼r Rechtsmittel gegen Anordnungen auf dem Gebiet von Wahlen und Abstimmungen zu (vgl. Art. 86 Abs. 2 f. und Art. 88 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 130 Abs. 3 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]; BGr, 29. Juni 2009, 1C_124/2009, E. 2 mit Zitaten, www.bger.ch; VGr, 10. Februar 2010, VB.2009.00509, E. 1.1 Abs. 1, und VB.2009.00590, E. 1.1, beides mit Hinweisen und unter www.vgrzh.ch; zur Ausnahme bei Verletzung politischer Rechte durch den Kantonsrat VGr, 21. Oktober 2009, VB.2009.00443, www.vgrzh.ch, und BGr, 3. MÃ¤rz 2010, 1C_493/2009, E. 1 f., www.bger.ch).</p> <p class="Erwgung2">Beschwerde fÃ¼hren kann grundsÃ¤tzlich nur, wer durch eine Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Ãnderung oder Aufhebung hat (§ 70 in Verbindung mit § 21 lit. a VRG). Die Legitimation zum Stimmrechtsrekurs geht hingegen weiter. Sie eignet unter anderem allen Stimmberechtigten des betreffenden Wahl- oder Abstimmungskrei­ses, ohne dass diese â wie von § 21 lit. a VRG gefordert â ein schutzwÃ¼rdiges Interesse am Ausgang des Verfahrens geltend zu machen brÃ¤uchten (vgl. § 148 lit. a GPR). Wenn das Verwaltungsgericht neu kantonal zuletzt Ã¼ber Rechtsmittel in Stimmrechtssachen entscheidet, darf das nicht legitimationseinschrÃ¤nkend heissen, die Voraussetzungen gemÃ¤ss § 21 lit. a VRG hÃ¤tten vorzuliegen. Vielmehr muss die Rechtsmittellegitimation auch vor Verwaltungsgericht sÃ¤mtlichen Stimmberechtigten zukommen (zum Ganzen VGr, 10. Februar 2010, VB.2009.00509, E. 1.2 Abs. 1 mit Hinweis, www.vgrzh.ch), also wie bei der Vorinstanz auch der BeschwerdefÃ¼hrerin (siehe oben II Abs. 2).</p> <p class="Erwgung2">Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat den vorinstanzlichen Beschluss innert der ihr angegebenen fÃ¼nftÃ¤gigen Frist angefochten (siehe vorn II Abs. 1 und III). Es kann deshalb vorliegend â ebenso wie in den bisher von der Kammer beurteilten FÃ¤llen â offenbleiben, ob fÃ¼r Stimmrechtsmittel vor Verwaltungsgericht die besondere Frist von fÃ¼nf Tagen gemÃ¤ss § 150 Abs. 1 GPR oder die allgemeine von 30 Tagen nach § 53 VRG gelte (vgl. VGr, 10. Februar 2010, VB.2009.00509 und VB.2009.00590, je E. 1.3 mit Hinweisen und unter www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Es ist so weit auf die Beschwerde einzutreten â freilich mit folgender Ausnahme:</p> <p class="Erwgung2">Vor Verwaltungsgericht lÃ¤sst sich bloss beurteilen, was bereits Gegenstand des vorangehenden (Rekurs-)Verfahrens bildete bzw. es bei dessen korrekter Abwicklung hÃ¤tte tun mÃ¼ssen; denn ein Antrag darf lediglich enthalten, worÃ¼ber die Vorinstanz entschieden hat oder zu befinden gehabt hÃ¤tte (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19â28 N. 86, § 52 N. 3, § 54 N. 4; VGr, 2. September 2008, VB.2008.00301, E. 1.2 Abs. 1, www.vgrzh.ch). Das trifft auf den neuen und deshalb nicht an die Hand zu nehmenden vierten Antrag des Rechtsmittels nicht zu (vgl. oben II Abs. 1 und III).</p> <p class="Erwgung2">Weil dieser unstatthafte Antrag auf eine Ãnderung der beschwerdegegnerischen Gemeinde­ordnung oder gar von Gesetz und Verordnung Ã¼ber die politischen Rechte zielt, lÃ¤sst er sich nicht gemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 2 Satz 1 VRG an eine zustÃ¤ndige (Verwaltungs-)BehÃ¶rde weiterleiten.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2">Erst in ihrer Vernehmlassung fÃ¼hrt die Vorinstanz aus:</p> <p class="EinzugZitat"> "Obwohl einiges darauf hindeutete, dass die Rekurseingabe beim Bezirksrat verspÃ¤tet war (die Rekurrentin hatte mit grosser Wahrscheinlichkeit wohl bereits mit Zustellung der Stimmrechtsunterlagen Kenntnis vom Fehlen des Beiblattes), ist der Bezirksrat vollumfÃ¤nglich auf den Rekurs eingetreten, da eine grundsÃ¤tzliche Frage zu klÃ¤ren war und sie beantragte, auch fÃ¼r kÃ¼nftige Wahlen ein Beiblatt zwingend vorzuschreiben. Es erscheint dem Bezirksrat wichtig, dass diese Fragen rechtskrÃ¤ftig geklÃ¤rt werden kÃ¶nnen."</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Erwgung2">Das Verwaltungsgericht muss von sich aus prÃ¼fen, ob die im angefochtenen Beschluss zum Teil nur stillschweigend bejahten Eintretensvoraussetzungen wirklich gegeben waren; soweit sie fehlten, gilt es die Beschwerde â allenfalls auch einer von Amts wegen zu beachtenden Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften halber â im Sinn der ErwÃ¤gungen abzuweisen (vgl. § 50 Abs. 2 lit. d VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19â28 N. 96, § 50 N. 105; VGr, 21. Januar 2000, VB.1999.00279, E. 2 [verspÃ¤teter Rekurs] â 28. MÃ¤rz 2001, VB.2000.00277, E. 2a/dd Abs. 1 â 29. MÃ¤rz 2001, VB.2001.00031, E. 3 und 5 [mangelnde Legitimation] â 20. MÃ¤rz 2003, VB.2003.00048, E. 2 [unzulÃ¤ssige Ausweitung des Streitgegenstands Ã¼ber Ausgangsanordnung hinaus] â 8. April 2004, VB.2003.00480 [mangelnde Legitimation] â 5. Oktober 2005, VB.2005.00258, E. 2.6 [mangelndes Anfechtungsobjekt] â 24. Februar 2010, VB.2009.00423, E. 5 Abs. 1 [alles unter www.vgrzh.ch]).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Laut § 150 GPR gilt fÃ¼r den Stimmrechtsrekurs eine Frist von fÃ¼nf Tagen (Abs. 1). Sie beginnt am Tag nach der schriftlichen Mitteilung einer Anordnung zu laufen, ohne Mitteilung am Tag nach der amtlichen VerÃ¶ffentlichung der Anordnung und ohne VerÃ¶ffentlichung am Tag nach der Kenntnisnahme der angefochtenen Handlung oder Unterlassung (Abs. 2), in jedem Fall aber spÃ¤testens am Tag nach VerÃ¶ffentlichung des Wahl- oder Abstimmungsergebnisses (Abs. 3). Da diese Regelung die Praxis des Bundesgerichts zur Stimmrechtsbeschwerde festschreibt (ABl 2002, 1637), lÃ¤sst sich die einschlÃ¤gige Rechtsprechung und Literatur heranziehen (VGr, 10. Februar 2010, VB.2009.00590, E. 3.2 Abs. 1 mit Hinweis, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung2">GemÃ¤ss konstanter Praxis des Bundesgerichts beginnt die Rechtsmittelfrist fÃ¼r Stimmrechtsbeschwerden gegen Vorbereitungshandlungen bei einer Wahl oder Abstimmung mit ErÃ¶ffnung oder Mitteilung der entsprechenden Anordnung zu laufen. Letztere bildet alsdann das Anfechtungsobjekt, wÃ¤hrend die Wahl oder Abstimmung selbst nur als Vollzugsakt erscheint. Beschwerden gegen Vorbereitungshandlungen mÃ¼ssen deshalb direkt im Anschluss an diese innert der Rechtsmittelfrist eingereicht werden. UnterlÃ¤sst die stimmberechtigte Person das, obwohl nach den VerhÃ¤ltnissen ein sofortiges Vorgehen geboten oder zumutbar war, kann sie allfÃ¤llige MÃ¤ngel im Vorfeld einer Wahl oder Abstimmung nicht mehr gegen deren Ergebnis geltend machen (VGr, 10. Februar 2010, VB.2009.00590, E. 3.2 Abs. 2 mit Hinweisen â auch zum folgenden Absatz â, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung2">Von diesem Grundsatz ist nur abzuweichen, wenn die Frist nach dem Abstimmungs- bzw. Wahltermin ablÃ¤uft oder spezielle GrÃ¼nde sofortiges Vorgehen als unzumutbar erscheinen lassen. Die Rechtsmittelfrist in Stimmrechtssachen gilt es dabei aber so zu handhaben, dass den Stimmberechtigten das Beschreiten des Rechtswegs nicht praktisch verunmÃ¶glicht wird; insbesondere ist die Erkennbarkeit von VerfahrensmÃ¤ngeln oder UnregelmÃ¤ssigkeiten nicht leichthin zu bejahen und sind keine Ã¼bertriebenen Anforderungen an die BegrÃ¼ndung des Rechtsmittels zu stellen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gte bei der Vorinstanz der Sache nach, das Fehlen eines Bei­blatts zur beschwerdegegnerischen Stadtratswahl verletze im Sinn des § 147 Abs. 1 GPR die politischen Rechte oder Vorschriften Ã¼ber deren AusÃ¼bung (so zutreffend der angefochtene Beschluss). Die Abgabe eines Beiblatts zusammen mit den Wahlunterlagen erscheint als Vorbereitungshandlung. Wenn sich das Absehen hiervon den Publikationen in den TagblÃ¤ttern vom 23. September 2009 und 27. Januar 2010 nicht hatte entnehmen lassen (siehe vorn I), musste die von der BeschwerdefÃ¼hrerin behauptete Unterlassung jedenfalls als mit Zugang der Wahlunterlagen kraft § 150 Abs. 2 GPR schriftlich mitgeteilt gelten, weshalb die Rekursfrist grundsÃ¤tzlich am folgenden Tag zu laufen anfing. Diese Zustellung hatte laut § 62 GPR mindestens drei Wochen vor dem Wahltermin stattzufinden. Weder bringt die BeschwerdefÃ¼hrerin vor noch gibt es Anzeichen dafÃ¼r, dass es insofern zu UnregelmÃ¤ssigkeiten gekommen wÃ¤re. Die fÃ¼nftÃ¤gige Rekursfrist war fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin am Wahltag mithin lÃ¤ngst abgelaufen. Spezielle GrÃ¼nde fÃ¼r eine Unzumutbarkeit sofortigen Vorgehens sind zudem nicht ersichtlich (zum Ganzen VGr, 10. Februar 2010, VB.2009.00590, E. 4â6.3 mit Hinweisen, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung2">VorbereitungsmÃ¤ngel binnen Kurzem nach deren Kenntnisnahme rÃ¼gen zu mÃ¼ssen, bezweckt Ã¼brigens, sie gegebenenfalls mÃ¶glichst bald zu beheben und fehlerhafte Abstimmungen bzw. Wahlen vermeiden zu helfen. Trotzdem bleibt fÃ¼r die Frage der Fristwahrung gemÃ¤ss bundesgerichtlicher Praxis unerheblich, ob die Rechtsmittelinstanz vor dem Wahltermin noch einen Entscheid in der Sache selbst hÃ¤tte treffen kÃ¶nnen. Aus diesem Grund spielt keine Rolle, dass die hier interessierende Wahl wegen der MÃ¶glichkeit brieflicher Stimmabgabe bereits unmittelbar nach Zustellung der Unterlagen begann und sich deshalb selbst bei rechtzeitiger Rekurserhebung unter UmstÃ¤nden eine Beteiligung der Stimmberechtigten an der Wahl nicht mehr im Voraus hÃ¤tte verhindern lassen.</p> <p class="Erwgung2">Wie nun zwar die BeschwerdefÃ¼hrerin replicando argumentiert, konnte sie "Rekurs nicht bei der Zustellung der Wahlunterlagen einreichen, da die Resultate mit den vielen leeren Wahlzetteln [es dreht sich bloss um deren 2'619] und den vielen leeren Stimmen noch gar nicht bekannt waren". Das verfÃ¤ngt aber schon deshalb nicht, weil sich sonst bei jeder fraglichen Vorbereitungshandlung auf das Ergebnis einer Wahl oder Abstimmung warten liesse.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die Vorinstanz hÃ¤tte also vorab auf die RekursantrÃ¤ge 1 und 2 nicht eintreten dÃ¼rfen; dasselbe trifft zu auf Rekursantrag 3 (siehe oben II Abs. 1). Indem nÃ¤mlich der beschwerdegegnerische Stadtrat an seiner Sitzung vom 16. Dezember 2009 den leeren Wahlzettel fÃ¼r seine Erneuerungswahl vom 7. MÃ¤rz 2010 genehmigte, ohne den Einsatz eines Beiblatts zu beschliessen, ging es nicht um andere kÃ¼nftige Wahlen; der auf solche zielende Rekursantrag 3 war darum unstatthaft und hÃ¤tte sich ausserdem als verfrÃ¼ht nicht in Anwendung des § 5 Abs. 2 Satz 1 VRG weiterleiten lassen (vgl. vorn I und 2.2 Abs. 2; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 20 N. 35 ff.).</p> <p class="Erwgung2">Im Zusammenhang mit dem Beiblattverzicht repliziert die BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼brigens, "[a]ls sich zur Wahl stellende Ratsmitglieder hat der Stadtrat [â¦] in eigener Sache einen Beschluss gefasst, was [â¦] als Wahlbeeinflussung" zu betrachten sei. Auch eine solche RÃ¼ge kommt nach der Wahl zu spÃ¤t, weil sich von vornherein aus Gesetz und Verordnung ergab, dass der Stadtrat als wahlleitende BehÃ¶rde Ã¼ber den Einsatz eines Beiblatts zu befinden habe (siehe vorn II Abs. 2 f.).</p> <p class="Erwgung2">Auch wenn aber der angefochtene Beschluss zu Recht einen Sachentscheid darstellen wÃ¼rde, hÃ¤lfe dies der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht; denn er wÃ¤re alsdann, wie sogleich zu zeigen, inhaltlich zu schÃ¼tzen (zu solchen EventualerwÃ¤gungen VGr, 21. Januar 2000, VB.1999.00279, E. 3, und 29. MÃ¤rz 2001, VB.2001.00031, E. 4, beides unter www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>DiesbezÃ¼glich lÃ¤sst sich nach § 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG vorweg auf den angefochtenen Beschluss verweisen (oben II), ausgenommen zwei â allerdings nicht ausschlaggebende â Punkte: </p> <p class="Erwgung2">Laut § 50 Abs. 2 lit. c in Verbindung mit Abs. 3 VRG beschrÃ¤nkt sich die verwaltungsgerichtliche PrÃ¼fungsbefugnis betreffend AusÃ¼bung von Ermessen regelmÃ¤ssig auf dessen Missbrauch, Ãber- oder Unterschreiten (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 70 ff. und 109 ff.). In solchem Sinn umschreibt auch der Bezirksrat seine Kognition (siehe vorn II Abs. 3, gleichfalls zum Nachstehenden), obwohl dies kraft § 20 Abs. 1 VRG fÃ¼r eine RekursbehÃ¶rde gerade nicht gilt (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 20 N. 17 ff.; VGr, 28. April 2004, PB.2003.00041, und 18. August 2004, PB.2004.00009, je E. 2 sowie unter www.vgrzh.ch [alles ebenso zum Folgenden]). Letztere darf sich insoweit freilich ZurÃ¼ckhaltung auferlegen, etwa wenn Ã¶rtliche VerhÃ¤ltnisse zu berÃ¼cksichtigen sind. Wie nun die ErwÃ¤gungen des angefochtenen Beschlusses zeigen, hat die Vorinstanz die Handhabung der hier fraglichen Kann-Bestim­mungen (dazu oben II Abs. 2) durch den beschwerdegegnerischen Stadtrat mit der gebotenen EinlÃ¤sslichkeit kontrolliert.</p> <p class="Erwgung2">Mit gewissem Recht beanstandet die Beschwerde die Annahme des angefochtenen Beschlusses, leer gebliebene Zeilen auf den Wahlzetteln bezeugten, dass die Stimmberechtigten nicht mehr Leute hÃ¤tten wÃ¤hlen wollen (vgl. vorn II Abs. 3, auch zum Nachstehenden). Solches Verhalten ist zwar notorisch. Leer gebliebene Zeilen kÃ¶nnen indes auch von der Unkenntnis Ã¼ber weitere Kandidierende herrÃ¼hren. Nur Ã¤ndert das am Verfahrenausgang nichts, wie sich aus dem Folgenden ergibt.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Die Beschwerde fÃ¼hrt aus, "[v]on den Stimmberechtigten kann nicht verlangt werden, dass sie auch noch Freizeit vor dem Bildschirm verbringen um Ã¼ber das Internet [â¦] Angaben von Kandidierenden ausfindig machen, oder im Tagblatt nach den entsprechenden Angaben suchen"; keineswegs sei "eine Liste mit den Namen der Kandidierenden unnÃ¶tig". DemgegenÃ¼ber verweist die Beschwerdegegnerin auf den angefochtenen Beschluss und ergÃ¤nzt, bei Majorzwahlen noch nie ein Beiblatt eingesetzt zu haben.</p> <p class="Erwgung2">Die Meinung der BeschwerdefÃ¼hrerin lÃ¤uft auf ein Beiblattobligatorium hinaus, das jedoch nicht nur bereits zwei Mal im Gesetzgebungsprozess gescheitert ist (siehe ABl 2002, 1593; Prot. KR 2009â11, S. 7798 und 7802 ff.). Vielmehr wurde dabei die Problematik eines Beiblatts insofern hervorgehoben, als "Kandidierende, die sich nicht rechtzeitig melden [â¦] und deshalb nicht auf dem Beiblatt erscheinen, gegenÃ¼ber den dort AufgefÃ¼hrten faktisch benachteiligt sind [â¦]. Diese Nachteile sind von Gemeinden, die fÃ¼r die Wahl einer kommunalen BehÃ¶rde ein solches Obligatorium erwÃ¤gen, zu berÃ¼cksichtigen; sie wiegen aber nicht so schwer, dass der kantonale Gesetzgeber ein Obligatorium ausschliessen mÃ¼sste. Verzichtet eine Gemeinde darauf, [â¦] die Verwendung eines Beiblatts vorzuschreiben, bleibt es der wahlleitenden BehÃ¶rde freigestellt, im Einzelfall gleichwohl ein solches einzusetzen" (ABl 2008, 2107 f.; vgl. ferner Prot. KR 1999â2003, S. 16377). Damit "kann [â¦] auf besondere Situationen reagiert werden, wo ein Beiblatt sinnvoll erscheint [â¦] etwa dann [â¦], wenn die Orthografie des Namens der kandidierenden Person schwierig ist oder wenn mehrere Kandidaten sehr Ã¤hnliche Namen tragen" (ABl 2002, 1594).</p> <p class="Erwgung2">Weil keine solch besondere Situation vorlag und gegenÃ¼ber der Verwendung von BeiblÃ¤ttern gemÃ¤ss der Entstehungsgeschichte des § 61 GPR auch sonst ZurÃ¼ckhaltung angebracht scheint, durfte der beschwerdegegnerische Stadtrat fÃ¼r seine Erneuerungswahl vom 7. MÃ¤rz 2010 ohne Weiteres an der Praxis des Beiblattverzichts festhalten (anderer Meinung die BeschwerdefÃ¼hrerin, gleichfalls zum Folgenden). Das gilt umso eher, als er die Stimmberechtigten durch StÃ¤dtisches Amtsblatt sowie Internet selbst sehr gut Ã¼ber die ihm bekannten Kandidaturen ins Bild setzte (vgl. vorn I; § 22 Abs. 2 GPR in Verbindung mit §§ 110 sowie §§ 68a und 68b GemeindeG; zu letzteren beiden Bestimmungen H. R. Thalmann, Kommentar zum ZÃ¼rcher Gemeindegesetz, 3. A., WÃ¤denswil 2000) und zudem darauf zu vertrauen vermochte, dass in anderen Medien â wie gewohnt und dann in der Tat wieder geschehen â relativ dicht Ã¼ber das NÃ¤mliche informiert werden wÃ¼rde (siehe oben II Abs. 3). Vor diesem Hintergrund kann keine Rede davon sein, es seien hier im Sinn des § 147 GPR durch eine Unterlassung politische Rechte oder Vorschriften Ã¼ber deren AusÃ¼bung verletzt worden.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2">Nach alledem gilt es die Beschwerde, soweit auf sie einzutreten ist, im Sinn der ErwÃ¤gungen abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2">Laut § 152 Abs. 1 GPR werden fÃ¼r Stimmrechtsrekurse, ausser bei rechtsmissbrÃ¤uchlichem Einreichen, keine Kosten erhoben. Obwohl das zurzeit noch keine Grundlage im Verwaltungsrechtspflegegesetz findet (siehe demgegenÃ¼ber n§ 65a Abs. 1 in Verbindung mit § 13 nAbs. 4 VRG eines laufenden Revisionsprojekts [dazu ABl 2009, 806 und 815; Prot. KR, 156. Sitzung, 15. Februar 2010, S. 3 ff., 15 und 21, sowie 160. Sitzung, 22. MÃ¤rz 2010, S. 6 ff., 9 f., beides unter www.kantonsrat.zh.ch/Protokolle.aspx]), gilt das NÃ¤mliche auch vor Verwaltungsgericht; dessen Kosten sind folglich auf die Gerichtskasse zu nehmen (vgl. VGr, 10. Februar 2010, VB.2009.00509, E. 5, und VB.2009.00590, E. 8, beides mit Hinweisen und unter www.vgrzh.ch).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird im Sinn der ErwÃ¤gungen abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</p> <p class="Einzug2">4. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Ã¶ffentlichrechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. BGG erhoben werden. Sie ist innert 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14.</p> <p class="Einzug2">5. Mitteilung an â¦</p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>