<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><h2>European Case Handling Workshop in Bern</h2><p class="lead">22.11.2023 – Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) führte in Bern vom 8. bis 9. November 2023 den European Case Handling Workshop (ECHW) durch. Unter der Schirmherrschaft der Konferenz der Europäischen Datenschutzbehörden tauschten sich Vertreterinnen und Vertreter von knapp 40 Datenschutzbehörden über aktuelle Herausforderungen im Umgang mit den neusten Technologien aus.</p><p>Vom 8. bis 9. November 2023 führte der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) in Bern den European Case Handling Workshop (ECHW) durch. Diese Veranstaltung, die im Rahmen eines «Welcoming» bereits am Dienstagabend, 7. November 2023, durch den Beauftragten, Adrian Lobsiger, eröffnet wurde, fand unter der Ägide der Conference of European Data Protection Authorities (<a class="icon icon--after icon--external" href="https://www.springconference2023.hu/" target="_blank" title="">Spring Conference</a>) statt. Der praxisbezogene Workshop hatte den Austausch zwischen verschiedenen Datenschutzbehörden zum Gegenstand und brachte über 80 Vertreterinnen und Vertreter von 37 Datenschutzbehörden aus 27 europäischen Staaten sowie der Schweiz in der Bundeshauptstadt zusammen. Die 13 Workshops wurden durch verschiedene Datenschutzbehörden geleitet. Gegenstand waren offene Fragen und Herausforderungen aus der Praxis des europäischen und schweizerischen Datenschutzes von nationaler und grenzüberschreitender Bedeutung.</p><h3>Umgang mit neusten Technologien</h3><p>Unter anderem wurden Themen wie die «Handhabung digitaler Gesichtserkennungstechniken (facial detection) und deren Einflüsse auf den Datenschutz» diskutiert und Positionierungen verschiedener Datenschutzbehörden aufgezeigt. Als Untergruppe von «facial recognition», ziehlt «facial detection» nicht darauf ab, eine Person zu identifizieren, sondern lediglich, diese als Mensch zu erkennen. Gemeinsam wurde darüber reflektiert, was unter die Definition «Personendaten» fällt, sobald neue Technologien wie künstliche Intelligenz (KI) zur Anwendung gelangen und wie u.a. die Rechtsprechung damit umgeht. Auch Abweichungen von der Rechtsprechung durch lokale Datenschutzbehörden wurden diskutiert. Weiter wurden die Herausforderungen der Anwendung der Definition «Personendaten» im Kontext von modernsten Technologien wie Analysen- und Werbetracking diskutiert. </p><h3>US Cloud Act</h3><p>Ein ebenfalls höchst praxisrelevantes wie aktuelles Thema behandelte der Workshop zum «Umgang mit dem US Cloud Act». Die datenschutzrechtlichen Herausforderungen im Umgang mit dem US Cloud Act, sind die autorisierten Zugriffe von US-Strafverfolgungsbehörden auf Personendaten, welche Ableger von US-Unternehmen in Europa bearbeiten. Im Workshop wurde herauskristallisiert, wie die verschiedenen Datenschutzbehörden mit Projekten im öffentlichen Sektor umgehen, bei denen solche Cloud-Applikationen (z.B. Microsoft 365) genutzt werden. Dabei wurden Fragen und Herausforderungen beleuchtet, die sich im Zusammenhang mit der Anwendung des US Cloud Act stellen, sowie mögliche Lösungsansätze zusammengetragen. </p><p>Die ergebnisreichen Diskussionen und die aktive Beteiligung aller Teilnehmenden ermöglichten einen konstruktiven Austausch und lieferten wertvolle Inputs für die tägliche Arbeit der europäischen und schweizerischen Datenschutzbehörden. </p></body></html></html>