A bteilung III C -4858/2007 {T 0/2} U rteil vom 28. A ugust 2007 M itw irkung: Eduard Acherm ann, vorsitzender R ichter Francesco Parrino, R ichter Stefan M esm er, R ichter G erichtsschreiber: D aniel Stufetti. S._______, vertreten durch R echtsanw alt Alexander Eckenstein, U nterm üli 6, 6302 Zug, Beschw erdeführer, gegen B undesam t für Sozialversicherungen (B SV), Effingerstrasse 20, 3003 Bern, Vorinstanz, betreffend K ollektive Leistungen A H V - K ostenentscheid. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Am 29. Juni 2005 (Eingang 5. Juli 2005) stellte S._______ dem Bundesam t für Sozialversicherungen (nachfolgend Vorinstanz) das jährliche G esuch um einen AH V-Beitrag. Am 15. Septem ber 2005 teilte die Vorinstanz S._______ m it, dass sich der AH V-Beitrag für das Jahr 2005 auf Fr. 184'055.-- belaufe. D ieser Betrag entsprach dem um einen Fünftel (bzw . Fr. 460013.--) reduzierten Betrag von Fr. 230'068.-- für das Jahr 2004, w elcher aufgrund der eingereichten U nterlagen für das Jahr 2003 berechnet w urde. D ie R eduktion begründete die Vorinstanz m it der verspäteten Eingabe des G esuches. S._______ erhielt G elegenheit, innert 30 Tagen ab Erhalt dieses Schreibens eine beschw erdefähige Verfügung zu verlangen. Aufgrund w eiterer Abklärungen verfügte die Vorinstanz am 24. N ovem ber 2005, dass das D atum , an w elchem das G esuch vom S._______ an die kantonale Koordinationsstelle geschickt w urde, aufgrund der vorliegenden Auskünfte bzw . U nterlagen nicht m it Sicherheit feststehe und der AH V-Beitrag für das Jahr 2005 auf Fr. 184'055.-- gekürzt w erde. B. G egen diese Verfügung erhob S._______ am 22. D ezem ber 2005 Beschw erde bei der Eidgenössischen R ekurskom m ission für kollektive Leistungen der Alters- und Invalidenversicherung (nachfolgend R ekurskom m ission). Er beantragte unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Vorinstanz, die Verfügung vom 24. N ovem ber 2005 sei aufzuheben, und dem Beschw erdeführer sei ein ungekürzter Beitrag zuzusprechen. D ie Vorinstanz beantragte der R ekurskom m ission am 31. Januar 2006 die Abw eisung der Beschw erde. In ihrer R eplik beziehungsw eise D uplik hielten die Parteien an ihren Anträgen fest. C . In ihrem U rteil vom 30. Juni 2006 entschied die R ekurskom m ission in teilw eiser G utheissung der Beschw erde, dass der AH V-Beitrag für das Jahr 2005 auf Fr. 188'437.-- festgesetzt und die Beschw erde im Ü brigen abgew iesen w erde. D ie Verfahrenskosten in der H öhe von Fr. 2'000.-- w urden dem Beschw erdeführer auferlegt und m it dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 3'000.- verrechnet, unter R ückerstattung der R estanz von Fr. 1'000.-. D em Beschw erdeführer w urde zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung von Fr. 1'000.-- (einschliesslich M ehrw ertsteuer) zugesprochen. D . G egen dieses U rteil erhob der Beschw erdeführer am 28. Juli 2006 Verw altungsgerichtsbeschw erde beim Eidgenössischen Versicherungs- gericht. E. D as Bundesgericht hat diese Beschw erde am 12. M ärz 2007 in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 24. N ovem ber 2005 und der Entscheid der R ekurskom m ission vom 30. Juni 2006 aufgehoben w urden. D ie Sache w urde an die Vorinstanz zurückgew iesen, dam it sie den dem Beschw erdeführer für das R echnungsjahr 2005 zustehenden 3 AH V-Beitrag im Sinne der Erw ägungen neu festsetze. Von der Erhebung von Verfahrenskosten w urde abgesehen und dem Beschw erdeführer für das Verfahren vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung von Fr. 2'500.- zugesprochen. D as Bundesverw altungsgericht w urde angew iesen, entsprechend dem Ausgang des letztinstanzlichen Prozesses über eine Parteientschädigung für das erstinstanzliche Beschw erdeverfahren zu befinden. F. Am 13. August 2007 w urde den Parteien die Zusam m ensetzung des Spruchkörpers bekannt gegeben. Es w urden keine Ausstandsgründe geltend gem acht. D ieser Aufforderung w ar im plizit zu entnehm en, dass von der D urchführung eines w eiteren Schriftenw echsels abgesehen w erde. G . D er Beschw erdeführer hat keine Kostennote eingereicht. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D as Bundesgericht hat am 12. M ärz 2007 eine Beschw erde vom 28. Juli 2006 gegen den Entscheid der Eidgenössischen R ekurskom m ission für kollektive Leistungen der Alters- und Invalidenversicherung vom 30. Juni 2006 gutgeheissen, m it w elchem letztere eine Beschw erde vom 22. D ezem ber 2005 gegen eine Verfügung des Bundesam tes für Sozialversicherungen (Vorinstanz) vom 24. N ovem ber 2005 betreffend kollektive Leistungen der AH V teilw eise gutgeheissen hatte. 1.2 D as Bundesgericht hat in seinem Entscheid das Bundesverw altungsgericht angew iesen, entsprechend dem Ausgang des letztinstanzlichen Verfahrens über eine Parteientschädigung für das erstinstanzliche Beschw erdeverfahren zu befinden. 1.3 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. Zu den anfechtbaren Verfügungen gehören die Verfügungen des Bundesam tes für Sozialversicherung betreffend kollektive Leistungen der AH V (Art. 33 Bst. d VG G und Art. 101bis des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1946 über die Alters- und H interlassenenversicherung (AH VG , SR 831.10). Eine Ausnahm e gem äss Art. 32 VG G liegt nicht vor.4 1.4 Als R echtsnachfolgerin der Eidgenössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen und der Beschw erdedienste der D epartem ente übernahm das Bundesverw altungsgericht per 1. Januar 2007 die dort hängigen R echtsm ittel (Art. 53 Abs. 1 VG G ). D araus ergibt sich ohne W eiteres, dass das Bundesverw altungsgericht auch zuständig ist, w enn ein Entscheid einer Eidgenössischen R ekurs- oder Schiedskom m ission oder eines Beschw erdedienstes eines D epartem entes aufgehoben und ein neuer Entscheid – hier in der Frage der Parteientschädigung – zu treffen ist. 1.5 W eitere Eintretensvoraussetzungen sind aufgrund des R ückw eisungs- beschlusses des Bundesgerichts nicht m ehr zu prüfen. 2. Am 1. Januar 2003 ist das ATSG in Kraft getreten. G em äss Art. 1 Abs. 2 AH VG ist das ATSG , m it Ausnahm e der Art. 32 und 33, die hier ohne Belang sind, auf die G ew ährung von Beiträgen zur Förderung der Altershilfe (Art. 101bis AH VG ) nicht anw endbar. 3. 3.1 Parteientschädigungen stellen staatliche Leistungen dar, w elche die einer Partei im Zusam m enhang m it einem Beschw erdeverfahren entstandenen Kosten und Aufw endungen ersetzen sollen. Insow eit kom m t ihnen – w iew ohl regelm ässig in Verfahrenserlassen geregelt – letztlich m ateriellrechtlicher G ehalt zu. Im R ahm en der gesetzlichen R egelungen haben die Parteien grundsätzlich Anspruch auf die Zusprechung einer Parteientschädigung. Zudem sind vorliegend auch nicht form elle Voraussetzungen der Zusprechung einer Parteientschädigung strittig. D er Anspruch auf eine Parteientschädigung ist vom Bundesgericht letztinstanzlich festgehalten w orden, Aufgabe des Bundesverw altungsgerichts ist nur noch dessen betragsm ässige Festlegung. Angesichts des dam it feststehenden m ateriellrechtlichen C harakters ist bei der Festsetzung von Parteientschädigungen daher jenes R echt anzuw enden, das im Zeitpunkt der anspruchsbegründenden Parteivorkehren in Kraft stand (vgl. U ELI KIES ER , ATSG -Kom m entar, Zürich 2003, Art. 82, insb. R z. 8 f.). Art. 53 Abs. 2 VG G regelt nur die sofortige Anw endung des neuen Verfahrensrechts (vgl. JEAN -FR AN Ç O IS PO U D R E T, C om m entaire de la loi fédérale d'organisation judiciaire, Bern, 1990, N . 3 zu Art. 171 O G ). Im vorliegenden Verfahren ist daher die Parteientschädigung nach Art. 64 in Verbindung m it Art. 71a Abs. 2 Vw VG (je in der bis zum 31. D ezem ber 2006 gültig gew esenen Fassung) zu bestim m en – und nicht etw a gem äss den Vorschriften des am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht (VG KE, SR 173.320.2).5 3.2 G em äss Art. 64 Abs. 1 Vw VG kann die Beschw erdeinstanz der ganz oder teilw eise obsiegenden Partei von Am tes w egen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erw achsene notw endige und verhältnism ässig hohe Kosten zusprechen. N ach der R echtsprechung des Bundesgerichts ist die Zusprechung einer Parteientschädigung im Falle des völligen oder teilw eisen O bsiegens trotz der Kann-Form ulierung zw ingend (vgl. schon BG E 98 Ib 506 und 120 V 214). D em Beschw erdeführer – der in diesem Sinne in seiner Beschw erde an die R ekurskom m ission beantragt hat, die Verfügung der Vorinstanz vom 24. N ovem ber 2005 unter Kosten- und Entschädigungsfolgen aufzuheben – ist daher eine Parteientschädigung zuzusprechen. 3.3 D ie Entschädigung ist nach Art. 64 Abs. 2 Vw VG der Körperschaft oder autonom en Anstalt aufzuerlegen, in deren N am en die Vorinstanz verfügt hat, sow eit sie nicht einer unterliegenden G egenpartei auferlegt w erden kann. Vorliegend ergibt sich ohne W eiteres, dass die Parteientschädigung dem BSV als Vorinstanz aufzuerlegen ist. 3.4 D er Bundesrat regelt gem äss Art. 64 Abs. 5 Vw VG die Bem essung der Entschädigung. In diesem Sinne verw ies Art. 26 der per 1. Januar 2007 aufgehobenen Verordnung vom 3. Februar 1993 über O rganisation und Verfahren eidgenössischer R ekurs- und Schiedskom m issionen (SR 173.31) hinsichtlich der Verfahrenskosten auf Art. 63 Abs. 1 Vw VG , und, unter Ausnahm e von Art. 6 Abs. 2 betreffend die Verfahrenskosten der Vorinstanzen, auf die Verordnung vom 10. Septem ber 1969 über Kosten und Entschädigungen im Verw altungsverfahren (SR 172.01.0; im Folgenden Kostenverordnung). D ie Parteientschädigung ist daher nach M assgabe der Kostenverordnung festzusetzen. 3.5 Artikel 8 Absatz 4 der Kostenverordnung verw eist hinsichtlich des H onorars des Vertreters auf die für die Verw altungsgerichtsbeschw erde anw endbare Tarifregelung. 3.6 D er Beschw erdeführer w ar bereits im Verfahren vor der R ekurskom m ission anw altlich vertreten. D abei w urden zw ei R echtsschriften von je 5 Seiten eingereicht. N achdem das Bundesgericht – dem eine R echtsschrift von 10 Seiten eingereicht w urde – dem Beschw erdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 2'500.- zusprach, kann das Bundesverw altungsgericht für das erstinstanzliche Beschw erdeverfahren vom gleichen Ansatz ausgehen. 3.7 D abei zieht es ergänzend in R echnung, dass das Bundesgericht die Parteientschädigung auf Fr. 2'500.- festgesetzt hat, obw ohl w esentliche entscheidrelevante Aspekte nicht vom Beschw erdeführer vorgebracht w urden, und dass die der R ekurskom m ission eingereichte R eplik zum Teil eine W iederholung von bereits in der Beschw erde vorgebrachten Argum enten darstellte. D er erstgenannte Aspekt spräche für eine etw as höhere Entschädigung für 6 das erstinstanzliche Beschw erdeverfahren, der zw eitgenannte Aspekt für eine etw as tiefere Entschädigung. D am it bleibt es beim gleichen Ansatz w ie im bundesgerichtlichen Verfahren, das heisst bei einer Parteienschädigung von Fr. 2'500.-. 3.8 Vor das vorliegende Verfahren sind gem äss Art. 63 Abs. 2 Vw VG keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D em Beschw erdeführer w ird für das erstinstanzliche Beschw erdeverfahren zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung von Fr. 2'500.- (einschliesslich M ehrw ertsteuer) zugesprochen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (als G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (als G erichtsurkunde) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: Eduard Acherm ann D aniel Stufetti R echtsm ittelbelehrung G egen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schw eizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt w erden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie R echtsschrift hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. D er angefochtene Entscheid und die Bew eism ittel sind, sow eit sie der Beschw erdeführer in H änden hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BG G ). Versand am :