<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>AB.2017.00076</span></p><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna<br/>Sozialversicherungsrichter Vogel<br/>Gerichtsschreiber Hausammann</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 24. Januar 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Spida AHV-Ausgleichskasse</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Bergstrasse 21, Postfach, 8044 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1935, meldete sich am 21. Juni 2017, eingegangen am 7. Juli 2017, zum Bezug einer Hilflosenentschädigung der Eidgenössischen Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) an. Das Formular wurde von der Pflegefachfrau des Y.___ ausgefüllt und durch Angaben des Hausarztes Dr. med. Z.___, FMH Allgemeine Medizin, ergänzt (Urk. 8/22). Die für die Abklärung zuständige Sozialversicherungsan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">forderte den Versicherten mit Schreiben vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juli 2017 auf, seine Anmeldung zu präzisieren und ihr insbesondere mitzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teilen, seit welchem Zeitpunkt (Monat/Jahr) und in welcher Art er bei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zelnen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> massgebenden Lebensverrichtungen regelmässig und erhebliche Hilfe benötige (Urk. 8/26).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Die Ehefrau des Versicherten reichte am 22. August 2017 zusammen mit Dr. Z.___ den ausgefüllten Fragebogen zur Hilfeleistung zu den Akten (Urk. 8/27).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ferner erfolgte am 24. August 2017 ein schriftlich fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehaltenes Telefongespräch mit der Ehefrau des Versicherten (Urk. 8/28). Gestützt hierauf wies die Spida AHV-Ausgleichskasse </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">das Begehren mit Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">August 2017 ab (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8/31). Die dagegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erhobene Einsprache vom 21. September 2017 (Urk. 8/33) wies sie – nach erneuter telefonischer Rückfrage (Urk. 8/35) - mit Einspracheentscheid vom 5. Oktober 2017 ab (Urk. 8/38 [= Urk. 2]).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hiergegen erhob der Versicherte am 26. Oktober 2017 Beschwerde und bean</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragte sinngemäss, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Angele</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genheit an die Beschwerdegegnerin zur neuerlichen Abklärung zurückzuweisen (Urk. 1). Mit Eingabe vom 16. November 2017 verzichtete die Beschwerdegeg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nerin auf eine Beschwerdeantwort (Urk. 6, unter Beilage der Stellungnahme der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich vom 15. November 2017 [Urk. 7] und der Kassenakten [Urk. 8/1-44]).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Art. 43</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung (AHVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> haben Bezügerinnen und Bezüger von Altersrenten oder Ergän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zungsleistungen mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (Art. 13 des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">[</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">]) in der Schweiz, die in schwerem, mittlerem oder leichtem Grad hilflos (Art. 9 ATSG) sind, Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung (Abs. 1 Satz 1). Dem Bezug einer Altersrente ist der Rentenvorbezug gleichgestellt (Abs. 1 Satz 2). Für die Bemessung der Hilflosigkeit sind die Bestimmungen des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sinngemäss anwendbar (Abs. 5 Satz 1). Gestützt auf die ihm in Art. 43</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 5 Satz 3 AHVG eingeräumte Befugnis zum Erlass ergänzender Vorschriften erklärte der Bundesrat in Art. 66</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> für die Bemessung der Hilflosigkeit Art. 37 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a und b sowie Abs. 3 lit. a–d </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> für sinn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gemäss anwendbar.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Hilflosigkeit gilt als schwer, wenn die versicherte Person vollständig hilflos ist. Dies ist der Fall, wenn sie in allen alltäglichen Lebensverrichtungen regel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies der dauernden Pflege oder der persönlichen Überwachung bedarf (Art. 37 Abs. 1 IVV). Wenn die versicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln in den meisten alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist (lit. a), oder in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf (lit. b), gilt die Hilflosigkeit demgegenüber als mittelschwer (Art. 37 Abs. 2 IVV). Als leicht wird die Hilflosigkeit gemäss Art. 37 Abs. 3 IVV eingestuft, wenn die versicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln in mindestens zwei alltäg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Drit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ter angewiesen ist (lit. a), einer andauernden persönlichen Überwachung bedarf (lit. b), einer durch Gebrechen bedingten ständigen und besonders aufwendigen Pflege bedarf (lit. c) oder wegen einer schweren Sinnesschädigung oder eines schweren körperlichen Gebrechens nur dank regelmässiger und erheblicher Dienstleistungen Dritter gesellschaftliche Kontakte pflegen kann (Art. 37 Abs. 3 lit. d IVV). Die lebenspraktische Begleitung (Art 37 Abs. 2 lit. c und Abs. 3 lit. e IVV, Art. 38 IVV) findet in der AHV keine Berücksichtigung (vgl. Art. 66</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 1 AHVV; BGE 133 V 569).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung entsteht am ersten Tag des Monats, in dem sämtliche Voraussetzungen erfüllt sind und die Hilflosigkeit schweren, mittleren oder leichten Grades ununterbrochen während mindestens eines Jahres bestanden hat. Er erlischt am Ende des Monats, in dem die Voraus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzungen nach Art. 43</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 1 AHVG nicht mehr gegeben sind (Art. 43</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 2 AHVG). Gemäss Art. 43</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> AHVG entfällt bei einem Aufenthalt im Heim der Anspruch auf eine Entschädigung für eine Hilflosigkeit leichten Grades.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die benötigte Hilfe kann praxisgemäss nicht nur in direkter Dritthilfe, sondern auch bloss in Form einer Überwachung der versicherten Person bei Vornahme der relevanten Lebensverrichtungen bestehen, indem etwa die Drittperson sie auffordert, eine Lebensverrichtung vorzunehmen, die sie wegen ihres psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Zustandes ohne besondere Aufforderung nicht vornehmen würde (sog. indirekte Dritthilfe; BGE 121 V 88 E. 3c, 107 V 145 E. 1c und 139 E. 1b, 105 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">V </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">38; 106 V 153, 105 V 52 E. 4a; Urteil des Bundesgerichts I 431/05 vom 13. Oktober 2005 E. 1.3 mit Hinweis).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für die richterliche Beurteilung eines Falles sind grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens massgebend. Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, sind jedoch insoweit zu berück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichtigen, als sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang ste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Entscheiderlasses zu beeinflussen (BGE 121 V 362 E. 1b; 99 V 98).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin führte im angefochtenen Einspracheentscheid aus, die Abklärungen hätten ergeben, dass der Beschwerdeführer beim An-/Auskleiden, beim Aufstehen/Absitzen/Abliegen, beim Essen, bei der Körperpflege sowie bei der Notdurftverrichtung mehrheitlich selbständig sei. Für keine der genannten Verrichtungen sei direkte oder indirekte Hilfe erforderlich. Die Ehefrau des Beschwerdeführers müsse bei keiner der obgenannten Verrichtungen daneben stehen, in erheblicher Weise Anweisungen geben oder ihn direkt überwachen. Ein kurzer Blick zur Kontrolle oder in einem anderen Raum zum Abruf anwe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">send sein, begründe keine erhebliche Hilfe. Der Beschwerdeführer könne für ein bis zwei Stunden alleine gelassen werden. Eine Fremd- oder Selbstgefährdung liege nicht vor (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber machte der Beschwerdeführer im Wesentlichen sinngemäss gel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tend, seit einigen Wochen könne er ohne dauernde persönliche Überwachung nicht mehr leben. Die fortschreitende Alzheimer-Demenz bewirke, dass er sich alleine ausser Haus zum Spazieren begebe und sich dabei selbst gefährde. Er müsse von fremden Personen nach Hause gebracht werden und es komme vor, dass er dabei einen körperlichen Zusammenbruch erleide. Er höre in letzter Zeit zudem vermehrt Stimmen und reagiere völlig unangebracht bzw. gefährde sich mit seinen Reaktionen darauf selber. Unüberwacht könne er nicht mehr eine bis zwei Stunden alleine gelassen werden (Urk. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Anmeldung zum Bezug einer Hilflosenentschädigung vom 7. Juli 2017 kann entnommen werden, im Bereich Ankleiden/Auskleiden bedürfe der Beschwerdeführer seit Frühling 2016 Hinweise auf korrekte Kleidung und es müsse die Schmutzwäsche entfernt werden. Zudem verlege er Kleidungsstücke, die dann gesucht werden müssten. Es bedürfe einer Kontrolle. Im Bereich Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stehen/Absitzen/Abliegen sei seit Sommer 2015 notwendig, dass man den Beschwerdeführer auffordere, sich zu setzen. Ansonsten stehe er manchmal ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">loren herum. Beim Teilbereich Essen benötige der Beschwerdeführer seit Som</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mer 2015 fertig zubereitete und servierte Mahlzeiten. Man müsse ihn zudem zum Trinken auffordern. Im Bereich Körperpflege seien seit Oktober/November 2016 Erinnerungshinweise erforderlich, dass er sich duschen und die Hände waschen müsse. Seit Mai 2016 müsse im Bereich Verrichtung der Notdurft die Toilette nachträglich kontrolliert und gereinigt werden. Seit Frühling 2015 bestehe eine zunehmend ausgeprägte Gangunsicherheit. Zudem müssten sämtli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che Kontakte organisiert und begleitet werden (Urk. 8/22/4-5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Fragebogen zur Hilfeleistung vom 22. August 2017 zu Händen der Beschwerdegegnerin (Urk. 8/27) machte die Ehefrau des Beschwerdeführers fol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gende Angaben: Er müsse seit Oktober 2015 bei der Wahl angemessener Klei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dung unterstützt werden. Zudem müsse er ans Wassertrinken erinnert und dabei überwacht werden. Beim Baden/Duschen müsse er seit 2016 überwacht werden und es müsse anschliessend aufgeräumt werden. Bei der Körperreinigung nach dem Toilettengang sei er trotz selbständiger Reinigung sehr oft verschmutzt, da er keine Körperwahrnehmung mehr habe. Im Freien müsse er begleitet und unterstützt werden, er müsse am Arm genommen und teilweise gezogen wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den. Er ziehe sich vollständig zurück und nehme nur noch an Besuchen im innersten Kreis der Familie teil und ermüde spätestens nach einer Stunde. Er sei zudem seit 2016 nicht mehr fähig, sein Hörgerät zu bedienen. Es mangle an der Feinmotorik. Zudem vergesse er seit Jahren die Medikamenteneinnahme oder er nehme diese falsch ein. Er bedürfe keiner dauernden persönlichen Überwa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chung, er könne während eines Tages alleine zuhause gelassen werden, dies bei genauer schriftlicher Anweisung auf diversen Zetteln und bei Bereitstellung des Essens und der Medikamente und sofern eine Tochter instruiert und erreichbar sei. Durch vergessene Medikamente gefährde er sich selber. Gleiches gelte für allenfalls nicht abgestellte Herdplatten (Urk. 8/27/1-3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dem von der Abklärungsperson erstellten Bericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">August 2017 zur telefonischen Besprechung mit der Ehefrau des Beschwerdeführers</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> von glei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chentags</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> lassen sich folgende Erkenntnisse entnehmen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8/28):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">An-/Auskleiden: Der Beschwerdeführer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sei mehrheitlich selbständig. Er </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziehe sich alleine an. Seine Frau stehe während dem An-/Auskleiden nicht daneben. Er wisse nicht richtig, welche Kleider er anziehen müsse und könne sich oft nicht mehr der Jahreszeit entsprechend kleiden. Seine Ehefrau sage ihm des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halb, welche Kleider er anziehen sollte. Es gebe dann immer grosse Diskussio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen. Der Beschwerdeführer nehme die Kleider noch mehrheitlich selbst aus dem Schrank. Seine Frau kontrolliere danach mit kurzem Blick, ob er richtig angezo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen sei. Teilweise müsse sie ihn auffordern, ein anderes Kleidungsstück anzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziehen. Er könne dies dann selbst erledigen. Wenn er die Kleider ausziehe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> kön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ne er diese vom selben Ort wieder selbst nehmen und anziehen. Es müsse noch keine erhebliche Hilfe geleistet werden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufstehen/Absitz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en/Abliegen: Diese </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Lebensverrichtung mache</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer selbständig.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Körperpflege: Der Beschwerdeführer verrichte die Körperpflege selbständig. Er könne noch selbst duschen und sich waschen. Es stehe niemand daneben. Der Beschwerdeführer dusch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> immer, da er nicht mehr selbst in die Badewanne ein- /aussteigen könne. Es sei keine direkte Überwachung erforderlich. Seine Ehefrau sei im Zimmer nebenan anwesend, damit er ihr rufen könnte, wenn er Hilfe benötigen würde. Der Beschwerdeführer könne sich selbst rasieren und auch selbst die Haare waschen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Notdurftverrichtung: In diesem Bereich sei der Beschwerdeführer selbständig. Der Beschwerdeführer könne sich zuhause mit dem Closomat selbst reinigen und die Kleider ordnen. Wenn er an fremden Orten oder im Tessin sei, benötige er Hilfe. Die Frau stehe während der Notdurftverrichtung nicht daneben. Sie müsse jedoch teilweise die verschmutzte Toilette reinigen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Pflege gesellschaftlicher Kontakte/Fortbewegung: Der Beschwerdeführer könne seit Juni 2015 keine Termine mehr selbst vereinbaren und einhalten. Bei der Fortbewegung im Freien sei seit März 2017 Hilfe erforderlich.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rahmen des Einspracheverfahrens erfolgte am 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">September 2017 eine erneute telefonische Besprechung mit der Ehefrau des Beschwerdeführers (Urk. 8/35). Die Abklärungsperson hielt fest, die Ehefrau des Beschwerdeführers habe angegeben, dass sie das Essen richten müsse. Die Medikamenteneinnahme werde von der Ehefrau überwacht. Sie halte allgemein fest, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführer sein Leben nicht mehr allein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> meistern könne. Angesprochen auf die telefonische Abklärung vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">August 2017</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> wobei nochmals alle einzelnen Verrichtungen durchgegangen worden seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> habe die Ehefrau des Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führers angegeben, die Angaben in der Notiz vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">August 2017 träfen nach wie vor zu. Gemäss den Angaben Ehefrau kann </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> für ein bis zwei Stunden alleine gelassen werden. Es liege keine Selbst- oder Fremdge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fährdung vor. Die Abklärungsperson führte an, als sie die Ehefrau des Beschwerdeführers angerufen habe, habe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Beschwerdeführer selber </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">das Tele</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fon abgenommen. Seine Ehefrau sei beim Velofahren gewesen. Die Ehefrau des Beschwerdeführers habe die Ferienwohnung im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Tessin aufgegeben, da sich der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gesundheitszustand </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Beschwerdeführers </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verschlechtert habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 8/35)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist, ob de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerdeführer Anspruch auf eine Hilflo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">senentschädigung hat.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufgrund der Akten ist erstellt, dass der Beschwerdeführer aus gesundheitlichen Gründen auf Hilfe von Drittpersonen angewiesen ist. Das wurde auch von der Beschwerdegegnerin nicht bestritten. Zwischen den Parteien ist vielmehr umstritten, welches Ausmass diese Hilfsbedürftigkeit erreicht beziehungsweise ob die rechtlichen Voraussetzungen für eine Hilflosenentschädigung erfüllt sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach der Aktenlage </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unbestritten, dass der Beschwerdeführer im Bereich Fortbewegung/Pflege gesellschaftlicher Kontakte in regelmässiger und erhebli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cher Weise auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(direkte) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hilfe angewiesen ist. So ist den Akten zu entnehmen, dass er seit Juni 2015 keine Termine mehr selbständig vereinbaren und einhal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten könne und seit März 2017 bei der Fortbewegung im Freien Hilfe erforderlich ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Bezug auf die verbleibenden Lebensverrichtungen ist festzuhalten, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Beschwerdeführer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sowohl Hilfebedarf beim Ankleiden/Auskleiden, als auch beim Essen, der Körperpflege, und der Verrichtung der Notdurft geltend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> machte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. In seiner Einsprache vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">September 2017 (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8/33) nannte er insbesonde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">re einen indirekten Hilfebedarf und wies zuletzt beschwerdeweise auf eine Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlechterung des Gesundheitszustands hin.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Hilfsbedürftigkeit in einer Lebensverrichtung mit mehreren Teilfunktio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen ist nicht verlangt, dass die versicherte Person bei allen oder bei der Mehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zahl dieser Teilfunktionen fremder Hilfe bedarf; vielmehr genügt es, wenn sie bei einer dieser Teilfunktionen regelmässig in erheblicher Weise auf Dritthilfe angewiesen ist (BGE 117 V 146 Erw. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Hilfe ist regelmässig, wenn sie die versicherte Person täglich benötigt oder eventuell täglich nötig hat (ZAK 1986 S. 484). Die Hilfe ist erheblich, wenn die versicherte Person mindestens eine Teilfunktion einer einzelnen Lebensverrich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tung nicht mehr, nur mit unzumutbarem Aufwand oder nur auf unübliche Art und Weise (BGE 106 V 153) selbst ausüben kann oder wegen ihres psychischen Zustandes ohne besondere Aufforderung nicht vornehmen würde (vgl. Rz 8119 in Verbindung mit Rz 8026 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sicherungen [BSV] über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">rung [KSIH], vom 1. Januar 2015, Stand 1. Januar 2017).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund der bestätigten Ausführungen der Ehefrau des Versicherten (E. 3.3 und E. 3.4) wie auch der von einer Pflegefachperson im Anmeldeformular getä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigten Angaben (E. 3.2) ist ein gewisser (indirekter) Hilfsbedarf im Bereich Ankleiden anzunehmen. Indes erreicht die Art und Weise desselben (Kontrolle, dass witterungsgerechte Kleidung korrekt angezogen ist bzw. entsprechende mündliche Anweisung) noch nicht das Ausmass einer erheblichen Dritthilfe (vgl. insbesondere E. 3.3). In Bezug auf die Notdurft ist die Regelmässigkeit der Hilfestellung dank des Hilfsmittels am Wohnort ebenfalls zu verneinen. Dassel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">be gilt mangels Häufigkeit für die manchmal notwendige Aufforderung sich zu setzen, die Erinnerung, sich zu duschen oder Hände zu waschen, und die Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">forderung zu trinken. Der medizinisch-pflegerische Hilfsbedarf erschöpft sich darin, die Medikamente zu richten und die Einnahme zu kontrollieren sowie das Anbringen von Medizinalpflaster (Urk. 8/22/5). Das Bereitstellen der Medika</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mente, welche er nach Instruktion auch alleine und selbständig, insbesondere auch in Abwesenheit von Familienangehörigen (vgl. E. 3.2 in fine), einzuneh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men in der Lage ist, erreicht die für eine leichte Hilflosigkeit erforderliche Inten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sität der pflegerischen Leistung noch nicht (Rz 8057 KSIH). Eine ständige Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wachung im Sinne der gesetzlichen Anspruchsvoraussetzung ist angesichts des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen, dass der Beschwerdeführer mehrere Stunden bzw. während eines Tages allein zuhause verbringen kann, ebenfalls nicht erforderlich.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach dem Gesagten besteht der angefochtene Einspracheentscheid vom 5. Oktober 2017 zu Recht. Nicht auszuschliessen ist indessen, dass die laut Beschwerde „seit einigen Wochen“ bzw. „in letzter Zeit“ eingetretene Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlechterung der Demenz nunmehr die Dritthilfe in einer weiteren Lebensver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtung erheblich werden liess bzw. nunmehr die erforderliche persönliche Überwachung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in quantitativer wie qualitativer Hinsicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Erfordernisse von Art. 37 Abs. 3 lit. b IVV erfüllt. Diesbezüglich ist der Beschwerdeführer jedoch auf die Möglichkeit einer Neuanmeldung hinzuweisen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde wird abgewiesen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Spida AHV-Ausgleichskasse</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><br/><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstHausammann</p><p></p></div> </div></body></html>