B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-5782/2012 U r t e i l v o m 1 . O k t o b e r 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichter Beat Weber, Gerichtsschreiberin Sonja Andrea Fünfkirchen. Parteien A._______, (wohnhaft in Serbien), vertreten durch lic. iur. Gojko Reljić, Rechtsberatung für Ausländer, Beschwerdeführerin, gegen Schweizerische Ausgleichskasse SAK, Vorinstanz. Gegenstand Altersrente (Mindestbeitragsdauer); Einspracheentscheid der SAK vom 4. Oktober 2012. C-5782/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. Die am (…) 1949 geborene, seit 1969 verheiratete A._______ (nachfol- gend: Gesuchstellerin oder Beschwerdeführerin) , serbische Staatsang e- hörige, lebt in Serbien. Sie war in den Jahren 1981 und 1986 – 1991 (mit Unterbrüchen) bei der Einwohnergemeinde Z._______ wohnsitzmässig gemeldet (act. SAK/7) und hatte f ür diese Zeit – gemäss den Eintragun- gen in ihrem Pass – jeweils eine (Kurz-)Aufenthalts- und Arbeitsbewilli- gung als Saiso nierangestelle in der Pension B._______ (act. SAK/12). Am 14. März 2011 meldete sich die Gesuchstellerin erstmals für den B e- zug einer ordentlichen Altersrente der AHV bei der Schweizerischen Au s- gleichskasse (SAK, nachfolgend auch: Vorinstanz; act. SAK/1 ). Am 27. April 2011 stellte sie bei der SAK einen Antrag für eine provisorische Rentenberechnung (act. SAK/3). B. Mit Verfügung vom 20. März 2012 (act. SAK/19) wies die SAK das Lei s- tungsbegehren ab, weil gemäss IK-Zusammentrag der Schweizerischen Ausgleichskasse die Gesuchstellerin in der Zeit von 1990 – 1991 lediglich 5 Monate in der Schweiz erw erbstätig gewesen sei (act. SAK/ 24) und somit die Bedingung der einjährigen Mindestbeitragsdauer nicht erfüllt sei. Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache vom 28. März 2012 (act. SAK/20) wies die SAK mit Einspracheentscheid vom 4. Oktober 2012 ab und bestätigte ihre Verfügung vom 20. März 2012 (act. SAK/22). C. Gegen diesen Einspracheentscheid liess A._______ (nachfolgend: Be- schwerdeführerin) durch ihren bevollmächtigen Parteivertreter, lic. iur. G. Reljić, am 5. November 2012 Beschwerde an das Bundesverwaltungsge- richt erheben und beantragen, der angefochtene Entscheid sei – unter Kosten- und Entschädigungsfolge – aufzuheben und es sei der B e- schwerdeführerin die Mindestbeitragsdauer sowie der Ans pruch auf eine Altersrente anzuerkennen. Zur Begründung machte sie geltend, dass sie sieben Saisons (1981 und 1986 – 1991) beim selben Arbeitgeber in der Schweiz gearbeitet und gewohnt habe und auch immer ihren Aufenthalt in der Schweiz bei der Fremdenkont rolle an- und abgemeldet habe. Zudem habe sie vor jeder Einreise in die Schweiz die schweizerische Arbeitsb e- willigung in der Schweizer Botschaft in X._______ beglaubigen lassen. Sie sei jedoch nicht in der Lage, Lohnabrechnungen, Arbeitszeugnisse oder Quellensteuerabrechnungen vorzulegen, da sie diese vom Arbeitg e-C-5782/2012 Seite 3 ber nie erhalten habe und ihr der Lohn jeweils "bar auf die Hand" ausb e- zahlt worden sei. Aus den vorgelegten Unterlagen [Passkopien mit Visa - Einträgen, einschliesslich der Saisonbewilligung en und An- und Abmel- debestätigungen der Fremden-/Einwohnerkontrolle der Gemeinde Z._______] gehe hervor, dass sie 36 Monate in der Schweiz gearbeitet habe und ihr Arbeitgeber für diese Periode AHV -Beiträge hätte einbezah- len müssen. Nach Ansicht des Parteivertreter s dürften die Folgen der o f- fensichtlichen Unterlassungshandlung des Arbeitgebers nicht der B e- schwerdeführerin angelastet werden, weshalb die Zeit im Jahr 1981 s o- wie im Jahr 1986 -1990 ebenfalls als Beitragszeit zu berücksichtigen sei (act. 1). D. Die SAK liess sich mit Eingabe vom 26. November 2012 vernehmen und beantragte die Abweisung der Beschwerde sowie die Bestätigung der Einspracheverfügung vom 4. Oktober 2012 (act. 3). Als Begründung führ- te sie im Wesentlichen an, dass im Individuellen Konto (IK) der B e- schwerdeführerin im Jahr 1990 lediglich 3 Beitragsm onate und ein Ein- kommen von Fr. 6'360. - sowie im Jahr 1991 2 Monate und ein Einkom- men von Fr. 4'240. - ausgewiesen seien, kein volles Beitragsjahr vorliege und folglich kein Anspruch auf eine Altersrente bestehe. Im vorliegenden Fall lägen keine konkreten Beweise vor, dass gemäss dem IK der B e- schwerdeführerin weitere Beiträge von ihr bezahlt worden seien. Auch sei der Vorinstanz seitens der C._______ Ausgleichskasse in W._______ am 23. August 2011 schriftl ich bestätigt worden, dass – mangels Lohna b- rechnungen – in den Lohnunterlagen 1981 und 1986 – 1989 der Pension B._______ leider keine weiteren Eintragungen lautend auf den Namen der Beschwerdeführerin gutgeschrieben worden seien (act. SAK/9). Aus- serdem sei en von der Beschwerdeführerin für die betreffende Periode weder Arbeitszeugnisse noch Lohnbescheinigungen, Lohnabrechnungen bzw. Lohnzettel beigebracht worden, aus welchen die entsprechenden AHV-Abzüge ersichtlich seien und wonach im Sinne von Art. 141 Abs . 3 AHVV eine Korrektur in ihrem IK möglich gewesen wäre. E. Mit Schreiben vom 21. Dezember 2012 hält die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen und Begründungen replikweise fest. Sie könne zwar keine Lohnabrechnungen für die Jahre 1981, 1986 und 1989 beibring en, beste- he jedoch auf eine Berichtigung der Eintragungen im Individuellen Konto, zumal aus den "Wohnsitzbescheinigungen und übrigen Dokumentati o-C-5782/2012 Seite 4 nen" zu entnehmen sei, dass sie 36 Monate in der Schweiz erwerbstätig gewesen sei und damit Anspruch auf eine Altersrente habe (act. 5). F. Mit Verfügung vom 3. Januar 2013 wurde der Vorinstanz die Replik vom 21. Dezember 2012 zur Kenntnis gebracht und der Schriftenwechsel g e- schlossen (act. 6). G. Mit unaufgeforderter Eingabe vom 12. April 2013 übermittelte der Parte i- vertreter eine im Original ausgestellte "Lohnquittung" für den Monat A u- gust 1988 und machte weitere Beitragszeiten geltend. Nach Angaben der Beschwerdeführerin habe sie identische Quittungen für die übrigen Mona- te von der Pension B._______ erhalten, jedoch leider nicht aufbewahrt (act. 7). H. Die Vorinstanz stellte am 15. Mai 2013 schriftlich fest, dass die B e- schwerdeführerin respektive ihr Parteivertreter keine neuen Argumente vorgebracht habe (act. 9) . Aus der von der Beschwerdeführerin unte r- zeichneten Lohnq uittung gehe zwar hervor, dass sie Fr. 1'200. - für den Monat August erhalten habe, jedoch seien keine Belege beigelegt wo r- den, aus welchen die AHV -Abzüge ersichtlich seien (z.B. Lohnbeschein i- gungen, Lohnabrechnungen bzw. Lohnzettel). Im vorliegenden Fall l ägen keine konkreten Beweise vor, dass gemäss dem IK der Beschwerdefü h- rerin weitere Beiträge von ihr bezahlt worden seien. Demzufolge betrage die Beitragsdauer nach wie vor 5 Monate. Da kein volles Beitragsjahr vor- liege, bestehe für die Beschwerdeführerin leider auch kein Anspruch auf Altersrente, weshalb an den Anträgen vom 26. November 2012 festgehal- ten werde. I. Am 28. Mai 2013 wurde der Beschwerdeführerin die Stellungnahme der Vorinstanz vom 15. Mai 2013 zu Kenntnis gebracht und der Schrifte n- wechsel geschlossen. J. Auf die weiteren Vorbringen und eingereichten Beweismittel wird – sofern erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. C-5782/2012 Seite 5 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Angefochten ist der Einspracheentscheid der SAK vom 4. Oktober 2012, mit welchem – in Bestätigung der Verfügung vom 20. März 2012 – das Rentengesuch der Beschwerdeführerin wegen Nichterfüllens der ein - jährigen Mindestbeitragsdauer abgewiesen worden ist. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 85 bis Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10) beurteilt das Bundes - verwaltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfü - gungen der Schweizerischen Ausgleichskasse. Da keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt, ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der Beschwerde zuständig. 1.2 Aufgrund von Art. 3 Bst. d bis des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet das VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungsrechtssachen, soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozi- alversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Gemäss Art. 1 Abs. 1 AHVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die im ersten Teil ge- regelte Alters - und Hinterlassenenversicherung anwendbar, soweit das AHVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. 1.3 Die Beschwerdeführerin ist durch den angefochtenen Einsprache - entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Auf - hebung oder Änderung, so dass sie im Sinne von Art. 59 ATSG be - schwerdelegitimiert ist. Sie wird im Beschwerdeverfahren durch lic. iur. G. Reljić vertreten. 1.4 Da die Beschwerde im Übrigen frist - und formgerecht eingereicht wurde, ist darauf einzutreten (vgl. Art. 60 Abs. 1 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 2. 2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prü ft die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sac h- verhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). C-5782/2012 Seite 6 2.2 Die Beschwerdeführerin ist Staa tsangehörige von Serbien und lebt dort. Nach dem Zerfall der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien blieben zunächst die Bestimmungen des Abkommens zwischen der Schweize - rischen Eidgenossenschaft und der Föderativen Volksrepub lik Jugosla - wien über Sozialversicherung vom 8. Juni 1962 (SR 0.831.109.818.1) für alle Staatsangehörigen des ehemaligen Ju goslawiens anwendbar (BGE 126 V 203 E. 2b, 122 V 382 E. 1, 119 V 101 E. 3). Zwischenzeitlich hat die Schweiz mit den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens (Kroatien, Slowenien, Mazedo nien), nicht aber mit Serbien, neue A b- kommen über soziale Sicherheit abge schlossen. Vorliegend findet de m- nach weiter hin das schweizerisch -jugoslawische Sozialver sicherungsab- kommen vom 8. Juni 1962 Anwendung. Nach Art. 2 dieses Abkom mens stehen die Staatsangehörigen der Ver tragsstaaten in ihren Rech ten und Pflichten aus den in Art. 1 ge nannten Rechtsvorschriften, zu welchen die schweizerische Bundes gesetzgebung über die Alters - und Hinter - lassenenversicherung gehört, einan der gleich, soweit nichts an deres be- stimmt ist. Bestimmungen, die hin sichtlich der Voraus setzungen des A n- spruchs auf eine schweizerische Altersrente sowie der anwendbaren Ver- fahrensvorschriften von dem in Art. 2 des Ab kommens aufge stellten Grundsatz der Gleich stellung abweichen, fin den sich weder im Abko m- men selbst noch in den seitherigen sc hweizerisch-jugoslawischen Ve r- einbarungen. 2.3 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen materiellen Rechts- sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung hatten (vgl. BGE 130 V 445; BGE 127 V 467 E. 1; BGE 126 V 136 E. 4b). Die Beschwerdeführerin hat ihr 64. Altersjahr am (…) 2013 vollendet. Ihr Anspruch auf eine ordentliche Alt ersrente ohne Vorbezug wäre dem nach im Monat nach Vollendung des 64. Altersjahrs und somit am (…) 2013 entstanden (vgl. Art. 21 Abs. 2 AHVG). Massgebend sind somit diejenigen Normen, welche zu diesem Zeitpunkt in Kraft standen, n a- mentlich die entsprechenden Bestimmungen des AHVG und der Veror d- nung vom 31. Oktober 1947 über die Alters - und Hinterlassenenversiche- rung (AHVV, SR 831.101). 3. Vorliegend ist strittig und vom Bundesverwaltungsgericht zu prüfen, ob die Vorinstanz die Rentenberechtigung der Beschwerdeführerin zu Recht wegen ungenügender Beitragsdauer verneint hat. C-5782/2012 Seite 7 3.1 Nach Art. 1a Abs. 1 Bst. a und b AHVG sind nur natürliche Personen mit Wohnsitz in der Schweiz oder natürliche Personen, die in der Schweiz eine Erwerbstätigkeit ausüben, obligatorisch bei der AHV versichert. Bei - tragspflichtig sind sie insbesondere dann, wenn sie einer Erwerbstätigkeit nachgehen (Art. 3 Abs. 1 AHVG). Von der Beitragspflicht befreit sind die erwerbstätigen Kinder bis zum 31. Dezember des Jahres, in welchem sie das 17. Altersjahr zurückgelegt haben (Art. 3 Abs. 2 Bst. a AHVG). 3.2 Anspruch auf eine ordentliche Alters - und Hinterlassenenrente haben nur Versicherte, denen für mindestens ein volles Jahr Einkommen, Erzie - hungs- oder Betreuungsgutschriften angerechnet werden können (Art. 29 Abs. 1 AHVG). Ein volles Beitragsjahr liegt gemäss Art. 50 AHVV vor, wenn eine Person insgesam t länger als elf Monate im Sinne von Art. 1 a oder 2 AHVG versichert war und während dieser Zeit den Mindestbeitrag bezahlt hat oder Beitragszeiten im Sinne von Art. 29ter Abs. 2 Bst. b und c AHVG aufweist. 3.3 Damit ein Jahr als volles Beitragsjahr angerechnet wird, muss eine Versicherungsdauer von mehr als elf Monaten vorliegen; dies ist nicht der Fall, wenn nur eine Dauer von elf Monaten ohne einen zusätzlichen Bruchteil eines weiteren Monates besteht (vgl. U ELI KIESER, Recht - sprechung zur Alters - und Hinterl assenenversicherung, 2. Auflage, Z ü- rich/Basel/Genf 2005, Art. 29ter Rz. 2 mit Hinweis auf ZAK 1971 S. 323 E. 3). Ausserdem müssen die geschuldeten Beiträge zumindest in der Höhe des Mindestbeitrags geleistet sein oder noch entrichtet werden können (Art. 16 Abs. 1 und 2 AHVG), damit ein bestimmter Zeitabschnitt als Be i- tragsdauer zählen kann (vgl. Wegleitung des Bundesamts für So - zialversicherungen über die Renten in der Eidgenössischen Alters -, Hin- terlassenen- und Invalidenversicherung [RWL; gültig ab 1. Ja nuar 2003], Rz. 5006). Wurden Beiträge mangels Erfassung oder wegen Uneinbring - lichkeit nicht geleistet und ist die Beitragsschuld bei der Entstehung des Rentenanspruchs verjährt, ist die entsprechende Beitragsperiode in der Regel nicht anzurechnen (RWL Rz. 5009). 3.4 Hinsichtlich der Dauer der Beitragsleistungen und der Höhe der Be i- träge wird grundsätzlich auf die Individuellen Konten (IK) abgestellt, we l- che für jeden beitragspflichtigen Versicherten geführt und in welche die entsprechenden Daten eingetragen werden (vgl. Art. 30ter AHVG; Art. 137 ff. AHVV). C-5782/2012 Seite 8 3.5 Der Versicherte hat das Recht, bei jeder Ausgleichskasse, die für ihn ein individuelles Konto führt, einen Auszug über die darin gemachten Ein- tragungen unter Angabe allfälliger Arbeitgeber zu verlangen (Art. 141 Abs. 1 AHVV). Wird kein Kontenauszug oder keine Berichtigung verlangt, oder wird das Berichtigungsbegehren abgelehnt, so kann bei Eintritt des Versi- cherungsfalles die Berichtigung von Eintragungen im Individuellen Konto nur verlangt werden, soweit deren Unrichtigkeit offenkundig ist oder dafür der volle Beweis erbracht wird (Art. 141 Abs. 3 AHVV). Art. 141 Abs. 3 AHVV führt eine Beweisverschärfung gegenüber dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr- scheinlichkeit ein, i ndem der volle Beweis verlangt wird. Allerdings soll dies nicht heissen, dass die Untersuchungsmaxime nicht gilt und der Ver- sicherte selbst diesen Beweis zu erbringen hat. Vielmehr soll dies hei s- sen, dass der Versicherte insofern erhöhte Mitwirkungspflicht en hat, als dass er alles ihm Zumutbare unternehmen muss, um die Verwaltung oder den Richter bei der Beschaffung des Beweismaterials zu unterstützten (vgl. BGE 117 V 261 E. 3b und 3d). 3.6 Gemäss Definition gilt eine Tatsache als bewiesen und der volle B e- weis als erbracht, wenn die Behörde von deren Vorhandensein derart überzeugt ist, dass das Gegenteil als unwahrscheinlich erscheint (vgl. ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechts- pflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, S. 105). Wi e dieser Beweis er- bracht werden muss, ist jedoch nicht vorgeschrieben. 4. Wie bereits erwähnt, hat die am (…) 1949 geborene Beschwerdeführerin ihr 64. Altersjahr am (…) 2013 vollendet, so dass sie ab (…) 2013 An- spruch auf eine ordentliche Altersrente der AHV hat, sofern ihr für ein vol- les Jahr Einkommen angerechnet werden kann, sie also während mehr als elf Monaten versichert und beitragspflichtig war sowie während dieser Zeit den Mindestbeitrag bezahlt hat (Art. 29 Abs. 1 AHVG). 4.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, länger als elf Monate in der Schweiz erwerbstätig gewesen zu sein und verweist auf die von ihr ins Recht gelegten Passeintragungen der Fremd en-/Einwohnerkontrolle der Gemeinde Z._______ und Saisonbewilligungen im Sinne von Kurzau f- enthalts- und Arbeitsbewilligungen (vgl. Bst. C) sowie eine Lohnquittung in der Höhe von Fr. 1'200. - für den Monat August 1988 (vgl. B st. G). Sie könne zwar keine Lohnabrechnungen für die Jahre 1981, 1986 und 1989 C-5782/2012 Seite 9 beibringen, bestehe jedoch auf eine Berichtigung der Eintra gungen im In- dividuellen Konto, zumal aus den "Wohnsitzbescheinigungen und übrigen Dokumentationen" zu entnehmen sei, dass sie 36 Monate in der Pension B._______ im Y ._______ erwerbstätig gewesen sei und damit Anspruch auf eine Altersrente habe (vgl. Bst. E). 4.2 Die Beschwerdeführerin rügt sinngemäss, die Versicherungszeiten seien nicht korrekt erhoben worden bzw. seien im Individuellen Konto zu berichtigen. 4.2.1 Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsg e- richts (heute: Bundesgericht) kann bei Vorlie gen einer Aufenthalts - oder Niederlassungsbewilligung (Bewilligung B oder C) einer versicherten Pe r- son bei der Anrechnung geleisteter Beiträge auf die Gültigkeitsdauer der Bewilligung abgestellt werden, falls der Mindestbeitrag eines Jahres g e- leistet wurde. Demgegenüber ist dieser Grundsatz nicht auf den Arbei t- nehmer anwendbar, der wie vorliegend mit einer Saisonbewilligung A in der Schweiz beschäftigt war (vgl. Urteil I 524/2002 E. 2.3 des Eidgenössi- schen Versicherungsgerichts vom 25. November 2002 mit wei teren Hin- weisen). Für Personen aus Staaten, die nicht Mitgliedstaaten der EU oder der EFTA sind, können die Kantone Kurzaufenthaltsbewilligungen (mit Befristung auf wenige Monate und beschränkt auf den Zweck der E r- werbstätigkeit) im Rahmen der Höchstzahlen nach Anhang 1 Ziffer 1 Buchstabe a erteilen (Art. 19 Abs. 1 der Verordnung über Zulassung, Auf- enthalt und Erwerbstätigkeit, VZAE, SR 142.201). Die Gültigkeitsdauer der Aufenthaltsbewilligung für Drittstaatsangehörige (Bewilligung B) wird das erste Mal in der Regel auf ein Jahr befristet (vgl. Bundesamt für Mig- ration, abrufbar unter <http://www.bfm.admin.ch/content/bfm/de/home/ themen/aufenthalt/nicht_eu_efta/ausweis_b__aufenthaltsbewilligung. html>, html>, zuletzt besucht am 24. September 2013). 4.2.2 Gemäss der Bestätigung der Einwohnergemeinde Z._______ vom 2. August 2011 habe für die Aufenthalte in den Jahren 1987 und 1991 je eine Kurzaufenthaltsbewilligung der Schweiz vorgelegen (act. SAK/7, S. 2). Auch die Beschwerdeführerin bestätigt mit ihrem Antrag zur provisori- schen Rentenberechnung vom 27. April 2011 , dass sie für die Jahre 1981, 1986 – 1991 jeweils einen Aufenthaltsstatus "A" gehabt habe (act. SAK/3, S. 2). Vorliegend wird von der Beschwerdeführerin nicht geltend gemacht, dass sie sich mit einer Bewil ligung B oder C in der Schweiz aufgehalten habe. C-5782/2012 Seite 10 4.2.3 Den aktenkundigen einwohneramtlichen Bestätigungen der G e- meinde Z._______ vom 30. Januar 2012 (act. SAK/7, S. 2) und den Passeintragungen (act. SAK/12 und 17) sind folgende An - und Abmel- dungen respektive di e Aufenthaltsdauer der Beschwerdeführerin in Z._______ zu entnehmen: – Anmeldung: 18. Juni 1981 (act. SAK/7, S. 2) oder 24. Juni 1981 gemäss Passvermerk (act. SAK/17, S. 2) ; Abmeldung: 27. September 1981 (act. SAK/7, S. 2 oder 29. September 1981 (act. SAK/17, S. 3), Aufenthaltsdauer: rund 4 Monate; – Anmeldung: 31. Mai 1986 ( act. SAK/7, S. 2, act. SAK/17, S. 4), Abmeldung: 19. Oktober 1986 ( act. SAK/7, S. 2, act. SAK/17, S. 5), Aufenthaltsdauer: 5 Monate; – Anmeldung: 21. Juni 1987 (act. SAK/7, S. 2) oder 26. Juni 1987 gemäss Passvermerk (act. SAK/17, S. 5), Abmeldung: 20. September 1987 ( act. SAK/7, S. 2, act. SAK/17, S. 5), Aufenthaltsdauer: rund 4 Monate; – Anmeldung: 15. April 1988 (act. SAK/17, S. 6), Abmeldung: 31. Oktober 1988 gemäss Passvermerk (act. SAK/17, S. 6) oder 3. November 1988 (act. SAK/7, S. 2), Aufenthaltsdauer: rund 7 Monate; – Anmeldung: 1. Mai 1989 ( act. SAK/7, S. 2 , act. SAK/17, S. 6), Abmeldung: 31. Oktober 1989 ( act. SAK/7, S. 2, act. SAK/17, S. 6), Aufenthaltsdauer: 6 Monate; – Anmeldung: 31. Mai 1990 (act. SAK/7, S. 2 ) oder 5. Juni 1990 gemäss Passvermerk (act. SAK/17, S. 7), Abmeldung: 28. September 1990 (act. SAK/7, S. 2) oder 30. September 1990 gemäss Passvermerk (act. SAK/17, S. 7), Aufenthaltsdauer: 4 Monate; – Anmeldung: 19. Juni 1991 gemäss Passvermerk (act. SAK/12, S. 8, act. SAK/17, S. 10) oder 15. September 1991 (act. SAK/7, S. 2), Abmeldung: 10. Oktober 1991 ( act. SAK/7, S. 2, act. SAK/17, S. 10), Aufenthaltsdauer: rund 5 Monate. Im Ergebnis hat die Fremden-/Einwohnerkontrolle der Gemeinde Z._______ für die Jahre 1981 sowie 1986 -1991 insgesamt 35 respektive 36 Monate bestätigt , was im Übrigen auch von der Vorinstanz nicht bestritten wird. Da die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Beschwe r- deführerin für die einzelnen Saison s in der Schweiz lediglich 4 bis 5 Mo- nate beträgt, ist gemäss geltender Rechtslage von einer Kurzaufenthalts- bewilligung (Saisonbewilligung A) auszugehen ist (vgl. auch die Bestät i- gung der Gemeinde Z._______ vom 2. August 2011, wonach für die Au f- enthalte in den Jahren 1987 und 1991 je eine Kurzaufenthaltsbewilligung vorgelegen habe [SAK/7, S. 2]). Somit kann auch nicht für die Anrec h- nung von Beitragszeiten auf die Gültigkeitsdauer einer B - oder C -C-5782/2012 Seite 11 Bewilligung geschlossen werden, sondern ist im Nachfolgenden auf den individuellen Kontoauszug abzustellen (vgl. E. 4.2.1. mit Hinweisen). 4.2.4 Gemäss dem individuellem Kontoauszug vom 26. November 2012 war die Beschwerdeführerin von August bis Oktober 1990 sowie von Juli bis August 1991 in der Pension B._______ erwerbstätig und bezog für diese Zeitspannen je ein Einkommen von Fr. 6'360.- und Fr. 4'240.-. 4.2.5 Für die vor dem Jahr 1990 liegenden Zeiten der Erwerbstätigkeit fehlen jedoch die entsprechenden Eintragungen im IK. In den Akten fi n- den sich zudem keine Hinweise darauf, dass für die Jahre 1981 sowie 1986 – 1989 irgendwelche Beitragszahlungen geleistet worden wäre n. Trotz Nachforschungen der Vorinstanz konnten keine Belege für derartige Zahlungen gefunden werden (act. SAK/22, S. 2, act. 3). Die Beschwerde- führerin hat – mit Ausnahme einer "Lohnquittung" aus dem Jahr 1988 (vgl. Bst. G, H) – keine diesbezüglichen Lohnabrechnungen oder andere Beweismittel eingereicht. Die Vorlage einer Lohnq uittung (mit Angabe ei- nes einzigen Betrages von Fr. 1'200. -) oder der Passkopien mit Eintra- gungen der Fremden-/Einwohnerkontrolle der Gemeinde Z._______ so- wie die Visa -Vermerke sind nicht geeignet nachzuweisen, dass die Ar- beitgeberin seinerzeit Beiträge vom Lohn abgezogen hat oder solche Bei- träge an die Alters -, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung geleistet worden wären (vgl. E. 3.5 f. mit Hinweisen zur Beweislast) . Schliesslich kann vorliegend auch nicht aufgrund des Aufenthalts automatisch auf ein gleichzeitiges Arbeitnehmerverhältnis geschlossen werden. Die Unrichtig- keit des IK -Auszuges betreffend die Jahre 1981 sowie 1986 bis ei n- schliesslich 1989 ist folglich weder offenkundig noch wird dafür der volle Beweis erbracht (vgl. E. 3.5 f. mit Hinweisen zur Berichtigung des IK). Ei- ne Beitragszahlung ist infolge Verjährung im Übrigen ausg eschlossen (vgl. E. 3.3 mit Hinweis zur Verjährung). 4.3 Zusammenfassend und im Lichte der erhöhten Anforderungen an den Beweisgrad nach Art. 141 Abs. 3 AHVV (siehe oben E. 3.5) vermögen die Angaben der Beschwerdeführerin bezüglich ihrer Arbeitstätigkei t in de r Schweiz – über die im I ndividuellen Konto registrierte Zeitspanne hinaus – nicht zu überzeugen. Da die Beschwerdeführerin einzig drei Beitrag s- monate im Jahr 1990 und zwei Beitragsmonate im Jahr 1991 aufweist, er- füllt sie die erforderliche einjährige Mind estbeitragsdauer gemäss Art. 29 Abs. 1 AHVG nicht und hat folglich keinen Anspruch auf eine Altersrente der AHV (vgl. E. 3.2 f.). Die Beschwerde vom 5. November 2012 erweist sich somit als offensichtlich unbegründet, weshalb sie im einzelrichterli-C-5782/2012 Seite 12 chen Verfahren gemäss Art. 23 Abs. 2 VGG in Verbindung mit Art. 85 bis Abs. 3 AHVG abzuweisen ist. 5. Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient- schädigung. 5.1 Das Verfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 85bis Abs. 2 AHVG), so dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind. 5.2 Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Als Bundesbehörde hat die obsiegende Vorinstanz ebenfalls keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG [ e contrario] und Art. 7 Abs. 1 [ e contrario] und Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal - tungsgericht [VGKE, SR 73.320.2]). C-5782/2012 Seite 13 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Beat Weber Sonja Andrea Fünfkirchen Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: