B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-7942/2010 U r t e i l v o m 1 6 . J a n u a r 2 0 1 3 Besetzung Richter Daniel Stufetti (Vorsitz), Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz, Richter Francesco Parrino, Gerichtsschreiberin Regula Hurter Urech. Parteien A._______ AG, Beschwerdeführerin, gegen Patronale Stiftung der B._______ AG, Beschwerdegegnerin, Ostschweizer BVG- und Stiftungsaufsicht, Poststrasse 28, Postfach 1542, 9001 St. Gallen, Vorinstanz. Gegenstand Stiftungsliquidation, Verteilungsplan (Verfügung vom 29. September 2010). C-7942/2010 Seite 2 Sachverhalt: A. Die "Patronale Stiftung der B._______ AG" mit Sitz in Z._______ (nach- folgend Stiftung) ist eine Stiftung im Sinne von Art. 80 ff. des Schweizeri- schen Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 1907 (ZGB, SR 210). Die Stif- tung bezweckt die freiwillige Vorsorge für die Arbeitnehmer der Stifterfi r- ma sowie deren Angehörige und Hinterbliebene (Art. 3 Abs. 1 der Sti f- tungsurkunde vom 14. August 1989 [StU]). Die Stiftung kann auch Z u- wendungen an andere steuerbefreite Vorsorgeeinrichtungen machen, de- nen die Stifterfirma angeschlossen ist; insbesondere können auch regl e- mentarische Arbeitgeberbeiträge im Rahmen der genannten Vorsorgeein- richtungen finanziert werden ( Art. 1 Abs. 3 StU). Zur Erreichung des Sti f- tungszwecks kann die Stiftung Versicherungsverträge zugunsten der Destinatäre oder eines Teiles derselben abschliessen oder in solche b e- stehende Verträge eintreten (Art. 1 Abs. 4 StU). Das Stiftungsvermögen wird d urch Erträge aus dem Stiftungsvermögen und allfälligen Zuwe n- dungen der Stifterfirma oder Dritter geäufnet (Art. 4 Abs. 1 StU). Über die Zuwendungen an die Destinatäre beschliesst der Stiftungsrat im Rahmen des Stiftungszwecks (Art. 5 Abs. 1 StU). Die Stift ung untersteht der Au f- sicht der Ostschweizer BVG - und Stiftungsaufsicht (Vorinstanz), vormals Aufsicht für berufliche Vorsorge und Stiftungen des Kantons Thurgau. Seit 2004 wird die Stiftung nicht mehr durch den Stiftungsrat sondern durch einen von der Aufsichtsbehörde eingesetzten kommissarischen Verwalter vertreten. B. Mit Schreiben vom 21. Juli 2008 (vgl. Vorakten 5, Seite 2 ) kündigte die B._______ AG (nachfolgend Arbeitgeberin oder Stifterfirma ) durch ihren Verwaltungsrat C._______ der Stiftung an, dass der gesamte Persona l- bestand bis spätestens Mitte 2009 abgebaut werden müsse und die Sti f- tung daher zu liquidieren sei. Mit Schreiben vom 26. Januar 2009 (Vorak- ten 5) teilt e die Arbeitgeberin der Vorinstanz mit, der Betrieb sei per 31. Dezember 2008 eingestellt worden, weshalb die Stiftungsliquidation ein- zuleiten sei. Mit Verfügung vom 25. Februar 2009 (Vorakte n 5) nahm die Vorinstanz Kenntnis von der Berichterstattung 2007 und stellte zudem in den Erwägungen fest, dass die Stiftung zu liquidieren sei und de r kom- missarische Verwalter einen Plan zur Verteilung der freien Mittel zu erstel- len habe (E. C. Abs. 2). C-7942/2010 Seite 3 C. Mit Schreiben vom 26. Mai 2009 (act. 7/1) bat die Stiftung C._______ um Zustellung der fü r die Durchführung der Stiftungsliquidation notwendigen Daten und Unterlagen inklusive eines Vorschlags zur Verteilung der Sti f- tungsmittel an die Mitarbeiter. Im Brief vom 9. Juni 2009 (act. 7/2) teilte er der Stiftung mit, dass aufgrund der Liquidation des Betriebs seit 1. April 2009 kein Personal mehr vorhand en sei, dass die massgebenden Akten erst noch gesucht werden müssten und dass es für die Einreichung der verlangten Angaben und Unterlagen länger dauern würde. Mit den Schreiben vom 11. November 2009 (act. 7/3) und 18. Januar 2010 (act. 7/4) ersuchte die S tiftung nochmals um Zustellung der Angaben für die Liquidation und den Verteilungsvorschlag. Mit Brief vom 16. März 2010 (Vorakten 1) gab C._______ u. a. bekannt, dass "allseits die Auffassung besteht, dass die vorhandenen Mittel den früheren Beschäftigten bzw. de- ren Hinterlassenen zugute kommen soll[en]." D. Mit Verfügung vom 29. September 2010 (act. 1/1) genehmigte die Vori n- stanz den von der Stiftung erstellten Verteilungsplan (Vorakten 1). Dem- nach sollten Fr. 350'808.01 verteilt werden; der Destinatärkreis sollte aus den Arbeitnehmenden, welche am 31. Dezember 2008 im Dienste der Stifterfirma standen, sowie aus den ehemaligen Arbeitnehmenden, wel- che ab 1. Januar 2003 bis 30. Dezember 2008 im Dienste der Stifterfirma standen, bestehen; als Verteilkriterien sollten die Lohnsummen ab 1. J a- nuar 2000 sowie die Dienstjahre ab 1. Januar 2000 zu je 50 Prozent he- rangezogen werden. Dabei verfügte die Vorinstanz was folgt: "1. Die Mittelverteilung von CHF 350'808.01 gemäss dem am 18. August 2010 eingereichten Verteilplan wird aufsichtsbehördlich genehmigt. 2. Der Nachweis der Mittelverteilung ist der Aufsichtsbehörde zu gegebener Zeit einzureichen. 3. Sämtliche Destinatäre sind über diese Verfügung und das Rechtsmittel in Kenntnis zu setzen. 4. (Gebühren.)" Am 7. Oktober 2010 übermittelte die Stiftung die Verfügung an C._______ und D._______ – ebenfalls Verwaltungsrat der Stifterfirma – und forderte sie auf, ihr bis 31. Oktober 2010 die Adressen der im Verte i- lungsplan berücksichtigten ehemaligen Mitarbeitenden z u melden (act. 7/5, 7/6). Dies wurde indes nie befolgt, was C._______ damit begründete, C-7942/2010 Seite 4 dass der für die Eruierung der gewünschten Angaben zuständige D._______ im Ausland weile (vgl. act. 7/7, 7/9) bzw. dass dessen Mutter erkrankt sei (vgl. act. 7/12). E. Am 11. November 2010 erhob die Arbeitgeberin (nachfolgend die Be- schwerdeführerin oder die Arbeitgeberin ) in eigenem Namen durch C._______ beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen die Ge- nehmigungsverfügung vom 29. September 2010 (act. 1) und stellte de n folgenden Antrag: " In Aufhebung der angefochtenen Verfügung sei der ihr zugrunde [liegende] Verteilplan zur Überarbeitung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin." Sie begründete ih re Beschwerde im Wesentlichen zunächst mit der Ver- letzung des rechtlichen Gehörs, indem die Vorinstanz den Verteilungsplan genehmigt habe, ohne ihn vorher zur Stellungnahme an die Beschwerde- führerin zu schicken , als Arbeitgeberin der Begünstigten stehe ihr aber mindestens ein Mitspracherecht zu. Sodann rügte sie den Verteilungsplan insofern, als die Lohnsummen und die Dienstjahre erst ab 2000 berüc k- sichtigt würden, was zu einer unangemessenen Bevorteilung der ab 1. Januar 2003 beschäftigten gegenüber den vo r dem 1. Januar 2000 bei der Beschwerdeführerin tätig gewesenen Mitarbeitern führe; es seien d a- her die Dienstjahre wenigstens ab 1980 bis 2000 zu berücksichtigen , und in diesem Sinne seien E._______, F._______, G._______, H._______, I._______ und J._______, welche zwischen 1980 und 1991 zur Arbeitg e- berin stiessen, zu berücksichtigen. Schliesslich seien auch der Unte r- zeichnete sowie D._______ aufgrund ihrer bis anhin unbezahlten Tätig- keit als Verwaltungsrat und Geschäftsführer der Beschwerdeführerin in die Verteilung einzubeziehen. F. Am 10. Dezember 2010 sandte die Stiftung den Verteilungsplan zusa m- men mit der Genehmigungsverfügung vom 29. September 2010 an die betreffende AHV-Ausgleichskasse, um die Adressen der im Plan aufg e- führten Destinatäre zu erhalten (act. 7/11). G. Am 9. Februar 2011 reichte die Stiftung (nachfolgend die Beschwerde- gegnerin oder die Stiftung ) die Beschwerdeantwort ein (act. 7). Dabei machte sie sinngemäss geltend, am 7. Oktober 2010 habe sie die ange-C-7942/2010 Seite 5 fochtene Verfügung an C._______ und D._______ übermittelt, es hätten sich aber beide innert der in der Verfügung genannten Beschwerdefrist nicht geäussert, weder gegenüber ihr noch gegenüber der Vorinstanz. Die Beschwerdegegnerin beantragte ausserdem , das Bundesverwa l- tungsgericht habe der Besch werdeführerin eine Frist zu setzen, innert welcher sie der Beschwerdegegnerin die Destinatäradressen zu liefern habe. H. Am 17. Februar 2011 reichte die Vorinstanz ihre Vernehmlassung ein (act. 8). Sie beantragte die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Zunächst verneinte sie die Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführerin, da diese als Vertreterin von namentlich aufgeführten Personen auftrete, ohne schriftliche Vollmachten vorlegen zu können, und weil keine dieser Personen die Verfügung vom 29. September 2010 a n- gefochten habe, sei von deren Einverständnis auszugehen; sodann sei die Beschwerdeführerin auch als Stifterfirma nicht beschwerdeberechtigt, denn seit der Stiftungsrat mit der rechtskräftigen Verfügung vom 10. Feb- ruar 2004 durch einen kommissarischen Verwalter ersetzt worden sei, sei die Verbindung der Beschwerdeführerin zur Beschwerdegegnerin aufge- hoben und es gebe daher keinerlei rechtliche Grundlagen mehr für ein Mitspracherecht der Beschwerdeführerin. Da keine Rechtspflicht zur B e- nachrichtigung der Beschwerdeführerin bestehe, sei ihr gegenüber das rechtliche Gehör nicht verletzt worden. Sodann fehle es an einer rechtl i- chen Grundlage für die Korrektur der angefochtenen Verfügung, denn die Aufsichtstätigkeit sei als Rechtskontrolle ausgestattet und die Aufsichts- behörde könne nur bei Ermessensfehlern d er Vorsorgeeinrichtung ein- schreiten, worauf sich i m vorliegenden Fall nicht schliessen lasse. Schliesslich sei auch der Grundsatz, wonach das Vermög en dem Pers o- nal folgt, eingehalten worden. I. Mit Replik vom 8. April 2011 (act. 13) hielt die Beschwerdeführerin an i h- ren Anträgen und den in der Beschwerdeschrift dargelegten Begründun- gen fest. Sie hob zudem f olgende Punkte hervor: Beschwerdegegnerin und Vorinstanz hätten durch ihre zahlreichen Akteneingaben an das G e- richt die Verfahrensökonomie missachtet; auf das Begehren der B e- schwerdegegnerin bezüglich Bekanntgabe der Destinatäradressen habe das hiesige Gericht mangels Zuständigkeit nicht einzutre ten resp. das Begehren sei mangels gegenwärtigem Bedarf abzuweisen; als Stifterfir- ma habe sie weiterhin eine enge Beziehung zur Beschwerdegegnerin und C-7942/2010 Seite 6 sei deshalb zur Beschwerde legitimiert; sie trete nicht als Vertreterin von namentlich aufgeführten Personen a uf und brauche d eshalb keine Voll- macht; schliesslich entfalle die Annahme der Beschwerdegegnerin, die übrigen Destinatäre seien mit dem Verteilungsplan einverstanden, da bis heute die angefochtene Verfügung und der Verteilungsplan keinem der Destinatäre mitgeteilt worden sei. J. Am 15. April 2011 verfügte der Instruktionsrichter des Bundesverwa l- tungsgerichts unter anderem, die Beschwerdegegnerin habe mitzuteilen, ob und gegebenenfalls wann und in welcher Form die Destinatäre über die angefochtene Verfügung un d das Rechtsmittel in Kenntnis gesetzt worden seien (act. 14). K. Mit Antwort vom 2. Mai 2011 (act. 15) erklärte die Beschwerdegegnerin, sie sei noch immer nicht im Besitz der Adressen der Destinatäre und ha- be diese daher noch nicht benachrichtigen können. L. Am 13. Mai 2011 liess sich die Beschwerdeführerin zur Verfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 15. April 2011 vernehmen (act. 16). D a- bei vertrat sie die Auffassung, die Verfügung sei unnötig und allfällige daraus entstehende Kosten könnten nicht ihr belastet werden. M. Mit Eingabe vom 22. Oktober 2011 (act. 18) gab die A._______ AG be- kannt, dass sie per 30. Juni 2011 die B._______ AG mit Aktiven und Pas- siven fusionsweise übernommen habe. N. Den mit Zwischenverfügung vom 19. November 2010 einverlangt e Kos- tenvorschuss von Fr. 7'000.- (act. 2) hat die Beschwerdeführerin am 31. Dezember 2010 bezahlt (act. 4, 5). O. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, im Rahmen der nac h- folgenden Erwägungen eingegangen. C-7942/2010 Seite 7 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Dazu gehören die Verfügungen der Aufsichtsbehörden im Bereiche der beruflichen Vorsorge nach Art. 74 Abs. 1 des Bundesge setzes vom 25. Juni 1982 über die berufliche Al - ters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG, SR 831.40), dies in Verbindung mit Art. 33 Bst. i VGG. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt in casu nicht vor. 2. 2.1 Anfechtungsgegenstand des vorliegende n Verfahrens ist de r Verwal- tungsakt der Ostschweizer BVG- und Stiftungsaufsicht vom 29. Septem- ber 2010, welcher ohne Zweifel eine Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG darstellt. 2.2 Die Beschwerde gegen diese Verfügung ist frist - und formgerecht eingegangen (Art. 50 und 52 VwVG). Auch der eingeforderte Kostenvor - schuss ist in der gesetzten Frist geleistet worden. 3. 3.1 Im Rahmen der Eintretensfrage bestreitet die Vorinstanz die B e- schwerdelegitimation der Beschwerdeführerin mit der Begründung, z um einen könne sie für die in der Beschwerde namentlich aufgeführten Pe r- sonen keine Vollmacht vorlegen und somit sei vom Einverständnis der betreffenden Personen zur angefochtenen Genehmigungsverfügung aus- zugehen, und zum anderen habe die Beschwerdeführerin keine Bezi e- hung und k ein Mitspracherecht mehr gegenüber der Beschwerdegegn e- rin, da der kommissarische Verwalter die Funktionen des Stiftungsrats ausübe. Demgegenüber mach t die Beschwerdeführe rin geltend, sie gedenke nicht, einzelne namentlich aufgeführte Personen zu vertreten , weshalb sich die Einreichung von Vollmachten erübrige, es könne aber auch nicht von einer stillschweigenden Zustimmung der Destinatäre ausgegangen werden, da die angefochtene Verfügung und der Verteilungsplan keinem Destinatär mitgeteilt worden sei. Im Weiteren hält die Beschwerdeführerin sinngemäss fest, sie stehe noch immer in enger Beziehung zur Be-C-7942/2010 Seite 8 schwerdegegnerin, dabei spiele die Übertragung der Funktionen des Stif- tungsrats an den kommissarischen Verwalter keine Rolle. 3.2 Nach Art. 48 Abs. 1 VwVG ist zur Beschwerde berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Tei l- nahme erhalten hat (Bst. a), durch die Verfügung besonders berührt ist (Bst. b) und ein schutzwürdiges Interesse an deren Änderung oder Au f- hebung geltend machen kann (Bst. c). Diese (kumulativen) Kriterien so l- len die Popularbeschwerde ausschliessen und den Charakter des all - gemeinen Beschwerderechts als Instrument des Individualrechtsschutzes unterstreichen. Der Beschwerdeführer muss einen praktis chen Nutzen aus einer allfälligen Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Ent - scheids ziehen, das heisst, seine Situation muss durch den Ausgang des Verfahrens in relevanter Weise beeinflusst werden können (BGE 133 II 249 E. 1.3.1 mit Hinweisen). Das rel evante Interesse kann rechtlicher oder tatsächlicher Natur sein und braucht nicht mit jenem übereinzustim - men, das durch die als verletzt bezeichnete Norm geschützt wird. Es ge - nügt, dass der Beschwerdeführer durch den angefochtenen Entscheid "stärker als jedermann" betroffen ist und "in einer besonderen, beach - tenswerten, nahen Beziehung zur Streitsache" steht; die Voraussetzun - gen der Beziehungsnähe und des schutzwürdigen Interesses hängen eng zusammen (vgl. BGE 135 II 172 E. 2.1, Urteil des BGer 2C_527/2 007 vom 13. Mai 2008 E. 5.3; BVGE 2007/20 E. 2.4.1; Urteile BVGer C - 625/2009 vom 8. Mai 2012 E. 3.2.3 und C -2399/2006 vom 6. Oktober 2009 E. 3.2.1 ; VERA MARANTELLI-SONANINI/SAID HUBER in: Praxisko m- mentar VwVG, Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Zürich 2009, A rt. 48 N 10 f.). 3.3 3.3.1 Wie aktenkundig ist (vgl. vorne J., K.), wurden die Destinatäre über den Verteilungsplan und die Verfügung vom 29. September 2010 nicht orientiert, weshalb ihnen keine Gelegenheit eingeräumt wurde , sich für oder gegen die Verteilung zu entscheiden. Dementsprechend kann e nt- gegen der Auffassung der Vorinstanz nicht von einer Zustimmung der Destinatäre zum Verteilungsplan ausgegangen werden . E s kann aber auch nicht auf die Ablehnung desselben geschlossen werden, was b e- deutet, dass die Bes chwerdeerhebung durch die Destinatäre resp. durch eine Rechtsvertretung ausser Betracht fällt. Zwar ist nicht ausgeschlos- sen, dass die Beschwerdeführerin die Destinatäre vertritt, weshalb, wie die Vorinstanz richtig bemerkt, eine Vollmacht beizubringen wäre. In ihrer Replik hat die Beschwerdeführerin jedoch ausdrücklich präzisiert, dass C-7942/2010 Seite 9 sie nie beabsichtigt habe, die in ihre r Beschwerdeschrift aufgeführten Destinatäre zu vertreten, was im Übrigen von letzteren auch nicht geltend gemacht wird. Demzufolge ist vorliegend davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in eigenem Namen auftritt und auch keine Vollmac h- ten beizubringen hat. Demgegenüber stellte die Beschwerdegegnerin die Genehmigungsverfü- gung und den Verteilungsplan C._______ und D._______ zu (vgl. vorne D). Beide Personen waren indes nie bei der Beschwerdegegnerin vers i- chert. D emzufolge haben sie keinen statutarisch en Leistungsanspruch gegenüber der Beschwerdegegnerin und deshalb – entgegen der Auffas- sung der Beschwerdeführerin – keinen Anspruch auf Zuteilung von freien Mitteln bei der vorliegenden Liquidation der Beschwerdegegnerin. 3.3.2 Die Beschwerde wurde, wie erwähnt, denn auch ausdrücklich im ei- genen Namen der B._______ AG (heute firmierend unter A._______ AG, vgl. vorne M.) und somit namens der Arbeitgeberin erhoben. Zu prüfen bleibt daher, ob die Beschwerdeführerin in ebendieser Funktion b e- schwerdelegitimiert ist. 3.3.3 Die Frage der Beschwerdelegitimation, auch der beschwerdefü h- renden Arbeitgeberin im vorliegenden Fall, beurteilt sich in erster Linie im Lichte des erwähnten Art. 48 Abs. 1 VwVG. Daran ändert auch Art. 53d Abs. 5 und 6 BVG nichts , welcher die Beteiligungs rechte spezifisch der aktiven Versicherten und Rentnerinnen und Rentner im Gesamt- und Teil- liquidationsverfahren näher umschreibt, indem diese das Recht haben, die Voraussetzungen, das Verfahren und den Verteilungsplan bei der z u- ständigen Aufsichtsbehörde überprüfen und entscheiden zu lassen, über die sie zuvor informiert worden sind ( UELI KIESER, Handkommentar zum BVG und FZG, Art. 53 d BVG N 65; in diese Richtung auch Urteil des BVGer C-625/2009 vom 8. Mai 2012 E. 2.3.5.3 in fine) . Zwar haben die Arbeitgeber nicht selber einen Anspruch auf Vorsorgeleistungen und sind somit nicht unmittelbar vom Verteilungsplan betroffen. Immerhin haben sie – was in der Rechtsprechung in vergleichbaren Fällen bereits ane r- kannt worden ist (vgl. Urteil des BGer 2A.185/1997 vom 11. Febru ar 1998, E. 3 d [in SZS 2001 S. 374 ff. und Pra 1998 n° 70 S. 435] , Urteile des BVGer C-5329/2010 vom 14. März 2012 E. 2.2, C -2399/2006 vom 6. Oktober 2009 E. 3.2.3) – einen vertraglichen Anspruch darauf, dass die Vorsorgeeinrichtung die ihr obliegenden Vorsorgepflichten gegenüber den bei ihnen versicherten Arbeitnehmern korrekt wahrnimmt (vgl. auch ISA- BELLE VETTER-SCHREIBER, Berufliche Vorsorge, Zürich 2009, BVG 74 N C-7942/2010 Seite 10 11; THOMAS LÜTHY, Das Rechtsverhältnis zwischen Arbeitgeber und Pe r- sonalvorsorgestiftung, insbesondere der Anschlussvertrag mit einer Sammel- oder Gemeinschaftsstiftung, Diss. ZH 1989, 89 ff.). Dazu gehört auch, dass, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, eine Teilliquidation oder wie vorliegend eine Gesa mtliquidation durchgeführt und die entsprechenden freien Mittel den Arbeitnehmern mitgegeben werden. Die Arbeitgeber können ein schutzwürdiges Interesse einerseits als Vertragspartei des Anschlussvertrages und andererseits auch aus ih- rer Pflicht, dem Arbei tnehmer über dessen Forderungsrechte gegen die Vorsorgeeinrichtung Aufschluss zu erteilen (vgl. Art. 331 Abs. 4 OR), ge l- tend machen (Urteil BVGer C-2399/2006 vom 6. Oktober 2009 E. 3.2.3 in fine). Dies trifft auch auf den vorliegenden Fall zu, wo sich die Beschwer- deführerin insbesondere für die Gruppe der ehemaligen und älteren Ar- beitnehmer gegenüber der Stiftung einsetzt (vgl. vorne C. in fine). 3.3.4 Am vorinstanzlichen Verfahren nahm d ie Beschwerdeführerin teil, indem sie die Vorinstanz zur Stiftungsliquidation aufforderte (vgl. vorne B.) und, nachdem sie von der Beschwerdegegnerin mehrmals zur Einrei- chung eines Verteilungsvorschlags auf gefordert wurde, der Aufforderung im Schreiben vom 16. März 2010 nachkam (vgl. vorne C.). Die Vorinstanz jedoch nahm die Beschwerdeführerin nicht als Adressatin in die Gene h- migungsverfügung auf (vgl. act. 1/1, S. 3) , was sie mit der Absetzung des Stiftungsrats und der Einsetzung eines kommissarischen Verwalters im 2004 begründet e. Dieser Umst and hat jedoch keinen Einfluss auf das Verhältnis der Beschwerdeführerin gegenüber der Beschwerdegegnerin und tangiert auch nicht die Rechte und Pflichten der Beschwerdeführerin gegenüber ihren (ehemaligen) Arbeitnehmenden und mithin gegenüber den Destinatären bei der vorliegenden Liquidation der Beschwerdegegne- rin. Jedenfalls hätte die Vorinstanz der Beschwerdeführerin gegenüber die Genehmigungsverfügung eröffnen sollen. 3.4 Nach dem Gesagten ist insgesamt davon auszugehen, dass die Vo r- aussetzungen von Art. 48 VwVG gegeben sind, um die Beschwerdeführe- rin als beschwerdelegitimiert zu betrachten. Damit ist die diesbezügliche formelle Rüge der Vorinstanz abzuweisen und es ist, nachdem auch die anderen formellen Voraussetzungen erfüllt sind (vgl. E. 2.2), ohne Ei n- schränkung auf die Beschwerde einzutreten. 4. Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht ein- schliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, C-7942/2010 Seite 11 die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit, wenn nicht eine kantonale Be - hörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat (Art. 49 VwVG). 5. 5.1 Die Aufsichtsbehörde hat über die Einhaltung der gesetzlichen, statu - tarischen und reglementarischen Vorschriften durch die Vorsorgeeinrich - tungen sowie die Einrichtungen, die nach ihrem Zweck der beruflichen Vorsorge dienen, zu wachen (Art. 62 Abs. 1 BVG in der bis zum 31. De - zember 2011 geltenden Fassung), indem sie insbesondere im Rahmen einer generell-abstrakten Normenkontrolle die Übereinstimmung der re g- lementarischen Bestimmungen mit den ge setzlichen Vorschriften prüft (Bst. a), von den Vorsorgeeinrichtungen und den Einrichtungen, die nach ihrem Zweck der beruflichen Vorsorge dienen, periodisch Berichtersta t- tung fordert, namentlich über die Geschäftstätigkeit (Bs t. b), Einsicht in die Berichte der Kontrollstelle und des Experten für berufliche Vorsorge nimmt (Bst. c) so wie die Massn ahmen zur Behebung von Mängeln trifft (Bst. d) und Streitigkeiten betreffend das R echt der versicherten Person auf Information beurteilt (Bst. e). 5.2 Im Rahmen ihrer Aufsichtstätigkeit hat sich die Aufsichtsbehörde auch mit der Gesamtliquidation von Vorsorgeeinrichtungen zu befassen, indem sie entscheidet, ob die Voraussetzungen und das Ve rfahren erfüllt sind und indem sie den Verteilungsplan genehmigt (Art. 53c BVG). 5.2.1 Im Verfahren bei Teil- und Gesamtliquidationen legt Art. 53 d Abs. 5 BVG eine umfassende und spezifische Informationspflicht der Vorsorg e- einrichtung zu Gunsten der Versicherte n und Rentner/innen fest, denen namentlich Einsicht in die Verteilungspläne zu gewähren ist. Die Vorso r- geeinrichtung muss die Versicherten und Rentner/innen dabei unaufg e- fordert, rechtzeitig und vollständig informieren, indem sie insbesondere über die Erfü llung der Liquidationsvoraussetzungen, die Höhe und B e- rechnung der freien Mittel bzw. des Fehlbetrages und über die Kriterien des Verteilungsplanes informiert. Sie hat auch Einblick in den Verte i- lungsplan zu gewähren, wobei sich die Einsicht allerdings nic ht auf dieje- nigen Berechnungsgrundlagen bezieht, welche zur Ermittlung der indiv i- duellen Anteile anderer Personen führen ( UELI KIESER in: Jacques-André Schneider/ Thomas Geiser/ Thomas Gächter, Handkommentar zum BVG und FZG, Bern 2010, Art. 53d N. 60 und 6 1). Auch wenn eine eigentliche Anhörung der einzelnen Destinatäre vor Erlass eines Verteilungsplanes nicht zwingend ist ( ISABELLE VETTER-SCHREIBER, BVG, Zürich 2009, 53d C-7942/2010 Seite 12 N. 25), sind die Betroffenen umfassend zu informieren. Die Einsicht in den Verteilungsplan wird in der Regel am Sitz der Vorsorgeeinrichtung er- folgen. Eine Information ist aber auch schriftlich möglich ( UELI KIESER, a.a.O., Art. 53d N. 62). Nachdem der Versicherte bzw. der Rentner oder die Rentnerin von den Beschlüssen der Vorsorgeeinrichtung Kenntnis genommen und den Ve r- teilungsplan eingesehen hat, hat er oder sie das Recht, diese Beschlüsse und den Verteilungsplan bei der Aufsichtsbehörde überprüfen zu lassen (Art. 53d Abs. 6 BVG; BBl 2000 2698). Diese Informationspflicht kann a l- lerdings - auch unter Berücksichtigung eines effizienten Entscheidung s- prozesses, der komplexen Materie und der hohen Zahl der zu informi e- renden Personen in diesem spezifischen Bereich - nicht ganz mit dem Gehörsanspruch nach Art. 29 Abs. 2 BV gleichgesetzt werden etwa in dem Sinne, dass der Stiftungsrat vor der Fassung seines Entscheids über die Festlegung des Verteilungsplanes die Destinatäre anhören müsste (vgl. UELI KIESER, a.a.O., Art. 53 d N. 60). Der Gesetzgeber wollte aber immerhin, dass die Information der Betroffenen über eine bevorstehende Teilliquidation sichergestellt wird (BBl 2000 2674) und dass diese au f- grund der erhaltenen Informationen ihre Rechte wahrnehmen können (BBl 2000 2697). 5.2.2 Zweifellos beabsichtigte die Beschwerdegegnerin, die Destinatäre rechtzeitig über die Mittelverteilung zu informieren, also noch vor Einre i- chung des Verteilungsplans an die Vorinstanz, darauf weisen ihre diesbe- züglichen Schreiben an die Beschwerdeführe rin hin (vgl. vorne C.) . Als Arbeitgeberin sollte die Beschwerdeführerin denn auch über die Daten ih- rer ehemaligen Arbeitnehmer und mithin der Destinatäre verfügen. Sie scheint aber nicht gewillt zu sein, der Beschwerdegegnerin die A dressen zu liefern. In der Folge reichte die Beschwerdegegnerin den Verteilung s- plan bei der Vorinstanz zwecks Genehmigung ein, ohne vorher die Dest i- natäre persönlich kontaktiert oder auf andere Weise über die Mittelverte i- lung informiert zu haben, beispielsweise indem sie im SHAB die Möglich- keit zur Einsichtnahme in den Verteilungsplan veröffentlichen liess. 5.3 Damit hat die Beschwerdegegnerin die ihr obliegende Information s- pflicht nicht eingehalten. Demzufolge hätte die Vorinstanz den Verte i- lungsplan mit der angefochtenen Verfügun g nicht genehmigen dür fen. Vielmehr hätte sie den Verteilungsplan an die Beschwerdegegnerin z u- rückweisen müssen. Entgegen dem Antrag der Beschwerdegegnerin ist es auch nicht Sache des Bundesverwaltungsgerichts , die Beschwerd e-C-7942/2010 Seite 13 führerin zur Herausgabe der Des tinatäradressen an die Beschwerdege g- nerin zu verpflichten. 6. Dies führt insgesamt zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung und zur Gutheissung der Beschwerde dahingehend, dass die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, damit diese die Beschwerdegegnerin anweise, einen neuen Verteilungsplan unter Beachtung der Information s- pflichten der Destinatäre zu erstellen und ihr zur Genehmigung vorzule- gen. 7. Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient- schädigung. 7.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Der unterliegenden Vorinstanz werden keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Da eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen gilt (vgl. BGE 132 V 215 E. 6, BGer B_49/06 vom 7. Mai 2007 E. 5), hat die Beschwerdegegnerin die Verfahrenskosten zu tragen. Unter Berücksic h- tigung des Umfangs und der Schwierigkeit der Streitsache (vgl. Art. 2 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und En t- schädigungen vor dem Bundesverwal tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) sind die Verfahrenskosten vorliegend auf Fr. 7'000.- festzu- setzen. Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss z u- rückerstattet. 7.2 Der nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin sind vorliegend keine notwendigen und verhältnismässig hohe Kosten entstanden, we s- halb ihr keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die angefochtene Verfügung vom 29. September 2010 wird aufgehoben. Die Sache wird an die Vorinstanz zurückgewiesen, damit sie im Sinne der Erwägung 6 vorgehe. C-7942/2010 Seite 14 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 7'000. - werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Der Betrag ist innert 30 Tagen nach Eintritt d er Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. Die Zustellung des Einzahlungsscheins erfolgt mit separater Post. 3. Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 7'000.- nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstat- tet. 4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 5. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr._______; Gerichtsurkunde) – das Bundesamt für Sozialversicherungen – die Oberaufsichtskommission BVG Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Daniel Stufetti Regula Hurter Urech Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 600 4 Luzern, Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der B e- weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). C-7942/2010 Seite 15 Versand: