<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/html4/loose.dtd"> <html lang="en"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Entscheid: ZL.2006.00002</title> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/favicon.ico" rel="SHORTCUT ICON"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/dijit/themes/tundra/tundra.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/ibm/domino/widget/layout/css/domino-default.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xsp.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspLTR.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspFF.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger.scss" media="screen" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger_print.scss" media="print" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body class="xspView tundra"> <form action="/c050018/svg/findexweb.nsf/urteil.xsp?uid=UWEE-9AQQ6C" class="xspForm" enctype="multipart/form-data" id="view:_id1" method="post"> <header><div class="container-main noprint"><div class="container-header"><img alt="" class="xspImage" id="view:_id1:_id2:image1" src="/c050018/svg/findexweb.nsf/logo.png"/><div class="container-header-slogan show-for-medium"><h6>Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</h6></div></div></div></header><div class="container"> <div class="inner-container1 wrap clearfix"> <section class="vacancy"><div class="grid-container container-main"> <div class="grid-x grid-margin-x grid-margin-y container-form"> <div class="cell small-9 noprint"> <span>Entscheid: ZL.2006.00002<span class="xspTextComputedField"></span></span></div> <div class="cell small-3 noprint"> <a href="#" id="view:_id1:lnkPrint">Drucken</a><a href="#" id="view:_id1:lnkBack">Zurück</a></div> <div class="cell small-12"> <div id="view:_id1:inputRichText1"><div class="domino-par--indent"><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b>ZL.2006.00002</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b> </b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">des Kantons Zürich</font><br/> <font face="serif" size="3">I. Kammer</font><br/> <font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichter Spitz, Vorsitzender</font> <p><font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichterin Grünig</font></p> <p><font face="serif" size="3">Ersatzrichterin Maurer Reiter</font></p> <p><font face="serif" size="3">Gerichtssekretärin Werner</font></p> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Urteil vom 29. Juni 2006</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"><b>Gemeinde X.___</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Beschwerdeführerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"><b>M.___</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Beschwerdegegner</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">sowie</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"><b>Bezirksrat Y.___</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <br/> <font face="RotisSerif" size="3">Unter Hinweis darauf,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass M.___, geboren 1935, am 19. Juli 2004 bei der Gemeinde X.___ ein Gesuch um Zusatzleistungen zu seiner Rente der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV, Urk. 5/8/10) eingereicht hat (vgl. Urk. 5/8/13-21), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass die Durchführungsstelle für Zusatzleistungen zur AHV/IV der Gemeinde X.___ (nachfolgend: Durchführungsstelle) mit Verfügung vom 19. Januar 2005 (Urk. 5/8/20) das Gesuch abwies, da ein Einnahmenüberschuss bestehe, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass der Leistungsansprecher dagegen am 10. Februar 2005 (Urk. 5/8/23/3) Einsprache erhob und im Wesentlichen die Anrechnung von Schulden und Krankheitskosten als Ausgaben verlangte, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass M.___ in der Folge gegen den abschlägigen Entscheid der Durchführungsstelle vom 30. März 2005 (Urk. 5/1) am 18. April 2005 (Urk. 5/2) beim Bezirksrat Y.___ Einsprache erhob und eine Neubeurteilung des Zusatzleistungsgesuchs beantragte, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass der Bezirksrat Y.___ die Einsprache mit Beschluss vom 13. Juli 2005 (Urk. 2) in dem Sinne teilweise gutgeheissen hat, als er die Sache unter Nichtanrechnung der Haushaltsbeiträge zur Neuberechnung und zum Neuentscheid an die Durchführungsstelle zurückwies, und die Einsprache im Übrigen abwies, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass die Durchführungsstelle dagegen mit Eingabe vom 6. Oktober 2005 für den Fall, dass das beim Bezirksrat Y.___ am 5. Oktober 2005 (Urk. 5/12) eingereichte Wiedererwägungsgesuch abgelehnt werde, vorsorglich Beschwerde erhob und die Anrechnung der Haushaltsführungskosten neuerdings als "Erwerbseinkunft" in privilegierter Form beantragte (Urk. 1, Urk. 3, Urk. 21), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass der Bezirksrat Y.___ mit Beschluss vom 14. Dezember 2005 (Urk. 4) nicht auf das Wiedererwägungsgesuch eintrat und die Beschwerde dem hiesigen Gericht zur Behandlung überwies,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass M.___ in der Beschwerdeantwort vom 8. März 2006 (Urk. 10) gestützt auf den bezirksrätlichen Beschluss vom 13. Juli 2005 (Urk. 2) die Nichtanrechnung eines Haushaltsbeitrages und die Neubeurteilung des Gesuchs um Auszahlung von Zusatzleistungen beantragte, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels sowohl die Durchführungsstelle als auch M.___ an ihren bisherigen Standpunkten festhielten (Urk. 14, Urk. 17),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">in Erwägung,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass Anspruch auf Zusatzleistungen unter anderem besteht, wenn die anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 2 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung, ELG; §§ 8, 15 und 20 des Gesetzes über Zusatzleistungen zur eidgenössischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung, ZLG), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass die im Sinne von Art. 2 Abs. 1 ELG anrechenbaren Einnahmen nach Massgabe des Art. 3c ELG zu bestimmen sind, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass die Durchführungsstelle in der Verfügung vom 19. Januar 2005 (Urk. 5/8/20) bei den Einnahmen unter dem Titel "familienrechtliche Unterhaltsansprüche" einen hypothetischen Haushaltsbeitrag von jährlich Fr. 7'300.-- angerechnet hat, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass M.___ gemäss dem Scheidungsurteil des Bezirksgerichts Y.___ vom 20. Juni 1996 (Urk. 5/8/6) keine Unterhaltsbeitrage von seiner Ex-Frau zugesprochen wurden und ihm diesbezüglich auch kein einklagbarer Anspruch zusteht (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts in Sachen G. vom 25. Juli 2002</font><font face="RotisSerif" size="3"><b>,</b></font><font face="RotisSerif" size="3"> P 4/02), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass somit die Anrechnung eines familienrechtlichen Unterhaltsbeitrags im Sinne von Art. 3c Abs. 1 lit. h ELG ausser Betracht fällt, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass die Durchführungsstelle im Wiedererwägungsgesuch neuerdings zum Schluss kam, dass beim Leistungsansprecher Fr. 6'533.-- als "Erwerbseinkünfte" gemäss Art. 3c Abs. 1 lit. a ELG zu berücksichtigen seien (Urk. 5/12, Urk. 21), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass im Folgenden zu prüfen ist, ob eine Anrechnung unter diesem Titel zulässig ist, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass unbestritten und belegt ist, dass M.___ mit seiner Ex-Frau A.___ in einer gemeinsamen Wohnung lebt (Urk. 5/15, Urk. 5/8/6), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass aktenkundig ist, dass die Lebenspartnerin des Leistungsansprechers für die Mietkosten aufkommt (Urk. 5/8/8), was nicht ausschliesst, dass sie zusätzlich auch die Haushaltskosten ganz oder teilweise trägt,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass demgegenüber der Einwand des Leistungsansprechers, seine Lebenspartnerin komme nicht für den Unterhalt auf (Urk. 10), nicht näher dargetan wurde, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts Naturalleistungen in Form von Kost und Logis und ein allenfalls zusätzlich ausgerichtetes Taschengeld, welche eine im Konkubinat lebende Person ihrer Partnerin oder ihrem Partner als Ausgleich für die Führung des gemeinsamen Haushaltes zukommen lässt, im Rahmen der Ergänzungsleistungsberechnung zu den anrechenbaren Einnahmen zu zählen sind (BGE 127 V 245 f. Erw. 2b), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass demnach die Berücksichtigung eines Naturallohnes bei den Einnahmen grundsätzlich berechtigt scheint, wobei der angerechnete Betrag von Fr. 6'533.-- (Urk. 21) korrekt berechnet ist (vgl. Art. 11 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVV]; Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV/IV [WEL] in der ab 1. Januar 2002 geltenden Fassung, Rz 2067; Art. 3c Abs. 1 lit. a ELG), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass für die Anrechnung eines Naturallohnes jedoch zusätzlich vorausgesetzt wird, dass diejenige Person, von der man annimmt, dass sie Unterhaltsleistungen erbringt, wirtschaftlich dazu in der Lage ist, eine entsprechende Entschädigung zu leisten, was jedenfalls dann ausgeschlossen ist, wenn ein Mann und eine Frau ungenügende oder zumindest bescheidene Einkünfte zusammenlegen, um sie zu ergänzen (BGE 127 V 245 f. Erw. 2b; WEL Rz 2077), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass das Gemeindesteueramt X.___ bei A.___ in den Jahren 2002 bis 2004 jeweils ein steuerbares Einkommen von Fr. 29'700.-- und ein Vermögen von Fr. 57'000.-- angenommen hat (Urk. 5/8/2), was jedoch nicht hinreichend über ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Aufschluss gibt, zumal es sich hinsichtlich der Jahre 2003 und 2004 lediglich um provisorische Einschätzungen handelt, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass auch aus dem Umstand, dass sie die gesamte Miete bezahlt (Urk. 5/8/8), nicht ohne weiteres auf ihre finanziellen Verhältnisse geschlossen werden kann, ist sie doch AHV-Rentnerin und bezieht sie gemäss den Angaben des Leistungsansprechers lediglich eine kleine Rente (Urk. 10), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass sich gestützt auf die gegenwärtige Aktenlage die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von A.___ nicht abschliessend beurteilen lässt, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass die Sache daher in Aufhebung des angefochtenen Beschlusses (Urk. 2) an die Beschwerdeführerin zurückzuweisen ist, damit sie weitere Abklärungen vornehme, indem sie insbesondere die Steuerakten von A.___ beizieht, und hernach - allenfalls unter Anrechnung eines Naturallohnes - über den Zusatzleistungsanspruch von M.___ neu verfüge,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass die Beschwerde in diesem Sinne gutzuheissen ist,</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>erkennt das Gericht:</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der Beschluss des Bezirksrates Bülach vom 13. Juli 2005 aufgehoben und die Sache an die Gemeinde X.___, Durchführungsstelle für Zusatzleistungen für AHV/IV, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Anspruch auf Zusatzleistungen von M.___ neu verfüge. </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">2. Das Verfahren ist kostenlos.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">3. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Gemeinde X.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- M.___ unter Beilage von Urk. 21</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Bezirksrat Y.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Bundesamt für Sozialversicherung</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Direktion für Sicherheit und Soziales des Kantons Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">4. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><font face="RotisSansSerif" size="3"><b>30 Tagen</b></font><font face="RotisSansSerif" size="3"> seit der Zustellung beim Eidgenössischen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die beschwerdeführende Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).</font> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> </div></div></div> </div> </div> </section></div> </div> <input id="view:_id1__VUID" name="$$viewid" type="hidden" value="!a6nvo4n5wve318ilcseebpule!"/> <input name="$$xspsubmitid" type="hidden"/> <input name="$$xspexecid" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitvalue" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitscroll" type="hidden"/> <input name="view:_id1" type="hidden" value="view:_id1"/></form> </body> </html>