A bteilung III C -2765/2006 {T 0/2} U rteil vom 19. M ärz 2007 M itw irkung: R ichter S. M esm er, R ichter M . Peterli, R ichterin F. Schneider, G erichtsschreiberin S. U hlm ann X._______, Beschw erdeführer, vertreten durch Advokat Andreas Edelm ann, Bahnhof- strasse 1, 5330 Zurzach, gegen Eidgenössische Invalidenversicherung, IV-Stelle für Versicherte im Ausland betreffend Invalidenversicherungs-R ente B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er am 9. Juli 1942 geborene, in Frankreich lebende deutsche Bürger X._______, der in den Jahren 1978 bis 1980 und 1990 bis 2001 in der Schw eiz gearbeitet und hierbei Beiträge an die schw eizerische Alters-, H interlassenen- und Invalidenversicherung (AH V/IV) entrichtet hatte, beantragte m it Schreiben vom 26. O ktober 2002 (act. 1), es sei ihm eine R ente der Eidgenössischen Invalidenversicherung auszurichten. Er m achte geltend, infolge eines am 17. Septem ber 2001 erlittenen Arbeitsunfalls an einer Beschädigung des linken Knies und W adenbeins zu leiden. B. D ie m it der Prüfung des Leistungsbegehrens befasste IV-Stelle des Kantons Basel-Stadt erhob im W esentlichen folgende U nterlagen zu den Akten: -den Bericht zur H ospitalisation des Beschw erdeführers in der Allge- m einchirurgischen U niversitätsklinik B._______ vom 1. O ktober 2001 (act. 19), aus w elchem sich ergibt, dass der Beschw erdeführer vom 17. Septem ber 2001 bis 5. O ktober 2001 w egen einer unfallbedingten offenen Tibiaschaftfraktur sow ie einem Kom partm entsyndrom am U nterschenkel links hospitalisiert w ar, w obei am 17. Septem ber 2001 eine Tibianagelung m ittels C TN und Faszienspaltung, am 18. Septem ber 2001 eine W und- revision zw ecks Blutstillung und am 27. Septem ber 2001 ein W undver- schluss erforderlich gew esen w aren; -den Arztbericht vom 19. April 2002 von D r. m ed. P._______, N eurologe, der festhielt, dass die vom Beschw erdeführer beklagten artikulären Schm erzen des linken Kniegelenkes und des Knöchels orthopädischer G enese seien, und der M assagen und Physiotherapie zur Behandlung em pfahl (act. 10.1); -den Arbeitgeberfragebogen vom 22. N ovem ber 2002 des letzten Arbeit- gebers des Beschw erdeführers, dem zu entnehm en ist, dass der Beschw erdeführer ab dem 1. N ovem ber 1997 als Bauberufsarbeiter an fünf Tagen zu je 8,2 Stunden pro W oche angestellt w ar und seit dem 17. Septem ber 2001 zu 100% arbeitsunfähig ist (act. 7); -den SU VA-Bericht von D r. m ed. R ._______, Kreisarzt, vom 4. Septem ber 2002, w onach die kreisärztliche U ntersuchung m ultiple, nicht im m er reproduzierbare Beschw erden am linken Knie und U nterschenkel ergab, eine G onarthrose kom pensiert ist, die O steosynthese- und Entlastungs- narben am U nterschenkel überdurchschnittlich em pfindlich und die O SG - Extension verbesserungsbedürftig sind. Zur Verbesserung der Lebens- qualität, Belastbarkeit und evt. zur H erstellung der Arbeitsfähigkeit w urde ein Aufenthalt in der R ehaklinik_______ vorgeschlagen (act. 10.1); -die Arztberichte von D r. m ed. J._______, C hefarzt für C hirurgie, vom 4. Juni 2002 (act. 19), vom 5. N ovem ber 2002 (act. 10.1) und vom 14. Januar 2003 (act. 19), gem äss w elchen der G esuchsteller an neuralgischen Beschw erden und einem posttraum atischen Logensyndrom leide, aufgrund 3 deren von einer 100% Arbeitsunfähigkeit ausgegangen w erde und evt. eine IV-R ente in Betracht zu ziehen sei; -den Austrittsbericht vom 18. N ovem ber 2002 der R ehaklinik B.______, in w elchem festgehalten w ird, dass der Beschw erdeführer an unklaren W eichteilbeschw erden der linken W ade nach O steosynthese, einer Tibia- fraktur und Faszienspaltung sow ie unklarer H ypästhesie an der U nter- schenkelvorderseite leide und vorerst ein halbtägiger Einsatz m it reduzierter Leistung bei Verm eidung von repetitiven Arbeiten in knieender und kauernder Position m it schw erster Belastung für die U nterschenkel- m uskulatur em pfohlen w urde. D abei w urde ihm zunächst eine Arbeits- unfähigkeit von 66 2/3 % ab dem 4. N ovem ber 2002 attestiert (act. 8); -den SU VA-Bericht von D r. m ed. R ._______, Kreisarzt, vom 17. Juni 2003 w onach die U nterschenkelbeschw erden eine ganztägige Besorgung einer leichten abw echslungsreichen Tätigkeit m it stets freier W ahl zw ischen sitzenden, stehenden und gehenden Verrichtungen, m it kleinen Traglasten bis m ax. 10 kg, ohne Leiterarbeit und ohne Zw angshaltung im Knien oder Kauern sow ie m it einer etw as längeren M ittagspause erlauben, w obei ein Einsatz im W asserbau nicht m öglich sei (act. 14); -den Arztbericht von D r. m ed. B._______ vom 10. Septem ber 2003 (act. 19), der von einer schm erzbedingten, vollständigen Invalidität ausgeht; -die Verfügung der SU VA vom 24. Septem ber 2003, in w elcher eine Erw erbsunfähigkeit von 27% und eine Integritätseinbusse von 15% fest- gestellt w urde und unter Berücksichtigung der U nfallfolgen eine körperlich leichte, w echselbelastende (sitzende/gehende/stehende) Tätigkeit ohne H eben und Tragen von Lasten über 10 kg ganztags m it einer verlängerten M ittagspause als zum utbar erachtet w urde (act. 17); -ein am 7. Februar 2004 von D r. m ed. W ._______, R heum atologe, er- stelltes, auf am bulante U ntersuchung vom 29. D ezem ber 2003 gestütztes U ntergutachten, w onach der G esuchsteller an einer kom plexen Schm erz- sym ptom atik leide, w elche in erster Linie neuropathischer G enese und in den W eichteilen des U nterschenkels zu lokalisieren seien. D ie Knie- schm erzen seien w ahrscheinlich periartikulärer G enese und nur teilw eise auf die beginnende Arthrose des fem oro-tibialen m edialen und fem oro- patellaren G leitlagers zurückzuführen; ein w esentlicher Störfaktor sei die fibröse Ankylose m it deutlicher Flexionsbehinderung des linken Knie- gelenkes. Aus rheum atologischer Sicht sei die bisherige Tätigkeit als Bau- m aschinist nicht m öglich, für eine alternative und zw ar vorw iegend sitzende Tätigkeit sei vorerst von einer Arbeitsfähigkeit von 50% bzw . halbtags auszugehen (act. 29); -den von D r. m ed. Z._______ für die IV-Stelle am 10. M ärz 2004 verfassten Bericht, in dem Bezug auf das bei D r. m ed. W ._______ in Auf- trag gegebene U ntergutachten genom m en und festgehalten w ird, der G esundheitszustand des G esuchstellers habe sich seit M ärz 2003 stabilisiert, doch sei die bisherige Tätigkeit als Baum aschinist aus rheum atologischer Sicht nicht m ehr m öglich. Für eine alternative und zw ar 4 vorw iegend sitzende Tätigkeit sei von einer Arbeitsfähigkeit von vorläufig 50% (halbtags) auszugehen (act. 20); -ein zusätzliches Schreiben von D r. m ed. W ._______ vom 26. Septem ber 2004 (act.37), gem äss dem er die M einung von D r. m ed. R ._______ bezüglich der G onarthrose teilt, doch dessen Beurteilung der Arbeits- fähigkeit als w enig realistisch beurteilt. C . M it Verfügung vom 11. N ovem ber 2004 (act. 42) sprach die Eidgenössische Invalidenversicherung, IV-Stelle für Versicherte im Aus- land (im Folgenden: IV-Stelle) aufgrund eines krankheitsbedingten Ein- kom m ensverlustes dem G esuchsteller m it W irkung ab dem 1. Septem ber 2002 eine bis zum 31. August 2003 befristete volle Invalidenrente zu. D . G egen diese Verfügung erhob der Beschw erdeführer am 9. D ezem ber 2004 fristgerecht Einsprache (act. 46). Er beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Zusprechung einer unbefristeten vollen R ente. G leichzeitig ersuchte er um G ew ährung der unentgeltlichen R echts- pflege. Er m achte sinngem äss geltend, dass die IV-Stelle nur den älteren Ent- scheid der SU VA berücksichtigt habe, statt sich auf die in den Akten befindenden neueren m edizinischen G utachten zu stützen. D ie ver- m eintliche Bindung der IV-Stelle an die frühere Verfügung der SU VA beruhe auf einer falschen Interpretation der einschlägigen G erichtspraxis. Es sei zw ar richtig, dass die frühere Praxis des Bundesgerichtes einen Vorrang der SU VA statuiert habe, doch habe das Bundesgericht diesen Vorrang im Entscheid BG E 119 V 468 stark relativiert, indem es aus- drücklich einer abw eichenden Fixierung des Invaliditätsgrades zw ischen SU VA und IV-Entscheid zugestim m t und zudem die Frage aufgew orfen habe, ob sich nicht sogar die SU VA dem IV-Entscheid zu unterw erfen habe. Im vorliegenden Fall dränge sich ein Abw eichen vom früheren SU VA-Entscheid zw ingend auf. Einerseits sei der SU VA-Entscheid nie einer richterlichen Prüfung unterzogen w orden, andererseits habe sein M andant angenom m en, dass er aufgrund der erteilten Auskünfte durch seine behandelnden Ärzte eine ganze IV-R ente erhalten w ürde. Es sei nicht einzusehen, dass die zuerst von der IV selbst festgestellte Invalidität von 100% ab Septem ber 2003 plötzlich nur noch 26% betragen solle, zum al sich der G esundheitszustand des Beschw erdeführers nicht gebessert habe und auch die behandelnden Ärzte D r. m ed. J._______ und D r. m ed. B._______ eine 100% Arbeitsunfähigkeit attestierten. D ie Beurteilung durch D r. m ed. R ._______, der im Som m er 2003 von einer Arbeitsfähigkeit im R ahm en des Zum utbaren ausgegangen sei, ändere nichts daran. D as von der IV-Stelle in Auftrag gegebene G utachten von D r. m ed. Z._______ bzw . das rheum atologische U ntergutachten von D r. m ed. W ._______ erachte die von D r. m ed. R ._______ angenom m ene Arbeitsfähigkeit als w enig realistisch und gehe von einer Arbeitsfähigkeit von höchstens 50% aus, jedoch bloss bei einer vorw iegend sitzenden Tätigkeit. In Anbetracht der erw ähnten bundesgerichterlichen Praxis seien die von der Beurteilung des SU VA Kreisarztes abw eichenden gutachter-5 lichen Ergebnisse als m assgeblich zu berücksichtigen. Aufgrund der erlittenen Beinverletzung könne das verletzte Bein nur noch w enig und zeitlich sehr beschränkt belastet w erden. H inzu käm en die täglichen Schm erzen, die w egen der R eduktion der Schm erzm edikation eine zu- sätzliche Belastung darstellten. D ie französischen Ärzte bestätigten, dass sich das verletzte Bein in einem Zustand befinde, der jegliche w eitere Arbeitstätigkeit verunm ögliche. D aher sei am Antrag auf Aufhebung der Verfügung vom 11. N ovem ber 2004 und Zusprechung einer vollen R ente festzuhalten. D er Einsprache beigelegt w aren: - ein von D r. m ed. J._______, C hefarzt, C entre H ospitalier, am 8. August 2003 erstelltes ärztliches Zeugnis, w onach der Beschw erdeführer an den Folgen der am 17. Septem ber 2001 erlittenen Fraktur leide und aufgrund der Arbeitsunfähigkeit eine volle Invalidität in Betracht gezogen w erden m üsse (act. 46); - ein am 13. D ezem ber 2004 von D r. m ed. F._______, H ausarzt, ausgestelltes ärztliches Attest (act. 46); - R entenbescheid der LVA R heinland-Pfalz vom 25. Februar 2004, Festsetzung der Altersrente für schw erbehinderte M enschen (act. 46); - Französischer R entenbescheid vom 4. N ovem ber 2003; - U nterlagen M ietvertrag vom 6. O ktober 2004 (act. 46); - Französischer Steuerbeleg vom 1. Januar 2004 (act. 46); E. M it Einspracheentscheid vom 5. April 2006 (act. 54) w ies die IV-Stelle unter G ew ährung der unentgeltlichen Verbeiständung die Einsprache ab und bestätigte die Verfügung vom 11. N ovem ber 2004. Zur Begründung führte die IV-Stelle aus, dass bei der Bem essung des Invaliditätsgrades die Verw altung auf U nterlagen angew iesen sei, die ärztliche und auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen hätten. D er SU VA-Entscheid und die darin erfolgte Bem essung des Erw erbsunfähig- keitsgrades könnten sehr w ohl berücksichtigt w erden. D er Einsprecher könne sich im m er noch m ittels R evisions- oder W iedererw ägungsbegehren gegen den SU VA-Entscheid zur W ehr setzen. Zudem habe sich auch die R echtsprechung dahingehend festgelegt, dem in zeitlicher H insicht zuerst ergehenden Entscheid eine besondere Bedeutung zukom m en zu lassen. W eiter gehe auch der R egional Ärztliche D ienst (R AD ) beim Beschw erde- führer von einer Leistungseinschränkung von 25% aus, da als G esund- heitsstörung nur eine m it w enigen R esiduen abgeheilte Tibiaschaftfraktur vorliege. D iese Frakturen beeinflussten kein G elenk, so dass nach H eilung des Knochens keine schm erzhaften Folgen zu erw arten seien (act. 61). F. G egen den Einspracheentscheid erhob der Beschw erdeführer am 11. M ai 2006 (act. 58) unter Beilage verschiedener ärztlicher Zeugnisse Be- schw erde bei der Eidgenössischen R ekurskom m ission der Alters-, H interlassenen- und Invalidenversicherung für die im Ausland w ohnenden Personen. Er beantragte, der Einspracheentscheid vom 5. April 2006 sei 6 aufzuheben, es sei eine N euberechnung des Invaliditätsgrades vor- zunehm en und es sei dem Beschw erdeführer eine volle R ente zuzu- sprechen. W eiter w urde beantragt, es sei die unentgeltliche R echtspflege unter Bestellung des beigezogenen Advokaten zu bew illigen und es sei dem Beschw erdeführer eine Parteientschädigung für das vorgängige Einspracheverfahren zu gew ähren. Zur Begründung w urde sinngem äss ausgeführt, dem Beschw erdeführer seien im Einspracheverfahren die von der Vorinstanz bei Ärzten eingeholten zusätzlichen Stellungnahm en nie zugestellt w orden. D arin liege eine Verletzung des rechtlichen G ehörs. Zudem w iederholte der Beschw erdeführer im W esentlichen die schon in der Einsprache vom 9. D ezem ber 2004 vorgebrachten R ügen. G . In ihrer Vernehm lassung vom 7. Juli 2006 (act. 59) beantragte die Vorinstanz die Abw eisung der Beschw erde und verw ies im W esentlichen auf die Ausführungen des am 5. April 2006 ergangenen Einsprache- entscheids. H . R eplicando hielt der Beschw erdeführer an seinen Beschw erdegründen fest und reichte gleichzeitig ein neues ärztliches Zeugnis m it D atum vom 6. Juni 2006 ein (act. 60). M it D uplik vom 29. August 2006 beantragte die Vorinstanz w eiterhin die Abw eisung der Beschw erde. I. Am 1. Januar 2007 ging das Beschw erdeverfahren auf das Bundesverw al- tungsgericht über, das den Parteien am 2. M ärz 2007 die Zusam m en- setzung des Spruchkörpers bekannt gab. Es gingen keine Ausstands- begehren ein. J. Auf die Vorbringen der Parteien w ird – sow eit als erforderlich – in den folgenden Erw ägungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei den Beschw erdediensten der D eparte- m ente hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (Art. 53 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes- verw altungsgericht [VG G , SR 173.32]). 1.1 G em äss Art. 31 VG G beurteilt das Bundesverw altungsgericht Be- schw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. G em äss Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundsgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (VG , SR 831.20) beurteilt das Bundes-7 verw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland. D a die angefochtene Anordnung ohne Zw eifel als Verfügung im Sinne von Art. 5 Vw VG zu qualifizieren ist und zudem keine Ausnahm e gem äss Art. 32 VG G vorliegt, ist das Bundesverw altungsgericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschw erde zuständig. 1.2 G em äss Art. 48 Abs. 1 Vw VG ist zur Beschw erdeführung vor dem Bundes- verw altungsgericht legitim iert, w er vor der Vorinstanz am Verfahren teil- genom m en hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. Als G esuchsteller hat der Beschw erdeführer am vorinstanzlichen Ver- fahren teilgenom m en, ist als Adressat durch die angefochtene Verfügung ohne Zw eifel berührt und hat an ihrer Aufhebung bzw . Abänderung ein schutzw ürdiges Interesse. Auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde ist daher einzutreten. 2. In form eller H insicht m acht der Beschw erdeführer eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches G ehör geltend. Er stellt sich auf den Stand- punkt, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben, w eil ihm nachträglich eingeholte ärztlichen Stellungnahm en vor Erlass des Einspracheent- scheides nicht zugestellt w orden seien. 2.1 D as rechtliche G ehör um fasst die R echte der Parteien auf Teilnahm e am Verfahren und auf Einflussnahm e auf den Prozess der Entscheidfindung. In diesem Sinne dient es einerseits der Sachabklärung, stellt andererseits aber auch ein persönlichkeitsbezogenes M itw irkungsrecht beim Erlass von Verfügungen dar, w elche in die R echtsstellung des Einzelnen eingreifen (vgl. BG E 126 V 130 E. 2b, 121 V 150 E. 4a; A. KÖ LZ/I. H ÄN ER , Verw altungs- verfahren und Verw altungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, R z. 292 ff.). Zum verfassungsm ässigen Anspruch auf rechtliches G ehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossen- schaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]), der für das Verw altungsverfahren in Art. 26 ff. Vw VG konkretisiert w orden ist, gehören insbesondere G arantien bezüglich Bew eisverfahren, Begründungspflicht der Behörden und Akteneinsicht. D arin enthalten ist ebenfalls das R echt, sich zu allen rechtserheblichen Punkten vor Erlass einer Verfügung äussern zu können (Art. 30 Vw VG ). 2.2 Im vorinstanzlichen Verfahren stellte die IV-Stelle dem R echtsvertreter des Beschw erdeführers auf G esuch hin am 15. D ezem ber 2004 die voll- ständigen IV-Akten zur Verfügung. Im Einspracheverfahren konnte sich der Beschw erdeführer zu dem von der IV-Stelle festgesetzten Invaliditätsgrad und der R entendauer äussern. Er hat von seinem Ausführungsrecht G e- brauch gem acht und insbesondere kritisiert, die IV-O rgane hätten sich einseitig am vorangegangenen SU VA-Entscheid orientiert und diesen als bindend angesehen. N icht zuletzt aufgrund dieser R üge hat die IV-Stelle vor Erlass des Einspracheentscheids w eitere Stellungnahm en bei D r. m ed. W ._______ und beim R AD eingeholt. 8 Es ist unbestritten, dass diese nachträglichen Stellungnahm en dem Be- schw erdeführer nicht zur Kenntnis gebracht w orden sind, obw ohl die Vorinstanz ihren Einspracheentscheid auch hierauf abgestützt hat. 2.3 N ach ständiger Praxis kann eine nicht besonders schw erw iegende Verletzung des rechtlichen G ehörs allerdings dann als geheilt gelten, w enn der Betroffene die M öglichkeit erhält, sich vor einer Beschw erdeinstanz zu äussern, die sow ohl den Sachverhalt w ie auch die R echtslage frei überprüft – w obei eine H eilung die Ausnahm e bleiben soll (vgl. BG E 127 V 438 E. 3d/aa, 126 V 130 E. 2b, 118 Ib 111 E. 4b, 117 Ib 481, 116 V 182 E. 1b; VPB 61.30 E 3.1). D ie festgestellte G ehörsverw eigerung ist keinesw egs als besonders schw erw iegend zu qualifizieren, betraf sie sie doch bloss Aktenstücke, w elche bereits Bekanntes bestätigten, und hat der Beschw erdeführer kein G esuch um Akteneinsicht gestellt, obw ohl er aufgrund seiner Ausführungen in der Einsprache dam it rechnen m usste, dass w eitere Abklärungen erfolgen könnten. N ach Eröffnung des angefochtenen Einspracheentscheids w ar dem Beschw erdeführer auf G esuch hin die vollständige Akteneinsicht – auch in die nachträglichen Stellungnahm en – gew ährt w orden (act. 57), so dass er ohne W eiteres in der Lage w ar, den Entscheid sachgerecht anzufechten. Vor der R ekurskom m ission und dem Bundesverw altungsgericht, dem volle Kognition zukom m t, konnte er sich um fassend, in doppeltem Schriftenw echsel äussern, so dass die G ehörsverletzung im Beschw erdeverfahren geheilt w orden ist. 3. D er Beschw erdeführer ist Staatsangehöriger eines M itgliedstaates der Europäischen G em einschaft (EU ), so dass vorliegend das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkom m en vom 21. Juni 1999 zw ischen der schw eizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen G em einschaft m it ihren M itgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681), insbesondere dessen Anhang II, der die Koordinierung der System e der sozialen Sicherheit regelt, anw endbar ist (Art. 153a, in Kraft seit dem 1. Juni 2002, des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1946 über die Alters- und H interlassenenversicherung [AH VG , SR 831.10]). N ach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EW G ) N r. 1408/71 des R ates vom 14. Juni 1971 haben die Personen, die im G ebiet eines M itgliedstaates w ohnen, für die diese Verordnung gilt, die gleichen R echte und Pflichten aufgrund der R echtsvorschriften eines M itgliedstaates w ie die Staatsangehörigen dieses Staates selbst, sow eit besondere Bestim m ungen dieser Verordnung nichts anderes vorsehen. D em nach richtet sich vorliegend der Anspruch des Beschw erdeführers auf Leistungen der Invalidenversicherung nach dem schw eizerischen R echt, insbesondere dem IVG sow ie der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201). 4. M it Einspracheentscheid vom 5. April 2006 hat die IV-Stelle ihre Verfügung vom 11. N ovem ber 2004, m it w elcher dem Beschw erdeführer ab dem 1. Septem ber 2002 eine bis zum 31. August 2003 befristete ganze IV-R ente bei einem Invaliditätsgrad von 100% zugesprochen w urde, bestätigt und 9 die dagegen erhobene Einsprache abgew iesen. Aufgrund der Be- schw erdebegehren streitig und daher im Folgenden zu prüfen ist, ob der Versicherte Anspruch auf eine unbefristete IV-R ente hat. 5. W eil in zeitlicher H insicht grundsätzlich diejenigen R echtssätze m ass- gebend sind, die bei der Erfüllung des zu R echtsfolgen führenden Tat- bestandes G eltung haben, und w eil ferner die G erichte im Bereiche der Sozialversicherung bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf den im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Verw altungsaktes einge- tretenen Sachverhalt abstellen (BG E 130 V 329, BG E 129 V 4 E. 1.2 m it H inw eisen), sind hier die ab 1. Januar 2003 geltenden Bestim m ungen des Bundesgesetzes vom 6. O ktober 2000 über den Allgem einen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG , SR 830.1) sow ie die entsprechende Verordnung vom 11. Septem ber 2002 (ATSV, SR 830.11), m it w elchem unter anderem auch verschiedene m ateriellrechtliche Bestim m ungen geändert w orden sind, in Verbindung m it dem IVG (in seiner Fassung vom 31. M ärz 2003 [4. IVG -R evision], in Kraft seit 1. Januar 2004) und der IVV anw endbar. N ach dem m assgebenden Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Entscheids (hier: 5. April 2006) eingetretene R echts- und Sach- verhaltsänderungen können im derzeitigen Verfahren nicht berücksichtigt w erden; Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, können im N orm alfall G egenstand einer neuen Verw altungsverfügung sein (BG E 121 V 366 E. 1b m it H inw eisen). In BG E 130 V 343 hat das Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG ) erkannt, dass es sich bei den in Art. 3 bis Art. 13 ATSG enthaltenen Legaldefinitionen in aller R egel um eine form ellgesetzliche Fassung der höchstrichterlichen R echtsprechung zu den entsprechenden Begriffen vor Inkrafttreten des ATSG handelt und sich inhaltlich dam it keine Änderung ergibt, w eshalb die hiezu entw ickelte R echtsprechung übernom m en und w eitergeführt w erden kann. Auch die N orm ierung des Art. 16 ATSG führt nicht zu einer M odifizierung der bisherigen Judikatur zur Invaliditäts- bem essung bei erw erbstätigen Versicherten, w elche w eiterhin nach der allgem einen M ethode des Einkom m ensvergleichs vorzunehm en ist. 6. Anspruch auf eine R ente der schw eizerischen Invalidenversicherung hat, w er invalid im Sinne des G esetzes (Art. 8 ATSG ) ist und beim Eintritt der Invalidität w ährend m indestens eines vollen Jahres Beiträge an die Alters-, H interlassenen- und Invalidenversicherung geleistet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG ). D iese Bedingungen m üssen kum ulativ erfüllt sein; fehlt eine, so entsteht kein R entenanspruch, selbst w enn die andere erfüllt ist. D er Beschw erdeführer hat w ährend m ehr als einem Jahr Beiträge an die schw eizerische Alters-, H interlassenen- und Invalidenversicherung geleis- tet, so dass die Voraussetzung der M indestbeitragsdauer für den Anspruch auf eine ordentliche Invalidenrente erfüllt ist (Art. 36 Abs. 1 IVG ). Zu prüfen bleibt, ob er auch nach dem 31. August 2003 in rentenberechti- gendem Ausm ass invalid ist. 7. N ach Art. 8 ATSG ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilw eise Erw erbsunfähigkeit. Art. 4 IVG führt 10 dazu aus, dass die Invalidität Folge von G eburtsgebrechen, Krankheit oder U nfall sein kann; nach Abs. 2 dieser N orm gilt die Invalidität als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des Anspruchs auf die jew eilige Leistung erforderliche Art und Schw ere erreicht hat. 7.1 Erw erbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen G esundheit verursachte und nach zum utbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilw eise Verlust der Erw erbs- m öglichkeiten auf dem in Betracht kom m enden ausgeglichenen Arbeits- m arkt (Art. 7 ATSG ). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen und geistigen G esundheit bedingte, volle oder teilw eise U nfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zum utbare Arbeit zu leisten. Bei langer D auer w ird auch die zum utbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG ). 7.2 Ein Anspruch auf eine ganze R ente besteht gem äss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der bis zum 31. D ezem ber 2003 geltenden Fassung), w enn die versicherte Person m indestens zu zw ei D ritteln, derjenige auf eine halbe R ente, w enn sie m indestens zur H älfte und derjenige auf eine Viertelsrente, w enn sie m indestens zu 40% invalid ist. G em äss Art. 28 Abs. 1ter IVG w erden R enten, die einem Invaliditätsgrad von w eniger als 50% entsprechen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren W ohnsitz und gew öhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG ) in der Schw eiz haben. N ach der R echtsprechung des EVG stellt Art. 28 Abs. 1ter IVG nicht eine blosse Auszahlungsvorschrift, sondern eine besondere Anspruchsvoraussetzung dar (BG E 121 V 275 E. 6c). Eine Ausnahm e von diesem Prinzip gilt ab 1. Juni 2002 für Schw eizer Bürger und Staatsangehörige der Europäischen G em einschaft, die Anspruch auf Viertelsrenten haben, w enn sie in einem M itgliedstaat der Europäischen G em einschaft W ohnsitz haben. N ach dem seit 1. Januar 2004 in Kraft stehenden Art. 28 Abs. 1 IVG hat ein Versicherter Anspruch auf eine Viertelsrente bei einem Invaliditätsgrad von 40% , auf eine halbe R ente bei einem solchen von 50% , auf eine D rei- Viertel-R ente bei einem G rad der Invalidität von 60% und auf eine ganze R ente bei einem solchen von 70% . Für die Bestim m ung des Invaliditätsgrades w ird das Erw erbseinkom m en, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach D urch- führung der m edizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungs- m assnahm en durch eine ihr zum utbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsm arktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom m en), in Beziehung gesetzt zum Erw erbseinkom m en, das sie erzielen könnte, w enn sie nicht invalid gew orden w äre (sog. Valideneinkom m en; Art. 16 ATSG ). D er Einkom m ensvergleich hat in der R egel in der W eise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erw erbseinkom m en ziffernm ässig m öglichst genau erm ittelt und einander gegenübergestellt w erden, w orauf sich aus der Einkom m ensdifferenz der Invaliditätsgrad bestim m en lässt. Insow eit die fraglichen Erw erbseinkom m en ziffernm ässig nicht genau erm ittelt w erden können, sind sie nach M assgabe der im Einzelfall bekannten U m stände zu schätzen und die so gew onnenen Annäherungsw erte m iteinander zu vergleichen (allgem eine M ethode des Einkom m ensvergleichs; BG E 128 V 11 30 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b; ZAK 1990 S. 518 E. 2). Erw erbsunfähig- keit ist, vereinfacht ausgedrückt, die durch einen G esundheitsschaden verursachte U nfähigkeit, durch zum utbare Arbeit G eld zu verdienen (ALFR E D M AU R ER , Bundessozialversicherungsrecht, Basel 1993, S. 140). 7.3 U m den Invaliditätsgrad bem essen zu können, ist die Verw altung (und im Beschw erdeverfahren das G ericht) auf U nterlagen angew iesen, w elche Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der Ärzte ist es, den G esundheitsschaden zu beurteilen und dazu Stellung zu nehm en, in w elchem U m fang und bezüglich w elcher Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im W eiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine w ichtige G rundlage für die Beurteilung der Frage, w elche Arbeitsleistungen dem Versicherten noch zugem utet w erden können. Es sind dem nach nicht nur die Erw erbsm öglichkeiten im angestam m ten Beruf, sondern auch in zum utbaren Verw eisungstätigkeiten zu prüfen. Bei der Bem essung der Invalidität ist auf die objektiven w irtschaftlichen Folgen der funktionellen Behinderung abzustellen, w elche nicht zw ingend m it dem vom Arzt festgelegten G rad der funktionellen Einschränkung übereinstim m en m üssen (BG E 110 V 275 E. 4a [= ZAK 1985 S. 462 E. 4a]). Im Streitfall entscheidet der R ichter (BG E 114 V 314f. E. 3c, 115 V 133f. E. 2 m it H inw eisen). Zu bem erken bleibt, dass aufgrund des im gesam ten Sozialversicherungs- recht geltenden G rundsatzes der Schadenm inderungspflicht ein in seinem bisherigen Tätigkeitsbereich dauernd arbeitsunfähiger Versicherter ge- halten ist, innert nützlicher Frist Arbeit in einem anderen Berufs- oder Erw erbszw eig zu suchen und anzunehm en, sow eit sie m öglich und zum utbar erscheint (BG E 113 V 28 E. 4a, 111 V 239 E. 2a). D eshalb ist es am behandelnden Arzt bzw . am Vertrauensarzt einer IV-Stelle zu entscheiden, in w elchem Ausm ass ein Versicherter seine verbliebene Arbeitsfähigkeit bei zum utbarer Tätigkeit und zum utbarem Einsatz auf dem ausgeglichenen Arbeitsm arkt verw erten kann. D iese so genannte Verw ei- sungstätigkeit hat sich der Versicherte anrechnen zu lassen (leidens- angepasste Verw eisungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.). 7.4 W ann die Invalidität bei einer Person, w elche eine R ente verlangt, eintritt, beurteilt sich nach Art. 29 Abs. 1 IVG . D anach entsteht der R entenanspruch, sobald der Versicherte m indestens zu 40% bleibend er- w erbsunfähig gew orden ist (lit. a: D auerinvalidität) oder w ährend eines Jahres ohne w esentlichen U nterbruch zu m indestens 40% arbeitsunfähig w ar und der Invaliditätsgrad nach Ablauf der W artezeit m indestens 40% beträgt (lit. b: langdauernde Krankheit; vgl. BG E 121 V 269 ff. E. 5 und 6). Eine Arbeitsunfähigkeit von 20% ist bei der Berechnung der durch- schnittlichen Arbeitsunfähigkeit nach lit. b von Art. 29 Abs. 1 IVG bereits zu berücksichtigen (vgl. R andziffer 2016 des vom Bundesam t für Sozial- versicherung herausgegebenen Kreisschreibens über Invalidität und H ilf- losigkeit; AH I-Praxis 1998 S. 124). 8. D ie Verw altung als verfügende Instanz und – im Beschw erdefall – das G ericht dürfen eine Tatsache nur dann als bew iesen annehm en, w enn sie 12 von ihrem Bestehen überzeugt sind (M ax Kum m er, G rundriss des Zivilprozessrechts, 4. Aufl., Bern 1984, S. 136). Im Sozialversicherungs- recht hat das G ericht seinen Entscheid, sofern das G esetz nicht etw as Abw eichendes vorsieht, nach dem Bew eisgrad der überw iegenden W ahrscheinlichkeit zu fällen. D ie blosse M öglichkeit eines bestim m ten Sachverhalts genügt den Bew eisanforderungen nicht. D er R ichter und die R ichterin haben vielm ehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen m öglichen G eschehensabläufen als die w ahrscheinlichste w ürdigen (BG E 126 V 360 E. 5b, 125 V 195 E. 2, je m it H inw eisen). Führen die von Am tes w egen vorzunehm enden Abklärungen die Verw al- tung oder das G ericht bei pflichtgem ässer Bew eisw ürdigung zur Ü berzeu- gung, ein bestim m ter Sachverhalt sei als überw iegend w ahrscheinlich zu betrachten und es könnten w eitere Bew eism assnahm en an diesem feststehenden Ergebnis nichts m ehr ändern, so ist auf die Abnahm e w eiterer Bew eise zu verzichten (antizipierte Bew eisw ürdigung; U ELI KIESER , D as Verw altungsverfahren in der Sozialversicherung, Zürich 1999, S. 212, R z 450; A. KÖ LZ/I. H ÄN E R , a.a.O . R z. 111 und 320; FR ITZ G YG I, Bundes- verw altungsrechtspflege, Bern 1983, 2. Aufl., S. 274; vgl. auch BG E 122 II 469 E. 4a, 122 III 223 E. 3c, 120 Ib 229 E. 2b, 119 V 344 E. 3c m it H in- w eis). In einem solchen Vorgehen liegt kein Verstoss gegen das rechtliche G ehör (SVR 2001 IV N r. 10 S. 28 E. 4b; BG E 124 V 94 E. 4b, 122 V 162 E. 1d m it H inw eis). 8.1 D er Sozialversicherungsprozess ist vom U ntersuchungsgrundsatz be- herrscht. D anach hat das G ericht von Am tes w egen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. D ieser G rundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet zum einen sein Korrelat in den M itw irkungspflichten der Parteien (BG E 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a, je m it H inw eisen). Zum anderen um fasst die be- hördliche und richterliche Abklärungspflicht nicht unbesehen alles, w as von einer Partei behauptet oder verlangt w ird. Vielm ehr bezieht sie sich nur auf den im R ahm en des streitigen R echtsverhältnisses (Streitgegenstand) rechtserheblichen Sachverhalt. R echtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist (FR ITZ G YG I, a.a.O ., S. 43 und 273). In diesem R ahm en haben Verw altungsbehörden und Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen stets vorzunehm en oder zu veranlassen, w enn hiezu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkten hinreichender Anlass besteht (BG E 117 V 282 E. 4a m it H inw eis; Entscheid des EVG i.S. W . vom 20. Juli 2000, I 520/99). 8.2 D as Bundesrecht schreibt nicht vor, w ie die einzelnen Bew eism ittel zu w ürdigen sind. Für das gesam te Verw altungs- und Beschw erdeverfahren gilt der G rundsatz der freien Bew eisw ürdigung. D anach haben Ver- sicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Bew eise frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Bew eisregeln, sow ie um fassend und pflicht- gem äss zu w ürdigen. Für das Beschw erdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Bew eism ittel, unabhängig davon, von w em sie stam m en, objektiv zu prüfen, und danach zu entscheiden hat, ob 13 die verfügbaren U nterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen R echtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander w ider- sprechenden m edizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesam te Bew eism aterial zu w ürdigen und die G ründe anzugeben, w arum es auf die eine und nicht auf die andere m edizinische These abstellt. H insichtlich des Bew eisw ertes einer ärztlichen Stellungnahm e ist entscheidend, ob sie für die streitigen Belange um fassend ist, auf all- seitigen U ntersuchungen beruht, auch die geklagten Beschw erden berück- sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anam nese) abgegeben w orden ist, in der D arlegung der Zusam m enhänge und in der Beurteilung der m edizini- schen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Ex- pertinnen und Experten begründet sind. Ist dies der Fall, kom m t einem ärztlichen G utachten erhöhter Bew eisw ert zu. D as G ericht w eicht unter diesen U m ständen nicht ohne zw ingenden G rund von der Einschätzung der m edizinischer Experten ab. Bestehen allerdings Zw eifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, sind er- gänzende Abklärungen vorzunehm en (BG E 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c m it H inw eisen; AH I 2001 S. 113 E. 3a; R KU V 1999 N r. U 332 S. 193 E. 2a/bb und 1998 N r. U 313 S. 475 E. 2a). 9. D en Akten ist zu entnehm en, dass der Beschw erdeführer am 17. Septem - ber 2001 einen Arbeitsunfall erlitten hat, w obei sein linker U nterschenkel zw ischen einer M auerabdeckung und einem 15 bis 18 Tonnen schw eren Pontonelem ent eingeklem m t w urde, w as zu einer offenen U nterschenkel- querfraktur m it C om partm entsynrom führte und eine notfallm ässige O steosynthese m it einem verriegelten M arknagel sow ie m ediale und laterale Fascienspaltung notw endig m achte. Im w eiteren Verlauf zeigte sich ein leichter Spitzfuss links und eine beginnende G on- und Fem oro- patellararthrose links. 9.1 In seinem um fassenden, aufgrund voller Aktenkenntnis und nach per- sönlicher Begutachtung des Beschw erdeführers erstellten G utachten kam der SU VA-Kreisarzt D r. m ed. R ._______ zum Schluss, dem Beschw erde- führer sei trotz der diagnostizierten Krankheitsbilder eine leichte, abw echs- lungsreiche Tätigkeit m it längeren M ittagspausen m öglich, w obei stets die freie W ahl zw ischen sitzenden, stehenden und gehenden Verrichtungen bestehen m üsse. D ie Arbeit könne kleine Traglasten bis zu m ax. 10 kg um fassen, nicht aber Leiterarbeit und oder Zw angshaltungen im Knien oder Kauern. Aufgrund der w irtschaftlichen und m edizinischen Abklärungen setzte die SU VA den G rad der Erw erbsunfähigkeit auf 27% ab dem 1. Septem ber 2003 fest. H ingegen erachtete D r. m ed. W ._______, der für den von der IV-Stelle beigezogenen D r. m ed. Z._______ ein U ntergutachten erstellt hat, die Annahm e einer vollen Arbeitsfähigkeit als w enig realistisch und ging bei einer vollschichtigen Arbeit von einer um 50% eingeschränkten Leistungs- fähigkeit aus. Zu diesem Befund kam D r. m ed. W ._______ ebenfalls aufgrund einer persönlichen Begutachtung des Beschw erdeführers, aller- dings ohne Beizug der vollständigen Akten. Auf R ückfrage der IV-Stelle und unter Berücksichtigung der SU VA-Akten führte er in seinem Schreiben 14 vom 26. Septem ber 2004 ergänzend aus, dass er zw ar die Einschätzung von D r. m ed. R ._______ teile und grundsätzlich von keiner Verschlech- terung des G esundheitszustandes seit dem U nfall ausgehe. D ie G on- arthrose sei w eiterhin ruhig und führe als unfallfrem der Faktor zu keiner w esentlichen Beeinflussung der Arbeitsfähigkeit. Zugleich betonte er aber, dass die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch D r. m ed. R ._______ seines Erachtens w enig realistisch sei. Auf Anfrage der IV-Stelle nahm D r. m ed. L._______, R AD (act. 52), zu den Ausführungen von D r. m ed. W ._______ Stellung. Er w ies vorab in genereller W eise darauf hin, dass seines W issens die SU VA bei allen Zum utbarkeitsbestim m ungen von einer ganztägigen, allenfalls bezüglich der Leistung, nicht aber zeitlich reduzierten Arbeitsfähigkeit ausgehe. D r. m ed. W .______ lasse die vollschichtige Arbeit zw ar gelten, bem esse aber eine zu hohe Leistungseinbusse von 50% ; der Auffassung der SU VA, die von einer 25% -igen Einbusse ausgehe, könne er sich anschliessen. Im Arztbericht vom 5. N ovem ber 2002 diagnostizierte D r. m ed. J.______ ein posttraum atisches Logensyndrom , das nach seiner nicht w eiter begründeten Einschätzung zu einer bis Ende 2003 dauernden Arbeitsunfähigkeit von 100% führe. Auch D r. m ed. B._______ ging in seinem Arztbericht vom 10. Septem ber 2003 – ebenfalls ohne w eitere Begründung – von einer Invalidität von 100% aufgrund der unfallbedingten Schm erzen aus. 9.2 D er Beschw erdeführer m acht geltend, im vorliegenden Verfahren sei vom SU VA-Entscheid abzuw eichen und auf das G utachten von D r. m ed. W .______ bzw . dessen Einschätzung der Leistungseinbusse des Be- schw erdeführers abzustellen, das durch die beigebrachten Arztberichte im W esentlichen bestätigt w erde. Liegen sich w idersprechende ärztliche Einschätzungen m it unterschied- licher Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vor, folgt das G ericht in der R egel derjenigen, w elche die Anforderungen der R echtsprechung an G utachten (besser) erfüllt und dam it als verlässlicher erscheint (vgl. E. 8.2 hiervor). D r. m ed. W ._____ standen, w ie er im Schreiben vom 26. Septem ber 2004 selbst ausführt, die um fangreichen SU VA-Akten beim Erstellen seines nicht zur Verfügung. Seine Stellungnahm e w urde nicht in Kenntnis der relevanten Vorakten abgegeben und kann nicht den gleichen Bew eisw ert für sich beanspruchen w ie ein ärztliches G utachten im Sinne der bundesgerichtlichen R echtsprechung (vgl. E. 8.2 hiervor). D em gegenüber ist das G utachten des SU VA-Kreisarzt D r. m ed. R ._______ in vollständiger Kenntnis der rechtserheblichen Vorakten und nach allseitigen U ntersuchungen erstellt w orden. D ie Schlüsse des Arztes w erden einleuchtend begründet, so dass seiner gutachterlichen Beurteilung ein erhöhter Bew eisw ert zukom m t. M angels einem unfallfrem dem , erw erbsrelevantem G esundheitsschaden ist daher vom bereits rechtskräftigen Entscheid der SU VA, der auf dem G utachten von D r. m ed. R ._______ beruht, nicht ohne zw ingende G ründe abzuw eichen.15 D erartige G ründe sind nicht ersichtlich. D ie Einschätzung von D r. m ed. W ._______ erfolgte aufgrund einer m angelhaften Anam nese und begründet die Abw eichung von der ersten Beurteilung der Erw erbsunfähigkeit durch den SU VA-Kreisarzt in keiner W eise. Sie ist nicht geeignet, die Ergebnisse des G utachtens von D r. m ed. R ._______ in Frage zu stellen – um so m ehr, als sich auch der angefragte Arzt des R AD , D r. m ed. L._______, in Kenntnis beider Beurteilungen den Folgerungen der SU VA anschloss. D ie vom Beschw erdeführer beigebrachten ärztlichen Zeugnisse und Kurzberichte von D r. m ed. C ._______, D r. m ed. F._______, D r. m ed. H ._______, D r. m ed. A._______, D r. m ed. J._______. und D r. m ed. B._______, in denen dem Beschw erdeführer zum Teil eine Invalidität von 100% bescheinigt w ird, sind w enig bew eiskräftig und verm ögen das G utachten von D r. m ed. R ._______ in keiner W eise aufzuw iegen. Sie basieren nicht auf einer um fassenden Begutachtung und enthalten für die hier interessierende Schlussfolgerung (G rad der Erw erbsfähigkeit bzw . Invalidität) keine Begründungen. Zu beachten ist zudem , dass H aus- und andere behandelnde Ärzte aufgrund ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung dazu neigen, in Zw eifelsfällen zu G unsten ihrer Patienten auszusagen (BG E 125 V 353 E. 3b/cc). D ie sich in den Akten befindlichen Berichte verm ögen das G utachten von D r. m ed. R ._______ in keiner W eise aufzuw iegen. O hne w esentliche Bedeutung ist zudem die Beurteilung der Invalidität durch die französischen und deutschen Behörden, erfolgte diese doch in Anw endung ausländischer Vorschriften, die m it dem schw eizerischen R echt nicht übereinstim m en (vgl. E. 3 hiervor). 9.3 Zusam m enfassend ist festzuhalten, dass für das Bundesverw altungs- gericht kein Anlass besteht, vom G utachten des SU VA-Kreisarztes und der Beurteilung durch die SU VA abzuw eichen. Es ist davon auszugehen, dass der Beschw erdeführer seit dem 1. Septem ber 2003 nicht m ehr in einem M asse in seiner Erw erbsfähigkeit eingeschränkt ist, die einen Anspruch auf eine R ente der Invalidenversicherung entstehen lassen könnte. D er vorinstanzliche Entscheid erw eist sich dam it als rechtens und ist zu bestätigen. D ie Beschw erde vom 11. M ai 2006 ist abzuw eisen. 10. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteientschädigung. 10.1 D a im vorliegenden Verfahren über die Bew illigung bzw . Verw eigerung von Versicherungsleistungen zu entscheiden ist, sind grundsätzlich keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 69 Abs. 2 IVG [in der bis zum 30. Juni 2006 gültigen Fassung, vgl. Ü bergangsbestim m ungen zur Änderung des IVG vom 16. D ezem ber 2005, Bst. c, AS 2006 2004] in Verbindung m it Art. 85bis Abs. 2 AH VG ). 10.2 Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens ist grundsätzlich w eder für das Beschw erde- noch für das vorinstanzliche Einspracheverfahren eine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 Vw VG e contrario). D er Beschw erdeführer hat allerdings ein G esuch um unentgeltliche Ver-16 beiständung durch seinen R echtsvertreter gestellt. G em äss Art. 65 Abs. 1 und 2 Vw VG kann einer Partei, die bedürftig ist, deren Begehren nicht als aussichtslos erscheinen und die nicht im stande ist, ihre Sache selbst zu vertreten, ein Anw alt beigegeben w erden. D iese Bedingungen m üssen kum ulativ erfüllt sein (vgl. BG E 122 I 51 Erw . 2c/bb, 276 Erw . 3a, 324 f. Erw . 2c), w as im vorliegenden Verfahren der Fall ist. Aufgrund der Akten ist die Bedürftigkeit des Beschw erdeführers, der seine R echte nicht in ausreichendem M asse selber w ahrnehm en kann, erstellt. D as G esuch um unentgeltliche Verbeiständung ist daher gutzuheissen. D ie unter diesem Titel zuzusprechende Parteientschädigung w ird m angels Kostennote unter Berücksichtigung des gebotenen und aktenkundigen Anw altsaufw andes auf pauschal Fr. 2'000.-- festgesetzt (Art. 65 Abs. 5 Vw VG in Verbindung m it Art. 10, 11, 12 und 14 Abs. 2 des R eglem entes vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungs- gericht [VG KE], SR 173.320.2). D iese Entschädigung ist von der Vor- instanz zu leisten (Art. 65 Abs. 3 in Verbindung m it Art. 64 Abs. 2 Vw VG ). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde gegen den Einspracheentscheid der IV-Stelle für Ver- sicherte im Ausland vom 5. April 2006 w ird abgew iesen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. D em Beschw erdeführer w ird infolge G ew ährung der unentgeltlichen Verbeiständung für das Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht eine Entschädigung von Fr. 2'000.-- ausgerichtet. D iese Entschädigung ist von der Vorinstanz innert 30 Tagen nach Eintritt der R echtskraft des vorliegenden U rteils zu leisten. D er Beschw erdeführer w ird aufgefordert, der Vorinstanz die gew ünschte Zahlungsstelle bekannt zu geben. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer - der Vorinstanz - dem Bundesam t für Sozialversicherung D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: Stefan M esm er Sabine U hlm ann17 R echtsm ittelbelehrung: D ieses U rteil kann innert 30 Tagen ab Zustellung beim Schw eizerischen Bundesgericht, Sozialversicherungsrechtliche Abteilungen, Schw eizerhofquai 6, 6004 Luzern, angefochten w erden (vgl. Art. 42, 48 und 100 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BG G ], SR 173.110). Versand am :