<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2002.00036</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106768&amp;W10_KEY=13013575&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2002.00036</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.08.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 1999</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Prozessfähigkeit Die Prozessfähigkeit ist als prozessuales Pendant zur Handlungsfähigkeit von Amtes wegen zu prüfende Prozess- und damit Eintretensvoraussetzung. Die Rekurskommission ist auf den Rekurs mangels (nachgewiesener) Prozessfähigkeit nicht eingetreten. Die Beschwerde gegen diesen Beschluss wird abgewiesen, da sich der Pflichtige mit den Vorbringen der Rekurskommission nicht auseinandersetzt. Unter diesen Umständen braucht das Verwaltungsgericht seinerseits nicht abzuklären, ob es dem Pflichtigen wirklich an der Prozessfähigkeit gebricht.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANTRAG">ANTRAG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEGRÃNDUNG">BEGRÃNDUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEIRATSCHAFT">BEIRATSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEISTANDSCHAFT">BEISTANDSCHAFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: EinschÃ¤tzungs-,Rekurs- und Beschwerdeverfahren ST: BESCHWERDEVERFAHREN">BESCHWERDEVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PROZESSFÃHIGKEIT">PROZESSFÃHIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 147 lit. IV StG</span><br/><span class="gerade">Art. 392 lit. 1 ZGB</span><br/><span class="ungerade">Art. 393 lit. 2 ZGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Nachdem A trotz Mahnung keine SteuererklÃ¤rung 1999B eingereicht hatte, wurde er vom kantonalen Steueramt fÃ¼r die Steuerperiode 1999 in Anwendung von § 139 Abs. 2 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) am 21. August 2001 nach pflichtgemÃ¤ssem Er­messen mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 35'000.- und einem steuerbaren VermÃ¶­gen von Fr. 6'000.- eingeschÃ¤tzt. Das kantonale Steueramt wies die Ein­sprache des Pflichtigen am 12. Oktober 2001 ab und auferlegte ihm die Kosten des Einspra­cheverfahrens.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Auf den dagegen erhobenen Rekurs trat die Steuerrekurskommission II mit Beschluss vom 29. April 2002 mit folgender BegrÃ¼ndung nicht ein: Voraussetzung, um auf ein Rechtsmittel eintreten zu kÃ¶nnen, sei das â von Amtes wegen zu prÃ¼fende â Vorhandensein sÃ¤mtlicher Prozessvoraussetzungen, zu welchen auch die ProzessfÃ¤higkeit gehÃ¶re. Da sich diesbezÃ¼glich aufgrund der Akten ernsthafte Zweifel ergeben hÃ¤tten, habe sich die Steuerrekurskommission II veranlasst gesehen, den Pflichtigen zwecks AbklÃ¤rung von dessen psychischer Verfassung zum Zeitpunkt der Rekurserhebung dazu aufzufordern, die ihn seit anfangs Oktober 2001 behandelnden Ãrzte und Ãrztinnen vom Arztgeheimnis zu entbinden. Da der Pflichtige diesen an ihn mehrfach gerichteten und unbestrittenermassen zu­gestellten Aufforderungen nicht nachgekommen sei und die von ihm verlangte Mitwirkung verweigert habe, liege ein Vereitelung der von der Steuerrekurskommission II von Amtes wegen vorzunehmenden PrÃ¼fung der Prozessvoraussetzungen vor und sei androhungsgemÃ¤ss auf den Rekurs nicht einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Am 5. Mai 2002 erhob A Beschwerde an das Verwaltungsgericht, dem er beantragte, er sei mit einem steuerbaren Einkommen von hÃ¶chstens Fr. 15'000.- sowie einem VermÃ¶gen von ca. Fr. 10'000.- einzuschÃ¤tzen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Weitere Eingaben von A, mit welchen er diverse und zum Teil mehrmals dieselben Unterlagen einreichte, erfolgten am 17., 21., 22., 24., 27. und (zwei Mal) am 28. Mai 2002.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zog die Akten bei. Auf das Einholen einer Vernehmlassung bzw. einer Beschwerdeantwort wurde verzichtet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 21. Mai 2002 teilte die Steuerrekurskommission II mit, sie habe davon Kenntnis erhalten, dass am 4. Februar 2002 Ã¼ber A gestÃ¼tzt auf Art. 392 Ziff. 1 und Art. 393 Ziff. 2 des Zivilgesetzbuches vom 10. Dezember 1907 (ZGB) eine Beistandsschaft erreichtet worden sei. Eine gleichartige Mitteilung erfolgte durch das kantonale Steueramt am 22. Juli 2002.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Partei- und ProzessfÃ¤higkeit sind Voraussetzungen fÃ¼r jede Rechtsmittelerhebung und als Prozessvoraussetzungen von Amtes wegen zu prÃ¼fen (vgl. anstelle vieler Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungs­rechtspfle­gegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 92 f. m.w.H.). ProzessfÃ¤higkeit bedeutet als GegenstÃ¼ck zur zivilrechtlichen HandlungsfÃ¤higkeit die FÃ¤higkeit, einen Prozess selber zu fÃ¼hren oder durch einen gewÃ¤hlten Vertreter fÃ¼hren zu lassen. Im Gegensatz zur Vormund- oder Beiratschaft hat die Beistandschaft als solche keinen Einfluss auf die ProzessfÃ¤higkeit und wird die ProzessfÃ¤higkeit MÃ¼ndiger vermutet. Bestehen jedoch Zweifel an der UrteilsfÃ¤higkeit, welche ja Voraussetzung der Handlungs- und damit der ProzessfÃ¤higkeit darstellt (vgl. Art. 16 ZGB), so ist in der Regel ein SachverstÃ¤ndigenurteil Ã¼ber die FÃ¤higkeit, den konkreten Prozess fÃ¼hren zu kÃ¶nnen, einzuholen (BGE 118 Ia 236 E. 2b). In der Tat ist aufgrund der Akten nicht undenkbar, dass es dem Pflichtigen an der ProzessfÃ¤higkeit gebricht. Weil der Beschwerde aus anderen GrÃ¼nden nicht stattzugeben ist â wie sich aus den folgenden ErwÃ¤gungen ergibt â, kann diese Frage jedoch vorliegend offen gelassen werden, womit sich auch Beweismassnahmen zur AbklÃ¤rung der zweifelhaften ProzessfÃ¤higkeit erÃ¼brigen (vgl. BGE 118 Ia 236 E. 2b; vgl. auch KÃ¶lz/Boss­hart/ RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 94).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 StG alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãber­schreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Fest­stel­lung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden. Richtet sich eine Be­schwerde gegen einen Nichteintretens­entscheid der Rekurskommission, so darf das Verwaltungsgericht lediglich prÃ¼fen, ob die vorinstanzliche Beur­tei­lung der Eintretensfrage an beschwerdefÃ¤higen RechtsmÃ¤ngeln leide; ein weiter gehen­der, mate­riellrechtlicher Entscheid â namentlich Ã¼ber die EinschÃ¤tzung â ist dem Gericht verwehrt (RB 1999 Nr. 152). Auf den EinschÃ¤tzungsantrag des Pflichtigen ist demzufolge nicht einzutre­ten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Die Beschwerdeschrift muss einen Antrag und eine BegrÃ¼ndung enthalten (§ 147 Abs. 4 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG). Aus der BeschwerdebegrÃ¼ndung hat hervor­zu­gehen, welche Rechtsverletzungen im Sinn von § 153 Abs. 3 StG geltend gemacht wer­den. Die Pflicht des Verwaltungsgerichts zur Rechtsanwendung von Amtes wegen wird so­mit durch das RÃ¼geprinzip eingeschrÃ¤nkt. Das Gericht ist daher nicht verpflichtet, von sich aus nach MÃ¤ngeln zu forschen, welche in der Beschwerde nicht gel­tend gemacht worden sind (vgl. RB 1982 Nrn. 5 und 6, auch zum Folgenden). Anders als im staatsrechtlichen Be­­schwer­de­verfahren, wo der Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen durch das RÃ¼ge­prin­zip vÃ¶llig verdrÃ¤ngt wird (BGE 122 I 70 E. 1c), ist es dem Verwaltungs­­ge­richt er­laubt, nicht gerÃ¼gte Rechtsverletzungen zu beheben, sofern diese im Zusam­men­hang mit den Partei­vor­bringen stehen. Das Gericht ist jedoch verpflichtet, offensichtliche, d.h. in die Augen springende Rechtsverletzungen, von Amtes wegen, d.h. auch ohne ent­sprechende RÃ¼­ge, zu beheben (RB 1999 Nr. 148).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Insoweit sich die Beschwerde des Pflichtigen gegen den Nichteintretensbeschluss der Rekurskommission als solchen und nicht gegen die Festsetzung der Steuerfaktoren richtet, so setzt sie sich mit der BegrÃ¼ndung der Rekurskommission Ã¼berhaupt nicht auseinander. Da keine offensichtlichen, von Amtes wegen zu berÃ¼cksichtigenden Rechtsverletzungen im Entscheid der Rekurskommission ersichtlich sind, ist die Beschwerde an sich ohne weitere AusfÃ¼hrungen abzuweisen. ErwÃ¤hnt sei deshalb lediglich noch, dass die Rekurskommission das ihr MÃ¶gliche unternommen hat, um sich Ã¼ber die ProzessfÃ¤higkeit des Pflichtigen ein Bild machen zu kÃ¶nnen. Dass ihr dies letztlich nicht mÃ¶glich war, hat sich der Pflichtige selbst zuzuschreiben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Demzufolge ist die Beschwerde abzuweisen, soweit Ã¼berhaupt auf sie eingetreten werden kann.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. ... </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet der Einzelrichter:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>