<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00083</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105996&amp;W10_KEY=4467149&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00083</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 29.03.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Krankenkassenprämien und Sozialhilfe:<br/><br/>Nach Bundesrecht gelten die von einem Gemeinwesen zu übernehmenden Beiträge an die obligatorische Krankenpflegeversicherung n i c h t als fürsorgerische Unterstützung. Nach der zürcherischen Regelung übernehmen die Gemeinden im Rahmen der Prämienverbilligungsmassnahmen die nicht gedeckten Prämien. Dies dient der Umsetzung des Bundesrechts und stellt keine Konkretisierung des Sozialhilferechts dar (E. 2b).<br/>Aufgrund dieser Zusammenhänge und der Entstehungsgeschichte sowie nach einem Meinungsaustausch mit dem Sozialversicherungsgericht ergibt sich, dass dieses für die Beurteilung solcher Streitigkeiten im Rechtsmittelverfahren zuständig ist (E. 2c). Überweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KRANKENKASSE">KRANKENKASSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KRANKENVERSICHERUNGSPRÃMIEN">KRANKENVERSICHERUNGSPRÃMIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRÃMIENVERBILLIGUNG">PRÃMIENVERBILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALVERSICHERUNGSGERICHT">SOZIALVERSICHERUNGSGERICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUBSIDIARITÃT">SUBSIDIARITÃT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Ãbrige Rechtsgebiete UR: Besondere Rechtsgebiete ST: VERSICHERUNGSRECHT (EINSCHLIESSLICH SOZIALVERSICHERUNGEN)">VERSICHERUNGSRECHT (EINSCHLIESSLICH SOZIALVERSICHERUNGEN)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 18 lit. I EG KVG</span><br/><span class="gerade">§ 8 EV KVG</span><br/><span class="ungerade">§ 2 lit. II SHG</span><br/><span class="gerade">§ 2 lit. e SozversG</span><br/><span class="ungerade">§ 41 VRG</span><br/><span class="gerade">Art. 3 lit. II/b ZUG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die Eheleute wohnten bis Ende Januar 2000 im Kanton Thurgau. Seit Februar 2000 halten sie sich in X auf, wo sie von der Gemeinde So­zialhilfe beziehen. ZunÃ¤chst fanden sie Unterkunft im Haushalt einer befreundeten Familie; ab 1. Juli 2000 stellte ihnen die Gemeinde als "Notunterkunft" eine Alterswoh­nung zur VerfÃ¼gung. Mit Bezug auf die sozialhilferechtliche UnterstÃ¼t­zung kam es zu Auseinandersetzungen, wel­che zu zahl­rei­chen Rechtsmitteln der Eheleute Y fÃ¼hrten. Ãber einzelne dieser Streitigkei­ten entschied der Gemeinderat X mit BeschlÃ¼ssen GRB 110/00 vom 5. Juni 2000, GRB 118/00 vom 19. Juni 2000 und GRB 134/00 vom 3. Juli 2000 sowie auf Rekurse der Ehe­leute Y hin der Bezirksrat mit BeschlÃ¼ssen SO.2000.00011/00014/00019 vom 25. Oktober 2000. Damit wur­den die Rekurse nach Themen bezogen vereinigt und allesamt abgewie­sen, soweit darauf eingetreten wurde. Die Begehren um Bestellung eines unentgeltlichen Rechts­bei­standes und Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung wurden abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Hiergegen erhoben die Eheleute Y am 4. Januar 2001 Beschwerde an das Verwal­tungsgericht mit insgesamt 16 Begehren (VB.2001.00013-00015). Mit dem Begeh­ren 13 wird vom Verwaltungsgericht verlangt, "die Gemeinde X sei anzuweisen, uns die Diffe­renz der KrankenkassenprÃ¤mien von Fr. 50.40 pro Monat seit unserer Anmeldung in der Gemeinde X vom 01. MÃ¤rz 2000 auf unser Konto zu Ã¼berweisen"; mit dem Begehren 14 wird dem Gericht beantragt, "die Gemeinde X sei anzuweisen, unsere PrÃ¤mienrÃ¼ckstÃ¤nde der Krankenkasse der Monate Februar 2000 und MÃ¤rz 2000 (von Fr. 333.60 bzw. Fr. 384.- zu bezahlen". Am 8. MÃ¤rz 2000 entschied das Verwaltungsge­richt Ã¼ber die Begehren 1 â 12 und 15; es hiess diesbezÃ¼glich die Beschwerde teilweise (in einem einzigen Punkt) im Sinn der ErwÃ¤gungen gut, soweit es darauf eintrat, und nahm die Gerichtskosten (aufgrund des Verfahrensausgangs sowie der den BeschwerdefÃ¼hrenden gewÃ¤hrten unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung) auf die Gerichtskasse. Gleichzeitig beschloss es, das Verfahren bezÃ¼glich der BeschwerdeantrÃ¤ge 13 und 14 (Fragen der Krankenversi­cherung) abzutrennen und un­ter der GeschÃ¤ftsnummer VB.20001.00083 weiterzufÃ¼hren. Diesen Beschluss traf das Ge­richt, weil es aufgrund der Beratung vom 8. MÃ¤rz 2001 zum Schluss gelangt war, zur Be­urteilung der beiden genannten Begehren sei nicht das Ver­waltungsgericht, sondern das Sozialversicherungsgericht zustÃ¤ndig, welches jedoch im Sinn eines Meinungsaustausches zur ZustÃ¤ndigkeitsfrage anzuhÃ¶ren sei. Mit Schreiben vom 9. MÃ¤rz 2001 wurde dem Sozi­alversicherungsgericht die Auffassung des Verwal­tungsgerichts in dieser Frage dargelegt. Mit Schreiben vom 21. MÃ¤rz 2001 teilte das Sozi­alversicherungsgericht mit, dass es die Auffassung des Verwaltungsgerichts teile.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. GemÃ¤ss § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) beurteilt das Verwaltungsgericht unter anderem letztinstanzliche Anordnun­gen von VerwaltungsbehÃ¶rden, soweit nicht dieses oder ein anderes Gesetz eine abwei­chende ZustÃ¤ndigkeit vorsieht oder eine Anordnung als endgÃ¼ltig bezeichnet. Unter den Vorbehalt abweichender ZustÃ¤ndigkeitsregelung fallen neben den im Verwaltungsrechts­pflegegesetz selber vorgesehenen AusschlussgrÃ¼nden (vgl. §§ 42 und 43) spezialgesetzli­che Regelungen, namentlich auch solche im Bereich des Sozialversicherungsrechts (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 45; RB 1998 Nr. 23).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Aufgrund des Zuzugs in den Kanton ZÃ¼rich erhÃ¶hte die Krankenkasse PKK ZÃ¼rich die KrankenversicherungsprÃ¤mien fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrenden und deren Sohn ab 1. MÃ¤rz 2000 von Fr. 333.60 um insgesamt Fr. 50.40 auf Fr. 384.- (vgl. Policen in act. [Verfahren VB.2001.00013-00015]); dies gestÃ¼tzt auf Art. 61 Abs. 2 des Bundesgeset­zes Ã¼ber die Krankenversicherung vom 18. MÃ¤rz 1994 (KVG), wonach der Versicherer die PrÃ¤mien nach den ausgewiesenen Kostenunterschieden kantonal und regio­nal abstufen kann. Mit GRB 134/00 hat die Beschwerdegegnerin ab 1. Juli 2000 â wie schon zuvor mit GRB 73/00 vom 17. April 2000 ab 1. MÃ¤rz 2000 (vgl. act. [Verfahren VB.2001.00013-00015]) â die bisherigen PrÃ¤mien von monatlich insgesamt Fr. 333.60 bei der Berechnung des UnterstÃ¼tzungsbedarfs berÃ¼cksichtigt, d.h. zur Zahlung Ã¼bernommen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Rekurs an den Bezirksrat verlangten die BeschwerdefÃ¼hrer die Ãbernahme der PrÃ¤mienerhÃ¶hung von monatlich Fr. 50.40 ab 1. MÃ¤rz 2000 (Eingaben vom 3. Juli und 6. Juli 2000, act. [Verfahren VB.2001.00013-00015]). Der Bezirksrat lehnte dieses Begeh­ren mit Beschluss SO.2000.00019 am 25. Oktober 2000 ab. Er erwog, Kran­kenkassenprÃ¤­mien gehÃ¶rten grundsÃ¤tzlich nicht zu den mit den Sozialhilfeleistungen abzu­deckenden Kosten. Weil der zivilrechtliche Wohnsitz der Familie Y unklar sei, habe es die Beschwer­degegnerin in ihrer Eigenschaft als Aufenthaltsgemeinde Ã¼bernommen, Sozialhilfeleistun­gen an die BeschwerdefÃ¼hrenden zu erbringen. Dabei bezahle sie "gross­zÃ¼gigerweise" auch die PrÃ¤mien fÃ¼r die Krankengrundversicherung. Zu Recht weigere sie sich jedoch, auch noch die streitige Differenz von monatlich Fr. 50.40 zu Ã¼bernehmen. Es liege an den Be­schwerdefÃ¼hrenden, sich bei der Krankenkasse gegen eine PrÃ¤mienerhÃ¶­hung zu wehren. Wenn sie diese Differenz "freiwillig" bezahlten, sei dies ihre "private An­gelegenheit"; wÃ¼rden sie die PrÃ¤mien nicht bezahlen, wÃ¼rden sie deswegen keinen Nachteil erlei­den. - Gegen diesen Rekursentscheid wehren sich die BeschwerdefÃ¼hrenden mit Be­schwer­dean­trag 13. In der BegrÃ¼ndung rÃ¼gen sie, die Krankenkasse kÃ¶nne keine Forde­rungen an die Beschwerdegegnerin oder eine andere Gemeinde stellen, weil ihnen die Be­schwerdege­gne­rin den Wohnsitz (bis Ende 2000) abspreche und weil ein Wohnsitz fÃ¼r die­se Zeit auch in keiner anderen Gemeinde anerkannt sei (Beschwerdeschrift lit. g S. 22 ff.). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Sodann ist der Bezirksrat ebenfalls mit Beschluss SO.2000.00019 auf den Rekurs betreffend Ãbernahme der KrankenkassenprÃ¤mien fÃ¼r Februar und MÃ¤rz 2000 (vgl. Ein­gabe vom 3. Juli 2000, act. [Verfahren VB.2000.00013-00015]) nicht eingetreten. Dagegen wehren sich die BeschwerdefÃ¼hrenden sinngemÃ¤ss mit Beschwerdeantrag 14. Sie weisen darauf hin, wegen bestehender PrÃ¤mienrÃ¼ckstÃ¤nde kÃ¤men sie "nicht in den Genuss der er­hÃ¶hten PrÃ¤mienverbilligung als FÃ¼rsorgeempfÃ¤nger", weshalb sie sich seit Oktober 2000 "wie Nichtversicherte" verhielten, d.h. statt der PrÃ¤mienrechnungen die Arztrechnun­gen beglichen, und weshalb sie auf Ende Jahr die Krankenkasse gekÃ¼ndigt hÃ¤tten (Be­schwerde­schrift lit. h S. 24).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Es fragt sich, im welchen Verfahren Streitigkeiten betreffend die Ãbernahme von KrankenkassenprÃ¤mien durch das Gemeinwesen auszutragen seien. </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Sozialhilfe berÃ¼cksichtigt andere gesetzliche Leistungen sowie die Leistungen Dritter und sozialer Institutionen (§ 2 Abs. 2 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981, SHG); mit dieser Bestimmung wird die SubsidiaritÃ¤t der Sozialhilfe zum Ausdruck ge­bracht. Die wirtschaftliche Sozial­hilfe ist insbesondere subsidiÃ¤r zu den Leistungen der Sozialversicherung (Sozialhilfe-Be­hÃ¶rden­hand­buch, herausgegeben von der Abteilung Ãf­fentliche FÃ¼rsorge des Sozialamts des Kantons ZÃ¼rich, Ziff. 2.3, § 2 Abs. 2 S. 2). Mit dem Erlass des Krankenversicherungsgesetzes ist Art. 3 Abs. 2 lit. b des Bundesgesetzes Ã¼ber die Zu­stÃ¤ndigkeit fÃ¼r die UnterstÃ¼tzung BedÃ¼rftiger vom 24. Juni 1977 (ZustÃ¤ndigkeitsge­setz, ZUG) dahin geÃ¤ndert worden, dass die von einem Gemeinwesen anstelle von Versi­cherten zu Ã¼bernehmenden BeitrÃ¤ge an die obligatorische Krankenpflegeversicherung nicht mehr als fÃ¼rsorgerechtliche UnterstÃ¼tzung gelten. GemÃ¤ss § 8 Abs. 1 der bis Ende 2000 noch in Kraft stehenden und daher auf den vorliegenden Fall anwendbaren EinfÃ¼h­rungs­verordnung zum Krankenversicherungsgesetz vom 6. Dezember 1995 (EV KVG; OS 53, 315) Ã¼bernimmt die Gemeinde die durch die PrÃ¤mienverbilligung (dazu Art. 65 KVG, §§ 3‑7 EV KVG) nicht gedeckten PrÃ¤mien der Krankenpflegeversicherung von versicher­ten Per­sonen mit steuerrechtlichem Aufenthalt oder Wohnsitz und zivilrechtlichem Wohn­sitz in der Gemeinde, soweit deren eigene Mittel fÃ¼r ihren Lebensunterhalt und den ihrer Fami­lienangehÃ¶rigen nicht ausreichen und das soziale oder betreibungsrechtliche Exi­stenzmi­nimum nicht gewÃ¤hrleistet ist. Bei dieser Verpflichtung der Gemeinden handelt es sich demnach nicht um eine Konkretisierung der sozial­hilferechtlichen Ordnung in §§ 14 ff. SHG, sondern um eine eigenstÃ¤ndige Regelung, die der Umsetzung des Bundes­rechts dient. Im Kanton ZÃ¼rich entscheiden die Gemeinden sel­ber, welche Amtsstellen sie mit dieser Aufgabe betrauen wollen. Im Ãbrigen gehen die entsprechenden Aufwendungen zu Lasten des Gesamtbetrags der PrÃ¤mienverbilligung (vgl. Sozialhilfe-BehÃ¶r­den­hand­buch, Ziff. 6.4.1.2 S. 1 f.). Bei der in § 8 Abs. 1 EV KVG festgelegten Verpflichtung der Gemeinden handelt es sich demnach aus der Sicht des Sozialhilferechts um "andere ge­setzliche Leistungen" im Sinn von § 2 Abs. 2 SHG, welche der Sozialhilfe vorgehen (vgl. zum Ganzen VGr, 8. Juli 1999, VB.99.00100). Das auf 1. Januar 2001 in Kraft getretene EinfÃ¼hrungsgesetz zum Krankenversicherungsgesetz vom 13. Juni 1999 (EG KVG) enthÃ¤lt in § 18 Abs. 1 eine inhaltlich gleiche Regelung. </span></p> <p class="Einzug1"><span>In §§ 26 â 29 EG KVG wird der Rechtsschutz fÃ¼r jene Bereiche aus der Anwen­dung des KVG geregelt, die im EG KVG nÃ¤her geordnet werden, nÃ¤mlich die Versiche­rungspflicht, die ausserkantonale Hospitalisation und die PrÃ¤mienverbilligung. Allerdings fehlt darin eine Bestimmung, welche den Rechtsschutz bei sich aus § 18 EG KVG erge­benden Streitigkeiten ausdrÃ¼cklich regeln wÃ¼rde. Aufgrund der Ordnung in §§ 26 ff. EG KVG kommt auch fÃ¼r solche Streitigkeiten als Rekursinstanz durchaus der Bezirksrat in Betracht (vgl. § 29 EG KVG). Hingegen ist diesbezÃ¼glich als zweite Rechtsmittelinstanz das Sozialversicherungsgericht und nicht das Verwaltungsgericht zustÃ¤ndig: FÃ¼r die in §§ 26 ff. EG KVG geregelten "kantonalrechtlichen" StreitfÃ¤lle ist als zweite (oder sogar als einzige) kantonale Rechtsmittelinstanz durchwegs das Sozialversicherungsgericht vorgese­hen. Das entspricht § 2 lit. e des Gesetzes Ã¼ber das Sozialversicherungsgericht vom 7. MÃ¤rz 1993 (SozversG) in der ebenfalls auf 1. Januar 2001 in Kraft getretenen Fassung gemÃ¤ss EG KVG vom 13. Juni 1999, wonach das Sozialversicherungsgericht als einzige kantonale gerichtliche Instanz Beschwerden in "bundesrechtlichen" Streitigkeiten betreffend die An­wendung des Krankenversicherungsgesetzes beurteilt. Schon vor Inkrafttreten des kanto­nalen EinfÃ¼hrungsgesetzes (bzw. der neuen Fassung von § 2 lit. e SozversG) hat jedoch der Kantonsrat am 7. Dezember 1998 gestÃ¼tzt auf § 4 SozversG zur Vermeidung eines negati­ven Kompetenzkonflikts die ZustÃ¤ndigkeit fÃ¼r Beschwerden betreffend die Anwendung des KVG rÃ¼ckwirkend ab 1. MÃ¤rz 1998 allgemein dem Sozialversicherungsgericht Ã¼bertragen (vgl. RB 1998 S. 11 und Auszug Nr. 23). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Aus der dargelegten Ordnung und ihrer Entstehungsgeschichte ergibt sich, dass das Sozialversicherungsgericht auch fÃ¼r Streitigkeiten aus der Anwendung von § 18 Abs. 1 EG KVG bzw. (vor dem Inkrafttreten des Krankenversicherungsgesetzes) von § 8 Abs. 1 EV KVG zustÃ¤ndig ist. Im Rahmen des durchgefÃ¼hrten Meinungsaustausches hat denn auch das Sozialversicherungsgericht erklÃ¤rt, dass es sich fÃ¼r die Beurteilung solcher Strei­tigkeiten fÃ¼r zustÃ¤ndig hÃ¤lt. Demnach ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. GestÃ¼tzt auf § 5 Abs. 2 VRG sowie § 71 VRG in Verbindung mit § 194 Abs. 2 des Gerichtsverfas­sungsgesetzes vom 13. Juni 1976 sind die Akten zur Behandlung der Beschwerde VB.2001.00083 (Be­schwerdebegehren 13 und 14 aus der im Ãbrigen im Verfahren VB.2001.00013-00015 be­handelten Eingabe vom 4. Januar 2001) dem Sozialversiche­rungsgericht zu Ã¼berweisen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Auf die Beschwerde VB.2001.00083 wird nicht eingetreten. Die Akten werden zur Behandlung der Beschwerde (Beschwerdebegehren 13 und 14 aus der im Ãbrigen im Verfahren VB.2001.00013-00015 behandelten Eingabe vom 4. Januar 2001) dem So­zialversicherungsgericht Ã¼berwiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>