A bteilung III C -496/2006 {T 0/2} U rteil vom 29. M ärz 2007 M itw irkung: R ichter Antonio Im oberdorf (Kam m erpräsident); R ichterin R uth Beutler; R ichter Bernard Vaudan; G erichtsschreiber D a- niel G rim m A._______, Beschw erdeführerin, vertreten durch R echtsanw alt H ans W eissberg, Schürm ann und Partner, D reikönigstrasse 7, 8002 Zürich, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verw eigerung der Zustim m ung zur Erteilung einer A ufenthaltsbew illigung B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Am 12. D ezem ber 2005 reichte A._______ (nachfolgend Beschw erde- führerin) beim Schw eizerischen G eneralkonsulat in Shanghai ein Einreise- gesuch ein, um vom 19. Februar 2006 bis zum 1. M ärz 2008 an der Busi- ness School in Lausanne studieren zu können. Am 16. Januar 2006 erklär- te sich die zuständige kantonale Frem denpolizeibehörde m it der Erteilung einer entsprechenden Aufenthaltsbew illigung zu Studienzw ecken einver- standen und unterbreitete die Akten in Anw endung von Art. 1 der Verord- nung vom 20. April 1983 über das Zustim m ungsverfahren im Ausländer- recht (SR 142.202) der Vorinstanz zur Zustim m ung. B. N ach ergänzenden Abklärungen signalisierte das BFM der Beschw erde- führerin am 9. Februar 2006, es w erde der anbegehrten Aufenthaltsbew illi- gung zu Studienzw ecken nicht zustim m en und gew ährte ihr hierzu das rechtliche G ehör. M it Stellungnahm e vom 5. M ärz 2006 m achte die Betrof- fene davon G ebrauch. C . M it Verfügung vom 15. M ärz 2006 verw eigerte die Vorinstanz die Einreise- bew illigung sow ie die dam it verbundene Zustim m ung zur Erteilung einer Aufenthaltsbew illigung. Zur Begründung w urde ausgeführt, nach Art. 4 und Art. 16 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N ie- derlassung der Ausländer (AN AG , SR 142.20) entscheide die Behörde, im R ahm en der gesetzlichen Vorschriften und der Verträge m it dem Ausland, nach freiem Erm essen über die Erteilung und die Verlängerung einer Auf- enthaltsbew illigung. H ierbei berücksichtige sie die geistigen und w irtschaft- lichen Interessen sow ie den G rad der Ü berfrem dung des Landes. Schü- lerinnen und Studentinnen unterstünden den Art. 31 und 32 der Verord- nung des Bundesrates vom 6. O ktober 1986 über die Begrenzung der Zahl der Ausländer (BVO , SR 823.21). D as vorliegende G esuch gelte es unter dem Blickw inkel von Art. 32 BVO einer W ürdigung zu unterziehen. Art. 32 Bst. f BVO verlange, dass die W iederausreise nach Beendigung des Studi- enaufenthalts gesichert erscheine. D ieses Erfordernis sei hier nicht erfüllt. So bekundeten ausländische Studierende nicht selten M ühe, nach einem bew illigten Studienaufenthalt in der Schw eiz w ieder auszureisen, und ver- suchten, dauerhaft im Lande zu verbleiben. D ie Behörden hätten sich des- halb zu versichern, dass die Ausreise nach Beendigung des Studium s ga- rantiert sei. M it Blick auf den H erkunftsstaat der Beschw erdeführerin gelte es sodann zu bedenken, dass der Zuw anderungsdruck aus diesem Land w egen der dort herrschenden sozio-ökonom ischen Verhältnisse nach w ie vor anhalte. D ie Auslandvertretungen in C hina hätten in diesem Zusam - m enhang eine Besorgnis erregende Zunahm e von G esuchen chinesischer Staatsangehöriger festgestellt, die an Schw eizer Privatschulen studieren m öchten. D as G anze habe ein Ausm ass angenom m en, dass eine O rgani- sierung zur illegalen M igration nicht ausgeschlossen sei. Es sei sogar vor- gekom m en, dass chinesische Studentinnen und Studenten, die eine Ein- reise- und Aufenthaltsbew illigung erhalten hätten, kurz nach ihrer Ankunft in der Schw eiz verschw unden seien. Schliesslich sei die Antragstellerin 3 jung und ledig, w as ihr ohne grössere U nannehm lichkeiten erlaubte, hierzulande eine neue Existenz aufzubauen. D . M it Beschw erde vom 28. April 2006 an das Eidgenössische Justiz- und Po- lizeidepartem ent (EJPD ) stellt der Parteivertreter die Begehren, der ange- fochtene Entscheid sei aufzuheben, seiner M andantin die Einreise in die Schw eiz zu erlauben und ihr die Aufenthaltsbew illigung zu erteilen. G leich- zeitig w andte sich der R echtsvertreter m it einem inhaltlich nahezu iden- tischen W iedererw ägungsgesuch an die Vorinstanz. E. Am 3. M ai 2006 gab der Beschw erdedienst EJPD einem Sistierungsge- such nicht statt und inform ierte den Parteivertreter, dass W iedererw ä- gungsgesuche, die w ährend laufender R echtsm ittelfrist eingingen, als or- dentliche Beschw erden behandelt w ürden. F. D as BFM schliesst in seiner Vernehm lassung vom 22. Juni 2006 auf Ab- w eisung der Beschw erde. G . R eplikw eise hält der R echtsvertreter am 4. Juli 2006 an den bisherigen An- trägen fest. H . Auf den w eiteren Akteninhalt w ird, sow eit rechtserheblich, in den Erw ä- gungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 Verfügungen des Bundesam tes für M igration (BFM ) betreffend Verw eige- rung der Einreise und der Zustim m ung zur Erteilung oder Verlängerung ei- ner Aufenthaltsbew illigung unterliegen der Beschw erde an das Bundesver- w altungsgericht (Art. 20 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20] i.V.m . Art. 31 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes- verw altungsgericht [VG G , SR 173.32]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t die Beurteilung der beim In- krafttreten des Verw altungsgerichtsgesetzes am 1. Januar 2007 bei Eidge- nössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei Beschw erde- diensten der D epartem ente hängigen R echtsm ittel. Für die Beurteilung gilt das neue Verfahrensrecht (Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 G em äss Art. 37 VG G richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverw al- tungsgericht nach dem Bundesgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021). D as U rteil ist endgültig (Art. 1 Abs. 2 VG G i.V.m . Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [BG G , SR 173.110]). 1.4 D ie Beschw erdeführerin ist als Verfügungsbetroffene nach Art. 20 Abs. 2 AN AG i.V.m . Art. 48 Vw VG zur Beschw erdeführung legitim iert. Auf die frist- und form gerechte Beschw erde ist einzutreten (Art. 50 – 52 Vw VG ).4 2. 2.1 D er R echtsvertreter m acht in der Beschw erdeschrift vom 28. April 2006 (w enn auch eher beiläufig) geltend, der angefochtene Entscheid sei unzu- reichend begründet bzw . er enthalte zu pauschale Vorw ürfe. D er G rund- satz des rechtlichen G ehörs als persönlichkeitsbezogenes M itw irkungs- recht verlangt, dass die Behörde die Begründung eines Entscheides so ab- fasst, dass die betroffene Person ihn gegebenenfalls sachgerecht anfech- ten kann. D ie Begründung einer Verfügung genügt den Anforderungen von Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossen- schaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101) und Art. 35 Abs. 1 Vw VG dann, w enn die Betroffenen (und die R echtsm ittelinstanz) sich über die Tragw ei- te des Entscheides ein Bild m achen können. In diesem Sinne m üssen w e- nigstens kurz die Ü berlegungen genannt w erden, von denen sich die Be- hörde leiten liess und auf w elche sie ihren Entscheid stützt. D as bedeutet jedoch nicht, dass sie sich zu allen Parteivorbringen äussern, d.h. sich ausdrücklich m it jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einw and auseinander setzen m uss. Vielm ehr kann sie sich auf die für den Entscheid w esentlichen G esichtspunkte beschränken (vgl. das U rteil des Bundesgerichts 5A.20/2003 vom 22. Januar 2004, nicht publizierte E. 2.1 in BG E 130 ll 169, BG E 126 l 97 E. 2b S. 102/103 m it H inw eisen; U LR IC H H ÄFELIN / G EO R G M Ü LLER / FELIX U H LM AN N , Allgem eines Verw altungsrecht, 5. Aufl., Zürich und St. G allen 2006, R z. 1705 ff.). 2.2 Aus der angefochtenen Verfügung vom 15. M ärz 2006 w ird ohne w eiteres ersichtlich, von w elchen hauptsächlichen Ü berlegungen sich die Vorin- stanz leiten liess. Entgegen der Behauptung des Parteivertreters hat sich das Bundesam t darin auch ganz konkret zur Angelegenheit geäussert (Al- ter und Zivilstand der Beschw erdeführerin m it den daraus abgeleiteten Fol- gerungen). Abgesehen davon präsentiert sich die angesprochene Proble- m atik von (zu) pauschalen Erw ägungen als m ateriellrechtliche Frage. D ass eine sachgerechte Anfechtung m öglich w ar, zeigen im Ü brigen nur schon die R echtsm itteleingabe vom 28. April 2006 und die R eplik vom 4. Juli 2006. D am it entspricht die Begründung der Zustim m ungsverw eigerung den verfassungsrechtlichen M inim algarantien. G em äss konstanter Praxis des Bundesgerichts kann der M angel einer ungenügenden Begründung zudem geheilt w erden, w enn die unterlassene G ew ährung des rechtlichen G ehörs – w ie in casu – in einem R echtsm ittelverfahren nachgeholt w ird, w elches eine Prüfung im gleichen U m fang w ie die Vorinstanz erlaubt (zum G anzen vgl. beispielsw eise BG E 129 l 129 E. 2.2.3 S. 135, BG E 127 l 128 E. 4d. S. 133, BG E 126 l 68 E. 2 S. 72, BG E 126 ll 111 E. 6b S. 123/124, BG E 126 V 130 E. 2b S. 132, BG E 124 ll 132 E. 2d S. 138). D em Parteivertreter w urde am 26. Juni 2006 vom dam als zuständigen Beschw erdedienst EJPD ein R eplikrecht eingeräum t. D as Bundesverw altungsgericht verfügt über die gleich Kognition w ie das EJPD . D ie gerügte G ehörsverletzung w äre deshalb jedenfalls als geheilt zu betrachten. 3. G rundsätzlich sind die Kantone zuständig für die Erteilung und Verlänge- rung von Bew illigungen (vgl. Art. 15 Abs. 1 und 18 AN AG sow ie Art. 51 BVO ). Vorbehalten bleibt jedoch die Zustim m ung durch das BFM (Art. 51 5 letzter Satz BVO i.V.m . Art. 1 der Verordnung über das Zustim m ungsver- fahren im Ausländerrecht. D iese Kom petenz des BFM ist auch im vorlie- genden Fall gegeben (vgl. BG E 130 ll 49 E. 2.1 S. 51, BG E 127 ll 49 E. 3 S. 51 ff., BG E 120 lb 6 E. 3a S. 9 f. m it H inw eisen). 4. D ie Behörde entscheidet, im R ahm en der gesetzlichen Vorschriften und der Verträge m it dem Ausland, nach freiem Erm essen über die Bew illigung von Aufenthalt und N iederlassung (Art. 4 AN AG ). D ieses freie Erm essen der Behörden im Entscheid über Aufenthalt und N iederlassung kann nicht beeinträchtigt w erden durch irgendw elche Vorkehren seitens der betrof- fenen ausländischen Person (vgl. Art. 8 Abs. 2 der Vollziehungsverord- nung vom 1. M ärz 1949 zum Bundesgesetz über Aufenthalt und N iederlas- sung der Ausländer [AN AV, SR 142.201]). D ie Bew illigungsbehörden ha- ben bei ihren Entscheidungen die geistigen und w irtschaftlichen Interessen sow ie den G rad der Ü berfrem dung des Landes zu berücksichtigen (Art. 16 Abs. 1 AN AG und Art. 8 Abs. 1 AN AV). D ie Begrenzungsm assnahm en be- zw ecken ein ausgew ogenes Verhältnis zw ischen dem Bestand der schw ei- zerischen und dem der ausländischen W ohnbevölkerung und sind auf eine Verbesserung der Arbeitsm arktstruktur und der Eingliederung der hier w ohnenden und arbeitenden Ausländerinnen und Ausländer sow ie eine m öglichst ausgeglichene Beschäftigung ausgerichtet (vgl. Art. 1 BVO ). 5. G em äss Art. 32 BVO kann ausländischen Studentinnen und Studenten eine Aufenthaltsbew illigung erteilt w erden, w enn sie alleine einreisen (Bst. a), ein H ochschulstudium oder eine andere höhere Ausbildung absolvieren w ollen (Bst. b), das Studienprogram m festgelegt ist (Bst. c), die Schullei- tung schriftlich bestätigt hat, dass die G esuch stellende Person das Studi- um aufnehm en kann und über die für den U nterricht erforderlichen Sprach- kenntnisse verfügt (Bst. d), die notw endigen finanziellen M ittel vorhanden sind (Bst. e) und die W iederausreise nach Beendigung des Studienaufent- halts gesichert erscheint (Bst. f). 6. In m aterieller H insicht bem ängelt der R echtsvertreter im W esentlichen, der angefochtene Entscheid stütze sich einzig auf Erfahrungsw erte der Vorin- stanz m it Angehörigen aus C hina, ohne über allgem eine Aussagen und Bedenken hinauszugehen. Ausser Acht gelassen w orden seien insbeson- dere die persönliche U m stände auf Seiten der Beschw erdeführerin. So stam m e diese aus einer w ohlhabenden Fam ilie, w elche am H erkunftsort auch in gesellschaftlicher H insicht hohes Ansehen geniesse. Folglich stelle es für sie kein Problem dar, für das Schulgeld und die Kosten des Aufent- halts in der Schw eiz aufzukom m en. D ie G esuchstellerin arbeite zur Zeit als Verw altungsassistentin bei der X._______. D ie Ausbildung hierzulande w olle sie dazu nutzen, um sich auf ihre zukünftige Tätigkeit in einer der Firm en ihrer Eltern vorzubereiten, w as den Vorstellungen aller Beteiligten entspreche. D ereinst w erde sie dann die Leitung der Fam iliengesellschaften übernehm en. Auch sonst gäbe es keine H inw eise dafür, dass die Beschw erdeführerin in der Schw eiz abtauchen oder illegal verw eilen w erde. Im G egenteil habe sie aus persönlichen, w irtschaftlichen und gesellschaftlichen Ü berlegungen allen G rund, nach erfolgtem Studium w ieder nach C hina zurückzukehren. D ie N ichtberücksichtigung solcher 6 Tatsachen zeige, dass die Vorinstanz ihr Erm essen w illkürlich und m issbräuchlich ausgeübt habe. Zudem stelle sie strengere Anforderungen an die W iederausreise, als dies der W ortlaut von Art. 32 Bst. f BVO vorsehe. In der R eplik ergänzt der Parteivertreter, m an unterstelle seiner M andantin ebenfalls, ihr Studium in der Schw eiz zu verlängern, um noch w eitere Q ualifikationen zu erw erben. Falls sie tatsächlich solche Schritte ins Auge fassen sollte, so w ürde sie dies jedoch auf legale Art und W eise tun. G enerell verfalle die Vorinstanz in viele unzutreffende Verm utungen und Spekulationen. Es sei zw ar auch der Beschw erdeführerin nicht verborgen geblieben, dass in jüngster Zeit M issbräuche im Zusam m en- hang m it Visaanträgen von chinesischen Staatsbürgern vorgekom m en seien. G esuche von Personen aus C hina seien aber genauso zu behan- deln w ie Anträge von Bürgerinnen und Bürgern irgend eines anderen Landes. Bestünden w ie in casu keine rechtlich m otivierten Vorbehalte, so sei ein Visum zu erteilen. D ies gelte noch in verm ehrtem M asse bei Per- sonen, an deren Einreise und Aufenthalt die Schw eiz ein w irtschaftliches Interesse habe. W ährenddem die ganze W elt vom Zukunftsm arkt C hina spreche und sow ohl die schw eizerische W irtschaft als auch die Politik alles unternehm e, um die Beziehungen zw ischen diesen Ländern zu fördern, führe das BFM besagte Anstrengungen m it seiner restriktiven Praxis ad absurdum und füge dem Ansehen der Schw eiz im Ausland so eher Scha- den zu. 7. 7.1 D ie angefochtene Verfügung stützt sich auf die "Kann-Vorschrift" von Art. 32 BVO . Selbst w enn die ausländische Person die diesbezüglichen Vo- raussetzungen erfüllt, besteht m it anderen W orten kein Anspruch auf die Erteilung einer Aufenthaltsbew illigung zu Studienzw ecken, es sei denn, die Ausländerin oder der Ausländer könne sich auf eine Sondernorm des Bun- desrechts oder eines Staatsvertrages berufen (BG E 131 ll 339 E. 1 S. 342 f., BG E 130 ll 388 E. 1.1 S. 389 f., BG E 130 ll 281 E. 2.1 S. 284, je m it H in- w eisen), w as im Falle der Beschw erdeführerin nicht zutrifft (vgl. hierzu das U rteil des Bundesgerichts 2A.239//2003 vom 26. M ai 2003, E. 3.2.1). D as Erm essen der Bew illigungsbehörden ist hier dem nach nicht durch spezielle gesetzliche oder staatsvertragliche Bestim m ungen beschränkt, w as indes- sen keinesw egs bedeutet, dass über die Einreise und die Zustim m ung zur Erteilung der Aufenthaltsbew illigung völlig frei entschieden w erden dürfte. Vielm ehr setzen sow ohl Art. 16 Abs. 1 AN AG und Art. 8 Abs. 1 AN AV als auch die Begrenzungsverordnung den Behörden Leitplanken für die H and- habung des freien Erm essens. D ieses ist zudem in Beachtung des W illkür- verbots und des G rundsatzes von Treu und G lauben auszuüben (Art. 9 BV). 7.2 Im H inblick auf die grosse Anzahl von Ausländerinnen und Ausländern, die in der Schw eiz eine Ausbildung absolvieren m öchten, sind die in den Art. 31 und 32 BVO aufgelisteten Voraussetzungen für die Zulassung von Schülerinnen und Schülern sow ie Studierenden konsequent einzuhalten. Es gilt nach M öglichkeit zu verm eiden, dass die Anw esenheit zu Ausbil- dungszw ecken zur U m gehung der Begrenzungsm assnahm en m issbraucht 7 w ird (vgl. BG E 122 ll 1 E. 3a S. 6 f. oder Verw altungspraxis der Bundesbe- hörden [VPB] 57.24). Entgegen der in der R eplik geäusserten Annahm e ist es im R ahm en des D argelegten insow eit zulässig, Einreise- und Aufent- haltsgesuchen von Bürgerinnen und Bürgern aus Staaten oder R egionen m it politisch respektive w irtschaftlich vergleichsw eise ungünstigen Verhält- nissen zum Vorneherein m it Zurückhaltung zu begegnen, da die persön- liche Interessenlage in solchen Fällen häufig nicht m it dem Ziel und Zw eck einer zeitlich befristeten Anw esenheit in Einklang steht. Vor diesem H inter- grund sind die einzelnen Aspekte von Art. 32 BVO , insbesondere die für und gegen eine gesicherte W iederausreise gem äss Art. 32 Bst. f BVO sprechenden Argum ente, einer W ürdigung zu unterziehen. 8. Aus den Akten ergibt sich, dass die Beschw erdeführerin inzw ischen 19 ½ - jährig und ledig ist. N ach der obligatorischen Schulzeit (von 1993 bis 1998 G rundschule, ab 1999 bis 2002 M ittelstufe) hat sie von 2002 bis im Som - m er 2005 in Shanghai eine H igh School besucht und m it Erfolg abge- schlossen. D en Beschw erdebeilagen zufolge stam m t sie aus w ohlha- benden Verhältnissen. Ihre Eltern sollen dem nach m ehrere im W erbege- schäft tätige Firm en und auch einige Liegenschaften besitzen. Laut einge- reichtem Arbeitsvertrag w ar die G esuchstellerin vom 25. Juni 2005 bis zum 24. Juni 2006 als Verw altungsassistentin bei der X._______ angestellt, einer G esellschaft, deren Inhaber ihre Eltern sind. U rsprünglich hatte sie die Absicht, vom 19. Februar 2006 bis zum 1. M ärz 2008 an der Business School Lausanne zu studieren. D ie Schule w äre aber bereit, die junge Frau auch später aufzunehm en, beispielsw eise ab Februar 2007. D as Schulgeld beträgt in ihrem Fall rund Fr. 40'000.-- pro Jahr. D as Institut bestätigte, dass am 17. N ovem ber 2005 ein entsprechender Vorschuss von Fr. 21'500.-- geleistet w urde (Beschw erdebeilage 5). W as den Zw eck der Ausbildung anbelangt, so soll die Betroffene gegenüber dem Schw eizerischen G eneralkonsulat in Shanghai verlauten lassen haben, an der Business School Lausanne eingeschrieben zu sein und in der Schw eiz französisch lernen zu w ollen. In der Erklärung ihrer Eltern vom 8. D ezem ber 2005 (Beschw erdebeilage 9) w ird präzisiert, dass ihre Tochter dort für einen Lehrgang "BBA" (Bachelor of Business Adm inistration) eingetragen sei, w as sich m it den Angaben der Schule deckt (vgl. Be- schw erdebeilagen 4 und 5). D ie Beschw erdeführerin ihrerseits zählte eine R eihe von G ründen auf, w elche sie dazu m otivierten, hierzulande zu stu- dieren. Es genügt an dieser Stelle der Verw eis auf das C urriculum Vitae (Anhang zu Beschw erdebeilage 5). 9. 9.1 Bezogen auf die persönliche Situation der Beschw erdeführerin begründet das BFM seine Befürchtungen ausser m it der allgem einen Feststellung, dass sie jung und ledig sei, einzig m it der Behauptung, die Betroffene ver- füge erst über einen Sekundarschulabschluss. Es w ird m ithin bezw eifelt, dass sie die Fähigkeiten m itbringt, um eine höhere Ausbildung gem äss Art. 32 Bst. b BVO absolvieren zu können. D azu gilt es klarzustellen, dass die am BBA interessierten Studentinnen und Studenten laut Angaben der Business School Lausanne die M aturität, das Abitur, das (französische) 8 Baccalaureate, ein U S H igh School D iplom , die "English A levels" oder ei- nen vergleichbaren Abschluss benötigen. Besagter Lehrgang stellt som it fraglos eine höhere Ausbildung im Sinne der erw ähnten Verordnungsbe- stim m ung dar. D ie Beschw erdeführerin ihrerseits w ird den genannten Er- fordernissen m it dem im Juni 2005 an der "Shanghai no 2 H igh School" er- w orbenen D iplom gerecht. W as die Vorinstanz in der Vernehm lassung hierzu ausführt, ist aktenw idrig. D ie Business School Lausanne hat denn am 28. N ovem ber 2005 ausdrücklich bestätigt, dass die Bew erberin die notw endigen akadem ischen Vorkenntnisse m itbringt (Art. 32 Bst. d BVO , vgl. ferner Beschw erdebeilage 5). W eil an der Lehrstätte ausschliesslich in Englisch unterrichtet w ird, verfügt sie ebenfalls über die für den ange- strebten Lehrgang erforderlichen Sprachkenntnisse (Art. 32 Bst. d in fine BVO ). Insofern darf bei ihr von einem soliden Standard der beruflichen G rundausbildung ausgegangen w erden. 9.2 Im Kontext von Art. 32 Bst. b und Bst. d i.V.m . Art. 32 Bst. f BVO von Be- lang ist sodann, dass es sich um eine seriöse Schule handelt. D iese Frage ist ohne w eiteres zu bejahen, ergibt sich doch, dass die Business School Lausanne die erste H andelsschule in Europa w ar, w elche im Jahre 1996 die Akkreditierung der in den Vereinigten Staaten dafür zuständigen AC BSP ("Association of C ollegiate Business Schools and Program s") er- hielt. Inzw ischen darf sie sich zusätzlich m it dem w eltw eit als Q ualitäts- standard anerkannten Zertifikat "ISO 9001" der in G enf dom izilierten "Inter- national O rganisation for Standardisation" ausw eisen. D ie schon seit Jah- ren existierende Business School Lausanne kann von daher als ein renom - m iertes Institut betrachtet w erden, das eine Ausbildung von entspre- chender Q ualität anbietet. Ebenso w enig angezeigt sind Bedenken hin- sichtlich des hinreichend strukturierten und detaillierten Studienpro- gram m es (Art. 32 Bst. c BVO ; siehe w iederum Beschw erdebeilage 5 oder auch die W ebsite der Schule). Kom m t hinzu, dass die Beschw erdeführerin allein einreisen w ürde (Art. 32 Bst. a BVO ) und sie aus eher w ohlha- benden Verhältnissen stam m t (Art. 32 Bst. e BVO ), w om it prim a vista nichts gegen die Erteilung der gew ünschten Studentenbew illigung spricht. 9.3 D ie Vorinstanz argum entiert in erster Linie m it negativen Vorkom m nissen und unerw ünschten Ausw üchsen, die sich im U m feld von Studierenden aus C hina zugetragen haben. D as Zurückgreifen auf allgem eine Erfah- rungsw erte ist zw ar, w ie unter E. 7.2 angetönt, innerhalb eines bestim m ten R ahm ens zulässig, dessen ungeachtet bedürfen daraus abgeleitete Folge- rungen eines m inim alen Bezuges zum Einzelfall. Ü berdies kann Art. 32 Bst. f BVO nicht losgelöst von den w eiteren Aspekten dieser Bestim m ung (Bst. a – e) gew ürdigt w erden. D em G esuch der Beschw erdeführerin liegt keine klassische M issbrauchskonstellation zu G runde. Sie stam m t w eder aus einer ländlichen G egend C hinas noch aus einer w irtschaftlich schw achen Provinz. Sow ohl ihre Englischkenntnisse als auch die übrigen beruflichen Q ualifikationen sind in keiner W eise beanstandbar. Sow eit be- kannt, hinterliess sie anlässlich der Vorsprache auf der Schw eizervertre- tung zudem w eder einen unseriösen Eindruck noch gab sie stereotype Antw orten. In all diesen Punkten unterscheidet sie sich dem nach deutlich 9 von den bekannt gew ordenen N egativbeispielen. N icht anders verhält es sich m it der Ausbildungsstätte, w elche die Beschw erdeführerin besuchen w ill, handelt es sich doch w ie erw ähnt um eine Schule, die es schon lange gibt und die sich durch einen einw andfreien R uf auszeichnet. Sow eit die M utm assungen des Bundesam tes auf die stichw ortartige Stellungnahm e des Schw eizerischen G eneralkonsulates in Shanghai vom 26. Januar 2006 Bezug nehm en, gilt es des W eiteren zu berücksichtigen, dass sich die darin aufgew orfenen Fragen (aus w elcher Provinz kom m t die Antragstellerin, als w as w ar sie nach Abschluss der H igh School im Juni 2005 tätig) inzw ischen geklärt haben und aktenm ässig erstellt sind. Kenntnisse einer Am tssprache des Bundes w iederum , w ie sie in jener M einungsäusserung ebenfalls bem ängelt w erden, sind für den ins Auge gefassten BBA-Lehrgang nicht zw ingend. D ie Bedenken des Schw eizerischen G eneralkonsulates in Shanghai erscheinen folglich überholt. D a die H altung der Vorinstanz nach dem bisher G esagten in m ehrfacher H insicht (berufliche Q ualifikation; w eder die Studentin selber noch die Schule sind m it den publik gem achten M issbrauchsfällen vergleichbar) auf falschen Annahm en beruht, m üsste sie sich auf anderw eitige stichhaltige G ründe stützen können. 9.4 D as BFM w eist in der Vernehm lassung ferner auf die M öglichkeit hin, die Beschw erdeführerin könnte versucht sein, ihr Studium in der Schw eiz zu verlängern, um noch w eitere Q ualifikationen zu erw erben. D er zw ei Jahre dauernde Lehrgang für den Erw erb des BBA stellt allerdings die erste fachspezifische Ausbildung dar, w elche die Betroffene zu absolvieren ge- denkt, der Zeitpunkt ist deshalb verfrüht, um m it Festsetzungstendenzen zu argum entieren. G laubhaft erscheint unter den geschilderten fam iliären und w irtschaftlichen Begebenheiten ebenso, dass die Beschw erdeführerin später in einem der fam ilieneigenen U nternehm en ihrer Eltern im G ross- raum Shanghai tätig sein w ird, w as die G efahr m issbräuchlicher Verlänge- rungen des Anw esenheitsrechts zusätzlich schm älert. D ie diesbezüglich geäusserten Zw eifel verm ögen den R ückkehrw illen nicht schlüssig zu w i- derlegen. Alles in allem kann aufgrund der jetzigen Aktenlage nicht von ei- ner Konstellation gesprochen w erden, w elche die Verw eigerung der Zu- stim m ung zur Einreise bzw . zur Erteilung einer Aufenthaltsbew illigung zu rechtfertigen verm öchte. D ie G ültigkeit der Bew illigung ist, entsprechend dem Aufenthaltszw eck (Absolvierung eines 2-jährigen BBA-Lehrganges an der Business School Lausanne), jedoch auf zw ei Jahre zu befristen. Sollten aufgrund der künftigen Entw icklung der Verhältnisse begründete Zw eifel an den Absichten der Beschw erdeführerin aufkom m en, bleibt es der kantonalen Frem denpolizeibehörde unbenom m en, die Frage des An- w esenheitsrechts erneut zu prüfen und die erteilte Bew illigung gegebenen- falls zu w iderrufen. 10. Zusam m enfassend ist festzustellen, dass die Vorinstanz die Zustim m ung zur Erteilung einer Aufenthaltsbew illigung sow ie der dam it verbundenen Einreisebew illigung zu U nrecht verw eigert und som it Bundesrecht verletzt hat (Art. 49 Vw VG ). D ie Beschw erde ist daher gutzuheissen. 11. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten aufzuerlegen (Art. 10 63 Abs. 1 Vw VG e contrario). In Anw endung von Art. 64 Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art. 7 ff. des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht (VG KE, SR 173.320.2) ist der Beschw erdeführerin eine Parteientschädigung zuzuspre- chen. D iese ist auf Fr. 1'500.-- festzusetzen. ******* (D ispositiv Seite 11)11 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird gutgeheissen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. D er am 24. M ai 2006 ge- leistete Kostenvorschuss von Fr. 800.-- w ird zurückerstattet. 3. D ie Vorinstanz hat die Beschw erdeführerin für das Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht m it Fr. 1'500.-- zu entschädigen. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin (eingeschrieben) - der Vorinstanz (eingeschrieben; Akten R ef-N r. 2 205 226 retour) D er Kam m erpräsident: D er G erichtsschreiber: Antonio Im oberdorf D aniel G rim m Versand am :