<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="file:///L:/LOGO/DOPPLEU3.BMP"/></p></td></tr><tr><td><p class="Standard berschrift1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2008.01246</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p>IV. Kammer</p><p><br/></p><p>Sozialversicherungsrichterin Weibel-Fuchs als Einzelrichterin</p><p>Gerichtssekretärin K. Meyer</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 1. April 2010</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span><span class="Standard StandardFett RubrumFett">, geb. 1993</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gesetzlich vertreten durch die Eltern </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Y.___</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> und </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Z.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren 1993, erhielt mit Verfügung vom 22. Juni 2000 aufgrund angeborener Wirbelmissbildungen (Geburtsgebrechen Nr. 152 gemäss Anhang zur Verordnung über Geburtsgebrechen [</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GgV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">]) den Zuspruch für medizinische Massnahmen vom 20. Dezember 1998 bis zum 31. Dezember 2008 (Urk. 6/9). Mit Schreiben vom 8. Mai 2008 informierte die Mutter des Versicher</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, dass ihr Sohn im Zusammenhang mit seinem Geburtsgebrechen von dem Allg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">emein- und Sportarzt, Dr. med. A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, FMH Allg./SGSM Medizin, eine physiothera</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">peutische Langzeitbehandlung verordnet bekommen habe (Urk. 6/13). In der Folge holte die IV-Stelle bei diesem Arzt einen Bericht vom 21. Juli 2008 ein (Urk. 6/14/1-4, inklusive Beilage des Berichtes der Uniklinik </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 5. März 2007 [Urk. 6/14/5-6]). Nach Stellungnahme durch den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) vom 28. Juli 2008 (Urk. 6/15) wurde mit Vorbescheid vom 27. August 2008 den Eltern des Versicherten mitgeteilt, man gedenke, das Begehren abzuweisen (Urk. 6/17). Nach Erheben von Einwänden (Urk. 6/21) seitens des Versicherten und Einreichen eines Berichtes der Physiotherapie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 23. September 2008 (Urk. 6/20), erliess die IV-Stelle am 5. No</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber 2008 ihre abweisende Verfügung (Urk. 2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 28. November 2008 erhoben die Eltern des Versicherten dagegen Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de und beantragten sinngemäss, die Verfügung sei aufzuheben und es seien die medizinischen Massnahmen in Form der Physiotherapie zu gewähren, zumin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dest bis zum 31. Dezember 2008 (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 18. De</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber 2008 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5, unter Beilage ihrer Akten Urk. 6/1-24). Mit Verfügung vom 29. Dezem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber 2008 wurde der Schriftenwechsel als geschlossen erklärt (Urk. 7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.</span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf medizinische Massnahmen, konkret eine Physiotherapie.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin verneint einen solchen Anspruch mit der Begründung, bei der anbegehrten Massnahme handle es sich um eine solche der Prophylaxe und nicht um eine solche der Behandlung des anerkannten Geburtsgebrechens, da von einem unveränderten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kyphosegrad</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bei stationärem Verlauf auszugehen sei (Urk. 2 und Urk. 5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Seitens des Beschwerdeführers hingegen wird geltend gemacht, dass er – entge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen dem Bericht der Uniklinik </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 5. März 2007 - nicht beschwerdefrei sei, sondern im Gegenteil gerade die zunehmenden Beschwerden ihn veranlasst hätten, nun intensiv an seiner Skoliose zu arbeiten (Urk. 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span id="VV153"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span id="XX118"></span><span id="XX120"></span><span id="XX059"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Versicherte haben bis zum vollendeten 20. Altersjahr Anspruch auf die zur Behandlung von Geburtsgebrechen (Art. 3 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]) notwendigen medizini</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen Massnahmen (Art. 13 Abs. 1 IVG). Der Bundesrat bezeichnet die Gebre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chen, für welche diese Massnahmen gewährt werden. Er kann die Leistung ausschliessen, wenn das Gebrechen von geringfügiger Bedeutung ist (Art. 13 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Als Geburtsgebrechen gelten diejenigen Krankheiten, die bei vollendeter Geburt bestehen (Art. 3 Abs. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 Satz 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GgV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Die blosse Veranlagung zu einem Leiden gilt nicht als Geburtsgebrechen. Der Zeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">punkt, in dem ein Geburtsgebrechen als solches erkannt wird, ist unerheblich (Art. 1 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GgV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Die Geburtsgebrechen sind in der Liste im Anhang aufge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führt. Das Eidgenössische Departement des Innern kann die Liste jährlich an</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">passen, sofern die Mehrausgaben einer solchen Anpassung für die Versicherung insgesamt drei Millionen Franken pro Jahr nicht übersteigen (Art. 1 Abs. 2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GgV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Als medizinische Massnahmen, die für die Behandlung eines Geburts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gebrechens notwendig sind, gelten sämtliche Vorkehren, die nach bewährter Erkenntnis der medizinischen Wissenschaft angezeigt sind und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den therapeu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tischen Erfolg in einfacher und zweckmässiger Weise anstreben (Art. 2 Abs. 3 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GgV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Geburtgebrechen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nehmen in der Invalidenversicherung eine Sonderstellung ein, da die Versicherten unabhängig von der Möglichkeit einer späteren Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gliederung in das Erwerbsleben die zur Behandlung von Geburtsgebrechen not</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wendigen medizinischen Massnahmen beanspruchen können. Eingliederungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zweck ist die Behebung oder Milderung der in Folge eines Geburtsgebrechens eingetretenen Beeinträchtigung (BGE 115 V 205 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 4e/cc). Schliesslich hat der Versicherte nur Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">messe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nen notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebenen Umständen bestmöglichen Vorkehren. Denn das Gesetz will die Eingliederung lediglich so weit sicherstellen, als dies im Einzelfall notwendig aber auch genügend ist (BGE 124 V 110 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2a, 122 V 214 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2c, je mit Hinweisen, Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 14. Februar 2005 in Sa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chen L., I 373/04, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 1.3 und vom 16. Dezember 2003 in Sachen D,. I 514/02, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2.1.1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer leidet unbestrittenermassen an einer Wirbelmissbildung mit Keilwirbel Th11 (Urk. 6/2/1-5, Urk. 6/5/3, Urk. 6/8), welche unter dem Geburtsgebrechen Nr. 152 gemäss Anhang zur </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GgV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zu subsumieren ist. Fraglich ist dagegen, ob die beantragte medizinische Massnahme zur Behandlung des Geburtsgebrechens notwendig ist. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dem Bericht von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 21. Juli 2008 ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer als Beschwerden Muskelverspannungen bei Skoliose angibt, und dass der Behandlungsplan eine Verschlechterung des Zustandes verhindern sowie den muskulären Aufbau fördern soll. Für die Befunde wird auf den beigelegten Bericht der Uniklinik </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 5. März 2007 verwiesen (Urk. 6/14/3-4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss diesem Bericht geht es dem Beschwerdeführer insgesamt sehr gut. Er sei vollkommen beschwerdefrei. Der Schul- und Freizeitsport seien problemlos durch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führbar. Die Röntgenuntersuchung vom 23. Februar 2007 ergab die bekann</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">te Missbildung mit Keilwirbel Th11, wobei sich die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Kyphosierung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> im Vergleich zur Voruntersuchung vom 25. Februar 2005 unverändert mit 23° präsentierte. Ausser eines leichten Schulterhochstandes rechts vom ca. 1 cm und einer Asymmetrie der Taillendreiecke bei Beckengeradstand ergaben sich keine auffälligen klinischen Befunde. Der behandelnde Arzt sprach denn auch von einem stationären Verlauf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ohne Zunahme der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Kyphosierung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und sah weiterhin keine Einschränkungen bezüglich körperlicher Aktivität (Urk. 6/14/5-6).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss dem Bericht der Physiotherapie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 23. September 2008, bei welcher der Beschwerdeführer die von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> verordnete Physiotherapie seit dem 14. April 2008 durchführt, handelt es sich bei der Trainingstherapie um eine solche zur Stabilisation der Rumpfmuskulatur, Schulung des Körpergefühls sowie Koordinationsverbesserung durch Training mit freien Gewichten. Als Behandlungsergebnis wurde eine ungenügende Belastbarkeit vermerkt, wobei sich Körperhaltung und Körpergefühl stark verbessert hätten (Urk. 6/20).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss den Beschreibungen der Eltern des Beschwerdeführers hat dieser bei Beanspruchungen im Sport, beim Wandern, Fussballspielen, Joggen usw. als Folgen der Fehlstatik und Fehlbelastung immer wieder Schmerzen in Rücken, Hüften, Beinen, Füssen. Auch erleide er häufig Zerrungen. Dass der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführer im Bericht der Uniklinik </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> als „beschwerdefrei“ bezeichnet werde, stelle einen veralteten Hinweis dar, da damals trotz deutlich sichtbarem Schiefstand des Oberkörpers Beschwerdefreiheit im Alltag geherrscht habe (Urk. 6/21/2). Eine von den Ärzten der Uniklinik </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vorgeschlagene Opera</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tion der Wirbelsäule habe man als Eltern damals abgelehnt, da auch mit einer medizinischen Physiotherapie die Folgen der Keilwirbelbildung sehr wohl mit Erfolg behandelt werden könnten (Urk. 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aus den vorliegenden Arztberichten geht nicht rechtsgenügend hervor, weshalb genau eine Physiotherapie verordnet wurde. Während Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> von der Verhin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">derung einer Verschlechterung spricht, ist gemäss den Eltern des Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführers eine solche bereits eingetreten, während die Ärzte der Uniklinik </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> bei stationärem Verlauf keinerlei Einschränkungen oder Beschwerden feststellen konnten. Ob und inwieweit eine Physiotherapie zur Behandlung des bestehenden Geburtsgebrechens medizinisch notwendig ist, geht aus den Akten somit nicht hervor.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">%1.2. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Sache ist daher an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie die notwendigen ärztlichen Informationen einhole und kläre, ob es sich bei der beantragten medizinischen Massnahme in Form einer Physiotherapie um eine zur Behandlung des Geburtsgebrechens notwendige Massnahme handle oder lediglich um eine solche der Prävention, des muskulären Aufbaus und der besseren Koordinationsfähigkeit. Die Beschwerde ist in dem Sinne gutzuheissen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext"><span class="Standard Erwgungstext">6.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext">Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (vgl. Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts vom 10. Februar 2004 i.S. K., U 199/02, </span><span class="Standard Erwgungstext">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext">. 6 mit Hinweis auf BGE 110 V 57 </span><span class="Standard Erwgungstext">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext">. 3a; SVR 1999 IV Nr. 10 S. 28 </span><span class="Standard Erwgungstext">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext">. 3). Dementsprechend sind die Gerichtskosten der unterlie</span><span class="Standard Erwgungstext">gen</span><span class="Standard Erwgungstext">den Beschwerdegegnerin aufzuerlegen und in Anwendung von Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext">bis </span><span class="Standard Erwgungstext">IVG (in der seit 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassung) auf Fr. 300.-- festzusetzen.</span></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Die Einzelrichterin erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 5. November 2008 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Anspruch des Beschwerdeführers auf medizinische Massnahmen neu entscheide.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">300</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt. Rech</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">nung und Einzahlungsschein werden </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">kraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Y.___</span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"> und </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Z.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">zustellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die EinzelrichterinDie Gerichtssekretärin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>Weibel-FuchsK. Meyer </p></div> </div></body></html>