Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 11. September 2013 (810 13 36) ____________________________________________________________________ Zivilgesetzbuch Schlussrechnung und Gebühren Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsri chter Christian Haidlauf, Markus Clausen, Niklaus Ruckstuhl, Stefan Schulthess , Gerichtsschreiber i.V. Daniel Rüdin Parteien A. ____ , Beschwerdeführer gegen Kindes - und Erwachsenenschutzbeh örde B. ____ , Beschwerdege g- nerin Betreff Schlussrechnung und Gebühren (Beschluss der Vormundschaftsbehörde C.____ vom 12. Juni 2012) A. Mit Beschluss vom 11. Januar 2011 wurde von der Vormund schaftsbehörde C.____ (Vormundschaftsbehörde) für Frau D.____ eine kombiniert e Beistandschaft gemäss Art. 392 Ziff. 1 und Art. 393 Ziff. 2 des Schweizerischen Zivilgese tzbuches (ZGB) vom 10. Dezember 1907 (in der damals geltenden Fassung) errichtet. Als B eistände wurden Herr und Frau E.____ eingesetzt. Im Jahr 2012 ist Frau D.____ verstorben. In d er Folge legten die Beistände mit Schreiben vom 25. April 2012 der Vormundschaftsbehörde ihren Schlussbericht mit der Rech- nung für die Periode vom 1. Januar 2012 bis 30. März 2012 zur Genehmigung vor. Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht B. Mit Beschluss vom 12. Juni 2012 stellte die Vormundsch aftsbehörde zunächst fest, dass die Beistandschaft für Frau D.____ zufolge Todes erlosch en sei (Ziff. 1). Des Weiteren nahm sie vom Schlussbericht Kenntnis und genehmigte die Rechn ung. Gleichzeitig wurden Herr und Frau E.____ aus ihrem Amt als Beistände entlassen (Ziff . 2). Schliesslich hat die Vormund- schaftsbehörde dem Honorar der Beistände in der Höhe vo n Fr. 1'000.-- zugestimmt (Ziff. 3) und für ihre Prüfung der Rechnung eine Gebühr in de r Höhe von Fr. 250.-- erhoben (Ziff. 4). Dabei beschloss sie, dass die jeweiligen Beträge aus dem Nachlass von Frau D.____ zu be- zahlen seien. Der Beschluss wurde unter anderem A.____, als eingesetzter Erbe von Frau D.____, mit Schreiben vom 15. Oktober 2012 zugestellt. C. Dieser erhob dagegen mit (undatierter) Eingabe am 29. Oktober 2012 Beschwerde an das Kantonale Vormundschaftsamt. Dabei beantragte er, es seien die Beschlüsse der Vor- mundschaftsbehörde in Ziff. 2, 3 und 4 aufzuheben. Des Weiteren sei mit seiner Hilfe ein neues und korrektes Abschlussinventar zu erstellen. Zudem seien d ie finanziellen Schäden, welche Frau D.____ infolge der beiden Beistände erlitten ha be, zu qualifizieren und auszuweisen. Ebenfalls mit seiner Hilfe seien die während der Zeit der eingesetzten Beistände vorgenomme- nen Renovationen an der Liegenschaft von Frau D.____ zu qualifizieren und aufzulisten. Schliesslich sei die Vormundschaftsbehörde anzuweisen di e gesamten Akten im Zusammen- hang mit Frau D.____, innert zehn Tagen nach Erhalt der Beschwerde, an ihn herauszugeben; alles unter o/e-Kostenfolge. Daneben stellte A.____ diverse Verfahrensanträge. Darin beantrag- te er, dass ihm genügend Zeit zuzusprechen sei, um ei nerseits die ihm bis anhin widerrechtlich vorenthaltenen Akten sichten zu können und andererseits mit der Kantonalen Vormundschafts- behörde die Aufstellung des durch die Beistände verursa chten Schadens besprechen zu kön- nen. Ferner verlangte er, dass ihm nach Erhalt der gena nnten Akten eine normale Frist zur Be- schwerdebegründung anzusetzen sei. D. In ihrer Vernehmlassung vom 3. Dezember 2012 beant ragte die Vormundschaftsbehör- de demgegenüber die Abweisung der Beschwerde; unter o/e-Kostenfolge. Bezüglich der von A.____ behaupteten Verweigerung der Akteneinsicht führ te die Vormundschaftsbehörde aus, dass er bis zur Einreichung seiner Beschwerde gar nie ei n Akteneinsichtsgesuch gestellt habe. Vielmehr habe die Vormundschaftsbehörde A.____ mitget eilt, dass er jederzeit ein Aktenein- sichtsgesuch stellen könne. Er habe es jedoch vorgezogen d ie Behörde, deren Mitarbeiter so- wie die Beistände telefonisch zu beschimpfen und gleic hzeitig zu behaupten, dass mehrere schriftliche Gesuche von der Vormundschaftsbehörde ignorier t worden seien. Da sich A.____ aber weiterhin über die angeblich verweigerte Aktenei nsicht beschwert habe, seien ihm per Einschreiben vom 27. November 2012 das Vorgehen und die gesetzlichen Grundlagen betref- fend die Akteneinsicht erläutert worden. E. Mit der Revision des Kindes- und Erwachsenenschutzrechts per 1. Januar 2013 ging die Zuständigkeit zum Entscheid über die von A.____ eingerei chte Beschwerde vom nunmehr auf- gelösten Kantonalen Vormundschaftsamt auf das Kantonsge richt Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), über. Das Kantonsgericht setzte dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 21. Februar 2013 so dann eine nochmalige unerstreckba- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht re Frist bis zum 14. März 2013, um seine Beschwerde - n ach allenfalls erfolgter Akteneinsicht - ergänzen zu können. F. Mit Eingabe vom 14. März 2013 beantragte der Beschwe rdeführer beim Kantonsgericht trotzdem eine Fristerstreckung. Als Begründung fügte er a n, dass es ihm ohne Akteneinsicht nicht möglich sei den Sachverhalt aufzuarbeiten und er deshalb den ihm entstandenen Scha- den nicht genau beziffern könne. Daneben wiederholte er im Wesentlichen die bereits in seiner Eingabe vom 29. Oktober 2012 geltend gemachten Argumente. G. Mit Schreiben vom 18. März 2013 gewährte das Kanton sgericht dem Beschwerdeführer nachperemptorisch eine Fristerstreckung, um seine Beschwerd ebegründung ergänzen zu kön- nen, da sich die Vorakten nicht - wie fälschlicherweise angenommen - bei der Vorinstanz be- funden hätten, sondern bereits beim Kantonsgericht eing ereicht wurden. Gleichzeitig wurde der Beschwerdeführer auf die Möglichkeit der Akteneinsicht hingewiesen. H. Nachdem der Beschwerdeführer jedoch auf eine weite re Eingabe verzichtet hatte, liess sich die neurechtlich als Beschwerdegegnerin fungierende Kindes- und Erwachsenenschutzbe- hörde B.____ (KESB) mit Eingabe vom 9. Mai 2013 zur Beschwerde vernehmen. Sie verwies insbesondere auf die Anträge und die Begründung in de r Vernehmlassung der Vormund- schaftsbehörde vom 3. Dezember 2012. Zudem beantragte di e KESB im Sinne eines Eventu- albegehrens, das Kantonsgericht möge in der Sache selbst entscheiden und ohne weitere Er- hebungen die Schlussrechnung entweder genehmigen, mit Vorbehalten genehmigen oder nicht genehmigen. Auf die einzelnen Vorbringen der Parteie n wird - soweit notwendig - in den nach- folgenden Ausführungen eingegangen. I. Mit verfahrensleitender Verfügung des Kantonsgericht s vom 16. Mai 2013 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung überwiesen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g: 1.1 Mit Inkrafttreten des neuen Erwachsenenschutzrechts pe r 1. Januar 2013 findet gemäss Art. 14a Abs. 2 des Schlusstitels (SchlT) zum ZGB auf hängige Verfahren das neue Verfahrens- recht Anwendung. Ein solches ist vorliegend zu beurteil en, sodass über die noch unter altem Recht erhobene Beschwerde durch das Kantonsgericht mithin unter Anwendung der neurechtli- chen Verfahrensregeln zu entscheiden ist. 1.2 Das neue Recht enthält in den Art. 443 ff. ZGB ei ne verbindliche bundesrechtliche Ver- fahrensordnung für Belange des Erwachsenenschutzrechts. D ie Art. 450 ff. ZGB befassen sich insbesondere mit dem Verfahren vor der Rechtsmittelinst anz. Art. 450f ZGB behält dabei das kantonale Recht vor (vgl. auch D ANIEL STECK , in: Rosch/Büchler/Jakob [Hrsg.], Das neue Er- wachsenenschutzrecht, Basel 2011, N 4 zu Art. 450f). D ie Kantone haben somit die Kompe- tenz, in diesem Bereich Verfahrensbestimmungen zu erla ssen. Der Kanton Basel-Landschaft verweist diesbezüglich in § 66 Abs. 2 seines Gesetzes über di e Einführung des Zivilgesetzbu- Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht ches (EG ZGB) vom 16. November 2006 auf das Verfahrensrec ht nach Art. 450 - 450e ZGB und im Übrigen auf das kantonale Verwaltungsprozessrecht. 1.3 Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB kann gegen Entscheide de r Erwachsenenschutzbehörde Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. Als zuständige Behörde für Beschwer- den gegen Entscheide der Kindes- und Erwachsenenschutzbeh örde bezeichnet § 66 Abs. 1 EG ZGB das Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Ve rwaltungsrecht. Damit ist die Zu- ständigkeit des Kantonsgerichts, über die (undatierte) a m 29. Oktober 2012 erhobene Be- schwerde zu entscheiden, gegeben (vgl. auch § 43 Abs. 2 d es Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung [VPO] vom 16. Dezember 1 993). Nach Art. 14a Abs. 1 SchlT ZGB führt dieses nach Inkrafttreten des neuen Erwachsen enschutzrechts das bereits vor dem Kantonalen Vormundschaftsamt als altrechtlicher Rechtsmit telinstanz begonnene Rechtsmittel- verfahren weiter. 2. Zur Beschwerde sind gemäss Art. 450 Abs. 2 ZGB befug t, die am Verfahren beteiligten Personen (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahest ehenden Personen (Ziff. 2) sowie Perso- nen, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufheb ung oder Änderung des angefochte- nen Entscheids haben (Ziff. 3). Der Beschwerdeführer i st im vorliegenden Fall in doppelter Hin- sicht durch den angefochtenen Beschluss der Vormundschaftsbeh örde berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Änderung bzw. Aufhebung (vgl. § 47 Abs. 1 lit. a VPO). Zum einen ist er nämlich Adressat des genannten Beschlusses und zum anderen eingesetzter Erbe des vorliegend tangierten Nachlasses (ehemaliges Mü ndelvermögen) von Frau D.____. Da auch die übrigen formellen Voraussetzungen gemäss § 43 ff. VPO gegeben sind, kann auf die Beschwerde unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägung (vgl. E. 3 hiernach) grundsätzlich eingetreten werden. 3. Der Beschwerdeführer beantragt neben der Aufhebung der Ziff. 2, 3 und 4 des Be- schlusses der Vormundschaftsbehörde vom 12. Juni 2012 und der Erstellung eines neuen und korrekten Abschlussinventars, es seien die finanziellen Schäd en, welche Frau D.____ infolge der beiden eingesetzten Beistände erlitten habe, zu qu alifizieren und auszuweisen. Zudem sei- en mit seiner Hilfe die während der Zeit der eingeset zten Beistände vorgenommenen Renovati- onen an der Liegenschaft von Frau D.____ zu qualifizier en und aufzulisten. Auf die beiden letztgenannten Anträge ist nicht einzutreten, da sie ni cht Gegenstand des vorliegenden Be- schwerdeverfahrens bilden. Allenfalls müssten diese im Rahm en eines Verantwortlichkeitspro- zesses gemäss Art. 454 ff. ZGB geltend gemacht werden. Im Übrigen ist auch nicht auf die Be- gehren betreffend Akteneinsicht einzutreten. Das Kantons gericht hat dem Beschwerdeführer nämlich mit Schreiben vom 18. März 2013 die Möglichkeit zur Akteneinsicht gegeben, weshalb die diesbezüglichen Rechtsbegehren bzw. Verfahrensanträge gegenstandslos geworden sind. 4. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des re chtserheblichen Sachverhalts (Ziff. 2) so- wie die Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurtei- lung der vorliegenden Beschwerde somit volle Kognitio n zu. Allerdings auferlegt sich das Kan- tonsgericht entsprechend der Rechtsprechung des Bundesg erichts bei der Ermessenskontrolle Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht eine gewisse Zurückhaltung. Dies insbesondere deshalb, w eil die Vormundschaftsbehörden bzw. die heutigen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden als Fachbehörden anzusehen sind (vgl. BGE 135 II 384 E. 2.2.2 und 3.4.2; D ANIEL STECK , in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kom- mentar zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 17 ff. zu Art. 450a mit Hinweisen). 5.1 In seinen Eingaben vom 29. Oktober 2012 und vom 14. März 2013 macht der Be- schwerdeführer geltend, dass die Wahl der beiden Beistän de nach dem Tod von Frau D.____ widerrechtlich gewesen sei. Zudem sollen die Beistände , anstatt die Konten der Verstorbenen zu sperren, Saläre von diesen abgezogen haben. Gleichze itig seien aber gewisse Rechnungen in diesem Zeitraum nicht beglichen worden. Des Weiteren seien im Schlussbericht Rechnungen in der Höhe von Fr. 14'000.-- nicht ordnungsgemäss bzw. überhaupt nicht aufgelistet worden. Im Rahmen der an der Liegenschaft von Frau D.____ vorg enommenen Renovationen sei von den Beiständen ausserdem mehr als Fr. 45'000.-- aufgew endet worden, obwohl die Vormund- schaftsbehörde lediglich einen Kredit in der Höhe von F r. 20'000.-- gesprochen habe. Die in diesem Zusammenhang in Auftrag gegebenen Arbeiten seien auch nicht durch weitere Offerten kontrolliert bzw. bestätigt worden. Daneben entsprächen die ausgeführten Arbeiten weder den Regeln der Handwerkskunst noch seien sie von den Beistände n frist- und formgerecht abge- nommen bzw. dokumentiert worden. Darüber hinaus fügt der Beschwerdeführer an, dass auf- grund der durch die Vormundschaftsbehörde verweigerten Herausgabe der Akten, die Erstel- lung eines vollständigen Erbschaftsinventars verunmöglich t worden sei. Daraus resultiere für ihn ein zusätzlicher noch nicht bezifferbarer Schaden. Er behauptet weiter, dass ihm aufgrund falscher Mandatsführung der Beistände, im Zusammenhang mit der Vermietung der Liegen- schaft von Frau D.____, ein Schaden in der Höhe von et wa Fr. 20'000.-- entstanden sei. Eben- falls habe die Beiständin rechtsmissbräuchlich einen Unter mietvertrag abgeändert, was für ihn einen monatlichen Schaden in der Höhe von Fr. 1'500.-- zur Folge habe. Schliesslich habe die Vormundschaftsbehörde widerrechtlich ein Strafverfahre n gegen ihn eingeleitet, welches zwi- schenzeitlich jedoch eingestellt worden sei. Die ihm dar aus zustehende Entschädigung sei ihm aber bis heute nicht zurückbezahlt und auch nicht richt ig im Erbschaftsinventar deklariert wor- den. 5.2 In ihrer Vernehmlassung vom 3. Dezember 2012 macht die Vormundschaftsbehörde demgegenüber geltend, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers bezüglich der Wiederwahl der Beistände nach dem Tod von Frau D.____ nicht den v orliegend angefochtenen Beschluss betreffe, sondern den Beschluss vom 11. April 2012, we shalb nicht darauf einzugehen sei. Die Vormundschaftsbehörde führt zudem an, dass der vom Beschw erdeführer geltend gemachte Vorwurf, die Beistände hätten ihre Verantwortlichkeit als Mandatsträger nicht wahrgenommen und somit diverse finanzielle Schäden verursacht, ebenfalls nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sei. Vielmehr müssten solche Haftungsansprüc he im Rahmen einer Verantwortlich- keitsklage gemäss Art. 426 ff. aZGB (heute: Art. 454 ff. ZGB) durchgesetzt werden. Die KESB fügt in ihrer Vernehmlassung vom 9. Mai 2013 sodann an, dass vorliegend kein Schaden fest- zustellen sei. Auch seien keine weiteren Erhebungen vor zunehmen, die nichts mit der Rech- nungsführung zu tun hätten, sondern lediglich dem Be schwerdeführer zur Vorbereitung einer Verantwortlichkeitsklage dienen würden. Schliesslich sei es nach dem Ableben der verbeistän- deten Person nicht mehr die Aufgabe der KESB, mehr a ls eine ordentliche Prüfung der Buch- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht haltung vorzunehmen, da es bei einer allfälligen Feststellung eines Schadens nicht mehr an der Behörde läge, dessen Geltendmachung durch eine neue Mandatsperson überprüfen zu lassen. 6. Vorab kann festgehalten werden, dass auf die Rügen des Beschwerdeführers betreffend die Wiederwahl der beiden Beistände, die Einholung weiterer Offerten bzw. die Abnahme der Renovationsarbeiten durch die Beistände, das Verhalten der Vormundschaftsbehörde im Nach- lassverfahren sowie bezüglich der finanziellen Folgen des eingestellten Strafverfahrens nicht näher einzugehen ist. Die genannten Vorbringen haben nichts mit der Rechnungsführung bzw. - genehmigung zu tun, mithin sind sie nicht verfahrensgege nständlich. So macht die Vormund- schaftsbehörde bzw. KESB einerseits zu Recht geltend, dass die Rüge bezüglich der Wieder- wahl der beiden Beistände einen früheren als den vorli egend angefochtenen Beschluss betrifft. Zudem wurde dieser nicht angefochten, weshalb er inzwi schen in Rechtskraft erwachsen ist. Andererseits geht die Vormundschaftsbehörde bzw. KESB r ichtig in der Annahme, dass die übrigen eingangs erwähnten Vorbringen des Beschwerdefüh rers allenfalls im Rahmen einer Verantwortlichkeitsklage gemäss Art. 454 ff. ZGB durchgesetzt werden müssten (vgl. dazu auch die Ausführungen in E. 3 hiervor). Ebenfalls nicht näh er einzugehen, ist auf die Rügen betref- fend die unterlassene Kontosperrung und die angebliche n Geldbezüge durch die Beistände sowie bezüglich der gleichzeitig unterbliebenen Begleichung gewisser Rechungen. Gleiches gilt für das Vorbringen des Beschwerdeführers betreffend den angeblich entstandenen Schaden infolge falscher Mandatsführung der Beistände im Zusam menhang mit der Vermietung der Lie- genschaft von Frau D.____. Es handelt sich dabei um pausc hale Behauptungen, welche durch den Beschwerdeführer nicht substantiiert worden sind. 7. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet somit lediglich die Frage, ob die von der Vormundschaftsbehörde durchgeführte Prüfung und anschliessende Genehmigung des Schlussberichts und der dazugehörigen Rechnung den gese tzlichen Anforderungen genügt. In einem weiteren Schritt, muss sodann geprüft werden, ob das Honorar der beiden Beistände und die Prüfungs- und Genehmigungsgebühr der Vormundschaft sbehörde im Rahmen des gesetz- lich Zulässigen festgesetzt worden sind. 8.1 Es ist zunächst anzumerken, dass hängige Verfahren nic ht nur in verfahrensrechtlicher (vgl. E. 1.1 hiervor) sondern auch in materiellrechtliche r Hinsicht nach dem neuen Recht zu be- urteilen sind (vgl. Art. 14 Abs. 1 SchlT ZGB; RUTH E. REUSSER , in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Bas- ler Kommentar zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 10 f . zu Art. 14 SchlT). Demzufolge kommen vorliegend die entsprechenden Bestimmungen in der am 1. Januar 2013 in Kraft getre- tenen Fassung des ZGB zur Anwendung. 8.2 Gemäss Art. 425 Abs. 2 ZGB prüft und genehmigt die Erwachsenenschutzbehörde den Schlussbericht und die Schlussrechnung auf die gleiche We ise wie die periodischen Berichte und Rechnungen. Massgebend ist im Wesentlichen also Art. 415 ZGB. Im Unterschied zur peri- odischen Berichterstattung ist der Schlussbericht aber bere its dann zu genehmigen, wenn er die Informationspflicht erfüllt (vgl. Urteil des Bunde sgerichts 5A_578/2008 vom 1. Oktober 2008 E. 1; KURT AFFOLTER /U RS VOGEL , in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwac h- senenschutz, Basel 2012, N 26 zu Art. 425). Das ZGB rege lt den Inhalt des Berichts über die Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht persönlichen Verhältnisse und die Betreuung jedoch nur sehr allgemein (vgl. Art. 411 Abs. 1 ZGB). Es ist deshalb Sache der Erwachsenenschutzbehörde, nötigenfalls entsprechende Richt- linien zu erlassen. Der Detaillierungsgrad des Bericht s richtet sich dabei nach der konkreten Situation und der massgeschneiderten Massnahme (vgl. U RS VOGEL , in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, Basel 20 12, N 10 zu Art. 415). Auch in Bezug auf die Form der Rechnungsführung und die Art der Rechnungsablage finden sich im Bundesrecht keine detaillierten Vorschriften (vgl. Art. 4 10 Abs. 1 ZGB). Demnach sind die Kan- tone frei, entsprechende generelle Voraussetzungen im kantonalen Recht zu verankern (vgl. URS VOGEL , a.a.O., N 6 zu Art. 415). Der Kanton Basel-Landschaf t hat von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. So bestimmt § 74 Abs. 2 EG ZGB, dass d ie Rechnung eine Übersicht über den aktuellen Bestand des Vermögens, die Veränderung des Vermögens in Bestand und Anla- ge sowie die Einnahmen und Ausgaben während der Rechn ungsperiode enthalten muss. Alle Angaben sind überdies zu belegen. Die Erwachsenenschutzbe hörde hat die Rechnung sodann auf die formelle Richtigkeit und Vollständigkeit hin zu prüfen. Dazu ist die Kassarechnung (Ein- und Ausgaben) anhand der eingereichten Belege lückenlos zu überprüfen, ebenso die Auswei- se über die Vermögensbestände. In materieller Hinsicht hat die Erwachsenenschutzbehörde die Angemessenheit der Verwaltung zu beurteilen (vgl. URS VOGEL , a.a.O., N 7 zu Art. 415). 8.3 In dem von den Beiständen mit Schreiben vom 25. A pril 2012 eingereichten Schlussbe- richt per 30. März 2012 werden zunächst die Todesumstände von Frau D.____ erläutert. Dane- ben wird darauf hingewiesen, dass die Betreuung der L iegenschaft von Frau D.____ auch im ersten Quartal 2012 sehr aufwändig gewesen sei. Schliesslich wird zu den wichtigsten und kos- tenintensivsten Punkten der massgebenden Rechnungsperiode - dazu gehören insbesondere die Mehrausgaben für die Renovation der soeben genan nten Liegenschaft (vgl. hierzu E. 8.4.2 hiernach) - Stellung genommen. Aufgrund der vorliege nden Akten ist im Weiteren davon aus- zugehen, dass die Vormundschaftsbehörde keine Richtlinie n betreffend den Inhalt des Schlussberichts erlassen hat. Ausserdem verlangen auch die konkreten Umstände keinen wei- tergehenden Detaillierungsgrad des fraglichen Bericht s. Entgegen den Ausführungen des Be- schwerdeführers ist somit nicht ersichtlich, inwiefern Rech nungen in der Höhe von Fr. 14'000.-- nicht ordnungsgemäss bzw. überhaupt nicht im Schlussberich t aufgelistet worden sein sollten. Der fragliche Schlussbericht informiert über die wesen tlichen Punkte der massgebenden Perio- de vom 1. Januar 2012 bis 30. März 2012, weshalb er von der Vormundschaftsbehörde zu Recht genehmigt worden ist. 8.4.1 Des Weiteren lässt sich aus den von den Beiständen m it dem Schlussbericht eingereich- ten Rechungsunterlagen, insbesondere anhand der Vermö gensübersicht vom 23. April 2012, der aktuelle Bestand des Vermögens, dessen Veränderung in Bestand und Anlage sowie die Einnahmen und Ausgaben während der Rechnungsperiode vo m 1. Januar 2012 bis 30. März 2012 entnehmen. Daneben liegen für alle Posi tionen die entsprechenden Belege vor. Zudem ergibt sich aus den Akten, dass die Vormundschaftsbe hörde die eingangs erwähnten Unterlagen anhand der eingereichten Belege lückenlos üb erprüft und dabei zu Recht deren formelle Richtigkeit sowie Vollständigkeit festgestellt hat. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 8.4.2 In materieller Hinsicht - also bezüglich der eigen tlichen Verwaltung des Vermögens - stellt sich allerdings die Frage, ob einerseits die Reno vation der Liegenschaft von Frau D.____ in der Höhe von Fr. 38'359.95 und andererseits eine von der Beiständin vorgenommene Miet- zinsreduktion rechtmässig erfolgt sind. Gemäss Beschluss vom 16 . August 2011 waren die bei- den Beistände ursprünglich nämlich nur dazu ermächtigt, die Renovation zweier Wohnungen (im 2. und 3. OG) zum Gesamtbetrag von Fr. 20'000.-- vorzunehmen. Tatsächlich wurden aber auch Arbeiten an einer dritten Wohnung (im 1. OG) vorgenommen. Zudem resultierten am Ende Mehrkosten in der Höhe von Fr. 18'359.95. Schliesslich ist aus den Akten keine ausdrückliche nachträgliche Genehmigung dieser Arbeiten ersichtlich. D ie fraglichen Renovationsarbeiten (inkl. Kosten) wurden jedoch bereits im Zwischenbericht vom 20. Februar 2012 aufgeführt. Die- ser wurde sodann von der Vormundschaftsbehörde mitsamt de r entsprechenden Rechnung mit Beschluss vom 11. April 2012 genehmigt. Danach wurden die Renovationsarbeiten und deren Gesamtkosten, wie bereits erwähnt (vgl. E. 8.3 hiervor), auch im Schlussbericht per 30. März 2012 und der dazugehörigen Rechnung genannt bzw. aufgelistet, welche von der Vormundschaftsbehörde mit dem vorliegend angefochtenen Beschluss wiederum genehmigt worden sind. Folglich kann von einer impliziten nachträg lichen Genehmigung der in Frage ste- henden Renovationsarbeiten ausgegangen werden. Gleich es hat bezüglich der Mietzinsreduk- tion zu gelten, da diese mit Beschluss vom 12. Juni 2012 ebenfalls (implizit) nachträglich ge- nehmigt worden ist. Des Weiteren kann nicht jede Mietzin sreduktion zustimmungsbedürftig sein, insbesondere dann nicht, wenn sie im Ergebnis zu Gunsten der verbeiständeten Person ausfällt, was hier der Fall ist. Wie die Beiständin in ihrer E-Mail an die Vormundschaftsbehörde vom 29. Mai 2012 nämlich zutreffend ausführt, ist ein r eduzierter Mietzins immer noch einträgli- cher als ein totaler Mietausstand, zumal auch mit den ver ringerten Einnahmen die laufenden Kosten offensichtlich gedeckt werden können. Es bleibt im Übrigen anzumerken, dass es sich bei der Überprüfung der Angemessenheit der (Vermögens -) Verwaltung um einen Ermessens- entscheid der Vormundschaftsbehörde handelt. Von solche n Entscheiden weicht das Kantons- gericht, wie schon ausgeführt (vgl. E. 4 hiervor), nur zurückhaltend ab und vorliegend erweist sich die Rechnungsprüfung und -genehmigung durch die Vo rmundschaftsbehörde im Ergebnis als rechtmässig. 9.1 Nachdem nun feststeht, dass die Prüfung und die Gene hmigung des Schlussberichts und der dazugehörigen Rechnung rechtmässig erfolgt sind, ist im Folgenden die Höhe der Ent- schädigung der beiden Beistände, auf die sie für ihre A mtsführung in der Zeit vom 1. Januar 2012 bis 30. März 2012 grundsätzlich Anspruch haben (vgl. Art. 404 ZGB), zu prüfen. 9.2 Die Entschädigung erfolgt gemäss § 18 der Verordnun g über die Gebühren zum Zivil- recht (GebV) vom 8. Januar 1991 (in der hier massgebend en Fassung vom 24. März 2009; die neue Fassung vom 27. November 2012 ist erst in Kraft seit 1. Januar 2013). § 18 (mit der Marginalie "Entschädigung für Inhaberin nen und Inhaber vormundschaftlicher Mandate") lautet wie folgt: "1 Die Inhaberinnen und die Inhaber vormundschaftlic her Mandate haben für ihre Amtsführung (Verwaltung des Einkommens und Vermögens inkl. Nutznie ssungsvermögens, persönliche Be- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht treuung usw.) Anspruch auf Entschädigung und Ersatz der Auslagen. Die Entschädigung und der Auslagenersatz werden aus dem Vermögen und Einkommen der unter dem vormundschaftlichen Mandat stehenden Person und, bei deren Bedürftigkeit, von der Vormundschaftsbehörde ausge- richtet. Die Bedürftigkeit bestimmt sich nach den Krite rien der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Zivilprozess, wobei Vermögen unter 25'000 Fr. nicht angerechnet werden. 2 Die Entschädigung der Inhaberinnen und der Inhaber vormundschaftlicher Mandate bemisst sich nach dem Aufwand, den ihre Amtstätigkeit notwendi gerweise verursacht. Sie beträgt unter Vorbehalt von Absatz 2 bis pro zweijährige Rechnungsperiode: a. für die Einkommens- und Vermögensverwaltung 500 - 3'000 Fr.; b. für die persönliche Betreuung 500 - 3'000 Fr.; c. für die Amtsführung ausserhalb der Buchstaben a und b 200 - 5'000 Fr. Ist die Entschädigung aufgrund dieser Ansätze als eindeutig zu niedrig oder zu hoch zu qualifizie- ren für die Amtsführung, die notwendigerweise zu lei sten war, kann die Vormundschaftsbehörde die Entschädigung angemessen erhöhen bzw. reduzieren. 2bis Die Entschädigung für den Aufwand für die Führung von Mandaten im Sinne von § 3 des Ge- setzes vom 17. Oktober 2002 betreffend die Amtsvormun dschaften durch Mitarbeitende der Amtsvormundschaften sowie der Sozialdienste der Gemei nden bemisst sich nach dem gemäss § 1 Absätze 2 und 3 der Verordnung vom 3. Juni 2003 zum Gesetz betreffend die Amtsvormund- schaften berechneten und jeweils geltenden Stundenansatz. 3 Die Entschädigung gemäss Absatz 2 Buchstabe a kann nur beansprucht werden, wenn das Vermögen oder das Einkommen von der Inhaberin oder de m Inhaber des vormundschaftlichen Mandats tatsächlich verwaltet wird. 4 ... 5 Auslagen, die beansprucht werden, sind zu belegen. 6 Wer als Anwältin oder Anwalt oder Treuhänderin od er Treuhänder mit Fach- oder gleichwerti- gem Ausweis eine Vormundschaft, Beiratschaft oder Bei standschaft wahrnimmt, kann ein Hono- rar nach dem anwendbaren Berufstarif nur für diejeni gen Verrichtungen beanspruchen, für die berufsspezifische Kenntnisse notwendig sind. Ansonste n erfolgt die Entschädigung nach Mass- gabe von Absatz 2." 9.3 Aus der zitierten Bestimmung ergibt sich, dass sich die Entschädigung für den Bei- stand/die Beiständin jeweils auf die Rechnungsperiode v on normalerweise zwei Jahren bezieht und der Beistand/die Beiständin in der Regel für die Einkommens- und Vermögensverwaltung max. Fr. 3'000.--, für die persönliche Betreuung max. F r. 3'000.-- und für die Amtsführung aus- serhalb der vorgenannten Bereiche (z.B. Liegenschaftsverw altung) max. Fr. 5'000.-- beanspru- chen kann. Demnach beläuft sich der Höchstbetrag für ein Vierteljahr auf insgesamt Fr. 1'375.-- ([3'000.-- + 3'000.-- + 5'000.--] / 8 = 1'375.--). Im vorliegenden Fall bezieht sich die Entschädi- gung auf die Rechnungsperiode vom 1. Januar 2012 bis 3 0. März 2012 und wurde - gemäss entsprechendem Formular vom 23. April 2012 - für di e Einkommens- und Vermögensverwal- tung sowie für die persönliche Betreuung auf jeweils Fr . 500.-- festgelegt. Somit wurden die für ein Vierteljahr zulässigen Höchstbeträge gemäss § 18 Abs. 2 lit. a und b GebV überschritten. Gleichzeitig wurde unter der Rubrik "Amtsführung ausserhalb der Buchstaben a und b" gar kein Betrag verlangt. Dies erstaunt in doppelter Hinsicht, d a zum einen für die Rechnungsperiode vom 13. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 unter dem Ti tel von § 18 Abs. 2 lit. c GebV eine Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht Entschädigung in der Höhe von Fr. 5'000.-- für die Li egenschaftsverwaltung geltend gemacht wurde. Zum anderen weisen die Beistände in ihrem Schlu ssbericht per 30. März 2012 aus- drücklich darauf hin, dass die Betreuung der entsprechende n Liegenschaft auch im ersten Quartal 2012 sehr aufwändig und intensiv gewesen sei. I m Lichte dieser Ausführungen erweist sich die Zusprache eines Gesamthonorars in der Höhe von Fr . 1'000.-- deshalb als zulässig. Die Überschreitung der für ein Vierteljahr geltenden Höchstbeträge gemäss § 18 Abs. 2 lit. a und b GebV vermag daran nichts zu ändern, denn es wäre stossend, wenn eine im Ergebnis angemessene Entschädigung nur aufgrund ihrer konkreten Zusammensetzung als unzulässig erachtet werden würde. Schliesslich hat auch der Gesetzge ber diesem Gedanken sinngemäss Rechnung getragen. Ist nämlich die Entschädigung aufgru nd der Ansätze gemäss § 18 Abs. 2 lit. a-c GebV als eindeutig zu niedrig zu qualifizieren für die Amtsführung, die notwendigerweise zu leisten war, kann die Vormundschaftsbehörde die Entschädigung angemessen erhöhen (vgl. § 18 Abs. 2 in fine GebV). 10. Im Übrigen ist festzuhalten, dass auch die von der Vormundschaftsbehörde erhobenen Prüfungs- und Genehmigungsgebühr in der Höhe von Fr. 250.-- im Rahmen des gesetzlich Zu- lässigen ist. Die Vormundschaftsbehörden können nämlich gem äss § 17 III Ziff. 4 GebV (in der hier massgebenden Fassung vom 24. März 2009; die neue F assung vom 27. November 2012 ist erst in Kraft seit 1. Januar 2013) für die Prüfung und Genehmigung der Rechnungen eine Gebühr von Fr. 250.-- bis Fr. 1'000.-- verlangen. 11. Zusammengefasst erweist sich die am 29. Oktober 2012 erhobene Beschwerde als un- begründet und ist daher abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 12. Abschliessend bleibt über die Kosten zu befinden. Ge mäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Ver- fahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahr enskosten umfassen die Gerichtsgebüh- ren sowie die Beweiskosten und werden in der Regel in angemessenem Ausmass der ganz oder teilweise unterliegenden Partei auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Demgemäss sind die Verfah- renskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- dem Beschwerdefü hrer aufzuerlegen und mit dem ge- leisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- zu ve rrechnen. Die Parteikosten sind wettzuschlagen. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen soweit darauf e ingetreten wird. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- gehen zu Lasten des Beschwerdeführers und werden mit dem geleisteten Kosten vorschuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- verrechnet. 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Präsidentin Gerichtsschreiber i.V.