<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">[AZA] </div> <div class="para">I 722/99 Vr </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>III. Kammer </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesrichter Schön, Spira und Bundesrichterin Widmer; </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Maillard </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Urteil vom 8. Mai 2000 </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I.________, 1952, Beschwerdeführer, vertreten durch </div> <div class="para">Rechtsanwalt M.________, </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV-Stelle des Kantons Zürich, Röntgenstrasse 17, Zürich, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para">und </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, Winterthur </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> A.- Der 1952 geborene I.________ meldete sich am </div> <div class="para">21. Mai 1996 unter Hinweis auf seit Jahren bestehende </div> <div class="para">Rückenbeschwerden bei der Invalidenversicherung zum Leis- </div> <div class="para">tungsbezug an. Nach Abklärungen in medizinischer und beruf- </div> <div class="para">licher Hinsicht verneinte die IV-Stelle des Kantons Zürich </div> <div class="para">mit Verfügung vom 4. Juli 1997 einen Anspruch auf eine In- </div> <div class="para">validenrente. </div> <div class="para"> B.- Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Sozial- </div> <div class="para">versicherungsgericht des Kantons Zürich mit Entscheid vom </div> <div class="para">26. Oktober 1999 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> C.- I.________ lässt Verwaltungsgerichtsbeschwerde </div> <div class="para">führen mit dem Rechtsbegehren, der vorinstanzliche Ent- </div> <div class="para">scheid sei aufzuheben und ihm eine ganze Invalidenrente </div> <div class="para">zuzusprechen. </div> <div class="para"> Die IV-Stelle schliesst auf Abweisung der Verwaltungs- </div> <div class="para">gerichtsbeschwerde, während sich das Bundesamt für Sozial- </div> <div class="para">versicherung nicht vernehmen lässt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 1.- Das kantonale Gericht hat im angefochtenen Ent- </div> <div class="para">scheid die massgeblichen gesetzlichen Bestimmungen und </div> <div class="para">Grundsätze über den Begriff der Invalidität (<span class="artref">Art. 4 Abs. 1 </span></div> <div class="para">IVG), die Voraussetzungen und den Umfang des Rentenan- </div> <div class="para">spruchs (<span class="artref"><artref id="CH/831.20/28/1^bis" type="start"></artref><artref id="CH/831.20/28/1" type="start"></artref>Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG</span><artref id="CH/831.20/28/1^bis" type="end"></artref><artref id="CH/831.20/1^bis" type="end"></artref>), die Bemessung des </div> <div class="para">Invaliditätsgrades bei erwerbstätigen Versicherten nach der </div> <div class="para">Einkommensvergleichsmethode (<span class="artref">Art. 28 Abs. 2 IVG</span>) und zur </div> <div class="para">Bedeutung ärztlicher Auskünfte im Rahmen der Invaliditäts- </div> <div class="para">schätzung (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=15&amp;from_date=01.05.2000&amp;to_date=20.05.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F115-V-133%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page134">BGE 115 V 134</a> Erw. 2, 114 V 314 Erw. 3c, 105 V </div> <div class="para">158 Erw. 1) zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen </div> <div class="para">werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 2.- Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer </div> <div class="para">seinen bisherigen Beruf als Kehrichtlader aus gesundheit- </div> <div class="para">lichen Gründen nicht mehr ausüben kann. Die Vorinstanz hat </div> <div class="para">zunächst in einlässlicher Würdigung der medizinischen Un- </div> <div class="para">terlagen festgestellt, dass der Versicherte hingegen in ei- </div> <div class="para">ner körperlich leichten, rückenschonenden und wechselbelas- </div> <div class="para">tenden Verweisungstätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist. An- </div> <div class="para">hand eines Einkommensvergleichs hat sie anschliessend einen </div> <div class="para">rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 26 % ermittelt. </div> <div class="para">Was gegen die in allen Teilen überzeugende Begründung vor- </div> <div class="para">gebracht wird, ist unbehelflich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> a) Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers kann </div> <div class="para">nicht die Rede davon sein, verschiedene Ärzte hätten ihm </div> <div class="para">voreilig eine vollständige Arbeitsfähigkeit für leichte </div> <div class="para">Arbeiten attestiert. Vielmehr ist festzustellen, dass ihm - </div> <div class="para">mit Ausnahme des Dr. med. E.________, Facharzt für Neuro- </div> <div class="para">logie, der den Versicherten gemäss Bericht vom 28. Januar </div> <div class="para">1997 für irgendwelche körperliche Tätigkeit höchstens zur </div> <div class="para">Hälfte arbeitsfähig erachtet - sämtliche anderen Mediziner, </div> <div class="para">die zur Arbeitsfähigkeit Stellung nahmen, eine solche von </div> <div class="para">100 % attestieren. Dr. med. E.________ setzt sich indessen </div> <div class="para">im genannten Bericht mit den anderslautenden Stellungnah- </div> <div class="para">men, insbesondere den vollumfänglich überzeugenden der </div> <div class="para">Klinik X.________ vom 10. und 30. Mai 1996, mit keinem Wort </div> <div class="para">auseinander. Seine Einschätzung beruht einzig auf den als </div> <div class="para">glaubwürdig erachteten Selbstangaben des Beschwerdeführers </div> <div class="para">und ist daher nicht geeignet, Zweifel an der Richtigkeit </div> <div class="para">der übrigen Stellungnahmen aufkommen zu lassen. </div> <div class="para"> Der Umstand, dass Dr. med. I.________, Oberarzt der </div> <div class="para">Klinik X.________, sowohl am Bericht vom 10. Mai 1996 </div> <div class="para">mitgewirkt als auch denjenigen vom 4. Juni 1997 verfasst </div> <div class="para">hat, lässt ihn nicht als vorbefassten und befangenen </div> <div class="para">Sachverständigen erscheinen. Befangenheit eines Experten </div> <div class="para">kann nach der Rechtsprechung nicht schon damit begründet </div> <div class="para">werden, dieser sei bereits früher in einem den Beschwerde- </div> <div class="para">führer betreffenden Verfahren tätig gewesen. Wie sodann in </div> <div class="para">Bezug auf den Richter bereits mehrfach klargestellt wurde, </div> <div class="para">erscheint dieser selbst dann nicht als befangen, wenn er </div> <div class="para">sich in einem vorgängigen Verfahren gegen das Rechtsbegeh- </div> <div class="para">ren des Gesuchstellers eingesetzt haben sollte (AHI 1997 </div> <div class="para">S. 136 Erw. 1b/bb mit Hinweisen). Im Sinne dieser Recht- </div> <div class="para">sprechung besteht erst recht kein Anlass zur Annahme von </div> <div class="para">Befangenheit des Dr. med. I.________, der lediglich anhand </div> <div class="para">des Berichtes des Dr. med. E.________ seine früher gemachte </div> <div class="para">Aussage überprüfte und bestätigte. </div> <div class="para"> Ohne dass es weiterer Abklärungen bedürfte, ist er- </div> <div class="para">stellt, dass dem Beschwerdeführer die Ausübung einer kör- </div> <div class="para">perlich leichten, rückenschonenden und wechselbelastenden </div> <div class="para">Tätigkeit zu 100 % möglich und zumutbar ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> b) Hinsichtlich des Einkommensvergleichs macht der Be- </div> <div class="para">schwerdeführer geltend, die von der IV-Stelle beim Invali- </div> <div class="para">deneinkommen beigezogenen Lohnangaben würden sich auf Tä- </div> <div class="para">tigkeiten beziehen, die ihm nicht zumutbar seien. Wie es </div> <div class="para">sich damit verhält, lässt sich zwar nicht näher prüfen, </div> <div class="para">weil die Blätter mit den Anforderungsprofilen und weiteren </div> <div class="para">Angaben zu den angegebenen Arbeitsplätzen fehlen, kann aber </div> <div class="para">offen bleiben. Wie das kantonale Gericht richtig erkannt </div> <div class="para">hat, kann für die Bestimmung des trotz Invalidität zumutba- </div> <div class="para">rerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkom- </div> <div class="para">men) von den Tabellenlöhnen der vom Bundesamt für Statistik </div> <div class="para">herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) </div> <div class="para">ausgegangen werden (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=15&amp;from_date=01.05.2000&amp;to_date=20.05.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-V-321%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page322">BGE 124 V 322</a> Erw. 3b/aa mit Hin- </div> <div class="para">weisen). Laut Tabelle A 1 der LSE 1996 belief sich der Zen- </div> <div class="para">tralwert für die mit einfachen und repetitiven Aufgaben </div> <div class="para">(Anforderungsniveau 4) beschäftigten Männer im privaten </div> <div class="para">Sektor (bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden) </div> <div class="para">im Jahre 1996 auf Fr. 4294.-, was bei Annahme einer be- </div> <div class="para">triebsüblichen durchschnittlichen Arbeitszeit von </div> <div class="para">41,9 Stunden (Die Volkswirtschaft, 1999 Heft 12, Anhang </div> <div class="para">S. 27, Tabelle B 9.2) ein Gehalt von monatlich Fr. 4498.- </div> <div class="para">oder Fr. 53'976.- im Jahr (12 x Fr. 4498.-) ergibt (vgl. </div> <div class="para">BGE 124 V 323 Erw. 3b/bb), wozu noch die bis zum Zeitpunkt </div> <div class="para">des Verfügungserlasses eingetretene allgemeine Nominal- </div> <div class="para">lohnentwicklung von 0,5 % im Jahre 1997 (Die Volkswirt- </div> <div class="para">schaft 2000 Heft 4, Anhang S. 28, Tabelle B 10.2) miteinzu- </div> <div class="para">beziehen ist. Das Invalideneinkommen beträgt damit </div> <div class="para">Fr. 54'246.-. Aus der Gegenüberstellung mit dem unbestrit- </div> <div class="para">tenen hypothetischen Einkommen ohne Invalidität </div> <div class="para">(Fr. 61'535.-) resultiert ein rentenausschliessender Inva- </div> <div class="para">liditätsgrad von rund 12 %. Selbst wenn angenommen wird, </div> <div class="para">der Beschwerdeführer sei auch bei leichten Hilfsarbeiter- </div> <div class="para">tätigkeiten behindert (wofür sich in den Akten keine An- </div> <div class="para">haltspunkte finden), im Vergleich zu voll leistungsfähigen </div> <div class="para">und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmer lohnmässig be- </div> <div class="para">nachteiligt und müsse deshalb in der Regel mit unterdurch- </div> <div class="para">schnittlichen Lohnansätzen rechnen (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=15&amp;from_date=01.05.2000&amp;to_date=20.05.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-V-321%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page323">BGE 124 V 323</a> </div> <div class="para">Erw. 3b/bb mit Hinweisen), weshalb vom Tabellenlohn ein </div> <div class="para">Abzug von höchstens 25 % vorgenommen werden könnte, ergäbe </div> <div class="para">sich mit Fr. 40'685.- ein Betrag, woraus im Vergleich zum </div> <div class="para">Valideneinkommen (Fr. 61'535.-) eine Erwerbseinbusse von </div> <div class="para">rund 34 % resultieren würde. Der Beschwerdeführer ist nach </div> <div class="para">dem Gesagten in jedem Fall nicht in rentenbegründendem Aus- </div> <div class="para">mass invalid, womit die Verfügung vom 4. Juli 1997 nicht zu </div> <div class="para">beanstanden ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I.Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II.Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III.Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversiche- </div> <div class="para"> rungsgericht des Kantons Zürich, der Ausgleichskasse </div> <div class="para"> des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialver- </div> <div class="para"> sicherung zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 8. Mai 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der III. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>